Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Zoo Heidelberg

Adrian Langer :   https://www.heidelberg24.de/heidelberg/heidelberg-schwere-kritik-affe-epulu-zoo-heidelberg-nimmt-stellung-13251587.html

Der Zoo Heidelberg sieht sich einiger Kritik, wegen des Zuzugs von Epulu, ausgesetzt. Anfangs schmeckte mir die Trennung von Epulu und Kitoto auch nicht. Allerdings finde ich die BegrĂŒndung des Zoos durchaus einleuchtend.
(27.11.2019, 11:14)
Adrian Langer :   https://www.wz.de/nrw/wuppertal/ex-wuppertaler-schimpanse-epulu-erkundet-entspannt-sein-neues-zuhause_aid-46628845

Epulu und auch Kitoto in Antwerpen scheint es ziemlich gut zu gehen.
(21.10.2019, 16:06)
Oliver Muller :   Weiß jemand, was aus den heidelberger Planungen fĂŒr ein ErweiterungsgelĂ€nde mit Afrika-Savanne und Aasfresservoliere wird/wurde?
(07.10.2019, 09:11)
Adrian Langer :   https://www.regenbogen.de/kategorie-nachricht/rhein-neckar/20190822/junge-nerze-zeigen-sich-im-zoo-heidelberg

In Heidelberg gab es Nerznachwuchs.
(22.08.2019, 14:57)
Adrian Langer :   https://leimenblog.de/die-mangaben-sind-da-dreikoepfige-affenggruppe-fuehlt-sich-im-zoo-wohl/

Ein Bericht zu den Weißscheitelmangaben in Heidelberg.
(03.08.2019, 10:28)
Adrian Langer :   https://leimenblog.de/die-mangaben-kommenneue-affenart-zieht-in-den-zoo-heidelberg-ein/

Im Zoo Heidelberg ziehen wahrscheinlich noch im Juni Weißscheitelmangaben ein.
(20.06.2019, 07:03)
Stefan Frey :   Der Neubau der Gorilla-Anlage scheint sich noch hinzuziehen. Rund um das Affenhaus gibt es zwar jeder Menge ErweiterungsflĂ€che, wenn man sich den Zooplan anschaut und auch beim Vorbeispazieren war zumindest viel Baustellenzaun zu sehen, aber mehr auch nicht.

Interessant fand ich die Lösung der Afrika-Anlage, aus wenig Raum möglichst viel zu machen. Da gibt es in der Mitte einen "Berg", der zwar nicht mehr den Eindruck einer Steppe oder Savanne unterstreicht, aber den Tieren mehr Bewegungsraum verschafft und ihnen gleichzeitig Blickschutz bietet. Auf dem nebenstehenden Bild ist zu sehen, wie versucht wurde, einer Eintönigkeit auf der Anlage vorzubeugen. Der Ausschnitt umfasst ungefĂ€hr ein Drittel der AnlagengrĂ¶ĂŸe, die auch noch einen Pelikanteich aufweist.
(05.05.2019, 21:31)
Stefan Frey :   Eifrig aufgezogen wurde bei den Inka-Seeschwalben, den Nachwuchs bei den GĂŒrtelvaris haben wir aber leider nicht entdecken können. Da war es einfach zu kalt. Genauso wie den Asiatischen Jungbullen, die nicht so recht wußten, ob sie raus wollten oder doch lieber drinnen bleiben sollten.... und vom Kronensifaka war auch keine Spur zu entdecken.

Die Roloway-Meerkatzen hielten sich in den obersten Etagen ihres Innengeheges auf, waren zwar gut zu sehen, aber schlecht zu fotografieren. 4 Tiere, wie in der Zootierliste beschrieben.
(05.05.2019, 21:25)
Stefan Frey :   Gestriger Ausflug nach Heidelberg, 4°C und Regen. Kein Zoowetter. Aber die KampflĂ€ufer (ungefĂ€hr 20 Tiere) in der Nordseevoliere waren eifrig mit der Balz beschĂ€ftigt - und das alleine lohnte die Reise nach Heidelberg.
(05.05.2019, 20:54)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-zoo-heidelberg-ploetzlich-war-da-noch-ein-waschbaer-im-gehege-_arid,437571.html

Hmm mal so mal so. Der Artikel dreht sich vordergrĂŒndig um einen zugelaufenen WaschbĂ€ren. Auch die EU-Verordnung wird wieder thematisiert.
(03.05.2019, 06:26)
Adrian Langer :   https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/Mehr-Platz-fuer-die-Grosskatzen-Neues-Loewengehege-im-Heidelberger-Zoo,zoo-heidelberg-loewen-100.html

In Heidelberg wurde nun die Löwenanlage fertiggestellt und eröffnet.
(26.02.2019, 14:33)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-bilanz-2018-heidelberger-zoo-vermeldet-mehr-als-450000-besucher-_arid,417509.html

Mit den Besucherzahlen ist man zufrieden.
(01.02.2019, 11:53)
Adrian Langer :   https://www.mrn-news.de/2019/01/18/heidelberg-ganz-schoen-was-los-bei-den-elefanten-im-zoo-heidelberg-wird-tarak-der-neue-chef-der-jungbullen-wg-381396/

Ich setze auf Tarak.
(18.01.2019, 17:07)
Adrian Langer :   https://leimenblog.de/marwin-e-v-ermoeglicht-neuauflage-von-erlebnis-zoo-fuer-foerderschulen/

Finde ich sehr interessant.
(16.01.2019, 10:37)
Gudrun Bardowicks :   Klingt auf jeden Fall spannend.
(04.01.2019, 12:38)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberger-zoo-aussenanlage-fuer-die-gorillas-soll-erweitert-werden-_arid,411202.html

Mehr Platz fĂŒr Gorillas.
(04.01.2019, 09:34)
Adrian Langer :   https://www.nokzeit.de/2018/11/09/tierischer-schwertransport-im-zoo-heidelberg/

Ein Elefant ist weg. ;)
(09.11.2018, 18:14)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberger-zoo-wenn-erdmaennchen-und-stachelschwein-eine-wg-bilden-_arid,397743.html

ErdmÀnnchen und Stachelschweine bekamen eine neue Anlage.
(03.11.2018, 09:20)
Adrian Langer :   https://www.metropolnews.info/mp371530/heidelberg-gandhi-geht-auf-reisen-asiatischer-elefantenbulle-verlaesst-zoo-heidelberg

Gandhi zieht nach Frankreich.
(22.10.2018, 20:38)
Adrian Langer :   https://www.regenbogen.de/nachrichten/regional/rhein-neckar/20181011/ronja-und-martin-im-heidelberger-zoo

In Heidelberg ist eine neue Syrische BraunbÀrin eingezogen.
(11.10.2018, 11:23)
Klaus Schueling :   Sesam, öffne dich
am 7. Oktober 2018

Wie viel Fleisch frisst ein Löwe? Wie kĂŒhl ist es im großen KĂŒhlhaus? Wo schlafen die Elefanten?

Antworten auf diese und weitere Fragen bietet kommenden Sonntag, 7. Oktober 2018, die Veranstaltung ?Sesam, öffne dich!? im Zoo Heidelberg. Spezielle SonderfĂŒhrungen durch das große Elefantenhaus, die FutterkĂŒche der Fasanerie und das KĂŒhlhaus auf dem Wirtschaftshof bieten Einblicke in die besonderen Arbeitsbereiche der Zootierpfleger. Tore und TĂŒren, die hinter die Kulissen des Zoos fĂŒhren, öffnen sich an diesem Tag von 10 - 17 Uhr. Besucher sind herzlich eingeladen, hinter diese TĂŒren zu blicken und viel ĂŒber den Zooalltag und die Aufgaben eines Zoologischen Garten zu erfahren.

Pressemeldung des Zoos vom 2. Oktober
(03.10.2018, 09:50)
Adrian Langer :   https://www.metropolnews.info/mp366598/heidelberg-rendezvous-der-tiger-im-zoo-heidelberg

In Heidelberg hofft man auf baldigen Tigernachwuchs.
(29.09.2018, 07:55)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-zoo-heidelberg-dschungelflair-statt-betonwaenden-_arid,368653.html

Die Lemurenanlage konnte umgestaltet werden.
(27.06.2018, 16:36)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-studie-im-heidelberger-zoo-elefanten-in-freiheit-laufen-auch-nicht-mehr-_arid,368240.html

In Heidelberg wurde eine Studie zur Bewegungsfreude von Elefanten in Gefangenschaft gemacht.
(26.06.2018, 09:27)
Adrian Langer :   https://www.mrn-news.de/2018/06/17/heidelberg-vorbildliche-elefantenanlage-mit-viel-beschaeftigungsmoeglichkeiten-im-zoo-heidelberg-367103/

Heidelberg erhielt den BDZ Bieber fĂŒr seine Bullenanlage.
(17.06.2018, 18:38)
Adrian Langer :   https://www.heidelberg24.de/heidelberg/heidelberg-neuenheim-schwangerer-nerz-im-zoo-heidelberg-9898265.html

Nachwuchs bei den Nerzen.
(28.05.2018, 17:52)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberger-zoo-eine-neue-partnerin-fuer-sumatra-tiger-tebo-_arid,358934.html

Eine neue Tigerin ist eingezogen.
(15.05.2018, 17:49)
Adrian Langer :   https://www.mrn-news.de/2018/05/11/heidelberg-zoos-engagieren-sich-fuer-artenschutz-weltweit-zoo-heidelberg-initiiert-silent-forest-kampagne-fuer-asiatische-singvoegel-364526/

Der Zoo Heidelberg unterstĂŒtzt die Aktion Silent Forest.
(12.05.2018, 07:38)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-zoo-heidelberg-nachwuchs-fuer-schopfhirsche-mieke-und-goofy-_arid,356257.html

Nachwuchs bei den Schopfhirschen.
(03.05.2018, 18:37)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberger-zoodirektor-kritisiert-stadt-sind-nicht-die-nette-einrichtung-da-draussen-im-neuenheimer-_arid,348972.html

Die Entwicklung des Heidelberger Zoos.
(03.04.2018, 09:40)
Adrian Langer :   http://www.metropolnews.info/mp324568/heidelberg-tiergartenfreunde-spenden-weitere-20-000-euro-an-den-zoo-heidelberg

In Heidelberg ging wieder eine grĂ¶ĂŸere Spende ein.
(30.03.2018, 18:45)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-elefant-im-heidelberger-zoo-gandhis-letzter-geburtstag-in-heidelberg-_arid,346137.html

FĂŒr Gandhi stehen die Zeichen auf Abschied. Meine Frage an der Stelle, ist Tarak nicht noch ein StĂŒck Ă€lter als Gandhi? WĂ€re seine Abgabe dann nicht sinnvoller? Oder will ihn, da er ein Unterartenhybrid ist, niemand haben?
(20.03.2018, 10:30)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberger-zoo-die-zukunft-des-syrischen-braunbaeren-liegt-in-heidelberg-_arid,341991.html

Bei dem Projekt Syrischer BraunbĂ€r will man Kontakt zur TĂŒrkei aufbauen.
(02.03.2018, 10:49)
Adrian Langer :   https://www.heidelberg24.de/heidelberg/heidelberg-bedrohte-vogelart-bekommt-junge-in-zoo-heidelberg-9636805.html

In Heidelberg gelang die Nachzucht bei den Scororotauben.
(22.02.2018, 17:25)
Adrian Langer :   https://www.rheinpfalz.de/lokal/ludwigshafen/artikel/zoo-heidelberg-neuer-gefaehrte-fuer-baerin-uschi/

Heidelberg hat einen neuen Bewohner.
(09.02.2018, 14:42)
Adrian Langer :   https://rheinneckarblog.de/30/spatenstich-fuer-die-neue-loewenanlage-im-zoo-heidelberg/136033.html

Heute war der erste Spatenstich fĂŒr die neue Löwenanlage.
(30.01.2018, 19:47)
Tom Schroeder :   Wassergraben.... Wann gehört das endlich der Vergangenheit an, diese lebensgefĂ€hrlichen Begrenzungen zu bauen?
(30.12.2017, 13:16)
Oliver Muller :   Schöne PlĂ€ne. Bleibt zu hoffen, dass es schneller geht, als bei der Löwenanlage.
(30.12.2017, 10:15)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberger-zoo-zehn-mal-mehr-platz-fuer-die-gorillas-_arid,326896.html

Die Gorillas bekommen ein grĂ¶ĂŸeres Außengehege! Geplant sind auch Vergesellschaftungen mit neuen Arten!
(30.12.2017, 09:50)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-heidelberger-zoo-die-erweiterung-der-loewenanlage-beginnt-_arid,324237.html

Der Umbau der Löwenanlage beginnt nĂ€chstes Jahr! Gleichzeitig soll eine Anlage fĂŒr ErdmĂ€nnchen und Stachelschweine entstehen!
(17.12.2017, 13:19)
Gudrun Bardowicks :   Sehr schön. Allerdings sehe ich die HĂ€ngebrĂŒcke kritisch, wenn sie direkt ĂŒber das Gehege fĂŒhrt.
(01.12.2017, 22:54)
Adrian Langer :   http://www.regenbogen.de/nachrichten/regional/rhein-neckar/20171201/neues-gehege-fuer-loewen-heidelberger-zoo

Auch die Löwen bekommen mehr Raum!

Zu den Sifakas! Na Hauptsache er muss sein Leben nicht allein fristen!
(01.12.2017, 17:36)
W. Dreier :   Leider gibt es ja bei den Kronensifakas einen großen MĂ€nnerĂŒberschuß - sicherlich wird eher ein selbiges nachkommen - zunĂ€chst zum "Trainieren".
(01.12.2017, 16:18)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Es wird sicher noch ein Weibchen oder weiteres MĂ€nnchen dazu kommen. Solch seltene Tiere hĂ€lt man ja nur, um sie zu zĂŒchten, oder es werden ĂŒberzĂ€hlige MĂ€nnchen geparkt.
(30.11.2017, 23:24)
Adrian Langer :   https://www.heidelberg24.de/heidelberg/heidelberg-lustiger-affe-zieht-neues-affengehege-heidelberger-9410128.html

Heidelberg hat den lange angekĂŒndigten Kronensifaka erhalten! Ist bekannt, ob noch weitere Tiere einziehen oder wird er allein bleiben?
(30.11.2017, 18:18)
Adrian Langer :   https://www.heidelberg24.de/heidelberg/heidelberg-wwf-zoo-heidelberg-starten-zusammenarbeit-bedrohte-elefanten-8584549.html

In Heidelberg soll die Elefantenanlage erweitert werden! Gleichzeitig wird eine stĂ€rkere Kooperation mit dem WWF angekĂŒndigt!
(10.08.2017, 11:44)
Adrian Langer :   http://www.metropolnews.info/mp251878/heidelberg-tiergartenfreunde-uebergeben-spendenscheck-ueber-15-000-euro-an-den-zoo-heidelberg

In Heidelberg soll bald mit dem Bau der neuen Löwenanlage begonnen werden!
(19.04.2017, 20:00)
Adrian Langer :   https://www.heidelberg24.de/heidelberg/heidelberg-neuenheim-orang-utan-puan-aus-zoo-heidelberg-stirbt-bei-transport-nach-belgien-8082084.html

Die Orang Utans haben den Zoo jetzt verlassen! Beim Transport ist leider die 28 jĂ€hrige Puan verstorben! Die Ursache war die Narkose fĂŒr den Transport! Ob das durch eine chronische Erkrankung ausgelöst wurde soll nun geklĂ€rt werden!
(04.04.2017, 18:49)
Adrian Langer :   http://www.mrn-news.de/2017/03/16/heidelberg-die-voegel-sind-wieder-draussen-im-zoo-heidelberg-der-fruehling-haelt-einzug-im-tiergarten-312004/

http://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Zoo-Heidelberg-Braunbaer-Benni-ist-tot-_arid,261912.html

Eine erfreuliche und eine traurige Nachricht aus dem Zoo Heidelberg. Zum einen können die Vögel nun wieder zurĂŒck in ihre Volieren. Zum anderen musste der syrische BraunbĂ€r Benny eingeschlĂ€fert werden. Grund hierfĂŒr war eine starke VerĂ€nderung der WirbelsĂ€ule die ihm das Laufen unertrĂ€glich machte.
(16.03.2017, 17:56)
Oliver Muller :   @Sacha: Afrikasavannen sind halt gerade schwer in Mode...
(11.01.2017, 09:39)
Sacha :   @Justus Bauer: Das frage ich mich auch. Ist der ehem. Reitplatz als Zebragehege vielleicht nur eine Übergangslösung? WĂ€re echt Verschwendung, wenn man die an sich passabel Afrikaanlage auseinandernimmt, obwohl bei anderen Arten eine Verbesserung der Haltung wesentlich wichtiger wĂ€re.
(10.01.2017, 15:28)
Oliver Muller :   Damit wĂ€re jetzt im alten Affenhaus eigentlich ein Platz frei fĂŒr die lange angekĂŒndigten Sifakas...:

http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/heidelberg/orang-utans-verlassen-den-zoo-1.3109832
(10.01.2017, 14:45)
Justus Bauer :   warum mussten die Zebras umziehen?

(23.08.2016, 19:31)
zollifreund :   die ersten Tiere ( ein Teil der Zebraherde) sind schon in die Zooerweiterung umgezogen. Sie sind auf dem ehemaligen Reitplatz zu sehen ( wenn man den Weg vom Zooparkhaus Richtung Neckar lĂ€uft. Auf der Afrikaanlage waren nur noch zwei Zebras ( in meinen Augen sehr alte Tiere) vorhanden.
von irgendwelchen vorbereitenden Baumaßnahmen fĂŒr die Erweiterung der Löwenanlage war nichts zu sehen. Der hannoveranischen Löwenmann ist immer noch sehr schĂŒchtern und hat sich immer hinter einem großen Baumstein versteckt.
Die Wachtelkönige haben Jungvögel, neu in der Waldrappvoliere waren fĂŒr mich Rallen- und Purpurreiher.
(17.08.2016, 22:15)
Oliver Muller :   Keine Ahnung...
(25.06.2016, 10:34)
Holger Wientjes :   Mit welcher BegrĂŒndung will man den Bau verhindern ??
(25.06.2016, 01:27)
Oliver Muller :   Soll natĂŒrlich "werden" heißen...
(24.06.2016, 12:24)
Oliver Muller :   @WolfDrei: Danke. Habe eben beim Zoo per Mail nachgefragt und es kam die Antwort, dass die bereits geplante und beantragte Außenanlage fĂŒr Sifakas derzeit nicht gebaut wĂ€ren kann, weil die benachbarte UniversitĂ€t Einspruch eingelegt hat. Man wĂŒrde verhandeln und hoffen.
Scheint jetzt Mode zu werden, dass man Zoos bei Neubauten in die Suppe spuckt (siehe Magdeburg).
(24.06.2016, 11:16)
WolfDrei :   Habe in `` Sifaka conservation`` nachgeschaut. Dort stand, dass aus Mulhouse von den 2 Kronensifaka-MĂ€nnchen ein MĂ€nnchen nach Besancon ging im Austauch mit einem MĂ€nnchen von dort, das in Mulhouse bald ein Weibchen bekommen soll (aus Belfast). Das 2. MĂ€nnchen ``Manao`` ( 8 Jahre alt) sollte demnach schon Ende 2015 nach Heidelberg.
(23.06.2016, 16:30)
Oliver Muller :   Weiß jemand, wie der Stand ist bzgl. der angekĂŒndigten Sifakas fĂŒr Heidelberg?
(23.06.2016, 09:45)
Jonas Haass :   in Heidelberg klappt wohl auch dieÂŽVergesellschaftung mit dem neuen Tigerkater nicht, wie mir eine Tierpflegerin erzĂ€hlte.
(29.07.2015, 11:51)
Michael Mettler :   Die durch die RĂŒckkehr des Elefantenbullen Voi Nam nach Leipzig frei gewordene Stelle in der Junggesellengruppe ist seit dieser Woche durch den vierjĂ€hrigen MĂŒnchener Bullen Ludwig neu besetzt.
(16.05.2015, 18:34)
Oliver MĂŒller :   Heidelberg soll wohl bald Sifakas bekommen. Quelle: Zoo aktuell Nr. 80.
(03.04.2015, 20:53)
Heidemarie Busch :   Der Nachfolger fĂŒr Thai ist am 30.9. aus Belgien eingetroffen = Khin Yadanar Min.
(02.10.2014, 12:22)
Jan Jakobi :   @Michael Kilian:
Du wirst es bald erfahren, falls es zu keiner PlanÀnderung kommt (was ich leider in den letzten Jahren bei den Elefanten ein paar Mal erleben musste).
(22.09.2014, 17:19)
Michael Kilian :   Wer wird fĂŒr Thai kommen? Und gibt es irgendwas Neues, bezĂŒglich Vois Verbleib hier oder einem Umzg nach Leipzig?
(22.09.2014, 11:41)
Michael Mettler :   @Oliver MĂŒller: Falls es dazu Infotafeln gab, habe ich sie jedenfalls nicht gesehen. Vom Streichelzoo ist allerdings in einer der letzten Zeitschriften des Fördervereins die Rede. Im als "Yellowstone" gestarteten Zooteil, wo ja wohl die Puma-Anlage angedacht ist, tummelt sich jedenfalls in den Gehegen noch eine bunte geografische Mischung (Riesenseeadler, Alpakas, Wildputen, Kaffernhornraben).

Ich hatte ĂŒbrigens unter den fĂŒr mich neuen Anlagen noch die der Rhesusaffen vergessen. Fantastisch, was man anstelle der alten Betongrube gemacht hat (habe leider ein Foto vergessen), und dies ohne das in manchen Zoos so beliebte Standardrezept "Rundum-Verglasung".
(22.09.2014, 10:30)
Oliver MĂŒller :   @Michael Mettler:
Danke fĂŒr die Infos! Von dem bereits seit einiger Zeit angekĂŒndigten Masterplan demnach noch keine Spur? Ich erinnere mich an Aussagen wie " neue Afrikaanlage", "Streichelzoo", "Aussenanlagen der Menschenaffen"und "irgendwann Pumas"?
(22.09.2014, 08:59)
Michael Mettler :   Die im Zoo aushĂ€ngende Planung der neuen Löwenanlage. Die heutige Anlage (B) wird dann nur noch als Absperrgehege dienen, die historische BĂ€rengrube (C) zu einer Anlage fĂŒr ErdmĂ€nnchen und Stachelschweine neu gestaltet.
(21.09.2014, 09:36)
Michael Mettler :   Hier Gandhi (vorn) im Vergleich zu Tarak.

Was in Heidelberg ansonsten noch fĂŒr mich neu war: Auf einem kleinen ErweiterungsgelĂ€nde ist eine große Anlage fĂŒr WaschbĂ€ren entstanden (im MĂ€rz eröffnet); die einst fĂŒr Hermeline errichtete Anlage beherbergt nun Wachtelkönige und Neuntöter; die jahrzehntelange Haltung von Rohrkatzen wurde im letzten Jahr beendet, ihre Anlage am Raubtierhaus bewohnen nun Streifenskunks (darunter ein hier geborener Albino); die Afrika-Anlage ist baulich unterteilt worden, weil sich zwei alte Zebrastuten nicht mit dem Hengst verstehen (ein weiteres Abteil ist mit jungen Straußen und Hausputen besetzt); im Menschenaffenhaus sind Tupaias als FreigĂ€nger angesiedelt worden. Der ĂŒbrig gebliebene Rest der Vogelanlagen zeigt erfreulicherweise noch immer zoologische Leckerbissen, eine Erstsichtung fĂŒr mich waren dabei SeidenwĂŒrger (seit 2013 im Bestand, waren eifrig beim Sammeln von Nistmaterial).
(21.09.2014, 08:45)
Jan Jakobi :   @Michael:
Ja, es steht schon ein "Nachfolger" fest.

Meines Wissens ist das Haus nicht fĂŒr eine Zuchtgruppe gebaut.

Naing Thein sieht in den letzten Jahren auch nicht viel besser aus.
(20.09.2014, 22:35)
Michael Mettler :   Nach einigen Jahren war ich nun auch mal wieder in Heidelberg, neu fĂŒr mich war dabei vor allem die Elefantenanlage. Vor allem die Halle hat zwar auf den Fotos, die ich vorher von ihr gesehen habe, deutlich grĂ¶ĂŸer gewirkt als jetzt in natura, aber gelungen finde ich sie trotzdem - ebenso wie die gut strukturierte Außenanlage.

Bin mal gespannt, ob Jungbulle Gandhi einen "Abnehmer" finden wird. Mit seinem unproportiniert großen, tief getragenen Kopf ist er nicht gerade eine Schönheit, wirkt geradezu verwachsen. Ob sich das noch auswĂ€chst...?

Interessant wird sein, wie lange Heidelberg am Jungbullenkonzept festhĂ€lt. M.W. ist das Haus doch so konzipiert, dass es irgendwann auch fĂŒr eine kleine Zuchtgruppe nutzbar sein kann? Oder steht nach Thais Umzug (> ZĂŒrich, wo ich ihn ein paar Tage nach dem Heidelberg-Besuch sehen konnte) schon ein NachrĂŒcker irgendwo in den Startlöchern?
(20.09.2014, 22:15)
Joshua Förg :   Dort leben meines Wissens leider nur noch Shetlandponys.
(17.02.2014, 14:17)
Jörn Hegner :   was ist heute in den gehege wo frĂŒher die gayale drin waren ?

diese werden ja auch nicht mehr in so vielen zoos gehalten .
(16.02.2014, 14:20)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Liebevolle Handaufzucht
Ein kleiner Furchenschnabel-Bartvogel wĂ€chst bei seinem Pfleger auf – und hĂ€lt mit seinem großen Hunger alle auf Trab

Im Zoo Heidelberg gibt es seltenen Nachwuchs bei den im Senegal beheimateten attraktiven Furchenschnabel-Bartvögeln. Der erst drei Wochen alte Jungvogel ist schon jetzt ein kleiner Star. Nicht nur die UmstĂ€nde seiner Geburt waren ungewöhnlich – er schlĂŒpfte im Auto seines Pflegers aus dem Ei – als Handaufzucht wĂ€chst er jetzt bei seinen menschlichen Zieheltern heran und gedeiht prĂ€chtig.

Vogelhaltung und Vogelzucht haben im Zoo Heidelberg eine lange Tradition. 550 Vögel in 98 Arten leben hier. Nicht alle gelegten Eier werden ausgebrĂŒtet und nicht alle Vögel ziehen ihre Jungtiere auch selbst auf. Manchmal braucht es dazu tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung von Seiten der Pfleger. Dies war der Fall bei dem Furchenschnabel-Bartvogelpaar, einer eindrucksvollen und farblich sehr schönen afrikanischen Vogelart, die im SĂŒden Senegals und Gambias beheimatet ist. Da das Paar nach seinen ersten BrutaktivitĂ€ten sein Gelege offensichtlich vernachlĂ€ssigte, legte Simon Bruslund, Leiter des Vogelreviers, das Ei in ein Brutkasten und nahm diesen mit nach Hause. Ausgerechnet auf der Fahrt zu einer vogelkundlichen Tagung schlĂŒpfte das Vögelchen 18 Tage spĂ€ter im Auto seines kĂŒnftigen Ziehvaters. Wer nun glaubt, dass so ein kleiner Vogel sich irgendwann aus dem Ei pellt und ein bisschen gefĂŒttert werden muss, weiß nicht von dem enormen Appetit, den Jungvögel kurz nach dem SchlĂŒpfen entwickeln. Eine Handaufzucht bei Vögeln erfordert neben einem entsprechenden Fachwissen auch viel FeingefĂŒhl. Die ersten Tage musste der noch recht nackte „Picca“ (das Wort fĂŒr „Vogel“ im Senegal) von seiner Pflegefamilie alle zwei Stunden rund um die Uhr gefĂŒttert werden. Gerade einmal zwei Gramm wog der Kleine am Anfang. Inzwischen hat sich Picca zu einem immer noch kleinen, aber krĂ€ftigen Jungvogel entwickelt, der zwar nicht mehr alle zwei Stunden, aber doch mehrmals am Tag zart piepsend nach seiner Mahlzeit ruft. Er wird nicht nur mehrmals gefĂŒttert, sondern auch tĂ€glich gewogen, gemessen und die Daten werden sorgfĂ€ltig in einem Picca-Tagebuch gefĂŒhrt. Er wohnt jetzt in einer komfortablen Box, in der es gleichmĂ€ĂŸig um die 35 Grad warm und vor allem schön dunkel ist. Bartvögel bauen nĂ€mlich ihre Nester in Bruthöhlen, in die nur wenig Tageslicht dringt.
Furchenschnabel-Bartvögel sind soziale Tiere. So konnte beobachtet werden, dass Ă€ltere Jungvögel die Eltern bei der Aufzucht der nachfolgenden Brut unterstĂŒtzen. Bei den schönen Vögeln ist ihr Name Programm: Charakteristisch fĂŒr die leuchtend schwarz-rot gefiederten Vögel sind ihr krĂ€ftiger Schnabel und die borstenförmigen Federn an Kinn und Unterschnabel. Die zahnĂ€hnlichen Einkerbungen am Oberschnabel sind fĂŒr den deutschen Namen verantwortlich. Mit seiner LĂ€nge von rund 25 cm ist er einer der grĂ¶ĂŸten Bartvögel. Nur in einem kleinen Detail unterscheiden sich hier die Geschlechter: Die Weibchen haben im weißen Gefiederfleck an den Flanken feine schwarze Striche. Er ernĂ€hrt sich ĂŒberwiegend aus FrĂŒchten, vertilgt aber auch gerne kleinere Insekten.
„Wenn er flĂŒgge ist, möchten wir Picca fĂŒr die tĂ€gliche VogelprĂ€sentation im Zoo trainieren“ erklĂ€rt Bruslund. Zoobesucher, die den noch kleinen Picca schon vorher sehen möchten, haben dazu die Chance am Sonntag, den 13. Oktober. Dann findet die beliebte Veranstaltung „Sesam öffne Dich“ statt, bei der Zoobesucher eingeladen sind, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen und viel ĂŒber die Arbeit eines Zoologischen Gartens erfahren können.

Foto: Simon Bruslund (1.10.2013)
(08.10.2013, 10:31)
Zoo Heidelberg :   Abenteuer pur – bald ist die Arche zum Entern bereit!

Im Zoo Heidelberg entsteht auf dem SpielplatzgelĂ€nde am Parkhaus ein riesiges Schiff ganz aus Holz. Schon beim ersten Anblick kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Meterhohe Segelmasten ragen in den Himmel, das Schiff erstreckt sich auf eine LĂ€nge von ĂŒber 60 Meter. Die Firma „KĂŒnstlerische Holzgestaltung Bergmann“ baut im Zoo mit der „Arche Noah“ ein unkonventionelles SpielgerĂ€t, das Kindern kreative Spielerlebnisse ermöglich, die einzigartig sind. Bald ist die Arche zum Entern bereit.

„Mama, ist das Schiff echt? Wann dĂŒrfen wir da mal drauf?“ Begeisterte Kinderufe im Zoo am Spielplatz – dort entsteht gerade fĂŒr alle sichtbar ein Spielschiff, dessen gigantische Ausmaße alle SpielgerĂ€te in der Region in den Schatten stellt dĂŒrfte. In dem 60 Meter langen und als Labyrinth angelegten Rumpf verbirgt sich eine phantastische Erlebniswelt fĂŒr Kinder. Ein Krabbelgang fĂŒhrt ĂŒber Treppen in mehreren Etagen zu einer „Puppenstube“, in der Kinder in verschiedene Rollen schlĂŒpfen können. Über Gitterröhren gelangt man in eine Spielkammer, die hoch oben in der Luft schwebt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da SpielrĂ€ume in unseren dicht besiedelten Landschaften weniger und kleiner geworden sind, ist es wichtig, diese mit natĂŒrlichen SpielgerĂ€ten auszustatten und Kindern ihren Spaß am Spiel zu ermöglichen. Die „Arche Noah“ steht direkt auf dem großen SpielgelĂ€nde des Zoos. Rutschen, SandkĂ€sten, Schaukeln, Klettergarten und ein Trampolin lassen sich prima dazu nutzen, all die FĂ€higkeiten und KunststĂŒcke nachzuahmen, die ErdmĂ€nnchen, Affen und andere Zootiere in voller Perfektion vormachen. FĂŒr die Erwachsenen sorgen am Spielplatz viele SitzbĂ€nke fĂŒr eine angenehme Ruhepause.
Die Arche besteht aus unterschiedlichen, witterungsbestĂ€ndigen Hölzern wie Robinie, LĂ€rche und Eiche. NatĂŒrlich entspricht die gesamte Anlage den hohen Anforderungen fĂŒr Sicherheitsstandards und wird vor der Eröffnung vom TÜV abgenommen.
Die Firma „KĂŒnstlerische Holzgestaltung Bergmann“ arbeitet seit 1990 auf einem ehemaligen Waldbauernhof an der deutsch-polnischen Grenze und nennt sich „Kulturinsel Einsiedel“. Alle SpielgerĂ€te, Objekte wie BaumhĂ€user und komplette Spiellandschaften sind Unikate und mit Kompetenz und viel Phantasie hergestellt. Die Arche im Zoo Heidelberg ist das lĂ€ngste Schiff, das die Firma je gebaut hat und in dieser Anlage einzigartig.
In der Arche können Kinder und Erwachsene tausende Spielideen entwickeln. Und auch manch ein Erwachsener wird das Kind wieder in sich entdecken.

(20.09.2013, 10:51)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Speckgesunder Nachwuchs bei den MĂ€hnenrobben.
Der kleine Pedro ist schon ein echter Dickkopf

Bei den MĂ€hnenrobben im Zoo Heidelberg gibt es Nachwuchs: Bereits am 21. Juli brachte Robbenweibchen Holly nach einer Tragzeit von knapp einem Jahr ihr erstes Jungtier zur Welt. Der Nachwuchs ist ein Bulle und hat von den Pflegern den Namen „Pedro“ bekommen. Sobald das Robbenbaby an Land und im Wasser geschickt genug ist, kommt es gemeinsam mit seiner Mutter zur Gruppe. Bis dahin können Zoobesucher den knuffigen Wonneproppen im „Mutter-Kind-Becken“ bei seinen Tauch- und SchwimmĂŒbungen beobachten.
Die FĂŒtterung der mĂ€chtigen MĂ€hnenrobben gehört zu den Highlights bei einem Besuch im Zoo Heidelberg. Seit Kurzem aber stiehlt ein kleiner, schwarzer Wonneproppen den „Großen“ die Schau. Es handelt sich um das gerade mal acht Wochen alte MĂ€hnenrobbenbaby „Pedro“. Der kleine Bulle ist quicklebendig und ĂŒbt mit seiner Mutter Holly im Mutter-Kind-Becken schwimmen und tauchen, denn das will gelernt sein. Entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an gut schwimmen. So wird eine junge Robbe in den ersten drei Wochen fast komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fĂ€ngt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Auch der Speiseplan sieht fĂŒr einige Zeit keinen Fisch vor. MĂ€hnenrobbenjunge werden von ihren MĂŒttern fast ein ganzes Jahr lang gesĂ€ugt, bevor die Kleinen lernen, selbst Fisch zu fressen. Die Milch von MĂ€hnenrobben enthĂ€lt 35 Prozent Fett. So nimmt es kein Wunder, dass Pedro sein Geburtsgewicht von acht Kilo schon mehr als verdoppelt hat und die Speckröllchen an seinem kleinen Leib zunehmen. Pedro ist das erste Kind der vierjĂ€hrigen Holly und das zweite Kind von Papa Atos, dem mĂ€chtigen MĂ€hnenrobbenbullen und Chef der Gruppe.
Generell werden nach der Geburt Mutter und Kind zunĂ€chst fĂŒr einige Wochen im Robbenhaus und auf der separaten Außenanlage von der ĂŒbrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dĂŒrfen Mutter und Kind zurĂŒck in die MĂ€hnenrobbengruppe. „Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden“, sagt Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. „Im allgemeinen Tumult einer großen MĂ€hnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt“.

Foto: Petra Medan
Mutter Holly mit MĂ€hnenrobbenbaby Pedro
(11.09.2013, 10:37)
Zoo Heidelberg :   Bildhauerkunst aus Zimbabwe und Workshops noch bis Ende September

Zoobesucher, Kunstliebhaber und Kaufinteressenten können sich noch bis Ende September 2013 an den beeindruckenden Shona-Art-Skulpturen im Zoo Heidelberg erfreuen und selbst eigene Kunstwerke erschaffen.

Am Samstag, 21. September wird die Open-Air Ausstellung mit einer feierlichen Finissage beendet. Von 11.00 bis 18.00 Uhr können sich kleine und große Besucher auf vielfĂ€ltige Angebote freuen. Es stehen Shona-Art FĂŒhrungen, Bildhauer-Workshops und eine Sonderausstellung mit beeindrucken GemĂ€lden auf dem Programm. FĂŒr GetrĂ€nke und zimbabwische Live-Musik ist gesorgt. Es ist nur der normale Zoo-Eintritt zu entrichten.

Foto: Zoo Heidelberg
Shona-Kunst im Zoo Heidelberg auf der Flamingowiese
(06.09.2013, 08:48)
Zoo Heidelberg :   Studieren ganz nahe bei den Tieren
Einmal im Jahr findet im Zoo Heidelberg das Seminar „Tiergartenbiologie“ statt

Der Zoo Heidelberg bietet fĂŒr Studierende der Biowissenschaften der UniversitĂ€t Heidelberg einmal im Jahr zwei Lehrveranstaltungen zum Thema „Tiergartenbiologie“ an. Das Seminar und das anschließende Praktikum erfreuen sich bei den Studenten aufgrund der engen Verzahnung von Theorie und Praxis großer Beliebtheit.

„Es ist so toll, dass wir mit den Tieren direkten Kontakt haben und so viel Interessantes ĂŒber den Zoo und die Arbeit mit Tieren lernen“, schwĂ€rmt DĂ©sirĂ©e Grawunder. Die Studentin der Biowissenschaften an der UniversitĂ€t Heidelberg absolviert mit sieben weiteren Kommilitonen die Lehrveranstaltung „Tiergartenbiologie“, die seit ĂŒber zehn Jahren im Zoo Heidelberg angeboten und von der Kuratorin des Zoos Sandra Reichler betreut wird. Alle sind begeistert, dass sie wĂ€hrend des Studiums die Bedeutung des Zoos als außerschulischen Lernort kennenlernen und sich wissenschaftlich mit der Tierhaltung auseinandersetzen können. Aber ohne Theorie geht es natĂŒrlich nicht. Der theoretische Teil der Lehrveranstaltung umfasst die EinfĂŒhrung in eine vielschichtige Thematik mit Referaten ĂŒber die geschichtliche Entwicklung der Tierhaltung, ĂŒber die Zoo-PĂ€dagogik, ĂŒber die zootierĂ€rztliche Betreuung aber auch ĂŒber spezielle Themen wie die Elefantenhaltung. Im Anschluss folgt dann der zweiwöchige Praxisteil, bei dem die Studenten in Kleingruppen aufgeteilt werden und vier konkrete, praktische Aufgaben fĂŒr jeweils eine Tierart zugewiesen bekommen. FĂŒr die ausgewĂ€hlte Tierart – in diesem Jahr waren das die Hulmans, Aras und Seychellen-Riesenschildkröten – sollen BeschĂ€ftigungsprogramme entwickelt und im Anschluss wissenschaftlich evaluiert werden. Bei dieser Aufgabe mĂŒssen sich die Studenten mit verhaltensbiologischen Aspekten auseinandersetzen und Ziele unter den Fragestellungen festlegen wie: Erreiche ich, dass das Tier lĂ€ngere Zeit mit der Nahrungsaufnahme beschĂ€ftigt ist oder bringe ich das Tier dazu, bestimmte Verhaltensweisen hĂ€ufiger zu zeigen, wie zum Beispiel Spielverhalten? Da Seychellen-Riesenschildkröten sich selbst nicht kratzen können, Insektenstiche aber heftig jucken, bastelte die Gruppe eine „BĂŒrstenkonstruktion“. Diese, so die Hoffnung der Studenten, sollen die gepanzerten Riesen als Kratzstation erkennen und wenn möglich auch mit Begeisterung nutzen. Ein erster Erfolg zeigte sich recht schnell. Der ĂŒber 200 Kilogramm schwere Emil nahm die Konstruktion sofort in Augenschein und hievte sich beherzt ĂŒber die kratzigen Besen hinweg. Den cleveren Hyazinth-Aras wurde eine Wippe ins Gehege gestellt, auf der auf der einen Seite WalnĂŒsse versteckt platziert wurden. Die schlauen Tiere fanden in Sekundenschnelle alle NĂŒsse und zerlegten bei der Gelegenheit die gesamte Wippe gleich mit. Die Hulmans erhielten mit Futter gefĂŒllte kleine PlastikbĂ€lle, aufgehĂ€ngt an FeuerwehrschlĂ€uchen. Es oblag dem neugierigen und mutigen Haremschef „Hector“, als erster die Leckerlis aus den PlastikbĂ€llen zu angeln. Aufgabe zwei stellt die Studenten vor die Herausforderung, ein Idealgehege fĂŒr ihre Tierart zu planen. Ziel ist zu lernen, was eine Tierart braucht, um artgerecht gehalten zu werden. Die dritte Aufgabe verlangt, ein möglichst interaktives und didaktisch gestaltetes Themenschild zu entwerfen. Aufgabe vier ist das Schreiben einer Pressemeldung ĂŒber das jeweilige Projekt.
„Lehrveranstaltungen in Tiergartenbiologie sind im Rahmen des Studiums durchaus sinnvoll, da die klassische Zoologie bei der Ausbildung von Biologen eine immer geringere Rolle spielt, erklĂ€rt Steffanie Richter, Pressesprecherin des Zoos. „In den zwei Wochen können wir wenigstens die GrundzĂŒge der Tiergartenbiologie vermitteln“, beschreibt Kuratorin Sandra Reichler ihre Ziele fĂŒr das Seminar. „Die Studenten sollten ein Einblick in die Arbeit eines zoologischen Gartens erhalten. Wir freuen uns sehr, wenn die Studierenden den Zoo als wichtigen außerschulischen Lernort wahrnehmen. Wichtig ist, dass die Studenten lernen, die Tierhaltung nicht nur subjektiv und emotional sondern vor allem wissenschaftlich zu bewerten.
Studentin Ann-Katrin Fahl kann das nur bestĂ€tigen: „Nach diesem intensiven Blick hinter die Kulissen beurteile ich Zoos in ihrer Arbeit nun ganz anders, gerade im Hinblick auf die MĂŒhe, die man sich bei der BeschĂ€ftigung fĂŒr die Tiere gibt“.
Auch die Zooschule bietet in Kooperation mit der PĂ€dagogischen Hochschule Heidelberg im kommenden Wintersemester ein Seminar zum Thema „Außerschulischer Lernort Zoo“ an. Die angehenden Lehrer entwickeln in diesem Seminar Unterrichtseinheiten zu unterschiedlichen Tierarten und wenden ihre Erkenntnisse dann auch im Unterricht an.

Foto: Zoo Heidelberg
Die Studenten zeigen stolz ihre EntwĂŒrfe fĂŒr idealtypische Gehege und didaktische Tierbeschilderung. Fotomitte Kuratorin Sandra Reichler.
(30.08.2013, 15:52)
Zoo Heidelberg :   Gewichtskontrolle bei den Riesen
Einmal im Jahr werden im Zoo Heidelberg die Seychellen-Riesenschildkröten gewogen

Sie sind friedlich, schwergewichtig und haben die Ruhe weg. Selbst beim jĂ€hrlichen Wiegen wirken die Seychellen-Riesenschildkröten im Zoo Heidelberg erstaunlich gelassen. Die regelmĂ€ĂŸige Gewichtskontrolle bietet Pflegern und TierĂ€rzten wichtige Informationen ĂŒber die Gesundheit der Tiere. Plötzliche starke GewichtsverĂ€nderungen in beide Richtungen geben Aufschluss ĂŒber eventuelle Krankheiten. Das Gewicht des Tieres ist nicht nur wichtig, um Medikamente richtig zu dosieren. Es hilft auch dabei, die richtige Futterration zu bestimmen. Ergebnis der Wiege-Aktion: Alle acht Riesen haben in einem normalen Maß leicht zugenommen und sind gesund und munter.

Beim Gehege der Seychellen-Riesenschildkröten bot sich fĂŒr die zuschauenden Zoobesucher an diesem sonnigen Nachmittag ein beeindruckendes Schauspiel: Alle acht Riesenschildkröten unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe und unterschiedlichen Alters wurden gewogen und mussten dazu, teils freiwillig und teils mit Hilfe zupackender Tierpfleger, eine spezielle Tierwaage mit einer großen Wiegeplattform erklimmen. WĂ€hrend die beiden kleinsten und jĂŒngsten unter den Riesen, „Emma“ (18 Jahre, 61 Kilo) und der zarte „Benjamin“ (17 Jahre, 49,6 Kilo), von Pflegern und Helfern vorsichtig auf die Waage getragen wurden, entschlossen sich „Einstein“ (140 Kilo) „Hemingway“ (136 Kilo) und „Schneeflocke“ (73,6 Kilo) den Pflegern BandscheibenschĂ€den zu ersparen und marschierten ohne viel Aufhebens alleine auf die Waage. Die flotte „HĂ€kkinen“ hingegen gab ihrem Namen alle Ehre und entfloh – trotz vorgehaltenen Leckerlis – in die entgegengesetzte Richtung. Das half nicht. Mit vereinten KrĂ€ften hievten die Pfleger die knapp 100 Kilo schwere und emsig mit ihren FĂŒĂŸen rudernde HĂ€kkinen auf die Waage. Dort blieb sie dann stoisch sitzen und verspeiste Tomate und Karotte.
Die beiden schwersten Tiere waren erwartungsgemĂ€ĂŸ die Oldies „Iulius“ und „Emil“, die jeweils 220 Kilo auf die Waage brachten. Die beiden genießen einen besonderen Status. Sie schlĂŒpften um das Jahr 1920 aus dem Ei und sind damit die Ă€ltesten tierischen Bewohner im Zoo Heidelberg. Eine 220 Kilo schwere und dabei sich wehrende Schildkröte zu tragen ist selbst fĂŒr vier krĂ€ftige Pfleger nur schwer zu bewĂ€ltigen. Deshalb wird mit den Tieren regelmĂ€ĂŸig ein sogenanntes „Targettraining“ geĂŒbt. Durch Konditionierung werden die Tiere dazu veranlasst, den Target-Stab mit ihrer Nase zu berĂŒhren und bei Fortbewegung des Targets den Kontakt zu halten und dem Pfleger folgen. Das funktionierte sehr gut, auch wenn Emil zunĂ€chst noch ein Bad nehmen musste, bevor er mit glĂ€nzenden Augen und einer Tomate vor der Nase seinen Platz auf der Waage einnahm.

Riesenschildkröten sind die grĂ¶ĂŸten landlebenden Schildkröten mit einer PanzerlĂ€nge von 120 cm und einem Gewicht bis 250 kg. Es werden zwei Arten von Riesenschildkröten unterschieden: Auf den Galapagosinseln im Pazifischen Ozean leben die Galapagos-Schildkröten. Die Seychellenschildkröten sind auf den Inseln der Seychellen im Indischen Ozean beheimatet. Die Riesenschildkröten der Seychellen wurden schon im 18. und 19. Jahrhundert von Seeleuten fast ausgerottet. Ihre FĂ€higkeit, lange Zeit ohne Nahrung und auch ohne Wasser auszukommen, machte die Tiere zu lebenden Konserven an Bord. Heute stehen sie unter strengem Schutz und dĂŒrfen nicht gehandelt werden. Auf Aldabra (das grĂ¶ĂŸte Atoll im Indischen Ozean) leben wieder um die 100.000 Tiere. Die Insel wurde 1982 von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklĂ€rt und steht unter strengem Schutz.

Foto: Heidrun Knigge
(23.08.2013, 10:56)
Zoo Heidelberg :   Ein aufregendes Jahr in der Zooschule geht zu Ende!

Ein Jahr lang hat Vera BĂŒttner, 18 Jahre alt, in der Zooschule Heidelberg mitgearbeitet. Sie ist eine von vielen jungen Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren. Innerhalb der letzten 12 Monate hat sie einen Einblick in das Arbeitsleben gewonnen.

Es ist wieder so weit: Jedes Jahr im August muss das BĂŒroteam der Zooschule Heidelberg eine liebgewonnene Kollegin verabschieden: die Mitarbeiterin im FÖJ. Die Zooschule Heidelberg, unter TrĂ€gerschaft des gemeinnĂŒtzigen Vereins Initiative Zooerlebnis e.V., ist eine anerkannte Einsatzstelle fĂŒr das sogenannte Freiwillige Ökologische Jahr. Auch weitere Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel der Naturerlebnispark Mundenhof oder die GrĂŒne Schule des Luisenparks zĂ€hlen neben Biobauernhöfen und anderen Einsatzstellen dazu.
Wie der Name schon sagt, wird dabei ein Jahr lang eine Stelle in einem ökologisch relevanten Bereich im Rahmen eines Freiwilligendienstes besetzt. Schon seit GrĂŒndung des TrĂ€gervereins Initiative Zooerlebnis bietet die Zooschule Heidelberg eine vollwertige Einsatzstelle fĂŒr eine(n) Mitarbeiter(in) im Freiwilligen Ökologischen Jahr.
„Unsere FÖJlerin ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Sie ĂŒbernimmt feste Aufgaben im BĂŒro und in der Tierpflege unserer Zooschul-Terrarientiere. DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzt sie uns in eigentlich allen Bereichen.“, sagt Nina Haink, organisatorische Leiterin der Zooschule.
FĂŒr die jungen Leute, die sich fĂŒr ein FÖJ verpflichten, bietet das Jahr nicht nur einen Einblick ins Berufsleben, sondern auch eine sinnstiftende TĂ€tigkeit und die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren. Direkt nach dem Abitur begann fĂŒr Vera BĂŒttner das FÖJ. Sie wollte und konnte sich nach der Schule nicht direkt fĂŒr einen Studiengang entscheiden. Daher entschied sie sich fĂŒr ein FÖJ.
„Bei meinem FÖJ in der Zooschule geht es fĂŒr mich keinesfalls darum, Zeit totzuschlagen oder eine LĂŒcke im Lebenslauf zu fĂŒllen! Ich wollte vielmehr ein Jahr lang in einem ökologisch nachhaltigen und aufregend klingenden Betrieb mitarbeiten, mich von dem Schulstress erholen und erste Berufserfahrungen sammeln, um ĂŒber meine BerufswĂŒnsche besser nachdenken zu können.“, so Vera BĂŒttner.
FĂŒnf interessante Seminare werden pro Jahr von der LpB fĂŒr die FÖJ-Teilnehmer veranstaltet. So lernen die jungen Leute nicht nur ihre Einsatzstellen, sondern auch viele Gleichgesinnte kennen, mit denen sie auch ĂŒber alles erlebte, sowie ĂŒber die jeweiligen ZukunftsplĂ€ne austauschen können.
Über Möglichkeiten zur Teilnahme und verfĂŒgbaren Einsatzstellen informiert z.B. die Landeszentrale fĂŒr politische Bildung (LpB) online unter http://www.foej-bw.de/. Wer sich fĂŒr einen Platz bei der Zooschule bewerben möchte, darf maximal 26 Jahre alt sein. Bewerbungen mĂŒssen ĂŒber die LpB abgewickelt werden und dĂŒrfen sich nicht direkt an die Zooschule richten. Die FÖJ-Stelle fĂŒr den Jahrgang 2013/2014, ab September 2013, ist bereits besetzt. Zum 2.9. erwarten die Mitarbeiterinnen der Zooschule gespannt eine neue junge Kollegin, die sie ein Jahr lang fleißig unterstĂŒtzen wird.

Foto (Zoo Heidelberg): Vera BĂŒttner (FÖJ) mit Riesenschildkröte
(16.08.2013, 14:59)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Tiergartenfreunde spenden 15.000 Euro fĂŒr den Umbau des Löwengeheges

Der Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. ĂŒberreichte dem Zoo einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro fĂŒr den geplanten Umbau des Löwengeheges. „Ich bedanke mich ganz herzlich fĂŒr die Spende und freue mich, dass sich die Tiergartenfreunde so engagiert und tatkrĂ€ftig unseren wichtigen Projekten annehmen“, sagte Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann bei der ScheckĂŒbergabe. WĂŒnnemann hofft, dass weiterhin viele Spenden fĂŒr den Umbau der Anlage zusammenkommen. Deshalb stehen auch beim Zoo Spendenaktionen fĂŒr die Löwen im Vordergrund. Auf der Webseite wurde eine Online-Spendenmöglichkeit eingerichtet und im April fand ein „Löwen-Spendenlauf“ statt, an dem 300 LĂ€ufer mit Begeisterung teilnahmen.
In den letzten Jahren unterstĂŒtzte der Verein der Tiergartenfreunde viele wichtige Bauvorhaben des Zoos wie den Neubau des Elefantenhauses, den Umbau der PrĂ€riehundanlage und viele andere Projekte mehr. „Nachdem es den Tiergartenfreunden gelungen ist, den Bau des Elefantenhauses mit 100.000 Euro zu fördern, haben wir zusammen mit dem Zoo Überlegungen angestellt, in welchem Bereich die UnterstĂŒtzung der Tiergartenfreunde zu einer Verbesserung der Haltungsbedingungen und langfristig zur Förderung des Tier- und Naturschutzes weiterhin beitragen kann. Schnell waren wir uns einig, dass das Vorhaben des Zoos, die Löwen-Außenanlage zu vergrĂ¶ĂŸern ein Thema ist, das auch unseren Mitgliedern am Herzen liegt“, betont Gerhard Bartelmus, 2. Vorsitzender der Tiergartenfreunde.

Infobox Verein der Tiergartenfreunde e.V.
Mit Hilfe von MitgliedsbeitrĂ€gen und Spenden unterstĂŒtzt der Verein der Tiergartenfreunde e.V. seit seiner GrĂŒndung im Jahr 1933 zentrale Projekte des Zoos. Im Verein finden Menschen zueinander, denen die Entwicklung „ihres“ Zoos am Herzen liegt. Der Verein bietet seinen Mitgliedern unter anderem kostenlosen Zugang in den Zoo, die kostenlose Zusendung der Mitgliederzeitung „Zoo aktuell“, FĂŒhrungen, VortrĂ€ge und gegen Kostenbeteiligung organisierte TagesausflĂŒge in andere Zoologische GĂ€rten. WeiterfĂŒhrende Informationen unter www.tiergartenfreunde.de

Foto (Susanne Fischer): Die drei Löwen Sita, Claudia und Josef im Zoo Heidelberg in „Habachtstellung“.
(05.08.2013, 15:39)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: FĂŒr Besucher ist das FĂŒttern der Zootiere ausdrĂŒcklich verboten

Der Zoo Heidelberg bietet eindrucksvolle Erlebnisse mit Tieren und – wo immer möglich – den Besuchern einen direkten Kontakt zum Tier. Leider gefĂ€hrden einige wenige Besucher mit ihrem falschen Verhalten diese Erlebnisse und Kontakte. Hinweistafeln mit der Aufforderung „Bitte nicht fĂŒttern“ und „Nicht ĂŒber die Absperrung klettern“ sind keine GĂ€ngelei gegenĂŒber tierliebenden Zoobesuchern. Ganz im Gegenteil, es gibt handfeste GrĂŒnde. Absperrungen schĂŒtzen Tier und Mensch. Tiere, die von ZoogĂ€sten gefĂŒttert werden, können ernsthaft erkranken. Was vielleicht gut gemeint ist, kann fĂŒr einzelne Zootiere sogar tödlich enden. Erlaubt ist das FĂŒttern nur dort, wo spezielle Futterautomaten aufgestellt sind.
„Och, nur ein kleines StĂŒck Schokolade“, „der Orang-Utan mag Kaugummi, der streckt doch die Hand danach aus“, „so ein Apfel kann wohl nicht schaden“, so oder so Ă€hnlich lauten die Antworten von „ertappten“ Zoobesuchern, spricht man sie unmittelbar auf ihr Verhalten an. Leider aber kann jeder zugesteckte oder ins Gehege geworfene Gegenstand, sei es etwas Essbares oder ein vermeintliches Spielzeug, den Tieren schaden. Man stelle sich nur einmal vor, auf welche Menge es sich summiert, wenn nur 10 Prozent der Besucher an einem gutbesuchten Sonntag – das sind etwa 350 GĂ€ste – ihr StĂŒckchen Zucker an Ziegen oder Esel verfĂŒttern. DarĂŒber hinaus fĂŒhren auch Lebensmittel, die allgemein als „gutes Futter“ angesehen werden, zu SchĂ€den; Brot zum Beispiel kann bei WiederkĂ€uern böse Koliken hervorrufen. Selbst Obst wie eine Banane hat im Gehege der Gorillas nichts zu suchen, da es viel zu energiehaltig ist. Im schlimmsten Fall endet die Ignoranz des FĂŒtterungsverbots mit dem Tod eines Tieres. „Wir sind sehr froh darĂŒber, dass sich die meisten Besucher daran halten oder auch unser Anliegen unterstĂŒtzen, indem sie unvernĂŒnftige Besucher bitten, sich an die Vorschriften zu halten“, erklĂ€rt ZootierĂ€rztin Dr. Julia Stockklausner. „Das Wohlbefinden der Tiere ist uns sehr wichtig, deshalb erhalten alle unsere Tiere sorgfĂ€ltig zusammengesetztes und auf ihre speziellen BedĂŒrfnisse angepasstes Futter durch die Pfleger. Die Menge des Futters ist genau berechnet. Das FĂŒttern durch Besucher ist also klar im Interesse der Tiere verboten, im ganzen Zoo weisen Schilder darauf hin“. Dennoch beobachten Zoomitarbeiter immer wieder, wie sich Besucher ĂŒber die Hinweisschilder hinwegsetzen, Absperrungen ĂŒberklettern oder GegenstĂ€nde in die Gehege werfen.
Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann nimmt dazu klar Stellung: „Der Zoo Heidelberg bietet eindrucksvolle Erlebnisse mit Tieren und – wo immer möglich – den Besuchern direkten Kontakt zum Tier. Leider gefĂ€hrden einige wenige Besucher mit ihrem falschen Verhalten diese Erlebnisse und Kontakte. Es wĂ€re ĂŒberaus schade, wenn wir zum Schutz unserer Tiere wieder zu massiven Absperrungen zurĂŒckkehren und begehbare Gehege schließen mĂŒssten“.
Unerlaubtes, zusĂ€tzliches FĂŒttern durch Zoobesucher kann aber nicht nur zu Erkrankungen, Allergien oder gar zum Tod eines Tieres fĂŒhren und macht die Einhaltung artgerechter DiĂ€ten unmöglich. Auch lernen die Tiere durch die Besucher sehr rasch, dass es Leckereien gibt, wenn sie betteln. Dieses Bettelverhalten fĂŒhrt zu Futterneid und provoziert Aggressionen zwischen den Tieren. Nicht zuletzt erhöht es auch das Verletzungsrisiko fĂŒr die fĂŒtternden Besucher.
NatĂŒrlich ist es bei jedem Zoobesuch immer ein einzigartiges und Ă€ußerst unterhaltsames Erlebnis, Tiere bei der FĂŒtterung zu erleben. Deshalb werden bei einigen Zootieren feste FĂŒtterungszeiten durch die Pfleger angeboten. Nahezu alle Tierarten erhalten darĂŒber hinaus aber auch ĂŒber den gesamten Tag verteilt kleinere Futterrationen. Außerdem befinden sich beim Streichelzoo, bei der Löwenanlage, dem Yellowstone-See und dem Flamingosee BehĂ€lter mit speziellem Tierfutter. FĂŒr einen kleinen Betrag können Besucher dort Futter ziehen, um Ziegen, Enten und Fische zu fĂŒttern. FĂŒr Tier und Mensch ganz sicher ein Genuss ohne Reue. Das Futter ist gesund und von der Menge genau berechnet – sind die Futterautomaten an einem besucherstarken Tag bereits am Nachmittag leer, werden sie auch nicht mehr aufgefĂŒllt, wenn die Tiere schon ihre Tagesration bekommen haben.

FĂŒtterungszeiten Zoo Heidelberg

11.00 Uhr RobbenfĂŒtterung mit Robbentraining (außer freitags)
15.00 Uhr PelikanfĂŒtterung (nicht im Winter)
15.45 Uhr FĂŒtterung der Stachelschweine und WaschbĂ€ren
16.00 Uhr RobbenfĂŒtterung mit Robbentraining (außer freitags)
16.30 Uhr FĂŒtterung im Raubtierhaus (außer samstags)


Foto: Susanne Fischer. Ausgestreckte Hand eines Orang-Utans.
(24.07.2013, 13:47)
Zoo Heidelberg :   Vom weiß-flauschigen KĂŒken zum stolzen Flamingo

Der Flamingosee im Zoo Heidelberg zĂ€hlt mit seinen gefiederten Bewohnern und der umliegenden schönen Vegetation zu den LieblingsplĂ€tzen der Zoobesucher. So mancher Gast wundert sich derzeit ĂŒber die flauschigen weiß-grauen FederknĂ€uel, die sich seit Kurzem zwischen den Roten Flamingos tummeln und den langbeinigen, auffĂ€lligen Tieren auf den ersten Blick nicht so recht Ă€hnlich sehen wollen. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um hĂ€ssliche Entlein sondern um Flamingo-Jungtiere.
Innerhalb kĂŒrzester Zeit sind zwei FlamingokĂŒken geschlĂŒpft. Und da noch weitere Flamingo-Paare auf ihren Gelegen sitzen, könnte schon bald eine muntere KĂŒkenschar die Anlage bevölkern. „Die Kleinen schließen sich dann zu richtigen KindergĂ€rten zusammen, werden von Altvögeln betreut und lernen voneinander“, erklĂ€rt Zookuratorin Sandra Reichler. In den ersten zwei Monaten werden die KĂŒken noch von ihren Eltern mit Kropfmilch gefĂŒttert. Erst dann ist der typische abgeknickte Seihschnabel komplett ausgebildet und die Jungvögel filtern zusammen mit den erwachsenen Flamingos eine in Wasser aufgelöste Mischung aus speziellen Flamingopellets aus großen SchĂŒsseln. Obwohl die Jungtiere nur wenige Tage voneinander trennen sind deutliche Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung zu erkennen. Das Kleinste stakst noch sehr unbeholfen und kĂ€mpft auf dem rutschigen Untergrund am Rande der Flamingoinsel mit dem Gleichgewicht. KĂŒken Nummer zwei hingegen ĂŒbt sich bereits fleißig im einbeinigen Stehen, was bisweilen jedoch noch recht wackelig aussieht. Nach ausgiebigen Erkundungen kehren die Kleinen immer wieder in ihre kegelförmigen Schlammnester zurĂŒck, um sich auszuruhen. Dort werden sie zumeist von mindestens einem Elternteil bewacht. Das AusbrĂŒten und die Aufzucht der KĂŒken ist unter Flamingos ĂŒbrigens Sache beider Elternteile, wobei je Paar nur ein Ei gelegt wird. Mutter und Vater wĂ€rmen das Ei zunĂ€chst abwechselnd und auch das FĂŒttern nach dem AusschlĂŒpfen wird von beiden ĂŒbernommen.
Nach und nach wandeln die weiß-grauen KĂŒken ihr Aussehen hin zur gewohnten Erscheinung eines eleganten, farbenprĂ€chtigen Flamingos. Etwa im Alter von zwei Jahren nimmt das Gefieder die charakteristische rote Farbe an. Dies wird durch rote Farbstoffe, die die Vögel in freier Wildbahn ĂŒber den Verzehr kleiner Krebstierchen erhalten, verursacht. Im Teich des Zoo Heidelberg finden die Flamingos diese Krebse zwar ebenfalls, jedoch reicht die Menge fĂŒr die Anzahl der Vögel nicht aus. Deshalb werden entsprechende Farbstoffe zugefĂŒttert, um zu gewĂ€hrleisten, dass sich die leuchtendrote Kolonie nicht in eine unscheinbare Gruppe grauer Entlein verwandelt.

Foto: Susanne Fischer
AusbrĂŒten und Aufzucht der KĂŒken ist unter Flamingos Sache beider Elternteile, wobei je Paar immer nur ein Ei gelegt wird. Auf dem Foto sieht man sehr schön die typischen, kegelförmigen Schlammnester der Flamingos.
(19.07.2013, 09:47)
Zoo Heidelberg :   Artenschutztag „SĂŒdostasien“ im Zoo Heidelberg. Europaweite Kampagne zum Schutz bedrohter Tierarten

Am Sonntag, 14. Juli, steht der Zoo Heidelberg ganz im Zeichen des Schutzes bedrohter Tierarten in SĂŒdostasien. Im Zuge der Beteiligung des Zoos an der europaweiten Artenschutzkampagne „SĂŒdostasien 2013“ können sich Besucher an diesem Tag zwischen 11.00 und 17.00 Uhr ĂŒber verschiedene Projekte zur Erhaltung dieses faszinierenden Lebensraums informieren und an spannenden Aktionen teilnehmen. Der Erlös der jeweiligen Aktionen fließt direkt in Maßnahmen vor Ort. Damit verspricht der Artenschutztag nicht nur vielseitige Unterhaltung. Mit ihrem Besuch im Zoo und der Teilnahme an den Aktionen leisten ZoogĂ€ste gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Zoo und Zooschule haben ein vielfĂ€ltiges Programm aufgestellt. Neben Schautafeln klĂ€ren InformationsstĂ€nde zu den Schwerpunktthemen „Palmöl“ und „Handel mit tierischen Souvenirs“ den Besucher ĂŒber Leben und Bedrohung der Tiere und darĂŒber auf, wie das eigene Konsumverhalten zum Artenschutz beitragen kann. Die InformationsstĂ€nde finden sich beim Raubtierhaus und Afrikahaus. ZusĂ€tzlich zu den regulĂ€ren FĂŒtterungen gibt es mehrere SonderfĂŒtterungen bei sĂŒdostasiatischen Tierarten: Die quirligen asiatischen Kurzkrallenotter warten ab 14.00 Uhr darauf, von den Besuchern mit ihrer Leibspeise, den Miesmuscheln, gefĂŒttert zu werden und lassen sich gewiss einige KunststĂŒckchen einfallen, um sich eine möglichst große Portion abzuholen. Gleich nebenan werden um 14.30 Uhr die neugierigen Binturongs von den Tierpflegern gefĂŒttert. Um 15.00 Uhr dĂŒrfen sich die Besucher fĂŒr eine kleine Spende im Apfelweitwurf ĂŒben und Thai, Voi Nam, Tarak und Gandhi mit den fliegenden Leckerbissen verwöhnen. Eine Kindermalaktion, Losverkauf mit tollen Preisen aus dem Zooshop, ein BĂŒcherflohmarkt, und der Verkauf von schönen Buttons – alles zentral gelegen im glĂ€sernen Pavillon am Kinderspielplatz – runden das Programm ab.

Foto: Peter Bastian. Im Zoo Heidelberg leben viele Tiere aus SĂŒdostasien, wie zum Beispiel diese verspielten asiatischen Kurzkrallenotter, die mit ihren SpĂ€ĂŸchen die Zoobesucher begeistern. Am Artenschutztag gibt es eine Extra-FĂŒtterung mit Miesmuscheln.


Information Artenschutztage im Zoo: Der EuropĂ€ische Zoo- und Aquarienverband EAZA fĂŒhrt seit 2000 jedes Jahr eine Kampagne durch, um Artenschutzprojekte zu unterstĂŒtzen. Wie alle Zoos, die Mitglied der EAZA sind, nimmt auch der Zoo Heidelberg regelmĂ€ĂŸig mit eigenen Aktionen teil. Die Hauptziele der Kampagnen sind, auf bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen und entsprechende Projekte mit Geldspenden zu unterstĂŒtzen. Die EAZA-Kampagne 2012/2013 widmet sich bedrohten Tierarten in SĂŒdostasien und möchte auch auf kleinere, unbekannte Tierarten (ab einem Kilo Gewicht) aufmerksam machen, die in ihrem Lebensraum ebenso gefĂ€hrdet sind wie die großen bekannten asiatischen "Flaggschifftierarten", wie zum Beispiel Tiger oder Orang-Utan. Ziel der Kampagne ist, einen Fond in Höhe von 750.000 Euro einzurichten. Die Gelder fließen in nachhaltige Projekte vor Ort.


Hintergrundinformation Natur- und Artenschutz SĂŒdostasien
In den WĂ€ldern Malaysias, Vietnams, Myanmars und den Philippinen leben seltene und einzigartige Tiere, wie die scheuen Saolas, die imposanten Kaiserreiher oder die kraftvollen Sunda-Gaviale, eine kleine Krokodilart. Die meisten dieser Tiere sind weltweit unbekannt. So wurden die Saolas erst 1993 in den regenreichen WĂ€ldern Vietnams entdeckt, was als Sensation galt, da Ende des 20. Jahrhunderts sehr selten neue SĂ€ugetierarten entdeckt wurden.
Die artenreiche Tierwelt in SĂŒdostasien ist hochbedroht. Die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr die Tiere ist der illegale Handel, fĂŒr den sie aus verschiedenen GrĂŒnden gejagt und getötet werden. So findet man auf vielen asiatischen MĂ€rkten illegale Wildtierprodukte wie Modeartikel, KunstgegenstĂ€nde und JagdtrophĂ€en, die als teures Geschenk oder prestigevolles Statussymbol an Touristen und Einheimische verkauft werden.
GefÀhrdung und Aberglaube
FĂŒr die die traditionelle asiatische Medizin wird nach wie vor Wilderei betrieben. Manchen Tieren bzw. Tierteilen, wie einem Schildkrötenpanzer oder einem Horn, werden immense HeilkrĂ€fte zugeschrieben. Daher werden diese in HeiltrĂ€nken und Heilpulvern verwendet. Als proteinreiche Nahrungslieferanten werden die schönen Tiere nicht unbedingt zum Nahrungserwerb gejagt, sondern vielmehr aus dem Glauben heraus, dass StĂ€rke, Kraft und Potenz des getöteten Tieres mit dem Verspeisen auf den JĂ€ger ĂŒbergehen.

Lebensraumverlust
FĂŒr die sĂŒdostasiatischen Tiere ist der enorme Verlust ihrer LebensrĂ€ume neben dem illegalen Handel die gravierendste, durch den Menschen verursachte Gefahr. So werden vermehrt Straßen in bis jetzt unberĂŒhrte Gebiete gebaut, was wiederum den illegalen Handel begĂŒnstigt, da nun einfacher in die artenreichen WĂ€lder SĂŒdostasiens vorgedrungen werden kann und gejagte Tiere leichter abtransportiert werden können. In Vietnam fĂŒhrt zum Beispiel die Ho Chi Minh Road quer durch die Annamite Mountains, einem der wichtigsten LebensrĂ€ume der Saolas.
GeschĂŒtzt werden mĂŒssen aber nicht nur die WĂ€lder, sondern auch die außergewöhnlichen Feuchtgebiete in den großen Flussdeltas SĂŒdostasiens, da sie einen unvergleichlichen Lebensraum darstellen, sich leider auch fĂŒr die Landwirtschaft eignen und daher fast immer in fruchtbares Ackerland umgewandelt werden. Weitere Bedrohungen sind die Umweltverschmutzung, die wachsende Bevölkerung und der damit einhergehende Platzmangel und die Einwanderungen neuer, nicht-sĂŒdostasiatischer Spezies, die die einheimischen Arten verdrĂ€ngen.
(09.07.2013, 16:21)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Quicklebendiger Nachwuchs im Afrikahaus mit zarter Blesse

Die sommerliche Morgensonne taucht die Afrikaanlage im Heidelberger Zoo in ein sanftes Licht. Langsam erwacht der gesamte Zoo zum Leben. Im Afrikahaus herrscht aber bereits geschĂ€ftiges Treiben. Tierpfleger Maik Wilsmann trifft alle Vorbereitungen, um das wenige Tage alte Blessböckchen mit seiner Mutter auf die Außenanlage zu lassen. Wilsmann und seine Kollegen freuen sich sehr ĂŒber den Nachwuchs bei den Blessböcken, einer Antilopenart aus SĂŒdafrika. Blessbockmutter „Naomi“ merkt man die NervositĂ€t auch deutlich an, wenn es mit ihrem Jungtier wieder nach draußen geht. Der kleine Blessbock wurde am 20. Juni geboren und darf nun die ersten Wochen in den Morgenstunden die Anlage erkunden und sich dort den Besuchern zeigen.
Blessböcke sind nur im sĂŒdlichen SĂŒdafrika heimisch. Seinen Namen verdankt diese Unterart des Buntbocks seiner auffĂ€lligen Blesse, die sich ĂŒber den gesamten NasenrĂŒcken zieht. Die geselligen Paarhufer ernĂ€hren sich ausschließlich von GrĂ€sern und KrĂ€utern, die wegen ihrer schwer verdaulichen Zusammensetzung wiedergekĂ€ut werden mĂŒssen. In SĂŒdafrika gab es vom Blessbock Ende des 19. Jahrhunderts nur noch etwa 2.000 Tiere, er galt als so gut wie ausgerottet. Nur durch ein besonderes Auswilderungsprogramm von Tieren aus den ansĂ€ssigen Tierparks und Zoos konnte der Bestand wieder stabilisiert werden.
Neben dem Jungtier gesellt sich seit zwei Wochen auch ein neues Blessbockweibchen zur sechsköpfigen Gruppe. Die einjĂ€hrige, noch recht aufgeregte „Jolly Jumper“ wurde dem Zoo Heidelberg vom EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm empfohlen, da ihre Gene besonders gut zum Zuchtbock der Herde passen. Beide „Neuankömmlinge“ mĂŒssen von den Pflegern behutsam an die weiteren Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt werden. Deshalb dĂŒrfen sie die nĂ€chsten Wochen bis zirka 13.00 Uhr mit den anderen Blessböcken alleine die weitlĂ€ufige Anlage genießen, bevor sie spĂ€ter auch mit der Zebraherde zusammengelassen werden. Die Blessböcke im Zoo Heidelberg teilen sich mit Zebras, Kudus und Pelikanen die bei den Besuchern sehr beliebte weitlĂ€ufige Afrika-Anlage. Die Anlage ist das grĂ¶ĂŸte Gehege des Zoos und vermittelt einen Eindruck des Zusammenlebens verschiedener Huftiere der afrikanischen Savanne. Vergesellschaftungen sind in modernen Zoos inzwischen ĂŒblich, aber es ist fĂŒr Besucher und Zoomitarbeiter immer wieder ein spannendes Bild, die vergesellschafteten Tiere in Interaktion zu erleben.

Foto: Heidrun Knigge
(28.06.2013, 08:25)
Zoo Heidelberg :   Zahlreicher Nachwuchs bei den flinken PrĂ€riehunden

Bei den PrĂ€riehunden im Zoo Heidelberg ist ordentlich was los, vor allem, seit eine große Kinderschar die erwachsenen Tiere auf Trapp hĂ€lt. Im Mai wurden ca. zwölf Jungtiere geboren, die mit ihrer unbĂ€ndigen Spielfreude die Zoobesucher erfreuen. Nicht nur die Kinder unter den Besuchern kleben regelrecht an den großen Scheiben, durch die man die Tiere beim Buddeln, Fressen, Spielen und beim – kaum zu glauben, aber wahr – KĂŒssen beobachten kann. Wenn sich zwei PrĂ€riehunde treffen, dann reiben und beriechen sie sich gegenseitig am Gesicht, vor allem an der Schnauze. Dieser „Erkennungskuss“ ist fester Bestandteil des Zusammenlebens. Offenbar löst die sanfte BerĂŒhrung an der Schnauze eine Beißhemmung aus. Die Tiere sind generell ausgesprochen friedlich, nur in der Paarungszeit kann es auch mal lebhafter und streitsĂŒchtiger zugehen. Unter den PrĂ€riehunden herrscht eine strenge Rangordnung, welche durch KĂ€mpfe immer wieder neu festgelegt wird.
Ihr Name fĂŒhrt immer wieder zu Verwirrung – aber mit Hunden haben die lebhaften, geselligen und tagaktiven Tiere nichts zu tun. PrĂ€riehunde sind keine Raubtiere, sondern Nagetiere, die zur Familie der Hörnchenartigen gehören. Als solche sind sie verwandt mit den Murmeltieren und den Streifenhörnchen. Ihren Namen haben sie wegen ihrer bellĂ€hnliche Rufe erhalten.
Sie leben in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Nordamerikas. Von Kanada ĂŒber die USA bis nach Mexiko erstreckt sich ihr Lebensraum Sie sind typische Pflanzenfresser und ernĂ€hren sich vorwiegend von GrĂ€sern und Wurzeln. Zum Schutz gegen KĂ€lte und vor Feinden wie Raubvögel, Dachse oder Kojoten legen die PrĂ€riehunde unterirdische Höhlen und lange, weit verzweigte Tunnelsysteme an. PrĂ€riehunde sind soziale Tiere, die ihre unterschiedlichen Aufgaben an alle Familienmitglieder verteilen: Sie pflegen sich gegenseitig das Fell und helfen sich bei der Betreuung der Jungtiere. Auch werden die EingĂ€nge zu ihren „Wohnungen“ immer bewacht. Entdeckt ein PrĂ€riehund einen möglichen Feind, so stĂ¶ĂŸt er den typischen, „bellenden“ Ruf aus, woraufhin sich alle PrĂ€riehunde verstecken.

Foto: Peter Bastian
(19.06.2013, 08:25)
Jennifer Weilguni :   Irgendwie habe ich das GefĂŒhl, diese Medien werden den guten, alten ZoofĂŒhrer eines Tages gĂ€nzlich ersetzen...
(12.06.2013, 14:40)
Zoo Heidelberg :   Virtueller Zoo Guide: Zoo Besuch 2.0
Zoo Heidelberg startet digitale Erweiterung der Gehege

Mit einer kreativen und ungewöhnlichen Aktion erweitert der Zoo Heidelberg seine Gehege auf digitale Weise: Ab sofort können die Besucher an ausgewĂ€hlten Gehegen einen QR-Code mit dem Smartphone scannen und erhalten so ein YouTube-Video auf ihr Handy, das zahlreiche Zusatzinformationen zu den Tieren in den Gehegen bietet. Mit diesem „virtuellen Zoo Guide“ erhalten die Zoobesucher die Möglichkeit, auch einmal hinter die Kulissen der Gehege zu blicken und interessante Fakten ĂŒber die Tiere schnell und einfach zu erfahren.
„Mit dem virtuellen Zoo Guide haben wir die Möglichkeit, den Zoobesuch noch interessanter und lehrreicher zu gestalten. Anders als bei den klassischen Infotafeln am Gehege können zusĂ€tzliche Informationen schnell und anschaulich vermittelt werden. Und mit seltenen Aufnahmen unserer Tiere hinter den Kulissen bieten die Videos einen weiteren Mehrwert“, erklĂ€rt Steffanie Richter, Leiterin PR und Marketing im Zoo Heidelberg.
Das Konzept und die Umsetzung des virtuellen Zoo Guide ĂŒbernahm der 24-jĂ€hrige Student Hans Duschl, der bereits seit ĂŒber einem Jahr die Produktion von YouTube-Videos fĂŒr den Zoo Heidelberg ĂŒbernimmt. Die Idee fĂŒr den virtuellen Zoo Guide kam ihm im vergangenen Winter, als er sich bei Dreharbeiten im Zoo ĂŒberlegte, wie man die interessanten Informationen ĂŒber die Tiere einfacher an die Zoobesucher vermitteln könnte. Gemeinsam mit dem Zoo Heidelberg entwickelte er dann DrehbĂŒcher, ĂŒbernahm die Kameraarbeit hinter den Kulissen und lieh den Videos seine Stimme.
Zum Start des virtuellen Zoo Guides wurden insgesamt sieben Videos produziert, die an den Gehegen der MĂ€hnenrobben, der Tiger, der Löwen, der Orang-Utans und der Elefanten abgerufen werden können. DafĂŒr benötigen die Besucher lediglich ein Smartphone mit Internetanschluss, einer Kamera und einem Programm zum Scannen von QR-Codes. Das Betriebssystem spielt dabei keine Rolle. Um die Tonspur besser zu verstehen, empfiehlt der Zoo die Verwendung von Kopfhörern.
(12.06.2013, 11:09)
Zoo Heidelberg :   Ein Meilenstein fĂŒr den Naturschutz: Einer der am stĂ€rksten bedrohten Affen kehrt nach Afrika zurĂŒck.

„Fergus“ ist eine junge mĂ€nnliche Roloway-Meerkatze, die Tausende von Kilometern zurĂŒckgelegt hat, um wieder in ihrer ursprĂŒnglichen Heimat in Ghana zu leben. Seine Artgenossen sind beinahe ausgerottet worden. Die Roloway-Meerkatze gehört zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Eine Jury der bedeutendsten Primatologen und NaturschĂŒtzer der Welt hat sie schon zum vierten Mal auf diese von „Conservation International“ herausgegebene Liste gewĂ€hlt – ein zweifelhafter Ruhm.
Fergus soll im Zentrum fĂŒr bedrohte Affen in Ghana mit der einzigen in Menschenhand gehaltenen Roloway-Meerkatze Afrikas fĂŒr Nachwuchs sorgen. Interessiert schaut er durch das Gitter in das Nachbargehege zu „Sweet Pee“. Er weiß nichts davon, welch ein Status ihm gerade zuteil wird. FĂŒr die Roloway Meerkatzen, eine einst im westlichen Afrika weit verbreitete Affenart, ist es eine Minute vor zwölf. Die schönen, eleganten Tiere mit ihren langen, weißen BĂ€rten, dem schwarz-braun glĂ€nzenden Fell und flinken Bewegungen kommen nur noch im Regenwald der östlichen ElfenbeinkĂŒste und dem westlichen Ghana vor. In den sumpfigen Waldresten im Grenzgebiet beider LĂ€nder konnte in den letzten Jahren ein kleiner Bestand nachgewiesen werden. Es ist wahrscheinlich die grĂ¶ĂŸte Restpopulation dieser faszinierenden Affenart auf der Welt.
Um ein endgĂŒltiges Aussterben wildlebender Populationen zu verhindern, wurde bereits im Jahre 2001 vom Zoo Heidelberg das Artenschutzprogramm „West African Primate Conservation Action“ (WAPCA) ins Leben gerufen, das sich ganz dem Schutz der Primatenarten dieses sensiblen Lebensraums verschrieben hat. WAPCA wird vom Zoo Heidelberg aus koordiniert. Mit Spenden und festen BeitrĂ€gen der WAPCA Mitgliedzoos wird unter anderem das Primatenzentrum „Endangered Primate Breeding Centre“ in Accra, der Hauptstadt Ghanas finanziert. Hier werden illegal gehaltene und beschlagnahmte bedrohte Affenarten aufgenommen und auch nachgezĂŒchtet.
„Fergus“ traf am 29. Mai wohlbehalten im Primatenzentrum ein und die Freude ĂŒber seine Ankunft war groß. Fergus ist im Zoo Heidelberg geboren und lebte vor seiner RĂŒckkehr nach Ghana im Zoo La Vallee de Singes (Frankreich) in einer Junggesellengruppe. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur eine Roloway-Meerkatze in menschlicher Obhut in Afrika, ein konfisziertes Weibchen namens „Sweet Pee“. Sie wurde ursprĂŒnglich unter erbĂ€rmlichen UmstĂ€nden als Haustier gehalten und konnte gerettet werden. Fergus und Sweet Pee sollen im Primatenzentrum nun als Botschafter Ihrer Art und durch Nachzuchten dazu beitragen, dass diese schöne Affenart erhalten bleibt. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn die letzten Reste des Regenwaldes nicht auch noch der Gier der Palmölindustrie, den Holzkonzernen oder der Jagd zum Opfer fallen. Nagetiere, Antilopen und eben auch Affen werden in den verbliebenen RegenwĂ€ldern gejagt, um die MĂ€rkte in den StĂ€dten mit „Bushmeat“ aus dem Regenwald zu versorgen. Aber das Fleisch der Wildtiere dient nicht der Versorgung der armen Menschen, sondern der Befriedigung kulinarischer GelĂŒste einer reichen Minderheit.
Das Engagement von WAPCA ist langfristig angelegt. An dem Projekt beteiligen sich neben dem Zoo Heidelberg elf weitere europĂ€ische Zoos (der Allwetterzoo MĂŒnster, der Zoo Duisburg, der Tierpark Hellabrunn in MĂŒnchen, der Zoo Landau, die Zoologischen GĂ€rten von Mulhouse, Barcelona, Valencia, la Palmyre, La VallĂ©e des Singes, Bojnice, London, Dublin und Twycross) sowie die Zoologische Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz (ZGAP). Das WAPCA-Projekt vereinigt verschiedene Herangehensweisen zum Schutz der bedrohten Primaten. So gehören zu den wichtigsten Aufgaben die DurchfĂŒhrung von Tierbestandaufnahmen, Ausbildung und Bezahlung von WildhĂŒtern, Förderung von organisiertem Ökotourismus, Einrichtung von Schutzgebieten, AufklĂ€rung der lokalen Bevölkerung ĂŒber den Schutz der Affen und das Betreiben des Primatenzentrums fĂŒr beschlagnahmte Affen im Zoo in Accra, das fĂŒr die Öffentlichkeitsarbeit genutzt wird. Schulklassen besuchen die Affengehege und ĂŒbernehmen Patenschaften fĂŒr die Tiere, dadurch bekommen sie einen anderen Bezug zu den einheimischen Affen, die sie bisher nur als Fleischangebot auf den MĂ€rkten kannten. Sie erfahren etwas ĂŒber die Lebensweise der einheimischen Tierarten, ihre Bedrohung und was nachhaltige Nutzung der Ressourcen im Land bedeutet. Aber auch fĂŒr die erwachsene lokale Bevölkerung stellt das Primatenzentrum mittlerweile ein lohnenswertes und informatives Ausflugsziel dar.
Wichtig fĂŒr den Erfolg des Artenschutzes sind kompetente, engagierte und angesehene Projektpartner vor Ort – wie Inza KonĂ©, Partner von WAPCA in der ElfenbeinkĂŒste und Professor am „Centre Suisse de Recherches Scientifiques en Cote d’Ivoire“. FĂŒr seine AktivitĂ€ten und Verdienste fĂŒr die Menschen und fĂŒr bedrohte Tierarten wurde er im MĂ€rz 2009 in den Niederlanden mit dem bedeutenden Preis „Future for nature“ ausgezeichnet. 2012 wurde er fĂŒr sein Engagement im WAPCA-Projekt im TanoĂ© Wald mit dem „Whitley Award“ ausgezeichnet, den er von Princess Anne bei einer Zeremonie in der „Royal Geographical Society“ in London ĂŒberreicht bekam.
„An wohl keiner anderen Tierart lĂ€sst sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo fĂŒr den Arten- und Naturschutz ist“, resĂŒmiert Dr. Klaus WĂŒnnemann, Direktor des Heidelberger Zoos. „Mit den Roloway-Meerkatzen als Flaggschiff wollen wir ihren Lebensraum schĂŒtzen, der zu den artenreichsten Regionen der Erde zĂ€hlt. Sind wir beim Schutz der Roloway-Meerkatze erfolgreich, können hunderte von Arten vor der Ausrottung bewahrt werden“.
Mit derzeit 36 Tieren in Zoos (Stand Januar 2012) gehört die Roloway-Meerkatze zu den seltensten Tieren in menschlicher Obhut. Im Vergleich zu den westafrikanischen Affen sind Große Pandas und Nashörner Massenware. Kein Zoo in Nordamerika, Asien oder Australien hĂ€lt diese hochbedrohte Tierart. Im Zoo Heidelberg leben mit sieben Roloway-Meerkatzen ein FĂŒnftel des Zoo-Weltbestands. Der Zoo Heidelberg zĂŒchtete in den letzten zehn Jahren zwölf Tiere nach und ist damit die bedeutendste ZuchtstĂ€tte weltweit.
Mit Fergus kehrt nun ein Funken Hoffnung fĂŒr das Überleben der Roloway-Meerkatze zurĂŒck nach Ghana. Die Projektkoordinatorin von WAPCA in Afrika, Jeanne Marie Pittmann, ist optimistisch: „We are very excited to see this critically endangered monkey return home to his country to produce more of his kind for the long-term potential of reintroduction into Ghana's rainforests”.

Foto: Roloway-Meerkatze Fergus
(05.06.2013, 16:05)
Zoo Heidelberg :   Freude im Zoo Heidelberg ĂŒber eine Handvoll Hirsch

Gerade einmal neun Monate sind seit der Geburt des letzten Jungtieres „Willi“ vergangen, und schon wieder hat das Schopfhirschpaar „Goofy“ und „Mieke“ im Zoo Heidelberg fĂŒr Nachwuchs bei dieser seltenen Hirschart gesorgt. Das ist umso erfreulicher, als Vater Goofy zweimal an seinem Oberschenkel operiert wurde und die Pfleger davon ausgehen mussten, dass ihn das fĂŒr eine erfolgreiche Paarung mit Mieke beeintrĂ€chtigen könnte. Den ungĂŒnstigen Prognosen zum Trotz hatte sich Goofy aber ĂŒberraschend schnell von den Operationen erholt und erfreut sich seitdem bester Gesundheit und Paarungsfreudigkeit.
Die kleine „Tekla“, wie der Nachwuchs heißt, konnte schon wenige Minuten nach der Geburt stehen und ist bereits mit ihrer Familie im großen Außengehege zu sehen. Die neugeborenen Schopfhirsche sind anfangs so winzig, „dass sie gerade mal in eine Hand passen“, wie Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers, schmunzeln berichtet. Die ersten Wochen verbrachte das Anfang Mai geborene Jungtier in einem fĂŒr Besucher schwer einsehbaren separaten Gehege. Dies diente unter anderem auch seinem Schutz, denn die Kleinen Pandas, mit denen sich die Schopfhirsche die Außenanlage teilen, haben es faustdick hinter den Ohren und hĂ€tten das Jungtier angreifen können – was bislang allerdings nie passiert ist. „Mieke“ und „Goofy“ kĂŒmmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Egal ob beim Spielen mit ihrer Schwester „Maya“ oder wenn sie ein Nickerchen im Gras hĂ€lt – der kleine Tekla steht immer unter der Beobachtung ihrer Eltern.
Schopfhirsche sind im sĂŒdlichen und zentralen China, sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen BergwĂ€ldern verbreitet, doch ihr Lebensraum wird durch Abholzung und Rodung immer weiter vernichtet. Deswegen sind Nachzuchten dieser seltenen Tiere besonders wertvoll. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fĂŒnf Zoos in Europa, der diese außergewöhnliche Hirschart hĂ€lt und ist auf den erneuten Zuchterfolg besonders stolz. So wird Willi, der Bruder von der kleinen Tekla, in wenigen Tagen in den Zoo nach Jerusalem umziehen. Die dĂ€mmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche leben in freier Wildbahn einzelgĂ€ngerisch und gelten als scheu. Die Schopfhirschfamilie im Zoo Heidelberg ist hingegen recht gesellig und zeigt sich sehr hĂ€ufig den Besuchern.
Namensgebendes Merkmal dieser hĂŒbschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefĂ€rbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Das kleine Geweih, das nur die MĂ€nnchen tragen, besteht aus zwei Spießchen, die meist gĂ€nzlich im Schopf verborgen sind. MĂ€nnchen haben außerdem verlĂ€ngerte, bis zu fĂŒnf Zentimeter lange, obere EckzĂ€hne, die aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in KĂ€mpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufĂŒgen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus GrĂ€sern, Blattwerk, KrĂ€utern, FrĂŒchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusĂ€tzlich ausgewĂ€hltes GemĂŒse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.
Die Schopfhirsche leben im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas in einem großen Gehege. Von FrĂŒhjahr bis SpĂ€therbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel fĂŒr eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

Foto: Zoo Heidelberg
(31.05.2013, 09:47)
Zoo Heidelberg :   Bildhauerkunst aus Zimbabwe im Zoo Heidelberg. Shona-Workshops bis September 2013

Die Ausstellung „Shona-Art im Zoo“ mit ĂŒber 40 Steinskulpturen aus dem sĂŒdafrikanischen Zimbabwe begeistert seit ĂŒber zwei Jahren die Besucher des Heidelberger Zoos. Der Zoo mit seinem alten Baumbestand, schönen Pflanzungen, Lichtungen und Teichen bietet den Kunstwerken eine wĂŒrdige BĂŒhne. Der Shona-Art Galerist Bastian MĂŒller und der Zoo Heidelberg haben aufgrund des großen Besucher-Zuspruchs entschieden, die Ausstellung zu verlĂ€ngern und auch in diesem Jahr die beliebten Bildhauer-Workshops anzubieten. Zoobesucher, Kunstliebhaber und Kaufinteressenten können sich nun noch bis Ende September 2013 an den beeindruckenden Skulpturen erfreuen und selbst eigene Kunstwerke erschaffen.

Termine Bildhauer-Workshops 2013
Interessierte aller Altersklassen haben die Gelegenheit, bei den Steinbildhauern Walter Maponga, Eddy Nyagweta, Daina Nyakudya und Tago Tazvitya den original zimbabwischen Serpentinstein unter professioneller Anleitung zu bearbeiten und eine eigene Skulptur zu erschaffen. Die Kurse finden im Zoo Heidelberg auf der Flamingowiese in inspirierender AtmosphÀre statt. Dank regendichter Zelte können die Workshops bei jeder Wetterlage stattfinden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Arbeit am Stein selbst zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung. Die Zusammenarbeit mit einem zimbabwischen Steinbildhauer ermöglicht tiefere Einblicke in die Shona–Kunst. Die Skulpturen entstehen ausschließlich in Handarbeit, wobei Hammer, Meißel, Raspel und Feile zum Einsatz kommen. Die KĂŒnstler haben langjĂ€hrige Erfahrung als Dozenten und sprechen fließend Englisch.

Termine, tĂ€glich von 10.00 – 18.00 Uhr, Montag Ruhetag
25.05. – 07.07.2013 / Dozent Walter Maponga
08.07. – 16.08.2013 / Dozent Eddy Nyagweta
16.08. – 28.09.2013 / Dozenten Daina Nyakudya und Tago Tazvitya

Die TeilnahmegebĂŒhr betrĂ€gt fĂŒr die ersten zwei Tage je 50 Euro. Jeder weitere Tag kostet 35 Euro. Hinzu kommen noch Materialkosten in Höhe von drei Euro pro Kilo original Serpentinstein aus Zimbabwe. Werkzeuge werden gestellt. Eine Anmeldung zu den Workshops erfolgt ausschließlich unter Telefon 02302-9787428 oder info@shona-art.com. Gegen Vorlage der BuchungsbestĂ€tigung an der Kasse erhalten Teilnehmer der Bildhauerkurse freien Eintritt in den Zoo. Weitere Informationen können auch der Internetseite www.shona-art.com entnommen werden.
Die Workshops können zu jedem Termin im genannten Zeitraum beginnen und fĂŒr eine gewĂŒnschte Anzahl an Tagen gebucht werden. Kurzfristige VerlĂ€ngerungen sind möglich.

Foto: Zoo Heidelberg
(23.05.2013, 11:36)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung im Zoo Heidelberg: „Faszination Natur“
NABU Gruppe Heidelberg & Naturfotografen for Nature zeigen ihre schönsten Fotos

Ab dem 18. Mai 2013 prÀsentieren die NABU-Gruppe Heidelberg und die
„Naturfotografen for Nature“ im Zoo Heidelberg ihre schönsten Fotos. Die Ausstellung „Faszination Natur“ mit ĂŒber 30 großformatigen Bildern ist in der Scheune des Zoos bis Ende August 2013 zu sehen.
Die Naturfotografen for Nature sind eine Gruppe von Fotografen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, der Natur etwas zurĂŒckzugeben – in Form von ausdrucksstarken Fotos, Spendenaktionen fĂŒr Naturschutzprojekte und der Herausgabe eines eigenen Magazins. „Wenn wir unsere Fotos in der freien Natur machen, bekommen wir EindrĂŒcke geschenkt, die uns begeistern, erfreuen und oft sehr glĂŒcklich machen“, heißt es in ihrer Selbstdarstellung. Von der Begeisterung der Fotografen und der Schönheit der Natur- und Tieraufnahmen können Zoobesucher sich selbst ĂŒberzeugen. Die stimmungsvollen Fotos wecken den Wunsch, das Leben in seiner Einzigartigkeit zu schĂŒtzen und zu bewahren.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 18. Mai um 14.30 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Die NABU-Gruppe Heidelberg und die Naturfotografen for Nature stellen sich bei der Gelegenheit mit zwei regionalen Projekten zum Feldhamster- und Wanderfalkenschutz nÀher vor.

Foto: Thomas Hinsche
(13.05.2013, 14:28)
Zoo Heidelberg :   Die Pfingstferien im Zoo verbringen!

Die Heidelberger Zooschule bietet in den Pfingstferien ein tierisch spannendes und abwechslungsreiches Ferienprogramm an. Kinder, deren Begeisterung besonders groß ist, können ihre Ferien tĂ€glich von 8.00 bis 16.30 Uhr bei den Tieren im Zoo verbringen. FĂŒr beide Pfingstferienwochen sind momentan noch PlĂ€tze frei.
Von klein bis groß: Krallenaffen, Makaken, Varis und Menschenaffen stehen am Affentag auf dem Programm. Beim Vogeltag dreht sich alles um das Federvieh: Hier wird gepickt und gebalzt was das Zeug hĂ€lt. WĂ€hrend dem Inseltag findet ein regelrechtes Inselhopping statt: Von den Seyschellen bis nach Madagaskar.
Bei den Zoo-Ferien hat jeder Tag ein anderes Thema. Auf diese Weise beschĂ€ftigen sich die Ferienkinder tĂ€glich intensiv mit einer Tiergruppe. Das Besondere dabei ist: Die Kinder halten sich die ganze Zeit im Zoo auf, direkt vor den Gehegen der Tiere. NatĂŒrlich gibt es da auch einiges zu erleben, was Zoobesucher normalerweise nicht dĂŒrfen: Es werden Gehege ausgemistet, Tiere gepflegt und mit selbst gebasteltem Spielzeug beschĂ€ftigt. SelbstverstĂ€ndlich bleibt da der Spaß nicht auf der Strecke!
Die Teilnehmer im Alter von 6 bis 13 Jahren begeben sich wÀhrend der Ferien auf eine spannende Reise durch die Welt der Tiere, bei der sie viel erleben und gleichzeitig etwas lernen. Das Basisprogramm Zoo-Ferien dauert tÀglich von 9.30 bis 12.30 Uhr.
Interessierte Kinder können außerdem noch an Zoo hellwach (von 8.00 bis 9.30 Uhr) und/oder Zoo-Ferien Plus (von 12.30 bis 16.30 Uhr) teilnehmen. Diese beiden Programme ergĂ€nzen die vormittĂ€glichen Zoo-Ferien und vertiefen die Inhalte. Bei Zoo-Ferien Plus sind die Teilnehmer beispielsweise forschend im Zoo unterwegs und beschĂ€ftigen sich u.a. mit den kleineren Lebewesen unserer Umwelt. Übrigens ist bei den Zoo-Ferien Plus ein warmes Mittagessen im Preis inbegriffen.
FĂŒr besonders große Zoofans gibt es unterschiedliche Programme, sodass Kinder und Jugendliche in mehreren Ferien teilnehmen können, ohne dass sich thematisch etwas wiederholt.
Die Ferienprogramme finden in den Pfingstferien statt vom 21. bis 25. Mai sowie vom 27. Mai bis 1. Juni (ohne 30.5.).

Zeitraum und Kosten:
Zoo-Ferien: 9. 30 – 12.30 Uhr, € 75
Zoo hellwach: 8.00 – 9.30 Uhr, € 35
Zoo-Ferien Plus: 12.30 – 16.30 Uhr, € 125 (inkl. Mittagessen)
Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen BedĂŒrfnissen willkommen!
Weitere Informationen telefonisch unter 06221-3955713 (Mo 13 - 16 Uhr, Di + Do 10 – 12 Uhr sowie 13 – 16 Uhr) oder unter info@zooschule-heidelberg.de

Foto: Zoo Heidelberg
(07.05.2013, 08:03)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Ein Paradies fĂŒr Störche

Ihr eifriges Klappern ist weithin zu hören und die SteilanflĂŒge auf ihre Nester sind von beeindruckender Akrobatik – der Zoo Heidelberg entwickelt sich zur großen Freude seiner Mitarbeiter und Besucher immer mehr zu einem regelrechten Paradies fĂŒr Weißstörche. Was viele nicht wissen: Lebensraumverlust, Strommasten und die Folgen des Klimawandels setzen den BestĂ€nden dieser attraktiven Vogelart stark zu. Deshalb freut sich der Zoo umso mehr, dass es in diesem Jahr im Zoo einen Storchenrekord gibt: GezĂ€hlt wurden bislang acht Nester sowie zwei weitere angefangene. Auf mehr als fĂŒnf Horsten wird sicher gebrĂŒtet, und auch im Umfeld des Zoos, auf dem GelĂ€nde des TSG 78, hat sich ein Storchenpaar niedergelassen. Weißstörche brĂŒten bevorzugt auf HausdĂ€chern, TĂŒrmen oder BĂ€umen. Gerne nehmen Sie auch kĂŒnstliche Nestunterlagen wie WagenrĂ€der an. Die Brutzeit beginnt im April und endet Anfang August. Das Gelege wird von beiden Partnern ĂŒber 30 Tage lang bebrĂŒtet und nach zirka zwei Monaten verlassen die Jungvögel das Nest. Da ein Storchenpaar seinem Horst ĂŒber Jahrzehnte treu bleibt und der Nestbau nie abgeschlossen wird, kann der Horst eine Höhe von mehreren Metern erreichen. Kein anderer europĂ€ischer Vogel betreibt einen derart großen Nestbau.
Dass der Weißstorch, auch als Meister Adebar und Klapperstorch bekannt, sich im Zoo Heidelberg sehr wohl fĂŒhlt, hat seine guten GrĂŒnde. Bereits Ende der 90er Jahre wurden mit Hilfe engagierter NaturschĂŒtzer des NABU die ersten Nester im Zoo aufgestellt und von den Störchen begeistert angenommen. Seither werden die Tiere von Mitarbeitern des NABU regelmĂ€ĂŸig gezĂ€hlt und die Jungtiere beringt. Das Beringen ist nicht immer so einfach, wie Dr. Michael Preusch, Facharzt fĂŒr Innere Medizin am UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg und ehrenamtlich fĂŒr den NABU im Bereich Wanderfalkenschutz tĂ€tig, zu berichten weiß. An manche Nester gelangt man nur mit Hilfe eines Hubsteigers. Oben am Nest angekommen, wird der menschliche Eindringling von wilden Scheinangriffen der Eltern umflogen, wĂ€hrend sich die Jungvögel tief in das Nest drĂŒcken. Das Beringen geht dann aber sehr schnell und hinterlĂ€sst bei den Tieren keinen bleibenden Eindruck. Nur mit Hilfe der Beringung ist zu erkennen, woher die Störche kommen – auf den Nestern des Zoos brĂŒten mehrheitlich sogenannte Freiflieger, die direkt aus Afrika kommen, aber auch Störche aus dem Mannheimer Luisenpark sind gern gesehene GĂ€ste. Daneben gibt es auch Störche, die ortstĂ€ndig sind und nicht mehr ziehen. Diese „Nichtzieher“ entstammen von Zuchtprogrammen; der Zugdrang bei Störchen entfĂ€llt bereits nach einem Jahr in Menschenobhut. Dann werden sie ortstĂ€ndig. Die Mehrheit der Störche, so Preusch, zieht ĂŒber zwei Wege: Die „Westzieher“ fliegen bei Gibraltar ĂŒber das Mittelmeer, um in Westafrika vom Senegal bis zum Tschadsee den Winter zu verbringen. Die „Ostzieher“ fliegen ĂŒber den Bosporus, das Jordantal und die Sinaihalbinsel nach Afrika. Von dort aus geht der Zug weiter in Richtung Ostafrika.
Der Storch ist zweifelslos ein SympathietrĂ€ger, vielerorts gilt der Weißstorch auch als GlĂŒcksbringer. Und wie wir alle wissen, ist es der Klapperstorch, der die kleinen Kinder bringt. Michael Preusch hat dazu auch einen entsprechenden Vorschlag: „Es wĂ€re einfach wunderbar, wenn wir auf der Heidelberger Frauenklinik eine Storchenplattform anbieten könnten“. Na, das wĂŒrde doch wirklich passen.


Infokasten Weißstörche

Weißstörche sind 80 bis 100 cm lang und haben eine FlĂŒgelspannweite von etwa 200 bis 220 cm und haben trotz ihrer GrĂ¶ĂŸe ein Gewicht von gerade einmal etwa 2,5 bis 4,5 Kilogramm. Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid blĂŒtenweiß. Schnabel und Beine sind rötlich. Die Stimme des Weißstorchs ist sehr schwach ausgeprĂ€gt. Er verstĂ€ndigt sich durch Klappern mit dem Schnabel. Das beeindruckende Balzritual etwa geht mit ausgiebigen, gemeinsamen Schnabelklappern einher, dabei wird der Hals weit nach hinten gebogen. Geklappert wird aber auch zur BegrĂŒĂŸung des Partners am Nest und zur Verteidigung gegen Nestkonkurrenten.

Foto: Susanne Fischer
(02.05.2013, 14:05)
Zoo Heidelberg :   Geheimnisvoller Regenwald – Workshop im Zoo

Faultiere, Sumatra-Tiger und Fossas – was haben diese Tierarten gemeinsam? Sie kommen im Regenwald vor. Der Workshop „Geheimnisvoller Regenwald“ der Zooschule findet statt am Samstag, den 11. Mai von 9:30 bis 16:30 Uhr und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, die diese Tierarten und ihren Lebensraum genauer kennenlernen möchten. Gemeinsam mit zwei Zoorangern gehen die jungen Forscher den Geheimnissen des Regenwaldes sowie kleinen und großen Regenwaldbewohnern auf die Spur.
Die Heidelberger Zooschule – unter TrĂ€gerschaft der Initiative Zooerlebnis e.V. – bietet am 11. Mai einen Workshop zum Thema „Geheimnisvoller Regenwald“ an. An diesem Tag dreht sich alles um den besonderen Lebensraum Regenwald und seine tierischen Bewohner. Es werden Fragen behandelt wie: Regnet es wirklich so viel im Regenwald? Wer lebt im Regenwald? Wie kommen die Tiere mit dem vielen Regen klar? Brauchen wir in Deutschland den Regenwald? Und viele weitere mehr. Wenn es dabei auch um die ernste Bedrohung vieler Tierarten geht, kommen Spiel und Spaß dennoch nicht zu kurz. An dem Ă€ußerst abwechslungsreichen Tag lernen die jungen Regenwaldforscher erlebnis- und handlungsorientiert den Zusammenhang kennen zwischen der Zerstörung des so weit entfernten Regenwalds und der Luft, die sie hier atmen. Ein Film ĂŒber Orang-Utans steht ebenso auf dem Programm wie ein spannender Rundgang zu Sumatra-Tigern, Faultieren und Fossas – einigen ganz besonderen Tieren, die als Botschafter ihres einzigartigen Lebenraumes im Zoo Heidelberg leben. WĂ€hrend dem Workshop lernen die Jungforscher sie genauer kennen und erfahren, was sie selbst zu deren Schutz beitragen können.
Der Workshop richtet sich an interessierte Kinder ab acht Jahren und dauert von 9:30 bis 16:30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschrĂ€nkt. Tickets fĂŒr € 45,- gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Der Eintritt sowie ein warmes Mittagessen sind im Preis inbegriffen.
Weitere Infos telefonisch unter 06221-3955713 zu den Sprechzeiten MO 13-16 Uhr, DI+DO 10-12 Uhr sowie 13-16 Uhr.

Foto: Heidrun Knigge
(29.04.2013, 11:32)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Betreutes Flirten bei den Sumatra-Tigern Tila und Asim

Frohe Nachrichten aus dem Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Die zwei jungen Sumatra-Tiger „Tila“ und „Asim“ haben sich hervorragend eingelebt und es deutet alles darauf hin, dass die nĂ€chsten Jahre ganz im Zeichen einer großen Tiger-Liebe stehen.
Noch ist bei Tila und Asim allerdings „betreutes Flirten“ angesagt, wie Dirk Eichmann, Tierpfleger im Robben- und Raubtierrevier, schmunzelnd bemerkt. Denn auch bei Tigern gilt das Sprichwort „was sich liebt, das neckt sich“ – allerdings können die Folgen des Neckens bei den Raubkatzen mit grĂ¶ĂŸeren Blessuren einhergehen. FĂŒr die meiste Zeit des Tages und nachts sind Tila und Asim noch durch die sogenannten Schmusegitter voneinander getrennt. Zwei Mal tĂ€glich werden sie fĂŒr bis zu jeweils eine Stunde zusammengebracht und ihr Verhalten von den Tierpflegern dabei genau beobachtet. Dass die beiden Großkatzen sich mögen, ist auch fĂŒr die begeisterten Zoobesucher nicht zu ĂŒbersehen: Sie kuscheln und spielen miteinander und begrĂŒĂŸen sich mit „Pruschel-Lauten“, ein fĂŒr Tiger typisches und erstaunlich sanft vorgetragenes BegrĂŒĂŸungsschnauben. Die friedliche anmutende Situation kann aber auch blitzschnell umschlagen, etwa dann, wenn die kleinere, jĂŒngere, aber ausgesprochen selbstbewusste Tila den großen, krĂ€ftigen Asim einfach nicht in Ruhe lassen will oder ihn gar krĂ€ftig in die Hinterbeine zwickt. SpĂ€testens dann ist fĂŒr Asim der Spaß vorbei – und seine Reaktion mutet fĂŒr uns Menschen heftig an, wenn er sich mit seinen 150 Kilo auf die zarte Tila wirft. Aber das gehört bei Tigern eben dazu und Tila muss lernen, dass man sich bei einem Tigermann nicht alles herausnehmen kann. „Wir sind froh, dass Asim ein sehr gutmĂŒtiger Tigermann ist, der beim Zurechtweisen noch nicht einmal die Krallen ausfĂ€hrt“, betont Eichmann.
Sollte es kritisch werden, unterbrechen die Pfleger die Situation durch Zurufen und SchlĂŒsselrasseln. Beide Tiere kennen jeden Winkel ihres großzĂŒgigen Reviers und haben sehr gut gelernt, auf Zuruf zum Pfleger und in die Innengehege zu kommen.
Mit Asim und Tila möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. Die Chancen stehen gut, auch wenn es sicher noch ein bis zwei Jahre dauern wird, bis beide Tiger die Geschlechtsreife erreicht haben.

Infokasten Sumatra-Tiger Zoo Heidelberg
• Die Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg leben in drei komfortablen Gehegen. Das Innengehege ist abteilbar und mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt, dessen Geruch die Tiere sehr schĂ€tzen und ihnen weiche LiegeplĂ€tze ermöglicht. Im Außenbereich bietet das sogenannte „Tigerspielzimmer“ mit Schaukel, Wasserstelle, Spiel- und FutterbĂ€llen und unterschiedlich hohen LiegeplĂ€tzen Abwechslung. Das angrenzende Landschaftsgehege mit Bambus, Naturfelsen und dem von Wasserpflanzen gesĂ€umten Bachlauf zeigt die Tiger in einem weitlĂ€ufigen, naturnahen Lebensraum. Die Besucher können die Tiere durch Panzerglasscheiben oder ein leichtes Drahtgeflecht hautnah erleben.
• In europĂ€ischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms zentral gefĂŒhrt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der sĂŒdostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natĂŒrlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschĂ€tzt und er gilt als stark bedroht.

Foto: Susanne Fischer
Tiefe Blicke
(26.04.2013, 13:56)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg. Gesunder Nachwuchs in Hectors Harem
Der Zoo Heidelberg freut sich ĂŒber Nachwuchs bei seinen Hanuman-Languren.

Das Kleine, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 2. April zur Welt und verbringt noch die meiste Zeit an Mamas Bauch gekuschelt. Von dort aus schaut es mit großen, neugieren Augen in die Welt. Mit seiner zart-rosa Haut, die nur von wenig Fell bedeckt ist und den beeindruckenden Segelohren hat es noch nicht viel mit seinen erwachsenen Verwandten gemein: Die Langurenart imponiert dem Betrachter mit prĂ€chtigem silbrig-grauen Fell und einem dunklen Gesicht, umrandet von einem weißen Haarkranz. Die Hanuman-Languren zĂ€hlen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten auf dem indischen Subkontinent. Vielen Menschen sind die eleganten Schlankaffen von Bildern indischer Tempelanlagen gelĂ€ufig, wo die dort als heilig verehrten Tiere oft in großen Gruppen anzutreffen sind.
Hanuman-Languren ernĂ€hren sich ausschließlich vegetarisch, Beeren, BlĂ€tter und Samen stehen auf dem Speiseplan. Ihr Magen weist eine einzigartige Besonderheit auf. Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und Ă€hnelt deshalb dem Magen der WiederkĂ€uer.
FĂŒr das Affenweibchen im Zoo Heidelberg ist es zwar der erste Nachwuchs, aber die neue Mutterrolle bereitet ihr keine Schwierigkeiten: Liebevoll umsorgt sie ihr Neugeborenes und auch die anderen Weibchen der Gruppe werden sich bald mit um die Aufzucht des Jungtieres kĂŒmmern. Generell reißen sich die Weibchen regelrecht darum, fĂŒr die spĂ€tere, eigene Mutterrolle an dem JĂŒngsten zu ĂŒben. Jedes weibliche Tier der Gruppe möchte das Jungtier gerne ĂŒbernehmen und auch einmal versorgen. Nur das einjĂ€hrige Halb-Geschwisterchen ist noch zu sehr mit sich selbst beschĂ€ftigt, um anderen behilflich zu sein.
Dieser Zuchterfolg erfreut den Zoo umso mehr, da Vater „Hector“ erst im Dezember 2011 in den Zoo Heidelberg einzog, sich sehr rasch in die Gruppe eingewöhnte und bereits 2012 fĂŒr den ersten Nachwuchs seit vielen Jahren sorgte. Der sanfte Charme des schönen Hector hatte die Damenwelt recht schnell ĂŒberzeugt, und auch sein Verhalten gegenĂŒber seinen beiden Sprösslingen ist außergewöhnlich. KĂŒmmern sich mĂ€nnliche Hanuman-Languren normalerweise nicht um ihren Nachwuchs oder werden von erfahrenen MĂŒttern abgewehrt, so nimmt Hector seine Kinder gerne an sich und trĂ€gt sie umher. „Dass die MĂŒtter bei Hector so ganz anders als ĂŒblich reagieren, liegt unter anderem an seinen entspannten und freundlichen Wesen, freut sich Anke Jakob, Leiterin des Affenreviers. Die Hanuman-Languren leben im „kleinen Affenhaus“, in dem auch Kaiserschnurrbarttamarine, eine weitere Gruppe Roloway-Meerkatzen, afrikanische Weißbauchigel und KugelgĂŒrteltiere untergebracht sind.

Foto: Heidrun Knigge
(18.04.2013, 14:17)
Zoo Heidelberg :   Abenteuer Asien – Workshop in der Zooschule Heidelberg fĂŒr Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren

Der Asien-Workshop findet statt am Samstag, den 20. April von 9:30 bis 16:30 Uhr und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, die sich auf eine abenteuerliche Reise ins ferne Asien begeben möchten. Im Vordergrund stehen nicht nur die asiatischen Tiere des Zoos wie Tiger, Binturong und Otter. Die Workshopteilnehmer erhalten auch spannende Einblicke in die aufregende asiatische Kultur.
Der europĂ€ische Verband der Zoos und Aquarien, kurz „EAZA“, ruft jedes Jahr eine besondere Naturschutzkampagne aus. Dieses Jahr geht es wieder um SĂŒdostasien und natĂŒrlich ist auch der Heidelberger Tiergarten wieder mit verschiedenen Aktionen dabei. Die Zooschule bietet am 20. April einen Workshop mit passendem Thema an: „Abenteuer Asien“ richtet sich an interessierte Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren. An diesem Tag werden die Teilnehmer in eine ganz andere, geheimnisvolle Welt versetzt. Neben dem Besuch bei Tiger, Binturong und Hulman-Affe können die Teilnehmer sich auch selbst einmal wie ein Kind in Asien fĂŒhlen. Wie verbringen gleichaltrige Jungs und MĂ€dchen dort ihren Tag? Was steht auf ihrem Speiseplan und welche Spiele spielen sie? Am Ende werden die Teilnehmer jedenfalls nicht nur selbst hergestellte Blumentopfbrote und Öllampen mit nach Hause nehmen, sondern auch um viele Kenntnisse und tierische Begegnungen reicher sein!
Die Workshops richten sich an interessierte Kinder ab acht Jahren. Auf ihren imaginĂ€ren Reisen in exotische Gefilde werden sie jeweils von zwei versierten Zoorangern begleitet. Von 9:30 bis 16:30 Uhr sind die Gruppen im Zoo unterwegs, um auch Asien zu entdecken. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschrĂ€nkt. Tickets fĂŒr € 45,- gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Der Eintritt sowie ein warmes Mittagessen sind im Preis inbegriffen. Bei allen Veranstaltungen der Zooschule sind ĂŒbrigens Kinder mit besonderen BedĂŒrfnissen willkommen.
Weitere Infos telefonisch unter 06221-3955713 (MO + DO 14:00-16 Uhr, DI + MI 10:00-12:00 Uhr) oder unter info@zooschule-heidelberg.de

(11.04.2013, 10:58)
Joshua Förg :   UrsprĂŒnglich waren im alten Elefantenhaus meines Wissens Nilgauantilopen und Axishirsche untergebracht, die sich die Außenanlage mit den beiden alten Elefantendamen teilten.
(05.04.2013, 20:16)
Stefanie Fischer :   So wie die Böschung aussieht, können die Elefanten nach dem ersten krĂ€ftigen Regenguss ĂŒber die Mauer rausklettern. Wie wollen die denn verhinderen, dass sich die Erde nach und nach an der Grabensohle ablagert? Oder ist das auch als BeschĂ€ftigung fĂŒr die Tierpfleger gedacht? ;)
(05.04.2013, 19:23)
Jan Beensen :   Wozu dient das alte Elefantenhaus eigentlich derzeit?
Können die jungen Wilden das Haus auch nutzen?
(05.04.2013, 17:29)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg. Noch mehr Platz fĂŒr die vier „jungen Wilden“ –
Elefanten-Außenanlage wurde erweitert

Zoobesucher konnten in den letzten Wochen beobachten, dass auf der Außenanlage der Elefanten im Zoo Heidelberg ordentlich gegraben und gebaut wurde. Der weitere Ausbau der Elefantenaußenanlage war schon lange geplant und macht die ohnehin großzĂŒgig gestaltete Anlage fĂŒr Tier und Mensch nun noch attraktiver: Zum einen haben die vier jungen Elefantenbullen mit einer zusĂ€tzlichen FlĂ€che von 600 Quadratmeter noch mehr Platz zur VerfĂŒgung; zum anderen vergrĂ¶ĂŸert sich auch die FlĂ€che, von der aus die Zoobesucher in das Gehege der beliebten Elefanten einblicken können.
FĂŒr die Erweiterung des ersten Bauabschnitts bewegten die Bagger ĂŒber tausend Tonnen Erde und schufen so eine Böschung, von der die Elefanten in akrobatischer Manier nach unten in einen neu angelegten Trockengraben gelangen können. Drei Meter hohe Mauerscheiben, die mit Elektrozaun gesichert sind, trennen die Elefanten von den Besuchern. Die tatkrĂ€ftigen Zoohandwerker hatten sprichwörtlich alle HĂ€nde voll zu tun. Wolfgang MĂŒller, gĂ€rtnerischer Leiter im Zoo, betont, „dass die vorhandene Bepflanzung erhalten blieb und die alten BĂ€ume geschĂŒtzt wurden“. Der schöne Baumbestand – dazu zĂ€hlen vor allem zwei alte Linden – bietet den DickhĂ€utern nun gerade an heißen Tagen den begehrten Schatten.
PĂŒnktlich zu Ostern und im Zeitplan konnten die vier DickhĂ€uter zum ersten Mal ihr neues Terrain erkunden. Ihrem Erkundungstrieb dabei zuzuschauen ist die helle Freude. Gandhi, mit sieben Jahren der jĂŒngste der vier Elefantenbullen, erwies sich bei der Ersterkundung des neuen Terrains als der mutigste. Mit gestreckten Beinen, zurĂŒckgelehntem Oberkörper und wild rĂŒsselnd spĂ€hte er zunĂ€chst vorsichtig die kĂŒnstlich geschaffene Böschung hinunter und entschloss sich nach der Begutachtung voller Elan, den steilen Hang hinunter zu robben. Danach hievte er seine zwei Tonnen Gewicht wieder nach oben, um dem abwartenden Trio „Voi Nam“, „Tarak“ und „Thai“ von seinen Erfahrungen zu „berichten“. Es ist immer wieder faszinierend, die stille Kommunikation der Tiere zu beobachten. Zur VerstĂ€ndigung mit Artgenossen nutzen Elefanten zu zwei Dritteln Infraschall-Laute. Diese fĂŒr Menschen unhörbaren Schwingungen werden sowohl durch die Luft als auch durch das Erdreich ĂŒbertragen.
Nach erfolgreicher VerstĂ€ndigung machten sich dann alle Viere zum Ab- und Aufstieg bereit. „Das ist das Besondere an der VergrĂ¶ĂŸerung der Außenanlage“, freut sich Revierleiter Stefan GeretschlĂ€ger, „ab sofort können wir und die Besucher bei den Elefanten noch weitere motorische FĂ€higkeiten beobachten als das bislang der Fall war. Denn nicht nur fĂŒr die jungen Elefantenbullen bietet das erweiterte Terrain mit der Böschung und einer neu geschaffenen Schlammsuhle Abwechslung. Die Besucher können die Elefanten nun aus einer zusĂ€tzlichen Perspektive beobachten, da sie sich auf dem gleichen Niveau wie die Tiere befinden“.
In einem zweiten Bauabschnitt soll dann das alte Elefantenhaus abgerissen und an der Stelle eine Trainingswand fĂŒr die klugen Tiere errichtet werden. FĂŒr Besucher wird die Anlage dann noch interessanter, wenn sie aus nĂ€chster NĂ€he das medizinische Training der Elefanten beobachten können.

