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Antilopen



cajun:   Zuchtpaar Rotducker, Zoo Landau 2014. Laut ZTL seit 2015 eingestellt im Zoo Heidelberg, dort mittlerweile verstorben.. Bin gespannt ob/wann Rotducker als Art nach RLP zur├╝ckkehren.
(01.04.2020, 22:08)
W. Dreier:   Noch was: Gabelbock oder Pronghorn. Sie waren eine gener├Âse ``Schenkung` (?) aus Hannover (Prof. Dittrich) - im heutigen Gel├Ąnde der Haustierausstellung. Dort waren auch immer die ``Herden`` der Saigas (ohne Besucherverkehr).
(27.03.2020, 18:35)
W. Dreier:   Und da ich sie nun nannte: Riesenelen.
Hier die erste Nachzucht. Sie standen auf der jetzigen Varifreianlage
(27.03.2020, 18:31)
W. Dreier:   Kuhantilopen! So ein Thema - zoologisches Porzellan - dito Riesenelen!
In Dvur sah ich Topis und Jacksons Kuhantilope nur 1 Mal, Caamas etwas l├Ąnger (es waren auch mehr Tiere). Insofern waren die Hirolas lange da.
Hier Jacksons-Kuh-Antilope - noch im historischen Safaristil

(27.03.2020, 18:29)
W. Dreier:   Oh, pardon - Damagazellen - das sind nat├╝rlich Mhorrs! Ohne Brille - und die Bilder sind so klein. Nun Damagazelle
(27.03.2020, 18:23)
W. Dreier:   Wenn ich sagte ``Einkaufen`` , dann nach dem Prinzip: ``hast`e was, dann kriegste was``. Da gab es ein Problem mit Moskau. Herr Spizin aus Moskau h├Ątte gerne Moschusochsen aus dem TP gehabt nach einem ├Ąhnlichen Prinzip, nur etwas modifiziert: ein Mo-Ochse kostet (als Beispiel) 2000 Dollar, Moskau hat 20 Marderhunde , pro St├╝ck 100 Dollar - macht auch 2000 Dollar! Das lief nicht! Ich sah dann aber in den Siebzigern denn och einen Mo-Ochsen in Moskau.
Aber Antilopen-Gazellen:
D├╝nengazelle: ich sah sie (sp├Ąter in Plankendael) nur in Dvur, dort im Schichtbetrieb mit Damas schon vor ca 10-15 Jahren wurde der/die letzte nach P. gegeben.
Hier eine Gazelle in einem Hotelgarten in Algerien - besonders Dorcasgazellen liefen in derartigen Anlagen ├Âfter herum.
(27.03.2020, 18:18)
W. Dreier:   Damagazelle - welche UA-Systematik man auch nehmen m├Âchte:
Leipzig - eine bl├╝hende Zucht - dort, wo jetzt die Elefantenbullenanlage ist. Leipzig konnte ├╝ber die Erfolge mit den Amurtigern flei├čig ``einkaufen``: Buntbock, Damagazelle, Bergtapir, Babirusa, Dallschaf, Schneeziege , Anoa, Waldbison usw. . Dann wurden die Tiere nach Hodenhagen gegeben - und weg waren sie. Die Zucht der Damas in Dvur lief nur erhaltend
(27.03.2020, 18:06)
W. Dreier:   Das Schlimmste was ich in einer ``Game-Industry``-Zeitung in der RSA sah, war ein goldenes Gnu - schrecklichst!
Prof. Dathe hatte ja auch ein Faible f├╝r ``Wei├člinge``: Stachelschweine, ein Rhesusaffen-Mann, ein Braun-Wei├č-B├Ąr (wohl kein Hybrid)

Antilopen - Durchsicht also immer von etwa 1969 - 198iger
Buntbock: der TP bekam sie schon fr├╝h - 1. Bild mit Jungtier 1969, dann bis 1980 ( mit 3 Jungtieren). Irgendwann zu der Zeit stockte es dann, w├Ąhrend Leipzig ( etwa ab 1975, noch bei mir ein Bild mit Jungtier von 1988 . In sch├Âner Konkurrenz mit Prof Kl├Âs hatte selbiger auch welche - aber nie gez├╝chtet. Vor ca 120 Jahren gab es nur noch um 15-20 Tiere, auch jetzt nur gegen 3 000 - vom Ble├čbock nunmehr einige Hunderttausend, der aber zu der Zeit auch nur einige Hundert hatte.
Foto von 1970
(27.03.2020, 17:58)
cajun:   Angeregt durch W. Dreiers Farbmorphen bin ich im Netz auf eine Publikation dazu gesto├čen:

https://scholar.ufs.ac.za/bitstream/handle/11660/4211/OlivierPA.pdf?sequence=1&isAllowed=y

Es geht um die Auswirkungen der Farbmorphenzucht vieler Wildtiere in der "Game- Industry". Interessanterweise hat der Autor hier, die auf einer s├╝dafrikanischen Farm gez├╝chteten Farbmorphen, nicht nur von Springb├Âcken, beobachtet im Hinblick auf Verhalten, Ern├Ąhrung und soziale Organisation der Tiere.
Kurzes Fazit: Fast alle Farbmorphen kommen im Freiland immer mal wieder vor. Berichte/ Legenden dazu reichen zur├╝ck bis in historische Zeiten. Die Fellfarbe wirkt sich immer mal wieder auf Verhalten aus, z.B. die wei├čen Springb├Âcke haben einen erh├Âhten N├Ąhrstoffbedarf, lieben es aber w├Ąrmer, die Schwarzen vermeiden W├╝stenvegetation und halten sich eher in Buschgebieten auf, sind aber k├Ąltertoleranter. Die einzelnen Varianten tendieren zur Herdenbildung mit gleich gef├Ąrbten Individuen.
Die Farbmorphen sollten nicht ausgemerzt werden, da sie im Freiland immer mal wieder auftreten, aber gezieltes Z├╝chten "verdirbt" den Genpool zu einseitig, wenn es sich um Tiere handelt, die ggf einmal wieder in NPs angesiedelt werden sollen.
Lesenwert! Und eine gescheckten Sprinbock habe ich noch nie gesehen. Da w├╝rde im Zoo auch mit der Bemerkung "das ist eine Ziege" vorbei gehen. Bild dazu in der Publikation.
(27.03.2020, 13:03)
W. Dreier:   Springbock-Farbmorphen Dvur Kralove: J. Vagner f├╝hrte sie 1974 ein (1975 dann die MKS - nur f├╝r die Giraffen ``toxisch``): normalfarbene 15; wei├če 2: schwarz 4. Bei den sonstigen Importzahlen nicht so viel!
(27.03.2020, 10:32)
cajun:   Weiter unten waren Hybriden zwischen unterschiedlichen Antilopenarten ja immer wieder Thema. Ich wei├č nicht, ob das hier schon gepostet wurde . Das verlinkte Video zeigt einen Hybriden aus Elen- und Kuduantilope. Ein "Kuland". Sehr kontrastarmes Tier mit deutlichem Elenkopf. Laut Video steril (wohl ein Bock). Interessant w├Ąre gewesen, ob bei einem weiblichen Tier ein Hornwachstum analog einer Elenantilope begonnen h├Ątte.

https://www.youtube.com/watch?v=aBMKLWMz-oQ

(26.03.2020, 13:09)
W. Dreier:   Al Wabra existiert ja nicht mehr. Auf der letzten ITB hatte ich am Qatar-Stand versucht, Infos zu bekommen - aber die wu├čten nicht, worum es sich ├╝berhaupt handelt. Wohin sind die Damas gegangen (wenn ├╝berhaupt)? Und die anderen Gazellen und Antilopen. Die Beiras waren wohl schon Ende 2010 verstorben
(03.03.2020, 15:14)
cajun:   Ich h├Ątte folgenden Text auch unter Natur- und Artenschutz einkopieren k├Ânnen, fand es hier aber, wegen der Dama- Diskussion, passender. Offensichtlich ist es gelungen vier Damagazellen aus einem ungesch├╝tzten Teil des Verbereitungsgebietes umzusiedeln. Hervorgehoben wird die weiterhin bestehende genetische Diversit├Ąt der Freilandpopulation, im Gegensatz zu der Zoopopulation.

Hier der Artikel in englisch:
AN EXTRAORDINARY RESCUE MISSION DEEP IN THE SAHARA CAPTURES FOUR RARE DAMA GAZELLES AND REVIVES HOPES OF SAVING THE SPECIES
For years, the dama gazelle has been of great concern to the international conservation community. This beautiful, uniquely adapted but also heavily poached species of the Sahel has suffered a long decline and now stands at the brink of extinction. Despite the risks and extreme rarity of the species, the Sahara Conservation Fund (SCF) mobilized a team of national and international experts in late January 2020, to rescue a few of the remotest and least protected dama gazelles in the wild. Though only comprising four individuals, the rescued gazelles are genetically some of the most diverse known to science. With captive-breeding as an essential element, it is hoped to turn the tide of extinction for this most graceful of species.
With less than 100 individuals remaining in the wild, divided into four small isolated populations in Chad and Niger, the dama gazelle (Nanger dama) is one of the world?s most threatened species. Given the tiny remaining population, the loss of a single animal has massive repercussions for the species, particularly in terms of the gene pool. Dama gazelles raised in captivity in zoos or private collections, of which there are relatively few, just do not have the same level of diversity as their wild
counterparts.
In a last-ditch effort, the NGO Sahara Conservation Fund orchestrated an unprecedented project to capture several damas in the Manga region in western Chad, where they are unprotected, and move them to a safe location, where they can breed and multiply. The proposal was met with immediate and unconditional approval from the government of Chad, the IUCN/SSC Antelope Specialist Group, the Fondation Segr├ę, Rewild, and the Royal Zoological Society of Scotland. To carry out the mission, a multi-national team was assembled from Chad?s Directorate for Wildlife Conservation and Protected Areas, the Environment Agency Abu Dhabi, the Zoological Society of London, Fossil Rim Wildlife Center, Al-Ain Zoo, the Smithsonian Conservation Biology Institute, Gulf Breeze Zoo, and No├ę Conservation.
After preliminary field work to locate the animals in May and early November of 2019, a helicopter capture team was mobilised in January 2020 to rescue the animals. After a twelve-day mission and 30 hours in flight over the vast desert, the team successfully located and darted three female damas. The gazelles were then safely transported by air over 350 kilometres to the nearest protected area: the Ouadi-Rim├ę-Ouadi Achim Game Reserve (OROAGR) in central Chad. To cap it all, a magnificent male was successfully caught in the OROAGR to form an initial breeding group.
The Sahara Conservation Fund is currently implementing two major conservation programmes in the reserve in partnership with the Chad?s Ministry of Environment. These are the Ouadi Rim├ę-Ouadi Achim Project (POROA), co-financed by the European Union, and the Scimitar-horned Oryx Reintroduction Programme (Project Oryx) steered and funded by the Environment Agency Abu Dhabi. These two programmes provided the necessary infrastructure and care to keep our four new guests in good health as soon as they arrived in the reserve on 27 January (enclosures, food, etc.).
With dama gazelle reintroduction attempts in other parts of their Sahel-Sahara range having largely failed in recent years, all eyes may now turn to the OROAGR, which is providing a framework that is particularly favourable to species recovery. The reserve is already home to a population of wild dama gazelles estimated at some forty individuals, which SCF will help further protect. Thanks to Project Oryx, animal translocation operations are already underway, which in the past have enabled the return of large Saharan antelopes to the wild, such as the scimitar-horned oryx, and more recently the addax. Captive bred dama gazelles from major international zoos could later join those in the reserve to help boost the population.
This is the conclusion drawn by John Newby, Senior Adviser at the Sahara Conservation Fund in charge of coordinating the mission: ?With more and more species facing imminent extinction, conservationists and their donors really must up their game. Already, several unique populations of large mammals have disappeared for lack of timely action. More and more ambitious approaches must be taken, and as the recent rescue of dama gazelles has shown, it is possible to work under extreme conditions and very poor odds and still win.?
?This is not about thinking outside of the box?, adds John Newby,? it is about doing what is patently obvious and doing it now.?

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Quelle ist die HP der Sahara Conservation Org
F├╝r Systematiker gibt es da auch Fotos ;-)
https://saharaconservation.org/saving-the-last-critically-endangered-dama-gazelles/


(03.03.2020, 13:37)
cajun:   Trotzdem Nyalas h├Ąufiger gezeigt werden, sind sie nicht "ohne". Eine Zootier├Ąrztin sagte mal in meinem Beisein, dass Nyalas auf Gemeinschaftsanlagen mit anderen Huftieren der "wahre Alptraum" seien. Sie forkeln sogar Giraffen.... Anbei drohender Bock aus Krefeld (2011). Er meinte uns Besucher...
(09.09.2019, 21:11)
Paul Schnitzler:   F├╝r Dama-Freunde: Im April ist bei Texas A&M University Press ein Buch zur Art ("The Dama Gazelles" mit einem Artikel von Frans van den Brink) erschienen. 250 Seiten, toll bebildert. So gegen 50 ?.
(22.08.2018, 14:08)
Michael Mettler:   Weidholz selbst hat ├╝ber drei seiner Sammelreisen nach Westafrika ein auch zoologisch h├Âchst interessantes Buch "Als Tiersammler im Schwarzen Erdteil" geschrieben, das u.a. Listen der mitgebrachten Tiere und mehrere Fotos von Damagazellen enth├Ąlt.
(13.06.2018, 10:11)
Michael Mettler:   Weidholz selbst hat ├╝ber drei seiner Sammelreisen nach Westafrika ein auch zoologisch h├Âchst interessantes Buch "Als Tiersammler im Schwarzen Erdteil" geschrieben, das u.a. Listen der mitgebrachten Tiere und mehrere Fotos von Damagazellen enth├Ąlt.
(13.06.2018, 09:27)
W. Dreier:   Nochmals zur Erinnerung:

Hier die Aufnahme einer Damagazelle. Aus: Antonius : Bemerkungen ├╝ber einige Tiere der Weidholzexpedition, Zoolog. Garten, Neue Folge; Band 1, Heft 10 - 12, S. 369
(05.06.2018, 18:35)
(12.06.2018, 22:05)
Michael Mettler:   Erg├Ąnzung zu meinem letzten Satz: H├Ątte besser lauten sollen, dass die Nominatform nach einem Tier beschrieben wurde, das aus dem Senegal gestammt haben soll (was allerdings nicht gesichert ist).
(12.06.2018, 21:48)
Michael Mettler:   Leipzig begann die Damagazellenhaltung (wie auch z.B. Osnabr├╝ck und Rotterdam) mit US-Nachzuchten, die aus den Wildf├Ąngen van den Brinks hervorgegangen waren. Der Berliner Zoo und Dvur Kralove bekamen Tiere aus Leipzig, Marwell aus Rotterdam, Hodenhagen zuerst die eingestellte Leipziger Zuchtgruppe (die dann dort ausstarb) und sp├Ąter Tiere aus Dvur Kralove. Ist also alles ein Pool. Die Transittiere im TP Berlin k├Ânnten zuerst (1978) der/die Import(e) f├╝r Leipzig aus San Antonio, sp├Ąter (1988) Abgabetiere aus Leipzig nach ? gewesen sein.

├ťbrigens ist Osnabr├╝ck in der Zootierliste als ehemaliger Halter der Nominatform mit Zug├Ąngen aus Almeria und Frankfurt gelistet. Das ist offensichtlich eine Verwechslung mit den tats├Ąchlich zeitweise parallel zu den Tschad-Damas in Osnabr├╝ck gehaltenen Mhorrgazellen (ich habe beide Formen damals selbst nebeneinander gesehen). Almeria hatte m.W. nie die Nominatform und Frankfurt allenfalls in "sehr historischen" Zeiten - die dortigen Tiere aus dem 19. Jh. sind zwar durch Ver├Âffentlichungen im "Zoologischen Garten" als "Mhorr-Antilopen" ├╝berliefert, aber wer wei├č, was man bei den damals noch geringeren Kenntnissen unter dieser Bezeichnung verstand. Indizien lassen einen Verdacht auf Ursprung Senegal zu, und der wird gemeinhin zum Verbreitungsgebiet der Nominatform gez├Ąhlt.
(12.06.2018, 21:19)
Jan Jakobi:   Michael, im Leipziger Zoof├╝hrer von 2001 wird diese Gazellen-Art als Damagazelle betitelt.
├ťber den Ursprung der Zuchtgruppe und der genauen Art-/Unterartzugeh├Ârigkeit wei├č ich nichts.
(12.06.2018, 15:24)
cajun:   @MM: Welcome back ;-)
(12.06.2018, 11:49)
Michael Mettler:   Es w├Ąre eine ├ťberpr├╝fung wert, ob in der Zootierliste f├╝r Al Ain schlichtweg ein ├ťbertragungsfehler vorliegt. Der Zoo macht n├Ąmlich wissenschaftlich begleitete Hybridisierungsversuche mit Mhorr- und "Rothals"gazelle (zu den Anf├╝hrungszeichen sp├Ąter mehr), siehe z.B. https://www.alainzoo.ae/conservation/dama-gazelle. Wom├Âglich stehen die Hybriden schlicht als Nanger dama in der Quelle und das zweite (Nominat-)dama wurde versehentlich hinzu interpretiert, weil die beiden anderen Formen getrennt davon gelistet sind.

Es ist zudem unrichtig, nur die Nominatform im Deutschen ohne weiteren Zusatz als Damagazelle zu bezeichnen, immerhin ist das der Artname und schlie├čt somit die anderen Formen ein - auch die Mhorrgazelle ist eine Damagazelle. Es ist aber ohnehin ein Kreuz mit den Bezeichnungen, den genau genommen ist "Rothalsgazelle" bl├Âdsinnig, da alle Damagazellen einen roten (rotbraunen) Hals haben (inhaltlich ├Ąhnlicher Quatsch wie der Nasenb├Ąr- als ob andere B├Ąren keine Nasen h├Ątten...). Wollte man ein Alleinstellungsmerkmal w├Ąhlen, m├╝sste Nanger dama ruficollis eher "Wei├čk├Ârpergazelle" hei├čen. Und auch die Mhorrgazelle ist keineswegs eindeutig benannt, das arabische "mhorr/mohor/mohr" wird im Nordosten Afrikas von den Einheimischen auch f├╝r die S├Âmmerringgazelle verwendet. "mhorr" soll ├╝brigens die Pluralform von "mehara" sein, es scheint also einen Namenszusammenhang mit dem Reitdromedar Mehari zu geben; die ├Âfter zu lesende Angabe, "mhorr" bedeute "Fohlen", bezieht sich also eventuell gar nicht auf ein Pferde- sondern ein Kamelfohlen. Um es noch komplizierter zu machen: In alter Literatur ist von "Arielgazellen" die Rede, und auch "ariel" wurde von den Einheimischen sowohl f├╝r die Dama- als auch f├╝r die S├Âmmerringgazelle verwendet. Angesichts einer Zeichnung von 1874 aus dem Berliner Zoo (K├╝nstler: Meyerheim) habe ich sogar den Verdacht, dass man die beiden Arten zu dieser Zeit auch bei uns noch gar nicht richtig zu unterscheiden wusste; von den drei als "S├Âmmerringgazellen" abgebildeten Tieren ist jedenfalls eines eine eindeutige Damagazelle.

Ein weiteres Kreuz bei der Damagazelle ist, dass die Systematik noch immer nicht gekl├Ąrt ist, denn sie ist bekanntlich im Freiland weitgehend ausgerottet und die m├Âglichen Verbreitungsgrenzen verschiedener Unterarten (deren Zahl ja auch immer wieder diskutiert wird) lassen sich kaum noch rekonstruieren - auch, weil die Art ein Langstreckenwanderer ist und in ihrem Lebensraum fr├╝her kaum geforscht wurde. Da ist also einiges m├Âglich und Angaben in B├╝chern t├Ąuschen eine Gewissheit vor, die nicht unbedingt existiert.

Auch mit der "typischen" F├Ąrbung der Form ruficollis (nominelles Verbreitungsgebiet: Sudan) scheint es nicht so weit her zu sein; es existieren historische Fotos aus dem Zoo Khartum von Tieren, die im Grunde die ganze F├Ąrbungsbandbreite der Art Nanger dama vom extremen Helltyp ("Rothalsgazelle") bis zu einem mhorr-├Ąhnlichen Typ zeigen (letzteres ein Wildfang-Bock aus Kordofan).

Der heutige Zoo-Weltbestand jener Damagazellen, die nicht definitive Nanger dama mhorr oder Hybriden damit sind, geht mit allergr├Â├čter Wahrscheinlichkeit auf eine einzige, vom Tierh├Ąndler van den Brink durchgef├╝hrte Fangreise im Winterhalbjahr 1966/67 zur├╝ck, ├╝ber die ein Mitwirkender, Fritz Bechinger, in einer Ausgabe des fr├╝heren Ruhrzoo-Magazins ausf├╝hrlich berichtet hat ("Unternehmen W├╝stenantilopen - Auf Tierfang im Tschad", RUHR ZOO 20. Jahrgang 1999). Fanggebiet war das Wadi Hawach im Nordosten des Tschad, nicht weit von der sudanesischen Grenze entfernt; der Transport enthielt in zwei Sch├╝ben insgesamt 22 Damagazellen (sowie daneben 41 S├Ąbelantilopen, 2 Addax und 4 Geparde). Wer sich heute dar├╝ber aufregt, dass Zoos mit Tierh├Ąndlern zusammengearbeitet haben, sollte sich an diesem Beispiel vor Augen f├╝hren, wie viele der heute als Artenschutzprogramme gef├╝hrten Zoopopulationen ohne H├Ąndlerimporte ├╝berhaupt nicht zustande gekommen w├Ąren...!

Die Damas im Wadi Hawach zeigten ebenfalls eine gro├če Variationsbreite (wenn auch offenbar ohne mhorr-├Ąhnliche Typen), so dass vermutet wird, dass sie eine Mischpopulation aus dama dama und dama ruficollis gebildet haben k├Ânnten - falls diese beiden ├╝berhaupt getrennte Unterarten sind/waren.... Da sich die Variationsbreite in der Zoopopulation erhielt, kam es zu einer Art "Polarwolf-Effekt": ├ähnlich wie die wei├čen Mischlingsw├Âlfe des Frankfurter Zoos, die in anderen Zoos im Nachhinein offenbar per Tierlexikon wegen ihrer F├Ąrbung zu diversen Unterarten erhoben wurden (albus, tundrarum, hudsonicus), wurden auch die Damagazellen aus dem Tschad je nach Zoo unterschiedlich benannt bzw. mancher meinte, statt einer sogar zwei Unterarten im Bestand zu haben (ist mir zumindest aus Osnabr├╝ck bekannt). Einheitliche F├Ąrbung innerhalb einer Zuchtgruppe k├Ânnte also schlichtweg durch Zufall entstanden sein. Aus den fr├╝hen 80er Jahren kenne ich noch Gruppen mit gro├čer Bandbreite an F├Ąrbung, z.B. aus Rotterdam und Osnabr├╝ck; Einzeltiere darin sahen aus wie "typische ruficollis".
(10.06.2018, 21:46)
zollifreund:   @cajun: danke f├╝r die Links - nur verwirren die mich nun noch mehr :-)
lt. der Beschreibung ("Extent of red colouration quite variable but broadly linked to morphological differences between the three recognized races: neck in the eastern race N. d. ruficollis, neck, shoulders and upper back in the central race N. d. dama and neck, shoulders, back and flanks in the north-western race N. d. mhorr ") w├Ąren die meisten der unten aufgef├╝hrten Bilder ( da h├Ąufig ein gro├čer Teil des R├╝ckens rot gef├Ąrbt ist) ja dann doch g.d. dama.... :-)
(05.06.2018, 23:04)
cajun:   Hier gibt es auch ein paar Freilandfotos aus dem Untersuchungsgebieten des SCF:

https://www.saharaconservation.org/node/89

https://www.saharaconservation.org/monitoring_damas_Niger

https://www.saharaconservation.org/node/198

https://www.saharaconservation.org/node/193
(05.06.2018, 15:39)
W. Dreier:   Noch zur Erg├Ąnzung: das Dia , hier im Forum vom 1.6.018, stammt vom April 1989, ausgezeichnet als ruficollis

Bei den Tieren von 1978 stand ``Quarant├Ąne`` - gesehen habe ich die nie. Die k├Ânnen also auch nicht die Vorfahren der Tiere von 1989 sein (?)
(05.06.2018, 07:45)
W. Dreier:   @Zollifreund: Habe eigentlich andere Angaben im ``Milu`` gesucht und fand dabei die Eingangsdaten f├╝r die erw├Ąhnt ``Damagazelle`` des Tierparkes - aber alles vor der offensichtlichen Revision. MIILU Band 6, Heft 3/4. S. 405 von 1985. Die Tiere wurden eingestellt 1978. Die Nachkommen bzw. Eltern sind von mir am 1.6 eingestellt worden
Anbei das Bild aus dem MILU
(04.06.2018, 21:05)
zollifreund:   ja, alles sehr verwirrend... Irgendwie scheint niemand ein Bild zu haben, das definitiv eine g.d. dama zeigt. Meistens wird die genaue Unterart weggelassen, oder es wird g. dama dama angegeben und es zeigt dann doch die anderen Unterarten ( z.b. Tiere aus Doue-la-fontaine...)
jedenfalls scheint bei ruficollis recht h├Ąufig nicht nur der Hals, sondern auch der R├╝cken Rot zu sein. Hier gleich mal eine ganze Herde ruficollis aus dem White Oak Conservation Center (2011)
(02.06.2018, 16:55)
W. Dreier:   Uff, mu├čte ich umlernen: alle seinerzeit im Tschad gefangenen Tiere sind also ruficollis - eigentlich vern├╝nftig, da man seinerzeit nur nach dem Erscheinungsbild ``getrennt`` hatte.

Anbei nun im Bild die Tiere aus dem Tierpark (dort gewesen 1988-89, aus 1,2 wurden 1,2,2)
Das mittlere Tier war f├╝r mich das Idealbild von rufocollis - eben Rothals - und nicht Rotr├╝cken (mit rotem Hals).
Ich erinnere mich noch an einen Artikel aus dem``Zoolog. Garten`` aus den Zwanzigern; der nicht ganz unbekannte Equidenforscher Antonius war der Autor - er berichtete ├╝ber den Fang einer Damagazelle und der westlichen Riesenelenantilope, organisiert hatte das ein ├Âsterreichischer Bankier. Mal nachschauen. ob ich das finde - ein Bild der Damagazelle war dabei. Fanggebiet war westlicher als das Tschadseegebiet - Senegal?
(01.06.2018, 17:47)
W. Dreier:   @Zollifreund: jetzt bin ich baff: offensichtlich hat man alle Tiere aus dem Tschad (und damit alle Zootiere der Siebziger und Achtziger) nun ruficollis zugeordnet - unabh├Ąngig davon wie weit oder wie reduziert die Rot-Braun-F├Ąrbung auf dem R├╝cken bzw. Hals ist. Die Zeichnung im HMW f├╝r dama weicht kaum von mhorr ab . nur tendenziell!

Nach dieser Zuordnung d├╝rfte es in Europa keine Damagazellen geben - in Leipzig liefen sie damals mit Sicherheit immer unter Damagazelle.
Noch ein Gemisch aus Pretoria: was ist denn das nun: mhorr und dama?

Ich hatte mal gelesen, dass in Almeria die gesamte Nanger-dama-Systematik noch zu bearbeiten sei und die mhorr auch noch nicht die ``echte` mhorr sei.


(31.05.2018, 21:09)
zollifreund:   eigentlich h├Ątte die Aufnahme aus Hodenhagen gleich folgen sollen...
(31.05.2018, 20:30)
zollifreund:   @W.Dreier: vielen Dank f├╝r die vielen Bilder. Also wenn meine zwei Bilder zwei verschiedenen Unterarten zeigen, dann eher anderes herum, wie ich vermutet habe -richtig?
wobei die Tiere in Hodenhagen sehr viel Rot auf dem R├╝cken haben...
waren die Tiere in Leipzig denn nicht auch ruficollis?
(31.05.2018, 20:28)
W. Dreier:   Und Dvur 2009 - auch eher dama
(31.05.2018, 19:42)
W. Dreier:   Hier aus Dvur (2013) - die w├╝rde bei mir nicht als ruficollis durchgehen.
2017 habe ich keine gesehen, da es Schichtbetrieb mit kleinen Kudus gab - ansonsten habe ich nat├╝rlich noch ca 200 dama-Aufnahmen aus Leipzig (Siebziger)
(31.05.2018, 19:37)
W. Dreier:   Noch ein 2. ruficollis-Bock aus Dou├ę
(31.05.2018, 19:12)
W. Dreier:   Dvur Kralove folgt noch
(31.05.2018, 19:10)
W. Dreier:   Na gut - laut ZTL ruficollis in Dou├ę-la-Fontaine: die w├╝rde ich schon eher so werten
(31.05.2018, 19:09)
W. Dreier:   @Zollifreund: ruficollis dann morgen - es sind Dias aus dem TP (um 1975) und aus Rotterdam - sie hatten wirklich nur einen rot-braunen Hals
(31.05.2018, 18:55)
W. Dreier:   Noch ein 2. von dama (Al Wabra)
(31.05.2018, 18:43)
W. Dreier:   Soweit ich wei├č, hat es wohl eine Fangaktion in den Sechzigern (wenn nicht fr├╝her) im Tschad gegeben. Die Tiere wurden wurden dann nach Gr├Â├če der Rotbraunf├Ąrbung sortiert - etwas mehr: dama, nur Halsregion ruficollis. Ich wei├č nicht ob es weitere Fangaktionen gegeben hat.

Anbei eine dama aus Al Wabra
(31.05.2018, 18:36)
zollifreund:   zum Vergleich noch ein Bild von g.d. ruficollis ( ist jedenfalls meine Vermutung, wurde in einem anderen Gehege gehalten)
(31.05.2018, 18:07)
zollifreund:   eine Frage an die Antilopenkenner: lt. Zootierliste h├Ąlt Al Ain nicht nur Mhorrgazellen ( g. dama mhorr), sondern auch Rothalsgazellen ( g. d. ruficollis) und als einziger Halter auch Damagazellen ( g.d. dama).
Leider waren die beiden letztgenannten Unterarten nicht ausgeschildert. Nun bin ich bei Durchsicht meiner Bilder nicht sicher, ob ich vielleicht tats├Ąchlich eine Damagazelle gesehen habe. Kann die Vermutung jemand best├Ątigen? ( das Bildmaterial, auch bei Google, ist zu g.d. dama leider sehr sp├Ąrlich)
(31.05.2018, 18:06)
Tim Meschke:   @J├Ârn Hegner: Laut Antelope & Giraffe TAG 2009 gilt die Beisa in den USA als Phase-Out-Kandidat, weil Europa einen starken Plan hat. Beisas sind vor allem in franz├Âsischen und tschechischen Zoos zu finden. Schade finde ich, dass die attraktive Arabische Oryx in Deutschland nur zwei Haltungen aufweisen kann.
(10.05.2016, 18:47)
J├Ârn Hegner:   das kein deutscher zoo diese ostafrikanischen spiessb├Âcke oder beisas haben m├Âchte . nur weil die als bedrother z├Ąhlen . gibt es davon etwa halungen in den u. s. a. .
(10.05.2016, 18:41)
Michael Mettler:   Nicht nur die Oryx kommen durcheinander (falls die ├╝berhaupt eine saisonale Fortpflanzung kennen). In unserer Gegend treiben verschiedene Str├Ąucher kurz nach dem Laubfall schon wieder frisches Gr├╝n, diverse Lorbeerkirschen stehen kurz vor der Bl├╝te und der Ranunkelstrauch bl├╝ht bereits zum dritten Mal in diesem Jahr...!
(18.12.2015, 09:33)
WolfDrei:   @MM: Sicher, w├Ąre besser als Rentiere.
Aber , um beim Wetter zu bleiben: was machen die Oryxe- die denken jetzt , es ist Fr├╝hling!
(17.12.2015, 22:30)
WolfDrei:   @MM: Sicher, w├Ąre besser als Rentiere.
Aber , um beim Wetter zu bleiben: was machen die Oryxe- die denken jetzt , es ist Fr├╝hling!
(17.12.2015, 22:29)
Michael Mettler:   Dem historischen Vorbild von Santa Claus h├Ątten Arabische Oryx als Zugtiere geografisch eigentlich auch "n├Ąher gestanden" als Rentiere :-)
(17.12.2015, 22:17)
WolfDrei:   Damit ein bisschen winterliches Gef├╝hl aufkommt: Februar 2010 in Berlin
(17.12.2015, 18:06)
Tim Meschke:   Sch├Ânes Bild. Moschusb├Âckchen sind ja doch sehr klein und dieses Exemplar scheint sogar ein Einhorn zu sein...
(16.12.2015, 13:31)
cajun:   Ich setze das Bild mal in diesen Thread. Suni. Wieder eingef├╝hrt in Swasiland und dort im Mkaya Game Reserve vor die Kamera gelaufen.
(15.12.2015, 18:00)
Michael Mettler:   Der Bock auf dem Al-Wabra-Foto steht allerdings in Hab-acht-Stellung ("kurz und hoch") und scheint auch ein paar Pfund weniger K├Ârpervolumen zu haben als der S├╝d-Bock, der auf dem zuletzt im TP-Berlin-Thread eingestellten Foto zu sehen ist; das tr├Ągt dann zum hochbeinigen, grazilen Eindruck bei.
(18.05.2015, 18:39)
Tim Meschke:   @WolfDrei: Oh we... Jetzt habe ich doch tats├Ąchlich Michael Mettler geschrieben. Das ist mir aber peinlich. Ich hatte mir den Beitrag vor Ihren gelesen und da dieser von MM stammte, habe ich geschlussfolgert, dass die n├Ąchsten auch von ihm sind. Es tut mir leid. Das n├Ąchste Mal bin ich aufmerksamer.

Au├čerdem habe ich meinen zweiten Satz vergessen fortzuf├╝hren. Es hei├čt eigentlich: Ein Bild, auf dem ein Bild der S├╝dlichen und der N├Ârdlichen Giraffengazelle in selber K├Ârperhaltung nebeneinander stehen, w├╝rde einen besseren Vergleich schaffen und Unterschiede w├╝rden besser herausstechen.
(17.05.2015, 20:04)
Jan Jakobi:   @WolfDrei:
Ja, die N├Ârdlichen Gerenuks sehen wirklich hochbeiniger und damit zierlicher aus als die S├╝dlichen Gerenuks.

Habe mal deine Bilder hier im Forum miteinander verglichen.
(17.05.2015, 20:03)
Tim Meschke:   @Michael Mettler: Das k├Ânnte gut sein. Ein Bild, auf dem ein Bild der S├╝dlichen und der N├Ârdlichen Giraffengazelle in selber K├Ârperhaltung nebeneinander stehen. Im Handbook of the Mammals of the World steht zudem, dass die n├Ârdliche gr├Â├čer sein soll, aber keine farblichen Unterschiede vorhanden sind. Au├čerdem hat die N├Ârdliche Giraffengazelle keine Haarumkehrung am Nacken. Dennoch finde ich diese Unterschiede nicht so gravierend, um eine Einteilung als verschiedene Arten zu rechtfertigen.
(17.05.2015, 19:59)
WolfDrei:   zwei Weibchen
(17.05.2015, 18:11)
WolfDrei:   Bei der "Nachbearbeitung" einer heutigen F├╝hrung von mir im TP zu "Antilopen und Gazellen" fiel mir bei den Gerenuks die "Offensichtlich" (?)"H├Âherbeinlichkeit", auch "Zartheit", auch ├ťberbautheit der n├Ârdlichen Gerenuks in Al Wabra auf. Daraufhin schaute ich mir das gesamte Fotomaterial an und mein Eindruck blieb. Sind die N├Ârdlichen wirklich "zierlicher"?
Zun├Ąchst ein Bock
(17.05.2015, 18:08)
Michael Mettler:   Als kleine Erg├Ąnzung zu WolfDreis interessantem Artikel ├╝ber die B├Âckchen und Kleinantilopen im aktuellen TIERGARTEN: Die "historischen" Oribis im Zoo Hannover wurden (auch) auf der fr├╝heren Giraffen-Freianlage gehalten, somit also in Gemeinschaftshaltung mit Giraffen und Gro├čantilopen und hinter Trockengraben. Einem Artikel von Dittrich im ZG ├╝ber die Zucht afrikanischer Antilopenarten in Hannover zwischen 1960 und 1970 ist zu entnehmen, dass in diesem Zeitraum 2,7 Jungtiere geboren wurden.

Leider ist das "├╝berlebende" Bildmaterial sp├Ąrlich. Neben den im TG-Artikel erw├Ąhnten Buch "Seltene Tiere stellen sich vor" erinnere mich an ein s/w-Foto (Zoof├╝hrer? Zeitungsausschnitt?), das ein Oribi zu F├╝├čen einer Giraffe zeigt, und ich gehe davon aus, dass das Foto mit 0,2 Kleinen Kudus und 1,1 Oribis in "Wildtiere in Menschenhand: S├Ąugetiere" (2. Auflage) wie auch andere dortige Antilopenaufnahmen in Hannover entstanden ist. Als Kuriosum besitze ich noch die nebenstehende Ansichtskarte mit Oribi-Motiv - kurios nicht nur, weil das doch eine sehr ungew├Âhnliche Tierart f├╝r eine Ansichtskarte ist (und dann "noch nicht mal" ein h├Ârnergeschm├╝ckter Bock), sondern weil das Foto zwar laut Aufdruck aus dem Zoo Hannover stammt, die Karte aber - wie ├╝brigens auch weitere Tiermotive aus Hannover - in der damaligen Tschechoslowakei erschien!
(28.04.2015, 09:16)
Michael Mettler:   Ich habe jetzt ein Foto der Friedrichsfelder "S├Ądax" in adultem Alter wiedergefunden - leider ist es ein Dia, das ich nicht einscannen kann. Im Gegensatz zum Hodenhagener Tier war seine K├Ârper- und Halsf├Ąrbung (allerdings im Herbst fotografiert) durchgehend sandfarbig, nicht mit rot abgesetztem Hals wie beim Tier im Serengeti-Park. Die H├Ârner waren weniger stark gekr├╝mmt, eher s├Ąbelantilopentypisch. Die Form der Gesichtsmaske wirkt ann├Ąhernd gleich, wenn auch weniger kontrastreich.
(27.04.2015, 12:22)
Hannes L├╝ke:   Fraglich ob das Tier in Hodenhagen geboren ist
Hat man nicht vor einigen Jahren Werbung damit gemacht 120 Antilopen dazu gekauft zu haben
Ich meine das die Tiere aus Dvur Kralove kamen und daraus viele Junggesellengruppen entstanden sind, will mich aber nicht drauf festlegen

(24.04.2015, 15:28)
Michael Mettler:   @Tim Meschke: Die Einordnung aller Oryx-Formen als Unterarten von O. gazella folgte dem ab den 1960er Jahren herrschenden Zeitgeist dem Zusammenfassens von nahe verwandten Formen, die sich geografisch gegenseitig vertreten (siehe auch Wildschafe und -ziegen oder viele Primaten) und war bis etwa in die 80-er/90-er Jahre hinein weithin anerkannt.

Die Kreuzung aus Ost- und S├╝dafrikanischem Spie├čbock hat es ├╝brigens auch schon gegeben, ich kenne mindestens einen Fall aus Hannover (50-er Jahre), ├╝ber den ebenfalls im ZG berichtet wurde.
(24.04.2015, 14:57)
Michael Mettler:   @Tim Meschke: Meine Fotos aus dem TP Berlin finde ich ├Ąrgerlicherweise gerade nicht. Die dortige ungeplante, krummh├Ârnige Kreuzung war ein weibliches Tier aus S├Ąbel- x Addaxantilope (deshalb spa├čhaft als "S├Ądax-Antilope" bezeichnet), das sp├Ąter bewusst mit einem Bullen der Arabischen Oryx zusammengebracht wurde und tats├Ąchlich von diesem ein lebensf├Ąhiges Jungtier bekam - ein Drei-Arten-Mix also. Dieser (ich habe ihn nur als Kalb gesehen) entwickelte sp├Ąter ein gerades Geh├Ârn.

Nun k├Ânnen krumme bzw. sich nach hinten absenkende H├Ârner nicht nur genetische Gr├╝nde haben, wie die Hornfehlstellungen mancher zweifellos reinb├╝tiger Antilopen zeigen. Vielleicht darf man das Merkmal bei den Oryx-Mixen deshalb nicht ├╝berbewerten. Dass bei gleichen Elternarten kein einheitlicher Mischlingstyp herauskommen muss, zeigen Bastarde aus Streifen- und Wei├čschwanzgnu, die mal der einen, mal der anderen Elternart ├Ąhnlicher gewesen sein sollen.
(24.04.2015, 14:51)
Tim Meschke:   Auf dem eingestelltem Bild kann man es nicht gut erkennen, aber die Oryx-Arten werden auf dem Schild alle als Unterart des Spie├čbocks (Oryx gazella) gef├╝hrt.
(24.04.2015, 14:39)
Tim Meschke:   Im Tierpark Berlin gibt/gab es sogar ein Schild ├╝ber alle Oryx-Arten + Mendesantilope.
(24.04.2015, 14:37)
Tim Meschke:   Eine Farbmorphe kann wahrscheinlich ausgeschlossen werden. Ich finde das Tier in Hodenhagen sieht dem Hybrid zwischen Spie├čbock und S├Ąbelantilope auf dem angeh├Ąngtem Bild ziemlich ├Ąhnlich. Ein Hybrid zwischen S├Ąbelantilope und einer Hippotragus-Art k├Ânnte m├Âglich sein, denn es gab ja auch schon Hirscheber-Hausschwein-Mischlinge.

Hat eigentlich jemand Bilder von den Mendesantilope-Oryx-Hybriden aus dem Tierpark Berlin? Mich w├╝rde interessieren wie die ausgesehen haben. Alle Oryx-Arten und die Mendesantilope sollen sich miteinander kreuzen k├Ânnen und sogar fruchtbare Nachkommen haben. Die Oryx-Arten wurden, wenn ich mich nicht irre, sogar alle fr├╝her unter einer Art zusammengefasst.
(24.04.2015, 14:36)
Michael Mettler:   Foto aus ZG Bd. 63, Heft 3 (1993), in einem Artikel von Hermann Ruhe ├╝ber Antilopen-Bastarde in der Auto-Safari Mallorca. Das abgebildete Tier wurde 1974 geboren, Mutter war ein S├╝dafrikanischer Spie├čbock, Vater unbekannt - in diesem Fall kamen S├Ąbelantilope, Addax und Rappenantilope als Mitbewohner in Frage. Leider l├Ąsst das s/w-Foto keinen Farbvergleich (laut Text dunkler als S├Ąbelantilope oder Addax, sehr starke Schwarzf├Ąrbung schon von Geburt an) mit dem Hodenhagener Bastard zu, aber in der Gesichtsmaske des Mallorca-Mischlings schl├Ągt eher die S├╝dafrikanerin durch.

Ruhe erw├Ąhnt weitere 4 Bastarde in den folgenden Jahren, die alle aus S├Ąbelantilope x S├╝dafrikanischer Oryx entstanden und sich vom ersten Mischling deutlich unterschieden: sandbraune F├Ąrbung, Schwanzform und Gesichtsmaske der S├Ąbelantilope, schwarzer "Sattel" (vermutlich der Kruppenfleck?) der S├╝dafrikanischen Oryx, gerade H├Ârner in enger Parallelstellung.

Sowohl die abgebildete Mischlingskuh als auch eine Kuh der letztgenannten Bastarde bekamen zwischen 1975 und 1978 noch mehrfach Nachwuchs mit einem S├╝dafrikaner-Bullen, wobei f├╝nf von sieben der F2-Hybriden offenbar lebensf├Ąhig waren (f├╝r die beiden anderen ist nur "gestorben" ohne Todesursache erw├Ąhnt).

├ťbrigens kam es auf Mallorca 1973 und 1975 auch zu m├Ąnnlichen Bastarden aus Elandbulle und weiblichen Gro├čen Kudus. Einer davon starb mit neun Monaten, der zweite wurde gro├č.
(24.04.2015, 14:16)
Michael Mettler:   Anbei noch mal der im Hodenhagen-Thread erw├Ąhnte Mischling aus (h├Âchstwahrscheinlich) S├Ąbelantilope mit ? (l├Ąuft in der S├Ąbelantilopen-Gruppe mit und hat die gleiche K├Ârpergr├Â├če). An Pferdeb├Âcken sind ansonsten - aber in anderen Teilen des Safarigel├Ąndes - S├╝dafrikanische Oryx, Arabische Oryx, Addax, Rappen- und Pferdeantilope im Bestand, wobei ich die Beteiligung der beiden Letztgenannten gef├╝hlsm├Ą├čig bezweifeln m├Âchte.

Zum Vergleich im n├Ąchsten Beitrag ein anderer Oryxhybride.
(24.04.2015, 13:57)
WolfDrei:   @MM: Mag schon sein, dass der Buntbock die weniger angepa├čte Form ist. Allerdings war das Verbreitungsgebiet (├Ąhnlich wie beim Blaubock) ├Ąu├čerst eingeschr├Ąnkt: die s├╝dlichste Spitze um Kap Agulhas, dann kamen (damals) Urw├Ąlder bis zu der Anhebung u.a. der Langenberge (immerhin bis 2000 m). Die Buntb├Âcke sa├čen also wunderbar auf einem Pr├Ąsentierteller - bis es dann noch 17 waren. Um 1850 (Bericht von Cornwallis Harriss) gab es auch nur noch ca 50 Tiere!, die unter Schutz standen. Der Autor brauchte eine Sondergenehmigung, um Tiere (nat├╝rlich) f├╝rs Museum schie├čen zu d├╝rfen. ├ťbrigens gelang es nicht , die Tiere reitend "zu Tode zu hetzen". Mehrere Reiter waren n├Âtig, um eine Einkreisung zu erreichen.
Die Bl├Ąssb├Âcke hatten ├╝ber die Karroo hinaus bis weiter nach Norden ein vergleichsweise besseres Gebiet. Immerhin sollen am Tiefstpunkt noch 1 000 Tiere existiert haben - heute wieder 250 000 bis 300 000!, Buntb├Âcke nur gute 2 000. Vielleicht hat es "auch etwas mit der Genetik" zu tun.
(08.03.2015, 18:13)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Das wirft eine interessante Frage auf - ist der Bl├Ąssbock auch im Freiland die "vitalere" der beiden Formen? Selbst im urspr├╝nglichen Verbreitungsgebiet (also vor Einflussnahme europ├Ąischer Einwanderer) war doch der Blessbock die erheblich weiter verbreitete Form (laut englischsprachiger Wikipedia reichten seine Herden stellenweise "von Horizont zu Horizont"), der Buntbock hatte im Vergleich dazu eher ein Inselvorkommen. Ist er vielleicht weniger anpassungsf├Ąhig?

Eine verbreitungsm├Ą├čige Parallele findet sich mit dem Blaubock, auch er war auf ein relativ kleines Gebiet am Kap beschr├Ąnkt und soll schon bei seiner Entdeckung durch die Europ├Ąer nicht (mehr?) h├Ąufig gewesen sein - vielleicht das Reliktvorkommen eines biologischen Auslaufmodells. Wie auch der Buntbock?
(08.03.2015, 08:17)
WolfDrei:   Bei Bunt-und Ble├čb├Âcken gibt es eine gewisse Abstimmung mit den US-Zoos: Ble├čb├Âcke in Europa, Buntb├Âcke in den US-Zoos. M├Âglicherweise hat es sich so auch durch die unterschiedlichen Ergebnisse der Haltung ergeben: die Buntbockhaltung in Europa (u.a. TP, Zoo Berlin und Leipzig) war ja nur anf├Ąnglich erfolgreich - allerdings haben sich die Buntb├Âcke auch im Heimatland nur m├Ą├čig erholt.
(07.03.2015, 23:34)
Tim Meschke:   @J├Ârn Hegner: Man k├Ânnte auch welche aus Afrika importieren, aber da gibt es, glaube ich, zu strenge Exportregeln wegen Seuchengefhren oder ├Ąhnlichem. Au├čerdem: Wenn Blessb├Âcke Kuhantilopen sind, dann sind Gnus doch auch welche, oder?
(07.03.2015, 20:57)
J├Ârn Hegner:   von den kuhantilopen gibt es ja heute nur noch den blessbock in einigen deutschen zoos zu sehen . gelingt es gar keinen an anderen arten heran zu kommen , wie z. b. die kongonis , kaamas oder buntb├Âcke . werden ansonsten in us-amerikanischen zoos seltene arten davon gehalten .
(07.03.2015, 15:22)
Michael Mettler:   P.S.: "Nicht unterartrein" im zweiten Absatz bezieht sich auf die "klassische" Unterartgliederung mit mehr als zwei Impala-Unterarten. Zwar werden derzeit alle "Nicht-Schwarznasen" als zu einer einzigen Form geh├Ârend betrachtet, aber systematische Ansichten wechseln ja mit sch├Âner Regelm├Ą├čigkeit... Zumindest geh├Ârten die europ├Ąischen Gr├╝ndertiere offenbar mindestens zwei, vielleicht sogar drei sehr weit voneinander entfernten lokalen Populationen an.
(16.02.2015, 09:40)
Michael Mettler:   Noch mal zur├╝ck zu den Zoo-Impalas: Beim St├Âbern in alten ZG-B├Ąnden stie├č ich zuf├Ąllig auf einen Artikel ├╝ber die Impalazucht in Dvur Kralove. Darin wurde erw├Ąhnt, dass die Ursprungstiere aus Hluhluwe/Natal stammten, nach damaliger Unterartgliederung also zur Nominatform geh├Ârten. 1978 habe man aus Hannover eine Gruppe A.m.rendilis hinzubekommen. Leider fand ich beim Querlesen keinen Hinweis, ob die beiden St├Ąmme getrennt weitergez├╝chtet oder verkreuzt wurden.

Dass die hannoverschen Tiere mit gr├Â├čter Wahrscheinlichkeit nicht unterartrein waren, hatte ich k├╝rzlich hier im Thread erw├Ąhnt. Jedenfalls erscheint mir sehr unwahrscheinlich, dass ein Tierh├Ąndler in Namibia ostafrikanische Impalas angeboten haben k├Ânnte, wenn sein eigenes Fanggebiet (auch dar├╝ber fand ich einen Artikel) neben Namibia noch S├╝dafrika und Simbabwe umfasst, wo es mehr als genug Impalas gab.

├ťbrigens fand eine Studie vor einigen Jahren keine genetischen Spuren von Hybridisation zwischen Gew├Âhnlicher und Schwarznasen-Impala in Etosha:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-294X.2004.02308.x/abstract;jsessionid=B70404B1E57CC2E7EC388D86005B5AF5.f01t04
(16.02.2015, 09:03)
Michael Mettler:   Laut der aktuellen Ausgabe der EAZA-Zeitschrift ZOOQUARIA soll der Freilandbestand des Ostafrikanischen Bongos auf nur noch rund 150 (!) Tiere gesunken sein. In den EAZA-Zoos sind es rund 170, in Zoos weltweit gesamt etwa 400 Exemplare. Somit w├Ąre der Ostafrikanische Bongo inzwischen seltener als der Berggorilla...
(29.01.2015, 22:00)
Michael Mettler:   Seit die USA den Import von Troph├Ąen der Schwarznasen-Impala verboten haben, soll das Interesse der Wildfarmer an der Zucht reinbl├╝tiger petersi nachgelassen haben:
http://www.macroevolution.net/bovid-hybrids.html#.VLy3vCzy98E

So k├Ânnen Artenschutzma├čnahmen auch nach hinten losgehen...
(19.01.2015, 09:12)
cajun:   Zum Thema Hybridisierung eine interessante Fotostrecke. H├Âbsches Tier! http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fi.dailymail.co.uk%2Fi%2Fpix%2F2014%2F12%2F30%2F24543FBC00000578-0-image-m-26_1419950818060.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.dailymail.co.uk%2Fnews%2Farticle-2891362%2FYou-t-stay-forever-Brave-antelope-dives-hippo-infested-water-avoid-pack-wild-dogs-making-escape.html&h=640&w=962&tbnid=Cj15dXcTEwEWWM%3A&zoom=1&docid=bs8eIbUepLNgQM&ei=cwG4VNPNOcasPND5gZgK&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=466&page=1&start=0&ndsp=27&ved=0CFAQrQMwEA
(15.01.2015, 19:09)
cajun:   @WolfDrei: Nicht nur dort, auch in Namibia in den letzten Jahrzehnten. Wobei nicht immer zum "verf├Ąlschen". Es gibt ein gro├čes Projekt, in dem
ehemaliges Farmland wieder "renaturiert" wird. Dort hat man gezielt Antilopen und auch Zebras und Giraffen angesiedelt, die historisch dort vorkamen. "Quelle" der Antilopen war und ist vor allem die Etosha und die

Kaoko Region (und auch Botswana). Dort hatten sich Reste der einstigen Populationen erhalten.
(15.01.2015, 18:51)
WolfDrei:   Habe nochmals gesucht. Und wenn ich bedenke , dass in Pilanesberg in den Achtzigern "so Manches ausgekippt" wurde!
(14.01.2015, 19:30)
Michael Mettler:   @cajun: Das geht mir als Hannoveraner mit Zoo-Impalas so ├Ąhnlich ;-)

Noch mal in Sachen "├╝ber Verkreuzung spekuliert": Es steht die (├╝brigens 1985 gemachte) Aussage von Hannovers Ex-Zoochef Dittrich, dass die damalige Impala-Gruppe A.m.rendilis x petersi gewesen sei. Dittrich war bereits zoologischer Leiter unter Ruhe, bevor er 1972 Zoodirektor wurde; zu dieser Zeit (1961-1971) wurden viele hannoversche Antilopenzuchtgruppen gegr├╝ndet, und Dittrich m├╝sste die Gr├╝ndertiere mit eigenen Augen gesehen haben. Wie das Stammweibchen aussah, wei├č ich leider nicht. Auch der Berliner Zoo hatte bis Anfang der 80er Jahre Impalas, die auf einen Namibia-Import zur├╝ckgingen, aber keine schwarze Maske trugen (habe ich noch selbst gesehen).
(14.01.2015, 19:23)
WolfDrei:   @cajun: genau so ist es mit den Impals.Wenn man nichts sieht - aber Impals immer. noch vor Steppenzebras und Gnus. Im Kr├╝ger soll es an die 120 000 geben!
Deshalb mal eine andere Art: Springbock, wieder Pilanesberg
(14.01.2015, 19:11)
cajun:   Impalaweibchen, ebenfalls Mudumu NP. Ich habe beim Durchsuchen meiner Fots ├╝brigens festgestellt, dass ich ab irgendeinem fr├╝hen Zeitpunkt aufgeh├Ârt habe Impalas zu fotografieren. Die sind so zahlreich und verbreitet im s├╝dlichen Afrika, dass man sie als normal und g├Ąngig empfindet.
(14.01.2015, 18:32)
Michael Mettler:   @cajun: Es soll auch in anderen Teilen Afrikas Impala-Individuen mit Maskenzeichnung geben.
(14.01.2015, 18:32)
cajun:   Jungbock. Mudumu Nationalpark. Namibia Caprivizipfel.
(14.01.2015, 18:28)
cajun:   Bevor ├╝ber Verkreuzung spekuliert wird: Impalabock, Chobe River Front. Botswana. Kann also ergo keine Schwarznase sein. Aber: Gesicht mit leichter Maske.
(14.01.2015, 18:25)
WolfDrei:   Ein sch├Âner "Normal"impalabock - Pilanesberg NP
(14.01.2015, 17:13)
Michael Mettler:   Und hier eine Weibchengruppe in Hannover von M├Ąrz 1990. Man beachte vor allem das leider teilverdeckte Gesicht des Tieres hinten in der Mitte mit viel Schwarz-Zeichnung und die sonstige diesbez├╝gliche Variabilit├Ąt unter den abgebildeten Tieren. Auch ein Zoof├╝hrer von 1973 enth├Ąlt ein Foto dreier Impala-Weibchen mit unterschiedlich dunkel ausgepr├Ągten, wenn auch nicht schwarzen Nasenr├╝cken.

Laut einer fr├╝heren Recherche ging die hannoversche Impalazucht bis 1983 (da wurde erstmals ein neuer Bock zur Blutauffrischung geholt) auf ein einziges Stammpaar in den 60er Jahren zur├╝ck, dessen Bock ostafrikanischer Herkunft war, w├Ąhrend die Gei├č aus Namibia stammte.
(14.01.2015, 15:13)
Michael Mettler:   Zur m├Âglichen Schwarznasen-Impala-Einkreuzung in Hannover zwei alte Fotos von mir, leider nur qualitativ schlecht vom Dia reproduziert. Zuerst ein Jungbock, etwa 1983 aufgenommen, mit ausgepr├Ągter Maskenzeichnung - wenn auch nicht ganz so kontrastreich wie die puren Schwarznasen auf den unten eingestellten Etosha-Fotos (wobei bei denen die im Vergleich zur hannoverschen Zuchtlinie eher gelbliche "Grundfarbe" zum st├Ąrkeren Zeichnungskontrast beitr├Ągt).
(14.01.2015, 15:00)
cajun:   @WolfDrei: Na, der Bock hatte aber "Nasenwaschtag" :-) anbei noch Damara Dik Dik, Etosha NP.
(12.01.2015, 20:23)
Jan Jakobi:   Zuf├Ąllig habe ich gestern im Zoo Magdeburg die Gruppe Blessb├Âcke fotografiert.
In der Mitte ist das Jungtier vom letzten Jahr zu sehen.
(12.01.2015, 20:08)
WolfDrei:   @cajun: Danke f├╝r die Mitteilung. Dann sind offensichtlich die "Anordnungen" nicht befolgt worden, in unmittelbarer Umgebung des EtoschaNP nur Schwarznasenimpalas in den Farmen zu halten.
Bisher kante ich nur Tiere aus Barcelona aus der Lissanoner Zucht, in Pretoria gefielen mir die 6 Weibchen gut, das M├Ąnnchen weniger - Bockaufnahme anbei (auch wenn die Sonne ung├╝nstig stand)
(12.01.2015, 19:36)
cajun:   Schmanckerl: Leierantilope. Okavango Delta, Botswana.
(12.01.2015, 19:24)
cajun:   Schwarznasenimpala. B├Âcke. Etosha- Nationalpark. Im angrenzenden Farmgel├Ąnde (Wildfarm/ Private Game Reserve)die "normalen" Impalas. Getrennt nur durch einen Wildzaun.
(12.01.2015, 19:23)
cajun:   Schwarznasenimpala. Weibchen. Etosha- Nationalpark.
(12.01.2015, 19:20)
WolfDrei:   Noch eine Kopfstudie
(10.01.2015, 18:30)
WolfDrei:   Mit einer gewissem Wehmut betrachtet: eine der beiden weiblichen Riesenelen. 1,4 kamen vor ca 10 Jahren nach Johannesburg, leider starb das M├Ąnnchen sehr fr├╝h.
(10.01.2015, 18:27)
Sacha:   @WolfDrei:

Bez. Kaamas und Klippspringer: Da sag ich nur "importieren, importieren, importieren..."!!!
(10.01.2015, 14:45)
WolfDrei:   Da hier gerade der beklagenswerte Zustand der europ├Ąischen Klippspringer"population" genannt wurde: in S├╝dafrika ist er in geeigneten Habitaten nicht selten. Hier ein Bild wieder aus dem Pilanesberg NP.
Unterart stephensoni. Bisher traf ich nur Paare mit und ohne Nachwuchs.
(10.01.2015, 13:53)
Michael Mettler:   Bin ein bisschen wegen Bl├Ąssbock-Buntbock-Hybriden im Net unterwegs gewesen. Anreiz zur kommerziellen Verkreuzung scheint zu sein, dass mit Buntb├Âcken mehr Geld bei J├Ągern zu erzielen ist und man deshalb auf "buntbockfarbige Bl├Ąssb├Âcke" (die zudem gr├Â├čer sein sollen als echte Buntb├Âcke) zu selektieren versucht. Siehe u.a. hier:
http://www.jesseshunting.com/forums/archive/index.php/t-156678.html

Zu den Impalas: Laut einer vor vielen Jahren vom fr├╝heren hannoverschen Zoochef Dittrich pers├Ânlich erhaltenen Info soll bei der Gr├╝ndung der hannoverschen Impala-Zucht auch petersi mitgemischt haben... Da dies eine der wichtigsten Keimzellen der heutigen europ├Ąischen Impala-Population war, w├Ąre deren Reinheit fraglich.
(09.01.2015, 22:42)
WolfDrei:   Zum Abend noch ein Leckerbissen: ein Caamabock im Pilanesberg-NP. Entfernung ca 15 Meter
(09.01.2015, 21:45)
WolfDrei:   Und nun ein Buntbock aus dem Zoo Johannesburg - welch sattere Farben hat der!
(09.01.2015, 20:45)
WolfDrei:   @MM: Eine durchaus berechtigte Frage. Wir hatten bez├╝glich von ┬ô Fehlfarben┬ö schon oft dar├╝ber philosophiert. Sicher ist , dass der Ble├čbock sehr viel schneller dem Artentod entronnen ist als der Buntbock. Letzterer hatte aber auch nur noch um 20 ┬ôResttiere┬ö, beim Ble├čbock sollen es fast noch 1000 gewesen sein. Die Ble├čbockanzahl erreicht heute mit den Farmingtieren zwischen 250 000 und 300 000 Tiere , der Buntbock schrammt immer noch an einer guten 1-2 000 er Grenze. Was nun die abgebildeten Tiere anbetrifft, so habe ich an die 300 mindestens gesehen; nach Besichtigung der Hinterteile etwas n├Ąher stehender Tiere habe ich auch so meine Bedenken, sind die doch immer relativ hell. Allerdings soll es auch schon wei├če Kleinstherden geben. Mein Vergleichsble├čbock aus dem Zoo hatte zumindest einen braunen Po im Vergleich zu einem Tier aus der Reserve. (Foto) . Ungeachtet der Seltenheit des Buntbockes w├Ąren beim Farming eher gewichtsm├Ą├čige ├ťberlegungen zum Tragen gekommen, doch habe ich nicht den Eindruck, dass Buntb├Âcke mehr auf die Waage bringen.

F├╝r diese wirtschaftlichen Erw├Ągungen fand ich ein sch├Ânes Beispiel in Namibia. B├Âcke (auch Weibchen) der etwa nur ca 3 000 Exemplare der Schwarznasenimpala bringen etwa 10 kg (entspricht fast 15 %!) mehr auf die Waage als die ja weitaus zahlreichere Nominatform aus dem Osten S├╝dafrikas - ergo werden die beim Farming auch in Namibia genutzt. Dies geschah auch am Rande des Etoscha-NP. Die Naturschutzbeh├Ârden haben nun Heidenangst, dass entlaufende Hybriden in die Freilandgruppen kommen. Nach dem B├╝rgerkrieg in Angola ist die ┬ôpetersi┬ö dort ausgerottet worden, in der Natur Namibias gab es Tiere nur noch am Kunene und im Kaokofeld. Ca. um 2000 wurden 200 Tiere nach Etoscha ┬ôverlegt┬ö, die sich gut vermehren. Die Regierung wollte nun die Farmer in unmittelbarer N├Ąhe verpflichten , nur noch Schwarznasenimpalas zu z├╝chten, wollte den Preis auch herabsetzen (Um 2003 kostete ein SN-Bock 6 500 Namibia-Dollars). Ob es angenommen wurde, wei├č ich nicht.
Dass mittlerweile durch die Tierauktionen Tiere aller Arten in allen Landesteilen leben, macht den Puristen und Systematikern nat├╝rlich Kopfzerbrechen. Ich wunderte mich ebenfalls, wieviel Arten in den ┬ôNatur-Reserven┬ö um Pretoria und Johannesburg ausgesetzt wurden: Wei├čschwanz- und Blaugnu, Caama, Wasserb├Âcke, Elen, Tsessibi, Ble├čbock, Breitmaulnash├Ârner (mit abges├Ągten H├Ârnern), Riedb├Âcke, Kapb├╝ffel (= Kaffernb├╝ffel - wird nicht gern geh├Ârt), Steppenzebras etc.

(09.01.2015, 20:38)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Da scheint mir von Buntbock- bis Bl├Ąssbock-Ph├Ąnotyp (siehe das ganz hinten rechts stehende Tier mit den dunklen Beinen) inklusive Zwischenformen alles in der Herde zu sein... Ich las mal davon, dass Bunt- und Bl├Ąssbock im Gamefarming durchaus verkreuzt werden, dienen die Tiere in diesem Reservat denn auch der Fleischproduktion?
(09.01.2015, 18:50)
WolfDrei:   "War mal kurz weg" - wohin, ist aus dem Bild zu ersehen. Und zu sehen ist auch, dass es nicht immer der Kr├╝ger-National-Park sein muss. Blick auf einen Ausschnitt der ca. 4 000 ha gro├čen "Rietvlei National Reserve" bei Pretoria.
(09.01.2015, 18:28)
Sacha:   @Zollifreund: Da war einer letztes Jahr (auch) in Florida und verr├Ąt das erst jetzt. Was hast Du Dir denn alles angesehen?
(04.01.2015, 16:40)
zollifreund:   da es nicht so aussieht, dass es in den n├Ąchsten Jahren in Europa nochmals Nachwuchs bei den Klippspringer geben wird ( oder besteht noch Hoffung, dass Frankfurt mal z├╝chtet?), habe ich f├╝r alle Freunde dieser sehr grazilien Antilopenart ein Bild aus Melbourne, Florida: hier hatte das Klippspringerpaar im Juni 2014 zum ersten Mal Nachwuchs!
(03.01.2015, 17:29)
Gudrun Bardowicks:   Ich stimme WolfDrei vollkommen zu. Es gibt sicher leichter zu haltende Antilopenarten, f├╝r die dringend weitere Halter ben├Âtigt werden. Ich denke z.B. an Wei├čnacken-Moorantilopen, Dama-Gazellen oder Mhorr-Gazellen, die allerdings auch nicht unbedingt leicht zu halten und zu z├╝chten sind.
(12.08.2014, 00:05)
WolfDrei:   @J├Ârn Hegner: nach den durchweg negativen ┬ôErgebnissen┬ö der Saigahaltung der letzten 40 Jahre wird sich keine Zoodirektor, speziell in Deutschland, dieses ┬ôzoologische Porzellan┬ö in die Anlage holen. Wir haben ├╝ber diese negativen Ergebnisse diskutiert (nach dem Tod des letzten K├Âlner Tieres - fand diese leider weder bei Antilopen noch Zoo K├Âln) . Weder die haltungstechnischen Bedingungen, die Ern├Ąhrung noch die Verhaltensmuster f├╝r eine erfolgreiche Haltung sind gekl├Ąrt. So gab es immer nur kurzzeitige Haltungen, wenn auch die Zucht durchaus gelang. Riesengro├če Anlagen haben wir nicht (wie in Askania Nova - dort leben etwas ├╝ber 100 Tiere, Bestand mit Geburt und Abgang konstant), auch w├╝rde der Besucher lange suchen m├╝ssen. Selbst in Chomutov auf 2 ha gab es kaum Sichtungen - Mitteilung eines Besuchers). Dazu kommen dann noch bei Freihaltung unsere ┬ôlieben┬ö F├╝chse als Schreckenspotential. Man sollte also von einer weiteren ┬ôVersuchshaltung┬ö absehen, lieber Unterst├╝tzung im Vorkommensgebiet geben, nachdem nach dem Abdanken der Sowjetunion in Mittelasien aber auch im europ├Ąischen Teil die Gesamtzahl auf 15 % durch illegale Jagd fast zusammenbrach. Bestand nunmehr leicht zunehmend.
Eine ┬ôErhaltungszucht┬ö in Zoos ist momentan nicht m├Âglich.

(11.08.2014, 19:43)
J├Ârn Hegner:   welche us-amerikanische zoos halten s├╝dafrikanische spiessb├Âcke . damals hat der new yorker bronx zoo doch diese gehabt .
(10.08.2014, 15:07)
J├Ârn Hegner:   plant ein deutscher zoo vielleicht mal wieder saigas . nachdem die letzte im zoo k├Âln gestorben ist .
(01.04.2014, 21:29)
Michael Mettler:   Apropos Zoo-├ťberschuss: Die im TV-Beitrag gezeigte Jagdfarm der Firma Tall Grass Safari Outfitters bietet ein h├Âchst interessantes Sortiment, siehe
http://www.tgsoutfitters.com/texas-price-list.html

Arabische Oryx, Damagazelle, Addax, Bongo oder unter den Nicht-Antilopen auch Davidshirsch, Transkaspischer Urial, Ostkaukasischer Steinbock oder Blauschaf (angeblich Zwergblauschaf...) d├╝rfte es auch in den USA nicht gerade im Pet Shop zu kaufen geben, und sie sind auch nicht mal eben aus ihren Heimatl├Ąndern zu importieren. Die Ursprungstiere d├╝rften da wohl eher aus den Zuchten amerikanischer Zoos stammen und die Diskussion um den Artenschutz-Aspekt noch ein wenig interessanter gestalten...

Noch mal zum Thema "auf beengter Fl├Ąche vor die Flinte bekommen": Auch das gilt nicht nur f├╝r Texas. Hierzulande werden Treibjagden durchgef├╝hrt und die Tiere vor die Flinten gescheucht, oder die Gr├╝nr├Âcke setzen sich auf ihre Hochsitze und lauern dort dem Wild auf - und das durchaus ebenfalls zu ihrer Befriedigung. (Wobei der erh├Âhte Ansitz eher Sicherheitsgr├╝nde hat, weil sich ein Fehlschuss dann in den Boden bohrt statt noch kilometerweit zu fliegen und ganz anderes Leben zu gef├Ąhrden.) Ich wei├č zwar nicht, wie gro├č ein durchschnittliches deutsches Jagdrevier ist, aber es wird bei der Jagd auch nicht in voller Ausdehnung abgeschritten.

Es gibt nat├╝rlich auch Extrembeispiele. Durch die Presse gingen vor einigen Jahren mal Beschreibungen von "canned hunt" (Jagd in Dosen), die von Anbietern in Namibia veranstaltet wurde. Da wurden angeblich alte Circusl├Âwen usw. quasi direkt aus ihren K├Ąfigen ins Abschussgehege gelassen. (Wobei es ├Ąhnliche Praktiken in Europa auch schon mit Zuchtfasanen gab oder vielleicht sogar noch gibt.) Aber das bewegt sich dann noch weiter vom Thema Antilopen weg...
(28.06.2013, 17:29)
Michael Gradowski:   @Jennifer Weilguni:

Deinen Ausf├╝hrungen zu diesem Thema kann ich nur voll und ganz zustimmen!
(28.06.2013, 14:57)
Jennifer Weilguni:   @Michael
Meine gemischten Gef├╝hle r├╝hren ja von ├Ąhnlichen Gedanken her, wie du sie hast. Denn warum darf man ein Rind t├Âten um Fleisch zu haben, eine Antilope aber nicht?
Und nat├╝rlich ist es auch nichts anderes, ob ich ein Zoohuftier der Verwertung zuf├╝hre und es hierf├╝r mit dem Blasrohr oder dem Gewehr abschie├če. Allerdings hat der Zoomitarbeiter, der diese Aufgabe erledigen mu├č eben nicht diesen Gedanken "Ich bin ein gef├Ąhrlicher J├Ąger, Herr ├╝ber die Kreaturen". Oder anders gesagt, mich wundert es eben, da├č ein J├Ąger auf einer derart beengten Fl├Ąche wirklich den befriedigen Gedanken haben kann, etwas gejagdt und erlegt zu haben. Vielmehr hat er ja das Tier dann vor die Flinte gesetzt bekommen und h├Ątte auch gleich in einem Stall darauf ballern k├Ânnen. So war mein Gedanke gemeint.

Und du kennst ja zu den deutschen Waidm├Ąnnern meine Meinung - ein J├Ąger der in den Wald geht und sich ein Reh schie├čt um mal einen leckeren Braten zu haben und der auch dazu steht, der verdient meinen Respekt. Erstens ist er ehrlich, zweitens wei├č er auch woher sein Braten kommt anstatt ihn anonym aus der K├╝hltruhe des Supermarktes zu nehmen und drittens hat das Reh im Wald sicher ein sch├Âneres Leben gehabt, als ein durchschnittliches Rind in der Massentierhaltung.
Ein J├Ąger, der aber nur aus der puren Lust zu t├Âten ein Tier abknallt, ├╝ber den kann ich nur den Kopf sch├╝tteln.

Da finde ich es noch ordentlicher, eine texanische Antilope zu schie├čen und diese dann wenigstens zu essen. Nur darf man das dann eben nicht als aktiven Artenschutz betiteln. Keine Frage, da├č ich wie gesagt froh dar├╝ber bin, da├č es derart gro├če Best├Ąnde dieser Tiere in Privathand gibt. Und evtl. kann man sich eines Tages dann auch von dort Genreserven in Form von Zuchttieren beschaffen. Aber zum jetztigen Zeitpunkt dienen diese Farmen eben ausschlie├člich der Befriedigung derer, die ihren Jagdgel├╝sten nachgehen wollen. Und dann sollte man das Kind eben auch schlichtweg beim Namen nennen.

Im ├ťbrigen sehe ich bei solchen Jagdfarmen (ob in Texas oder Afrika) auch noch ein ganz anderes Problem. In nicht wenigen afrikanischen L├Ąndern wird Wilderei gnadenlos und sehr hart bestraft. Wie soll man denn den Menschen dort erkl├Ąren, warum sie verpr├╝gelt, in den Knast geworfen und teilweise sogar an- oder erschossen werden wenn sie sich an gesch├╝tzten Tieren vergreifen, der "Wei├če" solche Tiere aber abknallen darf, wenn er nur gen├╝gend Geld hat? Hier sollten wir, die wir uns doch so gerne als "zivilisierte" Menschen bezeichnen und immer meinen, wir d├╝rften den Einheimischen vorschreiben, wie sie mit ihrer Fauna umzugehen haben, doch mit gutem Beispiel voran gehen.

