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Vogelpark Walsrode

W. Dreier :   Noch ein Quetzahl-``Ersatz`` anbei - den gab es ganz kurz nach dem Mauerfall
(20.07.2019, 18:08)
W. Dreier :   Oh je, eigentlich wollte ich etwas ausf√ľhrlicher berichten: bleibt nur ein Fazit: ``irgendwie`` war ich befriedigt, den jetzigen Zustand immer noch ``bewerben`` zu k√∂nnen. Sicher, Sittichanzahl (gern h√§tte ich wieder Pompadoursittiche gesehen - die gab es mal um 1996), Greifv√∂gel sind nicht mehr √ľberreichlich vertreten, nur noch Bennettkasuar, auch nordische Enten fehlten etwas), doch wird das durch viele Brutpaare gerade der Hokkofamilie, auch der Kolobris und den Arassaris kompensiert (Blumenbachs Hocko, Samthokko, auch Aburria - wenn auch Crax alberti ``nicht vorkam``). Hammerh√ľhner waren dann der kr√∂nende Abschlu√ü. Weiter nicht ``√∂ffentlich`` sind die Hornwehrv√∂gel. Auch mu√ü ich gestehen dass ich mit meinem Vogelfreund die Vogelschau nicht betrachtete (5 Stunden sind weiter nicht ausreichend) - so also recht erstaunt war, was dort zum Abschlu√ü``konzert`` in der Luft war: Kronenkraniche, Ibissen, 3 Aras, Kondor!
Bliebe zu w√ľnschen, dass dieses Niveau gehalten wird!
Noch zu der sprachlichen ``Ausstattung`` der Besucher: viele, viele Holl√§nder! Ist das Gegenspieler des Keukenhof`s f√ľr sie? Unsere Reiseb√ľros in Berlin haben ja schon lange aufgegeben - selbst in der Kopplung mit Hodenhagen, ``ganz fr√ľher`` mit der Delfinschau.
(20.07.2019, 18:03)
W. Dreier :   Ein besseres Bild aus ``alten Zeiten (Al Wabra) von unten - zur Erkl√§rung des Namens Fadenhopf
(04.07.2019, 23:33)
W. Dreier :   Zu den Paradiesv√∂geln: es war kaum etwas zu machen. Die Raggis sind wohl in der Mauser , sahen sehr gerupft aus, der ``K√∂nig`` flog alle 5 Minuten eine Ehrenrunde und der Fadenhopf sa√ü st√§ndig in einer dunklen Ecke.
√úber andere ``Befunde`` bei Gelegenheit - Fadenhopf anbei
(04.07.2019, 23:26)
W. Dreier :   @G.Bardowicks: freundlichen Dank f√ľr die ausf√ľhrliche Schilderung des ``ehemaligen`` Loribereiches. Ja, es stimmt, der Bestand insgesamt ist weiterhin gro√üartig!
War es vor 3 Jahren die Hocko-Sammlung (nunmehr auch mit Daubenton-Hocko), so waren es nun die Hammerh√ľhner - wenn auch fotografisch schwer zu packen - die rannten leider immer sehr dicht am Draht herum. Der 3. Versuch, Fotos zu machen, gl√ľckte dennoch. Ein Abenteuer, das noch fast vom Stau auf der Autobahn getoppt wurde (30 km ``Fahrt`` in 2 Stunden)
(04.07.2019, 23:21)
Gudrun Bardowicks :   Das Haus hei√üt jetzt Pukara, die Arassari-Freiflughalle umfa√üt aber nur den Bereich der letzten 6 Volieren im Haus und eines Pflanzbeet, wobei es sich bei den Arassaris wohl √ľberwiegend um j√ľngere Tiere oder Einzeltiere handelt, die noch nicht zuchtf√§hig sind oder wo aktuell keine Partner zu bekommen waren, also vermutlich Tiere von Privathaltern und Privatz√ľchtern oder aus aufgel√∂sten Vogelparks. Die Zuchtpaare haben weiterhin eigene Anlagen au√üerhalb des Hauses, davon viele mit regelm√§√üiger Nachzucht in den letzten Jahren. Die gemischte Arassarigruppe bewohnt mehrere zusammengelegte K√§fige, die ehemals von Loris oder Zwergpapageien bewohnt wurden, Weitere 4 Volieren in diesem Bereich sind weiterhin vor allem mit empfindlichen kleinen Loriarten wie z.B. Zierloris besett. Der Arassari-Freiflug bezieht sich wohl auf Einzeltiere zu bestimmten F√ľtterungszeiten, die aber nur im Bereich Pukara und nicht am Eingang oder in den Flyern angegeben sind. Ich habe es noch nie geschafft, zu einer dieser F√ľtterungen dort zu sein. Es werden an die vorhandenenen Besucher wohl Weintrauben oder Beeren verteilt, mit denen das jeweils freifliegende Tier wohl unter Aufsicht gef√ľttert werden darf. Die Tiere werden auch wohl immer mal ausgewechselt. Die eigentliche Arassari-Anlage ist nicht begehbar.

Das ehemalige Lori-Atrium hei√üt schon seit zwei Jahren Pukara, wurde also schon vor der √úbernahme in diesem Jahr durch Parques Reunidos umbenannt. Mittlerweile werden dort zwar schwerpunktm√§√üig immer noch Loris in teilweise seltenen Arten und verschiedene Zwergpapageien wie z.B. der Edwards Feigenpapagei oder der Orangebrust-Zwergpapagei gehalten, aber es sind mittlerweile auch verschiedene teilweise selten gezeigte Tangarenarten, Fruchttauben in Zuchtpaaren und Paare von Schwarzschwanz- und Wei√üschwanz-Trogonen in dieses Haus eingezogen. Auch werden in der ehemaligen Mittelvoliere f√ľr Spatelschwanzpapageien, die aktuell nicht mehr in der Schau sind, jetzt ein Beo und ein Paar Graufl√ľgel- Trompetervogel gehalten. Auch gibt es in diesem Haus schon seit einigen Jahren eine Doppelvoliere f√ľr Braunr√ľcken-Goldsperlinge und vor allem australische und asiatische Prachtfinken wie z.B. Gouldamadine, Spitzschwanzamadine, Binsenastrild und Muskatfink. Auch die vordere der kleinen Au√üenvolieren an der gro√üen Papageienvoliere wird nicht mehr von Papageien oder Loris sondern verschiedenen anderen Vogelformen genutzt. Hier sah ich in den letzten Jahren z.B. Mohrensumpfhuhn, welches mittlerweile in der Paradieshalle lebt oder auch Rotfl√ľgelh√§herlinge.
Kurz gesagt wird das ehemalige Lori-Atrium aktuell schwerpunktm√§√üig zwar immer noch von Loriarten und Zwergpapageien bewohnt, etwa ein Drittel der vorhandenene Volieren hat aber einen Besatz von seltenen oder empfindlichen Arten anderer tropischer Vogelgruppen. Daher ist der Loribestand in den letzten Jahren geschrumpft, aber es gab gerade in dieser Saison aber auch Neuzug√§nge selten gezeigter Loriarten wie z.B. der Braunlori, der Rotlori und der Schwarzlori. Das Haus ist also immer noch sehr besuchenswert wie z.B. auch der des Regenwaldhauses, welches jetzt Jungle-Trail hei√üt und wo mittlerweile auch viele freifliegende Vogelarten leben, die nicht aus S√ľdostasien stammen, z.B. Riesenturakos und K√∂nigsglanzstare. Allerdings gibt es dort keine H√∂ckerst√∂rche oder Argusfasane mehr und auch der Fadenhopf ist mittlerweile ausgezogen und nur noch in den Paradiesvogel-Au√üenvolieren zu sehen. Der Bestand des Vogelparks ist allerdings weiterhin gro√üartig.
(02.06.2019, 22:08)
W. Dreier :   @P. Marburger: Danke f√ľr die Best√§tigung.
Ich erinnere mich daran, dass der Zoo Berlin vor ca,. 15 Jahren welche bekommen sollte, doch die oberste Veterin√§rabteilung Berlins den Import ablehnte, da ``die V√∂gel streng gesch√ľtzt seien``.
(02.06.2019, 20:53)
Martin Mercus :   Als ich gerade noch einmal den Beitrag von Fr. Bardowick gelesen haben, wurde ich bei "ehemaligem Lori-Atrium" etwas stutzig. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass dieser Bereich wie im Plan bereits eingezeichnet nun Pukara hei√üt. Bei den Inkas war Pukara ein Ort der Begegnung zwischen Mensch und Vogel. Inhaltlich geht es hierbei um vier gemischte Arassarigruppen, wovon je eine Freiflug einer begehbaren Voliere bekommt und dann unter Aufsicht von den Besuchern mit Blaubeeren gef√ľttert werden kann.

Das ist dann f√ľr mich doch schon eine gr√∂√üere √Ąnderung, die mich allerdings auch schlechtes ahnen l√§sst.