Info: Das Haus und die Außenanlage der Elefanten-WG
Das neue Elefantenhaus (500 qm, eröffnet im Juni 2010) trĂ€gt den vielfĂ€ltigen BedĂŒrfnissen der Tiere Rechnung. In diesem finden die Tiere unter anderem
• einen großen Innenpool (das Badebecken umfasst 50.000 Liter)
• eine beheizte „Sporthalle“ mit Sandboden und vielfĂ€ltigen BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten
• Boxen: eine Box mit 60 qm, 2 Boxen à 40 qm, 1 Box mit 30 qm, Zugang zur
• 2000 qm großen Außenanlage mit Badebecken und zahlreichen BeschĂ€ftigungs- und RĂŒckzugsmöglichkeiten, zusĂ€tzlich nun die Erweiterung um weitere 600 qm mit Böschung, Graben und Schlammsuhle

Foto: Zoo Heidelberg
Der jĂŒngste Elefantenbulle Gandhi erkletterte die Böschung als erster.
(05.04.2013, 14:51)
Zoo Heidelberg :   Tierisches Zoo-Ostern

Neben vielen bunten Aktionen rund um Osterhasen, Ostereier und eierlegende Tiere dĂŒrfen bis zu 60 Kinder wĂ€hrend Zoo-Ostern am 28. MĂ€rz 2013 den Zootieren die Osternester verstecken.
Am GrĂŒndonnerstag, den 28.03.2013 findet das beliebte Zoo-Ostern der Zooschule Heidelberg (getragen von Initiative Zooerlebnis e.V.) statt. Zwischen 14.30 und 17.30 Uhr schlĂŒpfen die Teilnehmer im Alter von fĂŒnf bis zwölf Jahren selbst in die Rolle des Osterhasen und verstecken den Zootieren ganz besondere Leckereien. Neben dem Beschenken von Affen, WaschbĂ€ren und Co. wird der Besuch von typischen Ostertieren wie Kaninchen und KĂŒken auf dem Programm stehen. Weitere Höhepunkte sind zum Beispiel die lustigen Tiergeschichten und viele Spiele und Informationen rund um das (Oster-)Ei. NatĂŒrlich darf ein Oster-Eierlauf an so einem Tag nicht fehlen…
Die Tickets fĂŒr Zoo-Ostern sind fĂŒr € 15,- im Vorverkauf an der Zookasse erhĂ€ltlich.

Foto: Zoo Heidelberg
"Alpaka fĂŒttern"
(27.03.2013, 08:16)
Zoo Heidelberg :   Osterspaß im Zoo Heidelberg – Langohren im Einsatz

Der meteorologische Winter ist seit vier Wochen vorbei und auch kalendarisch hat sich die kalte Jahreszeit letzte Woche verabschiedet. PĂŒnktlich zu den Feiertagen machen die Wetterberichte jetzt Hoffnung auf mildere Temperaturen und ein Besuch im Zoo Heidelberg lohnt sich zu Ostern auf jeden Fall. Dem bisher wechselhaften und kĂŒhlen Wetter zum Trotz blĂŒhen viele Krokusse und Tulpen bereits prĂ€chtig und auch die ersten StrĂ€ucher am Wegesrand zeigen ihre Knospen. Viele andere bunte FrĂŒhlingsboten stehen schon in den Startlöchern, um bei steigenden Temperaturen und Sonnenstrahlen die GrĂŒnflĂ€chen des Zoos in farbenprĂ€chtige BlĂŒtenteppiche zu verwandeln.
Die Kinder dĂŒrfen sich am Ostersonntag auf etwas ganz Besonderes freuen: Ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die kleinen Zoobesucher mit leckeren Überraschungseiern. Damit jedes Kind auch eines abbekommt, hat er zwei fleißige Assistentinnen, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnen. Die Poitou-Eselstuten Resi und Yvette tragen große Weidenkörbe auf ihren RĂŒcken, die prall gefĂŒllt sind mit Überraschungseiern. Kleine Zoobesucher können sich also auf das sĂŒĂŸe Geschenk freuen und als Dankeschön gerne die braven Eselstuten mit ein paar Streicheleinheiten hinter ihren grandiosen Ohren verwöhnen.
Im Afrikahaus gibt es fĂŒr Zoobesucher eine weitere Attraktion zu bestaunen: PĂŒnktlich zu Ostern sind auch dieses Jahr kleine, goldgelbe HĂŒhnerkĂŒken geschlĂŒpft. Die flauschigen FederbĂ€llchen leben in einem zirkuszeltĂ€hnlichen Gehege, das weich und warm mit Stroh und HobelspĂ€nen ausgepolstert ist. Neben den KĂŒken gibt es aber noch weiteren Nachwuchs zu sehen: So ist im Streichelzoo ordentlich was los, denn dort wartet eine Riesenschar buntgescheckter, neugieriger Ziegenjunge auf aufgeweckte Kinder.
Bei den quirligen ErdmÀnnchen im Raubtierhaus tollen drei neue Familienmitglieder mit durch das Gehege, die Goldgelben LöwenÀffchen im Menschenaffenhaus prÀsentieren stolz ihre zwei Jungtiere und Faultiermutter Wilma trÀgt ihr Kind Bam-Bam sicher an ihrem Bauch.
Sehr schön sind auch die vielen Weißstörche, die sich bereits an mindestens fĂŒnf Nestern auf dem GelĂ€nde des Zoos zu schaffen machen. Da wird heftig geklappert, gedroht und im Sturzflug ein begehrtes Heim angeflogen. SpĂ€testens im Mai sollte jedes Paar sein Nest gefunden und hergerichtet haben, denn dann beginnt das BrutgeschĂ€ft bei Meister Adebar.
Es lohnt sich also, im Zoo vorbei zu schauen, zumal nur dort Eltern ihren Kleinen lebende Osterhasen, OsterlĂ€mmer und OsterkĂŒken zeigen können.

Foto (Susanne Fischer): Tollende LĂ€mmer
(26.03.2013, 12:28)
Joshua Förg :   ... "die Tiere" bezieht sich natĂŒrlich auf die Rotbauchmakis.
(21.03.2013, 16:17)
Joshua Förg :   Die Vergesellschaftung GĂŒrtelvari - Rotbauchmaki hat offenbar nicht geklappt. Die Tiere waren zuerst in der Fasanerie untergebracht, nun leben sie im kleinen Affenhaus zusammen mit Weißbauchigel und GĂŒrteltier.
(21.03.2013, 16:11)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg – Der Kindersegen hĂ€lt an. Faultier „Bam-Bam“ ist da!

Im Zoo Heidelberg herrscht derzeit ein wahrer Kindersegen: Nach den ErdmĂ€nnchen, den Goldgelben LöwenĂ€ffchen, den Schafen und afrikanischen Zwergziegen sorgte nun auch das Faultierpaar „Wilma“ und „Fred“ fĂŒr Nachwuchs. Das kleine Zweifingerfaultier kam Anfang MĂ€rz zur Welt und wurde von den Tierpflegern „Bam-Bam“ getauft. FĂŒr den Zoo Heidelberg ist es die zweite Nachzucht bei dieser ungewöhnlichen Tierart, die ihr Leben kopfĂŒberhĂ€ngend in den BĂ€umen verbringt. Der 2011 geborene „Pebbles“ ist schon vor einiger Zeit in einen französischen Zoo umgezogen.
Faultiere verbringen die ersten Wochen ihres Lebens gut versteckt und festgeklammert am kuscheligen Bauchfell der Mutter – aber mit etwas GlĂŒck können Zoobesucher den Nachwuchs mit der großen Stupsnase und den braunen Knopfaugen durch die Scheibe im Innengehege der SĂŒdamerikavoliere beobachten. Ist „Bam-Bam“ ein Junge oder ein MĂ€dchen? „Man kann das bei Faultieren erst sehr spĂ€t erkennen“, so Revierleiter Thomas Bersch, „das wird wahrscheinlich noch einige Monate dauern“.
Obwohl Faultiere EinzelgĂ€nger sind, hegen „Wilma“ und „Fred“ ein inniges VerhĂ€ltnis, was man daran erkennt, dass die beiden sich oft einen Ast gemeinsam teilen. Im Hinblick auf ihren gemeinsamen Nachwuchs verhalten sich die beiden ungewöhnlich, denn normalerweise hĂ€lt sich ein FaultiermĂ€nnchen von dem Weibchen mit Nachwuchs fern. In den Zoos wird deshalb oft das MĂ€nnchen fĂŒr eine gewisse Zeit von Mutter und Kind getrennt. Wilma und Fred hingegen kuscheln gemeinsam mit ihrem Nachwuchs so eng, dass kaum zu erkennen ist, wo ein Faultier beginnt und das andere aufhört – ein Verhalten, das sehr selten beobachtet wird.
Sobald sich die Temperatur auf mindestens 15 Grad stabil eingependelt hat, darf die Faultierfamilie wieder das Außengehege mitbenutzen. In der begehbaren Voliere hangeln die Faultiere dann umgeben von vorwitzigen Guirakuckucken und farbenprĂ€chtigen GrĂŒnwangen-Amazonen gemĂ€chlich an den Ästen entlang.
In freier Wildbahn leben Zweifingerfaultiere in den Baumkronen der tropischen RegenwĂ€lder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum sĂŒdlichen Brasilien. Mit ihren bis zu 7,5 Zentimeter langen Sichelklauen sind sie perfekt an ein kopfĂŒberhĂ€ngendes Leben in den Astgabeln angepasst. Darauf weist auch der Scheitel hin, den die Tiere auf dem Bauch tragen, damit das Regenwasser seitlich ablaufen kann. Ihr Name kommt ebenfalls nicht von ungefĂ€hr: Zweifingerfaultiere dösen bis zu 20 Stunden pro Tag und bewegen sich bevorzugt im Zeitlupentempo. In ihrer Heimat dient diese scheinbar „faule“ Lebensweise aber durchaus einem wichtigen Zweck, nĂ€mlich der Tarnung vor Feinden, zum Beispiel vor Jaguaren oder Harpyien, das sind die riesigen Urwaldadler SĂŒdamerikas.
Im Regelfall gibt es fĂŒr Faultiere keine Veranlassung, sich schneller zu bewegen. Vor Feinden sind sie bestens getarnt und fĂŒr ihre Nahrung – junge BlĂ€tter, BlĂŒten und FrĂŒchte – mĂŒssen sie keine weiten Strecken zurĂŒcklegen. Wenn die ruhigen Tiere dann aber einmal aktiv werden, sind ĂŒberraschte Blicke bei den Zoobesuchern vorprogrammiert! Doch auch die beste Tarnung schĂŒtzt nicht vor allem: Wie viele Bewohner der tropischen RegenwĂ€lder sind auch Faultiere durch die Abholzung ihres Lebensraumes bedroht.

Foto: Zoo Heidelberg
(21.03.2013, 11:02)
Zoo Heidelberg :   Goldgelber Zwillingsnachwuchs im Zoo Heidelberg

Die Goldgelben LöwenĂ€ffchen Ilona und Alfredo haben im Zoo Heidelberg vor kurzem fĂŒr eine freudige Überraschung gesorgt: Gleich im Doppelpack kam bei den zierlichen Äffchen Nachwuchs zur Welt. Die Jungtiere erfreuen sich bester Gesundheit und haben sich bereits hervorragend in die Gruppe eingelebt. Im Zoo Heidelberg pflanzt sich die bedrohte Affenart seit lĂ€ngerem erfolgreich fort, in den letzten drei Jahren kamen vier Jungtiere zur Welt.
Ihren Namen verdanken die Goldgelben LöwenĂ€ffchen ihrer auffĂ€lligen, goldfarbenen MĂ€hne, die ihr unbehaartes Gesicht umschließt. Die Affen leben in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren und zeigen ein ausgeprĂ€gtes Sozialverhalten. Auch im Zoo Heidelberg können sie oft bei der gegenseitigen Fellpflege oder beim bereitwilligen Teilen der Nahrung beobachtet werden. Besonders die Aufzucht der Jungtiere wird bei den Goldgelben LöwenĂ€ffchen zur Familienangelegenheit. Die Jungtiere, meist Zwillinge, werden vom Vater und den Geschwistern Ă€ußerst liebevoll umsorgt und die Mutter bekommt sie oft nur zum SĂ€ugen ĂŒbergeben.
In freier Wildbahn bewohnen die zur Familie der Krallenaffen gehörenden Primaten ausschließlich ein kleines Regenwaldgebiet im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien. Wie so oft ist auch fĂŒr die Goldgelben LöwenĂ€ffchen der Mensch die grĂ¶ĂŸte Bedrohung: Durch die stĂ€ndig fortschreitende Abholzung und die Jagd wĂ€ren diese schönen Tiere Anfang der 1980er Jahre fast komplett ausgerottet worden.
Nur das Engagement zahlreicher Zoos in Zusammenarbeit mit den brasilianischen Behörden konnte die Situation der kleinen Primaten verbessern. Zahlreiche in Menschenobhut geborene LöwenĂ€ffchen wurden wieder ausgewildert, außerdem konnten die Schutzmaßnahmen im Lebensraum verstĂ€rkt werden. Heute gilt die Art immer noch als gefĂ€hrdet („endangered“), ihr Bestand von etwa 1000 Tieren ist aber stabil. Die Goldgelben LöwenĂ€ffchen sind deshalb ein bekanntes und wichtiges Beispiel dafĂŒr, dass Zoos erfolgreich zum Überleben von Tieren in ihrer natĂŒrlichen Umgebung beitragen können.

Foto: Heidrun Knigge
(14.03.2013, 08:01)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Nachwuchs bei den possierlichen ErdmĂ€nnchen

In diesem Jahr haben die ErdmĂ€nnchen in Sachen Nachwuchs den Anfang gemacht: Bereits vor einigen Wochen wurden drei gesunde Jungtiere geboren. Da die possierlichen Tiere in ihrer eigentlichen Heimat, den trockenen Regionen im sĂŒdlichen Afrika, eher keine Minusgrade gewohnt sind, hatten die Kleinen es zu Anfang nicht leicht. Inzwischen ist das Gröbste ĂŒberstanden und der Nachwuchs entwickelt sich prĂ€chtig. Die Geburt ist ein weiterer Beweis fĂŒr die seit Jahren erfolgreiche Fortpflanzung der ErdmĂ€nnchen im Zoo Heidelberg.
ErdmĂ€nnchen sind Nesthocker, die anfangs blinden und nackten Jungtiere verlassen erst nach etwa zwei bis drei Wochen den schĂŒtzenden Bau, der aus zahlreichen unterirdischen GĂ€ngen besteht. Der Heidelberger Nachwuchs hat mittlerweile den Bau verlassen und sich gut in die derzeit 13-köpfige Gruppe eingelebt. Das Gruppenleben ist fĂŒr ErdmĂ€nnchen besonders wichtig: Die sozialen Tiere machen am liebsten alles gemeinsam und können oft dabei beobachtet werden, wie sie in einem scheinbar verknoteten Haufen schlafen, zusammen nach Futter scharren oder ausgiebig kuschelnd in der Sonne baden.
Doch die Gruppen folgen auch einer festgelegten Rangstruktur. Zur internen Geburtenkontrolle beispielsweise darf sich nur das ranghöchste Weibchen fortpflanzen und zum Schutz muss immer ein ErdmĂ€nnchen Wache halten. Der WĂ€chter nimmt meist eine erhöhte Position ein und macht dort „MĂ€nnchen“, um die gesamte Umgebung im Blick zu behalten und Fressfeinde kommen zu sehen. Wenn er einen Raubvogel oder eine Schlange kommen sieht, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut von sich und die gesamte Gruppe verschwindet blitzschnell im Bau oder sucht Deckung unter BĂŒschen und Wurzeln. Auch bei den ErdmĂ€nnchen im Zoo Heidelberg kann dieses Verhalten beobachtet werden, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Fressfeind begegnet sind.
Dank ihres schelmischen Aussehens und ihres geselligen Gruppenlebens gehören die quirligen ErdmĂ€nnchen zu den Lieblingen bei Groß und Klein. Besucher vergessen deshalb oft, dass die ErdmĂ€nnchen zu den Raubtieren gehören. Ihr Gebiss besitzt lange Eck- und FangzĂ€hne, mit denen sie mĂŒhelos Beutetiere bis zur GrĂ¶ĂŸe einer Eidechse oder eines Vogels erlegen können. Deshalb steht im Zoo Heidelberg neben unterschiedlichen Obstsorten auch tierische Kost auf dem Speiseplan der kleinen RĂ€uber. Wenn die Tierpfleger Leckerbissen wie MehlwĂŒrmer verteilen, gibt es fĂŒr die ErdmĂ€nnchen kein Halten mehr: Sie scharren und graben wild im Gehege herum, bis sie alle MehlwĂŒrmer gefunden und genĂŒsslich verspeist haben.

Foto: Peter Bastian
(07.03.2013, 09:01)
Zoo Heidelberg :   NEU: Oma-Opa-Enkel-Tag im Zoo

Am Freitag, den 15. MĂ€rz 2013 hat der „Oma-Opa-Enkel-Tag“ der Heidelberger Zooschule Premiere: Um 15:00 Uhr startet das Programm, bei dem Jung und Alt die tierischen Zoobewohner ganz intensiv erleben können.
Zwei Stunden lang begleiten die Zooranger Großeltern und Enkelkinder auf einer höchst abwechslungsreichen Reise durch den Tiergarten. Mit im GepĂ€ck sind vielfĂ€ltige Materialien wie Federn, Felle oder Eier, die den Rundgang besonders bunt und anschaulich gestalten. Die Kleinen erwarten jede Menge lustige Geschichten und Spiele zu den Tieren, und auch fĂŒr die Älteren gibt es viel Wissenswertes rund um den Natur- und Artenschutz zu erfahren. Außerdem können sich die großen und kleinen GĂ€ste auf viele außergewöhnliche Aktionen freuen: Unter fachkundiger Anleitung dĂŒrfen Tiere gestreichelt und gebĂŒrstet oder BeschĂ€ftigungsfutter gebastelt werden.

ZusĂ€tzlich zum normalen Zooeintritt € 3,- pro Person (ab drei Jahren).
Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch unter 06221-3955713 (Mo 13 - 16 Uhr, DI + Do 10 – 12 Uhr sowie 13 – 16 Uhr) oder unter info@zooschule-heidelberg.de

Foto: Auch Schildkröten-Opa Emil genießt die Streicheleinheiten.
(26.02.2013, 15:04)
Zoo Heidelberg :   Kunstauktion im Zoo Heidelberg am Sonntag, 3. MĂ€rz um 11.30 Uhr
Menschenaffen und Elefanten malen fĂŒr die Löwen

Der Zoo Heidelberg ist die Heimat einiger besonders kreativer und kĂŒnstlerisch begabter Tiere, dazu zĂ€hlen vor allem die Elefanten und die Menschenaffen. Mit den kĂŒnstlerischen Werken ist nun eine ganz besondere Veranstaltung geplant: Unter dem Motto „Menschenaffen und Elefanten malen fĂŒr die Löwen“ werden am Sonntag, 3. MĂ€rz um 11.30 Uhr im glĂ€sernen Pavillon (alter Zooshop) die schönsten tierischen Kunstwerke versteigert, Echtheitszertifikat inklusive. Wer sich eines der Werke der ungewöhnlichen KĂŒnstler aufhĂ€ngen oder als besonderes PrĂ€sent verschenken möchte, sollte diese besondere Veranstaltung auf keinen Fall versĂ€umen. Der Erlös der Auktion fließt zu einem Großteil in den Ausbau der Löwenanlage, ein Teil des Geldes kommt aber auch der Anschaffung neuer Materialien fĂŒr die engagierten KĂŒnstler zugute. Denn welcher große Maler kann schon ohne Leinwand, Papier, Pinsel und Farbe arbeiten? Bei der Versteigerung mit Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann als Auktionator und den beiden Tierpflegerinnen Corinna Schmitt (Elefantenrevier) und Anke Jakob (Affenrevier) stehen 14 bis 20 tierische Kunstwerke zum Verkauf, eine HĂ€lfte der Bilder sind von den Elefanten und die andere HĂ€lfte von den Orang-Utans und Schimpansen gemalt. Zwei der großformatigen Bilder entstanden sogar in kĂŒnstlerischer Zusammenarbeit zwischen den Orang-Utans „Ujian“, der ein routinierter und bedachter Maler ist, und jungen „Sari“, die gerade erst den Spaß am Malen entdeckt.
Alle tierischen Werke sind entweder auf Papier und bereits gerahmt (Affenbilder) oder auf Leinwand (Elefantenbilder). Die Bilder sehen beeindruckend aus: Teilweise wie moderne Kunst; in vielen Bilder erkennt man echte Strukturen wie zum Beispiel Blumen, Herzen oder Gesichter. Ein Video des Zoos zeigt, wie die GemÀlde entstehen und die Pfleger mit den Tieren arbeiten.
Mitbieten lohnt sich, denn auf einen Teilnehmer der Auktion wartet ein besonderes Erlebnis: Der KÀufer des Bildes, das den höchsten Preis erzielt, bekommt die einmalige Gelegenheit, eine Malstunde bei den Menschenaffen oder Elefanten zu besuchen!
Bei den Elefanten sind „Tarak“ und vor allem „Thai“ die großen KĂŒnstler, die anderen beiden Jungbullen haben ihre kreativen Adern bislang noch nicht entdeckt. Die DickhĂ€uter benutzen fĂŒr ihre einzigartigen GemĂ€lde ganz professionell LeinwĂ€nde, Pinsel und Acrylfarbe. Dank ihrem RĂŒssel mit rund 40.000 Muskeln ist es fĂŒr die Elefanten kein Problem, den Pinsel sicher zu fĂŒhren und ausdrucksstarke Bilder zu schaffen. Im Gegensatz dazu malen die Affen ihre Kunstwerke mit ungiftiger Fingermalfarbe fĂŒr Kinder auf Papier. Die intelligenten Tiere haben sichtlich Spaß daran, die Farben geschickt mit dem Pinsel und den Fingern auf dem Blatt zu verteilen und so farbenfrohe GemĂ€lde entstehen zu lassen. Die Malerei ist bei den Schimpansen und Orang-Utans im Zoo Heidelberg schon lange Teil der umfangreichen BeschĂ€ftigungsangebote, die wissenschaftlich „enrichment“ genannt werden, und wird von vielen Tieren begeistert angenommen. FĂŒr die Elefanten ist das Malen weniger ein Hobby, sondern viel mehr eine Art Gehirnjogging, um geistig fit zu bleiben. Deswegen sieht das Malen dort auch viel strukturierter aus: Pinsel mit Farbe in den RĂŒssel, und los geht es. So werden Schicht fĂŒr Schicht Farben auf das Papier gebracht. FĂŒr jede Lage gibt es eine kleine Belohnung.

Foto: Heidrun Knigge
Orang-Utan „Ujian“ betrachtet sein Werk.
(25.02.2013, 13:03)
Zoo Heidelberg :   Balistare im Zoo Heidelberg: Hoffentlich bald reif fĂŒr die Insel!

Die Erhaltung vieler vom Aussterben bedrohter Tierarten ist langfristig nur mit der Hilfe engagierter Zoos möglich. Die EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramme verschreiben sich neben der gezielten und koordinierten Zucht von Zootieren auch dem Schutz solcher bedrohter Arten. Nachzuchten aus Zoos werden im Rahmen dieser Programme wieder ausgewildert, um die Populationen in ihrer natĂŒrlichen Umgebung zu unterstĂŒtzen. Auch fĂŒr den Balistar, eine ausgesprochen attraktive Vogelart, die nur auf der zu Indonesien gehörenden Insel Bali beheimatet ist, gibt es ein EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm, das vom Kölner Zoo koordiniert wird.
Nur wenige Zoos in Deutschland können ihren Besuchern die Chance bieten, diese schöne Vogelart zu bestaunen. Nun hat ein junges PĂ€rchen dieser seltenen Starenart im Zoo Heidelberg ein neues Zuhause gefunden. Das MĂ€nnchen wurde 2011 im Zoo Wuppertal geboren, das Weibchen 2010 in Zoo Pilsen. Die bis zu 25 Zentimeter großen und nur zirka 100 Gramm schweren Vögel wirken durch ihr schneeweißes Gefieder, das an der Schwanz- und den FlĂŒgelspitzen schwarz gesĂ€umt ist, sehr edel. Mit ihrer schillernd blauen „Maske“, die vom Schnabelansatz bis zur Augenpartie die weißen Federn ersetzt, ziehen sie die Zoobesucher in kĂŒrzester Zeit in ihren Bann. Noch imposanter erscheinen die Tiere wĂ€hrend der Balz, denn dann stellen sie die Federhaube auf ihrem Kopf und zeigen sich in voller Pracht.
Hoffentlich können in Heidelberg bald balzende Balistare beobachtet werden, denn dann stehen die Chancen gut, dass der Zoo Heidelberg sich mit Nachzuchten an der Arterhaltung beteiligen kann. Der Balistar ist fĂŒr die Wissenschaft eine relativ neue Tierart, erst im frĂŒhen 20. Jahrhundert wurde er entdeckt. In freier Wildbahn ist das Tier hochgefĂ€hrdet, es gibt nur noch wenige Dutzend dieser Vögel. Die stĂ€rkste Bedrohung des Balistares geht vom Menschen aus. Illegaler Tierhandel und die Vernichtung des ohnehin schon begrenzten Lebensraumes der Vögel verhindern die Ausbreitung der Population. Sein prachtvolles Äußeres macht ihn zu einem begehrten KĂ€figvogel und zu einer Art Statussymbol, denn er erzielt enorm hohe Schwarzmarktpreise. Der Balistar ist zwar heute durch indonesische Gesetze geschĂŒtzt und im Nordwesten der Insel wurde ein speziell zum Schutz der Tiere der Bali-Barat-Nationalpark gegrĂŒndet. Wichtig fĂŒr das Überleben einer ausreichend großen Population der Vögel ist aber auch die AufklĂ€rungsarbeit von Zoos und NaturschutzverbĂ€nden vor Ort und der Ausbau von Ranger-Gruppen zur Bewachung der Vögel in Freiheit und in den Zuchtstationen.

Foto: Thomas Bersch, Leiter Vogelrevier Zoo Heidelberg
(21.02.2013, 11:53)
Michael Mettler :   Nur als Tipp fĂŒr Nichteingeweihte: Unter "Chronik" versteht man in Heidelberg das, was in anderen Zoos "Jahresbericht" heißt bzw. hieß, nicht etwa ein Buch ĂŒber die Zoogeschichte. Trotzdem natĂŒrlich lesenswert! Nach den Angaben auf der HP sind offenbar alle jemals erschienenen bis auf eine Ausgabe erhĂ€ltlich, denn 1996 erschien die letzte Chronik, und es fehlt im Angebot nur die erste: ein Sammel-Jahresbericht fĂŒr die Zeit von 1972 bis 1976.
(17.02.2013, 21:03)
Joshua Förg :   Der Zoo bietet seit kurzem historische Chroniken und ZoofĂŒhrer gegen eine Spende fĂŒr die neue Löwenanlage an. Heidelberg ist wirklich ein Paradebeispiel fĂŒr die DurchfĂŒhrung erfolgreicher Sammelaktionen fĂŒr Neuanlagen!

http://www.zoo-heidelberg.de/chroniken-des-zoos
(17.02.2013, 18:32)
Jennifer Weilguni :   Schöne Idee.....
schade, daß ich nun zu weit weg wohne, um mitzumachen. Sonst wÀre ich gerne dabei gewesen.
(15.02.2013, 13:01)
Zoo Heidelberg :   Laufen fĂŒr die Löwen

am Sonntag, 14. April 2013,
um 9 Uhr startet im Zoo Heidelberg direkt vor dem Löwengehege ein außergewöhnlicher Spendenlauf. Ab sofort können Interessierte sich fĂŒr den Lauf anmelden. Mit einer StartgebĂŒhr in Höhe von 30 Euro investieren die LĂ€ufer in eine grĂ¶ĂŸere und schönere Löwen-Außenanlage. Außerdem erhalten alle Teilnehmer ein schick gestaltetes Laufshirt, das sie auch spĂ€ter noch an ihr Engagement fĂŒr den König der Tiere erinnert. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Lauffreudigen – ob als Privatperson oder in einem Firmenteam – mit einem großen Herz fĂŒr die Heidelberger Löwen.

Informationen unter www.zoo-heidelberg.de/loewen-spendenlauf
(07.02.2013, 14:43)
Holger Wientjes :   @Joshua Förg: Danke fĂŒr die Info !!
(02.02.2013, 17:58)
Joshua Förg :   Ein recht aktuelles Foto von Voi Anfang Januar hĂ€tte ich auch.
(02.02.2013, 17:24)
Silke Kollrich :   @Joshua Förg: Vielen Dank fĂŒr die Recherche. Da war ich wahrscheinlich gerade in einer Trainingsphase in Heidelberg. Zu Pfingsten schaue ich wieder bei Voi Nam vorbei und bringe neue Fotos mit.
(02.02.2013, 17:13)
Joshua Förg :   Auf dem GĂ€stebuch des Heidelberger Zoos hat (vermutlich ein Stamm-)Besucher ebenfalls die Frage gestellt, warum einer der Elefanten Ketten tragen musste. Hier die Antwort:
"Ab und an tragen unseren Elefanten im Rahmen des BeschĂ€ftigungs- bzw. medizinischen Trainings Fußketten. Sie tragen diese Fußketten zu Übungszwecken, sind aber natĂŒrlich nirgendwo angekettet. Zum Training zĂ€hlen Fußpflege, Blutabnehmen, Hinlegen, generelle Körperpflege etc. Das ist wichtig, denn sollte ein Elefant krank werden, ist z.B. das Blutabnehmen dann kein Problem, weil er gelernt hat, dass es nicht weh tut und das Untersuchen und Behandeln des Tiers so viel stressfreier ist. Und so wird auch das "Fußkettchen-Anlegen" geĂŒbt. Der junge Elefant bekommt mit, dass ein Anlegen des Kettchens keinen Stress bedeutet und keine "Konsequenzen" hat. Die Kette wird meistens berĂŒsselt und bespielt und nach ein paar Stunden ist sie wieder ab. Dieses Training ist sinnvoll, denn wenn ein Transport ansteht oder eine wichtige Untersuchung, muss der Elefant das Kettchen kennen und ist somit keinem Stress ausgesetzt."
(02.02.2013, 16:57)
Niedersachse :   Die 3jĂ€hrige Tonya kam 2012 mit ihrer Mutter Douanita aus Rotterdam nach Prag. Vater ist der jetzige MĂŒnsteraner Bulle Alexander.
Mekong war bisher mit einer zuchtfÀhigen Kuh in Prag zusammen.
(02.02.2013, 14:34)
Michael Kilian :   O sorry, stimmt da hab ich mich vermacht. Genau deckfaul war er und ist es also immer noch. Da kann man nur hoffen das der Sohn da nicht nach dem Vater kommt! :-D
(02.02.2013, 13:34)
Silke Kollrich :   @Michael Kilian: Mekong ist im November 2009 nach Prag. Daher kann die 3jĂ€hrige Kuh nicht von ihm sein. Mekong war schon in Leipzig sehr deckfaul und war nicht an allen KĂŒhen interessiert. Daher hat man ihn auch abgegeben. Aber zum großen Teil liegt es eben leider auch an den Leipziger ElefantenkĂŒhen.
(02.02.2013, 13:18)
Michael Kilian :   @Carsten Horn Vielen Dank fĂŒr diese Info. Ja stimmt, dem Alter nach sind zuchtfĂ€hige Tiere dabei, und diese haben teilweise auch schon gezogen. Dann ,, mag er wohl keine von ihnen so richtig. Obwohl zumindest die 3 jĂ€hrige Kuh ,,könnte" seine Tochter sein. Lange genug dort ist er ja schon
(02.02.2013, 12:47)
Carsten Horn :   Mekong ist in Prag, die KĂŒhe dort sind 54, 38, 27, 9, 8, 3, also sollte zumindest die ein oder andere zuchtfĂ€hig sein...
(02.02.2013, 12:21)
Michael Kilian :   Ja er ist wirklich groß, wie sein Vater.. Schade das es von Mekong bis jetzt nur einen Nachkommen gibt. Ich hab gehört das er in Polen? mit, zur Zucht nicht geeigneten KĂŒhen zusammensteht. Kann mir da wer nĂ€here Infos geben?
(02.02.2013, 12:05)
Silke Kollrich :   Leider hatten wir damals keinen Kontakt zu einem Tierpfleger, den wir wegen der Ketten hĂ€tten fragen können. Ich weiß noch, dass Voi Nam stĂ€ndig zwischen dem Innenstall und dem Ă€ußeren Gehege hin- und herwechselte und wir ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum immer hinterhergerannt sind, um schöne Fotos zu bekommen. Hier noch ein Foto aus dem Elefantenstall, wo Voi Nam versucht, sich das Futter aus der Tonne zu holen. Er war ĂŒbrigens der einzige (da ja auch der grĂ¶ĂŸte) der 4 Jungbullen, der dort herankam.
(02.02.2013, 11:40)
Holger Wientjes :   Warum muss der Gute Fussketten tragen ?
(02.02.2013, 11:17)
Michael Kilian :   Wenn Voi Nam wirklich umziehen sollte, dann hoffe ich das der neue Zoo nicht allzuweit eeg ist das man ihn vielleicht mehr als 1 mal in drei Jahren besuchen kann!
(02.02.2013, 11:12)
Michael Kilian :   @Silke Kollrich Danke fĂŒr die Info und das Bild, Er ist ja echt ein Prchtbursche geworden der ,,Kleine".
@Björn Stimmt das wĂŒrde mich auch freuen, bin gespannt wo das EEP ihn mal hinschicken wird!
(02.02.2013, 10:09)
Michael Mettler :   Dienen die Fußketten möglicherweise schon als Training fĂŒr einen bevorstehenden Transfer...?
(02.02.2013, 10:03)
BjörnN :   Er ist ein wirklich zu einem wunderschönen Bullen herangewachsen. Hoffentlich sehen wir ihn bald als erfolgreichen Zuchtbullen.
(01.02.2013, 19:47)
Silke Kollrich :   Noch ein Versuch!
(01.02.2013, 19:42)
Silke Kollrich :   Leider ist das Bild zu groß. Muss erst einmal versuchen, es kleiner zu bekommen.
(01.02.2013, 19:25)
Silke Kollrich :   Hier ein Bild von Voi Nam vom September 2012. Da ging es ihm sehr gut. Vor kurzem hatte ich auch in einem Beitrag im Zoofreunde-Forum gelesen, dass es ihm gut gehen soll.
(01.02.2013, 19:23)
Michael Kilian :   An den Zoo Heidelberg und jeden, der mir daeĂŒber Auskunft geben kann. Wie geht es Voi Nam?
(01.02.2013, 16:21)
Zoo Heidelberg :   Quietschfideler Nachwuchs bei den Kurzkrallenottern im Zoo Heidelberg

Seit kurzem können die Zoobesucher zwei junge Kurzkrallenotter, die im Oktober 2012 im Zoo Heidelberg zur Welt kamen, bestaunen. Dieser unerwartete Zuwachs lies die quirlige Otterbande auf insgesamt sieben Mitglieder anwachsen. Anfangs hatten die beiden Ă€ußerst empfindlichen Neugeborenen noch mit den Temperaturen zu kĂ€mpfen und waren kurzzeitig etwas unterkĂŒhlt. Mittlerweile sind sie aber wieder vollkommen fit und erkunden in tapsigen Schritten ihr Gehege. Dennoch sind die Zoomitarbeiter natĂŒrlich noch immer wachsam, damit die beiden kleinen Otter sich auch weiterhin bester Gesundheit erfreuen.
Die lebhaften Kurzkrallenotter sind bei Zoobesuchern jeden Alters sehr beliebt. Mit ihrer aufgeweckten Art und den kleinen braunen Knopfaugen schaffen sie es, einfach alle in ihren Bann zu ziehen. Wenn die Otter verspielt durch ihr Gehege springen, geschickt durchs Wasser gleiten oder alle zusammen kuschelnd auf einem Felsen liegen, könnte man fast vergessen, dass sie keine sĂŒĂŸen Kuscheltiere sind, sondern kleine Raubtiere mit messerscharfen ZĂ€hnen und Krallen.
Aufgrund der niedrigen Temperaturen tollt die Otterfamilie derzeit nicht immer in ihrer gewohnten Außenanlage, sondern ist manchmal auch gleich nebenan in einem kĂ€ltegeschĂŒtzten Innengehege wunderbar zu beobachten. Die Jungtiere sind bei der Geburt gerade einmal 50 Gramm schwer, nackt und blind. Erst nach fĂŒnf bis sechs Wochen öffnen junge Kurzkrallenotter ihre Augen und ab der siebten Lebenswoche beginnen sie langsam, ihre Umgebung zu erkunden. VerstĂ€ndlich, dass die beiden Kleinen also derzeit noch oft die wohlige WĂ€rme ihrer Schlafbox genießen, mit ein wenig GlĂŒck können Zoobesucher sie aber immer öfter beobachten. Bei ihren regelmĂ€ĂŸigen AusflĂŒgen und spielerischen SchwimmĂŒbungen unter der liebevollen Aufsicht ihrer beiden Elternteile sind die Otter mit ihren kindlichen Gesichtern einfach ein herzerwĂ€rmender Anblick.
Kurzkrallenotter sind auch als Zwergotter bekannt und in SĂŒdostasien heimisch. Mit einem Gewicht von maximal fĂŒnf Kilogramm, einer KopfrumpflĂ€nge von 45 bis 61 Zentimetern und einer SchwanzlĂ€nge von 25 bis 35 Zentimetern machen die Tiere ihrem Namen alle Ehre: Kleiner ist keine andere Otter-Art. Weitere Unterschiede zu anderen Otter-Arten, etwa dem EuropĂ€ischen Fischotter, sind die nicht ĂŒber die Fingerkuppen hinausragenden, sehr kurzen Krallen und die fehlenden SchwimmhĂ€ute. Beides braucht der Kurzkrallenotter nicht, da seine Beute aus Schnecken, Krebsen und anderen Wirbellosen besteht, nach denen er tastend am und im GewĂ€sserboden sucht. Bei den Reisbauern in ihrer Heimat sind die Tiere genau deshalb gern gesehene GĂ€ste, denn sie halten die Felder frei von ErnteschĂ€dlingen wie zum Beispiel Krebsen. Zwergotter zĂ€hlen zu den gefĂ€hrdeten Arten, was vor allem an der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes liegt.

Foto: Peter Bastian
(01.02.2013, 12:48)
Zoo Heidelberg :   DurchzĂ€hlen bitte! Tierische Inventur im Zoo Heidelberg

Nicht nur die Zoobesucher werden regelmĂ€ĂŸig gezĂ€hlt, sondern auch alle GegenstĂ€nde und natĂŒrlich die tierischen Bewohner des Zoos werden einmal im Jahr in einer Inventur erfasst.
Von FuttersĂ€cken bis hin zu Werkzeugen, von der kleinsten Hausmaus bis zum grĂ¶ĂŸten Elefant – nichts bleibt unentdeckt. Bei den Futtermitteln und den GegenstĂ€nden geht es relativ unspektakulĂ€r zu, aber die tierische Inventur ist fĂŒr die Zoomitarbeiter jedes Jahr wieder spannend und hĂ€lt manchmal einige Überraschungen bereit. Sie dient dazu, die stĂ€ndig beobachteten und notierten VerĂ€nderungen im Tierbestand mit der tatsĂ€chlichen ZĂ€hlung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu ĂŒberprĂŒfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird.
Wie jedes Jahr sind im Jahr 2012 einige Tiere gestorben oder umgezogen, aber es gibt ebenso reichlich Nachwuchs und NeuzugĂ€nge zu verzeichnen. Die Sumatra-Tigerdame „Kim“ zog in einen Zoo nach DĂ€nemark, dafĂŒr kamen die beiden jungen Tiger „Asim“ und „Tila“ nach Heidelberg, die sich prĂ€chtig verstehen und bald ihr großzĂŒgiges Gehege teilen dĂŒrfen. Seltenen Nachwuchs gab es im Sommer – gerade einmal neun Monate nach der Geburt des letzten Kalbs – bei den Schopfhirschen. Der kleine „Willi“ entwickelt sich vorbildlich und erfreut sich bester Gesundheit. Auch bei den Hulmans gab es eine freudige Überraschung: Der erst im Dezember 2011 eingezogene Hulman „Hector“ sorgte schon im Sommer fĂŒr den langersehnten Nachwuchs. Weitere erfreuliche Ereignisse waren die Geburten von zwei hĂŒbschen Zebras und die des Gorillajungen „Kiu“, der sich sehr gut in die Gruppe einlebt. Seit diesem Jahr beherbergt der Zoo Heidelberg außerdem vier Exemplare einer alten und heute gefĂ€hrdeten Nutztierrasse, den schillernden Bronzeputen.
Bei der Tierinventur mĂŒhen sich die Tierpfleger mehrere Tage lang, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ oder leicht zu zĂ€hlen wie Elefanten, Zebras oder Poitou-Esel. Die kleinen HausmĂ€use entwischen in alle Richtungen, die flinken Sturmmöwen fliegen durcheinander und die quirligen Rhesusaffen halten grundsĂ€tzlich nie still. Trotz solcher „Widrigkeiten“ mĂŒssen alle Tiere sorgfĂ€ltig aufgenommen werden. Zur Inventur zĂ€hlt zum Beispiel bei den MĂ€hnenrobben auch, dass sie gewogen werden, um so die Entwicklung, den Gesundheitszustand oder eine eventuelle TrĂ€chtigkeit zu ĂŒberwachen. Dank einer speziellen Waage klappt das fĂŒr Tier und Pfleger reibungslos. MĂ€hnenrobbenbulle Atos, der mit seinen sieben Jahren die PubertĂ€t hinter sich gebracht hat, wiegt stolze 360 Kilo. Kaum zu glauben, dass der jetzt bereits mĂ€chtige Bulle in den nĂ€chsten Jahren noch bis zu weiteren 150 Kilo zunehmen kann.
Am 31.12.2012 lebten im Zoo Heidelberg 1443 Tiere in 174 Arten, der Bestand ist im Vergleich zum Vorjahr somit um mehr als 100 Tiere angestiegen. Vor allem die Feldhamster, Stabheuschrecken und Koi Karpfen in den Teichen haben die Zahl nach oben schnellen lassen. Die grĂ¶ĂŸte Tiergruppe sind die Vögel, die mit 94 Arten und 544 Individuen vertreten sind, dicht gefolgt von den SĂ€ugetieren mit 60 Arten und 531 Individuen. Um auch weiterhin eine solche Artenvielfalt erhalten zu können, ist die geplante Erweiterung des ZoogelĂ€ndes ein wichtiger Schritt. Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann blickt nach einem erfolgreichen Jahr in der Tierhaltung erwartungsvoll in die Zukunft: „Das ErweiterungsgelĂ€nde ist die große Chance des Zoos, seine gesellschaftlichen Aufgaben innovativ und auf hohem Niveau zu erfĂŒllen“.

Foto Peter Bastian: Das jĂ€hrliche Wiegen beweist, was man schon ahnt: Stolze 360 Kilogramm bringt der 7jĂ€hrige MĂ€hnenrobbenbulle „Atos“ (hier mit Pfleger Jörg Kubacki) inzwischen auf die Waage. Kaum zu glauben, dass der Seelöwe in den nĂ€chsten Jahren noch weitere 150 Kilo zunehmen kann.
(10.01.2013, 14:21)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg aktiv im Naturschutz auf drei Kontinenten

Der Schutz der natĂŒrlichen Vielfalt ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Immer stĂ€rker greift der Mensch in die Natur ein, weltweit weicht der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten den menschlichen AktivitĂ€ten, werden Tiere aus unterschiedlichen GrĂŒnden gejagt und getötet.
Der Zoo Heidelberg zĂ€hlt daher den Artenschutz zu seinen Kernaufgaben und engagiert sich aktiv auf drei Kontinenten. Neben Erhaltungszuchtprogrammen, Artenschutzkampagnen und Handysammelaktionen beteiligt sich der Zoo erfolgreich an verschiedenen Projekten innerhalb der natĂŒrlichen LebensrĂ€ume bedrohter Tierarten. DafĂŒr wird jedes Jahr ein fester Etat bereitgestellt. Die Zoobesucher unterstĂŒtzen mit einem Teil Ihrer Eintrittsgelder sowie mit Spenden die Artenschutzprogramme des Zoos. Im Jahr 2012 flossen ĂŒber 64.000 Euro direkt in Artenschutzprojekte.
Das wichtigste Projekt des Zoos befindet sich in Westafrika, wo in den letzten Resten der RegenwĂ€lder die seltensten Affen Afrikas leben. Unter ihnen ist auch die schöne Roloway-Meerkatze, die im Zoo Heidelberg gehalten wird. 2001 hat der Zoo dort die „West African Primate Conservation Action“, kurz WAPCA, gegrĂŒndet, um durch Naturschutz und Umweltbildung in Ghana und der ElfenbeinkĂŒste die bedrohten Affenarten vor der Ausrottung zu bewahren. Mitarbeiter des Projekts entdeckten 2012 ein unberĂŒhrtes WaldstĂŒck zwischen Ghana und der ElfenbeinkĂŒste und haben dort noch BestĂ€nde an Roloway-Meerkatzen gefunden, die mit RestbestĂ€nden von wenigen hundert Tieren in Ghana als fast ausgerottet gelten. Dem Zoo ist es gelungen, eine Kooperation mit der lokalen Bevölkerung ins Leben zu rufen, damit das ursprĂŒngliche Gebiet auch in Zukunft erhalten bleibt. Alternative Einnahmequellen zur Abholzung und die Förderung des sanften Naturtourismus helfen dabei, die ambitionierten Ziele umzusetzen. SchĂŒler aus Ghana konnten dafĂŒr begeistert werden, ein TheaterstĂŒck umzusetzen, in dem das Thema Abholzung und Vernichtung des Lebensraums fĂŒr Mensch und Tier im Mittelpunkt steht. „Es sind kleine Schritte, aber sie bewirken dennoch enorm viel“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg, die das Projekt betreut.
Aber nicht nur in Westafrika ist der Zoo aktiv. Drei weitere Artenschutzprojekte erhalten jĂ€hrlich UnterstĂŒtzung vom Zoo Heidelberg. Ein Projekt setzt sich fĂŒr die Erhaltung der BiodiversitĂ€t auf den Philippinen ein, in einem weiteren engagiert sich der Zoo fĂŒr den Schutz der TrockenwĂ€lder Madagaskars, in dem zahlreiche endemische Tierarten vorkommen, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Auch im Zoo Heidelberg leben mit den Fossas und den GĂŒrtelvaris bedrohte Tierarten Madagaskars. Bei dem dritten Projekt handelt es sich um die UnterstĂŒtzung der Naturschutzorganisation YAQU PACHA e.V., die sich fĂŒr den Schutz der MeeressĂ€uger in SĂŒdamerika einsetzt. Der Zoo Heidelberg kĂŒmmert sich hier besonders um die MĂ€hnenrobben in Uruguay.
ZusĂ€tzlich hilft ein Notfallfond, falls ein Projekt dringend finanzielle UnterstĂŒtzung benötigt. In 2012 waren das Projekte fĂŒr die Krallenaffen in Kolumbien und Peru sowie ein Schutzprojekt fĂŒr die großen Raubtiere Tansanias.
Jeder Einzelne kann einen Beitrag zur Bewahrung der Natur – auch vor der eigenen HaustĂŒr – leisten. „Wenn jeder unserer Zoobesucher den Zoo mit ein wenig mehr Engagement fĂŒr den Naturschutz verlĂ€sst als er ihn betreten hat, dann haben wir ein ganz wichtiges Ziel erreicht“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.

Foto: Zoo Heidelberg
Unterricht in Ghana zum „WAPCA-Projekt“ des Heidelberger Zoos. Die Sensibilisierung fĂŒr das Thema Abholzung und Vernichtung des Lebensraums fĂŒr Mensch und Tier muss frĂŒh beginnen.
(04.01.2013, 11:04)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Bei den Sumatra Tigern Tila und Asim stehen alle Zeichen auf große Liebe

Frohe Nachrichten aus dem Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Das junge Sumatra Tiger-Weibchen Tila, das im November aus dem britischen Zoo Chester an den Neckar zog, hat sich inzwischen sehr gut eingelebt. Bei ihr und Tigerkater Asim deutet alles darauf hin, dass das Jahr 2013 ganz im Zeichen einer großen Liebe stehen wird.
Tila und Asim sind noch in getrennten Gehegen untergebracht, es wird aber nicht mehr lange dauern, bis die beiden endlich ihre Anlage gemeinsam teilen werden. Dass die Pfleger die beiden nicht sofort zusammen gelassen haben, hat gute GrĂŒnde. Tiger sind gewöhnlich EinzelgĂ€nger und leben in einem mit Urin, Kot oder Kratzspuren markiertem Revier. Ein erstmaliges Zusammentreffen von zwei Tigern ohne vorhergehende Eingewöhnung in ein neues Gehege und damit in ein neues Revier kann in bösen KĂ€mpfen enden, selbst bei MĂ€nnchen und Weibchen.
Asim und Tila reagierten aber vom ersten Moment an sehr positiv aufeinander. Durch das sogenannte Schmusegitter, das die beiden Innengehege voneinander trennt, können sie sich immer sehen, hören, riechen und Kontakt aufnehmen. Die Signale, die die beiden senden, sind eindeutig liebevoller Natur. So sind sie stĂ€ndig am „Pruscheln“, ein fĂŒr Tiger typisches und erstaunlich sanft vorgetragenes BegrĂŒĂŸungsschnauben, das man lautmalerisch am besten mit „pfrrrr“ umschreiben kann. Dieses Verhalten ist fĂŒr die Tierpfleger ein ausgesprochen gutes Zeichen fĂŒr die kommende ZusammenfĂŒhrung. Denn auch Tila hat nun alle Bereiche der großzĂŒgigen Tigeranlage, die aus dem Innengehege, einem Spielzimmer im Bereich der Außenanlage und einem dichtem Bambus-Dschungel besteht, erkundet. Die verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig lange Eingewöhnungszeit ist wichtig, denn Tiger brauchen ihre eigene, individuelle Zeit, um sich an neue EindrĂŒcke, GerĂ€usche, GerĂŒche und natĂŒrlich auch an Artgenossen und Pfleger in Ruhe zu gewöhnen.
Beide Tiere haben nun jeden Winkel ihres großen Reviers erkundet; vor allem mussten sie vor dem ersten Zusammentreffen lernen, auf Zuruf zum Pfleger und in die Innengehege zu kommen. Das klappt bei Asim und Tila bereits prima, so dass es nicht mehr lange dauern wird, dass die Zoobesucher zwei junge, schöne und temperamentvolle Tiger gemeinsam erleben können.

Foto: Susi Fischer
(03.01.2013, 15:39)
Zoo Heidelberg :   Neue Eintrittspreise ab 1. Januar 2013

Zum Jahresbeginn erhöht der Zoo Heidelberg seine Eintrittspreise. „Die allgemeine Preisentwicklung zwingt auch den Zoo dazu, die Eintrittspreise geringfĂŒgig anzuheben“, begrĂŒndet der kaufmĂ€nnische GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zoos Frank-Dieter Heck die verĂ€nderten Preise. Dennoch bleibt ein Zoobesuch bezahlbar. Statt 8,20 Euro zahlen Erwachsene ab 2013 8,40 Euro, die Kinderkarte kostet dann statt 4,10 Euro, 10 Cent mehr. Auch bleibt es bei weiteren wichtigen sozial vertrĂ€glichen Sonderregelungen: Alle Besucher mit Heidelberg-Pass erhalten freien Eintritt, fĂŒr Schulen und KindergĂ€rten gibt es besonders gĂŒnstige Tarife.

Auch im nĂ€chsten Jahr wird sich im Zoo Heidelberg vieles tun: Das von außen einsehbare Gemeinschaftsgehege der syrischen BraunbĂ€ren und KorsakfĂŒchse wird 2013 vergrĂ¶ĂŸert. Bereits im Bau ist die Erweiterung der Außenanlage der Elefanten, die nicht nur den Elefanten zugutekommt, sondern mit neuen Einblicken die grauen Stars des Zoos noch besser erleben lĂ€sst. In Vorbereitung sind ein interessantes Gehege fĂŒr WaschbĂ€ren und Verbesserungen im Spielplatzbereich und Gastronomie. „Spannend wird es auch zu beobachten, wie in 2013 der erste Teil unseres EntwicklungsgelĂ€ndes Formen annimmt und dort ein ganz besonderer Streichelzoo entsteht“, blickt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann voraus. Ausstellungen im Afrikahaus und viele Aktionen rund um die Löwen stehen ebenso auf dem Programm wie die weitere Entwicklung des Tierbestandes: Das neue Tigerpaar „Tila“ und „Asim“ bringt frischen Wind ins Raubtierhaus und einige neue Volierenbewohner sollen folgen. Die GĂ€rtner haben bereits ĂŒber 10.000 Blumenzwiebeln gesteckt, damit das neue Jahr bunt beginnt.

„Das Ziel fĂŒr 2013 ist klar: Wir wollen unsere Aufgaben noch besser erfĂŒllen und jeden Zoobesucher fĂŒr den Naturschutz begeistern!“ fasst Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann zusammen.

Foto (Heidrun Knigge): Asim und Tila: Die beiden jungen Tiger verstehen sich sehr gut. Bald schon können sie zusammengelassen werden
(20.12.2012, 12:08)
Zoo Heidelberg :   Spenden fĂŒr die Löwen und Weihnachten im Zoo Heidelberg

Die Löwen im Zoo Heidelberg sollen ein neues und grĂ¶ĂŸeres Zuhause bekommen – und dafĂŒr braucht der Zoo dringend Geld. Neben einigen Aktionen im nĂ€chsten Jahr wie zum Beispiel einem „Lauf fĂŒr die Löwen“, haben sich Mitarbeiter des Zoos fĂŒr den 22. Dezember eine besondere Aktion ausgedacht: Am kommenden Samstag wird eine Zoo-Delegation als Zootiere verkleidet in der FußgĂ€ngerzone in Heidelberg fĂŒr den Umbau des Löwengeheges sammeln. Auch Zoodirektor Dr. WĂŒnnemann ist stilecht als Löwe verkleidet mit von der Partie. Außerdem gibt es jetzt die Möglichkeit, auf der Webseite des Zoos online fĂŒr den guten Zweck zu spenden.
Wie in jedem Jahr am 24. Dezember wird auch in diesem Jahr der Zoodirektor aus seinen liebsten Tiergeschichten lesen. „Diese Veranstaltung hat inzwischen Tradition und ist eine schöne Art, den Tag fĂŒr die Kinder zu verkĂŒrzen und uns bei all den Besuchern zu bedanken, die dieses Jahr besonders treue Kunden waren“, erklĂ€rt WĂŒnnemann. Treffpunkt ist um kurz vor 11 Uhr im Zoo bei den BĂ€ren. Anschließend unternimmt der Zoodirektor mit den Kindern einen kurzen Rundgang zu einigen Zootieren. Die Veranstaltung ist kostenlos – nur der Zooeintritt ist zu entrichten. Der Zoo hat am 24. Dezember von 9-13 Uhr geöffnet, ebenso der Zooshop. Neben schönen Geschenken können auch Wertgutscheine erworben werden.

Foto von Heidrun Knigge: Korsakfuchs im Schnee
(18.12.2012, 14:47)
Zoo Heidelberg :   Sumatratiger „Asim“ ist nicht mehr alleine – „Tila“ ist vom britischen Zoo Chester an den Neckar gezogen

Frohe Nachrichten aus dem Zoo Heidelberg. Mit der Ankunft des gut einjĂ€hrigen Tigerweibchens „Tila“ aus dem britischen Zoo Chester lebt nun wieder ein junges Sumatratiger-Paar am Neckar.
Tila traf am Samstag, 24. November wohlbehalten im Zoo Heidelberg ein. „Sie hat ihr neues Gehege ohne jede Aufregung betreten, gleich am ersten Tag gefressen und sich dann fĂŒr die Nacht in ihre Schlafbox zur Ruhe gelegt“, berichtet Jörg Kubacki, Revierleiter bei den Raubtieren im Zoo Heidelberg.
Ebenso wie Tigerkater Asim, der im Sommer vom Zoo Frankfurt an den Neckar zog, steht auch Tila in der Anfangszeit ganztĂ€gig ein abgetrenntes Innengehege und eine gemĂŒtliche Schlafbox zur VerfĂŒgung, um ihr zu jeder Zeit einen sicheren RĂŒckzugsort zu bieten. Das ist wichtig, betont Kubacki, „denn das junge Tigerweibchen braucht Zeit, um die vielen neuen EindrĂŒcke, GerĂ€usche und GerĂŒche in Ruhe zu verdauen.“ FĂŒr Besucher ist sie bislang nur ab und an zu sehen, da sie sich zum Schlafen noch in die Schlafbox zurĂŒckzieht. Dort ist eine Kamera installiert, so dass Besucher die meist auf dem RĂŒcken liegende und sich wohlig rĂ€kelnde Tila auf dem Bildschirm beobachten können.
In den Wochen vor ihrer ersten direkten Begegnung können Asim und Tila sich sehen, hören und riechen und haben Kontakt durch das so genannte „Schmusegitter“, das die beiden Innengehege voneinander trennt. Dieser Kontakt geschieht vor allem in Form von „Pruscheln“, ein fĂŒr Tiger typisches und erstaunlich zart vorgetragenes BegrĂŒĂŸungsschnauben, das sie ausschließlich an Artgenossen richten, die sie mögen. „Asim und Tila haben sofort sehr positiv aufeinander reagiert“, freut sich Kubacki, „das ist ein ausgesprochen gutes Zeichen fĂŒr die kommende ZusammenfĂŒhrung“. Das Verhalten der beiden wird von ihren Pflegern nun intensiv studiert und wenn man die jungen Tiger so beim „Pruscheln“, das von leisem Maunzen begleitet wird, beobachtet, sind das schon recht bewegende Momente. Dass man die beiden dennoch nicht sofort zusammen lĂ€sst, hat gute GrĂŒnde. Tiger sind gewöhnlich EinzelgĂ€nger und leben in einem mit Urin, Kot oder Kratzspuren markiertem Revier. Ein erstmaliges Zusammentreffen ohne vorhergehende Eingewöhnung in ein neues Gehege und damit in ein neues Revier kann in bösen KĂ€mpfen enden, selbst bei MĂ€nnchen und Weibchen.
Wann es soweit ist, dass beide zum ersten Mal gemeinsam auf der großzĂŒgigen Außenanlage zu sehen sind, hĂ€ngt ganz vom Verhalten der Tiger ab. Jörg Kubacki ist ein erfahrener Raubtierpfleger und entscheidet mit seinen Reviermitarbeitern, wann erstmalig der Schieber zum Außengehege geöffnet wird. „So schnell und entspannt wie Tila sich eingewöhnt und so liebevoll, wie Asim seine Mitbewohnerin begrĂŒĂŸt, kann das schon in zwei bis drei Wochen sein“, erklĂ€rt Kubacki. ZunĂ€chst darf Tila in wenigen Tagen alleine das sogenannte „Spielzimmer“ auf der Außenanlage erkunden, wĂ€hrend Kater Asim sich derweil im abtrennbaren Dschungelgehege aufhĂ€lt.
Mit Asim und Tila möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. Die beiden sind fĂŒr das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm wertvolle Tiere, da der Sumatratiger – die kleinste noch lebende Unterart des Tigers – in seiner Heimat stark von der Ausrottung bedroht ist. HauptgrĂŒnde sind der Lebensraumverlust, der RĂŒckgang ihrer Beutetiere sowie leider nach wie vor die Wilderei. Der Bestand dieser eleganten Tiere wird in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum nur noch auf 400 Tiere geschĂ€tzt. In europĂ€ischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms zentral gefĂŒhrt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert.

Foto: Bianca Weißbarth, Tierpflegerin im Robben- und Raubtierrevier
(29.11.2012, 11:09)
Zoo Heidelberg :   Aktive Wintertage im Zoo machen mĂŒde Kinder munter

So kommt bei Frost garantiert kein Frust auf: Die Heidelberger Zooschule sorgt auch in der kalten Jahreszeit fĂŒr gute Laune und jede Menge spannende Aktionen. Im Zentrum des zweitĂ€gigen Programms Aktive Wintertage steht das Verhalten von Tieren im Winter. Was tun sie, um sich vor der KĂ€lte zu schĂŒtzen? Wie begegnen sie der Nahrungsknappheit? Ihre unterschiedlichen Strategien wie z. B. Wanderung, Winterstarre oder Winterschlaf werden dabei genauer betrachtet. Zum Thema Winterruhe darf sich jedes Kind einmal selbst in ein Eichhörnchen hineinversetzen, das eifrig seine VorrĂ€te anlegt. Findet man wohl wirklich alle NĂŒsse wieder, die man am Tag vorher versteckt hat? Detektivisches GespĂŒr erfordert auch die Spurensuche - gar nicht so leicht, die FĂ€hrten im Schnee jeweils richtig zuzuordnen… NatĂŒrlich freuen sich die Kinder auch auf einen persönlichen Besuch bei den Tieren. So sind etwa die Kamele in dicke Wolle eingepackt und Seelöwe Atos macht das Schwimmen und Tauchen im eiskalten Wasser dank einer schĂŒtzenden Speckschicht nicht das Geringste aus. Das hĂŒbsche weiße Winterkleid des Hermelins hĂ€lt nicht nur warm, sondern ist bei verschneiter Landschaft auch eine Ă€ußerst gute Tarnung. Und was machen eigentlich die exotischen Zootiere im Winter? Schließlich kennen die afrikanischen Zebras in der Natur gar keinen Schnee.
„Auch mit diesem Programm möchten wir die Kinder fĂŒr Natur und Artenschutz sensibilisieren“, so Daniela Vogt, pĂ€dagogische Leiterin der Zooschule. „Hier lernen sie nicht nur etwas ĂŒber Elefant, Tiger & Co, sondern auch wie man unseren einheimischen Tieren helfen kann, damit sie bei Eis und Schnee gut ĂŒber die Runden kommen.“ Bei den Aktiven Wintertagen kommen auch mal die ganz kleinen Lebewesen groß raus: In dem eigens fĂŒr sie gebauten Insektenhotel finden NĂŒtzlinge wie MarienkĂ€fer, Florfliegen oder auch SolitĂ€rbienen Unterschlupf. Und der Piepmatz von nebenan freut sich ĂŒber die selbstgebastelten Meisenknödel.

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen sind die Kinder jeweils von 9:30 bis 16:30 Uhr im winterlichen Zoo unterwegs. Nach der ausgiebigen Mittagspause mit einer leckeren warmen Mahlzeit geht es dann mit neuem Schwung weiter. Das abwechslungsreiche Angebot richtet sich an Kinder ab acht Jahren. Tickets fĂŒr die Aktiven Wintertage gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Eintritt und Verpflegung sind bereits in der GebĂŒhr enthalten.
Termine fĂŒr die Aktiven Wintertage im Winter 2012/2013:
• 15./16. Dezember 2012
• 22./23. Dezember 2012
• 3./4. Januar 2013
• 12./13. Januar 2013
• 26./27. Januar 2013

NĂ€here Informationen erhalten Sie in der Zooschule unter Tel.: 06221 – 39557-13 oder per E-Mail unter info@zooschule-heidelberg.de

Foto: Heidrun Knigge
(22.11.2012, 11:32)
Zoo Heidelberg :   Lehrer aufgepasst: „Heidelberg lernt nachhaltig!“ - Gemeinschaftsprojekt ermöglicht SchĂŒlern kostenlose Teilnahme an Zoo-Unterricht zum Artenschutz

Vor dem Hintergrund der UN-Dekade „Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung“ unterstĂŒtzt das Landesministerium fĂŒr Umwelt (LUBW) beispielhafte Projekte gemeinnĂŒtziger Organisationen. Auch fĂŒnf Heidelberger Einrichtungen haben sich um das Förderprogramm verdient gemacht. Unter dem Motto „Heidelberg lernt nachhaltig – von der KiTa bis zur Uni“ arbeiten BUND, Eine-Welt-Zentrum, IFEU-Institut und Weltladen zusammen. Auch die von dem gemeinnĂŒtzigen Verein Initiative Zooerlebnis getragene Zooschule macht sich fĂŒr das Gemeinschaftsprojekt stark. Die hauseigene PĂ€dagogin Daniela Vogt hat extra neue Programme rund um den Artenschutz entwickelt. Engagierte Heidelberger LehrkrĂ€fte können sich ab sofort mit ihren SchĂŒlern fĂŒr kostenlosen Unterricht im Zoo bewerben. Lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten.
Ob Goldkatze, LöwenĂ€ffchen oder Waldrapp - im Heidelberger Zoo leben zahlreiche Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind und die von den Kindern ganz aus der NĂ€he beobachtet werden können. Aufbauend auf der emotionalen Bindung, die hierdurch entsteht, gehen die SchĂŒler unter anderem folgenden Fragen nach: Welche Ursachen gibt es fĂŒr die Ausrottung von Tierarten? Und welche Auswirkungen hat das Artensterben auf uns Menschen? Vom Lebensraumverlust, z.B. durch Abholzung des Regenwaldes bis hin zur Überfischung der Meere, werden die Themen auf spannende Weise aufbereitet. Dabei macht das interdisziplinĂ€re Vorgehen den SchĂŒlern wichtige ZusammenhĂ€nge deutlich und regt sie zu vernetztem Denken an. Die dreistĂŒndige Unterrichtseinheit „Artenschutz = Menschheitsschutz“ richtet sich an GrundschĂŒler ab der 3. Klasse. Ab der 5. Klasse empfiehlt sich das Programm „Mehr Handys fĂŒr Gorillas“. WĂ€hrend dieser 90minĂŒtigen Exkursion wird auch einmal das eigene Konsumverhalten hinterfragt und diskutiert. Bei beiden Angeboten werden die Themen Artenverlust und Arterhaltung handlungsorientiert erarbeitet.

Im Rahmen des oben erwĂ€hnten Bildungsprojekts erfĂŒllt die Zooschule den Anspruch der Nachhaltigkeit gleich in doppeltem Sinn: Einerseits wird bei den Programmen besonderen Wert darauf gelegt, wie man selbst fĂŒr den Artenschutz aktiv werden kann und wie man sich respektvoll gegenĂŒber seiner Umwelt verhĂ€lt. Andererseits behalten „Zoo-SchĂŒler“ das Gelernte einfach besser!
Weitere Infos und Anmeldung in der Zooschule unter Tel.: 06221-3955713 (MO 13-16 Uhr, DI + DO 10-12 und 13-16 Uhr) oder per E-Mail: info@zooschule-heidelberg.de

(07.11.2012, 10:54)
Michael Mettler :   Wie war das doch gleich mit dem "Circus im Zoo" (siehe Hannover-Thread)...? ;-)
(02.10.2012, 12:39)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Blick hinter die Kulissen am Sonntag, 7. Oktober

Am Sonntag, 7. Oktober. findet zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr im Zoo Heidelberg wieder die beliebte Veranstaltung „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern ĂŒber das Lieblingstier zu reden und viel ĂŒber die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren.
Einige TĂŒren mit dem bekannten Schild „Zutritt nur fĂŒr Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende fĂŒr die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich wieder viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer tĂ€glichen Arbeit zeigen und erklĂ€ren können. Da gibt es FĂŒhrungen in den Kamelstall, in das Robbenhaus und in das große KĂŒhlhaus, es finden spannende Bastelaktionen von BeschĂ€ftigungsfutter statt und die prĂ€chtigen Poitou-Esel warten darauf, gestriegelt zu werden. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten SchĂŒtzlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschĂ€ftigt werden mĂŒssen. SelbstverstĂ€ndlich finden auch alle sonstigen FĂŒtterungen und VorfĂŒhrungen statt. Gerne werden so hĂ€ufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, und „Wie viel frisst ein Elefant?“ beantwortet. Extra an diesem Tag wird auch die Hamsterzuchtstation des Zoos geöffnet. Experten geben ausfĂŒhrliche Informationen ĂŒber den europĂ€ischen Feldhamster, der heute fast ausgestorben ist. FĂŒr „Sesam öffne Dich“ ist nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

(02.10.2012, 10:28)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Gehege der Rhesusaffen umfassend renoviert

Nach einigen Wochen umfassender Umbauzeit ist es nun soweit: Die 25-köpfige Gruppe der Rhesusaffen, deren munteres Treiben sich bei Zoobesuchern großer Beliebtheit erfreut, ist wieder in ihrem neugestalteten Gehege zu sehen. Die Rhesusaffen lebten vorĂŒbergehend hinter den Kulissen, da ihr altes Gehege im Eingangsbereich des Zoos in die Jahre gekommen war und von Grund auf renoviert wurde. Es zĂ€hlte zu den alten Anlagen im Zoo und wurde bereits vor 1956 angelegt.
FĂŒr die Rhesusaffen und die Besucher prĂ€sentiert sich die neugestaltete Anlage Ă€ußerst gelungen: Frisches GrĂŒn statt Betongrau ist jetzt die dominierende Farbe und die Rhesusaffen haben nach anfĂ€nglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten die neue Umgebung begeistert angenommen. Es macht Laune, die Tiere beim wilden Schaukeln in den Astkronen zu beobachten und ihre große Freude am neu gesĂ€ten Rasen zu erleben, der ihnen sichtlich mundet.
Die Zoohandwerker haben ihre Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden die Betonmauern abgerissen und das Gehege ebenerdig aufgefĂŒllt. Neue Gestaltungselemente wie Naturboden, unterschiedliche GelĂ€ndehöhen, Felsblöcke und Baumkronen bieten den Tieren Abwechslung, Versteckmöglichkeiten und Witterungsschutz. Offene Einblicke durch eine Plexiglasscheibe und eine erhöhte Plattform aus Naturfelsen sorgen fĂŒr einen freundlichen Eindruck an Stelle der Grubenkonstruktion aus Beton.

Foto: Zoo Heidelberg
(20.09.2012, 12:12)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Ü-60-Veranstaltung am 20. September

Am Donnerstag, den 20. September ist es wieder soweit: Zum zweiten Mal in Folge veranstaltet der Zoo Heidelberg und die Zooschule eine „Ü-60-Special Veranstaltung“, die sich an alle unternehmungslustigen, Ă€lteren Erwachsenen richtet. Ab 11.30 Uhr empfangen Zoomitarbeiter ihre GĂ€ste am BegrĂŒĂŸungsstand. Dort ausgerĂŒstet mit Zoo- und Tagesplan haben die Besucher nun die Wahl: An fĂŒnf extra fĂŒr diesen Tag eingerichteten InformationsstĂ€nden halten sich die Zooranger von 12.00 bis 16.00 Uhr bereit fĂŒr die Fragen der Wissensdurstigen. Bei den Menschenaffen, am Raubtierhaus und vor der Elefantenaußenanlage sowie im Bereich zwischen Robben- und Kamelgehege geben die Ranger ihr Wissen weiter. Ein weiterer Stand bei der Hamsterzuchtstation informiert ĂŒber den europĂ€ischen Feldhamster. Der in unseren Breiten stark vom Aussterben bedrohte possierliche Feldhamster wird im Zoo erfolgreich nachgezĂŒchtet. Die Jungtiere werden dann wieder in geeigneten LebensrĂ€umen des Rhein-Neckar-Raumes ausgewildert. 2009 zeichnete die Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) das Projekt gar mit dem Zertifikat fĂŒr In situ Artenschutz aus.
Viele Besucher kennen die tĂ€glichen TierfĂŒtterungen, die natĂŒrlich auch an diesem Tag stattfinden. Außerdem haben sich Zoomitarbeiter noch besonders schöne Aktionen bei den vier jungen Elefantenbullen und den wuseligen Kurzkrallenottern ausgedacht, bei dem die Besucher selbst aktiv werden dĂŒrfen. WĂ€hrend die DickhĂ€uter Äpfel besonders lieben, freuen sich die quirligen Otter ĂŒber Miesmuscheln, die sie gekonnt mit ihren spitzen ZĂ€hnen öffnen und genĂŒsslich verspeisen. Sehr beliebt sind auch die imposanten MĂ€hnenrobben, die wĂ€hrend der FĂŒtterung clevere Tricks zeigen.
Die Skulpturenausstellung „Shona-Art im Zoo“ macht einen Spaziergang durch die schöne Parklandschaft noch interessanter. Die beeindruckenden Steinskulpturen aus Zimbabwe, die unter dem Begriff Shona-Kunst bekannt sind, verteilen sich im ganzen ZoogelĂ€nde und fĂŒgen sich organisch in die Landschaft. Auf der „Flamingowiese“ können Besucher außerdem bei der Entstehung von Shona-Skulpturen zuschauen. Ein bekanntes KĂŒnstlerpaar aus Zimbabwe arbeitet dort an seinen Werken und bietet Workshops an. An einem Stand werden hĂŒbsche Skulpturen unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe zum Verkauf angeboten.
Auch an das leibliche Wohl ist gedacht: Der CafĂ©-Pavillon und das Gastronomiezelt am Spielplatz bieten eine leckere Auswahl an Kaffee und Kuchen zu vergĂŒnstigten Preisen fĂŒr die Teilnehmer des SeniorInnentages an.
Es ist nur der regulĂ€re Zooeintritt zu entrichten. In Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) ist fĂŒr Inhaber der „Karte ab 60“ der Eintritt sogar kostenlos.

Foto: Heidrun Knigge
Auch die FĂŒtterung der wuseligen Kurzkrallenotter steht auf dem Programm.
(11.09.2012, 08:35)
Zoo Heidelberg :   Bildhauerkunst aus Zimbabwe im Zoo Heidelberg: Ausstellung „Shona-Art im Zoo“ bis September 2013 verlĂ€ngert

Die Ausstellung „Shona-Art im Zoo“ mit ĂŒber 40 Steinskulpturen aus dem sĂŒdafrikanischen Zimbabwe begeistert seit ĂŒber einem Jahr die Besucher des Heidelberger Zoos. Der Tiergarten mit seinem alten Baumbestand, schönen Pflanzungen, Lichtungen und Teichen bietet den Kunstwerken eine wĂŒrdige BĂŒhne. Der Shona-Art Galerist Bastian MĂŒller und der Zoo Heidelberg haben aufgrund des großen Besucher-Zuspruchs entschieden, die Ausstellung um ein weiteres Jahr zu verlĂ€ngern. Zoobesucher, Kunstliebhaber und Kaufinteressenten können sich nun noch bis Ende September 2013 an den beeindruckenden Skulpturen erfreuen.
Die Steinskulpturen aus Zimbabwe gehören zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene und sind auf dem gesamten GelĂ€nde des Zoos verteilt. Die AusstellungsstĂŒcke stammen zu einem großen Teil aus der KĂŒnstlerkolonie Tengenenge, welche auch heute noch als Zentrum der Steinbildhauerei des Landes gilt.
Im Rahmen der Ausstellung haben Interessierte die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen: Daina Nyakudya und Tago Tazvitya, ein KĂŒnstler-Ehepaar aus Harare, bieten noch bis zum 29. September 2012 die beliebten Bildhauerworkshops an – ein einmaliges Erlebnis. Mit Hammer, Meißel, Raspel und Feile bewaffnet erschaffen die Teilnehmer ihre ganz eigene, individuelle Shona-Skulptur; eine faszinierende Erfahrung, bei der die KĂŒnstler mit professionellem Rat und Tat zur Seite stehen und tiefere Einblicke in die Shona-Kultur ermöglichen. Daina und Tago verfĂŒgen ĂŒber langjĂ€hrige Erfahrung als Dozenten und sprechen fließend Englisch. Interessierte aller Altersklassen sind dazu eingeladen, sich an den Serpentinsteinen zu versuchen und den faszinierenden Entstehungsprozess der eigenen Skulptur zu erleben. Die Kurse finden im Zoo Heidelberg auf der „Flamingowiese“ statt. Dank regendichter Zelte können die Workshops bei jeder Wetterlage stattfinden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die TeilnahmegebĂŒhr betrĂ€gt fĂŒr die ersten zwei Tage je 50 Euro. Jeder weitere Tag kostet 35 Euro. Hinzu kommen noch Materialkosten in Höhe von drei Euro pro Kilo original Serpentinstein aus Zimbabwe. Werkzeuge werden gestellt. Eine Anmeldung zu den Workshops ist erforderlich unter Telefon 02302-9787428 oder info@shona-art.com an. Gegen Vorlage der BuchungsbestĂ€tigung an der Kasse erhalten Teilnehmer der Bildhauerkurse freien Eintritt in den Zoo. Weitere Informationen können auch der Internetseite www.shona-art.com entnommen werden.

Foto: Skulptur „Singing Birds“ am Flamingosee im Zoo Heidelberg.
(04.09.2012, 14:11)
Zoo Heidelberg :   Freude im Zoo Heidelberg: Wieder Nachwuchs bei den seltenen Schopfhirschen

Gerade einmal neun Monate sind seit der Geburt der kleinen „Maya“ vergangen, und schon hat das Schopfhirschpaar „Goofy“ und „Mieke“ im Zoo Heidelberg erneut fĂŒr Nachwuchs bei dieser seltenen Hirschart gesorgt. Das ist umso erfreulicher, als Vater Goofy zweimal an seinem Oberschenkel operiert wurde und die Pfleger davon ausgehen mussten, dass ihn das fĂŒr eine erfolgreiche Paarung mit Mieke beeintrĂ€chtigen könnte. Goofy hatte sich aber ĂŒberraschend schnell von den Operationen erholt und erfreut sich bester Gesundheit.
Sein Nachwuchs „Willi“, wie der kleine Schopfhirsch heißt, konnte bereits wenige Minuten nach der Geburt stehen und ist seit dieser Woche mit seiner Familie im großen Außengehege zu sehen. ZunĂ€chst verbrachte das am 17. Juli geborene Jungtier einige Wochen in einem fĂŒr Besucher recht schwer einsehbaren separaten Gehege. Dies diente dem Schutz des Kleinen, denn die Kleinen Pandas, mit denen sich die Schopfhirsche die Außenanlage teilen, haben es faustdick hinter den Ohren und hĂ€tten das Jungtier angreifen können. „Mieke“ und „Goofy“ kĂŒmmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Egal ob beim Spielen mit seiner Schwester oder wenn er ein Nickerchen im Gras hĂ€lt – der kleine „Willi“ steht immer unter der Beobachtung seiner Eltern.
Schopfhirsche sind im sĂŒdlichen und zentralen China, sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen BergwĂ€ldern verbreitet, doch ihr Lebensraum wird durch Abholzung und Rodung immer weiter vernichtet. Deswegen sind Nachzuchten dieser seltenen Tiere besonders wertvoll. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fĂŒnf Zoos in Europa, der diese außergewöhnliche Hirschart hĂ€lt und ist deswegen auf den erneuten Zuchterfolg besonders stolz. Die dĂ€mmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche leben in freier Wildbahn einzelgĂ€ngerisch und gelten als sehr scheu. Die Schopfhirsche im Heidelberger Zoo Ă€ußern hingegen ein auffĂ€llig soziales Verhalten und zeigen sich hĂ€ufig den Besuchern.
Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-LĂ€nge von 110 bis 160 Zentimeter. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefĂ€rbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Namensgebendes Merkmal dieser hĂŒbschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Das Geweih, das nur die MĂ€nnchen tragen, besteht aus zwei kleinen Spießen, die meist gĂ€nzlich im Schopf verborgen sind. MĂ€nnchen haben außerdem verlĂ€ngerte, bis zu fĂŒnf Zentimeter lange, obere EckzĂ€hne, die aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in KĂ€mpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufĂŒgen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus GrĂ€sern, Blattwerk, KrĂ€utern, FrĂŒchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusĂ€tzlich ausgewĂ€hltes GemĂŒse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.
Die Schopfhirsche bewohnen im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas ein großes Gehege. Von FrĂŒhjahr bis SpĂ€therbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel fĂŒr eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

Foto: Heidrun Knigge
(22.08.2012, 15:25)
Zoo Heidelberg :   Im Zoo Heidelberg leben wieder die seltenen GĂŒrtelvaris
Nur 15 Tiere in europÀischen Zoos

Mmmh, das schmeckt und ist genau das Richtige bei diesem Wetter. Vorsichtig greift das GĂŒrtelvari-Weibchen mit ihren zarten, schlanken Fingern nach dem saftigen StĂŒck Melone, das ihr Pfleger Dietmar Nold entgegenreicht. Mit leisem Schmatzen und ohne einen Tropfen zu verlieren, vertilgt sie das Obst.
Seit diesem Jahr wohnt wieder ein PĂ€rchen GĂŒrtelvaris im Zoo Heidelberg. Sie leben zusammen mit zwei weiblichen Rotbauchmakis in einem Gehege. Rotbauchmakis und GĂŒrtelvaris zĂ€hlen zu den Lemuren, eine Primatengruppe, die nur auf Madagaskar heimisch ist. Der Name dieser Tierart leitet sich von den „Lemures“ ab. Lemures waren in der römischen Religion die Geister von Verstorbenen. Die Bezeichnung spielt auf die oft nĂ€chtliche Lebensweise dieser Tiere an und auf ihre großen, intensiv blickenden und leuchtenden Augen.
Der GĂŒrtelvari ist eine seltene Unterart des Schwarzweißen Varis. Den namensgebenden weißen „GĂŒrtel“ trĂ€gt er auf dem RĂŒcken. Er ist – wie alle Lemuren auf Madagaskar – stark vom Aussterben bedroht. Beheimatet ist diese Unterart im östlichen Madagaskar. Hier bewohnt sie in Familiengruppen Regenwaldgebiete des Hoch- und Tieflandes. Ihre Nahrung besteht aus Samen, BlĂ€ttern, Nektar und FrĂŒchten. Madagaskar ist die viertgrĂ¶ĂŸte Insel der Erde, liegt vor der OstkĂŒste Afrikas und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna. Über 80 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Jedoch sind die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen gezĂ€hlt, denn ihre LebensrĂ€ume schrumpfen in einem rasanten Tempo. Waldgebiete werden großflĂ€chig abgeholzt, um Land fĂŒr Rinderhaltung und fĂŒr landwirtschaftliche ErtragsflĂ€chen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der BĂ€ume wirtschaftlich zu nutzen. GĂŒrtelvaris gelten seit 2008 als stark von der Ausrottung bedroht (Rote Liste: Critically Endangered). Auch in Zoos sind die Tiere selten anzutreffen, gerade mal 15 Tiere leben in europĂ€ischen Zoos. In Deutschland sind die aufgeweckten Tiere nur im Zoo Köln und im Zoo Heidelberg zu sehen. Der Zoo Heidelberg unterstĂŒtzt mit einem jĂ€hrlichen Beitrag das Artenschutzprojekt AEECL (Lemur Conservation Association) auf Madagaskar.
Die GĂŒrtelvaris sind den Pflegern gegenĂŒber sehr zutraulich und fressen gerne auch aus der Hand. Ihr Speiseplan ist ausgewogen und vitaminreich: So erhalten sie aus der FutterkĂŒche des Zoos einen gesunden Mix aus gekochtem GemĂŒse und Obst, vor allem Äpfel, sowie frisch zubereitetem Milchbrot und hin und wieder auch Hundepellets. Die neugierigen Tiere halten sich gerne im vorderen Bereich ihres Geheges auf, so dass Zoobesucher sie schön beobachten können. Ihre Rufe, die sie mit Vorliebe gemeinsam vortragen, sind im ganzen Zoo zu hören.
Im Zoo Heidelberg sind noch weitere Ă€ußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern. Die eleganten und krĂ€ftigen Fossa, die grĂ¶ĂŸten Landraubtiere der Insel, und die ebenfalls zu den Raubtieren zĂ€hlenden Ringelschwanzmungos mit ihrem glĂ€nzenden weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz.
(16.08.2012, 09:20)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg. Freude in Hectors Harem – heiß ersehnter Nachwuchs bei den Hulmanen

Das Warten hat sich gelohnt. Nach mehr als fĂŒnf Jahren kann sich der Zoo Heidelberg endlich wieder ĂŒber Nachwuchs bei den Hanuman-Languren freuen. Die Hanuman-Languren, die auch als Hulmane bezeichnet werden, zĂ€hlen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten auf dem indischen Subkontinent. Vielen Menschen sind die Hulmane von Bildern indischer Tempelanlagen gelĂ€ufig, wo die dort als heilig verehrten Tiere oft in großen Gruppen anzutreffen sind.
Das Kleine, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 28. Juli zur Welt und verbringt seitdem die meiste Zeit an Mamas Bauch gekuschelt. Von dort aus schaut es mit großen, neugieren Augen in die Welt. Mit seiner zart-rosa Haut, die nur von wenig Fell bedeckt ist, hat es noch nicht viel mit seinen erwachsenen Verwandten gemein: Die Langurenart imponiert dem Betrachter mit prĂ€chtigem silbrig-grauen Fell und einem dunklen Gesicht, umrandet von einem weißen Haarkranz.
FĂŒr das Affenweibchen ist es zwar der erste Nachwuchs, aber die neue Mutterrolle bereitet ihr keine Schwierigkeiten: Liebevoll umsorgt sie ihr Neugeborenes, und auch die anderen Weibchen der Gruppe kĂŒmmern sich, wie bei diesen Schlankaffen ĂŒblich, mit um die Aufzucht des Jungtiers.
Dieser schöne Zuchterfolg erfreut den Zoo umso mehr, da Vater Hector erst im Dezember 2011 in den Zoo Heidelberg einzog. Der hĂŒbsche Hector, der vorher im Zoo Ostrava (Tschechien) lebte, wurde zudem nicht gerade mit offenen Armen empfangen: Die vier Weibchen und zwei kastrierten MĂ€nnchen taten sich anfangs schwer mit dem Neuzugang. Nur zögerlich akzeptierten sie ihn als neuen Haremschef. Bedenkt man allerdings die durchschnittliche Tragezeit bei Hulmanen, die zwischen 190 und 200 Tagen liegt, muss Hectors sanfter Charme die betreffende Dame doch recht schnell ĂŒberzeugt haben.
Das Ergebnis dieser Liaison können die Zoobesucher nun im kleinen Affenhaus bewundern, auch wenn die Mutter sich noch öfter mit ihrem Nachwuchs zurĂŒckzieht.
Die Hanuman-Languren ernĂ€hren sich ausschließlich vegetarisch, Beeren, BlĂ€tter und Samen stehen auf dem Speiseplan. Ihr Magen weist eine einzigartige Besonderheit auf. Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und Ă€hnelt deshalb dem Magen der WiederkĂ€uer.

Foto von Anke Jakob, Tierpflegerin im Affenrevier, Zoo Heidelberg
(08.08.2012, 12:54)
Zoo Heidelberg :   Hallo, wer lacht denn da? Die „Lachenden HĂ€nse“ im Zoo Heidelberg

Bei einem Besuch im Zoo Heidelberg hört man schon von weitem, besonders in den Morgen- und Abendstunden, durchdringendes Lachen. Es sind aber weder Tierpfleger noch Besucher, die sich da vor Lachen auszuschĂŒtten scheinen. Folgt der Besucher den markanten Lauten, so gelangt er an das große Gehege der neuseelĂ€ndischen Bergpapageien, den Keas. Seit Anfang Juli 2012 lebt in der Voliere nun auch eine neue Vogelart mit einem im VerhĂ€ltnis zum Körper großem Kopf und krĂ€ftigem Schnabel. Es ist der „Lachende Hans“, und seine Rufe erinnern an das GelĂ€chter von Menschen – daher hat er auch seinen Namen.
Der „Lachende Hans“ ist der grĂ¶ĂŸte Vertreter der Familie der Eisvögel. In seiner Heimat Australien wird er „Kookaburra“ genannt. Und weil er so regelmĂ€ĂŸig immer um die gleiche Zeit ruft, trĂ€gt er noch einen zweiten Namen: „Buschmanns-Uhr“. Auch in der Mythologie der Aborigines spielen die Kookaburras eine besondere Rolle. So besagt zum Beispiel eine Legende, dass jeder bestraft wird, der den Vogel beleidigt.
Das „GelĂ€chter“ der Vögel, das sie mit Vorliebe im Chor vortragen, beginnt zunĂ€chst recht leise und steigert sich irgendwann zu einem dröhnenden Geschrei, das ihnen dazu dient, ihr Territorium abzugrenzen.
Kookaburras werden bis zu 48 Zentimeter groß, FlĂŒgel und Schwanz sind ziemlich kurz, ihr Gefieder ist am RĂŒcken braun-grau, am Bauch und Hals weiß gefĂ€rbt. MĂ€nnchen und Weibchen sind Ă€ußerlich kaum zu unterscheiden. Hat sich ein PĂ€rchen gefunden, so bleiben sie sich ein Leben lang treu. Ihre Eier brĂŒten sie abwechselnd gemeinsam aus und auch bei der Aufzucht sind immer beide Elternvögel beteiligt.
Das Kookaburra-PĂ€rchen bewohnt im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Keas ein großes Gehege. Die lebhaften und neugierigen Keas sind grundsĂ€tzlich nicht allzu zartfĂŒhlend, wenn es um das Zusammenleben mit anderen Tieren geht. Ihr Spieltrieb und Ihre Intelligenz verleiten sie gerne dazu zu testen, wie weit sie bei neuen Mitbewohnern gehen können. Doch schon nach recht kurzer Zeit wurden die beiden Kookaburras akzeptiert und inzwischen ist die gemischte Wohngemeinschaft ein schönes Beispiel fĂŒr eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Vogelarten in einem Gehege.

Foto: Zoo Heidelberg
(01.08.2012, 16:20)
Zoo Heidelberg :   AusflĂŒge ins GrĂŒne: Sumatratiger Asim hat sich gut im Zoo Heidelberg eingelebt

Sumatratiger „Asim“ geht es sichtlich gut. Der junge Tiger, der vor etwa einem Monat im Zoo Heidelberg angekommen ist, durfte diese Woche bei strahlendem Sonnenschein zum ersten Mal durch die großzĂŒgige Außenanlage des Tigergeheges streifen. Neugierig und ganz entspannt erkundete der junge Kater jeden Winkel der grĂŒnen Anlage, bevor er sich, etwas mĂŒde von den vielen neuen EindrĂŒcken, aber sichtlich zufrieden, im Schatten der dichten BambusstrĂ€ucher niederließ. Doch wie alle (Tier-) Kinder hielt es auch den einjĂ€hrigen Asim nicht lange tatenlos am Boden – nach einer kurzen Ruhepause setzte er seine Erkundungstour fort und ließ sich dabei wunderbar durch die Glasscheiben der beiden Pavillons am Außengehege beobachten.
Die ersten Wochen im Zoo Heidelberg verbrachte Asim in seinem Innengehege des Raubtierhauses, um ihn behutsam an seine neue Umgebung und Pfleger zu gewöhnen. ZusĂ€tzlich hatte Asims „Nachbarin“, die alteingesessene Tigerdame „Kim“, den alleinigen Anspruch auf die Nutzung des Außengeheges. „Wir gehen da ganz mit dem Tempo des Tieres. Asim sollte so viel Zeit bekommen, wie er braucht, um sich an unbekannte EindrĂŒcke, GerĂ€usche und GerĂŒche zu gewöhnen“, erklĂ€rt Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. Seine ĂŒber 30-jĂ€hrige Erfahrung mit Raubtieren gibt ihm Recht. Von Tag zu Tag wurde der junge Tiger selbstsicherer und nachdem „Kim“ vergangene Woche schließlich in ihr neues Zuhause, den Zoo Ålborg, umgezogen ist, stand Asims Eroberung des großen Außenbereichs nichts mehr im Wege. ZunĂ€chst lernte er das kleinere „Spielzimmer“ der Außenanlage kennen, das neben vielen Klettermöglichkeiten auch etliche Utensilien zur BeschĂ€ftigung, wie BĂ€lle oder Schaukeln, bereithĂ€lt. Nun kann Asim auch den großen Dschungelbereich des Außengeheges fĂŒr sich entdecken, der viele RĂŒckzugsmöglichkeiten und sogar einen eigenen Bachlauf bietet. Hier kann Asim nach Herzenslust umherstreifen oder in der Sonne dösen.
Lange wird Asim aber nicht mehr alleine sein. Bald wird ihm eine junge Tigerdame aus dem Zoo Chester in England Gesellschaft leisten. Mit dem jungen TigerpÀrchen möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten.
In europĂ€ischen Zoos leben nur etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms zentral gefĂŒhrt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der indonesischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natĂŒrlichen Lebensraum nur noch auf 400 bis 500 Tiere geschĂ€tzt. Er gilt als stark bedroht. Neben der Zerstörung seines Lebensraumes – ein großer Teil des Regenwaldes fĂ€llt Plantagen fĂŒr die Produktion von Palmöl zum Opfer – ist die Wilderei Hauptursache fĂŒr den RĂŒckgang des Bestandes. Leider verspricht der Handel mit den verschiedenen Körperteilen des Tigers, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet werden, riesige Gewinne.

Foto: Heidrun Knigge
(25.07.2012, 09:41)
Zoo Heidelberg :   Seltener gefiederter Nachwuchs im Zoo Heidelberg

Der Klapperstorch war in den letzten Wochen im Vogelrevier im Zoo Heidelberg fleißig unterwegs und hat nicht nur seinen Verwandten, den Schwarzstörchen, sondern auch dem Sonnenrallen-PĂ€rchen ein gesundes KĂŒken beschert. Beide Jungtiere sind wohlauf und werden von ihren Eltern hingebungsvoll umsorgt und beschĂŒtzt.
Sonnenrallen gehören in zoologischen GĂ€rten zu den Vogelarten, die nicht so hĂ€ufig zur Brut schreiten und deren Bestand in einem EuropĂ€ischen Zuchtbuch betreut wird. Deshalb ist man im Zoo Heidelberg besonders froh ĂŒber die erfolgreiche Nachzucht dieser schönen Vogelart aus den Tropen Lateinamerikas. Ihr Lebensraum sind Fluss- und Seeufer innerhalb tropischer RegenwĂ€lder. Das Gefieder der Sonnenralle ist markant schwarz, weiß, rotbraun und gelblich gemustert. AuffĂ€llig sind die großen Augenflecke auf der FlĂŒgeloberseite. Wenn sie ihre großen, runden FlĂŒgel auffĂ€chert, etwa wĂ€hrend der Balz oder in Drohstellung, kommt diese Zeichnung erst voll zur Geltung.
Die Aufzucht teilt sich das monogam lebende Elternpaar fair unter sich auf: Beide sind zu gleichen Teilen fĂŒr das BrĂŒten zustĂ€ndig, wobei der nicht-brĂŒtende Elternteil seinen Partner –und inzwischen auch das noch flauschige Jungtier – mit Futter versorgt. Vermeintlichen Gefahren stellen sich die Eltern todesmutig in den Weg – fauchend, mit geschwellter Brust und aufgestelltem Schwanz gehen sie auf alles und jeden los, der sich zu nahe an das Nest heran wagt. Das muss auch Faultier „Wilma“ auf ihren SpaziergĂ€ngen durch das Gehege gelegentlich am eigenen Leib erfahren. Sie weicht dem mit Moos gestalteten Nest aus, zeigt sich ansonsten vom Imponiergehabe des wĂŒtenden, jedoch gerade einmal rund 200 Gramm schweren Vogels aber sichtlich unbeeindruckt. Die DrohgebĂ€rden sind trotzdem gerechtfertigt, denn die kleinen KĂŒken sind sehr unselbststĂ€ndig und werden erst nach 22 bis 30 Tagen flĂŒgge. In dieser Zeit sind sie besonders anfĂ€llig fĂŒr Gefahren und deswegen auf den Schutz der Elterntiere angewiesen.

Auch die Schwarzstorcheltern leben monogam und kĂŒmmern sich abwechselnd um ihren Nachwuchs, der bereits das metallisch-glĂ€nzende schwarze Gefieder ausbildet, das fĂŒr den Schwarzstorch so typisch ist. Die ersten drei bis vier Wochen steht er unter stĂ€ndiger Beobachtung seiner Eltern, die, genau wie die Sonnenralle, etwaige Eindringlinge energisch abwehren. Hierbei zeigen die sehr stimmbegabten Vögel vollen Körpereinsatz: UnterstĂŒtzt durch stöhnende Rufe vollfĂŒhren sie mit schlĂ€ngelnden Kopfbewegungen einen regelrechten „Tanz“, um ihre Feinde zu beeindrucken.
Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Weißstorch, ist der Schwarzstorch ein KulturflĂŒchter, der sehr scheu ist und besonders in der Paarungs- und Brutzeit ausgesprochen sensibel auf Störungen reagiert. Deswegen ist die Nachzucht dieser empfindlichen Vögel besonders schwierig. Schon vor drei Jahren hatten die Schwarzstörche hoffnungsvolle Brutversuche gestartet, doch bis heuer musste der Zoo auf den ersten Aufzuchterfolg warten. Umso glĂŒcklicher ist man im Vogelrevier ĂŒber das schwarzgefiederte Junge: „Das Revier ist sehr stolz, nach so vielen Jahren gesunden Nachwuchs zu haben, der von den Eltern aufgezogen wird“, berichtet Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers.
Die Sonnenrallen leben in der SĂŒdamerika-Voliere neben dem Elefantenhaus. Sie teilen sich das Freiflug-Gehege mit verschiedenen anderen Vogelarten und der Faultier-Familie. Die Schwarzstörche sind zusammen mit den Waldrappen in den Ibis-Volieren bei der Robbenanlage untergebracht.

Foto: Sonnenrallen-KĂŒken mit Eltern
von Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers im Zoo Heidelberg
(19.07.2012, 10:43)
Zoo Heidelberg :   Artenschutztag „SĂŒdostasien“ im Zoo Heidelberg. Europaweite Kampagne zum Schutz bedrohter Tierarten

Am Sonntag, den 15. Juli, steht der Zoo Heidelberg ganz im Zeichen des Schutzes bedrohter Tierarten in SĂŒdostasien. Im Zuge der Beteiligung des Zoos an der europaweiten Artenschutzkampagne „SĂŒdostasien 2012/2013“ können sich die Besucher an diesem Tag zwischen 12.00 und 17.00 Uhr auf spannende, interaktive Weise ĂŒber verschiedene Projekte zur Erhaltung dieses faszinierenden Lebensraums informieren. Der Erlös der jeweiligen Aktionen fließt direkt in Maßnahmen vor Ort.
Zoo und Zooschule haben ein vielfĂ€ltiges Programm aufgestellt, das ganz im Dienste der sĂŒdostasiatischen Tierwelt steht. Neben zahlreichen Schautafeln klĂ€ren InformationsstĂ€nde zu den Themen „Palmöl“ und „Fairtrade“ den Besucher ĂŒber das Leben und die Bedrohung der Tiere und darĂŒber auf, wie das eigene Konsumverhalten zum Artenschutz beitragen kann. Die InfostĂ€nde finden sich im Eingangsbereich des Menschenaffenhauses und beim Raubtierhaus. Zudem gibt es gesonderte „SĂŒdostasien“-FĂŒhrungen, die von den Zoorangern der Zooschule angeleitet werden. Diese starten um 13.00 Uhr, 14.00 Uhr und 15.00 Uhr am Wunschbrunnen im Eingangsbereich.
Auf spielerische Art können Kinder und Jugendliche im Eingangsbereich die sĂŒdostasiatische Tierwelt kennenlernen und gleichzeitig noch den Zoo verschönern: Der große Holzzaun, der wegen des Umbaus des BĂ€rengeheges aufgestellt wurde, wird mit den Silhouetten typischer SĂŒdostasien-Bewohner verziert, die nur darauf warten, leuchtendbunt ausgemalt zu werden. Die Farben hierfĂŒr stellt der Zoo bereit. Hat sich ein fleißiger Maler in eines der Tiere besonders verliebt, besteht die Möglichkeit, an einem weiteren Stand Buttons mit den Motiven der Tiere zu erstehen. DarĂŒber hinaus kann man am Losstand mit ein bisschen GlĂŒck unter anderem attraktive Preise aus dem neu eröffneten Zooshop gewinnen.
ZusĂ€tzlich zu den regulĂ€ren FĂŒtterungen gibt es mehrere SonderfĂŒtterungen: Um 15.00 Uhr findet eine kommentierte MenschenaffenfĂŒtterung statt, bei der vor allem die sĂŒdostasiatischen Orang-Utans im Mittelpunkt stehen werden.
Eine ganz besondere Erfahrung wird um 13.30 Uhr bei den Asiatischen Elefanten ermöglicht: FĂŒr eine kleine Spende dĂŒrfen sich die Besucher im Apfelweitwurf ĂŒben und Thai, Voi Nam, Tarak und Gandhi mit den fliegenden Leckerbissen versorgen. Auch wenige Meter weiter darf mitgemacht werden: Die quirligen Kurzkrallenotter warten ab 14.00 Uhr darauf, von den Besuchern mit ihrer Leibspeise, den Miesmuscheln, gefĂŒttert zu werden und lassen sich gewiss einige KunststĂŒckchen einfallen, um sich eine möglichst große Portion abzuholen. Gleich nebenan werden um 14.30 Uhr die neugierigen Binturongs von den Tierpflegern mit BeschĂ€ftigungsfutter verwöhnt.
Der Aktionstag zugunsten bedrohter Tierarten in SĂŒdostasien verspricht nicht nur vielseitige Unterhaltung. Mit dem Besuch und der Teilnahme an den Aktionen leisten ZoogĂ€ste gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.
Der EuropĂ€ische Zoo- und Aquarienverband EAZA fĂŒhrt seit 2000 jedes Jahr eine Kampagne durch, um Artenschutzprojekte zu unterstĂŒtzen. Wie alle Zoos, die Mitglied der EAZA sind, nimmt auch der Zoo Heidelberg regelmĂ€ĂŸig mit eigenen Aktionen teil. Die Hauptziele der Kampagnen sind, auf bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen und entsprechende Projekte mit Geldspenden zu unterstĂŒtzen. Die EAZA-Kampagne 2012/2013 widmet sich bedrohten Tierarten in SĂŒdostasien und möchte auch auf kleinere, unbekannte Tierarten (ab einem Kilo Gewicht) aufmerksam machen, die in ihrem Lebensraum ebenso gefĂ€hrdet sind wie die großen bekannten asiatischen "Flaggschifftierarten", wie z.B. Tiger oder Orang-Utan. Ziel der „EAZA Southeast Asia Campaign“ ist es, einen Fond in Höhe von 750.000 Euro einzurichten. Die Gelder fließen in nachhaltige Projekte vor Ort. Auch im Zoo Heidelberg leben zahlreiche Tiere aus SĂŒdostasien, wie zum Beispiel Sumatra-Tiger, Asiatischer Elefant, Orang-Utans, asiatische Kurzkrallenotter, Binturongs, Asiatische Goldkatze, Spitzhörnchen, Papua-Hornvogel


Hintergrundinformation:

Mystisch ist das richtige Wort, um SĂŒdostasien und die dort lebenden geheimnisvollen Tiere zu beschreiben. In den undurchdringlichen WĂ€ldern Malaysias, Vietnams, Myanmars und den Philippinen kann man vielen seltenen und einzigartigen Tieren, wie den scheuen Saolas, den imposanten Kaiserreihern oder den kraftvollen Sunda-Gavialen, einer kleinen Krokodilart, begegnen.
Die meisten dieser Tiere sind weltweit unbekannt. So wurden die schönen Saolas erst 1993 in den regenreichen WĂ€ldern Vietnams entdeckt, was als Sensation galt, da Ende des 20. Jahrhunderts sehr selten neue SĂ€ugetierarten entdeckt wurden. Eine Saola (lat. Pseudoryx nghetinhensis) oder Vietnamesisches Waldrind ist eine bis zu einem Meter große Mischung aus Rind und Antilope und kann bis heute nicht eindeutig einer Gattung zugerechnet werden. Wurden die braunen Tiere mit dem grazilen Kopf frĂŒher wegen ihrer beiden Hörner, die bis zu 50 Zentimeter lang werden können, noch zu den Ziegenartigen gezĂ€hlt, ist heute die Verwandtschaft mit Rindern belegt. Saolas zĂ€hlen heute zu den seltensten Huftieren der Welt.
Die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr die einzigartigen Bewohner SĂŒdostasiens ist der illegale Handel, fĂŒr den sie aus verschiedenen GrĂŒnden gejagt und getötet werden.
Der Handel mit Haustieren und TrophĂ€en ist ein großes Problem. So findet man auf vielen asiatischen MĂ€rkten illegale Wildtierprodukte wie Modeartikel, KunstgegenstĂ€nde und JagdtrophĂ€en, die als Souvenir, teures Geschenk oder prestigevolles Statussymbol an Touristen und Einheimische verkauft werden. Von der IUCN (internationale Union fĂŒr die Bewahrung der Natur und natĂŒrlicher Ressourcen) werden die sanften Saolas wie auch die eleganten Kaiserreiher (lat. Ardea insignis) als „critically endangered“, also „vom Aussterben bedroht“ eingestuft, die kleinen Sunda-Gaviale (lat. Tomistoma schlegelii) als „endangered“, also „stark gefĂ€hrdet“ und die mĂ€chtigen Gaur (lat. Bos gaurus), eine asiatische Rinderart, als „gefĂ€hrdet“ („vulnerable“).

GefÀhrdung und Aberglaube
FĂŒr die die traditionelle asiatische Medizin wird nach wie vor Wilderei betrieben. Manchen Tieren bzw. Tierteilen, wie einem Schildkrötenpanzer oder einem Horn, werden immense HeilkrĂ€fte zugeschrieben. Daher werden diese immer noch in HeiltrĂ€nken und Heilpulvern verwendet. Als proteinreiche Nahrungslieferanten werden die schönen Tiere nicht unbedingt zum Nahrungserwerb gejagt, sondern vielmehr aus dem Glauben heraus, dass StĂ€rke, Kraft und Potenz des getöteten Tieres mit dem Verspeisen auf den JĂ€ger ĂŒbergehen.

Lebensraumverlust
FĂŒr die faszinierenden sĂŒdostasiatischen Tiere ist der enorme Verlust ihrer LebensrĂ€ume neben dem illegalen Handel die gravierendste Gefahr durch den Menschen. So werden vermehrt Straßen in bis jetzt unberĂŒhrte Gebiete gebaut, was wiederum den illegalen Handel begĂŒnstigt, da nun einfacher in die artenreichen WĂ€lder SĂŒdostasiens vorgedrungen werden kann und gejagte Tiere leichter abtransportiert werden können. In Vietnam fĂŒhrt zum Beispiel die Ho Chi Minh Road quer durch die Annamite Mountains, einem der wichtigsten LebensrĂ€ume der Saolas.
GeschĂŒtzt werden mĂŒssen aber nicht nur die WĂ€lder, sondern auch die außergewöhnlichen Feuchtgebiete in den großen Flussdeltas SĂŒdostasiens, da sie einen unvergleichlichen Lebensraum darstellen, sich leider auch fĂŒr die Landwirtschaft eignen und daher fast immer in fruchtbares Ackerland umgewandelt werden. Als untergeordnete Bedrohungen können allgemein die Umweltverschmutzung, die wachsende Bevölkerung und der damit einhergehende Platzmangel und die Einwanderungen neuer, nicht-sĂŒdostasiatischer Spezies genannt werden, die die einheimischen Arten verdrĂ€ngen.

Foto von David Hulse: Saola
(10.07.2012, 11:55)
Holger Wientjes :   Tolles Ergebnis fĂŒr Heidelberg ! Dann hoffe ich ÂŽmal, dass die Verantwortlichen an entsprechender Stelle erkennen (wenn nicht schon geschehen), wie wertvoll ihr Zoo ist !!
(05.07.2012, 10:47)
Zoo Heidelberg :   Besucher sind begeistert vom Zoo Heidelberg
Touristische und wirtschaftliche Bedeutung des Zoos fĂŒr Heidelberg höher als angenommen

Die unabhĂ€ngige Befragung der „Arbeitsgruppe fĂŒr empirische Bildungsforschung e.V.“ (Heidelberg) zur Zufriedenheit der Besucher mit dem Zoo Heidelberg macht deutlich: Die Besucher sind begeistert von dem, was ihnen der Heidelberger Zoo zu bieten hat. Insgesamt wird der Zoo mit einer ĂŒberragenden Gesamtnote von 1,75 beurteilt. Weit ĂŒber 80% der befragten Zoobesucher beurteilten ihren Tag im Zoo mit „sehr gut“ oder „gut“. DarĂŒber hinaus zeigt das Ergebnis aber auch, dass der Zoo fĂŒr die Stadt Heidelberg wirtschaftlich und auch touristisch an Bedeutung gewinnt.
Die Arbeitsgruppe fĂŒr empirische Bildungsforschung konzipierte gemeinsam mit dem Zoo einen Fragebogen, der mit knapp 40 Fragen ein detailliertes Bild des Publikums erhob. In drei ErhebungszeitrĂ€umen in den Monaten August und September/Oktober 2011 und Februar 2012 wurden mehr als 1.700 Personen befragt. Die Auswertung der dabei gewonnenen Fragebögen ergab detaillierte Ergebnisse zur Zufriedenheit mit dem Zoobesuch, zur Herkunft des Publikums, zum Anteil von Familien mit Kindern und zur Familienfreundlichkeit des Zoos. Erhoben wurde auch die Bewertung des Eintrittspreises, der Anteil von touristischen Besuchern und die weiteren AktivitĂ€ten in Heidelberg, die mit dem Zoobesuch verbunden wurden.
Besonderes Highlight des Zoos ist nach Meinung der Besucher das im Sommer 2010 eröffnete Elefantenhaus. Aber auch sonst sieht sich der Zoo im Aufwind: Sehr viele der Befragten lobten die positive Entwicklung der gesamten Zooanlage in den letzten Jahren. Auch die Familienfreundlichkeit des Heidelberger Zoos bekommt durchweg positive Noten: Insgesamt 84% stimmten durchschnittlich mit „sehr gut“ oder „gut“. Da der Zoo vorrangig von Familien mit kleinen Kindern besucht wird, sind die vorhandenen Spielmöglichkeiten ein wichtiger Faktor fĂŒr das positive „Freizeiterlebnis Zoo“. Diese hohe Akzeptanz des Zoos macht sich auch bei der Bewertung des Eintrittspreises bemerkbar: Kaum jemand findet den Zoo zu teuer, 83% finden den Eintrittspreis angemessen oder sogar gĂŒnstig.
Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann freut sich ĂŒber das Ergebnis der reprĂ€sentativen Befragung, „weil die Besucher die Entwicklung unseres Zoos positiv wahrnehmen und dies nun auch durch eine unabhĂ€ngige Befragung bestĂ€tigt wurde“.
Sehr interessant ist das Ergebnis hinsichtlich der Anziehungskraft und damit letztlich auch der wirtschaftlichen Bedeutung des Zoos fĂŒr die Stadt Heidelberg: 20 Prozent des Publikums kam direkt aus Heidelberg. Legt man die Gesamtbesucherzahl des Jahres 2011 (600.000) zu Grunde, waren das 120.000 Personen. 480.000 Besucher kamen jedoch von weiter her. Unter ihnen ist die grĂ¶ĂŸte Gruppe (31% bzw. 180.000 Personen) aus der Umgebung im 20 Kilometer-Umkreis der Stadt. Noch einmal 10% kamen aus den StĂ€dten Mannheim und Ludwigshafen. Fasst man diese drei Gruppen als „Rhein-Neckar-Publikum“ zusammen, so macht dieses Publikumssegment rund 61% aus. Aus dem ĂŒbrigen Baden-WĂŒrttemberg und dem ĂŒbrigen Rheinland-Pfalz kamen 24% der Besucher.
Von weiter weg kamen Besucher aus Hessen (9%), andere BundeslÀnder und Ausland (6%), das sind hochgerechnet 90.000 Besucher pro Jahr.
Von besonderem Interesse war daher, ob die nicht-Heidelberger Besucher – außer dem Zoobesuch – am gleichen Tag noch etwas anderes in Heidelberg unternommen haben. Ergebnis: Je nach Herkunft waren zwischen 30% und 60% aller Befragten am Tag des Zoobesuchs auch sonst noch in der Stadt unterwegs. Die wichtigste AktivitĂ€t war der Besuch der Heidelberger Altstadt, oft verbunden mit einem Einkaufsbummel und auch der Besichtigung des Schlosses. Auf die Gesamtbesucherzahl im Jahr 2011 hochgerechnet, haben 30.000 Personen ihren Zoobesuch mit einem Restaurantbesuch verbunden und 10.000 mit einer HotelĂŒbernachtung.
Dr. Ulrich Paatsch von der Heidelberger „Arbeitsgruppe fĂŒr empirische Bildungsforschung“ betont, dass der Heidelberger Zoo in erster Linie ein Magnet fĂŒr die Bevölkerung in und um Heidelberg ist. „Das Ergebnis zeigt aber auch, wie weitrĂ€umig der Zoo Heidelberg inzwischen als Tagesausflugsziel genutzt wird. Vor allem im Sommer trifft man TagesausflĂŒgler und Kurzurlauber an, die aus dem ĂŒbrigen Baden-WĂŒrttemberg, Hessen und aus Rheinland-Pfalz stammen. Das ist ein deutlicher Beleg fĂŒr die hohe AttraktivitĂ€t des Heidelberger Zoos als Ausflugsziel“.

Foto von Heidrun Knigge:
FĂŒr viele Besucher eines der Highlights im Zoo Heidelberg - das Elefantenhaus und die jungen Elefantenbullen; hier Voi Nam und Tarak beim Baden
(05.07.2012, 08:31)
Zoo Heidelberg :   Asim ist da: Junger Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg eingetroffen

Gesund und wohl behalten ist „Asim“, der gut einjĂ€hrige Sumatra-Tiger aus dem Zoo Frankfurt, gestern im Zoo Heidelberg angekommen. Auf seiner Fahrt wurde er von TierĂ€rztin Dr. Tessa Lohe und Tierpfleger Dirk Eichmann begleitet, nachdem er in Frankfurt zuerst in eine kurze Narkose gelegt wurde, um ihn in die Transportkiste zu verladen. „Asim“ geht es gut“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos Heidelberg. „Damit er sich in sein neues Zuhause leichter eingewöhnen kann, sollte er zunĂ€chst in Ruhe seine neuen Pfleger kennenlernen und deshalb werden wir das Raubtierhaus eventuell fĂŒr einige wenige Tage schließen.“ Das hĂ€ngt aber ganz davon ab, wie „Asim“ sich verhĂ€lt.
Mit Tigerdame Kim wird er nicht in direkten Kontakt kommen. Grund ist, dass mit Kim nach einer Empfehlung des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nicht mehr gezĂŒchtet werden darf. Sie wird nach Aalborg in DĂ€nemark umziehen. Wohl aber werden die beiden sich hinter ihren jeweiligen Gehegen noch beschnuppern können. „Asim“ wird jedoch nicht lange alleine bleiben mĂŒssen. Eine junge, hĂŒbsche Tigerdame aus dem britischen Zoo Chester wird ihm in wenigen Wochen Gesellschaft leisten. Mit dem jungen TigerpĂ€rchen möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. „Wir wĂŒnschen uns natĂŒrlich, dass die beiden jungen Tiger sich gut verstehen werden“, hofft Reichler, „die Chancen stehen bei so jungen Tieren jedoch gut“.
Die Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg leben in drei komfortablen Gehegen. Das Innengehege ist abteilbar und mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt, dessen Geruch die Tiere sehr schĂ€tzen und ihnen weiche LiegeplĂ€tze ermöglicht. Im Außenbereich bietet das sogenannte „Tigerspielzimmer“ mit Schaukel, Wasserstelle, Spiel- und FutterbĂ€llen und unterschiedlich hohen LiegeplĂ€tzen Abwechslung. Das angrenzende Landschaftsgehege mit Bambus, Naturfelsen und dem von Wasserpflanzen gesĂ€umten Bachlauf zeigt die Tiger in einem weitlĂ€ufigen, naturnahen Lebensraum. Die Besucher können die Tiere durch Panzerglasscheiben oder ein leichtes Drahtgeflecht hautnah erleben.
In europĂ€ischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms zentral gefĂŒhrt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der sĂŒdostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natĂŒrlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschĂ€tzt und er gilt als stark bedroht.
(28.06.2012, 11:28)
Zoo Heidelberg :   Der Zoo Heidelberg erhĂ€lt jungen Tiger aus dem Zoo Frankfurt

In den Zoo Heidelberg wird demnĂ€chst ein junger Sumatra-Tiger aus dem Zoo Frankfurt einziehen. Die beiden knapp einjĂ€hrigen Tigerkater im Zoo Frankfurt werden allmĂ€hlich erwachsen. In wenigen Wochen werden „Asim“ und „Taru“ abgegeben, denn auch in freier Wildbahn trennen sich junge Tiger nach etwa einem Jahr von der Mutter. Einer der Tiger kommt nun in den Zoo Heidelberg.
Nachdem Tigerkater Sabu im Oktober 2011 in hohem Alter verstarb, war der Zoo Heidelberg gemeinsam mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm auf der Suche nach einem geeigneten ZuchtpĂ€rchen. Tigerdame Kim, die im Zoo Heidelberg zweimal fĂŒr Nachwuchs gesorgt hat, wird im Laufe des Sommers in den Zoo nach Aalborg (DĂ€nemark) umziehen. Im Gegenzug erhĂ€lt der Zoo Heidelberg eine junge Tigerdame aus dem britischen Zoo Chester. Mit dem neuen Tigerpaar möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten.
In europĂ€ischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms zentral gefĂŒhrt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der sĂŒdostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natĂŒrlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschĂ€tzt und er gilt als stark bedroht.
(18.06.2012, 12:04)
Michael Mettler :   Man stimmt die Besucher mit Delfingezwitscher auf den Heidelberger Zoo ein...?
(18.06.2012, 11:11)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Service-Center feierlich eröffnet. Zoobesuch beginnt nun schon im Parkhaus

Die Wetterfee meinte es gut, als pĂŒnktlich zur offiziellen Eröffnung des neuen Service-Centers die Wolken aufbrachen. Afrikanischer Trommelwirbel begrĂŒĂŸte die GĂ€ste, ein Fantasiewesen mit Löwengesicht – ein in Bodypaintkunst bemalter junger Mann – durchschritt die Menge auf Stelzen und begeisterte Jung und Alt.
Nach weniger als einem Jahr Bauzeit ist der ungewöhnliche GebĂ€udekomplex, der das Parkhaus, den Zooeingang und den neuen, großzĂŒgigen Zoo-Shop integriert, fĂŒr die Besucher geöffnet. Bereits Ende MĂ€rz 2012 ging das 3,3 Millionen Euro teure Zoo-Parkhaus in Betrieb. Weitere 1,9 Millionen Euro hat der neue Eingangsbereich samt Zoo-Shop gekostet. Neu ist, dass der Zooshop, der von Schleichtieren ĂŒber ausgewĂ€hlte KinderbĂŒcher bis hin zu Accessoires ein großes Sortiment bietet, nun auch von Kunden besucht werden kann, die nur einkaufen möchten.
In seiner BegrĂŒĂŸung lobte Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann seine Mitarbeiter, „die sich mit Ideen, Können und Erfahrung eingebracht haben“. Frank-Dieter Heck, kaufmĂ€nnischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer, bedankte sich bei den beteiligten Firmen: „Die Integration einer GebĂ€udehĂŒlle fĂŒr ein Parkhaus, einen Zooeingang und Shop ist ĂŒberhaupt nicht alltĂ€glich“, so Heck. Dem konnte sich der Heidelberger OberbĂŒrgermeister Dr. Eckart WĂŒrzner nur anschließen. „Mein besonderer GlĂŒckwunsch geht an alle, die das Projekt verwirklicht haben. Das war ein wegweisender Schritt“.
Besucher des Zoos parken nicht mehr auf einem normalen Parkplatz, der ĂŒberall sein könnte. Schon bei der Einfahrt in das 399 PlĂ€tze bietende Parkhaus werden sie von riesigen Bildern der Elefanten und Zebras begrĂŒĂŸt. Die gesamte Nord-Außenfassade zur Straße hin wurde mit Aluminium-Lamellen verkleidet, die von der einen Seite eine Elefantenherde zeigen und von der anderen Seite eine Zebraherde. Ein wahrer Blickfang. Schon bei der AnnĂ€herung an das Treppenhaus des Parkhauses wird der Besucher erneut auf den Zoo eingestimmt: Die einzelnen Etagen sind thematisch gestaltet: Ganz oben segeln Adler, Bussarde und Schwalben durch das lichte Blau des Himmels, eine Etage tiefer klettern Steinbock und GĂ€mse ĂŒber die Felsen des Gebirges, auf den unteren Stockwerken folgen die Affen im Regenwald, Löwe, Flusspferd, Elefant & Co in der Savanne und Delfine und Robben des Meeres. Dem optischen Eindruck steht der akustische nicht nach: Über Lautsprecher auf allen Etagen wird vom schrillen Schrei des Adlers ĂŒber das LöwengebrĂŒll bis zum Zwitschern der Delfine auch das Ohr auf Zoo gestimmt. Im Erdgeschoss befinden sich nicht nur die Parkscheinautomaten, auch ein Geldautomat der Sparkasse steht rund um die Uhr zur VerfĂŒgung. Dann betritt der Besucher den Zoo-Eingang. Wer nach langer Autofahrt ein dringendes BedĂŒrfnis spĂŒrt, findet die ersten Toiletten bereits vor der Zookasse. Die Besucher können sich anhand von FaltblĂ€ttern und Bildschirmen ĂŒber die wichtigsten Fakten und Neuigkeiten vorinformieren und die GoldstachelmĂ€use in ihrem gerĂ€umigen Terrarium bewundern, bevor sie eine Eintrittskarte lösen.
„Das neue Service-Center“, so der Zoodirektor, „setzt einen neuen Maßstab. Jetzt muss es weitergehen. Zur Erweiterung des Zoo gibt es keine Alternative.“

Foto: Antje Hoyer
(18.06.2012, 10:52)
cajun :   Afrikanische Bergziegen?? :-)
(06.06.2012, 20:27)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Gehege der Rhesusaffen wird umfassend renoviert

Im Zoo Heidelberg ist die Gruppe der Rhesusaffen vorĂŒbergehend hinter die Kulissen umgezogen. Das Gehege der munteren Affen im Eingangsbereich des Zoos ist in die Jahre gekommen und wird nun von Grund auf renoviert.
Das großzĂŒgige Gehege zĂ€hlt zu den alten Anlagen im Zoo und wurde bereits vor 1956 angelegt. Hinsichtlich der Gestaltung erreicht die Anlage ein neues Niveau: Im Laufe der Umbauarbeiten in den kommenden Wochen wird das Gehege ebenerdig aufgefĂŒllt. Neue Gestaltungselemente wie Naturboden, unterschiedliche GelĂ€ndehöhen und ein Teich geben dem Besucher neue, interessante Einblicke. Felsblöcke und Baumkronen bieten fĂŒr die Tiere Versteckmöglichkeiten oder Witterungsschutz. Der vielseitig strukturierte Kletterspielplatz mit Schaukelseilen, SteintĂŒrmchen und Ästen bleibt natĂŒrlich erhalten.
Die Umbauarbeiten sollen bis Anfang August 2012 abgeschlossen sein. Dann ist die vielköpfige Rhesusaffengruppe, die gemeinsam mit drei afrikanischen Bergziegen und einem indischen Mungo die Anlage bewohnt, wieder zu sehen.
Die Rhesusaffen sind bei den Besuchern sehr beliebt, da immer etwas los ist. Vor allem ermöglicht die Wohngemeinschaft mit den Ziegen nicht nur beiden recht unterschiedlichen Tierarten eine tĂ€gliche und willkommene Abwechslung. Zoobesucher und Fotografen freuen sich immer wieder ĂŒber ausgesprochen unterhaltsame Anblicke und witzige Fotomotive. Die Ă€ußerst geduldigen Ziegen scheinen es nĂ€mlich zu genießen, wenn möglichst viele der munteren Rhesusaffen gleichzeitig auf ihnen herumturnen oder ihnen als komfortables Ruhekissen zu dienen.

