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Kryptozoologie- Jahrhundertliste



Oliver Muller:   Es wurde das Skelett von Nessie gefunden:

https://www.wetter.de/cms/riesenskelett-an-schottischer-kueste-loest-wilde-spekulationen-aus-4485973.html?c=bf76

;-)))
(13.02.2020, 14:11)
Henry Merker:   Die westafrikanischen Elefanten stellen genetisch betrachtet eine Schwestergruppe von Wald- und Steppenelefant dar.
(10.06.2016, 22:03)
Michael Mettler:   M.W. gabe es die Einhorn-Legende tats√§chlich schon vor Marco Polo. Vielleicht suchte man aber damals schon nach einem realen Vorbild f√ľr das Sagenwesen und der Reisende dachte schlichtweg "Dann muss das wohl das Einhorn sein"...?

Ich hatte mal den Gedanken (und bisher noch nirgends sonst etwas √ľber eine solche Deutung der Legende gelesen), dass die Einhornlegende vielleicht gar keinen "tierischen" Ursprung gehabt haben k√∂nnte, sondern erst im Laufe der Zeit eine Tiergestalt verpasst bekam. Vielleicht stand das "Einhorn" urspr√ľnglich symbolisch f√ľr die Manneskraft - und zwar im doppelten Sinne als Phallussymbol und als Symbol f√ľr Kraft, schwierige "Z√§hmbarkeit" und Ungest√ľm des jugendlichen Mannes. Immerhin hei√üt es doch zumindest im sp√§teren Verlauf der Legende, man k√∂nne es nur fangen und z√§hmen, wenn es seinen Kopf in den Scho√ü einer Jungfrau lege...
(10.06.2016, 09:23)
Oskar Schwitters:   @Michael Mettler: Ich denke eher, dass jemand einfach ein Narwalhorn an einen Schimmel "rangeschraubt" hat, eventuell auch um dessen Verkaufswert zusteigern. Allerdings w√§re auch eine weitere Variante denkbar:Im Buch Elefanten und Nash√∂rner wird erw√§hnt, dass Marco Polo zum Ende des 13. Jahrhunderts ein Javanashorn in den W√§ldern Myanmars erblickte (als wohl erster Europ√§er) und es als Einhorn beschrieb.So soll er angeblich (laut des Buches) die Legende des Einhorns begr√ľndet haben. Gab es die Legende des Einhorns aber nicht schon viel fr√ľher? Dann w√§re ja durchaus denkbar, dass er es als Einhorn beschrieb, da ihm dieses Wort bereits gel√§ufig war. Ansonsten kann ich mir kaum vorstellen, dass das Javanashorn f√ľr ein so g√§nzlich anderes Wesen wie das Einhorn Pate stand. Ansonsten wird im selben Buch noch der anscheinend als n√§chste Elefantenart "entdeckte" Westafrikanische Elefant erw√§hnt. Als Wissenschaftler den Kot der Dickh√§uter aus dem Westen Afrikas untersuchten bemerkten sie, dass diese Tiere durch Barrieren wie das Nigerdelta, eine Vulkanregion und die W√ľste Dahomey Gap schon seit etwa 2 mio. Jahren von den Tieren im Rest des Kontinents getrennt sind ( Eisb√§ren von Braunb√§ren erst seit rund 700. 000 Jahren). Es soll noch etwa 12. 000 Tiere in W√§ldern und Savannen geben. Beim googlen fand ich leider auch nichts neues. Wei√ü jemand mehr?
(08.06.2016, 19:16)
Michael Mettler:   Es hat doch schon diverse Deutungen gegeben, welches wirkliche Tier als Vorbild f√ľr das Einhorn gedient haben k√∂nnte, das ja gemeinhin als pferdeartiges Gesch√∂pf mit einem nach vorn-oben gerichteten Horn dargestellt wird. Sogar die Arabische Oryx wurde schon mit dem Argument angef√ľhrt, dass bei Seitenansicht das zum Betrachter gerichtete Horn das zweite verdeckt und das Tier dann einh√∂rnig wirkt (was nat√ľrlich nur solange gilt, wie es sich nicht bewegt). Aber dann h√§tten wir immer noch ein nach hinten statt nach vorn weisendes Horn. Heute habe ich mich im Zoo Hannover angesichts des hier illustrierten Anblicks gefragt: Hat eigentlich irgendjemand schon mal den Afrikanischen Wildesel in die Kandidatenliste einbezogen? Stellt euch das Foto mal als Silhouette vor, dann ginge das lange, spitze Ohr durchaus als Horn (und der Aus-zwei-mach-eins- Effekt wie bei der Oryx) durch - auf der Stirn sitzend und nach vorn-oben weisend bei einem pferdeartigen Tier, das zudem kr√§ftig und "wild" ist und "die Macht besitzt", in einer unwirtlichen Umgebung zu leben.

In Zusammenhang mit einem Esel kenne ich jedenfalls bisher nur die Version, dass europ√§ische Reisende - wenn ich mich richtig erinnere - Erz√§hlungen √ľber das Panzernashorn und den Asiatischen Wildesel (Onager oder Khur) zu einem einzigen Tier zusammengeschmolzen und daraus das einh√∂rnige Pferd zusammenfantasiert haben k√∂nnten.
(12.09.2015, 20:36)
cajun:   Vogel News: http://www.birdlife.org/pacific/news/strange-looking-bird-makes-welcome-reappearance

Krypto "Legenden": http://karlshuker.blogspot.de/2014/01/exposing-online-fakes-and-frauds-of.html

(28.01.2014, 19:11)
cajun:   News vom Beutelwolf: http://www.theguardian.com/world/2013/nov/11/zoologists-on-the-hunt-for-tasmanian-tiger-declare-no-doubt-species-still-alive

(28.01.2014, 18:59)
Michael Mettler:   In Brasilien wurde eine neue Flussdelfin-Art entdeckt:
http://latina-press.com/news/171979-brasilien-neue-suesswasserdelfin-art-inia-araguaiensis-entdeckt/
(25.01.2014, 16:35)
uru:   Laut ein BBC-bericht soll Yeti ein B√§r sein http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-24564487
(17.10.2013, 17:47)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Stuttgart hielt B. gabbii. Ich hatte einmal das Gl√ľck, ihn vor die Linse zu bekommen.
(26.08.2013, 15:49)
WolfDrei:   Den "gro√üen " Makib√§ren-Bruder Olingo (welche Art war das eigentlich Bassaricyon ?) habe ich erst- und letztmalig in Stuttgart bei meinem ersten Besuch im Mai 1990 kennengelernt - leider nur als heraush√§ngenden Schwanz in der Nachttierabteilung. √úber die 8 Stunden meines Besuches blieb es leider so. Beim n√§chsten Besuch so 1993 gab es ihn schon nicht mehr.
(26.08.2013, 14:29)
Jennifer Weilguni:   Sieht aus, als w√ɬ§re ein Wickelb√ɬ§r fremdgegangen :-) (Also das Tier aus der ersten Meldung).
(26.08.2013, 13:30)
Michael Mettler:   Mal wieder eine zoologische Neuentdeckung:
http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/tiere/id_64987126/olinguito-forscher-entdecken-neues-saeugetier-in-den-anden.html

Und ein "Seeungeheuer":
http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/tiere/id_65107316/spanien-unbekanntes-wesen-an-strand-von-villaricos-entdeckt.html
(24.08.2013, 10:07)
Michael Mettler:   Falls mit dem Chigau tats√§chlich eine nicht wild vorkommende, sondern nur von sumatranischen Potentaten gehaltene Form gemeint sein k√∂nnte, k√∂nnte der Name nat√ľrlich auch eine Verballhornung dessen sein, was dem Empf√§nger der Tiere mitgeteilt wurde.

Das Googeln nach "Chigau" ergab jedenfalls nur ein japanisches Wort mit exakt dieser Schreibweise, das "sich unterscheiden, abweichen" bedeutet. Das w√ľrde zwar in gewisser Form passen (im Sinne von "unterscheidet sich vom Bekannten", also dem Tiger), aber Sumatra, L√∂we und Japan w√§re schon ein sehr gewagtes Konstrukt ;-)

"Kumbang" bedeutet √ľbrigens "K√§fer" (wenn auch offenbar nicht konsequent im zoologischen Sinn, √§hnlich dem englischen "bug"), nicht etwa "schwarz". Interessant finde ich, dass somit der Panther nach dem K√§fer benannt wurde, f√ľr ihn also vielleicht erst im sp√§teren Verlauf der Sprachentwicklung eine spezielle Bezeichnung gefunden werden musste.
(05.07.2011, 12:54)
Henry Merker:   Mit anderen Worten: Man br√§uchte Sprachforscher, die eine zoologische Ader haben...oder einen malaiischsprachigen Zoologen, um die beiden Fragen zufriedenstellend zu beantworten zu k√∂nnen.
(05.07.2011, 12:32)
Michael Mettler:   @Henry Merker: Rimau und Harimau bezeichnen offenbar in gleicher Weise den Tiger wie Katzen allgemein im Malaiischen, und da ist der Harimau kumbang sogar in Wikipedia vertreten. Es handelt sich zumindest nach heutiger Sichtweise um den schwarzen Panther (da w√§ren wir wieder bei der Frage nach Sumatra...) und - daraus wohl in modernerer Zeit √ľbertragen - den schwarzen Jaguar. Im Sinne eines Gro√ükatzenschw√§rzlings KANN nat√ľrlich auch ein wirklicher schwarzer Tiger gemeint gewesen sein, aber "Rimau" taucht in der zeitgen√∂ssischen Quelle selbst in der Bezeichnung der Bengalkatze auf (Rimau bulu) und ist somit anscheinend gr√∂√üenunabh√§ngig. Vielleicht gibt es daher eine ganz andere Erkl√§rung: Auch die Asiatische Goldkatze kommt auf Sumatra vor, und von ihr sind Melanos bekannt. Zwar hei√üt sie laut Wikipedia heute auf malaiisch Kucing tulap bzw. Kucing emas (und Kucing = Katze), aber das k√∂nnte genau so ein Fall sein wie im Deutschen mit Leopard/Panther.

Zum Chigau (wie auch zus√§tzlich zum Rimau kumbang) fiele mir noch eine zugegebenerma√üen "exotische" Deutung ein: Bei den uralten Handelsbeziehungen der s√ľdostasiatischen L√§nder untereinander, innerhalb derer selbst Elefanten √ľber weite Strecken transportiert und verschifft wurden, w√§re es nat√ľrlich auch m√∂glich, dass z.B. als "Staatsgeschenke" Leoparden/Panther und L√∂wen vereinzelt nach Sumatra gelangten, f√ľr die man dann einen Namen finden musste. Wenn der dann tradiert wurde, k√∂nnte es durchaus Missverst√§ndnisse mit europ√§ischen Forschern gegeben haben, dass solche Tiere auf Sumatra bekannt sind - aber eben vielleicht nicht aus freier Wildbahn. F√ľr den Chigau wird ja in der Quelle schon der Verdacht ge√§u√üert, es handele sich nach den Angaben um eine Art L√∂we.
(04.07.2011, 16:55)
Henry Merker:   Betreffs der Gro√ükatzendisskussion im Thread "Zoologische Fauxpas:
Worum könnte es sich denn nun beim Chigau (oder Jigau) handeln?
Beim Rimau Kumbang - als schwarzer Tiger √ľbersetzt - w√§re ja die Variante denkbar, dass es sich tats√§chlich um einen schwarzen Tiger handeln k√∂nnt - da aber auch der Nepelparder als Rimau (Dahan) bezeichnet wird, w√§re aber auch eine andere Variante denkbar.
(04.07.2011, 15:26)
Michael Mettler:   ...und wie ich jetzt noch herausgefunden habe, hie√ü das von Dubois beschriebene Tier zwischendrin auch noch Bos santeng, Tetraceros (-rus) kroesenii, Boselaphus kroesenii und Duboisia kroesenii. So oder so wird es dem Verwandtschaftskreis von Nilgau und Vierhornantilope zugerechnet.
(01.07.2011, 16:20)
Michael Mettler:   Habe inzwischen ein wenig nach dem von Dubois wissenschaftlich beschriebenen fossilen Anoa santeng gegoogelt, der mittlerweile in Duboisia santeng umbenannt wurde und zu den Antilopen gerechnet wird; er wurde au√üer auf Java auch auf dem Festland gefunden. Die Abbildung eines Sch√§delfragmentes aus dem Museum Leiden zeigt allerdings Hornzapfen, die auf eine ganze andere Hornform schlie√üen lassen als bei einem Anoa; sie sind in einem Viertelkreis nach oben gebogen (in etwa so, als w√ľrde man einem Bison die H√∂rner wie angelegte Autoau√üenspiegel nach hinten klappen). Das stellt nat√ľrlich Dubois' Frage an den Einheimischen in ein anderes Licht; er wollte vielleicht keine Verwechslung mit dem Banteng testen, wie ich dachte, sondern war eher verwundert, dass das den Einheimischen bekannte Tier nicht die gebogenen H√∂rner "seines" Santeng haben sollte. Damit bliebe die M√∂glichkeit, dass es sich um zwei verschiedene Tiere gehandelt haben k√∂nnte - falls der anoaartige Santeng nicht nur eine Sagengestalt war.
(01.07.2011, 16:03)
Michael Mettler:   In "Het Artisboek" (1922) las ich, dass die K√∂nigliche Gesellschaft seinerzeit einen hohen Preis ausgesetzt hatte, um nach Tiefland- und Berganoa (beide im Bestand) auch in den Besitz "der dritten Anoa-Form" zu gelangen, die auf Java eventuell noch vorkommen sollte.

Indizien f√ľr diesen geheimnisvollen Zwergb√ľffel waren u.a., dass er auf Java unter den Bezeichnungen "kentoes" und "santeng" in Sprichw√∂rtern vorkam und kleinw√ľchsige Kinder mit ihm verglichen wurden, und dass Javaner dem Forscher Prof. Dubois gegen√ľber sagten, dieses Tier vom Sehen her zu kennen. Ein Dorfchef zeichnete f√ľr den Forscher den Kopf des Santeng und stellte dabei die typische Kopfform, Hornform und -stellung eines Anoas dar und lie√ü sich auch nicht durch Dubois' Bemerkung beirren, dass die H√∂rner doch bestimmt gebogen sein m√ľssten (vermutlich wollte Dubois auf diese Weise kl√§ren, ob nicht doch nur der Banteng gemeint war). Eine gewisse Banteng-√Ąhnlichkeit sollte in der F√§rbung liegen (schwarz mit wei√üen F√ľ√üen), das Tier aber "nur etwas gr√∂√üer als ein Kantschil" sein. Als m√∂gliches Verbreitungsgebiet wurden die W√§lder im Westen Javas vermutet, und das Museum von Buitenzorg (Bogor) sollte im Besitz von H√∂rnern dieses Tieres sein, ohne dass es aber eine wissenschaftliche Beschreibung gegeben habe.

Dubois hatte auf Java Ausgrabungen unternommen und dabei auch fossile Reste eines Tieres gefunden, das zu den Beschreibungen passen konnte und das er auf etwa ziegengroß schätzte.

Wei√ü jemand mehr √ľber dieses kryptische Tier? F√ľr mich war es v√∂llig neu. Allerdings fiel mir gleich die Saola ein, und es w√§re ja nicht auszuschlie√üen, dass dieses Tier (oder ein naher Verwandter mit k√ľrzeren H√∂rnern) einst auch auf Java lebte, wie es ja auch einige andere tiergeografische Gemeinsamkeiten Indochinas und Javas gibt und gab.
(30.06.2011, 10:16)
Henry Merker:   Dieser Aspekt der Entdeckungsgeschichte mit dem Zwergflusspferd ist mir neu; ist aber auch sehr interessant.
Wo genau in S√ľdamerika soll es denn - zumindest kurzzeitig (?) - Flussschweine gegeben haben?
Immerhin weiß ich nun auch, was "Potamochoerus" bedeutet.
(27.12.2010, 17:36)
Michael Mettler:   Ja, ich meinte den Handel mit Europa, denn den Afrikanern waren ihre "eigenen" Tiere nat√ľrlich bekannt. Das "in Teilen" sollte sich auf die Landesteile beziehen, denn da gab es m.W. noch lange gro√üe "wei√üe Flecken" f√ľr Europ√§er.

Angeblich gab es vor den konkreten Artbeschreibungen √ľber l√§ngere Zeit hinweg Verwirrung √ľber "gro√üe schwarze Schweine" in Westafrika, von denen sich dann eines als Zwergflusspferd, das andere als Riesenwaldschwein entpuppte - so habe ich es zumindest in einer Variante der Entdeckungsgeschichte des Ersteren gelesen. Das Pinselohrschwein war den Europ√§ern hingegen schon l√§nger gel√§ufig und war - vermutlich mit Sklaventransporten - sogar schon nach S√ľdamerika verschlagen worden. Vermutlich war es von den drei Arten diejenige, die sich am n√§chsten der menschlichen Umgebung und den wichtigsten Handelswegen - schiffbaren Fl√ľssen - aufhielt. Das k√∂nnte auch den Namen "Potamochoerus" erkl√§ren, der mit "Flussschwein" w√∂rtlich ins Deutsche und mit "River hog" auch ins Englische √ľbernommen wurde, obwohl die Tierart ja keineswegs nur an (oder gar in) Fl√ľssen lebt. Denn streng genommen h√§tte man zumindest das Zwergflusspferd genauso benennen k√∂nnen.
(27.12.2010, 09:07)
Henry Merker:   Die per Link eingestellte Zeichnung ist mir sogar bekannt; sie ist auch im Buch "Gro√üwild der Erde" von W. Trense ebenfalls zu sehen. (Ich hoffe, dass ich jetzt den Titel korrekt wieder gegeben habe...)
Auch wenn es sich kr√ľmmelkackrig anh√∂rt: Je nach dem man "in Teilen handelsm√§√üig" (durch Europa nehme ich an) definiert, war dies sogar schon im 17. Jahrhundert der Fall. So hat man sich etwa im westlichen Afrika - als dort noch die Portugiesen die dominierende Rolle spielten - in weiten Teilen mittels eines Portugiesischem Pidgin verst√§ndigt...
Das Riesenwaldschwein könnte demnach sogar noch länger bekannt sein, ohne dass dies jemand bemerkt haben könnte. Lediglich dem Artbeschreiber (hier wäre es Thomas) könnte dies dann aufgefallen sein...
(27.12.2010, 00:14)
Henry Merker:   Die per Link eingestellte Zeichnung ist mir sogar bekannt; sie ist auch im Buch "Gro√üwild der Erde" von W. Trense ebenfalls zu sehen. (Ich hoffe, dass ich jetzt den Titel korrekt wieder gegeben habe...)
Auch wenn es sich kr√ľmmelkackrig anh√∂rt: Je nach dem man "in Teilen handelsm√§√üig" (durch Europa nehme ich an) definiert, war dies sogar schon im 17. Jahrhundert der Fall. So hat man sich etwa im westlichen Afrika - als dort noch die Portugiesen die dominierende Rolle spielten - in weiten Teilen mittels eines Portugiesischem Pidgin verst√§ndigt...
(27.12.2010, 00:04)
Michael Mettler:   Westafrika war ja Mitte des 19. Jahrhunderts in Teilen handelsm√§√üig erschlossen, denkbar w√§re es also durchaus. Die Erstbeschreibung des Riesenwaldschweins fand ja nach der zentral- bis ostafrikanischen Form statt, und diese Gebiete wurden der Wissenschaft erst nach dem Westen und S√ľden Afrikas bekannter.

Zum Vergleich mit der Abbildung von 1858 hier eine andere Zeichnung, welche die √Ąhnlichkeit unterstreicht:
http://www.jww.de/445,604/
(26.12.2010, 23:19)
Henry Merker:   Es w√§re durchaus m√∂glich, dass die Schweineart schon bekannt war, ohne dies offiziell (also nicht wissenschaftlich beschrieben) zu sein...warum nicht?
Man denke nur einmal an die Antilopenform, die erst vor kurzem von Cotterill anhand von Museumsexemplaren beschrieben worden ist; also gewissermaßen schon Jahrzehnte "bekannt" ist.
(26.12.2010, 23:01)
Michael Mettler:   Beim St√∂bern nach historischen Tierdarstellungen gefunden: Die nebenstehende Jagdszene stammt aus "Das Buch der Welt" von 1858. Auch wenn die Hauer sehr gewaltig daf√ľr w√§ren, erinnert das Schwein in Habitus, Gesichtsform und Ohrenstellung verbl√ľffend an ein Riesenwaldschwein. Dieses wurde "offiziell" jedoch erst 1904 entdeckt! Oder hatte der K√ľnstler etwa tats√§chlich schon eines gekannt...?
(26.12.2010, 21:55)
Bj√∂rnN:   Die Braune Malayische Ibisralle - interessanter Schnappschuss....
(29.09.2010, 22:25)
Ronny:   Die neuste Zucht des Zoologischen Garten Leipzig.
(29.09.2010, 20:38)
Andreas Knebel:   In Italien (!) heimlich fotografiert - die extrem seltene Teufelsgiraffe (giraffa knebelis diaboli)
(26.09.2010, 20:44)
cajun:   Und etwas wahrhaft (fast) unglaubliches: http://www.kryptozoologie.net/beitrag/grauwal-mittelmeer-2010/
(13.05.2010, 20:37)
cajun:   Eine traurige Nachricht: http://www.kryptozoologie.net/beitrag/java-nashorn-in-vietnam-ausgestorben/
(13.05.2010, 20:33)
Andreas Knebel:   Sorry, Beitrag erst jetzt gelesen...
Zu "tierhorror.de": Der betreiber und einige (wohl) √§ltere User haben ja so etwas wie Sachverstand. was man allerdings von anderen Usern f√ľr kommentare lesen darf (muss?), l√§sst f√ľr die Zukunft schwarzsehen. Ich empfehle einfach mal die Kommentare zum guten, nicht so blutigen Film "Open Water" zu lesen. Da wurde sich im Ernst dr√ľber aufgeregt, dass die haie die eine Hauptperson nicht in Zeitlupe und Gro√üaufnahme zerissen haben. Wer √ľbrigens meine Empfehlungen f√ľr gute Tierhorrofilme lesen m√∂chte: "Wolfen", "Phase IV", "Der Geist und die Dunkelheit" und "Pakt der W√∂lfe". Dazu einiges aus den 50ern (Formicula, Tarantula, Die unglaubliche Geschichte des Mr. C.) Und Alfreds "Die V√∂gel" und Stevies "Der wei√üe Hai" muss man ja gar nicht mehr erw√§hnen. Und wer es abgefahren mag: "Tremors", den dort wohnen RakeTenw√ľrmer (stehen nicht mal bei Heuvelmans in der Kryptobibel...)
(25.11.2009, 13:06)
Henry Merker:   Der folgende Link dreht sich um die DNS eines noch vollkommen unbekannten Tieres, das laut des einheimischen F√ľhrers vom Yeti stammen soll und aus Haarproben dieses Tieres extrahiert worden sind:

http://www.wasistwas.de/natur-tiere/alle-artikel/artikel/link//6b1c85f2ad/article/der-yeti-gibt-es-ihn-doch/-7c05c71e06.html?tx_ansearchit_form%5Bsword%5D=

Scheint wohl doch kein Bär zu sein.
(25.11.2009, 00:17)
Michael Mettler:   Das Foto des Rungwecebus in diesem Artikel ist f√ľr mich das erste, was ich von dieser Tierart sah - erinnert ein wenig an ein Dschelada-Weibchen oder -Jungm√§nnchen.
(11.02.2009, 11:30)
cajun:   Na, das ist ja mal eine interessante Bilanz und Erg√§nzung zur Kryptozoologie Jahrhundertliste: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,606696,00.html

(11.02.2009, 10:53)
cajun:   @Shensi-Takin: Gehe vielen links hier nach. Ist meist sehr interessant! ;-) Ich habe mich bisher noch nicht darum gek√ľmmert dort empfohlene Filme zu bestellen. Allerdings lieb√§ugel ich mit dem L√∂wenstreifen, der in S√ľdafrika spielt und dem Bigfoot- Film. Zweiterer als Kryptozoologie zum gruseln :-) Gut finde ich auch, dass man die meisten Filme als Trailer sehen kann.

(30.01.2009, 18:32)
Shensi-Takin:   @cajun: Wie Sie meinen, Holmes...;
Freut mich zu lesen, dass wenigstens einer meine Empfehlungen aufgreift.
Allerdings hat genannte Seite zwei Nachteile: zum einen sind die dort wirklich guten genannten Kaufempfehlungen meist nirgendwo zu bekommen, zum anderen ist die Kategorisierung mitunter etwas befremdlich...
(30.01.2009, 14:40)
cajun:   @Shensi-Takin: Wenn es denn √ľberhaupt eine Gro√ükatze war, Watson ... ;-)

Ich greife hier noch mal ihre Empfehlung der Seite Tierhorror.de auf.
Kann ich mich auf ganzer Linie anschließen. Sehr sehenswert. :-)

(30.01.2009, 14:20)
Shensi-Takin:   @cajun: Im diesen Falle z.B. die beteiligte Grosskatze? ;)
(30.01.2009, 13:15)
cajun:   @A. Haubrich: Wahrscheinlicher. Aber wer wei√ü das letztendlich immer genau?!? ;-)
(29.01.2009, 16:54)
Shensi-Takin:   @Andr√© Haubrich: Yepp. ;)
(29.01.2009, 15:06)
Andr√© Haubrich:   K√∂nnte das nicht ehr ein Leopard gewesen sein?
(29.01.2009, 14:52)
cajun:   Und da wir in anderen Zusammenh√§ngen gerade √ľber Tigerunterarten diskutieren:

http://www.kryptozoologie-online.de/Nachrichten/Kryptozoologie-News/frau-durch-java-tiger-getoetet.html

Vielleicht √ľberleben sie doch noch...? :-)
(29.01.2009, 10:48)
cajun:   http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2009/01/bizarre-katze-im-yemen-fotografiert.html

Diese Fotos solltet ihr euch mal anschauen. Gruselig...
(29.01.2009, 10:46)
Shensi-Takin:   Roosmalen ist mitunter etwas voreilig, was das "Ausrufen" "neuer Arten" angeht. Das hier vorliegende Material ist mEn etwas zu duerftig fuer die genannte Behauptung.
(22.08.2008, 07:56)
cajun:   Gibt es einen Zwergtapir?

Montag, 18. August 2008

Ein weiterer Kryptid, dem der Zoologe Marc van Roosmalen auf der Spur ist, wurde nunmehr beschrieben. Durch die Dorfbewohner von Tucanar√© am Rio Aripuana wurde Van Roosmalen ein kompletter Sch√§del und ein Unterkieferknochen eines unbekannten Tieres √ľberlassen, das diese geschossen und gegessen hatten. Das von den Einheimischen ¬Ąanta-pretinho¬ď bezeichnete Tier, ist laut den Forschungen des Niederl√§nders eine im Rio Aripuana-Bassin heimische Zwertapirart, die kleiner und dunkler als das Flachland- (Tapirus terrestris) u. mittelamerikanischer Tapir (T. bairdii) ist. Sie unterscheidet sich im Vergleich zu T. terrestris, mit dem es sympatrisch lebt, durch die fehlenden wei√üen Ohrenspitzen, den proportional k√ľrzere Kiefer und Nasenbein und einige nicht vorhandene Z√§hne.

Bereits in Spix und Martius Reisebericht ¬ĄReise in Brasilien in den Jahren 1817 ¬Ė 1820¬ď (M√ľnchen, 1828) erw√§hnt Carl Friedrich Philip von Martius das Vorkommen einer Zwergform des Flachlandtapiers im brasilianischen Staat Minas Gerais, dort bekannt als ¬Ąanta-xur√©¬ď: ¬ĄDieses Tier von kleinerer Statur, die Ohren von einer gleichf√∂rmigen Farbe, nicht wei√ü an den Spitzen, ist wahrscheinlich nur eine Variation des gew√∂hnlichen Tapir, aber nach Dr. von Spix sollte es getrennt von dem viel gr√∂√üeren gew√∂hnlichen Tapir werden und als eigene Art ber√ľcksichtigt werden.¬ď Sollte, so M. van Roosmalen, Spix ein Tier von Mina Gerais mitgebracht haben das noch in der Zoologischen Staatssammlung M√ľnchen existiert w√§re es der Holotypus. In diesem Fall w√ľrde der Zoologe es zu Ehren von Johann Baptist von Spix ¬ĄT. spixianus¬ď nennen, ansonsten ¬ĄT. pygmaeus¬ď.

Quelle: Kryptozoologie online
(21.08.2008, 22:32)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Danke f√ľr's St√∂bern, damit hat sich meine Idee in Luft aufgel√∂st :-) W√§re ja auch ZU interessant gewesen.