@Gudrun Bardowick: Wenn der Bereich nun nicht mehr Lori-Atrium heißt - wie sieht es dann mit dem Bestand der Loris aus? Wurde hier (deutlich) reduziert?
(02.06.2019, 17:38)
Patrick Marburger :   @ W. Dreier

Ja, das sollte wirklich lohnen...
(02.06.2019, 16:59)
W. Dreier :   @G. Bardowicks: Freundlichen Dank ! Mein Wissenstand liegt zu jener Zeit, als die Hornwehrv√∂gel ankamen.
(31.05.2019, 20:46)
Gudrun Bardowicks :   Neben den Hammerh√ľhnern, von denen 2 Paare in der Fasanerie bei den madagaskar-Volieren in der Schau sind, gibt es als neue Arten Gr√ľnkardinale, Pfeifschw√§ne und Maguarist√∂rche. Auch die Arassari-Sammlung wurde in den letzten Jahren um einige selten gezeigte Arten wie Krauskopf-Arassari, Pfefferfresser ( in den einsehbaren Zuchtanlagen), Hellschnabeltukan und Blaukehlarassari erweitert, die im ehemaligen Lori-Atrium untergebracht sind. Auch gibt es wieder Helmhokkos, Braunloris und Schwarzloris in der Schau. Auch Schwarzmaskenguan, Samthokko, Hornwehrvogel und Wei√üfl√ľgel-Trompeterv√∂gel sind gro√üe Rarit√§ten, die √ľberwiegend in den einsehbaren Zuchtanlagen hinter den Sittichvolieren zu finden sind. Weitere Rarit√§ten sind auch Zapfenguan, Raggis Paradiesvogel, K√∂nigsparadiesvogel und die Kiwis, wobei man letztere nur sehr selten in ihrer Nachtanlage oberhalb der Uhu-Burg sieht.

Der Fasanen- und Waservogelbestand hat in den letzten Jahren leider stark abgenommen, aber das gilt ja f√ľr die meisten zoologischen Einrichtungen. Die Sunda-Marabus habe ich bei meinem Besuch am 1.5. nicht gesehen.

Neue Anlagen sind seit der √úbernahme durch Parques Reunidos noch nicht entstanden oder im Bau und auch die Rosaflamingoanlage ist nach Abgabe der Mehrzahl der Rosaflamingos noch nicht wieder besetzt,
(30.05.2019, 23:00)
W. Dreier :   @M.Mercus: Hammerh√ľhner?? Dann ``muss`` ich doch hin! Danke f√ľr die Nachricht.
(30.05.2019, 20:53)
Martin Mercus :   Am n√§chsten Wochenende werde ich dort sein (neben Hamm, ggf. Herford, Bielefeld und Hannover). Mein letzter Besuch war vor zwei Jahren. Mal schauen, ob sich etwas getan hat. Zumindest im Bestand gab es ja immer - wenn auch kleinere - Ver√§nderungen. Ich freue mich besonders auf die Hammerh√ľhner.
(30.05.2019, 20:15)
W. Dreier :   Es ist ja hier und auch ``√∂ffentlich"" ruhig um den ``Weltvogelpark`` geworden- zumindest gibt es einen neuen Besitzer (die spanische Freizeitpark-Gruppe Parques Reunidos.).
Hat jemand Erfahrungen aus ¬ī¬īneuerer Zeit``?
(30.05.2019, 20:05)
cajun :   Laut Zootierliste Papua Kasuar.
(26.05.2019, 00:49)
Michael Mettler :   Walsrode vermeldet die Welterstzucht des Hornwehrvogels sowie bereits zweifache erfolgreiche Nachzucht des Halsband-Zwergfalken in diesem Jahr.
(09.09.2017, 11:05)
Oskar Schwitters :   Im Weltvogelpark ist nun die Europ√§ische Erstzucht des Raggi-Paradiesvogels gelungen, das K√ľken wird von Hand aufgezogen.
(25.01.2017, 17:35)
Tim Sagorski :   @ Oliver Muller:

Zumindest Rotterdam weiß ich ziemlich sicher (in der Riveira-Halle)
(05.10.2016, 16:19)
Oliver Muller :   Wei√ü jemand, ob auch andere deutsche oder europ√§ische Zoos Pl√§ne haben, Paradiesv√∂gel zu zeigen?
(05.10.2016, 10:57)
Michael Mettler :   Vielleicht ist der jugendliche Raggis Paradiesvogel eine eigene Nachzucht, im Fr√ľhjahr gab es doch eine Brut...?
(05.10.2016, 09:59)
Gudrun Bardowicks :   @Tim Sagorski: Es gibt insgesamt 5 Volieren f√ľr Paradiesv√∂gel. Der Raggis-Paradiesvogel ist in der 3.Voliere neben den Fadenh√∂pfen untergebracht. Der Volierenbesatz von der Anlage f√ľr Strau√üe aus: 2x Fadenhopf, 1x Raggis, 1x Gro√üer Paradiesvogel, 1x K√∂nigsparadiesvogel (kleine vordere Voliere). Der Raggis scheint neu in der Schau zu sein, im Fr√ľhling und Sommer war kein Raggis-Paradiesvogel in der Schau. Bei der Er√∂ffnung der Paradiesvogelanlage gab es allerdings einen adulten m√§nnlichen Raggis-Paradiesvogel mit voll ausgebildeten Schmuckfedern in der Schau, damals in der Voliere in der im Augenblick der Gro√üe Paradiesvogel gezeigt wird. Im Fr√ľhling und Sommer dieses Jahres war in der Voliere des Raggis ein K√∂nigsparadiesvogel ausgeschildert.
(04.10.2016, 21:23)
Tim Sagorski :   @ Gudrun Bardowicks:

Wo war denn der Raggi-Paradiesvogel in der Schau?

Wenn Gro√üer Paradiesvogel (1x), K√∂nigsparadiesvogel (1x) und Fadenhopf (2x) in den Volieren sind, bleibt doch eigentlich kein Platz mehr f√ľr den Raggi (der im April auch gar nicht in der Schau war).
(04.10.2016, 08:53)
Gudrun Bardowicks :   Ich war heute einmal wieder im Vogelpark Walsrode. Es gab zwar keine neuen Arten zu sehen aber die Paradiesv√∂gel (Raggis Paradiesvogel, Gro√üer Paradiesvogel, Fadenhopf) begannen mit der Balz, was besonders eindrucksvoll bei den Fadenhopfen und dem Gro√üen Paradiesvogel war. Beim in der Schau aktuell zu sehenden Raggis Paradiesvogel handelt es sich scheinbar um ein junges M√§nnchen dessen Prachtkleid mit den Schmuckfedern noch nicht voll entwickelt ist. Trotz seines jugendlichen Alters konnte man neben seinem bemerkenswerten Gesang auch schon eine Reihe von Balzritualen bei ihm beobachten, allerdings h√§ufig versteckt im Bambus. Er scheint im Gegensatz zum Gro√üen Paradiesvogel und zum K√∂nigsparadiesvogel, den ich leider nur auf dem Bildschirm im Stall beobachten konnte, sehr neugierig und nicht besonders scheu zu sein. Er besch√§ftigte sich auch intensiv mit der Voliereneinrichtung.
Auch die Fadenhopfe in den beiden Volieren der Paradiesvogelanlagen waren sehr intensiv mit der Balz beschäftigt und mit etwas Geduld toll zu beobachten.
Die beste Zeit f√ľr die Paradiesvogelbeobachtung war zwischen 11 Uhr und 12 Uhr und in den sp√§ten Nachmittagsstunden ab etwa 16:30 Uhr. Ab 18 Uhr wurden die Stalltore zu den Au√üenanlagen geschlossen und die Tiere hinter denKulissen weggesperrt, Wer die Paradievogelbalz miterleben will hat noch bis zum 30.10. die Chance hierzu. Danach geht der Vogelpark in die Winterpause.

Der Kiwi sa√ü den ganzen Tag √ľber in der linken Ecke seiner Nachtanlage vor einem Stamm und wurde erst gegen 17:30 Uhr aktiv.

Neu seit dem Sommer sind Nashornpelikane, Blutb√ľrzel-Gr√ľnarassaris, Gelbbauch-Kernknacker und Orangetupfen-Bartv√∂gel. Schwarzmaskenguane und Wei√ür√ľcken-Trompetervogel sind mit Gl√ľck in dem zug√§nglichen Bereich der Zuchtstation zu sehen wo auch die Hornwehrv√∂gel untergebracht sind.
Es waren noch viele Jungv√∂gel vor allem bei verschiedenen Tauben- und Papageienarten zu sehen, u.a. bei Gelbbrust-Fruchttauben, Schwarzkinn-Fruchttauben, Jamaika-Erdtauben, Neuguinea-Edelpapageien, Hahns Zwergaras und Gelbschulteramazonen. Au√üerdem gab es Jungv√∂gel z.B. bei Rosaflamimgos und Chileflamingos, Roten, Wei√üen und Braunen Sichlern, Zwergdommeln, Prachtreihern, Rosal√∂fflern, Schwarzhelm-Hornv√∂geln (2 juv.), Braunohr- und Schwarzkehl-Arassaris, Gr√ľnarassaris und Japanm√∂wen (1 Jungvogel) im Familienverband zu sehen. In der Aufzuchtstation an der Paradieshalle waren je ein junger Sekret√§r und ein junger m√§nnlicher Andenkondor zu sehen und in der regul√§ren Babystation 2 junge Kronenkraniche.

