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MĂŒnchner Tierpark Hellabrunn



Adrian Langer:   @cajun: Definitiv nein. In diesem Jahr war ich in Hellabrunn und dort werden aktuell keine Rothirsche gehalten. Ich wĂŒrde aber sagen, dass diese in dem Bereich lebten, wo heute die Mesopotamischen Damhirsche zu finden sind.
(11.11.2020, 20:58)
cajun:   Hatte MĂŒnchen nicht auch lange englische (schottische) Rothirsche im Bestand? Als eigenen Unterart ausgewiesen? Gibt es die eigentlich noch?
(11.11.2020, 20:53)
cajun:   Ein sehr schöner Artikel zur neuen Weibchengruppe der EisbĂ€ren in Hellabrunn:
"Die EisbĂ€ren-Anlage in Hellabrunn ist jetzt ganz offiziell eine Dreier-Damen-WG: Denn vor kurzem wurden die beiden weiblichen NeuzugĂ€nge erfolgreich mit der Hellabrunner EisbĂ€rin Giovanna zusammengefĂŒhrt.
Zwölf Tage ? seit der taggleichen Ankunft der beiden NeuzugĂ€nge Anfang Oktober ? hat die stufenweise Eingewöhnung der neuen EisbĂ€ren-Wohngemeinschaft im MĂŒnchner Tierpark gedauert und verlief insgesamt sehr harmonisch: ZunĂ€chst erkundeten die zwei neuen EisbĂ€rinnen die Felsenanlage in der Hellabrunner Polarwelt getrennt voneinander. Die jeweilig andere JungbĂ€rin konnte dabei von der anderen Seite des sogenannten Schmuse-Gitters zusehen. Beim gegenseitigen BeschnĂŒffeln und den sanften BerĂŒhrungen mit der Schnauze durch die StĂ€be vermittelten beide einen solch entspannten Eindruck, dass sie bereits wenige Tage nach ihrem Eintreffen zusammengefĂŒhrt werden konnten.
Anfangs noch etwas schĂŒchtern, wagte die jĂŒngere, fast dreijĂ€hrige EisbĂ€rin Nanook, die in ihrem Geburtszoo ? der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen ? den Spitznamen ?Nookie? bekommen hat, den ersten Schritt und forderte die bald vier Jahre alte EisbĂ€rin aus Frankreich zuerst zum Spielen auf. Tags darauf waren die beiden bereits ein Herz und eine Seele und sind seither praktisch nur noch als lebhaftes Doppelpack an Land und im Wasser unterwegs. Eine Woche nach ihrem Eintreffen erkundeten sie die Tundra-Anlage in Hellabrunn bereits gemeinsam. ?Trotz des grauen Herbstwetters haben sich die beiden Neu-MĂŒnchnerinnen schon hervorragend hier eingelebt. Sie sprĂŒhen vor Energie und sind sehr verspielt. FĂŒr Besucherinnen und Besucher gibt es hier immer etwas Spannendes zu beobachten?, so Verena Dietl, Aufsichtsratsvorsitzende der MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG und 3. BĂŒrgermeisterin der Landeshauptstadt MĂŒnchen.
?Da beide NeuzugĂ€nge phonetisch denselben Namen tragen, wenn auch in unterschiedlicher Schreibweise, hat die EisbĂ€rin aus Frankreich von ihrem Tierpaten nun einen neuen Hellabrunner Hausnamen erhalten. Sie wird im MĂŒnchner Tierpark fortan mit dem Namen ?Nuna? gerufen?, verkĂŒndet Tierparkdirektor Rasem Baban. ?Wie schon ihr Zuchtbuch-Name ?Nanuq? wohnt auch ihrem neuen Namen eine Bedeutung inne. Der Name ?Nuna? entstammt ebenfalls einem Wort aus der Inuit-Sprache und soll so viel wie ?das Land, das an die nördlichen Ozeane angrenzt? heißen.? Französische EisbĂ€ren-Fans dĂŒrften jedoch beruhigt sein: Im EuropĂ€ischen Zuchtbuch fĂŒr EisbĂ€ren, in dem alle europĂ€ischen Zoos gefĂŒhrt werden, die sich an der Erhaltungszucht fĂŒr diese bedrohte Tierart beteiligen, bleibt ihr eingetragener Name ?Nanuq? bestehen. Sollte Nuna Hellabrunn also eines Tages auf Empfehlung des Zuchtbuchkoordinators verlassen, kann sie gegebenenfalls wieder den in Zoos sehr beliebten EisbĂ€ren-Namen ?Nanuq?, der in der Inuit-Sprache ?EisbĂ€r? bedeutet, annehmen.
Im Rahmen der schrittweisen Eingewöhnung lernten Nuna und Nookie am vergangenen Montag ebenfalls ihre neue Mitbewohnerin, die erwachsene EisbĂ€rin Giovanna, kennen. Die ZusammenfĂŒhrung der drei wurde durchaus mit Spannung erwartet. GegenĂŒber ihrer dreijĂ€hrigen Tochter Quintana, die Hellabrunn im Juli verlassen hat, hatte sich Giovanna zuletzt ablehnend verhalten. Der Grund hierfĂŒr: Die fast ausgewachsene, junge EisbĂ€ren-Dame hatte immer noch versucht, bei ihrer Mutter zu trinken: eine Unannehmlichkeit, die bei den NeuzugĂ€ngen nicht mehr zu erwarten ist.

?Der Vorteil einer reinen Weibchen-Haltung ist, dass wir den Tundra- und Felsenteil der EisbĂ€ren-Anlage nun nicht mehr zeitweise abtrennen mĂŒssen, da das Zusammenleben in einer reinen Weibchen-Haltung in der Regel sehr gut funktioniert. Die EisbĂ€rinnen können so entscheiden, in welchem Teil der Anlage sie sich gerade aufhalten möchten?, so Beatrix Köhler, Leiterin der Zoologischen Abteilung und Kuratorin fĂŒr EisbĂ€ren.

Die neue EisbÀren-Weibchen-Gruppe in Hellabrunn
EisbÀrin GIOVANNA:
? Giovanna wurde am 28.11.2006 im italienischen Fasano geboren.
? Seit 2008 ist Giovanna im MĂŒnchner Tierpark Hellabrunn zu Hause.
? Am 9. Dezember 2013 hat sie die EisbĂ€renzwillinge Nela und Nobby geboren, die im FrĂŒhjahr 2016 im Rahmen des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms fĂŒr EisbĂ€ren an den hollĂ€ndischen Wildlands Adventure Zoo Emmen und an den englischen Yorkshire Wildlife Park abgegeben wurden.
? Am 21. November 2016 brachte Giovanna ihre Tochter Quintana zur Welt, die am 08.07.2020 im Rahmen des EEP fĂŒr EisbĂ€ren an den Zoo de La FlĂšche in Frankreich abgegeben wurde.
EisbÀrin NANOOK (Spitzname: Nookie):
? Nanook wurde am 04.12.2017 in der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen geboren.
? Sie war der erste EisbÀrnachwuchs in der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen.
? EisbĂ€rin Nanook ist an Manuel Rebert verpatet. Mit einer Tierpatenschaft unterstĂŒtzen die Paten die artgerechte und naturnahe Pflege und Versorgung der Hellabrunner Tiere und zeigen, dass ihnen eines unserer Tiere besonders am Herzen liegt. Unter www.hellabrunn.de/tierpatenschaften gibt es weitere Informationen.
? Im Vergleich zu EisbÀrin Nuna ist sie die selbstbewusstere Dame von beiden.
EisbÀrin NUNA (Zuchtbuchname: Nanuq):
? Nuna, ehem. Nanuq, wurde am 07.11.2016 im Zoo MĂŒlhausen (?Parc zoologique et botanique de Mulhouse?) im Elsass in Frankreich geboren.
? Anfang April dieses Jahres zog die EisbÀrin in den ?Zoo de Cerza? in die französische Normandie.
? EisbĂ€rin Nanuq ist ? wie schon zuvor EisbĂ€rin Quintana ? an die Linster Edelstahlhandel GmbH verpatet. Das Unternehmen hat einen neuen Hausnamen fĂŒr die EisbĂ€rin ausgewĂ€hlt und sich fĂŒr den Namen ?Nuna? entschieden. Wie schon ihr Zuchtbuch-Name ?Nanuq? wohnt auch ihrem neuen Namen eine Bedeutung inne. Der Name ?Nuna? entstammt ebenfalls einem Wort aus der Inuit-Sprache und bedeutet so viel wie ?das Land, das an die nördlichen Ozeane angrenzt?.
Quelle: https://www.hellabrunn.de/neues-aus-hellabrunn/newsanzeige/giovanna-nanook-und-nuna-die-neue-eisbaeren-weibchen-gruppe-in-hellabrunn/109f08759c9e15e668099a015596cc71/aktuelles/

(21.10.2020, 14:27)
Adrian Langer:   Zum Schluss Nasenkakadu.
(13.06.2020, 16:39)
Adrian Langer:   AbbruzengĂ€mse.
(13.06.2020, 16:38)
Adrian Langer:   Stehlender WaschbĂ€r.
(13.06.2020, 16:37)
Adrian Langer:   Mantelpavian
(13.06.2020, 16:36)
Adrian Langer:   NĂ€chste Station Hellabrunn. Leider sind die HĂ€user noch geschlossen. Daher muss ich zu einem spĂ€teren Zeitpunkt wohl noch einmal hin fahren. Der Park ist sehr schön und es gibt einige interessante Arten zu entdecken. Neu fĂŒr mich waren neben diversen Haustieren die AbbruzengĂ€msen sowie die Nasenkakadus.

Anbei: Indischer Elefant (Gajendra).
(13.06.2020, 16:35)
Klaus Schueling:   Pressemeldung des Tierparks

SonderfĂŒhrungen zum Thema ?HomosexualitĂ€t im Tierreich? in Hellabrunn

Der MĂŒnchner Tierpark feiert eine kleine Premiere: Erstmals bietet Hellabrunn anlĂ€sslich der Pride Week und des Christopher Street Days in MĂŒnchen eine Auswahl an SonderfĂŒhrungen zum Thema ?HomosexualitĂ€t im Tierreich? an.

Eine spannende Exkursion in Sachen ?Diversity im Tierpark?.

Ganz gleich ob bei Löwen, Menschenaffen, Pinguinen oder Giraffen: Gleichgeschlechtliche Verhaltensweisen wurde von Zoologen bereits bei rund 500 Arten verschiedener Verwandtschaftsgruppen hinlĂ€nglich beobachtet und dokumentiert. Diesen besonderen Themenbereich beleuchtet Hellabrunn als offizieller Kooperationspartner des MĂŒnchner CSDs und der Pride Week 2019 auf Initiative von Wolfgang Scheel, Vorstandsmitglied der Rosa Liste MĂŒnchen e.V..

Ein passender Impuls zur BiodiversitĂ€t im Tierreich und der Vielfalt menschlicher Beziehungs-varianten, der bei Tierpark-Direktor Rasem Baban auf offene Ohren stĂ¶ĂŸt: ?Als Lern- und Bildungsort fĂŒr den komplexen Bereich der BiodiversitĂ€t, was so viel wie die Vielfalt des Lebens bedeutet, ist es uns eine Herzensangelegenheit, dieses Thema in Hellabrunn zu platzieren und AufklĂ€rungsarbeit hinsichtlich unterschiedlicher geschlechtlicher Verhaltensweisen im Tierreich zu leisten. ?NatĂŒrlich vorkommende? homosexuelle Geschlechterkombinationen bei zahlreichen Tierarten sind Beleg dafĂŒr, dass diese Varianten ihren festen und angestammten Platz in der Natur haben. Das darf auch als ?BrĂŒckenschlag? in die LGBTIQ-Community verstanden werden, die sich in diesen Zeiten leider immer wieder gegen homophobe und minderheitenfeindliche Ressentiments reaktionĂ€rer Kreise erwehren muss.?

Die 90-minĂŒtigen FĂŒhrungen starten in der Pride Week ab dem 08.07.2019 an drei Abenden immer um 18 Uhr am Flamingo-Eingang im Tierpark Hellabrunn. Es gibt noch einige RestplĂ€tze fĂŒr die FĂŒhrungen, welche unter www.hellabrunn.de/fuehrungen gebucht werden können. Die Kosten betragen 20,50 ? pro Person; Jahreskarteninhaber zahlen 9,50 ?.
(26.06.2019, 10:17)
Rainer Hillenbrand:   @Sebastian Gellert: Nach der Eröffnung der Dschungelwelt Mitte der Neunziger Jahre befanden sich rechts zwei Innengehege fĂŒr die Jaguare, danach dem Pfad ĂŒber den "DschungelhĂŒgel" folgend links ein Innengehege fĂŒr Ozelots und eins fĂŒr Schwarze Panther, sowie mittig die Anlagen der Löwen.
Die Löwen sind ja nach wie vor da - das ehemalige Jaguar.Außengehege wurde ein paar Jahre von einem China-Leoparden bewohnt, jetzt von einem PĂ€rchen Manule. In den ehemaligen Jaguar-Innengehegen befinden sich heute zum einen Strahlenschildkröten und in der zweiten Anlage die Dunklen Tigerpythons!
Die Ex-Ozelot/Schwarze Panther-Innenanlagen wurden beide den Fischkatzen zugeschlagen - das Panther-Außengehege wird von Sibirischen Uhus bewohnt.
(04.12.2018, 22:31)
Sebastian Gellert:   Was befindet sich denn in der ehemaligen Leoparden-Innenanlage der Dschungelwelt??
(03.12.2018, 20:18)
Sebastian Gellert:   Frage: Es ist bekannt, das die Entdeckerhöhlen in der Dschungelwelt noch der jĂŒngeren Vergangenheit angehören. Doch wo befinden sich die Dunklen Tigerpythons?? Auch in den genannten Entdeckerhöhlen oder dem Pfad durch die Dschungelwelt folgend??
(01.12.2018, 20:59)
Patrick Kalscheuer:   ...das war dann wohl dieser hier (vom April diesen Jahres) .
(05.09.2018, 20:19)
Emilia Grafe:   https://www.hellabrunn.de/aktuelles/neues-aus-hellabrunn/newsanzeige/polarfuechse-yaqui-und-linda-verstorben/51f34fce364c9b03c4dd170b0ff68e65/

In Hellabrunn ist der vorĂŒbergehend letzte Polarfuchs gestorben.
(05.09.2018, 19:29)
Klaus Schueling:   Pressemeldung des Zoos:

Orang-Utan Bruno ist tot

Am heutigen Donnerstag, den 19. Juli ist Orang-Utan Bruno im hohen Alter von 49 Jahren gestorben. Der Gesundheitszustand des Orang-Utans, der 1969 in Hellabrunn gemeinsam mit Zwillingsschwester Hella zur Welt kam, verschlechterte sich in den letzten Tagen erheblich, sodass eine interne Kommission am frĂŒhen Donnerstagnachmittag entschied, Bruno zu erlösen und einzuschlĂ€fern.

Zwar ging es Bruno in den letzten Wochen und Monaten seinem Alter entsprechend gut, jedoch erlitt er in den vergangenen Jahren bereits zwei Herzinfarkte, infolge derer er unter Kreislaufproblemen litt. Seit einem großen Gesundheitscheck im Jahr 2017, bei dem Bruno in Narkose gelegt und wortwörtlich auf Herz und Nieren untersucht wurde, ging es dem Orang-Utan-MĂ€nnchen wieder besser. Jedoch stand er unter stĂ€ndiger Beobachtung des Hellabrunner TierĂ€rzteteams. Nachdem sich Brunos Gesundheitszustand im Laufe der Woche immer weiter verschlechterte und er immer schwĂ€cher wurde, beschloss eine gemeinsame Kommission aus der Tierpark-Direktion, den zustĂ€ndigen Tierpflegern, der Bereichsleitung, der zoologischen Leitung und den TierĂ€rztinnen, Bruno von seinen Beschwerden zu erlösen. Mit seinen 49 Jahren war Bruno einer der Ă€ltesten Orang-Utan-MĂ€nnchen in menschlicher Obhut.

Bruno wurde am 18.02.1969 in Hellabrunn geboren. Nachdem seine Mutter Kessi ihn und Zwillingsschwester Hella nicht annahm, wurden die beiden Jungtiere ins Schwabinger Krankenhaus gebracht und in den ersten Monaten auf der dortigen FrĂŒhgeborenen-Station versorgt. SpĂ€ter wurden die beiden Zwillinge im Tierpark Hellabrunn von Hand aufgezogen. Im Laufe seines Lebens sorgte Bruno fĂŒr ĂŒber dreißig Nachkommen in Hellabrunn.

Tierpark-Direktor Rasem Baban: ?Es ist sehr traurig, dass wir uns mit Bruno in diesem Jahr von einer weiteren Tier-Persönlichkeit verabschieden mĂŒssen, die Jahrzehnte in Hellabrunn lebte und fĂŒr viele Besucher ein vertrauter Bewohner war. Die Entscheidung, den Orang-Utan-Mann zu erlösen, ist uns nicht leicht gefallen. Jedoch hat Bruno uns heute deutlich gezeigt, dass er nicht mehr konnte und nicht mehr wollte.?

Nach dem Tod von Bruno wird die Hellabrunner Orang-Utan-Gruppe nun erst einmal ohne mÀnnliches Oberhaupt bleiben. Die Orang-Utan-Familie im Tierpark besteht derzeit aus den drei erwachsenen Weibchen Matra, Sitti und Jahe, den Heranwachsenden Jolie und Isalie sowie den drei Jungtieren Quentin, Quinn und Ronda.

Wie alle Tiere, die in Hellabrunn sterben, wird auch Orang-Utan Bruno in der TierĂ€rztlichen FakultĂ€t der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen pathologisch untersucht werden.
(20.07.2018, 10:19)
W. Dreier:   Die Meinung eines Kurators: in etwa ``Wir brauchen keinen Großen Panda zum Nachweis der AttraktivitĂ€t, seit Mai haben wir 3 WaschbĂ€ren". :)
DafĂŒr demnĂ€chst ein Okapi, sibir. Tiger, Haustiere
(06.06.2018, 13:51)
Oliver Muller:   Pumas sind im Masterplan leider nicht mehr vorgesehen.
(29.05.2018, 17:34)
W. Dreier:   Wobei es zwischen TP und Hellabrunn mit den Montana-Pumas schon eine Zuchtvereinbarung ohne Erfolg gegeben hat. Lang ist`s her.
(29.05.2018, 16:47)
Sacha:   Was ist denn mit dem Pumas (m. W. eine reine Unterart) passiert? Alle ĂŒber den Jordan und keine neuen mehr bekommen?

Wie auch immer: Die WaschbÀren finde ich eine gute Alternativlösung.
(29.05.2018, 10:39)
Gernot Zesch:   Interessant , das PETA Import-Verbot fordert, obwohl seit mehren Jahrzehnten ein Import-Verbot besteht. Das darf doch nur mit Ausnahme geschehen.
(01.03.2018, 16:48)
Klaus Schueling:   Heutige Pressemeldung des Tierparks

Aufgrund der amtlichen Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen fĂŒr den MĂŒnchner Raum bleibt der Tierpark heute geschlossen.

Tierpark-Direktor Rasem Baban: ?Zur Sicherheit von Besuchern, Tieren und Mitarbeitern haben wir entschieden, den Tierpark heute nicht zu öffnen. Bei orkanartigen Böen besteht beim alten Baumbestand Hellabrunns eine starke Gefahr vor herunterfallenden Baumteilen. GefĂ€hrliche Tiere wie Großkatzen und BĂ€ren bleiben in ihren StĂ€llen.?
(03.01.2018, 09:06)
Klaus Schueling:   Heutige Pressemeldung des Tierparks

Good Morning Vietnam

Die Hellabrunner Mandrill-Gruppe ist in der vergangenen Woche von MĂŒnchen nach Vietnam gezogen. Damit gibt es in Hellabrunn zukĂŒnftig mehr Platz fĂŒr die Zuchtgruppe der hochbedrohten und eng mit dem Mandrill verwandten Drills.

Die Harems-Gruppe und Mandrill-Mann Jo sind am Donnerstagmorgen, 14.12.17, zum Frankfurter Flughafen gebracht worden, von wo aus sie gegen Mittag mit einem Direktflug nach Ho-Chi-Minh-Stadt aufgebrochen sind. Nach einer lÀngeren Reise sind die sechs Tiere gut in ihrer neuen Heimat, der VinPearl Safari auf der vietnamesischen Insel Pho Quoc, angekommen.

Seit 2016 gibt es fĂŒr Mandrills einen Global Species Management Plan (GSMP), der die BemĂŒhungen zur Erhaltung der Art in den Zoos auf allen Kontinenten sowie in der Natur vereint. In diesem Zuge wird die VinPearl Safari, obwohl in Vietnam gelegen, in Zukunft Teil des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) fĂŒr Mandrills sein. Der Umzug nach Vietnam erfolgte auch auf Empfehlung des zustĂ€ndigen EEP-Koordinators.

Mandrills kommen ursprĂŒnglich aus Westafrika und leben vorzugsweise auf Waldboden. Durch die Rodung der RegenwĂ€lder wird ihr Lebensraum immer weiter eingeschrĂ€nkt. Zudem sind Mandrills aufgrund ihrer KörpergrĂ¶ĂŸe eine lohnende und daher beliebte Beute bei JĂ€gern. Dies fĂŒhrt dazu, dass der Mandrill mittlerweile laut IUCN (International Union for Conservation of Nature) als gefĂ€hrdet eingestuft ist.

Die Abgabe nach Vietnam erfolgte, weil Hellabrunn mehr Platz schaffen möchte fĂŒr die eng verwandten Drills, fĂŒr die der Tierpark das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und das Internationale Zuchtbuch (ISB) verantwortet. Bisher lebten die beiden Primatenarten in direkter Nachbarschaft im Orang-Utan-Haus. Die beiden Anlagen werden zukĂŒnftig zusammengelegt, sodass den Drills dann ĂŒber 250mÂČ Innen- und Außenanlagen zur VerfĂŒgung stehen. Die bisherige Mandrill-Außenanlage wird außerdem im kommenden FrĂŒhjahr umgebaut. Drills gehören laut der IUCN zu den am stĂ€rksten bedrohten Affenarten Afrikas und zu den am meisten bedrohten Tierarten der Welt. Der Tierpark hat eine der erfolgreichsten Zuchtgruppen in Europa. Derzeit leben elf Tiere in Hellabrunn.
(18.12.2017, 12:25)
Sacha:   Hmh. Da wird das Leben eines Tieres verlĂ€ngert, dessen Haltung man auslaufen lassen und dessen freilebende Artgenossen in Europa man lieber heute als morgen eliminieren will. Ob die vehementen "Liste"-BefĂŒrworter auch so gehandelt hĂ€tten?
(21.11.2017, 10:11)
Klaus Schueling:   Pressemeldung des Tierparks

Blick hinter die Kulissen im Tierpark Hellabrunn

Wie sieht eigentlich die Tierarztpraxis in Hellabrunn aus? Wie steht es um die Bauarbeiten fĂŒr das neue MĂŒhlendorf? Und wie viel Futter wird eigentlich in der Futterwirtschaft gelagert? Am Samstag, den 18. November zeigt Hellabrunn seinen Besuchern diese und weitere unbekannte Orte des Tierparks. Von 10 bis 16 Uhr gibt es exklusive, kostenlose FĂŒhrungen hinter die Kulissen des Zoos.

Eine Gelegenheit, die es nicht alle Tage gibt: Um den Besuchern einen seltenen Blick hinter die Tierpark-Kulissen zu gewĂ€hren, öffnet Hellabrunn am Samstag, den 18. November 2017 von 10 bis 16 Uhr sonst unzugĂ€ngliche Bereiche fĂŒr die Öffentlichkeit. Interessierte Besucher können sich am selben Tag ab 9 Uhr persönlich fĂŒr die insgesamt 15 FĂŒhrungen im Service-Center am Flamingo-Eingang anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Einer dieser ?Backstage?-Bereiche ist die Futterwirtschaft. Mehr als 19.000 Tiere in Hellabrunn bekommen von hier tĂ€glich frische Kost. Das alles ? von den einzelnen Zutaten des speziell zubereiteten Breis fĂŒr AmeisenbĂ€ren bis hin zum Fleisch fĂŒr die Löwen - managt der Futtermeister von Hellabrunn. Am 18. November stellt er den FĂŒhrungsteilnehmern die Hellabrunner FutterkĂŒche vor.

Gleich nebenan können interessierte Besucher einen Blick in die bestens ausgestattete Tierarztpraxis des Zoos werfen. Hier gibt es unter anderem Röntgen- und UltraschallgerĂ€te, ein Labor und eine Apotheke. Die TierĂ€rzte laden zur FĂŒhrung durch ihren Arbeitsplatz ein und erzĂ€hlen aus ihrem bewegten Alltag mit den Hellabrunner Tieren.

Außerdem erfahren die Besucher in der Hellabrunner Polarwelt, wie die moderne unterirdische Filteranlage fĂŒr das glasklare Wasser im MĂ€hnenrobben-Becken sorgt und was fĂŒr eine aufwendige Technik dahinter steckt.

Wie es auf der Baustelle hinter dem langen Bauzaun beim ehemaligen Kindertierpark aussieht, erfahren Teilnehmer der exklusiven FĂŒhrung ins kĂŒnftige MĂŒhlendorf. Hierbei erklĂ€rt die Leiterin der technischen Abteilung, worauf sich die Besucher nach der Fertigstellung der Baustelle freuen können.

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Logistik in Hellabrunn funktioniert, dem sei der exklusive Zugang (ohne Anmeldung) zum Fuhrpark und der neuen Lagerhalle empfohlen. Hier stehen Tierpark-Mitarbeiter zu jeder vollen Stunde fĂŒr Fragen und Antworten rund um die Fahrzeuge im Tierpark zur VerfĂŒgung.

Zudem beantworten an den Info-Mobilen in der Dschungelwelt (12 bis 15 Uhr) und im Haus der kleinen Affen (13 bis 16 Uhr) ehrenamtliche Artenschutzbotschafter sÀmtliche Fragen rund um das Thema Artenschutz in Hellabrunn.

FĂŒr die kostenlosen FĂŒhrungen können sich Hellabrunn-Besucher am Samstag, den 18. November 2017 ab 9 Uhr im Service-Center am Flamingo-Eingang anmelden. Der Tierparkeintritt ist an der Kasse zu entrichten. SelbstverstĂ€ndlich ist der Tierpark an diesem Tag auch fĂŒr regulĂ€re Besuche geöffnet, wie an jedem Tag im Jahr.
(08.11.2017, 10:56)
cajun:   Das heißt das EEP (heißen die jetzt bei gleicher AbkĂŒrzung nicht anders?) bevorzugt zur Neuetablierung Zuchtgruppen (Köln) und lĂ€sst ĂŒberzĂ€hlige Bullen schlachten? Die Idee mit der Elefantenvergesellschaftung gefĂ€llt mir .
(11.10.2017, 18:54)
Michael Mettler:   Im aktuellen EAZA-Magazin werden neue Banteng-Halter gesucht... Vielleicht sollte man mal ausprobieren, ob sich ĂŒberzĂ€hlige Jungbullen mit Jungbullenhaltungen Asiatischer Elefanten vergesellschaften lassen. Bei dem, was eine Elefantenanlage kostet, fiele ein zusĂ€tzlicher Stall fĂŒr Bantengs kaum noch ins Gewicht, und die Außenanlage dĂŒrfte die BedĂŒrfnisse der Rinder wohl decken.
(11.10.2017, 18:38)
cajun:   Hellabrunn ist in den Schlagzeilen. Das eigentlich interesaante ist dabei: Der Zuchtbulle ist lĂ€ngst kastriert. Wieder eine Bantengzucht weniger- vorerst....

https://www.welt.de/regionales/bayern/article169528948/Muenchner-Zoo-toetet-zwei-seltene-Rinder-und-verletzt-dabei-vier-Pfleger.html
(11.10.2017, 18:21)
Franz Hausstetter:   Und die Vielfraße? Nicht mehr da oder noch im alten Gehege?
(08.09.2017, 17:26)
zollifreund:   das irritiert mich jetzt aber: bei meinem Besuch am 19.08. waren die Keas in der alten Kolkrabenvoliere ( gegenĂŒber den Przewalski-Pferden bzw. hinter den Steinböcken) untergebracht. Die Voliere war ganz neu gestaltet. Die Pumaanlage war leer und erkennbar nicht verĂ€ndert...??
(02.09.2017, 13:00)
zollifreund:   Hellabrunn zĂŒchtet weiter fleissig Flink-Wallabys :-)
(30.08.2017, 17:28)
zollifreund:   letzte Woche war ich seit lĂ€ngern wieder mal in Hellabrunn. Selbst im Regen war es eine Freude durch die Parklandschaft zu spazieren. Mit Blick auf die Umsetzung des Masterplans habe ich mir nochmals ausgiebig die aktuelle Situation fotografiert. Bin sehr gespannt ( und, gebe ich zu, etwas skeptisch) wie die Parklandschaft/der Baumbestand dadurch verĂ€ndert wird. FĂŒr mich ist gerade der Eingangsbereich mit den Mesos und GĂ€msen einer der schönsten Bereiche. Ich befĂŒrchte gerade fĂŒr die Anlage der Mesos ( zukĂŒnftig besetzt durch RotbĂŒffel und Drills) große Änderungen. Wie will man diese Waldanlage gegen AusbrĂŒche der Drills absichern...? Aber das ist noch Zukunftsmusik...

Als nĂ€chstes wird die Eröffnung der Anlagen fĂŒr PolarfĂŒches, Schneeeulen und Vielfraße anstehen. Dies soll, so ich bei der GreifvogelprĂ€sentation richtig verstanden habe, im Oktober passieren. Durch den Umzug von Vielfraß und Polarfuchs ist anschließend das Gebiet hinter der Tigeranlage ( bis auf die Luchse) komplett leer ( Schneeleos und Pumas sind ja bereis Geschichte). Bin gespannt, was hier ĂŒbergangsweise geschieht.
Ich hoffe nicht, dass hier langfristige LeerstÀnde geplant sind. Aktuell leer sind bereits die alten Schabrakentapir- und Bartschweinanlagen. Lt. Hinweisschild ist eine Nachnutzung geplant und "man soll gespannt sein".
(30.08.2017, 17:10)
zollifreund:   ist jemanden bekannt, wann der neue Anlagenkomplex fĂŒr MĂ€hnenrobben, Vielfraße und Schneeeulen eröffnet werden soll?
(11.04.2017, 23:28)
Patrick Marburger:   Montana-Puma, Schabrackentapir und Schneeleopard die Liste der zu befĂŒrchteten bzw. bereits erfolgten Verluste in 2017 liest sich respektabel!
(16.03.2017, 20:20)
Gudrun Bardowicks:   Vielleicht werden in der geplanten neuen Löwenanlage zumindest mittel- bzw. langfristig doch unterartreine Löwen gehalten und gezĂŒchtet.
(09.03.2017, 23:19)
Nikolas Groeneveld:   Dann möchte man in MĂŒnchen also in Zukunft weiterhin Zoomixlöwen zĂŒchten.
Und ich hatte gehofft, dass die Zucht von Unterartenmischlingen auslaufen wĂŒrde.

(09.03.2017, 21:29)
Oskar Schwitters:   Der Transfer ist, wie ich auch schon im Hagenbeck-Thread schrieb, fĂŒr das FrĂŒhjahr 2017 geplant.
(01.01.2017, 03:47)
Jan Jakobi:   Der Transfer wurde wegen der Vogelgrippe abgesagt.
Es dĂŒrfen derzeit keine Tiere bei Hagenbeck ein- und ausreisen.

Gajendra kommt nĂ€chstes Jahr zurĂŒck, aber nur wenn keine weitere an Vogelgrippe erkrankte tote Vögel bei Hagenbeck aufgefunden werden.
(31.12.2016, 13:42)
Justus Bauer:   Weiß jemand, wann Gajendra kommt?
(31.12.2016, 13:29)
Jan Jakobi:   Es war mehr ein GerĂŒcht als ein offizieller Fakt. Ich weiß wirklich nichts neues zum Kewa-Clan.

Derzeit leben in MĂŒnchen 4 ElefantenkĂŒhe, der Kewa-Clan umfasst 3 KĂŒhe und einen Baby-Bullen.
Mit Gajendra insgesamt 9 Elefanten. Der Kuh-Bereich soll fĂŒr 10 Elefanten geeignet sein.

Auf diesem Foto ist der Kuh-Bereich des Hauses zu sehen, im Hintergrund sind die Boxen und rechts außerhalb des Fotos der Bullen-Bereich:
http://www.merkur.de/bilder/2016/10/28/6915961/99613852-tierpark-hellabrunn-eroeffnung-elefantenhaus-R9MG.jpg

NĂ€chste oder ĂŒbernĂ€chste Woche kommt Gajendra nach Hause.

(18.11.2016, 21:04)
Michael Mettler:   Bekommt denn Hellabrunn noch neue ElefantenkĂŒhe fĂŒr die Zucht? Da stand doch ein Transfer des Kewa-Clans aus dem TP Berlin im Raum?
(18.11.2016, 20:00)
Oskar Schwitters:   Hagenbecks Bullengehehge wurde erst vor wenigen Jahren umgebaut. Ein erneuter Umbau wĂ€re allerdings durchaus wĂŒnschenswert.
(11.11.2016, 18:35)
Justus Bauer:   Ja, aber erst, wenn die Bullenanlage hoffentlich mal umgebaut wird
(11.11.2016, 16:18)
Tim Sagorski:   @ Jan Jakobi:

Könntest du bitte diese kryptischen Andeutungen unterlassen und dein Wissen entweder mit uns teilen, oder gar nichts sagen?

Danke!!!
(11.11.2016, 09:31)
Gudrun Bardowicks:   Auf jeden Fall wird ein neuer Halter fĂŒr den hannoveraner Zuchtbullen Nikolai gesucht. Er wĂ€re fĂŒr Hagenbeck bestimmt auch geeignet.
(11.11.2016, 00:23)
Justus Bauer:   Welcher Bulle ist das ?
(10.11.2016, 16:29)
Jan Jakobi:   Wie ich bereits schon mal im Thread "ELEFANTEN in Europa 2" schrieb steht der Nachfolger von Gajendra (offiziel) noch nicht fest.
Nach der Sache mit Thisiam wĂ€re ich vorsichtig in Sachen neuer Bulle fĂŒr Hagenbeck.
Es gibt einen Bullen der aus mir unbekannten GrĂŒnden immer noch in seinem Heimatzoo ist und den der Heimatzoo eigentlich schon vor ein paar Jahren abgeben wollte. Bislang hat sich scheinbar noch kein Abnehmer gefunden.
(10.11.2016, 15:17)
Oskar Schwitters:   Das Elefantenhaus ist nun fertig, Gajendra soll noch in diesem Jahr heimkehren. Steht der neue Bulle fĂŒr Hamburg mittlerweile fest?

www.hellabrunn.de/aktuelles/neues-aus-hellabrunn/newsanzeige/hellabrunn-hat-sein-wahrzeichen-wieder-feierliche-eroeffnung-des-elefantenhauses/4ad8aa47fd002735a9256b4284c6bb9f/
(10.11.2016, 15:08)
Michael Mettler:   Am 11.6. war ich im hannoverschen Zoo, da wies ein Schild vor dem rechten Gehegeteil darauf hin, dass die Leoparden wegen Umbauarbeiten derzeit nur im linken Gehegeteil zu sehen seien, und dort sah ich auch keinen (mehr?). Ja, das ging wohl fix...!
(17.06.2016, 21:33)
Rainer Hillenbrand:   Danke fĂŒr die prompte AufklĂ€rung - am 11.06. informierte die Hellabrunn auf ihrer Homepage (mit ErwĂ€hnung der geplanten Zuchtpartnerin) - am 14.06. ließ er sich (fĂŒr mich) erstaunlich gut wie selten zuvor im Gehege beobachten und fotografieren - und am 17.06. also bereits in Hannover. Das ging fix.
(17.06.2016, 20:17)
Michael Mettler:   Laut heutigem Tageszeitungsbericht (NP) ist Julius bereits in Hannover eingetroffen und soll eine Zuchtpartnerin bekommen.
(17.06.2016, 08:09)
Gudrun Bardowicks:   Bei einer FĂŒhrung wurde gesagt, dass man in Hannover zukĂŒnftig auf Empfehlung des Leoparden-EEP- Koordinators nur noch Chinaleoparden halten und zĂŒchten will. Die Nordpersischen Leoparden sollen ganz abgegeben werden.
(16.06.2016, 23:48)
Michael Mettler:   Nein, das ĂŒberrascht mich jetzt auch. Zwei Unterarten ließen sich auch nur dann parallel in Hannover halten, wenn man auf Nachzucht verzichten und Einzeltiere getrennt halten wĂŒrde. Falls der MĂŒnchener Kater nicht nur "auf Zwischenlager" gedacht ist, sĂ€he das eher nach einem Unterartwechsel aus.
(16.06.2016, 23:00)
Rainer Hillenbrand:   Der sechsjĂ€hrige Chinaleopard Julius soll noch in diesem Monat in den Zoo Hannover umziehen. Könnte das bedeuten, das die Haltung der Persischen Leoparden in Hannover auslĂ€uft oder tatsĂ€chlich die zusĂ€tzliche Haltung einer zweiten Unterart? Und weiß vielleicht Michael Mettler etwas darĂŒber?
(16.06.2016, 22:48)
Sacha:   ...zumal Panzernashörner doch noch ein StĂŒck gefĂ€hrdeter sind als die BreitmĂ€uler (und in den Zoos auch weniger stark vertreten).
Abgesehen davon muss jetzt ein fĂŒr Besucher begehbares Warmhaus NUR fĂŒr Panzernashörner nicht zwingend eine Riesensumme kosten. Ich denke da an Wien, wo man mit relativ(!) einfachen Mitteln etwas ganz Passables erreicht hat. Und in den Hang hinein bauen könnte man in Hellabrunn zumindest theoretisch auch.
(30.03.2016, 22:06)
Holger Wientjes:   Von Breitmaulnashorn zu Panzernashorn halte ich da schon fĂŒr den besseren Weg
(30.03.2016, 19:08)
Hannes Lueke:   Es gibt doch noch eine Haltung von Weisswedelhirschen in Deutschland (Connewitz?)
Falls diese zĂŒchtet muss der Nachwuchs auch irgendwo hin. In die Pfanne wĂ€re sehr schade
(30.03.2016, 18:43)
Michael Mettler:   Offenbar will der Tierpark die Menge Geld aber lieber fĂŒr andere Zwecke einsetzen...

Unter dem Kriterium unbedingter WeiterfĂŒhrung von Arten dĂŒrfte es ĂŒbrigens heute in Hellabrunn nicht mal Panzernashörner geben. FĂŒr die wurden nĂ€mlich seinerzeit Breitmaulnashörner abgeschafft (und zu Gunsten dieser wiederum vorher Spitzmaulnashörner).
(30.03.2016, 17:04)
Holger Wientjes:   Die Abgabe der Panzernashörner damit zu rechtfertigen, dass fĂŒr sie sonst komplett neu gebaut werden mĂŒsste halte ich angesichts der Tatsache, dass sowie eine Menge Geld zur Verwirklichung des Masterplans aufgewendet werden muss und dass MĂŒnchen als (wohl auch nicht allzu armer) Grosszoo das durchaus stĂ€mmen könnte, fĂŒr nicht sonderlich ĂŒberzeugend.

(29.03.2016, 20:59)
Michael Mettler:   M.W. gibt es bei der Haltung der Panzernashörner seit jeher gesundheitliche Probleme (FĂŒĂŸe), weil sowohl das Haus als auch die Außenanlagen nicht fĂŒr sie geeignet sind. Also wĂ€re ein Komplettneubau fĂŒr sie nötig. Das Panzernashörner fast semiaquatische Lebewesen sind, wĂ€re bei einem solchen Neubau sehr viel mehr Aufwand nötig als bei einem Stalltrakt fĂŒr afrikanische Nashörner, die man "trocken" halten kann (im ersten Anlauf war ĂŒbrigens angedacht gewesen, die Panzernashörner an Ort und Stelle durch Spitzmaulnashörner zu ersetzen). Die Entscheidung gegen die Panzernashörner kann ich nachvollziehen, allerdings hĂ€tte ich auf der neu geplanten Savanne dann tatsĂ€chlich lieber SpitzmĂ€uler gesehen - auch als Kontrastprogramm zum nahe gelegenen Augsburg.

Das alte Bartschweinpaar hat m.W. nie gezĂŒchtet - und selbst wenn, wĂ€re man die Nachzuchten wahrscheinlich nicht los geworden, weil es kein Interesse in der europĂ€ischen Zoowelt gibt (laut Erfahrungen in Berlin). Finde ich also ebenfalls verstĂ€ndlich. Übrigens sollen auch Mesopotamische Damhirsche kaum noch unterzubringen sein (zumindest mĂ€nnliche), weshalb man schon lĂ€nger die Zucht eingestellt hatte und nur noch MĂ€nner hielt. Manchmal sind es also ganz pragmatische GrĂŒnde, die zur Beendigung einer Haltung fĂŒhren. (War ja auch schon bei den Gaur der Fall.)

Bemerkenswert finde ich die Aufgabe der Kiangs, weil sich doch auch Wuppertal von der Haltung verabschieden will. Vielleicht hat das was mit dem geringen GefÀhrdungsstatus zu tun? Selten ist der Kiang ja nur in Zoos, nicht im Freiland.

@Patrick Marburger: Weißwedelhirsche dĂŒrften aus Finnland zu bekommen sein, wo sie nicht nur gehalten werden, sondern auch als eingebĂŒrgerte Art wild vorkommen. Der TP Berlin hatte sie fĂŒr seinen ursprĂŒnglich geplanten amerikanischen Bergtierteil ebenfalls auf der Wunschliste, und da sagte man mir vor einigen Jahren mal, die Beschaffung sei kein Problem. Da Hellabrunn auch ansonsten nicht mit utopischen Arten plant, denke ich, dass die VerfĂŒgbarkeit von Weißwedelhirschen vorab erfragt wurde.
(29.03.2016, 19:57)
Holger Wientjes:   @Patrick Marburger: Genau DAS meinte ich damit eigentlich... Ich finde es ÂŽmal wieder mehr als bedauerlich, dass es selten gehaltenen (Huftier-)Arten treffen soll. Geokonzept hin oder her. Was spricht gegen Panzernashörner in einem Asien-Teil ? Ach ja, dann mĂŒsste man auf Nashörner in einem Afria-Parkteil verzichten und DAS geht ja anscheinend nicht... Oder man hĂ€lt einfach ÂŽmal zwei Nashorn-Arten... Dass eine Art wie die Bartschweine auslaufen wird ist bedauerlich genug. Aber wo ist die Not Kiang, Panzernashorn, Markhor, Schabrackentapir etc. nicht weiter zu halten ?
(29.03.2016, 19:14)
Oliver Muller:   So sehr mir einige der neuen Arten gefallen wĂŒrden, umso bedauerlicher (und zum Teil wirklich unverantwortlich) fĂ€nde ich die Abgabe von Schabrackentapiren ( nach Karlsruhe?), Panzernashörnern (3 Halter in D verbleibend), Kiangs ( dann nur noch in Berlin), China-Leopard (hauptsĂ€chlich noch in Nicht-EAZA-Zoos verbleibend) und Borneo-Bartschweinen ( dann nur noch Berlin in D). Ich werde da morgen mal im Tierpark anfragen.
(29.03.2016, 18:59)
Patrick Marburger:   @ Holger Wientjes: zum Teil ja, aber leider nicht fast alle. Panzernashorn, Kiang, Schabrackentapir: dies sind gleich drei Arten die ich nicht fĂŒr 08/15-Arten halte. ErgĂ€nzen ließen sich auch noch die Markohre, die fehlen in der Liste unten. Hier verliert der Parkteil Asien deutlich. Davon Schabrackentapire durch FlachlĂ€nder und Panzernashörner durch BreitmĂ€uler zu ersetzen bin ich nicht gerade begeistert. Hier gibt es doch keinen anderen Grund als das dennoch inkonsequente Geo-Konzept, oder? Montana-Puma und Borneo-Bartschwein sind auch noch zwei RaritĂ€ten die gehen. Hier kann man aber vermutlich nichts machen. (Oder wĂŒrde es hier ausnahmsweise nicht am Import scheitern?)
(29.03.2016, 18:18)
Holger Wientjes:   Die AbgĂ€nge wĂ€ren zu verkraften, handelt sich dann ja auch fast alles um 08/15-Arten die verschwinden wĂŒrden...
(29.03.2016, 18:03)
Patrick Marburger:   Ich habe mir bisher insbesondere den zukĂŒnftigen Plan angeschaut, den Rest habe ich lediglich ĂŒberflogen. Wenn ich nichts ĂŒbersehen habe werden Montana-Puma, Chinesischer Leopard, Abruzzen-Gemse, BraunbĂ€r, Afrikanischer Wildhund (ist ja schon vor kurzem), Borneo-Bartschwein, Panzernashorn, Schabrackentapir, Mandrill, Mantelpavian, Axishirsch, Kiang, Mesopotamischer Damhirsch und einige KĂ€ngurus gehen mĂŒssen. Die Liste ist gewiss nicht vollstĂ€ndig, hoffentlich bleibt manches davon doch und es ist nur mein Fehler!!! Der aktuelle Besatz der Villa Dracula mĂŒsste vermutlich auch reduziert werden. Die gibt es wenn ich es richtig sehe ja nicht mehr. Aber gut viele attraktive Tierarten sollen auch kommen. Riesenotter sind im sĂŒddeutschen Raum ja ĂŒberhaupt nicht vertreten und Zwergflusspferde bald auch nicht mehr. Huftiergehege die ĂŒber die ĂŒbliche Zebra + XY Gemeinschaftshaltung hinausgehen auch. Hier hĂ€tte man also einige Alleinstellungsmerkmale. Was mir positiv aufgefallen ist, ist dass nur mit realistischen Tierarten geplant wird. Da werden wenn ĂŒberhaupt nur die Weißwedelhirsche kritisch. Wenn man sich die obige Liste anschaut und dazu addiert was in den letzten Jahren alles aus Hellabrunn verschwand ist das schon eine respektable Liste. Die Abgrenzung zu Stuttgart, Augsburg und NĂŒrnberg gelingt m.E. recht gut. Gerade mit Zwergflusspferd, Riesenotter, Großer Savanne, afrikanischen Nashörnern etc. etc. hat man hier einige Alleinstellungsmerkmale neu geschaffen. Das ein Zoo so viele Huftiere behĂ€lt und auch noch ausbaut ist lobenswert und selten. Aber auch mutig. So sehr es mich persönlich freut bin ich mir nicht sicher ob der Masterplan zu einer Steigerung der Besucherzahlen fĂŒhrt.
(29.03.2016, 17:37)
Michael Mettler:   Eine RĂŒckkehr zum strikten Geo-Konzept, wie sie mit der Zielplanung propagiert wurde und wird, sehe ich da aber nicht. Affen und Vögel erhalten eigene Themenbereiche (also systematisches Konzept - auch wenn Arten außerhalb dieser Themenbereiche vertreten sind), Arktis und Antarktis bilden weiterhin einen gemeinsamen Bereich (also Lebensraum-Konzept), Przewalskipferde bleiben auch bei Umzug der Geozone im Themenbereich Europa (laut Masterplan, um zusammen mit den Heckrindern zu zeigen, wie es in Europa vor ein paar hundert Jahren aussah!) - da wĂ€re die Beibehaltung der Tarpane als AbbildzĂŒchtung konsequenter, zumal zukĂŒnftig auch eine Mongolische Steppe entstehen soll und einen passenderen Hintergrund fĂŒr die Przewalskis bieten wĂŒrde. Oder gelten die wegen ihrer Hauspferdanteile mittlerweile als europĂ€ische Zuchtform...? DANN sĂ€he die Sache natĂŒrlich ganz anders aus ;-)

Ich habe noch nicht mit dem derzeitigen Bestand abgeglichen, welche Arten zukĂŒnftig nicht mehr im Sortiment sein sollen, aber die Liste der neuen bzw. zurĂŒckkehrenden Arten hat mit z.B. Okapi, RotbĂŒffel, Bongo, Somali-Wildesel, Nordafrikanischem Strauß, Weißwedelhirsch, MalaienbĂ€r schon eine ganze Menge zu bieten.
(29.03.2016, 16:28)
Oliver Muller:   https://www.hidrive.strato.com/share/3ak6pvmyfb#$/

Das ist der neue Masterplan fĂŒr Hellabrunn!
(29.03.2016, 13:37)
Gudrun Bardowicks:   Sehr schön. Hoffentlich wĂ€chst das Jungtier jetzt gesund heran.
(07.09.2015, 20:52)
Klaus SchĂŒling:   [Pressemeldung des Tiergartens]
Hellabrunner Panzernashorn-Jungtier nach ĂŒberstandener Infektion zum ersten Mal zu sehen!

Nachdem der zuerst geplante Termin aufgrund einer Infektion des Nashornbabys verschoben werden musste, kann das kleine Nashorn jetzt ab Mittwoch, den 09.September, seine Außenanlage erkunden.

Dank der intensiven Betreuung durch die Tierpfleger und das schnelle Einschreiten der Zoo-TierĂ€rzte konnte die Infektion sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Da sich insgesamt nur etwas ĂŒber 200 Panzernashörner weltweit in Menschenobhut befinden, und weniger als 3.000 Tiere in freier Wildbahn vermutet werden, ist das Überleben jedes einzelnen Jungtieres von sehr großer Bedeutung. Umso erleichterter sind die Tierpark-Mitarbeiter ĂŒber das schnelle Abklingen der Infektion.

Inzwischen rennt und hĂŒpft der kleine Nashornbulle wieder munter durch seine Innenanlage. Damit steht einem Ausflug auf die Außenanlage nichts mehr im Weg. Das kleine Panzernashorn kann, dank einer guten Wettervorhersage, ab Mittwoch zusammen mit seiner Mutter Rapti von den Tierpark-Besuchern beobachtet werden.

Mutter und Baby werden im Anschluss an den Pressetermin, am 9. September 2015, ab 12 Uhr zu sehen sind.



(07.09.2015, 16:20)
Klaus Schueling:   TierĂ€rzte verordnen Schonung fĂŒr Panzernashornbaby [Pressemeldung des Tiergartens]

Aufgrund einer verschlechterten Gesamtkonstitution des Nashornbabys bleibt dieses auf Empfehlung der Hellabrunner Tierpark-VeterinĂ€re bis auf weiteres im Nashornhaus und wird fĂŒr Besucher und Presse in den nĂ€chsten Tagen noch nicht zu sehen sein.

Bis Donnerstagvormittag wirkte das Jungtier Ă€ußerst agil und zeigte keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Leider hat es in den letzten Stunden einige SchwĂ€cheanzeichen gezeigt. Die TierĂ€rzte haben daher erste Behandlungsmaßnahmen wie die Verabreichung von Vitaminen und einer Antibiose zur Stabilisierung des Zustandes ergriffen. Als Vorsichtsmaßnahme und zur Schonung von Mutter und Kind hat sich die Tierparkleitung entschlossen, die beiden Nashörner vorerst in dem fĂŒr Besucher derzeit nicht zugĂ€nglichen Nashornhaus zu belassen. Das Nashornbaby wird rund um die Uhr ĂŒberwacht und alles medizinisch Mögliche fĂŒr seine schnelle Genesung getan.