(28.06.2013, 11:18)
Michael Mettler:   @Jennifer: Besonders sympathisch ist mir ein Typ wie der im Beitrag gezeigte Hobbyj├Ąger auch nicht, wenn er in die Kamera sagt "Ich will jetzt endlich etwas t├Âten!". Andererseits habe ich mir danach gedacht: DER war wenigstens ehrlich - der durchschnittliche deutsche Waidmann muss sich bei ├Ąhnlichen Gedanken auf die Zunge bei├čen...

Realistisch betrachtet scheint es wohl nicht m├Âglich zu sein, die menschliche Jagdlust und den Drang danach, etwas Besonderes zu besitzen, auszurotten oder wenigstens komplett auf unbelebte Materie umzuleiten. Ehrlich gesagt ist mir dann eine Kanalisierung der Jagdlust lieber, als wenn der selbe Typ mit seinem f├╝r 15 Dollar gekauften Jagdschein irgendwo in den Staaten in den Wald geht und auf alles schie├čt, was sich bewegt und keine rote Jacke tr├Ągt. Immerhin kann er sich auf der Jagdfarm kein beliebiges Schussobjekt aussuchen, sondern bekommt eins zugeteilt und schie├čt es unter Aufsicht, und die Nachsuche ist auch gesichert, falls das Tier nur angeschossen wurde.

Wir diskutieren hier ├Âfter dar├╝ber, was man mit ├╝berz├Ąhligen Tieren aus Zoozuchten anfangen soll, und die Meinung, zumindest Huftiere der Verwertung zuzuf├╝hren, ist unter Zoofans offenbar durchaus verbreitet. Faktisch und auf das Tier bezogen ist das auch nicht viel anders, die Chance zur Flucht ist in einem Zoogehege/-stall oder in einem Wildgatter noch wesentlich geringer als f├╝r eine Antilope auf 3 qkm (oder f├╝r eine Milchkuh auf der Weide). Und ob die letzte Aufregung f├╝r das Tier beim Anblick des eventuell als unangenehm im Ged├Ąchtnis verankerten Zootierarztes, der vor der einschl├Ąfernden Spritze erst mal einen Bet├Ąbungsschuss aus n├Ąchster N├Ąhe anbringen muss, nicht sogar gr├Â├čer ist als auf der texanischen Jagdfarm, wo die Antilope - wie im gezeigten Beispiel - aus 200 m Entfernung eine Kugel verpasst bekommt....? Die gemischten Gef├╝hle kann ich durchaus nachvollziehen, aber ich denke, die Beweggr├╝nde des J├Ągers und die Situation des Tieres sollten getrennt bewertet werden.

Auch in punkto Artenschutz kann man das von zwei Seiten sehen. Ja, die Tiere sind in kein koordiniertes Zuchtprogramm integriert. Aber: Artenschutz hat auch schon funktioniert, als es sowas noch gar nicht gab und ebenfalls Farmbest├Ąnde auf Privatbesitz beim ├ťberleben von Arten halfen oder es sogar ganz allein sicherten. Siehe Pr├Ąriebison oder Davidshirsch (bei letzterem stiegen die Zoos ja erst in die Erhaltungszucht ein, als schon ein gro├čer Bestand in Privatbesitz aufgebaut war). Und auch bei diesen Arten wurde durchaus mit dem Gewehr selektiert. Unterm Strich steht trotzdem, dass die Zuchtbest├Ąnde auf den Jagdfarmen z.T. gr├Â├čer sind als Zoo- oder sogar Freilandbest├Ąnde (im Beitrag wurde f├╝r die 125 Arten exotischer Wildtiere eine Gesamtkopfzahl von rund 500.000 St├╝ck f├╝r Texas erw├Ąhnt, also im Schnitt 4.000 St├╝ck pro Art - und das ist ja nicht der einzige Staat!) und damit zumindest die M├Âglichkeit gr├Â├čerer genetischer Reserve gegeben ist. Abgesehen davon unterliegen die Tiere vermutlich einer st├Ąrkeren Selektion durch Umwelteinfl├╝sse, die n├Ąher an den nat├╝rlichen Verh├Ąltnissen stehen d├╝rfte als in einem Zoo.

Wie also definiert man Artenschutz, gerade in Bezug auf Antilopen und andere Huftiere, die dem durchschnittlichen Mitb├╝rger/Zoobesucher ohnehin nur schwer ans Herz zu legen sind?
(28.06.2013, 09:51)
Jennifer Weilguni:   @Michael
Diesen Beitrag habe ich auch gesehen... mit durchaus gemischten Gefühlen.
Einerseits ist es ja sch├â┬Ân zu wissen, da├â┬č es im Lone-Star-State derart gro├â┬če Herden (und somit auch genetische Reserven) teilweise bedrohter Tiere gibt. Andererseits frage ich mich, was genau das eigentlich f├â┬╝r Menschen sind, denen es Spa├â┬č macht auf in Gehege gepferchte Tiere zu schie├â┬čen, die auf knapp 3 Quadratkilometern etwa die selben Chancen zur Flucht haben, wie eine Milchkuh auf der Weide. Die Antwort folgte ja (leider) auf dem Fu├â┬če; Menschen, die nicht einmal einen Waffenschein oder Kenntnisse in der Jagd besitzen m├â┬╝ssen (sondern nur das n├â┬Âtige Kleingeld) und mit so Worten um sich werfen wie: "Ich will jetzt endlich etwas t├â┬Âten!" und "Das ist halt etwas anderes, ein Tier von einem anderen Kontinent abzuknallen, als einen einheimischen Hirsch. Das ist, als w├â┬╝rde man statt Volvo Ferrari fahren!".

Da├â┬č das unsachgem├â┬Ąe abschie├â┬čen bedrohter Tierarten dann auch noch als Artenschutz deklariert wird, ist schon mehr als fragw├â┬╝rdig. Keines dieser Tiere ist an einem koordiniertem Artenschutzprogramm beteiligt, keines davon zur Wiederansiedlung in Afrika bestimmt und kein Cent der Geb├â┬╝hr, die die "Hobbyj├â┬Ąger" f├â┬╝r ihren zweifelhaften Spa├â┬č entrichten geht an Schutzprojekte in Afrika.

Der einzige Trost ist da noch, da├â┬č der Sch├â┬╝tze gelobte, das Tier (in diesem Fall ein Hirschziegenantilopenbock) auch zu verspeisen.
(27.06.2013, 10:50)
Michael Mettler:   Gestern lief in der Pro7-Sendung "Galileo" ein Beitrag ├╝ber Jagdfarmen in Texas, auf denen ├╝berwiegend afrikanische Huftiere gez├╝chtet gez├╝chtet werden (aber auch Bison, Wasserb├╝ffel, Nilgau etc.). Die Ansiedlung des Gro├čwildes in Texas soll schon vor rund hundert Jahren begonnen haben, damit Amerikaner nicht mehr extra nach Afrika reisen mussten, um zum Schuss zu kommen.

Ich hatte zwar schon fr├╝her mal dar├╝ber gelesen, dass es im S├╝den der USA (Texas, New Mexico usw.) z.B. mehr frei lebende Nilgaus geben soll als in ihren Heimatl├Ąndern, und kenne auch eine Verhaltensstudie, die dort an frei lebenden Oryx vorgenommen wurde, aber ein paar Inhalte des TV-Beitrags waren schon staunenswert. So gibt es z.B. allein in Texas rund 11.000 S├Ąbelantilopen auf Jagd- und reinen Zuchtfarmen, insgesamt sind dort auf Privatland 125 verschiedene Tierarten vertreten (wobei ich annehme, dass Unterarten wie umgangssprachlich ├╝blich als Arten gez├Ąhlt wurden), und die Hirschziegenantilope ist darunter die zahlenm├Ą├čig h├Ąufigste.

Auf der f├╝r den Beitrag besuchten Farm gibt es keine Schonzeit, es werden allerdings fast ausschlie├člich adulte m├Ąnnliche Exemplare geschossen (laut Aussage des Betreibers d├╝rfen die Weibchen ihre "15-20 Jahre" leben, was sich m.W. mit der normalen Lebenserwartung von Horntr├Ągern deckt). Auf den Filmaufnahmen - teilweise vom Hubschrauber aus aufgenommen - waren in einer tats├Ąchlich an die afrikanische Trockensavanne erinnernden Landschaft u.a. zu sehen Rappen- und Pferdeantilopen, S├Ąbel- und Mendesantilopen, Oryx (wahrscheinlich S├╝dafrikaner), Wei├čschwanz- und Wei├čbartgnus, Grays Wasserb├Âcke, Rothalsgazellen, Hirschziegenantilopen und Gro├če Kudus, dazu Hauswasserb├╝ffel und B├Âhmzebras; als texanische Troph├Ąen in der farmeigenen Jagdh├╝tte au├čerdem Nilgau und Kaffernb├╝ffel. Auf im Hintergrund zu sehenden Fotos waren auch ein nicht zuzuordnender Edelhirsch und ein Bongo (!) zu sehen.

Bei der einen oder anderen Antilopenart d├╝rften die Farmbest├Ąnde in den USA wohl ein gr├Â├čeres genetisches Reservoir f├╝r die Arterhaltung darstellen als die weltweiten Zoobest├Ąnde.
(27.06.2013, 08:15)
Sascha M├Âller:   Hallo zusammen!
Ich bin gerade in der Zootierliste dar├╝ber gestolpert, dass das Phantasialand in Br├╝hl seit 2006 Arabische Oryx h├Ąlt.
Wei├č einer zuf├Ąllig wo diese gehalten werden bzw. ob der Eintrag wohl noch aktuell ist?
Gru├č und Dank Sascha
(19.06.2013, 11:13)
WolfDrei:   Da ich soeben f├╝r Basel sah, da├č auch dort Rotducker im Bestand sind: offensichtlich sind die doch sicher mittlerweile an die 40 Tiere in europ├Ąischen Zoos immer noch ausschlie├člich Nachkommen der 2,1, die vor ca 15 Jahren ├╝ber Qurant├Ąne Poznan nach Dresden gelangten? Gute Gene!
(28.04.2013, 18:25)
Rainer Becker:   Auf der Anlage befanden sich 5 weibliche erwachsene Nilgau-Antilopen und der HZA-Bock. Die anderen HZA├ęn befanden sich in einem anderen Gehge.
(16.11.2012, 13:45)
Michael Mettler:   @Rainer Becker: Befand sich eigentlich ein geschlechtsreifer Nilgau-Bulle mit auf der Anlage?

Mich erinnert das Bild an eine Schilderung von Dittrich (?) ├╝ber die ehemalige hannoversche Afrika-Anlage. Bei den dortigen Elenantilopen war irgendwann mal nur ein junger, noch nicht sonderlich bewusster Bulle vorhanden, und diese Situation hatte der damalige Impala-Bock genutzt, um zu versuchen, die (ausgewachsenen) Elenantilopenk├╝he in seinen Harem einzugliedern.

Bei umgekehrtem Gr├Â├čenverh├Ąltnis (und n├Ąherer Verwandtschaft) ist es ├╝brigens tats├Ąchlich schon zu erfolgreichen Verpaarungen unter Antilopenarten gekommen, und die Kopulation eines gro├čen Bullen mit einem sehr viel kleineren Weibchen muss einen ├Ąhnlich merkw├╝rdigen Anblick gegeben haben. Ich denke da an Bongo x Sitatunga in Antwerpen oder Gro├čer Kudu x Sitatunga in Heidelberg (liegt beides schon Jahrzehnte zur├╝ck).
(16.11.2012, 12:16)
Elisabeth Hiendl:   Ihr verarschts den armen Bock wahrscheinlich haben ihn seine weiber abblitzen lassen und er wu├čte nicht mehr wohin mit seiner Energie
(16.11.2012, 11:24)
Mel:   Also sollten irgendwann HZA's mal kurz vor dem Aussterben seien, ist mir jetzt klar warum dann wohl. :)

(15.11.2012, 22:50)
Elisabeth Hiendl:   @Sacha der kommentar ist b├Âs aber ich habe herrlich dar├╝ber gelacht :)

(15.11.2012, 09:26)
Sacha:   Auch auf die Gefahr, dass ich mich als infantiler Chauvi darstelle: Mal ehrlich, wieviele von Euch hatten beim Anblick von @Rainer Beckers Foto nicht auch einen Kommentar im Sinn wie: "Jetzt ist mir klar, woher die Bezeichnung IHN NICHT H... BEKOMMEN stammt"..:)??
(15.11.2012, 09:03)
Rainer Becker:   Am 24.10.12 besuchte ich den Zoo in Madrid. Dabei hatte ich das Gl├╝ck, einen HZA-Bock beim Deckversuch einer Nilgau-Antilope, zu beobachten.
(15.11.2012, 07:54)
WolfDrei:   Bin wieder auf europ├Ąische Boden zur├╝ck aus "Afrika". Berichte ├╝ber die Zoos von Jonannesburg und Pretoria folgen. Hier eine Leierantilope (Damaliscus lunatus ) und eine Caama aus dem Pilanesberg-Park.
(06.11.2012, 23:25)
Werner Schindler:   @WolfDrei: Danke. Die Berggazellen scheinen "in den auslaufenden H├╝geln" genau in dem Gebiet zu sein, das ich mit "Ausl├Ąufer der H├╝gelketten" umschrieben habe. Da ist nicht viel Platz, leider. Nach W, S und N in die Flussebene gehen sie sicherlich nicht, falsches Habitat, und E w├Ąre zwar Platz, aber hinter der Grenze droht wohl anderes Ungemach.
Die Golan-H├Âhen, wo ich sie seinerzeit sah und wo sie offenbar noch vorkommen, sind ja auch kein sonderlich beschaulicher Ort. Aber solche milit├Ąrischen Grenzregionen mit oft sogar vermimintem Gel├Ąnde entpuppen sich bekanntlich oft als R├╝ckzugsr├Ąume f├╝r Tierarten. Ein weiteres klassisches Beispiel daf├╝r ist (war) das Evros-Delta zwischen Griechenland und der T├╝rkei.

Die Art-Aufsplittung der Kropfgazellen ist an mir vorbeigelaufen. Kann daran liegen, dass ich bez├╝glich solcher Aufsplittungen oft skeptisch eingestellt bin und nicht danach suche. Aber trotzdem interessant. Zuchtprojekte bei Adana und Gaziantepe: ganz sch├Ân weit westlich des Euphrat, aber weitl├Ąufige Steppenfl├Ąchen gibt es da schon (soweit es nicht nur kleine Gehege waren).
(24.07.2012, 20:25)
WolfDrei:   @Werner Schindler: Zu den Gazellen in der T├╝rkei: Die Anzahl der damals nicht als solche bekannten Sand-Kropfgazellen betrug 1968 etwa 1500, 1977 nur noch 300. Danach wurde in der Region Sanliurfa ein Zuchtprojektt aufgebaut (26 ha), sp├Ąter auch in Gaziantep und Adana. 2005 lebten in der Kizilkuyn Wildlife Protection die schon genannte 5oo Tiere , zu denen 2005 noch 86 Tiere aus Sanliurfa kamen. Ungeachtet dessen scheint aber erst durch diese genetische Arbeit erkannt worden zu sein, da├č es sich um die Sandgazelle G. marica (nunmehr Artstatus)handelt , denn vorher hatte man Tiere nach Georgien geliefert zur St├Ąrkung der dortigen letzen "richtigen" Kropggazellen. Die Berggazellen im Gebiet Hatay wurden erst ├╝ber diese Arbeit 2007 als neue Restpopulation der "echten" Berggazelle entdeckt. In angrenzenden Gebietn des Libanon und in Nordwest-Syrien sind sie ausgerottet, die vorher "n├Ârdlichste" Population befindet sich in Israel auf den Golanh├Âhen. In der T├╝rkei leben sie in den auslaufenden H├╝geln der Nusayriyah Mountains (hoffentlich richtig abgeschrieben). Der einzige Schutz war die Grenze selbst - ein jetzt wohl sehr fraglicher Schutz!
(24.07.2012, 18:10)
WolfDrei:   @Werner Schindler: Bez├╝glich der Sandgazelle G. marica etwa 5oo , f├╝zur Berggazelle und den Schutzm├Âglichkeiten wieder am n├Ąchsten Dienstag.
(17.07.2012, 23:09)
Werner Schindler:   @WolfDrei: Herzlichen Dank! Die Karte l├Ąsst eine recht gute Orientierung zu.
Danach sind die Berggazellen entgegen meiner Vermutung nicht an den Bergketten auf der Mittelmeerseite, sondern im ├Ąu├čersten, gerade noch kleinteilig in die T├╝rkei ragenden Ausl├Ąufer der H├╝gelketten ├Âstlich der Tiefebene des Karasu (naja, Schwarzwasser hei├čen viele Fl├╝sse in der T├╝rkei). Etwa SW von Yalankoz, sch├Ątze ich. Dieses Habitat setzt sich viel weiter fort nach Syrien hinein, aber ob von dort Untersuchungen vorliegen oder nur m├Âglich sind?

Die beiden Areale mit den Kropfgazellen liegen in etwa dort, wo ich es vermutet habe. Eine hei├če, sonnenflimmernde, schattenarme, unendlich erscheinende Landschaft am N-Rand der syrischen W├╝ste. Die E 90 von Adana ostw├Ąrts ├╝ber Birecik (dem bekannten Brutplatz des Waldrapps am Euphrat) in den Mittleren Osten l├Ąuft anscheinend dicht an der gr├Â├čeren der beiden Kropfgazellen-Fl├Ąchen vorbei. Und die Trulli-H├Ąuser von Harran, die oft von Touristen besucht werden, sind auch in der Gegend. Die ├ľrtlichkeit Kizilkuyu ist mir allerdings nicht gel├Ąufig. Die dritte Fl├Ąche bei Ceylanpinar ist dagegen klar, unmittelbarer Grenzort zu Syrien. Auch an diesem gro├čfl├Ąchigen w├╝stenhaften Lebensraum hat die T├╝rkei eher kleineren Anteil.

Wenn es nicht zuviel M├╝he macht: Ist f├╝r jedes der drei Gebiete auch einzeln angegeben, wie der Status der Gazellen dort ist und wie es um den Schutz bestellt ist?
(17.07.2012, 22:33)
WolfDrei:   @Werner Schindler: nun also die geographische Lage der drei (2 marica und eine der Bergazellen) Formen in der s├╝dlichen T├╝rkei. DIe Abbildung war ├Ąu├čerst klein. Folia Zoologica, 61, Heft 2, Seite 129- (2012)
(17.07.2012, 21:18)
Werner Schindler:   @WolfDrei: Bin gespannt, ob die Recherche etwas zu anatolischen ├ľrtlichkeiten ergibt. Bedanke mich auch f├╝r den Hinweis zum Artikel Rudloff, den besorge ich mir noch. Also zwischenzeitlich nur noch 10 Tiere - da ist (wieder mal) ein ganz sch├Âner Flaschenhals entstanden. Selbst wenn alle Weibchen Nachzuchten gehabt haben und mehrere B├Âcke beteiligt gewesen sein sollten.
So richtig korrekt war ├╝brigens auch meine Schreibweise von Sanliurfa nicht. Denn der letzte Buchstabe im Wort Sanli (hei├čt einfach: "die Ber├╝hmte", findet man neben Urfa auch anderen Ortsnamen vorangestellt) ist eigentlich kein i. Im t├╝rkischen wird das ohne den i-Punkt geschrieben und eher wie e gesprochen. Unsere Tastaturen geben den Buchstaben ├╝blicherweise nicht her, so nehmen wir ein i.
(12.07.2012, 21:35)
WolfDrei:   @Werner Schindler: zur 2. Bemerkung: Ihe Schriftweise ist richtig: ich habe auch bei meiner Schrift ger├Ątselt, des T├╝rkischen nicht m├Ąchtig. Habe also aus li ein h gemacht. Die Arbeit befa├čt sich im wesentlichen mit der genetischen Differenziertheit der beiden Formen. Ich schaue am Dienstag (das ist im TP der einzige Bibliothekstag), ob genauere ├ľrtlichkeiten genannt werden ausser der Provinzzuordnung.
Zu der Akaziengazelle: Kollege K. Rudloff hat im MILU Band 13, Heft 3, Seiten 394-401 ├╝ber die Akaziengazelle berichtet - mit sch├Ânen Fotos.(Begegnung mit der seltensten Gazelle der Welt - der Akaziengazelle) Tiefststand 1996 mit 10 Gazellen - seitdem erholt sich der eingez├Ąunte Bestand (32 km 2).
(12.07.2012, 12:10)
Werner Schindler:   @WolfDrei: Die Info habe ich mit gro├čem Interesse gelesen. Sie hat Erinnerungen geweckt: 1983 haben wir auf einer Israel-Exkursion im n├Ârdlichen Gebiet (Hermon-Berg und Golan-H├Âhen) wenigstens eine Berggazelle beobachten k├Ânnen, und im S├╝den in der Akazienhalbw├╝ste im Aravatal sogar 8-10 Tiere (damals Echtgazelle genannt zur Unterscheidung von den Dorkasgazellen). Angeregt durch die Mitteilung, habe ich jetzt nachgelesen und gelernt, dass die letztere Population jetzt sogar als eigene, isolierte Unterart gilt (G.g.acaciae), die mittlerweile durch Lebensraumverlust fast ausgestorben ist. Die zunehmende Kultivierung des Aravatals ist f├╝r viele Arten bedrohlich, z.B. auch f├╝r die ebenfalls dort isolierte, fast ausgestorbene Akaziengrasm├╝cke. Der Ohrengeier als fr├╝here Charakterart des Tals ist ja schon lange durch Giftk├Âder ausgerottet.

Bez├╝glich der jetzt gefundenen Berggazellen in der T├╝rkei w├╝rde ich mich ├╝ber die Beantwortung von zwei Fragen freuen:
1. Ist ersichtlich, wo die Gazellen in der Provinz Hatay entdeckt wurden? Vermutlich wohl in den Zyiaret- oder den Nur-Bergen, d.h. auf der Mittelmeerseite der Provinz? Das ├Âstliche Drittel von Hatay entlang der syrischen Grenze ist ja Tiefland um den trockengelegten Amik G├Âl├╝ (dem letzten Brutplatz des Schlangenhalsvogels in der Westpal├Ąarktis) scheint mir weniger als Lebensraum f├╝r Berggazellen geeignet.
2. F├╝r die arabischen Kropfgazellen ist als Region "Sanhurfa" angegeben. Ich vermute, dass sich da ein kleiner Schreibfehler eingeschlichen hat und es sich um Sanliurfa handelt. Das w├╝rde vom Habitat her passen. Liege ich da richtig?
(12.07.2012, 11:02)
Henry Merker:   Da bleibt nur zu hoffen, dass sich der Bestand der Berggazelle halten wird; Syrien ist ja nicht weit - und es ist nicht auszuschlie├čen, dass die momentan hohe Truppenpr├Ąsenz entlang der syrisch-t├╝rkischen Grenze auch demn├Ąchst zum Einsatz kommen wird. Und da k├Ânnten auch die Grenzprovinzen Schauplatz von Auseinandersetzungen werden....
(12.07.2012, 09:39)
WolfDrei:   Mist - aber "meine Regierung" hat aus Johannisburg angerufen - hab ich wohl vor Schreck "einf├╝gen" gedr├╝ckt. Also: im genannten Grenzbereich (vielleicht deshalb) hat man noch "echte" Berggazellen (Gazella g. gazella) "entdeckt" - die man schon l├Ąngst als ausgestorben betrachtete (Region Hatay). Es w├Ąren dies die n├Ârdlichsten Berggazellen. Weiterhin gibt es ein bi├čchen weiter ├Âstlich in der Region Sanhurfa noch 500 arabische Kropfgazellen (G. marica), also neben der eigentlichen "persischen" Kropfgazelle.
(10.07.2012, 21:54)
Oliver Jahn:   @WolfDrei, das gilt nicht...erst Spannung wecken auf eine ├╝berraschende Feststellung...und dann abbrechen... ;-)
(10.07.2012, 21:41)
WolfDrei:   aus Folia Zoologica 61 (2012) In der T├╝rkei ist nach genetischen Untersuchungen ├╝berraschend festgestellt worden, da├č es in Ostanatolien im t├╝rkisch/sy(10.07.2012, 21:36)
Henry Merker:   Ich habe zur Vierhornantilope noch eine bessere Angabe finden k├Ânnen: In Indiens Zoos gibt es demanch insgesamt 52,55,17 Exemplare (Stand: 31.12.10).
(22.01.2012, 12:15)
Henry Merker:   PS: Es sind 18,37,3 Tiere.
(15.01.2012, 14:58)
Henry Merker:   Ja, es gibt sie noch. Allerdings nur in Indien:

New Delhi: 2,1 Tiere; Sakkarbaugh Zoo (Junagadh): 8,25 Tiere; Mysore Zoo: 4,5 Tiere; Rajiv Gandhi Zoological Park (Pune): 4,6,3 Tiere. Somit werden in Indien mindestens 18,37 Tiere gehalten. Ob diese Art dort auch gez├╝chtet wird, ist mir nicht bekannt.

Angaben wie immer ohne Gew├Ąhr.
(15.01.2012, 14:57)
J├Ârn Hegner:   gibt es heute noch in irgendein zoo diese seltenen vierhornantilopen .
(15.01.2012, 14:32)
Ronny:   Der Bestand der Saigas im Moskauer Zoo ist veraltet. Die 0,2 sind nun auch im Zuchtzentrum.
(06.01.2012, 18:16)
WolfDrei:   Ich hatte vor ca 2 Wochen das Bestandsbuch der zoologischen Einrichtungen Ru├člands f├╝r 2010 in den H├Ąnden. Au├čer Moskau und Ascania Nova waren keine anderen Halter ausgewiesen.
(06.01.2012, 16:27)
Michael Mettler:   ISIS verzeichnet noch 0,2 im Zoo Moskau, 1,0 in Dallas und 0,1 im San Diego Wild Animal Park, die Zootierliste 1,2 im Moskauer Zuchtzentrum und ├╝ber 50 Tiere in Askaniya Nova. Allerdings sind nicht alle Zoos des GUS-gebietes ISIS-Mitglieder, so dass im Dunstkreis des Verbreitungsgebietes der Saiga vielleicht noch weitere Haltungen bestehen (vielleicht auch in China?).
(06.01.2012, 15:56)
Peter Lohse:   Hallo
kann mir jemand helfen ? Ich suche Informationen in welchen Zoo Heute noch Saiga-Antilopen gehalten werden.
(06.01.2012, 15:30)
WolfDrei:   Aus der Gazella (Prag) 37: 2009 lief ein 10-Jahresvertrag zwischen tschechischen Institutionen und dem Senegal zum Schutz der westlichen Riesenelenantilope aus. Von Taurotragus derbianus derbianus existieren nur noch 100-200 Tiere im Niokolo-Koba-NP. 2000 sind einige Tiere in die Bandida Reserve ├╝berf├╝hrt worden, Tiere davon 2006 in die Fathala Reserve. Insgesamt existieren dort 62 allerdings eng verwandte Tiere. Der Vertrag soll erneuert werden, Ziel ist die Einf├╝hrung blutsfremder Tiere in die Reserven. Von der ├Âstlichen Form T.d.gigas existieren von Kamerun bis Sudan c. 14 000 Tiere.
(29.03.2011, 19:22)
Michael Mettler:   Die Nachfrage scheint auch fr├╝her eher gering gewesen zu sein. Bevor Hannover vor einigen Jahren 2,4 neue Thommys aus Ramat-Gan importiert hatte, waren ├╝ber l├Ąngere Zeit nur 0,2 im Bestand, f├╝r die kein Bock zu finden war. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich auch kein anderer Zoo daran interessiert gezeigt haben kann, selbst zu importieren, so dass Hannover davon h├Ątte profitieren k├Ânnen. Bewegung kam ja erst hinterher vor allem von Seiten Arnheims in die Sache, wobei der damalige dortige Kurator Marc Damen (unter dem auch die Gruppen der Kaamas, Wei├čbartgnus und Pferdeantilopen in Arnheim aufgebaut wurden) heute Direktor in Rotterdam ist, was wahrscheinlich den Transfer der Arnheimer Thommys dorthin erkl├Ąrt. So weit ich mich erinnere, war es seinerzeit Damens Ziel in Arnheim, eine Herde von rund 50 Thomsongazellen auf der Afrikasavanne zu etablieren - schade, dass es nicht funktioniert hat.
(21.02.2011, 23:13)
Gudrun Bardowicks:   Das Problem ist, dass Hannover sich nach einem blutsfremden Zuchtbock f├╝r seine Thomsongazellen umsieht und im Moment leider keinen geeigneten Bock in Aussicht hat. Scheinbar ist auch die Nachfrage nach Thomsongazellennachzuchten im Augenblick nicht allzugro├č, da Hannover sonst m├Âglicherweise auch mit einem n├Ąher verwandten Bock weitergez├╝chtet h├Ątte, um die Nachfrage nach Thomsongazellen zu befriedigen. Bis zum Tod des letzten Zuchtbocks wurden n├Ąmlich j├Ąhrlich zwischen 4 und 6 Jungtiere geboren, von denen allerdings viele m├Ąnnlichen Geschlechts waren. Darum hielt Hannover einige Zeit auch nur eine Junggesellengruppe Thomsongazellen. Vielleicht hat Hannover daher im Augenblick auch wieder absichtlich einen Zuchtstopp bei den Thomsongazellen eingelegt. Soweit ich wei├č arbeitet Hannover ├╝brigens am Aufbau eines Zuchtbuches f├╝r Thomsongazellen.
(21.02.2011, 22:06)
Anti-Erdm├Ąnnchen:   Na wenn Du meinst. Bisher verh├Ąlt sich der Zoo mit seinen 0,6 Tieren ja eher diametral entgegengesetzt ...
(21.02.2011, 21:43)
Michael Mettler:   @Anti-Erdm├Ąnnchen: Ich w├╝rde davon ausgehen, dass sich ein Zoo wie Hannover, der sich seit Jahrzehnten intensiv mit dem Zuchtmanagement von Antilopen befasst, l├Ąngst selbst Gedanken um Gegenwart und Zukunft der Thomsongazellenhaltung gemacht hat. Au├čerdem liest die Zoowelt im Forum mit - sollten wir also wirklich einen ganz au├čergew├Âhnlich neuen Gedanken formuliert haben, steht der vielleicht schon auf dem Pr├╝fstand...
(21.02.2011, 21:20)
Anti-Erdm├Ąnnchen:   @ MM:
Stehst Du in Kontakt zum Zoo Hannover und k├Ânntest dort mal unsere Ideen bez├╝glich der Thomsongazellen einreichen? Leipzig sollte allerdings auch benachrichtigt werden.
(21.02.2011, 20:06)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Prima, genau diese Darstellungen meinte ich in meinem Beitrag im Elefanten-Thread! In Sachen Geh├Ârn pflichte ich bei, zumal die Tiere auf den Buchabbildungen, die ich gesehen hatte, "vierh├Ârnig" wirkten - sprich, die Ohren der Vorbilder waren wahrscheinlich fast so lang wie die H├Ârner, und diese Proportionen erinnern umso mehr an die Pferdeantilope. Die kontrastreiche Zeichnung geht allerdings mehr in Richtung Rappenantilope, und nat├╝rlich ist nicht auszuschlie├čen, dass es sich - wie z.B. auch beim Blaubock - um eine eigenst├Ąndige, wenn auch nahe verwandte Form handelte.
(19.02.2011, 18:06)
WolfDrei:   Anbei ein Bild, da├č ich 1977 in Algerien im Tassili n`Ajjer machte und das aus der "bewohnten " Zeit (nach C 14-Messungen zwischen 5-und 6000 Jahren) stammt. Es ist dies die sogenannte Antilopenzeit. Weiterhin sind Kaffernb├╝ffel, Giraffen , Gazellen und Strausse abgebildet. Die Zeichnung selbst wurde kurz nach dem 2. Weltkrieg entdeckt, damals sollen es etwa 8 Tiere gewesen sein, zwischenzeitlich dann einige ausgeblichen. Gew├Âhnlich werden sie als Rappenantilopen benannt, wenn auch das Geh├Ârn eher in Richtung Pferdeantilope hinweist. Gesehen in natura in "Haltungen": Streifenhy├Ąnen, Dorcasgazellen, Cuviergazelle, D├╝nengazelle; freilebend Goldschakale, F├╝chse und Magots (wilde und "Touristenaffen"). Im Tassilivorland sollten damals noch Addaxe existierten, mit Sicherheit M├Ąhnenspringer anhand der Abdr├╝cke an einem Guelta (Wasserquelle). Das Tassilihochland ist etwa 1000 m hoch im S├╝dosten Algeriens und bekannt f├╝r die Felsbilder (art rupestre)
(19.02.2011, 16:28)
Henry Merker:   Das habe ich mir schon gedacht.
Ok, dann wei├č ich Bescheid.
(16.02.2011, 21:32)
Michael Mettler:   @Henry Merker: Ersteres w├Ąre keine Vergesellschaftung (und um die ging es), und ohne ein eigenes Nebengehege als Zuflucht und Absperrm├Âglichkeit w├╝rde ich sowas nicht wagen.
(16.02.2011, 19:33)
Henry Merker:   @Michael:
Nebenbesatz im Sinne von "benachbart" oder im Sinne von "vergesellschaftet mit" - oder gar als Mittelding aus beiden Varianten?
(16.02.2011, 15:39)
Michael Mettler:   Osnabr├╝ck k├Ânnte selbst vom Stallraum her ein Kandidat sein, denn es soll schon mal angedacht gewesen sein, Kleine Kudus zus├Ątzlich zu den vorhandenen Arten auf die Anlage zu bringen, was dann aber nicht umgesetzt wurde - also m├╝ssten Kapazit├Ąten frei (oder frei zu setzen) sein. Rostock und N├╝rnberg (jeweils Elen mit Steppenzebras auf sehr gro├čen Fl├Ąchen) fallen mir spontan ein; in Dortmund k├Ânnte die Umz├Ąunung wegen Unfallgefahr ein Problem sein. Wuppertal hat meiner Erinnerung nach kein ruhig gelegenes Vorgehege als Ausweichm├Âglichkeit. Schade, dass man dort die beiden Afrika-Anlagen (Zebras/Elen und afrikanische Haustiere) nicht vom Besatz her tauscht, dann w├Ąre ein solches Nebengelass wohl eher einzurichten. Und in einigen Zoos ist die entsprechende Planstelle mit Springb├Âcken oder wie in der Wilhelma mit Dorkasgazellen schon besetzt, deren Erhaltungszucht ebenfalls jeder zu bekommende Standort gut tut.

Ansonsten w├╝rde es sich m.E. durchaus auch mal lohnen, es mit einer Thommy-Bockgruppe als Nebenbesatz einer Elefanten- oder Nashornanlage zu versuchen, wenn die Umfriedung es zul├Ąsst.
(15.02.2011, 21:09)
Anti-Erdm├Ąnnchen:   "├ťberschu├čtiere" k├Ânnen doch einfach an andere Zoobewohner verf├╝ttert werden, wo ist das Problem? Es hat f├╝r alle Beteiligten nur Vorteile: Nat├╝rliches Fortpflanzungsverhalten bei den Gazellen, Aufwertung des Speiseplans bei den Fleischfressern, Optimierungsm├Âglichkeiten des Bestandes (Verj├╝ngung, Korrektur des Geschlechterverh├Ąltnisses), Kostenersparnis beim Zoo.

An die Zooreisenden: Welche gr├Â├čeren Afrikaanlagen k├Ânnten denn noch einen Unterbesatz mit Thomsongazellen vertragen (die Stallsituation mal au├čen vor gelassen)? Wo gibt es z.B. schon eine Kombi wie Zebra/Eland/Impala? W├Ąre Osnabr├╝ck ein Kandidat?
(15.02.2011, 20:25)
Michael Mettler:   @Anti-Erdm├Ąnnchen: Eine Zweitgruppenhaltung wie die beschriebene betreibt Hannover seit vielen Jahren bei den Dikdiks. Ich wei├č aber nicht, ob sich bei dieser Art inzwischen das Szenario entscheidend ge├Ąndert hat, dass der Zoo zwar viele andere Halter best├╝ckt hat, aber dort keine ebenso florierenden Zuchten entstanden (oder inzwischen wieder zusammenbrachen). Bei durchschnittlich zehn hannoverschen Dikdik-Nachzuchten pro Jahr (laut einem Artikel des Zuchtbuchf├╝hrers im ZOOFREUND) m├╝sste die Zoolandschaft eigentlich inzwischen nur so strotzen von Dikdiks...

Wenn es kein Abgabeproblem g├Ąbe, wo sind dann die Halter der ├ťberschusstiere aus den vergangenen Jahren als potenzielle Gruppenhalter...?

Den Gedanken mit dem "Startsortiment" f├╝r Afrika-Steppen-Interessenten finde ich sehr interessant. Ein en bloc abgegebener hannoverscher Saisonnachwuchs aus B├Âhmzebra, Elen, Impala und Thommy, erg├Ąnzt durch das eine oder andere blutsfremde Tier w├Ąre sicher nicht die schlechteste Grundlage f├╝r eine auch andernorts erfolgreiche Gemeinschaftshaltung.

Offizielle Zuchtb├╝cher m├╝ssen m.W. bei der EAZA beantragt werden (Off-topic: Habe ├╝brigens mal geh├Ârt, dass ein entsprechender Vorsto├č Hannovers bez├╝glich der Karibus gemacht wurde), als Vorstufe dazu ist ein so genanntes "Monitoring" m├Âglich, bei dem jemand schon mal mit einer Datensammlung beginnt (gibt es z.B. f├╝r Steppenzebras und wurde m.W. auch schon f├╝r Impalas in Angriff genommen). Ein verl├Ąssliches Zuchtbuch d├╝rfte zumindest in Sachen Abstammung schwierig werden, denn die Gr├╝ndung der Zucht in Ramat Gan d├╝rfte in eine ├ära fallen, wo man einfach eine Startherde ins Gehege setzte und es noch egal war, wer wann mit wem Nachzucht hatte.

├ťbrigens d├╝rfte es auch f├╝r eine ganze Reihe anderer Antilopenarten gelten, dass man kaum noch Tiere in Europa finden kann, die keine verwandtschaftliche Beziehung untereinander haben. Ich denke da neben den schon diskutierten Kleinen Kudus auch z.B. an Springbock und Impala. Ob das aber wirklich ein Hindernis f├╝r eine nachhaltige Erhaltungszucht ist, bleibe dahingestellt. Unter den Arten, um die sich Almeria k├╝mmert, gehen mindestens zwei auf eine Gr├╝nderbasis von nur zwei oder drei Tieren vor Jahrzehnten zur├╝ck, und dennoch existieren nach wie vor Zuchtgruppen.
(15.02.2011, 08:53)
Anti-Erdm├Ąnnchen:   Doch, Zweitgruppen bringen schon Vorteile mit sich. Der entsprechende Zoo w├Ąre damit gut in der Lage, seinen eigenen Bestand zu jedem Zeitpunkt in einem gesicherten und zukunftstr├Ąchtigen Zustand zu halten. Es g├Ąbe viel mehr M├Âglichkeiten, die Alters-, Geschlechts- und Verwandtschaftsverteilung zu optimieren. Nehmen wir als Beispiel den Generationenwechsel, einen der gro├čen Knackpunkte, an dem Best├Ąnde gerne mal zusammenbrechen. Hier gibt es die Gefahr, da├č die z├╝chtende Generation unerwartet fr├╝h aus dem Zuchtgeschehen ausscheidet, also bevor man Nachwuchs in der Gruppe belassen hat. Hat es aber doch wie geplant geklappt, dann ist die Anlage (besonders die Boxen) f├╝r eine gewisse Zeit ├╝berbesetzt. Au├čerdem kann der Bock seine T├Âchter schw├Ąngern. Bei zwei Gruppen auf zwei Anlagen tr├Ąten all diese Probleme nicht auf. Man k├Ânnte dann die B├Âcke tauschen, den Nachwuchs auf die jeweils andere Anlage geben, alternativ die n├Ąchste Generation separat aufbauen, als dritte M├Âglichkeit mit Harems- und Junggesellengruppe operieren, man k├Ânnte angesichts der gr├Â├čeren Auffangbasis Tiere jeden Geschlechts und Alters kontrollierter herausnehmen und abgeben, Gruppen k├Ânnten ohne Haltungsunterbrechung ganz neu gegr├╝ndet werden, usw. Das ist noch lange kein Perpetuum mobile, aber im Verbund mit anderen Zoos k├Ânnte es eines werden.

Das Abgabeproblem sollte keines sein. Wohin entschwinden denn sonst die ganzen ├╝berz├Ąhligen B├Âcke und Bullen?

Zur vorgeschlagenen Werbekampagne, bei der man die Thomsons als ┬äUnterbesatz┬ô f├╝r Huftieranlagen anpreisen will: In Hannover stehen sie ja zusammen mit den allgemein popul├Ąren und verbreiteten Zebras und Elandantilopen sowie mit den im Aufstieg begriffenen Impalas. Man k├Ânnte aus diesen vier Arten (wahlweise kann ja auch eine fehlen), die sich nachweislich vergesellschaften lassen, ein Paket schn├╝ren, das vielleicht als Afrikaanlagen-Standard die Runde macht, vergleichbar mit der standardisierten S├╝damerika-Anlage. W├Ąre f├╝r Zooreisende nat├╝rlich ein Eigentor, aber was soll`s.

Beil├Ąufig wurde ein weiterer Punkt angesprochen, n├Ąmlich das nicht vorhandene Zuchtbuch oder EEP. Ich wei├č nicht, was f├╝r Kriterien daf├╝r erf├╝llt sein m├╝ssen. Die Halter k├Ânnten aus ihren Reihen aber so oder so einen Manager bestimmen, der die Daten des Gesamtzoobestands pflegt und Empfehlungen abgibt. Es mu├č mehr Verantwortung installiert werden. Der Zoo Hannover schreibt auf seiner Netzseite, da├č die hannoverschen Thomsongazellen die einzigen in ganz Europa w├Ąren ┬ľ das ist doch bezeichnend f├╝r den bisherigen Organisationsgrad.

(15.02.2011, 03:58)
Rene Mantei:   Immerhin bieten sich dem Besucher tolle Vergleichsm├Âglichkeiten, die Vorraussetzung daf├╝r sind nat├╝rlich gute Artschilder.


(14.02.2011, 23:23)
Michael Mettler:   @Rene Mantei: Kenne ich in dieser Kombi nicht, w├╝rde aber vermuten, dass das wegen des zu ├Ąhnlichen Aussehens Probleme zwischen den B├Âcken geben w├╝rde. F├╝r den Normal-Zoobesucher w├Ąre die Kombi allerdings verwirrend...
(14.02.2011, 22:49)
Rene Mantei:   Wurden Thommies ├╝berhaupt schonmal mit Springb├Âcken vergesellschaftet? Das f├Ąnde ich mal eine interessante Kombination.
(14.02.2011, 22:35)
Michael Mettler:   Zu der von Anti-Erdm├Ąnnchen im Thread "Zoo Hannover" gestellten Frage, wie man das Zuchtmanagement der Thomsongazelle gestalten sollte:

Ohne zus├Ątzliche Halter versch├Ąrft die Haltung einer zweiten Gruppe doch nur das Abgabeproblem des jeweiligen Zoos, weil sich dann noch mehr Tiere vermehren. Wenn man andererseits die Zucht in zwei Gruppen bremst, kann man genausogut auch nur eine Gruppe halten...

Folglich s├Ąhe ich vorerst als wichtigsten Schritt, dass die Thomsongazelle mehr "Werbung" braucht, um Interesse anderer Zoos zu sch├╝ren. Und DAS d├╝rfte schwieriger als die Zusammenstellung z├╝chtender Gruppen sein. Man wird heute kaum einen Zoo finden, der eine eigene Anlage f├╝r eine Kleingazellenart zur Verf├╝gung stellt, also kann man die Thommy eigentlich nur noch als Vergesellschaftungspartner "verkaufen". Dazu braucht es vor allem Referenzen. In Hannover wird die Art seit Jahrzehnten in Huftiergemeinschaften gehalten, aber das ist auch ein auf diesem Gebiet sehr spezialisierter und erfahrener Zoo. In Leipzig steckt die Zucht noch in den Kinderschuhen, in Arnheim ist - wie in der bisherigen Diskussion zu lesen - die Integration der Thommys in die Huftiergemeinschaft der Afrikasavanne misslungen. Unterm Strich gesehen ergibt sich daraus das Bild, dass der potenzielle Interessent experimentierfreudig sein m├╝sste, da der Erfolg nicht garantiert (oder wenigstens sehr wahrscheinlich ist) - und davor schreckt vielleicht Mancher zur├╝ck. Zieht man dann noch in Betracht, dass die Art manchen Zoos nicht bedroht genug sein k├Ânnte und weder durch ein EEP noch durch ein Zuchtbuch "geadelt" ist, sind die Karten noch schlechter.

Also w├Ąre mein Gedanke, mit den vorhandenen Tieren und notfalls vorerst ohne Blutauffrischung mehr Vergesellschaftungsversuche zu machen, um dadurch "Schaufenster" f├╝r potenzielle weitere Interessenten zu erzeugen - und zwar in m├Âglichst vielen verschiedenen Zoos, nicht mit Zweitgruppenhaltung am selben Ort. FALLS dann mehr Nachfrage entstehen sollte, w├Ąre das vielleicht der beste Zeitpunkt, sich um Neuimporte zu bem├╝hen. Ob die allerdings wirklich den Genpool erweitern w├╝rden...? Meines Wissens gehen alle Thommys in Europa auf die Zucht von Ramat-Gan zur├╝ck, und das w├Ąre vermutlich auch die einzige Bezugsquelle f├╝r Nachschub - aber auch dort wird doch wahrscheinlich seit Jahrzehnten ohne Blutauffrischung gez├╝chtet.
(14.02.2011, 22:23)
WolfDrei:   Thomsongazellen: Vielleicht sollte man einmal ├╝ber den deutschen Rand hinwegschauen Richtung Osten - Poznan zum Beispiel.
(14.02.2011, 22:12)
Michael Mettler:   F├╝r die Leierantilope (die "Topis" unserer Zoos waren eigentlich Jimelas) gilt dabei ein gleicher Faktor wie bei den Hartebeest-Formen: Sie gelten quasi als die Vollbl├╝ter unter den Gro├čantilopen - nerv├Âs und in jede Richtung leicht erregbar. Und die Bullen "genie├čen" den Ruf potenzieller Killer...
(13.02.2011, 20:40)
WolfDrei:   Um die Ambivalenz der Antilopen-/Gazellenhaltung, speziell aber der Kuhantilopenhaltung darzustellen, darf ich hier meine Beobachtungen anhand meiner Besuche in Dvur Kralove aufzeigen, dem Halter ├╝berhaupt, der mir zug├Ąnglich war. Vom ersten Besuch 1973 ├╝ber j├Ąhrliche Besuche bis zur politischen Wende, dann etwas weniger h├Ąufig, darf ich dies in 4 Kategorien versuchen. Nicht bekannt sind mir nat├╝rlich die Transferraten von Tieren gerade Richtung Westen und deren Einflu├č auf meine Einsch├Ątzung. Einige Formen, wie etwa Grantgazellen und Gerenuks, waren nie in der Ausstellung, letztere ├╝berlebten wohl nur Monate. Gl├╝cklicherweise hatte die aberrante Maul-und Klauenseuche in den Siebzigern kaum Einflu├č auf den Antilopen-/Gazellenbestand. Auch sind gewisse Formen erst sp├Ąter hinzugekommen, so dass eine Kategorisierung sich noch ├Ąndern k├Ânnte.

I. Kategorie: hervorragende Ergebnisse, auch wichtig f├╝r den europ├Ąischen Bestand: ├Âstlicher Bongo, kleiner Kudu, Pferdeantilope, Rappenantilope

II. Kategorie; erfolgreiche Haltung und Zucht: Wei├čbart-, Wei├čschwanz- und Blaugnu, S├Ąbelantilope, Addax; Defassa-, Ellipsen- und Wei├čnackenwasserbock, Bergriedbock, Elenantilope, Gemsbock, Lechwe, Nyala, arabischer Spie├čbock, Ble├čbock, Sitatunga

III. Kategorie: mittelpr├Ąchtig, z.T. gez├╝chtet, gering bestandserhaltend:
Hunters Leierantilope, Impala, Springbock (auch wei├če und schwarze), Kaama, Gro├čer Kudu (vielleicht auch unter II)

IV: schlecht (z. T. auch nur Import eines Paares) D├╝nengazelle, Buschbock, Rhebok (Pelea), Topi, Jacksons Kuhantilope, Buntbock (habe ich den ├╝berhaupt gesehen?), Grantgazelle, Gerenuk, Dik-Dik (habe ich bisher nicht gesehen).

Bez├╝glich der Kuhantilopen (fett) zeigt sich ein Bild, wie es sich schon f├╝r Hannover andeutete - eher schlecht bis kaum bestandserhaltend (Ausnahme die Gnus)
Bez├╝glich der Kaama erfolgte die erste Ausstellung 1974 in der ┬ôlangen Reihe┬ô (wo heute die kleinen Kudus sind), 1976 dann wohl am Au├čering (auf einem Dia ca 12 Tiere , darunter 4 Jungtiere), sp├Ąter gegen├╝ber der erw├Ąhnten langen Reihe.

(13.02.2011, 20:06)
Maik Schilde:   Hier ein Bild vom Juni 2010 aus der n├Ârdlichen Serengeti (Lobo Gebiet). Die B├Âcke sind deutlich grau gef├Ąrbt, hingegen die Weibchen r├Âtlichbraun sind.
(05.01.2011, 10:07)
Ronny:   Da ich aktuell in der Wissenschaftsbibiothek Dessau die "Mitteilungen des Zoologischen Garten Halle" von 1925 bis 1941 durcharbeite habe ich zu cajuns Elandbeschreibung folgendes im Heft 5 von 1931:

Das Gegenteil dieser Zwerge (vorher von den Schwarzduckern die Rede) unter den Antilopen sind die Elenantilopen. Auch von ihnen konnten wir 1929, wenn auch zun├Ąchst nur leihweise, ein junges Paar sichern. Es handelt sich bei ihnen um zwei Lokalformen, und zwar bei dem Weibchen um die ostafrikanische, leuchtend rotbraun gef├Ąrbte mit wei├čen Querstreifen auf dem Rumpf, w├Ąhrend das M├Ąnnchen der einfarbigen, grauen s├╝dafrikanischen Form, es stammt aus S├╝dwestafrika, abgeh├Ârt.
(04.01.2011, 19:47)
Henry Merker:   Dem kann ich nur beipflichten.

(27.12.2010, 00:11)
Michael Mettler:   Ich w├╝rde mich gar nicht wundern, wenn noch weitaus mehr Antilopen (oder ├╝berhaupt afrikanische Gro├čs├Ąuger und erst recht Kleins├Ąuger) zuk├╝nftig in mehr Arten als bisher aufgesplittet werden w├╝rden. Allerdings galt auch ein Theodor Haltenorth zu seinen Zeiten als einer DER Huftierfachleute schlechthin, und der hat alles zusammengefasst, was sich nicht t├Ątlich widersetzte ;-)

Aber nicht nur die systematische Auffassung ist eine Momentaufnahme. Wer wei├č, ob nicht eines Tages - ob in drei Wochen, drei├čig oder dreihundert Jahren - die beiden Impala-Formen in Etosha DOCH noch "entdecken", dass man sich verkreuzen kann...
(26.12.2010, 23:29)
Henry Merker:   F├╝r den scheinbaren Fakt, dass sich eingef├╝hrte Impalas mit den petersi-Impalas NICHT verkreuzen gibt es einen Erkl├Ąrungsansatz: Irgendwo - da musss ich mal gucken, wo - habe ich gelesen, dass Cotterill die petersi-Impalas als eigenst├Ąndige Art ansieht. Zur Information: Cotterill gilt als DER Antilopenfachmann (unserer Tage) schlichthin. Im ├╝brigen ist er auch der Auffassung, dass der Wasserbock (Kobus ellipsiprymnus) eigentlich nicht eine, sondern gleich mehrere Arten repr├Ąsentiere...teilweise spricht er auch vom Kobus ellipsiprymnus sensu lato.
(26.12.2010, 23:09)
Michael Mettler:   Interessant, dann hat sich dort der historische Name am l├Ąngsten gehalten (gilt das vielleicht auch f├╝r andere Artbezeichnungen?). Habe gerade mal per Wikipedia Stichproben in diversen Sprachen gemacht, und da hat sich in der Regel "Eland" als Name(nsbestandteil) durchgesetzt - auch im Franz├Âsischen. Im Spanischen gibt es ├╝brigens sogar eine weitere Bezeichnung, die ├╝bersetzt "Kap-Elch" bedeutet.
(26.12.2010, 22:40)
WolfDrei:   @MM: auch im Russischen hei├čt die Elen-A. Kanna!!
(26.12.2010, 22:19)
WolfDrei:   @MM: auch im Russischen hei├čt die Elen-A. Kanna!!
(26.12.2010, 22:19)
Michael Mettler:   Ich habe im Net mal nach alten Darstellungen der Elenantilope (vor 1900) gesucht. Tats├Ąchlich findet man ausschlie├člich ungestreifte, auf farbigen Darstellungen eher grau als braun abgebildete Exemplare, w├Ąhrend bei anderen Antilopenarten die Streifung eher zu intensiv als zu schwach wiedergegeben wird (z.B. beim Kudu). Schon damals war in verschiedenen Sprachen der nach dem Elch verliehene Name gebr├Ąuchlich (Elenn-Antilope, Elk antelope, Eland antiloop), lediglich das Franz├Âsische wich davon ab (Le Canna).

@cajun: Unter deinem Link zu den Giraffenbullenf├Ąrbungen fand ich auch einen kurzen Artikel ├╝ber eine Untersuchung an Impalas in Etoscha. Darin wird berichtet, dass sich die Schwarznasen-Impalas nicht mit den eingef├╝hrten gew├Âhnlichen Impalas verkreuzen. Angesichts dessen, dass die Schwarznasen-Impala eine bedrohte Form ist, finde ich es allerdings sehr skurril, dass man ├╝berhaupt in ihrem Verbreitungsgebiet "normale" Impalas angesiedelt hat!
(26.12.2010, 21:37)
Michael Mettler:   @cajun: Dein "Zoo"-Foto liefert mir immerhin die Antwort auf eine seit langem selbst gestellte Frage. In der Literatur wird zwar die eher graue K├Ârperfarbe der Elen-Nominatform ebenso erw├Ąhnt wie die schwach ausgepr├Ągte bis fehlende Streifung und das h├Ąufige Fehlen der schwarzen Abzeichen an den Beinen, aber mir fiel auf Freilandfotos schon h├Ąufig auf, dass die Tiere wie wei├č gestiefelt wirken (was nicht in meiner Literatur erw├Ąhnt und durch das Fehlen schwarzer Abzeichen noch unterstrichen wird). Nur war ich mir nie sicher, ob das wirklich Fellf├Ąrbung (bzw. Nicht-F├Ąrbung) ist oder anhaftender Staub - in Etosha ist kreidewei├čer Bodengrund bzw. ebensolcher Schlamm an den Wasserstellen nicht un├╝blich. Aber dein Bild zeigt jetzt "saubere" Tiere mit wei├člichen Beinen.

Nebenbei bemerkt: W├Ąre die r├Âtlich gef├Ąrbte Ostafrikanische Elen mit ihren intensiven schwarzen Abzeichen und der deutlichen Streifung zuerst entdeckt worden, w├╝rden wir heute vielleicht gar nicht von der "Elen"antilope sprechen. Denn die hat noch sehr viel weniger ├ähnlichkeit mit einem Elen = Elch als die graue, wei├č gestiefelte und sonst (fast) ungezeichnete S├╝dafrikanerin, die von den Buren vielleicht nicht nur wegen ihrer Gr├Â├če nach dem Elch benannt wurde.
(21.12.2010, 09:07)
cajun:   Kap- Elenantilope. Einzige Sichtung meinerseits in ganz Namibia: Im "Zoo" von Otjikoto. Im Freiland oft angek├╝ndigt, aber nie gesehen. F├╝r jeden Elen verw├Âhnten/ genervten Zoofreund sicher unfassbar.... ;-)
(20.12.2010, 20:24)
cajun:   Schwarznasenimpala: Angesiedelt im Etosha NP/ Namibia. Neben Kaama und Damara Dik Dik mein "Highlight" bei den Sichtungen.
(20.12.2010, 20:14)
WolfDrei:   PS: die Rede ist von der Republik S├╝dafrika. Anbei : Steinb├Âckchen
(30.11.2010, 21:47)
WolfDrei:   um wider "Anschlu├č" zu bekommen: Caamas im Pilanesberg-Nationalpark(nach Fl├Ąche der viertgr├Â├čte-NP). Selbiger befindet sich etwa 200 km nordwestlich von Johannesburg und soll als "Geheimtip" mehr Sichtungen ergeben als der Kr├╝ger-NP - was ich best├Ątigen kann. Die big-five sind vorhanden, bei Antilopen von Steinb├Âckchen ├╝ber Springb├Âcke bis zu Rappenantilopen ist alles vorhanden.
(30.11.2010, 21:42)
cajun:   Den betreffenden Artikel kann man online auch hier nachlesen:

http://www.iucn.org/about/work/programmes/species/about_ssc/specialist_groups
/directory_specialist_groups/directory_sg_mammals/asghome/?3864/Oustanding-rescue-of-the-giant-sable-antelope-


(13.01.2010, 19:45)
Michael Amend:   Sind schon kapitale Tiere, Riesenrappenantilopen....
(13.01.2010, 18:39)
Michael Amend:   Riesenrappenantilopenbock.
(13.01.2010, 18:38)
Michael Amend:   Einige Riesenrappenantilopen mu├čten aus einem vermienten Gebiet evakuiert werden. Hier ein Beispiel f├╝r die vielf├Ąltigen Transportm├Âglichkeiten von Antilopen.
(13.01.2010, 18:37)
WolfDrei:   zur Riesenrappenantilope: nach der Wiederentdeckung in Angola sind im Schutzgebiet Cangandala wegen eines fehlenden Bullen nicht fertile Hybride mit Pferdeantilopen gezeugt worden. Man fing alle 9 Weibchen ein, brachte sie in ein umz├Ąumtes Gebiet und dazu einen echten Riesenrappenantilopenbock aus dem Schutzgebiet "Luando strict Reserve". Daselbst wurden 15 B├Âcke gez├Ąhlt . Gro├če Hoffnung also, da offensichtlich auch der Schutz vor Wilddieberei gesichert sei (Novemberheft der ZGAP)
(12.01.2010, 22:50)
Holger Wientjes:   Klar stellt der Begriff "Antilope" nur eine Sammelbezeichnug dar. Doch h├Ątte ich gedacht, dass man die Gemse auch damals schon zu den Ziegenartigen gerechnet hat. Passt ja schon rein ├Ąusserlich wie ich finde.
Wie gesagt, das war mir neu. Man lernt wirklich jeden Tag dazu !

Je mehr ich mich im Moment, ausgel├Âst von den Gazellenbeitr├Ągen hier im Forum, mal wieder mit den Verwandtschaftsverh├Ąltnissen innerhalb der Horntr├Ąger (der Begriff passt ja wenigstens) besch├Ąftige, desto deutlicher wird mir, dass hier einiges noch gar nichz so deutlich ist... Schafe, Ziegen, Gazellen,... Und dann so Sonderstellungen wie Tschiru, Saola, Rehantilope...
Bin gespannt was sich da demn├Ąchst noch so ├Ąndern k├Ânnte.

Doch letztendlich soll das nicht dar├╝ber hinweg t├Ąuschen, dass es sich nur um von uns Menschen gemachtes Schubladendenken handelt ! Sch├Ânheit und Verhalten der Tiere und deren Schutz haben einen durchaus h├Âheren Stellenwert !
(24.07.2009, 16:51)
Michael Mettler:   @Holger Wientjes: In ├Ąlteren B├╝chern findet man die Aussage, dass Antilopen eigentlich durch Ausschluss definiert waren - jedes Horntier, das kein Rind, kein Schaf und keine Ziege war, wurde zu den Antilopen gesteckt. Dass die Gemse eine Antilope sein sollte, kenne ich sogar noch aus - wenn auch weniger wissenschaftlichen - B├╝chern meiner Kindheit und Jugend, also 60er/70er Jahre. Andererseits: Die ganze Familie der Horntr├Ąger hei├čt Bovidae = Rinderartige, und auch das passt angesichts eines Dikdiks, eines Gerenuks oder auch eines M├Ąhnenschafes nicht so recht in unser Bild...

Der in den anderen Antilopen-Threads mehrfach zitierte Jonathan Kingdon bezeichnet den Springbock als "Cousin" von Gemsen und Ziegen, denen er n├Ąher stehen soll als den ├Ąhnlicheren Gazellen. Ich habe aber noch nichts dar├╝ber gelesen, ob diese Behauptung durch genetische Untersuchungen gest├╝tzt wird; Kingdons Schlussfolgerungen beruhen ├╝berwiegend auf den Studien von Fossilfunden.
(24.07.2009, 16:12)
Holger Wientjes:   Nur ┬┤mal so am Rande: Im historischen Zoof├╝hrernachdruck aus Leipzig heisst es dort auf Seite 47, dass "die Gemse,..., neben der in S├╝dosteuropa sich findenden Saiga der einzige europ├Ąische Repr├Ąsentant der gro├čen Familie der Antilopen" sei !!!

Da stellen sich einem die Fragen, bis wann die Gemse zu den Antilopen gez├Ąhlt wurde, ob diese "systematische" Eingliederung allgemein anerkannt war und was f├╝r Arten noch alles dazu z├Ąhlten !
(24.07.2009, 13:30)
Michael Amend:   Riesenelen und Wasserbock im Miami Metrozoo.
(24.07.2009, 06:44)
Michael Mettler:   Das k├Ânnte f├╝r Arten wie Nilgau oder Hirschziegenantilope sogar ebenfalls gelten, dass private Gro├čgrundbesitzer die eigentliche Keimzelle der Zoobest├Ąnde darstellten und auch in der Folgezeit immer mal wieder auf deren Best├Ąnde zur├╝ckgegriffen wurde. Da w├╝rde ich prinzipiell all jene Huftierarten (besonders Hirsche, aber auch exotische Haustiere) als "verd├Ąchtig" betrachten, von denen den Zoos in der Gr├╝nderzeit gleich Zuchtpaare oder -gruppen verf├╝gbar waren.
(21.07.2009, 12:13)
IP66:   Bei der H├Ąufigkeit der Haltung von Elenantilopen k├Ânnte ich mir vorstellen, da├č die Blutlinie der vom Earl of Derby importierten Tiere noch in unseren Zoos vertreten ist, in einer gewisserma├čen in einer sich ├╝ber eineinhalb Jahrhunderte erstreckenden Erhaltungszucht. Es zeigt sich aber auch, da├č manche Art eher durch Privathalter denn durch Zoos etabliert wurde, was ja heute manchmal auch noch so sein sol.
(21.07.2009, 11:05)
Henry Merker:   @Liz:
Bitte eventuelle Antworten entweder im Kuhantilopen- oder Waldbockthread eingeben.
(20.07.2009, 21:52)
Liz Thieme:   so mal wieder gest├Âbert...

Unter den Antilopen des Regentsparks prangt eine Herde von Eland-Antilopen. Das erste Paar dieser Thiere kam nach England im Jahr 1840 f├╝r den Earl von Derby. Von dieser Importation her lebt nun noch eine alte einh├Ârnige Kuh, die in Knowsley im Jahre 1846 geboren wurde.
Im Jahr 1851 lie├č der Earl zwei weitere M├Ąnnchen und eine Kuh importieren und diesen ganzen Besitz sammt den Jungen vermachte er testamentarisch der Zoologischen Gesellschaft. Alle Eland-Antilopen in Europa stammen unseres Wissens von diesen zwei Importen ab, auch die unsrigen, obgleich nicht unmittelbar. Unser sch├Ânes Frankfurter Paar ist n├Ąmlich in Irland geboren, auf dem Landgute eines dortigen Grafen, der die Eltern von dem Regentspark acquirirt hatte, Im letzterern Park pflanzen sie sich regelm├Ą├čig fort, abr da man bei diesem Thiere ganz besonders mit der Acclimatisation in England Eru├čt [?] machen will, sind alle zu hoffenden Jungen schon zum voraus von reichen englischen Gutsbesitzern bestellt, und wir selbst hatten es nur dem raschen Ergreifen einer g├╝nstigen Gelegenheit zu danken, da├č wir diese stattlichen und wertvollen Thiere jetzt besitzen.

Von anderen Antilopen des Regentsparks m├╝ssen wir erw├Ąhnen zwei Arten des Gnu (Catoblepas Gnu und C. Gorgon), jedes mit wei├čem, dieses mit schwarzem schwanz, ziemlich von der K├Ârperform der Kuhantilope, aber mit starker M├Ąhne am Hals und Haarb├╝scheln ├╝ber den Augen, die dem Thiere ein unheimlich wildes Aussehen geben. Die Burs am Cap nennen es wegen seiner ├ähnlichkeit mit dem Rinde einfach Wilde Beest, d.h. wildes Rind.
Der Gorgon, die schwarzschw├Ąnzige Art, ist bl├Ąulich von Farbe, mit schwarzen Streifen am Halse. Das leztere ist ein Einzigst├╝ck und leider existiert im Regentspark auch von dem ├Ąchten Gnu nur ein Exemplar. Man hat die Vermischung versucht, aber bis jetzt ohne Erfolg.

(20.07.2009, 20:30)
IP66:   Wie gehen eigentlich die Zuchtbuchkoordinatoren mit dergleichen Farbaberrationen um? Theoretisch m├╝├čten sie ja die genetische Breite der "Gefangenschaftspopulation" spiegeln und ihre Zuchtlinie besonders gepflegt werden ...
(22.06.2009, 12:08)
Michael Mettler:   Aus aktuellem Anlass kann ich das Thema "schwarze Springb├Âcke" wieder aufw├Ąrmen: Ein solcher Schw├Ąrzling kam laut der Hauszeitschrift JAMBO k├╝rzlich in Hannover zur Welt! (Ich habe ihn leider noch nicht zu Gesicht bekommen.) Der normalfarbige Vater stammt aus Dvur Kralove, ├╝ber die Abstammung der normalfarbigen Mutter sagt der (bebilderte) Artikel nichts.
(19.06.2009, 21:34)
Liz Thieme:   Habe grad erfahren, dass das Zuchtbuch f├╝r den Gro├čen Kudu auf Eis liegt. Wisst ihr warum? Bisher hatte Dvur Kralove dies gef├╝hrt, so steht es auch noch in der EAZA drin.
(09.06.2009, 19:33)
J├Ârn Hegner:   als ich letztens wieder im zoo frankfurt gewesen bin , dann sagte mir jemand mit den klippspringern das es jetzt die letzten sein werden dort . die werden nicht mehr f├╝r nachwuchs sorgen und es k├Ânnen keine mehr importiert werden . in der stuttgarter wilhelma haben die nur noch ein . aus dem zoo berlin sind diese schon l├Ąngst wieder abgegeben wurden . schade , es sind auch sch├Âne tiere die man nur in wenigen zoos sieht .
(21.04.2009, 20:38)
Shensi-Takin:   Mir wurde kuerzlich berichtet, dass Askania-Nowa (Ukraine) noch mehrere Saigas haelt. Kann das jemand bestaetigen bzw. widerlegen?
(17.04.2009, 10:39)
J├Ârn Hegner:   k├Ânnen vielleicht bald mal wieder diese sch├Ânen weissschwanzgnus in einen deutschen zoo gehalten werden . weil der zoo berlin war der letzte in deutschland der diese art hielt . sie sind ja vom aussterben bedroht und sieht man selten in zoos . als ich vor etwa vier jahren mal wieder den zoo in amsterdam besuchte , dort gibts f├╝r die jetzt eine grosse anlage zusammen mit den grevy-zebras . aber ob diese beiden arten gut zusammen passen . in freier natur leben die nicht zusammen . grevy-zebras leben ja in nordostafrika und weissschwanzgnus in s├╝dafrika . vor etwa zehn jahren als ich zum erstenmal den zoo in amsterdam besuchte wurden die weissschwanzgnus und grevy-zebras noch getrennt gehalten .
(16.04.2009, 16:23)
IP66:   Bei meinem gestrigen Besuch in Arnheim ist mir aufgefallen, da├č s├Ąmtlichen Gnus die H├Ârner abges├Ągt worden waren. Wei├č jemand etwas von Schwierigkeiten, etwa in den neuen Laufst├Ąllen?
(16.04.2009, 11:45)
Holger Wientjes:   Ja, ich habe `mal beim Zoo nachgefragt, weil ich bei meinen beiden letzten Besuchen keine Bongos mehr sah, das Gehegeschild aber noch montiert war. Leider wurde mir nicht gesagt, warum die Haltung beendet wurde ( Krankheit ??? ) bzw. ob mit einer Wiederaufnahme gerechnet werden kann.
Nach der "Bongoschwemme" der letzten Jahre wird die Art leider wieder rar in Deutschland. Gibt ja mittlerweile mehr Okapihalter...
(14.04.2009, 21:00)
Sven P. Peter:   Nach Magdeburg hat nun auch Wuppertal die Bongohaltung eingestellt, so dass nur noch 5 deutsche Halter verbleiben.
(14.04.2009, 20:18)
WolfDrei:   Das letzte "europ├Ąische" Weibchen der Vierhornantilope d├╝rfte in Paris schon vor ca 2-3 Jahren verstorben sein.
(14.04.2009, 16:40)
J├Ârn Hegner:   halten jetzt noch irgendwelche zoos vierhornantilopen ?
weil fr├╝her im zoo berlin wurden diese ja eine zeit lang mit nilgauantilopen zusammen gehalten .
(14.04.2009, 15:05)
WolfDrei:   Farb-Springb├Âcke in Dvur betreffend: meine ersten Dias stammen f├╝r S und W von 1974, die letzten f├╝r W von 198o f├╝r S von 79 - was f├╝r das Haltungsende nichts bedeuten mu├č: ich hatte sie ja " im Kasten". F├╝r die schwarzen z├Ąhlte ich 79 auf einem Dia 6 Tiere. Die wei├čen scheinen weniger "erfolgreich" gewesen zu sein. Schicksal unbekannt.
(03.03.2009, 17:24)
Michael Mettler:   Schlechte Bildqualit├Ąt (das Original ist ein Polaroidfoto!), aber immerhin von dokumentarischem Wert: schwarze Springb├Âcke in Hannover, m├╝sste ca. 1979/80 entstanden sein. Sechs St├╝ck plus ein "normalfarbiges" Tier in einem wirklich aufw├Ąndig strukturierten Gehege :-) Das war die linke der drei Au├čenanlagen, die man Mitte der 90er zum heutigen Nyalagehege zusammenfasste. Mir f├Ąllt dabei auf, dass das Ende der Haltung schwarzer Springb├Âcke etwas mit dem Haltungsbeginn der Arabischen Oryx 1981 zu tun gehabt haben k├Ânnte, f├╝r die man ja irgendwie Platz schaffen musste und die anfangs tats├Ąchlich in genau diesem Gehege untergebracht wurden; sp├Ąter tauschten sie dann mit den unmittelbar benachbarten S├╝dafrikanischen Oryx.
(03.03.2009, 17:11)
Ralf Seidel:   1982 war ich das erste Mal in Dvur, aus diesem Jahr habe ich noch ein Dia mit den "Schwarzen"...
(03.03.2009, 16:45)
Michael Mettler:   Wei├č denn jemand, was letztlich aus den Zuchtst├Ąmmen schwarzer und wei├čer Springb├Âcke in Dvur Kralove wurde? Ausgestorben, abgegeben oder wom├Âglich sogar im Zuchtstamm der "normalfarbigen" Springb├Âcke aufgegangen?
(03.03.2009, 16:22)
IP66:   Wenn ich ├╝bersehe, wie viele Farbmutanten bei Gro├čkatzen, aber auch bei h├Ąufigeren Hirscharten ausgestellt werden, scheint mir das Interesse an abweichend gef├Ąrbten Antilopenarten gering gewesen zu sein, und zwar anscheinend durchgehend. Immerhin gab es in der Hochzeit des Antilopenartensammelns in Hannover besagte Springb├Âcke, aber auch das scheint ja eher ein Einzelfall gewesen zu sein.
Im Rahmen des Threads interessant scheint mir auch eine herausgeberische Finesse zu Ernst Haeckels "Kunstformen der Natur", die ich in der frankfurter Darwin-Ausstellung erfahren habe. In verschiedenen Kontexten wurde von mir erw├Ąhnt, da├č dieses in vieler Hinsicht bedeutsame Werk (es pr├Ągte nicht zuletzt auch die Ornmanetik des noch heute vorhandenen berliner Aquariums) als letzte und einzig S├Ąugetierformen gewidmete Tafel verschiedenen Antilopen, vor allem deren K├Âpfe und Geh├Ârne zeigt. Dies bedeutete allerdings, wie zu lernenn war, eine Notl├Âsung, der Herr Haeckel f├╝r dieses Blatt urspr├╝nglich eine Darstellung fon "Formen des weiblichen Menschengeschlechts" vorgesehen hatte, von deren Publikation man aber doch schlie├člich Abstand nahm, obgleich sie nicht nur die Br├╝cke von der evolution├Ąren ├ästhetik, wie Herr Haeckel sie verstand, zur bildenden Kunst geschlagen, sondern auch die aktuelle Kunstszene in M├╝nchen oder Wien recht avangardistisch gespiegelt h├Ątte. Doch auch diese R├╝cksichtnahme auf Zensur und Publikumsgeschmack kann man so verstehen, da├č unter den S├Ąugetieren um die Jahrhundertwende vor allem die Antilopen geeignet schienen, besondere ├Ąsthetische Anspr├╝che zu erf├╝llen.
(03.03.2009, 11:15)
Holger Wientjes:   Stimmt auch wieder... Find die "normal"gef├Ąrbten (wildfarbenen passt ja auch nicht) nur h├╝bscher. Aber ist nat├╝rlich Geschmackssache !
(24.02.2009, 15:54)
Michael Mettler:   Ich will ja jetzt nicht wieder auf dem Vergleich mit schwarzen Jaguaren und wei├čen W├Âlfen herumreiten :-) Fakt ist, dass die Springbock-Farbvarianten nicht erst in Zoo- oder zumindest Gehegezuchten entstanden sind, sondern Wildfarmer in S├╝dafrika derartige Exemplare zwecks Selektivzucht aus Freilandbest├Ąnden herausgefangen haben sollen.
(24.02.2009, 14:01)
Holger Wientjes:   Ist auch nicht schade drum...
(24.02.2009, 13:57)
Michael Mettler:   M├Âglicherweise h├Ątte sich das Interesse anderer Zoos ohnehin in Grenzen gehalten...
(24.02.2009, 13:55)
cajun:   @MM: Danke f├╝r die ausf├╝hrliche Recherche. :-) Dann hat sich die hannoversche Zucht, ja nicht so entwickelt wie ich dachte. Zumindest scheint man nicht viele Tiere "├╝brig" gehabt zu haben, um andernorts den schwarzen Farbschlag zu etablieren.
(24.02.2009, 13:51)
Michael Mettler:   Ich habe nur die drei, vier nachfolgenden M├╝nsteraner Jahresberichte nach der ersten Erw├Ąhnung noch durchgebl├Ąttert und dort beim Querlesen nichts gefunden. In den hannoverschen Jahresberichten taucht der in M├╝nster eingestellte Bock jedenfalls nur 1985/86 auf.
(24.02.2009, 13:29)
Holger Wientjes:   @Michael Mettler: Ist denn bekannt wie lange M├╝nster die schwarze Spielart besass ? Kann mir auch nur vorstellen, dass die Tiere hinter den Kulissen untergebracht waren. Habe zumundest nie welche gesehen.
(24.02.2009, 12:55)
Michael Mettler:   @cajun: Leider sind die hannoverschen Jahresberichte bez├╝glich der schwarzen Springb├Âcke nicht ganz eindeutig, deshalb versuche ich eine Rekonstruktion des Geschehens: Ich habe unter meinen eigenen Fotos eines von ca. 1984, auf dem je ein schwarzes und normalfarbiges Springbockkitz auf der damaligen Zebraanlage zu sehen sind. Meiner Erinnerung nach gab es zu dieser Zeit keine erwachsenen schwarzen Springb├Âcke mehr im Bestand, sondern der Schw├Ąrzling mendelte aus zwei normalfarbigen Elterntieren heraus. Ein weiteres Foto von ca. 1985 zeigt einen halbw├╝chsigen schwarzen Springbock, das d├╝rfte der gleiche sein. Leider schrieb ich mir damals noch keine Aufnahmedaten auf und kann das Alter der Fotos anhand der verwendeten Sorte von Diarahmen nur grob auf den Jahrgang taxieren.