Die meisten Vogelarten waren noch in ihren Außenanlagen zu sehen. Ein Besuch lohnt sich somit auch jetzt noch.

(04.10.2016, 00:06)
Gudrun Bardowicks :   Icg denke, dass es sich in erster Linie um Rostbauch-Amazilien handeln wird, da man deren Aufzuchtverhalten auch auf den Videoaufnahmen im Kolibrihaus sehen kann. Vielleicht sind aber auch Nachzuchten anderer dort gehaltener Arten dabei.
(20.05.2016, 23:18)
Michael Mettler :   Laut heutigem Zeitungsbericht (NEUE PRESSE) sind im April neun (!) Kolibris geschl√ľpft - leider kein Hinweis, welche Art(en).
(20.05.2016, 19:40)
Michael Mettler :   @Tim Sagorski: Die Aufz√§hlung w√ľrde ich im Grunde unterstreichen, aber dann muss auch die Frage erlaubt sein, warum sich im Gegensatz zu Walsrode anscheinend keiner dieser Zoos bisher selbst um die Beschaffung bem√ľht hat (immerhin muss diese ja m√∂glich sein, siehe Walsrode). Ich erinnere mich aus j√ľngerer Vergangenheit nur an einen einzelnen K√∂nigsparadiesvogel in Wuppertal (aber auch das war bereits eine Walsroder Nachzucht) und an die anfangs im K√∂lner Regenwaldhaus gehaltenen Kleinen Paradiesv√∂gel, deren Haltung aufgegeben wurde.

Ich k√∂nnte mir durchaus vorstellen, dass Walsrode nach Erf√ľllung des eigenen Bedarfs (zwecks Verbreiterung der Zuchtbasis) Paradiesvogelnachzuchten an erfahrene Privathalter mit einem "H√§ndchen" f√ľr Spezialit√§ten abgibt, so wie man es dort z.B. auch mit Kagus handhabt.
(03.05.2016, 10:34)
Oliver Muller :   Das f√§nde ich extrem cool, wenn diese wundersch√∂nen V√∂gel in Europa wieder in den Zoos heimisch w√ľrden...
(03.05.2016, 06:53)
Tim Sagorski :   Interessenten gibt es da sicher einige... In Deutschland und im n√§heren Umfeld w√ľrden mir spontan K√∂ln, Zoo Berlin, Wuppertal, Rotterdam, Antwerpen, die Avifauna oder vielleicht auch Arnheim einfallen.
(03.05.2016, 06:16)
Oliver Muller :   Br√ľten bedeutet dann ja bestenfalls auch Nachwuchs? Gibt¬īs denn schon weitere Interessenten in Europa oder gar Deutschland f√ľr Paradiesv√∂gel?
(02.05.2016, 14:25)
Tim Sagorski :   @ Oliver :
Ich vermute, dass es einfach der saison-√ľbliche Wechsel hinter die Kulissen ist... Wobei man da ja auch die Fadenhopfe aus den Volieren h√§tte nehmen k√∂nnen, da diese ja auch an anderer Stelle gezeigt werden. Vermutlich sehen sich Raggi und Gro√üer Paradiesvogel einfach zu √§hnlich und man m√∂chte (so man sie √ľberhaupt sieht) eine m√∂glichst gro√üe optische Vielfalt bieten.
(02.05.2016, 06:23)
Michael Mettler :   @Oliver M√ľller: Da die Raggis einen Monat zuvor noch gebr√ľtet haben, hoffentlich Letzteres...
(01.05.2016, 08:52)
Oliver Muller :   @Tim: Sind die Raggis dann weg oder hinter den Kulissen?
(30.04.2016, 08:34)
Tim Sagorski :   ...und auch von mir nochmal die Helm-Wehrv√∂gel (auch hier legal dank "interner" Hilfe)
(29.04.2016, 12:35)
Tim Sagorski :   Anbei noch das versprochene Foto.
(29.04.2016, 12:33)
Tim Sagorski :   Kurzes Update nach meinem Besuch (dem ersten seit 1991) im Rahmen der ZGAP-Tagung in Hodenhagen.

Nach Auskunft der regelm√§√üigen Walsrode-G√§nger neu in der Schau : 6 junge Nashornpelikane (wie bereits erw√§hnt), Orange-Tupfenbartvogel und Gro√üer Paradiesvogel (s. Foto) anstatt der Raggi¬īs in den Paradiesvogel-Volieren.
(29.04.2016, 12:27)
Michael Mettler :   Bei diesem Entenpaar st√∂√üt meine Bestimmungsliteratur an ihre Grenzen. Sicher ist der Formenkreis der Chile-Krickente (Anas flavirostris), aus dem laut ZTL die Nominatform in Walsrode gehalten wird, und deren Beschreibung entspricht auch der hintere Vogel (etwas gr√∂√üer, deshalb wahrscheinlich ein Erpel). Nach der Literatur sollen die Geschlechter aller Unterarten jeweils gleich gef√§rbt sein, wenn auch die weiblichen Tiere ein wenig blasser, und auch die Jungv√∂gel sollen sich nicht derart von den Alten unterscheiden (Madge/Burn, "Wassergefl√ľgel"). Die Schnabelf√§rbung des vorderen Vogels entsprach der des hinteren, damit fallen die grauschn√§bligen UA andinum und altipetens also als M√∂glichkeiten weg, und oxyptera m√ľsste an den Flanken noch viel heller (und grauer) sein als der hintere Vogel. Was also ist das vordere Tier? Gibt es bei der Nominatform Individuen mit so starker Ausdehnung der T√ľpfelung zu den Flanken hin? Ansonsten w√§re ja nur noch ein Hybrid denkbar.
(08.04.2016, 21:58)
Michael Mettler :   Ein im Lori-Atrium zu den noch nicht ausgeschilderten Arten befragter Pfleger hatte mir bei meinem Besuch nicht weiterhelfen k√∂nnen ("das wei√ü ich selbst noch nicht, die sind alle ganz neu hier"). Inzwischen konnte ich anhand meiner Fotos nachbestimmen: Dickschnabelorganist (Euphonia laniirostris - nicht Veilchenorganist) und Tupfenbartvogel (Capito niger), in der gemischten Tangarengruppe zudem die Gelbkopftangare (Tangara xanthocephala) - Blaukopf-, Braunkopf- und Rotstirn- alias Flammengesichttangare kann ich best√§tigen. Ich meine zwar, auch eine Goldtangare (T. arthus) in der selben Voliere gesehen zu haben, kann das aber nicht beschw√∂ren und habe leider kein Foto von diesem Vogel machen k√∂nnen.

Anbei ein Foto von zwei der f√ľnf Hornwehrv√∂gel; "legal" - da in Begleitung eines Mitarbeiters - direkt an der Voliere entstanden, Man beachte die riesigen F√ľ√üe und die knorrigen Gelenke, es sind schon sehr skurrile V√∂gel.
(08.04.2016, 21:38)
Gudrun Bardowicks :   Ich war am 5.4. 16 im Weltvogelpark und hatte am sp√§ten Vormittag kurz nach 11 Uhr das Gl√ľck, sogar beide Kiwis (1,1) im neuen Kiwi-Haus zu sehen und das M√§nnchen auch gut bei der Suche nach Insekten und anderen bodenbewohnenden Kleintieren im frisch eingebrachten Naturboden beobachten zu k√∂nnen. Am sp√§ten Nachmittag sah ich allerdings nur das M√§nnchen schlafend in der meiner Meinung nach gelungenen, gro√üz√ľgigen und im Gegensatz zur alten Unterbringung im Kolibrihaus gut einsehbaren D√§mmerungsanlage. Die angrenzenden neuen Volieren sind neben den Omei-H√§herlingen (nicht gesehen) laut Beschilderung u.a, Peru-Blaurabe, Inka-Blaurabe, Motmots, Sumbawa-Drosseln, Fadenhopf, Elsterw√ľrger und Blaukehl-H√§herling untergebracht, die vorher in der Fasanerie untergebracht waren. Einige Anlagen waren noch nicht beschildert oder aber deren Bewohner nicht zu sehen.
Die Mehrzahl der Anlagen im Vogelpark war mittlerweile besetzt. Die Brillenpelikane scheinen wieder einen Brutversuch in der Au√üenanlage zu machen. An neuen Arten waren ein gelbliches Bartvogelpaar (noch nicht beschildert), eine Uferschnepfe in der Europavoliere und vermutlich mehrere junge Nashornpelikane (noch nicht ausgeschildert) auf der bisherigen Anlage f√ľr Koskobra-Schw√§ne, Schneeg√§nse und Chile-Pelikane zu sehen. Die Chile-Pelikane sind zu den Brillenpelikanen gesetzt worden.
Die Paradiesvogelarten waren mit Ausnahme des Fadenhopfes in der Tropenhalle leider nur auf auf den Monitoren der Zuchtstation zu sehen. Die Hornwehrvögel sind weiterhin nur in der Zuchtstation in größerer Entfernung vom Besucherweg zu sehen.
Höckerstörche, Schneekraniche (2 Paare) und Weißnackenkraniche saßen scheinbar fest auf Eiern.

