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Gorillas

Klaus Schueling :   Kann mir jemand sagen, wer das Zuchtbuch f├╝r Gorilla gorilla ├╝bernommen hat (Frank Rietkerk scheint nicht mehr zust├Ąndig zu sein)?
(11.01.2019, 16:57)
W. Dreier :   Benno war voll unter dem Pantoffel von Dima. Ich hatte immer den Eindruck, dass man in Dresden die Menschenaffen erst in die (kleine) Au├čenanlage lie├č, wenn es mindestens 30┬░C waren. Fotos? Mu├č ich erst in tiefe Diatiefen tauchen - ├Ąhnlich auch bei den Junggorillas des Tierparkes.
(01.11.2018, 18:09)
Ronny Keller :   Dresden:
In den 1930er Jahren kurzzeitig (auch zeitlich ├╝berlappend) 0,1 "Lolotte" und 1,0 "Sonny Boy".
1961-1995 1,0 "Benno" (Abgabe nach Leon, Mexiko),
1963-1993 0,1 "Dima" (1986 f├╝r 6 Monate im Zoo Leipzig eingestellt).
(01.11.2018, 17:44)
Jan Jakobi :   Ich schreibe zur Zeit eine Chronik ├╝ber die Berliner Gorillas und Gorillas in Zoos.

Vor 1945 kamen nur Einzeltiere nach Berlin.

Wie sah es in anderen Zoos aus? Und in der Nachkriegszeit und in der DDR?

(31.10.2018, 20:15)
Kai Deuker :   Eine neues Gorilla M├Ądchen ist in Hannover geboren ,wieder ist die Mutter Zazi die es aber wohl nicht angenommen hat .
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Nachwuchs-im-Zoo-Hannover-Gorillababy-Yanga-braucht-die-Flasche
(10.11.2016, 21:10)
Hannes Lueke :   Inspiriert von der Meldung ├╝ber Fatous Geburtstag in Berlin
Wie alt ist der wohl j├╝ngste, legale Wildfang Gorilla in einem Zoo?
(15.04.2016, 18:27)
Oliver Ramstedt :   F├╝nf von sechs Gorillas sind schwer erkrankt im Zoo Wuppertal.
Nur die neue Gorilla Dame MahMah aus Howletts ist nicht erkrankt.
http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/zoo-in-sorge-fuenf-von-sechs-gorillas-sind-schwer-erkrankt-1.1393213
http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/lokalzeit-bergisches-land/wuppertaler-gorillas-in-not?documentId=16424372
(11.08.2013, 10:42)
Jolantha Belik :   Gestern passierte wieder was Schlimmes im Prager Zoo: Es kam bei Kamba zu schwersten Komplikationen bei der Geburt ihres Babys. Statt dem Baby kam nach vielen Stunden zuerst die Nabelschnur, diese wurde von Kamba durchtrennt und aufgefressen. In einer Not-OP wurde dann das tote Baby per Kaiserschnitt geholt. Dabei entdeckte man einen gutartigen Tumor, der quasi den Geburtskanal blockierte, in Kambas Geb├Ąrmutter. Durch das rasche Eingreifen konnte das Leben von Kamba, eine der wenigen Gorilla-Weibchen, die in freier Wildbahn geboren wurden, gerettet werden. Danke an alle, die dabei mitgeholfen haben! Die besten W├╝nsche auch f├╝r eine baldige Genesung und dass Kamba bald ├╝ber dieses schreckliche Ereignis dr├╝ber hinweg kommt. Es ist bereits das zweite Mal hinter einander, dass Kamba ihr Baby nicht lebend zur Welt bringen konnte. Dieses Mal hat keiner mehr damit gerechnet, dass sie ├╝berhaupt jemals wieder tr├Ąchtig werden w├╝rde.
(25.02.2013, 15:57)
uru :   Ich habe gerade in http//peterdickinson.hubpages.com/hub/The-Taiping-4 gelesen dass 2 weibchen bereits gestorben sind in Limbe Wildlife Centre.
(20.11.2012, 17:44)
Silke Kollrich :   Hier ein trauriges Ereignis, welches ich heute in der Zeitung gelesen habe: "Der Prager Zoo trauert um seinen Gorilla Tatu, dessen Geburt vor f├╝nf Jahren live im Internet ├╝bertragen worden war. Das M├Ąnnchen erh├Ąngte sich gestern versehentlich beim Spielen in einem Seilsystem im Gorilla-Gehege, wie die Zooleitung mitteilte ..."
(28.07.2012, 09:04)
Henry Merker :   Auf dem Sender NDR l├Ąuft gerade eine Sendung ├╝ber Gorillas in Kamerun. Dabei wird auch der einzige Cross-River-Gorilla in menschlicher Obhut gezeigt. Des Weiteren auch (wahrscheinlich) seine wildlebenden Verwandten. Also schnell angeschaltet!
(27.01.2010, 20:22)
Liz Thieme :   diese Aussage wurde 1863 getroffen
(23.07.2009, 20:06)
Liz Thieme :   Das erste und bis jetzt einzig lebend nach Europa gelangte Exemplar dieses vielbesprochenem Riesenaffen wurde nach Dr. J. E. Gray in der Menagerie eines Mr. Wombwell in Nord-England als Chimpanse gezeigt. Er sei ebenso zahm und gutartig gewesen, wie diese Thiere gew├Âhnlich seien. Er lebte nur einige Monate und steht jetzt in Walton Hall; Waterfield ausgestopft.
(23.07.2009, 20:06)
J├Ârn Hegner :   wie lange gab es sonst in den zoo antwerpen die vom aussterben bedrohten berggorillas ?
hatten die davon welche importiert bekommen aus afrika und gehalten bis zum tod ?

(12.11.2008, 18:35)
Michael Mettler :   Er war auch nicht der einzige wei├če Gorilla; es gab mindestens einen weiteren in der Republik Zentralafrika, der erst in j├╝ngster Zeit gesichtet wurde (als von der Mutter getragenes Jungtier).
(12.11.2008, 18:28)
Hannes L├╝ke :   Wikipedia sagt, dass er vom 01.11.1966 bis zum 24.11.2003 im Zoo von Barcelona lebte. Bei seiner Ankunft war er nur wenige Wochen alt. Er ist ein Wildfang aus ├äquatorialguinea. Er zeugte 21 normalfarbige Junge. Naja wenn jetzt einer auf die Idee kommt Albinos gezielt zu z├╝chten hat er ja die Chance mit all den Jungen. W├Ąre nur vern├╝nftig wo er doch seine letzten Jahre unter Hautkrebs litt ;-)
(12.11.2008, 18:08)
J├Ârn Hegner :   gerne m├Âchte ich wissen wie lange es den albino-gorilla im zoo barcelona gabs . wurde er auch dort geboren . es war doch auch der einzigste albino-gorilla den es je gegeben hat .
(12.11.2008, 17:59)
IP66 :   Ich sehe das Zahlenspiel insofern ein wenig anders, als ich den Eindruck habe, da├č die Menschenaffenhaltung in unseren Zoos sich zu Lasten der Niederaffenhaltung entwickelt hat. Wenn man bedenkt, wie viele niedere Affenarten selbst in Menschenaffenh├Ąusern der 70er Jahre h├Ątten untegebracht und gez├╝chtet werden k├Ânnen, so wird man vielleicht den Artenschwund im Affenbereich in einem anderen Licht sehen. Vielleicht kann man die Entwicklung sogar mit den Gro├čanlagenbauten f├╝r Elefanten im letzten Jahrzehnt vergleichen. Hinzu tritt, da├č man ├╝bersch├╝ssigen Nachwuchs bei den Menschenaffen weniger leicht unterbringen kann als jenen kleinerer Arten.
(18.08.2008, 11:59)
Bj├ÂrnN :   Auch Leipzig hatte im April eine Gorillageburt, sind also gar nicht mal so wenige.

Wenn man die Gorillas mal mit den Bonobos vergleicht: da sind 2007 5 Jungtiere in Europa geboren worden, wovon eines 2008 starb - 3 Jungtiere in Frankfurt, eines in Stuttgart und in Berlin. Der Leipziger Nachwuchs vom 28.07.2008 ist der erste Bonobonachwuchs in Europa in diesem Jahr. Mehr als 4 werden es in dieses Jahr kaum werden.
(06.08.2008, 21:49)
Michael Mettler :   @Gudrun Bardowicks: ISIS hinkt tats├Ąchlich hinterher, habe eben noch mal in den M├╝nster-Thread und in die Gorilla-Liste der Zoofreunde Hannover geschaut. Manchmal frage ich mich, ob die ├Âffentlich einsehbare ISIS-├ťbersicht eine andere, schlechter gepflegte ist als die, mit der die Zoos arbeiten...
(06.08.2008, 21:47)
Gudrun Bardowicks :   In Hannover sind in den letzten 12 Monaten sogar 3 Jungtiere geboren worden, und zwar von den M├╝ttern Kathi, Zazie und zuletzt Josy. Gab es nicht auch in Frankfut in den letzten 12 Monaten eine Gorillageburt? Auch in M├╝nster m├╝ssten beide Jungtiere in den letzten 12 Monaten geboren sein, nicht nur das j├╝ngste.
(06.08.2008, 20:22)
Michael Mettler :   Kleine Korrektur meines Beitrages: Sollte eigentlich hei├čen, dass das Artenspektrum der Menschenaffen im Vergleich zu anderen Tieren in Zoos ├╝berrepr├Ąsentiert ist.