(03.09.2015, 14:28)
Holger Wientjes:   @Michael M.: Danke fĂŒr die Info. Sehr schade das Ganze.
(08.07.2015, 14:33)
Michael Mettler:   @Holger Wientjes, zur Schneeziegen-Frage: Laut dem gerade erhaltenen Jahresbericht 2014 mussten im vergangenen Jahr 1,2 von 1,3 Schneeziegen wegen untherapierbarer Paratuberkulose eingeschlĂ€fert werden. Da 0,2 davon erst 2013 in den Tierpark gekommen waren, verteilten sich die FĂ€lle also auf Alt- und Neubestand. Ob das zum Jahreswechsel noch vorhandene Weibchen bei meinem Besuch im April noch existent war, weiß ich nicht.
(08.07.2015, 08:53)
Michael Mettler:   Schimpansen-Innenanlage im Urwaldhaus. Die beiden kleineren Innenanlagen links und rechts neben den Menschenaffen sind jetzt mit Kap-Klippschliefern und Roloway-Meerkatzen besetzt.
(30.04.2015, 11:57)
Michael Mettler:   Teil der Gorilla-Außenanlage am Urwaldhaus.
(30.04.2015, 11:53)
Michael Mettler:   AußenkĂ€fig der Drills.
(30.04.2015, 11:52)
Michael Mettler:   Nach vielen Jahren war ich am Wochenende endlich auch mal wieder in Hellabrunn – immerhin habe ich eine ganze Direktionsperiode verpasst… Letzter Besuch 2006, damals aber mit Zeitmangel und ohne den ganzen Park gesehen zu haben, so dass der letzte wirklich „vollstĂ€ndige“ Besuch schon 15 Jahre zurĂŒckliegt.

Folgendes war baulich fĂŒr mich neu, wenn auch aus genannten GrĂŒnden fĂŒr Andere z.T. schon ein alter Hut. EisbĂ€ren- und Pinguinanlagen in der „Polarwelt“ (ehemals Polarium): Mir als Huftierfan waren Moschusochsen lieber, als Freisichtanlage fand ich diesen Teil der Anlage auch deutlich reizvoller als mit der jetzigen Verglasung. Aber sei’s drum, die EisbĂ€renhaltung hat sich erheblich verbessert (auch optisch). Auch die Pinguinhaltung hat gewonnen, eingerechnet die Umsiedlung der Humboldtpinguine auf die frĂŒhere FischotterflĂ€che neben den Tigern.

Die Umwandlung der Gaur-Anlage in eine Flugshow-Arena war natĂŒrlich auch noch neu fĂŒr mich, ebenso die Umwandlung der Jaguar-Innenanlagen in der Dschungelwelt (ehemals Dschungelzelt) in Großterrarien fĂŒr Strahlenschildkröten (Vollverglasung beibehalten) und Schwarzweiße Tejus (nur noch halbhoch verglast und dadurch zumindest fĂŒr Erwachsene viel besser einsehbar, weil die Spiegelungen der Scheiben doch sehr stören).

Die Änderungen an der Fledermausgrotte (ehemals Villa Dracula alias Vogelhaus alias Helmut-Horten-Haus) stachen mir nicht so sehr ins Auge, vielleicht bin ich stollenartige Verkleidungen einfach zu sehr aus Hannovers Yukon Bay gewohnt. Jedenfalls ist das Haus im Laufe der Jahre immer artenĂ€rmer geworden. Neben den Brillenblattnasen in der begehbaren Grotte gibt es darin als SĂ€uger nur noch Kurzohr-RĂŒsselspringer (in beiden Kleintiervitrinen, die Fetten Sandratten sind in eine Vitrine im Haustierbereich umgezogen), Azara-Agutis und Kuba-Baumratten (interessanterweise sĂ€mtlich von der dunklen Farbmorphe) – bei meinem letzten Besuch lebten die letzteren Arten m.E. noch zusammen, jetzt werden sie getrennt gehalten. In der letzten verbliebenen Vogel-Innenanlage Madagaskar- und Dotterweber sowie Pfirsichköpfchen, in den Außenvolieren (eine ist fĂŒr die Baumratten nutzbar) zweimal Rotschnabel-Schweifkittas (eine Voliere laut Aushang nur vorĂŒbergehend damit besetzt), im Vorraum Vogelspinnen, in der Fledermausgrotte Blinde Höhlensalmler (das dortige Axolotl-Aquarium ist derzeit außer Betrieb). Die in der NĂ€he des Hauses stehende Kolkraben-Voliere ist leer, die Bewohner wurden laut Aushang an den Nationalpark Bayrischer Wald abgegeben. Insgesamt vermitteln Haus und Umgebung den Eindruck, als stĂŒnden dort in nĂ€chster Zeit noch einige Änderungen bevor.

Das Maushaus (mit schwarzen FarbmĂ€usen) gegenĂŒber der GĂ€msenanlage ist nett und bestimmt beliebt bei den Besuchern, aber merkwĂŒrdig platziert – eigentlich soll der dortige Parkteil Europa doch zu „Afrika“ werden…?

Sehr ansprechend finde ich die neue Giraffensavanne (siehe Foto) und auch das Hausinnere, auch wenn ich mit Großhuftieren hinter Glas noch immer ein wenig fremdele. Dass die vorgelagerte ErdmĂ€nnchenanlage angesichts des verfĂŒgbaren Platzes und der Beliebtheit dieser Tiere relativ klein geraten scheint, hat mich ein wenig verwundert. Überrascht war ich von der neuen Stachelschweinanlage (WeißschwĂ€nze – bei dieser Tierart gilt die verfehlte Unterbringung in Afrika-Parkteilen offenbar weithin als salonfĂ€hig). Statt der weithin ĂŒblichen PrĂ€sentation auf Hart- und/oder Sandboden vor Felskulisse hat man die Tiere hier in einem Waldbereich hinter Wassergraben auf gewachsenem Boden untergebracht, eine Teil der nutzbaren LandflĂ€che besteht sogar aus einer per BrĂŒcke mit dem „Festland“ verbundenen Insel.

Im Australienbereich war die Gestaltung der mittleren großen Anlage (Emus, TrauerschwĂ€ne, Sumpfwallabys) im Erlebniszoo-Stil fĂŒr mich neu. Allerdings ist die Umfriedung mittels Holz und schwarzer Netze recht hoch geraten, das Gehege wirkt ein bisschen wie ein Eingewöhnungskral… Die benachbarte ehemalige Kea-Voliere dient derzeit als Info-Raum zum Elefantenhausumbau und ist entsprechend begehbar. Das Areal des Elefantenhauses lĂ€sst sich wegen Großbaustelle nicht umrunden, wodurch das Kamelgehege an einer Sackgasse liegt und man auch nicht um die Affeninsel-Anlagen (Siamangs, Lemuren, TotenkopfĂ€ffchen) herumgehen kann.

Der ausgedehnte Primatenbereich hat sich in ein Sammelsurium unterschiedlichster Architektur- und Innengestaltungsstile verwandelt. So kontrastieren z.B. die Außenanlagen der benachbarten Arten Mandrill (nĂŒchtern-technisch anmutend) und Drill (Kunstfels und –baumstĂ€mme) auffallend. Nicht mal beim Namen gibt es Einheitlichkeit; so heißt der Bereich außerhalb des Urwaldhauses auf dem Wegeplan „Welt der Affen“, auf den Gehegeschildern dagegen (wohlgemerkt auch bei den Niederen Affen und Lemuren) etwas schwĂŒlstig „Orang-Utan-Paradies“. Deutlich gewonnen haben fĂŒr mich die großen Innenanlagen im Urwaldhaus durch ihre Kunstfels-RĂŒckwandgestaltung. Ihr ursprĂŒngliches Ambiente hatte ich als eine Art vom Dschungel zurĂŒckeroberter Industriebrache in Erinnerung… Neu fĂŒr mich waren natĂŒrlich auch die umgebauten Außenanlagen fĂŒr Gorillas und Schimpansen, statt Wassergraben jetzt Vollverglasung und mindestens bei den Gorillas m.E. auch zusĂ€tzlich erweitert, oder? Eine WasserflĂ€che gibt es jetzt nur noch zwischen den Anlagen.

Beim renovierten Aquarium muss ich gestehen, dass ich den Altzustand nicht sonderlich in Erinnerung und deshalb keine wirkliche Vergleichsmöglichkeit habe.

AuffĂ€llige Änderungen im Tierbestand seit meinen letzten Besuchen, soweit nicht schon erwĂ€hnt: Wisente weg, dort jetzt „Tarpane“ und „Auerochsen“ (schön, dass man an diesen Tieren festhĂ€lt); bei einigen Huftieren nur noch eingeschlechtliche Gruppen, wobei mir der JB 2013 sogar noch mehr Beispiele lieferte als mir selbst aufgefallen waren (Elenantilopen, Meso-Damhirsche, Axis, Nilgaus, Takine, Pinselohrschweine); PolarfĂŒchse statt TĂŒpfelhyĂ€nen; einzelner Chinaleopard im vorherigen Jaguar-AußenkĂ€fig, auf der anderen Seite des Hauses Sibirische Uhus in vorheriger Katzen-Außenanlage, daneben Fischkatzen (eine Außen- und beide Innenanlagen); Drills statt Rotscheitelmangaben; Araraunas neben dem gewohnten Besatz aus Schreit- und Schwimmvögeln in der Großvoliere; Schleiereulen in einer der Anlage fĂŒr asiatische Raubtiere (frĂŒher Leoparden?); einige „Umbauten“ im Haustierbestand (u.a. keine Esel mehr, dafĂŒr Ziegenrassen-Vergleichsgehege neu). Offenbar sind diverse Enten, die vorher auf den offenen WassergrĂ€ben gehalten wurden, in die Großvoliere umgesiedelt worden, denn einige sind noch als gestutzt erkennbar und m.E. habe ich die Voliere vorher nicht so dicht mit Enten bestĂŒckt gesehen (viele davon auch nicht ausgeschildert). Andersrum gab es auf den GrĂ€ben kaum noch Enten zu sehen, und die waren z.T. wohl Wildvögel (flugfĂ€hige GĂ€nsesĂ€gerpaare beobachtet, ansonsten außer Stockenten nur ein Paar Reiherenten und einen Schellerpel bewusst wahrgenommen).

Apropos Schwimmvögel: Wie schon fĂŒr Augsburg berichtet bemerkte ich auch in Hellabrunn als Folge bunt gemischten Besatzes diverse artfremde Mischpaare. In der Großvoliere störten zudem Einzelerpel fremder Arten ganz erheblich die Balz artgleicher Paare. So wurde z.B. das Balzzeremoniell eines PĂ€rchens Brautenten massiv durch einen Bahama-Erpel gestört, der sich (ĂŒbrigens ohne Gegenwehr des Brauterpels!) stĂ€ndig dazwischen drĂ€ngte und die Brautente zu besteigen versuchte. Ein Kolbenentenpaar hatte MĂŒhe, sich gegen einen aufdringlichen ZwergsĂ€ger-Erpel zur Wehr zu setzen.

Zoologische News: junge Rosapelikane in Naturbrut (noch sehr jung), ein junger Königspinguin (obwohl Gruppe mit nur sechs Alttieren recht klein), mindestens zwei junge Mhorrgazellen. Zwar Wildbestand, aber unĂŒbersehbar waren Grauganspaare mit KĂŒken auf allen möglichen Anlagen, dazu stĂ€ndig kreisende Paare im Luftraum – fast so hĂ€ufig wie andernorts Stockenten oder TeichhĂŒhner.
(30.04.2015, 11:51)
Holger Wientjes:   Dass man sogar erst auf 1,3 aufgestockt hatte, macht das Ganze noch ĂŒberraschender. Da kann doch eigentlich nur die Gruppe aufgrund einer Krankheit zusammengebrochen sein ?! Warum sonst sollte man erst Tiere dazu holen, um die Zucht voranzutreiben, und sie dann kurz darauf wieder abgeben ? Dann bin ich aufgrund der Aussage gespannt, ob man die Haltung mit neuen Tieren fortsetzen wird ! Danke fĂŒr die Info !
(27.04.2015, 16:03)
Michael Mettler:   @Holger Wientjes, zu deiner Frage im Augsburg-Thread: Ich war am Wochenende auch in Hellabrunn (dazu spĂ€ter mehr), aber leider nicht direkt am Schneeziegengehege - mir ist erst durch deine Frage aufgefallen, dass ich es auf gleich beiden Runden durch den Park zwar jeweils von weitem gesehen, aber damit offenbar auch innerlich abgebucht hatte... Da ich gerade den 2013er Jahresbericht gelesen habe (Jg. 2014 ist noch nicht erschienen), kann ich daraus berichten, dass man im vorletzten Jahr den Bestand von 1,1 auf 1,3 aufgestockt hatte und der Art besonderes Augenmerk widmen wollte, da sie in Zoos zunehmend seltener werde.
(27.04.2015, 15:24)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunns jĂŒngster Orang-Utan tödlich verunglĂŒckt

Schock am Weihnachtsmorgen: Am 25. Dezember ist das fast elf Monate alte Menschenaffenbaby Olivia, jĂŒngstes Mitglied der Gruppe von Sumatra-Orang-Utans im Tierpark Hellabrunn, tödlich verunglĂŒckt, kurz nachdem die Gruppe ihren Schlafbereich verlassen hatte. Der genaue Hergang konnte zwar nicht beobachtet werden, möglicherweise geschah das UnglĂŒck aber im Zusammenhang mit einem Deckakt, denn Bruno, das Oberhaupt der Gruppe, hatte in den letzten Tagen Interesse an Olivias Mutter Matra gezeigt. Da mĂ€nnliche Orang-Utans ĂŒber enorme KrĂ€fte verfĂŒgen, kann es in solchen Momenten vorkommen, dass sie achtlos werden und Jungtiere, die noch bei der Mutter sind, versehentlich verletzen oder gar töten.

„Olivia war am Morgen putzmunter, wir gehen deshalb von einem Unfall aus; um Aussagen ĂŒber die genaue Todesursache machen zu können, mĂŒssen wir aber nun die Ergebnisse der Obduktion abwarten“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban und ergĂ€nzt: „Wir nehmen an, dass Olivia auf tragische Weise buchstĂ€blich im falschen Moment am falschen Ort war.“

Der 1969 in Hellabrunn geborene Orang-Mann Bruno gilt als friedlicher Vater, der seine Kinder freundlich behandelt. Rund dreißig Nachkommen hat er bisher gezeugt, die kleine Olivia war sein jĂŒngstes Kind – und der Liebling der Gruppe, umsorgt und behĂŒtet von ihrer Mutter Matra, ihrer Ă€lteren Schwester Jolie, der Halbschwester Isalie und den beiden anderen Orang-Utan-Weibchen Sitti und Jahe. Die fast 40-jĂ€hrige Matra ist eine fĂŒrsorgliche und erfahrene Mutter, Olivia war ihr fĂŒnftes Kind. Matra hat sich nun mit ihrer Ă€lteren Tochter Jolie in ihre Schlafbox zurĂŒckgezogen und wird vermutlich wĂ€hrend der nĂ€chsten Tage fĂŒr die Besucher nicht zu sehen sein. „Beide Tiere wirken verstört und benommen“, erklĂ€rt Kuratorin Beatrix Köhler, „wir mĂŒssen ihnen Zeit geben, den Tod von Olivia zu begreifen.“

Sumatra-Orang-Utans leben in freier Wildbahn nur auf der indonesischen Insel Sumatra und zĂ€hlen zu den am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten Affenarten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Der MĂŒnchner Tierpark Hellabrunn beteiligt sich am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr den Orang-Utan.

(26.12.2014, 14:40)
C. Lissner:   Mein herzliches Beileid!

Im Rahmen einer Studienarbeit hatte ich 2006 die Möglichkeit gehabt, Routoutou persönlich hinter den Kulissen kennenzulernen. Er bekam von seinen Pflegern Affenbrei gereicht. Es war damals meine erste "hautnahe" Gorillabegegnung, ein unvergessliches und eindrĂŒckliches Erlebnis! Er war auf jeden Fall eine besondere Tierpersönlichkeit gewesen. Dass er so plötzlich sterben musste, ist ein herber Verlust. Er wird jedoch immer in meiner Erinnerung weiterleben.
(18.11.2014, 12:19)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Trauer in Hellabrunn: SilberrĂŒcken Roututu völlig ĂŒberraschend gestorben

Die Gorillagruppe im MĂŒnchner Tierpark Hellabrunn hat ihr Familienoberhaupt verloren: Roututu, der beeindruckende SilberrĂŒcken des Clans ist am Samstag, 15. November, ohne vorhergehende Anzeichen einer Erkrankung gestorben. Kurz nachdem er sein Futter bei der abendlichen FĂŒtterung mit gutem Appetit verzehrt hatte, war Roututu urplötzlich zusammengebrochen und konnte trotz unverzĂŒglich eingeleiteter tierĂ€rztlicher Maßnahmen nicht mehr reanimiert werden.

„Die Pfleger haben mich sofort gerufen, vier Minuten spĂ€ter war ich vor Ort und habe alles versucht“, berichtet Dr. Christine Gohl, Leitende TierĂ€rztin des Tierparks, noch immer bestĂŒrzt von dem Ereignis, „ aber es war nichts zu machen.“ Und tatsĂ€chlich, die direkt am Sonntag im Institut fĂŒr Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen durchgefĂŒhrte Obduktion offenbarte als Todesursache eine perakute Herzbeuteltamponade, das heißt, es waren in kĂŒrzester Zeit gut zwei Liter Blut in die feste HĂŒlle geflossen, die den Herzmuskel wie ein Beutel umschließt. Dadurch konnte das Herz nicht mehr pumpen, und das Tier verlor beinahe augenblicklich das Bewusstsein und starb nach wenigen Minuten.

Als Ursache fĂŒr das massive Einströmen von Blut in den Herzbeutel kommt ein möglicher Tumor an der Herzbasis in Betracht, eventuell in Verbindung mit GefĂ€ĂŸschĂ€den. Mit letzter Sicherheit lĂ€sst sich dies aber erst sagen, wenn die Ergebnisse der histologischen Untersuchung vorliegen, wenn also die bei der Obduktion entnommenen Gewebeteile im Labor genau untersucht worden sind. FĂ€lle von perakuter Herzbeuteltamponade kommen auch beim Menschen vor, und auch hier kommt i.d.R. jede Hilfe zu spĂ€t.

„Roututus Tod ist nicht nur ein herber Verlust fĂŒr die so wichtige Erhaltungszucht dieser bedrohten Tierart“, sagt Zoodirektor Rasem Baban, „er trifft uns auch persönlich und macht uns sehr traurig, denn dieses Tier war eine echte, Achtung gebietende Persönlichkeit.“ Damit spricht Baban ohne Frage vielen Menschen aus der Seele, denn gut 40 Jahre lang hat der Gorilla Roututu die Besucher des Tierparks mit seinem freundlichen Wesen, seiner ausgeglichenen Art und seiner ausdrucksstarken Mimik beeindruckt. Wie alle Gorillas in Hellabrunn gehörte er zur Unterart der Westlichen Flachlandgorillas und war der letzte Wildfang in der Gruppe. Im Alter von rund einem Jahr war er 1974 aus Kamerun nach Hellabrunn gekommen, hat hier sein ganzes Leben verbracht und mit vier Weibchen insgesamt 16 Kinder gezeugt, von denen heute noch zwölf leben. Roututu war bereits vielfacher Großvater und Urgroßvater; seine Nachkommen leben in Zoos in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Spanien und Ungarn und tragen ihrerseits weiter zum Erhalt des Westlichen Flachlandgorillas bei, der wie alle Gorillaarten auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere steht.

„Im Urwaldhaus, links in der Ecke auf seinem Lieblingsplatz sitzend, nah an der Scheibe und Auge in Auge mit dem Besucher - so kannten wir ihn in den letzten Jahren, so werden wir ihn in Erinnerung behalten“, sagt Christine Strobl, BĂŒrgermeisterin und Vorsitzende im Aufsichtsrat der MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG. „Bei aller Trauer um Roututu danke ich aber gleichzeitig auch dem Institut fĂŒr Tierpathologie der LMU fĂŒr die Bereitschaft zur Kooperation, die es möglich gemacht hat, dass wir unverzĂŒglich erste Hinweise ĂŒber die Ursachen dieses plötzlichen und bestĂŒrzenden Todesfalls bekommen konnten. Nun muss man erst einmal abwarten, was die nĂ€heren Untersuchungen ergeben; der Tierpark wird sofort informieren, sobald die abschließenden Ergebnisse vorliegen.“



(17.11.2014, 11:32)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Rekord: 2 Millionen Besucher in Hellabrunn

Wenn das kein Grund zur Freude ist: Am Freitag, 17. Oktober, konnte der Tierpark Hellabrunn seinen zweimillionsten Besucher fĂŒr 2014 begrĂŒĂŸen. Damit sprengt der Tierpark in diesem Jahr hinsichtlich der Besucherzahlen sĂ€mtliche Rekorde seiner mehr als hundertjĂ€hrigen Geschichte.

Die Familie, mit deren Hilfe Hellabrunn gegen Mittag dieses verregneten Tages die Zwei-Millionen-Marke erreichte, kommt aus Stadtlohn in Nordrhein-Westfalen und verbringt die letzten Tage der NRW-Herbstferien bei Verwandten in MĂŒnchen. Bernhard und Angelika Tendahl sind völlig verdutzt ĂŒber diese unerwartete Wendung ihres Besuchs: „Eigentlich hatten wir heute das Deutsche Museum im Programm“, sagen sie, „aber die Kinder wollten unbedingt in den Zoo und haben so lange gedrĂ€ngelt, bis wir nachgegeben haben“. Madita (11) und Simon (7) sind natĂŒrlich begeistert ĂŒber den unerwarteten Erfolg ihrer HartnĂ€ckigkeit und freuen sich wie die Schneekönige ĂŒber das GeschenkepĂ€ckchen, das Tierparkdirektor Rasem Baban ihnen ĂŒberreicht. Die darin enthaltene Große Familien-Jahreskarte wird bald einer MĂŒnchner Familie zu 365 Tagen Tierpark-Erlebnis verhelfen. „Das ist ein prima Geschenk fĂŒr meinen Bruder und seine Familie“, freut sich Angelika Tendahl.

Große Freude herrscht natĂŒrlich auch im Tierpark Hellabrunn. „Die Zwei-Millionen-Marke zu knacken, ist schon ein besonderer Moment“, sagt Rasem Baban, „damit liegen wir dieses Jahr sogar noch ĂŒber dem bisherigen Rekordergebnis von 2011“. Damals, im JubilĂ€umsjahr zum 100-jĂ€hrigen Bestehen, waren ĂŒber 1,8 Millionen Menschen nach Hellabrunn gekommen, rund 1,6 Millionen waren es im Jahr 2012, rund 1,7 Millionen im Jahr 2013.

2014 haben nun sowohl das sonnige FrĂŒhjahr als auch besonders die EisbĂ€renzwillinge Nela und Nobby bereits im ersten Halbjahr fĂŒr Besucherströme gesorgt. SpĂ€ter ist gerade der durchwachsene Sommer, der so wenig Anreiz fĂŒr Schwimmbad oder Biergarten bot, fĂŒr Hellabrunn sehr vorteilhaft gewesen und hat letztlich dazu beigetragen, viele Besucher aus dem In- und Ausland fĂŒr die Tiere in Hellabrunn zu begeistern.

Seit seiner GrĂŒndung im Jahr 1911 hat der Tierpark in punkto Besucherzahlen durchaus nicht immer nur erfolgreiche Zeiten verlebt. Trotzdem nahmen insgesamt ĂŒber die Jahre die Zahlen stetig zu, so dass bereits 1967 das erste Mal ĂŒber eine Million Besucher verbucht werden konnte. Seither pendelten die Besucherzahlen die vergangenen vier Jahrzehnte zwischen rund 1,1 und 1,4 Millionen und sind dann seit 2010 nochmals krĂ€ftig gestiegen, um nun heute die vorlĂ€ufige Bestmarke von zwei Millionen zu erreichen.

Damit bestĂ€tigt sich einmal mehr die Rolle des Tierparks Hellabrunn als besucherstĂ€rkste Freizeiteinrichtung in Bayern. Besuchermagnete sind neben den EisbĂ€ren nach wie vor die 2013 eröffnete Giraffensavanne, der Elefanten-Lausbub Ludwig, das GorillamĂ€dchen Nafi und viele weitere Jungtiere, die sich gemeinsam mit ihren Artgenossen auf Hellabrunns Anlagen tummeln und die Menschen zu jeder Jahreszeit und bei nahezu jedem Wetter in ihren Bann ziehen – so wie eben heute Madita, Simon und ihre Eltern aus Nordrhein-Westfalen.

(17.10.2014, 16:56)
Elisabeth Hiendl:   Pumas sind alle beide da, habe sie am 4.September gesehen. Laut Internet ist der wildopark Potzberg im Glantal. Ein MĂ€hnenrobbenbaby wurde bei der FĂŒtterung genannt war aber noch nicht zu sehen.

(12.09.2014, 17:19)
Klaus SchĂŒling:   Elefantenhaus: Kuppel gesprengt

Die Kuppel des Elefantenhauses im Tierpark Hellabrunn ist Geschichte: Am frĂŒhen Morgen des 12. September 2014 gab Sprengmeister Eduard Reisch das Signal zur ZĂŒndung - und innerhalb weniger Sekunden stĂŒrzte die 18 Meter hohe und rund 300 Tonnen schwere Stahlbetonkonstruktion in sich zusammen.

Das Ereignis fand lang vor Beginn des Besuchereinlasses statt, war wochenlang vorbereitet worden und wurde begleitet von sorgfĂ€ltig geplanten Maßnahmen, um die Sicherheit von Mensch und Tier zu gewĂ€hrleisten. „Die Sprengung war fachlich, logistisch und organisatorisch eine echte Herausforderung, aber alles hat hervorragend funktioniert“, lobte Tierparkdirektor Rasem Baban die Zusammenarbeit zwischen Sprengteam, Baustellenleitung, Polizei und den Sicherheitsbeauftragten des Tierparks im Anschluss.

Die Elefanten und die Tiere der angrenzenden Anlagen hatten den Morgen gut geschĂŒtzt in ihren Stallungen verbracht; ihre vertrauten Tierpfleger hielten sich in der NĂ€he auf, um nötigenfalls beruhigend eingreifen zu können. Nachdem das Elefantenhaus seit Wochen Baustelle ist, haben sich Elefantenkind Ludwig und seine Familie inzwischen gut an LĂ€rm und zeitweilige ErschĂŒtterungen gewöhnt. Sie waren zudem von den Pflegern in letzter Zeit noch an zusĂ€tzliche ungewöhnliche GerĂ€usche gewöhnt worden und durchlebten daher nun die wenigen Sekunden der Sprengung eher gleichmĂŒtig. Revierleiter Andreas Fries hierzu: „Jede Silvesternacht mit der stundenlangen Knallerei bedeutet deutlich mehr Stress fĂŒr die Tiere. Allerdings werden wir heute trotzdem vorsorglich auf die Elefanten-Show verzichten.“

Auch Sprengmeister Eduard Reisch zeigte sich mit Verlauf und Ergebnis der Sprengung zufrieden: „Wir haben hier eine Lockerungssprengung durchgefĂŒhrt, das heißt die Kuppel und die StĂŒtzkonstruktion wurden mit rund 250 Kilogramm Sprengstoff, verteilt auf rund 2500 Bohrlöcher, innerhalb von Sekundenbruchteilen in kleine Teile gesprengt. Von außen konnte man da wenig sehen, weil alle DĂ€cher und Öffnungen mit schweren Sprengschutzmatten und dicken Vlieslagen bedeckt waren. Das Kiesfallbett im GebĂ€ude hat die ErschĂŒtterung gemindert und durch das feuchte Wetter der letzten Tage ist auch die Staubentwicklung so gering geblieben, dass sie keine Belastung darstellt, weder fĂŒr die Tiere noch fĂŒr die Besucher.“

Das denkmalgeschĂŒtzte Elefantenhaus wurde 1914 im byzantinischen Stil von dem MĂŒnchner Architekten Emanuel von Seidl erbaut. Seine Kuppel, eine Konstruktion aus Stahlbeton und Glas, ist eine der ersten freitragenden Stahlbetonkuppeln weltweit. Das GebĂ€ude war Ende 2010 wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt worden, spĂ€ter beschloss der Aufsichtsrat die Sprengung und originalgetreue Neukonstruktion der Kuppel. Die Stadt MĂŒnchen unterstĂŒtzt die Sanierung mit 15 Millionen Euro; ob der Denkmalschutz bestehen bleibt, steht allerdings noch nicht fest.

Das Elefantenhaus wird nun aufwendig saniert und nach neuesten Erkenntnissen fĂŒr die optimale Elefantenhaltung gestaltet. „Unser Hellabrunner Wahrzeichen soll Ă€ußerlich wieder so aussehen wie vor 100 Jahren, innen aber wird es heller und weitlĂ€ufiger - die Tiere werden mehr Platz haben, und die Besucher werden sie besser sehen können“, betonte Christine Strobl, Aufsichtsratsvorsitzende und 3. BĂŒrgermeisterin, und wies darauf hin, dass die Sicherheit von Mensch und Tier ebenso wie wirtschaftliches und energieeffizientes Bauen relevante Fragen seien, die es zu berĂŒcksichtigen gelte.

(12.09.2014, 10:25)
WolfDrei:   Aus dem Jahresbericht 2013: 965 988 Besucher, 30 668 Jahreskarten.

Neu sind Klippschliefer, 2,0 Sumpfwallabys; 2.0 MÀhnenwölfe; 1,0 Banteng (aus Dresden) und 0,2 Schneeziegen.
1,1 Abruzzengemsen gingen nach Potzberg (wo ist denn das?)
Geburten: die EisbĂ€renzwillinge natĂŒrlich, 4 Kalif. Seelöwen, 2 MĂ€hnenrobben, 0,1 Gorilla, 2,0 Drills
(15.07.2014, 19:45)
Stefanie Fischer:   Ja, mindestens Einen habe ich am 25.4. selbst beim Zoobesuch gesehen.
(01.05.2014, 19:59)
C. Lissner:   Gibt es eigentlich in Hellabrunn noch die Pumas?
Ich war vorgestern dort und das Gehege war auch am spÀten Vormittag leer.
(01.05.2014, 16:58)
Markus R.:   Die Stallungen fĂŒr die Antilopen wurden leider zunĂ€chst aus KostengrĂŒnden gestrichen. Soll(t)en jedoch zu einem spĂ€teren Zeitpunkt ergĂ€nzt werden...
(28.04.2014, 22:05)
Michael Mettler:   Habe ich zumindest mal irgendwo im Vorfeld der Bauphase gehört oder gelesen. StĂ€lle dafĂŒr könnten sich ja in einem nicht fĂŒr Besucher einsehbaren Bereich befinden - ich habe das Haus leider noch nicht in natura gesehen.
(28.04.2014, 17:40)
Mark Meier:   Ach war das so geplant? Von der Außenanlage her könnte das klappen. Ich habe bei meinem Besuch aber keine Stallungen fĂŒr eine weitere Art erkennen können bzw. bewusst wahrgenommen - wobei ich auch nicht extra darauf geachtet habe. Im Giraffenhaus selbst ist ja wohl auch kein Platz dafĂŒr.
(28.04.2014, 13:41)
Michael Mettler:   Sind eigentlich inzwischen zusĂ€tzliche Bewohner auf der neuen Giraffenanlage eingezogen? Soweit ich weiß, war die Vergesellschaftung mit einer Antilopenart vorgesehen.

Die Homepage gibt leider keine Auskunft, auf dem dortigen Tierparkplan gibt es die neue Giraffenanlage noch nicht mal...
(28.04.2014, 09:41)
Jan Jakobi:   Itatiba, wie sich durch die Suchfunktion dieses Forums oder ĂŒber Carstens Hippo-Seite sehr gut herausfinden lĂ€sst.
(27.04.2014, 23:25)
Jörn Hegner:   in welchen brasilianischen zoo gingen frĂŒher die flusspferde . die zwergflusspferde sind doch an einen zoo in italien abgegeben wurden .
(27.04.2014, 22:28)
Oliver MĂŒller:   Also ein gelernter Architekt.Das ist ja mal eine Aussage im Bezug auf die weitere Entwicklung im Zoo der Bayernmetropole. Und eine spannende Frage, ob das als wissenschaftliche Leitung im Sinne der VDZ- und EAZA-Anforderungen gilt...
(21.03.2014, 12:56)
Silke Kollrich:   Rasem Baban wird neuer Tierparkchef in MĂŒnchen-Hellabrunn:
http://www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2014/03/21/rasem-baban-wird-neuer-tierparkdirektor-in-muenchen-hellabrunn-knieriem-nachfolger-kommt-aus-zoo/
(21.03.2014, 12:08)
Jan Jakobi:   Seit heute sind die beiden mit Mutter "Giovanna" auf der Außenanlage, allerdings inoffiziel.
Erst ab Mittwoch sind sie offiziell auf der Außenanlage zu sehen.
http://www.tierpark-hellabrunn.de/muenchner-tierpark-hellabrunn-der-zoo-der-stadt-muenchen.html


(17.03.2014, 14:50)
Jan Jakobi:   Überraschung bei den EisbĂ€ren in MĂŒnchen!
www.tierpark-hellabrunn.de/muenchner-tierpark-hellabrunn-der-zoo-der-stadt-muenchen/eisbaeren-nachwuchs.html

"Giovanna" hat gestern Zwillinge zur Welt gebracht.
Jetzt heißt es Daumen drĂŒcken, dass alles gut geht mit der Aufzucht.
(10.12.2013, 15:32)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   „Herzblatt“ im Tierpark Hellabrunn

Der Tierpark Hellabrunn wird durch zwei stattliche Königspinguine bereichert. Die MĂ€nnchen Willem und Shadow’s Pride aus Rotterdam stĂ€rken sich bereits reichlich mit Fisch und sollen schlussendlich fĂŒr Nachwuchs sorgen. Mit ihren potentiellen Partnerinnen kommunizieren sie bisher aber nur ĂŒber eine Trennwand.
Noch schauen sie sich ein wenig verdutzt um, die beiden royalen Neulinge in der frisch ausgebauten Pinguinanlage. Der 10-jĂ€hrige Königspinguin mit dem poetischen Namen „Shadow’s Pride“ und sein 14-jĂ€hriger Artgenosse Willem sind am 9. Oktober 2013 nach Hellabrunn gezogen.
Hier erwartet man Großes von ihnen: Sie sollen das ungleiche GeschlechterverhĂ€ltnis von drei Damen und einem Mann ausgleichen und somit frĂŒher oder spĂ€ter auch fĂŒr Nachwuchs unter den Königspinguinen sorgen. Damit wĂ€re die Pinguinanlage noch lebendiger als ohnehin. Bisher tummeln sich neben den inzwischen sechs Königspinguinen, noch 14 Felsenpinguine und 7 Eselspinguine auf der kĂŒnstlichen Felsenlandschaft und im eiskalten Wasser.
Eingelebt haben sich die beiden Königspinguine zumindest relativ schnell. Die neue Umgebung hatte sie zunĂ€chst noch am Fressen gehindert. „Das war wahrscheinlich die Sprachbarriere“, meint Polarwelt-Chef Helmut Kern. „Die haben mein bayrisch nicht verstanden, und mein hollĂ€ndisch ist eher schlecht!“
Inzwischen aber hat sich ein gesunder Pinguin-Appetit auf Fisch eingestellt, und auch sprachlich scheinen keine Barrieren mehr vorzuliegen. So unterhalten sich die beiden schon angeregt mit ihren Artgenossen in der Nachbaranlage, von denen sie allerdings noch eine Absperrung trennt. Sobald alle Ergebnisse der tierĂ€rztlichen Untersuchung vorliegen, können sich die Königspinguin-Damen und -Herren nach wochenlanger Konversation ĂŒber eine Trennwand auch endlich in die Augen sehen. Ein bisschen „Herzblatt“ in der Polarwelt Hellabrunn.

Foto: Tierpark Hellabrunn
(18.10.2013, 13:45)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Goldener Herbst in Hellabrunn

Nicht nur das Laub der BĂ€ume verĂ€ndert sich im Herbst, auch der Tierpark Hellabrunn passt sich an die kĂ€lter werdenden Tage an. Robben fressen sich SpeckvorrĂ€te an, die EisbĂ€rin zieht sich in die Winterruhe zurĂŒck, GĂ€rtner und Tierpfleger halten die Wege frei - und die ErdmĂ€nnchen erkunden einen KĂŒrbis.
Den 4-jĂ€hrigen Falouk sowie die 8-jĂ€hrigen Isima und Fela hat die Neugier gepackt. Die drei ErdmĂ€nnchen haben ungewöhnliche Besucher in ihrem Gehege: Groß, orange und voll mit MehlwĂŒrmern, ihrer Leibspeise. Eine spannende Art, den Herbst zu begrĂŒĂŸen! Dem Spieltrieb der kleinen SĂ€uger schließen sich auch der zweieinhalbjĂ€hrige Elefantenjunge Ludwig, die halbstarken Löwenjungs Benny und Max sowie das Elchjungtier Nila an. Alle lieben es, im bunten Herbstlaub zu toben.
Andere Bewohner sagen dagegen Servus und fangen an, sich zu verabschieden: So etwa die 6-jĂ€hrige EisbĂ€rendame Giovanna. Nachdem sie sich in den letzten Wochen fleißig Winterspeck angefuttert hat, zieht sie sich allmĂ€hlich in ihren Stall zur Winterruhe zurĂŒck. Hier sucht sie wie in der freien Wildbahn die Einsamkeit. Dem EisbĂ€renmann Yoghi und den Tierparkbesuchern wird sie erst wieder im FrĂŒhjahr begegnen, dann hoffentlich mit sĂŒĂŸem Nachwuchs. BraunbĂ€rin Olga, die Murmeltiere und die PrĂ€riehunde auf der Amerika-Anlage suchen sich langsam ebenfalls ein kuscheliges Winterquartier und verbringen die kalte Jahreszeit sogar komplett schlafend.
Den Jahreszeitenwechsel kann man ĂŒbrigens auch deutlich an der FellfĂ€rbung bei den PolarfĂŒchsen erkennen, das im Sommer dunkel ist und jetzt nach und nach schneeweiß wird. Auch Waldbisons, Elche und Wölfe legen sich gerade einen Wintermantel aus dickem Fell zu, und die MĂ€hnenrobben fressen sich unter ihrem dichten Pelz eine wĂ€rmende Speckschicht an.
WĂ€hrend die Tiere schlemmen oder sich vergnĂŒgen, bedeutet der Herbst fĂŒr die GĂ€rtner und Tierpfleger viel Arbeit. Die Besucherwege und Tieranlagen mĂŒssen auf dem 40 Hektar großen TierparkgelĂ€nde tĂ€glich vom Laub befreit werden. Der Aufwand lohnt sich jedoch: Ein Spaziergang durch die Hellabrunner Parklandschaft macht gerade bei der bunten LaubfĂ€rbung besonders viel Spaß.
„Hellabrunn hat 365 Tage im Jahr geöffnet und lĂ€dt gerade jetzt zu einem Spaziergang durch die bunte Parklandschaft in den Isarauen ein. Und wenn es doch einmal regnet oder sehr ungemĂŒtlich ist, bieten die vielen TierhĂ€user eine warme Alternative. Tropisches Klima und exotische Tiere gibt es nicht nur in der Dschungelwelt, sondern auch im Urwald- und Schildkrötenhaus“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
Dementsprechend haben die Techniker auch alle HĂ€nde voll zu tun: Vor der kalten Jahreszeit werden Wasserpumpen und WĂ€rmetechnik geprĂŒft. In den „WarmhĂ€usern“ mĂŒssen mollig-warme Temperaturen aufrechterhalten werden. So herrscht im Schildkrötenhaus ganzjĂ€hrig tropisches Klima, damit sich die empfindlichen Seychellen-Schildkröten wohlfĂŒhlen und vermehren können. Auch die Dschungelwelt muss schön warm bleiben, damit sich tropische Tiere wie Fischkatze, Teju & Co keinen Schnupfen holen.

Foto: Tierpark Hellabrunn
(11.10.2013, 08:10)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   MĂŒnchner Zoodirektor ĂŒbernimmt die Leitung der Berliner Zoos

Der MĂŒnchner Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem wird alleiniger Vorstand der Zoologischer Garten Berlin AG und alleiniger GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH in Berlin. Seit 2009 ist Knieriem Vorstandssprecher und seit 2010 alleiniger Vorstand der MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG. 

Der Vertrag des MĂŒnchner Zoodirektors Dr. Andreas Knieriem lĂ€uft im Oktober 2014 aus.
(19.09.2013, 17:53)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Top-Wertung fĂŒr Hellabrunn bei europaweitem Zooranking
Anthony Sheridan prĂ€sentiert Ranking und Aktualisierung zu seinem Buch „Das A und O im Zoo“

Innerhalb von nur zwei Jahren ist der MĂŒnchner Tierpark Hellabrunn beim europaweiten Zooranking des Zooexperten Anthony Sheridan in der Gruppe A (ĂŒber eine Million Besucher pro Jahr) von Platz 12 auf Platz 4 vorgerĂŒckt.

In MĂŒnchen, NĂŒrnberg und Dublin sieht der britische Zoospezialist die deutlichsten Verbesserungen unter den bewerteten europĂ€ischen Tierparks. Das hervorragende Abschneiden des MĂŒnchner Tierparks fĂŒhrt er auf eine Kombination verschiedenster Faktoren zurĂŒck. So hat Hellabrunn sowohl bei den zehn neuen als auch bei einigen bereits bestehenden Bewertungskriterien sehr gute Ergebnisse erzielt. Besonders stark ist Hellabrunn bei den Faktoren Master- und Zukunftsplan, im Marketing, in der GehegequalitĂ€t und im Wegeleitsystem. Die ersten drei PlĂ€tze des Zoorankings belegen der Tiergarten Schönbrunn in Wien, der Zoo Leipzig und der Zoo ZĂŒrich.

„MĂŒnchen hat diesen wichtigen Sprung verdient. Ich bin sehr froh, dass der Tierpark Hellabrunn sich in den vergangenen zwei Jahren sehr verbessert hat. Die Aussicht fĂŒr die kommenden fĂŒnf bis zehn Jahre ist Ă€ußerst vielversprechend“, sagt Anthony Sheridan zur guten Platzierung von Hellabrunn im Jahr 2013.

Das Zooranking in Sheridans Buch „Das A und O im Zoo“ stellt die aktuellste und umfassendste Analyse fĂŒhrender europĂ€ischer Zoos dar. Im September 2013 wird der SchĂŒling Verlag ein sechzigseitiges Update zu dem Mitte 2011 publizierten Buch veröffentlichen. Waren es 2011 noch 80 Zoos aus 21 europĂ€ischen LĂ€ndern, die Sheridan genau unter die Lupe genommen hat, so sind es 2013 bereits 92 europĂ€ische TiergĂ€rten, die er in drei Untergruppen nach GrĂ¶ĂŸe geordnet einteilt (> 1 Million Besucher, > 500.000 Besucher und > 250.000 Besucher) und nach 37 (anstatt vorher 27) Kriterien analysiert. Neben Faktoren wie beliebte Tierarten, GehegequalitĂ€t, Eintrittspreise, Artenschutz, Gesamtzahl der Tiere und Tierarten sowie Landschaft, Design und Vegetation hat er neue Bewertungskriterien wie Forschung, Gastronomie, Zoo-Shops, ökologische Zertifizierungen, Kinderzoo, Öffnungszeiten, Beschilderungskonzept und Besucherumfragen hinzugenommen.

Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem strahlt: „Vor zwei Jahren hatte ich das Ziel ausgegeben, dass Hellabrunn in den kommenden fĂŒnf bis zehn Jahren zu den Top Five gehören solle. NatĂŒrlich freut es mich jetzt persönlich sehr, dass unser großes Engagement so schnell wahrgenommen und Hellabrunn bereits 2013 auf Platz 4 steht. Wir haben das Ziel zwar vorzeitig erreicht, mĂŒssen jetzt aber auch darauf achten, dass wir den hohen Standard halten und in unserem stĂ€ndigen BemĂŒhen nach Optimierung nicht nachlassen.“


Anthony Sheridan
Das A und O im Zoo – Europas fĂŒhrende Zoologische GĂ€rten 2010 bis 2020
400 S. 24 cm 1100 g
SchĂŒling Verlag 2011
ISBN 978-3-86523-184-0


Foto: Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem (rechts) und Anthony Sheridan
(07.08.2013, 09:09)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunn begrĂŒĂŸt seinen millionsten Besucher 2013

Am 31. Juli um 10.09 Uhr kam sie – noch ahnungslos – zum Flamingo-Eingang in den Tierpark Hellabrunn: die millionste Besucherin im Jahr 2013. Gemeinsam mit ihren Kindern Jonna (1 Jahr) und Jussi (2 Jahre) sowie deren Großeltern wurde Katharina Langfeldt aus MĂŒnchen begeistert vom Tierpark-Team empfangen. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem höchstpersönlich beglĂŒckwĂŒnschte sie und ĂŒberreichte den „MillionĂ€ren“ einen riesigen Blumenstrauß. ZusĂ€tzlich erhĂ€lt Katharina Langfeldt eine Große Familien-Jahreskarte, mit der sie, ihr Mann und die Kinder die kommenden 365 Tage in Hellabrunn erleben können.
„Obwohl wir auch dieses Jahr nur selten ein perfektes Tierparkbesuch-Wetter hatten, freue ich mich, dass wir bereits am 31. Juli den millionsten Besucher begrĂŒĂŸen dĂŒrfen. Mit der zu Pfingsten eröffneten Giraffensavanne haben wir einen neuen Höhepunkt geschaffen. Auch Tierbabys gibt es dieses Jahr wieder sehr viele in Hellabrunn, die immer ein Besuchermagnet fĂŒr Groß und Klein sind“, berichtet Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
Mit 1.621648 Besuchern verzeichnete der Tierpark im Vorjahr das zweitbeste Ergebnis seit seinem nun 102-jĂ€hrigen Bestehen. Das Rekordergebnis des JubilĂ€umsjahres 2011 lag nochmals rund 11 Prozent darĂŒber. Damit ist der Tierpark Hellabrunn die Freizeiteinrichtung in Bayern mit den meisten Besuchern. Nun hofft Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem auf ein gutes zweites Halbjahr, damit auch 2013 wieder eine Bestmarke bei den Besucherzahlen erreicht wird.
Die heutige millionste Besucherin 2013, Katharina Langfeldt, war ĂŒberglĂŒcklich: „Das ist eine tolle Überraschung, noch dazu am ersten Geburtstag meiner Tochter! Zur Feier des Tages haben wir unseren Ausflug nach Hellabrunn mit den Großeltern geplant, und jetzt sind wir millionste Besucher 2013 und bekommen eine Familien-Jahreskarte geschenkt!“

Foto: Dr. Andreas Knieriem (rechts) und Katharina Langfeldt, Hellabrunns millionste Besucherin im Jahr 2013, mit Tochter Jonna, den Großeltern Maria und Peter Langfeldt sowie dem Sohn bzw. Enkel Jussi
(31.07.2013, 15:08)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Ein neues Familienmitglied fĂŒr MĂŒnchens Giraffen Togo, Kabonga und Naledi

Gar nicht scheu, eher selbstbewusst und frech erkundet ein neuer, wunderschön braun-beige gefleckter Hellabrunn-Bewohner seine Umgebung. Die „kleine Neue“ macht FreudensprĂŒnge in der Giraffensavanne. Neu ist sie hier, klein wohl eher nicht: Bahati gehört als afrikanisches NetzgiraffenmĂ€dchen zu den grĂ¶ĂŸten an Land lebenden SĂ€ugetieren und wohnt seit wenigen Tagen als viertes Familienmitglied der MĂŒnchner Giraffenherde im Tierpark Hellabrunn.
Die Reise aus ihrer Heimatstadt Frankfurt ist am 10. Juli problemlos ĂŒber die BĂŒhne gegangen. Auch Bahatis Ankunft und Eingewöhnung in Hellabrunn verliefen ohne Komplikationen. Sie konnte sich in aller Ruhe mit ihrer neuen Familie und dem MĂŒnchner Zuhause vertraut machen. Ab heute ist Bahati auch fĂŒr alle Besucher zu sehen.
Bahati wurde am 26. August 2011 im Zoologischen Garten Frankfurt geboren. Der Name bedeutet in Swahili, der Sprache von Kenia, Tansania und Uganda, soviel wie „mein GlĂŒck ist gut“. Man sieht es ihr an: Bahati ist ein entspanntes und forsches GiraffenmĂ€dchen. Obwohl das GiraffenmĂ€dchen erst zwei Jahre alt ist, ist sie mit etwa 2,80 Metern schon fast so groß wie die 19-jĂ€hrige Giraffendame Kabonga. Giraffenbulle Togo (22 Jahre) bleibt unangefochten die Nummer 1. Seine 4,40 Meter KörpergrĂ¶ĂŸe ĂŒbertrifft keine weibliche Giraffe.
Momentan halten sich Kabonga, ihr vier Monate alter Sohn Naledi und Bahati entweder gemeinsam auf der Außenanlage der Giraffensavanne oder im Giraffenhaus auf. Togo hat Bahati am sogenannten Schmusegitter kennen gelernt. Sobald sich die neue Situation eingespielt hat, kommen alle vier Giraffen in der Anlage zusammen.
In der afrikanischen Giraffensavanne leben die Hellabrunner Netzgiraffen seit Pfingsten dieses Jahres. Die Kosten fĂŒr das Giraffenhaus in Höhe von 3 Millionen Euro hat die Stadtsparkasse MĂŒnchen ĂŒbernommen.
„Wir freuen uns sehr, dass die Hellabrunner Giraffenherde langsam wĂ€chst. Mit Bahati haben wir ein sehr schönes Tier aus dem Frankfurter Zoo bekommen und hoffen auf baldigen Nachwuchs. Mit Kabonga und dem kleinen Naledi versteht sich die Frankfurter Giraffendame bereits prĂ€chtig“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Foto: Tierpark Hellabrunn
Neuzugang Bahati aus dem Frankfurter Zoo
(24.07.2013, 13:26)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Junger Sibirischer Tiger fĂŒr Hellabrunn
Jegor erkundet MĂŒnchner Terrain

Dass Jegor zu den grĂ¶ĂŸten aller lebenden Katzenarten gehört, beweist der Sibirische Tiger gleich bei der Ankunft im MĂŒnchner Tierpark am Freitagvormittag, 19. Juli. Kraftvoll und selbstbewusst, aber auch mit einer angeborenen Wachsamkeit und Anspannung schreitet der Tiger aus seiner Transportbox. Mit Neugier erkundet er seine neue Heimat. ZunĂ€chst wird dies das Innengehege sein. Erst nach ein paar Tagen der Eingewöhnung betritt Jegor auch die Hellabrunner Außenanlage.
Der neue Sibirische Tiger Hellabrunns wurde am 6. November 2011 in einem Wurf von drei Jungtieren im Kölner Zoo geboren. Die beiden Schwestern von Jegor leben zusammen mit der Mutter nach wie vor im Kölner Zoo. Als dominanter EinzelgĂ€nger wird der fast ausgewachsene Tiger zunĂ€chst allein in Hellabrunn leben. Jegor ist fĂŒr seine 20 Monate ein sehr imposanter Tigerkater. Charakterlich ist er ein ruhiges Tier. Eine Zucht ist vorerst nicht geplant. Vor vier Monaten starb der letzte MĂŒnchner Tiger Nurejev im hohen Alter von 17 Jahren.
„Mit Jegor bekommt Hellabrunn endlich einen stattlichen Tiger zurĂŒck. Im Rahmen des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) konnten wir diese attraktive Großkatze aus dem Kölner Zoo fĂŒr Hellabrunn gewinnen“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
Weniger als 500 der stark gefĂ€hrdeten Sibirischen Tiger leben heute in freier Wildbahn am Japanischen Meer bis nach Nordkorea, China und Russland. Der Sibirische Tiger wird auch Amurtiger genannt, ist eine Unterart des Tigers und gehört zur Familie der Großkatzen.
Besucherhinweis: Jegor wird seine neue Umgebung behutsam kennenlernen und deshalb anfangs zeitweise nicht zu sehen sein.

