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Elefanten in Europa



cajun:   Eine Elefantengeburt in den Niederlanden:
dierenparkamersfoort.nl ? 12. Nov. 2020
Olifantje geboren
Elefantenkalb geboren
Im Dierenpark Amersfoort hat heute Morgen Elefantin Kina ein Kalb geboren. "Der kleine Elefant wurde gegen 10 Uhr geboren. Das ist etwas Besonderes, weil Elefanten normalerweise nachts geboren werden", sagt Tierpfleger Rob Saris. Mutter Kina und ihrem Kalb geht es gut. "Das Kalb hat bereits getrunken und Kina beobachtet ihr Junges genau", sagt der Tierpfleger. "Es ist Kinas zweites Kalb, also wei├č sie jetzt gut, was Mutterschaft bedeutet." Unsere Tierpfleger haben den Elefanten am Freitag zum ersten Mal pinkeln sehen und deshalb kennen wir das Geschlecht des Kalbes! Das Jungtier ist ein Weibchen und hat den Namen Yindi erhalten. Dieser asiatische Name bedeutet "silbernes M├Ądchen". Sie k├Ânnen den Namen auch als "die Sonne" ├╝bersetzen, diese Bedeutung ist in diesen schwierigen Zeiten etwas zus├Ątzlich Besonderes. Der Amersfoorter Zoo ist derzeit wegen der aktuellen RIVM-Ma├čnahmen vor├╝bergehend geschlossen und das neugeborene Jungtier kann im Park noch nicht bewundert werden. "Jeder kann die ersten Schritte des Kalbes ├╝ber die Live-Webcams verfolgen", sagt Rob. Freude und Trauer liegen diese Wochen im Park eng beieinander. Die Flucht und der Verlust der beiden Schimpansen haben erhebliche Auswirkungen auf die Tierpfleger und andere Mitarbeiter. "Die Trauer ist gro├č, aber diese Elefantengeburt ist ein Hoffnungsschimmer f├╝r alle, die in dieser schwierigen Zeit betroffen sind", sagt Rob. Bis zur Wiederer├Âffnung des Parks k├Ânnen Besucher das Junge und die Elefantenherde ├╝ber die Webcams des DierenPark Amersfoort bewundern.
Quelle: Zoopresseschau
(17.11.2020, 15:12)
cajun:   Ein, wie ich finde, sehr gelungener Artikel, zur nicht gegl├╝ckten Elefantengeburt in Z├╝rich, die ja bereits verlinkt wurde. Sch├Ân an dieser Quelle ist, dass Youtube Videos eingebettet sind, die den Verlauf der Geburt zeigen. Dazu werden erkl├Ąrende Kommentare eingeblendet.
Eine gute Aufarbeitung des tragischen Ereignisses!

Weshalb starb ein Elef├Ąntchen im Zoo Z├╝rich kurz nach der Geburt? Alles deutet darauf hin, dass die Familie ihrem sehr schw├Ąchlichen neuen Mitglied zu heftig auf die Beine helfen wollte

Die Untersuchung zum Todesfall vom vergangenen August ist abgeschlossen. Laut den Fachleuten verhielt sich die Herde nicht aggressiv, sondern wollte das neue Mitglied vielmehr unterst├╝tzen.

Im vergangenen August verlor der Zoo Z├╝rich ein Elef├Ąntchen kurz nach dessen Geburt ? zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres: Das Kalb der sechsj├Ąhrigen Omysha starb nach einem langwierigen, aber normal verlaufenen Geburtsvorgang. Auf der Suche nach Erkl├Ąrungen konnte man in diesem Fall, dank der kurz zuvor verbesserten ├ťberwachung, auf Videoaufnahmen zur├╝ckgreifen (einige Passagen sind inzwischen auf der Zoo-Website aufgeschaltet). Doch die Bilder gaben einige R├Ątsel auf, war darauf doch zu sehen, dass die Reaktion der Herde das Schicksal des Jungtiers schliesslich besiegelt hatte.
Wie der Zoo damals mitteilte, hatten sich die erwachsenen Tiere zun├Ąchst zum Neugeborenen hinuntergebeugt und es mit den F├╝ssen angestossen ? ein ganz ├╝bliches Verhalten, wenngleich es dabei oft etwas ruppig zugehe. Dann aber sei eine Dynamik entstanden innerhalb der Herde, und in der Folge sei der kleine Bulle zu Tode gekommen. Was diese Reaktion ausgel├Âst hatte, konnten die Verantwortlichen damals nicht sagen, doch Zoodirektor Severin Dressen stellte keine spezielle Unruhe oder gar Panik bei den Tieren fest: Die bei einer solchen Geburt ├╝bliche Dynamik sei einfach nicht abgebrochen, wobei auf den Videobildern nicht zu sehen sei, was genau geschehen sei.
Die Umst├Ąnde der dramatischen Ereignisse sind inzwischen eingehend analysiert worden ? und nun liegt der Schlussbericht dazu vor. Laut diesem kam das Jungtier ├Ąusserst geschw├Ącht zur Welt, und die Kernthese fasst der Zoo in einem Communiqu├ę so zusammen: ┬źIm vorliegenden Fall scheint es, dass das Ausbleiben positiver Signale vonseiten des Kalbes innerhalb der ersten Minuten zu weiteren, intensiveren Anstrengungen der erwachsenen Tiere gef├╝hrt hat. Diese zunehmend heftigen Bem├╝hungen, dem Kalb auf die Beine zu helfen, f├╝hrten schliesslich zum Tod des Tieres.┬╗ Die beigezogenen Experten seien sich einig, dass das Verhalten der Herdenmitglieder nach der Geburt im vorliegenden Fall nicht als aggressiv einzustufen sei.
In die weiterf├╝hrende Auswertung der Videoaufnahmen, welche die pathologische Untersuchung erg├Ąnzte, sind externe Zoologen und Elefantenexperten des Europ├Ąischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) einbezogen worden. Nach einheitlicher Meinung dieser Fachleute habe sich das Elefantenkalb kaum bewegt, nachdem es zur Welt gekommen sei, h├Ąlt die Zoodirektion fest. M├Âglicherweise habe der l├Ąnger dauernde Geburtsvorgang es geschw├Ącht. Diese Komplikationen kamen nicht ├╝berraschend: Omysha, 2014 selbst im damals frisch er├Âffneten Kaeng-Krachan-Elefantenpark des Zoos zur Welt gekommen, war zum ersten Mal tr├Ąchtig gewesen. Bei so unerfahrenen Muttertieren ist die Sterblichkeitsrate des Nachwuchses erheblich erh├Âht, wie der Zoo schon Wochen vor der Geburt festgehalten hatte.
Zoo sieht sich best├Ątigt
Der Bericht weist insofern ├╝ber den Einzelfall hinaus, als Kritiker solche Beispiele gerne als Indiz daf├╝r werten, dass die Elefantenhaltung in Zoos nicht artgerecht sein k├Ânne und etwa unnat├╝rlich aggressives Verhalten zeitige. Dem setzten die Zooverantwortlichen unter anderem entgegen, nur schon die Zuchterfolge etwa in Z├╝rich spr├Ąchen daf├╝r, dass die Bedingungen stimmten. ┬źDer Zoo ist auch weiterhin ├╝berzeugt, dass dies der richtige Weg ist┬╗, schreibt die Direktion zu ihrem Grundsatz, bei den Asiatischen Elefanten wie bei allen Tieren auf die Geburt im nat├╝rlichen Sozialverband zu setzen. Das heisst, der Nachwuchs kommt ohne Eingriffe von Menschenhand zur Welt ? so wie man bei der Haltung der Dickh├Ąuter inzwischen ganz auf gesch├╝tzten Kontakt umgestellt hat, also Ber├╝hrungen zwischen Pfleger und Tier vermeidet.
Quelle: https://www.nzz.ch/zuerich/tod-eine-elefaentchens-im-zoo-zuerich-herde-war-nicht-aggressiv-ld.1584797
(12.11.2020, 12:58)
Adrian Langer:   @Cajun: Das w├╝ssten wir auch gerne. :D Ich habe sogar Bilder gesehen, die f├╝r mich zeigen, dass sich der Bulle vor Ort auch um die Weibchen bem├╝ht. Entweder der Bulle ist inzwischen steril (er ist schon ├╝ber 40) oder es kommt eben nicht zum Akt. Vielleicht w├╝rde das Beistellen eines zweiten Bullen helfen (so etwa in Raperswill in der Schweiz passiert). Nur m├╝sste man hierf├╝r ja erst einmal den richtigen Bullen finden.
(21.10.2020, 11:19)
cajun:   Kann einer der Elefantenmenschen des Forums mal die derzeitige Zuchtsituation in Beekse Bergen kommentieren? Dort steht doch seit Jahren die Familie um die Wuppertaler Importkuh Punda mit ihren T├Âchtern. Offensichtlich tut sich da wenig, was neuen Nachwuchs angeht. Woran liegt es?
(21.10.2020, 10:51)
cajun:   Der Zoo Z├╝rich bereitet sich auf eine neue Elefantengeburt vor.
Zitat:
"GEBURTSVORBEREITUNGEN BEI DEN ELEFANTEN
In den n├Ąchsten Tagen oder Wochen erwartet der Zoo Z├╝rich die Geburt von Omyshas erstem Kalb. Die Vorbereitungen daf├╝r laufen. Der Zoo Z├╝rich erwartet innerhalb der n├Ąchsten Tage oder Wochen die Geburt von Omyshas erstem Kalb. Das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt, da es bei Elefanten nicht exakt berechenbar ist. Die Tragezeit betr├Ągt rund 22 Monate und ist somit eine der l├Ąngsten im Tierreich. Der Zoo Z├╝rich setzt bei seinen Asiatischen Elefanten auf die Herdengeburt, bei der die Mutter ihr Kalb innerhalb ihrer Herde zur Welt bringt. Die Anwesenheit und Unterst├╝tzung der anderen Gruppenmitglieder wirken sich positiv und beruhigend auf die Mutter aus. Die nat├╝rliche Herdengeburt bedeutet aber auch, dass der Mensch weniger Einfluss nehmen kann. So ist es bei Komplikationen f├╝r die Tierpfleger schwieriger einzugreifen. Die Vorteile der Herdengeburt ├╝berwiegen diesen Nachteil indes. Besondere Vorsicht bei Erstgeburten Omysha ist als Mutter noch jung und es ist ihre erste Geburt. In der Natur ist die Sterblichkeit bei erstgeborenen Jungtieren erh├Âht. Obwohl erstgeb├Ąrende Elefantenm├╝tter durch ihre Familienmitglieder, insbesondere die Mutter und ┬źTanten┬╗, bei der Geburt beruhigt und unterst├╝tzt werden, kann es durch die Unerfahrenheit der Erstgeb├Ąrenden ├Âfters zu Komplikationen kommen. Deshalb ├╝berwacht der Zoo Z├╝rich die Elefanten nun zus├Ątzlich ? insbesondere in der Nacht, da die meisten Geburten nachts oder in den fr├╝hen Morgenstunden stattfinden. Via Kamera beobachten die Tierpfleger den Zustand Omyshas, um erste Anzeichen einer nahenden Geburt rasch festzustellen. Die Gruppe befindet sich ├╝ber Nacht in den Hintergrundanlagen. Diese sind ├╝bersichtlich und bieten Omysha die besten Bedingungen f├╝r eine erfolgreiche Geburt. Bei den ersten Anzeichen, dass es losgeht, werden die Tierpfleger w├Ąhrend der folgenden Stunden anwesend sein. Sie k├Ânnen die Geburt aus der Distanz begleiten und gegebenenfalls beruhigend einwirken oder veterin├Ąrmedizinische Hilfe anfordern."
Quelle Zoo HP und https://www.toponline.ch/news/zuerich/detail/news/zoo-zuerich-erwartet-elefanten-nachwuchs-00138835/
(04.08.2020, 11:18)
Jan Jakobi:   Carsten und W.Dreier, das Thema hatten wir schon Mal.

Die Sto├čz├Ąhne f├╝hren wohl in die Irre.

Siehe mein Beitrag vom 05.09.2013:

"Jan Jakobi:
@Stefan Schubert:
Ich war 2005 in Basel und habe auch die fragliche Elefantenkuh gesehen.
Ich bin damals nicht auf die Idee gekommen das es sich bei ihr um einen Waldelefanten handelt, ich kannte/kenne Bilder der Berliner Waldelefantenkuh "Jambo II".
Zwischen ihr und der Basler Elefantenkuh liegen Welten.

Anbei ein Bild des angeblichen Waldelefanten, ich habe noch nie gelesen das in Basel ein Waldelefant lebt/leben soll.

Die Ohren sind dreieckig, wie bei einem Steppenelefanten. Au├čerdem ist sie, meiner Meinung nach, f├╝r einen Waldelefanten zu gro├č.


(05.09.2013, 12:51)"
http://www.schueling.com/forum/forum.php?go=view&search=Malayka&BeitragsID=150&kat=
(23.04.2020, 22:16)
Carsten Horn:   Meines Wissens nicht...

Das war Malayka, von Knie importiert und nach 10 Circusjahren an den Zolli abgegeben. 2018 ist sie gestorben...
(23.04.2020, 19:57)
W. Dreier:   K├Ânnte das ein Waldelefant sein? Bei der Zahnstellung? Basel 2005
(23.04.2020, 18:08)
W. Dreier:   Heute aus der ``Berliner Zeitung`` zur Ausstellung von Kupferstichen Raffael`s: Wie sch├Ân w├Ąre es gewesen, h├Ątte D├╝rer wirklich ein Panzernashorn gesehen.
(28.02.2020, 09:38)
R├╝diger Krichel:   Hallo Elefantenfreunde

Habe fetsgestellt, dass auf der Webseite http://www.elephant.se/ schon seit August keine aktualisieren mehr erfolgt ist.
Hat jemand eine Ahnung was mit Dan K├Âhl los ist, hoffentlich keine gesundheitlichen Probleme.
Danke f├╝r eure Infos dazu.
(08.11.2014, 17:52)
Heidemarie Busch:   Dann lieber so einen Reklametrick, als tats├Ąchlich ein Elefantenbaby als Reklame/Kassenmagneten.
(02.11.2014, 18:48)
Michael Mettler:   Falls es sich nicht ohnehin nur um einen Reklametrick handelt. W├Ąre nicht das erste Mal, dass ein Circus mit einer Elefantin "in guter Hoffnung" wirbt und dann am Ende kein Kalb, sondern eine "Ente" daraus wird...
(02.11.2014, 18:05)
Heidemarie Busch:   Unglaublich, da wird vermutet, dass ein Zirkuselefant schwanger ist und man l├Ą├čt sich ├╝berraschen. Vielleicht macht man mal einen Test, ob sie wirklich tragend ist, denn sie ist schon 38. Und dann ein Elefantenbaby im Zirkus, evtl. als 'Star' der Manege'. Sch├Ân auch die Aussage: "Wenn sich die Geburt ank├╝ndigt, holen wir einen Tierarzt", da wird sich bestimmt auf die Schnelle ein erfahrener Tierarzt, der schon Elefantengeburten begleitet hat, finden lassen (Ironie) Kopfsch├╝ttelohneEnde !!!!

http://www.freiepresse.de/KULTUR/VOGTLAND/Wir-werden-fuer-alle-Faelle-schon-mal-eine-Baby-Stube-einrichten-artikel9024788.php

(02.11.2014, 17:00)
R├╝diger:   Elephant endotheliotroper Herpesviren (EEHV) sind eine Art von Herpesvirus, der eine in hohem Ma├če t├Âdliche h├Ąmorrhagische Krankheit verursachen kann, wenn sie sich auf die jungen asiatischen Elefanten ├╝bertragen. Bei den afrikanischen Elefanten gibt es verwandte Formen dieser Viren, die bei wilden Populationen identifiziert worden sind. Dort sind sie in der Regel
gutartig und tauchen gelegentlich
auf, um kleine Wucherungen oder L├Ąsionen zu verursachen.
Allerdings k├Ânnen sich einige Elefanten mit EEHV infezieren und als t├Âdliche Krankheit bei den asiatischen Elefanten enden. ( um 80% der schwer betroffenen Individuen ) Die Krankheit kann mit der raschen Anwendung von antiviralen Medikamenten behandelt werden. Aber dies ist nur wzu einem Drittel wirksam der F├Ąlle.

(27.04.2013, 13:39)
Michael Mettler:   @Dan Koehl: Mit den verschiedenen Circussen ├Ąhnlicher Namen kenne ich mich leider nicht aus. Wie ich geschrieben hatte, entnahm ich die Info aus einem Buch ├╝ber den Osnabr├╝cker Zoo. Mag sein, dass der Autor in dieser Hinsicht auch nicht besser informiert war...
(08.04.2013, 20:47)
Dan Koehl:   @Michael Mettler: Du schreibst "Toni vom Circus William Althoff gekauft, wo sie bis dahin die Leitkuh der Herde gewesen sein soll. Bei einem Circus-Gastspiel in Osnabr├╝ck 1961 trat Toni am ersten Tag letztmalig in der Manege auf und zog am n├Ąchsten Tag in den Zoo um."

Es ist aber nicht m├Âglig. Es gabs, sowie ich verstehen kein Circus Williams-Althoff, es ist in 1976 gegrundet. Aber es gabs ein Circus Williams, von Harry Williams und Carola Althoff gegrundet, kan das sein es handelst sich um diesen circus? Damals, 1965 war Gunther Gebel-Williams trainer fir die Elefanten (seit 1956 wann Adolf Althoff hat Circus Williams verlassen).
(08.04.2013, 11:22)
Niedersachse:   Ein Kaiserschnitt im Sinne von Bauch aufschneiden und das Jungtier herausholen, ist aus anatomischen Gr├╝nden sowieso bei einem Elefant nicht m├Âglich.
(26.03.2013, 20:07)
Jolantha Belik:   Ich wei├č nicht, ob man nach zwei Wochen noch von einem "Kaiserschnitt" sprechen kann.
(26.03.2013, 11:50)
Jan Jakobi:   @Jolantha: Meinen Sie es war ein Kaiserschnitt bei "Ani" oder war das so wie bei "Jenny"?
(24.03.2013, 21:32)
Michael Mettler:   Bei Jenny war es 1985 keineswegs "nur" ein Dammschnitt, sondern nach dem Herausziehen des w├Ąhrend des Geburtsvorganges gestorbenen, im Becken der Mutter verkeilten Kalbes musste eine f├╝r die Kuh lebensbedrohliche Situation ├╝berwunden werden (Uterus gerissen, fortschreitende An├Ąmie - nachzulesen im Jahresbericht). Jenny brauchte Monate, um sich davon zu erholen.
(24.03.2013, 21:10)
Jolantha Belik:   @Jan: es ist ein Unterschied, ob "nur" ein Dammschnitt gemacht wird oder ob man einen Schnitt machen muss, um das tote Baby aus dem Bauch der Mutter zu holen, weil es nach ├╝ber einer Woche nicht ausgetrieben werden konnte und die Mutter deswegen gesundheitliche Probleme hatte.
(24.03.2013, 19:18)
Jan Jakobi:   "Lai Sinh" und "Indra/Salvana" hatten keinen Dammschnitt, sie haben es noch von selber auf normalem Wege zur Welt gebracht.
(24.03.2013, 13:50)
R├╝diger:   Ist Lai Sinh nicht nach dem Eingriff noch Mutter geworden in Hanmburg ?
(24.03.2013, 13:02)
Jan Jakobi:   Der Tierpark Berlin ist schon vor einigen Jahren aus dem EEP ausgetreten.

Eins versteh ich aber immer noch nicht:

Bei "Jenny" (Hannover, heute Belfast) und "Louise" wurde auch ein Dammschnitt gemacht, beide haben die OP ├╝berlebt und leben noch heute.
"Jenny" hatte eine Menge Blut verloren, konnte aber durch eine Bluttransfusion mit Hilfe der Elefantenkuh "Ilona" gerettet werden.

Noch zwei weitere Beispiele:

"Lai Sinh" und "Indra/Salvana" hatten eine tote Erstgeburt welche nach 26 1/2 bzw. 50 Stunden erst geboren war.
Das die beiden die Geburt ├╝berlebt haben, ist schon ein Wunder.
(24.03.2013, 12:20)
R├╝diger:   Schade um die tapfere Ani.
nun hat ihr Heimatzoo gar kein zuchtf├Ąhiges Weibchen mehr!
Vielleicht kommt ja die K├Âlner Kuh mit Ihrem Nachwuchs nach Belgien?
Den 9 j├Ąhrigen Valentino, eine Sumatraunterart, w├╝rde ich am liebsten bei Nova und Cynthia in Berlin - Friedrichsfelde sehen, um diese seltene Unterart zu erhalten !
leider ist der Tierpark nicht so EEP freundlich eingestellt was transfer und Tieraustausch angeht.
(24.03.2013, 11:37)
Jolantha Belik:   Sie hat nur mehr etwas getrunken, aber auch nur wenig. In der Nacht zum Freitag ist sie gestorben. Ich denk mal, das war bei ihr auch psychisch bedingt, sie wollte einfach nicht mehr. Der ganze Stress rund um die Geburt, tagelange Wehen, das tote Baby, die OP und die Schmerzen danach etc. etc. ...
(23.03.2013, 22:01)
Jan Jakobi:   Hei├čt das sie ist verhungert?
(23.03.2013, 17:02)
Jolantha Belik:   Die OP-Narbe hat sich nicht entz├╝ndet, "Ani" hat am Sonntag aufgeh├Ârt zu fressen, auch die anderen Elis kontte sie nicht dazu bewegen. Sie ist am 22. M├Ąrz 2013, einen Monat nach einsetzen der Wehen, ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke gegangen. Sie war so ein tapferes M├Ądl!
(23.03.2013, 16:49)
Jan Jakobi:   "Ani" wird sich nicht mehr erholen, sie ist leider gestern verstorben.

(23.03.2013, 13:53)
Gudrun Bardowicks:   Ich hoffe, dass sich Ani gut erholt.

Um doch noch zuk├╝nftig unterartreine Sumatra-Elefanten mit dem Jungbullen in Pairi Daiza z├╝chten zu k├Ânnen w├Ąre es allerdings wirklich sinnvoll, ihn mit einer oder beiden Sumatra-K├╝hen aus Friedrichsfelde zusammenzubringen, da bisher noch keine operierte Elefantenkuh erfolgreich gez├╝chtet hat.
(12.03.2013, 23:51)
R├╝diger:   Danke f├╝r die Info Jolantha.
Schade wegen der Fehllage des Jungtieres
( vermutlich Steisslage oder? )
Trotzdem frage ich mich, ob Ani nicht zu fr├╝h gedeckt worden ist ?
Andererseit sind Geburtskomplikationen bei Erstgeb├Ąrenden nicht ungew├Âhnlich.
(10.03.2013, 13:05)
Jolantha Belik:   Das ist so traurig, im belgischen Pairi Daiza mu├čte am Montag der asiatischen Elefantenkuh "Ani" das tote Kalb heraus operiert werden. Das Baby hatte sich gut entwickelt, Mitte Februar setzten die Wehen ein. Und dann passierte nix, das Baby lag falsch. Es wurde alles versucht, das Baby zu drehen und in die richtige Position zu bringen. Es half leider alles nichts, das Baby verstarb nach einer Woche mit heftigen Kontraktionen im Mutterleib. "Ani" hatte am MO k├Ârperliche Probleme mit Schwindelanf├Ąllen etc., da beschlo├č man, nicht l├Ąnger zu warten und das Baby heraus zu holen.

"Ani" hat die ersten 48 Stunden nach der OP den Umst├Ąnden entsprechend gut ├╝berstanden. Sie bewegt sich und fri├čt und trinkt etwas. Es schaut ganz danach aus, dass sich die OP-Schnittwunde nicht entz├╝ndet.
(08.03.2013, 20:23)
uru:   Und gestern wurde ein Asiatische Elephant in zoo Madrid geboren.Mutter ist die Elephantenkuh Samy die bereits tr├ächtig war bei der ankunft in Madrid.
(04.03.2013, 19:52)
Niedersachse:   Ghandi hat das Aussehen von ihrer Mutter.
Vater ist definitiv Chieng Mai.
(26.02.2013, 17:52)
Jan Jakobi:   In Kopenhagen wurde gestern (25.02.) ein kleiner Elefantenbulle geboren.
Mutter ist "Kungrao".
Der Vater soll "Chieng Mai" sein.

Ich habe da so Zweifel, laut einem etwas ├Ąlteren Beitrag im Zoofreunde-Forum ist "Chieng Mai" schon das hohe Alter anzumerken wenn er sich bewegte und "Kungrao" ist ca. 15 Jahre alt.

Au├čerdem habe ich bei asianelephant.net und im Elefanten-Fotolexikon keine Bilder gefunden wo "Chieng Mai" mit den beiden jungen K├╝hen "Kungrao" und "Surin" zu sehen ist. Beide sind immer nur mit "Tonsak" und den alten Kopenhagener K├╝hen abgebildet.

Aber der Pariser "Siam" hatte noch im Alter von ca. 51 Jahren ein Kalb gezeugt.

Sp├Ątestens wenn der Kleine so einen Sch├Ądel wie "Gandhi", "Chang" oder "Santosh" bekommt ist eindeutig wer der Vater ist, n├Ąmlich "Chieng Mai".
(26.02.2013, 11:56)
Jolantha Belik:   Die Kleine in Budapest, geb. 14. Februar 2013, hat nach einer Internetabstimmung den Namen "Asha" bekommen.
(25.02.2013, 20:40)
Jan Jakobi:   Das Elefantenbaby wurde bereits am 11. Februar geboren. Eltern sind "Timber" und "Douanita".
(23.02.2013, 17:32)
WolfDrei:   im ZooChat gelesen: In Prag wird das neue Elefanten-Hippo-Haus am 30.M├Ąrz 013 ge├Âffnet. Au├čerdem gab es gerade eine Elefantengeburt.
(23.02.2013, 14:56)
Jolantha Belik:   Das kleine Eli-M├Ądchen im Zoo Budapest, geb. 14.02.2013 (Assam x Angele) hat heute endlich bei Mama zu trinken begonnen. :-)
(16.02.2013, 21:29)
Oliver Jahn:   Da sind wir uns in jedem Punkt einig.
(19.08.2012, 20:28)
Michael Mettler:   @Oliver: OK, wenn wir ├╝ber die R├╝sseltiere hinaus schauen, dann k├Ânnte man mit dem finanziellen und platzm├Ą├čigen Haltungsaufwand, der f├╝r Elefantenzucht n├Âtig ist, gleich einem ganzen Spektrum von dringenderen Kandidaten die Pl├Ątze in der Zoo-Arche sichern...

Die Erhaltungszucht bei Elefanten erfolgt ja nicht ganz uneigenn├╝tzig: Es sind nun mal wichtige Zootiere, und man muss durch selbst produzierten Nachschub von Importen m├Âglichst unabh├Ąngig werden. Ich sch├Ątze, dass der Gedanke an Wiederauswilderung hier nicht gerade an vorderster Stelle steht.
(19.08.2012, 20:06)
Oliver Jahn:   @Michael, wenn ich mir die Bedrohungssituation und die erfolgreichen Wiederauswilderungen ansehe, dann spricht f├╝r mich auch einiges mehr f├╝r das Nashorn. Dem Archegedanken entsprechend w├Ąre es aus meiner Sicht der "dringendere" Kandidat. Wenn es aber unbedingt ein Elefant sein muss, dann w├Ąre aus meiner Sicht auch die Haltung MIT Zucht beim Asiaten wichtiger.
(19.08.2012, 19:32)
Michael Mettler:   @Oliver, dar├╝ber gab es vor l├Ąngerer Zeit schon mal eine Diskussion im Forum - bei deiner Fragestellung stehe ich auf der gleichen Seite. Es ist m.E. sicher nicht verkehrt, erst mal herauszufinden, wie es erfolgreich machbar ist (um z.B. Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Zuchtmanagement von Afrikanischen und Asiatischen Elefanten herauszufinden), aber ansonsten halte ich die Bem├╝hungen bei Asiaten f├╝r sinnvoller.

Wenn ich mir z.B. im deutschsprachigen Raum die Zoos ansehe, die fr├╝her beide Arten hielten, dann haben sich doch einige ganz bewusst und mit Hinweis auf die st├Ąrkere Bedrohung auf die Asiaten konzentriert, auch wenn ihre letzten, dann abgegebenen Afrikaner noch f├╝r die Zucht in Frage gekommen w├Ąren. Andererseits fiel manche Entscheidung pro Afrikaner m├Âglicherweise einfach dadurch, dass zeitweise keine j├╝ngeren Asiaten aufzutreiben waren (die Zoopopulation war ├╝beraltert), w├Ąhrend Afrikaner aus Culling-Aktionen regelm├Ą├čig anfielen und zumindest noch vor einigen Jahren die Afrikaner-Zoopopulation aufgrund weit geringeren Durchschnittsalters zukunftsf├Ąhiger schien als die der Asiaten.
(19.08.2012, 14:40)
Oliver Jahn:   Durch die Diskussion unter Wien angeregt m├Âchte ich noch einmal die grunds├Ątzliche Frage stellen, ist denn die Zucht des afrikanischen Elefanten (egal ob nat├╝rlich oder k├╝nstlich), welche in den Zoos sicher allein durch bauliche Gegebenheiten zu den teuersten ├╝berhaupt geh├Âren d├╝rfte, vor dem Hintergrund von Culling-Projekten und teilweiser ├ťberpopulation in den Wildreservaten auf der einen Seite, und den Platzverh├Ąltnissen, dem irgendwann kommenden Bullen├╝berschuss und den kaum oder gar nicht bekannten Wiederansiedlungen dieser Tiere aus den Zoos in der Wildbahn, wirklich sinnvoll?
(19.08.2012, 12:26)
R├╝diger:  
Vermutlich laut Dan K. wurde Surin und Kung rao, von Chieng Mai gedeckt !

Warten wir die best├Ątigte Anwort trotzdem lieber noch ab!
(05.08.2012, 17:48)
Henry Merker:   @Jan:
Das ist mir nicht bekannt.

@R├╝diger:
Den Gedankengang, was jetzt Inda betrifft, hatte ich auch. Ob dies ausreichen wird, vermag ich nicht einzusch├Ątzen....man wird sehen, wie es sich letztlich entwickeln wird.
(05.08.2012, 15:25)
Michael Mettler:   @R├╝diger: In diesem Fall wird allerdings dadurch auch eine Mutter-Tochter-Einheit wiederhergestellt...
(05.08.2012, 14:52)
R├╝diger:   @ Henry
In Kopenhagen lebt doch noch die 42 j├Ąhrige Kuh Inda, die bei zahlreichen Aufzuchten als Tante dabei war. Reichte die Erfahrung nicht aus als sozialen Beistand f├╝r die zwei jungen K├╝he?
Schade um die intakte Gruppe in ARTIS, es werden immer Kuhgruppen gesprengt.
(05.08.2012, 11:41)
Jan Jakobi:   Wei├č man schon von wem ("Chieng Mai" oder "Tonsak") die beiden tr├Ąchtig sind?

"Chieng Mais" letztes Kalb ist "Gandhi", der 2006 geboren wurde.

Mit der Abgabe von "Win Thida" verbleiben in Artis Amsterdam "Thong Thai" und ihre T├Âchter "Yindee" und "Mumba".
(04.08.2012, 23:38)
Henry Merker:   Win Thida (Artis Amsterdam, Niederlande) und Jula (Amersfoort, Niederlande; Tochter von Win Thida) sollen in den Zoo von Kopenhagen, D├Ąnemark, eingestellt werden, wo man Nachwuchs von den K├╝hen Surin (geb.: 1998) und Kungrao (geb.: 1998) erwartet. Der Transfer soll erfolgen, weil die beiden Kopenhagener K├╝he in Sachen Nachwuchs noch unerfahren seien und man sich durch die beiden momentan noch in den Niederlanden lebenden K├╝hen entsprechend routienierte Unterst├╝tzer erhofft.

Quelle: Zoofreundeforum
(04.08.2012, 23:11)
Michael Mettler:   Wenn man sich jetzt noch vor Augen h├Ąlt, dass allein ein Viertel der europ├Ąischen Elefantenk├Ąlber 2011 auf das Konto eines Zoos geht (f├╝nf Afrikaner in Howletts)....

So weit ich mich an einen fr├╝heren EEG-Artikel erinnere, ist der europ├Ąische Asiaten-Zoobestand trotz aller Zuchterfolge der letzten Jahre noch immer ├╝beraltert (vom Circusbestand ganz zu schweigen). Zur langfristigen Sicherung m├╝ssen also nicht nur junge Tiere nachwachsen und Bullengruppen gegr├╝ndet werden, sondern es gilt nach wie vor auch noch, alte bzw. aus anderen Gr├╝nden nicht zuchtf├Ąhige K├╝he z.T. noch f├╝r lange Zeit unterbringen zu k├Ânnen. Was sich nat├╝rlich versch├Ąrft, wenn beschlagnahmte oder ausrangierte Circuselefanten aufgefangen werden m├╝ssen. Es m├╝ssen also weiterhin nicht nur Elefanten, sondern auch H├Ąuser und Gehege "nachgez├╝chtet" werden ;-)
(01.08.2012, 08:23)
Oliver M├╝ller:   @ Michael Mettler: Danke!

Klingt weniger als man glauben mag, wenn man die ganzen Pressemeldungen verfolgt. Demnach sind de Zoobest├Ąnde langfristig nicht sicher...

Wobei mich optimistisch stimmt, dass immer mehr Zoos f├╝r Bullenhaltung aufr├╝sten bzw. dies planen.
(31.07.2012, 23:11)
Michael Mettler:   @Oliver M├╝ller: Die Frage ist schwer zu beantworten, deshalb ein paar im Artikel genannte Zahlen. Erst seit 2004 gibt es genauso viele Geburten wie Todesf├Ąlle bei den Asiaten, im letzten Jahr gab es europaweit nur 10 Geburten (das EEG-Magazin listet 11 - vielleicht wurde ein Kalb in Izmir/T├╝rkei mal zu Europa gez├Ąhlt und mal nicht?), von denen zwei nicht ├╝berlebten. Gesamtbestand der Asiaten in Europa (anzunehmen, dass nur EEP-Tiere gez├Ąhlt sind): 309.

Um die Zuchtergebnisse 2011 zum Vergleich noch durch das EEG-Magazin abzurunden: Neben den genannten 11 Asiaten wurden in Europa 8 Afrikaner geboren (ein weiteres Kalb starb noch im Mutterleib), von denen zwei nicht ├╝berlebten. Misserfolge eingerechnet, gab es also 2011 20 Elefantenk├Ąlber in Europa. In Nordamerika waren es ganze 8: 3 Asiaten (einer davon im Circus, alle leben) und 5 Afrikaner (darunter eine Totgeburt; 3 Afrikanerk├Ąlber wurden durch k├╝nstliche Befruchtung gezeugt).
(31.07.2012, 22:51)
Oliver M├╝ller:   @ Michael Mettler: :-(((

Ws gibt es denn in dem besagten Artikel f├╝r Neuigkeiten bzw. f├╝r ein Fazit zur Zoo-Erhaltungszucht?
(31.07.2012, 22:05)
Michael Mettler:   @Oliver M├╝ller: Laut EEG-Magazin gab es bei Redaktionsschluss immerhin noch 175 Circus-Elefanten in Europa, darunter zwei Afrikaner-Bullen - und eine dreij├Ąhrige Asiatin, geboren in einem chinesischen Safaripark und 2011 importiert in den Russischen Staatscircus. "Das Ende in Sicht"? Wird wohl noch eine Weile dauern, zumindest in Teilen Europas...
(31.07.2012, 21:38)
Oliver M├╝ller:   @ Michael Mettler:

Ach so, der war kastriert. Hatte mich schon gewundert, wie sie den im Zirkus handeln.

Wenn es keine weiteren Bullen in Zirkussen in Europa gibt, bedeutet dass aber doch im Ergebnis, dass das Ende der Elefantenhaltung im Zirkus in Sicht ist, oder?

Das w├Ąre ja mal eine gute Nachricht...
(31.07.2012, 21:21)
Niedersachse:   In die USA werden 1,0 Budi, geb in Dublin, aktuell Antwerpen, sowie die beiden Emmener Ananda und Yoe Ma reisen.
(31.07.2012, 20:32)
Henry Merker:   Die drei Jungbullen, die aus Europa in die USA transferiert werden sollen, sind Teil eines Deals; im Gegenzug sind n├Ąmlich Rotschulter-R├╝sselh├╝ndchen (Rhynchocyon petersi) aus den USA nach Europa ├╝bergesiedelt. Ich bin mir jetzt nur nicht sicher, wie viele.
(31.07.2012, 20:30)
Michael Mettler:   Neues zur Jungbullen-Situation: In der aktuellen hannoverschen JAMBO wird in einem Artikel ├╝ber die Erhaltungszucht Asiatischer Elefanten erw├Ąhnt, dass es derzeit sieben Junggesellenhaltungen gebe, aber laut Beschluss der Elephant TAG "viele Zoos" (n├Ąmlich 23, ohne die Einrichtungen zu nennen) langfristig Bullengruppen halten werden.

Laut aktuellem EEG-Elefanten-Magazin (Nr. 21) wird es in n├Ąchster Zeit auch Bullen-Exporte in die USA geben: Der Zoo Denver hat eine neue Bullenstation er├Âffnet, die derzeit besetzt ist mit dem 8-j├Ąhrigen Bullen Bodhi (geboren in Columbus) und dem 42-j├Ąhrigen Groucho aus Fort Worth; ohne Angabe der abgebenden Zoos hei├čt es dazu: "im Herbst werden noch drei Nachzuchten aus Europa hinzukommen".

├ťbrigens, aus gleicher Quelle: Der kastrierte Asiatenbulle Colonel Joe vom Circus Krone ist Anfang Mai gestorben - der letzte m├Ąnnliche Asiatische Elefant in einem europ├Ąischen Wandercircus.
(31.07.2012, 18:56)
R├╝diger:   @ Dan Koehl
hast du schon vernommen die folgende Geburt bei www.elephant.se zu notieren
Zuwachs in der K├Âlner Elefantenherde

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu k├Ânnen, dass heute kurz nach 10.00 Uhr ein neues Elefantenkalb im K├Âlner Zoo geboren wurde. Es ist mittlerweile das sechste und das erste von unserer Elefantenkuh Shu Tu Zar.
Die Geburt verlief ohne Probleme.
Nachdem die Pfleger am fr├╝hen Morgen festgestellt hatten, dass sich Shu Tu Zar ┬äkomisch┬ô verh├Ąlt und mehr und mehr die Hinterbeine entlastet, war klar, dass es bald soweit sein w├╝rde. Wir haben zun├Ąchst nur eine faustgro├če Beule gesehen, und schon wenige Minuten sp├Ąter guckten die Hinterbeine heraus, meint Christina Klawitter, Elefantenpflegerin im K├Âlner ZOO.
Um kurz nach 10.00 Uhr war der Elefantennachwuchs da und ohne menschliche Hilfe zur Welt gekommen, was uns nat├╝rlich besonders freut. Unserer Pfleger haben das alles zwar aus der Box beobachtet, aber ansonsten nicht eingegriffen, erkl├Ąrt Christopher Landsberg, Vorstand des K├Âlner ZOOs. Nach der Geburt kamen sofort die Tanten und auch die ├╝brigen Elefantenk├Ąlber, um den Neuank├Âmmling in der Herde zu begr├╝├čen. Die Tanten haben dem kleinen Elefantenbaby dann noch auf die Beine geholfen und mittlerweile steht unser kleiner Elefant sehr sicher.
Soweit wir das daher aus aktueller Sicht beurteilen k├Ânnen, sind die Mutter Shu Tu Zar und ihr Kalb wohlauf. Das gilt ├╝brigens auch f├╝r Bindu, unseren Elfentenbullen, der der Vater des neuen Elefantenkalbes ist, erst aber noch nicht zur Herde gelassen wird.
Leider k├Ânnen wir auch zum gegenw├Ąrtigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob es ein Junge oder ein M├Ądchen ist, das ist bei kleinen Elefanten leider nicht so einfach zu sehen wie man gemeinhin glaubt. Damit der Eingew├Âhnungsprozess weiter reibungslos verlaufen kann und Mutter und Kalb noch ein wenig Ruhe haben, bitten wir um Verst├Ąndnis daf├╝r, dass das Elefantenhaus bis auf weiteres geschlossen bleibt.
(25.07.2012)
(29.07.2012, 23:29)
Liz Thieme:   Nein bisher hat sich Hagenbeck nicht weiter ge├Ąu├čert, aber solch eine Sektion dauert auch. Bei einem Menschen ist ja auch nicht alles an einem Tag gemacht. Und ein Elefant ist unwesentlich gr├Â├čer.
(27.06.2012, 18:10)
Silke Kollrich:   Ist eigentlich inzwischen bekannt, woran der Hamburger Elefantenbulle "Hussein" verstorben ist?
(26.06.2012, 20:41)
Dan Koehl:   Danke Michael, ich habe die beide dateien aktualisiert und auch EEP benachrichtigt.

Noch eine Frage, kennt jemanden die Namen von 5 Elefanten das angeblich wurde verkauft von Leipzig Zoo zu Hans Stosch-Sarrasani am Circus Sarrasani in Dresden nach 1902? Quelle ist Seite 43, K├Ânige der Manege by Rudolf Kludsky.
(27.02.2012, 20:21)
Michael Mettler:   @Dan Koehl: Laut dem Buch "Osnabr├╝cker Zoonachlese" von Herbert Sprado wurde Toni vom Circus William Althoff gekauft, wo sie bis dahin die Leitkuh der Herde gewesen sein soll. Bei einem Circus-Gastspiel in Osnabr├╝ck 1961 trat Toni am ersten Tag letztmalig in der Manege auf und zog am n├Ąchsten Tag in den Zoo um. Von Fa. Ruhe ist nirgends die Rede, die war in diesem Fall nicht mal als Transporteur notwendig. Und die zweite neu angeschaffte Elefantin (Targa) kam von Hagenbeck.
(27.02.2012, 17:40)
Dan Koehl:   Am "Reinhard Coppenrath begleitet seit 75 Jahren den Zoo Osnabr├╝ck" auf http://www.zoo-osnabrueck.de/magazin/artikel.php?artikel=1486&type=&menuid=63&topmenu=2, sagst Coppenrath uber Toni in Osnabrueck http://www.elephant.se/database2.php?elephant_id=1234: "Ein H├Âhepunkt war die Ankunft unseres ersten Elefanten: Wir ├╝bernahmen vom Zirkus Althoff in den 60er Jahren die Elefantenkuh Toni, die wir ├╝ber den Heger-Tor-Wall und die Iburgerstra├če bis in den Zoo f├╝hrten". In EEP Stammbuch stehts aber nur das sie gekauft von Ruhe ist. Kann jemand best├Ątigen das sie wirklich von Althoff kommt? Und falls ja, welchen Althoff?
(27.02.2012, 14:45)
Ronny:   In meiner Quelle, dass Khari ein Sudan-Elefant ist, ist dort auch der Juli 1976 vermerkt.

├ťbrigens wird auch die 1986 von Ruhe gelieferte Kuh "Zimba 2" als Sudan-Elefant ausgezeichnet. Auch hier wieder die ledigliche Angabe "Westafrika". In anderen Quellen wird ihre Herkunft aus Simbabwe angegeben.
(04.01.2012, 07:35)
Michael Mettler:   ...und hier noch der Beleg, dass Suka nicht identisch mit dem Duisburger Jungbullen von 1976 gewesen sein kann, ein Zeitungsausschnitt mit Foto:
http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/viewtopic.php?t=2614

Wenn Suka im Sommer 1977 neun Monate alt war, war er zu Zeiten der Duisburger Fehllieferung noch gar nicht geboren.