Aber: 1985 und 1986 taucht in den Jahresberichten 1,0 schwarzer Springbock als Einstellung in M├╝nster auf. Und die Gegenprobe in den M├╝nsteraner Jahresberichten ergab, dass im Mai 1985 im Allwetterzoo schwarzes Kitz (anscheinend 0,1) aus normalfarbigen Eltern geboren wurde (ein weiteres schon zuvor, das aber nicht aufwuchs) und der Zoo Hannover einen schwarzen Jungbock in M├╝nster einstellte. Dieser wurde zusammen mit der normalfarbigen Gei├č und dem schwarzen Jungtier zusammen getrennt von den ├╝brigen Springb├Âcken untergebracht, um gezielt Schw├Ąrzlinge zu z├╝chten. Wie die Sache dann allerdings ausging, fand ich in den folgenden Jahreberichten nicht; es sind zwar auch diverse Abg├Ąnge durch Abgabe oder Tod aufgef├╝hrt, aber immer nur als "Springbock" ohne Farbangabe. Nach Hannover kam jedenfalls kein Schw├Ąrzling zur├╝ck, und ich kann mich auch nicht erinnern, ein weiteres unerwartetes Jungtier dieser Variante hier gesehen zu haben. Da ich gerade in diesem Zeitraum sehr h├Ąufig im Zoo war, h├Ątte mir ein solches eigentlich auffallen m├╝ssen.

Die Schw├Ąrzlinge waren ├╝brigens auch in Hannover anfangs getrennt von der Zuchtgruppe der normalfarbigen Artgenossen untergebracht, man setzte lediglich eine normalfarbige Gei├č aus dem Altbestand zwecks Kreuzung hinzu. Ganz dunkel erinnere ich mich daran, dass die Gruppe urspr├╝nglich am Giraffenhaus das gr├Â├čte (mittlere) der drei Kleingehege in Richtung Gibbonanlage bewohnte, die sp├Ąter zu einem gro├čen Dikdik-Gehege zusammengefasst wurden. Danach waren sie definitiv in einem Gehege an der anderen Hausseite, heute das linke Drittel des Nyala-Geheges. Aus dieser Zeit stammen meine ├Ąltesten Fotos. Wahrscheinlich brachte man die letzten aus dieser Gruppe hervorgegangenen normalfarbigen (aber mischerbigen) Exemplare mit der normalfarbigen Zuchtgruppe auf der Zebra-Anlage zusammen.
(24.02.2009, 11:25)
WolfDrei:   ..und 2. Schwarze Springb├Âcke, ca 1976 in Dvur Kralove neben wei├čen und normalfarbenen.
(24.02.2009, 07:58)
WolfDrei:   Zu den Anfragen/Bemerkungen zumindest Photos der Tiere(wenn auch nicht aus Hamburg oder Hannover - da gab es n├Ąmlich f├╝r mich eine Mauer!)
1. Steinb├Âckchen (Nationalzoo Pretoria)
(24.02.2009, 07:55)
cajun:   @MM: Ich habe auch geh├Ârt, dass die Klippspringer rasant auf dem absteigenden Ast sind... sollen nur noch weniger als 10 ├╝brig sein.
Denkst du mal an die schwarzen Springb├Âcke in Hannover beizeiten (S.Hannover Fragen). W├Ąre da sehr neugierig. :-)
(23.02.2009, 22:26)
Onca:   Ich h├Ątte mal eine Frage, ob jemand von euch jemals die Steinb├Âckchen bei Hagenbeck gesehen hat. Sie wurden 1961 angeschafft und Ende der Haltung ist mir nicht bekannt. Dies ist die einzige Haltung in Europa die mir bekannt ist.
(23.02.2009, 21:36)
Michael Mettler:   Ich habe in Frankfurt nur noch 1,1 Klippspringer gesehen (im Giraffenhaus, das Gehege am Schafberg steht leer). Von den Rappenantilopen waren ebenfalls nur 1,1 zu sehen (junger Bulle und anscheinend tr├Ąchtige Kuh), aber da auf dem Gehegeschild ein Jungtier von Januar vermerkt ist, d├╝rfte mindestens eine zweite Kuh samt Nachwuchs im Stall gestanden haben.
(23.02.2009, 19:35)
cajun:   Durch Zufall erreichte mich ein nettes Foto der Farbpalette von Springb├Âcken in einem Kalender aus den VAE.Hab es mal abfotografiert. Wei├č, schwarz und rot in einer Herde....
(21.02.2009, 08:25)
IP66:   Noch vor zehn Jahren hat man mir erz├Ąhlt, da├č die Kleingehege so vorteilhaft seien, da man die Tiere so daran hindere, zu fettes Gras oder irgendwelche vom Pfleger nicht beseitigen Unkr├Ąuter zu fressen. Ich denke aber, da├č das in Sharjah realisierte Konzept auch in Europa erfolgstr├Ąchtiger sein k├Ânnte, zumal die kleinen Gazellen ja in einfachen Hallen auch gro├čfl├Ąchig aufgestallt werden k├Ânnten - oder man, etwa bei Saigas, unter solchen Umst├Ąnden ja nicht einmal Stallungen brauchen w├╝rde.
(18.02.2009, 16:51)
WolfDrei:   @IP66: Vielleicht drei Faktoren f├╝r die dortige erfolgreiche Gazellen/Antilopenhaltung:ausreichend gro├če Gehege:zwischen einem halben bis sicher 3-4Hektar (Letzteres in Sharjah/auch Al Ain: in Sharjah Gemeinschaftshaltung von Berggazellen [Gazella gaz.. ssp.], Sandgazellen [G.subgutturosa marica] und arabischer Oryx [O. leucoryx]). G├╝nstiges Bock-Weibchenverh├Ąltnis, so da├č nicht nur ein Weibche st├Ąndig vom treibenden Bock bedr├Ąngt wird und nat├╝rlich die nicht notwendige Winteraufstallung. ├ťberz├Ąhlige B├Âcke verchiedener Arten leben in gro├čen Junggesellengruppen.
(18.02.2009, 16:30)
IP66:   Wie kommt man denn in den besuchten Einrichtungen mit der Gazellenhaltung zurecht? Lassen sich die Tiere dort unter "nat├╝rlichen" Bedingungen besser halten und vermehren als in Europa?
(18.02.2009, 11:19)
WolfDrei:   Melde mich wieder on-line (PC streikte) in in persona (Qatar und Emirate) zur├╝ck. Mit Konstantin Ruske wurden 4 private Tier-Einrichtungen, 4 "Zoos", die Dubai Desert Conservation Reserve, ein Falkenhospital und 2 Aquarien (u.a. Hotel Atlantis mit Walhai) besucht. Hier: Grantgazelle im Maktoum Breeding Centre Dubai.
(17.02.2009, 19:47)
Shensi-Takin:   Und was 'weisse' Bongos angeht:
http://www.huntingreport.com/trophy_gallery.cfm?id=210
(13.02.2009, 11:07)
Shensi-Takin:   @MM: Der Witz draengte sich ja irgendwie auf.;)

Wo wir gerade so schoen dabei sind:

Weisser Blessbock
www.huntchat.com
(13.02.2009, 11:01)
IP66:   Demnach zeigen sich auch bei den extensiven s├╝dafrikanischen Haltungen Domestikationserscheinungen oder diesen vergleichbare Ph├Ąnomene. Ich w├╝rde sie allerdings eher auf der Ebene einordnen, die auch die Herden wei├čer Rothirsche oder schwarzen Damwilds kennzeichnen, da es sich ja eher um um ihrer Besonderheit willen gehaltene Tiere und nicht um besonders gut nutzbare Varianten handelt.
(13.02.2009, 10:37)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Ich nehme an, Sie meinen die Antilope? :-)

Die Aufl├Âsung f├╝r die wei├čen und roten Springb├Âcke k├Ânnte ganz einfach sein, wenn ├Ąhnliche Verh├Ąltnisse wie beim Tiger vorliegen: "Normalfarbe" gelbbraun mit wei├čen (Unterseite, Gesicht) und schwarzen (Flankenstreifen etc.) Zeichnungselementen. Mangelt es an schwarzem Pigment, entsteht ein "roter" Springbock (aufgehelltes Gelbbraun, eigentlich schwarze Zeichnungselemente r├Âtlichbraun; analog zum Golden-Tabby-Tiger), mangelt es an gelbem Pigment, ein wei├čer Springbock mit nur unwesentlich aufgehellter schwarzer Zeichnung (analog zum "klassischen" wei├čen Tiger). Treffen beide Faktoren im selben Tier zusammen, kommt man dem v├Âlligen Wei├č schon recht nahe (analog zum "schneewei├čen" Tiger).
(13.02.2009, 09:16)
Shensi-Takin:   Bsp. fuer reinweisses Exemplar-s. links

Quelle
www.scilowcountry.org
(13.02.2009, 07:24)
Michael Mettler:   Ich fand noch den Hinweis, dass es von den wei├čen Springb├Âcken zwei Ph├Ąnotypen geben soll, eine ganz wei├čen mit hellen H├Ârnern und einen zweiten mit Zeichnungsmerkmalen wie Flankenstreifen etc. "durchschimmern". Nun hat der "wei├če" Kopf auf Shensi-Takins Bild interessanterweise einen deutlichen Gesichtsstreifen und dunkle H├Ârner; das m├╝sste dann wohl jener zweite Ph├Ąnotyp sein.
(12.02.2009, 17:28)
Shensi-Takin:   Zum Vergleich, s. links

Quelle: http://www.taxidermyafrica.com
(12.02.2009, 14:03)
Michael Mettler:   @cajun: Vielleicht soll das rechte Tier auf dem Foto einen "roten" Springbock darstellen (siehe Farbe des Flankenstreifens):
http://www.safaribwana.com/ANIMALS/animpages/springbok.htm
Zu meinem Erstaunen fand ich zum Bl├Ąssbock noch die Angabe, dass es von ihm auch eine Variante mit Lockenfell (curly coated) geben soll! (Leider ohne Foto)
(12.02.2009, 13:55)
Michael Mettler:   Es wird nicht nur Farbzucht auf den Wildfarmen S├╝dafrikas getrieben: Da Bl├Ąssb├Âcke dort auch als "Nutzvieh" gez├╝chtet werden, hat man sie hie und da auch mit Buntb├Âcken gekreuzt - was auch immer man daraus erwartete.

@IP66: Ich habe zwar auch schon Fotos einer wei├čen Impala und einer wei├čen Elenantilope gesehen - letztere meiner Erinnerung nach in einer halbzahmen Herde in Simbabwe, erstere in einem s├╝dafrikanischen (?) Zoo - wei├č aber nicht, ob diese Mutationen weitergez├╝chtet wurden.
(12.02.2009, 13:44)
cajun:   @MM:http://www.globalsafaris.co.za/pricelist_euro_german.html

Obwohl er nicht "rot" aussieht.
Es werden dort auch "gelbe" Bl├Ąssb├Âcke angeboten.
Ich kann mich nur an die wei├če Giraffe aus den 80igern in "Das Tier" erinnern.In den 70igern habe die Zeitschrift nicht gelesen.
Die Tiger-Doku habe ich gesehen und es waren sogar ziemlich viele wei├če Bl├Ąssb├Âcke in der Herde.Anscheinend werden sie gezielt vermehrt.
(12.02.2009, 11:33)
IP66:   Kennt man vergleichbare Farbabweichungen auch von anderen Antilopenarten, vor allem solchen, die auf Farmen gehalten werden?
(12.02.2009, 10:34)
Michael Mettler:   @cajun: Wei├če Bl├Ąssb├Âcke gibt es schon l├Ąnger, in der Zeitschrift DAS TIER war schon in den 70er Jahren einer abgebildet. Vor einiger Zeit lief eine Doku ├╝ber die Auswilderungsversuche von Tigern in S├╝dafrika, da sah man in einer Szene auch eine gemischte Herde aus wei├čen und normalfarbigen Bl├Ąssb├Âcken im Hintergrund.

Der "rote" Springbock interessiert mich - wo finde ich den?
(12.02.2009, 09:53)
cajun:   @MM: Stimmt. Die kamen ├╝ber Dvur Kralove nach Hannover. Das hatte ich ├╝berlesen, weil die interessante Entdeckungsgeschichte dieser Tiere im erw├Ąhnten Jahresbericht steht. Beim Foto googeln kam ├╝brigens auch ein "roter" Springbock raus,neben wei├čen Bl├Ąssb├Âcken. Das scheint so, dass auf den Wildtierfarmen in S├╝dafrika andere F├Ąrbungen gar nicht soooo selten sind.
(12.02.2009, 06:58)
Michael Mettler:   @cajun: Kamen die damals nicht aus Dvur Kralove nach Hannover? Es gab dar├╝ber einen Artikel im ZOOFREUND, muss ich mal suchen - ebenso wie das Jahr, in dem die Haltung aufgegeben wurde, wonach du im Hannover-Thread fragtest. Sicher ist, dass in Hannover auch Kreuzungen mit mindestens einem normalfarbigen Springbock durchgef├╝hrt wurden und dass gegen Ende der hannoverschen Schw├Ąrzlingshaltung auch in M├╝nster ein schwarzer Springbock zur Welt kam.

Und ja, die sahen alle so aus, ich habe auch noch eigene Fotos von ihnen. Dvur Kralove hatte ├╝brigens fr├╝her auch einen Zuchtstamm wei├čer Springb├Âcke. Dass Hannover davon nichts holte, war wohl im speziellen Interesse des damaligen Zoochefs Dittrich an Melanismus begr├╝ndet; es gab hier ja auch schwarze Rehe, Timberw├Âlfe, Panther, Jaguare und Rohrkatzen (allerdings auch Albino-Igel).
(11.02.2009, 22:43)
cajun:   Im Jahresbericht 1975 des Zoos Hannover ist zu lesen, dass erstmals melanistische Springb├Âcke aus S├╝dafrika importiert wurden. Darin sieht man auch ein Foto (s/w) der Importtiere. Sie sind schwarz und haben beide eine Art Bl├Ąsse von der Nase bis zwischen die Augen. Man erkennt auch den deutlich dunkleren Seitenstreifen. Ich habe mal nach Bildern gegoogelt. Das einzige, dass ich im Net fand zeigt die gleichen Merkmale (Troph├Ąenfoto auf einer Jagdseite). Sahen die Nachkommen in Hannover alle so aus? Nur kurz dr├╝ber geschaut h├Ątte ich beide Tiere fast f├╝r Bl├Ąssb├Âcke gehalten. Das Importweibchen auf dem Bild zeigt ├╝brigens auch eine "drollige" Horndeformation.Beide H├Ârner wachsen nach vorne ├╝ber die Augen....
(11.02.2009, 20:20)
Michael Mettler:   Nur als Vermutung: Vor 1900 waren die Haupt-Ursprungsgebiete f├╝r afrikanische Zooantilopen Nordafrika, der Sudan, Westafrika und das Kapland, vielleicht auch schon ├äthiopien; ├╝berall dort kommt die Rappenantilope gar nicht vor. Die gr├Â├čten Teile Ost-, S├╝dost- und Zentralafrikas harrten noch der Erschlie├čung und lieferten somit allenfalls per Zufall Zoobewohner, falls es mal ein Tier auf verschlungenen Handelswegen bis an die K├╝ste geschafft hatte. Wie schon mal anderweitig erw├Ąhnt: Selbst das f├╝r uns heute so gew├Âhnliche B├Âhmzebra wurde erst 1899 f├╝r die Wissenschaft beschrieben, zu dieser Zeit galt in den Zoos noch das Burchellzebra als das "Gew├Âhnliche Zebra"!
(06.11.2008, 15:28)
IP66:   Gem├Ą├č der Chronik von Herrn Baumgarten hat Halle ├╝ber den ersten Weltkrieg hinweg eine Rappenantilope besessen. Bodinus hatte die Art f├╝r sein Antilopenhaus noch nicht vorgesehen. Wei├č jemand etwas ├╝ber die Importgeschichte der Art? Halle war, wenn man den Gehegebestand und die Tierlisten durchsieht, nicht unbedingt ein Schwerpunkt der Antilopenhaltung, insofern gehe ich davon aus, da├č die Art auch in anderen Zoos aufgetaucht sein mu├č.
(06.11.2008, 14:19)
Michael Amend:   Laut meinen Unterlagen , die ich endlich wiedergefunden habe,hatte San Diego am 1.01.2005 11,7 Rehantilopen im Bestand. 1,4 kamen zur Welt,4,1 starben, zum Jahresende hatte der Zoo noch 8,10 Tiere im Bestand, das deckt sich genau mit den Tieren, die ich 2005 sah. Dananch mu├č es weitere Einbr├╝che gegeben haben, so das die Zukunft von Rehantilopen in den USA auf einem sehr unsicherem Fu├č steht.
(04.11.2008, 22:20)
Michael Amend:   Nach 1993 kamen nochmals Rehantilopen nach Europa, ich wei├č aber nicht, wohin. Nach Deutschland auf keinen Fall.
(03.11.2008, 11:22)
Sacha:   @Michael Amend: Zu Deiner Frage vom 31. 10.: So genau habe ich nicht darauf geachtet. Ich sch├Ątze es waren zwischen 4 und 7 St├╝ck.
(03.11.2008, 09:53)
WolfDrei:   @Mirko: Das Bild in der Liste habe ich im September 2006 in Warschau aufgenommen, laut ISIS lebt der Bock (schon damals allein) noch, nachdem vor dem Winter 2006 noch "mehrere" lebten. Es ist dies eine andere UA als in San Diego(laevipes)
(03.11.2008, 09:40)
Jakub:   Die letzte weibliche Rotstirngazelle ist schon gestorben.
(03.11.2008, 09:37)
Mirko Schmidkunz:   Laut Zootierliste.de sollen in Warschau auch Rotstirngazellen leben. Kann dieser einer von euch best├Ątigen?
(03.11.2008, 09:10)
Jakub:   Nur zum Rehantilopen in Dvur,die erste kammen aus dem direkt Import im 1973, der letzte Bock Marian starb im Jahre 1985.
(03.11.2008, 07:51)
WolfDrei:   Hier ein Bock der Rotstingazelle aus San Diego
(02.11.2008, 21:33)
Volker Gatz:   Sudan Rotstirn Gazellen: Soweit ich geh├Ârt habe, gehen die meisten der Tiere in San Diego (wenn nicht alle) auf einen direkt Import aus dem Sudan Ende der Achtziger zur├╝ck. N├Ąheres wei├č ich aber auch nicht.
(02.11.2008, 20:51)
Michael Mettler:   So ├Ąndern sich die Zeiten... Vor 20 Jahren waren reinbl├╝tige Varis eben noch etwas Besonderes. Die M├╝nchener Rappenantilopenhaltung wurde damals ebenfalls beendet, um Platz f├╝r mehr Mhorrgazellen zu bekommen. Und nun z├Ąhlen auch Rappenantilopen schon zu den Rarit├Ąten.

In Sachen Jackson-Hartebeeste: Gehen die US-Tiere eigentlich s├Ąmtlich auf die Ruhe-Importe der 60er Jahre zur├╝ck (inklusive deren Nachzuchten in Hannover)? Der Gedanke kam mir, als ich in ISIS gerade bei den Gazellen nachsah und mir auffiel, dass in den Staaten noch immer Sudan-Rotstirngazellen = Singha-Gazellen (Gazella rufifrons laevipes) gehalten werden, die einstmals ebenfalls eine Ruhe-Spezialit├Ąt waren und in Hannover gez├╝chtet wurden. Da vermute ich n├Ąmlich auch, dass die amerikanischen Tiere noch immer auf diese Importe zur├╝ckgehen. W├╝rde mich nicht wundern, wenn das auch noch auf andere afrikanische Huftiere zutr├Ąfe.
(02.11.2008, 20:30)
Michael Amend:   F├╝r Varis, was sagt man dazu....

├ťbrigens hat auch San Diego mal ein Elu gez├╝chtet(Elen/Kudumix), ein Bulle, der einmal fast einen Tierpfleger umgebracht hat...
(02.11.2008, 20:20)
Michael Mettler:   Ich habe nachgeschlagen: Die Cuviergazellen (liefen damals noch unter "Edmigazelle") kamen 1980 nach M├╝nchen, man begann mit 3,5 St├╝ck; laut JB war M├╝nchen damit einziger Halter neben Rabat/Marokko, allerdings ist nicht definitiv ausgesagt, dass die Tiere von dort kamen. Somit war meine Erinnerung bez├╝glich Almeria falsch, von dort folgten ein Jahr sp├Ąter die ersten Mhorrgazellen.

1987 wurde der gr├Â├čte Teil der Cuviergazellengruppe laut Tierbestandsliste abgegeben (7 Tiere), erl├Ąuternde Angaben dazu fehlen. 1988 wurde die Haltung beendet, zur Abgabe der letzten 4 Tiere findet sich nur der Hinweis, man habe sie mit San Diego gegen ein Paar Schwarzwei├čer Varis getauscht.
(02.11.2008, 18:53)
Michael Mettler:   In Hannover hat mal ein Grantgazellenbock dem Gro├čen Kudu-Bullen so zugesetzt, dass dieser ├╝ber den Graben gefl├╝chtet ist... War aber nur ein einmaliger Ausrutscher, danach vertrugen sich die beiden wieder, und auch der nachfolgende, hier geborene Grant-Bock konnte weiterhin mit den anderen Arten (Rothschildgiraffen, Gro├če und Kleine Kudus, Schirrantilopen) zusammenleben. Ein Dorkasgazellenbock hat sich auf der selben Anlage (seinerzeit ohne Grantgazellen) sogar mit dem Giraffenbullen angelegt.

M├╝nchen hatte die Cuviergazellen meiner Erinnerung nach zusammen mit den Mhorrs aus Almeria bekommen (m├╝sste ich auch mal in den JB nachschlagen), zumindest von dort w├Ąre wohl Nachschub m├Âglich gewesen.
(02.11.2008, 18:35)
Michael Amend:   Das wei├č ich nicht, eventuell steht was dar├╝ber in den Jahresberichten. M├Âglicherweise weil keinen neuen Tieer zum Erhalt der Zucht verf├╝gbar waren, schon damals hat die ja kein Mensch gehalten.Ich habe gerade in einem Buch ├╝ber die Zoos in San Diego geschm├Âckert.Gazellen sind absolute Stinkbolzen.Im WAP hat sich ein Dorcas-Bock regelm├Ą├čig mit dem Zwergflu├čpferdbullen angelegt und diesen immer in die Flucht geschlagen. FFM hat diesbez├╝glich Probleme mit einem Tommi-Bock gehabt. Sehr aggressiv sind auch die Wasserbock-B├Âcke, bis heute machen die im WAP Probleme, die legen sich bevorzugt mit Gnubullen und den Breitmaulnsh├Ârnen an.
(02.11.2008, 17:06)
Michael Mettler:   Warum hatte eigentlich M├╝nchen damals die Cuviergazellen wieder abgegeben? Die lebten dort mit den Mhorrgazellen zusammen. Allerdings muss der Bock ein Streithammel gewesen sein, denn man hatte ihn mit Gummischl├Ąuchen ├╝ber den H├Ârnern "entsch├Ąrft".
(02.11.2008, 16:57)
Michael Amend:   Na,das klingt ja schon mal vielversprechend. In dieser Richtung hege ich noch gro├če Hoffnungen auf den zuk├╝nftigen Direktor von Rotterdam.

In den Staaten sollen die Jacksons ( die Antilope )eine neue Chance bekommen. Allerdings m├Âchte man dort durch gezielte Zucht ? das b├Âsartige Katharalfieber in den Griff bekommen, wie soll das denn gehen ? Den Ereger tragen alle Kuhantilopen in sich,( und wie ich immer betone,ALLE Schafe und Ziegen, hu,hu, warum gibt es immer noch Streichelzoos ? ) ob zoogeboren oder freigeboren, das spielt ├╝berhaupt keine Rolle,wie soll man den mit gezielter Zucht beseitigen ?
(02.11.2008, 14:37)
Trebaruna:   Rotterdam m├Âchtet die cuviers gerne auf die zukunftige savanne-anlage bei den Giraffen, kudus und mhorrgazellen.
(02.11.2008, 12:48)
Michael Amend:   Ca.80 Tiere, neue Halter werden gesucht, will aber keiner haben....Werden schon recht lange dort gehalten.
(01.11.2008, 22:52)
Mirko Schmidkunz:   Ich habe zum ersten Mal bei zootierliste.de von Cuviergazellen in einem Park in Spanien gelesen. Sind die Tiere dort schon l├Ąnger und wie viele sind es?
(01.11.2008, 21:15)
Michael Mettler:   Daf├╝r, dass es seit ├╝ber zwanzig Jahren eigentlich nie sonderlich mehr Zuchtst├Ątten gab als jetzt, h├Ąlt sich die Art aber hartn├Ąckig in Europa. Die Langzeithalter Berlin und Dvur Kralove sind noch im Rennen, die Kronberger Haltung ist noch relativ jung, in den anderen Zoos gaben die Tiere nur ein mehr oder weniger langes Intermezzo (neben den aufgef├╝hrten Haltungen auch in Hannover und Aschersleben). Das Interesse anderer Zoos scheint sich in Grenzen zu halten...
(01.11.2008, 20:57)
Michael Amend:   Ich habe Prag ( hatten die nicht mal welche ? )mit Kralove verwechselt, sorry. Laut Isis hat Friedrichsfelde noch 1,6, Kralove 7,5 und Kronberg 3,3, drei davon in den letzten 12 Monaten geboren.

Nichtsdestotrotz sieht es f├╝r die Art d├╝ster aus.
(01.11.2008, 19:49)
Michael Amend:   @Oliver Jahn.Kronberg hat dieses Jahr ein Jungtier, aber die Gruppe w├Ąchst trotzdem nicht. Im Tierpark sah ich im Sommer nur ein Tier ( die haben aber noch mehr), kann aber zur Zuchtsituation dort Nichts sagen. Der Tierpark hatte eine bl├╝hende Zucht, von dort gingen ja Nachzuchten nach u.A nach Hodenhagne,Halle und Wien. Ich wei├č nicht, ob die Prager Tiere aus Berlin stammen.Das d├╝rften somit die letzten drei Halter in Europa sein,h├Âchstwahrscheinlich gehen alle Bergriedb├Âcke auf die Berliner Zucht zur├╝ck. Dort begann die Haltung 1983 mit 2,2 Tieren, 1984 kamen nochmals 2,2 in den Bestand.
(01.11.2008, 19:45)
Oliver Jahn:   Z├╝chten die Gruppen in Kronberg und im TP Berlin nicht regelm├Ą├čig und seit etlichen Jahren?
(01.11.2008, 19:27)
Michael Amend:   Was man nicht so beim Foto-Sortieren findet.Bergriedb├Âcke in Hodenhagen. Diese Art wirt bald aus den europ├Ąischen Zoos verschwunden sein.
(01.11.2008, 18:48)
Michael Amend:   Ein europ├Ąischer Zoo hat nach 1993 Rehantilopen importiert, wei├č jemand, welcher das war ? Ich tippe auf Dvur. Die Tiere leben leider nicht mehr.

San Diego scheint auch Pech mit der Art zu haben. Die Tiere wurden 2002 importiert und haben sich anfangs ganz hervorragend vermehrt, als ich die Tiere 2005 sah, gab es eine gro├če, ca 10-12 Tieer umfassende Zuchtgruppe im Schaubereich und eine Junggesellengruppe hinter den Kulissen, jetzt listet Isis nur noch 2,3 und einen einzelnen Bock im WAP. Entweder stimmen die Zahlen nicht, oder die Gruppe ist drastisch eingebrochen.

@Sacha. Wieviele hast du 2007 noch in der Schau gesehen ?
(31.10.2008, 18:40)
Hannes L├╝ke:   Ne aber den Kerl mit den Hirschziegenantilopen kenn ich pers├Ânlich, der wollte mir mal meine Pr├Ąriehunde abkaufen :-). Im Internet sieht man hin und wieder auch mal Elenantilopen zu kaufen.
(28.10.2008, 20:33)
Anti-Erdm├Ąnnchen:   Hab heute in einer Fernsehsendung gesehen, da├č Privatleute in Rheine Hirschziegenantilopen halten. Ist jemandem von noch anderen Antilopenhaltungen fernab von Tierg├Ąrten in Deutschland bekannt?
(28.10.2008, 19:04)
Shensi-Takin:   @MA: Och, das Buffet war wirklich lecker-allerdings ganz ohne "Curry" und garantiert kitz-frei. Insbesondere meine (unfreiwllige) Kombination von Salat und Dessert war ein echter Gaumenschmaus. Und als weiteren Bonus gab's amuesante australische, britische und suedafrikanische Tischgenossen sowie am Nebentisch ein paar huebsche Latinas.;)
(24.10.2008, 10:47)
Michael Mettler:   Bei DEM Namen, noch dazu f├╝r eine m├Ąnnliche und damit potenziell ├╝berz├Ąhlige Impala, muss ich gleich WIEDER ans Buffet denken...
(23.10.2008, 20:48)
Michael Amend:   Am 10.Juni wurde in Milwaukee 1.0 Impala namens"Curry"geboren. Er wohnt mit seinen Eltern im "Holtz Family Impala Country".
Na, das ist doch mal ein Name f├╝r ein Tiergehege....Schade, w├╝rde der Rundbau noch stehen, hie├če das Zebraducker-Gehege jetzt bestimmt"Duiker Springs"Aber ohne Scherz jetzt, hinter diesen tollen Gehege-Namen vebergen sich oftmals die ollesten Kameleln, aber die Anlagen pr├Ąsentieren sich mit diesem Namen eben besser, und was in den Ohren der Besucher toll klingt, mu├č doch toll sein, oder ?
(23.10.2008, 20:40)
Michael Amend:   He,he,he, damit macht man keine Scherze, ich bin Aero-Veganer, ich atme in Anwesenheit von Tieren nicht einmal, um den Tieren den Sauerstoff nicht(w├Ârtlich)"wegzuschnappen".
(23.10.2008, 20:35)
Michael Mettler:   Die Dibatag-Kitze waren butterzart :-D
(23.10.2008, 19:40)
Michael Amend:   Schade, da haben sie ganz knapp die drei Dibatag-Kitze und das Beira-Zuchtpaar verpasst, die im Kinderzoo leben. H├Ątte ich Ihnen das etwa vorher sagen sollen ?Wie war das Buffet ?
(23.10.2008, 19:31)
Shensi-Takin:   @MA: Ich hab' 3 Schwarzducker gesehen-duerften aber noch mehr sein. Zum Kinderzoo habe ich es nicht mehr geschafft-da war's schon dunkel, und das Buffet wartete...
(23.10.2008, 11:19)
Michael Amend:   @Shensi-Takin.Was hat denn der Schwarzducker f├╝r wei├če Punkte im Fell ? Die Wei├čp├╝nktchenkrankheit ? Kreisch...

Wieviele Schwarzducker hat L.A derzeit ?

Wie war denn das Huftier-Baby-Gehege im Kinderzoo besetzt ? Meistens springen da ja in Streicheln├Ąhe diverse Ducker und Gerenuks rum...
(22.10.2008, 20:05)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Laut Chronik "100 Jahre Zoo Hannover" soll es hier ja anno knips auch schon mal ein Paar Riesenelenantilopen gegeben haben, wobei ich vermute, dass es nur Riesen-Elenantilopen waren - so wie man damals auch gern mal Riesengiraffen oder Riesenelefanten ank├╝ndigte.
(22.10.2008, 09:25)
Shensi-Takin:   Spekegazelle, L.A.
(22.10.2008, 08:52)
Shensi-Takin:   Schwarzducker, L.A.
(22.10.2008, 08:51)
Shensi-Takin:   @MA: Gute Frage-ich habe nur ein Exemplar gesehen
(22.10.2008, 08:07)
WolfDrei:   @MM: Danke f├╝r den link: doch eine Ente? Habe also etwas gebl├Ąttert, dabei aber nur an 3 Stellen normale Elen gesehen. Vielleicht kommen die den kleinen Chinesen nur so "riesig" vor? Da sind auch einige andere Ungereimtheiten: S├Ąbelantilope f├╝r Addax, Wasserreh f├╝r chines. Zwergmuntjak, selbiger Muntjak f├╝r crinifrons - habe nicht alles durchgebl├Ąttert.
(22.10.2008, 07:57)
Michael Amend:   K├Ânnte schon sein, die einzige M├Âglichkeit, wo die herstammen k├Ânnten, ist Afrika. In den USA gibt es gro├če Mangementsprobleme,was die Riesenelen angeht. N├Ąchstes Jahr gibt es eigenes f├╝r die Art eine Sitzung, wie es mit den Riesenelen in den Staaten weitergehen soll. Das Hauptproblem ist nach wie vor die IAE, der Privatimporteur, dem nach wie vor alle Riesenelen geh├Âren und es teilweise Jahre dauert, bis die eine Entscheidung bzl.Versendung von Tieren treffen. Cincy hat im April 2002 den Zuchtbullen verloren und hat und es hat, obwohl potenzielle Nachfolger reichlich zur Verf├╝gung standen, volle drei jahre gedauert, bis ein neuer Bulle dort ankam. Der hat aber nicht gez├╝chtet und steht jetzt wohl noch mit einem Weib in Cincy, die Riesenelen-Anlage wird dort jetzt aber f├╝r die Bongos umgebaut, die ihre Anlage wegen der Okpais verlassen mussten. Die restlichen M├Ądels sind nach White Oak. Auch bei der IAE in Port Clinton sollen noch Riesenelen stehen, die sind aber, genausowenig wie die Cincy-Tiere, nicht bei ISIS aufgef├╝hrt. Es sieht aber nicht gut aus, au├čer in White Oak, da l├Ąuft die Zucht auf Hochtouren,aber es ist nicht sicher, ob die potenziellen Interessenten an Riesenelen, einer ist deswegen schon abgesprungen und baut die vorgesehene Anlage f├╝r Nash├Ârner aus,├╝berhaupt Tiere bekommen.
(22.10.2008, 07:35)
Michael Mettler:   Vielleicht ist die Riesenelen in Shanghai auch nur eine Ente. Siehe hier:
http://www.shanghaizoo.cn/en/paradise/RareDetails.asp?ID=79
(21.10.2008, 21:55)
Michael Amend:   Wow. Glaben Sie, Sie k├Ânnen herausfinden, woher Shanghai die Tiere hat ? Aus den USA glaube ich nicht.
(21.10.2008, 21:47)
WolfDrei:   Habe heute einen neuen Halter von Riesenelen entdeckt: den Shanghai Zoo!Aus unerfindlichen Gr├╝nden bekommt die TP-Bibliothek ein Vierteljahresheft "Freund des Zoos". Darin gibt es am Ende Geburten und Transfertransporte von Tieren (in Englisch). Heute lese ich: Anfang des Jahres 2008 :geboren 2 Riesenelen!. Los Angeles hatte bei meinem Besuch 2000 1,1 gerade bekommen, Cincinnati hatte mindestens an die 8 Tiere in der Ausstellung bei damals ├╝ber 50 Geburten
(21.10.2008, 21:20)
Michael Amend:   Cincinnati hat wohl tats├Ąchlich keine Riesenelen mehr,jetzt mu├č ich nur noch rausfinden, was mit der Gruppe passiert ist.
(21.10.2008, 21:05)
Michael Amend:   Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen, richtig ist,das Ende 2003 30,39 Tiere gehalten wurden !
(21.10.2008, 19:43)
Michael Amend:   Mit etwas Sorge sehe ich derzeit die Bestandsentwicklung der Riesenelen in den USA. Laut ISIS (ich wei├č, wie unzuverl├Ąssig das System ist )werden in 6 Us-Zoos nur noch 17,22 Tiere geslistet. Die meines Wissens nach immer noch in Cincinnati vorhandenen Tiere werden gar nicht gelistet,auch Port Clinton fehlt als Halter,die k├Ânntena ber tats├Ąchlich die Haltung beendet haben. Ende 2003 waren es noch 32,77 Tiere, das hie├če, fast 30 Tiere Verlust...Mitte der 2000er jahre wurde eien zeitlang nicht gez├╝chtet, das hat amn dann von einer falschen Besatndskoordination, Us-Interessenten gibt es noch genug, auch Toronto wollte sie haben und hat sie nicht bekommen.... Im n├Ąchsten Sommer werde ich Gewissheit bekommen,da sehe ich den derzeit wichtigsten Halter und Z├╝chter der Art.

@Shensi-Takin. Laut Isis hat L.a nur noch 1,1, wissen Sie,wie es in Zukunft dort mit den Riesenelen weitergehen soll ?
(21.10.2008, 18:54)
Michael Amend:   Laut dem im Mai 2008 erschienenen Zoof├╝hrer h├Ąlt Hodenhagen jetzt auch Arab. Oryx, Mrs.Grays Wasserb├Âcke und Addax in der Sektion Afrika 2. Die Oryx und Addax werden allerdings nur im Plan erw├Ąhnt, nicht im Textteil des Zoof├╝hrers.Immerhin gibt es jetzt wieder zwei Halter von Arab.Oryx in Deutschland.
(18.10.2008, 13:55)
Sacha:   @MM: Ja, die Agutis haben auch ne gewisse Aehnlichkeit mit den beiden Arten. Beim Kopf h├Ârt es dann allerdings sp├Ątestens auf. Da gleicht das Aguti dann schon deutlicher einem Wildmeerschweinchen.
(17.10.2008, 17:07)
Michael Amend:   Ich wu├čte gar nicht, das die Poznan-Tiere f├╝r San Diego bestimtm waren. Nun gut, erledigt hat es sich von selbst, aber San Diego z├╝chtet auch so schon gut genug.

Die Heizung im Hintergrund des Bidles ist nett, wirkt besonders afrikanisch. Ist das die Zentralheizung,wie sie von den Massai verwendet wird ? Die von den Pym├Ąen ist n├Ąmlich deutlich kleiner....

Und noch eine seltene Kleinantilope aus San Diego, (WAP ) Cavendish's Dik-Dik, eine Unterart des Kirk-Dik-Diks.
(17.10.2008, 13:33)
Ralf Sommerlad:   @Michael Amend: Ich werd das mit Tampa im sp├â┬Ąten November mal pr├â┬╝fen und berichten...
(17.10.2008, 12:43)
Michael Mettler:   @Sacha: ...oder f├╝r eine Beibehaltung der K├Ârperform gemeinsamer Vorfahren? Obwohl man dabei aufs Glatteis geraten kann, denn manche Klein(st)huftiere sollen sich im Laufe der Stammesgeschichte erst sekund├Ąr wieder verzwergt haben. Zumindest ├╝ber Dikdiks habe ich das mal gelesen.

Aber in Sachen Konvergenz: Nun stell dir daneben noch ein Aguti vor...
(17.10.2008, 11:32)
Sacha:   Schon erstaunlich, wie ├Ąhnlich sich Kleinstb├Âckchen und Kleinkantschils sehen. Auch ein Beispiel f├╝r Konvergenz?
(17.10.2008, 10:40)
WolfDrei:   Herr Amend hat`s gesehen. Hier etwas deutlicher ein Zwerg"b├Âckchen", das seinerzeit in Poznan auch f├╝r San Diego bestimmt war. Man beachte die 2cm langen "H├Ârner". Gr├Â├če, so erwachsen : 20 H├Âhe, 30 cm L├Ąnge.
(17.10.2008, 08:39)
Michael Amend:   ISIS zufolge werde ich die kleinen Sweeties n├Ąchstes Jahr wiedersehen, denn der Lowry Park Zoo in Tampa h├Ąlt sie auch, neben diversen Ducker-Arten. Daf├╝r listet ISIS keine Sunis mehr f├╝r San Diego, wei├č da jemand Genaueres dazu ?
(17.10.2008, 06:49)
Michael Amend:   Eine Handvoll Antilope, Nachwuchs beim Kleinstb├Âckchen in San Diego. Ich bitte die Bildqualit├Ąt zu entschuldigen, die einzigen Tieer dort in der Schau leben in der ehemaligen Beutelteufel-Anlage, und dort ist eszu jeder Tageszeit au├čerordentlich schwierig, Fotos zu machen, gerade bei einer Art, die sich naturgem├Ą├č gern im Unterholz versteckt....Bei meinen realtiv langen Bem├╝hungen, Fotos zu machen( bei den Tieren hinter den Kulissen ging das ├╝berhaupt nicht, so schreckhaft wie die waren, sind die bei der geringsten Bewegung sofort in ihre Kiste abgehauen)bekam ich viel Aufmerksamkeit durch die Besucher, die das nat├╝rlich mitbekamen, wie ich mich da auf dem Boden kniend abplagte, die meinten nat├╝rlich,da sei ein gaaaanz tolles Tier drin, oh Weh, was war die Entt├Ąuschung dann gro├č, zumindestens bei den Leuten,die das Kleinstb├Âckchenkitz ├╝berhaupt fanden, und die Geduld dazu hatte kaum einer, zumal einige Leute dann auf das Gehegschild sahen und sich daraufhin gar nicht erst die M├╝he machten, in das Gehege reinzusehen....Komisch, die zusammenrerollten, st├Ąndig pennenden grauen Fellkn├Ąul im Ge├Ąst der benachbarten Anlage verursachten Ent├╝ckungsschreie...
(17.10.2008, 06:46)
Michael Amend:   Eine weitere Rarit├Ąt im Zoo San Diego, Suni.
(17.10.2008, 06:36)
Michael Amend:   Bei dieser Junggesellen-Gruppe in San Diego lacht das Herz eines jeden Antilopen-Fans. Diese wurde inzwischen aufgel├Âst.
(15.10.2008, 06:44)
Michael Mettler:   Genau wegen der entsch├Ąrften Gnus in Arnhem hatte ich meine Bemerkung gemacht. Wobei ich nicht wei├č, ob die H├Ârner erst in Arnhem gek├╝rzt wurden oder nicht schon im Ursprungszoo; eine Kuh, die insgesamt einen j├╝ngeren Eindruck machte und vielleicht schon in Arnhem geboren ist, war n├Ąmlich unversehrt. Kommen die Zuchttiere eventuell aus Dvur Kralove? Von dort kenne ich zumindest ein Foto eines in entsprechender Weise gestutzten Wei├čschwanzgnu-Bullen.
(05.10.2008, 20:39)
Michael Amend:   Habe bisher jedenfalls Nichst Gutes ├╝ber Kaamas geh├Ârt, sollen sehr angriffslustig sein, nicht nur die B├Âcke, auch die K├╝he.

Bei Gnus ist es eien individuelle Sache, Vorsicht walten lassen mu├č man immer, bei den Bullen kann man auch Pech haben und ein aggressives Tier bekommen. Auch brave Bullen k├Ânnen, m├╝ssen aber nicht, sich mit zunehmendem Alter in "Wilde Biester" wandeln. "Ed", der fr├╝here Bulle in Landau, war so ein Kandiat. Der lie├č aber seine Aggressionen vor allem an den K├╝hen aus.
Ich spreche jetzt aber nur von Streifengnus,Wei├čschwanzgnus sollen eine Spur heftiger sein.
Hast du,Michael, nicht geschrieben, das Arnheim seinen Gnus die Hornspitzen gek├╝rzt hat ?

Soweit ich wei├č, gehen die Pfleger in San Antonio nicht zu den Jacksons und Jimelas rein.
(05.10.2008, 20:33)
Michael Mettler:   Sind Kaamas denn gef├Ąhrlicher als Gnus? Zu den Kaamas gehen die Pfleger jedenfalls nicht auf die Anlage, was bei der kommentierten F├╝tterung auf der benachbarten Afrikasteppe erz├Ąhlt wird.
(05.10.2008, 19:54)
Michael Amend:   Streifen-Gnus braucht man nun wirklich nicht im "gesch├╝tzen Kontakt" zu halten.
(05.10.2008, 18:45)
Michael Mettler:   An Gnus habe ich auch schon gedacht, zumal die Anlage eh f├╝r "protected contact" eingerichtet ist :-) Aber erstmal bin ich bei den Kaamas noch zuversichtlich. Schlie├člich hat sich deren Gesamtsituation in Europa in den letzten Jahren wenigstens nicht deutlich verschlechtert, nur der zweite Halter hat gewechselt (statt Lissabon nun eben Arnhem).
(05.10.2008, 16:40)
Michael Amend:   Ob man sich nicht vorsorglich nach einer neuen Kuhantilopen-Form umsehen sollte, mit den Jacksons soll in den USA anscheinend doch weitergemacht werden, und Jimelas gibt es dort auch noch einen kleinen Bestand.

Eine wesentlich unb├╝rokratischere zu bekommene Art sidn nat├╝rlich auch Streifengnus....Ich hege die Hoffnung, das ab n├Ąchsten Jahr die Art wieder etwas mehr in Mode kommt...
(05.10.2008, 16:31)
Michael Amend:   Der ber├╝hmte Tropfen auf dem hei├čen Stein, Hmm ?

In den Staaten steht auch nur noch ein altes Weib.
(05.10.2008, 16:28)
Michael Mettler:   Ich habe bei meinem letzten Besuch in Hannover vor drei Wochen extra auf die beiden Kaama-K├╝he geachtet: Eine sieht deutlich tr├Ąchtig aus. Hoffnung...
(05.10.2008, 16:13)
Trebaruna:   Das Z├╝chtmannchen von die Kaamas in Burgers ist tot (war schon alt). Jetzt hat Arnheim noch eine gruppe von 1,3 (ein junges mannchen aus hannoverzucht, 2 weibchen und 1 junges weibchen aus eigene zucht).
(05.10.2008, 16:06)
Onca:   bei dem Nilgaunachwuchs in HH handelt es sich um 1,1
(12.09.2008, 20:50)
IP66:   Vielen Dank f├╝r die Korrektur! Ich habe Sie wirklich so verstanden, da├č die Nilgaus nur geholt wurden, um f├╝r ein paar Jahre ein Gehege zu f├╝llen und bin sehr froh, da├č das nicht so sein wird!
(09.09.2008, 10:56)
Onca:   doch nicht die Alttiere!!!
Weibchen werden mit ca 18 Monaten geschlechtsreif und M├Ąnnchen mit 30. Sprich wenn die Jungtiere M├Ąnner sind k├Ânnten sie etwas l├Ąnger bleiben. Sonst besteht ja die Inzuchtgefahr.
Es ist auch mehr eine Annahme, dass die Jungtiere Ende 2009 bzw 2010 den Park verlassen.
Die adulten Tiere sind mit 1-2 Jahren gekommen, je nach Tier.
(08.09.2008, 11:36)
IP66:   Weshalb beschafft man denn in Stellingen Tiere, um sie ein Jahr sp├Ąter wieder abzugeben? Mich erinnert das an die Leihpraxis des Tierhandels oder an Wandermenagerien.
(08.09.2008, 11:08)
Onca:   Wie gut stehen denn derzeit die Abgabem├Âglichkeiten bei Nilgaus, denn egal welches geschlecht die beiden bei Hagenbeck haben, werden sie n├Ąchstes Jahr, sp├Ątestens Anfang 2010 abgegeben.
(07.09.2008, 20:24)
Michael Amend:   Daf├╝r sieht es f├╝r den Rotducker nicht gut aus, es kommen nur noch Weibchen auf die Welt, so auch das j├╝ngste Kitz in Hannover. Das Arnheimer Paar hatte bisher nur eine Geburt, und seither nichts mehr !
(07.09.2008, 19:10)
IP66:   Da scheint sich ja ein neuer Nilgauhalter zu etablieren - nach einigen Aufgaben auch bei dieser einst zahlreich in Zoos vorhandenen Art eine erfreuliche Entwicklung!
(07.09.2008, 15:00)
Onca:   Da ich nicht wei├č wie viele hier alle Threads lesen.

Positive Nachrichten aus Hagenbeck. Nach dem im Dezember 2006 1,2 Nilgaus (N├╝rnberg, Berlin, Augsburg) nach Hamburg kamen. Gab es nun Nachwuchs im Doppelpack.
Am 20.8. kam das erste Jungtier zur Welt und heute Mittag das Zweite.
(06.09.2008, 17:26)
Michael Mettler:   Nachtrag: 2007 wurden in 19 EAZA-Zoos insgesamt 69 Kirk-Dikdiks gehalten, davon allein 16 in Hannover.
(05.09.2008, 21:21)
Michael Mettler:   Laut einem Artikel im neuesten hannoverschen ZOOFREUND aus der Feder (bzw. Tastatur) des Zuchtbuchf├╝hrers ist die Dikdik-Zucht in Hannover noch immer die erfolgreichste in Europa. Von den beiden nicht n├Ąher verwandten Zuchtgruppen des Zoos wurden in den letzten Jahren im Schnitt um 10 Jungtiere (!) pro Jahr geboren. Inzwischen gibt es erste positive Erfahrungen mit reinen Junggesellenhaltungen in anderen Zoos, so dass auch bei dieser Tierart ├╝berlegt wird, Ersthaltern zum Start vorerst nur B├Âcke zu geben.

Insgesamt soll die Nachfrage in der Zoowelt nach kleinen Antilopenarten inzwischen so gro├č sein, dass f├╝r Dikdiks eine Warteliste besteht. Bei Start des ESB hatte der Zuchtbuchf├╝hrer hingegen noch M├╝he gehabt, neue Halter zu gewinnen... Nachdem Hannover bereits f├╝r die Addax-Zucht Frischblut aus den USA importiert, werden offensichtlich nun auch Dikdik-Importe von dort ins Auge gefasst.
(05.09.2008, 18:49)
Michael Mettler:   Beim letzten Besuch ist mir zumindest kein auffallend dicker Bauch ins Auge gefallen...
(30.08.2008, 09:45)
cajun:   Ist dieses Jahr eigentlich in Hannover eine der Kaama K├╝he tr├Ąchtig?
In Arnhem h├Ârte ich man hoffe auf den Jungbullen aus Hannover. Als ich dort war, war noch der alte Importbulle aus USA in der Gruppe. Der Hannoveraner stand im Stall.
(29.08.2008, 21:09)
Michael Mettler:   Klonen unter Ausschluss nat├╝rlicher Vermehrung (so lange diese noch m├Âglich ist) w├╝rde ich auch nicht bef├╝rworten, es kann m.E. nur ein "Notausgang" sein. Wenn sich aber z.B. die letzten Tiere einer Art als Folge von Transportbeschr├Ąnkungen nicht mehr verpaaren lie├čen, dann k├Ąme ich zumindest ins Schwanken, ob nicht doch der Umweg ├╝ber ein paar problemlos importierte Zellen ein Ausweg w├Ąre.

Auch ich sehe - bei allem Reiz - wenig Sinn darin, eine ausgestorbene/ausgerottete Tierart auferstehen zu lassen; der Blaubock (um mich nicht zu weit vom Thema Antilopen zu entfernen) w├Ąre heute in seinem eigenen alten Verbreitungsgebiet ein Fremdling. Wer wei├č, ob sich nicht seit seiner Ausrottung z.B. die Pflanzenwelt so ver├Ąndert hat, dass er Schwierigkeiten bek├Ąme, sich anzupassen...? Mensch h├Ątte dann nur etwas geschaffen, f├╝r das er sich selbst auf die Schulter klopfen (und vermeintlich etwas wiedergutmachen) kann, der Antilope als Art n├╝tzte das nicht sonderlich.

Letztlich z├Ąhlt Rendite bzw. pers├Ânlicher Nutzen aber leider auch beim normalen Weg der Arterhaltung zu den Hauptbeweggr├╝nden, nur sind es andere menschliche Nutznie├čer als im Falle der Klonindustrie. Wildtiere und Lebensr├Ąume werden gesch├╝tzt, weil sie z.B. zahlungskr├Ąftige Touristen anlocken und den Lebensunterhalt der lokalen Bev├Âlkerung sichern sollen. Ohne Begleiterscheinungen l├Ąuft auch das nicht. Gerade erst dieser Tage las ich eine Meldung, dass die Galapagosinseln im M├╝ll der Touristen und der seit Unter-Schutz-Stellung zugewanderten Einwohner allm├Ąhlich ersticken sollen. Im Buch eines Primatologen, der in einem ostafrikanischen Nationalpark an Pavianen forschte, ist zu lesen, dass dieser Park kurzzeitig f├╝r Besucher gesperrt wurde, weil arabische Potentaten ungest├Ârt und von der ├ľffentlichkeit unbeobachtet auf Jagd gehen wollten - da fragt man sich, ob sowas wirklich nur ein Einzelfall ist oder ob und in welchen Dimensionen nicht auch anderweitig der Naturschutz schwach wird (und sei es "auf Anweisung von oben"), wenn es um finanzielle Interessen geht. Wie sonst h├Ątten sich besagte Araber das Privileg sichern sollen, und floss die vermutliche Rendite wirklich in den Naturschutz oder nicht doch etwa in die Taschen anderer Leute? Klar, alles Spekulation. Aber auch Forschungsgelder dienen ja letztlich dazu, Menschen (Wissenschaftlern) ihren Broterwerb zu sichern. Man kann es drehen und wenden, wie man will, irgendwie sind doch immer irgendwelche Menschen die (finanziellen) Nutznie├čer von Naturschutzma├čnahmen; Ethik allein macht eben nicht satt, damit werden wir leben m├╝ssen.

Bedenklicher finde ich - und auch da passt der Vergleich zu "Jurassic Park" - eine angestrebte Monopolisierung des Nutzens (Stichwort Patentierung von Leben). Aber hinter diesem unguten Gef├╝hl steckt auch schlichtweg "nur" die Sorge, den eigenen Einfluss auf gewisse Bereiche des eigenen Lebens zu verlieren, wie das auch auf mannigfache andere Weise passieren kann (und st├Ąndig passiert).

Aussterben nach genetischen Ver├Ąnderungen ist im ├ťbrigen, wenn man so will, auch ein nat├╝rlicher Prozess, dem der Mensch nur k├╝nstlich neue Varianten hinzugef├╝gt hat. Auch nat├╝rlich auftretende Mutationen k├Ânnen schlie├člich f├╝r eine Art das Aus bedeuten, ob sie nun selbst der Ausl├Âser ist oder "nur" das Opfer genetischer Ver├Ąnderung einer anderen Lebensform (z.B. eines Grippevirus').

Und jetzt habe ich echte Probleme, vom Grippevirus wieder zum Bongo zur├╝ck zu kommen und dem Thema Antilopen gerecht zu werden....
(29.03.2008, 00:34)
Andreas:   Senker, Teilungen von Pflanzen, sind ganz nat├╝rliche, im ┬äProgramm┬ô vorgesehene M├Âglichkeiten der Vermehrung. Gibt noch mehr Beispiele, wie Schachtelhalm, Quecke, NAT├ťRLICHE Vermehrung durch Zellteilung. Der Mensch hat diese Prozesse ┬änur┬ô beschleunigt, um in k├╝rzester Zeit erbgleiche Pflanzen zu erhalten. Sinn machte es auch damals in meinen Augen, rauchresistente Fichten (echte Klone) im gro├čen Stil zu vermehren. Ein gro├čer Vorteil, braucht man doch nicht die Ursache Umweltverschmutzung einzud├Ąmmen, sondern, pflanzt einfach widerstandsf├Ąhige B├Ąume. Heute denke ich anders ├╝ber ┬äechte┬ô Gentechnologie. Da denke ich an Monsanto und die in Abh├Ąngigkeit von Gro├čkonzernen in Indien geratenen Bauern, die in den Selbstmord getrieben werden. Begonnen hatten die Forschungen u.a. mit dem Slogan, den Hunger der 3. Welt zu lindern. Und ich denke an die Bienen, die in Deutschland vermehrt an Magen-Darmerkrankungen sterben, nach dem sie Pollen von BTM-Mais eingebracht haben. Nachteile erschlie├čen sich dem Otto Normalverbraucher nicht so schnell. Dein Beispiel mit dem Bambus war sehr gut. Alle Pflanzen starben weltweit nach der Bl├╝te gleichzeitig ab. F├╝r den Gro├čen Panda in China (freilebende )wurde es eng. Viele verhungerten, weil sie nicht mehr in Gebiete mit anderen Bambusarten wandern konnten um diese Phase zu ├╝berbr├╝cken. Wie wir wissen, konnte sich dieser Bambus aber noch vor dem Absterben durch nat├╝rlichen Prozess (Aussamen) vermehren.
Und wie kriege ich jetzt den Bogen zu den Antilopen ? Ach ja, Michael M. Du hattest die seuchenrechtlichen Bestimmungen und den Preis angef├╝hrt. Klar, ist ein Vorteil. Mein gro├čes ABER: ich bin ein gro├čer Pessimist und traue den Menschen den verantwortlichen Umgang mit der Gentechnologie nicht zu.
1. Klone bedeuten eine schnelle, vielf├Ąltige Vermehrung nur eines Individums mit allen Vor und Nachteilen.. Es werden Generationen ├╝bersprungen, in denen Defekte zu erkennen w├Ąren. Der Ersatz normal (durch Auslese) gez├╝chteter Tiere, durch Klone bedeutet gleichzeitig eine Reduktion der genetischen Vielfalt. In meinen Augen noch gef├Ąhrlicher als mehrmalige Inzucht.
2. Das Wissen um die M├Âglichkeit, vom Aussterben bedrohte Arten durch Gentechnologie zu retten, oder schon ausgestorbene Tiere zu ┬ärekonstruieren┬ô verleitet in meine Augen die M├Ąchtigen dieser Welt noch sorgloser mit der Umwelt umzugehen. Nach dem Motto- ┬äWas soll`s, wir k├Ânnen sie ja sp├Ąter wieder auferstehen lassen.┬ô Wenn sie es denn ├╝berhaupt schert.
3.Warum werden zunehmend Wildtiere geklont? Um weiterhin kreative und f├Ąhige Wissenschaftler zu motivieren, Biologen zu begeistern. Haustiere sind mittlerweile zu banal. Ich gebe zu, es ist sehr reizvoll, herauszufinden, was w├Ąre, wenn alles zu 100 % klappt, welche Organe man z├╝chten kann, welche Tierkrankheiten man heilen kann. Glaubt Ihr, der Aufwand wird f├╝r die Tiere betrieben? Schlu├čendlich z├Ąhlt die Rendite. Und ich glaube, da├č auf diese Weise gewonnene Ersatzteile f├╝r den normalen Menschen unbezahlbar bleiben und die 2(3?) Klassenmedizin weiter manifestiert wird.
St├╝ck f├╝r St├╝ck wird der Menschheit durch die erkennbaren Vorteile die Gentechnologie schmackhaft gemacht, Bedenken beiseite gewischt, Sch├Ąden abgewiegelt. Es w├╝rde mich nicht verwundern, wenn am Tag der Freigabe (hoffentlich nie) von genetischen Versuchen am Menschen ein Mann der K├╝stenwache schon neben seinem Klon in die Kamera l├Ąchelt. So wird sich dann eine eigene Menschheit geschaffen. Mich erschreckt, wie viele Teile von Sience-Fiction Filmen der vergangenen Jahre schon Realit├Ąt sind. So nett Jurassic Park auch anzusehen ist, es sollte nachdenklich stimmen.
Ohne jemanden nahe treten zu wollen, m├Âchte ich behaupten, die Forschungsgelder sind besser in der Bek├Ąmpfung der Ursachen des Artenr├╝ckganges angelegt, bzw. in der F├Ârderung des Weiterbestandes / Zucht auf NAT├ťRLICHEM Weg.

(28.03.2008, 21:43)
IP66:   Nun klont sich aber manche Pflanzenart, die sich vegetativ vermehrt, gleichsam selbst - insofern k├Ânnte man den Vorgang bei der Vermehrung von Ziergeh├Âlzen als "nat├╝rlich" bezeichnen. Ich habe den Eindruck, da├č bei der Nutztierzucht - wie auch bei den Kulturpflanzen - das Klonen eine Verbesserung der vom Menschen gewollten Zuchtergebnisse bedingt - ├Ąhnlich wie das nach der Entdeckung der mendelschen Gesetze der Fall war. Insofern w├╝rde ich es so sehen, da├č die neuen technischen Methoden keine grunds├Ątzlich neue Bedingungen im Bereich der z├╝chterischen Auslese schaffen. Dennoch bereitet diese Auslese bei der Haltung von Wildtieren Schwierigkeiten, weshalb ich, abgesehen von der Konservation von Reservekopien in der von Shensi-Takin geschilderten Form, keinen recht Sinn darin erkennen kann.
(28.03.2008, 11:02)
Michael Mettler:   W├Ąre nicht ein Vorteil des Klonens, dass man "Bausteine" von Tieren problemloser (und billiger) in andere L├Ąnder bringen k├Ânnte als die Tiere selbst, wenn deren Import an seuchenrechtlichen Bestimmungen scheitert? Hautzellen usw. m├╝ssen ja wohl kaum in Quarant├Ąne gesteckt werden.

Gef├╝hlsm├Ą├čig sehe ich im Klonen nur eine Notl├Âsung, andererseits ist mir aber auch bewusst, dass die Vermehrung von Nutz- und Zierpflanzen durch Teilung im Grunde nichts Anderes ist, auch da spricht man von Klonen. Die europaweite, teilweise fast gleichzeitige Bl├╝te von Gartenbambus hing z.B. damit zusammen, dass es sich genau genommen um die ein und selbe Pflanze handelte, die nach ihrem Import Jahrzehnte lang immer wieder zur Weitervermehrung geteilt und ├╝ber alle L├Ąnder verstreut angepflanzt wurde. Pflanzenvermehrung durch Stecklinge, Risslinge, Wurzelschnittlinge usw. folgt dem gleichen Prinzip. Jeder von uns hat also l├Ąngst geklontes Leben im Garten oder auf der Fensterbank stehen, nur fehlte auf dem Produktionsweg f├╝r lange Zeit die Furcht erregende Zwischenstation "Labor" - da reichte ein ganz normaler G├Ąrtner mit Messer und Spaten. Inzwischen werden ja auch manche Zierpflanzen l├Ąngst in Laboren hergestellt.
(27.03.2008, 23:00)
Shensi-Takin:   @IP66: Ihr Gedankengang geht schon in die richtige Richtung; zudem soll so bei einem begrenzteren Tierbestand (z.B. Sumatranashorn) im Fall der F├Ąlle sozusagen eine "Back-up Kopie" vorhanden sein, sollte das Original aus irgendeinem Grund versterben.
Nur kurz meine Meinung: der kleine Klon auf dem Bild ist ein sch├Ânes Bsp., was dabei f├╝r Probleme entstehen k├Ânnen-schlechtes Immunsystem, dadurch st├Ąndig an irgendwelchen omin├Âsen Wehwechen leidend & k├╝rzere Lebensspanne. Das war bei nicht wenigen Klone zu beobachten.
(27.03.2008, 22:07)
IP66:   Ich habe immer noch nicht ganz verstanden, welchen Zweck das Klonen von Wildtieren verfolgt. Sollen damit die M├Âglichkeiten, Nachzuchttiere zu produzieren, verbessert werden? Oder geht es darum, den Klonvorgang selber an m├Âglichst verschiedenen Species zu erproben?
(27.03.2008, 10:05)
Michael Mettler:   K├╝stenwache & Klon-Bongo - das ist ja mal eine interessante Kombination :-)
(27.03.2008, 09:11)
Shensi-Takin:   @MM: Ich war Sommer 2007 in diesen "Privatzoo" aka "Acres" (der vielmehr ein nicht ├Âffentliches Institut als Teil der Audubon Society darstellt, zu der auch Zoo & Aquarium geh├Âren) und habe auch dort gearbeitet. Das Ganze ist eine riesige, abeschiedene und streng kontrollierte Anlage, gepachtet von der US K├╝stenwache, in der Zuchtgruppen & "Versuchstiere" unterschiedlichster Arten, u.a. Nebelparder, Fischkatzen, Milchst├Ârche, Bongos, L├Âwen, Karakals, Serval, (fr├╝her auch Nash├Ârner & Mexikanische W├Âlfe und demn├Ąchst Tiger), Elen, Falbkatzen usw. sowie ca. 200 Hauskatzen als "Leihm├╝tter" gehalten werden und mit denen auch Forschung betrieben wird. Bei den Bongos wurden z.B. Embryotransfers in den 1990igern durchgef├╝hrt, der erste Sandkatzen-Klon (s. Foto) entwickelte sich gerade, mehr oder minder pr├Ąchtig, als ich da war, und es werden aktuell verschiedene gyn├Ąkologische/biotechnische Programme & eingriffe an unterschiedlichen Tierarten (z.B. Eizellentransfer bei Fischkatzen, Spermagewinnung und KB bei Bongos & Elen usw.) durchgef├╝hrt. Das Klonprogramm der Bongos ist relativ neuerem Datums.
(27.03.2008, 00:44)
Michael Mettler:   Genau - man sollte die unterschiedlichen "Stilrichtungen" als Mosaiksteine des Gesamtbildes betrachten und nicht eine davon allein zum Gesamtbild erheben.
(26.03.2008, 18:15)
IP66:   Ich denke, da├č die Kombination verschiedener Methoden, so viel Verwirrung sie auch ausl├Âst, der beste Weg ist, Art- und Unterartmerkmale herauszudestillieren - insofern ist die Genomanalyse ein Fortschritt.
(26.03.2008, 17:27)
Matthias:   Vor allem sollte man nicht vergessen, dass die gesamte zoologische und botanische Systematik k├╝nstliche Gebilde sind.
Nur weil die ph├Ąnotypische Beschreibung viel ├Ąlter ist, heist dass noch lange nicht, dass sie auch besser ist. Und andersrum genauso!
Der Ph├Ąnotyp kann genauso t├Ąuschen wie der Genotyp. Man denke nur an kryptische Arten.
Und wenn man sich dann die zahlreichen Definitionen des Artkonzeptes anschaut, wird einem erst recht klar, dass es nicht DIE Methode gibt.
(26.03.2008, 14:20)
Michael Mettler:   Andererseits darf man auch den Ph├Ąnotyp nicht ├╝berbewerten. Wenn ich mir meine eigene, mir genetisch zwangsl├Ąufig nahe stehende Verwandtschaft so anschaue, dann h├Ątte uns ein Herr Matschie angesichts unserer sehr unterschiedlichen Ph├Ąnotypen wohl kurzerhand in eine ganze Reihe von Arten untergliedert....
(26.03.2008, 11:49)
IP66:   Die Nachricht ├╝ber das unterschiedliche Aussehen geklonter Haustiere scheint mir ein Beleg daf├╝r zu sein, da├č die Genetiker noch lange nicht alle Wege vom Geno- zum Ph├Ąnotyp erkannt und beschrieben haben. Und da es im ersteren Fall nur um das Aussehen einer Zelle, im zweiten jedoch um ein real existierendes Wesen handelt, scheint der Befund mir auch Warnung zu sein, allzu voreilig die herk├Âmmliche Artbeschreibung einer genetisch begr├╝ndete Taxonomie zu opfern.
(26.03.2008, 11:34)
IP66:   Die Nachricht ├╝ber das unterschiedliche Aussehen geklonter Haustiere scheint mir ein Beleg daf├╝r zu sein, da├č die Genetiker noch lange nicht alle Wege vom Geno- zum Ph├Ąnotyp erkannt und beschrieben haben. Und da es im ersteren Fall nur um das Aussehen einer Zelle, im zweiten jedoch um ein real existierendes Wesen handelt, scheint der Befund mir auch Warnung zu sein, allzu voreilig die herk├Âmmliche Artbeschreibung einer genetisch begr├╝ndete Taxonomie zu opfern.
(26.03.2008, 11:33)
Michael Mettler:   Pferde, Rinder und Schweine werden laut Doku bereits kommerziell geklont (wie auch Hunde und Katzen). Ein Klonpferd wurde gezeigt, ebenso zwei geklonte Bullen - einer davon als "Kopie" zusammen mit dem "Original". Da d├╝rfte das Klonen eines Bongos auch nicht viel schwieriger sein, es gibt wahrscheinlich nur deutlich weniger zahlungswillige Interessenten als bei preisgekr├Ânten Haustieren....

Interessant fand ich noch die Aussage eines kommerziellen "Vervielf├Ąltigers", dass die Klone gescheckter Tiere (z.B. schwarzbunte Rinder, "gestiefelte" Pferde usw.) keineswegs die gleiche Farbverteilung zeigen wie das Original. Leider wurde nicht erw├Ąhnt, ob das auch f├╝r die Streifung der Bongos gilt :-)
(26.03.2008, 09:05)
Michael Amend:   Schafe,Ziegen und Schweine wurden ja schon geklont( ich glaube, auch schon ein Pferd), warum dann nicht auch Antilopen ?
Ich w├╝rde gerne mal einen Blaubock lebendig sehen....Ich sehe schon das riesige,h├Âlzerne Eingangstor vor mir, geschm├╝ckt mit Geh├Ârnen von Antilopen:"Willkommen im Antilopenpark"
Im Ernst. Ganz so tragisch sehe ich die Sache mit dem Klonen nicht,( solang es sich auf Tiere beschr├Ąnkt), da wird meines Erachtens etwas zuviel Wirbel drum gemacht.
(26.03.2008, 06:41)
Michael Mettler:   Vorhin lief auf ARTE eine Doku, die sich mit geklonten Tieren befasste und einige davon auch zeigte. U.a. gab es Aufnahmen aus einem dem Audubon Center in New Orleans angeschlossenen "Privatzoo", aus dem mehrere geklonte afrikanische Wildkatzen (also Falbkatzen) gezeigt wurden. Nebenher wurde erw├Ąhnt, dass es in besagtem Zoo auch geklonte Bongos gebe! Gezeigt wurden allerdings nur ganz kurz Elenantilopen, die als Leihm├╝tter f├╝r die Bongos dienen. Wohlgemerkt, es ging nicht um den Embryonentransfer von Bongo auf Elen, der ja schon vor etlichen Jahren vollzogen wurde, sondern um wirkliches Klonen.
(25.03.2008, 23:33)
Michael Mettler:   Doch, die meisten Unterarten (bzw. damals Arten) wurden zur Bl├╝tezeit von Matschie & Co. beschrieben. Also zu einer Zeit, in welcher gerade f├╝r Ostafrika ein kolonialer Wettstreit zwischen deutschen und britischen Zoologen um m├Âglichst viele "eigene" Arten herrschte. Da wurde bekanntlich jegliche leichte Farbabweichung hoch bewertet, und wenn man dann noch einkalkuliert, dass auch der eine oder andere Defassa-Ellipsen-Naturhybride als Typusexemplar f├╝r eine eigene Form betrachtet worden sein k├Ânnte, dann kommt man nat├╝rlich schnell auf "Masse". Vermutlich haben die sp├Ąteren Freilandbeobachtungen dazu beigetragen, die vermeintliche Artenvielfalt deutlich zu reduzieren.