Foto: Tierpark Hellabrunn
(19.07.2013, 14:01)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Foto Wilhelm und der Landesbund fĂŒr Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) laden zu den Infotagen in den Tierpark Hellabrunn ein

Vogelfreunde, Hobby- und Profi-Fotografen, Naturfans und Familien kommen am Wochenende, den 20. und 21. Juli bei den „Infotagen Foto Wilhelm“ im Tierpark Hellabrunn voll auf ihre Kosten. Zu der Veranstaltung lĂ€dt dieses Jahr Foto Wilhelm in Zusammenarbeit mit dem Landesbund fĂŒr Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ein. Die „Infotage Foto Wilhelm“ bieten Hellabrunn-Besuchern besondere Einblicke in Ornithologie und Optik sowie unvergessliche Vogelbeobachtungen – alles inklusive des normalen Eintrittspreises fĂŒr den Tierpark.
Die Markenhersteller Nikon, Steiner und Cewe sind mit eigenen StĂ€nden vertreten. Am Foto Wilhelm-Stand werden FernglĂ€ser der Marken Zeiss, Swarovski und Leica prĂ€sentiert. Besucher können alle Neuheiten der Aussteller im Bereich Fernoptik und FernglĂ€ser rund um den Abenteuerspielplatz im Tierpark testen und vergleichen. Am Samstag ist es möglich, die GerĂ€te direkt an den Aussteller-StĂ€nden zu kaufen. WĂ€hrend der Infotage gibt es auf alle FernglĂ€ser und Lupen 10 % Sonderrabatt. Auch speziell fĂŒr Kinder hat sich der Veranstalter etwas einfallen lassen: Am Abenteuerspielplatz beim Kindertierpark gibt es kostenloses Kinderschminken, organisiert von der Firma Cewe Color.
An beiden Veranstaltungstagen bietet Foto Wilhelm zweimal tĂ€glich einen kostenlosen Workshop mit der Firma Canon an. Maximal sieben Teilnehmer erfahren beim 1,5-stĂŒndigen Workshop alles ĂŒber das Fotografieren mit der Canon. Um rechtzeitige Anmeldung bei Foto Wilhelm wird gebeten.
WĂ€hrend der „Infotage Foto Wilhelm“ informiert der LBV zu den Themen Vogelbeobachtung und Vogelschutz. FĂŒr 800 Schulkinder werden die Infotage ein ganz besonderes Naturerlebnis darstellen. Auf Einladung von Foto Wilhelm besuchen sie den Tierpark kostenlos und erfahren zusĂ€tzlich bei einem Vortrag von LBV-UmweltpĂ€dagogen Spannendes ĂŒber die Bekassine. Diese in Bayern vom Aussterben bedrohte Vogelart wird wegen ihrer rasanten BalzflĂŒge, bei denen die Schwanzfedern meckernde Laute erzeugen, auch Himmelsziege genannt. Die Bekassine ist 2013 Vogel des Jahres.

Foto (RĂŒdiger Becker): Bekassine
(16.07.2013, 08:25)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Erfolgreich im Zeichen des Ziel- und Entwicklungsplans
MĂŒnchner Tierpark veröffentlicht GeschĂ€ftsbericht 2012

Die MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG kann ein rundum erfolgreiches GeschĂ€ftsjahr 2012 vorweisen – in zoologischer wie auch in kaufmĂ€nnischer und bautechnischer Hinsicht.

- Zoo mit besonders vielen Tieren und Tierarten: Im GeschÀftsjahr 2012 lebten 19.183 Tiere in 757 Arten in Hellabrunn. Das entspricht 3 bzw. 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit zÀhlt Hellabrunn zu den tier- und artenreichsten Zoos in Europa!

- Der Verkauf von Hellabrunn-Jahreskarten konnte 2012 um 35 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr gesteigert werden. Eine Anzeigenkampagne macht seit 2012 auf die gĂŒnstigen Dauerkarten des Tierparks auf 34 großformatigen WerbeflĂ€chen in MĂŒnchner U-Bahnhöfen aufmerksam.

- Im GeschĂ€ftsjahr 2012 besuchten rund 1.622 000 Menschen den MĂŒnchner Tierpark. Dies ist die zweithöchste Besucherzahl seit dem ĂŒber 100jĂ€hrigen Bestehen von Hellabrunn.

- 860 Tiergeburten wurden im letzten Jahr in Hellabrunn registriert. Besonders hervorzuheben ist dabei der Nachwuchs bei den Silbergibbons, einer stark bedrohten Affenart, die es bundesweit nur in MĂŒnchen zu sehen gibt.

- Die Bewohner Hellabrunns bekamen tierischen Zuwachs aus anderen europĂ€ischen Zoos: u.a. zwei junge Löwen, zwei PolarfĂŒchse, zwei stark bedrohte Drills und 14 Felsenpinguine.

- Ein Meilenstein wurde 2011 mit der Erstellung des Ziel- und Entwicklungsplans gelegt. Dieser dient als Basis fĂŒr alle zukĂŒnftigen Vorhaben und unterstreicht das Hellabrunner Leitmotiv des Geozoos, nach dem die Tiere nach Kontinenten geordnet sind und in natĂŒrlichen Wohngemeinschaften gehalten werden. FĂŒr die Giraffensavanne im neuen Afrika von Hellabrunn fanden sowohl Spatenstich als auch Richtfest im Jahr 2012 statt.

- Weitere Bauprojekte: Im Sommer 2012 konnte das komplett umgebaute historische Aquarium mit einem neuen, 100.000 Liter fassenden Becken fĂŒr die beiden Schwarzspitzen-Riffhaie wiedereröffnet werden. Seit Herbst vergangenen Jahres gibt es das CafĂ© Rhino mit einem neuen, direkt angrenzenden, kleinkindgerechten Abenteuerspielplatz mit Wipfelpfad und Wasserparcours.

- Hellabrunner Medienstars: Im Tierpark wurde Ende 2011 die fĂŒnfte Staffel der Doku-Soap „Nashorn, Zebra & Co“ gedreht. Die entstandenen 40 Folgen wurden ab November 2012 ausgestrahlt. Von allen Zoosendungen der ARD erzielt diese die höchsten Einschaltquoten.
Ein 45-minĂŒtiger Film des Bayerischen Rundfunks ĂŒber „Ludwig und seine Schwester – Die Elefantenbabys von Hellabrunn“ erreichte eine bundesweite Einschaltquote von 12,2 Prozent.


„Hellabrunn ist auf vielen Gebieten ein Vorreiter: So ist der MĂŒnchner Tierpark seit 2009 der erste und einzige Zoo bundesweit, der eine TÜV-Zertifizierung im Bereich QualitĂ€ts- und Umweltmanagement besitzt. Das Geozoo-Prinzip, dessen Idee 1928 in Hellabrunn entstand, ahmen Zoos auf der ganzen Welt nach! Nachdem sich dieses Prinzip in MĂŒnchen in den vergangenen Jahrzehnten aufgeweicht hatte, haben wir im Jahr 2012 mit dem begonnenen Bau der Giraffensavanne einen wichtigen Schritt zurĂŒck zum Geozoo getan“, betont die Aufsichtsratsvorsitzende Christine Strobl.

„Im Umfeld aller europĂ€ischen Zoos prĂ€sentieren wir uns als besonders tier- und artenreich. 2012 zĂ€hlten wir in Hellabrunn 19.183 Tiere in 757 Arten! Unser hochgestecktes Ziel ist es, unseren Tierpark jedes Jahr noch ein StĂŒck attraktiver zu machen und weiterhin unter den beliebtesten, bestbesuchten und erfolgreichsten Zoos bundes- und europaweit zu liegen“, sagt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Foto: Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem und Aufsichtsratsvorsitzende Christine Strobl mit Bartagame Paul
(09.07.2013, 16:15)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Biogas-Bus macht Station im Tierpark Hellabrunn

Der Fachverband Biogas e.V. tourt von Juni bis September mit einem Infobus quer durch Deutschland. Auf seiner viermonatigen Reise wird der Bus unter anderem auf Messen und Veranstaltungen, auf RathausplĂ€tzen oder Biogasanlagen stehen. Am 1. Juli besucht er die Biogasanlagen im Tierpark Hellabrunn. Seit 2007 wird in der Anlage aus Tiermist und GrĂŒnabfĂ€llen Strom und WĂ€rme erzeugt.

Aus Mist und Futterresten Strom und WĂ€rme gewinnen. Die Stadtwerke MĂŒnchen (SWM) und der Tierpark Hellabrunn setzen auf diese neueste Form der regenerativen Energiegewinnung. Mit einem Blockheizkraftwerk wird im Tierpark umweltfreundlich Strom und WĂ€rme erzeugt. Tiermist und GrĂŒnabfĂ€lle werden vergoren. Das entstehende Methan wird in einem hochmodernen Blockheizkraftwerk COÂČ-neutral verbrannt. Der dabei umweltschonend erzeugte Strom wird ins SWM Netz eingespeist, die WĂ€rme in das Heiznetz des Tierparks.
Ausgangsstoff fĂŒr die Biogas-Gewinnung ist der Bioabfall des Tierparks. Das sind ungefĂ€hr sechs Tonnen pro Tag an pflanzlichen Futterresten und Mist der pflanzenfressenden Tiere. Unter anderem die fĂŒnf Elefanten, die beiden Panzernashörner, die drei Giraffen und die vielen Haustiere vom Hellabrunner Kindertierpark sorgen mit ihrem Mist fĂŒr reichlich Strom.

Und so funktioniert die Hellabrunner Biogasanlage:
Das Substrat aus Mist und Futterresten wird in die Fermenter, die FaulrĂ€ume der Biogasanlage, eingebracht und dort unter Luftabschluss mit Hilfe allgegenwĂ€rtiger anaerober Bakterien vergoren. Bereits nach wenigen Wochen hatte sich die Methan-Produktion verstetigt. Beim GĂ€rprozess entsteht Gas mit einem Methangehalt von 50 bis 54 Prozent. Nach 30 Tagen, wenn das Substrat vergoren ist und sich kaum noch Methan bildet, wird der Fermenter entleert und neu befĂŒllt. Die Biogasanlage besitzt drei Fermenter, die um jeweils zehn Tage versetzt befĂŒllt werden. Damit ist eine kontinuierliche Biogasversorgung gewĂ€hrleistet.

„Die Anlage in Hellabrunn ist ein gutes Beispiel fĂŒr die Vielseitigkeit von Biogasanlagen“, erklĂ€rt der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Fachverbandes Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez. Rund 2.000 Tonnen Tiermist und GrĂŒnabfĂ€lle landen pro Jahr in der Anlage und werden zu Biogas vergoren. Das Gas wird im BHKW zu rund 240.000 Kilowattstunden (kWh) Strom und 230.000 kWh WĂ€rme umgewandelt. Der Strom wird ins Netz der SWM eingespeist, die WĂ€rme landet im Heiznetz des Zoos. Auf diese Weise können jĂ€hrlich 190 Tonnen COÂČ eingespart werden.

Foto:
Dr. Claudius da Costa Gomez, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Fachverbandes Biogas, Christine Gerner, technische Leiterin des Tierparks Hellabrunn und Reinhard Zenau, technischer Parkinspektor des Tierparks vor der Biogasanlage in Hellabrunn
(01.07.2013, 13:48)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Nachwuchs bei bedrohter Affenart in Hellabrunn
Drolliges Drill-Baby mit Punk-Frisur geboren

Nach einer Tragzeit von etwa 180 Tagen hat nun auch Drill-Dame Afi (7 Jahre) zum ersten Mal Nachwuchs bekommen! Am 8. Mai ist der kleine Drill-Junge geboren. Mit cooler Punk-Frisur, hell rosa Gesicht und unwiderstehlichen Segelohren begeistert er die Hellabrunn-Besucher. Vor allem sein fĂŒnf Monate alter Halbbruder Nepomuk freut sich ĂŒber einen SpielgefĂ€hrten.
Der Blutspendedienst MĂŒnchen ĂŒbernimmt die Patenschaft fĂŒr das noch namenlose Drillbaby. Andreas Faber, Betriebsleiter des Blutspendedienstes freut sich ĂŒber die Patenschaft und ruft zum Namenswettbewerb auf. „Wir haben uns bewusst fĂŒr eine vom Aussterben bedrohte Affenart entschieden, um auf die Notwendigkeit von Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Unsere Blutspender sterben zwar nicht aus, aber auch sie werden in den nĂ€chsten Jahren immer seltener. Immer mehr Ă€ltere Patienten stehen immer weniger Menschen im spendefĂ€higen Alter gegenĂŒber. Zwar kann sich jeder zweite junge Erwachsene vorstellen, Blut zu spenden. Bislang setzen aber nur 3 % der spendefĂ€higen BĂŒrger diese Bereitschaft in die Tat um.“

Namenssuche
Der Pate des Drill-Babys, der Blutspendedienst, sucht einen Namen fĂŒr das Drill-Baby. Auf der Facebookseite www.faceboock.com/blutspendedienstmuenchen und der Website www.blutspendedienst-muenchen.de veranstaltet der Blutspendedienst noch bis zum 08. Juli 2013 einen Namenswettbewerb, bei dem es eine große Familien-Jahreskarte fĂŒr den Tierpark Hellabrunn zu gewinnen gibt. Gesucht wird ein mĂ€nnlicher Vorname, der mit dem Anfangsbuchstaben „N“ beginnt.

„Drills gehören nicht nur zu den beeindruckendsten, sondern auch zu den am meisten bedrohten Affenarten der Welt. Gerade als ZuchtbuchfĂŒhrer freue ich mich umso mehr ĂŒber die Zuchterfolge innerhalb eines Jahres bei der jungen Hellabrunner Drill-Gruppe“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
Der Drill ist eine der am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten Affenarten Afrikas. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat ihn in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum, einem Gebiet von lediglich 40.000 Quadratkilometern in Kamerun, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko, wird der Bestand heute nur noch auf etwa 3.500 Tiere geschĂ€tzt. Damit ist der Lebensraum dieser Affenart kleiner als die Schweiz. Fortschreitende Abholzung und schonungslose Jagd auf diese Affenart sind die HauptgrĂŒnde fĂŒr ihre starke GefĂ€hrdung.
In Europa leben weniger als 70 Drills in 16 Zoos. Hellabrunn fĂŒhrt das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sowie das Internationale Zuchtbuch (ISB) fĂŒr diese Affenart. Zudem ist Hellabrunn Mitglied im Verein "Rettet den Drill", der das Projekt "Pandrillus" in Nigeria unterstĂŒtzt. Mit der Zucht der Drills und dem Engagement fĂŒr frei lebende Drills leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art.
Der aus dem Zoo Wuppertal stammende Vater des Babys Bakut (10) ist seit April 2011 in Hellabrunn daheim. Kaduna und Afi (aus dem britischen Port Lympne Wild Animal Park) leisten ihm seit Juli 2012 Gesellschaft.
(28.06.2013, 14:42)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Neues Tagesseminar in Hellabrunn: „Tierisch ruhig“ trotz ADHS

HyperaktivitÀt kann durch die beruhigende Wirkung von Tieren positiv beeinflusst werden. Praktische Hilfestellungen bei ADHS bietet nun ein Seminar im Tierpark Hellabrunn, das am 6. Juli 2013 erstmals stattfindet.

Beim Tagesseminar „Tierisch ruhig“ können Teilnehmer die Ruhe und Gelassenheit von Hellabrunner Tieren auf sich wirken lassen und lernen, ihre Bewegungen zu verlangsamen und ausgeglichener zu werden. Vormittags erarbeiten die Teilnehmer in kleinen Gruppen verschiedene Techniken, um mit Ihrer Unruhe anders umzugehen. Dazu verwenden die Kursleiterinnen Methoden aus der Verhaltenstherapie, der Neurolinguistischen Psychologie (NLP), der GesprĂ€chstherapie, diverser Entspannungstechniken und Ressourcenarbeit.
Danach folgt der praktische Teil, bei dem die Seminarteilnehmer Lamas, Ziegen und Ponys aus dem Hellabrunner Kindertierpark beobachten und berĂŒhren können. Der Tierkontakt schult einerseits die Aufmerksamkeit. Andererseits kommen die Teilnehmer durch die beruhigende Wirkung der Tiere auch selbst zur Ruhe. Ein ruhigeres menschliches Verhalten wiederum wirkt sich positiv auf die Tiere aus, und dies erleichtert die gegenseitige Kontaktaufnahme.
Professionell begleitet werden die Seminarteilnehmer von Ursula Riedinger (Reviertierpflegerin in Hellabrunn, Heilpraktikerin fĂŒr Psychotherapie, Associates Degree of Applied Science in Recreation & Wildlife (USA) und Therapeutin fĂŒr TiergestĂŒtzte Therapie) sowie Sabine Eitel (Tierpflegerin, Tiertrainerin, Heilpraktikerin fĂŒr Psychotherapie in der Ausbildung) und Anja Waldinger (Revierleiterin in Hellabrunn fĂŒr den Bereich "Europa“). Der Besuch des Seminars ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Weitere Informationen:
(auch im Web: www.tierpark-hellabrunn.de/veranstaltungen/seminare)

Termine (es handelt sich jeweils um ein abgeschlossenes Seminar):
6. Juli 2013
19. Oktober 2013

Anmeldung:

MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG
Service-Center
Tierparkstraße 30
81543 MĂŒnchen

Tel.: 089 62508-34 (Mo-Do von 10 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr)
Fax: 089 62508-790
Email: tierparkerlebnis@tierpark-hellabrunn.de

Kosten:
130 € pro Person, zahlbar vor Kursbeginn.
Der Preis versteht sich inklusive Eintritt in den Tierpark Hellabrunn sowie GetrÀnken und Snacks in den Pausen, ausgenommen Mittagessen.

Teilnahme:
ab 14 Jahren (14 bis 18 Jahre: entweder in Begleitung eines Erziehungsberechtigten, der auch gleichzeitig zahlende/r Teilnehmer/in ist, oder mit schriftlicher Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten)
(26.06.2013, 14:16)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunns Seelöwen-Kindergarten ist eröffnet
Vier Seelöwen-Babys erobern die Robbenanlage

So ganz geheuer ist den Seelöwen-Babys die Sache nicht. Mit großen schwarzen Knopfaugen schauen sie ihren MĂŒttern zu: Runter vom Trockendeck, drei mal elegant rutschen, erste Flosse ins Wasser, zweite Flosse ins Wasser, Kopf runter und schwimmen. Ganz einfach. 
So weit die Theorie. Die Praxis sieht bei Seelöwen-Babys aber immer etwas anders aus. Da wird sich geziert, mit der Flossenspitze die Wassertemperatur getestet, dann wird gebrĂŒllt, weil die Mutter lĂ€ngst in den Fluten ist, bevor sich das Jungtier endlich in das unheimliche, nasse Element wagt.
Ähnlich wie kleine Kinder mĂŒssen Seelöwen-Babys das Schwimmen erst lernen. Nora ist jetzt drei Wochen alt und hat ihre ersten SchwimmzĂŒge - bestens betreut von den Tierpflegern und ihrer Mutter - in einem kleinen Becken hinter den Kulissen erlernt. Mittlerweile hĂ€lt sie sich schon recht gut ĂŒber Wasser. Aber der Sprung in das große Becken ist fĂŒr die Seelöwen-MĂŒtter und die Tierpfleger immer wieder ein Abenteuer.
Nora, Nelly und Nick sind jetzt tĂ€glich beim Babyschwimmen im Seelöwen-Pool zu beobachten. Das jĂŒngste Seelöwen-Baby muss erst noch Schwimmen lernen und wird gemeinsam mit Mutter Sandy in den nĂ€chsten Tagen zu seinen Halbgeschwistern ins große Becken nach kommen. Bis dahin gibt es hoffentlich auch sein Geschlecht preis, sodass es schnell einen Namen bekommen kann.
Die etwa vier Kilo schweren und 45 Zentimeter großen Jungtiere werden etwa vier Mal tĂ€glich gesĂ€ugt. In Hellabrunn leben jetzt insgesamt 15 Kalifornische Seelöwen.
„Seelöwen sind die geborenen Entertainer. Seelöwen-Babys bei ihren ersten Schwimmversuchen zu beobachten, ist Unterhaltung pur! Nun hoffen wir nur noch auf Nachwuchs bei den MĂ€hnenrobben, dann ist der Robben-Kindergarten komplett“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Nora geboren am 31. Mai, Mutter Elmira (6)
Nelly geboren am 10. Juni, Mutter Molly (16)
Nick geboren am 12. Juni, Mutter Johna (9)
Seelöwen-Baby Nummer 4 geboren am 19. Juni, Mutter Sandy (16)
Seelöwen-Vater: Barney (15)
(24.06.2013, 08:34)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Seelöwe Barney wird zum 32. Mal Vater und beschert Hellabrunn vier Seelöwen-Babys

Nora, Nick und Nelly heißen die Seelöwen-Babys, die seit Mai in Hellabrunn geboren sind. Ein weiteres, noch namenloses Baby, wurde heute geboren.
Bisher stand fĂŒr die drei Babys Schwimmtraining mit ihren MĂŒttern im Seelöwenhaus auf der Tagesordnung. Jetzt dĂŒrfen die Hellabrunner Seelöwen-Babys zeigen, was sie gelernt haben und ihre ersten Plantschversuche im großen Becken unternehmen.
(19.06.2013, 14:58)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Seltenes Silbergibbon-Baby avanciert zum kleinen Publikumsliebling in Hellabrunn

Bei der stark bedrohten Affenart, die es in Deutschland nur im MĂŒnchner Tierpark zu sehen gibt, begeistert das kleinste Familienmitglied mit ĂŒbermĂŒtigen Akrobatikdemonstrationen

Der jĂŒngste, knapp zehn Monate alte MĂŒnchner Silbergibbon-Nachwuchs zĂ€hlt ganz klar zu den Stars von Hellabrunn. Als der MĂŒnchner Tierpark, der die stark gefĂ€hrdete Tierart als einziger Zoo in Deutschland zeigt, das Kleine vergangenen September im Alter von drei Wochen vorstellte, suchte es noch Schutz bei Mama. Nur ab und zu gab es einen Blick auf den zierlichen Kopf und die großen Kulleraugen frei. Das ist nun anders: ÜbermĂŒtig turnt Hellabrunns Mini-Silbergibbon auf der Außenanlage herum. Und gerade weil das noch nicht so einwandfrei klappt wie bei den Geschwistern und Eltern, ist es fĂŒr alle Zuschauer ein besonderer Genuss, dem Nachwuchs-Turner beim Training zuzusehen.
Endlich steht auch fest, ob das Kleine weiblich oder mĂ€nnlich ist. Das entscheidende Indiz hatte es vor den Tierpflegern lange Zeit gut versteckt. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem lĂŒftet nun das Geheimnis: „Es ist ein MĂ€dchen, das den schönen Namen Mia trĂ€gt! Die Hellabrunner Silbergibbon-Familie besteht momentan aus Mutter, Vater und drei Töchtern. Es macht uns stolz, dass wir der einzige deutsche Zoo sind, der diese stark bedrohte Primatenart zeigt, und noch dazu eine so große und harmonische Familie haben.“
Das jĂŒngste Silbergibbon-Baby kam am 19.8.2012 nach einer Tragzeit von sieben Monaten zur Welt. Mittlerweile turnt das quicklebendige AffenmĂ€dchen begeistert mit Mutter Pangrango (16 Jahre), Silbergibbon-Papa Peter (24) und den beiden Schwestern Isabell (5) und Kim (2) durchs Hellabrunner Außengehege. Menschentrauben vorm Gehege sind keine Seltenheit. Die kleine Mia, die noch einen Paten sucht, weiß, wie sie auf sich aufmerksam machen kann! Wenn sie und die anderen sich von Seil zu Seil schwingen, halten die Zuschauer die Luft an, so spektakulĂ€r ist der Moment, in dem die Affen in der Luft schweben! Die Besonderheit von Silbergibbons sind ihre Arme, die zweieinhalbmal so lang werden können wie der Rumpf. Ihre Arme und die sogenannte Schwinghangel-Technik erlauben es ihnen, mit traumhafter Sicherheit Entfernungen im GeĂ€st von bis zu zehn Metern zu ĂŒberwinden.
Silbergibbons leben in freier Wildbahn nur auf der indonesischen Insel Java. Sie gehören zu den bedrohtesten Primaten und werden als stark gefĂ€hrdete Tierart auf der Roten Liste des IUCN (International Union for Conservation of Nature) gefĂŒhrt. Ihre Zahl wird auf unter 2.000 weltweit geschĂ€tzt. Charakteristisch fĂŒr die Silbergibbons ist auch, wie fĂŒr alle Gibbon-Arten, ihr recht lautstarker Gesang, der zur Markierung ihres Territoriums dient.
Hat sich ein Silbergibbon-Paar einmal gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen und lebt monogam in einer Familiengruppe mit den noch nicht geschlechtsreifen Nachkommen. Vorbildlich zeigen sich Peter und Pangrango, wenn es um die „Kinderbetreuung“ geht. Beide Elternteile kĂŒmmern sich gleichberechtigt um den Nachwuchs. Silbergibbons sind vorwiegend Vegetarier und fressen vor allem Obst, GemĂŒse, Salat oder Laubwerk. Auch Hellabrunns Mini-Silbergibbon Mia ernĂ€hrt sich bereits wie die Großen.

Foto: Tierpark Hellabrunn
(13.06.2013, 07:59)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Erstmals Nachwuchs bei den PolarfĂŒchsen in Hellabrunn

Polarfuchs-Dame Ronja macht es spannend. Bereits am 26. April hat sie ihre Babys zur Welt gebracht. Doch erst jetzt bekommen Tierpfleger und Besucher die kleinen wuscheligen WollknĂ€uel peu Ă  peu zu Gesicht. Bisher konnten fĂŒnf Polarfuchs-Babys gezĂ€hlt werden, gestern kam noch ein sechstes Jungtier dazu. Gut behĂŒtet haben die mittlerweile meerschweinchen-großen Polarfuchs-Babys ihre gemĂŒtlichen Höhlen kennen gelernt. Auf der Polarfuchs-Anlage gibt es vier HĂŒtten. Insgesamt 15 Erdhöhlen haben die EisfĂŒchse – wie die PolarfĂŒchse auch genannt werden - selbst gegraben. In den Höhlen kuscheln die JungfĂŒchse die meiste Zeit zusammen mit Mutter Ronja. Muttermilch trinken die Kleinen nur noch selten, mittlerweile ernĂ€hren sie sich, dank der spitzen ZĂ€hne, auch schon von Fleisch.
Obwohl die Jungtiere noch viel schlafen, werden sie tĂ€glich aktiver. UngefĂ€hr fĂŒnf Mal am Tag fĂŒr ca. 15 min zeigen ihnen Mama Ronja (2 Jahre) und Papa Yaqui (2) die Welt außerhalb der Höhlen. Die JungfĂŒchse unterscheiden sich leicht in der FellfĂ€rbung, einer hat weiße Pfoten, der andere einen weißen Latz. Die Tierpfleger konnten sogar ein komplett graues Tier entdecken. Ihr Geschlecht haben sie noch nicht verraten.
Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem freut sich ĂŒber die Entwicklung der Tierbabys: „Das erste Mal ĂŒberhaupt gibt es in Hellabrunn Nachwuchs bei PolarfĂŒchsen. Die sechs Kleinen haben sich in ihren ersten sechs Lebenswochen trotz der schwierigen Wetterlage bestens entwickelt und werden tagtĂ€glich selbststĂ€ndiger.“
WĂ€hrend die PolarfĂŒchse momentan ein kurzes und eher dunkles Sommerfell spazieren tragen, wird sich ihr Fell im Winter verĂ€ndern: Das Winterfell ist doppelt so dick und hĂ€lt die Tiere auch bei tiefsten Minusgraden kuschelig warm. So können sich die PolarfĂŒchse jederzeit perfekt den Außentemperaturen anpassen. Doch auch die Farbe Ă€ndert sich mit der Jahreszeit, von braun-grau auf schneeweiß.

Foto: Tierpark Hellabrunn
(10.06.2013, 08:43)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunn lĂ€dt Verband Deutscher Zoodirektoren zur Jahrestagung

„Wie bauen wir am besten fĂŒr unsere Tiere?“ Oder: „Was gibt es Neues zum Thema Erhaltungszuchten?“ Diese und viele weitere zoologische und thematisch verwandte Fragen beschĂ€ftigten rund 120 Entscheider aus Zoos und Aquarien des deutschsprachigen Raums von 29. Mai bis 1. Juni in Prien / Chiemsee. Gastgeber der Jahrestagung des Verbands Deutscher Zoodirektoren (VDZ) war die MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG.
Zur diesjĂ€hrigen Tagung des VDZ lud MĂŒnchens Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem knapp 120 Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum ins Yachthotel Prien am Chiemsee. Der 1887 gegrĂŒndete VDZ ist die Ă€lteste Zoo-Organisation weltweit. Der Verband vereinigt die wissenschaftlich geleiteten Zoos im deutschsprachigen Raum und setzt sich fĂŒr richtig verstandenen Tierschutz und gute Zootierhaltung ein.
Bei der Jahrestagung wĂ€hlten die Mitglieder des VDZ einstimmig Theo Pagel zu ihrem neuen PrĂ€sidenten. Pagel, Direktor des Kölner Zoos, löst den bisherigen Amtsinhaber Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoos in Kronberg/Taunus, ab. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird unter anderem der Aufbau der neuen GeschĂ€ftsstelle in Berlin sein. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und danke fĂŒr das mir entgegengebrachte Vertrauen. Von Zuchterhaltung ĂŒber Tierschutz bis hin zur UmweltpĂ€dagogik: Zoologische GĂ€rten haben vielfĂ€ltige Aufgaben und sind viel mehr als Freizeit- und Erholungseinrichtungen. Das wollen wir in Zukunft verstĂ€rkt herausstreichen“, sagt Theo Pagel.
Der Gastgeber der VDZ-Tagung, Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem zeigt sich höchst zufrieden mit der Austragung und den Ergebnissen der Tagung: „Wir haben eine erfolgreiche und ergebnisreiche Tagung hinter uns, die trotz des Jahrhundertregens sicherlich allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird. Dazu hat die bayrische Gastfreundlichkeit bestimmt beigetragen.“ Der MĂŒnchner Tierpark war 2012 bereits Ausrichter der EuropĂ€ischen Zoodirektoren-Tagung (EAZA) und 2011 der Tagung der KaufmĂ€nnischen Leiter der deutschsprachigen Zoos.
(06.06.2013, 16:09)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Erstmals Nachwuchs bei den PolarfĂŒchsen in Hellabrunn

Polarfuchs-Dame Ronja macht es spannend. Bereits Ende April hat sie ihre fĂŒnf Babys zur Welt gebracht, doch erst jetzt bekommen Tierpfleger und Besucher die kleinen wuscheligen WollknĂ€uel zu Gesicht. Gut behĂŒtet haben die meerschweinchen-großen Polarfuchs-Babys bisher vor allem ihre gemĂŒtlichen Höhlen kennen gelernt. Jetzt ist fĂŒr sie – gemeinsam mit Mama Ronja (2 Jahre) und Papa Yaqui (2) – die Entdeckung des Geheges angesagt.

Aktueller TV-Tipp:
Mit dem Sommer-Spezial „Neues aus dem MĂŒnchner Tierpark“ berichtet das Bayerische Fernsehen ab 8. Juni in insgesamt 10 Folgen immer samstags von 15.00 bis 15.30 Uhr aus Hellabrunn. In der ersten Folge geht es u.a. um die Polarfuchs-Babys und den Umzug der Giraffen in das neue Giraffenhaus.
(05.06.2013, 16:08)
Elisabeth Hiendl:   Gelbbrustara hatte ich gemeint. Die Bezeichnung war mir beim schreiben entfallen und ich hab halt dieRĂŒckengefiederfarbe die ich gesehen habe verwendet. Keiine ahnung ansonsten ist noch der alte Mix aus waldrappen und diversen Sichlern zu sehen Die Schwarzstörche hab ich nicht bewußt gesehen. Aber ich hatte auch nur noch kurz Zeit
(17.05.2013, 18:58)
Sacha:   Ich denke, Du wolltest "Hellroten Ara" oder "Gelbbrustara" schreiben, sofern nicht plötzlich eine neue Art entdeckt wurde...;)

Im Ernst: Ist die geografische Umgestaltung der Grossvoliere ĂŒberhaupt schon in Angriff genommen worden? Ich war bei meinem letzten Besuch an Ostern knapp dran und konnte mir die Voliere nicht mehr ansehen.
(17.05.2013, 17:28)
Elisabeth Hiendl:   Außerdem hab ich in der großen Voliere einen Hellblaues Ara entdeckt. Wusste gar nicht dass dies ein vogel des Auwaldes ist.



(17.05.2013, 12:08)
Elisabeth Hiendl:   War gestern in Hellabrunn: Das Giraffenhhaus sieht auf dem Bild unten lĂ€ger aus als es mir vorkam. die ErdmĂ€nnchen sind in einer Freianlage bei Eingang des Hauses. die Stachelschweine sah ich nicht. Die MarinaFranca Esel im Kinderzoo sind nicht mehr da. Kleines Fohlen bei den Przewalski-Pferden.
(17.05.2013, 12:03)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Vorhang auf fĂŒr die neue Giraffensavanne

Nach nur einem Jahr Bauzeit eröffnet Hellabrunn seine 10.000 mÂČ große afrikanische Giraffensavanne

Giraffenbulle Togo (22), seine Herzensdame Kabonga (19) und ihr jĂŒngster Nachwuchs, der zwei Monate alte Sohn Naledi, genießen ihr neues Zuhause am Isar-Eingang in vollen ZĂŒgen. Kein Wunder: Sie leben nun, gemeinsam mit ErdmĂ€nnchen und Stachelschweinen, in der 10.000 mÂČ großen afrikanischen Giraffensavanne. Das neue Hellabrunn-Highlight wurde pĂŒnktlich zu den Pfingstferien feierlich eröffnet. Die Stadtsparkasse MĂŒnchen hat den Neubau des Giraffenhauses mit 3 Mio. Euro unterstĂŒtzt.
“Die Giraffenfamilie in ihrem neuen, lichtdurchfluteten Haus zu erleben, ist etwas ganz Besonderes. Es war mir ein großes Anliegen, diesen wĂŒrdevollen Tieren ein artgerechtes Zuhause zu geben“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Der neue Stall ist fĂŒnfmal grĂ¶ĂŸer als der alte im Elefantenhaus. Auch fĂŒr die Besucher ist der Kontakt zu den Giraffen nun einzigartig. Nur durch eine Glasscheibe getrennt, kommt man diesen majestĂ€tischen Tieren sehr nah.“
Seit dem Spatenstich am 9. Mai 2012 und dem Richtfest im vergangenen Dezember ist viel passiert: Das bis zu sieben Meter hohe Giraffenhaus auf einer FlĂ€che von 770 mÂČ bildet das HerzstĂŒck im neuen Afrika Hellabrunns. Der anmutige Bau besticht durch seine Hauptbestandteile Holz und Glas. Die Gestaltung hat das ArchitekturbĂŒro dan pearlman aus Berlin ĂŒbernommen, das bereits viel beachtete Architekturprojekte in Zoos weltweit umgesetzt hat. Zu den neuen Attraktionen innerhalb der Giraffensavanne gehört auch bald eine zweistöckige Besucherplattform. Diese eröffnet den Tierparkbesuchern ganz neue Perspektiven auf die beeindruckenden Tiere. Denn hier kann man den Giraffen auf Augenhöhe begegnen und genau beobachten, wie sie ihre langen, blauen Zungen geschickt beim Fressen einsetzen.
Aber auch die inneren Werte des neuen Hauses sind beachtlich: Beispielsweise sind in der Bodenplatte - Ă€hnlich einer Fußbodenheizung - Kunststoffrohre verlegt, durch die warmes Wasser fließt. Dies stellt die Beheizung des GebĂ€udes sicher. Das Vorgehege ist mit einer Eisfreihaltung ausgestattet, mit der die Tierpfleger im Winter Eis und Schnee im Vorgehege abtauen und die Giraffen an die frische Luft lassen können. Im Sommer gelangt ĂŒber das Foliendach und die verglasten Fassaden viel WĂ€rme in das GebĂ€ude. Um die WĂ€rme möglichst ohne Energieaufwand abfĂŒhren zu können, gibt es automatisch öffnende Fassadenelemente.
Feierlich eröffnet wurde die Giraffensavanne am 15. Mai durch Christine Strobl, 2. BĂŒrgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks, Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem und Harald Strötgen, Aufsichtsratsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse MĂŒnchen. Dazu Strötgen: „Als langjĂ€hriger Partner des Tierparks Hellabrunn setzen wir uns gerne dafĂŒr ein, den Tierpark fĂŒr die Tiere und die Besucher noch schöner zu machen. Nur artgerecht gehaltene Tiere fĂŒhlen sich wohl, und nur Tiere, die sich wohlfĂŒhlen, machen dem Besucher Freude.“ Christine Strobl freut sich ebenfalls ĂŒber das moderne Bauprojekt: „Mit der Giraffensavanne ist es dem MĂŒnchner Tierpark gelungen, eine herausragende Attraktion fĂŒr seine Besucher zu schaffen und den Weg zur stringenten Umsetzung des Geozoos wieder aufzunehmen. Das Hellabrunner Afrika ist wunderbar!“
Die neue Anlage bietet Platz fĂŒr einen Giraffenbullen und bis zu vier weibliche Giraffen mit maximal vier Jungtieren. Zu den momentan in Hellabrunn lebenden drei Netzgiraffen Togo, Kabonga und Naledi wird sich schon bald mindestens eine weitere Giraffe gesellen. Zu den gerade eingezogenen Tierparkbewohnern gehören Isimo, Fela und Falouk. Die neugierigen ErdmĂ€nnchen aus dem Opel-Zoo in Kronberg sind, genau wie die zwei zugezogenen Stachelschweine, in der Giraffensavanne zu sehen.

Foto: Tierpark Hellabrunn
(15.05.2013, 15:33)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Fotoausstellung: „Äthiopien – Die Zukunft hat begonnen“
Eröffnung der Ausstellung am 15. Mai 2013 im Artenschutzzentrum des Tierparks Hellabrunn

In Kooperation mit der Stiftung Menschen fĂŒr Menschen werden beeindruckende und berĂŒhrende Portraits des Fotografen Peter Rigaud gezeigt. Im Mittelpunkt der Arbeit der Stiftung, welche von Karlheinz Böhm gegrĂŒndet wurde, steht der einzelne Mensch – und das spiegelt sich auch in den ausgestellten Bildern wider.
Die persönlichen Portraits zeigen Menschen, die das Selbstbewusstsein und den Mut hatten, UnterstĂŒtzung anzunehmen, Traditionen zu ĂŒberdenken und die damit den Schritt in eine bessere Zukunft gegangen sind. Diese „Story Telling Portraits“ sind ein Markenzeichen des Fotografen Peter Rigaud. Als international gefragter Fotograf, der schon fĂŒr Magazine wie Vanity Fair, Vogue und National Geographic fotografiert hat – reist er fĂŒr seine Aufnahmen regelmĂ€ĂŸig um die ganze Welt.

Foto: Peter Rigaud
(13.05.2013, 15:10)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Die ersten Bewohner sind schon eingezogen
Der Countdown lÀuft: nur noch 8 Tage bis zur Eröffnung der Giraffensavanne

Kurz vor der Eröffnung der afrikanischen Giraffensavanne im Tierpark Hellabrunn ziehen die ersten Bewohner ein. Eigentlich kein Problem: Giraffenbulle Togo (22) und Giraffendame Kabonga (19) werden von ihren Tierpflegern ins neue Haus am Isareingang gefĂŒhrt – Giraffenbaby Naledi folgt der Giraffenmama. Leider ist das nicht so einfach.
Auch wenn es nur 700 Meter sind, die zwischen neuem und altem Haus liegen (Luftlinie sogar nur 360 Meter), werden die Wildtiere mit einem Spezial-Giraffen-TransportanhĂ€nger ins neue Zuhause befördert. Das grĂ¶ĂŸte und erfahrenste Transportunternehmen fĂŒr Wildtiere in Europa, die hollĂ€ndische Firma EKIPA, hat den Transport ĂŒbernommen.
Gegen 9 Uhr am 8. Mai ist es soweit: TierĂ€rzte und –pfleger schauen, wie es den Giraffen geht. Die Tiere bekommen ein leichtes Beruhigungsmittel. Mit Hilfe der „rosa Brille“ nehmen die Fluchttiere diese ungewohnte Situation gelassener hin. 
Dann geht es auch schon los: Der TransportanhĂ€nger wird direkt bis zum provisorischen Giraffenstall am Hellabrunner Elefantenhaus gebracht. Der höhenverstellbare AnhĂ€nger wird zum Beladen auf 5 Meter Höhe ausgefahren, sodass die Giraffen in aufrechtem Gang einsteigen können. WĂ€hrend der Fahrt wird die Decke wieder etwas abgesenkt. Damit der Einstieg noch einfacher wird, wird der AnhĂ€nger ebenerdig abgesenkt, sodass die Tiere stufenlos in den AnhĂ€nger laufen können. Tierpfleger Thomas GĂŒnther lockt zuerst Kabonga mit ihrem Baby in das Fahrzeug. Die Tiere vertrauen ihrem Tierpfleger und folgen problemlos. Der AnhĂ€nger wird verschlossen und los geht die Reise nach Afrika. Der Transport geht vorbei an den Wallabys, den Klammeraffen, ĂŒber den AuermĂŒhlbach, vorbei an den Waldbisons und Wölfen direkt zur neuen Giraffensavanne. Im neuen Giraffenstall ist alles fĂŒr die sensiblen Fluchttiere vorbereitet. Eine 10 cm dicke Sandschicht soll das Ausrutschen im neuen Stall verhindern. Sicher betreten die Tiere gegen 10.30 Uhr ihr neues Zuhause, erkunden neugierig und noch etwas schĂŒchtern den Stall. Der 900 kg schwere Giraffenbulle Togo lĂ€sst sich beim Einstieg mehr Zeit, letztendlich betritt er rĂŒckwĂ€rts den AnhĂ€nger. In Schrittgeschwindigkeit fĂ€hrt die tierische Fracht in Richtung Isar-Eingang. Beim Ausstieg macht es Togo noch einmal spannend und betrachtet ganz in Ruhe vom AnhĂ€nger aus seinen neuen Stall. Nach ca. 5 Minuten traut sich auch der Giraffenbulle zu seiner Familie. In den nĂ€chsten Tagen werden sich die Giraffen in aller Ruhe an ihr neues Zuhause gewöhnen, bevor sie die komplette Savannenlandschaft betreten können.
Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem ist sehr zufrieden: “GlĂŒcklicherweise haben unsere Giraffen ein sehr enges und vertrautes VerhĂ€ltnis zu ihren Tierpflegern, sodass der Transport problemlos geklappt hat. Jetzt können sich die Tiere in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen. Ich kann es kaum erwarten, die Giraffensavanne den MĂŒnchnern zu zeigen – nur noch 8 Tage bis zur Eröffnung!“
(10.05.2013, 09:17)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Alles Gute zum Geburtstag, lieber Ludwig!
Hellabrunns jĂŒngster Elefantenbulle wird zwei Jahre alt

Ludwig, Asiatischer Elefant und echter bayrischer Schlawiner, steht heute im Rampenlicht: Hellabrunn feiert seinen 2. Geburtstag! Als erster Nachwuchs von Elefanten-Dame Temi erblickt er am 6. Mai 2011 das Licht der Welt. Schnell avanciert er zum Publikumsliebling und Herzensbrecher Hellabrunns. Kein Wunder: Er ist immer zu SpĂ€ĂŸchen aufgelegt, nie einem spritzigen Wasserbad abgeneigt und sorgt oft fĂŒr unterhaltsame Szenen, wenn er seiner LieblingsbeschĂ€ftigung nachgeht. Diese heißt: Tante Panang Ă€rgern, am liebsten durch Pieken mit seinen kleinen StoßzĂ€hnen. 
Mittlerweile bringt Ludwig 920 Kilogramm auf die Waage. Sein Geburtsgewicht waren gerade einmal 117 Kilogramm bei 95 Zentimeter KörpergrĂ¶ĂŸe. Und was frisst er wohl am liebsten? Als waschechter MĂŒnchner gibt es fĂŒr ihn nur eine wahre Leibspeise: Brezen! Die bekommt er natĂŒrlich nur zu ganz besonderen AnlĂ€ssen. An normalen Tagen frisst er vor allem GrĂ€ser, BlĂ€tter, Rinde, Weichholz und FrĂŒchte.
Doch heute ist kein normaler Tag: Versteckt hinter einem kleinen Bambuswald findet der aufgeregte Ludwig sein Geburtstagsgeschenk, ein stattliches Paket mit einer großen blauen Schleife. Er freut sich riesig und stĂŒrzt sich darauf. Appetitlich verpackt gibt es zur Feier des Tages frischen Bambus, gleich nach der Breze das zweitliebste Gericht des kleinen Elefantenbullen.
Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem bemerkt schmunzelnd: „Unser Ludwig war von Anfang an ein ganz Gewiefter. Schon vier Minuten nach seiner Geburt stand der kleine Bulle. Und heute, im Alter von zwei Jahren, steht er den Großen in fast nichts mehr nach. Beim tĂ€glichen Training macht er alles mit, das seine Mama und Tanten können: zum Beispiel auf Kommando den RĂŒssel heben oder sich hinlegen. Ich muss zugeben, dass er auch bei mir ganz klar in der Top Ten meiner Hellabrunner Lieblingstiere steht!“
Mit zwei Monaten - ungewöhnlich frĂŒh fĂŒr Elefantenbabys  - beginnt der kleine Bulle, außer Muttermilch auch feste Nahrung wie Obst und GemĂŒse zu fressen. Im Alter von zweieinhalb Monaten wird Ludwig von den Zuschauern des Bayerischen Fernsehens zum „sĂŒĂŸesten Tierbaby Bayerns“ gewĂ€hlt. Mit sieben Monaten wird der Elefantenbulle auf den Namen „Ludwig“ oder liebevoll „Wiggerl“  getauft. Der kleine Elefantenbulle wird sicherlich noch viel von sich reden machen.

Hintergrund-Infos zu den Hellabrunner Elefanten:
Die Asiatischen Elefanten werden von den Tierpflegern im direkten Kontakt, der sogenannten „Hands-on-Methode“, betreut. Beim tĂ€glichen Training erlernen die Elefanten verschiedene Kommandos, zum Beispiel sich hinzulegen oder den Fuß zu heben. Diese Fertigkeiten helfen bei der DurchfĂŒhrung von medizinischen Maßnahmen oder auch der Fußpflege.