Ein paar Zahlenspielereien: Nach diesen neuesten Entdeckungen in der Republik Kongo (nicht etwa in der Demokratischen Republik Kongo, dem fr├╝heren Zaire) wird nun die Zahl der Westlichen Flachlandgorillas im Freiland auf 175.000 bis 225.000 gesch├Ątzt. ISIS verzeichnet f├╝r seine Mitgliedszoos weltweit 765 Westliche Flachlandgorillas in 113 Haltungen; 17 davon wurden innerhalb der letzten 12 Monate in 14 Haltungen geboren, davon 3 in Deutschland (2 in Hannover, 1 in M├╝nster). Die gesamte ISIS-Zoopopulation macht also zahlenm├Ą├čig 0,3-0,4% des Freilandbestandes aus. Der z├╝chterische Beitrag zur Arterhaltung ist demnach derzeit - auf die Gesamtpopulation gerechnet - statistisch nahezu unbedeutend. Das muss man erst mal verdauen, wird doch noch immer jede Gorillageburt in unseren Zoos als Gro├čereignis gefeiert. M├Âglicherweise gibt es nach den neuen Gorilla-Zahlen sogar mehr Gorillas als Schimpansen im Freiland, bei letzteren - alle Unterarten zusammengerechnet - bewegt sich die IUCN-Sch├Ątzung zwischen 173.000 und 300.000. In ISIS sind 1183 verzeichnet. F├╝r den Bonobo hei├čt es, dass die letzte Sch├Ątzung von 30.000-50.000 im Freiland m├Âglicherweise zu tief angesetzt sei (ISIS 173). Sumatra- und Borneo-Orang (trenne ich hier artlich nicht, da sie sich in Zoos zunehmend gegenseitig ausschlie├čen und noch Hybriden existieren, so dass man sie als "eine Planstelle" betrachten kann) sollen im Freiland auf 52.000-76.000 K├Âpfe kommen (ISIS 645).

Wenn ich jetzt mal als Vergleich ein paar Gro├čs├Ąugerarten daneben stelle, ├╝ber deren R├╝ckgang in unseren Zoos wir schon hie und da diskutiert haben, dann gibt es in den ISIS-Zoos mehr Bonobos (173) als Malaienb├Ąren (131), exakt so viele Orangs (645) wie Jaguare und Flusspferde zusammen (320 + 325) und deutlich mehr Gorillas (765) als Mendesantilopen (667) - wobei bei den letztgenannten Arten der Freilandbestand des Gorillas 350mal bis 450mal so hoch ist wie bei der Addax (gesch├Ątzt 500, verteilt auf zersplitterte Restpopulationen). Alle vier genannten Vergleichsarten taugen als Flaggschiffarten f├╝r ihren jeweiligen Lebensraum, auch wenn die Addax zugegebenerma├čen deutlich weniger charismatisch f├╝r das Zoopublikum ist als die drei anderen.

Wenn ich mir die Zahlen so anschaue und dazu den berechtigten Einwurf von Ralf Sommerlad, dann frage ich mich, ob nach Gorilla-Berg und -Bush, Pongoland, Affricaneum, Borgori-Wald usw. nicht als n├Ąchstes (und zwar dringend!) tats├Ąchlich mal ein Gangesgavialhaus auf der Projektliste der deutschen Zoos stehen sollte.
(06.08.2008, 18:05)
Michael Mettler :   @Ralf Sommerlad: Ich auch. Vielleicht m├╝sste mal jemand einen Film "Gaviale im Nebel" drehen...

Ich finde es nebenbei auch bemerkenswert, dass gro├če Zoos in einer Zeit allgemeiner Artenreduzierung gern an einer altgewohnten Menschenaffen"sammlung" festhalten, w├Ąhrend von anderen, teilweise sogar bedrohteren Tierarten und Artengruppen Zuchtstandorte aufgegeben werden. In Relation zur Gesamtartenzahl auch nur der bedrohtesten S├Ąugerformen sind Menschenaffen in Zoos genau genommen ├╝berrepr├Ąsentiert. Trotz ihrer Popularit├Ąt behaupte ich, dass der Normalbesucher bei seinem Zoobesuch mit EINER Menschenaffenart durchaus zufrieden w├Ąre; es gibt ja gen├╝gend Beispiele (Hagenbeck, Neuwied, Dortmund, Neunkirchen, Dresden usw.). Nimmt man die aktualisierten Freilandzahlen zum Ma├čstab, m├╝sste die Priorit├Ąt ohnehin bei den beiden Orang-Formen liegen, wenn der Gef├Ąhrdungsstatus wie bei anderen Tierarten als Ma├čstab angelegt wird.
(06.08.2008, 16:31)
Ralf Sommerlad :   Ich wollte, die letzten 150 wilden Gaviale w├â┬╝rden nur halb so viel Beachtung finden...
(06.08.2008, 16:04)
Michael Mettler :   Laut einer Tageszeitungsmeldung von heute hat die IUCN erneut auf die weltweite Bedrohung der Primaten hingewiesen. Es gebe allerdings auch gute Nachrichten: In der Republik Kongo lebten nach neuesten Erkenntnissen rund 125.000 (!) Westliche Flachlandgorillas, die bislang in keiner Bestandserfassung auftauchten (!!). Damit habe sich der bekannte Freilandbestand dieser Form auf einen Schlag verdoppelt.

Da fragt man sich doch glatt, welche ├ťberraschungen im Kongo noch auf uns warten.
(06.08.2008, 09:28)
Alexander Fuchs :   Die Aussenanlage ist so gro├č und es gibt viele R├╝ckzugsm├Âglichkeiten. Man sollte nat├╝rlich nicht gleich die ganze Gruppe integrieren. Alles Schritt f├╝r Schritt. Potenzial und Platz ist da.
(05.10.2007, 09:52)
Niedersachse :   Allerdings ist es noch schwieriger auf der Au├čenanlage die Tiere zu trennen, wenn es K├Ąmpfe gibt.
(04.10.2007, 20:54)
Alexander Fuchs :   Ich glaube auch das Leipzig sogar mehr aufnehmen k├Ânnte, Platz ist genug da. Die Zusammenf├╝hrung, vielleicht auf der Aussenanlage stattfinden k├Ânnte, da man sich besser aus dem Weg gehen k├Ânnte
(04.10.2007, 17:12)
Niedersachse :   Ich k├Ânnte mir denken, dass Leipzig gern noch 1 oder 2 Weibchen h├Ątte. Nach den Tod von N'Diki und den gescheiterten Versuch mit Effi, bleiben ja mit Bebe und Viringika nur noch 2 Weibchen zur Zucht und Bebe ist auch nicht mehr die j├╝ngste.
(04.10.2007, 16:46)
IP66 :   Die Meldung aus dem duisburger Zoo, der dortige Gorillamann werde nebst dem ├Ąltesten Weibchen nach Spanien abgeschoben, l├Ą├čt mich fragen, ob tats├Ąchlich so viele z├╝chtende Gorillagruppen gebraucht werden, insbesondere in Hinblick auf den m├Ąnnlichen Nachwuchs. Gibt es so viele potentielle Gorillahalter, die auf Tiere warten?
(04.10.2007, 16:04)
IP66 :   Zumindest in Wuppertal scheint auf diesem Wege ja die Nachzucht von Gorillas erfolgreich verhindert zu werden.
(03.07.2007, 11:09)
Albert Roolfs :   Kindst├Âtung bei Gorillas. "Solange das z├╝chtende M├Ąnnchen nicht der Chef in der Gruppe ist, wird er versuchen das dominante Weibchen zu isolieren. Alle Weibchen die bei der Dominanten Schutz suchen werden durch Angriffe auch auf deren Jungtiere davon zu ├╝berzeugt, dass diese keinen Schutz f├╝r die Jungtiere bieten kann. Im Umkehrschlu├č m├Âchte er sich mit den j├╝ngeren Weibchen verb├╝nden und die 'Alte' verjagen. In einem Zoo geh├Âren daher alte dominante Weibchen nicht in eine z├╝chtende junge Gorillagruppe." Ist diese These immer richtig oder gibt es auch neu zusammensestellte Gruppen wo es trotzdem funktionierte?
(02.07.2007, 21:49)
Shensi-Takin :   @Medojed: ich nicht; eine Generalisierung ist in derlei Hinsicht nicht immer vertretbar - v.a. nicht in der Art und Weise, wie es Albrecht macht.
(26.05.2007, 23:30)
Medojed :   Ich bin kein Freund von Herrn Albrecht, aber was seine Meinung zu Handaufzuchten anbelangt, stimme ich ihm, genau wie die Zoologen des Rotterdamer Zoos und dem Direktor von Apenheul, voll und ganz zu.
(26.05.2007, 23:20)
Jennifer Weilguni :   @Michael Mettler
Klar, da gebe ich Dir recht, es gibt wohl auch kaum ein Gehege, das wirklich zu 100% ausbruchsicher ist.. und Zwischenf├Ąlle kann es immer mal geben. Schade nur, wenn dann ein Tier, dass ohnehin schon bei vielen Menschen einen zweifelhaften Ruf hat dann wieder mal als "Monster" dargestellt wird :-( Und das ist eben der Fall, wenn manche Medien von einer "Bluttat" oder Rache" des Gorillas sprechen. Wollte damit nicht sagen, dass die Zoodirektion nun auf die Anklagebank geh├Ârt.
@Medojed
Ganz bestimmt ist ein Gorilla kein Kuscheltier. Aber wenn ich ehrlich bin.. lieber einen Silberr├╝cken begegnen als eine Horde Schimpansen oder gar Mantelpavianan. :-)
(26.05.2007, 19:21)
ADR :   @ Shensi Takin: gewisse Pr├Ąferenzen evtl. wegen h├Âherer Stimme oder anderer Ger├╝che kann ich nachvollziehen. Womit ich mich schwer tue, ist die Vorstellung, Bokito w├Ąre dar├╝ber erz├╝rnt gewesen, dass diese gewisse klar geruchlich und optisch von einem Gorillaweibchen zu unterscheidende Dame trotz st├Ąndiger Pr├Ąsenz nicht Teil seines Harems geworden sein soll.