Habe per Google festgestellt, dass das Mohr-Buch 2003 (!) neu aufgelegt wurde, wenn auch in einem anderen Verlag. Die PALLASIA gibt es antiquarisch, aber mir pers√∂nlich ist der Vosseler-Artikel keine 80 Euro wert, so gro√ü ist mein Interesse an Seek√ľhen dann doch nicht (selbst WENN es Zwerge gewesen w√§ren)...
(27.01.2008, 11:22)
WolfDrei:   Thema ¬ĄZwergseek√ľhe¬ď-es regnet hier, ran also: Erna Mohr ¬ďSirenen oder Seek√ľhe¬ď , Brehmb√ľcherei 197 (1957), die Hamuger Tiere von 1912 betreffend- in Kurzform, ab Seite 29: etwa halbj√§hriges P√§rchen , aus Manaos stammend, anspruchslos in bezug auf Gr√∂√üe, Form und Ausstattung des Beckens, Wasser 25-30¬įC , Luft 20-25 ¬įC, etwa 1 m L√§nge bei Ankunft, 20 kg, wuchsen schnell, im dritten Jahr 2 m, Gewicht 125 kg, im 11. Jahr 203 cm, etwa ¬Ą4-5 Zentner¬ď. Fra√üen in buntem Wechsel alles (was???), auch Schlamm und Schlick. Auch animalische Stoffe (Fleisch) wurden gierig!! aufgenommen. Tagesfuttermenge am Anfang: 5-7,5 kg, am Ende 25-30 kg. Tiere nach 3 Jahren praktisch erwachsen. Vosseler schreibt: die Tiere waren noch S√§uglinge, waren 6 Wochen an Bord des Schiffes , haben als Jungtiere wohlausgebildete Kauz√§hne, deshalb neben Muttermilch auch Pflanzennahrung. Anbei ein Photo: die Jungtiere sehen wie ein halbaufgeblasener Schlauch aus! Habe aber noch kein Jungtier gesehen. Zum Becken (Gr√∂√üe und Tiefe) der alten Antwerpener Anlage: so etwas w√ľrde heute ein Gartenbesitzer seinen Kindern nicht anbieten! Literatur: Vosseler (1924) Pflege und Haltung der Seek√ľhe nebst Beitr√§gen zu ihrer Biologie (PALLASIA 2, ab Seite 58)
(27.01.2008, 10:38)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Zumal der Corbett-Tiger ja selbst noch bis in die 60er Jahre "getarnt in den Zoos schlummerte", da Tiger aus dessen fr√ľherem Gebiet (also vor der k√ľrzlichen Abspaltung der Malaysier) bis dahin als Bengaltiger bzw. K√∂nigstiger betrachtet wurden :-)

Der gro√üe Knackpunkt an meiner Idee "Zwergseek√ľhe in Hamburg" liegt eigentlich auf der Hand: Selbst wenn man damals noch nicht viel √ľber Seek√ľhe wusste, h√§tte man sich vermutlich trotzdem gewundert, dass die Tierchen auch nach einem Dutzend Jahren nicht mal anderthalb Meter L√§nge √ľberschritten h√§tten. Obwohl: Das erste Zwergflusspferd in einem Zoo wurde ja auch erst nach seinem Ableben als Nicht-(Gro√ü)Flusspferd erkannt...
(26.01.2008, 23:03)
Oliver Jahn:   @Shensi-Takin, Ihren Hinweis auf fehlende Informationen mag ich wohl verstehen, sehe ich aber in Michael Mettlers Theorie auch eben eine solche, und keine konkreten Schl√ľsse. Und letztlich istes eben auch bei der Zwergseekuh so, wie bei etlichen anderen Tieren. Denn wie d√ľftig sind heute noch immer die Informationen zum Java-Nashorn. Und den Malaysischen Tiger gab es bis vor kurzem noch gar nicht offiziell. Wer wei√ü, wieviele von ihnen irgendwann mal als Corbett-Tiger "getarnt" in irgendwelchen Zoos schlummerten.
(26.01.2008, 22:12)
Shensi-Takin:   @Oliver Jahn: Ich spreche der Theorie von Herrn Mettler ja nicht die Schl√ľssigkeit ab; ich weise nur darauf hin, dass die Informationen √ľber die Zwergseekuh noch zu d√ľrftig sind, um konkrete Schl√ľsse ziehen zu k√∂nnen. Sollte sich eine Zwergseekuh z.B. auch beim nahenden Hungertod vor Augen nicht zum Oberfl√§chensnack verleiten lassen, w√§re dies in Hinblick auf diese Theorie von Bedeutung; noch wurde-offiziell wenigstens-aber noch keine Zwergseekuh wirklich langfristig in Gefangenschaft gehalten-und so, wie ich Van Roosmalen sowie die westliche Gesellschafts- & Gesetzeslage einsch√§tze, wird das so schnell auch nicht der Fall sein. Aber (hoffentlich, hoffentlich nicht!) vielleicht "entdeckt" alsbald der eine oder andere Scheich oder andere verm√∂gende Privatmann das kleine Pummelchen f√ľr sich als "ideale" Zierde f√ľr seinen Innenpool, um das herauszufinden...
(26.01.2008, 21:51)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: OK, das ist ein schlagendes Argument.
(26.01.2008, 21:03)
Karsten Vick:   1912 war Erna Mohr 18 und in der Ausbildung am Hamburger Lehrerinnenseminar, nebenbei auch schon am Zoologischen Museum t√§tig. Da wird sie sich doch wohl die Seek√ľhe im Zoo nicht entgehen lassen haben.
(26.01.2008, 20:27)
Oliver Jahn:   Also f√ľr mich ist Michaels Theorie gar nicht so abwegig. Denken wir doch nur mal an die Probleme mit den unterschiedlichen Tapiarten. Und andere F√§lle in den fr√ľhen, aber auch den heutigen Zoos bei der Tierbestimmung gibt es doch zahlreich.
Ich denke da z.B. an das Nashorn, welches ab 1834 oder 1835 im Zoo Liverpool gehalten wurde. Es wurde im Werk von Sir William Jardine aus dem Jahr 1836 als indisches Nashorn dem einh√∂rnigen Sumatranashorn (Java-Nashorn) gegen√ľbergestellt, ist aber nicht das uns bekannte Rhinoceros unicornis. Die stark ausgebildete Kehlwamme sowie die typischen Hautbuckel weisen auf ein indiches Nashorn hin, die Dreieck-Bildung des Nackenschildes dagegen auf das Java-Nashorn. Auch dieses Tier weicht in seiner Gr√∂√üe von uns heute bekannten Panzernash√∂rnern deutlich ab, denn es war erheblich kleiner. Da es sich aber auch deutlich von dem Londoner Java-Nashorn unterscheidet bieten sich folgende Gedankeng√§nge an. Entweder es handelt sich um ein intermedi√§res Individuum aus beiden Nashornarten oder es ist als Unterart des Indischen bzw. des Javanashorn anzusprechen. (aus Kourist: Die ersten einh√∂rnigen Nash√∂rner..)
Und wenn ich dann noch daran denke, dass im 21. Jahrhundert ich eine ganze Zeit lang vor den Corbett-Tigern in Halle stand, und heute wieder sagen muss, ich habe noch nie einen Corbett-Tiger gesehen, weil es sich bei diesen Tieren JETZT um Malaysische Tiger handelt, dann m√∂chte ich gar nicht wissen, was vor 100 Jahren f√ľr Tiere in unseren Zoos weilten, die nie jemand erkannte, weil man sie einfach noch nicht kannte.
(26.01.2008, 20:09)
Michael Mettler:   In meiner auch, das hatte ich n√§mlich auch schon im Hinterkopf. F√ľr eigene Beobachtungen von Mohr k√∂nnten die Seek√ľhe allerdings etwas zu fr√ľh gewesen sein, aber den Artikel von Vosseler kannte sie bestimmt.
(26.01.2008, 19:21)
Karsten Vick:   Eine Quelle √ľber die Hamburger Seek√ľhe k√∂nnte das NBB-Buch √ľber die Sirenen sein. Das ist von der Hamburgerin Erna Mohr, die die Tiere ganz sicher gesehen und h√∂chstwahrscheinlich im Buch erw√§hnt hat. Und nach dem was ich von ihr wei√ü, war sie eine gute Tierbeobachterin.
Leider fehlt das Buch noch in meiner NBB-Reihe im Regal.
(26.01.2008, 19:17)
IP66:   Wenn man die Okapi-Entdeckung betrachtet, ergibt sich doch das klassische Modell: Zun√§chst Erz√§hlungen von einem Gro√ütier - √§u√üerst kryptisch - dann die Entdeckung von gestreiften Fellteilen, aus denen die Zoologie ein Urwaldzebra macht - noch kryptischer, aber von Wissenschaftlern gedeckt - und schlie√ülich die Entdeckung des ganzen Tieres und dessen Erstbeschreibung - √§u√üerst wissenschaftlich. H√§tte allerdings ein Forscher vor dieser Erstbeschreibung das Tier gesehen und richtig eingeordnet, aber kein Pr√§parat mitbringen k√∂nnen, w√§re er als Kryptozoologe eingeordnet worden.
(26.01.2008, 10:59)
Shensi-Takin:   @MM: Bitte. Und genau darin liegt das Problem: die seri√∂se Kryptozoologie, wie sie Bernard Heuvelmans im Sinn hatte, sollte eigentlich nur eine weitere "Herangehensweise" innerhalb der Biologie bei der Suche nach bislang unbekannten Tierarten dienen-oder schwer verst√§ndlich erscheinende Sachverhalte unter Zuhilfenahme zoologischem Fachwissens sinnvoll erkl√§ren. Ein sch√∂nes Bsp. f√ľr letzteres ist in seinem Buch "On the Track of unknown animals" eine m√∂gliche Erkl√§rung f√ľr den "Nandi-B√§r" als ein Konglomerat aus Erz√§hlungen & Begegnungen mit Fleckenhy√§nen und schwarzen Honigdachsen, vermischt mit afrikanischem Schamanentumbr√§uchen & Aberglaube. Leider wurde das Bild der Kryptozoologie in der Folgezeit von "Monsterj√§gern" auf der Suche nach Nessie, Yeti und Bigfoot √ľberlagert und dabei zunehmend im √∂ffentlichen Verst√§ndnis in die schaurige Schublade der "Grenz"-, "Para"-, "X"-usw-"Wissenschaften" bugsiert-wobei sog. "Hoaxes" wie der Kasai Rex und ein Heer an leichtgl√§ubigen, unqualifizierte Tagtr√§umern mit urbanen (Internet)-Mythen ala "El Chupacabra" mit ihrer Akte-X-suggerierten "I want to believe"-Einstellung nur noch weiter dazu beitrugen, dass die Kryptozoologie als "Wissenschaft" der "Fabelwesen und Hirngespinste" abgetan wird. Als 2004 der Bericht √ľber die Entdeckung von Homo floresiensis herauskam, meinte Henry Gee, damals "Nature"-Herausgeber:
"Now, cryptozoology, the study of such fabulous creatures, can come in from the cold." Etwas vorschnell, vielleicht; bis dahin ist es dank weiterhin aktiver Monsterjäger-Fanbase noch ein weiter Weg...;)

(26.01.2008, 10:58)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Danke f√ľr den Link. Dass der Begriff Kryptozoologie so weit in den Bereich der "normalen" Zoologie hinein reichend definiert ist, war mir bisher nicht bekannt. Ich verband ihn eigentlich immer mit Tieren, die von der "normalen Zoologie" mehr oder weniger bewusst ignoriert und/oder als Fabelwesen/Hirngespinste abgetan werden/wurden.
(26.01.2008, 10:24)
IP66:   Ich w√ľrde behaupten, da√ü am Anfang einer zoologischen Neuentdeckung h√§ufig ein kyptozoologischer Verdacht stand bzw. stehen wird, denn wer nicht nicht alle Arten auf einem Qudadratmeter Erde durchdekliniert, bis er etwas neues findet, wird immer einem bestimmten Verdacht folgend nach einer Art suchen, auf die gewisse kryptozoologische Spuren hinweisen - wie etwa Herr von Opel nach dem von ihm entdeckten Damhirsch.
Ich halte die derzeitige genetische Forschung f√ľr zumindest dergestalt im Flu√ü, da√ü mit √úberraschungen noch zu rechnen ist und halte die taxonomischen Befunde in diese Richtung eher f√ľr eine Erg√§nzung denn einen Ersatz der herk√∂mmlichen Kriterien. Insofern w√§re in Sachen Zwergseekuh sowohl eine eigen Art wie eine zwergw√ľchsige Variante m√∂glich, wobei es ja auch denkbar ist, da√ü in einem Gebiet, in dem geringe K√∂rpergr√∂√üe einen Vorteil darstellt, sich die entsprechenden Exemplare h√§ufen. Das Nachdenken √ľber den Transport des Tieres hat mich auch auf die Wissensl√ľcke aufmerksam gemacht, die darin besteht, da√ü ich noch nie einen Bericht dar√ľber gelesen habe, wie man vor den Delphintransporten via Flugzeug eigentlich die Wei√üwale, Seek√ľhe und andere Wasserbewohner transportierte, die in Aquarien und Zoos ausgestellt wurden.
(25.01.2008, 17:55)
Shensi-Takin:   @MM: Lesen Sie doch einmal:
http://www.kryptozoologie-online.de/Forum/viewtopic.php?t=1062

@IP66: Ihre Frage hinsichtlich transienten Status der Zwergseekuh in Form von √úbergangsformen ist durchaus berechtigt; wie man unter http://marcvanroosmalen.org/dwarfmanatee.htm
nachlesen kann, ist von genetischer Seite betrachtet praktisch kein Unterschied zw. Zwerg-und Amazonasseekuh festzustellen.
DAS w√§re √ľbrigens auch eine M√∂glichkeit: Trichechus bernhardi ist als Art invalid, sondern stellt eine sporadisch auftauchende Lokalvariante der Amazonaseekuh in Adaption an flachere Gew√§sser dar-sozusagen Trichechus inunguis var."bernhardi". Das h√∂rt VanRoosmalen sicher nicht gern, w√§re aber eine m√∂gliche Erkl√§rung f√ľr die von MM so gern als Zwergseek√ľhe gedeuteten Hamburger Exemplare-die wom√∂glich nicht nur auf den Rio Arauazinho beschr√§nkt w√§ren/waren. Allerdings ist auch die Interpretation der "Hamburger" als kleinw√ľchsige, falsch gehaltene "normale" Trichechus inunguis mEn auch nicht so vom Tisch zu fegen.
(25.01.2008, 11:01)
Michael Mettler:   OK, dann bitte ich um Nachhilfe: Wie definiert die Kryptozoologie eigentlich ihre Grenze zur "normalen" Zoologie? Hat die Neuentdeckung (bzw. wissenschaftliche Erstbeschreibung) z.B. der soundsovielten Mausmaki- oder Krallen√§ffchenart denn wirklich genausoviel mit Kryptozoologie zu tun wie die Suche nach Bigfoot, Mokele-mbembe & Co. - dann w√§ren ja die "Artenentdecker" aller Zeiten im Prinzip s√§mtlich auch Kryptozoologen gewesen? Gibt es einen definierten Zeitpunkt X mit einem status quo an Arten, nach dem alle Neuentdeckungen bzw. -beschreibungen im Prinzip der seri√∂sen Kryptozoologie zugeschrieben werden? (Also eine vergleichbare Definition wie beim Begriff "einheimische Art"?)
(25.01.2008, 10:47)
IP66:   Wei√ü man denn, ob es zwischen den bekannten Manatis und den weniger bekannten Zwegseek√ľhen √úbergangsformen gibt? Ich denke auch, da√ü es sehr schwierig war, sich im 19. oder fr√ľhen 20. Jahrhundert einen √úberblick √ľber verschiedene Seek√ľhe zu verschaffen, ich bin mir nicht einmal sicher, ob es in dieser Zeit schgon viele Pr√§parate gab. Ich k√∂nnte mir allerdins vorstellen, da√ü Importeure gleich welcher Art kleinere Tiere bevorzugten, die sich leichter in Wasserbecken halten lie√üen und auf hoher See auch nicht so viel Nahrung verbrauchten. Insofern w√§re die Auswahl eines kleineren Exemplars f√ľr auch f√ľr einen Kapit√§n, der das Tier gerne in Europa mit Gewinn verkaufen wollte, von Interesse gewesen.
(25.01.2008, 10:32)
Shensi-Takin:   @MM: Sie verkennen da etwas leicht in Hinblick auf den seri√∂sen Bereich der Kryptozoologie: die st√ľtzt ihre Argumentation durchaus und v.a. auf derzeitig wissenschaftlich anerkannte Fakten; deswegen sind sechsbeinige feuerspeiende Echsen, Skinwalkers oder 2m Gottesanbeterinnen eben NICHT Bestand der seri√∂sen Kryptozoologie. Ausnahmen von der "Regel", etwa im Falle des Schnabeltiers oder Pogonophoren, gibt es zwar immer wieder; jedoch befinden sich auch diese meist innerhalb definierter Grenzen. Eine Zwergseekuh ist & war daher durchaus im Bereich des M√∂glichen.
Punkt 1: Der Posten sagt nicht unbedingt etwas √ľber die Qualifikation aus; was sich da mitunter f√ľr tumbe N√ľsse rumtreiben...;)
3. Hängt davon ab, wie sich das Gewicht verteilt-s. "Seekuh-typische" Figur.
"Das kleine Verbreitungsgebiet der Zwergseekuh und die daraus resultierende geringe Wahrscheinlichkeit eines Importes ist mir bewusst. Aber niemand wei√ü, ob das Areal fr√ľher m√∂glicherweise gr√∂√üer war oder ob es gar weitere Zwergformen gibt." Eben, genau das meinte ich mit "aber noch sind die Daten √ľber die Zwergseekuh zu d√ľrftig, um etwas ausschlie√üen oder schlu√üfolgern zu k√∂nnen". Sollte sich aber zuk√ľnftig herausstellen, dass Roosmalens Zwergseekuh a) seit jeher nur dort & seltenst vorkommt und b) das von Ihnen erw√§hnte Ersatzfutter bzw. deren Darreichunsgform nicht annehmen w√ľrde, w√§re das in Hinblick auf Ihre Spekulation bedenkenswert. Die Museumsexemplare w√§ren hinsichtlich Altersbestimmung bedeutsam.
Kongopfau & Kawekaweau sind wie andere auch sch√∂ne Bspe. von Entdeckungen "vor unserer Nase"; dementsprechend stehe ich solchen √úberlegungen nicht unbedingt feindselig gg√ľ.-nur ist mir das Datenmaterial wie gesagt zur Zeit zu d√ľrftig f√ľr derlei Deutungen.
(25.01.2008, 10:25)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Nur WEIL ich die Sache anders angegangen bin, kam ich ja auf den Zwergseekuh-Verdacht :-)

Zu Punkt 1: Sokolowsky war wissenschaftlicher Assistent von Carl Hagenbeck, Direktorial-Assistent im Zoologischen Garten Hamburg und zeitweilig Anw√§rter auf den Zoodirektorenposten in Halle. Wenn jemand in einer solchen beruflichen T√§tigkeit zu einer Zeit systematisch ausgerichteter Zootiersammlungen und angesichts einer nie gesehenen Art weniger Beobachtungsakribie gehabt haben sollte als ich Zoologie-Hobbyist heute, w√ľrde mich das schwer wundern...

Punkt 3 spr√§che sogar f√ľr meine Argumentation, denn bei gleichem Gewicht m√ľsste demnach eine Seekuh (gleich, welcher Art) NOCH schlanker als ein Seehundwelpe sein und nicht einen "nicht unbetr√§chtlichen Umfang" aufweisen.

Das kleine Verbreitungsgebiet der Zwergseekuh und die daraus resultierende geringe Wahrscheinlichkeit eines Importes ist mir bewusst. Aber niemand wei√ü, ob das Areal fr√ľher m√∂glicherweise gr√∂√üer war oder ob es gar weitere Zwergformen gibt. Wenn die Argumentation ausschlie√ülich auf den derzeitigen wissenschaftlich anerkannten Fakten aufbauen d√ľrfte, w√§re der Kryptozoologie doch ein Gro√üteil ihres N√§hrbodens entzogen...? Dann h√§tte man die Zwergseekuh auch gar nicht erst suchen m√ľssen, schlie√ülich wusste man ja noch bis vor kurzer Zeit, dass es im Amazonasbecken nur EINE Seekuh-Art gibt/"geben darf" :-)

Nochmal: Ich will doch gar nicht behaupten, dass es nur Zwergseek√ľhe gewesen sein K√ĖNNEN. Aber nach den mir vorliegenden Schilderungen lassen sich diese genausowenig ausschlie√üen. Kl√§ren lie√üe sich das ohnehin nur √ľber eventuell erhaltenes Museumsmaterial und/oder die genannte Ver√∂ffentlichung von Vosseler, die wahrscheinlich Angaben zu Ma√üen und Gewichten enth√§lt. Denn Sokolowsky beschreibt auch, dass er mit dem Ma√üband zu den Tieren ins Gehege ging - leider vergisst er aber, das Messergebnis zu erw√§hnen und schildert nur, dass ihn ein unerwarteter Schwanzflossenschlag "in eine Ecke des Beh√§lters warf". Das geschah wohlgemerkt "bald nach der Ankunft" der ersten Seekuh, also durch ein noch kleines Tier.
(25.01.2008, 09:30)
Shensi-Takin:   @MM: Gehen Sie die Sache einmal anders an:
1.Sokolowsky hatte nicht Ihre Beobachtungsakribie-und das flache Becken machte es f√ľr das Tier nicht n√∂tig, seine Vordergliedma√üe h√§ufig zu n√ľtzen.
2. √Ąhnliches gilt auch f√ľr den Leibesumfang-Sie & ich wissen, dass eine Seekuh eher pummelig aussieht-wusste das Sokolowsky trotz historischer Abbildungen ebenso gut?
3. Beim Gewichtvergleich w√§re ich etwas vorsichtig; Seek√ľhe haben ein etwas h√∂heres Gewicht durch die h√∂hrere Knochendichte.

Ich will Ihre Spekulation ja nicht b√∂swillig durchkreuzen-aber noch sind die Daten √ľber die Zwergseekuh zu d√ľrftig, um etwas ausschlie√üen oder schlu√üfolgern zu k√∂nnen-u.a. auch hinsichtlich Futterspezialisierung, Verbreitung, Fortpflanzung usw. . Bislang scheint die Zwergseekuh nur auf einen kleinen Flu√ü beschr√§nkt und, da sehr selten, nicht ohne weiteres zu fangen zu sein. Dass dann trotzdem gleich mind. 2 Tiere es im fr√ľhen 20. Jhd. unerkannt in einen dt. Zoo angekommen sein sollen? Meiner Ansicht nach sind da rel. junge Amazonasseek√ľhe, von denen es durchaus mal kleinere Exemplare unter 2,8m gibt, als m√∂gliche Identit√§t eher wahrscheinlich-Bonobos hin oder her.
(25.01.2008, 00:02)
Michael Mettler:   Hat zuf√§llig jemand Zugriff auf diese Quelle?
Vosseler, J. (1924) Pflege und Haltung der Seek√ľhe (Trichechus) nebst Beitr√§gen zu ihrer Biologie. Pallasia 2, 58-230
Diese Ver√∂ffentlichung betrifft ganz offensichtlich die Hamburger Seek√ľhe, denn Vosseler war damals "ihr" Zoodirektor.
(24.01.2008, 23:36)
Michael Mettler:   Spa√üeshalber ein Vergleich: Laut Wikipedia ist ein Gew√∂hnlicher Seehund (dessen Proportionen man wenigstens in etwa mit denen eines Manatis vergleichen kann) bei der Geburt ca. 85 cm lang und 10 kg schwer. Setzt man das in Relation zu van Roosmalens Angaben √ľber ein Amazonas-Manatikalb (90-100 cm bei 15-20 kg) und bedenkt, wie schlank ein neugeborener Seehund ist, dann w√ľrde ich beim besagten Manatikalb kaum die Formulierung eines "nicht unbetr√§chtlichen Umfanges" w√§hlen (wie Sokolowsky bei der Hamburger Seekuh). Und da ich eben auch von "forellenschlank" gesprochen hatte: Laut Wikipedia kann die Regenbogenforelle 80 cm lang und 10 kg schwer werden - ziemlich exakt das Kaliber des Seehundwelpen, also hat der gewisserma√üen "Forellenstatur".

Van Roosmalens Gewichtsangabe f√ľr ein Amazonas-"Seekalb" entspricht dem Gewicht von anderthalb bis zwei Eimern Wasser. Ich kenne zwar das spezifische Gewicht eines Wassers√§ugetierk√∂rpers nicht, vermute aber ein vergleichbares Volumen. Wenn ich mir das nun auf die Form einer Seekuh von nicht mal einem Meter L√§nge verteilt vorstelle, kommt dabei f√ľr meinen Geschmack kein "nicht unbetr√§chtlicher Umfang" heraus - also w√ľrde ich vermuten, dass das Hamburger Tier deutlich mehr auf die Waage brachte.
(24.01.2008, 23:20)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Ich versuche mich einfach mal in die Situation hineinzuversetzen, wie seinerzeit Sokolowsky noch nie eine Seekuh gesehen zu haben - wenigstens keine lebende - und nun gleich zwei dieser Tiere √ľber lange Zeit beobachten zu k√∂nnen. H√§tte ich dabei auch nur EINMAL gesehen, dass ein manati seine Vorderflosse beim Fressen zu Hilfe nimmt, ICH h√§tte es erw√§hnt, denn damals war ja noch JEGLICHE Beobachtung von m√∂glicher Bedeutung. Und welche Figur w√ľrde ich bei "meiner ersten" Seekuh erwarten, wenn sie nicht mal einen Meter lang ist? Forellenschlank? Von historischen Darstellungen kenne ich Seek√ľhe eher in "aufgeblasener" Form. Wenn ich dann wie Sokolowsky von einem "nicht unbetr√§chtlichen Umfang" schreibe, muss mir der wohl bemerkenswert erscheinen.

Eine durch zu reichliche oder falsche Ern√§hrung "vermoppelte" Seekuh h√§tte also in diesem Zustand trotzdem die Zeit zwischen Fang in Brasilien und Ankunft in Hamburg so problemlos √ľberstanden, dass sie keine Eingew√∂hnungsschwierigkeiten machte (denn auch davon berichtet Sokolowsky nichts). Wir sprechen dabei von einem Schiffstransport im Jahre 1912 den Amazonas hinunter und diagonal √ľber den Atlantik, der nicht von einem Tierf√§nger oder -h√§ndler durchgef√ľhrt wurde, sondern von einem ganz normalen Kapit√§n, m√∂glicherweise ohne gro√üe Praxiserfahrung in Wildtierpflege - ob das ein fehlern√§hrtes Manatikalb √ľberstanden h√§tte? Und das Tier fra√ü von Anfang an in Hamburg ausschlie√ülich Gr√ľnzeug und Brot - also muss es bereits entw√∂hnt gewesen bzw. worden sein, mit nicht mal einem Meter L√§nge!
(24.01.2008, 22:56)
Shensi-Takin:   @MM: Die Seek√ľhe, die ich bislang beobachten d√ľrfte, ben√ľtzten v.a. ihre Oberlippe beim Fressen-zwar auch die Vordergliedma√üe, das aber weitaus weniger bei Oberfl√§chenf√ľtterung(!). Moppeligkeit & "sexuelle Regungen" sind h√§ufig bedingt durch das individuelle "Verst√§ndnis" des Beobachters-um es mal vorsichtig auszudr√ľcken...und ersteres kann nat√ľrlich haltungs-/f√ľtterungsbedingt sein. F√ľr mich sieht die Zwergseekuh auf den Fotos durchaus mit einer Seekuh-typischen Figur beschlagen zu sein.
(24.01.2008, 22:28)
Michael Mettler:   Van Roosmalen schreibt in seinem Text zur Zwergseekuh, dass K√§lber der "normalen" Amazonas-Seekuh ohne Milchdi√§t sehr schnell sterben und dass diese Tierart beim Fressen ihre Vorderflossen benutzt - die Zwergseekuh hingegen offensichtlich nicht.

Sokolowsky schreibt zu den Gliedma√üen und zur Nahrungsaufnahme der Hamburger Manatis: "Die Vordergliedma√üen sind zu kurzen Ruderorganen geworden, mit denen die Tiere im Wasser sehr geschickt herumschwimmen k√∂nnen... (...) Zum Ergreifen der Nahrung benutzten sie zwei beborstete Seitenlappen der Oberlippe, die wie wulstige Finger wirkten." Angesichts der Tatsache, dass Seek√ľhe zwischen 1912 und 1925 f√ľr die Zoologie noch weitgehend unerforschte und unbeobachtete Tiere waren, w√ľrde es mich wundern, wenn er die Zuhilfenahme der Vorderflossen beim Fressen als nicht erw√§hnenswert betrachtet h√§tte - zumal dies in deutlichem Gegensatz zur Verwendung der Vorderflossen bei Walen steht, auf deren konvergent entwickelten K√∂rperbau Sokolowsky im Kapitel hinweist.