F├╝r Khari fand ich noch ein abweichendes Duisburger Eingangsdatum (Mai 1976, in elephant.se ist Juli 1976 genannt). M├Âglich, dass sich der Mai eigentlich auf den falsch gelieferten Jungbullen bezog (der in elephant.se fehlt)...?
(04.01.2012, 00:03)
Michael Mettler:   Um auch f├╝r Suka die Quelle zu nennen:
R├╝hmekorf: 40 Jahre Ruhr-Zoo Teil 3, Ruhr-Zoo Gelsenkirchen, Jahrgang 13 (1992)

Dort ist das Jungtier auch fotografisch dokumentiert. Suka war m├Ąnnlich und kam als Geschenk aus dem Tschad, seinen Namen bekam er erst anl├Ąsslich einer offiziellen Taufe in Gelsenkirchen. ├ťber seinen Verbleib gibt der Artikel leider nichts her, in elephant.se ist er weder unter seinem Namen noch unter Gelsenkirchen oder Ruhe zu finden. Auf dem Foto wirkt er noch sehr klein (vielleicht 1-j├Ąhrig), so dass es sich wohl eher nicht um den schon ein Jahr zuvor zuerst nach Duisburg gelangten Jungbullen handeln d├╝rfte.
(03.01.2012, 23:25)
Ronny:   Welche Quelle liegt dem EEG-Heft vor?

Auf elephant.se habe ich ebenfalls geschaut und dort sind das Zuchtbuch angegeben und das entsprechende Buch, welches ich unten angegeben habe. Das Zuchtbuch ist wohl v├Âlligst verwurschtelt und enth├Ąlt viele Fehler.

zooelefant.de hat die Daten von elephant.se ├╝bernommen.
(03.01.2012, 22:46)
Michael Mettler:   @Ronny: Ein solches Buch ist mir nicht bekannt, und ich denke eigentlich, mit Duisburger Zoover├Âffentlichungen ziemlich komplett zu sein. Wenn das in elephant.se als Quellenangabe erw├Ąhnt wird, dann d├╝rfte wohl eher ein Hinweis auf pers├Ânliche Mitteilung daneben fehlen, denn Peter Schr├Âers hei├čt ein Duisburger Elefantenpfleger, siehe
www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/elefanten-als-familienersatz-1.1252742

Sowohl im Jahresbericht f├╝r 1976 als auch in der 50-Jahre-Chronik des Zoos ist als Herkunftsland f├╝r Khari Botswana erw├Ąhnt. In beiden Schriften wird zudem geschildert, dass der namentlich nicht genannte H├Ąndler zuerst entgegen der Bestellung einen Jungbullen geliefert habe - woher dieser stammte, wird leider nicht gesagt, aber auch von daher k├Ânnte nat├╝rlich die Info Westafrika r├╝hren. Interessanterweise hatte n├Ąmlich Gelsenkirchen (und damit ein H├Ąndler, n├Ąmlich Ruhe), ab 1977 vor├╝bergehend einen Jungelefanten namens Suka aus dem Tschad im Bestand - Importe von dort waren also in diesem Zeitraum durchaus m├Âglich.
(03.01.2012, 22:46)
Jan Jakobi:   @Ronny:
In der ersten Elefanten-Dokumentation der European Elephant Group ist unter anderem auch eine Bestandsliste drin.
Dort steht das "Khari" am 03.07.1976 nach Duisburg kam und das sie 1975 in Botswana geboren wurde.

Im Internet bei elephant.se, dem Elefanten-Fotolexikon und zooelefant.de fand ich ebenfalls die Information das sie aus Botswana kam.
(03.01.2012, 22:37)
Ronny:   Hat jemand zuf├Ąllig das Buch "Duisburg Zoo" von Peter Schr├Âer? Kann mir jemand sagen ob dort etwas zur Herkunft der Elefantenkuh "Khari" (1976 bis 2006).

Eine Info sagt, sie stammte aus Botswana (damit L.a.africana) und eine andere Quelle (auch nur eine) aus Westafrika durch van den Brink mit der UA L. a. oxyotis. Damit w├Ąre sie der letzte Sudan-Elefant in Europa gewesen.
(03.01.2012, 22:04)
Oliver Jahn:   @WolfDrei, die Besucherplattform (5) gab es bei meinem Besuch 2006 bereits und das Badebecken bei Nummer 7 war gerade im Bau.
(21.09.2011, 21:02)
WolfDrei:   @O. Jahn: so man Tallinn mit google maps hochf├Ąhrt, sieht man auf dem Dickh├Ąuterhaus 3 sechseckige offensichtliche Sonnend├Ącher. Zus├Ątzlich zu dem Plan befindet sich in N├Ąhe der gro├čen Besucherplattform eine weitere sogar gr├Â├čere Wasserfl├Ąche.
(21.09.2011, 20:07)
WolfDrei:   Das Dickh├╝terhaus in Tallinn: 1. Hausinnenanlage; 2 Elostallungen; 4 Sonnendach; 5 Besucherplattform; 6 Nash├Ârner (noch nicht vorhanden); 7 Bullenau├čenanlage; 11 Au├čen K├╝he; 12 Wirtschaftseingang (links Mitte) bzw. Besucher-Eingang (unten)
(19.09.2011, 19:02)
WolfDrei:   Zoo Tallinn: der Bulle " Carl"
(19.09.2011, 18:52)
olifant:   habe die twin babies in munich uberlebt?
(01.05.2007, 19:46)
?:   Die Zwillingsgeburt in M├╝nchen m├╝├čte 1951 gewesen sein.Der englische Zoo mit der Elefantenzwillingsgeburt war entweder Howletts oder Port Lympne, bin mir nicht ganz sicher, aber einer von beiden war es.
(01.05.2007, 19:03)
Niedersachse:   Hagenbeck hatte nie Zwilling. Aber ├Âfters mal 2 Jungtiere die relativ kurz hinter einander geboren worden sind. So z.B. Ratna und Chamundi 1992 oder Corny und Salvana 1996.
(01.05.2007, 19:00)
abjatar:   Hagenbeck hatte doch vor einigen Jahren auch (asiatische) Elefantenzwillinge, oder vertue ich mich da v├Âllig?
(01.05.2007, 18:11)
Tinky Winky:   @Olifant.Meinst du mit Twin Geburten Zwillingsgeburten ? In Europa gab es mal eine bei indischen Elefanten in einem englischen Zoo und eine in Antwerpen.In Deutschland gab es Zwillinge auch bei indischen Elefanten in M├╝nchen Mitte der 50iger Jahre.
(01.05.2007, 17:59)
olifant:   danke schon.wieviel twin geborte gab es bei olifante in europa und in welche zoos? gab es twin geborte in duitsland?
(01.05.2007, 17:57)
Niedersachse:   13 sind zu viel ich komme auf 8 Jungtiere. Bei den Afrikanern Tana, Tutume, Matibi und Kariba. Bei den Asiaten Temi, Horas, Cinta und Yoma. Hinzukommen noch ein Kalb das nach der Geburt bei den Afrikanern get├Âtet wurden ist und 2 Todgeburten bei den Asiaten. Also 8 ├╝berlebende und 11 Geburten insgesamt.
(01.05.2007, 16:45)
Matthias:   Im Tierpark Berlin sind seit 1998 13 Elefanten zur Welt gekommen. In beiden Arten versteht sich. (http://de.news.yahoo.com/27042007/336/gruene-kritisieren-elefantenhaltung-tierpark.html)
(01.05.2007, 16:30)
Niedersachse:   Das stimmt auch. Ich hatte nur an die n├Ąhere Vergangenheit gedacht und da liegt ja Hagenbeck vorne. Hannover hatte ja vor allem zwischen 1960 und 1977 die Zuchterfolge und f├Ąngt ja jetzt erst wieder an richtig zu z├╝chten.
(01.05.2007, 16:16)
?:   Hmm, hat Hannover nicht allein 16 Geburten bei den indischen Elefanten und 4 bei den Afrikanern ? Sollte ein Niedersachse eigentlich wissen....
(01.05.2007, 16:06)
Niedersachse:   Das sollte Hagenbeck Hamburg sein mit 8 Geburten jetzt und einigen Totgeburten.
(01.05.2007, 15:59)
olifant:   welche deutsche zoo hat die meiste olifante geborte?
(01.05.2007, 15:49)
Matthias:   Im Zoo Sofia
(28.02.2007, 14:22)
Ewu:   Ich hab mal eine Frage: Wei├č einer von Euch, wo der letzte Elefant aus dem Ruhr-Zoo Gelsenkirchen verblieben ist?
(28.02.2007, 13:11)
Michael Mettler:   Um noch eine Theorie hinzu zu f├╝gen: K├Ânnte die Geburt an Bord eines Schiffes im Rostocker Hafen stattgefunden haben? Auf der Liste britischer Erstzuchten, die ich k├╝rzlich im Net fand, ist schlie├člich auch ein Sumatranashorn aufgef├╝hrt, das damals nach dem Seetransport des tr├Ąchtigen Muttertieres an Bord eines Schiffes in den Londoner Docks zur Welt kam. Was soll ein Zuchtbuchf├╝hrer in einem solchen Fall als Geburtsort eintragen?

Z.B. stimmen in den ARKS Reports manche Todesorte nicht, weil ein Tier nicht im betreffenden Zoo, sondern w├Ąhrend des Transportes nach anderswo unterwegs gestorben ist, also den Zoo l├Ąngst verlassen hatte. ARKS kennt (bisher) auch keine Transportzeiten. Wenn ein Tier z.B. in fr├╝heren Zeiten vier Wochen per Schiff unterwegs war, geht das aus den ARKS-Daten nicht hervor. Entweder ist es dann dort vier Wochen zu lange f├╝r seinen Ursprungsort eingetragen oder vier Wochen zu fr├╝h f├╝r seinen Zielort.
(07.01.2007, 21:25)
Niedersachse:   @Karsten Vick: Ich sagte nicht, dass er sich auch im Zoo Rostock befand, sondern dass er nur im Hafen entladen worden sein k├Ânnte und dann in nen anderen Zoo gegangen ist, ohne Halt zu machen im Rostocker.
Wahrscheinlich ne dumme Theorie
(07.01.2007, 20:30)
Oliver Jahn:   Eventuell wurde das Schild ja auch ge├Ąndert, aber ich bin mir v├Âllig sicher, dass es bei den Elefanten stand. Ich stand davor und sagte erstaunt zu meiner Frau, dass ich gar nicht wusste, dass es in Rostock je Elefantennachwuchs geben h├Ątte. Sie interessiert sich nicht f├╝r Zoos und genau so war dann auch ihre Reaktion. :-)
Allerdings habe ich im Sommer 2006 im Urlaub nicht mehr auf das Schild geachtet, vielleicht wurde es ja ausgetauscht.
(07.01.2007, 20:28)
Karsten Vick:   Diesen besagten Bericht hab ich seinerzeit gescannt und an 2Dee geschickt. Bei Interesse k├Ânnte ich ihn problemlos noch mal verschicken. (Mit Bild von Con Voi Bon)
(07.01.2007, 20:22)
Karsten Vick:   @Niedersachse: Es gibt im Rostocker Jahresbericht von 1984 einen ├ťberblick ├╝ber die Rostocker Elefantenhaltung. Dort wird Boy jedenfalls nicht erw├Ąhnt. Nachdem ich diesen Bericht hatte, schrieb ich, dass die Angabe im Zuchtbuch nicht stimmt. Im Zuchtbuch aber steht Rostock und ich wei├č bisher nicht, wie sich das R├Ątsel l├Âsen l├Ąsst.
@Oliver: Bei den Elefanten wei├č ichs nicht, aber bei den Geparden stand das Symbol schon vor der ersten Zucht auf dem Schild. Weitere Ungereimtheiten bei diesen Schildern sind mir noch nicht aufgefallen.
(07.01.2007, 19:57)
Oliver Jahn:   Allerdings bin ichin Rostock auch schon des ├Âfteren ├╝ber folgende Angabe gestolpert! An den Gehegen gibt es auf den Schildern unterschiedliche Zeichen f├╝r "Bedrohte Art", "EEP" und unter anderem ein Zeichen f├╝r "Hier schon erfolgreich nachgezogen". Genau dieses Zeichen f├╝r erfolgreiche Nachzucht findet man auch auf dem Schild bei den Elefanten in Rostock. Oder habe ich mich da verguckt?
(07.01.2007, 19:36)
Niedersachse:   Hier wurde ja erw├Ąhnt dass im Zuchtbuch bei "Boy" als Geburtstort Rostock steht und es wurde ja auch gesagt, dass es nicht stimmt.
Kann es vielleicht sein, dass er wie auch Con Voi Bon, per Schiff nach Europa kam und in Rostock "ausgeladen" wurde und dann in seinen Zoo gelang. Er wurde somit in Rostock zu einem Europ├Ąer da er hier zum ersten Mal europ├Ąischen Boden betreten hat. Geburtstort als Europ├Ąer Rostock. Vielleicht auch ein bisschen weit hergeholt.
(07.01.2007, 19:14)
Jennifer Weilguni:   @Michael
Da gebe ich Dir vollkomen recht, wie schon gesagt der Gedanke ist wirklich nicht schlecht. Nur eine no-contact Haltung wird dadurch dann eben auch nicht m├Âglich. Wobei ich der Meinung bin, dass wenigstens der protected-contact stattfinden sollte, immerhin geht es ja bei Zootieren nicht nur um Hifpflege, sondern auch um etwaige Eingriffe durch den Tierarzt. W├Ąre ja dann auch nicht Sinn und Zweck der Sache f├╝r jeden kleineren Eingriff einen Elefanten in Narkose zu legen.
(23.12.2006, 21:35)
Michael Mettler:   @Jennifer: Selbst wenn die Fu├čpflege dadurch seltener n├Âtig w├Ąre, h├Ątte man ja schon was gewonnen - au├čer nat├╝rlich, wenn man sie gezielt als regelm├Ą├čige Gehorsams├╝bung einsetzt.
(23.12.2006, 20:08)
Jennifer Weilguni:   @Michael
Ja, das stimmt, das eiwei├čreiches Futter das Hufwachstum bei den Equiden ( ich kenne das von Pferden) beschleunigt. inwiefern sich diese Erkenntnisse allerdings auf Elefanten ├╝bertragen lassen, davon habe ich keine Ahnung. Aber der Grundgedanke ist gut, ob sich da auch schon der ein oder andere Tierpfleger gedanken dr├╝ber gemacht hat ? Allerdings habe ich noch nie bewusst gesehen, dass Elefanten derart eiwei├čreichen ( und vor allem teures) Futter wie Luzerne bekommen. Und in Wiedenheu, Grasschnitt, ├äpfel und M├Âhren ist der Eiwei├čanteil ja auch nicht sonderlich hoch, kann mir kaum vorstellen, dass durch die reine Futterumstellung die Fu├čpflege v├Âllig entfallen k├Ânnte.
(23.12.2006, 19:48)
Michael Mettler:   @Marco: Wahrscheinlich war das Problem in Emmen nicht die Abneigung der K├╝he, sondern die st├Ąndige Anwesenheit des Bullen? Es hei├čt doch, dass sich Radza nie von der Herde trennen l├Ąsst.

L├Ąsst sich das Wachstum der Fu├čn├Ągel bei Elefanten eigentlich ├╝ber die F├╝tterung steuern? Ich frage deswegen, weil ich mal geh├Ârt habe, dass genau aus diesem Grund Bergzebras nur eiwei├čarmes Futter bekommen sollten, da ihre ohnehin schnell wachsenden (weil an starken Abrieb angepassten) Hufe z.B. durch Luzernef├╝tterung noch schneller wachsen sollen. In Verbindung damit, dass Zoo-Elefanten ohnehin im Schnitt dicker sein sollen als ihre frei lebenden Verwandten, k├Ânnte man doch versuchsweise ├╝ber eine ge├Ąnderte F├╝tterung nachdenken?
(23.12.2006, 19:41)
Jennifer Weilguni:   Von scheinschwangeren Haustieren(Hunde, Katzen, Kaninchen ect.) weiss man ja, dass diese sich in ihre eingebildete Tr├Ąchtigkeit derart reinsteigern, dass sie tats├Ąchlich Milch produzieren. K├Ânnte das denn bei Elefanten auch der Fall sein..? Hatte Lilak evtl. auch Anzeichen einer Scheintr├Ąchtigkeit ?
(23.12.2006, 19:10)
Marco:   Es wurde doch nie verschwiegen, dass es Zwangsst├Ąnde, Training etc f├╝r Fu├čpflege und andere Ma├čnahmen "am Tier" geben w├╝rde bzw. gibt.
"No contact" halte ich im ├╝brigen auch nicht f├╝r erstrebenswert, und zwar auch im Sinne der Tiere. Ganz ohne Mensch funktioniert ein Zoo nicht.

@Michael Mettler: Was "No Fu├čpflege" hie├č, konnte man bei den Emmener K├╝hen ja bis vor ein paar Monaten sehen. Die N├Ągel sahen schlimm aus. Letztes Jahr habe ich mal mit einem Pfleger aus Emmen gesprochen, der sagte, dass sie in Emmen schlicht und einfach kein Personal haben, um ihre Riesenherde entsprechend trainieren zu k├Ânnen. In K├Âln hat's dann offenbar auch nochmal ├╝ber ein Jahr gedauert, bis die Tiere eine Fu├čpflege zugelassen haben. Was von alledem wirklich stimmt, sei dahingestellt. Nachdenklich stimmt mich dabei v.a., dass die Tiere in Emmen ja einige Jahre im vollen Kontakt gehalten wurden - warum sollten sie dann etwas gegen Fu├čpflege haben?
(23.12.2006, 17:03)
Michael Mettler:   No-Contact hie├če ja auch "No-Fu├čpflege". Folglich m├╝sste f├╝r einen "echten" No-Contact erst einmal ein Haltungssystem vorhanden sein, das derlei Korrekturma├čnahmen ├╝berfl├╝ssig macht - und die entsprechenden Tiere, denn nicht jedes aus einem alten, kleinen Gehege in eine weitr├Ąumige Anlage umgesetzte Tier bewegt sich automatisch um so vieles mehr, dass es sich die Sohlen und N├Ągel auf nat├╝rliche Weise abnutzen w├╝rde.
(23.12.2006, 13:10)
IP66:   Gibt es denn ├╝berhaupt reine No-Contact-Haltungen ganzer Herden? So lange man baute, hat man mir immer No-Contact gepredigt, auch ein Artikel in der FAZ wurde entsprechend beeinflu├čt, doch seitdem hat sich einiges ge├Ąndert. Ich hatte den Eindruck, da├č die Zooleitung sehr viel Wert auf den Anschein von No-Contact legte, auch und gerade in Pressemeldungen, obwohl man realiter anderes beobachten konnte. Nun scheint das nicht mehr so streng gehandhabt zu werden, und auch wenn man nicht wei├č, warum Herr Nogge nicht mehr leitet und wie man den derzeitigen Zustand so recht nennen soll, so k├Ânnte ich mir doch vorstellen, das besagter Zustand an diesem Gesinnungswandel Anteil hat. Ob man so viele handaufgezogene Elefantenk├╝he braucht, da├č die k├Âlner Nachzucht gerettet werden mu├č, wei├č ich nicht. Kronenmakis brauchte man jedenfalls dringender.
(23.12.2006, 11:45)
Niedersachse:   Sorry, das geh├Ârt hier eigentl nicht rein, aber ich muss das eben los werden.

@Kirsten Vick:Ich wollt meine Infos ├╝ber Coi Voi Bon auch nur hier eben wieder geben, weil 2 Dee hier auch fragte.
@2 Dee: Was ich jetzt wei├č ist, dass die beiden letzten Leipziger Nachzuchten nach Hannover gingen. Cherry (geb. 1998) und Himba (geb. 2000). Himba zun├Ąchst nur eingestellt, inzwischen hannoveranischer Besitz.
├ťber die anderen in Leipzig gehaltenen Elefanten hab ich auch noch ein paar Infos, wenn du die haben willst, eben melden.
(22.12.2006, 14:33)
Karsten Vick:   @Albert Roolfs: Lt. Berliner Jahresbericht von 2000 hat Lilak tats├Ąchlich einige Monate Milch gegeben, die Matibi auch gern getrunken hat. Eigentlich seltsam, aber wie man sieht nicht unm├Âglich, dass nichttragende Tiere Milch bilden.
@Niedersachse: Wie von 2Dee angeregt, haben wir damals das Thema Con Voi Bon in den Thread Elefanten in Europa 2 verlegt.
(21.12.2006, 23:17)
Marco:   Melken? Wie ich's verstanden habe, wurde blo├č gepr├╝ft, ob Kreemblamduan Milch hat. Und Marlar nicht k├╝nstlich aufzuziehen w├Ąre ja ein Skandal in der ├ľffentlichkeit (und zudem auch v├Âllig unn├Âtig), bei Lemuren regt sowas keinen auf.
Wie konsequent der Kontakt zwischen Mensch und Elefant reduziert werden kann, h├Ąngt immer auch vom Personal ab.
(21.12.2006, 22:59)
2 Dee:   Abgesehen davon ist so ein Juntier doch immer niedlich und man will doch unbedingt knuddeln. Das war vielleicht der Grund f├╝r die Bet├Ątschelung Marlars.
@ Niedersachse: Danke f├╝r die Info. [ Passt gerade nicht hierher aber trotzdem: Hast du ├╝ber die Flussis aus Hannover was rausbekommen?]
(21.12.2006, 20:59)
Niedersachse:   K├Âln ist doch protected-contact. Ich mein mal hat ja auch schon bei Tierisch K├Âlsch gesehen, wie durchs Gitter mit Marlar gespielt wurde. Au├čerdem wird ja auch mit den Tieren trainiert und dabei angefasst. Von daher wars doch noch nie ein No-Contact sondern schon immer protected-contact. Die halbe Handaufzucht seh ich ├╝berhaupt nicht schlimm. Immerhin gehts ums Leben von Marlar und wenn man durchs Melken richtige Elefantenmilch gewinnen k├Ânnte w├Ąre das ja nur positiv zusehen.
(21.12.2006, 20:32)
IP66:   K├Âln scheint ja seit dem Direktorenwechsel die No-Contact-Ideologie ein wenig rheinischer zu sehen, wenn dort jetzt schon Elefantenk├╝he gemolken werden! Und dann noch eine halbe Handaufzucht, die doch auch im Lemurenhaus streng verboten war.
(21.12.2006, 19:58)
Niedersachse:   @2Dee: Einige Infos zu Con Voi Bon:
geboren ca. 1937 in Vietnam, gest. Mai/Juni 1960 an Pocken in Leipzig, in Vietnam als Kriegselefant eingesetzt, (Munitionstransport), als Staatsgeschenk per Schiff nach Rostock, aufgrund von Platzmangel Oktober 1959 nach Leipzig, der Sch├Ądel befindet sich im Elefantentempel
(21.12.2006, 15:07)
Albert Roolfs:   K├ľLN: Heute habe ich die Elefanten in K├Âln beobachtet. Morgens war Bindu mit allen K├╝hen + Malar zusammen auf den 3 Au├čenanlagen. Vornehmlich Shu Thu Zar und Longdaow suchten seine N├Ąhe. Thi Hay Phyu schien dieses eher verhindern zu wollen. Aye Shan May bekam noch eine Strieme auf dem R├╝cken ab. Die anderen thail├Ąndischen K├╝he hatten kein Problem mit bzw. Interesse an Bindu. Gegen 11 Uhr blieben die Weibchen auf ihren Anlagen und Bindu bekam auf seiner Au├čenanlage Besuch von den 3 jungen Bullen. Aung Bo und Sang Raja besch├Ąftigten sich mit spielerischen K├Ąmpfen. Aung Si hielt am Tor Ausschau nach den Weibchen, seiner Mutter oder er ├Ąrgerte ab und zu Bindu.
Die 5 thail├Ąndischen K├╝he, vornehmlich aber Kreeblamduan, Maejaruad und Tong Koon, besch├Ąftigten sich viel mit der sehr selbst├Ąndigen Marlar. Thi Hay Phyu schubste sie nur zur Seite. Die drei j├╝ngeren K├╝he Aye Shan May, Shu Thu Zar und Longdaow zeigten kein besonderes Interesse an ihr. Auch Chumpol, die ‘alte’ Gener├Ąlin (ist sie wirklich erst 23 Jahre alt), schien sich nicht f├╝r die Jungelefantin zu interessieren.
Nur Maejaruad nahm ein Bad im kalten Wasser. Auf den Au├čenanlagen bekamen den Elefanten neben Heu und Birken├Ąste, R├╝ben, sowie einige M├Âhren und ├äpfel. Um 11h, zum Absperren des Bullen, wurde ein Eimer voll Graspellets verteilt.
Gegen 14 Uhr kamen die Damen zur├╝ck ins warme Haus. In der N├Ąhe von Thi Hay Phyu mochte keine ihr Essen geniesen, als Marlar ihr nahe kam wurde sie mit einem Tritt weggeschubst. Marlar suchte vornehmlich R├╝benst├╝ckchen, sie fand auch ab und zu einen Apfel oder M├Âhre. Heu und ├äste waren reichlich verteilt. Mehrmals besuchte Marlar eine nur f├╝r sie zug├Ąngliche Box. Hier k├Ânnen die Pfleger sie zus├Ątzlich f├╝ttern. Die Boxent├╝r ist nur einen Spalt breit ge├Âffnet, so dass nur Marlar hindurchflutschen kann.
Nachdem die Leckereien vertilgt waren, besch├Ąftigten sich die Elefanten wieder ein wenig miteinander. Thi Hay Phyu stand vor dem Tor zur Bullenanlage und webte bis Bindu kam. Gern h├Ąt ich M├Ąuschen gespielt, und die Unterhaltung der Beiden mitbekommen. Bindu war nicht allein sondern mit zumindest einem Jungbullen (wahrscheinlich Sang Raja) zusammen.
Die drei jungen K├╝he spielten eher lustlos am Wasser, sie tranken bzw. sp├╝lten Wasser mit dem R├╝ssel auf die Anlage. Zwischen Kreeblamduan und Marlar hat sich mittlerweile ein richtiges Adoptionsverh├Ąltnis eingespielt. Kree l├Ą├čt Marlar wenn immer sie m├Âchte am Euter nuckeln oder trinken. Sie stellt vorbildlich das Bein so nach vorn damit Marlar ‘trinken’ kann als ob es die normalste Sache der Welt w├Ąre. Ob links ob rechts, ich habe an diesem Mittwoch mindestens 10 ‘Trinkversuche?’ gesehen. Die hochschwangere Tong Koon genie├čt auch die N├Ąhe von Marlar, jedoch ihr Euter ist tabu.
Die Pfleger habe mittlerweile auch versucht Kree zu melken. Sie haben allerdings keine Milch feststellen k├Ânnen. Entweder ist Marlar geschickter oder Marlar unternimmt dauernd minutenlange Trinkversuche ohne Erfolg nur aus ‘psychologischen Gr├╝nden’, das kann ich mir aber absolut nicht vorstellen.

Im Tierpark Berlin hat doch seinerzeit die Lilak ebenfalls die Matibi ges├Ąugt , obwohl sie noch nie schwanger war. Kann vielleicht jemand best├Ątigen , ob Lilak ├╝berhaupt Milch hatte?
(20.12.2006, 23:00)
2 Dee:   genauso ist das mit Con Voi Bon.
Hast du zu diesem Elefantenbullen noch weitere Informationen? Zu diesem Bullen welche zu bekommen ist n├Ąmlich schwierig und da ich mich mit der Leipziger Elefantenhaltung besch├Ąftige (v.a. die Tiere, die hier lebten) w├Ąre ich ├╝ber weitere Ausk├╝nfte sehr dankbar.

Vielleicht den n├Ąchsten Beitrag dann in ELEFANTEN in Europa 2 einsetzten. Ich hatte diesen Treat ge├Âffnet, weil dieser hier schon ├╝berl├Ąuft.

(30.10.2006, 14:11)
Karsten Vick:   Durch die Freundlichkeit der Archivarin des Rostocker Zoos bin ich neuerdings im Besitz einer fast kompletten Sammlung Rostocker Jahresberichte. Zwar hilft mir die in Bezug auf die Nebelparder (siehe dort) nicht weiter, aber die Story, dass der Kiewer Bulle Boy in Rostock geboren wurde (mein Beitrag vom 12.9.), k├Ânnen wir nun als Irrtum des Zuchtbuchs aufkl├Ąren. Was vielleicht unsern Zoosammler freuen wird. In Rostock wurde demnach erst ein Elefantenbulle gehalten, n├Ąmlich der Asiate Jonny von 1962 bis 1963, der danach nach Moskau ging.
Mit Con Voi Bon, den Oliver Jahn im Nebelparderthread erw├Ąhnt, war es folgenderma├čen: 1958 schrieben Rostocker Pioniere einen Brief an Walter Ulbricht und baten um einen Elefanten f├╝r ihren Zoo. Der bekam in Vietnam wirklich einen, aber kein junges Weibchen das die Rostocker gern h├Ątten, sondern (wenn schon denn schon) einen 18j├Ąhrigen Bullen. Den konnten die Rostocker nat├╝rlich nicht unterbringen, so dass er vom Hafen gleich ab nach Leipzig ging. Dort hatte der sehr sch├Âne Bulle aber auch kein langes Leben, sondern starb schon 1960 an Elefantenpocken.
(29.10.2006, 21:03)
Albert Roolfs:   Mafuta: der Elefantenpfleger Ingolf Kastirke ist mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden.
(23.10.2006, 06:06)
ZooFanKarlsruhe:   Eine Best├Ątigung f├╝r den Angriff ist von Herrn Ruske nicht mehr notwendig. Siehe folgender Link:

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/1013/berlin/0007/index.html?keywords=elefant;ok=OK%21;match=strict;author=;ressort=;von=;bis=;mark=elefant


(16.10.2006, 18:15)
Michael Mettler:   @Sven: Laut www.zooelefant.de erinnerst du dich richtig.
(15.10.2006, 18:26)
Sven P. Peter:   Soweit ich wei├č an einem Blinddarmdurchbruch, wenn ich mich recht erinnere.
(15.10.2006, 16:54)
Carsten:   @ Jelle. Danke f├╝r die Info. Schade, so alt war sie doch noch gar nicht, m├╝├čte irgendwann in den 70er geboren sein. Wei├čt Du zuf├Ąllig auch noch woran?
(15.10.2006, 16:12)
Jelle:   Carsten,

Khari ist verstorben an 8. Juni 2006.
(15.10.2006, 15:24)
Carsten:   War letzte Woche im Zoo Duisburg und hab dort die Elefantendame Khari vermi├čt. Anfrage beim Zoo sind gerade in Duisburg relativ erfolglos, habe auf eine entsprechende E-mail keine Antwort bekommen.

Wei├č hier evtl. jemand was n├Ąheres?
(15.10.2006, 14:37)
ZooFanKarlsruhe:   @Langhals: Den Eindruck hab ich ganz und gar nicht. Denk nur mal an den Vorfall mit den Eisb├Ąren in Bremerhaven vor einigen Wochen. Es ist leider aber auch so, dass Unf├Ąlle mit Tieren im Zoo gerne unter den Teppich gekehrt werden. Die Menschen k├Ânnen ja nur f├╝r etwas Interesse zeigen ├╝ber das auch Informationen vorliegen. Man sollte auch noch bedenken, dass es unter Elefantenpflegern die im direkten Kontakt mit ihren Tieren arbeiten, die meisten Unf├Ąlle mit schwersten Verletzungen sowie Todesfolge gibt. Alleine deshalb schon halte ich eine intensive Auseinandersetzung mit diesem Haltungssystem bei Elefanten sowie den schwerwiegenden Folgen die daraus resultieren f├╝r absolut berechtigt.
(14.10.2006, 14:15)
Langhals:   Irgendwie schon faszinierend, das nur Unf├Ąlle mit Elefanten die Mneschen zu interessieren scheinen, was ist denn mit den unz├Ąhligen Unf├Ąllen, die mit anderen Tierarten tagt├Ąglich passieren ? Was ist mit dem Tierpfleger, der in den Usa von einem Kasuar get├Âtet wurde ? Weit weniger erw├Ąhnenswert, weil der ├ťbelt├Ąter nur ein Vogel war ? Ist es denn ein Unterschied, ob ein Pfleger von einem Elefanten oder einem Antilopenbock oder einem B├╝ffel angegriffen, verletzt oder get├Âtet wird ? Unf├Ąlle mit Elefanten sind doch bei ungesch├╝tzter Haltung Standard, die Dunkelziffer dieser Unf├Ąlle, die nie publik gemacht werden, d├╝rfte sehr hoch sein.
(14.10.2006, 06:48)
Joachim Endres:   @Konstantin Ruske: Heute wurde in einem Fre├čnapf-Werbespot ein Unfall mit einer Elefantenkuh im Tierpark Berlin referenziert. Die ca. 26-j├Ąhrige Afrikanerkuh Mafuta soll letztes Wochenende beim An-/Abketten ihren Pfleger Kas Tirke angegriffen und schwer verletzt haben. Mehrere Rippenbr├╝che sowie innere Verletzungen wurden hierbei genannt. K├Ânnen Sie als Tierpark-Kenner diesen Angriff best├Ątigen und gegenfalls weitere Angaben zu diesem Vorfall machen?
(13.10.2006, 20:32)
Albert Roolfs:   Der Stadtpark in Gronau beherbergt auch einen Tierpark. zoo.ag'Was gibt's zu sehen?
Inmitten eines ├Âffentlichen Stadtparks liegt der kleine, bereits vor gut 60 Jahren eingerichtete Tiergarten von Gronau.

Der Tierpark war ein Geschenk der Industriellen-Familie van Delden an die Gronauer B├╝rger. Haups├Ąchlich V├Âgel werden hier pr├Ąsentiert, darunter Greifv├Âgel, Eulen und Rabenv├Âgel aber auch Flamingos, Papageien, Fasane und Sittiche nebst Enten und G├Ąnsen.

Erg├Ąnzt wird der Tierbestand durch Nasenb├Ąren, Luchse, Rehwild und Javaneraffen. Letztere bewohnen ein f├╝r einen solchen Tiergarten ungew├Âhnlich gro├čes Haus.

An Haustieren sind u. a. zu sehen: H├Ąngebauchschweine, Lamas, Ponys, Esel und Ziegen.'
Aber keinen Elefanten.
In Gronau gab es noch einen zweiten, privaten Tierpark welcher geschlossen wurde. Hier wurde seinerzeit auch Eintritt verlangt. Zoo.ag 'Gronau, Tierpark des Tierh├Ąndlers Bode (nur zeitweise ├Âffentlich; nicht mit dem Tierpark Gronau zu verwechseln'

(13.10.2006, 18:36)
Hannes:   Da steht der aber ganz allein da denn den Tierpark Gronau gibts nciht mehr.
(13.10.2006, 17:18)
Kanincheneule:   Sch├Ânen Guten Tag,kann mir jemand Informationen ├╝ber die Haltung eines einzelnen Afrikanischen Elefanten (weiblich)im Tierpark Gronau liefern,soll angeblich noch dort leben und ca 40 Jahre alt sein;Gru├č Kanincheneule
(13.10.2006, 12:58)
Karsten Vick:   Hallo Inge, 15 Threads in der Unterkategorie Dickh├Ąuter warten auf dich. Viel Spa├č beim Lesen.
(09.10.2006, 13:35)
Inge:   Hallo @ all. Habe Euch heute "gefunden" und m├Âchte mich Euch anschlie├čen. Bin riiiiesiger Eli-Fan :-)
(09.10.2006, 13:11)
Phyu:   Die "Leitkuhfrage" IST entschieden worden! Die "neue" Leitkuh ist Thi Ha Phyu! :-) Das ganze ging nicht ohne Blessuren ab, aber es ist sch├Ân, dass Phyu und Kleemblamduan sich nun geeinigt haben :-)
(08.10.2006, 01:46)
Phyu:   Danke f├╝r deine Antwort, Folko
(05.10.2006, 22:40)
mawi:   Leider bin ich nicht vor Ort und kann das Geschehen verfolgen. Wer weiss, wie die Herdenzusammenf├╝hrung l├Ąuft und was gibt es f├╝r Aktivit├Ąten von Mekong?
(04.10.2006, 15:52)
R├╝diger:   2 Dee
Der Safaripark Stuhenbrook sucht noch eine junge zuchtf├Ąhige Afrikanerin, damit der dort lebende Bulle seine Zuchtf├Ąhigkeit unter Beweis stellen kann. Er lebt leider mit zu alten Damen dort .
(04.10.2006, 09:47)
cajun:   Laut Boulevard-Presse scheint die die "Leitkuhfrage" in K├Âln nun entschieden zu sein.
http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1004370693460&rubrik=200&artikelid=1158758503522

(03.10.2006, 23:29)
Saya:   Matibi ist genau zu dem Zweck nach Osnabr├â┬╝ck gegangen "um mit ihrem Halbbruder"! Das der ihr Bruder ist st├â┬Ârt nach offizieller Meining doch nicht! Ich wette, die bleibt!
(03.10.2006, 19:01)
2 Dee:   Hat jemand eine Idee, was f├╝r Tiere dann den Weg nach Erfurt finden werden?
Ich habe so ├╝berlegt (da in Halle ja sowieso eine asiatische Herde geplant war), dass Abu nach Erfurt kommt (was die Pfleger jedoch "wahnsinnig freuen" wird...) und sabi, die ja immernoch Hellabrunn und damit indirekt Sch├Ânbrunn geh├Ârt, wieder den Weg nach ├ľsterreich oder auch nach Erfurt findet.
Desweiteren frage ich mich, was aus Matibi in Osnabr├╝ck wird. Wo wird sie hingehen (kann ja schlecht mit ihrem Halbbruder...)?
In welchen Zoos gibt es noch Potential f├╝r die Aufnahme von Elefanten?
Und was wird aus den jeweils verschiedenen Unterarten-K├╝hen in Magdeburg und N├╝rnberg?
(03.10.2006, 18:05)
Folko Kullmann:   ...wahre worte...
(03.10.2006, 00:58)
Saya:   Die beiden k├â┬Ânnten an sich problemlos noch mehrere Jahre in der Herde bleiben. Aber man f├â┬╝rchtet wahrscheinlich dass sie mit den 5 neuen zu viel Troubel machen- siehe Sang Raja. Jetzt sind so viele Weibchen da, man braucht die jungen Bullen nicht mehr und kann sie bei der erstbesten M├â┬Âglichkeit loswerden!
(03.10.2006, 00:57)
Folko Kullmann:   die Haltungsvorrichtungen in K├Âlln sind nicht daf├╝r ausgelegt, mehr als 2 Bullen zu halten, zur Zeit sind es 4, von denen Bindu der ├Ąlteste ist, aber die anderen kommen langsam in die "r├╝peljahre"

wobei mich interessieren w├╝rde, woher die vielen, relativ jung abgegeben Bullen ihre "manieren" lernen sollen. In S├╝dafrika gab und gibt es ja in den nationalparks zahrlreiche probleme (get├Âtete nash├Ârner etc) durch junge, pubertierende bullen, die keine erwachsenen artgenossen zur seite haben.
(03.10.2006, 00:53)
Phyu:   Kann mir niemand die andere Frage beantworten? Schade
(03.10.2006, 00:40)
Phyu:   Danke, Cajun! Die armen beiden :-(
(02.10.2006, 15:07)
cajun:   @Phyu: Plock liegt in Polen.
http://www.zoo.plock.pl/zop_main.html
(02.10.2006, 09:01)
Phyu:   Hallo, habe ich eben richtig gelesen, Aung Si und Aung Bo sollen nach Plock? Wo liegt das bitte? Und warum m├╝ssen die beiden ├╝berhaupt weg? Es wird doch eine "gr├Âssere Herde" in K├Âln gew├╝nscht :-( Klar, Bullenhaltung ist schwer, aber mit Bindu klappts doch auch...
(02.10.2006, 04:52)
Thomas W.:   Hier muss ich sagen, dass mein Wissen auf das beruht, was mir befreundetete Theriologen erz├Ąhlten. Demnach war die nordafrikanische Elefantenpopulation der Art Waldelefant zuzurechnen. Die Elefanten in ├ägypten starben schon 2000-3000 Jahre vor Christus aus, die dort beschriebenen Elefantenjagten fanden alle in Syrien und Irak statt, wo es eine (die gr├Âsste) Unterart des asiatischen Elefanten so etwa bis um Christi Geburt gab. Zwischen Wald- und Steppenelefanten sollte es keine ├ťbergangsformen geben, genetisch sind sie ganz klar zwei seit l├Ąngerem getrennte Arten.
Sehr interessant wird es bei den zwergelefanenarten der Mittelmeerinseln, welche u.a. bis vor 4000 Jahren auf Tylos, Rhodos, Kreta, Zypern, Malta Sardinien etc lebten. Einige Arten stammen von europ├Ąischen Altelefanten ab, die auf Sardinien waren Zwergmammuts, andere waren n├Ąher mit asiatischen Elefanten verwandt. Allein auf Kreta gab es drei Arten von Zwergelefanten (ob gleichzeitig ist allerdings noch nicht klar). Die kleinsten Arten waren kleiner als eine Dogge, sehr sch├Ân im Senckenberg Museum zu sehen. Erwachsene kleiner als ein Elefantenbaby... Ups, sorry, bin wohl off-topic.
(02.10.2006, 00:22)
Michael Mettler:   @Thomas W.: Wie wurde denn das mit Hannibal festgestellt? Gibt es noch irgendwo ├╝berpr├╝fbares Genmaterial der ausgerotteten nordafrikanischen Elefanten?