Andererseits hatte er ja durchaus und zwangsl├Ąufig engen Kontakt zu Frau Opitz w├Ąhrend seiner ersten Lebensjahre. Sogar war sie es, die ihm beim zweiten seiner Berliner Ausbr├╝che als Erste begegnete, und zwar bei sich zuhause, woraufhin sie ihren Mann alarmierte.
Evtl. wei├č sie N├Ąheres zum exakten Profil von Bokitos Fehlpr├Ągung.
(26.05.2007, 18:18)
Shensi-Takin :   Was die Frage bez├╝glich Geschlechter angeht: man kann immer wieder beobachten, dass Menschenaffen durchaus Mann & Frau unterscheiden k├Ânnen und dementsprechend unterschiedlich reagieren(Sexualpartner/Konkurrent); Goodall hat da manches dazu vermerkt. Wundern sollte uns das eigentlich nicht: auch manch eines unserer Haustiere weist gewisse Pr├Ąferenzen gegen├╝ber einem Geschlecht auf; mir sind schon sowohl frauenbevorzugene Irish Setter als auch m├Ąnnerfreundliche Nacktaugenkakadus begegnet;).
(26.05.2007, 16:29)
Shensi-Takin :   @ADR: Das war eigentlich als Scherz gemeint; laut Presseberichten(siehe Zoopresseschau) wurden angeblich in Rotterdam Vorw├╝rfe in der Sache Bokito("fehlegpr├Ągte Handaufzucht") gg├╝. Berlin laut.
(26.05.2007, 16:14)
ADR :   @Shensi-Takin: kannst Du mehr zu der Rotterdam-Berlin-Fehde berichten?

Nachtragen m├Âchte ich noch, dass Dangos Nachwuchs (Mutter: Astra) in Rotterdam ist schnell verstarb, weswegen es auch kein Problem gab, die beiden nach Shanghai zu fliegen.
Bokito hingegen ist in Rotterdam bereits dreifach Vater geworden, wobei ein Nachwuchs direkt nach Geburt und dessen Mutter an damit verbundenen Komplikationen starb.

Auch der Berliner Zoo kennt ├╝brigens sehr viele und penetrante Dauerg├Ąste. Ich denke dabei vor allem an einen, der haupts├Ąchlich vom Silberr├╝cken Ivo fasziniert ist, ihm daher best├Ąndig laut zuruft und gestikuliert. K├╝rzlich erst riss Ivo einen Grasb├╝schel aus der Erde und schleuderte ihn gen Besucher, um hernach wegzurennen. Aggressiv hat er sich ansonsten nur gegen├╝ber den jetzt separierten ├Ąlteren Weibchen verhalten.
Wie es wohl um Ivos Springk├╝nste bestellt ist?

Und inwieweit macht es f├╝r Gorillas ├╝berhaupt einen Unterschied, ob es sich im Umgang mit Menschen um einen Mann oder eine Frau handelt? Mir kommt der Ansatz vom sonst gesch├Ątzten de Waal in dieser Sache etwas hergeholt vor - allerdings f├Ąllt es mir als Laie schwer, ihn zu werten.
(26.05.2007, 15:46)
Michael Mettler :   Na, ich erinnere mal an meinen (prophetischen?) Thread "Die R├╝ckkehr der Eisengitter" :-)
(25.05.2007, 20:36)
Shensi-Takin :   Ob jetzt die Stunde der Gorilla-K├Ąfige f├╝r Rotterdam naht;)? Oder eine fortw├Ąhrende Fehde "Rotterdam vs. Berlin"?
Und eine letzte Frage: hat "Zookenner"(O-Ton K├Ąseblatt XY)Herr Albrecht wirklich nichts besseres zu tun-z.B. Fenster einbauen oder Hunde ins Bett nehmen?

(25.05.2007, 20:11)
Michael Mettler :   Beim hannoverschen Ausbruch gab es damals auch einen Verletzten: Der zuf├Ąllig anwesende Raubtierpfleger hatte Besucher in Sicherheitsabstand gebracht und danach versucht, Toni mit ruhiger Ansprache davon abzuhalten, sich weit von seinem Gehege zu entfernen. (Als Detail nicht ganz unwichtig: Der Pfleger war fr├╝her Gro├čkatzendompteur und hatte somit ein gewisses Gef├╝hl daf├╝r, gef├Ąhrlichen Tieren ohne Gitter gegen├╝ber zu stehen.) Toni schleuderte ihn zur Seite, was f├╝r einen kurzen Krankenhausaufenthalt reichte; kurz danach konnte er ja von "seinem" Pfleger wieder ins Haus gelockt werden. Nun ist verletzt nicht gleich verletzt: Ich sehe da schon einen gravierenden Unterschied, ob sich ein ausgebrochener Gorilla nur den Weg frei r├Ąumt oder - wenn man dem Bericht unten ├╝ber Bokito folgt - einen Menschen mit hundert (!) Bissen traktiert.
(25.05.2007, 19:35)
Shensi-Takin :   @MM: Die Bspe. Schallers, Michael Fays uvm. der (wenigstens in fr├╝heren Jahren) vornehmlich von M├Ąnnern gepr├Ągten Freilandforschung zeigen, dass M├Ąnner durchaus mit den gleichen oder schlimmeren Konditionen fertigwerden. ├ťberhaupt ist derlei eher eine Sache des individuellen Charakters, nicht des Geschlechts. Was ich Leakey aber durchaus unterstelle: in Zeiten der Emanzipation und Tierverniedlichung kommen selbstbewu├čte Frauen mit z.T. recht emotional gepr├Ągten Tiergeschichten sehr gut an...Und f├╝r Publicity war sich der alte Knabe selten zu schade;).
In Taiwan gab es ├╝brigens ebenfalls einen Menschenaffenausbruch, diesmal ein stattlicher Orang-Utan-Mann:
http://www.smh.com.au/news/world/first-a-croc-attack-now-orangutan-goes-wild-in-taiwan-zoo/2007/05/24/1179601579656.html

Die Japaner in Tokio hingegen nehmen derlei wenigstens mit Humor-und sorgen vor:
http://www.spiegel.de/international/0,1518,469075,00.html