Ordnung: RĂŒsseltiere; Familie: Elefanten
Lebensraum: Regen-, Sumpf- und BergwĂ€lder, Bambusdickichte, Buschland und Grasdschungel in SĂŒdostasien
GrĂ¶ĂŸe: KörperlĂ€nge: bis zu 6,5 m; Schulterhöhe: 2,4-3,35 m
Gewicht: bis zu 5 t
Sozialstruktur: Weibchen und Jungtiere leben in Herden, meist 8–30 Tiere; junge Bullen bilden Junggesellengruppen; Ă€ltere Bullen leben einzelgĂ€ngerisch
Fortpflanzung: Tragzeit: 18-22 Monate, ein Jungtier
Nahrung: GrĂ€ser, BlĂ€tter, Rinde, Weichholz, Bambusschösslinge, Wurzeln und FrĂŒchte


ElefantenkĂŒhe                                 Elefantenbulle

Temi – 11 Jahre                                Gajendra  - 20 Jahre (z.Z. im Tierpark Hagenbeck, Hamburg)

Steffi – 47 Jahre                              Ludwig – 2 Jahre

Mangala – 20 Jahre

Panang – 24 Jahre


Foto: Tierpark Hellabrunn
Ludwig mit Temi
(06.05.2013, 16:29)
MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn:   Umbau des Elefantenhauses geht voran

Zum denkmalgeschĂŒtzten Elefantenhaus wurde bei der Aufsichtsratssitzung am 30. April die GeschĂ€ftsleitung beauftragt, einen Beschluss fĂŒr eine originalgetreue Neukonstruktion des Daches mit modernem Material vorzubereiten. Daraufhin können BauantrĂ€ge gestellt werden. Anstatt einer ursprĂŒnglichen Kuppelkonstruktion aus Stahlbeton soll es eine leichtere Stahlkonstruktion geben. Eine Mehrfachverglasung sorgt fĂŒr eine gute Lichtdurchflutung im Haus und senkt gleichzeitig die Energiekosten.
Ende 2010 stellte der Tierpark bei Malerarbeiten an der Fassade fest, dass sich die Deckenverkleidung in einer Nebenkuppel löst. Zwei weitere Kuppeln sind aufgrund der vorhandenen Rabitzdecken aus der Bauzeit gefĂ€hrdet. Die Tiere bekamen einen Ersatzstall, der Elefantenbulle Gajendra wurde in den Leipziger Zoo gebracht. Das Elefantenhaus wurde entkernt, ein StĂŒtzgerĂŒst eingerichtet, damit das Tragwerk geprĂŒft und die Statik berechnet werden konnte. Gutachten konnten erstellt werden.
Nach dem Beschluss ĂŒber die Finanzhilfe durch den Stadtrat in Höhe von 15 Mio. Euro konnte die europaweite Ausschreibung beginnen. Diese Ausschreibungsverfahren sind sehr aufwendig, zeitintensiv und an Fristen gebunden. Es gab eine Vor– und eine Entwurfsplanung.
Der Tierpark muss bei der Sanierung verschiedene AnsprĂŒche berĂŒcksichtigen und versuchen, zu vereinbaren: Tiere, Besucher, Denkmalschutz und den Kostenrahmen. An allererster Stelle stehen die Tiere. Optimale Bedingungen fĂŒr moderne Elefantenhaltung sind die Basis. Auch die Besucher, die ganzjĂ€hrig in Hellabrunn Elefanten sehen möchten, mĂŒssen bei der Planung berĂŒcksichtigt werden. Schon aus SicherheitsgrĂŒnden mĂŒssen die Tierpfleger optimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Bei solch einem historischen GebĂ€ude wurden natĂŒrlich auch die Denkmalschutzbehörden frĂŒhzeitig durch den Tierpark eingeschaltet. Zudem muss die Sanierung wirtschaftlich und energieeffizient sein.
Deshalb hat der Tierpark fĂŒnf verschiedene Sanierungsvarianten fĂŒr eine Deckenkonstruktion untersucht und erarbeitet. Eine Variante ist der Neubau der Kuppel, fĂŒr den sich nun der Aufsichtsrat entschieden hat.  
„Die Haltung des Aufsichtsrats gibt dem Tierpark Handlungssicherheit fĂŒr die weiteren Planungsschritte. Wir wollen das GebĂ€ude Ă€ußerlich wieder so herstellen, wie es vor 100 Jahren ausgesehen hat. Im Haus haben die Tiere Vorrang. Die Kosten mĂŒssen im Finanzrahmen bleiben und es muss energieeffizient sein“, erlĂ€utert die Aufsichtsratsvorsitzende und 2. BĂŒrgermeisterin Christine Strobl.  
(03.05.2013, 12:31)
Michael Mettler:   @Oliver MĂŒller: Genau. Unter der Patenschaft von Kellogg's Frosties, die einen Tiger als Werbefigur nutzen :-)
(20.03.2013, 16:54)
Oliver MĂŒller:   Dann also die seltenen Afrikanischen Eistiger? ;-)
(20.03.2013, 16:34)
Michael Mettler:   Die bisherige Tigeranlage gehört in der Umstrukturierung des Tierparks laut Masterplan zum zukĂŒnftigen Parkteil Afrika, und bisher ist sie meiner Erinnerung nach nur fĂŒr Kalthaltung ausgelegt - auch die NachtkĂ€fige sind AußenkĂ€fige.
(20.03.2013, 10:32)
Oliver MĂŒller:   Schade. Eignet sich denn die Anlage fĂŒr die Haltung einer anderen UA als der Sibirier? Habe da im Moment nicht die Details vor Augen.
(20.03.2013, 09:49)
Sacha:   Traurige Nachricht aus MĂŒnchen: Tigerkater Nurejev (zuvor lange in ZĂŒrich) ist im Alter von 17 Jahren gestorben. Damit hĂ€lt der Tierpark Hellabrunn vorerst keine Tiger mehr. Hoffe, das Ă€ndert sich schnell.
(19.03.2013, 11:20)
Jolantha Belik:   Kein Ahnung, werde mich erkundigen. Ich weiß nicht, ob eine Zusammenlegung Sinn macht, es hĂ€ngt ja auch von der Altersstruktur ab und unter welchen Umweltbedingungen die Tiere bisher gelebt haben. Sie dĂŒrften ziemlich empfindlich sein, was VerĂ€nderungen betrifft.
(22.11.2012, 20:49)
Michael Mettler:   Wie groß ist eigentlich der Bestand an Königspinguinen in Wien? MĂŒnchen hat ja nur eine Kleingruppe (laut ZTL 1,3), da wĂŒrde doch eigentlich eine Zusammenlegung zur Steigerung der Zuchtchancen Sinn machen...?
(22.11.2012, 14:41)
Elisabeth Hiendl:   MĂŒnchen hatte schon frĂŒher Felsenpinguine bevor die Pinguinanlage umgebaut wurde. Damals auch schon vereinzelte zucht. daran wollten sie vermutlich anschließen.
(22.11.2012, 13:09)
Jolantha Belik:   Genau so seh ich das auch, Wien zĂŒchtet seit vielen Jahren sehr erfolgreich, seit etlichen Jahren durchschnittlich zehn Jungtiere, heuer auch in der zweiten Generation, die Elterntiere selber sind schon in Schönbrunn geschlĂŒpft. WĂŒrden wir alle behalten, dann gĂ€be es ein ziemliches Platzproblem - da hĂ€tten sicherlich unsere Königspinguine, die Mitbewohner der Felsenpinguine, weniger Freude damit.
(21.11.2012, 21:41)
Markus R.:   @ Steffen Purgander: Ich glaube, die Frage ist leicht zu beantworten: Wien hat die Tiere vermutlich deshalb abgegeben, weil man sie regelmĂ€ĂŸig nachzĂŒchtet und nicht möchte, dass sich die Pinguine eines Tages auf den FĂŒĂŸen stehen. Hellabrunn hat sie wohl geholt, weil man gerne wieder eine vierte Pinguinart zeigen möchte (und die Pinguinanlage nach dem Auszug der Humboldts auch etwas unterbesetzt wirkte).
(21.11.2012, 20:43)
Michael Mettler:   @Gerrit: Lass die mal lieber in MĂŒnchen (und Wien). In Hannover gibt es m.W. keine Pinguin-KĂŒhlkammer mehr (und falls doch, dann ohnehin nicht fĂŒr Besucher einsehbar), wo die Vögel zumindest ĂŒbersommern könnten. Und die scheint mir fĂŒr eine erfolgreiche Haltung in unseren Breiten sehr wichtig zu sein.
(21.11.2012, 08:33)
Gerrit Wehrenberg:   Naja als Hannoveraner hofft man nun auf eine ebenfalls so erfolgreiche Nördliche Felsenpinguin-Zucht wie in Wien und so dank jetzigem Direktor auf Nachzuchten aus MĂŒnchen auch wieder fĂŒr Hannover. ;)
(21.11.2012, 01:11)
Jolantha Belik:   @Steffen: aus welchem Grund was? Warum MĂŒnchen oder warum Wien die Tiere abgegeben hat?
(20.11.2012, 23:39)
Steffen Purgander:   hab gerad gelesen das Hellabrunn 14 Felsenpinguine aus Wien bekommen hat, kann jemand vlt. sagen aus welchem Grund.
(20.11.2012, 13:27)
Elisabeth Hiendl:   Im September waren noch Mandrills da.
(13.10.2012, 19:13)
BjörnN:   Man hat doch nur eine Mandrill-Gruppe abgegeben, oder?
(13.10.2012, 01:00)
Jörn Hegner:   der tierpark hellabrunn hat ja nun die mandrills abgegeben und wohin ging die letzten davon . stattdessen hĂ€lt er heute drills .
(12.10.2012, 22:23)
Jolantha Belik:   Raptis Mini-Hörnchen ist heute Nacht ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke gegangen :-((
(25.09.2012, 14:43)
Liz Thieme:   Das kleine Nashorn (Bulle) ist inzwischen geboren. Es hatte schon bei seiner Mutter getrunken, wurde aber im laufe des Vormittags aufgrund von SchwĂ€che von der Mutter getrennt und medizinisch versorgt. Mutter und Sohn sind derzeit auch nicht zu sehen. Die Blutergebnisse stehen noch aus.
(24.09.2012, 21:41)
Tirreg Anis:   Schimpansen-Dame PĂŒppi ist tot - Focus Online:
http://www.focus.de/panorama/welt/schimpansen-drama-im-muenchner-tierpark-hellabrunn-zoo-besucher-sollen-pueppi-in-den-tod-gelockt-haben_aid_788322.html


(27.07.2012, 18:53)
Jörn Hegner:   inzwischen hat der tierpark hellabrunn die gaurs nicht mehr . was ist denn in den gehege jetzt untergebracht .
(10.07.2012, 19:48)
Liz Thieme:   Die Elefantenkuh Tina ist heute im Alter von 53 gestorben. Der VeterinĂ€r hat sie aufgrund ihres Gesundheitzustands eingeschlĂ€fert.
(26.06.2012, 20:24)
Mel:   Also so wie ich das verstanden habe soll der Umbau bei den Rhinos sich nur auf die Außenanlage beziehen.
(15.04.2012, 19:11)
Elisabeth Hiendl:   aber auch grad bei den Rhinos halte ich die Außenanlage zumindest in der jetzigen grĂ¶ĂŸe fĂŒr zu klein fĂŒr eine der afrikanischen Arten da man da auch eher noch mehr Tiere unterbringen mĂŒĂŸte.


(15.04.2012, 18:37)
Elisabeth Hiendl:   unter der Adresse http://www.sueddeutsche.de/muenchen/umbau-im-tierpark-hellabrunn-umzug-der-tiere-1.1331525 habei ich noch eine Grafik gesehen bei der im ist-zustand die afrikanische Huftiere dort sein sollen wo jetzt tatsĂ€chlich die indischen Hirschziegenantilopen Axishirsche und Nilgaus sind
(15.04.2012, 18:29)
Michael Mettler:   Die heutigen Anlagen fĂŒr afrikanische Steppentiere wĂŒrden doch frei fĂŒr Asiaten, da mĂŒssten sich die Wildpferde unterbringen lassen...?
(15.04.2012, 18:27)
Elisabeth Hiendl:   Also ich weiß nicht was ich von den PlĂ€nen halten soll. Vor allem sehe ich bis jetzt gerade bei Europa viele Fragezeichen. Gemsen und Murmeltiere sehe ich dann ĂŒberhaupt nicht mehr und die Vogelöflugschau zwischen dem hohen alten Baumbestand bei der jetzigen Gauranlage na ja. Außeerdem die Wildpferde??? ganz große Skepsis
(15.04.2012, 18:20)
Michael Mettler:   Der Umzug der afrikanischen Tiere dĂŒrfte eine Ursache darin haben, dass man den Nutzern des Isar-Eingangs damit einen spektakulĂ€reren Besuchsauftakt bieten kann - und gleichzeitig ist damit das Problem gelöst, eine ausreichend große FlĂ€che fĂŒr eine neue Giraffenanlage finden zu mĂŒssen.

Wenn ohnehin etliche GebĂ€ude (und vielleicht auch Gehegeböden) sanierungsbedĂŒrftig sind, bietet das ja auch eine gute Gelegenheit zum Ringtausch.

Beim Nashornhaus könnte ich mir vorstellen, dass das feuchte Innenklima seine Spuren an der Bausubstanz hinterlĂ€sst. Bezeichnenderweise ist das Haus im Masterplan zukĂŒnftig dem Thema Afrika zugeordnet, und die afrikanischen Rhino-Arten lassen sich "trockener halten".

Interessant aber, dass trotz der wieder strafferen Geo-Orientierung mit der geplanten "Welt der Affen" ein Geo-Sammelsurium aufrecht erhalten wird. Schließlich gĂ€be es genug auch fĂŒr den ONB unterscheidbare asiatische Affenarten, um den Komplex rein asiatisch zu fĂŒllen, und dazu auch andere asiatische Tierarten, welche Affenanlagen nachnutzen könnten (z.B. MalaienbĂ€ren statt afrikanischer Menschenaffen).
(13.04.2012, 08:49)
Liz Thieme:   Da kann ich dir auch nicht viel zu sagen, aber es ist komplizierter Elefanten umzusiedeln als andere Tiere.

Einziger Text: FederfĂŒhrend hat Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem in interdisziplinĂ€rer Zusammenarbeit mit
Tierpark-Architekten und Zoologen innerhalb eines Jahres den Ziel- und Entwicklungsplan
fĂŒr Hellabrunn erstellt. Die Landschaftsarchitekten Teutsch Ritz Rebmann haben im Auftrag
des Tierparks den Inhalt des Hellabrunn-Arbeitskreises zusammengefasst, Schwachstellen
gekennzeichnet, Potential ermittelt und eine Handlungsplanung aufgestellt.
In der Analyse wurde unter anderem untersucht, wo der Tierpark vom Geo-Zoo-Prinzip
abweicht, in welchem Zustand sich die GebÀude und Tieranlagen befinden und wo die
Hauptattraktionen des Tierparks liegen. Aus dieser Bestandsaufnahme wurden die Ziele
abgeleitet und terminiert. So steht zum Beispiel fest, dass die Giraffen 2013 an den Isar-
Eingang in den neuen Afrika-Bereich des Tierparks ziehen. Mit den Waldbisons,
PrÀriehunden und Vikunjas liegt Amerika in Hellabrunn gleich nebenan. Asien mit dem
Elefantenhaus im Zentrum bildet den östlichen Rand zum Harlachinger Berg. Langfristig soll
der Kindertierpark im europĂ€ischen Bereich in einen MĂŒhlenbauernhof umgewandelt werden.
Zwischendurch muss die Parkplatzsituation optimiert werden.
(12.04.2012, 21:24)
Holger Wientjes:   Warum will man sich eigentlich die MĂŒhe machen und den Asien- und Afrikabereich tauschen ? Nur damit das Elefantenhaus, das ja mit Asiaten besetzt ist, geografisch passender liegt ? Und was ist am Nashornhaus so sehr sanierungsbedĂŒrftig ? Ist doch noch gar nicht so alt, oder ?
(12.04.2012, 20:20)
Liz Thieme:   Soll-Zustand
(12.04.2012, 19:57)
Liz Thieme:   Sanierungszustand
(12.04.2012, 19:56)
Liz Thieme:   Kontinent-Aufteilung
(12.04.2012, 19:56)
Liz Thieme:   Die ZukunftsplĂ€ne sind da!!!
IST-Zustand
(ich hoffe man kann die Grafiken erkennen)
(12.04.2012, 19:55)
Liz Thieme:   und ich habe noch das >vermeintliche< noch gestrichen.
Mich hat auch gewundert, warum der TP dazu nichts in seiner Benachrichtigung darĂŒber schrieb.

Nun habe ich aber mal eine andere Frage dazu. Es war ja klar, dass die MĂŒnchner Löwen nicht mehr allzu lang leben werden. Und von Hagenbecker Seite hieß es mal, dass man nur gezĂŒchtet hat, weil Zoos welche gesucht haben. Weiß jemand ob Hellabrunn dann sozusagen bei Hagenbeck bestellt hat?
(26.03.2012, 21:53)
Sven P. Peter:   Die BILD-Zeitung hat die Tiere so bezeichnet, ist aber unsinn, da es die Hagenbecker Nachzuchten sind.
(26.03.2012, 20:06)
Holger Wientjes:   Berberlöwen ???
(26.03.2012, 19:48)
Henry Merker:   Bei den beiden Löwen handelt es sich um Batou und Bandele aus Hamburg...
(26.03.2012, 18:30)
Liz Thieme:   Hellabrunn hat wieder Löwen: 2,0 Berberlöwen-JĂ€hrlinge sind aus einem anderen europĂ€ischen Zoo eingetroffen.
Die Patenschaft ĂŒbernimmt 1860.
(26.03.2012, 18:24)
Michael Mettler:   Ich hatte den Sinn der WĂ€nde vor der Pinguinanlage genau darin verstanden, starke Spiegelungseffekte zu vermeiden und damit bessere Sicht zu ermöglichen... Vielleicht sollen sie eine optisch gefĂ€lligere Nachfolgekonstruktion bekommen?
(19.02.2012, 09:22)
Tom Schröder:   - Jungtiere bei Banteng und Azara-Aguti
- Humboldt-Pinguine im Polarium statt auf ihrer neuen Anlage, laut Schild wegen der extremen Minustemperaturen. Da dieses aber nicht ungewöhnlich ist fĂŒr MĂŒnchen, fĂŒrchte ich, dass die Tiere nun jedes Jahr umziehen mĂŒssen...?!? HĂ€tte von einer neuen Anlage erwartet, dass sie ganzjĂ€hrig Heimstatt bieten kann...
- Ex-Gaur-Anlage wird von den Bantengs benutzt, nix zu sehen von Flugshow-in-Spe-AktivitÀten.
- Die EisbÀren konnten nur den neuen Anlagenteil benutzen. Yogi reichte das ganz offensichtlich - er drehte auf ca 5m2 ganz hinten ( Höhe Ex-Biber-Haus)seine immerwÀhrenden Runden inklusive Kopfschleudern... Giovanna hingegen machte Tonne-rutscht-auf-Eis-Experimente und schien davon nicht genug zu bekommen.
- Die WĂ€nde vor den Glasscheiben der Pinguinanlagen am Polarium sind verschwunden, was das ganze optisch ein wenig freundlicher macht. Allerdings spiegeln die Scheiben nun heftigst - vorher auch? WofĂŒr waren die WĂ€nde?
- Das Schildkrötenhaus hat von den Umbauten (neue Terrarien, neue BlattschneiderameisenprÀsentation, neuer Holz-BesucherInnenstand und starke Auslichtung der Pflanzen)extrem profitiert und wirkt nun viel freundlicher und lichter.
- Im Ex-Jaguar-AußenkĂ€fig lebt nun laut Schild ein mĂ€nnlicher Chinaleopard aus Eberswalde. Gesehen habe ich ihn nicht.
- Die letzte Löwin ist gestern im Alter von fast 20 Jahren aufgrund unheilbarer altersbedingter Gebrechen eingeschlÀfert worden.
- Im Haus, in dem frĂŒher Rotscheitelmangaben lebten (warum sind die weg?), ist in der linken Anlage nun ein weiteres Paar Diana-Meerkatzen und die rechte Anlage ist unbesetzt.
- GegenĂŒber der Orang-Innenanlage kann man nun Drill (einzelnes MĂ€nnchen wartet auf Weibchen) und Mandrill (eine verbliebene Zuchtgruppe) miteinander vergleichen - freut mich, dass eine Mandrillgruppe verblieben ist!

(18.02.2012, 21:12)
Jan Jakobi:   Zu "Panangs" Kalb von 2005 gibt es vermutlich 2 richtige Versionen die beide aus erster Hand stammen.

Die EEG hat mir geschrieben das sie die Information von der Totgeburt vom damaligen Direktor Prof. Dr. Wiesner hat

Heute bekam ich die Antwort vom Tierpark Hellabrunn:

"zu Ihrer Anfrage, die meine Kollegin an mich weitergeleitet hat, kann ich Ihnen mitteilen, dass Panang ihr erstes (weibliches) Kalb unmittelbar nach der Geburt am 25.1.2005 getötet hat."

@Michael Mettler:
Der Jahresbericht sollte eigentlich auch von Leuten aus erster Hand sein, es können nicht zwei verschiedene Versionen aus erster Hand stammen.

Leider kann man sich nicht an die Elefantenpfleger wenden (jedenfalls nicht per Mail), vielleicht erinnert sich einer noch was damals bei der Elefantengeburt geschah.
(30.01.2012, 18:39)
Liz Thieme:   Hier die PM zu der Obduktion:

Hellabrunn gibt ersten Obduktionsbefund des Elefantenbabys bekannt

Lola litt an einer Lungenembolie von ungeheurem Ausmaß. Der Befund der Computertomografie ist so gravierend, dass die behandelnden Ärzte aus den Gebieten Human- und VeterinĂ€rmedizin das Elefantenbaby eingeschlĂ€fert hĂ€tten, wĂ€re es nicht vor der Operation verstorben.

Zu Beginn der wochenlangen Untersuchungen behandelten die Hellabrunner TierĂ€rzte um Weihnachten 2011 eine LungenentzĂŒndung. SpĂ€ter kam eine MagenentzĂŒndung hinzu. Doch bei Ultraschalluntersuchungen Mitte vergangener Woche wird ein Herzerkrankung diagnostiziert. In aller Eile wird ein Spezialistenteam zusammengestellt, das bei der dreimonatigen Lola eine Herzoperation durchfĂŒhren soll, die es weltweit noch nicht gegeben hat. Die Zeit eilt. Die Ärzte geben dem Elefantenbaby nur noch wenige Tage, um ohne OP zu ĂŒberleben.

Samstagvormittag soll die Operation im aufgerĂŒsteten OP-Saal im Tierpark Hellabrunn stattfinden. Doch das Ärzteteam um Prof. Dr. Christoph Schmitz, Leiter der Kinderherzchirurgie im UniversitĂ€tsklinikum Großhadern, entscheidet, dass zur genaueren Bestimmung der Symptome vorher eine Computertomografie durchgefĂŒhrt werden soll. Dies ist nur in Großhadern möglich. So wird Lola in einer weich ausgepolsterten Holzkiste am Samstag gegen 9.15 Uhr in die Uniklinik transportiert. WĂ€hrend der Computertomographie verstirbt sie. Reanimationsversuche sind vergebens. Lola verstirbt am 21. Januar 2012 um 11.25 Uhr.

Nach der Obduktion am Sonntagvormittag steht fest, Lola starb an einer Lungenembolie. ZusĂ€tzlich litt sie an einer Herzerkrankung mit massiven Blutgerinnseln. "Nach dem Ergebnis der Pathologie muss man sagen, dass es ein Wunder ist, wie lange die Kleine gelebt hat", sagt Zoodirektor und Tierarzt Dr. Andreas Knieriem. "Die GefĂ€ĂŸe waren so verstopft, dass kein Blut mehr durch die Lunge fließen konnte." Lola schlief unter Narkose sanft ein und nahm damit den behandelnden Ärzten aus Human- und VeterinĂ€rmedizin die Entscheidung ab, das Elefantenbaby einzuschlĂ€fern.

Das tote Elefantenbaby wurde am Samstagnachmittag zur Hellabrunner Herde gebracht. Mutter Panang (22) konnte sich so in Ruhe von ihrem Baby verabschieden. Anschließend berĂŒsselten auch die anderen Herdenmitglieder sanft den leblosen Körper und nahmen damit Abschied.
(23.01.2012, 18:05)
Jolantha Belik:   Arme Panang, hoffentlicht verkraftet sie den Verlust bald. Das Bild, wie sie sich von ihrem toten Kind verabschiedet ist jedenfalls herzzerreißend ...
So traurig das auch ist, Lola hat sich viel Leid und Schmerzen erspart. Die Kleine ist doch jetzt schon das vierte tote Kalb von Panang, oder? (Virus-Gschicht, nicht lebensfÀhig, Glasknochen-Gschicht und jetzt Lola) Da hÀtte man schon nach dem 2. toten Nachwuchs mit der Zucht aufhören sollen ...
(23.01.2012, 16:22)
RĂŒdiger:   Schade liebe Lola š

Sicher auch harter Schlag fĂŒr seine Mutter Panang ! Steckt halt doch eine Gesundheitsproblem dahinter?
Dann mus die Zucht mit Panang neu ĂŒberlegt werden.
(22.01.2012, 15:09)
Michael Mettler:   @Jan Jakobi: Nein.
(22.01.2012, 09:54)
Jan Jakobi:   @Michael Mettler:
Steht in dem Jahresbericht wie lange die Geburt dauert?
Könnte eine Schwergeburt gewesen sein.

Das Kalb soll nach 21 Monaten Tragzeit geboren sein, laut dem entsprechendem Elefanten-Magazin.
(21.01.2012, 22:14)
Jan Jakobi:   @Michael Mettler:

Das ist ja interessant, von wegen grĂŒndliche Recherche der EEG.

Also können wir sagen das Kalb war lebensschwach.

Eine Verbindung zu Schwester "Lola"?

(21.01.2012, 22:12)
Michael Mettler:   Verglichen mit den Angaben im MĂŒnchener Jahresbericht 2005 stimmen beide Versionen nicht. Panangs erstes Kalb kam demnach lebend zur Welt, zeigte allerdings einen extrem schwachen Herzschlag und kaum Atmung, so dass noch Wiederbelebungsversuche unternommen worden waren - letztlich aber vergeblich.
(21.01.2012, 22:01)
Jan Jakobi:   Kleine ErgĂ€nzung:

Die Not-OP startete heute morgen.
Zur Vorbereitung sollten Aufnahmen im Computertomographen gemacht werden, "Lolas" Zustand war stabil. Leider verstarb sie wÀhrend der Aufnahmen an einer akuten Lungenembolie.

Weiß jemand genaueres zu "Panangs" ersten Kalb?

Ich habe im Zoofreundeforum und im Elefantenforum gelesen das "Panang" das Kalb nach der Geburt getötet hat.
Aber in den Elefanten-Magazinen fand ich die Information das es eine Totgeburt war.
(21.01.2012, 19:35)
Jan Jakobi:   Oh, dass ist aber jetzt traurig : (

Und ich hatte noch auf die OP gehofft.

Seid ihr auch der Meinung das man mit "Panang" nicht mehr weiter zĂŒchten sollte?

Die KĂ€lber von "Panang" im Überblick:

25.01.2005:
weibliche Totgeburt oder nach Geburt von "Panang" getötet.
Geburtsgewicht 127 kg.

07.10.2007:
mĂ€nnliche FrĂŒhgeburt. Geburtsgewicht 41 kg.

21.12.2009:
"Jamuna Toni". Geburtsgewicht 112 kg.
Sie musste am 14.06.2010 eingeschlÀfert werden, sie hatte eine Glaskochenkrankheit und angeblich gesund zur Welt gekommen.

28.10.2011:
"Lola". Geburtsgewicht 90 kg und ebenfalls angeblich gesund zur Welt gekommen.

Meine Meinung vom 31.10.2011:
"Die Elefantenzucht in MĂŒnchen scheint sich zum Guten gewendet haben."

Henry Merkers Antwort vom 01.11.2011:
"Ohne jetzt unken zu wollen: Ist es nicht etwas zu frĂŒh, um ein solches Fazit zu ziehen, Jan?"

Henry, ich fĂŒrchte ich hatte nicht recht, aber es sah doch alle sehr gut aus.

Ich habe einen Àhnlichen Fall in der Geburtenliste in der Elefanten-Dokumentation 1999 gefunden:

In Paris-Vincennes kam am 28.03.1987 ein Kuhkalb namens "Lola" (!) zur Welt und dieses starb am 21.04.1987 an Herzversagen. Eltern waren "Siam" und "Billy".

Die MĂŒnchner "Lola" dĂŒrfte heute oder Montag nach Berlin gebracht werden, vielleicht findet man Gemeinsamkeiten zu "Jamuna Toni", der FrĂŒh- und der Totgeburt.
(21.01.2012, 19:22)
BjörnN:   Der Eingriff ist nicht mehr nötig, das Kalb ist an einer Lungenembolie verstorben.
(21.01.2012, 16:47)
Jan Jakobi:   Elefantenbaby "Lola" wird in den nĂ€chsten Tagen in der Tierklinik des Tierparks operiert.

Es ist ein sehr risikoreicher Eingriff, ein Elefant wurde noch nie am Herz operiert. VeterinÀr- und Humanmediziner sowie Herzspezialisten werden zusammen arbeiten.

Einen Elefanten an eine Herz-Lungen-Maschine anzuschließen, ist auch noch nie gemacht worden und ich fĂŒrchte das wird gar nicht gut gehen.

Hoffen wir mal das "Lola" die OP ĂŒbersteht, es kann aber wĂ€hrend der OP und danach zu Komplikationen kommen.

Aber leider ist das die einzige Möglichkeit.

Seit "Jamuna Tonis" Tod frage ich mich, ob es sich um einen Gendefekt handelt/handeln könnte.
Da die beiden KÀlber davor wÀhrend bzw. vor der Geburt starben und keine Todesursachen bekannt sind, kann ich dazu nichts weiteres schreiben.

"Ludwig", dem Kalb von "Temi" scheint es gut zu gehen, ich habe noch nichts negatives gelesen.
(19.01.2012, 18:50)
Jan Jakobi:   News von "Panangs" Kalb von der Homepage des Tierpark Hellabrunn:

"Panangs" Kalb "Lola" hat einen Herzfehler.

Am 25. Dezember 2011 stellten man eine ErkÀltung fest, dass ist eigentlich nicht weiter schlimm.

Aber ihr Gesundheitszustand blieb trotz Antibiotika unverĂ€ndert. "Lola" ist sehr kurzatmig, mĂŒde und unvital.

Ein Röntgen der Lunge am 13. Januar brachte keinen eindeutigen Befund.
Trinken tut das Kalb Wasser und abgemolkene Milch von "Panang". Experten vermuten eine MagenentzĂŒndung.

Am 18. Januar kam bei einer weiteren Untersuchung durch weitere TierÀrzte folgendes heraus:

"Lola" hat einen angeborenen Herzdefekt, aufgrund dessen ist ein Blutgerinnsel im rechten Herzvorhof entstanden.
Es handelt sich um eine lebensgefÀhrliche Erkrankung, einen Menschen könnte man durch eine OP und/oder Therapie retten. Bei einem Elefanten allerdings ist nichts bekannt und dokumentiert.

Hoffen wir mal das man "Lola" operieren kann, es ist aber eine sehr gewagte OP.
(18.01.2012, 19:04)
Michael Mettler:   Die ehemalige Gaur-Anlage wird zukĂŒnftig als VorfĂŒhrflĂ€che fĂŒr die Flugschauen genutzt. Steht so im TIERPARKFREUND, von dem in diesem Jahr ausnahmsweise ein fĂŒnftes Heft erschien, das gleichzeitig auch das letzte ĂŒberhaupt dieser Zeitschrift ist. Neben den gewohnten Rubriken enthĂ€lt es einen RĂŒckblick auf die TĂ€tigkeiten des Fördervereins, der sich in dieser Ausgabe verabschiedet.
(09.12.2011, 19:33)
Michael Mettler:   Nur mal als Vermutung: Die wenigsten der 8.000 Mitglieder dĂŒrften AktionĂ€re der Tierpark AG sein. Wenn sie kostenlose Jahreskarten erhalten, obwohl sie den Tierpark nicht wie AktionĂ€re auf direktem (!) Weg finanzieren, dann gehen dem Tierpark die Einnahmen von bis zu 8.000 Jahreskarten jĂ€hrlich "erst mal" verloren - zwar "gewinnt" er auch Fördergelder, aber die dĂŒrften ja wohl eher in unregelmĂ€ĂŸigeren AbstĂ€nden einkalkulierbar sein als KartenverkĂ€ufe. Vielleicht hat die ganze Geschichte also haushaltstechnische GrĂŒnde...?
(27.11.2011, 22:55)
Sven P. Peter:   Hier gibt es einen Artikel dazu:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen
/hellabrunner-tierparkfreunde-
in-aufloesung-begriffen-1.1192661

Sehr schade, ich bin da ja auch schon ewig Mitglied und kann die ganze Situation nur als extrem Àrgerlich bezeichnen.
(27.11.2011, 18:54)
zollifreund:   fĂŒr mich eine ganz neue Nachricht, obwohl schon vom 17.11.11: Die Tierparkfreunde lösen sich selbst auf! Ab dem 01.01.12 ruht die VereinstĂ€tigkeit, am 01.01.13 kann der Verein dann aufgelöst werden
http://www.tierparkfreunde.de/0_willkommen/aktuelles/Aktuelles.html

warum genau wird auch in verschiedenen Zeitungsarktikel nicht erwÀhnt ( oder ich habe es nicht gefunden).
Hoffentlich gibt es da noch eine Lösung fĂŒr die Zukunft. Kann mir nicht vorstellen, dass Hellabrunn einfach so auf 8000 Zoofreunde einfach so verzichten kann ( als Geldgeber, idelle UnterstĂŒzter usw)
(27.11.2011, 18:50)
Jörn Hegner:   hĂ€lt der tierpark hellabrunn jetzt gar keine gaurs mehr . was kommt denn in das gehege davon demnĂ€chst rein .
(16.11.2011, 18:24)
Liz Thieme:   Die Kleine ist heute erstmals nach draußen gekommen und konnte von den Besuchern bestaunt werden.
Interessant ist, dass der Zoo weiterhin vom "Baby" und der "Kleinen" spricht, aber in einigen Medien von Lola die Rede ist.
(08.11.2011, 18:00)
Jolantha Belik:   Danke! Jetzt weiß ich endlich, wer immer wieder alte GerĂŒchte (bez. Wien) verbreitet ...
(02.11.2011, 14:12)
Henry Merker:   @Jolantha Belik:
Ich bin zwar nicht Jan; kann aber Auskunft geben. Die European Elephant Group veröffentlich jedes Jahr zwei Ausgaben ihres Magazins "Elefanten in Zoo und Circus". Wie aus dem Titel hervorgeht, ist das zentrale Thema der Gruppe der Elefant in menschlicher Obhut.
(02.11.2011, 00:14)
Jolantha Belik:   @Jan: welches "Elefanten-Magazin" meinst Du?
(01.11.2011, 23:25)
Henry Merker:   Es muss ja nicht zwangslĂ€ufig aufgrund des Verhaltens von "Panang" etwas schief laufen....schauen wir einfach mal; vielleicht hast du ja Recht ;-).
(01.11.2011, 20:03)
Jan Jakobi:   Ja, ist vielleicht noch ein bisschen frĂŒh, "Panangs" Verhalten könnte trotz "Temi" wieder schlecht werden.


(01.11.2011, 18:05)
Henry Merker:   Ohne jetzt unken zu wollen: Ist es nicht etwas zu frĂŒh, um ein solches Fazit zu ziehen, Jan?
(01.11.2011, 17:25)
Jan Jakobi:   Die Elefantenzucht in MĂŒnchen scheint sich zum Guten gewendet haben.

Das liegt vermutlich an "Temi" und ihren Elefantenpfleger Thomas GĂŒnther den sie von Geburt an kennt.
Sie hatte 2005 wertvolle Erfahrungen sammeln können in ihrer Geburtsherde.
"Temi" hat mit den drei kleinen KĂ€lbern gespielt.

In einem Internet-Artikel heißt das Elefanten-MĂ€dchen "Lola"- eine Anspielung auf eine Geliebte von König Ludwig I.

Da das Kalb bei der Mutter trinkt dĂŒrfte es keine KnochenbrĂŒche durch die Glasknochenkrankheit geben.
Im Elefanten-Magazin Nr. 18 las ich im Artikel ĂŒber Handaufzuchten das es mehrere KĂ€lber gab die KnochenbrĂŒche bekamen.
Bei natĂŒrliche Aufzuchten ist es noch nicht passiert.
(31.10.2011, 21:16)
Liz Thieme:   Die Meldungen aus MĂŒnchen hören sich weiterhin gut an. Die Kleine trinkt regelmĂ€ĂŸig und ohne Probleme.
Nachts wird ebenfalls gemeinsam geschlafen und Temi "kĂŒmmert" sich um Panang. Die Herde ist komplett zusammen.
(31.10.2011, 20:35)
Liz Thieme:   Es war eine sehr schnelle Geburt und man muss im Vergleich mit Ludwig von der "Kleinen" sprechen. es ist eine Höhendifferenz von 13 cm und 26kg Differenz beim Gewicht zu verzeichnen.

Die Kleine hat 4,5 Std nach der Geburt das erste Mal Panang getrunken und gilt als kerngesund. Bisher ist die Hoffnung sehr groß, dass Panang sich weiterhin positiv verhĂ€lt.
Die Elefantengruppe ist bis auf Weiteres im Haus und fĂŒr die Besucher nicht zu sehen.

(30.10.2011, 17:46)
Jan Jakobi:   Genauere Informationen gab/gibt es leider noch nicht im Internet.
Bei "Jamuna Toni" war das wohl so das die Milchproduktion von ihrer Mutter eingestellt wurde, weil es beim saugen weh tat.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe...

Übrigens ist das Kalb an "Taraks" (Hannover) Geburtstag (28.10.2005, 3:55 Uhr) zur Welt gekommen ;)

"Wastl" ist ebenfalls an einem Tag geboren, an dem spÀter ebenfalls ein Elefant geboren werden sollte: 8. Mai 1932 und "Yoma" aus dem Tierpark Berlin am 8. Mai 2005.

"Ludwig" kam genau wie der Hannoveraner "Shanti" am 6. Mai zur Welt, "Shanti" allerdings 2008.

In den letzten fĂŒnf Monaten dĂŒrfte "Panang" viel von "Temi" gelernt haben, Elefanten lernen durch zu gucken.

(30.10.2011, 14:25)
RĂŒdiger:   GlĂŒckwunsch dazu !
Toll zwei Elefantenbabys in MĂŒnchen.
Hat Panang ausreichend Milchquelle, wegen des Immunsysthem und dem wichtigen Knochenaufbau des Jungtier?
(30.10.2011, 13:49)
Jan Jakobi:   Das finde ich gut!

Hat sie es angenommen?!


(29.10.2011, 20:26)
Liz Thieme:   Panang hat gestern in der Nacht zu heute ein MĂ€dchen zur Welt gebracht.
(29.10.2011, 18:35)
Jan Jakobi:   @zollifreund:
So ist das eben wenn man sich Elefanten-Seiten im Internet anschaut und dieses Forum durchliest.
Da lernt man eine Menge. BĂŒcher habe ich auch, hinzu zĂ€hlt auch noch als Informationsquelle "Elefant,Tiger&Co".

"Temi" heißt "Tochter".

"Gajendra" heißt "König der Elefanten".

Was die anderen beiden heißen weiß ich leider nicht.

(17.09.2011, 17:59)
zollifreund:   @Jan Jakobi: nun muss ich mich doch endlich mal bei dir bedanken, dass du uns immer wieder an deinem unerschöpflichen Wissen teilhaben lĂ€sst - dass "Gajendra", "Mangala", "Panang" und "Temi" keine Namen deutschen Ursprungs sind, war mir bisher nicht bewusst...
(17.09.2011, 15:30)
Jan Jakobi:   Er hieß schon von Geburt an "Ludwig", jedenfalls nennen ihn die Besucher so. Habe ich im Internet gelesen.
Gelesen habe ich auch das ein Pate den Namen aussuchen soll.

Er passt zu den beiden alten MĂŒnchner ElefantenkĂŒhen, die haben auch Menschennamen: "Tina" und "Steffi". "Kathi" lebt schon lĂ€nger nicht mehr.

"Gajendra", "Mangala", "Panang" und "Temi" sind exotische Namen. Also keine deutschen.

(17.09.2011, 12:56)
Michael Mettler:   Angesichts der immer exotischeren Namen, auf die Zootiere "getauft" werden, ist es doch eine erfrischende Abwechslung, dass der im Mai geborene MĂŒnchener Elefanten-Jungbulle jetzt schlichtweg Ludwig heißt.
(17.09.2011, 12:00)
Michael Mettler:   Korrektur: Vielleicht hĂ€tte ich besser sagen sollen, solange sie nur als ART ausgeschildert werden.
(29.07.2011, 14:41)
Michael Mettler:   @Sacha: Nö, ich hĂ€tte mit Geparden im Parkteil Asien kein großes Problem, solange nicht Afrikaner als Asiaten ausgeschildert werden...
(29.07.2011, 12:59)
Sacha:   Henry war schneller als ich, @Michael. Und wirst Du jetzt plötzlich auch zum Unterarten- resp. Geozoo-Puristen...:)?
(29.07.2011, 12:09)
Henry Merker:   Mir geht es da auch ein bißchen so wie Sacha. Und Geparden könnte man auch noch im Asienbereich beibehalten, zumal sich die Ansicht, dass die Art monotypisch sei, scheinbar durchsetzen könnte. Dann wĂ€r dies tiergeografisch korrekt ;-).
(28.07.2011, 16:18)
Michael Mettler:   @Sacha: Ich selbst habe die Anlage kaum in Erinnerung, bei meinen sporadischen Besuchen in MĂŒnchen haben mich andere Tierarten mehr interessiert...

Da der Parkteil Afrika aber ohnehin verlegt werden soll, wĂ€re die Anlage frĂŒher oder spĂ€ter wahrscheinlich ohnehin anderen Zwecken zugefĂŒhrt worden (vermutlich endgĂŒltig asiatische Tiere?).
(28.07.2011, 16:03)
Sacha:   @MM: Eine vernĂŒnftige Uebergangslösung. Wobei mich schon interessieren wĂŒrde, was an der gegenwĂ€rtigen Gepardenanlage so schlecht war. Waren die Abtrennmöglichkeiten unzureichend?
(28.07.2011, 14:07)
Michael Mettler:   Laut aktuellem TIERPARKFREUND ist der Großraubtierbestand Hellabrunns weiter geschmolzen, in beiden FĂ€llen als Folge von Krebserkrankungen. So ist nach dem Tod ihrer Artgenossin nur noch eine einzelne, 19 Jahre alte Löwin im Bestand, und mit dem Gepardenkater starb der letzte Vertreter seiner Art im Tierpark. Die Haltung der Art ist damit bis zum Bau einer Neuanlage beendet, denn die jetzige Anlage entspricht laut Meldung nicht mehr den AnsprĂŒchen an moderne Gepardenhaltung. Vorerst werden dort nun Saruskraniche oder Pinselohrschweine (die der Renovierung des Warmhauses weichen mĂŒssen) untergebracht.
(28.07.2011, 13:33)
Mirko Schmidkunz:   Ich habe gerade im Fernsehen den Pfleger bei den Pinguinen sagen hören, dass nach dem Auszug der Humboldtpinguine die Königs- und Eselspinguine die Anlage nutzen werden. Außerdem sollen aus Wien Felsenpinguine kommen. Gut, dass diese bedrohte Art einen neuen Halter bekommt.
(15.07.2011, 17:08)
Liz Thieme:   zum GlĂŒck ja....

Kurzzusammenfassung des GeschÀftsjahr 2010 (aus dem GeschÀftsbericht):

* Besucherrekord: Mit 1.570.938 Besuchern hat der Tierpark das Rekord-Ergebnis des Vorjahres nochmals um 9,37% ĂŒbertroffen.
* Tierreichster Zoo: In 2010 lebten 17.811 Tiere in 709 Arten in Hellabrunn. Damit zĂ€hlt der MĂŒnchner Tierpark zu den tierreichsten, europĂ€ischen Zoos!
* Mehr als 500 Tiere wurden im Jahr 2010 in Hellabrunn geboren bzw. sind geschlĂŒpft
* Ein tragisches Ereignis war der Tod des Elefantenbabys Jamuna Toni. Das ElefantenmĂ€dchen musste aufgrund einer dramatisch verlaufenden AnhĂ€ufung von KnochenbrĂŒchen am 14. Juni 2010 eingeschlĂ€fert werden.
* Verkaufssteigerung: Durch die zum 1. August eingefĂŒhrte Familien-Jahreskarte und eine durch die Stadtsparkasse MĂŒnchen ermöglichte Preissenkung der bereits vorhandenen Jahreskarten konnte der Verkauf in diesem Segment um 94,62 % gesteigert werden.
* Bauprojekte: Mit der Eröffnung der knapp 3.000 mÂČ großen EisbĂ€renlandschaft setzt Hellabrunn neue MaßstĂ€be in der EisbĂ€renhaltung. Die bisherige Landschaft hatte eine GrĂ¶ĂŸe von 730 mÂČ. Der Neu- und Ausbau dieser Anlage war das wichtigste und kostspieligste Bauprojekt der letzten Jahre.
* Als Besuchermagneten erwiesen sich die beiden EisbĂ€ren „Yoghi“ und „Giovanna“, die Ende Juli 2010 aus ihren Interimsdomizilen, den Berliner Zoos, wieder nach MĂŒnchen zurĂŒckkehrten und seither die abwechslungsreiche Anlage mit Tauchbecken, Tundralandschaft und der einzigartigen Nagelfluh-Kulisse ausgiebig nutzen.
* Hellabrunner Medienstars: Im Tierpark wurde 2010 die vierte Staffel der Doku-Soap „Nashorn, Zebra & Co“ gedreht, die dritte Staffel gesendet und dabei die höchste Einschaltquote der Zoosendungen in der ARD erzielt.

Weitere Aussagen bezĂŒglich des Baugeschehen im Tierpark:
Im Rahmen von substanzerhaltenden und investiven Maßnahmen wurden in 2010 folgende Anlagen umgestaltet und optimiert: Bei der Gibbonanlage und der Pelikaninsel entstanden Besucherplattformen, die den Besuchern ein noch unmittelbareres Tiererlebnis ermöglichen. Vor dem großen Restaurant wurde eine behindertengerechte Rampe angelegt. Es wurde begonnen, die Fischotter-Anlage zu einer Humboldtpinguin-Anlage umzugestalten und im Schildkrötenhaus neue Terrarien und eine weitere Besucherplattform zu errichten. DarĂŒber hinaus wurde die weitreichende Sanierung der sogenannten „Affenstation“ in Angriff genommen, die eine Neubeschichtung und attraktivere Innengestaltung aller Innengehege der Rotscheitelmangaben, Gibbons, Klammeraffen, Mandrills und Orang Utans umfasst. All diese Arbeiten werden in 2011 abgeschlossen.
Schließlich wurde in 2010 die notwendig gewordene Sanierung der Außenfassade des Elefantenhauses veranlasst mit dem Ziel, das GebĂ€ude zum hundertjĂ€hrigen JubilĂ€um wieder in seiner Ursprungsfarbe, einem Ockergelb, erstrahlen zu lassen. Dieses Vorhaben sollte zum Saisonstart 2011 abgeschlossen sein, musste jedoch unterbrochen werden, da sich Ende des Jahres eine abgehĂ€ngte Rabitzdecke ĂŒber der Giraffenanlage von der Betonkuppel gelöst hatte. GlĂŒcklicherweise ist dabei weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen. Die nun sichtbar gewordenen Betonstrukturen machten eine sofortige und grundlegende Analyse der gesamten Statik des GebĂ€udes notwendig. Die ersten Befunde der Rabitzdecke und der gesamten Deckenkonstruktion belegten u.a. eine mangelnde Zugfestigkeit der AufhĂ€ngungen und des Armierungstahls sowie die Notwendigkeit fĂŒr eine umfassende Betonsanierung. Die GebĂ€udesubstanz war im Laufe der vergangenen (fast) 100 Jahre durch die Unmenge an Urin, die von diversen Tierarten wie Elefanten, Giraffen und Flusspferden ausgeschieden worden war, und dem dadurch freigesetzten Ammoniak einer besonderen Belastung ausgesetzt worden. DarĂŒber hinaus wurde festgestellt, dass die mittel- und langfristige Standortsicherheit des GebĂ€udes gefĂ€hrdet war. Bereits im November 2010 begann man mit der Planung provisorischer UnterkĂŒnfte fĂŒr die Elefanten und Giraffen. Nur durch die RĂ€umung des denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udes kann eine fĂŒr Mensch und Tier gefahrlose Sanierung und eine generelle Baufreiheit gewĂ€hrleistet werden. Der finanzielle Rahmen, der fĂŒr diese aufwendigen Sanierungsmaßnahmen benötigt wird, kann derzeit noch nicht mit seriösen Zahlen beziffert werden. Die Auflagen, die der Denkmalschutz des GebĂ€udes mit sich bringt, werden einen erheblichen Einfluss auf die Sanierungskosten haben. Der Tierpark ist nicht in der Lage, dieses Großprojekt aus seiner BaurĂŒcklage zu finanzieren. Jedoch hat die Landeshauptstadt MĂŒnchen bereits signalisiert, dass sie eine KostenĂŒbernahme in ErwĂ€gung zieht.

Tiere:
AbgÀnge
0,2 Schildturakos -> NĂŒrnberg & Tiergarten Wels (AUT)
1,0 Przewalski-Pferd -> Ötzi-Dorf (AUT)
1,3 Pinselohrschweine (*2009) -> Peaugres (F)
2,0 Waldbisons & 1,3 Wisenten -> Wildpark Leipzig
2,0 Wisente -> Wildpark Allensbach
0,1 Wisent -> Zoo Rostock
2,4 Azara-Agutis -> Zoo Budapest
0,1 Bartkauz -> Tiergarten Groß-Gerau.
2,0 Katta Zoo Augsburg
0,3 Katta -> Bioparco di Sicilia
0,1 Roter Varis -> Blaavand Zoo (DK)
1,0 Fischotter -> Zoo Kaunas (LIT)
1,0 Fischotter -> Aquamarine Fukushima
4,1 Steinböcke -> slowakischen Wildpark,
1,0 Steinbock -> Wildpark Allensbach
1,0 Steinbock -> Bayernpark in Reisbach.
2,0 Mhorrgazellen -> Montpellier
1,0 Mhorrgazelle -> Zoo Rotterdam
1,0 Nilgau -> Zoo ZĂŒrich
0,2 Tiefland-Nyalas -> Zoo Liberec
2,1 Dorkasgazellen -> privaten Antilopenliebhaber in Österreich (Im Hinblick auf die zunehmende GefĂ€hrdung dieser Tierart in ihrer ursprĂŒnglichen Heimat ist die unterartenreine Nachzucht jedoch Ă€ußerst wichtig. Aus diesem Grund stellt der Tierpark Hellabrunn die Überlegung an, kĂŒnftig im neuen Afrikabereich z. b. mit der Haltung der bedrohten Sahara-Dorkasgazellen zu beginnen.)
0,1 Luchs -> Wiederansiedlungsprojekt in Litauen
1,0 Zucht-Axishirsch „Delhi“ -> Zoo Krefeld
1,2 Tarpan-RĂŒckzĂŒchtungen -> Zoo SaarbrĂŒcken
1,0 Kleinkantschil -> Zoo Dresden
1,0 Kalifornischer Seelöwe -> Zoo Wuppertal
0,1 Sibirischer Tiger -> Zoo ZĂŒrich
1,0 Königspinguin -> Wien
0,1 Elch -> Gelsenkirchen
0,1 Montana-Puma -> Tierpark Berlin


Neuzugang/RĂŒckkehrer
1,1 EisbĂ€ren zurĂŒck aus Berlin
0,1 Königspinguin aus Wien
1,0 Sibirischer Tiger aus ZĂŒrich
Kappen- und ZwergsĂ€ger, Sichelenten, Schellenten, EuropĂ€ische Pfeifenten, Moorenten, Reiherenten sowie RothalsgĂ€nse aus ZĂŒrich und Privat
Adlerbussard aus der Greifvogelstation Hellenthal, Wanderfalke, ein Harris’ Hawk
und ein Lanner-Falke aus Privat.
Landeinsiedlerkrebs & Palmendieb
0,2 Elch aus Gelsenkirchen
0,1 Montana-Puma aus Tierpark Berlin

Geburten (wichtigste)
0,1 Silbergibbons
0,0,1 Siamang
1,0 Orang-Utan (verstarb)

Tierverluste 2010
gesamte Schafbestand und Einzeltiere bei den unterschiedlichen Ziegenrassen euthanasiert
0,1 Asiatischer Elefant (juv)
0,1 Vielfraß (11J)
0,1 Montana-Puma (11J)
0,1 Jaguar (17J)
0,1 Gepard (5J)
0,1 Wildhund (11J)
1,0 Orang-Utan (juv)
1,0 Klammeraffe (11J)
0,0,1 Rotscheitelmangabe (6J)
1,0 Yak (Zuchtbulle) (14J)
0,1 Waldbisonkuh (10J)
(09.07.2011, 09:38)
Michael Mettler:   @Liz: Nee, der Zoo is' noch da... ;-)

Bei der angepeilten Eingliederung des Dschungelzeltes in den Themenbereich Asien gĂ€be es natĂŒrlich eine FĂŒlle von Möglichkeiten fĂŒr die bisherige Jaguar-Anlage, und die wĂ€ren ja nicht auf Katzen oder ĂŒberhaupt Raubtiere beschrĂ€nkt...
(08.07.2011, 18:30)
Liz Thieme:   Es musste ja so kommen. Trotzdem schade, wieder ein Zoo weniger :(
(08.07.2011, 17:53)
Mirko Schmidkunz:   Der letzte Jaguar ist vestorben. Der Tierpark weiß noch nicht, welche Katzenart dort einziehen wird.
Ich hoffe mal auf eine seltene Kleinkatzenart.

(08.07.2011, 11:43)
Jan Jakobi:   Da "Temi" das Kalb offensichtlich angenommen hat ist die ErnĂ€hrung besser fĂŒr das Kalb.

Milch enthĂ€lt Vitamin D und Kalzium, beides ist fĂŒr das Wachstum der Knochen wichtig.

Durch die Handaufzucht vermute ich bei "Jamuna Toni" einen Vitamin-D- und Kalziummangel.
(07.05.2011, 15:15)
BjörnN:   Die Osteogenesis imperfecta (laienhaft auch Glasknochenkrankheit) wird autosomal dominant vererbt, das heißt, das Gen muss bei einem Elternteil bereits vorhanden gewesen sein, was dieses Tier zwangslĂ€ufig auch krank machen wĂŒrde.