Foto: Peter Bastian
Gelungene Wohngemeinschaft – Rhesusaffen und Ziegen mögen sich.
(06.06.2012, 16:09)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Das lang erwartete Zebra-Fohlen ist da!

Am 20. Mai kam im Zoo Heidelberg ein gesundes Zebra zur Welt. Mutter des quicklebendigen Fohlens ist Damara-Zebrastute Kijana, die seit MĂ€rz 2011 im Zoo Heidelberg lebt und sich liebevoll um ihr erstes Kind kĂŒmmert. Vater ist der Hengst Ngoro, der mit wachem Auge den Überblick ĂŒber seine wachsende Herde behĂ€lt.
Das Hengstfohlen erkundet schon neugierig sein neues Zuhause. Es springt und galoppiert durch das Gehege, bleibt dabei jedoch immer in der NĂ€he seiner Mutter.
Direkt nach der Geburt wird das junge Fohlen ausgiebig von der Mutter belegt. Dieses Verhalten ist wichtig fĂŒr die erste Bindung zwischen Mutter und Kind. In den ersten Lebenstagen hĂ€lt die Mutter das Fohlen von der Gruppe fern, um es ganz auf sich zu prĂ€gen. Um eine FehlprĂ€gung des Fohlens an ein falsches Muttertier zu verhindern, sind Zebrastuten wĂ€hrend der ersten Tage nach der Geburt Ă€ußerst angriffslustig und vertreiben alle Sozialpartner, selbst den stĂ€rkeren Hengst. Auch die neugierigen Stuten Heidi, Hilda und Angela, die von den Tierpflegern liebevoll die „drei MĂ€dels von der Tankstelle“ genannt werden, dĂŒrfen sich dem Jungtier nicht nĂ€hern. Nach ungefĂ€hr einer Woche lĂ€sst dieses Verhalten aber nach und das Jungtier darf mit seinen Artgenossen Kontakt aufnehmen.
Damara-Zebras sind eine Unterart des in Ost- und SĂŒdafrika weit verbreiteten Steppenzebras. Sie unterscheiden sich von anderen Unterarten wie dem Böhm- Zebra Ostafrikas durch die schwachen oder gar nicht gestreiften Beine und die breiten Streifen mit deutlichen braunen Schattenstreifen zwischen dem ĂŒblichen schwarz-weißen Muster.
Wer das hĂŒbsche Zebrafohlen im Zoo Heidelberg besuchen möchte, findet die Zebraherde im grĂ¶ĂŸten Gehege des Zoos, der Afrikaanlage. Neben den Zebras als Charaktertiere der afrikanischen Savannen bevölkern unter anderem Blessböcke und Große Kudus die Afrikaanlage.

Foto: Heidrun Knigge
(31.05.2012, 08:43)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Fotowettbewerb der Tiergartenfreunde 2012

In Zusammenarbeit mit dem Zoo Heidelberg veranstalten die Tiergartenfreunde Heidelberg ihren 4. Fotowettbewerb unter dem Motto: „Tiere in Aktion“. Es winken attraktive Preise.

Tiere in Aktion – sie werden gefĂŒttert, sie spielen, sie schwimmen oder sie balzen um die Wette. Im Zoo Heidelberg gibt es viele schöne Motive zu entdecken. Zur Teilnahme am Fotowettbewerb dĂŒrfen bis zu fĂŒnf Fotos aus dem Jahr 2012, MindestgrĂ¶ĂŸe DIN A 4, eingesandt werden. Der Einsendeschluss ist der 15. August 2012.
Auf den Fotos sollten Vor- und Zuname, genaue Anschrift, Mail-Adresse und eventuell der Bildtitel vermerkt sein. Das Copyright bleibt grundsĂ€tzlich beim Fotografen und die Bilder mĂŒssen frei von Rechten Dritter sein.
Mit der Einsendung seiner Bilder erklĂ€rt sich der teilnehmende Fotograf bereit, dass seine Werke im Rahmen einer Ausstellung mit Namensnennung prĂ€sentiert werden dĂŒrfen. Zoo und Tiergartenfreunde möchten die zwölf schönsten Fotos im Zookalender 2013 aufzunehmen. Der Erlös ist fĂŒr die Tiere des Zoos vorgesehen. Die betreffenden Fotografen werden dann entsprechend kontaktiert.
Einsendungen können bis zum 15. August an die Adresse der Tiergartenfreunde geschickt werden:

Tiergartenfreunde Heidelberg
Stichwort „Fotowettbewerb"
Tiergartenstr. 3
69121 Heidelberg

Fragen richten Sie bitte an: grueber@tiergartenfreunde.de (Elke GrĂŒber)

Foto: 'ErdmÀnnchen und Wespe' von Rose von Selasinsky
(21.05.2012, 12:04)
Zoo Heidelberg :   Am 13. Mai ist Löwenaktionstag im Zoo Heidelberg

Im Zoo Heidelberg steht Sonntag, der 13. Mai, ganz im Zeichen der Heidelberger Löwen. Von 12.00 bis 17.00 Uhr findet ein Löwenaktionstag zugunsten der neuen Anlage fĂŒr die Löwen statt. Kleine und große Besucher können sich auf ein buntes Programm freuen. Die Aktionen finden rund um das Raubtiergehege und die Scheune des Zoos statt.
Auch die „Rhein-Neckar-Löwen“ sind mit von der Partie und unterstĂŒtzen das große Projekt des Heidelberger Zoos. Das Maskottchen der Rhein-Neckar-Löwen zeigt ein großes Herz fĂŒr Löwen und verkauft Lebkuchenherzen. An einem Stand gibt es eine Freikartenverlosung fĂŒr das Abschlussspiel der Rhein-Neckar-Löwen.
Alle Erlöse an diesem Tag fließen in das Umbauprojekt der Löwenanlage.

Das Programm im Überblick
11.00-17.00 Uhr, Waffelstand der Tiergartenfreunde, am HĂ€uschen der Tiergartenfreunde, NĂ€he Spielplatz
14.00 Uhr, Scheune: Preisverleihung Löwenwettbewerb der Zooschule.
15.30 Uhr, vor dem Raubtierhaus: Extra RaubtierbeschĂ€ftigung, lassen Sie sich ĂŒberraschen!
12.00 - 17.00 Uhr, vor der Scheune: Losverkauf mit tollen Preisen
12.00 - 17.00 Uhr, vor der Scheune: Löwenbuttons zum Anstecken
12.00 - 17.00 Uhr, vor dem Raubtierhaus: Kinderschminken mit Löwengesichtern von und mit Zauberpinselchen!
12.00 -17.00 Uhr, vor dem Raubtierhaus: Die Rhein-Neckar-Löwen unterstĂŒtzen den Umbau der Löwen-Außenanlage. Mit dabei sind Conny, das Maskottchen der Rhein-Neckar-Löwen und nette Mitarbeiter, die Tickets fĂŒr die nĂ€chsten Spiele verlosen.
12.00-17.00 Uhr, Eingangsbereich: Bunter BĂŒcherflohmarkt zum Stöbern

Foto: Rose von Selasinsky
(08.05.2012, 15:39)
Zoo Heidelberg :   Riesen-Ferkelei im Zoo Heidelberg

Mitte MĂ€rz erblickten im Zoo Heidelberg 13 quicklebendige Ferkel das Licht der Welt.
Der tierische Nachwuchs hĂ€lt seitdem Mutterschweine und natĂŒrlich auch Tierpfleger auf Trapp. Mamaschwein „Paula“, eine Mischung aus dem bekannten Iberico-Schwein, gebar fĂŒnf quirlige MĂ€dchen, die sie mit ganzer Kraft gegenĂŒber der anderen Schweinemutter „Lisbeth“ verteidigt. Lisbeth, ein hĂŒbscher Mix aus Wildschwein und „Wollsau“, gebar drei weibliche und fĂŒnf mĂ€nnliche Ferkel. Lisbeth und Paula sind von ihrem Wesen sehr unterschiedlich. Lisbeth ist ruhiger und gelassener als die nervöse Paula. Dieses Verhalten ist bei Lisbeth erblich bedingt, da sie zur HĂ€lfte ein Wildschwein ist. Beide sind zum ersten Mal Mutter geworden und versorgen ihre Rasselbande vorbildlich.
Der Vater von allen Ferkeln ist ein SchwĂ€bisch-HĂ€llisches Landschwein. Diese Rasse ist fĂŒr ihre SchwarzfĂ€rbung am Kopf, Hals und den Hinterbeinen bekannt. Darum sehen die Ferkel im Zoo Heidelberg gar nicht so aus wie ein rosa Marzipanschwein, sondern besitzen diese markante Musterung.
Mit ihren sĂŒĂŸen Knautschnasen erkunden die sieben Wochen alten Ferkel neugierig ihre neue Umgebung. Die verspielten Jungtiere fĂŒhlen sich pudelwohl und gehen, wie richtige Schweine, ihren LieblingsbeschĂ€ftigungen nach: buddeln, grunzen, sich suhlen und sich an ihren Mamas kuscheln. Wenn es ihnen nach dem Spielen draußen zu kalt wird, flitzen die Kleinen selbststĂ€ndig in den Stall und wĂ€rmen sich an der WĂ€rmelampe auf. Ihre MĂŒtter bleiben meistens alleine noch draußen.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich weltweit verschiedene Schweinerassen entwickelt. Die ZĂŒchtungen richteten sich nach den BedĂŒrfnissen der Menschen, der der jeweiligen Zeit und den UmstĂ€nden. Über viele Rassen gibt es daher nur noch rudimentĂ€re Informationen, einige sind bereits ausgestorben.
Im Zoo Heidelberg leben nicht nur exotische Tiere aus fernen LĂ€ndern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, ĂŒber die wir viel lernen können: HĂŒhner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe, Bronzeputen und Schweine. Schweine sind ganz anders als viele Menschen denken. Sie sind neugierige Tiere und erforschen ihre Umgebung sehr genau. Sie sind charmant, intelligent und einfach liebenswert.
Wer die sĂŒĂŸen Ferkel im Zoo Heidelberg besuchen möchte, findet sie am Eselgehege in unmittelbarer NĂ€he des Spielplatzes.

Foto: Madeleine Brandt, Zoo Heidelberg
(27.04.2012, 16:27)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Gesundes Gorilla-Kind geboren

Die Kinderschar in der Gorilla-Gruppe im Zoo Heidelberg wird immer grĂ¶ĂŸer: Am Samstag, den 14. April ist im Zoo Heidelberg ein kleiner Gorilla geboren worden, zehn Monate nachdem Kwame, Spross von N’Gambe, auf die Welt kam.
Die 26 Jahre alte Mutter Zsa-Zsa und ihr Neugeborenes sind wohlauf, zeigen sich aber selten den Besuchern.
Zsa-Zsa kĂŒmmert sich liebevoll um ihr Kind und ist sehr entspannt. „So ruhige erste Tage eines neugeborenen Gorillas erleben wir selten“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos. Man weiß vorher nie, wie die Mutter, auch eine erfahrene, mit dieser besonderen Situation umgeht. Zsa-Zsa macht alles richtig: Sie hĂ€lt das Junge und legt es, wenn sie schlĂ€ft, auf ihrem Bauch. Sie sucht sehr hĂ€ufig die Ruhe der SchlafrĂ€ume im Menschenaffenhaus auf und macht ihrem Ă€lterem Sohn Banjoko unmissverstĂ€ndlich klar, dass er mit dem Neugeborenen nichts zu schaffen hat. Besondere Freude kam bei den Tierpflegern auf, als sie sahen, dass der Kleine sofort und vor allem ausreichend trinkt.
In der Gorilla-Gruppe im Zoo Heidelberg leben neben dem aktuellen Nachwuchs sieben Westliche Flachland-Gorillas. Der stattliche SilberrĂŒcken Bobo (19 Jahre) fĂŒhrt eine Gruppe aus drei Weibchen – N’Gambe, Doba und Zsa-Zsa und vier Jungtieren. Banjoko wurde im Dezember 2006 geboren, Kiki im April 2007, Kwame im Juni 2011 und nun im April 2012 der jĂŒngste Nachwuchs, der wahrscheinlich ein Junge ist. Bobo ist der Vater aller Jungtiere.
In den nÀchsten Tagen wird Zsa-Zsa mit Ihrem Kind wahrscheinlich nicht so oft zu sehen sein. Gorillas sind sehr sensibel, was VerÀnderungen betrifft. Gerade an dem bevorstehenden Wochenende könnte der Zoo eventuell den Zugang zu den Gorillagehegen sperren, damit die ganze Gruppe, vor allem aber Mutter und Kind, genug Ruhe finden. Aber das hÀngt ganz davon ab, wie sich Zsa-Zsa verhÀlt. Bislang ist sie die Ruhe selbst und die Gruppe ist sehr entspannt.

Foto: Heidrun Knigge
(17.04.2012, 15:42)
Zoo Heidelberg :   Spannende Workshops fĂŒr Kinder im Heidelberger Zoo
Die bedrohte Tierwelt von Regenwald und Asien kennen- und schĂŒtzen lernen

Der europĂ€ische Verband der Zoos und Aquarien, kurz „EAZA“, ruft jedes Jahr eine besondere Naturschutzkampagne aus. Dieses Jahr geht es um SĂŒdostasien und natĂŒrlich ist auch der Heidelberger Tiergarten wieder mit verschiedenen Aktionen dabei. Die Zooschule – unter TrĂ€gerschaft der Initiative Zooerlebnis e.V. – bietet im Mai zwei Workshops mit passenden Themen an. Am Samstag, den 12. Mai dreht sich alles um den Regenwald und seine Bewohner. Wenn es dabei auch um die ernste Bedrohung vieler Tierarten geht, kommt der Spaß dennoch nicht zu kurz. An dem Ă€ußerst abwechslungsreichen Tag lernen die Kinder spielerisch den Zusammenhang kennen zwischen der Zerstörung des so weit entfernten Regenwalds und der Luft, die sie hier atmen. Ein Film ĂŒber Orang-Utans steht ebenso auf dem Programm wie ein Rundgang zu Sumatra-Tigern, Hulmans und Binturongs – einigen ganz besonderen asiatischen Tieren, die als Botschafter ihrer Art im Heidelberger Zoo leben. WĂ€hrend der Workshops lernen die jungen Forscher sie genauer kennen und erfahren, was sie selbst zu deren Schutz beitragen können. Ein Besuch bei den asiatischen Elefanten Thai, Gandhi & Co darf da natĂŒrlich nicht fehlen… Am 18. Mai, dem Freitag nach Christi Himmelfahrt, heißt es dann „Lust auf eine Reise nach Asien?“ Auch an diesem Tag werden die Kinder in eine ganz andere, geheimnisvolle Welt versetzt. Neben der BeschĂ€ftigung mit der exotischen Tierwelt können die Teilnehmer sich auch selbst einmal wie ein Kind in Asien fĂŒhlen. Wie verbringen gleichaltrige Jungen und MĂ€dchen dort ihren Tag? Was steht auf ihrem Speiseplan und welche Spiele spielen sie? Am Ende werden die Teilnehmer jedenfalls nicht nur selbstgefertigte Collagen, Blumentopfbrote und Öllampen mit nach Hause nehmen, sondern auch um viele Kenntnisse und tierische Begegnungen reicher sein!
Die Workshops richten sich an interessierte Kinder ab acht Jahren. Auf ihren imaginĂ€ren Reisen in exotische Gefilde werden sie jeweils von zwei versierten Zoorangern begleitet. Von 9:30 bis 16:30 Uhr sind die Gruppen im Zoo unterwegs, um den Regenwald oder auch Asien zu entdecken. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschrĂ€nkt. Tickets fĂŒr € 45,- gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Der Eintritt sowie ein warmes Mittagessen sind im Preis inbegriffen.
Termine: SA, 12.05.2012 „Was geht mich der Regenwald an?“ und FR, 18.05.2012 „Lust auf eine Reise nach Asien?“ Weitere Infos unter www.zooschule-heidelberg.de oder unter Tel. 06221-3955713 zu den Sprechzeiten MO 13-16 Uhr, DI+DO 10-12 Uhr sowie 13-16 Uhr.

Autor
Charlotte Nies, Initiative Zooerlebnis e.V. (gemeinnĂŒtziger TrĂ€gerverein der Zooschule Heidelberg)
Tiergartenstr. 3, 69120 Heidelberg, Tel: 06221-3955713
(17.04.2012, 12:35)
Zoo Heidelberg :   Nachwuchs bei kleinsten Primaten im Zoo: Kaiserschnurrbarttamarine und Goldgelbe LöwenĂ€ffchen

Der Zoo Heidelberg freut sich ĂŒber possierlichen und gesunden Nachwuchs bei seinen kleinsten Primaten. Anfang MĂ€rz kamen bei den Kaiserschnurrbarttamarinen Zwillinge zur Welt und bei den Goldgelben LöwenĂ€ffchen ein Jungtier.
Kaiserschnurrbarttamarine und Goldgelbe LöwenĂ€ffchen haben viel gemeinsam. Beide Arten gehören zu den Krallenaffen, kleine, allesfressende Primaten, die ausschließlich in SĂŒd- und Mittelamerika vorkommen. Die Tiere leben in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren und weisen ein stark ausgeprĂ€gtes Sozialverhalten auf. Dieses Ă€ußert sich zum Beispiel darin, dass der Nachwuchs von beiden Elternteilen gleichermaßen liebevoll umsorgt wird. Bei allen Krallenaffenarten ist vĂ€terliche FĂŒrsorge ganz normal und die MĂ€nnchen beteiligen sich intensiv an der Jungenaufzucht. Besucher können beobachten, wie die VĂ€ter Ihre Kinder auf dem RĂŒcken tragen und regelmĂ€ĂŸig der Mutter zum SĂ€ugen ĂŒberreichen. Mit rund drei Monaten wird der Nachwuchs entwöhnt und gegen Ende des zweiten Lebensjahres sind die Tiere geschlechtsreif.
Leider ist die Familienidylle der Krallenaffen in ihren HeimatlÀndern stark durch die fortschreitende Abholzung der tropischen RegenwÀlder und die Jagd bedroht.
Anfang der 80er Jahre wĂ€ren die Goldgelben LöwenĂ€ffchen fast komplett ausgerottet worden. Sie bewohnen ausschließlich die KĂŒstenregenwĂ€lder Brasiliens. Nur durch die Wiederansiedlung von im Zoo geborenen Tieren konnten die LöwenĂ€ffchen gerettet werden. Interessant zu wissen: Alle LöwenĂ€ffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch die Äffchen im Zoo Heidelberg. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewĂ€hlte zoologische GĂ€rten verliehen. Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren, bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis fĂŒr Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilien in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begrĂŒndet. Das Goldgelbe LöwenĂ€ffchen ist daher ein berĂŒhmtes und erfolgreiches Beispiel dafĂŒr, wie die Zoos zum Überleben von Tierarten im Freiland beitragen. Sie gehören zu den schönsten und auffĂ€lligsten Affen ĂŒberhaupt. Ihren Namen verdanken sie der prĂ€chtigen, goldfarbenen MĂ€hne, die das feingliedrige Gesicht umrahmt.
FĂŒr den Kaiserschnurrbarttamarin nimmt der Zoo Heidelberg seit 2011 am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) teil. Ihren Namen verdanken die Kaiserschnurrbarttamarine ĂŒbrigens ihrem langen weißen Schnurrbart, der links und rechts wie gezwirbelt absteht und an den Deutschen Kaiser Wilhelm II erinnern soll. Allerdings weisen die Bartspitzen der kleinen Affen nach unten. Der Schweizer Zoologe Emil Goeldi, der die Art fĂŒr die Wissenschaft beschrieb, gab ihm den Artnamen „imperator“ wohl als Scherz. Aus dem Scherz wurde ein Name, der nach den Regeln der wissenschaftlichen Nomenklatur die Jahrhunderte ĂŒberdauern wird. Bei den Kaiserschnurrbarttamarinen tragen auch die Damen einen Bart, und selbst die Jungtiere bekommen ihn lange bevor sie erwachsen sind.

Foto: Heidrun Knigge
LöwenĂ€ffchen mit Jungtier auf dem RĂŒcken
(11.04.2012, 07:53)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung im Zoo Heidelberg: Madagaskar – Das unbekannte Paradies

Ab dem 25. MĂ€rz prĂ€sentiert der Zoo Heidelberg Fotografien von der einzigartigen Insel Madagaskar. Madagaskar bietet ein einmaliges Naturerlebnis im Indischen Ozean. Nur wenige Menschen haben dieses Land schon einmal kennengelernt. Die Fotografin Elke GrĂŒber reist regelmĂ€ĂŸig nach Madagaskar und zeigt einen Teil Ihrer ausdrucksstarken Tier- und Naturaufnahmen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 25. MĂ€rz um 11.00 Uhr im Afrikahaus statt und kann bis Mitte Juni 2012 besichtigt werden.
Madagaskar liegt vor der OstkĂŒste Afrikas und ist die viertgrĂ¶ĂŸte Insel der Welt. Sie beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna – ĂŒber 80 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Jedoch sind die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen gezĂ€hlt, denn ihre LebensrĂ€ume schrumpfen in einem rasanten Tempo. Die Insel steht vor der Vernichtung großer Teile seiner außergewöhnlichen und einmaligen Artenvielfalt – und binnen kurzer Zeit auch vor dem Verlust vieler seiner natĂŒrlich nachwachsenden Rohstoffe. Die instabile politische Lage fĂŒhrt zudem dazu, dass von der VorgĂ€ngerregierung geplante umweltpolitische Programme und der Ausbau von SchutzflĂ€chen nur sehr zögernd umgesetzt werden.
Die Bilder von Elke GrĂŒber lassen den Betrachter die Schönheit und geheimnisvolle Faszination des unbekannten und stark bedrohten Paradieses Madagaskar spĂŒren.
Auch im Zoo Heidelberg sind einige seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern. Die eleganten und krĂ€ftigen Fossa, die grĂ¶ĂŸten Landraubtiere der Insel, und die ebenfalls zu den Raubtieren zĂ€hlenden Ringelschwanzmungos mit ihrem glĂ€nzenden weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz sowie fĂŒnf Rotbauchmakis. Rotbauchmakis zĂ€hlen zu den Lemuren, eine Primatenart, die ebenfalls nur auf Madagaskar heimisch ist. Der Name dieser Tierart leitet sich ĂŒbrigens von den „Lemures“ ab. Lemures waren in der römischen Religion die Geister von Verstorbenen. Der Bezeichnung spielt auf die oft nĂ€chtliche Lebensweise dieser Tiere ab und auf ihre großen, intensiv blickenden und leuchtenden Augen.

Foto von Elke GrĂŒber:
Indri, die grĂ¶ĂŸte noch lebende Lemurenart, östliches Madagaskar
(21.03.2012, 14:39)
Jana MĂŒller :   Mag sein, jedenfalls sahen die nicht hochtragend aus wie die im Streichelzoo. :-)
(13.03.2012, 19:04)
Jan Beensen :   ...StreicheLzoo...
(13.03.2012, 18:58)
Jan Beensen :   Meines Wissens nach leben dort die Böcke, die im Streichezoo sonst Ärger machen.
(13.03.2012, 18:45)
Jana MĂŒller :   Danke, habe es mir schon fast gedacht, aber ich war irritiert weil die ja schon im Streichelgehege sind ;-)
(13.03.2012, 16:09)
Racool :   Afrikanische Zwergziegen
(13.03.2012, 15:50)
Jana MĂŒller :   Kann mir jemand sagen, mit welcher Ziegenart die Rhesusaffen und der Indische Mungo vergesellschaftet ist?
(13.03.2012, 10:47)
Zoo Heidelberg :   Informationstage zum Feldhamster am 17. und 18. MĂ€rz im Zoo Heidelberg

Am Samstag, 17. und Sonntag, 18. MĂ€rz ist die Feldhamster-Zuchtstation im Zoo Heidelberg zwischen 10.00 und 16.00 Uhr fĂŒr Besucher geöffnet und bietet faszinierende Einblicke in die Lebensweise dieses possierlichen Feldbewohners.
Charakteristisch fĂŒr den Feldhamster ist sein auffĂ€llig buntes und fĂŒr einheimische SĂ€ugetiere einzigartiges Fell. Die Hamsterzuchtstation, die sich im Inneren der HamsterhĂŒtte befindet, gehört zum „Artenhilfsprogramm fĂŒr den Feldhamster“ der Stadt Mannheim. Derzeit leben dort 190 Feldhamster. Der Feldhamster wird im Zoo Heidelberg erfolgreich nachgezĂŒchtet. Die Jungtiere werden dann in geeigneten LebensrĂ€umen des Rhein-Neckar-Raumes ausgewildert.
Was viele nicht wissen: Gehörte der Feldhamster frĂŒher zu den hĂ€ufigsten KleinsĂ€ugern Deutschlands, so wird er heute auf der Roten Liste der gefĂ€hrdeten Tiere der Bundesrepublik Deutschland als „stark gefĂ€hrdet“ eingestuft. Die jahrzehntelange direkte Verfolgung, eine intensive Landwirtschaft sowie die zunehmende Bebauung sind die HauptgrĂŒnde fĂŒr den Niedergang der BestĂ€nde. Viele Menschen haben noch nie einen Feldhamster gesehen oder denken, es handelt sich um einen entwischten Goldhamster. 2009 zeichnete die Welt Zoo und Aquarien Organisation (WAZA) das Wiederansiedelungsprojekt fĂŒr den EuropĂ€ischen Feldhamster mit dem Zertifikat fĂŒr „In situ“ Artenschutz aus.
An dem Wochenende 17. und 18. MĂ€rz finden FĂŒhrungen durch die Station statt und Besucher haben die Möglichkeit, den beiden Diplom-Biologen Lisa Heimann und Marco Sander Löcher in den Bauch zu fragen. Wie und wo lebt der Feldhamster? Wie zieht er seinen Jungen groß? Was frisst er besonders gerne? Wie lange hĂ€lt er Winterschlaf? Stimmt es, dass seine ZĂ€hne ein Leben lang wachsen?
Die Biologen freuen sich ĂŒbrigens ĂŒber Spenden wie altes Nagerspielzeug, große LaufrĂ€der, Weidenkörbchen, alte Brotkörbchen und Nagerfutter, die direkt an der Zuchtstation an den beiden Tagen abgegeben werden können.

Fotoquelle: Ulrich Weinhold
(13.03.2012, 09:49)
RĂŒdiger :   Oh eine Verwechslung mit Vung-Tau“ kam eine neue Partnerin nach Heidelberg.Da könnte doch in absehbarer Zeitder erste Wurf erwartet werden oder ?
(01.03.2012, 15:33)
RĂŒdiger :   Was passiert bei dem neuen Goldkatzenpaar?
Hat sich der blutsfremde Kater aus MĂŒnster mit seinem neuen Weibchen schon gut angefreundet? Vielleicht sogar mehr als bschnuppert!
Gibt es Hoffnung auf eine Fortsetzung der ehemaligen Heidelberger Zucht bei dieser besonderen Specie? Viel GlĂŒck
(01.03.2012, 15:28)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Schrullig oder schillernd – an den Bronzeputen scheiden sich die Geister

Sie sind aufgeweckt, neugierig und ihrem schwarzen Gefieder, das in einem schönen Bronzeton glÀnzt und in allen Regenbogenfarben schillert, verdanken sie ihren Namen: Bronzeputen. Der Zoo Heidelberg beherbergt seit Kurzem drei Weibchen und ein MÀnnchen dieser alten und heute gefÀhrdeten Nutztierrasse. Die recht stattlichen Bronzeputen sind aktive und lauffreudige Tiere. Sobald sich ein Besucher dem Gehege nÀhert, wird mit ihm Kontakt aufgenommen. Gerne plustert sich das MÀnnchen bei der Gelegenheit auf, zeigt sein prÀchtiges Gefieder und schlÀgt ein Rad, was die Besucher und vor allem seine Frauen beeindruckt. Auch kommt es oft vor, dass die Tiere den Besucher am Gehege entlang rennend begleiten oder rasch einen Baum umrunden, was wirklich sehr lustig ist.
Ihr Äußeres mag auf den ersten Blick nicht sehr gewinnend sein – mit ihrem langgestreckten krĂ€ftigen Rumpf, kahlem Kopf und den roten Fleischwarzen am Hals gibt die Bronzepute ein etwas schrulliges Bild ab. Puten sind wie HĂŒhner sogenannte Scharrvögel. Sie sind schnelle und ausdauernde LĂ€ufer und haben eine gute Weitsicht. Zum Ruhen fliegen sie gerne auf BĂ€ume. Zu ihrer Nahrung gehören GrĂ€ser, BlĂ€tter, FrĂŒchte, Schnecken, Insekten sowie andere Kleintiere. Als Verdauungshilfen nehmen sie Sand und kleine Steinchen auf, welche die Nahrung zusĂ€tzlich zerkleinern. Weibliche Bronzeputen sind zuverlĂ€ssige BrĂŒterinnen. Eine Bronzepute legt im Jahr 20-50 Eier, die Brutzeit dauert in der Regel 28 Tage. Erst die schlĂŒpfenden Jungen geben ihr das Zeichen, nicht weiter zu brĂŒten. Sollte allerdings ein Ei taub sein, brĂŒtet die Pute dennoch weiter, bis sie verhungert. Der Mensch muss sie deshalb vom Nest nehmen, damit sie Futter und Wasser aufnimmt.
Anfang des 16ten Jahrhunderts kamen die aus Nordamerika stammenden Ahnen der heutigen Bronzeputen nach Europa. Sie gelangten ĂŒber Spanien nach England und schließlich 1533 nach Deutschland. Durch Beschaffung eines englischen Hahnes im Jahre 1909 wurde die Zucht der Bronzepute in Deutschland nachhaltig geprĂ€gt. Leider gehört die Bronzepute, auch Bronzepute alten Schlags genannt, in Deutschland zu den bedrohten Nutztierrassen und steht auf der Roten Liste. 1997 gab es in Deutschland nur noch 334 Tiere, mittlerweile hat sich der Bestand ein wenig erholt.
Mit den Bronzeputen erweitert der Zoo seinen Bestand an bedrohten Haustierrassen. Im Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen LĂ€ndern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, ĂŒber die wir viel lernen können: HĂŒhner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe, Schweine und nun auch die Bronzeputen.

Foto: Heidrun Knigge
(01.03.2012, 08:27)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Tiergartenfreunde spenden fĂŒr das neue Löwengehege

Der Verein der Tiergartenfreunde e.V. ĂŒberreichte gestern dem Zoo Heidelberg einen ersten Scheck in Höhe von 8.000 Euro fĂŒr den geplanten Umbau des Löwengeheges. „Ich bedanke mich ganz herzlich fĂŒr die Spende. Ich freue mich, dass sich die Tiergartenfreunde so engagiert und tatkrĂ€ftig unserem neuen Projekt annehmen“, sagte Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.
Mit Hilfe von MitgliedsbeitrĂ€gen und Spenden unterstĂŒtzt der Verein der Tiergartenfreunde e.V. seit seiner GrĂŒndung im Jahr 1933 wichtige Projekte des Zoos. Im Verein finden Menschen zueinander, denen die Entwicklung „ihres“ Zoos am Herzen liegt. Der Verein bietet seinen Mitgliedern unter anderem kostenlosen Zugang in den Zoo, die kostenlose Zusendung der Mitgliederzeitung „Zoo aktuell“, FĂŒhrungen, VortrĂ€ge und gegen Kostenbeteiligung organisierte TagesausflĂŒge in andere Zoologische GĂ€rten.
„Nachdem es den Tiergartenfreunden gelungen ist, den Bau des Elefantenhauses mit 100.000 Euro zu fördern, haben wir zusammen mit dem Zoo Überlegungen angestellt, in welchem Bereich die UnterstĂŒtzung der Tiergartenfreunde zu einer Verbesserung der Haltungsbedingungen und langfristig zur Förderung des Tier- und Naturschutzes weiterhin beitragen kann. Schnell waren wir uns einig, dass das Vorhaben des Zoos, die Löwen-Außenanlage zu vergrĂ¶ĂŸern und einer neuen Gestaltung zuzufĂŒhren ein Thema ist, das auch unseren Mitgliedern am Herzen liegt“, betont Gerhard Bartelmus, 2. Vorsitzender der Tiergartenfreunde.
Seit dem Jahr 2005 unterstĂŒtzte der Verein nicht nur den Bau des Elefantenhauses, sondern finanzierte auch den Umbau der PrĂ€riehundanlage mit 10.000 Euro sowie ein fĂŒr die tierĂ€rztliche Praxis notwendiges InkubationsgerĂ€t in Höhe von 3.100 Euro.
Direktor Dr. Klaus WĂŒnnemann hofft, dass möglichst viele Spenden fĂŒr die Löwenanlage zusammenkommen, damit die Bauarbeiten schnell beginnen können. Dabei fasst der Zoo den Winter 2012/2013 ins Auge, um die GrĂŒnflĂ€che östlich des Raubtierhauses völlig umzugestalten. Die VergrĂ¶ĂŸerung der FlĂ€che wird neben einer reichhaltigen Strukturierung ihren Teil zu einem artgerechten und erfĂŒllten Leben der Tiere beitragen.
Um die zahlreichen Ideen realisieren zu können, benötigt der Zoo dringend finanzielle UnterstĂŒtzung. Die Kosten von knapp 1 Million Euro kann der Tiergarten nicht alleine stemmen. Die Vision des Zoos einer lebensecht gestalteten Umgebung und einem spektakulĂ€ren Zuschauererlebnis ist daher nur durch zahlreiche Spenden möglich.

Foto von Annika Munz (v.l.): Dr. Dietrich Lorenz, 1. Vorsitzende Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V., Hans-JĂŒrgen Pföhler, Schatzmeister Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V., Dr. Klaus WĂŒnnemann, Direktor Zoo Heidelberg, Dr. Ursula Lorenz, Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V., Gerhard Bartelmus, 2. Vorsitzender Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.
(27.02.2012, 09:09)
WolfDrei :   @Karsten Vick: Danke Karsten - speziell auch zum link!
(21.02.2012, 18:18)
Michael Mettler :   @Karsten: Das MĂ€nnchen des besagten hannoverschen Importpaares habe ich noch bewusst erlebt. Zwar mag die Erinnerung manche Details verflachen lassen (und als eigenes Foto habe nur ein PortrĂ€t von ihm), aber der Bursche war sehr groß und der Kopf war hell silbergrau von einer m.E. deutlich dunkleren Körperoberseite abgesetzt, zudem mit einem sehr ausgeprĂ€gten Haarkranz um das Gesicht. Die neuen Weibchen, die man damals (Ende der 70er) aus Indien (Kanhpur, glaube ich) dazuholte, passten im PhĂ€notyp ĂŒberhaupt nicht zu ihm. Sie wirkten grazil, dĂŒnner behaart und eher gelblichgrau, wenn ich mich recht erinnere. Nach der spĂ€rlichen Literatur, die mir Anfang der 80er zur VerfĂŒgung stand und nur die Extremtypen unter den Unterarten zeigte, hatte ich den Mann damals tatsĂ€chlich als Berghulman in Verdacht.
(20.02.2012, 22:14)
Karsten Vick :   @WolfDrei: ich hab mich mal zu deiner Frage vom 27.1. etwas genauer belesen. Ansatzweise hatte ich die Sache schon 2008 nach meinen Besuchen in Vyskov und Ostrava verfolgt, weil ich damals schon der Meinung war, besondere Hulmans gesehen zu haben.
Die Bestimmung der Ostravaer Gruppe als Semnopithecus hector ist auf zweierlei Art falsch und in den letzten Jahresberichten haben sie auch auf den UA-Namen verzichtet.
Die Gruppe hat einen recht besonderen PhĂ€notyp mit braunen Schultern und scharf abgesetztem weißem Kopf. Das spricht aber nicht fĂŒr S. hector, sondern fĂŒr S. schistaceus. Vergleiche die Abbildungen in einem Bestimmungsbuch fĂŒr vorderindische Lehrer und SchĂŒler ĂŒber vorderindische Primaten:
http://www.gibboncenter.org/publications/primate%20teachers%20guide%20FINAL.pdf
Ist ĂŒbrigens auch gut zur Nachbestimmung alter Schlankloribilder...
Nun hĂ€tten wir also schöne Berghulmans, aber wenn man die Historie im Zuchtbuch verfolgt, ist die Sache nicht so klar. Die Gruppe in Ostrava stammt mĂŒtterlicherseits ab von vier Weibchen unbekannter Herkunft, die der Zoo 1980 vom HĂ€ndler van den Brink erhielt. Dazu kam ein MĂ€nnchen aus Hannover, Nachzucht von einem PĂ€rchen, das 1971 aus Mysore nach Hannover kam. Mysore liegt weit im SĂŒden Indiens, S. schistaceus lebt weit im Norden. Andererseits ist Mysore eine Zoostadt, die schon Anfang der 70er Jahre ein Nachzucht-Panzernashorn nach Ostberlin liefern konnte, dessen Vorfahren wiederum aus der Heimat der Berghulmans stammten... Daraus kann sich jetzt jeder seinen Reim machen.
(20.02.2012, 20:28)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Familienzuwachs bei den Keas

Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, ĂŒberwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Trotz eisiger KĂ€lte sind im Zoo Heidelberg vor wenigen Tagen gleich drei junge Keas geschlĂŒpft, die geschĂŒtzt in der Bruthöhle bei Mama aufwachsen. Durch eine eigens dafĂŒr angebrachte Kamera können Zoobesucher ĂŒber einen Bildschirm am Gehege die Szenerie innerhalb des Brutkastens beobachten. Im Vergleich zu ihren Eltern, die ein ĂŒberwiegend olivgrĂŒnes Federkleid tragen, sehen die Jungen noch aus, als wĂ€ren sie in Watte gepackt. In der mit Stroh versehenen Bruthöhle ist die Kea Mama stĂ€ndig damit beschĂ€ftigt, ihre Jungen sauber und warm zu halten.
Überhaupt ist ein Besuch bei der Kea-Rasselbande immer unterhaltsam und lohnenswert. Im Zoo Heidelberg kann man den lebendigen Papageien trotz der Temperaturen beim Spielen zu schauen, da ihnen die kalten Temperaturen nichts ausmachen. Die Keas sind wahre Spaßvögel mit einem ausgeprĂ€gten Spieltrieb und gelten in ihrer Heimat Neuseeland auch als die Clowns der Berge.
Die Ă€ußerst intelligenten Papageien sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und sind technisch durchaus begabt. So gelingt Ihnen das Öffnen von versperrten MĂŒlltonnen mĂŒhelos und was von neuseelĂ€ndischen Touristen unbewacht liegengelassen wird, wird von ihnen untersucht und sorgfĂ€ltig zerlegt.

Foto: Zoo Heidelberg. Keas sind sehr intelligent und neugierig und spielen mit allen GegenstÀnden, die sie finden.
(17.02.2012, 13:21)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg. In der KĂ€lte lĂ€sst es sich gut kuscheln

Seit zwei Wochen hat uns die KĂ€lte voll im Griff. Aber was machen die Tiere im Zoo, wenn Sie weder eine heiße Tasse Kakao haben, noch MĂŒtze und Schal?
Die meisten Tiere kommen mit den Temperaturen erstaunlich gut durch den Tag. Und so wird auch fĂŒr den Zoobesucher die KĂ€lte sicherlich nicht zum Nachteil, denn fĂŒr einen schönen Spaziergang mit AufwĂ€rmen zwischendurch in den TierhĂ€usern ist der Zoo jetzt im Winter und wĂ€hrend der Faschingsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen PrĂ€riehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben. Die Kamele haben sich bereits im Herbst ein schönes und dickes Fell zugelegt und die MĂ€hnenrobben nutzen die angenehme Temperatur ihres Wasserbeckens, um sich aufzuwĂ€rmen. Einzig die Menschenaffen sind bei diesen Temperaturen ausschließlich im Haus anzutreffen. Die Tiere des Afrikahauses wie Zebras und Kudus sind stundenweise im Freien. Auch die vier Elefantenbullen nutzen fĂŒr einige Stunden Ihre Außenanlage, sind aber öfter in ihrem komfortablen Haus ganz nah zu erleben. Andere kĂ€lteempfindliche Tiere, wie zum Beispiel die KĂ€ngurus oder zahlreiche Vogelarten des Zoos, sind „auf Durchgang“. Das heißt, sie können zwischen ihrem Innen- und Außengehege frei wĂ€hlen und sich in ihren HĂ€usern wann immer sie möchten aufwĂ€rmen.
Es gibt aber auch noch andere Strategien. So lassen sich die Roten Pandas ihre Paarungszeit von den klirrenden Temperaturen nicht vermiesen – ganz im Gegenteil. Ganz nach der Devise „Kuscheln gegen die KĂ€lte“ sieht man sie in wĂ€rmender Umarmung im GeĂ€st sitzen.
(10.02.2012, 09:03)
Joshua Förg :   Bei meinem gestrigen Besuch in Heidelberg war nur noch die Tiger-Katze ausgeschildert. Weiß jemand, was mit dem Kater passiert ist?
(31.01.2012, 14:38)
WolfDrei :   Da der Name Hector und das Aussehen des Tieres bei mir etwas signalisieren: wie steht es eigentlich mit der systematischen "Echtheit" der UA Semnopithecus "hector" in Ostrava?
(27.01.2012, 11:46)
Zoo Heidelberg :   Hector – der neue heilige Affe im Zoo Heidelberg

Hector ist ein stattlicher, neunjÀhriger Hulman, kommt aus dem Zoo Ostrava (Tschechien) und lebt seit Anfang Dezember 2011 im Zoo Heidelberg. Hulmans werden in Indien auch als Hanuman-Languren bezeichnet, in Anlehnung an Ramas General Hanuman, der im indischen Nationalepos Ramayama eine wichtige Rolle spielt. Sie zÀhlen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten Indiens. In vielen Tempelanlagen Indiens finden sich ganze Scharen dieser ausgesprochen schönen Affenart mit ihrem schwarzen Gesicht und dem silbrig-grauen Fell. Hulmans sind reine Pflanzenfresser und ihr Magen weist eine Besonderheit im Reich der Primaten auf: Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und Àhnelt deshalb dem Magen der WiederkÀuer.
Nachdem Erwin, der ehemalige Chef der Gruppe, im Mai letzten Jahres in hohem Alter verstarb, war der Zoo auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger, denn Hulmans leben bevorzugt in Harems- oder Einmanngruppen. Man sollte meinen, paradiesische ZustĂ€nde fĂŒr den sanften Hector, traf er doch im Zoo Heidelberg auf eine Hulmangruppe mit vier Weibchen und zwei kastrierten jungen MĂ€nnchen. Allerdings verhielt sich der Haremstrupp anfangs recht kĂŒhl und reserviert. Geflissentlich ignorierten die Damen den schönen Hector, sie taten so, als sei er gar nicht da. Das Blatt hat sich fĂŒr Hector inzwischen gewendet, denn die vier Hulman-Weibchen scheinen ihn zunehmend zu akzeptieren und sich an seiner Anwesenheit zu erfreuen. Dies erkennen die Tierpfleger unter anderem daran, dass Hector von den Weibchen immer öfter eine ausgiebige Körper- und Fellpflege erhĂ€lt. Dieses „grooming“, wie der wissenschaftliche Begriff dazu lautet, stellt bei vielen Primaten eine wichtige soziale Komponente dar und spiegelt auch die Gruppenhierarchie wider. „SpĂ€testens wenn die erste Hulman-Dame empfĂ€ngnisbereit ist, sollte sich Hector als Chef in der Gruppe etabliert haben“, hofft Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo. „Über hĂŒbschen Hulman-Nachwuchs wĂŒrde sich das Zoo-Team sehr freuen, denn es ist nun schon ein paar Jahre her, seit das letzte Hulman-Kind geboren wurde“.
Die Hulman-Gruppe im Zoo Heidelberg lebt im „kleinen Affenhaus“, in dem auch Kaiserschnurrbarttamarine, SeidenĂ€ffchen, eine Gruppe Roloway-Meerkatzen und afrikanische Weißbauchigel untergebracht sind.

Foto von Antje Hoyer
(26.01.2012, 14:56)
Zoo Heidelberg :   ZĂ€hlen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezĂ€hlt, sondern auch die Tiere, FuttersĂ€cke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. WĂ€hrend es bei GegenstĂ€nden oder Futter meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur fĂŒr die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht die fixeste Inkaseeschwalbe bleibt unentdeckt. „Im letzten Jahr konnten wir uns ĂŒber zahlreichen gesunden Nachwuchs freuen“, berichtet Sandra Reichler, wissenschaftliche Assistentin im Zoo und verantwortlich fĂŒr die Tierinventur, „darunter auch Nachwuchs von seltenen und bedrohten Tierarten“. Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 11. MĂ€rz 2011 das Licht der Welt erblickte, gehört zu den etwa 30 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Zoo Heidelberg hĂ€lt mit sieben Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut. Im Juni wurde Gorilla-Junge „Kwame“ geboren, mit „Pebbles“ gab es den ersten Nachwuchs von Faultierpaar „Wilma“ und „Fred“. Mehrfacher Nachwuchs bei den possierlichen ErdmĂ€nnchen entzĂŒckte die Besucher und MĂ€hnenrobbenbaby „Awa“, im Juli geboren, planschte und schwamm sich rasch in alle Herzen. Weiterhin gab es Nachwuchs bei den Stachelschweinen, Kamelen, großen Kudus und Kaiserschnurrbarttamarinen. Einmalig in Europa war die Geburt von Schopfhirsch „Maya im Oktober.
Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die stĂ€ndig beobachteten und notierten VerĂ€nderungen im Tierbestand mit der tatsĂ€chlichen ZĂ€hlung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu ĂŒberprĂŒfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mĂŒhten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ und leicht zu zĂ€hlen wie zum Beispiel ein Zebra. Die flinken Rhesusaffen wollen nie stillhalten und entwischen keck in alle Richtungen und die Vögel fliegen sowieso alle durcheinander. Trotz solcher „Widrigkeiten“ mĂŒssen alle Tiere sorgfĂ€ltig aufgenommen werden. Zur Inventur zĂ€hlt zum Beispiel bei den MĂ€hnenrobben auch, dass sie gewogen werden, um so die Entwicklung, den Gesundheitszustand oder eine eventuelle TrĂ€chtigkeit zu ĂŒberwachen. Dank einer neuen Waage klappt das fĂŒr Tier und Pfleger reibungslos. MĂ€hnenrobbenbulle Atos, der mit seinen sechs Jahren fast die PubertĂ€t hinter sich gebracht hat, wiegt stolze 320 Kilo. Kaum zu glauben, dass der jetzt bereits mĂ€chtige Bulle in den nĂ€chsten Jahren weitere 200 Kilo zunehmen kann.

Am 31.12.2011 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 1301 Tiere in 170 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr. Die grĂ¶ĂŸte Tiergruppe sind die Vögel, die mit 89 Arten und 526 Individuen vertreten sind, dicht gefolgt von den SĂ€ugetieren mit 62 Arten und 440 Individuen.
Einige Tiere sind gestorben, wie die beiden LöwenmĂ€nner Banka und Tschatscha und der Sumatra-Tiger Sabu. Aber es kamen auch gewichtige NeuzugĂ€nge, wie im April der fĂŒnfjĂ€hrige Elefantenbulle Gandhi aus Kopenhagen, der in die Gruppe der Jungbullen-WG sehr gut integriert ist. Auch Sari, ein charmantes und lebhaftes Orang-Utan Weibchen aus dem Zoo Moskau, hat sich seit ihrer Ankunft im Oktober 2011 bereits prĂ€chtig eingelebt. Mit gleich fĂŒnf weiblichen Rotbauchmakis ist eine neue und liebenswerte Tierart an den Neckar gezogen. Die dunkelbraun gefĂ€rbten Rotbauchmakis mit ihren kugelrunden, leuchtenden Augen zĂ€hlen zu den Lemuren, eine Primatenart, die nur auf Madagaskar heimisch ist.
„Insgesamt kann der Zoo Heidelberg auf ein Ă€ußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurĂŒckblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnenmann. „Wir hoffen, dass wir im Jahr 2012 so weitermachen können!“

Mit „Pebbles“ gab es den ersten Nachwuchs von Faultierpaar „Wilma“ und „Fred“ (Foto: Thomas Bersch)
(19.01.2012, 11:48)
Zoo Heidelberg :   Wegen Unwetter bleibt der Zoo Heidelberg heute am 5. Janaur geschlossen
(05.01.2012, 10:42)
Ronny :   Ich habe nur Daten^^. Ich war selber nie in Heidelberg oder habe ZooplĂ€ne gesehen.
(03.01.2012, 22:51)
Oliver Jahn :   @Ronny, danke, weißt du, wo sie untergebracht waren?
(03.01.2012, 22:07)
Ronny :   @Oli: In Heidelberg lebten insgesamt 4 Individuen.

1. 1983 kamen 2,0 aus dem Zoo Berlin und wurden 1996 in den Vogelpark Detmold-Heiligenkirchen abgegeben.

2. 2000 kamen 1,1 aus dem Zuchtzentrum Herne. Beide Tieren sind 1999 in den USA geschlĂŒpft. 2004 sind beide Tiere verstorben.
(03.01.2012, 07:56)
Oliver Jahn :   Laut Zootierliste soll es bis ca. 2004 in Heidelberg TalegallahĂŒhner gegeben haben. Weiß jemand, ab wann sie dort gehaten wurden und wo?
(02.01.2012, 20:23)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg – Ein erfolgreiches Jahr 2011

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1934 konnte der Zoo Heidelberg noch nie so viele Besucher willkommen heißen wie 2011 – rund 610.000 Menschen besuchten in diesem Jahr den Zoo. „Ausschlaggebend fĂŒr das hervorragende Ergebnis war in erster Linie das gute Zoowetter im FrĂŒhjahr und Herbst und der nicht zu heiße Sommer. Aber auch die steigende AttraktivitĂ€t des Zoos durch Neubauten wie das Elefantenhaus oder die VergrĂ¶ĂŸerung der Schimpansen-Außenanlage dĂŒrfte viele zusĂ€tzliche Besucher angelockt haben“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. „Das Ziel ist, uns auf diesem Niveau zu etablieren“.

Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket, berichtet WĂŒnnemann. Unter den Besuchern sind inzwischen rund 2.500 Familien der Region, die eine solche Dauerkarte erworben haben. Dass der Zoo weit ĂŒber die Stadtgrenzen beliebt ist, zeigt die Statistik, nach der die Besucher aus allen StĂ€dten und Gemeinden der Metropolregion und zunehmend aus anderen BundeslĂ€ndern kommen.

Der kaufmĂ€nnische GeschĂ€ftsfĂŒhrer Frank-Dieter Heck sieht in der hohen Besucherzahl auch eine Verpflichtung fĂŒr den Zoo: „Die Infrastruktur fĂŒr die Besucher muss weiter verbessert werden“. So wird sich im nĂ€chsten Jahr im Zoo Heidelberg vieles tun. Das neue Service-Zentrum, das ein zooeigenes Parkhaus mit 397 PlĂ€tzen, den Zooeingang und Zoo-Shop verbindet, soll im FrĂŒhjahr 2012 eröffnet werden. Vom Auto gelangen die Besucher direkt in das EingangsgebĂ€ude, wo sie alle Informationen finden und im Zooshop nach Lust und Laune stöbern können. Der jetzige Eingangsbereich des Zoos wird völlig neu gestaltet. Das von außen einsehbare Gemeinschaftsgehege der syrischen BraunbĂ€ren und KorsakfĂŒchse wird vergrĂ¶ĂŸert und den Besucher erwarten interessante neue Einblicke in die Tierwelt. Der bisher vom Zooshop genutzte glĂ€serne Kubus wird zum Cafe umgestaltet und die Anzahl der Besuchertoiletten deutlich erhöht. Auch soll 2012 mit dem Umbau der Löwenanlage begonnen werden. Die neue Anlage wird neben der sechsfachen FlĂ€che mit einer reichhaltigen Struktur ihren Teil zu einem artgerechten und erfĂŒllten Leben der Tiere beitragen.

Es bleibt spannend im Zoo Heidelberg.

Fotonachweis: Heidrun Knigge.
Es gab viele schöne Ereignisse im Zoo Heidelberg in diesem Jahr. Unter anderem die Geburt eines gesunden Gorillakindes (im Bild der kleine „Kwame“).
(02.01.2012, 16:24)
WolfDrei :   Zur "wahrscheinlich einzigen Nachzucht" der Schopfhirsche in Europa fĂŒr das Jahr 2011 fand ich gerade, daß Twycros in ISIS ebenfalls eine Geburt angibt. Auch wenn es die dort angegebenen Geburten der "last 12 months" betrifft, wird das vielleicht nicht am 31.12. 2010 gewesen sein.
(30.12.2011, 18:19)
Zoo Heidelberg :   Zuwachs bei den großen Kudus im Zoo Heidelberg

„Papa, haben die denen die Ohren lang gezogen?“, ist eine hĂ€ufig gestellte Frage von Kindern, wenn Sie das erste Mal einen „großen Kudu“ sehen. Neben den dunklen Glanzaugen zĂ€hlen die riesigen, runden Ohren der „großen Kudus“ sicher zu den auffĂ€lligen Merkmalen dieser schönen, afrikanischen Antilopenart. Die markanten Ohren haben eine durchaus wichtige Funktion. Kudus sind sehr scheu und mit ihren großen, beweglichen Ohren können sie verdĂ€chtige GerĂ€usche aus betrĂ€chtlicher Entfernung wahrnehmen und entsprechend reagieren. Sie können sogar die Ohren nach hinten drehen und so hören, was hinter ihnen passiert.

Im Zoo Heidelberg sind vor kurzem zwei Kudu-Weibchen aus dem Zoo Hoyerswerda eingezogen. Die 2003 geborene Arusha und ihre 2008 geborene Tochter Sabi bilden nun mit dem prĂ€chtigen Kudubock Kaito, dem Weibchen Stobi und deren Sprössling Tawanda eine kleine Herde. Die Kudus in Heidelberg teilen sich mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen die bei den Besuchern sehr beliebte weitlĂ€ufige Afrika-Anlage. Die Anlage ist das grĂ¶ĂŸte Gehege des Zoos und vermittelt einen Eindruck des Zusammenlebens verschiedener Huftiere der afrikanischen Savanne.

Da die zwei Neuankömmlinge bislang aber nie mit anderen Tieren eine Anlage geteilt haben, mĂŒssen sie von den Pflegern behutsam an die weiteren Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt werden. Deshalb wurden Sie zunĂ€chst mit den anderen Kudus, anschließend mit den Blessböcken und nun mit der Zebraherde zusammengelassen. Das Staunen war in den ersten Tagen auf beiden Seiten entsprechend groß, sie leben sich aber zunehmend gut in die Gemeinschaft ein.

Der große Kudu mit einer Schulterhöhe von zirka 150 Zentimeter bewohnt in kleinen FamilienverbĂ€nden die Baumsavannen vom Nil bis an die sĂŒdliche Spitze Afrikas. Die hĂŒbschen Tiere sind schlank und hochbeinig, ihre Grundfarbe ist graubraun. An den Flanken laufen 6-10 weiße Streifen von der RĂŒckenmitte nach unten. Ein weißer Streifen bildet auf dem RĂŒcken einen Aalstrich, ein weiterer Strich verbindet die Augen. Die Kuduböcke tragen ein markantes, schraubenförmiges Gehörn, das ĂŒber ein Meter lang werden kann – ein Grund, warum sie bei JĂ€gern sehr beliebt sind.

Foto (Zoo Heidelberg):
Die beiden neuen Kudu-Weibchen Sabi und Arusha – im Hintergrund beĂ€ugt von drei Zebradamen.
(15.12.2011, 15:27)
Michael Mettler :   Dann drĂŒcke ich die Daumen, dass bei einer schon 14-jĂ€hrigen Katze der Zug in Sachen FortpflanzungsfĂ€higkeit noch nicht abgefahren ist bzw. der Kater schnell noch "aufspringen" kann ;-)
(08.12.2011, 12:00)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Erwachende Liebe bei asiatischen Schönheiten

Der Zoo Heidelberg kann sich ĂŒber zwei wichtige Ereignisse bei den extrem seltenen Asiatischen Goldkatzen freuen. Seit Mitte September hat der sechsjĂ€hrige Goldkatzenkater „Saigon“ mit der 14 Jahre alten „Vung-Tau“ eine neue Partnerin gefunden. Nach intensiven BemĂŒhungen ist es gelungen, eine genetisch besonders wertvolle weibliche Goldkatze aus dem Allwetter-Zoo MĂŒnster in den Zoo Heidelberg zu holen. Mit seiner vorhergehenden Partnerin verstand sich Saigon weniger gut und trotz zweijĂ€hriger Versuche wollte sich das Paar nicht aneinander gewöhnen. Das Goldkatzenpaar im Allwetter-Zoo MĂŒnster hatte sich zwar gut verstanden, aber nicht gezĂŒchtet. Aus diesem Grund einigten sich die Zooverantwortlichen auf einen Partnertausch.
Und nun bahnt sich zur großen Freude der Tierpfleger im dichten DschungelgrĂŒn des Geheges eine romantische Liebesgeschichte zwischen den asiatischen Schönheiten an: Sie kuscheln und schnurren und lecken sich gegenseitig ihr goldfarbenes Fell – eindeutige Anzeichen fĂŒr erblĂŒhende LiebesgefĂŒhle. Die beiden sind bereits mehrere Stunden am Tag gemeinsam im Gehege, nachts werden sie aber zur Sicherheit noch abgetrennt.

Es mag ĂŒbertrieben klingen, die erfolgreiche AnnĂ€herung der Katzen so zu betonen. SelbstverstĂ€ndlich ist das regelrecht zĂ€rtliche Beieinander jedoch ganz und gar nicht. Von Seiten der Tierpfleger war FingerspitzengefĂŒhl, Erfahrung und Engagement nötig, die wertvollen Goldkatzen in ihren ersten kritischen Wochen des Kennenlernens zu begleiten. Die hochbedrohten Asiatischen Goldkatzen sind extrem scheue EinzelgĂ€nger. Die Zucht in Menschenobhut gelingt nicht ĂŒberall. Zurzeit gibt es in Europa auch nur acht Zoos, die Goldkatzen halten. Deshalb kommt der ĂŒberraschend guten Beziehung zwischen „Saigon“ und „Vung-Tau“ eine besondere Bedeutung zu, auch im Hinblick auf Nachwuchs.

Die Haltung und Zucht von Goldkatzen hat im Zoo Heidelberg Tradition. Seit 35 Jahren gilt der Zoo als das Zentrum fĂŒr die Zucht dieser schönen Tiere. Seit 2002 ĂŒbernimmt der Zoo Heidelberg die Verantwortung fĂŒr das gesamte Zuchtmanagement der Asiatischen Goldkatze in Europa. Koordinatorin fĂŒr das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ist Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos. Die Aufgaben eines EEPs sind vielfĂ€ltig. Die Daten sĂ€mtlicher in den Zoos Europas jemals gehaltenen Goldkatzen mĂŒssen zusammengetragen und in ein spezielles Computerprogramm eingegeben werden. Dieses Zuchtbuch enthĂ€lt wichtige Informationen ĂŒber die VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse, die durchschnittliche Lebenserwartung, die WurfgrĂ¶ĂŸe und die Geschlechtsreife der Goldkatzen. Aus diesen Informationen werden dann Empfehlungen zur Zucht, zur Abgabe und zum Tausch einzelner Individuen an alle Halter weitergegeben. Auch Haltungsempfehlungen fĂŒr diese wertvolle und schwierig zu haltende Kleinkatzenart wurden von der Biologin erarbeitet. „Wir sind Anlauf- und Sammelstelle fĂŒr alle wissenschaftlichen Daten, die zu Asiatischen Goldkatzen in den Zoos und auch im Freiland aufgenommen werden. Sie werden hier bearbeitet und dann an alle interessierten Wissenschaftler und Kollegen weitergeleitet“ erklĂ€rt Sandra Reichler. „Wichtig ist vor allem die Zusammenarbeit mit Schutzprojekten in SĂŒdostasien, damit diese wunderschöne Katzenart vor der Ausrottung bewahrt werden kann.“ Die Zerstörung des Tropischen Regenwaldes, aber auch die Jagd auf ihr rotgoldenes Fell haben die Asiatische Goldkatze selten werden lassen. Neben dem Tiger gehört sie zu den am stĂ€rksten gefĂ€hrdeten Katzen des Tropischen Asien.

Foto: Ausdruckstarkes Goldkatzenportrait von Rose von Selasinsky
(08.12.2011, 11:15)
Zoo Heidelberg :   Eine Nacht im Zoo verschenken!

Ticket-Vorverkauf der Zooschule startet noch rechtzeitig vor Weihnachten

Wie immer um diese Jahreszeit fragen sich Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten: welches Geschenk ist pĂ€dagogisch wertvoll und macht Kindern trotzdem jede Menge Spaß? Mit einem Ticket der Heidelberger Zooschule schickt man sie auf eine „tierisch spannende“ und zugleich lehrreiche Reise – und ist damit auf der sicheren Seite! Auf vielfachen Wunsch startet die beliebte Einrichtung den Vorverkauf fĂŒr 2012 noch vor dem diesjĂ€hrigen Weihnachtsfest. Tickets fĂŒr sĂ€mtliche Veranstaltungen gibt es ab Nikolaus-Dienstag, dem 6. Dezember an der Zookasse. „Ob man sich zeitnah fĂŒr unser Programm Aktive Wintertage entscheidet oder lieber Zoo-Ostern oder Zoo-Karneval verschenken möchte, das Zoo-Camp mit Übernachtung oder eine ganze Woche Zoo-Ferien - bei unserem breitgefĂ€cherten Angebot ist wirklich fĂŒr jeden Geldbeutel etwas dabei“, so Diplom-Biologin Nina Haink, organisatorische Leiterin der Zooschule. „Als Mutter einer kleinen Tochter weiß ich außerdem aus eigener Erfahrung wie toll es ist, rechtzeitig ein sinnvolles Geschenk fĂŒr sie zu haben. Das reduziert den Vorweihnachtsstress enorm! So bleibt auch uns Eltern mehr Zeit, einfach mal in Ruhe ĂŒber den Weihnachtsmarkt zu schlendern.“
Den Terminkalender 2012 mit allen Veranstaltungen von Zoo und Zooschule findet man unter www.zooschule-heidelberg.de. Unter der Nummer 06221 – 39 557-13 berĂ€t man Sie natĂŒrlich auch gerne ganz persönlich, am besten wĂ€hrend der telefonischen Sprechzeiten: MO + DO 14:00-16:00 und DI + MI 10:00 – 12:00 Uhr.
Die Tickets fĂŒr sĂ€mtliche Veranstaltungen sind ab dem 6.12.2011 an der Zookasse erhĂ€ltlich (von 9:00 bis 16:30 Uhr durchgehend geöffnet).

(05.12.2011, 19:05)
Zoo Heidelberg :   Auch im nĂ€chsten Jahr wird sich im Zoo Heidelberg vieles tun: Das neue Service-Zentrum, das ein zooeigenes Parkhaus mit 397 PlĂ€tzen, den Zooeingang und Zoo-Shop verbindet, soll im FrĂŒhjahr 2012 eröffnet werden. Vom Auto gelangen die Besucher direkt in das EingangsgebĂ€ude, wo sie alle Informationen finden und im Zooshop nach Lust und Laune stöbern können. Der jetzige Eingangsbereich des Zoos wird völlig neu gestaltet. Das von außen einsehbare Gemeinschaftsgehege der syrischen BraunbĂ€ren und KorsakfĂŒchse wird vergrĂ¶ĂŸert und den Besucher erwarten interessante neue Einblicke in die Tierwelt. Der bisher vom Zooshop genutzte glĂ€serne Kubus wird zum Cafe umgestaltet und die Anzahl der Besuchertoiletten deutlich erhöht. Auch soll 2012 mit dem Umbau der Löwenanlage begonnen werden. Die neue Anlage wird neben der sechsfachen FlĂ€che mit einer reichhaltigen Struktur ihren Teil zu einem artgerechten und erfĂŒllten Leben der Tiere beitragen.

Eine erste VerĂ€nderung steht direkt zu Jahresbeginn an: Ab dem 1. Januar 2012 werden die Eintrittspreise um drei Prozent leicht erhöht. „Wie alle anderen auch mĂŒssen wir auf steigende Preise und Kosten reagieren“, betont Frank-Dieter Heck, kaufmĂ€nnischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zoos. Statt acht Euro zahlen Erwachsene ab 2012 8,20 Euro, die Kinderkarte kostet dann statt 4 Euro 10 Cent mehr.
(30.11.2011, 14:25)
WolfDrei :   Es wĂ€re ja noch denkbar - imerhin sind es bis zum Jahresende noch rund 40 Tage.
(25.11.2011, 12:51)
Holger Wientjes :   Sehr erfreuliche Nachricht !! Nur warum muss man spekulieren, ob man 2011 die einzige Zucht in Europa erziehlt hat ? Bei nur fĂŒnf Haltern, drei davon in Deutschland, sollte man das doch ĂŒberblicken können ?!
(25.11.2011, 11:28)
Zoo Heidelberg :   Nachwuchs bei den seltenen Schopfhirschen im Zoo Heidelberg

Als Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers, bei seiner frĂŒhmorgendlichen Runde am 15. Oktober die TĂŒr zum Schopfhirsch-Stall öffnete, glaubte er zunĂ€chst, seinen Augen nicht zu trauen. Gebettet auf einem Lager aus Stroh lag ein frisch geborenes Schopf-hirschkalb. Mit dem Nachwuchs hatte niemand gerechnet, umso grĂ¶ĂŸer war die Freude ĂŒber die Geburt der kleinen „Maya“. Da Vater „Goofy“ in diesem Jahr einen komplizierten Beinbruch hatte, musste man annehmen, dass er körperlich fĂŒr lange Zeit nicht in der Lage wĂ€re, mit seiner Partnerin „Mieke“ fĂŒr Nachwuchs zu sorgen. Inzwischen ist der Bruch gut verheilt und Mutter Mieke kĂŒmmert sich liebevoll um die kleine Maya.
Schopfhirsche sind im sĂŒdlichen und zentralen China sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen BergwĂ€ldern verbreitet und in Zoos sehr selten. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fĂŒnf Zoos in Europa, der Schopfhirsche hĂ€lt und im Jahr 2011 ist der Zoo Heidelberg wahrscheinlich der einzige europaweit, in dem ein Schopfhirschkind geboren wurde.
Da der Lebensraum der seltenen Hirschart durch Abholzung immer weiter vernichtet wird, sind Zoonachzuchten sehr wertvoll fĂŒr den Fortbestand dieser schönen Tiere. Zur Sicherheit wurde das Jungtier mit seiner Mutter zunĂ€chst im Innenstall untergebracht. Nach zwei Wochen kamen Mutter und Kind in ein Absperrgehe getrennt von Vater Goofy und den Kleinen Pandas. Die Kleinen Pandas sind zwar nicht bedrohlich fĂŒr die Schopfhirsche, hĂ€tten aber das Kleine verletzen können. Seit dieser Woche ist die junge Familie auch gemeinsam auf der Außenanlage zu sehen. Zwar leben die dĂ€mmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche in freier Wildbahn einzelgĂ€ngerisch und gelten als sehr scheu. Die Schopfhirsche im Heidel-berger Zoo Ă€ußern hingegen ein auffĂ€llig soziales Verhalten und zeigen sich öfter dem Besucher.
Die drei Schopfhirsche bewohnen im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas ein großes Gehege. Von FrĂŒhjahr bis SpĂ€therbst gesellt sich zu ihnen ein Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel fĂŒr eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.
Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-LĂ€nge von 110 bis 160 Zentimeter. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefĂ€rbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Namensgebendes Merkmal dieser hĂŒbschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Das Geweih, das nur die MĂ€nnchen tragen, besteht aus zwei kleinen Spießen, die meist gĂ€nzlich im Schopf verborgen sind. MĂ€nnchen haben außerdem verlĂ€ngerte, bis zu fĂŒnf Zentimeter lange, obere EckzĂ€hne, die aus dem Maul ragen.
Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus GrĂ€sern, Blattwerk, KrĂ€utern, FrĂŒchten sowie auch Aas. Im Heidelberger Zoo erhalten sie zusĂ€tzlich ausgewĂ€hltes GemĂŒse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.

Fotoquelle: Jörg Kubacki
(25.11.2011, 10:20)
Joshua Förg :   Bei den Schopfhirschen gab es wieder Nachwuchs :)
(24.11.2011, 17:37)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg. Auch Jungelefant Tarak mag Halloween

Jetzt im Herbst ist der große rote KĂŒrbis, kunstvoll zur schaurig-gruseligen Fratze geschnitzt, das Symbol fĂŒr das Halloweenfest schlechthin. KĂŒrbisse erfreuen sich nicht nur bei uns Menschen großer Beliebtheit. Auch die Tiere im Zoo Heidelberg freuen sich ĂŒber die jahreszeitliche Bereicherung ihres Speiseplans und viele von ihnen lieben das schmackhafte GemĂŒse. Die vier jungen Elefantenbullen bevorzugen den KĂŒrbis zum Spielen und Kaputtmachen. Dieser wird zunĂ€chst begutachtet, auf dem Boden hin- und her gerollt, dann mit dem krĂ€ftigen Fuß in rĂŒsselgerechte Teile zerstoßen, um schließlich verspeist zu werden. Besonders der kleinste Elefant Tarak zeigt sich von dem roten und leckeren Ball begeistert. Und da er am 28. Oktober seinen sechsten Geburtstag hat, soll er auch ein bisschen feiern dĂŒrfen – natĂŒrlich mit eigenem KĂŒrbis. Ob er des nachts allerdings auch einen geheimnisvoll leuchteten Halloween-KĂŒrbis zu schĂ€tzen wĂŒsste, bezweifeln die Pfleger: „Er wĂŒrde nachts wahrscheinlich beim bloßen Anblick einer solcher Fratze laut trompetend Schutz bei seinem großen Freund „Voi Nam“ suchen und ihn vorschicken“, schmunzelt Tobi Kremer, Pfleger im Elefantenrevier.
Der Herbst bietet den Besuchern eine besonders schöne Zeit im Zoo. Tierbeobachtungen sind in der ruhigeren Jahreszeit bei noch milden Temperaturen besonders gut möglich und man lĂ€sst sich gerne von dem gelassenen Treiben inspirieren. Die abwechslungsreiche Parklandschaft des Zoos zeigt sich inzwischen in warmen Herbsttönen. Besonders schön sind das leuchtende Gelb des amerikanischen Gelbholzbaums mitten auf der Flamingowiese und die in verschiedenen Rottönen schimmernden AmberbĂ€ume. Ein Highlight bietet sicherlich die Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe. Die 25 großen und 20 kleineren Skulpturen verteilen sich auf dem gesamten ZoogelĂ€nde und sind bis September 2012 zu bewundern. Im Raubtierhaus können kleine und große Zoobesucher das Leben der ErdmĂ€nnchen beobachten, die, so scheint es, ohne Unterlass Ihren LieblingsbeschĂ€ftigungen nachgehen: Scharren, fressen, spielen. Empfehlenswert ist die eindrucksvolle Ausstellung von Heidrun Knigge ĂŒber die Heidelberger Gorillafamilie im Afrikahaus.
Die beliebten „Zoo-Ferien“ fĂŒr SchĂŒler wĂ€hrend der Herbstferien sind zwar inzwischen ausgebucht, aber die Zooschule hat ein weiteres interessantes Angebot fĂŒr aktive WinterschlĂ€fer im Programm, fĂŒr das man sich jetzt anmelden kann – die „aktiven Wintertage“. Die „aktiven Wintertage“ sind ein Ganztagsangebot der Zooschule im Dezember und Januar. Zooeintritt, GetrĂ€nke und Mittagessen sind in der TicketgebĂŒhr enthalten. Die Kinder beschĂ€ftigen sich schwerpunktmĂ€ĂŸig mit dem Verhalten von Tieren im Winter. Die Themen Tierwanderungen, Winterruhe, Winterstarre und WinteraktivitĂ€t werden dabei ebenso bearbeitet wie die Frage, was die exotischen Zootiere im Winter machen. VielfĂ€ltige AktivitĂ€ten, wie z.B. das Reinigen von NistkĂ€sten und der Besuch des Zoos hinter den Kulissen, runden das Angebot ab. Tickets erhĂ€lt man im Vorverkauf an der Zookasse.
(28.10.2011, 15:13)
Zoo Heidelberg :   Alpakas fĂŒttern und Agamen streicheln – ZoorundgĂ€nge mit dem gewissen Extra

Geburtstagsfeiern, Zoo-Ferien und Camp mit Übernachtung – jedes Kind kennt inzwischen die Heidelberger Zooschule! Damit aber auch die „Großen“ nicht zu kurz kommen, gibt es die Erlebnisreichen RundgĂ€nge fĂŒr Tierfreunde jeder Altersstufe. Die Zooranger begleiten z.B. Familien, Senioren oder sonstige Gruppen 90 Minuten lang durch den Tiergarten und berichten Wissenswertes ĂŒber dessen Bewohner. Naturmaterialien wie Federn, Schlangenhaut und Kamelwolle gestalten das Ganze besonders anschaulich. Hier darf berĂŒhrt und geschnuppert werden! Gegen Aufpreis gibt es noch eine weitere Attraktion: Mit dem Erlebnisreichen Rundgang Plus bucht der Besucher z. B. einen Blick hinter die Kulissen. Auch das FĂŒttern der Alpakas oder der hautnahe Kontakt zu Bartagame Wally gehören hier zu den möglichen Highlights. SelbstverstĂ€ndlich ist dieses Angebot wie alle Veranstaltungen der Zooschule als Gutschein erhĂ€ltlich und sicherlich eine gelungene Geschenkidee fĂŒr das kommende Weihnachtsfest.
Preise, Details, Buchungen unter Tel.: 06221-3955713, Mo + Do 14–16, Di + Mi 10-12 Uhr; www.zooschule-heidelberg.de; info@zoochule-heidelberg.de
(28.10.2011, 14:36)
Zoo Heidelberg :   Von Moskau nach Heidelberg: Ankunft des neuen Orang-Utan-Weibchens „Sari“ im Zoo Heidelberg

Tierpflegerin Helena Kirrilova arbeitet im Zoo Moskau, dem Ă€ltesten und grĂ¶ĂŸten Zoo Russlands, und ist zum ersten Mal in ihrem Leben außerhalb Russlands unterwegs. Sie reist mit einer rothaarigen, ungewöhnlichen Begleiterin, die aber wĂ€hrend des Fluges von Moskau nach Frankfurt nicht neben ihr sitzt, sondern in einer gerĂ€umigen Kiste im klimatisierten Bauchraum des Flugzeuges untergebracht ist. Die Begleiterin von Helena heißt „Sari“ und ist ein achtjĂ€hriges Orang-Utan-Weibchen aus dem Zoo Moskau, das kĂŒnftig im Zoo Heidelberg mit ihren Artgenossen „Ujian“ und „Puan“ gemeinsam viele Jahre verbringen soll. Bernd Kowalsky, Leiter des Affenreviers, hat die beiden vom Flughafen Frankfurt abgeholt. Bevor er das Orang-Utan-Weibchen in Empfang nehmen konnte, waren allerdings noch etliche tierĂ€rztliche FormalitĂ€ten zu erledigen und fĂŒr die VerstĂ€ndigung mit der russischen Tierpflegerin, die ausschließlich der kyrillischen Schrift und der russischen Sprache mĂ€chtig ist, bedurfte es eines Dolmetschers. Da traf es sich gut, dass im Zoo Heidelberg mit Artur Assmann, Leiter des Großviehreviers, ein gebĂŒrtiger Russe arbeitet, der perfekt als Dolmetscher und Übersetzer fungiert.
Helena Kirrilova ist seit vielen Jahren eine enge Bezugsperson fĂŒr „Sari“. Um „Sari“ das Einleben zu erleichtern, bleibt die Tierpflegerin eine Woche bei ihrem ehemaligen SchĂŒtzling und gibt den Heidelberger Pflegern wichtige Tipps zu Saris spezifischen Eigenschaften und Vorlieben. Menschenaffen haben zu ihren Pflegern einen starken Bezug. Das bedeutet zwar nicht, dass Mensch und Tier im sogenannten „direkten Kontakt“ stehen. Dennoch hat sich in einer oft langjĂ€hrigen Beziehung eine solide Vertrauensbasis aufgebaut.
„Ujian“ und „Puan“ leben schon lange im Zoo Heidelberg und verstehen sich sehr gut. Allerdings hat sich bislang noch kein Nachwuchs eingestellt. Da „Waldmenschen“(wie Orang-Utans in der malaiischen Sprache genannt werden) in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum auf Borneo und Sumatra stark bedroht sind, hofft der Zoo Heidelberg mit „Sari“ und „Ujian“ weiter zur Arterhaltung beitragen zu können. „Sari wird bestimmt eine gute Mutter“, da ist sich Helena Kirrilova sicher. „Ihre Mutter hat Sari liebevoll groß gezogen und Sari hat sich im letzten Jahr fĂŒrsorglich um ihren kleinen Bruder gekĂŒmmert“. „Sari“ wird in den nĂ€chsten Wochen Zeit finden, sich in die kleine Gruppe einzuleben. Das Innengehege wird fĂŒr die ersten Wochen zunĂ€chst zweigeteilt, so dass sich die drei vorsichtig aneinander gewöhnen können. Ein erstes Kennlerntreffen zwischen Ujjan und Sari hat schon prima geklappt. Die Tierpfleger entscheiden dann, wann sie alle drei zum ersten Mal zusammenlassen. „Sari“ hat „Heidelberger Blut“. Ihr Vater „Sandokan“ kam im Zoo Heidelberg zur Welt, bevor er in den Zoo Moskau zog und dort fĂŒr Nachkommen sorgte.

(Foto von Heidrun Knigge)
(21.10.2011, 16:32)
Zoo Heidelberg :   Rotbauchmakis – Eine neue Tierart ist in den Zoo Heidelberg gezogen

Rotbauchmakis kuscheln gerne, das sieht der Zoobesucher auf den ersten Blick. Man könnte meinen, es handele sich um ein einziges dunkelbraunes KnĂ€uel, das es sich auf der Astgabel gemĂŒtlich gemacht hat. Bei nĂ€herem Hinsehen entdeckt man dann aber zwei kugelrunde Augenpaare, die einem neugierig betrachten. Seit wenigen Wochen leben im Zoo Heidelberg gleich fĂŒnf weibliche Rotbauchmakis, drei von ihnen kommen aus dem Zoo Valencia und die beiden anderen aus dem Zoo Verona. Rotbauchmakis zĂ€hlen zu den Lemuren, eine Primatenart, die nur auf Madagaskar heimisch ist. Der Name dieser Tierart leitet sich ĂŒbrigens von den „Lemures“ ab. Lemures waren in der römischen Religion die Geister von Verstorbenen. Der Bezeichnung spielt auf die oft nĂ€chtliche Lebensweise dieser Tiere ab und auf ihre großen, intensiv blickenden und leuchtenden Augen.

Jetzt ist es an der Zeit, dass sich die beiden Damengruppen aneinander gewöhnen und zu einem Familienverbund zusammenwachsen. „Nach anfĂ€nglichen Streitereien, die ĂŒblich sind, um die Rangordnung zu klĂ€ren, akzeptieren die fĂŒnf Weibchen sich inzwischen“, freut sich Tierpfleger Simon Borchardt. Die Tiere sind den Pflegern gegenĂŒber sehr zutraulich und fressen gerne auch aus der Hand. Ihr Speiseplan ist wohl ausgewogen und vitaminreich: So erhalten sie aus der FutterkĂŒche des Zoos einen gesunden Mix aus gekochtem GemĂŒse und Obst, vor allem Äpfel, sowie frisch zubereitetem Milchbrot und hin und wieder auch Hundepellets. Der Futterplan orientiert sich dabei immer an den natĂŒrlichen Gegebenheiten der UrsprungslĂ€nder und an den Erfahrungen von Zoo-Experten.

Rotbauchmakis erreichen eine LĂ€nge von 75 bis 93 cm, wobei der Schwanz mit bis zu 53 cm lĂ€nger ist als ihr Körper. Ihr Fell ist lang und sehr dicht, damit der Regen daran abperlen kann. Ihren Namen verdanken die geschickten und flinken Kletterer dem rötlichen Bauchfell der MĂ€nnchen. Der Bauch der Jungtiere und Weibchen ist dagegen weiß-grau gefĂ€rbt.

Die Heimat der Rotbauchmakis, Madagaskar, ist die viertgrĂ¶ĂŸte Insel der Erde, liegt vor der OstkĂŒste Afrikas und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna. Über 80 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Jedoch sind die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen gezĂ€hlt, denn ihre LebensrĂ€ume schrumpfen in einem rasanten Tempo. Seit der Besiedelung durch den Menschen vor etwa 2000 Jahren ist dieses Naturparadies nahezu zerstört worden. Waldgebiete werden großflĂ€chig abgeholzt, um Land fĂŒr Rinderhaltung und fĂŒr landwirtschaftliche ErtragsflĂ€chen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der BĂ€ume wirtschaftlich zu nutzen. Laut dem AuswĂ€rtigem Amt sind bei der Abholzung von Edelhölzern zwischen Februar 2009 bis Februar 2010 mindestens 1.187 Container mit Edelhölzern (geschĂ€tztes Gesamtvolumen zirka 36.730 Tonnen) illegal exportiert worden. Die instabile politische Lage fĂŒhrt zudem dazu, dass von der VorgĂ€ngerregierung geplante umweltpolitische Programme und der Ausbau von SchutzflĂ€chen nur sehr zögernd umgesetzt werden.
Und so ist auch der Lebensraum der Rotbauchmakis, die Tropischen RegenwĂ€lder im Osten Madagaskars, bis auf wenige Waldreste vernichtet. Die Art wird deshalb als „gefĂ€hrdet“ eingestuft und der Zoo in Mulhouse fĂŒhrt das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm fĂŒr diese hĂŒbschen Tiere. Im Zoo Heidelberg sind noch weitere Ă€ußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern. Die eleganten und krĂ€ftigen Fossa, die grĂ¶ĂŸten Landraubtiere der Insel, und die ebenfalls zu den Raubtieren zĂ€hlenden Ringelschwanzmungos mit ihrem glĂ€nzenden weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz.

Foto: Thomas Bersch, Leiter Vogelrevier, Zoo Heidelberg
(13.10.2011, 12:12)
Zoo Heidelberg :   „Sesam öffne Dich“ – Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos

Am 8. und 9. Oktober findet zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern ĂŒber das Lieblingstier zu reden und viel ĂŒber die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren. Einige TĂŒren mit dem bekannten Schild „Zutritt nur fĂŒr Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende fĂŒr die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer tĂ€glichen Arbeit zeigen und erklĂ€ren können. Da gibt es FĂŒhrungen in den Kamel- und in den KĂ€ngurustall, in das Robbenhaus und in das große KĂŒhlhaus, es finden spannende Bastelaktionen von BeschĂ€ftigungsfutter statt und die Ponys und Esel warten darauf, gestriegelt zu werden. SelbstverstĂ€ndlich finden auch alle sonstigen FĂŒtterungen und VorfĂŒhrungen statt. Gerne werden so hĂ€ufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Alpaka Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ beantwortet. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten SchĂŒtzlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschĂ€ftigt werden mĂŒssen. Extra fĂŒr dieses Wochenende wird die Hamsterzuchtstation des Zoos geöffnet. Experten geben ausfĂŒhrliche Informationen ĂŒber den europĂ€ischen Feldhamster, der heute fast ausgestorben ist. Die Zooschule ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung und berichten ĂŒber ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse.
Außerdem gibt es am Samstag einen Flohmarkt mit guten BĂŒchern und an beiden Tagen am Gehege der Riesenschildkröten einen Informationsstand der „Interessengemeinschaft Schildkrötenschutz und Nachzucht“.
FĂŒr „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.
(05.10.2011, 07:53)
Zoo Heidelberg :   Mit großen braunen Augen durch die Welt
- Jungtier bei den Großen Kudus im Heidelberger Zoo

Dunkle Glanzaugen unter großen runden Ohren schauen neugierig in die Welt – „Tawanda“, der vier Wochen alte Kudubock, beginnt mit seiner Mama „Stobi“ die Welt zu erkunden; oder genauer: den abgeteilten Außenbereich der Afrikaanlage. Die meiste Zeit des Tages verbringen Mama und Sohn im Abtrenngehege, denn noch ist Tawanda zu jung um sich gegen Zebras und Blessböcke behaupten zu können.
Junge Kudus sind sogenannte Ablieger, die reglos an einem geschĂŒtzten Platz warten, wĂ€hrend die Mutter auf Nahrungssuche geht. Daher bleibt auch „Tawanda“ noch einige Stunden des Tages im Strohbett seiner Box liegen, wĂ€hrend „Stobi“ auf die große Anlage darf. Lange wird es nicht mehr dauern bis „Tawanda“ seiner Mutter auf Schritt und Tritt folgt. Behutsam wird er dann an die anderen Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt.
FĂŒr Kuduweibchen „Stobi“ ist es das erste Kind und sie kĂŒmmert sich liebevoll um ihren Sohn. Kudus leben normalerweise in FamilienverbĂ€nden in den Baumsavannen im östlichen und sĂŒdlichen Afrika, im Heidelberger Zoo teilen sie sich die großzĂŒgige Afrikaanlage mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen.
„Tawanda“ wurde am 5. September 2011 geboren und wird jetzt noch fĂŒnf weitere Monate von seiner Mama gesĂ€ugt, bevor er anfĂ€ngt GrĂ€ser, Laub und KrĂ€uter zu fressen wie seine ausgewachsenen Verwandten. Dann werden auch seine Hörner anfangen zu wachsen bis sie einmal genauso beeindruckend sind, wie die etwa 1m langen geschraubten Hörner seines Vaters „Kaito“. Die Hörner werden ihm dann auch helfen sich gegen mĂ€nnliche Konkurrenten durchzusetzen, um dann bei den hĂŒbschen weiblichen Kudu-Antilopen fĂŒr Nachwuchs zu sorgen. Doch nicht im Zoo Heidelberg, denn mit Erreichen der Geschlechtsreife in etwa zwei Jahren wird er wohl in einen anderen Zoo wechseln um dort seine eigene Familie zu grĂŒnden.
Übrigens bedeutet der Name „Tawanda“ in der Shona-Kultur aus Zimbabwe „Wir sind eine Familie“.

(30.09.2011, 13:43)
Zoo Heidelberg :   Pebbles ist da – entzĂŒckender Nachwuchs mit Knopfaugen und Stupsnase bei Faultierpaar Wilma und Fred

Dunkelbraune Knopfaugen blinzeln aus dichtem Fell, die große Stupsnase beschnĂŒffelt schon alles, was in seine Reichweite kommt – das ist Pebbles, das am 23. August im Zoo Heidelberg geborene Zweifingerfaultier. Es ist der erste Nachwuchs von Faultierpaar Wilma und Fred und gedeiht prĂ€chtig und so gemĂ€chlich, wie es sich fĂŒr ein Faultier gehört. Bislang war es gar nicht so einfach, Klein-Pebbles zu beobachten und zu fotografieren, da neugeborene Faultiere sich in den ersten vier Wochen gut versteckt im kuscheligen Bauchfell der Mutter festklammern. FĂŒr den Zoo Heidelberg ist es die erste Nachzucht bei dieser ungewöhnlichen Tierart, die ihr Leben kopfĂŒberhĂ€ngend in den BĂ€umen verbringt. Aber wie so vieles im Leben der Faultiere braucht auch das eigenstĂ€ndige AbhĂ€ngen seine Zeit: Erst mit frĂŒhestens sechs Monaten versucht der Nachwuchs kopfĂŒber in der eigenen Astgabel hĂ€ngen. Bei den Mitarbeitern des Vogelreviers, zu deren SchĂŒtzlingen neben einer Vielzahl an Vogelarten auch die asiatische Kurzkrallenotterfamilie und die Faultiere zĂ€hlen, hat nun das große RĂ€tselraten begonnen: Ist es ein Junge oder ein MĂ€dchen? „Man kann das bei Faultieren erst sehr spĂ€t erkennen“, so Revierleiter Thomas Bersch, „das wird noch viele Monate dauern.“ Innerhalb der SĂŒdamerika-Voliere bewohnen die Faultiere ein eigenes Innengehege, aus dem sie sich, sobald das Thermometer fĂŒnfzehn Grad ĂŒbersteigt, nach eigenem Belieben hinausangeln können. So stehen die Chancen fĂŒr Besucher, die Familie in der Voliere zu beobachten, an warmen und trockenen Herbsttagen ganz gut.

Zweifingerfaultiere hĂ€ngen bevorzugt an ihren bis zum 7,5 Zentimeter langen Sichelklauen als zusammengeknĂ€ultes BĂŒndel in einer Astgabel. Bis zu 20 Stunden am Tag wird im Halbschlaf gedöst oder richtig geschlafen! In den verbleibenden Stunden zeigen sich die Tiere durchaus von ihrer aktiven Seite, was so manchen Besucher dann doch ĂŒberrascht. Ihren einprĂ€gsamen Namen haben die Tiere aber aufgrund ihrer langsamen Bewegungsweise erhalten, mit der sie sich, wahrhaft in Zeitlupentempo, durch das GeĂ€st der BĂ€ume hangeln. Sie hilft ihnen nicht aufzufallen, damit Jaguare und vor allem Harpyien, die riesigen Urwaldadler SĂŒdamerikas, nicht auf sie aufmerksam werden. Faultiere bewohnen die Baumkronen der tropischen RegenwĂ€lder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum sĂŒdlichen Brasilien. Da in diesen Gegenden ihre Nahrung an jungen BlĂ€ttern, BlĂŒten und FrĂŒchten in ausreichender Menge um sie herum wĂ€chst, haben sie keine Veranlassung, sich schnell zu bewegen. Soweit die Nahrung nicht mit dem Maul unmittelbar erreichbar ist, wird sie mit den Krallen herangezogen und gemĂ€chlich abgefuttert. Faultiere sind – wie viele Bewohner der tropischen RegenwĂ€lder – durch die Abholzung ihres Lebensraums direkt in ihrer Existenz bedroht.

Foto: Pebbles mit Mutter Wilma, wenige Tage alt, im Innengehege (Walter Tiefenbach, Zoo Heidelberg)
(21.09.2011, 14:00)
Zoo Heidelberg :   Ü-60 Party: Veranstaltung im Zoo Heidelberg fĂŒr alle unternehmungslustigen Erwachsenen ab 60

Am Freitag, 23.09.2011 wartet der Zoo Heidelberg mit einem speziellen Angebot an alle unternehmungslustigen Ă€lteren Erwachsenen auf – einer Ü60-Party. Von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr können Seniorinnen und Senioren ein Programm genießen, das speziell auf ihre Interessen zugeschnitten ist. Besucher ĂŒber 60 können an kostenlosen FĂŒhrungen mit den Zoorangern der Zooschule teilnehmen und jede Menge Wissenswertes ĂŒber die Zootiere erfahren. Die FĂŒhrungen finden um 13.00 Uhr, 14.30 Uhr und 16.00 Uhr statt; Dauer jeweils eine Stunde. Zur StĂ€rkung gibt es bei dem HĂ€uschen der Tiergartenfreunde leckere Waffeln. FĂŒr beste Unterhaltung ist außerdem gesorgt: Der vielseitige Entertainer „Mister He“ nimmt die Besucher mit auf eine musikalische Zeitreise von den 1930er bis in die 1960er Jahre. Das Repertoire reicht von den schmachtvollen Schlagern Johannes Heesters‘ ĂŒber fetzige Rock n’ Roll Hits Elvis Presleys bis hin zu tierischen Klassikern wie „Kein Schwein ruft mich an“ von Max Raabe. Es gibt zwei VorfĂŒhrungen in der „Scheune“ des Zoos: um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr. Ein besonderes Highlight bietet sicherlich die Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe. Die 25 großen und 20 kleineren Skulpturen verteilen sich auf dem gesamten ZoogelĂ€nde. Auf der Flamingowiese kann man einem bekannten KĂŒnstlerehepaar aus Zimbabwe beim Herstellen der Skulpturen zuschauen und wunderschöne kleine Skulpturen erwerben.

RegulĂ€rer Eintritt 8 €. In Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar wird Inhabern der „Karte ab 60“ an diesem Tag der Eintritt zum ermĂ€ĂŸigten Preis von 6 € ermöglicht. Weitere Informationen unter Telefon 06221-64550.
(14.09.2011, 14:34)
Zoo Heidelberg :   Stadtwerke Heidelberg ĂŒbernehmen Patenschaft von MĂ€hnenrobbenbaby »Awa«

Die Stadtwerke Heidelberg haben die Patenschaft fĂŒr das MĂ€hnenrobbenbaby »Awa« ĂŒbernommen – und durften als Kooperationspartner und erster Goldsponsor des Zoos den Namen fĂŒr den Nachwuchs vorschlagen. Normalerweise sind die Tierpfleger dafĂŒr zustĂ€ndig, denn sie wissen am besten, auf was ihre neugeborenen SchĂŒtzlinge Tiere hören. Die Mitarbeiter der Stadtwerke Heidelberg haben intensiv nach einem geeigneten Namen gesucht: „Klangvoll sollte er sein – und auch noch passen, wenn aus dem Tierbaby eine ausgewachsene Robbendame geworden ist“, erlĂ€utert Katharina Schimek, Leiterin des Marketing und Privatkundenvertriebs der Stadtwerke Heidelberg. „Außerdem haben wir einen Namen gesucht, der einen inhaltlichen Bezug hat.“ Mit dem Namen »Awa« wurden sie schließlich fĂŒndig. »Awa« ist hebrĂ€ischen Ursprungs und bedeutet Wasser – und darin ist das Jungtier schon ganz in seinem Element.

Das am 16. Juli geborene Robbenbaby ĂŒbt noch im „Mutter-Kind-Becken“ gemeinsam mit Mama Lea ungestört das Schwimmen und Tauchen. Erst dann dĂŒrfen Mutter und Kind zurĂŒck in die MĂ€hnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen MĂ€hnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt.

Die Heidelberger MĂ€hnenrobbengruppe ist mit sieben Tieren eine der grĂ¶ĂŸten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mĂ€chtigen MeeressĂ€uger, deren Verbreitungsgebiet sich entlang der PazifikkĂŒste SĂŒdamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der AtlantikkĂŒste bis nach SĂŒdbrasilien erstreckt, gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal tĂ€glich bei der FĂŒtterung, zu welchen KunststĂŒcken man sie mit viel Geduld und FingerspitzengefĂŒhl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Nachwuchs. Prominentes Mitglied ist der prĂ€chtige Bulle Atos, der 2005 im Heidelberger Zoo geboren wurde. Sein Markenzeichen ist der mit Bravur vorgefĂŒhrte Flossenstand.

Die Tierpaten sind eine fast genauso bunt gemischte Gesellschaft wie ihre Patenkinder. Die Paten sind Einzelpersonen, Institutionen oder Firmen, die mit ihrem finanziellen Beitrag den Zoo und seine Tiere unterstĂŒtzen. Über 300 Tiere aus dem Zoo Heidelberg haben bereits Paten gefunden, aber bei einem Bestand von ĂŒber 1000 Tieren sind noch viele patenlos. „Die Tierpaten tragen ganz wesentlich dazu bei, dass der Zoo die Haltungsbedingungen fĂŒr seine Tiere verbessern kann“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Dabei orientieren sich die PatenschaftsbeitrĂ€ge an den Pflegekosten der Tiere. Da liegen die Elefanten mit 5.000 Euro pro Jahr deutlich an der Spitze, aber auch ein Löwe verspeist mĂŒhelos ĂŒber eine Tonne Fleisch jĂ€hrlich und ist mit 2.500 Euro kein billiges Patentier. Auch das GemĂŒse, das die Gorillas eimerweise verzehren, kostet sein Geld, dazu kommen noch Kletterseile, HartplastikbĂ€lle und anderes Spielzeug. Als Anerkennung fĂŒr die UnterstĂŒtzung erhalten die Paten einen Patenpass, eine Urkunde sowie ausfĂŒhrliche Informationen zu ihrem SchĂŒtzling und werden zum jĂ€hrlichen Patenfest eingeladen.

Die Stadtwerke Heidelberg engagieren sich als erster Goldsponsor des Zoos mit Geld- und Sachleistungen fĂŒr ihren Kooperationspartner. Mit dem Kooperationsvertrag vom Juni dieses Jahres haben sich zwei starke Partner in der Region zusammengeschlossen, die fĂŒr mehr LebensqualitĂ€t und ein attraktives Angebot weit ĂŒber die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus stehen.

Foto: Stadtwerke Heidelberg
(12.09.2011, 15:03)
Zoo Heidelberg :   Noch PlĂ€tze fĂŒr Zoo-Intensiv frei!

FĂŒr die beliebte Veranstaltung „Zoo-Intensiv“ der Heidelberger Zooschule sind noch PlĂ€tze frei! Über ein halbes Jahr besuchen die Kinder einmal pro Woche den Zoo, um in einer festen Kleingruppe viel Spannendes ĂŒber die Zootiere und deren Besonderheiten zu erfahren. NatĂŒrlich kommen dabei auch die AktivitĂ€ten bei den Tieren nicht zu kurz. In der Zeit von Mitte Oktober bis Ende MĂ€rz werden unter anderem Gehege gereinigt, Esel gestriegelt, Futterkisten gebastelt und Tierpfleger besucht. Die Teilnehmer lernen dabei die Vielfalt und die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Tiere kennen und erhalten Einblicke in die Haltung von Haus- und Wildtieren.

Erstmalig wird ein Kurs angeboten, der speziell fĂŒr VorschĂŒler (5-6 Jahre) zugeschnitten wurde. Zoo-Intensiv beginnt jeweils in Kalenderwoche 42. Die Tickets fĂŒr die Veranstaltung sind bereits im Vorverkauf an der Zookasse erhĂ€ltlich. Die Kosten betragen Euro 135,- zzgl. Zooeintritt (der Kauf einer Jahreskarte wird empfohlen). Geschwisterkinder erhalten auf die Tickets 15% ErmĂ€ĂŸigung.
Zoo-Intensiv findet in diesem Halbjahr an folgenden Wochentagen statt:

Zoo-Intensiv am Montag : 15.00 – 16.30 Uhr (fĂŒr SchulanfĂ€nger im Alter von 5 und 6 J.)
Zoo-Intensiv am Dienstag: 15.00 – 16.30 Uhr (fĂŒr SchĂŒler)
Zoo-Intensiv am Donnerstag: 15.00 – 16.30 Uhr (fĂŒr SchĂŒler)
Zoo-Intensiv am Samstag: 10.00 – 11.30 Uhr (fĂŒr SchĂŒler)


Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen BedĂŒrfnissen willkommen!
Den aktuellen Terminkalender und weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Website der Zooschule unter www.zooschule-heidelberg.de. Die Tickets zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06221-3955713.

(08.09.2011, 19:31)
Zoo Heidelberg :   Wieder Nachwuchs bei der ErdmĂ€nnchen-Familie im Zoo Heidelberg

Innig kuscheln sich drei possierliche ErdmĂ€nnchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. „Wir sind begeistert von unserer lebhaften Kinderschar“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. „Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben wir Nachwuchs. Die drei Jungtiere sind quicklebendig und gesund. Mit insgesamt elf Tieren haben wir nun eine richtige ErdmĂ€nnchen-Großfamilie“. Die Zoobesucher drĂŒcken sich vor Begeisterung an der großen Scheibe die Nase platt, um so nahe wie möglich das quirlige Treiben zu beobachten. „Die sind so sĂŒĂŸ, Mama“, ertönt es aus Kinderkehlen. ErdmĂ€nnchen zĂ€hlen zu den Lieblingen im Zoo, nicht nur fĂŒr Kinder. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprĂ€gten Sozialverhalten zu beobachten.
Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den ErdmĂ€nnchen um echte Raubtiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsĂ€chlich wird ihr typisches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur GrĂ¶ĂŸe einer Eidechse oder eines Vogels mĂŒhelos fertig. Sie fressen aber auch FrĂŒchte und Insekten oder graben nach WĂŒrmern und Skorpionen.
Die Kleinen wurden bereits am 12. August geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfĂ€nglich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun sĂ€ugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmĂ€ĂŸig außerhalb der Höhle, wĂ€hrend der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den SchneidezĂ€hnen putzt. Ein weiteres MĂ€nnchen hĂ€lt wĂ€hrenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen FamilienglĂŒck nichts geschieht. Die in trockenen Regionen im sĂŒdlichen Afrika beheimateten ErdmĂ€nnchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und zwar je enger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schlafen kuscheln sie sich neben- und ĂŒbereinander, damit möglichst wenig WĂ€rme verloren geht. Ein ErdmĂ€nnchen hĂ€lt immer Wache. „MĂ€nnchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hĂ€lt der WĂ€chter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als StĂŒtze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlange entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter BĂŒschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den ErdmĂ€nnchen im Zoo Heidelberg zu beobachten, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

Foto: Antje Hoyer
(08.09.2011, 12:59)
Jennifer Weilguni :   @Joshuia Förg
Wenn ich betreffende Zeilen im Zoomagazin richtig gedeutet habe, dann ging es dabei um ein fiktives 2020. Es wurde dargelegt, welche Zukunftsaussichten auf den Heidelberger Zoo zukommen, wenn der Einrichtung nicht endlich ein ErweiterungsgelĂ€nde zur VerfĂŒgung gestellt wird. BekĂ€me der Zoo entsprechende FlĂ€chen dazu, mĂŒssten keine weiteren Großtiere abgeschafft werden.

(29.08.2011, 13:44)
Joshua Förg :   Also wird die Anlage dann vielleicht von den Orangs genutzt?
(27.08.2011, 12:46)
Sven P. Peter :   Weil das noch 9 Jahre hin ist und die Tiere jetzt eine bessere Unterkunft brauchten, gerade das MĂ€nnchen, dass ja nie raus durfte vorher. Zudem wird die Nachnutzung der Anlage sicher schon feststehen und das Gehege dementsprechend geplant worden sein.
(27.08.2011, 12:35)
Joshua Förg :   Im aktuellen Zoomagazin stand, dass spĂ€testens 2020 die Schimpansen des Zoos abgegeben werden sollen. Dann stellt sich bei mir die Frage: Warum baut man gerade fĂŒr sie eine neue, hochmoderne Anlage?
(27.08.2011, 12:07)
Joshua Förg :   Darin wird eben viel ĂŒber die ZukunftsplĂ€ne geschrieben, kleine TierportrĂ€ts und ein Wegeplan sind dabei.
(18.08.2011, 20:24)
Manuel Becker :   Ja, wobei ich weder FĂŒhrer noch Wegeplan prall finde. Aber ist vorhanden und erschwinglich...
(18.08.2011, 14:28)
Ottmar MĂŒller :   Ich besuche morgen zum ersten Mal seit langem den Heidelberger Zoo. Gibt es dort zur Zeit einen ZoofĂŒhrer mit Wegeplan?
(18.08.2011, 14:05)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Frecher kleiner Flossenflitzer frisst bald frische Fische

Gehört die FĂŒtterung der mĂ€chtigen MĂ€hnenrobben fĂŒr viele Zoobesucher zu einem der Highlights, so stiehlt neuerdings ein frecher kleiner Wonneproppen den „Großen“ die Schau. Es handelt sich um ein gerade Mal vier Wochen altes MĂ€hnenrobbenbaby, dessen speckgesunder Anblick unmittelbares EntzĂŒcken und Schutzinstinkte wachruft. Aber nicht nur das. Das RobbenmĂ€dchen ist quicklebendig und flitzt auf seinen kleinen Torpedoflossen so schnell es nur kann um den Beckenrand, so dass Mutter „Lea“ ihre liebe MĂŒhe und alle Flossen voll zu tun hat.
Dabei soll die junge MĂ€hnenrobbe jetzt vor allem schwimmen ĂŒben. Und auch das klappt schon sehr gut. Denn entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an gut schwimmen. Die ersten drei Wochen wird das Jungtier fast komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fĂ€ngt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Und auch der Speiseplan sieht fĂŒr einige Zeit keinen Fisch vor. MĂ€hnenrobbenjunge werden von ihren MĂŒttern ein ganzes Jahr lang gesĂ€ugt, bevor die Kleinen lernen, selbst Fisch zu fressen. Inzwischen ĂŒbt das am 16. Juli geborene Robbenbaby im „Mutter-Kind-Becken“ gemeinsam mit Mama Lea ungestört das Schwimmen und Tauchen. Die Kleine ist das zweite Kind von Lea und das erste Kind von Papa Atos. Generell werden nach der Geburt Mutter und Kind zunĂ€chst fĂŒr einige Wochen im Robbenhaus und auf der separaten Außenanlage von der ĂŒbrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dĂŒrfen Mutter und Kind zurĂŒck in die MĂ€hnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen MĂ€hnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt.
Die Heidelberger MĂ€hnenrobbengruppe ist mit sieben Tieren eine der grĂ¶ĂŸten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mĂ€chtigen MeeressĂ€uger, deren Verbreitungsgebiet sich entlang der PazifikkĂŒste SĂŒdamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der AtlantikkĂŒste bis nach SĂŒdbrasilien erstreckt,
gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. Daher werden sie auch deutlich seltener in Zoos gehalten. MĂ€hnenrobben sind Wasserraubtiere und zĂ€hlen zu den Giganten der Meere. Ausgewachsene MĂ€hnenrobbenbullen können ein Gewicht von 500 Kilo erreichen. Auch dies ist als Anpassung an ihren kalten Lebensraum zu verstehen, denn große Körper kĂŒhlen langsamer aus als kleine.
In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal tĂ€glich bei der FĂŒtterung, zu welchen KunststĂŒcken man sie mit viel Geduld und FingerspitzengefĂŒhl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Nachwuchs. Prominentes Mitglied ist der prĂ€chtige Bulle Atos, der 2005 im Heidelberger Zoo geboren wurde. Sein Markenzeichen ist der mit Bravur vorgefĂŒhrte Flossenstand. Daneben besitzt er die FĂ€higkeit des Spielens der Mundharmonika. Im Gegensatz zur zweijĂ€hrigen Holly, die dafĂŒr ihre Nase verwendet, setzt der Bulle hierfĂŒr ganz konservativ auf seinen Mund.

Foto: Heidrun Knigge
(16.08.2011, 12:02)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung im Zoo Heidelberg –„Banjoko und die Heidelberger Gorillafamilie“

Im Rahmen der europaweiten Kampagne zum Schutz der bedrohten Menschenaffen zeigt der Zoo Heidelberg ab Dienstag, den 16. August 2011 eine Ausstellung von Heidrun Knigge mit beeindruckend lebendigen Portraits der Heidelberger Gorillafamilie. Zur Eröffnung am Dienstag, 16. August um 14.30 Uhr im Afrikahaus sind Zoobesucher herzlich willkommen.

Im Fokus der Bilderausstellung steht die Entwicklung des inzwischen knapp fĂŒnfjĂ€hrigen Gorillajungen „Banjoko“ von der Geburt im Dezember 2006 bis heute. Im Zoo Heidelberg leben aktuell sieben Westliche Flachland-Gorillas. Der stattliche SilberrĂŒcken Bobo (19 Jahre) fĂŒhrt eine Gruppe aus drei Weibchen – N’Gambe (10 Jahre), Doba (15 Jahre) und ZsaZsa (25 Jahre) sowie die drei Jungtiere Banjoko, Esiankiki (genannt Kiki, 4 Jahre) und der im Juni 2011 geborene Kwame.

Die Fotografin und Biologin Heidrun Knigge kennt die Gorillagruppe seit ĂŒber zehn Jahren und hat Banjokos Entwicklung von Anfang an in vielen Fotos festgehalten. In der Ausstellung wird eine Auswahl der ausdrucksvollsten Bilder und Momente gezeigt. Im Rahmen der Vernissage können ihre Bilder auch gekauft werden.

Gorillas sind in freier Wildbahn wie alle Menschenaffenarten vom Aussterben bedroht. Der Zoo Heidelberg beteiligt sich dieses Jahr an einer Kampagne zum Schutz der Menschenaffen. Der Erlös aus den verkauften Ausstellungsbildern fließt in Maßnahmen, die in verschiedenen afrikanischen LĂ€ndern sowie in Indonesien zur Bewahrung des natĂŒrlichen Lebensraumes und der EindĂ€mmung der Jagd auf Menschenaffen beitragen.

Die Ausstellung wird bis Ende des Jahres im Afrikahaus des Zoos zu sehen sein.

Foto (Heidrun Knigge): Banjoko mit 54 Monaten beim Spielen mit Papa „Bobo“
(12.08.2011, 09:34)
Joshua Förg :   Die Weißschwanzmanguste wurde umgesiedelt!

In der letzten Woche wurde die Weißschwanzmanguste des Heidelberger Zoos vom Menschenaffenhaus wieder zurĂŒck ins kleine Affenhaus zu den Hulmans umgesiedelt. Grund fĂŒr den Umzug war ein Vorfall mit dem GrorillamĂ€nnchen; dieser verletzte die Weißschwanzmanguste leicht. Sie ist nun eigentlich immer zu sehen!

Eigentlich Àrgerlich... Habe ich doch schon Stunden vor dem Gorillagehege verbracht und immer erfolglos. Umso schöner nun der Umzug :-)
(10.08.2011, 20:56)
Zoo Heidelberg :   SWR Fernsehen zu Gast mit Tatjanas Tiergeschichten im Zoo Heidelberg
Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik „Tatjanas Tiergeschichten“ innerhalb der SWR Landesschau. Auch aus dem Heidelberger Zoo berichtet die beliebte SWR-Moderatorin regelmĂ€ĂŸig.
Am Donnerstag, 11. August ist Tatjana zu Gast im Zoo Heidelberg. Neben Anekdoten aus ihrem Buch „Tatjanas Tiergeschichten" bekommen die Besucher einen spannenden Film ĂŒber ihre bisherigen Erlebnisse im Heidelberger Zoo gezeigt. Die Veranstaltung findet um 15 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Ein tierischer Spaß fĂŒr die ganze Familie.

(03.08.2011, 13:56)
Zoo Heidelberg :   Warum haben Tiger Streifen?
Kinder erforschten die Raubtiere im Heidelberger Zoo

„Raubtiere sind zwar gefĂ€hrlich, aber doch manchmal ganz schön sĂŒĂŸ!“ sagte die achtjĂ€hrige Maria. Sie hat ihr Urteil ĂŒber Raubtiere geĂ€ndert. Maria war eine der vierzehn tapferen Kids im Alter von 7 bis 12 Jahren, die letzten Samstag mutig in die Raubtierhöhle des Heidelberger Zoos zogen.

Der erste Kooperationskurs zwischen der Zooschule und der Volkshochschule war voll ausgebucht. Gemeinsam wurde erforscht, welche Merkmale ein Raubtier ausmachen und geklĂ€rt, dass ErdmĂ€nnchen, Robben und Otter auch Raubtiere sind. Haie, Riesenseeadler und Schlangen hingegen wurden von den Kindern am Ende des Workshops souverĂ€n aussortiert. Die Kinder lernten die Brechschere von Raubtieren kennen und konnten zum Beispiel erfahren, warum der Tiger Streifen hat. Ein Highlight war die Teilnahme an der FĂŒtterung der Fossas. Die scheuen Raubtiere aus Madagaskar lassen sich eigentlich eher selten blicken. Im Beisein des Tierpflegers, der mit einem Eimer voll tierischem Futter zur Gruppe stieß, waren die Tiere aber sehr aktiv. Die Kinder konnten das typische Jagdverhalten und die Suche nach der Beute beobachten. WĂ€hrend dem Besuch bei den Raubtieren im Heidelberger Zoo wurde auch erklĂ€rt, warum viele Raubtiere in der Natur bedroht sind und was jeder Einzelne dagegen unternehmen kann. Am Ende verwandelten sich die Teilnehmer mit Hilfe von selbstgebastelten Raubtiermasken in Löwe, Tiger und Co.

Am Samstag, den 20. August startet bereits der nĂ€chste Kurs zu Schlange, Schildkröte und Co. Dort werden dann die Reptilien im Zoo genauer unter die Lupe genommen. Anmeldungen nimmt die vhs Heidelberg unter Tel. 0 62 21/911 911 schon jetzt entgegen. Die erfolgreiche Kooperation zwischen Zooschule und vhs wird auch im nĂ€chsten Wintersemester fortgefĂŒhrt und soll zukĂŒnftig sogar ausgebaut werden. Denn der Heidelberger Zoo hĂ€lt noch viele Attraktionen parat, die die Kids erkunden können.

(02.08.2011, 10:09)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Eine Liebesgeschichte der besonderen Art

Eine „Liebesgeschichte“ der besonderen Art spielt sich derzeit im Heidelberger Zoo ab. Seit MĂ€rz dieses Jahres wird die Zebraherde des Tiergartens durch die Stute Kijana ergĂ€nzt und zĂ€hlt nun neben dem MĂ€nnchen fĂŒnf weibliche Tiere.

Kijana vertrĂ€gt sich ausgesprochen gut mit Hengst Ngoro und schĂŒrt somit Hoffnungen, dass sie die angestrebte Rolle der Zuchtstute erfĂŒllen kann. Das Ganze erscheint zunĂ€chst nicht besonders ungewöhnlich, zumindest solange man Kijanas Vorgeschichte nicht kennt. Die Damara-Zebrastute lebte zuvor im Zoo Krefeld, wo sie ein sehr aggressives Verhalten sowohl gegenĂŒber ihren Artgenossen als auch ihren Pflegern an den Tag legte. Dies ging sogar so weit, dass sie vom Rest der Herde isoliert werden musste. Da Zebras aber ausgesprochen soziale Herdentiere sind, war dieser Zustand nicht ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum haltbar. Als mögliche Ursache fĂŒr die VerhaltensauffĂ€lligkeit Kijanas wurde die Sozialstruktur der Krefelder Zebragruppe vermutet. Diese bestand aus einem Hengst und einer weiteren Stute, die beide jĂŒnger sind als Kijana. Normalerweise ist es die Rolle des Hengstes seine Damen zu dominieren und so fĂŒr Ruhe in der Herde zu sorgen. Auf Grund des Altersunterschiedes gelang dies jedoch nicht.
Der Heidelberger Hengst Ngoro hat eine ganz andere Lebensgeschichte. Er kam in jungen Jahren in die Heidelberger Zebraherde. Jedoch wurde er von den alteingesessenen Stuten Heidi, Hilda und Angela zunĂ€chst nicht als HerdenfĂŒhrer und bis heute nicht als Paarungspartner akzeptiert. Die drei Damen verbindet von jeher eine enge, stabile Freundschaft. Sie stehen fast immer eintrĂ€chtig beieinander, weshalb sie von den Zoomitarbeitern liebevoll „Die drei von der Tankstelle“ genannt werden. Inzwischen tritt Ngoro innerhalb der Herde sehr dominant auf, was in der Vergangenheit bisweilen soweit ging, dass er andere Bewohner der Savannenlandschaft, wie die Blessböcke, angriff. Durch die Integration Kijanas erhoffte man sich nun, dass sie sich unterordnen und ihre alten Verhaltensmuster ablegen wĂŒrde. TatsĂ€chlich neutralisieren sich die beiden starken Zebrapersönlichkeiten gegenseitig, denn Ngoro muss all seine ĂŒberschĂŒssige Energie darauf verwenden, Kijana im Zaum zu halten. Der Hengst hat inzwischen das Interesse an dem Damentrio Heidi, Hilda und Angela gĂ€nzlich verloren und hĂ€lt seine neue Favoritin getreu dem Motto „Spiel nicht mit den Schmuddelstuten“ mit vollem Körpereinsatz von ihnen fern. Ansonsten haben sich die Hoffnungen auf ein friedliches Miteinander innerhalb der Herde bestens erfĂŒllt.