Eine z├╝chterische Selektion nach optischen Merkmalen, wie sie in Zoos bei einigen Tierarten betrieben wurde (besonders bei Einhufern, aber auch z.B. bei Sitatungas in Basel, wo man bevorzugt "besonders sch├Ân gemusterte" Tiere zur Weiterzucht behielt), kann ich mir beim Wasserbock nicht so recht vorstellen, also auch keinen "Rassestandard". Hannover hatte z.B. noch mindestens bis 1954 den Senegal-Wasserbock (alias Sing-Sing) "Kobus unctuosus" im Bestand, aber die Defassa-Zuchtgruppe, die ich seit Ende der 70er Jahre bis zu ihrer Abgabe verfolgte, war m.W. nicht auf Unterartreinheit (im Sinne "historischer" Unterartgliederung) oder einheitliches Erscheinungsbild ausgerichtet. Daf├╝r gab es wohl schon zu viele "Einheits-Defassas".
(22.03.2008, 21:22)
IP66:   Ich habe noch nicht ganz verstanden, wo das Problem liegt. Sind sich die einzelnen Formen zu ├Ąhnlich, so da├č die in Zoos gehaltenen Formen vergleichbar den Steppenzebras eher als Rassestandard gelten m├╝ssen? Oder besitzt man zu wenig Freilandmaterial, um die geographische Verteilung der Formen nachzuvollziehen? Ich k├Ânnte mir auch vorstellen, da├č Wasserb├Âcke, die ja erst relativ sp├Ąt in unsere Zoos kamen, deshalb nicht in der Hochzeit der Taxonomie beschrieben wurden und sich deshalb noch nie jemand so recht mit den Formen befa├čt hat.
(22.03.2008, 20:02)
Michael Mettler:   Inzwischen habe ich ein Werk gefunden, in dem die fr├╝her anerkannten Wasserbock-Unterarten zumindest auf die beiden Grundtypen Defassa und Ellipsenwasserbock aufgeteilt, wenn auch nicht n├Ąher beschrieben wurden: "Das Gro├čwild der Erde und seine Troph├Ąen" von Haltenorth/Trense, 1956. Als Ellipsenwasserb├Âcke galten damals demnach: ellipsiprymnus, kondensis, kuru, thikae, pallidus. Als Defassas: defassa, unctuosus, tschadensis, annectens, hawashensis, matschiei, tjaederi, nzoiae, adolfi-friderici, ugandae, albertensis, crawshayi, penricei.

Dass diese Aufsplittung sp├Ąteren Revisionen nicht mehr standhielt, sieht man daran, dass demnach z.B. in Kenia nicht weniger als 6 Unterarten (4 Defassa, 2 Ellipsen) vorgekommen w├Ąren, davon allein 4 im s├╝dlichen Teil des Landes!
(22.03.2008, 11:58)
IP66:   Das ist mir ein ├╝bler Lapsus unterlaufen - obgleich ich Wasserb├Âcke ja eigentlich mag und nur in dem Ruf stehe, alles B├Âse dieser Welt in gewissen gelsenkirchener Zoobauten versammelt zu sehen. Ich meinte die Zuchtgruppe in Krefeld, die es dort gibt, seit ich die Anlage kenne.
(14.03.2008, 18:31)
Michael Mettler:   Gelsenkirchen hat wieder Wasserb├Âcke? Die kenne ich noch gar nicht.

F├╝r die Unterscheidung der vielen vormaligen Unterarten nach Ph├Ąnotyp fehlt mir Bestimmungsliteratur. Und seit ich in Hannover live erlebt habe, wie ein Defassa-Bulle, der aus einem anderen Zoo kam, seine Fellf├Ąrbung wechselte, w├╝rde ich mir eine Einordnung nach Grundfarbe auch gar nicht zutrauen - das k├Ânnte auch der Grund sein, warum die Zoologie heute nur noch in in die zwei Formen Defassa- und Ellipsenwasserbock trennen will.
(14.03.2008, 13:16)
Michael Amend:   San Diego WAP : Zuchtgruppen von Uganda-Kob, Ellipsen-,-Mrs. Grays und Litschi- Wasserbock in einer Anlage.
(14.03.2008, 12:19)
IP66:   Welcher Unterart geh├Âren Ihrer Meinung nach denn die Tiere in Gelsenkirchen an? Der Bock ist dort meist abgesperrt, obgleich auf der Anlage keine Zebras leben.
(14.03.2008, 11:11)
Michael Mettler:   Ich habe zwar schon zwei Vergesellschaftungen gesehen, aber nur unter sehr weitl├Ąufigen Bedingungen: 2007 in Dvur Kralove (die abgetrennten Zuchtb├Âcke von Grays Wasserbock und entweder Defassa oder Ellipsenwasserbock, bin mir bei letzterem gerade nicht sicher) und vorher ├╝ber mehrere Jahre in Hodenhagen (Litschi und Defassa, jeweils in beiden Geschlechtern). Die artverschiedenen Bullen in Dvur Kralove standen in dem riesigen Waldgehege unmittelbar nebeneinander. In Hodenhagen sah ich dagegen nichts, was auf mehr Interesse der Arten untereinander als zu anderen Tieren (Nash├Ârner, Zebras, Watussirinder, Pferdeantilopen usw.) hingedeutet h├Ątte.

Irgendwo im Hinterst├╝bchen habe ich, dass man in Hannover zu Ruhes Zeiten mal einen Grays Wasserbock und einen Litschi als gemischtes Paar zusammengebracht hatte, die beiden Tiere sich aber nicht f├╝reinander interessierten. Kann aber gerade keine Quelle nennen.

Die Systematik der "gro├čen" Wasserb├Âcke ist ein Ding f├╝r sich: Erst unterschied man diverse verschiedenen Arten (darunter auch den Senegal-Wasserbock oder Sing-Sing als Kobus unctuosus), dann fasste man alle zu einer Art K. ellipsiprymnus zusammen und erkannte sie nur noch als Unterarten an (wobei es jeweils mehrere Formen mit wei├čem Spiegel oder mit Ellipse gab), dann unterschied man nur noch die beiden F├Ąrbungstypen als Unterarten, und jetzt scheint es wieder eine Tendenz zur Artentrennung zu geben... ├ťberall in Afrika, wo sich Defassa- und Ellipsentyp begegnen k├Ânnen, vermischen sie sich aber auch (z.B. in Kenia und in Sambia).

Interessanterweise geben nicht mal B├╝cher, in denen damals alle Unterarten (ich glaube, dreizehn) aufgelistet wurden, f├╝r diese die jeweilige F├Ąrbung des Spiegels an... Wenn man bei dieser alten Systematik bleibt, h├Ątten also Hagenbeck und Osnabr├╝ck fr├╝her m├Âglicherweise adolfi-frederici (oder defassa selbst) gehalten, denn die Hamburger Defassas (Stammtiere der Osnabr├╝cker) gingen auf einen Import aus Kenia zur├╝ck, und die n├Ąchstliegenden Unterarten dort (thikae und tjaederi) sind, nach Freilandfotos zu urteilen, Ellipsentr├Ąger. Der Berliner Zoo bekam Import-Defassas aus Sambia; kann folglich nur die alte Unterart crawshayi gewesen sein, denn auch hier w├Ąre die unterartliche Alternative nur ein Ellipsenwasserbock. Auch diesem Zuchtstamm kam auch eine Kuh nach Hannover, die interessanterweise ebenso wie eine Berliner Kuh kleine, verkr├╝mmte H├Ârner entwickelte (bei voller Zuchtf├Ąhigkeit). Die Berliner Gruppe wurde aber sp├Ąter mit Tieren fraglicher Zuordnung verkreuzt, so dass die heutige Gruppe nicht mehr reinbl├╝tig ist. Die l├Ąngst abgegebene hannoversche Gruppe enthielt ebenfalls nur dieses eine reinbl├╝tige Weibchen.
(13.03.2008, 20:57)
Matthias:   Bei einem Besuch im Zoo Dvur Kralove in 2006 erz├Ąhlte mir der Huftierkurator, dass die dortige Wasserbockgruppe (die Art weiss ich nicht mehr) aus dem Vater und seinen S├Âhnen eines Jahrganges besteht. Seiner Erfahrung nach ist das auch die einzige M├Âglichkeit eine Junggesellengruppe zusammen zu stellen, da sich unbekannte Tiere nicht vertragen.
(13.03.2008, 19:58)
Anti-Erdm├Ąnnchen:   Sind irgendwo schon einmal verschiedene Wasserbockarten miteinander vergesellschaftet worden?
W├╝rden die sich wohl als "├Ąhnlich" erkennen und zusammen etwas unternehmen, oder w├Ąre gerade die verwandtschaftliche N├Ąhe ein Problem bez├╝glich Aggressionen.
Ich k├Ânnte mir zum Beispiel eine Junggesellengruppe aus Gemeinem Wasserbock, Litschi und Wei├čnacken-Moorantilope sehr attraktiv vorstellen.
Und dann noch eine Frage: Ist der Sing-Sing-Wasserbock (laut Zootierliste in Paris gehalten) eine anerkannte Unterart? Bei Wikipedia wird n├Ąmlich nur nach Defassa- und Ellipsen-W. unterschieden.

(13.03.2008, 19:24)
nurmichael:   @ Michael Mettler, sch├Ânen Dank f├╝r den Hinweis, ich kannte diese Adresse bisher nicht. Die Prager Tiere k├Ânnte ich mir gut im Tierpark Friedrichsfelde vorstellen z.B. an Stelle der Rotb├╝ffel.
(05.02.2008, 21:46)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Ich habe bei einem Bekannten reichlich Freiland-Bildmaterial von Beisas aus Kenia gesehen, bei denen mir genau dieses Merkmal ebenfalls auffiel. Zudem scheinen die H├Ârner nicht ganz so lang zu werden wie bei den S├╝dafrikanern und - ├╝ber die ganze L├Ąnge betrachtet - etwas dicker zu sein.
(05.02.2008, 09:13)
WolfDrei:   Zur Beisa: Paris und speziell La Palmyre haben welche, in letzterer Haltung mit guter Enwicklung. Bei einer Durchsicht nichtgerahmter Dias fiel mir neben der anderen F├Ąrbung auf, da├č die Palmyre-Tiere durchweg parallel verlaufende H├Ârner haben!Nicht also wie der Gemsbock in einem Winkel von, na ja, 25-30┬░, "nach au├čen" stehend.
(05.02.2008, 08:22)
Michael Mettler:   @nurmichael: ISIS ist hier frei einsehbar:
http://app.isis.org/abstracts/abs.asp

Wenn die Daten aktuell sind, gibt es derzeit noch f├╝nf ISIS-Halter in Europa i.e.S. (Al Ain ist f├╝r mich Asien...): Prag (nicht mehr lange, Tiere sollen einer neuen Elefantenanlage weichen), Paris, Obterre, La Palmyre und Thoiry. Gut m├Âglich, dass z.B. in S├╝deuropa noch weitere Beisas in Kleinzoos, Safariparks usw. leben.
(04.02.2008, 23:33)
nurmichael:   Ich habe leider keinen Zugang zu ISIS daher hier meine Frage: Gibt es eigentlich irgedwo in Europa Eritrea-Beisas?
(04.02.2008, 22:55)
IP66:   Die von Ruhe geschilderten Probleme soll es schon zuvor im berliner Antilopenhaus gegeben haben, weshalb viele der logenf├Ârmig in den Innenraum ragenden St├Ąlle recht bald ihrer Wirkung beraubt und unterteilt worden sind. Anscheinend zog das sog. Kamelhaus, da├č ja zugleich einen Antilopenhauserg├Ąnzungsbau vorstellte, mit seinen vielen St├Ąllen und Ausl├Ąufen die Konsequenz aus dieser Problematik. Da├č so empfindliche Tiere wie die neuen und kostbaren Nyalas dort untergebracht wurden, kann ich durchaus verstehen, zumal man in dem langgestreckten Geb├Ąude auch die Raumtemperatur f├╝r einzelne St├Ąlle leichter manipulieren konnte. Ich w├╝rde sogar behaupten, da├č Zoos, die nachts ihre B├Âcke getrennt von der weiblichen Herde aufstallen, noch auf die selben Probleme reagieren, die Ruhe berschreibt.
(22.01.2008, 12:02)
Michael Amend:   Mu├č ich mich jetzt etwa von meinem Lieblings-Schal trennen ? Shit, erst meinen Tiger-Bettvorleger aus China, dann die Elefantenfu├čhocker weg, und jetzt auch noch meinen Shatoosh-Schal,was haben die blo├č gegen meine Tierliebe ?
(12.01.2008, 07:31)
Michael Mettler:   Heute Abend lief auf ARTE eine Doku ├╝ber die Bedrohung des Tschiru durch den Handel mit Shahtoosh-Schals. Fiel mir leider auch erst kurz vorher auf, sonst h├Ątte ich vorgewarnt. Zwar dreht sich das meiste um Ermittlungen, aber es gibt auch einige Freilandszenen von Tschirus! Fotos der Kitze k├Ânnte man ├╝brigens gut f├╝r eine aufr├╝ttelnde Kampagne einsetzen, die zeigen Kindchenschema par excellence. Wie so viele Dokus auf ARTE wird auch diese in K├╝rze wiederholt, und zwar am Freitag, 18.1., um 12 Uhr.
(11.01.2008, 21:41)
Michael Amend:   @MM. Einen "Kriegs-F├╝hrer"habe ich, und zwar den Berliner Auariumsf├╝hrer von 1915, der sich " Kriegs-F├╝hrer durch das berliner Aquarium" nennt.
(11.01.2008, 18:28)
Michael Mettler:   @Sacha: OK, da habe ich mich GANZ bl├Âd ausgedr├╝ckt... ("Kriegszoof├╝hrer" habe ich allerdings auch noch nie geh├Ârt oder gelesen.) Also, meine einzigen Berliner Zoof├╝hrer vor der Nachkriegszeit :-)
(11.01.2008, 14:29)
Sacha:   @Michael Mettler: Aehm, die einzigen "Vorkriegs"-Zoof├╝hrer von 1940 und 1941??? Hab ich in Geschichte nicht aufgepasst?...:)
(11.01.2008, 13:26)
Michael Mettler:   Habe gerade mal wieder gesehen, wie man von Quellen in die Irre gef├╝hrt werden kann. Die einzigen Vorkriegs-Zoof├╝hrer, die ich aus Berlin habe, sind von 1940 und 1941; Fotos der Bergnyalas sind leider nicht drin. 1940 wird noch das Paar erw├Ąhnt, 1941 (nach dem Tod der Kuh) hat man den Text nur leicht aktualisiert, aber dabei einen inhaltlichen Fehler eingebaut: "Als besonders selten sei zuerst einer der abessinischen Bergnyala erw├Ąhnt, das erste und einzige Exemplar dieser Art, das je nach Europa kam." Das kommt davon, wenn man nur die St├╝ckzahl ├Ąndert - schon hat es das Weibchen nie gegeben...
(11.01.2008, 12:19)
Michael Mettler:   Verwandtschaftlich passt der "Mittelkudu" allerdings nicht so gut wie ph├Ąnotypisch. Selbst Gro├čer und Kleiner Kudu sollen nicht so nahe verwandt sein wie man wegen der Geh├Ârnform denkt: Der Kleine Kudu soll n├Ąher an der Tieflandnyala stehen, der Gro├če Kudu an der Elenantilope.
(11.01.2008, 10:53)
Shensi-Takin:   @MM & Tim Sagorski: Danke. Meine Frage bezog sich u.a. auf eine m├Âgliche h├Âhere Winterfestigkeit der Art in hiesigen Breiten in Hinblick auf das alpine Ursprungshabitat.
Indes finde ich den Ausdruck "Mittelkudu" (laut WALTHER) auch durchaus passend.
(11.01.2008, 10:45)
Michael Mettler:   @Tim Sagorski: Andererseits s├Ąhe auch eine Tiefland-Nyala der Sitatunga sehr ├Ąhnlich, wenn man sich die lange Haare des Bullen k├╝rzer denkt.... Die Sitatunga-├ähnlichkeit der Bergnyala wird auch im BONGO-Artikel erw├Ąhnt. Als ich den fr├╝heren Mischling Gro├čer Kudu x Sitatunga in Heidelberg sah, musste ich auch sehr an Bergnyala denken.

@Shensi-Takin: Wird wohl so sein, da im Antilopenhaus gr├Â├čtenteils nicht winterharte Arten untergebracht waren und die Halle mit Sicherheit nur als Ganzes heizbar war.
(11.01.2008, 10:15)
Tim Sagorski:   Der gleiche Artikel findet sich ├╝brigens auch in der "Arbeitsplatz Zoo"- Sonderausgabe Antilopen und Huftiere...

Habe neulich auf arte eine kurze Dokumentation ├╝ber den Artenschutz in ├äthiopien gesehen, in dem es haupts├Ąchlich um den ├äthiopischen Wolf ging (Titel, glaub ich : Die letzten roten W├Âlfe), die Anfangssequenz bestand aber, zu meinem Erstaunen, aus drei Minuten Bergnyalas, die ich vorher noch nie lebend gesehen hatte... Wirklich wundersch├Âne Tiere, schade, dass sie, anscheinend, nicht in Zoos gehalten werden k├Ânnen oder d├╝rfen...

Die Tiere haben für mich übrigens mehr Ähnlichkeiten mit Sitatungas als mit den bekannten Tiefland-Nyalas...
(11.01.2008, 08:04)
Shensi-Takin:   @MM: Vielen Dank. "Ganz normale Unterbringung"= mit Heizung?
(10.01.2008, 23:43)
Michael Mettler:   Also: BONGO 4 (1980), "Die Haltung des Berg-Nyala (Tragelaphus buxtoni) im Zoo Berlin 1932-1943" von Heinz-Sigurd Raethel. 8 Seiten, 10 Fotos (plus eine Freilandaufnahme) - lohnt sich also.

Der Bulle kam als gesch├Ątzt 3 Monate altes Kalb am 8. Mai 1932 in Berlin, geliefert von einem in ├äthiopien ans├Ąssigen griechischen Tierh├Ąndler namens Kissonerghis. Da das Kalb noch etwas gep├Ąppelt werden musste, brachte man es anfangs zusammen mit einem ebenfalls frisch importierten Klippspringer in einem Stall des nicht f├╝r Besucher zug├Ąnglichen Kamelhauses unter, wo es mindestens bis ├╝ber den folgenden Winter hinweg blieb (der Zeitpunkt der Umsetzung ins Antilopenhaus wird nicht genannt) und dort u.a. auch mit H├Âhensonne bestrahlt wurde. Vom selben Lieferanten kam am 7. Mai 1934 ein weibliches Tier ungenannten Alters. Das Paar vertrug sich "ausgezeichnet", brachte aber nie Nachwuchs. Die Kuh starb am 20.1.1940, der Bulle verbrannte 1943 nach einem Bombenangriff im Antilopenhaus. Laut Artikel war der Berliner Zoo der einzige, der jemals Bergnyalas im Bestand hatte.
(10.01.2008, 22:04)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: OK, dar├╝ber gab es einen Artikel mit diversen Fotos in einer der ersten BONGO-Ausgaben, kann ich raussuchen. Untergebracht waren sie jedenfalls "ganz normal" im Antilopenhaus.
(10.01.2008, 21:39)
Shensi-Takin:   @MM et.al: Wo Sie gerade am "W├╝hlen" sind-welche Daten sind bzgl. der Berliner Bergnyalas zu finden? Mich w├╝rde auch die damalige Unterbringung interessieren. Danke im voraus.
(10.01.2008, 20:09)
Michael Mettler:   Ein kleiner historischer Exkurs: In einer Zeitschrift des hannoverschen Zoos von 1930 berichtete der damalige Zooinspektor ├╝ber die hiesige Antilopenhaltung, mit 23 Arten "die gr├Â├čte Antilopensammlung der in- und ausl├Ąndischen Zoologischen G├Ąrten" (und das vor der Pacht├╝bernahme von Ruhe!).

"Es geh├Ârt zu den Ausnahmen, dass ein Antilopenpaar dauernd in einem Raum friedlich leben kann. Durchweg muss man die Geschlechter getrennt halten, eben wegen ihrer Unvertr├Ąglichkeit untereinander, die nicht t├Ąglich vorzukommen braucht. Meist sieht die gegenseitige Missgunst schlimmer aus, als es die Tiere vielleicht selber wollen, aber die Verantwortung des Tierg├Ąrtners kann die wilden Paare nicht zusammenbringen, und er muss leider auf das Zustandekommen der Vermehrung verzichten. Bei f├╝nf Antilopenarten unserer Sammlung k├Ânnen wir bis jetzt noch die einzelnen Paare und Familien in ihren gemeinsamen R├Ąumen halten. Wie lange noch, wei├č man nicht. (...) Infolge der m├Ąnnlichen Temperamente ist es ratsam, auf die Haltung von weiblichen St├╝cken der verschiedenen Antilopenarten ganz zu verzichten, besonders auch deshalb, um nicht f├╝r jedes Paar zwei R├Ąume als Trennung geben zu m├╝ssen, zumal weibliche Tiere von dem Arttyp der M├Ąnnchen wirkungsvoll ├╝berragt werden. So gelingt es uns, eine stattliche Zahl m├Ąnnlicher Antilopen als Artrepr├Ąsentanten ausstellen zu k├Ânnen."

Bei diesem Konzept ist es geradezu verwunderlich, dass im selben Jahr 1,2 Kleine Kudus als Neuzug├Ąnge angegeben werden und man Nachzuchten von Elenantilope, Gro├čem Kudu (!) und Dorkasgazelle (!) hatte.
(10.01.2008, 19:37)
IP66:   Das Drimborner W├Ądchen liegt allerdings nicht am Boden des aachener Kessels ... interessant ist nur, da├č mir ein so dunkles Tier bisher nicht vorgekommen ist - vielleicht sollte man nach Elenhaltungen in regenreichen St├Ądten suchen?
(04.12.2007, 18:46)
Michael Mettler:   Eine Verkreuzung Elen x Riesenelen wurde meines Wissens noch nie durchgef├╝hrt. Da aber Zoo-Elenantilopen gr├Â├čtenteils Unterartmischlinge sein d├╝rften, ist das Herausmendeln verschiedener Merkmale kein Wunder. Andere Merkmale, z.B. die Hornstellung, -form und -l├Ąnge sowie die Auspr├Ągung des Stirnschopfes bei den Bullen variieren auch im Freiland innerhalb der selben Population stark. Vielleicht spielen im genannten Fall aber auch andere Faktoren wie Klima oder Futter eine Rolle: Dunkelf├Ąrbung kommt bei S├Ąugetieren h├Ąufig in luftfeuchtem Klima vor, und Aachen ist mir als "Regenloch" bekannt...
(03.12.2007, 19:49)
IP66:   Am Samstag ist mir im Tierpark in Aachen eine ganz und gar nicht riesige, aber sehr dunkel gef├Ąrbte Elenantilope begegnet - kommt dergleichen h├Ąufiger vor oder k├Ânnte es sein, da├č eine Riesenelenantilope in den Stammbaum dieses Tieres geschlichen hat. Ich habe ohnedies den Eindruck, da├č es eine gewisse Variabilit├Ąt bei Elenantilopen in unseren gibt.
(03.12.2007, 19:09)
Michael Amend:   So, da h├Ątten wir dann schon mal zwei Arten.
(30.11.2007, 20:00)
Michael Mettler:   Ich habe fr├╝her im DDR-Fernsehen eine Circussendung gesehen, in der ein gehalfterter Nilgaubulle in der Manege ├╝ber H├╝rden sprang. Keine Ahnung, aus welchem Circus.
(30.11.2007, 19:54)
Michael Amend:   Hab mal nach dressierten Antilopen gegoogelt. Derzeit gibt es , laut Homepage, nur ein Paar dressierte Elen im Zirkus Probst, die zusammen mit Zebras auftreten. Charles Knie hat auch mehrfach "Antilopen"dressiert, ich gehe mal davon aus, das es dabei ebenfalls um Elen handelte. Und bei der Recherche stie├č ich auf die Info, das der Zoo Dortmund einen Flachlandtapir an den Zirkus Knie abgegeben hat.Eigentlich wollte er Zebras haben, leider hatte der Zoo zu dem Zeitpunkt keine zur Abgabe.
(30.11.2007, 19:42)
Michael Amend:   Das Antiopen durchaus dressierbar sind, zeigt nebenstehendes Foto, das ich im Hagenbeckf├╝hrer von 1961 gefunden habe.
Die Elen auf dem Foto ist noch relativ jung, man wird also recht fr├╝h mit dem Tier angefangen haben,es zu dressieren.
Handaufgezogene Ducker werden z.B. extrem zahm, und da diese Tiere sehr intelligent sind, wird es nicht schwierig sein, ihnen kleinere Kunstst├╝cke beizubringen, durch einen Reifen zu springen, wird wahrscheinlich problemlos m├Âglich sein. Im Zoo Dallas werden z.B. Ducker trainiert, auf Komando eine Waage zu betreten oder sich Blut abnehmen zu lassen.
(30.11.2007, 19:27)
Michael Amend:   Hat Kronberg jetzt eigentlich seine Bockgruppe Gro├čer Kudus, ein Tier ist mindestens schon da.
(28.11.2007, 19:12)
IP66:   Gibt es f├╝r die Unterartenbeseitigung wissenschaftliche Argumente oder handelt es sich um eine reine Praktikabilit├Ątserw├Ągung?
(26.11.2007, 11:03)
IP66:   Gibt es f├╝r die Unterartenbeseitigung wissenschaftliche Argumente oder handelt es sich um eine reine Praktikabilit├Ątserw├Ągung?
(26.11.2007, 11:00)
Michael Mettler:   Darauf einen Schampus: Alle bisherigen Pferdeantilopen-Unterartbastarde sind auf einen Schlag reinbl├╝tig...!
(25.11.2007, 23:20)
cajun:   Auf der EAZA Konferenz in Warschau ist das ESB Pferdeantilope zu einem EEP hochgestuft worden. Als Ergebnis neuerer Untersuchungen werden nur noch zwei Subspecies von Hippotragus equinus unterschieden. Die westliche (koba) und die aus Ost- und S├╝dafrika (formals equinus, langheldi, cottoni, sharicus). Die Founder der europ├Ąischen Zoopopulation sind aus Ost- und S├╝dafrika und werden im zuk├╝nftigen EEP
daher nicht getrennt gemanagt.
(25.11.2007, 21:25)
Michael Mettler:   Auweh. Und was steht da jetzt stattdessen? Pr├Ąparierte Erdm├Ąnnchen und Nasenb├Ąren, oder irgendwelches interaktives behavioral enrichment f├╝r Museumsbesucher?
(21.11.2007, 13:04)
IP66:   Nach dem Umbau zum Erlebniszoo der toten Tiere sind die von Herrn Mettler angef├╝hrten Pr├Ąparate im bonner Museum nicht mehr ausgestellt.
(21.11.2007, 11:16)
Mel:   Wie ich gestern durch Zufall von einem Freund erfuhr hat der Zoo Berlin 0,2 neue Rappenantilopen erhalten (solllen aus Hoyerswerda kommen.
(21.11.2007, 00:16)
Michael Mettler:   Ein Ganzpr├Ąparat und zus├Ątzlich ein Sch├Ądel mit pr├Ąchtigem Geh├Ârn. Ich habe ein Foto davon gesehen. Muss wohl mal hinfahren, das w├Ąre doch ein Ziel f├╝r die Wintersaison... In dem kleinen Museum in Alfeld, das allerlei Importverluste von Ruhe f├╝r seine Sammlung bekam, war ich auch noch nicht. Museen mit zoologischen Leckerbissen w├Ąren ohnehin mal einen eigenen Thread wert, f├╝r Antilopen- oder ├╝berhaupt Huftierfans m├╝sste z.B. das Museum Alexander Koenig in Bonn Pflichtprogramm sein (u.a. Bergnyala, Westafrikanischer Bongo, Wei├čohr-Kob, Burma-Banteng, Spitzbergen-Rentier, Riesenwaldschwein, Chaco-Pekari, Sumatranashorn...).
(20.11.2007, 23:50)
Karsten Vick:   Die Riesenrappenantilope als Pr├Ąparat oder auch "nur" als Troph├Ąe? K├Ânnte von Werner Trense stammen, der war Anfang der 50er f├╝r das Museum auf Sammelreise in Angola.
(20.11.2007, 23:34)
Michael Mettler:   In der Ausstellung des Museum Koenig in Bonn sah ich bei meinen beiden Besuchen, die allerdings lange her sind, nur ein Geh├Ârn einer Riesenelen, aber keine Dermoplastik. Ist nat├╝rlich nicht auszuschlie├čen, dass sowas irgendwo hinter den Kulissen steht. Aber da wir gerade bei Pr├Ąparaten sind: Im Zoologischen Museum Hamburg (habe ich leider noch nie besucht) steht eine Riesenrappenantilope!
(20.11.2007, 19:52)
Karsten Vick:   Ja, das ist prima. Zwar zeichnet Kingdon in seinem Bestimmungsbuch den Riesenelenbullen auch sehr kr├Ąftig und dickhalsig, aber auf den Fotos, die ich kenne, sieht das ganz anders aus. Dathe schrieb mal, dass die Riesenelen in vielen Merkmalen "antilopischer" wirken als die Steppenelen, und damit wird m. E. der Unterschied sch├Ân auf den Punkt gebracht.
Das Merkmal, an dem ich die Art der Kuh festmache, sind die schmalen und spitzen Ohren.

Apropos Ohren; sind das nun Ohrkerbenschl├╝ssel bei den B├╝schelohr-Spie├čb├Âcken in San Diego? Eigentlich schade, dass man so was bei Tieren macht, bei denen die Ohren die gr├Â├čte Zierde und noch dazu das Unterartmerkmal sind...
(20.11.2007, 19:12)
Michael Amend:   @Karsten Vick. Habe mal die Antilopen-Geschichte aus dem Zoofotografie-Thread hierher verlegt, okay ? Ich war vor Jahren mal im Naturkundemuseum in berlin und habe dort erstmals bewu├čt Riesenelen gesehenn. Ich mu├č mal die Fotos davon heraussuchen, denn ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern, das die Kuh eine Steppenelen war. Beide Arten sind aber einfach zu unterscheiden. Das der Bulle bearbeitet wurde, um noch wuchtiger auszusehen,w undert mich f├╝r diese Zeit nicht. Die Tiere k├Ânnen aber wirklich enorm werden. In Salzburg steht ebenfalls ein pr├Ąparierter Bulle, und der ist auch nicht ohne. Der gr├Â├čte lebnde Bulle,den ich gesehen habe, steht in San Diego. Welche Naturmuseen haben denn noch Riesenelen-Pr├Ąparate, Alexander K├Ânig bestimmt, oder ?In London steht auf jeden Fall eine.
@Niedersachse. Wenn ich die Meldung richtig verstanden habe, handelt es sich wohl um mehrere Arten. K├Ânnten die Tiere eventuell aus einem Safaripark stammen ?
(20.11.2007, 18:11)
Niedersachse:   Ich habs da auch gelesen. Naja sp├Ątestens im Fr├╝hjahr werden wir ja zumindest wissen um welche Art es sich handelt.
(19.11.2007, 20:53)
Michael Amend:   @Niedersachse. Etwas Kurios, das ganze. Steht aber, wie gesagt, in der Zoopresseschau vom 08.11.Zumal 100 Antilopen auch eine recht gro├če anzahl ist.
(19.11.2007, 19:37)
Niedersachse:   Ich hab die Info bekommen, dass es wohl sowohl in Tschechien als auch die Slowakei keinen ├Âffentlichen Zoo gibt, der geschlossenen wurde. Und von einer so gro├čen Privathaltung war auch nix bekannt.
(19.11.2007, 19:15)
IP66:   Dergleichen hat bei Letztexemplaren wohl Methode - jedenfalls mu├čte bei den wei├čen Uakaris in deren letzten Lebensjahr auch unbedingt umgebaut werden, so da├č die alten Tiere bisweilen wei├č vor Baustaub waren.
(19.11.2007, 19:13)
Michael Amend:   Dieses Foto m├Âchte ich noch loswerden, es zeigt die letzte ├╝berlebende Hirola in einem Zoo der Welt, die ich 2002 noch in Brownsville gesehen habe, da entstand auch dieses Foto. Die Hirola, und nat├╝tlich die Jentinkducker , waren f├╝r mich der Grund, von Houston aus nach Brownsville zu fliegen, wenn man schon in Texas ist, war das einfach Pflicht f├╝r mich. Der Besuch in Brownsville hat sich mehr als gelohnt, nicht nur wegen Hirola, Jentinkducker und Schirrantilope, dort habe ich auch eine meiner interessantesten Zoof├╝hrungen meines Lebens bekommen. Leider hatte der S├Ąugetierkurator keine Zeit wegen einer Besprechung, also rief er einen seiner mexikanischen Tierpfleger ins B├╝ro, der diesen Job ├╝bernehmen sollte. Diese sind zwar billige Arbeitskr├Ąfte, aber unausgebildet und zumindestens mein F├╝hrer war nicht besonders helle. Nat├╝rlich bat ich den Kurator, die Hirola sehen zu d├╝rfen , die f├╝r die Besucher unsichtbar, hinter den Kulissen lebte. Der Kurator erf├╝llte meinen Wunsch und beauftragte den Pfleger mit den Worten "Show him the crazy antelope", mir die Kostbarkeit zu zeigen. Diese Worte werd ich mein Leben lang nicht vergessen. Sp├Ąter fragte ich den Kurator, was das zu bedeuten hatte, und er erkl├Ąrte mir, das die Pfleger das Tier nur unter dem Begriff " crazy antelope " kennen, nicht aber unter ihrem eigentlichen Artnamen...Ich bestieg also zusammen mit dem Mexikaner ein Golfmobil, und los ging's. Voller Spannung erwartete ich also die Ducker, Schirrantilopen, die Hirola, aber zun├Ąchst ging es nat├╝rlich zum " Allerwelts-Getier", und der nette junge Mann zeigte mir die wichtigsten Tiere im Zoo, mit hoch interessanten Erl├Ąuterungen:"This are our alligators, they are very dangerous ! " "This are gorillas, they are very dangerous ". " This are our tigers, they can kill people", This are elephants,..usw."Bei all diesen spektakul├Ąren Arten blieben wir nat├╝rlich stehen, aber an den Jentinkduckern fuhren wir vorbei, mein sehns├╝chtiger Blick nach hinten bemerkte der junge Mann nicht...Sp├Ąter hatte ich nat├╝rlich noch reichlich Zeit, mich nicht nur von der F├╝hrung zu erholen, sondern den Zoo auf eigene Faust zu erkunden. Zu letzt fuhren wir zur " Crazy antelope". Dazu verlie├čen wir das Zoogel├Ąnde und fuhren auf der gegen├╝berliegenden Star├čenseite auf ein umz├Ąuntes Gel├Ąnde, das der Schrottplatz des Zoos gewesen sein mu├č, ├╝berall Schrott, M├╝ll, ausgeschlachtete Autowracks, daziwischen v├Âllig verfallene Holzbretterbuden mit winzigen , fast uneinsichtbaren Verschl├Ągen. Glaubte ich zun├Ąchst noch, dies sei nur eine Abk├╝rzung zum Wirtschaftsteil des Zoos, war ich ewtas verwundert, als wir an einem der Verschl├Ąge stehenblieben. Ich dachte erst, als der Mexikaner ausstieg, das er nur mal austrteten mu├č, aber als er"Come on,Come on " rief, dachte ich nur noch "Oh Gott, bitte nicht..." In der Tat, die letzte Hirola in einem Zoo fristete die letzten jahre ihres Lebens in einem v├Âllig heruntergekommenen, verwahrlosten, notd├╝rftig zusammengezimmerten Verschlag...Und mir wurde sofort klar, warum das Tier als"crazy antelope"bekannt war, war das Tier doch v├Âllig verhaltensgest├Ârt, wen wundert's...H├Ątte der Mexikaner das Tier nicht ablenkt, h├Ątte ich kaum Fotos machen k├Ânne, so bl├Âd attakierte sie unaufh├Ârlich die Bretterw├Ąnde...Und wie das Foto zeigt, war das Tier in einem k├Ârperlich miesen Zustand. Sie lebte wohl auch nicht mehr sehr lange.In die anderen Bretterbuden schaute ich nicht hinein, ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte , denn so entgingen mir Javanashorn, Quagga , Beutelwolf und Dodo.
(19.11.2007, 19:00)
Michael Amend:   Laut einer Meldung in der Zoopresseschau der letzten Woche hat Hodenhagen aus einem geschlossenen Zoo in der Slowakei 100 " seltene " Antilopen ├╝bernommen, die in einer neuen Sektion " Afrika " auch f├╝r die Besucher sichtbar gemacht werden sollen. Wei├č Jemand N├Ąhers dazu, um welchen Zoo es sich dabei handelt, und vor allem,was f├╝r Antilopen ?
(18.11.2007, 19:37)
IP66:   Was ich schade finde, ist die Tatsache, da├č die gesammelten Daten hier im Forum zwar abrufbar, aber doch ziemlich zerstreut herumliegen. Das selbe wird irgendwann f├╝r Anlagen- und Geb├Ąudefotos gelten. Ich wei├č nicht, ob es nicht sinnvoll w├Ąre, die Listen und Bilder irgendwo systematisch abzulegen - es mu├č ja nicht in diesem Forum sein. So h├Ątte man, etwa f├╝r manche Giraffen- und Flu├čpferdhaltungen, aber sicher auch bald f├╝r anderes, gut zug├Ąngliches Material, das, wenn man Pl├Ąne, Bauten und Best├Ąnde vernetzt, sehr gute ├ťberblicke der Entwicklung einzelner Zoos bieten w├╝rde.
(31.08.2007, 11:59)
Michael Mettler:   Uups, peinlicher Fehler: Teil 3 kam erst in Heft 123. 'tschuldigung...
(18.08.2007, 08:48)
Tim Sagorski:   @MM :

Hab gestern die von dir empfohlenen Zoofreunde bekommen... Sehr interessanter Artikel, allerdings ist der dritte Teil, der Gnus und Impalas betreffen soll, leider nicht im Zoofreund Nr. 122 :o( Hast du dich da eventuell vertan ???
(18.08.2007, 07:54)
Matthias:   In Tierpflegerschulen wird dieser Sachverhalt auch gelehrt und in Zoos dementsprechend bei der Fr├╝hjahrsumstellung (Heu zu Gras) auch beachtet.
(17.08.2007, 15:23)
Michael Mettler:   ├ähnliches kenne ich von der Kaninchenhaltung auch: Werden die Tiere im Winter ausschlie├člich mit Heu und Pellets gef├╝ttert, soll man sie regelrecht umbringen k├Ânnen, wenn man sie im Fr├╝hjahr schlagartig mit frischem Gr├╝nzeug konfrontiert.

Zu Rheine, entnommen aus den Jahresberichten: Zu Jahresbeginn 1988 hatte der Zoo auf der neuen, begr├╝nten Anlage 3,4 Rappenantilopen, 0,1 wurde im selben Jahr geboren. Nacheinander starben dann vier von f├╝nf K├╝hen, bei denen weder Sektion, Blut- noch Kotuntersuchungen Hinweise auf die Todesursache gaben. Nachdem man von ├Ąhnlich mysteri├Âsen Verlusten in einem anderen Zoo (welcher, wird nicht genannt) geh├Ârt und mit verschiedenen Wiederk├Ąuerexperten sowie Zootier├Ąrzten konferiert hatte, wuchs der Verdacht, dass das Gras f├╝r die Tiere eventuell zu eiwei├čreich war und zu chronischen Vormagensch├Ąden und Stoffwechselst├Ârungen f├╝hrte. Allerdings konnten erkrankte Tiere auch durch Futterumstellung nie gerettet werden. Das Ph├Ąnomen betraf ausnahmslos weibliche Tiere, die Bullen blieben kerngesund. Nach Abgabe zweier Bullen blieb zum Jahresende nur noch ein Paar, dessen Kuh allerdings bereits kr├Ąnkelte. Sie starb im Folgejahr, durch Abgabe des letzten Bullen wurde die Haltung beendet und auf Sitatungas umgestellt.

Spielt da eventuell die Zusammensetzung der Grasarten eine Rolle, weshalb es in manchen Zoos funktioniert und in anderen nicht?
(16.08.2007, 21:58)
nurmichael:   Inner halb meiner Verwandtschaft gibt es einen Landwirt. Der erz├Ąhlte mir mal, dass nach der langen Aufstallung seiner Milchk├╝he im Winter er die Tiere zu Beginn der Vegetationsperiode zu n├Ąchst noch mit Heu bzw. Grassilage vermengt mit frisch gem├Ąhtem Gras f├╝ttert, da die Tiere bei Aufnahme von 100% frischem Gras Verdauungsprobleme bekommen, die bis zu ┬äKoliken┬ô reichen k├Ânnen. Als Grund f├╝r diese Komplikation wird in den Landwirtschaftsschulen wohl das ├╝bergangslose ├ťberangebot pflanzlichen Eiwei├čes gelehrt.
(16.08.2007, 21:26)
Mel:   @MM: W├Ąre sicher interessant zu diesem Vorfall genauere Infos zu kriegen, ich kenne die hier in Berlin angewandte Methode und kenne keine Nebenwirkungen bei den Tieren.
(16.08.2007, 20:57)
Michael Mettler:   Ich muss mir mal die alten Jahresberichte aus Rheine raussuchen, wie die Geschichte dort geschildert wurde. Aus meiner Erinnerung heraus brach die gesamte Gruppe bis auf ein Tier zusammen, aber den Zeitraum wei├č ich nicht mehr.
(16.08.2007, 20:54)
Mel:   Hm, interessante Annahme, nur leben die Rappenantilopen im Zoo Berlin schon seit Jahren auf einer mit Gras bewachsenen Anlage und er halten in den Sommermonaten mehr Gras als Heu, und bis jetzt ohne Probleme. Kann ich sich da um ein adaptives Problem handeln? Liegt es vielleicht am hohen Feuchtigkeitsgehalt in Kombination mit dem Rohfaser und Chlorophylgehalt des Grases?

Gru├č Mel
(16.08.2007, 20:40)
Michael Mettler:   Die Haltung von Antilopen (und anderen Huftieren?) auf Wiesenfl├Ąchen scheint ein interessantes Thema zu sein. So verlor Rheine relativ bald seine Zuchtgruppe Rappenantilopen, nachdem diese vorher Jahre lang auf einer "nackten" Huftieranlage standen und in das heutige Antilopengehege umgesetzt worden waren. Damals wurde gemutma├čt, dass der Stoffwechsel der Rappenantilopen nicht mit dem zu gehaltvollen Weidegras zurecht kam (bei ihren Nachfolgern, den bis heute gehaltenen Sitatungas, ist das anscheinend kein Problem). Andererseits wurden Rappenantilopen in M├╝nchen "auf Wiese" gehalten und werden es noch heute in Hodenhagen.

Auf die Kaamas bezogen: Vielleicht liegt darin auch der Grund f├╝r ihr Verschwinden aus Emmen und Hodenhagen?
(16.08.2007, 12:55)
Matthias:   Warum Dvur Kralove keine Kaamas mehr hat, wei├č ich nicht. Der Kurator antwortete mir aber auf die Frage, ob in Zukunft welche gehalten werden sollen, eben damit, dass ein Gehege f├╝r Kaamas keine Wiese enthalten sollte.
(16.08.2007, 09:53)
Michael Mettler:   @Matthias: Dass der Pfleger das Gehege der Kaamas in Anwesenheit der Tiere nicht betreten kann, wird bei der kommentierten F├╝tterung in Hannover erw├Ąhnt. Andererseits ging das fr├╝her auch bei den Rappenantilopen in Hannover nicht, diese Art wird aber in Gelsenkirchen auf der gro├čen Savanne seit Jahren gehalten. Und andere Kuhantilopen (Jacksons und Kongonis) lebten fr├╝her auf der alten Afrika-Anlage in Hannover.

Dvur Kralove hatte fr├╝her Kaamas - sind die alle Haltungsproblemen wegen des Grases zum Opfer gefallen?
(16.08.2007, 00:23)
Matthias:   Kaamas m├Âgen zwar gesellschaftsf├Ąhig sein, was verschiedene Tierarten betrifft.
Die Vertr├Ąglichkeit mit Tierpflegern h├Ąlt sich jedoch in Grenzen. Nur zum Einsperren oder Aussperren wird die Anlage betreten. Ein Betreten der Anlage zu Reinigungszwecken oder F├╝tterung ist bei Kaamas, speziell den B├Âcken, nicht empfehlenswert. Deshalb k├Ânnen Kaamas nur bedingt auf Gemeinschaftsanlagen gehalten werden. Es war bestimmt kein Zufall, dass beim Bau des Sambesi im Zoo Hannover, die Kaamas nur noch mit Strau├čen vergesellschaftet wurden.

OK, bei Breitmaulnash├Ârnern sollte man auch nicht rausgehen. Aber in Gelsenkirchen stellt sich auch die Frage der Verf├╝gbarkeit.

UND: Auch Dvur Kralove hat keine Kaamas. Und zwar weil eine geeignete Anlage fehlt. Sattgr├╝ne Wiesen sind f├╝r Kaamas wohl nicht geeignet.
(15.08.2007, 23:44)
Michael Mettler:   @Tim Sagorski: Gesellschaftsf├Ąhig w├Ąren Kaamas jedenfalls. In Hannover wurden sie Jahrzehnte lang mit Damarazebras und Springb├Âcken zusammen gehalten, bevor sie in die WG mit Strau├čen kamen.

Was die Infos betrifft: Wenn man Zoof├╝hrer und vor allem Chroniken, Jahresberichte und Zoozeitschriften sammelt, kommt schon erstaunlich viel an Infos zusammen, die bereits ver├Âffentlicht und somit nicht geheim sind. Und wenn man Anfragen an die Zoos richtet, ist es nicht schlecht, schon ein gewisses Datenwissen zum Thema vorweisen zu k├Ânnen und nur noch Informationsl├╝cken f├╝llen zu m├╝ssen statt quasi zu sagen "ich m├Âchte gern alles ├╝ber Ihre Tierart X der letzten 50 Jahre wissen".... Dazu haben die entsprechenden Leute n├Ąmlich meistens wenig Zeit, zumal man ja mit solchen Anliegen nicht der Einzige ist - neben ein paar Zoofans wie uns gibt es da ja auch noch eine Menge Zuchtbuchf├╝hrer und EEP-Koordinatoren, die auf umfangreicher Datenjagd sind. Stell dir als Vergleich mal vor, du bekommst einen Brief oder eine Mail von einer wildfremden Person, die von dir z.B. eine Liste haben m├Âchte, welche Elektroger├Ąte du in den letzten 20 Jahren besessen hast - inklusive der Daten des Kaufes und des Wegschmei├čens usw. - so ungef├Ąhr m├Âgen manche Anfragen auf die Zoos wirken....

Wenn man richtig Gl├╝ck hat, st├Â├čt man bei der Anfrage auf jemand, der zuf├Ąlligerweise selbst ein Faible f├╝r die Tierart/-gruppe hat oder gern selbst solche Recherchen betreiben w├╝rde, aber daf├╝r keine Zeit ├╝brig hat. (Falls der eine oder andere meiner Informanten das mitlesen sollte: Ja, genau SIE meine ich - danke nochmals!) Dabei entsteht manchmal die Situation, dass man als externer Datensammler mit "Tunnelblick" aufs Objekt unklare oder unvollst├Ąndige Datenlagen kl├Ąren kann, z.B. weil man Informationen von fr├╝heren oder sp├Ąteren Haltungsorten eines Tieres gefunden hat - manchmal fallen auch erst dadurch Karteifehler, z.B. dass ein Huftier innerhalb von vier Wochen zweimal gekalbt hat (also einmal ein falsches Muttertier eingetragen wurde). F├╝r solche Infos sind dann wiederum die Zoos in der Regel nicht undankbar und profitieren dadurch auch etwas von der Arbeit.

Und letztlich ist die Herausgabe von Daten auch eine Vertrauensfrage, schlie├člich will kein Zoo, dass irgendein Faktenverdreher aus den Daten eine Anti-Zoo-Kampagne macht - in der Regel ist man dem Zoo ja bei der ersten Kontaktaufnahme unbekannt. Kann also nicht schaden, sich einen guten Ruf zu erwerben :-)
(15.08.2007, 20:35)
Tim Sagorski:   Ich bin beeindruckt ! Danke !!! Verwunderlich finde ich, dass z.B. Gelsenkirchen sich nicht um Kaamas f├╝r eine der Steppen bem├╝ht hat...

Woher kriegst du nur immer deine ganzen Informationen ??? Muss ja jetzt als Junior-Journalist (und das mit 30) mal ganz vorsichtig nachfragen... ;o)
(15.08.2007, 18:45)
Michael Mettler:   Kleiner Nachtrag: Theoretisch kann es zwischen 1946 und 1963 weitere Kaamas in Hannover gegeben haben. Die Aufzeichnungen des Zoos reichen gr├Â├čtenteils nur bis Anfang der 60er zur├╝ck (Dittrich begann 1961 seine T├Ątigkeit in Hannover), Daten ├╝ber die vorherigen Tiere gab es wohl nur im Alfelder Hauptsitz von Ruhe (und die dortige Kartei soll inzwischen vernichtet worden sein). Auch in der Vorkriegszeit gab es au├čer den Berliner Tieren vereinzelte Kaamas in Deutschland. Hannover m├╝sste in den 1890er Jahren schon eine gehabt haben, und ich meine auch in der Frankfurter Chronik eine gesehen zu haben. F├╝r die Vorkriegszeit habe ich aber noch nie konzentriert Spurensuche betrieben, daher w├╝sste ich z.B. nicht mal Datum und Ort der deutsche Erstzucht.

Von den Dresdener Kuhantilopen gibt es ├╝brigens im Zooarchiv Fotos, auf denen Kongoni und Kaama problemlos zu erkennen sind. Eine Verkreuzung fand nicht statt.
(15.08.2007, 17:07)
Michael Mettler:   Tim Sagorski fragte im "Zoofreund"-Thread nach den Magdeburger Kaamas. Da es au├čer Magdeburg und nat├╝rlich Hannover tats├Ąchlich noch mehr Haltungen in Deutschland gab und ich zu diesem Thema f├╝r die Nachkriegszeit schon mal vor einigen Jahren recherchiert habe, hier ein kurzer ├ťberblick:

Dresden: 0,1 1959-1965. War vorher einen Monat lang vom H├Ąndler Demmer im Tierpark Berlin eingestellt und wurde dort (wie auch noch anfangs in Dresden) als "Kongoni" gef├╝hrt. Lie├č sich aber sp├Ąter als Kaama nachbestimmen, zumal in Dresden 1958-1963 1,0 wirkliches Kongoni vorhanden war.

Hannover: Erste Zuchtgruppe (1,2, Namibia-Import) 1963-1970, daraus 2,8 K├Ąlber. 1965 1,3 weitere importiert, wurden jedoch schon nach wenigen Tagen zusammen mit drei eigenen Nachzuchten weitergegeben. Zweite Zuchtgruppe (wieder 1,2 aus Namibia) 1973-1985, daraus 6,5 K├Ąlber. 1985 1,1 aus dem Tierhandel erhalten, gingen jedoch wegen Krankheitsverdacht an den H├Ąndler zur├╝ck. Dritte Zuchtgruppe (erneut 1,2 aus Namibia) 1987 bis heute; bis einschlie├člich 1999 bereits 10,9 K├Ąlber, die Zeit danach m├╝sste ich neu recherchieren. Der aus den USA (St. Catherine's Island) via Arnheim importierte jetzige Zuchtbulle Dan ist mangels Alternativen das erste blutsfremde Tier in der jetzigen Zuchtlinie, sein erster Sohn wurde in diesem Fr├╝hjahr geboren.

Zoo Berlin: 1970-1983, davon 9,4 K├Ąlber. Die 1,2 Ausgangstiere stammten aus Hannover: 1,1 Importtiere der ersten Zuchtgruppe plus 0,1 Nachzucht. In der Tierbestandsliste per 1.8.1969 (125 Jahre Zoo Berlin) tauchen diese Kaamas bereits auf, trafen aber erst im Folgejahr ein. Der Berliner Zoo scheint das Bestelldatum hie und da als Haltungsbeginn eingetragen zu haben, solche Differenzen gibt es auch bei anderen Tierarten (Bongos, Buntb├Âcke...). 1973 Erg├Ąnzung durch 0,3 Importtiere aus Namibia, 1977 0,2 und 1978 1,0 aus dem Tierhandel (h├Âchstwahrscheinlich hannoversche Nachzuchten).

Safaripark Stukenbrock: mindestens 1,0 ab 1972, ├╝ber Ruhe aus Berliner Nachzucht. Haltungsdauer?

Zoo Krefeld: 1973-1981, daraus 2,1 K├Ąlber. Anfangsbestand 1,2 von Ruhe (Importe).

Serengetipark Hodenhagen: Ab ca. 1975 (habe keine n├Ąheren Angaben) sowie 1,1 ab 1992 aus hannoverscher Nachzucht - auch hier ohne weitere Informationen.

Magdeburg: 1,1 gehalten 1977-1983, davon 2,0 Nachzucht erzielt.

Cottbus: Wahrscheinlich aus Magdeburg, Beginn und Zahl waren nicht zu kl├Ąren, Ende der Haltung sp├Ątestens 1985.

Hoyerswerda: 1,0 von 1985-1986, soll via Cottbus aus der Magdeburger Gruppe gestammt haben.

Fehlt nur noch Gelsenkirchen, wo es handelsbedingt Kurzaufenthalte gab: 1,0 1971, 1,0 1972, 1,1 1973 (sogar mit 1,0 Nachzucht), dann eine durchg├Ąngige Haltung 1974-1976 ohne Nachzucht und zuletzt 1,0 1978.

Neben Abgaben an den Tierhandel gingen hannoversche Nachzuchten der Ruhe-├ära wohl haupts├Ąchlich in die USA; eventuell geht daher der heutige hannoversche Zuchtbulle auf die erste Zuchtgruppe in Hannover zur├╝ck... Weitere Tiere gingen bis 1999 - au├čer nach Berlin und Hodenhagen - nach Dvur Kralove, Emmen und Lissabon; danach m.W. mindestens nach Arnheim und Sigean/F.

Da Dittrich in einem Artikel von 1970 sieben Kaama-Nachzuchten f├╝r den Berliner Zoo auff├╝hrte, obwohl die Art gerade erst seit diesem Jahr gehalten wurde, d├╝rfte sich die Zahl auf eine Berliner Vorkriegshaltung beziehen.
(15.08.2007, 15:47)
Michael Mettler:   Dann sollte Krefeld wohl schon mal in Hannover reservieren lassen. Laut ISIS ist der hiesige Bestand 4,13, davon 6 Nachzuchten innerhalb der letzten 6 Monate - da m├╝ssten nach Adam Riese mindestens 3 weibliche Tiere dabei gewesen sein...
(07.07.2007, 23:58)
Dirk K:   Krefeld hat zwei getrennte B├Âcke und Probleme wieder neue Weibchen zu bekommen. M├Ąnnliche Tiere bekommt man wahrscheinlich noch gut, siehe Gelsenkirchen aber bei Weibchen scheint es wirklich nicht allzu gut auszusehen.
(07.07.2007, 22:23)
Michael Mettler:   Laut neuem BONGO werden Springb├Âcke "innerhalb Europas allm├Ąhlich rar". Laut Piranho-Liste gibt es in Deutschland sechs Halter: Hannover und M├╝nster haben jeweils gro├če Zuchtgruppen, Gelsenkirchen hat ein reines Bockrudel. Krefeld soll laut ISIS nur noch 2,0 haben. Wie sieht es mit den Springb├Âcken im Berliner Zoo (laut BONGO entwickelte sich der Bestand der Zuchtgruppe 2006 "gl├╝cklos") und in Eberswalde aus?
(07.07.2007, 22:07)
Michael Mettler:   Stimmt. Vier St├╝ck in Jaderberg.
(29.06.2007, 22:44)
Jimbo J:   Richtig! Wie hei├čt das Thema doch gleich ? Antilopen ?
(29.06.2007, 21:54)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Na, die waren ja im Gegensatz zu den afrikanischen Elefanten wenigstens nicht aus Plastik :-) Im ├ťbrigen darf ich daran erinnern, dass die Bahnfahrt Deine Idee war :-) Ich hab ja gleich gesagt irgendwie passt das nicht. (Genausowenig habe ich in diese Bahn gepasst. Ich hatte noch Tage sp├Ąter die Auswirkungen dieser "Presspackung" in meinen armen Knochen gesp├╝rt und auch Du musstest Dich ja ganz sch├Ân zusammenfalten in der Bahn) :-) Aber zur├╝ck zum Thema.. wer also schaut sich das Chiccoland an um die Neugier des Forums zu befriedigen ? :-))
(29.06.2007, 20:39)
Michael Mettler:   @Jennifer: Ach, aber afrikanische Giraffen, Zebras und Antilopen von einer amerikanischen Western-Bahn aus angucken war okay...? :-)
(28.06.2007, 23:07)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Sorry, aber afrikanische Elefanten auf einer indischen B├Âtchenfahrt ?? :-)))) N├Â├Â├Â├Â├ das war dann doch nicht ganz meins smile und die Pr├Ąriehunde hat man ja auch von ausserhalb ganz gut gesehen (ja richtig, die waren ja auch nicht ganz indisch aber egal :-))
Dachte ja nur, wenn hier so viele neugierig auf das Chiccoland sind, warum dann nicht einfach mal alle Mann (und alle Frau) hin ?? :-))
(28.06.2007, 20:09)
Carsten:   @?: Wenn ich um die Ecke wohnen w├╝rde, w├Ąre ich sicher bereit, den Korrospondent zu machen, um Euere Neugier zu befriedigen, g... Aber 500 km fahren ohne Hippos, is mir a bissel weit (im Moment ist keine N├╝rnberg Tour geplant, wahrscheinlich erst im Herbst). Hattest Du nicht was von ein paar Kilometern Entfernung erw├Ąhnt, g?
(28.06.2007, 11:22)
Michael Mettler:   @Jennifer: Und DU hast dir "Moglis Dschungelfahrt" in Jaderberg entgehen lassen...? :-)

├ťbrigens: Auch Jaderberg ist ein Tierpark, der von einer Schaustellerfamilie betrieben wird - und sich seit dem Besitzerwechsel sehr positiv entwickelt hat.
(28.06.2007, 09:25)
Jennifer Weilguni:   Na, wenn das nicht fast ein Forumtreffen wert w├Ąre..? Dann k├Ânnten wir ja alle zusammen mal das "Chiccoland" begutachten..? Und vieleicht davor oder danach noch in den Tiergarten gehen :-)
(28.06.2007, 07:54)
?:   @Michael Mettler. Wei├â┬č ich, sollte ein Versuch sein, Carsten ins Chiccoland zu locken zwecks weiterer Informationen ├â┬╝ber die Gnus. Das h├â┬Ątte aber sowieso nicht geklappt,weil er sicher den ganzen Tag verzweifelt durch den Park gerannt w├â┬Ąre, auf der Suche nach den Hippos....
Die Gnusw sind bei den Zebras, soweit ich wei├â┬č.
(28.06.2007, 06:42)
Carsten:   @?: Wenn die Hippos h├Ątten, w├Ąre das bei der n├Ąchsten N├╝rnberg-Tour fest gebucht, g...
(27.06.2007, 21:57)
Michael Mettler:   Hippos werden ├╝brigens auch nicht erw├Ąhnt.
(27.06.2007, 21:03)
Michael Mettler:   Auf dem Plan des Chiccolands sind jedenfalls noch keine Gnus verzeichnet, aber ein Gehege ist ohne Besatz angef├╝hrt.
(27.06.2007, 20:51)
Michael:   Wer hat Hippos bekommen? N├╝rnberg oder das Chiccoland? F├╝r N├╝rnberg kann ich klar nein sagen. War ja erst am Sonntag dort.
(27.06.2007, 20:39)
?:   @Carsten. Ich hab geh├Ârt, die haben Hippos bekommen....Ist das kein Anreiz f├╝r einen Besuch ?
(27.06.2007, 19:49)
Carsten:   @?: Mitte Mai war der letzte Besuch in N├╝rnberg, aus famili├Ąren Gr├╝nden bin ich dort ab und zu und nutze dann nat├╝rlich die Gelegenheit, Zoos im Umkreis zu besuchen.

Irgendwo hab ich vom Chiccoland gelesen, wei├č aber nicht mehr wo...
(27.06.2007, 19:26)
Michael Mettler:   ...und da sage noch einer, es gebe keine Gro├čtiere mehr zu entdecken: F├╝r Afrika wurde eine neue Antilopenart (!) beschrieben, der Upemba-Litschiwasserbock Kobus anselli.
http://www.blackwell-synergy.com/doi/abs/10.1017/S0952836904006193
(27.06.2007, 13:51)
?:   @Carsten. Wann warst du das letzte Mal in N├╝rnberg ? Eventuell hatten die zu dem Zeitpunkt noch keine Gnus, und so alt ist das Chiccoland anscheinend auch nicht.
(27.06.2007, 12:13)
Carsten:   @?: Ich hatte bei meienm letzten N├╝rnberg-Besuch auch ├╝berlegt, ob ich da hin fahre, aber erschien mir nicht interessant genug. H├Ątte ich das mal gemacht, dann h├Ąttest Du Dir viele Nerven sparen k├Ânnen, g...

@Jimbo: Z. B. Rapperswil
(27.06.2007, 11:22)
Michael:   @?:
Mach das mal, bin dann aber auf einen Bericht gespannt. Sehr weit weg von mir ist das auch nicht, denke aber dass ich meinen Freund so schnell nicht schon wieder von einem Zoo-Besuch ├╝berzeugen kann. :-) Konnte ja grade noch bis Mitte August Stuttgart und Friedrichsfelde aushandeln. :-)
(27.06.2007, 10:39)
?:   @Carsten. Das hat mich auch etliche Telefonante und viele Nerven gekostet. Ich ├╝berlege , ob ich da mal hinfahren soll, sehr weit weg von mir ist es nicht.
(27.06.2007, 06:46)
Jimbo J.:   @Carsten. z.B ?
(27.06.2007, 06:44)
Carsten:   @?: Macht doch nix, ist doch schon mal lobenswert, das ├╝berhaupt jemand das Ding gefunden hat...

Und nach Meinung mancher Teilnehmer ist ja eh egal, wer der Betreiber ist, hat doch auch was, dann brauchen wir ja demn├Ąchst auch nicht mehr auseinanderhalten, welcher Heck wann welchen Zoo geleitet hat, ist doch eh alles eine So├če, g...
(27.06.2007, 00:39)
Carsten:   Mit der pauschalen Verurteilung bez├╝glich schlechter Tierhaltung, nur weil der Betreiber auch einen Zirkus betreibt, w├Ąre ich ein wenig vorsichtiger...

Kenne zwar diese Einrichtung nicht, aber andere, die von Zirkusunternehmen betrieben werden, und da kann sich mancher Zoo eine Scheibe von abschneiden...
(27.06.2007, 00:29)
Jimbo J.:   Wie kann man einen Park eigentlich "Chiccoland" nennen, und die sollen Gnus haben ? Kennt Jemand diesen Park ? Aber wenn es von einem Zirkus betrieben wird sagt das schon alles und viel, am allerwenigsten artgerechte Tierhaltung, kann man nicht erwarten. Da spielt es auch keine Rolle, ob jetzt Busch-Roland oder Carl-Busch der Betreiber ist, ist eh alles eine So├če bzw. Familie.
(26.06.2007, 23:38)
?:   Oh, Verzeihung.
(26.06.2007, 23:34)
Carsten:   Das Chiccoland wird nicht vom Zirkus Busch-Roland betrieben, sondern vom Circus Carl-Busch
(26.06.2007, 21:40)
?:   @Zoosammler ( Beitrag vom 16.05 )Es hat mich viel M├╝he gekostet, aber ich wei├č jetzt, in welchem Privatzoo bei N├╝rnberg Gnus gehalten werden. Es handelt sich dabei um das Freizeitland "Chiccoland", das vom Zirkus Busch-Roland betrieben wird. Standort ist D├╝rrwangen-Haslach. ├ťberwiegend werden Streicheltiere gehalten, es gibt aber auch, laut der Webside des Zirkus, drei Elefanten. Die dort lebenden Tiere sind das ganze Jahr dort und gehen nicht mit auf Tournee.
(26.06.2007, 17:39)
Mel:   @MM: Sie war schon immer ziemlich hell ist aber die letzten Jahre etwas "aufgehellt", wobei sie glaube ich noch gar nicht so alt ist.
(22.06.2007, 22:50)
Michael Mettler:   @Mel: Da f├Ąllt mir eine Frage zu den Berliner Rappenantilopen ein. Ich sah vorletztes Jahr in der Gruppe eine auffallend hell gef├Ąrbte Kuh. Sah die schon immer so aus, oder wurde sie mit zunehmendem Alter immer heller? Von fr├╝heren Besuchen her war sie mir n├Ąmlich nicht bewusst.
(22.06.2007, 22:40)
Mel:   F├╝r den Berliner Zoo sind 0,2 neue Rappenantilopen geplant, kann allerdings noch ein wenig dauern. Der Momentane Besatz der Anlage 1,1 und 1,0 im Sichtdienst soll dadurch aufgestockt werden und man hofft dann auf erfolgreiche Nachzucht.
(22.06.2007, 21:53)
Ralf Seidel:   Habe gerade noch mal nachgeschaut, definitiv RAPPENANTILOPE steht da,
also tats├Ąchlich die Schwarzen...
(22.06.2007, 21:35)
Michael Mettler:   Tja, manche Zoover├Âffentlichungen f├╝hren auch gern mal in die Irre... Im 1971 erschienenen Buch ├╝ber das Darmst├Ądter Vivarium findet sich im Tierbestand auch der Blaubock (!). Des R├Ątsels L├Âsung: Man hatte den englischen Zweitnamen der Nilgau, "Blue bull", einfach falsch ├╝bersetzt....
(22.06.2007, 18:10)
Ralf Seidel:   @Michael Mettler, ach die Schwarzen sind die Rappen ??...)), ich geh mal davon aus, da├č deine Infos aus dem
Jahresbericht stimmen. Da├č Tiere vor├╝bergehend eingestellt wurden, denke ich mal nicht.
Ich schau auf jeden Fall noch mal in das besagte Heft, der Umschlag ist ja farbig gestaltet und da war glaube ich auch ein Tier abgebildet. Aber war das nicht braun...???)
(22.06.2007, 17:52)
Michael Mettler:   @Ralf Seidel, kleine Hilfe: Rappenantilopen sind die schwarzen... :-) Nee, im Ernst: Eigentlich g├Ąbe es nur EINE Erkl├Ąrung f├╝r Pferdeantilopen in Magdeburg, die nicht im ESB stehen - n├Ąmlich, dass ein H├Ąndler wie z.B. van den Brink dort kurzzeitig Tiere zwischengelagert hatte, die aus Dvur Kralove stammten.
(22.06.2007, 15:05)
Ralf Seidel:   @Michael Mettler, jetzt ist die Verwirrung nat├╝rlich perfekt - aber ich
schaue noch mal nach, meine Quelle war der Zoof├╝hrer von `79 und wenn ich mal viel Zeit habe d├╝rften auch noch ein paar alte Dias aus dieser Zeit vorhanden sein. Dabei war ich mir sooo
sicher....
(22.06.2007, 13:57)
Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Nanu, ist ja sch├Ân, Recht zu haben - nur hatte ich behauptet, dass zwar Rappen-, aber keine Pferdeantilopen gehalten wurden!! Laut Jahresbericht wurden jedenfalls 1975 1,1 Rappenantilopen angeschafft und als einzige Tiere ihrer Art in der DDR bezeichnet; eine davon ziert sogar das Titelfoto des JB. Pferdeantilopen d├╝rften erst 1980 in die DDR gekommen sein, n├Ąmlich die Ursprungstiere der Rostocker Zucht.
(22.06.2007, 13:34)
Ralf Seidel:   @Michael Mettler, mal noch ein Nachtrag betreffs der fr├╝heren Antilopen in
Magdeburg. Michael, du hattest Recht -
es wurden NUR Pferdeantilopen gehalten,
nicht etwa auch noch Rappenantilopen.
Dabei waren Oliver und ich uns ziemlich sicher...
Neben den Pferdeantilopen gab es Ende der Siebziger dort noch Kaamas und Springb├Âcke.
Meine ersten Pferde- UND
Rappenantilopen sah ich dann 1982 in Dvur Kralove - dort aber mit absoluter Bestimmtheit.
(22.06.2007, 13:17)
IP66:   Ich habe mir den Aufsatz einmal ├╝ber Fernleihe kommen lassen, ihn aber wegen des Umfanges nicht kopiert. So wie ich es derzeit ├╝bersehe, gibt es einen Wandel im Tierhandel, der zwischen 1880 und 1890 stattfindet und letztlich auch durch die gro├čen deutschen Firmen bewirkt wurde. Das Artenverzeichnis f├╝r Berlin von Schlawe zeigt allerdings, da├č man auch vor dieser Zeit einen stolzen Bestand zusammenbekommen konnte und auch damit rechnete, wenn man sich die Anlagenzahl in Rinderallee, Hirschrevier und Antilopenhaus anschaut. Es war aber wohl weder in dieser Zeit noch unter Heck so, da├č nur Einzelst├╝cke nebeneinander standen, weshalb ich, gerade bei Antilopen, damit rechnen w├╝rde, da├č sich noch die ein oder andere Erstzucht findet. Offensichtlich war Heck so optimistisch, eine ganze Strau├čenhausseite mit Kasuaren besetzen zu k├Ânnen - da waren die Zeiten damals noch besser, wo wir es doch kaum wagen k├Ânnten, irgendwo eine Kasuarallee f├╝r zw├Âlf Unterarten zu bauen.
(20.06.2007, 11:27)
Michael Mettler:   Nochmal @IP66: Die Chronik zum 100-j├Ąhrigen Bestehen des hannoverschen Zoos hie├č ├╝brigens "1865-1965 Hundert Jahre Zoo Hannover", Hrsg. Landeshauptstadt Hannover, Hannoversche Geschichtsbl├Ątter N.F. Band 19, Heft 1/3. Ist antiquarisch aufgrund des Alters sicher nicht so leicht zu bekommen wie die Frankfurter Chronik, aber die Suche allemal wert - zumal sie im Gegensatz zur 125-Jahre-Chronik einen hoch interessanten Anhang enth├Ąlt, n├Ąmlich ein Verzeichnis der in den Gesch├Ąftsjahren 1863/64 bis 1922/23 angeschafften und gez├╝chteten Tiere sowie Tierbestandslisten von 1922, 1948 und 1965.
(19.06.2007, 23:36)
Michael Mettler:   @IP66: Die gro├če Bl├╝tezeit des Gro├čtierfanges und -handels stand ja in der Gr├╝nderzeit unserer Zoos erst bevor, somit war das Angebot sicherlich nicht sehr gro├č - zwangsl├Ąufig, denn es gab ja auch noch nicht so sehr viele Zoos (und manche wie Hannover hatten zudem wenig Geld), so dass sich Riesenimporte wohl kaum gerechnet h├Ątten. Wenn nach dem Winter zum Saisonstart die durch Verluste frei gewordenen Gehege und K├Ąfige wieder gef├╝llt wurden und daf├╝r ein bestimmter Etat zur Verf├╝gung stand, wird es sicherlich hie und da die ├ťberlegung der Zoodirektoren gegeben haben "nehme ich nun ein artgleiches Paar oder doch lieber zwei Einzeltiere verschiedener Arten". In den hannoverschen Chroniken klingen solche Entscheidungsprobleme wegen der kargen Geldmittel der Anfangszeiten an diversen Stellen durch. Vielleicht wurden daher in den Zoos manche Paare (auch bei Antilopen) nur deshalb gebildet, weil kein besonderes Schaust├╝ck beim H├Ąndler zu bekommen war, das man noch nicht hatte. Statt sich ├╝ber eine "neue Art" freuen zu k├Ânnen, keimte dann vielleicht die Hoffnung, wenigstens von dem Paar ein Jungtier zu bekommen, um etwas Besonderes pr├Ąsentieren zu k├Ânnen.

Ich denke, es f├Ąllt uns in der heutigen, durch weltweite Verbindungen verw├Âhnten Zeit einfach schwer, uns in die damalige Situation hineindenken zu k├Ânnen. Vielleicht spielten beim Aufbau der Artenzoos nicht nur museale (Sammlung zur Volksbildung) und nationalistische Gedanken ("Tierwelt der Kolonien") eine Rolle, sondern auch ganz schlichte Beschaffungsprobleme: Wenn ich keine zweite Nilgau bekommen kann, dann stelle ich eben ein Gnu ins Nebengehege, um etwas zeigen zu k├Ânnen.
(19.06.2007, 21:24)
Michael:   @Adrian:
Danke f├╝r die Antwort. Hatte mich dar├╝ber auch schon gewundert, da ich das in noch keinem anderen Zoo beobachten konnte. Wie gesagt, in freier Wildbahn, sagt Mama Giraffe ihrem Jungtier ja auch nicht, dass Erde pfui ist. :-)
(19.06.2007, 20:52)
Adrian:   ZU Micheal vom 9.6.07
Das junge Giraffen und auch die ganzen anderen Huftiere Sand,bzw. Erde fressen ist v├Âllig normal.Nur in K├Âln haben sie Angst, weil in einem d├Ąnischen Zoo schon zwei Giraffenbabys an Sandkolliken gestorben sind.Darum sollen die Giraffen in K├Âln nur Heilerde aus dem Futtertrog fressen und keinen Sand aus dem Gehege.K├Âln ist aber auch der einzigste Zoo der so verf├Ąhrt, soweit mir das bekannt ist.
(19.06.2007, 20:06)
IP66:   Ich meine, mich vom ├ťberschauplan aus dem sp├Ąten 19. Jahrhundert an den Bau erinnern zu k├Ânnen - eigentlich kein Oval, sondern ein in der Mitte um ein Rechteck gedehnter Kreis, Portiken und Minarette, eine Kleinversion des berliner Baus. Das ist insofern interessant, als damit eine Gnuzucht in einem der Logengehege nachgewiesen werden kann, die Unvertr├Ąglichkeit der Tiere also nicht in jedem Fall die Zucht verhindert hat. Man sollte doch mit einigen ├╝berraschenden Haltungserfolgen auch in diesen H├Ąusern rechnen. Ein wenig sprechen diese Erfolge auch gegen die These vom reinen Artenzoo mit Einzelexemplaren - auch wenn die Gehege klein und auch die Gruppen pro Art nicht so gro├č waren wie heute.
(19.06.2007, 17:55)
?:   @IP66. Das Buch von Scherpner " 125 Jahre Zoo Frankfurt " kann ich nur empfehlen, sehr lebendig geschrieben, wenn teilweise auch Fehler darin auftauchen und ich mir genauere Jahresangaben,wann welche Arten in den Bestand kamen, w├╝nschen w├╝rde. Das Buch ist antiquarisch gut erh├Ąltlich, entweder ├╝ber Ebay, da habe ich es schon f├╝r 2 Euro bekommen, oder ├╝ber ZVAB. Die Gnus waren im alten Antilopenhaus untergebracht, das 1903 noch um einen Anbau f├╝r Giraffen erweitert wurde und eine ovale Form hatte. Die Au├čenanlagen waren relativ kleine Gitterausl├Ąufe,wie sie eben tyisch waren f├╝r diese Zeit.
(19.06.2007, 17:41)
IP66:   Die alte Zoo-Chronik von Hannover liegt mir leider nicht vor. Interessant ist aber, da├č man Gnus schon angeschafft hat, bevor der Gro├čbau stand. Auch der Scherpner-Band aus Frankfurt fehlt mir. Deshalb die Frage: Wo wurden die frankfurter Gnus gez├╝chtet und handelte es sich eher um einen Bau des Logentypus wie Hannover II oder Berlin oder um einen solchen wie Hannover I mit relativ ger├Ąumigen Au├čengehegen.
Die Durchsicht der Chronik hat auch noch ergeben, da├č das Antilopenhaus der erste exotisierende Bau im hannoveraner Zoo war, nach den neugotischen bzw. im Schweizerstil errichteten Bauten der Gr├╝ndungsphase, die wir schon einmal im Rahmen der Besprechung des Elefantenhauses diskutiert haben.
(19.06.2007, 11:27)
Michael Mettler:   @IP66: In der selben Chronik findet sich auch der zeitgen├Âssische Bericht von Zoodirektor Sch├Ąff ├╝ber das erstgeborene Wei├čschwanzgnu in Hannover. Auf den voran gehenden Seiten sind auch in diesem Haus gehaltene Arten aufgez├Ąhlt, wobei die nicht alle gleichzeitig vorhanden gewesen sein m├╝ssen; da das Haus als "Kamel- und Antilopenhaus" gebaut wurde und zudem Einhufer aufnehmen sollte, war es wohl kein Problem, auch ohne gro├če Antilopenvielfalt die Gehege zu f├╝llen. Die beiden Wei├čschwanzgnus trafen jedoch tats├Ąchlich zusammen in Hannover ein und stammten wie auch eine Kuh- und eine Pferdeantilope aus einem Import durch Reiche.