Neumutation sind zwar nicht auszuschließen, da "Padang" und/oder "Gajendra" aber wohl nicht daran leiden, ist die Diagnose bei "Jamuna" fraglich.

Bei "Jamuna" von einer Knochenstoffwechselstörung als Todesursache zu sprechen, trifft es wohl eher. Diese muss nich verebt sein, eine nutritive Komponente halte ich fĂŒr wahrscheinlicher (fehlende Muttermilch, MangelernĂ€hrung, gestörter Vit.D-Hormon-Stoffwechsel - Wachstumsstörung).
(07.05.2011, 14:52)
Jan Jakobi:   Es ist da!

Auf der Homepage des MĂŒnchner Tierparks las ich das die im Berliner Tierpark geborene "Temi" am 6. Mai 2011 um 21:16 Uhr einen kleinen Elefantenbullen zur Welt gebracht hat.

Vater ist der im Leipziger Zoo untergebrachte Bulle "Gajendra".

Nun stelle ich mir die Frage ob das Kalb wirklich gesund ist, denn bei "Jamuna Toni" hatte eine Glasknochenkrankheit und die soll vererbbar sein.

Aber das Krankheiten vererbbar sind kann ich mir nicht vorstellen.
(07.05.2011, 13:35)
Michael Mettler:   Laut "Tierparkfreund" 2/2011 wurden die letzten 2,1 Dorkasgazellen im Dezember an eine Privathaltung in Österreich abgegeben, da es sich um die letzten Tiere ungeklĂ€rter Unterartzugehörigkeit in europĂ€ischen Zoos gehandelt haben soll. Leider gibt die Kurzmeldung keinen Aufschluss darĂŒber, ob kĂŒnftig am EEP Sahara-Dorkasgazelle mitgewirkt werden soll, aber laut Planskizze ist ja das neue Giraffenhaus zusĂ€tzlich auch fĂŒr Antilopen konzipiert - vielleicht entsteht dort eine neue Haltungsmöglichkeit fĂŒr Dorkas. Kompatibel mit Giraffen wĂ€re die Art, siehe frĂŒhere Gemeinschaftshaltungen in Hannover und Gelsenkirchen.

Der GeschĂ€ftsbericht 2009 geht auf die von mir unten schon mal erwĂ€hnten Gesundheitsprobleme bei den asiatischen Wildrindern genauer ein. Nachdem schon seit 1975 immer wieder Gaur- und Banteng-Verluste durch Bösartiges Katarrhalfieber aufgetreten waren, war der Gaur-Bestand nach jĂŒngeren Verlusten Ende 2009 auf nur noch 0,1 zusammengeschmolzen und wird (wie schon von Markus R. erwĂ€hnt) auslaufen. Erstmals waren 2009 auch Verluste anderer bedrohter Paarhufer durch dieses Virus zu beklagen, darunter je eine AbruzzengĂ€mse, Schraubenziege und Mhorrgazelle. Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass der große Bestand an Hausziegen und vor allem -schafen ein Virusreservoir darstellt; beide Arten können (wie ĂŒbrigens auch wilde GebirgswiederkĂ€uer) das Virus beherbergen und verbreiten, ohne selbst zu erkranken.

Der Tierpark versucht das Problem mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den Griff zu bekommen. Dazu zĂ€hlen Gehegesanierungen, verĂ€nderte Hygienemaßnahmen und ein verringerter Hausschafbestand, aus dem BKF-TrĂ€ger aussortiert werden.

Meine Vermutung vom 5.1., dass die geografische Umsortierung gleich zu einer umfassenden Sanierung von Gehegeböden usw. im Ringtausch genutzt werden könnte, erhÀlt dadurch neue Nahrung.
(05.03.2011, 14:39)
Liz Thieme:   Nashornkuh Nasi (23) ist nach Beauval umgezogen. Nasi leidet an einer chronischen FußentzĂŒndung, so dass man erhofft, dass in dem milderen Klima, sowie der gutstrukturierten Anlage diese zurĂŒckgeht. Die Nasornanlage ist 2010 eröffnet worden.
In Frankreich hat sie wesentlich jĂŒnger Artgenossen an ihrer Seite mit einem 7-JĂ€hrigen Bullen und einer 5-JĂ€hrigen Kuh. Auf der Außenanlage werden die Nashörner mit Axishirschen, Hirschziegenantilopen, Nilgauantilopen und Barasingha-Hirschen vergesellschaftet.
In MĂŒnchen verbleiben der gleichaltrige Bulle Niko und die ein Jahr jĂŒngere Kuh Rapti.
(20.02.2011, 20:08)
Michael Mettler:   Das Großtierhaus ist offenbar stĂ€rker als befĂŒrchtet in Mitleidenschaft gezogen, wie ein statisches Gutachten ergab - diese Meldung schaffte es als Kurznachricht sogar in die heutige hannoversche Presse. Der Blick auf die Tierpark-HP bestĂ€tigt nicht nur die Meldung, sondern bietet praktischerweise auch gleich einen Einblick in die Planung der neuen Anlage fĂŒr Giraffen, Antilopen, Flamingos und Kraniche am Isareingang:
http://www.tierpark-hellabrunn.de/index.php?id=165
(18.02.2011, 08:45)
Markus R.:   @ Mirko Schmidkunz: Ich kann die Meldung zwar noch nicht bestĂ€tigen, allerdings scheint sie mir eine Haltungsaufgabe sehr wahrscheinlich, da die Gruppe in letzter Zeit immer kleiner wurde und Herr Dr. Knieriem die afrikanischen Dorkasgazellen auf der asiatischen Trampeltieranlage erst kĂŒrzlich in einem Interview als Beispiel fĂŒr die VerwĂ€sserung des zoogeographischen Konzepts bemĂŒhte. WĂŒnschenswert wĂ€re nun natĂŒrlich, dass bald eine geographisch passendere Nachfolgerart (z.B. Kropfgazellen) Einzug hĂ€lt!
(11.02.2011, 12:34)
Mirko Schmidkunz:   Laut Zootierliste sind die nicht unterartreinen Dorkasgazellen im Tierpark nicht mehr im Bestand.

(10.02.2011, 10:35)
Henry Merker:   Das kann gut möglich sein...
(24.01.2011, 21:20)
Liz Thieme:   Ah, danke. Ich hatte nur nach dem Artennamen gesucht und nicht nach einer groben Bezeichnung.

Ich wĂŒrde diesen Satz nicht auf schlechte Recherche zurĂŒckfĂŒhren. Sondern auf die Wirkung der Tiere. Rind, Hirsch, Gams... ist fĂŒr Bayern nicht untypisch. Viele Bayern mögen noch keine GĂ€msen in der Natur gesehen zu haben, aber sie gehören in ihr HeimatgefĂŒhl und so bilden sie mit Hirschen und Rindern eher Vertreter fĂŒr Wildparks. Also eine sprunghafte Schlussfolgerung: UnspekakulĂ€r fĂŒr einen Zoo von Welt.
Welche Arten es sind spielt fĂŒr viele keine Rolle und wie stark sie bedroht sind und wie selten sie in Zoos sind.
Meiner Meinung nach hat der Autor die Position der Besucher und nicht die der Zoologen und Artfanatiker wiedergegeben.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin bei solchen Tieren Ă€hnlich gestrickt. Mir hat die Ecke da nicht zugesagt. Erst bei den Bisons fing es an fĂŒr mich interessant zu werden, aber das ist auch nur meine persönliche Ansicht.
(24.01.2011, 20:55)
Henry Merker:   PS:
Es mĂŒsste heißen "...dass die Mehrheit der Zoos diesbezĂŒglich eine gute bis sehr gute Arbeit machen."
(24.01.2011, 20:47)
Henry Merker:   @Liz:
Kann ich machen:
"Am Isar-Eingang, der die Besucher bisher mit unspektakulĂ€ren Tierarten wie Auerochse, Damhirsch und Gams empfĂ€ngt, wird’s exotisch, und den Anfang machen die Giraffen."

@Michael Mettler:
Vermutlich die 8. Generation, wenn man davon ausgeht, dass nicht alle Zoodirektoren mit Ende 20 Direktoren werden. Und so lange immer wieder eine neue Generation von Zoobesuchern in die Zoos kommt, muss man immer wieder von neuem anfangen. Immer wieder erklĂ€ren, immer wieder "persönliche" Erfahrungsmöglichkeiten schaffen, immer wieder Vergleichsmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen, verwandten wie unverwandten Tieren ermöglichen etc.. NatĂŒrlich kann man nicht alles den Medien ĂŒberlassen; das ist schon war. Und ansonsten kann davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit der Zoos diesbezĂŒglich eine Arbeit macht.
Es halt so Ă€hnlich wie mit dem Schreiben und Lesen lernen...da wird auch nicht gleich jeder Schriftsteller (, auch wenn der Vergleich fĂŒr manch' einen suboptimal sein dĂŒrfte)...
(24.01.2011, 20:43)
Liz Thieme:   Könnt ihr mir mal kurz weiterhelfen?

Wo hast du, Henry, herausgelesen, dass die Mesopotamischen Damhirsche und die AbruzzengÀmsen unspektakulÀr sein sollen?
Ich finde die Stelle hier nicht.
(24.01.2011, 20:16)
Michael Mettler:   @Sven: Hast recht - wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;-)

@Sacha: Zur Verweildauer stimme ich dir zu - leider. Ich denke allerdings auch, dass die beiden Pseudo-RĂŒckzĂŒchtungen grundsĂ€tzlich zu schlecht "verkauft" werden. Stell da mal einen Infopavillon hin, in dem auf einem Monitor die TV-Doku "Serengeti hinter den Deichen" ĂŒber das Projekt Oostvardersplassen als Dauerfilm lĂ€uft, dann sieht vielleicht doch noch der eine oder andere Besucher diese Tiere mit interessierteren Augen. Löst man sich mal vom deutschtĂŒmelnden Hintergrund der "RĂŒckzĂŒchtung", sind unter dem Strich immerhin zwei bestens zur extensiven Beweidung geeignete Rassen als Ersatz (!) fĂŒr ihre wilden Vorfahren dabei herausgekommen, durch deren Einsatz in der Landschaftspflege heute viele heimische Tier- und Pflanzenarten bessere (Über-)Lebensbedingungen vorfinden. Muss nĂ€mlich nicht immer die alte Heck-Geschichte sein - vielleicht hat man dem "nachgebauten Auerochsen" auch gar keinen Gefallen damit getan, ihm alternativ den Namen Heckrind zu verpassen.

@Henry Merker: Die wievielte Generation von TiergĂ€rtnern beißt sich wohl gerade die ZĂ€hne daran aus, beim Publikum Aha-Effekte bei unspektakulĂ€ren Tierarten zu erzielen...? Auch im Artenschutz hat man ja die "Flaggschiff-Spezies" erfunden, um das zu vermarkten, was beim Publikum mit wenig Aufwand "ankommt", und die MauerblĂŒmchen im Kielwasser mitzuziehen. Warum sollte ein Zoo nicht genauso handeln?
(24.01.2011, 20:13)
Henry Merker:   PS:
Mir fĂ€llt gerade ein, dass aus Publicity-GrĂŒnden es vielleicht doch sinnvoller sein könnte, auf die Besonderheit der Tiere einzugehen, sobald eine neue Anlage entstanden ist....
(24.01.2011, 19:34)
Henry Merker:   @Michael Mettler:
GrundsĂ€tzlich bin ich mir des Tatbestandes bewusst, doch sollte man bei einem Artikel, der die aktuellen Planungen, die ein Direktor gegenĂŒber der Presse veröffentlich, durchaus mehr Recherchearbeit erwarten dĂŒrfen, zumal es keine Schwierigkeit darstellen sollte, das Internet als Hilfsmittel zu verwenden.
Abgesehen davon, könnte eben gerade durch eine entsprechende Recherchearbeit und einer entsprechenden Publikation in einer Zeitung dazu beigetragen werden, dass sich zumindest bei einem Teil der Zeitungsleser ein "Aha-Effekt" einstellt, der durchaus die alte Einstellung gegenĂŒber den unspektakulĂ€ren Tieren positiv verĂ€ndern kann. Mir ist natĂŒrlich schon bewusst, dass diese Möglichkeit nicht zwangslĂ€ufig eintreten muss.
Freilich bin ich mir durchaus darĂŒber im klaren, dass die QualitĂ€t des deutschen Journalismus aus diversen, auch nachvollziehbaren, GrĂŒnden (Kosten, Sicherheitsaspekte etc.) deutlich nachgelassen hat.
(24.01.2011, 19:31)
Sven P. Peter:   @Michael: Von Wegrationalisierung lese ich hier aber nichts:

"Die Auerochsen-Anlage soll Giraffen und Antilopen dann als FreiflĂ€che zur VerfĂŒgung stehen - zehn Mal so viel wie jetzt“, schwĂ€rmt Knieriem und versichert, die Auerochsen kĂ€men mit weniger FlĂ€che an anderer Stelle gut aus."
(24.01.2011, 19:01)
Sacha:   @MM: Letzteres ist hoffentlich auch der Fall. Der edukative Wert dieser "RĂŒckzĂŒchtungen" wurde m.E. ĂŒberschĂ€tzt, ebenso der zoohistorische (zumindest fĂŒr ONB). Und bei meinen inzwischen ĂŒber ein Dutzend Besuchen in Hellabrunn war die "gefĂŒhlte" Verweildauer vor den "Uren" und "Tarpanen" in etwa die, die ein Passant vor einem Bettler in der Einkaufszone verbringt...

Hier wĂŒrde es beim Wegrationalisieren ausnahmsweise mal die Richtigen treffen.
(24.01.2011, 18:58)
Michael Mettler:   @Henry Merker: Mit schlechter Recherche hat das nichts zu tun, sondern eher mit dem zoologisch ungetrĂŒbten Blickwinkel der zahlenden Kundschaft. Papa packt seine Familie am Wochenende ins Auto, um mit ihr exotische Tiere im Zoo zu sehen, und das Erste gleich nach dem (Isar-)Eingang sind KĂŒhe, Hirsche und Bergziegen (um es mal in ONB-Deutsch zu ĂŒbersetzen). Von uns paar Meso- und Abruzzengamsinformierten kann der Tierpark nun mal nicht existieren.... Mir gefĂ€llt der neue Grundgedanke, und ich kann ihn nachvollziehen. Ist ja auch nicht geschrieben worden, dass die genannten Tierarten zwangslĂ€ufig wegrationalisiert werden. Vielleicht kommen ja die Mesos nach "Asien", wohin sie gehören, und die GĂ€msen ins "neue Europa". Dass die Auerochsen und Tarpane nicht ins neue Konzept ĂŒbernommen werden könnten, halte ich fĂŒr viel wahrscheinlicher.
(24.01.2011, 18:27)
Henry Merker:   Eines davon wurde hier ja schon als eventuelle Entwicklung vorweg diskutiert...

Ich hoffe, dass die Einstufung des Mesopotamischen Damhirsches und der AbruzzengÀmse als "unspektakulÀr" nicht von der Direktion, sondern von den "unwissenden", weil schlecht recherchierenden Journalisten stammt....
(24.01.2011, 16:00)
Sacha:   Das hört sich in meinen Ohren sehr gut an. Hoffentlich bekommt Knieriem genug Zeit und finanzielle Mittel, um die Planung umzusetzen.
(24.01.2011, 15:53)
Liz Thieme:   Die Zusammenfassung wĂŒrde nicht viel bringen, daher mal eine komplette Kopie aus dem Merkur (online).

>Hellabrunn erfindet sich neu
Die Verschiebung ganzer Erdteile soll den Zoo interessanter und den Westteil am Isareingang ungleich attraktiver machen. Kaum eine Tierart wird bleiben, wo sie ist.

Ein großer Plan von Hellabrunn hĂ€ngt im Konferenzraum der Tierpark-Verwaltung. Magnetkarten kennzeichnen die Gehege. „Tiger“ steht darauf, „Löwen“, „Giraffen“ oder „Geparden“. Ein Handgriff, und die Tiger ziehen um. Wohin? Das ergrĂŒnden Tierpark-Chef Andreas Knieriem und sein Team seit Monaten in immer neuen Szenarien. Ihr Ziel: Hellabrunn soll wieder zum Geo-Zoo werden, der die Erdteile und ihre Fauna in zusammenhĂ€ngenden Bereichen abbildet.

Der MĂŒnchner Zoo war 1911 als weltweit erster Geo-Zoo gebaut worden, doch im Lauf der Zeit verwischten die Konturen: Die afrikanischen Giraffen teilen sich ein Haus mit den indischen Elefanten, die Löwen haben den sĂŒdamerikanischen Jaguar als Nachbarn, die Dorkasgazellen (Afrika) findet man bei den Kamelen (Asien). Der Geo-Zoo, obwohl in der Satzung verankert, sei nur mehr „ein Etikettenschwindel“, schimpft Knieriem.

Die dringend nötige Sanierung des Elefantenhauses (wir berichteten) bietet nun den Anlass zu einer umfassenden Neuordnung, die mit einem Knalleffekt beginnt: Afrika zieht an die Isar. Am Isar-Eingang, der die Besucher bisher mit unspektakulĂ€ren Tierarten wie Auerochse, Damhirsch und Gams empfĂ€ngt, wird’s exotisch, und den Anfang machen die Giraffen.

Die eleganten Tiere sind bisher im Elefantenhaus extrem beengt untergebracht. FĂŒr sie plant Knieriem ein neues, großzĂŒgiges Haus hinter dem Auerochsengehege, wo jetzt noch ein Material-Lagerplatz ist. Drei Millionen Euro soll es kosten. „Das ist wenig fĂŒr Hellabrunner VerhĂ€ltnisse“, sagt Knieriem mit Blick auf das fast fĂŒnfmal so teure Urwaldhaus. Er wolle einfacher und energiesparend bauen - ein Haus, das zwar durchaus gut anzusehen sei, „aber nicht so prominent. Ich will mit den Besuchern nicht ĂŒber das Thema GebĂ€ude diskutieren, sondern ĂŒber das Thema Giraffen.“

Die Auerochsen-Anlage soll Giraffen und Antilopen dann als FreiflĂ€che zur VerfĂŒgung stehen - zehn Mal so viel wie jetzt“, schwĂ€rmt Knieriem und versichert, die Auerochsen kĂ€men mit weniger FlĂ€che an anderer Stelle gut aus.

Von den Giraffen aus wird sich Afrika an der Isar entlang nach SĂŒden ziehen. Im Sommer will Knieriem dem Aufsichtsrat ein Konzept vorlegen. Doch Ideen hat er jetzt schon zuhauf: Wo derzeit die Elche grasen, ließe sich mit wenig Aufwand Auslauf fĂŒr die Geparden schaffen. Und die BĂ€renanlage könnte ebenso gut Löwen aufnehmen. Deren derzeitiges Gehege, obwohl relativ neuen Datums, sei viel zu klein, sagt Knieriem. FĂŒr die beiden hochbetagten Löwinnen reiche es aus. „Aber ein neues Rudel traue ich mich da gar nicht reinzusetzen. Es gibt keinerlei RĂŒckzugsflĂ€chen.“

WĂ€hrend Afrika also in den nĂ€chsten Jahren und Jahrzehnten in den Westen rĂŒcken soll, bleibt das Elefantenhaus im Osten Zentrum des Parkteils Indien. Europa könne sich an den in die Jahre gekommenen Kinderzoo anschließen, den Knieriem dringend modernisieren möchte - weg vom dunkelgrĂŒnen Bunker-Flair, hin zu einem Bauernhof-Ensemble. Als Revolution will Knieriem seinen 20-Jahres-Plan keinesfalls verstanden wissen. Eher als RĂŒckkehr zu den Wurzeln. Meist bedĂŒrfe die Neuordnung keiner großen Umbauten. GebĂ€ude und Gehege seien fĂŒr eine Vielzahl von Tierarten geeignet. Von einigen wenigen Tierarten werde man sich wohl trennen mĂŒssen, um andere umso schöner prĂ€sentieren zu können.

ZunĂ€chst einmal muss allerdings das baufĂ€llige Elefantenhaus saniert werden. Die Giraffen, deren neues Haus nicht vor 2012 fertig wird, werden dazu in einen Behelfsbau gleich nebenan auf dem Freigehege der Pinselohrschweine umziehen. „Das hat den Vorteil, dass sie ihr Freigehege weiter nutzen können“, sagt Knieriem. „Gerade bei den Giraffen ist das wichtig, weil sie auf VerĂ€nderungen sehr empfindlich reagieren. Auch die Elefanten werden ausquartiert - ausgerechnet in der Zeit, in der zwei KĂ€lber zur Welt kommen sollen (siehe Kasten). Hinter dem Elefantenhaus, auf dem Freigehege der Bullenanlage, beginnt in KĂŒrze der Bau einer Behelfsunterkunft. „Weniger als eine Million“ will Knieriem fĂŒr beide Provisorien ausgeben, „und ein Großteil wird wiederverwendbar“.

Neue Ordnung im Zoo, eine bessere FlĂ€che mit Zuschauer-SitzplĂ€tzen fĂŒr Vogelschauen, Verbesserungen im Aquarium, mehr Kassen, um Warteschlangen zu verkĂŒrzen - Knieriems Wunschliste ist lang. Doch er weiß, dass es lange dauern wird, all das zu verwirklichen, auch wenn es alles in allem nicht teurer werde als die Großbauten der vergangenen zehn Jahre. Die Bau-Reserve ist nach diesen Großprojekten aufgezehrt, um mehr Geld will der Tierpark-Chef die Stadt nicht bitten. Schon die acht bis zwölf Millionen Euro teure Sanierung des Elefantenhauses wird nur mit einer außerordentlichen Finanzspritze aus dem StadtsĂ€ckel zu stemmen sein.

Doch auch mit wenig Aufwand lĂ€sst sich viel bewirken: Gerade ist am Pelikangehege ein kleiner Balkon fertig geworden, der die Besucher ganz nah an die großen Vögel heranlĂ€sst. Im kĂŒnftigen Giraffen-Gehege könnte ein erhöhter Weg die Besucher auf Augenhöhe mit den Tieren bringen.

Im Ranking der großen europĂ€ischen Zoos liegt MĂŒnchen unter den zehn besten. Da gehöre Hellabrunn auch hin, ist Knieriem ĂŒberzeugt. Und zwar ganz weit vorn.

Peter T. Schmidt<
(24.01.2011, 15:34)
Markus R.:   @ MM: In MĂŒnchen hĂ€lt man sich gerne bedeckt, was konkrete Planungen betrifft...
(05.01.2011, 11:49)
Michael Mettler:   @Markus R.: Die Auswahl zu Gunsten der Bantengs könnte daran liegen, dass fĂŒr Gaur vermutlich keine unverwandten Zuchttiere zu bekommen sind... Dann gĂ€be es natĂŒrlich auch die Möglichkeit, bei Zusammenlegung der Außenanlagen Bantengs, Nilgaus usw. zu vergesellschaften und damit die jetzigen Afrika-Steppen tatsĂ€chlich auf "kalte" asiatische Arten umzustellen.

Ein Ringtausch hĂ€tte u.a. den großen Vorteil, nach und nach diverse GehegeflĂ€chen, die seit Jahrzehnten ununterbrochen mit Huftieren (teilweise durchgĂ€ngig mit den gleichen Arten) besetzt sind, einer grĂŒndlichen Bodensanierung (Entkeimung) unterziehen zu können. Und ganz abgesehen davon lockt ein neues Erscheinungsbild natĂŒrlich auch mal wieder den einen oder anderen neugierigen Besucher an. Der Isareingang wĂŒrde jedenfalls fĂŒr ONB gewaltig aufgewertet, wenn gleich hinter seinen Pforten afrikanisches Flair statt Wildparkcharakter lockt. Ist ĂŒber das Giraffenhaus schon NĂ€heres bekannt? Es wĂŒrde sich ja eine Lösung wie in Duisburg anbieten (also das Haus direkt neben den Eingang zu bauen und mit Shop und evtl. sogar abends zugĂ€nglicher Gastronomie zu verbinden).
(05.01.2011, 09:32)
Markus R.:   @ MM: Mit der Vermutung bezĂŒglich der Wildrinder liegst du wohl richtig. Nach momentanem Stand soll die Gaur-Haltung nĂ€mlich leider auslaufen. Die Bantengs sollen hingegen wohl bleiben.
(05.01.2011, 01:47)
Michael Mettler:   Die heutige SĂŒdafrika-Steppe mĂŒsste doch eigentlich wegen der Bergzebras einen relativ harten Boden haben, also auch fĂŒr Przewalskipferde geeignet sein. Die heutige Anlage der Mhorrgazellen kĂ€me fĂŒr die indischen Antilopen und Hirsche in Betracht. M.W. lebten dort vor den Mhorrgazellen Rappenantilopen, so dass Stallboxen fĂŒr Nilgau-Kaliber durchaus vorhanden sein mĂŒssten.

Spannend ist die Frage nach der Zukunft der asiatischen Wildrinder, denn die Bantengs und Gaur haben ja laut Jahresberichten immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kĂ€mpfen. Vielleicht beschrĂ€nkt sich der Park ja zukĂŒnftig auf eine Art und nutzt die andere Anlage fĂŒr Nilgau & Co - dann wĂ€re die Mhorr-Anlage auch fĂŒr die Mesos denkbar...
(04.01.2011, 18:00)
Markus R.:   Der Parkteil Europa wird auf jeden Fall kleiner werden, denn wie man liest erscheint er der neuen Leitung in seinem bisherigen Umfang ĂŒberdimensioniert. Dass man ihn ganz aufgibt, glaube ich jedoch nicht, denn zum einen mĂŒsste man sich dann mit den AbruzzengĂ€msen von einer absoluten Prestigeart trennen, zum anderen wĂ€re das vermutlich doch ein zu großer Traditionsbruch. Doch es kann durchaus sein, dass der neue Parkteil Europa kaum noch grĂ¶ĂŸer als der Parkteil Australien sein wird.
Eine Angliederung der Eulen an das Polarium habe ich auch schon in ErwĂ€gung gezogen. Eine wahrscheinliche Lösung schiene mir in diesem Fall ein "fließender Übergang" von Europa zum Polarium. Dann könnten verstĂ€rkt nordeuropĂ€ische Arten wie Elche und Vielfraße ihr neues Domizil in diesem Übergangsbereich erhalten und der Besucher von SĂŒdeuropa (AbruzzengĂ€msen) langsam in Richtung Pole wandern...
Die ErklĂ€rung mit den HuftierstĂ€llen erscheint mir recht einleuchtend. Diese wĂŒrde natĂŒrlich eine derartige Gehegerochade als Lösung nahelegen, schließlich benötigen das Damhirsch- oder das Przewalskipferd-Gehege eigentlich nur einen neuen beheizbaren Stall, um kĂŒnftig als Afrika-Savanne zu funktionieren - und im Gegenzug könnte dann eine winterharte Art auf der alten Savannenanlage Quartier nehmen!
(04.01.2011, 17:47)
Michael Mettler:   @Markus R.: Eine solche Eulenvoliere könnte allerdings thematisch auch dem Polarium angegliedert werden und Schnee-Eulen beherbergen.

Insgesamt hört sich die "Verschiebung" der Parkteile schon sehr interessant an. Fragt sich, ob ein Parkteil Europa zukĂŒnftig ĂŒberhaupt noch vorgesehen ist. Auch jetzt leben dort ja schon asiatische Tiere (BergwiederkĂ€uer, Mesopotamischen Damhirsche, Przewalskipferde), die BĂ€renanlage ließe sich mit vertrĂ€glichem Umbauaufwand vielleicht auch mit einer afrikanischen Tierart nutzen (Raubtiere? Paviane?), bei Verzicht auf Wisente wĂ€ren immer noch die fĂŒr Besucheraugen kaum anders aussehenden Bisons im Bestand usw.

Der Tierpark hatte ja Anfang der 1970er Jahre eine Rundumerneuerung durchgemacht, zeigen jetzt womöglich auf einen Schlag alle damaligen Stallbauten Sanierungsbedarf? Derartiges könnte ja die Umplanungen sehr beeinflusst haben. Falls z.B. die Stallungen der afrikanischen Steppentiere Energiefresser sein sollten, wĂ€re eine Nachnutzung als KĂ€ltestallungen (und damit eine Umsiedlung robuster asiatischer Huftierarten dorthin) nicht die schlechteste Lösung, wĂ€hrend vielleicht nicht nur fĂŒr die Giraffen neue HĂ€user auf den bisherigen FlĂ€chen kĂ€ltefester Tierarten gebaut werden könnten.
(04.01.2011, 14:59)
Markus R.:   Das Giraffenhaus soll auf der FlĂ€che der Anlage der Heckrinder und TarpanrĂŒckzĂŒchtungen entstehen. Auch das Gehege der Mesopotamischen Damhirsche scheinen schon bald zur Disposition zu stehen. Mittelfristig denke ich, dass der Großteil des heutigen Parkteils Europa vom Isareingang bis zu den Wisenten "afrikanisiert" werden könnte. Womöglich wird man im Tierpark sogar einen weitgehenden Tausch von Europa und Afrika vornehmen, denn im Tierparkfreund war vor einiger Zeit zu lesen, dass am Hang neben der Paviananlage eine Eulenvoliere entstehen könnte...
(04.01.2011, 13:04)
Michael Mettler:   Welche FlĂ€chen wĂ€ren denn demnach fĂŒr den Afrikateil in Zukunft vorgesehen?
(04.01.2011, 00:31)
Markus R.:   @ Sacha: Der Afrikateil soll ja in Richtung Isareingang verlegt werden, dadurch wird es auch im restlichen Teil des Zoos zu einigen Verschiebungen kommen. Ich denke, dass sich Amerika etwas in Richtung Asien hineinverschieben wird (vgl. Standort der neuen Humboldt-Pinguinanlage) und daher Asien ein Teil des ehemaligen Parkteils Afrika zugeschlagen bekommt - und das Dschungelzelt liegt nun einmal hinter dem (nach dem Auszug der Giraffen) asiatischen Elefantenhaus "eingeklemmt". Daher wĂ€re es fĂŒr mich logisch, dass dieses ebenfalls Asien zugeschlagen wird. Doch sind das momentan alles nur Spekulationen meinerseits...
(04.01.2011, 00:05)
Sacha:   @Liz: Ach ja, ich erinnere mich ONCA...:)

@Markus R.: WĂŒrde das denn Sinn machen? Immerhin hat MĂŒnchen ja bei den Amurtigern schon ein (Kalt)-Raubtierhaus. Und soll dann Asien so weit in den gegenwĂ€rtigen Afrikabereich gezogen werden?
(03.01.2011, 23:56)
Markus R.:   In MĂŒnchen liebĂ€ugelt man ja schon seit einiger Zeit mit der Errichtung eines SĂŒdamerikahauses. In diesem Zuge war ja angedacht, dass das bisherige Dschungelzelt in ein Savannenhaus umgestaltet werden sollte. Ich weiß zwar nicht, wie aktuell diese PlĂ€ne nach dem Direktorenwechsel noch sind, denke jedoch, dass falls die Jaguarhaltung fortgesetzt / wiederaufgenommen werden sollte, dies dann in diesem SĂŒdamerikahaus geschehen könnte. FĂŒr das Dschungelzelt könnte ich mir aufgrund seiner Lage im Zoo und der angekĂŒndigten stĂ€rkeren Geographisierung auch eine Umgestaltung zu einem asiatischen Dschungelhaus vorstellen. Als Nachnutzer der Jaguare kĂ€men dann z.B. diverse Kleinkatzen oder auch Binturongs in Frage...
(03.01.2011, 20:08)
Liz Thieme:   Naja, wenn es um Jaguare geht, dann will ich es genau wissen. Um Nachmieter habe ich mich nicht gekĂŒmmert. Und mir wurde mitgeteilt, dass im Dschungelhaus keine neuen mehr einziehen werden. Daher meine bestimmte Aussage bezĂŒglich der derzeitigen Anlage.
(03.01.2011, 18:40)
Sacha:   @Henry Merker: Dann sehen wir es gleich. MerkwĂŒrdig finde ich die Schwarzweissen Tejus als "Nachmieter". Die könn(t)en den Aussenbereich jedenfalls viel weniger lang im Jahr nutzen als die Jaguare. Ist das evtl. nur eine Uebergangslösung? Und falls ja, wer soll den Raum der Jaguare kĂŒnftig bekommen?
Darum auch meine Frage an @Liz Thieme und @Rene Matei: Wird die Jaguarhaltung in MĂŒnchen wirklich auslaufen bzw. woher wisst Ihr das? (Liz, Deine Aussage klingt ja darin sehr bestimmt, wĂ€hrend Du, Rene, die Option einer WeiterfĂŒhrung/eines Neuanfangs offen lĂ€sst).

Persönlich fĂ€nde ich ein Haltungsende dieser Art in MĂŒnchen jedenfalls sehr schade. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als sie dort neben Tiger, Löwe und Jaguar auch noch Schwarze Panther, Nordchinesische und Nordpersische Leoparden gehalten wurden (Ende 1980/Anfang 1990er). Damals war MĂŒnchen in SĂŒddeutschland das Mekka der Grosskatzenfans.
(03.01.2011, 18:30)
Henry Merker:   Als ich im Mai dort war, erschien mir die Anlage recht klein - zumindest, wenn man nur noch eine der beiden Innenanlagen fĂŒr die Jaguarhaltung nutzt. Darum auch meine Aussage. Solange beide Anlagen genutzt werden, ist sie voll und ganz in Ordnung, wenngleich vielleicht die Außenanlage etwas grĂ¶ĂŸer ausfallen könnte - so jedenfalls meine Meinung. Freilich kann der Eindruck auch getĂ€uscht haben, da ich nicht hundertprozentig weiß, wie groß die besagten Anlagen tatsĂ€chlich sind.
(03.01.2011, 17:54)
Sacha:   @Henry Merker: Was war denn Deiner Meinung so schlecht an der Jaguar-Haltung in MĂŒnchen?
(03.01.2011, 09:46)
Henry Merker:   Das hĂ€tte mich jetzt auch gewundert; denn das wĂ€re dann wirklich nicht vertretbar gewesen...
(02.01.2011, 19:58)
Liz Thieme:   In der jetztigen Anlage werden nach dem Tod des Katers keine neuen Jaguare einziehen.
(02.01.2011, 19:02)
Rene Mantei:   Alle Anzeichen deuten darauf hin, die linke Anlage wurde mit schwarzweißen Tejus besetzt, die andere wird noch vom schwarzen Jaguarkater bewohnt.
Wenn er das Zeitliche gesegnet hat wars das wohl mit der Jaguarhaltung.
(02.01.2011, 13:16)
Mirko Schmidkunz:   In einem englischsprachigen Zooforum war zu lesen, dass Hellabrunn die Haltung der Jaguare einstellt. Kann dies jemand bestĂ€tigen.
(02.01.2011, 12:31)
Niedersachse:   Man steht wegen der Abgabe mit dem EEP in Kontakt. Ich gehe mal davon aus, dass er zurĂŒckkehren wird. Zum einen weil er seine ZuchtqualitĂ€t bewiesen hat, zum anderen weil er im Besitz des Zoo sein sollte.
(22.12.2010, 19:53)
Henry Merker:   Ist denn bekannt, wohin Gajendra gehen soll? Und soll er dann spĂ€ter wieder zurĂŒck kommen, oder durch einen anderen Bullen ersetzt werden?
(22.12.2010, 18:43)
Sven P. Peter:   FĂŒr Giraffen, Schweine und Elefanten werden auf den Außenanlagen provisorische Innengehege bis MĂ€rz errichtet. Der Elefantenbulle wird den Zoo verlassen.
(22.12.2010, 17:43)
Michael Mettler:   Eigentlich wird dadurch das neue Giraffenhaus umso notwendiger, da man wohl kaum ĂŒber den Köpfen der Giraffen das Dach erneuern kann...
(22.12.2010, 13:53)
Mirko Schmidkunz:   Das Dach des Elefantenhauses ist marode. Das Haus ist gespeert und gerĂŒchteweise sei eine Summe von 10 Millionen als mögliche Baukosten genannt worden. Hoffentlich wird dadurch nicht das neue Giraffenhaus verschoben.

(22.12.2010, 13:08)
Markus R.:   In der neuesten Ausgabe des Tierparkfreunds war in einem Interview mit Dr. Knieriem zu lesen, dass die neue Humboldtpinguinanlage einen Eckpunkt des kĂŒnftigen Parkteils Amerika bilden soll. Die Verlagerung von "Afrika" in Richtung Isareingang scheint also durchaus Folgewirkungen zu haben. Jedenfalls könnten durch diese Verlagerung auch die Pumas endlich nach "Amerika" hineinwachsen!
Desweiteren wurde angekĂŒndigt, dass man in Hellabrunn in naher Zukunft auch wieder Otter halten möchte - dann jedoch voraussichtlich Kurzkrallenotter...
(10.12.2010, 18:09)
WolfDrei:   Nanu, da regen sich ja doch noch einige Fans - dachte schon nach meiner Heimkehr aus "Afrika", alle seien mit dem Schneefall in tiefsten Winterschlaf gefallen!
(06.12.2010, 12:55)
Michael Mettler:   @Sacha: Der MĂŒnchener Zoochef hat vorher in Hannover gearbeitet :-)
(06.12.2010, 11:20)
Sacha:   Die Humboldtpinguine "rutschen" also in den Parkteil Eurasien - kann mir einer ErklĂ€ren, wie mit dieser Massnahme das Geokonzept gestĂ€rkt wird (siehe Mirkos Eintrag vom 10. 7. 2010)? Ah, nein, ich weiss: Ein peruanisches Frachtflugzeug hatte neben Guano auch noch eine Gruppe Humboldtpinguine an Bord. Auf dem Weg nach - sagen wir - St. Petersburg, ist es irgendwo bei Kiel abgestĂŒrzt. Die Pinguine haben ĂŒberlebt und eine neue Kolonie gegrĂŒndet. Tadah!!!
(06.12.2010, 11:13)
Mirko Schmidkunz:   Die Fischotter wurden abgegeben und ihre Anlage wird fĂŒr die Humboldt-Pinguine umgebaut. Skurriles Argument wird fĂŒr die Abgabe der Tiere auf der Homepage angefĂŒhrt, nĂ€mlich dass der Tierpark durch die Abgabe der Tiere nach Japan seinen Bildungsauftrag wahrnimmt, weil die Japaner jetzt Fischotter besichtigen können.

(04.12.2010, 13:57)
Mirko Schmidkunz:   Das sind fĂŒr mich sehr gute Nachrichten, wenn die Löwen mit in ein neues Giraffenhaus sollen. Wie könnte man die jetztige Anlage nachnutzen. Ich wĂŒsche mir, Ceylon-Leoparden. Aber es kann sein, dass der Architekt oder sonst wer keine Netzstrukturen haben will. Welchen Raubtieren reicht der Wasergraben?

(02.12.2010, 10:47)
Liz Thieme:   Da hier die EisbĂ€renanlage noch gar nicht gezeigt wurde mal eine Grafik. Und noch die anderen Bilder der HP: http://www.tierpark-hellabrunn.de/index.php?id=134

Weiter wird grad das Elefantenhaus renoviert und bei der Neuplanung möchte man das Geokonzept wieder verstĂ€rken und neben den Giraffen auch eine neue Lösung fĂŒr die Löwen finden.

Weiter werden im Januar die Schautafeln im Zoo abgenommen werden, da der Nutzungsvertrag von Seiten des Zoos nicht verlÀngert wurde.
(28.11.2010, 20:44)
Mirko Schmidkunz:   Eine der Jaguaranlage wurde fĂŒr Tejus umgebaut. Die Wildkatzen sind nicht mehr im Bestand. Dort sind die Hornraben untergekommen, die Marabus sind in Anlage gegenĂŒber den Pumas, die zuletzt von einem einzelnen Wildhund bewohnt wurde. Besonders schön war die Gruppe der Silbergibbons zu betrachten, die aus drei unterschiedlich alten Jungtieren besteht.

(02.09.2010, 16:43)
Liz Thieme:   Giovanna und Yoghi sind gestern abend wieder in MĂŒnchen eingetroffen. In einer Woche soll die Anlage eröffnet werden.
(31.07.2010, 15:51)
Mirko Schmidkunz:   Der Umbau der EisbĂ€ranlage soll rund 5 Millionen kosten.
(11.07.2010, 11:00)
Liz Thieme:   Was auch interessant an der Sache ist, die Stadt (mit 93% Hauptanteilseigner des Zoos) wird angeblich nicht mehr in den Zoo investieren als bisher, so dass der Betrag ĂŒber die (nun erhöhten) Eintrittspreise zusammengespart werden muss. Das Giraffenhaus soll bis 2013 entstehen.
Aber selbst wenn der Wegeverlauf verĂ€ndert werden soll, dann bleiben die Kontinente ja da wo sie bisher sind und das Giraffenhaus landet dann in Europa, wo auch schon die Mesopotamischen Damhirsche fehl am Platz sind. Oder will man dann eine LuftbrĂŒcke oder Seilbahn vom Giraffenhaus nach Afrika bauen?!
Wenn man den Geozoo noch weiter untersucht, dann leben natĂŒrlich auch die Orang-Utans auf der falschen Seite des Zoos. Wenn man sie in Afrika halten wĂŒrde, wĂ€re die derzeitige Kamelanlage inkl. Reitbahn. Es ist halt etwas störend, dass bei den Pavianen das Restaurant ist, sonst könnte man den Weg da verlagern und die Savanne und GrĂŒnflĂ€chen auf der anderen Seite verbinden. Aber da es nun auf ein europĂ€isches Afrika hinauslĂ€uft, bin ich mal gespannt, was die Wege daran Ă€ndern sollen.
Ist die FlÀche zwischen Przewalski und Heckrinder reine "FreiflÀche" oder leben da abgesehen von Enten/GÀnsen irgendwelche Tiere? Sonst könnt man da die BÀume abholzen und dort bauen. Finde ich zwar auch nicht gut, aber das wÀre eine Möglichkeit ohne anderen Tierverlust.

Ein sich dem Ende neigendes Projekt ist das Polarium, welches (Anfang) August eröffnet werden soll. Womit es in Berlin bald Abschied nehmen heißt.
(10.07.2010, 18:48)
Mirko Schmidkunz:   Der Tierparkdirektor hat auch noch extra erwĂ€hnt, man wolle das Geokonzept stĂ€rken und die WegefĂŒhrung verĂ€ndern. Nach meiner Meinung nach sollte man das Geokonzept begraben. Wenn man sich nur mal ansieht, wie bedrĂ€ngt der Afrikateil ist, kann man dort nicht auch noch weitere Neubauten unterbringen. Außerdem wĂŒrde ich auch die europĂ€ischen Arten weiter zurĂŒckfahren. Mir wĂ€ren eine TropenbĂ€rart lieber als EuropĂ€ische BraunbĂ€ren und die Wölfe könnte man durch Rothunde ersetzen.
(10.07.2010, 16:27)
Michael Mettler:   Und das nennt sich dann noch "Geozoo"...?
(10.07.2010, 16:05)
Mirko Schmidkunz:   In der SZ stand gestern, dass das Giraffenhaus am Isareingang gebaut werden soll, also vielleicht auf dem GelĂ€nde der Heckrinder.
(10.07.2010, 15:36)
Michael Mettler:   Soweit ich mich an frĂŒhere BeitrĂ€ge im Forum erinnere, an die Anlagen fĂŒr afrikanische Steppentiere, so dass die Giraffen wahrscheinlich mit diesen - zumindest teilweise - vergesellschaftet werden wĂŒrden. Ein spĂ€ter nur teilweise umgesetzter Generalausbauplan des Parks von 1973 sah damals ein begehbares Giraffenhaus zwischen den beiden Afrika-Steppen vor; vielleicht ist dieser Standort nach wie vor ins Auge gefasst.
(08.07.2010, 13:09)
Liz Thieme:   keine Ahnung
(08.07.2010, 13:00)
Sacha:   Wo im Park soll das neue Giraffenhaus gebaut werden?
(08.07.2010, 09:18)
Liz Thieme:   Die Planung fĂŒr ein neues Giraffenhaus hat begonnen, so dass das Elefantenhaus nach dem Auszug der Giraffen nur noch den Elefanten zur VerfĂŒgung stehen soll.
(07.07.2010, 19:38)
Niedersachse:   Das war ja auch nichts gegen die Kompetenz des IZW und es ist mir auch klar dass es um genetische Defekte geht und nicht um die reinen BrĂŒche.
Das war nur was grundsÀtzliches.
(16.06.2010, 21:30)
Liz Thieme:   Bei solch einer Untersuchung guckt man ja nicht ob KnochenbrĂŒche vorliegen, sondern wie sie gebrochen sind und wie die Knochenstruktur ist. Es wird ja bei Jamuna vermutet, dass das Calcium nicht richtig eingelagert werden konnte, dies könnte man dann auch bei dem 2005er Kalb feststellen. Außerdem benötigt man eine Genuntersuchung.
Außerdem dĂŒrfte dem IZW die Geschichte des 2005er Kalbs bekannt sein und auf Grund dessen werden sie dann wohl auch mit besonderer Aufmerksamkeit die Untersuchung durchfĂŒhren.
(16.06.2010, 19:21)
Niedersachse:   Na bei dem 2005er Kalb dĂŒrfte es wohl auch KnochenbrĂŒche geben, die auf die schwere Attacke von Panang direkt nach der Geburt zurĂŒckzufĂŒhren sind.
(16.06.2010, 17:24)
Liz Thieme:   erste Untersuchungsdaten liegen vor: Jamuna Toni hatte zig KnochenbrĂŒchen (manche Medien sprechen von rund 40). Die Pathologen gehen von einer Stoffwechselkrankheit aus. Diese Vermutung sollen noch weitere Blut- und Organuntersuchungen belegen. Es soll wohl noch ein Vergleich mit Panangs anderem Kalb aus 2005 gemacht werden, welches sich im IZW befindet, um eine Erbkrankheit zu bestĂ€tigen bzw. auszuschließen.
(16.06.2010, 15:30)
Liz Thieme:   genaue ErklĂ€rungen gibt der Zoo derzeit direkt auf der Website: http://www.tierpark-hellabrunn.de/index.php

(14.06.2010, 18:06)
Niedersachse:   Verschobene Wachstumsspalten in den Beinen.
War so schlimm, dass sie nur noch liegen konnte.
(14.06.2010, 17:29)
Andreas Murmann:   Das Elefantenbaby Jamuna Toni ist tot. Sein Gesundheitszustand hatte sich wohl so verschlechtert, daß man sich zur EinschlĂ€ferung entschlossen hat.
(14.06.2010, 17:15)
Mirko Schmidkunz:   Zum ersten Mal habe ich im Kinderzoo ein Schild gegenĂŒber von den Borstelschweinen entdeckt, auf dem insgesamt 12 bedrohte Ziegen- und Schafrassen gezeigt werden, die in Hellabrunn gehalten werden. An zwei Stellen waren gemischte Gruppen zu sehen, die aber nur aus Einzeltieren verschiedener Rassen bestehen. Beispielsweise Bulgarenziege, Ouessant-, Soay-, Jakobsschaf, WalliserSchwarzhalsziege. In der Zootierliste fehlt die JĂ€mtlandziege, die ich sicher gesehen habe. Eine weitere neue Art könnte Pommernschaf sein, bei dem bin aber nicht sicher.
(02.03.2010, 12:20)
BjörnN:   Seit Weihnachten gestattet Panang dem Jungtier nicht mehr, zu trinken. Man vermutet eine Wochenbettdepression und ernĂ€hrt das Jungtier, welches 10kg Gewicht verlor, vorerst mit Ersatzmilch.
(31.12.2009, 08:02)
Liz Thieme:   Panang hat wohl ihre Tochter verstoßen, so wird das Elefantenkalb mit der Flasche aufgezogen.
(31.12.2009, 00:11)
RĂŒdiger:   Dank BjörnN
Da kam das Christkindel ja fast pĂŒnktlich. Der dritte Veruch möge GlĂŒck bringen bei der Aufzucht.
Gibt es noch Hoffnung auf eine ander trĂ€chtige Kuh in MĂŒnchen?
(21.12.2009, 19:13)
BjörnN:   Das lang erwartete Elefantenjungtier ist da.
"Panang" hat am 21.12. um ca. 01:30 ein gesundes weibliches Jungtier zur Welt gebracht, welche auf den Namen "Jamuna Toni" getauft wurde.
(21.12.2009, 15:45)
IP66:   Ich finde es schwer, etwas zu den Überlegungen zu sagen, bevor ich die PlĂ€ne einsehen kann. Daß man ohne eine charaktersistche Bepflazung einer Wiese vor einem bewaldeten Steilhang die Anmutung einer Tundra verleihen kann, will sich mir allerdings nicht erschließen.
(28.10.2009, 11:27)
Michael Mettler:   Das Konzept Ă€hnelt also sehr dem der Karlsruher Anlage, nur dass die MĂŒnchener Version deutlich grĂ¶ĂŸer werden wird.
(27.10.2009, 16:00)
Mirko Schmidkunz:   Ich habe den Bericht in der SĂŒddeutschen gelesen. Darin wurde ausgefĂŒhrt, dass eben der Erweiterungsteil als Tundra angelegt wird und damit kann man jedem Besucher didaktisch darauf hinweisen, dass EisbĂ€ren nicht nur im Zoo leben. Es wurde nichts gesagt, ob die Vegetation wirklich original einer Tundra entspricht. Ich nehme an, dass die alte Moschusochsenanlage ĂŒberwiegend begrĂŒnt wird und damit der Landteil auch prozentual also noch grĂ¶ĂŸer als in NĂŒrnberg.
(27.10.2009, 15:15)
IP66:   "Innovativ" hat sich wohl zu einer Antragsvokabel verwandelt, die nurmehr bedeutet, daß das zu fördernde Projekt vom Antragsteller befĂŒrwortet wird. "Marode" bietet den Gegenbegriff, der auch nicht mehr heißt, als daß die bewertende Person das so bezeichnete Objekt nicht mag.
(27.10.2009, 14:09)
Michael Mettler:   Geht hieraus leider auch nicht hervor:
http://www.abendzeitung.de/muenchen/70294
Wie eigentlich jede irgendwo neu geplante oder eröffnete Anlage ist natĂŒrlich auch diese wieder mal "einmalig in Europa". Dass aber ein "Trenngraben" als "störende Barriere" bezeichnet wird und man deshalb lieber auf Komplettverglasung zurĂŒckgreift (die durch Spiegelung, Wassertropfen, Schmutz und Kratzer nur selten einen buchstĂ€blich ungetrĂŒbten Durchblick erlaubt), finde ich schon etwas kurios.
(27.10.2009, 12:14)
Michael Mettler:   @Mirko Schmidkunz: Was genau soll denn an der "EisbĂ€ren-Tundra" die Innovation sein, gab es darĂŒber etwas zu lesen?
(27.10.2009, 11:54)
IP66:   Offiziell soll der Architekt der Altanlage auch die Neudekoration und Erweiterung betreuen - mal schauen, was der vom Werk seiner Reifezeit ĂŒbrig lĂ€ĂŸt ...
(27.10.2009, 10:32)
Mirko Schmidkunz:   Zuletzt fand die Grundsteinlegung fĂŒr den Umbau der EisbĂ€ranlage statt. Die FlĂ€che soll etwa verdreifacht werden. Die Kosten liegen bei 5 Millionen und die Moschusochsenanlage wird als Tundra-Anlage gestaltet, was so noch nie gemacht worden sein soll. Der Beton soll wohl unter Nagelfluh verschwinden.
(27.10.2009, 10:22)
Liz Thieme:   in Bayern 3's Sendung "Zwischen Spessart und Kawendel" wurde gerade ein Abschiedbeitrag zu Henning Wiesner gebracht.