Van Roosmalen erw√§hnt auch, dass ein Amazonas-Manati von 90-100 cm L√§nge 15-20 kg wiegt. Ich kann Gewichte von Tieren nur schlecht sch√§tzen, denke aber, dass dies nicht gerade f√ľr eine ausgesprochen moppelige Figur spricht. Sokolowsky sagt √ľber die zuerst angekommene Seekuh: "Als das Tier ankam, war es nicht ganz einen Meter lang, nahm aber infolge seines nicht unbetr√§chtlichen Umfanges einen gr√∂√üeren Raum im Bassin seines Beh√§lters ein."

Ebenfalls interessant: Die Hamburger Tiere "lie√üen sich beim Reinemachen ihres Beh√§lters vom Platz schieben und anfassen" - ich nehme an, dass der Beh√§lter bei abgelassenem Wasser gereinigt wurde, da d√ľrfte das Vom-Platz-Schieben nur bei Jungtieren m√∂glich sein. Aber es wurden "geschlechtliche Regungen bei ihnen beobachtet" (wenn auch nicht weiter geschildert), was doch wieder gegen Jungtiere spr√§che?
(24.01.2008, 22:12)
Shensi-Takin:   @MM: Soweit ich wei√ü, bleiben die K√§lber bei der Art recht lange bei den Muttertieren mit graduellen Wechsel von der Milch zur Pflanzenern√§hrung. Wom√∂glich kamen die Hamburger Tiere gerade in dieser √úbergangsphase in die Hansestadt. Die Entgr√∂√üe w√§re interessant, obwohl ein "Zwergstatus" dann ebensogut aus einer doch zu fr√ľhen Entw√∂hnung resultieren k√∂nnte.
(24.01.2008, 21:54)
Michael Mettler:   Nein, entsprechende Hinweise habe ich nicht gefunden, alles nur Spekulation von mir. Aber wie ist das denn nun: Ist ein unter einem Meter langes "Seekalb" von T. inunguis noch von Muttermilch abh√§ngig oder frisst es schon Gr√ľnzeug? Sokolowsky schreibt √ľber die Hamburger Tiere: "Als Nahrung erhielten die Seek√ľhe die erste Zeit Salat, sp√§ter Gr√ľn- und Wei√ükohl, Klee und Brotst√ľcke. Sp√§ter gew√∂hnten sie sich auch an die Aufnahme von M√∂hren, Runkel- und Zuckerr√ľben." Nach S√§uglingsnahrung h√∂rt sich das nicht gerade an. Leider erw√§hnt der Autor nirgends, wie gro√ü die Tiere wurden.
(24.01.2008, 21:32)
Shensi-Takin:   @MM: Fangen wir mit drittens an; Ja, die Tiere nahmen nur bodenst√§ndiges Futter an.
Zweitens: darauf muss man aber in Hinblick auf Seek√ľhe erst einmal kommen-und gibt es Hinweise darauf, dass es gemacht wurde?
Zu erstens: siehe "drittens"; ob auch eine flache Wanne das Tier umgestimmt hätte?
(24.01.2008, 20:21)
Michael Mettler:   Was √ľbrigens inselartige Verbreitungsgebiete und daraus resultierende Artabgrenzungen betrifft, f√§nde ich es spannend, wenn die Wissenschaft mal Tiere wie die Schliefer unter die Lupe n√§hme. Vielleicht verbergen sich da Dutzende von Arten hinter den derzeit anerkannten. Und wenn ich da erst an noch kleinere Tiere wie z.B. Spitzm√§use oder W√ľhlm√§use denke...
(24.01.2008, 19:47)
Michael Mettler:   Erstens d√ľrfte das Hamburger Becken nicht sonderlich tief gewesen sein, sonst h√§tte man dessen Bauweise wegen der langen erfolgreichen Haltung wahrscheinlich in anderen Zoos kopiert. Da ging aber die Tendenz eher zur flachen Wanne (siehe Duisburg, Antwerpen oder auch das eigentlich f√ľr Seek√ľhe angedachte Becken im vorletzten Berliner Flusspferdhaus).

Zweitens ist es nun wirklich nicht schwierig, Blattgem√ľse oder Langgras am Beckenboden zu verf√ľttern: Stein als Gewicht dran und fertig - wird schlie√ülich in der Aquaristik "im Kleinen" auch so gemacht, wenn man Bodenbewohner mit Pflanzenkost versorgen will.

Drittens: Haben die beobachteten Zwergseek√ľhe Oberfl√§chenfutter auch dann ignoriert, wenn sie gar keine Auswahlm√∂glichkeit hatten? Abgesehen davon ist es keineswegs unm√∂glich, dass die Tiere zur Eingew√∂hnung von Hand gef√ľttert und allein dadurch an eine ver√§nderte Form der Nahrungsaufnahme gew√∂hnt wurden.

M√∂glicherweise gibt es sogar noch irgendwo Museumsmaterial von den Hamburger Tieren; Sokolowsky schrieb jedenfalls in seinem Buch, dass zu Lebzeiten der Tiere diverse Institute Interesse an der sp√§teren √úbernahme der Kadaver angemeldet hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um "normale" Manatis handelte, ist nat√ľrlich sehr viel gr√∂√üer. Andererseits landeten ja auch Zwergflusspferde und Bonobos anfangs "unerkannt" in Zoologischen G√§rten.
(24.01.2008, 19:29)
Shensi-Takin:   @MM: Laut Roosmalen nahmen die von ihn observierten Tiere (der Art-Status ist √ľbrigens nicht eindeutig)angebotenes Futter nicht wie die Amazonaseekuh von der Oberfl√§che, sondern nur am Grund befestigtes Futter an. Gab es bei der Hamburger Seekuh Hinweise ob etwaiger tgl. tauchender Zoopfleger...? ;) Eher nicht; ich vermute da in Hinblick auf Hamburg eher eine kleinw√ľchsige "normale" Seekuh.
(24.01.2008, 19:02)
IP66:   War nicht auch eines der in Antwerpen gehaltenen Exemplare relativ klein?
(24.01.2008, 18:45)
Michael Mettler:   Das w√ľrde doch aber eine eventuelle Haltung in Hamburg nicht ausschlie√üen, da jede der beiden Arten mit Ersatznahrung h√§tte Vorlieb nehmen m√ľssen.
(24.01.2008, 12:55)
Shensi-Takin:   Die Zwergseekuh scheint aber ein anderes Fressverhalten als die Amazonasseekuh aufzuweisen, scheint sie doch nur am Flu√ügrund befestigte Sumpfbinsen abzuweiden.
(24.01.2008, 09:53)
Michael Mettler:   Japp, daran kann ich mich dunkel erinnern... Bei der Zwergseekuh kam mir ein interessanter Gedanke: Wie im Seekuh-Thread beschrieben war die erste in den Hamburger Zoo gelangte Seekuh bei Ankunft nicht mal einen Meter lang, und sie kam aus Manaus. Wenn - wie im Zwergseekuhartikel erw√§hnt - diese Gr√∂√üe bei der "gew√∂hnlichen" Amazonas-Seekuh f√ľr ein noch kleines Kalb sprechen w√ľrde, h√§tte man das Tier doch in Hamburg mit der Flasche p√§ppeln m√ľssen - oder fressen auch Manatibabys schon Gr√ľnzeug? Sollten da in Hamburg etwa Zwergseek√ľhe gewesen sein...?
(23.01.2008, 23:47)
Shensi-Takin:   Das hat aber gedauert, bis hier die Site entdeckt wurde....;) Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich doch den orangen Nasenb√§r mal im dazu treffenden Thread erw√§hnt..?
(23.01.2008, 23:10)
Michael Mettler:   Die ganzen Kleinaffen verwundern ja gar nicht so sehr, aber ein Zwergtapir und ein baumbewohnender Gro√üer Ameisenb√§r als eventuelle neue Arten...!

Den wei√ükehligen schwarzen Jaguar sehe ich zumindest nach der Bezeichnung erst mal ganz entspannt, denn bei melanistischen Tieren verschiedenster Art sind wei√üe Abzeichen nicht ungew√∂hnlich, und dazu z√§hlt sehr h√§ufig auch ein mehr oder weniger gro√ües Abzeichen an Kehle und/oder Brust (Anzeichen f√ľr einen Scheckungsfaktor). K√∂nnte also genausogut eine Farbmorphe des Jaguars sein. Da sich Melanismus beim Jaguar dominant vererbt und es auch dominante Scheckungsgene gibt, k√∂nnte sich eine Population sehr schnell in diese Richtung entwickeln. Aber ich nehme nat√ľrlich auch gern eine neue Jaguar-Art :-)
(23.01.2008, 18:43)
th.oma.s:   ganz sch√∂n was los in amazonien...
http://www.marcvanroosmalen.org/newspecies.htm
(23.01.2008, 17:47)
IP66:   Inwiefern kann man Pr√§parate erlegter Sensationstiere f√§lschen? Eigentlich sollten ge√ľbte Taxonomen dergleichen doch aufdecken k√∂nnen?
(25.12.2007, 17:55)
Karsten Vick:   Albern ist ja der Typ mit dem Schie√üeisen neben einem seit 120 Jahren ausgestopften Tier.
Man kann auch nicht sehr viel bestimmen nach dem Foto. Auf Kryptozoologie-online im Forum ist noch ein altes Foto verlinkt, das f√ľr mich viel √Ąhnlichkeit mit einer Braunen Hy√§ne hat.
(25.12.2007, 00:03)
cajun:   Interessanterweise ist wohl das Pr√§parat des Shunka warak`√¨n wieder aufgetaucht.

http://www.bozemandailychronicle.com/articles/2007/11/15/news/000monster.txt

Artikel nebst dem Foto gibt es unter dem beigef√ľgten link.
(24.12.2007, 16:21)
Shensi-Takin:   @Karsten Vick: Zum "Tigelboat" gibt es kaum mehr zu erz√§hlen als das, was unter kryptozoologie-online dar√ľber steht. Es k√∂nnte sich hierbei um eine Unterart(nicht zwangsl√§ufig Art, wie in KO bereits spekuliert wird...)des Schabrackentapirs auf Borneo handeln, das sich gg√ľ. der Festlandform durch st√§rkeren Haarwuchs unterscheidet. Alles im allen aber eher nur Spekulation √ľber einen Einzelfall, der ggf. auch tats√§chlich nur eine Zeitungsente gewesen sein k√∂nnte.
Bzgl. interessanter Kryptide, die der Mehrheit nicht bekannt ist: hierbei wären der Makalala(eine Art Riesensekretärsvogel), der Yarri (Beutellöwe?), das Zwergnashorn Liberias oder der Bennu-Riesenreiher und der Du Neukaledoniens erwähnenswert.
(22.11.2007, 08:50)
Karsten Vick:   ...au√üer Nerze!!

@Shensi-Takin: Die im Tapirthread angesprochene "Tigelboat"-Geschichte w√ľrde mich interessieren, im Net bin ich nicht so richtig f√ľndig geworden.
(21.11.2007, 23:28)
Shensi-Takin:   @IP66: Nicht zu vergessen die Menschenaffen-, Elefanten-und Gro√üraubtierhaltung-eben die "charismatic Megafauna", wie's die Amerikaner gern umschreiben.;) Andere Arten existieren f√ľr diesen Personenkreis nur am Rande...
(21.11.2007, 11:14)
IP66:   Man kann sehr hohe Summen darauf wetten, da√ü Diskussionen mit Zoogegnern irgendwann bei der Delphinhaltung landen.
(21.11.2007, 11:06)
Shensi-Takin:   Musste bei dem Anblick des orangenfarbenen Nasenb√§rs irgendwie an Herrn Mettlers Erinnerung bzgl. eines ebensolchen denken:
http://scienceblogs.com/tetrapodzoology/2007/06/multiple_new_species_of_large_1.php
(21.11.2007, 10:52)
IP66:   Was es doch in Friedrichsfelde f√ľr tolle Dinge gab! Leider bedeutete es aber f√ľr ein Familie eine Expedition, einen Tagesausflug von Zehlendorf nach Lichtenberg zu organisieren, und so war ich erst zu Anfang der 80er Jahre das erste Mal im Tierpark, dagegen schon seit 1975 h√§ufiger im berliner Zoo - so ist mir auch dieser Tiger entgangen.
(31.10.2007, 18:30)
WolfDrei:   weiblicher s√ľdchinesischer Tiger, Tierpark Berlin, um 1975
(31.10.2007, 17:31)
WolfDrei:   @ IP66: S√ľdchinesische Tiger sind in der Historie kaum aus China herausgekommen: so 2 Tiere (je M√§nnchen) in den 50igern in den Tierpark und nach Prag; vor dem Zusammenbruch der Beziehungen zwischen China und der Sowjetunion (um 1958?)ist ein Paar nach Moskau gekommen-Nachkommen dieses Paares existierten noch bis Anfang der Achtziger-u.a.stammt das Weibchen des Tierparks aus dieser "Quelle".
(31.10.2007, 17:18)
IP66:   Gibt Satellitengruppen der s√ľdchinesischen Tiger au√üerhalb Asiens?
(31.10.2007, 11:27)
WolfDrei:   Mal eine positive Nachricht: nachdem der letzte Wildfang eines s√ľdchinesischen Tigers 1970 in die noch bestehende Zucht in China gelangte (immer so um 40 Tiere), sind seitdem keine ernstzunehmenden Nachweise mehr bekannt geworden. Eine von dem Amerikaner Tilson vor einiger Zeit organisierte umfangreiche Nachsuche und Befragung blieb ohne Erfolg. Nun sollen von einem Anwohner aus der Provinz Shaanxi Tigerfotos gemacht worden seien, die von einem j√ľngeren Tier zeugen und damit Hoffnung machen, da√ü es die Elterntiere und vielleicht Geschwister auch noch geben k√∂nne.(Berliner Zeitung vor einer Woche und
www.n-tv.de/868106.html)
(31.10.2007, 07:51)
Shensi-Takin:   S.a.:
http://www.nature.com/nature/journal/v449/n7159/full/449124a.html
@Volker Gatz: Wenn Sie die Quelle bzgl. konkretem Aussterben des koupreys finden w√ľrde, w√§re ich Ihnen sehr verbunden-bzw. √§u√üerst betr√ľbt.
(26.10.2007, 16:25)
IP66:   Vielen Dank! Es war wohl doch ein Gl√ľcksfall, da√ü bei den afrikansichen B√ľffelarten wie bei Bantengs und Gauren rechtzeitig Zuchtgruppen aufgebaut worden sind.
(26.10.2007, 11:43)
Michael Mettler:   Gerade beim Kouprey frage ich mich, ob da nicht die Umst√§nde √§hnlich sind/waren wie ehemals beim Blaubock: Dass die Population schon wegen nat√ľrlicher Ursachen so klein (geworden) war, dass der Einfluss des Menschen das Aussterben "nur" beschleunigt hat. Zumindest ist es doch sehr ungew√∂hnlich, dass ein so gro√ües Huftier auf ein derart kleines Verbreitungsgebiet beschr√§nkt ist/war.
(25.10.2007, 19:59)
th.oma.s:   wenn ich das richtig verstanden habe ging es um die mitochondrial-dns die mit der vom banteng identisch sein soll.
die frazösische zweifelt wohl diese identität mit festlandsbantengs an...
ich habe nur gelesen, seit 20 jahren nicht gesehen... ein drama
(25.10.2007, 18:49)
Volker Gatz:   Laut Auskunft von ARKIVE selbst soll der Film 1951 gemacht worden sein. Die Aufnahmen sind absolut beeindruckend. Um so trauriger ist es, daas der Kouprey wohl tats√§chlich inzwischen ausgestorben ist. Ich habe die genaue Quelle daf√ľr leider nicht mehr im Kopf. Nach neuesten Untersuchungen aus Frankreich hat es sich √ľbrigens tats√§chlich um eine eigene Art gehandelt, auch die amerikanischen Forscher von der anderen Studie haben das wohl inzwischen anerkannt.
(25.10.2007, 14:10)
Shensi-Takin:   @IP66: Nein, die Aufnahmen sind schon etwas √§lter (50iger?).
(25.10.2007, 11:10)
Shensi-Takin:   Inzwischen haben andere Forscher l√§ngst Kritik an dieser vor √ľber einen Jahr ge√§u√üerten These ge√§u√üert; die Sache ist nicht vom Tisch.
http://www.kryptozoologie-online.de/Forum/viewtopic.php?t=1111
(25.10.2007, 11:09)
IP66:   Mu√ü man den Film so verstehen, da√ü mit einem lebensf√§higen Bestand an Koupresy zu rechnen ist?
(25.10.2007, 10:54)
th.oma.s:   http://www.northwestern.edu/newscenter/stories/2006/09/kouprey.html
kommentare?
der film noch mal in besserer qualität:
http://www.arkive.org/species/GES/mammals/Bos_sauveli/more_moving_images.html
(24.10.2007, 20:55)
WolfDrei:   @Karsten Vick: herzlichen Dank f√ľr den Koupreyhinweis: Und das war vor ca 60 Jahren noch m√∂glich!! Und die Bullen!!
(06.03.2007, 09:16)
Shensi-Takin:   Wie ebreits unten erw√§hnt-die Sache mit dem Banteng-Zebu-Mix ist nur eine Theorie und nicht unbestritten. Die Aufnahmen k√∂nnten die von der Expedition von 1957 von WHARTON sein-wirklich trotz Ruckelei ein seltener Augenschmaus;).
(05.03.2007, 23:46)
Michael Mettler:   In Hodenhagen habe ich vor Jahren in der Asien-Sektion ein erwachsenes Rind gesehen, das ich f√ľr einen Banteng-Zebu-Mix hielt (beide vermuteten Elternarten waren jedenfalls damals vorhanden). Sah aber wie ein fehlfarbener Banteng aus und hatte nicht die geringste √Ąhnlichkeit mit einem Kouprey....
(05.03.2007, 23:36)
Karsten Vick:   Bei www.arkive.org gibt es ein kurzes Filmchen mit freilebenden Koupreys. Alles ziemlich verschwommen, aber trotzdem eindrucksvoll. Ich h√§tte nicht gedacht, dass es sowas √ľberhaupt gibt. Das was man sieht, sind jedenfalls sehr eigene und eindrucksvolle Tiere. Die Kuh mit dem Kalb, die dann verhofft und sichert, hat in diesem Moment fast was vom Hartebeest an sich. Ich will einfach nicht glauben, dass das nur Bastarde aus Banteng und Zebu sein sollen.
Nebenbei sieht man im Film auch schön den farblichen Geschlechtsdimorphismus.
(05.03.2007, 23:05)
cajun:   Neue Erkenntnisse √ľber das letztes Jahr fotografierte, unbekannte Tier aus Borneo.

http://www.kryptozoologie-online.de/content/view/245/110/


(05.01.2007, 17:56)
Michael Mettler:   Da wir hier auch Neuentdeckungen abhandeln: Laut Meldung in der NEUEN PRESSE vor ein paar Tagen hat das Mausmaki-Forschungsprojekt wieder "zugeschlagen", es wurden drei neue Microcebus-Arten beschrieben (waren sogar alle drei abgebildet). Damit soll es jetzt 18 (!) Arten Mausmakis geben. Ist noch gar nicht so lange her, dass alle Mausmakis als EINE Art betrachtet wurden...
(26.11.2006, 14:28)
cajun:   Kennt ihr schon den Kryptozoo? :-)

http://www.newanimal.org/

(26.11.2006, 10:37)
Helga:   Gerade entdeckt - im doppelten Wortsinne ;-). Also hier f√ľr alle!

Sydney (dpa) - Im Australischen Regenwald hat ein Fotograf einen Papagei
entdeckt, der seit 130 Jahren als ausgestorben galt. John Young
fotografierte den kleinen, farbenfrohen Vogel aus einer Untergattung der
Maskenzwergpapageien (Cyclopsitta diophthalma) in einem abgelegenen St√ľck
Regenwald in S√ľd-Queensland im Osten des Kontinents, berichtete der
australische Rundfunk ABC. Das letzte Exemplar war vor 130 Jahren
gesichtet worden.

Maskenzwergpapageien sind mit rund 16 Zentimeter Größe die kleinsten
australischen Papageien. Sie sind grell-gr√ľn-gef√§rbt und haben je nach
Unterart verschiedene bunte Zeichnungen am Kopf oder den Fl√ľgeln - was oft
namensgebend war. Die Tiere haben einen großen Kopf und einen sehr kurzen
Schwanz. Unter den Maskenzwergpapageien gibt es weitere Unterarten, die in
Australien als bedroht gelten.

(08.11.2006, 13:35)
Jana:   Danke Shensi-Takin f√ľr den Link - offensichtlich gibts da mehrere Meinungen, und ich habe nur eine gelesen.
(03.10.2006, 15:23)
Shensi-Takin:   Sorry Jana, aber da muss ich widersprechen bzw. nachhacken; ganz so einfach l√§sst sich die Sache nicht erkl√§ren.
Hierzu:
http://www.cryptomundo.com/cryptozoo-news/kouprey-debate/

(02.10.2006, 22:09)
Shensi-Takin::  
(02.10.2006, 22:04)
Jana:   @Michael M. Ich habe es in einem tschechischem Artikel gelesen, als Quelle war Journal of Zoology angegeben.
(02.10.2006, 12:20)
Michael Mettler:   @Jana: Wo kann man dar√ľber etwas lesen?

Prima, dann habe ich jetzt auch einen Kouprey in meiner Fotosammlung. Ich habe nämlich vor Jahren einen Banteng-Zebu-Bastard in Hodenhagen fotografiert :-) (Der sah einem "echten" Kouprey allerdings nicht ähnlich - wahrscheinlich gehörte der Zebu-Elternteil zur falschen Rasse....)
(02.10.2006, 11:56)
Jana:   Ich habe auf die Frage √ľber Kouprey, die hier cajun vor l√§ngerem Zeit gepostet hat, die Antwort gefunden - es handelt sich um ein Mischling von Banteng und Zebu, wie die genetische Untersuchung gezeigt hat, und ist somit kein eigene Art.
(02.10.2006, 11:41)
Michael Mettler:   @Thomas W.: Die Frage habe ich mir auch schon gestellt - m√ľsste im Thread "Elefanten-Unterarten" gewesen sein. Wobei vor "wissenschaftlich anerkannt" genau genommen noch ein "derzeit" stehen m√ľsste, schlie√ülich wandeln sich solche Ansichten alle paar Jahrzehnte...
(20.09.2006, 23:07)
Thomas W.:   Hmm, ich frage mich bei dem ganzen: Falls es mehrere wissenschaftlich anerkannte Unterarten des asiatischen Elefanten gibt, und das scheint der Fall zu sein, von denen einige st√§rker bedroht sind als andere, warum werden diese dann in einigen Zoos miteinander gekreuzt?
(20.09.2006, 21:52)
Michael Mettler:   Ja, meinte ich... Die Sendung ist gerade zu Ende. Und wie immer, wenn es eine Doku mit Asiatischen Elefanten gab, frage ich mich, wieviele der Filmaufnahmen wirklich wilde Elefanten zeigten und wieviele geschickt platzierte Arbeitselefanten. Aber diesmal habe ich im Gegensatz zu anderen Dokus keine verr√§terischen Elefantenstock-Narben oder Scheuerstellen von Fu√üfesseln gesehen. OK, die Tiere mit den eingewachsenen Wildererschlingen konnten vielleicht auch ehemalige Arbeitselefanten sein, die sich irgendwann selbstst√§ndig gemacht haben und dabei ihre Fu√üfesseln umbehielten. Zumindest fand ich es merkw√ľrdig, wie dicht sich der Ranger bei wilden Elefanten aufhalten konnte (bis hin zu Hand-R√ľssel-Kontakt), und dass viele Aufnahmen mit Weitwinkel - somit also aus kurzer Entfernung - gefilmt worden waren. Und auch hier gab es wie in so vielen Tierdokus "Pseudo-Individuen", also Filaufnahmen, die angeblich immer das selbe, namentlich benannte Tier zeigen. Dumm nur, dass die Elefantin "Flora" mal einen unbesch√§digten, mal einen mehrfach verknickten Schwanz hatte....

Die im Film erw√§hnte und an den Tieren auch deutlich zu sehende gr√∂√üere L√§nge des Schwanzes im Vergleich zu anderen Asiatischen Elefanten ist √ľbrigens auch bei den beiden hannoverschen Borneo-K√ľhen auff√§llig. Selbst das weibliche Mischlingskalb aus Ceylon-Bulle und Borneo-Kuh hat einen deutlich l√§ngeren Schwanz als seine Halbschwester (Ceylon-Bulle x Burma-Kuh).
(20.09.2006, 21:21)
Frank-Walter B√ľschner:   Meinst du zuf√§llig mit N3 den NDR?...Ich hoffe doch..ich kann n√§mlich mit N3 irgendwie nix anfangen :-)
(20.09.2006, 18:34)
Michael Mettler:   Heute ist es so weit: 20.15 Uhr auf N3 "Expeditionen ins Tierreich - Borneos Zwergelefanten".
(20.09.2006, 18:25)
Michael Mettler:   Was Nettes zu der Geschichte um das Giraffen/Okapi/Nilgau-Relief aus √Ągypten: Laut Wikipedia kam die Nilgau - wie man anhand von Knochenfunden feststellte - noch bis in historische Zeiten bis nach Westasien UND √ĄGYPTEN (!) vor und starb dort ca. 500 v. Chr. aus noch unbekannten Gr√ľnden aus. Wie alt war doch gleich das Relief? War das dargestellte Tier vielleicht deswegen ein kostbares Geschenk, weil es eines der letzten seiner Art in √Ągypten war?
(OK, das erkl√§rt nat√ľrlich nicht das gleichzeitige Vorhandensein von H√∂rnern und Milchzitzen - es sei denn, bei den "westlichen" Nilgaus waren auch die K√ľhe behornt....)
(18.09.2006, 13:09)
cajun:   Die Welt hat einen neuen Vogel "entdeckt" !

http://news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/ap/20060912/ap_on_sc/india_new_bird

Die neuen internationalen Kryptoseiten geben echt was her ;-)
(13.09.2006, 22:00)
Michael Mettler:   √úbrigens, auch wenn er nicht krytisch, aber wenigstens "neu entdeckt" ist: In der kommenden Woche gibts auf N3 im Abendprogramm eine Doku √ľber den Borneo-"Zwerg"elefanten. Wem das nicht reicht: Zwei Exemplare sind live im Zoo Hannover zu sehen....
(11.09.2006, 22:07)
Michael Mettler:   Ich habe das antiquarische Buch von Willy Ley "Drachen, Riesen - Seltsame Tiere von gestern und heute" inzwischen weitgehend durchgeschm√∂kert. Auch wenn es von 1953 ist und l√§ngst neue Erkentnisse hinzugekommen sind (manchmal aber auch nicht!), lohnt es sich durchaus. Neben verschiedenen "echten" Tieren wie Schnabeltier und Quastenflosser, Auerochse und Riesenalk gibt es darin auch allerlei Kryptozoologisches, von der Gro√üen Seeschlange √ľber den schon erw√§hnten Drachen vom Ischtartor (Sirrusch) bis zu Tatzelwurm und Nandib√§r. Zwar in einigen F√§llen nicht sehr ausf√ľhrlich, aber immerhin.
(11.09.2006, 21:28)
cajun:   F√ľr Interessierte. Erg√§nzend zur Jahrhundertliste ist auch die Top-Themen Liste 2005 online.

http://www.kryptozoologie-online.de/content/view/135/46/


(11.09.2006, 20:55)
La Caniche:   @Nils Kley: My email: canidthou@vp.pl

You remembered about skull that she could belong to maned wolf. I had heard that skull came from from andes, and in andes how we know maned wolf does not it live. Skull had over 31 cm of circuit also, meanwhile skulls maned wolf had only 24 cm of circuit. Skull had some different distinguish mark yet, I don't remember what. What you thereon ?
(06.09.2006, 17:16)
La Caniche:   @Nils Kley: My email: canidthou@vp.pl

You remembered about skull that she could belong to maned wolf. I had heard that skull came from from andów, and in andach how we know maned wolf does not it live. Skull had over 31 cm of circuit also, meanwhile skulls maned wolf had only 24 cm of circuit. Skull had some different distinguish mark yet, i don't remember what. What you thereon ?