Bei der Festlegung des Waldelefanten als eigene Art w├╝rde mich mal interessieren, was dann aus der fr├╝heren Ansicht wurde, dass Wald- und Steppenelefant sich rings um den afrikanischen Waldg├╝rtel in ├ťbergangszonen verbastardisieren. Gibt es nun doch keine "├ťbergangsformen"?
(01.10.2006, 21:57)
Thomas W.:   Ich war heute in K├Âln. Laut Pfleger ist Thi Ha Phyu immernoch die Chefin. In der HAlle waren beide alleine, haben sich ignoriert. Einmal waren sie drau├čen und haben sich gejagt, da die neue einen Zweig hatte. Thi Ha Phyu hat die neue mehrmals attackiert, dann sind beide wieder ins Haus und haben alleine gefressen. Nichts sah besonders dramatisch aus, die anderen Elefanten schien das ganze relativ egal zu sein.
@Mulan, vielen Dank f├╝r die WE-Info. Schade, dass diese interessante Art nicht st├Ąrker in die Erhaltuingszucht integriert wird. Interessanerweise benutze ja schon Hannibal Waldelefanten gegen Rom.
(01.10.2006, 21:53)
Albert Roolfs:   @pamela. Than Myan ist rangniedriger und j├╝nger und kleiner. Er hat von seiner Mutter den kurzen Schwanz geerbt. Kan Kaung ist sehr fr├╝hreif. Er versucht bereits jetzt nicht nur seine Schwestern sondern auch seine Mutter zu decken. Kan Kaung hat ein kurzes St├╝ck R├╝ssel verloren. Hierzu eine ├ťbersetzung aus dem Magazzoo! Tag Herr Doktor!
Wer seine Nase verletzt, verletzt nicht nur sein Gesicht ...
Vielseitiger R├╝ssel Elefanten sind von Natur aus neugierige Tiere, die ├╝berall ihre Nase rein stecken. Das ist beim Elefanten nat├╝rlich sein R├╝ssel und dieser hat viel mehr Funktionen als nur das Riechen. Das Riechen ist f├╝r einen Elefanten zwar sehr wichtig, aber eigentlich ist es viel mehr ein Art Untersuchen. Das Futter wird zuerst gr├╝ndlich berochen bevor es gegessen wird. (versteckte Medizin ist daher im Futter versteckt, meistens schnell gefunden und wird verweigert.) Fernerhin ben├Âtigt der Elefant die Nase zum Atmen und als Hilfsmittel zum Essen, Trinken, etwas fest zu halten oder um zu zuschlagen. Beim Festhalten benutzt er den unteren Teil des R├╝ssels, dort befindet sich eine Art Finger mit dem er auch kleinste Dinge aufheben kann. Es ist daher ein sehr gef├╝hlvolles Organ mit einer feinen Motorik.
Kan Kaung Junge Elefanten sind besonders neugierig und so passierte es, da├č an einem fr├╝hen Morgen Kan Kaung, ein junges M├Ąnnchen von 1┬Ż Jahr seinen R├╝ssel unter einen sich bewegenden Schieber mit 750 kg Gewicht steckte. Verklemmt sa├č der R├╝ssel fest, aber er zog sich selber wieder frei. Dabei wurde allerdings der untere Teil seines R├╝ssel ernsthaft besch├Ądigt! Mutter und Sohn wurden separat aufgestellt und das Junge wurde narkotisiert.
Eiloperation Eine Eiloperation folgte und die Wunden wurden gen├Ąht. Den untersten Teil des R├╝ssels mit dem Fingerchen hatte sich Kan Kaung zu 2/3 abgerissen. Die Blutversorgung im abgerissenen Teil war ernsthaft gest├Ârt, dadurch war die Wundheilung sehr beeintr├Ąchtigt. Zus├Ątzlich kommt, da├č das Anlegen eines ordentlichen Verbandes bei einem Elefanten im Besonderen an dieser Stelle unm├Âglich ist. Kan Kaung’s Verhalten ist ebenfalls wenig hilfreich, denn direkt nachdem er aus der Narkose wach wird (10 Minuten nach dem Verabreichen des Gegenmittels) stopft er mit dem frisch gen├Ąhtem R├╝ssels bereits wieder einen Apfel in seinen Mund.
Besserung? An den folgenden Tagen schien eine leichte Besserung stattzu-finden, obwohl Kan Kaung scheinbar Probleme mit dem R├╝ssel hatte und er oft im Sand herum w├╝hlte. Nat├╝rlich ist dieses Verhalten keine gute Wundbehand-lung. Nach einer Woche sprang die Wunde wieder auf und alle N├Ąhte waren herausgerissen. Kan Kaung benutzte seinen R├╝ssel noch stets, aber immer vorsichtiger. Nach zwei Wochen entz├╝ndete sich die Wunde, schwellte an und er bekam zusehends gr├Â├čere Schwierigkeiten.
Plastische Chirurgie Noch einmal wird eine Operation durchgef├╝hrt, jetzt mehr eine Art plastische Chirurgie. Das besch├Ądigte Gewebe wird entfernt und ein neuer Art ‘Finger’ wird rekonstruiert. Nach dem Aufwachen benutzte Kan Kaung seinen R├╝ssel sofort wesentlich besser. Etwas aufheben mit dem Finger kann er nicht mehr, aber mit ein bi├čchen hin und her schieben, mit der Hilfe des Vorderfu├čes, kann er wieder gut essen und mit Zweigen spielen. Man erkennt es beinahe nicht mehr, allein sein R├╝ssel ist etwas k├╝rzer.
@Saya Gestern habe ich nur drei Attacken gesehen der K├╝he gesehen. Zwei au├čerhalb, wobei nur Thi Ha Phyu einstecken mu├čte. Eine im Haus, wobei Kleemblamduan, am Torgitter zu den Bullen, kr├Ąftig gesto├čen ja verpr├╝gelt wurde, aber anschlie├čend sind beide, Kleemblamduan hinter Thi Ha Phyu her schreiend, aus dem Haus gejagd.
(01.10.2006, 19:20)
Saya:   Herzlichen Dank f├╝r die "Berichterstattung". Verstehe ich es richtig das die K├Ąmpfe der beiden K├╝he drau├čen aufgeh├Ârt haben? Attakieren die beiden sich im Haus st├Ąndig?
(01.10.2006, 18:45)
pamela:   Hallo Albert Roolfs, habe geh├Ârt dass Sie ein Fachmann in Sachen Emmen sind. K├Ânnen Sie mir vielleicht die Unterschiede zwischen Kan Kaung und Than Myan nennen.? vielen Dank
(01.10.2006, 17:26)
ZooFanKarlsruhe:   Wenn ich es nicht ├╝bersehen habe, wurde noch kein Link auf die Stellungnahme der EEG zu dem aktuellen Geschehen in K├Âln gepostet:

http://www.elefanten-schutz-europa.de/News/Elefantenkampf/elefantenkampf.html
(01.10.2006, 10:55)
Albert Roolfs:   @Saya
Ich habe gestern ann├Ąhernd 8 Stunden die Elefanten in K├Âln beobachtet. Bis 17 Uhr war ich voll der Meinung, dass Kleemblumduan die neue Leitkuh ist. Allerdings sieht man bei Elefanten erst beim Fressen, wer die erste am ‘Trog’ ist. In K├Âln scheint es so zu sein, dass im Haus Thi Ha Phyu noch nicht aufgegeben hat. Im Au├čenbereich steht Thi Ha Phyu sehr viel allein. Hier n├Ąhert sie sich auch Kleemblumduan eher demutsvoll mit dem Popo zuerst. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch , dass Kleemblumduan auch im Haus bald die Oberhand gewinnt. Sie bestzt einen starken Quast am Schwanzende und ist die schwerste Kuh der Neuen.
F├╝r die Herde ist es meiner Meinung nach besten wenn die etwas nerv├Âsere Thi Ha Phyu bald der Neuen Respekt zollt. Auch in Emmen war Thi Ha Phyu zwar die gr├Â├čte, aber keinesfalls Leitkuh. Chumpol die ├Ąlteste der 5 Neuen besitzt gro├če Ohren mit einem ca. 10 cm breiten rosafarbenen Rand. Sie ist ruhig und ausgeglichen. Maejaruad ist an ihrem unsymmetrischem Kopf ‘Boxergesicht‘ gut zu erkennen. Laongdaw besitzt den schmalsten und dunkelsten Kopf. Sie ist die j├╝ngste und interessiert sich sehr f├╝r Marlar aber auch f├╝r Aye Shan May und Shu Thu Zar. Diese beiden sind etwas eifers├╝chtig denn Marlar interessiert sich erst mal nur f├╝r die Neuen.
Thon Khun ist hochschwanger. Sie besitzt den hellsten R├╝sselansatz. Der dicke Bauch und die straffe ‘Tankstelle’ belegen die Schwangerschaft. Khaing Lwin Htoo die Mutter von Marlar wird nicht nur von Kleemblumduan umgarnt. Es scheint auch alle anderen suchen ihre N├Ąhe.
Die 4 Bullen waren zusammen im dritten Gehege. Aufgrund eines TBC-Verdachtes ist der Transport von Thisiam (dem in Paris geborenen Bullen der jetzt in Plock steht) nach Kolmarden erst einmal zur├╝ckgestellt. Der Lkw sollte danach ├╝ber K├Âln mit Aung Bo und Aung Si zur├╝ck nach Plock. (die Schreibweise der Neuen ist noch ???)

(01.10.2006, 10:49)
Mulan:   Au├čerhalb Afrikas gibt es wohl keine Waldelefanten mehr, der einzige Halter in Afrika, der mir spontan einf├Ąllt, ist Abijan ( oder so ├Ąhnlich ) im Staat Elfenbeink├╝ste. Dort gab es auch K├Ąlber von Waldelefanten, die dort gezeugt und geboren sind. Hybriden zwischen den beiden afrikanischen Elefantenformen sind mir nicht bekannt, nur zwischen asiatischem und afrikanischem Elefant ( Chester 1978 )
(30.09.2006, 19:14)
Thomas W.:   Nicht, um von dem interessatem Thema der K├Âlner Elefanten abzulenken. Ber ich habe grad eine genetische Studie gelesen, nachdem der Waldelefant nicht sehr eng mit dem afr. Steppenelefant verwandt ist. In welchem Zoo k├Ânnte ich denn Waldelefanten beobachten, gab es in der zoogeschichte Hybriden zwischen beiden Arten oder Jungtiere bei "reinen" Waldelefanten. Kann mich aus meiner Kindheit noch an den duisburger WE erinnern.
(30.09.2006, 16:05)
Frank-Walter B├╝schner:   @IP66: Laut Aussage von Herrn Belert, wurde der andre Sto├čzahn abges├Ągt, um zu vermeiden, das er sich den auch noch abricht, um ebenfalls ihm weitere schmerzen zu vermeiden, aber auch aus medizinischer sicht.
(29.09.2006, 19:58)
IP66:   Weshalb s├Ągt man einem Elefanten denn einen Sto├čzahn ab? Braucht man f├╝r den Fl├╝gel im Direktorenzimmer einen neuen Tastensatz - da sollte man sich aber noch ein paar Bullen f├╝r kaufen.
(29.09.2006, 19:54)
Michael Mettler:   Habe ich schon mal anderweitig erw├Ąhnt: In Hannover wurden fr├╝her zwei unvertr├Ągliche Rotb├╝ffelk├╝he zusammengebracht, indem man sie in Narkose legte und gemeinsam aufwachen lie├č. Bin mir nicht sicher, glaube aber, dass diese Methode in Leipzig auch schon mal bei B├Ąren angewendet wurde. Vielleicht sollten die K├Âlner die Kontrahentinnen mal "high" machen... :-)
(29.09.2006, 15:39)
Ingo Rossi:   Auch in Antwerpen gab es Probleme mit der f├╝nfk├Âpfigen Elefantengruppe, was dann zur Trennung f├╝hrte. Laut Presse und WDR waren die f├╝nf ausgew├Ąhlten Elefanten lange vorher zusammen, auch zusammen in Quarant├Ąne, also wird sich da schon eine Leitkuh sich entwickelt haben. Der Zoo teilte mit, da├č er l├Ąngere Zeit mit den Auseinandersetzungen rechnet. Die Boulevard-Presse rief schon dazu auf, Elefantenk├Ąmpfe im Zoo zu besuchen...
(29.09.2006, 15:24)
Michael Mettler:   Vielleicht sehe ich das ja im Bezug auf Elefanten zu blau├Ąugig, aber eine "Leitkuh" kann doch nur eine solche sein, wenn sie ein Gefolge hat - sonst ist sie nichts weiter als ein besonders durchsetzungsf├Ąhiges oder -williges Einzelwesen. Chef wird man schlie├člich nur, wenn es jemand gibt, der einen als solchen anerkennt - ob auf friedlichem Wege oder nach einem Kampf. Irgendwie muss sie sich also innerhalb der F├╝nfergruppe als Leittier herauskristallisiert haben.
(29.09.2006, 13:48)
Saya:   Das Camp wo die 5 herkommen hat angeblich mehr als 140 Elefanten, da sollte es schon Auswahl geben... Dr. Behlert erl├Ąutert die Auswahlkriterien in dem Film der auf WDR lief, daraus geht nicht hervor ob die 5 sich vorher kannten. In der Presse erz├Ąhlt er jetzt das man das extra so gemacht hat, eine Leitkuh mit zu importieren, damit sich die K├Ąmpfe auf die beiden Leitk├╝he beschr├Ąnken. Aber eine Gruppe ohne Leitkuh zu holen und GAR KEINE K├Ąmpfe zu haben weil sich alle Thi Ha Phyu unterordnen w├Ąre ja wohl noch viel besser gewesen, oder???

@ Ronald: es w├Ąre zu sch├Ân, wenn man sich immer darauf verlassen k├Ânnte, dass die Verantwortlichen in den Zoos wissen, was sie tun.
(29.09.2006, 12:58)
Michael Mettler:   @Saya: Wahrscheinlich gab es nicht allzu viele Auswahlm├Âglichkeiten. Dass diese F├╝nfergruppe ├╝berhaupt eine Leitkuh hat, kann man ja so interpretieren, dass sich die f├╝nf Tiere schon in Thailand kannten. Und das k├Ânnte ja auch ein Auswahlkriterium gewesen sein - vielleicht immer noch besser als eine komplett neu zusammengew├╝rfelte Gruppe? Andererseits gab es in Rotterdam auch schon Probleme nicht zu vergesellschaftenden "Untergruppen", so weit ich wei├č.
(29.09.2006, 12:19)
Saya:   Tja, warum haben die nicht einfach Tiere ausgesucht die 10 Jahre j├╝nger sind oder wenigstens anstatt der dominanten Leitkuh ein kleineres und weniger dominates Tier mitgebracht? Wenn die beiden sich weiter so bek├Ąmpfen gibt es nur eine L├Âsung - trennen und dauerhaft auseinander halten.
(29.09.2006, 12:15)
Ronald Masell:   Sang Raja hat sich "nur" einen Sto├čzahn abgebrochen. Der andere wurde von Dr. Behlert abges├Ągt.
Bei aller Kritik, ist aber doch anzunehmen, das die Verantwortlichen des K├Âlner Zoos wissen was sie tun.
(29.09.2006, 12:14)
Ingo Rossi:   Die Elefanten wurden auch in den Aussenanlagen nebeneinander gehalten. Die Vereinigung kam wohl sehr fr├╝h, vielleicht zu schnell. Allerdings l├Âst eine getrennte Nebeneinanderhaltung ja wahrscheinlich auch nicht die Leitkuhfrage.
(29.09.2006, 12:06)
IP66:   Wenn bei dem Jungbullen beide Sto├čz├Ąhne abgebrochen sind, kann die Sache so friedlich ja nicht verlaufen sein. Vielelicht w├Ąre es kl├╝ger gewesen, die Tiere sich erst einmal aneinander gew├Âhnen zu lassen, in dem man sie in den Au├čenanlagen nebeneinander gehalten h├Ątte. Der Innenraum ist f├╝r derartige Experimente ja nicht geeignet, aber die Thail├Ąnerinnen h├Ątten es dort in den Boxen ├Ąhnlich eng gehabt wie die Tiere im alten Elefantenhaus des Zoos. In der Natur werden wohl selten Elefanteherden zwangsvereinigt, und ob das Vorf├╝hren von Elefantenk├Ąmpfen Sinn einer artgerichten Tierhaltung ist, darf sicher auch diskutiert werden.
(29.09.2006, 11:57)
Saya:   Ich habe inzwischen eine Riesenangst dass Thi Ha Phyu ihr Baby verliert.
(29.09.2006, 11:44)
mawi:   und nun hat sich in K├Âln Sang Raja den Stosszahn abgebrochen :( Da geht es wohl m├Ąchtig zur Sache. Ob es richtig war, die Elefanten direkt zusammenzuf├╝hren, was meint ihr?
(29.09.2006, 09:44)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Dar├╝ber l├Ąsst sich spekulieren :-) Mehr weiss ich leider nicht, habe diese Info von einem Mitarbeiter des Parks bekommen, als ich vorletzte Woche oben war, aber ich w├╝nsche mir doch sehr, dass eventuell geborene K├Ąlber NICHT in den Zirkus wandern. K├Ânnte es m├Âglicherweise sein, dass der Serengeti Park im Gegenzug die Behandlungskosten f├╝r den Bullen ├╝bernommen hat ? Wenn er in 24 Jahren bis jetzt noch nicht behandelt wurde, fehlte dem Zirkus vieleicht das Geld oder die M├Âglichkeit ? Wie gesagt ich weiss leider nicht mehr, als das, was ich geschrieben habe.
(27.09.2006, 18:26)
Sitara:   ├ťber die Rangordnungsk├Ąmpfe bei der Zusammenf├╝hrung der K├Âlner Elefanten berichtet heute auch ganz aktuell die Presse in Wort und mit sehr eindrucksvollen Bildern unter: http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1004370693460&rubrik=200&artikelid=1158758488609
(27.09.2006, 14:40)
Michael Mettler:   @Jennifer: Dann bin ich ja mal gespannt, ob der ausleihende Circus auf m├Âgliche Nachzucht Anspruch erheben wird...
(27.09.2006, 14:11)
Ronald Masell:   @Saya
gestern war ein Bericht in der aktuellen Stunde ├╝ber die Zusammenf├╝hrung. Es ging soweit alles gut, bis die thail├Ąndische Leitkuh anfing Marla zu treiben. Danach gab es mehrmals Auseinandersetzungen zwischen den Leitk├╝hen. Aber nicht so schlimm, das ein Pfleger eingreifen mu├čte. Bindu und Sang Raja wurden auch mit auf die Anlage gelassen, um die K├╝he etwas zu beruhigen, aber beide gingen achtlos an den rangelnden K├╝hen vorbei, als wenn sie der "Weiberkram" nicht interessiert. Die Pfleger rechnen damit, das sich die Rangordnung zwischen den K├╝hen in den n├Ąchsten 4-5 Tagen kl├Ąrt. Es soll wohl t├Ąglich in der aktuellen Stunde um 18.50 dar├╝ber berichtet werden.
(27.09.2006, 13:16)
Saya:   Geht jemand die Tage nach K├Âln? W├╝rde mich sehr interessieren wie die Zusammengew├Âhnung der "neuen" und "alten" l├Ąuft.
(27.09.2006, 11:30)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Wie schon in einem anderen Thread von mir erw├Ąhnt, interessiert sich der Bulle Tonga wohl nur f├╝r die Elefantendame Veri ( die Mutter des Kalbes Bou-Bou) und darum wurde der Bulle Max aus einem Zirkus entliehen, damit auch bei den anderen Hodenhagener K├╝hen Aussicht auf Muttergl├╝ck besteht.
(27.09.2006, 11:11)
Benjamin Grabbe:   Ein Flim ├╝ber die neuen Elefanten kann man sich jetzt als Web Film an sehen
Hier gehts zum Film http://www.wdr.de/tv/hierundheute/20060918.phtml
(27.09.2006, 10:32)
Ingo Rossi:   Wer mal wieder was ├╝ber die Elefanten in K├Âln lesen m├Âchte, hier ein Link:http://www.ksta.de/html/artikel/1157542207364.shtml
(26.09.2006, 10:06)
Saya:   Es gibt/ gab 2 Circusbullen namens Max und Moritz, Eigent├╝mer Circusdompteur Scholl. Moritz ist seit 1, 2 Jahren im Elefantenpark Platschow, vielleicht ist dies nun der 2. Bulle? Alter w├╝rde in etwa stimmen.
(26.09.2006, 09:34)
Michael Mettler:   P.S. Die Homepage des Parks gibt dar├╝ber keinen Aufschluss.
(26.09.2006, 09:22)
Michael Mettler:   Folgende Meldung fand ich in der heutigen Ausgabe der hannoverschen NEUEN PRESSE:

"Spezialschuh soll Elefantenfu├č kurieren

Hodenhagen. Max, 24-j├Ąhriger Elefantenbulle, tr├Ągt einen Spezialschuh. Damit er (trotz missgebildeten Fu├čes hinten links) nicht mehr humpeln muss.
Diese orthop├Ądische L├Âsung fand der Serengeti-Park Hodenhagen mit Hilfe der Pferdeklinik der TiHo in Hannover, die den seit Geburt schiefen Elefantenfu├č zur Analyse des Fehlers 15mal ger├Ântgt hatte.
Und so soll der Fu├č kuriert werden: Aus Eisenstangen, Lederb├Ąndern und Spanngurten sei eine Fixierung f├╝r den mehr als vier Tonnen schweren Dickh├Ąuter entwickelt worden. Damit k├Ânnen die Fehlstellung des Fu├čes in zwei bis drei Monaten endg├╝ltig begradigt werden, teilte der Park gestern mit.
Mit der nun erwarteten vollst├Ąndigen Genesung des Bullen erhoffe sich der Serengeti-Park weitere Zuchterfolge in der Elefantenherde, sagte ein Sprecher. Max habe sich bereits gut in die Herde eingef├╝gt und zeige bereits gro├čes Interesse an den Elefantendamen Umtali, Maus und D├╝na."

Das daneben abgedruckte Foto zeigt Karl Kock, der neben dem "geschienten" Hinterfu├č des Bullen kniet (!).

Aber wer ist Max? F├╝r den Zuchtbullen Tonga wird bei zooelefant.de als Geburtsjahr 1988 angegeben. Und er lebt nun schon einige Jahre im Park, also m├╝sste die Gew├Âhnung an die K├╝he nicht extra erw├Ąhnt werden - ein blo├čer Namenswechsel des selben Tieren erscheint also wenig wahrscheinlich. Sieht also ganz nach einem Neuzugang aus. Wei├č jemand mehr?
(26.09.2006, 09:21)
Thomas W.:   Vielen DAnk f├╝r diese Informationen! Leider sieht durch diese mehrfache Aufteilung die Aussenanlage wirklich nicht mehr so weitl├Ąufig aus wie bei meinen ersten Besuchen. F├╝r mich als Laien stellt sich dann nat├╝rlich die Frage, warum man die unvertr├Ąglichen Tiere nicht eventuell mit anderen tauscht, falls ein Aneinander-gew├Âhnen wirklich nicht funktionieren sollte. Es ist sicher toll, eine gro├če Herde aus 6-7 Elefantenk├╝hen (eventuell mit Jungtieren)zu sehen, aber in M├╝nster w├Ąre meiner Meinung nach vielleicht weniger mehr.
(23.09.2006, 19:02)
Albert Roolfs:   @Thomas W. Die Elefanten-Au├čenanlage des Allwetterzoo ist beschrieben mit 2.500 qm + Bullenkral. Seit einigen Jahren geh├Ârt der kleine Teich am h├Âchsten Punkt der Au├čenanlage nicht mehr dazu. Dieser Bereich + Platz f├╝r gepflanzte schattenspendende B├Ąume wurde mit Baumst├Ąmmen und E-Draht abgetrennt. Hernach wurde in diesem Bereich mit weiterem E-Draht die Au├čenanlage geteilt. Zwischenzeitlich wurde diese Trennung massiv mit Stahltoren und aufgedoppelter Baumstammbeplankung veredelt. Zur Zeit wird der Kral zusammen mit dem kleineren Teil der Au├čenanlage vornehmlich von den ehemaligen 'Hamburger Elefanten' Kanaudi, Ratna, Corny und Shamundi genutzt. ├ťbrigens der kleine Shamundi wiegt gesch├Ątzte 5 Tonnen. Er ist gr├Â├čer und schwerer als Kanaudi. Die beiden 'M├╝nsteraner Altk├╝he' Tefi und Rada werden seit Jahren von Shamundi getrennt gehalten. Auch Bala und Corny werden stets getrennt. An
besucherstarken Tagen werden oft 6 K├╝he ohne Bala bzw. ohne Corny und selbstverst├Ąndlich auch ohne Shamundi zur F├╝tterung durchs Publikum in die Reihe gestellt.
(22.09.2006, 20:25)
Michael Mettler:   @Sitara: Danke f├╝r die Info!
(22.09.2006, 15:10)
Sitara:   @ Michael Mettler: Das EEP hat im September 2004 zu der Elefantenhaltung in Zoologischen G├Ąrten einen "Ma├čnahmeplan" aufgestellt, wie man unter folgendem Link nachlesen kann: http://ratsinfo.magdeburg.de/pdf/00315747.pdf#search=%22Elefantentransfer%22

Da hei├čt es zu dem Abgabe-Mindestalter: "- Im Zoo geborene, junge Elefanten sollen nicht vor dem Erreichen des 5. Lebensjahres aus der Familiengruppe herausgel├Âst und an andere Zoologische G├Ąrten abgegeben werden. Ein junger Elefant sollte zumindest gemeinsam mit einem weiteren Herdenmitglied aus der Geburtsgruppe abgegeben werden."


(22.09.2006, 14:46)
IP66:   Wei├č man, warum sich K├Âln so intensiv um den Import so alter Tiere gek├╝mmert hat? Die burmesischen Importtiere sind ja beide "Teenager" und haben sich sofort mit dem j├╝ngeren Bullen arrangiert. ├ťbrigends kamen die beiden burmesischen Tiere vor der Geburt des Jungtieres nach K├Âln. Sie waren aber deutlich j├╝nger und schw├Ącher als die thail├Ąndischen Tiere. Da stellt sich dann wohl auch die Leitkuhfrage, zumal die ├Ąltere der emmener K├╝he ja unter einem verkr├╝ppelten Vorderbein leidet.
(22.09.2006, 14:32)
R├╝diger:   Hier die Daten der f├╝nf Neuank├Âmmlinge:
Sex Name AlterGeb.Jahr Ankunft K├Âln

0.1 Chumpol 23 1983 16.09.06
0.1 Kleemblamdu 22 1984 16.09.06
0.1 Thong Khun 18 1988 pregnant (01/2007) 16.09.06
0.1 Maejaruad 17 1989 16.09.06
0.1 Laongdaw 16 1990 16.09.06
0.1 Shu Thu Zar 13 1993 28.09.05
0.1 Aye Shan May 12 1994

(22.09.2006, 12:37)
R├╝diger:   Thisiam geht nach Kolmarden Tierpark. Dort befinden sich zwei subadulte Importelefantenk├╝he, die sich schon auf ihn freuen werden, um in Zukunft eine neue Zuchtgruppe dort aufzubauen.
(22.09.2006, 12:31)
Ralf Seidel:   @2Dee: Ich gehe mal davon aus, da├č Sie das Synonym RALPH SEIDE mir zuerkannt haben, klingt fast schon wie ein K├╝nstlername - ich ziehe es aber trotzdem vor, mich unter meinem richtigen Namen zu melden.
Voller Ehrfurcht, mich im Staube w├Ąlzend, bitte ich auch um Entschuldigung, da├č ich gestern kurz meine Beobachtungen vom letzten Samstag im halleschen Elefantenhaus als Aktuelles erw├Ąhnt habe. Das haben Sie doch schon alles l├Ąngst beschrieben. Da ├Ąu├čern sich 2 Leute parallel zu einem Thema, unglaublich. Von der Absenkung des Wasserstandes in den Badebecken habe ich aber beispielweise noch nichts gelesen - t├Âricht von mir, das zu erw├Ąhnen. Allerdings lese ich aus Zeitmangel nun auch nicht immer alles, verschaffe mir aber immer mal den ├ťberblick. Habe blo├č manchmal bei Ihren Beschreibungen aus Halle den Eindruck, die Elefantenanlage sei immer noch Baustelle. Die letzte Absperrung, die ich vorfand war die Besucher - Galerie auf dem begr├╝nten Dach des Hauses. Die ist aber schon mindestens 4 Wochen zug├Ąnglich. Nun bin ich aber nicht jeden Tag im Zoo.
Also, bleiben Sie weiter am Ball und wenn ich wieder mal Ihre Bemerkungen erg├Ąnze/best├Ątige oder gar anderer Meinung sein sollte, dann rufen Sie mich ruhig zur Ordnung - meistens nehme ich die Dinge mit Humor.
(22.09.2006, 12:30)
Folko Kullmann:   Zum Alter der 6. nicht importierten Kuh f├╝r K├Âln: So wie ich den Beitrag auf wdr (http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?p=15&b=135&v=2) verstanden habe, lag es an thail├Ąndischen Ausfuhrbestimmungen und nicht daran, dass sie aufgrund des transportunf├Ąhig gewesen w├Ąre.
(22.09.2006, 10:16)
Jana:   Zoo Plock - laut einem Artikel in polischen Presse ist eine Bulle Santosh vor mehr als 1 Jahr gestorben und der zweite Thisiam soll in diesen Tagen nach Schweden? transportiert sein. Der selbe Wagen soll dann direkt nach K├Âln fahren und dort die zwei junge Bullen mit sich nehmen nach Plock. Diese Zoo w├╝nscht sich aber eine Zuchtherde zu haben, nachdem sie Geld f├╝r einen neuen Elefantenhaus finden, werden sie nach jungen K├╝hen suchen und einem von den k├Âlner Bullen loswerden.
(22.09.2006, 10:01)
Michael Mettler:   Frage an die Elefantenspezialisten bez├╝glich der f├╝r den Transport nach K├Âln zu jungen Kuh: Welches Mindestalter sollte ein Elefant nach heutiger Kenntnislage f├╝r einen solchen Transfer haben? Fr├╝her galt - nicht nur f├╝r Elefanten - die Argumentation, dass sich Jungtiere besser in eine neue Umgebung eingew├Âhnen lassen. Heute steht - und das sicherlich zu Recht - mehr im Vordergrund, die famili├Ąren Bande nicht zu fr├╝h zu durchtrennen (wobei ja bei besagter Elefantenkuh aus dem hier Gelesenen nicht hervor geht, ob sie noch bei ihrer Mutter ist oder die Bande bereits durchtrennt SIND).
(22.09.2006, 09:52)
Michael g├Ârick:   Der Zoo in Plock hat eine reine Bullenhaltung.Als ich im vorigenJahr dort war standen schon zwei Bullen dort.
(22.09.2006, 09:44)
2 Dee:   Ich glaube aber auch, dass eine Fehlgeburt um so wahrscheinlicher ist, desto j├╝nger das Ungeborene ist.
Vielleicht warten sie auch mit der Zusammenf├╝hrung ab, bis das Kind da ist...? Von heut auf morgen funtkioniert das eh nicht. Das Kennenlernen durch die Sichtschieber ist schon von gro├čer Bedeutung und man kann auch beobachten, was da abl├Ąuft. Denn Hemmungen haben die Tiere keine den anderen zui zeigen, was sie voneinander halten. Und vor einigen Jahren kamen ja wohl auch schon mal K├╝he aus dem Osten nach K├Âln und das hat doch auch funktioniert, oder etwa nicht? (Eine echte Frage, weil ich nicht vor Ort bin).

(22.09.2006, 09:00)
Johanna:   Yashoda war damals wie man leicht an den Daten errechnen kann keineswegs hochwanger, bis zur Geburt dauerte es noch mehr als 1,5 Jahre! Das ist ja wohl ein riesen Unterschied. Nun, alles ging bis jetzt gut, aber ob die Zusammenfuehrung der beiden Herden unproblematisch und friendlich ablauft, daran habe ich ganz erhebliche Zweifel.
(21.09.2006, 20:38)
Thomas W.:   Ich war am Montag im Allwetterzoo M├╝nster. Zu meiner ├ťberraschung war die Au├čenanlage, welche ich als ausreichend gro├č empfunden habe, dreigeteilt, welches sie klein erschienen lie├č. Offenbar waren der kleine Bulle, die "gro├čen" K├╝he sowie die drei kleinen K├╝hen voneinander getrennt. Weiss jemand warum?
(21.09.2006, 19:53)
2 Dee:   @ Ralph Seide: Postings siehe unten ;o)
alles schon mal erw├Ąhnt. Die Tiere sind wasserscheu. Abu war mal kurz drin um die Brotst├╝ckchen rauszuholen und ist ganz schnell wieder raus. Und Sabi hat sich nur lang gemacht! Desweiteren hebelt sie auch gelegentlich ihren Sohn aus.

Aus Leipzig: Indra udn Saida werden ja momentan mit den Leipziger K├╝hen Don Chung und Trinh durch den Sichtschieber aneinander gew├Âhnt, wobei ich bedenken habe, dass ein Zusammenf├╝hren problemlos ablaufen sollte. Meine Vermutung geht dahin, dass Don Chung versuchen wird Saida zur├╝ckzuweisen!
Momentan ist dies allerdings noch nicht geplant. Voi zeigt Interesse an Indra und auch andersrum - spielerisch!

Eine Frage: Wei├č jemand ├╝ber die Zusammensetztung in Polen/ Poch oder Plock, wo die beiden K├Âlner Jungbullen hin sollen? Ist das eine reine Bullenhaltung? W├Ąre ja super!

(21.09.2006, 19:20)
Ralf Seidel:   Aktuelles von der halleschen Elefantenfront: Jungbulle Abu und seine Mutter Sabi werden zeitweise zusammen-
gelassen, allerdings traktiert der Sohnemann seine Mutter ganz gerne
spielerisch mit seinen kleinen Hauern. In Ermangelung derselben und als Mutter, die ihrem verzogenen Sohn nicht zur Raison ruft, l├Ą├čt sie das dann oft noch zu. So k├Ânnen die Beiden eben noch nicht dauerhaft zusammenbleiben, was nat├╝rlich w├╝nschenswert w├Ąre. Trainiert werden die 2 immer separat.
Da beide Tiere offensichtlich Scheu davor haben ins Wasserbecken zu gehen, wurden die Wasserst├Ąnde sowohl in der Innen-, als auch der Au├čenanlage jeweils bis zur untersten Stufe abgesenkt. Mal sehen ob sie jetzt etwas mutiger werden.
(21.09.2006, 14:22)
IP66:   @Herr Rossi: Sie haben durchaus recht, da├č das k├Âlner Elefantenhaus eine Innovation darstellt, und ich habe das hier im Forum ja auch schon mehrfach ge├Ąu├čert. Doch wenn ich Ihre Freude ├╝ber den neuen Bau und die neuen Beobachtungsm├Âglichkeiten teile, so darf man ├╝ber die M├Ąngel des Geb├Ąudes nicht schweigen, zumal sie ja nicht dem innovativen Konzept geschuldet sind. Doch funktionierende Abflu├čanlagen kannten schon die alten Byblonier, und da├č die Toranlage und auch das Bew├Ąsserungssystem mittlerweile ein Sicherheitsrisiko darstellen, darauf wurde schon bei der Planung sehr deutlich hingewiesen. Die damalige Zooleitung hat alle Einw├Ąnde ├╝berh├Ârt, was mich schon ein wenig ├Ąrgert. Es ist auch auff├Ąllig, da├č das wuppertaler Elefantenhaus bei seiner Inbetriebnahme weit weniger Probleme machte, obschon es ebenfalls recht innovativ war. Und wenn es in K├Âln richtig voll ist, dann kann nicht nur keiner um den vieldiskutierten Pfeiler herumsehen, dann ist auch das Verh├Ąltnis von Einsichtm├Âglichkeiten und Besucherraum nicht das beste - auch da darf man Wuppertal getrost vergleichen.
(21.09.2006, 12:22)
Sitara:   Es kann verschiedene Gr├╝nde geben, warum die 6. Elefantenkuh nicht mitgenommen werden konnte...Ich darf daran erinnern, dass die Idee eine tragende Elefantenkuh zu importieren keineswegs neu ist und wie das "Ergebnis" zeigt, auch nicht negativ ausgehen muss. Bereits im Oktober 1990 hat der Tierpark Hagenbeck die in Mysore/Indien von dem Bullen Ganesh gedeckte Yashoda nach Hamburg importiert, die dort im Mai 1992 ohne Komplikationen einem gesunden Bullkalb das Leben schenkte, n├Ąmlich Chamundi, der nun in M├╝nster steht. Yashoda ist seither eine der erfolgreichsten Zuchtk├╝he in Hamburg. Diese "Panikmache" hilft also hier nicht weiter, sondern Abwarten ist angesagt.
(21.09.2006, 09:35)
2 Dee:   noch ne kleine Erg├Ąnzung zu den K├Âlner Elefnten: geplant waren 6 K├╝he. Jedoch was eine noch zu jung f├╝r den Transport.

Wundert mich etwas, dass sie dann trotzdem die hochtragende haben reisen lassen, wenn die andere zu jung ist! Das Risiko einer Fehlgeburt ist viel zu hoch. Und wenn sie eine junge Kuh aus Gr├╝nden der Vorsicht nicht reisen lassen, h├Ątte man mit der hochtr├Ąchtigen auch warten k├Ânnen, oder bracuht der K├Âlner Zoo so viel Geld? Schlie├člich bringt die Ankunft und der daraus resultierende Nachwuchs jede Menge Geld in die Zoo-Kasse!
(21.09.2006, 07:57)
Ingo Rossi:   Sicherlich kann man das K├Âlner Elefantenhaus durch Detailfehler schlecht reden. Mag es nun der nicht bedachte Neigungswinkel des Bodens, die anf├Ąlligen Tore, die Brandmeldeanlage oder sonst was sein, es gibt einige Missst├Ąnde.
Das wird sp├Ątestens dann bei Zoobauten nicht mehr auftreten, wenn keine neuen, innovativen Ideen mehr umgesetzt werden sondern Elefantenh├Ąuser wie Reihenfertigh├Ąuser im Internet zu bestellen sind. Und selbst bei „normalen“ Bauprojekten werden Fehler auftreten.
Bei meinen Besuchen in K├Âln habe ich weniger auf die Missst├Ąnde geachtet sondern war immer beeindruckt von den Aktivit├Ąten der Elefanten (die Pfleger bei der etwas schwierigen Reinigungsaktionen im Haus habe ich auch schon mal beobachtet.). W├Ąhrend der kurzen Zeit des Bestehens von dem Haus habe ich mehr Sozialverhalten und andere Verhaltensweisen bei den Elefanten beobachten k├Ânnen, als in all den Jahren meiner Zoobesuche zusammen.
Und allein deswegen halte ich das Haus f├╝r sehr gut und zugegeben, es nervt mich, wenn anhand von kleineren Fehlern, ein ganzes Projekt schlecht geredet wird. Selbst die Aussichtskanzel mit Pfeiler davor funktioniert, wenn man um den Pfeiler einfach herumschaut, gro├č genug ist sie ja nun wirklich.

(20.09.2006, 20:10)
IP66:   Ganz sauber ist die k├Âlner Argumentation nicht: Kleideraffen oder Saigas d├╝rfen auch als Nachzuchtstiere ohne Auswilderungschance nicht importiert werden, bei Elefanten sieht das anders aus, da ja hier die heilige Zahl 20 erreicht werden mu├č. Ich empfehle jedem, der diese Herde sehen m├Âchte, das Haus einmal am fr├╝hen Morgen, vor oder w├Ąhrend der Reinigung aufzusuchen, die ja ohne zentrale Abfl├╝sse im Boden erfolgen mu├č.
(20.09.2006, 16:17)
Zoofreund:   Der Import der elefantenk├╝he ist sicher gut so, aber vielleicht h├Ątte man die Tiere auf zwei Zoos verteilen k├Ânnen , wie zum Beispiel 1-2 Tiere in den Zoo Berlin !
(20.09.2006, 14:08)
Folko Kullmann:   Angesichts der Tatsache, dass sehr viele der heutigen Zuchtk├╝he aus den Burma-Importen von van den Brink 1988-90 stammt, finde ich eine Erg├Ąnzung des Genpools f├╝r die Zukunft sinnvoll. Auch der Bulle aus Singapur repr├Ąsentiert ja auch eine Linie, die nicht auf Emmenener Birma-K├╝he zur├╝ckgeht.
(18.09.2006, 12:40)
Sitara:   @ Frank-Walter B├╝schner: Mal ganz abgesehen davon, dass hier nicht zur Debatte steht, was WIR w├╝nschen und uns so vorstellen, ist diese L├Âsung der Verantwortlichen des K├Âlner Zoos schon l├Ąnger ├╝berlegt, durchdacht und vorbereitet worden. Siehe dazu auch den folgenden aktuellen Artikel mit weiteren Details: http://www.ksta.de/html/artikel/1157542168904.shtml

Erinnern m├Âchte ich daran, dass in Emmen 1988 in ├Ąhnlicher Weise, allerdings auf einem wesentlich kleineren Terrain, 1,5 Elefanten aus Burma (Myanmar) zu den 3 dortigen K├╝hen geholt wurden. Davon ging dann eine nach London und zwei weitere aus Mynamar kamen nach. Von den ├Ąlteren K├╝hen leben zwei nunmehr in Budapest, die sich mit der neuen Herde nicht verstanden haben, die alte Annabel erfreut sich in Emmen am Nachwuchs der j├╝ngeren K├╝he, wie ich mich selbst ├╝berzeugen konnte. Ich verstehe nicht, wieso man dem K├Âlner Zoo nicht ebenso zugesteht, sich eine Zuchtgruppe mit frischem Blut aufzubauen, noch dazu wo die Elefanten in gesch├╝tztem Kontakt gehalten werden sollen. Sicherlich ist dies eine gro├če Umstellung f├╝r die Tiere, die den direkten Pflegerkontakt gewohnt sind. Die Emmener K├╝he, von denen ja zwei in K├Âln leben, haben dies hervorragend im Laufe der Zeit verkraftet, warum sollte dies hier nicht ebenso geschehen. Man sollte abwarten, wie sich die Situation entwickelt und sich freuen, dass hier eine weitere M├Âglichkeiten f├╝r Elefantenzucht er├Âffnet wurde, auch mit allen Konsequenzen (Bullen├╝berschu├č), f├╝r die allerdings dringlichst von EEP-Seite grunds├Ątzlich in Europa eine L├Âsung gefunden werden muss.

(18.09.2006, 10:03)
Ronald Masell:   Jep, genau das meinte ich.
Sorry f├╝r die Fehler, waren 8 St├╝ck.
(18.09.2006, 08:17)
Jelle:   Ronald,

Die 8 australische Elefanten aus Thailand sind schon in Quarantaine-Station Cocos Island aufgenommen. In eine Weile werden sie noch Melbourne entweder Taronga Sydney weiter transportiert.
(17.09.2006, 19:58)
Michael Mettler:   Per Google gefunden (da ist allerdings von ACHT Elefanten f├╝r Australien die Rede):

http://www.blick.ch/news/tierwelt/artikel38234
(17.09.2006, 19:35)
Frank-Walter B├╝schner:   Ich finde es irgendwie ziehmlich schwachsinnig, das der K├Âlner Zoo sich noch 5 Tiere dazu geholt hat. Jetzt ist die Herde ja 14 R├╝sselgro├č. Aber es hie├č ja, das die gruppe bis auf 15-20 Tiere wachsen soll, aber durch Zucht und nicht durch Zugekaufte Tiere. Ich f├Ąnde es viel sch├Âner wenn sie so eine gro├če Herde von allein aufgebaut h├Ątte, wie in der Natur eben. H├Ątte zwar bestimmt 10 Jahre oder mehr gedauert, aber das w├Ąre mir es nicht wert gewesen...


(17.09.2006, 19:30)
2 Dee:   Das klingt ja interessant! Das hat was von der Tuli-Aff├Ąre!
@ Ronald: such den Artikel mal bitte raus ;o)!

Vielleicht wei├č cajun mehr?!

(17.09.2006, 18:54)
Ronald Masell:   War da nicht vor kurzem etwas mit f├╝nf Elefanten, die in Thailand f├╝r Australien bereit standen, und deren Transport von australischen Tiersch├╝tzern gerichtlich verhindert wurde? Die Thail├Ąnder wu├čten dann nicht mehr wohin mit den Elefanten. Ich finde den Artikel nicht mehr, m├╝├čte ich aber bei ARAZPA gelesen haben.
Bis jetzt war doch immer die Rede von zwei weiteren K├╝hen aus Mianmar.
(17.09.2006, 18:41)
Yast:   Heute wird es weitere Infos zu den Elefanten im WDR geben.

Heute: Aktuelle Stunde um 19:10 Uhr.

(17.09.2006, 11:49)
Michael Mettler:   @Folko Kullmann: Besagter Bulle aus hannoverscher Zucht hei├čt Assam.
(17.09.2006, 11:09)
Folko Kullmann:   @ 2 Dee: ja, die Jungbullen sind die S├Âhne der beiden Emmener K├╝he, V├Ąter ist Naing Ten der jetzt in Prag steht.
In Port Lympne z.B. hatten sie ja 2 geschlechtsreife Bullen (Bindu und ??, letzterer NZ aus Hannover)
(17.09.2006, 10:57)
2 Dee:   Ui, na da hoffen wir mal, dass das ungeborene Junge den Transport unbeschadet ├╝berstanden hat!