Das Haus stand dort, wo sich heute die Australienanlage befindet, und wurde tats├Ąchlich erst zum Bau der fr├╝her dort befindlichen drei K├Ąnguru-Freianlagen abgerissen. Davor diente es m.W. zuletzt als Unterkunft f├╝r Gro├č- und Kleinkamele, deren neuere Anlagen erst in den letzten Z├╝gen des damaligen Gro├čumbaues entstanden, und als Ausweichquartier.

Die Artangaben sind in den beiden Hannover-Chroniken (100 Jahre und 125 Jahre) teilweise verwirrend. In der letztgenannten wird erw├Ąhnt, dass schon 1887 "Blaue Gnus" (Mehrzahl!) gehalten wurden, in der ├Ąlteren Chronik tauchte unter Anschaffungen nur "1 Wei├čbartgnu" auf. Die Tatsache, dass der Begriff "Blaues Gnu" in Zoover├Âffentlichungen mal ├╝bergreifend f├╝r die ganze Art verwendet wird (wie im Englischen: Blue wildebeest = Streifengnu, Black wildebeest = Wei├čschwanzgnu), mal nur f├╝r die Nominatform (das S├╝dliche Streifengnu), macht Recherchen nicht gerade einfacher.

├ťbrigens gab es sogar das in S├╝d-Tansania und Mosambik verbreitete Wei├čbindengnu fr├╝her in unseren Zoos; Knottnerus-Meyer erw├Ąhnt einen Bullen davon als "Bl├Ąssgnu" f├╝r den Berliner Zoo, und in einem Hagenbeck-Zoof├╝hrer aus den 20ern ist sogar eines abgebildet.
(18.06.2007, 22:22)
Medojed:   Frankfurt erhielt 1879 sein erstes Paar Streifengnus. 1891 wurde das erste Kalb geboren und aufgezogen, ob von diesem Paar, wei├č ich leider nicht, jedenfalls war das Paar mit dem Kalb auch in der " Kleinen Presse " abgebildet. Eine floriende Wei├čschwanzgnu-Zucht gab es in Frankfurt bereits vor dem 2. Weltkrieg.
(18.06.2007, 19:22)
IP66:   Ich denke an den Bau von 1891/92, abgebildet bei Lothar Dittrich/Annelore Rieke-M├╝ller: 125 Jahre Zoo Hannover 1990 S. 66, eine Art halbierte Sparversion des berliner Baus, Innenansicht abgebilder S. 89, auf dem Plan S. 109 in Aufsicht. Der Bau hat den Krieg ├╝berlebt (Abb. S. 133), es gibt zudem noch Abbildungen in einem Aufsatz in einer landeskundlichen Zeitschrift, den ich bislang leider nicht auftreiben konnte. In der Fr├╝hzeit soll Hannover ja gro├če finanzielle Probleme gehabt haben, insofern wei├č ich nicht, ob so teure Tiere wie Gnus gleich im Paar angeschafft wurden. Die Logenzahl l├Ą├čt allerdings vermuten, da├č es viele Arten waren, und da k├Ânnte schon ein Gnu dabeigewesen sein.
(18.06.2007, 18:45)
Michael Mettler:   @IP66: Dar├╝ber konnte ich bei meinen Recherchen seinerzeit keine Angaben finden. ├ťber die Zeit vor Dittrich gibt es offensichtlich kaum Unterlagen ├╝ber den Tierbestand, oder aber diese befanden sich im Alfelder Stammsitz von Ruhe und sind somit inzwischen unwiederbringlich dahin. Und der Firmeneintritt von Dittrich fiel mehr oder weniger mit dem Neubau der Antilopenanlagen zusammen, so dass die ver├Âffentlichten Zuchterfolge wohl schon haupts├Ąchlich in den neuen Anlagen erfolgten.

Ich m├╝sste nachschauen, wann das historische Antilopenhaus errichtet wurde - k├Ânnte die besagte Erstzucht des Wei├čschwanzgnus nicht schon dort erfolgt sein?
(18.06.2007, 13:05)
IP66:   Gab es denn auch in dem historistischen hannoveraner Antilopenhaus schon Gnu-Zuchten?
(18.06.2007, 11:37)
Michael Mettler:   @IP66: Auf jeden Fall lebten Wei├čbart- und Streifengnus in Hannover vor dem gro├čen Umbau in den 60ern zusammen mit Steppenzebras auf der ersten grabenbegrenzten "Test"-Anlage, von beiden gibt es Fotos aus diesem Gehege. Nach Errichtung des heutigen Antilopenkomplexes wurden Gnus (Wei├čbart-, Streifen- und Wei├čschwanzgnus) nicht mehr in Gemeinschaftsanlagen gehalten, sondern paarweise in den schmalen, zaumumschlossenen "Tortenst├╝ckgehegen" der Neuanlage (deren Fl├Ąche heute das Pferdeantilopengehege einnimmt); an das vermutlich letzte Paar kann ich mich sogar noch dunkel erinnern. Trotz dieser Haltung z├╝chteten die Gnus, wie auch z.B. in den alten, kleinen Ausl├Ąufen des K├Âlner Antilopenhauses. Platzgr├╝nde d├╝rften es folglich nicht so sehr gewesen sein, welche die Gnu-Zucht in historischen Zeiten unterbanden. Ich w├╝rde eher vermuten, dass man Paare bei den geringsten Ruppigkeiten sofort trennte, um die kostbaren und keineswegs problemlos ersetzbaren Schaust├╝cke nicht zu gef├Ąhrden, da man einfach noch zu wenig ├╝ber das Sozialverhalten der Tiere wusste. (├ähnlich wie bei Nash├Ârnern, deren raues "Vorspiel" bekanntlich im Berliner Zoo unterbunden wurde, weil man es f├╝r einen lebensgef├Ąhrdenden statt -spendenden Kampf hielt.)

Dittrich ├Ąu├čerte mal, dass man in Hannover die streitlustigeren Antilopenarten gerade deswegen in kleinen Gehegen und unvergesellschaftet hielt, weil man Kontrahenten dort schnell durch Aufstallen eines Tieres trennen konnte. Trotzdem (oder gerade deswegen?) haben sich alle diese Arten regelm├Ą├čig fortgepflanzt, mit der Kr├Ânung durch die Welterstzucht der Pferdeantilope 1967 (auch so eine "sp├Ąt gez├╝chtete" Art!).

Hagenbeck hatte Gnus ├╝ber viele Jahre auf dem Afrika-Panorama.
(17.06.2007, 14:08)
IP66:   Der Zeitpunkt der Erstzucht beim Wei├čschwanzgnu best├Ątigt ihre These durchaus. Zum einen wuchs mit den gro├čen Tierhandelsfirmen die Zahl der importierten Tiere, so da├č man leichter an passende Paare kam, zum anderen wurde Afrika zunehmend erschlossen. Vielleicht spielt ja auch die Gr├Â├če der Gehege in Antilopenh├Ąuern eine Rolle: Offensichtlich f├╝hlten sich Gnus in den kleinen Ausl├Ąufen in irgend einer Weise bedr├Ąngt, w├Ąhrend andere Antilopenarten besser mit dieser Haltungsform zurechtkamen. In K├Âln klappte es auf der gr├Â├čeren Gemeinschaftsanlage auch nicht recht, was aber auch an den Zebras gelegen haben kann. Hat man eigentlich die Gnus in Hannover nach dem Krieg in den kleinen Ruhe-Ausl├Ąufen oder auf einer Gemeinschaftsanlage gehalten? Und wie war es bei Hagenbeck? Die Ausl├Ąufe an der Allee hinter dem Giraffenhaus waren so eng ja nicht - oder standen die Gnus gar auf der Heufresserwiese?
(17.06.2007, 13:30)
Michael Mettler:   Ludwig Hecks Buch "Lebende Bilder aus dem Reiche der Tiere" von 1899 enth├Ąlt das Foto eines Blauen Gnus (also der heute als S├╝dliches Streifengnu bezeichneten Form) und einen etwas kryptischen Hinweis in Zusammenhang mit dem Hornwachstum: "Man hat das bei jungen Gnus von beiden Arten sehr sch├Ân verfolgen k├Ânnen; denn auch das blaue ist im Zoologischen Garten wiederholt gez├╝chtet." Mit der anderen Art meint er das Wei├čschwanzgnu, dessen deutsche Erstzucht der Zoo Hannover erst kurz vorher (1894) hatte. Deshalb scheint es m├Âglich, dass er mit "im Zoologischen Garten" nicht speziell Berlin meinte, sondern die Zoowelt allgemein.

Knottnerus-Meyer erw├Ąhnt in "Tiere im Zoo" von 1925: "Die Geburten von Gnus sind ├╝brigens keineswegs ein allt├Ągliches Ereignis in den Zoologischen G├Ąrten, schon deshalb, weil man die Tiere wegen ihrer Unvertr├Ąglichkeit in beschr├Ąnktem Raume leider meist einzeln halten muss."
(16.06.2007, 15:41)
Michael Mettler:   @IP66: Die Berliner Elenantilopen stammten zwar tats├Ąchlich nicht aus dem Sudan, aber aus S├╝dafrika: Schlawe f├╝hrt sie als Kap-Elenantilopen (Taurotragus o. oryx) an und erw├Ąhnt, dass sie wohl "noch immer" auf Tiere des Lord Derby zur├╝ck gingen. W├╝rde mich nicht wundern, wenn auch das erste Streifengnu auf einem englischen Landgut das Licht der Welt erblickte.

Dass vereinzelte Tiere auch aus anderen Teilen Afrikas in die Zoos gelangten, stelle ich ja gar nicht in Abrede; nur waren diese noch kostbarer als die Pfleglinge aus den Gebieten mit besserer Verkehrsanbindung, weshalb es vielleicht schon aus Kostengr├╝nden schwieriger war, Paare zusammen zu stellen.
(16.06.2007, 11:34)
IP66:   Leider widerlegt sich die einleuchtende Argumentation in Sachen Gnuimport dadurch, da├č es ja sowohl in London wie in Berlin entsprechende Tiere gab und in letzterer Stadt wohl auch schon unter Bodinus funktionierende Zuchtgruppen Elenantilopen, die ich - korrigieren Sie mich - auch nicht f├╝r aus dem Sudan importiert halte. K├Ânnte die Erstzucht nicht auch in einem der etwas kleineren Zoos wie Hamburg, Dresden oder Leipzig - alle doch mit Antilopenh├Ąusern - funktioniert haben? Es ist aber schon interessant, da├č wir dieses Datum f├╝r eine so bekannte Art nicht kennen.
(16.06.2007, 10:39)
Michael Mettler:   Schlawe verzeichnet in seiner Aufstellung ├╝ber die zwischen 1844 und 1888 im Berliner Zoo gehaltenen Arten keine Streifengnu-Nachzucht. In diesem Zeitraum wurden mindestens zwei, h├Âchstens vier S├╝dliche Streifengnus in Berlin gehalten (die Quellen lassen keine eindeutige Artzuordnung zu).
(16.06.2007, 10:33)
Der Mugger:   @Der Mugger: Tut da einer meinen Namen mi├čbrauchen? Pfui, sch├Ąme dich, Einfallsloser!!!
(15.06.2007, 23:33)
Michael Mettler:   @Joachim Fuchs: In einer Liste von S├Ąugetier-Erstzuchten in Gro├čbritannien taucht das Streifengnu nicht mal auf, nur das Wei├čschwanzgnu. Da diese Liste auch Zuchterfolge auf den gro├čen Privatg├╝tern und in Menagerien enth├Ąlt, eine ungew├Âhnliche L├╝cke f├╝r eine vermeintlich gew├Âhnliche Tierart. M.W. ist die Londoner Historie gut dokumentiert, also scheinen London (und Whipsnade) nicht als Erstz├╝chter in Frage zu kommen.

Vielleicht muss man ein Erstzucht-Datum auch viel sp├Ąter suchen als erwartet: Die wichtigsten Herkunftsl├Ąnder f├╝r afrikanische Gro├čtiere, die in die Zoos der Gr├╝nderzeit gelangten, waren ├╝ber Jahrzehnte hinweg der Sudan und das s├╝dlichste S├╝dafrika. Im Sudan gibt und gab es gar keine Gnus, im Kapland "nur" Wei├čschwanzgnus. Kann also durchaus sein, dass Streifengnus - egal welcher Unterart - erst im 20. Jahrhundert erstmals gez├╝chtet wurden, und damit w├Ąre auch gleich der Kandidatenkreis erheblich gr├Â├čer.
(15.06.2007, 21:49)
Der Mugger:   Langweilig.G├Ąhn.
(15.06.2007, 18:38)
Maike:   Kann mich nicht entscheiden, eine sch├Âner als die andere :).
(15.06.2007, 18:37)
?:   Impala. So grazil und anmutig.
(15.06.2007, 06:40)
Ollo:   Wei├čnacken-Moorantilope
(15.06.2007, 00:42)
Mel:   schwere Frage...

Kirk-Dik-Dik w├Ąre es wohl bei mir, einfach faszinierend, die gro├čen Augen, der kleine Kopf, der R├╝ssel einfach niedlich
(14.06.2007, 22:48)
Camparso:   Bongo
(14.06.2007, 22:46)
Camparso:   Bongo
(14.06.2007, 22:46)
Michael:   Pferdeantilope.
Zum ersten mal in Dortmund gesehen und ich war sofort begeistert. Die massige Gestalt, die sch├Âne Zeichnung im Gesicht, einfach atemberaubend.
(14.06.2007, 22:44)
th.oma.s:   ostafrikanische oryx
(14.06.2007, 21:43)
Zoosammler:   Eindeutig die Dama-Gazelle.
(14.06.2007, 20:17)
WolfDrei:   Da der Begriff "Antilope" wohl allumfassend gemeint ist: Gerenuk-Giraffengazelle; aber wenn man hoffentlich in Zukunft die Beira nicht nur in Al Wabra sehen k├Ânnte???
(14.06.2007, 20:10)
Medojed:   Um Ollos Idee aus dem Lieblings-Zoo Thread aufzugreifen : Welche Antilopen-Form ( Art,Unterart)inklusive Gazellen, ist eurer pers├Ânlichen Meinung nach, die Sch├Ânste im Ganzen Land ? Nur eine einzige Nennung, bitte.
Ich mach den Anfang :
Klippspringer ( etwas Schlichter und weniger auffallend, aber wundersch├Ân, besonders die Augen und die Nase...)Leider ausgesprochen selten im Zoo.

(14.06.2007, 19:28)
Shensi-Takin:   @Medojed: Absichtlich wohl ganz gewiss nicht-doch unten genannten Situationen (Unkraut, fehlendes Wissen ├╝ber artspezifische Toxizit├Ąt...) f├╝hren leider immer wieder in wahrscheinlich jedem Zoo zum Problem des ungewollten Giftpflanzenverzehrs -und seinen Folgen. Die tierspezifisch unterschiedliche Vertr├Ąglichkeit bzw. Unvertr├Ąglichkeit von Pharmaka ( & Toxinen) zieht sich wie ein roter Faden durch die Tiermedizin; wer einmal z.B. die unterschiedlichen Verwendungs-/Nebenwirkungshinweise von Tierarzneien oder Giftpflanzenb├╝cher durchgearbeitet/-gelesen hat, versteht, wovon ich rede...
(11.06.2007, 16:08)
IP66:   @Medojed: "dito" oder "detto". Oder irgend eine romanische Sprache, von der man wenig wei├č. R├Ątisch vielleicht, oder ladinisch?
(11.06.2007, 12:00)
?:   Vielleicht sollten wir mal den Bogen zu den Antilopen zur├â┬╝ckspannen.Zur Info: Im aktuellen Heft der Zgap-Mitteilungen ist ein sehr guter Artikel ├â┬╝ber Dibatags enthalten, mit den wohl ersten Freilandaufnahmen dieser Gazellenart.Das Titelbild ist ein wundersch├â┬Ânes Portrait einer Dibatag-Antilope. Ich kann das Heft sehr empfehlen.
(10.06.2007, 20:51)
Medojed:   Ditto.
(10.06.2007, 18:26)
Carsten:   Manche Leute erinner hier doch sehr an die Tausende Trainer im Fu├čballstadion, die immer alles besser wissen als der Mann auf der Bank.

Man sollte diese "Gro├čm├Ąuler" wirklich mal da hin setzen, dann g├Ąbe es wohl jede Menge zu lachen.

Im Zoo verbietet sich sowas wohl im Interesse der Tiere...
(10.06.2007, 16:47)
Joachim Fuchs:   Frage: Ich war vergangene Woche im Allwetterzoo M├â┬╝nster mit einem Freund.Dabei kam am Afrikapanorama die Frage auf,in welchem Zoo die Welterstzucht und die Europaerstzucht des Streifengnus gelang.Zwei Pfleger, die wir fragten,wu├â┬čten es leider nicht, die Suche bei Google blieb erfolglos. Laut der Auskunft der Pfleger werden Streifengnus aber schon seit fr├â┬╝hester Zeit in Zoos gehalten,demnach m├â┬╝├â┬čte die Welterstzucht in einem europ├â┬Ąischem Zoo gelungen sein,und da sind die ├â┬Ąltesten Zoos Wien,Berlin,Paris,London,Frankfurt,Antwerpen,Dublin,Hamburg,Amsterdam,Belfast usw. Kann Jemand weiterhelfen?Tipps, wo ich suchen k├â┬Ânnte,w├â┬╝rden schon reichen. Danke sehr.
Joachim Fuchs.
(10.06.2007, 16:37)
?:   Als Normalbesucher die Kapazit├â┬Ąt von Zoopersonal nur aufgrund eines Vergiftungsvorfalls generell in Frage zu stellen ist sicher genauswenig angebracht, wie als Normalbesucher den Elefantenhaltenden Zoos Vorschriften machen zu wollen,wie die ihre Elefanten zu halten haben, bzw. es besser wissen wollen, wie man Elefanten halten mu├â┬č und was diese brauchen, um sich wohlzuf├â┬╝hlen.Genau das passiert hier im Forum in den Elefanten-Beitr├â┬Ągen.
(10.06.2007, 16:17)
Carsten:   Andere wollten nach der Wende auch die ganze DDR Wirtschaft f├╝r eine Mark kaufen. Schade, da├č es nicht geklappt hat, dann w├Ąre jetzt alles gut...
(10.06.2007, 15:29)
Medojed:   Mir pers├Ânlich ist kein Zoo bekannt, der absichtlich Giftpflanzen verf├╝ttert oder solche in Anlagen stehen l├Ą├čt, tut mir Leid, aber sowas darf einem in der speziell Huftierhaltung erfahrenem Zoo nicht passieren. Um des Friedens Willen, sollten wir es dabei belassen und das Thema nicht weiter ausdiskutieren, in Ordnung ? Aber eine pers├Ânliche Anmerkung mu├č noch sein: Den Tierpark Berlin im Sturm zu Glanz und Ruhm zu f├╝hren, hat er nicht nur bitter n├Âtig , sondern das w├╝rde ich durchaus schaffen ( Achtung , Ironie ! )Schwer w├Ąre es jedenfalls nicht.
(10.06.2007, 13:55)
Shensi-Takin:   @Medojed: Es ist schon erstaunlich, dass ein sich selbst als "Normalbesucher" Bezeichnender die Kapazit├Ąt eines Zoopersonals aufgrund eines derartigen Vorfalls generell in Frage stellen kann...Vielleicht haben Sie vielmehr den Beruf verfehlt und sollten wie Herr Kohler schon andeutete, den Tierpark Berlin im Sturm erobern und zu unnachahmlichem Glanz & Ruhm f├╝hren. (Aufgrund Ihres Wunsches ob der Bezeichnung: Ironie)

Zur Giftigkeit des Pfaffenh├╝tchens: ein bedauerlicher, im Nachhinein!(wie ja eigentlich jedes Mi├čgeschick...) durchaus vermeidbarer Fehler, der jedoch in Zusammenhang in dem in meinen letzten Beitrag erw├Ąhnten Aspekt des "Schaden macht klug"-Prinzips steht. Wenn Tierverluste aufgrund Giftpflanzenverzehr als Hauptbeurteilungsgrund f├╝r die Kompetenz der jeweiligen Halter angesehen wird, d├╝rfte so gut wie kein Zoo diesem harten Kriterium gerecht werden.
(10.06.2007, 13:46)
Medojed:   Wenn ich als Tierg├Ąrtner nicht wei├č, das Pfaffenh├╝tchen hochgiftig ist und dieses enwteder in der Anlage mit Pflanzenfressern belasse oder es sogar noch mit Absicht dort pflanze, darf ich mich nicht wundern, wenn Tiere dabei sterben und sollte mir besser einen anderen Beruf w├Ąhlen. Leider verh├Ąlt es sich nicht so,das Tiere wissen,was sie fressen d├╝rfen und was nicht. Herr Kohler, meine Frage war nicht d├Ąmlich, sondern berechtigt. Und gerade die Verantwortlichen im Tierpark sollten mal dar├╝ber nachdenken , wie es dazu kommen konnte. Schon aus Sicherheitsgr├╝nden w├╝rde ich als Tierg├Ąrtner Giftpflanzen nicht einmal in der N├Ąhe von Gehegen pflanzen, da es allgemein bekannt ist, das Zoobesucher diese gerne abreissen und verf├╝ttern.

(10.06.2007, 13:23)
Shensi-Takin:   Eine gute Freundin von mir behandelt in ihrer Doktorarbeit Intoxikationen von Zootieren durch Giftpflanzen. Mit ihr durch einen Zoo zu gehen ist immer interessant, kann sie nahezu immer potentielle Gefahrenquellen ausmachen-seien es zuf├Ąllig im Gehege oder dessen N├Ąhe wachsendes Unkr├Ąuter, Bepflanzungen mit giftigen B├╝schen am Wegrand (die die Tiere irgendwie erreichen k├Ânnen oder von Besuchern gereicht bekommen-siehe Kakas & Wilhelma) oder absichtlich ins Gehege gepflanzte Gew├Ąchse, die man zumeist als harmlos betrachtet-und die von den Tieren lange Zeit ignoriert und nur aufgrund eines Zufalls/├Ąu├čerer Umst├Ąnde (z.B. Efeu im Winter) gefressen werden. Dar├╝ber hinaus ist das Wissen um die speziesspezifische Toxizit├Ąt noch immer nicht sehr gro├č; manche Arten vertragen (aufgrund unterschiedlicher Enzymausstattung?) Pflanzen bzw. Giftmengen, bei denen andere Arten schon l├Ąngst das Zeitliche gesegnet h├Ątten. Vieles von dem bestehenden Wissen um die Toxizit├Ąt bestimmter Pflanzen f├╝r bestimmte Arten (z.B. Avocados f├╝r Wickelb├Ąren & Papageien) entstammt ungewollten "Trial & Error"-Verfahren-wie eben auch der genannte Vorfall mit den Bergriedb├Âcken. Und ehe man die Kompetenz der Halter in Frage stellt, w├╝rde ich z.B. nur auf die zahlreichen um Spielpl├Ątzen & Kinderg├Ąrten gepflanzten giftigen Ziergew├Ąchse hinweisen...
@Medojed: Ich teile durchaus Herrn Kohlers Meinung; vielleicht w├Ąre anstelle "Medojed" der Nickname "Bossy boots" passender...Das Er├Âffnen eines Threads oder die Frequenz von Beitr├Ągen gestehen einem nicht zwangsl├Ąufig eine autorit├Ąre Rolle zu.
(10.06.2007, 13:00)
Carsten:   Hoffen wir zumindest, da├č die Verantwortlichen (nicht nur in Berlin)daraus etwas lernen und ihre Gehege auch auf solche potentiellen Gefahren f├╝r die Tiere unter die Lupe nehmen. Ganz ausschlie├čen k├Ânnen wird man ein solches Risiko nie, denn das w├╝rde ja bedeuten, sterile, betonierte Gehege ohne Naturboden und Pflanzen haben zu m├╝ssen, und das m├Âchte ja wohl auch keiner
(10.06.2007, 01:13)
Michael:   Um das ganze mal ein bisschen aufzulockern und die Gem├╝ter ein bisschen abzuk├╝hlen. Von vielen Tierarten ist doch bekannt, dass sie selbst wissen, welche Pflanzen sie essen d├╝rfen und welche f├╝r sie giftig sind. Normalerweise gehen Tiere nicht an Giftpflanzen, sei es Instinkt oder was auch immer. Auch in der Heimat der Bergriedb├Âcke gibt es sicherlich Giftpflanzen, welche diese nicht fressen. Jemanden deswegen einen Vorwurf zu machen w├Ąre hier meiner Meinung nicht angebracht. Zumal die Pflanzen mit Sicherheit auch nicht erst seit kurzem dort stehen. Wobei es mich doch wundert, dass man manchen Tieren sprichw├Ârtlich auf die Finger gucken muss was sie fressen, so auch bei den jungen Giraffen in K├Âln, bei denen man darauf achten muss, dass sie keinen Sand fressen. Ich meine, in der Natur gibt es auch niemanden, der ihnen auf die Hufe steigt und sagt, dass sie keinen Sand naschen sollen. Woher kommt solches Verhalten?
(09.06.2007, 23:52)
Steffen Kohler:   Bestimmt hat man die Pflanze mit Absicht gepflanzt, damit m├Âglichst viele Bergriedb├Âcke daran eingehen. Wer solche d├Ąmlichen Fragen stellt (ja, wie konnte es nur dazu kommen?), braucht keine konstruktiven Antworten zu erwarten. Und ob ich auf Beitr├Ąge antworte, entscheide ich selbst und lasse mir nicht von Ihnen vorschreiben. Ihre autorit├Ąren Anwandlungen, wer hier in welchen Threads wann etwas schreiben darf, k├Ânnen Sie sich also sparen.

(09.06.2007, 23:43)
Medojed:   Sie finden es also in Ordnung, hochgiftige Pflanzen in eine Antilope-Anlage zu pflanzen ? Und Pfaffenh├╝tchen ist nicht gerade eine unbekannte Giftpflanze....Am Besten,wenn Sie nichts Konstruktives beizusteueren haben, verzichten Sie bitte darauf, auf meine Beitr├Ąge zu antworten, Herr Kohler.
(09.06.2007, 23:30)
Steffen Kohler:   Am besten direkt die Verantwortlichen fragen und gleich anbieten, die Verantwortung f├╝r die Bergriedbock- Haltung zu ├╝bernehmen, dann gehts wieder aufw├Ąrts, du machst ja bestimmt alles besser. An mangelndem Selbstbewusstsein wird es jedenfalls nicht scheitern.
(09.06.2007, 23:20)
Medojed:   Frage :Wie konnte es eigntlich zu der schwerwiegenden Vergiftung durch Pfaffenh├╝tchen der Bergriedb├Âcke im Tierpark Berlin kommen ? Laut Jahresbericht steht der Strauch in der Anlage, und es sind zwei Weibchen daran gestorben.Ich kann mir nicht vorstellen, das der Strauch erst seit kurzem in der Anlage steht, und selbst wenn, wie bl├Âd kann man eigentlich sein, eine hochgiftige Pflanze in ein Gehege zu pflanzen bzw. stehenzulassen ? F├╝r die Bergriedb├Âcke in Europa sieht es damit ziemlich ├╝bel aus.
(09.06.2007, 22:57)
Sacha Beuth:   @Medojed: Vielen Dank f├╝r die Info. Kann mich Deiner Aussage bez. Transfer nach Europa nur anschliessen. Ausser den Amis gel├Ąnge trotz grosser H├╝rden ein Neuimport. Hat ja bei Duckern auch geklappt.
(31.05.2007, 10:02)
Medojed:   Die Tiere lebten nur in den letzten zwei Jahren dort und nur hinter den Kulissen.Zwei der new Yorker Tieer kamen nach Europa, Hannover und Arnheim, das dritte Tier sollte auch nach Europa, war aber zum fraglichen Zeitpunkt tr├Ąchtig.Es kann sein, das die Tiere nach St. Catheriens Island zur├╝ckgehen, von wo sie nach New York kamen, denn die Zuchtstation sollte ja aufgl├Âst werden und einige Tiere wurden schon in anderen Zoos untergebracht. Sinnvoller w├Ąre es nat├╝rlich, die letzten amerikanischen Kaamas nach Europa zu schicken.
(30.05.2007, 18:45)
Sacha Beuth:   @Medojed: Kaamas im Bronxzoo????!! Sind die neu? Ich war in den letzten 10 Jahren etwa 5mal dort, habe aber nie welche gesehen.
(30.05.2007, 10:31)
Medojed:   Ich mache mir eigentlich keine Hoffnung, das Jemand es wei├č : Welcher/e franz├Âsische Zoo/s haben damals die Beisas importiert ? Und wann ungf├Ąhr war das ?
(29.05.2007, 18:59)
Medojed:   In den Usa gibt es Kaamas noch im Bronxzoo New York und in der Zuchtstation auf St. Catherines Island.Die Station war f├╝r einige Monate geschlossen und sollte eigentlich aufgel├Âst werden,weil der Eigent├╝mer der Insel die Pacht nicht verl├Ąngern wollte.
P├Ąchter ist ├╝brigens die Zoologische Gesellschaft von New York.Er hat es sich anders ├╝berlegt und die Station bleibt erhalten ! ├ťbel sieht es f├╝r die Jackson Hartebeeste in San Antonio aus, die Zucht dort wurde bis auf weiteres eingestellt.
(26.05.2007, 00:31)
Michael Mettler:   In Hannover: 1,3 Alttiere und 1,0 etwas ├╝ber einen Monat altes Kalb, alle zusammen auf der Anlage. Wenn der Jungbulle gesund aufw├Ąchst, k├Ânnte er eventuell nach Arnheim gehen, denn der dortige, aus den USA geholte Zuchtbulle soll schon fortgeschrittenen Alters und ein wenig klapprig sein.
(25.05.2007, 23:23)
Nobody:   Wie sieht es mit den Kaamas in Hannover und Arnheim aus? Gibt es noch die Resttiere in den USA?
(25.05.2007, 22:45)
?:   Mir leider nicht.
(17.05.2007, 12:33)
Zoosammler:   @?: Ist inzwischen bekannt, um welchen Zoo es sich bei dem "Privatzoo bei N├╝rnberg" (der mit den Gnus) handelt?
(16.05.2007, 21:07)
Tinky Winky:   Eigentlich lese ich ja nicht solche Zeitschriften,aber heute habe ich durch Zufall die aktuelle Ausgabe von"Jagen weltweit"bekommen.Beim Durchbl├Ąttern stie├č ich auf ein Foto eines fast vollst├Ąndig wei├čen Bongos, ohne rote Augen,(ja,wei├če Bongos sind hochgradig bedroht, Siegfried und Roy k├╝mmern sich bereits um ein Arterhaltungsprogram, um Jackie im Vorfeld zu beruhigen),leider wurde das Tier selbstverst├Ąndlich abgeknallt,somit zeigt das Foto leider nur ein totes Tier. Der Sch├╝tze wollte der Zeitschrift zufolge nicht mit auf das Bild, so hat sich ein Kollege dazu erbarmt.Die zweite interessante Antilopenmeldung in diesem Killerbl├Ąttchen betrifft eine neue Gefahr f├╝r die wenigen Riesen-Rappenantilopen, die den B├╝rgerkrieg in Angola ├╝berlebt haben. Leider verpaaren sich deren Weibchen in Ermangelung arteigener B├Âcke mit Pferdeantilopen-B├Âcken, so das immer mehr Hybriden geboren werden. Nat├╝rlich machen sich die Redakteure der Zeitschrift dar├╝ber gro├če Sorgen, denn wenn die Riesen-Rappenantilope ausstirbt, stirbt mit ihr eine der beliebtesten und kapitalsten Tr├Âph├Ąen aus.Man sollte die verbliebenen Riesen-Rappenantilopen einfangen und in entsprechend gesch├╝tzte Reservate umsiedeln, wo sie sich nicht mit Pferdeantilopen verbastieren k├Ânnen.
(12.05.2007, 17:16)
Sacha Beuth:   @WolfDrei: Kein Problem. Meine Adresse habe ich Klaus Sch├╝ling zum weiterleiten geschickt.
(08.05.2007, 12:32)
WolfDrei::   Sacha Beuth@ Pardon, habe die Antwort verschlafen: Bitte auch zus├Ątzlich die Heimatadresse, da ich auch noch Bildmaterial von der Hirola habe. Das geht zur Zeit schneller.
(08.05.2007, 10:47)
Michael Mettler:   @th.oma.s: Das Kriterium hie├č doch aber "hoch bedroht", und das sind beide Formen trotzdem :-)

Bei der S├Ąbelantilope w├╝rde mich ├╝brigens gar nicht wundern, wenn die zuk├╝nftig in manchen Zoos als "zu gew├Âhnlich" bzw. wegen schlecht absetzbarer Nachzucht wieder wegrationalisiert w├╝rde. Ich erinnere daran, dass diverse Zoos die Haltung von Mendesantilopen beendet haben, obwohl diese Tierart im Freiland de facto ausgerottet ist!
(06.05.2007, 21:06)
th.oma.s:   @michael mettler: grevvy-zebra und s├Ąbelantilopenbest├Ąnde sind m.e. z.Z. in europ├Ąischen zoos gesichert...f├╝r die damas (ausnahme vielleicht die mhorrgazelle)d├╝rfte dies nicht zutreffen.
(06.05.2007, 20:13)
IP66:   Recht erfreulich fand ich, da├č man in N├╝rnberg die historische Kropfgazellenanlage - der alte Mara-Berg, der aber nicht f├╝r diese Art errichtet wurde - aufger├╝stet hat, wenn auch etwas albern. Karlsruhe, ein Zoo, der hier ja manchmal eine schlechte Presse hat, ist im ├╝brigen auch ein sehr erfolgreicher Kropfgazellenhalter.
(06.05.2007, 19:52)
Michael Mettler:   @th.oma.s: Nach dem Argument d├╝rften auf der Kiwara-Savanne auch keine S├Ąbelantilopen, Rothschild-Giraffen und Grevy-Zebras leben.... Auch bei Damas d├╝rfte es ├╝berz├Ąhlige B├Âcke geben, mit denen man irgendwo z.B. eine Gemeinschaftshaltung mit Giraffen ausprobieren k├Ânnte.

Falls Leipzig nach dem Verlust der Damas keine Versuche mehr unternommen haben sollte, eine neue Gruppe aufzubauen, k├Ânnte man fast auf den Gedanken kommen, dass die Situation dem Zoo gar nicht so ungelegen kam.....
(06.05.2007, 09:30)
th.oma.s:   ich w├╝rde hochbedrohte arten eben gerade nicht in gemeischaftshaltungen unterbringen.wer heute damas anschafft ├╝bernimmt verantwortung f├╝r die ganze art.unter dem aspekt h├Ątte man die damas wohl auch nicht abgeben d├╝rfen.
(05.05.2007, 22:13)
Michael Mettler:   F├Ąllt mir gerade auf: So weit ich wei├č, sollten doch die damals nach Hodenhagen ausgelagerten Leipziger Damagazellen nach Fertigstellung der Kiwara-Savanne in den Zoo zur├╝ckkehren. Durch den Totalverlust der Zuchtgruppe in Hodenhagen kam es dazu bekanntlich nicht. Warum aber ist Leipzig als erfahrener Halter nicht - was ja das N├Ąchstliegende gewesen w├Ąre - auf die Mhorrgazelle umgeschwenkt (und sei es auf eine Bockgruppe wie jetzt mit den Thommys), falls keine eigentlichen Damas verf├╝gbar gewesen sein sollten?
(05.05.2007, 20:46)
Michael Mettler:   Wird langsam Zeit, dass ein Zoo einen "Gazellenpark" baut....
(05.05.2007, 19:41)
?:   Aber Hauptsache, der hochbedrohte Gro├če Panda wird gesch├╝tzt und die Schutzbem├╝hungen und Etablierung von Erhaltungszuchten von Wei├čen Tigern und -L├Âwen laufen auf Hochtouren.
(05.05.2007, 17:24)
Michael Mettler:   Laut IUCN sieht es nicht gut aus um die Freilandbest├Ąnde von Dama- und Kropfgazelle: http://www.iucn.org/themes/ssc/redlist2006/going_updown.htm

Demnach ist der Bestand der Kropfgazelle innerhalb der letzten 10 Jahre von 120.000-140.000 Tieren um 30% zur├╝ck gegangen, die Damagazelle ist im selben Zeitraum sogar weitgehend ausgerottet worden: R├╝ckgang um ca. 80 % (!), gesch├Ątzter Wildbestand nur noch rund 500 Tiere. Und die Zahlen betreffen jeweils die Gesamtart, nicht nur einzelne Unterarten!
(05.05.2007, 09:01)
Tinky Winky:   Gibt es denn jetzt gar keine mehr davon in Zoos?
(04.05.2007, 19:55)
Karsten Vick:   @Tinky Winky: Scrollst du gaanz nach unten zum Anfang dieses Themas. Der Beitrag ist nun fast 2 Jahre alt und da waren die letzten Hirolas in Brownsville schon tot.
(04.05.2007, 19:32)
Tinky Winky:   Ist Hirola das Gleiche wie die Hunters Leierantilope? Wenn dem so ist, die m├╝├čte es noch im Zoo von Brownswille in Amerika geben.
(04.05.2007, 17:29)
Sacha Beuth:   @WolfDrei: An einem Hirola-Bild besteht selbstverst├Ąndlich Interesse (super, vielen Dank). Soll ich zu diesem Zweck meine E-Mail-Adresse bei Klaus Sch├╝ling hinterlegen?
(04.05.2007, 16:53)
WolfDrei::   PS: nat├╝rlich von der HIROLA !!
(04.05.2007, 16:31)
WolfDrei::   Sacha Beuth und andere SEHR INTERESSIERTE: Da ich in K├╝rze elektronisch "aufr├╝ste", k├Ânnte ich gelegentlich dann Bilder der Hirola verschicken. Offensichtlich bin ich eine Art Senior Dvur Kralove betreffend-Erstbesuch 1973-dann alle Jahre Besuch. Dennoch sind mir die Gerenuks "weggestorben". Ansonsten ist ein Bild von mir in Puschmanns "Zootierhaltung" (wenn auch mein Vorname im Bildautorenteil nicht stimmt). Dazu ein Kommentar: Der Bildbearbeiter hat das Tier elektronisch "zusammengeschoben", um es in die Spalte zu pressen. Seitdem habe ich etwas gegen Bildbearbeitung!!
(04.05.2007, 16:27)
Jakub:   Sacha Beuth: Ja, um diese Arten ist es grosse Schade, dass sie schon nicht im Bestand sind. Im Sommer 1981 war ich zum erstenmal im Dvur Kralove, leider war ich nur 4 Jahre alt, also kann ich mich nicht nat├╝rlich auf zum Beispiel Hirolas erinnern. Aus dem Jahre 1989 erinnere ich mich auf den letzten Bontebok und Kaamas,damals habe ich alle Tiere, die ich gesehen habe, in meinem Tagebuch geschrieben habe:-))
Die Topis waren im Jahre 1982 abgegeben.
(02.05.2007, 09:58)
Sacha Beuth:   @Jakub: Vielen Dank f├╝r die Infos. Leider fehlt bei der Topi noch die Jahreszahl.
PS: Da blutet einem das Herz, wenn man sieht, welche Kostbarkeiten in DK alles gehalten wurden....
(02.05.2007, 09:28)
Jakub:   Nur f├╝r die Merkw├╝rdigkeit, die beendete Haltungen von einigen seltenen Antilopenarten in Dvur Kralove:
Hirola - letzte Tier starb 28.11.1981
Kaama - 30.6.1999
Topi - 25.6. 2,3 letzte Tiete wurden ageggeben
Jacksons Kuhantilope - 1.11.1984
Bontebok - letzte Tier wurde 25.6.1990 nach Whipsnade abgegeben
Schirrantilope - Zucht im 1980 beendet
Giraffenantilope - im 1972 13 Tiere aus direkt Import, im 1973 nur noch Einzeltier
Rehantilope - Zucht im 1985 beendet


(02.05.2007, 08:57)
Bongo:   Das wei├č ich, 1996 war ein Tippfehler von mir. Ich bitte um Verzeihung daf├╝r.
(01.05.2007, 15:10)
Jakub:   Bongo: Im Dvur Kralove ist letzte Kaama im Jahre 1999 gestorben.
(01.05.2007, 13:48)
Bongo:   Haltung von Alecelaphus caama in Lissabon erloschen 2001, in Sigean 2003 , in Dvur Kralove 1996.
(01.05.2007, 12:14)
Michael Mettler:   Freude in Hannover: Das Kaama-Kalb ist ein kleiner Bulle - bei diesen Tieren ist m├Ąnnlicher Nachwuchs noch h├Âchst erw├╝nscht! Bestand in Hannover jetzt also 2,3, dazu 1,3 in Arnheim. Ob Lissabon noch seine beiden K├╝he hat, wei├č ich leider nicht.
(01.05.2007, 09:41)
Stefan Schubert:   CERZA Lisieu hatte im Oktober noch mindestens f├╝nf Weissschwanzgnus!
(29.04.2007, 22:54)
?:   Bestehen denn gar keine Aussichten, jemals wieder Wei├čschwanzgnus in Deutschland zu sehen ? Wenn das so weiter geht, gibt es hier bald mehr Aye-Aye-Halter als Gnuhalter....
(29.04.2007, 20:54)
Tinky Winky:   @Bongo. Das ist so nicht ganz richtig.Die Haltungen in LePal, Moskau, Thoiry, und St.Petersburg bestehen noch ,ISIS nennt dar├╝ber hinaus noch Lisieux und Katowice als Halter. Der Safaripark in Portugal mit Wei├čschwanzgnus ist der Badoca Safaripark ,der auch s├╝dliche Streifengnus h├Ąlt.
(29.04.2007, 19:59)
Bongo:   Connochaetes gnou in Europa in Givskud,Obterre,Olomouc,Amsterdam,Dvur Kralove,Madrid,Estepona und in einem Safaripark in Portugal, der die letzten Tiere aus Lissabon ├╝bernommen hat.Dort nur noch C.taurinus taurinus.Alle anderen genannten Haltungen sind erloschen.
(29.04.2007, 19:50)
Konstantin Ruske:   Wei├čschwanzgnus im Hirschpark Obterre in Frankreich und dort wahrscheinlich auch in Thoiry.
(20.04.2007, 09:47)
Jakub:   Weisschwanzgnus auch in Zoo Olomouc, Tschechien.Derzeitig Bestand etwa 10 Tiere.
(20.04.2007, 08:06)
Carsten:   @?: Wei├čschwanzgnus gab es auch mal in Lodz, Le Pal, Moskau, St. Petersburg, Askania Nova und Rostov (noch Europa?). Ob die noch aktuell sind, wei├č ich nicht...
(19.04.2007, 21:53)
?:   @Michael Mettler. Danke f├╝r die Info. Wo in Europa gibt es ├╝berhaupt noch Wei├čschwanzgnus ? Mir f├Ąllt spontan nur Amsterdam und Dvur Kralove ein.
(19.04.2007, 19:25)
Michael Mettler:   @? Nach meinen Recherchen zur Kuhantilopen-Verwandtschaft, die ich damals f├╝r den ZOOFREUND-Artikel gemacht habe, anscheinend nicht. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt trotzdem, denn auch ├╝ber die fr├╝heren Dortmunder Impalas gab es im Zoo keine Kartei-Unterlagen...
(19.04.2007, 19:10)
?:   Gab es in Dortmund mal Gnus ?
(19.04.2007, 18:59)
Karsten Vick:   Eine der ersten, wenn nicht sogar die erste Zucht war 1913 in Dresden.
(29.03.2007, 18:54)
Michael Mettler:   In "Safari in Europa" habe ich eben nachgeschlagen. Dittrich schildert im Neapel-Kapitel auch die Entstehungsgeschichte der Haltung in Phoenix und nennt die IUCN sowie die Londoner Fauna Preservation Society als Initiatoren der Rettungsaktion. Die neapolitanischen Tiere bezeichnet er als die seinerzeit einzigen in einem europ├Ąischen Zoo, ein Paar und sein am 4. M├Ąrz 1965 geborenes Jungtier. Was NICHT erw├Ąhnt wird: Woher hatte Neapel dieses Paar?

M├Âglicherweise kommt hier Fa. Ruhe ins Spiel, denn in meiner Sammlung alter Zooschilder aus Hannover habe ich aus jener Serie, die etwa in den 50ern bis Anfang/Mitte der 60er verwendet wurde, auch ein Gehegeschild "Wei├če Beisa, Oryx gazella leucoryx"....
(29.03.2007, 17:56)
WolfDre:   @IP66: Im "alten Brehm" (1916?) und /oder im "alten Heck" (1899) gab es eine Aufnahme-sicher aus dem Zoo-inklusive Buntbockfoto
(29.03.2007, 16:37)
IP66:   Gab es im 19. Jahrhundert keine arabischen Oryx in Zoos?
(29.03.2007, 16:13)
Michael Mettler:   Somit bestand der Anteil der Zoowelt an der eigentlichen Rettungstat lediglich darin, 0,1 aus London beizusteuern, denn die Tiere im Orient waren m.W. s├Ąmtlich Privatbesitz, und die drei Wildf├Ąnge "geh├Ârten" ja ebenfalls keinem Zoo. Will sagen: Das Z├╝chterische fand zwar in Zoos statt, aber der Ansto├č zur Artrettung scheint nicht von ihnen gekommen zu sein.

Es muss in den 60ern auch noch Arabische Oryx im Zoo Neapel gegeben haben, denn in Dittrichs "Safari in Europa" gibt es ein Foto von dort, das drei Tiere zeigt.
(29.03.2007, 14:18)
WolfDrei::   Genau, Herr Mettler: die Tiere sind schon 1962 von einem Ian Greenwood in besagtem Auftrag gefangen worden ( die verfolgte Gruppe war durchaus gr├Â├čer: Fangerfolg aber nur 2,1. Interessant war in der Anfangsphase (auch im TP) die hohe M├Ąnnchenbr├╝tigkeit. Aber 1978 schon Ausgleich. Statistisch reichen nat├╝rlich Zahlen unter 100 durchaus nicht aus,um eine derartige Tendenz nachzuweisen.
(29.03.2007, 14:09)
Michael Mettler:   Wobei der Zoo Phoenix m.W. erst "nachtr├Ąglich" seine aktive Rolle in der Erhaltung der Art bekam. Wenn ich die Geschichte richtig im Hinterkopf habe, waren doch die besagten 2,1 Wildf├Ąnge nicht auf Initiative der Zoowelt, sondern einer Artenschutzorganisation (WWF? IUCN?) gefangen worden und sollten eigentlich in einer Zuchtstation in Kenia gehalten und gez├╝chtet werden - was dann wegen Seuchengefahr o.├ä. nicht ging und man auf der Suche nach einem Alternativstandort wegen des ├Ąhnlichen Klimas auf Phoenix verfiel, wo die Tiere dann eingestellt wurden. Oder?
(29.03.2007, 13:47)
WolfDrei::   Kleine Korrektur meiner damaligen Mitteilung (leider im Miluteil) ├╝ber die Gr├╝ndertiere der arabischen Oryx: die ersten Tiere waren alle in Ph├Ânix 1963 vereinigt: 2,1 aus der Natur, 0,1 aus London, 0,1 aus Kuweit, 2,2 aus Riad (also 4,5). 1966 gab es dann in Ph├Ânix daraus 10,6. zum Zeitpunkt gab es dann noch 9 Tiere(?,?) in Riad und 9,6 in Quatar.1967 sind dann noch Tiere (1,2) nach Los Angeles aus Riad (?) gekommen . Die "Weltherde" bestand 1978 aus 69,75 Tieren, von denen die ersten in Europa zun├Ąchst in Z├╝rich, dann in Rotterdam und dem Tierpark Berlin auftauchten.
(29.03.2007, 11:07)
Zoosammler:   Gerade letzte Woche noch gesehen und mit der Pflegerin gesprochen, die nicht sehr optimistisch war, was die dauerhafte Fortsetzung der Dama-Haltung in Berlin betrifft.
(27.03.2007, 23:32)
Bongo:   Lebt noch die einzelne Gazella dama ruficollis in Berlin ? Tiere sind aus Marwell verf├╝gbar.
(27.03.2007, 19:32)
Bongo:   Ducker Kronberg :
1,0 geb. 05.11.06 Hannover
1,0 geb. 24.10.06 Landau.
(27.03.2007, 19:17)
?:   Das wei├č ich leider nicht.
(23.03.2007, 18:18)
Konstantin Ruske:   Handelt es sich bei den beiden B├Âcken jeweils Nachzuchttiere?
(23.03.2007, 12:04)
?:   Und noch eine Ducker-Meldung : Vor 10 Minuten habe ich erfahren , das es einen weiteren rotducker-Halter in Deutschland gibt , n├Ąmlich den Opel-Zoo Kronberg. Dort sind zwei B├Âcke eingetroffen , aus Hannover und Landau , und sind f├╝r eine Vergesellschaftung mit den Nyala-Antilopen vorgesehen.
(22.03.2007, 20:04)
?:   Im Mountain View Conservation Center in Langley ist ein m├Ąnnlicher Schwarzducker geboren worden , der auf den wohlklingenden Namen " Bambi " getauft wurde. Sehr positiv ist, das genau dieses Center 12 Edmi-Gazellen zur Auswilderung zur Verf├╝gung gestellt hat.
(12.03.2007, 20:28)
IP66:   Ich habe den k├Âlner Impalabock noch nie beim Angriff auf Jungb├Âcke beobachten k├Ânnen - die verschwinden aber meist auch schon sehr fr├╝h. Mir kam der Gedanke, ob vielleicht die Ausbruchsm├Âglichkeiten ├╝ber Gr├Ąben und Z├Ąune hinweg auch das Interesse der Zoos best├Ąrken k├Ânnten, m├Âglichst konfliktarme Gruppen zu halten. Die Ausf├╝hrungen zur arabischen Oryx finde ich recht einleuchtend, auch in den Spa├čzoos w├Ąre ja eine W├╝stenanlage mit der Art denkbar.
(22.02.2007, 14:23)
Michael Mettler:   In Heidelberg gab es fr├╝her einen m├Ąnnlichen Bastard aus Gro├čem Kudu und Sitatunga, der dort viele Jahre lebte. Auch wenn es sich nicht um "richtig" artgleiche Bullen handelte, fand ich es doch seinerzeit bemerkenswert, den Bastard am Kudubullen vorbei schlendern zu sehen, ohne dass einer der Beiden auch nur eine Andeutung von Imponier- oder gar Drohverhalten zeigte. Wei├č jemand, ob das immer so friedlich zwischen den beiden Bullen ablief?

In Hannover lebten fr├╝her Gro├če und Kleine Kudus Jahre lang zusammen auf der alten Giraffenanlage , und auch von daher kann ich mich nicht an Probleme zwischen den Bullen erinnern. Mag also sein, dass die beiden Heidelberger Gehegegenossen sich schlichtweg als artfremd betrachteten, auch wenn das bei einem nur zur H├Ąlfte stimmte.
(21.02.2007, 19:40)
Mel:   Ja es sind ├Âfter mal zwei B├Âcke bei einigen Arten zu sehen, meist handelt es sich aber um eigene Nachzuchten, die meist mit einsetzen der Geschlechsreife getrennt werden m├╝ssen. Manchmal vertragen sie sich auch etwas dar├╝ber hinaus, sp├Ątestens aber mit Beginn von Deckversuchen beider beginnt meist aggresives Verhalten dem "Rivalen" gegen├╝ber und es mu├č getrennt werden.
(21.02.2007, 18:26)
Hannes:   In Hamm leben auch ca. 3,4 Elenantilopen auf einer recht kleinen Anlage.
Vielleicht funktioniert es bei Antilopen ja wie bei B├Ąren, das Gehege garnicht so gro├č machen, dass Revire gebildet werden k├Ânnen
(21.02.2007, 17:00)
Ollo:   Bei Rehen soll es so sein, da├č B├Âcke eigenen m├Ąnnlichen Nachwuchs durchaus dauerhaft im Gehege tolerieren k├Ânnen. Auch f├╝r die Vertr├Ąglichkeit der Ricken untereinander kommt es sehr auf den Verwandtschaftsgrad an. Die Tiere sp├╝ren anscheinend, wenn bei einem anderen Individuum ├Ąhnliche Gene wie bei einem selbst vorhanden sind, die man dann ja auch ein bi├čchen f├Ârdern k├Ânnte ... M├Âglicherweise l├Ą├čt sich diese Vermutung auf Antilopen ├╝bertragen.
(21.02.2007, 11:42)
Matthias:   Beide Elenbullen in Dvur Kralove sind nicht kastriert. Was allerdings ein Schluessel zum Erfolg sein koennte, dass imer zu Anfang der Saison, wenn die Herde wieder in die Safari kommt, erstmal nur ein Bulle dazu kommt. Dies wird jaehrlich gewechselt, um einen genauen Ueberblick zu haben, welcher Bulle der Vater der Kaelber ist. Sind dann alle Weibchen gedeckt, kommt der zweite wieder dazu. Dadurch kommt es sicherlich auch zu weitaus weniger Konfliktpotential.
(21.02.2007, 09:55)
Michael Mettler:   @Mel: Besagter Besuch in Berlin war im September 2005. Und ein paar Jahre zuvor habe ich auf der S├╝dwestafrika-Anlage im Berliner Erweiterungsgel├Ąnde auch 2,0 Gro├če Kudus zusammen mit K├╝hen gesehen (das kann ich leider nicht genauer datieren), einen Altbullen und einen herangewachsenen Nachzuchtbullen.

Gerade bei Impalas h├Ątte ich Bedenken, da sie im Gegensatz zu Oryx keine nomadisierende Lebensweise haben, sondern die adulten B├Âcke feste Territorien besetzen, zwischen denen die Gei├čenherden hin und her wandern. Falls dieses Territorialverhalten nicht flexibel ist, m├╝sste eine Anlage f├╝r eine Mehr-Bock-Haltung also m.E. so gro├č sein, dass die Tiere darin Reviere abstecken k├Ânnen, so dass es nur an deren Grenzen zu Kommentk├Ąmpfen kommt. Dann aber stelle ich mir als tierpflegerischer Laie vor, dass es Probleme beim Aufstallen g├Ąbe, da in diesem Moment mindestens ein fremdes Territorium durchquert werden m├╝sste.

Was die Vertr├Ąglichkeit von Oryx betrifft: Vor einigen Jahren sah ich in Planckendael eine Herde von ├╝ber zwanzig S├Ąbelantilopen und frage mich jetzt im Nachhinein, ob wirklich nur ein einziger Bulle darin gehalten wurde.

Vielleicht hat es sich in der Zoowelt auch einfach nur so fest eingeb├╝rgert, Nachzuchtbullen und -b├Âcke fr├╝hzeitig aus der Herde zu nehmen, dass kaum Versuche gemacht werden, sie zu mehreren zu halten. Viele Erfahrungen dieser Art d├╝rften noch aus Zeiten stammen, in denen Antilopengehege noch relativ kleinfl├Ąchige Ablage ohne jede Struktur waren, so dass sich die Individuen auch nicht aus dem Weg gehen konnten. In Hannover wurden fr├╝her sogar halbw├╝chsige m├Ąnnliche Nachwuchs-Drills aus der Gruppe genommen, weil man vermeiden wollte, dass es eventuell zu Problemen mit dem Zuchtmann kommt - da wurde das Huftier-Prinzip gleich noch auf Primaten ├╝bertragen, obwohl es bis dato m.W. nie einen Anlass f├╝r diese Vorsichtsma├čnahme gegeben hatte.... Ebenfalls in Hannover duldete der Barasingha-Zuchthirsch Junghirsche im Rudel, obwohl die fr├╝here Anlage (vor dem Zoo-Umbau) keineswegs berauschend war. H├Ątte man gerade bei einem Hirsch auch nicht unbedingt erwartet.

Wenn ich das n├Ąchste Mal in Hodenhagen bin, muss ich wohl mal darauf achten, ob dort Antilopenbullen kastriert sind. Bei meinem letzten Besuch 2003 bestanden die Gruppen der S├╝dafrikanischen Oryx und der Rappenantilopen ├╝berwiegend aus m├Ąnnlichen Tieren (bei den Oryx meiner Erinnerung nach ca. 7,1!), und bei den Streifengnus war das Verh├Ąltnis mit 2,2 exakt ausgeglichen. Trotzdem zogen alle drei Arten als geschlossene Gruppen durch das Gel├Ąnde. Bei den Elenantilopen in der selben Safari-Sektion sah ich dagegen nur einen einzigen (├╝brigens ├Ąu├čerst kapitalen) Bullen. Auch bei den Nyalas waren mehrere Bullen in verschiedenen Altersstufen vorhanden, die Gei├čen allerdings dennoch in der ├ťberzahl; die Nyalas zeigten allerdings keine geschlossene Herdenstruktur, sondern verstreuten sich weiter im Gel├Ąnde.
(21.02.2007, 09:13)
Mel:   Okay "definitiv" war ein Griff da neben. Sicher ist die Vertr├Ąglichkeit immer auch eine Sache der Individuen. Zu O.leucoryx sei zu sagen das die Herden im Freiland viel mehr Fl├Ąche zur Verf├╝gung haben als in zoologischen Einrichtungen, auch sollte man nicht vergessen das Klimatische Verh├Ąltnisse sowie das doch knappere Futterangebot als in Menschenhand, sowie die h├Âhere ├ťberlebenchance des Einzelnen Individums in der Herde gr├Â├čer sind und somit meist "tollerantere" Strukturen in Herden im freiland zeigen als in Zoo┬┤s.

Bei ausreichend Grundfl├Ąche und gen├╝gend Struktur vertragen sich vielleicht auch Elenb├Âcke unter einander, jedoch w├Ąre ich da sehr vorsichtig. Eventuell ist eins der Tiere in DK kastriert, was die ganze Sache dann schon in einem anderen Licht da stehen l├Ą├čt.
(20.02.2007, 23:24)
th.oma.s:   @Mel: wobei wohl zumindest o.leucoryx
in freiland in gemischten herden mit mehreren b├Âcken leben soll (wenn ich mich nicht irre sogar in ziemlich asgewogenem verh├Ąltnis).
(20.02.2007, 22:56)
Matthias:   Aussagen wie "definitiv nicht m├Âglich" sollte man hier eher vermeiden. Die Vertr├Ąglichkeit h├Ąngt schliesslich auch nicht nur von der jeweiligen Art, sondern auch von den Individuen ab. Eben wie bei Vergesellschaftung von verschiedenen Arten.
Mich w├╝rde mal interessieren woher du weisst, dass es bei diesen Arten difinitiv nicht m├Âglich ist, B├Âcke zusammenzuhalten. In Dvur Kralove werden seit Jahren zwei adulte Elenb├Âcke in einer Herde gehalten. Zwar geschieht dass in der ger├Ąumigen Safari, aber beide B├Âcke waren bei meinen zahlreichen Besuchen im Sommer 2005 immer zusammen bei der Herde.
(20.02.2007, 22:52)
Mel:   Sorry f├╝r die Tipfehler :-(
(20.02.2007, 22:36)
Mel:   Hm, knifflige Angelegenheit, definitiv ist die Haltung einer gruppe mit mehrern geschlechtsreifen B├Âcken bei folgenden Tieren nicht m├Âglich: Bongos, Rappenantilopen, Oryx, Elen und gr. Kudu

Bei Impalas ist es meiner Meinung nach m├Âglich jedoch mu├č es eine Gruppe mit sehr hoher Tieranzahl sein und das Gehege mu├č sehr gut strukturiert sein.

@MichaelMettler: DWann war das wo Du die beiden Bongos auf den anlage in Berlin gesehen hast???
(20.02.2007, 22:34)
cajun:   Bei den Nilgaus und Hirschziegen in Dortmund leben z.Zt. mehr als zwei adulte B├Âcke in einem Gehege. Das klappt bisher. Auf der Afrikaanlage liefern sich allerdings der Pferdeantilopenbock und der heranwachsende Elenantilopenbock schon Kommentk├Ąmpfe.Bei den Impalas in K├Âln soll der adulte Bock schon die m├Ąnnlichen Kitze angreifen.
(20.02.2007, 22:00)
Michael Mettler:   Ich bin mir ziemlich sicher, bei Sitatungas schon mal mehr als einen ausgef├Ąrbten Bock in der Gruppe gesehen zu haben (Berlin? Rheine?), allerdings in verschiedenen Altersstufen. Von beiden Kudu-Arten habe ich schon Gruppen gesehen, in denen neben dem Zuchtbock noch ein j├╝ngerer lebte, den man vom Alter her l├Ąngst h├Ątte herausnehmen k├Ânnen. Und bei meinem letzten Besuch im Berliner Zoo sah ich zu meinem Erstaunen auf der Bongo-Anlage zwei Bullen, die beide gerade je eine Kuh trieben!

Bei den hannoverschen Impalas sehe ich eigentlich immer nur Jungb├Âcke und vermute deswegen, dass der Altbock nur zeitweise zur Herde gelassen wird.
(20.02.2007, 16:34)
Ollo:   Bei welchen Antilopenarten ist es unter ├╝blichen Zoobedingungen m├Âglich, in gemischtgeschlechtlichen Gruppen mehr als ein erwachsenes M├Ąnnchen zu halten?
Spontan f├Ąllt mir jetzt nur die Hirschziegenantilope ein. Bei den Impalas in Hannover scheint es ja erst zu gehen, seit die Gruppenst├Ąrke vergr├Â├čert worden ist. Sollen nicht Wasserb├Âcke relativ vertr├Ąglich sein?
(20.02.2007, 15:52)
Matthias:   Das der Tierpark mit 160 ha mehr Flaeche fuer alle moeglichen Arten hat, duerfte der Hauptgrund sein.
Bei 25 ha muss man da schon anders entscheiden, egal ob nun 2 oder 20 Direktoren in dieser Zeit taetig waren.
(15.02.2007, 12:20)
Michael Mettler:   Wobei der Tierpark vor allem bei Gro├čtierarten ohnehin eine hohe Haltungskontinuit├Ąt zeigt und insgesamt wenig dazu neigt, irgendwelche Moderichtungen der Zoowelt mitzumachen. Vielleicht nicht nur, aber auch eine Folge davon, dass es dort in f├╝nf Jahrzehnten nur zwei Zoochefs gab.
(15.02.2007, 12:09)
Konstantin Ruske:   Interessant dabei, das alle diese arten im Tierpark Berlin keinesfalls ausgedient haben, sondern teilweise von Beginn an im Tierbestand sind und bis heute auch gez├╝chtet werden!
(15.02.2007, 09:44)
Michael Mettler:   Zum Thema "nachlassendes Interesse deutscher Zoos an Antilopen": Ich finde es bemerkenswert, dass sich eine Art wie die Arabische Oryx in der deutschen Zoowelt nicht recht etablieren konnte. In den 70ern begann der Tierpark Berlin mit der Haltung, ab 1981 der Zoo Hannover. Zwei weitere Haltungen in Hodenhagen (aus Hannover) und Ueckerm├╝nde (aus Berlin) waren nur kurzzeitig, und in Hannover wurden die Oryx aus dem Bestand genommen, als die Freianlagen zusammengelegt wurden und deshalb einige Arten weichen mussten (das war noch vor der Neuorientierung des Zoos).

Bemerkenswert finde ich das vor allem deswegen, weil die Arabische Oryx gern als Paradebeispiel f├╝r die Arterhaltung durch Zoologische G├Ąrten angef├╝hrt wird - wobei interessanterweise die anderen klassischen Beispiele Wisent, Davidshirsch und Hawaiigans ebenfalls in diversen Zoos "ausgedient" haben oder nie ├╝ber einen kleinen Halterkreis hinausgekommen sind. Sind diese Arten als Werbe-Ikonen f├╝r den Artenschutz so out wie die Ariel-Clementine?

Im Gegensatz zu z.B. Okapis, die hohe pflegerische Anspr├╝che stellen und f├╝r die Gehegefl├Ąchen von anderen Arten ger├Ąumt bzw. ganz neue Anlagen erbaut wurden, sind Arabische Oryx relativ unproblematische Pfleglinge - daran kann es also nicht liegen.
(15.02.2007, 09:10)
Mel:   @Konstantin Ruske: Leider wurde das im Januar in Berlin (Zoo) geborene Duckerkalb nur 3 Tage alt.
(13.02.2007, 17:18)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Quelle gefunden. "Knaurs Tierreich in Farben - S├Ąugetiere" von 1956: "...Frau Grays Wasserbock, von den Eingeborenen Abok genannt." (Und Frau Gray hie├č tats├Ąchlich Maria mit Vornamen.) Da das Buch im Original "Living Mammals of the World" hie├č, d├╝rfte der Name also auch im englischen Sprachraum zeitweise in Gebrauch gewesen sein.
(09.02.2007, 19:56)
Langhals:   @steffi. Ich w├╝rde mich wundern , wenn die Impalas in K├Âln Namen h├Ątten. Und wegen den Daten w├╝rde ich mal den Zoo direkt anschreiben. Gibt es eigentlich ein Zuchtbuch f├╝r Impalas ?
(09.02.2007, 18:43)
Langhals:   Was ist denn jetzt ├╝berhaupt f├╝r das Afrikanum in Duisburg geplant ? Kommen da wieder Antilopen mit drauf ? Ich w├╝rde es mal mit Kudus , Elen oder Rappenantilopen versuchen, die bieten den Nash├Ârnern schon Paroli.Sind bei den Nyalas eigentlich noch die Stachelschweine mit bei ? Wieviele Rotducker hat Berlin denn jetzt ? Bald wissen die Zoos ja nicht mehr wohin damit.
(09.02.2007, 18:41)
IP66:   Unabh├Ąngig voneinander hat man mir schon ├Âfter erz├Ąhlt, da├č es mit den Antilopen und den Nash├Ârnern im duisburger Afrikanum nicht gut funktionierte. Zumindest hat der letzte Ble├čbock eine Reihe von Vergesellschaftungsversuchen ├╝berlebt, hielt sich aber viel im Graben auf. Die neuen Tiere verschwanden recht schnell. Allerdings gibt es in Duisburg auch eine gr├Â├čere Zebraherde als anderswo, und das war ja, gerade in kleineren Gehegen, auch anderenorts wohl nicht ganz einfach.
(09.02.2007, 18:10)
steffi:   kann mir denn wirklich niemand mit den daten und namen der k├Âlner impalas weiterhelfen├č ich wei├č, das ich da viel verlange, aber es ist mir sehr wichtig. danke. steffi
(09.02.2007, 17:38)
Karsten Vick:   Bei Bengt Berg hei├čt die Art Nilbock, kurz und treffend, und Kobus mariae, was der einzig wahre Hinweis auf Frau Gray sein d├╝rfte (?). In Prag und Dvur Kralove hei├čen sie Voduška abok, woanders hab ich den Namen noch nie geh├Ârt.
(09.02.2007, 16:29)
Konstantin Ruske:   Im Zoo Berlin ist im Januar ein Rotducker geboren worden.
(09.02.2007, 12:48)
Michael Mettler:   @?: Abok ist eine Eingeborenenbezeichnung f├╝r den Grays Wasserbock. Ist in der hiesigen Literatur so selten zu finden, dass ich gerade gr├╝bele, woher ich sie ├╝berhaupt habe (evtl. aus Bengt Bergs "Abu Markub"?). Jedenfalls habe ich diesen praktischen Kurznamen fr├╝her f├╝r Notizen ├╝ber die betreffende Art verwendet, er muss also aus einem ├Ąlteren Werk stammen.

Zu Arnheim: So weit ich mich erinnere, ist der Pflanzstreifen unterhalb des Safari-Steges nur durch E-Dr├Ąhte vor den Gehegebewohnern gesichert. Da w├╝rde es Sinn machen, wenn die Rhinos diesen Gehegebereich nicht aufsuchen k├Ânnen. Vielleicht stehen die beschriebenen Poller ebenfalls unter Strom und so eng beieinander, dass ein hindurchgehendes Nashorn mindestens einen davon ber├╝hren w├╝rde?

Mit Arnheim w├╝rde sich die Liste der mit Breitmaulnash├Ârnern vergesellschafteten Antilopenarten ├╝brigens noch mindestens um Ellipsen-Wasserbock und Thomsongazelle verl├Ąngern, an die habe ich vorhin gar nicht gedacht.
(08.02.2007, 23:50)
Walter Koch:   Die beiden Gehegeteile werden durch eine
"Art" Stra├čenpoller getrennt. Warum da
nicht die Nash├Ârner durch gehen wei├č ich
nicht. Alle anderen Tiere, auch die
G├şraffen, nehmen diese Grenzmarkierung
nicht zur Kenntnis(gesehen im Mai 06).
(08.02.2007, 22:29)
Saya:   http://www.flickr.com/photos/66966588@N00/145607786/
Auf diesem Bild kann man erkennen was ich meine, der Zaun ist unten links im Bild halb hnter dem Baum. Ein besseres kann ich im Internet gerade nicht finden (ist nicht von mir). Die Giraffe bedindet sich allerings auf der falschen Seite, vielleicht sollen nur die Nash├Ârner auf ihrer Seite bleiben? Bei meinem Besuch sind die Giraffen allerdings nicht durch den Zaun gegangen. Ob das jetzt immer so ist wei├č ich nicht.
(08.02.2007, 20:57)
Saya:   Als ich im Sommer da war, war ungef├Ąhr in der Mitte der (riesigen) Afrikaweide eine Art Zaun mit kleinen Durchl├Ąssen. Links (am Anfang der Safari) waren die Giraffen, rechts die Nash├Ârner. Und die Zebras und Gnus sind durch den Zaun geschl├╝pft und waren ├╝berall.
(08.02.2007, 20:39)
?:   @Saya Ich habe bisher bei jedem meiner Besuche in Arnheim Giraffen und Nash├Ârner zusammen geseehn. Seit wann sind die getrennt, und welche zwei Bereiche meinen Sie ? @ Michael Mettler.
Was ist ein Abok ?
(08.02.2007, 20:07)
Saya:   Ja, in Arnheim sind die Nash├Ârner mit auf der grp├čen Savanne. Zu den Giraffen k├Ânnen sie allerdings nicht und umgekehrt). Zebras und Antilopen k├Ânnen zwischen beiden Beriechen hin- und herwechseln.
(08.02.2007, 18:40)
Michael Mettler:   Das Spektrum der Antilopenarten, die bereits erfolgreich mit Breitmaulnash├Ârnern zusammen gehalten wurden, ist also schon in Mitteleuropa nicht klein (vom San Diego WAP mal ganz abgesehen). Neben den f├╝r Salzburg und Duisburg genannten Arten waren und sind dies in Emmen noch Springbock, Impala, Kaama, Kleiner Kudu, Defassa-Wasserbock und Streifengnu, in Hodenhagen Defassa, Litschi, Bl├Ąssbock und Pferdeantilope. Und laufen die Rhinos in Arnheim nicht auch auf der gro├čen Savanne mit? Dann w├╝rde die Reihe der fr├╝heren und aktuellen Gehegepartner noch mindestens um die Arten Elenantilope und Gro├čer Kudu wachsen. Und da f├Ąllt mir ein, auch in Boras leben (lebten?) Breitmaulnash├Ârner auf einer Gemeinschaftsanlage, dort fr├╝her mit Wei├čschwanzgnus und Hirschziegenantilopen (und sogar Kaffernb├╝ffeln!).