(05.09.2006, 23:31)
Thomas W.:   Hier der link zum .pdf √ľber den erw√§hnten Tiger-Artikel:
http://www.lcie.org/Large%20Carnivores%20in%20Turkey.pdf
wie unterscheidet sich denn das Verbreitungsgebiet vom persischen und anatolischen Leoparden? Persien und Anatolien sind ja ziemlich nah beieinander.
(05.09.2006, 19:16)
Michael Mettler:   @Nils Kley: Meines Wissens ist das ehemalige Verbreitungsgebiet des Quaggas heute komplett steppenzebrafrei bzw. nur noch mit angesiedelten Farmzebras besetzt. Und bei solchen Ansiedlungsaktionen nimmt man es in S√ľdafrika ohnehin nicht genau mit Unterarten oder deren "Reinheit". (Falls die Ursprungstiere nicht "kinderlos" blieben, laufen auf Privatfarmen in S√ľdafrika auch Unterarthybriden aus der hannoverschen Pferdeantilopenzucht herum.) Damit ist die Sichtung "richtiger" Quaggas extrem unwahrscheinlich. Die Sichtungen, von denen ich bisher gelesen habe, stammten aus Gegenden, wo es gar keine Quaggas gegeben hat (z.B. Etosha) und wo zudem noch das ehemalige Verbreitungsgebiet des Burchellzebras zwischen Sichtungsort und eigentlichem Quagga-Gebiet lag.

Selbst das Quagga Project vermischte f√ľr seine Zucht Ausgangstiere aus Namibia und KwaZulu/Natal, da ausschlie√ülich auf Ph√§notyp und nicht auf Unterartreinheit hin gez√ľchtet wurde. Wobei das Originelle daran ist, dass diese beide Populationen (nach alter Systematik Unterarten antiquorum und wahlbergi) nach der neuesten Revision als zur Unterart burchelli geh√∂rend betrachtet werden, womit die bisherigen Unterarthybriden auf einen Schlag reinbl√ľtig w√§ren :-)
(05.09.2006, 18:30)
Nils Kley:   @Michael Mettler: Verzeihung, aber ich habe nicht gesagt, dass derlei Sichtungen allein auf streifenarme Steppenzebras zur√ľckgehet-siehe meine Formulierung "auch". Dass andere Farbvarianten bei derlei Sichtungen ihren Beitrag geleistet haben, ist durchaus m√∂glich, schm√§lert aber nicht die √ľberaus gro√üe Wahrscheinlichkeit, dass keine unterartenreine Quaggas mehr existieren.
@Thomas W.: dabei handelt es sich wahrscheinlich um die anatolische Unetrart des Leoaprden, Panthera pardus tulliana. Offiziell 1974 ausgerottet, werden immer wieder Sichtungen und Spuren gemeldet zuletzt 2001 und 2004.
http://www.anapan.com/last_anatolian_panther.htm
(05.09.2006, 18:10)
Thomas W.:   Ich mache mir wenig Hoffnungen um den Kaspi Tiger, der scheint sp√§testen in den 50ern ausgestorben zu sein.
Es gab bis in die 90er jahre noch Berichte von gro√üen Katzen im S√ľdosten der T√ľrkei, welche bei Befragungen von Milit√§rs gesammelt wurden. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei jedoch um Leoparden. In den 30ern und 40ern hat die Sowjetunion eine gro√üe Bek√§mpfungskampagne gegen diese Art gef√ľhrt, hierbei wundert es mich, dass keine verwaisten Jungtiere in Zoos und Zirkusse gelangten.
(05.09.2006, 11:27)
Dennis:   Ich bin hier auf was interessantes gesto√üen: In einem alten Sielmannheftchen steht d√≥ch, das man ein Bild von einem lebenden Kaspi-Tiger h√§tte und man au√üerdem Spuren gefunden h√§tte. Der K-Tiger w√ľrde nun wieder auf die rote Liste mit einem gesch√§tzten bwestand von 12 Tieren gesetzt werden..
(05.09.2006, 10:34)
Michael Mettler:   Inzwischen habe ich das Buch von Willy Ley "Drachen - Riesen" antiquarisch aufgetrieben und es IST das Buch mit der Geschichte vom Sirrusch (Kapitel "Der Drache vom Ischtartor"), das ich aus Jugendtagen aus der Leihb√ľcherei in Erinnerung hatte.
(05.09.2006, 10:28)
Michael Mettler:   @Nils Kley: Quagga-Sichtungen k√∂nnen beileibe nicht nur auf streifenarme Steppenzebras zur√ľckgehen. Gerade in den s√ľdlichen Zebrapopulationen treten nicht selten Individuen mit gelber bis milchkaffebrauner "Grundfarbe" auf, so dass der Kontrast der Zeichnung NOCH st√§rker bei Fernsicht verschwimmt als bei schwarzwei√üer F√§rbung. Zudem gibt es extrem dunkle Individuen wie die √ľber lange Jahre in Etosha beobachtete Stute, die nicht ohne Grund Blacky getauft wurde (aber wei√üe Beine hatte!). Und da das "echte" Quagga - geht man nach den wenigen Museumsexemplaren - offensichtlich von allen Steppenzebras die gr√∂√üte F√§rbungsvariabilit√§t hatte, sind "Fehlsichtungen" durchaus verzeihlich.
(04.09.2006, 16:45)
cajun:   @Niels Kley: Vielen Dank. Ich habe eben noch auf der "angelfire" domain aus meinem linktipp an "La caniche" gesurft. Kann die was kryptide Carnivora angeht nur weiterempfehlen. Superspannende Geschichten und mir v√∂llig unbekannten Kryptiden (Waheela, Nandi B√§r-den kannte ich-, Bergmanns B√§r,mysteri√∂se Jaguare, S√§belzahnkatzen und Raubbeutler). Auch der Ried-Wolf ist erw√§hnt. Viel Spass beim Lesen. ;-)
(03.09.2006, 21:04)
Nils Kley:   @cajun: zu Makalala & der Du(eine Art Riesenthermometerhuhn) findest unter Kryptozoologie-Online Kategorie Kryptozoologie mehr;) Was den "Riedwolf" angeht, so war dies h√∂chstwahrscheinlich ein Goldschakal oder -wie gesagt, ggf. etwas ungew√∂hnlich gef√§rbte Europ√§ische W√∂lfe; ggf. ein Hybride beider. Eher unwahrscheinlich ist die Hypothese einer eigenen Art. Womit wir beim Quagga w√§ren: nach DNS-Untersuchungen an Pr√§paraten handelt es sich hierbei um keine eigenst√§ndige Art, sondern vielmehr um eine s√ľdliche Unterart des Steppenzebras-was auch der wissenschaftliche Name Equus quagga quagga. Diesen Umstand macht sich auch das erw√§hnte R√ľckz√ľchtungsprojekt zunutze, indem es gezielt streifenarme Steppenzebras heraussucht und mit diesen z√ľchtet, um so ein dem Quagga √§hnliches Tier zu bekommen. Dementsprechend d√ľrften die von Stefan Schubert genannten Sichtungen auch einfach auf streifenarme Steppenzebra zur√ľckzuf√ľhren sein-ein Umstand, der anscheinend in manchen Subpopulationen hin-und wieder auftaucht. Die Wahrscheinlichkeit, auf noch heute existierende unterartenreine "Quaggas" zu treffen, ist eher unwahrscheinlich und dementsprechend wird dar√ľber wenig bis nichts berichtet.
http://www.eva.mpg.de/genetics/staff/hofreiter/pdf/Quagga_BioLett2005.pdf#search=%22quagga%20%20Jennifer%20Leonard%22
@La Caniche: sorry, Your HP doesn't work when I give it a try. I might use Your e-mail address instead. About the reed wolf: sorry, my knowledge(as well as that of other resources I know of) about this special cryptid is rather limited; considering from what I have read about it, it was either -like I said before- just some oddly coloured European wolves or a Golden jackal; maybe a hybrid of both. If I were You, I would try to ask Hungarian/ Austrian museums about skins and mounts of this particular critter.
I can't recall Coleman writing anything but the barest description about the "rredwolf". Try SHUKER instead f.e. "The Beasts That Hide from Man: Seeking the World's Last Undiscovered Animals".


(03.09.2006, 20:45)
cajun:   @Jennifer Weilguni: http://www.kwagga.de/zebra/qproject1_d.htm

http://www.quaggaproject.org/

Es gibt ein R√ľckz√ľchtungsprojekt, dass in obigen links beschrieben wird.
F√ľr weitere Infos einfach nochmal Quagga googeln. Es lassen sich auch Berichte √ľber Museumsexemplare finden.
(03.09.2006, 18:29)
Stefan Schubert:   Zum Quagga sind einige Meinungen und Informationen schon in den verschiedenen Threats des Forums versteckt worden, vielleicht hilft die Suchfunktion unter "alle Kategorien"!
Seit seinem Aussterbeen gibt es wie bei Moa und Beutelwolf immermal wieder Sichtmeldungen, die sich hier aber leicht erklären lassen: Durch die Hitze flimmert die Luft und lässt die Zeichnung ineinander verschmelzen, so entstehen optisch braune Zebras!
(03.09.2006, 17:40)
Jennifer Weilguni:   Ein Tier vermisse ich hier ein bisschen. Ich werfe jetzt einfach mal das Stichwort Quagga in den Raum.. Ausser in Grzimeks Tierleben finde ich einfach kaum B√ľcher in dem n√§her auf diese Zebra-Art eingegangen wird. Wer weiss mehr dar√ľber ?
(03.09.2006, 16:38)
La Caniche:   @Nils Kley: Mayeby you know when extinct hungarian reedewolf and where I find foto specimen(in what museum) .
(03.09.2006, 14:22)
La caniche:   thanks @cajun
(03.09.2006, 14:15)
cajun:   @La Caniche: Results of my google research: :-)

http://www.angelfire.com/mt2/mr-myotis0/cryptidcarnivora.canids.html

http://www.strangeark.com/checklist/europe.html

http://portal.zjawiska.hosted.pl/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=148

http://vortexdragon36.deviantart.com/journal/5688019/
(02.09.2006, 23:20)
La Caniche:   when exctinct hungarian reedwolf ?
(02.09.2006, 22:48)
La Caniche:   @Niels Kley: you know someone book Loren Coleman where is information about hungarian reedwolf ?
(02.09.2006, 22:46)
La Caniche:   @Nils Kley.My HP is valid. You don't be afraid. I will not send SPAM.
thanks fror information. If you want you could visit my website about know and unknown canids in the world... side is in bulding www.canidaespecies.republika.pl

I would be very grateful if you could tell me about salaawa- someone mithical canid from Egypt. Probably in 1996 find one individual.

(02.09.2006, 22:40)
cajun:   @Niels Kley: Was den "Ried Wolf" angeht, geht man nicht mittlerweile davon aus, dass es sich bei dieser Spezies um den Goldschakal handelt, der sein altes Habitat zunehmend wieder besiedelt (hatten hier mal ein Thema √ľber Neozoen)? Das es eine eigene Wolfsspezies sein soll, ist mir neu, aber interessante Theorie!
Was bitte ist denn ein Makalala? Davon habe ich noch nie geh√∂rt! Riesensekret√§r? So wie die ausgestorbenen "Terrorv√∂gel" S√ľdamerikas? Und nochmal neugierig fragend: Du?Vogel aus Neukaledonien? Bitte sehr erwartungsvoll um Auffrischung meiner Kentnisse! ;-)
(02.09.2006, 22:33)
Nils Kley:   @cajun: gern geschehen; viel Spa√ü beim lesen:) Als Lekt√ľre w√ľrde ich im √úbrigen u.a. die B√ľcher von SHUKER empfehlen; hier finden sich z.T. sehr interessante, meit recht unbekannte Kryptide wie der Makalala(eine Art Riesensekret√§rsvogel) oder der Du Neukaledoniens.
@La Caniche: I can give You my email as soon as Your HP is valid and I'm sure that this is not just a fraud to get my email;)-otherwise I might end up being victim of dozens of SPAM emails.
As far as I know, the skin was tested in 1995. In German, the term "Andenwolf" has become more and more a synonym for the Culpeo-just to confuse You even more...;)
As far as I know, the Hungarian reedwolf was most likely either a small, oddly coloured European wolf or a Golden jackal(which occur in Eastern Europe now and then). For more informations about these rather unusual cryptid species, You should try to get some books by Karl P.N. Shuker.
(02.09.2006, 20:56)
La Caniche:   Come back to andenwolf,when make DNA research. Which year ?
(02.09.2006, 15:59)
La Caniche:   If someone know where find specimen of hungarian reedwolf iI would be very grateful, I heard that is in museum Budapest. I please link to foto..

Please if you can write in English !!!
(02.09.2006, 15:52)
La Caniche:   @Nils Kley you have e-mail, write it..

and come back to topic. we juts now that fur belong to dog, skull belong to manrd wolf. Well we have information that andenwolf is only mistake, only....
in the world however live a lot of unknown canids species !

(02.09.2006, 15:47)
cajun:   Dank der klasse Tipps von Nils Kley (vielen Dank!)mal wieder was zu lesen f√ľr "englischm√§chtige" √ľber den Nandib√§r. Hochinteressante Seite insgesamt!

http://www.cryptozoology.com/cryptids/nandi_bear.php
(02.09.2006, 12:08)
Nils Kley:   @La Caniche: This is only a thought-but I'm getting the impression You did not read what I wrote just a few lines before... BTW: there is no use telling the story all over again, OK? I think everyone here got it the first time...
1. When using the supposed "Andenwolf " skin material as basis for DNA testing, it was found out to belong to a domestic dog-no more, no less. That means: no Maned wolf((Chrysocyon brachyurus), no Culpeo(Pseudalopex culpaeus) or any other wild canidae species-just a plain, ol' Canis lupus familiaris-most likely someone#s bloved pet;).
2. The skull seemed unusual-but only according to Krumbiegel. There are no peer reviews/ opinions about it-and Krumbiegel, being a normal mortal like we all and thus prone to making mistakes, might have made one here. Most likely, this was a Maend wolf skull with some more or less significant differences from the normal-which-btw-might also be the case with one or the other reader's skull;) Being determined to find out a new species, Krumbiegel maybe was too fast to propose a new species-considering how spare his materials were. However, with the skull missing(a situation happing way too often in cryptzoological research), the debate about it is useless-as well as speculating to which extinct canidae it might be related to.




(01.09.2006, 21:46)
La Caniche:   "The Andean Wolf was first discovered with only a skin bought by a German animal-dealer, named Lorenz Hagenbeck in Buenos Aires in 1926. Hagenbeck sent the skin to Germany, where is was moved around to several museums, until it reached Munich. Dr. Ingo Krumbiegel in 1940, inspected the skin and claimed that it was a mountain species of the maned wolf. However, he refrained from producing a description of the species untill more evidence was found of its existance.

In 1947, Krumbiegel learned from Hagenbeck that when he bought the skin there were three others just like it. Krumbiegel, convinced that this creature was not simply a mongrel, related the skin to an unusual skull he had examined several years previous which had been collected in the Andes. The skull was 30 cm long, while the average of the others in the group was 25 cm. Krumbiegel publish a description of the Andean Wolf, and gave it the latin name Dasycyon hagenbecki." "On the track of unknown animals" B.Heuvelmans.str.64-67

Andean wolf is unknown canid. It is probably relative foxes pseudalopex, the other people think that this is only domestic dog, but if it come from high peaks from Andes, must belong to species from hight Andes.What you think about andean wolf.Does it is someone new species relative foxes pseudalopex or only domestic dog.
skull,wchich lost belong to new animal, but who is skin?
It is probably endemic and relic canid from Andes. The most probably is it relative falkland island wolf and foxes pseudalopex-culpeo,chilla,hoarry fox and pampas fox. This is probably someone wolf whose convergent evolution(similar environment,climat)become wolf-like big fox.

Why nobody research DNA the skin andean wolf. We would evrythink about it.
Does something relations with this animal?

If DNA research tell that anden wolf is shepherd dog. Mayeby skull belong to new species.
(01.09.2006, 20:02)
Karsten Vick:   @Dortmunder: Haben wir uns auch schon gefragt. cajun meint "Nein" und ich auch. Ich habs mal auf englisch gesehen, das h√§tte ich lesen k√∂nnen, war mir damals aber zu teuer.
(01.09.2006, 19:06)
Jennifer Weilgui:   Spannendes Thema, lese hier fleissig mit, aber das Einzigste, was ich dazu beisteuern kann ist ein kleiner Tip zjm Thema B√ľcherkauf: Auf www.booklooker.de findet man fast alle Titel, vor allem aber auch antiquarische Werke, ich forste da selber regelm√§√üig und vor allem g√ľnstig meine kleine Bibliothek auf. Wenn ihr mal was sucht, ist das grade f√ľr B√ľcher eine gute Alternative zu Ebay.
(01.09.2006, 14:53)
Dortmunder:   √Ąhm... Ganz wichtige Frage (f√ľr mich) am Rande : Gibt es das Heuvelmans-Buch eigentlich auch auf deutsch ?
(01.09.2006, 12:54)
Nils Kley:   @Karsten Vick: die Nilgau-Theorie hat insofern nichts mit dem (urspr√ľnglichen) Verbreitungsgebietes des Tieres zu tun; man geht hierbei davon aus, dass das Tier als Staatsgeschenk in den Handel gelangte(z.B. aus Indien) und so seinen Weg ins Relief fand.
Doch, das Fell wurde untersucht-mit dem bereits erw√§hnten Resultat. Was Krumbiegls Sch√§del anbelangt-durch den Verlust bleibt nur das √ľbrig, was Krumbiegl in seinen Buch dar√ľber schrieb. Heuvelmans nahm in seinem Werk "Auf der Spur Unbekannter Tiere" den Andenwolf als bereits verifizierte Art auf-allen Anschein nach etwas vorschnell.
Eine weitere HP wäre z.B.:
http://www.kryptozoologie.net/index.shtml
Leider gleitet dieses-durch den √úberschwang junger User-leider zu oft in die Mystiker-Schiene ab.
Am Fußende des folgenden Links noch eine Liste von Links:
http://en.wikipedia.org/wiki/Cryptozoology
Frz:
http://www.cryptozoo.org/
(01.09.2006, 10:58)
Karsten Vick:   Neu ist f√ľr mich, dass man die DNA des Andenwolffells untersucht hat. Krumbiegel war sich ja in Bezug auf das Fell nie sicher, ob es ein Haushundfell ist. Nur bei dem Sch√§del war er sicher, etwas besonderes vor sich zu haben. Der Sch√§del kam aber aus einer ganz anderen Quelle als das Fell und ging im 2. Weltkrieg verloren. In W. Trenses "Gro√üwild weltweit" wird der Andenwolf als reale Art gef√ľhrt und als "Verbreitungsgebiet" die gesamte Kammregion der Anden mit k√ľhnem Schwung eingekreist.

Beim Okapi-Relief tendiere ich immer mehr zur Theorie der geschrumpften Giraffe. Denn es wurde nicht nur der Hals, sondern auch die Beine zu kurz dargestellt, es w√ľrde zum historischen Kontext passen (Nubier bringen ein besonderes Tier ihrer Heimat nach √Ągypten) und das gemeinsame Auftreten von H√∂rnern und Euter passt auch zur Giraffe. Nilgaus kann ich mir problemlos am Jordan vorstellen, aber nicht in Nubien.
(31.08.2006, 23:58)
cajun:   @Nils Kley: Wir hatten die website schon mal weiter unten im Thread. Aber vielleicht hast du ja noch ein paar neue links f√ľr uns Kryptozoologen. W√§re super!Deutschsprachig w√§re toll, englisch auch ok. Cryptomundo ist da auch zu empfehlen.

http://www.cryptomundo.com/cryptozoology/cryptozoology/
(31.08.2006, 23:22)
Nils Kley:   @LaCaniche: try the following web-site:
http://www.kryptozoologie-online.de/
The Andenwolf was a cryptid wild dog supposed to live in the highlands of Southern America. Lorenz Hagenbeck bought one of three similiar skins on a market in Buenos Aires in 1927; using this skin and an hithero unknown skull, German zoologist Dr. Ingo Krumbiegl described it as a Highland Maned wolf(Dascyon hagenbecki)-the "Andenwolf". Unfortuantely, the skull was lost several years later. However, later DNA analysis of the hair have proved the skin to be that of a shepherd dog. When looking for pics: One of the skins has been depicted with cryptozoologist Dennis Vrettos in several books by Karl P.N. Shuker.
Diese HP kann ich auch anderen an derlei Themen Interessierten nur empfehlen. Dort findet sich auch eine Zusammenstellung neuentdeckter Tierarten der letzten Jahre(u.a.Australischer Stupsfinnendelphin und Hochlandmangabe)
Was das Relief mit dem angeblich Okapi angeht, so gibt es daf√ľr zwei ganz einleuchtende Erkl√§rungen: zum einen stellt das Relief eine Giraffe dar(an deren Hals aus Platzgr√ľnden gespart wurde) oder zum anderen einen Nilgau. Letzeres w√§re in Hinblick auf dessen im Vergleich zum Okapi weitaus leichtere Haltung eher wahrscheinlich.
(31.08.2006, 17:22)
LaCaniche:   Have you ever foto of skin andenwolf from museum and image andenwolf informations, this is for me very important.
canidthou@vp.pl
(31.08.2006, 12:58)
La Caniche:   Have you foto of skin andenwolf in museum.

My website: www.speciescanidae.republika.pl
and contact: canidthou@vp.pl
(31.08.2006, 12:44)
La Caniche:   Do you know about andenwolf. I heart that someone saw this animal in hight andes, you know about it?, if so tell me about it .
(31.08.2006, 12:40)
cajun:   Und beim googeln nach der "gr√∂√üten Katze" ist auch noch etwas f√ľr die Kryptozoologie angefallen.
http://www.messybeast.com/genetics/anomalous-bigcats.html

(27.08.2006, 16:08)
frank:   hallo,
ineressantes zum bison bei euch gefunde, danke!
ich recherchiere gerade f√ľr einen artikel zum thema bisongeschichte, falls ihr da noch interessantes wisst, bitte schreiben...
viele gr√ľ√üe
frank
www.wildbison.de.vu
(27.08.2006, 09:57)
Karsten Vick:   Nein, das Buch ist ja recht neu und bringt nicht soo viel neues. Die Idee im Sirrusch vom Ischtartor ein real existierendes Lebewesen zu sehen, ist viel √§lter. Willi Ley hab ich zwar nie gelesen, k√∂nnte aber eine solche Quelle sein.
(14.08.2006, 22:01)
Dortmunder:   K√∂nntest du die Sirrush-Geschichte nicht aus dem Buch "R√§tseltiere" von Manfred Reitz haben ? Das ist das einzige Buch, das ich besitze, wo diese Geschichte erw√§hnt wird ! Und das beginnt auch mit dem Einhorn...
(14.08.2006, 10:33)
cajun:   Zwar kein Hinweis auf die "Onza", aber eine neue Erkl√§rung f√ľr den "Marozi".

http://www.lairweb.org.nz/tiger/marozi.html



(08.08.2006, 21:02)
Michael Mettler:   Herbert Wendt behauptet in seinem Buch, die √Ągypter h√§tten nicht nur schon Okapis und Pygm√§en gekannt, sondern auch die Tierwelt der ostafrikanischen Seengebiete, von der via √Ągypten auch einige Exemplare mit den r√∂mischen Eroberern nach Europa kamen. So soll der Schimpanse das heilige Tier Djeng der √Ągypter gewesen sein, und auf einem Mosaik der "latinischen Stadt Praeneste" soll ein Schimpanse neben diversen Tieren des Niltals abgebildet sein.

Auch die Krypto-Geschichte mit den drei Gro√ükatzenarten im Zoo Montezumas taucht im Buch auf. Beim Lesen fiel mir ein: Hat schon mal jemand in Betracht gezogen, dass die dritte Gro√ükatze schlichtweg ein schwarzer Jaguar gewesen sein k√∂nnte? Wenn man "Tiger" mit "gemustert" gleichsetzt und die "zwei Arten L√∂wen" mit einfarbigen Tieren, dann w√ľrde das ja passen: Der "Tiger" w√§re dann der bunte Jaguar, der kleinere "L√∂we" der Puma (die Mittelamerikaner sind ja die kleinsten Pumas) und der gr√∂√üere "L√∂we" der schwarze Jaguar. Immerhin war das lange vor der Zeit, wo Schw√§rzlingen der Artstatus angesprochen wurde. Das Wort "Onza" taucht √ľbrigens bei Wendt nicht auf.
(31.07.2006, 09:04)
Michael Mettler:   Ich habe nun das weiter unten erw√§hnte Buch "Auf Noahs Spuren" von Herbert Wendt erhalten. Auch da steht was √ľber die Bisons drin, u.a. dass die "letzten degenerierten Steppenbisons im Yellowstone-Park" im Zuge der Arterhaltung mit Waldbisons aus Kanada "aufgekreuzt" wurden (interessanter Begriff).

Das Buch ist √ľbrigens zu meiner √úberraschung NICHT das mit der Sirrush-Geschichte, da muss ich in meiner Erinnerung zwei verschiedene B√ľcher verschmolzen haben. Jenes bewusste andere Buch besch√§ftigte sich meiner Erinnerung nach gleich im ersten Kapitel mit dem Einhorn, und es wurde u.a. darin beschrieben, dass manche Hirtenv√∂lker die Hornanlagen junger Rinder, Schafe und Ziegen so zu manipulieren verstanden, dass die H√∂rner im weiteren Wachstum zu einem einzigen verschmolzen; ein einh√∂rniges Rind war auch als Zeichnung abgebildet. Wei√ü jemand, welches Buch das gewesen sein k√∂nnte? Da mir noch irgendwas mit "Drachen" im Titel im Kopf herumgeisterte, habe ich im ZVAB nachgesucht und einen Titel gefunden, der ebenfalls aus den 50ern stammt: "Drachen, Riesen, R√§tseltiere" von Willy Ley. Hat jemand von euch dieses Buch und kann mir sagen, ob die erw√§hnte Einhorn-Geschichte tats√§chlich daraus stammt?
(29.07.2006, 22:10)
Karsten Vick:   √úber die ehemalige innerartliche Aufteilung der Bisons kann man heute wohl nur noch orakeln. Aufgrund der urspr√ľnglichen Vegetation halte ich es f√ľr wahrscheinlich, dass der √∂stlich des Mississippi lebende Bison eine Art Waldbison und vom Pr√§riebison verschieden war. Es gibt auch vom Bison ein NBB-Buch, diesmal von Dr. Heinz Heck, wiss. Leiter der Catskill Game Farm (der ehem. Dir. von M√ľnchen? oder sein Sohn?). Der bildet einen S√ľdlichen Pr√§riebison, der auf dem Kopf eine str√§hnige Matte hat, und einen N√∂rdlichen Pr√§riebison, der eher Afro-Look tr√§gt, ab. Daher hei√üen die beiden in dem von Johannes zitierten Buch auch M√§hnenhaubiger bzw. Kr√§uselhaubiger Pr√§riebison.

Nach diesem Buch war der niedrigste Bestand des Bisons 1.091 im Jahre 1889. Dann startete die Erhaltungszucht und im Jahre 1929 zählte man 18.494 Tiere.
(25.07.2006, 20:10)
Michael Mettler:   @cajun: Muss ja wohl, die werden doch keine frisierten Hausrinder in den Wood Buffalo Park getrieben haben :-)
(25.07.2006, 20:08)
cajun:   Daf√ľr ist es eine Tierart, die √ľberlebt und ihr "comeback" geschafft hat! Gab es 1925 eigentlich schon wieder soviele Bisons, dass man √ľber 6000 umsiedeln konnte?
(25.07.2006, 18:37)
Michael Mettler:   Per Google bin ich immerhin auf die "Geschichte" des Waldbisons gesto√üen. Um ihn zu "retten", wurden in den Jahren 1925 bis 1928 √ľber 6.600 (!!) Pr√§riebisons in den kanadischen Wood Buffalo Park verfrachtet, die sich mit den restlichen paar Hundert Waldbisons vermischten. 1934 hatte der verkreuzte Bestand eine H√∂he von 12.000 St√ľck erreicht. Erst 1959 fand man in einer abgelegenen Ecke des riesigen Parks eine kleine isolierte Herde, deren Mitglieder f√ľr unterartreine Waldbisons befunden wurden. Insgesamt 42 Tiere wurden in zwei Gruppen (18 und 24 Tiere) in entlegene Schutzgebiete umgesiedelt und konnten so der Vermischung entgehen. Davon sollen sich alle heute lebenden Waldbisons ableiten - womit wir wieder einen Fall f√ľr die "stark ingez√ľchteten Tierarten" h√§tten.