Foto von „Rose von Selasinsky“: Die drei Zebradamen „von der Tankstelle“.
(29.07.2011, 12:15)
Zoo Heidelberg :   Vom hĂ€sslichen Entlein zum stolzen Flamingo

So mancher Zoobesucher wundert sich derzeit ĂŒber die flauschigen grauen FederknĂ€uel, die sich seit kurzem zwischen den Roten Flamingos tummeln und den langbeinigen, auffĂ€lligen Tieren auf den ersten Blick nicht so recht Ă€hnlich sehen wollen. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um hĂ€ssliche Entlein sondern tatsĂ€chlich um Flamingo-Jungtiere.
Innerhalb kĂŒrzester Zeit konnte sich der Zoo Heidelberg ĂŒber dreifachen Flamingonach-wuchs freuen. Am 4., 6. sowie am 15. Juli schlĂŒpfte jeweils ein Junges. Inzwischen haben die KĂŒken ihre Nester verlassen und bilden, da sie meist beieinander stehen, fast schon eine Art Kindergarten. Obwohl die Jungtiere nur wenige Tage voneinander trennen sind deutliche Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung zu erkennen. Das Kleinste stakst noch sehr unbe-holfen durchs Wasser und kĂ€mpft auf dem rutschigen Untergrund am Rande der Flamingo-insel mit dem Gleichgewicht. KĂŒken Nummer zwei hingegen ĂŒbt sich bereits fleißig im ein-beinigen Stehen, was bisweilen jedoch noch recht wackelig aussieht. Das Ă€lteste Junge hin-gegen verlĂ€sst seine Altersgenossen durchaus einmal und möchte wohl schon zu den „Er-wachsenen“ gehören. FĂŒr seine aufmĂŒpfige Art erntet es hin und wieder auch mal einen leichten Kopfstoß von den Ă€lteren Vögeln. Nach ausgiebigen Erkundungen kehren die Klei-nen wieder in ihre kegelförmigen Nester zurĂŒck, um sich auszuruhen. Dort werden sie zu-meist von mindestens einem Elternteil bewacht. Das AusbrĂŒten und die Aufzucht der KĂŒken ist unter Flamingos ĂŒbrigens Sache beider Elternteile, wobei je Paar nur ein Ei gelegt wird. Mutter und Vater wĂ€rmen das Ei zunĂ€chst abwechselnd und auch das FĂŒttern nach dem AusschlĂŒpfen wird von beiden ĂŒbernommen. Dazu wird in der Speiseröhre eine spezielle NĂ€hrflĂŒssigkeit gebildet, die den Jungen eingegeben wird.
Erst nach und nach wandeln die mausgrauen KĂŒken ihr Aussehen hin zur gewohnten Er-scheinung eines eleganten, farbenprĂ€chtigen Flamingos. Die typische, abgeknickte Form des Schnabels entwickelt sich erst nach zirka zwei Monaten, bis dahin sind die Jungen von der Versorgung durch die Eltern abhĂ€ngig. Im Alter von zwei Jahren dann nimmt das Gefie-der die charakteristische rote Farbe an. Dies wird durch rote Farbstoffe, die die Vögel in frei-er Wildbahn ĂŒber den Verzehr kleiner Krebstierchen erhalten, verursacht. Im Teich des Zoo Heidelberg finden die Flamingos diese Krebse zwar ebenfalls, jedoch reicht die Menge fĂŒr die Anzahl der Vögel nicht aus. Deshalb werden zusĂ€tzlich entsprechende Farbstoffe zuge-fĂŒttert, um zu gewĂ€hrleisten, dass sich die leuchtendrote Kolonie nicht in eine unscheinbare Gruppe hĂ€sslicher Entlein verwandelt.

Foto: Flamingo-KĂŒken inmitten der Großen (Heidrun Knigge)

(25.07.2011, 07:42)
Joshua Förg :   Die Fossas leben auf der ehemaligen zweiten Goldkatzenanlage, diese wurde frei, als ein MĂ€nnchen durch Krebs starb. Zeitweise waren auch die Binturongs in einem FlĂŒgel untergebracht, deren Anlage ist aber nun fertiggestellt, sodass sie umziehen konnten.
(13.07.2011, 15:11)
Racool :   Die Rohrkatzen und Luchse haben getauscht. In der nach oben offenen Anlage bei dem MĂ€use-Wagen am Teich sind jetzt die Luchse.
(13.07.2011, 09:12)
Jan Beensen :   Leben in der Anlage nicht die Fossa?

Was ist eigentlich aus dem offenen Rohrkatzengehege am See geworden?
Bevor die Rohrkatze/n in das ehemalige Luchsgehege am Katzenhaus eingezogen ist/sind lebte/n sie dort.
(12.07.2011, 21:39)
RĂŒdiger :   Die Goldkatzenzucht ist so in den Hintergrund gerĂŒckt.
Gab es tödliche Verluste beim alten Zuchtpaar dieser schönen Katze und wird an einer neuen Paargewöhnung gearbeitet?
(12.07.2011, 18:33)
Joshua Förg :   @Jan Beensen
In Heidelberg hat sich zur Zeit einiges getan...

Das Zwergotter/Binturonggehege ist fertiggestelt, beide Tierarten haben ihr neues Domizil bezogen; an der Schimpansenaußenanlage wird derzeit noch gebaut; das Schildkrötenhaus war eine Planung vor einigen jahren, darmals war die rede von einem Tropenhaus fĂŒr Schildkröten, Nachttieren, Riesenottern und Flughunden.. Das ehemalige Tapirhaus wurde aber anscheinend als passender fĂŒr die Riesenschildkröten angesehen, daher wurde aus diesem Tropenhaus nichts; die Riesenottern sollen aber noch im Verlauf der nĂ€chsten Jahre in den Zoo ziehen; das Parkhaus lĂ€sst dafĂŒr zur Zeit noch auf sich warten... Zum Gehege der Pumas habe ich leider auch nur ErwĂ€hnungen im ZoofĂŒhrer gelesen, ich vermute aber sie werden am Yellowstone-See am Alpakagehege gebaut. Vom Löwengehege gibt es aber schon konkrete Planungen, man aus einem Jeep in das Gehege schauen usw, nĂ€here Informationen dazu findest du am "InformationshĂ€uschen" neben dem Geysir. Des Weiteren habe ich noch von einer Savannenlandschaft gehört, in der Antilopen und Giraffen einziehen sollen und einem neuen Haus fĂŒr Rhesusaffen, Hulmans und Rollowway-Meerkatzen. Der kleine Spielplatz neben dem Foody's-Restaurant wurde auch schon eröffnet.
(12.07.2011, 16:29)
Zoo Heidelberg :   Aktionstag zugunsten der bedrohten Menschenaffen im
Zoo Heidelberg

Am Sonntag, den 17. Juli steht der Zoo Heidelberg ganz im Zeichen des Schutzes der Menschenaffen. Im Zuge der Beteiligung des Zoos an der Artenschutzkampagne „Ape Campaign 2011“ können sich die Besucher an diesem Tag auf spannende, interaktive Weise ĂŒber verschiedene Projekte zur Erhaltung unserer nĂ€chsten Verwandten informieren. Der Erlös der jeweiligen Aktionen fließt in Maßnahmen, die in verschiedenen afrikanischen LĂ€ndern sowie in Indonesien zur Bewahrung des natĂŒrlichen Lebensraumes und der EindĂ€mmung der Jagd auf Menschenaffen beitragen. Besucher können sich auf ein vielfĂ€ltiges Angebot freuen, es ist fĂŒr Jeden etwas dabei. InfostĂ€nde geben Auskunft ĂŒber das Leben und die Bedrohung der beeindruckenden Tiere, wĂ€hrend sich die Kleinsten beim Kinderschminken in ihren Lieblingszoobewohner verwandeln oder eben diesen beim Malwettbewerb der Zooschule zu Papier bringen: Es winken tolle Preise! Als schöne Erinnerung an diesen Tag besteht außerdem die Möglichkeit selbst einen Button mit Menschenaffen-Motiven anzufertigen oder kĂŒnstlerische Fotoportraits der Tiere zu erwerben. Einige der Menschenaffen, darunter der pfeifende Orang-Utan Ujian, sind wahre KĂŒnstler und greifen gerne zur Kindermalfarbe. Die Werke, die dabei entstehen, können ebenfalls erstanden werden. Die Menschenaffen selbst können am besten wĂ€hrend der kommentierten FĂŒtterungen beobachtet werden. Um 11.00 Uhr werden zunĂ€chst die Orang-Utans gefĂŒttert, bevor um 15.00 Uhr die Gorillas versorgt werden. Wilde Unterhaltung garantiert auch die Hunde-Agility-VorfĂŒhrung, bei der um 12.00 Uhr auf der großen Flugwiese im Eingangsbereich zehn Hunde ĂŒber einen Hindernisparcours jagen. FĂŒr die Leseratten unter den Besuchern steht ein bunter BĂŒcherflohmarkt bereit, der nach Herzenslust durchstöbert werden kann. DarĂŒber hinaus ist am Ausgang des Menschenaffenhauses ein SammelbehĂ€lter fĂŒr alte und defekte Handys zu finden. Das Recyceln von Mobiltelefonen verhindert, dass durch den Abbau des Erzes Coltan, welches als Metall verarbeitet Bestandteil eines jeden Handys ist, die LebensrĂ€ume der Tiere zerstört werden.
Der Aktionstag zugunsten der bedrohten Menschenaffen verspricht nicht nur vielseitige Unterhaltung. Mit dem Besuch leisten ZoogÀste gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Menschenaffen.

Foto: Orang-Utan Mann Ujian malt sehr gerne und betrachtet hier sein Werk. Seine und die kĂŒnstlerischen Werke weiterer Menschenaffen im Zoo Heidelberg können am Aktionstag erworben werden (Heidrun Knigge)

(12.07.2011, 13:57)
Manuel Becker :   War vor ca. drei Monaten in Heidelberg und da wurde sehr fleißig an den Außenanlagen der Schimpansen gebaut - das GebĂ€ude war daher auch nicht zu umrunden wie sonst. Dieser Punkt wird also bereits angegegangen. Binturong-Anlage war seinerzeit in Bau, das neue Parkhaus war zumindest angekĂŒndigt. Zu den anderen Sachen habe ich bisher nix gehört.
(12.07.2011, 10:10)
Jan Beensen :   ...habe das Pumagehege vergessen...
(11.07.2011, 21:45)
Jan Beensen :   Weiß jemand ĂŒber die ganzen Bauvorhaben vom Zoo Heidelberg Bescheid?
Auf der HP des Zoos gibt es leider keine Seite bzw wenig Infos darĂŒber.
Ich habe da eine Menge Baustellen im Kopf:
Löwenanlage, Menschenaffenaußenanlage, Riesenschildkrötenhaus, Binturong/ZwergotterAnlage; war von allem mal die Rede.
Was wird wann umgesetzt?
(11.07.2011, 21:44)
Zoo Heidelberg :   SHONA-Art im Zoo Heidelberg – eine Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe

Am Sonntag, 10. Juli 2011 eröffnen der Zoo Heidelberg und SHONA-Art, eine Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe, die zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene gehören. Die Ausstellung mit ĂŒber 25 großen Skulpturen wird vom 10. Juli 2011 bis 30. September 2012 auf dem GelĂ€nde des Zoos zu sehen sein. Die AusstellungsstĂŒcke stammen zu einem großen Teil aus der international bekannten KĂŒnstlerkolonie „Tengenenge“, welche als Zentrum der Steinbildhauerei des Landes gilt. Sie befindet sich im Herzen Zimbabwes und wurde von Tom Blomefield Ende der 50er Jahre ins Leben gerufen.

Der Begriff „SHONA“ bezeichnet neben dem Volksstamm, der den Großteil der zimbabwischen Bevölkerung bildet, eben jene Skulpturen, die in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen haben. SHONA-Skulpturen sind eine individuelle Ausdrucksform, die traditionelle afrikanische Mythen und Legenden mit modernen Weltanschauungen verbindet. Die Vielfalt dieser zeitgenössischen Werke begeistert in ihrer universellen Formensprache ein breites Publikum und genießt in der Bildhauerei internationales RenommĂ©. FĂŒhrende Vertreter dieser Kunstrichtung zĂ€hlen zu den besten Bildhauern der Welt. Ihre Werke sind in Museen und Sammlungen vieler LĂ€ndern zu finden. So sind SHONA-Skulpturen vom New Yorker „Museum of Modern Art“ ĂŒber das „MuseĂ© Rodin“ in Paris bis ins „London Museum of Contemporary Art“ verbreitet.

Zimbabwe, einst Kornkammer Afrikas, ist als krisengeschĂŒtteltes Land im Herzen Afrikas zu trauriger Bekanntheit gekommen. Nur die wenigsten wissen, welch großartige Kunst aus diesem Land kommt. Gerade in einer Zeit, in der diese Region vor allem durch dramatische Ereignisse in die Schlagzeilen geraten ist, ist es wichtig, die lebendige, gute und positive Seite Zimbabwes zu zeigen. Auch unter diesen Gegebenheiten ist daher besonders hervorzuheben, dass „SHONA-ART im Zoo Heidelberg“ nicht nur fantastische Exponate prĂ€sentieren kann, sondern auch dazu beitrĂ€gt, dass den KĂŒnstlern eine Existenz ermöglicht wird.

Der Galerist Bastian MĂŒller von SHONA-ART aus dem westfĂ€lischen Witten ist seit Jahren ein großer Förderer und Kenner der SHONA-Kunst und zeichnete bereits fĂŒr diverse Ausstellungen verantwortlich, u. a. fĂŒr die bundesweit beachtete Großausstellung „SHONA IM PARK“ im Dortmunder Westfalenpark in den Jahren 2008-2010.

Foto: Skulptur Adler

(06.07.2011, 08:24)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg und Stadtwerke Heidelberg werden Partner

Am Montag, den 27. Juni haben der Zoo Heidelberg und die Stadtwerke Heidelberg einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Stadtwerke Heidelberg sind der erste Partner des Zoos im Rahmen seines neuen Sponsoring-Konzepts. Zum Auftakt der Kooperation ĂŒberga-ben die Stadtwerke dem Zoo gleich zwei Pedelecs – FahrrĂ€der mit elektrisch betriebenem UnterstĂŒtzungsmotor – nebst AnhĂ€nger. Die Pedelecs werden kĂŒnftig umweltschonend fĂŒr Dienstfahrten außerhalb des Zoos eingesetzt und erleichtern Zoohandwerkern und Tierpfle-gern ihre Arbeit. Die Stadtwerke Heidelberg fördern die ElektromobilitĂ€t per Zweirad als zu-nehmend wichtigeres Anwendungsfeld fĂŒr Ökostrom und verbinden so soziales Engagement mit Klimaschutz. Mit dem Kooperationsvertrag zwischen dem Zoo Heidelberg und den Stadtwerken Heidelberg schließen sich zwei starke Partner in der Region zusammen, die fĂŒr mehr LebensqualitĂ€t und ein attraktives Angebot weit ĂŒber die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus stehen.

Der Zoo Heidelberg zĂ€hlt zu den 50 besten Zoos Europas. 1934 vom NobelpreistrĂ€ger Prof. Carl Bosch gegrĂŒndet, hat er eine beeindruckende Entwicklung hinter sich und blickt in eine aufregende Zukunft. Bei knapp 600.000 Besuchern pro Jahr entspricht die Besucherstruktur einem breiten Querschnitt der Bevölkerung. Der Einzugsbereich erfasst die Metropolregion flĂ€chendeckend und erstreckt sich weit darĂŒber hinaus. Moderne Tiergehege – allen voran das 2010 eröffnete Elefantenhaus – dienen anderen Zoos als Beispiel fĂŒr ihre Neuanlagen. Im Naturschutz gehört der Zoo Heidelberg zu den ersten Adressen. Innovativ soll es auch weitergehen. Eigene Mittel sind aber mehr als knapp. Im Rahmen seines neuen Sponsoring-konzeptes will der Zoo mit starken Partnern die Basis fĂŒr einen weiteren Aufschwung legen. Je nach Umfang des Engagements bietet der Zoo die drei Kategorien Gold, Silber und Bron-ze an. Im persönlichen GesprĂ€ch werden dann gemeinsam maßgeschneiderte Kooperati-onsmöglichkeiten mit den Unternehmen entwickelt. Zoo und Sponsor mĂŒssen zusammen-passen – dafĂŒr sind die Stadtwerke ein hervorragendes Beispiel: Beide sind in der Region tief verwurzelt. Das Umweltengagement der Stadtwerke ergĂ€nzt die Umweltprogramme des Zoos, viele Produkte und Kompetenzen der Stadtwerke sind fĂŒr den Zoo nutzbar und viele Leistungen des Zoos sind fĂŒr Kunden und Mitarbeiter der Stadtwerke interessant – Traum-partner in vielen Bereichen. Die Stadtwerke Heidelberg sind der erste Goldsponsor des Zoos und engagieren sich mit Geld- und Sachleistungen.
Private Sponsoren und Firmen interessieren sich zunehmend fĂŒr den Zoo und entdecken ihn als Werbe- und ImagetrĂ€ger fĂŒr sich. Zudem engagieren sich die Partner mittels des Zoos fĂŒr Natur- und Artenschutz und Nachhaltigkeit: Beides zeichnet einen modernen Zoo aus.

Foto Stadtwerke: v.l.n.r. Michael Teigeler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stadtwerke Heidelberg Ener-gie; Frank-Dieter Heck, kaufmĂ€nnischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer Zoo Heidelberg; Dr. Klaus WĂŒnne-mann, Direktor Zoo Heidelberg; Tiger

(30.06.2011, 09:58)
Zoo Heidelberg :   Vierfacher Nachwuchs bei der ErdmĂ€nnchen-Familie im Zoo Heidelberg


Innig kuscheln sich vier possierliche ErdmĂ€nnchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. „Wir sind ganz begeistert von unserer gesunden Kinderschar“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. „Mit insge-samt neun Tieren haben wir nun eine quicklebendige ErdmĂ€nnchen-Großfamilie. Da ist im-mer was los, immer wird irgendwo gebuddelt, gespielt und umher geflitzt“. Zoobesucher kön-nen das bestĂ€tigen – ErdmĂ€nnchen zĂ€hlen zu den Lieblingen im Zoo, nicht nur fĂŒr Kinder. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprĂ€gten Sozialverhalten zu beobachten.
Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den ErdmĂ€nnchen um echte Raub-tiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsĂ€chlich wird ihr typi-sches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur GrĂ¶ĂŸe einer Eidechse oder eines Vogels mĂŒhe-los fertig. Sie fressen aber auch FrĂŒchte und Insekten oder graben nach WĂŒrmern und Skor-pionen.
Die Kleinen wurden bereits am 15. Mai geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfĂ€ng-lich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun sĂ€ugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmĂ€ĂŸig außerhalb der Höhle, wĂ€hrend der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den SchneidezĂ€hnen putzt. Ein weiteres MĂ€nnchen hĂ€lt wĂ€hrenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen Fami-lienglĂŒck nichts geschieht. Die in trockenen Regionen im sĂŒdlichen Afrika beheimateten ErdmĂ€nnchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und zwar je en-ger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schla-fen kuscheln sie sich neben- und ĂŒbereinander, damit möglichst wenig WĂ€rme verloren geht. Ein ErdmĂ€nnchen hĂ€lt immer Wache. „MĂ€nnchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hĂ€lt der WĂ€chter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als StĂŒtze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlan-ge entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter BĂŒschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den ErdmĂ€nnchen im Zoo Heidelberg zu beobachten, obwohl sie si-cher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

Foto: Der ErdmÀnnchen-Nachwuchs
(22.06.2011, 11:16)
Liz Thieme :   Da kann ich dir nicht weiterhelfen, auch wenn ich der Meinung bin schon mal was darĂŒber gehört zu haben. Bin mir aber nicht sicher.

Aber allgemein mal was zum geplanten Umbau
http://www.zoo-heidelberg.de/ein-neues-zuhause-fuer-unsere-loewen
(15.06.2011, 13:40)
Sven P. Peter :   Weiß jemand wo der dritte Löwenkater (der unkastrierte) abgeblieben ist?
(14.06.2011, 23:16)
Zoo Heidelberg :   NÂŽGambe ist Mutter

Am Samstag, dem 4.6.2011 ist im Zoo Heidelberg ein kleiner Gorilla geboren worden. FĂŒr die 10 Jahre alte Mutter N`Gambe ist es das erste Junge. Sie kĂŒmmert sich liebevoll um das Kind, das wahrscheinlich ein MĂ€dchen ist.

Samstag, 4. Juni, 12 Uhr im Menschenaffenhaus des Zoo Heidelberg. Unbemerkt von den Besuchern aber unter den wachsamen Augen der Menschenaffenpfleger bekommt N`Gambe ihr erstes Kind. „Erstgeburten sind immer etwas Besonderes. Man weiß vorher nie, wie die Mutter mit dieser besonderen Situation umgeht. Und auf NÂŽGambes Niederkunft haben wir schon lange gewartet, so waren wir alle sehr gespannt,“ beschreibt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnnemann die Situation. Zuerst sah es so aus, als wenn N`Gambe im Außengehege niederkommen wollte, dann entschied sie sich aber doch fĂŒr die Innenanlage. „Eine so ruhige erste Woche eines neugeborenen Gorillas haben wir noch nie erlebt“ freut sich der Revierleiter im Menschenaffenhaus Bernd Kowalski. Die ganze Gruppe, angefĂŒhrt von dem 200kg schweren silberrĂŒcken Bobo, ist sehr entspannt. NÂŽGambe macht bislang alles richtig: Sie hĂ€lt das Junge und legt es, wenn sie schlĂ€ft, auf ihrem Bauch. Sie sucht sehr hĂ€ufig die Ruhe der SchlafrĂ€ume im Menschenaffenhaus auf und macht dem kleinen Raufbold Banjoko unmissverstĂ€ndlich klar, dass er mit dem Neugeborenen nichts zu schaffen hat. Besondere Freude kam bei den Tierpflegern auf, als am Mittwoch unĂŒbersehbar Milchkot an den Fingern von NÂŽGambe klebte. Viele erstgebĂ€rende Gorillas haben eine recht kleine Brust und dann ist immer die Sorge im Hintergrund, ob die Mutter ĂŒberhaupt Milch hat. Doch bislang sieht alles sehr sehr gut aus.
NÂŽGambe kam am 2. MĂ€rz 2010 aus dem Zoo Köln nach Heidelberg. Ihr Name bezeichnet eine besonders schöne Stelle an der KĂŒste von Gabun. Sie ist in einer gut funktionierenden Sozialgruppe aufgewachsen und hat Geburten und Aufzuchten in ihrer Jugend beobachten können. „Mit dieser Nachzucht hat sich die Umstrukturierung der Gorillagruppe im letzten Jahr als richtige Maßnahme bestĂ€tigt. Wir haben Chuma, die in unserer Gruppe nicht gut verankert war, nach Givskud in DĂ€nemark abgegeben. Dort hat sie sich sozial erheblich weiterentwickelt und scheint sehr glĂŒcklich zu sein. NÂŽGambe trĂ€gt in jeder Hinsicht positiv zum Gruppenleben unserer Gorillas bei“ erlĂ€utert der Zoodirektor.
In den nÀchsten Tagen wird NŽGambe sicher oft nicht zu sehen sein. Gerade an den bevorstehenden Feiertagen wird der Zoo eventuell auch den Zugang zu den Gorillagehegen sperren, damit die ganze Gruppe, vor allem aber Mutter und Kind, genug Ruhe finden. Aber das hÀngt ganz davon ab, wie sich NŽGambe verhÀlt. Bislang ist sie die Ruhe selbst.


(10.06.2011, 19:15)
Zoo Heidelberg :   Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen

Der Zoo Heidelberg freut sich ĂŒber Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen. Ihren Namen verdanken die kleinen Krallenaffen aus SĂŒdamerika ihrem langen weißen Schnurrbart, der links und rechts wie gezwirbelt absteht und an den Deutschen Kaiser Wilhelm II erinnern soll. Allerdings weisen die Bartspitzen der kleinen Affen nach unten. Der Schweizer Zoologe Emil Goeldi, der die Art fĂŒr die Wissenschaft beschrieb, gab ihm den Artnamen „imperator“ wohl als Scherz. Aus dem Scherz wurde ein Name, der nach den Regeln der wissenschaftlichen Nomenklatur die Jahrhunderte ĂŒberdauern wird. Bei den Kaiserschnurrbart-tamarinen tragen auch die Damen einen Bart, und selbst die Jungtiere bekommen ihn lange bevor sie erwachsen sind.

Mutter „Aurora“ und Vater „Rinaldo“ leben seit 2010 im Zoo Heidelberg und fĂŒr die beiden ist es der erste gemeinsame Nachwuchs. Das Anfang April geborene Äffchen wird von beiden Elternteilen gleichermaßen liebevoll umsorgt. Wie bei allen Krallenaffenarten ist vĂ€terliche FĂŒrsorge ganz normal und die MĂ€nnchen beteiligen sich intensiv an der Jungenaufzucht. Besucher können beobachten, wie der Vater das Jungtier auf dem RĂŒcken trĂ€gt und regelmĂ€ĂŸig der Mutter zum SĂ€ugen ĂŒberreicht. Mit rund drei Monaten wird der Nachwuchs ent-wöhnt und gegen Ende des zweiten Lebensjahres sind die Tiere geschlechtsreif.

Die kleine Familie lebt in einem Gehege im Kleinen Affenhaus neben den Roloway-Meerkatzen. Sie teilen sich ihr Revier derzeit mit einer vierköpfigen Familie Zwergseidenaffen, die kleinsten echten Affen, die es auf der Welt gibt.

Kaiserschnurrbarttamarine gehören zu den Krallenaffen, kleine, allesfressende Primaten, die ausschließlich in SĂŒdamerika vorkommen. Ihre FingernĂ€gel sind zu Krallen umgeformt, mit denen die Tiere nicht nur gut klettern können, sie ritzen damit auch die Rinde von BĂ€umen an, um an die begehrten BaumsĂ€fte zu gelangen. Auf ihrem Speisezettel stehen aber auch FrĂŒchte, Frösche, Vogeleier und Insekten, die sie geschickt mit ihren kleinen HĂ€nden fangen. Die hĂŒbschen Äffchen durchstreifen die oberen Baumschichten des Regenwaldes in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren. Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes werden sie im Freiland immer seltener, in den Zoologischen GĂ€rten gibt es ein Erhaltungszuchtpro-gramm, das die koordinierte Nachzucht der Tamarine beaufsichtigt. Der Zoo Heidelberg nimmt seit 2011 am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr den Kaiserschnurrbarttamarin teil.

(07.06.2011, 09:09)
Zoo Heidelberg :   Die produktivste Ecke des Zoos: Nachwuchs bei den KĂ€ngurus, PrĂ€riehunden und afrikanischen Zwergziegen


Im Zoo Heidelberg trĂ€gt der Weg zwischen Streichelgehege und PrĂ€riehunden einen neuen Spitznamen: Babygasse. Denn in jedem Gehege sind Jungtiere angekommen: Bei den PrĂ€-riehunden hat sich quirliger Nachwuchs eingestellt. Zwei der possierlichen Nagetiere wurden bereits gesichtet. Aber da PrĂ€riehunde sich gerne auch in ihren Höhlen aufhalten, kann es gut sein, dass in den nĂ€chsten Tagen noch weitere der flinken Zwerge mit ihrer Spielfreude die Zoobesucher erfreuen. Der Name PrĂ€riehund ist irrefĂŒhrend – denn mit Hunden haben die geselligen Tiere nichts zu tun. PrĂ€riehunde sind keine Raubtiere, sondern Nagetiere, die zur Familie der Hörnchenartigen gehören. Als solche sind sie verwandt mit den Murmeltieren und den Streifenhörnchen. Ihren Namen haben sie wegen ihrer bellenden Rufe erhalten. Sie leben in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Nordamerikas. Zum Schutz gegen KĂ€lte und vor Feinden wie Greifvögeln, Silberdachsen oder Kojoten legen die PrĂ€riehunde unterir-dische Höhlen und weit verzweigte Tunnelsysteme an. PrĂ€riehunde sind soziale Tiere, die ihre unterschiedlichen Aufgaben an alle Familienmitglieder verteilen: Sie pflegen sich gegen-seitig das Fell und helfen sich bei der Betreuung der Jungtiere. Auch werden die EingĂ€nge zu ihren „Wohnungen“ immer bewacht. Entdeckt ein PrĂ€riehund einen möglichen Feind, so stĂ¶ĂŸt er einen „bellenden“ Ruf aus, woraufhin sich alle PrĂ€riehunde verstecken.

Nebenan bei den Roten RiesenkĂ€ngurus gibt es ebenfalls Nachwuchs. WĂ€hrend die Ă€lteren Jungtiere schon auf dem GelĂ€nde umher hĂŒpfen, zieht der jĂŒngste „Joey“ – wie die KĂ€nguru-jungen in Australien genannt werden – noch den schĂŒtzenden Beutel von Mama vor. KĂ€ngu-rubabies kommen als winzige, gering entwickelte Wesen zur Welt und wiegen bei der Geburt weniger als eine Maus. Sie mĂŒssen in den ersten Lebensstunden den Weg durch das Fell in den mĂŒtterlichen Beutel allein bewĂ€ltigen. Dort angekommen, saugen sie sich erst einmal an einer der beiden Zitzen fest und sind fĂŒr ĂŒber drei Monate nicht zu sehen. Danach beginnt die Phase, in der sich das kleine KĂ€nguru jetzt befindet. Die Außenwelt wird aus dem Beutel heraus erkundet, der Beutel aber noch kaum verlassen. Mal schaut ein Bein oder Schwanz heraus und manchmal ist sogar ein kleiner Kopf mit Ohren zu sehen – oder von jedem etwas gleichzeitig. Erschreckte Zoobesucher haben schon angerufen, ob das Kleine auch gesund ist und sich hoffentlich nichts gebrochen hat. Der Zoo kann beruhigen: Es erfreut sich bester Gesundheit und ist gelenkig wie alle kleinen KĂ€ngurus. Es dauert nicht mehr lange, dann beginnt es den „Außendienst“. Von seinen Exkursionen kehrt das Jungtier aber immer wie-der rasch in den mĂŒtterlichen Beutel zurĂŒck. Die Roten RiesenkĂ€ngurus sind die grĂ¶ĂŸten Beuteltiere der Welt und stammen aus den trockenen Regionen Inneraustraliens.

Noch ein Gehege weiter im Streichelzoo gibt es wieder viele Ziegenkinder, die nur darauf warten, von den Menschenkindern gestriegelt und gestreichelt zu werden.

Bild: PrÀriehunde-Nachwuchs (Quelle: Heidrun Knigge)

(26.05.2011, 07:49)
Ralf Wagner :   Dann ist die Nachtzucht in einem kleinen Park wie Memleben eine richtige Sensation ;-) (siehe Bild, voriges Jahr und es lebt auch, schlĂ€ft nur).
MM: das gleiche hab ich mich auch gefragt...
BG
(12.05.2011, 15:19)
Michael Mettler :   "Nachzuchten von Stachelschweinen sind in der Zoo-Welt recht selten" ???
(12.05.2011, 14:10)
Zoo Heidelberg :   Seltener Nachwuchs bei den Stachelschweinen

„Schön, ist es auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein …“. So trĂ€llerten Roy Black und Anita Anfang der 1970er Jahre ihren berĂŒhmten Kinderliedschlager. Ähnlich erfreut Ă€ußerte sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers, als er am 21. MĂ€rz ein gerade geborenes, winziges Stachelschweinkind erblickte. Gut 20 Jahre ist es her, seit der Zoo Heidelberg das letzte Mal Nachwuchs bei den Stachelschweinen vermelden konnte. Nachzuchten von Stachelschweinen sind in der Zoo-Welt recht selten. Umso grĂ¶ĂŸer ist nun die Freude ĂŒber das weibliche Jungtier, das sich in den ersten Wochen mit seinen Eltern im schĂŒtzenden Innengehege aufgehalten hat. Sehr zum EntzĂŒcken der Zoobesucher wagt das Kleine nun immer hĂ€ufiger die ersten Schritte nach draußen. Im Zoo Heidelberg leben vier Stachelschweine gemeinsam mit den WaschbĂ€ren in einem Gehege. Bei der tĂ€glichen FĂŒtterung um 15.45 Uhr kann man dann alle Mitglieder der quirligen Wohngemeinschaft beim gemeinsamen Mahl beobachten. „Das Jungtier wird in den ersten Monaten von den Eltern nicht aus den Augen gelassen. Beide kĂŒmmern sich sehr gut um Ihren Nachwuchs und der Vater zeigt einen ausgeprĂ€gten Schutzinstinkt“, berichtet Kubacki.
Stachelschweine sind trotz ihres namengebenden Stachelkleides nicht mit dem heimischen Igel verwandt. Zwar ist das auffĂ€lligste Merkmal des Stachelschweins das dichte Fell aus Stacheln und Spießen – und so lange Stacheln hat sonst kein anderes Tier. Ihre nĂ€chsten Verwandten sind aber, man mag es kaum glauben, die Meerschweinchen. Sie gehören zu den Nagetieren und dort zur Familie der Stachelschweine. Die beeindruckenden Stacheln können bis zu 40 Zentimeter lang werden, mit denen sich das Stachelschwein geschickt gegen Angreifer wehren kann. Die Stacheln stoßen dann aneinander und erzeugen ein lautes, rasselndes GerĂ€usch.

Foto: Stachelschwein-Nachwuchs (Rose von Selasinsky)

(12.05.2011, 11:22)
Zoo Heidelberg :   Mit Affenzahn durch den Zoo…
…heißt eine neue Veranstaltung der Zooschule Heidelberg. Die Veranstaltung findet statt am 3. Juni 2011 von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr (inklusive warmem Mittagessen) und richtet sich an SchĂŒler ab 6 Jahren. Im Vordergrund stehen an diesem Tag die Affen des Heidelberger Zoos. Neben Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans leben auch kleinere Affenarten im Zoo. Zum Beispiel die kleinste Affenart der Welt: die ZwergseidenĂ€ffchen, die es zu entdecken gibt. An diesem Tag lernen die Teilnehmer viel Spannendes ĂŒber Affen, aber selbstverstĂ€ndlich kommen auch Spiel und Spaß nicht zu kurz. Schließlich können die SchĂŒler ihr Wissen in einem Affenquiz testen. Achtung: Der Vorverkauf fĂŒr die Tickets dieser Veranstaltung hat bereits begonnen. Interessierte können ein Ticket an der Zookasse fĂŒr € 45.- erwerben.
Die Veranstaltung „Mit Affenzahn durch den Zoo“ ist eingebunden in die diesjĂ€hrige Artenschutzkampagne „Ape Campaign“ des EuropĂ€ischen Zooverbands, bei der sich der Heidelberger Zoo mit zahlreichen Veranstaltungen zum Schutz der Menschenaffen beteiligt. Das Ziel der Kampagne besteht aus zwei Teilen: Zum einen möchten die Zoos die Besucher ĂŒber die GefĂ€hrdung unserer nĂ€chsten Verwandten informieren, zum anderen werden Geldmittel fĂŒr ausgewĂ€hlte Schutzprojekte gesammelt.

Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen BedĂŒrfnissen willkommen!
Den aktuellen Terminkalender und weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Website der Zooschule unter www.zooschule-heidelberg.de. Die Tickets zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06221-3955713.

Foto: Kindergruppe bei den Gorillas

(12.05.2011, 07:53)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung „Fauna und Flora“ - TiergemĂ€lde des Naturmalers Norman Will-Kerry im Zoo Heidelberg

Ab Sonntag, 8. Mai, prĂ€sentiert der Heidelberger Zoo eine beeindruckende Ausstel-lung mit TiergemĂ€lden des renommierten Naturmalers Norman Will-Kerry. Der Hei-delberger OberbĂŒrgermeister Dr. Eckart WĂŒrzner hat die Schirmherrschaft ĂŒber-nommen. Die Ausstellung ist bis zum 7. August im Afrikahaus des Zoos zu sehen.

Norman Will-Kerry, geboren 1924, verbindet seit frĂŒhester Kindheit eine tiefe Liebe mit der Natur. Auf Umwegen und nach Überwindung vieler Hindernisse wurde aus der Neigung zur Malerei eine Lebensaufgabe. Nach einem privaten Malstudium be-gann er seine Laufbahn mit Stillleben, Landschaften und Portraits. Seine alte Tierlie-be brachte ihn schließlich dazu, Tiere zu malen. Studien in zoologischen GĂ€rten und auf Reisen sowie die Freundschaften mit dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz, dem Tierfilmer und Verhaltensforscher Heinz Sielmann und dem Tierarzt und Verhal-tensforscher Bernhard Grzimek lieferten ihm viele inspirierende Erfahrungen. Über viele Jahre entstand eine FĂŒlle von herausragenden Bildern aus der Natur und aus dem Tierreich. Seine zahlreichen Werke wurden in Europa, Japan, USA und Kanada gezeigt. Viele Bilder von Norman Will-Kerry befinden sich im Besitz von staatlichen Museen und in privaten Sammlungen im In- und Ausland.
Foto: "Löwen" von Norman Will-Kerry
(05.05.2011, 11:42)
Zoo Heidelberg :   „Zoo-Ferien“

Auf die PlĂ€tze, fertig, Zoo…!
In den Schulferien wollen so viele Kinder zu Elefanten, Eseln und Co., dass die PlĂ€tze fĂŒr die Zoo-Ferien der Zooschule Heidelberg an Ostern bereits nach wenigen Tagen ausverkauft waren. 60 Kinder nahmen teil und hatten wĂ€hrend der fĂŒnf Tage eine Menge Spaß mit den kleinen und großen Zootieren. FĂŒr die Ferienwochen an Pfingsten und fĂŒr einige Wochen im Sommer sind momentan noch PlĂ€tze frei. Auch fĂŒr interessierte Kinder aus Rheinland-Pfalz und Hessen bietet die Zooschule in der ersten Sommerferienwoche von 27.06. – 01.07.2011 die beliebten Ferienaktionen an. In jedem Fall erwartet die Teilnehmer im Alter von 6 bis 13 Jahren eine spannende Reise durch die Welt der Tiere, bei der sie viel lernen. NatĂŒrlich gibt es da auch einiges zu erleben, was Zoobesucher normalerweise nicht dĂŒrfen: Es werden Gehege ausgemistet, Tiere gepflegt und mit selbst gebasteltem Spielzeug beschĂ€ftigt. SelbstverstĂ€ndlich bleibt da der Spaß nicht auf der Strecke!
Auch das beliebte Nachmittagsprogramm „Zoo-Ferien Plus“ von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr, das ergĂ€nzend zu den vormittĂ€glichen Zoo-Ferien gebucht werden kann, findet wieder statt.
Neu im Jahr 2011 gibt es das Angebot „Zoo hellwach“. Es kann ergĂ€nzend zu den Zoo-Ferien gebucht werden und beginnt um 8.00 Uhr mit einer flexiblen Bringzeit. Mit diesem Angebot will die Zooschule ihren Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Heidelberg leisten. Interessierte Kinder können also in diesem Jahr wĂ€hrend der Ferien ihre Zeit von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr bei den Tieren im Heidelberger Zoo verbringen.
Kosten (inklusive Zooeintritt):
Zoo-Ferien (9.30 – 12.30 Uhr) = € 75,-
Zoo-Ferien Plus (zusĂ€tzlich zu Zoo-Ferien; 12.30 – 16.30 Uhr) = € 125,-
Zoo hellwach (zusĂ€tzlich zu Zoo-Ferien; 8.00 – 9.30 Uhr) = € 35,-

Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen BedĂŒrfnissen willkommen!
Den aktuellen Terminkalender und weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Website der Zooschule unter www.zooschule-heidelberg.de. Die Tickets zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06221-3955713.

(03.05.2011, 08:05)
Zoo Heidelberg :   Deutschsprachige Tagung zur TierbeschĂ€ftigung im Zoo Heidelberg
06.-08. Mai 2011
Eine Veranstaltung vom Zoo Heidelberg und dem Berufsverband der Zootierpfleger e. V.
Der Berufsverband der Zootierpfleger e.V. gegrĂŒndet 1993 im Zoo Frankfurt/Main mit mittlerweile 1100 Mitgliedern sieht sich als Sprachrohr des professionellen Zootierpflegepersonals in Deutschland, mit einigen Mitgliedern auch im benachbarten Ausland.
• Das Hauptaugenmerk liegt auf der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Wildtierhaltung.
• Die Verbesserung und Erweiterung des Ausbildungsberufes des Zootierpflegepersonals.
• Der Informations- und Erfahrungsaustausch zur stĂ€ndigen Verbesserung der Haltungsbedingungen von Wildtieren in Menschenobhut.
• Die Förderung und UnterstĂŒtzung des weltweiten Natur- und Artenschutzes.
Schon kurz nach der GrĂŒndung des BdZ wurde eine Tagung zu diesem damals noch neuem Thema organisiert. Die dann im zweijĂ€hrigem Abstand insgesamt viermal durch gefĂŒhrt wurden.
1998 gab es sogar eine außerordentlich Tagung die sich nur auf Menschenaffen konzentrierte, der Anlass war die Veröffentlichung eines Ideenkataloges zur BeschĂ€ftigung von Menschenaffen verfasst von BĂ€rbel Uphoff, Werner Golinowska und Carsten Knott, alle drei Menschenaffenpfleger und BdZ Mitglieder. Das Vorwort wurde von Dr. Jane Goodall geschrieben die ebenfalls bei dieser Tagung anwesend war. Dieser Katalog entstand in Kooperation mit dem Jane Goodall Institut und ist mittlerweile ĂŒbersetzt ins Englische, Spanische, Französische, Russische, Indonesische und Chinesische.
Ziemlich genau vor 10 Jahren gab es die vorerst letzte Tagung des BdZ zum Thema.
Dass es jetzt zu einer Wiederbelebung im deutschsprachigen Raum gekommen ist, liegt an dem hoch engagierten Team hier im Heidelberger Zoo. Seit vielen Jahren kann man sich bei einem Besuch im Zoo Heidelberg mit eigenen Augen ĂŒberzeugen wie hoch der Stellenwert der TierbeschĂ€ftigung hier angesehen wird und mit wie viel Phantasie, KreativitĂ€t und Engagement das gesamte Personal sich bemĂŒht, die LebensqualitĂ€t ihrer Schutzbefohlenen noch weiter zu steigern. Mit Fug und Recht kann der Zoo Heidelberg von sich behaupten, dass dies ein Ort ist in dem Langeweile keine Heimat hat.
Mit der deutschsprachigen Tagung zur TierbeschĂ€ftigung zeigt der Zoo Heidelberg aber auch ein Engagement weit ĂŒber die eigenen Grenzen hinaus. Folgen doch dieser Einladung ĂŒber 150 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vorwiegend Zootierpflegpersonal ,aber auch Personal aus anderen Instituten Pflegepersonal, Kuratoren und TierĂ€rzte sind dem Ruf gefolgt und wollen sich treffen um sich von den Ideen anderer anregen zu lassen, eigene Gedanken zur Diskussion zu stellen aber auch in praktischen Workshops neue Fertigkeiten zu erwerben und neue Impulse mit in die Betriebe zu nehmen.
Es steht uns sicherlich ein spannendes und Erkenntnis reiches Seminar am Wochenende vor uns, was eindeutig am umfangreichem und vielversprechendem Programm zu erkennen ist.

Foto: Kea mit Ball
(02.05.2011, 11:28)
Zoo Heidelberg :  
Große Freude im Zoo Heidelberg – Roloway-Meerkatzenbaby gebo-ren

Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 11. MĂ€rz 2011 das Licht der Welt erblickt hat, gehört zu den etwa 30 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Zoo Heidelberg hĂ€lt mit sieben Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschli-cher Obhut. In Heidelberg dĂŒrfen sich die Besucher regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Nachwuchs bei den Roloway-Meerkatzen freuen.
Nur noch wenige dieser schönen Tiere leben in ihren HeimatlĂ€ndern Ghana und der Elfen-beinkĂŒste. Die Roloway-Meerkatze steht kurz vor der Ausrottung. Mit seinem Artenschutz-projekt WAPCA e.V. engagiert sich der Zoo seit vielen Jahren fĂŒr den Schutz der bedrohten Primatenarten vor Ort. Neben kleinen Erfolgen gibt es aber immer wieder RĂŒckschlĂ€ge. Wild-fleisch gehört zur bevorzugten Nahrung nicht nur in Westafrika. Die erlegten Tiere werden weltweit exportiert, es ist ein regelrechter Wildfleischhandel entstanden, der fĂŒr zahlreiche Tierarten in den WĂ€ldern Afrikas das baldige Aus bedeuten könnte. An wohl kaum einer an-deren Tierart lĂ€sst sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo fĂŒr den Arten- und Natur-schutz ist. Der Zoo Heidelberg hĂ€lt zwei Gruppen Roloway-Meerkatzen. Eine lebt im kleinen Affenhaus, die andere bewohnt ein Gehege im Menschenaffenhaus. Mit ihren langen weißen BĂ€rten und ihren flinken SprĂŒngen durchs GeĂ€st gehören sie zu den beliebtesten und ele-gantesten Tieren im Zoo. Dazu kommt, dass man sie außer im Zoo Heidelberg nur noch in MĂŒnchen und in einigen französischen Zoos sehen kann.
Deshalb ist die Geburt der kleinen Meerkatze, deren Geschlecht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, ein großer Erfolg fĂŒr das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm dieser sel-tenen und ausgesprochen schönen Affenart aus Westafrika. FĂŒr Mama Manou, eine Ă€ußerst fĂŒrsorgliche Mutter, ist es bereits das vierte Kind. Der Vater der ersten Jungtiere war noch das MĂ€nnchen Yaya, das leider vor einigen Jahren starb. Lange musste der Zoo auf ein un-verwandtes neues MĂ€nnchen aus einem anderen Zoo warten bis im letzten Jahr „Owen“ aus Doue la Fontaine in Frankreich als neuer Zuchtpartner fĂŒr Manou an den Neckar kam. Alle Hoffnung lag auf ihm, wĂŒrde er als neuer Partner von Manou akzeptiert werden? Vertragen sich die beiden Tiere? Doch die Sorge war unbegrĂŒndet, es war Liebe auf den ersten Blick und das Resultat daraus springt nun durch das Gehege.
In den ersten Wochen klammert sich das Jungtier fast ausschließlich an den Bauch der Mut-ter. Seit kurzem erkundet es seine Umgebung schon alleine und begeistert die Zoobesucher durch kecke Spielversuche.
Nicht nur bei der Zucht in Menschenobhut ist der Heidelberger Zoo fĂŒhrend, auch den Schutz der Tiere in ihren HeimatlĂ€ndern Ghana und ElfenbeinkĂŒste hat der Zoo Heidelberg zu seinen wichtigsten Aufgaben gemacht. Doch die Situation in Ghana ist dramatisch, betont Kuratorin Sandra Reichler: „Wenn das Roloway-Jungtier sechs Jahre alt sein wird und damit im fortpflanzungsfĂ€higen Alter, könnten diese wunderschönen Tiere in Ghana bereits ausge-storben sein“.

Foto: Nachwuchs bei den Roloway-Meerkatzen


(27.04.2011, 11:59)
Zoo Heidelberg :   Tierische Ostern im Zoo Heidelberg: Gorilla-KĂŒsse, Ostereier und viele kleine OsterkĂŒken

Was gibt es Schöneres, als mit der ganzen Familie einen Osterspaziergang in den Zoo zu machen? Im Heidelberger Zoo ist an den Osterfeiertagen fĂŒr jede Menge Überraschung und Unterhaltung gesorgt. Im Afrikahaus gibt es fĂŒr Kinder eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. PĂŒnktlich zur Osterzeit sind aus zahlreichen HĂŒhnereiern goldgelbe KĂŒken ge-schlĂŒpft. Die flauschigen FederbĂ€llchen sind in einem großen, zirkuszeltĂ€hnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und HobelspĂ€nen untergebracht. Am Ostersonntag dĂŒrfen Ostereier auch im Zoo nicht fehlen. Poitou-Eselstuten Madeleine und Resi bekommen zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie schokoladene Überraschungseier zu den jungen Zoobesuchern tragen. NatĂŒrlich dĂŒrfen die beiden Esel-Damen dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
Am Ostermontag veranstalten Zoo und Zooschule ein großes Osterfest rund um das Thema Menschenaffen. Das Fest findet im Rahmen der europaweiten Menschenaffenkampagne statt. Die Artenschutzkampagne wurde vom EuropĂ€ischen Verband der Zoos und Aquarien (EAZA) ins Leben gerufen, bei der sich der Heidelberger Zoo mit zahlreichen weiteren Ver-anstaltungen zum Schutz der Menschenaffen beteiligt. Besucher können sich auf viele span-nende und informative Aktionen freuen wie kommentierte FĂŒtterungen im Menschenaffen-haus, einem Vortrag ĂŒber Menschenaffen, einem Affen-Quiz mit Preisverlosung bis hin zu bunten Buttons mit Menschenaffen-Motiven zum Selbermachen. An einem Infostand vor der Wiese des Menschenaffenhauses kann man mehr ĂŒber Leben und Bedrohung dieser beein-druckenden Tiere erfahren. Dort gibt es eine besondere Überraschung – KĂŒsschen von Go-rilla-MĂ€dchen Kiki, denn Kiki feiert am Ostermontag ihren vierten Geburtstag. Einige der Menschenaffen des Heidelberger Zoos, darunter der pfeifende Orang-Utan Ujian, sind wahre KĂŒnstler und malen sehr gerne – natĂŒrlich mit Kindermalfarbe. Ein Teil dieser kĂŒnstlerischen Werke kann am Infostand erworben werden. Ein bunter BĂŒcher-Flohmarkt empfĂ€ngt die Be-sucher gleich im Eingangsbereich. Alle Erlöse an diesem Tag fließen in Projekte zum Schutz der Menschenaffen.
Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet

Foto: GorillamĂ€dchen „Kiki“

(19.04.2011, 14:14)
Zoo Heidelberg :   Mit grauem RĂŒcken trompeten – und doch kein Elefant!
Zoobesucher, die die SĂŒdamerikavoliere betreten, werden neuerdings freudig aufgeregt begrĂŒĂŸt. Zwei etwa hĂŒhnergroße schwarze Vögel mit grauen RĂŒcken stolzieren piepend zwischen den Menschenbeinen herum und zupfen auch schon mal an den SchnĂŒrsenkeln. Ist der neue Besucher ausreichend inspiziert, begeben sich die Vögel wieder etwas auf Abstand und fangen an ĂŒberraschend tiefe Laute auszustoßen, die an ein Trompeten erinnern. WĂŒrde man nicht sehen wie sich der gefiederte Körper im Takt zu den Lauten rauf und runter bewegt, kĂ€me man nicht darauf wer der Sender dieser ungewöhnlichen GerĂ€usche ist.
Es sind GraurĂŒckentrompetervögel, die seit diesem FrĂŒhjahr in die begehbare SĂŒdamerikavoliere im Zoo Heidelberg eingezogen sind. Die geselligen Vögel, die entfernt mit den Kranichen verwandt sind, gewöhnen sich schnell an den Menschen und werden sehr zutraulich. In ihrer Heimat im nördlichen und zentralen SĂŒdamerika werden sie daher auch gerne als Haustiere gehalten. Bei den beiden Heidelbergern handelt es sich um zwei mĂ€nnliche Vögel, die im Zoo Paris geschlĂŒpft sind. In Heidelberg haben sie sich gut eingelebt und teilen sich ihr neues Revier mit anderen Vogelarten wie GrĂŒnwangenamazonen und Guirakuckucken sowie Faultieren und Krallenaffen. Bisher empfangen sie die Zoobesucher am Eingang der Voliere und begleiten sie auch hĂ€ufig bis zum Ausgang wieder, verlassen ihr Revier jedoch nicht, obwohl es fĂŒr sie ein leichtes wĂ€re, gemeinsam mit den verdutzten Besuchern durch die TĂŒr nach draußen zu stolzieren. „Wir hoffen, dass es so bleibt“ schmunzelt Thomas Bersch, Revierleiter im Vogelrevier, „wenn sie anfangen auch außerhalb der Voliere auf Entdeckungsreise zu gehen, mĂŒssen wir sie leider in eine andere Voliere umsetzen, die fĂŒr die Besucher nicht begehbar ist.“ Das wĂ€re schade, denn die vorwitzigen Vögel gehören schon jetzt zu den Lieblingen der Besucher.

Foto: GraurĂŒckentrompetervogel

(19.04.2011, 09:04)
Zoo Heidelberg :   Am Sonntag, 17. April von 13.15 bis 13.45 Uhr strahlt die ARD den Dokumentarfilm: „Die Elefanten-WG. Neue DickhĂ€uter fĂŒr den Heidelberger Zoo“ aus.
Über zwei Jahre lang haben SWR-Autorin Katja Kreutzer und Kameramann Simon Fountain die Elefantenpfleger und die Mitarbeiter des Heidelberger Zoos bei diesem ungewöhnlichen Pilotprojekt begleitet und hinter den Kulissen umfangreiche Aufnahmen gesammelt. Freuen Sie sich mit uns auf einen spannenden Film.

(11.04.2011, 11:48)
Henry Merker :   @Zoo Frankfurt:
Doppelt hÀlt besser ;)
(04.04.2011, 11:52)
Zoo Frankfurt :   Weltpremiere in Heidelberg: Gandhi ist da. Vierter Elefantenbulle wird in Jungbullengruppe integriert

„Gandhi“ ist da. Der fĂŒnfjĂ€hrige Elefantenbulle hat die 15-stĂŒndige Reise von Kopen-hagen nach Heidelberg gut ĂŒberstanden, freut sich Claus Petersen, Elefantenpfleger aus dem dĂ€nischen Hauptstadtzoo, der den Transport begleitet hat und noch einen Tag bei seinem ehemaligen SchĂŒtzling bleibt.
Mit „Gandhi“ begeht der Heidelberger Zoo eine Weltpremiere in der tiergĂ€rtnerischen Elefantenhaltung. In keinem anderen europĂ€ischen Zoo wurde bislang das Experi-ment gewagt, einen jungen Elefantenbullen in eine bereits bestehende Jungbullen-gruppe zu integrieren.
Im Juni 2010 grĂŒndete der Heidelberger Zoo mit den drei „Jungen Wilden“ Voi Nam, Tarak und Thai die erste Elefanten-Jungbullengruppe in einem deutschen Zoo. Das neue Elefantenhaus, in das die drei jungen Elefanten einzogen, war zwar von Anfang fĂŒr vier Elefanten konzipiert – das heißt mit vier abtrennbaren Boxen, zwei Badebe-cken und großzĂŒgig gestalteten Innen- und Außengehegen. Der Zoo entschied sich aber zunĂ€chst fĂŒr die Haltung von drei Elefanten, um ausreichend Erfahrungen zu sammeln, wie die Integration von jungen Bullen, die sich nicht kennen, gelingt. Die Hoffnungen wurden sogar ĂŒbertroffen. Innerhalb von kurzer Zeit bildete sich eine stabile Gruppenstruktur mit dem Ă€ltesten Bullen Voi Nam als Leittier. Das Zusam-menleben der drei lebhaften Elefantenbullen funktioniert so gut, dass der Zoo sich entschloss, einen vierten Jungbullen aufzunehmen. In Abstimmung mit dem EuropĂ€i-schen Erhaltungszuchtprogramm fiel die Wahl auf den fĂŒnfjĂ€hrigen „Gandhi“ aus dem Zoo Kopenhagen. In der Elefantenhaltung wird nun erneut Neuland betreten. „Wir wĂŒnschen uns sehr, dass die Zusammengewöhnung der vier Bullen erfolgreich ver-lĂ€uft“, betont Stefan GeretschlĂ€ger, leitender Elefantenpfleger des Zoo Heidelberg. „Eine Prognose was wann geschieht ist schwierig, wir mĂŒssen jeden Tag neu bewer-ten“. Nach den guten Erfahrungen der letzten Monate gehen Pfleger und Zooleitung von einer positiven Entwicklung aus. „Wir freuen uns darauf, mit der Integration eines jungen Bullen in eine bestehende Jungbullengruppe neue Wege zu gehen und Erfah-rungen zu sammeln, die fĂŒr die Zukunft der Elefantenhaltung wichtig sind. Nun muss Gandhi nur noch seinem Namen Ehre machen und sich seinen Platz in unserer Gruppe gewaltlos sichern“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.
Am Anfang benötigt der junge Elefantenbulle Zeit und Ruhe, sich in seiner neuen Heimat einzugewöhnen. „Gandhi“ wird bis Samstag in seiner Box im neuen Elefantenhaus sich von der Reise erholen können und erste RĂŒsselkontakte zu seinen Mitbewohnern aufnehmen. In den nĂ€chsten Tagen wird er seine kĂŒnftigen Mitbewohner kennenlernen. Wann das Vierergespann dann das erste Mal gemeinsam auftritt, en scheidet der Verlauf des Integrationsprozesses.

Hintergrundinformation: Der Zoo Heidelberg hĂ€lt derzeit die einzige Gruppe junger Elefantenbullen in Deutschland. Diese Haltungsform hat gute GrĂŒnde: MĂ€nnliche Elefanten werden - ob in freier Wildbahn oder im Zoo - im Alter von etwa 4-5 Jahren aus ihrer Geburtsgruppe heraus gedrĂ€ngt. In diesem Alter sind sie aber noch zu jung, um von den KĂŒhen als Zuchtpartner akzeptiert zu werden. Damit diese jungen Bullen in der Zwischenzeit in einer natĂŒrlichen Sozialstruktur aufwachsen können, leben sie fĂŒr einige Jahre bei uns in Heidelberg. Wie in freier Wildbahn auch, lernen die jungen mĂ€nnlichen Elefanten so das wichtige Gruppenverhalten. Wenn sie dann alt genug sind, können sie in einem anderen Zoo eine Zuchtgruppe ĂŒbernehmen.

Das Elefantenhaus in Heidelberg trĂ€gt den BedĂŒrfnissen einer Elefantengruppe mit bis zu vier Tieren Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizte „Sporthalle“ mit Sandboden und vielfĂ€ltigen BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten, vier Boxen und den Zugang zu der 2000 mÂČ großen Freianlage.

Foto: Gandhi
(04.04.2011, 08:36)
Henry Merker :   Wie bereits angekĂŒndigt, so ist der Jungbulle "Gandhi" mittlerweile wohlbehalten in Heidelberg angekĂŒndigt. Er ist auch schon zusammen mit den anderen drei Bullen auf der Außenanlage gewesen. Bislang scheint alles gut zu laufen.

@Jan Jakobi:
Es stimmt, dass "Gandhi" das letzte von "ChiengMai" gezeugte Elefantenkalb ist; aber es ist falsch, dass er dessen letzter Nachkomme sei. Davon gibt es momentan in Europa noch mindestens 20 lebende Vertreter. Unter anderem "Nayan" (Chester) und "Faya" (Rotterdam), wobei bei ihr sogar noch Blut von "Moohti" (Hannover) und "Motek" (Ramat Gan) fließt...
(03.04.2011, 17:42)
Zoo Heidelberg :   Neue Tierart im Heidelberger Zoo – asiatische Kurzkrallenotter mit
quirligem Nachwuchs

Die Zwerge unter den Ottern leben schon seit August 2010 im Heidelberger Zoo – jetzt können Besucher sich an den Kurzkrallenottern mitsamt quirligem Nachwuchs erfreuen. Kurzkrallenotter sind auch als Zwergotter bekannt und in SĂŒdostasien hei-misch. Mit einem Gewicht von maximal fĂŒnf Kilogramm, einer KopfrumpflĂ€nge von 45 bis 61 cm und einer SchwanzlĂ€nge von 25 bis 35 cm machen die Tiere ihrem Namen alle Ehre: Kleiner ist keine andere Otter-Art.
Das schöne, neue Gehege mit Rutschbahn und Schwimmbecken direkt am Elefan-tenhaus musste erst fertig gebaut werden, bevor das Zwergotter-PĂ€rchen einziehen konnte. Und schon kurz nach dem Einzug in ihr Innengehege kamen Ende Dezem-ber drei niedliche Zwergotter-Kinder zur Welt. Das Geburtsgewicht der Kleinen be-trĂ€gt gerade mal 50 Gramm. Die Jungtiere sind anfangs noch nackt und blind. Erst nach fĂŒnf bis sechs Wochen öffnen sie ihre Augen und ab der siebten Lebenswoche fangen Sie unter der liebevollen Aufsicht ihrer Eltern mit den ersten SchwimmĂŒbun-gen an. Um den Nachwuchs kĂŒmmern sich ĂŒbrigens beide Elternteile zu gleichen Teilen. Das schöne Wetter lockt die Otterfamilie nun tĂ€glich nach draußen. Und da die quietsch fidelen Racker zu den tagaktiven Tieren gehören, können Zoobesucher sie gut beim Spielen beobachten. Kurzkrallenotter sind sehr gesellig – andere Otter sind in der Regel EinzelgĂ€nger – und kommunizieren mit einer Reihe von Lauten.

Im Gegensatz zu anderen Otter-Arten, etwa dem EuropĂ€ischen Fischotter, hat der asiatische Zwergotter nur sehr kurze Krallen, die nicht ĂŒber die Fingerkuppen hinaus-ragen. Auch fehlen ihm große SchwimmhĂ€ute zwischen den Zehen. Dies bringt ihm Vorteile bei der Nahrungssuche, denn seine Beute besteht aus Schnecken, Krebsen und anderen Wirbellosen, nach denen er tastend am und im GewĂ€sserboden sucht. Dies macht die Tiere zu gern gesehenen GĂ€sten bei den Reisbauern in SĂŒdostasien, da die Zwergotter deren Felder frei von ErnteschĂ€dlingen (zum Beispiel Krebsen) halten. In Malaysia werden die Tiere auch fĂŒr den Fischfang trainiert, obwohl sie eher selten Fisch jagen und fressen.

Zwergotter zÀhlen zu den gefÀhrdeten Arten, was vor allem an der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes liegt.

Foto der fĂŒnfköpfigen Familie: York von Selasinsky

(29.03.2011, 13:12)
Jan Jakobi :   Alle drei sind sehr wertvoll fĂŒr die Erhaltung ihrer Art.

Denn:

"Voi Nam":
Sein Vater ist der einzige aus Vietnam stammende Bulle "Mekong", die Mutter "Trinh" stammt ebenfalls aus Vietnam.

"Thai":
Sein Vater "Hussein" ist aus Indien und noch ein echter Arbeitselefant gewesen und nicht wie "Mekong" als Baby in den Zoo gekommen.

"Tarak":
Sein Vater "Calvin" ist ein Ceylon-Bulle.

"Ghandi":
Sein Vater "Chieng Mai" ist der Àlteste noch lebende Elefantenbulle in einem Zoo, denn er wurde um 1959 in Thailand geboren.
Leider ist "Ghandi" laut den bekannten Seiten ĂŒber Elefanten der letzte Nachkomme "Chieng Mais".

Ich glaube es wÀre besser das Thema in den Thread Jungbullen-Gruppen" zu verlegen.

(28.03.2011, 21:43)
Liz Thieme :   Ende der Woche
(28.03.2011, 21:29)
Jan Jakobi :   Na, das ist ja eine schöne Nachricht!

Hoffentlich versteht er sich mit meinem Lieblingselefantenbaby-Bullen "Voi Nam".

Wann soll "Ghandi" einziehen?

"Voi Nam" versteht sich sehr gut mit "Tarak" und "Thai".
Alle drei Jungbullen kenne ich aus ihren Geburtszoos, wobei ich "Voi Nam" am lÀngsten und besten kenne.
(28.03.2011, 20:37)
Liz Thieme :   Nr 4 der WG steht fest. Jungbulle "Ghandi" aus Kopenhagen vervollstĂ€ndigt die Elefanten-WG. Damit wird Tarak dann die NestĂ€ckchen-Rolle an ihn abgetreten.
(28.03.2011, 20:14)
Zoo Heidelberg :   Die Zooschule Heidelberg startet erfolgreich ins Jahr 2011

Einen echten Saisonstart gibt es in der Zooschule gar nicht mehr. Dass Mitarbeiter und Zooranger das ganze Jahr ĂŒber aktiv sind, beweisen die Zahlen: In den Wintermonaten November, Dezember und Januar haben mehr als 2.000 Teilnehmer an Veranstaltungen der Zooschule teilgenommen.
Auch die Mitarbeiter der Zooschule waren aktiv. Am 29. Januar 2011 luden sie zur Regionaltagung SĂŒd-West des Verbandes der deutschsprachigen ZoopĂ€dagogen (VZP) ein. Thematisch angelehnt war das Treffen an das Internationale Jahr der WĂ€lder 2011, ausgerufen durch die Vereinten Nationen. Den ZoopĂ€dagogen (u.a. aus SaarbrĂŒcken, Landau, Freiburg und Kronberg) stellte sich an diesem Tag die Frage, ob der Wald und Elemente der WaldpĂ€dagogik auch relevant fĂŒr die pĂ€dagogische Arbeit im Zoo sein können. Inhaltliche BeitrĂ€ge dazu gaben Jochen Kohn, WaldpĂ€dagoge vom Forstamt Heidelberg, Dr. Adrianne Deickert, aktive Zoorangerin und angehende WaldpĂ€dagogin, sowie Tamara Kalmbach, ZoopĂ€dagogin aus Worms.

Trotz des sehr guten Starts in das neue Jahr herrscht in der Zooschule Vorfreude auf den FrĂŒhling sowie den eigentlichen Saisonbeginn.
Am GrĂŒndonnerstag, den 21. April von 14.30 bis 17.30 Uhr findet Zoo-Ostern statt, eine tierische Osteraktion im Heidelberger Zoo! Hier wird der Spieß einmal herumgedreht: Die Kinder (ab 5 Jahren) basteln Osternester fĂŒr die Tiere und verstecken sie. Die Tickets kosten Euro 15,-.
An Ostermontag, dem 25. April 2011, steigt das bunte Fest „Der Osteraffe kommt!“ fĂŒr kleine und große Zoobesucher, anlĂ€sslich der Menschenaffenkampagne des EuropĂ€ischen Zooverbands. An diesem Tag finden viele Aktionen im Zoo statt. Neben kommentierten FĂŒtterungen der Menschenaffen wird es auch einige Angebote speziell fĂŒr Kinder geben, wie z.B. einen Malwettbewerb.
In den diesjĂ€hrigen Schulferien gibt es selbstverstĂ€ndlich wieder die beliebten Zoo-Ferien fĂŒr SchĂŒler ab 6 Jahren (Euro 75,-) von 9.30 – 12.30 Uhr. ErgĂ€nzend dazu können die Zoo-Ferien Plus (Euro 125,-) gebucht werden, das entsprechende Nachmittagsangebot von 12.30 – 16.30 Uhr inklusive gemeinsamen Mittagessen. Neu ist Zoo hellwach (Euro 35,-): Mit diesem Zusatzticket zu den Zoo-Ferien kann die Zeit bis zum Start der Zoo-Ferien tierisch gut ĂŒberbrĂŒckt werden. Die flexible Bringzeit (ab 8 Uhr) fĂŒr berufstĂ€tige Eltern wurde 2011 neu eingefĂŒhrt. Von nun an können interessierte Kinder also den ganzen Tag, von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, im Zoo verbringen.
Die Zooschule Heidelberg bietet nicht nur Ferienaktionen fĂŒr Kinder aus Baden-WĂŒrttemberg. In der ersten Woche der Sommerferien von Rheinland-Pfalz und Hessen finden ebenfalls die beliebten Ferien im Zoo statt.

Die Ferienaktionen (Zoo hellwach, Zoo-Ferien, Zoo-Ferien Plus) finden im Jahr 2011 an folgenden Terminen statt:

• 26. – 30. April (Ostern)
• 14. – 18. Juni (Pfingsten 1)
• 20. – 25. Juni (ohne 23.6.) (Pfingsten 2)
• 27.Juni – 1. Juli (Sommer Hessen/RLP)
• 1. – 5. August (Sommer 1)
• 8. – 12. August (Sommer 2)
• 15. – 19. August (Sommer 3)
• 22. – 26. August (Sommer 4)
• 29. August – 2. September (Sommer 5)
• 5. – 9. September (Sommer 6)
• 10. – 14. Oktober (Herbst Hessen/RLP)
• 31. Oktober – 5. November (ohne 1.11.) (Herbst)

FĂŒr 2011 gibt es ein weiteres neues Angebot: die
Vorschul-Zoo-Ferien (vom 12. bis 16.9.2011) richten sich an Kinder, die im Herbst 2011 eingeschult werden. Die Tickets kosten fĂŒr die Zeit von 9.30 – 12.30 Uhr wie gewohnt Euro 75,- und sind im Vorverkauf erhĂ€ltlich. Entsprechende Erweiterungstickets fĂŒr die flexible Bringzeit „Zoo hellwach“ und das Nachmittagsangebot „Zoo-Ferien Plus“ können wie gewohnt erworben werden.

WÀhrend der beliebten Zoo-Camps verbringen die Teilnehmer eine Nacht im Zoo! Unheimliche GerÀusche, spannende Erkundung des Raubtierhauses, nÀchtliche Exkursion mit Fledermausdetektor und NachtsichtgerÀt erwarten Kinder ab 8 Jahre im Zoo-Camp. Die Kosten belaufen sich auf Euro 50,-.
An folgenden Terminen finden im Sommer 2011 Zoo-Camps statt:
• 14./15.5.
• 28./29.5.
• 18./19.6.
• 23./24.7.
• 24./25.9.
Neu im Jahr 2011 ist die Veranstaltung „Mit Affenzahn durch den Zoo“ am 3.Juni 2011 (BrĂŒckentag nach Christi Himmelfahrt) von 9.30 – 16.30 Uhr. Das Angebot anlĂ€sslich der Menschenaffenkampagne der EAZA (EuropĂ€ischer Zooverband) richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre und kostet Euro 45,-. Die Teilnehmer erleben viel Spannendes rund um kleine und große Affen im Heidelberger Zoo.
Bei den jĂ€hrlichen Festen im Zoo ist die Zooschule selbstverstĂ€ndlich auch vertreten. Am 17. Juni bei der „Affenparty“, dem großen Sommerfest des Zoos, wird es rund um das Menschenaffenhaus viele Aktionen fĂŒr Kinder geben. FĂŒr eine besondere Zielgruppe findet am 23. September 2011 eine Ü60-Zooparty statt, an der sich die Zooschule und ihre Zoobegleiter (sog. Zooranger) auch beteiligen werden.
Ab Mitte Oktober startet Zoo-Intensiv (ehemals Zoo-Kurs) an unterschiedlichen Wochentagen. Hier finden sich die kleinen Tierfreunde ĂŒber ein halbes Jahr zu festen Kleingruppen zusammen, um im Zoo intensiv etwas ĂŒber Tiere, deren Lebensweise und deren Schutz zu erfahren. An folgenden Wochentagen finden ab 17. Oktober Zoo-Intensiv statt:
• montags (VorschĂŒler): 15.00 – 16.30 Uhr
• dienstags (SchĂŒler): 15.00 – 16.30 Uhr
• donnerstags (SchĂŒler): 15.00 – 16.30 Uhr
• samstags (SchĂŒler): 10.00 – 11.30 Uhr

Im Winter können interessierte Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren auch wieder an den Aktiven Wintertagen teilnehmen. Die Kinder werden erfahren, was Tiere bei EiseskĂ€lte und Nahrungsmangel machen. Tierwanderungen, Winterruhe, Winterstarre und WinteraktivitĂ€t sind Strategien, die wir bei Besuchen der Zootiere genauer anschauen. Was macht der Zoo im Winter eigentlich mit Zebras, Elefanten und Co., die in der Natur gar keinen Winter kennen? An den beiden Tagen werden die Teilnehmer mit vielen AktivitĂ€ten auch selbst fĂŒr die Tiere aktiv, z.B. werden NistkĂ€sten gereinigt und eine besondere Nisthilfe gebastelt fĂŒr einen guten Start ins neue Jahr. Termine fĂŒr die Aktiven Wintertage (Kosten: Euro 70,-) sind:
• 10. & 11. Dezember
• 29. & 30. Dezember
• 2. & 3. Januar 2011
• 4. & 5. Januar 2011
• 14. & 15. Januar 2011
Die Tickets fĂŒr die Veranstaltungen im Jahr 2011 sind ab sofort im Vorverkauf an der Zookasse erhĂ€ltlich.
Neben den festen Veranstaltungen aus dem Terminkalender bietet die Zooschule selbstverstĂ€ndlich auch viele andere Veranstaltungen an, wie z.B. Erlebnisreiche RundgĂ€nge, Kindergeburtstage, Unterricht fĂŒr Schulklassen „Zoo-Schule“, Bildungstag im Zoo und vieles mehr.
Weitere Informationen zu den Angeboten der Zooschule Heidelberg erhalten auf der Website www.zooschule-heidelberg.de, wĂ€hrend der telefonischen Sprechzeiten (Mo + Do von 14 – 16 Uhr sowie Di + Mi von 10 – 12 Uhr) unter 06221-3955713 oder per E-Mail: info@zooschule-heidelberg.de.

(22.03.2011, 10:33)
Zoo Heidelberg :   Unbekannte Tierart im Heidelberger Zoo. Der Binturong – was ist denn das?

Katze, Marder oder BĂ€r? Auf den ersten Blick weiß man wirklich nicht so recht, in welche Tiergruppe man den Binturong einordnen soll. Denn wer kennt sie schon, die schwarz-grauen, kleinbĂ€renĂ€hnlichen Schleichkatzen mit dem buschigen Schwanz und den großen, bernsteinfarbenen Augen? Es gibt sie nur selten in Zoos zu sehen und ihre Heimat ist weit weg von Deutschland. Die Binturongs bewohnen WĂ€lder in SĂŒdostasien von Hinterindien bis nach Assam, Sikkim, Bhutan und Nepal und einigen Inselstaaten.
Der Heidelberger Zoo hĂ€lt seit Sommer 2010 ein PĂ€rchen. Das Weibchen kam aus dem Zoo Amsterdam, das MĂ€nnchen wurde im Tierpark Berlin geboren. Beide werde Mitte des Jahres zwei Jahre alt. Noch wohnen die beiden in einem Übergangs-Gehege neben den Fossas, der seltenen Raubtierart aus Madagaskar und gegenĂŒber dem Flamingosee. Bald aber zie-hen sie um. Direkt am Elefantenhaus ist ihr neues und großzĂŒgiges Gehege schon fast fer-tig.
Die Tiere sind groß und krĂ€ftig und erreichen ein Gewicht von 15 Kilo und mehr. Ihre leuch-tend großen Augen weisen darauf hin, dass sie dĂ€mmerungs- und nachtaktiv sind. Als Alles-fresser ernĂ€hren sich neben Vögeln, Insekten und KleinsĂ€ugern ĂŒberwiegend von FrĂŒchten. Obwohl ihre Bewegungen tollpatschig wirken, sind die Binturongs außerordentlich gute Klet-terer, die hervorragend an ihren Lebensraum angepasst sind. So können sie sich mit ihren scharfen gekrĂŒmmten Krallen auch in schwierigem Terrain sicher hoch oben auf den BĂ€u-men halten. Der Schwanz dient dabei als Greif- und Balancierorgan, mit dem sie geschickt in BĂ€umen klettern können.
Im Spielverhalten offenbaren sie ihre durchaus akrobatische Ader. Zum Repertoire gehören neben waghalsigen Kletterpartien auch PurzelbĂ€ume. Manchmal ĂŒberschĂ€tzen sie ihre FĂ€-higkeiten jedoch und landen bei versuchten Saltos auf dem RĂŒcken. Vor allem in Zoos erhal-ten sich Binturongs ihr verspieltes und zutrauliches Wesen bis ins hohe Alter, was sie fĂŒr Zoobesucher besonders interessant macht.

Foto: Binturong beim Fressen
(14.03.2011, 11:42)
Zoo Heidelberg :   Kugeliger GĂŒrteltiernachwuchs im Heidelberger Zoo

Der Heidelberger Zoo freut sich ĂŒber Nachwuchs bei den KugelgĂŒrteltieren. Das KugelgĂŒrtel-Jungtier, wurde am 15. Februar geboren. Noch hat der Kleine die GrĂ¶ĂŸe von einem Tennis-ball. Erwachsene KugelgĂŒrteltiere sind zusammengerollt ungefĂ€hr so groß wie ein Handball und wiegen rund 1,5 Kilogramm.

KugelgĂŒrteltiere stammen aus dem mittleren SĂŒdamerika, wo sie Graslandschaften, Busch-landschaften und trockene Waldgebiete besiedeln. Der Heidelberger Zoo zĂŒchtet die pos-sierlichen Tiere seit 2004 und hat seitdem 13 Jungtiere erfolgreich aufgezogen, von denen viele in zahlreichen anderen europĂ€ischen Zoos leben. Die possierlichen Tiere haben die FĂ€higkeit, sich bei Gefahr vollstĂ€ndig in ihren Panzer einzukugeln. Zu diesem Zweck verber-gen sie die Beine im Inneren. Die harte Oberseite des Kopfes und des Schwanzes bilden den Verschluss – fertig ist die Kugel. Ihr braun gefĂ€rbter Körper besitzt einen lederartigen Panzer aus Hornplatten. Weil diese Platten in Reihen angeordnet sind, erinnern sie im Aus-sehen an einen GĂŒrtel – daher auch der Name GĂŒrteltier. Sie besitzen einen schmalen Kopf mit spitzer Schnauze, einen sechs bis acht Zentimeter langen Schwanz und sind recht hoch-beinig. Die VorderfĂŒĂŸe haben vier Zehen mit ziemlich scharfen Krallen. Ein erwachsenes KugelgĂŒrteltier wiegt etwa eins bis 1,6 Kilogramm und wird zwischen 35 und 45 Zentimeter lang. Dank ihrer effektiven Verteidigungsmethode haben KugelgĂŒrteltiere außer dem Men-schen wenig natĂŒrliche Feinde. Die Menschen jagen diese Tiere vorwiegend wegen ihres Fleisches. DarĂŒber hinaus wird ihr Lebensraum immer weiter eingeschrĂ€nkt.

Die flinken Tiere gehören zu den „geheimen Stars“ im Zoo und „Arnold“, der muntere GĂŒrtel-tiermann, ist oft in der beliebten Tierpflegersprechstunde (Treffpunkt tĂ€glich um 12.00 Uhr am „Kleinen Affenhaus“) dabei.

(01.03.2011, 10:11)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung im Heidelberger Zoo: Jacklyn Gratzfeld – Der indonesische Regenwald


Ab dem 27. Februar 2011 prĂ€sentiert der Heidelberger Zoo ÖlgemĂ€lde, Pastelle und Radie-rungen der amerikanischen KĂŒnstlerin Jacklyn Gratzfeld. Die Ausstellung im Afrikahaus zeigt ausdrucksstarke Impressionen von Orang-Utans, Tigern, Vögeln, Schmetterlingen und dem einzigartigen Regenwald des grĂ¶ĂŸten Inselstaates der Welt. Jacklyn Gratzfeld möchte aber nicht nur die Schönheit der Lebewesen und des Regenwaldes portraitieren. Sie engagiert sich ebenso fĂŒr deren Schutz. Die RegenwĂ€lder Indonesiens werden so schnell vernichtet wie in keinem anderen Land der Welt. Mit verheerenden Folgen fĂŒr das Weltklima und die biologische Vielfalt: Der Archipel hat derzeit die lĂ€ngste Liste an vom Aussterben bedrohten Arten.
Am Sonntag, den 27. Februar um 11.00 Uhr hĂ€lt Jacklyn Gratzfeld in der Zooschule einen bebilderten Vortrag ĂŒber den indonesischen Regenwald und seine Bewohner. Im Anschluss wird um 12.00 Uhr die Ausstellung im Afrikahaus eröffnet. Ein Stand der Naturschutzorgani-sation „BOS Deutschland“ begleitet die Ausstellungseröffnung mit vielen Informationen zum Schutz der Orang-Utans. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen.
Ein Großteil ihrer GemĂ€lde entstand auf einer Reise im FrĂŒhjahr 2010. Jacklyn Gratzfeld besuchte den Regenwald in Kalimantan und die Orang-Utan Auffangstation „Nyaro Mentang“ der „Borneo Orangutan Survival Foundation“ (BOS). Dort hatte sie eine Sondergenehmi-gung, 200 Orang-Utans zu zeichnen und zu fotografieren. Die „BOS Foundation“ ist die grĂ¶ĂŸ-te Primatenschutzorganisation der Welt, mit derzeit rund 900 Orang-Utans in ihrer Obhut. BOS rettet wilde, meist erwachsene Orang-Utans aus Palmölplantagen und bereitet aus Pri-vathaltung beschlagnahmte, meist junge Orang-Utans auf ihre Auswilderung vor. Zwar gibt es seit Jahrzehnten in Indonesien ein Gesetz, das die Jagd, den Handel und den Besitz ge-schĂŒtzter Arten verbietet. Und auch international sind Orang-Utans geschĂŒtzt. Trotzdem ist beides weiterhin ein großes Problem, denn durch die Brandrodungen und den Anbau von Palmölplantagen wird der der Lebensraum fĂŒr Tiere und Menschen rasend schnell zerstört. Das Öl, das dort produziert wird, kommt auch in Deutschland an: In Shampoo, Margarine oder Seife. Besonders die gestiegene Nachfrage nach Biodiesel als vermeintlich ökologisch nachhaltiger Treibstoff hat Indonesien dazu veranlasst, weitere FlĂ€chen mit Ölpalmen zu bepflanzen. Noch immer werden dafĂŒr WaldflĂ€chen gerodet.

(22.02.2011, 11:05)
Ronald Masell :   Ich wĂŒrde MMs Aussage bezĂŒglich der bShettis insofern erweitern, das Kinder nicht nur lieber die Kleinen "sĂŒssen" Pferde sehen, anstatt der grossen, dunklen KĂŒhe, sondern Jungtiere besser abzugeben sind und ihr Unterhalt gĂŒnstiger ist , ergo: Shetties sind wirtschaftlicher und darauf kommts heute mehr denn je an
(22.02.2011, 09:59)
Sacha :   @MM: Kein Problem. Es geht auch so: Der Platz liesse sich fĂŒr diverse im Zoo vorhandene Affenarten nutzen (wiederum bei entsprechender Anpassung).

Aber selbst wenn man es nur aus der Sicht "Shetlandpony ODER Gayal" sieht, war die Entscheidung richtig. Beides Haustiere. Aber auf der einen Seite eine Art, die fĂŒr junge Besucher sehr attraktiv ist, weil sie sich reiten und streicheln lĂ€sst. Auf der anderen Seite eine Art, die im "internen Haustiervergleich" vielleicht bedrohter, ONB aber ziemlich gleichgĂŒltig ist und viel Platz braucht. Platz, der in Heidelberg offenbar nicht vorhanden ist (aber vielleicht dafĂŒr in einem Haustierpark).

PS: Mir fĂ€llt gerade ein, dass man evtl. mit einer sĂŒdamerik. Affenart plus Grosser AmeisenbĂ€r sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte: Mehr Platz fĂŒr eine bereits vorhandene und bedrohtere Art als der Gayal plus noch zusĂ€ztlich eine attraktive, didaktisch interessante und gefĂ€hrdete Art dazu. VoilĂ .
Die Ponys, wenn man sie aus den erwĂ€hnten GrĂŒnden behalten will, könnten zum Beispiel zu den Eseln, Ziegen oder Kamelen umziehen resp. dort als neue Mitbewohner einziehen.
(22.02.2011, 09:53)
Michael Mettler :   Ich habe einen alten Thread "Welche Tiere sind 'zoowĂŒrdig'?" gefunden und fĂŒr die WeiterfĂŒhrung genutzt. Denn letztlich ist ja Kernpunkt der Diskussion hier, ob Haustiere heutzutage noch in Zoos gehalten werden sollten.
(21.02.2011, 22:51)
Michael Mettler :   @Sacha: Ich schlage vor, die Grundsatzdiskussion Wildtier/Haustier in einen passenderen Thread zu verlagern, damit wir uns hier nicht zu sehr vom Thema Heidelberg entfernen. Ich schaue gleich mal nach was Passendem.

Zu Heidelberg: Deine TrĂ€ume von Anoa & Co. in allen Ehren, aber lies bitte die Pressemitteilung noch mal genau durch. Es geht nĂ€mlich nicht darum, dass die Gayale Platz machen fĂŒr eine neu in den Bestand kommende Wildtierform, sondern um Artenreduzierung aus PlatzgrĂŒnden. Da steht also - zumindest vorerst - keine neue Art in den Startlöchern. Vielmehr mussten die Gayale (in der PM immerhin als attraktive Tierart bezeichnet) den Shetlandponys weichen, weil deren bisheriges Areal fĂŒr Parkmöglichkeiten gebraucht wird. Und ich meine mich zu erinnern, dass Shetlandponys nicht zu den bedrohten Wildtieren zĂ€hlen. Aber sie sind bei Kindern beliebt, und das scheint beim Entweder-Oder den Ausschlag gegeben zu haben.
(21.02.2011, 21:30)
Sacha :   Aber gern:)

Inwieweit sind die weissen Blessböcke ĂŒberhaupt das Resulatat einer Zucht, also den Eingriff durch den Menschen? Respektive: Konnten die Weisslinge nur ĂŒberleben, weil der Mensch eingriff?
Und leben alle Weisslinge auf Game Farmen und keiner in der Natur?
Um mal Deine oft genutzte Argumentation zu gebrauchen: WĂ€re es nicht möglich, dass eine natĂŒrliche Inzucht zu den Blessbock-Weisslingen gefĂŒhrt hat, weil z.B. deren Habitat durch grosse FlĂŒsse, ZĂ€une, Siedlungen oder stark befahrenen Strassen von anderen Blessbock-Populationen getrennt ist?
Reicht eine Hybridisation von zwei Unterarten (Blessbock/Buntbock) schon, damit sich eine Art "auf dem Weg zur Domestikation" befindet?

Zur Bezoarziege: Ob und wo es noch Kreta-Bezoarziegen ohne Hausziegeneinkreuzung gibt, da kann nur ein Forscher kompetent Auskunft geben, der sich mit dieser Thematik befasst. Mein Wissenstand ist der, dass es noch REINE Kreta-Bezoarziegen in freier Wildbahn gibt.
Das grundsĂ€tzliche Problem ist ja: Zusammenmixen geht immer, aber auseinanderklamĂŒsern ist dann wieder schwieriger oder sogar unmöglich. Sprich: Wenn man gar nicht auf die Reinheit der Kreta-Bezoarziege achtet, wird sie eines Tages in "die Ziege" aufgehen, bis dann plötzlich doch festgestellt und anerkannt wird, dass es mal eine eigene, wilde UA war.
Ich habe ĂŒbrigens nie ausgeschlossen, dass es verwilderte Haustiere gibt, die (wieder) wildform-typische Merkmale zeigen. Aber sie werden dann von der Wissenschaft immer noch als HAUSTIERE bezeichnet(genauso ĂŒbrigens wie die sogenannten RĂŒckzĂŒchtungen). Und ich wĂŒsste nicht, welcher Forscher die Gioura- und Juan-Fernandez-Ziegen je als etwas anderers als verwilderte Haustiere bezeichnet hĂ€tte.
Ich wÀre mir auch nicht so sicher, ob man nicht sogar in neuerer Zeit (ab den 80er Jahren) auch in Zoos (vor allem ehemaliger Ostblock oder westliche Kleinzoos) nicht doch Dingos mit Haushunden gekreuzt hat.

Zu Heidelberg: Als mögliche Nachmieter wĂ€ren u.a. die leider bereits abgegebenen Schabrackentapire in Frage gekommen. Wenn aus PlatzgrĂŒnden ein Zuchtpaar nicht in Frage kommt, dann auch ein Einzeltier zur vorĂŒbergehenden Einstellung. Weitere noch bedrohtere Wildformen könnten (entsprechende Gehegeanpassungen an der vorhandenen FlĂ€che vorausgesetzt) Anoas, Hirscheber, Waldhunde, Grosse AmeisenbĂ€ren, Riesenotter oder sofern erhĂ€ltlich die eine oder andere Ducker- oder KleinkĂ€nguru-Art sein. Du siehst, der Möglichkeiten gibt es viele und m.E. sind sie alle besser als die Gayale.
Und weil wir schon mal dabei sind: Noch fehlt mir Deine Antwort zum Punkt Didaktik.
(21.02.2011, 19:44)
Michael Mettler :   @Sacha: Na, dann testen wir doch gleich mal deine wiedergewonnene Power ;-)

Auch wenn man den Farbschlag Weiß außer acht lĂ€sst, werden BlĂ€ssböcke im sĂŒdafrikanischen Game farming teilweise auf mehr GrĂ¶ĂŸe selektiert und mit Buntböcken verkreuzt, um "bessere" = wirtschaftlich interessantere Tiere zu bekommen. Diese Tiere leben auf umfriedetem Farmland und sind zwar vielleicht nicht von ZufĂŒtterung durch den Menschen abhĂ€ngig, aber vielerorts sicherlich von kĂŒnstlich angelegten Wasserstellen. Und neben der Fleischnutzung werden viele von ihnen zu kultischen Zwecken getötet (Jagdtourismus). Das wĂŒrde ich durchaus als "auf dem Weg der Domestikation" bezeichnen, und der Schritt zum Status des Gayals ist m.E. nicht sonderlich weit.

Zur Möglichkeit der Haustierwerdung durch Inzucht stimme ich zu, genau das meinte ich mit der EventualitÀt eines kleinen Genpools schon im Heimatland des Gayals.

Was die Kreta-Bezoarziege betrifft: Erstens ist sie möglicherweise gar kein echtes Wildtier, sondern entspricht im Status dem Dingo - und den hast du meiner Erinnerung nach immer als Haustier klassiziert. Zweitens: Wer sagt, dass der wild lebende Bestand der Kreta-Bezoarziege frei von Haustiereinkreuzung ist? Es gibt auch andere Beispiele verwilderter Hausziegen, die - ob nun ĂŒber Selektion oder vielleicht auch bedingt durch relativ gleichförmig gefĂ€rbte Ausgangstiere - sehr wildtierartig geblieben/geworden sind wie z.B. die Gioura- und die Juan-Fernandez-Ziege. Deswegen MUSS man in Zoos diese "Typen" nicht gleich mit anderen Hausziegen kreuzen. Hier werden ja auch keine Dingos mit anderen Hunden gekreuzt - und keine Gayale mit Gaur...

Und um auf Heidelberg zurĂŒckzukommen: Welche "womöglich noch bedrohte Wildform" durfte denn im Zoo verbleiben, weil statt ihrer die Gayale abgegeben wurden? Weder die im gleichen Gehegekomplex gehaltenen Kamele noch die nachnutzenden Shetlandponys fallen in diese Kategorie. Und Ullis Aussage "Elefanten statt Gayale" trifft den Punkt ĂŒbrigens auch nicht, denn die (Ex-)Anlage der Gayale befindet sich nicht mal in der Nachbarschaft der Elefanten (stellt also keine potenzielle Erweiterungsmöglichkeit fĂŒr diese dar), und auf ihr wurden jetzt auch keine Tiere untergebracht, die der schon vollzogenen Erweiterung der Elefantenanlage weichen mussten.
(21.02.2011, 18:32)
Sacha :   @MM: Also dann kreuzen wir munter Kreta-Bezoarziegen mit Hausziegen, da wir ja mit dieser "Schwarzweissmalerei" aufhören sollen, oder?
Tut mir leid, dem kann ich mich ĂŒberhaupt nicht anschliessen. Ich sehe es vielmehr wie @Ulli: Besser eine Haustierform abgeben als eine womöglich noch bedrohte Wildtierform. Dies gilt insbesondere fĂŒr Grosszoos, die nicht massenhaft Platz zur VerfĂŒgung haben.
Allerdings hĂ€tte ich ebenfalls nichts dagegen, wenn sich Warder und andere Kleinzoos oder Heimtierparks um den Gayal kĂŒmmern wollen.
Zum Thema Inzucht: Ist es nicht so, dass Haustiere GERADE durch Inzucht entstanden sind. Also wo ist das Problem beim Gayal (SOFERN er wirklich nur eine Haustierform ist)?
Und reichen gewisse Merkmale aus, um Blessbock und Kornnatter als "auf dem Weg zur Domestikation" zu bezeichnen? Immerhin sollen doch z.B. Weisse Tiger in Indien durch einen natĂŒrlichen Umstand (Mutation) enstanden sein.... Der Tiger also auch auf dem Weg zum Haustier?:)
Ich persönlich bin ĂŒbrigens auch nicht der Meinung, dass ein Gayal didaktisch wertvoller ist als z.B. ein Tapir - ausser man zeigt sowohl Gaur wie Gayal zum Vergleich. Und das kommt in Heidelberg aus den schon erwĂ€hnten GrĂŒnden sowieso nicht in Frage.

Kurz: Hier macht eine Abgabe wirklich einmal Sinn.

PS: War die letzten 14 Tage durch eine LungenentzĂŒndung flachgelegt. Jetzt ist aber wieder Saft da fĂŒr verbale Fights...:)
(21.02.2011, 15:57)
Zoo Heidelberg :   „Zoo-Karneval“: Fell, Farbe und Stacheln –
die KostĂŒme der Tiere

Ob Prinzessin oder Cowboy, Tiger oder MarienkĂ€fer, zu Karneval verstecken sich jung und alt in einem KostĂŒm. Eine Faschingsveranstaltung der ganz besonderen Art wird am Samstag, den 05. MĂ€rz 2011 fĂŒr Kinder und Jugendliche im Tiergarten Heidelberg stattfinden.
Beim genauen Hinschauen werden die Kinder feststellen, dass sich auch die Tiere im Zoo verkleiden. Dicker Pelz, Punkte, Stacheln, Streifen oder bunte Federn, bei den Tieren im Heidelberger Zoo können die Teilnehmer von Zoo-Karneval eine unglaubliche Vielfalt an pfiffigen Verkleidungen finden. Ist das Maskerade oder eine Notwendigkeit? Dieser Frage und vielen weiteren (auch lustigen) gehen wir auf die Spur.
Von 14:00 bis 17:00 Uhr können Kinder und Jugendliche von 5 bis 12 Jahren im Heidelberger Zoo selbst aktiv werden. In kleinen Gruppen erleben die Teilnehmer ganz besondere Tiere, spielen deren Aussehen und Verhalten nach und können sich selbst als Forscher betĂ€tigen. Mit viel Spaß und Entdeckerfreude wird dabei ein Rallyebogen ausgefĂŒllt, fĂŒr den es am Ende sogar eine kleine Überraschung gibt. Mitzubringen sind gute Laune, viel Neugier und natĂŒrlich, fĂŒr jeden der möchte, ein tolles KostĂŒm.
Die Tickets fĂŒr Euro 15,- sind bereits im Vorverkauf an der Zookasse erhĂ€ltlich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.zooschule-heidelberg.de oder telefonisch unter 062213955713.

(21.02.2011, 07:43)
Michael Mettler :   Nirgendwo ist festgelegt, dass Zoos sich nur noch um "echte" Wildtiere kĂŒmmern sollten. Wer Besuchern etwas ĂŒber BiodiversitĂ€t beibringen will, darf um Tiere, die in unterschiedlichem Grad vom Menschen beeinflusst wurden (um den Begriff der Domestikation mal anders zu umschreiben) keinen Bogen schlagen, denn jedes in seinem Ursprungsgebiet halbwild "gehaltene" Tier ist auch ein Teil des dortigen Ökosystems und möglicherweise sogar in irgendeiner Form dafĂŒr wichtig. Zudem befinden sich auch heute noch Tiere auf dem Weg der Domestikation, ohne dass man ihre PrĂ€sentation in Zoos in Frage stellt - das reicht vom BlĂ€ssbock bis zur Kornnatter. Andersrum gibt es Anzeichen dafĂŒr, dass manches heutige frei lebende Wildtier Haustiere unter seinen Vorfahren hatte (z.B. der Westliche Timberwolf) oder auf im FrĂŒhstadium der Domestikation wieder verwilderte Vorfahren zurĂŒckgeht (z.B. das EuropĂ€ische Mufflon). Die Schwarzweißmalerei Wildtier/Haustier ist also unbiologisch und sollte auch didaktisch nicht (mehr) angewandt werden.

Ja, der Genpool der europĂ€ische Zoo-Gayale ist eng und der Vergleich mit der Kaama, die wir gerade an anderer Stelle diskutieren, liegt auf der Hand. Allerdings ist das Heimatgebiet des Gayals m.W. erheblich kleiner als das der Kaama, was ihn potenziell gefĂ€hrdeter erscheinen lĂ€sst. Ob sein Genpool im Heimatgebiet wirklich groß ist, wĂ€re eine ganz andere Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass ein so wehrhaftes Tier wie der Gaur (wenn er denn der Vorfahr des Gayals ist) am Beginn der Domestikation nicht in großen StĂŒckzahlen eingefangen wurde, so dass die gesamte Form möglicherweise auf einige wenige GrĂŒndertiere zurĂŒckginge und somit schon in der Heimat bestens bewiesen hĂ€tte, mit einer solchen genetischen Situation fertig zu werden. Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch daran, dass alle Zoo-Watussirinder auf einen einzigen Import von 1930 zurĂŒckzufĂŒhren sein sollen und diese schmale Basis anscheinend bis heute - ĂŒber 80 Jahre spĂ€ter - der Zoopopulation nicht zu schaden scheint.

Gegen Gayale in Warder o.Ă€. Haustierparks hĂ€tte ich bestimmt nichts einzuwenden - aber dann bitte ZUSÄTZLICH zur Haltung in großen Zoos, wo dieses Tier einem viel breiteren Publikum didaktisch nahe gebracht werden kann.
(16.02.2011, 19:29)
Ulli :   laut Wikipedia:
Gaure gehören zu den fĂŒnf Rinderarten, die von Menschen domestiziert wurden. Die Haustierform wird Gayal, Stirnrind oder Mithan genannt. Der Gayal ist deutlich kleiner als sein wilder Vorfahr und gilt als zahmer. Er wird als Arbeitstier und Fleischproduzent eingesetzt. Gayale werden nur in der Grenzregion von Myanmar, Assam, Manipur und Nagaland gehalten; in den ĂŒbrigen Teilen des Verbreitungsgebiets ist der Gaur nie domestiziert worden, ist also nur lokal begrenzt von Bedeutung. Meistens leben die Gayalherden halbwild im Dschungel und kommen nur gelegentlich in die Dörfer. Allerdings sind mancherorts Gayale mit Hausrindern gekreuzt worden; diese Mischlinge werden auch in anderen Teilen Indiens genutzt und haben wiederum typische Haustiereigenschaften.

Ich habe auch sonst immer nur von Gayalen als Haustierform gehört - u.a. auch bei der frĂŒheren Haltung im Zoo Hannover.

Ich habe ja nichts gegen eine Haltung von Gayalen - es muss halt nur ausreichend Platz vorhanden sein. Der Haustierpark Warder wĂ€re z.B. eine gute Option fĂŒr so eine Rinderform.

Der Tiergarten Heidelberg hat nun einmal nur 11 ha FlĂ€che und muss auf der FlĂ€che seinen wichtigen Zuchtgruppen gerecht werden - da helfen nur Abstriche und man muss notgedrungen nur solche Arten halten, fĂŒr die man auch langfristig genug Platz bieten kann und die man in ein Konzept einbinden kann - insofern passt die Abgabe der Nashörner, Geparde, Tapire und jetzt der Gayale, denn alle Arten benötigen grĂ¶ĂŸere Areale. Auch hat Heidelberg bei seinen eigentlichen (frĂŒheren) Schwerpunkten Vögeln und Kleinkatzen schmerzvolle Einschnitte gemacht.

Und sowohl kommerziell als auch zoopĂ€dagogisch betrachtet, ist es fĂŒr Heidelberg plausibler. Elefanten statt
Gayale zu halten. Die Jungbullenhaltung macht gesamteuropÀisch betrachtet tatsÀchlich Sinn.

Ich gehe davon aus, dass die Shetland-Ponies nicht die abschließende Besetzung in Heidelberg bilden. werden.

Ansonsten ist die Entscheidung Àhnlich wie bei den Kaamas in Hannover nachvollziebar, da der Genpool in Europa begrenzt ist und man wenig von einem Status hat, einmalig in Europa zu sein ... aber munter Inzucht betreibt.

Klar kann man das wie bei einem Flaschenhals machen. Hannover hat das einmal bei den Impalas mit einer einkalkulierten hohen Verlustrate erfolgreich durchexzeriert.

(16.02.2011, 14:54)
Michael Mettler :   @Ulli: Nach dieser Argumentation hĂ€tte der Zoo auch nicht die Nashörner, Geparde und Tapire abgeben dĂŒrfen, die in der PM als andere Beispiele aufgezĂ€hlt werden, wĂ€hrend Haustierformen im Zoo blieben. Und er hĂ€tte genausogut die Shetlandponys abgeben können, die dem Parkhausbau weichen mĂŒssen, statt diese als Nachnutzer der Gayale zu behalten.

Wenn sich in den letzten Jahren nichts Entscheidendes geĂ€ndert hat, ist der Gayal noch immer ein Tier, ĂŒber das man nicht viel weiß und woran auch der Status nichts Ă€ndert, dass er in seiner Heimat (geringfĂŒgig) genutzt wird. Die Möglichkeit, dass es sich um eine eigenstĂ€ndige Tierart, die wie das Dromedar nicht mehr als Wildform vorkommt, und nicht "nur" um einen domestizierten Gaur handelt, scheint auch noch nicht vom Tisch zu sein. GrĂŒnde genug, sich auch in Zoos um dieses Tier zu kĂŒmmern.
(16.02.2011, 11:00)
WolfDrei :   @Ulli: anders herum: sie sind halbwild, haben den Haustierstatus noch nicht erreicht.
(16.02.2011, 10:16)
Ulli :   Gayale sind eine Haustierform, insofern ist die Abgabe unter der PrĂ€misse Wildtier-Erhaltung plausibel. Die Gayale werden bestenfalls noch halbwild gehalten,
(16.02.2011, 09:43)
WolfDrei :   zu den "östlichen" Gayalen: Stand am 1.1.09:Askania Nova 3,8; Charkow 1,1; Kiew 0,1; Odessa 1,1; Vyskov 0,1. Nicht gerade ĂŒppig - dennoch. Da alle Halter in der NĂ€he von Askania liegen, dĂŒrfte das die Ausgangs"quelle" sein. Nachwuchs gab es 2008 nur in Odessa (0,1)
(16.02.2011, 07:54)
th.oma.s :   eine bedauerliche und fatale entwicklung. ich habe diese imposanten rinder voriges jahr in heidelberg gesehen. fĂŒr derartige haltungsaufgaben habe ich eher kein verstĂ€ndnis. sorry.
(14.02.2011, 16:49)
Carsten Horn :   Danke schön, sehr erfreulich... Die beiden "westlichen" Halter werde ich dieses Jahr selber in Augenschein nehmen, ob dort noch was vorhanden ist...
(14.02.2011, 15:26)
WolfDrei :   @Carsten Horn: In der letzten Tier-Bestandsliste Rußlands (inklusive aller "ehemaligen" Sowjetrepubliken sowie Prag, Chomutov, Vyskow, Brno und Kiryat Motzkin) vom 1.1.09 sind die von Ihnen genannten "östlichen " Halter alle noch genannt - und glĂŒcklicherweise werden die auch noch 2011 existieren.
(14.02.2011, 13:25)
Carsten Horn :   Eine gut vorbereitete Pressemeldung, g, lt. Zootierliste gibt es noch 7 weitere Halter in Europa (Madrid, Benidorm, Vyskov, Askania Nova, Kharkov, Kiev und Odessa) oder ist die Zootierliste hier nicht mehr aktuell?
(14.02.2011, 11:00)
Zoo Heidelberg :   Gayale verlassen den Heidelberger Zoo


Mit einem weinenden Auge verabschiedet sich der Heidelberger Zoo von seinen Gayalen. Die beeindruckenden Rinder, die bis zu 800 Kilo schwer werden und in SĂŒd- und SĂŒdost-asien beheimatet sind, gehören zu den sogenannten alten Haustierrassen, die der Heidelberger Zoo beherbergt. Die Tiere – ein Bulle und zwei KĂŒhe – ziehen Ende der nĂ€chsten Woche in den Tierpark Berlin, der dann der einzige Zoo in Europa ist, der die gutmĂŒtigen Schwergewichtler mit den gewaltigen Hörnern hĂ€lt. Dort freut man sich schon auf die Ankunft von Karlson, Karoline und Karla und hofft, dass Karlson die Berliner Herde mit Nachkommen beglĂŒcken wird. Die Gayale werden es also gut haben und sicher schnell Anschluss bei ihren Artgenossen finden.
Allerdings bedeutet das fĂŒr den Zoo, dass mit dem Umzug der Gayale nach Berlin eine wei-tere attraktive Tierart schweren Herzens abgegeben muss. Nach Nashörnern, Geparden, schottischen Hochlandrindern, Tapiren und einigen anderen Tierarten sind die Gayale die nĂ€chsten, auf die die Besucher aus PlatzgrĂŒnden verzichten mĂŒssen. „Unsere Tiere brau-chen aus tierhalterischer Sicht mehr Platz, aber das GelĂ€nde des Zoos wird immer kleiner“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Bereits 1956 musste der Zoo ein TeilgelĂ€nde fĂŒr den Bau der Jugendherberge abtreten und seit 1986 muss der Zoo GelĂ€nde fĂŒr den Bau der Straßenbahn in das Neuenheimer Feld freihalten. In diesem Jahr baut der Zoo auf dem Zoo-gelĂ€nde ein Parkhaus. Die knapp 400 StellplĂ€tze werden dringend gebraucht, weil durch den Bau der Frauenklinik erneut ParkflĂ€chen in der NĂ€he des Zoos wegfallen. Auf dem Bauab-schnitt befinden sich zurzeit noch die bei den Kindern sehr beliebten Shetland-Ponys. Des-halb wird die Gayal-Anlage vorĂŒbergehend fĂŒr die Ponys umgebaut.
„Die Entwicklung des Zoos hĂ€ngt in entscheidenden Punkten von der Erweiterung des Zoo-gelĂ€ndes ab, das zurzeit noch vom Reiterverein genutzt wird“, so WĂŒnnemann. „Die beson-dere AtmosphĂ€re des Zoos leitet sich nicht zuletzt aus der Synthese von Gehegen und Pflanzungen, von BĂ€umen, StrĂ€uchern, Blumen und Tieren her. Damit der Tiergarten ein Garten mit vielen Tieren und schönen Gehegen bleibt, in dem sich alle wohlfĂŒhlen, brauchen wir mehr Platz!“

Wer die Gayale in Heidelberg noch einmal besuchen möchte, sollte dieses Wochenende und den Anfang der nÀchsten Woche nutzen.

Foto: „Gayal im Heidelberger Zoo“ Heidrun Knigge
(14.02.2011, 07:43)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zoo – jetzt im Zoo-Finder-App


Der Heidelberger Zoo und der Verband Deutscher Zoodirektoren e.V. (VDZ) freuen sich ĂŒber Zuwachs: ab sofort gibt es ein Zoo-Finder-App. Damit können sich Besitzer eines iPhones oder iPads bequem den nĂ€chstgelegenen Zoo anzeigen lassen.
Das Zoo-Finder-App ist besonders interessant fĂŒr Eltern: StĂ€dtetouren oder Urlaube in Deutschland, Österreich und der Schweiz können einfach und schnell um eine zusĂ€tzliche Attraktion bereichert werden – einen Ausflug mit der ganzen Familie in den nĂ€chstgelegen Zoo.
Das entsprechende App wurde von der Firma cantaloop entwickelt: Es ermöglicht dem Be-nutzer neben einer Standorterkennung die Suche in direkter NĂ€he des Standortes, sowie die Suche nach Postleitzahl oder StĂ€dtename. Die registrierten Zoos werden in einer Liste, nach Entfernung oder auf einer ĂŒbersichtlichen Karte angezeigt. Außerdem liefert das App nĂŒtzli-che Besucherinformationen wie Öffnungszeiten, Kontaktdaten und Eintrittspreise des aus-gewĂ€hlten Zoos. DarĂŒber hinaus werden die Benutzer ĂŒber regionale Highlights informiert.

„Die Zoos in unserem Verband und der VDZ selbst nutzen verstĂ€rkt neue Medien wie soziale Netzwerke, um potentielle GĂ€ste fĂŒr einen Besuch im Zoo zu begeistern“, sagt Peter Dollin-ger, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des VDZ. „Denn Kinder – und natĂŒrlich auch Erwachsene – können durch einen Besuch in unseren Zoos sehr viel lernen! Aus diesem Grund war das Zoo-Finder-App ein logischer Schritt.“

Alle zoologischen GĂ€rten, die Mitglieder im VDZ sind, zeichnen sich durch die wissenschaft-liche Leitung Ihrer Zoos aus: Sie haben sich Bildung, Forschung, Naturschutz und Erholung auf die Fahne geschrieben – zum Beispiel durch Nachzucht seltener Tiere und deren Au wilderung. Die artgerechte Haltung aller Tiere ist eine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Außerdem wer-den Tierschutzprogramme und Tierpatenschaften unterstĂŒtzt. Peter Dollinger weiter: „Zoos machen seltene oder fremde Tiere erlebbar – und erweitern den Horizont von Kindern ganz gewaltig. StĂ€rker, als das BĂŒcher oder das Fernsehen können.“

Foto: Junger Besucher mit neuer App
(10.02.2011, 12:32)
Jan Jakobi :   @Jennifer Weilguni: Das liegt daran das auf einer Tafel an der Anlage darauf stand das sie modernisiert wurde.
(03.02.2011, 17:10)
Jennifer Weilguni :   @Jan Jakobi
Ach so, ich dachte du wĂŒsstest wie sie vorher aussah, wenn du sagst, dass man siehst, dass sie nur ein bisschen modernisiert wurde.
(03.02.2011, 11:27)
Zoo Heidelberg :   ZoopĂ€dagogen tagen in der Zooschule Heidelberg

Am Samstag, den 29. Januar 2011 fand das Regionaltreffen SĂŒd-West des Verbandes der deutschsprachigen ZoopĂ€dagogen (VZP) statt, zu dem das Team der Zooschule Heidelberg eingeladen hatte. Nachdem Prof. Dr. Wayß, 1. Vorsitzender des TrĂ€gervereins der Zooschule Heidelberg "Initiative Zooerlebnis e.V.", Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann sowie Lothar Philips vom VZP die Teilnehmer u.a. aus SaarbrĂŒcken, Landau, Freiburg und Kronberg begrĂŒĂŸten, informierte die Heidelberger ZoopĂ€dagogin Daniela Vogt ĂŒber das umfangreiche Angebot der Zooschule in Heidelberg.
Thematisch angelehnt war das Treffen an das Internationale Jahr der WĂ€lder 2011, ausgerufen durch die Vereinten Nationen. Den ZoopĂ€dagogen stellte sich an diesem Tag die Frage, ob der Wald und Elemente der WaldpĂ€dagogik auch relevant fĂŒr die pĂ€dagogische Arbeit im Zoo sein können. Jochen Kohn, WaldpĂ€dagoge vom Forstamt Heidelberg, entfĂŒhrte die Teilnehmer des Treffens in seine Welt, gab viele Anregungen und Tipps und erklĂ€rte, welche der waldpĂ€dagogischen Aktionen auch in den Zoo geholt werden könnten, um den Blick auch auf einheimische LebensrĂ€ume und deren SchutzbedĂŒrftigkeit zu lenken. "Der Schutz der LebensrĂ€ume vor der eigenen HaustĂŒr ist mindestens genauso wichtig, wie die BemĂŒhungen um den Schutz von Ökosystemen auf anderen Kontinenten", betont der WaldpĂ€dagoge Kohn. Kinder mĂŒssten schon frĂŒh fĂŒr die Natur in ihrer Umgebung sensibilisiert werden, auch um einer Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden. Im Anschluss daran informierte Adrianne Deickert, aktive Zoorangerin, ĂŒber die Ausbildung zur WaldpĂ€dagogin.
Die Wormser ZoopĂ€dagogin, Tamara Kalmbach, berichtete ĂŒber das neueste Bauvorhaben im Tiergarten Worms: die eurasische Waldanlage mit integriertem Waldlehrpfad. Auch in die pĂ€dagogischen Angebote der Tiergartenschule Worms wird das Thema Wald zukĂŒnftig verstĂ€rkt Einzug halten. Es stellte sich heraus, dass waldpĂ€dagogische Elemente tatsĂ€chlich eine Bedeutsamkeit fĂŒr ZoopĂ€dagogen haben. "Eine entsprechende Vernetzung der Experten aus Wald - und ZoopĂ€dagogik ist also durchaus sinnvoll", so die ZoopĂ€dagogin aus Heidelberg, Daniela Vogt.
Nachdem am Vormittag viele neue Gedanken und Ideen angeregt wurden, klang der Tag mit einem Blick hinter die Kulissen des neuen Elefantenhauses und einem interessanten Rundgang durch den Heidelberger Tiergarten aus.

(03.02.2011, 09:32)
Jan Jakobi :   @Jennifer Weilguni:
FĂŒr die Besucher ist die MĂ€hnenrobbenanlage schöner, ich weiß aber nicht wie die Anlage vor der Modernisierung aus sah.
(02.02.2011, 20:34)
Jennifer Weilguni :   @Liz
Ich mir auch nicht.. aber wir beide alleine können eben nicht genĂŒgend Geld nach Hamburg und Stuttgart tragen um davon Tradition in Zoos zu finanzieren :-)
Ein bisschen muss jeder Zoo eben auch mit der Zeit gehen, sonst gehen die Besucherzahlen irgendwann eben zurĂŒck.
Und Carsten hat recht! Grade was die Wilhelma angeht.. wer weiss, was aus ihr geworden wÀre, wenn man die Tradition beibehalten hÀtte. Die Tiere wuerden vor allem angeschafft um mehr Besucher anzulocken!
Selbst der Frankfurter Zoo wurde in den Nachkriegsjahren zeitweilig in einen Rummelplatz verwandelt, weil das Volk eben nach Karusell, Schlittschuhbahn und Theater verlangte.

@Jan Jakobi
Ein bisschen modernisiert ist besser als gar nicht. Alleine durch diese optische Aufwertung wirkt die Anlage fĂŒr den Besucher viel freundlicher. Im Zoo Heidelberg kann man eben sehen, dass man auch aus ganz wenig sehr viel machen kann.
(02.02.2011, 20:31)
Jan Jakobi :   Dieser Thread heißt Zoo Heidelberg!

Ich war ĂŒbrigens Ende Juli letzten Jahres dort um mir die neue Elefantenanlage anzusehen. Die drei Jungbullen kannte ich schon aus ihren Geburtszoos.

Schön fand ich auf die MÀhnenrobbenanlage, man sieht aber das sie nur ein bisschen modernisiert wurde.
(29.01.2011, 20:50)
Carsten Horn :   Wenn die Wilhelma auf Tradition achten wĂŒrde, gĂ€be es da heute nicht ein Tier zu sehen!
(29.01.2011, 20:04)
Liz Thieme :   Nein Jenny, eben nicht. Es ging nicht um Autofarben, sondern um InternetprĂ€senzen.

Ich glaube die Hamburger wollen an ihrer Tradition schon sehr festhalten, denn ohne diese Panoramen und Parkanlage (die nun mal die Tradition hier bilden) wÀre Hagenbeck nicht Hagenbeck. Gleiches wÀre bei der Wilhelma, die lebt auch von ihrer Tradition aus der Mischung Flora/Fauna. Und ich kann und will mir diese beiden Einrichtungen nicht anders vorstellen.
(29.01.2011, 16:34)
Jennifer Weilguni :   Liz.. ich habe dich sehr wohl verstanden und die Autofarbe hast du ja als Beispiel genannt ( Paris Hilton-Pink) Wollen wir uns aber daran nicht aufhĂ€ngen.
Denn letztendlich geht es ja eben darum was der Besucher will. Und der will eben gerne neue, moderne Anlagen und nicht zwangslÀufig an Traditionen festhalten. Nicht umsonst zÀhlen Hannover, Leipzig und Gelsenkirchen mit ihrem Konzept zu den populÀrsten Zoos des Landes.
(29.01.2011, 13:42)
Liz Thieme :   Jenny, ich habe das GefĂŒhl, dass du das nicht so ganz verstanden hast. Ich habe nicht von der Autofarbe geredet. Das ist ja noch mal was ganz anderes, das ist ein anderer Produktfaktor. Das wĂ€re wie, wenn ein Besucher sich ein Tier im Zoo wĂŒnschen wĂŒrde. Und es ging ja um was ganz anderes.
(27.01.2011, 18:24)
Jennifer Weilguni :   @Liz
Wenn der Markt, die Nachfrage und die momentane Mode es verlangten, wĂŒrde Mercedes wohl auch pistaziengrĂŒne Autos herstellen. Schliesslich bestimmt der KĂ€ufer ja, in welcher Farbe er sich ein Auto bestellt.
Ähnlich ist es eben auch bei den Zoos. Die Nachfrage bestimmt das Angebot und ein bisschen frischer Wind schadet da sicher keiner Einrichtung. Selbst wenn man dafĂŒr vielleicht auch ein kleines bisschen von der Tradition abweichen muss.
(27.01.2011, 13:54)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg hatte großen Erfolg

Den Zoos in Deutschland ging es 2010 oft nicht so gut: Die meisten mussten hin-nehmen, dass die Besucherzahlen deutlich schlechter waren als 2009. Entgegen des allgemeinen Trends hat der Zoo Heidelberg im Jahr 2010 seinen Besucherrekord aus dem Jahr 2007 eingestellt. Über 585.000 Menschen aus Heidelberg, der Region und aus ganz Deutschland besuchten den Zoo im letzten Jahr, im Jahr 2009 waren es 544.000 Besucher gewesen, nur 2007 kamen mit 587.000 Besucher noch mehr Menschen in den Zoo.
Zum Jahresbeginn 2010 sah das ganz anders aus: Der lange, nasskalte Winter mit Schnee bis weit in den MĂ€rz ließ die Besucherbilanz in den Keller sacken. Im Som-mer wendete sich dann das Blatt. Die Monate Juni, Juli, August und September wa-ren Rekordmonate. Auch die Herbstmonate waren noch sehr gut besucht. „Die „Jun-gen Wilden, unsere drei agilen Elefantenbullen, hatten sicher Ihren Anteil an der po-sitiven Entwicklung. Die neue fĂŒr Tiere und Menschen attraktive Elefantenhaltung hat unsere Funktion als Zoo der Metropolregion weiterhin gestĂ€rkt“, kommentiert Zoodi-rektor Dr. Klaus WĂŒnnemann diese erfreulichen Zahlen. „Nach unseren statistischen Erhebungen kommen unsere Besucher aus allen StĂ€dten und Gemeinden der Regi-on, aber zunehmend auch aus vielen anderen BundeslĂ€ndern“.
Im Trend liegt mehr denn je das familienfreundliche Jahresticket. Unter den fast 4000 Besitzern von Jahreskarten sind inzwischen mehr als 2.250 Familien, die eine solche Dauerkarte erworben haben – die höchste Zahl seit der GrĂŒndung des Tiergartens 1934. Auch die Jahreskarten fĂŒr Erwachsene und Kinder verkauften sich „wie warme Semmeln“. „Die Jahreskarten lohnen sich bereits, wenn eine Familie im Jahr vier Mal den Zoo besucht – sie können aber auch zwanzig Mal oder an allen 365 Tagen kom-men. Dieses gĂŒnstige Angebot wird sicher auch in Zukunft von vielen Familien aus Heidelberg, Mannheim, dem Rhein-Neckar-Kreis und darĂŒber hinaus angenommen werden.“ erwartet Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.
Auf den Lorbeeren des Jahres 2010 will sich der Zoo nicht ausruhen: Das Jahr 2011 startete sehr gut. Am 20. Januar hatten bereits fast doppelt so viel Besucher den Zooeingang passiert wie im ganzen Januar 2010 – bei strahlendem Sonnenschein kamen allein am vorletzten Sonntag ĂŒber 3.000 Besucher. 2011 sind zahlreiche wei-tere Umbauprojekte geplant. Die Arbeiten an der Schimpansenaußenanlage haben bereits begonnen. Noch in diesem Sommer sollen die Schimpansen in luftige Höhen klettern und in ihren HĂ€ngematten spielen. Auch der Startschuss fĂŒr den Umbau des Löwengeheges wird in diesem Jahr fallen. Die grĂ¶ĂŸten PlĂ€ne gibt es fĂŒr den Besu-cherservice. Neben einem großen Parkhaus soll auch die gastronomische Versor-gung verbessert werden.