Prinzipiell d├╝rfte es eigentlich auch kein Problem sein, Kleinantilopen wie Dikdiks, Ducker oder Klippspringer mit den Nash├Ârnern zu halten. Schlie├člich sind die mindestens so flink wie die Schakale in M├╝nster und fallen nicht mal in das Raster "potenzieller Beutegreifer".
(08.02.2007, 18:31)
Shensi-Takin:   Salzburg z.B. seine Breitmaulnash├Ârner mit Litsch-Wasserb├Âcken & S├╝dafrikan. Spie├čb├Âcken-wobei letztere meist ganz klar die Hosen anhaben...;)
(08.02.2007, 18:10)
Michael Mettler:   @Ulli: Dass es in Duisburg Probleme mit Impalas wegen der Breitmaulnash├Ârner gab, w├Ąre f├╝r mich neu. Impalas waren nur f├╝r kurze Zeit nach der Er├Âffnung des Afrikanums mit auf der Anlage. Den Grund f├╝r die Beendung der Haltung habe ich bei einer Anfrage in 2000 nicht erfahren. Unmittelbare Vorg├Ąnger der ├╝ber Jahrzehnte zusammen mit den Nash├Ârnern gehaltenen Bl├Ąssb├Âcke waren Jackson-Hartebeeste, deren Bulle sich sogar spielerische K├Ąmpfe mit dem Nashornbullen lieferte. Auch diese Vergesellschaftung klappte anscheinend relativ problemlos; die Hartebeeste wurden schlie├člich durch die Bl├Ąssb├Âcke ersetzt, weil sie angeblich "die Gehegegrenzen nicht in gew├╝nschtem Ma├č akzeptierten" - mit anderen Worten, sie ├╝bersprangen wohl immer mal wieder in Schrecksituationen den Graben.

Gemeinschaftshaltungen Breitmaulnash├Ârner/Antilopen gibt es sonst noch seit langer Zeit z.B. in Emmen und Hodenhagen. Der Berliner Zoo hatte es urspr├╝nglich auf seiner Afrika-Anlage im Erweiterungsgel├Ąnde vor (Stalltore und Vorgehege kann man noch heute erkennen), nahm aber davon Abstand, weil das h├╝gelig angelegte Au├čengel├Ąnde sogar schon unter den wesentlich leichteren Damarazebras litt - seitdem werden dort nur noch "leichtg├Ąngige" Antilopenarten gehalten. Auch in Emmen soll die Anlage zeitweise nashornfrei sein, damit die Dickh├Ąuter die H├╝gelb├Âschungen nicht zu sehr "erodieren".
(08.02.2007, 15:10)
Aguti:   Brauchen eigentlich Nilgaus und Hirschziegenatilopen geheizte St├Ąlle oder gen├╝gen ungeheizte Gruppenst├Ąlle???
(08.02.2007, 14:52)
Sebastian:   Genau so ist es, die Tiere der Grassavanne haben durch drei (?) Fels├Âffnungen die M├Âglichkeit, auf die benachbarte Nashornanlage zu gelangen. Zur Zeit wird dieses Angebot noch gut genutzt, was jedoch nach dem Einzug der Breitmaulnash├Ârner passiert, bleibt abzuwarten.
(08.02.2007, 14:22)
Ingo Rossi:   Soweit ich mich erinnere, sind die Anlagen benachbart, Antilopen k├Ânnen zu den Nash├Ârnern, diese aber nicht zu den Antilopen. Zumindest war es so mal geplant.
(08.02.2007, 14:10)
Ulli:   Stehen die Nash├Ârner tats├Ąchlich mit auf der Anlage, oder sind die Anlagen nur benachbart ?
(08.02.2007, 14:02)
Sebastian:   Naja, in Gelsenkirchen leben die Breitmaulnash├Ârner bald mit 9 weiteren Arten zusammen: Elen-, Rappenantilope, Gro├čer Kudu, B├Âhm-Zebra, Springbock, Strau├č, Marabu, G├Ąnsegeier und Helmperlhuhn.
(08.02.2007, 13:58)
Ulli:   Kennt sich jemand mit der Vertr├Ąglichkeit von Antilopenarten mit Breitmaulnash├Ârnern aus ? Ich habe einmal gelesen, da├č Impalas in Duisburg problematisch gewesen w├Ąren, mit den Bl├Ą├čb├Âcken es aber reibungslos klappt. Welche Gemeinschaftshaltungen mit Nash├Ârnern sind eigentlich bekannt ?
(08.02.2007, 13:28)
Michael Mettler:   @IP66: Der d├╝rfte wohl unter den Namen "Katzenfutter 1", "Katzenfutter 2" usw. laufen :-)
(08.02.2007, 13:21)
IP66:   Es w├Ąre schon interessant, wenn man sich einmal genau mit den Exelmplardaten sv. Namen der k├Âlner Impalas befassen w├╝rde - dann k├Ąme auch heraus, was mit dem m├Ąnnlichen Nachwuchs geschieht.
(08.02.2007, 12:13)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Es gibt doch Vornamenlexika... Habe ich fr├╝her f├╝r meine Nagerzuchten auch benutzt. Die Viecher h├Ârten zwar eh nicht drauf, aber f├╝r Notizen und Zuchtbuchf├╝hrung war es eine echte Erleichterung.

Da du ja offensichtlich ebenfalls Huftierfan bist, benenn doch deine Schafe einfach nach Wildformen: Urial, Arkal, Argali - oder, um zum Thema Antilopen zur├╝ck zu kommen, Passan, Abok oder Chausingha....
(07.02.2007, 23:57)
Karsten Vick:   Das ist schlecht, da meine Schafe kein Gesp├╝r f├╝r Anfangsbuchstaben haben, kann das zu Missverst├Ąndnissen f├╝hren.
(07.02.2007, 23:55)
Carsten:   Oh, sorry, wollte nicht in inkognito auftreten und stelle mich gerne zur Verf├╝gung.
(07.02.2007, 23:53)
Karsten Vick:   Wenn du der du das geschrieben hast dich outest, bist du der erste Pate!
(07.02.2007, 23:51)
@ Karsten Vick:   Wie w├Ąr es denn, eifrige Forumsteilnehmer zu ehren, indem ein Schaf nach ihnen benannt wird, g...

Dann sind die n├Ąchsten Zuchtjahre gesichert.
(07.02.2007, 23:49)
Karsten Vick:   Das w├Ąr gut, ich suche noch Schaf-Namen f├╝r die 2007er Nachzucht. Habe bis jetzt 75 Namen vergeben, da werden die Ideen knapp!
(07.02.2007, 23:43)
Carsten:   Oder er tippt noch an den gut 800 Namen :-)
(07.02.2007, 23:33)
Michael Mettler:   @th.oma.s: Wenn keine Antwort kommt, z├Ąhlt er wohl noch :-)
(07.02.2007, 22:30)
th.oma.s:   @langhans: k├Ânnen Sie da wirklich helfen?
(07.02.2007, 21:02)
Langhals:   @steffi. Dein Wissensdurst in allen Ehren , aber was m├Âchtest du denn alles N├Ąchstes wissen ? Namen und Daten der Frankfurter Brillenblattnasen ?
(07.02.2007, 18:41)
steffi:   wei├č jemand die namen und daten der impalas im zoo k├Âln ? vielen dank im vorraus f├╝r die infos. steffi
(07.02.2007, 17:31)
IP66:   Wuppertal hatte schon ├Âfter so viele Bongos wie St├Ąlle, plus Kitze, t├╝ckischerweise habe ich die St├Ąlle nie gez├Ąhlt, es k├Ânnten aber 8 oder 9 sein.
(11.01.2007, 19:27)
Michael Mettler:   In der neuen ARBEITSPLATZ ZOO (3/2006) findet sich ein Kurzportr├Ąt ├╝ber den Zoo Accra (Ghana). Dort hat man jedes Fr├╝hjahr das Problem, dass die Einheimischen im Freiland abliegende Antilopenkitze mengenweise einsammeln und in den Zoo bringen - allerdings nicht wie unsere heimischen Mitb├╝rger mit den Rehkitzen aus falsch verstandener Tierliebe, sondern weil sie sich daf├╝r Geld erhoffen. Die eingelieferten Antilopen sind in der Regel Schirrantilopen und - Kleinstb├Âckchen! Die Sterblichkeit der Findelkinder ist allerdings - auch wegen unzureichender M├Âglichkeiten des Zoos - sehr hoch.

Der Artikel enth├Ąlt auch eine Artenliste des Zoos.
(11.01.2007, 16:50)
Stefan Schubert:   So ist es mit Erinnerungen, dabei h├Ątte ich einen Eid darauf geschworen! Doch das Beschauen der damaligen Bilder bringt die Ern├╝chterung: Im Stammgehege sind nur vier Jung- und f├╝nf Alttiere wie eine Perlenschnur am Zaun aufgereiht und die Gemeinschaftsanlage bei den Hornraben und Sekret├Ąren zeigt h├Âchstens drei Bongos auf meinen Fotos gemeinsam! Dvur Kralove hatte zum 1.1.2004 6.13 Bongo im Bestand!
(28.12.2006, 09:42)
Jana:   @Stefan Ich muss dich leider korrigieren, die Bongo-Gruppe in Prag bewegt sich in letzten Jahren immer etwa zwischen 10-15 Tieren (es sind da 4-5 Zuchtk├╝hen, 1 Zuchtbock, Nachwuchs von verschiedenen Alter und kleine Junggesellegruppe von 2-4 Bullen). Und Dvur Kralove hat diese Jahr deren Bongo-Besatz reduziert, bei meinem letzten Besuch habe ich nur etwa 8 Tiere gesehen.
(27.12.2006, 15:44)
Dirk K:   Danke. Prag ├╝bertrifft also auch Dvur Kralov├ę
(27.12.2006, 15:10)
Stefan Schubert:   Sorry, sollte die Frage richtig lesen! In Deutschland d├╝rfte es Stuttgart sein, weiss aber nicht die derzeitige Kopfzahl hier! Bei meinem ltzten Besuch war gerade die zweite Zuchtgruppe im Aufbau!
(27.12.2006, 12:39)
Stefan Schubert:   Ich w├╝rde behaupten, es sei Prag! In einer seperaten und einer Gemeinschaftsanlage sah ich sch├Ątzungsweise 30 Bongos inklusive stattlicher Nachwuchsst├Ąrke (2003).
(27.12.2006, 12:36)
Dirk K:   Welcher Zoo h├Ąlt derzeit die gr├Â├čere Bongogruppe Deutschlands? Habe Stuttgart im Verdacht.
(26.12.2006, 19:36)
Michael Mettler:   Laut Dr. Engel (gesendet im "NDR-Tiergarten") ist mit den Nachzuchten der hannoverschen Sahara-Dorkasgazellen sp├Ąter eine Wiederansiedlung in Tunesien geplant.
(25.12.2006, 21:19)
th.oma.s:   @karsten vick: vielleicht muss man manchaml seine phobien wenigstens verbal ausleben.

@ all: Frohes Fest!
(23.12.2006, 20:41)
Karsten Vick:   @Langhals: Warum w├Ąr das so wichtig, dass sie nicht im Tierpark bleiben?
(23.12.2006, 19:25)
Jennifer Weilguni:   Stuttgart h├Ąlt 1,1 Klippspringer, Frankfurt hat auch noch welche, weiss aber nicht wie viele, habe bei meinem letzten Besuch leider nur einen gesehen.
(23.12.2006, 19:01)
Langhals:   Mir w├Ąren beide Varianten Recht, Hauptsache, sie bleiben nicht im Tierpark.
(23.12.2006, 18:39)
Mulan:   W├Ąre es zuviel verlangt, wenn der Beitrag " Antilopen " sich auch mit Antilopen befasst ? F├╝r Gebirgswiederk├Ąuer gibt es einen eigenen Beitrag. Da es anscheiend auf dem Felsen keinen Platz mehr f├╝r die Klippies gibt, werden sie entweder im Zoo woanders untergebracht werden m├╝├čen ( Wo ? Eventuell Antilopenahus in der Dama-Gazellen-Anlage ? )oder sie gehen doch zur├╝ck nach Frankfurt.
(23.12.2006, 18:38)
IP66:   Wenn die Klippspringer aus Berlin verschwinden, w├Ąre das also kein Artenschwund, weil die dort bislang nicht vorhandenen sibirischen Steinb├Âcke sie ersetzen. Wei├č eigentlich jemand, wie alt die wuppertaler Zuchtgruppe ist? Es gibt wohl Photographien mit verschiedener Arten auf dem Felsen, interessant w├Ąre es aber doch, wenn man w├╝├čte, wann der erste Sibirier dort aufgetaucht ist. Es k├Ânnte sich um eines der Huftiergehege mit der kontinuiertlichsten Besetzung in Europa handeln.
(23.12.2006, 11:34)
Mulan:   Was ist mit den Klippspringern ? Kommen die in den Zoo Berlin zur├╝ck ?
(22.12.2006, 18:45)
Konstantin Ruske:   Zus├Ątzlich zu den Br├╝nner Tieren kommen noch zwei aus Wuppertal in den Zoo Berlin, so da├č eine sch├Âne neue Zuchtgruppe aufgebaut werden kann.
(22.12.2006, 07:49)
Steffen Kohler:   Ja, in den Zoo kommen Sibirische Steinb├Âcke.

Die Klippspringer sind derzeit im Tierpark hinter den Kulissen untergebracht.
(21.12.2006, 22:29)
Michael Mettler:   @Jana: Ja, das k├Ânnte nat├╝rlich des R├Ątsels L├Âsung sein.

@Langhals: Der aktuelle BONGO behandelt 2005, und im September 2005 sah ich in Berlin noch Klippspringer. Da m├╝sste man schon die n├Ąchste Ausgabe abwarten...
(21.12.2006, 19:06)
Jana:   @MM Ich habe am Anfang Dezember in lokalen Zeitungen gelesen, dass Zoo Brno soll nach neuem Jahr 3,2 sibirische Steinb├Âcke nach "Berlin" schicken, wo eine neue Anlage auf sie wartet. Leider konnte ich im Artikel nicht finden, ob es sich um Zoo oder Tierpark handelt. Vielleicht ist das die Antwort an deine Frage - welche Steinb├Âcke.
(21.12.2006, 18:32)
Langhals:   Dann m├╝├čen die Berliner Klippspringer wohl im wahrsten Sinne des Wortes ├╝ber die Klippe gesprungen sein, ( gibt's bei denen nicht auch Massenselbstmord wie bei den Lemmingen, oder hat Noah bei der Inventur der Tiere aus der Arche nur die Namen verwechselt ? )denn in Frankfurt sind sie nicht. Vielleicht findet sich etwas dar├╝ber in den Bongos ? Da mu├č man aber unter Lemming nachschlagen, denn die Lemminge sind ja in Wirklichkeit Klippspringer...
(21.12.2006, 18:07)
Jakub:   Michal Mettler: Ich habe Information von der Tierpflegerin aus Zoo Berlin bekommt, leider weiss ich nicht, was f├╝r ein Steinbockart ist dort jetzt untergebracht. Die Sanierung der Bergtieranlagen wurde schon beendet, am 21 Dezember werden die M├Ąhnnenschafe das erste Mal auf die neue Anlage gelassen.
(21.12.2006, 09:40)
Michael Mettler:   @Jakub: Steinb├Âcke? Hat Berlin wieder welche? Vor der Sanierung lebten auf den drei Anlagen au├čer den Klippspringern und Tahren noch M├Ąhnenschafe! Ist die Sanierung der Anlagen inzwischen abgeschlossen?
(21.12.2006, 09:08)
Jakub:   Berlin hat keine Klippspringer mehr, auf ihren ehemaligen Gehege sind Tahre untergebracht und auf ehemalige Tahre-Anlage sind die Steinb├Âcke.
(21.12.2006, 07:11)
Langhals:   Frankfurt hat auch nur noch vier Tiere, drei M├Ąnnchen und ein Weibchen. Wieviele gibt es denn noch in Berlin ?
(20.12.2006, 18:49)
Mulan:   Das stimmt nicht, alle Klippspringer sind noch dort und nicht in Frankfurt. Dort gibt es ohnehin kein Platz, um diese Tiere noch unterzubringen. Frankfurt hatte dieses Jahr versucht, Klippspringer zu importieren, leider klappte es nicht. Der Bestand ist ├╝beraltert und ingez├╝chtet, in Frankfurt ist die Zucht beendet. Es sieht also sehr schlecht aus f├╝r Klippspringer in Europa. Ebenso in den USA, von dort wird man auch keine Tiere bekommen k├Ânnen, zumal eine andere Unterart gehalten wird. Ich wei├č es nicht genau, wann Artis die Klippspringer bekommen hat , es mu├č ungef├Ąhr 2003 oder 2004 gewesen sein. Ich habe sie im September 2004 das erste Mal dort gesehen.
(20.12.2006, 18:42)
Jakub:   Weiss jemand, wie sieht die Situation mit Klippspringern in Europa aus ? Ich habe geh├Ârt, dass die Tiere aus Berlin, Stuttgart und Amsterdam sind zur├╝ck in Frankfurt.W├Ąre es m├Âglich sein, neu Tiere importieren? Weiss bitte jemand, seit wann wurden Klippspringer in Artis gepflegt?
(20.12.2006, 12:19)
Michael Mettler:   Laut ESB wurden seit 1990 aus verschiedenen Zoos insgesamt 16,1 Pferdeantilopen nach Hodenhagen abgegeben. Wei├č jemand etwas ├╝ber den aktuellen Bestand, ich war vor ├╝ber zwei Jahren letztmals dort? Damals habe ich nicht mehr als drei Bullen gesehen.

Ebenfalls interessant: Seit einigen Jahren wurden mehrfach Pferdeantilopen nach S├╝dafrika abgegeben, vermutlich an Wildfarmen (in S├╝dafrika war die Pferdeantilope praktisch ausgerottet). Die ersten Tiere, die diesen Weg gingen, waren ├╝brigens schon 1988 1,1 hannoversche Nachzuchten.

Nicht weniger als 21 (6,15) Pferdeantilopen tragen zudem im ESB (Stichtag 31.12.2004) den Abgabevermerk "Private". Wenn man will, kann man das so interpretieren, dass in der Zoowelt offensichtlich nicht viel Nachfrage nach dieser Art besteht.
(25.11.2006, 09:07)
Langhals:   Ich war letzte Woche im Opel-Zoo. Dort habe ich drei Bergriedb├Âcke gesehen, ich wei├č nicht, ob noch weitere Tiere im Stall waren. Wie erfolgreich genau ist denn jetzt die Kronberger Bergriedbock-Haltung ? Hie├č es nicht, das die Tiere regelm├Ą├čig und erfolgreich z├╝chten ? In diesem Fall frage ich mich, wo die Nachzuchten sind, in Kronberg so wie es aussieht nicht ( mehr ), abgegeben wurde aber auch Nichts, jedenfalls nicht an den Tierpark Berlin und auch nicht nach Dvur Kralove. Anderswo werden Sie nicht mehr gehalten. Wei├č Jemand N├Ąheres dazu ? Die Savannen-Anlage war ├╝brigens noch nicht besetzt. Schade, hatte mich auf die Gnus gefreut.
(10.11.2006, 18:41)
Langhals:   @Sascha Beuth. Ich gehe davon aus, das der enlische Tierpfleger wei├č, das er nur 21 Gnus hat und seine ├äu├čerung als Scherz gedacht war, den eigentlich jeder verstehen sollte.
@Helga
Ja, in M├╝nchen gab es tats├Ąchlich mal Edmi-Gazellen,1981 bekam der Tierpark 8 Tiere aus der spanischen Zuchtstation Almeria.Es waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen Edmi-Gazellen in einem europ├Ąischen Zoo. Sie lebten mit den Rappenantilopen auf der heutigen Mhorr-Gazellen-Anlage. 1988 wurde die Restgruppe von vier Edmi-Gazellen an den Zoo San Diego im Tausch gegen ein Paar Schwarzwei├čer Varis abgegeben.Ein schlechter Tausch , wie ich meine, heute w├╝rde der Tierpark die Varis geschenkt kriegen...
(10.11.2006, 18:19)
Helga:   Lese gerade ganz unten im Thread etwas von Edmi-Gazellen. Gabs die nicht mal in M├╝nchen? Oder t├Ąusch ich mich da? Was wurde aus denen?
(10.11.2006, 17:28)
Michael Mettler:   Wahrscheinlich bekommt man einfach ein Abo auf die Nachzuchten der kommenden zehn Jahre... :-)
(10.11.2006, 16:36)
Sacha Beuth:   @Langhals: Da habe ich dann aber doch die Frage, von wo den Port Lympne die ├╝brigen Streifengnus f├╝r den Handel hernehmen will (Herde aus 21 Tieren minus 1 Tier, minus 50 Tiere gratis = Restherde von minus 30). Ich nehme an, es waren 5! Gratistiere gemeint, oder? :)
(10.11.2006, 16:34)
Langhals:   Port Lympne hat Probleme mit den Streifengnus aus G├Ąnserndorf, die Herde besteht jetzt aus 21 Tieren und dieses Jahr wurden nur 6 Bullen geboren. Ein Tierpfleger aus meinem "Heimatzoo" war jetzt dort und hat ein interresantes Angebot des dortigen Antilopenpflegers bekommen:"Buy one gnu, and get fifty for free ! "
(10.11.2006, 14:26)
Michael Mettler:   Beim Recherchieren stie├č ich zuf├Ąllig auf einen der Artikel, denen ich meine Infos ├╝ber die importierten Ursprungstiere der Damagazellen verdanke: erschienen in "Ruhr Zoo", 20. Jahrgang 1999, "Unternehmen W├╝stenantilopen". Beschrieben wird eine Fangexpedition im Tschad 1966/67, mit der Fa. van den Brink 41 S├Ąbelantilopen, 2 Mendesantilopen und 22 Damagazellen (sowie 4 Geparden!) importierte, von denen einige Tiere die Quarant├Ąne auf einem Binnenschiff in Bremen absolv├şerten.

In diesem Artikel ist erw├Ąhnt, dass das International Zoo Yearbook unmittelbar vor dem Import weltweit keinerlei dort bekannte Haltung f├╝r Gazella dama enthielt. Auch Farbfotos einer Gruppe Damagazellen im Sammellager sowie einer Herde im Freiland sind im Artikel enthalten. Die drei mit ganzem K├Ârper zu sehenden Tiere auf dem Lagerfoto (vier weitere sind von diesen gr├Â├čtenteils verdeckt), alle in der Umgebung des Lagers gefangen, zeigen drei verschiedene Farbverteilungen, die man fr├╝her als Unterartmerkmale benutzt hat!
(24.10.2006, 13:45)
Langhals:   Im Deutschen soll die Topi aber eine eigene Unterart der Leierantilope sein, der Artname ist Leierantilope ( Damaliscus lunatus ), die in 5 Unterarten aufgeteilt wird ( Topi, Jimela, Tiang, Tessebe, Korrigum ) Aber die Kuhantilopensystematik ist sowieso eine eigene Wissenschaft f├╝r sich. Schade, das nur sowenig von diesen grotesk wirkenden Antilopen in Zoos gelangt sind.
(17.10.2006, 11:47)
Dortmunder:   @ Langhals :

Nicht nur im Englischen ;o) Aber gibt es nicht verschiedene Leierantilopen ??? Siehe Hirola...
(17.10.2006, 09:28)
Langhals:   Im Englischen wird die Leierantilope auch als Topi bezeichnet.
(17.10.2006, 08:48)
Michael Mettler:   @Langhals: So weit ich wei├č, gibt es in Hannover nur Stallraum f├╝r 1,2 erwachsene Kaamas plus Jungtiere. Das war jedenfalls mal die Auskunft von Dr. Engel, als ich ihn vor Jahren fragte, warum man nicht die beiden mit Hannover unverwandten K├╝he aus Lissabon zu bekommen versuche, die dort "unbemannt" standen.

Zu den Damagazellen: Das hatten wir auch schon mehrfach zum Thema. Meines Wissens gehen ALLE Nicht-Mhorr-Damagazellen auf den ein und selben Fang im Tschad zur├╝ck, dessen Gr├╝ndertiere und Nachkommen farblich so sehr variierten, dass sie sp├Ąter in den Zoos als verschiedene Unterarten "bestimmt" wurden. Und da das Fanggebiet je nach Systematiker verschiedenen Unterarten zugeschlagen oder genau als Grenze zwischen zweien betrachtet wird, ist es eigentlich v├Âllig egal, wie man sie nennt....
(16.10.2006, 17:15)
Langhals:   Die Berliner Tiere sind ruficolis. Ich wei├č nicht, wer dort f├╝r die Tierkartei verantwortlich ist, aber die Berliner Kik-Dik-Diks werden auch als g├╝ntheri gef├╝hrt, was Schwachsinn ist, da G├╝nther-Dik-Dik bislang nicht in Deutschland gehalten wurden.( wahrscheinlich auch nicht irgendwo sonst in Europa )
(16.10.2006, 16:55)
Jana:   @Jakub Ich habe diese Samstag in Dvur wirklich 9 Dama-Gazellen gesehen, aber ich meinte nur 1 Bock war dabei (ob weitere Tiere hinter Kullisen sitzten, weiss ich nicht). Aber es ist m├Âglich, das in der Gruppe auch 2 halbwuchsige waren, ich habe l├Ąnger nur den Zuchtbock beobachtet, weil eine Weibchen gerade heiss war und er versuchte bei ihr "sein Gl├╝ck".

Und bei dem Unterart-Name bin ich unsicher. Laut DK-Jahresberich von 2005 haben sie zwar mit 1,1 1979 aus San Diego angefangen (also identisch mit Tieren, die jetzt ruficollis genannt sind), aber 1979 (0,1) und 1981 (0,2) waren noch weitere Tiere geholt, deren Amstammung unbekannt war. Dann hat man weiter ohne Zug├Ąngen gez├╝chtet, bis 2005 ein Bock aus Berlin kam, und die Tiere da sind als dama gef├╝hrt (W und S Sahara).

Mimochodem, jestli bys mel zajem treba pokecat, ozvi se na jilovep@seznam.cz
(16.10.2006, 16:48)
Jakub:   Die Rothalsgazellen(Gazella dama rufficolis) sind noch in tschechischen Zoo Dvur.Der Bestand ist nach meiner Meinung 3,6.
(16.10.2006, 16:08)
Langhals:   Laut Isis sind in den Usa nur noch 1.2 Kaamas vorhanden ( in Busch Gardens Tampa )Laut meinem Report, Ausgabe M├Ąrz 2006, sind es 8, leider sind nicht die einzelen Halter aufgef├╝hrt. St. Catherines Island ist geschlossen, dort werden keine Antilopen mehr gehalten. Frage ist, wo sind die ├╝brigen 5 Tiere ?
(16.10.2006, 16:03)
Langhals:   Gut m├Âglich, das es die letzten B├Âcke waren. Ich wei├č, das nach Arnheim auch ein Weibchen gehen sollte, das vorgesehene Tier konnte aufgrund seiner Tr├Ąchtigkeit nicht mitgeschickt werden. Ob auch die restlichen Kaamas nach Europa kommen, wei├č ich nicht, besser w├Ąre es, als die Tiere dr├╝ben einfach sterben zu lassen. Verteilt auf Hannover ( Platz vorhanden ? ) und Arnheim, h├Ątte die Kaama in Europa noch eine winzige Chance, wenigstens f├╝r ein paar Jahre noch.
(16.10.2006, 15:58)
Michael Mettler:   @Langhals: Schick die Ausgabe mal nach Arnheim weiter. Die suchen doch noch Wei├čbartgnus zum Aufbau einer gro├čen Herde. Anhand der Zahlen unten k├Ânnten sie sich 95 St├╝ck auf einen Sitz importieren, und die Amis w├Ąren schlagartig auf ihren Zielbestand runter... :-)

├ťber die Kaamas bin ich verwundert. Ich dachte, die beiden nach Europa geholten Bullen (Arnheim und Hannover) seien die letzten Kaamas in den Staaten gewesen - oder waren es nur die letzten M├äNNLICHEN Kaamas dort?
(16.10.2006, 15:52)
Langhals:   Ich habe gestern die M├Ąrzausgabe des Regional Collection Plans der Aza Antelope and Giraffe Advisory Group aus den Usa bekommen. Darin findet man interessante Informationen ├╝ber die Zukunft aller in den Usa gepflegten Antilopenarten, die ich den Antilopenfans im Forum nicht vorenthalten m├Âchte. Ich kann aufgrund der Datenmenge nicht alle Arten hier auff├╝hren, ich beschr├Ąnke mich auf die Wichtigsten:
├ľstl. Riesenelen : Zielpopulation: 75. Derzeitiger Bestand : 52
Bongo : ZP 250. DB : 171
Gerenuk : ZP : 150 DB : 67
Pferdeantilope ( Unterartenmischling) ZP : 100 DB: 39
Schirrantilope DB: 8 .L├Ąuft aus.
Klippspringer : ZP:85. DB:48
Gelbr├╝ckenducker: ZP:75 DB:64
G├╝nther-Dik-Dik : ZP:75 DB:38
Kirk-Dik-Dik: ZP:75. DB:37
Rotflankenducker: ZP:75 DB:44
Schwarzr├╝ckenducker:DB:14.L├Ąuft aus.
Steinb├Âckchen:ZP:25.DB:21
Kleinstb├Âckchen: DB : 11 L├Ąuft aus.
Kronenducker: DB : 9 L├Ąuft aus.
Wei├čbartgnu: ZP:122 DB:217
Jackson-Hartebeest: ZP:50 DB:31
Blessbock : DB:54 L├Ąuft aus.
Kaama DB:8 L├Ąuft aus.
Mrs.Grays Wasserbock : ZP:200 DB:139
Rehantilope:ZP:50 DB:16
Litschi,Uganda-Kob und Kafue-Wasserbock laufen aus,ebenso Rotstirn,- Dorcas und Kropfgazellen und Beisa.
Im Fall der Mhorrgazelle wurde eine neue Entscheidung getroffen. Vorgsehen war, die Unterart in den Usa auslaufen zu lassen und die Haltung den Europ├Ąeren zu ├╝berlassen. Nun wurde eine Zielpopulation von 100 festgelegt. Der Bestand umfast 87 Tiere. Die Rothalsgazelle soll von 217 auf 200 Tiere runtergefahren werden. In Europa verschwindet sie ja, Dank der Leipziger Entscheidung, die Gruppe nach Hodenhagen abzugeben und in Berlin lebt auch nur noch ein Tier.

(16.10.2006, 14:47)
IP66:   Bei einem Besuch im Zoo Neuwied habe ich nur noch einen Ble├čbock vorgefunden: Ein altes Tier auf der Afrikawiese. Wei├č jemand etwas dar├╝ber, warum die Haltung ausl├Ąuft? Sicherlich ist es nicht besonders g├╝nstig, die auf einer Anlage zu halten, die es n├Âtig macht, sie jeden Tag ├╝ber ein St├╝ck Besucherweg in den Stall zu treiben. Auf der anderen Seite ist dies nach Duisburg wieder eine Ble├čbockhaltung weniger.
(25.09.2006, 14:40)
Michael Mettler:   @IP66: Laut dem, was ich bei Recherchen zur Kuhantilopenverwandtschaft mal zusammengesucht habe, gab es nie Gnus im Duisburger Afrikanum, als Vorg├Ąnger der Bl├Ąssb├Âcke allerdings f├╝r einige Jahre Jackson-Hartebeeste, auch mit Nachzucht. Der Bulle liebte ├╝brigens Kampfspiele mit dem Nashornbullen!
(04.09.2006, 16:30)
Dirk K:   In Arnheims Safari sind Gnus auch mit Breitmaulnash├Ârnern zusammen. Oder gilt das nicht als Zoo?;-)
(01.09.2006, 20:30)
IP66:   Gab es nicht in Duisburg auch einmal Gnus im Afrikanum - bei den Nash├Ârnern, mit den Tierhandel bef├Ârdernden Folgen?
(01.09.2006, 18:26)
Dortmunder:   @ Michael Amend :

Gl├╝ckwunsch zu den Mini-Gnus, meinetwegen auch an den stolzen Vater... Kaum, dass du hier mal zwei Wochen nicht auftauchst, quartieren sich Betrunkene in euren Schweinest├Ąllen ein, deine Gnus kriegen Kinder und ich hab den Bergtapir-Bericht immer noch nicht :o( Dabei habe ich doch quasi als linke Hand des Teufels fungiert und das Thema erst mit auf diese Gr├Â├če anwachsen lassen... Also, raus damit ;o)
(01.09.2006, 12:51)
Karsten Vick:   Neuer Park mit E = Ebeltoft. Nash├Ârner gibt es da nicht.
(01.09.2006, 10:00)
Michael Amend:   @Cajun
Den Gnu-Nachwuchs k├Ânnen wir nicht behalten, da sich erstens zwei Bullen auf der kleinen Anlage nicht vertargen w├╝rden und wir auch keien Platz daf├╝r haben, ich habe nur 4 Boxen f├╝r Gnus und bekomme auch ncoh zwei weitere Bergzebras im Septemebr,d amit ist die Anlage dann voll,- bezw. "├╝berbesetzt".
4 Hengst, die Zusammengew├Âhnungw ird"lustig".
Mir ist als Zoo auch nur Kopenhagen bekannt, wo Gnus und Nash├Ârner zusammenleben. In zwei d├Ąnischen safariparks sind Gnus mit Nash├Ârnern und nat├╝rlich anderen Huftieern veregsellschaftet, in Givskud sind es Wei├čschwanzgnus mit Breitmaulnsh├Ârnern, in Knuthenborg Streifengnus mit Breitm├Ąulern. Ein dritter neuer park, ich komme jetzt nciht auf den namen,irgendwas mit"E", die ahben zwei meienr alten Gnugruppe bekomemn,k├Ânnte das wahrscheinlich auch tun, wei├č aber nciht, ob die Nash├Ârner ahben. In den bedien deutschen safariparks sind die Nash├Ârner jedenfalls ina nderen Anlagen als die Gnus untergebracht.
(01.09.2006, 09:36)
Karsten Vick:   In Rostock gibt es tats├Ąchlich noch eine z├╝chtende Gruppe von Pferdeantilopen, die mit ebenfalls z├╝chtenden Litschi-Moorantilopen vergesellschaftet aber auch abgetrennt werden k├Ânnen. Beide Gruppen kamen Anfang der 80er an, ich wei├č aber nicht woher. Ein Bock wurde bei ISIS als langheldi gef├╝hrt, hier im Forum haben wir schon gekl├Ąrt, dass das nicht stimmt, aber f├╝r eine Herkunft aus Dvur Kralove spricht, wo dieser Name verwendet wurde. Beide leben auf der alten Huftieranlage, die ich in meiner Planung zur Indienanlage umgestalten wollte. Meine Minimall├Âsung w├Ąre, die Wapitis ins Erweiterungsgel├Ąnde zu schicken und das Afrikagehege entsprechend zu erweitern. Da h├Ątten sie sogar einen Teich. Und dann eine kleine Antilopenart dazu.
Von den Litschis gibt es wom├Âglich immer noch eine Tochtergruppe im Heimattierpark Neustrelitz. Ich bin mir nicht sicher, ob dort Anfang der 90er auch Pferdeantilopen standen; eine 2. Antilopenform gabs da jedenfalls.
Au├čerdem gibts auf der anderen Seite der Huftiergehege noch Nilgau und HZA sowie im Erweiterungsgel├Ąnde eine Weibchengruppe Elenantilopen.
(01.09.2006, 00:16)
cajun:   @Karsten Vick: N├Â. Keine neuen "news" :-)und so eine "Punktlandung " schafft man nur einmal.... :-))
Um beim Thema zu bleiben: Gibt es zuf├Ąllig "Antilopennews" aus Rostock? :-)
Besonders w├╝rden mich die Pferdeantilopen interessieren.
(01.09.2006, 00:01)
Karsten Vick:   @cajun: Vielleicht schaffst du heut nacht noch den 800. bei Zoo-News!?
(31.08.2006, 23:46)
cajun:   @cajun: zu drei: Yo, haste :-)
@Michael Amend: Sch├Ân sie wieder zu lesen, egal ob mit oder ohne Tastatur Krankheit. Gratulation zur Gnuvaterschaft ;-)Wird der Nachwuchs in Landau bleiben k├Ânnen? Und sie als Experte mal gefragt: Gibt es in einem anderen Zoo, au├čer in Kopenhagen, noch die Vergesellschaftung von Gnus mit Nash├Ârnern (dort S├╝dliche Breitm├Ąuler)?
(31.08.2006, 23:34)
Michael Amend:   Es waren 1,3. Die dritte Kuh wurde vom Bullen aus der Gruppe gepr├â┬╝gelt und mu├âŸte abeggebenw erden, die elbt jetzt in Thoiry.Das hei├âŸt, derzeit leebn 2,3 Streifengnus in landau.Es wird auch keien dritte Kuh mehr angeschafft.
(31.08.2006, 22:40)
Dirk K:   Aus wievielen Tieren besteht die Landauer Gnuherde denn zur Zeit? Meine was von 1,3 + Jungtiere geh├Ârt zu haben. Kann man von der dritten Kuh (wenn es sie gibt) auch noch auf ein Kalb hoffen?
(31.08.2006, 21:29)
Michael Amend:   @ Nils Kley Danke sch├â┬Ân, aber die Gratualtion geb├â┬╝hrt eigentlcih meienm Gnubullen Kiboko, der aht die Hauptarbeit geleistet....Bin aber sehr gl├â┬╝cklich ├â┬╝ber die beiden K├â┬Ąlber, die esrten, die ind er neuen Afrika-Anlage aufwachsen. Und wenn man bedenkt, das in Deutschland mittlerweile fats mehr Elefanten als Gnus geboren werden, sind die zwei etwas ganz bseonderes.....Das weiblcihe Klab hei├âŸt N'zuri und hat schon eienn Abnehmer.F├â┬╝r den kleienn Bullen mu├⟠ich erst noch einen Namen finden, aber er ist ja auch erst knapp 2 Tage alt.
(31.08.2006, 21:23)
Nils Kley:   @Michael Amend: na, dann mal herzlichste Gratulation;)
(31.08.2006, 20:50)
Nils Kley:   @Lollo: kein Problem, ich habe dies nicht als Beleidigung aufgefasst-sondern wollte nur Ihre Neugier etwas erh├Âhen;). Es ist auch kein allzu gro├čes Geheimnis: Ich bin Veterin├Ąrstudent mit Schwerpunkt Wild-und Zootiere. @Cajun: Zu Pkt.2: wer wei├č, eines Tages?!;)
Bzgl. des Links: gern geschehen.
(31.08.2006, 20:47)
Michael Amend:   @Hannes
Ist schon okay. Die Dik-Dik's sind nat├â┬╝rlich nihct auf der Afrika-anlage, wer kommt denn au sowas ? Da sind nachwie vor die Rotducker und denen gehts pr├â┬Ąchtig. Die Dik-Diks sind in der Vogelflughalle. Und da momentan Gnus wieder Thema sind, ich aknn die freudige Nachricht verk├â┬╝nden, das Deutschnald seit gestern um ein Gnu reicher ist. Meien Kuh"Blondie"ist zum esrten mal Mutter geworden und hat eienn strammen Bullen zur Welt gbracht, den sie f├â┬╝rsorglich betreut. Die andere Kuh Blacky hat bereits vor 5 Wochen gekalbt und zieht eien Tochter auf.Da die beiden zebars extrem aggressiv aufd as kalb reagieern, selbst durch den Absperrzaun, bleiebn die ncoh eien ganze weile vond en Gnus getrennt.
@ Cajun. Zu Frage 1 : Ja.
(31.08.2006, 20:39)
Lollo:   @Nils Kley Vielen Dank f├â┬╝r die Auskunft. Tut mir Leid,ich wollte nicht zu pers├â┬Ânlich werden, ich hatte mir nur gedacht, das Sie ewtas beruflich mit Tieren zu tun haben m├â┬╝ssen und war einfach nur neugierig.
(31.08.2006, 20:31)
cajun:   Drei Dinge: 1. Ist diese Tastatur Krankheit ansteckend?:-)
2. Darf jeder mitraten wer wer ist? Wenn ja, Zoodirektor! scherz*
3. Habe ich den 300. Eintrag in den Thread geschafft? :-)
@Nils Kley: Danke f├╝r den link.
(31.08.2006, 20:24)
Nils Kley:   @Lollo: Ja-hierf├╝r ein Bsp.:
http://www.hunting-in-texas.com/exotichunting.htm
Geben Sie einfach mal "exotic hunting" als Suchbegriff in Google ein. Meist handelt es sich um Troph├Ąen-Tiere-das Fleisch und die Decke wird allerdings auch z.T. genutzt.
Horndeformationen in Zoos haben multiple Ursachen-zum einen mag dies an dem zwangsl├Ąufig in Gefangenschaft begrenzten Raum(mit Gefahr des Hornabbruchs durch Fluchtreaktion/ Kampf)liegen. Zum anderen: in modernen Zoos wird-anders als z.B. bei der kommerziellen Zucht von Rothirschen zur Geweihgewinnung-nicht wirklich selektiv auf die Horngesundheit bzw.-sch├Ânheit gez├╝chtet-was bei manchen Arten durch die in Zoos begrenzte St├╝ckzahl gegeben ist. Eine selektive Z├╝chtung nach derlei Parametern wird durch die bei uns g├Ąngige Maxime "Kein Tier darf ohne vern├╝nftigen Grund get├Âtet werden" noch erschwert-das Problem mit ├ťberschu├č-Tieren d├╝rfte hinl├Ąnglich bekannt sein. Die Folge-es vermehren sich-anders als in der Natur-auch schwache B├Âcke mit schlechter Hornqualit├Ąt, sodass schlechte H├Ârner h├Ąufiger auftreten. Wom├Âglich spielt auch die Ern├Ąhrung eine gewisse Rolle.
Zu Ihrer (recht pers├Ânlichen;) Frage: nein, ein Tierpfleger bin ich nicht-ein Laie ebensowenig. Was bleibt dann noch ├╝ber? ;)
(31.08.2006, 20:12)
Lollo:   @ Nils Kley Gnus werden zu kommerziellen Zwecken in Privathand in den Usa gehalten ? Werden die Tiere geschlachtet und das Fleisch verzehrt oder werden die Tiere nur ihres Felles und H├â┬Ârner wegen gez├â┬╝chtet ? Woher wissen Sie das alles ? Sind Sie Tierpfleger ? Dann k├â┬Ânnen Sie bestimmt die Sache mit den Horndeformationen bei Antilopen erkl├â┬Ąren. Danke.
(31.08.2006, 19:36)
Hannes:   Sorry Michael aber die Spuren waren zu offensichtlich, da musste ich es loswerden. Man hat ja wie du gesagt hast auch lange nichts mehr von dir geh├Ârt. Da f├Ąllt mir sofort ein das jemand gesagt hat Dik-Dik seien auf landauer Afrika-Anlage, stimmt das?
(31.08.2006, 19:36)
Nils Kley:   Zu Gnus: das B├Âsartige Katarrhalfieber kommt in zwei Formen vor-eine Schaf-gebundene(OHV2) und eine an Kuhantilopen(u.a. Gnus, Topis) gebundene Form(Alcelaphines Herpesvirus 1). Endwirt dieser meist t├Âdlich endenden Herpesviruserkrankung sind Rinder; Gnus und andere Kuhantilopen infizieren sich zwar und prosduzieren das Virus, erkranken aber nicht daran. Das Gnukalb wird schon im Mutterleib mit dem Virus infiziert und scheidet es via Nasensekrete nach der Geburt aktiv aus. Dementsprechend ist es ung├╝nstig, Kuhantilopen ohne weiteres mit Rindern zusammenzuhalten. Ob dies allerdings ein Grund daf├╝r ist, dass Gnus immer weniger gehalten(sah Exemplare u.a. in Arnheim, Dvur Kralove, Peking und Chengdu) werden, wage ich zu bezweifeln; eher ├╝berwiegen bereits genannte Gr├╝nde der angeblichen B├Âsartigkeit oder fehlender Attraktiv├Ąt.
In den USA gibt es gerade in den s├╝dlicheren Staaten wie Texas zahlreiche Herden verschiedenster Arten zur kommerziellen Nutzung in Privathand; die Zahl der Sasins dort ├╝bersteigt z.B. die in Indien. Manch ein ├╝bersch├╝ssiges Zoo-Exemplar findet seinen Weg dorthin-wie auch vice versa.

Vielleicht k├Ânnte man in den weiten Pr├Ąrien Nordamerikas wie in Wyoming, Alberta oder S├╝ddakota nebst den allgegenw├Ąrtigen kommerziell gehaltenen Bisonherden auch versuchen, Saiga-Herden(v.a. der mongolischen Unterart) in weitl├Ąufigen Gehegen zu etablieren; die H├Ârner k├Ânnten an China zwecks der TCM verkauft und so der Preis f├╝r gewilderte H├Ârner gedr├╝ckt werden.
Das Klima ist dem des Saiga-Ursprungsgebietes recht ├Ąhnlich und gen├╝gend Land wie auch experimentierfreudige Rancher sind immer noch vorhanden...;)
(31.08.2006, 19:21)
Michael Amend:   Sorry Hannes, aber ein guetr Detektiv bist du nciht, denn ich arbeite nachwievor in Landau und Frankfurter ist ein Kolleeg von mir, der , wie der name schon sagt, in Frankfurt als Springer t├â┬Ątig ist. Ich kenen ihn schon ewig,lange bevor ich Tierpflegerw urde und als Teenager regelm├â┬Ą├âŸig den Zoo dank meiner jahreskarte besucht ahbe .Ich habe ihn im Rundbau kenengelernt, wo er lange gearbeitet hat und dank ihm ahbe ich viele informationen ├â┬╝ber den Rundbau f├â┬╝r meienn Artikel bekommen. Ich bin mit ihm sehr gut befreundet und funke mit ihm auf eienr Wellenlinie, denn Antilopen sind unsere beider Leidenschaft, da r fr├â┬╝her ducker betreut hat und cih jetzt Ducker pflege. Auf das Forum ist er durch mich gekommen. Also bitte, hannes, keien ungerchtfertigten Verd├â┬Ąchtigungen mehr, d areagieer cih empfindlcih. ├âœbrigens habe ich in meienr langen Forumsabstinez meienn Artikel ├â┬╝ber die Bergtapire weitgehenst fertiggestellt. Alel Zoos, auch Poznan, haben auf meien anfrage geantworte und cih habe umfangreiche und detalierte infprmationen bekommen. Und nciht nur das, ein paar Zoos haben mir sogar, weil cih danach gefragt hatte, auch historische Fotos zukommen lassen! Auch durch Mithilfe des amerikanischen Tierpflegerverbandes wurde das m├â┬Âglich. Ichw erde den Artikel fertigschreiebn und danach ins englische ├â┬╝bersetzen lassen, den erw ird in der Zeitschrift des amerikansichen Tierpflegerverbandes ver├â┬Âfefntlicht! Geh├â┬Ârt eigentlcih nciht in diesen Beitrag hier, ich woltle aber mein Sattement nicht teilen.. Sorry , hab leider immer noch keien neue Tastatur !
(31.08.2006, 19:06)
Hannes:   Nanu, arbeitet Herr Amend aufmal in Frankfurt? Ich habe zwischen den beiden schon die ein oder andere parallele entdeckt aber jetzt wirds gruselig!
(31.08.2006, 18:21)
Frankfurter:   Daf├â┬╝r haben Sie die Tiere aber viele Jahre lang erfolgreich gehalten und gez├â┬╝chtet. Und ein Vorgehege ist doch schnell angebaut.
(31.08.2006, 06:31)
cajun:   Habe jetzt nicht den ganzen Thread runter geskrollt.Hoffe das steht hier jetzt nicht zweimal. Habe im Duisburger Jahresbericht 2005 nun den Grund der Abgabe der Bl├Ąssb├Âcke dort gefunden.Es fehlte ein Vorgehege zur Eingew├Âhnung der Jungtiere in den ersten Wochen.....soviel zum offiziellen Statement.
(30.08.2006, 22:57)
Michael Mettler:   @Lollo: Nicht ganz einfach, ein Oribi (= Bleichb├Âckchen) zu beschreiben, ohne zum Vergleich auf ├Ąhnlich unpopul├Ąre Arten wie z.B. einen Riedbock zur├╝ckzugreifen. Schau mal in Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bleichb├Âckchen

Abgebildet ist ein weibliches Tier. Der Bock dazu hat kurze, nahezu parallel senkrecht stehende H├Ârner wie ein Klippspringer, die h├Âchstens die L├Ąnge der Ohren erreichen und im unteren Teil geringelt sind. Und auff├Ąllig - nur auf dem Foto kaum zu erkennen - ist noch ein kleines, nacktes, schwarzes, rundes Hautfeld unterhalb des Ohres.

Ich w├╝sste momentan keine anderen Zwergantilopen als Kirkdikdik und Klippspringer in Europa, bin aber au├čerhalb des deutschsprachigen und Benelux-Raumes nicht unbedingt auf dem Laufenden. Ducker sind zoologisch betrachtet trotz ihrer ebenfalls meist geringen Gr├Â├če keine Zwergantilopen, sondern bilden eine eigene Gruppe. Davon fallen mir in Europa spontan Rotducker, Gelbr├╝ckenducker und Blauducker ein, eventuell noch Maxwellducker und Mischlinge zwischen diesem und dem Blauducker (z├Ąhlte man fr├╝her zur selben Art).
(30.08.2006, 09:11)
Lollo:   Kann mir Jemand die Frage mit den Dik-Diks/Duckern aus Landau beantworten ?
Werden denn in Europa ausser Ducker/Dik-Dik und Klippspringer noch andere Zwergantilopen gehalten ? Wie sehen Oribis aus ?
(30.08.2006, 06:37)
Michael Mettler:   ├ťber die wird ja sogar ein Europ├Ąisches Zuchtbuch gef├╝hrt (in Hannover, wo auch sonst). Habe ich zwar liegen, m├╝sste aber auch erst nachschlagen (bzw. die CD einwerfen). Meiner Erinnerung nach kamen die Ursprungstiere fast alle aus Tansania, w├╝rden demnach also zu thomasi z├Ąhlen. Aber bei Dikdiks sind sich die "offiziellen Systematiker" ja noch nicht mal ├╝ber die Gattungen einig...
(29.08.2006, 23:40)
Karsten Vick:   Apropos Kirkdikdiks. Die sind ja lt. Kingdon auch recht variabel (er will 4 Arten draus machen). Ist bei denen die Herkunft der europ├Ąischen Zootiere belegt?
(29.08.2006, 23:28)
Michael Mettler:   @Karsten: Ist doch gar kein Streit :-) Au├čerdem hast du Recht, da hatte ich f├╝r die Greisb├Âckchen den falschen Gattungsnamen im Hinterkopf. Die bilden mit dem Steinb├Âckchen zusammen eine Gattung (Raphicerus), das Moschusb├Âckchen wird entweder wie von dir genannt mit Kleinst- und Batesb├Âckchen in Neotragus zusammengefasst oder als eigene Gattung Nesotragus hingestellt. Und wie so vieles in der Systematik ist wahrscheinlich auch das Ansichtssache...

Aber nebenbei bemerkt: Die gesamte Verwandtschaftsgruppe der Zwergantilopen scheint tierg├Ąrtnerisch noch immer schwierig zu sein - zumindest in Mitteleuropa. Selbst traditionell erfolgreich erscheinende Haltungen balancieren doch immer an der Klippe entlang, siehe die Klippspringer (Ha! Was f├╝r ein Wortspiel): Die Frankfurter Zuchtgruppe erh├Ąlt sich zwar seit Jahrzehnten gerade so eben selbst, aber es konnte noch nirgends daraus eine wachsende Tochterzucht gegr├╝ndet werden. Hannover h├Ąlt und z├╝chtet zwar auch seit Anfang der 60er Kirkdikdiks (wobei die heutige Zuchtlinie meines Wissens die insgesamt dritte ist), aber auch hier gilt: Bei den "Ablegern" in anderen Zoos war man l├Ąngst nicht so erfolgreich - oder wenn doch, dann nicht ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum. Und s├Ąmtliche anderen Arten wurden - wenn ├╝berhaupt - allenfalls sporadisch zu Zeiten des Tierfanges gehalten und wahrscheinlich erst recht nicht gez├╝chtet (Hannover k├Ânnte eventuell Oribi-Nachzucht gehabt haben, da m├╝sste ich mal in alten Artikeln w├╝hlen).
(29.08.2006, 23:21)
Karsten Vick:   1967 bis 2006 sind doch FAST 40 Jahre (das FAST hab ich so betont weil 1967 mein Geburtsjahr ist...). Wenn sie 176 Sunis verbraten haben - hei├čt das 176 Importtiere (aus Afrika oder ├╝berhaupt in den Zoo) oder wieviele Nachzuchten sind dabei? Gab es hohe Jungtiersterblichkeit oder viele Unf├Ąlle, wie war das Durchschnittsalter und das H├Âchstalter?

@Michael, geh├Âren Sunis nicht eher in die Gattung der Zwerg- und Batesb├Âckchen oder ist die Verbindung Suni-Greisbock eine neue Erkenntnis?

Auweia, jetzt streit ich mich doch schon ├╝ber systematische Ansichten
(29.08.2006, 22:58)
Michael Mettler:   @Lollo: Im Deutschen hei├čt die Art auch Moschusb├Âckchen und sie ist eine Zwergantilope - n├Ąchste Verwandte sind die Greisb├Âckchen. Und an dem genannten Beispiel sieht man: Dass ein Zoo in den USA liegt, b├╝rgt nicht automatisch f├╝r Qualit├Ąt bei jeder Tierhaltung....
(29.08.2006, 20:43)
Lollo:   Was sind denn Sunis ? Und was ist mit den Rotduckern in Landau passiert ? Frau Weilguni hat auf ihrer Webside geschrieben, auf der Afrika-Anlage seien jetzt die Dik-Diks ? Im Mai habe ich dort noch die Ducker gesehen, und die Dik-Diks in der Vogelfreiflughalle. Haben die nur die Anlagen getauscht und wenn ja, warum ?
(29.08.2006, 20:10)
Frankfurter:   Im Zoo Dallas ist vorgestern die letzte Suni gestorben. Damit werden Sunis au├čerhalb von Afrika nur noch im Zoo San Diego gehalten. Dallas hat zwischen 1967 und 2006 176 Sunis"verbraten". Erfolgreiche Haltung ?
(29.08.2006, 19:44)
Michael Mettler:   @Lollo: Gerade im Zusammenhang mit Elen h├Ârte ich, dass Horndeformationen auf Fehlern├Ąhrung zur├╝ckzuf├╝hren seien und bei ihnen, aber auch bei einigen anderen Antilopenarten (z.B. Gazellen, Addax, S├Ąbelantilopen) h├Ąufige Begleiterscheinungen bei der Haltung auf (heimischem) Grasboden sein sollen. Bin nun absolut kein Stoffwechselexperte, aber vielleicht hat das was mit unserem zu eiwei├čreichem Gras zu tun (was manche Antilopen nicht mal vertragen, Rheine hat daran damals seine Rappenantilopen-Zuchtgruppe verloren)? Vielleicht kann das ein Tierpfleger im Forum beantworten?
(27.08.2006, 17:46)
Lollo:   Ich konnte es mir nicht verkneifen, diesen neuen Safariguide von Stukenbrock zu bestellen, das geht ├╝ber deren Homepage sehr gut. Neben supersch├Ânen Fotos von Wei├čen L├Âwen und Wei├čen Tigern ( Stukenbrock hat eines der erfolgreichsten Zuchtprogramme der Welt, von beiden Arten ! ) erf├Ąhrt man viele biologische Details, die ich z. B noch nicht wu├čte. ├ťber Gnus erf├Ąhrt man z.B :"Um sich vor Feinden zu sch├╝tzen, bilden Gnus einen Kreis und schlie├čen die Jungtiere ein!"
Komisch, in den vielen Afrika-Dokumentationen sieht man die Gnuherden samt der K├Ąlber immer vor den L├Âwen und Hy├Ąnen fliehen, ich glaube, deswegen nennt man Gnus auch"Fluchttiere".Noch nie habe ich das beschriebene Verhalten in einem dieser Filme gesehen,und in"Grizmeks Tierleben"ist es auch nicht beschrieben. Mir ist das auch nur von Moschusochsen bekannt.Au├čerdem geh├Âren Gnus nicht zu den Kuhantilopen, sondern zur Gattung der"Echten Antilopen" Laut diesem F├╝hrer ist die sch├Âne Affenanlage mit dem Zug wieder besetzt, mit Magots.
Und die Elenantilopen haben ja unglaubliche Horndeformationen, bei einer wachsen die H├Ârner krumm nach hinten. Woher kommt soetwas ? Haltungsbedingt ?
(27.08.2006, 17:22)
Michael Mettler:   Bin ├╝berfragt. Bei meinen beiden k├╝rzlichen Besuchen sah jedenfalls keine der drei K├╝he hochtr├Ąchtig aus.
(25.08.2006, 19:57)
Dirk K:   Wie l├Ąuft eigentlich die Kaamahaltung in Hannover? Gibt es schon Anzeichen eines zuk├╝nftigen Zuchterfolgs?
(25.08.2006, 19:19)
Frankfurter:   Zu sp├Ąt, M├╝nster hat schon einen Zuschlag.
(22.08.2006, 17:45)
Michael Mettler:   Im Fr├╝hjahr gabs noch einj├Ąhrige Streifengnus bei einem belgischen H├Ąndler, wurden jedenfalls mit Foto in einer Kleinanzeigenb├Ârse angeboten :-)
(21.08.2006, 20:53)
Frankfurter:   M├╝nster sucht nach zwei weiblichen Gnus, von daher gehe ich mal davon aus, das die Gnuhaltung dort nicht aufgegeben werden soll, warum auch so pl├Âtzlich ?
(21.08.2006, 20:11)
Karsten Vick:   Ach cajun, was ist schon aktuell!? Im gro├čen und ganzen ist die Auflistung schon recht modern, aber zu einzelnen Tierformen gibt es immer andere Meinungen. Ich z. B. w├╝rde die ganzen Zwergb├Âckchen, Saiga und Tschiru nicht mit den Gazellen zusammenschmei├čen. Beim ├ťberfliegen ist mir noch aufgefallen, dass das Elburs-Wildschaf als Ovis ammon orientalis gef├╝hrt wird und daf├╝r die Art Ovis orientalis keine Nominatform hat. Und "Capra pigmea = Zwergziege" das ist ja wohl zum Piepen.
(08.08.2006, 23:59)
cajun:   Ist folgende Systematik eigentlich aktuell? (link)

http://www.tierseiten.com/paarhufer/paarhufersystematik.html



(08.08.2006, 23:03)
Michael Mettler:   Und Arnheim braucht einen Abnehmer f├╝r seine Streifengnus, denn die wollen auf Wei├čbartgnus umstellen!
(08.08.2006, 18:23)
Hannes:   Kuckst du Gnu-Thread!
Aber kurz zusammen gefasst Gnu h├Ąsslich, Gnu doof gibt ja schon Elenantilopen im Zoo.
Ach ja Hodenhagen will Gnuhaltung ausbauen, genau wie der Vorzeigezoo Arnheim.
(08.08.2006, 17:33)
Saya:   Ich meine vor 2 Wochen 2 Jungtiere und 2 erwachsene Tiere in M├╝nster gesehen zu haben.
(08.08.2006, 17:32)
Michael Mettler:   Woran das liegt, das war war hier im Forum sch├Ân ├Âfter Thema - wenn nicht sogar in diesem nun schon sehr langen Thread. Ansonsten schau mal ├╝ber "Alle Kategorien" und die dortige Suchfunktion unter "Gnus", und du wirst dich vor Beitr├Ągen nicht mehr retten k├Ânnen.... :-)

2003 habe ich innerhalb einer Woche sowohl Stukenbrock als auch Hodenhagen besucht, seitdem war ich noch nicht wieder dort. In Hodenhagen sah ich vier erwachsene S├╝dliche Streifengnus, wahrscheinlich 2,2 (mehrere Bullen einer Art sind dort nicht ungew├Âhnlich, bei Rappenantilope und Spie├čbock gab es sogar mehr Bullen als K├╝he). In Stukenbrock war es gesch├Ątzt ein halbes Dutzend, darunter ein Kalb.
(08.08.2006, 17:31)
Melitta-Mann:   Zum Thema Dauerbrenner Gnu hatte jemand geschrieben, das es in M├╝nster nur noch 2 und ein Jungtier gibt und die Vermutung wurde ge├Ąu├čert, das auch in M├╝nster die Gnuhaltung aufgegeben werden soll. Das f├Ąnde ich sehr Schade. Wie sieht es denn bei den anderen deutschen Gnuhaltern mit deren Gruppengr├Â├čen aus, wieviele Gnus werden in Hodenhagen und Stukenbrock gehalten ? Da ich dem Safaripark-Konzept nichs abgewinnen kann, war ich noch nie dort. Und gibt es tats├Ąchlich keine Interessenten mehr f├╝r Gnus in Deutschland ? Woran liegt das ?
(08.08.2006, 17:24)
Michael Mettler:   Gazellen sind eine stammesgeschichtlich relativ geschlossene Gruppe der Familie Horntr├Ąger (Bovidae). Ob man sie nun als eigene Unterfamilie abgrenzt oder als blo├če Gattungsgruppe, ist eine Frage der Einstellung des "behandelnden" Systematikers und daher willk├╝rlich. Zu den Gazellen z├Ąhlen die Gattungen Gazella (Echte Gazellen), Procapra (Tibet- und Mongoleigazelle), Litocranius (Giraffengazelle), Ammodorcas (Dibatag) und Antilope (Hirschziegenantilope). Nach neuerer Ansicht NICHT mehr dazu geh├Âren die Gattungen Antidorcas (Springbock, jetzt als eigenst├Ąndige "Gruppe" betrachtet") und Aepyceros (Impala, jetzt zu den Kuhantilopen gez├Ąhlt).

Der Gattungsname der Hirschziegenantilope (abgeleitet von griech. antholops = Blumenauge) wurde in den Anf├Ąngen der Systematik auch f├╝r eine Reihe anderer Arten benutzt, wodurch der Sammelbegriff entstand. Er wurde sp├Ąter auf alle Horntr├Ąger ausgedehnt, die weder Rind, Schaf, Ziege, Moschusochse, Takin oder Gemsenverwandter sind. Die Gruppe der "Antilopen" ist also eine willk├╝rliche, durch Ausschluss definierte Sammelgruppe f├╝r Tierarten, die sich untereinander verwandtschaftlich nicht mal besonders nahe stehen m├╝ssen: Waldb├Âcke (auch Drehhornrinder genannt), Ducker, Zwergantilopen, Wasserb├Âcke, Springb├Âcke, Gazellen, Kuhantilopen, Pferdeb├Âcke. So ist z.B. der Kleine Kudu n├Ąher mit dem Wasserb├╝ffel verwandt als mit der Oryxantilope, und diese wiederum n├Ąher mit dem Mufflon als mit dem Kudu.....

Um es noch komplizierter zu machen, werden die afrikanischen Vertreter umgangssprachlich meistens in Antilopen, Gazellen und Gnus aufgeteilt, obwohl Gnus nichts weiter als Kuhantilopen sind. Und unter "Gazellenleder" versteht man in der Regel die H├Ąute von Dikdiks (war ein beliebtes Material f├╝r Handschuhe)...
(08.08.2006, 12:39)
Kahuna:   Einfag gesagt sind gazellen nur ein gruppe von antilopen. Gleich wie wasserbocken oder pferdeantilopen hat mann auch die gazellen
(08.08.2006, 12:10)
Rainer Becker:   Frage: Was ist der Unterschied zwischen Antilope und Gazelle. Ist die Gazelle nur eine Unterart der Antilope? Kann mir da mal jemand Auskunft geben. Danke
(08.08.2006, 10:57)
Michael Mettler:   ├ťbrigens wei├č ich eine Tierbezeichnung, die selbst Michael Amend nicht mehr abk. kann: Die Rasse, die bei uns mit vollem Namen Vietnamesisches H├Ąngebauchschwein hei├čt, tr├Ągt in ihrer Heimat den Namen "i" (laut Valerie Porters Buch ├╝ber Schweinerassen der Welt). Das i ist ├╝brigens ausschlie├člich schwarz, Schecken geh├Âren zu einer anderen Rasse, also d├╝rften unsere Zoo-H├Ąngebauchschweine, bei denen beides munter durcheinandergekreuzt wird, wohl kaum noch irgendwo reinrassig sein.
(19.07.2006, 00:08)
Michael Mettler:   @MA (Michael Amend): Wenn dir schon "Bergtapir", zu lang ist, dann sei blo├č froh, dass wir hier nicht ├Âfter ├╝ber den Rotschw├Ąnzigen Kaiserschnurrbarttamarin und das Gelbf├╝├čige Ringschwanz-Felsenk├Ąnguru diskutieren....
(18.07.2006, 23:25)
Michael Amend:   Jeder wei├⟠doch, welche Viecher gemeint sind, ich habe einfach keine Lust, immer und immer wieder die gleichen, elend langen Namen auszuschreiben. Jo, das Umlaut-Problem ist wieder da, und hoffentlich auch bald der Pc-Fachmann, der es beseitigt(Heul)Hach, wie einfach waren doch Schreibmaschienen...
(18.07.2006, 20:56)
Karsten Vick:   Solange er keine W├Ârter mit Umlauten abk├╝rzt, sollte sich der Schaden in Grenzen halten.
(18.07.2006, 11:26)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Leidest du seit neuestem unter AW (Abk├╝rzungswahn)? PO-Schweine, B-Tapire, VH-Antilopen, GR-Ducker (soll wohl Gelbr├╝ckenducker hei├čen).... Lesen wir dann hier bald nur noch von RE (Riesenelen), DG (Damagazellen) und G (Gnus)?
(18.07.2006, 11:02)
Michael Amend:   Zum Thema Vierhornantilopen:
Die letzten beiden aus Howelttes(o,2) sind vor einiger Zeit nach Paris gelangt, zu den dort verbliebenen 0,2. Zwei Tiere sind inzwischen gestorben, macht einen Gesamtbestand nach Adam Riese von, mal nachrechnen, Ja,ich hab's , 0,2. Sieht nicht rosig aus für die Zukunft der VH-Antilope in Europa.....
(18.07.2006, 06:50)
Michael Amend:   Und was die Bl├â┬Ąsse der Museumstiere angeht, die verblassen alle mit der Zeit, in Frankfurt sieht man einen fast wei├âŸen GR-Ducker,und auch der Panda hat schon bessere Zeiten hinter sich, wie ca. 90 % aller Pr├â┬Ąparate dort...
(18.07.2006, 06:44)
Michael Amend:   Die Elen im Berliner Naturkundemuseum m├â┬╝├âŸen doch als solche ausgeschildert ein...Es ist Jahre her, seit die gesehen habe, aber ich ahbe nat├â┬╝rlich auch Fotos gemacht, da ich zu diesem Zeitpunkt weder lebende noch ausgestopfte Riesenelen gesehen hatte. Zwar waren die beiden wirklcih gro├âŸ, aber die standen ja auch, wenn ich mich recht erinnere, auf einem Podest, denn dr├â┬Â├âŸer als die Steppenelen ist die Riesenelen nicht. Ich habe fr├â┬╝her Steppenelen gehabt und der Bulle, den da betreute ( aus tschischer Zucht, wundersch├â┬Âne Tiere!), war um einiges massiger als der adulte Riesenelenbulle in San Diego, neben den ich mich stellen durfte(Handaufzucht)
(18.07.2006, 06:43)
Karsten Vick:   Bei den Berlinern war ich mir nie sicher was sie sind, da sie wuchtiger und blasser als die Bilder der TP-Riesenelen sind. Ich hab eben ein Bild von ihnen mit Dorsts und Kingdons Bestimmungsb├╝chern verglichen. Der Bulle hat tats├Ąchlich die Rundohren und Kinnwamme des Riesenelen, aber die Kuh hat Spitzohren wie die Steppenelenantilope... Aber eins ist klar; sie sind wirklich riesig.
(17.07.2006, 23:58)
Michael Amend:   Keine Ahnung, ich wei├⟠auch nicht, warum in diesem Zeitraum nciht ge├â┬╝chtet werden durfte, denn es gibt tats├â┬Ąchlich noch Interessenten in den USA und Kanda. ├âœbrignes gibt es Riesenelen in Berlin, ich habe ein Paar im Naturkundemuseum gesehen, kenne sonst kein deutsches Museum mit Riesenelen.
(17.07.2006, 06:37)
Michael Mettler:   Und wieso, hat etwa ein zahlungskr├Ąftiger deutscher Zoo welche bestellt? (Sch├Ân w├Ąr's, aber wohl unrealistisch...)
(16.07.2006, 21:01)
Michael Amend:   In den USA d├â┬╝rfen wieder Riesenelen gez├â┬╝chtet werden, nachdem es fast 4 Jahre lang ein Zuchtverbot gab! In White Oaks sind zwei K├â┬Ąlber geboren worden, damit werden dort jetzt 22 Tiere gehalten....
(16.07.2006, 20:08)
Walter Koch:   Nachtrag: Der Name der Zeitschrift
lautet "International Zoo News"
(15.07.2006, 21:25)
Walter Koch:   Im Heft Nr.346, Band 53/1, steht ein
Artikel ├╝ber die gemischte Haltung von
Antilopenb├Âcken in Qatar (AWWP). Die Ge-
hege sind 7 bzw. 9Hektar gro├č.
(15.07.2006, 20:45)
Michael Mettler:   Gras kann man entfernen ;-) Und wenn man die Trampeltiere gegen Dromedare austauschen w├╝rde, w├╝rden die sogar zum "Thema" passen....
(13.07.2006, 08:44)
Michael Amend:   W├╝stenantilopen auf Grasboden ? Bin ich kein Fan von. Und g├Ânnt doch den kamelen ihre gro├če Anlage, gibt gen├╝gend Zoos, wo sich Kamele mit winzigen Plattformen begn├╝gen m├╝├čen....Und was den tollen Anblick angeht, klar ist er das...f├╝r Zoofans! F├╝r die Zoobesucher ist es nur eine Ziegenwiese mehr,zumal in der N├Ąhe der Streichelzoo ist.
(13.07.2006, 06:40)
Michael Mettler:   @Michael Amend: In N├╝rnberg schreit noch etwas ganz anderes. Ich denke da an die Riesenfl├Ąche, die f├╝r ein paar Trampeltiere und Kulane (und letztere, glaube ich, nicht mal z├╝chtend) genutzt wird. DA so eine gemischte M├Ąnnergruppe der W├╝stenantilopenarten, das w├Ąre erstens n├╝tzlich und zweitens ein toller Anblick.
(12.07.2006, 22:17)
Jelle:   Michael,
Dass enttauescht mir einwenig. Der Emir hat schon Oryx-Antilopen aus die Zuechtungen von Tierpark, Rotterdam und Zuerich erhalten. Auch Somali Wild Esel sind durch Zoos Usti und Tierpark Berlin nach Al Wabra gelangen. Dennaechst hat Al Wabra vor einige Jahren einige Speke's Gazellen nach St. Louis exportiert um die genetische Basis der Zucht im US Zoos zu bewaehren. Es gaebe also diverse Kontakte - immerhin nicht frequent - mit Al Wabra. Ich hoffe also dass der EAZA Antelope TAG sich mehr aktiv machen wird in solche Sachen. Uebrigens ist es recht schade das so viele Zoos in Deutschland kein Interesse mehr an Haltung von Antilopen haben (Sie sind doch immerhin eine Bereicherung von alle Gemeinschaftshaltungen sind. Dazu waere es auch im EAZA Verbandes wichtig vorrangig die Wuestenantilopen zu zuechten fuer Wiedereinbuergerungsprojekte. Import von einige weitere reine Gazellenarten wie Dorcas-, Rothals- und Soemmering's Gazellen wuerden die Wuestenlebensraueme in Zoos verbessern (Addax mit entweder Dorkas, Soemmering's Gazellen und Strausse. Vielleicht auch noch Somali Wild Esel).
(12.07.2006, 21:43)
Michael Amend:   Die N├╝rnberger Afrika-Steppe schreit geradezu nach einer Gazellenart , nat├╝rlich m├╝├čte an der Gehegeumz├Ąunung etwas ge├Ąndert werden. N├╝rnberg hat ├╝brigens einen neuen K-B├╝ffelbullen erhalten,(Kralove) und das k├╝rzlich geborene Kalb weiblich ist, darf es auch bleiben.

Wenn du w├╝├čtest, wieviele Antilopen bzw Gazellenformen selbst Fachleuten kein Begriff sind....
(12.07.2006, 19:28)
Dortmunder:   Eine Gazellenart auf der Dortmunder Steppe w├Ąre doch mal interessant, oder eine Vergesellschaftung mit den Breitm├Ąulern (die ja wohl eh angedacht war)

Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich dachte, alle Huftierarten zu kennen, aber vorher noch nie was von Beiras geh├Ârt oder gesehen hatte... Leider ! Das sind ja wundersch├Âne Tiere !!!
(12.07.2006, 07:12)
Michael Amend:   @Jelle
Nicht, das ich w├╝├čte. In Dutschland besteht bei den meisten Zoos kein Interesse mehr and er haltung von Antilopen, ob selten oder nicht, das spielt keine Rolle.Almeria in Spanien aht eienn Bestand von ├╝ber 70 Edmigazeleln und sucht dringend weitere Halter daf├╝r, leider hat sich bis jetzt kein europ├Ąischer Zoo gefunden, der wieder Edmigazellen halten m├Âchte...
Von Al Wabra ist es so gut wie unm├Âglich, Antilopen zu bekommen. nach langj├Ąhrigem Kampf kommen nun zumindestens "frische"Sandkatzen aus Al Wabra nach Europa, unter anderem nach Osnabr├╝ck. Antilopen gibtd er Scheich nciht ab, zumal ein gro├čer Teil der Antilopen auch seinem Onkel geh├Ârt, dem Emir...Au├čerdem ist es sehr schwierig, Wiederk├Ąuer aus dem arabischen Raum in die Eu zu bringen. Es gibt zwar wohl Interesse seitens einiger Zoos vor allem an den Beiras, aber das ist vollkommen unrealistisch.
(12.07.2006, 06:44)
Jelle:   M. Amend,

Gibt's ueberhaupt Plaene in Europaeischen Zoos mehrere Wuestenantilopenarten auf zu nehmen? Immerhin sind einige Zoologische Einstellungen im Arabien den EAZA angeordnet. Veilleicht koenne es sogar eine Austausch geben mit entweder Al Wabra, Sharjah oder Al Ain Zoo.

Einige besondere Arten deren Auftritt doch sehr gewuenscht waere sind also Dorkasgazellen (verschiedener Art), Speke's Gazelle, Soemmering's Gazelle und die schon gemeldete Rothalsgazellen im Warschauwer Zoo. Dies wuerde schon glaenzend wirken da im Bereich des EEP's die Wieder-einbuergerung von Sahelo Saharan Antilopenarten am staerksten gefordert wird.