@ Folko: Das hei├čt, das die Jungbullen samt Mutter aus Emmen gekommen sind. Dann ist das nat├╝rlich verst├Ąndlich. Aber es soll wohl auch Haltungen geben (allerdings hab ich kein Beispiel), wo mehrere Bullen decken k├Ânnen. Das w├Ąre bei uns in Leipzig zum Beispiel von Vorteil, wenn wir noch einen h├Ątten: Hoa ziert sich bei Mekong und er kann f├╝r sie scheinbar auch nichts abgewinnen. Und wenn man so ne Antipathi gegenseitig hat, w├Ąre es von Vorteil, wenn sich die Kuh den Bullen aussuchen k├Ânnte, wenn der eine schon nicht will!
Vielleicht wei├č ja jemand mehr. hab die ganzen EEG-Dokus nicht - kann also nicht nachgucken ;o)

(17.09.2006, 10:42)
Sitara:   ├ťber die Ankunft der K├╝he gab es gestern im TV erste Infos auf WDR/Lokalzeit 19:30 mit einem Kurzinterview des Tierarztes. Nachzulesen auch heute in der Online-Ausgabe des K├Âlner Express, u. a. auch dass eine der K├╝he tragend ist und mit der Geburt bald gerechnet wird.
(17.09.2006, 10:32)
Folko Kullmann:   @ 2 Dee: das sind ja tolle Neuigkeiten! ich denke, die beiden Emmener Jungbullen waren beim Transfer nach K├Âln noch so jung, dass eine Trennung von den M├╝ttern zu fr├╝h und aus der Herde nicht n├Âtig ist. Und mit Sang Raja hat K├Âln ja noch einen 2. blutsfremden Bullen.
Allerdings wei├č ich von keiner Haltung mit mehrern Bullen, die dann auch alle erfolgreich gedeckt haben. Meistens kommt nur der rangh├Âchste Bulle zum "Zug".
(17.09.2006, 10:04)
2 Dee:   Seit einiger Zeit ist ein Erlebnistierpark in Memleben. Dort werden ehemalige Zirkustiere, u.a. auch Elefanten, auf denen man auch reiten kann, gehalten. Hat jemand genauere Infos zu den Tieren und der Haltung?
(17.09.2006, 08:26)
2 Dee:   Tolle Infos. Kannst du evtl. Info geben, wann das ganze ausgestrahlt wird?
Emmener Jungbullen weg? Und dann z├╝chtet nur noch Bindu. Wieso haben die die beiden erst nach K├Âln geholt?

(17.09.2006, 08:20)
cajun:   Elefantennews aus K├Âln: Diese Nacht werden f├╝nf (!) neue Elefantenk├╝he aus Thailand entladen. Der halbe Zoo ist abgesperrt und der WDR filmt das Ganze anscheinend. Die beiden Emmener- Jungbullen werden laut meinen Informationen im Laufe der n├Ąchsten Woche in den Zoo Plock nach Polen umziehen.
(16.09.2006, 22:16)
2 Dee:   @ Saya: Nein, sie wurde gestern ├╝berarbeitet und die Farbe musste noch trocknen. Deswegen war gestern nix mit rausgehen. Ab heute soll schon wieder alles beim alten sein - nur etwas mehr "Baum-Deko".
(16.09.2006, 09:23)
Saya:   Danke f├╝r den Bericht, sind ja gute Nachrichten!
Ist die Au├čenanlage in Halle jetzt f├╝r l├Ąnger gesperrt?

(15.09.2006, 18:55)
2 Dee:   Einige Neuigkeiten aus Leipzig und Halle:

In Halle hatte man ja Abu zu seiner Mutter gelassen. Mittlerweile raufen sich die beiden immer wieder, wobei Mutter Sabi die Sto├čz├Ąhne aushalten muss (hat ja selber keine) und Abu von ihr ausgehebelt wird.
Seit der Zusammenf├╝hrung ist Abu sehr viel ruhiger geworden, stopft sich das Futter nicht mehr rein und rennt nicht mehr ├╝ber die Anlage. Konnte aufgrund von Bauma├čnahmen auf der Au├čenanlage die beiden nicht drau├čen beobachten, jedoch schien mir, als w├╝rde Abu allzugerne zu seiner Mutter wollen.
Ich denke, sollte Abu noch mal jemanden zum Spielen bekommen und noch einige K├╝he f├╝r Sabi eintreffen, wird auch er eine vern├╝nftige Laufbahn durchgehen. Mir scheint es noch nicht zu sp├Ąt ;o)

In Leipzig wurde am Dienstag damit begonnen, die K├╝he aus Hamburg mit den K├╝hen Don Chung, Trinh und dem Jungbullen Voi Nam bekannt zu machen. Bin leider erst gegen Abend eingetroffen. Indra/ Salvana schien sehr interessiert, beschnupperte sich mit Voi und Don Chung w├Ąhrend Trinh nicht wirklich was f├╝r sie ├╝brig hatte, eher erregt wirkte (genervt oder ├╝berfordert?). Saida konnte ich nicht beobachten, da sie im Haus war.

Mekong war die vorangegangene Woche allerdings noch einmal mit den Hanseaten zusammen. Hab aber keine Info, ob dabei was passiert ist – im Sinne von Schmusestunde und Deckackt. bei meinem Besuch hatte er nichts f├╝r die beiden ├╝brig.

Soweit erst mal von mir.....

Interpretationsvorschl├Ąge erw├╝nscht ;o)

(15.09.2006, 11:02)
Zoosammler:   Es ist nicht m├Âglich, dass das ein Druckfehler war und das russische RostoW gemeint ist? (Es w├╝rde mich doch ungemein freuen, wenn nicht ich allein bei den Nebelpardern, sondern das Zuchtbuch bei den Elefanten auch einen Fehler gemacht h├Ątte)
(12.09.2006, 20:39)
Sitara:   @ R├╝diger: http://www.rotterdamzoo.nl/import/assetmanager/1/2591/Asian%20Elephant%20Studbook.pdf
Allerdings nur mit Eintr├Ągen bis 15. August 2005!
(12.09.2006, 20:34)
R├╝diger:   Ist das Asiatische Elefanten Zuchtbuch im Internet vom Zoo Rotterdam abrufbar oder muss man es sich von dort zuschicken lassen ? Wer hat die Internetverbindung dazu ? Erbitte Hilfe
(12.09.2006, 19:59)
Frankfurter:   Diese ├ťberlegung gibt es schon lange. Obwohl dem Zoo als Ersatz f├╝r Boy zwei Jungbullen angeboten wurde, hat Kiew abgelehnt, da der riesige Boy die Hauptattraktion des Zoos ist. Erst vor wenigem Wochen mu├čtem dem Bullen zum wiederholten Male die F├╝├če gemacht werden, weil das Tier, trotz einer Futteranweisung aus M├╝nchen, v├Âllig falsch, vor allem ├╝berern├Ąhrt wird ! Schade um den sch├Ânen und wertvollen Bullen.
(12.09.2006, 17:17)
Jelle:   Karsten,

Es waere schoen falls Boy auch noch einmal Zuchtbulle einer Zoo-Einrichtung bzw. das EEP sein koennte. Kandidaten wurden sein Rotterdam oder Twycross (beide mit genuegend zuchtfaehige Kuehe!
(12.09.2006, 17:13)
Karsten Vick:   @Zoosammler: Kein Problem, das kann passieren. Irgendwie hab ich das Gef├╝hl, dass auch die Geschichte mit Boy auf einem Irrtum beruht, da beide Eltern als unk(nown) gef├╝hrt werden. Normalerweise m├╝sste wenigstens die Mutter einen Platz im Zuchtbuch haben. Irgendwie schaff ichs nicht, euch zu ├╝berzeugen, dass Rostock auch ein Spitzenzoo ist;-)
(12.09.2006, 16:51)
Zoosammler:   Und das tut mir auch unendlich Leid.
(12.09.2006, 14:20)
Karsten Vick:   Habe eben im EM-Zuchtbuch folgendes gefunden: Nr. 7002 Boy, der Bulle von Kiew, auch ein Kandidat f├╝r den gr├Â├čten Elefantenbullen, wurde am 1. Januar 1970 in ROSTOCK geboren. Wei├č jemand mehr dar├╝ber?

(Schon einmal wurde ich in diesem Forum so in Staunen versetzt, n├Ąmlich bei den Nebelpardern. Das war ein Lesefehler von Zoosammler, aber Boy steht immerhin im Zuchtbuch.)
(12.09.2006, 14:18)
2 Dee:   @ Dortmunder: Dankesch├Ân ;o)
(11.09.2006, 09:00)
Sacha Beuth:   @Dortmunder: Zur Platzsituation in K├Âln: H├Ątte man die Anlage nicht als Kunstfelsmonstrum gestaltet, h├Ątte es vielleicht auch Platz f├╝r Axishirsche gehabt.....
(10.09.2006, 15:05)
Dortmunder:   @ 2 Dee :

guckst du hier ;o)

Sitara: Die Vergesellschaftung der Asiatischen Elefanten in Heidelberg mit Axishirschen und Hirschziegenantilopen wird schon l├Ąnger durchgef├╝hrt und eben weil sie sich bew├Ąhrt hat, wurde sie nach Neubau der Au├čenanlage (2004) auch weiter fortgef├╝hrt. Ich pers├Ânlich konnte gut beobachten, wie sich die Tiere gegenseitig aus dem Weg gingen, bzw. sich auf eine im mittleren Teil des Geheges befindlichen mit Elektrozaun gesicherte Erhebung begeben konnten; weitere R├╝ckzugsm├Âglichkeiten befinden sich hinter gro├čen, die Anlage begrenzenden Felsen, die diverse offene Stellen lassen, wo die kleineren „WG-Bewohner“ hindurchk├Ânnen. In diesem hinteren, f├╝r die Elefanten unzug├Ąnglichen Bereich befinden sich auch ihre Stallungen. Einem Bericht zufolge soll die Elefantenkuh „Ilona“, f├╝r die eine solche Vergesellschaftung etwas ganz Neues war, beim Ausprobieren der neuen Anlage gleich eine „Jagd“ auf die Axishirsche veranstaltet haben, die aber gut ausweichen konnten. F├╝r beide Tierarten sicher positiver Stress und Anregung zur Bewegung. Ob das in K├Âln aber bei der jetzigen Konstellation der Elefantenherde ├╝berhaupt notwendig ist (die Jungtiere sorgen dort f├╝r reichlich „Bewegung“!) und der Platzsituation wage ich zu bezweifeln...

Weitere Vergesellschaftungsbeispiele in Europa mit Afrikanischen Elefanten sind im Zoopark Carbaceno (Nordspanien) Litchi-Wasserb├Âcke, Oryxantilopen und Wasserb├╝ffel. Da die Tiere dort auf einem sehr weitl├Ąufigen Gel├Ąnde leben, k├Ânnen sie sich wohl mehr oder weniger aus dem Weg gehen. Wie schon hier mal an anderer Stelle erw├Ąhnt, im Safaripark Beekse Bergen (NL) werden Elefanten mit Pavianen zusammen gehalten und im schwedischen Zoopark Boras sollen ebenfalls Elefanten mit afrikanischen Steppenbewohnern, insbesondere Antilopen, zusammenleben. Vielleicht kennt jemand diese Anlagen und kann etwas dazu sagen, welche Erfahrungen man mit diesen „Wohngemeinschaften“ bisher gemacht hat.

(Eintrag vom 30.12.2005 zum Thema "Zoo K├Âln")
(10.09.2006, 13:41)
Dortmunder:   Ich guck grade schon nach... War auch gar nicht b├Âse gemeint ! Aber schon mal als Ansto├č ! Vergeschellschaftungen von Elefanten mit anderen Tieren gibt es z.B. in Heidelberg (mit Axishirschen)
(10.09.2006, 13:34)
2 Dee:   @ Dortmunder: Danke f├╝r die ausf├╝hrliche Info!
K├Ânntest mir trotzdem noch verraten, wo?

(10.09.2006, 13:31)
Dortmunder:   @ 2 Dee :

Das Thema hatten wir, glaub ich, schon mal irgendwo... Musst nur suchen ;o)
(10.09.2006, 13:06)
2 Dee:   Noch eine Anmerkung zu Erfurt, was wahrscheinlich so das erste Mal probiert wird. Mir ist zumindest kein anderer Zoo bekannt:
nachdem alles 2009 fertig sein soll, werden Elefanten dann mit Zebras vergesellschaftet. Kennt jemand noch Zoos oder andere Tierg├Ąrtnerische Einrichtungen, wo Elefanten mit anderen Tieren vergesellschaftet wurden?
(10.09.2006, 12:46)
2 Dee:   Das klingt ja super! Muss ich doch glatt mal wieder da hin!

Noch eine andere gute Nachricht: Erfurt trifft gerade Vorbereitungen f├╝r die Erweiterung der Anlage. Diese soll dann ab n├Ąchsten Jahr gebaut werden. Ca. das (grob gesch├Ątzt) 10-fache von der heutigen Anlage soll dann den Dickh├Ąutern zur Verf├╝gung stehen, incl. neuem Bullenhaus und Bullengehege f├╝r wahrscheinlich max. 2 Bullen.
(09.09.2006, 07:12)
Zoofan:   @Mary. Danke f├╝r die gute Nachricht.
(06.09.2006, 18:44)
Mary:   Gute Nachrichten aus Halle: Abu und Sabi sind endlich wieder zusammen und es scheint ohne Probleme zu laufen. Fotos unter www.zoo-halle.de
(05.09.2006, 22:02)
Sitara:   @ Zoofan: In dem ganz speziellen Fall von Abu geht es keineswegs um die pauschale Verurteilung des Sch├Ânbrunner Tierparks in Wien, sondern um die Tatsache, wie aus einem Elefantenbullkalb in einer zoologischen Elefantenhaltung ein „Mankiller“ herangez├╝chtet wurde. Dies trifft hier eindeutig nach allen bisherigen Vorf├Ąllen zu. Es gibt unterschiedliche Methoden, Elefanten im direkten Kontakt daran zu „gew├Âhnen“, den Menschen als „Alpha-Tier“ zu akzeptieren. Und es h├Ąngt au├čerdem viel vom Geschick, der Erfahrung und der Sensibilit├Ąt des zust├Ąndigen Pflegerteams davon ab, wie dessen weitere Lebensweg sich entwickelt, der bereits in fr├╝hester Kindheit bei Elefanten vorgezeichnet wird. Ich empfehle dazu auch die Lekt├╝re des Berichts: „Sozialisation und das Wohlbefinden der Elefanten“ von Marion E. Garai und Fred Kurt in der K├Âlner Zoozeitschrift 2/2006. Im Fall Abu sind augenscheinlich (zu)viele Fehler gemacht worden, denn ein Elefant ist nicht von Natur aus ein „b├Âsartiges Tier“! Anstatt jenen, die die Vorf├Ąlle in Wien mit Recht kritisieren zu unterstellen, sie wollen dem Tiergarten Sch├Ânbrunn hier was an die Backe laden, um es mal salopp auszudr├╝cken, sollten sich dort die Verantwortlichen (!)mal geh├Ârig an die eigene Nase fassen und nachdenken, was von ihrer Seite alles falsch gemacht worden ist. Denn, nicht nur, dass hier ein Menschenleben zu beklagen ist, durch diese Fehler haben letztendlich die Tiere zu leiden!
(05.09.2006, 09:52)
Mary:   Ob das im besten Interesse der Tiere war, darueber kann man ja wohl streiten. Immerhin sind Abu und Sabi immer noch getrennt und werden es wohl auch bleiben weil man fuerchtet Abu koennte agressiv sein, das heisst beide sind alleine. Sabi hat keine weibliche Gesellschaft und hat ihre Herde in Wien mit denen sie anders als mit Abu immer zusammen war verloren. Und Abu, ein 5-jaehriger, der in dem Alter sooo dringend Sozialkontakte braucht, steht immer noch alleine!!
Und es ist hier im Forum immer wieder von einigen betont worden dass die Entscheidung welche Elefantenart Halle dauerhaft halten wird noch nicht gefallen ist, also ist das Abu/ Sabi Paar moeglicherweise nur eine Zwischenloesung und die beiden werden weiter herumgeschoben.
Eine gute Loesung sieht in meinen Augen anders aus. Wenn die beiden sowieso schon so lange getrennt sind und Abu als gefahr fuer Sabi angesehen wird, warum zum Teufel werden die beiden dann zusammen weggegeben? Und warum trennt Wien einen 5-jaehrigen komplett von der Herde und der Mutter?? Und haelt ihn fast ein Jahr lang in Isolation? Wo sind da die strengen Tierschutzgesetze? Wenn man sich in Halle ansieht wie Abu agressiv ist gegen Sabi und die Pfleger und wie ein Verrueckter im Kreis laeuft, das ist ein Tauerspiel und zwar das direkte Resultat der Wiener Elefantenhaltung.
(04.09.2006, 22:28)
Zoofan:   Mit Verwunderung habe ich die Bewertung der Wiener Elefantenhaltung hier im Forum gelesen. Es stimmt dass die Elefanten zu Gehorsam erzogen werden. Es ist aber falsch das die Elefanten nachts angekettet werden. Das Problem bei vielen Stellungsnahmen ist, dass man meistens den Zoo nicht kennt und daher dann oft zu kritisch urteilt. Die Elefanten in wien habe ich in den letzten Jahren ungef├Ąhr 20 mal besucht. Man kann die Gehorsamserziehung kritisieren , sollte aber nicht vergessen, dass das Kontr├Ąre z.B. die Elefantenhaltung in K├Âln auch schwierig ist. Denn eines sollte schon erw├Ąhnt werden. In ├ľsterreich herrscht eines der strengsten Tierschutzgesetze. So ist dort Wildtierhaltung(somit auch Elefanten ) in Circuse verboten. Darum gibt es auch keine Tournee des Circus Krone in ├ľsterreich. Auch die Nichtabnahm der Ketten beim K├Âlner Bullen Bindu w├╝rde in ├ľsterreich ein Problem mit den Tierschutzbeh├Ârden bringen. Darum w├Ąre es gut, wenn die Sch├Ânbrunner Elefantenhaltung kritisiert wird, bei den Argumenten fair zu bleiben. Abu und Sabi abzugeben, ist allen schwer gefallen und nur im Interesse der Tiere gefallen. Um nicht falsch verstanden zu werden, Kritik an Sch├Ânbrunn ist genauso n├Âtig, wie auch die anderen Zoos immer kritisch durchleuchtet werden m├╝ssen.
(04.09.2006, 18:27)
ZooFanKarlsruhe:   Richtig @Dirk K
(30.08.2006, 15:19)
Dirk K:   War Radza, heutiger Emmener Bulle, nicht als Jungtier mal in der Wilhelma? Das k├Ânnte das von Michael Mettler genannte Tier sein.
(30.08.2006, 14:50)
Dortmunder:   Und nur zur kurzen Info... Kann mich aus dem Jahresbericht (m├╝sste der f├╝r 1986 oder 1987 gewesen sein, da ich zu der Zeit ds erste Mal im Ruhr-Zoo war) noch an den Wortlaut erinnern, dass Ruhe 12 junge Elefanten (1,11) aus Afrika in Gelsenkirchen einstellte, bei denen sich die anderen Zoos die Klinke in die Hand gaben, bis am Ende des Berichtsjahres nur noch 1,1 davon in Gelsenkirchen "stationiert" waren... Genaueres stand leider nicht in dem Bericht... Aber f├╝r diese 12 d├╝rfte das Elefantenhaus selbst unter Inbezugnahme des Flu├čpferd-Abteils (zu dem Zeitpunkt gab es da ja auch noch Zwerghippos) zu klein gewesen sein... Schlie├člich standen zu dem Zeitpunkt auch zwei oder drei Asiatinnen im Haus...
(30.08.2006, 08:53)
Michael Mettler:   Der Zufall ist mein Freund: Eigentlich habe ich mir den Gelsenkirchener Jahresbericht f├╝r 1991 aus dem Regal geholt, um nachzuschauen, wann der Vertrag mit Ruhe auslief - und dann hatte ich beim Aufschlagen prompt ein Foto "Elefant mit Flusspferd" vor mir!!!

Also: In einem R├╝ckblick "40 Jahre Ruhrzoo" wird erw├Ąhnt, dass im Mai 1988 eine vierj├Ąhrige Afrikanische Elefantin namens Maja vor├╝bergehend im Ruhrzoo weilte. Sie stammte aus einem Kleincircus, war verwahrlost und wurde vom Tierschutz im Ruhrzoo eingestellt, den sie zu Beginn des Winters k├Ârperlich geheilt wieder verlassen konnte (NICHT zur├╝ck in "ihren" Circus). Das Tier auf meinem Foto d├╝rfte also Maja sein. Im Text wird allerdings nicht begr├╝ndet, warum man sie bei den Flusspferden unterbrachte. Ich vermute, das hatte was mit der Asiatin Artaida zu tun, die als schwierig galt und vielleicht den Fremdling nicht akzeptierte?
(30.08.2006, 00:32)
Michael Mettler:   ├ťbrigens kann ich mich nicht an eine gro├če Herde kleiner Afrikaner im Ruhrzoo erinnern, die Geschichte kenne ich nur aus dem Jahresbericht. Irgendwann war auch mal ein einzelner Elefant - ich glaube, aus einem Circus - bei den Hippos zu Gast, auch dar├╝ber stand mal was im Jahresbericht. Mag sein, dass es dieser ist, der auf dem Foto zu sehen ist; damals habe ich mich noch nicht sonderlich f├╝r Elefanten interessiert, ich fand nur die Unterbringung merkw├╝rdig. Auf jeden Fall habe ich wohl bei ZWEI Besuchen einen Afrikaner im Flusspferdgehege gesehen, denn auf einem anderen Foto steigt der Elefant gerade ins leere Becken hinab. Da ich erst seit Ende 1987 das Aufnahmedatum auf meine Fotos schreibe, kann ich manche der Fotos aus der Zeit davor nicht richtig einordnen.
(29.08.2006, 23:53)
Michael Mettler:   Na du stellst Fragen, die haben sich mir nicht namentlich vorgestellt :-) Das werden wohl eher die Elefantenspezialisten beantworten k├Ânnen. Mich w├╝rde momentan mehr interessieren, wer die Hippos waren....
(29.08.2006, 23:43)
Karsten Vick:   Sommer 88 - Gelsenkirchen? Waren da auch die jetzigen Berliner dabei?
(29.08.2006, 23:38)
Michael Mettler:   @cajun: Stimmt. Die Situation ist aber auch im damaligen Jahresbericht des Ruhrzoos geschildert worden.

@IP66: Bin mir nicht sicher, meine aber, dass Stuttgart in den Anfangsjahren des Dickh├Ąuterhauses kurzzeitig ein Asiaten-Bullkalb im Bestand hatte. ├ťbrigens sind auch anderswo mehrere K├╝he zusammen alt geworden, so die beiden fr├╝heren in Heidelberg, die N├╝rnberger, die Karlsruher usw. In Zeiten st├Ąndiger Elefantentransfers wird sowas immer seltener der Fall sein, manche Elefanten wechseln ja mittlerweile h├Ąufiger den Zoo als Bundesliga-Fu├čballer den Verein...
(29.08.2006, 23:32)
cajun:   @Michael Mettler: Gibt es dazu nicht ein Foto, das du geschossen hast, auf der Gelsenkirchener HP bei Zooelefant. de? Der junge Elefant mit den Hippos im Hintergrund.
(29.08.2006, 23:09)
Michael Mettler:   @IP66: Solange Elefanten noch gehandelt werden durften, standen in Gelsenkirchen wahrscheinlich selten nur zwei Elefanten. Als mal ein Transport mit zw├Âlf oder vierzehn Afrikanerk├Ąlbern eintraf, die auch mit dem Schuhl├Âffel nicht mehr in den Elefantenstall passten, wurden einige davon kurzerhand im Flusspferdstall einquartiert. Zeitweise standen sogar junge Afrikaner auf dem Landteil der rechten Flusspferd-Au├čenanlage, wo die j├╝ngeren Hippos untergebracht waren - mit diesen zusammen!!!
(29.08.2006, 20:18)
IP66:   Ich m├Âchte nicht streiten, aber k├Ânnte es nicht sein, da├č die H├Ąuser in Gelsenkirchen, Stuttgart und Osnabr├╝ck + Zirkushaltung vielleicht doch positive Seiten haben? Osnabr├╝ck kenne ich nicht gut, ich erinnere mich an ein Haus f├╝r Menschenaffen und Elefanten mit Standpl├Ątzen und Graben. Gelsenkirchen und Stuttgart dagegen fallen unter den H├Ąusern von vor 1990 durch recht gro├če Standfl├Ąchen auf, auch wenn man dort ankettet bzw. angekettet hat. In Stuttgart sind ├╝brigends sehr viele Elefanten sehr alt geworden, vom Erstbesatz fehlt, wenn ich es recht erinnere, nur die Afrikanerin, die abgegeben wurde. In Gelsenkirchen habe ich den Bestand nicht im Kopf, wenn dort aber nur zwei oder drei Tiere stand, hatten sie innen mehr Platz als die Exemplare in K├Âln, Duisburg oder auch Hamburg - nat├╝rlich vor den dortigen Neubauten.
(29.08.2006, 19:55)
2 Dee:   Da wundert mich jedoch, warum das kleine bei einer anderen Tante an die Brust wollte?! Diese war etwas gr├Â├čer als sabah.
(29.08.2006, 03:42)
Michael Mettler:   @IP66: Wie die Zoogeschichte zeigt, sind Asiatische Elefanten "hart im Nehmen". Zu den langlebigsten K├╝hen geh├Ârten z.B. die Osnabr├╝cker Ceylonesin Toni und - um eine noch d├╝rftigere Haltung zu nehmen - die Gelsenkirchener Inderin Birma, die beide ├╝ber 60 wurden - und das im Gegensatz zur Stuttgarterin mit dem 2. Weltkrieg in der Vita und meines Wissens fr├╝herer Circuskarriere!
(28.08.2006, 17:01)
Konstantin Ruske:   Sabah tr├Ągt dieses ├ľdem als Folge von Bindegwebsschw├Ąchen, bei denen sich durch das Gewicht und die Volumenzunahme des Kalbes im Mutterleib verdr├Ąngtes Gef├Ą├čwasser am tiefsten Punkt sammelt. Diese Ansammlung ist noch nicht vollst├Ąndig wieder zur├╝ckgegangen, aber schon bedeutend geschrumpft. Ein sch├Ânes Beispiel ├╝brigens daf├╝r, das entegen wohl der meisten Erwartungen Sabahs Tochter Kariba die wenigste Zeit mit der Mutter verbringt, die dadurch als solche nicht leicht zu erkennen ist. Von extremer Mutter- Kind- Bindung ist hier nicht viel zu sehen. Eher ist es so, wie die Pfleger es immer gesagt haben, was ihnen aber oft nicht geglaubt werden wollte: Die Elefantenm├╝tter sind oft ganz froh, wenn sich andere Herdenmitglieder um die kleinen K├╝mmern und nur mal zum Saugen vorbeischauen. ( Bei " Gefahr" allerdings ist auch Sabah sofort bei ihrer Tochter.)
(28.08.2006, 13:09)
IP66:   Ich war ganz ├╝berrascht, bei einem Besuch in der Wilhelma die ├Ąlteste Kuh (Jahrgang '49?) noch lebend angetroffen zu haben. Sie sieht zwar ziemlich abgemagert aus, bewegt sich aber durchaus noch. Das m├╝├čte doch eines der ├Ąltesten Tiere dieser Art ├╝berhaupt sein? Die Haltung in der Wilhelma ist ja eher traditionell, seit einiegr Zeit aber ohne abendliches Anketten. Immerhin ist alles ziemlich ger├Ąumig, und das Au├čengehege zeigt betr├Ąchtliche H├Âhenunterschiede, die die Tiere auch ├╝berwinden. Auch wenn Alter nicht alles ist, ist es doch auff├Ąllig, da├č ein Tier unter Bedingungen, die solche der 70er Jahre sind, so lange lebt.
(28.08.2006, 12:31)
Karsten Vick:   ├ťber ein solches ├ľdem bei Sabah vor der Geburt von Tutume wurde im MILU berichtet. Die Geschwulst bildete sich 1 Jahr vor der Geburt des Kalbes und ging nach der Geburt ziemlich schnell zur├╝ck. Auf dem Bild sieht das ganze ein bisschen der Brunstschwellung der Schimpansen ├Ąhnlich, betrifft also wirklich den Scheidenausgang. ├ťber die Ursachen haben die Tier├Ąrzte damals (1998) ger├Ątselt. Gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse?
(27.08.2006, 22:46)
2 Dee:   Also weiter nichts Besorgniserregendes?! Durch was wird das hervorgerufen bzw. um was handelt es sich dabei?
(27.08.2006, 14:27)
Michael Mettler:   Laut Posting von Konstantin Ruske (weiter unten im Thread) ist Bibi die zweite tr├Ąchtige Afrikanerin.

Wenn ich mich recht erinnere, war Sabah doch die Mutter von Tutume? Dann habe ich bei ihr damals ebenfalls eine "Geschwulst" am Hinterbauch gesehen, als Tutume noch ein kleines Kalb war.
(27.08.2006, 13:18)
2 Dee:   Welche Kuh in Berlin ist neben Pori noch tragend? Bei den asiaten soll auch wieder was im Busch sein?! Welche?
(27.08.2006, 10:51)
2 Dee:   @ Sitara. Das weibliche Jungtier ist ja nun schon ein halbes Jahr ca. alt. Und ich hatte den Eindruck, dass es nicht die Mutter ist, die das ├ľdem hat. Ist es m├Âglich, dass solche ├ľdeme auch VOR der Geburt auftreten? Auch wenn die Geburt eines der K├Ąlber erst f├╝r M├Ąrz/ April und das andere f├╝r August geplant ist...
(27.08.2006, 10:48)
Sitara:   Bei der Afrikanerkuh Sabah konnte man ein solches ├ľdem im Februar kurz vor der Geburt ihres Kuhkalbs Kariba feststellen, das von den Pflegern immer wieder behandelt wurde. Solche ├ľdeme sind an verschiedenen Stellen in Bauch- und Genitalbereich des ├Âfteren bei tr├Ąchtigen Tieren nach der Geburt sichtbar, so z. B. auch bei der K├Âlner Asiatenkuh Khaing Lwin Htoo nach der Geburt ihres Kalbs Marlar oder bei Thong Thai in Artis/Amsterdam nach der Geburt von Yindee.
(27.08.2006, 10:19)
2 Dee:   Gestern war ich auf Besuch im Tierpark Berlin. Bei einer der afrikanscihen K├╝he ist am Bauch (vor der Vagina) ein W├Âlpung zu sehen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie tr├Ągt (2 Tiere erwarten ja n├Ąchstes Jahr Nachwuchs). Wei├č jemand, was es damit aufsich hat. H├Ąngt das mit der Schwangerschaft zusammen? Ein ├ľdem?

(27.08.2006, 09:15)
Dortmunder:   Fand die Elefantenhaltung in Stukenbrock (genau wie ├╝brigens auch die Nashornhaltung) eh immer sehr gew├Âhnungsbed├╝rftig... Kann mich noch gut an einen Besuch erinnern, bei dem der Elefantenbulle (??? ist aber schon mindestens 12 Jahre her) mal eben einen, der als Gehegeabgrenzung dienenden Baumst├Ąmme hinter dem, leicht ├╝berfordert wirkenden, Pfleger herschleuderte, w├Ąhrend sich wahrscheinlich alle Besucher zu dem Zeitpunkt schon gro├če Sorgen um ihre Autos machten... Mehr m├Âchte ich zum (mittlerweile offiziell als Zoo gef├╝hrten) Park in Stukenbrock nicht sagen...
(23.08.2006, 09:18)
Sitara:   Diese Elefantenk├╝he stammen aus dem "American Circus" (Verona), wie in der folgenden Pressemeldung zu lesen: http://www.webmart.de/newsletter/detail.cfm?kid=107920&catid=9&cr=204252%20#cr

Gem├Ą├č Info des Elefantenmagazins Nr. 8 / Nov. 2005 verstarben in Stukenbrock in den letzten Jahren 0,3 Elefanten, die ebenfalls urspr├╝nglich aus einem Circus stammten.

Die dort lebende Asiatenkuh m├╝├čte ein Alter von ca. 40 Jahren haben, die Afrikanerinnen ca. 30 Jahre alt, also f├╝r die Zucht ungeeignet. Bei dem gestern in dem Bericht gezeigten ├Ąlteren "Circus-Elefanten-Trainer" handelt es sich wohl um Jonny Mai-Frank, von dem man den ca. 22 j├Ąhrigen Bullen "Thai" ├╝bernommen hat.
(23.08.2006, 09:11)
Michael Mettler:   @Saya: Ja, das kommt von der Menge her hin. In besagter Szene konnte man nicht durchz├Ąhlen, weil alles "eine braune Masse" war und sich nur einmal kurz ein Elefant aus der Gruppe l├Âste - war ja wie gesagt alles nur im Hintergrund. Und die besagten Elefanten standen wie beschrieben in einem Strompaddock, durch einen Versorgungsweg getrennt vom Gehege der ans├Ąssigen Elefanten.
(23.08.2006, 09:01)
Saya:   In Stuckenbrock sind wie letzten Sommer auch eine Gruppe alter Asiatenk├╝he aus einem italienischen Circus (Togni?) "zu Gast". Wie viele wei├č ich nicht, vielleicht 4 oder 5. Letztes Jahr waren es 5. Die werden aber getrennt von den "eigenen" Elefanten gehalten.
(23.08.2006, 01:45)
Michael Mettler:   Und das ist auch die Leitkuh der Dreiergruppe. Wie hie├č es doch mal in einem Buch ├╝ber Circusdressur? In vielen kleineren Circussen hei├čt ausgerechnet die ├Ąlteste Elefantin "Baby", weil sie bei ihrer Ankunft als Jungtier der erste und einzige Elefant war und andere erst sp├Ąter folgten. Scheint auch so ein Fall zu sein, denn laut TV-Kommentar sollen die Stukenbrock-K├╝he ehemalige Circus-Elefanten und "zu alt" f├╝r den Circus geworden sein... Angesichts der Tatsache, dass die Elefanten schon etliche Jahre dort leben und Baby mal gerade 40 sein soll, eine merkw├╝rdige Aussage. (Aber es hie├č ja an anderer Stelle auch, es g├Ąbe ein freier Wildbahn nur noch ein paar hundert wei├če Tiger...)

├ťbrigens hat es schon kurz nach der Er├Âffnung (1969?) Afrikanische Elefanten in Stukenbrock gegeben, die jetzigen hatten also mindestens "eine Garnitur" Vorg├Ąnger. Meine Eltern waren damals dort, und ich habe ein von ihnen gemachtes Foto, auf dem mehrere junge Afrikaner zu sehen sind.

Nebenbei bemerkt: Der wohl noch relativ frisch angelernte Elefantenpfleger in Stukenbrock (sein "Lehrmeister" wurde auch gezeigt) ist gelernter Maurer.
(22.08.2006, 20:11)
Sven P. Peter:   2005 hatten sie mindestens 2 Asiaten.
(22.08.2006, 20:00)
cajun:   @Michael Mettler: Gibt es in Stukenbrock nicht zumindest auch eine "hauseigene" Asiatin neben den Afrikanern? Meine auf zooelefant.de sowas gelesen zu haben.... yo, "Baby" hei├čt sie, eben nachgeschaut.
(22.08.2006, 19:49)
Michael Mettler:   Nicht, dass mich jemand falsch versteht: Der Schattenspender steht IN der Au├čenanlage und ist nicht etwa das Dach F├ťR die Au├čenanlage, da habe ich mich etwas missverst├Ąndlich ausgedr├╝ckt....
(22.08.2006, 19:38)
Michael Mettler:   Hat noch jemand die unter "Zoosendungen & Co" angek├╝ndigte Sendung ├╝ber den Elefantenpfleger in Stukenbrock gesehen? (Um eine dortige Raubtierpflegerin ging es darin auch noch.) Gezeigt wurden u.a. die Innenunterk├╝nfte der Elefanten. Die drei K├╝he in Anbindehaltung (ohne jegliche Box), der Bulle anscheinend ohne Wechselbox (wenigstens habe ich keine gesehen) hinter senkrechten Stangen - ich dachte, die gelten wegen R├╝sselschlaggefahr mittlerweile als zu gef├Ąhrlich? Im rechten Winkel zum Gitter eine Wand mit T├╝r zur Futterk├╝che - der Bulle kann mit der R├╝sselspitze durch die offene T├╝r langen, so dicht m├╝ssen die Pfleger vor seinem Gitter vorbei!

Die fr├╝her zum Safaripark hin "sichtoffene" Au├čenanlage ist nun mit quer verlaufenden Drahtseilen (keine Schaukelseile) eingefasst, unten mit engerem Abstand (der Pfleger passt aber durch), ab etwa Elefanten-Bauchh├Âhe mit weiterem Abstand. Der Bulle konnte allerdings die "gespannten" Seile mit einem Sto├čzahn etwas anheben.

Eine Wurfbox existiert anscheinend ebenfalls nicht, w├╝rde also wohl erst kurzfristig (hoffentlich) gebaut, wenn eine der K├╝he tragend ist?

Im Gegensatz zu vielen Zoo-Anlagen hat die dortige Au├čenanlage ein Schatten spendendes Dach. Ist zwar "nur" ein sechseckiger "Zweckbau" und nichts Pseudonat├╝rliches, aber immerhin ein Schattenspender von gesch├Ątzt acht bis zehn Metern Durchmesser!

Interessant auch, dass im Hintergrund einer Szene mehrere weitere Elefanten zu sehen waren, die au├čerhalb der Anlage in einem Strompaddock standen - Asiaten! ├ťber die wurde leider nichts weiter gezeigt. Wei├č jemand, was es damit auf sich haben k├Ânnte? Circus-Elefanten d├╝rften doch wohl zu dieser Jahreszeit auf Tournee sein?
(22.08.2006, 18:59)
Jelle:   Michael,

Der Bulle Radza wird schon noch einige Jahren im Zoo Emmen verbringen bevor er eben abgegeben werde. Die EEP Koordinator hat demnaechst auch eine Rolle zu den meist wuenschlichem Loesung fuer ein Bullen mit sehr viel Nachwuchs.

Dazu gibt es jetzt noch 3 Alternativen von Bullen die als Einzig (und Solitaer) ihrer Art gehalten werden: Bulle John (40 und eine Nachzucht) im Zoo Perm, Bulle Ganga (31 und keine Nachzuchten) im Zoo Ljubjana und Bulle Boy (eine Nachzucht) im Zoo Kyiv.

Ich hoffe dass diese Bullen bald in aktiven Zuchtgemeinschaften einbezogen werden koennen.
(22.08.2006, 18:08)
Laila:   @Sitara noch mal in Leipzig gibt es kein Crash dings bums.
(22.08.2006, 16:23)
Sitara:   Sowohl die K├╝he als auch in erster Linie die Bullen werden sehr langsam mit viel Geduld, oft ├╝ber Jahre an diese „Zwangsst├Ąnde“ (und nochmals, auch in Leipzig ist dies nichts anderes, wie von Carsten Vick genauer erl├Ąutert und von mir mit der Bemerkung auf die „unterschiedlichen Arten der Zwangsst├Ąnde“ weiter unten hingewiesen) gew├Âhnt. Ein erfahrener Elefantenpfleger sagte mir einmal, dass es daf├╝r sehr viel Fingerspitzengef├╝hl bedarf und er genau absch├Ątzen muss, „wie sein Tier heute drauf ist“. Es wird mit Targettraining und Belohnung regelm├Ą├čig daran gearbeitet. Wenn der Bulle an einem Tag mal nicht Lust dazu hat, l├Ąsst man es einfach. Nur mit dieser Ausdauer, viel Erfahrung und Geschick wird ein guter Elefantenpfleger seinen Sch├╝tzling dazu bringen, in diese beengten und beengenden Stand zu gehen. Meine Frage bez├╝glich des „Ma├čes der Einengung“ beantwortete er so: „Allm├Ąhlich wird die seitliche Einengung immer ein wenig enger gestellt. Ganz ran werde ich die Stangen nie stellen, denn dann w├Ąre das Vertrauen dahin und er geht mir nie mehr da rein! Es reicht, dass er wei├č, dass ich sein Vertrauen nicht missbrauche, und nur so kann ich auch im Krankheitsfall an ihn ran!“

Auch ohne Zwangsstand, allerdings von in direktem Kontakt gehaltenen Elefantenk├╝hen: Als sich Salvana nach einem Grabensturz vor ein paar Jahren ein Zehe gebrochen hatte, musste sie zur Diagnose ger├Ângt werden. Die Pfleger und alle, die ihre Mutter kannten, hatten gro├če Sorge davor, dies direkt in der gemeinsamen Box bei Saida durchzuf├╝hren. Trotz gro├čer Bedenken wagte man diesen Schritt und alle Beteiligten waren sehr ├╝berrascht, dass das Muttertier ohne irgendein Zeichen einer Aggression ihr Kalb den vertrauten Pflegern ├╝berlie├č, so dass es in ihrer Gegenwart in der Box ger├Ângt werden konnte. Auch hier ist das Stichwort: Erfahrung und erworbenes, nicht entt├Ąuschtes Vertrauen!

(22.08.2006, 12:04)
2 Dee:   @ Carsten Vick: genauso sehe ich die Haltung zu den Trainings- oder Zwangsst├Ąnden auch.
Mich w├╝rde trotzdem mal interessieren, ob Elefanten das mitbekommen, dass eine schmerzhafte Behandlung manchmal von Vorteil f├╝r ihre eigene Gesundheit ist. Leider k├Ânnen die Pfleger ihnen das nicht sagen und die Elefanten uns diese Frage nicht beantworten. Hat da jemand schon mal was geh├Ârt?

@ Michael Mettler: Okay, dann hab ich deine Worte etwas falsch verstanden. Aber selbst bei einer Partnerschaft zwischen zwei Zoos wird auch da irgendwann einmal das genetische Potential ausgesch├Âpft sein. Und dann kommt noch die Frage: Wohin mit den Bullen, die geboren werden? Das wird auch noch ein zuk├╝nftiges Problem sein. Hat jeder Zoo einen oder zwei zuchtf├Ąhige Bullen udn es werden mehr gezeugt, wird man sich Gedanken machen m├╝ssen, was mit denen passiert, die nachgez├╝chtet werden und die Geschlechtsreife erreichen. So viele Zoos gibt es nicht, die dann einfach mal einen aufnehmen k├Ânnen. Deshalb denke ich, dass ein Bullenareal, wie er in Spanien vorhanden ist, auch in Deutschland irgendwann errichtet werden muss.

Ich glaube nicht, dass ein Zoo Abu nimmt, der selber einen Bullen hat.Dann lieber K├╝he weggeben, damit keine Inzucht passiert. Daf├╝r ist zuviel Wirbel um den Tod des Pflegers gemacht worden.
Und ob Abu einmal eine Herde aufbauen kann, muss man abwarten. Schlie├člich ist er schon l├Ąngere Zeit von seiner Mutter und der Herde getrennt gewesen. Ob er ├╝berhaupt wei├č, was f├╝r Aufgaben vor ihm stehen, wenn er es nicht mehr beobachten konnte, wie ES funktioniert?!
(22.08.2006, 09:22)
Chris:   Im Tiergarten Sch├Ânbrunn kam im April 2001 der Elefantenbulle Abu zur Welt. Gezeugt wurde er durch k├╝nstliche Befruchtung, da der Bulle Pambo der aus dem Zoo von Basel stammt noch nicht zeugungsf├Ąhig war. Im Jahr 2005 kam die kleine Elefantendame Mongu zur Welt. Vater war berets Pambo und Mutter der kleinen war die Leitkuh Tonga.