Sehr gute Zuchterfolge scheint es in der letzten Zeit bei Blauen Seidenkuckucks, T√ľrkis-Kotingas und Goldkopf-Quetzalen gegeben zu haben, da diese Arten in der Paradieshalle in mehreren Anlagen vertreten sind.
Den reichen Bestand an Prachtfinken und Tangaren finde ich sehr erfreulich, da diese Vogelgruppe zumindest in zoologischen G√§rten kaum noch gezeigt wird, So sind im ehemaligen Lori-Atrium u.a. Rotgesichttangaren, Blaukopftangaren, Paradiestangaren, Bay-headed Tanager, bisher nicht beschilderte Veilchenorganisten Wellenastrilden, Braunr√ľcken-Goldsperlinge und Gould-Amadinen und in der Paradieshalle Sammet-Tangare, Purpurtangare, Blaukopfpitpit und T√ľrkis-Naschvogel untergebracht.

Die ehemalige Kiwi-Anlage im weiterhin mit 3 Arten (1,0 Gr√ľnschwanzsylphe, Gro√üer Veilchenohrkolibri, Rostbauchamazilie) besetzten Kolibrihaus ist im Augenblick leer. √úber die Nachnutzung war noch nichts zu erfahren. Die urspr√ľngliche Geier- und sp√§tere Kondorvoliere neben der gut besetzten Meeresentenvoliere (Schwarznacken-Stelzenl√§ufer, Pl√ľschkopfente, Eisente, Prachteiderente, Samtente) ist neuerdings mit dem aus dem Zoo Hannover stammenden Wei√ükopfseeadler-Zuchtpaar besetzt. Die Ara-Gro√üvoliere am Lori-Atrium ist aktuell √ľberwiegend mit Ara-Nachzuchten (Blaulatzara, Hellroter Ara) besetzt.
Der einzelne Schwarzgesichtlöffler ist weiterhin in der Stelzvogel- und Möwenanlage am Kranichsee zu sehen, Bennettkasuar und Sunda-Marabu waren ausgeschildert, bei meinem Besuch aber nicht zu sehen.

Die Bl√ľtenpracht und Gartengestaltung war wieder sehr sch√∂n und der Vogelartenbestand ist weiterhin gro√üartig, auch wenn viele Arten mittlerweile in mehr als einer Anlage zu sehen sind und es aktuell keine spektakul√§ren Neuzug√§nge zu bestaunen gibt.
(08.04.2016, 18:45)
Michael Mettler :   Ja, das h√§tte mich nat√ľrlich auch begeistert. Wobei es allerdings mit der Geo-Sortierung im Park ohnehin nicht weit her ist bzw. zwischenzeitliche Tendenzen dieser Art schon wieder r√ľckg√§ngig gemacht wurden. In der ehemaligen Indonesienhalle z.B., die ja durch die dort aufgestellten Originalbauten und -skulpturen keineswegs nur eine neutrale Tropenhalle darstellen sollte, leben l√§ngst auch afrikanische und s√ľdamerikanische Arten.
(22.03.2016, 21:07)
Michael Gradowski :   Okay danke. Ich hatte ja gedacht oder gehofft, da√ü vielleicht noch andere Neuseel√§nder neu hinzugekommen sind.
(22.03.2016, 17:58)
Michael Mettler :   Im begehbaren Trakt nur die Kiwis, es ist ein einzelnes Schaugehege (erinnerte mich an das im Frankfurter Grzimekhaus). Vom anderen Trakt sind nur die Au√üenvolieren einsehbar. Ich habe mir die wenigen dort ausgeschilderten Arten nicht notiert, es waren jedenfalls keine neu gehaltenen darunter - mein Ged√§chtnis gibt momentan nur den Omei-H√§herling her (daf√ľr in gleich zwei Volieren). Einige Volieren waren noch nicht beschildert, und ich habe auch tats√§chlich nur Schilder oder -halterungen gesehen, keinen der Bewohner in natura. Leider auch keinen Kiwi :-(
(22.03.2016, 15:47)
Michael Gradowski :   @MM: Welche Arten leben denn noch im Kiwihaus?
(22.03.2016, 13:13)
Michael Mettler :   P.S. Mit "Pelikanteiche" meinte ich nur die der Brillen- und Chilepelikane, und ein paar winterharte G√§nse waren neben den Enten auch dabei. Aber eben noch nicht die "Hauptbewohner".
(20.03.2016, 16:42)
Michael Mettler :   Neu im Park ist ein Nachttierhaus f√ľr ein Kiwi-Paar neben der Anlage f√ľr Rosaflamingos. An der Haus-Au√üenseite wurden zu zwei Seiten hin neue Volierentrakte f√ľr kleine V√∂gel errichtet. Kurios dabei: W√§hrend man an allen m√∂glichen Stellen im Vogelpark seit Jahren schmale Volieren zu gro√üfl√§chigen zusammenfasst, wurden sowohl die genannten Volierenreihen als auch die im unten genannten im neuen "Blick-hinter-die-Kulissen-Bereich" wieder als schmale "Schl√§uche" errichtet. Die f√ľnf Hornwehrv√∂gel sitzen √ľbrigens immer noch in den unten beschriebenen (√§lteren) Volieren des Winterquartiers.

Einige weitere Streiflichter: Immer weniger Loris im Lori-Atrium, daf√ľr jetzt diverse Tangaren, Organisten, Prachtfinken und Tauben; Bennettkasuar neben dem verbliebenen Rothalskasuar-Hahn; Paradiesv√∂gel in der f√ľr mich noch neuen Volierenreihe nicht zu sehen, zwei Raggi-Paradiesvogelhennen sollen aber br√ľten; bisherige Kiwi-Anlage im Kolibrihaus jetzt leer; die drei einsehbaren Kolibri-Volieren wurden unterteilt, jetzt also sechs V√∂gel in der Schau (dreimal Veilchenohr, zweimal Rostbauchamazilie, eine Gr√ľnschwanzsylphe).

Leider blieb mein Besuch "unvollendet", da der Park unerwarteterweise schon um 17 Uhr schloss und ich mir die Paradieshalle f√ľr den Schluss aufgehoben hatte - die war dann aber schon ab 16.30 Uhr dicht (H√§user werden eine halbe Stunde vorher geschlossen). Auf der HP wird nur noch angegeben, dass der Park ab 10 Uhr ge√∂ffnet ist, die Schlie√üzeit von Saison und Wetter abh√§ngt und nur noch per Aushang im Park selbst ersichtlich ist... Am ersten Wochenende der Saison UND der nieders√§chsischen Osterferien h√§tte ich jedenfalls keine vorzeitige Schlie√üung erwartet. Eintritt √ľbrigens mittlerweile 20,- Euro - auch jetzt schon, obwohl etliche Anlagen noch sp√§rlichen Winterbesatz bieten (in der gro√üen Freiflugvoliere und auf den Pelikanteichen tummelten sich z.B. lediglich einige Enten) und auch die g√§rtnerischen Anlagen saisonbedingt noch nicht allzu viel bieten k√∂nnen.
(20.03.2016, 15:17)
Holger Wientjes :   Sollen die Hornwehrv√∂gel denn nochmal in einer anderen Voliere, die besser einsehbar ist, gezeigt werden ? W√§re ja schade die Tiere dauerhaft so zu verstecken.
(04.06.2015, 23:32)
Sebastian Bothe :   Man kann bei den Sittichen einen kleinen weg langgehen und gelangt zu ein paar Volieren die als Zuchtvolieren hinter den Kulissen ausgeschildert sind. Daf√ľr muss man √ľber den Wirtschaftsweg dr√ľber. Wie gesagt auf der rechten Seite ist das Winterquartier des Parks, wo die Hornwehrv√∂gel gehalten werden und extra die B√§ume gek√ľrzt wurden, damit man diese auch sieht. Das Problem dabei ist nur, dass man nur vom weitem schauen kann und somit auch immer das Gitter im weg hat. Insgesammt sind es 5 Tiere. Die Paradiesv√∂gel waren letzte Woche leider noch nicht bereit aus ihren H√§usern raus zu kommen aber sie haben schon die M√∂glichkeit dazu.
(04.06.2015, 19:36)
WolfDrei :   @S. Bothe: was hei√üt "neue Anlage hinter den Kulissen"? Von wo aus gesehen? Ich werde n√§mlich in K√ľrze Walsrode besuchen. Danke!
(04.06.2015, 19:07)
Sebastian Bothe :   Die Hornwehrv√∂gel sind inzwischen mehr oder weniger in der schau. Wenn man zur neuen Anlage hinter den Kulissen geht kann man auf der rechten Seite die Hornwehrv√∂gel sehen. Die B√§nderpitta sind leider auch nicht mehr in der Freiflughalle vorhanden.
(04.06.2015, 18:06)
Gerrit Wehrenberg :   Laut zootierliste.de ist der weibliche Rothalskasuar verstorben? Sehr schade, dass es nicht nochmal mit der Zucht geklappt hat.
(13.07.2014, 11:02)
Jennifer Weilguni :   @WolfDrei
Welch wunderschönes Foto vom Argusfasan! Da kann kein Pfau mithalten.
(14.05.2013, 21:44)
WolfDrei :   Als richtige "Erstsicht" dann die Spaltschwingentaube (anbei), die ich im Vorjahr √ľbersehen hatte und die auch jetzt schwer zu orten war. Gew√ľnscht h√§tte ich mir noch Riesenpitta und Arfaktalegalla - die blieben aber unsichtbar. Ansonsten f√ľllte sich der Park gegen 12 Uhr erklecklich, man hatte aber eine gewisse Ruhe, da alles zur Vogelschau eilte.
(10.05.2013, 16:06)
WolfDrei :   und gleich in der ersten Voliere der Paradieshalle: zwei "Kleinst"- Zwergrohrdommeln bem√ľhten sich um Pfahlstellung. Ich wu√üte nicht, dass die Nestfl√ľchter sind.
(10.05.2013, 15:57)
WolfDrei :   Nun also ein Maibesuch, Herrentag auch noch, in Walsrode: die Autobahn war noch frei, das Wetter vielversprechend - genau bis zur R√ľckfahrt, um dann exakt ab 15 Uhr bis Berlin in Dauerregen √ľberzugehen. Insgesamt eine erfolgreiche Fotoausbeute, gerade alle Hocko-artigen lie√üen sich sehen, alle Kotingas ebenfalls. Als "Erstbeobachtung" f√ľr mich: ein balzender Argusfasan! Leider kann ich hier nur einen Ausschnitt der Federstruktur eines Fl√ľgels geben.
(10.05.2013, 15:52)
Michael Mettler :   @Stefanie Fischer: Nee. Vier Arten sind ausgeschildert, aber nur zwei Arten - und davon nur je ein Einzeltier - waren zu sehen.
(01.05.2013, 22:56)
Stefanie Fischer :   @Michael Mettler: Wie funktioniert denn "zwei V√∂gel in vier Arten"? Sind da dann Hybriden? ;)
(01.05.2013, 21:22)
WolfDrei :   @MM: Dank f√ľr die Schilderung, speziell auch f√ľr die Nennung der √Ėffnungszeit! H√∂ckerstorch? Ich hatte noch Stormstorch "gelernt".
(30.04.2013, 16:38)
Michael Mettler :   ... und eine Henne des Tiefland-Klippenvogels (oder etwa ein Junghahn?).
(29.04.2013, 18:29)
Michael Mettler :   ... Rosaflamingos, so weit das Auge reicht (und hier ist l√§ngst nicht die ganze Kolonie zu sehen!)...
(29.04.2013, 18:28)
Michael Mettler :   Und als bildliche Eindr√ľcke: H√∂ckerstorch....
(29.04.2013, 18:27)
Michael Mettler :   Ein paar Eindr√ľcke vom heutigen Walsrode-Besuch:

√úberrascht wurden wir leider davon, dass der Park ab diesem Jahr erst um 10 Uhr √∂ffnet. "Dank" fr√ľher Anreise (wie seit Jahrzehnten gewohnt) durften wir also erst mal eine knappe Stunde auf Einlass warten. Eintrittspreis f√ľr Erwachsene jetzt 19 Euro. Den Hauptanteil der gesichteten Parkbesucher zwischen 10 und 14.30 Uhr bildete eine Busreisegesellschaft aus Belgien, dementsprechend war der Park in vielen Teilen komplett menschenleer - und das, wenn auch an einem Wochentag, immerhin bei sonnigem Wetter und in der Fr√ľhlingsbl√ľtensaison.

Wie √ľblich diverse Umbesetzungen im Vergleich zur Vorsaison. So ist der Besatz der im letzten Jahr gebauten Geier-Gro√üvoliere auf der ehemaligen Kasuar-Anlage schon wieder ausgezogen, die Wollkopfgeier sitzen in den alten Greifvogelvolieren und die Palmgeier in der bisherigen Waldrappenvoliere gleich hinter dem Eingang (immerhin eine Art Wiederbelebung des Urkonzeptes - historisch betrachtet war das n√§mlich die erste Greifvogelvoliere des damals noch viel kleineren Parks). In der neuen Gro√üvoliere stattdessen jetzt die Kondore. Puristen wird's grausen, denn zur Volierendekoration z√§hlt auch ein k√ľnstlicher Kaffernb√ľffelkadaver... Vom zwischenzeitlichen Ziel einer Geo-Ausrichtung vieler Anlagenkomplexe ist ohnehin nicht mehr viel zu sehen.

Beide Arten Klaffschn√§bel jetzt zusammen in der Gro√üvoliere am Kranichsee. Im Kolibrihaus wurde die d√ľstere Voliere, in der letztes Jahr noch Kotingas sa√üen, mit gucklochbewehrten W√§nden verkleidet und dient jetzt der Kiwihaltung; die ehemalige, ebenfalls d√ľstere Kiwianlage im Indoorshow-Haus besiedelt nunmehr ausgerechnet ein Rennkuckuck. In den Volieren hinter dem Rosencaf√® jetzt Kr√§henstirnvogel/Schopftinamu und Gr√ľner Stirnvogel/Goldfasan, keine Glanzstare etc. mehr.

Auf Nestern sitzen Schneekranich, Schwarzhalskranich und Marabu (auf der Strau√üenanlage; Strau√üenhahn vermutlich deshalb in einem r√ľckw√§rtigen Gehege abgesperrt, das man aus der Freiflughalle heraus im Hintergrund sehen kann). Zwei getrennt gehaltene Harpyien in den Greifvogelanlagen - also schon aus dem Winterquartier, obwohl die N√§chte doch noch ganz sch√∂n kalt sind. In den beiden einsehbaren Handaufzuchtstationen immerhin f√ľnf Brillenpelikane, ansonsten mit Haush√ľhnern, Laufenten und Rosakakadus keine Besonderheiten.

Im Freiflugbereich der Paradieshalle wurde der Bereich am rechten Ende (inklusive des Wasserbeckens) mit einer gro√üen Voliere √ľberbaut, die offenbar der Felsenhahnzucht dienen soll; 1,2 Tiefland-Klippenv√∂gel alias Guayana-/Orange-Felsenh√§hne darin gesehen, die Art ist aber noch an drei weiteren Stellen im Park untergebracht (Dort vielleicht nur H√§hne? Jedenfalls keine Hennen gesehen).

Die H√∂ckerst√∂rche (Kann mir jemand erkl√§ren, woher diese Bezeichnung kommt? Ich kenne ja noch den fr√ľheren Walsroder Vogel und h√§nge noch dessen Bezeichnung als Borneo-Wollhalsstorch an...) sind in einer der vormaligen Hornvogelvolieren der Regenwaldhalle untergebracht. Sechs Kapuzinerkotingas in der Halle gesehen, je zwei in benachbarten Volieren und zwei im Freiflug.

Beeindruckend sind immer wieder die riesigen Flamingokolonien. Weniger beeindruckend die Uhu-Burg: In der begehbaren Anlage zwei V√∂gel in vier Arten (einen Turmfalken und eine Waldohreule in der noch fast kahlen und damit leicht zu √ľberblickenden Vegetation gesehen, Schleiereule - k√∂nnte nat√ľrlich im Kasten abgetaucht gewesen sein - und Waldkauz nicht, R√∂telfalken offenbar nicht mehr in der Anlage). Eine der hinteren Eulenvolieren (vorher Sperbereulen?) steht derzeit leer.

Im Gegensatz zu fr√ľher werden inzwischen immer mehr Arten in mehreren Gehegen/Volieren gehalten. Darunter nicht nur Zoo-Rarit√§ten wie die genannten Felsenh√§hne oder diverse Madegaskarv√∂gel, sondern auch "Gew√∂hnlicheres" wie z.B. Schwarzhalsschw√§ne oder Rotkopfst√§rlinge.
(29.04.2013, 18:22)
Weltvogelpark Walsrode :   Europ√§ische Erstzucht des Goldkopf-Quetzals im Weltvogelpark Walsrode

Autor: Dipl.-Biol. Anne Hoppmann
Aufzucht-Team: Tierarzt Andreas Frei, Biologe Jan Dams, Tierpfleger Wolfgang Magnus und Sina Eggers

Wer Trogone beobachten m√∂chte, muss viel Geduld und Durchhalteverm√∂gen mitbringen. Trogone geh√∂ren zu den eher ruhigen Vertretern der Vogelwelt und sind √ľberwiegend in den Baumwipfeln zu finden, wo sie viele Stunden regungslos auf einem Ast sitzen und diesen nur vor√ľbergehend verlassen, um auf Futtersuche zu gehen. Mit den kurzen, gerundeten Fl√ľgeln k√∂nnen sie kr√§ftig, flink und fast lautlos √ľber kurze Strecken fliegen und dabei im dichten Wald exakt man√∂vrieren. Trogone br√ľten in H√∂hlen, die sie sich in freier Wildbahn in morsch werdende St√§mme oder Termitenbauten graben; sie nutzen auch nat√ľrliche Baumh√∂hlen oder verlassene Specht-H√∂hlen. Beide Geschlechter beteiligen sich am Bau der H√∂hle und bebr√ľten das Gelege gemeinsam, welches in der Regel aus zwei Eiern besteht. Beide Elterntiere versorgen ebenfalls die Jungtiere, das M√§nnchen mit gr√∂√üerem Anteil.