(27.01.2011, 10:23)
Holger Wientjes :   Ok, danke fĂŒr die ErklĂ€rungen !
(21.01.2011, 17:04)
Liz Thieme :   Holger, so meinte ich das nicht. Jede Branche hat ihre eigenen Kategorien. Ich wollte bei der ErklĂ€rung nur mal kurz weg von der Zoobranche.
Ich kann mit dem Wort Spaßzoo nichts anfangen bzw. ich finde es nicht sehr schön. Das wĂ€re fĂŒr mich evtl. die Kategorie, in der sich Einrichtungen befinden, die sich nicht auf Tiere beschrĂ€nken, sondern noch FahrgeschĂ€fte oder Ă€hliches mit integriert haben. Obwohl ich Hodenhagen nicht dazu zĂ€hlen wĂŒrde.
Kategorien wĂ€ren zB Schwerpunkte. Oder am Beispiel Stuttgart ist der botanische Aspekt sehr wichtig. Hagenbeck bringt Tradition und Parklandschaft mit hinein. Ganz klar sind fĂŒr die Ă€ltesten Zoos ihre Geschichte auch ausschlaggebend. Man sollte diese NIE vergessen, aber nicht an ihr kleben, sondern mit Bewusstsein in die Zukunft steuern. Bei Wildparks (wĂ€re fĂŒr mich eine Großkategorie) könnte ich mir nicht vorstellen, eine solch klare (von der Farbgestaltung!) Website zu haben, wie jetzt mancher Zoo ua. jetzt hier Heidelberg. Wildparks verbinde ich immer mit grĂŒn und braun. Aber zu bestimmten Zoos wĂŒrde das nicht passen.
Seriös in Zusammenhang mit Zoo-Websites steht fĂŒr mich als Beschreibung fĂŒr die Positionierung und StĂ€rkung des Leitbildes des Unternehmens. Ein Zoo welcher sich der Wissenschaft verschreibt, da fĂ€nde ich eine verspielte und verschnörkelte, sowie extrem animierte Website unseriös.

Aber das könnte man ewig ausfĂŒhren und man sollte dafĂŒr auch interne und externe Marktforschung betreiben, um das genau aufzuschlĂŒsseln. Eine weitere Möglichkeit um dies zu unterstĂŒtzen wĂ€ren die Methode der Sinus-Millieus, eine BCG Portfolio-Analyse, eine Positionierungs-Analyse und eine SWOT-Analyse nur natĂŒrlch alle auf die Zoobranche angepasst.
(21.01.2011, 14:48)
Holger Wientjes :   Wobei ich mir fĂŒr deutsche Zoos und Tierparks wĂŒnsche bzw. davon ausgehe, dass sie seriös sind. In welche Kategorien wĂŒrdest Du da einteilen Liz ? Spasszoo etc. ?
(21.01.2011, 13:51)
Liz Thieme :   @RM das hört sich so an, als ob die anderen LĂ€nder uns weit voraus sind, aber ich finde viele vermeintlichen "Top"-Zoos können da auch noch einiges verbessern. Wichtig ist, dass die Seite zum Inhaber passt.
Um mal in eine andere Branche zu gehen - Automobilbranche. Es wĂŒrde zu Audi oder Mercedes nicht passen, wenn sie in "Paris Hilton"-pink quietischig und plĂŒschig auftreten. Sie gehören eher zu den seriösen, edleren und teils sportlichen Marken unter den Autos.
Und so kann man auch Zoos in Kategorien einteilen, die das ganze Leitbild und Corporate Design fĂŒhren. NatĂŒrlich gehören noch paar weitere Faktoren hinzu.

Ich weiß, dass viele Deutsche und auch deutsche Unternehmen diese Abwartehaltung inne haben, aber man sollte die Deutschen auch nicht zu schlecht hinstellen.
(21.01.2011, 13:16)
Ronald Masell :   so langsam scheinen auch die deutschen zoos zu begreifen, das ein guter Webauftritt wichtig ist und heutzutage dazu gehört.
(21.01.2011, 12:27)
Holger Wientjes :   So, hatte jetzt auch Zeit mir die neugestaltete Homepage genauer anzuschauen und muss sagen, dass ich sie sehr gelungen finde ! Sie ist ĂŒbersichtlich und informativ. Auf jeden Fall deutlich besser als ihr VorgĂ€nger.
(21.01.2011, 12:10)
Carsten Horn :   Ist schön geworden die neue Website, allerdings hoffe ich mal das die 200 cm Breite fĂŒr die BehindertenparkplĂ€tze ein Tippfehler sind, ansonsten sollte man von einem Besuch als Rollstuhlfahrer wohl ggf. besser absehen...

Relativ kleines Auto, z. B. Clio, 172 cm breit, die verbleibenden 28 cm reichen wohl kaum, um einen Rollstuhl daneben zu stellen!!!
(19.01.2011, 21:20)
Zoo Heidelberg :   Was Tiere so hinterlassen – eine lehrreiche Veranstaltung der
ungewöhnlichen Art im Heidelberger Zoo

Am Sonntag, 23. Januar 2011 von 14:00-16:00 Uhr haben kleine und große Besu-cher des Heidelberger Zoos im Eingangsbereich die Gelegenheit, verschiedenste Tier-Hinterlassenschaften zu betrachten. Tierpfleger Maik Wilsmann, vielen auch be-kannt als Wettkandidat bei „Wetten dass…“ – zusammen mit einer Kollegin erkannte er Tiere am Geruch ihres Kotes – wird an einem Stand mit ausgewĂ€hlten „Kotpro-ben“ Rede und Antwort stehen. Zoobesucher erfahren viel Lehrreiches und Interes-santes ĂŒber ein Thema, das bei den meisten Erwachsenen noch immer ein Tabu ist. Bereits am Samstag, 22.1.2011 geht es in der beliebten Kindersendung „1, 2 oder 3“ „Alles Sch…“ um Toiletten, Hygiene sowie um Tiere und deren „ganz normale Ge-schĂ€fte“. Auch in dieser Sendung ist Tierpfleger Maik Wilsmann zu Gast. Die Sen-dung wird am 22. Januar um 8:25 Uhr im ZDF und um 14:30 Uhr im KIKA ausge-strahlt.



(19.01.2011, 14:47)
Zoo Heidelberg :   www.zoo-heidelberg.de

Geschafft. Seit Dienstag, 18. Januar, ist der Heidelberger Zoo mit seiner neuen Webseite online. Die alte Webseite war nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ. Jetzt können wir viel besser und umfassender ĂŒber die Themen rund um den Heidelberger Zoo berichten. Auf der neuen Webseite finden Sie unter Besucherinformation alles Nötige fĂŒr die Planung eines Zoobesuchs. Die weiteren MenĂŒpunkte geben Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit, unsere Tiere und wie Sie uns unterstĂŒtzen können. Wir wĂŒnschen Ihnen viel Spaß.

FĂŒr die Redaktion und sĂ€mtliche Inhalte ist Steffanie Richter, Verantwortliche fĂŒr Marketing, PR und Internet des Zoos zustĂ€ndig. Die Umsetzung der Anforderungen sowie die technische UnterstĂŒtzung wurde durch die in Heidelberg ansĂ€ssige Internetagentur erdfisch gewĂ€hrleistet, die sich auf das Content Management System Drupal spezialisiert hat. Um den Heidelberger Zoo zu unterstĂŒtzen, ĂŒbernahm erdfisch anteilig die Entwicklungskosten fĂŒr den Webauftritt. „Zudem hosten wir die Website kostenfrei auf unseren eigenen Servern“, erlĂ€utert Frank Holldorff von erfisch das Engagement der Agentur.

Über Drupal

Drupal ist ein ausgereiftes Open-Source Content Management System, mit dem sich Webauftritte mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Funktionen realisieren lassen.


Über erdfisch

erdfisch, Stefan Auditor, Frank Holldorff & Fabian Lorenzen GbR, wurde 2005 als Web-Agentur gegrĂŒndet und bietet privaten sowie mittelstĂ€ndischen Unternehmen bundesweit einen umfassenden Service. Das Portfolio reicht vom klassischen Hosting von WebprĂ€senzen bis zum individuellen Web-Auftritt. erdfisch hat sich auf das freie Open-Source Content Management System Drupal spezialisiert. Dies kann fĂŒr einfache Webseiten ebenso eingesetzt werden wie zur Verwaltung und komfortablen Pflege von Firmen-Webseiten und komplexen Community-Websites.

Das erdfisch-Team ist zudem Mitbetreiber der offiziellen deutschen Drupal-Seite: www.drupalcenter.de und Mitglied der Drupal-Initiative e.V. http://www.drupal-initiative.de/



www.zoo-heidelberg.de
(19.01.2011, 12:16)
Oliver Jahn :   Ich finde die Seite auch sehr gelungen und deutlich "handlicher" als die VorgĂ€ngerversion. Viel mehr kann man nicht mehr hinzufĂŒgen, der Rest wurde aus meiner Sicht sehr treffend gesagt.
(18.01.2011, 19:35)
Liz Thieme :   Herr WĂŒnnemann, vielen Dank fĂŒr die Mitteilung. Mich spricht die neue Website sehr an. Sie ist klar und strukturiert. Keine Spielereien, sondern eine klare Linie, die sich durch alle Webseiten zieht, dominiert die Seiten. Positiv ist auch fĂŒr mich, dass man sich nicht mehr entscheiden muss, ob man es kompakt haben möchte oder anders, weil es schwer zu sagen war, wo man seine Informationen findet. Weiter gefallen mit die großen Button gleich auf der Website, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und ohne Verwirrung sagen, wohin sie fĂŒhren.
Auch die Kategorien finde ich gut gewĂ€hlt, sowie dass die Farben behalten wurden. Kleines Manko fĂŒr mich ist noch der Zoooplan, der meiner Meinung nach noch eine Überarbeitung bedarf. Wobei die Idee (unter "Unsere Tiere und Anlagen") mit der HinfĂŒhrung vom Eingang zur entsprechenden Anlage eine sehr gute Idee ist. Weitere Tierarten in der Vorstellung wĂ€re auch schön. Aber es ĂŒberwiegen auf alle FĂ€lle die Vorteile und die positiven Dingen. Ich freue mich ĂŒber diesen Internet-Auftritt, der sehr zum Zoo passt.
(18.01.2011, 18:43)
Jan Beensen :   Die neue HP ist wesentlich besser und ĂŒbersichtlicher als die alte!
Gratulation!
FĂŒr mich könnten mehr Bilder der Anlagen zu sehen sein.
Aber im Vergleich zu vorher: Daumen doppelt hoch.
(18.01.2011, 17:46)
Klaus WĂŒnnemann :   Die neu Webseite ist online. Kommentare herzlich willkommen.
(18.01.2011, 16:43)
Zoo Heidelberg :   Große Sammelaktion alter Handys im Zoo Heidelberg zum Schutz
der bedrohten Menschenaffen

Was hat mein Handy mit den Gorillas zu tun? Sehr viel. Denn in Mobiltelefonen so-wie in vielen medizinischen GerĂ€ten, Spielkonsolen und PCs wird das hitze- und kor-rosionsbestĂ€ndige Metall Tantal verarbeitet. Dieses Metall wird hauptsĂ€chlich aus dem seltenen Roherz Coltan gewonnen, dessen HauptlagerungsstĂ€tte in der Demo-kratischen Republik Kongo mitten im Zentralafrikanischen Regenwald liegt. Um an die Stollen unter Tage vorzudringen, werden stĂŒndlich große FlĂ€chen des natĂŒrlichen Lebensraums vieler Gorillas, Bonobos und Schimpansen zerstört. Auch Wilderer, die es auf die letzten Menschenaffen abgesehen haben, können in diesen Gebieten leichter auf die Jagd nach ihnen gehen. Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahrzehnten ein Hotspot kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Kriege sind lĂ€ngst zu MachtkĂ€mpfen um die Rohstoffreserven geworden. Die Nach-barlĂ€nder intervenieren nicht, weil sie aus den Krisengebieten gĂŒnstig Coltan bezie-hen können, das an europĂ€ische, amerikanische und asiatische GroßhĂ€ndler ver-kauft wird. Seit die Nachfrage nach Coltan in den letzten Jahren in die Höhe schnell-te, entstanden viele illegale AbbaustĂ€tten, die den Lebensraum der Gorillas und an-derer Tiere zerstören.
Der Heidelberger Zoo möchte auf diese immense Problematik aufmerksam machen und den Zoobesuchern die Möglichkeit bieten, selbst aktiv zu werden. Denn das kostbare Metall liegt hĂ€ufig ungenutzt zu Hause herum – in Form von ausrangierten Mobiltelefonen! Nach spĂ€testens zwei Jahren tauscht der durchschnittliche Handy-nutzer sein GerĂ€t gegen ein neues aus, das alte wandert dann meist in irgendeine Schublade. Mit einer Handyspende kann jeder helfen. Der Zoo hat einen Sammelbe-hĂ€lter fĂŒr alte und defekte Handys aufgestellt, der sich am Ausgang des Menscha fenhauses befindet. Die Handys werden dann zu einem Handyrecycler geschickt. Noch funktionsfĂ€hige Handys werden dem Gebrauchtwarenmarkt zugefĂŒhrt – so sinkt die Nachfrage nach Coltan. Defekte Handys werden in ihre Einzelbestandteile zerlegt und recycelt. Das recycelte Tantal steht fĂŒr die Produktion wieder als wertvo ler Werkstoff zur VerfĂŒgung. Von der Recycling-Firma erhĂ€lt der Zoo fĂŒr jedes Handy einen kleinen Betrag, der an ein Projekt zum Schutz der Menschenaffen geleitet wird.
Die Handysammelaktion ist der Start zu einer großen Menschenaffen-Kampagne 2011. Der EuropĂ€ische Zooverband hat die „ape campaign“ ausgerufen, bei der sich der Heidelberger Zoo mit zahlreichen Veranstaltungen zum Schutz der Menschenaf-fen beteiligen wird.

Fotonachweis: Heidrun Knigge – ein beeindruckendes Foto von Gorilla-Dame „Doba“

(14.01.2011, 12:16)
Zoo Heidelberg :   Der Heidelberger Zoo bietet in der Winterzeit viele schöne Perspektiven

Wer den Heidelberger Zoo ausschließlich in den wĂ€rmeren Jahreszeiten besucht, verpasst einiges. FĂŒr einen schönen Spaziergang mit AufwĂ€rmen zwischendurch in den TierhĂ€usern ist der Zoo fĂŒr kleine und große GĂ€ste auch im Winter und wĂ€hrend der Weihnachtsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen PrĂ€riehunde, die sich unter der Erde in ih-rem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben.

Nicht nur die KĂ€lte liebenden Schneeeulen kommen jetzt auf ihre Kosten, auch Tiere aus wĂ€rmeren Gefilden passen sich meist gut an unser Klima an. Die Kamele, die in der WĂŒste Temperaturen zwischen 30 Grad plus und bis zu 40 Grad minus aushal-ten mĂŒssten, legen sich ab Herbst ein schönes und dickes Fell zu und sehen damit noch imponierender aus als sonst. Zudem können sich alle kĂ€lteempfindlichen Tiere wunderbar in ihren HĂ€usern aufwĂ€rmen. Viele Tiere sind ĂŒbrigens in der kalten Jah-reszeit aktiver, so etliche Vogelarten und die Robben, die sich nun sogar im Wasser aufwĂ€rmen können. Die drei jungen Elefanten sind, solange es auf der Außenanlage durch ĂŒberfrierenden Schnee glatt sein kann, ausschließlich in ihrem komfortablen Haus zu sehen – dafĂŒr aber ganz nah. Wenn die Witterung es zulĂ€sst, es also auf der Anlage nicht glatt ist, können sie auch bei kĂ€lteren Temperaturen nach draußen. Andere Tiere sind allerdings empfindlicher, wie die Flachland-Gorillas und Orang-Utans, die ganz sicher im warmen, feuchten Haus bleiben, wenn die Temperaturen sinken.
Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hĂŒbschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die mĂ€nnliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfĂ€ltigen FĂ€rbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, prĂ€sentieren sich jetzt in strahlendem Weiß.

FĂŒr viele Zootiere kam die eigentliche Bescherung kurz nach Weihnachten. Der Zoo erhĂ€lt jedes Jahr ausgewĂ€hlte WeihnachtsbĂ€ume, die bis zum 23. Dezember nicht mehr verkauft werden konnten. Diese sind selbstverstĂ€ndlich befreit von Lametta und Ă€hnlich schĂ€dlichen Dingen und sind eine leckere Überraschung fĂŒr fast alle Zootie-re. WĂ€hrend manche Tiere nur die Nadeln oder nur die Rinde verzehren, wĂ€lzen sich die Löwen mit Vorliebe in den NadelbĂ€umen, um sich mit dem Harzduft einzuparfĂŒ-mieren.

Am Donnerstag, den 6. Januar gibt es von 11.00 bis 16.00 Uhr leckere Waffeln am HĂ€uschen der Tiergartenfreunde, das sich direkt am Spielplatz befindet. Im Zooshop gibt es noch ein paar Exemplare des bunten Zookalenders 2011 mit vielen schönen Bildern. Winter im Zoo Heidelberg – da kommt erst gar keine Langeweile auf.
Der Zoo Heidelberg ist in den Wintermonaten November bis Februar an jedem Tag von 9 bis 17 Uhr geöffnet, selbstverstĂ€ndlich auch an Neujahr. An Silvester schließt der Zoo um 13.00 Uhr.

Foto: Kleiner Panda im Schnee von Heidrun Knigge

(03.01.2011, 13:58)
Jennifer Weilguni :   Ich finde das einfach toll, dass sich ein Zoodirektor am Heiligen Abend die Zeit nimmt um den kleinen Besuchern etwas vorzulesen. Hut ab!
(21.12.2010, 07:47)
Zoo Heidelberg :   Der Heilige Morgen im Zoo
Tiergeschichten mit Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann


Was tun am 24.12., wenn der Morgen so ewig lang erscheint und die Kinder auf die Bescherung warten? Um die Zeit zu verkĂŒrzen, hat der Zoo von 9-13 Uhr geöffnet. Um 11.00 Uhr liest Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann aus seinen liebsten Tiergeschichten vor. „In diesem Jahr haben bereits im Herbst einige Eltern angefragt ob wir die Vorlesestunde am Heiligen Abend wieder anbieten. Es ist eine schöne Art den Tag fĂŒr die Kinder zu verkĂŒrzen und uns bei all den Besuchern zu bedanken, die dieses Jahr besonders treue Kunden waren“. Treffpunkt ist um kurz vor 11.00 Uhr am großen Spielplatz direkt am Weihnachtsbaum. Die Veran-staltung ist kostenlos – es ist nur der Zooeintritt zu entrichten.
Am Mittwoch, den 22. Dezember prÀsentiert sich der Zoo auf dem Hei-delberger Weihnachtsmarkt am Rathaus. Neben schönen Geschenken aus dem Zooshop können auch die beliebten Jahreskarten, der Zoo-Jahreskalender sowie original von Orang-Utan Ujian gemalte Bilder erworben werden.


(20.12.2010, 14:41)
Zoo Heidelberg :   Neue Eintrittspreise im Zoo Heidelberg ab 2011

Auch im nĂ€chsten Jahr wird sich vieles im Heidelberger Zoo tun: Die neuen Volieren am Elefantenhaus und die Anlage fĂŒr Kurzkrallenotter und Binturongs werden interessante neue Einblicke in die Tierwelt vermitteln. Die Außenanlage fĂŒr Schimpansen wird völlig neu gestaltet und nicht nur fĂŒr die Menschenaffen attraktiver. Die erste VerĂ€nderung steht direkt zu Jahresbeginn an: Ab dem 1. Januar werden die Eintrittspreise fĂŒr wichtige Besuchergruppen erhöht. „Wir haben einige Preise seit 2005 nicht mehr erhöht und so in den letzten Jahren das BeziehungsgefĂŒge der Preise untereinander aus dem Gleichgewicht gebracht“, erlĂ€utert Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. „Dazu kommt, dass wir steigende Löhne und Preise auffangen mĂŒssen und keine RĂŒcklagen mehr haben, die uns in der Vergangenheit Zinseinnahmen bescherten. Im Gegenteil, fĂŒr die anstehenden Investitionen mĂŒssen wir Kredite aufnehmen“, ergĂ€nzt Frank-Dieter Heck, kaufmĂ€nnischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer im Zoo.

So soll in Zukunft wieder gelten:
Der Eintritt fĂŒr Kinder ist halb so hoch wie fĂŒr Erwachsene, eine Kleingruppenkarte lohnt sich beim Familienbesuch ab dem 2. Kind, eine Jahreskarte lohnt sich ab dem 5. Besuch und die Jahreskarten fĂŒr Familien und Kinder sogar ab dem 4. Besuch pro Jahr. Auch bleibt es bei weiteren wichtigen sozial vertrĂ€glichen Sonderregelungen: Alle Besucher mit Heidelberg-Pass erhalten freien Eintritt, fĂŒr Heidelberger Schulen und KindergĂ€rten gibt es besonders gĂŒnstige Tarife.
Eine weitere Änderung in der Tarifstruktur betrifft die Rentner. Sie werden in Zukunft nicht wie SchĂŒler und behinderte MitbĂŒrger sondern wie Erwachsene eingestuft. Damit liegt die Tarifstruktur im Zoo auch im Einklang mit anderen Institutionen wie den BĂ€dern oder dem Theater.

Rekord bei den Jahreskarten
„Im Vergleich zu den anderen Zoos in Deutschland haben wir ein sehr umfangreiches Spektrum an Eintrittspreisen mit vielen VergĂŒnstigungen fĂŒr BedĂŒrftige“, betont WĂŒnnemann. Die Preise liegen insgesamt im unteren Drittel der deutschen Zoos. Im Trend liegt mehr denn je das Jahresticket. Unter den Besitzern von Jahreskarten sind inzwischen mehr als 2.150 Familien, die eine solche Dauerkarte erworben haben, ein absoluter Rekord. Die besonders gĂŒnstigen Jahreskarten, erhĂ€ltlich an der Zookasse und im RNZTicket-Service-Shop, ermöglichen den mehrfachen Besuch des Heidelberger Zoos.
„Wir möchten vielen Menschen aus Heidelberg und der Region einen immer besseren Zoo zu sozial vertrĂ€glichen Tarifen bieten. Nur so können wir in vollem Umfang eine unserer wichtigsten Aufgaben erfĂŒllen: Jedes Jahr Hunderttausende von Menschen fĂŒr die Natur und ihren Schutz begeistern“, bestimmt der Zoodirektor das Ziel des Zoos.

(15.12.2010, 10:45)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg unter den Top 50 Zoos in Europa


In den International Zoo News ist ein europaweites Zoo-Ranking erschienen. Der Autor An-thony Sheridan ist EnglĂ€nder, Mitglied der Zoological Society of London und ein weitgereister Zooenthusiast. Er hat 2009 (vor der Eröffnung des Elefantenhauses) die 80 grĂ¶ĂŸten und bes-ten Zoos in Europa unter die Lupe genommen und kommt bezĂŒglich des Zoo Heidelberg zu dem Ergebnis: Platz 50 unter allen Zoos Europas, fĂŒnftbester deutscher Zoo in der Kategorie unter 1 Million Besucher. Besonders gut schnitt der Zoo Heidelberg im Kriterium Bildung und Naturschutz ab: Platz 26 in Europa und 7. Platz unter allen deutschen Zoos.
„Jedes Ranking ist diskussionswĂŒrdig. FĂŒr uns ist es eine schöne BestĂ€tigung unserer Ar-beit. Wir nehmen gerne das darin enthaltene Lob fĂŒr unsere Arbeit entgegen. Vor allem die ausgezeichnete Platzierung im Bereich Bildung und Naturschutz zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. „Wir sehen aber auch, wo wir noch aufzuholen haben: Bei den Investitionen der letzten fĂŒnf Jahre liegen wir auf dem 67. Platz von 80 Zoos. Auch die eher unterdurchschnittliche Bewertung im Bereich Besu-cherattraktivitĂ€t ist eine nĂ€here Betrachtung wert.“ Unter dem Begriff BesucherattraktivitĂ€t hat Mr. Sheridan den Tierbestand – insbesondere die wichtigen SchlĂŒsselarten wie Elefant, Gi-raffe, Flußpferd, Tiger – die Gehege und TierhĂ€user, die gĂ€rtnerische Gestaltung, die Be-schilderung und die allgemeine AtmosphĂ€re des Zoos zusammengefasst. WĂ€hrend der Zoo bei Beschilderung, gĂ€rtnerischer Gestaltung und AtmosphĂ€re zwei Drittel der Maximalpunkt-zahl erreicht, sind es bei SchlĂŒsselarten sowie TierhĂ€usern und Gehege weniger als die HĂ€lf-te. „Hier zeigt sich deutlich, dass unser Weg weniger Tiere in besseren und grĂ¶ĂŸeren Gehe-gen zu halten nun an seine Grenzen stĂ¶ĂŸt. Wir haben auf diesem Weg mit der Abgabe der Wölfe, Nashörner, Geparden, Seehunde und weiteren ungefĂ€hr 50 SĂ€ugetieren – und Vo-gelarten das Angebot bis an die Grenze des Zumutbaren eingeschrĂ€nkt. Dazu kommt, dass wir unsere SchwĂ€che kaum Fische, Wirbellose und Reptilien zu zeigen, nicht ĂŒberwunden haben. Deshalb brauchen wir das ErweiterungsgelĂ€nde so dringend. “
Mr. Sheridan will seine Erkenntnisse demnÀchst auch in Buchform veröffentlichen. Es wird interessant sein, wie sich der Zoo Heidelberg dann schlÀgt: Inzwischen ist das Elefanten-haus eröffnet worden. Mr. Sheridan war bei der Eröffnung dabei.

(14.12.2010, 11:48)
Zoo Heidelberg :   Zoo-Vision! Wir retten die Welt!

Morgendliches Duschen, Schulhefte, stonewashed Jeans und frisch gepresster Orangensaft – was hat das alles mit den Tieren des Heidelberger Zoos zu tun? Warum mĂŒssen manche Tierarten wiederangesiedelt werden, was ist ein ökologischer Fußabdruck und was bringt sanfter Tourismus?
Das Angebot der Heidelberger Zooschule „Zoo-Vision“ beschĂ€ftigt sich mit genau diesen Themen und gibt Antworten auf alle diese Fragen.
Die Teilnehmer ab 11 Jahren treffen sich ab dem 10. Januar an 14 Terminen immer montags und erleben zentrale Inhalte der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig werden die Kinder und Jugendlichen auch aktiv und erfahren, welchen Beitrag sie zur Rettung der Welt leisten können. Im nÀheren Umfeld kann dies schon die Umsetzung von art- und verhaltensgerechter Haustierhaltung sein. Globaler gesehen lernen die Teilnehmer beispielsweise ein verÀndertes Konsumverhalten kennen, das starke Auswirkungen haben kann, auch auf die wilden Verwandten unserer Zootiere im Freiland!
FĂŒr die Veranstaltung sind noch PlĂ€tze frei. Die Tickets gibt es fĂŒr 150 ,- € an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.zooschule-heidelberg.de oder telefonisch unter 06221-3955713.

(06.12.2010, 13:04)
Zoo Heidelberg :   Elefanten-Jungbulle Thai feiert seinen sechsten Geburtstag
im Heidelberger Zoo

Nachdem „Tarak“, der jĂŒngste der drei „Jungen Wilden“, im Oktober seinen fĂŒnften Geburtstag im Kreise seiner „WG“ und vieler Zoobesucher gefeiert hat, ist nun „Thai“ an der Reihe. Am Freitag, 26. November um 14.00 Uhr bekommt der stattliche Ele-fantenbulle zu seinem sechsten Geburtstag statt einer Sahnetorte einen leckeren Brotkuchen ĂŒberreicht, der wieder von der BĂ€ckerei „Mantei“ aus Heidelberg gestiftet wird. Zoobesucher können im Elefantenhaus zuschauen, wie „Thai“ sein Geschenk verspeist. Wer den lustigen Geburtstag von Tarak versĂ€umt hat, sollte den „Torten-spaߓ mit Thai nicht verpassen!
Eine kleine Überraschung gibt es auch. Jedes Menschenkind, das im November sei-nen sechsten Geburtstag feiert, darf den Elefanten einen Apfel zuwerfen.

Thai, Tarak und Voi Nam heißen die jungen Elefantenbullen, die seit Sommer 2010 in Deutschlands erster Jungbullen-WG zusammen leben.

(23.11.2010, 10:52)
Gudrun Bardowicks :   Schön dass es sich beim Jungtier um ein Weibchen handelt.
(18.11.2010, 22:07)
Zoo Heidelberg :   Seltene Schopfhirsche im Heidelberger Zoo. Erstmals wurde im Sommer ein Jungtier geboren

Der Heidelberger Zoo ist einer von nur fĂŒnf Zoos in Europa, der seinen Besuchern Schopf-hirsche zeigt. Schopfhirsche sind im sĂŒdlichen und zentralen China sowie in Myanmar ver-breitet. Die Tiere leben in tropischen und subtropischen RegenwĂ€ldern. In BergwĂ€ldern sind sie auch bis in Höhen von bis zu 4.000 Metern anzutreffen. Zur großen Freude der Zoomit-arbeiter ist erstmals mit der kleinen „Jette“ im Heidelberger Zoo eine Nachzucht der seltenen Hirschart gelungen. Da ihr Lebensraum durch Abholzung immer weiter vernichtet wird, sind Zoonachzuchten sehr wertvoll fĂŒr den Fortbestand dieser schönen Tiere.
Die drei Schopfhirsche leben im Heidelberger Zoo gemeinsam mit den Kleinen Pandas. Von FrĂŒhjahr bis SpĂ€therbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte WG ist ein schönes Beispiel fĂŒr eine gelungene Vergesellschaftung verschie-dener Tierarten in einem Gehege.
Zwar leben die dÀmmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche in der freien Wildbahn einzel-gÀngerisch und gelten als sehr scheu. Die Schopfhirsche im Heidelberger Zoo zeigen hinge-gen ein auffÀllig soziales Verhalten und durchstreifen Ihre Anlage nun gerne zu dritt.
Jette wurde im Sommer 2010 geboren. Zur Sicherheit wurde das Jungtier mit Mutter Nieke zunĂ€chst im Innenstall untergebracht. Nach zwei Wochen kamen Mutter und Kind in ein Ab-sperrgehege getrennt von Vater Goofy und den Kleinen Pandas. Die Kleinen Pandas sind zwar nicht bedrohlich fĂŒr die Schopfhirsche, hĂ€tten aber das Kleine verletzen können.

Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-LĂ€nge von 110 bis 160 Zentimeter. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefĂ€rbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Namensgebendes Merk-mal dieser hĂŒbschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Das Geweih, das nur die MĂ€nnchen tragen, besteht aus zwei kleinen Spießen, die meist gĂ€nzlich im Schopf verborgen sind. MĂ€nnchen haben außerdem verlĂ€ngerte, bis zu fĂŒnf Zentimeter lan-ge, obere EckzĂ€hne, die aus dem Maul ragen.
Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus GrĂ€sern, Blattwerk, KrĂ€utern, FrĂŒchten sowie auch Aas. Im Heidelberger Zoo erhalten sie zusĂ€tzlich ausgewĂ€hltes GemĂŒse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.

Fotonachweis: Rose von Selasinsky

(18.11.2010, 07:44)
Liz Thieme :   Bei den Schopfhirschen gab es erstmals Nachwuchs. Das Weibchen ist schon im Sommer geboren. Nach der Geburt wurden Mutter und Tochter zur Sicherheit ins Absperrgehege gebracht und sind nun wieder mit dem Vater und den Kleinen Pandas im Schaubereich zusammen.
(17.11.2010, 20:51)
Zoo Heidelberg :   Kein Winterschlaf in der Heidelberger Zooschule!
Die Zooschule Heidelberg ist auch im Winter wach! Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren können u.a.
wĂ€hrend der zweitĂ€gigen „Aktiven Wintertage“ den Zoo erkunden. Sie erfahren beispielsweise mit
welchen Strategien die einheimischen Tiere den Winter ĂŒberstehen. Gemeinsam mit den Inforangern
werden die Nisthöhlen im Zoo gepflegt und Nisthilfen fĂŒr Insekten gebaut. SelbstverstĂ€ndlich erleben
die Kinder auch, was fĂŒr die exotischen Zootiere wĂ€hrend der kalten Jahreszeit getan wird.
FĂŒr die Termine am
11./12. Dezember,
27./28. Dezember,
29./30. Dezember,
4./5. Januar 2011 und
7./8. Januar 2011
sind noch PlÀtze frei. Die Tickets gibt es an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch
unter www.zooschule-heidelberg.de oder telefonisch unter 06221-3955713.

(16.11.2010, 14:53)
Zoo Heidelberg :   Lebendige Kinderstube im Heidelberger Zoo – dreifacher Nachwuchs bei den Poitou-Eseln


Besucher des Heidelberger Zoos können sich ĂŒber quicklebendigen dreifachen Nachwuchs bei den Poitou-Eseln freuen. Mit ihren großen Augen, dem samtweichen, fast schwarzen Fell, den langen, noch etwas wackeligen Stelzenbeinen und aufmerksam nach vorne gerich-tete Riesenohren sind die Fohlen dieser großen Eselrasse ein entzĂŒckender Anblick. Die Stuten Madeleine, Resi und Gala haben kurz hintereinander – am 10., 21. und 22. Oktober – drei gesunde Jungtiere zur Welt gebracht. Alle drei Stuten sind perfekte MĂŒtter, die sich lie-bevoll um ihre Kleinen kĂŒmmern und ihren großen Appetit stillen.
Seit ein paar Tagen ist das lebhafte Dreiergespann gemeinsam im Freien. Das schöne Herbstwetter der letzten beiden Wochen ist fĂŒr die Jungtiere geradezu ideal, um die Gegend zu erkunden und miteinander zu tollen.
SpĂ€ter werden aus den Kleinen echte Riesen mit langem Zottelfell. Die Poitou-Esel, die ur-sprĂŒnglich aus der Region Poitou in Westfrankreich stammen, gehören zu den schwersten Esel-Rassen der Welt. Im 18. Jahrhundert war es ĂŒblich, diese Rasse mit Pferdestuten zu kreuzen und so geduldige und widerstandsfĂ€hige Arbeitstiere, die Maultiere, zu zĂŒchten. Sogar als Zugtier fĂŒr LöschzĂŒge wurden die robusten Kreuzungen eingesetzt. Der Ersatz der Nutztiere durch Maschinen und Fahrzeuge fĂŒhrte dazu, dass viele Haustierrassen immer seltener werden. Die Zahl der Poitouesel nimmt seit 1950 drastisch ab, so dass sich sogar das Französische Landwirtschaftsministerium eingeschaltet hat. Gezielte Erhaltungsmaß-nahmen mit ZĂŒchtern und regionalen Naturschutzorganisationen sollen dazu beitragen, dass diese wunderschöne Eselrasse nicht ausstirbt. Die wenigen Poitou-Esel fĂŒhren heute wohl meist ein Leben „wie Gott in Frankreich“. Arbeiten mĂŒssen sie kaum, auch keine Maultiere mehr produzieren. Im Heidelberger Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen LĂ€ndern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, ĂŒber die wir viel lernen können: HĂŒhner, Ziegen, Ponys, Schafe, Schweine und die seltenen Poitou-Esel.

Foto: Fohlen miteinander (Ann-Katrin Schmauder)
(04.11.2010, 10:35)
Zoo Heidelberg :   Streichen, sĂ€gen, hĂ€mmern und mehr –
Zoomitarbeiter verschönerten den Zoo

In diesem Jahr wurde mit der Eröffnung des neuen Elefantenhauses das bedeutendste Bau-vorhaben des Heidelberger Zoos erfolgreich umgesetzt. Aber auch zahlreiche weitere Aktivi-tĂ€ten trugen dazu bei, dass Besucher und natĂŒrlich auch die Bewohner des Zoos sich im Heidelberger Zoo wohlfĂŒhlen können. Bereits Ende letzten Jahres wurde der graue „Kassen-container“ vom Mannheimer „Studio 68“ mit bunten Dschungel- und Tiermotiven verziert und verleiht dem Eingangsbereich nun eine heitere AtmosphĂ€re. Vor kurzem folgte der bei Kin-dern sehr beliebte MĂ€usewagen, den die Sprayer aus Mannheim mit lustigen MĂ€use-Motiven im Graffiti-Stil verzierten. Vielen Besuchern ist in diesem Jahr aufgefallen, dass Zoomitarbei-ter an etlichen Ecken malten, sĂ€gten und hĂ€mmerten – und Gehege und TierhĂ€user in kurzer Zeit sichtbar attraktiver wurden. Die Aktionen unter dem Motto „Unser Zoo soll schöner wer-den“ starteten Anfang des Jahres. Alle Mitarbeiter saßen gemeinsam am runden Tisch und sammelten eifrig Ideen, die anschließend in einer PrioritĂ€tenliste kategorisiert wurden. So strahlt das Raubtierhaus durch die Verwendung von natĂŒrlichen Materialien jetzt ein wĂ€rme-res Flair aus. Eine schicke kleine Lodge mit Blick auf die Außenanlage der Tiger lĂ€dt zum Betrachten der anmutigen Tiere ein. Handwerker und Tierpfleger verkleideten die WĂ€nde und kĂŒhlen Gehegegitter mit Strohmatten und Hölzern und bauten eine Stellage fĂŒr neue Terrarien. Die Tierpfleger richteten die Innengehege mit Bambusmatten und verschiedenen Versteck- und Spielmöglichkeiten ein. Der alte Betonboden wurde dank einer dicken Rin-denmulchschicht zu einem flauschigen Teppich, der fĂŒr die Großkatzen Ă€ußerst behaglich ist und ihren Gelenken und Tatzen gut tut. Zudem ist der holzig-harzige Geruch im Raubtier-haus fĂŒr die Besucher sehr angenehm. Auch im Afrikahaus wird der Besucher seit diesem Jahr mit warmen Materialien und in behaglicher AtmosphĂ€re empfangen. Nicht unwichtig, da das Haus auch als Ausstellungsraum dient. Die WĂ€nde wurden mit Naturhölzern und rustika-len Heidekrautmatten verkleidet, der Fliesenbelag mit HolzhĂ€ckseln bedeckt, ein neuer Roll-stuhl- und Kinderwagengerechter Holzbohlensteg fĂŒhrt an den Gehegen und Terrarien vor-bei. Die Mitarbeiter des Affenreviers haben die Voliere der winzig kleinen ZwergseidenĂ€ff-chen und Kaiserschnurrbarttamarine liebevoll umgestaltet und frisch bepflanzt.

Auch neue Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit. Die im letzten Jahr eingefĂŒhrte Flug-vorfĂŒhrung kommt bei Besuchern sehr gut an. Inzwischen fliegen die Vögel zunehmend frei. Die Pfleger des Affenreviers bieten seit diesem Jahr tĂ€glich um 12.00 Uhr die Sprechstunde „Unsere kleinen Stars“ an, die gleich zum Renner wurde. Eine weitere Attraktion bietet der ohnehin beliebte Streichelzoo. Neben FĂŒttern und Streicheln kann man jetzt die Ziegen auch ordentlich striegeln. DafĂŒr hat das Zoo-Team zwei Kisten mit BĂŒrsten aufgestellt und los geht’s. Das tut nicht nur den Ziegen gut, sondern auch den Kindern, die voller Freude den Umgang mit den Tieren lernen.
Die zahlreichen Verschönerungen und zusĂ€tzlichen Aktionen zeigen, dass die Zoomit-arbeiter mit Eigeninitiative viel bewerkstelligen können. Aber ohne finanzielle Unter-stĂŒtzung stĂ¶ĂŸt das Engagement an personelle und finanzielle Grenzen. „Wir könnten noch mehr leisten – mit noch besseren Gehegen und noch besseren Serviceeinrichtungen. Deshalb freuen wir uns ĂŒber jede Hilfe“, betont Pressesprecherin Steffanie Richter.

(25.10.2010, 08:12)
zollifreund :   bei meinem Besuch im Juli erzĂ€hlt mir ein Pfleger, dass nur noch 1,1 Tiere leben wĂŒrden. Damals wurde versucht, diese zusammen zu gewöhnen, damit die Zucht weitergehen kann.
(05.10.2010, 22:37)
Sven P. Peter :   In den KĂ€figen am Flamingoteich leben nun Fossas und Binturongs. Nur im KĂ€fig an der KĂŒstenvoliere sah ich bei meinem letzten Besuch ein Tier.
(05.10.2010, 22:01)
RĂŒdiger :   Was macht eigentlich die Asiatisghe Goldkatzenzucht in Heidelberg? Gibt es Hoffnung auf Fortsetzung der Zucht?
Weiss jemand im Forum wie die Situation gerade ist und wieviel Tiere noch leben?
(05.10.2010, 20:36)
Zoo Heidelberg :   „Sesam öffne Dich“ – Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos


Am 9. und 10. Oktober zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr findet im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobe-sucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern ĂŒber das Lieblingstier zu reden und viel ĂŒber die Arbeit eines Zoolo-gischen Gartens zu erfahren. Einige TĂŒren mit dem bekannten Schild „Zutritt nur fĂŒr Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende fĂŒr die Besucher geöffnet. Die Tier-pfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer tĂ€glichen Arbeit zeigen und erklĂ€ren können. Da gibt es FĂŒhrungen in den Kamel- und in den KĂ€ngu-rustall, in das Robbenhaus und in das große KĂŒhlhaus, es finden spannende Bastel-aktionen von BeschĂ€ftigungsfutter statt und die Ponys und Esel warten darauf, ge-striegelt zu werden. SelbstverstĂ€ndlich finden auch alle sonstigen FĂŒtterungen und VorfĂŒhrungen, wie die beliebte MĂ€hnenrobbenfĂŒtterung statt. Gerne werden so hĂ€u-fige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Alpaka Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ beantwortet. Das Ele-fanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten SchĂŒtzlin-gen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschĂ€ftigt werden mĂŒssen: Da wird Futter versteckt, der elefantengerechte Heusack gefĂŒllt, NĂŒsse in einer Kiste verschlossen und Honig in Bambusröhrchen gefĂŒllt. Die Zooschule ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen wĂ€hrend dieser beiden Tage fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung und berichten ĂŒber ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse.
Außerdem gibt es am Samstag einen Flohmarkt mit guten BĂŒchern, Spielen und vie-len schönen Kleinigkeiten. Und am Sonntag locken leckere selbstgemachte Waffeln am HĂ€uschen bei den Tiergartenfreunden.
FĂŒr „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

(05.10.2010, 10:55)
Zoo Heidelberg :   Rote Pandas im Heidelberger Zoo

Schwarze Knopfaugen, die aus einem runden, freundlichen Gesicht blicken, puschelige Teddyöhrchen, streichelweiches kupferrotes Oberfell, bĂ€renartige Beine und Tatzen – und der Eindruck von einem entzĂŒckenden KnuddelbĂ€ren ist perfekt. Die Roten Pandas, die Besucher des Heidelberger Zoos hoch oben auf dem Walnussbaum bewundern können, sind zweifellos hĂŒbsche und anmutige Tiere. Tim und Thali heißen die beiden Kleinen PandabĂ€ren. Die einjĂ€hrige „Thali“ ist in diesem Jahr in den Heidelberger Zoo gekommen. Tim ist mit seinen knapp elf Jahren bereits ein gestandener Panda-Mann. Der Heidelberger Zoo wĂŒrde sich sehr ĂŒber Nachwuchs freuen. Und da die beiden sich gut verstehen, stehen die Chancen gar nicht so schlecht. FĂŒr die Kleinen Pandas gibt es ein EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm – sie gelten als bedrohte Tierart.
Der Rote oder auch Kleine Panda genannt ist ein scheuer Vertreter der Raubtiere, der die BergwĂ€lder und Bambusdschungel von Nepal bis Burma und SĂŒdchina bis zum östlichen Zentralchina bewohnt. Den Beinamen „KatzenbĂ€r“ verdankt er ĂŒbrigens der Art seiner Fellpflege. Die roten Pandas putzen sich hĂ€ufig wie unsere Hauskatzen, in dem sie erst die Innenseiten der Pfoten ablecken und dann mit den FĂŒĂŸen den Pelz reinigen.
Tim und Thali sind bei jedem Wetter auf ihrer Außenanlage und trotzen Regen, Schnee und KĂ€lte. Sie sind dĂ€mmerungs- und nachaktive Tiere, die aber auch in den Vor- und Nachmittagsstunden rege sind. Als Ă€ußerst geschickte Kletterer tummeln sie sich meist oben in den Baumkronen oder liegen gemĂŒtlich ausgestreckt auf einer Astgabel. Nur zur Nahrungssuche begeben sich die beiden auch auf den Boden – wie gut, dass sich genau dort der leckere Bambus befindet, der zur Hauptnahrung der Tiere zĂ€hlt. Zoobesucher haben so die Möglichkeit, die anmutigen Tiere ganz aus der NĂ€he zu sehen. Und jetzt im Herbst, wenn das Laub sich lichtet, sind die beiden noch viel besser auf ihrer Anlage zu beobachten. Tim und Thali sieht man oft gemeinsam auf einer Astgabel, was ein sehr gutes Zeichen ist. „Die Chemie zwischen den beiden stimmt. Sie verspeisen auch hĂ€ufig gemeinsam ihre Bambusmahlzeiten“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. Denn das ist unter den Kleinen PandabĂ€ren nicht immer ĂŒblich. Meist leben sie als EinzelgĂ€nger, seltener paarweise oder in Familiengruppen und sind trotz ihres teddyhaften Aussehens auch miteinander keine Kuscheltiere. Die Paarungszeit liegt von Dezember bis Ende Februar. Das ist dann auch genau die Zeit, in der Panda-Dame Thali geschlechtsreif ist und es mit dem Nachwuchs klappen könnte.

Kleine Pandas sind friedliebende Geschöpfe, die sich jedoch bei Bedrohung durchaus wehren können. Sie flĂŒchten, sobald sie sich bedroht fĂŒhlen. Wenn sie dem Angreifer jedoch nicht mehr ausweichen können, stellen sie sich auf die Hinterbeine. Dies lĂ€sst sie zum einen imposanter erscheinen und eröffnet ihnen zugleich die Möglichkeit, mit ihren Vorderpfoten Prankenhiebe auszuteilen. Mit ihren scharfen Krallen können sie ihrem Gegner erhebliche Wunden zufĂŒgen.
In den Heimatstaaten sind die BestĂ€nde der Tiere stark durch Lebensraumverlust bedroht. So trĂ€gt z.B. in Sikkim das Wachstum des Tourismus – wegen des Straßenbaus und erhöhten Bedarfs an Feuerholz – zum RĂŒckgang der Pandas bei. In Bhutan und Nepal werden die Kleinen Pandas gejagt, weil ihr weicher Pelz gelegentlich zu MĂŒtzen verarbeitet wird. In China, wo der Kleine Panda „Feuerfuchs“ genannt wird, ist der Jagddruck hoch. Die Chinesen verwenden den Schwanz und die Schwanzhaare fĂŒr Staubwedel und Pinsel.

Foto: Heidrun Knigge
(04.10.2010, 09:36)
Zoo Heidelberg :   Tierischer Herbst in der Heidelberger Zooschule
Eine Woche im Zoo! Was gibt es fĂŒr Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren Schöneres?
Die Heidelberger Zooschule bietet nicht nur in den Herbstferien von Baden-WĂŒrttemberg (vom 2. bis 6. November), sondern auch in den Ferien von Rheinland-Pfalz und Hessen (11. bis 15. Oktober), halbtags das „Zoo-Ferien“-Programm und ganztags die „Zoo-Wochen“ an. Unter der Leitung engagierter Zoobegleiter (sog. Info-Ranger) erfahren die Teilnehmer viel Spannendes ĂŒber den Zoo und seine Tiere. Die Kinder werden zu wahren Tierexperten und haben auch die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos zu blicken, einen Tierpfleger zu treffen und natĂŒrlich mit einigen Tieren in direkten Kontakt zu treten. Besondere Erlebnisse sind also garantiert! Auch fĂŒr das Spielen und Basteln ist genĂŒgend Zeit eingeplant. Da kommt in den Ferien bestimmt keine Langeweile auf.
Im Oktober starten auch wieder die beliebten „Zoo-Kurse“. Bei diesem Angebot treffen sich die Kinder einmal wöchentlich im Winterhalbjahr und erkunden den Zoo. Erstmals gibt es dieses Angebot auch fĂŒr Vorschulkinder im Alter von fĂŒnf bis sechs Jahren.
Weitere Informationen im Internet unter www.initiative-zooerlebnis.de oder telefonisch unter 06221/3955713.

(20.09.2010, 13:30)
Zoo Heidelberg :   FrĂŒhe Integration von Kiki war erfolgreich!

Europas erste Integration eines Gorillababys ohne Ersatzmutter war im Zoo Heidelberg erfolgreich. Kiki lebt als voll akzeptiertes Mitglied in der Gorillagruppe des Zoos. Die dabei gewonnen Erkenntnisse helfen den mit der Erhaltungszucht der Gorillas beschÀftigten Forschern.
Der jĂŒngste Gorilla in der Heidelberger Menschenaffengruppe ist Esiankiki, kurz Kiki genannt. Sie ist jetzt drei Jahre alt, turnt durch das Gehege und verhĂ€lt sich so wie andere Gorillas in ihrem Alter das auch tun wĂŒrden. Dabei hat Kiki in ihrem jungen Dasein schon einiges erlebt und schwierige Zeiten durchgemacht.
Ihre Mutter Doba hatte nicht genug Milch, so dass Kiki eine Woche nach ihrer Geburt fast verhungert wĂ€re. Dank der Hilfe von Tierpflegern, ZootierĂ€rztin und KinderĂ€rzten der Kinderklinik Heidelberg wurde sie gerettet. Mutter Doba konnte jedoch ohne Milch nicht fĂŒr ihr Baby sorgen, eine Handaufzucht durch den Menschen war unumgĂ€nglich. So eine kĂŒnstliche Aufzucht bedeutet fĂŒr einen kleinen Menschenaffen jedoch keinen idealen Start ins Leben, denn wichtiges Gorillaverhalten lernen die Kleinen durch den Kontakt mit einer Gruppe von Artgenossen. Daher war es das Ziel des Heidelberger Zooteams, Kiki so frĂŒh wie möglich wieder mit ihren Artgenossen zusammen zu bringen und die Aufzucht durch die Pfleger auf das Nötigste zu beschrĂ€nken.
Hierzu wurde ein kleiner KĂ€fig ins Gorillagehege eingebaut, der das neue zu Hause von Kiki werden sollte. So konnte sie engen Kontakt zur Gruppe aufbauen und diese beobachten, gleichzeitig war sie hier sicher und konnte von den Pflegern problemlos mit der Flasche gefĂŒttert werden. Als sie alt und mobil genug war, um den KĂ€fig alleine wieder aufzusuchen und zur FĂŒtterung selbstĂ€ndig zum Pfleger ans Gitter zu kommen, wurde der KĂ€fig geöffnet. Kiki konnte nun von Tag zu Tag immer lĂ€nger mit der Gruppe zusammen sein. ZunĂ€chst nur mit den Weibchen, spĂ€ter auch mit dem 200 kg schweren SilberrĂŒcken Bobo. „Anfangs stockte uns der Atem, wenn der riesige Bobo seine wenige Monate alte und erst 5 kg schwere Tochter berĂŒhrt und auf den Arm genommen hat“ berichtet Bernd Kowalsky, leitender Tierpfleger im Affenrevier, „doch Bobo ist ein ganz toller Gorillamann, sehr vorsichtig und sanftmĂŒtig“. Bobo hat sicher viel zum Gelingen dieses außergewöhnlichen Weges der Integration beigetragen. Bisher wurden handaufgezogene Jungtiere frĂŒhestens mit 3-4 Jahren wieder in eine Gorillagruppe integriert. Kiki verbrachte schon mit weniger als einem Jahr den Tag mit ihrer Gorillafamilie, seit sie 18 Monate alt ist, ist sie sogar 24 Stunden mit der Gruppe zusammen. Eine so frĂŒhe Integration glĂŒckte bisher nur dreimal in EuropĂ€ischen Zoos, und noch nie ohne dass sich ein bestimmtes Weibchen als Ersatzmutter herausgestellt hatte. Die Entwicklung von Kiki wird von den Wissenschaftlern, die fĂŒr die Erhaltungszucht der Gorilla in Europa verantwortlich sind, mit großem Interesse verfolgt. Die Erfolgsgeschichte von Kiki wird helfen, dass auch andere Zoos Gorillababys, die von der Mutter nicht aufgezogen werden, frĂŒhzeitig wieder mit ihren Artgenossen zusammenbringen. Die Heidelberger Gorillas waren immer alle sehr freundlich zu Kiki. Sie akzeptierten sie als Gruppenmitglied, auch wenn keines der Weibchen wirklich die Mutterrolle ĂŒbernommen hat. Der Prozess der frĂŒhen Integration dauerte sehr lange und erforderte viel Geduld und FingerspitzengefĂŒhl, vor allem von Seiten der Tierpfleger. Wenn man Kiki nun als voll akzeptiertes Gruppenmitglied mit völlig normalem Gorillaverhalten durch die Anlage toben sieht, weiß man, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat.
„Sicher hatte Kiki einen deutlich schwereren Start ins Leben als ein von der Mutter aufgezogenes Gorillajungtier, das die ersten Monate in engem Kontakt zu seiner Mutter verbringt. Aber dadurch, dass sie nie ganz den Kontakt zu ihren Artgenossen verloren hat und so frĂŒh wieder mit der Gruppe zusammen leben konnte, hat sie gelernt, sich wie ein ganz normaler Gorilla zu verhalten“ erklĂ€rt Sandra Reichler, Biologin und Kuratorin im Zoo. „Dadurch sind alle Voraussetzungen geschaffen, dass Kiki auch als erwachsenes Tier ein glĂŒcklicher Gorilla werden kann. Das ist das Wichtigste und darauf sind wir sehr stolz.“

(15.09.2010, 10:10)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zooschule unter neuer pĂ€dagogischer Leitung

Dr. Arndt Löwenberg, der langjĂ€hrige Leiter der Heidelberger Zooschule „Initiative Zooerlebnis“ hat die Zooschule Ende Juli verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Zehn Jahre hat der Biologe und PĂ€dagoge die Zooschule aufgebaut und erfolgreich geleitet. Seit 1. August 2010 hat die DiplompĂ€dagogin Daniela Vogt die pĂ€dagogische Leitung der Zooschule ĂŒbernommen. Frau Vogt arbeitete sieben Jahre im Landauer Zoo in der dortigen Zooschule und unterrichtete Kinder aller Altersklassen zu unterschiedlichen Themen. Daneben hat sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Einarbeitung neuer Kollegen aktiv mitgewirkt. Außerdem koordinierte sie von Landau aus das „Netzwerk Umweltbildung SĂŒdpfalz“ ehrenamtlich. Zuletzt war sie stellvertretende Leiterin der Umweltstation Reichelshof in Schweinfurt.
FĂŒr Daniela Vogt ist mit ihrer neuen Aufgabe ein Traum in ErfĂŒllung gegangen. „Schon als ich das erste Mal Zooluft geschnuppert habe, ist der Wunsch entstanden, eines Tages im Zoo zu arbeiten“, schwĂ€rmt sie.
Frau Vogt möchte die Arbeit der Zooschule Heidelberg weiter in Richtung „Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung“ aufbauen. Die Zooschule wurde bereits zwei Mal als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.
Ihre erste große Veranstaltung steigt am Samstag, den 18. September: Die Zooschule feiert ihr 10jĂ€hriges JubilĂ€um mit einem großen Kinderspielfest. Unter dem Motto „Tierisch in Bewegung“ sind alle Kinder mit ihren Familien im Zoo herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.initiative-zooerlebnis.de oder telefonisch unter 06221-3955713.
(07.09.2010, 14:26)
Michael Mettler :   Gibt es demnach keine Hausratten mehr im Zoo?
(03.09.2010, 09:55)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg zeigt „Tiere vor unserer HaustĂŒr“ – in neuem Gewand

Eifrige Besucher des Heidelberger Zoos haben ihn bestimmt schon entdeckt: Der bei Kindern sehr beliebte „MĂ€usewagen“ zeigt sich in einem neuen Gewand. Das „Studio 68“ aus Mannheim hat den Wagen, in dem zahlreiche HausmĂ€use und domestizierte Wanderratten leben, mit lustigen MĂ€use-Motiven im Graffiti-Stil verschönt. Jetzt ist das Zuhause der lebhaften Nager ein weiterer Hingucker im Zoo. Die komfortabel eingerichtete MĂ€usepension besteht aus zwei Zimmern – einer Heuscheune und einer Vorratskammer. Sie zĂ€hlt zu dem Themenbereich „Tiere vor unserer HaustĂŒr“, der dem Zoo besonders am Herzen liegt: Hier stellen sich Wildbienen, Feldhamster, Hermeline und eben auch Ratten und MĂ€use in ihren natĂŒrlichen LebensrĂ€umen vor. Besucher haben die Möglichkeit, sich den oft als ekelerregend empfundenen MĂ€usen und Ratten anzunĂ€hern und sie beim Fressen, Schlafen und Spielen zu beobachten. Es sind durchaus faszinierende Tiere. Gerade Kinder zeigen sich gegenĂŒber vermeintlich ekeligen Tieren sehr offen und finden großen Gefallen an den quick-lebendigen Nagern.
Ratten und MĂ€use gehören zu den sogenannten Kulturfolgern. Kulturfolger sind Tiere und Pflanzen, die aufgrund von landschaftverĂ€ndernden Maßnahmen Vorteile erlangen und deshalb dem Menschen in seine Kulturlandschaft (zum Beispiel Äcker, Wiesen, Siedlungen) folgen. Von den typischen Arten der Bauernhöfe, wie Hausmaus, Rauch- und Mehlschwalbe, Schleiereule und sogar die Stubenfliege, gehen heute einige in ihrem Bestand zurĂŒck. Kaum zu glauben: Die Hausratte ist in Mitteleuropa vom Aussterben bedroht. Die Wanderratte hingegen ist sehr weit verbreitet.
(03.09.2010, 09:10)
Racool :   Die Binturongs sind bereits da, momentan noch bei den Fossas (linke Anlage).

Weiß jemand, was mit der alten Adlervoliere geplant ist?
(23.08.2010, 12:56)
Zoo Heidelberg :   Auf TuchfĂŒhlung mit LöwenĂ€ffchen

Es bietet sich ein ungewohntes Bild im Zoo Heidelberg. An drei Tiergehegen stehen junge Menschen mit Klemmbrettern in der Hand und protokollieren jede kleinste Bewegung. Im Zoo findet ein Kurs der besonderen Art fĂŒr Biologiestudenten der UniversitĂ€t Heidelberg statt. In dem Praktikum Tiergartenbiologie geht es um Verhaltensforschung, Gehegeplanung und darum „wie ein Zoo funktioniert“.

Bereits im zehnten Jahr findet in diesen Wochen im Zoo Heidelberg das Praktikum „Tiergartenbiologie“ statt. Auf dem Programm stehen Exkursionen durch den Zoo Heidelberg und Frankfurt sowie ein Besuch bei der „Zoologischen Gesellschaft Frankfurt“. Inhalt des freiwilligen Unikurses ist es, neben dem Kennenlernen des Zooablaufs das Verhalten einer ausgewĂ€hlten Tierart zu erforschen. „Die Studenten haben die Aufgabe, fĂŒr die Tiere eine geeignete BeschĂ€ftigung zu entwickeln, ein ideales Gehege zu planen, eine Schautafel zu entwerfen sowie eine Unterrichtseinheit zu konzipieren“, erklĂ€rt die Kuratorin des Zoos und Praktikumsleiterin Sandra Reichler.
Bereits am Wochenende zuvor hatten sich die Studenten in einem Seminar mit Themen rund um Zoo und Tierhaltung beschÀftigt.
Immer zu dritt befassen sich die Studenten mit einer Tierart. In diesem Jahr sind es die Goldgelben LöwenĂ€ffchen, die Varis und die Fossas. Den LöwenĂ€ffchen wurde zum Beispiel ein Raubvogel aus Pappe prĂ€sentiert. Nach einem schrillen Warnruf hat der Vater seine beiden Sprösslinge sofort gepackt und ist mit ihnen auf den RĂŒcken in den dichter bewachsenen Teil des Geheges geflohen. „Wir möchten mit diesem Versuch Verhaltensweisen hervorrufen, die die Tiere ansonsten in ihrem Zooalltag nicht zeigen mĂŒssen“, erklĂ€ren die Studenten. „Und das ist uns gelungen“. Anschließend wurde ein selbstgebauter Stocherkasten in das Gehege gehĂ€ngt, den die Tiere mit großer Begeisterung sofort untersucht haben. „LöwenĂ€ffchen stochern in freier Wildbahn in Felsspalten und Astlöchern herum. Diese Situation wollten wir nachstellen“ so die Studenten. Wie die Tiere auf diese EinflĂŒsse reagieren, wird alle 30 Sekunden in einem Protokoll festgehalten und im Anschluss ausgewertet.

Etwa 110 Studenten haben im Laufe der Jahre an dem Kurs teilgenommen. Aber nicht nur die Studenten profitieren von diesem außergewöhnlichen Angebot: Etwa ein Drittel der entwickelten BeschĂ€ftigungsideen wurden vom Heidelberger Zoo ĂŒbernommen. Manche wurden von Mitarbeitern des Zoos auch weiterentwickelt. So wird erreicht, dass der Zooalltag fĂŒr die Tiere niemals eintönig wird.
„Das Praktikum war faszinierend und wir haben sehr viel mitgenommen“, betonen die Studenten. Das Praktikum wird auch in den nĂ€chsten Jahren stattfinden. Es gibt noch viele Tiere im Zoo, die noch nicht in den Genuss studentischer Einzelbetreuung gekommen sind.
(19.08.2010, 15:00)
Zoo Heidelberg :   SWR Fernsehen zu Gast mit Tatjanas Tiergeschichten im Heidelberger Zoo

Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik »Tatjanas Tiergeschichten« innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Heidelberger Zoo berichtet die beliebte SWR-Moderatorin regelmĂ€ĂŸig.
Nun hat sie, nach dem großen Erfolg der vorgehenden BĂŒcher, ein weiteres Buch zur Serie herausgebracht, im dem sie 25 höchst vergnĂŒgliche Exkursionen zu ungewöhnlichen Tieren in Baden-WĂŒrttemberg prĂ€sentiert.
Am Donnerstag, 12. August ist Tatjana zu Gast im Heidelberger Zoo. Neben Anekdoten aus ihrem Buch „Tatjanas Tiergeschichten – Streicheln, Schauen, Staunen in Baden-WĂŒrttemberg“ bekommen die Besucher auch einen spannenden Film ĂŒber ihre bisherigen Erlebnisse im Heidelberger Zoo gezeigt. Die Veranstaltung findet um 15 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Ein tierischer Spaß fĂŒr die ganze Familie. Zeitgleich prĂ€sentiert der Zoo im Raubtierhaus einige der schönsten Tierfotos von Rose von Selasinsky.

Tatjana Geßler, geboren in Heidelberg, ist seit 1998 TV-Journalistin, Filmemacherin und Moderatorin beim SWR in Stuttgart. Seit 2001 moderiert sie »Landesschau – die Woche«, ist im »Treffpunkt« und diversen Sondersendungen wie »Tour de LĂ€ndle« oder »FrĂŒhlingsrei-se« zu sehen. Seit August 2005 hat sie innerhalb der Landesschau ihre eigene Rubrik: »Tatjanas Tiergeschichten«.
(06.08.2010, 13:30)
Zoo Heidelberg :   Klein, aber oho. Die geheimen Stars des Heidelberger Zoos

Im Heidelberger Zoo gibt es ab sofort ein neues Programm, das nicht nur Kinder begeistern wird. TĂ€glich um 12.00 Uhr können Zoobesucher die kleinen, geheimen Stars des Heidel-berger Zoos hautnah kennenlernen. Treffpunkt ist das „Kleine Affenhaus“ am Hulman-Gehege.
Zu den geheimen Stars gehören viele spannende Tiere, die man sonst eher nicht zu Gesicht bekommt, etwa weil sie nachtaktiv sind oder sich gerne hinter den Kulissen aufhalten. Wer nicht weiß, wie zum Beispiel ein Igeltanrek aussieht, wie er sich anfĂŒhlt und wo er beheimatet ist, sollte keinesfalls das Angebot versĂ€umen. Gezeigt werden immer zwei bis drei interessante Tiere wie die riesige Aga-Kröte mit ihren großen, dunklen Augen, afrikanische Weißbauchigel, KugelgĂŒrteltiere, verschiedene Großinsekten, Schlangen und die flinken Igeltanreks.
Vor wenigen Wochen wurden sechs niedliche „Kleine Igeltanreks“ geboren, die in ihrem Äußeren einem kleinen, schlanken Mini-Igel Ă€hneln, mit den uns bekannten Igeln jedoch nur entfernt verwandt sind. Der Igeltanrek kommt wie alle anderen 20 Tanrek-Arten ausschließlich auf der östlich von Afrika liegenden Insel Madagaskar vor und hĂ€lt sich vor allem in trockenem Buschland auf. Dort lebt er aber nicht nur auf dem Boden, sondern klettert Ă€ußerst gewandt zur Nahrungssuche auch auf StrĂ€ucher und BĂ€ume.
Von der Spitze der Schnauze bis zum Hinterteil wird der Igeltanrek maximal 18 Zentimeter lang und wiegt ausgewachsen gerade einmal 230 Gramm. Der RĂŒcken ist mit einem dĂŒnnen Stachelkleid aus langen, weißlichen bis grauen Stacheln bedeckt. Gesicht, Bauch und Beine tragen ein kurzes, hellgraues bis weißes Fell. Die Augen sind klein, die runden Ohren liegen dicht am Kopf an.
Kleine Igeltanreks werden ziemlich alt: Im Zoo können sie ein Alter von bis zu 17 Jahren erreichen. Im Durchschnitt leben sie aber nur sechs bis neun Jahre lang.

Foto von Heidrun Knigge: Klein aber oho: Die sechs drei Wochen alten „Kleinen Igeltanreks“ passen in eine Hand.
(30.07.2010, 12:07)
Jennifer Weilguni :   @Ronald Masell

Ja, so wie ich das verstanden habe wird es wohl eine Gemeinschaftsanlage werden. Zu sehen war bei meinem Besuch noch nicht viel davon, es hing nur ein entsprechendes Hinweis-Schild an einem Bauzaun.
(20.07.2010, 11:21)
Zoo Heidelberg :   Es lebe die Vielfalt. Aktionstag BiodiversitĂ€t im Heidelberger Zoo


„Es lebe die Vielfalt! Unter diesem Motto veranstaltet der Heidelberger Zoo im Rahmen des „Internationalen Jahres der BiodiversitĂ€t 2010“ am Sonntag, 25. Juli von 11.00 bis 16.00 Uhr einen Aktionstag. Es finden FĂŒhrungen zu verschiedenen Themen statt. Um 11.30 Uhr gibt es eine FĂŒhrung zur „Bewahrung bedrohter Haustierrassen“, um 13.30 Uhr widmet sich eine weitere FĂŒhrung dem Thema „Ökosystem Tropen“, und um 15.00 Uhr können Besucher viel ĂŒber „bedrohte Inselarten“ lernen. Bei einer informativen und spannenden Zoo-Rally gibt es schöne Preise gewinnen.
Was BiodiversitĂ€t bedeutet und warum es uns alle angeht erfĂ€hrt man an den InfostĂ€nden der Zooschule und des Zoos. Wörtlich ĂŒbersetzt bedeutet der Begriff „Die Vielfalt des Lebens“. Man spricht auch von der „biologischen Vielfalt“. Diese umfasst die Vielfalt an Arten (Tiere, Pflanzen), die Vielfalt an LebensrĂ€umen und Ökosystemen (z.B. WĂ€lder, Seen, Meere) wie auch die genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Tier- und Pflanzenarten.

Dieses Netzwerk der biologischen Vielfalt macht die Erde zu einem einzigartigen, bewohnbaren Raum fĂŒr die Menschheit.

Und welchen Beitrag leistet der Zoo zum Erhalt der biologischen Vielfalt? Der Heidelberger Zoo zeigt ganz unterschiedliche Tierarten aus verschiedenen LebensrÀumen und damit einen kleinen Ausschnitt der weltweiten BiodiversitÀt. Weiterhin leben auch zahlreiche Pflanzenarten und einheimische Tiere auf dem GelÀnde des Tiergartens, wie Frösche, Igel und viele KÀfer.
Mit ĂŒber 40.000 Euro im Jahr unterstĂŒtzt der Zoo Heidelberg Projekte zum Schutz bedrohter Tierarten in ihren HeimatlĂ€ndern, z.B. in Uruguay, Kambodscha und auf Madagaskar. Das Artenschutzprojekt fĂŒr westafrikanische Affen (WAPCA) wird sogar von Heidelberg aus koordiniert. Zahlreiche im Zoo nachgezĂŒchtete Feldhamster werden jedes Jahr auf den Feldern der Rhein-Neckar-Region wieder ausgewildert, damit diese einheimische, einst hĂ€ufige Tierart bei uns wieder ĂŒberleben kann.
Die EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) der wissenschaftlich gefĂŒhrten Zoos schaffen Ersatzpopulationen fĂŒr ihre bedrohten Artgenossen im Freiland und bewahren die genetische Vielfalt der Tiere im Zoo. Der Tiergarten Heidelberg beteiligt sich an 17 EEPs und koordiniert die Zucht der Asiatischen Goldkatze in ganz Europa.


Foto: Rose von Selasinky. GĂŒrtelvari im Heidelberger Zoo. Wie fast alle Tierarten der Insel Madagaskar ist auch der GĂŒrtelvari in seinem Heimatland bedroht. Hauptursache ist die Lebensraumzerstörung vor allem durch Brandrodung. Ist der Wald erst abgeholzt, folgt die Erosion, die den Boden als Lebensraum fĂŒr Tier und Mensch endgĂŒltig zerstört.
(20.07.2010, 10:57)
BjörnN :   Sein linker Stoßzahn wĂ€chst ja auch krumm und quer...
(18.07.2010, 17:35)
Liz Thieme :   Nein, nicht schon wieder :( sie sind doch so gut nachgewachsen. So sieht er niemals aus wie sein Vater. Aber, dass es Rangeleien etc zwischen ihnen gibt ist klar. Hoffentlich ist er gut abgebrochen, so dass er auch diesmal gerettet werden kann.
(18.07.2010, 16:40)
zollifreund :   Thai verliert Stoßzahn!

gestern war ich in Heidelberg, um mir selbst mal das Zusammengewöhnen der drei Jungelefanten anzusehen.
Die Anlage außen blieb ja eigentlich unverĂ€ndert, das Elefantenhaus selbst macht einen sehr guten Eindruck. Insgesamt war es sehr interessant, den drei jungen Bullen zusehen. Es war den ganzen Tag ĂŒber immer was los. Wobei die Interaktionen sich meistens zwischen Voi-Nam und Thai abgespielt haben, Tarak machte irgendwie den Eindruck, dass er ein wenig Abseits stehen wĂŒrde.
Voi-Nam lief meistens hinter Thai her oder ging auf ihn zu, woraufhin dieser sich immer auf die Anhöhe hinter der Pflanzeninsel zurĂŒckzog und dort, von der erhöhten Position aus, sich Voi-Nam stellte. Dann kam es immer zu kurzen Rangeleien.
Gegen Abend aber konnte ich einen andere Ablauf beobachten: Thai folgte Voi-Nam und schlug mit dem RĂŒssel/Kopf auf den Hintern von Voi-Nam ( genau war es nicht zu sehen) - zu hören war aber ein lauter Knall und Thai fehlte der rechte Stoßzahn!
Er blutet ziemlich an der Abbuchstelle und da er immer mit dem RĂŒssel danach tastete, war dieser bald blutig. Auch Voi-Nam war sehr am abgebochenen Zahn und der Bruchstelle interessiert. Er berĂŒsselte ihn dort immer. Ob Thai schmerzen hatte, war nicht festzustellen, er ging jedenfalls nicht ins Wasserbecken um die Wunde zu kĂŒhlen. ( das hatte damals ja der junge Kölner Elefantenbulle gemacht als er nach dem Kampf mit einer der Thai-KĂŒhen einen Zahn verlor). Offensichtlich war er jedenfalls sehr verstört.
Die anwesenden Elefantenpfleger haben jedenfalls nicht eingeriffen, sondern nur gemeint, dass das passieren kann und sie sich, nach dem abendlichen Hereinlassen ( ca. 30 min spĂ€ter), den Zahn anschauen werden, um zu sehen, ob Maßnahmen durchgefĂŒhrt werden mĂŒssen.

Auf dem Bild ist der unglĂŒckliche Thai zu sehen und wie sich Voi-Nam mit seiner TrophĂ€e beschĂ€ftigt ( hat den abgebrochenen Stoßzahn im Maul).

@Roland M.:Von der Anlagen fĂŒr die Zwergotter und Binturongs ist noch nicht viel zu sehen. Links neben dem Eingang sieht man die GrundflĂ€che eines geplanten Geheges, aber ob das fĂŒr die Binturongs + Otter ist? schien mir sehr klein. Es sollen anscheinend aber auch noch Vogelvolieren neu gestaltet/gebaut werden.
(18.07.2010, 13:53)
Ronald Masell :   @ Jenny, die anlage als Gemeinschaftshaltung? hast du Fotos?
(15.07.2010, 11:19)
Jennifer Weilguni :   Hat das eigentlich schon einer hier erwĂ€hnt? Vor dem neuen Elefantenhaus (das wirklich mehr als nur gelungen ist!!!) wird eine Anlage fĂŒr Zwergotter und Binturongs gebaut. Der Zoo Heidelberg wird immer schöner, spannender, interessanter!!!

Die drei Bullen scheinen sich auch prima zu verstehen.. was fĂŒr ein schöner Anblick!
(14.07.2010, 19:05)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung mit faszinierenden Portraits afrikanischer und asiatischer Elefanten von Petra Prager

Kurz nach dem Einzug der jungen Elefantenbullen und der Eröffnung des neuen Elefantenhauses im Heidelberger Zoo gibt es nun auch eine Ausstellung mit beeindruckenden Bildern der grĂ¶ĂŸten LandsĂ€ugetiere dieser Erde zu sehen.

Der Zoo prĂ€sentiert ab dem 15. Juli fantastische Portraits von afrikanischen und asiatischen Elefanten, die die Berliner Fotografin Petra Prager auf ihren Zooreisen aufgenommen hat. Entstanden sind Aufnahmen, die diese einzigartigen Tiere in ihren ganz speziellen Eigenarten zeigen. Zu sehen sind im Wasser spielende und tollpatschige Babyelefanten, prĂ€chtige Elefantenbullen mit gewaltigen StoßzĂ€hnen, wundersame Details von RĂŒsseln und Landschaften der von tiefen Falten und Runzeln durchfurchten Haut afrikanischer Elefanten.
„Schon seit meiner Kindheit begeistern mich Elefanten. Diese imposanten, intelligenten, höchst sensiblen, mit einem hohen Familiensinn ausgestatteten Wesen haben jedes fĂŒr sich eine einzigartige Persönlichkeit“, sagt die Fotografin.

Petra Prager reiste zu zahlreichen deutschen und europÀischen Zoos, um die grauen Riesen zu fotografieren. Entstanden ist ein ansehnliches Archiv, das Petra Prager zu einem Fotolexikon der Zooelefanten im Internet aufgebaut hat. www.elefanten-fotolexikon.eu/

Der Elefant, der Titan der Tierwelt, ist seit alters her bestaunt wie ein Fabelwesen. Ein einzigartiger Körperbau, besondere Intelligenz und erstaunliches Sozialverhalten haben den sanften Koloss zu einem Lebens- und ÜberlebenskĂŒnstler gemacht.
Die mit Geduld und Liebe aufgenommenen Fotos, die bis zum 15. Oktober im Afrikahaus des Heidelberger Zoos zu sehen sind, vermitteln dem Betrachter eine intensive Vorstellung dieser großartigen Tiere. Und nur einige Schritte weiter, auf der großen Elefantenaußenanlage, können Besucher die drei „jungen Wilden“ in Ihrer Spielfreude live erleben.

Foto: Petra Prager; Elefant Letsongmon in Emmen
(13.07.2010, 09:26)
th.oma.s :   auf dem foto sieht die anlage richtig gut aus. glĂŒckwunsch!
(09.07.2010, 15:12)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg: Richtungweisendes Elefantenhaus eröffnet

Am 8. Juli um 15.00 Uhr war es soweit: Nach einem Jahr Bauzeit wurde das neue, richtungweisende Elefantenhaus im Heidelberger Zoo eröffnet. Bei strahlendem Sommerwetter nahmen knapp 500 geladene GĂ€ste an der Eröffnung teil, darunter viele Menschen, die sich besonders fĂŒr das Elefantenhaus engagiert haben. Das 3,8 Millionen teure Tierhaus ist in vieler Hinsicht innovativ: Metertiefer Sandboden gibt den Elefanten in einer großen Halle sowie in zwei der vier Boxen einen weichen organischen Untergrund. Ein ausgeklĂŒgeltes BeschĂ€ftigungsprogramm wird Langeweile verhindern. Mit der ersten Jungbullengruppe in Deutschland wird tiergĂ€rtnerisches Neuland beschritten, um die Elefantenzucht in Europa weiter voranzubringen. Durch die feierliche Eröffnung erfuhr die wichtigste und umfangreichste Baumaßnahme des Heidelberger Zoos der letzten Jahre ihre Freigabe.
„Das neue Elefantenhaus des Heidelberger Zoo ist fĂŒr mich ein Beispiel dafĂŒr, was entstehen kann, wenn sich ein motiviertes Team eine Aufgabe stellt und dabei von den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern nachhaltig unterstĂŒtzt wird“, lobte Heidelbergs OberbĂŒrgermeister Dr. Eckart WĂŒrzner.
Das neue Elefantenhaus bietet den aktuellen Stand der tiergĂ€rtnerischen Wissenschaft und trĂ€gt den BedĂŒrfnissen der Tiere Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizbare Sporthalle mit Sandboden und vielfĂ€ltigen BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten, Privatboxen, einen Raum fĂŒr Körperpflege und Behandlungen und den Zugang zu der 2000 mÂČ großen Freianlage.
Einige Zahlen geben eine Vorstellung von dem Kraftakt, der hinter den beteiligten Firmen, Architekten, Zoohandwerkern, GĂ€rtnern, Tierpflegern und der Zooleitung liegt: Über 1000mÂł Sand, Erde und Steine mussten bewegt werden, ein einziges Stahltor fĂŒr die Elefanten wiegt ĂŒber fĂŒnf Tonnen. Der kĂŒnstliche Baum in der 500 mÂČ großen Halle ist sieben Meter hoch und birgt in seinem Innerem Futterautomaten, mit denen die Tiere per Fernbedienung und Schaltuhr auch nachts gefĂŒttert werden können. Einige hundert Tropenpflanzen, Hunderte von GrĂ€sern, Stauden, StrĂ€uchern und BĂ€umen wurden gepflanzt. Über einen Kilometer an BewĂ€sserungsleitungen, Drainagen, Abwasser und Frischwasserleitungen wurden verlegt. Prachtvolle Flussufer mit Wurzeln und umgestĂŒrzten BĂ€umen wurden als Naturnachbildungen aus Spezialbeton in der Halle und an den AußenwĂ€nden des Elefantenhauses gestaltet. Ein großes Badebecken (zirka 500 Badewannen groß) mit zwei sanft abfallenden Ein- und Ausstiegen lĂ€dt zum Planschen ein. Die PlĂ€ne des auf Zoobauten spezialisierten ArchitekturbĂŒros Rasbach fĂŒllen ein ganzes BĂŒcherregal. „Es war eine sehr anstrengende aber auch schöne Zeit. Wir konnten sehen, wie unsere Ideen nach und nach in Stein, Metall, Holz und anderen Materialien realisiert wurden – das hatte manchmal schon etwas Magisches. Am schönsten ist aber zu sehen, wie sich die Tiere in ihrer neuen Heimat wohlfĂŒhlen“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.
Auch an die Besucher wurde gedacht, mit verschiedenen Perspektiven, einer Besucherplattform, die es ermöglicht, die Elefanten ganz nah zu beobachten. Völlig neu entwickelt wurden große interaktive Informationselemente, die die Besucher dazu einladen, sich mit diesen großartigen Tieren zu beschĂ€ftigen.
In seinen Schlussworten setzte sich WĂŒrzner mit Nachdruck dafĂŒr ein, „dass das ErweiterungsgelĂ€nde dem Zoo bald zur VerfĂŒgung stehe. „Dort einen modernen neuen Teil des Zoos zu errichten, der dem Schutz der BiodiversitĂ€t, der natĂŒrlichen Vielfalt auf unserem Planeten gewidmet ist, ist eine spannende Aufgabe. „Ich hoffe“, betonte WĂŒrzner, „dass wir in den kommenden Jahren die Mittel haben werden, als Stadt dazu beizutragen. So wie hier beim Elefantenhaus werden auch dort hoffentlich die Heidelbergerinnen und Heidelberger, die Betriebe der Stadt und der Region mithelfen, das Ziel zu erreichen“.
(09.07.2010, 12:22)
Egon Weisz :   Also ganz ehrlich, ich finde an Heidelberg könnten sich manche Zoos eine Scheibe abschneiden. Die Bauzeit des neuen Elefantenhauses ist "vorbildlich", ich will garnicht wissen, wie lange der Opelzoo in Kronberg fĂŒr sein neues Elefantenprojekt brauchen wird. Wahrscheinlich ist es auch sehr viel teurer , wie so viele Zoobauten. Siehe: Frankfurt neues Gibbonhaus
(30.06.2010, 22:30)
Niedersachse :   Oh ;)
(26.06.2010, 10:32)
Michael Mettler :   ...den RĂŒssel hochhebt... ;-)
(26.06.2010, 00:25)
Niedersachse :   Bei Tarak sieht man auch keine wenn er den Stoßzahn hochhebt, im Gegensatz zu seinem jĂŒngeren Bruder.
Tarak kommt dann doch nach seinem Vater.
(25.06.2010, 19:33)
Liz Thieme :   Die drei Jungs haben sich inzwischen kennengelernt und verstehen sich scheinbar schon gut.
Bilder sind hier zu sehen: http://www.tiergarten-heidelberg.de/inhalt/html/seiten/ele_bad_2010.html

Schon erstaunlich wie unterschiedlich die drei aussehen. Va auffĂ€llig ist, dass Tarak noch keine ersichtlichen StoßzĂ€hne hat.
(25.06.2010, 19:27)
Zoo Heidelberg :   Deutschlandpremiere in Heidelberg: Junge Elefantenbullen ziehen zusammen

21. Juni 2010 – 19.30 Uhr: Es ist ein bewegender Moment. Ganz vorsichtig tritt „Thai“ im Zoo Heidelberg aus seinem Transportcontainer und nimmt Kontakt mit Christian Wenzel auf. Zart nimmt der junge Elefantenbulle mit seinem RĂŒssel leckere BegrĂŒĂŸungsĂ€pfel entgegen. Das ĂŒber vier Jahre gewachsene Band zwischen dem erfahrenen Elefantenpfleger von Hagenbecks Tierpark und „Thai“ bewĂ€hrt sich: Der junge Bulle lĂ€uft voller Vertrauen in seine neue Heimat. „Thai hat die achtstĂŒndige Reise von Hamburg nach Heidelberg gut ĂŒberstanden“, freut sich Wenzel, der den Transport begleitet hat und noch einen Tag bei seinem ehemaligen SchĂŒtzling bleibt.
Der fĂŒnfjĂ€hrige „Thai“ ist der erste Bewohner einer Deutschlandpremiere: Des ersten Elefantenhauses, das exklusiv fĂŒr eine Gruppe junger Elefantenbullen gebaut wurde. „Das war ein kleiner Schritt fĂŒr einen Elefanten, aber ein großer Sprung fĂŒr die Elefantenzucht in Europa“, erklĂ€rt Heidelbergs Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. „Vor zwanzig Jahren haben viele noch geglaubt, dass die Elefanten in den Zoos mangels Nachwuchs aussterben. Heute beginnen wir spezielle Einrichtungen fĂŒr Elefantenbullen zu bauen, weil sich die Zucht so erfolgreich entwickelt hat. Wir freuen uns darauf, mit der Haltung einer Jungbullengruppe neue Wege zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, die fĂŒr die Zukunft der Elefantenhaltung wichtig sind.“
Die koordinierte Zucht von Elefanten lĂ€uft in Europa immer besser. Mehr Wissen ĂŒber die Fortpflanzungsphysiologie, neue Elefantenanlagen, bessere Gruppenstrukturen, exzellent ausgebildete Tierpfleger – viele Faktoren haben dazu beigetragen. Die in den letzten Jahren geborenen Elefanten sind die Basis fĂŒr die erfolgreiche Zucht der Zukunft. Die jungen Bullen mĂŒssen ihre Geburtsgruppen im Alter nach 5-8 Jahren verlassen. In Heidelberg werden sie zu einer Jungbullengruppe zusammengefasst und auf Ihre Rolle als Zuchtbulle einer Elefantenherde vorbereitet. Im Zusammenspiel mit anderen Jungbullen stĂ€rken sie ihre Sozialkompetenz.
Sie lernen mit einem Pfleger zusammenzuarbeiten, der immer durch ein Gitter von Ihnen getrennt ist: „GeschĂŒtzter Kontakt“ nennt das die Fachsprache. Der direkte Umgang mit pubertierenden Elefantenbullen wĂ€re zu gefĂ€hrlich. Im Alter von 10-15 Jahren werden die Jungbullen dann ihre Zuchtgruppen in europĂ€ischen Zoos ĂŒbernehmen.
Das neue Elefantenhaus in Heidelberg trĂ€gt den BedĂŒrfnissen der Tiere Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizte Sporthalle mit Sandboden und vielfĂ€ltigen BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten, PrivatrĂ€ume, einen Raum fĂŒr Körperpflege und Behandlungen und den Zugang zu der 2000 mÂČ großen Freianlage.
Nach „Thai“ werden in den nĂ€chsten Tagen noch der etwa gleichaltrige „Tarak“ aus Hannover und der achtjĂ€hrige „Voi Nam“ aus Leipzig an den Neckar ziehen.
Am Anfang benötigen die jungen Elefantenbullen Zeit und Ruhe, sich in ihrer neuen Heimat einzugewöhnen und einander kennenzulernen. Wann das Dreiergespann dann das erste Mal auf der Außenanlage fĂŒr Zoobesucher zu sehen sein wird, entscheidet der Integrationsprozess. Auf jeden Fall werden Besucher am Donnerstag, dem 24. Juni nachmittags keine Gelegenheit haben einen Elefanten zu sehen: da ist der Zoo ab 13.00 Uhr geschlossen. Denn an diesem Nachmittag gehört der Zoo exklusiv den chronisch kranken und behinderten Kindern fĂŒr die der Tiergarten Heidelberg zusammen mit der Aktion Herzenssache einen „Traumtag im Zoo“ ausrichtet.

(22.06.2010, 10:17)
Niedersachse :   Der Hamburger Elefantenbulle Thai ist heute, wie es im TV zu sehen war, ohne Probleme den langen Weg in den Container gegangen. Der Transport konnte pĂŒnktlich starten, so dass Thai inzwischen in Heidelberg sein sollte.
(21.06.2010, 19:53)
Zoo Heidelberg :   Kleine „WĂ€chter der WĂŒste“ – endlich wieder Nachwuchs bei den ErdmĂ€nnchen im Heidelberger Zoo


Wonnig rekeln sich vier possierliche ErdmĂ€nnchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. Als das Weibchen vor einigen Wochen plötzlich nur noch zum Fressen seine Erdhöhle verließ, vermuteten die Tierpfleger bereits, dass sich endlich der erhoffte Nachwuchs eingestellt hat. „Das letzte Mal hatten wir 2003 Nachwuchs. Umso mehr freuen wir uns jetzt ĂŒber unsere gesunde Kinderschar“ erklĂ€rt Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den ErdmĂ€nnchen um echte Raubtiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsĂ€chlich wird ihr typisches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur GrĂ¶ĂŸe einer Eidechse oder eines Vogels mĂŒhelos fertig. Sie fressen aber auch FrĂŒchte und Insekten oder graben nach WĂŒrmern und Skorpionen.
Die Kleinen wurden schon am 12. Mai geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfĂ€nglich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun sĂ€ugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmĂ€ĂŸig außerhalb der Höhle, wĂ€hrend der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den SchneidezĂ€hnen putzt. Das zweite MĂ€nnchen hĂ€lt wĂ€hrenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen FamilienglĂŒck nichts geschieht. ErdmĂ€nnchen gehören zu den Lieblingen der Zoobesucher. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprĂ€gten Sozialverhalten zu beobachten. Die in trockenen Regionen im sĂŒdlichen Afrika beheimateten ErdmĂ€nnchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und das je enger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schlafen kuscheln sie sich neben- und ĂŒbereinander, damit möglichst wenig WĂ€rme verloren geht. Ein ErdmĂ€nnchen hĂ€lt immer Wache. „MĂ€nnchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hĂ€lt der WĂ€chter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als StĂŒtze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlange entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter BĂŒschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den ErdmĂ€nnchen im Tiergarten Heidelberg zu beobachten, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

(16.06.2010, 14:17)
Zoo Heidelberg :   Auch Frau trĂ€gt Schnurrbart
Wer sie einmal gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen, zumindest ihren langen, prÀchtigen Schnurrbart. Kaiserschnurrbarttamarine sind neuerdings auch im Zoo Heidelberg zu bewundern.
Ihren Namen verdanken die kleinen Affen aus SĂŒdamerika natĂŒrlich ihrem langen weißen Schnurrbart, der an den Deutschen Kaiser Wilhelm II erinnern soll. Doch hier tragen auch die Damen einen Bart, und selbst die Jungtiere bekommen ihn lange bevor sie erwachsen sind.
Kaiserschnurrbarttamarine gehören zu den Krallenaffen, die ausschließlich in SĂŒdamerika vorkommen. Ihre FingernĂ€gel sind zu Krallen umgeformt, mit denen die Tiere nicht nur gut klettern können, sie ritzen damit auch die Rinde von BĂ€umen an, um an die begehrten BaumsĂ€fte zu gelangen. Auf ihrem Speisezettel stehen aber auch FrĂŒchte, Frösche, Vogeleier und Insekten, die sie geschickt mit ihren kleinen HĂ€nden fangen. Die hĂŒbschen Äffchen durchstreifen die oberen Baumschichten des Regenwaldes in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren. Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes werden sie im Freiland immer seltener, in den Zoologischen GĂ€rten gibt es ein Erhaltungszuchtprogramm, das die koordinierte Nachzucht der Tamarine beaufsichtigt.
Der Zoo Heidelberg hat sich Anfang des Jahres beworben, am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr den Kaiserschnurrbarttamarin teil zu nehmen. Dank der großen Erfahrung und der Erfolge, die der Tiergarten in der Haltung von anderen sĂŒdamerikanischen Krallenaffenarten vorweisen konnte, stimmte die EEP-Kommission dem Antrag zu.
Ende April zog das Weibchen „Aurora“ vom Zoo Besancon in Frankreich an den Neckar und knapp drei Wochen spĂ€ter folgte das MĂ€nnchen „Rinaldo“ aus dem Zoo Twycross in England. Die beiden konnten problemlos zusammen gewöhnt werden und leben nun in einem Gehege im Kleinen Affenhaus neben den Roloway-Meerkatzen. Aber die beiden Kaiserschnurrbarttamarine haben noch mehr Nachbarn, sie teilen sich ihr Gehege derzeit mit einer Familie Zwergseidenaffen, die kleinsten echten Affen, die es auf der Welt gibt. Sie werden in einigen Monaten ein eigenes Gehege in der neu aufgebauten Fasanerie bekommen. Bis dahin ist in der Wohngemeinschaft viel los und fĂŒr die Zoobesucher gibt es bei den kleinen Affen immer was zu sehen.

(08.06.2010, 11:56)
Zoo Heidelberg :   DIE JUNGEN WILDEN KOMMEN!
Das bestgehĂŒtete Geheimnis Heidelbergs wird gelĂŒftet! Die ersten Elefanten - Jungbullengruppe in einem deutschen Zoo wird aus Voi Nam (8Jahre) aus Leipzig, Thai (5 Jahre) aus Hamburg und Tarak (4 1/2 Jahre) aus Hannover bestehen. Der Einzug in das neue Elefantenhaus soll in 7-8 Wochen stattfinden.
Manche Bauarbeiter verlassen nach vollendeter Arbeit stolz die Baustelle, andere sind noch voll in Aktion und einige beginnen gerade erst ihr Gewerk – auf der Baustelle des Elefantenhauses herrscht eifrige Betriebsamkeit. Fix und fertig sind bereits die PlĂ€ne, wer in das neue Haus einziehen soll. Das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr Asiatische Elefanten hat drei Jungbullen aus Deutschland als GrĂŒndungsmitglieder der ersten Jungbullen – WG auf deutschem Boden ausgewĂ€hlt. Es sind:
Voi Nam, geboren am 05.04.2002 im Zoo Leipzig
Thai, geboren am 26.11.2004 im Tierpark Hagenbeck, Hamburg
Tarak, geboren am 28.10.2005 im Zoo Hannover

„Wir sind mit der Auswahl des EEP sehr zufrieden.“ freut sich Dr. Klaus WĂŒnnemann, Direktor des Zoo Heidelberg. „Alle drei Tiere kommen aus guten Zuchtgruppen, haben genetisch einen hohen Wert fĂŒr die Zucht und sind einfach tolle Tiere.“ In den letzten Wochen hat der Zoo Heidelberg mit den Zoos, in denen die drei Elefantenbullen geboren wurden, eine lange Liste von Punkten besprochen. Da spielen Impfungen und Lebenslauf, Organisation der Transporte, EinstellungsvertrĂ€ge, Besuche der Heidelberger Elefantenpfleger bei ihren zukĂŒnftigen SchĂŒtzlingen und viele weitere Details eine wichtige Rolle. Besonders positiv: Da alle Tiere aus Deutschland stammen, sind die Transportzeiten und damit die Belastungen fĂŒr die Tiere gering. „Dass alle Elefanten seit ihrer Geburt die deutsche Sprache hören ist weniger entscheidend. Eher schon, dass sich die bisherigen und kĂŒnftigen Pfleger der Elefantenbullen gut verstĂ€ndigen können.“ In Heidelberg werden die Tiere im geschĂŒtzten Kontakt gehalten werden, das heißt die Pfleger befinden sich nie mit dem Tier im selben Raum. Alle PflegevorgĂ€nge - wie Fußpflege - werden an einer speziellen Trainingswand durchgefĂŒhrt. DafĂŒr mĂŒssen die Heidelberger Elefantenpfleger genau wissen, wie bislang mit den Tieren gearbeitet wurde, welche Kommandos verwendet wurden und vieles mehr. In den nĂ€chsten Wochen werden Tierpfleger aus Heidelberg in Hannover, Hamburg und Leipzig all dies lernen und genau dokumentieren.
Die Jungbullengruppe ist sehr wichtig fĂŒr die Zucht Asiatischer Elefanten in Europa. Seit einigen Jahren lĂ€uft die Zucht der Elefanten in den Zoos Europas immer besser. Dieser große Erfolg des koordinierten Zuchtprogrammes hat Folgen: FĂŒr junge Bullen, die ihre Geburtsfamilie verlassen mĂŒssen, ist noch zu wenig Platz vorhanden. Die Jungbullengruppe im Zoo Heidelberg wird als Zwischenstation auf ihrem Weg zur Position des Zuchtbullen mit eigener Herde dienen. „Wir wollen die jungen Wilden intensiv betreuen und im geschĂŒtzten Kontakt so trainieren, dass sie optimal auf ihre spĂ€tere Rolle vorbereitet sind. Wenn Sie uns im Alter von ca. 13 Jahren verlassen werden, sollen sie ohne Probleme in die Zuchtgruppen integriert werden können. schaut Dr. Klaus WĂŒnnemann in die Zukunft. „Das bedeutet viel Arbeit, wird aber auch sehr spannend sein, denn es liegen noch sehr wenige Erfahrungen mit solchen Gruppen vor. Und auch fĂŒr unsere Besucher wird die Beobachtung der jungen Elefantenbullen und ihrer Entwicklung sicher ein faszinierendes Erlebnis werden.“
(15.05.2010, 11:34)
Michael Mettler :   Laut Zeitungsmeldung in der hannoverschen NEUEN PRESSE wird der hiesige Elefanten-Jungbulle Tarak ab Sommer zum Erstbesatz der neuen Heidelberger Anlage gehören und dabei auf je einen Bullen aus Hamburg und Leipzig treffen.
(15.05.2010, 08:39)
Zoo Heidelberg :   Große Freude im Heidelberger Zoo – Roloway-Meerkatzenbaby geboren


Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 21. MÀrz das Licht der Welt erblickt hat, gehört zu den gerade mal 32 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Heidelberger Zoo hÀlt mit neun Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut.
Nur noch wenige dieser schönen Tiere leben in ihren HeimatlĂ€ndern Ghana und der ElfenbeinkĂŒste – die Roloway-Meerkatze steht kurz vor der Ausrottung! Mit seinem Artenschutzprojekt WAPCA e.V. engagiert sich der Heidelberger Zoo seit vielen Jahren fĂŒr den Schutz der bedrohten Primatenarten vor Ort. Neben kleinen Erfolgen gibt es aber immer wieder RĂŒckschlĂ€ge. Wildfleisch gehört zur bevorzugten Nahrung nicht nur in Westafrika. Die erlegten Tiere werden weltweit exportiert, es ist ein regelrechter Wildfleischhandel entstanden, der fĂŒr zahlreiche Tierarten in den WĂ€ldern Afrikas das baldige Aus bedeuten könnte. An wohl kaum einer anderen Tierart lĂ€sst sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo fĂŒr den Arten- und Naturschutz ist. Der Zoo Heidelberg hĂ€lt zwei Paare Roloway-Meerkatzen, eines lebt im kleinen Affenhaus, das andere bewohnt ein Gehege im Menschenaffenhaus. Mit ihren langen weißen BĂ€rten und ihren flinken SprĂŒngen durchs GeĂ€st gehören sie zu den beliebtesten und elegantesten Tieren im Zoo. Dazu kommt, dass man sie außer im Zoo Heidelberg nur noch in MĂŒnchen und in einigen französischen Zoos sehen kann.
Deshalb ist die Geburt der kleinen Meerkatze, deren Geschlecht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, ein großer Erfolg fĂŒr das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm dieser seltenen und ausgesprochen schönen Affenart aus Westafrika. FĂŒr Mama Adriana ist es bereits das sechste Kind! Trotz ihrer Gehbehinderung – im Kindesalter musste ihr der rechte Fuß amputiert werden – ist sie eine Ă€ußerst fĂŒrsorgliche Mutter. In den ersten Wochen klammert sich das Jungtier fast ausschließlich an den Bauch der Mutter. Aber dann wird es seine Umgebung erkunden und die Zoobesucher durch Spielversuche mit den Ă€lteren Geschwistern begeistern.
Nicht nur bei der Zucht in Menschenobhut ist der Heidelberger Zoo fĂŒhrend, auch den Schutz der Tiere in ihren HeimatlĂ€ndern Ghana und ElfenbeinkĂŒste hat der Zoo Heidelberg zu seinen wichtigsten Aufgaben gemacht. Doch die Situation in Ghana ist dramatisch, betont Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. „Wenn das Roloway-Jungtier sechs Jahre alt sein wird und damit im fortpflanzungsfĂ€higen Alter, könnten diese wunderschönen Tiere in Ghana bereits ausgestorben sein“.

Pressehinweis: Die junge Roloway-Meerkatze im Zoo Heidelberg kann in der alten Zooschule durch die Scheibe oder im Außengehege fotografiert werden.

Foto: Das Roloway-Jungtier mit seiner Mutter

(06.05.2010, 12:42)
Zoo Heidelberg :   Haustiertag im Heidelberger Zoo am 24. April


Der Heidelberger Zoo und der Zoofachmarkt „Kölle Zoo“ laden am Samstag, den 24. April zu einem Haustiertag im Zoo ein.

Von 14.00 bis 18.00 Uhr können sich kleine und große Besucher auf ein vielfĂ€ltiges Programm freuen. Neben Attraktionen und Aktionen rund um die Zootiere informieren an verschiedenen StĂ€nden Mitarbeiter vom Kölle-Zoo Heidelberg ĂŒber die artgerechte Haltung, FĂŒtterung und Pflege von Hunden und Katzen, Nagetieren, Vögeln, Fischen und Terrarienbewohnern. Welches Tier passt zu mir? Benötigt mein Tier Gesellschaft oder sollte es alleine gehalten werden? Fragen wie diese aber auch so wichtige Themen wie „Sicherheit und Transport“, „wohin in den Ferien“ und „Erste Hilfe“ werden behandelt.

Besucher können bei der Schur von Skuddenschafbock „Tony“ schöne Preise gewinnen. Um 16:30 Uhr wird „Tony“ die HĂŒllen fallen lassen und alle Besucher sind eingeladen, dieses interessante Ereignis nicht nur zu verfolgen sondern auch das Gewicht der geschorenen Wolle zu schĂ€tzen. Wie viel Gramm oder Kilogramm an Wolle trĂ€gt „Tony“ da die ganze Zeit mit sich herum? Tonys Wolle und die der anderen Schafe wird nach der Schur verwendet, um anderen Tieren wie Tigern oder Luchsen die Gelegenheit zu geben, sich mit Teilen ihrer potentiellen Beutetiere zu beschĂ€ftigen. Dabei ist vor allem der Geruch wichtig.

(20.04.2010, 11:53)
Zoo Heidelberg :   Xavier Naidoo drehte Musikvideo im Heidelberger Zoo


Am Dienstag, den 13. April fanden im Heidelberger Zoo ungewöhnliche Dreharbeiten statt. Diesmal standen ausnahmsweise mal nicht Gorilla, Löwe und Co. im Visier der Kameras. FĂŒr seine Single mit dem Titel „Verschieden“ drehte Xavier Naidoo im Heidelberger Zoo seinen neuesten Videoclip und hat sich dafĂŒr ein lebendiges Ambiente direkt vor seiner HaustĂŒr ausgesucht.
Soviel sei jetzt schon verraten: FĂŒr den Dreh bestieg Xavier eine echte Rikscha, auf der er durch den Zoo und an den Tiergehegen vorbei radelte. FĂŒr viele Zoobewohner war das eine kleine Sensation. Auch wenn sie den prominenten Gast auf der Rikscha nicht erkannten, so verfolgten Löwen, MĂ€hnenrobben, Poitou-Esel und Kamele fasziniert das außergewöhnliche Schauspiel. Eine Rikscha hatten sie mit Sicherheit vorher noch nie zu Gesicht bekommen.
Auch Xavier haben die Aufnahmen sichtlichen Spaß gemacht. Als Sohn Mannheims ist er – wie viele Mannheimer auch – dem Heidelberger Zoo seit seiner Kindheit verbunden. Interessiert verfolgt er die Entwicklung des neuen Elefantenhauses, in das ab Juli drei lebhafte junge Elefantenbullen einziehen werden. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung von jungen Elefantenbullen sorgt der Heidelberger Zoo in Deutschland und auch europaweit fĂŒr Aufmerksamkeit.

(Foto: Xavier Naidoo mit Esel)
(19.04.2010, 09:33)
Oliver Jahn :   Gibt es schon neue Informationen zu den Pumas in Heidelberg und ihrer Anlage? Weiß man, ob es unterartreine Pumas werden und steht schon ein Termin?
(13.04.2010, 19:38)
Zoo Heidelberg :   Der Heidelberger Zoo im Fernsehen

„Tierische Kumpel“ – Der Heidelberger Zoo im ZDF ab Montag, 19. April von 15.15 bis 16.00 Uhr

 

Im MĂ€rz fanden im Heidelberger Zoo Dreharbeiten fĂŒr eine neue Staffel in der ZDF-Reihe „Tierische Kumpel“ statt. Das Ergebnis mit spannenden Blicken hinter die Kulissen kann sich jetzt sehen lassen. Die malenden Orang-Utans Ujian und Grisella, MĂ€hnenrobbenbaby Holly beim Planschen im Salzbad, Training mit den Riesenschildkröten und den syrischen BraunbĂ€ren und viele weitere spannende Geschichten rund um die Tiere und Menschen im Heidelberger Zoo werden ab Montag, den 19. April in der ZDF-Reihe „Tierische Kumpel“  ausgestrahlt. Die Sendung lĂ€uft im Nachmittagsprogramm von Montag bis Freitag von 15.15 bis 16.00 Uhr.
(13.04.2010, 13:28)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – was man mit dem Elektronenmikroskop im Zoo entdecken kann“

Der Heidelberger Zoo prĂ€sentiert ab dem 18. April poetische Mikrofotografien von Organismen, Pollen, Samen und Details von Tieren und Pflanzen unserer Umgebung. Die Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – was man mit dem Elektronenmikroskop im Zoo entdecken kann“ in Kooperation mit dem Zoologischen Institut der UniversitĂ€t Heidelberg ist bis zum 18. Juni im Afrikahaus zu sehen. Am Sonntag, 18. April um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Den BegrĂŒĂŸungsvortrag hĂ€lt Professor Volker Storch vom Zoologischen Institut. Besucher sind herzlich willkommen.
Die Elektronenmikroskopie offenbart einzigartige Kunstwerke, die die Natur beherbergt. Aufnahmen wie diese zeigen uns, wie spannend es ist, den Blick fĂŒr das Kleine zu öffnen.
(Foto: Ameise unter dem Mikroskop)
(12.04.2010, 12:27)
Zoo Heidelberg :   Viele bunte GrĂŒnde, an Ostern den Zoo zu besuchen

Rechtzeitig zu den Osterfeiertagen hat der FrĂŒhling sich zurĂŒckgemeldet. Unter den wĂ€rmenden Sonnenstrahlen haben Krokusse, Tulpen und andere FrĂŒhlingsboten die GrĂŒnflĂ€chen in bunte Teppiche verwandelt. Viele Tiere wurden nach Wochen der KĂ€lte wieder richtig munter und genießen wie die KĂ€ngurus die warme Jahreszeit im Freien. Löwen und Tiger blinzeln trĂ€ge in die Sonne und die Kamele sehen bald ziemlich gerupft aus, weil sie die Winterwolle verlieren.

Kinder aufgepasst: Wer echte Zoo-OsterĂŒberraschungen erleben möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag fĂŒr einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet Poitou-Eselstute Madeleine mit zwei großen Weidenkörben voller Überraschungseier, die sie zu den Kindern trĂ€gt. NatĂŒrlich darf Madeleine dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
Im Afrikahaus gibt es eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. PĂŒnktlich zur Osterzeit werden aus zahlreichen HĂŒhnereiern goldgelbe KĂŒken schlĂŒpfen. Die flauschigen FederbĂ€llchen werden gemeinsam mit Kaninchen und Meerschweinchen in einem großen, zirkuszeltĂ€hnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und HobelspĂ€nen ihr erstes Zuhause finden. Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder. Um ihnen den Kontakt zu so richtig schmackhaft zu machen, ist außerhalb des Geheges ein Futterautomat aufgehĂ€ngt. Vorsichtige Kinder können die Ziegen durch den Zaun hindurch fĂŒttern, mutige Naturen nehmen das Futter mit in das Streichelgehege und werden rasch von den neugierigen Ziegen umringt werden.

Es lohnt sich also, an den Feiertagen im Zoo vorbei zu schauen, zumal nur dort Eltern ihren Kleinen lebende Osterhasen, OsterlĂ€mmer und OsterkĂŒken zeigen können.

Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall. Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem grĂŒndlichen FrĂŒhjahrsputz in frischem Glanz, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-LĂ€mmer hĂŒpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.

„Erlebnis Baustelle“ im Heidelberger Zoo am Ostersonntag

Im Zoo Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung einer Jungbullengruppe, die ab Sommer dort einziehen wird, sorgt der Heidelberg Zoo in Deutschland und auch europaweit fĂŒr Aufmerksamkeit. Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten ZuchtbemĂŒhungen fĂŒr die bedrohten Asiatischen Elefanten. Und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen – in Deutschland ist das bislang nur der Heidelberger Zoo.
FĂŒr diejenigen, die schon vor der Eröffnung einen ersten Blick auf das Baugeschehen werfen wollen, bietet der Zoo Heidelberg seit Februar exklusive BaustellenfĂŒhrungen an. Auch am Ostersonntag kann man von 11-12 Uhr unter fachkundiger Leitung eines Elefantenpflegers alles erfahren ĂŒber Planung und Entwicklung sowohl des neuen Hauses wie auch der Art der Elefantenhaltung. Diese FĂŒhrung ist nur kurze Zeit möglich, da bereits im Sommer die Jungbullen einziehen – eine einmalige Gelegenheit also!
FĂŒr die FĂŒhrung erbitten wir eine Spende von 5,- Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Jeder Teilnehmer darf sich mit seiner Unterschrift auf einem eigenen Stein im Elefantenhaus verewigen!
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: 11:00 Uhr am Kassencontainer.

(30.03.2010, 15:58)
Zoo Heidelberg :   Nachwuchs im Heidelberger Zoo. Weißes Kamelbaby geboren

Der Heidelberger Zoo freut sich sehr ĂŒber die Geburt eines gesunden Kamelbabys. Bereits am 3. MĂ€rz erblickte frĂŒh morgens ein hĂŒbsches Trampeltier das Licht der Welt. Der kleine Hengst ist wie seine Mutter „Jasmin“ weiß gefĂ€rbt, Papa ist der im Jahr 2009 leider verstorbene Hengst „Sharan“. Jasmin ist eine fĂŒrsorgliche Mutter mit viel Erfahrung. Sie hat bereits vier Mal fĂŒr Nachwuchs in den letzten Jahren gesorgt. Vor zwei Jahren gebar sie fast zum gleichen Zeitpunkt „Faya“, die zu einer stattlichen Kameldame herangewachsen ist. Bislang war das kleine Kamel im Stall und vor den etwas widrigen Temperaturen geschĂŒtzt. Da die Temperaturen aber zunehmend steigen, kann der Kleine bald tĂ€glich fĂŒr ein paar Stunden ins Außengehege und sich dann auch erstmals den Zoobesuchern zeigen.

Kamelstuten bringen nach einer Tragzeit von 360 bis 440 Tagen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist NestflĂŒchter und kann innerhalb kĂŒrzester Zeit selbstĂ€ndig gehen. Nach rund einem Jahr wird es von der Milch der Mutter entwöhnt und ist nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Immer wieder werden die Begriffe Kamel, Dromedar und Trampeltier durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo leben also Trampeltiere. UrsprĂŒnglich stammen Kamele aus deutlich extremeren Klimaten als den mitteleuropĂ€ischen und haben sich ĂŒber Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und KĂ€lte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Damit sind Höcker nur ein indirekter Wasserspeicher.
(17.03.2010, 11:47)
Holger Wientjes :   Ja WIR kennen natĂŒrlich die Fossa !!! ;-)

Schön, das ein weiterer Halter hinzugekommen ist und zunĂ€chst einmal wenigstens Platz in DU fĂŒr weiteren Nachwuchs schafft !
(17.03.2010, 10:12)
Zoo Heidelberg :   Wer kennt die Fossa? Der Heidelberger Zoo beherbergt seit kurzem ein ungewöhnliches Raubtier

„Foooossaaaaa“! „Hilfe! Die Fossas kommen!“ Wer den Film „Madagaskar“ gesehen hat, wird den gellen Aufschrei der Lemuren kennen. Vermutlich dĂŒrften aber nur wenige Menschen dieses faszinierende Tier bislang zu Gesicht bekommen haben. Die Fossa ist eine seltene Raubtierart und gleichzeitig das grĂ¶ĂŸte Landraubtier Madagaskars. Es gibt auch nur einige Zoos weltweit, in denen die Fossa gehalten wird. Deshalb freut sich der Heidelberger Zoo sehr, seinen Besuchern diese Tierart vorstellen zu können und sie fĂŒr deren Schutz sowie fĂŒr den Erhalt der vielerorts zerstörten Heimat der Fossa zu sensibilisieren. Am 11. MĂ€rz sind drei junge mĂ€nnliche Fossas aus dem Duisburger Zoo an den Neckar gezogen. Neugierig erkunden sie nun ihr neues Gehege, das sich direkt gegenĂŒber dem Flamingosee an der Neckarseite befindet. Die anmutigen Tiere sind acht Monate alt und noch nicht ausgewachsen. Ausgewachsen erreichen sie eine LĂ€nge von bis zu 1,5 Meter. Mit maximal 15 Kilogramm Gewicht zĂ€hlt die Fossa zu den schlankesten und elegantesten Raubtieren ĂŒberhaupt. Ihr langgestreckter und gleichzeitig krĂ€ftiger Körperbau vereint die Merkmale einer Katze mit solchen der Schleichkatzen. Durch den kurzen GesichtsschĂ€del, die abgerundeten Ohren und ihre großen runden Augen mit den senkrechten Pupillen wirkt sie katzenĂ€hnlich. Gleichzeitig erinnert ihre Gestalt an einen dunklen, kurzbeinigen Puma. Die Tiere sind ausgezeichnete Kletterer und können grĂ¶ĂŸere Distanzen in den BĂ€umen springend zurĂŒcklegen.

Die Fossa ist eine sehr alte Tierart, die aufgrund der abgeschiedenen Insellage Madagaskars bis heute ĂŒberleben konnte. Sie gilt daher auch als „lebendes Fossil“, doch schon bald könnte dieses attraktive Raubtier fĂŒr immer verschwunden sein. Die viertgrĂ¶ĂŸte Insel der Welt vor der OstkĂŒste Afrikas steht heute vor der Vernichtung großer Teile seiner außergewöhnlichen und einmaligen Artenvielfalt – und binnen kurzer Zeit auch vor dem Verlust vieler seiner natĂŒrlich nachwachsenden Rohstoffe. Waldgebiete werden großflĂ€chig abgeholzt, um Land fĂŒr Rinderhaltung und fĂŒr landwirtschaftliche ErtragsflĂ€chen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der BĂ€ume wirtschaftlich zu nutzen. Die Fossas verlieren somit ihren bevorzugten waldreichen Lebensraum. Die Fossa jagt vor allem Vögel und kleinere SĂ€ugetiere. Da große Teile ihres natĂŒrlichen Lebensraumes vernichtet sind, vergreift sie sich immer wieder an HĂŒhnern und anderen Haustieren. Kein Wunder, dass die lĂ€ndliche Bevölkerung den „Puma Madagaskars“ jagt. Das meiste, was wir bislang ĂŒber das Leben der Fossa wissen, stammt von den wenigen Tieren, die in Zoologischen GĂ€rten gehalten werden. Die bedeutendsten Zuchterfolge sind dem Zoo Duisburg zuzuschreiben, dem seit dem Jahre 1980 regelmĂ€ĂŸig Nachzuchten gelingen. Der Heidelberger Zoo unterstĂŒtzt mit dem Erwerb der Fossa auch ein vom Zoo Duisburg koordiniertes Artenschutzprojekt fĂŒr diese Art auf Madagaskar.
Übrigens sind im Heidelberger Zoo noch weitere Ă€ußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern: die zu den Raubtieren zĂ€hlenden Ringelschwanzmungos mit glĂ€nzendem weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz und GĂŒrtelvaris, eine Lemurenart mit wuscheligem, schwarz-weißen Fell.

Foto (Claudia Kuster, Zoo Duisburg): ausgewachsene Fossa
(17.03.2010, 08:26)
BjörnN :   Eine Goldkatzenanlage war zu Beginn des Jahres leer, es könnte also möglich sein, dass sie dort einziehen.
(16.03.2010, 17:05)
Mirko Schmidkunz :   Weiß schon jemand, in welcher Anlage die Fossas reinkommen. Vielleicht in eine der zwei Goldkatzenanlagen.
(16.03.2010, 14:38)
Oliver Jahn :   Und wieder einmal ist Heidelberg um eine RaritĂ€t reicher. Der Zoo bekam 3,0 Fossas aus der Nachzucht des Zoos Duisburg. Der Tierbestand in Heidelberg wird immer erlesener und er bietet mittlerweile auch fĂŒr Zoofans eine Besonderheit neben der anderen. Wenn dann noch Pumas kommen, dann muss man wirklich sagen, dass Heidelberg wieder in der "Oberliga" spielt.
(15.03.2010, 21:13)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zoo: Nachwuchs bei den goldgelben LöwenĂ€ffchen

Der Heidelberger Zoo freut sich sehr ĂŒber seinen jĂŒngsten Nachwuchs. Am 2. MĂ€rz wurden zwei goldgelbe LöwenĂ€ffchen geboren. Die Kleinen sind so winzig, dass man zweimal hinschauen muss, um zu erkennen, was sich da auf dem RĂŒcken von Mama oder Papa festkrallt. Eltern der Zwillinge sind „Alfredo“ und „Ilona“. Ilona kam im letzten Jahr aus dem Allwetterzoo MĂŒnster nach Heidelberg, um mit Alfredo goldene Kinder zu bekommen. Das hat nun zur großen Freude des Zoo-Teams geklappt, denn das Überleben des LöwenĂ€ffchens in freier Wildbahn ist leider hochgradig gefĂ€hrdet. Schuld an dieser Situation ist in erster Linie der vom Menschen verursachte Lebensraumverlust: Einhergegangen mit der unaufhaltsam voranschreitenden Erschließung SĂŒdostbrasiliens ist die großflĂ€chige Rodung der örtlichen RegenwĂ€lder. Schonungslos wurde dadurch das LöwenĂ€ffchen seiner Heimat beraubt, so dass heute alle seine vier Unterarten in ihrem Vorkommen auf wenige isolierte Regenwaldreste beschrĂ€nkt sind. In Heidelberg sollen die beiden nicht nur fĂŒr Nachwuchs sorgen, sondern auch die Menschen der Metropolregion auf die Zerstörung der letzten KĂŒstenregenwĂ€lder hinweisen und sie fĂŒr den Schutz dieser WĂ€lder sensibilisieren.

Gleich nach der Geburt klettern die Neugeborenen auf den RĂŒcken der Mutter. Alle zwei Stunden fĂŒhrt die Reise zurĂŒck an den Bauch um zu sĂ€ugen. Interessanterweise werden die Jungtiere nach wenigen Tagen hauptsĂ€chlich vom Vater herumgetragen. Nur zum Stillen kehren sie kurzfristig zur Mutter zurĂŒck. Und wenn bereits Ă€ltere Kinder in der Familie sind, helfen diese ebenfalls aktiv bei der Betreuung der Jungtiere mit. Die LöwenĂ€ffchen lernen so frĂŒhzeitig ihre Nahrungsmittel mit den anderen in der Familie zu teilen und kennen untereinander keinen Futterneid. Schon ab der dritten Lebenswoche unternehmen die jungen LöwenĂ€ffchen kleinere AusflĂŒge vom Vater weg und ĂŒben sich im Klettern. Etwa im Alter von drei Monaten sind sie dann völlig selbstĂ€ndig.
Die goldgelben LöwenĂ€ffchen sind nur so groß wie eine Grapefruit aber dennoch die grĂ¶ĂŸten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen. Deshalb kann man sie auch als Riesenzwerge unter den Affen bezeichnen. Ihr seidiges Fell ist vorwiegend goldgelb gefĂ€rbt, die Vorderpfoten und der Schwanz können braun oder schwarz sein. Das dunkle, unbehaarte Gesicht ist von einer MĂ€hne umgeben.

Interessant zu wissen: Alle LöwenĂ€ffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch „Ilona“, „Alfredo“ und ihre Kinder. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewĂ€hlte zoologische GĂ€rten verliehen. Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren, bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis fĂŒr Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilien in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begrĂŒndet.

Foto: Eltern mit ihrem Nachwuchs
(11.03.2010, 08:23)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung „Reichtum Regenwald“ im Heidelberger Zoo

Die Vielfalt der Lebewesen, die unsere Erde bewohnen, ist ĂŒberwĂ€ltigend. Die Zahl der uns bekannten Pflanzen- und Tierarten betrĂ€gt knapp 1,5 Millionen. Doch wir kennen bisher nur einen Bruchteil der hier lebenden Arten. Vorsichtigen SchĂ€tzungen zu Folge leben auf der Erde mindestens 5 Millionen Arten. Forscher, die sich mit der Vielfalt des Lebens beschĂ€ftigen, gehen sogar von bis zu 20 Millionen Arten aus! Über zwei Drittel der Arten leben in den Tropischen RegenwĂ€ldern. Allerdings sind diese WĂ€lder, die noch vor weniger als einem Jahrhundert mehr als ein Zehntel der LandflĂ€che der Erde bedeckten, inzwischen auf die HĂ€lfte zusammengeschrumpft. Deshalb ist deren Vernichtung die Hauptursache fĂŒr das katastrophale Ausmaß des Artensterbens auf unserem Planeten. Doch die Vielfalt der Arten, der Gene und Ökosysteme ist eine wichtige Grundlage fĂŒr unser Leben.