Pl├Âtzlich im Februar 2005 verletzte Abu einen Tirpfleger t├Âtlich!Kurz vor diesen Angriff passierte vieles im Elefantenhaus.Die ehemahlige Leitkuh Jumbo verstarb, vor einigen Monaten die Geburt von Mongu,vielleicht aber wollte er sich nur mit seinem Rivalen messen.

Heute lebt Abu mit seiner Mutter Sabi im Zoo Halle,der eine neue Elefantenherde aufbaut.
(22.08.2006, 08:38)
Karsten Vick:   Ja, so ein edler uneigenn├╝tziger Bullentausch wie uns hier vorschwebt, war das nicht. Sie konnten Radza kriegen, weil Riga die Elefantenhaltung aufgab und hatten gleichzeitig in Prag einen Abnehmer f├╝r Naing Thein, weil dort Kadira bei der Flut umgekommen war. Aber es ist ja was gutes bei rausgekommen. Radza h├Ąlt die Emmener Zucht am Laufen und Naing Thein hat in Prag auch schon eine Kuh gedeckt.
(22.08.2006, 00:25)
Michael Mettler:   @Karsten: Ist schon klar mit Emmen (aber sooo viele T├Âchter hatte der Bulle ja bekanntlich nicht....). Was ich damit sagen wollte: Sollte Emmen noch einmal in die Situation kommen wie mit dem ersten Bullen Naing Thein - also reichlich Nachzucht ├╝ber Jahre hinweg vom selben Bullen zu haben - dann k├Ânnte ich mir durchaus vorstellen, dass man sich von einem imposanten Schautier wie Radz weniger gern trennt bzw. dass es Proteste aus der Bev├Âlkerung geben k├Ânnte. Sein Vorg├Ąnger unterschied sich f├╝r Otto Normalbesucher eben nicht sonderlich von den K├╝hen (so wie heute auch Calvin in Hannover, der von den meisten Besuchern gar nicht als Bulle wahrgenommen wird), Radz dagegen hat ein unverwechselbares und schauattratives "Profil".

Und so werte ich auch die Situation in Hamburg: Hussein ist stadtbekannt, quasi das Symboltier f├╝r die Hagenbecker Elefantenzucht und eigentlich auch das Wappentier des Parks. Kann man doch nachvollziehen, wenn man sich - von pers├Ânlichen Bindungen oder materiellem Wert ganz abgesehen - nicht gern von ihm trennen w├╝rde.

Hannover (Calvin/Califa, Farina) und der Tierpark Berlin (Ankhor/Temi) k├Ânnen ├╝brigens schneller vor dem Vater-Tochter-Problem stehen als ihnen lieb ist, denn der fr├╝here Pariser Zuchtbulle Siam hatte auch schon mal eine blutjunge Kuh erfolgreich gedeckt (war die nicht erst viereinhalb?). Hagenbeck konnte dem ja bislang nur durch Abgabe bzw. Auslagerung der Jungk├╝he nach M├╝nster und Leipzig entgehen.
(21.08.2006, 23:59)
Karsten Vick:   @Michael: In Emmen ging es doch nicht nur darum, dem Publikum einen riesigen Sto├čzahntr├Ąger zu pr├Ąsentieren, sondern die hatten doch wirklich schon das Problem, mehrere heranwachsende T├Âchter des alten Bullen zu haben. Oder t├Ąusche ich mich da? In der Situation ist bis heute kein deutscher Zoo (au├čer Hamburg?).

@Jelle: Kosko kam 1958 aus Vietnam (als Geschenk von Ho Chi Minh, dem Pr├Ąsidenten) in den Berliner Tierpark. Sie starb, so wie ich erz├Ąhlt habe, w├Ąhrend einer Operation 1994.

@2 Dee: Im gro├čen und ganzen sind wir uns schon einig. Einschr├Ąnkung zu medizinischen u. ├Ą. Zwecken - ja; Zwangsstand, um Musth-Bullen gef├╝gig zu machen und so ne Sachen - nein. Fr├╝her haben sie auch die Bullen im Zirkus mit Ketten gefesselt, DAS habe ich auch schon auf Bildern gesehen. Also, wer richtig mit Elefanten umgehen kann, kriegt sie auch dazu, in so einen Zwangsstand zu gehen und (selbst schmerzhafte) Behandlungen zu dulden. Sowohl im freien als auch im gesch├╝tzten Kontakt. Ich hatte zwar bisher nur mit K├╝hen und Pferden zu tun, aber das sind auch gro├če, wehrhafte und eben auch soziale Tiere; mit Ruhe und Geduld kriegt man da einiges hin, mit Geschrei und Strafe aber nicht.
(21.08.2006, 23:32)
Michael Mettler:   Keine schlechte Idee...

Da ich eh gerade am Ketzern war, schieb ich noch einen nach: Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass sich auch hierzulande der eine oder andere Zoo aus Marketinggr├╝nden daf├╝r h├Ątte begeistern k├Ânnen, Radz aus Riga zu ├╝bernehmen. Schlie├člich lockt seine Erscheinung wahrscheinlich genausoviel Publikum an wie ein Elefantenkalb. Und zuchtf├Ąhig ist er auch noch...
(21.08.2006, 21:19)
Tom Schr├Âder:   Irgendwie wird mir das hier zu irreal dargestellt, als w├Ąre es f├╝r die Zoos nur unter ├Ąu├čerst schwierigen Umst├Ąnden m├Âglich, auf die Naturbegebenheiten bei den Elos einzugehen; aber Emmen macht es allen vor, dort sind sie NICHT so egoistisch, den z├╝chtenden Bullen koste es was es wolle zu behalten, dort sind sie NICHT so egoistisch, z├╝chtende K├╝he auf Krampf zu behalten, dort sind sie sogar sooo altruistisch, da├č sie ihre nach vielen Jahren endlich wieder ein Kuhkalb-geb├Ąrende Zuchtkuh in einen anderen Zoo (K├Âln) abgeben...:-)) (Vorsicht, hier war ich grad lustig). Was ich als Laie nicht verstehe, ist, warum man nicht einfach Abu mit Tutume tauscht, dann w├Ąren alle Inzucht-Diskussionen verstummt...
(21.08.2006, 21:09)
Michael Mettler:   P.S. Im genannten Beispiel m├╝sste sich Hussein nat├╝rlich gewaltig umstellen, weil in Hannover F├╝tterungsverbot herrscht. Daf├╝r k├Ânnten sich in Hannover mal seine Gelenke erholen - ich k├Ânnte mir vorstellen, dass das stundenlange Balancieren an der Grabenkante beim Futterbetteln f├╝r seine fest aufgestemmten Vorderbeine sehr belastend ist....
(21.08.2006, 21:00)
Michael Mettler:   @2 Dee: Da hast du mich missverstanden. Ich meine eine Situation, in der zwei Zoos z├╝chtende Bullen haben und vor dem Problem stehen, dass der Vater nicht seine eigenen T├Âchter decken soll. Mit anderen Worten: BEIDE haben zuchtf├Ąhige Bullen, zuchtf├Ąhige Altk├╝he und hoffnungsvolle Jungk├╝he. Nehmen wir z.B. Hagenbeck und Hannover: Wenn in ein paar Jahren Hussein und Calvin untereinander ausgetauscht w├╝rden, k├Ânnten beide im jeweils anderen Zoo M├╝tter UND T├Âchter decken, und der anfallende weibliche Nachwuchs w├Ąre dann sp├Ąter wieder als Zuchtpartnerin f├╝r den wieder "heimgeholten" Stammbullen geeignet. Ein solches, aufeinander abgestimmtes Parallelsystem k├Ânnte das Dilemma l├Âsen, ohne dass sich ein Zoo auf Dauer von seinen Elefanten trennen muss. Ob nun ein Bulle oder eine Kuh auf Hochzeitsreise geschickt wird, macht technisch (und vom Transportrisiko her) wenig Unterschied. Nur muss sich die Kuh von ihrer Mutter/Tochter trennen, mit der vorhandenen Kuhherde auseinandersetzen und sich in sie eingliedern, w├Ąhrend der Bulle ohnehin eher externes Mitglied der Herde ist.

Nach diesem Modell k├Ânnten jedenfalls stabile Mutterfamilien und deren Verb├Ąnde untereinander bestehen und immer am selben Ort bleiben. Und es ist ja nicht zwingend n├Âtig, gleich einen Bullen-Ringtausch zu machen, wenn sowas schon mit je zwei Zoos untereinander funktionieren k├Ânnte.
(21.08.2006, 20:33)
Jelle:   Karsten,

Wem ist der Elefant Kosko? Ich kenne dieser Elefant gerade nicht aus Tierpark Berlin?
(21.08.2006, 20:25)
2 Dee:   @ Carsten Vick: 1,50 ist gerade noch so. Ein Elefant kann locker duchgehen. Nur bei den etwas dickern K├╝hen wird es etwas eng ;o)
Dieser Trainingsstand in Leipzig und wahrscheinlich auch in anderen Zoos dient dazu, dass Tiere mal an einem Ort stehen bleiben, wenn man zum Beispiel Blut abzapfen will oder in „hands off“ – Haltung Fu├čpflege betreiben muss und der Pfleger gesch├╝tzt ist. In Leipzig soll dazu noch eine Waage eingebaut werden. Und du kennst es vielleicht selber, dass, wenn man nicht still steht, das Gewicht variiert.
Quetschen bei Crash-Cages ist daf├╝r gedacht, dem Tier JEDE Bewegungsfreiheit zu nehmen, die bei dem Trainingsstand noch vorhanden ist. Der Elefant kann seinen Kopf, seine Beine bewegen und auch noch einen halben Schritt vor oder zur├╝ck gehen. Das ist beim Quetschen nat├╝rlich nicht mehr m├Âglich. Wozu das notwendig ist, kann ich dir nicht sagen. Nur eins ist klar: anders als im zusammengedr├╝ckten Zustand l├Ąsst sich ein Elefant schlecht auf die Seite drehen. Die Crush-Cages sind wahrscheinlich damals gebaut worden, um die in der Musth befindlichen Bullen total unf├Ąhig gegen├╝ber dem Pfleger zu machen, da man ja fr├╝her davon ausging, dass sich die Bullen in der „Zwangsjacke“ schneller wieder beruhigen (den Zustand Musth kannte man ja damals noch nicht). Dass das Ger├Ąt gedreht werden kann, war vielleicht eine Weiterentwicklung mit medizinischem Sinn, wie es eben heute manchmal bei der Fu├čpflege genutzt wird. Unter welchen Umst├Ąnden dann die Tiere da rein gelaufen kommen, ist vielleicht die zu er├Ârternde Frage hinsichtlich der Tatsache, wie du sagtest, dass diese das Ger├Ąt nur einmal unter schmerzhaften Bedingungen betreten. Vielleicht werden sie vorher schon angedockt ... ?

Das freut mich, dass Pori wieder tr├Ągt! Hoffentlich beh├Ąlt sie diesmal die Nerven ;o)

Die M├Âglichkeiten gibt es ja, die Bullen, wie auch die K├╝hen, sie f├╝r l├Ąngere Zeit auszutauschen oder zu entleihen. Nur wenn ich einen Bullen habe, der flei├čig deckt und ich jede Menge junge zuchtf├Ąhige und genetisch geeignete K├╝he habe, bin ich doch bl├Âd, wenn ich dann meinen Bullen f├╝r drei Jahre verleihe. Bis dahin sind vielleicht drei der sechs K├╝he (als Beispiel) nicht mehr zuchtf├Ąhig! Vor allem dann f├╝r den Zoo nicht lohnenswert, wenn der andere Zoo keinen eigenen Bullen zur Verf├╝gung stellen kann, der diese L├╝cke f├╝llt, oder einen Bullen hat, der es nicht auf die Reihe bekommt....
Es wird schwer sein, f├╝r alle die richtige L├Âsung zu finden, bei der alle Zoos mitspielen!

Hat M├╝nster nicht schon mal umgebaut?
(21.08.2006, 18:49)
Sven P. Peter:   Es ist nach wie vor ein badeteich geplant, doch z.Z. sammelt man doch f├╝r die neue Erdm├Ąnnchenanlagen NEBEN den Elefanten.
(21.08.2006, 18:48)
Hannes:   In M├╝nster sasmmelt man spenden f├╝r den Umbau des Elefantengeheges.
Wer wei├č mehr.
(21.08.2006, 18:47)
Michael Mettler:   @ZooFanKarlsruhe: Damit w├Ąre dann also die Osnabr├╝cker Kapazit├Ąt ausgelastet - Kenia ist die 5. Kuh.
(21.08.2006, 13:39)
Ralf Seidel:   Nochmal zu den halleschen Elefanten: Abu
mu├čte Sch├Ânbrunn auf Grund mangelnder Platzverh├Ąltnisse verlassen, 2 Bullen auf der dortigen Anlage sind laut neuen
Verordnungen in ├ľsterreich nicht mehr statthaft. Sabi ist als Begleitung mit dazu gekommen, auch wenn die beiden eben schon l├Ąngere Zeit nicht mehr zusammen gehalten werden. Trotzdem will man versuchen, die beiden gemeinsam zu halten, zumindest bis Abu geschlechtsreif geworden ist. Aber im Moment ist das wohl noch ein langer Weg.
(21.08.2006, 13:29)
ZooFanKarlsruhe:   Zu Osnabr├╝ck: Ich habe mal gelesen, dass das Osnabr├╝cker Elefantenhaus f├╝r 5 Tiere ausgerichtet sein soll.
(21.08.2006, 13:08)
ZooFanKarlsruhe:   Richtig Michael. "Kenia" ist die Tochter von dem im April 2005 verstorbenen Bullen "Chisco". Bis zu diesem Zeitpunkt konnte sich der andere dort gehaltene Bulle "Rambo" nicht zur Paarung gegen den sehr dominanten "Chisco" durchsetzen.
(21.08.2006, 13:05)
Michael Mettler:   Ohne im Elefanten-Magazin der EEG nachgeschlagen zu haben: Ist nicht auch der Zuchtbulle in Cabarceno - und damit der Vater von Kenia - tot, so dass nicht mal die "Gefahr" von Inzucht best├╝nde? Jetzt bin ich aber auch mal gespannt auf das EEG-Statement. Immerhin wurde die Haltung in Cabarceno hinsichtlich Gehege und "wachsender" Gruppenstruktur immer als vorbildlich dargestellt, da wundert es mich schon, dass ein dort geborener Elefant das "Paradies" verlassen soll.

F├╝r wieviele Elefanten ist denn eigentlich die Haltung in Osnabr├╝ck ausgelegt?

(21.08.2006, 12:58)
ZooFanKarlsruhe:   Weiss jemand warum gerade "Kenia" aus Cabarceno nach Osnabr├╝ck umzieht ? Ich bin mit der Gruppe in Cabarceno nicht so vertraut, aber w├Ąre es nicht besser gewesen, nach den 3 Todesf├Ąllen im April 2005,dort vorerst keine Tiere mehr rauszunehmen ? Moderne Elefantenhaltung sollte doch nach M├Âglichkeit nat├╝rlich gewachsene Elefantengruppen beinhalten. Aber auch hier wird leider eine Mutter-Tochter Trennung vorgenommen. "Kenias" Mutter "Zambi" l├Ąsst sich ja leider nur noch im absoluten "no contact" halten.
(21.08.2006, 11:55)
Konstantin Ruske:   Im Tierpark Berlin sind Bibi und Pori tr├Ąchtig und bekommen im Fr├╝hjahr 2007 ihre K├Ąlber.
(21.08.2006, 11:19)
Michael Mettler:   Die Elefantenzucht ist und bleibt eine Zwickm├╝hle. Schaut ein Zoo zuerst auf sich selbst - und wer kann ihm das verdenken - wird er sich nur ungern von etablierten Zuchttieren trennen. Und ich kann auch gut nachvollziehen, wenn man seinen erfolgreichen Zuchtbullen nicht einfach "in den gro├čen Topf schmei├čen" und seine weitere Platzierung einem Zuchtkoordinator ├╝berlassen will. (Au├čer, man will ihn aus irgendeinem Grund gern loswerden... Aber das trifft ja auf Zuchtbullen wohl selten zu.)

Dem entgegen steht das Erhaltungszuchtprogramm der Zoogemeinschaft, in dem es nach genetischer Passung geht und aus den Individuen schlichtweg "Zuchtmaterial" wird. Bei allen m├Âglichen anderen Arten gibt es deutlich weniger Hemmungen, erfolgreiche Zuchtgruppen auseinander zu rei├čen und Individuen munter hin und her zu transferieren (oder Zuchtstopps zu verh├Ąngen).

Schon schwierig f├╝r die Zoos, mit diesen gegens├Ątzlichen Richtungen zurecht zu kommen. Vielleicht w├Ąren "Partnerzuchten" eine L├Âsung, bei der zwei Zoos langfristig zusammenarbeiten und untereinander in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden (je nach Geschlechtsreife der Jungk├╝he) ihre Bullen hin und her tauschen?
(21.08.2006, 11:12)
Karsten Vick:   @2 Dee: Also ich denke immer noch, dass der urspr├╝ngliche Zweck dieser St├Ąnde es nur war, den Elefanten einzuengen, um ihn gefahrlos behandeln zu k├Ânnen. Und 1,50 m wie in Leipzig ist auch schon recht eng f├╝r einen Elefanten. Wozu sollte es denn gut sein, einen Elefanten zu quetschen, also, ihm mit dem K├Ąfig selbst Schmerzen zu bereiten? Das Ergebnis w├Ąre doch nur, dass der Elefant da nicht wieder rein geht und dann h├Ątte der Zoo den ganzen teuren Crushcage umsonst gebaut.

F├╝r bestimmte kleine Operationen kann ein Zwangsstand die bessere Alternative zur Narkose sein. Die Elefantin Kosko im Berliner TP wurde vom Bullen Ankhor in den Schwanz gebissen (das war wohl damals seine Art mit M├Ądels anzubandeln). Letztendlich musste der Schwanz in Vollnarkose amputiert werden und Kosko wachte nicht wieder aus der Narkose auf. Vielleicht k├Ânnte sie noch leben, wenn man diese OP im Zwangsstand mit ├Ârtlicher Bet├Ąubung durchgef├╝hrt h├Ątte. Vielleicht auch nicht, das ist nat├╝rlich v├Âllig spekulativ, sollte auch nur ein Beispiel sein. Alles in allem halte ich nichts davon, diese St├Ąnde, auch nicht die mit verschiebbarer Wand, pauschal zu verurteilen. Wenn die EEG den schieren Neubau einer solchen Anlage, ohne dass dort schon irgendwas mit den Elefanten passiert ist, als "st├Ąhlerne Zwangsjacke" kommentiert (siehe Zitat weiter unten), dann halte ich das trotz aller Experten die da sitzen f├╝r polemisch und ├╝berzogen.

Mit den rotierenden Bullen das ist nat├╝rlich Zukunftsmusik. Derzeit h├Ąlt jeder Zoo seinen zuchterprobten Bullen fest. Aber ├╝ber kurz oder lang werden sie die Bullen tauschen m├╝ssen, um keine Inzucht zu haben.

@Michael & Konstantin: Welche Elefantenk├╝he in Berlin sind denn jetzt tragend?
(21.08.2006, 11:08)
2 Dee:   Hallo an euch alle. Ich versuch jetzt mal eurer Diskussion zu folgen und fange mal mit Halle an.

@ Sven P. Peter: Warum Sabi mit Abu nach Halle ist, ist nicht erkl├Ąrt worden. Es gibt mehrere M├Âglichkeiten, die man sich so durchdenken kann. Welche wahr ist, bleibt das Geheimnis der beiden Zoos. Entweder wollte man Abu nicht alleine haben, da er das Image der Elefantenhaltung etwas verzerrt hat, auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, das der Pfleger an dem Unfall nicht ganz unschuldig ist – aber das nur Nebensache. Eine weiter M├Âglichkeit, wo ich mich nun nicht weiter auskenne: Der Platz in Sch├Ânbrunn. Sabi geh├Ârt auch eigentlich M├╝nchen, nur haben die mittlerweile nur noch asiatische Tiere. Und wenn man Abu schon weggibt (aus Haltungsbedingungs-Gr├╝nden: Sch├Ânbrunn hat nur Platz f├╝r einen Bullen), dann liegt es nahe, seine Mutter mit weg zu geben.
Abu kann momentan seine Mutter noch nicht decken. Es geht hier um den gesundheitlichen Schutz von Sabi, nicht um die Gefahr, von ihrem Sohn gedeckt zu erden. Abu soll sich in den ersten Wochen sehr aggressiv seiner Mutter gegen├╝ber gezeigt haben. Die Angst der Pfleger liegt darin begr├╝ndet, das Sabi, die ihm wohl schon kr├Ąftem├Ą├čig unterlegen sein soll, von Abu nieder gemacht wird. Auch wenn er vielleicht nur spielen will, man wei├č nicht, wie es ausgeht. Und nach einem „Spiel“ zweifelt man, Abu von Sabi wieder trennen zu k├Ânnen, was f├╝r die unterschiedliche Handhabung der beiden (Abu „hands off“ und Sabi „hands on“) von Notwendigkeit ist.

Da Halle selber sehr kurzfristig die afrikanischen Tiere bekommen hat und ein Transport bestimmt schon einige Monate vorher geplant, besprochen und irgendwelcher Schriftkram erledigt sein muss, denke ich auch, dass Osnabr├╝ck schon vor dem Einzug der Sch├Ânbrunner Tiere in Halle mit der B├╝rokratie besch├Ąftigt oder sogar schon fertig war. Ein weiterer Transport ist aber glaube kein Hindernis. Es gibt so viele Tiere, die immer wieder umherreisen, da wird da keiner Probleme machen, wenn es auch Matibi treffen sollte. Es w├Ąhre von Vorteil!

@ Carsten Vick
Ein Crash-Cage ist ein K├Ąfig, wo der Elefant gequetscht wird. Das ist die richtige Beschreibung. In Leipzig, um auf deine Frage zu antworten, kann kein Elefant gequetscht werden. Er kann nur in einen 1,50 m breiten Stand geschickt werden - wenn er will - und dort wird er gehindert, wieder rauszugehen, indem vor und hinter ihm Stangen durchgezogen werden. Der Elefant kann keineswegs gequetscht oder gedreht werden. "Crash" ist wirklich die Bezeichnung f├╝r quetschen! Und wenn in Leipzig die Elefanten nicht wollen, dann gucken die Pfleger in die R├Âhre...
Der Crash-Cage ist keine Garantie daf├╝r, dass die Tier gequ├Ąlt werden. Denn laut Tilly (siehe unten) geht es ja scheinbar auch anders. Auch verhindert das Nichtvorhanden-Sein eines Crash-Cages nicht, dass Tiere falsch behandelt werden, und davon gibt es auch einige!
Noch eine Bemerkung zu deiner Frage mit den Kuh-Herden und rotierenden Bullen. Theoretisch w├Ąre es kein Problem. Allerdings geht es bei Transporten auch um Geld, die sind wohl auch nicht ganz so billig, und zweitens: w├╝rdest du z. Bsp. an Hagenbecks Stelle „Hussein“ weggeben? Anderer Fall: welcher Zoo gibt schon freiwillig zuchtf├Ąhige K├╝he her? Das wird bestimmt auch der Grund f├╝r Salvanas R├╝ckreise nach Hamburg sein. Sie ist ein wertvolles Tier!
Lieber wartet man darauf, einen Bullen zu bekommen. Oder verleiht das Tier f├╝r ein paar Monate, mit Hoffnung auf Erfolg.
Noch eine Sache: Es w├Ąre dann Vorteilhaft, irgendwo in Deutschland ein Bullenquartier zu errichten, damit gerade nicht gebrauchte Bullen eine Unterkunft haben. Das gibt es nicht. Eine Anlage nur f├╝r Bullen soll es wohl in Europa nur in Spanien geben. Und die Reise w├Ąre sehr weit. Und dann m├╝ssten alle Zoos mitmachen und ihre Tiere zur Verf├╝gung stellen. Und das wird kaum einer machen, der einen zuchtf├Ąhigen und erprobten Bullen in einer Herde bei sich hat (Bsp.: Hagenbeck, Berlin). Und dieses Konzept m├╝sste weltweit durchgef├╝hrt werden. Denn auch in Deutschland sind die genetischen Potentiale irgendwann mal ausgesch├Âpft. Es wird jedoch h├Âchste Zeit, dass sich da was tut, denn in ein paar Jahrzehnten gibt es wohl nur noch einzelne Zoos, die zuchtf├Ąhige K├╝he haben, allerdings zuviele Bullen vorhanden sind. Und dann wars das mit der Elefantenhaltung, da auch unter denen die genetische Vielfalt ausgesch├Âpft sein wird! Importe sind aufgrund der Artenschutzabkommen sehr schwer zu bekommen, wenn ├╝berhaupt m├Âglich.

(21.08.2006, 10:18)
Konstantin Ruske:   Zum "Auseinanderrei├čen von Mutter- Tochter- Gespann" sei gesagt: Matibi und ihre Mutter Bibi haben wenigstens seit Karibas geburt eigentlich keine gro├če Bindung mehr gezeigt, da ist wohl kein gro├čes Band durchschnitten worden ( unbestritten ist nat├╝rlich die herausnahme einer Elefantenkuh aus ihrem Geburtsverband ein erheblicher Eingriff, aber nicht immer so tragisch, wie vielleicht vermutet).Und allen, die Elefanten m├Âglichst sich selbst ├╝berlassen wollen sei gesagt, da├č ich gespannt bin, ob der n├Ąchste Neuank├Âmmling in Osnabr├╝ck aus Cabarceno ebenso ruhig und zwischenfallsfrei ein- und ausgeladen und vor allem mit Haus und anlagen vertraut gemacht werden kann wie die sehr gut erzogene Matibi. Diese hing ├╝brigens sehr an ihrem Pfleger, obwohl die ersten Elefantenkontakte bisher sehr gut verliefen- sie nutzte also nicht die erste Chance- ihm in den " protected contact" zu entkommen. Ich glaube, da von einer positiven Bindung sprechen zu d├╝rfen.
Bullenaustausch halte ich auch f├╝r eine relativ gute L├Âsung ( z. B. auch Chang aus Chester nach Le Pal), zwei Bullen gleichzeitig f├╝r zu gro├čen aufwand. Und ich erinner erneut daran- Howletts und Port Lymphne hatten gleichzeitig bei gro├čen Kuhherden bei beiden Arten und zwei gleichstarken Bullen keine erfolgreichen Nachzuchten- davor und danach sehr wohl.
(21.08.2006, 10:12)
Karsten Vick:   @Michael: Bei mitteleurop├Ąischen Platzverh├Ąltnissen wird man auf die Fu├čpflege bei Elefanten wohl nie verzichten k├Ânnen. Ob ein Elefant dazu aber mit technischen Mitteln auf die Seite gelegt werden muss, m├Âcht ich bezweifeln. Die drehbare Variante f├╝r K├╝he hab ich auch mal in den Alpen gesehen, das war eben auch das einzige Mal, wo ich den Stand als Eigentum des Klauenpflegers und nicht des Bauern gesehen habe. Auch technischer Spielkram und f├╝r die Kuh kein reines Vergn├╝gen, aber im Gegensatz zu Elefanten merken K├╝he sich das nicht auf lange Zeit.
(21.08.2006, 00:31)
Michael Mettler:   Dass die Mutter-Tochter-Bindungen auch beim Transfer von Zoo-Elefanten neuerdings erhalten bleiben sollen, scheint demnach noch nicht bindend durch die Zuchtkoordinatoren vorgegeben zu sein? Immerhin soll ja auch Salvana in Leipzig von ihrer mit umgesiedelten Mutter getrennt und zu Hagenbeck zur├╝ckgebracht werden, sobald sie tr├Ąchtig ist.

Letztendlich zeigt Matibis Transfer die Schwachstelle der meisten heutigen Zuchtstandorte auf: Es fehlt der zweite, unverwandte Zuchtbulle, der die T├Âchter des ersten decken k├Ânnte. Und ein Austausch der Zuchtbullen - eigentlich unter den baulichen Bedingungen die naheliegendste L├Âsung - wird auch nur in den seltensten F├Ąllen vorgenommen. Also wird es wohl erstmal munter so weitergehen. Wie ich las, sind derzeit zwei Afrikanerk├╝he im Tierpark Berlin tr├Ąchtig, was der Grund f├╝r Matibis Transfer war: Es wird (endg├╝ltig) eng im Dickh├Ąuterhaus.
(21.08.2006, 00:29)
Karsten Vick:   Ideal w├Ąrs wohl, in den Zoos Kuhherden wachsen zu lassen und die Bullen rotieren zu lassen. Vielleicht kommen wir noch mal dahin. Das einzige was ICH in der Richtung kenne (Vielleicht wissen andere mehr) ist der Bullentausch in Emmen, wo der alte Bulle nach Prag ging und ein neuer blutsfremder aus Riga kam.
(21.08.2006, 00:21)
Michael Mettler:   @Karsten: Wenn man es ganz genau nehmen will, sind die Transportkisten f├╝r viele Tierarten ebenfalls - nur eben transportable - "Zwangsst├Ąnde". Schlie├člich ist es z.B. f├╝r ein Zebra nicht von der Natur vorgesehen, zwischen zwei engen W├Ąnden zu stehen, zwischen denen es sich nicht mal umdrehen kann. Dies dient schlie├člich dem Zweck, dass es sich nicht durch Umhertoben verletzen kann. Und bei einem Transport - der f├╝r ein Tier unzweifelhaft eine psychische Belastung darstellt - wird es nicht nur f├╝r eine relativ kurze Behandlungszeit, sondern eventuell sogar f├╝r Tage "eingezwungen".

Aber ich habe die ablehnende Einstellung der EEG so in Erinnerung, dass man dort vor allem gegen den DREHBAREN Crush/Crash Cage (wie hei├čt es denn nun richtig?) wettert ("H├Ąhnchengrill") und vor allem dagegen, ihn nur zum Ausgleich f├╝r Haltungsfehler (zum Beispiel f├╝r Fu├čbehandlungen, die aufgrund ungeeigneten Gehegebodens n├Âtig werden) als "technische L├Âsung" einzusetzen.

In der Tier├Ąrztlichen Hochschule Hannover habe ich anl├Ąsslich einer F├╝hrung mal gesehen, wie ein Pferd auf den OP-Tisch kommt: Es wurde - nat├╝rlich nach Verabreichung eines Beruhigungsmittels - an eine hydraulisch bewegliche Wand gestellt, an dieser festgeschnallt und dann langsam auf die Seite gekippt: Vorher Wand = hinterher OP-Tisch. Ist auch nichts anderes als das "H├Ąhnchengrill"-Prinzip.
(21.08.2006, 00:18)
Frank-Walter B├╝schner:   @Karsten: Ja klar, wird jetzt nicht die halbe population den Bach runterlaufen, nur ich finde wenn man doch schon die m├Âglichkeit hat Inzuchtverpaarungen (ob nun Halbgeschwister, oder R├╝ckkreuzung) zu vermeiden/verhindern kann, dann sollte man das auch tun.
(21.08.2006, 00:14)
Karsten Vick:   Tja, wahrscheinlich hatte Osnabr├╝ck schon die Hand auf Matibi gelegt, als Halle noch nicht mal wusste, welche Elefantenart sie halten wollen...

Aber wie auch immer, ich denke nicht, dass durch eine Halbgeschwisterpaarung die ganze europ├Ąische Elefantenzucht auf Dauer verseucht wird, wie es bei www.aishu.de heraufbeschworen wird und hier im Forum hatten wir ja auch schon mal diese Meinung (diese Diskussion ist Anfang Juni wohl auch gel├Âscht worden). Da gibt es bei anderen Tieren ganz andere Inzuchtverh├Ąltnisse (und zum gr├Â├čten Teil ohne sch├Ądliche Folgen).
(21.08.2006, 00:06)
Frank-Walter B├╝schner:   "W├Ąre Matibi in Berlin geblieben, w├Ąre sie vom Vater statt vom Halbbruder gedeckt worden."

Ja, aber man h├Ątte sie doch z.B nach Halle abgeben k├Ânnen ;-) Da w├Ąre sie mit niemanden verwandt gewesen.
(20.08.2006, 23:32)
Karsten Vick:   W├Ąre Matibi in Berlin geblieben, w├Ąre sie vom Vater statt vom Halbbruder gedeckt worden.

Aber nochmal zum Crushcage. Korrigiert mich wenn ich was falsches sage.

Bei Licht besehen ist ein Crushcage nichts weiter als ein auf Elefantengr├Â├če gebrachter Zwangsk├Ąfig oder medizinischer Behandlungsstand, wie er vor der Perfektionierung der Blasrohrbet├Ąubung f├╝r gef├Ąhrliche Tiere allgemein ├╝blich war und wie ihn heute noch jeder Bauer f├╝r seine K├╝he hat. (In Gegenden mit kleinen Tierbest├Ąnden hat nicht der Bauer, sondern der Klauenschneider dieses Teil. Und wer auch schon mal 120 K├╝hen alle 4 F├╝├če f├╝r den Klauenpfleger aufgehalten hat, der wei├č den Stand zu sch├Ątzen) Wird dieser K├Ąfig wirklich nur f├╝r medizinische Zwecke benutzt, dann ist nichts falsches dabei. Da man Elefanten im Gegensatz zu K├╝hen nicht gegen ihren Willen in den Stand kriegt, muss es ihnen in regelm├Ą├čigem Training beigebracht werden. Und dabei ist es v├Âllig unerheblich, ob die Einengung durch eingeschobene Stangen oder eine hydraulisch verschiebbare Wand erfolgt. Lt. Upali-HP ist es schon vorgekommen, dass im Stand eingesperrte Elefanten mit Ankus, Eisenstangen oder gar mit elektrischem Viehtreiber getriezt und gequ├Ąlt wurden und es gibt keinen Grund, diese Meldungen anzuzweifeln. Wenn das so war, geh├Ârt der entsprechende Tierpfleger sofort rausgeschmissen und d├╝rfte nie wieder einen Beruf mit Tieren aus├╝ben. Der K├Ąfig selbst wird dadurch nicht schlechter als er vorher war.

Vielleicht erkl├Ąrt sich aber aus dieser Vorgeschichte die Weigerung der Leipziger Pfleger, das Ding, das sie zweifellos haben, dem Besucher gegen├╝ber als "Crushcage" zu bezeichnen.
(20.08.2006, 23:30)
Frank-Walter B├╝schner:   ├ätsch Michael, das nenn ich mal zufall, das selbe habe ich grad auf Zooelefant.de gelesen. Finde ich total d├Ąmlich, sind doch halbgeschwister..
(20.08.2006, 22:17)
Michael Mettler:   Letzten Montag wurde ein weiteres Mutter-Tochter-Gespann bei Zoo-Elefanten auseinandergerissen: Die im Tierpark Berlin geborene Afrikanerin Matibi ist nach Osnabr├╝ck umgezogen, um dort ihrem Halbbruder Tutume zuk├╝nftig als Zuchtpartnerin zu dienen....
(20.08.2006, 22:12)
Sven P. Peter:   Und warum genau hat man dann Sabi mit ihm nach Halle gegeben? Leuchtet mir nicht wirklich ein.
Und in dem alter wird ja wohl kaum versuchen seine Mutter zu decken...
Gibt es denn Versuche sie zusammenzuf├╝hren?
(20.08.2006, 21:32)
2 Dee:   Abu und Sabi werden nicht zusammengelassen, weil es zu gef├Ąhrlich f├╝r Sabi ist! Abu ist schon ├╝ber ein Jahr von ihr getrennt gewesen und verh├Ąlt sich Sabi gegen├╝ber nicht wie ein Sohn.
Der Zoo h├Ąlt weiter Ausschau nach afrikansichen K├╝hen, damit Sabi Gesellschaft bekommt. Abu wird wahrscheinlich schon sein Einzelg├Ąnger-Leben unfreiwillig gestartet haben. Man muss abwarten, wie sich sein Verhalten entwickelt und ob es f├╝r die K├╝he ungef├Ąhrlich ist, ihn dazu zu lassen. Zu seiner Mutter kann er ja eh nicht (Inzucht).
(20.08.2006, 21:14)
Sven P. Peter:   Auch wenn es schon irgendwo beantwortet wurde, wann endet die einzelhaltung f├╝r die beiden Tiere?
(20.08.2006, 20:58)
2 Dee:   Ich war heute mal wieder in Halle und wir haben uns mal auf Abu konzentriert, der nun vormittags im Kuh-Innen-Gehege ist, w├Ąhrend Sabi drau├čen wartet, wieder rein gelassen zu werden ;o) Gegen Mittag muss Abu dann wieder ins Bullen-Abteil und wird trainiert. Danach darf er, sobald Sabi drin ist, auf die Freianlage und sich austoben, was er ausgiebig nutzt.
Jetzt ist fraglich, ob Abu einfach nur wahnsinnig schreckhaft oder nicht mehr "normal" ist?
Er rannte im Inenngehge hin und her als g├Ąbe es keinen Morgen und wir waren der Meinung, er w├╝nsche sich die Scheiben weg! Ohne Grund fing er an zu rennen und schrammte nur ganz knapp mit seinen Sto├čz├Ąhnen an den Scheiben vorbei. Gefressen hat er, als h├Ątte er Angst, dass ihm jemand das Futter wegnimmt. Allerdings nur solange, wie das Fressen in Sichtweite war. Solange stopfte er es in sich hinein, verschluckte sich auch mal und rannte dann auf einmal auf der Au├čenanalge los, knusperte die verteilten M├Âhren. Irgendwas rappelte ihn und er rannte wieder hinter, wo er rauskam. Dann gings wieder zum Schieber und - ach ja, da lag ja Futter! - wieder gefressen, wie ein Scheunedrescher! Still halten konnte er nicht, ob beim Training oder auf den Anlage und stieg im Bullengehege die Mauer zum Kuh-Gehege hoch.
Eine Sache bleibt positiv zu bewerten: Er bekommt nie Fu├čprobleme, sollte er sich die nicht doch mal hei├č laufen und anfangen zu gl├╝hen!
Dann auf einmal griff er uns an und schleuderte seinen R├╝ssel gegen die Scheibe hinter der wir standen. W├Ąre da keine Scheibe, w├Ąren wir weg (w├╝rden wir uns dann noch in seine N├Ąhe wagen).
Nachts verbringt er im Bullengehege und Sabi wie gewohnt auf der Kuhanlage.
(20.08.2006, 19:43)
Laila:   also wir waren gestern zum Zoo Leipzig. Und haben noch mal gefragt ob es bei den Leipziger Elefanten einen Crush-Cage gibt. Hier die Antwort es gibt Definitiv keinen Crush-Cage.
(20.08.2006, 09:56)
2 Dee:   @ Sitara: Ich war heute im Zoo und habe mich mit Robert Stehr unterhalten: Leipzig hat D E F I N I T I V K E I N E N Crush-Cage!
Wie es der Name schon erahnen l├Ąsst, ist ein Crush-Cage ein K├Ąfig, der den Elefanten einquetscht („crashed“).
Leipzig hat weder im Bullen- noch im Kuh-Haus die M├Âglichkeiten dazu. Im Kuh-Haus sind vorn und hinten zwei FESTSSTEHENDE W├Ąnde, die nicht verschoben werden k├Ânnen. Es sind lediglich in drei H├Âhen sowohl vorn, in der Mitte und auch hinten L├Âcher, durch die Stangen gezogen werden k├Ânnen, damit der Elefant sich nicht bewegen kann – also eingeengt – jedoch NICHT eingequetscht wird.
Und auch im Bullenhaus gibt es keine M├Âglichkeit, den Bullen zu „crashen“. Die verschiebbare Wand muss VORHER manuell bet├Ątigt werden und in den erforderliche Abstand zur feststehenden vorderen Trainingswand gebracht werden. Auch hier ist es nur anhand von Stangen m├Âglich, dem Elefanten den Bewegungsfreiraum zu nehmen und ihn einzuengen. Er kann jedoch nicht gequetscht werden!
An den Trainingsw├Ąnden k├Ânnen einzelne Elemente, in erster Linie Stangen, herausgeschraubt werden, um z.Bsp. Fu├čpflegee zu betreiben oder dem Elefanten am Ohr Blut abzuzapfen und vielleicht auch durch die geringen M├Âglichkeiten der Bewegung, dem Tier Urin abzunehmen.