;)
(25.05.2007, 18:14)
Hannes :   In welchen dt. Zoo gehen die Pfleger denn noch rein?
Bei David Taylor habe ich gelesen das ein Gorilla-Pfleger immer eine Gummi-Schlange mitnahm da das Tier davor Panik hatte,
Als eines Tages Schneefl├Âckchen (Die wei├če Farbe war auch das einzige was an ein Fl├Âckchen erinnert) und seine Weibchen aus dem Gehege entkamen sahen sie nur eine Horde Menschen, bekamen Panik rannten zur├╝ck in den K├Ąfig und schlossen die T├╝r hinter sich.
(25.05.2007, 15:48)
Medojed :   In Dallas entkam 2005 ein Silberr├╝cken aus seiner Anlage, die bis dato als aussbruchssicher galt.Das Tier, eine Naturaufzucht, hatte einen Fluchtweg gefunden und diesen benutzt, um die Anlage zu verlassen. Auf dem Besucherweg griff er eine v├Âllig unbeteiligte Besucherin mit ihrer Tochter an und hat beide mehrmals gebissen,dann aber von beiden abgelassen und ist weiter geflohen,ehe er aus Sicherheitsgr├╝nden von der Polizei erschossen wurde.Die Frau hat den Gorilla in keinster provoziert,sie wurde von dem Tier v├Âllig ├╝berrascht, sie hatte einfach das Pech, als erste dem ausgebrochenem Tier ├╝ber den Weg zu laufen.Gorillas sind zwar keine Bestien a'la King Kong,aber so harmlos, wie uns der Film " Gorillas im Nebel"die Tiere vermittelt, sind sie auch nicht.Als fr├╝her die Tierpfleger noch zu den weiblichen, teilweise auch zu den halbstarken M├Ąnnern hineingegangen sind, hat es sehr viele Unf├Ąlle gegeben,die dazu f├╝hrten,das die betreffenden Tierpfleger verletzt wurden.Es ist unglaublich, das teilweise heute noch Pfleger zu Gorillas in die Anlage gehen,auch in Deutschland, die ihre F├Ąhigkeiten einfach ├╝bersch├Ątzen und dabei auch mal einen Fingerkuppe einb├╝├čen.Warum soetwas von einer Zooleitung ├╝berhaupt noch zugelassen wird, kann ich nicht beantworten.
(25.05.2007, 10:16)
Michael Mettler :   @Jennifer: Deinen letzten Satz muss man leider relativieren, denn viele - auch potenziell gef├Ąhrliche - Zootiere sind hinter "symbolischen Absperrungen" untergebracht, die sie im Normalfall respektieren - hat Bokito ja anscheinend bis zu diesem Vorfall auch getan. Ich erinnere mich daran, fr├╝her von einem Neun-Meter-Sprung einer erschreckten erwachsenen Rappenantilope aus ihrer Anlage heraus (Hannover? Berlin?) gelesen zu haben. Da eine Rappenantilope ein h├Âchst gef├Ąhrliches Tier sein kann, m├╝sste man also konsequenterweise ihre Anlage mit einem ├╝ber zehn Meter breiten Graben oder einem Drei-Meter-Zaun (zwei Meter d├╝rfte sie schaffen) umgeben - und wir w├Ąren wieder bei Hochsicherheitstrakten wie in Gro├čvaters Zoozeiten.

Es ist zwar nur eine Vermutung, aber vielleicht h├Ątte Bokito den Graben nicht ├╝bersprungen, wenn er nicht als Handaufzucht den k├Ârperlichen Umgang mit Menschen gewohnt gewesen w├Ąre und deshalb vor der "fremden Art" mehr Respekt gehabt h├Ątte. Schlie├člich werden in jedem Zoo Gorillas von Besuchern ausdauernd angestarrt, und in vielen w├Ąre wohl auch ein Vier-Meter-Sprung ├╝ber einen Graben m├Âglich, wenn es dem Gorilla zu bunt w├╝rde - dennoch ist ein Vorfall wie der in Rotterdam eine absolute Ausnahme.

Der fr├╝here Gorilla-Ausbruch in Hannover (Grabensprung des Silberr├╝ckens Toni in der alten Anlage, heute Teil der Schimpansenanlage) war m.W. anders gelagert. Toni war nicht provoziert worden, anscheinend handelte es sich um Erkundungsverhalten; als Liebhaber von Speiseeis steuerte er m.W. nach seinem Sprung prompt auf den benachbarten Kiosk zu (kein Scherz!). Bis zu diesem Sprung war man der ├ťberzeugung, dass der hannoversche Graben f├╝r die k├Ârperlichen M├Âglichkeiten eines Menschenaffen un├╝berspringbar (also nicht nur symbolische Grenze) sei.
(25.05.2007, 09:50)
Jennifer Weilguni :   Ohje, ohje.. wenn man sich die aktuelle Zoopresseschau durchliest, m├Âchte man ja fast meinen, King-Kong g├Ąbe es wirklich, b.z.w. wird der Mythos wieder wach, bei den Gorillas handle es sich um brutale Bestien. EINFACH SCHLIMM !!! Unabh├Ąngig davon, ob die betroffene Frau den Affen nun provoziert hat oder nicht, ist es doch ohnehin verst├Ąndlich, dass das Tier verst├Ârt reagiert, wenn es sich ausserhalb seiner gewohnten Umgebung befindet. Von einer "Blutrache" eir in einigen Medien berichtet kann hier wirklich keine Rede sein. Und wenn sich Bokito diese Dame wirklich deswegen mal "vorgenommen" hat, weil sie ihn provozierte, dann ist davon auszugehen, dass er mit ihr das selbe gemacht hat, was er auch mit einem "ungezogenen" Gorillaweibchen getan h├Ątte. Man kann ja von einem Gorilla nicht erwarten, dass er weiss wie zerbrechlich und d├╝nnfellig so ein Menschenweiblein ist. T├Âtungsabsicht hat hier sicher nicht bestanden. Und wenn die Dame wirklich den Wunsch hatte von Bokito als "Artgenosse" angesehen zu werden, dann h├Ątte sie woh genau das geschafft. Pech eben nur, dass sie anscheinend den Gorilla-Knigge nicht kannte und sich wohl nicht dar├╝ber im Klaren war, wie unh├Âflich es unter Gorillas ( und auch anderen Menschenaffen) ist, sich direkt in die Augen zu starren. Aber ob provoziert oder nicht - die Schuld an diesem Vorfall ist wohl weder bei Bokito noch bei der verletzten frau zu suchen, sondern einzig und alleine bei der Zooleitung, denn die tr├Ągt die Verantwortung f├╝r ihre Tiere und eben auch daf├╝r, die Tiere so unterzubringen, dass sie eben nicht "mal eben" ├╝ber den Wassergraben springen k├Ânnen.

(25.05.2007, 07:40)
Michael Mettler :   @Shensi-Takin: War Leakey nicht auch der Meinung, dass Frauen unter diesen Forschungsbedingungen belastbarer bzw. z├Ąher sind als M├Ąnner?
(23.05.2007, 23:45)
Shensi-Takin :   Bei Zeitungsartikeln wie dem von Daniel pr├Ąsentierten Bsp. wird einem mal wieder zweierlei klar:
1. Die Holl├Ąnder sind, was Tiere im allgemeinen und Zootiere im besonderen angeht, keinesfalls besser oder
schlechter als z.B. die Deutschen. Die in dem Video gezeigte Frau l├Ąsst jedoch die Frage offen, ob sie nicht noch einen Tick verr├╝ckter als ihre dt. Nachbarn sind...;) Obwohl, derlei
"Affen-/Papageien-/etc"-Damen sind auch in dt. Zoos zu bestaunen.
2. Die heutigen Medien-egal ob dt. oder holl├Ąndische-m├╝ssen zwangsweise Nachrichten liefern-m├Âgen sie auch noch so sinnlos sein. Ein Gorilla ist ausgebrochen? Als ob Zootiere nicht schon seit Hagenbecks Zeiten und fr├╝her ausgebrochen w├Ąren! Nur dass heute in k├╝rzester Zeit der gesamte Globus dar├╝ber informiert werden muss(?).Und dass sog. "Tiersch├╝tzer" derlei Vorf├Ąlle zu eigenen Gunsten ausn├╝tzen, ist wie dieses Bsp. illustriert ebenfalls ein internationales Ph├Ąnomen...

Was weibliche Primatenforscher angeht: da hat die Philosophin mit Penisfixation offenbar eigene Vorstellungen hineinprojeziert-sozusagen ein schriftlicher Freud'scher Versprecher. "Schuld" an dem Bet├Ątigungsfeld der genannten Damen hat Louis Leakey. Dieser hielt Frauen aufgrund ihrer gr├Â├čeren sozialen Kompetenz(woran aufgrund mancher Beschreibung von Fosseys Verhalten z.B. getrost gezweifelt werden darf...;)als besser f├╝r die Feldforschung bei Menschenaffen geeignet und lotste Fossey u.Co. dementsprechend zu Schimpansen, Berggorillas und Orang-Utans. Also vonwegen Frauen auf der Suche nach "Tarzan"...;)

(22.05.2007, 21:15)
Sven P. Peter :   http://www.youtube.com/watch?v=PUmCaoBOfGo

Auf dem Video soll die betreffende Frau mit Bokito zu sehen sein, kein Wunder das der auf sie losging!
(22.05.2007, 20:11)
Michael Mettler :   Zwar nicht explizit auf Gorillas bezogen, ist aber in Zusammenhang mit dem von Daniel gefundenen Beitrag interessant: Laut K├Âlner Jahresbericht 2006 ist ein neuer Arbeitsschwerpunkt der zoo-eigenen Arbeitsgruppe Primatologie "die Untersuchung der Mensch-Tier-Beziehungen, deren Bedeutung f├╝r den Fortpflanzungserfolg bisher m├Âglicherweise nicht angemessen ber├╝cksichtigt wird."