Vor einige Zeit hatten schon einige fuehrende Zoos wie Marwell und Hannover mit einer Gruppe von Sahara Dorkasgazellen angefangen.

Gibt's dazu schon Plaene?
(11.07.2006, 18:41)
Michael Mettler:   Ich habe mir das Junggesellen-Foto auf der Al-Wabra-HP auch angesehen. Das w├Ąre doch mal eine optisch attraktive Aufgabe f├╝r einen hiesigen Zoo mit gro├čfl├Ąchigen Anlagen: Eine reine Bullen/Bock-Junggesellengemeinschaft der W├╝stenantilopenarten! Addax, S├Ąbelantilope, Arabische Oryx, Dorkas-, Dama- und Mhorrgazelle sind immerhin in Deutschland vertreten. Da im Tierpark Berlin mehrere davon schon mit Zuchtgruppen vertreten sind - wie w├Ąr's denn mit N├╝rnberg...?
(11.07.2006, 16:58)
Michael Amend:   @Kartsen Vick
Das mit den Wraschauer Rothalsgazellen l├Ą├čt sich bestimmt kl├Ąren.

Und so toll ich Beira sfinde, die wahrscheinlichkeit auf Beiras in Deutschland ist geringer als Sumatra,-und Javanash├Ârner gleichzeitig. Der Scheich r├╝ckt nichts raus, und hat auch noch andere Gr├╝nde.Man darf die Beiras auch nur mit Sondergenehmigung fotografieren.....
(11.07.2006, 06:48)
Jelle:   Al Wabra hat vor einige Jahren in das Magazin Zoo News publiziert. Da waere auch schon eine Bestandsliste dabei! Al Wabra versucht seit einige Jahren verstaerkt um nord-afrikanische Wuestentiere zu zuechten. Eines ihren Ziele sollte die Wiedereinbuergerung von bedrohte Tierarten sein in freier Wildbahn. Gerade in letzten Jahre hatten die Scheichtuemer Arabiens verstaerkt auf Zucht von bedrohte Tierarten gesetzt. Heut zu Tage gibt es mal im Wadi Al Safa WC und Maktoum W.C. einige einheimische Gazellenarten in Zuchtgemeinschaften, darueber hinaus auch Speke's Gazelle und Gerenuks. Aber es gaebe sicherlich noch viele weitere Zuchtorten die jedoch noch nicht ISIS angeschlossen sind.
(10.07.2006, 19:33)
Saya:   Das Sharjah Breeding Centre arbeitet mit europ├Ą├Ąischen Zoos zusammen, daher sind Tiere zu bekommen (zB kommen die n├Ârdlichen Geparde in Beekse Bergen und Landau aus Sharjah). Der TP Berlin hat vor einiger Zeit mal Somali-Wildesel nach Al Wabra gegeben, da m├╝ssten also auch Beziehungen bestehen... Beiras in Deutschland f├Ąnde ich super!
(10.07.2006, 12:48)
Karsten Vick:   @Michael Amend, und zwar vom Planung-Thread auf die richtige Bahn umgeleitet: Keinesfalls m├Âchte ich Mrs. Catrin widersprechen, einigen wir uns also, dass in Warschau Rothals- und -stirngazellen stehen. Al Wabra ist wirklich ne Wucht, nicht nur die Antilopen, auch die Papageien, Paradies- und Laubenv├Âgel. Das Foto vom Bockgehege (http://alwabra.com/awwp/images/mammal/MalePen.JPG) k├Ânnt man sich glatt als Poster ├╝bers Bett h├Ąngen... Schade, dass sie keine Tierbestandsliste online haben. Jedenfalls sieht man, was mit Geld alles m├Âglich ist; daf├╝r zahlt man doch gern die hohen Benzinpreise ;)

Lt. ISIS gibt es noch mehr solche Zuchtstationen:
Wadi Al Safa Wildlife Centre
Thumamah W. C.
Maktoum W. C.
Sharjah Breeding Centre

Besteht eigentlich die M├Âglichkeit, aus diesen Anlagen Tiere f├╝r europ├Ąische Zoos zu kriegen? Und - sollte man das tun? Beiras w├╝rden mich schon interessieren, seit sie auf dem Titel des "Zoologischen Garten" abgebildet sind, find ich sie sehr h├╝bsch.
(10.07.2006, 12:21)
cajun:   @R.Masell: Oder so ;-)Vielen Dank.
(10.07.2006, 11:15)
R. Masell:   @cajun
http://alwabra.com/awwp/index.php
(10.07.2006, 08:44)
cajun:   @Michael Amend: Auch gute Nachrichten zum Freuen ;-)Erz├Ąhl doch bitte mal mehr ├╝ber Al Wabra.

Das in Bulawayo eine Forschungsstation ist und kein Zoo, wu├čte ich nicht. Dr. Brandst├Ątter spricht in dem Zusammenhang immer vom dortigen Zoo und da er ein Jahr dort gearbeitet hat, hab ich diese Bezeichnung halt von ihm ├╝bernommen.:-)
(10.07.2006, 07:46)
Dortmunder:   @ Michael M. :

Also, soweit ich mich erinnern kann, waren die Rappenantilopen fast immer in einem kleinen Extragehege auf der Afrikasteppe...
(10.07.2006, 07:11)
Michael Amend:   Die neuen Klippsprinegwr erden aber vermutlich einer andeern Unterart angeh├Âren, leiderw urde das Gespr├Ąch, das ich mit der Frankfurter Kollegin f├╝hrte, an dieser Stelle unterbrochen und konnte aufgrund der Hinter-Die Kulissenf├╝hrung nicht weitergef├╝hrt werden.├ťbrigens, der ganz gro├če Renner auf dem Huftierpflegertreffen waren...DUCKER! Da jetzt noch mehr zoos und auch Tierpfleger an den Rotduckern Interesse zeigen, werdend ie wohl bald im Beitrag"ich kann sie nicht mehr sehen"auftauchen. Und aus Al Wabra Wildelife Preservation gibt es eien schlechte Nachrciht, dort sind in diesem Fr├╝hjahr 15 Beiras an einer Infektion gestorben , jetzt gibt es nur noch 52....Dieser private, f├╝r die ├ľffentlichkeit nicht zug├Ąngliche Park hat derzeit einen Bestand von ca. 1700 Antilopen...Ich versuche, im Winter dorthin zu fliegen, eingeladen bin ich.....
(09.07.2006, 23:44)
Michael Mettler:   Dann hei├čt es jetzt "Daumen dr├╝cken" f├╝r Frankfurt, dass der Klippspringer-Import gelingt!
(09.07.2006, 23:33)
Michael AMEND:   Bin gerade aus N├╝rnberg vom Huftierpflegertreffen zur├╝ck, ersch├Âpft und ├╝berm├╝det, aber mit Tonnen von Informationen. Hier nur ein paar davon:
1.M├╝nchener Wasserb├Âcke sind ├╝ber Bode in einen spanischen safaripark abgegeben worden, weil es mit den Bergzebras nicht mehr gut ging, der Hengst wurde vom Wasserbock-Bock schwer verletzt! ES wird keien neue Antilopenart angeschafft, der jetzige Bestand bleibt so, wie er ist, da durch Vergr├Â├čerung der Innenboxen auch Stallkaapzit├Ąt verloren gegangen ist. Auf der Mhorrgazellen-Anlage leben jetzt auch 2,0 Dorcasgazellen.
In Arnheim gibt es den ersten Kaama-nachwuchs, nat├╝rlich weiblich(B├Âcke werden dringender gebraucht), das zweite Weichen ista uch tr├Ąchtig.
Die Sitatungas bleiben definitv in K├Âln.
Saigas sind mit gro├čen Aufwand aus der Ukraine erh├Ąltlich , dort gibt es in Askania Nova noch eine gro├če Herde in einem 1000 ha gro├čen"Gehege", K├Âln hat aber kein Interesse mehr, daf├╝r N├╝rnberg. Und wenn alles klappt , bekommt FFM eventuell im Herbst 2,3 Klippspringer aus Al Ain.
@ Cajun
Nat├╝rlich freue ich mich, das Dortmund wieder Pferdeantilopen bekommt. Und das, was du mit"zoo"in Zimbabbwe meinst(in Zimbabwe gib es n├Ąmlich keine Zoos, nicht mal in der Hauptstadt Hahare),ist der schon von mir erw├Ąhnte Chipangali Wildlife TRust, eine Auswilderungs,- Zucht,-und Forschungssation, die sich vorwiegend auch um Ducker k├╝mmert. Im Schnitt werden dort 5-6 Duckerarten gehalten und gez├╝chtet, derzeit bem├╝hen sich die Zoologen dort um Zebra,-Jentink,-Abott und Ader's Ducker.Es gibt und gab weltkeit keienn Zoo, der jemals alle Duckerarten gehalten hat, alleine schon deshalb, weil der Peter,-und der Harveys Ducker ├╝berhaupt noch nie in Zoos gehalten wurden.
(09.07.2006, 22:57)
Michael Mettler:   Waren eigentlich fr├╝her die Bullen beider Arten gleichzeitig auf der Anlage?
(09.07.2006, 14:12)
Walter Koch:   Schade. Es war immer sehr sch├Ân beide
Arten im Vergleich zu sehen. Hoffentlich
erhalten dann wenigstens die Pferdeanti-
lopen ein gr├Â├čeres Gehege mit mehr
Struktur. Fr├╝her konnte der Bock den
Nachwuchs immer in die Ecken treiben.
(09.07.2006, 14:07)
Dortmunder:   Nochmal @ Walter Koch :

Der letzte Rappenantilopen-Bulle oder -Hengst wurde schon kurz vor meinem Zoo-Praktikum in Dortmund (1993 !!!) abgegeben !
(09.07.2006, 12:01)
cajun:   ...im Gegensatz zu den zwei anderen Schreibfehlern ;-)
(08.07.2006, 23:39)
cajun:   @Alle: Danke Mitfreuer ;-)
@Michael Amend: War ja noch die Antwort auf den Zoo mit den Duckern in Afrika schuldig. Der Zoo loegt in Zimbabwe in der Stadt Bulawayo und heu├čt Chipichanga.... und ich hoffe ich habe den Namen so richtig geschrieben.:-)
(08.07.2006, 23:38)
Michael Mettler:   @Walter Koch: Die sind schon lange Geschichte....
(08.07.2006, 19:56)
Walter Koch:   Hat Dortmund keine Rappenantilopen mehr?
(08.07.2006, 19:43)
IP66:   F├╝r mich sind Pferdeantilopen in Dortmund eine Traditionsart - so wie die Rappenantilopen in Gelsenkirchen oder Frankfurt. Zumindest sie werden uns erhalten bleiben und es lohnend machen, die Afrika-Anlage ganz zu umrunden!
(08.07.2006, 19:35)
Dortmunder:   Freu mich auch mit dir cajun, da f├╝r mich die Pferdeantilope echt eine Charakterart des Dortmunder Zoos ist...
(08.07.2006, 18:14)
Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Nicht nur im Lande, sondern in der Zoowelt allgemein - und leider auch zunehmend im Freiland. Den Ansto├č, Daten ├╝ber Pferdeantilopen zu sammeln, gab f├╝r mich Anfang der 90er ein Blick ins International Zoo Yearbook. Im "Census of rare Animals" f├╝r 1992 waren weltweit ganze 147 Pferdeantilopen in 22 Haltungen aufgef├╝hrt (davon allerdings schon 28 St├╝ck in Dvur Kralove). Als Vergleich einige "bekannt seltene" Arten zum selben Zeitpunkt: S├Ąbelantilope 704 (70 Zoos), Arabische Oryx 384(44 Zoos), Addax 369 (60 Zoos), Damagazelle inkl. Mhorr (denn auch bei der Pferdeantilope wurden die Unterarten zusammengerechnet) 284 (31 Zoos). Selbst von Gaur, Leierhirsch und Nubischem Steinbock gab es mehr Tiere in den Zoos als von der Pferdeantilope - ganz zu schweigen von Gorilla (553 Tiere in 107 Zoos) oder Orang-Utan (645 Tiere in 142 Zoos). Das lasse man sich mal auf der Zunge zergehen: Fast so viele HALTUNGEN mit Orangs wie EINZELINDIVIDUEN bei der Pferdeantilope... Da wurde mir schlagartig klar, wie willk├╝rlich mit W├Ârtern wie "selten" oder "bedroht" in der Zoowelt umgegangen wird. Denn die Freilandsituation sieht f├╝r die Pferdeantilope zumindest in S├╝dafrika (ssp. equinus) und Uganda/Sudan (ssp. bakeri) keineswegs rosig aus.
(08.07.2006, 14:14)
Stefan Schubert:   Ich freu mich mit! Erst durch die Beitr├Ąge hier wurde mir bewusst, wie selten sie im Lande sind. Zwar schon h├Ąufig gesehen, aber meisst hinterm Gartenzaun!!!
(08.07.2006, 13:46)
cajun:   @ Michael Amend: Genau.. und sie werden jetzt zum Hochzeitskutschen fahren eingespannt... ;-)

@Dortmunder: Schwer ist gar kein Ausdruck... ich habe seit 10 Tagen im Hungerstreik deswegen gesessen...;-)

Mal im Ernst, freut euch doch einfach mit mir... sie sind ja noch nicht da, aber fest zugesagt.
Au├čerdem w├Ąchst die Nilghau-Gruppe stetig. Nach bisher 4 neuen K├Ąlbern dieses Jahr wirft demn├Ąchst ein weiteres Weibchen.

(07.07.2006, 22:16)
Michael Amend:   Soweit ich geh├Ârt habe, sind Pferdeantilo0pen derzeit nicht verf├╝gbar. Somit d├╝rfte es sich bei den neuen Dortmundern einfach um zwei Haflinger handeln, denen zwei von verstorbenen Pferdeantilopen stammende Geh├Ârne aufgesetzt werden....
(06.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   ... und zu mir sagen, dass das schwer werden w├╝rde... :o)
(06.07.2006, 00:00)
cajun:   Gute Nachrichten aus Dortmund. Es sind zwei neue Pferdeantilopen angek├╝ndigt. Ein Bock kommt aus Whipsnade und ein Weibchen aus Hannover. ( werde ich am 29.07. gemeinsam mit Michael Mettler aussuchen scherz* ;-) ) Endlich mal eine gute Antilopennachricht....
(06.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Schon die eigentlichen Rinder sind ja eine Sammelgruppe, deren Mitglieder zwei (bisher) nicht untereinander kreuzbaren "Fraktionen" angeh├Âren: Die "Echtrinder" (Ur/Hausrind, Yak, Gaur, Banteng, Kouprey, Bison, Wisent) auf der einen und die afrikanischen und asiatischen B├╝ffel (inkusive der Anoas) auf der anderen Seite.
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Stellt euch mal die Kreuzung andersrum vor : 1,0 Kaffernb├╝ffel und 0,1 Vierhornantilope... Das wird schon aufgrund der Anatomie eng... Nur wenn man ├╝berlegt, dass auch das Vu-Quang-Rind ein Rind in Richtung Waldbock ist...
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Michael Mettler
Nur unter meinem Nachnamen schreiben ? Nein, das mag ich nicht...Ich pers├Ânlich w├╝rde weder die Nilgau , noch die VH-Antilope zu den Waldb├Âcken rechnen, denn das eine VH-Antilope verwandschaftlich nahe zu den Rindern stehen soll, glaube i
(05.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Weil es eben auch "asiatische Waldb├Âcke" gibt, und das sind Nilgau und Vierhornantilope. Nur stehen sich die afrikanischen Arten untereinander viel n├Ąher als diese ihren asiatischen Vettern, und die beiden Asiaten sind ja auch nicht gerade Zwillingsarten. Letztendlich sind die Waldb├Âcke nichts weiter als eine zoologische Sammelgruppe f├╝r jene Antilopen, die den Rindern n├Ąher stehen als dem Rest der Antilopen und der Schaf-Ziegen-Gemsen-Verwandtschaft. Deswegen spricht man auch von "Drehhornrindern", obwohl das angesichts eines Buschbockes oder einer Vierhornantilope schon merkw├╝rdig klingt. Auch die Nilgau hat ├╝brigens bei genauerem Hinsehen in sich gedrehte H├Ârner.
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Das sollte es ja nicht hei├čen... W├╝rde ja auch unter richtigem Namen hier firmieren, aber dann erkennt mich nachher keiner mehr wieder ! :o) Ja, die anderen Mischlinge w├╝rden mich auch mal interessieren ! Hab ja in letzter Zeit hier schon von Tapir-Mischlingen geh├Ârt, bei Pferdeartigen und Raubkatzen wusste ich es ja schon, aber wie siehts denn bei anderen gr├Â├čeren Arten aus... Und warum ist die Nilgau eigentlich auch ein Wladbock, obwohl alle anderen Waldb├Âcke aus Afrika kommen ?
(05.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Das haben wir nun davon, dass WIR unter unseren richtigen Namen auftreten... Vielleicht sollten wir einfach den Vornamen in Zukunft weglassen?

Schieb mal ruhig noch die anderen Mischlinge nach, ich wollte dir nicht den Spa├č verderben. Und nur weil ICH schon von dem einen oder anderen davon geh├Ârt habe, muss das ja noch lange nicht f├╝r den Rest des Forums gelten, der weniger "antilopen-fixiert" ist als wir beide. Kann ja selbst noch mal beim Krumbiegel nachschauen, der hat ja schon anno sonstwas S├Ąugetierbastarde aufgelistet. Da war, glaube ich, sogar Litschi x Grays Wasserbock dabei.
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Tja, so schnell kann gehen, Herr Amend ! Vielleicht hast du die Technik nur ├╝bersch├Ątzt...
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Ich bin's nochmal. Habe heute versucht, den Zuchtbuchf├╝hrer f├╝r die Streifengnus per Mail zu kontaktieren,die Mail kam zur├╝ck, Shit.Und gestern habe ich das Internet noch gelobt....
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Wei├č ich, habe ich selbst die Erfahrung gemacht,Ha,Ha. L├Âsungsvorschl├Ąge ?
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Das hast du jetzt gesagt... ! Ist manchmal ein bisschen verwirrend mit euch beiden (s. Unten)
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   NEEEEEEEEEEIN, zwei reichen !!!!!!!!!
(05.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Ich sollte mich auch in Michael nennen... :o)
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Na ja, wenn die sowieso schon alle bekannt sind....
(05.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Nanu, da h├Ątte ich jetzt weitere Mischlinge erwartet/erhofft...?
(05.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Dann kann ich mir ja die zweite Liste sparen, auch gut, spart mir einen Haufen Arbeit.
(05.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Elenantilope x Gro├čer Kudu gab es auch schon in M├╝nster (nicht aufgewachsen) und in Ruhes "Autosafari Mallorca", wo der Mischling zu einem stattlichen und sehr sehenswerten Bullen heranwuchs.

Bunt- x Bl├Ąssbock ist erstens nur eine Unterartenkreuzung und wird zweitens in S├╝dafrika auf Wildfarmen sogar kommerziell (!) betrieben.

Wei├čschwanz- x Streifengnu wurde ├╝brigens nicht in den angef├╝hrten Zoos (da fehlt noch Leipzig) gekreuzt, sondern die Mischlinge wurden von Hagenbeck aus S├╝dafrika eingef├╝hrt (zusammen mit "reinen" Gnus und ohne davon zu ahnen) und dann nach Z├╝rich und Leipzig abgegeben. Fotos und Artikel dieser Tiere wie auch zum Elen-Kudu-Bastard auf Mallorca finden sich im "Zoologischen Garten".
(05.07.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Immerhin waren die Italiener zur fraglichen Zeit, vor dem II. Weltkrieg in ├äthiopien.
Was den Äthiopischen Wolf betrifft, muss man sich nur die Bilder eines so talentierten Zeichners wie W. Eigener (Grzimeks Tierleben) ansehen und mit Fotos des Tieres vergleichen. Man sieht sofort, dass kein lebendes Tier, nicht mal das Foto eines lebenden Tieres damals als Vorbild diente.
(04.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @ Michael Mettler, lern bitte nichts falsches! Abessinien war nie Kolonie, es wude lediglich 1935/36 von den Italienern erobert, 1941 kehrte der Kaiser Haile Selassie aus dem Exil zur├╝ck. Also war es lediglich besetzt, keine "klassische" Kolonie! ;-)
Dennoch ist der Gedanken von Karsten Vick da nat├╝rlich naheliegend!!!! Die Italiener hatten da die besten M├Âglichkeiten!
(04.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   So ein Monolog ist auch was Feines, w├Ąhrend dreiviertel aller Deutschen jetzt Fu├čball gucken, google ich lieber nach Antilopen und habe dadurch den 200.Eintrag im "Antilopenbeitrag"geschafft, Herzlichen Gl├╝ckwunsch! So, nun wieder ernsthaft.Habe noch ein paar bekannte und unbekannte Antilopenhybride ausfindig gemacht:
Kleiner/Sitatunga Rom
Elen/Gr.Kudu San Diego WAP
Blau/Maxwellducker Paris
Schwarzr├╝cken/Rotflanckenducker London
Schwarzr├╝cken/Zebraducker Frankfurt
Schwarz/Kronenducker Pretoria
Kaama/Bl├Ąssbock
Bunt/Blessbock
Wei├čschwanz/Streifengnu Hagenbeck und Z├╝rich
2.Teil folgt morgen.
(04.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Wie einsam es doch im Forum ist, wenn Deutschland spielt....Habt ihr denn NICHTS anderes im Sinn als Fu├čball ? Ha,Ha,Ha.

(04.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Unglaublich, in den USA gibt es sogar ein Zuchtbuch f├╝r Streifengnus....Ich habe ein paar historische Informationen zum Beginn der Streifengnuhaltung in den USA gefunden. Die ersten Gnus ├╝berhaupt in den Staaten kamen 1903 ! von Hagenbeck nach New York und z├╝chteten nicht. Ein Paar kam 1912 nach Milwaukee lebte dort bis 1925(1,0)und 1931, ohne jemals gez├╝chtet zu haben! Das erste Gnu in Amerika wurde 1930 ! in Washington geboren. Ab den 50iger Jahren wurden bis in die 70 Jahre um die 50 Gnus importiert. Derzeit werden ca. 100 Streifengnus in den Staaten gehalten(davon allein 30 in San Diego WAP)und unz├Ąhlige bei Privathaltern.....
Wei├čschwanzgnus sind in den Staaten ausgestorben.Und(Jubel)ich habe die E-Mail Adresse der Zuchtbuchf├╝hrerin im Disney Zoo!Ein Hoch auf das Internet, wie konnte ich blo├č solange ohne ├╝berleben ? Bergtapire ? Was zum Teufel sind Bergtapire, Ha,Ha,Ha.
@Dortmunder
Kleiner Scherz,nat├╝rlich bleibe ich unseren hei├čgeliebten B-Tapiren treu!
(04.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Abessinien war italienische Kolonie? Wieder was gelernt, ich dachte immer, das sei auch in Kolonialzeiten ein "selbstst├Ąndiges" Land mit Handelsbeziehungen zu den Kolonialm├Ąchten gewesen. Somalia ("Italienisch-Somalia") war mir hingegen als Kolonie bekannt.

Aber auch andere Tierarten aus dem Lebensraum der Bergnyala sind ja anscheinend nicht in europ├Ąische Zoos gelangt, so habe ich nie etwas ├╝ber Walie-Steinb├Âcke oder ├äthiopische W├Âlfe in Zoos gelesen. Der Dschelada scheint da eine Ausnahme zu sein.
(04.07.2006, 00:00)
IP66:   @Herr Mettler: Krefeld hatte zuletzt nur noch einen Dorkas-Bock, der mit den Kudus lief, da die Gazellen besonders im Fr├╝hjahr von der sch├Ânen Wiese wohl zu viel Gras fra├čen und danach Verdauungsprobleme bekamen. Das letzte Paar wurde dann mit den Springb├Âcken getauscht, da die Kuduanlage vegetationsfrei ist. Die Tiere waren, obgleich die Anlage kleiner als die Afrikawiese - wirklich eine Wiese und weder Matsch noch W├╝ste - ist, keinesfalls scheu, sie zeigten deutlich weniger Fluchtreaktionen als auf der Wiese, wo jede landende Amsel sie erschrecken konnte.
@Dirk K. Letztes und vorletztes Jahr kann ich mich an Jungtiere bei den S├Ąbelantilopen erinnern und ich wei├č, da├č schon im Jahr der Ankunft ein Kalb geboren wurde.
(04.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Karsten Vick
Offiziell waren die beiden in Berlin gehaltenen Bergnyalas die einzigen , die in einen Zoo gelangt sind. Nat├╝rlich ist es m├Âglich, das es auch in Rom/Neapal Bergnyalas gegeben hat, diese Haltung aber entweder nur sehr kurz war oder nicht dokumentiert wurde, was ich f├╝r unwahrscheinlich halte. Wenn ein Zoo eine solche zoologische Kostbarkeit h├Ąlt, dann ver├Âffentlicht er das auch.
RAETHEL schreibt in seinem Artikel ├╝ber die Bergnyalas im Berliner Zoo ( Bongo Nr.4)"Unser Berliner Zoo sollte der erste und bis zum heutigen Tage einzige Tierpark der Welt sein, der diese neuentdeckte Gro├čantilope jahrelang in einem Paar ausstellte."Ferner schreibt er, das es nie zu einem Zuchterfolg kam.
Auch ich finde Bergnylas wundersch├Ân, auch wenn ich sie bisher nur in ausgestopfter Form in den Naturmuseen von Chicago und San Francisco gesehen habe. ├ťbrigens , ich finde durchaus, das die Stockente ein sehr sch├Âner Vogel ist....
(04.07.2006, 00:00)
Walter Koch:   In Sielmanns Tierwelt gab es einmal ein-
nen ausf├╝hrlichen Bericht ├╝ber Berg-
nyalas in ihrem Herkunftsgebiet.
(04.07.2006, 00:00)
Karsten Vick:   @Michael Amend: Ich w├╝rde gern die Sache mit den Bergnyalas noch etwas vertiefen. Im Zoo-Bremen-Thread schreibst du, dass es nur 1,1 ohne Nachzucht im Berliner Zoo gab. Ich dachte, dass es dort auch Nachwuchs gab und dass es auch mal Bergnyalas in Rom und/oder Neapel gab, was insofern passen w├╝rde, dass Abessinien zu der Zeit italienische Kolonie war. Wo kann man nun die genauen Fakten nachlesen? Nebenbei geh├Ârt f├╝r mich der Bergnyala auch zu den sch├Ânsten Antilopenarten. Das w├╝rde sich vielleicht ├Ąndern, wenn es sie denn wirklich bis in den Tierpark Hamm geben w├╝rde. So ist der Mensch nun mal, sonst w├╝rden wir auch die Stockente f├╝r einen sehr sch├Ânen Vogel halten.
(04.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Hannover hat seit letztem Jahr eine unterartreine Gruppe Sahara-Dorkasgazellen (Gazella dorcas neglecta). Die vorherigen Unterartmischlinge und die G.d. osiris sind Geschichte. Im Mai habe ich dank reichlichen Nachwuchses 10 Tiere gez├Ąhlt, was nicht hei├čt, dass ich alle gesehen haben muss.

Nach Ueckerm├╝nde hatte ich hier im Forum auch schon mal gefragt, da hie├č es, die Dorkas existierten nicht mehr. Dass Krefeld keine mehr hat, war f├╝r mich gestern auch neu, also w├╝sste ich jetzt auch nur noch M├╝nchen.
(04.07.2006, 00:00)
Dennis:   Doch stimmt in Hannover solls noch
2,6 tiere geben
(04.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Laut Isis gibt es Dorcasgazellen auch (in zwei Unterarten) in Hannover... Aber ich wei├č nicht, wie aktuell das ist ! Mal Michael M. fragen...
(04.07.2006, 00:00)
Dennis:   Meine Lieblingsantilopen sind Bongos, gebr├╝ckenducker, Nilgau und Pferdeantilope
(04.07.2006, 00:00)
Dennis:   wie siehts eigentlich mit dorcasgazellen aus?
Soweit ich wei├č gibts welche in M├╝nchen und in uckerm├╝nde.
(04.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Wenn K├Âln, Duisburg und M├╝nster Netzgiraffen halten, k├Ânnte man in Krefeld zur Abwechslung Rothschild nehmen, in NRW ist da sonst nur Gelsenkirchen als Halter
(04.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Na ja, allzuviel Auswahl gibt es doch bei den verf├╝gbaren Giraffenunterarten nicht. Die Angola-Giraffe hat beim momentanen Stand der Dinge wenig Zukunft in unseren Zoos, bleiben also nur Netz- und Rothschildgiraffe.
(04.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Wann hatten denn die S├Ąbelantilopen mal Nachwuchs? Habe eigentlich immer nur drei Tiere gesehen.

Im Masterplan ist das Giraffenhaus festgelegt und welche Unterart wird gehalten? Netzgiraffen!!! Weils die ja soo selten in NRW gibt. Ich bange auch um die Barasinghas denn nur dort oder auf der alten Elchanlage k├Ânnte eine entsprechendes Haus entstehen. Auf der Savanne rechne ich aber eigentlich nicht mit Artenschwund.
(04.07.2006, 00:00)
IP66:   @Dirk K. Die S├Ąbelantilopen in Krefeld hatten doch regelm├Ą├čig Jungtiere? Da├č die St├Ąlle klapprig sind, ist empirisch nachweisbar, aber wof├╝r braucht Krefeld Giraffen nebst Haus, Gel├Ąnde usf.? Das kostet doch schon wieder Arten.
(04.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Na ja, die Ma├čst├Ąbe sind aber auch unterschiedlich. Eine Rappenantilope w├╝rde ich als "majest├Ątisch" beschreiben, ein Dikdik eher nicht. Eine Dorkasgazelle besticht durch Eleganz, eine Elenantilope auf den ersten Blick nicht unbedingt. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sch├Âne Augen. Daher ja auch der Name Antilope: griechisch antholops = Blumenauge.

Mensch, was wird das hier poetisch....
(03.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Ich finde alle Gazeleln bzw Antilpen wundersch├Âne Tiere, und ich habe mich bis heute nicht festlegen k├Ânnen, welche Antilope nun wirklich die "allersch├Ânste"ist.Bongo, Zebraducker, Kleiner Kudu ? Riesenelen, Rappenantilope oder doch Arabische Oryx ?
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Eigentlich bemerkenswert, dass wir hier ausschlie├člich Gro├čgazellen zu den "Sch├Ânsten" k├╝ren. Gut, bei Thomsongazellen kommt dank unz├Ąhliger Tierdokus wohl ein "Abnutzungseffekt" hinzu, aber die Dorkas ist bei genauerem Hinsehen auch ein wundersch├Ânes Tier.
(03.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Oliver Jahn
Dibatags wurden bisher erst ein einziges Mal in einem Zoo weltweit gehalten ( definitiv), und zwar in den 60 iger Jahren in Neapel. Im Band"Die Giraffen,-und Lamagazelle"der neuen Brehmb├╝cherei sind von diesen Tieren auch ein paar Fotos drin.Und f├╝r mich pers├Ânlich ist die S├Âmmeringgazelle die sch├Ânste aller Gazellen , dicht gefolgt vom Gerenuk und dann Grantgazelle.
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Bitte nicht nochmal, dar├╝ber habe ich mich doch gerade erst zum Entsetzen der Nicht-Antilopenfreaks und Nicht-Systematikfans lang und breit ausgelassen....

Also doch nochmal: Der Ursprungsimport stammt aus der N├Ąhe des Tschadsees. Der eine Systematiker rechnet die Tiere dort zu ruficollis, der andere zu dama und der dritte zu permista. Und um es noch etwas einfacher zu machen, bezeichnet der eine davon die Mhorr auch noch als dama dama und erkennt die Unterart mhorr gar nicht an. Jetzt schlauer? Siehste, ich eigentlich auch nicht.

Sicher ist nur, dass es zwischen dem F├Ąrbungstyp der Mhorrgazelle im Nordwesten Afrikas(allgemein Gazella dama mhorr genannt) bis zum F├Ąrbungstyp der "eigentlichen" Rothalsgazelle (ruficollis) im Sudan einen l├╝ckenlos flie├čenden ├ťbergang gab ("gibt" kann man ja nicht mehr sagen, weil die Art in j├╝ngster Zeit weitgehend ausgerottet wurde und nur noch inselartige Populationen bestehen, in denen sich genetisch bedingt schnell einheitliche Merkmale festigen). Wenn man also die F├Ąrbung als alleiniges oder wenigstens wichtigstes Merkmal f├╝r die Unterartabgrenzung betrachtet, dann k├Ânnte man theoretisch auch ALLE Unterarten streichen - eben weil es keine klaren Grenzen gibt - oder die Art matschie-m├Ą├čig auf beliebig viele Unterarten aufteilen - indem man willk├╝rlich festlegt, wieviele Zentimeter welcher rote Streifen auf dem Fell messen darf.

Dass unsere durch Abbildungen in Tierlexika gepr├Ągte Vorstellung von der Einheitlichkeit innerhalb von Unterarten nicht mit der Realit├Ąt ├╝bereinstimmen muss, wurde mir schlagartig klar, als ich im Zusammenhang mit Steppenzebras von der (wohl allgemein g├╝ltigen) 75-Prozent-Regel erfuhr. Soll hei├čen: Wenn 75% der Tiere einer Unterart ein bestimmtes Merkmal zeigen, gilt dies als "typisch" f├╝r die Unterart, also quasi als Rassestandard. Im Umkehrschluss hei├čt das aber auch, dass innerhalb des selben Verbreitungsgebietes, ja sogar der selben Herde/Familie ein Viertel (!) der Individuen von diesem Schema abweichen, also quasi "fehlfarbig" sein darf. Und dieses Viertel nimmt ja trotzdem munter am Fortpflanzungsgeschehen teil, wodurch sich das Verh├Ąltnis "typischer" zu "untypischen" Individuen innerhalb weniger Generationen und innerhalb der selben Population drastisch verschieben kann! So berichtete mir ein erfahrener Afrikakenner, dass er innerhalb von 30 Jahren im Etoscha-NP mal ├╝berwiegend Damarazebras mit ungestreiften Beinen gesehen hat, mal genau umgekehrt. Und im gleichen Zeitraum sollen sich die weiblichen Thomsongazellen im Nairobi-NP, die urspr├╝nglich generell kleine H├Ârner trugen, zu fast ausschlie├člich hornlosen Tieren "entwickelt" haben. Man darf davon ausgehen, dass da nicht irgendwelche Wilderer rumlaufen, die im Schutze der D├Ąmmerung heimlich lebende Gazellen enthornen... Und solche K├Ârpermerkmale wurden fr├╝her (oder werden noch?) zur Aufstellung von Unterarten benutzt und auf ganz bestimmte geografische Gebiete festgelegt! Vor diesem Hintergrund (und auch als Ergebnis meines Interesses f├╝r Fellf├Ąrbungen und deren Vererbung) sehe ich die momentane Unterartenreduktion in der Systematik gar nicht so ungerechtfertigt - FALLS nicht "wichtigere" Gr├╝nde die Unterteilung rechtfertigen.
(03.07.2006, 00:00)
cajun:   Dibatags wurden quasi eben erst wieder entdeckt. Kryptozoologie Jahrhundertliste... ;-)
(03.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Und wenn wir schon mal dabei sind, gibt es noch irgendwo (erreichbar) in Europa Dibatags? Oder sind die noch seltener als Gerenuks?
(03.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   So Michael, jetzt noch mal ganz langsam auch f├╝r mich als "Nicht-Antilopen-Fachmann" zum mitschreiben.
Damagazellen gibt es nach wie vor, und zwar die Unterart der Mhorrgazelle, z.B. im Tierpark Berlin oder in Frankfurt.
Die eigentliche Damagazelle, von der es nur noch eine in Berlin gibt, ist dann die Rothalsgazelle (Gazella dama ruficollis)?
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver: Mit der Meinung "sch├Ânste Gazelle" bist du nicht allein, das habe ich schon ├Âfter geh├Ârt, allerdings vor allem in Bezug auf die Mhorr. Mir pers├Ânlich gef├Ąllt die Grantgazelle sogar noch besser, vielleicht wegen ihrer etwas ausgewogeneren Proportionen. Aber da bin ich als Hannoveraner nat├╝rlich verw├Âhnt, denn ich durfte die Grantgazelle hier live erleben....

Wobei mir ├╝brigens auff├Ąllt, dass die Damagazelle m├Âglicherweise auch zu Ruhes Zeiten nie in Hannover gehalten wurde - habe ich jedenfalls nie etwas dr├╝ber gelesen. Soviel zu der Frage, ob es denn ├╝berhaupt eine Tierart gab, die Ruhe nie hatte.

"Wo sind die alle hin" ist nat├╝rlich eine berechtigte Frage. Aber die eine oder andere Zuchthistorie hat mir inzwischen die Augen ge├Âffnet, dass "geboren" noch lange nicht hei├čt "aufgewachsen" und erst recht nicht "abgegeben". Ich erinnere nur an die ├╝ber 1.500 (eintausendf├╝nfhundert) im Berliner Zoo der Nachkriegszeit geborenen M├Ąhnenschafe - siehe BONGO 36 und anderweitig in diesem Forum...
(03.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Jetzt habe ich den Beitrag in "Die Letzten ihrer Art" gefunden.
(03.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Aber ich kenne die Leipzger Tiere noch und fand sie wundersch├Ân, f├╝r mich die sch├Ânste Gazelle. In Leipzig wurden allein 41 Tiere geboren!!! Wo sind die alle hin? Die Gruppe schwankte so zwischen 6 und 9 Tieren. Und welche Unterart ist in Berlin?
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Mein letzter Beitrag bezog sich auf die Frage von Dortmunder...

@Oliver: Das Thema Dama-Unterarten hatten wir erst k├╝rzlich, ich glaube unter "Die Letzten ihrer Art". Und es gibt sehr wohl noch eine Unterart in deutschen Zoos: die Mhorrgazelle. Abgesehen davon WAR die "eigentliche" Damagazelle nie sonderlich h├Ąufig in deutschen Zoos. Aus den letzten 25 Jahren kenne ich sie nur aus Osnabr├╝ck (schon lange erloschen, hatte sogar Dama UND Mhorr gleichzeitig), Leipzig und Berlin - bzw. die Leipziger Gruppe auch aus Hodenhagen.
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Das war mal, das ist jetzt ein zweites Okapi-Gehege. Zwar ist die Pferdeantilope im Freiland langfristig m├Âglicherweise bedrohter als das Okapi, aber wen juckt das schon...? Neben Hannover und Dortmund haben in Deutschland nur noch Rostock und m├Âglicherweise Hodenhagen Pferdeantilopen, wobei Hodenhagen bei meinen letzten Besuchen ausschlie├člich Bullen hatte.
(03.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   In Berlin steht die letzte Damagazelle Deutschlands? Gibts da nicht auch Unterarten und welcher geh├Ârt dieses Tier an? Und ist dann dann von allen Unterarten die letzte? Oder gibt es in Deutschland von anderen Unterarten noch welche? Ich bin echt sprachlos, vor allem, wenn ich bedenke, dass wegen der Elefanten ja eine gute Zuchtgruppe an Damagazellen (Rothalsgazellen) den Leipziger Zoo verlassen musste!!!
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Gibts die Haltung im Berliner Zoo gar nicht mehr ? Da wurden doch noch welche im Erdhaus bei Okapis und Bongos gehalten, oder ?
(03.07.2006, 00:00)
cajun:   Warum meinst du wohl, dass es ansonsten solange dauert? Ich sag nur zum Beispiel den Mishmi-Takin (ok, keine Antilope) in Berlin, der -glaube ich- 5 Jahre auf die Einreise nach Deutschland gewartet hat.Die Geschichte der Dortmunder Pferdeantilopen ist eine besondere, da sie 1977 als Geschenk der Zoofreunde aus Dvur Kralove ankamen.Ich bin nicht genau informiert, aber dort und in Hannover werden die Tiere auf jeden Fall noch gehalten. Zu genauen Angaben verweise ich auf Herrn Mettler, der sich mal die M├╝he gemacht hat das alles genau zu recherchieren. Auf jeden Fall sind es nicht immer nur "b├Âse" Kuratoren oder Direktoren, die sich nicht um bestimmte Tiergruppen k├╝mmern, sondern auch sehr gro├če beh├Ârdliche und b├╝rokratische Hindernisse, die Neuanschaffungen oder Erg├Ąnzungen im Tierbestand verhindern.
Nicht zuletzt erschwert es die Zusammenstellung neuer Zuchtpaare, wenn die Zoopopulation sehr eng verwandt ist. Die Pferdeantilopen in Dortmund starben letztes Jahr "wie die Fliegen" an einem unbekannten Erreger und eh man dem auf die Schliche kam, waren alle bis auf ein Weibchen tot. Seitdem bem├╝ht man sich um Ersatz,und das sehr ernsthaft, denn der Zoo will die Pferdeantilopen auf jeden Fall behalten, aber das Ganze ist nicht so einfach...
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   @ cajun :

Ups... Ist die Beschaffung so schwierig ? Dachte, irgendein Zoo wird die schon noch haben ! Wo ist dein dein Pioniergeist ??? ;o)
(03.07.2006, 00:00)
cajun:   @Dortmunder: Na, war der Jungesellenabschied etwas heftig? :-)
Sag mir, wo unverwandte Pferdeantilopen in der EU zu finden sind, organisiere (spende?) die Frachtkosten und ├╝berrede doch bitte auch noch die Zust├Ąndigen dieses Zoos, welche nach Dortmund gehen zu lassen und ich setz mich pers├Ânlich solange vor┬┤s B├╝ro oder erinnere die Zoofreunde an ihr ehemaliges Geschenk, bis die geordert sind ....Ach so, und sch├Ân w├Ąre es auch noch, wenn der ganze beh├Ârdliche Papierkrieg in nur 2 Jahren abgewickelt w├Ąre, das w├Ąre dann fast sekundenschnell.... :-)
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Konstantin Ruske: Da habe ich mich vorhin v├Âllig unn├Âtig entschuldigt: Laut FELIS kamen die Bongos im Jahr 2002 nach Magdeburg und im selben Jahr endete die Haltung der Leierhirsche. Im Text hei├čt es dazu: "Die Burma-Leierhirsche verlie├čen uns, weil ihr Gehege dringend f├╝r andere Tierarten ben├Âtigt wurde." In diesem Gehege wurde einer von zwei Bongobullen einquartiert...
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Dann bin ich da von einem zeitlichen Zusammenhang ausgegangen, pardon. Trotzdem schade um die Leierhische.
(03.07.2006, 00:00)
Konstantin Ruske:   Ich kenne keinen Zusammenhang zwischen Anschaffen der Bongos und Abgabe der Leierhirsche im Magdeburger Zoo. Die Bonogs waren schon einige Jahre im Zoo, als die Leirhirsche erst abgeschafft wurden. Ein Austausch war da also urspr├╝nglich nicht vorgesehen.
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Genau das isses, wenn es sich auch nicht auf Gnus beschr├Ąnkt. In seltenen F├Ąllen sind ja sogar mal Antilopen die Nutznie├čer: F├╝r die Anschaffung der Bongos hat Magdeburg seine Burma-Leierhirsche abgegeben, nicht etwa Alpakas o.├ä.! Da spielte offensichtlich nicht nur die Arterhaltung eine Rolle. Wie hei├čt es doch so sch├Ân im "Leitbild" im Frankfurter Zoof├╝hrer: F├╝r die Auswahl der Arten ist die Absatzm├Âglichkeit des Nachwuchses ein Kriterium. Gnus sind Ladenh├╝ter, bei S├Ąbelantilopen kann man ja noch hoffen, dass gerade Bedarf f├╝r ein Wiederansiedlungsprojekt herrscht. (Und Alpakas lassen sich gut verkaufen...!)
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Die S├Ąbelantilopen (1,2) haben sich seit ihrer Ankunft aber nicht vermehrt. Das f├╝hre ich darauf zur├╝ck, dass diese W├╝stantilopen ├╝berhaupt nichts auf dem frischen Gr├╝n der Krefelder Anlage zu suchen haben. M├Âglicherweise sollten sie die Gehege mit den gr. Kudus und den Springb├Âcken tauschen, wenn neue St├Ąlle entstanden sind. ├ťbrigens soll die komplette Anlage umgestaltet werden (w├╝sste nicht, ob es irgendein besonderes Konzept ist, wie z.B. in Arnheim). Generell soll die Anlage strukturierter werden. Dann werden auch Giraffen auf dieser Anlage gehalten.

F├╝r Gnus war der Stall meines Wissens zu klapprig, deshalb hat man sie abgegeben. Waren auch nur noch 2 Weibchen.
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Allerdings wieder auf Kosten der Gnu┬┤s, die scheinbar echt keine Lobby in Deutschland haben...
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wobei an Stelle der Gnus ja damals die S├Ąbelantilopen neu in den Bestand genommen wurden. War also in diesem Fall keine Reduzierung, sondern nur ein Artentausch.
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Nein, schon lange nicht mehr. 2000 bekam man 1,2 aus Hellabrunn. Diese Tiere verstarben jedoch noch im gleichen Jahren an Nekrobazillose. Die beiden ├Ąlteren Weibchen wurden glaube ich nachher abgegeben. 1999 waren schon die letzten Gnus nach Kaunas ├╝bergesiedelt. M├Âglicherweise gibt man auch die Springbockhaltung auf, es gibt nur noch 2 Tiere, beides B├Âcke, glaube ich.

Es sind aber auch neue Stallungen f├╝r die Afrikawiese geplant, vielleicht ├Ąndert sich ja dann der Bestand zum positiven.
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Was mir erst auf den zweiten Blick auffiel: Keine Dorkasgazellen mehr in Krefeld?
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Dirk K: Der Bestand ist nicht nur ansehnlich, sondern auch systematisch sehr ausgewogen!
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Wie findet ihr denn den Bestand des Krefelder Zoos?
Gehalten werden: Blauducker, S├Ąbelantilopen, gr. Kudus, Sprinb├Âcke, Tieflandnyalas und Ellipsen-Wasserb├Âcke. Daf├╝r, dass der Zoo relativ klein ist, finde ich den Bestand ganz gut, was meinen die anderen?
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Ach, die alte Kropfgazellen / Stachelschwein / G├Ąnsegeier-Anlage ??? Dann wei├č ich jetzt wieder :o)
(03.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Tststs, da haperts aber Dortmunder^^. Neben den Wisenten ist ne Anlage mit Nyalas (sind noch da), Marabus und Stachelschweinen.
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Welche andere Steppenanlage ???
(03.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Das mit den Duisburger Bl├Ąssb├Âcken habe ich ebenfalls zu meiner ├ťberraschung aus dem Forum erfahren, die sollen wohl schon seit einem Jahr weg sein. Sollten Bl├Ąssb├Âcke etwa auch schon wieder am Abklingen sein? Duisburg weg, Aschersleben weg, Jaderberg und Hodenhagen meines Wissens auch weg (wobei Aschersleben und wohl auch Hodenhagen nur Bullen hielten). Wenigstens vertragen sich jetzt die beiden Berliner, seit sie auf die gro├če Anlage im Erweiterungsgel├Ąnde umgezogen sind.

Vielleicht tr├Âstet uns ja, dass Duisburg sich jetzt ganz auf die "wiederentdeckten" Burchellzebras konzentrieren kann.... (Ironie.) Und es gibt ja wohl noch Nyalas auf der anderen Duisburger Steppenanlage - oder etwa auch nicht mehr...?
(03.07.2006, 00:00)
Dortmunder:   Bin ja auch ein Antilopen-Fan, obwohl ich ehrlich gesagt, etwas ├╝bers├Ąttigt von Elen-Antilopen bin... W├╝rde mich allerdings auch ├╝ber mehr Antilopenarten in deutschen Zoos freuen ! Wenn ich da z.B. damals an den alten Ruhr-Zoo Gelsenkirchen mit den ganzen Ruhe-Tieren denke, war das ja (wie Hannover auch) ein Eldorado f├╝r Huftier-Fans... Also, liebe Zoos, besorgt euch mehr Antilopen ! Und lieber Zoo Dortmund, seht zu, dass ihr zumindest neue Pferdeantilopen bekommt !!!
(03.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   Was ? Duisburg ahtte keien Bl├â┬Ąssb├â┬Âcke mehr ? Mu├⟠irgendwie an mir vorr├â┬╝bergegangen sein. Warum ? Und wohin wurde die Gruppe abgegeben ? Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, das da keine Antilopen mehr drauf kommen. Gnus w├â┬Ąren ja toll, aber wohl kaum...
(02.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Aschersleben hat ├╝brigens seine drei Bl├Ąssb├Âcke (alles M├Ąnnchen) erst in diesem Jahr abgegeben. Wegen Unvertr├Ąglichkeit!
(02.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Vollkommen richtig. Wobei die Bongos sogar noch relativ neu im Bestand sind.

Negativ dagegen, dass Duisburg nach der Abgabe der Bl├Ąssb├Âcke eine afrikanische Steppe ohne Antilopen pr├Ąsentiert. Es gibt in Afrika Steppen (oder genauer gesagt, Savannen) ohne Zebras und Nash├Ârner, aber keine einzige ohne jegliche Antilopenart!


(02.07.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Wenn auch relativ unauff├Ąllig, so finde ich doch haben sich Antilopen ganz gut noch in Magdeburg etabliert! Wenn auch jetzt die Kudus gegen die ELenantilopen ausgetauscht wurden, so sind ja dann noch immer die Addax, S├╝dafrikanische Spie├čb├Âcke, Defassa Wasserb├Âcke und Bongos. Da gibt es Zoos mit deutlich weniger Antilopen!
(02.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Zu den selbst gesteckten Aufgaben der Zoos geh├Ârte es fr├╝her einmal, einen repr├Ąsentativen Querschnitt durch die Tierwelt zu zeigen. Davon bleibt leider immer weniger ├╝brig.

Beispiel: Basel wurde viel gelobt f├╝r sein Etoscha/Gamgoas-Projekt, weil darin die Nahrungskette in Afrika dargestellt sein soll. Fragezeichen? Man findet dort mit L├Âwen, Nilkrokodilen, Geparden und Afrikanischen Wildhunden vier Gro├čraubtierarten - und wovon leben die in besagter Nahrungskette, etwa von Gr├╝nen Meerkatzen, Erdm├Ąnnchen und Scharlachspinten? Die in der N├Ąhe befindlichen Kleinen Kudus lasse ich nicht gelten, die gibt es schlie├člich in Etoscha gar nicht.

Genauso einseitig ist der Tierbestand in ZOOM-Alaska (Gelsenkirchen): fast nur Raubtiere bzw. Fischfresser (Bei "Yukon Bay" in Hannover wird es leider ├Ąhnlich sein.). Zwar gibt es in Alaska keine Antilopen, aber f├╝r Hirsche und Wildschafe gilt das Gleiche wie f├╝r die Antilopen: Haltungsschwund allorten.

Der WWF wirbt f├╝r sein Waldelefantenprojekt damit, dass es ohne Waldelefanten keinen Regenwald g├Ąbe (weil sie die Samen verbreiten und den Boden d├╝ngen usw.). Mal abgesehen davon, dass es in S├╝damerika auch ohne Elefanten Regenwald gibt, muss man genauso sagen: Ohne Gnus g├Ąbe es keine Serengeti, denn ihre Nahrungssuche und die D├╝ngung des Bodens durch ihre Exkremente haben diesen Lebensraum modelliert und halten ihn am Leben.

Betrachtet man die Artenvielfalt der Antilopen in Afrika (und der Antilopen und vor allem Hirsche in Asien) in der Relation zu den dortigen Gro├čraubtieren, "Dickh├Ąutern" und Menschenaffen, wird schnell deutlich, dass die Paarhufer heutzutage deutlich unterrepr├Ąsentiert sind. Das d├╝rfte vor allem daran liegen, dass sich das Zoopublikum nicht sonderlich f├╝r sie interessiert, aber genau das w├Ąre ja die Aufgabe der Zoos, das zu ├Ąndern. Und das geht nun mal nur, wenn man auch welche im Bestand beh├Ąlt.

Den Platzmangel lasse ich nicht f├╝r alle Zoos gelten; Hannover ist mit 24 Hektar auch kein Riesenzoo und schafft es trotzdem, solche Huftiere ad├Ąquat unterzubringen.
(02.07.2006, 00:00)
Michael Amend:   DEr Berliner Zoo h├â┬Ątte z.B auf dem Erweiterungsgel├â┬Ąnde mehr Antilopen ahlten k├â┬Ânnen. In der S├â┬╝dafrika-Anlage h├â┬Ątten sich die Wei├âŸschwanz-Gnus durchaus gut halten lassen k├â┬Ânnen, nur fraglich ist, wie lange das mit den Kudus geklappt h├â┬Ątte. Man h├â┬Ątte ja das ganze Erweiterungsgel├â┬Ąnde unter das Thema"Afrikanische Antilopen"stellen k├â┬Ânnen, theoretisch nat├â┬╝rlich, praktisch auf keienn Fall,daf├â┬╝r h├â┬Ątten schon die Erbschaftsomis und Affenfanclubs gesorgt.├âœbrigens l├â┬Ąuft in Berlin wieder eine Antilopenform aus, die Damagazelle.Es gibt nur noch ein Tier, die letzte in Deutschland...Laut"Bongo"sucht Berlin ein Weib, schreibt aber,das das wohl schwierig werden d├â┬╝rfte. Hannover ht f├â┬╝r einen deutschen Zoo einen sch├â┬Ânen Antilopenbestand, auch mit Rarit├â┬Ąten, trotzdem vermisse ich am Sambesi DIE afrikanische Antilope schlechthin (f├â┬Ąngt mit "G"an und endet mit"U")
(02.07.2006, 00:00)
Zoosammler:   Wenn man das mal mit fr├╝heren Standards vergleicht und mit dem heutigen Bestand an Kattas, Pr├Ąriehunden, Erdm├Ąnnchen, Keas, Bennettk├Ąngurus, dann f├Ąnde ich es rein der Ausgewogenheit halber schon w├╝nschenswert, wenn Antilopenbest├Ąnde wie in Hannover (heutzutage) normal f├╝r Gro├čzoos w├Ąren. Andererseits darf nicht unterschlagen werden, dass Antilopen Gro├čtiere sind, die Platz brauchen - und gerade diese Erkenntnis hat ja auch nicht unma├čgeblich dazu beigetragen, dass es heute eben wenig(er) Antilopen in Zoos gibt.
(02.07.2006, 00:00)
Michael AMEND:   @IP66
Ja, die M├â┬╝nchner Wasserb├â┬Âcke sind oder waren ? auf der Afrika-Anlage. Aber was meinen Sie mit"Huftierzoo nach faschistischer Pr├â┬Ągung ?"
@Dirk K. Wieviele Antilopenarten ein Zoo haben sollte, kann man wohl nicht pauschal sagen. Ein Antilopenfan w├â┬╝rde nat├â┬╝rlich sagen , soviele wie m├â┬Âglich , unter der Vorraussetzung , das sie entsprechend untergebracht sind. Ich z├â┬Ąhle mich definitiv zu den Antilopenfans , mir kommt es nicht darauf an, in einem Zoo m├â┬Âglichst viele Rarit├â┬Ąten zu sehen ,( aber nat├â┬╝rlich habe ich die Besuche im San Diego WAP sehr genossen , das El Dorado f├â┬╝r Huftierfans) sondern ├â┬╝berhaupt irgendwelche Antilopen.Nat├â┬╝rlich freue ich mich, wenn ein Zoo einen guten Antilopenbestand hat ,so wie Lissabon zum Beispiel, aber dort werden die Tiere gr├â┬Â├âŸtenteils in uralten, verdreckten und f├â┬╝r Antilopen v├â┬Âllig ungeeigneten Anlagen gehalten, das finde ich dann nat├â┬╝rlich weniger toll. Auch mu├⟠ich zugegeben, das ich in Lissabon am l├â┬Ąngsten bei den Schwarzgesichts-Impalas gestanden habe, diese sieht man nunmal nur in drei Zoos weltweit ( Lissabon , Barcelona , Pretoria ) w├â┬Ąhrend ich Elen oder Mendesantilopen doch noch wesentlich h├â┬Ąufiger sehe. Ich bin der Meinung, das ein Tierpark wie Friedrichsfelde durchaus noch mehr Antilopen halten k├â┬Ânnte, so fehlen dort Waldb├â┬Âcke ( sieht man von den Nilgau ab) und Kuhantilopen v├â┬Âllig , und auch Ducker k├â┬Ânnte man dort prima halten( Ducker eignen sich sehr gut f├â┬╝r Versellschaftungen mit anderen Tierarten....)Nicht nur, weil Friedrichsfelde den Platz dazu hat, es sind dort ja mit Elefanten, Gro├âŸkatzen , B├â┬Ąren , Giraffen , Krokodilen , Schlangen , Greifv├â┬Âgeln, Zebras, diversen Haustieren und verschiedenen Affen eine ganze Menge Besucherattraktive Arten vertreten , so das die Besucher nicht behaupten k├â┬Ânnen"hier gibts ja nur Ziegen!"W├â┬╝rden wir in Landau nochmehr Antilopen halten wollen , m├â┬╝├âŸten wir dazu andere Gro├âŸtiere abgegeben, die Watussirinder und Pinselohrschweine oder die Dromedare, und das w├â┬╝rde uns definitiv Besucher kosten, denn diese drei Arten geh├â┬Âren zu unseren absoluten Publikumsmagneten und sich nicht durch Antilopen ersetzbar.Trotzdem haben wir f├â┬╝r einen 4 ha Zoo mit Streifengnu , Rotducker und Kirk-Dik-Dik durchaus drei f├â┬╝r den Kenner attraktive Antilopenarten im Bestand , das mu├⟠uns mal ein anderer Zoo in dieser Gr├â┬Â├âŸenordnung erstmal nachmachen.Es gibt einige , gr├â┬Â├âŸere Zoos, die weniger oder sogar keine Antilopen im Bestand haben.Jedenfalls bin ich schon gespannt, was ZOOM Gelsenkirchen an Antilopenarten halten wird,denn Afrika ist DER Kontinent der Antilopen, und ZOOm hat 14 ha, nur f├â┬╝r Afrika....Da sollte man meiner Meinung nach den Bestand um einige Arten , m├â┬Âglichst in Gemeinschaftsanlagen ,aufstocken.
(02.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Hab ziemlichen Schwachsinn geschrieben. Also noch mal: Wieviele Antilopenarten sollte ein Zoo beherbergen?
(02.07.2006, 00:00)
Dirk K:   Wieviele Arten sollte denn nach Meinung der ganzen Antilopenliebhaber hier im Forum nach haben? Obwohl es ja nicht unbedingt nur auf die Artenzahl ankommt, Rarit├Ąten sind ja immer beliebter ;-)
(02.07.2006, 00:00)
IP66:   Waren die Wasserb├Âcke auf der Bergzebra-Anlage im Anschlu├č an das Polarium? Die kam mir bei meinem letzten Besuch im vergangenen Sommer recht voll vor. M├╝nchen ist ja eigentlich ein Huftierzoo fast noch faschistischer Pr├Ągung, da ist ja auch Platz f├╝r h├Ąrtere Antilopenarten.
(02.07.2006, 00:00)
Michael AMEND:   Das hei├âŸt also, ab sofort in jedem Zoo Wasserb├â┬Âcke fotografieren, als Belegfotos, das fr├â┬╝her in deutschen Zoos sogar Wasserb├â┬Âcke gehalten wurden. N├â┬Ąchste Woche ist das Huftierpflegertreffen, dort h├â┬Ąlt der Revierleiter Afrika aus M├â┬╝nchen auch einen Vortrag, ich werde ihn wegen der Wasserb├â┬Âcke fragen ( langsam mu├⟠ich mir eine Liste machen, was ich dort alles fragen will...)
(01.07.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Laut Tierbestandsliste im Jahresbericht 2005 aus M├╝nchen hat der Tierpark im letzten Jahr seine Zuchtgruppe Defassa-Wasserb├Âcke abgegeben und die Haltung damit beendet. Leider wird im Textteil keine Begr├╝ndung f├╝r die Entscheidung geliefert. Damit h├Ąlt M├╝nchen jetzt nur noch - aber immerhin - vier Arten Waldb├Âcke (Nilgau, Elen, Gro├čer Kudu und Nyala) und drei Arten Gazellen (Hirschziegenantilope, Dorkas- und Mhorrgazelle).
(01.07.2006, 00:00)
Togo:   Anheim hat aus Berlin ein Rotduckerweib erhalten, das eventuell sogar schon tr├Ąchtig ist. Damit werden zur Zeit 2,1 Rotducker in Arnheim gehalten. Ein zweites Weibchen kommt aus N├╝rnberg nach Arnheim, das letztes Jahr im Sommer geboren wurde.
(17.05.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Stand der Dinge in Osnabr├╝ck: In "Samburu" Elenantilopen und Impalas, in den alten Antilopengehegen nur noch Grays Wasserb├Âcke (1,2 adult und 1,0 jung). Die Gehege der Kleinen Kudus und Nyalas fielen der Elefantenpark-Erweiterung zum Opfer! Die Nyalas wurden abgegeben, die Kleinen Kudus stehen (noch) in "Samburu", lie├čen sich aber bisher nicht in die dortige Tiergemeinschaft integrieren (neben den Elen und Impalas noch Netzgiraffen und eine vierk├Âpfige Grevyzebra-Hengstgruppe sowie V├Âgel). Die Grays haben ihren Platz auch im neuen Konzept "Tal der grauen Riesen" sicher, wo tats├Ąchlich auch neben diesen und den Breitmaulnash├Ârner Sandkatzen und auch Fenneks eingeplant sind.
(12.05.2006, 00:00)
Togo:   In das neue Afrikahaus in Osnabr├╝ck werden auch Sandkatzen aus Wuppertal einziehen. Ich wei├č , das sind keine Antilopen, aber ich m├Âchte f├╝r diese Information keinen eigenen Beitrag er├Âffnen. Rotducker w├Ąren sch├Ân in Osnabr├╝ck, besonders , wenn sie wirklich mit den Nash├Ârnern vergesellschaftet w├╝rden. Freuen w├╝rde ich mich auch ├╝ber Kronenducker , die ich in noch keinem Zoo gesehen habe. Da diese in ihrem Fortbestand aber nicht bedroht sind , wird sich wohl kein Zoo mehr dieser Art annehmen.
(24.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   Nein, ist es nicht.Ist es nicht,ist es nicht, ist es nicht.Demzufolge haben wir in Landau schon eine Giraffe, Flachland-Tapire,und anderes Getier gehalten,die bei uns unterwegs zu ihren bestimmungszoos ├╝bernachtet haben....Die flachlandtapire kamen ├╝brigens aus Gelsenkirchen....
(21.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Haltung ist Haltung. In der Gelsenkirchener Kartei aus der Ruhe-├ära standen sogar Tiere, die in Gelsenkirchen zwischen Ankunft und Weitertransport nicht mal ihre Kiste verlassen hatten!
(21.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   Das z├Ąhlt nicht, die standen in Hannover nur f├╝r Frankfurt bereit, nein, das z├Ąhlt nicht...Mich w├╝rde brenendn interessieren,was aus den Zebraduckern wurde, die Frankfurt an einen Tierh├Ąndler abgegeben hat.Und warum ? Wollte die keiner haben ?
(21.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wenn man kurzzeitige Aufenthalte als "Haltungen" definiert - wie es z.B. auch der Tierpark Berlin handhabt - m├╝sste doch Hannover noch in der Zebraducker-Halterliste stehen?
(21.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Stefan
Zebraducker sind leider Geschcihte in den Zoos der Welt.Das letzte Tier starb 2003 in Cincinnati.Gehalten wurden Zebraducker bisher in Hamburg ( alter Zoo, 1903),Frankfurt (1958 -1988 ),Los Angeles, Oklahoma ,Brownsville, Cincinnati und eventuell niedliche H├Ąndchen mit eher Fingern├Ągeln als Krallen dran. Zwergotter ist wohl immer noch das passendste.
(21.04.2006, 00:00)
Stefan:   Wei├č jemand, ob es noch in irgend einem Zoo Zebraducker gibt? Ich wei├č nur von einer fr├╝heren Haltung im Frankfurter Zoo/Rundbau, wo 1977 die Europ├Ąische Erstzucht vermeldet wurde. Warum ist diese Duckerart in Zoos so rar geworden? In diesem Zusammenhang lese ich immer wieder (Pangea Parc u.a.), dass Zoos neue Importe planen/w├╝nschen. Wie realistisch sind diese Aussichten und welche H├╝rden m├╝ssten f├╝r einen solchen Import ├╝berwunden werden?
(20.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Gab es in Osnabr├╝ck nicht auch noch Nyalas auf jener Anlage, die fr├╝her auch die l├Ąngst abgegebenen Defassa-Wasserb├Âcke beherbergte?

@Dirk K: Es d├╝rfte nicht einmal ungew├Âhnlich sein, dass sich Rotducker und S├╝dliche Breitmaulnash├Ârner in der Natur begegnen, schlie├člich ist der Rotducker kein Bewohner des west- oder zentralafrikanischen Regenwaldes, sondern des Wald- und Buschlandes im k├╝stennahen Ost- und S├╝dostafrika, wobei er auch in Hochgrassavanne vordringt. Nicht umsonst tr├Ągt er den Zweitnamen Natalducker, und die Provinz Natal in S├╝dafrika beherbergt u.a. die Breitmaulnashorn-Heimatst├Ątten Umfolozi und Hluhluwe.
(20.04.2006, 00:00)
cajun:   Es ist in Dortmund an eine Antilopenvergesellschaftung u. A. im neuen Nashornhaus gedacht. Noch nichts genaues ist spruchreif, aber angedacht sind u. A. Arten, die bisher nicht mehr in Europa gehalten werden.
Genaues sobald es verl├Ą├čliche Entwicklungen gibt!
(19.04.2006, 00:00)
Dirk K:   @ Michael Amend. Eigentlich haben Sie recht. Immerhin treffen sich Nashorn und Fennek auch nie, passt so also schon. Oder haben Breitm├Ąuler und Rotducker z.T. den selben Lebensraum????? Jedenfalls nicht, dass ich w├╝sste...;-)
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   Warum sollen die Rotducker nicht in das Afrikahaus passen ? Bei passender gehgeabsperrung kann man die Ducker auch ohne weiters mit den Nash├Ârnern zusammenhalten,wenn die Nash├Ârner ├Ąhnlich wie in M├╝nster auch eine Innenlauffl├Ąche erhalten, spricht auch nichts dagegen, Innen beide Arten zu vergesellschaften, solange die Ducker eine R├╝ckzugsm├Âglichkeit haben.Mir ist nicht bekannt, das neben den von dir schon erw├Ąhnten Arten noch andere Antilopenformen in Osnabr├╝ck gehalten werden.
(19.04.2006, 00:00)
Dirk K:   Das w├Ąre vllt. sogar die bessere L├Âsung, wenn man jetzt auch noch Tiere importiert. Nur passen die wahrscheinlich nicht in dieses "Afrikahaus" wo neben den Nashornk├╝hen ja u.a. auch Fenneks gehalten werden sollen...
Wie sieht es denn in Osnabr├╝ck generell in Sachen Antilopen aus? Welche Arten werden gehalten. Auf der Samburaanlage findet man ja Elen und Impalas. Habe jedoch auch von Mrs. Grays Wasserb├Âcken und kl. Kudus geh├Ârt. F├╝r die neue Nashornanlage sind jedenfalls noch Springb├Âcke geplant.
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Dirk K.
Bleibt ja nur Frankfurt,oder Osnabr├╝ck plant noch um, sollten keine Klippspringer verf├╝gbar sein.Vielleicht sollte sich Osnabr├╝ck f├╝r Rotducker entscheiden ?
(19.04.2006, 00:00)
Dirk K:   Osnabr├╝ck plant ja auch eine Anlage an den zuk├╝nftigen Nashornstall. Wo sollen die Tiere denn dann herkommen?
(19.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich habe gerade aus anderen Gr├╝nden die Frankfurter Jahresberichte durchsucht und dabei nebenher noch ein paar Klippspringer-Infos aufgetan - ohne Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit: Erster Import nach Frankfurt (3 Tiere) wie schon von Michael Amend erw├Ąhnt 1959. Das im Jahresbericht abgedruckte Foto d├╝rfte die Tiere ├╝brigens auf dem im selben Jahr er├Âffneten Affenfelsen zeigen! 1973 kam ein Bock aus Neapel hinzu. Und in einem der letzten Jahresberichte von Anfang der 90er ist die Rede von bis dato 63 geborenen Jungtieren, von denen aber nur 26 aufgezogen werden konnten. Wenn man sich ├╝berlegt, wie wenige Tiere Frankfurt abgegeben hat - der Stuttgarter Bock lebte als erster Klippspringer au├čerhalb Frankfurts sogar viele Jahre allein! - und dass Frankfurt meines Wissens nie mehr als zwei Gruppen gleichzeitig gehalten hat (fr├╝her Schafberg und Rundbau), dann zeigt sich, wie knapp die Population seit nunmehr 47 Jahren (!) immer am Rande des Abgrundes balanciert!

Stellt sich die Frage, warum sich nur die Frankfurter Tiere regelm├Ą├čig fortgepflanzt haben (okay, f├╝r die Karlsruher war die Verweildauer vielleicht zu kurz).
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Oliver Jahn
In Stuttgart leben die Klippspringer, sollten sie noch am Leben sein,in einem seperaten Gehehege mitten in der Giraffenanlage.Der Stall ist in dem Steinh├╝gel untergebracht.In Karlsruhe lebten die Tiere in einer nur von oben einsehbaren "Anlage"neben der neuen Eisb├Ąrenanlage.F├╝r einen Klippsringer ist es sehr unangenehm, wenn er von oben begafft wird, denn f├╝r Kleinantilopen kommen Fressfeinde(Greifv├Âgel)auch aus der Luft....Amsterdam h├Ąlt noch 1,1 Klippspringer aus der Frankfurter Zucht.
(19.04.2006, 00:00)
Stefan Schubert:   Die Stuttgarter Klippspringer leben auf einer hoch eingez├Ąunten Felseninsel inmitten der Giraffenfreianlage und ist somit leicht als "gr├╝ne Insel" zu ├╝bersehen!
(19.04.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Also gibt es zur Zeit Klippspringer nur in Berlin und Frankfurt? Denn in Karlsruhe und Stuttgart kann ich mich gar nicht an die Tiere erinnern?
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Michael Mettler
Das w├╝rde Sinn machen, wenn man schon einen teuren Import vornimmt, aber das ist wirklich Wunschdenken.Frage ist nat├╝rlich auch, warum wieder nur 3 Paare importiert werden und nicht gleich mehr Tiere...
@Oliver Jahn
Frankfurt ist der einzige europ├Ąische Zoo, der Klippspringer z├╝chtet.Nach dem letzten Import von Klippspringern nach Deutschland 1959 sind nur noch ein paar Tiere nach Neapel gekommen, die haben wohl auch gez├╝chtet, aber die wenigsten Jungtiere haben ├╝berlebt.Eines der Tiere von Neapel ist jetzt in Frankfurt auf der ehemaligen Gerenukanlage zu sehen.Alle europ├Ąischen Klippspringer sind ingez├╝chtet hoch 3.Die Berliner Tiere und das Paar in Amsterdam haben bisher nicht gez├╝chtet, ebensowenig das Stuttgarter Paar, das schon aAsbachuralt ist.Das Paar in Karlsruhe hat nur ein sehr kurzes Gastspiel dort gegeben,die Gr├╝nde daf├╝r sind mir bekannt.Eines der Tiere ist schnell ├╝ber den Jordan gegangen,das verbliebene Tier ist Gottlob wieder nach Frankfurt zur├╝ck.Die Amerikaner haben mit den Klippspringern die gleichen Probleme, bem├╝hen sich aber um einen Neuimport.
(19.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Alle "europ├Ąischen" Klippspringer gehen auf die Frankfurter Zucht zur├╝ck, und da diese schon seit Jahrzehnten l├Ąuft, kann man sich leicht ausrechnen, was das f├╝r die Verwandtschaft der Individuen untereinander bedeutet. Zudem hat meines Wissens kein anderer Zoo, der jemals aus Frankfurt Klippspringer bezogen hat, mit diesen erfolgreich gez├╝chtet (Stuttgart, Karlsruhe, Berlin - habe ich wen vergessen?). Und da der Frankfurter Zoo auch nicht gerade von Klippspringern ├╝berquillt, scheint sich der Gesamtbestand immer nur gerade so eben zu erhalten.
(19.04.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Ich dachte, Frankfurt hat zwei zuchtgruppen und der Zoo Berlin hat doch auch mit der Haltung begonnen auf dem Huftierfelsen. Sieht es ansonsten wirklich so schlecht aus?
(19.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Dann sollen die S├╝dafrikaner doch gleich noch ein paar Steinb├Âckchen, Greisb├Âckchen usw. mit einpacken.... Wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

Hat eigentlich schon mal einer der Klippspringer-Halter versucht, neue Tiere zu importieren? Mit der momentan gehaltenen Unterart (saltatrixoides aus ├äthiopien) d├╝rfte das allerdings wohl kaum m├Âglich sein.
(19.04.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Schon klar!!! Vielleicht sehe ich sie ja bei meinem n├Ąchsten Besuch in Landau!!!??? :-)
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Oliver Jahn
Ja, das m├Âchte ich vorerst noch f├╝r mich behalten.Ich bitte um Verst├Ąndnis daf├╝r!
(19.04.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Wei├čt du schon, wo die Tiere hingehen werden?
(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   Noch in diesem Jahr wird es einen Import von 3,3 Rotduckern aus S├╝dafrika geben, die drei europ├Ąische Zoos gemeinsam importieren! Ein sehr wichtiger Import, der die genetische Basis der europ├Ąischen Rotducker, die nur auf drei Tiere zur├╝ckgeht, hoffentlcih vergr├Â├čern wird.Ehrlich ├╝berrascht mich das auch ein wenig, das inzwischen einige europ├Ąische Zoos gro├čes Interesse an Rotduckern zeigen, obwohl die Art weder beim Publikum beliebt noch bedroht ist!
(19.04.2006, 00:00)
th.oma.s:   michael mettler: der letzte doch irgendwie, soll nach schreckreaktion in einer astgabel mit irreperabelen beinschaden h├Ąngengeblieben sein...habe ich so geh├Ârt
(06.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @cajun: Nein, leider nicht. In den bisher gedruckten Zuchtb├╝chern f├╝r die Mendesantilope finden sich allerdings Angaben f├╝r diese Art. Bei einigen der schon immer seltener gehaltenen Arten d├╝rfte allerdings die Zahl der Gr├╝ndertiere relativ gering gewesen
(06.04.2006, 00:00)
cajun:   @
Michael Mettler. Wissen sie etwas zu den Inzuchtkoeffizienten bei den Antilopen diverser Arten in Europa und Deutschland? W├Ąre ja mal interessant, um die Perspektiven der einzelnen Arten zuk├╝nftig einzusch├Ątzen.