Du hast die Pfleger wohl bei ihren ├äu├čerungen scheinbar falsch verstanden. Wie dem auch sei – man kann ja nachfragen ;o)

(10.08.2006, 15:53)
Konstantin Ruske:   Zu Er├Âffnung des Elefantenhauses waren f├╝r beide Bullen solche Zwangsk├Ąfige eingerichtet, mu├čten aber gl├╝cklicherweise nie benutzt werden. Sie befinden/ befanden sich in den Absperrboxen jeweils links des Bullenstandes. Zumindest in der des Afrikanerbullen sind diese Vorrichtungen jedoch ausgebaut worden, da man Platz ben├Âtigte, da er ja ├Âfter mal abgesperrt wird. Beim Asiatenbullen bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Vorrichtung noch existiert. im Bedarfsfall, den sich niemand w├╝nscht, k├Ânnte der Zwangsk├Ąfig sicher wieder hergetellt werden.
(10.08.2006, 12:29)
2 Dee:   @ Sitara: ich war schon mehr als einmal sowohl im Kuhhaus und auch im Bullenhaus. Ich werde mich noch einmal genauestens informieren, da mir gesagt worden ist, dass dies kein Crush-Cage ist!
N├Ąheres werde ich dann morgen bekanntgeben!
(10.08.2006, 10:31)
Sitara:   @ 2 Dee: Warst du schon mal im Inneren des Kuhhauses? Was ich mit eigenen Augen gesehen habe, entspricht eindeutig einem Zwangsstand (seitlich einengbar)ohne Wenn und Aber, was auch von den Leipziger Pflegern nicht verleugnet wird. Ich verweise dazu auf mein Posting weiter unten, wo ich auf die unterschiedlichen Arten der Zwangsst├Ąnde schon mal eingegegangen bin. Dies entspricht auch der hier schon mal erw├Ąhnten Definition eines "Crush-Cages" mit Zeichnung unter: http://www.upali.ch/haltung.html#off

Mir scheint es, dass hier Begrifflichkeiten durcheinander gebracht werden. Eine "Trainingswand" haben fast alle Einrichtungen, die Bullen halten, um sie dort im Targettraining f├╝r medizinische Ma├čnahmen zu trainieren. Sehr sch├Ân war dies zu sehen in den Doku-Soaps" im Berliner Zoo mit dem Bullen Viktor und vor kurzem auch in Duisburg mit Shaka. Dort kommt das Tier auf Zuruf FREIWILLIG zum Training. ├ťbrigens, bis auf den Tierpark Berlin, sind alle anderen genannten "Crash-Cages" von mir pers├Ânlich in Augenschein genommen worden, sonst h├Ątte ich mich dazu hier gar nicht ge├Ąussert.
(10.08.2006, 10:21)
cajun:   @2Dee: Ich sag es noch einmal. Kompliment f├╝r ihr (dein) statement! Und auch hier super auf den Punkt gebracht.
Und zu Halle: Bitte weiter berichten, was so passiert. Werd wie gesagt in n├Ąchster Zeit nicht dahin kommen und finde deshalb solche Beobachtungen sehr interessant.
(09.08.2006, 21:32)
2 Dee:   @ Sitara da muss ich dich berichtigen: In Leipzig gibt es KEINEN Crush-Cage sondern eine Trainingswand. Und beim Bullen auch nur eine verschiebare Wand, in die man Stangen schieben kann, um den Bullen etwas einzuengen. Diese Beengung h├Ąlt sich aber in Grenzen und der Bulle kann sich immer noch darin vor und zur├╝ck bewegen. Auch im Haus kann man die Tiere noch einengen – jedoch weder beim Bullen noch bei den K├╝hen die M├Âglichkeit, die Tiere zu drehen!

an den Rest der ganzen Sippe: h├Ârt auf, euch wegen solchen Kleinigkeiten anzugiften oder zu bekriegen. Jeder darf und SOLL auch in einem Forum seine Meinung ├Ąu├čern k├Ânnen. Dass in manchen F├Ąllen im ersten Moment einem etwas ├╝ber den Kopf w├Ąchst kenn ich selber und man schreibt etwas erhitzt seine Bemerkung dazu. Im nachhinein und nach einigen Stunden der Ruhe sieht das manchmal schon wieder ganz anders aus – das Posting steht aber drin. Zudem hat jeder andere Erfahrungen und seine eigene Meinung und Einstellung zu gewissen Dingen, die v.a. bei solchen, wie einem Crush-Cage, wo es mitunter um das Leid und Wohl der Tiere geht, auseinander gehen k├Ânnen.
Jeder sollte einen „Angriff“ nicht 100% pers├Ânlich nehmen, solange es nicht b├Âsartig ├╝ber die B├╝hne geht. Wir sind doch kein Kindergarten sondern alle Menschen mit gemeinsamen Interessen, die uns alle verbinden. Das sollten wir nutzen um, wie es das Forum eigentlich zur Aufgabe hat, uns auszutauschen und uns gegenseitig zu helfen und nicht, um uns hier gegenseitig runterzumachen.
In diesem Sinne: seid friedlich!!! ;o)

So: jetzt noch mal was zu Halle.
Ich war heute wieder dort und hab mir das Geschehen einige Stunden angeschaut. Abu ist mittlerweile von seiner Mutter komplett getrennt, da er sie ├╝ber das Gitter hindurch und obendr├╝ber tracktiert! Sie, zwar gr├Â├čer, ist ihm mit seiner Kraft und den Sto├čz├Ąhnen, die sie als eine von wenigen Afrikanerinnen nicht hat, unterlegen.
Nach dem morgendlichen Training, darf Sabi dann zwischen Freianlage und Innengehege w├Ąhlen – nutzt bevorzugt das Haus. Sp├Ąter wird dann auch Abu trainiert, der jedoch gern durch das Gitter hindurch attackieren w├╝rde! Er wird definitiv NIE im direkten Kontakt gehalten werden! In ein paar tagen soll dann auch die Au├čenanalge f├╝r ihn fertig sein, und dann hat das hin- und her-Laufen im Haus ein Ende, was drau├čen jedoch nicht viel anders sein wird, da er sehr viel l├Ąuft.
In der ganzen Zeit hat Abu immer mal gebr├╝llt und gekollert – er hat wohl die Pfleger mitbekommen. Warum sonst? – Keine Ahnung. Konnte ich mir nicht erkl├Ąren.
Sabi selber ist – warhscheinlich auf die momentane Einzelhaltung zur├╝ckzuf├╝hren – immer noch sehr nerv├Âs, auch wenn sie an der Kette trainiert wird.

(09.08.2006, 21:08)
Sitara:   @ Karsten Vick: In einem Bericht der EEG ├╝ber das Dickh├Ąuter-Haus des Tierparks Berlin in der 1. Dokumentation 1993, Seite 212 ff., hei├čt es u.a.: "...Die mit hohem zus├Ątzlichen Aufwand eingebauten Sicherheitsboxen f├╝r Elefantenbullen wurden als "Crash-Cages" konzipiert. Vorbild f├╝r diese "st├Ąhlernen Zwangsjacken" sind Einrichtungen im Zoo von Portland..."

Ich glaube, es sollte hier jedem selbst ├╝berlassen bleiben, WIE er auf ein Posting reagiert. Ich habe hier nur im selben Tonfall geantwortet, wie man aus Punkt 5. herauslesen kann...;-)
(09.08.2006, 10:54)
Michael Mettler:   @Karsten: Sorry, da scheine ich was falsch in Erinnerung zu haben. Ich war mir sicher, dass ich in einem solchen Zusammenhang (muss nicht f├╝r 2005 gewesen sein) gelesen hatte, dass bei einer Umbauma├čnahme gleichzeitig ein Zwangsstand eingerichtet wurde.
(09.08.2006, 10:26)
Karsten Vick:   @Michael: 2005 wurde der Anbau hinter dem Afrikaner-Badebecken f├╝r die Elefantenhaltung umgebaut. Von einem Zwangsk├Ąfig ist dort nicht die Rede, was nat├╝rlich nicht hei├čt, dass es solche nicht gibt.

@Sitara: Bei Licht besehen unterscheidet sich deine Meinung gar nicht sehr von der von Tilly. Und Tilly hat nicht behauptet, dass sie Erfahrung hat, WEIL sie Biologin ist, sondern WEIL sie in den USA Behandlungen im Zwangsk├Ąfig gesehen hat. Warum muss euch blo├č immer gleich der Kamm so schwellen;-)
(09.08.2006, 09:30)
Michael Mettler:   @Sitara: Die Einrichtung eines Zwangsstandes im Friedrichsfelder Dickh├Ąuterhaus wird in einem der Jahresberichte erw├Ąhnt, er entstand auf der Fl├Ąche einer vorherigen Pflanzinsel.
(09.08.2006, 09:11)
Sitara:   @ Hannes: Du hast Recht, wenn ein Elefant LANGSAM UND MIT VIEL GEDULD regelm├Ą├čig an den Zwangsstand gew├Âhnt wird, wie es die K├Âlner Pfleger nach eigenen Angaben auch tun, ist dies eine M├Âglichkeit f├╝r im gesch├╝tzten Kontakt gehaltene Elefanten, um sie im KRANKHEITSFALL und f├╝r VORSORGE- und PFLEGEMASSNAHMEN (!)behandeln zu k├Ânnen. Wer aufmerksam die "Geburtsstory" von Klein-Marlar verfolgt hat, konnte in einer Pressemeldung des Zoos auf der Zoo-eigenen HP lesen, dass Khaing Lwin Htoo ein mal in den Zwangsstand geholt worden war, um sie eingehender untersuchen zu k├Ânnen. K├Âln besitzt 2 solcher Crash Cages, einen f├╝r die Bullen, einen f├╝r die K├╝he. Auch in dem umgebauten Leipziger Elefantenhaus befindet sich ein solcher und, soweit mir bekannt, verf├╝gt auch der Tierpark Berlin dar├╝ber. Auch in Rotterdam, wo jedermann/frau die Funktion auf Info-Tafeln mit Zeichnung erkl├Ąrt bekommt, und Artis (Amsterdam) gibt es Zwangsst├Ąnde.

Trotzdem sollte dies nur EINE M├Âglichkiet der Behandlung sein und darf nicht dazu f├╝hren, dass die Tiere dort ├╝ber Geb├╝hr gefangen gehalten werden, um sie abzusamen, wie dies leider in den USA viel zu h├Ąufig stattfindet (anstatt ordentliche Bullenanlagen zu bauen und den Tieren auf nat├╝rlichem Wege eine Verpaarung zu erm├Âglichen!) oder andere Experimente mit ihnen durchzuf├╝hren.
(09.08.2006, 08:55)
cajun:   @2Dee: Woher? Wenn ich das jetzt hier schreibe, dann kommt jeder drauf :-)und da du "pssst" geschrieben hast, lass ich das.
Falls du mehr wissen willst kannst du ja mailen. Kontaktierbar bin ich ├╝ber Herrn Sch├╝ling. Einfach nach meinen Kontaktinfos anfragen.
├ťbrigens toller Beitrag weiter unten. Kompliment!:-)
(09.08.2006, 08:43)
2 Dee:   @ cajun: pssst. Muss doch nicht jeder wissen ;o) Woher wei├čt du das ├╝berhaupt?

Und an die anderen: Ich merk schon: Das Thema bringt wieder ordentlich Z├╝ndstoff. Es war schon immer ein Streitthema und wird es auch bleiben!
(09.08.2006, 06:39)
Hannes:   Ich glaube auch das ein Crush oder Crash oder wie auch immer Cage so verkehrt garnicht sein kann wenn man den Elefanten daran gew├Âhnt und man ihn nur einengt zu Behandlungszwecken zus├Ątzlich zur Trainingswand. Wenn das Tier gedreht wird ist muss es absolut schrecklich sein (f├╝r mich w├Ąre es so).
Eine gro├če Anlage zum selber Pflegen gut und sch├Ân aber was ist wenn trotzdem was passiert? Unf├Ąlle etc.?Da brauch man einen einfachen Behandlungsort.
Ist die Wage in K├Âln nicht auch ein solcher K├Ąfig?
(08.08.2006, 21:16)
Sitara:   @ Tilly: 1. Deswegen weil du Biologin bist, hei├čt das noch lange nicht, dass du mehr Praxiserfahrung mitbringst als andere User dieses Forums, die nicht Biologie studiert haben.

2. Es gibt unterschiedliche Arten von ERCs, solche die von rechts und links das Tier immer mehr einengen und solche, die zudem noch drehbar sind, so dass der Elefant "wie ein H├╝hnchen am Spie├č" gedreht und von allen Seiten behandelt werden kann.

3. Ich zitiere aus dem Elefantenmagazin 2, Okt. 2002, der EEG Seite 20: "Am 22.05.2002 starb im Dickerson Park Zoo in Springfield einer der erfolgreichsten Zuchtbullen Asiatischer Elefanten in Nordamerika. Der ca. 38-j├Ąhirge "Onyx" (1980 vom Circustrainer M. Hill ├╝bernommen)zeugte im Zoo 12 K├Ąlber. Nach Einbau eines Zwangsk├Ąfigs wurde der Bulle auch zur Absamung f├╝r k├╝nstliche Besamung herangezogen.

An dem Tag, an dem "Onyx" starb, zeigte er nachmittags Krankheitssymptome, weigerte sich jedoch den "crash cage" f├╝r eine Untersuchung zu betreten. Am Abend wurde der Bulle in seinem Stall tot aufgefunden.

Es ist naheliegend anzunehmen, dass der Elefantenbulle zu viele Stunden seines Zoolebens in diesem Stahlk├Ąfig verbracht hatte und dann zu viele Untersuchungen ├╝ber sich ergehen lassen musste.

"Onyx" jedenfalls verzichtete in seinen letzten Stunden auf einen Besuch im "crash cage". Zumindest in diesem Fall hat der "crash cage" seine beabsichtigte Wirkung v├Âllig verfehlt.

Zwangsk├Ąfige f├╝r Elefantenbullen werden in Zoos (speziell in den USA) seit einigen Jahren als unverzichtbare Behandlungseinrichtungen angesehen. Dort k├Ânnen Pfleger und Veterin├Ąre jederzeit an hilflos eingesperrten Elefanten herumhantieren.

Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, das Geld f├╝r teure Zwangsk├Ąfige besser zum Ausbau weitr├Ąumiger und gut ausgestalteter Anlagen zu verwenden, wo sich die Elefanten selbst pflegen k├Ânnen. Die Veterin├Ąre m├╝ssten dann aber auf ein bequemes "Experimentierfeld" verzichten."

4. Zur Information: Der EEG geh├Âren nicht nur "interessierte Laien" an, sondern auch "Leute der Praxis", wie Biologen, Veterin├Ąre und Elefantenpfleger.

5. Deine Bemerkung, dass es "sehr bedauerlich sei, dass Menschen einfach Behauptungen machen, ohne zu wissen, was wirklich den Tatsachen entspr├Ąche" gebe ich hiermit an dich zur├╝ck.


(08.08.2006, 20:51)
cajun:   @2Dee: Keine Angst vor Verkalkung! :-)Ich habe nur die neue Halle-Hp auf Zooelefant.de aufmerksamer als sonst betrachtet.g*
(08.08.2006, 20:28)
Saya:   Es h├Ąngt sicherlich vor allem davon ab was man im Crushcage mit den Tieren macht. Einklemmen ohne R├╝cksicht darauf wie der Elefant sich f├╝hlt und umdrehen oder wie hinter einer Trainingswand behandeln und "sch├Ânf├╝ttern" und nur soweit die W├Ąnde ranfahren wie das Tier es akzeptiert.
(08.08.2006, 20:04)
2 Dee:   @ Tilly:
Ich habe Praxiserfahrung = 0. Es ist das, was ich lese, h├Âre und sehe. Selber leider keinerlei praktische Erfahrung – darauf warte ich noch ;o). Meine Erfahrungen hole ich gr├Â├čtenteils ├╝ber Elefantenpfleger ein, mit denen ich mich einmal die Woche ├╝ber Elefantenhaltung in einem Zoo unterhalte, allerdings weniger wissenschaftlich. Jedoch erfrage ich viel ├╝ber Haltungsbedingungen und –ma├čnahmen.
Es ├╝berrascht mich positiv, wenn Sie andere Erfahrungen machen durften!
Ich habe erst k├╝rzlich wieder eine Aufnahme gesehen, in der ein Elefant im Crush-Cage hingelegt wurde und ich stell mir das f├╝r die Tiere nicht unbedingt berauschend vor, sondern auch schmerzhaft, da es unnat├╝rlich ist, auf Gitter zu liegen. Ich bin allerdings auch davon ├╝berzeugt, dass sie evtl. auch merken und verstehen, dass es das Beste f├╝r sie ist, was die Pfleger und ├ärzte da veranstalten, auch wenn es schmerzhaft ist – abgesehen von Musth-Bullen. Es ist auch eine sehr beliebte Methode, die Tiere mit Futter und dergleichen zu locken und zu verw├Âhnen, damit sie diesen Ort wieder betreten.
Wenn ich mir ihre Zeilen so durchlese, kann es evtl. auch sein, dass Crush-Cage nicht gleich Crush-Cage ist, es verschiedene Modelle gibt oder auch sie, die von mir bezeichnete Trainigswand als solchen bezeichnen?
Wie dem auch sei: Danke, dass Sie uns allen Einblicke in die Haltung in Amerika gegeben haben und uns an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen, die Haltung besser zu verstehen – und ich wird mich in Zukunft etwas zur├╝ckhalten, auch wenn meine pers├Ânliche Meinung von vielen gepr├Ągt wurde (nicht nur von unwissenden M├Âchtegern-Experten) ;o)

(08.08.2006, 19:53)
Tilly:   @2 Dee Wieviele Jahre Praxiserfahrung mit Elefanten haben Sie ? Sie m├╝├čen ja schon mit Elefanten gearbeitet haben, und zwar auch mit Crushcages, sonst k├Ânnten Sie ja nicht schreiben, das ein Elefant nach einer Behandlung im Crushcage diesen nie wieder betreten wird. Leider mu├č ich sagen, das es zuviele selbsternannte Elefantenexperten gibt, Theoretiker mit keiner Praxiserfahrung, sowohl aus der Zoobranche als auch aus dem Privatbereich, die meinen, alles ├╝ber Elefanten zu wissen. Zu meiner Person, ich bin Biologin und habe w├Ąhrend meiner einj├Ąhrigen Volont├Ąrzeit im Zoo Saint Louis einige Zoos und deren Elefantenhaltungen gesehen. Sowohl in San Diego als auch in Columbus wurde mir die Praxisarbeit mit dem Crushcage vorgef├╝hrt.In Saint Louis mu├čte ├╝ber einige Wochen lang eine Kuh t├Ąglich in den Crushcage zur Behandlung einer langwierigen Erkrankung ihrer Fu├čn├Ągel. Sie ging stets freiwillig und ohne jegliche Zicken zu machen in den Crushcage. W├Ąhrend der gesamten Behandlung wurde das Tier von mehreren Pflegern betreut, sie w├╝rde die gesamte Zeit ├╝ber gef├╝ttert,sie bekam Streicheleinheiten und es wurde ihr beruhigend zugeredet. Sie ertrug die teilweise sehr schmerzhafte Behandlung mit einer Engelsgeduld, machte aber an keinem einzigem Tag Probleme, den Crushcage erneut zu betreten. Ich frage Sie, warum mittlerweile die meisten Us-Zoos ├╝ber einen Crushcage f├╝r Elefanten verf├╝gen, wenn diese den Crushcage nach einer Behandlung kein zweites Mal betreten ? Die Us-Zoos haben sehr positive Erfahrungen gemacht, und ichhabe in keinem Fall erlebt, das die Elefanten sich geweigert haben, ihn zu betrten. Einige Zoos haben den Crushcage so angelegt, das die Tiere ihn t├Ąglich betreten m├╝├čen, um in die Au├čenanlage zu gelangen. Ich finde es sehr bedauerlich, das Menschen einfach Behauptungen machen, ohne zu wissen, was wirklich den Tatsachen entspricht. Crushcages sind ├╝brigens weder in den USA entstanden, noch eine Erfindung der Neuzeit. Im Zoo Frankfurt entstand 1953 im neuen Giraffenhaus ein Zwangsstand, ein Jahr sp├Ąter ein Zwangsk├Ąfig im Raubtierhaus.
(08.08.2006, 17:39)
cajun:   @2Dee: ├ťbrigens haben sie sehr sch├Âne Fotos in Halle gemacht!Da ich in n├Ąchster Zeit nicht ins dortige Elefantenhaus komme, hier mal ein dankesch├Ân f├╝r die ver├Âffentlichten Impressionen.Konnte mir so ein besseres Bild von den dortigen Gegebenheiten machen.
(07.08.2006, 22:49)
2 Dee:   geh mal auf www.upali.ch und dort auf Free Contact. Dort sind sowohl ein Crush-Cage als auch eine Trainingswand - jedoch stark vereinfacht - abgebildet. Die heutigen Trainigsw├Ąnde sind etwas anders in der Handhabung gebaut.
(06.08.2006, 15:02)
Folko:   ...danke f├╝r die Erkl├Ąrung, wieder etwas dazugelernt.
(06.08.2006, 13:20)
2 Dee:   Crush-Cage ist etwas anderes. Dort werden die Tiere regelrecht eingezw├Ąngt.
Eine Trainigswand ist eine Wand (wie es der Name schon sagt), wo die "L├Âcher" drin so gro├č sind, dass der Elefant nicth hindurchgreifen kann. Es gibt in dieser Wand Stangen, die du rausnehmen kannst, um z.Bsp. den Fu├č zu behandeln. Da passt dann wirklich nur der Fu├č eines Elefanten rein und der kann dann, ohne dass der Pfleger vor dem Elefant Angst haben muss, behandelt werden. Ist trotzdem Pflicht, dass immer 2 Pfleger diesen Bereich betreten - auch, um das Tier in die gew├╝nschte Richtung zu lotsen. Also die Wand wird wirklich nur hingestellt (m├Âglichst fest verankert *gg*) und im Crush-Cage wird ein Elefant eingezw├Ąngt und kann gehoben, gelegt und wei├č noch was alles werden. Dieser Crush-Cage ist wahrhaftig keine L├Âsung zur Behandlung eines Elefanten, da dieser den K├Ąfig nach einer ernsthaften Behandlung, bei der er hingelegt wird, wohl nie wieder betreten wird...
(06.08.2006, 11:54)
Folko:   @2 Dee: naja, ob ein Crush Cage (oder ist eine "Trainingswand" was anderes?) zu den fortschrittlicheren Einrichtungen der Elefantenhaltung geh├Âren, wage ich zu bezweifeln....
(06.08.2006, 11:27)
2 Dee:   Da frag ich mich jetzt ernsthaft, wie die Bullenahltung in K├Âln aussieht, wenn >Bindu< dort an Kettengehalten wird, damit die Pfleger ihn H├ľREN????!!!
Jede sichere Elefantenhatlung sieht vor, einen Mindestabstand von 2,50m zum Elefanten haben zu k├Ânnen und die Tiere wegzusperren, sollte man das Gehege betreten m├╝ssen (sauber machen, Futter). Dann sind die Ketten nicht n├Âtig! Was die Narkotisierung eines Elefanten angeht, ist das eine sehr komplizierte Angelegenheit, da schon allein die Dosierung sehr problematisch ist (Gewicht des Tieres!). Und ein Tier narkotisieren zu m├╝ssen birgt immer die Gefahr (auch bei Menschen! - nur wir unterschreiben daf├╝r, dass wir das anerkennen), dass es nach der Narkose nicht mehr aufwacht und Elefanten und andere gro├če Tiere sind da wohl sehr empfindlich. Eine einfachere Methde ist das Andocken mit Beruhigungsmittel, was allerdings keine Garantie ist, dass der Elefant dadurch ruhiger wird! Au├čerdem bin ich der Meinung, dass in jeder modernen Elefantenhaltung eine Trainingswand vorhanden sein muss, um auch Bullen, ohne diese vorher medizinisch zum Stillstand zu bewegen, versorgen zu k├Ânnen!

Chamundi soll zumindest irgendwann schon mal eine Kuh gedeckt haben! Zumindest auf ihr drauf "gehockt". Mit welchem Ergebniss - bin ├╝berfragt. Ich habe nur ein Foto im Internet gesehen, wo ausschlie├člich sein Kopf zu sehen war. Mir wurde hinterher der "Tathergang" erl├Ąutert ;o)
(06.08.2006, 00:56)
ZooFanKarlsruhe:   Naja Chamundi ist eben auch keine Zuchtmaschine. Vielleicht ist unter den K├╝hen in M├╝nster einfach keine dabei die ihn interessiert. Und in der Wildnis w├╝rde er sich wahrscheinlich erst in einem Alter zwischen 18 und 24 Jahren zum Decken durchsetzen k├Ânnen. Also bei Chamundi ist sicher Geduld angebracht.
(05.08.2006, 22:43)
Sven P. Peter:   Er ist nicht "schon" 14, sondern erst 14! Lass ihm doch ma ein bisschen Zeit!
(03.08.2006, 17:10)
Hannes:   Wie siehts eigentlich mit Chamundi aus der ist auch schon 14.
Will er oder will er nicht "Babys machen"
(03.08.2006, 16:48)
IP66:   Man erz├Ąhlt in dieser Angelenheit vieles, Nogge erkl├Ąrte einmal, da├č mit Hilfe der Ketten durch das Gitter hindurch Fu├čpflege betrieben wird. Sehen kann man, dann sich unter den Ketten Scheuerstellen bilden, und ich frage mich, ob es nicht kl├╝ger w├Ąre, das Tier in Narkose zu legen, um die Ketten abzunehmen.
(03.08.2006, 16:15)
ZooFanKarlsruhe:   @IP66: Was Bindus Ketten betrifft, so wurde mir w├Ąhrend einer F├╝hrung letztes Jahr gesagt, dass er die bereits in England angelegt bekam und f├╝r die Pfleger in K├Âln nun lediglich noch den Nutzen mitbringen, dass sie den sehr schnellen und ohne Ketten auch sehr lautlosen Bullen rechtzeitig bemerken, wenn sie nahe an den Absperrungen arbeiten. "Bindu" ist ja bereits ein Mankiller und in diversen Berichten ├╝ber die K├Âlner Elefanten erfuhr man auch, dass er keine Menschen mag. Von daher kann ich mir schwer vorstellen, dass einer der K├Âlner Pfleger sich n├Ąher an den Bullen heranwagt.
(02.08.2006, 19:59)
IP66:   @ZooFanKarlsruhe: Leider kann ich erst jetzt antworten: Bis in den Sommer hinein wurde der handaufgezogene Jungbulle noch abgesperrt, und als dann die beiden neuen K├╝he kamen, die ebenfalls die ersten Wochen nicht bei der Herde waren, gab es eine ziemlich komplizierte Umsperrerei, da die Boxen ja alle nur ├╝ber die Innenanlage und nicht ├╝ber Verteilg├Ąnge zug├Ąnglich sind - und das machte man ganz konventionell mit Haken und Kommandos. Und zu irgendeinem Zweck m├╝ssen die Ketten an den F├╝├čen des alten Bullens ja auch dienen - no contact kann da auch nicht Prinzip sein.
(02.08.2006, 19:40)
Sitara:   Da die Elefantenk├╝he wegen der zu geringen H├Âhe der Absperrungen zwischen den Boxen diese ├╝bersteigen konnten (ich habe dies selbst mehrfach beobachet), werden die Tiere zur eigenen Sicherheit nachts angekettet. Dies wird in der neuen Halle nicht mehr zwingend notwenig sein.

@ 2 Dee: Zu dem Transfer von Jenny siehe hier auch unter "Zoo-News" meine Eintr├Ąge vom 27.07.!;-)
(30.07.2006, 20:07)
2 Dee:   Ne, nachts werden die noch angekettet. Die bauen jetzt aber ein neues Haus oder irgendwie so was und danach soll auch das der Vergangenheit angeh├Âren.
(30.07.2006, 18:01)
Tom Schr├Âder:   Ach. Hagenbeck kettet die Elefanten nachts noch an? Ich dachte, sie h├Ątten schon seit Jahren auf Boxenhaltung umgestellt, um gerade das nicht mehr zu m├╝ssen!??
(30.07.2006, 17:45)
2 Dee:   Ich erneuere an der Stelle noch mal meine Frage:
Wei├č jemand, wo das EEP-Verzeichnis f├╝r Loxodonta africana zu finden ist?

Aussschlie├člich f├╝r Elephas maximus ist im Internet zu finden.
(30.07.2006, 13:59)
2 Dee:   Ups, gar nich gelesen ....
Na als "alter" Zirkuselefant kennt sie Umz├╝ge ja zu gen├╝ge. Aber sch├Ân,w enn sie sich schon einlebt. Da werden sich die Heidelberger noch was einfallen lassen m├╝ssen, denn es wird nicht wirklich gut f├╝r das Tier sein, die ganze Nacht ├╝ber angekettet zu sein - auch wenn sie das auch zu gen├╝ge noch kennt, sowohl aus dem Zirkus als auch aus Hamburg ...
(30.07.2006, 13:53)
ZooFanKarlsruhe:   Ja Jenny steht seit dem 27.07.2006 in Heidelberg, wie ich weiter unten schon erw├Ąhnte ;-) Sie hat den Transport sehr gut verkraftet und f├╝hlt sich in ihrer neuen Umgebung bereits richtig wohl, wie ich gestern beobachten konnte. Sie genoss Sandb├Ąder, schwamm vergn├╝gt im Becken, spielte begeistert mit Gegenst├Ąnden, gab quietschende T├Âne von sich. Ilona gab sich nach aussen hin recht cool, es gab hin und wieder ein paar kurze Blickkontakte aber die meiste Zeit w├Ąhrend meiner Beobachtungen besch├Ąftigen die beiden Damen sich nur mit ihrem zugeteilten Gehege. Ich ging davon aus, dass sie sich stets neugierig ber├╝sseln w├╝rden. Es wird interessant zu sehen sein,neben dem mit Spannung erwarteten Zusammenf├╝hren, ob und wie Jenny mit ihrer ausgepr├Ągten Kletterf├Ąhigkeit und allgemein guten Beweglichkeit noch Schw├Ąchen im Heidelberger Gehege aufzeigt. Gestern waren Ketten in ihrer Box ├╝ber Nacht notwendig, da sie sonst vermutlich ohne Probleme aus ihrer Box herausgeklettert w├Ąre.

@Walter Koch: Absolute Zustimmung. Treffender h├Ątte man die Position des Elefanten-Schutz Europa nicht darlegen k├Ânnen. Ich finde die EEG zeigt sehr deutlich, dass sie kein Schwarz/Weiss Denken hat. Im Gegenteil, es wird sogar aufgezeigt, dass direkter Kontakt nicht ├╝berall gleich in Tierqu├Ąlerei ausartet, sondern dass es durchaus Elefantenhalter gibt, bei denen der "Hands on" Umgang auf Vertrauen basiert und nicht auf knallhartem Drill.

Dass deutlich gr├Â├čere Risiko, welches f├╝r Elefantenpfleger bei "hands on" besteht, ist unstrittig und durch Statistiken eindrucksvoll belegt. Von daher ist eine Diskussion dar├╝ber absolut berechtigt. Da der Elefanten-Schutz Europa in seinen Dokumentationen und Magazinen Standpunkte stets mit Nachweisen untermauert, sollten sich Kritiker nicht auf diejenigen st├╝rzen, die das ver├Âffentlichen, sondern sich eher mal mit den Ursachen besch├Ąftigen, welche erst zu solch erschreckenden Ereignissen f├╝hren.


(30.07.2006, 11:25)
2 Dee:   Noch eine Benmerkung am Rande: In Heidelberg ist die Elefantenkuh Jenny aus Hagenbeck eingetroffen.
(30.07.2006, 09:35)
2 Dee:   Wie tief die Becken sind, hab ich ganz vergessen. In Leipzig st├Ârt de Tiefe die Tiere auch nicht und Trinh ist drauf und dran die Beflanzung vom Beckenrand sowohl im Haus als auch auf der Freianlage zu entfernen. Wozu sie das dann brauch (Kopfschmuck oder Nahrung ;p) ist nicht bekannt.... Jedoch kommen alle Tiere auch bei einem 3m-tiefen Becken sehr weit hoch. also man k├Ânnte vielleicht auch Augenkontakt zu den Tieren haben. Auch da muss man abwarten, ob die Scheiben (Sicherheitsverbundglas - 2x16mm) das aushalten, wenn ein Elefant mit seinem Gewicht dagegenst├Â├čt - und das gilt f├╝r innen und au├čen.

Ich finde jedoch trozdem, dass eine Sandsuhle f├╝r die ganze Anlage mehr Platz bietet (man kann ja auch einfach nur darauf rum laufen) als das Badebecken, was die Attraktivit├Ąt nat├╝rlich erh├Âht- Wie lange mussten Elefanten im Haus auf ein Badebecken verzichten? Und wenn die Gr├Â├če des Zoos eine gr├Â├čere Anlage nicht zul├Ąsst muss man eben Kompromisse finden. Manmuss auch bedenken, wenn die Hallenser 1,4 Tiere halten wollen, dass die Tier isch auch mal aus dem Weg gehen wollen. Oder: wohin mit dem Nachwuchs? es wird doch immer enger da drin. Wollen die Pfleger die Tier mit nach Hause nehmen? Ich bezweifle, dass die Tiere die H├Âhe des Hausen (7,30 m) nutzen werden und sich da drin stapeln wollen. Wenn der Platz nicht reicht, muss man eben auf ein Innenbadebecken verzichten. Es geht in aller erster Linie doch um die Tiere, dass die gesund gehalten werden und erst in zweiter Lienie darum, dem Bescher so viel Attraktivit├Ąt wie nur m├Âglich zu bieten. In so vielen Zoos gibts es auch heute noch ken Badebecken indoor. halle hat mit den Elefanten an sich eine gro├če Attraktion zur├╝ck erhalten. Aber muss man es deswegen ├╝bertreiben? Nur der Besucher wegen? Wie gesagt: Wasser gibt es an den Tr├Ąnken!
(30.07.2006, 01:28)
Walter Koch:   Konstantin Ruske:Vorweg, ich stehe voll
hinter den "tonangebenden" Mitgliedern
der EEG bzw. vom Elefanten-Schutz Europa
(ESE), deshalb einiges zur Klarstellung
aus meiner Sicht. Der Verein Elefanten-
Schutz Europa hat immer betont, da├č jede
Zooleitung selbst entscheiden mu├č,ob sie
ihre Grauen im gesch├╝tzten oder freien
Kontakt halten wollen. Nur hat Elefanten
Schutz Europa immer die Ansicht vertre-
ten, da├č der direkte Kontakt in der Mehr
zahl der Haltungen ein Auslauf Modell
ist( zum Schutz der Pfleger, aber auch
der "b├Âsartigen" Exemplare der Elefanten
). Ein 8O kg Kalb kann bereits zur ernst
-haften Gefahr f├╝r jeden Menschen werden
.
Ferner treten ESE/EEG f├╝r eine ger├Ąumi-
gere Haltung der m├Ąchtigsten Zootiere
ein. Mit meinen Worten "dem Stumpfsinn
Paroli bieten". Z.B. wird die Fl├Ąche
eines Fu├čballstrafraumes als mind.Gr├Â├če
f├╝r einen Elefanten-Bullen, als unhalt-
bar abgelehnt.

Die "harte" Haltung wie im Forum erw├Ąhnt
oder "elefantenartige robuste" Haltung,
wie ich sie nenne, ist gewi├č nicht grund
-s├Ątzlich schlecht, nur wurden und wer-
den hier oft f├╝r mich Grenzen ├╝berschrit
-ten. Oft bereits mit t├Âdlichem Ausgang
f├╝r Mensch und/oder Tier.

Nochmals die "tonangebenden" Mitglieder
treten f├╝r eine verbesserte Haltung von
Elefanten in menschlicher Obhut ein. So
stammt z.B. die Widerlegung der Oxford
studie von diesen Mitgliedern. Zur Er-
innerung: In der Oxfordstudie wird gegen
die Elefantenhaltung in menschlicher Ob-
hut argumentiert.

Den Hinweis, die Vertreter der ESE/EEG
halten selbst keine Elefanten, kann ich
nur entgegen halten. Stimmt, aber es
waren einige der erfahrensten Elefanten-
Kenner, die t├Âdlich verungl├╝ckten und es
waren Profis, die die Anordnung zur T├Â-
tung/Einschl├Ąferung von "b├Âsartigen"(Aus
-druck von Profis) Elefanten gaben, weil
sie im Prinzip keine elefantengerechten
Haltungseinrichtungen hatten.



(29.07.2006, 14:57)
Ralf Seidel:   Die Badebecken auf der Au├čen-, wie auch auf der Innenanlage d├╝rften an die 3m tief sein. In beiden Bereichen schlie├čt das Wasserbecken jeweils die Anlage zum Besucher hin ab, innen noch durch Glasscheiben abgegrenzt. Sowohl im Haus als auch auf der Au├čenanlage sind die Anlagen durch unterschiedlich gro├če Fenster einsehbar. Beim Baden kann man die Tiere dann von oben sehen.
(29.07.2006, 12:04)
Ralf Seidel:   @Michael Mettler, ich kann nur zustimmen, auch ich stehe auf dem Standpunkt, da├č kontr├Ąre Meinungen wichtig sind. Davon lebt ja so ein Forum - und regt auch zur Auseinandersetzung an. F├╝r und Wider sind da wichtig, das hat durchaus nichts mit Besserwisserei zu tun. Es geht auch nicht darum, die eigene Meinung als das Nonplusultra dastehen zu lassen.
Werden Tiere schlecht gehalten, sind dubiose und kritikw├╝rdige Zust├Ąnde im Spiel soll dar├╝ber diskutiert werden. Das steht gar nicht in Abrede. Aber ich meine eben, da├č wir uns mit den Fakten auseinandersetzen sollten, Ger├╝chte und Vermutungen bringen uns da nicht weiter.
@2 Dee, ich bin durchaus nicht der Meinung, da├č die neue Anlage in Halle v├Âllig fehlerfrei ist und problemlos funktioniert. Vieles wird sich in der n├Ąchsten Zeit noch ergeben. Die freiliegenden Schieberketten finde ich pers├Ânlich auch nicht so optimal, da mu├č man sehen wie sich das bew├Ąhrt. Keine Sandkuhle im Haus ist ein Kompromi├č an die ja nicht gerade riesige Fl├Ąche, aber daf├╝r auf das Innenbadebecken verzichten wollen ? Der Gummiboden hat auch Nachteile, ist aber eben immer noch besser als Beton.
Im Haus selber k├Ânnte ich mir noch etwas "M├Âblierung" mit Holzelementen vorstellen, keine Frage.
Vor dem Hausbau haben sich die Verantwortlichen auch in anderen Zoos mit neuen Anlagen umgesehen - in der Hoffnung hier eine f├╝r den Bergzoo optimierte L├Âsung zu schaffen.Inwiefern das nun g├Ąnzlich gelungen ist wird die Zeit bringen. Aber eine makel- und problemlose Anlage, ich glaube da w├Ąre Halle der erste Zoo der sich damit r├╝hmen k├Ânnte. Oliver Jahns Zitat zur Anlage:"...ein gro├čer Sprung in die Zukunft des Zoos." Dem kann ich mich nur anschlie├čen.
(29.07.2006, 11:08)
Michael Mettler:   Habe mir die Fotos auf der Halle-HP angesehen. Wie tief ist eigentlich das Badebecken im Haus? Sieht man als Besucher durch die Glaswand einen badenden (ausgewachsenen) Elefanten von oben, oder ist da eine Auge-in-Auge-Perspektive m├Âglich?
(29.07.2006, 10:27)
2 Dee:   @ Ralf Siedel: Wir haben uns das Haus w├Ąhrend der Bauarbeiten angeschaut und auch mit dem Pfleger schon gesprochen und es gibt M├Ąngel, die man h├Ątte beheben k├Ânnen. Sicher sind es vorwiegend Dinge kosmetischer Natur. Aber auch Dickh├Ąuter m├╝ssen Kosmetik betreibenund da fehlt es an einigen Stellen gewaltig. Wozu braucht ein Elefant ein Badebecken, wenn 1. sowieso schon wenig Platz da ist udn er 2. Wassertr├Ąnken hat? F├╝r diesen Platz h├Ątte ich lieber eine Sandsuhle erbaut, denn das fehlt den Tieren im Haus g├Ąnzlich! Auch die Ketten, die bei den K├╝hen frei liegen, h├Ątte eine Abdeckung n├Âtig. Es ist vielleicht nicht unbedingt die Gefahr, dass sie zerst├Ârt werden, jedoch sehr schnell verschmutzen. Auch hat der Bulle eine viel zu kleine Fl├Ąche, um sich auszutoben und im Au├čengehege keine M├Âglichkeit K├Ârperpflege zu betreiben.
Eine weiter Sache sind die Schieber: die schweben sozusagen in Schienen. Wei├č der geier was mit diesen passiert,w enn sich mehrere Elefanten austoben und dagegen krachen. Das muss abgewartet werden. Auch sind sie in einer H├Âhe von knapp einem halben Meter angebracht und l├Ądt hervoragend zum Klettern ein, was uns Sabi demonstrativ bewiesen hat. Und die Schutzw├Ąnde, die den Pfleger vor direkten Angriffen sch├╝tzen soll, ist 1. zu weit weg von der Wand (Abu konnte fast seinen Kopf dazwischen stecken) und 2. nicht hoch genug (ca. 2,50m) Jeder st├Ąnkerlustige Elefant h├Ąngt seinen R├╝ssel dr├╝ber und schl├Ągt aus.

Das sind die Dinge, die ich beobachten konnte. ├ťber den Bolzen am Schieber beim Bullen haben wir in 2m H├Âhe frei liegende Kabel gesichtet. Was macht ein Bulle bei Langeweile? Auch fehlt scheinbar eine trainingswand f├╝r den Bullen. Wie soll so einer in "protect contact" medizinisch versorgt werden?
Auch noch mal die Schieber: vielleicht eine gute Sache: wie gesagt, die fangen erst einen halben Meter ├╝ber dem Boden an. Sollte eine Kuh ein Kalb bekommen k├Ânnte sie es statt zu zerdr├╝cken unten durch schieben. Aber was macht man mit den anderen K├╝hen? Sollen die so lange in ihren Boxen inhaftiert werden, bis das Kalb nicht mehr unten durch passt? Man muss bedenken dass es auch bei Elefanten Tiere gibt, die nachwuchs bei anderen nicht unbedingt gut hei├čen. In Leipzig wollte die Hoa Voi Nam zu beginn zur Strecke bringen. Solche Dinge sind vielleicht eine Au├čnahme, sollten aber bei der Planung mit in Betracht gezogen werden!

Eine Sache, die f├╝r die Pfleger zum Verh├Ąngnis werden k├Ânnte ist die Bodenbeschaffenheit: der Gummifu├čboden wei├čt H├╝ckel auf, damit die Tiere nicht auf gerader Fl├Ąche stehen und sich die F├╝├čsohlen und N├Ągel besser bearbeiten k├Ânnen. Der Pfleger ist beim Training r├╝ckw├Ąrts wie ein Storch gelaufen. Der Boden birgt eine Unfallgefahr.
(28.07.2006, 20:46)
Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Das "Wieso & Warum" ist doch genau das, was dieses Forum mit Leben f├╝llt. Ansonsten br├Ąuchten wir doch nur die Threads "Pressemeldungen der Zoos" und "Zoo News" und w├╝rden zu jedem der Beitr├Ąge ehrf├╝rchtig Hurra schreien, weil schlie├člich "nur das Ergebnis z├Ąhlt".

Nat├╝rlich grenzen viele unserer Beitr├Ąge an Besserwisserei, wobei ich mir f├╝r meine Person dessen sehr bewusst bin, sonst h├Ątte ich uns Nicht-Zoomitarbeiter hier - mich eingeschlossen - nicht schon an anderer Stelle als "Klugschei├čer" bezeichnet:-) Andererseits finde ich es v├Âllig legitim, hie und da nach dem "Warum" zu fragen, denn nicht alles, was Zoos tun, ist in meinen (und anscheinend auch anderen) Augen uneingeschr├Ąnkten Applauses w├╝rdig. Und das beziehe ich jetzt ausdr├╝cklich NICHT auf die Hallenser Elefantenstory.

Ich bin aber sehr wohl der Meinung, dass Zoofreunde - womit in der Regel Menschen gemeint sind, die nicht in der Branche besch├Ąftigt sind - nicht nur "pragmatisch" darauf schauen d├╝rfen, dass "das Ergebnis z├Ąhlt". Wenn ich vor einem Tier stehe, das unter zweifelhaften Umst├Ąnden in einen Zoo gelangt ist - und auch DAS beziehe ich jetzt ausdr├╝cklich NICHT auf die Hallenser Elefanten - dann f├Ąnde ich es traurig, einfach nur zu sagen "na egal, Hauptsache, es ist jetzt da".