Da ich annehme, dass die Mischpopulation nicht abgeschossen wurde, m√ľssten also heute drei genetische Typen freilebender Bisons in Nordamerika existieren: Der "Einheits-Pr√§riebison", der reinbl√ľtige Waldbison und der Hybride aus beiden, quasi ein "Universalbison".
(25.07.2006, 15:23)
Johannes Pfleiderer:   Im "Lexikon ausgerotteter V√∂gel und S√§ugetiere" sind der S√ľdliche Pr√§riebison (Bison b. bison) und der N√∂rdliche Pr√§riebison (B. b. montanae) als ausgerottete Bisonformen aufgef√ľhrt. Die Unterarten oregonus, pennsylvanicus werden hier nicht anerkannt. Zu den ersteren hei√üt es jeweils: "Form wurde - in Unkenntnis der Existenz zweier unterschiedlicher Steppenformen der Art Bison bison - durch Zusammenlegung von Restbest√§nden mit Individuen der Form B. b. montanae [bzw. bison] (s. dort) in Schutzgebieten vermischt"
(25.07.2006, 13:38)
cajun:   In Farley Mowats Buch "Der Untergang der Arche Noah" werden mindestens 4 unterscheidbare Unterarten genannt
Prairie-Bison
Wald- Bison
Oregon- Bison
√Ėstlicher- Bison
Er besch√§ftigt sich n√§her mit dem √Ėstlichen Bison und beschreibt ihn als die gr√∂√üte und dunkelste Unterart. Er besa√ü auch die l√§ngsten H√∂rner. Sein Habitat war der bewaldete Osten der USA und Kanadas bis zum St.Lorenz Strom.
1825 wurden die Letzten in den Alleghenies erlegt.
Diese Unterart kommt also nicht mehr f√ľr "Einheitsbisons" in Frage.
(23.07.2006, 16:04)
Michael Mettler:   Ich bin bei den Hirschen √ľber den "Tule-Valley-Wapiti" Cervus canadensis ssp. aus Kalifornien gestolpert. Mir ist der kalifornische Zwergwapiti (nannodes) unter dem englischen Namen "Tule elk" bekannt. Soll das wohl das selbe Tier sein? Dann wusste ich noch gar nicht, dass es ausgerottet ist - wenigstens im Freiland, denn in Zoos gibt's ihn ja noch.

Hat sich jemand mal n√§her mit der Rettung des Bisons befasst? Ich habe mal iregdnwo gelesen, dass der eigentliche Pr√§riebison (also die Nominatform) im Prinzip ebenfalls als ausgestoren bzw. ausgerottet gelten m√ľsste, da f√ľr die Rettung der Art Tiere aus allen Unterarten (auch Waldbisons) "zusammengeschmissen" wurden und wir heute neben einem erst hinterher entdeckten Bestand reinbl√ľtiger Waldbisons nur noch "Einheitsbisons" haben, vergleichbar den "Zool√∂wen".
(23.07.2006, 15:31)
Karsten Vick:   Wirklich eine ganz nette Seite voller Informationen. Da in "Walkers mammals of the world" auch die in den letzten 5000 Jahren ausgestorbenen Formen behandelt werden, kannte ich schon etliche Arten wie Bodenfaultiere, Riesenlemuren, Sardenpfeifhase, Madagaskar-"Erdferkel". F√ľr mich wirklich ganz neu sind die ganzen Otter von den Mittelmeerinseln und die Landkrokodile Neukaledoniens. Von der Balearengemse gibt es eine nicht sehr sch√∂ne Zeichnung in Grzimeks Enzyklop√§die S√§ugetiere. Dagegen sind die Zeichnungen auf der HP (die wohl vom Autor selbst stammen) sehr sch√∂n.
(23.07.2006, 15:05)
cajun:   Das Tier ist die ausgestorbene Baleareng√§mse von Mallorca. Erstmals eine Zeichnung davon unter dem link!
(23.07.2006, 12:30)
Karsten Vick:   Welches Tier hast du denn erstmals gesehen?
(23.07.2006, 11:47)
cajun:   Habe eine interessante website entdeckt. Kannte den Namen des Tieres, seh aber das erste Mal eine Zeichnung von ihm. (ausgestorben!) √úber die links kommt man auf weitere mir bisher (teilweise)unbekannte Arten.

http://www.extinct.minks-lang.de/

√ľbrigens wird da auch ein aus Felszeichnungen und Fossilfunden bekannter "Riesenkaffernb√ľffel" ( Hornspannweite 3 M. !!)aus Nordafrika erw√§hnt... vielleicht doch ein Wasserb√ľffel?
(22.07.2006, 21:53)
th.oma.s:   @cajun: ich habe auf die sorraias und arabervorfahren angespielt, nach tuneseschen angaben sprechen alle ischkeul-b√ľffel t√ľrkischen akzent(ironie aus)
(19.07.2006, 16:50)
Michael Mettler:   Addax und Strau√ü auf jeden Fall, weil wieder angesiedelt, Hy√§ne wei√ü ich nicht, Goldschakale waren meines Wissens aus Nordafrika nie weg. Servale m√ľssten √ľbrigens ebenfalls in einerm Wiederansiedlungsprogramm enthalten sein, wenigstens war mal in einem Gelsenkirchener Jahresbericht erw√§hnt, dass man Nachzuchten deswegen dorthin abgegeben hat. Aber angesichts dessen, welch gewaltiges Verbreitungsgebiet die Addax einstmals hatte, sind die beiden Parks in Marokko und Tunesien und ein paar versprengte Mini-Populationen in den Sahel-Staaten nicht viel.
(19.07.2006, 09:44)
Hannes:   In Tunesien leben doch wieder Addax,Strau√ü,Hy√§ne und Schakal(wobei ich glaube das der nie weg war)
Oder sehe ich das Falsch?
(19.07.2006, 01:31)
Michael Mettler:   @cajun: In einem Feuchtgebiet namens Ischkeul in Tunesien lebt eine kleine Population Wasserb√ľffel, √ľber deren Ursprung es wie gesagt zwei Theorien gibt (oder gab, wenn sich inzwischen was ge√§ndert hat): Entweder handelt es sich um Tiere, deren zahme Vorfahren im Altertum aus Asien eingef√ľhrt wurden und nun seit 2.000 Jahren verwildert leben, oder um die letzten √úberbleibsel des wilden Nordafrikanischen Wasserb√ľffels. Gerade bei dieser Tierart ist ja die Unterscheidung zwischen Wildtier und Haustier mancherorts schwierig, weil ein st√§ndigen Genfluss zwischen beiden herrscht. Klar abzugrenzen sind eigentlich nur die verschiedenen Rassen der Milchb√ľffel, w√§hrend die vorwiegend als Arbeitstiere genutzten Sumpfb√ľffel dem wilden Arni noch sehr √§hnlich sind. F√ľr die Wasserb√ľffel auf Sri Lanka scheint die fr√ľhere Unterartabtrennung (migona) inzwischen eingezogen worden zu sein, und die Unterarten bubalis in Hinterindien und hosei auf Borneo sind wohl ebenso fraglich. Alle genannten stehen mindestens im Verdacht, vom Menschen eingef√ľhrt worden zu sein. Andererseits dachte man das bis vor kurzem auch vom Borneo-Elefanten, und nach den neuen Forschungsergebnissen k√∂nnte man ihn per Willk√ľr sogar zu einer eigenen Art erheben....

Die tunesischen Wasserb√ľffel stehen jedenfalls unter Schutz, und Ischkeul ist Nationalpark. Vor etlichen Jahren gab es eine TV-Doku √ľber den Nationalpark, m√ľsste ich eigentlich sogar noch auf Video haben.
(19.07.2006, 00:34)
cajun:   Flu√üpferde im Jordan stimmt! Sind doch auch im Bibelzoo in Israel vertreten.
Habe ja versucht beide Erdteile zusammen zu fassen, war vielleicht zuviel zwecks Arten Auflistung.
Wobei das mit den tunesischen Wasserb√ľffeln h√∂re ich das erste Mal. Kannst du mal ausf√ľhrlicher was dazu schreiben? W√§re nett!
In den Warmphasen der letzten Eiszeit gab es Wasserb√ľffel allerdings auch am Rhein. Vielleicht ist der Mozarella ja gar keine italienische Erfindung? (scherz*)
Das Buch kenn ich leider nicht. Habe eine Monografie √ľber Elefanten, in der die Afrikaner h√§ufig als Loxodonten bezeichnet werden!
(19.07.2006, 00:14)
Michael Mettler:   Kommt drauf an, WANN verschwunden. Als die Sahara noch eine Savanne war, gab es dort wohl auch Breitmaulnash√∂rner, Zebras, Giraffen und etliche weitere Tiere, die heute nur noch weiter s√ľdlich vorkommen. Und sogar Wasserb√ľffel. Bin gar nicht auf dem Laufenden, ob es zwischenzeitlich mal neue Erkenntnisse √ľber die wilden Wasserb√ľffel in Ischkeul (Tunesien) gab, von denen man ja nicht so recht wusste, ob sie der letzte Rest der nordafrikanischen Wildform oder sp√§ter angesiedelte, verwilderte Hauswasserb√ľffel seien. Zumindest d√ľrfte es Wasserb√ľffel auch in Mesopotamien gegeben haben. Und habe ich nicht irgendwo gelesen, auch das Flusspferd habe fr√ľher noch im Jordan gelebt?

Wenn in der Liste auch Arten wie Säbelantilope und Addax auftauchen, gehören hier auch noch Mhorrgazelle, Berberleopard und Berberhyäne mit rein sowie möglicherweise die sudanesische Unterart des Wildschweins.

Interessant d√ľrfte in diesem Zusammenhang eine genaue Betrachtung der Felsenzeichnungen Nordafrikas sein. So sah ich eine Abbildung von Antilopen, die unzweifelhaft eine Hippotragus-Art darstellten. Sie wurden mit vier etwa gleich langen H√∂rnern gezeichnet, aber ohne Ohren, woraus man schlie√üen kann, dass die √§u√üeren "H√∂rner" in Wirklichkeit die langen Ohren waren - wie es bei unseren heutigen Pferdeantilopen der Fall ist. Aber: Die Zeichnungen hatten die typische F√§rbung von Rappenantilopen! Eines der ber√ľhmten "missing links"?

@cajun: Die Bezeichnung "Loxodonten" f√ľr die Afrikanischen Elefanten macht mich stutzig, sollten wir da eine weitere Kindheitserinnerung in Sachen b√ľchern teilen? Denn im Zusammenhang mit dem Buch von Herbert Wendt fiel mir gerade heute wieder ein, dass ich als Kind auch ein Buch von Ivan T. Sanderson mehrfach aus der B√ľcherei geholt hatte: "Dynastie der Abu". Sanderson (wie ich erst sp√§ter lernte, ebenfalls ein Kryptozoologe) vertrat darin die Auffassung, die Bezeichnung "Elefant" st√ľnde nur der Gattung Elephas zu, und bezeichnete die Afrikaner konsequent als "Steppenloxodont" und "Waldloxodont". Und da konsequenterweise auch ein neuer Oberbegriff gefunden werden musste, bezeichnete er die R√ľsseltiere als "Abu".
(19.07.2006, 00:00)
cajun:   @th.oma.s: Gibt es f√ľr das S√ľdwildpferd einen link?
Habe beim googeln nix gefunden..
Kleines Nebenprodukt des Versuchs:

http://www.sorraia.org/folheto.htm

Sehr informative site zu den spanischen "Urwildpferden".
(18.07.2006, 23:40)
th.oma.s:   @ cajun:atlasb√§r, berberl√∂we,nubischer wildesel,pavian,s√ľdwildpferd,kaspitiger
(18.07.2006, 22:28)
cajun:   Wenn man bedenkt wie reichhaltig Nordafrika und der Nahe Osten an Gro√ütieren war, wen wundert da schon das Auftauchen mysteri√∂ser Gesch√∂pfe?
Zum behaarten Elefanten: Mammute lebten auf der Wrangel Insel noch, als die Pyramiden gebaut wurden. Warum sollte deren Abbildung nicht auf einer Streitaxt gelandet sein.
Übrigens sieht "Ilona" , ehemals Hannover nun Heidelberg, ebenfalls sehr behaart aus. Wobei sich asiatischer Elefant und Wollhaarmammut genetisch sehr viel näher stehen als beide den Loxodonten in Afrika.
Welche großen Säugetiere sind eigentlich in Mesopotamien und Nordafrika verschwunden?
Mir fallen spontan ein:
Asiatischer Elefant
(Nord)Afrikanischer Elefant
Asiatischer Löwe
Flußpferd
Kuhantilope
Weiße Oryx
Nordafrikanischer Wildesel
Syrischer Halbesel
Ur
Gepard
Addax
Säbelantilope

Was fällt euch noch ein?
(18.07.2006, 22:09)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Jetzt habe ich mir das Bild im Giraffenbuch von Krumbiegel nochmal angesehen (hatte es auch nur im Ged√§chtnis) und dabei gleich noch was bemerkt, was im Text gar nicht erw√§hnt ist: Das mysteri√∂se Tier zeigt an der entsprechenden Stelle etwas, was eigentlich nur ein Euter mit langgezogenen Zitzen sein kann! Wenn man denn die Darstellung tats√§chlich als zoologisch korrekt betrachten wollte, w√ľrde allein dadurch die Nilgau als Kandidat ausscheiden, denn H√∂rner und Euter passen bei dieser Tierart nicht zusammen (beim Okapi √ľbrigens auch nicht - hatten beim Libytherium beide Geschlechter H√∂rner?). Dar√ľber hinaus habe ich bei keinem Wildtier jemals so ausgepr√§gte Milchzitzen gesehen, das wirkt hier mehr wie ein Kuh-Euter. Und w√§re es tats√§chlich ein Wildtier, dann w√§re die Wahrscheinlichkeit sehr gro√ü, dass es in bereits gefangenem Zustand ein Jungtier ges√§ugt haben m√ľsste, sonst w√§ren die Zitzen wohl erst recht nicht so lang.

Vielleicht ist schlichtweg ein Tier nach dem Hörensagen dargestellt worden, das der "Bildhauer" selbst nie gesehen hat und das deswegen eine verzerrte Wirklichkeit wiedergibt. Man muss sich ja nur mal die mittelalterlichen Darstellungen exotischer (und sogar heimischer) Tiere anschauen, zu welch grotesken Fabelwesen da Elefant, Giraffe oder Wal mutierten.
(18.07.2006, 19:56)
Michael Mettler:   Nochmal zu dem fraglichen Tier auf dem √§gyptischen Relief: Sollte es wirklich zu der dargestellten Zeit noch "Stpenn-Okapis" gegeben haben, muss das noch lange nicht hei√üen, dass sie eine weit verbreitete und allseits bekannte Tierart waren. Immerhin w√§re eine Rarit√§t oder ein "Letztes seiner Art" ein besonders wertvolles Geschenk an einen Pharao gewesen. (So √§hnlich ist ja auch China mit seinen Pandas noch in neuerer Zeit umgegangen.)

Falls jemand meint, das sei zu weit hergeholt: Aus der Monografie "Der Blaubock" von Erna Mohr geht anhand zeitgen√∂ssischer Beschreibungen hervor, dass diese Antilopenart in S√ľdafrika keineswegs in gro√üen Herden vorkam wie Quagga, Wei√üschwanzgnu & Co., sondern schon beim Eintreffen der wei√üen Siedler sehr selten gewesen sein muss. M√∂glicherweise haben die Europ√§er also das l√§ngst fortgeschrittene Aussterben dieses Tieres nur beschleunigt.

Auch die Fauna der nordafrikanischen Savannen ist ja mit Sicherheit nicht urpl√∂tzlich ausgestorben, sondern nach und nach als Folge der Ausdehnung der W√ľste in einstmals gr√ľne Gebiete. Und so, wie L√∂we und Elefant einst als Reliktformen noch die nordafrikanischen Mittelmeer-K√ľstenbereiche bewohnten oder heute die beiden Formen des Breitmaulnashorns nur noch versprengte Bruchteile eines fr√ľheren, riesigen Verbreitungsgebietes innehaben, k√∂nnte es durchaus auch irgendwo noch eine letzte Population einer Kurzhalsgiraffe in Nubien gegeben haben.
(18.07.2006, 14:40)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Einen langhaarigen Elefanten f√§nde ich nicht mal so ungew√∂hnlich, es muss ja nicht gleich ein wolliges Fell sein. Die Waldelefantenkuh Jambo II des Berliner Zoos war z.B. ungew√∂hnlich dicht und lang behaart, wobei die Haare braunr√∂tlich waren wie bei einem Wollmammut. In den diversen Dokus √ľber Waldelefanten in Zentralafrika tauchte u.a. ein kapitaler Bulle auf, der am R√ľsselansatz einen "Bart" aus langen "Schnurrhaaren" trug. Und der Asiatenkuh Indra in Hannover ist im Laufe der vergangenen Jahre ein Stirnschopf gewachsen, der ein wenig an die Frisur von Klein-Hathi in Disneys "Dschungelbuch" erinnert. Ohne es direkt beweisen zu k√∂nnen, scheint mir letzteres durch die Umsiedlung in den Dschungelpalast beg√ľnstigt worden zu sein, wo den Elefanten im Gegensatz zu ihrer alten Anlage eine Lehmsuhle zur Verf√ľgung steht, wovon der Zustand der Haut - und damit auch der Behaarung - eindeutig profitiert. Und dass die "Veranlagung" f√ľr dichten Haarwuchs wenigstens bei asiatischen Elefanten durchaus vorhanden ist, sieht man an den K√§lbern. (Wobei es da sogar noch farbliche Unterschiede im Haarkleid zu geben scheint, wenigstens fiel mir auf den Bildern einiger Asiatenk√§lber ein wei√ües Kehlband bis zu den Ohren und auch wei√üe Behaarung im Ohr auf.)
(18.07.2006, 10:56)
Karsten Vick:   Ich bin eigentlich mehr der klassische Antiquariatsfan, der erstmal in den alten B√ľchern bl√§ttert, bevor er sie kauft, aber vielleicht schlag ich hier auch noch zu. Das besagte Buch hab ich einmal aus der Bibliothek gehabt, aber wohl auch nur die gek√ľrzte Variante. Trotzdem, die Suche nach dem leibhaftigen Sirrusch findet sich auch in anderen B√ľchern. Ich gebe IP66 Recht, das ist wohl wirklich nur ein Phantasietier. Was anderes bei meinem √§gyptischen R√§tseltier, das soll sich wirklich auf ein konkretes historisches Ereignis beziehen, bei dem Nubier Tribute √ľbergaben. Das hei√üt aber auch, dass das Tier aus Nubien kam, nicht aus Mesopotamien. Ich hab ja schon √ľberlegt, ob es vielleicht eine Giraffe war, die auf die Gr√∂√üe des Reliefbandes geschrumpft wurde, wenn auch nicht ganz ma√üstabsgerecht. Aber wer will schon SO WAS h√∂ren. Ich wei√ü auch nicht, ob diese Annahme durch andere Kunstwerke gest√ľtzt wird. Einerseits kennt mans ja von den √Ągyptern, dass die Gr√∂√üe auf den Bildern der Bedeutung der Dargestellten entspricht; der Pharao ist doppelt so gro√ü wie seine Frau und zehnmal so gro√ü wie die Arbeiter an den Pyramiden. Andererseits d√ľrfte es √§gyptische Giraffenbilder geben, die man mit diesem Tier vergleichen k√∂nnte.

Die antike Tierwelt Mesopotamiens muss aber auch bemerkenswert gewesen sein. Auch in Krumbiegels Buch wird ein sumerisches Kunstwerk erw√§hnt, dass ein Sivatherium darstellen k√∂nnte (das ist diese riesige Rindergiraffe, deren Knochenzapfen wie ein Elchgeweih aussahen). Hier ist Krumbiegel selbst eher skeptisch, weil er meint, wenn das Tier wirklich noch zu der Zeit gelebt h√§tte, w√§re es √∂fter abgebildet worden und das auf dem Bild k√∂nnte auch ein Mesopotamischer Damhirsch sein. Der Hinweis auf dieses Kunstwerk stammt von Prof. B. Brentjes. Das war (ist?) ein Arch√§ologe mit viel zoologischem Sachverstand. Er hat auch ein NBB-Buch √ľber Wild- und Haustiere im alten Orient geschrieben, das ich immer noch suche. In seinem Buch "Die Erfindung des Haustieres" gehts auch um Elefanten. Er schreibt von einem Fund einer skythischen Streitaxt, auf der vorderasiatische Tiere dargestellt sind; u. a. der Elefant und zwar mit langem Pelz!
(17.07.2006, 23:50)
cajun:   Hier noch ein paar links zum pleistocene park.Wir kriegen Mammuts zur√ľck!!! ( scherz*)
http://www.wams.de/data/2005/05/08/715802.html?s=1

http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,350819,00.html

http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/778850

http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/3/60942/

Viel Stoff f√ľr Diskussionen...Ich find das Thema einerseits spannend, aber auch grenzwertig.
@Michael Mettler: ..und das BUCH dazu habe ich. (scherzhaft auf Herbert Wendt bezogen ;-)*)
(17.07.2006, 22:13)
cajun:   @Michael Mettler: Jetzt bin ich neidisch und w√ľrde gerne am 29. einen Blick auf die erhaltene Ausgabe werfen... aber st√∂bern tu ich jetzt schon. Danke f√ľr den link!!
(17.07.2006, 21:37)
Michael Mettler:   3-2-1-meins... Ich hab' es. Nee, nicht die Taschenbuchversion, die Zoosammler entdeckt hat, mir ist gebunden lieber, gab's aber auch eins bei eBay. Und sogar inklusive Schutzumschlages mit dem aus Kindertagen vertrauten Einhorn-Motiv (die 1980er Version zeigt das D√ľrer-Nashorn).
Kleiner Tipp: Die Ausgabe ist auch unter www.zvab.com reichlich zu finden. Wer's nicht kennt: Das ist ein zentraler Angebotskatalog etlicher Versandantiquariate. Viel Spaß beim Stöbern!
(17.07.2006, 17:42)
Michael Mettler:   Auch ich habe nochmals nachgebl√§ttert: Die bewusste erste Ausgabe hie√ü noch "Auf Noahs Spuren - Die Entdeckung der Tiere" und war von 1956 (574 Seiten). F√ľr die in weiten Teilen ge√§nderte Fassung von 1980, die ich im Regal habe, wurde dann einfach der Untertitel zum Titel gemacht... In dieser neueren Variante ist z.B. die Story um den Sirrusch NICHT enthalten. Also sucht lieber nach der alten Fassung (werde ich nun auch tun)....
(17.07.2006, 17:12)
Zoosammler:   Das Buch interessiert mich auch, aber keine Sorge, ich schnappe es euch nicht weg, denn, kleiner Tipp: Momentan f√ľr 1,95 Euro (Sofort kaufen) bei eBay (eine Version aus den 1960ern). Eine neuere, wesentlich d√ľnnere ist f√ľr 9,xy Euro auch zu haben.
(17.07.2006, 16:19)
Michael Mettler:   @cajun: Das war bei uns genauso. Wenn ich es zur√ľckbrachte, konnte ich es eigentlich gleich wieder f√ľr die n√§chsten vier Wochen mitnehmen... Wenn du es antiquarisch suchst, denk dran: In der neueren Version, die ich mir gekauft habe, fehlen viele der altgewohnten Textpassagen....
(17.07.2006, 16:11)
cajun:   @Michael Mettler: Yo, ich glaube das war es!! Ist ein immens dicker Schinken gewesen und au√üer mir hat den aus der B√ľcherei damals nie jemand ausgeliehen. Ich war gebannt von den Geschichten!Gibt es das wohl noch?
(17.07.2006, 14:53)
IP66:   Ich w√§re vorsichtig, aus Tierabbildungen auf vorhandene Exemplare zu schlie√üen, wenn man es mit Kulturen zu tun hat, die sich als eine Renaissance verschwundener √§lterer Kulturen verstehen, wie das beim mittleren und neuen Reich in √Ągypten oder bei den Neubabyloniern und ihrer ohnedies recht phantasievoll rekonstruierten berliner Toranlage der Fall war. Hier lag es ja nahe, √§ltere Tierabbildungen zu kopieren, und da keine Kopie perfekt ist und es au√üerdem einen stolzen zeitlichen Abstand gab, ist hier die M√∂glichkeit zu Phantasiegesch√∂pfen gegeben.
(17.07.2006, 11:55)
Michael Mettler:   @cajun: K√∂nnte das besagte Buch "Die Entdeckung der Tiere" von Herbert Wendt gewesen sein? Kommt mir n√§mlich sehr bekannt vor, das habe ich mir als Jugendlicher x-mal aus der Leihb√ľcherei geholt. Und war happy, als ich es sp√§ter in einem Antiquariat entdeckte. Nur war das dummerweise unter dem selben Titel in weiten Strecken anderen Inhalts....
(17.07.2006, 09:02)
Michael Mettler:   Ich kann zwar nicht mit Jahreszahlen dienen, aber der asiatische Elefant soll noch in der Antike mindestens bis Mesopotamien vorgekommen sein. Warum nicht auch die Nilgau, die √∂kologisch viel flexibler ist? Und von da aus per Handelsbeziehung nach √Ągypten, das ist nun wirklich kein gro√üer Sprung mehr.
(17.07.2006, 08:50)
cajun:   Sehr interessant. Welche Erkl√§rung ist wohl warscheinlicher?
Eine Art Ur-Okapi soll ja in Griechenland gelebt haben.
Stand zu Pfingsten noch vor dem Ishtar Tor in Berlin. L√∂we, Ur und der Drache ( Kenne ihn als Sir-rusch). Habe als Jugendlicher mal ein Buch dar√ľber gelesen, in dem sich der Autor Gedanken machte, warum zwei reale und ein Fantasietier abgebildet wurde. Und dann daran ging die Existenz eines realen Drachens in Mesopotamien zu vermuten ... ;-)
Kennt jemand eigentlich das Projekt Pleistocene- Park in Sibirien? Dort will man die verloren gegangene Mammutsteppe mit Hilfe von Gro√ü-Herbivoren wieder herstellen, ebenso die verlorene Megafauna zur√ľckholen.
Vom Riesenfaultier habe ich √ľbrigens letztens geh√∂rt, dass es noch zu Konquistadorenzeiten in S√ľdamerika gelebt hat und das der Kaiser von China (!) zwei Tiere in seiner Menagerie hatte, auf die nur die Beschreibung eines Riesenfaultieres pa√üt....
(17.07.2006, 00:40)
Karsten Vick:   In Krumbiegels Giraffenbuch gibt es auch eine Krypto-Geschichte (klar, Krumbiegel war auch f√ľr noch nicht entdeckte Tierarten zu haben). Da ist ein √§gyptisches Relief abgebildet, auf dem Nubier ein Tier als Tribut nach √Ągypten am Halfter f√ľhren. Dieses Tier hat kurze H√∂rner und einen abfallenden R√ľcken sowie verd√§chtig kurze Beine. Krumbiegel deutet dieses Tier als √ľberlebende Kurzhalsgiraffe, entweder Okapi oder Libytherium. Das Relief ist an der Schulter des Tieres besch√§digt, so dass man nicht sagen kann, welcher Fu√ü nach vorn steht, d. h. ob das Tier Kreuz- oder Passgang geht. Das einzige Tier, das noch so √§hnlich aussieht, sagt Krumbiegel, ist die Nilgauantilope, aber die hat mit Afrika nichts zu tun. Sehm (in Walkers Mammals of the World) zieht aus demselben Relief genau den umgekehrten Schluss und vermutet ein Vorkommen der Nilgauantilope bis SO-√Ągypten vor 2500 Jahren...

Pr√§historische Tiere, die zwar heute ausgestorben sind, aber noch bis in geschichtliche Zeit gelebt haben, gibt es erstaunlich viele. Und man liest erstaunlich wenig dar√ľber. z. B. habe ich nur in einem Buch gelesen, dass die Elefantengattung Cuvieronius in S√ľdamerika bis zum Jahre 400 NACH Christus gelebt hat. Das w√ľrde D√§nikens s√ľdamerikanische Elefantenbilder ganz ohne Au√üerirdische erkl√§ren.
(17.07.2006, 00:03)
cajun:   Ok, Leute, jetzt kommt echt viel zu lesen, aber "Dolchparder" und "S√§belparder" waren f√ľr mich echt neu..
Kryptiden



Beutelwölfe, Dinosaurier, Flugsaurier,
Großkatzen, Mammute, Moas,
Riesenfaultiere, Riesenhaie, Riesenkraken,
Riesenstrauße, Seeschlangen,
Stellersche Seek√ľhe, Todesw√ľrmer,
Ur-Wal
Leseprobe aus der CD-ROM
„Nessie. Das Monsterbuch“
von Ernst Probst
Verborgene Arten
Nach Ansicht von Kryptozoologen, die weltweit nach verborgenen Tierarten suchen, leben auf der Erde noch zahlreiche unbekannte Spezies, die ihrer Entdeckung harren. Der belgische Zoologe Bernard Heuvelmans (1916–2001), der den verh√§ltnism√§√üig jungen Forschungszweig der Kryptozoologie gegr√ľndet hat, ordnete etwa 20000 Indizien zu 150 Steckbriefen unbekannter Tiere.