(06.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @th.oma.s: Wei├č ich. Aber die sind wahrscheinlich nicht an Schreckhaftigkeit gestorben....
(05.04.2006, 00:00)
th.oma.s:   @michael mettler: blos das dresden keine rotducker mehr hat
(04.04.2006, 00:00)
IP66:   Interessant w├Ąren in dem Zusammenhang die neuen Impalas in Hamburg. Sie stehen in einem kleinen und begehbaren Stall und teilen die Au├čenanlage mit Giraffen und Kudus. Ich habe aber auch den Eindruck, da├č die k├Âlner Herde in diesem Jahr noch etwas ruhiger geworden ist, und da├č vor allem die halb├╝chsigen Jungtiere nur schwer zu erschrecken sind. Horndeformationen bei Gemsen habe ich vor l├Ąngerer Zeit im Alpenzoo in Innsbruck beorbachtet, bei Wisenten und Bisons sind sie mir auch schon h├Ąufiger begegnet, sie fallen allerdings dort weniger auf. Auch Bantengs und Anoas haben doch oft unparallele H├Ârner.
(03.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Andererseits sind Antilopen bestimmt weniger stressanf├Ąllig, wenn man sie fr├╝h an etwas Stress gew├Âhnt. Siehe Rotducker: W├Ąhrend die Berliner Tiere lange Zeit vor allen St├Ârungen und vor den Besuchern "gesch├╝tzt" wurden und trotzdem (bzw. gerade deswegen) beim kleinsten Anlass "explodierten", habe ich die Dresdner Tiere v├Âllig entspannt am vorderen Gehegezaun gesehen, und die Landauer sollen ebenfalls wenig schreckhaft sein. "In Watte packen" ist also auch nicht der richtige Weg.
(02.04.2006, 00:00)
Jana:   Ein bisschen off-topic - ich bin auf einen Bild gestosen (http://www.kralovedvorsko.cz/redakce/index.php?clanek=2219&lng=CZ&ozn=zoo) wo man eine Foto von Impala bei der Standart-Prozedure von allen frischgeborenen Huftieren im Dvur fotografier ist (eine Untersuchung von Veterinaer, Impfung, Wiegung..). Ich hab bissher die Impalas fuer Tiere, bei den jeder Stress vermeiden sein sollte, gehalten...
(02.04.2006, 00:00)
Kahuna:   ich habe mahl geh├Ârt das hornfehlstellungen nicht genetisch sind aber das das entsteht wenn ein antilope gegen, zum beispiel, ein wand von der stall springt oder rennt.(zum beispeil wenn sie gestresst sind von ein "narcose-dart") Weil das tier mit viel kraft die hornen stosst bekommen sie fehlstellungen....
(02.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wenn man die Antilopen mit den paar heimischen Horntr├Ągerarten vergleicht, f├Ąllt mir auf, dass ich zwar schon h├Ąufig Zoo-Antilopen mit fehlgeformten H├Ârnern gesehen habe, aber meiner Erinnerung nach so gut wie nie Zoo-Steinb├Âcke, -Gemsen, -Mufflons, oder -Wisente. Liegt das nun daran, dass die Antilopen andere Nahrungsbestandteile ben├Âtigen, oder werden heimische Tiere mit Hornfehlstellungen schlichtweg "aussortiert"...?
(01.04.2006, 00:00)
Jamie:   Unsere Kudus bekommen tgl Hundetrockenfutter (Lundi) und sind auch dem Geierfleisch ab und zu nicht abgeneigt. Sie sollen auch schon K├╝ken bekommen haben, aber das war vor meiner Zeit.


(01.04.2006, 00:00)
Ollo:   Gibt es bei der F├╝tterung von Antilopen eigentlich irgendwelche Unterschiede im Vergleich zur F├╝tterung von heimischen Wiederk├Ąuern? Ok, ich denke mal, einige Arten werden mehr Richtung Rauhfutterfresser, andere mehr Richtung Konzentratselektierer tendieren, aber sonst? Werden eigentlich irgendwo Kudus mit Fleisch gef├╝ttert (sollen sie ja in der Natur nehmen)?
(31.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Im Sommer 2005 waren es mindestens noch drei Tiere. Sind die Tiere schon alt, oder gab es andere Probleme?
(30.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @cajun: Kann sein, dass der hannoversche Bulle ebenfalls unterartrein (bakeri) ist, der stammt direkt aus Dvur Kralove. Ich habe aber leider nie erfahren k├Ânnen, ob dort noch ausschlie├člich unterartrein gez├╝chtet wird, denn ein hannoverscher Mischlings-Zu
(30.03.2006, 00:00)
cajun:   Verabschiedet euch mal von den Pferdeantilopen in Dortmund. Nur noch ein Weibchen.├ťbrigens Unterartrein und kein Hybrid... das ist in dieser Situation ( Die letzte ihrer Unter- Art) tragisch....
(29.03.2006, 00:00)
Klaus Sch├╝ling:   Hinweis:
Die Arbeitsplatz Zoo Sonderausgabe Antilopen kann f├╝r Euro 7,50 incl. Versand im Online-Versand bestellt werden - und ist zur Zeit vorr├Ątig.
(29.03.2006, 00:00)
Dirk K:   @Michael Amend Danke f├╝r die Infos :)
(29.03.2006, 00:00)
IP66:   F├╝r den Tierpark Aachen kann ich zwei Ble├čb├Âcke nachmelden, allerdings nicht mehr ganz jung. Sie stehen auf der Afrikaanlage, zusammen mit Steppenzebras und Marabus, normalerweise laufen auch Strau├če mit.
(28.03.2006, 00:00)
Axel Schelling:   @ Michael Mettler:
In Gettorf gibt es zur Zeit nur noch 1,2 Steppen-Elen. Die Anlage f├╝r Hirschziegenantilopen und Nilgais wurde aufgel├Âst. Hier soll eine gemischte Anlage f├╝r Berberaffen und M├Ąhnenspringer entstehen. Bl├Ąssb├Âcke gibt es schon lange nicht
(27.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @ th.oma.s :
Die IAE ( International Animal Exchange) ist eine amerikanische Tierhandelsfirma, die 1986 die Riesenelen importiert hat.
Und ohne die Riesenelen abwerten zu wollen(ist eine meiner Lieblingsantilopen),sie ist weder gr├â┬Â├âŸer, noch schwerer als
(27.03.2006, 00:00)
th.oma.s:   ich habe die riesenelen damals im TP gesehen, anfang der siebziger, und ich bin immer noch beeindruckt...
@ michael amend: Wer ist eigentlich die IEA ?
(27.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Dirk K: Wenn die Riesenelen den dortigen Haltern nicht geh├Âren, haben sie auch keinen Einfluss auf eine Abgabe nach Europa. Und selbst wenn: Dann m├╝ssten erst mal Interessenten vorhanden sein - angesichts der Straffungswelle in den Antilopenbest├Ąnden w├Ąr
(27.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Ich verstehs nicht, warum man ein Zuchtverbot herausgibt, nur weil in den USA keine Abnehmer zu finden sind...
Was hindert die Amerikaner daran, mal Tiere nach Europa zu geben?

Der Bestand der Rappenantilopen scheint in Gelsenkirchen ja ziemlich zusammengeschmolzen zu sein... Vor wenigen Jahren warens noch 6 oder so...
(27.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   Riesenelen werden in 8 US-Zoos gehalten.
Von der IAE, dem Eigentümer aller Riesenelen samt Nachzuchten wurde vor 3 Jahren ein Zuchtverbot ausgesprochen, es dürfen derzeit keine Riesenelen in den USA gezüchtet werden.
(27.03.2006, 00:00)
Jamie:   Die Rappenantiolopen sind keineswegs aus Gelsenkirchen verschwunden und sie bleiben auch. Im Zuge der Umbauma├čnahmen und der Baustellensituation sind sie zur Zeit hinter den Kulissen auf der ehemaligen Mendesantilopenanlage und f├╝r die Besucher nicht zu sehen.

Derzeitiger Bestand: 1,2


(26.03.2006, 00:00)
cajun:   Es gab in der Zeitschrift "Arbeitsplatz Zoo" eine Sondernummer, die sich nur mit Antilopen befa├čte ( letztes oder vorletztes Jahr). Darin war ein sehr ausf├╝hrlicher Artikel ├╝ber Riesenelen Haltung in Gefangenschaft. Vielliecht ist diese Sonderausgabe ja noch zu beziehen? Wenn ich mich recht erinnere, ist die Riesenelen Haltung in Europa erloschen. Zuchtgruppen halten noch 2 amerikanische Zoos.
(26.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   In der Vereinszeitschrift" Der Zoofreund"der Zoofreunde Hannover findet sich in den Ausgaben
131 (M├â┬Ąrz 2004) und 132(Juni 2004)ein Artikel ├â┬╝ber Riesenelen in Zoologischen G├â┬Ąrten....
(26.03.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Riesenelen wurden in Berlin nur von 1970-80 gehalten, die letzten 4 Jahre nur noch 1 M├Ąnnchen. Zu der Zeit muss zumindest Prag auch diese Art gehabt haben, aber ich hab keine Ahnung bis wann.
(26.03.2006, 00:00)
Dennis:   Bis zum Bau des afrikaneums gab es in Berlin-Friedrichsfelde Riesenelen.
Ich habe geh├Ârt das irgentein Zoo im Osten (warschau oder Minst?) Riesenelen h├Ąlt
b.z.w bis vor ein paar Jahren gegeben haben muss.
(26.03.2006, 00:00)
Teutenberg:   Ja Hannover war einst DER Antilopen zoo. Da die anlagen schon vor langer ziet Vergr├Â├čert wurden musten einige arten weichen. Doch da unser Chef-zoologe genau wie ich ein Antilopen Fan ist r├╝sttet der zoo langsam wieder auf so haben wir letztes Jahr nicht nur eine gro├če zahl von Dik-dik nachgezogen sondern auch unsere Dorcasgruppe gegen die seltenere Unterart Gazella Dorcas neglecta ausgetauscht und die Antilopenanlagen mit eiener weiteren art besetzt sodas unsere Kl. Kudus nun mit einem Paar Rotduckern zusammen lebt. Des weiteren w├╝rde mich mal interesieren ob es in Europa einen Zoo gibt der Taurotragus derbianus (Riesen-Elen) h├Ąlt oder ob sich das nur auf Amerikanische Zoos beschr├Ąnkt???
(25.03.2006, 00:00)
IP66:   Wuppertal hat Gelbr├╝ckenducker, Elenantilopen und Bongos, Krefeld S├Ąbelantilopen. Hamm, wo ich aber im letzten Jahr nicht war, hat Elenantilopen, Aachen auch. Ich w├Ąre mir nicht ganz sicher, ob hierdurch - und vergleichbare Haltungen - es doch mehr Elent- als Hirschziegenantilopen-Haltungen in Deutschland gibt - Tiere, d├╝rten es bei den H. mehr sein, da die Gruppen meist gr├Â├čer sind.
(17.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Au├čerhalb Deutschlands gibt es Blauducker z.B. in Arnheim (Zuchtbuchf├╝hrer) und Asson/F. Arnheim wird f├╝r Antilopenfans ohnehin immer interessanter: Kirkdikdik, Pferdeantilope, S├╝dliches Stre├şfengnu, Kaama, Thomsongazelle, Bongo - um nur mal die bemerkenswertesten zu nennen.
(17.03.2006, 00:00)
Kornel:   @AGUTI – mir sind keine weiteren Haltungen bekannt was nicht heisst es w├Ąre ausge-
schlossen-weiss jemand mehr?

Bekannt ist mir noch der MAXWELL-DUCKER in Colchester/England
und der BLAUDUCKER in Randers/D├Ąnemark.

(17.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Falls sie sich wenigstens dort gehalten haben, w├Ąren Bergriedb├Âcke noch f├╝r Kronberg nachzumelden.
(17.03.2006, 00:00)
Norbert K:   Defassa schon vor Jahren abgegeben nach Infos gab es Probleme mit Litschibock
Impalas habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen sowie auch keine Blessb├Âcke mehr
Bergriedb├Âcke sind gestorben letztes Tier vor ca. drei Jahren Infoquelle Berlin
(16.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Bei der am h├Ąufigsten gehaltenen Antilopenart in Deutschland d├╝rften sich nach den unten stehenden Listen Hirschziegenantilope und Elenantilope ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Ich tippe eher auf Erstere, da sie auch in kleinen Parks eher gehalten wird.

Irgendwo war mal zu lesen, dass die Hirschziegenantilope weltweit die h├Ąufigste Zooantilope ist und an zweiter Stelle die S├Ąbelantilope (!) folgt - war f├╝r mich sehr ├╝berraschend.
(16.03.2006, 00:00)
Dennis:   die Kleinen kudus in Stuttgart gibt es noch.
(16.03.2006, 00:00)
Dennis:   In der wilhelma sind Elenantilopen, Impalas, Nyalas und Blauducker nur wegen dem Umbau der Okapi-Bongo-Anlagen verschwunden. die Wasserb├Âcke sollen ebenfalls verschwinden, sowie die W-Schweine(nat├╝rlich keine Antilope)
Ein Pfleger sagte mir aber das die Wildesel und Addax vermutlich bleiben.
(16.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Norbert K: Hodenhagen hatte sowohl Defassa- als auch Ellipsenwasserb├Âcke , hat sich das aktuell reduziert? Die Ellipsen standen in der ersten Afrikasektion (bei den Giraffen, hier ├╝brigens auch die Impalas), die Defassas bei den Nash├Ârnern (ebenso wie di
(16.03.2006, 00:00)
cajun:   Bisher 3 Nachwuchstiere Gelbr├╝ckenducker in Wtal. Eins davon sah ich letzten Juni in N├╝rnberg.
(16.03.2006, 00:00)
Norbert k:   Dorkas in Ueckerm├╝nde Geschichte ebenso Arabische Oryx alle gestorben
Hodenhagen Ellipsen Wasserb. keine Defassa Impala Blessbock bergriedbock hier nicht mehr gesehen Daf├╝r gro├če Gruppe Litschi
(15.03.2006, 00:00)
@kornel:   in dresden keine hirschziege mehr
(15.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Kornel: Ich nehme an, mit dem "Rotr├╝ckenducker" (den es nicht gibt) ist der Gelbr├╝ckenducker gemeint?

Kirk-Dikdik: Zoo Berlin
Klippspringer: Zoo Berlin
Dorkasgazelle: Ueckerm├╝nde. In Hannover ├╝brigens seit letztem Jahr unterartreine Sahara-Dorkasgazelle
(15.03.2006, 00:00)
Zoosammler:   Hamburg hat auch Kropfgazellen und angeblich gibt es in Berlin keine Vierhornatilopen mehr.
(15.03.2006, 00:00)
Aguti:   Lebt ein Nachwuchstier der Gelbr├╝ckenducker aus Wuppertal eigentlich noch in N├╝rnberg? Wieviele Einzeltiere gibt es von dieser Art bzw. auch von den Rotduckern ├╝berhaupt in Europa?
(15.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Und nochmal: Gelbr├╝ckenducker, Elenantilopen in Wuppertal.
(15.03.2006, 00:00)
Dennis:   In den letzten Jahren sind Elenantilopen, impalas, Blauducker
und Nyalas aus der Wilhelma verschwunden. Erstere drei nur f├╝r den Umbau der Okapi-Anlage!!!!!
(15.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Bins nochmal...
Krefeld hat Ellipsen-Wasserb├Âcke, ebenso Berlin Ost und Hodenhagen.
Die Rappenantilopen in Gelsenkirchen scheinen Geschichte zu sein.
Litschi-Wasserb├Âcke hat noch Aschersleben.
(15.03.2006, 00:00)
Dirk K:   Krefeld hat keine Dorkasgazellen mehr. Zu den gr. Kudus zogen die Springb├Âcke von der Savanne (nur noch zwei M├Ąnnchen).
Einen Thompsongazellenbock m├╝sste Berlin auch noch haben.
(15.03.2006, 00:00)
Hannes:   Wurde schon gesagt welche die h├Ąufigste Antilopenart in deutschen Zoos ist?
(15.03.2006, 00:00)
Aguti:   @Kornell

Klippspringer: Stuttgart, evt. Karlsruhe
Rotducker: N├╝rnberg, Landau, Hannover
Kropfgazelle: Karlsruhe
Sitatunga: Rheine
Steppenelen: Saarbr├╝cken
(15.03.2006, 00:00)
KORNEL:   Habe mir erlaubt hier eine Aufstellung
meiner Liste aufzuf├╝hren. Leider ist
diese Liste unvollst├Ąndig - Berlin Ost,
Hamburg, Wuppertal und Stuttgart fehlen
hier, w├Ąre nett wenn Diese erg├Ąnzt bzw
korrigiert werden k├Ânnte!

Klippspringer: Frankfurt
Kirk-Dik-Dik : Duisburg, Hannover
Rotducker: Berlin
Blauducker:Krefeld
Rotr├╝ckenducker: N├╝rnberg
Thomsongazelle: Hannover, Leibzig
Dorkasgazelle: Hannover, Krefeld, M├╝nchen
Pers. Kropfgazelle: Berlin, Heidelberg, N├╝rnberg
Springbock: Berlin, Hannover, Krefeld, M├╝nster
Hirschziegenantilope: Dortmund, Dresden, Hamburg, Hamm, Heidelberg, Karlsruhe, K├Âln, Kronberg, M├╝nchen, N├╝rnberg, Rostock
Dama-Gazelle: Berlin
Mhorr-Gazelle: Frankfurt, M├╝nchen
Vierhornantilope: Berlin
Sitatunga: Berlin, Dortmund, Gelsenkirchen, K├Âln,
Tieflandnayla: Dresden, Duisburg, Gelsenkirchen, Hannover, Krefeld, Kronberg, M├╝nchen, Osnabr├╝ck
Kleiner Kudu: Hannover, Osnabr├╝ck
Grosser Kudu: Berlin, Duisburg, Gelsenkirchen, Heidelberg, Hoyerswerda, Krefeld, Kronberg, Magdeburg, M├╝nchen
Nilgau: Augsburg, Berlin, Dortmund, Dresden, Hamm, M├╝nchen, N├╝rnberg, Rostock
Bongo: Berlin, Duisburg, Frankfurt, M├╝nster, N├╝rnberg
Steppenelen: Berlin, Dortmund, Gelsenkirchen, Hamm, Hannover, Karlsruhe, Kronberg, M├╝nchen, M├╝nster, N├╝rnberg, Osnabr├╝ck, Rostock
Grays-Wasserbock: Berlin, Osnabr├╝ck
Defassa-Wasserbock: Berlin, Hamm, Krefeld, Magdeburg, M├╝nchen, M├╝nster
Litschi-Wasserbock: Berlin, Rostock
Blessbock: Duisburg, Gelsenkirchen, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe,
Impala: Hannover, K├Âln, Osnabr├╝ck
Kaama: Hannover
Saiga-Antilope: K├Âln, N├╝rnberg
Arab. Orix: Berlin
Mendesantilope: Berlin, Hannover, N├╝rnberg
S├Ąbelantilope: Berlin, Karlsruhe, Krefeld, Leibzig,
Spiessbock: Berlin, Magdeburg
Pferdeantilope: Berlin, Dortmund, Hannover, Rostock
Rappenantilope: Berlin, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hoyerswerda,
(15.03.2006, 00:00)
Oldzooboy:   Ich hoffe doch sehr, das der Pangea-Pak 2007 er├Âffnet wird, denn ich w├╝rde zu gern einmal Jentinkducker und Giraffengazellen sehen(Zebraducker kenne ich noch aus Fankfurt),es w├Ąre toll,wenn die diese Arten wirklich bekommen.Rotducker gibt es ja jetzt wieder in mehreren Zoos zu sehen.Wurden die denn schon vor dem Import von Dresden irgendwo in Europa gehalten und gez├╝chtet ? Ausserdem habe ich geh├Ârt, das Arnheim seine Streifengnus gegen Wei├čbartgnus austauschen will,wei├č Jemand Genaueres dazu ?
(09.11.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Auf der Gemeindeseite epe.nl gibt es einen zus├Ątzlichen Link "Pangea Parc" mit Hinweisen ├╝ber Planung und Fortgang des Projektes. Der letzte Eintrag ist zwar von M├Ąrz, aber vieleicht ist es jemanden eine Hilfe!
(09.11.2005, 00:00)
Susanne:   Ach so, "Epe 2". Ich wu├čte nicht, da├č die sich jetzt auch Pangaea nennen. Ja, mein letzter Stand ist, da├č in Epe wild geplant wird, aber der Bau (auch wegen Anwohnerproblemen) noch nicht begonnen wurde. Sicher 2007 nicht fertig.
Da das ein Zodiac-Zoo-Park ist, wird es a) einfach und praktisch gebaut, aber b) durchaus sch├Ân und tiergerecht. Siehe Epe, Overloon, Leeuwarden.
Jedenfalls kommt da keine Betonfelsfirma und klotzt einen Zoo hin - schon mal beruhigend.
Au├čerden haben die im Moment alle H├Ąnde voll zu tun, den letztes Jahr dazugekauften Park in Enschede auszubauen und mit Tiergehegen zu versehen.
(08.11.2005, 00:00)
Ronald Masell:   @Susanne
Diese Webseite ist gemeint
http://www.pangeaparc.nl
(08.11.2005, 00:00)
Susanne:   @ Oldzooboy:
Welche Website denn?
Ich bin in NL sicher nicht auf dem Laufenden, aber ich dachte bisher, Pangaea w├Ąre der urspr├╝ngliche Name des Gaiapark Kerkrade gewesen (zumindest, als er noch bei Genk/B den alten Zoo dort ersetzen sollte). Oder habe ich da was ganz falsch verstanden?
(08.11.2005, 00:00)
Sven P. Peter:   @Axel Schelling: Auf der Hagenbecker Anlagen leben au├čerdem noch Nilg├Ąnse, Perlh├╝hner und Hornraben.
(07.11.2005, 00:00)
Axel Schelling:   @Oldzooboy
Deine Vermutung bez├╝glich der Springb├Âcke in Hamburg ist richtig. Der gesamte Bestand ging im Tausch gegen Impalas nach Hannover. Bei meinem letzten Besuch Ende September lebten auf dieser Anlage neben den Girafen nur Kudus und Impalas.
(07.11.2005, 00:00)
Axel Schelling:   @Susanne
Das es in K├Âln Wildesel in der M├Ąnnergruppe Grevyzebras gibt stimmt. Es sind dies jedoch junge Somali-Hengste. Die Onager werden seit l├Ąngerer Zeit schon direkt am Zooeingang gehalten.
(07.11.2005, 00:00)
Oldzooboy:   @Matthias Papies
Leider ist mein Holl├Ąndisch nicht Besonders,aber auf der Webside des Parkes steht zu lesen,das er 2007 er├Âffnet werden soll, das hei├čt, das zum jetzigen Zeitpunkt die Planungen doch laufen m├╝├čten, und auch ein Baubeginn sollte demzufolge nicht mehr in allzu weiter Ferne liegen.
(07.11.2005, 00:00)
Matthias Papies:   @Oldzooboy
Der Pangaepark in den Niederlanden muss erstmal geplant und gebaut werden. Soweit ich das beurteilen kann sind das momentan "nur" Ideen.
(07.11.2005, 00:00)
Saya:   http://www.totallywild.net/news.php?code=gnu

Die G├Ąnserndorfer Gnus sind in Port Lympne.
(06.11.2005, 00:00)
Susanne:   fast alle G├Ąnserndorfer Tiere sind in Safariparks im S├╝den verkauft worden, ich glaube nach Italien und Mallorca.
In K├Âln standen doch zwischendurch Onager bei den Zebras (zum 1. April als streifenlose Nachzuchten pr├Ąsentiert)
(06.11.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Wei├č eigentlich jemand, was aus der gro├čen Streifengnuherde in G├Ąnserndorf geworden ist?
F├╝r Gnus in Gesellschaftshaltung geeignete Anlagen gibt es ├╝brigens durchaus in deutschen Zoos, ich denke da z.B. an die Afrikawiese in Neuwied. K├Âln hatte fr├╝her Streifengnus mit Chapmanzebras zusammen in der Zebra-Anlage, gen├╝gend Stallraum m├╝sste also vorhanden sein. Und da die Grevy-Hengstherde nie sehr gro├č zu werden scheint: Warum nicht eine Junggesellengruppe Streifengnus darin testen? Die K├Âlner Zooleitung soll doch neuen Ideen gegen├╝ber sehr aufgeschlossen sein!

Und als Nachtrag zu meinem letzten Beitrag: Laut Gerlachs Buch hatte auch Hannover zu Ruhes Zeiten Saigas.
(06.11.2005, 00:00)
Oldzooboy:   Gibts es inzwischen irgendwelche Neigkeiten zu den geplanten Haltungen von Giraffengazellen,Zebra,-und Jentinkduckern in dem neuen Zoo"Pangeapark"in en Niederlanden ? Und zumindestens in ├Âsterreich wird es eine neue Gnuhaltung geben,der Zoo Scmiding m├Âchte Gnus halten!Ich glaube nicht,das irgendein deutscher Zoo wieder mit der Gnuhaltung beginnen wird,das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
(05.11.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Aus aktuellem Anlass, nachdem Gelsenkirchen nun seine Rappenantilopen abgegeben hat: Der "Abschuss" des zoologischen Leiters G├╝rtler d├╝rfte sich sehr nachteilig auf die zuk├╝nftige Antilopenpr├Ąsenz im ZOOM auswirken. Ich hatte bei meinen Recherchen zu Pferdeantilopen einerseits sowie den Kuhantilopenverwandten andererseits mehrfach mit ihm zu tun und gewann den Eindruck, dass er gern eine gr├Â├čere Antilopenkollektion aufgebaut h├Ątte (und die damalige war schon nicht klein). So bekundete er sein Interesse, Gelsenkirchen zu einem neuen Zuchtstandort f├╝r Pferdeantilopen zu machen und auch wieder Gnus auf die Afrika-Anlage zu bringen. Leider waren ihm seinerzeit schon die H├Ąnde gebunden, da die Umbauplanungen sich dahinzogen und deshalb keine neuen Gro├čtiere mehr in den Bestand genommen werden konnten.
Wenn es also k├╝nftig bei dem bleibt, was ZOOM auf seiner Website als geplantes Artenspektrum f├╝r "Afrika" pr├Ąsentiert, dann ist der Antilopenreichtum dort endg├╝ltig auf Normalniveau geschrumpft.

Noch zwei "historische" Anmerkungen: Die von Michael Amend erw├Ąhnten Giraffengazellen in Hannover gab es definitiv, Richard Gerlach erw├Ąhnt sie in "Mein Zoo-Buch". Hier kam sogar ein Kitz zur Welt, doch wird nicht erw├Ąhnt, wo es gezeugt wurde und was mit den Tieren geschah.

Und es gab au├čer K├Âln, Berlin (Tierpark) und N├╝rnberg in neuerer Zeit einen weiteren Halter von Saigas! Im Tierpark Neum├╝nster wurde in den 80ern ein Haltungsversuch gestartet, ich habe die Tiere selbst gesehen (auf einer umz├Ąunten Waldlichtung...). Sehr lange kann die Haltung aber nicht ├╝berdauert haben.
(04.11.2005, 00:00)
Matthias Papies:   Nachdem Hannover seit 2 Jahren nur noch Kaama-Weibchen hatte, schien es dass auch diese Art aus den Zoos verschwindet.
Aber vor einigen Monaten wurden 2,0 Kaamas aus St. Catherines Island (USA) via Poznan importiert. Ein Bock ging weiter nach Burgers' Zoo Arnhem wo er mit dem letzten Weibchen aus Sigean und einem Weibchen aus Hannover eine neue Gruppe bilden soll.
Der andere Bock ist nach Hanover gegangen, wo er mit 3 Weibchen zusammengewoehnt wurde.
(06.09.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Die zeit dr├Ąngt ja nicht, und mit ihr w├Ąchst ja sicher auch die Erfahrung, zumal gerade der Aspekt der besonderen Gemeinschaftshaltung zus├Ątzlich interessant ist. Also, wenn bei ihnen etwas Luft ist, und auch wenn es bis dahin noch etwas dauern sollte, verwerfen sie es nicht g├Ąnzlich. Wo der artikel dann ver├Âffentlicht w├╝rde, ist mir eigentlich egal.
(19.07.2005, 00:00)
Michael Amend:   Ein Artikel ├╝ber meine Erfahrungen mit Gnus halte ich zwar durchaus f├╝r eine gute Idee,derzeit arbeite ich aber an zwei anderen Artikel und Stoff f├╝r die n├Ąchsten zehn Artikel habe ich bereits,so das sich der gew├╝nschte Artikel ├╝ber Gnus nciht verwirklcihen l├Ą├čt,zumal ich auch nur f├╝r den Hannoveraner"zoofreund"und den"tiergarten Rundbrief"schreibe,Sorry!
(15.07.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Ich w├╝rde mir einmal einen ausf├╝hrlichen, zusammenfassenden Artikel ├╝ber die pers├Ânlichen Erfahrungen von herrn Amend mit der Gnuhaltung w├╝nschen ( im Tiergarten - Rundbrief oder auch im Arbeitsplatz Zoo). Es w├Ąre sicher interessant, einige Tipps und vielleicht auch Kniffe zu erfahren, da ( scheinbare)Unattraktivit├Ąt und angebliche Agressivit├Ąt nicht die einzigen Gr├╝nde sein k├Ânnen weshalb manche Kuh- Antilopenarten so selten geworden sind.Denn eugentlich halten sich nur Impalas und Ble├čb├Âcke ann├Ąhernd befriedgend, w├Ąhrend selbst in Dvur Kralove keine Roten Kuhantilopen mehr gehalten werden und trotz urspr├╝nglich gro├čen Zuchtpotentials maximal ein bis zwei K├Ąlber bei zwei Gnuarten ( eine davon in zwei Unterarten) aufgezogen werden. Niedergeschriebene Praxiserfahrung w├Ąre da sehr willkommen. Im Zoo Lissabon existiert ├╝brigens noch eine sch├Âne Herde Streifengnus sowie die letzten beiden Buntb├Âcke in Europa.
(15.07.2005, 00:00)
Oldzooboy:   Wenn Hagenbeck jetzt Impalas auf der Giraffen-Anlage hat,die von Hannover geliefert wurden,dieser im Gegenzug von
Hagenbeck Springb├Âcke erhalten hat,tut sich bei mir die Frage auf, ob Hagenbeck jetzt ├╝berhaupt noch Springb├Âcke hat,oder diese einfach gegen die Impalas ausgetauscht hat.Das w├Ąre wohl wahrscheinlich,denn besonders gro├č ist die Hamburger Giraffen-Anlage wahrlich nicht,um dort gleich zwei in Rudeln lebende Antilopen-Formen zu halten.....Au├čerdem habe ich geh├Ârt,das
Magdeburg die Gro├čen Kudus gegen Elenantilopen ersetzt hat.Wenn das stimmt,frage ich mich,wie wohl der Grevy-Hengst auf den Elenbullen reagieren wird.... Und ob die Anlage dann noch so sch├Ân gr├╝n bleibt ?
(12.07.2005, 00:00)
Michael Amend:   Impalas gab es auch mal in Dortmund,die werden aber schon seit Jahren nicht mehr gehalten.Wenn die Zoos heute ncoh Antilopen halten,dann h├Âchstens 3-5 Arten,Ausnahme wie die beiden Berliner G├Ąrten gibt es nur wenige.
(12.06.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Den Vorwurf der Artenreduzierung bei den Antilopen im Hinterkopf habe ich vergangene Tage im Dortmunder Zoo auch entsprechende Feststellungen bei den Antilopen getroffen. Eine sehr sch├Âne Gemeinschaftshaltung vor Nilgau und Hirschziegenantilopen, mit einigen Jungtieren. Einige Elen- und Pferdeantilopen mit Nachzucht, das war's. So aus der Erinnerung heraus fehlten Kudus, Rappenantilopen und Sitatungas. Die einstmals so reichhaltig besetzten Gehege f├╝r Antilopen und Zebras wirkten recht " entv├Âlkert ". Wirklich schade !
(12.06.2005, 00:00)
Michael Amend:   Ich arbeite nun seit 5 Jahren mit GNus und ahbe in dieser Ziet zwei Gruppen betreut.Die alte GRuppe mu├čten wir aufl├Âsen wegen des Umbaues der Afrika-Analge.Um den Tieren den stressigen R├╝cktransport zu ersprene,haben wir eine neue Gruppe aufgebaut mit Tieren aus Arnheim,Beekse Bergen und Kaunas.Nenenswerte Probleme haben mir beide Gruppen nicht gemacht,werde mir gegen├╝ber,nur der erste Bulle war eienr Kuh von zeit zu Zeit gegen├╝ber aggressiv,da er zu dieser nachts im Stall keinen Sichtkonatkt hatte.Als ich die Tiere ab dem Fr├╝hjahr ├╝ber nahct in der Au├čenanlage lassen konnte,verschwan d das auf der Stelle.Ich ahbe auch keien Probleme,die Anlage in Anwesenheit der Tiere zu betreten,die mir sofort ausweichen.Ganz anders meien Erfahrungne mit Gro├čen Kudus und Elenantilopen,die ich in einem anderen zoo betreut habe.Zu den Elen war es v├Âllig unm├Âglich,hineinzugehen,der Bulle hat sofort angegriffen!Einmal hat er fast eien Hilfsarbeiter erwischt,der ohne meien Wissen in die Analge gehen wollte.Ich konnt eihn gearde noch zur├╝ckreie├čn,wenige Sekunden sp├Ąter und der mann w├Ąre platt gewesen.Da der mann der duetschen Spreache nur sehr wenig m├Ąchtig war,hat er auch nicht verstanden,warum ich das getan ahbe,er stammelt nur"das nur KUh,mir nichts machen"Von wegen.Nun,zu den Kudus mu├čte ich leider in die Analge,da der einzige Weg,der zum Wirstchaftshof des Zoso und zu meinner Futterk├╝che f├╝hrte,durch die Afrika-Anbalge geht!Leider waren die handwerker des Betriebes der Meinung,in einem Streichelzoo zu arbeiten und hatten ncihst esseres zu tun,den ohnehins chon aggressiven Kudubullen noch ans Auto anzuf├╝ttern und anzufassen.Das Tier griff mcih st├Ąndig an,und ihc hatte reichlcih M├ťhe,mich gegen den Kudubullen behaupten zu k├Ânnen.Ich beschweret mich nat├╝rlich ├╝ber die Handwerker,,die,zur Rede argumentierten,ich seie doch nur neidisch,weil diese so ein gutes Verh├Ąltnis zu dem Tier h├Ątten und ich nciht!Auch das Betreten der Nyala-Analge war nicht ungef├Ąhrlich,der Bock betarchtetd as jedesmal als ein Eindringen ins ein Territorium,das er mit heftigen Drohen beantwortete!Ich finde Waldb├Âcke bei Weitem aggressiver als Gnus,die eben nciht territorial sind!
(07.06.2005, 00:00)
Oldzooboy:   Ich habe mich letzte Woche mit einem Tierpfleger unterhalten,der mehr als 20 jahre Gnus betreut hat und erfolgreich gez├╝chtet hat.Dann gab es einen Wechsel in der Zooleitung Mitte der 80iger Jahre
und einer der ersten Arten,die aus dem Bestand verschwanden,nach ├╝ber 40j├Ąhriger,fortw├Ąhrender Zucht,waren die Streigfengnus.Als Gr├╝nde wurden die Aggressivit├Ąt des Gnubullen gegen├╝ber seinen K├╝hen und den Pflegern angegeben sowie eine Krankheit namens Katharalfieber,das wohl pl├Âtzlich und schnell zum Tode f├╝hrt.Gnus gelten als ├ťbertr├Ąger dieses Fiebers.Seltsamerweise hatte der Zoo keinen einzigen Fall dieser Krankheit,und,Schafe,Ziegen und Rinder sind ebenso ├ťbertr├Ąger des Katharalfiebers.Verzichtet deswegen irgendein Zoo auf seine Streichelgehege ? Wohl kaum.Die Gnus wurden gegen Kudus ausgetauscht.Leider hat der gro├če Bulle zwei jahre sp├Ąter eine hochtragende Kuh get├Âtet,und auch die Pfleger,wie mir dieser Tierpfleger erz├Ąhlte,hatten ihre wahre Freude mit dem Tier.Nur zum Thema,die Gnus seien so aggressiv.
(07.06.2005, 00:00)
Michael Amend:   Ich habe in Cincinnati einer spektakul├Ąren Gepardenf├╝tterung beiwohnen d├╝rfen.Die beiden Tiere erhielten in Edelstahlsch├╝sseln industriell hergestelltes Katzenfutter......Ja,in den USA findet das zunehmend Verbreitung.....Nichts mit Beutesimulator mit toten H├╝hnern dran....In san Francisco habe ich tats├Ąchlcih eine Ganzk├Ârperf├╝tterung gesehen.Diese wurde am Eingang des raubtierhauses mit eienr riesigen Hinweistafel angek├╝ndigt mit der Warung,wer den Anblick toter Tiere nicht ertarge,am Besten der F├╝tterung fernzubleiben!Tja,was ich dann ges├ęhen ahbe,fand ich bemerkenswert.Direkt neben dem L├Âwenk├Ąfig befand sich die Futterk├╝che,deren T├╝r sperrangelweit ge├Âffnet war.Darin konnte man die beiden Tierpfleger wunderbar beim H├Ąuten derarmen Kaninchen zusehen....
Das amerikanische Kuscheltier-Publikum akzeptiert das eben nicht.Als ich bei einem Abendessen mit Tierpflegern aus dem Zoo Los Angeles erw├Ąhnte,das in Deutschalnd Pferde gegessen werden,und zwar von menschen,haben die mcih angesehen,als s├Ą├če Elvis Presley vor Ihnen....
(04.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Bislang ist mir nur ein Zoo in Deutschland bekannt, der dazu steht und auch im Zoof├╝hrer auch ein Bild eines verf├╝tterten Kaffernb├╝ffel zeigt. Dies wurde von Zooleuten auch gelegentlich in den Medien angeregt. Ganztierverf├╝tterungen sah ich auch schon, doch waren dies Zwergziegen. Mancherorts habe ich aber auch schon geh├Ąutete Meerschweinchen im Futternapf erblickt. Man wollte wohl den Besuchern die Verabreichung von Knuddeltieren nicht zumuten! Doch wenn ich Raubtiere sehen will, muss ich akzeptieren das sie Fleisch essen und mir nicht w├╝nschen, dass sie auf M├╝sli umgestellt werden. Dies w├Ąre eine ebenso grosse Tierqu├Ąlerei wie die oft zu h├Ârende K├Ąfighaltung! Ich h├Ątte kein Problem zu wissen, dass das kleine s├╝sse Antilopenkitz morgen schon von L├Âwen verspeist wird, die Natur hat in der Vermehrung der Arten Verluste durch Beutegreifer einkalkuliert und im Zoo wird sicherlich ein gr├Âsserer Prozentsatz der Jungtiere gross als in freier Wildbahn! Das die Amerikaner so verfahren und nur nachziehen, wenn Bedarf herrscht, verwundert mich schon zu h├Âren!
(03.06.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   Das ist doch eine ineressante Randbemerkung: Das Verf├╝ttern von ├╝berz├Ąhligen Tieren. Ich denke, es macht mehr Sinn, sie zu verf├╝ttern, als die Zucht ganz einzustellen. Wom├Âglich mit hife von irgendwelchen Pr├Ąparaten.
Soweit ich geh├Ârt habe, gibt es dieses Futterangebot ja auch schon in einigen Zoos. Den "sensiblen" Amerikanern kann man das bestimmt nicht zumuten. Aber w├Ąre es nicht mal an der Zeit, dieses in Deutschland anzufangen. Mir ist eine gut gehaltene und sp├Ąter verf├╝tterte Antilope lieber als ein Tier aus einer Massentierhaltung.
Und die Vermehrung ist doch auch ein gutes Besch├Ąftigungprogramm f├╝r die gehaltenen Tiere.
(03.06.2005, 00:00)
Michael Amend:   Im Wild Animal Park San Diego werden ganzj├Ąhrig Antilopen nachgezogen,zumindetsens die Arten, die in den Gro├čgehegen in gro├čen Herden gehalten werden.So sah ich reichlich K├Ąlber bei Wei├čbartgnus,B├╝schelohr-Spie├čb├Âcken,diversen wasserb├Âcken usw.Auch bei den Riesenelen sah ich noch K├älber des Jahrgangs 2002,seit 2003 wurde die Zucht unterbrochen(bei allen Riesenelenhaltern)Auch im Fossil Rim Wildlife Center in Texas sah ich zumindestens reichlcih Gnuk├Ąlber.(dort werden mehr als 30 Gnus gehalten)Bei den Giraffegazellen,die ich in mehreren Zoos sah,waren stets die B├ľcke getrennt,Ausnahme Dallas und Phoenix.Kitze sah ichj leider keien,nur das Weib in Dallas war tr├Ąchtig,hat aber leider verworfen.Mal sehen,was ich in diesem herbst so an Antilopen-Nachwuchs sehe...Im ├ťbrigen ist das Verf├╝ttern ├╝berz├Ąhliger HUftiere in den
Usa ein absolutes Tabu!
(01.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Das ├╝berrascht mich schon, zu h├Âren, dass in den USA nur noch Antilopen nachgezogen werden, wenn es Abnehmer daf├╝r gibt. Das europ├Ąische Zoos diese Chance nicht nutzen, schon alleine um das gering verf├╝gbare Gen-Material mancher Zoopopulationen aufzufrischen und vor allem sicherlich attraktive neue Arten in die Best├Ąnde zu holen! Wie viele Infotafeln in den Zoos zeigen die Nahrungsnutzung afrikanischer Savannenbewohner und darunter eben die Giraffengazelle! Mich machen solche Tafeln neugierig und vielen Besuchern geht es sicherlich ebenso! Das Versuche in den 50/60ern fehlgeschlagen sind, so manche Tierform in Europas Zoos zu etaplieren, liegt sicherlich auch am seinerzeit nur begrenzten Wissen der Zoologen, das heute wohl umfangreicher ist. Notfalls l├Ąsst sich das Haltungs-KnowHow mit importieren. Die Amerikaner handhaben dies sicher nicht als Geheimnis der nationalen Sicherheit, bei Koalas ging┬┤s ja auch! Einige Zoos unserer Breiten haben doch ausreichende Fl├Ąchen f├╝r interessant zus├Ątzliche Huftierherden, und wenn es "nur" Gnus sein sollten (Ruhrzoo, Friedrichsfelde, Whipsnade, Prag, Z├╝rich...)!
(01.06.2005, 00:00)
Michael Amend:   Giraffengazellen wurden in Deutschland noch in Berlin und wahrscheinlich auch in Hannover gehalten.Zu diesen Tieren habe ich leider keine n├Ąheren Informationen,wahrscheinlich wurde diese nur kurz gehalten und dann weiterverkauft. Trotz der Zucht in Farnkfurt , hat Berlin 1965 1,2 Gerenuks aus kenia importiert und sie im Antilopenhaus ausgestellt.Die Haltung war nciht von langer Dauer, das erste Weibchen starb bereits 1966 ,der BOck 1967 und das verbliebene Weibchen 1969. Frankfurt importierte seien ersten Somali-Gerenuks 1956 und konnte bereits 1957 die Welterstzucht verbuchen,zwei Kitze wurden geboren.Fast j├Ąhrlich gab es Nachwuchs,bis der Zuchtbock starb und mit eienm Sohn weitergez├╝chtet wurde.Als dieser starb,sah es schlecht aus,denn aus Europa waren keien Tiere zu bekommen!Es dauert ein paar Jahre,bis Frankfurt wieder eienn Wildfang-Bock erhielt.Dummerweise waren zu diesem Zeitpunkt die Weibchen f├╝r die Zucht zu alt....Die Tiere starben nach und nach, zuletzt der BOck 1979,als letzte Giraffengazelle in Europa.Im Bellevue Zoo Manchester wurden kurzzeitig auch zwei Gerenuk-B├Âcke gehalten.Der erste Bock"Guy"traf 1954 in Manchester ein,der zweite"Garry" 1955.Leider rutschte er aus und brach sich den Oberschenckel.Wahrscheinlich ist er auch daran gestorben,denn der Zoof├╝hrer von 1957 verzeichnet keien Gerenuks mehr!Auf der 1956iger Ausgabe war sogar ein Gerenuk das Titelmotiv! Neaple hat zu Zeiten seiner enormen Antilopen-Sammlung benfalsl Giraffengazellen gehabt,Rom vermutlich auch.Da m├╝├čte ich aber nochmal nachschauen.In den USa gibt es eienn Bestand von ca. 100 Gerenuks,und aufgrund mangelnder Abnehmer wird zur Zeit nicht gez├╝chtet.In den USa werden HUftiere n├Ąmlich nur gez├╝chtet,wenn es Abnehmer f├╝r sie gibt.So werden zur Zeit auch,obwohl stark bedroht,keien Riesenelen gez├╝chtet.Diese Methode ist sehr gewagt,sollten eventuell mal gleich mehrere Gruppen zusammenbrechen....
(31.05.2005, 00:00)
Oldzooboy:   Hallo!
Als bekennder Antilopenfan bin ich ├╝ber den Beitrag ├╝ber die Antilopen im Forum sehr angetan! Bseonders Giraffengazellen faszinieren mich , obwohl ich mich nur wage an die letzten Gerenuks im Frankfurter Zoo erinnern kann.Ich war damals noch ein Kind.Ich finde es sehr Schade,das diese wundersch├Ânen Tiere nicht mehr gehalten werden,aber es waren wohl die Einzigen in Europa,oder wei├č jemand,wo diese Tiere noch gehalten wurden in Europa ? Nat├╝rlich hoffe ich, das es diesem neuen Zoo in Holland,dem Pangeaparc,gelingen wird, Gerenuks zu bekommen !
(30.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Laut der Mitteilung im Web sollen afrik. Ratten oder so den Steppenbereich bewohnt haben und schon nach kurzer Zeit das Weite gesucht haben!
(30.05.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Die Erfahrung kann ich nicht best├Ątigen. Ich konnte seit 2001 den Rundgang meistens machen, und manchmal konnte ich mehrere Tage alte Wasserb├Âcke sehen. Da das nicht mehr m├Âglich ist, halte ich den Umbau f├╝r wenig gelungen. Auch die Steppenlandschaft im Zentrum der Halle ist langweilig, hier h├Ątte man doch wenigstens Kleins├Ąuger oder V├Âgel ansiedeln k├Ânnen.
(29.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Also ich habe das neue Antilopenhaus in Berlin in Augenschein genommen, und ich muss wirklich sagen, die Besucher, die sich da beschweren, die kann ich nicht verstehen! In den letzten 5 Jahren mindestens war der Rundgang des Hauses doch eh immer geschlossen. Das Schild, auf dem stand, dass wegen Geburt der Rundgang geschlossen ist, das lie├č ja mal vermuten, die Antilopen z├╝chten in Berlin wie die Kaninchen. Aber mal ehrlich, ich habe das letzte mal Anfang der 90er den Rundgang machen d├╝rfen, danach waren immer beide T├╝ren zu. Jetzt hingegen kann man direkt zu den Giraffen und sieht zwei Seitengehege durch Glas. Das ist mehr als fr├╝her! Von daher finde ich es gar nicht schlecht gelungen, vor allem, wenn man bedenkt, wie alt der Bau ist!
(29.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Ganz so gut wie sie eigentlich k├Ânnten , erg├Ąnzen sich die beiden Berliner Tierg├Ąrten sicherlich nicht.
Was den Umbau des Antilopenhauses angeht, habe ich don dortigen Pflegern nichts Gtes dar├╝ber geh├Ârt.Den praktischen Aspekt mal au├čer Acht lassend ist wohl eine der gro├čen nachteile, das man nicht mehr alle Antilopenformen im Haus sieht und die restlcihen nur noch aus weiter Ferne. Dar├╝ber ahben sich wohl auch schon viele Besucher beschwert.Nun,fr├╝her war ich,was begehbare Antilopenh├Ąuser angeht,eher skeptisch,mittlerweile sehe ich das ein wenig anders,denn es kann durchaus funktioniern,wenn die Tiere daran gew├Âhnt sind.F├╝r Gazellen trifft das aber nicht zu!Aber denkt man an den Rundbau in Frankfurt,weder ide Zebraducker,noch die Gelbr├╝ckenducker,die Klippspringer oder zuletzt Dik-Dik's haben sihc von den Besuchern st├Âren lassen,selbst l├Ąrmende Kindergruppen haben das nciht ge├Ąndert,das hat mich sehr beeindruckt.Nachteilig warnat├╝rlich,das die Besucher eifrig und problemlos im Rundbau die Tiere f├╝ttern konnten, und dies ist bei so wertvollen Arten wie Duckern nun weniger lustig.
(29.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Ich habe nach langer Suche den Artikel zum Umbau des Berliner Raubtierhauses nicht mehr im Internet gefunden. Die betreffende Seite ist als www.zooarchitektur.com noch Online. Dies waren jedoch nur Entw├╝rfe und nur einige reichten in das Hirschrevier hinein, ein anderer Vorschlag regte den Ausbau des bisherigen Innenhofs zur Freisichtanlage und Wegef├╝hrung teilweise ├╝ber┬┤s Dach, ├Ąhnlich wie in Halle. Wenn die Zooleitung sich nun zum Ausbau der Kleinr├Ąuber-Sammlung ausspricht, halte ich dies f├╝r machbar! Hat jemand schon den Umbau des Antilopenhauses in Augenschein genommen? In einer anderen Diskusionsrunde fanden sich hierzu kaum gute Worte! Ansonsten kann ich dem Berliner Zoo beste Innovationskraft zusprechen und finde seinen Umgang mit den gewachsenen Strukturen h├Âchst feinf├╝hlig. Der Ausbau des Erweiterunsgel├Ąndes und des ehemaligen Konzertplatzes finde ich gelungen und eine abermalige Erweiterung w├╝rde hier grosse Hoffnungen wecken! Doch machen die hauptst├Ądtischen Tierg├Ąrten meist nur noch Schlagzeilen, wenn die Sparmassnahmen des Senats die Schliessung einer Einrichtung anregen. Nur selten in der Welt findet man nahebeieinander zwei sich so gut erg├Ąnzende Tierg├Ąrten, wie in Berlin!
(29.05.2005, 00:00)
Walter Koch:   Auch wenn die Hirschhaltung weiter ein-
geschr├Ąnkt werden sollte,halte ich Di-

rektor Lange f├╝r einen f├Ąhigen Zoochef.
Es fehlt einfach an Platz und die Grund-
st├╝cksspekulanten nehmen ├╝berhaupt keine
R├╝cksicht auf die Tradition dieser Ber-
liner Spitzeninstitution. In dieser
Tradition m├╝├čte der Zoo eine Erweiterung
in den Tiergarten erfahren (ein Rundweg
├╝ber die Lichtensteinbr├╝cke und bei der
Fasanerie wieder zur├╝ck ├╝ber den Land-
wehrkanal). Die Zoodirektoren und die
Zoofreunde in die Berlin brauchen unsere
Unterst├╝tzung gegen kurzsichtige Politik. Kritische Bemerkungen k├Ânnen
da auch bestimmt mal hilfreich sein,
wenn die Hauptstadt auch in weiterer
Zukunft bundes- und weltweit besondere
Beachtung finden will.
(27.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Das wird der Berliner Zoo niemals mitmachen,die Hirschhaltung im Berliner Zoo hat Tradition, auch wenn die einstige gro├če HIrschsammlung auch schon Geschichte ist. Und wenn der Zoo das doch tuen sollte, dann halte ich dortige Zooleitung f├╝r absolut unf├Ąhig und so mancher ehemaliger Berliner Zoodirektor wird sich mit Grausen im Grab umdrehen!
(27.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Wie es scheint, r├╝ckt ein neues Menschenaffenhaus in der Wilhelma mehr und mehr ins realistische Blickfeld! Als Standort ist der Bereich f├╝r afrikanische Huftiere angedacht, dort wo derzeit die Somali-Wildesel, Warzenschweine und Defassa-Wasserb├Âcke untergebracht sind. So darf man gespannt sein, was davon nach fertigstellung des Baus noch im Park zu finden sein wird! Erste Entw├╝rfe wurden von Architekturstudenten eingereicht. Die selbe Klientel hat im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zum Umbau des Raubtierhauses im Zoo Berlin den Vorschlag unterbreitet, das Hirschrevier zu opfern!
(27.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Um so entt├Ąuschender ist das Verschwinden der Gnus, wenn man bedenkt, dass es auch beim Gnu ja schon sehr bedrohte Unterarten gibt! Afrikanische Elefanten hingegen, die zunehmend nicht nur gehalten, sondern ja auch gez├╝chtet werden sollen, sind nun gar nicht mehr so bedroht, im Gegenteil, es m├╝ssen schon wieder Tiere abgeschossen werden, weil die Populationen teilweis explodieren und ganze Landstriche vernichten.
(23.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   ├ťber die Haltung von Gnus wurde hier ja schon viel sinniert, doch entt├Ąuscht es auch mich, dass sie im Boom der Afrikaanlagen nicht mehr in die Zoos zur├╝ckzufinden zu scheinen! Da haben die Leipziger diese sch├Âne "Kiwara", aber die urspr├╝nglich beabsichtigte Hinzunahme einer zus├Ątzlichen Gazellenart ist wohl vorerst vom Tisch. W├╝nschenswert w├Ąre, w├╝rden Gnus auf der k├╝nftigen Zoom-Anlage einen Platz finden. Hier wirkt sie recht weitr├Ąumig, geradezu pr├Ądistiniert f├╝r diese Tiere! Doch ist es kaum anzunehmen, dass dieser Traum verwirklicht wird! Andernorts wird ja auch gezeigt, dass sie gar nicht einmal so riesige Fl├Ąchen bed├╝rfen, der alte Landauer Auslauf war nicht so gross und der neue in Amsterdam ebenfalls! Aber im Zuge der vermehrten Haltung bedrohter Arten in den Zoos verschiebt sich auch die Ansicht der Besucher: Die Anlagen bem├╝hen sich um einen Ausschnitt fremdl├Ąndischer Natur und ihre Bewohner sind nur eine knappe Auswahl eher seltner dort anzutreffenden Arten. Es ist wie auf einem Oldtimertreffen, dutzenderweise Mercedes, Ferrari und RollsRoyce statt VW, DKW oder Opel. Erreicht wird dadurch nur die Verzehrung der Wirklichkeit. Ebenso sind Beutegreifer eher ein rareres Bild in der Wildnis!
(23.05.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Eine Vierhornantilope im Zoo Berlin lebt noch.
In Paris habe ich 2003 sowohl im Zoo als auch in der Menagerie Vierhornantilopen gesehen.
(22.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Vor drei Jahren sah ich Paris sowohl im Jardin de Plantes, als auch im Zoo Vincennes jeweils zwei Vierhornantilopen und war daher verwundert, das so seltene Tiere so nah beieinander zu finden waren! Doch nehme ich an, dass dies mit dem selben Hintergedanken geschah, wie Frankfurt seine Klippspringer verteilt. In Port Lympne sah ich seinerzeit nur ein Tier! Die Saiga-Haltung wurde ja schon vielerorts versucht und das scheitern u.a.a. in Friedrichsfelde spricht f├╝r diese Problematik. Hat Frankfurt die beiden Karlsruher Klippspringer zur├╝ckgeholt oder wo sind sie geblieben?
(22.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Saigas sind leider extrem schwierig zu halten.Jedenfalls istd er Bestand in Chomutov relativ schnell zusammengebrochen,woran wei├č ich aber auch nicht.Den Tierpark Wissel solltost du noch schnellstens besuchen,solange er noch existiert.ER sit zwar nur sehr klein,ich glaube,zwei hektar,und die gr├Â├čten Tiere,die er bieten kann,sind Zwergflu├čpferde,daf├╝r hat er aber auch noch Rohrkatzen,bei meinem Besuch 2003 sogar einen Schw├Ąrzling,Parma-K├Ąnguruhs und Binturongs sowie eine GRuppe Brauner Mangaben.Dazu nat├╝rlich noch verschiedene Krallenaffen,Kattas,Benettk├Ąnguruhs,alles in sehr,sehr sch├Ânen und artgem├Ą├čen Anlagen in einer wunderbar gestalteten Parklandschaft mit einer sehr klug durchdachten Gartengestaltung.Also,ich war sehr angetan von diesem kleine Zoo,von daher bin ich sehr auf diesen Pangeaparc gespannt......
Wei├č denn jemand,ob die letzte VIerhornantilopeim Berliner Zoo noch lebt? Leider geht es mit dieser Art in Europa bergab,auch bei Aspinall ist der Bestand zusammengeschrumpft,und ob Paris noch welche hat,bin ich mir nicht sicher.
(22.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Da sind die Saigas in Chomutov auch schon Geschichte! Trotz mehrerer Besuche dort blieben sie mir immer vorenthalten, da sie in einem Erweiterungsgel├Ąnde standen, welches nur mit einem Safari-Lkw befahren wird und dieser nur startet, wenn mindestens 10 Leute mitfahren wollen!
Der niederl├Ąndische Pangeaparc macht Hoffnungen, auch wenn er nur mit einem Bruchteil der Artenf├╝lle aufwarten sollte! Ausserdem bin ich auf den Zoo Wissen neugierig geworden, es wird also wiedermal Zeit ins Grachten-Land aufzubrechen! Doch kommende Woche steht erst mal Landau auf dem Programm!
(22.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Das ist sehr sch├Ân,aber auch ein kleines Wunder,denn der Zuchtbock ists chon l├Ąngst jenseits von gut und b├Âse,doch Totgesagte leben l├Ąnger....Eigentlich sollte K├Âln die letzten vier Saigas aus Chomutov ├╝bernehmen,leider leben diese nciht mehr,also wird auch die Saiga in K├Âln bald aussterben.Angeblich will N├╝rnberg wieder mit Saigas anfangen.
Ich kann auch Werner sonst nur zustimmen,den einstigen Reichtum an Antilopen wie einst in Hannover,wird es in dieser Form in nur einem einzigen Zoo Deutschlands nicht mehr geben.Im gegenteil,es werden sicher noch weitere Arten verschwinden.Ich finde es sehr seltsam,das bei der derzeitigen Schwemme an neuen Afrika-Anlagen,ob sie jetzt Sambesi,Samburu,Kiwara oder Sosntwie hei├čen,kein Zoo es n├Âtig hat,diese Analgen z.B wieder mit Gnus zu besetzen,wie ichs chon in diesem Forum geschrieben ahbe,das Gnu ist eiens der Charaktertiere Afrikas schlechthin und Dank"K├Ânig der L├Âwen"auch fast jedem Kind ein Begriff.
S├Ąbelantilopen,wie in Leipzig,haben auf grasbestandenen Afrika-Anlagen nciht zu suchen,Mendesantilopen,Somali-Wildesel und Dorcas-Gazellen gibt es am Sambesi......Gnus sind einfach zu gew├Âhnlich und vieeeel zu aggressiv,als das ncoh an Zoo damit wieder anfangen m├Âchte.Ich pflege jetzt seit 5 Jahren Gnus,zwei verschiedene GRuppen, und kann sagen,das diese iere nicht aggressiver als Kudus oder Elenaantilopen,beide Arten habe ich auch ein paar Jahre betreut,sind.Das Interesse der Zoodirektoren ist nciht mehr da.(in Deutschland)Viele Zoos in uneren Nachbarl├Ąndern halten noch Gnus.
Ich bin wirklich gespannt,ob es dieser Pangeaparc in den Niederlanden schafft,Zebra,-und Jentinkducker zu bekommen,Girafefngazellen k├Ânnen die durchaus aus den USA bekommen.Aber die Ducker m├╝├čten aus Afrika importiert werden.
(22.05.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Leider hat Michael vollkommen recht. Es ist erschreckend, dass Antilopen immer weniger gezeigt werden. Ich bin vor vielen Jahren noch nach Hannover gefahren ( eine Strecke 300 km ) und fand eine Superkollektion dieser sch├Ânen Tiergruppe vor. Derzeit sieht es in allen Zoos recht traurig aus, offensichtlich hat man sich abgesprochen und zeigt ├╝berall die gleichen Tiergruppen ( Elefanten, Pinguine, etc. ). Die Arten der gezeigten Antilopen gehen best├Ąndig zur├╝ck. Dabei ist es eher n├Âtig, dass der Betrachter mehrere Arten sieht, um ├╝berhaupt einen Vergleich zu haben. Gerade Antilopen und Gazellen zeigen eine absolute Vielfalt der Arten. Ich habe Verst├Ąndnis daf├╝r, dass es eine Bongo- Schwemme gibt, wenn die Zuchtgruppen gut funktionieren. Ich kann jedoch nicht verstehen, dass man einfach angibt, die Tiere sind nicht mehr. Ich m├Âchte hier keine n├Ąheren Angaben machen, aber es ist schon komisch. Ein Wei├čnackenmoorbock f├Ąllt nicht einfach tot um, dennoch ist pl├Âtzlich eine ganze Zuchtgruppe verschwunden.
Waren fr├╝her Antilopen ein fester Bestandteil, fristen sie heute ein Schattendasein. Nilgau und Sasin gab es ├╝berall und heute ? Hannover hat die Antilopen ( teilweise mit Gazellen ) vergesellschaftet gezeigt und ich hatte nicht den Eindruck, dass da etwas nicht pa├čte, im Gegenteil. Jeder, der sich n├Ąher mit der Haltung befasst, wird mir Recht geben. Es waren tolle Eindr├╝cke, die es in dieser Form nicht mehr geben wird.
Es bleibt zu hoffen, dass die Zoologen sich dieser Spezies wieder erinnern.

Letztendlich etwas Sch├Ânes. K├Âln zeigt die Saigas wieder in ihrem Gehege und sie haben zwei Jungtiere.
(21.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Es gibt ├╝brigens ein agnz hervorragendes Buch ├╝ber Antilopen,in drei B├Ąnden!Herausgegeebn 1899 von Sclater und Thomas,ist das"Book of Antelopes"heute eins ehr gesuchtes Werk,das um die 10 000 Euro gehandelt wird....Vor Jahren sollte mal ein nachdruck davon auf den Markt kommen,der aber,aus welchen Gr├╝nden auch immer,nie zu Stande kam.Den Verlag gibt es inzwischen auch nicht mehr.
Antilope ist nur ein Sammelbegriff,unter dem alle Horntr├Ąger zusammengefasst werden,die nciht zu den andrern Unterfa,milien geh├Âren(B├Âcke,Rinder,usw.)Unnter einander sind die Arten nciht n├Ąher verwandt,eine Elen hat in etwa soviel gemein wie ein Meerschweinchen mit einer Ratte.
(16.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Es ist wahr, dass vor allem der Huftiersektor in der popul├Ąrwissenschaftlichen Literatur ein Schattendasein f├╝hrt. Doch beginnt dies schon im Zeitschriftensektor: Es gibt hunderte Titel f├╝r Pferde, Hund und Katz, sowie zum Erlegen von Tieren, schon allein ein seri├Âses, die allgemeine Tierwelt behandelndes Blatt sucht man vergebens. Die es nach Einstellung von "Das Tier" verbliebenen richten sich nur an die Tiere-zu-Tode-Knuddler!
Schnell hat man erfahren, das Antilopen keine zoologisch relevante Eingruppierung ist, sondern nur ein popul├Ąre Zusammenfassung unter den Horntr├Ągern. Nun warfen sich bei mir Fragen auf, wo sie dann stehen? Lange hbe ich recherschiert, bis ich wusste, das sie zu den Rinderartigen geh├Âren! Ich denke eine umfangreiche Abhandlung f├Ąnde einen, wenn auch nur kleinen Freundeskreis (und sicher auch einen Verleger!)!
(15.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   ALso Michael, ich w├╝rde das Buch kaufen. Ich bin n├Ąmlich eigentlich erst hier durch das Forum und die Beitr├Ąge auf Antilopen aufmerksam geworden und finde sie immer spannender.
(14.05.2005, 00:00)
Jannis G├Âttling:   Eine weibliche Dorkas in Hannover soll der Unterart Gazella dorcas osiris angeh├Âren. Ein deutscher Name ist mir nicht bekannt. Bei den anderen Tieren dagegen handelt es sich um die ├╝blichen Hybride.
(14.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Wegen einiger dieser Arten,z.B Hirola, Jentinkducker und Schirrantilope habe ich in Texas extra einen riesigen Umweg per Flugzeug gemacht,um nach Brownsville zu kommen.Aber gerade wegen diesen Arten bin ich ja auch nach Amerika geflogen.Leidre gibts es nur noch zwei B├Âcke von den Jentink's,Neuimporte davon sind sehr,sehr unwahrscheinlich.Die Schirrantilopen werden in Brownsville ncoh erfolgreich gez├╝chtet,allerdings gibt es seit jahren nur noch m├Ąnnlichen Nachwuchs,ein Ph├Ąnomen,das man bei vielen Tierarten im Zoo feststellen kann,die langsam aber sicher verschwinden.Los Angeles hat nur noch ein einzelnes Weibchen,und irgendwo bei einem Privathalter in den USa soll es auch noch Schirrantilopen geben.Da es sich bei dieser wahnsinnig sch├Ânen Antilope um keine bedrohte Art handelt,wird es wohl kaum ein zoo in den Staaten geben,der sie ncohmal importiert.Aber ,die Rehantilopen,die San Diego kurz nach meinem Besuch bekommen hat,sind ja in Afrika so h├Ąufig wie bei uns das Rehwild...
Die letzte Hirola ist mittlerweile auch eingegangen.Tja,Oliver,du hast l├Ąngst nciht alle meine Antilopenfotos gesehen,die ich in den USA gemacht habe.Ich ahbe alle Formen fotografiert,au├čer zwei.Das Kleinstb├Âckchen,in san Diego nur hinter den Kulissen gehalten,war derart panisch nerv├Âs,das ich es mir nur ganz kurz ansehen konnte.Zwar hat der Kollege,der es mir gezeigt hat,gesagt,ich k├Ânnte e sauch fotografieren,das Tier w├Ąre aber mit Sicherheit voll gegen die Wand,und deswegen habe ich freiwillig auf das Foto verzichtet.Villeicht klappt es ja dieses Jahr.Die Schwarzr├╝ckenducker in san Diego haben sich in der wunderbar verwilderten Schauanlage nicht gezeigt,und die Tiere hinter den Kulissen,kein Publikum gew├Âhnt,waren ebenso nerv├Âs wie das Kleinstb├Âckchen.
Ich hoffe,das ich bei meinem n├Ąchsten besuch noch weitere tolle Bilder machen kann.Wenn ich einen Scanner h├Ątte,k├Ânnte ich ja einige dieser Bilder auf einer Homepage ├Âffentlich zug├Ąnglich machen.Mein tarum ista ber immer noch eien Dokumentation ├╝ber Antilopen in Buchform.Man wir dzwar mit
deutschsprachigen B├╝chern ├╝ber GRo├čkatzen,B├Ąren,W├Âlfe,Menschenaffen und Elefanten erschlagen,aber ├╝ber Antilopen und viele andere Tiergruppen gibt es NICHTS !!!!
(14.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ich habe schon so oft versucht, mit dem Rauchen aufzuh├Âren, aber noch nie wegen Duckern! Vielleicht ist das mal eine gute neue Idee!!! Aber mal ganz ernst, diese Liste muss ich auch ausdrucken. Allerdings kam ich in den Genuss, und durfte mir Michaels Fotos von dieser amerikanischen Vielfalt ansehen. Fast alle Arten, die er dort genannt hat (oder sogar ALLE!?!) hat er abgelichtet. Eine faszinierende Dokumentation von einer atemberaubenden Vielfalt!! Einige dieser Bilder sind auch in "Der Zoofreund" Heft M├Ąrz 2005 zu sehen! Reizvoll und bei einigen Tieren, von denen man wei├č, sie sind die letzten in Menschenhand, auch sehr beeinndruckend und ber├╝hrend!


(13.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Die Liste habe ich erst einmal ausdrucken m├╝ssen, um sie in einer ruhigen Minute zu geniesen! Jedenfalls ├╝berlege ich mit dem Rauchen noch vor dem Neuen Jahr aufzuh├Âren, der Ducker wegen!
(13.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Um den immer bedrohlicheren Artenschwund einmal u verdeutlichen,habe ich den derzeitigen Bestand an Antilopenformen(Arten und UNterarten)in Deutschland ,sowie den Antilopenebstand in den Zoos in kalifornien und Texas,die ich 2002 besucht habe,aufgelistet.

1.Antilopenbestand Deutschland

Waldb├Âcke: 8 Formen
Gr.Kudu
kl.Kudu
Bongo
Steppenelen
Sitatunga
Tieflandnyala
Nilgau
Vierhornantilope(m├Âglicherwiese schon tot,Berlin)

2.Pferdeb├Âcke 6 Formen
Rappenantilope
Pferdeantilope
S├Ąbelantilope
Mendesantilope
S├╝dafrik.Spie├čbock(Passan)
Arab. Oryx

3.Ducker 3 Formen
Gelbr├╝ckenducker
Rotducker
Blauducker

4. Kuhantilopen 4 Formen
Ble├čbock
Impala
Kaama
Streifengnu

5. Zwergantilopen 2 Formen
Klippspringer
Kirk-Dik-Dik

6. Gazellen 7 Formen
Thomsongazelle
Dama-Gazelle
mhorr-Gazelle
Springbock
Hirschziegenantilope
Pers.Kropfgazelle
Dorcasgazelle

7. Ried,-und Wasserb├Âcke 5 Formen
Mrs. Grays-Wasserbock

8. Saiga-Antilope 1 Form
Insgesamt 36 Formen, davon werden Bergriedbock,Saiga und Vierhornantilope nciht in den USA gehalten.

Antilopenbestand Kalifornien und Texas

1. Waldb├Âcke 9 Formen
Gr.Kudu
Kl.Kudu
Steppenelen
Riesenelen
Bongo
Schirrantilope
Sitatunga
Tieflandnyala
Nilgau

2. Pferdeb├Âcke 8 Formen
Rappenantilope
Pferdeantilope
S├Ąbelantilope
Mendesantilope
S├╝dafrik.Spie├čbock(Passan)
Ostafrik. Spie├čbock ( beisa)
B├╝schelohr-Spie├čbock
Arab.Oryx

3.Ducker 9 Formen
Jentinkducker
Gelbr├╝ckenducker
Blauducker
Maxwellducker
zebraducker (Bestand inzwischen erloschen)
Rotflankenducker
Schwarzr├╝ckenducker
Schwarzducker
Kronenducker

4. Kuhantilopen 7 Formen
Hirola(Hunter's Hartebeest)Tier inzwischen tot
Impala
Wei├čbartgnu
Jimela
Jackson Hartebeest
Buntbock
Ble├čbock

5. Zwergantilopen 6 Formen
Klippspringer
Moschusb├Âckchen(Suni)
G├╝nther-Dik-Dik
Kirk-Dik-Dik
Steinb├Âckchen
Kleinstb├Âckchen

6. Gazellen 17 Formen
Giraffengazelle
Thomsongazelle
Sandgazelle
Spekes-Gazelle
Dama-Gazelle
Rothals-Gazelle
Mhorrr-Gazelle
Springbock
S├Âmmering-gazelle
Rotstirn-Gazelle
Grantgazelle
Hirschziegenantilope
Pers.Kropfgazelle
Mongolische Kropfgazelle
Dorcasgazelle
Marokkanische Dorcasgazelle
Edmigazelle

7. Ried,-und Wasserb├Âcke 5 Formen
Mrs.Grays-Wasserbock
Defassa-Wasserbock
Ellipsen-wasserbock
Litschi-Wasserbock
Uganda-Kob

Macht genau 61 Formen! Abz├╝glich Hirola und Zebraducker,die beiden Einzeltiere sind tot, sind das jetzt 59 Formen,plus eine neue Art,n├Ąmlcih rehantilopen,die San Diego im Oktober 2002 bekommen hat.
Macht 60.
Vier Formen,die in Deutschland gezeigt werden,gibt es nicht in den USA:Kaama,Bergriedbock,Vierhornantilope und Rotducker.
Dem stehen aber 29 Formen gegen├╝ber,die es hierzulande nicht gibt......In den USa gibt's noch ein paar weitere Formen,die ich aber in den Zoos,die ich besucht habe,nicht gesehen habe.Jentinkducker laufen auch in den USA aus,es gibt nur ncoh zwei B├Âcke in Brownsville.Und auch die Schirrantilopen werden verschwinden.

Der san Diego Wild Animal Park h├Ąlt 37 Antilopenformen,also eine mehr,als insgesamt in allen deutschen Zoos......
Wenn es nciht so traurig w├Ąre,w├╝rde ih vielleicht dar├╝ber lachen....In ein paar Jahren wird es einige wieter Arten nciht mehr in Deutschland geben,z.B Wasserb├Âcke,die derzeit am"auslaufen"sind.
Also,wer Antilopen liebt,Nichts wie nach Amerika(oder Afrika nat├╝rlich)
Im Hannoveraner Zoof├╝hrer 197o werden immerhin 25 Antilopenformen genannt.Die gr├Â├čten Antilopensammlungen Deutschlands finden sich nat├╝rlich in Berlin.Der Tierpark h├Ątte durchaus Potenzial,ncoh weitere Antilopen aufzunehmen.....












(13.05.2005, 00:00)

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