Nochmal, um meinen Standpunkt zum eigentlichen Thema klarzustellen:
1. Ich g├Ânne dem Zoo Halle und seinen Besuchern Elefanten, egal ob sie aus Wien oder meinetwegen auch aus Sydney geholt werden. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ich gelernt habe, dass gewisse Tierarten f├╝r einen Zoo wirtschaftlich ├╝berlebenswichtig sind.
2. Ich habe vollstes Verst├Ąndnis f├╝r den Nachttransport und die Vermeidung von Presserummel bei der Ankunft.
3. Meine Informationen stammten fast ausschlie├člich aus dem Forum, und da darf man sich doch wohl wundern, wenn am 20.7. in zwei aufeinander folgenden Beitr├Ągen zuerst ein Pfleger zitiert wird, es w├╝rde ein Bulle aus Rotterdam erwartet, und dann eine Ankunftsmeldung zweier Afrikaner aus Wien eintrudelt. Immerhin gehe ich davon aus, dass hier niemand bewusst Nebelkerzen z├╝ndet, sondern Beitr├Ąge in bestem Wissen und Gewissen reingestellt werden. Und genau diese Verwunderung habe ich dann ge├Ąu├čert.
(28.07.2006, 15:39)
Ralf Seidel:   @2 Dee, die Varianten, welche Sie nannten und noch einige mehr was die Tierauswahl betraf, waren tats├Ąchlich im Gespr├Ąch, aber eben nie beschlossene Sache. Und wie schon x-mal beschrieben, Elefanten gibt es nicht in der gegen├╝ber liegenden Zoohandlung - da sprechen die EEP`s. Die Aussage, das Haus ist noch nicht fertig,es bleibt zu w├╝nschen, da├č noch einiges gemacht wird (?)ist f├╝r mich nicht ganz nachvollziehbar. Das Haus ist in Betrieb, die noch anfallenden Arbeiten sind mehr kosmetischer Natur im Besucherbereich innen und au├čen bzw. an der Fassade. Die "Kinderkrankheiten", die sicherlich bei Inbetriebnahme auch anfallen, werden nat├╝rlich sich wohl auch noch zeigen. Aber auch das wurde ja schon ausdiskutiert, da ist die jetzige Besetzung ja eine gute Generalprobe.
@Michael Mettler, noch mal zu Nacht und Nebel, ich bin eben auch der Meinung, da├č unabh├Ąngig von den jetzigen Au├čentemperaturen es richtig ist, gerade so sensible Tiere wie Elefanten nicht im gr├Â├čten Menschenauflauf ankommen zu lassen. Eine professionelle Firma hat den Transport vorbereitet und durchgef├╝hrt. Nur es stand eben nicht in der Bildzeitung. Mich verwundert es schon manchmal, dieses Hickhack WIESO,WARUM,SOLLTE MAN oder auch nicht hier im Forum (damit meine ich nicht Sie pers├Ânlich). Als Zoofreunde sollten wir auch solche Dinge ganz pragmatisch sehen, das Ergebnis z├Ąhlt doch. Die Hallenser jedenfalls haben kein Problem damit, nicht im Vorfeld informiert worden zu sein.
Als ich im August`05 in Friedrichsfelde war zog ich mit Konstantin Ruske durchs Elefantenhaus, mit einen gro├čen Becher Bier in der Hand trafen wir schon mal eine "interne Vorauswahl", welches Tier nach Halle kommt. Und da waren Vertreter beider Arten schon mal "ausgesucht" worden. Tja, nichts davon ist eingetreten (oder auch noch nicht). Und trotzdem bin ich mit der jetzigen L├Âsung sehr zufrieden. Und die Forumsteilnehmer d├╝rfen das ruhigen Gewissens auch sein.
(28.07.2006, 13:37)
ZooFanKarlsruhe:   Die Elefantenkuh Jenny die seit 1999 im Tierpark Hagenbeck lebte, ist ja bekanntlich gestern nach Heidelberg umgezogen. Nun findet dort ja morgen ein sogenannter "Elefantentag" statt um f├╝r das neue Elefantenhaus zu werben. In der Pressemitteilung zu Jenny schreibt der Tiergarten Heidelberg "Ob die beiden Elefanten „Ilona & Jenny“ bereits zu sehen sein werden, bleibt ungewiss – zun├Ąchst sollen beide Zeit und Ruhe haben, sich aneinander zu gew├Âhnen" Nun richtet sich meine Frage an Heidelberg Insider die vielleicht gestern schon dort waren: Wie gro├č ist die Chance, morgen dort die beiden Elefantenk├╝he zu sehen. Anl├Ąsslich des "Elefantenfests" w├╝rde es ja schon sehr merkw├╝rdig aussehen, wenn man die beiden nicht zu Gesicht bek├Ąme, auch wenn ich nat├╝rlich diese beruhigende Ma├čnahme absolut nachvollziehen kann.
(28.07.2006, 12:15)
Konstantin Ruske:   @ZoofanKralsruhe: Da├č Sie meine Ansichten respektieren ( wie ich die Ihren) unterscheidet Sie positiv von den tonangebenden Mitgliedern der EEG. Wer da nicht gleich ├Âffentlich konvertiert und jeden Kontakt mit Elefanten au├čer durch ein Gitter hindurch verdammt, wird eben nicht ( mehr) respektiert. Um das klar zu sagen: Ich habe nichts gegen " Protected contact" in der Elefantenhaltung. Wenn Anlage und Betreuung stimmen ( und das ist bei den meisten Haltungen dieses Konzepts in Europa der Fall), ist das f├╝r die Tiere v├Âllig in Ordnung. Ich lehne nur die traditionelle haltungsmethode bei passenden Pflegern und Elefanten nicht kategorisch ab, finde sie pers├Ânlich sogar interessanter. Das liegt aber daran, da├č f├╝r mich der Kontakt Mensch - Tier im Zoo immer ein wichtiger Attraktivit├Ątsfaktor war und ist, der ├╝brigens auch die Beliebtheit von Robbenf├╝tterungen, Flugshows und ├Ąhnlichem erkl├Ąrt.
(28.07.2006, 10:07)
Michael Mettler:   Klar ist der Nachttransport vorzuziehen. Aber aus dem Zusammenhang sollte hervorgehen, dass statt des Begriffes "Nacht-und-Nebel-Aktion" hier genausogut "├ťberraschungcoup" stehen k├Ânnte. Denn es ging ja nicht drum, etwas zu verschleiern - das Ergebnis ist immerhin un├╝bersehbar....
(28.07.2006, 09:04)
Oliver Jahn:   Jetzt f├Ąllt hier schon wieder der Begriff Nacht und Nebel-Aktion. Ralf Seidel hatte ja schon einmal drauaf hingewiesen. Ist es nicht sinnvoll, bei tagestemperaturen von 36 Grad im Schatten solche Transporte in der Nacht (in der es sicher gar keinen Nebel gab) durchzuf├╝hren? Selbst die N├Ąchte haben zur Zeit ca. 25 Grad! Sicher genug f├╝r eine solch anstrengende Tour!
(28.07.2006, 08:01)
2 Dee:   @ ZooFanKarlsruhe: Nein da hab ich keine Ahnung. So weit bin ich noch nicht in die Materie vorgedrungen. Ich bin bis dato noch in Sachsen/ Leipzig mit meinem Wissen. Bin sozusagen erst in der zweiten Klasse ;o) was das Elefantenwissen angeht. ├ťber die Stadtgrenzen hinaus bin ich ├╝berfragt ;o)

Eine andere Frage an die vielen Elefanten-Kenner hier. Wei├č einer, wie man an das EEP-Verzeichnis f├╝r Afrikanische Elefanten ran kommt? Das aus Rotterdam f├╝r E.m. ist im Net zu finden. Das f├╝r L.a. hab ich nich nie gefunden.


(28.07.2006, 07:48)
ZooFanKarlsruhe:   @Konstanin Ruske: Ich habe nicht behauptet, dass die EEG unfehlbar ist. Das ist niemand ! Mein Beitrag und das ist nur die Meinung einer Einzelperson hob lediglich hervor, dass die Artikel in den Publikationen des Elefanten-Schutz Europa stets sehr sorgf├Ąltig und gewissenhaft recherchiert sind und daher eine gro├če Aussagekraft darstellen was die kompetente Beurteilung von Elefantenhaltungen betrifft.

Dass die EEG ein, wie Sie es nennen, "Alleinvertretungspr├Ądikat" f├╝r alle Elefantenfreunde f├╝r sich beansprucht, entspricht offenbar Ihrer Interpretation von deren Programmatik. Was das aber mit meinem Beitrag unten zu tun hat, wird mir nicht klar.

Ich bin ├╝brigens froh, dass in der Ausgabe 08/2005 die Schattenseiten der Elefantenhaltung im TP Berlin dokumentiert wurden.Zust├Ąnde wie das n├Ąchtliche Anketten sowie der Zwang zu zirkus├Ąhnlichen und entw├╝rdigenden Gehorsams├╝bungen m├╝ssen in einem Magazin ├╝ber Elefanten (wenn es glaubw├╝rdig sein will) genauso ver├Âffentlicht werden wie erfreuliche Geburtsmeldungen oder die Vorstellung neuer Anlagen. Dass zudem absolute Elefanten-Fachleute wie Dr.Kurt die EEG unterst├╝tzen, spricht ebenso f├╝r deren seri├Âse Arbeitsweise.

Die Ver├Âffentlichung Ihres Leserbriefes beweist zudem, dass dort auch ganz offen mit kritischen Stimmen umgegangen wird.

Ich respektiere Ihre Unterst├╝tzung f├╝r einen Umgang mit Elefanten wie er in Sch├Ânbrunn oder eben im TP Berlin praktiziert wird, auch wenn ich ihn nicht teilen kann.

@2 Dee: Weisst du denn, was jetzt aus den beiden Asiaten in Belfast wird ?
(27.07.2006, 18:11)
Michael Mettler:   Obwohl ich nicht mal ein ausgesprochener Elefantenfan bin, verfolge ich die EEG-Publikationen sehr interessiert (g├Ąbe es Vergleichbares ├╝ber Nash├Ârner, Zebras oder Leoparden, w├╝rde ich das mit gleichem Interesse lesen). Und ich kann durchaus der Argumentation folgen, dass man Elefanten auch wie andere Wildtiere im Zoo behandeln k├Ânnte, denn niemand kettet Nash├Ârner nachts an oder l├Ąuft mit einem Eisenhaken zwischen B├Ąren oder Tigern rum.

"Kein Strafinstrument eines Pflegers kann die Schmerzen erzeugen, die sich Elefanten gegenseitig bei Rangstreitigkeiten zuf├╝gen." Das mag stimmen. Aber wenn sich ein vom Artgenossen gepiesackter Elefant bei sich bietender Gelegenheit revanchieren will, ist das Kr├Ąfteverh├Ąltnis relativ gleich - was hingegen aus einem ├╝berrumpelten Pfleger wird, hat man oft genug gesehen. Dass "strenge" Erziehung - dieser Begriff reicht immerhin von blo├čer Dominanz ohne Gewalteinwirkung bis zur Qu├Ąlerei - bei Tieren UND Menschen eine enge Bindung nicht ausschlie├čt, ist hinl├Ąnglich bekannt. Sie aber "Zuneigung" zu nennen, da w├Ąre ich vorsichtig, denn immerhin spielt das Wissen um Abh├Ąngigkeit dabei eine Rolle. Wenn ein Hund seinen Herrn "liebt" und ihm "treu bleibt", obwohl dieser ihn schl├Ągt oder sonstwie qu├Ąlt, dann nur, weil er sich ohne Versorger und "Leittier" unsicher und verloren f├╝hlen w├╝rde. Ein Hund, der durch Erfolgserlebnisse Selbstbewusstsein tanken kann (z.B. indem er zuf├Ąllig merkt, dass er in der Lage ist, "seinem Menschen" Schmerzen zuzuf├╝gen), dreht den Spie├č eines Tages um. Das scheint auch f├╝r Elefanten zu gelten.

Letztendlich ist die Qualit├Ąt der Beziehung zwischen einem Tier und "seinem" Menschen von den beteiligten Individuen abh├Ąngig. Es gibt Menschen, die auch mit "schwierigen" Tieren sofort und ohne Gewalteinwirkung zurechtkommen und sich mit ihren Pfleglingen problemlos (und mit deren "Einverst├Ąndnis") einiges erlauben k├Ânnen, und andere, die nicht mal mit Hilfsmitteln so weit kommen. Auch das gilt mit Sicherheit auch f├╝r die Elefantenhaltung. Nur dass hier ├Ąu├čere Umst├Ąnde wie die bauliche Ausstattung oder das "von oben" vorgegebene Haltungskonzept Grenzen setzen.
(27.07.2006, 16:20)
2 Dee:   Hallo mal an alle.
Ich bin jetzt neu hier und hab mir einige wenige Zeilen ├╝ber die Elefantenhaltung in Halle durchgelesen.
Zum einen ist das Haus noch nicht fertig und es bleibt zu w├╝nschen, dass noch einiges gemacht wird. Des weiteren gab es durchaus Planungen, was die Elefanten anbelangt. Urspr├╝nglich waren asiatische Tiere geplant: Mutter mit Kind (Jothi und Vishesh) aus Belfast und der Alexander aus Rotterdam.

Jedoch gab es Probleme in Belfast Eine zweite L├Âsung wurde gesucht. Aus Madrid sollten zwei Tiere nach Belfast, woraufhin dann diese beiden Tiere nach Halle sollten. Sp├Ąter dann der Tausch mit Belfast (?)

Das ganze Hin und Her hat vielleicht Sch├Ânbrunn mitbekommen oder selber Initiative ergriffen und hat sich Ende Juni die Anlage angeschaut und war zufrieden. So dass auch diese Variante in Betracht gezogen wurde, sollte das mit Belfast absolut nicht funktionieren. Der eigentliche Ankunftstermin war auch auf den 24. Juli gesetzt wurden, nach Problemen mit Belfast jedoch gecancelt. Das die Ankunft eine Nacht- und Nebel-Aktion war, war der Wunsch Sch├Ânbrunns – warum auch immer. Halle hat da eben nur mitgemacht – auch wenn sich v.a. die Medien dar├╝ber ge├Ąrgert haben.

(27.07.2006, 16:00)
Saya:   Hunde k├Ânnen einander auch totbei├čen, es d├╝rfte fast keine Tierart geben die sich nicht untereinander bei Auseinandersetzungen schwerste oder sogar t├Âdliche Verletzungen zuf├╝gen. Trotzdem kriege ich eine Anzeige wegen Tierqu├Ąlerei, wenn ich meinen Hund mit einem Elektroschocker bearbeite. Obwohl er doch bei einer Bei├čerei noch viel schlimmere Schmerzen haben w├╝rde!
(27.07.2006, 15:02)
Konstantin Ruske:   Es k├Ânnen gerne genug Zoofreunde den strengen Umgang mit den Wiener Elefanten verurteilen ( ich erlebe oft genug, da├č streng erzogene und behandelte Elefanten trotzdem oder gerade deshalb starke Zuneigung zu ihren Pflegern haben), letztendlich ist es Ansichtssache, wie man zum Umgang mit Elefanten steht. Kein Strafinstrument eines Pflegers kann die Schmerzen erzeugen, die sich Elefanten gegenseitig bei Rangstreitigkeiten zuf├╝gen. Die Gef├Ąhrdung der Pfleger besteht, wird aber allzuoft als Deckmatel f├╝r die generelle Ablehnung eines dominanten verh├Ąltnisses Mensch- Tier benutzt- eingesch├Ątzt und ├╝berlassen sollte sie den werden, die t├Ąglich direkt oder indirekt mit den Elefanten arbeiten. Es ist letztendlich eben eine Einstellungsfrage. Halte ich mir einen Hund, erziehe ich ihn und dominiere ihn zu seinem und meinem Wohl, oder lasse ich ihn im Rudel mit anderen Leben und beobachte ihn als halbwildes Tier. Diese Frage hat sich jeder selber zu stellen. Wenn da unterschieldiche Antworten gefunden werden ( f├╝r die dann auch jeder die Konsequenzen tragen mu├č), darf keine Kampagne gegen " Abweichler" erfolgen. Im ├╝brigen ist mir entgangen, da├č die EEG neben akribischer Dokumentation und zweifellos hohem Engagement auch noch Alleinvertretungs- und Unfelhbarkeitspr├Ądikat aller Elefantenfreunde f├╝r sich beanspruchen darf ( ich verweise dazu auf meinen Leserbrief in der letzten Ausgabe des EEG- Magazins).
(27.07.2006, 13:13)
Michael Mettler:   @Oliver: Zwischen Rhenen und Halle gibt es einige Parallelen. Beide Zoos haben wegen unzureichender Haltungsm├Âglichkeiten zwischenzeitlich auf Elefanten verzichtet, allerdings liegt dies in Rhenen bereits 10 Jahre zur├╝ck. (Die hannoversche Zuchtkuh Khaing Hnin Hnin wurde von dort ├╝bernommen.) In beiden Zoos war es Besucherwunsch, wieder Elefanten sehen zu wollen. In beiden Zoos stand es nicht von Anfang an fest, welche Elefantenart die Anlagen schlie├člich beziehen sollte, aber beide planten eine Haltung mit Zuchtm├Âglichkeit. Und beide haben nun Afrikanische Elefanten aufgenommen, die kurzfristig ein neues Zuhause suchten - siehe Thread "Elefanten in Spanien".

Das alte Elefantenhaus in Rhenen existiert anscheinend noch, die Au├čenanlage war bei meinem letzten Besuch (ist ein paar Jahre her) meiner Erinnerung nach mit St├Ârchen und Kormoranen besetzt, und das Haus wurde laut Homepage als Fernsehstudio f├╝r eine Zoo-Soap genutzt. Falls dieses Haus die "provisorische" Unterbringung f├╝r die beiden K├╝he sein sollte, ist es wahrscheinlich immer noch besser als die Haltung auf verseuchtem Boden in Spanien. Und so wie es sich auf der HP liest (www.ouwehand.nl), ist ein neues Au├čengehege bereits fertig (wenn auch noch nicht "offiziell" er├Âffnet), an dem jetzt v├Âllig neue Stallungen f├╝r geplante 1,4 Elefanten gebaut werden.

Es liest sich also so, als sei Rhenen sehr wohl "eine echte Alternative" - noch dazu mit weitaus mehr Fl├Ąche. Anscheinend fehlt aber noch ein f├╝r Bullen geeigneter Stall - vielleicht w├Ąre Abu sonst tats├Ąchlich gleich nach Rhenen transferiert worden? Es hie├č ja, zu bereits vorhandenen Elefanten h├Ątte man ihn auch ohne seine Mutter geschickt.
(27.07.2006, 09:22)
Oliver Jahn:   @ Jelle,
Zum einen sagt die Gr├Â├če einer Anlage ja nicht immer etwas ├╝ber ihre Qualit├Ąt aus (siehe Thread Elefanten in Spanien), zum anderen aber scheint es ja so, als h├Ątte Wien schon etwas l├Ąnger ├╝ber eine Abgabe nachgedacht, und dann ist die Entscheidung auf Halle gefallen. Ich k├Ânnte mir gut vorstellen, dass viele Fachleute an dieser Entscheidung mitgewirkt haben. Und letztlich ist sie dann f├╝r Halle gefallen. Ganz subjektiv von mir gesehen eine gute Wahl!!! Und noch mal zu den Pflegern, das dachte ich, h├Ątte sich durch die letzten Beitr├Ąge hier bereits gekl├Ąrt, dass es sich nicht um Frischlinge handelt. Denn wenn ich es mal etwas zuspitzen darf, so hat der Zoo Halle als solches ca. 100 Jahre Erfahrung mit Elefanten in die Wagschale zu werfen!!! Und letztlich lese ich aus diesem Beitrag, wie auch aus dem ersten, dass Rhenen zumindestens bis September noch immer Provisorium ist. Und dann wird erst mit dem Bau begonnen!!! Also sicher keine echte Alternative. Oder?
(27.07.2006, 08:06)
Jelle:   Oliver,

Die Anlage in Rhenen ist 5300 bsw. 5600m2. Die beide Kuehe haben eine provisorische Stallung aufs Gelaende. Was ich aber meinte zu die Baustelle: Ein Elefantenhaus mit Stallung fuer Kuehe und separierte Bullenhaltung wird ab kommenden September im Bau genommen werden. Also da gibt's schon eine funktionierende Elefantenhaltung im Rhenen! Und die Pfleger hatten schon Erfahrung mit den Asiaten vor gut 10 Jahren.
(26.07.2006, 19:43)
ZooFanKarlsruhe:   @Oliver Jahn: Da kann ich nur zustimmen. Ich begr├╝sse diesen Elefanten-Umzug sehr und w├╝nsche dem Zoo Halle viel Erfolg mit der neuen Elefantenhaltung.
(26.07.2006, 18:40)
Oliver Jahn:   Nun denn, wenn die Wiener Elefantenhaltung wirklich so schlecht sein sollte, wie hier beschrieben (ich kann mir dar├╝ber kein Urteil erlauben, denn ich kenne sie nicht) ist es doch eigentlich um so besser, dass die Tiere dann nach Halle durften!!! Dann ist doch somit nicht nur beiden Zoos, sondern letztlich auch noch den Tieren damit geholfen!! Und ganz vergessen darf man ja sicher auch nicht die vielen Besucher, die jetzt eigens wegen der Elefanten wieder in den Zoo kommen werden um sich einfach nur an den tieren zu erfeuen, und so diese Tiere vielleicht auch etwas besser kennen lernen, und somit wiederum eher bereit sein werden, sich etwas f├╝r die Aspekte von Lebensraumbedrohung und Artenschutz zu interessieren. Denn auch wenn ich den Afrikanischen Elefanten nicht gerade zu den am st├Ąrksten bedrohten Tieren rechnen w├╝rde, so ist er doch eine Tierart, die gut geeignet ist f├╝r generelle Artenschutzprobleme zu sensibilisieren.
(26.07.2006, 13:27)
ZooFanKarlsruhe:   @IP66:

Inwiefern wird bei den K├Âlner Elefanten der Haken eingesetzt ? Es besteht doch dort gar kein direkter Pflegerkontakt.

@Konstantin Ruske:

Was den Elefantenumgang in Sch├Ânbrunn angeht, bedarf es nicht der ├ľffentlichkeitsarbeit von militanten Zoogegnern um auf Sch├Ânbrunns kritikw├╝rdige Vorgehensweise aufmerksam zu werden, denn es gibt genug Zoofreunde die bereits Zeuge der von Sitara erw├Ąhnten Gehorsams├╝bungen wurden und dies auf das Sch├Ąrfste verurteilen.Sogar im Elefanten-Magazin der EEG wurde die Behandlung der Sch├Ânbrunner Elefanten sehr kritisch bewertet und nirgends wird zum Thema Elefanten sorgf├Ąltiger Recherchiert als bei der EEG. Eine emotionale Betrachtungsweise ist dar├╝ber hinaus durchaus zul├Ąssig, denn Zootiere sind Lebewesen und keine Maschinen. Entsprechend sollten sie behandelt werden.
(26.07.2006, 13:15)
Oliver Jahn:   Auf der HP des Zoo Halle kann man jetzt auch die Elefanten finden. Ein Bild zeigt ein Tier zusammen mit einem Pfleger auf der Anlage. Es wird also weiterhin Kontakt zwischen Elefant und Pfleger bestehen.
(26.07.2006, 10:03)
Michael Mettler:   Ich habe die K├Âlner Zoo-Soap wie alle anderen Soaps nur gelegentlich verfolgt, aber darin u.a. gesehen, dass ein fr├╝herer Elefantenpfleger, der die Tiere im alten Haus betreut hatte, nun zum Robben- und Pinguinpfleger "umgeschult" wurde. Wurde mal der Grund genannt, warum er nicht auf der neuen Anlage weiter mit Elefanten arbeitet?
(25.07.2006, 22:35)
IP66:   Ganz ohne Haken kommt man beim Manipulieren der k├Âlner Tiere auch nicht aus, auch wenn dar├╝ber ungern gesprochen wird. Der alte Bulle mu├č zudem ja dauerhaft Ketten an den Vorderf├╝├čen tragen. Da├č man in Halle auf alte B├Ąume gesetzt hat, unter denen die Tiere Schatten finden, freut mich. Wuppertal ist da ja auch recht gut ausgestattet, K├Âln nicht, und da man das Haus nicht den ganzen Tag offen halten kann, verkriechen sich die Tiere momentan in die wenigen schattigen Ecken der Anlage und weben dort vor sich hin. Die Artikel von Herrn Kurt in der neuen Zoozeitschrift scheinen mir auch ein wenig bestellt. Sicher hat er viel Erfahrung mit Elefanten und sicher war es auch gut, ihn bei der Planung der neuen Anlage einzubeziehen. Aber ein Lobartikel, noch bevor auf der Anlage ein dort gezeugtes Jungtier geboren wurde, finde ich ├╝bertrieben. Bei den Erdm├Ąnnchen hat man ja ├Ąhnliches versucht, und da der Artikel eben publiziert war, starb die eben noch so erfolgreich z├╝chtende Gruppe bis auf wenige Exemplare aus. Es ist gut, neue Anlagen zu bauen, andere Fehler zu machan als die anderen, aber mit dem Beurteilen sollte man doch mindestens ein Jahrf├╝nft warten.
(25.07.2006, 18:01)
Oliver Jahn:   Nun ja, f├╝r eine Anlage im K├Âlner Stil h├Ątte Halle den halben Zoo abrei├čen m├╝ssen und den halben Reilsberg gleich noch mit dazu. Daf├╝r ist dieser Zoo eben nicht geeignet. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Hallenser Pfleger mit Elektroschockern arbeiten werden. Ich habe dort in allen Bereichen, nicht nur bei den Elefanten, sehr einf├╝hlsame Pfleger erlebt. Gerade bei meinem letzten Besuch war ich z.B. von der Arbeit der Robbenpfleger sehr beeindruckt. Und eine Tierpflegerin, die mit einer Kindergruppe bei den Pinguinen stand, hat die ganze Kindergruppe echt begeistert und in ihren Bann gezogen und die Kinder waren Feuer und Flamme!
(25.07.2006, 15:42)
Sitara:   @ Konstantin Ruske:Zur Elefantenhaltung im Zoo gibt es unterschiedliche Asichten, die sich auch in den bekannten Haltungsm├Âglichkeiten widerspiegeln, die ich hier nicht nochmals auff├╝hren m├Âchte, da ich davon ausgehe, dass sie hinl├Ąnglich bekannt sind. Nur soviel dazu: Es gibt Abstufungen in den jeweiligen Systemen und leider geh├Ârt Wien nicht zu denen, die "zimperlich" mit dem Ankus etc. umgehen. Immens lange Waschorgien sind auch nicht der Standard in der Elefantenhaltung sondern dienen der Disziplinierung der Tiere... In Halle wurde vorige Woche die ├Âsterreichische Elefantnpflegerin mit einem in einen blauen M├╝llsack gewickelten Elektroschocker beobachtet, bei dessen Anblick die Tiere laut schreiend in eine Ecke fl├╝chteten (es gibt Beweisfotos davon!). Da frage ich mich schon, ob so etwas notwenig ist, wenn ich mir die Elefantenhaltungen z. B. in K├Âln oder in Emmen ansehe und ich frage mich auch, welches die Gr├╝nde f├╝r den jetzigen Zustand des kleinen Elefantenbullen sind, denn "b├Âsartig" sind diese zoogeborenen Tiere von Natur aus nicht!
(25.07.2006, 15:09)
Oliver Jahn:   Die j├╝ngste Vergangenheit hat ja gezeigt, dass das Verbringen von "b├Âsartigen" Elefanten in andere Einrichtungen mit "protected contact" Haltung nicht immer zum Wohle dieser Tiere passierte. Von daher gehe ich fest davon aus, dass es die beiden Tiere in Halle da wirklich besser haben werden!!!!
(25.07.2006, 14:58)
Konstantin Ruske:   Ich empfinde es als wenig sachlich, den Tiergarten Wien- Sch├Ânbrunn als " Ort des Schreckens" zu bezeichnen, wenn es um seine Elefantenhaltung geht. Im neuen Haus wurde als einem der ersten die gemeinsame Haltung der Herdenmitglieder ├╝ber Nacht praktiziert, die Ankettzeiten stark reduziert. Kaum in einem anderem Zoo wird so viel an Elefanten geforscht, mit daraus resultierenden Besch├Ąftigunsprogrammen und Gesundheitsregimen. Nicht zu letzt wurden Elefantenhaltungen bis nach Asien beraten un dort die Pflegequalit├Ąt entscheidend verbessert. Nicht zu vergessen die Betreuung von Reservaten in Afrika, was die vertr├Ągliche Nutzung des Elefanten und somit seine Akzeptanz durch die Einheimischen f├Ârdert. Der strenge Umgang dort ist dabei nicht tiersch├Ądigend oder unmenschlich, sondern hat Abu dort ausgelassene Badestunden, Spazierg├Ąnge und auch sp├Ąter, nach seinem angriff, ein andauerndes Herdenleben erm├Âglicht, wie ich mehrfach beobachten durfte. Die hier, bei allem echten Interesse am Tier Elefant, letztendlich ein Zootier, das unter Zooverh├Ąltnissen gehalten wird, und nicht im Urwald,gezeigten emotionalen Beurteilungen haben wohl deutlich genug gemacht, da├č manchmal erst vollendete Tatsachen geschaffen werden m├╝ssen, bevor man sich Proteste aus unberufenem Munde einhandelt, wo schon genug Schwierigkeiten bevorstehen. Gerade Wien wird da nicht umsonst vorsichtig sein, scheinen doch ├╝bertriebene Darstellungen von Tierschutzvereinen hier schon ihre Wirkung gezeitigt zu haben. Wenn n├Âtig, kann in Halle auf den direkten Kontakt zu jedem gehaltenen Elefanten verzichtet werden.
(25.07.2006, 14:42)
Oliver Jahn:   Das war so kurzfritsig, dass ich es nicht mal mehr ins Forum einstellen konnte!!! :-(
Ich war bei meinen Eltern in Magdeburg und das Wetter war ein Traum und da habe ich mich morgens einfach ins Auto gesetzt und bin mal nach Halle gefahren! ├ťber die A 14 ja kein Problem mehr, und eine Stunde sp├Ąter stand ich vor dem Zoo. Es war am 17.06.! Aber bei meinem n├Ąchsten Besuch plane ich etwas langfristiger und dann sage ich dir ├╝ber den Thraed "Tierfreund sucht Tierfreund" bescheid, oder du schreibst mir mal eine Mail, dann habe ich deine Adresse und kann dich direkt vorher anschreiben. Denn, ZUR├ťCK zum Thema, ich brenne nat├╝rlich darauf, mir die neue Elefantenanlage in Halle auch mal mit Besatz anzuschauen und auch mal in das Haus hineinzukommen. Auf mich hat die gesamte Anlage (bis auf den Kunstbeton) einen wirklich guten Eindruck gemacht und ich gehe davon aus, den Elefanten wird es dort sicher gut gehen. Gerade die Beschattung durch die alten B├Ąume gef├Ąllt mir besonders. Und letztendlich finde ich auch, dass doch in gewisser Weise die Anlage recht harmonisch und sanft in den historischen Zoo eingepasst wurde, ohne den Gesamtcharakter zu zerst├Âren oder alles andere zu dominieren. Das war eben nur an dieser Stelle m├Âglich, und die Zebras haben ja auch eine andere Bleibe IM Zoo gefunden und wurden nicht daf├╝r abgegeben. Und um die alte B├Ąrenburg ist es wirklich sehr schade, aber sie war nicht mehr zu benutzen und um solche Bauten stehen zu lassen, ohne sie mit Tieren zu f├╝llen, ist der Zoo Halle einfach zu klein. Wenn ich mir vorstelle, dass fr├╝her im alten Elefantenstall bis zu DREI erwachsene Tiere gehalten wurden, dann ist die neue Anlage ein gro├čer Sprung in die Zukunft des Zoos!
(25.07.2006, 14:11)
Ralf Seidel:   @Oliver Jahn, du hast bez├╝glich der Anlage eigentlich schon alles beschrieben. Vielleicht auch noch mal auch von mir:ich war auch der Meinung, Halle brauch keine Elefanten mehr, eben wegen der Platzverh├Ąltnisse. Aber als ich die ersten Planungen sah war ich ├╝berzeugt. W├Ąhrend der eineinhalbj├Ąhrigen Bauzeit hatte ich mehrmals die M├Âglichkeit die Baustelle Elefantenhaus zu besuchen - es war schon toll so eine Anlage hier entstehen zu sehen. Seit Samstag ist das Haus f├╝r den Besucher ge├Âffnet, auch wenn an der Au├čenfassade und im Besucherbereich noch kleinere Arbeiten anliegen. Urspr├╝nglich war letztes Wochenende ein Tag der offenen T├╝r geplant, da├č das Haus dann schon Bewohner haben w├╝rde, kam f├╝r fast alle ├╝berraschend. Direktor Jacob hatte sich noch nicht festgelegt, weder auf den Termin noch auf die Art. Mit der jetzigen "Zwischenl├Âsung" k├Ânnen, so meine ich alle Beteiligten gut leben und @Michael Mettler, was h├Ątte es denn gebracht, wenn man nach der Entscheidung f├╝r die Sch├Ânbrunner Tiere schon Wochen/Tage vorher darauf aufmersam gemacht h├Ątte ? So sind die 2 nun hier und werden flei├čig bewundert. Am Samstag habe ich im Rahmen einer F├╝hrung mit Magdeburger Zoofreunden gleich die M├Âglichkeit genutzt - und es ist sch├Ân, wieder diese Tiere hier sehen zu k├Ânnen und das auf einer wirklich sch├Ânen Anlage. Abu ist im Moment noch in einer Box untergebracht, aber nicht im Bullenbereich sondern im "Revier" der K├╝he. Sabu durfte schon den Innenbereich der Anlage inspizieren, so da├č beide Kontakt zueinander haben. Ab dieser Woche sollen sie auch in die Au├čenanlage k├Ânnen. Als n├Ąchstes will man versuchen, die beiden zusammen zu lassen. Sabi ist sehr umg├Ąnglich, Abu dagegen eben nicht. Abends sollen die 2 dann aber in ihre getrennten Boxen - und das ist noch das Problem. Die Tatsache, da├č Abu schon in Wien von seiner Mutter getrennt wurde, lag daran, da├č er immer noch bei ihr trinken wollte. Das hat die Kuh zusehends geschw├Ącht. Im Moment ist auch noch eine vertraute Pflegerin aus Wien in Halle, die den "Laien vom Reilsberg" behilflich ist. Und eben denen hat man am Samstag nachmittag ihre Begeisterung f├╝r ihre neuen Sch├╝tzlinge angesehen. Und noch einmal: Es hat nie gehei├čen da├č Asiaten auf jeden Fall hier einziehen werden, die waren zwar wohl favorisiert und die verschiedenen Varianten liefen darauf hinaus, Direktor Jacob hat sich aber immer f├╝r beide Arten ausgesprochen. Priorit├Ąt hat der Aufbau einer intakten Zuchtgruppe. Und da sind die EEP`s am Zuge. Ein Gesch├╝tzter Kontakt mit den Tieren ist ├╝brigens soweit ich wei├č m├Âglich. Ach ja, Oliver, wann warst du denn nun in Halle ?
(25.07.2006, 13:54)
Oliver Jahn:   Das Haus hat ca. 600 qm und die Au├čenanlage ca. 2500 qm. Insgesamt k├Ânnen bis zu 5 Tiere gehalten werden, davon ist f├╝r einen Bullen separat geplant im Haus. Ich habe das Haus von innen noch nicht gesehen. Nach den Pl├Ąnen und der bisher gesehenen Freianlage wird es m.E. keine Haltung im "protected contact" geben. Ich bin aber Laie, ud kann das daher nicht 100prozentig sagen. Es soll, wie bereits mehrfach schon geschrieben, eine Zuchtgruppe aufgebaut werden, mit einem Bullen und mehreren K├╝hen. Ob diese Zuchtgruppe allerdings ihren Stamm mit den beiden jetzigen Tieren gr├╝ndet, ist noch nicht entschieden. Sicherheitstechnisch wird sich zeigen, wie gut das Haus ist. Wenn selbst ein Bau wie der in K├Âln M├Ąngel aufweist, so werden die Elefanten in Halle das neue Haus schon auf "Herz und Nieren" pr├╝fen. Dieses scheint mir als Laie sinnvoll, bevor das Haus endg├╝ltig, auch mit adultem Bullen besetzt wird. Von daher werden die beiden Elefanten zur Zeit eine gewisse Generalprobe darstellen. Was mir an der Aussenanlage sehr positiv aufgefallen ist, ist die Beibehaltung des alten Baumbestandes. Auch hier wird sich zeigen, wie die Elefanten damit umgehen. Die B├Ąume sind mit gro├čen Steinbl├Âcken umgeben. Der Bullenstall ist zwar separat, aber nicht wie in Leipzig in einem eigenen Geb├Ąude, sonden im gleichen Haus wie der der K├╝he. F├╝r eine andere L├Âsung w├Ąre kein Platz gewesen. Die Anlage erstreckt sich auf der Fl├Ąche der ehemaligen Zebraanlage und der alten B├Ąrenburg jetzt vom alten Eingang des Zoos bis kurz vor die B├Ąrenanalage. Das Haus ist an den Berghang gebaut, und schlie├čt so mit der fensterlosen R├╝ckseite an den Weg an, der vom Raubtierhaus zu den B├Ąren hinunter f├╝hrt. Das Haus soll f├╝r die Besucher auch vom Dach her begehbar sein und verf├╝gt auch innen ├╝ber ein Badestelle f├╝r die Tiere. Mehr kann sicher Ralf Seidel noch beisteuern, da ich stark davon ausgehe, dass er die Anlage auch schon in Benutzung sehen konnte!!
(25.07.2006, 08:21)
Sitara:   Einerseits bin ich sehr froh, dass Abu den „Ort des Schreckens“ verlassen konnte, wo er auf brutale Weise abgerichtet und soweit gebracht worden ist, dass es einem unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat, und dass sein Mutter Sabi ihn begleiten durfte, von der er viel zu lange nach dem Vorfall getrennt gehalten wurde. Andererseits hoffe ich sehr, dass weitere Artgenossen folgen, da Elefanten Herdentiere sind. Au├čerdem sollten Sabi weitere Geburten durch nat├╝rliche Empf├Ąngnis erm├Âglicht werden k├Ânnen. Das hei├čt, Bullenhaltung in Halle ist hoffentlich m├Âglich und vorgesehen. Des weiteren frage ich mich, ob nicht die einzig richtige Konsequenz aus dem bisherigen Geschehen w├Ąre, die Tiere im „protected contact“ zu halten. Aber das scheint wohl nicht angedacht zu sein...

Mich w├╝rde mal interessieren von den "Halle-Experten" hier wie denn das Haus und die Anlage gr├Â├čen- und sicherheitsm├Ą├čig ausger├╝stet sind. Gibt es denn ├╝berhaupt M├Âglichkeiten mehrere Bullen dort zu halten? Wieviele Tiere l├Ą├čt die Anlage zu? Ist sie ├╝berhaupt f├╝r "protected contact", was ich f├╝r eine neu errichtete, moderne Anlage heutzutage als unumg├Ąnglich notwendig halte, ausgerichtet?

Mehrere ADULTE Bullen auf einer Anlage zu halten, bedarf riesiger Fl├Ąchen und Sicherheitvorkehrungen, da sich die Tiere v├Âllig aus dem Weg gehen k├Ânnen m├╝ssen und leider gibt es hier in Europa kaum Areale daf├╝r...
(25.07.2006, 07:47)
Saya:   also dass Aja schon wieder umziehen soll kann ich Jelle`s Beitrag nicht entnehmen.
(25.07.2006, 01:09)
cajun:   @Michael Mettler: Wo bitte sollte ein neuer Bulle denn in Wuppertal bleiben? Die stapeln sich doch schon bei zwei heranwachsenden K├Ąlbern. Und das der Nachwuchsbulle "Kibo" geht ist doch bereits beschlossene Sache.
(25.07.2006, 00:01)
cajun:   @Jelle: Aja zieht schon wieder um??? Das darf doch nicht wahr sein....
(24.07.2006, 23:53)
th.oma.s:   verstehe die latente abwertung von der hallenser elefantenhaltung ├╝berhaupt nicht ...
(24.07.2006, 23:20)
Michael Mettler:   Eine Frage zu Wuppertal: Als seinerzeit die junge Elefantengruppe importiert wurde, waren darin zwei Jungbullen (Tusker und Kooboo), und offensichtlich war es so geplant, dass beide Bullen dauerhaft gehalten werden sollten. Kooboo starb an einer Krankheit. Hat es nie wieder Pl├Ąne gegeben, einen zweiten Bullen zu halten?

Die neueste Ausgabe der "Zeitschrift des K├Âlner Zoo" dreht sich ausschlie├člich um Elefanten. U.a. stellt der Elefantenexperte Fred Kurt darin die Forderung zur Mehr-Bullen-Haltung in Zuchtanlagen: "Bullen brauchen andere Bullen, und Jungbullen brauchen Altbullen". Anders ausgedr├╝ckt, er h├Ąlt die Haltung einzelner Zuchtbullen f├╝r nicht ausreichend und argumentiert dies auch ├╝berzeugend. Wenn die Zoos dieser Auffassung folgen wollen, st├╝nden diverse Erweiterungen auch neuerer Elefantenanlagen ins Haus....