Ein interessanter Vertreter der Trogon-Familie ist der Goldkopf-Quetzal, der im westlichen S√ľdamerika in den feuchten W√§ldern der Anden bis in eine H√∂he von 3100 m verbreitet ist. Als Nahrung bevorzugt diese Art die Fr√ľchte der wilden Avocado- und Feigenb√§ume. Gelegentlich werden auch Insekten und kleine Reptilien gefressen. Die M√§nnchen dieser Art zeichnen sich besonders durch ihre rote Bauchf√§rbung und ihren gelben Schnabel aus. Das restliche Gefieder schimmert gr√ľn und der Kopf schillert golden. Sie besitzen zus√§tzlich bis zu 10 cm lange Schwanzfedern. Die Weibchen lassen sich gut vom M√§nnchen unterscheiden: ihr Gefieder ist nicht so schillernd, der Kopf eher grau und sie sind nicht so leuchtend gef√§rbt wie ihr m√§nnlicher Gegenpart.

Schon lange wird diese große Trogon-Art im Weltvogelpark Walsrode gehalten. Deutschlandweit wird die Art in einer zoologischen Einrichtung nur im Weltvogelpark gezeigt, europaweit wird sie nur in ganz wenigen Institutionen gehalten und wurde bisher in ganz Europa noch nicht nachgezogen. Somit lassen sich schwer neue Paare in Zoos zusammenstellen und in den letzten Jahren befanden sich nur Weibchen im Bestand des Weltvogelpark. Im März 2012 zog jedoch endlich ein neues Männchen, welches zuvor im Zoo Barcelona ebenfalls ohne Partnervogel gehalten wurde, zu unserem weiblichen Goldkopf-Quetzal ein.

Nach Ankunft des m√§nnlichen Goldkopf-Quetzals und Ablauf der Quarant√§nezeit wurde das M√§nnchen zum Weibchen in eine gro√üe, dicht bepflanzte und mit einem Wasserfall versehene Voliere in der tropischen Paradieshalle gesetzt. Den V√∂geln steht in der Voliere eine Bruth√∂hle zur Verf√ľgung, welche aus einem runden Naturholz-Stamm besteht, der bis zum Rand mit Hobelsp√§nen angef√ľllt wird. Dies animiert die Tiere, sich durch die Sp√§ne durchzugraben und eine eigene Brutkammer auszuh√∂hlen, wie sie es auch in der Natur machen w√ľrden.
Das Paar harmonierte von Anfang an sehr gut und schon Ende April 2012 konnten die Tierpfleger des Tropen-Reviers beide V√∂gel in Brutstimmung beobachten. Kurz danach kam es bereits zur ersten Ei-Ablage. Leider zerbrach das Ei nach wenigen Tagen in der H√∂hle, die mit Hilfe einer Kamera f√ľr uns einsehbar ist. Ende Mai legte das Weibchen erneut ein Ei und dieses wurde vorsorglich aus dem Nest entnommen und durch ein Kunst-Ei ersetzt. Zwei Tage sp√§ter folgte das zweite Ei. Beide Eier wurden direkt nach Eiablage in eine Brutmaschine eingelegt und somit k√ľnstlich bebr√ľtet. Nach kurzer Zeit stand fest: Die ersten Eier waren leider unbefruchtet. Doch Mitte August war es endlich so weit - das erste befruchtete Ei befand sich in der Maschine!

Nach etwa 18 Tagen Brutzeit schl√ľpfte am 04. September 2012 das erste Jungtier dieser Art in einem europ√§ischen Zoo! Da die Eier in der Brutmaschine bebr√ľtet wurden, hatte das Weibchen in der Voliere wieder Zeit, erneut zur Eiablage zu schreiten. Anfang Oktober wurden zwei weitere Eier gelegt, die wiederum in der Brutmaschine k√ľnstlich bebr√ľtet wurden. Am 21. und 23. Oktober 2012 schl√ľpften dann zwei weitere Jungtiere! Dies war f√ľr uns ein toller Erfolg und machte alle Mitarbeiter sehr stolz!

Aber mit dem Schlupf ist der Erfolg ja nicht vorprogrammiert - sobald das erste Jungtier geschl√ľpft war, fing die Arbeit erst richtig an!

Mit der ersten F√ľtterung der blinden und nackten Jungtiere wurde etwa 30 h gewartet, bis der Eidotter weitestgehend resorbiert war. Davor wurde den K√ľken alle zwei Stunden Fl√ľssigkeit, bestehend aus einer Elektrolyt-L√∂sung und Wasser, eingegeben.
Am zweiten Lebenstag wurde mit der ¬ārichtigen¬í F√ľtterung begonnen ¬Ė die Innereien von Babym√§usen, die mit Lactobazillen angereichert wurden, standen auf dem Speiseplan. Zus√§tzlich wurden wei√üe Mehlw√ľrmer und Drohnenmaden gef√ľttert. In kleinen Mengen wurde ebenfalls ein spezielles Handaufzuchtfutter-Pulver verwendet, welches anger√ľhrt mit Wasser als Brei gef√ľttert wurde. Nach ein paar Tagen wurden dem Futter zus√§tzlich Vitamine zugef√ľgt und die M√§use-Innereien durch ganze Babym√§use, welche in kleine St√ľcke zerteilt wurden, ersetzt. Das stetige Wachstum der Jungtiere wurde mit Argusaugen √ľberwacht und die Futtermengen entsprechend angepasst. Die kleinen Jungv√∂gel ben√∂tigten die Aufmerksamkeit des Aufzucht-Teams aus Tierpflegern, unserem Tierarzt und Biologen fast rund um die Uhr - gef√ľttert wurde von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Schon ab dem sechsten Lebenstag erweiterte unser Team das Futterangebot: es wurden zus√§tzlich eingeweichte Pellets, speziell entwickelt f√ľr Frucht-fressende Vogelarten (NutriBird T16 von Versele Laga) sowie Papaya- oder Mango-St√ľcke, sp√§ter auch Blaubeeren, angeboten. Dem Wachstum angepasst wurden schnell auch in Wasser eingeweichte Pellets, entwickelt f√ľr Hornv√∂gel und gr√∂√üere, Obstfresser (NutriBird H16 von Versele Laga) angeboten, die die V√∂gel sehr gut aufnahmen. Dem eher ruhigen Verhalten der Art entsprechend entpuppten sich die Jungtiere w√§hrend der Aufzucht ebenfalls als sehr ruhig und nur leise Bettelger√§usche konnten wahr genommen werden. In freier Wildbahn werden frisch geschl√ľpfte K√ľken in den ersten zehn Tagen vorwiegend mit Insekten versorgt, sp√§ter mehr und mehr mit verschiedensten Fr√ľchten. Die von den Eltern zum Nest gebrachte Nahrung kann dabei sehr gro√ü sein, ungeachtet der Gr√∂√üe der K√ľken. Deren Schlund ist so gro√ü und dehnbar, dass sie sogar eine wilde Avocadofrucht im ganzen herunterschlucken k√∂nnen.

Das Gewicht stieg passend zum Wachstum in den ersten Lebenstagen stark an. Nach einem Schlupfgewicht von etwa 13 g brachten es die Jungvögel am vierten Lebenstag schon auf 25 g. Am 10. Tag hatte sich das Gewicht auf 50 g verdoppelt, am 12. Lebenstag brachten die Jungen schon 78 g auf die Waage.

Als Nest wurden Edelstahl-N√§pfe verwendet, die als Unterlage mit Papier-T√ľchern sowie einer Anti-Rutschmatte ausgekleidet wurden. So wurde gew√§hrleistet, dass die Jungtiere guten Halt im Nest hatten und mit ihren Zehen gut greifen konnten. Anfangs wurden die Jungen in ihren Nestern in einem Inkubator bei 37,2 ¬įC gehalten. T√§glich wurde die Temperatur dem Befinden der V√∂gel sowie deren Wachstum angepasst und herunterreguliert. Ab dem 22. Lebenstag wurden die Jungtiere mitsamt des Nestes schon f√ľr kurze Zeitabschnitte bei 25 ¬įC Raumtemperatur und 50% relativer Luftfeuchtigkeit in eine offene Aufzuchtbox gestellt, um sich an die neue Umgebung zu gew√∂hnen. Ab dem 26. Lebenstag verbrachten sie den gesamten Tag √ľber in der Aufzuchtbox und wurden nur nachts zur√ľck in den Inkubator gesetzt. Zu dieser Zeit sa√üen die V√∂gel oft bereits auf dem Nestrand, verlie√üen das Nest ganz und sa√üen schon auf der Sitzstange. Als W√§rmequelle wurde ein Dunkelstrahler angeboten. Ab dem 34. Tag wurden die V√∂gel auch √ľber Nacht in der Aufzuchtbox belassen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Jungv√∂gel schon sehr aktiv und h√ľpften in ihrer neuen Unterbringung von Ast zu Ast. Um w√§hrend der Aufzucht immer eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit zu gew√§hrleisten und den V√∂geln auch das Baden zu erm√∂glichen, wurden die Tiere regelm√§√üig mit lauwarmem Wasser aus einer Spr√ľhflasche abgeduscht. Dieses Bad genossen die V√∂gel sehr.