Das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt 2010 macht auf die Bedeutung der natĂŒrlichen Vielfalt aufmerksam und ruft alle Menschen auf, sich fĂŒr den schonenden und verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen zu engagieren. Der Schutz der BiodiversitĂ€t ist seit langem auch das Leitthema des Heidelberger Zoos.
Ab Donnerstag, 4. MĂ€rz, zeigt der Zoo eine spannende Ausstellung „Reichtum Regenwald“ der Tropenwaldstiftung OroVerde mit abwechslungsreichen Informationen zum Thema Regenwald und Umweltschutz. So erfĂ€hrt der Besucher durch die Tafeln „Reichtum Regenwald“ und „Warum regnet es im Regenwald“ Verschiedenes ĂŒber den Stockwerkbau und die BiodiversitĂ€t des Regenwaldes, sowie ĂŒber die Ökologie des Wasserkreislaufes. „Regenwaldschutz ist Klimaschutz“ stellt die Beziehung zwischen Regenwald und Weltklima dar. Weitere Tafeln stellen den Bezug des „fernen“ Regenwaldes zum Leben des Besuchers her. Sie informieren ĂŒber den Zusammenhang zwischen dem persönlichen Kaufverhalten und den Tropen: „Regenwald im Einkaufswagen“, „Geist ist geil – Einkauf mit Köpfchen“, „Ich bin doch nicht blöd – Wie Kunden Einfluss nehmen können“ und „FĂŒr Klopapier kein Kahlschlag“. Durch konkrete Beispiele fĂŒr Schutzmaßnahmen erfĂ€hrt der Betrachter, wie er persönlich ohne großen Aufwand zum Erhalt der WĂ€lder beitragen kann.
Die Ausstellung ist bis Dienstag, 6. April in der Scheune des Heidelberger Zoos zu sehen.


(03.03.2010, 10:51)
Henry Merker :   @WolfDrei:
Da ich mich mit Elefantenbullen nicht so auskenne, kann ich auf die Frage nicht antworten...doch vielleicht könnte man das von Ihnen angsesprochene Problem lösen, indem man noch einen Altbullen in die Junggesellengruppe aufnimmt, der die Jungbullen erzieht. Ansonsten gibt es einen Artikel zu dieser Problematik im Elefantenmagazin der EEG von Juli 2008. Dort werden Junggesellengruppen befĂŒrwortet, dennoch aber ein Verbleib der Jungbullen in ihrer Ursprungsherde bis zum Abschluss ihres fĂŒnften Lebensjahres gefordert. Ob alles im allem dann alles wie erhofft ablaufen wird, mĂŒssen die Erfahrungen der Zukunft zeigen...
(22.02.2010, 16:59)
WolfDrei :   Einige Gedanken zu dieser "in Deutschland einmaligen Haltung einer Elefantenjunggesllengruppe". Gibt es denn Erfahrungen, was spĂ€terhin diese Junggesllen, wenn sie denn halbstarke Erwachsene sind, fĂŒr die angedachte Erhaltungszucht wert sind?. Dazu: im Umfolozi-NP/SĂŒdafrika, hat man , da Elefanten-frei, derartige Jungbullen nach den Abschußaktionen im KrĂŒger ausgesetzt. Und jene, dann als Erwachsene, nie herdenmĂ€ĂŸig durch Altbullen "erzogen", brachten z.B. Breitmaulnashörner um. GegenwĂ€rtig werden deshalb in SA nur "intakte Gruppen", also auch mit "erzogenen" Bullen. umgesiedelt. Reicht also die "Pflegererziehung" aus, um spĂ€ter aus diesen Zuchtbullen erwarten zu können? Oder sind Inder anders als Afrikaner?
(22.02.2010, 15:34)
Zoo Heidelberg :   „Erlebnis Baustelle“ im Heidelberger Zoo ab dem 28. Februar

Im Heidelberger Zoo entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung einer Jungbullengruppe, die ab Sommer dort einziehen wird, sorgt der Heidelberger Zoo in Deutschland und auch europaweit fĂŒr Aufmerksamkeit. Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten ZuchtbemĂŒhungen fĂŒr die bedrohten Asiatischen Elefanten. Und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen – in Deutschland ist das bislang nur der Heidelberger Zoo.
FĂŒr diejenigen, die schon vor der Eröffnung einen ersten Blick auf das Baugeschehen werfen wollen, bietet der Zoo ab Februar exklusive BaustellenfĂŒhrungen an. Ab Sonntag, 28.02.2010 kann man jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 11:00-12:00 Uhr unter fachkundiger Leitung eines Elefantenpflegers alles erfahren ĂŒber Planung und Entwicklung sowohl des neuen Hauses wie auch der Art der Elefantenhaltung. Diese FĂŒhrung ist nur kurze Zeit möglich, da bereits im Sommer die Jungbullen einziehen – eine einmalige Gelegenheit also!
FĂŒr die FĂŒhrung erbittet der Zoo eine Spende von 5,- Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Jeder Teilnehmer darf sich dafĂŒr mit seiner Unterschrift auf einem eigenen Stein im Elefantenhaus verewigen!
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: 11:00 Uhr am Kassencontainer.
Es besteht außerdem die Möglichkeit fĂŒr Gruppen, eine private BaustellenfĂŒhrung zu buchen. Wir machen Ihnen gerne ein Angebot unter: zooinfo@heidelberg.de

(22.02.2010, 11:47)
Jennifer Weilguni :   Ja, da sollte man doch wirklich die Kirche im Dorf lassen. Erstens kann so etwas mal vorkommen und zweitens ist es doch ein BĂ€r im Eis oder nicht?
(28.01.2010, 19:08)
Henry Merker :   Da es in Heidelberg keine EisbĂ€ren gibt, wird es sich um einen Druckfehler handeln, was ja schon mal vorkommen kann.
(28.01.2010, 17:59)
Klaus WĂŒnnemann :   Unsere Mitarbeiter sind sich sicher: EisbĂ€r kommt nicht von uns!
(28.01.2010, 17:44)
Sacha :   @WolfDrei: Ja, aber nicht in der Bildlegende. Oder sonst hĂ€tte man den EisbĂ€r zumindest in GĂ€nsefĂŒsschen "" setzen mĂŒssen.
(28.01.2010, 16:08)
WolfDrei :   Nicht so schnell - da steht anfangs etwas vom Syrier!
(28.01.2010, 15:38)
Sacha :   @Sven: Oberpeinlich, wenn die Zooleitung diese Meldung und die Bildlegende selber geschrieben hat....
(28.01.2010, 14:37)
Sven P. Peter :   Der EisbĂ€r auf dem Foto sieht verdĂ€chtig nach einem Syrischen BraunbĂ€ren aus. ;)
(28.01.2010, 13:34)
Zoo Heidelberg :   Viele Tiere im Zoo lieben auch den Schnee

Wer glaubt, dass im Winter im Zoo nichts los ist, liegt falsch. Auch wenn es uns fröstelt, so bietet ein winterlicher Rundgang durch den verschneiten Zoo interessante Einblicke und die TierhĂ€user bieten eine angenehme Möglichkeit, sich zwischendurch aufzuwĂ€rmen. Viele Tiere sind von der weißen Pracht sichtlich angetan. Die KĂ€lte liebenden Schneeeulen kommen jetzt ganz auf ihre Kosten und die syrischen BraunbĂ€ren sind putzmunter und genießen ausgelassen das Spiel im Schnee. Ihre flinken Mitbewohner, die hellwachen KorsakfĂŒchse, tragen ihr schönstes dickes Winterfell. Es gibt Tiere, die ĂŒbrigens in der kalten Jahreszeit sogar aktiver sind, so etliche Vogelarten. Die Wat- und Seevögel im KĂŒstenpanorama sind noch ganz andere, kĂ€ltere, Temperaturen gewöhnt. Die mĂ€chtigen MĂ€hnenrobben lĂ€sst KĂ€lte und Schnee vollkommen unbeeindruckt. Sie können sich nun sogar im Wasser aufwĂ€rmen. Die beiden Alpakas Pepe und Pia sind in ihre dicke Wolluniform gehĂŒllt und damit bestens gegen KĂ€lte, Schnee und Wind geschĂŒtzt. Kein Wunder, dass die weiche und warme Wolle dieser hĂŒbschen Tiere immer begehrter wird. Die Indios erzeugen aus dieser Wolle seit Jahrhunderten Decken und Ponchos. Doch auch ihr warmer Mantel hĂ€lt Pepe und Pia nicht davon ab, sich im warmen Heu und Stroh dicht aneinander zu kuscheln. Ihre Nachbarn, die Riesenseeadler, sind vom Schnee sichtlich angetan – stammen sie doch aus Kamtschatka. Auch wenn viele Tiere aus wĂ€rmeren Gefilden sich gut an unser Klima anpassen, kann es fĂŒr einige Tiere manchmal ziemlich kalt werden. Doch die Zoomitarbeiter sorgen dafĂŒr, dass die Tiere unwirtliche Wintertage gut ĂŒberstehen. Die Pelikane bekommen schnell kalte FĂŒĂŸe. Da sie sehr empfindlich sind, bringen ihre Pfleger sie in eine wĂ€rmere Unterkunft, wo sie den Winter verbringen. Anderen Arten geben die Pfleger Gelegenheit, sich in warme RĂ€ume zurĂŒckzuziehen. Manche Tiere wie die KĂ€ngurus oder die Roten Sichler dĂŒrfen selbst entscheiden, ob sie hinaus in die KĂ€lte wollen oder es sich lieber drinnen gemĂŒtlich machen. Ein durchaus ungewöhnliches Verhalten zeigen neuerdings die PrĂ€riehunde. Eigentlich sollten sie in ihrem Bau verbuddelt ein bisschen Winterruhe halten. Sie werden aber regelmĂ€ĂŸig gesichtet, wie sie – vielleicht in Erwartung eines Hauchs von FrĂŒhling? – emsig durch ihr Gehege wuseln.
Empfindlich sind die Tiere, die in RegenwĂ€ldern zuhause sind. Flachland-Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans bleiben also ganz sicher im warmen, feuchten Haus, wenn draußen die Temperaturen sinken. Und bei ihnen gibt es behagliche WĂ€rme und ĂŒppiges GrĂŒn, so dass Besucher sich wie in sĂŒdliche Gefilde versetzt fĂŒhlen können. Mitbewohner im tropischen Affenhaus sind auch die flinken WeißgesichtseidenĂ€ffchen, die in Brasilien beheimatet sind. Die freilaufenden Tiere kann man wunderbar beobachten und sehr oft kommen sie dem Besucher auch ganz nah – Anfassen und FĂŒttern sollte man die possierlichen Tiere aber auf keinen Fall. Übrigens – viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hĂŒbschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten, die wegen ihrer vielfĂ€ltigen FĂ€rbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt gelten. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, prĂ€sentieren sich in strahlendem Weiß.
Auch im Winter kann man bei einem Zoobesuch immer viel erleben.

Foto: EisbÀr im Schnee (Foto: Heidrun Knigge)
(28.01.2010, 13:32)
Zoo Heidelberg :   ZĂ€hlen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezĂ€hlt, sondern auch die Tiere, FuttersĂ€cke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. WĂ€hrend es bei den nicht-lebenden GegenstĂ€nden meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur fĂŒr die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht der kleinste Igeltanrek bleibt unentdeckt.
„Bei unseren Blessböcken konnten wir uns im letzten Jahre ĂŒber zahlreichen Nachwuchs freuen“, erklĂ€rt Sandra Reichler, wissenschaftliche Assistentin im Zoo und verantwortlich fĂŒr die Tierinventur. „Auch bei den KĂ€ngurus kĂŒndigte sich Ende 2009 dreifacher Nachwuchs an, ein Jungtier hĂŒpft bereits ĂŒber die Anlage“. Sehr erfolgreich verlief auch die Zucht der KugelgĂŒrteltiere. Vier Jungtiere dieser seltenen Tierart wurden geboren. Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Heidelberger Zoos der plötzliche Tod des charismatischen MĂ€hnenrobbenbullen „Henry“, der Anfang Juli an einer LungenentzĂŒndung verstarb. GlĂŒcklich konnte der Zoo deshalb ĂŒber die Geburt von MĂ€hnenrobben-MĂ€dchen Holly sein, die am 25. Juni als Tochter von Henry geboren wurde. Bei den Seychellen-Riesenschildkröten gab es nur Gutes zu berichten. Sie erhielten ein großes Freigehege und bezogen Anfang Januar 2009 ein modernes Schildkrötenhaus. Außerdem bekamen die Ă€ltesten Bewohner des Heidelberger Zoos im Laufe des Jahres Gesellschaft von fĂŒnf weiteren Artgenossen, so dass die Zoobesucher, wenn das Wetter es bald wieder zulĂ€sst, sieben Tiere dieser beindruckenden Art auf der Außenanlage bewundern können.

Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die stĂ€ndig beobachteten und notierten VerĂ€nderungen im Tierbestand mit der tatsĂ€chlichen ZĂ€hlung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu ĂŒberprĂŒfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mĂŒhten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie zum Beispiel ein Zebra. Sicher kann manch ein Tierpfleger die alljĂ€hrliche Inventur entspannt sehen, da er seine SchĂŒtzlinge, handelt es sich beispielsweise um Gorillas und Tiger, problemlos zĂ€hlen kann. Die flinken Rhesusaffen aber wollen nicht stillhalten und entwischen keck in alle Richtungen und die Vögel fliegen natĂŒrlich auch alle durcheinander.
Trotzdem: Alle Tiere mĂŒssen sorgfĂ€ltig aufgenommen werden. Am 31.12.2009 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 1319 Tiere in 159 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr, obwohl es einige bedeutsame VerĂ€nderungen gab. In der großen Ibis-Voliere gab es bei den Braunen und Roten Sichlern zahlreichen Nachwuchs. Mit den Rosa Löfflern, auch NeuzugĂ€nge im Zoo 2009 und wie die Sichler sĂŒdamerikanischer Herkunft, erfreuen prĂ€chtig leuchtende Gefieder dieser hĂŒbschen Tiere das Auge der Besucher.
Die beiden Elefantendamen Jenny und Ilona sind Ende des Jahres in den Zoo Karlsruhe umgezogen. DafĂŒr werden im Sommer 2010, wenn des neue Elefantenhaus fertig gestellt ist, drei Elefantenbullen einziehen, um eine Junggesellen-WG zu grĂŒnden. Ende des alten und Anfang des neuen Jahres zogen mit zwei Alpakas (eine dritte Alpaka-Dame kommt im Laufe des Januars nach Heidelberg) eine neue und liebenswerte Tierart in den Zoo.
„Der Tiergarten kann insgesamt auf ein Ă€ußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurĂŒckblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnenmann. „Wir hoffen, dass wir im Jahr 2010 so weitermachen können!“


(18.01.2010, 13:13)
Michael Amend :   Schlechter als z.B. in Karlsruhe oder Hamburg ist die Heidelberger Löwenhaltung nicht.
(15.01.2010, 21:00)
Sven P. Peter :   Na dann hoffentlich aber Chile oder Montanapumas, nicht der Zoomix. Und ich denke bevor eine neue Raubkatzenart kommt sollte man erstmal die vorhandenen vernĂŒnftig unterbringen, siehe die Löwen.
(14.01.2010, 22:12)
Michael Amend :   Einfach mal nach unten scrollen, die Alpakas sind nur Platzhalter fĂŒr eine geplante Puma-Anlage und sollen spĂ€ter im Kinderzoo untergebracht werden.
(14.01.2010, 20:58)
Oliver Jahn :   Ach herrje, na das ist ja ein Tausch. Aber das wird ja wohl hoffentlich nur eine vorĂŒbergehende Lösung sein.
(14.01.2010, 20:39)
Sven P. Peter :   Leben dort nicht nun 1,1 Alpakas?!
(14.01.2010, 20:10)
Oliver Jahn :   Und was wird in Zukunft aus der Anlage?
(14.01.2010, 19:27)
Klaus WĂŒnnemann :   Die MĂ€hnenwölfe sind nach Brno abgegeben worden. Nach Tod eines Partners bei uns hatten wir ein Paar fĂŒr Brno zusammengewöhnt.
(14.01.2010, 08:55)
Klaus WĂŒnnemann :   Es gibt einen neuen Plan des Elefantenhauses, die grundsĂ€tzliche Einteilung bleibt aber bestehen, vor allem die Sicherheitsbereiche und der Behandlungsbereich wurden aktualisiert.
(14.01.2010, 08:54)
zollifreund :   genau dieser Plan habe ich bereits 09/2006 in Heidelberg gesehen, damals wurde noch ( wie von Niedersachse geschrieben) fĂŒr KĂŒhe geplant
(13.01.2010, 20:37)
Mel :   Also mir ist nur dieser Plan bezĂŒglich der geplanten Heidelberger Bullenhaltung gelĂ€ufig. habe bis jetzt noch nichts anderes gesehen.
(13.01.2010, 16:27)
Niedersachse :   Die Planung sah schon genau so aus, als man noch fĂŒr KĂŒhe plante, vlt inzwischen modifiziert.
(13.01.2010, 15:54)
Liz Thieme :   der Bau des Elefantenbereichs ist ja nun schon lĂ€nger im Gange. Hier mal kurz paar Fakten:
Innenfreianlage mit Badebecken gestaltet als Seeufer, vielfĂ€ltig strukturierter Sandboden in 70% des Hauses. 4 gerĂ€umige Boxen fĂŒr individuelle Betreuung, Behandlungsstand, vielfĂ€ltige Vorrichtung zu BeschĂ€ftigung. Protected contact & medical training
Alter der Jungbullen 4-10/12 Jahre
Architekt: Rasbach

Ist die Grafik das neue Haus?

(13.01.2010, 11:00)
Racool :   Wann (und wohin) wurden denn die MĂ€hnenwölfe abgegeben?
(06.01.2010, 12:45)
Zoo Heidelberg :   Nicht nur der Weihnachtsmann hatte was im Beutel ...

... auch die RiesenkĂ€ngurus im Zoo Heidelberg können es nicht mehr verbergen, dass zwei von ihnen Junge im Beutel tragen. Ein drittes Jungtier hĂŒpft bereits neugierig zwischen den Erwachsenen herum. Noch sind die beiden anderen Jungtiere nicht zu sehen. Aber im Beutel der beiden KĂ€nguruweibchen wackelt es schon ganz ordentlich. Es dĂŒrfte nicht mehr allzu lange dauern, dass mal ein Bein, ein Schwanz oder ein kleiner Kopf – oft gemeinsam geradezu akrobatisch verrenkt – aus dem mollig warmen Beutel von Hotel Mama zum Vorschein kommt.
KĂ€ngurubabies kommen schon zirka 30 Tage nach der Befruchtung als winzige, gering entwickelte Wesen zur Welt. Bei Ihrer Geburt sind sie nicht grĂ¶ĂŸer als ein GummibĂ€rchen. In den ersten Lebensstunden mĂŒssen die Winzlinge den Weg durch das Fell in den mĂŒtterlichen Beutel allein bewĂ€ltigen. Dort angekommen, saugen sie sich erst einmal an einer der beiden Zitzen fest. FrĂŒhestens nach vier Monaten wird dann die Außenwelt aus dem Beutel heraus erkundet, dieser aber noch nicht verlassen. Immer öfter sieht man dann ein kleines Köpfchen neugierig aus dem Beutel blicken. Jetzt kann das junge KĂ€nguru schon einmal alles kosten, was die Mutter frisst und sich in der Umgebung orientieren. In wenigen Wochen beginnen die Kleinen dann den „Außendienst“. Von ihren Exkursionen kehren sie aber immer wieder rasch in den mĂŒtterlichen Beutel zurĂŒck. Erst nach rund 240 Tagen verlassen die Jungtiere den Beutel endgĂŒltig. Sie werden bis zu einem Alter von einem Jahr gesĂ€ugt und stecken dazu einfach den Kopf in den Beutel der Mutter.
Im Zoo Heidelberg leben fĂŒnf erwachsene Rote RiesenkĂ€ngurus. Die grĂ¶ĂŸten Beuteltiere der Welt stammen aus den trockenen Regionen Australiens. Dort kann es nachts auch kalt werden, aber dafĂŒr am Tag in der Sonne wieder richtig warm. Im Zoo ist die Temperatur derzeit umgedreht: TagsĂŒber haben die KĂ€ngurus bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter freien Zugang zur Außenanlage. Die Nacht verbringen sie im geheizten Stall. Besonders die Ohren der Tiere sind sehr empfindlich und können leicht erfrieren.

(05.01.2010, 16:41)
Zoo Heidelberg :   Neue Eintrittspreise ab 1. Januar

Zum Jahresbeginn passt der Zoo Heidelberg einen Teil seiner Eintrittspreise an. Einige Preiskategorien waren seit 5 bzw. mehr als 10 Jahren nicht verÀndert worden. Die neuen Eintrittspreise (alte Preise in Klammern) sind:
Einzeleintritte:
Erwachsene 8,- € (7,- €)
Kinder (4 – 18 Jahre) 3,50 € (3,- €)
ErmĂ€ĂŸigte 5,- €
Kleingruppe A (1 Erwachsener mit bis zu 4 Kindern) 12,- €
Kleingruppe B (2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern) 19,- €
Jahreskarten:
Erwachsene 40,- € (38,- €)
Kinder 12,- €
ErmĂ€ĂŸigte 25,- €
Familien (beide Eltern mit bis zu 4 Kindern) 75,- €
Kinder bis 3 Jahre und Inhaber des Familienpasses (kĂŒnftig Heidelberg-Pass) haben freien Eintritt.
„Die gestiegenen Kosten zwingen uns in diesem Jahr die Eintrittspreise geringfĂŒgig anzuheben,“ begrĂŒndet Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann die verĂ€nderten Preise. „Dennoch bleibt ein Zoobesuch bezahlbar. Vor allem die Jahreskarten fĂŒr Familien sind ein echtes SchnĂ€ppchen: FĂŒr 75,- € kann die Familie das ganze Jahr BĂ€ren, Löwen und Flamingos erleben und den neuen Spielplatz nutzen. Inhaber des Heidelberg-Passes können den Zoo kostenlos besuchen.
2010 wird es im Zoo einige VerĂ€nderungen geben: Im Sommer wird das neue Elefantenhaus mit voraussichtlich drei jungen Elefantenbullen fĂŒr Aufmerksamkeit sorgen. Im Zuge der Fertigstellung des Elefantenhauses werden auch neue Volieren an den benachbarten Vogelanlagen entstehen. Einige Ă€ltere Gehege werden in den nĂ€chsten Monaten renoviert und erneut mit Tieren besetzt werden. Einen Anfang hat bereits das Alpaka „Pablo“ gemacht, das kurz vor Weihnachten im Zoo eingetroffen ist. Mit besonderen Ausstellungen wird der Zoo im Internationalen Jahr der BiodiversitĂ€t die Bedrohung der natĂŒrlichen Vielfalt ins Rampenlicht rĂŒcken. „Das Ziel fĂŒr 2010 ist klar: Wir wollen unsere Aufgaben noch besser erfĂŒllen und jeden Zoobesucher fĂŒr den Naturschutz begeistern!“ fasst der Zoodirektor zusammen.
(30.12.2009, 14:38)
Zoo Heidelberg :   Neu im Zoo Heidelberg: Alpakas

Wer ist nicht angetan von ihren großen, schönen Augen, ihrem wuscheligen Fell und ihrem ausgesprochen freundlichen und neugieren Wesen? Alpakas gehören zu den beliebtesten Tieren in zoologischen GĂ€rten und der Heidelberger Zoo freut sich ĂŒber den jĂŒngsten Neuzugang in seinem Tierbestand. Am 23. Dezember ist der dreijĂ€hrige Alpakahengst im Zoo eingetroffen und ihm werden noch zwei hĂŒbsche Stuten folgen, die mit ihm sein neues Zuhause teilen. Untergebracht sind die sanftĂ€ugigen Tiere im ehemaligen MĂ€hnenwolfgehege direkt gegenĂŒber dem Yellowstone-See. Bis das dort geplante Gehege fĂŒr Pumas finanziert ist, werden die Alpakas hier residieren. Eigentlich ist ihre Planstelle im Kinderzoo angesiedelt, der jedoch erst realisiert werden kann, wenn das ErweiterungsgelĂ€nde zu VerfĂŒgung steht.
Das Alpaka gehört zu den Ă€ltesten Haustieren und ist eine aus den sĂŒdamerikanischen Anden (Peru, Bolivien und Chile) stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend ihrer Wolle wegen gezĂŒchtet wurde. Alpakas sind wie alle Kamele soziale Tiere und fĂŒhlen sich in Gruppen am wohlsten. Sie sind Pflanzenfresser und ernĂ€hren sich fast ausschließlich von GrĂ€sern. Alpakas kommen auch mit spĂ€rlicher Nahrung und schwierigem GelĂ€nde zurecht und laufen auf weichen Schwielen – Ă€hnlich wie Hundepfoten – statt auf Hufen. Somit haben sie die idealen Voraussetzungen, um auch hĂŒgelige, unwegsame GelĂ€nde abzugrasen.
Da Alpakas ein ruhiges und friedliches Wesen haben, werden Sie besonders in Deutschland auch in der tiergestĂŒtzten Therapie eingesetzt. Dennoch darf man aber nicht vergessen, dass Alpakas keine Kuscheltiere sind. Sie leben am liebsten in ihrer Herde, sind sehr wachsam und ergreifen bei Gefahr die Flucht. Wie alle Kamelarten beherrschen Alpakas die Kunst, Mageninhalt hochzuwĂŒrgen und diesen mehr oder minder gezielt zu versprĂŒhen. Mit Spucken ist gleich Speichel hat dies nichts zu tun. Zoobesucher brauchen nicht zu befĂŒrchten, mit Alpaka-Magensaft Bekanntschaft zu machen – Alpakas sprĂŒhen nur, wenn sie massiv geĂ€rgert werden.
(28.12.2009, 13:31)
Zoo Heidelberg :   Der Heidelberger Zoo bietet in der weihnachtlichen Zeit viele schöne Perspektiven

Wer den Heidelberger Zoo ausschließlich in den wĂ€rmeren Jahreszeiten besucht, verpasst einiges. FĂŒr einen schönen Spaziergang mit AufwĂ€rmen zwischendurch in den TierhĂ€usern ist der Heidelberger Zoo fĂŒr kleine und große GĂ€ste auch im Winter und wĂ€hrend der Weihnachtsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen PrĂ€riehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben.

Nicht nur die KĂ€lte liebenden Schneeeulen kommen jetzt auf ihre Kosten, auch Tiere aus wĂ€rmeren Gefilden passen sich meist gut an unser Klima an. Die Kamele, die in der WĂŒste Temperaturen zwischen 30 Grad plus und bis zu 40 Grad minus aushalten mĂŒssten, legen sich ab Herbst ein schönes und dickes Fell zu und sehen damit noch imponierender aus als sonst. Löwen und Tiger lassen sich durch KĂ€lte kaum stören und freuen sich ĂŒber Schnee. Die anderen passen sich dem Klima an, wie sie es auch in ihrer Heimat oft tun mĂŒssen. Schließlich kann es selbst in Afrika Frost geben. „Mit trockener KĂ€lte haben die meisten Tiere auch keine Probleme“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Zudem können die Tiere sich wunderbar in ihren HĂ€usern aufwĂ€rmen. Viele Tiere sind ĂŒbrigens in der kalten Jahreszeit aktiver, so etliche Vogelarten und die Robben, die sich nun sogar im Wasser aufwĂ€rmen können.
Empfindlich sind die Tiere, die in RegenwĂ€ldern zuhause sind. Flachland-Gorillas und Orang-Utans bleiben also ganz sicher im warmen, feuchten Haus, wenn draußen die Temperaturen sinken. Und bei ihnen gibt es behagliche WĂ€rme und ĂŒppiges GrĂŒn, so dass Besucher sich wie in sĂŒdliche Gefilde versetzt fĂŒhlen können, wenn sie Gorilla und Co. im Menschenaffenhaus besuchen. Wenn dann noch die beiden Jung-Gorillas Kiki und Banjoko sich von ihrer spaßigsten Seite zeigen, kann einem ein trĂŒber Dezember- oder Januartag nichts mehr anhaben. Im Raubtierhaus können kleine und große Zoobesucher die beliebten ErdmĂ€nnchen auch bei KĂ€lte und NĂ€sse gut beobachten, vor allem, wenn diese ihrer LieblingsbeschĂ€ftigung nachgehen, nĂ€mlich im Sand zu buddeln. Im Afrikahaus warten ChamĂ€leon Sandro und ein prĂ€chtiger Tigerpython auf neugierige Besucher. Außerdem gibt es dort eine kleine Ausstellung ĂŒber Tiere und Menschen im Zoo Heidelberg.
Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hĂŒbschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die mĂ€nnliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfĂ€ltigen FĂ€rbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Vor allem der in verschiedenen Farben metallisch glĂ€nzende Scheitel, der leuchtend orangefarbene „Backenbart“, die schwarzviolett schillernde Brust und der hellrote Schnabel mit der weißen Spitze beeindrucken den Besucher. Allerdings besitzen die MĂ€nnchen ihr Prachtgefieder nur wĂ€hrend der Paarungs- und Brutzeit. Und das ist genau die winterliche Jahreszeit. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, prĂ€sentieren sich in strahlendem Weiß.
FĂŒr viele Zootiere kommt die eigentliche Bescherung erst nach Weihnachten. Der Zoo erhĂ€lt jedes Jahr ausgewĂ€hlte WeihnachtsbĂ€ume, die bis zum 23. Dezember nicht mehr verkauft werden konnten. Diese sind selbstverstĂ€ndlich befreit von Lametta und Ă€hnlich schĂ€dlichen Dingen und sind eine leckere Überraschung fĂŒr fast alle Zootiere. Wie jedes Jahr nimmt der Zoo aber ab dem 24. Dezember keine WeihnachtsbĂ€ume mehr an! Ab dem ersten Weihnachtstag freuen sich dann Menschenaffen, Kamele, Löwen und Co. ĂŒber die Bereicherung ihrer DiĂ€t. WĂ€hrend manche Tiere nur die Nadeln oder nur die Rinde verzehren, wĂ€lzen sich die Löwen mit Vorliebe in den NadelbĂ€umen, um sich mit dem Harzduft einzuparfĂŒmieren. Und die Vögel erhalten zur Weihnachtszeit Mandarinen – es duftet also auch im Zoo ganz und gar weihnachtlich
Am Mittwoch, den 6. Januar gibt es von 11.00 bis 16.00 Uhr gemĂŒtlichen GlĂŒhweinstand der Tiergartenfreunde. Winter im Zoo Heidelberg – da kommt erst gar keine Langeweile auf.
Der Zoo Heidelberg kann in den Wintermonaten November bis Februar an jedem Tag von 9 bis 17 Uhr besucht werden, selbstverstĂ€ndlich auch an den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr. Am 24. Dezember schließt der Zoo um 13.00 Uhr, an Silvester um 14.00 Uhr, letzter Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vorher.

(23.12.2009, 15:40)
Zoo Heidelberg :   Frischer Wind in Heidelberger Kamelherde

Am Wochenende sind zwei neue Kamele in den Heidelberger Zoo eingezogen und bringen frischen Wind in die angestammte Damengruppe. Die beiden Trampeltiere kommen aus dem österreichischen Zoo in Linz. Stute Suleika ist elf Jahre, Hengst Tarma zwölf Jahre alt. Tarma befindet sich gerade in der Paarungszeit, die bis zirka MĂ€rz andauern wird, und begutachtet mit Begeisterung sein neues Harem, das aus fĂŒnf Stuten besteht. Auch diese zeigen sich angetan und bekunden freudiges Interesse. In der Paarungszeit können Kamelhengste fĂŒr Pfleger unberechenbar und sehr gefĂ€hrlich werden. Deshalb werden sich die Pfleger und Tarma erst nach der Paarungszeit, also im FrĂŒhjahr wirklich nĂ€her kennenlernen. Bis dahin mĂŒssen die Pfleger bei dem wilden Kerl auf Distanz bleiben und ihn immer im Auge behalten. Stute Suleika dagegen ist sanft und zutraulich. „Wir sind sehr glĂŒcklich ĂŒber unseren Zuwachs, weil unser Zuchthengst Sharan leider im Sommer plötzlich verstorben ist“, freut sich Revierleiter Jörg Kubacki. „Die beiden Neuen werden sich sicher schnell in die Herde eingewöhnen und vielleicht können wir bald wieder mit Nachwuchs rechnen“.

Kamele, Dromedare, Trampeltiere?
Immer wieder werden diese Begriffe durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo wohnen also Trampeltiere. UrsprĂŒnglich stammen Kamele aus wesentlich extremeren Klimagegenden als den mitteleuropĂ€ischen und haben sich ĂŒber Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und KĂ€lte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Außerdem sind die Höcker das Zentrum einer ausgeklĂŒgelten Klimaanlage. In kalten NĂ€chten können Kamele ihre Körpertemperatur auf 34 °C absinken lassen. Der Trick mit dem Absenken der Körpertemperatur bewirkt, dass sich das Kamel am Morgen ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit durch die Außentemperatur aufheizen kann, bevor eine zu hohe Temperatur entsteht und die WĂ€rmeregulation einsetzen muss. Bei keinem anderen SĂ€ugetier der Erde wird das Blut so gut mit dem Wassermangel fertig. Das Trampeltier kann fast ein Drittel seines Körpergewichts an FlĂŒssigkeit verlieren, ohne besonders erschöpft zu sein. Dagegen darf der Mensch nicht viel mehr als ein Zehntel seines Körpergewichts an FlĂŒssigkeit verlieren. Das Blut wird dann so dick, dass es nicht mehr durch den Körper fließen kann. Und die Körpertemperatur steigt so hoch, dass er einen Hitzschlag bekommt. Trinkt das Trampeltier auf einen Schlag 120 Liter Wasser, passiert ihm trotzdem nichts. Denn seine roten Blutkörperchen können die WasserverdĂŒnnung gut vertragen. Sie werden einfach grĂ¶ĂŸer und nehmen alles auf, ohne zu platzen. Der Mensch aber wĂŒrde an einer "Wasservergiftung" sterben!

(16.12.2009, 12:46)
Zoo Heidelberg :   Auf Wiedersehen Jenny und Ilona. Die beiden Elefantendamen sind nach Karlsruhe umgezogen

„Jenny“ und „Ilona“, die beiden Elefantendamen des Heidelberger Zoos, sind am Donnerstag und heutigen Freitag nach Karlsruhe umgezogen. Der Transport fand an zwei aufeinander folgenden Tagen statt, da die DickhĂ€uter einzeln in einen Spezialcontainer gefĂŒhrt wurden. Dieser Container, der allein ein Gewicht von fĂŒnfeinhalb Tonnen hat, wurde dann per Tieflader auf die Reise geschickt.
Die Reise von Heidelberg nach Karlsruhe sollte fĂŒr die beiden Tiere möglichst stressfrei ablaufen. Deshalb wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Ihre Heidelberger Pfleger begleiteten die beiden beim Transport und werden Jenny und Ilona auch in den nĂ€chsten Wochen im Karlsruher Zoo bei der Eingewöhnung in ihr neues Zuhause liebevoll betreuen. In Karlsruhe wird den Tieren viel Zeit gegeben werden, sich an ihr neues Zuhause und ihre kĂŒnftigen „Mitbewohnerinnen“ zu gewöhnen. „Rani“ und „Shanti“ sind erfahrene KĂŒhe, die vor Jahren noch in einer Vierer-Gruppe lebten.
Stefan GeretschlĂ€ger, Leiter des Heidelberger Elefantenreviers, sieht den Abschied von Jenny und Ilona mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Die beiden liebenswerten Damen sind uns sehr ans Herz gewachsen, weil sie uns durch ihr ausgesprochen freundliches Wesen viel Freude bereitet haben. Auf der anderen Seite ist dies der erste wichtige Schritt zur Eröffnung unserer neuen Bullenhaltung im Jahr 2010“. In Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept: Hier wird die erste Elefanten-Junggesellengruppe in einem deutschen Zoo gegrĂŒndet. In den nĂ€chsten Wochen wird von dem Koordinator des Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) fĂŒr Asiatische Elefanten aus Rotterdam die Empfehlung eintreffen, welche Jungbullen fĂŒr Heidelberg vorgesehen sind.
Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann betont, dass der Karlsruher Zoo alle wichtigen Vorbereitungen getroffen hat, damit Jenny und Ilona ein neues und schönes Zuhause haben werden. „In den letzten Wochen vor Ihrer Abreise erhielten Jenny und Ilona Besuch von ihren zukĂŒnftigen Pflegern aus Karlsruhe und konnten diese ausgiebig berĂŒsseln und kennenlernen. Auch ist der Karlsruher Revierleiter mit Ilona vertraut, denn er hat sie bereits im Zoo Hannover einmal betreut.“ Das gesamte Zoo-Team wĂŒnscht seinen beiden Elefantendamen alles Gute!

(Foto von Heidrun Knigge)
(20.11.2009, 10:45)
Zoo Heidelberg :   Die Löwen sind los

Am Donnerstag, den 15.10.2009,veranstaltet Nussbaum Medien eine Autogrammstunde mit Spielern der Rhein-Neckar Löwen im Heidelberger Zoo.

Von 14.00 – 15.30 Uhr können Fans und Handballbegeisterte der Umgebung ihre Idole hautnah erleben. Stattfinden wird die gesamte Veranstaltung vor stilechter Kulisse im Raubtierhaus des Heidelberger Zoos, direkt vor – wie sollte es auch anders sein – den „echten“ Löwen.
(07.10.2009, 08:28)
Jennifer Weilguni :   @IP66
Ja.. die beiden Karlsruher Tiere und eben die beiden Damen aus HD.
(29.09.2009, 16:50)
IP66 :   Wie viele Tiere stehen denn schlußendlich im karlsruher Haus - vier?
(29.09.2009, 14:23)
Zoo Heidelberg :   Elefantendamen Jenny und Ilona noch bis November in Heidelberg

Die beiden ElefantenkĂŒhe des Heidelberger Zoos, Jenny und Ilona, werden voraussichtlich erst im November in den Zoo Karlsruhe umziehen. DarĂŒber sind die beiden sicher nicht traurig, denn der Grund ist sehr positiv. Der Zoo Karlsruhe will noch vor Ankunft der neuen Elefanten VerĂ€nderungen am Elefantenhaus und dem Außengehege vornehmen, damit alle Elefanten in Karlsruhe noch bessere Bedingungen erhalten. Zur Zeit lĂ€sst die beiden Schwergewichte vom Neckar die Baustelle des neuen Elefantenhauses in Heidelberg ziemlich kalt. Gelegentlich wirft vor allem Jenny mal einen interessierten Blick auf KrĂ€ne, Bewehrungseisen und Leitungsrohre oder prĂŒft den von den FrĂŒhstĂŒcksstullen der Bauarbeiter herĂŒber wehenden Duft. Doch ansonsten ist ihnen die Baustelle ziemlich egal. In den nĂ€chsten Wochen erhalten die beiden erst einmal Besuch von ihren zukĂŒnftigen Pflegern aus Karlsruhe. Das ist fĂŒr die Elefanten sicherlich viel interessanter als Beton und Stahl. Denn die neuen Pfleger werden sicher nicht versĂ€umen, sich durch reichliche Gaben von Äpfeln und Karotten bei ihren neuen SchĂŒtzlingen beliebt zu machen – Ilona und Jenny wirdÂŽs recht sein.
In Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept: Hier wird die erste Elefanten-Junggesellengruppe in einem deutschen Zoo gegrĂŒndet. In den nĂ€chsten Wochen wird von dem Koordinator des Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) fĂŒr Asiatische Elefanten aus Rotterdam die Empfehlung eintreffen, welche Jungbullen fĂŒr Heidelberg vorgesehen sind.

Foto: Jenny und Ilona
(29.09.2009, 11:34)
Zoo Heidelberg :   Weibchen werden heiß bebrĂŒtet

Der Heidelberger Zoo freut sich ĂŒber seinen jĂŒngsten Nachwuchs. Neun winzige, nicht einmal handtellergroße griechische Landschildkröten bewohnen derzeit ein Terrarium, das im Haus ihrer großen Verwandten, den Seychellen-Riesenschildkröten, untergebracht ist. Zoobesucher können die Zwerge beim emsigen Erkunden ihres GelĂ€ndes durch die Scheibe beobachten.

Am 12. August sind die ersten drei Landschildkröten geschlĂŒpft, danach folgten ihnen im Abstand von einer Woche sechs weitere. Die frisch aus dem Ei geschlĂŒpften Tiere sind zunĂ€chst nach Geschlechtern nicht unterscheidbar. Erst nach vier bis sechs Jahren zeigen sich bei MĂ€nnchen und Weibchen deutliche Geschlechtsmerkmale. Das VerhĂ€ltnis der Geschlechter der griechischen Landschildkröten im Zoo ist stark zugunsten der MĂ€nnchen verschoben: Auf 24 mĂ€nnliche Tiere kommen gerade mal zwei Weibchen. Das soll sich Ă€ndern. Deshalb hat der Zoo in die Trickkiste gegriffen und versucht, durch eine höhere Temperatur im Inkubator das Geschlecht zugunsten der Weibchen zu beeinflussen. Eine wĂ€rmere Temperatur erhöht nĂ€mlich die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Brutdauer von etwa 90 Tagen kleine Weibchen schlĂŒpfen.
In den ersten Jahren legen die Schildkröten ungefĂ€hr einen Zentimeter in der PanzerlĂ€nge zu. Dabei bilden sich durch die regelmĂ€ĂŸigen Wachstumsperioden an den Schilden des RĂŒckenpanzers deutlich sichtbare Wachstumsringe aus, die zur ungefĂ€hren Altersbestimmung herangezogen werden können.
Griechische Landschildkröten können ĂŒber 100 Jahre alt werden. Ein Geheimnis ihres hohen Lebensalters ist sicher auch der sparsame Umgang mit Energie.
Landschildkröten sind in 40 verschiedenen Arten vornehmlich in Afrika, aber auch in Amerika, Europa und Asien beheimatet. Alle Arten haben einen hoch gewölbten, vollstĂ€ndig verknöcherten Panzer. AuffĂ€llig sind die massigen KlumpfĂŒĂŸe mit fest verwachsenen Zehen und krĂ€ftigen Krallen. Kopf, Schwanz und Beine können zum Schutz vor Raubfeinden vollstĂ€ndig in den Panzer eingezogen werden.
Die in Europa heimischen Landschildkrötenarten sind heute streng geschĂŒtzt. Vor allem die Zerstörung angestammter LebensrĂ€ume durch Baumaßnahmen, Einsatz von Maschinen und Herbiziden und die Überweidung durch Nutztiere (Schafe und Ziegen) entzieht den Landschildkröten, insbesondere den empfindlichen Jungtieren, Nahrung und Schutz vor Austrocknung und vor Fressfeinden. Auch durch den Handel dieser bedrohten Tierarten, der inzwischen verboten ist, sind die BestĂ€nde der europĂ€ischen Landschildkrötenarten in weiten Teilen SĂŒdeuropas betrĂ€chtlich zurĂŒckgegangen.

(04.09.2009, 10:42)
Oliver Jahn :   @Jenny, Fasching gern, vor allem bei deinen KostĂŒmen! ;-)
SchlÀge...neeee, das nun echt nicht...;-)
Aber zurĂŒck zum Thema, im Tiergartenrundbrief 3/06 gab es einen Artikel ĂŒber die Tiere, danach kamen 3 mĂ€nnliche indische Mungos und ein Paar der Weißschwanzmangusten nach Heidelberg. Über die Todesursachen der Tiere steht dort aber nichts.
(03.09.2009, 20:23)
Jennifer Weilguni :   Jaja, das hĂ€ttest ihr wohl gerne :-) Ist denn schon wieder Fasching ?

@Oli
Na, wenn DU auf Befehle stehst, dann vieleicht auch auf SchlÀge ???
(03.09.2009, 09:06)
Karsten Vick :   Jenny im MangustenkostĂŒm, nur echt mit weißem Schwanz... das wĂ€r doch das Highlight Anfang Oktober.
@BjörnN: Auf jeden Fall waren es zu Anfang bei beiden Arten mehrere Tiere, wie man beim Indischen Mungo auch noch in der Zootierliste sehen kann. Verlustursachen???
(03.09.2009, 00:38)
BjörnN :   Welchen Hintergrund hat denn die Einzelhaltung der Mangusten, war ein Import von Zuchtpaaren nicht möglich oder sind die Weibchen nach wenigen Jahren der Haltung bereits unter der Erde?
(02.09.2009, 23:00)
Liz Thieme :   ganz schön große Manguste ....
Ichneumia albicauda megaweilgurnii ;)
(02.09.2009, 22:44)
Oliver Jahn :   @Jenny, wie könnten wir dich hauen?? ;-) Zur Not ziehst du dir ein KostĂŒm an und huschst als Manguste durch die Anlage. :-)
(02.09.2009, 21:51)
Jennifer Weilguni :   @Karsten
Na, von mir aus können wir gerne drei, vier Stunden nur mit Mangustensuche verbringen, aber ich muss dir gleich sagen, dass ich, obwohl ich recht hĂ€ufig in HD bin diese verflixte Weißschwanzmanguste noch NIE vor die Augen bekommen habe.
Der Indische Mungo ist da schon bedeutend zeigefreudiger. Aber eine Sichtungsgarantie wĂŒrde ich auf beide nicht geben :-) Am Ende bekomme ich dann noch Haue, weil ihr doch nichts zu sehen bekommt....
(02.09.2009, 08:32)
Karsten Vick :   @Jenny: Wie siehts aus mit einer Mangusten-Sichtungsgarantie? :-)
(01.09.2009, 22:55)
Oliver Jahn :   Ich habe am Affenhaus auch einen kleinen KĂ€fig neben den Hulmans gesehen, der sehr einen KleinraubtierkĂ€fig Ă€hnelte, auch von der Einrichtung und dem engen Gitter her. Leider konnte man aber nicht sehen, ob da in der Holzbox im KĂ€fig etwas drin war und ein Schild fehlte leider auch.
Bei den Gorillas werde ich das nĂ€chste mal jetzt auch innen genau schauen! Danke fĂŒr die Auskunft...ich habe doch echt ewig die Außenanlage abgesucht! ;-)
(01.09.2009, 20:32)
Rattus :   war die weißschwanzmanguste nicht auch mal in einem kleinen innengehege bei den hulmans? ich hab sie dort einmal schlafend gesehen.

die mungos waren mal zu zweit... einer hatte einen knickschwanz. warum ist jetzt nur noch einer da?
aber ausgeschildert sind die indischen mungos! genauso wie die ziegen.
(01.09.2009, 12:58)
Racool :   Die Weißschwanzmanguste ist in der Innenanlage der Gorillas, aber nur sehr selten zu sehen.
Der Mungo lebt auf der Anlage der Rhesusaffen gemeinsam mit zwei Ziegenböcken.
(01.09.2009, 09:34)
Oliver Jahn :   Ich habe sie bei meinem Besuch leider auch nicht gesehen, wusste aber auch nicht so recht, wo ich sie hĂ€tte suchen sollen. Sie ist nicht ausgeschildert, genau wie der indische Mungo. Wo genau sind die Tiere denn? Im Haus der Menschenaffen oder auch in der Außenanlage?
(31.08.2009, 23:30)
zollifreund :   @Saki: die Weißschwanzmanguste ist mit den Gorillas vergesellschaftet. Habe sie dieses Mal aber auch zum ersten Mal gesehen ( und ich denke auch nur deshalb, weil alle Gorillas in der Außenanlage waren). Als die Gorillas spĂ€ter wieder drinnen waren, war nichts mehr von der Manguste zu sehen.
(31.08.2009, 21:33)
Saki :   @zollifreund: Wo ist denn die Weißschwanzmanguste in Heidelberg untergebracht?
(31.08.2009, 15:05)
IP66 :   In MĂŒnchen folgte der Ausstellungs vergleichbarer Mischlingsschweine eine deutliche Aufstockung der Zahl der augestellten Rassen - wenn das in Heidelberg auch passiert, stören mich dergleichen Kreuzungsprodukte nicht. Die in beiden Zoos verwandte Argumentation, anhand dieser Tiere könnte sich der Besucher mittelalterliche Hausschweine vorstellen, halte ich dennoch fĂŒr kĂŒhn. Da wĂ€re die Erhaltung und Ausstellung von Formen, die die Domestikationskundler fĂŒr besonders ursprĂŒnglich halten, wohl ein seriöserer Bildungsansatz.
(31.08.2009, 11:49)
zollifreund :   fĂŒr die Freunde von ausgesprochenen RaritĂ€ten habe ich aus Heidelberg gute Nachrichten: die Weißschwanzmangute und der Indische Mungo sind weiter im Bestand.(lt. Zootierliste wurde die Haltungen bereits beendet). Habe beide gestern beobachten können. WĂ€re schon toll, wenn fĂŒr diese Tiere mal Partner zu erhalten wĂ€ren.

Hat jemand Infos, was aus dem bisherigen RiesenseeadlerkĂ€fig werden soll? ( aktuell waren hier mehrere Enten untergebracht). Die neue Voliere hat mir ĂŒbrigens ausgesprochen gut gefallen.
(30.08.2009, 23:49)
Michael Mettler :   Na ja, man kann pro Individuum gleich zwei bedrohte Rassen erhalten :-) Aber was ist eigentlich eine "Mischung aus dem Iberico-Schwein"? Das erinnert ein bisschen an die Scherzfrage "Was ist der Unterschied zwischen einem Krokodil?" (Auf dem Lande lĂ€uft es, im Wasser schwimmt es...)
(28.08.2009, 13:54)
Holger Wientjes :   Gute Frage !!!
(28.08.2009, 13:05)
IP66 :   Inwiefern ahndelt es sich bei den Tieren, die doch Kreuzungsprodukte eines universitĂ€ren Experiments vorstellen, um eine "bedrohte Rasse"?
(28.08.2009, 12:03)
Zoo Heidelberg :   Es quiekt und grunzt im Heidelberger Zoo: Drei kleine Schweinchen erkunden ihr Revier

Sie buddeln, quieken und grunzen mit wahrer Wonne. Drei knapp sieben Wochen alte Ferkel haben vor kurzem im Zoo ihr Quartier bezogen und erkunden neugierig ihre neue Umgebung. Keine Frage: sie fĂŒhlen sich sichtlich wohl und machen das, was echte Schweine am liebsten tun: spielen, buddeln und sich suhlen. DafĂŒr werden sie im Zoo ausreichend Gelegenheit haben.
Die Tiere sind ein Geschenk der Schweineklinik der Ludwigs-Maximilian-UniversitĂ€t MĂŒnchen. Mit den drei kleinen Schweinchen erweitert der Zoo seinen Bestand an bedrohten Haustierrassen. Im Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen LĂ€ndern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, ĂŒber die wir viel lernen können: HĂŒhner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe und nun auch Schweine.
Zwei Ferkel sind eine Mischung aus dem bekannten Iberico-Schwein, das dritte im Bunde ist ein niedlicher Mix aus Wildschwein und Wollsau.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich weltweit verschiedene Schweinerassen entwickelt. Die ZĂŒchtungen richteten sich nach den BedĂŒrfnissen der Menschen, der der jeweiligen Zeit und den UmstĂ€nden. Über viele Rassen gibt es daher nur noch rudimentĂ€re Informationen, einige sind bereits ausgestorben.
Schweine sind ganz anders als viele Menschen denken. Sie sind neugierige Tiere und erforschen ihre Umgebung sehr genau. Sie sind charmant, intelligent und einfach liebenswert. Wer die sĂŒĂŸen Ferkel besuchen möchte, findet sie am Eselgehege in unmittelbarer NĂ€he des neuen Spielplatzes.

(18.08.2009, 11:56)
Zoo Heidelberg :   Gorilla-Aktionstag im Heidelberger Zoo

Am Samstag, 15. August veranstaltet der Heidelberger Zoo im Rahmen des „Internationalen Jahres des Gorillas 2009“ einen Gorilla-Aktionstag. Es finden Tierpfleger-Sprechstunden und kommentierte FĂŒtterungen statt. In der Gorilla-„Familienkunde“ wird die Heidelberger Gorillagruppe vorgestellt. Um 14.00 Uhr informiert ein spannender Vortrag „Aus dem Nebel an den Neckar“ unter anderem ĂŒber die gelungene Gruppenintegration des GorillamĂ€dchens Kiki. Außerdem gibt es bei einem Gorilla-Quiz schöne Preise zu gewinnen. Ein BĂŒcherflohmarkt, mit dessen Erlös Schutzaktionen fĂŒr Gorillas unterstĂŒtzt werden, lĂ€dt zum Stöbern ein. Und an InfostĂ€nden erfĂ€hrt man mehr ĂŒber Leben und Bedrohung dieser beeindruckenden Tiere.

Warum mĂŒssen wir Gorillas schĂŒtzen?
Gorillas sind vor allem durch die zunehmende Zerstörung ihres Lebensraums stark bedroht. Die rasch wachsende Bevölkerung in Afrika benötigt Land, um sich selbst zu ernĂ€hren, und dringt immer weiter in bisher unberĂŒhrte Gebiete vor. FĂŒr den kommerziellen Holzeinschlag werden Straßen tief in die WĂ€lder hineingetrieben, was Wilderern einen Zugang zu Waldgebieten ermöglicht, die sie vorher nicht ausbeuten konnten. Der Wildfleischhandel hat zusammen mit Ebola-Epidemien die Populationen der Westlichen Gorillas in einigen Gebieten mehr als halbiert. Zahlreiche Nationalparks wurden bereits eingerichtet, um die Gorillas zu erhalten. Dort arbeiten WildhĂŒter, die von den Behörden des jeweiligen Staates angestellt sind. Es genĂŒgt jedoch nicht, große Gebiete unter Schutz zu stellen, die Erhaltung der WĂ€lder und ihrer Bewohner kann nur gelingen, wenn die staatlichen Stellen und die Menschen vor Ort diese BemĂŒhungen unterstĂŒtzen. In manchen Gebieten wird versucht, die Gorillas durch kontrollierten Tourismus zu erhalten.
Im Heidelberger Zoo leben sechs Westliche Flachland-Gorillas. SilberrĂŒcken Bobo fĂŒhrt eine Gruppe aus drei Weibchen (Chuma, Doba und ZsaZsa) und zwei Jungtieren (Banjoko und Kiki).
(11.08.2009, 07:48)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zoo: Holly lernt schwimmen

Aufgeregt blickt der kleine Wonneproppen in das Becken, wo Mutter „Lea“ bereits elegant ihre Runden im kĂŒhlen Nass dreht und ihrer Tochter aufmunternd zuprustet. Nach einer kleinen Weile traut sich die junge MĂ€hnenrobbe dann doch und springt mutig ins Wasser. Nach einigen schnellen, aufgeregten SchlĂ€gen mit den Vorderflossen wird „Holly“ langsam ruhiger. Die zehnjĂ€hrige Mama bleibt immer an ihrer Seite und gibt ihr Sicherheit. Entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an schwimmen. Die ersten zwei bis drei Wochen wird das Jungtier komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fĂ€ngt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Inzwischen ĂŒbt die am 25. Juni geborene Holly im Mutter-Kind-Becken ungestört das Schwimmen und Tauchen. Holly ist das erste Kind von Lea und das erste MĂ€dchen von Papa Henry, der leider vor wenigen Wochen plötzlich verstarb.
Nach der Geburt werden Mutter und Kind zunĂ€chst fĂŒr einige Wochen im Robbenhaus und auf einer separaten Außenanlage von der ĂŒbrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dĂŒrfen Lea und Holly zurĂŒck in die MĂ€hnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen MĂ€hnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt. Auch im Freiland sondern sich MĂ€hnenrobbenweibchen fĂŒr die Geburt von ihrer Gruppe ab und kehren erst spĂ€ter mit Jungtier zurĂŒck. MĂ€hnenrobbenjunge werden von ihren MĂŒttern ein ganzes Jahr lang gesĂ€ugt, bevor die Kleinen lernen mĂŒssen, selbst Fisch zu fressen.
Die Heidelberger MĂ€hnenrobbengruppe ist eine der grĂ¶ĂŸten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mĂ€chtigen MeeressĂ€uger gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. Daher werden sie auch deutlich seltener in Zoos gehalten. In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal tĂ€glich bei der FĂŒtterung, zu welchen KunststĂŒcken man sie mit viel Geduld und FingerspitzengefĂŒhl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Nachwuchs.

(24.07.2009, 07:55)
IP66 :   Wie viel Schildkröten bleiben denn fĂŒr die gar nicht so kleine duisburger Anlage ĂŒbrig?
(22.07.2009, 18:53)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Riesenschildkröten bekommen Gesellschaft

Am Dienstag zogen drei Riesenschildkröten, die einige Jahre im Duisburger Zoo wohnten, zurĂŒck in den Heidelberger Zoo und leisten nun „Iulius“ und „Emil“, den beiden Seychellen-Riesenschildkröten, in ihrem neuen Gehege ab sofort Gesellschaft. Emil ist das Patentier der EML Research gGmbH.

Die Schildkröten wurden dem Zoo im Jahr 2006 von Siegfried KĂŒbe, einem Heidelberger Privathalter geschenkt, der sich sehr intensiv mit der Haltung und Zucht von mehreren Schildkrötenarten beschĂ€ftigt hat. Die Tiere, zwei MĂ€nnchen und ein Weibchen, wurden von Herrn KĂŒbe in seinem Garten an der Bergstraße gut versorgt und im Winter in einem kleinen GewĂ€chshaus gehalten. Bis das neue Gehege fĂŒr die Schildkröten fertiggestellt war, hat der Zoo die Tiere an den Zoo Duisburg ausgeliehen. Die Duisburger Kollegen sind nun ein wenig traurig, von den Schildkröten Abschied nehmen zu mĂŒssen. Umso mehr freut sich der Heidelberger Zoo auf die VergrĂ¶ĂŸerung seiner Schildkrötengruppe. Aufregend wird es sicherlich auch fĂŒr „Iulius“ und „Emil“, ihre Artgenossen kennen zu lernen, nachdem sie jahrzehntelang zu zweit unter sich waren. Es ist sicher sehr spannend, die fĂŒnf Riesen beim gegenseitigen „Beschnuppern“ zu beobachten.
(22.07.2009, 12:25)
IP66 :   Das stimmt - außerhalb Nordrheinwestfalens ist die Seelöwendichte gar nicht so hoch - wobei es hier auch kaum einen Zoo ohne Robben gibt und die Jungtierproduktion der Kalifornier schon etwas karnickelhaftes an sich hat ...
(13.07.2009, 18:52)
Sacha :   @IP66: Interessant ist, dass die Ohrenrobben-Dominanz in Frankreich eher auf die MĂ€hnenrobben zutrifft (kommt auch ein wenig darauf an, welche Institutionen - z.B. Marineparks - man mitzĂ€hlt).
(13.07.2009, 18:03)
Ralf Seidel :   @Michael, sehe ich genau so, die Tatsache, dass sie im Osten so rar sind ist wohl den wenigen Haltungen geschuldet, wĂ€hrend sie in NRW eben wirklich hĂ€ufig zu sehen sind. Im Osten hingegen hat man die Art schon vor Jahren auslaufen lassen: Erfurt hĂ€lt keine Robben mehr, Leipzig hat auf die SeebĂ€ren umgestellt. In Halle hielt man seit Ende 70er/Anfang 80er 1,2 MĂ€hnenrobben, das letzte Weibchen starb Ende der 90er Jahre. Nach dem Umbau und VergrĂ¶ĂŸerung der Robbenanlage anlĂ€sslich des 100. Zoogeburtstages in 2001 die SĂŒdam. SeebĂ€ren.
Lokal betrachtet hat der IP mit seiner "Seelöwenmonokultur" ja auch recht...
(13.07.2009, 17:27)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Den Eindruck bezĂŒglich der Kalifornier hatte ich auch schon mal, und er stellte sich als regional gefĂ€rbter Trugschluss heraus... Die Zootierliste nennt 15 Halter in Deutschland und damit mehr als von den drei anderen Ohrenrobbenarten zusammen (komplett 14). Kalifornier-Hochburg ist NRW, wo die Art in jedem großen Zoo zum Bestand gehört und nicht weniger als 7 Halter zĂ€hlt.
(13.07.2009, 16:33)
Ralf Seidel :   @IP66, sooooo hĂ€ufig findet man die Kalifornier eigentlich gar nicht mehr. Gerade im Osten Deutschlands, wo es nicht gerade viele Robbenhaltungen gibt, fiele mir jetzt spontan eigentlich nur der Zoo Berlin ein. Leipzig und Rostock halten an Ohrenrobben die SĂŒdafrikanischen SeebĂ€ren, Halle die MĂ€nnergruppe SĂŒdamerikanischer SeebĂ€ren...
(13.07.2009, 16:07)
Jennifer Weilguni :   Das ist eine wirklich sehr bedauerliche Nachricht, vor allem nachdem ja schon Leonardo gestorben ist. Ich habe die beiden "Dicken" sehr oft in Heidelberg gesucht und sie waren wirklich imposante SympathietrĂ€ger. Bis der kleine Atos in deren Flossenstapfen treten kann muss er auf jeden Fall noch ordentlich zulegen.
Ich war schon immer absolut positiv ĂŒberrascht wie gutmĂŒtig sich die Kolosse von ihrem Pfleger wĂ€hrend der FĂŒtterungen hĂ€ndeln liessen und wie bereitwillig sie an den Trainingseinheiten teilnahmen. Zwei derartig wunderschöne Bullen auf einer Anlage, das war schon ein ganz besonderes Bild.
(13.07.2009, 13:33)
IP66 :   So richtig alt ist das Tier ja nicht geworden - ein Beleg dafĂŒr, daß MĂ€hnerobben sich in menschlicher Obhut als hinfĂ€lliger erweisen als kalifornische Seelöwen? Mich freut aber, daß der Zoo in Heidelberg sich dennoch nicht der vorherrschenden kalifornischen Seelöwenmonokultur anschließt, die unsere Zoos prĂ€gt, sondern an der Haltung der Art festhĂ€lt und, heilkle Art hin oder her, ja auch gute Zucht- und Haltungserfolge vorzuweisen hat.
(13.07.2009, 11:38)
Zoo Heidelberg :   MĂ€hnenrobbenbulle „Henry“ ist gestorben – seine Kinder tragen sein Erbe im Zoo weiter – Kronprinz „Atos“ wird neuer Chef der Gruppe

Am Dienstag Nachmittag ist „Henry“, der große MĂ€hnenrobbenbulle des Heidelberger Zoos gestorben. Er war drei Tage krank gewesen. Die Sektion im Institut fĂŒr Pathologie der Justus Liebig UniversitĂ€t Gießen ergab eine rasant verlaufende LungenentzĂŒndung mit FlĂŒssigkeitserguss in die Brusthöhle als Todesursache. Die eingeleitete Behandlung mit Antibiotika hat ihn nicht mehr retten können.
Henry war am 18.07.1999 im Zoo Heidelberg geboren worden. In den Folgejahren wuchs er zu einem prĂ€chtigen bis ĂŒber 500 Kilogramm schweren MĂ€hnenrobbenbullen heran, bei seinem Tod wog er 520 kg. Er war der besondere Liebling vieler Zoobesucher, die er mit seiner massigen Erscheinung und seiner aktiven Teilnahme am Trainingsprogramm besonders beeindruckte. „Wir sind ĂŒber seinen Tod sehr traurig. Er war ein besonders lieber MĂ€hnenrobbenbulle,“ erinnert sich sein Tierpfleger Jörg Kubacki. Seine GutmĂŒtigkeit war vor allem vor einigen Jahren eindrucksvoll zu beobachten, als er von seinem VorgĂ€nger „Leonardo“ bereits die Gruppe ĂŒbernommen hatte, diesen aber nicht nur ein schönes Rentnerleben, sondern bis zu seinem Alterstod auch ein Lieblingsweibchen ĂŒberließ.
„Henry“ hat seine Gene sehr erfolgreich weitergegeben – in den RuherĂ€umen des Robbenbeckens trinkt sein jĂŒngster Nachwuchs seit zwei Wochen fleißig Muttermilch und eventuell sind noch weitere Robbendamen von ihm tragend.
Neuer Chef der MĂ€hnenrobbengruppe soll der in Heidelberg am 19.7.2005 geborene „Atos“, das letzte Kind von „Leonardo“, werden. Die Zoobesucher und die Zoomitarbeiter werden „Henry“ trotzdem sicher nie vergessen – er war eine ganz besondere MĂ€hnenrobbe.

(13.07.2009, 07:55)
IP66 :   Im Prinzip finde ich das neue Gehege sinnvoll und schön - runzle aber ein wenig die Stirn, weil dort weder Zuchtanstrengungen unternommen noch eine bedrohte Art gehalten wird. Auf der anderen Seite zĂ€hlen RiesenschildkrĂ€ten zu den eindrucksvollsten Reptilien, die es gibt, und ich denke, daß sie das Interesse an kleineren Arten wecken können - weniger als "Flagschiffart" im Sinne der Arche-Ideologie, vielmehr als Einstiegsdroge fĂŒr Zoobesucher, die durch die Begegnung mit dieser Art neugierig auf andere Reptilien werden.
(01.07.2009, 11:30)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Riesenschildkröten genießen Sommer-Feeling pur

Bei tropischen Temperaturen können die beiden Riesenschildkröten des Heidelberger Zoos nun den Pool ihrer neuen, komfortablen Außenanlage genießen. Nachdem Julius und CĂ€sar Anfang des Jahres ihr neues Innenquartier mit Sand- und Rindenmulchboden und Badebecken bezogen haben, können Sie nun auch diesen Sommer in vollen ZĂŒgen im Freien genießen.
Wo ehemals Tapire lebten, ist in vielen Stunden harter Arbeit durch die Zoohandwerker und ZoogĂ€rtner eine außerordentlich schöne Heimat fĂŒr die Riesenschildkröten entstanden. „Ich bin begeistert, was aus dem alten Tapirgehege geworden ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Die zirka 380 qm große Schildkrötenanlage ist von Palmen, Bitterorangen und GrĂ€sern umsĂ€umt, ein beheizbares großzĂŒgiges Wasserbecken lĂ€dt zum Planschen ein und Zoobesuchern bieten sich durch drei Besucherantritte beste Möglichkeiten, die Tiere aus der NĂ€he zu studieren.
Die Riesenschildkröten haben sich diesen Komfort aber auch verdient – schließlich sind sie mit ĂŒber 70 Jahren die dienstĂ€ltesten Zoobewohner. „Wir wissen nicht ganz genau, wann die Riesenschildkröten zu uns gekommen und wie alt sie sind, aber ein Alter von ĂŒber 70 Jahren und ungefĂ€hr 50 Jahre im Zoo haben sie allemal erreicht“, so WĂŒnnemann.
Die Riesenschildkröten des Zoos stammen aus dem Indischen Ozean von der Inselgruppe, die die Seychellen und Aldabra (das grĂ¶ĂŸte Atoll im Indischen Ozean) umfasst. Auf Aldabra leben noch fast 100.000 Riesenschildkröten. Doch die Verwandten der Aldabra-Riesenschildkröte waren frĂŒher auf vielen Inseln des Indischen Ozeans verbreitet. Sie sind alle ausgerottet worden.
Das neue Quartier stellt trotz all seiner Vorteile eine Übergangsheimat dar. In wenigen Jahren sollen die Schildkröten die Stars eines neuen Tierhauses werden, das sich den bedrohten Tierarten der Inseln unserer Erde widmet. Bis dahin werden sie es in ihrem großzĂŒgigen neuen Gehege, gut haben.
(01.07.2009, 10:09)
IP66 :   Ich finde, daß die von Herrn Sommerlad genannten Beispiele die Problematik gut umreißen: Ähnlich wie um das Mittelmeer in der Antike oder im Mitteleuropa der frĂŒhen Neuzeit erzeugt wirtschaftliche und politische Entwicklung großrĂ€umige Landschafts- und FaunenverĂ€nderungen, die die Regionen fĂŒr die nĂ€chsten Jahrhunderte prĂ€gen werden. In diesem Zusammenhang Reservate zu schaffen, die einen anderen Zustand konservieren, bedarf einer entsprechenden politischen Entscheidung und gesellschaftlichen Akzeptanz - und kulturgeschichtlich wohl die Kehrseite der Entwicklungsmedaille - so wie die Römer gewisse Waldgebiete um grĂ¶ĂŸere Villenanlage oder die BarockfĂŒrsten ihre JagdwĂ€lder vor den kulturlandschaftlichen VerĂ€nderungen schĂŒtztten. Ich frage mich dabei, ob es sich bei den Reservaten nicht auch um ein Teil Kulturlandschaft handelt, weil ja die Konservation eben nicht als Folge einer naturgegebenen Entwicklung verstanden werden kann, sondern sich einem Ă€hnlichen Willen verdankt, der auch die VerĂ€nderungen bewirkt. das klingt vielleicht ein wenig philosophisch, dĂŒrfte aber beim "Betrieb" von Schutzgebieten vielfĂ€ltig nachvollziehbare und auch bemerkbare Folgen zeitigen.
(26.06.2009, 18:03)
Ralf Sommerlad :   Das stimmt alles, was Jennifer hier sagt- aber in Gegenden wie Borneo und Sumatra, wo bereits riesige Waldgebiete auseinandergerissen sind und auch nie mehr wiederkommen können, muss man diese verbleibenden Inselhabitate eben schĂƒÂŒtzen. Dazu wĂƒÂŒrde es allerdings politischen Willen und Durchsetzungskraft brauchen. Daran aber mangelt es in Indonesien und Malaysia noch, die noch intakte LebensrÀume lÀngst an Palmölproduzenten und Holzfirmen verkauft oder verpachtet haben. Das Waldsterben wird also weitergehen. Aus diesem Grunde haben sich ArtenschĂƒÂŒtzer in Kalimantan direkt an eine Palmölfirma gewandt und es tatsÀchlich erreicht, ein wertvolles Habitat aus SĂƒÂŒsswassersumpf und Torfwald von 8.000 ha zu sichern.
(25.06.2009, 13:13)
Jennifer Weilguni :   Ich finde man sollte vor allem klar unterscheiden, welche Okösysteme von Natur aus voneinander getrennt sind und solchen, die der Mensch willkĂŒrlich auseinanderreißt. Die Tatsache, dass neue Arten entstehen wenn Tiere als Inselpopulationen leben darf nicht zum Anlass genommen werden LebensrĂ€ume von Tieren gewaltsam auseinanderzunehmen. Kurz gesagt - es darf nicht dazu fĂŒhren, dass man sagt : "Och, zerhackstĂŒckeln wir doch dieses oder jenes Areal, damit richten wir keinen Schaden an, sondern schöpfen neues Leben". Ebenso unsinnig ist es meiner Meinung nach aber auch Gebiete die eben von Natur aus NICHT zusammenhĂ€ngen zusammenzufĂŒhren. Beides stellt meiner Meinung nach eine gewisse Form von Vergewaltigung der Natur dar, aber darin war die Menschheit ja schon immer gut :-(
Gebiete die ursprĂŒnglich zusammenlagen, vom Menschen getrennt wurden und wieder miteinander verbunden werden sind zumindest eine kleine Form von Wiedergutmachung.
(25.06.2009, 09:05)
IP66 :   Sicherlich bedeutet die Evolution neuer Arten eine lĂ€ngere Entwicklung. Auf der anderen Seite, denke ich jedoch, daß die Herausbildung neuer Arten sowohl Isolation wie VerĂ€nderung von LebensrĂ€umen voraussetzt und daß es nur in begrenztem Maße ist, LebensrĂ€ume zu erhalten. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, daß die Unterart des AbruzzenbĂ€ren erst dadurch entstanden ist, daß die Rodung der ober- und mittelitalienischen WĂ€lder in der Antike die Anbindung der Propulation an die Tiere in den Alpen und im italienischen SĂŒden unterbrach. In Ă€hnlicher Weise wurde im deutschen Mittelgebirge, wo es hauptsĂ€chlich in der Neuzeit große Heidelandschaften gab, der Vogelbestand durch die Aufforstungen im 19. Jahrhundert nachgerade ausgetauscht. Sicherlich vollziehen sich vergleichbare Entwicklungen hier und da beschleunigt und in sehr großem Ausmaß, weshalb mir die zeitweilige Konservation von BeispiellebensrĂ€umen durchaus sinnvoll erscheint, doch möchte ich das eher als eine kĂŒnstliche, gleichsam kulturgeschichtliche Entscheidung verstehen, Ă€hnlich wie den Beschluß, bedrohte Arten durch Erhaltungszucht zu konservieren.
(24.06.2009, 16:58)
Klaus WĂŒnnemann :   Die Abnahme der Artenzahl bei isolierten LebensrĂ€umen ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache:Wenn die FlĂ€che eines Waldgebietes zum Beispiel halbiert wird, reduziert sich die Zahl der nachgewiesenen Brutvögel. Es werden nicht nur alle Vögel seltener sondern es gehen einige Arten komplett verloren. Das hat nichts mit der Entstehung von neuen Arten auf Inseln etc. zu tun. Das eine ist ein sehr schnell eintretender Effekt und das andere eine ĂŒber viele Generationen dauernde Entwicklung.
(24.06.2009, 12:48)
IP66 :   Ich fĂŒrchte, daß der Artikel sehr stark durch daß statische und gewissermaßen konservative NaturverstĂ€ndnis der Arche-Ideologie geprĂ€gt wird. Diese sieht, wenn ich Herrn Tudge recht verstanden habe, in bedrohten Formen eine Art Kulturgut, daß man vermittels Erhaltungszucht in Zoos oder Konservieren von Biotopen im Freiland erhalten muß. Das widerspricht natĂŒrlich der Entwicklung der natĂŒrlichen Umwelt, wie sie das VerstĂ€ndnis evolutionĂ€rer Prozesse nahelegt, die ja keinen Verlust, sondern nur die VerĂ€nderung von LebensrĂ€umen kennt. Ich sehe es ja auch so, daß es von Vorteil sein könnte, angesichts von Industrialisierung und VerstĂ€dterung in manchen Teilen der Welt bestimmte Areale diesen Entwicklungen zu entziehen, aber auch dies ist ein menschengemachter und menschengewollter Prozeß, und es bedarf eines sehr speziellen NaturverstĂ€ndnisses, um hierin einen Erhalt "der Umwelt" zu sehen. Daß letztlich weniger verbreitete Arten einem grĂ¶ĂŸeren Risiko des Verschwindens unterliegen, halte ich fĂŒr eher fĂŒr eine Binsenweisheit denn fĂŒr eine wissenschaftliche Erkenntnis.
(24.06.2009, 11:32)
Michael Mettler :   Ähm, wenn inselartige Isolation zum Verlust der Artenvielfalt fĂŒhren soll, wie konnten dann eigentlich Wallace und Darwin anhand von Insel(!)faunen genau das Gegenteil beweisen und damit die Grundlagen der Evolutionstheorie legen?
(23.06.2009, 21:19)
Zoo Heidelberg :   „Vom Yellowstone zum Yukon“ & „Call of the mountains“ – eine beeindruckende Fotoausstellung im Zoo Heidelberg

Der Heidelberger Zoo prÀsentiert ab dem 28. Juni fantastische Naturaufnahmen der renommierten Fotografen Florian Schulz (USA) und Patricio Robles Gil (Mexiko). Die Ausstellung ist bis Anfang September im Afrikahaus zu sehen. Am Sonntag, 28. Juni um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

„Yellowstone to Yukon“ ist das grĂ¶ĂŸte Naturschutzvorhaben in Nordamerika. Die Idee von Naturschutzorganisationen ist es, die Schutzgebiete, Nationalparks und verbleibenden Naturgebiete durch Korridore in den nördlichen Rocky Mountains ĂŒber eine Strecke von 3200 km miteinander zu verbinden, um die VitalitĂ€t des Bergökosystems zu erhalten. Dieses Vorhaben basiert auf den Erkenntnissen berĂŒhmter Wissenschaftler wie E.O. Wilson oder Robert MacArthur, die herausgefunden haben, dass inselartig isolierte Naturschutzgebiete ihre Artenvielfalt verlieren. Seit ĂŒber 12 Jahren arbeitet Florian Schulz fotografisch in diesem Gebiet, um mit seinen atemberaubenden Aufnahmen das Großprojekt zu unterstĂŒtzen. Florian Schulz erhielt als erster Fotograf von der „North American Nature Photographers Association“ den „Visions Award“, eine Auszeichnung fĂŒr einen Fotografen, der durch seine inspirierende Arbeit im Bereich der Naturfotografie und des Umweltschutzes besonders hervorsticht. Zahlreiche Auszeichnungen in den renommiertesten internationalen Wettbewerben der Naturfotografie wie „BBC Wildlife“ und „Nature’s Best“ dokumentieren die herausragende QualitĂ€t seiner Arbeit.
In der Ausstellung „Call of the Mountains“ zeigt der Mexikaner Patricio Robles Gil die „El Carmen Big Bend“-Region, die grenzĂŒberschreitend zwischen USA und Mexiko liegt. Es handelt sich um ein Wildnisgebiet von bedeutender GrĂ¶ĂŸe und biologischer Vielfalt. Durch die Zusammenarbeit verschiedenster Gruppen und den intensiven Einsatz des Fotografen konnte die Region unter Schutz gestellt werden. Patricio Robles Gil ist GrĂŒndungsmitglied der International League of Conservation Photographers und GrĂŒnder der Naturschutzorganisation Sierra Madre.

(23.06.2009, 14:29)
Liz Thieme :   ui noch mehr ehemalige Hamburger dann bei mir :)
Bin aber erstaunt, dass sie noch ins alte Elefantenhaus umziehen sollen. Aber nun gut.

Werde nachher neue Planungsbilder in Karlsruhe einstellen, die ua das neue Elefantenhaus beinhalten. Kann dann auch gerne noch die derzeitige Anlage und Stallungen einstellen.

GrundsĂ€tzlich finde ich die Entscheidung gut und auch mutig. Denn mit Jenny kommt eine temperamentvolle und dominante Kuh nach Karlsruhe. Über die dortigen beiden KĂŒhe weiß ich zu wenig. Mal gucken was Jenny da alles testen wird.
(04.06.2009, 18:25)
Michael Mettler :   Einerseits finde ich die Entscheidung im Sinne des Bullenproblems gut, andererseits ist es aber auch noch gar nicht so lange her, dass der selbe Zoo fĂŒr seine Entscheidung zum Altersruhesitz fĂŒr KĂŒhe zu Gunsten der Zuchtprogramme viel (berechtigten!) Applaus bekam - auch die beabsichtigte "Endstation" wird also fĂŒr die beiden KĂŒhe wieder zum "Umsteigebahnhof".

Das wird sicherlich nicht der letzte Umzug alter ElefantenkĂŒhe in Deutschlands SĂŒdwesten sein. Wenn die BestĂ€nde dort allmĂ€hlich aus biologischen GrĂŒnden zusammenschmelzen, werden die "alten Damen" aus Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart und Neunkirchen vielleicht noch ein wenig nĂ€her zusammenrĂŒcken...
(04.06.2009, 15:52)
Holger Wientjes :   Vorbildlich !!!

Zum letzten Abschnitt des Artikels kann ich nur etwas provokant sagen: Da werden einige froh sein einen "Dummen" gefunden zu haben...
(04.06.2009, 15:22)
Zoo Heidelberg :   Platz fĂŒr Elefantenbullen in Heidelberg. Jenny und Ilona werden es in Karlsruhe gut haben

In Europa werden immer mehr Elefanten geboren – das ist eine gute Nachricht. Noch vor wenigen Jahren war fraglich, ob es in dreißig Jahren ĂŒberhaupt noch Elefanten in EuropĂ€ischen Zoos geben wĂŒrde, so gering war die Geburtenrate. Inzwischen sieht sich das Erhaltungszuchtprogramm fĂŒr Asiatische Elefanten (EEP) mit einem anderen Problem konfrontiert: In den letzten Jahren wurden sehr viele junge Elefantenbullen geboren und fĂŒr die fehlt bislang der Platz. Zur EntschĂ€rfung dieser Situation will der Zoo Heidelberg einen Beitrag leisten: FĂŒr die beiden Elefantendamen des Zoos wurde im Zoo Karlsruhe ein guter Platz gefunden und der Zoo Heidelberg wird in seinem neuen Elefantenhaus eine Gruppe junger Elefantenbullen halten.

„Wir fĂŒhlen uns sowohl fĂŒr unsere beiden ElefantenkĂŒhe Jenny und Ilona verantwortlich wie fĂŒr die Erhaltung der Elefantenpopulation insgesamt,“ schildert Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann die Situation. „Leider sind unsere ElefantenkĂŒhe, insbesondere Ilona, und eine Jungbullengruppe nicht miteinander zu halten. Seit Monaten diskutieren wir mit den Koordinatoren des Erhaltungszuchtprogramms, mit Elefantenexperten, mit Kollegen aus anderen Zoos, unseren Tierpflegern und anderen Mitarbeitern welchen Weg wir gehen sollen. In diesen GesprĂ€chen ist die Entscheidung gereift, jungen Elefantenbullen einen Platz geben zu wollen, wenn wir gleichzeitig unsere beiden ElefantenkĂŒhe Jenny und Ilona in eine gute Haltung abgeben können. Wir haben die beiden Damen in den letzten Jahren sehr in unser Herz geschlossen und sind sehr froh, dass wir mit dem Zoo Karlsruhe einen guten neuen Halter direkt in der NĂ€he gefunden haben“. Der Zoo Karlsruhe will alles tun, um den beiden schwergewichtigen Damen den Umzug so leicht wie möglich zu machen und sicherzustellen, dass sie sich in der FĂ€cherstadt wohlfĂŒhlen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere zwei alten ElefantenkĂŒhe so liebe Gesellschaft erhalten“, freut sich die Karlsruher Zoodirektorin, Dr. Gila von Hegel. FĂŒr Ilona wĂŒrde es das Wiedersehen mit einem alten Freund bedeuten. Der Karlsruher Elefantenpfleger Lars Hromniak hat bereits als ganz junger Tierpfleger im Zoo Hannover mit ihr Freundschaft geschlossen. Der Umzug ist fĂŒr Ende des Sommers geplant, damit die Heidelberger und die Karlsruher Elefanten sich noch bei gutem Wetter im Freigehege ausgiebig „berĂŒsseln“ können.

FĂŒr das Erhaltungszuchtprogramm ist die Heidelberger Entscheidung sehr wichtig: es gibt noch kaum Jungbullengruppen. „Es ihr unser Ziel, dass in Heidelberg aufgewachsene Jungbullen, wenn sie 10-12 Jahre alt werden, fĂŒr jeden Zoo die erste Wahl sind, wenn ein neuer Zuchtbulle gesucht wird“, betont Dr. WĂŒnnemann. Die Entscheidung wird auch von den Verantwortlichen des Erhaltungszuchtprogramms und der fĂŒr den Elefantenschutz engagierten European Elephant Group positiv kommentiert:

Ton Dorrestejin (Vorsitzender des Erhaltungszuchtprogrammes fĂŒr Asiatische Elefanten):
“The Asian Elephant EEP has taken notice of the willingness of Heidelberg Zoo to house such a young bull-group in the years to come and can only express its big support for this intention. Of course the EEP will than help Heidelberg Zoo in finding an adequate and good new place for the old ladies which are now living in Heidelberg Zoo. There are, fortunately, many successful examples of the transportation of older elephants to other zoos during the last decennium. (“Das Erhaltungszuchtprogramm fĂŒr Asiatische Elefanten ist ĂŒber die Bereitschaft des Heidelberger Zoos, in den kommenden Jahren eine Jungbullengruppe zu halten, informiert und kann nur seine aufrichtige UnterstĂŒtzung fĂŒr diese Absicht ausdrĂŒcken. SelbstverstĂ€ndlich wird das EEP dem Zoo Heidelberg helfen, adĂ€quate und gute PlĂ€tze fĂŒr die alten Elefantendamen zu finden, die nun in Heidelberg leben. Zum GlĂŒck gibt es aus den letzten zehn Jahren viele Beispiele fĂŒr den erfolgreichen Transport Ă€lterer Elefanten“.)

JĂŒrgen Schilfarth (Vorsitzender der European Elephant Group): „Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten ZuchtbemĂŒhungen fĂŒr die bedrohten Asiatischen Elefanten – und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen (in Deutschland derzeit noch kein einziger). Nach ihrem Heranwachsen unter Spiel- und Artgenossen können die geschlechtsreif gewordenen Bullen bei Bedarf und unter BerĂŒcksichtigung genetischer Gesichtspunkte als Zuchtpartner an andere HaltungsstĂ€tten abgegeben werden und dort fĂŒr Nachwuchs sorgen“.

Die anderen Elefantenhalter in Europa freuen sich ĂŒber die Entscheidung des Heidelberger Zoos. „Als wir nur erwĂ€hnt haben, dass wir darĂŒber nachdenken, haben die ersten Kollegen schon gefragt, wann sie ihre Jungbullen zu uns bringen können“, berichtet der Heidelberger Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. „In den letzten Jahren hat unser engagiertes Team im Elefantenrevier viel fĂŒr einen guten Ruf unserer Elefantenhaltung – trotz beengter RĂ€umlichkeiten – getan. Deshalb sind wir sicher, dass wir schöne Jungbullen fĂŒr unser Haus finden werden.“
(04.06.2009, 15:14)
Oliver Jahn :   Nach einem sehr schönen Besuch in Frankfurt war ich kurzfristig noch mal fĂŒr einen Kurzbesuch in Heidelberg. Ich habe den Zoo einige Jahre nicht besucht und ich war doch recht positiv ĂŒberrascht. Die neue Elefantenanlage kannte ich noch nicht, zu Zeit ist sie allerdings noch etwas schlecht einsehbar. Ansonsten war ich begeistert von der Kleinkatzenkollektion. Die alte Tapiranlage wird eifrig fĂŒr die Schildkröten umgebaut. Außerdem fand ich auch die Anlage der Faultiere sehr gut gelungen und ich bin noch nie Faultieren so nhahe gekommen, noch dazu, da diese Tiere dort ihrem Namen gar keine Ehre gemacht haben, sondern sehr flott unterwegs waren. Selbst der Besatz der ehemaligen Nashornanlage mit den RiesenkĂ€ngurus gefĂ€llt mir recht gut und ist auf jeden Fall besser, als die Emus, die ich zwischenzeitlich dort sah.
(29.05.2009, 23:42)
IP66 :   Es spricht nicht eben fĂŒr Orientierung am Artenschutz, wenn in einem Zoo eine in freier Wildbahn von der Ausrottung bedrohte Art wie der Waldrapp als Brutamme fĂŒr eine viel gehaltene und hĂ€ufige Art wie den roten Sichler eingesetzt wird - wobei ich mich zudem frage, weshalb es Abnehmer fĂŒr die vielenorts gut brĂŒtenden roten Vögel geben soll. Auf der anderen Seite wĂ€re es ja auch keine Lösung, wenn man die Waldrappen aufziehen lĂ€ĂŸt, um sie dann mangels Unterbringungsmöglichkeit zu verfĂŒttern.
(28.05.2009, 14:05)
Zoo Heidelberg :   Auf breiten Schwingen in den Sommer

Im Zoo Heidelberg steht ein flatternder Sommer ins Haus. In vielen Volieren und Gehegen piept der Nachwuchs: Kolben- und Mandarinenten gibt es gleich Dutzendweise. Ein ornithologischer Leckerbissen ist der junge Milchuhu, der bereits vorsichtig ĂŒber den Nestrand lugt – die Zucht von Milchuhus gehört zu den besonderen Seltenheiten in Zoologischen GĂ€rten. Eine besondere Wohngemeinschaft hat sich an der Voliere der Waldrappen gebildet: Oben auf der Voliere brĂŒtet ein Paar Weißstörche – in der Voliere darunter ein Paar Schwarzstörche. Die schwarzen Waldrappen haben ein nicht weniger besonderes BrutgeschĂ€ft zu erledigen. Da an Waldrappen aus der Heidelberger Zucht zur Zeit kein Bedarf ist, haben die Tierpfleger die Eier der Waldrappen gegen solche von Roten Sichlern ausgetauscht. Nun brĂŒten die schwarzen Waldrappen die Eier der Roten Sichler aus und fĂŒttern auch die Jungen der lebhaft gefĂ€rbten Verwandten, die allerdings als Jungvögel noch schwarz gefĂ€rbt sind. WĂ€hrenddessen haben die Roten Sichler in der Voliere nebenan ein neues Gelege produziert, das sie nun selbst ausbrĂŒten dĂŒrfen. „So erzielen wir bei den Roten Sichlern eine höhere Anzahl Jungvögel, auf die andere Zoos schon dringend warten,“ erlĂ€utert Tierpfleger Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers im Zoo.
(28.05.2009, 10:39)
Zoo Heidelberg :   GEO-Tag der Artenvielfalt in Heidelberg und Umgebung 12.-14.06.09

Dieses Jahr ist es wieder soweit: in Heidelberg und Umgebung werden auch 2009 die Tier- und Pflanzenarten erfasst und viele Exkursionen angeboten. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 385 Arten gefunden, darunter so ungewöhnliche Namen wie FeenlĂ€mpchenspinne, RotrĂŒckige Sklavenameise,
Kleiner Rauch-SacktrĂ€ger oder Posthornschnecke. Auch seltene Arten wie Mauereidechse, SĂ€belschnĂ€bler und Wendehals konnten von den fleißigen Naturkundlern entdeckt werden. WĂ€rme liebende Arten wie die aus dem SĂŒden stammende Mittelmeermöwe und der aus Indien stammende
Halsbandsittich fĂŒhlen sich in der Region pudelwohl. Unter den vielen Pflanzenarten ist der Weiße Maulbeerbaum erwĂ€hnenswert, der frĂŒher als Nahrung fĂŒr die Raupen des Seidenspinners angepflanzt wurde und so mit der Textilindustrie verbunden ist. Politisch unerwĂŒnscht sind fremdlĂ€ndische Arten, wenn sie negative Auswirkungen auf einheimische Arten haben. Von vielen Naturfreunden werden sie deshalb nicht gerne gesehen. Der schnell wachsende Japanische Staudenknöterich und der Asiatische MarienkĂ€fer sind zwei in Heidelberg gefundene Arten, die zu
dieser umstrittenen Gruppe gehören. Asiatische MarienkĂ€fer wurden aufgrund ihrer GefrĂ€ĂŸigkeit zur Biologischen SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung eingesetzt und konnten sich in den letzten Jahren ĂŒber die Grenzen der GewĂ€chshĂ€user hinweg schnell ausbreiten, hĂ€ufig zur Freude der Gartenbesitzer, denn sie haben einen ordentlichen Appetit auf BlattlĂ€use. Ihre Auswirkungen auf die einheimischen MarienkĂ€fer sind aber bislang nicht ganz klar. Erfreulich ist der Fund der Stechpalme, die in Deutschland zu den seltenen GewĂ€chsen in der freien Natur zĂ€hlt. Als Gartenpflanze ist die Stechpalme sehr beliebt. Auch Wildformen unserer Gartenpflanzen wurden gefunden, z.B. die Wilde Möhre mit der schwarzen "MohrenblĂŒte" im Zentrum der BlĂŒtendolde. FĂŒr Apotheker und Ärzte interessant: der Echte Baldrian, eine beliebte Arzneipflanze, wurde ebenfalls in Heidelberg gefunden.

Um uns herum gibt es immer noch viel zu entdecken. UniversitĂ€t Heidelberg, NABU, BUND und Stadt Heidelberg laden deshalb ein zum Großen Heidelberger Tag der Artenvielfalt ein. Die Informationen zum letzten Jahr und das aktuelle Programm von 2009 finden Sie unter:

www.artenvielfalt-hd.de

Das vielfĂ€ltige Angebot beinhaltet viele kostenfreie Exkursionen von Experten fĂŒr Jedermann zum Thema Vögel, z.B. eine Evolutionsgeschichte der Vögel im Luisenpark (auf Englisch), die Vogeloase in der Wagbachniederung, aber auch FĂŒhrungen zu Amphibien, Insekten, Wassertieren und -pflanzen, Fossilien in Mauer, exotischen und seltenen Pflanzen sind dabei. Gesundheitsthemen werden ebenfalls behandelt, z.B. ein Stand zum Thema Vogelgrippe und eine Heilpflanzenexkursion in den Luisenpark. Artenschutz-Exkursionen auch fĂŒr exotische Arten gibt es z.B. im Heidelberger Zoo oder im Botanischen Garten. Dieses Jahr werden zudem Nacht- und Abendexkursionen angeboten, die ihren besonderen Reiz haben. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen großen Bedarf an solchen Veranstaltungen gibt, auch bei Familien, Kindern und Jugendlichen. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer! Die genaueren Infos zu den Exkursionen folgen bald und sind dann auch ĂŒber die Homepage zu finden.
(13.05.2009, 13:20)
Holger Wientjes :   Ich freu mich auch sehr ĂŒber diese Nachricht. Zeigt sie doch, dass man etwas erreichen kann, wenn man sich nur lang genug dafĂŒr einsetzt !
Solche Nachrichten setzten Signale an alle, die der Meinung sind "bringt ja doch nix..."
Und fĂŒr jemanden, der die WAPCA (oder andere Institutionen) z.B. ĂŒber Spenden ĂŒnterstĂŒtzt hat, sorgt sie fĂŒr BestĂ€tigung !
(05.05.2009, 14:04)
th.oma.s :   wirklich eine gute nachricht
(04.05.2009, 20:09)
Zoo Heidelberg :   Das wertvollste Waldgebiet Afrikas ist vorerst gerettet!

Heidelberger Zoo auch im Naturschutz erfolgreich. Palmölgesellschaft gibt PlÀne zur Umwandlung in Plantagen auf!

Es gibt sie noch die guten Nachrichten im Naturschutz: Am 20. April 2009 hat PALMCI, die grĂ¶ĂŸte Palmölgesellschaft der ElfenbeinkĂŒste bekannt gegeben, dass sie das Projekt zur Nutzung des Tanoe-Waldes aufgibt – es sei „wegen der Einmischung der NaturschĂŒtzer zu kompliziert“ geworden.

Der Tanoe-Wald im Osten der ElfenbeinkĂŒste beherbergt die letzten lebensfĂ€higen Populationen mehrerer bedrohter Affenarten: Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben sowie wahrscheinlich die einzigen Individuen des Miss Waldrons Rotcolobus die weltweit noch existieren – eine Art, die Anfang dieses Jahrtausends bereits als ausgerottet gemeldet wurde. Genau dieses extrem wertvolle Waldgebiet wollte PALMCI im letzten Jahr in eine Palmölplantage verwandeln.

Im FrĂŒhjahr 2008 erschĂŒtterte eine Nachricht die NaturschĂŒtzer weltweit: Der Tanoe-Wald sollte einer Palmölplantage weichen. 80 kmÂČ Sumpfwald voller bedrohter Pflanzen und Tiere drohten verloren zu gehen. In einer Blitzaktion organisierten NaturschĂŒtzer vor Ort, angefĂŒhrt von Inza Kone`, der im MĂ€rz 2009 in den Niederlanden den bedeutenden Preis „Future for nature“ erhalten hat, und ihre europĂ€ischen Freunde eine Rettungsaktion. In Europa waren es vor allem die im Zoo Heidelberg stationierte WAPCA e.V. (West African Primate Conservation Action), der Zoo Mulhouse, dessen Direktor Pierre Moisson das Zuchtprogramm fĂŒr die Roloway-Meerkatzen leitet und die Naturschutzorganisationen CEPA sowie „Rettet den Regenwald“, die sich gegen den drohenden Verlust dieses einmaligen Lebensraumes stemmten. „Wir haben in dieser Zeit Tausende von Briefen geschrieben, unser gesamtes Netzwerk von Zoos, Naturschutzorganisationen aber auch umweltbewussten Unternehmen aktiviert, mit den MehrheitsaktionĂ€ren von PALMCI – Unilever und spĂ€ter Wilmar – den direkten Kontakt aufgenommen um vor allem klarzumachen: hier gibt es keine Alternative, dieser Wald muss erhalten bleiben“, beschreibt Dr. Klaus WĂŒnnemann, Chairman von WAPCA und Direktor des Zoo Heidelberg die Situation im letzten Jahr. „Wir konnten das Thema bis auf die BiodiversitĂ€tskonferenz in Bonn tragen und haben UnterstĂŒtzung aus vielen LĂ€ndern der Erde von Australien bis Kanada erhalten. Wir sind zusammen mit Inza Kone sehr froh, dass dieser wichtige Schritt zum Erhalt des Tanoe-Waldes und seiner Affen gelungen ist. Jetzt gehen wir neu motiviert daran, mitzuhelfen, dauerhafte Perspektiven fĂŒr den Naturschutz in der östlichen ElfenbeinkĂŒste und im westlichen Ghana zu entwickeln und umzusetzen“. Als erstes werden Dr. Inza Kone und Katherine Burns, die Koordinatorin der Arbeit von WAPCA in Ghana, zusammen die wichtigsten Punkte fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige weitere Arbeit zusammentragen. „Wir möchten erreichen, dass die Menschen der Region stolz darauf sind, die wertvollsten WĂ€lder Afrikas vor ihrer HaustĂŒr zu haben und den Schutz der WĂ€lder zu ihrer Sache machen. DafĂŒr ist es wichtig sich auch Gedanken ĂŒber die wirtschaftliche Zukunft der Region zu machen. An den Plantagen mit Ölpalmen hĂ€tten nur wenige verdient, das ist keine langfristige Hilfe fĂŒr die Bevölkerung,“ so Dr. WĂŒnnemann.

WAPCA e.V. arbeitet seit 7 Jahren in Ghana fĂŒr den Schutz der bedrohten Primatenarten und ist seit drei Jahren auch in der ElfenbeinkĂŒste engagiert. Die WĂ€lder dieser als Upper Guinean Forest bezeichneten Region gehören zu den weltweiten Hotspots der Biologischen Vielfalt, den artenreichsten Gebieten unseres Planeten.
Der Zoo Heidelberg hĂ€lt mit acht Tieren ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut. WAPCA e.V. ist das grĂ¶ĂŸte Naturschutzprojekt des Zoo Heidelberg, der sich auch fĂŒr die Wiederansiedlung des Feldhamsters in Nordbaden und den Naturschutz in Mittelamerika und SĂŒdostasien engagiert.
(04.05.2009, 14:43)
Zoo Heidelberg :   „Wild Alaska“ – eine beeindruckende Fotoausstellung von Matthias Breiter

Der Heidelberger Zoo prĂ€sentiert ab dem 18. April Aufnahmen des renommierten Naturfotografen Matthias Breiter. Die Ausstellung „Wild Alaska“ im Afrikahaus vermittelt eine fantastische Vorstellung von den grandiosen Bergen, FlĂŒssen, Gletschern, WĂ€ldern und der einzigartigen Tierwelt dieses großflĂ€chigen US-Bundesstaates. Die Ausstellung ist bis Ende Juni im Afrikahaus zu sehen. Am Samstag, 18. April um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

Matthias Breiter, Jahrgang 1964, wuchs in der NÀhe von Heidelberg auf. Nach dem Studium der Biologie an der UniversitÀt Heidelberg und der University of Massachusetts hat er sich als freiberuflicher Fotograf und Autor auf Naturthemen spezialisiert.
Bislang sind von ihm sieben BĂŒcher in mehreren Sprachen erschienen, von NaturfĂŒhrern bis hin zu BildbĂ€nden. Seine Bilder und Artikel wurden in zahlreichen internationalen renommierten Zeitschriften veröffentlicht. Seit fĂŒnf Jahren arbeitet Matthias Breiter ĂŒberwiegend in Alaska und zĂ€hlt dort zu den angesehensten Fotografen.
(08.04.2009, 14:00)
Zoo Heidelberg :   Eine neue Voliere fĂŒr die Riesenseeadler

Geplant war sie schon lange – jetzt ist die Voliere fĂŒr die Riesenseeadler des Heidelberger Zoos fertig gestellt und wurde am 7. April 2009 von dem Ersten BĂŒrgermeister Bernd Stadel feierlich eröffnet. Seitdem sitzen die beiden majestĂ€tischen Tiere in luftiger Höhe und ĂŒberblicken den „Heidelberger Yellowstone-See“. Diese Teichanlage wurde bereits 2000 angelegt, die große Greifvogelvoliere an ihrem einen Ende war von Anfang an mit geplant. Aus finanziellen GrĂŒnden musste der Bau des Adlergeheges jedoch warten. Dank zahlreicher Spenden von Tierpaten und anderen Zoobesuchern kam genug Geld zusammen, so dass die Voliere nun realisiert werden konnte. Die Handwerker und GĂ€rtner des Zoos haben beim Bau und der Bepflanzung der Adlervoliere hervorragende Arbeit geleistet. Das Gehege ist sechseckig und jede Seite ist neun Meter lang. Dadurch ergibt sich eine GesamtflĂ€che von 210 qm. Imposant ist vor allem die Höhe von bis zu sieben Meter. Zum See und zur Besucherplattform hin ist ein sogenanntes Harfengitter gespannt, dessen ausschließlich senkrechte DrĂ€hte einen fantastischen Durchblick ermöglichen. Im Innenbereich ist aus Natur- und Kunstfelsen, BaumstĂ€mmen, Schwemmwurzeln, KrĂŒppelkiefern und weiteren hundert Pflanzen sowie einer schönen Blumenwiese ein großzĂŒgiger Lebensraumausschnitt fĂŒr die grĂ¶ĂŸten Adler der Welt entstanden.

Die Riesenseeadler mit einer FlĂŒgelspannweite von 2,80 Meter kommen nur noch an den KĂŒsten im Osten Russlands und den vorgelagerten Inseln vor, in Nordkorea ist der elegante Vogel wahrscheinlich bereits ausgerottet. Ein Hauptverbreitungsgebiet liegt auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. Vulkane, Geysire und Fumarole geben Zeugnis von den AktivitĂ€ten unterhalb der Erde. Die Fauna mit BĂ€ren, in Millionenscharen wandernden Lachsen, Robben und Walen vor der KĂŒste und natĂŒrlich den Riesenseeadlern kann mit dem Tierleben des weitaus bekannteren Yellowstone-Nationalparks mĂŒhelos mithalten.

Die Heidelberger Riesenseeadler leben seit Juli 2006 in Heidelberg. Sie kamen als beschlagnahmte Tiere in den Zoo. Die beiden Vögel stellten sich glĂŒcklicherweise als MĂ€nnchen und Weibchen heraus und sind mittlerweile fast komplett vom Jungtiergefieder auf ihr Erwachsenenkleid umgefĂ€rbt. Die neue, großzĂŒgige Voliere wird ihnen in den nĂ€chsten Jahren hoffentlich den nötigen Impuls zur ersten Brut geben. Ideale Voraussetzungen sind nun geschaffen, jetzt liegt es an den Adlern.

Die Eröffnung der Voliere hat ĂŒbrigens auch eine geschichtliche Dimension. Vor 75 Jahren wurde der Tiergarten Heidelberg eröffnet. Bekanntestes Bauwerk des jungen Zoos wurde sehr schnell die Großvoliere fĂŒr Greifvögel, die im Krieg zerstört und spĂ€ter nicht wieder aufgebaut wurde. Mit der Eröffnung der Voliere fĂŒr Riesenseeadler im JubilĂ€umsjahr setzt der Zoo die Tradition der Greifvogelhaltung im Zoo Heidelberg mit einem besonderen Akzent fort.
(07.04.2009, 15:08)
Zoo Heidelberg :   Viele bunte GrĂŒnde, an Ostern den Zoo zu besuchen

Kinder aufgepasst: Wer einem echten Osterhasen begegnen möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag fĂŒr einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet eine besondere Überraschung: ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die jungen Zoobesucher mit schokoladigen Überraschungseiern. Damit auch jedes Kind eines abbekommt, hat der Osterhase zwei fleißige Assistentinnen, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnen. Poitou-Eselstuten Madeleine und Resi bekommen zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie die Überraschungseier zu den Kindern tragen. NatĂŒrlich dĂŒrfen Madeleine und Resi dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall und bietet etwas fĂŒr alle Sinne, denn die farbenfrohe Zeit hat endgĂŒltig Einkehr gehalten: Tausende Narzissen, Hyazinthen und Tulpen verwandeln die zahlreichen Wiesen des Zoos in prachtvolle BlĂŒtenmeere. Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem grĂŒndlichen FrĂŒhjahrsputz in frischem Glanz, die Störche klappern laut mit ihren SchnĂ€beln, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-LĂ€mmer hĂŒpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.
Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder. Um ihnen den Kontakt zu so richtig schmackhaft zu machen, ist außerhalb des Geheges ein Futterautomat aufgehĂ€ngt. Vorsichtige Kinder können die Ziegen durch den Zaun hindurch fĂŒttern, mutige Naturen nehmen das Futter mit in das Streichelgehege und werden rasch von den neugierigen Ziegen umringt werden.
Da mit einem grĂ¶ĂŸeren Andrang gerechnet werden kann, ist es ein guter Rat, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad zu fahren und den Erwachsenen den Stress mit einem ĂŒberfĂŒllten Parkplatz zu ersparen. Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
(03.04.2009, 11:00)
Onca :   *schmunzel* ihre RĂŒssel und KletterkĂŒnste hatte Jenny in Hamburg ja zur GenĂŒge unter Beweis gestellt. Sie scheint in gewissen Maß also auch Spaß an ihren damals gelernten ZirkusstĂŒckchen zu haben.
Wobei in Hamburg auch andere (nicht Zirkustiere) gerne mal hoch hinaus wollen. War Anfangs verwundert, aber inzwischen gewöhnt man sich an Elefanten auf zwei Beinen.
(02.04.2009, 19:30)
Klaus WĂŒnnemann :   @MM: Was Jenny kann und was nicht, setzt uns oft in Erstaunen. Es hĂ€tte fĂŒr sie wahrscheinlich auch einen leichteren Weg an den Korb gegeben. Es stehen im Gehege immer mehrere (bis ca. 10) Möglichkeiten zur VerfĂŒgung sich Futter zu beschaffen (hoch, tief, mit RĂŒssel schwierig zu erreichen etc.). Einige werden regelmĂ€ĂŸig (Betonröhren, Heunetze)und andere u.a. dieser Korb nur selten bestĂŒckt. Damit erzeilen wir sowohl bei der sehr agilen Jenny als auch bei der ruhigen Ilona die besten Resultate. Jeder Elefant nutzt das zuerst was er mag.
(02.04.2009, 18:58)
Michael Mettler :   Schlaues Tier :-)

Zum ersten Foto hĂ€tte ich noch eine Frage an die Heidelberg-Kenner: Können die Elefanten auch von der im Bild rechten Seite her an den Pfahl herantreten (und dann auf Baumstamm und Steine steigen), oder ist das die "Außenkante" der Anlage?
(31.03.2009, 20:05)
zollifreund :   passend zu dem die Diskussion auslösenden Bild eine Aufnahme aus Heidelberg vom Mai 2008: "werkzeuggebrauch bei elefanten"

um an den Futterkorb zu gelangen, hat die Elefantenkuh zuerst den Ast aus einem anderen Teil der Anlage geholt und dann genau unter den Korb gelegt - somit hat sie sich selbst ein Hilfsmittel organisiert, um sich nicht ohne AbstĂŒtzgelegenheit aufrichten zu mĂŒssen...
(31.03.2009, 19:44)
Michael Mettler :   Da dieses Thema eigentlich zu interessant ist, um es auf Heidelberger Elefanten zu beschrĂ€nken, wĂŒrde ich es gern in den Thread "BeschĂ€ftigung von Zootieren" verlagern. Denn im Grunde gelten die gleichen Überlegungen z.B. auch fĂŒr Seelöwen usw.
(31.03.2009, 15:14)
Shensi-Takin :   @MM: Ja, garantiert(sic). Ueberlegen Sie mal: nebst der Vorfuehrungen regelmaessige Trainingssessions (die je nach Tagesform & Naturell der beteiligten Tiere und Menschen auch schon mal laenger ausfallen koennen). Davor noch das Initialtraining fuer "Neueinsteiger" (fuer die trotz jugendlichem Alters die Belastung nach wie vor bestehet). Elefanten bekommen als grossformatige Publikumsmagneten eher Zeit & Raum eingeraeumt als menschliche Akteuere, die ihre Trainingsgestaltung flexibler gestalten koennen. Individuelle Unterschiede in Bezug auf Dauer/Frequenz im jeweiligen Zirkus bestehen durchaus, u.a. hinsichtlich Zirkusausstattung, Elefanten (denn auch ein "alter Hase" bzw. trainierter Elefant sollte die Routine beibehalten), Trainer, Uebung usw. Man koennte auch die Frage stellen, ob einem trainierten Zirkuselefant, aehnlich einem trainierten Menschen im Vergleich zu einem untrainierten, das jeweilige Kunststueck relativ gesehen weniger koerperlich Ungemach bereitet als einem Zooelefanten...
Was "Kommandos" angeht: impliziert dieser Begriff in seiner Auslegung als [militaerischer] Befehl nicht obligatorischen Zwang seitens eines Hoeherrangigen? Ich glaube kaum, dass in Heidelberg oder anderen Zoos mit derartigen Beschaeftigungsmoeglichkeiten die Tiere zur Nutzung dieser gezwungen werden. Wenn das jeweilige Tier diese Beschaeftigungsoption nicht nutzen will, dann halt nicht-auch wenn die Pfleger ob des Arbeitsaufwands sicher nicht davon begeistert sein duerften...
(31.03.2009, 11:52)
Holger Wientjes :   Reine Dressurnummern, die nur auf Schaueffekte hinzielen, finde ich auch in einem Zoo nicht besser als im Zirkus. Nur kann man ja nicht abstreiten, dass die Tiere dort alleine schon aufgrund der strukturreicheren und grösseren Gehege sowie des nicht stĂ€ndigen Verladens/Reisens besser untergebracht sind als ihre Artgenossen im Zirkus.
(31.03.2009, 11:19)
IP66 :   Ich weiß nicht, ob dergleichen KunststĂŒcke einen Elefanten dauerhaft schĂ€digen. Ich finde allerdings die Überlegungen zu Dressuren interessant: Sicherlich herrschen in einem Wanderzirkus etwas andere Bedingungen, doch scheinen mir sich die TiervorfĂŒhrungen in den manchenorts vorhandenen Zooarenen von denen im Zirkus allenfalls durch diverse didaktische Einschöbe zu unterscheiden, und ob die dort prĂ€sentierten Tiere wirklich so viel besser untergebracht sind als ihre Artgenossen in Privatnunternehmen dieser Art, weiß ich nicht. Mir scheint jedenfalls, daß sich auch mancher der neuen geographisierenden Kunstfelszoos dem Wunsch der Besucher nach in besonderer Weise prĂ€sentierten Tieren nicht entziehen kann und das dafĂŒr nach langer Pause auch wieder spezifische Bauten errichtet werden.
(31.03.2009, 11:06)
Holger Wientjes :   Die Überlegungen/Argumente klingen interessant ! Vielleicht ist es wirklich nur der fade Beigeschmack den man mit der Haltung/Dressur von Elefanten im Zirkus verbindet und der uns hier dazu verleitet gleiches/Ă€hnliches (freiwilliges) Verhalten der Tiere im Zoo anders zu beurteilen.
Mal ganz davon abgesehen, dass auch ich der Meinung bin, Elefanten haben in einem Zirkus nichts zu suchen.
(31.03.2009, 11:00)
Michael Mettler :   @Shensi-Takin: "Garantiert"? Meines Wissens gibt ein Circus zwei bis drei VorfĂŒhrungen am Tag, und der Hochstand eines Elefanten dauert dabei lediglich einige Sekunden. Wobei man da sicherlich noch differenzieren muss zwischen einem freien Hochstand am Platz und dem Gehen auf den Hinterbeinen, wie man es am hĂ€ufigsten beim Ausmarsch einer Elefantenpyramide sieht (bei der wiederum die Vorderbeine sicher aufliegen) - aufgerichtetes Gehen mit freien Vorderbeinen ist sicherlich die unnatĂŒrlichste und belastendste Übung. Was das Üben des KunststĂŒcks betrifft: Angesichts dessen, wieviele Artisten und Dompteure sich die Manege in den Zeiten außerhalb der VorfĂŒhrungen teilen mĂŒssen, dĂŒrften die Trainingszeiten in der Reisesaison kurz sein, zumal die Tiere dann ja weitgehend durch die VorfĂŒhrungen im Training bleiben (nicht umsonst wird doch den Circussen auch vorgeworfen, dass die Tiere außerhalb der VorfĂŒhrungen kaum Bewegung bekommen). Somit dĂŒrfte sich die Zeit aufgerichteten Stehens bei einem bereits trainierten Elefanten (!) in sehr engen Grenzen halten. Ihm diesen Trick beizubringen, erfordert natĂŒrlich deutlich mehr Zeit. Das passiert(e) allerdings m.E. auch in jungem Alter und bei erheblich niedrigerer Gewichtsbelastung; dass Jungelefanten zwar nicht frei aufrecht stehen, ihr Gewicht aber beim Beklettern von SpielgefĂ€hrten sehr wohl - und sogar fĂŒr mehr als nur Sekunden - ausschließlich auf die Hinterbeine verlagern, lĂ€sst sich auch in Zoos hĂ€ufig beobachten.

Ich will ĂŒbrigens keineswegs die CircusverhĂ€ltnisse schön reden. Nur sehe ich - den Bewegungsablauf und dessen mögliche körperliche Folgen fĂŒr sich betrachtet - keinen rechten Unterschied zwischen "gutem" und "bösem" Hochstehen und frage mich nun, ob die Kritik an den Tricks eher darauf abzielt, dass der Elefant sie auf Kommando machen muss und nicht selbst entscheiden darf. Da wiederum kann ich mich dann auch fragen, ob eine Enrichment-Maßnahme dem Tier zwar die Entscheidung des "wann" frei lĂ€sst, aber die Darbietung von Futter zum Auslösen dieses Bewegungsablaufes nicht auch eine ĂŒbertragene Form von Kommando darstellt (stell dich auf die Hinterbeine, sonst bekommst du diesen Leckerbissen nicht).
(31.03.2009, 10:42)
Shensi-Takin :   @MM: Garantiert nicht so oft und lange wie Zirkuselefanten beim Kunststueck-Ueben bzw. -Praesentieren.
(31.03.2009, 09:54)
Michael Mettler :   @Shensi-Takin: Keine Sorge, daran habe ich gedacht. Wie oft bzw. wie lange muss sich denn ein Elefant aufrichten, um den abgebildeten Korb zu leeren, und fingert er nicht auch danach noch ab und an hinein, um zu prĂŒfen, ob inzwischen Futter "nachgewachsen" ist - was ja eigentlich der Sinn von Einrichment-Maßnahmen mit Futter ist?
(31.03.2009, 09:28)
Shensi-Takin :   @MM: Als Denkanstoss: Vergleich der Aufrichtungsdauer/haeufigkeit im Heidelberger Zoo und der in Zirkussen (inklusive Trainingssessions)...
(31.03.2009, 07:43)
Michael Mettler :   @Sacha: Genau dieses Argument verwenden auch die Verteidiger des "KunststĂŒckchens"....
(30.03.2009, 20:40)
Sacha :   @MM: Wohl eher (zweit-)Letzteres, da es, wie Filmaufnahmen belegen, auch Elefanten gibt, die sich in freier Wildbahn auf diese Weise strecken, wenn sie ein "Leckerli" nicht anders erreichen können.
(30.03.2009, 20:22)
Michael Mettler :   Bei mir ruft das Bild eher große Verwunderung hervor. Seit Jahren hört man von Elefantenfans wie auch von manchen Zoologischen GĂ€rten als Argument gegen entsprechende KunststĂŒcke in Circussen und Zoos mit ElefantenvorfĂŒhrungen, dass das Aufrichten auf den Hinterbeinen extrem schĂ€dlich fĂŒr den Gelenkapparat von Elefanten ist - je Ă€lter der Elefant, umso schlimmer. Und nun DAS als behavioral enrichment? Ist es den Gelenken nicht ziemlich egal, ob sie wegen Nahrungsaufnahme oder wegen Show-Effektes ĂŒberlastet werden? Oder ist diese Körperhaltung nun doch nicht so gesundheitsschĂ€digend, wie man uns seit Jahren erzĂ€hlt?
(30.03.2009, 18:21)
Sven P. Peter :   Mal ganz ab von der Meldung zum Bau finde ich das Bild sehr interessant.
Mit solchen Mitteln könnte man doch auch leicht Elefantenanlagen wie in Krefeld oder Magdeburg aufwerten.
(30.03.2009, 11:49)
Zoo Heidelberg :   Bald geht es los:
Spatenstich Elefantenhaus am 9. Juni

Dem Bau des neuen Elefantenhauses im Heidelberger Zoo steht nun nichts mehr im Wege: Am 9. Juni um 14.30 Uhr wird der Heidelberger OberbĂŒrgermeister Dr. Eckart WĂŒrzner mit dem Spatenstich den Baubeginn eröffnen.
In den letzten Monaten wurden die Planungen konkretisiert. Auch die beiden neuen und sehr erfahrenen Leiter des Elefantenreviers haben eigene Ideen beigesteuert. Und wie geht es nun weiter? „Die Ausschreibung lĂ€uft bereits und fĂŒr den Rohbau haben schon viele Firmen angefragt. SelbstverstĂ€ndlich hoffen wir auf gute Angebote“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. In den nĂ€chsten Wochen erfolgen weitere Ausschreibungen fĂŒr Metallbau und Haustechnik. Mit dem neuen Elefantenhaus werden zwei wichtige Ziele des Zoos verwirklicht. Zum einen erhalten die schwersten LandessĂ€ugetiere der Erde eine abwechslungsreiche und vielfĂ€ltig strukturierte Umgebung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Elefantenhaltung. Zum anderen gewinnen die Besucher ein naturnahes Tiererlebnis, das gleichzeitig auch fĂŒr die Bedrohung dieser beeindruckenden Tiere sensibilisiert.
Wer fĂŒr das neue Elefantenhaus spenden und gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz dieser Tiere leisten möchte, kann sich telefonisch unter 06221-6455-0 informieren oder ĂŒberweist die Spende direkt auf das Spendenkonto Tiergarten HD gGmbH, Konto-Nr.: 15911, bei der Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20 unter dem Verwendungszweck: „Elefantenhaus“.

(30.03.2009, 09:42)
IP66 :   Ich fĂ€nde es schön, wenn man sich in Heidelberg jenseits wĂŒnschenswerter Neubauten auch mit den Denkmalen der 75jĂ€hrigen Zoogeschichte, etwa der BĂ€rengrube, dem ĂŒberlieferten Elefantenhaus oder der Schaufensteranlage am Eingang widmen wĂŒrde. Gerade im an historischen TierhĂ€usern armen Baden-WĂŒrttemberg bietet Heidelberg (zumal seit Karlsruhe die letzte Vorkriegsanlage zerstört hat) einen in diesem Bundesland einzigartigen Überblick ĂŒber verschiedene Tierhaltugnskonzepte, der mehr Aufmerksamkeit verdienen wĂŒrde, als ihm derzeit geschenkt wird.
(26.03.2009, 11:12)
Zoo Heidelberg :   Am Dienstag, den 7. April um 11.00 Uhr wird zusammen mit dem Ersten BĂŒrgermeister, Herrn Bernd Stadel, die neue Voliere fĂŒr Riesenseeadler eröffnet.

Unsere Riesenseeadler kamen als beschlagnahmte Tiere zu uns. Mit der neuen Voliere erhalten sie optimale Bedingungen. Direkt an unserem Yellowstone-See gelegen, bietet die neue Voliere nicht nur genĂŒgend Platz, sondern auch interessante Beobachtungsmöglichkeiten fĂŒr die grĂ¶ĂŸten Adler der Welt.  Aus Natur- und Kunstfelsen, BaumstĂ€mmen, Schwemmwurzeln und vielen hundert Pflanzen ist ein Lebensraumausschnitt entstanden.

Die Riesenseeadler vertreten im Zoo Heidelberg einen der faszinierendsten Orte unserer Erde - die Halbinsel Kamtschatka. Vulkane, Geysire und Fumarole geben Zeugnis von den AktivitĂ€ten unterhalb der Erde. Die Fauna mit BĂ€ren, in Millionenscharen wandernden Lachsen, Robben und Walen vor der KĂŒste und natĂŒrlich den Riesenseeadlern kann mit dem Tierleben des weitaus bekannteren Yellowstone-Nationalparks mĂŒhelos mithalten.   

Wir wollen fĂŒr dieses Paradies werben, das noch kaum bekannt ist und doch schon durch unreglementierte Ausnutzung von BodenschĂ€tzen bedroht ist.