Neuer ist Andreas Knieriem. Er beginnt offiziel seinen Job am 1.12.2009.
Nach seiner Approbation war Knieriem zunÀchst als Stellvertretender Tierarzt der Zoo Duisburg AG tÀtig. Seit 1996 ist der promovierte VeterinÀrmediziner der stellvertretende Zoologischer Leiter und leitender Tierarzt bei der Zoo Hannover GmbH.
(24.10.2009, 18:21)
Michael Mettler:   @IP66: Zu den BĂ€umen auf Gibboninseln siehe Thread "AffenhĂ€user vor 1945" und darin die Diskussion im Juli/August 2007.
(09.06.2009, 12:58)
Gudrun Bardowicks:   Auch in Hannover leben die Gelbwangengibbons auf einer Insel mit BĂ€umen, die zu Beginn der Besetzung der Anlage mit den Gibbons auch noch am Leben waren. Leider hielten die BĂ€ume das Annagen und Klettern der Gibbons auf ihnen nicht lange aus, so dass sie leider recht schnell abstarben und die Gibbons in Hannover nun leider nur noch tote BĂ€ume mit kĂŒnstlichen Kletterlianen zur VerfĂŒgung haben. Dadurch wirkt die Anlage dort jetzt leider so unansehnlich unattraktiv. Allerdings gefĂ€llt mir die Hannoveraner Gibboninsrel auch aufgrund der geringen GrĂ¶ĂŸe nicht besonders gut. Da sind die relativ großzĂŒgigen und mit vielen Klettermöglichkeiten ausgestatteten Affeninseln in MĂŒnchen sicherlich sehr viel besser fĂŒr die dort gehaltenen Tiere geeignet. Allerdings finde ich lebende BĂ€ume optisch auch sehr viel schöner als BambusstangengerĂŒste, weshalb ich mich auch nicht fĂŒr die Affeninseln in Berlin-Friedrichsfelde fĂŒr Gibbons und Kattas begeistern kann, auch wenn dort zumindest die Gibbons viele Klettermöglichkeiten haben.
Affeninseln und auch Gibboninseln mit lebenden BĂ€umen sind sicherlich die beste Lösung fĂŒr MĂŒnchen-Hellabrunn, alletrdings mĂŒssten die ausgewĂ€hlten BĂ€ume bereits Ă€lter sein, wenn sie nicht das Schicksal der hannoverschen JungbĂ€ume teilen sollen, da Gibbon gerne einmal BlĂ€tter fressen und die Rinde abfressen. Diese Behandlung durch die Tiere ĂŒberleben auf Dauer sicherlich nur bisher gesunde Ă€ltere BĂ€ume.
(09.06.2009, 11:52)
IP66:   Ich bin mir nicht ganz sicher, ob auf den ersten Gibboninseln, die wir damals ermittelt haben, BĂ€ume standen. Allerdings, und das ist in diesem Zusammenhang vielleicht wichtiger, wĂŒrde ich auch sagen, daß die Gestaltung von KlettergerĂŒsten als skulpturenartige Gebilde wohl als Nachkriegserscheinung verstanden werden muß, auch wenn es expressionistische Vorformen, etwa in Leipzig gab. Die Gestaltung von KlettergerĂŒsten in AffenkĂ€figen, vor allem im 19. Jahrhundert, wĂ€re wohl einen eigenen Thread wert, zĂ€hlen diese in den meisten Bauten doch zu den raumprĂ€genden Elementen.
(09.06.2009, 11:25)
Andreas Knebel:   Nur um keine Verwirrung aufkommen zu lassen: DIESER Entwurf wird NICHT gebaut!
(06.06.2009, 15:10)
Andreas Knebel:   Ein bischen "Mikado" gibt es auch im Entwurf von Oxen+Partner fĂŒr das neue Menschenaffenhaus der Wilhelma: http://www.oxen-partner.de/projekte/wettbewerbe/06/seite_02/seite_04
(06.06.2009, 14:33)
Michael Mettler:   Meines Wissens ist die Haltung von Gibbons auf baumbestandenen Inseln (und sei es nur ein einzelner Baum) ÄLTER als die auf Inseln mit kĂŒnstlichen Klettermöglichkeiten bzw. Totholz. Über die Geschichte die Affeninseln hatten wir ĂŒbrigens irgendwo im Forum schon mal Material gesammelt.
(05.06.2009, 18:35)
IP66:   Ich wĂŒrde die BambusklettergerĂŒste in MĂŒnchen in einen "abstrakten" Kontext stellen. Die Menschenaffenstation zĂ€hlt ja zu den wichtigsten faschistischen Tierhausbauten in Deutschland und setzte, nicht zuletzt wegen der GrĂ¶ĂŸe der Innenanlagen, haltungstechnisch in der Nachkriegszeit sicherlich noch Standards, die ĂŒber Frankfurt hinausgingen. Insofern wollte man sie weiter nutzen, aber gerade die Schauseite mit dem monumentalen Rundbogenportal zum Hof ließ sich durch druch eine Reihe solcher KletterbĂ€ume ganz gut und preiswert "entschĂ€rfen". Und es gehörte ja nachgerade zum bundesrepublikanischen Grundkonsens, daß abstrakte Kunst nach dem Muster Kandinskys der einzig ware Gestaltungsweg sei, und da nehmen sich KelettergerĂŒste, die an Skulpturen von Norbert Kricke gemahnen, vielleicht noch heute ganz gut aus, vor allem in Verbindung mit dem grĂŒnen Tarnanstrich. Dergleichen Bambus kam allerdings auch weiter östlich zum Einsatz, etwa auf der Gibbonanlage in Friedrichsfelde, oder, als Imitation, bei den BrĂŒckengittern in der dortigen Freiflughalle. In mancher Hinsicht mögen die Stangen sogar mehr Klettermöglichkeiten bieten als ein einzelner Baum. Wenn ich es recht ĂŒbersehe, dĂŒrfte Wuppertal neben den Inselhaltungen in Köln und Berlin (im ZOO) sogar auch im europĂ€ischen Kontext recht frĂŒh die Naturbaumhaltung erprobt haben.
(05.06.2009, 18:26)
Mel:   @M.Schmidkunz: Ich glaube nicht das in Fr. Thieme Ihrem Beitrag die MĂŒnchener Anlage als solche,als schlecht betitelt wurde oder abgewertet. die Wertung bezog sich lediglich auf den "Bambusstangenwald" und basiert auf persönlichen optischen empfinden, welches ja bei jedem anders ist. Das war keine Wetrtung der Anlage an sich als solcher. Nur eine optische Wertung des Enrichtments, welches sicherlich mit echten BĂ€umen um einiges schöner und abwechslungreicher wĂ€re. Ich selbst finde die MĂŒnchener Gibbonanlagen vom Grundprinzip und Haltungsmethodik her auch sehr vorbildlich finde aber auch das "Bambus-Mikado" nicht gerade sehr schön.
(05.06.2009, 18:10)
BjörnN:   Die Hellabrunner Gibbon-Anlage ist absolut vorbildlich, meiner Meinung nach ebenso wie die Anlage in der Wilhelma.
(05.06.2009, 17:24)
Mirko Schmidkunz:   Wenn die Hellabrunner Anlage laut Frau Thieme so schrecklich ist, was sagt man dann zu den Gibbons ohne Außenanlage in Köln, was zu den Gibbons in den unansehnlichem Altanlagen in Duisburg, im Berliner Zoo oder in der Wilhema. Und man könnte noch viele andere Anlagen nennen. Insgesamt muss man wohl sagen, dass Hellabrunn seine Affenanlagen in vorbildlichem Zustand hat.

(05.06.2009, 17:12)
Michael Mettler:   Nun stammt das Hellabrunner Bambus-Mikado (daran erinnert mich die Anlage jedenfalls immer) aus einer Ära, in der den Zoos die FunktionalitĂ€t wichtiger war als der natĂŒrliche Eindruck. Zu dieser Zeit hangelten Gibbons in anderen Zoos, die heute naturnĂ€here Anlagen haben, z.T. noch an hölzernen und noch viel kĂŒnstlicher wirkenden Turnstangen herum. Im Vergleich zur alten Leipziger Anlage z.B. wirkte die MĂŒnchener geradezu wie Erlebniszoo :-)
(04.06.2009, 20:12)
Liz Thieme:   jetzt hast du mich ertappt. Bei den Siamangs wurde ich vorbeigezogen, daher hab ich keine Erinnerung daran. Hab aber grad gegooglet, sieht mir mehr nach BaumstĂ€mmen als nach lebenden BĂ€umen aus. Aber ich lass mich gerne auch ĂŒberzeugen, dass dem nicht so ist.
Dann wĂ€ren aber die auch die Einzigen der grĂ¶ĂŸeren Affen, die keine Bambusstangen haben.
(04.06.2009, 20:00)
Michael Mettler:   Ist meine Erinnerung veraltet, oder hat nicht sogar MĂŒnchen selbst auch Siamangs auf baumbestandenen Inseln...?
(04.06.2009, 19:41)
Matthias:   Planckendael hĂ€lt Weisshandgibbons auch auf lebenden BĂ€umen.
(04.06.2009, 18:43)
Liz Thieme:   man muss gar nicht aus Deutschland raus, um Gibbons auf BĂ€umen zu sehen. In Eberswalde wohnen die Gibbons auf lebenden BĂ€umen. MĂŒsste nachgucken welche Art, aber ich glaube es waren Eichen. Also schaffen es selbst kleine Zoos diese "Besonderheit".
Ich habe ja auch nichts gegen vereinzelte solcher Stangen, aber einen Bambusstangenwald, find ich persönlich einfach nur hÀsslich.

AmeisenbÀren bei denen man die Besonderheiten nicht sieht? Welcher Zoo hat denn so komische Anlagen? Bzw welche Besonderheiten sind dann gemeint, die Miniatur-Wimpern?
(04.06.2009, 18:32)
Holger Wientjes:   Mir fallen noch die Inselhaltung in Wuppertal mit Weisshandgibbons sowie die grosse "Rimba"-Anlage in Arnheim mit Siamangs ein.
(04.06.2009, 18:26)
BjörnN:   Auch Leipzig hĂ€lt seinen Gibbon mit den Orang-Utans zusammen auf einer Anlage mit lebenden BĂ€umen, auch wenn diese momentan eine Pause zum Nachwachsen haben...
(04.06.2009, 17:26)
Sacha:   @Mirko Schmidkunz: Dann können dies - mit Verlaub - aber nicht allzu viele gewesen sein. Schmiding in Oesterreich, Emmen in Holland und viele Zoos in den USA (u.a. Metrozoo Miami, Bronx Zoo New York im Sommer) halten Gibbons auf Anlagen mit lebenden BĂ€umen.
(04.06.2009, 17:24)
Mirko Schmidkunz:   Ich kenne keinen Zoo, den ich gesehen habe, der Gibbons auf BĂ€umen hĂ€lt.

(04.06.2009, 17:14)
Holger Wientjes:   @M.Schmidkunz: "...aber mir ist derzeit kein Zoo bekannt, der das umgesetzt hat."
Bezieht sich das jetzt auf die Bambusstangen oder auf die Gibbonhaltung auf NaturbÀumen ?
(04.06.2009, 17:10)
Mirko Schmidkunz:   In der Anlage bei den Pumas ist nur ein Wildhund untergebracht, der wahrscheinlich nicht in die Gruppe integrierbar ist. Ob die Gibbons unbedingt BĂ€ume haben mĂŒssen, kann ich nicht sagen, aber mir ist derzeit kein Zoo bekannt, der das umgesetzt hat. Ich wĂŒschte mir bei den Affen, dass die sehr hĂ€ufig gehaltenen Affen wie Vari, Katta, Mandrill gegen Languren, Stummelaffen, seltene Lemuren eingetauscht werden. Besonders interessant fand ich zuletzt, den AmeisenbĂ€ren ganz nah durch die Scheibe zu beobachte. Gerade bei diesen Tieren sieht man eben bei den Freianlagen kaum die körperlichen Besonderheiten. Sehr schwach finde ich, dass viele Tiere nicht einer Beschilderung wĂŒrdig erachtet werden. Vögel und Reptilien im Dschungelzelt, die meisten Wasservögel,etc. Es ist bedenklich, wenn irgendwelche Designvorgaben wichtiger sind als eine selbstverstĂ€ndliche Information der Besucher.
(04.06.2009, 17:02)
Liz Thieme:   Komme gerade aus MĂŒnchen wieder.
Ingesamt habe ich einen ganz guten Eindruck, aber das mag an dem ganzen GrĂŒn gelegen haben, keine Ahnung wie ich den Zoo im Winter beurteilen wĂŒrde. Aber das Gras war so hoch, dass ich keinen Wildhund gesehen habe, aber das Gras hat eindeutige Zeichen gegeben, dass sich da einer drin bewegt.
Schrecklich finde ich aber einfach diese Bambusstangen-WĂ€lder bei den Affen, besonders bei den Gibbons. warum kann man denen nicht mal BĂ€me hinsetzen? Andere Zoos schaffen das doch auch :(
Erschrocken war ich jedoch ĂŒber das eine Mandrillweibchen, das derzeit auch ein Jungtier betreut. Sie trĂ€gt zwei extreme GeschwĂŒlste in einem Sack am Hals, erinnert eher an was anderes.
Bei den EisbÀren habe ich nur zwei Tiere anstatt der angeblichen drei gesehen.

Zu eurer Moschusochsen-Diskussion aus dem Dezember. Sie sind immer noch da.

Komisch finde ich, dass die Wildhunde an zwei Stellen im Zoo zu finden sind. Zum einen wie im Wegweiser auch gesagt nebenan am Dschungelzelt und zum anderen bei den Pumas in der NĂ€he (rĂŒckwĂ€rtig der Schneeleoparden).

(02.06.2009, 16:28)
Mirko Schmidkunz:   Nur kleine VerĂ€nderungen: Mongolische RennmĂ€use ersetzen die Lemminge, im Elefantenhaus wird eine Anlage fĂŒr Pythons gerade umgebaut, Nachwuchs bei Wildkatzen, neu sind SichelpfeifgĂ€nse auf der mittleren KĂ€nguru-Anlage.
(21.05.2009, 18:28)
Shensi-Takin:   @MM: Mit dem Unterschied, dass in Form des Alaska-Moschusochsen ein "Ueberlebender" vorhanden waere, fuer den es keinen Stellvertreter beduerfte...;)
@André Haubrich: "Einige Schwaechen" ist noch sehr gelinde ausgedrueckt.
(05.12.2008, 07:43)
AndrĂ© Haubrich:   Wobei MĂŒnchen ja auch insgesammt einige SchwĂ€chen in seinem Geo-Konzept hat. Aber immerhin etwas geordnet als garnicht.
Dortmund ließe sich auch zum geozoo machen.

(04.12.2008, 20:23)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Nun, auch der rezente Bison könnte als ĂŒberlebender Stellvertreter seines in Alaska verbreiteten Verwandten aus Beringia-(Eis)Zeit betrachtet werden - aus Ă€hnlichen GrĂŒnden stehen schließlich in Hellabrunn die Przewalskipferde im Parkteil Europa...
(04.12.2008, 19:39)
Shensi-Takin:   Was die Aldabra-Riesenschildkroeten ( Dipsochelys dussumieri) in der Masoala-Halle angeht: das ist in Hinblick auf Dipsochelys abrupta und D. grandidieri nun wirklich nicht weit herbeigeholt. D. dussumieri ist sozusagen ein ueberlebender "Stellvertreter".
(04.12.2008, 16:00)
Shensi-Takin:   @IP66: Am Ende gelingt vielleicht sogar dank der Moschusochsen der Durch-Bruch...;)
@MM: Von ein paar Ausnahmen wie Nacktmull und Kongorosenkaefer abgesehen, naehert sich das Muenchner Riesenschildkroetenhaus aber in gewisser Weise dem in unseren Planungsspielen immer wieder gern herbeigewuenschten (und wenigstens in Chester und vielleicht auch bald in Heidelberg realen) Inseltierhaus: nebst der "Hauptdarsteller" im Form der Riesenschildkroeten waeren das z.B. die Grossen Vasa-Papageien, die Anolis, der Neuguinea-Flossenfuss, die Australischen Gespenstschrecken, Phelsumen, Madagaskar-Erdchamaeleon, -Fauchschaben usw. zu nennen. Drueckte man beide Augen zu, koennte man das zoogeographisch grob unter "Inseln" verbuchen. ;)
(04.12.2008, 15:50)
Michael Mettler:   @Sacha, auch wenn die Verbindung zum Threadthema MĂŒnchen gerade "entlĂ€uft": PrĂ€riebisons und -hunde sind in Yukon Bay nachtrĂ€glich eingeplant worden. Erstere, um sich nicht von der Tierart trennen zu mĂŒssen (sind nur ausgelagert) und weil die ursĂŒrpnglich geplante Ponyreitbahn entfiel (und somit Platz frei wurde), letztere, weil immer wieder Besucher nach ihnen fragten, so dass man zu ihren Gunsten die PolarfĂŒchse cancelte - die aber vielleicht doch noch "durch die HintertĂŒr" wieder dazukommen könnten. Aber wie war das doch gleich in ZĂŒrich mit Seychellenschildkröten in der Madagaskarhalle...? :-)

Ha, und jetzt kriege ich den Bogen doch wieder hin: Das Schildkrötenhaus in MĂŒnchen ist ja auch "alles andere als geo"...
(04.12.2008, 14:55)
IP66:   Immerhin wĂ€re die Moschusochsenhaltung in einer Kunstfelsanlage eine Art HĂ€rtetest fĂŒr Material und Hersteller ...
(04.12.2008, 10:44)
Sacha:   @Michael Mettler: Schwarzschwanz-PrĂ€riehunde im Yukon-Gebiet???? - Da stimmt doch etwas nicht.....aber halt, jetzt verstehe ich erst: Eine Gruppe von PrĂ€riehunden hat sich beim Graben (wegen der KlimaverĂ€nderung?) so verirrt, dass sie Richtung Norden abdriftete und erst im Yukon-Territory an die ErdoberflĂ€che kam. Und weil dort der Lebensraum noch weniger dicht von Menschen besiedelt ist als ihr bisheriger, sind sie gleich dort geblieben (PS: Schöne GrĂŒsse an den nördlichsten Pinguinzoo der Welt, und der Zoo Hannover kann diese ErklĂ€rung im Bedarfsfall gleich 1:1 ĂŒbernehmen).....:)

Die Waldbison dĂŒrften - schaut man sich deren ehemaliges Verbreitungsgebiet an - das Yukon Territory höchstens gestreift haben.... Aber es sind wenigstens Kanadier und keine PrĂ€riebisons aus dem Westen der USA, das stimmt schon.
(04.12.2008, 10:08)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Alternativ hege ich auch immer noch die Hoffnung, dass es fĂŒr Yukon Bay wenigstens WALDbisons werden - auch die wĂ€ren ja aus MĂŒnchen zu beziehen (zumindest dortige Nachzucht), und falls Hellabrunn in einem Jahr auch ein paar ĂŒberzĂ€hlige PrĂ€riehunde haben sollte, können sie die gleich mit einpacken...
(04.12.2008, 09:27)
Shensi-Takin:   @MM: War ja klar, dass Ihnen das Moschusochsen-Angebot gefallen wuerde; und dann noch Twist-esk nach einem Nachschlag verlangen...;) Passender als Bisons (oder Pinguin-Tanker) waeren die Moschusochsen allemal.
@André Haubrich: Bleibt zu hoffen, dass die "Epoche" "architektonischer Wunderwerk(e)" in Hellabrunn mit dem Abgang Wiesners ihr Ende gefunden hat...
(04.12.2008, 08:13)
Michael Mettler:   @IP66: WĂŒrde mich auch nicht wundern. Es gab ja auch schon Modewellen mit grĂ¶ĂŸeren Gepardengehegen, begehbaren Limikolenvolieren, großen Gorilla-Anlagen, begehbaren Lemurenanlagen (DIE Mode ist immer noch aktuell, Amsterdam baut gerade eine) usw....
(03.12.2008, 19:34)
AndrĂ© Haubrich:   @IP66:
Knut und Flocke machenŽs möglich =)
Dabei fand ich die Moschusochsenanlage in Hellabrunn sehr gut, wenn die EisbĂ€ren den ganzen Platz bekommen, wĂŒrde die Anlage schon groß.
Aber vllt baut MĂŒnchen ja auch dort noch ein "architektonisches Wunderwerk"
(03.12.2008, 19:21)
Sven P. Peter:   Just heute ist die Vereinszeitung aus MĂŒnchen eingetrudelt.

Im Abschnitt ĂŒber die Zukunft steht auch ein kleiner Satz wegen den EisbĂ€ren.

"Aufregende VerĂ€nderungen die MaßstĂ€be setzen: EisbĂ€renanlagen werden immer grĂ¶ĂŸer, wir können nur auf begrenztem Raum optimieren [...]"
(03.12.2008, 18:03)
IP66:   Ein wenig beschleicht mich die Ahnung, großflĂ€chige EisbĂ€renanlagen könnten als Modeerscheinung die Monumentalbauten fĂŒr RĂŒsseltiere ablösen ...
(03.12.2008, 17:18)
Michael Mettler:   Och, ich hĂ€tte nichts dagegen, wenn in Yukon Bay Moschusochsen statt Bisons einziehen wĂŒrden, auch wenn sich dann die Kosten fĂŒr die massiven Absperrungen erhöhen. Und dazu dann bitte noch die Lepiziger Dallschafe, die ja dort auch nicht mehr ins Konzept passen :-)
(03.12.2008, 14:15)
Shensi-Takin:   @Sacha: Irgendwie erinnert mich das (mal wieder) an "Wilde Kreaturen"-mit dem Unterschied, dass Rollo Lee Moschusochsen, da potentiell gefaehrlich, wohl als akzeptabel eingestuft haette...;)
Ich gebe zu: das Moschusochsengehege ist eher ein Ruhepol im Zoo, an dem die meisten Besucher rasch vorbeigehen. Gerade das ist aber auch angenehm zwecks (auch einheimischer) Tierbeobachtung-und mit ein wenig einnehmender Praesentation von sowohl Biber als auch Moschusochse koennte man diese auch fuer den ONB interessanter machen.
@IP66: Vielleicht ist die Hangerweiterung schon zusaetzlich mit eingeplant?

Sorry fuer den falschen Artikel im vorherigen Beitrag-hatte Tages"blatt" noch schnell in Tages"zeitung" abgewandelt...
Welcher Zoo soll die Moschusochsen bekommen? Zurueck nach Berlin? Pilsen? Oder gar zur nachtragelichen "Yukon Bay"- Verstaerkung nach Hannover-frei nach dem Motto: "Ihr kriegt den Knieriem, und wir dafuer Moschusochsen und Kanadabiber". ;)
(03.12.2008, 11:52)
IP66:   Kann man die EisbĂ€renanlage nicht den Hang hinauf erweitern? Zwei SĂ€ugerarten weniger (Moschusochsen und Bieber) fallen auch in MĂŒnchen auf, auch wenn im nicht allzuweit entfernden NĂŒrnberg hinkĂŒnftig ja auch weniger Tiere mehr Besucher anziehen sollen.
(03.12.2008, 11:00)
Sacha:   @Shensi-Takin: Das lese ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend wegen der StĂ€rkung des Geokonzepts, weinend wegen der Abgabe der Moschusochsen. Wie kann man nur?!? Klar sind es keine Besuchermagneten. Aber wenn ich an unnötige Huftier-Platzhalter (gerade im Haustier- und "RĂŒckzĂŒchtungs"-Bereich) denke, dann sollte fĂŒr eine echte, unterartenreine RaritĂ€t wie die Alaska-Moschusochsen noch ein Gehege frei zu machen sein.
(03.12.2008, 09:30)
Shensi-Takin:   Zurueck zum Thema "Neuer Direktor": Mir ist ein Artikel des kostenlosen "HeuteMuenchen"-Tageszeitung in die Haende gefallen; darin erwaehnt der "Neue" der Presse ggue. u.a., dass er das Hannover-Erlebniszoo-Konzept nicht auf Muenchen uebertragen, staerker auf das Geozoo-Konzept eingehen und sich mehr im internationalen Artenschutz engagieren will. Im anschliessenden Artikel werden auch zukuenftige Bauprojekte erwaehnt: der Aufsichtsrat des Zoos hat "gruenes Licht" fuer die Umgestaltung/Erweiterung der Eisbaerenanlage gegeben. Die derzeitige Moschusochsen-Anlage wird darin integriert werden. Die Moschusochsen selbst werden abgegeben, da "keine Besuchermagneten".
(03.12.2008, 08:21)
IP66:   Ich bin insofern in einer schwierigen Lage, als mir sowohl das Aquarium in MĂŒnchen wie auch jenes in Arnheim gefĂ€llt. MĂŒnchen bietet einen sehr großzĂŒgig angelegten Überblick ĂŒber verschiedene LebensrĂ€ume und Fischformen in hier und da in der Tat ĂŒberbesetzten Becken. Artenvielfalt, Lebensgemeinschaften und vor allem die Unterschiede von LebensrĂ€umen kann man hier sehr gut nachvollziehen. Arnheim hingegen beschrĂ€nkt sich auf ein Sammelsurium von Fischen und Wirbellosen aus den warmen Meeren, daß sich mehrheitlich aus noch nicht gezĂŒchteten Arten zusammensetzt. Das ist mein Hauptkritikpunkt, ergĂ€nzt um die mangelhafte Beschilderung, die es dem Besucher unmöglich macht, einen Fisch zu identifizieren. Die didaktische Lösung, den Besucher in das Meer hinunterzufĂŒhren, gefĂ€llt mir sehr, die Kunstfelsdekorationen emfpinde ich als akzeptabel, die Einbindung der Becken in den Kontext und vor allem der Effekt eines pelagischen Lebensraums scheint mir dagegen verbesserungsfĂ€hig - so sehr, daß ich es leichter finden wĂŒrde, im mĂŒnchner Aquarium die Lebensweise pelagischer Formen zu erlĂ€utern.
In MĂŒnchen wĂŒnschen wĂŒrde ich mir allerdings einen Neuanstrich und eine der Entstehungszeit angepaßte Deckenverkleidung. Abdunkeln wĂŒrde ich den Raum nur ungern, und eine Verwendung als Pflanzenhaus scheint mir wegen des Fehlens von Naturlicht problematisch. Überhaupt sehe ich mit einiger Sorge, wie sich, nicht zuletzt in meinem Heimatzoo, die Bepflanzung manches Tierhauses in eine Sterbeklinik fĂŒr Produkte des Großhandels verwandelt. Ich habe einige Schwierigkeiten, die ethische Verwantwortung Lebewesen gegenĂŒber zu vermitteln, wenn ich inmitten wegen Fehlpflanzung und mangelnder Pflege dahinsterbenden GewĂ€chsen stehe. Eine derartige Pflanzenpalliativanstalt im mĂŒnchner Aquarium kann mich so nur wenig begeistern.
(30.11.2008, 15:52)
Shensi-Takin:   @Michael Schulz: Stimme da in vielen Punkten ueberein-auch wenn es mir um die POS leid taete...
Leider scheint der Trend Richtung Nachttierhaeusern in europaeischen Zoos eher abgeflaut zu sein; andernfalls koennte man das Aquarium in ein solches umgestalten. Thematisch liesse sich da auch ein schoener Anschluss an die Primaten (Loris, Galagos, Makis etc.) erstellen-sozusagen als Ergaenzung der Villa Dracula-Fledermausanlage.
Und wo wir grad mal so schoen beim Planen sind: Loewen weg, statt Riesen-Wassergraben lieber Netzumspannung und dann Anlage als Zweitgehege fuer die Jaguare nutzen. MEn waere das eine bessere Haltung als Loewen auf dem "Dschungel"-Praesentierteller...
(29.11.2008, 09:08)
Michael Schulz:   Ich denke ich spreche nicht nur fĂŒr mich, wenn ich behaupte, dass trotz diverser Umbauten im Aquarium, doch gerade dieses GebĂ€ude sehr nach Optimierung schreit. Das Becken fĂŒr die Riffhaie beispielsweise ist nicht nur optisch ein Graus, sondern auch die GrĂ¶ĂŸe lĂ€sst zu WĂŒnschen ĂŒbrig. Generell wirkt das Aquarium im Ganzen sehr bedrĂŒckend.

Generell sehe ich hier die Möglichkeit, das Aquarium in eine Reptiliensammlung umzugestalten und den dĂŒsteren Keller in eine Art Regenwald zu verwandeln. WĂŒrde sich thematisch auch recht gut zwischen den beiden Affen-Komplexen einfĂŒgen und die Grundsubstanz des GebĂ€udes wĂŒrde nicht angegriffen werden.

NĂ€chste Baustelle Elefantenhaus. Ich denke auch hier ist man sich einig, dass die Innenanlage, wenn man es so nennen mag fĂŒr die Giraffen mehr als knapp bemessen ist. Auch die Aussenanlage ist verbesserungswĂŒrdig. Hier könnte, oder sollte man vielleicht auf die PO-Schweine verzichten und sowohl Innen-als auch Außenanlage den Giraffen zukommen lassen.

Der Australienbereich ist grĂ¶ĂŸentechnisch eigentlich nicht zu bemĂ€ngeln, jedoch wird dieser sehr unglĂŒcklich prĂ€sentiert. Auf gut deutsch gesagt, es wĂŒrde noch nicht mal auffallen wenn er plötzlich weg wĂ€re.

Zu den Betonbunkern des Polariums denke ich muss ich nicht mehr viel sagen. Da hilft nur eins, dem Erdboden gleich machen und alles auf Anfang.

Der Kinderzoo wurde schon ausfĂŒhrlich behandelt.
GrundsĂ€tzlich bedarf es im Asienbereich keiner nennenswerten Verbesserungen, hier finde ich die Anlagen sehr gut genutzt und auch wenn das Nashornhaus wirkt als sei das Ufo aus Area 51 nach MĂŒnchen transportiert worden, so sehe ich den Komplex doch als relativ modern an im vergleich zu den meisten anderen Zoologischen Einrichtungen in Deutschland.

Zu guter letzt die Raubtieranlagen im Asienbereich, die ich bereits angesprochen hatte. Hier sehe ich grĂ¶ĂŸtenteils eher ein Ă€sthetisches Problem, viele Anlagen wirken wie Provesorien (sorry falls ich es falsch geschrieben habe), so zum Beispiel die ausgelagerten Wildhunde, ehemals TĂŒpfelhyĂ€nen, der Wildkatzenverschlag, ja sogar der Schneeleoparden"kĂ€fig" und der versteckte Luchs neben die Vielfraßen.

Fazit:
Handlungsbedarf besteht in MĂŒnchen schon seit langem. Seit der Eröffnung des Urwaldhauses gab es nicht sehr viele innovative VerĂ€nderungen in einem Park, der eigentlich aufgrund seiner landschaftlichen Gestaltung wesentlich grĂ¶ĂŸere und bessere Möglichkeiten bietet.
(28.11.2008, 20:42)
AndrĂ© Haubrich:   Den Ocean von Aenheim ist kein Vergleich zum Hellabrunner Aquarium.
Das ist Ă€hnlich wie das Exotarium oder das Wuppertaler und Kölner und Arnheim ist voller Groß!becken.
(28.11.2008, 15:41)
Sacha:   @IP66: Ich bezweifle, ob Arnheim mit Ozeanarium und Bush tatsĂ€chlich weniger Fischarten zeigt als MĂŒnchen. Sicher nicht DEUTLICH weniger. Und wenn wir die Wasser-Wirbellosen mitzĂ€hlen, dann liegt Arnheim vermutlich sogar vorn.
(28.11.2008, 15:25)
Shensi-Takin:   Bzgl. Hellabrunner Zwergesel- und Rinderhaltung: u.a. Platzmangel/-ueberbelegung (s. Hinterwaeldler, Dahomey), nicht optimaler Bodenbelag (s. auch Bockhufe bei Haflinger und Esel), fehlende Environmental Enrichment-Elemente. Da habe ich schon bessere Massentierhaltungen gesehen...
"immer modische Bedenken"? Ich versuche da immer zuerst die praktischen Vor-und Nachteile fuer Mensch und Tiere zu sehen; erst dann die (subjektive) Aesthetik. "Kalte Suesswasserabteilung"= 1 ueberfuelltes Becken. Gleiches gilt fuer "Grossbecken fuer Grossfische"; die Darstellung von Lebensraeumen haelt sich relativ in Grenzen. Durch den Anschluss ans Menschenaffenhaus kann man von raeumlicher "Abgelegenheit" eher nicht sprechen.
(28.11.2008, 14:26)
IP66:   Ich neige in der Tat dazu, vor eilfertigen Abrissen von GerbĂ€uden der letzten dreißig Jahre abzuraten - zum einen, weil sie meist nicht so veraltet sind, wie ihre Gegner behaupten, zum zweiten, weil bei ihrer Ablehnung immer modische Bedenken gegen den gerade ĂŒberwundenen Stil eine Rolle spielen. Beim Nashornhaus spielt da die frĂŒhe Postmoderne eine Rolle, beim Raubtierhaus die Nachfolgemodelle der von Tieren bewohnten GlasgebĂ€ude, die das mĂŒnchner Beispiel ĂŒberholt haben. Ich denke, daß man hier eher verbessern und umbauen sollte, um zeitgemĂ€ĂŸe Anlagen zu erreichen.
Was ist an der Zwegesel- und Rinderhaltung denn so problematisch?
Die Aquariensituation scheint mir so unglĂŒcklich nicht: Es gibt sogar eine kalte SĂŒĂŸwasserabteilung, Großbecken fĂŒr Großfische und einige neue Landschaftsanlagen im Menschenaffenhaus. Sicherlich bietet der Aquarzoo in DĂŒsseldorf mehr, aber die Aquarien in Wuppertal oder Arnheim zeigen deutlich weniger Arten und auch deutlich weniger LebensrĂ€ume und Klimalandschaften - und selbst das recht abgelegene alte Aquarium wird von vielen Besuchern aufgesucht, was fĂŒr eine gewisse PopularitĂ€t spricht.
(28.11.2008, 14:01)
AndrĂ© Haubrich:   Was ist denn an dem Kinderzoo in MĂŒnchen so schlimm? Die Nutztiere haben noch mehr Platz als viele in Massentierhaltung (Ironie).
Die Pflegergerechtigkeit in Dschungelzelt und Nashornufo kenne ich nicht, aber es ist schon etwas seltsam, Löwen im Regenwald zu sehen.
Große und moderne GebĂ€ude fĂŒgen sich eben in alte Landschaften nicht besonders gut ein, aber zumindest der optische Eindruck hat mich weniger gestöhrt.
(28.11.2008, 13:51)
Shensi-Takin:   @IP66: "Einfache Maßnahmen" schliessen dann wohl auch Vorschlaghammer und Abrissbirne mit ein...Gelassenheit bzw. Schicksalsergebenheit ist bei manchem der genannten Gebaeude wohl fuer direkt betroffene Tier & Mensch nicht unbedingt anzuraten; vielleicht eher von menschlicher Seite das Dingen auf Besserung und Lernen aus Fehlern. Interessant, dass Sie als fast schon obligatorischer Fuersprecher alter Anlagen u.a. ein Tierhaus neueren Datums in Schutz nehmen, fuer das mit ein eigentlich unter Denkmalschutz stehendes Tierhaus weichen musste...
Nicht nur die Haltung grosswuechsiger (uebrigens keine Riesenesel mehr im Bestand) Haustiere verschlechterte sich-s. Hinterwaeldler-Rind oder Zwergesel.
Was Tieraerzte und merkantile Kriterien bzw. "Verwaltungs- und FĂŒhrungkompetenzen" angeht-der Beruf bringt eine gewisse Flexibilitaet auch in dieser Hinsicht mit sich. ;)S.a. Leipzig...

Wirklich grosszuegige Moeglichkeiten bietet der Aquariumsektor in Muenchen in seinem aktuellen Zustand eher nicht.

(28.11.2008, 12:38)
IP66:   Ich habe erst jetzt die BeitrĂ€ge im Stellen-Thread gelesen. Den Einwand von Matthias verstehe ich nicht recht: Aufgrund der hannoveraner Ausrichtung - kaufmĂ€nnischer wie zoologischer Direktor bei starker Betonung merkantiler Kriterien - dĂŒrfte es fĂŒr einen Zootierarzt besonders schwer sein, Verwaltungs- und FĂŒhrungkompetenzen zu entwickeln, auch wenn er den Leiter des zoologischen Bereiches bisweilen vertritt. Angesichts des mĂŒnchner Tierbestandes, der Anzahl der Reviere und im zoologischen Bereich Angestellten scheinen mir dergleichen Komptenzen besonders wichtig.
Im Vogelbereich stehen jenseits der nur fĂŒr die Haltung bestimmter winterharter Arten geeigneten Großvolieren weitaus weniger GebĂ€ude und Gehege zur VerfĂŒgung als in den berliner Zoos, in Köln, Frankfurt oder gar Stuttgart. Bei Reptilien und Amphibien sieht die Lage ein wenig besser aus, der Aquarienbereich dagegen bietet großzĂŒgigere Möglichkeiten.
Gerade im Bereich um das kalte Raubtierhaus gibt es auch noch fĂŒr Neuanlagen nutzbare GelĂ€nde, und bezĂŒglich der derzeit weniger geschĂ€tzten Gehege wĂŒrde ich auch sagen, daß deren Zahl im VerhĂ€ltnis zur FlĂ€che des Zoos eher gering ist. Das hĂ€ngt aber auch davon ab, wie man Nashorn- und Raubtierhaus beurteilt, und da verstehe ich, wenn nicht jeder meine Ansicht teilt.
(28.11.2008, 10:50)
IP66:   In der Tat bedeutete fĂŒr die großwĂŒchsigen Haustierarten der Umzug aus den StĂ€llen des nationalsozialistischen Konzepts eine Verschlechterung. Ich wĂŒrde mir allerdings wĂŒnschen, daß Konzept und Charakter der Kinderzoodörfer erhalten bleibt, wenn man fĂŒr Riesenesel und Haflingerpferde grĂ¶ĂŸere AuslĂ€ufe schafft. BezĂŒglich Raubtier- und Nashornhaus wĂŒnsche ich mir von der Zeit, daß sie uns lehrt, gelassener mit diesen Werken der frĂŒhen Postmoderne umzugehen und die tierhalterischen MĂ€ngel durch einfache Maßnahmen behebt.
(28.11.2008, 10:32)
Shensi-Takin:   @th.oma.s: Bzgl. "ich denke der schlĂŒssel zum erfolg fĂŒr mĂŒnchen liegt in der konservation und behutsamen fortentwicklung des historischen konzeptes als landschaftsbezogener geozoo." Dem stimme ich zu-wie ich auch mit @Michael Schulz hinsichtlich dringendem Renovierungsbedarf im Haustierbereich (die Haflinger!) und Polarium einer Meinung bin. Und mit etwas Glueck tun uns Zeit und Wetter einen Dienst und sorgen dafuer, dass Bauten wie Dschungelzelt oder Nashorn-Ufo abgerissen und durch Bauten ersetzt werden, die sowohl mehr im Sinne der Tiere und deren Betreuer sind und sich besser in die Landschaft einfuegen. Man darf ja bekanntlich immer noch auf Zeichen und Wunder hoffen...;)
(28.11.2008, 09:36)
Shensi-Takin:   @IP66: Im Winter war das meiner Erinnerung nach aus eben aus dem Grund der potentiellen Winterruhe-Stoerung das Gebaeude fuer Besucher regelmaessig gesperrt.
(11.11.2008, 11:25)
IP66:   Weg und BedĂŒrfnisanstalt gibt es noch, und Zeichen fĂŒr Umbauten am BraunbĂ€rhaus findet man keine - allerdings war auch bei meinen letzten winterlichen Besuchen in MĂŒnchen das GebĂ€ude nicht geöffnet. Vielleicht erweisen sich die Besucher doch als zu störend fĂŒr die BĂ€ren?
(11.11.2008, 10:28)
WolfDrei:   und der Nubier aus New York - Bronx
(11.11.2008, 08:31)
WolfDrei:   Bei dieser Gelegenheit ein Hinweis auf einen (ehemaligen)nubischen Steinbock aus MĂŒnchen im Vergleich mit einem Tier aus Wien. Die dunkle Phase soll wohl den afrikanischen entsprechen, die helle den israelischen und arabischen. FĂŒr letztere noch ein Bild aus New York, noch hellere sah ich in Singapur, die dunkle in Los Angeles und Paris.
(11.11.2008, 08:30)
Shensi-Takin:   Zum Thema "Braunbaeren-Haus" in Hellabrunn: ich weiss leider nicht, ob dies heutzutage noch in der Form existiert, aber ich kann mich an folgendes erinnern: ueber einen Pfad zwischen dem Gaemsen-und Braunbaergehege gelangte man zu einer Besuchertoilette-und in ein Gebaeude, in dem man ueber eine Glasscheibe in das kleine Baereninnengehege blicken konnte.
@Jörn Hegner: Sind wirklich schoene Steinboecke. Hab's sie erst dieses Jahr wieder in Bratislava und L.A. gesehen, allerdings in beiden Faellen nur Boecke, keine Geissen. Neuer Halter: Zuerich
(11.11.2008, 07:52)
Jörn Hegner:   schade das es jetzt im tierpark hellabrunn die nubischen steinböcke nicht mehr gibts . die wurden ja zusammen gehalten mit den mantelpavianen . dies sind auch schöne und seltene tiere . man sieht die auch nur in wenigen zoos . anfang dieses jahr habe ich die auch im zoo von paris gesehen beim parc jardin . vor zwei jahren sah ich die im bronx zoo von new york . dort wurden die zusammen gehalten mit dscheladas und klippschliefer . hat denn irgend jemand davon noch erinnerungen , wie z. b. fotos u. s. w. . der tierpark hellabrunn erhielt diese auch aus den zoo von karthum (sudan) habe ich gelesen .
(10.11.2008, 21:01)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Familienzuwachs bei den MĂ€hnenrobben!

Am 25. Juli brachte unsere MĂ€hnenrobbe „Fergie“ (17 J.), nach einer Tragzeit von 11 Monaten, die kleine „Ina“ auf die Welt. Damit vergrĂ¶ĂŸerte sich unsere schöne MĂ€hnenrobbengruppe auf 10 Tiere. Vater „Mike“ (12 J.) wacht ĂŒber seinen Harem „Mecki“ (25 J.), „Steffi“ (19 J.), „Dudu“ (14 J.), „Nixi“ (12 J.) und „Tanja“ (11 J.). Die Jungtiere von letztem Jahr „Howie“ und „Molly“ sind die perfekten Spielkameraden. Den Namen verdanken die MĂ€hnenrobben dem Bullen, der ĂŒber 300 kg schwer werden kann und an seiner Hals- und Brustregion eine auffallende MĂ€hne besitzt. Die Geburt der Jungtiere erfolgt an Land. Kurz nach der Geburt werden die Weibchen wieder gedeckt und dĂŒrfen dann danach wieder zur Nahrungssuche ins Wasser zurĂŒckkehren. Die Jungtiere gehen erst nach einiger Zeit mit ihren MĂŒttern ins tiefere Wasser. MĂ€hnenrobben leben an der pazifischen und atlantischen KĂŒste SĂŒdamerikas und ihr Bestand ist gesichert.
(02.09.2008, 12:25)
Michael Mettler:   Zoologisch korrekt mĂŒsste es außerdem inzwischen heißen "EINER der Vorfahren unserer Hauskatzen". Schließlich wurden z.B. Hauskatzenrassen wie Savannah oder Bengal durch Einkreuzung von Serval bzw. Bengalkatze erzeugt.
(30.07.2008, 10:16)
Rattus:   "Die Wildkatze ist der Vorfahre aller unserer Hauskatzen. Sie war in Deutschland so gut wie ausgestorben (...)"

Das hab ich aber anders in erinnerung
(30.07.2008, 10:07)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Raubtiernachwuchs in Hellabrunn

Seit langer Zeit hat es bei den Luchsen wieder Nachwuchs gegeben. Mutter „Lodjur“ (geb. 2005) ist 2006 aus dem Stockholmer Zoo zu uns gekommen und brachte am 12. Mai nach einer Tragzeit von ca. 70 Tagen, einen kleinen Kater auf die Welt. Kater „Ebbo“ (geb. 2004) ist 2006 aus der Schweiz zu uns gekommen. Luchse waren in West- und Mitteleuropa heimisch und wurden in den letzten 200 Jahren ausgerottet. Inzwischen versucht man sie wieder anzusiedeln, was aber oft auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung stĂ¶ĂŸt. Um die Reviergrösse und ihre Wanderwege zu erkunden, hat man sie mit Sendern versehen und kann sie so auch gleichzeitig ĂŒberwachen. Direkt in der Nachbarschaft hat unsere Wildkatze „Hannah“ (geb. 2007) ein weibliches Jungtier geworfen. Die Wildkatze ist der Vorfahre aller unserer Hauskatzen. Sie war in Deutschland so gut wie ausgestorben und erholt sich inzwischen dank der Schutzbestimmungen in einigen Teilen wieder etwas. Nachdem unsere Fischotter Anlage umgebaut worden ist, hat es auch hier wieder Nachwuchs gegeben. Mutter „Daphne“ brachte am 5. Juli ihre Kinder auf die Welt, wir wissen aber noch nicht wie viele es sind. Junge Otter können ja noch nicht schwimmen und mĂŒssen dies erst von der Mutter lernen und so können die Kleinen sie noch nicht ins Wasser begleiten.
(30.07.2008, 08:49)
Shensi-Takin:   @Mirko Schmidkunz: Also wirklich "neu" ist keine der genannten Arten in Hellabrunn...Insbesondere Nasenkakadu und Eulenschwalm sind seit laengerem dort angesiedelt. Was die Ozelot-Sichtbarkeit angeht: doch doch, mit etwas Geduld sind die durchaus zu erspaehen-und haben von allen im Dschungelhaus gehaltenen Katzenarten wohl noch die beste Unterbringung.
(12.07.2008, 17:23)
Mirko Schmidkunz:   Wunderschöner Tag in Hellabrunn. Die Ozelots ließen sich so gut wie nie zuvor sehen. Die Nebelparderentscheidung in Frankfurt zeigt ihre Wirkung. Neu sind Baumstachler gegenĂŒber den Schneeleoparden, Eulenschwalme und Nasenkakadus bei den Keas. Besonders schön Nachwuchs bei Sibergibbons. Negativ fĂŒr mich fehlende Beschilderung des Wasservogelbestandes und der Tirer im Dschungelzelt. Was soll das denn? RiesenflugfĂŒchse, Palmenflughunde und Kantschil sind die einzigen Arten mit Schildern. Dort neu Schildturakos. Der Zooverein möchte ein SĂŒdamerikahaus bauen. Weiß jemand mehr dazu? Eselspinguine waren auch neu, die EisbĂ€renanlage noch nicht im Umbau, Außenanlagen der Gorillas und Schimpansen werden umgebaut.
(12.07.2008, 14:24)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Erstmalig: „Bird Munich 2008“

Drei Veranstalter: ein Großereignis.

Premiere in MĂŒnchen hat die „Bird Munich“ vom 18. – 20. Juli 2008

Vorbild dieser Veranstaltung ist die „Bird“ in England, die inzwischen so etabliert und beliebt ist, dass sie 250.000 Besucher anlockt. FĂŒr diese Veranstaltung rund um das Thema Vogelkunde ist natĂŒrlich der Tierpark unter anderem mit seiner einmalig schönen Vogelvoliere der ideale Ort. Der Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) bereichert die Veranstaltung durch VortrĂ€ge und FĂŒhrungen. Die Firma Foto-Video Sauter konnte alle bekannten Herstellerfirmen ihrer Branche fĂŒr eine Teilnahme begeistern. Hier können die Besucher die neuesten FernglĂ€ser, Fotoapparate, etc, selber ausprobieren.
(04.07.2008, 13:35)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Unsere „Flossenparade“ hat Zuwachs bekommen

Eine unserer absoluten Besucherattraktionen ist die FĂŒtterung und Vorstellung unserer Seelöwen.
Nun hat Seelöwin „Elfie“ (4 Jahre) das erste Jungtier auf die Welt gebracht. Am 26. Mai wurde das weibliche Jungtier geboren und wagt sich schon mutig in das große Schwimmbecken.
Wahrscheinlich wird sie schon bald einen Spielkameraden bekommen, da „Johna“ (4 Jahre) ebenfalls Nachwuchs erwartet.
Unsere drei Weibchen, „Molly“ (10 Jahre), „Sandy“ (11 Jahre) und „Goldie“ (20 Jahre) werden im Moment noch von „Elfie“ auf Abstand gehalten.
„Goldie“ ist inzwischen ja jedem Kindergartenkind innerhalb und außerhalb MĂŒnchens durch das „Goldie-Lied“ bekannt, dank der Zahnputzaktion der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft
Zahngesundheit.
Der Kalifornische Seelöwe lebt vor der kalifornischen KĂŒste und Inseln sowie der KĂŒste Mexikos. Er ernĂ€hrt sich hauptsĂ€chlich von Tintenfischen. Die MĂ€nnchen besetzen Anfang Juni an Land ihre Reviere, die sie gegen Rivalen verteidigen. Die Harems können zwischen 5 bis 20 Weibchen groß sein. Es kommt immer nur ein Jungtier auf die Welt.
(11.06.2008, 12:40)
Michael Mettler:   Da hat der Tierpark doch was Nettes ausgeHECKt... :-)
(20.05.2008, 15:22)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Ein GlĂŒcksschwein zum 850. Stadtgeburtstag

Ein außergewöhnliches Geschenk hat sich der Tierpark zum Stadtgeburtstag einfallen lassen. Er zĂŒchtete ein Schwein, dass so aussieht wie ein mittelalterliches Weideschwein. Diese waren hochbeinig, hatten einen langen, wildsauĂ€hnlichen GesichtsschĂ€del, Stehohren und einen Ringelschwanz.

Durch mehrere Kreuzungen alter Hausschweinrassen: Cerdo Iberico/Andalusien, Duroc/Kanada mit Wildschweinen wurden in diesem Mai die erwĂŒnschten Ferkel in der 2. Generation geboren. Dieses Zuchtergebnis wurde ermöglicht durch die Duroc von Herrn Prof. M. Förster, Institut fĂŒr Tierzucht der LMU MĂŒnchen, durch die Wildschweine von Herrn J. Festl, Wildpark Poing und die Cerdo Iberico von Herrn B. Wagner. HierfĂŒr bedanken wir uns herzlich.

Die feierliche Übergabe an das Stadtoberhaupt, unseren OberbĂŒrgermeister Christian Ude, wird begleitet von einer Abordnung aus dem Bayerischen Wald, dem BĂŒrgermeister Franz Löffler aus WaldmĂŒnchen und 1. Vorsitzenden der Trenckfestspiele, mit dem Trenckpaar und 2 schwarzen Panduren. Ebenso aus St. Pölten kommt eine Abordnung des Panduren Freicorps, die von 2 Pferden begleitet werden. Mit ihren farbenprĂ€chtigen Uniformen geleiten sie den OberbĂŒrgermeister am Dienstag, den 27. Mai 2008 um 11.00 Uhr in einem Festzug zum Gehege unserer „Borstelchen“.