Mit knapp 60 Tagen wurden die V√∂gel jeweils in eine gro√üe Voliere umgesetzt. Hierbei zeigte sich, dass die Jungtiere von Oktober, die bisher immer zusammen aufgezogen wurden, separiert untergebracht werden mussten. Am Anfang wurde den V√∂geln zur besseren Orientierung der Futterteller noch vor den Schnabel gehalten, doch kurze Zeit sp√§ter konnten sie schon dabei beobachtet werden, selbst√§ndig den Futterteller aufzusuchen. Nach 80 Lebenstagen waren die jungen Goldkopf-Quetzale komplett selbst√§ndig. Das Futter der nun herangewachsenen Jungtiere besteht aus Obstst√ľcken der Papaya, Mango, Blaubeeren, Melonen sowie Weintrauben und gelegentlich Birnen. Zus√§tzlich bekommen die V√∂gel in Wasser eingeweichte T16 und H16 Pellets von Versele Laga, die sie mit gro√üer Vorliebe vertilgen.

Inzwischen sitzen drei herangewachsene Goldkopf-Quetzale in ihren Volieren auf der Stange. Und der Erfolg des letzten Jahres konnte zu Beginn des Jahres 2013 direkt weiter gef√ľhrt werden ¬Ė Ende Januar schl√ľpfte das vierte, Ende Februar bereits das f√ľnfte Jungtier dieser Art im Weltvogelpark Walsrode. Beide Jungtiere wurden erneut durch unser engagiertes Handaufzucht-Team aufgezogen. Wir freuen uns auf weitere erfolgreiche Aufzuchten dieser besonderen Art!

Literatur:
del Hoyo, J., Elliott, A. & Sargatal, J. eds (2001). Handbook of the Birds of the World. Volume 6. Mousebirds to Hornbills. Lynx Edicions, Barcelona.

Foto: Weltvogelpark Walsrode
(19.04.2013, 16:10)
Gerrit Wehrenberg :   Es sollen laut diesem Beitrag 4 K√ľcken sein.

http://www.1730sat1.de/tier-video/article/erstmals-kolibri-kueken-im-vogelpark-walsrode-geschluepft-113366.html
(15.04.2013, 10:45)
Michael Mettler :   Laut Tageszeitung sind Kolibris (ohne Artangabe) geschl√ľpft - die Park-HP nennt allerdings nur die Einzahl, und zwar eine Rostbauchamazilie.
(14.04.2013, 10:10)
Henry Merker :   Die bereits angek√ľndigten H√∂ckerst√∂rche sind nun in Form eines Paares in der Tropenwaldhalle zu sehen.

Quelle: Zoofreundeforum
(14.04.2013, 09:45)
Michael Mettler :   Laut Zeitungsmeldung hat Walsrode derzeit Nachzucht bei Fadenhopf und Goldkopfquetzal!
(01.10.2012, 21:55)
Michael Mettler :   Habe heute von einem Besucher geh√∂rt, dass die beiden neuen Geierarten nicht in der Flugschau vorkamen, aber jeweils in Gruppe (damit sich Paare selbst finden k√∂nnen) die neue Gro√üvoliere auf der ehemaligen Rothalskasuaranlage bewohnen und dort bei einer Schauf√ľtterung vorgestellt werden.
(13.09.2012, 19:26)
Liz Thieme :   Die Flugschau hat neue Stars: Wollkopfgeier und Palmgeier
(03.09.2012, 20:13)
WolfDrei :   Im letzten Satz sind nat√ľrlich die Eisenten gemeint - keine "Eiseider".
(23.06.2012, 15:03)
WolfDrei :   Schwarzhalskranich mit Nachwuchs (3 Tage alt)
(23.06.2012, 14:58)
WolfDrei :   Lappenguan (Aburria)
(23.06.2012, 14:56)
WolfDrei :   Fadenhopf-M√§nnchen
(23.06.2012, 14:54)
WolfDrei :   Kongopfau-M√§nnchen
(23.06.2012, 14:52)
WolfDrei :   Der "besch√§digte" Felsenhahn
(23.06.2012, 14:50)
WolfDrei :   Nun ¬ďmein¬Ē Walsrodebesuch, ca 4 Wochen nach Herrn Mettler, wobei ich seine Infos generell best√§tigen kann:
Kolibrihaus: in ¬ďWahrheit¬Ē weitaus dunkler, als es sein √úbersichtsfoto anzeigt, Fotos mit Blitz verbieten sich automatisch, mit Auflegen und so 20 Versuchen k√∂nnte eine Aufnahme gelingen. Anbei: Rostbauchamazilie. In der Sylphenanlage war es noch dunkler.

Bez√ľglich der neuen Schmuckv√∂gel sind zwei Kapuzinerkotingas nachbarlich getrennt, ein dritter war im Freiflug in der Halle zu sehen. So g√ľnstig f√ľr Fotos sa√üen sie aber nicht, ver√§nderten ihre Position in den ca 2 Stunden Halle nicht. Leider: der Felsenhahn hat - offensichtlich durch Anfliegen - seine Tolle m√§chtig besch√§digt, insbesondere die B√§nderung ist v√∂llig unsichtbar.
G√ľnstig dagegen die Sichtung der Fadenhopfe, es war wohl auch F√ľtterungszeit. Nicht genannt als Highlight, f√ľr mich in Walsrode lange nicht gesehen, der Kongopfau (ein Paar ) in der letzten Voliere im Rundgang, so man rechts beginnt.

Im Bereich der Greife ist die Grundkonstruktion f√ľr eine m√∂gliche Gro√üvoliere nicht ver√§ndert, der Pavillon in der Kranichregion scheint wirklich nur √§sthetische Bedeutung zu haben: dort Sichtung der ¬ďM√∂nche¬Ē und Nachwuchs bei den Schwarzh√§lsen (was ich bei anderen Arten vermi√üte).

Die Hornv√∂gel scheinen nun alle (? und soweit sie ausgestellt sind) in den S√ľdanlagen der Paradieshalle zu sein. Allerdings machten sie sich relativ rar mit Sichtungen (Brutgesch√§ft?).

Die Reduktion an ¬ďPapageien¬Ē fiel auch mir auf, als Besonderheiten nat√ľrlich speziell der Borstenkopf und die Hornsittiche.
Zum Gl√ľck waren (fast?) alle Craciden zu sehen, erstmalig auch der Lappenguan f√ľr mich.

Bliebe der Zeitfaktor: der fotografisch und auch vogelkundlich Interessierte br√§uchte mindestens 6 Stunden, sind doch gerade in der Freiflug¬Ēhalle¬Ē, der Paradieshalle und der Regenwaldhalle mindestens 3-4 Stunden f√ľr Sichtungen n√∂tig. Anfahrt mit dem Reiseb√ľro 6 Stunden, Verweildauer 3einhalb Stunden und 7 Stunden R√ľckfahrt. Ich kam so noch bis zu den Reiher- und Ibisfreiflugvolieren, die Rieselbachregion ging also leer aus. Wie sch√∂n - ein weiterer Grund, im n√§chsten Jahr wieder zu erscheinen (zumal die Eis- und K√∂nigseider gerade in der Mauser waren, sp√§testens also im Mai n√§chsten Jahres)

(23.06.2012, 14:48)
Jennifer Weilguni :   Sch√∂n zu wissen, da√ü trotz Besitzerwechsel die Qualit√§t und Attraktivit√§t des Parks nicht gelitten zu haben scheint. Ich war da am Anfang wirklich mehr als nur skeptisch.
(01.06.2012, 12:15)
Michael Mettler :   Und hier die Kolibri-Schauanlagen.
(29.05.2012, 08:04)
Michael Mettler :   F√ľr die Felsenhahn-Fans: Tiefland-Felsenhahn.
(29.05.2012, 08:02)
Michael Mettler :   P.S. Ich habe den Parkf√ľhrer noch nicht ganz durchgelesen, aber nach wie vor sind nicht alle darin aufgef√ľhrten Arten auch wirklich zu sehen. So auch nicht die H√∂ckerst√∂rche (alias Borneo-Wollhalsst√∂rche).
(28.05.2012, 23:07)
Michael Mettler :   Ein paar Eindr√ľcke vom heutigen Besuch:

Das Kolibrihaus erinnert in seiner Gestaltung (drei gro√üvitrinenartige Volieren f√ľr Kolibris, eine d√§mmerige, vergitterte Innenvoliere f√ľr Kotingas) optisch √ľberraschend eher an Anlagen, wie man sie von andernorts f√ľr Kleins√§uger oder Gro√üreptilien gewohnt ist. Beide Kolibri-Arten waren gut zu sehen.