Die Eröffnung der Voliere hat aber auch eine geschichtliche Dimension. Vor 75 Jahren wurde der Tiergarten Heidelberg eröffnet. Bekanntestes Bauwerk des jungen Zoos wurde sehr schnell die Großvoliere fĂŒr Greifvögel, die im Krieg zerstört und spĂ€ter nicht wieder aufgebaut wurde. Mit der Eröffnung der Voliere fĂŒr Riesenseeadler im JubilĂ€umsjahr setzen wir die Tradition der Greifvogelhaltung im Zoo Heidelberg mit einem besonderen Akzent fort.
(26.03.2009, 09:27)
Zoo Heidelberg :   Fotoausstellung: Im Fokus – Tierkinder im Heidelberger Zoo

Der Heidelberger Zoo prĂ€sentiert in einer Ausstellung schöne Tierkinderfotos von Rose von Selasinsky. Die mit Tierliebe und viel Geduld aufgenommenen Tierportraits zeigen ein stimmungsvolles Panorama von Tieren und Begegnungen im Heidelberger Zoo. Seit 2005 ist Rose von Selasinsky leidenschaftliche Zoofotografin im Heidelberger Zoo. Zahlreiche ihrer besten Tieraufnahmen sind in BĂŒchern, Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht worden.
Die Fotoausstellung ist vom 29. MĂ€rz bis zum 30. Juni 2009 im Raubtierhaus des Zoos zu sehen. Am Sonntag, den 29. MĂ€rz um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.
(20.03.2009, 10:05)
Zoo Heidelberg :   DPA - spiegel online: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,614316,00.html

Pfeifender Orang-Utan begeistert Zoobesucher

King Louie aus dem "Dschungelbuch" als Vorbild: Ein Orang-Utan im Zoo von Heidelberg unterhĂ€lt Artgenossen und Pfleger mit seinem Pfeifen. Der Affe Ujian ist eines von nur wenigen Tieren weltweit, dem das KunststĂŒck gelingt, das mittlerweile sogar manchmal nett anzuhören ist.

Heidelberg - "Im vergangenen Sommer ist uns das erstmals aufgefallen", sagt Zoosprecherin Steffanie Richter. "Inzwischen wird das Pfeifen zunehmend melodiöser." Nach Angaben des Zoos ist der 14 Jahre alte Menschenaffe eines von weltweit drei Tieren seiner Art, das diese besondere Begabung besitzt - und damit musikalisch wie King Louie aus dem Disney-Zeichentrickfilm "Dschungelbuch" ("Ich wÀr so gern wie du") ist. Das Pfeifen ist nicht das einzige Talent von Ujian: Malen kann er auch, bis Anfang Mai werden seine Bilder versteigert.
FĂŒr Forschungszwecke schickten der Leiter des Heidelberger Affenreviers, Bernd Kowalsky, und sein Team nun Aufnahmen von Ujians Pfiffen zum Great Ape Center in den USA (Iowa).

Das Pfeifen brachte sich der Orang-Utan ganz alleine bei, beteuert der Zoo. Schuld sein soll der GemĂŒsehĂ€ndler, der regelmĂ€ĂŸig Obst und GemĂŒse liefert. Da die Tiere vom Affenrevier aus den Eingang gut im Blick haben, hat Ujian vergangenen Sommer wohl auch mitbekommen, dass der Lieferant spĂ€t dran war. Ungeduldig pfiff er dem Mann entgegen. "Der hatte dann zunĂ€chst den Leiter des Affenreviers im Verdacht" - was fast zum Streit gefĂŒhrt hĂ€tte, berichtete die Zoosprecherin. "Anpfeifen lass ich mich nicht von Ihnen", soll sich der HĂ€ndler gewehrt haben. Doch Revierleiter Kowalsky beteuerte seine Unschuld.
Also schauten sich die Zwei um - und sahen Ujian die Lippen schĂŒrzen. Gleichzeitig hörten sie Töne. Eine zoologische Sensation war entdeckt. "Ujian macht das richtig gerne", sagte Richter. NatĂŒrlich lasse er sich durch NĂŒsse und Rosinen besonders gerne zu einem Pfeifkonzert bewegen. "Aber er macht das auch von ganz allein und bis zu zwei Stunden lang." Seinen Mitbewohnerinnen im Heidelberger Zoo gefĂ€llt's - vor allen Dingen die 20 Jahre alte Puan startet zaghaft erste eigene Versuche.
Ujian kam 2005 zu den Orang-Utan-Damen in Heidelberg. Zuvor war der Menschenaffe, der in ZĂŒrich geboren und in der Aufzuchtstation der Stuttgarter Wilhelmina groß wurde, in Hagenbecks Tierpark in Hamburg.
In Schweden hatte zuletzt ein Schimpanse fĂŒr Schlagzeilen gesorgt, der Steine sammelte, um sie Stunden spĂ€ter auf Besucher zu werfen. Er unterhielt sogar mehrere Munitionslager in seinem Freigehege, hieß es.

Marion van der Kraats, dpa
(19.03.2009, 23:29)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zoo: Auf neuen FlĂŒgeln in den FrĂŒhling

Es hat nicht mit den anstehenden Wahlen zu tun, wenn im Vogelrevier des Heidelberger Zoos die Farben des FrĂŒhlings zartrosa und tiefgrĂŒn sind – mit Rosa Löfflern und GrĂŒnwangen-Amazonen bevölkern zwei attraktive Vogelarten die Volieren des Zoos neu.

Die große Ibis-Voliere hat seit dem Wochenende sechs neue Bewohner – Rosa Löffler. Die zartrosa gefĂ€rbten Reiherverwandten kommen freilebend in der Karibik und SĂŒdamerika vor. Das auffĂ€lligste Merkmal dieses hĂŒbsch gefĂ€rbten Vogels ist zweifellos sein langer, an der Spitze löffelförmig verbreiterter Schnabel. Er stellt eine Anpassung an die besondere ErnĂ€hrungsweise des Vogels dar. In seichten, offenen GewĂ€ssern schreitet er bedĂ€chtig durch das Wasser auf das Suche nach Beute – Schnecken, WĂŒrmern und kleinen Fischen. Im Heidelberger Zoo treffen die Rosa Löffler auf Rote und Braune Sichler, Kuba-PfeifgĂ€nse, HöckerglanzgĂ€nse und Rotschultenten – allesamt auch SĂŒdamerikaner. Es wird interessant werden, wie sich die Rosa Löffler in den Brutkalender der ĂŒbrigen Volierebewohner eingliedern werden: Im FrĂŒhjahr beginnen die Braunen Sichler mit dem Nestabau, den sie abgeschlossen haben, wenn die Roten Sichler in Brutstimmung kommen. Werden die Löffler die gesittete Nestordnung durcheinanderbringen? Damit ist frĂŒhestens nĂ€chstes Jahr zu rechnen, denn die Löffler sind allesamt Jungvögel.

In der großen Regenwald-Voliere des Zoos sind mit GrĂŒnwangen-Amazonen die ersten Papageien eingezogen. Die Pflanzen der Voliere mussten erst einmal einige Jahre Fuß – vielleicht besser – Wurzeln fassen, bevor sie mit den krĂ€ftigen SchnĂ€beln der Amazonen Bekanntschaft machen können. Diese SchnĂ€bel werden sicher auch dafĂŒr sorgen, dass die possierlichen WeißgesichtsseidenĂ€ffchen, die sich mit den Amazonen die Voliere teilen, den neuen Mitbewohnern respektvoll gegenĂŒbertreten – was sonst nicht ihrer quicklebendigen Art entspricht. Auch die Zoobesucher, die diese Voliere durchstreifen können, sollten daran denken, dass Wildtiere keine Streicheltiere sind und auf Streicheleinheiten fĂŒr die grĂŒnen KrummschnĂ€bel verzichten.

P.S. Wer es in Vorwahlzeiten im Zoo lieber andersfarbig mag: Wir warten mit Spannung und voller Vorfreude auf die Geburt eines tiefschwarzen Eselfohlens, auf die Ankunft eines neues strahlend blauen Hyazintharas und dass die leuchtend gelben Webervögel mit ihrer eindrucksvollen Balz und ihrem kunstvollen Nestbau beginnen.
(19.03.2009, 10:34)
Mirko Schmidkunz :   Wo sind eigentlich die Weißschwanzmangusten untergebracht?
Ich finde die Vergesellschaftung der Indischen Mungos sehr positiv. Ich habe mich gefreut sie zuletzt auch beobachten zu können. Was wird aus dem alten Affenhaus mit den Hulmans?
(10.03.2009, 10:39)
IP66 :   Welchem Projekt stand das arme kleine Haus denn im Weg?
(09.03.2009, 17:58)
Klaus WĂŒnnemann :   @IP&&
Leider waren wir doch in Not, denn die FlĂ€che des Zoos ist nun einmal die kleinste aller "großen" deutschen Zoos. Viele MĂ€ngel des alten Schildkrötenhauses sind auf den ersten Blick kaum sichtbar. Falscher Dachaufbau, mangelnde Isolierung, kein Anschluss an Heizungssysteme, kein Anschluss an Kanalisation etc.. Die Instandsetzung wĂ€re teuer geworden, die Haltung von Schildkröten war nicht lĂ€nger möglich, und eine Tierhaltung an dieser Stelle fĂŒr die Gesamtgestaltung hinderlich.
(09.03.2009, 11:12)
IP66 :   Daß man ohne Not das kleine Schilkrötenhaus beseitigen zu mĂŒssen glaubte, spricht nicht fĂŒr einen achtungsvollen Umgang mit ĂŒberkommenen Bauten, ganz abgesehen davon, daß dem Zoo ja nur wenig Mittel fĂŒr Erneuerungen zur VerfĂŒgung stehen und sich deshalb der Erhalt manchen Altbaus auch aus ökonomischen GrĂŒnden rentiert. Den Eindruck, daß man ansonsten im Umgang mit GelĂ€nde und Bestand viele und gute Ideen entwickelt, hatte ich jedoch bei meinem letzten Besuch ebenfalls.
(09.03.2009, 10:31)
Jennifer Weilguni :   @IP66
Ich war gestern in Heidelberg und muss Dir leider mitteilen, dass es das alte Schildkrötenhaus nicht mehr gibt.

Auch sonst tut sich ja zur Zeit so einiges in Heidelberg.. die neue Anlage fĂŒr die Riesenseeadler nimmt immer mehr Gestalt an, es wurde davor nun auch eine Art BeobachtungshĂŒtte errichtet. Und dann ist ja auch der neue Kinderspielplatz im Bau.
Wenig VerĂ€nderungen sind hingegen in Sachen Elefantenhaus ersichtlich, aber ich staune doch immer wieder darĂŒber wie sehr man daran arbeitet an allen Ecken und Enden zu verbessern und zu erneuern. Da könnten sich so manch "große" Zoos wahrlich eine Scheibe abschneiden.
(09.03.2009, 07:51)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Affen malen fĂŒr ein schöneres Zuhause

AnlĂ€sslich des 75jĂ€hrigen JubilĂ€ums plant der Zoo Heidelberg und sein Affenhausteam wieder eine Versteigerung mit den Werken seiner Menschenaffen. Der Erlös kommt vollstĂ€ndig dem Menschenaffenhaus und seinen Bewohnern zugute. Wie viele Zoofans sicher wissen, sind nicht alle Heidelberger Menschenaffen auch begnadete KĂŒnstler. Es sind vor allem die Orang-Utans „Puan“, „Uijan“ und die absolute Topmalerin „Grisella“, die sich kreativ betĂ€tigen. Von den Schimpansen haben sich lediglich der neue Gruppenchef Henry und seine Freundin Conny als recht annehmbare KĂŒnstler hervorgetan.
Als Highlight der Versteigerung werden die letzten Werke des 2007 verstorbenen Orangmannes „Nogger“ angeboten. Unvergessen bleibt die damalige, sehr lebendige Versteigerung im Afrikahaus, als besonders die anwesenden Damen um Noggers „Kiss“ um die Wette boten.
Die Versteigerung findet diesmal auf einem etwas anderen Wege statt, um möglichst vielen Fans eine Möglichkeit zu geben, die Werke intensiv zu betrachten. Ausgesuchte Unikate werden im Zooshop ab Freitag, 27. Februar öffentlich in einer Art Galerie prÀsentiert. Jeder kann dort persönlich, telefonisch oder per Mail sein Gebot abgeben. TÀglich ab 11 Uhr ist das aktuelle Höchstgebot im Zooshop (Tel.: 06221-645522, zooshop@heidelberg.de) zu erfahren.
Gebots-Deadline ist Donnerstag, der 7. Mai um 12.00 Uhr. Am Freitag findet die Auswertung und Benachrichtigung der Bietsieger statt. Das Bild, welches das höchste Gebot erzielt, ist mit einem exklusiven Highlight verbunden: Eine Malstunde zusammen mit den Orang-Utans!

Foto: Orang-Utan "Grisella" beim Malen
(26.02.2009, 11:57)
Zoo Heidelberg :   Beispielhafte FamilienzusammenfĂŒhrung bei Heidelberger Gorillas erfolgreich

Der Heidelberger Zoo hat etwas erreicht, was bisher nur zwei weitere Zoos in Europa gewagt haben: Einen nicht von der Mutter aufgezogenen Gorilla sehr frĂŒh wieder in seine Geburtsgruppe zurĂŒckzufĂŒhren, anstatt ihn die ersten Jahre in Menschenobhut aufwachsen zu lassen.
Die MĂŒhe und Geduld der letzten 1 Âœ Jahre hat sich wirklich gelohnt. Die Re-Integration des Gorillaweibchens „Kiki“ in ihre Geburtsgruppe im Heidelberger Zoo ist erfolgreich abgeschlossen. Das GorillamĂ€dchen ist nun Tag und Nacht mit allen anderen Gruppenmitgliedern zusammen und wird als Familienmitglied voll akzeptiert. Der gesamte Integrationsprozess wurde wissenschaftlich begleitet. Alle Daten und Verhaltensweisen wurden genau dokumentiert und zusammen mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr Gorillas ausgewertet. Die EuropĂ€ische Spezialistengruppe fĂŒr Gorillas, in der auch die Wissenschaftliche Assistentin des Heidelberger Zoos, Sandra Reichler, Mitglied ist, verfolgte und diskutierte die Integration von Kiki mit grĂ¶ĂŸtem Interesse. „Dass Kiki so frĂŒh wieder in ihre Geburtsgruppe zurĂŒckgefĂŒhrt werden konnte, ist nicht nur wichtig fĂŒr sie selbst und ihre weitere Entwicklung“ erklĂ€rt Sandra Reichler, „die erfolgreiche Integration ist fĂŒr das gesamte Gorilla EEP ein großer Fortschritt. Der Heidelberger Erfolg wird sicher dazu beitragen, dass die Aufzucht nicht angenommener Jungtiere in Zukunft neue Wege geht und damit optimiert werden kann. Darauf sind wir stolz.“
Viele Zoobesucher können sich erinnern: Kiki wurde im Mai 2007 als erstes Kind von Gorillaweibchen „Doba“ geboren. Leider hatte die junge Mutter nicht genug Milch, so dass Kiki nach einer Woche in den Armen ihrer Mutter fast verhungert wĂ€re. Wochenlange intensivmedizinische Betreuung durch KinderĂ€rzte und die ZootierĂ€rztin retteten ihr Leben. Doch wie sollte nun die weitere Aufzucht des erst wenige Wochen alten Gorillakindes aussehen? Vor Jahrzehnten wĂ€re der junge Menschenaffe von den Tierpflegern oder dem Zoodirektor wie ein Menschenkind aufgezogen worden. Heute wissen wir, dass diese Art der Aufzucht in Menschenhand im spĂ€teren Leben oft große Probleme mit sich bringt. Ohne Kontakt zu Artgenossen kommt es bei handaufgezogenen Affen hĂ€ufig zu Schwierigkeiten im Sozialverhalten gegenĂŒber anderen Gruppenmitgliedern, es kann Probleme bei der Fortpflanzung geben und oft ziehen Weibchen ihre eigenen Jungtiere nicht auf. Ein erster Fortschritt bei der Aufzucht junger Menschenaffen stellten sogenannte Jungtieraufzuchtstationen dar wie es beispielsweise eine in der Stuttgarter Wilhelma gibt. Hier wachsen mehrere junge Affen, die nicht von ihren eigenen MĂŒttern groß gezogen werden können, gemeinsam in Spielgruppen auf. Dadurch haben die Jungtiere schon frĂŒh Kontakt zu – allerdings nur jungen – Artgenossen. Die endgĂŒltige Integration in eine natĂŒrlich zusammengesetzte Gorillagruppe erfolgt aber erst mit drei bis vier Jahren. Da aber auch bei Menschenaffen, Ă€hnlich wie beim Menschen, bereits die ersten Lebensjahre prĂ€gend fĂŒr die ganze weitere Entwicklung sind, sollte das Jungtier so frĂŒh wie möglich Teil einer sozial funktionierenden Affengruppe werden.
Das Heidelberger Gorillakind Kiki wurde daher sofort nach ihrer Genesung tĂ€glich mehrmals von den Tierpflegern an das Gehege ihrer Familie gefĂŒhrt. Es gab freundliche Brummlaute und zarte BerĂŒhrungen von Seiten der erwachsenen Gorillas. Dadurch brach die Bindung der Gruppe zum Jungtier nie ganz ab und auch Kiki blieb der Kontakt zu erwachsenen Gorillas vertraut. Der nĂ€chste Schritt war die Gewöhnung des jungen Gorillas an einen KĂ€fig, der im Gorillagehege installiert war. Hier konnte sie jeden Tag in geschĂŒtztem Kontakt zur Gruppe sein, sie beobachten und trotzdem von den Tierpflegern ihre MilchflĂ€schchen bekommen. SpĂ€ter wurde der KĂ€fig zur Gruppe hin geöffnet. Tag fĂŒr Tag ein wenig lĂ€nger, bis er nun letztendlich immer offen bleibt und Kiki ihren gesamten Tag gemeinsam mit der Gorillagruppe verbringt.
Die RĂŒckfĂŒhrung von Kiki in ihre Geburtsgruppe dauerte viele Monate, bedeutete harte Arbeit und viel Geduld fĂŒr das gesamte Zooteam. „Es war schwierig, immer genau die Balance zwischen Zuwendung und ZurĂŒckhaltung zu finden. Aber Kiki zeigt uns jeden Tag, dass wir den richtigen Weg beschritten haben“, beschreibt Bernd Kowalsky, Reviertierpfleger im Affenhaus, seine Arbeit.
(17.02.2009, 15:19)
Zoo Heidelberg :   Neuer innovativer Spielplatz fĂŒr die kleinen Zoobesucher

Der große Spielplatz im Zoo ist in die Jahre gekommen. Zum 75. Geburtstag des Zoos schenkt der Zoo sich selbst und seinen kleinen Besuchern eine völlige Neugestaltung des Spielareals, welche zusammen mit dem PlanungsbĂŒro Plessing aus Heidelberg konzipiert wurde.
Unter den Thema „Arche Noah“ entstehen fĂŒr 650.000 Euro unterschiedliche Landschaftsbereiche, die altersspezifisch gestaltet sind. Um einen zentralen Platz mit behindertengerechtem Karussell und Trampolinen sind der Kleinkinderplatz mit SpielgerĂ€ten und landschaftsnahen Einbauten sowie die Themenfelder Steppe und Dschungel angeordnet. Im Zentrum des weiten Sandfeldes liegt die Oase mit Schöpfbrunnen. Daneben entsteht mit vielen Spielmomenten der Abenteuerpfad, welcher ĂŒber den Kletterwald zum Dschungeldorf fĂŒhrt. „Wir freuen uns auf mehr Spielangebote, die altersgerecht gestaltet werden, die behinderte Kinder integrieren und die Phantasie anregen,“ blickt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann in die Zukunft. „Mit dem neuen Hauptspielplatz und den verteilten Spielangeboten im Zoo können wir wieder mit Fug und Recht behaupten – der schönste Spielplatz in Heidelberg liegt im Zoo“.
Der zweite Bauabschnitt wird im wesentlichen durch die Arche definiert, zu der Tierskulpturen streben, welche ein HolzkĂŒnstler phantasievoll anfertigt. Kamele, Schildkröten und andere Tiere (ein wenig Überraschung muss bleiben) werden paarweise aus Eichenholz gestaltet. Der Bootsrumpf beinhaltet eine Reihe von Spielnischen, die besonders bei feuchter Witterung ein Anziehungspunkt fĂŒr kleine Tierfreunde bilden werden. Mit einem neuen Gastronomiezelt, an dem integrierten Waldhaus des Vereins der Tiergartenfreunde und auf einem Picknickplatz werden die verschiedenen BedĂŒrfnisse der Besucher bedient. Die Eltern können praktisch ĂŒberall sitzen, auf Sonnen- und SchattenplĂ€tzen, um ihre Kleinen zu beaufsichtigen. Sonnensegel und neue BĂ€ume ergĂ€nzen die vorhandenen Baumschatten des Tiergartens.
Die Bauarbeiten haben am Montag begonnen. Bis Ostern soll als erster der Kleinkindbereich fertiggestellt sein. Die Planung bezieht eventuelle Änderungen an der Nordgrenze des Tiergartens (Verlegung der Tiergartenstraße wegen Bau der Straßenbahn, Neubau der Zoogastronomie, Bau eines Parkhauses) mit ein.

(12.02.2009, 11:32)
Zoo Heidelberg :   „DEADLINE: Das Meer will leben“
Eine Ausstellung zur Situation der Weltmeere im Heidelberger Zoo vom 22. Februar bis 9. April 2009

Das offene Meer stellt den grĂ¶ĂŸten zusammenhĂ€ngenden Lebensraum der Erde dar. Eigentlich gibt es nur ein Meer, denn alle großen GewĂ€sser sind irgendwie miteinander verbunden. Und dieses eine Meer macht 71 % der ErdoberflĂ€che aus und enthĂ€lt 97,5 % des Wassers der Erde. Das Meer regelt das Klima, liefert Rohstoffe und Nahrung. Der Mensch war, ist und wird auch in Zukunft vom Meer abhĂ€ngig sein. Inwieweit wir diese Ressourcen auch in Zukunft nutzen können, ist fraglich. Grund dafĂŒr ist die Ausbeutung, Belastung und Zerstörung der Meere durch Überfischung, Beifang, Verschmutzung und zunehmenden Schiffsverkehr. Obwohl die Ursache vieler Probleme bekannt ist, haben die letzten Jahre gezeigt, dass uns das Ausmaß der Gefahren, die das Ökosystem Meer bedrohen, nicht richtig bewusst ist.
Genau hier setzt die Kampagne „Deadline – Das Meer will leben“ an: Sie informiert und zeigt Wege auf, was jeder Einzelne tun kann, um das Ökosystem Meer zu schĂŒtzen. Die dazugehörige Ausstellung ist im Heidelberger Zoo vom 22. Februar bis zum 9. April zu sehen. Attraktiv gestaltete Banner informieren ĂŒber die zunehmende Bedrohung der Meere und eine Tierinstallation zeigt die bunte Vielfalt der MeeressĂ€uger. Am Sonntag, 22. Februar um 12.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

„Deadline“ wurde von der "Gesellschaft zum Schutz wasserlebender SĂ€ugetierarten SĂŒdamerikas - YAQU PACHA e.V.“, dem Weltzooverband WAZA und dem Tiergarten NĂŒrnberg ins Leben gerufen.
(09.02.2009, 10:17)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zoo: Quicklebendiger Nachwuchs im neuen Jahr und eine Handvoll KugelgĂŒrteltier

Der erste Nachwuchs im Heidelberger Zoo ist reich an der Zahl und meckert lautstark. Tobend und tollpatschig erkunden 19 quirlige afrikanische Zwergziegen-Kinder ihr Gehege. Einige der bunten Zicklein wurden kurz vor Weihnachten geboren, die jĂŒngsten sind zwei Wochen alt und dank der Ziegenmilch ihrer MĂŒtter krĂ€ftig am Wachsen. Die angehenden StirnwaffentrĂ€ger rufen mit ihren Kulleraugen, dem zierlichen NĂ€schen und dem kleinen runden Körper unmittelbares EntzĂŒcken bei kleinen und großen ZoogĂ€sten hervor – Zwergziegennachwuchs verkörpert das Lorenz’sche Kindchenschema in Perfektion. Wenn man ihnen vorsichtig ĂŒber den Kopf streichelt, kann man sogar schon die kleinen Hörner fĂŒhlen. Nur vierzig bis fĂŒnfzig Zentimeter groß werden die Zwerge unter den Ziegen und wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm.
Im kleinen Affenhaus gibt es Nachzucht bei KugelgĂŒrteltieren und Weißbauchigeln. Die drei Weißbauchigelkinder sind schon recht agil und durchstreifen ihr Gehege auf der Suche nach Nahrung. Das KugelgĂŒrtel-Jungtier wurde Anfang Januar geboren. KugelgĂŒrteltiere stammen aus dem mittleren SĂŒdamerika, wo sie Graslandschaften, Buschlandschaften und trockene Waldgebiete besiedeln. Die possierlichen Tiere haben die FĂ€higkeit, sich bei Gefahr vollstĂ€ndig in ihren Panzer einzukugeln. Zu diesem Zweck verbergen sie die Beine im Inneren und die harte Oberseite des Kopf und des Schwanzes bilden den Verschluss – fertig ist die Kugel. Noch hat das Kleine die GrĂ¶ĂŸe von einem Tennisball. Erwachsene KugelgĂŒrteltiere sind zusammengerollt ungefĂ€hr so groß wie ein Handball und wiegen rund 1,5 Kilogramm. Eigentlich könnte man die KugelgĂŒrteltiere in Europas Zoos auch mit einem großen „H“ schreiben. Der gesamte EuropĂ€ische Bestand geht auf die Zuchtgemeinschaft zwischen den Zoos von Halle und Heidelberg zurĂŒck. In Heidelberg wurden allein in den letzten zwei Jahren 4 KugelgĂŒrteltiere geboren und aufgezogen. Sowohl Weißbauchigel als auch KugelgĂŒrteltiere sind dĂ€mmerungs- und nachtaktive Tiere, die im Zoo auf die FĂŒtterung um 15.30 Uhr konditioniert wurden. So haben Zoobesucher die Möglichkeit, die Tiere zu beobachten. Und am 10. Februar ist der Heidelberger Zoonachwuchs im SWR abends in der Landesschau zu bestaunen.

(29.01.2009, 11:53)
IP66 :   Weiß jemand, ob das alte Schildkrötenhaus, das seinerzeit mit einigem Aufwand errichtet wurde, erhalten bleibt?
(16.01.2009, 19:34)
Zoo Heidelberg :   Die Ă€ltesten Zoobewohner ziehen um!

Die Riesenschildkröten im Heidelberger Zoo ziehen am Mittwoch, 21. Januar um 13:30 Uhr in ein neues, schickes Quartier. Wo ehemals Tapire lebten, ist in vielen Stunden harter Arbeit durch die Zoohandwerker eine schöne neue Heimat fĂŒr die Riesenschildkröten entstanden.
„Ich bin begeistert, was aus dem alten Tapirstall geworden ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Die Riesenschildkröten des Zoos erhalten ein komfortables Zuhause mit Sand- und Rindenmulchboden, Badebecken und mehr als vier Mal soviel Platz wie zuvor. „Den Tapiren konnten wir hier leider keine wirklich ansprechende Haltung bieten. FĂŒr die nicht immer sozialen Schabrackentapire hĂ€tten wir mindestens zwei Gehege benötigt, und das war aus PlatzgrĂŒnden nicht möglich. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Tapire abzugeben und fĂŒr die Riesenschildkröten etwas richtig Gutes zu schaffen.“
Die Riesenschildkröten haben es sich aber auch verdient – schließlich sind sie wahrscheinlich die dienstĂ€ltesten Zoobewohner. „Wir wissen nicht ganz genau, wann die Riesenschildkröten zu uns gekommen und wie alt sie sind, aber ein Alter von ĂŒber 70 Jahren und ungefĂ€hr 50 Jahre im Zoo haben sie allemal erreicht.“

Die Riesenschildkröten des Zoos stammen aus dem Indischen Ozean von der Inselgruppe, die die Seychellen und Aldabra (das grĂ¶ĂŸte Atoll im Indischen Ozean) umfasst. Auf Aldabra leben noch fast 100.000 Riesenschildkröten. Doch die Verwandten der Aldabra-Riesenschildkröte waren frĂŒher auf vielen Inseln des Indischen Ozeans verbreitet. Sie sind alle ausgerottet worden.

Die neue Unterkunft fĂŒr die Riesenschildkröten ist erst zum Teil fertig: Bis zum Sommer, wenn die Temperaturen fĂŒr die kolossalen Reptilien warm genug sind, wird noch das Außengehege umgebaut, damit die Riesenschildkröten dann auch richtig laufen können.
Das neue Quartier stellt trotz all seiner Vorteile eine Übergangsheimat dar. In wenigen Jahren sollen die Schildkröten die Stars eines neuen Tierhauses werden, das sich den bedrohten Tierarten der Inseln unserer Erde widmet. Bis dahin werden sie es im alten Tapirhaus, das jetzt Schildkrötenhaus heißt, gut haben.

(16.01.2009, 11:54)
IP66 :   Ich finde es schön, wenn ein Zoo am Ende des Jahres dergestalt öffentlich Bilanz zieht. Noch sinnvoller erschiene es mir allerdings, einen vollstĂ€ndigen Jahresbericht zu publizieren, der umfassend alls VerĂ€nderungen dokumentiert.
(15.01.2009, 18:13)
Zoo Heidelberg :   ZĂ€hlen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezĂ€hlt, sondern auch die Tiere, FuttersĂ€cke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. WĂ€hrend es bei den nicht-lebenden GegenstĂ€nden meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur fĂŒr die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht der kleinste Igeltanrek bleibt unentdeckt.
„Bei unseren WeißgesichtsseidenĂ€ffchen konnten wir uns auch in diesem Jahr wieder ĂŒber zahlreichen Nachwuchs freuen“, erklĂ€rt Johannes Peschke, wissenschaftlicher Assistent im Zoo und verantwortlich fĂŒr die Tierinventur. „Leider haben wir unsere beiden zĂŒchtenden Weibchen an einer Darminfektion verloren, so dass wir nun wieder eine stabile Zuchtgruppe aufbauen werden, damit es in diesem Jahr erneut quirligen Nachwuchs gibt“. Sehr erfolgreich verlief auch die Zucht der KugelgĂŒrteltiere. Drei Jungtiere dieser seltenen Tierart wurden geboren. Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Heidelberger Zoos der plötzliche Tod des Schimpansenmannes Max, der am 10. Oktober an einem Herzproblem verstarb.
Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die stĂ€ndig beobachteten und notierten VerĂ€nderungen im Tierbestand mit der tatsĂ€chlichen ZĂ€hlung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu ĂŒberprĂŒfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mĂŒhten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie zum Beispiel ein Trampeltier. Sicher, manch’ einen Tierpfleger kann die alljĂ€hrliche Inventur eher kalt lassen, kann er doch seine SchĂŒtzlinge problemlos zĂ€hlen: ein Tiger, zwei Tiger, sechs Gorillas und so fort. Die flinken Rhesusaffen aber wollen nicht stillhalten und entwischen keck mal hierhin und dorthin, die Vögel fliegen durcheinander und gleichen sich dabei sehr, trotzdem: Alle Tiere mĂŒssen sorgfĂ€ltig aufgenommen werden, auch wenn das schon mal ein paar Nerven kostet.
Am 31.12.2008 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 980 Tiere in 162 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr, obwohl es einige bedeutsame Nachzuchten oder NeuzugĂ€nge gab. Das Zweizehenfaultierweibchen „Wilma“ bekam mit „Fred“ einen flotten Partner an ihre Seite und seitdem sind die beiden die erklĂ€rten Stars der begehbaren SĂŒdamerika-Voliere im Vogelrevier. Außerdem sind zwei Sonnenrallen, eine Vogelart aus den Tropen Lateinamerikas, seit Anfang des Jahres neue Bewohner der Voliere. Die zahlenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Gruppe machten auch im Jahre 2008 mit insgesamt 98 Arten die Vögel aus. Bei den gefiederten Zoobewohnern gab es ebenfalls einige erwĂ€hnenswerte Nachzuchten im letzten Jahr, so bei den Waldrappen und den braunen Sichlern.
Ende des alten und Anfang des neuen Jahres gab es mit den Zwergziegen bereits zahlreichen niedlichen Nachwuchs. Die Kleinen werden im Streichelgehege zu sehen sein, sobald die Temperaturen nicht mehr ganz so eisig sind. „Der Tiergarten kann insgesamt auf ein Ă€ußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurĂŒckblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. „Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr so weitermachen können!“

(14.01.2009, 15:40)
Nabu Heidelberg :   Sittich-Suche im Rhein-Neckar-Raum

Zu den auffÀlligsten und mittlerweile bekanntesten Vögeln im
Rhein-Neckar-Gebiet gehören sicherlich die grĂŒnen Halsbandsittiche mit
dem roten Schnabel, bei denen die MĂ€nnchen ein schwarz-rosafarbenes
Halsband tragen. Die erste Brut im Rhein-Neckar-Gebiet fand 1974 im
Schlosspark von Neckarhausen statt. Seitdem haben sich die Tiere krÀftig
vermehrt und brĂŒten in Heidelberg seit 1990, wo erstmals auf dem GelĂ€nde
des Zoos entdeckt wurden.

Seit 2006 wurden in Heidelberg in Neuenheim und im Neuenheimer Feld
insgesamt 173 Halsbandsittiche fĂŒr eine brutbiologische Studie in
NistkÀsten gefangen, vermessen und beringt. Der Bestand der indischen
langschwĂ€nzigen Papageien hat sich im Jahr 2008 auf ĂŒber 800 Tiere
vermehrt. Konkurrenz mit einheimischen Arten scheint bislang nicht zu
bestehen.

Die Halsbandsittiche breiten sich aktuell im Bereich der Bergstraße (bis
Weinheim im Norden und Nußloch/Wiesloch im SĂŒden) und in die HĂ€nge des
Odenwaldes (Handschuhsheim, Emmertsgrund, Boxberg) aus. Da nun die
Wintersaison wieder beginnt und die Sittiche vermehrt an Futterstellen
auftauchen, sind alle Vogelfreunde aufgerufen, Sittiche zu melden und –
wenn möglich auch die Ringnummern abzulesen. Das Ablesen erfordert
allerdings ein gutes Fernglas oder eine gute Kamera, ist von einer
geringen Distanz aber möglich. Die Ringnummern fangen mit UA…. („breite
Serie“ von 2006) oder UH…. („schmale Serie“ seit 2007) an. Die
Metallringe sind keine ZĂŒchterringe, sondern stammen von der Vogelwarte
Radolfzell am Bodensee, wo sie fĂŒr wissenschaftliche Arbeiten zu
Wildvögeln zur VerfĂŒgung gestellt wurden.

Seit ĂŒber einem Jahr lebt auch ein Großer Alexandersittich in der
Gruppe. Er ist mit 58 cm deutlich grĂ¶ĂŸer als die Halsbandsittiche (42
cm) und hat einen roten Schulterfleck. Auch ein Halsbandsittich-MĂ€nnchen
mit gelben Gefiederbereichen lebt seit einiger Zeit zusammen mit den
normal gefÀrbten Halsbandsittichen und konnte mehrfach am Schlafplatz
der Sittiche beobachtet werden. Da es sich nur um ein Tier handelt,
wÀren Informationen zum Tagesaufenthalt des auffÀlligen Tieres auch sehr
interessant, um Informationen zum Raumbedarf von Halsbandsittichen zu
bekommen. Bilder unter:
http://hd-birding.jimdo.com/galerie_2008_jan-juli.php

Wenn Sie die Ringnummer an Michael Braun mitteilen (auch bei Fund von
toten Tieren möglich), erhalten Sie Informationen zum Geschlecht, zum
Schlupfdatum, zur Anzahl der Geschwister und zum Nistkasten, wo das Tier erbrĂŒtet wurde. An der Pflegeheimat St. Hedwig gibt es einen Nistkasten mit Webcam:

http://pflegeheimat.de/aktuell/webcam_video.htm

Im NABU-Zentrum Heidelberg gibt es NistkĂ€sten fĂŒr Halsbandsittiche noch
zu kaufen, welche an Hausfassaden angebracht werden können (Schröderstr.
24, Tel: 06221/600705).

Die nÀchste Sittich-Exkursion findet statt am *08.01.2009* um *14.30*
Uhr. Treffpunkt vor dem Haupteingang der Pflegeheimat St. Hedwig,
Mönchhofstr. 28, 69120 Heidelberg. Ende voraussichtlich 17.00 Uhr.
Unkostenbeitrag 5 € fĂŒr Erwachsene, 2,50 € fĂŒr Kinder bis 18 Jahre, 10 €
fĂŒr Familien. Anmeldung nicht erforderlich.
(13.11.2008, 07:29)
Zoo Heidelberg :   Manche mögen es kalt: Die Schnee-Eulen im Heidelberger Zoo lieben dieses Mistwetter

„So ein Mistwetter aber auch“, dĂŒrfte nicht Wenige dieser Tage denken. Umso wichtiger ist, nach draußen zu gehen und die frische Luft zu genießen. Es gibt Tiere im Heidelberger Zoo, die können es gar nicht erwarten, dass die Tage kĂŒrzer und die Witterung kĂŒhler wird oder es sogar Schnee regnet. Das ist die Zeit der Schnee-Eulen. Auch das PĂ€rchen im Heidelberger Zoo genießt das Wetter und beĂ€ugt gelassen und aufrecht sitzend den Zoobesucher, der seinen Schal um den Hals drapiert.
Schnee-Eulen sind besonders hĂŒbsche Eulen mit einem dichten Federkleid, das bei ausgewachsenen MĂ€nnchen fast ganz weiß wird, wĂ€hrend das der Weibchen und jĂŒngeren Vögel schwarzbraune Flecken und BĂ€nder aufweisen. Mit einer LĂ€nge von bis zu 66 Zentimetern und einer FlĂŒgelspannweite von 140 bis 165 Zentimetern ist die Schnee-Eule fast so groß wie der Uhu und gehört zu den Riesen der Eulenordnung. Wussten Sie, dass die Schnee-Eule der offizielle Vogel der kanadischen Provinz QuĂ©bec ist? Dass Hedwig, die kluge Eule von Harry Potter, eine Schnee-Eule ist? Im Film wird Hedwig aber von einer besonders schönen strahlend-weißen Schneeeule verkörpert – einem MĂ€nnchen.
Die Schnee-Eule lebt, wie der Name es schon vermuten lĂ€sst, in den kalten Klimazonen, in den Tundrengebieten von Island, Nordeuropa, Sibirien, Alaska, Kanada und Grönland und sie ist mit ihrem dichten und langen Gefieder wie kaum eine andere Vogelart an das Leben in arktischen Regionen angepasst. Wenn die Schnee-Eule beim Laufen die Zehen spreizt, wirkt die dichte Befiederung an den LĂ€ufen wie ein Schneeschuh und so kann sie auch im Schnee ihre Beute einzuholen. Diese besteht vor allem aus Lemmingen, das sind WĂŒhlmĂ€use des hohen Nordens. Die Tiere sind dĂ€mmerungsaktiv, aber anders als die meisten ĂŒbrigen Eulen jagen sie auch tagsĂŒber. Die Tiere lieben es, bewegungslos auf HĂŒgeln, Steinen oder BaumstĂ€mmen zu sitzen und stundenlang mit ihren gelben Augen die Gegend zu beobachten. Besucher im Zoo können sich von diesem inspirierenden und der Witterung trotzenden Gleichmut ĂŒberzeugen lassen.

(30.10.2008, 08:09)
Rattus :   Also bei den Weißschwanzmangusten bin ich mir im Unklaren, wieviele es gewesen sein sollen. Ich habe nur einmal ein Tier in der Gorillaanlage gesehen. Nachdem eine Manguste allerdings irgendwie in die Schimpansenanlage geraten ist und von selbigen erbeutet wurde, war die MĂ€usevertilgung durch Mangusten vorĂŒber. Ich glaube, dass jetzt noch ein Einzeltier in einem Nebengehege des Hulmanhauses wohnt.

Mit den Indischen Mungos hattest du scheinbar Pech, ich konnte sie immer beobachten, wenn ich da war.
(14.10.2008, 10:49)
IP66 :   Die Mungs sind schon einige Jahre mit den Rhesusaffen vergesellschaftet, und ich hatte bei meinen Besuchen in Heidelberg sehr oft das GlĂŒck, sie auch zu sehen, freilich eher gegen Abend als in den Mittagsstunden.
(14.10.2008, 09:55)
Mirko Schmidkunz :   Ich war letztes Jahr zum ersten mal in Heidelberg und habe damals die Indischen Mungos nicht gesehen. Rattus, weißt Du vielleicht, seit wann sie bei den Rhesusaffen sind? Ich habe bisher angenommen, dass die Tiere, die ja wohl die einzigen in den europĂ€ischen Zoos sind, hinter den Kulissen gehalten werden. Weißt Du auch, wo die Weißfußmanguste ist?
(14.10.2008, 09:49)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zoo: Trauer um Schimpansen Max

Freitag morgen ist „Max“, der „Chef“ der Schimpansengruppe im Heidelberger Zoo, gestorben. Als die Tierpfleger morgens die Schimpansen in ihr Gehege lassen wollten, wurde Max kurz bewusstlos, wachte aber wieder auf. Daraufhin bekam er von Affenrevierleiter Bernd Kowalsky ein kreislaufstĂ€rkendes Mittel verabreicht. Doch Max erholte sich nicht und wurde erneut bewusstlos. Die eilig herbeigerufene Zoo-TierĂ€rztin Dr. Julia Scharpegge konnte nichts mehr fĂŒr ihn tun und nur noch den Tod feststellen. Max starb an plötzlichem Herzversagen. Auch die anschließende Sektion zeigte Anzeichen einer VorschĂ€digung des Herzens.
Max wurde 1972 in Zentralafrika geboren, kam ĂŒber den damals noch möglichen Tierhandel im jugendlichem Alter in den Zoo nach Darmstadt und lebte seit 1985 im Heidelberger Zoo. Er war ein besonders schöner Schimpansen-Mann mit einem sehr ausdrucksvollen Gesicht, der sich durch ein angenehmes und selbstbewusstes Wesen auszeichnete. Vor allem war er ein die Schimpansengruppe sehr positiv beeinflussender Charakter. Wie die anderen Schimpansen nun mit der neuen Gruppensituation umgehen werden, kann das Zooteam bislang noch nicht absehen.
FĂŒr Max war es ganz offenbar ein wichtiges Ritual, die Zooleitung morgens auf der Runde lautstark zu begrĂŒĂŸen. „Unter unseren Dauerbesuchern hatte Max viele Freunde, besonders Frauen, die gerne und lange mit ihm durch die Glasscheibe kommunizierten, erklĂ€rt Affenrevierleiter Bernd Kowalsky. „Wir sind alle sehr traurig ĂŒber seinen Tod und werden Max vermissen“, betont Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.
Max wird dem gesamten Zooteam und vielen Zoobesuchern immer im GedÀchtnis bleiben.
(13.10.2008, 12:39)
Rattus :   Also vor etwa 1 Jahr waren es noch zwei. Einer von beiden hatte einen Knickschwanz
(13.10.2008, 12:25)
Mirko Schmidkunz :   Ich konnte einen Indischen Mungo im Gehege der Rhesusaffen ziemlich lange beobachten. Ist es das einzige Tier?
(13.10.2008, 09:56)
Michael Amend :   Na, das ist doch mal ein schöner Zuchterfolg. Gibt es denn nettere Tierbabies als kleine AntilopenkĂ€lbchen ?
(01.10.2008, 21:58)
Zoo Heidelberg :   Nachwuchs mit großen Ohren im Heidelberger Zoo
Der jĂŒngste Nachwuchs im Heidelberger Zoo ist zum Verlieben: Aus einem zarten Gesicht blicken einem große, braune Augen aufmerksam an und majestĂ€tisch große Ohren beeindrucken den Betrachter. Das Jungtier ist ein „Großer Kudu“. Der große Kudu mit einer Schulterhöhe von zirka 150 Zentimeter ist eine Antilopenart Afrikas, der Buschsteppen und Grasland vom Nil bis an die sĂŒdliche Spitze Afrikas bewohnt. Die Kudubullen tragen ein markantes, schraubenförmiges Gehörn, das bis zu 180 Zentimeter lang werden kann. AuffĂ€llig sind die großen beweglichen Ohren. „Kudus mĂŒssen im unĂŒbersichtlichen GelĂ€nde immer wachsam sein. Dabei helfen den Tieren die großen beweglichen Ohren“ erlĂ€utert Tierpfleger Tobias Kremer.
Der Heidelberger Kudu-Nachwuchs wurde am 31. August geboren. „Die ersten 3 Tage waren fĂŒr uns sehr aufregend“ berichtet Kurator Johannes Peschke. „Das Jungtier hatte kurz nach der Geburt Schwierigkeiten aufzustehen und wir mussten die Hinterbeine des Kalbs stabilisieren“. Mutter Claudia, etwas erschöpft durch die Geburt, ließ das kleine Kudu-MĂ€dchen zunĂ€chst nicht an das Euter. Um Mutter und Kalb auch nachts zu beobachten, wurde eine Kamera im Gehege installiert. Am dritten Morgen konnten dann alle Beteiligten aufatmen: Die Videoaufzeichnung der Nacht zeigte eindeutig Mutter und Kind beim SĂ€ugen. Seitdem hat das mit 17 kg geborene Kudu-MĂ€dchen stetig zugenommen und bringt heute bereits 25 kg auf die Waage. Bisher war die Kleine mit ihrer Mutter im Haus untergebracht. „Da die Entwicklung in den letzten drei Wochen normal verlief, haben wir uns jetzt entschlossen, Mutter und Tochter auf die Außenanlage mit den anderen Tieren zu lassen“, erklĂ€rt Tierpfleger Stefan GeretschlĂ€ger.
„Das Jungtier wird in den nĂ€chsten Wochen eine ganz neue Welt kennen lernen und wir können gespannt sein, welche Abenteuer das Kleine gemeinsam mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen im Heidelberger Zoo erleben wird“.

(01.10.2008, 17:20)
Zoo Heidelberg :   „Sesam öffne Dich“ –
Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos

Am 11. und 12. Oktober zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr findet im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern ĂŒber das Lieblingstier zu reden und viel ĂŒber die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren. Die TĂŒren mit dem bekannten Schild „Zutritt nur fĂŒr Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende fĂŒr die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer tĂ€glichen Arbeit zeigen und erklĂ€ren können. Da gibt es FĂŒhrungen in den Kamelstall, auf den Heuboden und in die KĂŒhlkammer. Im Vogelrevier lĂ€sst sich der Pfleger bei der Zubereitung der Futterschalen fĂŒr ĂŒber 600 Vögel auf die Finger schauen. Um 15.00 Uhr gibt es zum ersten Mal eine spannende Flugschau mit Uhu & Co. Und natĂŒrlich werden so hĂ€ufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Kamel Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ gerne beantwortet. Große und kleine GĂ€ste können selbst Hand anlegen – so mĂŒssen z.B. die Esel und Ponys gestriegelt und Schimpanse und Co. beschĂ€ftigt werden. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten SchĂŒtzlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschĂ€ftigt werden mĂŒssen: da wird Futter versteckt, der elefantengerechte Heusack gefĂŒllt, NĂŒsse in einer Kiste verschlossen und Honig in Bambusröhrchen gefĂŒllt. Und bei all dem dĂŒrfen die Besucher natĂŒrlich mithelfen.
Die Zooschule (Initiative Zooerlebnis e.V.) ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen den ganzen Tag ĂŒber fĂŒr Fragen jeglicher Art zur VerfĂŒgung, bieten FĂŒhrungen zu den Zooschultieren an und berichten ĂŒber ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse.
FĂŒr „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

(01.10.2008, 08:30)
Zoo Heidelberg :   ItÂŽs time to say goodbye

Wenn die beiden am 16.07.2007 geboren jungen Sumatratiger “Chandra” und “Tibor” nĂ€chste Woche nach Schottland reisen wird das im Zoo neben traurigen Gesichter auch Erleichterung verursachen. NatĂŒrlich trennen sich Tierpfleger, Zooleitung und Besucher nicht gerne von den liebgewonnen Pfleglingen, die in den letzten 14 Monaten viel Leben auf die Tigeranlage gebracht haben. Doch die Heidelberger TiergĂ€rtner sind auch froh mit dem Zoo Edinburgh eine sehr gute neue Heimat fĂŒr die seltenen Großkatzen gefunden zu haben. Der Umzug wurde in den letzten Wochen tĂ€glich dringender: “Die Streitigkeiten um das Futter wurden immer heftiger und ihre Mutter „Kim“ lĂ€sst ihnen schon lange nicht mehr den Vortritt. Dabei ist „Kim“ eine vorbildliche Mutter und hat ihre Jungen wunderbar versorgt, solange sie klein waren,“ berichtet Revierleiter Jörg Kubacki. WĂ€hrend der Vater: Tigermann „Timophi“ sich auch liebevoll um den Nachwuchs gekĂŒmmert hat. Aber jetzt sind die jungen Wilden dem alten Herren mit seinen 17 Jahren schon etwas zu anstrengend geworden. ÜberfĂ€lle von hinten, Attacken auf den vĂ€terlichen Schwanz und Ă€hnliche Temperaments-ausbrĂŒche sind nichts mehr fĂŒr ihn.
Die neue Tigeranlage hat die BewĂ€hrungsprobe blendend ĂŒberstanden. „Als die Pflanzen noch klein waren, haben die Jungtiger die Bambushaine und StrĂ€ucher beim Spielen arg geschĂ€digt. Nun ist alles so gut angewachsen, dass wir selbst nach diesem Sommer voller Action die Vegetation zurechtschneiden mĂŒssen.“
„Chandra“ und „Tibor“ sind Teil des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) fĂŒr Sumatratiger. Sie werden spĂ€ter mit genetisch wertvollen Artgenossen verpaart und sollen dann selbst zur Erhaltung der Sumatratiger beitragen. In Sumatra sind die Tiger aufs höchste von der Ausrottung bedroht. Ihr Lebensraum, der artenreiche Regenwald, wird immer noch abgeholzt. Auf ganz Sumatra leben weniger als 500 Tiger – Tendenz fallend.
An diesem Wochenende besteht die letzte Möglichkeit sich von „Chandra“ und „Tibor“ im Zoo Heidelberg zu verabschieden und ihnen eine gute Reise zu wĂŒnschen.

(25.09.2008, 14:52)
Onca :   Ich wĂŒrde gerne wissen, wie es mit dem Umbau der Elefantenanlage bzw Haus aussieht?
(19.09.2008, 12:51)
IP66 :   Wenn ich eine brasilianische Dame wĂ€re, wĂŒrde ich nur ungern mit rundlichen Pampelmusen verglichen werden - doch vielleicht sieht man das in Westfalen anders ...
(19.09.2008, 11:14)
Zoo Heidelberg :   Goldene Löwenriesenzwerge

Im Zoo Heidelberg ist eine brasilianisch-westfĂ€lische Schönheitskönigin namens „Ilona“ angekommen: Ein weibliches Goldgelbes LöwenĂ€ffchen. Goldgelben LöwenĂ€ffchen sind nur so groß wie eine Grapefruit aber dennoch die grĂ¶ĂŸten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen. Deshalb kann man sie auch als Riesenzwerge unter den Affen bezeichnen.. Ihre Heimat sind die letzten Reste des brasilianische KĂŒstenregenwaldes. Die in Heidelberg angekommene Affendame ist jedoch im Allwetterzoo MĂŒnster in Westfalen geboren. In Heidelberg soll „Ilona“ mit dem seit drei Jahren am Neckar residierenden „Alfredo“ goldene Kinder bekommen.
Löwenaffen sind Symboltiere des Naturschutzes: Sie sind Botschafter fĂŒr den atlantischen KĂŒstenregenwald, einen der artenreichsten und am stĂ€rksten bedrohten LebensrĂ€ume unseres Planeten. Alle LöwenĂ€ffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch „Ilona“ und „Alfredo“. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewĂ€hlte zoologische GĂ€rten verliehen. In Heidelberg sollen die beiden nicht nur fĂŒr Nachwuchs sorgen sondern auch die Menschen der Metropolregion auf die Zerstörung der letzten KĂŒstenregenwĂ€lder hinweisen und sie fĂŒr den Schutz dieser WĂ€lder sensibilisieren.
Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis fĂŒr Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Die ersten Ansiedlungen von zoogeborenen Tiere in Brasilien verliefen wenig erfolgreich: Die goldgelben LöwenĂ€ffchen fanden sich in ihrer zwar angestammten aber doch ungewohnten neuen Heimat nicht zurecht. Heute werden die LöwenĂ€ffchen intensiv auf die Freiheit vorbereitet, ja selbst bei der Haltung in Zoologischen GĂ€rten wird bereits ein wenig Regenwald simuliert. Statt starrer Kletterstangen gibt es beweglich aufgehĂ€ngte Äste, möglichst viel natĂŒrliche Vegetation, Vergesellschaftung mit anderen Tierarten, damit die Zoowelt fĂŒr LöwenĂ€ffchen viele Herausforderungen stellt, die das Leben im Regenwald auch fĂŒr sie bereithĂ€lt. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilein in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begrĂŒndet.

(18.09.2008, 14:32)
Zoo Heidelberg :   Leben live erleben- die Zoo-Kurse im Heidelberger Zoo
Ein Angebot fĂŒr Kinder und Jugendliche, die schon immer etwas mehr ĂŒber Biologie, Tiere und den Zoo erfahren wollten


In der Heidelberger Zooschule startet nun die Anmeldephase fĂŒr die diesjĂ€hrigen Zoo-Kurse. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren besuchen ĂŒber ein halbes Jahr einmal pro Woche den Zoo, um in einer festen Kleingruppe viel ĂŒber die Tiere und deren Lebensweise zu erfahren. Bei diesem deutschlandweit einmaligen Angebot kommen auch die AktivitĂ€ten bei den Tieren nicht zu kurz. In der Zeit von Mitte Oktober bis Ende MĂ€rz werden unter anderem Gehege gereinigt, PrĂ€riehunde beschĂ€ftigt, NistkĂ€sten gesĂ€ubert und Tierpfleger besucht. Die Teilnehmer lernen dabei die Vielfalt und die Verhaltensweisen der Tiere kennen und erhalten Einblicke in die Haltung von Wild- und Haustieren. Die Terrarientiere der Zooschule, zum Beispiel die Schlangen, Echsen und Insekten, werden von den Kindern selbst gepflegt.


Die Zoo-Kurse kosten € 150,- pro Kind und Halbjahr, Geschwister erhalten 15% Rabatt. Informationen und AntrĂ€ge gibt es bei der Heidelberger Zooschule unter info@zooschule-heidelberg.de oder unter 06221 3955715 (Mo und Do, 14 bis 16 Uhr).

Abdruck honorarfrei. Bei RĂŒckfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Arndt Löwenberg, Tel: 06221 3955716.



Hintergrundinformationen zur Initiative Zooerlebnis e.V.

Die Initiative Zooerlebnis e.V. ist die erste privat gefĂŒhrte Zooschule im deutschsprachigen Raum. Sie ist als gemeinnĂŒtziger Verein unter ehrenamtlichem Vorsitz organisiert. Mit einer Vollzeit-, zwei Teilzeitstellen sowie einer Helferin im freiwilligen ökologischen Jahr wird ein großes Team von ca. 45 Zoobegleitern ausgebildet und organisiert. Diese "Info-Ranger" fĂŒhren einen Großteil einer großen Angebotspalette durch, mit der jĂ€hrlich ĂŒber 17.500 Kinder und Jugendliche durch den Zoo begleitet werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Bereiche Tiere, Natur und Umwelt, Bedrohung und Schutzstrategien.
Die Heidelberger Zooschule stellt einen bedeutenden außerschulischen Lernort dar. JĂ€hrlich werden ĂŒber 500 Schulklassen von speziell ausgebildeten Zooschul-Lehrern themengebunden unterrichtet bzw. von den Info-Rangern mit inhaltlichen Schwerpunkten durch den Zoo gefĂŒhrt. Im Freizeitbereich besteht ein riesiges Angebot (Kindergeburtstage, erlebnisreiche RundgĂ€nge, Übernachtungen), wobei insbesondere die einwöchigen Zoo-Ferien mit 560 Kindern pro Jahr eines der grĂ¶ĂŸten Angebote der Region darstellt. Die Zoo-Ferien bestehen aus drei unterschiedlichen Wochenprogrammen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Zoologie, Ökologie und Tierhaltung. Ein in der deutschsprachigen ZoopĂ€dagogik einmaliges Angebot sind die Zoo-Kurse, bei denen sich feste Kleingruppen ĂŒber ein halbes Jahr lang einmal pro Woche im Zoo treffen. Spezifisch fĂŒr das Angebot der Initiative Zooerlebnis e.V. ist das Engagement fĂŒr geistig- und körperlich behinderte Menschen sowie fĂŒr finanziell förderbedĂŒrftige SchĂŒler. Über ein besonderes Sponsoringmodell ist es möglich, pro Jahr 150 Gruppen mit dem ÖPNV kostenlos in den Zoo zu bringen und sie ohne Eintritt und GebĂŒhren zoopĂ€dagogisch zu betreuen. Die Kosten ĂŒbernimmt eine Stiftung fĂŒr Tier- und Artenschutz, das Angebot wurde in diesem Jahr mit dem Umweltpreis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet. Ein weiteres Angebot sind die Zoo-SchwĂ€rmer, ein Team der Info-Ranger, das mit besonderen Zootieren Kinder besucht, die selbst nicht in den Zoo kommen können, z.B. in KindergĂ€rten und der Heidelberger Kinderklinik.
Insgesamt stellt das Gesamtprojekt ein innovatives und erfolgreiches Modell dar. Auf der einen Seite werden sehr viele Kinder in kleinen Gruppen intensiv betreut, auf der anderen Seite finanziert sich das Projekt aus der Vielfalt der Angebote und den daraus entstehenden Einnahmen zu einem hohen Anteil selbst. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Welt- Zoo- Naturschutzstrategie und dem nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt erreichen auf diese Weise eine Vielzahl an Kindern und Jugendlichen in der Metropolregion.
FĂŒr die Jahre 2008 und 2009 wurde die Initiative Zooerlebnis e.V. von der UNESCO als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

(11.09.2008, 17:44)
Zoo Heidelberg :   Ausstellung: Zootiere laufen Sprache
Kompositionen aus Fotografie, Zeichnung und Sprache

Der Heidelberger Zoo prĂ€sentiert vom 7. September bis 31. Oktober eine Ausstellung mit Bildern der Zoofotografin Rose von Selasinsky und Texten und Grafiken des KĂŒnstlers Branko Stahl.
Die großformatigen Werke der beiden KĂŒnstler zeigen Kompositionen aus Bildern von Zootieren, Zeilen und Zeichnungen, die auf ungewöhnliche Weise zu einem Gesamtkunstwerk miteinander verbunden sind.

Rose von Selasinsky aus Heppenheim war 30 Jahre als Lehrerin an Grund,- Haupt- und Sonderschulen tĂ€tig. Fotografieren ist fĂŒr sie schon immer mehr als nur ein Hobby. Seit 2005 ist die Tierfreundin leidenschaftliche Zoofotografin im Heidelberger Tiergarten. Zahlreiche ihrer schönsten Tieraufnahmen sind in BĂŒchern, Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht worden. Genau getroffene Momente einer bestimmten und oft lang herbei gesehnten Situation charakterisieren die Aufnahmen von Rose von Selasinsky.
Branko Stahl kommt aus einer KĂŒnstlerfamilie. Sein Vater ist Maler und Kupferstecher, sein Ur-Opa war Designer der Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch. Bis vor wenigen Jahren war er als promovierter Physiker in der Materialforschung tĂ€tig. Heute beschĂ€ftigt er sich mit den gesellschaftlichen Prozessen aus Sicht des Physikers und KĂŒnstlers. Seine Schwerpunkte sind Zeichnungen, Bildhauerei und Malerei. Er entwickelte eine neue malerische, textile Flocktechnik (UnikatFlock) fĂŒr samtige Bilder und Objekte zum Anfassen und hat sich jĂŒngst mit dem Unternehmen „MacroFlock“ selbstĂ€ndig gemacht.

Auftakt der Kunstausstellung ist eine offene Vernissage am Sonntag, den 7. September um 11.00 Uhr im Raubtierhaus in Anwesenheit der beiden KĂŒnstler.

(22.08.2008, 11:25)
Zoo Heidelberg :   Bei Wilma und Fred wird Faulheit groß geschrieben

Wer wĂŒrde bei diesem Wetter nicht gerne gemĂŒtlich abhĂ€ngen, hin und wieder etwas Leichtes zu sich nehmen und sodann in ein wohliges Nickerchen gleiten? Wer in diesen Tagen den Heidelberger Zoo besucht, wird sich beim Anblick von Wilma und Fred wĂŒnschen, wenigstens einmal im Leben ein richtiges Faultier zu sein! Wilma und Fred heißen die beiden Zweifinger-Faultiere, die sich gerade im Freibereich der SĂŒdamerika-Voliere eingewöhnen dĂŒrfen. Partner Fred ist vor kurzem aus dem Tierpark Nordhorn nach Heidelberg gekommen. Beide sieht man nun eintrĂ€chtig – wenn auch mit einem gewissen Abstand – dösend im Baum hĂ€ngen. Sollten sie diesen Abstand langsam aber sicher ĂŒberwinden, dann könnte auch Nachwuchs die Folge sein, der dann vermutlich „ Pebbels“ getauft wĂŒrde.
Faultiere gehören zur sehr alten SĂ€ugtierordnung der Nebengelenktiere, die vor ca. 20 Millionen Jahren im MiozĂ€n den Höhepunkt ihrer Entwicklung erlebten. Heute bilden nur noch wenige Arten von Faultieren, GĂŒrteltieren und AmeisenbĂ€ren ein Relikt dieser einstmals artenreichen Tiergruppe.
„Wilma“ und „Fred“ machen ihrem Namen wirklich alle Ehre: 20 Stunden am Tag wird im Halbschlaf geruht oder richtig geschlafen! Faultiere werden bis zu 30 Jahre alt und hĂ€ngen in dieser Zeit meist tagsĂŒber an ihren bis zum 7,5 cm langen Sichelklauen als zusammengedrĂŒcktes BĂŒndel, den Kopf zwischen den Vorderarmen auf die Brust gelegt, in einer Astgabel. Ihren einprĂ€gsamen Namen haben die Tiere aber aufgrund ihrer extrem langsamen Bewegungsweise erhalten, mit der sie sich, wahrhaft in Zeitlupentempo, durch das GeĂ€st der BĂ€ume hangeln. Sie hilft ihnen nicht aufzufallen, damit Jaguare und vor allem Harphyien, die riesigen Urwaldadler SĂŒdamerikas, nicht auf sie aufmerksam werden. Im Regenwald treiben Faultiere diese Tarnung sogar zur Perfektion. Dort lebt eine Alge in Fell der Faultiere, die dadurch grĂŒnliche Fellpartien bekommen und dann im grĂŒnen BlĂ€tterdach fast nicht zu entdecken sind. Faultiere bewohnen die Baumkronen der tropischen RegenwĂ€lder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum sĂŒdlichen Brasilien. Da in diesen Gegenden ihre Nahrung vor allem an jungen BlĂ€ttern, BlĂŒten und FrĂŒchten stets und in ausreichender Menge um sie herum wĂ€chst, haben sie gar keine Veranlassung, sich schnell zu bewegen. Soweit die Nahrung nicht mit dem Maul unmittelbar erreichbar ist, wird sie mit den Krallen herangezogen und gemĂ€chlich abgefuttert. In ihrer Heimat Brasilien sind Faultiere inzwischen gesetzlich geschĂŒtzt. Da Faultiere aber auf die tropischen RegenwĂ€lder als Lebensraum angewiesen sind, werden sie durch die Abholzung der WĂ€lder auch direkt in ihrer Existenz bedroht.
(31.07.2008, 13:25)
Zoo Heidelberg :   Buchpremiere mit Fernsehmoderatorin Tatjana Geßler
im Zoo Heidelberg

Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik »Tatjanas Tiergeschichten« innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Zoo Heidelberg berichtet Tatjana Geßler regelmĂ€ĂŸig.
Nun hat sie, nach dem großen Erfolg des vorhergehenden Bandes, ein weiteres Buch zur Serie herausgebracht, im dem sie 25 höchst vergnĂŒgliche Exkursionen zu ungewöhnlichen Tieren in Baden-WĂŒrttemberg prĂ€sentiert.
Am 6. August 2008 um 15.00 Uhr stellt die SWR-Moderatorin ihr neues Buch zur Serie in der Heuscheune des Heidelberger Zoos vor. Zoofotografin Rose von Selasinsky hat zahlreiche Bilder fĂŒr das Buch zur VerfĂŒgung gestellt, die fĂŒr die BuchprĂ€sentation ausgestellt werden. Neben der Lesung wird Tatjana Geßler einige noch nicht veröffentlichte Ausschnitte aus der Fernsehserie zeigen. Ein tierischer Spaß fĂŒr die ganze Familie.

(24.07.2008, 15:54)
Michael Schulz :   So selten sind Rehe in deutschen Zoos gar nicht. Gut, die grĂ¶ĂŸeren Einrichtungen verzichten meist auf Rehe. Aber laut zootierliste gibt es in Deutschland allein 35 Halter von Rehen, darunter auch Einrichtungen wie Neuwied, Rostock und Schwerin...
(21.07.2008, 18:46)
IP66 :   Somit gehört auch Leipzig zu den rĂŒhmlichen Ausnahmen. Wenn man aber das Vorhandensein von Rehen mit dem von Zebras in grĂ¶ĂŸeren Zoos vergleicht, wird man feststellen, daß die exotische Art weitaus hĂ€ufiger auftaucht. Dies gilt allerdings nicht in gleichem Maße fĂŒr "einfachere" einhemische Arten wie Wildschwein oder Rothirsch.
(21.07.2008, 11:54)
BjörnN :   @Sven und IP66
....und zĂŒchtet jĂ€hrlich.....
(20.07.2008, 16:52)
Sven P. Peter :   @IP66: Auch Leipzig hĂ€lt Rehe.
(20.07.2008, 16:37)
IP66 :   So richtig hĂ€ufig sind "schwierigere" einheimische Arten ja auch in den europĂ€ischen Zoos nicht: Ich denke da an das Reh und mir fĂ€llt nur die rĂŒhmliche Ausnahme Dortmund ein, an das Birk- oder an das Haselhuhn, die heimischen Marderarten. Und ich weiß nicht, ob zentralaslaitische Arten, die ich jetzt einmal mit den sĂŒdamerikanischen in den USA parallelisierte, eine so große Rolle in den mitteleuropĂ€ischen Zoos spielen.
(18.07.2008, 18:26)
Shensi-Takin :   @Sacha: Hinsichtlich Suedamerika-Wildfaenge: kommt ganz darauf an, von welchen Arten wir reden und ob mit "Amis" nur die Zoos oder auch diverse Tierhaendler und -privathalter gemeint sind. Die meisten Saeuger, die amerikanische Zoos aus Suedamerika bekommen, stammen aus dortigen Zoos, meist im Sinne von bereits bestehenden Austausch-bzw. Zuchtprogrammen. Woher die ihre Tiere (z.B. Tierschmuggel-Konfiskate...) haben, ist eine andere Sache. Leicht macht US Fish & Wildlife die Sache natuerlich nicht, ganz im Gegenteil (s. Herrn Gatz's Hinweis), so dass bei manchen suedamerikanischen Arten (witzigerweise anscheinend auch beim Zwergseidenaeffchen...) das US-Zoo-Kontingent eher begrenzt ist.
(18.07.2008, 15:38)
Sacha :   Das nenne ich doch mal Licht ins Dunkel zu bringen. Vielen Dank.
(18.07.2008, 15:18)
Volker Gatz :   @Sacha Sorry, ich werde hier keinen Zoo nennen, es ist jedem Zoo selbst ĂŒberlassen, seine Projekte öffentlich zu machen oder nicht. Zu den USA: Ja, mit Dallas ist das Dallas World Aquarium gemeint. Jacksonville hĂ€lt zur Zeit zwei MĂ€nner aus der Philadelphia Zucht. Philadelphia zĂŒchtet seit 2004 Riesenotter (mit Tieren die genetisch identisch zu den Dortmundern sind). Auf Grund der VerwandschaftsverhĂ€ltnisse der Tiere macht es momentan noch wenig Sinn, Tiere aus Europa (die hier gebraucht werden) in die USA zu schicke, oder umgekehrt.
Zum Import: es ist allgemein so gut wie unmöglich Riesenotter WildfĂ€nge zu importieren. Das ist fĂŒr amerikanische Zoos genauso schwer, wenn nicht schwerer (der Nachweis fĂŒr ein Naturschutz Projekt des importierenden Zoos fĂŒr die betreffende Art muß dort vorhanden sein). Nur Dortmund und Dallas (DWA) haben seit den 80er Jahren ein bzw. zwei beschlagnahmte WildfĂ€nge erhalten. Einer ganzen Reihe nahmhafter Zoos (auch die werde ich hier nicht nennen)ist das nicht gelungen. Los Angeles versucht seit 2003 Tiere aus der Zucht von Cali zu importieren, bisher ebenfalls ohne Erfolg.

(18.07.2008, 14:32)
Sacha :   @Volker Gatz: Vielen Dank, dass sich auch eine mit dem Fachgebiet bestens vertraute Person an dieser Diskussion beteiligt.
Dabei drÀngt sich allerdings die Frage auf, welche der in diesem Forum genannten Zoos tatsÀchlich "falsch" sind (also genannt wurden, ohne dass sie als Spekulation/Vermutung z.B. durch ein Fragezeichen gekennzeichnet wurden)?
Und wĂ€re es möglich, einen europĂ€ischen Zoo zu nennen, der zwar gerne Riesenotter hĂ€tte, der aber noch nicht die Voraussetzungen dafĂŒr erfĂŒllt (damit wird ja noch kein Zoo diskreditiert)?
Zur Sicherheit: Mit "Dallas" nehme ich an ist das "Dallas Worldaquarium and Zoo" gemeint?

@Allgemein: Ich habe noch mehr Zoos in den USA mit Riesenotter-Projekten gefunden - dem gerade erhaltenen neuen Nyhuis "Americas best Zoos", 2007, sei Dank. So besitzt der Zoo in Jacksonville in Florida bereits Riesenotter und der Zoo in Los Angeles plant, fĂŒr seinen kĂŒnftigen Amazonas-Komplex welche anzuschaffen. Im gleichen Buch findet sich ĂŒbrigens die Bemerkung, dass kĂŒrzlich die Zucht in Philadelphia doch geklappt hat.

Zu guter letzt möchte ich die von IP66 gestellte Frage resp. geĂ€usserte Bemerkung wiederholen: Ist es fĂŒr die Amis tatsĂ€chlich leichter, WildfĂ€nge aus SĂŒdamerika zu importieren als Zoonachzuchten aus Europa zu holen (Frage gilt insbesondere Shensi-Takin)?
(18.07.2008, 13:53)
Onca :   schade ist das mit den Tapiren schon, finde diese Tiere sehr schön. Wobei ich die Argumente mit den Anlagen sehr gut finde. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder in HH bei den FlachlĂ€ndern gesehen, dass dies notwendig ist. Und man sollte dies auch unterstĂŒtzen, wenn es möglich ist oder von vornherein lassen, wenn es nicht möglich ist.

@Gudrun, dann besuchen Sie doch einfach mal die Hannoveraner in HH. Da haben sie auch die Möglichkeit.

Bin gespannt wo die RO in Heidelberg dann ihr Zuhause finden. Vielleicht kriege ich es dann mal hin, auch dort wieder aufzutauchen.
(18.07.2008, 13:43)
IP66 :   Es freut mich, daß viele Zoos den Wunsch geĂ€ußert haben, Riesenotter zu halten, und daß es nicht die allergrĂ¶ĂŸten und reichsten Einrichtungen sind, die die wagen - trotz des Aufwands. In Heidelberg sehr ich die Umwidmung des Hauses fĂŒr Riesenschildkröten unter Ă€hnlichen Aspekten wie den Neubau des Elefantenhauses: Die Tiere sind vorhanden, Zuchterfolge sind unwahrscheinlich bzw. nicht vorgesehen. Doch wenn in Heidelberg auch Riesenotter einziehen, so werden ja beide Ziele verfolgt: Verbeserte Anlagen fĂŒr vorhandene Exemplare und die Aufnahme bedrohter und interessanter Arten.
(18.07.2008, 10:32)
Gudrun Bardowicks :   Es gibt auch in den Niederlanden Überlegungen, Riesenotter in Zukunft zu halten, z.B. in Rotterdam und im Aquazoo Friesland in Leeuwarden. Die Anlage in Leeuwarden ist ab 2010 geplant. Diese Informationen habe ich aus den im Internet zu findenden MasterplĂ€nen der genannten Zoos entnommen, die allerdings noch abgeĂ€ndert werden können.
Zu den DickhĂ€utern: Meiner Meinung nach gehören auch die Asiatischen Elefanten, die in Heidelberg gehalten werden, zu den DickhĂ€utern und sind fĂŒr Otto Normalzoobesucher sicher attraktiver als Schabrackentapire, die meistens den lieben langen Tag in einer Ecke liegen und schlafen, da sie dĂ€mmerungs- und nachtaktiv sind. Dieses Verhalten behalten sie leider auch in großzĂŒgigen, modernen und naturnah eingerichteten Anlagen bei, wie ich bei meinen Zoobesuchen immer wieder feststellen musste. Ich bedauere auch ,dass mit Heidelberg ein weiterer deutscher Zoo die Haltung von Schabrackentapiren aufgegeben hat, finde aber auch, dass Riesenschildkröten ebenso gefĂ€hrdet sind. Außerdem sind Riesenschildkröten fĂŒr das Publikum attraktiver, da sie zumindest dann, wenn sie auch eine schön eingerichtete Außenanlage zur VerfĂŒgung haben, besonders an warmen Tagen auch sehr hĂ€ufig aktiv sind und sich vom Publikum sogar gelegentlich anfassen lassen, wenn die Möglichkeit an einer Stelle des Geheges gegeben ist. Diese Erfahrung habe ich immer wieder im Zoo Hannover gemacht, als dieser noch Riesenschildkrötten hielt.

Wie weit ist eigentlich die Planung fĂŒr das neue Elefantenhaus in Heidelberg. Stehen der Baubeginn und ein anvisierter Eröffnungstermin schon fest?
(17.07.2008, 21:57)
Klaus WĂŒnnemann :   Sorry,

dass ich Sie so lange im Dunkeln gelassen habe aber ich war in Brasilien. Auch um mir den Lebensraum der Riesenotter anzusehen und die sehr eindrucksvolle Anlage in Cuaiba. Wir halten an der Planung fĂŒr Riesenotter weiter fest - nur an anderer Stelle im Zoo (Wo steht noch nicht 100% fest). Die Planung ist fĂŒr 2009 vorgesehen - Baubeginn? FĂŒr Tapire reicht der Platz definitv nicht aus: Unserer Auffassung von der Haltung von Schabrackentapiren entsprechend mĂŒssten wir zwei Aussengehege haben, damit auch (temporĂ€r) unvertrĂ€gliche Tiere gleichzeitig jeweil ein Außengehege nutzen können. Und der Platz ist dort nicht verfĂŒgbar. Deshalb halten wir die Besetzung mit Riesenschildkröten fĂŒr eine gute Zwischenlösung - und unsere Schildkröten haben schnellstmöglich eine Verbesserung ihrer Haltung verdient.
(17.07.2008, 17:55)
Volker Gatz :   Angesichts der Diskussion und der vielen GerĂŒchte ĂŒber Riesenotter in Europa und speziell in Deutschland ist es vielleicht doch mal Zeit fĂŒr ein paar klĂ€rende Worte. Man darf den am Riesenotter EEP beteiligten Zoos und den ZuchtbuchfĂŒhrenden schon etwas Vertrauen entgegen bringen. Wir haben sicher nicht z.T. 20 Jahre an einer erfolgreichen Riesenotterzucht gearbeitet, um die raren Tiere dann zu euthanasieren. FĂŒr die Unterbringung der Jungtiere ist entweder gesorgt oder es wird daran gearbeitet. Um welche Zoos es sich dabei im Einzelnen handelt wird natĂŒrlich aus verschiedensten GrĂŒnden nicht immer sofort öffentlich bekannt gegeben, viele der hier und anderenorts gehandelten sind allerdings falsch oder sie haben ihr Interesse dem EEP bisher nicht gemeldet. Riesenotter sind oft nicht kurzfristig unterzubringen, aber sie sollen ja auch nicht in den erstbesten Park, nur um Platz zu schaffen, dafĂŒr ist die viel Art zu selten. Ältere Jungtiere sind der Gruppe sind wichtig fĂŒr das Sozialleben der Otter und sie tragen bei guter Haltung auch zu erfolgreichen Aufzuchten bei. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Riesenotterzucht eine höchst fragile Angelegenheit ist, nur Brasilia hat seit ĂŒber 30 Jahren immer mal wieder Zuchterfolge. Daher gehen alle Anstrengungen dahin, die Zucht auf eine breitere Basis zu stellen und mit demnĂ€chst fĂŒnf bis sechs Paaren in Europa sind die Voraussetzungen nicht so schlecht wie in der Vergangenheit. Auch in den USA wurden zuletzt neue Paare zusammen gestellt (Miami und Dallas), so dass es auch international durchaus Grund fĂŒr etwas Optimismus gibt. Also bitte Vorsicht bei allzu wilden Spekulationen !
(17.07.2008, 15:05)
Onca :   Riesenotter leben sozusagen im Matriachat. Eine reine Weibchengruppe, wie von BjörnN angedacht, wĂŒrde nicht funktionieren. Mit Ausnahme vielleicht, wenn die Tiere Wurfgeschwister sind und auch da wird es bei zuvielen zu grĂ¶ĂŸeren Problemen kommen. Daher sollte man auf soetwas verzichten, wenn man die raren Tiere nicht durch Streitigkeiten dezimieren möchte.
Wie es in einer reinen MĂ€nnergruppe zugehen wĂŒrde ist schwer zu sagen.

Mich wĂŒrde interessieren, wo Riesenotter euthanisiert wurden, da es Absatzprobleme gab?
(17.07.2008, 14:57)
Jennifer Weilguni :   @Onca
Gleichgeschlechtliche Gruppen zu halten, wĂŒrde zumindest mal bedeuten, dass potentielle Zuchttiere einen festen Platz haben und von dort aus ja auch immer wieder abrufbar wĂ€ren, falls an anderer Stelle ein Tier benötigt wird. Übrigens dienen Zootiere in erster Linie IMMER dem Besucher, denn Zoos sind in erster Linie eben fĂŒr Menschen gebaut. Oder andersrum könnte man sich auch fragen.. wem dient eine gut gehende Riesenotterzucht in Deutschland, wenn man ĂŒberzĂ€hlige Tiere einer stark bedrohten Art dann letztendlich euthanasieren muss, weil eine Auswilderung zu kompliziert und kostspielig wĂ€re. Immerhin können aber in Zoos gezeigte Riesenotter stellvertretend fĂŒr ihre wildlebenden Vettern "Werbung" machen und der eine oder andere setzt sich dann vieleicht aktiv fĂŒr entsprechende Projekte ein. In dem Sinne wĂŒrde Ă©ine gleichgeschlechtliche Gruppe ebenso nĂŒtzlich sein, wie eine Zuchtgruppe.



Ich werde spÀter mal in meinem Archiv nachstöbern, vieleicht habe ich sogar ein Foto von dem alten Tapirhaus Heidelberg.
(17.07.2008, 07:49)
Niels GruĂ«l :   Riesenschldkröten als Nachnutzer von Schabrackentapiranlagen scheinen ja langsam Mode zu werden. Hat das Dresden nicht auch so gemacht?
(16.07.2008, 22:29)
Oliver Jahn :   Es ist der alte Tapirstall, welcher sicher auf nicht sehr vielen Fotos sein wird. Allerdings fand ich schon damals an dem Bau recht gut, dass man durch eine große Glasscheibe hineingucken konnte. Das konnte man z.B. bei den Nashörnern nicht. Aber es war und ist eben nur ein einfacher Stall, nichts spektakulĂ€res.
(16.07.2008, 19:39)
BjörnN :   SelbstverstĂ€ndlich akzeptiere ich das....

Das nĂ€chste Mal einfach als Quelle: "Expertenwissen unter der Hand" angeben, dann weiß ich sofort, dass ich mir Nachfragen zum Zwecke der Klarstellung von vorn herein sparen kann.... (-:

Gibt es denn vom Heidelberger Haus Bilder, welches die Schildkröten zukĂŒnftig nutzen sollen, Bilder??
(16.07.2008, 12:57)
IP66 :   Wenn Leipzig anders als Heidelberg bei seiner Entscheidung bleibt, wird sich ja zumindest ein weiterer Halter finden und vielleicht werden andere Zoos, die grĂ¶ĂŸere UrwaldhĂ€user planen, sich am leipziger Besatz orientieren. Andererseits zeigen Dortmund, Duisburg und Stellingen, daß die Art auch unterhalb des Riesenhallenmaßstabes gut ausgestellt werden kann und, zumindest wenn man nicht noch Gelder an ein Zuchtprogramm abfĂŒhren muß, auch in kleineren Einrichtungen gut gehalten werden kann.
(16.07.2008, 10:23)
Onca :   Ich erlaube mir mal fĂŒr Niedersachse zu antworten und damit dann das Thema Leipzig hier endgĂŒltig zu beantworten.

Die Informationen sind unter der Hand geflossen und daher werden die auch noch nicht bekannt gegeben. Weil ich ungern Leuten in den RĂŒcken falle und mir meine Kontakte nicht kaputt machen möchte.
Ich hoffe du akzeptierst das.
(16.07.2008, 09:29)
Oliver Jahn :   Hier geht es um Heidelberg. FĂŒr alles andere gibt es eigenen Threads.
Ich finde es noch immer schade, dass man nicht umgebaut hat fĂŒr neue Schabrackentapire. Nach dem die Nashörner schon weg sind haben die Tapire die "DickhĂ€uter" allein reprĂ€sentiert denn aus dem Haus fĂŒr Flusspferde und Giraffen ist ja leider auch nie was geworden und ich glaube mal, der Masterplan, der dieses Haus vorsah, ist schon lĂ€nger nicht mehr aktuell.
(15.07.2008, 22:58)
BjörnN :   @Onca
Das war nur ein gut gemeinter Vorschlag. Sicherlich ist die Zucht bei einer derart gefĂ€hrdeten Art wichtig, doch macht eine Expansion der Zucht keinen Sinn, wenn man keinen Platz fĂŒr die Nachzuchten findet und irgendwann wegen der Anzahl der schlecht vermittelbaren Jungen die Zucht einstellen muss.

Ich freue mich natĂŒrlich, wenn in Leipzig ein Zuchtstandort aufgebaut wird, doch hat gesundes Misstrauen noch nie geschadet.

@Niedersachse
Welche Tiere werden denn ins Gondwanaland einziehen??
(15.07.2008, 22:00)
Onca :   ich kann da Niedersachse nur zustimmen. Man sollte nicht etwas dauernd in Frage stellen, manchmal wissen manche mehr ĂŒber eine Art, weil sie sich damit beschĂ€ftigten und nachfragen.

Riesenotter ist eine komplizierte Angelegenheit. Das dauert bis ein Zoo Tiere bekommt.
Und was hat es fĂŒr ein Sinn eine Weibchengruppe zu halten. Die Zucht ist wichtig und die "ĂŒberflĂŒssigen" Weibchen sind wichtig fĂŒr die Aufzucht der jĂŒngeren Geschwister, sie nehmen den Eltern viel Arbeit ab.
Eine geschlechtsreine Gruppe ware nichts weiter als Schauobjekt. Wozu dient sie? Zu nichts, außer fĂŒr den Besucher! Heutzutage geht es aber um mehr, als um den Besucher zu erfreuen! Va bei solch einer Art, bei der die Einfuhr etc mehrere zigtausend Euro kosten.
(15.07.2008, 21:33)
Niedersachse :   Die ist sicher die Behauptung da sie von höhster Riesenotterstelle kommt. Die Tiere fĂŒr Leipzig stehen ja auch schon fest!!

Heidelberg gehört den Riesenotter-Ring an, in dem sich die Zoos die Riesenotter halten wollen/halten zusammen geschlossen haben. Das kostet meine ich auch was. Von daher geh ich davon auch aus, dass irgendwann welche dort einziehen.
(15.07.2008, 20:34)
BjörnN :   @Niedersachse
Das sind doch bisher nur Vermutungen, die noch von keiner Seite bestÀtigt worden sind.

1,5 Jahre vor der Eröffnung wÀre ich vorsichtig mit "absolut sicher" - Behauptungen.

Zu Heidelberg:
Ohne Heidelberg anzuklagen, ich finde es schade, dass man sich die Möglichkeit entgehen lĂ€sst, eine solch seltene und exklusive Art zu halten. WĂ€re der Wille vorhanden, wĂ€re sicher auch die Beschaffung finanzieller kein allzu großes Problem....
(15.07.2008, 18:38)
Niedersachse :   FĂŒr Leipzig ist definitiv 1,1 vorgesehen. Mindestens ein Tier wird aus Deutschland kommen, wenn nicht sogar beide. Das ist schon mal ganz sicher!

@Sacha: Doue la Fontaine hat ne neue Anlage gebaut und 1,1 Tiere aus SĂŒdamerika importiert. Diese kamen direkt nach Hamburg. Das MĂ€nnchen Maku hat Hagenbeck behalten dĂŒrfen, ist jetzt der Zuchtmann. Das Weibchen Yakuna hat man nach Dortmund abgegeben. DafĂŒr bekam Hamburg das Weibchen Beni (jetziges Zuchtweibchen). Yakuna wurde 2007 nach Doue la Fontaine gebracht, zusammen mit Diego der 2004 in Dortmund geboren wurde.

Die weiteren Riesenotter in Europa:
Duisburg 1,1: 1,0 Malechito (geb. 2007 in HH), 0,1 Amana (geb. 2005 in Dortmund)

Hagenbeck neben Beni und Maku:
0,1 Panambi (2007) 1,0 Gordito (2007) 1,0 Jao und 0,1 Icana (2008)

Dortmund
1,1 Zuchtpaar Sol und Rufus + 6 Jungtiere

Chesnut, England
1,0 Manoki, geb. 2005 in Dortmund

In Skandinavien gibt es wohl auch nen Zoo der mit Riesenotter plant.
(15.07.2008, 17:38)
BjörnN :   @Sascha
Nachwuchs gab es in Europa in den letzten Jahren nur in Dortmund und Hamburg, wobei Dortmund auch erst seit 2004 erfolgreich zĂŒchtet, alle WĂŒrfe von 1996 bis 2004 ĂŒberlebten nicht lĂ€nger als 3 Monate.

Leipzig wird ab 2009/2010 Riesenotter im Gondwanaland halten. Ich könnte mir gut vorstellen, dort eine reingeschlechtliche Gruppe aus 2-4 Weibchen aus Dortmunder und Hamburger Zucht zu halten. Falls die Abgabesituation weiterhin so mau bleibt, könnte eine solche Strategie die zĂŒchtenden Halter wirkungsvoll entlasten.
(15.07.2008, 17:00)
IP66 :   Sehr nĂŒtzlich finde ich den Hinweis, daß die Riesenotterzucht noch immer auf zwei Schultern ruht, und davon eine ein halbprivater Zoo ist. Doch wo auch immer Neubauten fĂŒr Riesenotter errichtet werden, sie mĂŒssen sich in Dortmund oder Stellingen um Tiere gemĂŒhen, tun es aber nicht - woraus man schließen könnte, der Bedarf sei gedeckt, zumal Dortmund ja nun wirklich fleißig internationale Kontakte pflegt. Reimporte in die USA sind natĂŒrlich kostspielig, und da die Art vom benachbarten Halbkontinent geliefert werden kann, dĂŒrften sie auch kaum naheliegen. Insofern zeigt sich, daß bei einer relativ zaghaften Haltungspolitik auch bei einer schon fast aus unseren Zoos verschwundenen und nicht unbedingt unattraktiven Art zwei ZĂŒchter Absatzprobleme bekommen können.
(15.07.2008, 16:59)
Sacha :   Ehrlich gesagt glaube ich nicht so recht, dass sich fĂŒr Riesenotter keine Abnehmer finden lassen.

In Frankreich ist vor wenigen Jahren in DouĂ© la Fontaine eine neue Anlage entstanden (die aber m. W. mit Export-Tieren aus SĂŒdamerika besetzt wurde). In Spanien (Fuengirola?, Madrid?) gibt es auch Bestrebungen, Riesenotter zu halten. Ebenso in den USA (Metrozoo Miami, Tiere sind schon da). Philadelphia wĂ€re vielleicht an einem Austausch interessiert, da dort meines Wissen nur ansatzweise eine Zucht oder sogar noch gar kein Nachwuchs zustande kam. Nicht zu vergessen dass auch Hamburg wieder mit dabei ist. Also alles in allem gibt es schon Möglichkeiten, den Dortmunder Nachwuchs unterzubringen. Man mĂŒsste halt ein wenig ĂŒber die Landesgrenzen blicken und nachfragen....

@IP66: Welche Zoos ausser Hamburg und Dortmund (und ausserhalb SĂŒdamerikas) haben in den letzten 5 bis 10 Jahren Zuchterfolge mit Riesenottern vermelden können?

Bei Heidelberg frage ich mich, ob eine TIERGERECHTE Riesenschildkrötenanlage tatsĂ€chlich soviel gĂŒnstiger kommt als eine Anlage fĂŒr Riesenotter. Gut, immerhin kann man argumentieren, dass die Riesenschildkröten schon lĂ€nger im Bestand sind und darum ein gewisses Vorrecht geniessen...
(15.07.2008, 14:38)
IP66 :   Mir scheint, daß die Zuchterfolge bei den Riesenottern zu spĂ€t kommen, so daß die "Planstelle" Otter in den meisten Zoos durch Zwerg- oder europĂ€ische Otter bereits besetzt wurde. Zudem ist die Haltung wegen der Notwendigkeit eines Warhmhauses aufwendig und die ĂŒberlieferten Flußmarderanlagen in der Regel zu klein. Hinzu kommt der Effekt, fĂŒr vorhandene Arten Großanlagen errichten zu wollen, die bei beschrĂ€nkten Mitteln die Möglichkeiten fĂŒr neue Arten einschrĂ€nken - wie die ja gut nachvollziehbare heidelberger Entscheidung zeigt. Raubtierauswilderungen sind keine so einfach Sache, ich fĂŒrchte aber, daß schon der Reimport in Europa gezĂŒchteter Tiere an Seuchenbestimmungen und nationalen Eigenheiten scheitern wird. Auf der anderen Seite hat die dortmunder Otterschwemme auch ihre Vorteile: Selbst wenn man das ein oder andere Tier eunthanasieren mĂŒĂŸte, so zĂŒchtet man die Art mittlerweile an vielen Stellen erfolgreich und mit Duisburg hat sich dank dieser Erfolge ja auch eine Investition in eine Ă€ltere Anlage, auf der die Art aussterben sollte, gelohnt.
(15.07.2008, 10:35)
Jennifer Weilguni :   @Sven P. Peter
Oh smile an Dich dachte ich dabei ganz ehrlich gesagt gar nicht :-) Sorry.
Stell Dir mal unter der neuen "Großvoliere" nichts exorbitantes vor, nach einem besonders teurem Vorhaben sieht das nicht aus und Heidelberg hat ja auch schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sich mit wenig finanziellem Aufwand oftmals viel erreichen lĂ€sst (MĂ€hnenrobbenanlage).
@IP66
Dann habe ich Sie vieleicht ein bisschen falsch verstanden. Entschuldigung. FĂŒr mich ist es generell nicht ganz nachvollziehbar, dass sich irgendwo Riesenotter stapeln können, eigentlich mĂŒssten sich ja vor allem grĂ¶ĂŸere Einrichtungen um solche Tiere prĂŒgeln. NatĂŒrlich mĂŒssen aber eben auch immer die Mittel und Möglichkeiten da sein, die Tiere angemessen unterzubringen. Was ich mich allerdings gefragt habe... besteht fĂŒr den Dortmunder "Überschuss" nicht die Möglichkeit, durch Zusammenarbeit mit der ZGF Tiere eventuell wieder auszuwildern ?
(15.07.2008, 07:52)
Michael Mettler :   @Sven: Taufen wir das doch einfach in "Schwarzer Panther" um. Der ist ja heute in der Zoowelt auch eher ungeliebt :-)
(14.07.2008, 23:11)
Sven P. Peter :   Irgendwie mag ich den Begriff "Schwarzer Peter" nicht ;)
Finde es aber auch schade drum. Grade wenn man eine neue Großvoliere baut kann das Geld ja nicht soooo kanpp sein.
Aber begrĂŒĂŸen tue ich trotzdem, dass die Schildkröten aus dem Staubding rauskommen.
(14.07.2008, 22:43)
IP66 :   Irgendwie beschuldigen wollte ich den heidelberger Zoo nicht - eher schon darauf aufmerksam machen, daß auch fĂŒr bedrohte Arten Halter fehlen und man nirgendwo grenzenlos großflĂ€chige Anlagen bauen kann. Die Entscheidung fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Schildkrötengruppe ist ja vernĂŒnftig, auch wenn das alte HĂ€uschen Teil der heidelberger Zoogeschichte ist.
(14.07.2008, 19:05)
Jennifer Weilguni :   @IP66
Jetzt aber Heidelberg den schwarzen Peter hierfĂŒr zuzuschieben ist sicherlich falsch. Erstens lassen sich die Riesenschildkröten ohne große und aufwendige Umbauten auf der ehemaligen Tapiranlage halten und zweitens darf eine EVENTUELL vorgesehene Haltung ja auch nicht zum Zwang werden.
Dann mĂŒsste man jedem Zoo auf die Finger klopfen, der keinen Platz fĂŒr die gestapelten Dortmunder Riesenotter anbietet. Weniger bedrohte Tierarten in kostspieligen Anlagen gibt es schliesslich in jedem Zoo.
(14.07.2008, 14:03)
Zoo Heidelberg :   Großes Elefantenfest im Zoo Heidelberg fĂŒr die ganze Familie

Am Sonntag, den 20.07.2008 dreht sich im Zoo Heidelberg von 11.00 bis 18.00 Uhr wieder alles um die grauen Riesen. Der Zoo, die Initiative Zooerlebnis und der Verein der Tiergartenfreunde laden gemeinsam zum großen Elefantenfest fĂŒr die ganze Familie ein. Schon in den letzten Jahren war das Fest mit mehreren Tausend Besuchern ein Riesenerfolg. Und auch in diesem Jahr warten wieder viele Attraktionen auf unsere großen und kleinen Besucher.

Vergleichen Sie Ihre Kraft mit der eines Elefanten beim Baumstammziehen. Wie viele Kisten muss man stapeln, um auf Augenhöhe mit einem DickhĂ€uter zu sein? Sind Sie mit Ihren HĂ€nden genauso geschickt wie der Elefant mit seinem RĂŒssel? Wie viele Menschen bringen das Gewicht eines grauen Riesen auf die Waage? Das alles und noch viel mehr können die GĂ€ste an den zahlreichen Stationen der Elefanten-Rallye testen. Die Heidelberger Feuerwehr hilft beim „Spritzen wie ein Elefant“ und die Firma „der baum braun“ bringt kletterfreudige Kinder mit deren eigener Muskelkraft und Seilen in luftige Baumwipfel. An jeder Station gibt es einen Stempel fĂŒr gezeigte Leistung und im Ziel warten zahlreiche spannende Gewinne.
Über das geplante Elefantenhaus kann sich der interessierte Zoobesucher am Elefanten-Infostand u.a. bei Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann erkundigen. Ein toller Zauberer, eine große Tombola, ein Stand mit Elefantensouvenirs und Waffelverkauf runden den Familienspaß ab und bringen hoffentlich viele weitere Spenden fĂŒr das neue Elefantenhaus zusammen.

(14.07.2008, 13:02)
IP66 :   Wenn ich bedenke, wie sich in Dortmund die Riesenotter stapeln, wird die Entscheidung fĂŒr die Schildkröten eine solche fĂŒr einen Zuchtstopp oder sogar fĂŒr die Euthanasie einzelner Tiere bei den Ottern bedeuten ...
(14.07.2008, 12:04)
Jennifer Weilguni :   Neues aus Heidelberg:
Die Riesenschildkröten sollen auf das ehemalige TapirgelÀnde umziehen, weitere Tiere sollen dazukommen. Schön, dass das alte Gehege neue Bewohner bekommt, auch wenn das wohl heisst, dass erstmal keine Riesenotterhaltung mehr geplant ist.
SchrĂ€g gegenĂŒber von der MĂ€hnenwölfen wird zur Zeit eine große Fluganlage fĂŒr die Riesenseeadler gebaut und es freut mich, dass diese Tiere bald etwas mehr ins Rampenlicht gerĂŒckt werden. Der Ansatz des Anlage sieht wirklich gut aus. Allerdings sollte man sich dann vieleicht wirklich endlich mal von dem ursprĂŒnglichen SĂŒdamerikakonzept fĂŒr diese Ecke verabschieden.

(14.07.2008, 07:59)
Shensi-Takin :   @Sacha: Na ja, das Ganze ist je nachdem gute oder schlechte Reklame...;)
(26.06.2008, 20:39)
Sacha :   Interessant auch, wieviel Wert die Zoos dieser nichtfachmĂ€nnischen (und das sage ich als Medienschaffender!) Bewertung beimessen.....
(26.06.2008, 11:30)
IP66 :   Ich hĂ€tte in der Kategorie Vogelhaltung wegen der gewaltigen Artenreduktion schlechte Noten verliehen - aber daran merkt man, wie sehr gewisse modeorientierte Entscheidungen durch dergleichen "Rankings" erzwungen werden
(26.06.2008, 10:48)
Zoo Heidelberg :   Der Heidelberger Zoo im Zootest des Magazins „stern“

Zu Recht zĂ€hlen die Zoos mit ĂŒber 30 Millionen Besuchern im Jahr zu den beliebtesten Freizeitzielen der Deutschen. Das Hamburger Magazin stern hat die 27 wichtigsten und grĂ¶ĂŸten zoologischen GĂ€rten Deutschlands besucht und bewertet.
„Wir sehen das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, Ă€ußert sich Dr. Klaus WĂŒnnemann zu der Bewertung des Heidelberger Tiergartens. Mit einer Durchschnittsnote von 2,26 liegt der Heidelberger Zoo auf Platz 18 von den 27 großen Zoos in Deutschland. Sehr positiv an dem Ergebnis ist, dass sich der Heidelberger Zoo seit dem letzten Stern-Test vor 10 Jahren um 12 PlĂ€tze nach oben verbessert hat. In verschiedenen Kategorien hat der Tiergarten gute Noten bekommen. So bewegen sich die Bewertungen fĂŒr den „Zooshop“, die Beschilderung und die familienfreundlichen Eintrittspreise weit im oberen Drittel. Auch der Besucherservice und die Tierhaltung werden gut bewertet.
„In den Bereichen, wo wir schlechtere Bewertungen erhalten haben, sind wir bereits dabei, diese deutlich zu optimieren“, erklĂ€rt Klaus WĂŒnnemann. Die relativ schlechte Note bei der Elefantenhaltung bestĂ€tigt der Direktion in den kurz vor der Verwirklichung stehenden PlĂ€nen: Den Bau eines neuen Elefantenhaus, das den Tieren eine abwechslungsreiche und vielfĂ€ltig strukturierte Umgebung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Elefantenhaltung bietet. Auch die Haltung der Riesenschildkröten wird zu recht schlecht bewertet. Die gepanzerten Riesen beziehen jedoch noch in diesem Jahr ein neues Quartier.

„FĂŒr uns nicht verstĂ€ndlich ist, dass in der Bewertung im Stern-Test auf die exzellente und engagierte Arbeit unserer Tierpfleger nicht eingegangen wird“, erklĂ€rt Klaus WĂŒnnemann.
So bietet der Heidelberger Zoo eines der besten BeschĂ€ftigungsprogramme fĂŒr Tiere in deutschen Zoos ĂŒberhaupt. „Dadurch ist die QualitĂ€t der Tierhaltung auch in nicht ganz optimalen Anlagen wesentlich besser, als es der Test ausdrĂŒckt“, so WĂŒnnemann.
Eine Tierhaltungskategorie ist der Zooleitung ganz unverstĂ€ndlich. „Bei der Bewertung von Fischen stehen wir ganz unten, dies hat auch das Gesamtergebnis nach unten gedrĂŒckt. Nur, wir halten in unserem Zoo keine Fische, es sei denn, damit ist das kleine, aber gepflegte Hobby-Aquarium unserer Tierpfleger im Raubtiergehege gemeint“, schmunzelt WĂŒnnemann.

(26.06.2008, 08:11)
Zoo Heidelberg :   Partyalarm im Zoo Heidelberg mit tollen Preisen

Am letzten Sonntag, den 22. Juni 2008 ging es vor allem fĂŒr die kleinen GĂ€ste rund im Zoo. Ein großes Kinderfest mit zahlreichen Aktionen lockte viele zu einem Besuch in den Tiergarten. Organisiert wurde die Kinderparty zugunsten des Elefantenhauses des Heidelberger Zoos von Lehrern und SchĂŒlern der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen. Die SchĂŒler des Berufskolleg im Fach Kommunikationsdesign sollten so an einem praktischen Beispiel lernen, eine Veranstaltung zu organisieren, durchzufĂŒhren und zu reflektieren. Hierbei wurden sie von StudienrĂ€tin Frau Claudia Brinker und ihrem erfahrenen Kollegen Peter Mohr maßgeblich unterstĂŒtzt. Das Ziel sollte dabei sein, die aufkommenden Kosten durch Sponsoren zu decken und noch einen Überschuss als Spende fĂŒr den Neubau des Elefantenhauses zu erwirtschaften; dank einer großen Spende und den Einnahmen konnte die Ehrhart-Schott-Schule ca. 1600,- Euro dem Zoo ĂŒbergeben.
Mit Hilfe der vielen Sponsoren gab es beim „Partyalarm“ große Gewinne und viele Trostpreise, so dass kein Kind mit leeren HĂ€nden nach Hause gehen musste. Die Heidelberger Volksbank sponserte das RĂŒsselzopfflechten und Kinderschminken. ToysRus sponserte nicht nur einen riesengroßen PlĂŒschhund zur Versteigerung, sondern auch zahlreiche Gewinne fĂŒr den Malwettbewerb. Die schönsten Bilder malten Emil Adam (3-4 JĂ€hrige), Milena Paral (4-5 JĂ€hrige), Julian Adam (6-7 JĂ€hrige), Mary Wilson (7-8 JĂ€hrige), Verena Meyer und Timo Draler (8-9 JĂ€hrige) und Nico Walter (10-11 JĂ€hrige). Der Hauptsponsor war, wie auch schon im letzten Jahr, Heidelberg Cement, die sich ĂŒberaus großzĂŒgig an den Gewinnen bei den verschiedensten StĂ€nden beteiligt haben. So z.B. auch bei dem bunten Pinatabaum, wo es von HD Cement wertvolle Siku-Bagger als Preise zu gewinnen gab. Auch beim Elefantenzauber und dem Mallwettbewerb gab es tolle Preise von Heidelberg Cement und der Sparkasse Heidelberg.
Der Höhepunkt in diesem Jahr war die große Verlosung zum Ende des Kinderfestes. Das Autohaus Krauth stellte mehrere MINI- und BMW-Bobbycars sowie ein BMW-Kids-Bike fĂŒr etwa 1000,- Euro zur VerfĂŒgung. Die glĂŒcklichen Gewinner durften sich ihre Preise bei Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann, Stadtrat Klaus Weirich und Frau Krauth persönlich abholen.
FĂŒr Unterhaltung sorgten neben den anderen AktivitĂ€ten der Musikverein Nussloch e.V., der BIS-Choir mit Bernhard Bentgens und fĂŒr die kleinen Besucher die vom Racket Center Nussloch gesponserte HĂŒpfburg neben dem Spielplatz. Der Golf Club St. Leon stellte eine Puttanlange zur VerfĂŒgung.
Nach diesem wirklich gelungenem Kinderfest freuen sich Zoo und die Erhart-Schott-Schule schon jetzt auf den nÀchsten Partyalarm.

(25.06.2008, 15:16)
Zoo Heidelberg :   GEO-Tag der Artenvielfalt in Heidelberg und Umgebung am Samstag, 21.06.08

Es ist wieder soweit: alle zwei Jahre wird in Heidelberg und Umgebung der Tag der Artenvielfalt veranstaltet. In Anlehnung an die Aktion der Zeitschrift GEO werden Tiere und Pflanzen in und um Heidelberg gesammelt, bestimmt und beobachtet. Dieses Jahr gibt es eine besonders breite Auswahl verschiedener Exkursionen, fĂŒr die sich jeder Interessent anmelden kann unter:
www.artenvielfalt-hd.de
Bereits am Freitag Abend (20.06.08) gibt es mehrere VortrĂ€ge im Zoologischen Institut (Im Neuenheimer Feld 230, 69120 Heidelberg) ĂŒber Pinguine in der Antarktis, die Vielfalt der Lebewesen in den Meeren sowie eine Exkursion zu den Halsbandsittichen. Insgesamt werden 29 Veranstaltungen rund um die Artenvielfalt angeboten, oder wie man heute sagt zum Thema „BiodiversitĂ€t“. Aktuelle Änderungen sind möglich, deshalb bitte auf die Homepage schauen.
Das vielfĂ€ltige Angebot beinhaltet Exkursionen zum Thema Vögel (z.B. Vogelstimmen, Wagbachniederung), Amphibien, Reptilien, Insekten, Wassertiere und –pflanzen, Fossilien in Mauer, exotische und seltene Pflanzen, aber auch Gesundheitsthemen sind dabei, z.B. ein Stand zum Thema Vogelgrippe, eine Ausstellung zu Parasiten und eine Heilpflanzenexkursion in den Luisenpark. Artenschutz-Exkursionen auch fĂŒr fremdlĂ€ndische Arten gibt es z.B. im Heidelberger Zoo oder im Botanischen Garten.
Schirmherr der Aktion ist OberbĂŒrgermeister Dr. Eckart WĂŒrzner.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen großen Bedarf an solchen Veranstaltungen gibt, auch bei Familien. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer!

Veranstalter:
Prof. Dr. M. Wink & Dipl. Biol. M. Braun
Institut fĂŒr Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Abteilung Biologie
Im Neuenheimer Feld 364
69120 Heidelberg
Email: artenvielfalt@gmail.com
Telefon: 06221/544880 (Mo-Fr 9-16.00)

NABU Heidelberg
Email: info@nabu-heidelberg.de
Tel: 06221/ 600705 (Mo-Do 10-12.00 Uhr & 16-18.00 Uhr; Fr 16-18.00 Uhr)

fĂŒr tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung bedanken wir uns bei den Sponsoren & Partnern:
Sparkasse Heidelberg
100SEE
Stadt Heidelberg
Rotary Club Schwetzingen-Walldorf
(09.06.2008, 12:41)
Zoo Heidelberg :   Partyalarm im Zoo Heidelberg

Am Sonntag, den 22. Juni 2008 von 11.00 bis 17.00 Uhr geht es rund im Heidelberger Zoo – ein großes Kinderfest mit zahlreichen Aktionen lockt Groß und Klein in den Zoo.
Organisiert wird das Fest von den SchĂŒlern und Lehrern der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen. Nachdem bereits im letzten Jahr die Gewerbeschule im Zoo ein erfolgreiches Kinderfest auf die Beine gestellt hat, haben Lehrer und SchĂŒler erneut das Heidelberger Elefantenhaus als Projekt ausgewĂ€hlt. Durch den direkten Bezug zu einem realen Projekt wird der Unterricht fĂŒr die SchĂŒler interessanter und lehrreicher. Gleichzeitig freut sich der Heidelberger Zoo ĂŒber die hervorragende UnterstĂŒtzung fĂŒr das große Projekt Elefantenhaus.
Es werden tolle Stationen geboten: FĂŒr die modebewussten Kleinen und Großen gibt es ausgefallenes Kinderschminken, Nageldesign, RĂŒsselzopfflechten und einen Kosmetikstand. Am großen Malstand kann man sich selbst Buttons mit Zoomotiven herstellen und bei der Schnitzeljagd durch den Zoo werden tolle Gewinne verlost. Neben einem Putt-Putt-Wettbewerb, Mini-Car-Rennen, KĂ€nguruweitsprung und Elefanten-HĂŒpfburg können die Kinder mit Stöcken solange auf eine Piñata schlagen, bis die Kugel endlich platzt und der heißersehnte Preis herausfĂ€llt. Und es gibt zwei musikalische Highlights: Es spielen auf die Jugendkapelle des Musikvereins 1875 Nußloch e.V und es singen Bernhard Bentgens und die BIS-Kids. Doch ohne die UnterstĂŒtzung von Sponsoren könnte ein solches Fest nicht gestemmt werden:
HeidelbergCement, Capri Sonne, die Sparkasse und die Volksbank Heidelberg, die Firma Krauth, der Racket Center Nußloch und der Golf Club St. Leon Rot, ToysRus und City-Druck – sie alle stellen unter anderem auch tolle Preise zur VerfĂŒgung! Die Aktionen werden gegen kleine Spenden angeboten, die alle ausnahmslos dem neuen Elefantenhaus des Heidelberger Zoos zu gute kommen. „Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die SchĂŒler und Lehrer der Erhart-Schott-Schule sich in das Projekt Elefantenhaus gestĂŒrzt haben“, freut sich Zoodirektor Dr. WĂŒnnemann. „Wir hoffen sehr, dass soviel Engagement am 22. Juni beim Kinderfest durch gutes Wetter und zahlreiche Besucher belohnt wird.“
(09.06.2008, 11:35)
Zoo Heidelberg :   Heidelberger Zoo bei UN-BiodiversitĂ€tskonferenz in Bonn

In Bonn findet die wichtigste Naturschutzkonferenz der Welt statt. Dabei geht es vor allem um den Erhalt der natĂŒrlichen Vielfalt. Der Heidelberger Zoo, der sich seit langem aktiv fĂŒr den Schutz der Vielfalt des Lebens einsetzt, ist einer von zwei Zoos weltweit, der sich auf der „Expo der Vielfalt“ vom 27. bis 30. Mai anlĂ€sslich der UN-BiodiverstĂ€tskonferenz in Bonn prĂ€sentiert.

Das Programm des Heidelberger Zoos auf der „Expo der Vielfalt“ bietet ein besonderes Highlight. Ein Team von Zoo- und Zooschul-Mitarbeitern hat mehrere Bonner Schulklassen an den Messestand eingeladen, die die einmalige Möglichkeit erhalten, lebendige Rieseninsekten, Riesenschnecken, Vogelspinnen, Schlangen und Echsen hautnah zu erleben. Im Mittelpunkt stehen Aspekte der Lebensweise und der biologischen Vielfalt. „Unserem Zoo ist es ein besonderes Anliegen, Kindern und Jugendlichen die ZusammenhĂ€nge begreifbar zu machen, und zu zeigen, warum es fĂŒr unsere Zukunft ĂŒberlebenswichtig ist, die Artenvielfalt zu schĂŒtzen“, erklĂ€rt Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Der Schutz der BiodiversitĂ€t ist seit langem das Leitthema der Zukunftsentwicklung des Heidelberger Zoos. Zahlreiche Programme zur Arterhaltung werden von ihm betreut. Das vom Zoo gegrĂŒndete Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action) setzt sich fĂŒr den Schutz der hochbedrohten Affenarten im Westafrikanischen Regenwald ein. Im Biodiversity Hotspot Upper Guinean Forest werden unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz der bedrohtesten Affenarten Afrikas durchgefĂŒhrt. Über die Auffangstation fĂŒr diese Tiere, das Monitoring der Schutzgebiete, die praktische Hilfe fĂŒr Ranger und die Menschen vor Ort informiert der Zoo mit eindrucksvollen Postern, BroschĂŒren und Bildern. Ein weiteres Projekt ist das Wiederansiedlungsprojekt fĂŒr den EuropĂ€ischen Feldhamster im Rhein-Neckar Raum. In einer Zuchtstation im Zoo wird eine Ersatzpopulation gehalten, deren Nachwuchs unter wissenschaftlicher Kontrolle in ausgewĂ€hlten LebensrĂ€umen ausgesetzt wird, um den stark bedrohten Nager wieder heimisch werden zu lassen.
Der Zoo möchte mit seiner PrÀsentation auf dieser bedeutenden Konferenz mit dazu beitragen, Heidelberg in der Naturschutzwelt bekannt zu machen. Kinder und Tiere, was könnte das Thema besser transportieren helfen?

Weitere Informationen zu den kostenlosen und frei zugÀnglichen Veranstaltungen unter www.plaza-der-vielfalt.de.
(20.05.2008, 15:10)
Racool :   Ich habe mal ein paar Fragen zu HD.
Weiß jemand, was aus der BlockhĂŒtte zwischen Elefanten und Feldhamstern werden soll?
Was wird zwischen Yellowstone-See und den Kronenkranichen gebaut?
Joseph ist inzwischen ĂŒbrigens mit der Löwengruppe zusammen.
(10.05.2008, 14:48)
Zoo Heidelberg :   Lebendige Kinderstube im Heidelberger Zoo – dreifacher Nachwuchs bei den Keas und ein Poitou-Fohlen

Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, ĂŒberwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Im Heidelberger Zoo sind zwischen Ende Februar und Anfang MĂ€rz gleich drei junge Keas geschlĂŒpft, die die letzten Wochen weitgehend geschĂŒtzt vor den Augen der Besucher in der Bruthöhle bei Mama aufwuchsen. Nun lockt das schöne Wetter sie nach draußen und die Zoobesucher können immer hĂ€ufiger das muntere Trio zu Gesicht bekommen. Die Keas sind wahre Spaßvögel mit einem ausgeprĂ€gtem Spieltrieb und gelten in ihrer Heimat Neuseeland als die Clowns der Berge.
Die Ă€ußerst intelligenten Papageien sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und haben ein sehr gutes technisches VerstĂ€ndnis. So gelingt Ihnen das Öffnen von versperrten MĂŒlltonnen mĂŒhelos und was von neuseelĂ€ndischen Touristen unbewacht liegengelassen wird, wird von ihnen untersucht und sorgfĂ€ltig zerlegt.
Und eine weiterer, quicklebendiger Nachwuchs ist zu bewundern. Poitou-Fohlen Monique erblickte am 24. April das Licht der Welt und kann seit ein paar Tagen im Freien besucht werden. FĂŒr Mama Resi, die selbst im Heidelberger Zoo geboren wurde, ist es das dritte Fohlen. Sie ist eine perfekte Mutter, die sich liebevoll um ihre Kleine kĂŒmmert und ihren großen Appetit stillt. Das schöne Wetter ist fĂŒr das Jungtier geradezu ideal, um seine Gegend zu erkunden und mit den anderen Jungtieren zu tollen. SpĂ€ter wird aus der Kleinen eine echte Riesin, denn die Poitou-Esel, die ursprĂŒnglich aus der Region Poitou in Westfrankreich stammen, gehören zu den grĂ¶ĂŸten Esel-Rassen weltweit. Im letzten Jahrhundert war es ĂŒblich, diese Rasse mit Pferdestuten zu kreuzen und so geduldige und widerstandsfĂ€hige Arbeitstiere, die Maultiere, zu zĂŒchten. Sogar als Zugtier fĂŒr LöschzĂŒge wurden die robusten Kreuzungen eingesetzt und zum Schutz ihr langes Haar benĂ€sst.

(09.05.2008, 08:01)
IP66 :   So ĂŒberaus glĂŒcklich bin ich ĂŒber das Kampagnewesen in unseren Zoos nicht. Sicher sind die Absichten ehrenwert, der Rummel um eine Tiergruppe erinnert mich aber ein wenig an Hagenbecks Völkerschauen: Wir schaffen eine Sensation, die Besucher anzieht, gewissen Moden Rechnung trĂ€gt und gegen die derzeit wenig einzuwenden ist, und nach einer Saison ist alles vorbei. Mir scheint ein Engagement fĂŒr chutzbedĂŒrftige Arten ĂŒber lĂ€ngere Zeit sinnvoller, insbesondere dann, wenn durch die Ausstellung verschiedenartiger Formen nebeneinander der Sinn fĂŒr BiodiversitĂ€t geweckt wird. Im ersten Punkt wĂŒrde ich auf das mĂŒnsteraner Schildkrötenprojekt verweisen, das aber in Hinblick auf das SinnfĂ€lligmachen der BiodiversitĂ€t MĂ€ngel erkennen lĂ€ĂŸt.
(17.04.2008, 18:11)
Ralf Sommerlad :   Ich freue mich sehr, dass sich die Heidelberger an der Amphibienkampagne aktiv beteiligen.Genau genommen betrachte ich es als eine Schande, wenn sich ein Zoo heraushĂ€lt...
(17.04.2008, 16:15)
Zoo Heidelberg :   Zoo Heidelberg unterstĂŒtzt weltweite Kampagne zur Rettung bedrohter Amphibien. Froschtag im Zoo

Fast jeder von uns erkennt Frösche und Kröten, wenn er sie sieht. Es sind jene außergewöhnlichen Wirbeltiere, die sich durch die Metamorphose vom Ei ĂŒber das Larvenstadium (Kaulquappen) hin zum ausgewachsenen Tier entwickeln.
Es gibt eine unglaubliche Vielfalt von Amphibien und sie bevölkern alle nur vorstellbaren LebensrĂ€ume zu Wasser und zu Lande, mit Ausnahme der Ozeane und Polarregionen. Sie sind den Menschen so sehr vertraut, dass sie Teil unserer Mythen, Legenden und MĂ€rchen geworden sind. Noch besiedeln Amphibien in einer faszinierenden Artenvielfalt verschiedene LebensrĂ€ume. So ist es kaum vorstellbar, dass die Geschwindigkeit, mit der sie von unserem Planeten verschwinden, dramatische Ausmaße annimmt. Bereits ein Drittel bis die HĂ€lfte der ĂŒber 6000 Frösche, Kröten, Unken, Salamander, Molche und BlindwĂŒhlen sind vom Aussterben bedroht; ĂŒber 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgerottet worden. Zerstörung der LebensrĂ€ume stellt fĂŒr die davon betroffenen Arten die grĂ¶ĂŸte Bedrohung dar; aber auch die Verschleppung einer Pilzerkrankung durch den Menschen ĂŒber den gesamten Erdball ist aufgrund ihres Potentials, schnell eine Art auszulöschen, von großer Bedeutung. Die Folgen fĂŒr den Menschen sind nicht absehbar. Amphibien halten zum Beispiel die BestĂ€nde zahlreicher krankheitsĂŒbertragender Insekten in Grenzen und leisten damit wichtige prophylaktische Dienste fĂŒr den Menschen.
Um auf das dramatische Verschwinden der Amphibien reagieren zu können, haben der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) und die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Amphibian Ark (AArk) gegrĂŒndet, die Zoos, Aquarien und andere teilnehmenden Institutionen darin unterstĂŒtzen, so viele Amphibienarten wie möglich zu retten.
Unter dem Titel „Jahr des Frosches 2008“ startet eine weltweit koordinierte Kampagne der NaturschĂŒtzer und Zoologischen GĂ€rten, bei der der Zoo Heidelberg aktiv involviert ist.
Am 1. Mai veranstaltet der Zoo von 11.00 bis 17.00 Uhr einen Aktionstag fĂŒr Groß und Klein rund um das Thema Frosch. Geboten werden eine Ausstellung verschiedener Amphibien, Spiele, MĂ€rchenstunde, Kinderschminken und vieles mehr. FĂŒr Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann liegt eine zentrale Aufgabe der Zoos im Artenschutz. „Nur durch die globale Zusammenarbeit aller Zoos kann es gelingen, das Aussterben bedrohter Arten zu verhindern bzw. ein StĂŒck weit einzudĂ€mmen“, betont WĂŒnnemann.