(20.05.2008, 14:24)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Ein Pfingstspaziergang mit Highlights!

Erstes dieser Highlights ist unser am 25. April geborenes Trampeltier. FĂŒr unsere Stute „Susi“ ist es das 7. Jungtier, das sie fĂŒrsorglich großzieht. Unsere schöne Trampeltiergruppe ist nun auf 7 Mitglieder angewachsen. Das Wahrzeichen der Trampeltiere sind ihre RĂŒckenhöcker. Diese sind allerdings bei dem kleinen Hengst noch nicht deutlich zu sehen. Die RĂŒckenhöcker sind Energiespeicher und bestehen aus Fettgewebe, es sind keine Wasserspeicher. Bei Wasserknappheit können Kamele wochenlang ohne zu trinken auskommen, dafĂŒr aber auf einmal bis zu 150 Liter trinken. Als Wildtier kommt das zweihöckrige Kamel nur noch in einem Bestand von wenigen hundert Tieren im SĂŒden der WĂŒste Gobi, der Mongolei und in China bis zu einer Höhe von 2000 m vor.
Gleich mehrfachen Nachwuchs gibt es bei unseren Pinselohrschweinen. Beide Sauen, „Dickes Kind“ als auch „Eskada“ haben am 16. April und 6. April je zwei Jungtiere bekommen. Gemeinsamer Vater ist Eber „Gustl“.
Die afrikanischen Pinselohrschweine lieben es, von unseren Tierpflegern am Bauch gekrault zu werden und sich mit NĂŒssen verwöhnen zu lassen.
Eine ganz besondere Freude war die Geburt unseres kleinen Takins. Seit vielen Jahren leben Takins bei uns aber noch nie wurde ein Jungtier geboren. Am 9. MĂ€rz aber war es so weit.„Ikarus“ erblickt das Licht der Welt. Mutter „Franzi“ zieht ihn problemlos groß. Takins sind durch ihren exponierten Lebensraum als Hochgebirgstier im Himalaya noch sehr unerforscht, obwohl sie schon seit der Antike als „goldenes Vlies“ des Jason bekannt sind.
Spiel und Spaß kommen natĂŒrlich auch an Pfingsten nicht zu kurz. In diesem Jahr besonders passend ist unser MaikĂ€fersuchen. Am Pfingstsonntag und -montag verteilen unsere Tiefpfleger in MaikĂ€ferkostĂŒmen SchokomaikĂ€fer, und sind so von den Kindern sicher nicht schwer zu finden. Zur Einstimmung können sich die Kinder an den EingĂ€ngen und im Zelt wieder schminken lassen und ein kleines PrĂ€sent ist am GlĂŒcksrad immer zu gewinnen. Von Samstag bis Pfingstmontag dĂŒrfen Kasperletheater und HĂŒpfburg natĂŒrlich auch nicht fehlen.
Am Pfingstmontag kann man das Tipi bei den BraunbĂ€ren besichtigen und vielleicht dadurch eine Anregung fĂŒr die nĂ€chste Feier bekommen.
Der Tierpark ist von 08.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Die Aktionen finden von 10.00 – 17.00 Uhr statt.
(09.05.2008, 08:10)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Tierpark Hellabrunn senkt Eintrittspreise fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Tierparkschule

Die MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG hat beschlossen, die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die das Angebot der Tierparkschule nutzen, durch die Senkung der Eintrittspreise fĂŒr mehrtĂ€gige Projekte zu unterstĂŒtzen. SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, die an mehrtĂ€gigen Projekten der Tierparkschule teilnehmen, mĂŒssen zukĂŒnftig nur noch einmalig den Eintrittspreis von 3,50 Euro bezahlen, unabhĂ€ngig von der Dauer des Projektes (die vom Schulreferat erhobene GebĂŒhr bleibt unverĂ€ndert). Dies ergibt fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler eine Ersparnis von bis zu 14,00 Euro. Mit dieser Regelung, die ab 26.05.2008 in Kraft tritt, setzt der Tierpark Hellabrunn sein Engagement fĂŒr tiergestĂŒtzte PĂ€dagogik und seine familien- und kinderfreundliche Eintrittspreisgestaltung konsequent fort. BĂŒrgermeisterin Christine Strobl, die als Vorsitzende des Aufsichtsrates der MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn AG die Entlastung der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler vorgeschlagen hat, fĂŒhrt dazu aus: „Ich hoffe und wĂŒnsche mir, dass die MĂŒnchner Tierparkschule auch kĂŒnftig als außerschulischer Lernort von den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern angenommen wird und freue mich ĂŒber die spĂŒrbare Entlastung der Familien.“
(28.04.2008, 11:39)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Obwohl Ostern in diesem Jahr mit winterlichen Temperaturen aufwartet, sind die ersten Jungtiere schon auf der Welt.
Etwas ganz Besonderes ist die Geburt unseres MĂ€hnenwolfs. Seit vielen Jahren sind der 13-jĂ€hrige „Pierre“ und die 7-jĂ€hrige „Bobbie“ schon in unserem Tierpark und „Bobbie“ hat am 21. Dezember 2007 ein mĂ€nnliches Jungtier auf die Welt gebracht. Es ist das erste Jungtier dieses Paares. Die typischen Merkmale eines MĂ€hnenwolfs, seine langen Beine und die aufrichtbare schwarze RĂŒckenmĂ€hne, hat der kleine zwar noch nicht, aber der typische, eindringliche Geruch ist auch ihm schon eigen. MĂ€hnenwölfe leben in Brasilien, Paraguay, Ostbolivien, SĂŒdostperu und Nordargentinien. Ihr Lebensraum ist v.a. die Grassteppe, aber auch Savanne und Trockenbuschwald. Da der Lebensraum durch den Menschen immer mehr verringert wird, sind sie inzwischen bedroht.

Ein typisches und wichtiges Haustier in den tibetanischen Hochebenen ist der gut an Höhe und KĂ€lte angepasste Yak. Unsere schöne Yakgruppe ist nun um zwei Jungtiere reicher. So brachte am 4. Februar Kuh „Tingri“ (geb. 1997) ein mĂ€nnliches Jungtier auf die Welt, ebenso wie Kuh „Tirpani“ (geb. 1997) am 7. Februar. Zur Gruppe gehören ebenso Vater „Ringo“ (geb. 1996) sowie die Jungtiere von 2006, Kuh „Girlie“ und Bulle „Golum“. FĂŒr Leben sorgen außerdem LĂ€mmer und Kitze bei 10 Kamerunschafen, 11 Skudden, 10 Zwergziegen und 5 Damaraziegen.

FĂŒr alle Kinder bis 12 Jahre finden am Ostersonntag und -montag wieder die traditionellen Osterfreuden statt. Der Abenteuerspielplatz am Kindertierpark wird in ein Ostereier-Labyrinth verwandelt, indem die Kinder von 10.00 - 17.00 Uhr auf Eiersuche gehen können. Die Firma Lindt hat wieder 60 000 Schoko-Ostereier gespendet. DafĂŒr unser herzlicher Dank. Damit schon zu Beginn des Tierparkbesuches die richtige Osterstimmung aufkommt, können sich die Kinder an den EingĂ€ngen als Osterhasen schminken lassen und ebenso in unserem Zelt am Paviangehege.
(20.03.2008, 11:03)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Obwohl Ostern in diesem Jahr mit winterlichen Temperaturen aufwartet, sind die ersten Jungtiere schon auf der Welt.
Etwas ganz Besonderes ist die Geburt unseres MĂ€hnenwolfs. Seit vielen Jahren sind der 13-jĂ€hrige „Pierre“ und die 7-jĂ€hrige „Bobbie“ schon in unserem Tierpark und „Bobbie“ hat am 21. Dezember 2007 ein mĂ€nnliches Jungtier auf die Welt gebracht. Es ist das erste Jungtier dieses Paares. Die typischen Merkmale eines MĂ€hnenwolfs, seine langen Beine und die aufrichtbare schwarze RĂŒckenmĂ€hne, hat der kleine zwar noch nicht, aber der typische, eindringliche Geruch ist auch ihm schon eigen. MĂ€hnenwölfe leben in Brasilien, Paraguay, Ostbolivien, SĂŒdostperu und Nordargentinien. Ihr Lebensraum ist v.a. die Grassteppe, aber auch Savanne und Trockenbuschwald. Da der Lebensraum durch den Menschen immer mehr verringert wird, sind sie inzwischen bedroht.

Ein typisches und wichtiges Haustier in den tibetanischen Hochebenen ist der gut an Höhe und KĂ€lte angepasste Yak. Unsere schöne Yakgruppe ist nun um zwei Jungtiere reicher. So brachte am 4. Februar Kuh „Tingri“ (geb. 1997) ein mĂ€nnliches Jungtier auf die Welt, ebenso wie Kuh „Tirpani“ (geb. 1997) am 7. Februar. Zur Gruppe gehören ebenso Vater „Ringo“ (geb. 1996) sowie die Jungtiere von 2006, Kuh „Girlie“ und Bulle „Golum“. FĂŒr Leben sorgen außerdem LĂ€mmer und Kitze bei 10 Kamerunschafen, 11 Skudden, 10 Zwergziegen und 5 Damaraziegen.

FĂŒr alle Kinder bis 12 Jahre finden am Ostersonntag und -montag wieder die traditionellen Osterfreuden statt. Der Abenteuerspielplatz am Kindertierpark wird in ein Ostereier-Labyrinth verwandelt, indem die Kinder von 10.00 - 17.00 Uhr auf Eiersuche gehen können. Die Firma Lindt hat wieder 60 000 Schoko-Ostereier gespendet. DafĂŒr unser herzlicher Dank. Damit schon zu Beginn des Tierparkbesuches die richtige Osterstimmung aufkommt, können sich die Kinder an den EingĂ€ngen als Osterhasen schminken lassen und ebenso in unserem Zelt am Paviangehege.
(20.03.2008, 11:03)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Im zarten Alter von einem Monat schon mannshoch!

Am 1. Februar brachte unsere Netzgiraffe „Kabonga“ (geb. 1993) nach einer Tragezeit von ca. 450 Tagen ein gesundes weibliches Jungtier auf die Welt.
Das bei der Geburt 160 cm große und 40 kg schwere Jungtier hat dank der guten Betreuung seiner Mutter inzwischen ein Gewicht von 70 kg und ist schon stolze 180 cm groß. Vater Togo (geb. 1991) ist an der Erziehung seiner Tochter nicht beteiligt.
Eine Giraffengeburt ist immer wieder ein fantastisches Erlebnis, wenn das Kalb bei der Geburt aus ca. 2 m Höhe auf die Erde gleitet.
(26.02.2008, 12:00)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Am Sonntag, dem 17. Februar, wird zur Freude aller Familien unsere Familienkarte eingefĂŒhrt.

Aus diesem Anlass ist am Sonntag im Tierpark fĂŒr Kurzweil gesorgt. Zudem werden unter den Familien drei spannende Abende im indianischen Tipi mit Rahmenprogramm verlost. Der Tierpark hat auf den vielfach geĂ€ußerten Wunsch der Besucher nach einer Familienkarte reagiert und ihn in die Tat umgesetzt, so dass Familien in Zukunft bei ihrem Tierparkeintritt finanziell deutlich entlastet werden. Die Familienkarte wird nun in zwei attraktiven Varianten erhĂ€ltlich sein: Die „Große Familienkarte“ (Preis € 20,00) berechtigt zwei Erwachsene und die dazugehörigen Kinder zum Eintritt in den Tierpark. Auch Patchwork-Familien, Großeltern mit Enkelkindern oder gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit Kindern steht das Angebot zur VerfĂŒgung. Entsprechend berechtigt die „Kleine Familienkarte“ (Preis € 11,00) eine/n Erwachsene/n mit dazugehörigen Kindern zum Eintritt in den Tierpark.

Am Wochenende 16./17. Februar beginnt außerdem wieder unsere beliebte Veranstaltungsreihe „Vom Wildtier zum Haustier“.
Thema sind die Fische unter dem Motto „Multitalent im Schuppenkleid“.
Von 10:00 – 16:00 Uhr können im Aquarium z.B. die Stammform aller Goldfische, die Karausche, und die daraus gezĂŒchteten Formen bis hin zum Schleierschwanz bewundert werden. FĂŒr die Kinder gibt es zusĂ€tzliche Unterhaltung.
(15.02.2008, 09:52)
HoyWoy:   Übrigens, ist das nicht der erste Unfall, mit Netzen, bei den Primaten in MĂŒnchen!
Vor Jharen war es ein Gorillababy.

Wollte ich nur mal so reinwerfen.


(12.02.2008, 15:49)
IP66:   Anscheinend ergeben sich bei den nicht in einfachen geometrischen Konstruktionen angeordneten Gittern immer wieder Probleme, da aufgrund der sphĂ€risch verzogenen FlĂ€che kaum eine einheitliche Maschenweite erzielt werden kann und zudem die komplexe Statik zu weiteren Verzerrungen fĂŒhrt - der klassische BauhauskĂ€fig oder die Satellitenanlagen der frĂŒhen Postmoderne hatten also auch Vorteile.
(11.02.2008, 17:49)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Am 8.2.08 kam es im MĂŒnchner Tierpark Hellabrunn durch die Verkettung mehrerer unglĂŒcklicher ZustĂ€nde zu einem tragischen UnglĂŒcksfall bei den Orang-Utans. Das kleine OrangmĂ€dchen „Anni“ (1 Jahr) war auf die Oberseite des horizontal gespannten Deckennetzes geklettert. Bei dem Versuch wieder zur Mutter „Matra“ (31 Jahre) zurĂŒckzukommen, fand sie aber nicht rechtzeitig den richtigen RĂŒckweg. UnglĂŒcklicherweise kam ihr nun der Papa „Bruno“ (39 Jahre) zur vermeintlichen Hilfe und versuchte sie durch die Netzmaschen herunter zu ziehen. Unsere Tierpfleger hatten vergeblich
versucht, ihn mit Wasserduschen davon abzuhalten, so dass unsere TierĂ€rztin Frau Dr. Kempter ihn mit einem Blasrohrpfeil betĂ€uben musste. Da war es allerdings leider schon zu spĂ€t. Durch den Hilfeversuch hatte „Bruno“ seiner Tochter das Genick gebrochen.
Wenn wir am UnglĂŒckstag nicht unmittelbar Stellung zu dem tragischen Ende der kleinen „Anni“ genommen haben, so aus dem einen Grund, weil wir die genaue Unfallursache ermitteln wollten.
Beim heutigen Lokaltermin mit dem SachverstĂ€ndigen zeigte die genaue Vermessung des Wandabstandes zum Netz, dass an einer Stelle neben dem einen Hubzylinder des mittleren Trenngitters die geforderten 10 cm nicht eingehalten waren. Dadurch bestand eine schmale optisch unauffĂ€llige Kluft von 16 cm LĂ€nge, durch die „Anni“ hindurch geklettert war, aber durch die „Hilfe“
von „Bruno“ nicht mehr zurĂŒck konnte. Diese wird nun gesichert, ohne die MobilitĂ€t des Trenngitters einzuschrĂ€nken.
Wir Hellabrunner sind ĂŒber den so unsinnigen Tod von „Anni“ um so mehr betroffen, als sie doch mit ihren aktiven KletterkĂŒnsten schon als EinjĂ€hrige bewiesen hat, wie wichtig fĂŒr die Entwicklung der Jungtiere die dreidimensionale Nutzung des Raumes ist. Diese ist ohne die funktionelle Netzstruktur aber nicht möglich.
Seit 1969 wurden in Hellabrunn 39 Orang Utans geboren und wir sind trotz dieses traurigen Todesfalles sicher, dass wir diese so lebendige Tradition fortsetzen werden.
(11.02.2008, 12:43)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Hellabrunn hat ein neues EisbĂ€rmĂ€dchen!

Im Rahmen einer Zuchtgemeinschaft mit dem Zoo Pistoia können wir uns ĂŒber eine EisbĂ€rin freuen. Das MĂ€dchen ist im November 2006 geboren. Wenn sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnt hat, wird sie erst Freundschaft mit „Lisa“ schließen und dann erste Kontakte mit „Yoghi“ knĂŒpfen.
(29.01.2008, 10:48)
IP66:   Ist es normal, daß junge Wisente im Winter geboren werden?
(14.11.2007, 10:09)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Auch wenn das FrĂŒhjahr allgemein als die hohe Zeit der Geburten gilt, können sich unsere Besucher in der kalten Jahreszeit am Herumtollen unserer Jungtiere erfreuen.
So gab es bei den Wisenten kurz hintereinander gleich zwei Geburten. Am 08.10.07 brachte Kuh „Henola“ das mĂ€nnliche Kalb „Herbert“ auf die Welt und am 27.10.07 die Kuh „Hedonia“ das mĂ€nnliche Kalb „Helmut“.
Direkt in der Nachbarschaft vergrĂ¶ĂŸerte sich unsere schöne Przewalski-Herde am 04.11.07 um ein weibliches Jungtier. Diese Geburten sind besonders schön, da sowohl Wisente als auch Przewalski-Urwildpferde kurz vor dem Aussterben standen und durch Erhaltungszucht davor bewahrt worden sind.
Erst im Juli 2007 hat Hellabrunn zusammen mit dem NĂŒrnberger Tierpark sechs Przewalski-Urwildpferde wieder nach Kasachstan gebracht.
(14.11.2007, 08:54)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Nachwuchs bei Familie Jaguar!
Am 2. September brachte unser Jaguarweibchen „Sally“ (geb. 1993) nach einer Tragezeit von ca. 100 Tagen ein Jungtier auf die Welt. Nachdem der kleine Jaguar die ersten sechs Wochen seine Wurfkiste nicht verlassen hat,ist er nun immer öfter zusammen mit seiner
Mutter im Gehege zu sehen.
Jaguar „Linus“ (geb. 1992) ist im Gehege nebenan, um Mutter und Kind nicht zu stören.
In SĂŒdamerika wird der Jaguar von der spanisch sprechenden Bevölkerung „il tigre“ genannt, was seine Ă€hnliche ökologische Rolle zum Tiger in Asien zum Ausdruck bringt.
Der Jaguar hat fĂŒr seine GrĂ¶ĂŸe eine außerordentliche Kraftentfaltung. Sein breiter SchĂ€del mit dem gewaltigen Kiefer kann z. B. den SchĂ€del eines Wasserschweins wie eine Nuss
knacken. In seinem gesamten Verbreitungsgebiet ist der Jaguar aufs Ă€ußerste bedroht.
Zusammen mit Pro Fauna/Venezuela fĂŒhren wir ein Schutzprojekt fĂŒr den Jaguar durch. Die Tiere werden auf Farmen, wo sie von Farmern abgeschossen werden, weil sie ihre Rinder fressen, in wildreiche Gebiete umgesiedelt. Ein vom BR Projekt begleitend gedrehter Film
„Die Jaguar JĂ€ger“ ist in unserem Filmsaal des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums zu sehen.
(23.10.2007, 13:24)
Sacha:   Die Jahresberichte habe ich von 1988 bis 2004 lĂŒckenlos. In einem dieser JB fehlt allerdings der Tierbestand (weiss jetzt nicht mehr genau welcher). Bei den Tierparkfreunden fehlt mir das eine oder andere Exemplar. Wie gesagt, es muss in einer Ausgabe der 90er gewesen sein (Ich schau noch mal nach), wo ich den Hinweis auf die LangzĂŒngler gelesen habe.
(22.10.2007, 10:35)
Michael Mettler:   @Sacha: Hast du denn lĂŒckenlos Jahresberichte und "Tierparkfreunde" der fraglichen Zeit, oder kann ich dir eventuell durch Nachschlagen in einem dir fehlenden Jahrgang/Heft helfen - wenn ja, in welchem?
(19.10.2007, 22:42)
IP66:   Tut mir leid, ĂŒber den SpitzmauslangzĂŒngler weiß ich leider auch nichts, was auch wieder meine mangelnde Bildung in Sachen KleinsĂ€uger unterstreicht.
Ich werde jetzt aber einen neuen Thread ĂŒber ertrinkende Menschenaffen eröffnen.
(19.10.2007, 18:26)
Michael Mettler:   @Sacha: Sorry, aber auf deine Frage weiß auch ich keine Antwort, deswegen komme ich wieder zu den Menschenaffen...

@IP66: Plantschunterricht wĂ€re gar nicht so schlecht - wobei die Gewöhnung ans Wasser voraussetzen wĂŒrde, dass den Menschenaffen ein Ausstieg zur falschen Seite unmöglich ist. Dittrich beschrieb schon vor ĂŒber 40 Jahren in seinem Buch "Auf Safari in Europa" die Freianlagen in Chester (Wiese mit Sumpfzone und Wasergraben), die anscheinend damals in dieser Form - also ohne Betongraben a la Antwerpen - noch einzigartig waren. Der Wassergraben muss sehr flach gewesen sein, denn Dittrich schildert, dass einmal in junger Schimpanse in den Graben geriet und seine Mutter hinterher sprang, um ihn zu retten; beide Tiere erreichten problemlos das Ufer - nur leider das falsche, nĂ€mlich die Besucherseite. Danach wurde ein Elektrodraht gespannt (aber m.W. nicht am Ufer, sondern oberhalb des Wasserspiegels ĂŒber dem Graben). Als rein psychologische Grenze taugt Wasser also nicht.

Wenn andererseits der Grabenboden so profiliert ist, dass er wie ein Badestrand allmĂ€hlich abfĂ€llt und erst kurz vor der Besucherseite zu tief fĂŒr die Affen wird, dĂŒrfte das manchen Unfall verhindern - nur muss der Graben dann zwangslĂ€ufig sehr viel breiter sein, also eher wie bei Tigern oder BĂ€ren aussehen.

In Dokus aus den HeimatlĂ€ndern von Menschenaffen ist hie und da zu sehen, dass sie durchaus freiwillig so weit ins Wasser gehen, bis nur noch Kopf und Schultern herausschauen; z.B. die Flachlandgorillas in Zentralafrika, die in den GewĂ€ssern der dortigen Baien mineralreiche Wasserpflanzen fressen und dabei lĂ€ngere Zeit bis zum Hals im Wasser sitzen. Von Orangs und Schimpansen habe ich auch schon Ă€hnliche "Badeszenen" gesehen, sogar ohne Nahrungsanreiz. Ein Menschenaffe, der auf diese Weise an Wasser gewöhnt ist, wird wahrscheinlich mit einem Wassergraben ganz anders umgehen als einer, fĂŒr den die FlĂ€che "unbekanntes Land" und damit eine viel grĂ¶ĂŸere Gefahrenquelle darstellt.
(19.10.2007, 14:10)
Klaus SchĂŒling:   Ich war schon einige Jahre nicht mehr in Apeldorn, aber ich meine mich erinnern zu können, dass man bei der Anlage der Gorilla-Inseln bewußt auf eine feuchtnasse Übergangszone Wert gelegt hat - quasi als Warn- und Bremszone fĂŒr die Affen.
Das setzt voraus, dass man den Wasserstand ordentlich reguliert, aber damit kennen sich die HöllÀnder aus.
NatĂŒrlich kostet ein Sumpfsaum Platz, sieht aber sehr natĂŒrlich aus ...

(19.10.2007, 13:52)
Sacha:   Ich will die interessante Diskussion um den Sinn von WassergrĂ€ben bei Menschenaffen in diesem Thread ja nicht beenden, befĂŒrchte nun aber, dass meine am 17. 10. gestellte Frage mit Zoo-MĂŒnchen-Bezug untergegangen ist.

Also liebe Leut, weiss jemand mehr ĂŒber MĂŒnchens Spitzmaus-LangzĂŒngler?
(19.10.2007, 11:57)
IP66:   Die von Saki als Bild eingestellte Anlage erinnert sehr an Antwerpen, auch wenn alles, was dort seinerzeit elegant verschwungen und sorgsam dekoriert war, hier rechteckig und einfach daherkommt, so daß, wer böse sein will, das Gehege als KleingĂ€rtnerversion beschimpfen mag. Vielleicht suchen die Affen in solch einer kleinen Anlage aber stĂ€rker den Kontakt zum Grabenrand, weil sie einfach weniger Platz und weniger Elemente zum untersuchen finden, und vielleicht leben sie gerade deshalb dort nicht so gefĂ€hrlich wie in einer Großanlage, in der sie dann aufgrund des Stromdrahts von der Grabenkante auch noch getrennt sind. Es heißt ja, daß Menschenaffen vieles lernen können, und vielleicht gilt das nicht nur fĂŒr Gitterecken, an denen man sich die Finger klemmt oder besonders schmackhafte GrĂ€ser, die irgendwo wachsen, sondern auch fĂŒr GrĂ€ben, in die man besser nicht hineinspringen sollte.
(19.10.2007, 11:06)
Michael Mettler:   Und dann wĂ€ren da - fĂŒr Menschenaffen insgesamt - z.B. noch Leipzig, Berlin, Hannover, NĂŒrnberg, MĂŒnster, Straubing (bin mir nicht ganz sicher, habe aber einen Wassergraben im Hinterkopf), Planckendael, Rotterdam, Arnheim und selbst DER Primatenpark schlechthin, nĂ€mlich Apeldoorn... Und bestimmt noch einige mehr.
(18.10.2007, 20:14)
Saki:   WassergrĂ€ben meinte ich natĂŒrlich.
(18.10.2007, 20:13)
Saki:   In Dvur Kralove zB wird das so praktiziert. Anbei Foto von Schimpansen Anlage dort. Das Seil ragt zwar nicht ganz ins Wasser, kann aber vor ausrutschen bzw. reinfallen schĂŒtzen. Aber wenn Menschenaffen sowieso keine Rettungsversuche unternehmen, denke ich sollten WaaergrĂ€ben vermieden werden.
(18.10.2007, 20:12)
IP66:   Das wĂŒrde ja heißen, daß man den Affen die Begegnung mit dem Wasser in einer Art Plansch- oder Schwimmunterricht nĂ€herbringen sollte, wenn man ĂŒber dergleichen Anlagen verfĂŒgt. Anscheinend ist es wieder beliebt, wie weiland in Antwerpen dergleichen Anlagen zu bauen, nicht nur MĂŒnchen, sondern auch Gelsenkirchen hĂ€lt seine Schimpasen auf diese Weise, und ist in Frankfurt nicht Ă€hnliches im Bau?
(18.10.2007, 19:49)
Michael Mettler:   Und da komme ich wieder auf eine Frage zurĂŒck, die ich schon frĂŒher mal gestellt habe: Hat es irgendwo auf der Welt schon mal einen Fall gegeben, wo ein ins Wasser gefallener Menschenaffe sich durch Taue u.Ă€. Einrichtungen a, Grabenrand retten konnte, oder ist diese Möglichkeit bisher rein theoretischer Natur und mehr dem Prinzip Hoffnung (und reinerem Gewissen) geschuldet? So weit ich mich erinnere, hieß es bei allen VorfĂ€llen, bei denen Zeugen zugegen waren, dass die Affen nicht mal einen Versuch machten, sich ĂŒber Wasser zu halten, sondern einfach untergingen (Schock?). Was ja, nebenbei bemerkt, bei (menschlichen) Kleinkindern genauso sein soll.
(18.10.2007, 17:08)
Saki:   Wozu dieser Elektrodraht gut sein soll verstehe ich nicht, denn dass Schimpansen dort drĂŒber kommen hat uns Franzl bewiesen. Dieser Elektrodraht hintert nur ertrinkende wieder zurĂŒck auf's rettende Ufer zu gelangen. Wenn schon Wassergraben dann ohne diesen Elektrodraht aber mit Seilen im Beckenboden verankert, welche im Notfall benutzt werden könnten.
(18.10.2007, 12:00)
Michael Mettler:   Zumindest in dem im Bild zu sehenden Bereich dĂŒrfte es einem Schimpansen schwerfallen, nach einem Sprung ĂŒber den Elektrodraht auch den Weg zurĂŒck zu schaffen - selbst falls er noch zu einem solchen Versuch in der Lage wĂ€re.
(17.10.2007, 12:41)
Saki:   FĂŒr diejenigen welche die Anlage nicht im Kopf haben hier ein Bild von der MĂŒnchner Schimpansen Außenanlage.
(17.10.2007, 12:27)
Sacha:   Bin beim Durchsehen meiner Hellabrunn-Sammlung ĂŒber einen "Tierparkfreund" (ca. 90er) gestolpert, in dem als NeuzuzĂŒger Spitzmaus-LangzĂŒngler (Fledermaus) erwĂ€hnt werden. In meinen Jahresberichten konnte ich aber keinen entsprechenden Eintrag im Tierverzeichnis finden. Von wann bis wann lebten diese Tiere in MĂŒnchen (Dschungelzelt)? Und warum wurde die Haltung beendet?
(17.10.2007, 11:10)
Michael Mettler:   Ich habe zwar die MĂŒnchener Konstruktion nicht in Erinnerung (Ă€hnlich wie in Leipzig?), aber ist die doppelte Absicherung Elektrozaun/Wassergraben nicht sogar ein doppelter Risikofaktor? Mir kam gerade ein Gedanke: Selbst wenn ein Affe es nach einem solchen Sprung schaffen sollte, sich ĂŒber Wasser bzw. am Ufer zu halten, wĂŒrde ihn doch der E-Zaun auch daran hindern, seine missliche Situation zu verlassen...?

Auf diesen Gedanken kam ich, weil mir vor einiger Zeit mal jemand erzĂ€hlt hat, dass auch der so genannte "unsichtbare Zaun" fĂŒr Hunde zum Bumerang werden kann. Bei diesem Prinzip wird - wenn ich die Technik richtig verstehe - eine Leitung im Boden versenkt (z.B. quer unter einer Zufahrt zum Haus), und der Hund trĂ€gt eine Art EmpfĂ€nger am Halsband. NĂ€hert er sich dem "unsichtbaren Zaun", wird ein Kontakt ausgelöst und der Hund bekommt "einen gewischt" - was verhindern soll, dass er das GrundstĂŒck verlĂ€sst. GerĂ€t nun aber ein Hund in einem Erregungszustand (ob Freude oder Aggression) versehentlich ĂŒber die magische Linie, weil er in diesem Fall den "Schlag" kaum spĂŒrt bzw. in Kauf nimmt, ist ihm prompt die Heimkehr in sein erlaubtes GelĂ€nde verwehrt, denn auch bei diesem Versuch wird er per Stromschlag bestraft...
(16.10.2007, 22:37)
Ralf Sommerlad:   Mit oder ohe Elektrozaun: Kein Wassergraben fĂŒr Menschenaffen! Wie gefĂ€hrlich WassergrĂ€ben sind, wissen wir doch schon seit Jahrzehnten, und das Menschenaffen lernen, ElektrozĂ€une zu ĂŒberwinden, sollte nicht verwundern.
(16.10.2007, 22:18)
IP66:   Das ist ein Beleg dafĂŒr, daß sich Schimpansen nicht hinter ElektrozĂ€unen halten lassen und daß Anlagen mit Trockengraben wie in Krefeld nicht so unfalltrĂ€chtig sind wie die sehr dekorativen WassergrĂ€ben in MĂŒnchen.
(16.10.2007, 19:51)
Tierpark MĂŒnchen Hellabrunn:   Hellabrunn trauert um den Schimpansen „Franzl“

Bei einem tragischen Unfall ist „Franzl“, der Chef der Schimpansengruppe im Tierpark Hellabrunn, ums Leben gekommen. Der am 30.04.1985 geborene Schimpansenmann ist im Wassergraben, der die Außenanlage von dem Besucherbereich trennt, ertrunken. RĂ€tselhaft ist es, was ihn dazu gebracht hat, ĂŒber die Elektrozaunabsperrung ins Wasser zu springen. Möglicherweise fĂŒhlte er sich durch einen Besucher provoziert und wollte seine Familie verteidigen. Seit der Inbetriebnahme des Urwaldhauses vor sechs Jahren, ist ein derartiges Verhalten bei den Schimpansen niemals beobachtet worden.
„Franzl“ war eine herausragende Tierpersönlichkeit und der Liebling vieler Besucher. Als Handaufzucht hatte er eine besondere Beziehung nicht nur zu seinen Gruppenmitgliedern, sondern auch zu den Personen, die ihn betreuten. Er suchte an der Scheibe immer gerne Kontakt zu seiner menschlichen Fangemeinde und forderte Kommunikation ein.
Der tragische Unfall hat im Tierpark Hellabrunn Trauer und Entsetzen ausgelöst. Da von den Tierparkmitarbeitern niemand den Vorgang beobachtet hat, sind wir fĂŒr Hinweise von Augenzeugen des Vorfalls dankbar (bitte melden unter Tel. 089/62508-11 oder office@tierpark-hellabrunn.de).
(16.10.2007, 19:40)
Affenfan:   Es gibt nur noch ein adultes PavianmĂ€nnchen in MĂŒnchen ? Oh nein. Was ist mit den anderen geschehen?
(01.05.2007, 13:03)
Chris:   War gestern in Hellabrunn und sah bei den Mantelpavianen nur ein ausgewachsenes MĂ€nnchen(?), aber einige Halbstarke.
(30.04.2007, 09:17)
Slothlemur:   @ Sven P. Peter
Das Schild kenne ich jetzt zwar nicht aber es wurde schon öfters bei FĂŒhrungen angesprochen. Ich hatte sogar mal das GlĂŒck einen von mir stehen zu haben. Also außerhalb vom Gehege.
(15.04.2007, 12:49)
Sven P. Peter:   Nach meiner Erinnerung steht am Gehege sogar ein Schild, das die Muntjaks nachts frei im Park herumlaufen, da sie den Graben einfach durchschwimmen.
(14.04.2007, 18:26)
Shensi-Takin:   Na, der Wasserfall(bzw. WasserfĂ€llchen) dient wohl eher dekorativen Zwecken. Die Muntjaks ĂŒberlegen es sich aber immer recht lange, ob sie zur Halbinsel rĂŒberschwimmen sollen;). Der Elektrozaun bietet ihnen ggf. zusĂ€tzlich ein wenig Schutz, sollte Herr Takin mal ungehalten werden.

(13.04.2007, 22:41)
Slothlemur:   Wan genau war den das mit der Fehlgeburt??Die Muntjaks haben zudem eine kleine Insel als RĂŒckzugsmöglichkeit, falls es doch mal zu Konflikten kommen sollte.Zudem wurde ein kleiner kĂŒnstlicher Bachlauf im Takin Gehege installiert.
(13.04.2007, 18:13)
Shensi-Takin:   @MM: Danke fĂŒr die Info bzgl. Rotterdam. Ohne ĂŒberheblich klingen zu wollen: die genannte Konstellation hĂ€tte ich persönlich nicht ausprobiert; dazu sind sich Takin & Goral hinsichtlich Raumnutzung zu Ă€hnlich-und Rhesusaffen zu laut und zĂ€nkisch. Dass da den sonst eher ruhigen Takinen(wahrscheinlich v.a. der/die Bulle(n)) irgendwann mal der Kragen geplatzt ist, wĂ€re zu erwarten gewesen. Die MĂŒnchner Kombi Takin & Muntjak sieht hingegen bislang ganz gut aus-u.a. vermutlich wegen des beiderseits eher ruhigem Naturells und des deutlicheren GrĂ¶ĂŸenunterschieds.

(13.04.2007, 17:45)
Michael Mettler:   Rotterdam hatte seine Takine mit Roten Goralen und Rhesusaffen vergesellschaftet. Das mit den Goralen soll nicht funktioniert haben und dementsprechend von kurzer Dauer gewesen sein. Die Rhesus sah ich selbst noch auf der Anlage, hörte aber auch, dass es selbst zwischen den beiden verbliebenen Arten mehr Stress gegeben haben soll als es dem Zoo lieb war. Vielleicht sind da versteckter lebende Gehegepartner a la Muntjak, Moschustier & Co. wirklich eine passendere Wahl.
(13.04.2007, 12:13)
IP66:   Im wuppertaler Gehege liegen einige Äste herum - ich habe allerdings nur gesehen, wie sich die Tiere mit den Vorderbeinen darauf stellten oder versuchten, sie aus der Verankerung zu lösen, selbst das Jungtier ist nie mit allen vier Beinen auf irgend etwas geklettert. Ich könne mir allerdings vorstellen, daß man bei der Möblierung kleinerer Anlagen auch deshalb vorsichtig ist, weil es sich von einem erhöhten Standpunkt aus besser ĂŒber einen Zaun klettern lĂ€ĂŸt - jedenfalls ist die frankfurter Takinanlage ja dergestalt massiv mit StromdrĂ€hten gesichert, daß man sich wundert, daß man die Vorbewohner des Geheges ohne diese Maßnahmen nicht stĂ€ndig auf den Besucherwegen angetroffen hat.
(13.04.2007, 12:12)
Shensi-Takin:   @MM: Na, aber was bedarf es, um ĂŒberhaupt auf den Ast zu klettern bzw. dort lĂ€nger & sicher zu verweilen? Richtig-der passenden Anatomie; und da hat bei derart glattpolierten "RiesenstĂ€bchen" wie in Hellabrunn der Aff' den Vorteil.
Was beim Takin aber bedacht werden sollte: da ist deutlich mehr Gewicht & Statur dahinter als bei Schneeziege, Serau, GĂ€mse u.a.; dementsprechend kann ich mir vorstellen, dass eine derart ĂŒppig "nach oben" konstruierte Gehegestrukturierung fĂŒr Takins weitaus stabiler & großrĂ€umiger als fĂŒr die anderen Arten sein mĂŒsste. Und da sich die Takins in freier Wildbahn auch des öfteren in TĂ€ler begeben und im Zoo auch mit einer ebenen FlĂ€che durchaus zufrieden sind, kann ich mir ebenso erklĂ€ren, warum die meisten Takin-Gehege eher "Flachlandcharakter" haben.
Überhaupt: was die Gestaltung von Takin-Gehegen angeht, habe ich bislang wenig Phantasievolles entdecken können. Allein bei der Vergesellschaftung mit anderen Tieren-da hat MĂŒnchen mit o.G. durchaus mal was interessantes probiert. Ggf. ließen sich da noch andere Kombis ĂŒberlegen-etwa mit Schopfhirschen, Kranichen, Makaken, Gibbons, Moschustieren, Kleinen Pandas(natĂŒrlich nicht alles auf einmal) oder-Traum aller TrĂ€ume-ein "Mixed-Species" Gehege mit Goldenen Takins & Goldstumpfnasen; fĂŒr letztere könnte dann idT eine "obere" Gehegeebene geschaffen werden-z.B. mit "Riesen-Mikado"-StĂ€ben.;)
Aber ich schweife ab...zzT
(13.04.2007, 11:47)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Es ging doch um die TragfĂ€higkeit von KletterĂ€sten und das Gewicht (nicht die Anatomie) ihrer Benutzer?
(13.04.2007, 09:14)
Shensi-Takin:   @MM: Takins & Gorillas? Warum nicht dementsprechend ebenso Gibbons und Markhore, Thare mit KrallenĂ€ffchen oder Schneeziegen und Eichhörnchen miteinander vergleichen? Mit Verlaub: es besteht-allein schon anatomisch gesehen-ein deutlicher Unterschied zw. einem Huftier und einem Primaten resp. arborealen Nager-allein schon der Supination/Pronation der Gliedmaße wegen; so gut auch Takin, Schneeziege & Co. klettern können-hinsichtlich der Gehegegestaltung herrschen da etwas andere Gegebenheiten & AnsprĂŒche vor als bei o.g. Arten. Eine GebirgswiederkĂ€uern angepasste, sozusagen "3D" Nutzung der GehegeflĂ€che durch Ausbau weiterer Gehegeebenen in die Höhe wĂ€re indes gerade bei kleineren FlĂ€chen ĂŒberdenkenswert. Hierbei mĂŒsste aber auch der damit verĂ€nderten Sprungmöglichkeiten samt Ausbruch-/Verletzungsgefahr bedacht werden.
(12.04.2007, 23:38)
Michael Mettler:   Viel Ausstattung gibt es da meiner Erinnerung nach nicht, zumal die geringe FlĂ€che kaum etwas in dieser Richtung erlaubt.....
(12.04.2007, 22:18)
Carsten:   Die Wuppertaler Takine leben zumindest in Hanglage, an die Ausstattung der Anlage kann ich mich im Moment nicht mehr so recht erinnern...
(12.04.2007, 22:13)
Michael Mettler:   Ob nun drei Gorillas nebeneinander auf einem Ast (oder einem KlettergerĂŒst) sitzen oder ein Takin drauf steht, macht wenig Unterschied. Und trotzdem bekommen Gorillas Klettermöglichkeiten (oder sollten es zumindest).... Ein "Riesen-Mikado" wie im MĂŒnchener Urwaldhaus könnte ich mir z.B. auch auf einer Takin-Anlage vorstellen und wĂ€re nicht ĂŒberrascht, wenn die Tiere - auch und vor allem die KĂ€lber - es nutzen wĂŒrden.

Schon interessant, dass Takine in unseren Zoos ĂŒberwiegend "flach" gehalten werden. Haben die Rotterdamer Tiere eigentlich die alte Kunstfelsanlage in der Höhe genutzt? Ich sah sie vor Jahren leider an einem heißen Tag, und da lagen sie japsend im Schatten und vermieden jede unnötige Bewegung.
(12.04.2007, 21:48)
Shensi-Takin:   @MM: Takins sind zwar durchaus flexibel, was das Klettern angeht-aber sind das unseren heimischen Äste auch? Bei bis zu 350 kg Tiermasse(nicht eingerechnet, dass da mehrere Tiere auf einen Ast stehen) wĂŒrde ich das Risiko zugunsten der Takine(und Äste;) nicht unbedingt eingehen. Man bedenke auch der Besucher: wie die erschrecken wĂŒrden, wenn da plötzlich ein 350 kg Tier vom Baum plumpst! Das wollen wir den armen Leutchen(und BĂ€umen) doch lieber nicht zumuten, oder? ;)
(12.04.2007, 21:28)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Das mit den KletterĂ€sten fĂŒr Takine wĂ€re zumindest einen Versuch wert. Ich denke da an Dittrichs Schilderung, dass der in den 60ern kurzzeitig in Hannover gehaltene Takin gern oben auf der Trennwand zweier Stallboxen stand.... Das bĂ€renartige Aussehen scheint ĂŒber die Gewandtheit hinweg zu tĂ€uschen, Ă€hnlich wie bei Schneeziegen.
(12.04.2007, 21:22)
Shensi-Takin:   Auch wenn manchmal ein anderer Eindruck entstehen mag-Auswilderungen v.a. grĂ¶ĂŸerer SĂ€uger sind eher die Ausnahme denn die Regel. Bei den Takins z.B. ist eher die Bewahrung der schrumpfenden Habitate von Bedeutung.
Was auffĂ€llt: womöglich dank den Berliner Zuchterfolgen ist der Mishmi-Takin in Europa keine RaritĂ€t mehr; die anderen Unterarten sind hingegen weitaus seltener vertreten, wobei mW die Sichuan Unterart in den USA und CDN hĂ€ufiger gehalten wird; die Bhutan Unterart habe ich bislang noch nicht in einem Zoo gesehen. Da die Tiere nicht gerade kleinwĂŒchsig, besonders "publikumswirksam" und v.a. die Bullen im Umgang nicht eben ungefĂ€hrlich(wie ich aus eigener Erfahrung weiß) sind, verwundert es nicht, dass die KapazitĂ€ten fĂŒr diese wie auch die anderen Unterarten in den Zoos irgendwann erschöpft ist. Dennoch erscheint es mir sinnvoller, "ĂŒberschĂŒssige" Exemplare zu euthanasieren (und ggf. zu verwerten) als sie in schlechte Haltungen unterzubringen.
Was die "Klettermöglichkeiten" angeht-zum Klettern auf BĂ€umen & Ästen dĂŒrften Takins eher etwas zu stĂ€mmig gebaut sein...;) Im Ernst: Strukturierungen des Geheges mit Felsen, BaumstĂ€mmen etc. kommen Takins-wie auch anderen Tieren- durchaus zugute.

(12.04.2007, 19:55)
Stefan:   Zu den hier gemeldeten Tötungen der ĂŒberzĂ€hligen Takin-Nachzuchtbullen: Es ist noch gar nicht einmal so lange her, dass deutsche Zoos freudig jede erfolgreiche Nachzucht dieser Tierart vermeldeten. Die AnfĂ€nge der tiergĂ€rtnerischen Takin-Nachzuchtwelle machte der TP Berlin, dem sich schließlich immer mehr Haltungen angeschlossen haben. Interessant zu sehen, dass die KapazitĂ€tsgrenzen fĂŒr diese Art in so kurzer Zeit bereits erreicht zu sein scheinen. Gibt es keine Alternative wie Auswilderungen in Schutzgebieten?
(12.04.2007, 19:17)
Jonas M.:   Danke fĂŒr die Information. Wann war die Fehlgeburt??? Ich meinte mal gelesen zu haben, dass die Tiere auch kletter möglichkeiten brauchen. Das mit dem Tierpark wusste ich gar nicht.
(12.04.2007, 18:38)
?:   Eine Geburt bei den Takinen gab es bereits,es war aber eine Totgeburt. So schlimm finde ich die Anlage nicht, keinesfalls ist sie schlechter als beispielsweise die neuen Takin-Anlagen im Tierpark Berlin. In drei deutschen Zoos mußten bereits ĂŒberzĂ€hlige Nachzuchtbullen geschlachtet werden, weil sich keine Abnehmer fĂŒr sie gefunden haben.
(12.04.2007, 18:23)
Shensi-Takin:   Soweit ich weiß: 1,2
Der mangelnde "Kindersegen"-v.a. im Vergleich zum benachbarten Augsburg, wo fast stĂ€ndig gekalbt wird-ist idT erwĂ€hnenswert, dĂŒrfte aber mit dem Alter der MĂŒnchner Tiere bzw. der Gruppenkonstellation zusammenhĂ€ngen; die Kombi mit den Chin. Muntjaks & SchwanengĂ€nsen finde ich allerdings durchaus gelungen.
(12.04.2007, 18:10)
Jonas M.:   Weiß jemand von euch welches Geschlecht die drei Takine haben?? Ich habe leider noch nie mit bekommen, dass sie gezĂŒchtet haben. Zudem ist die Anlage auch nicht wirklich Takin freundlich finde ich.
(12.04.2007, 17:54)
Michael Mettler:   MerkwĂŒrdig ist es doch eigentlich nur, wenn ein Pfleger ĂŒber seine "eigenen", aktuell vorhandenen Tiere nicht Bescheid weiß - soll es ja auch geben. Ein guter Tierpfleger = Praktiker kann er trotzdem sein, und das ist noch immer die Hauptsache!
(06.04.2007, 21:45)
Shensi-Takin:   Da muss ich Herrn Mettler recht geben; ich kam zufĂ€llig an dem betreffenden Pfleger in Hellabrunn vorbei, der gerade eine Gruppe Journalisten ob der neu eingetroffenen Eselspinguine unterwies. Als die Rede dann auf die Haltung von Königs-und Kaiserpinguinen fiel, dachte ich mir-probierst Du einfach mal Dein GlĂŒck, womöglich hat da das eine oder andere wissensdurstige Mitglied dieses Forum was davon; vielleicht weiß der betreffende Tierpfleger zufĂ€llig Bescheid. Wusste er zwar nicht, aber war dennoch ein netter Kerl, der das eine oder andere Interessante erzĂ€hlen konnte.
(06.04.2007, 21:20)
Michael Mettler:   Obwohl ich auch schon entsprechende Erfahrungen mit Pflegern gemacht habe wie ?, muss ich doch fairerweise sagen: Das gibts doch wahrscheinlich in jedem grĂ¶ĂŸeren Betrieb irgendeiner Branche. Wer in einem Kaufhaus, einer Behörde oder einer Klinik arbeitet, bekommt ja auch nicht zwangslĂ€ufig alles mit, was in einer anderen Abteilung/Station passiert - ganz abgesehen davon, ob es ihn/sie ĂŒberhaupt interessieren wĂŒrde. Und man frage mal in einem Kaufhaus, ob sie einen bestimmten Artikel vor dem 2. Weltkrieg im Sortiment hatten... :-)
(06.04.2007, 20:59)
Sebastian Dahl:   Hier zwei Artikel, die mit EisbĂ€ren zu tun haben und Bilder aus dem Scandinavisk Dyrepark enthalten:
http://www.zoo-koeln.de/fileadmin/images/aktuelles/Kolter_S_155_1761.pdf
http://www.zoo-koeln.de/fileadmin/images/aktuelles/Schiedges_S_179_196.pdf
(05.04.2007, 21:18)
?:   @Niedersachse. Der Park hat einen unaussprechlichen Namen, irgendwie mit Skaninavie Dierenpark oder so Ă€hnlich. Habe ich auch noch nie zuvor etwas davon gehört, dem Namen nach zu urteilen, hat er wohl ĂŒberwiegend nordische Tierarten.
@Shensi-Takin. Leider ist das die Erfahrung, die ich schon ĂŒberraschend oft gemacht habe,und manchmal habe ich das GefĂŒhl,das es Tierpfleger gibt, die sich gar nicht dafĂŒr interessieren,was sich außerhalb ihres Reviers im eigenen Zoo so tut.Wie oft hieß es,wenn ich jemanden etwas fragte."Tut Mir Leid, nicht mein Revier."
(05.04.2007, 19:12)
IP66:   Mir wĂ€re eine zweite Teilungsmöglichkeit der nĂŒrnberger Anlage ganz recht gewesen - wobei ich dran erinnere, daß die Karlsruher trotz neuer Anlage an ihre Zuchterfolge auf der alten Anlage -einer der von "?" kritisierten - bislang nicht anknĂŒpfen konnten.
(05.04.2007, 14:48)
cajun:   Ich finde die EisbĂ€renanlage in NĂŒrnberg- von außen betrachtet- eigentlich sehr gelungen!
(05.04.2007, 00:35)
Shensi-Takin:   @?: Bzgl(Zitat): "Einen Tierpfleger nach Tieren zu fragen, die vor dem 2. Weltkrieg in seinem Zoo gehalten wurden,dĂŒrfte in den seltesten FĂ€llen Erfolg haben, viele wissen nicht einmal, was AKTUELL in ihrem Zoo passiert." Na, besten Dank fĂŒr derlei weise Worte...Doch Ausnahmen bestetigen mitunter recht löchrige Regel-und dementsprechend versuchte ich einfach mein GlĂŒck.
(05.04.2007, 00:20)
Niedersachse:   @?: Welcher Zoo in DĂ€nemark ist das denn??
(04.04.2007, 21:08)
?:   Einen Tierpfleger nach Tieren zu fragen, die vor dem 2. Weltkrieg in seinem Zoo gehalten wurden,dĂŒrfte in den seltesten FĂ€llen Erfolg haben, viele wissen nicht einmal, was AKTUELL in ihrem Zoo passiert ( Echt ? Wir haben Nebelparder ? )
Habe heute tolle Bilder von einer 2006 eröffneten EisbĂ€ren-Anlage in einem dĂ€nischen Tierpark gesehen, 2,5 HA !!!! Naturboden und ein Badebecken, so groß wie 3 deutsche ElefantenhĂ€user zusammen....Ich glaube, ich schaue mir in keinem deutschen Zoo mehr EisbĂ€ren an.Schade,das solche Anlagen nur in auslĂ€ndischen Zoos möglich sind.Hierzulande mĂŒĂŸen die Tiere ja in blödsinnigen, terrassierten "Beton-Eisberg-Anlage, inklusive Absturzgefahr, hinvegitieren. Und soetwas nennt sich dann ein"Fortschritt"in der EisbĂ€ren-Haltung,Ha,Ha. FĂŒr die Besucher-Optik vielleicht, fĂŒr die BĂ€ren NICHT. Dazu man nach DĂ€nemark fahren.
(04.04.2007, 20:25)
Shensi-Takin:   MĂŒnchen-News: 10 Eselspinguine aus dem Loro Parque mit den Königspinguinen vergesellschaftet; des weiteren ostafrikanische Höhlengrillen & Peruanische Gespenstschrecken im Schildkrötenhaus; die dortige Bulldoggenameisenkolonie scheint sich aufzulösen...