Die Kryptozoologen wollen nicht glauben, dass unser Planet schon s√§mtliche zoologischen Geheimnisse preisgegeben hat, obwohl Satelliten regelm√§√üig die ganze Erdoberfl√§che √ľberwachen. Nach ihrer Ansicht bleibt das, was unter dem Kronendach tropischer Regenw√§lder oder in den Tiefen der Ozeane existiert, selbst modernster Spionage-Technik verborgen.

Den Kryptozoologen zufolge gibt es auf der Erde noch viele bisher unbekannte Tierarten zu entdecken.

Beutelwölfe
Der offiziell seit den 1930-er Jahren als ausgestorben geltende Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) – zu deutsch „hundsk√∂pfiges Beuteltier“ – soll in W√§ldern Tasmaniens immer noch existieren. Angeblich findet man von diesem hunde√§hnlichen Tier, das auch Streifenhund, Tasmanischer Tiger, Zebrahund oder Zebrawolf genannt wird, immer wieder Pfotenabdr√ľcke oder hellbraune Fellb√ľschel oder sichtet es sogar.

Der Beutelwolf ist nicht mit Hunden oder Katzen verwandt, sondern das größte bekannte fleischfressende Beuteltier auf der Erde. Auf den ersten Blick sieht er mit seinen 13 bis 19 dunkelbraunen Bändern im hellbraunen oder fuchsfarbenen Fell wie ein seltsam gestreifter Hund aus. Doch er hat einige anatomische Merkmale, die kein Hund besitzt.

Beutelwölfe erreichten von der Nasenspitze bis zum Schwanzende eine Länge bis zu 1,80 Metern und eine Schulterhöhe bis zu 58 Zentimetern. Ihr Kopf war langgestreckt und trug sehr kleine, dreieckige Ohren. Im Kiefer, den sie bis zu 180 Grad aufreißen konnten, befanden sich 46 Zähne. Die Augen waren sehr dunkel und wirkten sanft.

Der Wurf der Beutelw√∂lfe lag bei zwei bis vier Jungtieren, die – wie bei Beuteltieren √ľblich – in einigen Zeitabst√§nden geboren wurden und im Beutel der Mutter aufwuchsen, in dem sich zwei Milchzitzen befanden. Der Schwanz der Beutelw√∂lfe erlaubte kein Wedeln wie bei Hunden, sondern nur vertikale Bewegung wie bei den K√§ngurus.

Ihre extrem gewinkelten Hinterläufe gestatteten den Beutelwölfen Рim Gegensatz zu Wölfen Рkeine Sprints. Offenbar jagten sie in gemächlichem Trab. Zu den Beutetieren der Beutelwölfe gehörten Kängurus, kleine Säugetiere und Vögel. Nach der Besiedlung Tasmaniens durch Menschen kamen Schafe und Ziegen dazu.

Auf dem Australischen Festland und auf Neuguinea starben die Beutelwölfe bereits vor etwa 2000 bis 4000 Jahren aus. Als 1803 die ersten Europäer Tasmanien besiedelten, sollen dort die Beutelwölfe bereits selten gewesen sein. Ihr damaliger Bestand wird auf etwa 1500 bis 2000 Tiere geschätzt.

Ab 1820 gewann die Schafzucht auf Tasmanien zunehmend an Bedeutung. Ihretwegen dezimierte man die K√§ngurus, die Nahrungskonkorrenten f√ľr die Schafe waren. Weil die Beutelw√∂lfe manchmal auch Schafe und L√§mmer rissen, wurden 1830 erstmals Belohnungen f√ľr tote Beutelw√∂lfe ausgesetzt.

Der typische Lebensraum der Beutelw√∂lfe auf Tasmanien verschwand immer mehr: Trockene Baumsavannen und lichte W√§lder wurden von den Schafz√ľchtern zunehmend in Weidefl√§chen umgewandelt. Der Naturforscher John Gould warnte 1863, wenn die verh√§ltnism√§√üig kleine Insel Tasmanien st√§rker bev√∂lkert sein werde, w√ľrden sich die Best√§nde der einzigartigen Beutelw√∂lfe rasch verringern.

Zwischen 1886 und 1909 zahlte man auf Tasmanien mehr als 2000 Pr√§mien f√ľr erlegte Beutelw√∂lfe. Bis 1905 wurden jedes Jahr nur noch etwa 100 tote Tiere abgeliefert, doch 1909 gab man die letzte Pr√§mie aus. Vielleicht hatte eine Seuche die verbliebenen Beuteltiere so dezimiert, dass sich deren Best√§nde nicht mehr davon erholten.

Am 13. Mai 1930 schoss ein junger Farmer namens Wilfried Batty im Nordwesten Tasmaniens den letzten freilebenden Beutelwolf. Zu sp√§t erkannte man auf der Insel, wie schlecht es bereits um den „Tasmanischen Tiger“ bestellt war. 1930 wurden die Beutelw√∂lfe w√§hrend ihrer vermuteten Fortpflanzungsperiode teilweise unter Schutz gestellt, 1936 sogar vollst√§ndig.

Der letzte in Gefangenschaft lebende Beutelwolf namens „Benjamin“ starb am 7. Dezember 1936 im Beaumaris-Zoo von Hobard. Dieser Zoo hatte einen regen Tauschhandel mit Beutelw√∂lfen betrieben und im Laufe der Zeit weltweit mindestens 68 Tiere abgegeben. Auch in die Zoos von Berlin und K√∂ln gelangten einige Beutelw√∂lfe, wo sie damals wenig beachtet wurden.

1982 erkl√§rte die „International Union for Conservation of Natur and Natural Ressources“ den Beutelwolf endg√ľltig f√ľr ausgestorben. Ungeachtet dessen wurden bis 1995 auf Tasmanien etwa 400 und in Australien rund 2000 Sichtungen gemeldet. Der amerikanische Milliard√§r Ted Turner setzte eine Pr√§mie von 100000 US-Dollar f√ľr denjenigen aus, der die Existenz des Beutelwolfes beweisen kann. Trotz dieser hohen Belohung fing man kein einziges Exemplar mehr.
Dinosaurier
In afrikanischen Regenw√§ldern, die sich seit der Kreidezeit (vor etwa 130 bis 65 Millionen Jahren) kaum ver√§ndert haben, sollen angeblich noch Dinosaurier leben. Zu ihnen geh√∂rt wom√∂glich das drachenartige Fabeltier „Mokele-Mbembe“ in Zentralafrika. Der von Pygm√§en gepr√§gte Begriff „Mokele-Mbembe“ hei√üt zu deutsch – nach unterschiedlichen Quellen – „Regenbogen“, „Der, den Strom des Flusses stoppt“ oder „Monster-Tier“.

Von „Mokele-Mbembe“ wurden 1776 riesige Fu√üabdr√ľcke bekannt, die fast einen Umfang von einem Meter hatten und einen Abstand von rund 2,50 Metern voneinander hatten. 1913/1914 unternahm der deutsche Offizier Freiherr von Stein zu Lausnitz eine Expedition in die damalige deutsche Kolonie Kamerun, die heute zum Norden des Kongo geh√∂rt. Er berichtete, zwischen den Fl√ľssen Sangha und Likouala existiere ein gro√ües und r√§tselhaftes Tier, das von Eingeborenen immer wieder gesichtet werde. Das r√§tselhafte Gesch√∂pf werde von den Einheimischen Pygm√§en als „Mokele-Mbembe“ bezeichnet. Es sei so gro√ü wie ein Elefant, habe einen langen, flexiblen Hals und einen sehr langen Schwanz wie ein Alligator.

In der Folgezeit gab es immer wieder Berichte √ľber angebliche Sichtungen riesiger Tiere im Kongo, in Sambia und in Gabun sowie Schilderungen von Expeditionen, die nach √ľberlebenden Dinosauriern in Zentralafrika suchten.

Dinosaurier lebten – den Fossilfunden zufolge – von der mittleren Triaszeit vor etwa 230 Millionen Jahren bis zum Ende der Kreidezeit vor etwa 65 Millionen Jahren. Den Begriff Dinosaurier („Schreckensechsen“) hat 1841 der Londoner Zoologe und Anatom Richard Owen (1804–1892) eingef√ľhrt.

Die Bezeichnung Dinosaurier gilt f√ľr eine stammesgeschichtlich uneinheitliche Gruppe ausgestorbener Reptilien. Unter den Dinosauriern gab es etwa 70 Zentimeter lange Winzlinge wie „Compsognathus“ aus Deutschland und sch√§tzungsweise mehr als 40 Meter lange Giganten wie „Supersaurus“ aus den USA. Man kennt friedliche Vegetarier und fleischfressende R√§uber sowie Arten, die sich vierbeinig fortbewegten und solche, die wie die V√∂gel auf zwei Beinen gingen.

Zu den Gemeinsamkeiten, die alle Dinosaurier hatten, z√§hlten jederseits zwei Schl√§fenfenster auf dem Sch√§del hinter den Augen√∂ffnungen. Auch durch die Stellung ihrer Beine sowie durch ihre Gangart unterschieden sich Dinosaurier von allen anderen Reptilien. Bei ihnen befanden sich die Beine unter dem K√∂rper und wurden nicht seitlich von ihm ausgestreckt – wie bei den Eidechsen und Krokodilen. Dinosaurier schleppten deshalb beim Gehen nicht wie die Amphibien den Bauch am Boden, sondern liefen s√§ugetierhaft, den Bauch hoch √ľber der Erdoberfl√§che tragend.

Die Dinosaurier starben – wie die Ammoniten, Belemniten, Meeresreptilien (Plesiosaurier, Mosasaurier), Flugsaurier und zahntragenden V√∂gel gegen Ende der Kreidezeit vor etwa 65 Millionen Jahren aus. √úber dieses bekannteste Massenaussterben der Erdgeschichte gibt es unz√§hlige Theorien. Es wurde unter anderem mit Klimaver√§nderungen, Meteoriteneinschl√§gen oder den Folgen eines weltweit sp√ľrbaren Vulkanismus in Verbindung gebracht.

Es gab aber auch Reptilien, die das gro√üe Sauriersterben √ľberlebten: n√§mlich Br√ľckenechsen, Schildkr√∂ten, Krokodile, Echsen (Warane, Geckos, Eidechsen) und Schlangen.
Großkatzen
In Bergen von Mexiko und in S√ľdstaaten der USA fahnden Kryptozoologen nach Spuren der pumaartigen Gro√ükatze „Onza“, die seit mehr als einem halben Jahrtausend bekannt ist. In S√ľdamerika suchen sie nach dem so genannten „S√§belparder“ und in Afrika nach dem „Dolchparder“.

Ein Exemplar der „Onza“ soll sich im Zoo des Aztekenherrschers Montezuma II. (1467–1520) befunden haben. Dieser Zoo wurde 1519 von spanischen Eroberern unter F√ľhrung des Konquistadors Hern√°n Cort√©s (1485–1547) besucht.

Der aus Mannheim stammende Jesuitenpater Ignaz Pfefferkorn (1725–1795), der einige Jahre als Missionar in der mexikanischen Provinz Sonora arbeitete, beschrieb dieses Raubtier 1757 als wolfs√§hnliche Katze, deren K√∂rper viel l√§nger, d√ľnner und schmaler sei als der eines Puma. Auch sei sie etwas r√∂tlicher gef√§rbt als der Puma sowie gef√§hrlicher und weniger zur√ľckhaltend als dieser.

Der Mainzer Katzenspezialist Helmut Hemmer spekulierte zeitweise, „Onza“ sei ein √ľberlebender nordamerikanischer Ur-Gepard. Er hatte in Berkeley (Kalifornien) fossile Knochen der Ur-Gepardenart „Acinonyx trumani“ untersucht.
Offiziell ist dieser Gepard vor mehr als 10000 Jahren in Nordamerika ausgestorben. Aber Hemmer mutma√üte, in den mexikanischen Bergen k√∂nnten Restbest√§nde von Ur-Geparden eine Zuflucht gefunden haben. Manche J√§ger wollen dort „langbeinige Pumas“ zur Strecke gebracht haben, bei denen es sich um „Onzas“ gehandelt haben k√∂nnte.

Als „Dolchparder“ oder „S√§belparder“ bezeichnet man eine bisher unbekannte Art des zu den Mittelkatzen geh√∂renden Nebelparders (Neofelis nebulosa) mit extrem langen Rei√üz√§hnen.

Eindeutige Beweise f√ľr die Existenz solcher Tiere gibt es noch nicht. Lediglich einige Augenzeugen wollen „Dolchparder“ bzw. „S√§belparder“ entdeckt haben.

Keine Legende dagegen ist der Nebelparder, den die Indonesier auch „Astleopard“ nennen. Dieses bis zu 1 Meter lange Tier mit √ľberlangen Rei√üz√§hnen und einem ca. 90 Zentimeter langen Schwanz lebt in den Ebenen und Gebirgsw√§ldern S√ľdostasiens. Es besitzt kr√§ftige, kurze Beine, einen langen Schwanz sowie ein br√§unlich-aschgrau geflecktes Fell und ern√§hrt sich von V√∂geln, Affen, H√∂rnchen, Wildschweinen und Hirsche.
Riesenfaultiere
Eine der ein Dutzend Arten von Riesenfaultieren, die w√§hrend des Eiszeitalters in S√ľd- und Mittelamerika existierten, soll sich in entlegenen Regenw√§ldern des Amazonas bis in die Gegenwart behauptet haben. Indianer bezeichneten dieses merkw√ľrdige Gesch√∂pf als „Mapinguari“, „Pelobo“ oder „Samaumeira“.

Teilweise waren die pr√§historischen Riesenfaultiere so gro√ü wie heutige Elefanten: Das „Megatherium“ zum Beispiel erreichte, wenn es sich aufrichtete, eine H√∂he bis zu sechs Metern. Andere Riesenfaultiere waren nur noch so gro√ü wie ein Nashorn, B√§r oder Hund.

Die Riesen unter den Faultieren – wie „Megatherium“ – kletterten nicht auf B√§ume wie heutige Zwei- oder Dreifingerfaultiere. Statt dessen richteten sie sich wie B√§ren auf den Hinterbeine auf und rissen mit krallenbewehrten Vorderpfoten Laub und Zweige von den B√§umen.

Die Riesenfaultiere sind vermutlich in der Zeit vor etwa 15000 bis 12000 Jahren in S√ľd- und Mittelamerika ausgestorben. Nach einer nicht umumstrittenen Theorie des amerikanischen Wissenschaftlers Paul S. Martin von der „University of Arizona“ wurden sie innerhalb weniger Jahrhunderte – wie viele andere gro√üe Tierarten – von pr√§historischen J√§gern ausgerottet. Andere Experten bezweifelten, dass einige tausend fr√ľhe Indianer mit ihren Lanzen innerhalb von ein paar Jahrhunderten fast alle gro√üen Tierarten ausrotten konnten. Sie erkl√§ren das Aussterben der gro√üen S√§ugetiere mit dem Klimawechsel gegen Ende des Eiszeitalters.

Rund 10000 Jahre alt sollen Dungreste und Knochen von Faultieren der Gattung „Mylodon“ sein, die in einer H√∂hle im S√ľden Patagoniens an der Bucht Ultimo Esperanza („Bucht der letzten Hoffnung“) zum Vorschein kamen. Dort hatte 1855 der deutsche Auswanderer Herman Eberhard einen fossilen „Mylodon“-Fellrest mit langen, r√∂tlichen Borsten an der Au√üenseite und Knochenst√ľcken an der Innenseite entdeckt. In der Folgezeit fand man dort weitere „Mylodon“-Knochen und eine fast meterdicke Schicht Faultierkot aus Bl√§ttern und Gras.

1985 h√∂rte der amerikanische Biologe David Oren von Goldsch√ľrfern √ľber Sichtungen eines sch√§tzungweise 2 bis 3 Meter langen und bis zu 300 Kilogramm schweren Riesenfaultiers und beschloss, das R√§tsel dieser seltsamen Tiere zu l√∂sen. Im Laufe der Zeit sammelte er mehr als 100 Augenzeugenberichte, die ein Riesenfaultier namens „Mapinguari“ gesichtet haben wollen und unternahm – ausger√ľstet mit Gasmasken und Bet√§ubungsgewehren – mehrere Suchaktionen.

Gasmasken sind bei Begegnungen mit Riesenfaultieren offenbar unentbehrlich. Dies belegt die Schilderung eines Kautschukzapfers, der angeblich auf der Jagd ein Riesenfaultier erschoss, aber von dessen Gestank so stark benebelt wurde, dass er stundenlang umherirrte. Schlie√ülich fand er doch noch zum Kadaver zur√ľck, schnitt einen Vorderfu√ü ab, doch auch dieses Beweisst√ľck roch so bestialisch, dass er es angewidert in den Wald zur√ľckwarf.

David Oren entdeckte bisher 22 Pfund Kot unbekannter Herkunft und Palmenstämme, die von Riesenfaultieren aufgerissen worden sein sollen. Außerdem hörte er minutenlang das donnernde und furchterregende Röhren des gesuchten Urwaldmonsters.
Riesenhaie
Der pr√§historische „Gro√üzahn-Hai“ oder „Megalodon“ (Carcharocles megalodon), der gr√∂√üte Hai aller Zeiten, lebt nach Auffassung von Kryptozoologen heute noch in den Meeren. Nach seinen Z√§hnen zu schlie√üen soll dieser Raubfisch bis zu 30 Meter lang sein. Im Kiefer des „Gro√üzahn-Haies“ h√§tten angeblich sechs M√§nner Platz.

Vom „Gro√üzahn-Hai“ liegen einige Hundert Z√§hne vor. Sie sind etwa drei Mal so gro√ü wie die des bis zu 6 Meter langen Wei√üen Haies (Carcharodon carcharias). Dieser angriffslustige „Menschenfresser-Hai“ schockte im Kino und im Fernsehen als blutr√ľnstiges Ungeheuer die Zuschauer/innen.

Offiziell ist der „Gro√üzahn-Hai“ vor etwa 10000 Jahren ausgestorben. Unter den heute noch existierenden etwa 370 Haiarten gilt der bis zu 20 Meter lange Walhai (Rhinocodon typus) als der gr√∂√üte Hai der Erde. Der √ľberall in der Hochsee vorkommende Riesenhai „Cetorhinus maximus“ erreicht bis zu 14 Meter L√§nge. Auf mehr als 5 Meter L√§nge bringt es der Riesenmaulhai („Megamouth“) mit √ľber 400 Z√§hnen, der 1983 wissenschaftlich beschrieben wurde und den Artnamen „Megachasma pelagios“ („Riesenmaul der offenen Meere“) erhielt.

Angeblich wurde der urzeitliche „Gro√üzahn-Hai“ sogar noch im 20. Jahrhundert beobachtet: 1918 sichteten ihn Flusskrebsfischer aus Port Stephens (Australien) in ihrem Fanggebiet vor der K√ľste und trauten sich danach einige Zeit nicht mehr auf das Meer. Die Gr√∂√üensch√§tzungen der Augenzeugen variierten zwischen etwa 30 und unglaublichen knapp 100 Metern.
Riesenstrauße
Noch heute sollen in afrikanischen Regenwäldern, die sich seit der Kreidezeit (vor etwa 130 bis 65 Millionen Jahren) nicht verändert haben, Riesenstrauße leben. Solche gefiederte Riesen wurden angeblich auch in entlegenen Urwäldern auf der Insel Madagaskar gesichtet.

Auf Madagaskar existierte noch vor wenigen Jahrhunderten der flugunf√§hige, bis zu 4 Meter hohe und maximal 450 Kilogramm schwere Madagaskarstrau√ü (Aepyornis maximus), der auch „Vorompatra“ oder „Elefantenvogel“ genannt wird. Die mehr als 30 Zentimeter gro√üen und 12 Kilogramm schweren Eier dieses Laufvogels fassten mit 8 Litern soviel wie sieben Eier von Strau√üen oder 180 von H√ľhnern.

Noch um 1650 sollen im S√ľden von Madagaskar solche gigantischen Riesenstrau√üe gelebt haben. Dies berichtete der erste franz√∂sische Gouverneur der Insel. Vermutlich sind die Riesenstrau√üe durch Menschen ausgerottet worden.

Der eindrucksvolle Madagaskarstrau√ü d√ľrfte das Vorbild f√ľr die Legende vom sagenhaften „Vogel Rock“ (auch Ruk oder Rukh genannt) gewesen sein. Angeblich sah dieser aus wie ein Adler und hatte eine Fl√ľgelspannweite von 27 Metern. Er war so stark, dass er sogar einen Elefanten in seinen Krallen davontragen konnte. Dabei flog er mit dem Beutetier in gro√üe H√∂he und lie√ü es von dort fallen. Dann fra√ü er das Fleisch seines zerschmetterten Opfers. Mit ihm machte auch Sindbad der Seefahrer seine Bekanntschaft.

„Stellersche Seek√ľhe“
Die offiziell ausgestorbene, bis zu 10 Meter lange, zahnlose und pflanzenfressende „Stellersche Seekuh“ (Rhytina stelleri) soll im Bering-Meer heute noch vorkommen. Dieses bis zu 10 Meter lange und maximal 4000 Kilogramm schwere Tier, das man auch Borkentier oder Riesenseekuh nennt, gilt als gr√∂√üte Seekuh.

Die Entdeckungsgeschichte der „Stellerschen Seekuh“ begann am 4. Juni 1741: Damals verlie√üen zwei russische Schiffe unter F√ľhrung des d√§nischen Kapit√§ns Vitus Bering (1680–1741) die Halbinsel Kamtschaka, um im Auftrag des Zaren die unbekannten Gew√§sser zwischen Asien und Amerika zu untersuchen. An Bord eines der beiden Schiffe war der 33 Jahre alte deutsche Arzt und Naturkundler Georg Wilhelm Steller (1709–1746).

Die Fahrt der zwei Schiffe verlief katastrophal. Bald verloren sie sich aus den Augen. Das Schiff „St. Peter“ mit Bering und Steller an Bord verirrte sich, ein gro√üer Teil der Mannschaft erkrankte an Skorbut und viele Besatzungsmitglieder starben. Als Skorbut bezeichnet nan eine durch Vitamin-C-Mangel hervorgerufene Krankheit, die fr√ľher oft bei ausgedehnten Seereisen auftrat. Sie √§u√üert sich in Zahnfleisch- und Magen-Darmblutungen sowie Appetitlosigkeit.

Schlie√ülich erlitt die „St. Peter“ an einer unbewohnten Insel Schiffbruch, die heute als Bering-Insel bezeichnet wird. Weitere Besatzungsmitglieder, unter ihnen Kapit√§n Bering, starben noch an Skorbut, die √ľbrigen konnte Steller mit Vitamin-C-reicher Nahrung retten.

An den Ufern der Insel entdeckte Steller zwei bis dahin unbekannte Tierarten: einen flugunf√§higen Kormoran und die nach ihn benannte „Stellersche Seekuh“. Die „Stellersche Seekuh“ lebte in den Tangwiesen des Beringmeeres. Sie unterschied sich vom heutigen Duong am deutlichsten durch ihre Vorliebe f√ľr kaltes Wasser sowie durch ihre Ern√§hrung durch Algen. Au√üerdem hatte sie keine Z√§hne, ihr Mund war nach vorn gerichtet und dazu geeignet, hochwachsenden Seetang abzufressen.

Die √ľberlebenden Seeleute √ľberwinterten unter schwersten Bedingungen in Erdh√∂hlen und ern√§hrten sich mit dem Fleisch von Seeottern und Seek√ľhen. Im Fr√ľhjahr 1742 bauten sie aus Resten des Schiffwracks ein Boot, mit dem 46 der urspr√ľnglich 78 Besatzungsmitglieder heil das Festland von Kamtschatka erreichten.

1780 wurde die „Stellersche Seekuh“ wissenschaftlich als „Manati gigas“ beschrieben, 1785 als „Manati balaenurus“, 1788 als „Tricherus manatus var.borealis“,1794 als „Hydrodamalis stelleri“ und 1815 als „Rhytina cetacea“. Heute ist der Artname „Hydrodamalis gigas“ gebr√§uchlich.

Die Entdeckungen der Bering-Expedition wurden schnell bekannt. In der Folgezeit kamen zahlreiche russische Pelztierj√§ger auf die Beringinsel und erlegten dort Eisf√ľchse, Seeotter und Robben wegen ihrer Pelze. Die langsamen, friedfertigen und leicht zu erbeutenden „Stellerschen Seek√ľhe“ hat man wegen ihres Fleisches, das den J√§gern als Nahrung diente, und wegen ihres √Ėl im √úberma√ü zur Strecke gebracht.

Bereits 1768 – nur 27 Jahre nach der Entdeckung der „Stellerschen Seek√ľhe“ – wurde nachweislich das letzte Tier dieser Art get√∂tet. Sp√§ter besuchten Naturforscher die Insel, sammelten Knochen von „Stellerschen Seek√ľhen“ und setzten diese zu vollst√§ndigen Skeletten zusammen.

In arktischen L√§ndern kursiert eine Sage, wonach in abgeschiedenen Gegenden des Nordmeers immer noch „Stellersche Seek√ľhe“ leben. 1962 sichtete man in der Bucht von Anadyr n√∂rdlich von Kamtschaka seekuh√§hnliche Tiere. Ein russischer Fischer will 1977 vor Kamtschaka eine treibende Seekuh ber√ľhrt haben.

Reste von „Stellerschen Seek√ľhen“ werden in Museen von Nikolskoye (Beringinsel), St. Petersburg, im Lviv Zoological Museum (Ukraine), Naturkundemuseum Helsinki, Museum d’Histoire Naturelle (Lyon), Naturkundemuseum Braunschweig und Staatlichen Museum f√ľr Tierkunde in Dresden aufbewahrt.

Heute existieren noch zwei Gattungen der Seek√ľhe: die 3 bis 4 Meter langen Dugongs (Gabelschwanzseek√ľhe) und die bis zu 5 Meter langen Manatis (Rund-schwanzseek√ľhe). Alle sind gro√üe, walzenf√∂rmige S√§ugetiere, die ihr ganzes Leben im Wasser verbringen.





„Todesw√ľrmer“



Unter dem Sand der W√ľste Gobi in der Mongolei lauert – nach Mutma√üungen von Kryptozoologen – der „Mongolische Todeswurm“. Einheimische bezeichnen diese angeblich sehr gef√§hrliche Kreatur als „Allghoi khorkhoi“, was „Darmwurm“ hei√üt. Sie sprechen nur mit gro√üer Scheu von dem Wurm, weil allein die Erw√§hnung seines Namens bereits Ungl√ľck bringen soll.

Begegnungen mit dem bis zu 1,20 Meter langen „Mongolischen Todeswurm“ sollen f√ľr Menschen immer t√∂dlich enden, hei√üt es. Das fette, leuchtend rote und schlangen√§hnliche Tier t√∂tet – phantasievollen Schilderungen zufolge – seine Opfer, ohne sie zu ber√ľhren, durch starkes Gift oder Stromschl√§ge.

Wenn der schreckliche Wurm jemand t√∂ten will, erhebt er sich – nach Angaben mongolischer Nomaden – bis zur H√§lfte aus dem W√ľstensand. In solchen Momenten sollen sich die Blasen auf seinem K√∂rper vergr√∂√üern und er soll daraus sein todbringendes Gift spritzen.

Der tschechische Autor Ivan Mackerle erfuhr von dieser furchterregenden Kreatur, als er einer mongolischen Studentin von seiner Tauchexpedition im schottischen Loch Ness erz√§hlte, bei der er das Seeungeheuer „Nessie“ gesucht hatte. Die Studentin berichtete, in D√ľnen der W√ľste Gobi verstecke sich eine grausame Kreatur, die einen Mann, ein Pferd oder ein Kamel auf der Stelle t√∂ten k√∂nne.

Bei einer Expedition in der Mongolei freundete sich Mackerle mit Nomaden an, die √ľber den „Todeswurm“ interessante Einzelheiten wussten. Demnach verspr√ľhte das Tier angeblich S√§ure, die alles gelb verf√§rben und korrodieren lie√ü. Durch die Farbe Gelb werde der unheimliche Wurm auch angelockt.