Wobei die Sache ja keineswegs neu ist, es gab ja in der Geschichte der Zoos schon mehrfach mehr als einen Bullen am selben Ort, siehe Basel, Kronberg oder zuletzt Hannover. Aber alle drei beschr├Ąnkten sich sp├Ąter auf einen Bullen.
(24.07.2006, 23:05)
Oliver Jahn:   Dass die Entscheidung zu Gunsten der Asiaten gefallen sein soll, das ist von Seiten der Zooleitung her nie best├Ątigt. Der Direktor hat klar gesagt, dass in den n├Ąchsten zwei Jahren die Entscheidung fallen wird, mit welcher Art man eine Zuchtgruppe aufbauen will. Aber so etwas dauert eben etwas, und da hat man sich eben eher kurzfristig f├╝r die (erst mal) Zwischenl├Âsung entschieden, welche sicher nicht die schlechteste ist. Ich weiss nicht, wie streng in ├ľstereich gesetzliche Bestimmungen verfolgt werden, aber diese haben ja eine wichtige Rolle gespielt. Und ich kenne die Anlage in Rhenen nicht, nach dem Beitrag lese ich aber, dass sie noch im Bau ist, dennoch bereits zwei Elefanten eingetroffen sind. Da d├╝rfte dann Halle sicher die deutlich bessere Alternative sein, als eine Baustelle in Rhenen. Und was Cynthia und Nova angeht, so sind diese nicht vor 20 Jahren in den Zoo Halle gekommen. Und wenn ich mir anschaue, wie gut es den beiden im Tierpark Berlin geht, so kann ich nicht feststellen, dass sie in ihrer Zeit in Halle irgendwelche Sch├Ąden erlitten h├Ątten. Und wenn ein Haus wie das Heidelberger Elefanten h├Ąlt und aufnimmt, dann h├Ątte Halle das sicher auch tun k├Ânnen. Aber sicher sind sich da alle einig, dass die alte Anlage dennoch viel zu klein war und darum ist es ja um so besser, dass jetzt die Elefanten auch in Halle eine neue Anlage haben.
(24.07.2006, 22:43)
Jelle:   Es waere besser als die beiden von Wien nach Rhenen gefahren waeren. Dort hat vor einige Zeit das Management sich durchaus entschlossen fuer Afrikanische Elefanten. Eine doppelte Anlage ist jetzt in Anbau und gerade sind die erste zwei Elefanten angereist aus Spanien: die Kuehe Aja (Erfurt) und Duna. Es waere doch schon moeglich das Muttertier und ihr Kalb Abu bis auf den Fertigstellung deren beiden Anlagen im 2007 noch im Wien zu behalten oder?
(24.07.2006, 19:31)
Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Ich glaube nicht, dass jemand dem Zoo Halle und seinen Besuchern die Elefanten missg├Ânnt. F├╝r mich als Au├čenstehenden war es nur verwunderlich, dass die beiden nun eingetroffenen Tiere quasi im Handumdrehen transferiert wurden. Immerhin scheinen Elefantentransfers ansonsten l├Ąngere Planungen voranzugehen, und nach den Online-Infos aus Wien zu urteilen, wurde auch nicht erst "seit gestern" nach einem neuen Zuhause f├╝r Abu gesucht. Wenn man dann noch im Forum kurz vorher liest, dass eine Entscheidung zu Gunsten von Asiaten in Halle gefallen sein soll, darf man doch von der Pl├Âtzlichkeit der Aktion wenigstens ├╝berrascht sein...
(24.07.2006, 18:07)
Saya:   also das Halle nach der Abgabe von Cynthia und Nova "einfach so" f├╝r die katastrophale alte Anlage 2 neue Jungelefanten bekommen h├Ątte, halte ich f├╝r ausgeschlossen. SO einfach ging das vor 20 Jahren aber heute doch nicht mehr.
(24.07.2006, 17:49)
Oliver Jahn:   Ich war am Anfang wirklich eher skeptisch, ob Elefanten in das Zoo-Konzept nach Halle passen. Und ich gebe auch ehrlich zu, dass mich an gleicher Stelle eine neue Anlage f├╝r Nash├Ârner oder Flusspferde mehr gefreut h├Ątte. Und die Spritzbetonkulisse passt auch nicht recht zum sonstigen Zoo. Aber mittlerweile, auch gepr├Ągt durch einen wirklich sehr freundlichen Austausch mit Dir. Jacob kann ich die Elefanten f├╝r Halle nicht nur nachvollziehen, sondern bergr├╝├če es auch, dass Halle damit einem wirklichen Besucherwunsch, ja fast schon einem Besucherdr├Ąngen enstsprochen hat. Ich gehe davon aus, dass, so wie ich den Zoo Halle seit wirklich vielen Jahren kenne, hier keiner der Verantwortlichen eine wirklich schlechte Elefantenhaltung pr├Ąsentiert, nur um diese Tiere um jeden Preis zeigen zu k├Ânnen. H├Ątte man das gewollt, man h├Ątte das alte Haus einfach weiterbetrieben und h├Ątte sich nach Abgabe von Cynthia und Nova zwei neue Jungtiere besorgt. Es gibt sicher nicht nur in Deutschland noch etliche Elefantenhaltungen, die mit dem hallenser Standart nicht mithalten k├Ânnen!
(24.07.2006, 14:42)
Ralf Seidel:   Seit vergangenen Samstag k├Ânnen Halloren, Hallenser und sonstige Hallunken wieder Elefanten auf dem Reilsberg bestaunen. Und trotz dilletantischer Tier├Ąrzte und No-Name-Tierpfleger, die ja in ihrem Leben noch nie was mit Elefanten zu tun hatten, leben die Beiden noch. Sie sind noch nicht in den Fluten ihrer Badebecken ertrunken oder brachen sich die F├╝├če beim fast aussichtslosen Versuch, auf den schmalen Treppen ins Wasser zu gelangen. Und gegen die Betonwand sind sie meines Wissens auch noch nicht gelaufen. Ja und was die Nacht- und Nebelaktion ihrer Ankunft in Halle betrifft - stimmt, da h├Ątte man mehr draus machen k├Ânnen. Bei sengender Hitze und mit viel Tam-Tam durch die Stadt, so wie fr├╝her - das w├Ąre doch was. Sind ja schlie├člich Afrikaner, das k├Ânnen die schon mal ab. Eine Woche vorher war in Halle Sachsen-Anhalt- Tag, Hunderttausende G├Ąste in der Innenstadt und wieder mal eine vergebene Chance. Nein Halle hat eben wirklich nicht das Zeug zum "Erlebniszoo". Trotzdem angenehm zu wissen, da├č zumindest die Halle-Kenner K. Ruske und O.Jahn objektiv argumentieren.
(24.07.2006, 14:11)
IP66:   Da sieht man doch, wozu Webcams gut sind! Ich habe, wie geschrieben, nur die j├╝ngeren Tiere beim Baden gesehen, die emmener K├╝he nie, und ich habe das darauf geschoben, da├č die eine wegen ihres verk├╝ppelten Vorderbeins nicht die Treppen in die Becken hinabsteigen konnte.
(22.07.2006, 10:18)
Sitara:   Und selbst Bindu wurde dieser (Hitze-)Tage beim Bade gesichtet! ;-)
(22.07.2006, 00:04)
Saya:   Bindu nicht, aber die Emmener K├╝he habe ich ├╝ber die Webcam und in Natura oft baden sehen. Nicht so oft wie die Jungtiere aber wenn es regnet sind die alle (mit Ausnahme von Bindu) alle drin.
(21.07.2006, 13:05)
IP66:   @Sven P. Peter: Haben sie schon einmal eine der beiden emmener K├╝he oder den erwachsenen Bullen im Graben gesehen? Ich habe immer noch die beiden emmener Jungbullen und die drei Importe beim Baden erlebt, wobei es da manchmal problematisch ist, da├č die Becken nur einen Ausstieg haben, den ein Tier besetzt. Der Haut - und Fu├čzustand ist bei den ├Ąlteren Tieren auch nicht optimal.
(21.07.2006, 11:45)
Oliver Jahn:   Hier war dann wohl beiden Zoos geholfen. Halle wollte unbedingt wieder Elefanten zeigen, weil es ein ausgemachter Besucherwunsch war. Wien musste die Tiere (bzw. den Bullen) abgeben, da die gesetzlichen Bestimmungen das so verlangten. Also ist die Sache doch eigentlich optimal gelaufen. Au├čerdem ist es sicher gar nicht so verkehrt, so eine neue Anlage erst mal nicht komplett zu besetzen, um evtl. Schwachstellen so noch leichter zu erkennen und dann ausbessern zu k├Ânnen. Hat man da erst mal einen ausgewachsenen Bullen im Stall und 4 K├╝he dazu, kann mancher nicht erkannte Schwachpunkt eher mal zu wirklich gef├Ąhrlichen Situationen f├╝hren.
(21.07.2006, 10:34)
Michael Mettler:   Auch wenn sich das jetzt dramatisch anh├Ârt, scheint es sich ja um eine Art Notfall-Aufnahmesituation zu handeln? Habe per Google einen ├Âsterreichischen Online-Artikel gefunden, der gr├Â├čtenteils nicht mehr hergibt als die schon aus dem Thread bekannten Infos, aber immerhin anf├╝hrt, der "Standort" habe sich "kurzfristig ergeben". Laut diesem Artikel zogen die Elefanten ├╝brigens bei diesem Transfer gleichzeitig in ein "gr├Â├čeres Gehege" um. Habe leider vergessen, mir die Website zu notieren, war aber per Google mit den Suchbegriffen "Abu Sabi Halle Wien" zu finden.
(21.07.2006, 10:12)
Oliver Jahn:   Und wie gesagt, ob mit Abu eine Zuchtgruppe aufgebaut wird, ist noch gar nicht sicher. Erst einmal soll er ja nur bis zur Geschlechtsreife in Halle eingestellt sein, danach entscheidet eh der Zuchtbuchf├╝hrer!Innerhalb der n├Ąchsten zwei Jahre soll sich dann erst entscheiden, ob der Aufbau einer Afrikaner- oder einer Inderzuchtgruppe erfolgen soll. Interessante M├Âglichkeiten besthen hier f├╝r beide Alternativen.
(21.07.2006, 09:15)
Konstantin Ruske:   Dieser Pfleger ist mittlerweile in Onabr├╝ck, die drei verbliebenen sind jedoch nicht minder talentiert und aktiv. So haben sie extra am letzten Elefantenpflegeworkshop in Hamburg teilgenommen, um noch mehr ├╝ber Protected contact zu lernen- mit Abu wird man also verstehen, umzugehen.
(21.07.2006, 08:49)
Oliver Jahn:   Danke @ Konstantin Ruske, ich kenne einen der Elefantenpfleger auch, bereits vor Cynthia und Nova hat er meines Wissens in Gelsenkirchen?? mit Elefanten gearbeitet. Ich wusste nur nicht, ob er nach Abgabe der Elefanten im Zoo geblieben ist, oder ob er zu einem anderen Zoo gewechselt ist. Ich habe ihn mehrfach im Umgang mit den Elefanten beobachtet und mich sehr gut mit ihm unterhalten und ich hatte gar nicht den Eindruck, einen "Frischling" vor mir zu haben.
(21.07.2006, 08:33)
Konstantin Ruske:   Zur ( wirklichen) Info: Halles derzeitige Elefantenpfleger haben mehrere Jahre mit cynthia und Nova sehr erfolgreich gearbeitet, sind mit ihnen spazieren gegangen und haben sie zu den besttrainierten Elefanten in weitem umkreis gemacht, gleichzeitig hingen die beiden elefanten sehr an ihren Pflegern. Zwei der drei kenne ich pers├Ânlich, und das sind keine Frischlinge ( und der dritte ist es auch nicht)!
(21.07.2006, 07:38)
Oliver Jahn:   Wieso sind die Pfleger Frischlinge? Was ist denn aus den Elefantenpflegern, die Halle bisher hatte, geworden?
Und was die medizinische Versorgung in Halle angeht, da bestehen sehr gute Verbindungen zur Tierklinik der Martin-Luther-Uni in Halle. Ich weiss nicht, ob das noch aktuell ist, aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da Prof. Dr. Prange Direktor der Klinik war viele Behandlungen im Zoo durchf├╝hrte.
(20.07.2006, 21:45)
Michael Mettler:   Auf der Halle-Homepage ist leider noch gar nichts dar├╝ber zu finden. Nicht mal ein Hinweis, dass das Elefantenhaus inzwischen bezugsfertig ist.
(20.07.2006, 20:54)
Sven P. Peter:   Welches Haltungssystem wird da denn angewendet und haben die einen guten Tierarzt, wenn ma ein Elefant auf den Badebeckenstufen ausrutscht? ;)
(20.07.2006, 19:02)
Michael Amend:   Zur Info:
Die Hallenser Elefantenpfleger sind Frischlinge und haben bisher NOCH NIE mit Elefanten gearbeitet. Ich w├╝nsche viel Spass mit Abu.
(20.07.2006, 18:52)
Oliver Jahn:   Nach den Aussagen aus Wien DARF der Zoo doch keine zwei Bullen halten, weil er ansonsten gegen das ├ľsterreichische Tierschutzgesetz verst├Â├čt. Wer wei├č, wann laut diesem Gesetz ein Bulle als Bulle z├Ąhlt, und nicht mehr als Kalb!
(20.07.2006, 15:01)
Saya:   Abu hat zweifelsfrei bewiesen, dass Jungbullen auch mit 4 f├╝r Pfleger schon extrem gef├Ąhrlich sein k├Ânnen, aber trotzdem ist ein 4- oder 5 j├Ąhriger meistens gerade erst entw├Âhnt, noch lange nicht selbst├Ąndig und kann problemlos in der Weibchenherde weiter gehalten werden, wenn die Pfleger bereit sind auf den st├Ąndigen direkten Kontakt zu der Herde zu verzichten. Einzelhaltung in einer Bullenanlage ist bei 4- oder 5 j├Ąhrigen total gegen deren Bed├╝rfnisse. Sehr schade dass man in Wien offensichtlich nicht bereit ist sein Managementsystem den Bed├╝rfnissen von Abu anzupassen anstatt ihn abzugeben. Sehr schade auch das daf├╝r Sabi aus der Herde gerissen wurde.
(20.07.2006, 14:57)
Michael Mettler:   Zu Halle: Als Au├čenstehender gewinnt man bei dieser Nacht- und Nebelaktion (Nachttransport und vorher - wenn man dem Forum folgt - nebul├Âse Aussagen aus Halle) den Eindruck, als g├Ąbe es zwischen den Zuchtprogrammen f├╝r Asiaten und Afrikaner ein Wettrennen, wer am schnellsten den freien Platz f├╝r "seine" Art belegt.... (Ich hoffe, dass das nicht so ist und die beiden Programme kooperieren!!)

@Saya: "...gerade erst 5" relativiert sich allerdings, denn Abu hat mit "gerade erst 4" bereits einen Pfleger in Wien get├Âtet und ein Jahr davor bereits einen ernsthaften Angriff durchgef├╝hrt. Vielleicht ist da eine sichere Bullenanlage schneller n├Âtig, als das nackte Alter aussagt.
(20.07.2006, 14:44)
Oliver Jahn:   Hat Wroclaw eigentlich noch Elefanten? Bei meinem Besuch in 2002 sah ich dort nur ein Einzeltier. Steht diese Kuh dort noch immer allein?
(20.07.2006, 14:26)
Konstantin Ruske:   "Abgeschoben" als wohl negativ gemeint, trifft hier nicht zu. Abu wurde mit seiner Mutter ( w├Ąren schon weitere Elefanten in Halle gewesen, h├Ątte man ihn auch allein abgeben k├Ânnen)in eine v├Âllig neue Anlage zu engagierten Pflegern gegeben, wo er im ganzen Haus vollkommen sicher gehalten werden kann. Damit gibt Wien ├╝brigens auch eine gepr├╝fte Zuchtkuh ab, leichtfertig wird das wohl nicht passiert sein. Einen Platz f├╝r junge Elefantenbullen zu finden, wird mit voranschreitender Zeit nicht leichter werden- f├Ąnde ich einen in einem bekannten und vertrauensw├╝rdigen Zoo wie Halle, ich h├Ątte in dieser Situation auch zugegriffen. Sch├Ân, wenn dort vielleicht eine neue Zuchtgruppe aufgebaut wird!
(20.07.2006, 14:26)
Oliver Jahn:   Halle will auf jeden Fall eine Zuchtgruppe aufbauen. Ob das dann mit Afrikanern oder mit Indern passiert, wird sich in den n├Ąchsten zwei Jahren herausstellen.
(20.07.2006, 13:29)
Sven P. Peter:   Also sollte Abu abgeschoben werden (in dem alter geht das ja nur mit Mutter) und Halle hatten als einzige kapazit├Ąt und den Besucherwunsch nach ELefanten.
In Wien will man wohl einfach weiter gefahrlos die Anlage betreten k├Ânnen.
(20.07.2006, 12:43)
Oliver Jahn:   Nach Aussage des Zoos ist das wohl eben noch keine endg├╝ltige L├Âsung f├╝r Halle.
(20.07.2006, 12:40)
Saya:   Vor allem ist er doch gerade erst 5 und braucht noch gar keine Bullenanlage. In dem Alter kann er doch noch ein paar Jahre in der Herde bleiben.
(20.07.2006, 12:39)
Sven P. Peter:   So wie ich den text lese, sollen Sabi und Abu bis er geschlechtsreif wird die einzigen Elefanten dort bleiben.
F├╝r die Abegabe von Abu wird es sicher noch mehr Gr├╝nde als nur die Bullenanlage geben.
(20.07.2006, 12:28)
Saya:   Lt. homepage des Wiener Tiergartens sind heute Sabi mit Sohn Abu, also Afrikaner, in Halle angekommen! www.zoovienna.at!
(20.07.2006, 12:04)
Sven P. Peter:   In einem Gespr├Ąch mit einem Pfleger wurde mir gesagt, das es schon fest st├╝nde, dass der Bulle aus Rotterdam kommt. Spricht f├╝r Asiaten. Die Anlage gef├Ąllt mir recht gut, nur das Badebecken (Marke: schmale Stufen) ist Murks.

@IP66: Das die ├Ąlteren Elefanten in K├Âln die Gr├Ąben nicht zum Baden nutzen entspricht nicht den tatsachen. Man kann sie fast t├Ąglich baden sehen. Dagen sind die Tore wirklich ein Problem. Der Rundlauf (mit dem Haus) ist nicht nur tags├╝ber (au├čer es wird grade gereinigt) sondern auch nachts f├╝r die Tiere offen, so dass sie fast immer ALLE zusammen sind.
(20.07.2006, 11:55)
Oliver Jahn:   Halle scheint nun doch mit Afrikanern zu planen. Allerdings stehen auch die Chancen f├╝r eine asiatische Elefantengruppe nicht schlecht, so dass das letzte Wort noch immer nicht gesprochen ist!Aber es soll in diesem Jahr losgehen, das steht fest!!!
(20.07.2006, 11:46)
IP66:   Die Angabe, da├č die Elefanten sich in K├Âln bei Sonne im Haus aufhalten, kann ich f├╝r die letzte Zeit nicht durch beobachtungen best├Ątigen. Die Tiere stehen h├Ąufig und lange in der Sommersonne. Ich bin durchaus der Meinung, da├č man bei Neubauten f├╝r Elefanten die k├Âlner Anlage in seine ├ťberlegungen einbeziehen soll. Die Rundlauf-Konstruktion ist sicher recht gl├╝cklich. Jenseits des Schattens und der recht geringen Zahl von Absperrboxen sind die ├╝brigen Probleme ja auch Folge einer schlampigen Planung, die vielleicht auch dadurch entstand, da├č man sich sehr auf die Elefantenbed├╝rfnisse konzentrierte, aber keine Problel├Ąufe f├╝r die Tortechnik oder Bed├╝rfnisproben f├╝r den Innenraum f├╝r notwendig hielt. Auff├Ąllig ist aber auch, da├č die ├Ąlteren Tiere keinen der Wassergr├Ąben zum baden nutzen.
(17.07.2006, 12:15)
Michael Mettler:   @Walter Koch: Das Letztere w├╝rde dem widersprechen, was Frau Ismer mir bei meinem letzten Besuch erz├Ąhlte. Laut ihrer Aussage wurden die beiden ersten Elefanten Mashibi und Macombe im Alter von etwa 8-9 Jahren an einen Circus verkauft. Das m├╝sste dem Eintreffen der Tiere nach zu urzeilen also etwa 1993/94 gewesen sein. Und darauf sollen gleich die vier Nachfolger eingetroffen sein, von denen drei heute noch in Str├Âhen leben (und eine wiederum Macombe hei├čt). Der vierte Elefant soll "auf einen Elektrodraht gebissen" haben und dabei ums Leben gekommen sein.

Aber vielleicht WOLLTE Str├Âhen ja Durchlaufstation f├╝r Importk├Ąlber sein, und dann kam der Importstopp dazwischen, so dass man die herangewachsenen Elefanten nun doch lieber selbst behielt?
(16.07.2006, 15:30)
Walter Koch:   Im Mai 1989 war ich in Str├Âhen. Die neu
importierten Afrikanischen Elefanten-
Jungtiere wurden in Pferdeboxen gehalten
Die Tiere wurden in Str├Âhen eingew├Âhnt
und dressiert und auch dort in einer
kleinen Schau vorgef├╝hrt. Der Tiertrai-
ner hielt viel mehr von dem Wissen der
Circus-Leute, als dem der Tierpfleger in
den Zoos. Wenn ich mich recht erinnere,
hat Str├Âhen bis zum Importstopp regel-
m├Ą├čig Afrikaner importiert und auf ein
Circus- bzw. Zoo-leben "vorbereitet",
(weiter verkauft).
(16.07.2006, 15:20)
Michael Mettler:   @Frank-Walter B├╝schner: Besten Dank, die HP kenne ich. Habe ich auch schon mit Fotos beliefert, die aber erst teilweise in die Steckbriefe Eingang gefunden haben. Hat sich denn noch niemand au├čer mir in diesen Park "verirrt"...?

In gewissem Sinn ist die Str├Âhener Haltung der exakte "Gegenentwurf" zu K├Âln. Haltung ohne Bullen im direkten Kontakt inklusive Elefantenreitens f├╝r die Besucher, dazu hinter Absperrungen, die nicht sonderlich st├Ąrker sind als f├╝r Pferde (die beiden ersten Elefanten des Parks hatten damals eine Reitbahn als Au├čengehege!). Daf├╝r stehen und gehen die Elefanten au├čen (das Haus kenne ich nicht) auf Naturboden, k├Ânnen zeitweise auf einer riesigen Koppel grasen und in einem nat├╝rlichen Gew├Ąsser baden und suhlen. So weit, so gut. Aber was soll man von einem Park halten, der seine beiden ersten Elefanten in den 90ern an einen Circus (!) verkaufte, weil sie "zu gro├č geworden waren", und daf├╝r gleich 4 (!!!) neue K├Ąlber kaufte (eines davon fiel einem Unfall zum Opfer)?
(16.07.2006, 10:12)
Frank-Walter B├╝schner:   EDIT: Ich seh grad, die drei damen sind ja sogar im Zuchtf├Ąhigen Alter..wie w├Ąrs mit einer Hochzeitsreise..w├Ąre ja auch ein ziemlicher "Publischer" so ein Elebaby in so einen kleinen Park...
(16.07.2006, 02:54)
Frank-Walter B├╝schner:   Hier Michael, aber ich denke mal damit zeig ich dir wohl nix neues^^

http://www.zooelefant.de/zoos_deutsch/stroehen/stroehen.htm
(16.07.2006, 02:51)
Sitara:   @ Michael Mettler: Damit kann ich leider nicht dienen, aber vielleicht meldet sich ja dazu mal ein Kenner der Szene...;-)
(15.07.2006, 23:39)
Michael Mettler:   @Sitara: Wie schon im Thread "Elefantenhaltung im Zoo" ge├Ąu├čert w├╝rde ich gern mal eine Kennermeinung ├╝ber die Haltung in Str├Âhen h├Âren bzw. lesen!
(15.07.2006, 23:27)
Sitara:   Baum├Ąngel gibt es immer und ├╝berall. Wichtig ist, dass man sie beseitigt. Ausschlaggebend f├╝r eine zukunftsweisende Anlage ist f├╝r mich, die Voraussetzung f├╝r ein modernes Haltungskonzept f├╝r Elefanten geschaffen zu haben. Die M├Âglichkeit im K├Âlner Elefantenpark Tiere im „Protected Contact“ halten zu k├Ânnen, ist bisher jedenfalls hervorragend gelungen. Und dem Vorwurf, dass es evtl. zu wenig Schattenpl├Ątze g├Ąbe, tritt man auch insofern entgegen, dass an hei├čen sonnigen Tagen f├╝r die Tiere direkt nach der Reinigung des Hauses die Tore wieder ge├Âffnet werden, so dass sie sich in das k├╝hle Innere zur├╝ckziehen k├Ânnen, wenn sie m├Âchten, was sie zum Teil auch wahrnehmen.

Alle Neuerungen werden von Kritikern und Traditionalisten erst mal argw├Âhnisch be├Ąugt. Und das Argument, dass in einigen Jahren dieses Konzept und die Anlage eventl. schon wieder ├╝berholt seien, zieht nicht, denn das ist eben der normale Lauf der Dinge und in diesem Fall hat man den Schritt gewagt, als erster deutscher Zoo eine neue Methode auszuprobieren.

Wenn man beobachtet, wie sich diese aus verschiedenen Haltungen und L├Ąndern stammenden Tiere, die sich sozusagen als „Patchwork-Family“ zusammengefunden haben, mittlerweile so gut verstehen, dass f├╝r alle Elefanten bereits nachts die M├Âglichkeit besteht zwischen dem Aufenthalt drinnen oder drau├čen zu w├Ąhlen, dass der Zuchtbulle bei der Herde bleibt, dass das Kuhkalb zwischenzeitlich in Sang Raja einen Begleiter und Besch├╝tzer gefunden hat, dass alle Jungbullen mit Respekt die Kleine ins Spiel mit einbeziehen, dass K├Âln keine Kosten und M├╝hen scheut eine bekannte Tiertrainerin f├╝r „protected contact“ zu engagieren, um die Pfleger dahingehend zu schulen, kann ich f├╝r meinen Teil nur sagen, gut gemacht und weiter so! So m├Âchte ich (und auch viele andere Besucher, wie ich feststellen konnte) Elefantenhaltung in einem Zoo sehen, wobei mich die Architektur und das Drumherum zugegebenerma├čen wenig interessieren.
(15.07.2006, 22:46)
Walter Koch:   F├╝r mich ist die K├Âlner Elefanten-Anlage
der Ma├čstab f├╝r alle Neubauten. Grund:
welcher Zoo kann denn ├╝berhaupt gefahr-
los so viele "rauflustige" Jungbullen
halten oder 2 bis 3 vom Typ Calimero.
Die Wassergr├Ąben sind in dieser Aus-
f├╝hrung vielleicht nicht ideal, aber die
Rundl├Ąufe zwischen den 3 Au├čenanlagen
mu├č erst einmal einer nach machen. Die
Kunstfelsen waren f├╝r mich auch ge-
w├Âhnungsbed├╝rftig, erf├╝llen aber ihren
Zweck sehr gut. Ein Natur- oder Sand-
boden h├Ąlt sich, in der Hanglage, bei Platzregen sehr schlecht. ├ťber die Bau-
m├Ąngel hat sich der Bauherr im Jahresbe-
richt selbst ausgiebig ge├Ąu├čert.
Nat├╝rlich kann man auch viel preiswer-
ter bauen. Mein pers├Ânlicher Favorit
ist da Amersfoort (NL). F├╝r jeden "Bau-
herrn"zu empfehlen, der Elefanten preis-
wert, aber ohne Stumpfsinn halten will.


(15.07.2006, 21:20)
ZooFanKarlsruhe:   Einem anderen Forum entnahm ich, dass in Duisburg die Elefantenkuh Khari nicht mehr am Leben sein soll. Kann das bitte jemand best├Ątigen oder dementieren, denn ich finde nirgends etwas dar├╝ber, was bei einem Elefantentod h├Âchst merkw├╝rdig w├Ąre.

(15.07.2006, 19:11)
Oliver Jahn:   Danke f├╝r diese Fakten. Der Mauerpfad ist mir auch unangenehm aufgefallen, ├╝ber die Schattenlosigkeit hatte ich ja schon geschrieben, dass aber auch tats├Ąchliche handwerkliche M├Ąngel dieser Brisanz zu verzeichnen sind, das war mir neu.
(12.07.2006, 11:22)
IP66:   @Herr Jahn: Ich z├Ąhle einmal meine zentralen Einw├Ąnde auf: Die fehlende Entw├Ąsserungsm├Âglichkeit der Innenanlagen wurde schon erw├Ąhnt, ebenso der Mangel an beschatteten Fl├Ąchen auf der Au├čenanlage. Unzuverl├Ąssig ist nach den Angaben im Jahresbericht auch die Bedienung der einzelnen Tore. H├Ą├člich und unbedacht ist auch die Kunstfelsenverkleidung der diversen Mauern, sie ist an einer Reihe von Stellen bereits schadhaft. Problematischer finde ich allerdings die Konezption des Innenraumes. Die obere Besucherkanzel ist vor einen der St├╝tzpfeiler gesetzt, man kann sie also nicht als Aussichtsplatz nutzen. Der Bullenstall ist halb und halb einsehbar, was durch geringe Verschiebungen vemieden h├Ątte werden k├Ânnen. Schlie├člich ist die Besucherfl├Ąche so zersplittert, da├č man bei ein wenig Ansturm die Treppe zum oberen Bereich durch Hilfskr├Ąfte regulieren mu├č, da sie so schmal ist, da├č man sie nicht gleichzeitig als Auf- und Abgang benutzen kann. Da├č sie feuerpolizeilich erlaubt wurde - einziger und dann noch nur einsinnig benutzbarer Fluchtweg - mutet ebenfalls r├Ątselhaft an. Schlie├člich setzt sich die Schwingung des Daches nur halbherzig ├╝ber die Au├čenw├Ąnde hinaus fort, und die R├╝ckfront des Baus macht den alten Wolfsweg zu einem Mauerpfad mit einer kleinen Blumenbeet davor, ohne den Dunghof wirklich uneinsehbar zu machen.
(12.07.2006, 11:18)
Michael Mettler:   @Oliver: In einer der K├Âlner Zeitschriften war z.B. zu lesen, dass bei den Wasserabfl├╝ssen gepfuscht bzw. fehlgeplant wurde, so dass das Haus schon mal "abgesoffen" ist.
(11.07.2006, 16:47)
Oliver Jahn:   @ IP66 Rein subjektiv betrachtet gef├Ąllt mir die K├Âlner Elefantenanlage auch nicht sonderlich, aus etlichen, hier bereits genannten Gr├╝nden. Von daher kann ich die ja nur allzuoft subjektive Kritik an der Architektur verstehen. Was aber an dem Bau ist handwerklich mittelm├Ą├čig? Da ist mir gar nichts aufgefallen!
(11.07.2006, 16:35)
pamela:   uups da habe ich wohl die falsche Spalte gew├Ąhlt, vorheriger Beitrag kam von mir
(10.07.2006, 20:22)
@Stefan @sitara:   Letzes Jahr im Sommer habe ich Kopenhagen besucht und kann Eure Eindr├╝cke nur best├Ątigen. Tonsak stand auch in den vielen Stunden , die ich dort zugebracht habe nur im Haus.Ich wartete vergeblich ihn auf der Au├čenanlage sehen zu k├Ânnen. Chieng Mai ein wirklich stattlicher Elefantenmann, drehte immer und immer wieder die gleichen Kreise. Zu den anderen Elefanten nahm er Kontakt durch das Bogenfenster auf, zog Surin am Ohr. Dies wirkte aber eher liebevoll . Ich denke, da kann es doch nur besser werden mit dem Bau der neuen Elefantenanlage. Bin auch kein Zooinsider , doch seit vielen Jahren in Zoo┬┤s unterwegs und interessiert und freue mich ├╝ber jede Verbesserung f├╝r die Elefanten in diesem Falle, bzw f├╝r alle Spezies
(10.07.2006, 20:21)
IP66:   Vielen Dank f├╝r die umfangreichen Informationen! Beworfen worden bin ich von dem Bullen auch schon, und mehr Platz hatte er auch nicht. Allerdings waren es damals, wenn ich mich recht erinnere, kaum mehr als drei K├╝he. Fosters kopenhagener Elefantenhaus ist sicher spannend, wobei ich davon ausging, da├č ihm der Bauherr den Bedarf des von ihm zu errichtenden Geb├Ąudes zu erl├Ąutern f├Ąhig ist. Es ist ja schade, da├č in K├Âln eine so teure Anlage abseits aller architektonischen Diskurse und dann handwerklich auch noch so medioker ausgefallen ist, und da habe ich mir in Kopenhagen und Herrn Foster einiges versprochen. Warten wir's ab, vielleicht kommt ja doch eine f├╝r die Elefanten optimale und trotzdem gute Architektur dabei herum.
(10.07.2006, 19:47)
R. Masell:   @Sitara
Da haben Sie vollkommen recht. Bin nur beim Googeln nach Zuchtb├╝chern ├╝ber Afrikaner darauf gestossen.
(10.07.2006, 10:49)
Stefan:   Jetzt, nachdem ich die K├Âlner Vergleichszahlen gelesen habe, kann ich die Dimensionen des Kopenhagener Neubaus besser einordnen. Ein Vergleich mit K├Âln ist demnach wirklich nicht angebracht. Alles, was ich vor meinem ersten und bislang einzigen Besuch in Kopenhagen wusste, war die Tatsache, dass es dort eine "erfolgreiche" (nur im Sinne von Anzahl der Nachzuchten)Elefantenzucht geben sollte. Entsprechend geschockt war ich, als ich dann vor den Gehegen stand. Ich habe ├Ąhnliches Verhalten der Tiere beobachten m├╝ssen wie es Sitara beschrieb. Am Tag meines Besuches stand Tonsak sogar den ganzen Tag im Haus auf sehr beengtem Raum und wirkte auf mich in seiner vergitterten "Gef├Ąngnisgrotte" sehr bemitleidenswert. Ich bin kein Zooinsider, aber den Pl├Ąnen und dem Areal der Baustelle nach zu urteilen, kann man zumindest sagen, dass der Neubau eine Verbesserung f├╝r den Kopenhagener Zoo darstellt. Eine Verbesserung, die auch dringend notwendig ist.
(10.07.2006, 10:38)
Sitara:   @ R. Masell: Die Nutzung dieser Site ist allerdings recht "gew├Âhnungsbed├╝rftig", um mich vorsichtig auszudr├╝cken, da die database nicht auf dem Laufenden ist (es fehlen sehr viele Elefanten!) und auch f├╝r Laien etwas kompliziert zu bedienen. Ich greife hierauf nur hin und wieder zur├╝ck, wenn ich internationale Kurzberichte ├╝ber Elefanten lesen m├Âchte...;-)
(10.07.2006, 09:23)
R. Masell:   Hier ist noch eine sehr informative Elefantenseite:
http://www.elephant.se/
(10.07.2006, 09:05)
Sitara:   Von Chieng Mai, der inzwischen das stattliche Alter von 47 Jahren erreicht hat und soweit mir bekannt der ├Ąlteste in einem europ├Ąischen Zoo gehaltene Elefantenbulle ist, gibt es Fotos unter: http://www.asianelephant.net/kobenhavn/kobenhavn.htm#

Es spielt ja nicht nur die Frage der Gr├Â├čenverh├Ąltnisse einer Anlage eine Rolle, die von der dort gehaltenen Anzahl der Tiere abh├Ąngig ist, ihre Strukturierung (Schattenstellen, artgerechte Badebecken, Scheuerstellen, Schlammkuhlen, Sandpl├Ątze, Futterpl├Ątze etc.) sowie die f├╝r die Pfleger sichere moderne Handhabung der Boxen und vor allem auch M├Âglichkeiten f├╝r Protected-Contact-Haltung sind ebenso von Wichtigkeit. Die f├╝r die Besucher interessante Einsehbarkeit der Anlage ist in dem Fall von dem Architekten der Berliner Reichstagskuppel (!);-) sicherlich gegeben.

Die jetzigen Verh├Ąltnisse sind einfach untragbar. Bei meinem letzten Besuch befand sich der Bulle gerade in Musth und ├Ąu├čerte seinen Ummut, indem er ├äste nach vorbeifahrenden Zoomitarbeitern warf, was zur Folge hatte, dass er daraufhin den ganzen Tag nichts zur Besch├Ąftigung bekam (Sicherheitsvorkehrung dem Publikum gegen├╝ber)und auf der Mini-Plattform auf und ab lief: ein erbarmungsw├╝rdiger Anblick eines so m├Ąchtigen Tieres!

Die auf der "Kuhplattform" sich fast auf die F├╝├če tretenden weiblichen Herdenmitglieder und Tonsak, der Jungbulle, vesuchten immer wieder durch das kleine Bogenfenster Kontakt zu ihm aufzunehmen, was er dann auch wahrnahm... Kungrao und Surin gerieten auch aneinander (kein Wunder, man konnte sich da ja auch nicht aus dem Weg gehen!) und lie├čen ihren ├ärger an den zur Verf├╝gung gestellten Reifen aus... Ida, die an einem k├Ârperlichen Defekt leidet (H├╝ftschaden?, lehnte den ganzen Tag an einer Mauer und webte vor sich hin, war aber hellwach beim Beaufsichtigen der Jugendbande, die ihr den n├Âtigen Respekt zollte. Inda verbrachte fast den ganzen Tag in der engen Box im Haus, da f├╝r sie auf den Au├čenplattformen schlicht kein Platz mehr vorhanden war. Sie kam dann am sp├Ąten Nachmittag f├╝r 2 Stunden im Wechsel mit Chieng Mai auf seine Plattform... Alles in allem eine f├╝r mich als Elefantenfreundin unhaltbare Situation. In dem Fall mu├č ich sagen, kann das ja nur besser werden, allerdings solle man sich h├╝ten ├╝ber ungelegte Eier schon von "Meilensteinen in der Elefantenhaltung" zu sprechen, noch dazum wenn man sich mit diesem Thema nicht ausreichend befasst hat...
(10.07.2006, 08:54)
Karsten Vick:   @Sitara: Unsere letzten Beitr├Ąge haben wir wohl gleichzeitig geschrieben. Irgendwie war mir klar, dass dir sofort das scheinbare Missverh├Ąltnis zwischen Elefanten-Innengehege und Besucherraum ins Auge f├Ąllt. Aber lt. Bauzeichnung ist fast das ganze Dach begehbar mit Blick auf die Freianlagen und so kommt diese Zahl zustande. Was ich von den Schautafeln im Zoo nicht eindeutig entnehmen konnte, ist die weitere Nutzung des alten Hauses. Irgendwie sah es so aus, als w├╝rden die Freianlagen bis an dieses Haus erweitert. Wie auch immer, mit der jetzigen Planung sind sie schon an die Zoogrenzen gesto├čen. Mehr geht im Au├čenbereich nicht.
(10.07.2006, 00:11)
Karsten Vick:   Vor meinem Kopenhagen-Besuch im April 2005 kannte ich diese Planungen auch nicht. Gut, ich wusste auch zu der Zeit noch nicht wer Sir Norman Foster ist, was sicher auch einige von euch f├╝r eine Bildungsl├╝cke halten werden. Ich gebe Sitara Recht, dass man nicht zu viele Vorschusslorbeeren verteilen soll. Ein h├Ąufiges Ph├Ąnomen bei Zoobesuchern (und da nehm ich mich selbst nicht aus) ist ja die Gleichsetzung von "h├╝bsch" bzw. "modern gebaut" mit "artgerecht". Die Tiere haben da sehr oft andere Vorstellungen. Zu den Fl├Ąchenangaben m├Âchte ich bemerken, dass beim Zuschauerbereich das begehbare Dach mit Sicherheit enthalten ist, also keine Aufteilung a la Friedrichsfelde IM Haus.

Den alten Bullen Chieng-Mai fand ich bei meinen Besuchen 93 und 05 sehr beeindruckend, obwohl er gar nicht soo gro├č ist, aber daf├╝r zottig, kantig und sehr urw├╝chsig. Im Alter hat er noch unglaubliche Sto├čz├Ąhne gekriegt. Einen Kronprinz hat er auch, namens Tonsak, ein h├╝bscher 8-j├Ąhriger Bulle aus Thailand, der 2001 mit 2 Weibchen importiert wurde.
(09.07.2006, 20:23)
Sitara:   @ Stefan: Danke f├╝r die Angaben. Wie ich es bef├╝rchtet habe, sind diese Aussichten leider Meilensteine entfernt von einer gro├čz├╝gigen Anlage. Ich erlaube mir, von der sehr informativen Website www.zooelefant.de die Ma├če f├╝r den K├Âlner Elefantenpark dagegen aufzuf├╝hren:

"Die Brutto-Grundri├čfl├Ąche der Au├čenanlagen betr├Ągt ca. 14.000 qm (davon Kuh-Au├čengehege ca. 4.650 qm, Paargehege ca. 2.370 qm, Bullen-Au├čengehege ca. 3.390 qm).
Fast mehr noch als die Aussenanlage beeindruckt das Elefantenhaus des neuen K├Âlner Elefantenparks. Auf einer Gesamtfl├Ąche von ca 5.000 qm ist eine ca 2000 qm gro├če Freilauffl├Ąche f├╝r die Elefantenherde sowie eine kleinere getrennte Freilauffl├Ąche f├╝r den Elefantenbullen von etwa 750 qm vorhanden."

Verwunderlich, dass man in Kopenhagen den Besuchern innen (wieder mal) mehr Platz einzur├Ąumen scheint als den gr├Â├čten Lands├Ąugern der Erde...:-(

(09.07.2006, 20:03)
Stefan:   @Sitara: Die Informationen m├Âgen Ihnen bereits "seit langem bekannt sein", IP66 (der ├╝brigens danach fragte)und vielleicht einigen anderen eben nicht. Ich verstehe dieses Forum (wie es cajun z.B. auch im Thread Zookorrespondent erw├Ąhnte) als Austausch zwischen Zoo-Interessierten, die nicht zwangsl├Ąufig studierte Biologen oder gar Zoo-Insider sein m├╝ssen. Dar├╝ber hinaus gibt es bei jedem der hier Teilnehmenden sicherlich Interessenschwergebiete. Gerne lasse ich Sie an den mir zur Verf├╝gung stehenden Informationen des Kopenhagener Zoof├╝hrers teilhaben. Danach werden folgende Gr├Â├čenangaben f├╝r das Objekt gemacht: Elefanteninnenraum 1.100 qm, Au├čenbereich 4.300 qm, Wirtschaftsbereich 700 qm, Zuschauerabteil 2.300 qm
Das Dach besteht aus 2 Glaskuppeln, wobei ein Teilbereich des Daches f├╝r die Besucher begehbar gestaltet werden soll.
Mit freundlichen Gr├╝├čen
(09.07.2006, 19:40)
Sitara:   @ Stefan: Diese Informationen sind schon seit langem bekannt. Es w├Ąre nun mal interessant, die genauen Gr├Â├čenangaben zu erfahren, den von den Zeichnungen auf der Kopenhagener Zoo-HP l├Ąsst sich nicht unbedingt auf die Gr├Â├čenverh├Ąltnisse schlie├čen! ;-) Ein bekannter Architekt, der nicht allzuviel Ahnung von Elefantenhaltung hat, ist nicht unbedingt der Ma├čstab f├╝r "Meilensteine" in der Elefantenhaltung...Das mal dazu. Verf├╝gen Sie denn ├╝ber genauere Angaben, worauf sich Ihre Aussage begr├╝ndet? Und w├╝rden Sie uns daran auch teilhaben lassen?
(09.07.2006, 10:42)
dennis:   ja der gesamte Plan der zuk├╝nftigen
elefantenanlage in Kopenhagen erinnert stark an den K├Âlner Elefantenpark!
(09.07.2006, 09:40)
Stefan:   @IP66: Der gro├če Bulle Chieng-Mai lebt noch immer und erfreut sich bester Gesundheit und Manneskraft. Gerade erst ist er wieder Vater geworden. Im M├Ąrz ist in Kopenhagen ein kleiner Bulle (Gandhi) auf die Welt gekommen. Wenn die Angaben im Zoof├╝hrer stimmen, ist dies die 10. Vaterschaft f├╝r den gro├čen Chieng-Mai. Einer besseren Zukunft gehen die Kopenhagener Elefanten auch entgegen. Ich war letztes Jahr im Oktober vor Ort. Da waren die Arbeiten an der neuen Au├čen- und Innenanlage in vollem Gange. Der britische Architekt Sir Norman Foster zeichnet sich f├╝r das Projekt verantwortlich. Den Pl├Ąnen zufolge k├Ânnte die Elefantenhaltung nach den K├Âlner Dimensionen einen neuen Meilenstein erreichen. Die Er├Âffnung ist f├╝r 2008 geplant.
(08.07.2006, 20:26)
IP66:   Was ist eigentlich aus der Elefantenhaltung in Kopenhagen geworden? Man hatte dort doch in den 90ern im alten Haus einen sehr sch├Ânen Bullen. Lebt der noch?
(08.07.2006, 20:02)
Pamela:   @Michael ,,,super,, da habe ich gleich geschn├Âkert und viele hilfreiche Info┬┤s f├╝r meine Datenbank gefunden. Weisst Du, ob es solch Aufstellungen auch f├╝r Frankreich oder Spanien gibt ?
(07.07.2006, 20:56)
Michael Mettler:   Eine ├ťbersicht ├╝ber die in Gro├čbritannien gehaltenen Elefanten (aktuelle und fr├╝here) habe ich zuf├Ąllig gefunden unter www.bornfree.com/elephantfree/elefree10.htm

Zwar keine Fotos, aber reichlich Textinfos zu den Individuen, Haltungsbedingungen usw.
(05.07.2006, 00:00)
pamela:   Danke f├╝r die Tip┬┤s. ├ísianelephant sehr informative Seite ist mir bekannt. Leider f├╝r afrikanische nichts ├Ąhnliche s entdeckt
(25.06.2006, 00:00)
cajun:   ..und versuch es mal hier.
http://www.elefanten-schutz-europa.de/Dokumentation/dokumentation.html
(24.06.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Hallo pamela, f├╝r Asiatische Elefanten bist du hier

http://www.asianelephant.net/

richtig. F├╝r Afrikanische ist mir leider nichts entsprechendes bekannt.
(24.06.2006, 00:00)
pamela:   Elefanten faszinieren! Nachdem ich nun alle Elefanten in Deutschland auseinanderhalten kann, habe ich jetzt den Anspruch auch die europ├Ąischen kennenlernen zu wollen. WEr kann mich mit Foto┬┤s und Informationen unterst├╝tzen ??
(24.06.2006, 00:00)

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