Zu der Frage bzgl. der Kaiserpinguine aus Berlin zur Zeiten des WW2 wusste der Pfleger nichts zu sagen; "Kaiserpinguine in MĂŒnchen? Nie und nimmer!"
(04.04.2007, 14:24)
Michael Mettler:   Seien wir doch froh ĂŒber den Knut-Trubel. Die letzten Nachrichten, die sich ĂŒberregional mit EisbĂ€ren befassten, kamen schließlich aus Bremerhaven und waren alles Andere als positiv...
(26.03.2007, 23:25)
Frank-Walter BĂŒschner:   Ja, die MĂŒnchner sind nicht doof, wenn sie GlĂŒck haben, bekommen sie ja vielleicht doch noch etwas von der "Knut-Mania" ab, versuchen kann man es ja mal ;-)
(26.03.2007, 23:12)
Sven P. Peter:   Dann hĂ€tten aber auch Mutter und Sohn gezĂŒchtet, oder von wem war damals "Lars"?
(26.03.2007, 22:11)
Slothlemur:   Hallo habe heute in der MĂŒnchner Tageszeitung einen Artikel gelesen, das endlich wieder ein MĂ€nnlicher EisbĂ€r in den Zoo kommt. Nachdem ja jahrelang Mutter und Sohn gehalten wurde und in diesem oder letzten Jahr leider der Sohn gestorben ist.
(26.03.2007, 21:51)
Shensi-Takin:   @Ronald Masell: Mit Verlaub, die Angabe der BĂŒcher via Amazon erfolgte allein der Einfachheit halber; so konnte "Okapi" die benötigten Daten(Autor, Verlag, ISDN-Nummer etc.) besser erfassen. Wo wer welche BĂŒcher kauft, sollte jedem selbst ĂŒberlassen werden.
@Okapi: Den Fowler muss man nicht zwangslĂ€ufig kaufen; in der VeterinĂ€rmedizinischen Bibliothek von MĂŒnchen z.B. stehen einige Exemplare zur Ansicht & Kopierzwecken bereit. Die veterinĂ€rmedizinische Abteilung von NĂŒrnberg z.B. hat ihn sicher auch im Schrank stehen...;)
(14.03.2007, 18:54)
Ronald Masell:   He Leute, warum fragt Ihr nicht beim Doc nach?
ZufĂ€lligerweise verkauft er auch BĂŒcher!
Das Forum macht er nebenbei und nicht hauptberuflich.
amazon ist schon dick genug im GeschÀft.
(14.03.2007, 18:45)
Okapi:   Vielen Dank Shensi-Takin. Das Fowler Buch kann ich mir beim besten Willen nicht leisten.
Das andere werde ich mir bestellen. Danke!
Dann wird das bestimmt der Zoo gewesen sein!
1863-1866. Dachte den hÀtte es lÀnger gegeben!
(14.03.2007, 17:06)
Shensi-Takin:   @Okapi: Was Fowler angeht: das ist sozusagen ein Zootiermedizin-"Guru";) und als Herausgeber ebensolcher FachbĂŒcher/-beitrĂ€ge bekannt. S.a.:
http://www.amazon.de/Wild-Animal-Medicine-Murray-Fowler/dp/0721694993/ref=sr_1_8/303-6531345-4279436?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1173885014&sr=8-8

Was die MĂŒnchner Zoos angeht, so gibt es dafĂŒr das Buch "Nilpferde an der Isar": da steht alles drin-auch ĂŒber den 2. MĂŒnchner Zoo.
http://www.amazon.de/Nilpferde-Isar-Michael-Kamp/dp/3934036198/ref=sr_1_1/303-6531345-4279436?ie=UTF8&s=books&qid=1173885187&sr=8-1
(14.03.2007, 16:14)
Okapi:   Danke Shensi-Takin.
Aber gab es da nicht einen bis ca. 1900?
Und lÀnger als 3 jahre?

@Shensi-Takin: Off Topic *entschuldigung* Sie haben im Thread Zulassungsarbeit ĂŒber die Pinselohrschweine und dessen Krankheiten was geschrieben und siehe Fowler darunter gesetzt. Könnte ich bitte eine genauere Quelle bekommen? Ich finde unter dem Namen Fowler nichts wertvolles.
(14.03.2007, 14:06)
Shensi-Takin:   Nun, der Zoo von Benedict von 1863-66 lag ganz in der NĂ€he der MĂŒnchner Tiermedizinischen FakultĂ€t im Englischen Garten; ein winziger Bruchteil davon, nĂ€mlich ein Überrest der "Eulenburg", ist noch vorhanden.
(14.03.2007, 12:53)
Okapi:   Weiß jemand wo genau der alte Tierpark in MĂŒnchen war?
Ich habe irgendwo mal gelesen Bogenhausen. Stimmt das? Wo dort genau?
Und von wann bis wann gab es ihn dort?
Wer hat den betriben? Privat? Die Stadt?
(14.03.2007, 11:29)
Michael Mettler:   Nun ja, statt der Giraffen hĂ€tten sich dann eben Nashörner im Warmhaus gedrĂ€ngelt, das wĂ€re mindestens genauso eng geworden.

Welche Afrika-Anlage ist denn fĂŒr die Giraffen angedacht, die Zebraseite oder die Mhorrgazellenseite?
(12.02.2007, 18:35)
Langhals:   Sehr bedauerlich , denn dieses Konzept klingt phantastisch. Im Übrigen sollen iregndwann die Giraffen auf die Afrika-Anlage kommen, das Haus dazu soll auf aber nicht auf die Polariums-Seite kommen, sondern auf die andere Seite des Baches und soll etwas tiefer gelegt werden , da auf dieser Seite des Auer MĂŒhlbaches die GebĂ€ude eine gewisse Höhe nicht ĂŒberschreiten dĂŒrfen. Es ist auch dringend notwendig , die Giraffenhaltung zu verbessern. Kaum zu glauben, das im Warmhaus teilweise bis zu 8 Giraffen gehalten wurden.
(12.02.2007, 17:51)
Michael Mettler:   Ich erhielt gerade eine Kopie des MĂŒnchener Jahresberichtes fĂŒr 1973, der einen Generalausbauplan enthielt - der Entwurf weicht teilweise erheblich von der spĂ€teren Verwirklichung ab.

Z.B. hĂ€tte das Warmhaus tatsĂ€chlich ein reines DickhĂ€uterhaus werden sollen, denn auf diesem Masterplan steht auf der GiraffenflĂ€che "Ind. Nashorn" und auf der FlĂ€che der heutigen Elefantenbullenanlage "Afrik. Nashorn" - dazwischen steht das "Zwe." mit Sicherheit fĂŒr Zwergflusspferd. FĂŒr das damalige Nahornhaus findet sich als Planung "KaffernbĂŒffel", die Giraffen hĂ€tten zusammen mit Zebras und Antilopen auf der jetzigen Mhorrgazellenanlage unterkommen sollen, zwischen den beiden großen Afrika-Anlagen wĂ€re ein begehbares Giraffenhaus entstanden.

Ebenfalls begehbar war ein Pinguinhaus im neuen Polarium geplant, und neben der EisbĂ€ranlage sollte ein Vogelfelsen entstehen, neben den Robbenanlagen dafĂŒr die Gehege fĂŒr Moschusochsen und Rentiere.

Amerika wĂ€re etwas vielfĂ€ltiger geworden: FĂŒr die Bisonanlage waren als Zweitbesatz Gabelböcke geplant. Statt der Großvoliere hĂ€tte es Gehege fĂŒr Weißwedelhirsche, Pumas, Jaguare (mit eigenem Raubtierhaus fĂŒr diese beiden Arten, MĂ€hnenwölfe und Tapire/Capybaras sowie ein begehbares Amerikahaus gegeben. Auf der FlĂ€che der Wolfsanlage hĂ€tten "amerikaseitig" ein Wapitigehege und kleine Anlagen fĂŒr Waldhunde, Otter und WaschbĂ€ren entstehen sollen, "europaseitig" solche fĂŒr FĂŒchse, Dachse und Luchse. GegenĂŒber den "Auerochsen" waren Wildschweine eingeplant, fĂŒr die Storchenwiese die "Tarpane", statt der Gemsen Mufflons und Rehe (die Rehanlage wĂ€re fast dreimal so groß geworden wie das Wapitigehege...). Den Elchen wĂ€re eine Wolfsanlage vorgelagert gewesen (also neben den BraunbĂ€ren).

In Asien wĂ€re neben Nilgau & Co. ein begehbares Asienhaus gebaut worden, an das zur anderen Seite ein Gehege fĂŒr Onager/Kropfgazellen anschließen sollte, daneben dann noch eins fĂŒr Davidshirsche. Die jetzigen Kiang- und Yak-Anlagen waren fĂŒr Barasinghas und Sambars gedacht. Statt der heutigen Villa Dracula hĂ€tte es eine Greifvogelvoliere geben sollen, und außen herum wĂ€ren wie heute GebirgswiederkĂ€uer, allerdings geografisch den angrenzenden Parkteilen zugeordnet: Alpensteinböcke und Gemsen fĂŒr Europa, Sibirische Steinböcke, Markhore, Argalis und Tahre fĂŒr Asien.

Bleibt also festzustellen, dass neben einigen verwirklichten PlĂ€nen (z.B. Przewalskipferde, Elche, neues Polarium, neues Affenhaus, Australienbereich, Geparden- und benachbarte Antilopenanlage) sehr viele Ideen nicht ĂŒber das Planungsstadium hinaus kamen.
(12.02.2007, 15:56)
?:   Die Karlsruher EisbĂ€ren-Anlage ist eben nicht perfekt , der Naturbodenteil ist viel zu groß,die Tiere nutzen ihn nicht. Den hĂ€tte man besser betonieren sollen. Ist harter Boden fĂŒr BĂ€ren nicht ohnehin besser als Naturboden, gerade fĂŒr EisbĂ€ren, die in der Freiheit ja auf harten Eisschollen laufen ? Das obere Badebecken hĂ€tte man noch höher machen mĂŒĂŸen, damit die Tiere, wenn sie beim Spielen in das untere Becken fallen, sich beim Aufschlagen auf der Betonkante noch mehr verletzen. Ironie beiseite, die Anlage ist furchtbar. Terrassierte , betonierte EisbĂ€ren-Anlagen, KopfschĂŒttel.Wenn ich den Eisberg im Wald sehe, mit seinem Gittertor, denke ich,da fehlt nur noch die Titanik.
(22.01.2007, 20:15)
IP66:   Ist denn die Struktur der heutigen Afrika-Anlagen der von 1958? Beim Nashornhaus finde ich die Einbindung in den Landschaftspark durchaus gelungen, daß ja die kalte Raubtierstation der NS-Zeit anschließt, also ohnedies ein architektonisch sinnvoll gegliedeter Bereich vorlag.
(22.01.2007, 20:00)
Dennis K.:   Passt nicht ganz hier herein.. aber zu den EisbnĂ€ren: Ist da die Karlruher Anlage nicht perfekt? Ich finde, das dies die optimalste EisbĂ€renanlage Deutschlands ist. Große FlĂ€che, Unterwassereinblick, Beton und Naturboden und zashlreiche Spielmöglichkeiten sowie zwei abtrenngehege.
(20.01.2007, 15:34)
Shensi-Takin:   Hat man einen alten TierparkfĂŒhrer von Hellabrunn(z.B. wie der just vor mir liegende von 1958), so kann man nur bewundernd-bedauernd mit der Zunge schnalzen; schöne Anlagen fĂŒr WiederkĂ€uer(z.B. Weißschwanzgnus) samt interessanter ArtenprĂ€sentation/-kombination sowie fortschrittlichem Gedankengut im Klappentext(statt seltener Einzeltierkollektion sozial funktionierende TierverbĂ€nde, weitgehend linientreue Befolgung des zoogeographischen Konzepts etc.). Auch der damalige Gedanke, einen Haustierbereich in Zusammenarbeit mit der tiermedizinischen FakultĂ€t zu errichten, ist sehr ansprechend. Zum Schmunzeln lĂ€dt nur der Passus ein,d emzufolge man bessere Fotos erzielt, wenn ein Bekannter die Tiere anfĂŒttert...;) Wie oft es damals wohl zu Kolik-VorfĂ€llen gekomen ist? Von diesen alten Anlagen hat MĂŒnchen zwar durchaus noch einiges zu bieten und erhalten-etwa z.B. die Mhorrgazellen-oder Nyala-Anlage(wobei bei beiden der Besatz rel. neueren Datums ist), die Großvoliere, das ehemalige Holten-Haus aka "Villa Dracula" mit seiner orginellen Nager-Gemeinschaftsvergesellschaftung usw.; doch in anderen Aspekten muss ich meinen Vorrednern recht geben. Die TierhĂ€user-mit Ausnahme des Riesenschildkrötenhaus, das ich durchaus recht gelungen finde(obwohl hier stattdessen vielleicht das Thema "Inselfauna" konsequenter verfolgt werden könnte & die Beschreibungen LĂŒcken aufweisen) passen sich wirklich nicht harmonisch in die Umgebung ein(von ihrer "Zweckdienlichkeit" wurde anderweitig schon gesprochen), die aufgrund praktischer GrĂŒnde sicher nicht konsequent durchhaltbare, aber didaktisch gesehen leider nicht linientreue Einhaltung der "Geo-Zoo"-Idee sowie einiger Schwachstellen in der Haltung(nebst des Kinderzoos & Polarium z.B. auch die Gaur-Anlage)stimmt ein wenig wehmĂŒtig in einem ansonsten durchaus ansprechenden Tierpark in einer landschaftlichen schönen Umgebung samt interessanten heimischen Wildbestand(u.a. Eisvögel). Vielleicht hĂ€tte man sich in Hinblick auf die neuen TierhĂ€user mehr auf eine bessere Eingliederung ins Gesamtbild sowie z.B. beim "Dschungelzelt" oder "Nashorn-Ufo"(ein wirklich putzig-kauziger, doch zutreffender Name;) mehr auf die WĂŒnsche/BedĂŒrfnisse der tierischen Dauerinsassen denn auf Besuchervorteile/"Futuristischer Look" orientieren sollen. Das finde ich z.B. im benachbarten Salzburger Tierpark Hellbrunn stimmiger umgesetzt. Anstatt alle alten Anlagen radikal mit möglichst architektonisch modernen TierhĂ€usern zu ersetzen, hĂ€tte man das eine oder andere vielleicht durchaus fĂŒr die Mitgestaltung einer neuen, weniger "futuristischen" Anlage nutzen können. So hĂ€tten die Löwen von ihrer alten sĂ€ulengeschmĂŒckten Anlage bei Erweiterung & Strukturierung letzterer wahrscheinlich mehr gehabt als von ihren jetztigen Rasenfleckerl samt ungenutzten Riesen-"Swimming-Pool".
(19.01.2007, 16:50)
IP66:   Ich habe mich natĂŒrlich ĂŒber den Abriß der historischen Raubtierterassen geĂ€rgert und fand das alte Raubtierhaus fĂŒr seine Entstehungszeit recht elegant. Noch schlimmer finde ich allerdings das Galimathias, das mittlerweile zwischen Großtierhaus und dem Beginn der Afrikaanlagen entstanden ist - hier kann von Park keine Rede mehr sein, und Situation mit der historischen Achse war ungleich gelungener - zumal ja der Abriß auch damit begrĂŒndet wurde, man wolle hier eine den Park verbindende FreiflĂ€che schaffen.
Leider habe ich mich nie systematisch mit der mĂŒnchner Zoogeschichte befaßt, ich kenne eigentlich nur die historischen ZustĂ€nde von Großtier- und Raubtierhaus. Meine Kinderbesuche in MĂŒnchen waren noch durch die Verzeihung! - faschistischen Altbauten geprĂ€gt, den alten Haustierpark jenseits der Menschenaffenstation, dieser selbst, dem erwĂ€hnten Raubtierhaus, dem Hortenhaus mit Vogelmassenhaltung etc. Es wurde gerade der Masterplan umgesetzt, bei dem das Polarium entstand - damals fanden es alle ganz umwerfend - aber auch die zahlreichen HuftierstĂ€lle, die BraunbĂ€renanlage, die Außenanlagen des Großtierhauses. Krönender Abschluß war das niedere Affenhaus, das allerdings schon nicht mehr im Polygon-Stil des Polariums gestaltet wurde, sondern ein wenig organischer und mit damals sensationell unaffĂ€lligen Glasbegrenzungen der KĂ€fige.
Rein architektonisch finde ich das Raubtierhaus innovativ, aber unbrauchbar - es versuchte, die KĂ€figreihen nach wuppertaler oder stuttgarter Muster durch die Zentralbauform, Glasabgrenzungen und die GewĂ€chshaushalle zu neutralisieren, die AußenkĂ€fige rezipieren die frĂŒhe Postmoderne vor der Kunstfelsenzeit. Das Nashornhaus kam fĂŒr seine Gattung schon recht spĂ€t, es belebt allerdings den Zentralbaugedanken, wobei die meisten Ideen, wenn auch in anderer Form, schon im nĂŒrnberger Tapirhaus vorweggenommen werden. Haltungstechnisch ist es sicher problematisch, aber man darf nicht vergessen, daß der große Wandel in der Panzernashornhaltung so alt noch nicht ist.
Auch wenn ich damit manchen unangenehm berĂŒhre, wofĂŒr ich um Entschuldigung bitte: Es ist wohl schon so, daß die meisten Großanlagen, vor allem im europĂ€ischen Zooteil, das Konzept von Lutz Heck und damit letztlich faschistische Ideen umgesetzt haben. Ich habe nie ganz genau eruiert, wie viel davon ĂŒbrig ist und wie viel nur mit den neuen StĂ€llen und HĂ€usern umdekoriert wurde, denke aber, daß das eine interessante Aufgabe wĂ€re. Ich hatte allerdings bei dem Matserplan der 60er und 70er den Eindruck, es ginge darum, möglichst viele Erinnerungen zu tilgen.
(19.01.2007, 12:14)
Michael Mettler:   @Langhals: Wenn 1982 die Tierparkleitung schon in den gleichen HĂ€nden war wie heute, dann sind das aber auch nicht "wenige Jahre" (wie von dir im Nashornthread gesagt), in denen der Park umgestaltet wurde - 25 Jahre sind eine ganze TiergĂ€rtnergeneration! Die Gnus waren auch 1982 schon weg, die Hirschsammlung existierte ebenfalls nicht mehr, und die GebirgswiederkĂ€uerkollektion hat sich in diesem Zeitraum nicht großartig verĂ€ndert; meiner Erinnerung nach gab es damals zusĂ€tzlich noch MĂ€hnenschafe (bei den Pavianen) und Kreta-Bezoarziegen (am Horten-Pavillon), dafĂŒr aber keine Schneeziegen. Statt Mesopotamischer Damhirsche und Abruzzengemsen gab es noch "gewöhnliche" Rothirsche und Alpengemsen, statt Panzernashörnern die allgegenwĂ€rtigen Breitmaulnashörner, statt Pinselohrschweinen die damals ebenfalls ĂŒberall zu sehenden Zwergflusspferde, statt Netzgiraffen Unterartmischlinge.... NatĂŒrlich vermisse auch ich die eine oder andere Art, gerade bei den Antilopen, aber sooo sehr hat die "QualitĂ€t" des Tierbestandes seit meinem ersten Besuch nicht "gelitten". Allerdings hinterlassen bei einem Zoofan - da nehme ich mich nicht aus - die AbgĂ€nge etablierter Arten fast immer eine stĂ€rkere Wirkung als die Tatsache, dass dafĂŒr oft genug neue kamen.
(19.01.2007, 09:20)
Langhals:   Wiesner muß 1982 schon an der Macht gewesen sein, dennoch war der Park damals schöner als heute,weil es die ganzen furchtbaren Neubauten noch nicht gab und die Parklandschaft auf der Warmhaus-Seite des AuermĂŒhlbachs intakter war als heute.Aber nicht nur wegen der Parklandschaft war Hellabrunn sehenswerter als heute, der Tierbestand war einfach vielflĂ€ltiger, es gab mehr Antilopen,Hirsche,Rinder,Katzen,GebirgswiederkĂ€uer und Primaten zu sehen. Davon ist nicht mehr viel ĂŒbrig, und heute hat auch Hellabrunn fast nur noch die Arten, die es in jedem Zoo zu sehen gibt. Auch haben sich die alten Anlagen viel harmonischer in die Parklandschaft eingefĂŒgt, die Nashorn-Anlage und die Rappenantilopen-Anlage ( dort steht heute die Kamel-Anlage )seien als Beispiele genannt. Zusammen mit dem Löwenhaus und der Gnu-Anlage bildete die Nashorn-Anlage einen harmonischen Abschluß des Parkteils Afrika, heute wird er abrupt von Kleinen Pandas unterbrochen und das Dschungelzelt und das Schildkrötenhaus zerstören das Gesamtbild. Anstelle dieser HĂ€user hĂ€tte ich das alte Löwenhaus abgerissen und gegen ein schlichtes, nicht sichtbares Haus fĂŒr Löwen und HyĂ€nen ( in getrennten anlagen )ersetzt, um am Ende von Afrika dem Besucher zwei der wichtigsten Beutegreifer Afrikas vorzustellen. Auch das Nashornhaus hĂ€tte ich gegen einen Neubau ersetzt, hĂ€tte aber aus PlatzgrĂŒnden wieder Spitzmaulnshörner angeschafft. Die Kamel,-und Yakanlagen hĂ€tte ich unangetastet gelassen und auch die WasserbĂŒffel hĂ€tte ich
behalten, deren Anlage war landschaftlich eine der reizvollsten in Hellabrunn. Die Menschenaffenhaltung war sicherlich ein Knackpunkt, viel besser ist sie durch das neue, mißlungene Haus samt seiner beschĂ€menden Außenanlagen nicht geworden. NatĂŒrlich war und ist das Polarium eine der furchtbarsten Tieranlagen in einem europĂ€ischen Zoo, eine BetonwĂŒste, die schwere Athrosen bei den EisbĂ€ren verursacht hat,und viele PinguinkĂŒken ihr Leben durch Ertrinken lassen mußten ,aber das ist ein anderes Thema, es geht ja nur um die Optik, und da ist dieser Komplex an HĂ€ĂŸlichkeit kaum noch zu ĂŒberbieten. Das alte Polarium hatte sicherlich tierpflegerische MĂ€ngel, diese sind aber im neuen Polarium genauso vorhanden, aber zumindestens optisch war das alte Polarium ansehlicher.Und wie erwĂ€hnt, der einstige , phantastische Tierbestand ist es, was ich so in Hellabrunn vermisse. Die so bösen Gnus, eine Traditionsart fĂŒr Hellabrunn verschwanden genauso wie fast alle anderen Antilopen, von der einstigen Hirsch-Sammlung ist kaum noch etwas vorhanden und auch die meisten GebirgswiederkĂ€uer sind weg. Hellabrunn ist heute zwar auch noch sehr reizvoll, aber der gesamte Neubauteil inklusive Nashornufo hat den park verhunzt.
(19.01.2007, 07:31)
Marco:   Nichts gegen Betonanlagen fĂŒr Steinböcke ;-) Wie mir Frau Jantschke auf einer FĂŒhrung in Augsburg erklĂ€rte, haben die Steinböcke auf der Betonanlage nie Probleme mit den Hufen. Nebenan, auf den Anlagen mit Naturboden, sei Moderhinke an der Tagesordnung und die Tiere mĂŒssten mindestens einmal jĂ€hrlich narkotisiert werden.
Über die Gestaltung kann man sicher streiten, wobei ich die MĂŒnchner Anlage garnicht so schlimm finde.
(18.01.2007, 22:45)
Michael Mettler:   Ich greife hier mal die Bemerkung von Langhals im Nashorn-Thread auf, der MĂŒnchener Tierpark sei vor der Ära des jetzigen Direktors und des derzeitigen Architekten schöner gewesen. Ich bin zwar nicht im Bilde, wann die jetzige DirektionsĂ€ra begann, mir aber ziemlich sicher, dass der Park bei meinem ersten Besuch 1982 noch unter anderer Leitung stand. War er damals wirklich schöner? Die Anlagen fĂŒr Alpensteinböcke, Nubische Steinböcke (damals nicht mit den Pavianen zusammen gehalten) und Markhore waren z.B. BetonwĂŒsten, in welche in AbstĂ€nden einzelne Steinblöcke einbetoniert waren, wohl damit es wenigstens entfernt an einen Berg erinnerte. Kann man sich gut vorstellen, wenn man sich die heute noch bestehende Anlage fĂŒr Alpensteinböcke in Augsburg ansieht. Mir ist klar, dass man Bergtiergehege frĂŒher aus HygienegrĂŒnden so gebaut hat, aber sie waren eben nicht schöner als heutige. Die Betonlandschaft des Polariums bestand auch damals schon. Ob man das alte Raubtierhaus "schön" nennen konnte, ist sicherlich Geschmackssache; ich mag das Dschungelzelt nicht sonderlich, weil es fĂŒr meinen Geschmack zu kĂŒnstlich fĂŒr die naturnahe Parklandschaft wirkt (wie alle neueren Bauten), aber streng genommen galt dies fĂŒr seinen ruinenartigen VorgĂ€nger mit der LöwenbĂŒhne genauso. Die Menschenaffen (und nicht nur sie) saßen noch sĂ€mtlich in ihren "verglasten Badezimmern". Auch da sage ich: Die neuen Anlagen gefallen mir ganz und gar nicht - aber waren die alten "schöner"? (Zudem waren sie erheblich kleiner.)

Zusammenfassend gesagt: Mit den neueren Bauten bin auch ich nicht glĂŒcklich. Aber dem Ruf "frĂŒher war alles besser" wĂŒrde ich mich nach dem damals Gesehenen nicht anschließen.
(18.01.2007, 21:02)
Shensi-Takin:   MW wurde die Anlage am 20.10.2001 fĂŒr die Besucher eröffnet. Nachzulesen auf dem Link, Bereich "History"
(11.01.2007, 21:15)
IP66:   Gibt es fĂŒr Detroit irgendeine Datierungsmöglichkeit? Köln ist in Sachen EisbĂ€renhaltung recht spannend, weil dort bei einer der ersten BĂ€renfreianlagen nach dem Krieg eine konsequent abstrakte Gestaltung umgesetzt wurde. Rotterdam kommt als Vorbild nicht in Frage, und andere kenne ich nicht. NĂŒrnberg gehört nicht in die Reihe, weil es sich um eine in den vorhandenen Fels integrierte Anlage handelte bzw. handelt.
Mir gefĂ€llt die Unterwasserbeobachtungsmöglichkeit in Wuppertal recht gut, weil sie hochintelligent in das Nordlandpanorama geschachtelt wurde und den Besucher erkennen lĂ€ĂŸt, wie gerĂ€umig diese doch so kompliziert geschnittene Anlage ist.
(11.01.2007, 20:05)
Shensi-Takin:   @Langhals: Wie sagte doch schon Goethe-"Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte ĂŒberhaupt erst genießbar macht." Allerdings sollte man davon absehen, unbedingt jedes Gericht unnötig zu salzen; das macht das Ganze sonst fĂŒr jeden ungenießbar und schlußendlich nur unbekömmlich.

Wie das ";)" am Ende ebenjenes Satzes zeigt, war dieser humorvoll gemeint. Dementsprechend wĂ€re zu verstehen gewesen, dass dies nicht als Erziehungsmaßnahme gegenĂŒber untĂ€tigen Tierpflegern gewertet werden sollte.

Vielleicht tÀte es Not, in weiterer Zukunft derlei "Salzbeigaben" zu reduzieren; sie bringen auf Dauer wirklich mehr Schaden denn Nutzen. TIA
(10.01.2007, 21:20)
Langhals.:   Stimmt. Wenn ich in einem Zoo ein verdrecktes Wasserbecken sehe, kann das nur damit zu tun haben, das die Pfleger ihrer Reinigunspflicht nicht nachkommen.Wie schön, das es Mittel und Wege gibt, die faulen Tierpfleger zu ihrer Arbeit zu zwingen.
(10.01.2007, 20:49)
Shensi-Takin:   Was die Vergesellschaftung von mehreren EisbĂ€ren angeht: erst kĂŒrzlich las ich in einer Tierschutz-Studie, dass diese Haltungsform durchaus vorteilhaft fĂŒr EisbĂ€ren sein kann; so wĂŒrde ein weiterer Stimulus zur Aufwertung der eher reizarmen Zooumwelt durch intraspezifische soziale Interaktion geliefert-was allerdings (wie auch bei anderen Arten) manchmal auch arg schief gehen kann...
Was die "Eisschollen"-Skulpturen etc angeht-auch das ist z.B. in der erwĂ€hnten Detroit-Anlage fĂŒr mich eher ein Minuspunkt-und in NĂŒrnberg eher positiv zu bewerten. So zeigen derlei Anlagen mit grĂ¶ĂŸerer NaturbodenflĂ€che dem Besucher, dass EisbĂ€ren nicht fortwĂ€hrend in einer sterilen "Eis"-bzw. BetonwĂŒste leben; den Tieren werden so mehr
BeschÀftigungsmöglichkeiten
(verschiedene Substrate zum Graben, Erkunden etc.)und erhöhter Komfort(Möglichkeit des Ausweichens auf verschiedene Liege/LaufflĂ€chen...) geboten. Ich erinnere mich in diesen Zusammenhang auch an eine Ă€ltere Aufnahme, in der eine(kaum als solche erkennbare)EisbĂ€rin quietschvergnĂŒgt
durch ein Naturgehege in einen frz.(?) Zoo turnte.
Was Unterwasseransichten angeht: solange das Tier davon nicht negativ betroffen ist, sehe ich darin wenig Schwierigkeiten. Nicht selten hatte ich den Eindruck, dass manch ein EisbĂ€r dies auch als weitere Spielmöglichkeit via Besucherinteraktion nutzte-siehe auch letzteren von mir erwĂ€hnten Youtube-Link. Des weiteren sind die Pfleger so indirekt zu einer besseren Pflege des Wasserteils gezwungen...;) Im Ernst: ich halte die Option, EisbĂ€ren unter Wasser zu beobachten, fĂŒr eine zoopĂ€dagogisch durchaus wertvolle TierprĂ€sentationsmöglichkeit.
(10.01.2007, 19:35)
IP66:   So glĂŒcklich bin ich mit der nĂŒrnberger EisbĂ€renanlage nicht. Das Problem ist, daß auf solch einem RiesengelĂ€nde dann doch immer mehr Tiere gehalten werden, als es gut fĂŒr eine im Prinzip ja einzelgĂ€ngerische Art ist. Vielleicht wĂ€ren vier Anlagen, die man nach Bedarf zusammenschalten kann, die bessere Lösung gewesen. Auch wenn der Unterwassereinblick fĂŒr die Besucher interessant ist - den Tieren bringt er wenig. Köln ist, was die Betonanlagen fĂŒr EisbĂ€ren angeht, wohl die Ursprungsanlage - Hellabrun ist und MĂŒnster war der Versuch, die dortige Eisschollenskulptur nach Maß und Zahl geometrisch zu ordnen. Den BĂ€ren wird es wohl gleichgĂŒltig gewesen sein, aber die Architekturkritiker der 70er fanden dergleichen Ă€hnlich umwerfend wie die heutigen Zooplaner Kunstfelden und UrwaldhĂ€user.
(10.01.2007, 19:04)
Shensi-Takin:   Auf die Gefahr hin, der gĂ€ngigen Meinung(bzw. dem Sarkasmus)kontrĂ€r zu handeln: ich halte die Hellabrunner EisbĂ€ren-Anlage mitnichten fĂŒr ein Bsp. einer Zootierhaltung, wie sie im 21. Jhd. in einem modernen Zoo sollte. In diesen Aspekt sind sich die Pfleger
(eigene Mitteilung)wie auch Herr Wiesner einer Meinung; leider waren andere Bauprojekte(ĂŒber deren letztendliche Kosten-Nutzen-Relation/ Tier-/Artgerechtheit
man gerechtfertigterweise durchaus geteilter Meinung sein kann)bislang wichtiger; bleibt zu hoffen, dass sich dies ab 2007 Àndert.
Wie auch bei anderen Tierarten(z.B. bei Huftieren) sowohl in der Nutz-wie auch Zoohaltung haben Betonböden Vor-und Nachteile. Zwar dienen sie durchaus dem Klauenabrieb(im vernachlĂ€ssigbarem Maße auch den Krallenabrieb...) & sind relativ leicht zu reinigen/desinifizieren; doch unterdrĂŒcken sie natĂŒrliche Verhaltensweisen(u.a. durch geringen Liegekomfort, fehlende Grabemöglichkeit etc.) & sind nicht selten bei bestimmten Arten fĂŒr chronische Ballen-und Fußproblem mitverantwortlich zu machen. Des weiteren sollte der negative Eindruck(so vermenschelnd er auch sein mag), den Betonanlagen auf den Besucher machen, nicht unterschĂ€tzt werden.
Ein Manko der MĂŒnchner EisbĂ€renanlage ist des weiteren die fehlende Unterwasseransicht der schwimmenden BĂ€ren-ein durchaus beeindruckender Anblick.
Hierzu auch:
http://www.detroitzoo.org/Attractions/ARL/Arctic_Ring_of_Life/
http://www.oregonzoo.org/Exhibits/bears.htm
http://zoo.pgh.pa.us/zoo.asp?SectionID=13

Zur Erheiterung;):
http://www.youtube.com/watch?v=N-itHJ-I_sw&NR
(09.01.2007, 19:41)
Sven P. Peter:   Jap, es hĂ€ngen einige Zweige ĂŒber die Anlage. Und bei der Duisburger Anlage bleibe ich bei meiner meinung, denn die Tiere haben keine Stereotypen oder sonst welche störungen ;)
(09.01.2007, 19:13)
Dirk K:   Der gute Herr Peter hat zwar bezĂŒglich BĂ€renanlagen immer eine komische Meinung (Kodiaks in Duisburg)^^, allerdings halte auch ich die MĂŒnchner Anlage fĂŒr annehmbar, wenn auch nicht optimal. Aber fĂŒr das Alter des Geheges (und des ganzen Polariums) ist das schon ganz ordentlich. Steht die Anlage nicht auch teilweise unter BĂ€umen? Dadurch wĂ€re ja, zumindest zeitweise, auch Schatten gegeben.
Trotzdem finde ich, dass diese Diskussion nicht mit ĂŒbergroßen Zynismus gefĂŒhrt werden sollte...
(09.01.2007, 19:03)
Sven P. Peter:   Das MĂ€nnchen, dass im Sommer starb beschĂ€ftigte sich immer sehr damit, das z.Z. einzige Weibchen "Lisa" findet an dem Simulator nicht recht gefallen.
(09.01.2007, 18:46)
Niedersachse:   Ich meine gelesen zu haben als ich im September, dass die EisbĂ€ren, den Beutesimulator nicht annehmen wĂŒrden. Hing ein Schild an der Anlage oder war das bei einer anderen Tierart.
(09.01.2007, 18:41)
Sven P. Peter:   In MĂŒnchen haben die EisbĂ€ren einen Beutesimulator und immer recht viel Spielzeug.
(09.01.2007, 18:31)
Hannes:   Ich habe aus MĂŒnster die Info bekommen das sich bei den BĂ€ren nach der Umgestaltung keinerlei VerĂ€nderung was Verhalten, Wesen und gesundheitszustand angeht eingestellt haben. Bei BĂ€renhaltung ist das A & O die beschĂ€ftigung (sehr löblich in Emmen obwohl Anlage misslungen).
Schön fĂŒr Mensch und Tier ist solch eine Umgestaltung jedoch sicherlich.
(09.01.2007, 18:20)
Marco:   Ich wĂŒrde es so ausdrĂŒcken: Unter den Betonanlagen ist die MĂŒnchner wohl eine der grĂ¶ĂŸten und bei der Erbauung wohl auch eine der Besten. In MĂŒnster oder Köln ist es meiner Ansicht nach jedoch bedeutend besser gelungen, Beton-BĂ€renanlagen durch Naturboden etc zu verbessern. Das kleine Eckchen Naturboden in MĂŒnchen ist ja kaum der Rede wert.
Weiß jemand, wie hĂ€ufig der Naturboden von den Tieren genutzt wird? Ich erinnere mich noch gut an die Kölner Anlage, welche in den letzten Jahren der EisbĂ€renhaltung durch einen kleinen HobelspĂ€ne-Bereich ergĂ€nzt wurde. Dieser wurde sehr intensiv genutzt, obwohl er sicher noch kleiner war, als das StĂŒckchen Boden in MĂŒnchen.
(09.01.2007, 17:38)
Langhals:   Ich habe doch geschrieben, das ich Betonhaltung fĂŒr BĂ€ren nur begrĂŒĂŸenswert finde. Auf Naturanlagen könnten sich die BĂ€ren ja niiiiemals die Krallen abnutzen, außerdem sieht man die BĂ€ren in solchen Anlagen viel schlechter.Die MĂŒnchner EisbĂ€ren-Anlage ist meiner Meinung nach die Beste in Deutschland, NĂŒrnberg ist viel zu natĂŒrlich und zu wenig betoniert. Dagegen finde ich die Neugestaltung der Beton-BĂ€ren-Anlagen in MĂŒnster ganz klar einen RĂŒckschritt.
(09.01.2007, 16:39)
Sven P. Peter:   FĂŒr alle mal ein Eindruck der Anlage:

Nebengehege, durchs Haus mit der Freianlage verbunden, die verbindung ist wenn keine Jungtiere da sind immer offen:

http://img408.imageshack.us/img408/566/kleisbrenanlagehk7.jpg

http://img120.imageshack.us/img120/1518/kleisbrenanlage2qj7.jpg

Hauptanlage:

http://img120.imageshack.us/img120/8052/kleisbrenanlage3oq4.jpg

http://img120.imageshack.us/img120/1691/kleisbrenanlage4vv1.jpg

http://img169.imageshack.us/img169/4118/kleisbrenanlage5so4.jpg

http://img389.imageshack.us/img389/9739/kleisbrenanlage6fd9.jpg

http://img169.imageshack.us/img169/4146/kleisbrenanlage7ra9.jpg

@Langhals: Auch du solltest wissen, dass Beton in BĂ€renanlagen wichtig ist, zur abnutzung der Krallen.

Ich will nicht sagen, dass es keine bessere EisbĂ€renhaltung gibt (fĂŒr mich ist ja die NĂŒrnberger Anlage die tollste), aber schlechtreden werde ich diese gute Anlage auch nicht.
(09.01.2007, 14:54)
Sven P. Peter:   Naturboden, sowie eine kĂŒhle Höhle, die immer den Tieren zugĂ€nglich ist, BaumstĂ€mme und ein riesiger Pool sind vorhanden. Und ob das Tier auf solchem Beton oder modelierten Felsen hockt ist nur fĂŒr den Besucher relevant.
(09.01.2007, 14:48)
Langhals:   Auch ich finde, das sich EisbĂ€ren auf Betonananlagen erstens sehr wohl fĂŒhlen, und zweitens auch optisch wesentlich besser zur Geltung kommen als in Naturanlagen. Man muß die EisbĂ€ren in den Betonanlagen auch nicht lange suchen. Sehr wichtig fĂŒr EisbĂ€ren ist auch extreme Hitze, die durch den Beton und die Glasscheiben sehr gut reflektiert und gespeichert wird.Nicht zu vergessen ist ein harter Betonboden fĂŒr SohlengĂ€nger geradezu optimal , denn BĂ€ren kommen mit HĂŒftgelenksproblemen sehr gut zurecht.Außerdem ist Beton wesentlich besser zu reinigen als Naturboden. Auch optisch finde ich die Anlage immer noch modern, ein zeitloser Klassiker eben. Bedauerlich, das der Trend weg geht vom Beton in Richtung Naturboden-Anlagen.Diese bedeuten außerdem noch eine erhöhte Infektion durch Parasiten !
(09.01.2007, 14:39)
Sven P. Peter:   Also ich mag ja die Anlagen des Polariums recht gerne, sind fĂŒr die Tiere nicht schlecht, sehen eben nur fĂŒr die Besucher doof aus. Und wie ich schon schrieb, wurde der Kiesstrand in den Robbengehegen wieder zubetoniert.
(09.01.2007, 14:23)
Hans St.:   Weis jemand, wie es definitiv mit dem Polarium weitergehen soll? Ist eine Restaurierung der EisbĂ€renanlage und Robbenbecken geplant?
(09.01.2007, 14:00)
IP66:   So richtig glĂŒcklich bin ich mit dem Nashornhaus auch nicht. Allerdings ist die Aufnahme von Weißbartschweinen schon verdienstvoll, denn der Berliner klagen regelmĂ€ĂŸig darĂŒber, daß kaum ein Zoo die Tiere möchte, obgleich sie doch ideal fĂŒr kleinere Huftieranlagen mit Warmhaus geeignet sind und es durchaus Zoos ohne Tropenschweine gibt.
(08.01.2007, 18:57)
Dirk K:   Stimmt, im Herbst 2006 habe ich sie auch zusammen gesehen.
(07.01.2007, 19:47)
Jennifer Weilguni:   Sind die Tapire in Hellabrunn wirklich dauerhaft getrennt..? Habe die beiden 2006 auf jeden Fall gemeinsam auf der Aussenanlage gesehen und auch fotografiert.
(07.01.2007, 19:29)
Mulan:   FrĂŒher gab es ZWEI Tapir-Anlagen im Nashorn-Ufo, weil Tapire EinzelgĂ€nger sind.Leider muß man ja, obwohl Hellabrunn ja soooo oft betont, kein Artensammler zu sein, die zweite Tapir-Anlage fĂŒr Bartschweine genutzt werden und damit schiebt automatisch immer ein Tapir Innendienst. Dem Himmel sein Dank ist das Weibchen nicht mehr zuchtfĂ€hig. Wo soll die ĂŒberhaut ein Kalb aufziehen ? Artgerechte Tapir-Haltung im Jahr 2007.
(07.01.2007, 18:55)
Sven P. Peter:   @Schweizer: Das weibchen sah recht korpulent aus und stand im stall, er war draußen. Pfleger liefen da keine rum. Hab an den 2 Tagen sowieso nur EINEN Pfleger gesehen, und zwar bei den Pumas.
(07.01.2007, 17:39)
Mulan:   @Sven P. Peter. Entweder ,weil er die Pferdehaltung in Hellabrunn nicht als TierquĂ€lerei betrachtet , oder weil er der Meinung ist,das ein Tierarzt, der auch als Zoodirektor fungiert, wissen muß was er tut , oder weil er es nicht weiß, oder weil er seinem Kollegen nicht ins Handwerk pfuschen will. Frage ist, warum die seriösen Tierschutzorganisationen nichts dagegen unternehmen, wahrscheinlich aus dem Grund, weil es auch auf jedem Jahrmarkt noch Ponyreiten gibt.
(07.01.2007, 15:43)
Schweizer:   Sven , ich glaube nicht das bei den Schabrackentapiren in MĂŒnchen ein Tier tragend ist, zumal ein Disharmomnie zwischen den Geschlechtern herrschte.
Haben die Tierpfleger vorort etwas Neues gewusst oder war das Tapirweibchen optisch korpulenter ?
(07.01.2007, 15:31)
Sven P. Peter:   Mein letzer Beitrag bezog sich auf die tötung des Hundes.

Die Frage ist, warum der Amtstierarzt nicht dieser PferdequÀlerei ein ende macht?!
(07.01.2007, 13:20)
Sven P. Peter:   OK; dann hatte ich das falsch verstanden, dachte es wĂ€re aktuell gewesen.
(07.01.2007, 13:02)
Mulan:   @Sven P. Peter. Habe noch etwas vergessen. Ihrer Ansicht zur MĂŒnchner Pferdehaltung kann ich nur voll und ganz zustimmen ! Das ist TierquĂ€lerei pur, zumal die Tiere im Winter, wenn der Reitbetrieb eingestellt ist, ganztĂ€gig auf einer winzigen Plattform mit Kopfsteinpflaster stehen mĂŒĂŸen ! Und wennd as erste Pferd plötzlich den Kopf rumreisst, passiert das allen anderen Pferden auch..Bekannte von mir halten selbst Pferde und waren schokiert von dieser " Haltung "! Leider wird sich diese skandalöse Haltung wohl nie Ă€ndern.Und was den Haustierpark angeht, teile ich ebenfalls ihre Meinung voll und ganz. Ein Schwein wird allein gehalten, Rinder angekettet, Tiere in kleinen Anlagen gehalten-furchtbar. Wildhunde werden noch in einem Absperrgehege bei den Mhorrgazellen gehalten. Das Tapirpaar ist stĂ€ndig getrennt, es ist unvertrĂ€glich. Das Weibchen ist nicht mehr zuchtfĂ€hig. Das einzige, zuchtfĂ€hige Weibchen ist vor Jahren an den Berliner Zoo abgegeben worden und ist dort trĂ€chtig gestorben.
Aber was die neuen Primaten-Anlagen angeht, die sind allesamt völlig verbaut und haben mit einer natĂŒrlichen Primatenhaltung nichts mehr zu tun. Wieder ein Architektendenkmal mehr in Hellabrunn.
(07.01.2007, 13:02)
Mulan:   Es wurde dfinitv ein Wildhund aus AltersgrĂŒnden eingeschlĂ€fert, und zwar lange vor ihrem Besuch. Die Anlage hinter den Leoparden-Anlagen wurde frĂŒher von einem Wildhund-Paar bewohnt, das in die neue Gruppe, die ins Dschungelzelt einzog, nicht integriert werden konnte. Als die FĂ€he starb, blieb der RĂŒde ein paar Jahre allein. Dann kam das Angebot, HyĂ€nen aus SĂŒdafrika zu ĂŒbernehmen, und die einzige Anlage, die dafĂŒr geeignt war, war eben diese alte Wildhund-Anlage. Der RĂŒde wurde eingeschlĂ€fert und die HyĂ€nen konnten kommen.
(07.01.2007, 12:51)
Sven P. Peter:   So, ich war nun sowohl am 26.12. als auch am 05.01. in Hellabrunn und habe da einiges gesehen, was euch vielleicht auch interessiert.
- Der einzelne Luchs ist in das Schneeleopardennebengehege gezogen
- Anders als hier behauptet wurde (ich habe mich mal schlau gemacht) wurde kein Wildhund aus PlatzgrĂŒnden eingeschlĂ€fert. Die Wildhunde wurden mittlerweile auf 4 (!!!) Gehege verteilt. Die große Anlage am Dschungelzelt wurde zweigeteilt, auf der einen Seite ein alter RĂŒde auf der anderen mind. 2 andere Tiere, dann 2 Tiere in der alten HyĂ€nenanlage und mind. 2 Tiere im Gepardennebengehege.
- Sowohl das ehemalige Pantherinnengehege als auch die Außenanlage sind nun zusĂ€tzlich fĂŒr die Ozelote nutzbar. Nach dem Tod des alten Löwenkaters zog eins der jungen MĂ€nnchen auf die Freianlage zu den Weibchen, das andere ging nach Augsburg.
- Nach dem Tod des EisbĂ€renmannes lebt „Lisa“ vorrĂŒbergehend alleine, aus Russland wird ein neues MĂ€nnchen erwartet.
- Die erst vor wenigen Jahren eingerichteten Kieslandteile in der Robbenanlage wurden wieder zubetoniert, die GrĂŒnde hierfĂŒr kenne ich nicht.
- Im Urwaldhaus leben in dem ehemaligen Gehege des alten Gorillamannes nun die Dianameerkatzen zusammen mit Nördlichen Hornraben.
- Die umgebaute Gorillaanlage fĂŒr die Orangs sieht recht nett aus, doch immer noch sehr steril innen. Die 6 (?) Tiere sind in zwei Gruppen aufgeteilt, spielen aber durchs Gitter viel miteinander.
- Am Rest der Menschenaffenstation wird noch viel gebaut, aber die Gehege fĂŒr Mandrills und Meerkatzen sehen sehr gut aus.
- Zwischen den KĂ€nguruanlagen ist eine recht große und reich strukturierte Keavoliere entstanden.
- Die Schabrackentapire im Nashornhaus (UFO) sind getrennt (vielleicht bald Nachwuchs).
- Die Pumafamilie (nur noch Mutter mit 3 J
- ungtieren) hĂ€lt sich meist in einem der Nebengehege auf, da sie sehr scheu sind, doch sie entwickeln sich prĂ€chtig. Sie haben rund um die Uhr das ganze Haus und alle 3 Außenanlagen zur VerfĂŒgung.
- Die Pferde zum Kinderreiten sind alle aneinandergebunden (hintereinander) und haben keine Möglichkeit sich abzulegen oder vor der Witterung zu schĂŒtzen. Wenn kein Kind kommt stehen sie so Stundenlang in einer Reihe. Das ist nichts anderes als Anbindehaltung von Pferden wie sie in Deutschland verboten ist und auch in meinen Augen TierquĂ€lerei. Insgesamt machte der Haustierpark wieder eine sehr schlechten Eindruck.
- Der neue Spielplatz vor dem Restaurant ist sehr gelungen (nein, ich habe nicht selbst dort gespielt ;) ) und auch ein behindertengerechter Spielplatz ist entstanden.
- Im alten Löwengraben leben nur noch Kleine Pandas (vorher waren da wie ich meine auch noch WaschbÀren und Nutrias).
- Die Elefanten stehen auch bei der FĂŒtterung ohne Ankettung gemeinsam in der Herde (bis auf den Bullen, der das alte Flusspferdinnengehege bewohnt). Das neue Tier hat sich schon gut integriert. Das einzige Manko an der gesamten Elefantenanlage (die nun auch innen ein Badebecken hat) sind die SturzgrĂ€ben außen bei der Kuhanlage, die aber sicher auch noch weichen werden.
- Positiv fallen im Elefantenhaus die großen Innengehege fĂŒr die Pinselohrschweine aus, die sehr natĂŒrlich eingerichtet sind (frĂŒher standen darin die Okapis). DafĂŒr ist das Giraffeninnengehege fĂŒr 3 Tiere geradezu winzig.
- In der Villa Dracula wurde gerade ein neues Gehege fĂŒr Steppenlemminge eingerichtet. In einer Voliere in diesem Haus zĂŒchten Agaponieden (Rosenköpfchen etc), leider nur Unterartmischlinge.
- Sehr positiv in der Villa Dracula fallen die großen Gehege fĂŒr Zebramangusten und fĂŒr Costa Rica-Hörnchen

(06.01.2007, 22:10)

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