(17.04.2008, 14:34)
Jennifer Weilguni :   @IP66
Ja, genau das meine ich nĂ€mlich auch. Heidelberg ist wirklich ein schönes Beispiel dafĂŒr, dass es nicht immer Millionen braucht um ĂŒberdimensionale Prachtbauten zu zaubern, sondern auch mit kleinen Mitteln viel zu erreichen ist. Es hat ja nicht jeder Platz und Geld fĂŒr Elefantenpark, Yukon Bay und Co, bzw will und kann sich ja nicht jeder fĂŒr solche Projekte in Schulden stĂŒrzen.
(16.04.2008, 07:48)
IP66 :   GleichgĂŒltig, wie wir ĂŒber einzelne VerĂ€nderungen denken - alle BeitrĂ€ge spiegeln eine gewisse Freude ĂŒber VerĂ€nderungen im heidelberger Zoo, und auch ich besuche den Zoo gerne und freue mich, mit wie wenig Geld und vielen Ideen Probleme gelöst werden.
(15.04.2008, 11:51)
Jennifer Weilguni :   @IP66
Um den Vogelbestand tut es mir auch leid, aber wo gehobelt wird, da fallen eben immer SpĂ€ne und um das neue Elefantenhaus realisieren zu können, braucht es eben Platz. Trotzdem ist es natĂŒrlich schade um die doch recht umfangreiche Vogelsammlung.
Die Kunstfellsverkleidung der Robbenanlage ist sicherlich Geschmacksache, den Robben ist es ohnehin egal, ob die auf grauem Beton oder liebevoll gestaltetem Kunstfels leben. FĂŒr mein Auge aber sieht die Anlage jetzt viel freundlicher aus und ich denke vielen anderen Besuchern geht es Ă€hnlich.
(15.04.2008, 10:53)
IP66 :   Was die Großbauten angeht, wĂŒrde ich, um im Bild zu bleiben, eher von einer Vermeidung des Rades sprechen, obgleich es bereits erfunden wurde. Bei den genannten Beispielen und auch in Bezug auf die Haltungsverbesserungen, bin ich aber durchaus Ihrer Meinung und auch ganz gerne in Heidelberg. Die Kunstfelsverkleidung der Robbenanlage gefĂ€llt mir nicht - die wirkte im Altzustand eleganter, und die haltungstechnischen Änderungen hĂ€tte man auch in polygonal gegeossenem Beton realisieren können.
(14.04.2008, 18:11)
Shensi-Takin :   Ich muss Jennifer da schon recht geben: was ich da beim letzten Mal gesehen habe, war durchaus interessant & empfehlenswert. Hinsichtlich Einbindung von angewandter Forschung (s. MĂ€hnenrobben-AktivitĂ€tsmonitoring) und Behavioural Enrichment (Elefanten!) könnte sich man ein großer Zoo eine Scheibe abschneiden. Und warum das Rad immer neu erfinden?
(14.04.2008, 17:52)
IP66 :   Vielleicht bin ich in der Beurteilung der heidelberger Entwicklung ein wenig befangen, da ich sehr an dem auf dem GelĂ€nde der neuen Elefantenanlage untergebrachten Vogelbestand gehangen habe. Andererseits finde ich den geschilderten Befund bei den Großbauten nach wie vor ĂŒberzeugend, und zwar nicht, weil ich die Elefantenhaltungsidee fĂŒr problematisch halte, sondern weil mir das neue Haus Ă€hnlich wie jenes fĂŒr Menschenaffen eine halbe Lösung zu verkörpern scheint, die ich in der Tradition der genannenten Bauten sehe. Andere Entwicklungen gefallen mir recht gut, weniger die in der Robbenanlage als die neue Nutzung der BĂ€rengrube, das Tigeraußengehege sowie die Anlagen fĂŒr Hermeline und Feldhamster. Diesen Gehegen wĂŒrde ich auch eine Vorbildwirkung auf andere Zoos zubilligen. Zudem finde ich, das jenseits der problematischen Abgaben im Vogelbereich eine Reihe von RaritĂ€ten den Tierbestand erheblich interessanter gemacht haben.
(14.04.2008, 10:39)
Jennifer Weilguni :   Nun muss ich aber doch mal eine Lanze brechen fĂŒr Heidelberg. FĂŒr die dort vorhandenen Möglichkeiten gibt sich er Zoo nun wirklich alle erdenkliche MĂŒhe das beste aus den Gegebenheiten zu machen. Ich verweise nur mal auf den Blitzumbau der Robbenanlage ! Und ich denke nicht, dass man Emmen nun unbedingt mit Emmen vergleichen kann. Ich begrĂŒĂŸe Heidelbergs Entscheidung, Elefanten-"Rentner" bei sich aufzunehmen und ehrlich gesagt gefĂ€llt mir die Aussenanlage fĂŒr die Heidelberger Elefanten schon jetzt besser, als zum Beispiel die monströse Anlage in Köln.
Und selbst aus dem alten Raubtierhaus in HD wurde schon so einiges rausgeholt, die Aussenanlage fĂŒr die Tiger finde ich sehr beispielhaft, bietet sie den Tieren nicht nur ausreichend Platz, sondern auch reichlich Versteckmöglichkeiten und dennoch interessante Einblicke fĂŒr die Besucher.
(14.04.2008, 07:56)
IP66 :   Ich habe den Eindruck, daß in der heidelberger Zooleitung eine ĂŒber die Direktoratswechsel hinausreichende Grundneigung gibt, den Entwicklungen großer Zoos eher in provinziellem Maßstab hinterherzuhecheln als auf die eigenen gewachsenen StĂ€rken zu setzen. Das Raubtier- und das Menschenaffenhaus sind ebenfalls Sparversionen zum Zeitpunkt der Entstehung schon ein wenig ĂŒberholter Bautypen, und das Elefantenhaus wird wohl Ă€hnlich beurteilt werden, wobei ich nicht weiß, ob den Ă€lteren Bauten derart viele interessante Arten geopfert wurden. Damit gehört der Zoo am Neckar leider nicht zu den ebenfalls hĂ€ufig in der Provinz angesiedelten Institute, die neue Wege gehen: Man denke an das krefelder Menschenaffenhaus, die Elefantenhaltung in Emmen oder auch an die ersten Kunstfelsprojekte.
(11.04.2008, 11:14)
Shensi-Takin :   @IP66: Wortwörtlich wurde mir gesagt: "Vom ursprĂŒnglichen Vogelbestand kommt 1/3 weg, der Rest bleibt." Offenbar werden noch einige Volieren angebaut...
Was die (rein fiktiven) Panzernashörner angeht: selbstverstĂ€ndlich wĂ€ren entsprechende bauliche VerĂ€nderungen in Hinblick auf das Haus & Wasserbecken erforderlich. Das dĂŒrfte summa summarum aber wahrscheinlich billiger als der geplante Elefantenbau kommen...
(10.04.2008, 21:40)
IP66 :   Vielen Dank! Ich weiß allerdings nicht, wie ich Ihre Information verstehen soll: Der Vogelbestand ist ja schon halbiert worden - soll von der letzten HĂ€lfte jetzt noch ein Drittel verschwinden?
Panzernashörner fĂ€nde ich natĂŒrlich prima, allerdings wĂŒrde man wohl nicht mehr als ein Tier in dem alten Elefantenhaus unterbringen können, und ein Wasserbecken gibt es dort auch nicht.
(10.04.2008, 12:10)
Zoo Heidelberg :   Pantanal – Ein Paradies in Gefahr

Wanderausstellung des Global Nature Fund vom 9. April bis 28. Mai 2008 im Heidelberger Zoo.

Das Pantanal ist das grĂ¶ĂŸte Feuchtgebiet der Erde, ein Garten Eden im Herzen des sĂŒdamerikanischen Kontinents mit einer einzigartigen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Jaguare, Riesenotter, Tapire und Brillenkaimane finden hier ihre Heimat. Das Pantanal ist ein Gebiet von wilder Schönheit, das wegen seines Tierreichtums die „Serengeti“ SĂŒdamerikas genannt wird. Dieses Naturparadies ist durch Ethanolfabriken, intensive Viehwirtschaft, großflĂ€chige Abholzungen und Monokulturen wie Soja- und Zuckerrohrplantagen bedroht, exemplarisch fĂŒr viele LebensrĂ€ume in den Tropen.
Die Wanderausstellung der internationalen Stiftung Global Nature Fund mit Fotos und Texten von GĂŒnter Ziesler & Angelika Hofer macht auf diese dramatische Situation aufmerksam und ist vom 09. April bis zum 28. Mai 2008 im Afrikahaus des Heidelberger Zoos zu sehen. Die großformatigen Fotos des renommierten Naturfotografen GĂŒnter Ziesler zeigen die Wunder des Pantanals in ihrer vollen Pracht, die den Betrachter einen Blick in diese einzigartige Welt ermöglichen. Dazu zĂ€hlen spektakulĂ€re Aufnahmen des Jaguars, von Kaimanen, Fischottern und Aras in atemberaubender Landschaft.

(08.04.2008, 11:29)
Shensi-Takin :   Übrigens ist noch beim GesprĂ€ch im Zoo nach der ZGAP-Tagung inoffiziell eine Wunschart fĂŒr das kommende "Inseltiere"-Bauprojekt genannt worden: Sifakas-ĂŒber die "Frankreich"-Konnektion aus Paris...Ob das auch so eine utopische Wunschart wie Leipziger Sumatranashörner sein wird, bleibt abzuwarten.
Apropos Nashörner: wÀre die Heidelberger Elefantenanlage ohne viel Umbauten nicht eigentlich eine prima Panzernashornanlage?;)
(07.04.2008, 20:35)
Shensi-Takin :   @IP66: 1/3 des frĂŒheren Vogelbestandes kommt weg, der Rest bleibt erhalten.
Auf der ehemaligen Tapir-Anlage soll ein Riesenottergehege entstehen. Anstelle der 2.0 sind nun 1.1 Schopfhirsche aus Rotterdam bei den Kleinen Pandas zu sehen.
(07.04.2008, 14:14)
Zoo Heidelberg :   Wie bekommt man einen Elefanten auf eine Waage?

Durch eine großzĂŒgige Spende der Heidelberger Volksbank ist der Heidelberger Zoo um ein wichtiges tiermedizinisches GerĂ€t reicher geworden, eine Elefantenwaage.
Bisher war es dem Zoo nicht möglich, die schwersten LandsÀugetiere der Erde zu
wiegen. Denn eine Elefantenkuh wie „Jenny“ bringt mindestens 3.500 Kilogramm auf die Waage. Da ist schweres GerĂ€t gefragt. Seit Februar 2008 steht die zirka 4 qm Meter große Waage dank der 2.000 Euro Spende der Heidelberger Volksbank den Zoo-Elefanten zur VerfĂŒgung. Die Waage selbst wiegt zirka 500 Kilogramm und ermittelt das Gewicht derer, die auf ihr Platz nehmen, in gemĂ€chlichen 2-Kilo Schritten.
Das GerĂ€t ist fĂŒr die tiermedizinische Ausstattung des Zoos unentbehrlich. „FĂŒr unsere Elefanten bedeutet dies einen großen Fortschritt und wir möchten uns ganz herzlich bei der Volksbank bedanken“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Die Verwiegung der Elefanten ist fĂŒr die Zusammenstellung der Futterrationen der Tiere von besonderer Bedeutung. Das regelmĂ€ĂŸige Wiegen liefert den Pflegerinnen und der TierĂ€rztin wichtige Hinweise ĂŒber den ErnĂ€hrungs- und Gesundheitszustand und das Wachstum der gewichtigen DickhĂ€uter. Wie aber bewegt man eine Elefantendame dazu, auf eine Waage zu steigen? Die Antwort kennen die Elefantenpflegerinnen Corinna Schmitt und Kim Klene: es bedeutet vor allem sehr viel Geduld und verlangt hohes tierpflegerisches GespĂŒr. Zum einen wird vom Pfleger große Disziplin und Entschiedenheit verlangt, zum anderen muss das zu Lernende stets mit belohnender Hand gefordert und gefördert werden. Im Heidelberger Zoo werden die Elefantendamen „hands-on“ gehalten. Das bedeutet, dass die Pfleger in direktem Kontakt mit dem Tier stehen. Am ersten Tag wurden Jenny und Ilona mit Leckerlis, also Obst und GemĂŒse gelockt und so an die Waage gewöhnt, erklĂ€ren die Pflegerinnen. Zweimal am Tag werden die beiden Damen beim Rein- und Rauslaufen ĂŒber die Waage gefĂŒhrt – und mĂŒssen dort 2-3 Sekunden stehen bleiben.
Elefanten sind die grĂ¶ĂŸten landbewohnenden SĂ€ugetiere der Erde. Zwei heute noch lebende Arten sind der Asiatische Elefant und der Afrikanische Elefant, der sĂŒdlich der Sahara lebt. Elefanten sind in WĂ€ldern, Savannen und FlusstĂ€lern anzutreffen. Der Asiatische Elefant wird drei Meter, der Afrikanische Elefant vier Meter hoch. Letzterer hat auch die grĂ¶ĂŸeren Ohren.

(03.04.2008, 18:34)
Zoo Heidelberg :   Tagung der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) in Heidelberg vom 4.-6. April

Bedrohte Arten ohne Lobby? Wale, Delfine und Tiger kennt jeder. Was aber ist mit den vielen Tierarten, die nicht bekannt, aber ebenfalls von der Ausrottung bedroht sind?
Vom 4.-6. April tagt in Heidelberg die Jahreshauptversammlung der „Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V.“ (ZGAP), die sich den Schutz vieler, aber wenig oder gar nicht bekannter Tierarten zum Ziel gesetzt hat.

In gemeinsamer Organisation mit dem Heidelberger Zoo findet am Samstag, den 5. April ab 13.00 Uhr eine auch fĂŒr die Öffentlichkeit zugĂ€ngliche Vortragsreihe im Großen Hörsaal des Zoologische Instituts statt. Zur Eröffnung spricht Stadtrat Klaus Weirich.

Die Zoologische Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e. V. (ZGAP) wurde 1982 in MĂŒnchen gegrĂŒndet. Ziel der Gesellschaft ist der Schutz wenig bekannter, aber stark bedrohter Tierarten und ihrer LebensrĂ€ume, um so den Erhalt der biologischen Vielfalt zu unterstĂŒtzen. Denn wĂ€hrend dringend notwendige Schutzmaßnahmen fĂŒr populĂ€re Tierarten wie Berggorillas, Große Pandas oder Tiger bereits wirksam an die Öffentlichkeit getragen wurden, gibt es viele Tierarten, die bislang unbeachtet am Rande der Ausrottung
stehen. Die ZGAP bietet deshalb weltweit wissenschaftliche und finanzielle UnterstĂŒtzung fĂŒr Artenschutzprojekte, die hochbedrohten Tierarten zugute kommen. So unterstĂŒtzt sie auch das vom Heidelberger Zoo gegrĂŒndete Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action), das sich fĂŒr den Schutz der hochbedrohten Affenarten im Westafrikanischen Regenwald einsetzt.

Einheimische Biologen und Biologiestudenten einzubinden und sie auf die eigenverantwortliche FĂŒhrung der Projekte vorzubereiten, gehört zu den Grundprinzipien der Gesellschaft. Über die kostengĂŒnstige Verwirklichung von Artenschutzvorhaben hinaus, wird damit auch motivierten jungen Leuten die Möglichkeit gegeben, konkret zum Artenschutz in ihrem Heimatland beizutragen. Auf diese Weise werden auch in Zukunft fachkundige Mitstreiter am Ort des Geschehens die nachhaltige ProjektfĂŒhrung garantieren. Weitere Informationen, auch zum Vortragsprogramm am 5. April, finden sich auf der Website: www.zgap.de.


Vortragsprogramm am Samstag, 4. April, ab 13.00 Uhr, Zoologisches Institut
13:00 Uhr: „Von Nasenaffen und anderen RĂŒsseltrĂ€gern - eine fotografische Reise zu den letzten RegenwĂ€ldern Nordost-Borneos“, Thiemo Braasch

13:30 Uhr: „Die Amphibienkrise“, Birgit Benzing

14:00 Uhr: „Die Antarktis - ein ĂŒberwĂ€ltigendes und beĂ€ngstigendes Erlebnis“, Jörg Adler

14:30 Uhr: „Zoologisches aus Indonesien, Qatar und den Emiraten“, Roland Wirth

15:00 Uhr: „WAPCA - Neues vom Artenschutzprogramm fĂŒr Westafrikanische Affen in Ghana und der ElfenbeinkĂŒste“, Sandra Reichler-Danielowski

15:30 Uhr: Kaffeepause

16:00 Uhr: „Artenschutz fĂŒr bedrohte Tauben in der Karibik - hilfreich oder kontraproduktiv“, Guntram G. Meier

16:30 Uhr: “Tora-Hartebeest-Survey in Äthiopien”, Dr. Jens-Ove Heckel

17:00 Uhr: „Erfolg und Widerstand in der Erhaltungszucht von Arten aus verschiedenen Tiergruppen in menschlicher Obhut“, Dr. Arnd Schreiber

17:30 Uhr: „EindrĂŒcke aus China und vom International Galliformes Symposium, Chengdu, Oktober 2007“, RenĂ© WĂŒst

(02.04.2008, 09:47)
Zoo Heidelberg :   Die Heidelberger Zooschule eröffnet neue Pforten

Die neuen RĂ€ume fĂŒr die Zooschule des Heidelberger Zoos sind fertiggestellt und wurden heute von BĂŒrgermeister Dr. Joachim Gerner feierlich eröffnet. In engagierter Eigenregie wurde der Umbau der alten Zoogastronomie in funktionale und großzĂŒgige RĂ€umlichkeiten fĂŒr eine moderne ZoopĂ€dagogik gestaltet, die der Zooschule nun noch bessere Angebote fĂŒr Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermöglicht. Schließlich stellt die Heidelberger Zooschule, die fĂŒr ihre hervorragende Arbeit im Jahre 2007 von der UNESCO als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung fĂŒr nachhaltige Entwicklung 2008/2009“ ausgezeichnet wurde, einen bedeutenden außerschulischen Lernort dar.
Neben einem großen Versammlungsraum, der einer Schulklasse ausreichend Platz fĂŒr die Vor- und Nachbereitung des Zoobesuches bietet, gibt es nun einen Material- und Terrarienraum, in dem sich einige TierprĂ€parate, aber auch lebendige Insekten und Reptilien befinden. „Wir sind sehr froh, mit dem neuen Platzangebot und modern ausgestatteten BĂŒros auch die gewachsenen Verwaltungsaufgaben noch besser meistern zu können“, freut sich Dr. Arndt Löwenberg, der Leiter der Zooschule. Immerhin erfordert der Unterricht im Zoo auch einiges Anschauungsmaterial, das in Form von Modellen, Fellen, Federn und Stacheln einen vernĂŒnftigen Aufbewahrungsort benötigt. Mit deutlich besseren ZugĂ€ngen ist es nun sogar möglich, Schulklassen mit Rollis, die im Rahmen des Angebotes „Bildungstag im Zoo“ kostenlos den Zoo und die Zooschule besuchen können, in den neuen SchulungsrĂ€umen zu empfangen.

Die neue Zooschule ist maßgeblich aus Mitteln des Vereins sowie von Fördern mitfinanziert worden. Hinzu kommen unzĂ€hlige freiwillige Arbeitsstunden, die von ZooschulkrĂ€ften in den neuen RĂ€umen geleistet wurden, um diese noch in dieser Saison fĂŒr den tĂ€glichen Unterricht nutzbar zu machen. Die ĂŒber die Region hinaus bekannte Institution, die mittlerweile ĂŒber 17.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Zoo pĂ€dagogisch begleitet, wurde im Jahr 2000 eröffnet. Da die Stelle eines ZoopĂ€dagogen im Stellenplan des Heidelberger Zoos nie verankert war, musste im Jahr 2004 ein neues Modell verwirklicht werden. Mit Hilfe einer engagierten ehrenamtlichen TrĂ€gerschaft wurde der gemeinnĂŒtzige Verein „Initiative Zooerlebnis“ gegrĂŒndet, die erste privat gefĂŒhrte Zooschule im deutschsprachigen Raum. Zooschulen anderer Zoos in Deutschland werden von Stadt, Land oder Bund finanziert. JĂ€hrlich werden ĂŒber 500 Schulklassen von speziell ausgebildeten Zooschul-Lehrern themengebunden unterrichtet bzw. von Info-Rangern mit inhaltlichen Schwerpunkten durch den Zoo gefĂŒhrt. Im Freizeitbereich besteht ein umfangreiches Angebot (Kindergeburtstage, erlebnisreiche RundgĂ€nge, Übernachtungen), wobei besonders die einwöchigen Zoo-Ferien mit ĂŒber 600 Kindern pro Jahr eines der grĂ¶ĂŸten Angebote der Region darstellt. „Mit den bestĂ€ndig wachsenden Teilnehmerzahlen und einem erweiterten Team von Mitarbeitern konnte allerdings weder der BĂŒroraum, noch der Schulungsbereich fĂŒr die Zoobegleiter und die ZooschĂŒler mithalten“, betont Prof. Dr. Klaus Wayß, der erste Vorsitzende des Vereines.
„Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Verein nun entsprechende RĂ€umlichkeiten zur VerfĂŒgung hat, die er aufgrund des großen Erfolges mittlerweile benötigt“, sagt dazu Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.

(01.04.2008, 15:21)
Zoo Heidelberg :   Artensterben und Artenschutz
Artenschutzexperte hÀlt Vortrag am kommenden Sonntag

Den Sumatra-Tiger, den PandabĂ€ren oder den Berggorilla kennt heutzutage jeder. Es handelt sich hierbei um sogenannte „Flaggschiffarten“, die große Naturschutzvereine wie der WWF als Symboltiere verwenden, um Mittel fĂŒr den Artenschutz einzuwerben. Sie stehen als bedrohte Arten stellvertretend fĂŒr ein ganzes Ökosystem aus vielen verschiedenen Lebensformen, welches durch das Einrichten von Naturschutzgebieten in seiner Gesamtheit geschĂŒtzt wird. Es gibt darĂŒber hinaus aber noch viele weitere vom Aussterben bedrohte Tierarten, die weniger bekannt sind, und um die sich weit weniger gekĂŒmmert wird, wie zum Beispiel den Korallenschnabel-Hornvogel, die Roloway-Meerkatze oder die Nasenfrösche. Sie sind weniger bekannt, aber nicht unbedingt weniger attraktiv. Sie leben in kleinen LebensrĂ€umen, manchmal nur auf einer einzigen kleinen Insel. Sie haben nicht die Symbolkraft einer Flaggschiffart und keine große Lobby, die fĂŒr sie kĂ€mpft.
Um genau solche Arten, von denen die wenigsten Menschen je in ihrem Leben gehört haben, kĂŒmmern sich seit ĂŒber 25 Jahren sehr erfolgreich die vielen Ehrenamtlichen der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP).
Im Rahmen der diesjĂ€hrigen Jahreshauptversammlung der ZGAP im Heidelberger Zoo und auf Einladung der NABU-Hochschulgruppe Heidelberg referiert der 1. Vorsitzende der ZGAP, Roland Wirth, ĂŒber „Artensterben und Artenschutz – HintergrĂŒnde, Fakten und die Arbeit der ZGAP.“ Der Vortrag findet am Sonntag, 6. April, um 18 Uhr im großen Hörsaal Zoologie, im Neuenheimer Feld 230, statt und wird durch Professor Volker Storch vom Zoologischen Institut moderiert.
Zudem wird im Zuge der Jahreshauptversammlung der ZGAP vom 4. bis 6. April, außer den ĂŒblichen und nötigen Vereinsinterna, auch ein öffentliches Vortragsprogramm geboten. Experten aus Tiergartenbiologie und Artenschutz referieren ĂŒber Themen, die von Berichten spezieller Arten ĂŒber verschiedenste Aspekte des Artenschutzes bis hin zu Reiseberichten aus den LebensrĂ€umen der betroffenen Tiergruppen reichen. Wer mehr ĂŒber die Situation von Nasenaffen, Erdtauben, Ohrfasanen und Kuhantilopen in Äthiopien, Karibik, Antarktis und Indonesien erfahren möchte, ist eingeladen, die VortrĂ€ge am 5. April ab 15 Uhr, ebenfalls im großen Hörsaal Zoologie, zu verfolgen.
Der Eintritt ist jeweils frei. Eine Spende ist willkommen und fließt zu 100% in den Artenschutz!

(31.03.2008, 07:16)
IP66 :   Mich wĂŒrden die Perspektiven im Vogelbestand interessieren, dem ja ein Großteil seiner Unterbringungen durch den Elefantenhausneubau genommen wurden.
(30.03.2008, 11:49)
Shensi-Takin :   Am 5./6.April findet in Heidelberg die ZGAP-Jahresversammlung samt anschließendem Zoobesuch mit FĂŒhrung durch Zooangestellten statt. Irgendwelche Fragen (z.B. bzgl. Tierbestand) im Vorfeld, die ich den dortigen Personal ĂŒbermitteln sollte?
(29.03.2008, 16:55)
Zoo Heidelberg :   Nachwuchs im Heidelberger Zoo. Weißes Kamelbaby geboren

Der Heidelberger Zoo freut sich ĂŒber seinen jĂŒngsten Nachwuchs: Rechtzeitig zum FrĂŒhlingsanfang am 20. MĂ€rz hat ein gesundes, hĂŒbsches Trampeltierbaby das Licht der Welt erblickt. Das Jungtier ist wie seine Mutter „Jasmin“ weiß gefĂ€rbt, Papa ist der ebenfalls hier im Zoo lebende Hengst „Sharan“. Jasmin ist eine fĂŒrsorgliche Mutter mit viel Erfahrung. Sie hat bereits drei Mal fĂŒr Nachwuchs in den letzten Jahren gesorgt. Kamelstuten bringen nach einer Tragzeit von 360 bis 440 Tagen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist NestflĂŒchter und kann innerhalb kĂŒrzester Zeit selbstĂ€ndig gehen. Nach rund einem Jahr wird es von der Milch der Mama entwöhnt und ist nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif.

Kamele, Dromedare, Trampeltiere?
Immer wieder werden diese Begriffe durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo wohnen also Trampeltiere. UrsprĂŒnglich stammen Kamele aus wesentlich extremeren Klimaten als den mitteleuropĂ€ischen und haben sich ĂŒber Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und KĂ€lte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Höcker sind damit nur indirekter Wasserspeicher. Außerdem sind die Höcker das Zentrum einer ausgeklĂŒgelten Klimaanlage. In kalten NĂ€chten können Kamele ihre Körpertemperatur auf 34 °C absinken lassen. Der Trick mit dem Absenken der Körpertemperatur bewirkt, dass sich das Kamel am Morgen ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit durch die Außentemperatur aufheizen kann, bevor eine zu hohe Temperatur entsteht und die WĂ€rmeregulation einsetzen muss. Die Trampeltiere im Zoo sind also wahre KĂ€ltekĂŒnstler: In ihrem Lebensraum schwanken die Temperaturen zwischen minus 44 und plus 40 Grad Celsius - das ist nahe an den extremstem Temperaturschwankungen der Erde. Bei keinem anderen SĂ€ugetier der Erde wird das Blut so gut mit dem Wassermangel fertig. Das Trampeltier kann fast ein Drittel seines Körpergewichts an FlĂŒssigkeit verlieren, ohne besonders erschöpft zu sein. Dagegen darf der Mensch nicht viel mehr als ein Zehntel seines Körpergewichts an FlĂŒssigkeit verlieren. Das Blut wird dann so dick, dass es nicht mehr durch den Körper fließen kann. Und die Körpertemperatur steigt so hoch, dass er einen Hitzschlag bekommt. Trinkt das Trampeltier auf einen Schlag 120 Liter Wasser, passiert ihm trotzdem nichts. Denn seine roten Blutkörperchen können die WasserverdĂŒnnung gut vertragen. Sie werden einfach grĂ¶ĂŸer und nehmen alles auf, ohne zu platzen. Der Mensch aber wĂŒrde an einer "Wasservergiftung" sterben!

Noch ist das kleine KamelmĂ€dchen im Stall und vor den etwas widrigen Temperaturen geschĂŒtzt. Wenn das Wetter es zulĂ€sst, kann es Anfang April ins Außengehege und sich dann auch erstmals den Zoobesuchern zeigen.

(28.03.2008, 11:45)
Zoo Heidelberg :   Viele bunte GrĂŒnde, an Ostern den Zoo zu besuchen

Kinder aufgepasst: Wer einem echten Osterhasen begegnen möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag fĂŒr einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet eine besondere Überraschung: ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die jungen Zoobesucher mit schokoladigen Überraschungseiern. Damit auch jedes Kind eines abbekommt, hat der Osterhase eine fleißige Assistentin, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnet. Poitou-Eselstute Madeleine bekommt zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie die Überraschungseier zu den Kindern trĂ€gt. NatĂŒrlich darf Madeleine dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall und wie in jedem Jahr stellt Ostern den klassischen Saisonauftakt fĂŒr Tiere und Besucher dar.
Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem grĂŒndlichen FrĂŒhjahrsputz in frischem Glanz, die Störche kehren zurĂŒck an den Neckar, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-LĂ€mmer hĂŒpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.
Im Afrikahaus gibt es eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. PĂŒnktlich zur Osterzeit werden aus zahlreichen HĂŒhnereiern goldgelbe KĂŒken schlĂŒpfen. Die flauschigen FederbĂ€llchen werden in einem großen, zirkuszeltĂ€hnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und HobelspĂ€nen ihr erstes Zuhause finden.
Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder, die mit ihnen toben und kleine Leckerlis fĂŒttern.
Der Zoo bietet etwas fĂŒr alle Sinne, denn die farbenfrohe Zeit hat endgĂŒltig Einkehr gehalten: Tausende Narzissen, Hyazinthen und Tulpen verwandeln die zahlreichen Wiesen des Zoos in prachtvolle BlĂŒtenmeere.
Da mit einem grĂ¶ĂŸeren Andrang gerechnet werden kann, ist es ein guter Rat, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren und den Erwachsenen den Stress mit einem ĂŒberfĂŒllten Parkplatz zu ersparen. Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Bild: Skudden-Lamm mit Mama, Copyright Rose von Selasinsky
(17.03.2008, 11:43)
IP66 :   Da bahnt sich doch eine Lösung an, und zwar eine solche, mit der die meisten nicht gerechnet hatten! Vielleicht kann man die Anlage erweitern und auch einen Glasscheibeneinblick ergĂ€nzen, ohne den Graben zuzuschĂŒtten - ich hatte den Eindruck, daß die NĂ€he und Absperrungsfreiheit, die die heidelberger Anlage von vielen anderen unterscheidet, von den Besuchern geschĂ€tzt wird, und ich könnte mir vorstellen, daß die Löwen sie auch bei einer VergĂ¶ĂŸerung ihres Lebensbereiches weiterhin nutzen. Die Freianlage Hagenbeck'scher Tradition bedeutet wohl doch ein anderes Tiererlebnis als der Blick durch eine Scheibe.
(20.02.2008, 11:10)
Jennifer Weilguni :   @Klaus WĂŒnnemann
Auch von mir vielen lieben Dank fĂŒr die ausfĂŒhrliche Antwort. Es freut mich zu lesen, dass Josef allem Anschein nach in Heidelberg bleiben kann und wohl bald wieder komplett im Rudel integriert sein wird.
Wenn das neugestaltete Löwengehege Àhnlich gut gelingt, wie das der Tiger.. das wÀre schön.


(20.02.2008, 09:00)
Sven P. Peter :   Wird der Graben aufgeschĂŒttet und als Abgrenzung Scheiben eingesetzt wird die Anlage fĂŒr die Tiere grĂ¶ĂŸer und die Besucher kommen nĂ€her dran.
(19.02.2008, 18:46)
Michael Mettler :   @Sven: Irgendwie beißt sich die Katze bzw. der Löwe da gerade in den Schwanz. Einerseits sollen die Tiere grĂ¶ĂŸere Anlagen bekommen, so dass zwangslĂ€ufig die Distanz zwischen Tier und Besucher vergrĂ¶ĂŸert wird, aber andererseits soll diese durch Glasscheiben wieder verkleinert werden...?

Der Königsweg liegt wahrscheinlich in der Mitte, wie z.B. bei der Wolfsanlage im Berliner Zoo: Ein großflĂ€chiger Einblick ĂŒber den Graben und ein kleinerer an anderer Stelle durch Glas. Die freie Sicht ist jedenfalls bei einem Graben deutlich besser: Keine Spiegelung der Umgebung und der anderen Besucher, kein GrĂŒnstich (wie bei vielen Scheiben), keine Kratzer und keine Hand- und PfotenabdrĂŒcke - und keine gegen die Scheibe bollernden Besucher...
(19.02.2008, 16:44)
Sven P. Peter :   @Klaus WĂŒnnemann: Danke fĂŒr die Umfassende Antwort.
Meine Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass eine AufschĂŒttung eines Grabens und ein Einsetzen von Panzerglasscheiben bei Besuchern wesentlich besser ankommen, da man so den Tieren viel nĂ€her kommt. Eine erweiterung in den Busch ist soweit interessant, dass man dort eine Gir-Wald-Anlage einrichten könnte, in die grade diese IndischstĂ€mmigen Löwen gut passen wĂŒrden.
(19.02.2008, 12:45)
Klaus WĂŒnnemann :   @Jennifer Weilguni: Der arme Josef (der ĂŒbrigens die ganze Nacht die Außenanlage nutzen kann) lebt seit ca. 4 Wochen in stĂ€ndig steigender Dosierung mit der Gruppe. Wegen anfĂ€nglicher ernstzunehmender KĂ€mpfe ist zur Zeit Tschatscha abgetrennt wenn die Gruppe zusammen ist. Als nĂ€chstes wird dann Tschatscha zu dem nun harmonierenden Paar Banka/Josef (die Löwinnen machen gar kein Problem) zurĂŒckgewöhnt. Wir sind im Moment optimistisch, dass er dann die jetzt gewachsene Harmonie nicht wieder zerstört. Es war ein langer Prozeß und wird auch noch einige Zeit dauern, aber wir hoffen sehr dass Mitte des Jahres alle drei LöwenmĂ€nner (und die Damen) zusammenleben können.
Der Weg ins neue Aussengehege der Tiger fĂŒhrt nicht direkt durch das Nebengehege sondern durch eine am Rande des Geheges liegenden Gittergang. So könenn wir alle Tiere aneinander vorbeisperren.
Das Löwengehege ist in der mittelfrisitgen Finanzplanung - Erweiterung in die BĂŒscche ziehen wir dem Zukippen des Grabens vor.
(19.02.2008, 11:27)
IP66 :   Es wird wohl sinnvoll sein, auf der vorhandenen Anlage kein Löwenrudel, sondern ein Löwenpaar zu halten, jedenfalls keine Gruppe, in der Konflikte aufkommen - so könnte man die Vorteile der Anlage nutzen, ohne dauerhaft Tiere absperren zu mĂŒssen - allerdings sind die InnenkĂ€figreihen recht großzĂŒgig bemessen und gut unterteilbar, so daß vielleicht auch eine Bestandsreduzierung um die problematischen Tiere sinnvoll sein könnte.
(19.02.2008, 11:19)
Jennifer Weilguni :   Naja, dann hĂ€tten die Tiger nur noch eine "Presspackung" als Innengehege, weil man dazu ja ihre Innenanlage unterteilen mĂŒsste. Auch nicht gerade das gelbe vom Ei.. wie man es auch dreht und wendet.. immerhin darf Josef ja aber nachts die Aussenanlage benutzen. Besser als sich gar nicht die Beine zu vertreten, aber eine optimale Lösung kann das auf Dauer ja auch nicht sein. Und so weit ich weiss will ja kein anderer Zoo den lieben Josef haben.. jetzt ohne MĂ€hne wohl erst recht nicht mehr.
(18.02.2008, 20:57)
Sven P. Peter :   Wenn die Tiger durch den alten KĂ€fig nur in den Stall kommen, kann man ja fĂŒr die Zeit den Löwen in eine der Boxen setzen. Ein leicht umzusetzender Plan ;)
(18.02.2008, 20:22)
Jennifer Weilguni :   @Sven
Falls Du mit Nebengehege das "Tigerspielzimmer" meinst, das dĂŒrfte schwer werden, denn soweit ich weiss, ist die große Tigeraussenanlage nur durch eben dieses Nebengehege zu erreichen. Dann mĂŒssten die Tiger ja immer durch Josefs Gehege um wieder in ihren Stall zu gelangen. Ein nicht umzusetzender Plan.
(18.02.2008, 13:29)
IP66 :   Die Anlage ist nicht nur recht klein, sie hat auch einen relativ schmalen Graben und vermittelt einen viel besseren Blick auf die Tiere als die Anlagen in Köln, Berlin oder MĂŒnster - aber selbst der Bau in Dortmund, der die Fehler der frĂŒheren Anlagen zu vermeiden suchte, realisiert nicht die große NĂ€he wie in Heidelberg. Daß dadurch die Anlage noch ein wenig kleiner wirkt, steht außer Frage, das gilt aber auch fĂŒr die Beliebtheit bei den Besuchern, die man sehr gut nachvollziehen kann, wenn man einmal die Zahlen der Zuschauer vor der neuen Tiger- und der alten Löwenanlage vergleicht.
(18.02.2008, 10:36)
Sven P. Peter :   Die Tigerfamilie lebt doch nun zusammen, könnte er nicht in deren Nebengehege?
(17.02.2008, 17:32)
Jennifer Weilguni :   Vor allem wĂŒrde ich mir endlich eine Lösung fĂŒr den mittlerweile kastrierten Kater Josef wĂŒnschen. Seit nun schon recht langer Zeit kann er ja erst auf die Freianlage, wenn der Rest des Rudels abends in den Stall kommt und verbringt den Tag bis dahin in seiner doch recht kleinen Innenbox.
(17.02.2008, 17:27)
Sven P. Peter :   Es wĂŒrde ja reichen den Graben aufzuschĂŒtten und aus (cih schĂ€tze mal) Deutschlands kleinster Löwenfreianlage ein vernĂŒnftig strukturiertes Gehege zu machen. Durch ein Netz ĂŒber der Anlage könnte man auch noch zusĂ€tzlich in die 3. Dimension den Tiere etwas anbieten. Auch könnte man rechts der Anlage etwas in das dortige Unterholz hineinbauen.
(17.02.2008, 15:39)
IP66 :   Bei meinem letzten Besuch war die in der Tat nicht sehr große Anlage vor allem sehr dicht besetzt. Ich weiß allerdings nicht, ob eine kĂŒnftige Erweiterung der historischen BĂ€rengrube zu nahe treten mĂŒĂŸte.
(17.02.2008, 10:16)
Sven P. Peter :   Obwohl ja aktuell einiges an Bauten lĂ€uft (Elefantenhaus, Riesenotter) wĂŒrde es mich interessieren ob auch die Löwenanlage irgendwann eine verĂ€nderung genießen wird.
(15.02.2008, 14:38)
Zoo Heidelberg :   VorfrĂŒhling lockt viele Besucher in den Heidelberger Zoo

Das ungewöhnlich schöne und vergleichsweise warme Wetter an den letzten beiden Wochenenden lockte viele Besucher in den Heidelberger Zoo. Allein in den letzten beiden Wochen haben ĂŒber 10.000 Besucher den strahlenden Sonnenschein fĂŒr erholsame und anregende Stunden im Zoo genutzt.
Auch die GĂ€rtner haben Grund zur Freude: Es blĂŒhen neben den entzĂŒckenden Schneeglöckchen und den Krokussen bereits die Zaubernuss, der Schneeball und die Kornelkirsche in gelb und zartem rosa. Durch die frĂŒhe BlĂŒte ist die Kornelkirsche eine besonders wichtige BienennĂ€hrpflanze. Frisch gepflanzt wurden mehre japanische Zierkirschen, die in den wĂ€rmeren Apriltagen ĂŒppig zu blĂŒhen beginnen. Die rosafarbenen oder weißen BlĂŒten stehen in Trauben zusammen und entfalten ihre Pracht nur fĂŒr wenige Tage.
Auf die Tiere in den Freigehegen hat das vorfrĂŒhlingshafte Wetter natĂŒrlich auch einen positiven Einfluss. Besonders erfreuen sich die Roten RiesenkĂ€ngurus an den wĂ€rmenden Sonnenstrahlen und gönnen sich ausgiebige SonnebĂ€der.
Beginnt die Balz bei den Flamingos normalerweise im MĂ€rz, so lockte der Sonnenschein verfrĂŒhtes Werbeverhalten hervor. Bei den geselligen Vögel balzen die MĂ€nnchen in großen VerbĂ€nden zusammen, was im Reich der Tiere ein sehr auffĂ€lliges Verhalten ist. Die Balzrituale sind ritualisiert und werden gerne mit einem ballettartigen Tanz verglichen. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie die Tiere vollkommen synchron mit den FlĂŒgen schlagen, rhythmisch den Kopf nach beiden Seiten wenden und dabei kreischende Laute von sich geben.
(15.02.2008, 14:26)
IP66 :   Die Problematik des kleinen GelĂ€ndes kann ich durchaus nachvollziehen, obwohl es ja kleinere FreiflĂ€chen, etwa im Bereich um das Menschenaffen- und das Niederaffenhaus, durchaus gibt. Insofern kann ich den Abriß des Elefantenhauses, das ja wahrlich nicht viel FlĂ€che beansprucht, nicht recht verstehen. Ich wĂŒrde umgekehrt agrumentieren: Gerade weil der Zoo klein und nicht besonders wohlhabend ist, wird er immer mit Altbauten und Altanlagen leben mĂŒssen und sollte versuchen, daraus eine Tugend zu machen, zumal man in Baden-WĂŒrttemberg wenig tiergĂ€rtnerische Altbauten antrifft. Da fĂ€nde ich es dann schön, wenn an der alten BĂ€rengrube - wenn ich es recht ĂŒbersehe: der einzigen in Deutschland, in der noch Tierhaltung praktiziert wird - ein Schild stĂŒnde, das auf die AnfĂ€nge des Parks und die Wiederbelebung dieser Haltungsform hinweist und erlĂ€utert, warum man dieses Denkmal erhĂ€lt. Etwas Ă€hnliches könnte ich mir auch fĂŒr das Elefantenhaus vorstellen, wo man auf Wirtschaftswunder und die Spendenbereitschaft der Nachkriegsbevölkerung verweisen könnte - besonders spannend, da der Neubau dem alten GebĂ€ude gegenĂŒbersteht und der Zoobesucher Wandlungen der Tierausstellung umgehend nachvollzieht. Mir scheint es nĂŒtzlich, dem Zoobesucher die Zeitgebundenheit von Tiergartenarchitektur zu verdeutlichen, weil nur so eine Akzeptanz fĂŒr das Gros der Anlagen, das niemals den jeweils aktuellen Moden entspricht, zu erreichen ist.
(11.02.2008, 10:51)
Klaus WĂŒnnemann :   @Oliver Jahn: Die Haltung der Schabrackentapire in diesem Haus und auf der Freianlage entspricht nicht unserer Vorstellung von einer guten Haltung von Schabrackentapiren. Es sind keine zwei Außenanlagen vorhanden oder machbar.Das Badebecken ist nur von einem Stall aus zugĂ€nglich. Ein Außenbadebecken ist noch nciht vorhanden-. selbst mit großem Aufwand wĂ€re nur eine durchschnittliche Tapirhaltung machbar - das ist uns zuwenig.
(11.02.2008, 10:37)
Klaus WĂŒnnemann :   @IP66: Die Schopfhirsche (2,0)kamen am 12. Juli 2006 aus Rotterdam.ÂŽNach dem Tod eines Tieres haben wir ein Mutter-Kind-Gehege gebaut. Am kam am 5. September 2007 0,1 hinzu.
Das alte Elefantenhaus wird sicher nicht zeitgleich mit der Erstellung des neuen Hauses abgerissen. Als Elefantenhaus ist es aber definitiv nicht mehr nutzbar - einen Elefanten abseits der Gruppe aufzustallen wĂ€re auch falsch. Irgendwann wird es wahrscheinlich abgerissen werden. Nicht fĂŒr die Tierhaltung nutzbare AltgebĂ€ude können wir uns in einem der flĂ€chenmĂ€ĂŸig kleinsten Zoos in Deutschland nur beschrĂ€nkt leisten. Die Akzeptanz des Erhaltes der BĂ€renanalge aus der GrĂŒnderzeit und die Zustimmung zu unseren PlĂ€nen daraus mal ein Zoomuseum zu machen sind lĂ€ngst nicht ĂŒberwĂ€ltigend. Das neue Elefantenhaus wird aber auch bei Haltung einer Kuhgruppe durchaus sehr innovativ werden. Auf der Aussenanlage zeigen unsere Pfleger wie man mit viel Engagement ein tolles EeschĂ€ftigungsprogramm fĂŒr Elefanten aufbauen kann. In dieser Hinsicht haben wir uns fĂŒr das neue haus viel vorgenommen und es wird mit den besten HĂ€usern in Deutschland mithalten können.
(11.02.2008, 10:32)
Oliver Jahn :   Weiß denn jemand, warum Heidelberg mit den Schabrackentapiren nicht weiter macht? Ich verstehe das nicht. Da baut man um fĂŒr Riesenotter. Sicher eine interessante und seltene Art. Aber beides ist der Schabrackentapir auch und fĂŒr ihn ist alles da! Und Heidelberg hat doch auch bei diesen Tieren Zuchterfahrung. Ich kann so etwas immer nicht verstehen. Die Außenanlage taugt so ĂŒberhaupt nicht fĂŒr Riesenotter. Außerdem hat Heidelberg einen nagelneuen Parkteil mit wunderschöner WasserflĂ€che, nur leider komplett ohne Tiere. Warum wertet man diesen Bereich nicht endlich mal mit Tieren auf (schließlich ist man doch ein Zoo) und setzt hier die Otter ein und versucht in vorhandener Anlage wieder mit Tapiren zu zĂŒchten. Ich weiß dass der See Nordamerika abbilden soll. Aber so ganz ohne Tiere finde ich ihn nicht so berauschend, von daher wĂ€ren mir da SĂŒdamerikaner an einem nordamerikanischen See lieber, als nichts.
(10.02.2008, 20:33)
IP66 :   Der Leerstand des Tapirgeheges ist in der Tat ungewöhnlich - und hat bei mir schon die Hoffnung geweckt, daß man die Haltung vielleicht doch noch fortsetzt. Das Elefantenhaus könnte man durchaus noch als Stall fĂŒr ein Tier nutzen, der dann einen Ă€hnliche Unterbringung wie die Einzelboxen im alten Haus bieten wĂŒrde. Jeden Altbau erhalten zu wollen, ist sicher illusorisch, doch finde ich, daß bei der FĂŒlle von Informationstafeln in Zoos vielleicht die ein oder andere zur Geschichte der Anlage vernĂŒnftig wĂ€re, vor allem dann, wenn DenkmĂ€ler der Zoogeschichte greifbar vor den Besuchern stehen. Ich weiß nicht, ob sich da nicht mancher Besucher eher fĂŒr das alte kölner Großtierhaus als fĂŒr die Bedrohung der Madagaskar-Ente interessiert.
(10.02.2008, 14:24)
Jennifer Weilguni :   @IP66
NatĂŒrlich ist es schade um jeden historischen Zoobau, der nicht erhalten werden kann, andererseits muss eben ein erhaltener Bau auch weiterhin eine Funktion erfĂŒllen können um fĂŒr den Zoo erhaltenswert zu sein. Leider interessieren sich eben die wenigsten Zoobesucher fĂŒr Architektur. Und nicht ĂŒberall gibt es derart geglĂŒckte Lösungen wie etwa die Entdecker Arche in Leipzig oder das kleine Zoomuseum in Duisburg.
@Oliver Jahn
Ja, zur Zeit steht die alte Tapir-Anlage in der Tat vollkommen leer. Bin mal gespannt, ob aus der Riesenotterhaltung wirklich was wird, freuen wĂŒrde es mich auf jeden Fall. Aber noch hat Heidelberg sich nicht daran gemacht irgendwelche baulichen VerĂ€nderungen vorzunehmen.
(10.02.2008, 11:24)
Oliver Jahn :   Und die nicht gerade kleine Aussenanlage steht völlig leer?
Was fĂŒr eine Verschwendung. Das kenne ich ja sonst aus keinem anderen Zoo. Selbst als in Heidelberg die Breitmaulnashörner gingen hat man wenigstens ein Paar Emus in ihr Gehege gesetzt, Aber Leerstand, das ist echt ungewöhnlich.
(09.02.2008, 22:11)
IP66 :   Die Schabrackentapire hatte ich vergessen - hier besteht die einzige Änderung in einem Schild, daß an die Scheibe des leergerĂ€umten Stalls gehĂ€ngt wird und das einen Umbau zur Haltung von Riesenottern verheißt.
(09.02.2008, 10:35)
IP66 :   Es handelt sich bei dem heidelberger Elefantenhaus mitnichten um irgendeinen Stall, sondern um das erste begehbare Tierhaus des Zoos, daß dort ĂŒberhaupt errichtet wurde, aufgrund zahlreicher Spenden aus der Bevölkerung. Zudem wĂŒrde es keinerlei Probleme bereiten, diesen mittlerweile ein halbes Jahrhundert alten Bau zu erhalten, da hinreichend FlĂ€che vorhanden ist. Insofern wĂŒrde ein - kostspieliger - Abriß eher einen Akt der Geschichtsvergessenheit dokumentieren, eine Nichtachtung fĂŒr die Leistungen der zoologischen VorgĂ€nger. Haltungstechnisch wird sich ohnedies nicht viel Ă€ndern, da ein Bullenstall nicht geplant ist - in Hinblick auf die Elefantenkalbschwemme der letzten Jahre eine sicherlich weise Entscheidung, die allerdings jenseits etwas grĂ¶ĂŸerer StĂ€lle und einer InnenlaufflĂ€che mir so revolutionĂ€r nicht erscheinen will.
(09.02.2008, 10:33)
Oliver Jahn :   Nach dem es ja leider keine Schabrackentapire mehr gibt, steht deren Gehege jetzt leer??
Sie hatten ja ein Haus mit Eiblick in die StÀlle. Oder gibt es dort andere Tiere heute und wenn ja, welche?
(08.02.2008, 22:28)
Jennifer Weilguni :   Der Abriss der Vogelanglagen fand auch bei mir alles andere als Zustimmung. Dennoch freue ich mich natĂŒrlich darĂŒber, dass die Elefanten ein neues, schöneres Domizil bekommen werden, denn das alte Haus ist (zumindest fĂŒr seine jetzigen Bewohner) alles andere als tragbar. Die BĂ€rengrube mag alles andere als schön sein, jedoch bietet sie den WaschbĂ€ren und Stachelschweinen ein akzeptables Zuhause. Als Architekturfreund ist es sicherlich ein unangenehmer Gedanke wenn GebĂ€ude wie etwa das Elefantenhaus abgerissen werden, aber wenn man alle "Altlasten" erhalten wĂŒrde, gĂ€be es bald gar keinen Platz mehr fĂŒr neue Bauten und aus jedem Alten StallgebĂ€ude ein Zoomuseum machen zu machen wird wohl auch kaum machbar sein. Immerhin wollen auch historische Bauten (unt)erhakten werden, was Geld kostet und bei allem Respekt vor Architektur - ist es dann nicht vernĂŒnftiger, wenn die Zoos ihre ohnehin schon knappen Mittel lieber zum Wohl ihrer lebenden Bewohner einsetzen ?
(08.02.2008, 20:14)
IP66 :   Ich war 2006 das letzte Mal in Heidelberg und scheine die Hirsche da verpaßt zu haben. Nach den mĂ€ĂŸigen Haltungserfolgen in Friedrichsfelde und Wuppertal freut es mich jedenfalls, daß ein anderer Zoo einen weiteren Versuch wagt. Seinerzeit war ich enttĂ€uscht vom Abriß des Vogelquartiers zugunsten der Elefanten, ich finde aber, daß jenseits dieser Entwicklung der Zoo einen recht interessanten Bestand aufweisen kann - Riesenseeadler, GĂŒrtelvaris, Streifenmungos und Roloway-Meekratzen findet man ja nicht ĂŒberall. Generell finde ich den Umgang mit den Altanlagen etwas zwiespĂ€ltig - dem Erhalt der BĂ€rengrube steht der Abriß des erwĂ€hnten Vogelquartiers und der Eulenanlagen gegenĂŒber, und man scheint auch das alte Elefantenhaus nicht erhalten zu wollen, obgleich man in seinen Publikationen darauf hinweist, mit wie viel MĂŒhen und BĂŒrgerbeteiligung es errichtet wurde.
(08.02.2008, 10:54)
Jennifer Weilguni :   @IP66
Also ich kann zwar nicht genau sagen, seit wann die Schopfhirsche bei den Pandas leben, aber ich besuche den Zoo Heidelberg nun seit ein paar Jahren oft und regelmĂ€ĂŸig und seitdem sind auch die Schopfhirsche dort. Übrigens leben im selben Gehege auch noch Landschildkröten.
(08.02.2008, 08:08)
Johannes Pfleiderer :   @IP66
Die Schopfhirsche werden seit 2006 im Tiergarten Heidelberg gehalten und ersetzten den letzten Indischen Muntjak.
Ich nehme mal an, dass sie aus Rotterdam stammen, denn im Tierpark Berlin war zu der Zeit ja schon nur noch ein Tier im Bestand.
(08.02.2008, 08:07)
IP66 :   Ich war ĂŒberrascht, in Heidelberg als Unterbesatz bei den Pandas ein Paar Schopfhirsche vorzufinden, von denen ich hier im Forum noch nichts gehört habe. Weiß jemand, wie lange die Tiere schon dort und woher sie gekommen sind?
(07.02.2008, 20:08)
Zoo Heidelberg :   SĂŒĂŸe TrĂ€ume im Heidelberger Zoo

„Mit diesem Geschenk können wir alle besser schlafen“, freut sich Kerstin Jurczynski, TierĂ€rztin des Heidelberger Zoos, ĂŒber ein modernes InhalationsnarkosegerĂ€t, das der Verein der Tiergartenfreunde dem Zoo heute geschenkt hat. Das knapp 3.000 Euro teure GerĂ€t ist fĂŒr die tiermedizinische Ausstattung des Zoos unentbehrlich und kann kĂŒnftig bei jeder Narkose eingesetzt werden. „FĂŒr unsere Tiere bedeutet dies einen großen Fortschritt und wir möchten uns ganz herzlich bei den Tiergartenfreunden bedanken“.
„Die InhalationsanĂ€sthesie gilt seit ihrem Einzug in die VeterinĂ€rmedizin als eine der sichersten Narkoseformen, da der Tierarzt die Tiefe und LĂ€nge der Narkose selbst steuern und den Patienten, nach Bedarf, beatmen kann“, erklĂ€rt Dr. Dietrich Lorenz, Vorstandsmitglied der Tiergartenfreunde. Bei der Inhalationsnarkose wird das Tier an ein NarkosegerĂ€t angeschlossen. Das Tier atmet dabei ein Gemisch aus Sauerstoff und dem Narkosegas ein. Dieses Gemisch kann ganz genau dosiert werden und wird vom Tier dann in der Regel ĂŒber eine Art Gummischlauch eingeatmet.
„Gerade fĂŒr unsere wertvollen, vom Aussterben bedrohten, Tiere ist diese Möglichkeit der Narkose sehr wichtig", betont Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann. Bei kleineren Prozeduren können nun die Tiere viel schneller einschlafen und aufwachen und lĂ€ngere Operationen können damit viel sicherer kontrolliert werden. Es gibt Tierarten, die nur mit einer Inhalationsnarkose sicher ins Reich der TrĂ€ume geschickt werden können. Dazu gehören viele Vögel und Robben.

(29.01.2008, 15:37)
Zoo Heidelberg :   Besucherrekord im Heidelberger Zoo

585.000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr den Zoo Heidelberg. Der Besucherrekord bedeutet eine neue Höchstmarke im Tiergarten. „WĂ€hrend in frĂŒheren Jahren 400.000 Besucher ein sehr gutes Ergebnis darstellten, haben wir seit dem letzten Jahr die Schallmauer der halben Million durchbrochen,“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus WĂŒnnemann.
Ausschlaggebend fĂŒr den ungebrochenen Besucherzuspruch war neben dem guten Zoowetter im FrĂŒhjahr die steigende AttraktivitĂ€t des Zoos in den letzten Jahren. 2007 zogen zwei Spezialisten der GemĂ€chlichkeit an den Neckar: Faultier „Wilma“ und „ChamĂ€leon „Sandro“ haben sich gut eingelebt. Die beiden Gorilla-Babies Banjoko und Kiki dĂŒrften manche Besucher zusĂ€tzlich angelockt haben. Auch die im Sommer geborenen Sumatra-Tiger Chandra und Tibor brachten den Besuchern viel Freude. „Das Ziel fĂŒr die nĂ€chsten Jahre ist, uns auf diesem hohen Niveau zu etablieren. Wenn das Elefantenhaus in diesem Jahr gebaut sein wird, könnte es dann auch gerne weiterhin nach oben gehen,“ umreißt der Zoodirektor seine WĂŒnsche fĂŒr die Zukunft.
Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket, berichtet WĂŒnnemann. Unter den Besuchern sind mehr als 2.000 Familien der Region, die eine solche Dauerkarte erworben haben. Der Verkauf der Tageskarten ist im letzten Jahr ebenfalls gestiegen, was ein Indiz dafĂŒr ist, dass der Heidelberger zahlreiche neue Kunden gewinnen konnte.
Den Besuchern wird in diesem Jahr im Zoo viel geboten: Auf der Wiese am Zooeingang wollen die Tierpfleger des Vogelreviers im FrĂŒhjahr faszinierende Tiere den Besuchern nahe bringen.
Auch im Jahr 2008 macht sich der Heidelberger Zoo fĂŒr den Natur- und Artenschutz stark. Neu im Programm ist der „Froschtag“, der im Rahmen einer weltweiten Kampagne fĂŒr die Rettung der stark bedrohten Amphibien werben wird. Was die meisten nicht wissen: Frösche gehören zu jenen Wirbeltieren, die von den Auswirkungen des Klimawandels ganz besonders stark betroffen sind. Hunderte von Froscharten werden in den nĂ€chsten Jahren aussterben, wenn nicht unverzĂŒglich gehandelt wird.
Die Zooschule bietet Ferien- und Winterkurse, FĂŒhrungen - auch fĂŒr Erwachsene - , Kindergeburtstage im Zoo und vieles mehr. Neben diesen zahlreichen Angeboten kommen auch Kunstfreunde wieder auf Ihre Kosten. Die diesjĂ€hrigen Ausstellungen reichen von Kunst- und Fotoausstellungen bis zu einer hoch interessanten Ausstellung ĂŒber das Pantanal, das wegen seines Artenreichtums auch die Serengeti SĂŒdamerikas genannt wird.
Im Sommer wird es wieder ein großes Fest zugunsten der Elefanten geben. Die Riesenseeadler erhalten eine neue Voliere. Und dann soll in diesem Jahr auch der erste Spatenstich fĂŒr das neue Elefantenhaus erfolgen.

Es bleibt spannend im Zoo Heidelberg!

(05.01.2008, 15:34)
Zoo Heildelberg :   Zoo-Kalender in limitierter Auflage erschienen

Die Idee entstand wĂ€hrend des Benefizabends fĂŒr das Elefantenhaus auf Heidelberger Schloss. Colordruck Leimen wollte sich fĂŒr den Zoo engagieren – wie ginge das besser als mit einem hochwertigen Druckerzeugnis?
In Kooperation vom Sponsor Colordruck mit dem Zoo und dem Verein der Tiergartenfreunde e.V. ist ein Kalender entstanden, der jeden Raum schmĂŒckt: Die besten Tier-Aufnahmen von Rose von Selasinsky und Heidrun Knigge, die Hunderte von Stunden mit ihren Kameras im Zoo verbracht haben, perfekt gedruckt, ergeben eine Augenweide, die gleichermaßen ins Wohnzimmer, BĂŒro oder das Wartezimmer der Arztpraxis passt.

Das Titelbild ziert eine eindrucksvolle Charakterstudie von Nogger, dem wĂŒrdevollen Patriarchen der Orang-Utans, der in diesem Jahr gestorben ist.

Der Zoodirektor hat zwei Lieblingsmotive: Das ErdmĂ€nnchen, das eine Wespe fixiert, die direkt vor seiner Nase fliegt. „Ein Wahnsinnsmotiv, dass nur gelingt, wenn man wirklich Stunden vor dem Gehege mit der Kamera im Anschlag lauert.“ schwĂ€rmt Klaus WĂŒnnemann. Und das Bild mit der Elefantendame „Jenny“, die sich ganz lang macht um eine im Heu verborgene Karotte aus luftiger Höhe mit der RĂŒsselspitze zu greifen. „Dieses Motiv sagt so viel ĂŒber das Engagement unserer Tierpfleger aus jeden Tag fĂŒr die Tiere besonders zu machen.“ Der Kalender ist fĂŒr 9,95 Euro im Zooshop, bei BĂŒro Knoblauch und der Tourist Information am Hauptbahnhof erhĂ€ltlich. Der gesamte Erlös wird fĂŒr den Bau des neuen Elefantenhauses verwendet.

Als besonderes Bonbon liegen dem Kalender noch die zwölf Monatsmotive als Postkarten bei, damit kann jeder mit den schönsten Aufnahmen aus dem Zoo Heidelberg seine Freunde in der ganzen Welt grĂŒĂŸen.

(23.11.2007, 15:49)
Zoo Heidelberg :   „Wir taufen Euch auf den Namen Chandra und Tibor...“

Die Entscheidung ist gefallen, die beiden im Juli geborenen Tiger im Zoo Heidelberg bekommen die Namen Chandra und Tibor. Gemeinsam mit der Rhein-Neckar-Zeitung hatte der Tiergarten alle Zoofreunde aufgerufen NamensvorschlĂ€ge fĂŒr die beiden gestreiften Samtpfoten abzugeben.
Der RĂŒcklauf war enorm. Fast 1500 Namen wurden vorgeschlagen, altdeutsche, asiatische oder auch reine Phantasienamen – die Auswahl war nicht einfach. Die Jury bestehend aus der Rhein-Neckar-Zeitung, dem Zoodirektor und dem Raubtierpfleger verbrachte Stunden mit der Sichtung der Namen, doch dann war man sich einig. Asiatisch klingend, leicht aussprechbar, aber trotzdem selten sollten die Namen sein – die Wahl fiel auf Chandra fĂŒr das Weibchen und Tibor fĂŒr den mĂ€nnlichen Tiger. Am Mittwoch, den 24. Oktober um 15.00 Uhr werden die kleinen Tiger offiziell getauft. Mittlerweile sind sie schon zu groß und wehrhaft, um sie auf dem Arm ĂŒber ein Taufbecken zu halten, doch der Anlass ist es wert mit einem kleinen Umtrunk vor dem Tigergehege gefeiert zu werden. Die zehn Gewinner des Namenswettbewerbes sind eingeladen mit dem Zooteam am Mittwoch Nachmittag auf Chandra und Tibor anzustoßen.
Das freudige Ereignis nutzt Zoofotografin Rose von Selasinsky, um Zoodirektor Dr. WĂŒnnemann einen Scheck fĂŒr den Bau des neuen Elefantenhauses zu ĂŒberreichen. Stunden, Tage und Wochen hat Frau von Selasinsky gemeinsam mit ihrem Mann York vor dem Tigergehege verbracht und die Aufzucht der Jungtiere fotografisch dokumentiert. Ihre schönsten Bilder lĂ€sst sie als Postkarten drucken und verkauft sie zu Gunsten des Elefantenhauses an die Zoobesucher. Viele Stammbesucher kennen den kleinen Stand der Selasinskys am Raubtierhaus bereits und freuen sich ĂŒber jedes neue Bild, das entstanden und zu erwerben ist. Allein in den letzten Monaten hat der Bilderverkauf eine Summe von 2.600,- Euro ergeben, die nun ĂŒberreicht werden können. Damit hat das unglaubliche Engagement der Fotografen insgesamt schon 5.800,- Euro fĂŒr das Elefantenhaus eingebracht.

FĂŒr die kleinen Tiger Chandra und Tibor beginnt derweil eine aufregende Zeit. Seit einigen Tagen dĂŒrfen sie bei schönem Wetter in die Außenanlage und neuerdings wird auch Tigervater Sabu unter Aufsicht zu Mutter und Jungtieren gelassen. WĂ€hrend die kleinen Tiger ihre Scheu schnell verloren haben, passt Mutter Kim immer noch genau auf, dass Sabu den Kleinen nicht zu nahe kommt. Die Sorge der Mutter wird sich in den nĂ€chsten Tagen legen, denn Kater Sabu ist erfahren im Umgang mit kleinen Tigern und sehr friedlich. Die Situation wird immer entspannter werden, bis die ganze Familie in wenigen Wochen gemeinsam den ganzen Tag durch die beiden Außengehege toben kann.

(22.10.2007, 15:43)
IP66 :   Das FontĂ€nchen, das man "Geysir" nennt, ist aber nur ein Ă€ußerst erheiterndes SeitenstĂŒck zum wörlitzer Vulkan, den selbst der Bauherr mit fortgeschrittenem Alter albern fand. Gabelböcke wĂ€ren mir da lieber, auch wenn das illusorisch ist und man ĂŒber den heidelberger Tierbestand ja nicht klagen kann.
(18.10.2007, 11:17)
Sacha :   @Jennifer: Vielen Dank. Das muss ich wĂ€hrend meines letzten Besuches wohl verpasst haben. Aber ganz ehrlich: HĂ€tte es Gabelböcke gehabt und ich hĂ€tte die verpasst, wĂŒrde mich das mehr wurmen....:)
(18.10.2007, 09:48)
Jennifer Weilguni :   @Sacha
Also Gabelböcke gibt es zwar in Heidelberg noch nicht, aber dafĂŒr sehr wohl einen Yellowstone Bereich. Da bricht sogar mehrmals am Tag ein Geysir aus :-)))))
(18.10.2007, 09:08)
Sacha :   @Klaus WĂŒnnemann: Vor ein paar Jahren war in einem Heidelberg-ZoofĂŒhrer mal die Rede von einem "Yellowstone"-Bereich, der u.a. als Besatz Gabelböcke vorsah. Ist dieses Vorhaben fĂŒr lĂ€ngere Zeit auf Eis gelegt oder sogar "gestorben". Und woher hĂ€tte Heidelberg die Gabelböcke bekommen?

PS: Generell vielen Dank fĂŒr Ihre Informationen hier in diesem Forum (da spreche ich wohl nicht nur fĂŒr mich). BeitrĂ€ge von direktbetroffenen Fachpersonen werten diese Plattform nicht nur auf, sondern lassen gewisse Handlungsweisen auch aus einem anderen Licht erscheinen.
(17.10.2007, 11:04)
Klaus WĂŒnnemann :   @IP66: Der Zoo Heidelberg liegt in einem UniversitĂ€tsgebiet wo nicht einmal fĂŒr jeden Dritten dort arbeitenden Nenschen ein Parkplatz zur VerfĂŒgung steht. Patienten, Patientenbesucher, eine fĂŒnfstellige Studentenzahl und die Zoobesucher erhöhen den Druck auf die ParkplĂ€tze. Seit dem 1.10. sind alle ParkplĂ€tze um den Zoo herum kostenpflichtig. Wenn die wenigen Zoo ParkplĂ€tze nichts kosten geschieht folgendes: Schon die Zoo-Mitarbeiter finden morgens vor 7:30 Uhr keine Platz mehr auf den kostenlosen Zoo-ParkplĂ€tzen (in den letzten Tagen beobachtet). Die Zoobesucher, die erst um 9:00 uhr oder gar am Nachmittag kommen, sind dann gĂ€nzlich chancenlos. Deshalb mĂŒssen wir uns an der Bewirtschaftung der ParkplĂ€tze beteiligen. Und dem Rabatt fĂŒr Zoobesucher sind auch Grenzen gesetzt. Sonst kaufen sich pfiffige Menschen eine Zoo-Eintrittskarte um kostengĂŒnstig parken zu können. Die, die dann nur auf Parkplatz aus sind, können wir gar nicht mehr fĂŒr Tiere, Naturschutz etc. begeistern. Leider hat die UniversitĂ€t bei ihren Weiterentwicklung die Investition in den Verkehr vergessen und in den letzten Jahren auch den Bau einer Straßenbahn in das UniversitĂ€tsgebiet blockiert. Wir hoffen auf Besserung.
(17.10.2007, 10:01)
Zoo Heidelberg :   Runter vom Holzweg –
Ausstellung zum Thema Holz und Schutz der WĂ€lder im Zoo Heidelberg

Wussten Sie, dass jeder fĂŒnfte Baum, der weltweit eingeschlagen wird, in einer PapiermĂŒhle endet? Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich 225 kg Papier im Jahr, Tendenz steigend. Damit gehören wir zu den Spitzenreitern in Sachen Papierkonsum. Lösungen wie wir das Ă€ndern und den WĂ€ldern helfen können, werden in der Ă€ußerst spannenden Ausstellung „Runter vom Holzweg“ im Zoo Heidelberg vorgestellt. Große Baumscheiben „erzĂ€hlen“ ihre Geschichte, praktische Beispiele aus unserem Alltag zeigen „gutes“ und „schlechtes“ Holz im Vergleich und ein interessanter Videofilm berichtet direkt aus den UrwĂ€ldern der Welt. Die Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e.V. (ARA) hat diese moderne Wanderausstellung konzipiert. „Runter vom Holzweg“ ist eine Ausstellung, die nicht nur wachrĂŒttelt und informiert, sondern die auch spannende interaktive Elemente und Spiele enthĂ€lt und die vor allem dem Besucher direkte Lösungen anbietet, wie jeder von uns dem Raubbau an unseren WĂ€ldern entgegenwirken kann.
Wir alle haben es in der Hand, welches Holz auf den Markt kommt, die Nachfrage bestimmt das Angebot. Noch wird relativ wenig Holz oder Holzwaren angeboten, die aus nachhaltiger Nutzung stammen. Mit dem FSC-GĂŒtesiegel und dem Naturland–Siegel existieren verlĂ€ssliche und geprĂŒfte GĂŒtesiegel – fragen Sie Ihren Anbieter!
Leider sieht man z.B. den billigen Tropenholz-Gartenmöbeln nicht an, dass sie aus Raubbau aus UrwĂ€ldern stammen – und ebenso wenig, dass sie mit unverantwortbarer Kinderarbeit hergestellt wurden. In LĂ€ndern wie Indonesien schreckt der illegale Holzeinschlag selbst vor Naturschutzgebieten nicht mehr zurĂŒck. Dort sind die letzten RĂŒckzugsgebiete von Tiger, Sumatra-Nashorn und Orang-Utan bedroht. Wer sich daran nicht mitschuldig machen will, sollte konsequent auf den Kauf von Holz- und Holzprodukten verzichten, die keine geprĂŒften GĂŒtesiegel tragen. Mit „Teakholz aus Plantagen“ versuchen die Gartenmöbel-Hersteller umweltbewusste Kunden zu beruhigen. Doch auch Plantagen brauchen Platz und sind als reine Monokulturen nicht gerade umweltfreundlich. Außerdem ist Plantagenholz weniger dauerhaft als das kaum verfĂŒgbare Teak von Naturstandorten. Grund ist der WeißfĂ€ulepilz, der sich in Plantagen wesentlich schneller ausbreitet als in NaturwĂ€ldern.
Je kĂŒrzer die Wege eines Produktes sind, desto leichter ist die Kontrolle der Herkunft und desto geringer ist der Energieaufwand fĂŒr den Transport. Deshalb sollte bevorzugt auf Holz aus der Region zurĂŒck gegriffen werden. Zwei bei uns angebaute Holzarten können sich in ihrer FormstabilitĂ€t und WiderstandsfĂ€higkeit durchaus mit den Tropenhölzern messen: Edelkastanie und Robinie sind in hohem Maß resistent gegen Wasser, SĂ€ure, Pilz- und Insektenbefall. Auch wegen Ihrer hohen ElastizitĂ€t und Festigkeit sind diese beiden Hölzer ohne chemischen Holzschutz fĂŒr den Außenbereich hervorragend geeignet. Übrigens bewirtschaftet die Stadt Heidelberg ihre WĂ€lder nach FSC-Kriterien und besitzt seit 2005 das FSC-GĂŒtesiegel. Ein Vorbild direkt vor unserer HaustĂŒr!

Die Ausstellung ist bis zum 29. Januar 2008 in der Heuscheune und im Afrikahaus des Zoo Heidelberg zu sehen. Zu zahlen ist nur der Zooeintritt.
NĂ€here Infos beim Zoo oder unter: www.araonline.de

(16.10.2007, 14:45)
IP66 :   Ich finde es peinlich, daß ein so weit außerhalb der Innenstadt gelegener Zoo unbedingt ParkgebĂŒhren einnehmen muß bzw. eine kommerzielle Vermietung von in öffentlichem Besitz stehenden FlĂ€chen von der Stadt nicht verhindert wird. Auf lĂ€ngere Sicht machen sich StĂ€dte durch eine derartige Politik unattraktiv, verlieren Besucher und Touristen und mĂŒssen sich nicht wundern, wenn Ihre Anziehungskraft abnimmt, selbst wenn sie Heidelberg heißen und auch auf amerikanischen Europaschnellbesuchprogrammen auftauchen.
(15.10.2007, 10:39)
Zoo Heidelberg :   Pressemeldung:

Zoobesucher parken gĂŒnstiger

Die meisten Zoobesucher kommen mit dem eigenen Fahrzeug zum Zoobesuch. Das bisher kostenlose Parken vertrĂ€gt sich mit der eingefĂŒhrten Parkraumbewirtschaftung im Neuenheimer Feld nicht. Deshalb ist klar: Auch die ParkplĂ€tze am Zoo mĂŒssen gebĂŒhrenpflichtig verwaltet (bewirtschaftet) werden.

FĂŒr die ParkplĂ€tze entlang der Tiergartenstrasse werden die Arbeiten zur Installation eines Parkscheinautomaten und eines Geldwechslers in dieser Woche abgeschlossen. Dort gilt der allgemeine Parktarif: 1,20 pro Stunde. Wer jedoch als Zoobesucher ein Langzeitticket fĂŒr 5 € löst erhĂ€lt davon 3 Euro an der Zookasse zurĂŒck. DafĂŒr legen sie einen Abschnitt des Parkscheins an der Kasse vor. „Wir haben uns fĂŒr einen gĂŒnstigen Pauschaltarif entschieden, damit jeder in Ruhe den Zoo besuchen kann, ohne auf die Uhr schauen zu mĂŒssen, ob die Parkuhr abgelaufen ist,“ erlĂ€utert die GeschĂ€ftsfĂŒhrung des Zoos.

Der grĂ¶ĂŸere provisorische Zoo-Parkplatz wird kĂŒnftig von der Servicegesellschaft der UniversitĂ€t mitbewirtschaftet und ist nur noch ĂŒber die Zufahrt am Parkautomaten zu erreichen. Zoobesucher ziehen bei der Einfahrt ein Parkticket, das sie an der Zookasse vorlegen. Gegen Entrichtung der PauschalgebĂŒhr von 2,- € wird das Ticket zur freien Ausfahrt codiert. Mit diesem Parkticket können die Zoobesucher dann in den nĂ€chsten fĂŒnf Stunden den Parkplatz verlassen; ein Zahlvorgang am Kassenautomaten ist nicht mehr erforderlich. Wer jedoch lĂ€nger bleibt, der muss dann am Kassenautomat der Servicegesellschaft nachzahlen.
„Wir sind sehr froh, diese praktische Lösung gemeinsam mit der Servicegesellschaft des Klinikums der UniversitĂ€t gefunden zu haben. Damit können alle BesucherparkplĂ€tze im Neuenheimer Feld durch Zoobesucher zu dem gĂŒnstigen Einheitstarif von 2 € fĂŒr 5 Std. genutzt werden.“

Mittelfristig muss sich das Kontingent an ParkplĂ€tzen aber erhöhen. Bald schon wird die Kinderklinik Mitarbeiter, Patienten und Besucher ins sĂŒdliche Neuenheimer Feld ziehen und dann soll – nach Wunsch des Klinikums – die Frauenklinik so schnell wir möglich folgen. Auch der Zoo wird immer beliebter: In diesem Jahr wird der Besucherrekord aus dem letzten Jahr wohl geknackt werden. Es wĂ€re der fĂŒnfte Rekord in Folge!

(15.10.2007, 09:47)
Michael Mettler :   Mir fĂ€llt zwar gerade nicht ein, wo ich das gelesen hatte (Zoomagazin?), aber m.W. ist eine Zuchtanlage das eigentliche Ziel des Neubaues; da das Projekt aber nicht so schnell zu realisieren war, hat der Zoo erst mal die Funktion eines "Elefanten-Altersheimes" ĂŒbernommen.

Auch hier kam mir gerade der Gedanke, warum es eigentlich zunehmend "Elefanten ODER andere Tiere" heißen muss. WĂ€re nicht in und an einem Bau dieser GrĂ¶ĂŸe auch Platz fĂŒr neue Vogelvolieren? Wenn ich mir manche (auch neuere) Bauten anschaue, entdecke ich da immer wieder mal "Ecken", die geradezu nach Nutzung fĂŒr kleinere Tierarten schreien, ohne dass es wie "reingeklatscht" aussĂ€he.
(02.08.2007, 18:35)
Daniel Hagist :   Interessant in diesem Zusammenhang ist ja auch ein Satz aus der Stellenauschreibung des Zoos bezĂŒglich eines Revierleiters im Elefantenrevier wo zu lesen ist:

"Noch in diesem Jahr beginnen wir mit dem Bau eines neuen Elefantenhauses (im 1. Schritt nur fĂŒr ElefantenkĂŒhe)..."

Ging ich bisher immer davon aus, dass sich Heidelberg dauerhaft ausschließlich auf Ă€ltere und fĂŒr die Zucht nicht geeignete KĂŒhe beschrĂ€nken will, hĂ€lt man sich offenbar die Option offen, langfristig doch auch in die Zucht einzusteigen.

FĂŒr die Vogelfans unter euch ist dieser Bestandsabbau allerdings wirklich sehr schade, da die Vogelsammlung in Heidelberg ja eine lange Tradition hat.
(02.08.2007, 16:13)
IP66 :   Ich bin nicht sehr glĂŒcklich ĂŒber diesen Volierenabriß. Wenn ich daran denke, wie wichtig unter Poley und eigentlich auch noch bei den letzten Besuchen die Vogelsammlung war und welche Arten man dort zu sehen bekam, kann ich nicht recht nachvollziehen, daß ausgrechnet in diesen Bereich hinein gebaut werden mußte. Ich fĂŒrchte, daß einige alte Elefantinnen die Vogelsammlung nicht werden ersetzen können.
(02.08.2007, 11:35)
Jennifer Weilguni :   Mit dem Bau des Elefantenhauses wird es jetzt "ernst". Dort, wo das neue Elefantenhaus stehen soll, sind die alten Vogelvolieren schon grĂ¶ĂŸtenteils abgerissen worden um Platz zu schaffen, einige Volieren werden wohl aber dem Besucher erhalten bleiben.
Sagt mal.. hatte Heidelberg eigentlich schon immer ein Faultier, dass mir vorher nur nie aufgefallen ist .. oder ist das neu ?
Die beiden Tigerbabys waren bei meinem Besuch Àusserst aktiv, was wohl unter anderem daran liegen mag, dass die Pfleger mit Futter unterwegs waren und die Tigermutter entsprechend aufgeregt war. Scheinen beide putzmunter und kerngesund zu sein.


(02.08.2007, 09:32)
Marco :   Am Tapirgehege steht nach wie vor ein Schild, welches besagt, dass die Anlage voraussichtlich fĂŒr Riesenotter umgebaut werden soll.
(18.07.2007, 23:47)
Jennifer Weilguni :   Ah, ich hatte mich schon gewundert. Denn bei meinem letzten Besuch war er noch da, das war allerdings auch VOR dem 24. April. Danke fĂŒr die Info !
(03.05.2007, 20:45)
Niedersachse :   Der letzte Tapir Colinn ist am 24. April diesen Jahres nach Twycross abgegeben worden
(03.05.2007, 11:38)
Jennifer Weilguni :   @Aguti
Ehemalige Schabrackentapiranlage..? Heisst das, dass es den Tapir in Heidelberg nicht mehr gibt, oder bewohnte er vorher eine andere Anlage ?
(03.05.2007, 11:28)
Aguti :   In der ehemaligen Schabrackentapiranlage sollen wohl nach grĂ¶ĂŸeren Umbauten eventuell Riesenotter einziehen???
Kann das jemand bestÀtigen????
(02.05.2007, 22:59)
ZooFanKarlsruhe :   Über die geplanten VerĂ€nderungen am Aussengehege der Schimpansen konnte ich nun mehr in Erfahrung bringen:

Es wird der Graben zugeschĂŒttet und die Begrenzung zu den Besuchern wird mittels Zaun, der mit Holz verkleidet wird, realisiert. In diese Begrenzung werden große Scheiben als Sichtmöglichkeit eingearbeitet. Das Gehege wird nach oben hin mit Drahtnetz abgesichert (wie im Innengehege).
(02.04.2007, 21:50)
Jennifer Weilguni :   @Michael Mettler
Du hat natĂŒrlich vollkommen recht und ich sehe es in der tat generell mit sehr gemischten GefĂŒhlen, wenn alte Elefanten in eine neue Umgebung kommen. Aber in den FĂ€llen, wo sie nicht in ihrem alten Zuhause bleiben können finde ich es dann schön, wenn es ĂŒberhaupt noch einen angenehmen Platz fĂŒr sie gibt. NatĂŒrlich soll das auch nicht so rĂŒberkommen, als gönne ich unseren vier Ladies keine neue Anlage, ich frage mich nur, wie schnell und gut sie sich dann einleben. An neue Elefanten in Stuttgart möchte ich zur Zeit ehrlich gesagt noch gar nicht denken und hoffe, dass wir noch gaaaaaanz lange Freude an den vier Dicken haben.
(25.03.2007, 18:48)
IP66 :   Ich fĂŒrchte, daß sich der Trubel um Elefantenjungtiere ein wenig legt, wenn es derer viele gibt - in Berlin ist ja der Knut-Wahn auch eine Folge der Tatsache, daß man junge Elefanten im Halbdutzend vorweisen kann.
(24.03.2007, 16:18)
? :   Darauf wird es wohl hinauslaufen, welcher zoo möchte sich schon zusĂ€tzliche Einnahmen durch Elefantenbabies entgehen lassen ? Der Berliner Zoo macht Knut sei Dank (WIR sind KNUT!!!)einen ordentlichen Reibach mit Knut-Souveniers.
(23.03.2007, 18:22)
Michael Mettler :   @Jennifer: Mit dem gleichen Argument dĂŒrfte man dann aber auch keine alten Elefanten von sonstwoher nach Heidelberg bringen.... Schließlich dĂŒrfte die Umstellung fĂŒr einen einzelnen Elefanten noch viel schwerer sein, wĂ€hrend von der Wilhelma-Gruppe immerhin drei der vier Tiere berechtigte Chancen haben, noch zusammen ein neues Zuhause beziehen zu können.

Aber wer weiß, vielleicht wird es ja in Stuttgart die Kölner Lösung geben: Neue Anlage mit neuen Elefanten, und die alten Tiere bleiben im alten Gehege?
(23.03.2007, 08:54)
Jennifer Weilguni :   @? Na, dann freue ich mich natĂŒrlich, wenn es wirklich endlich los geht.
@IP66
Ich frage mich manchmal, ob es ĂŒberhaupt gut wĂ€re, den betagten Wilhelma Elefanten ein neues Haus samt Anlage hinzustellen. Sind ja auch irgendwie Gewohnheitstiere und alte BĂ€ume soll man bekanntlich nicht verpflanzen auch wenn die alte Anlage als nicht mehr ganz zeitgemĂ€ĂŸ gilt.
(23.03.2007, 08:48)
? :   Baugebinn ist DEFINITIV dieses Jahr, woran die Pfleger GLAUBEN ist deren Privatsache.
Wenn Herr Dr. WĂŒnnemann mal wieder ins Forum kommt, wird er es bestimmt bestĂ€tigen.
(22.03.2007, 17:46)
IP66 :   Da sieht man die unterschiedlichen Ansichten, wobei Heidelberg eben aus meiner rheinischen Perspektive halt anders aussieht als aus einer baden-wĂŒrttembergischen. Das Senioren-Konzept gefĂ€llt mir auch, ich weiß aber nicht, ob es sich in etwas gerĂ€umigeren Altbauten wie Krefeld, Magdeburg oder Augsburg ohne Neubau realisierbar wĂ€re. Vielleicht wĂŒrde sogar ein Schuh daraus, wenn man sich in Stuttgart nicht vom Altbau trennen wĂŒrde - ich finde ihn architektonisch sehr schön - und dort das Altenasyl einrichtet, wĂ€hrend Heidelberg dann doch etwas ganz funkelnagelneues fĂŒr eine Herde mit Bullen bekĂ€me. So unterschiedlich sind halt persönliche WĂŒnsche - wobei ich mich schon wundere, daß sich niemand fĂŒr das so nierentischige kleine alte Elefantenhaus in Heidelberg stark macht.
(22.03.2007, 16:50)
ZooFanKarlsruhe :   Und wie Jennifer schon erwĂ€hnte, ist es absolut zu begrĂŒssen, dass in Heidelberg eine Unterkunftsmöglichkeit fĂŒr ElefantenkĂŒhe geschaffen wird, die entweder im Zirkus beschlagnahmt wurden oder aus Zuchtgruppen herausgenommen werden mĂŒssen.
(22.03.2007, 13:43)
ZooFanKarlsruhe :   Also ich will das Elefantenhaus unbedingt. Lieber heute als morgen. Gerade Baden-WĂŒrttemberg ist nicht verwöhnt mit modernen ElefantenhĂ€usern. Die Heidelberger Aussenanlage fĂŒr Elefanten ist ja bereits die attraktivste in BW.
(22.03.2007, 13:38)
Jennifer Weilguni :   Naja das Elefantenhaus in Heidelberg ist schon sehr sehr klein und da der Zoo Heidelberg vorhat, noch mehr Elefantensenioren aufzunehmen, muss auf jeden Fall ein neues Haus her.
(22.03.2007, 13:35)
IP66 :   Ich wĂŒrde ja nach der Finanzierung fragen ... die ist ja meist der Grund fĂŒr Bauen oder Nichtbauen. FĂŒr meine Person brauche ich nicht zwingend ein neues Elefantenhaus in Heidelberg und mag den Zoo auch da ohne, aber es gibt sicher eine Reihe von Besuchern, die das anders sehen.
(22.03.2007, 11:49)
Jennifer Weilguni :   @? GEPLANTER Baubeginn ist im Sommer 2007, aber wie gesagt nicht einmal die Pfleger glauben da wirklich fest daran.
(21.03.2007, 21:08)
? :   Baubeginn Elefantenhaus ca Sommer / Herbst 2007.
(21.03.2007, 17:45)
Carsten :   Und prominente UnterstĂŒtzer hat das Elefantenhaus, Hans-Dietrich Genscher...
(21.03.2007, 11:36)
ZooFanKarlsruhe :   @Jennifer: Ohje das kommt mir sehr bekannt vor :-( Allerdings gibt es zum geplanten Elefantenhaus wenigstens schon einen Plan, damit sich auch der Besucher vorstellen kann wie es nach Fertigstellung aussehen soll.
(21.03.2007, 11:18)
Jennifer Weilguni :   Laut Aussage einer Pflegerin im Zoo glaubt sie erst dann an den Umbau der Anlage wenn der erste Spatenstich getan ist. Einen wirklich festen Termin scheint es also nicht wirklich zu geben.Ähnlich "optimistisch" Ă€usserste sie sich zum Neubau des Elefantenhauses :-)
(21.03.2007, 08:02)
ZooFanKarlsruhe :   Der Zoo Heidelberg möchte ja dieses Jahr unter anderem das Schimpansenaussengehege umbauen. Mich interessiert sehr was dort konkret verĂ€ndert wird bzw. wie die Anlage nach Fertigstellung aussehen soll. Gibt es dazu denn einen Plan im Netz oder kann ein Heidelberg-Kenner konkrete Angaben machen ?

Und wann sind die Aussengehege der Orang-Utans sowie Gorillas dran ?
(20.03.2007, 21:08)
Jennifer Weilguni :   War heute mal wieder im Zoo Heidelberg, vor allem, um mir die Ausstellung von Rose von Selasinsky anzuschauen. Trotz großem Andrang war es mal wieder ein schöner Zootag, allerdings stösst mir ein Erlebnis doch recht bitter auf. An der Rhesusaffenanlage warf ein Besucher ganze hĂ€ndevoll ErdnĂŒsse zu den Tieren runter. Eine darauf aufmerksam gemachte Mitarbeiterin des Zoos meinte darauf hin recht genervt " Na, eigentlich bin ich dafĂŒr aber nicht zustĂ€ndig!" Also ich war echt baff ! Seit wann sind Zoomitarbeiter nicht fĂŒr die Gesundheit der Zootiere verantwortlich ???? Schlimm genug, dass andere Besucher einfach wegsehen, oder sich gar noch an sowas belustigen, aber wenn nichtmal die Mitarbeiter "Lust" haben, jemanden auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen ?
(11.03.2007, 17:51)
IP66 :   Ich finde den Haltungserfolg in Heidelberg ĂŒberaus beachtlich, kenne aber zumindest zwei Orang-MĂ€nner, die Ă€lter sind, in Krefeld und Duisburg, wobei letzterer vor kurzem sogar noch ein Jungtier gezeugt hat.
(23.02.2007, 10:33)
Sascha M. :   Mittwoch morgen ist der alte Orang-Utan „Nogger“ im Zoo Heidelberg gestorben. Mit ĂŒber 40 Jahren war er einer der Ă€ltesten Orang- Utans in Menschenobhut. „Nogger“ war ein herrlicher Orang-Utan Mann mit wallender Behaarung und einem sehr ausdrucksvollen Gesicht – eine der prĂ€genden Tierpersönlichkeiten im Zoo. Viele Zoobesucher, die Mitarbeiter des Zoos und vor allem die Pfleger des Affenrevieres werden ihn sehr vermissen. Nun ist es an seinen Töchtern „Grisella“ und „Puan“ sowie dem jungen Mann „Uijan“, der aus Hagenbecks Tierpark an den Neckar kam, die lange Tradition der Orang-Utan Haltung und Zucht in Heidelberg fortzusetzen.


Als die Tierpfleger morgens um kurz nach sieben Uhr das Menschenaffenhaus betraten, war „Nogger“ wach und munter. Als er auf eine erhöhte Plattform klettern wollte, fiel er plötzlich kraftlos in sich zusammen. Es war ein schneller Tod.



„Nogger“ war 1972 in jugendlichem Alter aus Sumatra in den Zoo gekommen. Sein Geburtsjahr wird auf 1966 geschĂ€tzt. Er war eines von sehr wenigen Tieren im Zoo, die noch in freier Wildbahn geboren sind. Mit der etwa gleichaltrigen „Munna“ hatte er sieben Kinder, die zum Teil in anderen Zoos (z.Bsp. Moskau) neue Zuchtgruppen begrĂŒndeten. Da es unsicher war, ob „Munna“ ihre Jungen selbst aufziehen wĂŒrde, wuchsen die Tiere in der Wohnung des frĂŒheren Zoodirektors Dr. Dieter Poley auf. „Nogger“ zeichnete sich – neben seiner Schönheit – durch einen ruhigen aber sehr selbstbewussten Charakter aus. Er versĂ€umte es nie gegenĂŒber anderen Orang-Utan MĂ€nnern im Haus seine Position als ranghöchstes MĂ€nnchen durch lautstarke Rufe zu demonstrieren.



(16.02.2007, 22:19)
Jennifer Weilguni :   War heute endlich mal wieder in Heidelberg. Der Löwe Josef ist leider noch immer vom Rudel abgetrennt, allerdings sieht seine MĂ€hne mittlerweile sehr schĂŒtter aus, wird wohl nicht mehr lange dauern, bis er dann gar keine mehr hat. WĂŒrde mich wirklich freuen, wenn er sich wieder ins Rudel integrieren ließe.
Bei den Gorillas gibt es Nachwuchs, ZsaZsa hat vor 10 Tagen ein Baby bekommen.
Elefantendame Jenny hat sich augenscheinlich sehr gut eingelebt, es macht richtig Spaß ihr zuzusehen, wie sie die Außenanlage zu ihrem Spielplatz macht. Über die Anlage wĂŒrde ein starkes Seil mit Heunetzen gespannt, so, dass die Elefanten grade mit dem RĂŒssel rankommen und Jenny hat sich sehr intensiv damit beschĂ€ftigt. Scheinbar ist es auch notwendig, dass die Pfleger sie mit immer neuem Erfindergeist verwöhnen, dennJenny scheint ein echter Quirl zu sein, der immer beschĂ€ftigt und gefordert sein will. Und Ilona beobachtet aufmerksam, was ihre junge Artgenossin sich so alles einfallen lĂ€sst. War ein Bild fĂŒr die Götter !
Die MĂ€hnenrobben sind derzeit mir Brustgeschirren ausgerĂŒstet, an denen sich MeßgerĂ€te befinden. Durch diese soll das Verhalten der Tiere besser erforscht werden, um die Haltungsbedingungen von MĂ€hnenrobben im Zoo noch mehr zu verbessern.
(26.12.2006, 16:12)
klaus WĂŒnnemann :   Die Tiergarten Heidelberg gGmbH ist der offizielle Name, der erstmals vor ĂŒber 40 Jahren in das einfachere Zoo Heidelberg umgewandelt wurde. Seitdem wird in der Öfentlichkeit der Name Zoo Heidelberg verwendet(s.auch Zoo aktuell als Organ der Tiergartenfreunde). Die Situation von Joseph ist auch fĂŒr uns unbefriedigend. Allerdings hat er durch den Zugang zum Außengehege wĂ€hrend der kompletten Nacht mehr Bewegungraum als es scheint. Sein unverĂ€ndertes Streben die GruppenfĂŒhrung zurĂŒckzuerobern, ist der Auslöser des Problems- sein "Stolz" ist also ungebrochen. Die Kastration ist wahrscheinlich die einzige Chance ihn wieder in ein Löwenrudel zu integrieren. Der Tapir hat kein Badebecken weil wir die Haltung von Tapiren aufgeben wollen, da wir die Vorausetzung fĂŒr eine optimale Haltung auf absehbare Zeit nicht bieten können. Das EEP sucht bereits nach einem geeigneten Zoo. In der letzten Besucherumfrage hat die Freundlichkeit unserer Tierpfleger eine erstklassige Benotung erhalten. Die negativ Erfahrung war in etwa als einige Mitarbeiter - auch im privaten Bereich - sehr belastet waren - vielleicht hing es damit zusammen.
(24.09.2006, 21:36)
th.oma.s :   bekommt sie keine, ist das auch eine
(23.09.2006, 10:30)
Karsten Vick :   Ich bin kein Heidelberg-Insider, aber ich finde, Stefanie Cramer hat eine Antwort verdient.
(23.09.2006, 00:18)
Michael Mettler :   Sieht nach "Unentschieden" aus. Wenn man die Homepage www.tiergarten-heidelberg.de aufruft, erscheint das Logo "Zoo Heidelberg".... Aber die offizielle Firmierung lautet laut HP "Tiergarten Heidelberg GmbH".
(22.09.2006, 22:25)
Ollo :   Heißt die zoologische Einrichtung in Heidelberg eigentlich "Tiergarten" oder "Zoo"? Beide Namen hört und liest man in etwa gleich oft.
(22.09.2006, 22:00)
Stefanie Cramer :   Kurz vorweg: Ich bin kein wirklicher Freund von Zoo-Tierhaltung. WĂ€re mein LebensgefĂ€hrte nicht passionierter Hobby-Zoologe und engagierter Besucher, wĂŒrde ich heute noch immer einen weiten Bogen um Gehege machen, um nicht hinsehen zu mĂŒssen.
Das hat sich im Allgemeinen geÀndert!

Sicher, sicher, auch der Zoo Heidelberg hat, aus Sicht der tiergerechten Haltung, in den letzten Jahren bestimmt eine Menge hinzugelernt…

Aber warum ich ĂŒberhaupt hier gelandet bin ist die Tatsache, dass ich gestern seit langer Zeit weinend aus einem Zoo gegangen bin.
"Josef" laut brĂŒllend, in einem kleinen Gehege in exponierter Lage, in ArmlĂ€nge lĂ€rmender und schreiender Kinder. Hospitalismus, wie bei so vielen Zootieren und Verzweiflung in den Augen (so interpretiere ich es). Wenn man einem solchen Tier schon den Stolz gebrochen hat, es eingesperrt, kastriert und vom Rudel trennen musste, warum dann in so ein erniedrigendes, wenn auch sehr gepflegtes, kleines InnenrĂ€umchen ? Ich konnte es kaum ertragen.
Auch eine anschliessende Diskussion mit meinem LebensgefĂ€hrten ĂŒber die Notwendigkeit der Zoos die "Big 5" zu zeigen, um Besucher zu locken, machte mich wieder ein Mal wĂŒtend ĂŒber Zoohaltung, explizit von Grosstieren. Ich bin aber natĂŒrlich gar kein Experte und kann, wie Jennifer, nicht annĂ€hernd erkennen, ob es einem Tier gut geht, oder nicht.
Mir hat der Heidelberger Zoo gefallen, besonders all die Vögel. Aber ich bin sicher, man wird mich kritisieren, weil ich mich aufrege, ohne Ahnung zu haben. Aber genau deshalb bin ich hier: Haltet mich auf dem Laufenden ĂŒber das Schicksal von „Josef“ – es geht mir nĂ€her als ich möchte.
Herzlichst aus Köln
Die Steffi
(11.09.2006, 13:28)
Jennifer Weilguni :   Also, ich war heute in Heidelberg und zum Thema Josef kann ich nur sagen, dass es ihm augenscheinlich gut geht, auch wenn er noch von der restlichen Gruppe getrennt ist. Die Aussenanlage darf er abends und nachts nutzen, wenn das Rudel sich innen befindet. Die Vermittlung von Josef in einen anderen Zoo scheiterte wohl unter anderem daran, dass die Heidelberger Löwen keine reinblĂŒtigen löwen sind, sondern Mischlinge aus asiatischen und afrikanischen Löwen, weshalb man Josef schlecht zur Reinzucht in ein neues Rudel integrieren kann.
Die neugestaltete MĂ€hnenrobbenanlage ist wirklich sehr schön gestaltet und fĂŒr mich ein guter Beweis, das man auch mit wenig Mitteln und Aufwand viel Wirkung erzielen kann. Die Beton-Optik ist jetzt geschickt hinter Kunstfelsen verschwunden, ein eingebautes Fenster ermöglicht neue Einblicke in die Robbenanlage und ein "Whirlpool" bringt Abwechslung in den Alltag der MĂ€hnenrobben.
Neu in Heidelberg gestaltet ist auch der Eingang zur Vogelanlage, die man nun durch eine begehbare SĂŒdamerika-Voliere betritt. Neben einem glĂ€sernen Teich, der den Besuchern erlaubt, die Argentinischen Ruderenten auch UNTER Wasser beim Schwimmen zu beobachten, leben in dieser schön gestaltenen Anlage Grunarassaris, Helmhokkos, Rotschnabeltinamus, Perutriele und WeissgesichtsseidenĂ€ffchen.
Also Kopf hoch, es tut sich eben DOCH was in Heidelberg :-)
(03.09.2006, 16:30)
Jennifer Weilguni :   @Sven P. Peter
Naja der Serengeti Park Hodenhagen hat zumindest einen kastrierten Junglöwen nebst seiner drei Schwestern aus dem Allwetter Zoo MĂŒnster aufgenommen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die ja auch schon einen "bemĂ€hnten" Löwen haben. Glaube fĂŒr einen Laien ist ein unbemĂ€hnter Löwenmann gar nicht als solcher zu erkennen und wenn ich ehrlich bin, den Kastraten aus Heidelberg hatte ich auf den ersten Blick auch fĂŒr eine etwas zu gut beleibte Löwin gehalten.
(02.09.2006, 18:00)
Sven P. Peter :   Wenn das nun nicht klappt, werden sie ihn nie mehr los, welcher zoo will schon einen Löwen ohne mĂ€hne...
(02.09.2006, 17:03)
Jennifer Weilguni :   @ZooFanKarlsruhe
Ehrlich gesagt habe ich mich ja selber schon gefragt, warum er nicht schon frĂŒher kastriert wurde, immerhin lebt ja noch ein zweites kastriertes LöwenmĂ€nnchen in der Heidelberger Gruppe und hat sich dort prima integriert. Kann man nur hoffen, dass es bei Josef genauso gut funktioniert, auch wenn ihn der Eingriff dann ebenso seine wunderschöne MĂ€hne kostet. Aber Löwen sind ja zum GlĂŒck nicht so eitel wie wir Menschen .. Toi Toi Toi fĂŒr Josef.. und danke fĂŒr die Info !
(02.09.2006, 16:52)
ZooFanKarlsruhe :   Ich kann etwas Licht in die Situation um Josef bringen. Nach Auskunft von Frau Figura, Zoo Heidelberg, wurde "Josef" inzwischen kastriert und sobald sich sein Hormonspiegel neu eingestellt hat, wird erneut versucht "Josef" wieder in die Heidelberger Löwengruppe zu integrieren.Ich freue mich, dass so wieder Hoffnung fĂŒr "Josef" besteht und drĂŒcke fest die Daumen dass es funktioniert. Es konnte nĂ€mlich kein Platz in einem anderen Zoo fĂŒr ihn gefunden werden.


(02.09.2006, 15:32)
Jennifer Weilguni :   @ZooFanKarlsruhe
Leider steht auf dem Infoschild an Josefs InnenkĂ€fig auch nichts genaues, daher weiss ich nicht wie intensiv wirklich nach einem neuen Zuhause fĂŒr ihn gesucht wird. Werde aber voraussichtlich mirgen den heidelberger Zoo wieder besuchen und wenn ich einen Pfleger "erwische" frage ich gerne mal nach.

(02.09.2006, 07:50)
ZooFanKarlsruhe :   Ja ich freue mich sehr fĂŒr Twiggy und Menelaos, zumal sie ja im Gegensatz zu ihren VorgĂ€ngern auch noch die benachbarte ehemalige Java-Leoparden Anlage als zusĂ€tzlichen Raum zur VerfĂŒgung haben. Um auf Josef zurĂŒckzukommen: Zur Zeit kommt er ja nur Nachmittags bis Abends auf die Freianlage, wenn die restliche Gruppe drinnen ist. Aber so ein Schichtbetrieb fĂŒr eine Anlage kann weder fĂŒr Josef noch fĂŒr seine Artgenossen dauerhaft zufriedenstellend sein. Wie lĂ€uft das denn ab, wenn der Zoo Heidelberg schreibt, es wird versucht Josef in einem anderen Zoo unterzubringen.FrĂ€gt Heidelberg da eher sporadisch bei verschiedenen Einrichtungen an ? Einen zustĂ€ndigen EEP-Koordinator gibts ja fĂŒr dieses Tier nicht.
(02.09.2006, 01:08)
Jennifer Weilguni :   @ZooFanKarlsruhe
Naja es könnten sich ja andere Zoos ein Beispiel an "Deinem" Zoo nehmen, Menelaos und Twiggy sind ja auch "Löwensenioren" aus Hodenhagen und dĂŒrfen jetzt bei Euch die Rente geniessen. Hoffentlich findet auch Josef bald einen schönen Altersruhesitz. Schlimm ist ja nicht mal, dass er alleine sitzt, immerhin ist er in einem Alter in dem auch in der freien Natur meistens kein Rudel mehr haben und alleine umherstreifen. Das Problem ist meiner Ansicht nach eher, dass er eben kein eigenes Aussengehege hat und darum so viel Zeit drinnen verbringen muss. Vieleicht sollten wir uns mit Josef mal bei "Herrchen gesucht" bewerben ? (Kleiner Scherz am Rande).
(01.09.2006, 20:11)
Sven P. Peter :   Da bist ja nich mehr auf dem Laufenden:

Babsi is schon lange tot. Zwei Berberlöwinnen aus Neuwied und der Kater Paule sind da. Platz wĂ€re fĂŒr den Josef dort auch, wenn die Uralt HyĂ€ne oder der Uralt Puma mal den Löffel abgibt.
(01.09.2006, 16:25)
Hannes :   Sollen nicht nach berlin neue Löwen wenn das Ă€lteste Weib gestorben ist?
(01.09.2006, 16:05)
Sven P. Peter :   Viele Zoos haben freie PlĂ€tze fĂŒr Großkatzen, doch ĂŒberflĂŒssige Löwen will niemand. Im Berliner Zoo haben die Löwen 5 riesen Innengehe, fĂŒr 3 Löwen. Da könnte Josef super rein. Aber auf uns Zoofans hört ja keiner...
(01.09.2006, 15:29)
ZooFanKarlsruhe :   Josefs Situation besteht ja schon mindestens seit Mai diesen Jahres. Ich hĂ€tte vermutet, dass er eher eine neue Bleibe findet. Sind die PlĂ€tze fĂŒr Zoolöwen derzeit so eingeschrĂ€nkt, dass sich fĂŒr Josef kein Abnehmer findet ?
(01.09.2006, 15:23)
Jennifer Weilguni :   @Dennis
Ja, es ist in der Tat nicht schön, von einem Pfleger angeschnauzt zu werden, wenn man eine Frage hat. Ist mir selber allerdings im Zoo Heidelberg noch nie passiert.
Der gute Josef war frĂŒher RudelfĂŒhrer bei den Heidelberger Löwen, nachdem er aber wegen Krankheit einige Zeit vom Rudel separiert werden musst, ĂŒbernahm zwischenzeitlich ein anderes MĂ€nnchen ( mir fĂ€llt sein Name grade nicht ein) die FĂŒhrung. Leider konnte sich Josef nicht mehr integrieren und muss deshalb seperat gehalten werden, soweit ich weiß, darf er die Außenanlage aber trotzdem nutzen, nur eben im Wechsel mit dem Rudel. Laut Schild am InnenkĂ€fig wird fĂŒr Josef ein neues Zuhause in einem anderen Zoo gesucht, drĂŒcken wir ihm mal die Daumen, dass das klappt.
Und versteh das auch bitte nicht als Angriff, ich finde es gut, wenn Du Dir Gedanken ĂŒber das Wohlbefinden der Zootiere machst, wĂ€re ja schlimm, wenn man als Besucher alles hinnehmen wĂŒrde/mĂŒsste, ohne sich seine Gedanken darĂŒber machen zu dĂŒrfen. Aber mir persönlich gefĂ€llt der Zoo Heidelberg eben sehr gut, es tut sich immer was und ich bin gerne dort. Aber das ist eben nur MEIN eigene subjektives Empfinden. Gibt ja auch genug Menschen, die generell gegen die Zootierhaltung sind, auch das muss man akzeptieren.
(01.09.2006, 10:33)
Dennis :   Ich weiß das es 2,0 Schopfhirsche sind..
Das LöwenmÀnnchen Josef war in einem winzigen InnenkÀfig, aber erst, nachdem er sich mit dem anderen MÀnnchen gefetzt hat..
Ich habe auch nicht geschrieben das der zoo katastropal war, nur stark verbesserungswĂŒrdig in mehreren Bereichen. und gerade solche Sachen wie mit dem Tapir-wasserbecken, wo mich der Pfleger so abgefertigt hat, machen auch einen Teil eines eher schlechten Gesamtbilds aus..
(01.09.2006, 09:52)
Konstantin Ruske :   Wenn Kritik so impulsiv geĂ€ußert wird, wie gleichzeitig an anderer Stelle gegebene Informationen ( siehe Schopfhirsche) ĂŒbersehen werden, sagt das viel ĂŒber die Fundierung der getroffenen Beanstandungen aus. Ich wĂŒnschte mir manchmal gerade von den " Jungen Wilden" etwas mehr Bedacht und SelbstprĂŒfung, auch in deren eigenem Interesse,als respektabler Diskursteilnehmer wahrgenommen zu werden.
(01.09.2006, 09:12)
Jennifer Weilguni :   @cajun
Schön, dass Du meiner Meinung bist, auch ich besuche den Zoo Heidelberg gerne und oft und freue mich, dass sich von Besuch zu Besuch immer mehr zum Positiven verÀndert. Die meisten zoologischen Einrichtungen sind ja in stÀndiger Bewegung und vor allem Heidelberg zÀhlt dabei zu meinen persönlichen Favoriten.
@Karsten Vick
Ja, auch bei der neuen Tigeranlage, die an den alten AussenkÀfig angeschlossen ist, lÀsst sich prima vorher/nacher vergleichen. Ich persönlich finde die neue Tigeraussenanlage mit ihren zahlreichen Versteckmöglichkeiten wirklich sehr gelungen und tiergerecht gestaltet.

Übrigens, mir ist doch noch ein Zoo mit optisch ansprechenden Raubkatzen-Innengehegen eingefallen, zumindest finde ich persönlich die im Katzendschungel des Frankfurter Zoos sehr schön.

(01.09.2006, 07:51)
Karsten Vick :   Ich war bisher nur 1x in Heidelberg, habe also nur eine Momentaufnahme mitgekriegt und kann ĂŒber die Entwicklungsgeschwindigkeit nichts sagen. Auf jeden Fall gab es nebeneinander alte runtergekommene Anlagen, wo teilweise wirklich der Putz bröckelte, und ganz nett gemachte neue Gehege. Am besten fand ich die neuen Kleinkatzengehege, die um die alten herumgebaut wurden, wo die alten KĂ€figwĂ€nde ganz toll mit integriert waren. Da hatte man den direkten Vergleich der alten und neuen PlatzverhĂ€ltnisse. Damals war fĂŒr mich besonders der Vogelbestand interessant, heute wĂŒrden mich wohl die seltenen Kleinraubtiere begeistern.
(31.08.2006, 23:43)
cajun :   Vielleicht (fĂ€nd ich gut) steigt *Dennis* ja noch in die Diskussion ein?
Dann könnte er noch mal differenzierter berichten.
(31.08.2006, 23:25)
Stefan Schubert :   Sicherlich hat Heidelberg noch Schwachstellen, aber die Mannschaft ist sichtlich bemĂŒht diese zu beseitigen und wenn manche Aktion nur eine Zwischenlösung oder ein Behelf ist, aber es tut sich was!!!! Nur in wenigen Zoos im SĂŒden bekommt man (als Auswertiger) so viel neues geboten wie hier zwischen zwei Besuchen. In den letzten Jahren wurde die Innenhaltung im Menschenaffenhaus verbessert, die Anlagen der Kleinkatzen, einigen Vögeln und der Eulen vergrössert und verbessert, sowie ein neues Tigerfreigehege erstellt. Seit meinem letzten Besuch im Juni erstellte man hier eine ĂŒberarbeitete Robbenanlage quasi ĂŒber Nacht. Klar ist, dass die Mitarbeiter nun den grössten Teil ihrer Energie in die Erstellung eines neuen Elefantenhauses stecken und umso bedauerlicher ist der RĂŒckschritt dieses Engagements durch den Tod von Maya. Ich bin kein grosser Elefantennarr, aber ich wĂŒrdige die hiesigen BemĂŒhungen! Parallel zum Elefantenhaus laufen auch noch Planungen zur Schaffung grösserer Aussenanlagen am Menschenaffenhaus und einer Art Tropenhalle fĂŒr bedrohter Inselformen! Doch ist hier wie in jedem anderen Zoo auch das Geld ein grosses Problem! Ein Tropenhaus war frĂŒher bereits anstelle der heutigen WaschbĂ€r-Stachelschwein-Anlage angedacht, deren Graben ursprĂŒnglich einmal die Petze beherbergte! Auch die Lösung bei den Tieraffen gefĂ€llt mir, unter Einbezug grosser Teile des Publikumsbereiches den Tieren mehr InnenflĂ€che zu geben! Die AussenkĂ€fige lassen sicherlich noch WĂŒnsche offen, doch die Tiere haben scheinbar weniger Probleme damit wie wir!
Alles in allem breche ich eine Lanze fĂŒr Heidelberg und der Zoo hier ist fĂŒr mich meine persönliche Nr.1 in BW! Aber das hatten wir schon in einem anderen Threat...;-)
Dennoch Danke Dennis fĂŒr die Anlassgebung dieser Diskussion, soll kein Genörgel sein!
(31.08.2006, 23:11)
ZooFanKarlsruhe :   Also ich besuche sehr gerne den Zoo in Heidelberg. Diese Einrichtung macht einen sehr engagierten Eindruck auf mich. Am 29.07.2006 war ein sogenannter "Elefantentag" in diesem Zoo und da sammelte Direktor Dr. WĂŒnnemann sogar persönlich unter den Zoobesuchern fĂŒr das geplante neue Elefantenhaus. Ich kann zwar nicht fĂŒr alle Pfleger dort sprechen aber die Elefantenpfleger sind sehr nett dort und haben stets Freude daran ĂŒber ihre Arbeit mit den Tieren zu sprechen, wenn es die Zeit zulĂ€sst.
Dass man Tiere mal nicht sieht, ist völlig normal in Zoos und fĂŒr mich absolut in Ordnung, da sich nach meiner Einstellung der Besucher nach den Tieren zu richten hat und ich keine "PrĂ€sentiertellerplattformen" sehen will. Sicher kann man in Heidelberg wie ĂŒberall sonst auch Schwachstellen finden, wenn man sie sucht aber Insgesamt ist diese Einrichtung fĂŒr mich auf dem Weg nach oben im nationalen Zoovergleich.
(31.08.2006, 21:44)
cajun :   @Jennifer Weilguni: Ich finde Heidelberg ist ein netter Zoo, in dem man spĂŒrt, dass viele Mitarbeiter versuchen die Haltung der Tiere zu verbessern. Ich war selbst letztes Jahr im Dezember das erste Mal dort und hatte positive wie negative EindrĂŒcke von der dortigen Tierhaltung.
Besonders beeindruckt hat mich das Engagement im Falle "Maya". Habe damals lange mit einer Pflegerin ĂŒber die Elefantenkuh und den Einsatz der Feuerwehr gesprochen.Alle Mitarbeiter mit denen ich zu tun hatte, waren sehr freundlich und auskunftsbereit.
Und da ich hier viele Meinungen Platz haben: Ich komme auf jeden Fall gern mal wieder und begutachte die weitere Entwicklung :-)
(31.08.2006, 20:18)
Jennifer Weilguni :   @Dirk K Oh, entschuldigung, stimmt, in MĂŒnchen halten sie ja auch ein PĂ€rchen zusammen.. da bin ich wohl einfach zu Wilhelme fixiert gewesen, aber weil ich mir nicht 100 % sicher war auch das Fragezeichen hinter meiner Aussage. Danke fĂŒr die Berichtigung.
@ Hannes
Doch, natĂŒrlich darf der Zoo Heidelberg kritisiert werden, aber wie gesagt eben nicht NUR, denn hier werden Punkte angesprochen, die ja nicht nur speziell den Heidelberger Zoo betreffen, sondern auch in vielen anderen Zoos so gehandhabt werden. Ich finde es eben schade, wenn es so rĂŒberkommt, als seien z.B. kleine und optisch wenig ansprechende Raubkatzen- InnenkĂ€fige ein reines Heidelberger Problem, wie gesagt ich persönlich habe noch in keinem Zoo ein wirklich schönes Raubkatzenhaus gefunden. Wie gesagt JEDER Zoo hat eben auch ein paar "Mangel" die noch zu beheben sind, aber zum GlĂŒck arbeiten ja die meisten Zoos daran.
(31.08.2006, 19:53)
Zoosammler :   Ich war zwar noch nie in Heidelberg, aber Folgendes:
1.) Nicht alle Tiere zu Gesicht zu bekommen, ist weder grundsĂ€tzlich positiv noch negativ zu bewerten. Das kann die verschiedensten GrĂŒnde haben - negative wie positive.
2.) Vielgelobt? "Vielkritisiert" ist das einzige, was mir zu allem einfĂ€llt, was ich bis jetzt ĂŒber das Heidelberger Menschenaffenhaus gehört habe.
3.) Das mit dem Rosinenkasten ist natĂŒrlich ein ausgesprochen frustrierendes Erlebnis. So können die schönsten Ideen, manchmal das Gegenteil dessen bewirken, was sie sollen.
(31.08.2006, 18:19)
Hannes :   Wieso darf man den Zoo Heidelberg nicht ins Kreuzfeuer nehmen? Immer nur Berlin und Zoom kritisieren find ich langweilig. außerdem hab ich heidelberg noch nicht gesehen und ich will nicht nur positive dinge hören.
(31.08.2006, 18:08)
Dirk K :   Tapire werden meistens in Paaren, manchmal auch in kleinen Gruppen gezeigt. Die Wilhelma z.B. hat noch einen einzelnen Schabrackentapirmann.
(31.08.2006, 16:08)
Jennifer Weilguni :   Huch, der Fehlerteufel. AN einem neuen Elefantenhaus wird natĂŒrlich nicht gespart, sondern FÜR das neue Elefantenhaus :-)
(31.08.2006, 16:07)
Jennifer Weilguni :   Also, ich weiss nicht, ob man den Heidelberger Zoo drmaßen angehen sollte. Zugegeben, die Behausung der WaschbĂ€ren und Stachelschweine ist optisch nicht grade ansprechend, aber "klein" ?? Also klein kommt mir die eher nicht vor. Und dass man nicht bei jedem Zoobesuch immer alle Tiere zu sehen bekommt, ist doch gerade ein Plus, zeugt es doch von guten Versteckmöglichkeiten fĂŒr die Tiere. Und was die Löwen und Tiger angeht .. also der einsame Löwenkater Josef tut mir ja schon ein bisschen leid, aber was die InnenkĂ€fige angeht, so fĂ€llt mir jetzt spontan kein anderer Zoo ein, der jetzt besonders grĂ¶ĂŸere oder schöner gestaltete InnenkĂ€fige hat. Wie schon richtig bemerkt, an einem neen Elefantenhaus wird ja fleissig gespart, die Aussenanlage finde ich super. Ich glaube jeder Zoo/Tierpark hat seine "Schandflecken" aber grade darum wird ja immer weiter fleissig gebastelt und geplant. Und werden Tapire nicht in den meisten Zoos einzeln gehalten, da EinzelgĂ€nger? Was die doch eher subjektive Meinung der Mutter zum Thema Schimpansenverhalten anging zeugt ja auch eher von deren Unwissenheit, als ĂŒber die Haltungsbedigungen im Zoo. Bitte nicht falsch verstehen, finde Kritik an Zoos nicht generell schlecht, nur so können sie sich weiter entwickeln, aber jetzt speziell den Zoo Heidelberg ins Kreuzfeuer zu nehmen..?
(31.08.2006, 16:05)
Sven P. Peter :   Ach ja: Die WaschbĂ€ren und Stachelschweine haben einen Teich im Gehege.
(31.08.2006, 15:32)
Sven P. Peter :   Alle Löwen zusammen? Ich denk der Josef ist nun dauerhaft von denen getrennt.
(31.08.2006, 15:31)
Dirk K :   Waren es nicht 2,0 Schopfhirsche?

Maya ist schon tot, seit neuestem ist Jenny aus Hagenbeck da, könnte der Grund sein, warum Ilona drinnen war.
(31.08.2006, 15:04)
Dennis :   Dem könnten wir einen eigenen Thread machen:
Mein Besuchsbericht:

Insgesamt fand ich den Zoo mehr schlecht als recht. Viele anlagen sind auf jedenfall in nÀchsten Jahren zu verbessern!
Ich fing mit der Watvogelvoliere an, ganz in Ordnung, dann kamen die Anlagen der MÀhnenwölfe und Kleinraubtiere, wo ich bis auf die Rohrkatzen und die Mauswiesel kein Tier sah!
Das Afrikahaus ist nun neu gestaltet worden und es werden gerade zwei Terrarien zusÀtzlich zu der Tigerphython eingerichtet.
Die Wasservogelteiche waren in Ordnung. Die Tigeraußenanlage fand ich auch hĂŒbsch aber dann das Haus! Ewig viele elende kleine KĂ€fige, die mit Naturboden und Bambusstangen wenigstens ein bisschen NatĂŒrlichkeit erwecken. Dann noch luchse in einem verglasten rundkĂ€fig und 5 Löwen auf winziger Außenanlage. Die neue Elefantenanlage dagegen gut, das Haus nicht, aber man baut ja schon krĂ€ftig.
Weiß jemand warum Ilona nicht raus darf? Sie stand den ganzen Tag nur im Haus, wĂ€hrend Maya draußen mit zwei Axishirschen im Schlepptau rumzog.
Dann die Stachelschwein-WaschbÀranlage: Ein kleines Betonloch ohne jegliches Wasserbecken, Felsen oder Bepflanzung.
Dann die MĂ€hnenrobbenanlage war eines der besten dinge. Danach ein einzelnes SchabrackentapirmĂ€nnchen in einer kleinen, dunklen Anlage ohne Wasserbecken. Ich fragte den Tapirpfleger, ob das Tier eine Partnerin bekommen wĂŒrde, er sagte vermutlich nicht, auf meine Frage: "Warum hat das Tier den kein Wasserbecken", schnĂ€uzte er nur: "Braucht der nicht" und lief dann weg...
Am besten waren die Schopfhirsche!
Ein prachtpĂ€rchen, ich verweilte fast eine halbe Stunde dort und konnte neben einem Deckversuch! auch beobachten, wie sich das MĂ€nnchen auf die Hinterbeine aufrichtete und Holunderbeeren vom Gehegerand pflĂŒckte. das vielgelobte Menschenaffenhaus war in Ordnung, aber ich finde die Aussenanlagen schlecht.
ein Schimpane trommelte gegen einen Rosinenkasten, und eine Mutter erzĂ€hlte ihrem kind, das er das tĂ€te, weil er so scghlecht gehalten wĂŒrde!
Auch das kleine affenhaus war furchtbar. Die Gayale haben ein jungtier.
Achja und eas sind 6 GĂŒrtelvaris und nicht vier.
Es gÀbe noch mehr zu erzÀhlen, aber jetzt reichts erstmal, denke ich.
(31.08.2006, 11:37)

alle Beiträge