Vielleicht hat Frau de Horde den Silberr├╝cken zu eingehend beobachtet, wusste nicht, dass Anstarren bei Gorillas als Drohung gilt und wurde von Bokito deshalb gema├čregelt...?
(22.05.2007, 20:05)
Daniel :   Wenn Frauen sich in Affen verlieben
Manche Frauen sind von Gorillas so fasziniert, dass sie sich in sie verlieben. Dies geschah auch im Rotterdammer Zoo, woraufhin sich der Gorilla Bokito auf seine Verehrerin st├╝rzte und zubiss. Der Affe ist in den Niederlanden inzwischen zum Medienstar geworden - mit allen Nebenwirkungen.
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Bild 1 von 10
Gorilla-Ausbruch in Rotterdam
Foto: AP
Silberr├╝cken auf Abwegen: Beim Ausbruch des Gorilla-M├Ąnnchens Bokito im Rotterdamer Zoo wurden zwei Menschen verletzt.
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Der Niederlande sind im Bann von Gorilla Bokito. Wie Eisb├Ąr Knut in Deutschland so bewegt der elfj├Ąhrige Menschenaffe nun die Herzen und Hirne in Holland. Bokito, der in der vergangenen Woche im Rotterdamer Zoo mit einem Riesensatz ├╝ber einen vier Meter breiten Wasserkanal von seinem Affenfelsen fl├╝chtete und dann vier Menschen angriff und sie teilweise schwer verletzte, ist zum Superstar aufgestiegen. Wissenschaftler, Kommentatoren und sogar Philosophen besch├Ąftigen sich mit dem aggressiven Verhalten des fast zwei Meter gro├čen und 180 Kilo schweren Riesen-Affen. Der 1996 im Berliner Zoo geborene und dort mit der Flasche aufgezogene Bokito ist bis in die Feuilletons der Zeitungen vorgedrungen.
Weiterf├╝hrende links

* Wenn Zootiere Menschen t├Âten
* Gorilla st├╝rmt Restaurant und verletzt G├Ąste

Zwei Fanclubs von Bokito haben f├╝r ihren ,,King Kong┬Ĺ┬Ĺ bereits eine Website auf dem Internet eingerichtet. Der Bokito-Fan Stephan nennt den Gorilla darauf: ,,King Kong Bokito, der niederl├Ąndische Knut.┬Ĺ┬Ĺ
Es scheint die umgekehrte und wahr geschehene aber sehr gewaltsame King Kong-Geschichte zu sein, die die Menschen so fasziniert, die aber einer 57j├Ąhrigen Frau, die von Bokito angegriffen wurde fast das Leben kostete. Denn immer deutlicher wird, dass die von Bokito so schwer verletzte und ├╝ber hundert mal gebissene Petronella Yvonne de Horde, eine sehr emotionale Beziehung mit dem Menschenaffen aufgebaut hat, die Bokito aber als Bedrohung empfand. M├Âglicherweise war die 57j├Ąhrige Niederl├Ąnderin sogar ein wenig in Bokito verliebt. Sie besuchte ihn im Rotterdamer Zoo fast t├Ąglich.
Wenn Frauen auf Affen stehen
"Frauen lieben Affen. Dieser Mythos wurde durch den Film King Kong geschaffen,┬Ĺ┬Ĺ stellt die Philosophin Stine Jensen in der Zeitung ,,Trouw┬Ĺ┬Ĺ fest. Frau Jensen, die ├╝ber das Verh├Ąltnis von Frauen und Affen in der Literatur, im Film und in der Wirklichkeit, eine Doktorarbeit geschrieben hat, meint: ,,Es sind die gro├čen Muskelpakete der Menschenaffen, die ihren Harem aus unterdr├╝ckten Weibchen-Gorillas dominieren, die breiten Schultern, die gro├čen H├Ąnde, das spricht Urgef├╝hle bei manchen Frauen an.┬Ĺ┬Ĺ Es sei doch kein Zufall, ,,dass alle bekannten Forscher, die sich mit Menschenaffen besch├Ąftigen, Frauen sind. Beispielsweise Dian Fossey, Jane Goodall oder Birute Galdikas. Fossey lie├č sich sogar neben ihrem Lieblingsgorilla Digit begraben. F├╝r eine Frau steht ein Gorilla f├╝r Tatkraft, Dominanz und f├╝r M├Ąnnlichkeit. Nur eins wissen die ,,verliebten┬Ĺ┬Ĺ Frauen in der Regel nicht, Gorillas haben von allen Affen das kleinste Geschlechtsteil,┬Ĺ┬Ĺ wei├č die Philosophin Jensen.
Aber auch M├Ąnner k├Ânnen in den Bann von Gorillas geraten. Der niederl├Ąndische Volkss├Ąnger Vater Abraham (Das Lied der Schl├╝mpfe) schickte der Zeitung ,,de Telegraaf┬Ĺ┬Ĺ ein Foto. Darauf ist zu sehen, wie Vater Abraham ein Gorilla-Weibchen k├╝sst. ,,Der Kuss ├╝bertraf alles, was ich je erlebt habe. Er war so intensiv. Ich habe viele wichtige Leute kennengelernt, Regierungschefs, K├╝nstler. Aber der Kuss mit dem Gorilla war die intensivste Erfahrung,┬Ĺ┬Ĺ schw├Ąrmt der S├Ąnger. Jetzt, nachdem Bokito im Rotterdamer Zoo so ausgerastet ist, w├╝rde er sich das aber nicht mehr trauen einen Gorilla zu k├╝ssen, gesteht Vater Abraham.
Man h├Ątte Bokito sterben lassen m├╝ssen
Schwere Vorw├╝rfe gegen den Berliner Zoo, wo Bokito ├Ąhnlich wie Eisb├Ąr Knut von seinem Pfleger Reimon Opitz mit der Flasche aufgezogen wurden, weil ihm seine Mutter vorsto├čen hatte, erhebt der Affen-Experte Frank Rietkerk. ,,Durch die Aufzucht mit der Flasche ver├Ąndert sich der Charakter eines Gorillas fundamental. Das Tier wird gef├Ąhrlicher, insbesondere f├╝r Zoobesucher.┬Ĺ┬Ĺ Rietkerk ist der Europ├Ąische Koordinator f├╝r das Zuchtprogramm bedrohter Tiersorten und Direktor des bekannten Affenzoos ,,Apenheul┬Ĺ┬Ĺ in den Niederlanden. Rietkerk meint, es w├Ąre besser gewesen, wenn man Bokito h├Ątte sterben lassen, nachdem ihm seine Mutter versto├čen hatte.
In der heftig gef├╝hrten Bokito-Debatte in den Niederlanden meldete sich nun auch der international sehr angesehene Primaten-Experte Frans de Waal zu Wort. Er erkl├Ąrt in der ,,Volkskrant,┬Ĺ┬Ĺ warum Bokito Frau de Horde gezielt angegriffen hat: "Er war b├Âse auf die Frau, die Kontakt mit ihm suchte und sich nicht bei seinem Harem anschloss. Bokito ist ein junger Gorilla, noch nicht erwachsen. In diesem Alter suchen Gorillas, Frauen f├╝r ihren Harem zu sammeln und sie k├Ânnen sehr aggressiv
Schlagworte
Bokito Zoowelt Knut Niederlande Tierwelt
werden.┬Ĺ┬Ĺ Frans de Waal ist der Direktor des Primatenzentrums Living Links an der Emory Universit├Ąt in den USA. ,,Bokito war durch das Verhalten der Frau einfach so frustiert worden, dass er explodierte,┬Ĺ┬Ĺ meint der Wissenschaftler. De Waal fordert sogar, dass der in Bokito ,,verliebten┬Ĺ┬Ĺ Frau in Zukunft der Zugang zum Rotterdamer Zoo untersagt werden muss, so lange Bokito dort noch lebt. Das wird Frau de Horde aber ohnehin nicht k├Ânnen, weil die Genesung ihrer schweren Verletzungen voraussichtlich Monate dauern wird, wenn sie ├╝berhaupt je wieder ganz gesund wird. Die 35j├Ąhrige Antje Vis, die durch einen Schlag von Bokito auf den Boden geschleudert wurde und sich ihr Becken brach, verlangt jedoch: ,,Bokito kann nicht im Rotterdamer Zoo bleiben. Er muss weg aus den Niederlanden.┬Ĺ┬Ĺ
Die Bokito-Debatte wird nun auch zur Sternstunde f├╝r die Partei f├╝r die Tiere PvdD, die mit zwei Abgeordneten im Haager Parlament vertreten ist. PvdD-Abgeordnete Ester Ouwehand will eine Gesetzesvorlage ausarbeiten lassen, die das Halten von Menschenaffen in Zoos verbietet. ,,Die Affen m├╝ssen vor den Menschen gesch├╝tzt werden,┬Ĺ┬Ĺ sagt sie.

http://www.welt.de/vermischtes/article888639/Wenn_Frauen_sich_in_Affen_verlieben.html
(22.05.2007, 18:41)
Saya :   Bokito ist genetisch der Interessantere und au├â┬čerdem j├â┬╝nger als Dango, so dass die pfleger in Rotterdam keine Bedenken hatten ihn zu der gruppe inkl. dem damals ca. 3-j├â┬Ąhrigen Jungtier zu lassen. Ich denke das beides hat den Ausschlag gegeben warum man es versucht hat ihn in die gruppe zu lassen und als das funktioniert hat, gab es keinen Grund das nochmal zu ├â┬Ąndern.
(20.05.2007, 23:36)
Matthias :   Die Gorillas sind per Flugzeug nach Schanghai geflogen.
Keine Ahnung warum Dango und nicht Bokito nach Schanghai ist. Beide haben jedenfalls in Rotterdam f├╝r Nachwuchs gesorgt. Spekulationen, warum der ├╝beraus popul├Ąre Bokito in Rotterdam bleiben musste, und Dango daf├╝r nach China durfte, ├╝berlasse ich anderen.