Skeptiker verweisen darauf, dass ein herk√∂mmlicher Wurm in der W√ľste auf der Stelle vertrocknen w√ľrde. Aus diesem Grund hei√üt es, der „Mongolische Todeswurm“ k√∂nnte eine Schlange oder ein anderes Reptil sein, das die in W√ľsten √ľblichen hohen Temperaturen vertrage.

Auch in S√ľdamerika kursieren Ger√ľchte √ľber „Todesw√ľrmer“. Sie sollen vor allem in einsamen und verlassenen Gebieten leben und kilometerlange R√∂hrensysteme anlegen, in denen sie sich aufhalten.





Ur-Wale



Manche Kryptozoologen halten die in der Epoche des Eoz√§n vor etwa 40 bis 35 Millionen Jahren lebenden Ur-Wale (Zeuglodonten) nicht f√ľr ausgestorben. Sie spekulieren, bei einigen mutma√ülichen Seeungeheuern wie „Nessie“ oder „Champ“ k√∂nnte es sich um Zeuglodonten wie das r√§uberische Meeress√§ugetier „Basilosaurus cetoides“ handeln.

1832 wurden am Ouachita River in Louisiana 28 riesige Wirbel eines Tieres entdeckt. Ein Richter namens Bry schickte diese Knochen, die er einem Seeungeheuer zuschrieb, an die „American Philosophical Society in Philadelphia“. Der Arzt und Naturforscher James Harlan (1796–1843) aus Philadelphia beschrieb 1834 diese Fossilien als Reste eines Reptils, das er „Basilosaurus“ nannte. Ins Deutsche √ľbersetzt hei√üt dies „K√∂nig der Eidechsen und Reptilien“ oder „K√∂nigsechse“.

Harlan reiste 1835 zu einer Tagung der „Geographical Society“ in London und traf sich dort mit dem Zoologen und Anatom Sir Richard Owen (1804–1892). Letzterer erkannte nach der Untersuchung von 1839 in Alabama entdeckten Skelettresten, dass „Basilosaurus“ kein Reptil, sondern ein Meeress√§ugetier war. Er bezeichnete 1842 das Tier als „Zeuglodon cetoides“. Den Gattungsnamen „Zeuglodon“ w√§hlte er wegen des ausgepr√§gten Gebisses (griechisch: „zugutos“ = verbunden, „odous“ = Zahn) und den Artnamen „cetoides“ wegen der wal√§hnlichen Struktur der Z√§hne (Wale geh√∂ren zur Ordnung Cetacea).

Heute verwendet man in der Fachliteratur den von Harlan gepr√§gten Gattungsnamen „Basilosaurus“ und den von Owen verwendeten Artnamen „cetoides“. Denn die Regeln der Nomenklatur schrieben sp√§ter vor, dass nur der zuerst publizierte wissenschaftliche Name g√ľltig ist.

Nach den Fossilfunden zu schlie√üen, war der Ur-Wal „Basilosaurus cetoides“ ein sehr gro√ües Meeress√§ugetier. Er erreichte eine L√§nge bis zu 20 Metern und ein Gewicht von sch√§tzungsweise 5 Tonnen. Allein sein Sch√§del ma√ü bereits ca. 1,50 Meter. In seinen m√§chtigen Kiefer trug er insgesamt 44 Z√§hne.

Die langgestreckten Wirbel verliehen „Basilosaurus cetoides“ ein schlangenartiges Aussehen. Seine hinteren Gliedma√üen waren von au√üen kaum noch erkennen.

1845 kam Albert Koch, der Besitzer eines kleinen Museums in St. Louis, nach Alabama, um dort Knochen von vermeintlich riesigen „Seeschlangen“ zu suchen. Er hatte Gl√ľck und konnte unweit des Sintabogure River ein fast komplettes Skelett bergen. Dabei handelte es sich, wie man heute wei√ü, um einen Ur-Wal.

Wie bereits in anderen F√§llen praktiziert, setzte Koch aus Knochen mehrerer Funde ein viel zu gro√ües, fast 35 Meter langes Skelett zusammen. Mit der vermeintlichen riesigen „Seeschlange“ ging er in Amerika auf Tour.

Koch bezeichnete das Tier als „Hydroargos sillimani“ („Silliman’s Meister der Meere“). Der Artname erinnerte an den Professor Benjamin Silliman an der Yale University, der nach Sichtungen von 17 Augenzeugen in New England von 1817 die Existenz von Seeschlangen f√ľr m√∂glich hielt. Weil Silliman nicht mit Koch in Verbindung gebracht werden wollte, √§nderte dieser den Artnamen ab.

Fossilien von Ur-Walen aus der Zeit des Eoz√§n – wie „Basilosaurus cetoides“ und „Zygorhiza kochii“ – kamen in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama zum Vorschein. In Mississippi wurden 1981 die Ur-Wale „Basilosaurus cetoides“ und „Zygorhiza kochii“ zu so genannten „Staatsfossilien“ ernannt. 1884 erkl√§rte Alabama den Ur-Wal „Basilosaurus cetoides“ zum „Staatsfossil".

(24.06.2006, 00:00)
cajun:   Mal wieder eine interessante Neuigkeit.
Es scheint, dass noch dieses Jahr eine Suchexpedition nach dem Kaspischen Tiger geplant wird.
http://en.wikipedia.org/wiki/Caspian_tiger#Caspian_Tiger_rediscovered_in_Turkey.3F

(24.06.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Hab ich mir angesehen. Auch ein kleines Video ist dabei. Und ich muss meine Aussage vom 10.4. zur√ľckziehen: Das Tierchen sieht in seiner √§u√üeren Erscheinung DOCH wie eine Kreuzung von Eichh√∂rnchen und Maus aus.
(20.06.2006, 00:00)
cajun:   http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,druck-421410,00.html
Habt ihr schon die ersten Fotos von der Felsenratte aus Laos gesehen?
(20.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Habe eben etwas gelesen, was die "Waisen-Theorie" beim Zwergelefanten in gewissem Sinne st√ľtzt. Unter den Fossilfunden des Wollmammuts tauchen innerhalb der selben Populationen immer wieder ungew√∂hnlich kleinw√ľchsige Tiere auf, die anhand der Z√§hne (letzte Backenzahngarnitur) eindeutig als Alttiere identifiziert werden konnten. Diese Tiere liegen weit unter der Durchschnittsgr√∂√üe des Wollmammuts (die mit knapp drei Metern angegeben wird), und man vermutet, dass ung√ľnstige Witterungsbedingungen wie z.B. l√§ngere Trockenheit Schuld an diesem K√ľmmerwuchs waren. Aber auch das Gegenteil ist bekannt, n√§mlich einzelne Exemplare, die ihre Artgenossen weit √ľberragten.

Wenn die Umweltbedingungen in Form von Mangel oder Überversorgung Einfluss auf die Größe von Mammuts hatten, warum dann nicht auch auf Waldelefanten? Auch Arbeits- und Circuselefanten sind ja laut EEG-Doku im Schnitt kleiner als die meisten Zoo- oder Wildelefanten.
(18.05.2006, 00:00)
Hannes:   Ja das stimmt auch wieder. War mir beim lesen nur aufgefallen.
(26.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Hmmm, dann m√ľssten aber auch viele Zooelefanten fr√ľherer Zeit "zu Zwergelefanten herangewachsen" sein, schlie√ülich wurden fr√ľher immer mal wieder sehr junge K√§lber importiert.
Andererseits hinkt der Vergleich sowieso, da die Zoo-K√§lber mit Sicherheit mit einer Art Milchersatz versorgt wurden, w√§hrend den verwaisten Waldelefanten nichts anderes √ľbrig bleibt, als schon viel zu fr√ľh ohne Muttermilch auszukommen und sich mit fester, wahrscheinlich eiwei√ü- und mineralienarmer Nahrung durchzuschlagen.
(26.04.2006, 00:00)
Hannes:   Ich hab noch einen zu Waldelefanten.
Es gibt ja die Theorie diese Zwerge seinen Waisen.
Kann gut sein da z.B. die berliner Kuh Pang Pha mit 6 Monaten in den Zoo kam und mit Abstand die kleinste der herde ist.
(26.04.2006, 00:00)
cajun:   Habe noch etwas zun Beutelwolf gefunden http://www.anomalistik.de/aktuell/news-2005-03-03a.shtml


(26.04.2006, 00:00)
cajun:   Hier fast Herr Frenz nochmal die Faszination zusammen die der Kryptozoologie anhaftet. Ich find das sehr treffend... Was meint ihr?
http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/3831.html?p=1

(24.04.2006, 00:00)
cajun:   @Andreas Hartung: Paranews ist schon eine sehr merkw√ľrdige Site....
Gibt es außer Kryptozoologie online eigentlich eine wenigstens annähernd seriöse Website zu diesem Thema?
(24.04.2006, 00:00)
Andreas Hartung:   @cajun: Nein, das ist eine andere Seite, aber auch bei Paranews wird Mick Stubbs, neben angeblichen weiteren Zeugen, genannt. Die Meldung ist vom 22. M√§rz.
(22.04.2006, 00:00)
cajun:   @ Andreas Hartung: Ist das die gleiche Seite? http://www.kryptozoologie-online.de/content/view/158/110/lang,de/

Auf dieser site steht auch noch etwas √ľber neueste Beutelwolf Fotos.
Die Artikel sind von Februar.


(22.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Hab' doch schon gesagt, dass ich nicht "Indianisch" kann, also muss ich mich auf die Kaninchen-Ringk√§mpfe beschr√§nken (Was hei√üt denn "der mit dem Riesenschecken tanzt" auf Sioux?). Aber wenigstens kann ich ein paar Brocken Kisuaheli, darunter so lebenswichtige Sachen wie "amenua Fodi" - "ich habe mir einen Ford gekauft"....

Muss mich langsam b√§ndigen, sonst werde ich noch wegen Unsachlichkeit von Klaus Sch√ľling aus dem Forum versto√üen :-)

Die Geschichte von der Chim√§re bzw. die Deutung finde ich richtig interessant. Wahrscheinlich haben ja alle Sagentiere Urspr√ľnge, die f√ľr uns heute stinknormal w√§ren. Wenn ich mir so √ľberlege, wie mittelalterliche Darstellungen von Elefanten aussahen - w√§ren danach nicht lebende Exemplare ins Land gekommen, wer wei√ü, wie sich die fantasievollen Bilder durch st√§ndiges Abmalen zu neuen Fabeltieren weiterentwickelt h√§tten. Und m√ľndliche √úberlieferungen h√§tten ihren Teil dazu beigetragen.
(21.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Meinst du jetzt Indianersprachen oder Ringk√§mpfe mit Kaninchen?
Sioux ist √ľbrigens fast das selbe wie Dakota, d. h. die Dakota sind ein Unterstamm der Sioux, fast wie in der Zoologie.
Ich hab noch eine nette Deutung des Fabelwesens Chim√§re gefunden. Die Chim√§re war vorn L√∂we, in der Mitte Ziege und hinten Schlange (meist wird sie mit 3 K√∂pfen dargestellt), wurde von einem kleinasiatischen K√∂nig gro√ügezogen, t√∂tete viele Menschen und wurde von dem Helden Bellerophon auf einem gefl√ľgelten Pferd get√∂tet. Ach ja, und sie "schnob" Feuer und Rauch. Klingt abenteuerlich. Dieses Wesen wird gedeutet als Wisent! Der K√∂nig bekam ein Kalb aus dem Kaukasus geschenkt und zog es auf. Der handaufgezogene Bulle wurde sp√§ter nat√ľrlich kreuzgef√§hrlich. Als Kalb sah er aus wie eine Ziege, sp√§ter entwickelte er vorn die M√§hne eines L√∂wen und hinten einen peitschenden Schwanz wie eine Schlange. Ein tapferer Mann auf einem schnellen Pferd konnte ihn erlegen. So einfach ist das.
(21.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   So langsam bekommt man hier √ľbrigens einen guten Eindruck davon, womit sich denn Zoofans sonst noch ihre Freizeit vertreiben - und Hilfe!, ich bin auch so einer.... :-)
(21.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich kann kein Sioux... Klingt aber so √§hnlich, dass ich das nat√ľrlich verwechselt haben kann. Wie gesagt, ich staune selbst, √úBERHAUPT auf den Gedanken gekommen zu sein.

Was die englischen Katzen betrifft: Auch hierzulande tauchen ja im Sommerloch alle Jahre wieder angebliche gro√üe Wildkatzen auf, die irgendwer im Wald gesehen haben will. Merkw√ľrdigerweise sind es meistens "Pumas". Gab es auch mal in Hannover am Benther Berg, doch hat sich der "Puma" nach kurzer Zeit in Luft aufgel√∂st, und die als angebliche Beweise in den zeitungen abgedruckten Fotos von F√§hrten zeigten die Pfotenabdr√ľcke eines Hundes, mit deutlich sichtbaren Krallenabdr√ľcken. Irgendwo hatte doch ein Wichtigtuer sogar angeblich mit einem solchen "Puma" gek√§mpft - nur fanden sich an seinen Wunden und seiner Kleidung bei genauer Untersuchung Beweise daf√ľr, dass der Verursacher ein Kaninchen war! (Ich habe selbst schon nette Krallenwunden von misslaunigen Kaninchen erhalten und kenne daher die Reaktion von Mitmenschen, wenn man sagt 'Das war ein Karnickel' - vielleicht h√§tte auch ich lieber einen Puma erfinden sollen....)

Nochmal zum Manticor: Nein, Mantelmangaben gibt es nicht in Indien, aber das muss nichts hei√üen. "Mangabe" (Nosy Mangabe) ist schlie√ülich auch eine Stadt auf Madagaskar, die f√ľr die Affen, die dort gar nicht vorkommen, Pate stand. Und die "T√ľrkenente" (Moschusente) kommt auch nicht aus der T√ľrkei, sondern aus S√ľdamerika - "t√ľrkisch" war eben eine Zeit lang ein synonym f√ľr "exotisch", dem verdankt ja auch das "t√ľrkische Huhn" seinen englischen Namen "turkey": der Truthahn.

Man stelle sich vor, im Altertum landet eine getrocknete (und dadurch noch etwas entstellte) Tierhaut bei einem H√§ndler, dem die Eingeborenen noch etwas √ľber das lebende Tier dazu erz√§hlen. Auf dem Wege in einen anderen Kulturkreis werden diese m√ľndlichen √úberlieferungen immer fabelhafter - nat√ľrlich auch, um den Wert der "Troph√§e" zu steigern (Kennen wir ja auch heute noch: J√§ger- und Anglerlatein!). Da k√∂nnte ich mir schon vorstellen, dass aus einem afrikanischen Affenfell ein indisches Sagentier entstehen konnte.
(20.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Erstmal ein bisschen Dakotasprache (aus "Die S√∂hne der Gro√üen B√§rin", klassische Indianerliteratur): Schonka hei√üt Hund, Tashunka hei√üt Pferd (k√∂nnte wirklich der selbe Wortstamm sein), wakan hei√üt Zauber, Geheimnis. Schonkawakon (Geheimnishund) hie√ü einer der B√∂sen in dem Roman, Tashunka-witko ist der historische H√§uptling Crazy Horse (eigentlich also: Geisterpferd).

Der Nandibär wird bei Heuvelmans als Chalicotherium gedeutet (und so hats Akimuschkin auch abgeschrieben). Bei anderen Autoren wird er als Bär, Riesenhyäne oder als Riesenpavian angesehen.
(20.04.2006, 00:00)
cajun:   @ Michael Mettler: Ich wei√ü aber ein gro√ües Tier wie das Chalicotherium kann mit seinen eingedrehten Krallen schon furchteinfl√∂√üend wirken, auch wenn es keine Menschen fri√üt!

So wie die 3. Katze aus Montezumas Zoo: die Onza.Evtl. ein Eiszeitgepard, aber als agressive Bestie beschrieben.

Heißt "Pferd" im Sioux nicht Tashunka Wakan? Meine es gibt da doch einen Unterschied in der Bezeichnung.
(20.04.2006, 00:00)
cajun:   √úbrigens: Witzigerweise landete ich beim Andenwolf googeln gestern auf einer " Reiseseite " . Eine Touristin behauptet dort einen Andenwolf fotografiert zu haben. Frappierende √Ąhnlichkeit zur " Moa Story " im Buch von Lothar Frenz!
Was sie wohl fotografiert hat?

Was denkt ihr eigentlich zu den Abc`s ( Alien Big Cats) aus England? Alle Foto Beweise sind ja als F√§lschungen enttarnt. Trotzdem klagen Farmer √ľber Viehverluste mit ungew√∂hnlichen Bissspuren.....
(20.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @cajun: Nach den Storys, die ich damals gelesen habe, sollte der Nandi-B√§r aber eine rei√üende Bestie sein. Das w√ľrde schlecht zum Pflanzen fressenden Chalicotherium passen.

Die Bezeichnung ShunkaWakan kommt mir sehr bekannt vor, das m√ľsste eigentlich "gro√üer Hund" bedeuten, und so sollen die Indianer anfangs die von den Europ√§ern mitgebrachten Pferde genannt haben - vorher hatten sie ja als Trag- und Zugtiere nur Hunde. (Aus welcher Ecke meines Hirns hat sich DAS jetzt blo√ü wieder in Erinnerung gebracht? Schon komisch, was beim Lesen alles h√§ngenbleibt, ohne dass man dies ahnt. Aber wehe, ich WILL mir mal was merken...)
(20.04.2006, 00:00)
cajun:   @ Michael Mettler:Bin bei Primaten nicht sattelfest. :-)
Laut meinem Buch ist die Mantichora aus Indien. Gibt es dort Mantelmangaben?
(20.04.2006, 00:00)
cajun:   Ich habe mal gelesen, das der Nandib√§r in Kenia nicht ein Raubtier, sondern eine √ľberlebende Population des Chalicotheriums sein k√∂nnte.
Zum Thema " Riesenhy√§ne" : es gibt eine Bericht aus Nordamerika in dem ein unbekanntes Tier ( die Indianer nennen es ShunkaWakan) eine Farm heim sucht. Es wird √§hnlich der eiszeitlichen Hy√§ne( eigentlich ausgestorben, aber komisch, dass die Ureinwohner einen Namen f√ľr das Tier haben) beschrieben.
(20.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Gab es da nicht noch einen "Nandi-B√§ren" in Afrika, so eine Art Mittelding aus B√§r und Riesenhy√§ne? An diese Bezeichnung kann ich mich jedenfalls aus B√ľchern meiner Jugendzeit erinnern.

Mal was anderes: Es gibt doch auch ein Fabelwesen namens Manticor oder Mantigora, mit dem Gesicht eines Menschen, der M√§hne eines L√∂wen und dem Schwanz eines Skorpions. Leider habe ich bisher wenig √ľber Deutungsm√∂glichkeiten gefunden (bisher allerdings auch nur in B√ľcher und nicht ins Net geguckt), aber ich frage mich, ob nicht die Mantelmangabe daf√ľr Pate gestanden haben k√∂nnte. Als Affe hat sie ein im weitesten Sinne menschen√§hnliches Gesicht, sie tr√§gt eine wallende M√§hne, zudem sogar noch zwei "Teufelsh√∂rner" aus Haaren, tr√§gt ihren Schwanz wie ein Skorpion √ľber den R√ľcken gebogen. Wem das zu weit hergeholt erscheint: F√ľr sie Sagengestalt Gorgo wurde ja auch schon der Gorilla als m√∂glicher Ursprung genannt.

Ebenso habe ich mich schon gefragt, ob das Vorbild f√ľr den Zentaur die Gottesanbeterin gewesen sein k√∂nnte. Angeblich wird diese in manchen Sprachen "Teufelspferd" genannt...
(20.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   In dem von mir weiter unten genannten Buch von Akimuschkin wird der gefleckte L√∂we vorgestellt und der Nunda (alias Mngwa). Letzterer soll eine graue Gro√ükatze von der Gr√∂√üe eines Esels sein (allerdings wird nicht gesagt, ob Sardischer Zwerg- oder Poitouesel...) und am Tanganyikasee sein Unwesen treiben. Mehrere t√∂dliche Angriffe auf Dorfbewohner werden beschrieben, da hab ich als junger Leser regelrecht G√§nsehaut gekriegt.
(20.04.2006, 00:00)
th.oma.s:   und von mngwa?
(20.04.2006, 00:00)
cajun:   Habe ja immer mehr Spa√ü beim googeln ;-)

Schon mal vom Marozi gehört?
Fand das ganz interessant!
http://www.big-cats.de/gefleckte_loewen.htm
(19.04.2006, 00:00)
cajun:   Laut link geht es den Neuz√ľchtern nicht nur darum.... mal salixweidegesellschaft.de lesen... interessanter Ansatz!!!
(18.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @cajun: Beim "gew√ľnschten Ph√§notyp" w√§ren wir also wieder beim Rassestandard. Zwar haben wir das ber√ľhmte "Augsburger Bild" eines Auerochsen, aber wer sagt denn eigentlich, dass Ure in den Mittelmeerl√§ndern oder in den anderen Teilen ihres riesigen Verbreitungsgebietes genauso aussahen wie in Mitteleuropa...?
(18.04.2006, 00:00)
cajun:   Beim " Andenwolf " googeln entdeckt.

Eine mir völlig neue Katzenart, aber soll`s ja geben, das auch ich noch neue Tierarten kennen lerne. ;-)

http://lynx.uio.no/lynx/catsgportal/project-o-month/20_potm/home/index_en.htm

(18.04.2006, 00:00)
cajun:   Wenn sie denn dem gew√ľnschten Ph√§notyp entsprechen! Lie√ü der Artikel aber offen. Aus der Erinnerung heraus sind diese Rinder aber ph√§notypisch verbl√ľffend √§hnlich zum Auerochsen. Damals war ein riesiger dunkler Stier mit Flotzmaul und Aalstrich im Bericht des Telezoos. Ebenso eine rotbraune Kuh mit Kalb. Kommentar zu ihr: " Hochbeinig und fl√ľchtig wie ein Rothirsch...".
(18.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @cajun: Wozu in die Kreuzungszucht einflie√üen lassen? Dann w√§re es doch einfacher oder sogar sinnvoller, f√ľr reine "albanische Auerochsen" ein zweites Zuchtgebiet zu schaffen!
(18.04.2006, 00:00)
cajun:   Danke :-) habe eben nachgelesen. Leider verr√§t der Text nicht wer diese Rinder untersucht hat und wie sie in das Schutzgebiet gelangt sind.Ich hoffe es gibt sie noch!
W√§ren doch potentielle Kandidaten f√ľr die erneuten Kreuzungsversuche mit Heckrindern, oder?
(18.04.2006, 00:00)
th.oma,s:   @cajun:http://www.salix-weidegesellschaft.de/salix.pdf -auf seite 6,
(18.04.2006, 00:00)
cajun:   Einen Beitrag zu den albanischen Rindern gab es in der letzten Sendung des Telezoo vom ZDF. Also vor etlichen Jahren. Dabei wurden auch Filmaufnahmen gezeigt. Verbl√ľffende Ur-√Ąhnlichkeit!!!
(18.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich h√∂re bzw. lese hier erstmals √ľber die albanischen Rinder, sehr interessant. Kann sich nat√ľrlich um ein √§hnliches Ph√§nomen handeln wie bei den korsischen und zyprischen Mufflons: Dass es sich nicht mehr um echte Wildtiere handelt, sondern um wieder verwilderte Nachkommen einer fr√ľhen Domestikationsstufe. Und da Domestikation ein flie√üender Vorgang ist, ist es immer schwierig zu sagen "bis hier ist es ein Wildtier und ab da ein Haustier". Siehe Haushund, wo sich die Gelehrten streiten, ob er nun vor 10.000 Jahren oder schon vor 140.000 Jahren (!) den Menschen begleitete.
(18.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   @cajun & th.oma.s: Ich hab mit den Stichworten primigenius + Albania gegoogelt und auch nix gefunden. Kann man zu den fraglichen Tieren irgendwo gedruckt was lesen?
@IP66: Ich w√ľrde sch√§tzen, dass jedes Jahr so 10 bis 15 Nagerarten neu entdeckt, aufgespalten oder von der Unterart hochgestuft werden (reine Sch√§tzung wie gesagt). In der Presse erf√§hrt man allerdings nur dann etwas davon, wenn entweder eine besondere Tierform entdeckt wurde oder besondere Umst√§nde vorlagen (bei Laonastes kam beides zusammen; daraus lie√ü sich eine prima Geschichte stricken). Daf√ľr kann man Neuentdeckungen im Bereich der Nager und Reptilien im Gegensatz zu den spektakul√§ren Gro√ütieren auch mal in deutschen Zoos sehen, ich sage mal: Hellbraunes Wieselmeerschweinchen (z. B. Berlin), Sambischer Kleingraumull (z. B. Wuppertal), Quittenwaran (K√∂ln?, ich kenn ihn aus Plzen), "Abenteuer-Wissen"-Gecko (K√∂ln) usw. Im Leipziger Schulzoo wurde mir eine Buschklettermaus namens Grammomys surdaster gezeigt und den Artnamen hab ich auch noch in keiner Liste gefunden. Auch eine Neubeschreibung?
Die großen Tiere werden (was richtig ist) nach der Entdeckung postwendend in die Rote Liste aufgenommen und fallen unter das CITES-Abkommen. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja mal ein Pärchen Saolas in die Leipziger Gondwanahalle? Mit Geld ist einiges möglich (Große Pandas!) und Leipzig hat immer noch gute Beziehungen nach Vietnam... Und der Riesenmuntjak soll bei näherem hinsehen in seinem Heimatgebiet häufiger als der normale Muntjak sein.
(18.04.2006, 00:00)
cajun:   @ th.oma.s
Habe den Begriff grad mal gegoogelt. Nix zu Divjakerindern....

Woher diese Info? W√ľrde gern mehr dazu erfahren....
(17.04.2006, 00:00)
th.oma.s:   @ cajun: die in albanien in einem bisher unzug√§nglichen naturreservat
lebenden "Divjakerinder" sollen dem hörensagen her mittels genetischer untersuchung als verwilderte Hausrinder anzusprechen sein...
(17.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   ...wobei ich bezweifeln m√∂chte, dass K√∂nig Leopold mit √§hnlichen Aus- und Einfuhrbeschr√§nkungen zurecht kommen musste wie heutige Zoos!
(17.04.2006, 00:00)
IP66:   @Herr Vick. Sind Neuentdeckungen im Nagerbreich denn so etwas besonderes? Ich bin ja auch immer wieder √ľberrascht, wie sp√§t manche Art, die in den friedrichsfelder Vitrinen zu sehen ist, entdeckt wurde. Herrn Mettlers These, da√ü neue Arten lange Zeit nicht recht interessiert haben, best√§tigt auch, da√ü es wenig Interesse bei europ√§ischen Zoos gibt, neu entdeckte Arten zu zeigen - man denke daran, wie schnell Leopold II. in Antwerpen das erste lebende Okapi aus "seinem" Kongo besuchen konnte und wie lange wir noch auf den Riesenmuntjak aus Vietnam warten m√ľssen.
(17.04.2006, 00:00)
Andreas Hartung:   @Oliver Jahn: Auf der Paranews-Seite findet sich auch was aktuelles zum Beutelwolf: http://www.paranews.net/beitrag.php?cid=3283
Ich √ľbernehme keine Verantwortung :-)
(16.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Das sieht interessant aus. Aber ich geh mal davon aus, dass wir das auch nie auf deutsch zu lesen kriegen.
(13.04.2006, 00:00)
Matthias Papies:   In den neuen EAZA-News ist eine Rezension des Buches "Encyclopedia of cryptozoology, a global guide to hidden animals and their pursuers" von Michael Newton (2005)zu lesen. Kann auch auf der Website www.eaza.net gelesen werden.
(12.04.2006, 00:00)
cajun:   Um den Kouprey aus dem Rinder Thread nochmal auf zu greifen:
Was läßt vermuten dass es sich um eine verwilderte Hausrindrasse handelt?
(11.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Mit Blick auf die Stammesgeschichte ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass S√ľd(ost)asien in punkto S√§ugetiere eine ungew√∂hnliche Formenvielfalt aufweist, ist es doch die "Keimzelle" vieler S√§ugetiergruppen, z.B. der modernen Paarhufer oder der Nagetiere. Ein Gro√üteil der heutigen afrikanischen Gro√ütierfauna geht z.B. auf asiatische Einwanderer zur√ľck (Antilopen, B√ľffel, Giraffen, Gro√ükatzen - Zebras und Wildesel streng genommen auch, doch war f√ľr diese der asiatische Kontinent nur Zwischenstation, die Einhufer stammen ja aus Nordamerika; Elefanten sind dagegen Ur-Afrikaner). Und unser heimisches Europa ist "nur" ein Einwandererland f√ľr S√§ugetiere mit haupts√§chlich asiatischen Wurzeln gewesen - genau genommen sind wir ja auch kein "richtiger" Kontinent, sondern nur eine Ansammlung von Halbinseln im Westen Asiens....
(11.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Ich denke, Heuvelmans gibt es noch nicht auf deutsch.