Und wie meinst du das, mit mittlerweile ge├Ąnderten Verh├Ąltnisse. Kenne weder die Verh├Ąltnisse jetzt noch vor einiger Zeit. Es wurde aber auf jedenfall eine komplett neue Anlage gebaut.
(20.05.2007, 23:10)
ADR :   @Matthias: gerade las ich, dass urspr├╝nglich Dango f├╝r die Zucht in Blijdorp angedacht war, als Bokito dann aber mehrfach scorte, durfte er bleiben und musste Dango mit den Damen ab nach Shanghai.
Jedoch las ich auch, dass die Niederlande keinen Flug der Gorillas finanzieren wollten, stattdessen eine 30-t├Ągige Schiffsreise vorsahen. Ist das korrekt? Waren die drei so lange im K├Ąfig unterwegs?
(20.05.2007, 16:46)
ADR :   @Matthias: wei├čt Du N├Ąheres dazu, ob sich die Verh├Ąltnisse im Zoo Shanghai mittlerweile ge├Ąndert haben? Und warum nicht wie zuerst geplant Bokito dorthin gesandt wurde sondern Dango (?)?
Und zuletzt an alle: gibt es Spekulation, was nun mit dem "Amok-Affen" Bokito passieren wird? Ob sein Berliner Ziehvater Opitz ihn besuchen kommen wird? Immerhin scheint eine Einschl├Ąferung au├čer Diskussion zu stehen.
(20.05.2007, 16:28)
Michael Mettler :   Sollte es auch in diesen Kreisen j├Ąhrlich wechselnde "Modethemen" geben...?
(17.04.2007, 14:15)
Matthias :   Ich dachte mir ich schreibe die folgende Info in diesen Thread, da ich sie auch noch nirgends in diesem Forum gefunden habe.
Die drei Gorillas aus Blijdorp (Dango, Quenta, Astra) sind letzte Woche in Schanghai angekommen. Ein Pfleger ist vorraus geflogen und hat alles vorbereitet, waehrend ein zweiter Pfleger den Transport begleitet hat.

Merkwuerdig das die "Tierschuetzer" die angesichts angeblicher Missstaende noch vor einem Jahr Zeter und Mordio geschrieen haben, jetzt nichts von sich hoeren lassen.
Koennte man ja fast meinen, mit durch Handaufzucht "gequaelten" Eisbaeren laesst sich mehr Stimmung machen, als mit drei Gorillas.
(17.04.2007, 12:33)
Matthias :   Ein Zuchtbuch ist eine Datensammlung (m├Âglichst) aller Tiere ein bestimmten Art, die in einer bestimmten Region (intern. oder regional) gehalten wurden und werden. Man kann hierdurch nachvollziehen, wer von wem abstammt bzw. wer verwandt ist. Im Idealfall zumindest.
Der Zuchtbuchf├╝hrer hat also die Aufgabe, dieses Zuchtbuch auf dem aktuellen Stand zu halten. Und das ist viel Arbeit, da er regelm├Ą├čig die Daten bei den Zoos und ├Ąhnlichen Haltungen abfragen mu├č.

Ein Zuchtbuch ist die Grundlage eines jeden EEPs bzw. anderen Zuchtprogramms. Deshalb ist die Arbeit des Zuchtbuchf├╝hrers genauso wichtig, wie die des EEP-Koordinators. Denn der Koordinator muss anhand der Zuchtbuchdaten die Population analysieren und anhand dieser Analyse die Empfehlungen aussprechen.

Wie diese Arbeitsteilung bei einigen EEPs zustande gekommen ist, wei├č ich auch nicht genau. Aber es ist durchaus nicht un├╝blich und wird teilweise auch in einem Zoo geteilt, d.h. Zuchtbuchf├╝hrer und EEP-Koordinator sind zwei verschiedene Personen, aber im selben Zoo t├Ątig.
Mit ISBs hat diese ├ämterteilung eigentlich nix zu tun. Aber wenn ein neues EEP gegr├╝ndet wurde, wurde dann eben auf die bereits vorhanden Datensammlungen (einige Zuchtb├╝cher existieren immerhin schon l├Ąnger als die ersten EEPs) zur├╝ck gegriffen, wenn es sie bereits gab. Eventuell wollte/konnte der Zuchtbuchf├╝hrer dann die Aufgabe als EEP-Koordinator nicht ├╝bernehmen.

Ich hoffe, dass war jetzt einigerma├čen verst├Ąndlich. :-)
(06.03.2007, 12:49)
Carsten :   Hab mal im Zuchtbuchthread weitergeschrieben, da es sich ja nicht direkt um Gorillas handelt...
(06.03.2007, 12:43)
Michael Mettler :   @Carsten: Wichtig ist doch beides - ohne Zuchtbuchf├╝hrung kann schlie├člich ein Koordinator nix koordinieren...

Soweit ich wei├č, hat ein Zuchtbuchf├╝hrer nur beratende Funktion bei Tiertransfers, d.h. er kann von den Zoos gefragt werden, ob die Zusammenf├╝hrung von Tier A und Tier B Sinn macht - die letzte Entscheidung liegt aber weiterhin beim Zoo. Ein EEP-Koordinator scheint dagegen sehr viel aktiver ins Geschehen einzugreifen und im Zweifel die Entscheidungsgewalt zu haben, da die betreffenden Tiere in einem Pool aufgehen.

Daher mein Gedanke: Wenn ein EEP-Koordinator gleichzeitig das Internationale Zuchtbuch f├╝hren w├╝rde, dann m├╝sste er die darin enthaltenen Tiere mit zweierlei Ma├č messen: F├╝r den Bestand der EEP-Mitglieder w├Ąre er weisungsbefugt, f├╝r den der Nicht-EEP-Mitglieder (sowas gibt es ja in Europa auch noch) und den aus dem "Rest der Welt" dagegen nicht. K├Ânnte mir vorstellen, dass dann eine ├ämterteilung tats├Ąchlich ├╝bersichtlicher ist.
(06.03.2007, 12:20)
Michael Mettler :   @Matthias: Anscheinend gibt es solche F├Ąlle der "├ämterteilung" dann, wenn ein weltweites Zuchtbuch in Europa gef├╝hrt wird? Wenn ich die Regularien richtig verstanden habe, hat doch ein Zuchtbuchf├╝hrer wesentlich geringeren Einfluss auf die Platzierung der Tiere als ein EEP-Koordinator, weshalb die B├╝ndelung beider T├Ątigkeiten vielleicht Probleme g├Ąbe (im Gegensatz zu EEP plus EUROP├äISCHEM Zuchtbuch).
(06.03.2007, 11:48)
Carsten :   Aha, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht, g...

Was hat ein Zuchtbuchf├╝hrer denn dann f├╝r eine Aufgabe, ist er dann nur ein besserer Sekret├Ąr, denn die wichtige Arbeit leistet doch der Koordinator w├╝rd ich sagen...
(06.03.2007, 11:42)
Matthias :   Michael Mettler hat Recht: Zuchtbuchf├╝hrer und EEP-Koordinator m├╝ssen nicht zwingend dieselbe Person sein.
Im Fall des Gorillas ist Frank Rietkerk in Apenheul EEP-Koordinator, w├Ąhrend Christian Schmidt in Frankfurt weiterhin F├╝hrer des Internationalen Zuchtbuches ist.
(06.03.2007, 11:30)
Michael Mettler :   Ich wei├č nicht, ob es beim Gorilla so ist, aber Zuchtbuchf├╝hrer und EEP-Koordinator m├╝ssen nicht unbedingt die selbe Person sein! Siehe z.B. Somali-Wildesel: EEP-Koordinator in Basel, Zuchtbuchf├╝hrer f├╝r Afrikanische Wildesel im Tierpark Berlin. Und der Letztere f├╝hrt auch das Zuchtbuch f├╝r alle Asiatischen Halbesel, w├Ąhrend das EEP f├╝r den Onager bei Hagenbeck liegt.
(05.03.2007, 22:35)
Carsten :   Tja, Aktualit├Ąt von Websiten, g...
(05.03.2007, 22:11)
Niedersachse :   Bei der Page der EAZA wird Apenheul aus Zuchtbuchf├╝hrer angegeben und hier: http://www.quantum-conservation.org/EEP/EEP2004.html n├Ąmlich Frankfurt.
Naja
(05.03.2007, 21:50)
Carsten :   @Saya: Stimmt, der neue Zuchbuchf├╝hrer hei├čt Frank Rietkerk.

Lt. Webite Zoo Frankfurt wird das Zuchtbuch noch dort gef├╝hrt, da hab ich mich drauf verlassen,j soviel zum Thema aktuelle Websites, g...

Dr. Schmidt hat offiziel aus Zeit- und Altersgr├╝nden die F├╝hrung abgegeben, allerdings hat seine Art der Koordination auch viel Kritik hervorgerufen, z. B. die Abgabe von Gorillas an den Zoo Shanghai und da war glaub ich auch noch was mit Hodenhagen...
(05.03.2007, 20:50)
Saya :   Soweit ich wei├č hat Dr. Schmidt das Gorillazuchtbuch letztes Jahr abgegeben, jetzt m├╝sste es in Apenheul gef├╝hrt werden.
(05.03.2007, 19:54)
Carsten :   Das Zuchtbuch f├╝hrt Dr. Christian Schmidt, Direktor des Frankfurter Zoos.
(05.03.2007, 17:18)
Dortmunder :   @ Niedersachse :

Also, das europ├Ąische Zuchtbuch f├╝r den Flachlandgorilla f├╝hrt auf jeden Fall der Frankfurter Zoo...
(05.03.2007, 16:39)
Niedersachse :   Kann mir jemand sagen, wer das Zuchtbuch f├╝r die Flachland-Gorillas f├╝hrt? Ich hab da n├Ąmlich 2 unterschiedliche Angaben zu gefunden.
Schon mal vielen Dank!
(05.03.2007, 16:23)
Spiegel Online :   Ebola-Virus t├Âtet Tausende Gorillas

Das Ebola-Virus hat im Kongo Tausende Gorillas und Schimpansen get├Âtet. Von 2002 bis 2005 fielen dem Erreger laut einer Studie allein 5500 Gorillas zum Opfer - ├╝ber 90 Prozent der Gesamtpopulation in der Region.
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Das gef├Ąhrliche Ebola-Virus gef├Ąhrdet das ├ťberleben der Gorillas. Darauf weisen Forscher aus Spanien, Schweden und Deutschland hin, die die Ausbreitung der Krankheit in den tropischen W├Ąldern Kongos und Gabuns untersucht haben. Bisher war umstritten, ob es sich bei den in der Region immer wieder auftretenden Funden toter Menschenaffen um Einzelf├Ąlle handelte und ob die Tiere ├╝berhaupt an dem Virus gestorben sind, das von 2002 bis 2003 auch unter Menschen der Region grassierte.

Westlicher Gorilla im Kongo: Population vom Ebola-Virus dezimiert
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AP

Westlicher Gorilla im Kongo: Population vom Ebola-Virus dezimiert
Im Lossi-Schutzgebiet im Nordwesten der Republik Kongo beobachteten die Forscher 238 individuell bekannte Westliche Gorillas (Gorilla gorilla) und z├Ąhlten zus├Ątzlich die Schlafnester, um die Bestandsdichte der Tiere abzusch├Ątzen. Nach der Entdeckung der ersten Tiere, die an der Seuche gestorben waren, breitete sich die Epidemie innerhalb weniger Monate aus und t├Âtete mehr als 90 Prozent der Gorillas in der Region.

Zuletzt sind die Tiere erkrankt, die am weitesten entfernt von der zuerst betroffenen Gruppe gelebt haben, berichten Peter Walsh vom Max-Planck-Institut f├╝r Evolution├Ąre Anthropologie in Leipzig und seine Kollegen im Wissenschaftsmagazin "Science" (Bd. 314, S. 1564). Daraus schlie├čen die Forscher, dass sich das Virus von Gruppe zu Gruppe ausbreiten kann. Zus├Ątzlich k├Ânnten sich die Gorillas aber auch bei anderen Tierarten anstecken, die das Virus tragen, aber nicht selbst erkranken.

Vom Gorillasterben besonders betroffen war ein 2700 Quadratkilometer gro├čes Gebiet im Westen der untersuchten Region. Dort m├╝ssen zwischen 2001 und 2005 ungef├Ąhr 5500 Gorillas dem Virus erlegen sein, berechneten die Forscher. Das entspricht in etwa der Zahl der heute noch lebenden ├ľstlichen Gorillas (Gorilla beringei), zu denen auch der extrem seltene Berggorilla geh├Ârt. F├╝r die in dem Gebiet lebenden Schimpansen sch├Ątzen die Forscher einen R├╝ckgang um 83 Prozent.

Da sich das Gorillasterben nicht auf das untersuchte Gebiet beschr├Ąnkt, bef├╝rchten die Wissenschaftler einen starken R├╝ckgang der Gorillapopulationen. Zusammen mit der kommerziellen, illegalen Jagd auf die Tiere k├Ânne die Seuche zu einem rapiden Aussterben der Art f├╝hren. Weltweit d├╝rfte der Gorilla-Bestand durch das Ebola-Virus in den vergangenen Jahren um etwa ein Viertel geschrumpft sein, schreiben die Forscher.

hda/ddp/dpa
(08.12.2006, 06:49)
cajun :   Eben im WDR-Text gelesen: Das M├╝nsteraner Gorilla- Baby wurde an einer Bisswunde am Handgelenk operiert. Als "T├Ąter" vermutet man den Vater.
(22.08.2006, 20:17)
Michael Mettler :   ├ťber das "Zwergnashorn" bin ich auch schon gestolpert. M├Âchte wetten, dass der ├ťbersetzer da einen Fehler gemacht hat und statt eines Zwergrhinos ein Zwerghippo gemeint war.

Was die Londoner Gorillas betrifft: Ist das so lange her, dass man eventuell damals noch gar nicht wusste, dass ALLE Gorillam├Ąnner irgendwann Silberr├╝cken werden und letztere deswegen f├╝r eine eigene Art hielt?

Frage an die Menschenaffenkenner: Manche Schimpansen werden doch ebenfalls mit dem ├älterwerden "Silberr├╝cken" - in Stuttgart sah ich sogar mal einen v├Âllig silbernen/ergrauten Schimpansen. Ist das an eine bestimmte Unterart gebunden? Der hannoversche Schimpansenmann Max ist z.B. ein Westafrikaner und mittlerweile ├╝ber vierzig Jahre alt, aber von dem kenne ich das Ph├Ąnomen nicht.
(26.04.2006, 00:00)
Hannes :   Was ich mich frage ist welche Gorillaart in alten B├╝chern ├╝ber Zoos mit Silberr├╝ckengorilla gemeint ist den in einem (oder ich meine es waren mehrere) Buch ├╝ber den Londoner Zoo las ich einen Satz der besagte das als Neuank├Âmlinge MEHRERE Silberr├╝ckengorillas erwartet wurden aber man fing ja keine ausgewachsenen Tiere.
Ach ja und in einem Buch von David Taylor wurde eine Zwergnashorn-Geburt erw├Ąhnt. Welches Nashorn ist damit gemeint.
(26.04.2006, 00:00)
Togo :   Bobby war wirklich 2 Jahre alt bei seiner Ankunft und starb etwa 9 j├Ąhrig an einer Blinddarmentz├╝ndung. 252 kg hat er gewogen. Dessen Nachfolger Pongo , er kam etwa anderthalbj├Ąhrig 1936 in den Zoo, wurde trotz Kriegsbedingungen erfolgreich aufgezogen und 1945 von russischen Soldaten get├Âtet. Er wog "nur"250 kg....
@Michael Mettler
In Hellabrunn hat eine erst zweij├Ąhrige Trampeltierstute ein Fohlen zur Welt gebracht , sie mu├č folglich also bereits im Alter von 11 Monaten gedeckt worden sein...
Ich kann mich erinnern , lange Zeit in Stuttgart neben dem Silberr├╝cken"Banjo"einen Schwarzr├╝cken gesehen zu haben , eventuell Banjos Sohn. Wei├č Jemand, wie dieses Tier hie├č und wo es jetzt lebt oder ob es gestorben ist ?
(26.04.2006, 00:00)
Hannes :   Laut dem Zoo berlin war Bobby bei seiner Ankunft 2, laut dem Museum 3 Jahre alt.
ein bild der Plastik ist hier zu finden
http://www.museum.hu-berlin.de/home.asp?page=http://www.museum.hu-berlin.de/auss/rundgang/primaten_bobby.asp
(26.04.2006, 00:00)
Kahuna :   Bongo aus Apeldoorn ist gestorben. Dort haben sie jetzt kein silberrucken. Ich glaube das einer die weibchen jetzt die leiter ist.
(25.04.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Ist Bongo nicht der Name eines Apeldoorner Silberr├╝ckens? ├ťbrigens auch ein sehr sch├Âner Gorilla.
(25.04.2006, 00:00)
Togo :   Der Stuttgarter Silberr├╝cken hie├č nicht Bongo , sondern Banjo , Gott sei Dank ist mir noch der richtige Name eingefallen , sondern h├Ątte ich heute Nacht nicht einschlafen k├Ânnen. Die Fotos, die ich von Bobby kenne , zeigen einen k├Ârperlich sehr weit entwickelten Gorilla , der sicherlich noch etwas an K├Ârpermasse zugelegt und sich zu einem Silberr├╝cken entwickelt h├Ątte , w├Ąre er nicht gestorben. Tiere in Menschenobhut erreichen wesentlich fr├╝her die Geschlechtsreife als ihre Artgenossen in der Natur, so hat im Opel-Zoo Kronberg ein anderthalbj├Ąhriger Giraffenbulle erfolgreich seine Mutter gedeckt , was auch die Zooleitung nicht f├╝r m├Âglich gehalten h├Ątte ( die Tierpfleger dagegen schon )Und Beispiele von fr├╝hreifen Elefanten gibt es einige.Schwarzr├╝cken k├Ânnen auch erfolgreich decken.
(25.04.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Also wurde Bobby ganze sieben (h├Âchstens acht) Jahre alt. Menschenaffen sind nicht gerade mein Spezialgebiet, aber einen siebenj├Ąhrigen Gorilla w├╝rde ich nicht gerade als "volladult" bezeichnen - und ob er geschlechtsreif war, wei├č doch niemand, schlie├člich hat er sich nicht fortgepflanzt.....