Vietnam ist bis heute ein Zauberland f√ľr Tierentdecker. Angesichts der Verw√ľstungen durch die Amis im Vietnamkrieg ist das echt ein Wunder. Zus√§tzlich zu den Tieren der Jahrhundertliste wurden dort in den letzten Jahren entdeckt:
ein Streifenkaninchen (Nesolagus timminsi) (und fast zur selben Zeit hoppelte auf Sumatra sein Gattungsverwandter N. netscheri durch eine Fotofalle, der auch schon als ausgestorben galt)
eine Grubenotter einer neuen Gattung (in einer Schnapsflasche!, Schlangenschnaps ist eine dortige Spezialität, das hab ich schon 1986 auf der Landwirtschaftsmesse agra in Leipzig gesehen, allerdings mit Kobras und Kraits)
ein seltsames Nagetier einer neuen Familie (Laonastes), "sieht aus wie eine Kreuzung aus Maus und Eichhörnchen", so stehts in der Presse. Das ist aber Quatsch, richtiger wäre, dass das Tier Merkmale der sehr verschiedenen Unterordnungen der Hörnchen- und Mäuseverwandten in sich vereinigt und daher so schwer einzuordnen ist. Ganz brandaktuell sind Nachrichten, dass eine fossile Nagerfamilie gefunden wurde, wo Laonastes als letzter Überlebender reinpasst. Witzig ist die Entdeckungsgeschichte, denn das Tierchen wurde zuerst als Snack an einem Grillstand entdeckt. Es ist allerdings NICHT wahr, dass an einem Dönerstand in Berlin ein neues Nagetier entdeckt wurde...
(10.04.2006, 00:00)
cajun:   @ Karsten Vick: " Der Untergang der Arche Noah" von Farley Mowat . Ein anderes w√§re noch " Von Drachen, Yetis und Vampiren -Fabeltieren auf der Spur"
Trotz Titel kryptozoologisch interessant! Aber ich gebe Ihnen Recht, es gibt wenige ernst zu nehmende Lit√§nomene" kenne ich nur noch 2 aus DDR-Zeiten: "Seeungeheuer" von P. Werner Lange (ein seefahrender Autor, der auch gute B√ľcher √ľber Entdeckungsreisen geschrieben hat) und "Es gibt doch Fabeltiere" von Igor Akimuschkin (sowjetischer Schriftsteller, hat viel von Heuvelmans abgeschrieben; in der Sowjetunion scheint das Thema recht beliebt gewesen zu sein, immerhin haben die Sowjets sich auch ernsthaft mit Schnee- und Wildmenschenbeobachtungen befasst).
(10.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   @cajun: DAS Buch w√ľrd mich auch interessieren. Ernsthafte kryptozoologische B√ľcher sind ja in Deutschland echt Mangelware. Au√üer dem von L. Frenz, dem von mir zitierten ganz alten von Krumbiegel und einigen eher unseri√∂sen nach dem Motto "Unerkl√§rliche Ph√§nomene" kenne ich nur noch 2 aus DDR-Zeiten: "Seeungeheuer" von P. Werner Lange (ein seefahrender Autor, der auch gute B√ľcher √ľber Entdeckungsreisen geschrieben hat) und "Es gibt doch Fabeltiere" von Igor Akimuschkin (sowjetischer Schriftsteller, hat viel von Heuvelmans abgeschrieben; in der Sowjetunion scheint das Thema recht beliebt gewesen zu sein, immerhin haben die Sowjets sich auch ernsthaft mit Schnee- und Wildmenschenbeobachtungen befasst).
(10.04.2006, 00:00)
cajun:   Mich erschreckt noch eher der Gedanke , was in historischer Zeit ausgerottet wurde, ohne das wir es kennen.In einem Buch fand ich den Hinweis auf eine Art Seekuh in Neufundland, eine gro√üe Seeschildkr√∂te ebenda und einen Marderartigen dessen Namen heute der nordamerikanische Fischermarder tr√§gt.
"Kryptoart" f√ľr die Ostsee ist z. B. der Eisb√§r (in Polargebiete abgedr√§ngt, Ausnahme Hudson Bay) und f√ľr die Biscaya der atlantische Grauwal( definitiv von den ersten baskischen Walf√§ngern ausgerottet).
Gibt es ansonsten, nachdem √ľber Geparde nichts Neues zu erfahren ist, irgendwelche Neuigkeiten zu den angeblichen Auerochsen Sichtungen in Albanien vom Ende der 90iger ??
(10.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   In der Nachkriegszeit entwickelte sich ja der Trend eher gegenl√§ufig: Pl√∂tzlich war es in der Wissenschaft nicht mehr "in"", neue Arten anzuerkennen, sondern im Gegenteil die Artenzahl zu reduzieren, indem man viele Formen zu Unterarten degradierte - was mittlerweile teilweise (siehe Wildschafe oder Gr√ľne Meerkatzen) wieder r√ľckg√§ngig gemacht wurde. Und da endlich alles katalogisiert und in Schubladen einsortiert schien, passten nat√ľrlich Neuentdeckungen nicht gut in dem Kram. Wozu also danach suchen...?

Ich w√ľrde mich nicht wundern, wenn die Legende, dass das Okapi das letzte neu entdeckte Gro√ütier sei, in dieser √Ąra entstanden ist. Neben den von cajun schon erw√§hnten Arten Riesenwaldschwein und Berggorilla (der ja nun auch wieder als eigene Art "gehandelt" wird) kamen nach dem Okapi auch noch die nicht gerade kleine Bergnyala oder der spektakul√§re Komodowaran ans Licht. "Neu entdeckt" ist ja ohnehin ein ziemlich hochn√§sig-zentralistischer Begriff der Wissenschaft, handelt es sich doch um Lebewesen, die den Einheimischen lange bekannt waren. Auch im Falle der vietnamesischen Tiere mag es durchaus sein, dass Hinweise darauf von einer ganzen Zoologengeneration einfach nicht ernst genommen worden waren.
(10.04.2006, 00:00)
IP66:   Ich fange ja an, zu lernen und zu begreifen, wobei ich denke, da√ü die Meere so gro√ü sind, da√ü man sich als Wal ganz gut vor der Wissenschaft verborgen halten kann. Die neuen Huftierarten aus Vietnam erzeugten jedoch einen ziemlichen Pressewirbel, von dem ich dachte, da√ü ihn doch der ein oder andere f√ľr erstrebenswert h√§lt. Aber vielleicht geh√∂rten Artenzoo, Kolonien und Entdeckerfreud im 19. Jahrhundert doch zusammen oder waren Kinder einer Einstellung, die Welterfassung, Welterforschung und Welteroberung gleichsam in einem Atemzug betrieb.
(10.04.2006, 00:00)
cajun:   @ IP66 : Du glaubst gar nicht wieviele gro√üe Tiere nach dem Okapi noch entdeckt wurden. Ich sag nur Riesenwaldschwein und Berggorilla.
Einige Schnabelwalarten sind erst ein-oder zweimal gesichtet worden, oder nur aus Knochenfunden bekannt.
Die aktuell letzte Sichtung eines gro√üen Tieres mit fotografischer Dokumentation ist nat√ľrlich der Riesenkalmar.
Marc Roosmalen, der Entdecker der Zwergseekuh sagte, darauf angesprochen, wieso er soviele neue Tierarten finde, er suche in Gegenden, in denen laut Karten die Einstufung anderer Wissenschaftler: "biologisch geringe Diversität" und "uninteressant", als Vermerk zu lesen waren. Das dieses nicht immer stimmt hat er hinlänglich bewiesen.

@Karsten Vick : Laut Betrachtung der Hörner und einer chinesischen Zeichnung im Buch von L. Frenz denke ich auch das es sich um ein Serau oder Goral artiges Tier handelt. Man vermutet dass die vermarkteten Hörner heute gefälscht werden, weil dass wirkliche Tier zu selten oder gar ausgestorben ist, und daher die Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann.
(10.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Dazu eine kleine Geschichte, die mir mal jemand aus den neuen Bundesl√§ndern berichtete: Gegen Ende der DDR entwich von einer LPG-Weide eine kleine Herde Jungrinder der Schwarzbunten. Nachdem die ersten Versuche fehlgeschlagen waren, die Tiere wieder zur√ľck zu treiben, nahmen die verfolgten Rinder ziemlich schnell eine heimliche Lebensweise an, verbargen sich tags√ľber im Wald und gingen in der D√§mmerung zum Weiden auf die offenen Fl√§chen (wobei sie sogar Z√§une √ľbersprungen haben sollen). Die Tiere blieben immer wieder √ľber l√§ngere Zeit unentdeckt und konnten schlie√ülich nur nach und nach durch Abschuss wieder aus der Landschaft "entfernt" werden.

Was ich damit sagen will: Wenn sich sogar in einem Land wie unserem gro√üe, auff√§llig schwarz-wei√ü gefleckte Rinder in Gruppe (!) menschlichen Blicken entziehen k√∂nnen, dann d√ľrfte das f√ľr einen Kouprey in Kambodscha erst recht kein Problem sein.

Dazu kommt, dass vor allem europ√§ische Wissenschaftler weitab vom Geschehen lange Zeit auf einem ziemlichen hohen Ross sa√üen und Meldungen √ľber Sichtungen wom√∂glich unbekannter Tiere schlichtweg nicht gelten lie√üen, solange diese nicht ihrerseits durch (von ihnen anerkannte!) Wissenschaftler gemacht wurden. Die holde Wissenschaft l√§sst n√§mlich hie und da durchaus etwas links liegen, wenn es nicht in die gerade herrschende Weltanschauung passt...
(09.04.2006, 00:00)
IP66:   Es ist vielleicht eine recht laienhafte Frage, aber wie kann man eigentlich Gro√ütierarten dergestalt lange √ľbersehen? Arten wie das Kouprey oder der Riesenmuntjak leben in entlegenen Gegenden, aber sie sind gro√ü und die Regionen ja auch besiedelt. Ich dachte ja immer, mit dem Okapi seien die Gro√ütierarten dieser Welt entdeckt und war durch die neuen Nachrichten aus Vietnam sehr √ľberrascht. Die Diskussion hier macht mir allerdings deutlich, da√ü wohl noch einiges zu erwarten steht. Allerdings ist es nat√ľrlich einfacher, kleine Elefanten mit nicht ganz so gro√üen zu verwechseln als ein Okapi f√ľr ein Wildschwein zu halten.
(09.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Genau sowas wollt ich h√∂ren. Denn die letzten Nachrichten √ľber Pseudonovibos waren nicht so gut. Nachdem ein Franzose in Kambodscha Pseudonovibos-H√∂rner als verformte Kuhh√∂rner "entlarvt" hatte, ging das um die Welt, wurde mehr oder weniger geh√§ssig kommentiert und die Spezies war so gut wie totgesagt. Die Entdecker argumentierten, dass es auch ein reales Tier geben m√ľsse, von dem diese als Amulette gegen Schlangenbiss verkauften H√∂rner urspr√ľnglich stammten. Um den wachsenden Bedarf zu decken, wurden immer mehr H√∂rner gef√§lscht. Die Untersuchung der Typusexemplare ergab allerdings, dass an ihnen auch gefeilt worden war. So setzten sie ihre Hoffnung auf alte H√∂rner (die ganze Geschichte gibts hier: http://www.zgap.de/pdfs/18_1b.pdf ).

In dem Zusammenhang fällt mir noch was ein: es gibt ein Buch von 1950, Ingo Krumbiegel "Von neuen und unentdeckten Tierarten", dort ist u. a. die Rede von einem noch zu entdeckenden Riesengoral, von dem ein Foto 1928 in einer thailändischen Zeitung war. Vielleicht gibt es ja damit einen Zusammenhang.



Über Gepardenspuren in Nordafrika hab ich auch mal was gelesen, aber ich weiß leider nicht wo.
(08.04.2006, 00:00)
cajun:   Vielleicht was neues zu der 2. Rinder/ Antilopenart in Vietnam:

Ein amerikanischer J√§ger hatte 1929 H√∂rner vun " Pseudonovibos spiralis" mit nach Hause genommen. Diese St√ľcke wurden von dem amerikanischen Wissenschaftler Robert Timm untersucht. Er konnte bei der R√∂ntgendiagnostik keinerlei Bearbeitungspuren fest stellen.

Stimmt es eigentlich, dass in Nordafrika ( √Ągypten, Marokko, Algerien) immer wieder Gepardenspuren gefunden werden, obwohl die Art dort als ausgerottet gilt?
(07.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Sitara: Hmmm... Eigentlich interessiert mich ja eher die Genetik von F√§rbungen (wohlgemerkt auch nur hobbym√§√üig, nicht beruflich), aber da die Prinzipien von Vererbung allgemein g√ľltig sind, fasziniert mich auch sowas gern mal. Erblich bedingte Knickschw
(07.04.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Wie sieht es eigentlich mit dem Beutelwolf aus, gab es da in letzter Zeit mal wieder Sichtungen, Spuren oder andere Anhaltspunkte? Sonst hat man immer mal wieder davon gelesen oder geh√∂rt, aber in den letzten Jahren ist es eher ruhig um ihn geworden.
(07.04.2006, 00:00)
Sitara:   @ Michael Mettler: Ich verstehe leider von der Vererbungslehre nicht allzuviel ;-), aber Kandy, das 3. Kind von Yashoda hat diesen f√ľr alle ihre Kinder "typischen Zickzackschwanz" ebenfall sehr ausgepr√§gt (auch f√ľr jeden Laien, wie mich deutlich erkennbar
(07.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Sitara: Lie√üe sich ja m√∂glicherweise kl√§ren, wenn man "Babyfotos" der beiden betrachtet? Daran mangelt es mir allerdings.

Bei einem dominanten Erbmerkmal m√ľsste eines der beiden Elterntiere ebenfalls einen Zickzackschwanz zeigen, bei einem rezessiven m√ľ
(06.04.2006, 00:00)
cajun:   Nochmal gegoogelt.... ;-)
http://zwergelefant.know-library.net/



(05.04.2006, 00:00)
cajun:   sorry, wenn ich zuviel google, aber das ist zu interessant!

http://www.geo.de/GEOlino/natur/tiere/2428.html

Stichwort: Riesenpekari
(05.04.2006, 00:00)
Sitara:   Die Zickzackform des Schwanzes von Chamundi findet man in gleicher Art bei Corny. Da beide Nachkommen der gleichen Mutter Yashoda sind, stellt sich die Frage, ob diese Form nicht genetisch bedingt ist...
(05.04.2006, 00:00)
cajun:   und nochmal f√ľndig zum Borneo Zwergelefanten:
http://www.wwf.de/imperia/md/content/pdf/kampagnen/borneo/HG_Zwergelefant_2005__03.pdf

(05.04.2006, 00:00)
cajun:   gegoogelt und gefunden... :-)

http://www.stern.de/wissenschaft/natur/:Neue-Art-Biologe-Zwergseekuh/540793.html

(05.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Nochmal zu den Borneo-Elefanten: Als eines der typischen Merkmale wird der besonders lange Schwanz genannt, der tats√§chlich bei den beiden hannoverschen K√ľhen sehr auff√§llig ist. Wozu man nat√ľrlich sagen muss, dass viele Zooelefanten "kupierte" Schw√§nze haben, weil ihnen durch Erfrierung oder innerartliche Bissattacken Teile davon fehlen (oder der Schwanz eine Zickzackform aufweist, wahrscheinlich ebenfalls durch Elefantenbiss - der M√ľnsteraner Chamundi ist so ein Zickzacktr√§ger).
Der lange Schwanz schlug sogar beim Kalb der Borneo-Kuh Manari durch, dessen Vater der Ceylon-Bulle Calvin ist. Die beiden in Hannover geborenen Jungk√ľhe Califa und Farina lassen sich am einfachsten und schnellsten anhand ihrer Schwanzl√§nge unterscheiden!
(05.04.2006, 00:00)
th.oma.s:   @klaus schwarz: von der zwergseekuh gibt es fotos im netz, mal googln ich hab die mailadresse vergessen...
(05.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Vergesst die letzte Frage, ich war zwischenzeitlich auf der Paranews-Website, wo sie beantwortet wird (wenn auch nur von einer Unterart, nicht von einer Art die Rede ist).
(05.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wenn ich die Abbildung der H√∂rner von Pseudonovibos richtig in Erinnerung habe, zeigen die H√∂rner W√ľlste, wie sie eher bei Gazellenverwandten vorkommen - und diese W√ľlste bekommt man mit ziemlicher Sicherheit auch per Scharlatenerie nicht in ein Kuhhorn gedreht....

Gerade in den letzten Wochen liefen gleich zwei Dokus, die sich mit dem von einem japanischen Trawler geborgenen angeblichen Plesiosaurus-Kadaver befasste. Eine davon habe ich leider nicht gesehen, in der anderen wurden die √úberreste - wie auch schon vorher in entsprechenden B√ľchern - als verwesender Riesenhai entlarvt.

Zu den Borneo-Elefanten las ich in einer TV-Zeitschrift, dass der WWF eine Studie f√ľhre, ob es sich nicht sogar um eine eigene Art handelt. Wei√ü jemand mehr von einer solchen Untersuchung?
(05.04.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Der Borneo-Zwergelefant ist bei weitem nicht so kryptozoologisch wie der afrikanische und mit 3m H√∂he und viereinhalb Tonnen Gewicht ist er auch kein Zwerg. Es war lange unklar, ob die Elefanten Borneos Ureinwohner sind oder erst im Mittelalter eingef√ľhrt wurden. Nach den im Artikel genannten Untersuchungen sind sie wohl doch einheimisch und eine eigene Unterart (in Deutschland in Hannover zu sehen). So gesehen ist der Artikel noch einer der seri√∂seren auf der Paranews-Seite, aber andererseits -wer sich f√ľr Kryptozoologie interessiert, ist auf dieser Seite richtig.
Ich pers√∂nlich bin ein gro√üer Freund der Kryptozoologie, lese solche Sachen sehr gerne. Ich w√ľrd mich wirklich freuen, wenn es echte Zwergelefanten geben w√ľrde oder wenn hinter dem Spiralhornrind Pseudonovibos mehr stecken w√ľrde als von Scharlatanen verbogene Kuhh√∂rner. Aber ein bisschen vorsichtig muss man bei solchen Berichten auch sein. Ende der 90er gab es in der Zeitschrift GEO einen Bericht √ľber Krypto-Tiere und darin wurde ein Foto eines Meerungeheuers aus der Versenkung geholt, das schon vom Urvater Bernhard Heuvelmans als F√§lschung entlarvt war.
Ein schönes Kryptotier, von dem ich in letzter Zeit gelesen habe, ist der "Fiordland Moose". Da geht es um Elche, die um 1910 in Neuseeland ausgesetzt wurden und seitdem nicht mehr mit Sicherheit gesehen wurden. Unbestätigte Beobachtungen und eine relativ frische Abwurfstange (bzw. -schaufel) deuten darauf hin, dass sie noch existieren.
Ihr seht, die Kryptozoologen backen inzwischen auch kleinere Brötchen. Ivan Sanderson suchte noch nach einem 5 m hohen Pinguin im Mississippi...
(05.04.2006, 00:00)
Andreas Hartung:   @Michael Mettler:
Eisentraut, M. & Böhme, W.
Gibt es zwei Elefantenarten in Afrika?
Zeitschrift des Kölner Zoo, Heft 2, 1989
Böhme, W. & Eisentraut, M.
Zur weiteren Dokumentation des Zwergelefanten.
Zeitschrift des Kölner Zoo, Heft 4, 1990
Weiß aber nicht
(05.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Falls mich mein Ged√§chtnis nicht tr√ľgt, "h√∂rt" das Schwarzk√∂pfige L√∂wen√§ffchen auf den wissenschaftlichen Namen Leontopithecus caissara.
(05.04.2006, 00:00)
Matthias Papies:   @IP66:
Nein. Ihrer Beschreibung nach ist das ein Schwarzer Loewenaffe, auch Goldsteissloewenaffe genannt.
Der Schwarzkopfloewenaffe hat ein gelbes Fell und nur der Kopf ist schwarz. Findet man zur zeit noch nirgends in Menschenobhut.
(05.04.2006, 00:00)
Stefan Schubert:   Das Schwarzk√∂pfige L√∂wen√§ffchen ist eine vierte Art und besitzt ein schwarzes Gesicht, der restliche K√∂rper ist goldgelb gef√§rbt! In einigen Zoos sah ich schon Fotos, u.a. im Gaia-Park Kerkrade!
(05.04.2006, 00:00)
IP66:   Handelt es sich bei dem schwarzk√∂pfigen L√∂wen√§ffchen um die selbe Art, die in Krefeld gehalen wird - schwarzer K√∂rper, dunkelgelber Schwanzansatz?
(05.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Das besagte Foto mit dem Reiher war meiner Erinnerung nach zusammen mit einem entsprechenden Artikel irgendwann in der "Zeitschrift des K√∂lner Zoo" abgedruckt. Habe ich zwar, aber das w√§re jetzt eine aufw√§ndige Sucherei. Wenn ich es richtig im Ged√§chtnis habe, hatte der Fotograf seinerzeit "normale" Waldelefanten fotografiert, als diese pl√∂tzlich entschwanden und die Zwergelefantenherde auftauchte.

Ein inzwischen verstorbener Privatmann aus dem Ruhrgebiet, dessen Name mir leider nicht einfallen will, hat auf eigene Kosten viele Jahre Belegmaterial f√ľr die Existenz des Zwergelefanten gesammelt. Einiges davon war etwa Ende der 80er/Anfang der 90er in einer Schauvitrine im Elefantenhaus des Ruhrzoos Gelsenkirchen ausgestellt, davon habe ich noch Fotos.
(05.04.2006, 00:00)
cajun:   1989 machten sich die beiden Zoologen Martin Eisentraut und Wolfgang B√∂hme vom Museum Alexander K√∂nig daran allen Hinweisen auf Zwergelefanten nach zu gehen. Sie fanden die Erstbeschreibung von Theodor Noack, der anhand eines gefangenen Exemplars bei Hagenbeck 1906 Loxodonta africana pumilio beschrieb.Es wurde an den Bronx Zoo verkauft, wo es in 1915 mit knapp 2m R√ľckenh√∂he starb. 1906 ma√ü es 1,50m.
Ich kann hier nicht alles schreiben, aber Fakten waren wohl, dass es u. A. ein Beweisfoto mit einer Zwergelefantenherde vor einem wei√üen Reiher aus den 80igern gibt. Geschossen hat es der fr√ľhere deutsche Botschafter in Kamerun. Nach Augenschein handelt es sich um einen Silberreiher und der Gr√∂√üenvergleich l√§√üt eine Sch√§tzung der Matriarchin auf 1,50 bis 1,60m zu.Sollte der Reiher einer kleineren Art angeh√∂ren, dann schrumpft die Gr√∂√üe der Elefantenkuh dementsprechend.
Aus sämtlichen, nicht nur den erwähnten Beobachtungen und Beschreibungen folgerten beide Zoologen die Existenz des Zwergelefanten an zu erkennen.
Näheres nach zu lesen unter dem Kapitel " Geheimnis der Zyklopen" im unten genannten Buch von Lothar Frenz.
Also nix mit genetisch, aber trotzdem frappierend √ľberzeugend.
(04.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Es spricht √ľbrigens nichts dagegen, dass es SOWOHL verk√ľmmerte Elefantenwaisen ALS AUCH echte Zwergelefanten gibt.... Was auf die Zentralafrikanische Republik zutrifft, muss schlie√ülich nicht zwingend auch f√ľr andere Teile des noch immer relativ gro√üen Verbreitungsgebietes des Waldelefanten gelten, schlie√ülich variiert dieser selbst schon geh√∂rig im Aussehen. Ich habe gerade Jagderinnerungen eines Deutschen gelesen (von Meurers, "Bongo, B√ľffel, Sitatunga"), der zehn Jahre lang (bis in die sp√§ten 80er) immer wieder Jagdsafaris in Kamerun unternommen hat. Dort werden z.B. mehrfach Herden von Zwergelefanten erw√§hnt, die es nach der Waisentheorie ja gar nicht geben d√ľrfte.
(04.04.2006, 00:00)
Klaus Schwarz:   Betreff Zwergseek√ľhe: bisher konnten noch keine Exemplare gesichtet werden. Es gibt aber noch immer eine gr√∂√üere Anh√§ngerschaft die davon √ľberzeugt ist, dass diese Zwergform existiert.
(04.04.2006, 00:00)
cajun:   Im Buch stand, dass 2 deutsche Wissenschaftler vom Museum K√∂nig die genetische Existenz der Zwerge bewiesen h√§tten. Ich werd sp√§ter nochmal nach lesen.Dann Genaueres dazu.

Die Doku habe ich gesehen. √úberzeugt war ich allerdings nicht.
Dieses Phänomen ( das verjagen fremder Waisenkälber) kennt man von Steppenelefanten meines Wissens nicht.
Cynthia Moss berichtet bei den Amboseli Elefanten sogar von " Kidnapping" junger Kälber durch konkurrierende Familienverbände.
Aus Manyara ist bekannt, dass nach der Wilderei der 70iger/80iger Jahre sich Waisengruppen zusammen schlossen und √§ltere, nichtverwandte K√ľhe diese Gruppen als Matriarchinnen anf√ľhrten.
(04.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Zum Zwergelefanten gab es etwas in einer Fernseh-Doku "Das R√§tsel der Zwergelefanten". Nach einer dort ge√§u√üerten Theorie handelt es sich bei den Zwergen um Waldelefanten, die schon als K√§lber ihre M√ľtter verloren haben (z.B. durch Wilderei) und trotzdem - da es in ihrem Lebensraum kaum Fressfeinde gibt - √ľberleben konnten. Durch das Trauma und den Mangel an Muttermilch bedingt soll der K√ľmmerwuchs zustande kommen; das Zahnwachstum wird dadurch offensichtlich nicht eingeschr√§nkt.

Verfechterin dieser Theorie ist eine in der Doku gezeigte amerikanische Wissenschaftlerin, die seit √ľber f√ľnfzehn Jahren Waldelefanten in der Zentralafrikanischen Republik beobachtet, mehrere Hundert Tiere individuell kennt und den Werdegang einiger Waisen verfolgt hat. Die verwaisten Jungtiere werden √ľbrigens nicht von anderen Gruppen adoptiert, sondern ganz im Gegenteil sogar von Ressourcen wie Salzlecken usw. verscheucht, sind also zum Einzelg√§ngerdasein verdammt. (Das w√ľrde zwar die alte Schilderung erkl√§ren, warum sich Zwerg- und Waldelefanten nicht vermischen, widerspricht aber anderen Schilderungen von Zwergelefantenherden und ihrer besonderen Aggressivit√§t gegen√ľber den gr√∂√üeren Verwandten.)

Als ein wichtiges Argument f√ľr die Theorie wurde erw√§hnt, dass die von den Pygm√§en f√ľr Zwergelefanten gebrauchten W√∂rter gleichzeitig auch die Bedeutungen "verloren" oder "Waise" haben.

Von den beiden wieder entdeckten Arten der Seychellenschildkr√∂te lebte (lebt noch?) √ľbrigens ein Exemplar der Dipsochelys arnoldi im Zoo Dresden!
(04.04.2006, 00:00)
cajun:   Im Buch "Riesenkraken und Tigerw√∂lfe" von Lothar Frenz findet man eine "Jahrhundertliste" von gro√üen und kleinen Tierarten, die erst ab 1900 wissenschaftlich entdeckt oder wieder entdeckt wurden.
Ein paar Ausz√ľge aus den 90igern:

1990 Schwarzköpfiges Löwenäffchen

1990 Australischer Nachtpapagei wieder entdeckt

1991 W√ľsten- Warzenschwein

1992 Saola

1994 Dingiso ( eine Baumkänguruart)

1994 Riesenmuntjak

1994 Sus bucculentes ( eine verschollene Schweineart)

1996 Edwardsfasan

1997 2 verschollene Arten Riesenschildkröten von den Seychellen

1997 Indischer Bändersteinkauz

1997 Lama- Gazelle oder Dibatag wieder entdeckt

1997 Borneo- S√ľ√üwasserhai wiederentdeckt

1998 Sulawesi Quastenflosser

Meine Frage ist, ob sich seitdem was Entdeckungen angeht was getan hat? Gibt es Neuigkeiten √ľber weitere "Kryptotiere" ?? z.B. Zwergelefanten, Onza oder Zwergseek√ľhe?
Oder auch neue Erkenntnisse zu den oben genannten Tieren?


(03.04.2006, 00:00)

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