Ich erinnere mich daran, dass in Hannover ein siebenj├Ąhriger Orang-Mann (Schorsch) zur ├ťberraschung der Fachwelt seine Gef├Ąhrtin (Uta) erfolgreich deckte. Schorsch sah damals allerdings keineswegs adult aus, sondern eben wie ein typischer Menschenaffen-"Teenager".

Angesichts des jugendlichen Alters von Bobby und seines Aussehens w├╝rde ich eher behaupten, dass dieser - und zwar in bester Absicht, schlie├člich wusste man noch nicht viel ├╝ber Gorillas - ern├Ąhrungsm├Ą├čig buchst├Ąblich "hochgepowert" wurde.

Was pr├Ąchtige Silberr├╝cken betrifft: Ich durfte noch den Antwerpener ├ľstlichen Flachlandgorilla-Mann kennen lernen, der auch mal den dortigen Zoof├╝hrer zierte - war ein herrlicher Bursche.
(25.04.2006, 00:00)
Togo :   @ Michael Mettler
Bobby wurde 1928 als , wenn ich mich nicht irre , ca. halbj├Ąhriges Jungtier importiert und starb 1935. Er war auch das Titelmotiv mehrerer Zoof├╝hrer des Berliner Zoos aus dieser Zeit. Wenn ein Gorilla 350 kg gewogen hat , d├╝rfte er nicht sehr alt geworden sein. Da Gorillas von Natur aus zur Verfettung neigen , f├╝ttern viele Zoos auch kaum Bananen an sie , einige Zoos f├╝ttern , wenn ├╝berhaupt Bananen , dann nur die Schale. Einen sehr stattlichen , und mittlerweile auch sehr alten Silberr├╝cken gibt es auch in Frankfurt , "Matze" kam 1965 nach Frankfurt. Auch der verstorbene Silberr├╝cken in Stuttgart , wie war gleich noch sein Name ? Bongo ? war ein Prachtexemplar, ohne fett gewesen zu sein. Den wohl m├Ąchtigsten und sch├Ânsten Silberr├╝cken habe ich vor ein paar Jahren im Zoo Detroit gesehen , ( auf der sch├Ânsten und besten Gorilla-Anlage , die ich je in einem Zoo gesehen habe ! )"Sunshine"hei├čt er und ist der gr├Â├čte Gorilla derzeit in den USA. Geboren wurde er in Columbus , wo immer noch der erste in einem Zoo geborenen Gorilla lebt , das 1956 geborene Weibchen"Kolo", das jetzt schon , noch zu Lebzeiten , ein Denkmal im Zoo hat !
(25.04.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Vielleicht war der Berliner Bobby nur f├╝r sein Gewicht zu klein :-)

Nee, im Ernst: Ich habe mal in die S├Ąugetierliteratur geschaut, wie es denn mit den Gewichten von Gorillam├Ąnnern aussieht. Kingdon gibt ganze 210 kg an, was sich aber anscheinend auf das H├Âchstgewicht IM FREILAND bezieht (Begr├╝ndung folgt gleich). Und da der Berggorilla gr├Â├čer und schwerer sein soll als der Flachlandgorilla, d├╝rfte das H├Âchstgewicht des letzteren noch darunter liegen.

Aber (und jetzt kommt's): In "Walker's Mammals of the World" findet sich eine auf Grzimek gest├╝tzte Aussage, dass verfettete Gorillas in Zoos schon bis zu 350 (!!!) kg gewogen haben sollen! Man stelle sich den bulligen Berliner Bobby mit nochmal 100 kg mehr vor - der h├Ątte ja wie ein riesiges H├Ąngebauchschwein ausgesehen! Gab es wirklich mal einen SOLCHEN Gorilla? Davon w├╝rden doch unter Garantie irgendwo Fotos existieren.

Wobei sich tats├Ąchlich die Frage erhebt, ob Berlin-Bobby nicht auch kleiner geraten war als andere Gorillam├Ąnner bzw. noch h├Ątte wachsen k├Ânnen. Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist Bobby doch keine zehn Jahre alt geworden?

(25.04.2006, 00:00)
Togo :   Ich mu├č mich selber korrigieren, das ist nat├╝rlich Bl├Âdsinn, das im Hoden keine Hormone gebildet werden.Die Fehlinformation tut mir Leid.
(24.04.2006, 00:00)
Togo :   Es scheint, das momentan einige im Forum erw├Ąhnte , verstorbene Tiere alle an Hodenkrebs gelitten haben....
@Hannes
Eine Hormonst├Ârung kann nicht auf Hodenkrebs beruhen, im Hoden werden keine Hormone gebildet. Bobby war der erste Gorilla in Menschenobhut, der vom Jungtier zum volladulten Tier heranwuchs und somit sehrwohl geschlechtsreif war. Er hatte, da er einzeln gehalten wurde, nur keine Gelegenheit, dies zu beweisen. M├Âglich , das er aufgrund seines erheblichen ├ťbergewichtes nicht zuchtf├Ąhig war.
(24.04.2006, 00:00)
Hannes :   Hatte Bobby nicht auch eine Hormonst├Ârung aufgrund von Hodenkrebs oder so und er war doch nie geschlechtsreif sondern immer auf dem Stand eines halbw├╝chsigen.
Wobei ich hab Bobby im Naturkundemuseum gesehn und er war wirklich verdammt fett.
Ich wei├č nicht wie es mit dem einstigen M├╝nsteraner M├Ąnnchen ist welches nun in S├╝dafrika lebt aber den empfand ich auch als beeindruckend und anmutig und von dem jetzigen war ich eher ent├Ąuscht.
(24.04.2006, 00:00)
Werner Weyler :   Dies ist vollkommen korrekt. Jedoch mu├č man den Berlinern zu gute halten, dass dies der erste Gorilla war, der ├╝berhaupt so lange gehalten werden konnte. Schlie├člich hatte man ja fr├╝her Menschenaffen mit " guter " Hausmannskost ern├Ąhrt. Die Tierpfleger hatten einfach auch nicht eine solch wissenschaftlich fundierte Ausbildung wie heute. So nahm man doch damals gerne Bauerns├Âhne als " W├Ąrter ", die sich von Hause auf mit Tieren etwas auskannten, aber denn mehr gef├╝hlsm├Ą├čig agierten, als auf eine solide Ausbildung aufbauen zu k├Ânnen. Sorry, wenn dies von der eingangs gestellten Frage doch sehr abweicht, aber Michael ich empfand deinen Einwand
zwar treffend, m├Âchte dies aber auch nicht als m├Âglichen Vorwurf stehen lassen. Wie der Herr Liebetreu sich vor mehr als 70 Jahren um seinen Sch├╝tzling gek├╝mmert hat und sich seinen Wissenstand praktisch autodidaktisch erarbeiten mu├čte, dies mu├č man einfach nur bewundern.
(23.04.2006, 00:00)
Michael Amend :   Bobby in berlin war aber aufgrund falscher Ern├Ąhrung viel zu ├╝bergewichtig und fett.
(23.04.2006, 00:00)
Werner Weyler :   Klar wurde das mal ├╝bertroffen und dies mit Sicherheit mehrfach. " Bobby "
im Zoo Berlin ging locker ├╝ber 250 Kilo
( ohne nachzuschauen ). Aber diesen Gorilla, den sie hier beschreiben, habe ich selbst gesehen. Ein wahnsinnig tolles Tier mit super Muskulatur. Als ich diesen Gorilla mal gesehen habe, stand ich da wie seinerzeit vor dem Elefantenbullen " Tembo " in Hannover. Der Silberr├╝cken in Wassenaar war wohl das m├Ąchtigste, was ich bis heute an Gorilla gesehen habe. Gewichtsm├Ą├čig d├╝rfte dieses Tier ├╝bertroffen werden, aber Gestalt und Kraft wohl kaum. Ich habe niemehr solch einen wahnssinig tollen Gorilla gesehen, wie den in Wassenaar.
(23.04.2006, 00:00)
ZooFanKarlsruhe :   Wir hatten es ja hier im Forum bereits von Rekordma├čen bei den Elefanten. Sehr interessieren w├╝rde mich auch welcher Zoo-Gorilla den Gewichtsrekord h├Ąlt. Vielleicht gibt es ja auch dar├╝ber Informationen.Wie ich dem Tiergarten Rundbrief 2/2005 entnehmen konnte, lebte im Dierenpark Wassenaar der Silberr├╝cken "Bobby" und brachte beeindruckende 220 kg auf die Waage. Wurde das mal ├╝bertroffen ?
(23.04.2006, 00:00)

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