Die neue Meeresentenanlage entstand auf der bisherigen Nandu-Anlage. Ein wenig Strand-Touch, ein wenig Wasserkaskade; alle Enten hielten sich zusammen in einem kleinen Bereich der Anlage auf (abseits der Kaskaden). Optisch fand ich die Haltung auf der Pinguin-Anlage interessanter, aber ich wei√ü nat√ľrlich nicht, ob die Enten haltungstechnisch gewonnen haben. Links daneben entsteht eine neue Gro√üvoliere f√ľr Greifv√∂gel (fr√ľhere Kasuar-Anlage, im letzten Jahr meiner Erinnerung nach mit den Emus besetzt, w√§hrend die Kasuare damals wie heute das Doppelgehege auf Seiten der Regenwaldhalle bewohnten). Noch stehen nur die Halterungen f√ľr die Pfeiler, aber es sieht ganz so aus, als w√ľrde die Voliere um den gro√üen, breitkronigen Baum der Altanlage herum gebaut, w√§hrend die noch gr√∂√üere Trauerweide au√üen vor bleibt. Wird also eine Anlage mit Waldcharakter - vielleicht f√ľr die Harpyien...? Emus und Gew√∂hnliche Nandus sind nicht mehr in der Schau (oder gar nicht mehr im Bestand?).

Der Japan-Pavillon, der auf dem gel√§nde der ehemaligen linken Gro√üvoliere am Kranichsee errichtet wurde, war f√ľr mich eine Entt√§uschung, denn mir leuchtet sein Zweck nicht so ganz ein (au√üer vielleicht als Regendach). Der Einblick von dort aus auf die Mandschurenkranichanlage ist jedenfalls nicht besser als ein paar Meter weiter vom normalen Besucherweg aus. Na, vielleicht wird ja noch eine Voliere f√ľr die Ger√ľchte-Nipponibisse dran gebaut ;-)

Von dem Projekt, den Tierbesatz geografisch korrekter zu vergesellschaften, ist insgesamt kaum etwas √ľbrig geblieben, eigentlich geht es jetzt bunter durcheinander als vor dem Inhaberwechsel. Denn selbst in der ehemals indonesisch besetzten Tropenwaldhalle (jetzt "Regenwaldhalle") leben nun zus√§tzlich Afrikaner und S√ľdamerikaner.

Und damit w√§ren wir auch schon bei zoologischen Highlights, denn u.a. sind dort die neuen Kapuzinerkotingas (s. Foto, insgesamt vier in zwei Volieren) zu sehen. Skurrile V√∂gel, bei denen es mir schwer f√§llt, in ihnen Singvogelverwandte zu sehen. Irgendwie erinnern sie mich ein bisschen an junge Kahnschn√§bel mit einem Einschlag von L√∂wen√§ffchen (die Halskrause!). Und die neuen Felsenh√§hne, ebenfalls in der Halle untergekommen, entpuppten sich zu meiner √úberraschung als Orange-Felsenh√§hne (alias Guayana-Klippenv√∂gel oder Tiefland-Felsenh√§hne), davon 1,1 zu sehen. Bei einer kommentierten F√ľtterung wurde berichtet, dass gerade ein Fadenhopf in Handaufzucht sei. Der Pfleger erw√§hnte auch, dass der m√§nnliche Fadenhopf in der Schau angeblich seit 1970 (!) im Park lebe - das kommt mir allerdings merkw√ľrdig vor.

Eine Erstsichtung f√ľr mich war auch die Spaltschwingentaube in der Paradieshalle. Die Sichtungen von Gudrun Bardowicks (s.u.) kann ich bis auf die Riesenpitta (nicht gesehen, aber ausgeschildert) best√§tigen. Ansonsten habe ich das Gef√ľhl (ohne es mit Aufzeichnungen belegen zu k√∂nnen), dass der Bestand an Papageienv√∂geln weiter reduziert wurde - es gibt allerdings noch genug "Leckerbissen" unter den vorhandenen Arten.

Ansonsten gibt es diverse br√ľtende oder bereits Junge f√ľhrende V√∂gel, aus dem Stegreif fallen mir als bemerkenswerte Arten Zwergrohrdommeln, Rhinozeros-Hornv√∂gel und Java-Pfeifg√§nse ein.

Die neue Beschilderung ist ansprechend, die Hinweise darauf, welche Arten deutschland-, europa- und weltweit nur in Walsrode gehalten werden, sind interessant - auch wenn manche Fragen aufwerfen. So wird behauptet, die einzigen Fl√∂tenv√∂gel in Europa zu haben, was auf Artniveau definitiv nicht stimmt. Es sei denn, die Walsroder V√∂gel geh√∂ren zu einer anderen, allerdings nicht genannten Unterart als die √ľbrigen "Europ√§er". Ein Indiz daf√ľr k√∂nnte sein, dass zwar der deutsche, englische und wissenschaftliche Name auf dem Schild nur auf Artniveau angegeben sind, der niederl√§ndische Name allerdings mit "Zwartrug-(=Schwarzr√ľcken-)fleutenvogel".

F√ľr den erstmals dem Parkf√ľhrer lose beiliegenden Plan fand man ein originelle L√∂sung: Er ist mit einem St√ľck Klettband befestigt...
(28.05.2012, 23:02)
Vogelpark Walsrode :   Foto: Archiv des Weltvogelpark Walsrode
Gr√ľnschwanzsylphe (Lesbia nuna)
(18.05.2012, 11:29)
Vogelpark Walsrode :   Kolibris - die neue Besonderheit zum 50j√§hrigen Jubil√§um

Anne Hoppmann, Mai 2012

Wer kennt sie nicht - die kleinen, schillernden Kolibris, die schneller mit den Fl√ľgeln schlagen als unser Auge es erfassen kann?! In √ľber 320 Arten sind sie ausschlie√ülich in der Neuen Welt vom s√ľdlichen Nord- bis in ganz S√ľdamerika verbreitet und bewohnen W√§lder, W√ľsten, Bergregionen und offene Landschaften.

Der kleinste Vertreter ist die Bienenelfe (Mellisuga helenae), die von der Schnabel- bis zur Schwanzspitze gerade mal 5 bis 6 cm gro√ü wird und nur knapp 2 g wiegt - somit ist das M√§nnchen der leichteste aller V√∂gel und nicht gr√∂√üer als ein menschlicher Daumen. Die Eier sind mit 11 x 8 mm nur erbsengro√ü und wiegen 0,4 g. Die gr√∂√üte Art, der Riesenkolibri (Patagona gigas), wird hingegen √ľber 22 cm lang und wiegt bis zu 23 g. Die Eier dieser Art bringen es immerhin auf eine Gr√∂√üe von 20 x 12 mm und ein Gewicht von 1,4 g. Generell geh√∂ren aber alle Kolibris zu den Winzlingen im Vogelreich!

Die meisten Kolibri-Arten zeigen einen sexuellen Dimorphismus, bei dem die M√§nnchen wesentlich schillernder und bunter gef√§rbt sind als die Weibchen. Diese nutzen ihre bunte Gefiederf√§rbung als Signal w√§hrend der Balz oder zur Abgrenzung des Territoriums. Gerade bei territorial lebenden Kolibri-Arten ist die schillernde F√§rbung des Gefieders extrem ausgepr√§gt. Die Weibchen k√ľmmern sich hingegen um die elterlichen Pflichten - bebr√ľten die Eier und ziehen die Jungen ohne Hilfe des M√§nnchens gro√ü. Dabei ist eine unauff√§llige F√§rbung wichtig, um R√§ubern weniger ins Auge zu fallen. Das Weibchen baut ein winziges, meist schalenf√∂rmiges Nest aus Spinnenweben, Pflanzenfasern, Moosen oder Flechten, welches sie auf √Ąsten, Astgabeln oder an gro√üen Bl√§ttern befestigt. Die 1 bis 2 wei√üen Eier werden im Schnitt 16 bis 19 Tage lang bebr√ľtet, bevor die Jungen schl√ľpfen. Diese werden drei bis vier Wochen lang vom Weibchen viele Male am Tag gef√ľttert.

Als Hauptnahrung nehmen Kolibris fl√ľssigen Nektar - sehr energiereiche Nahrung - aus Bl√ľten auf. Haupts√§chlich suchen sie gro√üe, leuchtend gef√§rbte Bl√ľten auf, wobei die Farbe rot hierbei auf Grund der spektralen Sensitivit√§t der Augen der Kolibris zu dominieren scheint. Der Nektar wird mit der extrem streckbaren Zunge aufgesogen, die hierzu an der Spitze gabelf√∂rmig geformt ist und strohhalmf√∂rmig zusammengerollt werden kann. Auch Insekten werden gefressen, jedoch in sehr viel geringerer Menge. Die Schnabelformen der Kolibris sind so unterschiedlich wie die Bl√ľten ihrer Nahrungspflanzen - von kurz und spitz bis lang und gebogen ist alles dabei und jeder Schnabel ist perfekt an die jeweilige Bl√ľtenform angepasst. Da Kolibris √ľber den Tag verteilt gro√üe Mengen an Nektar trinken m√ľssen, wird dieser auch schnell wieder verstoffwechselt. Nur etwa 4 Minuten vergehen, bis der Nektar aus dem Kropf den Darm erreicht und keine weiteren 15 Minuten sp√§ter sind 99% des Zuckers aus dem Nektar aufgenommen worden.

F√ľr viele tausend Neuwelt-Pflanzen sind Kolibris zur Fortpflanzung unerl√§sslich, da w√§hrend der Futteraufnahme Bl√ľtenpollen am Gefieder des Kolibris h√§ngen bleiben und durch den Vogel zur n√§chsten Pflanze transportiert werden. Manche Bl√ľten werden nur von einer oder wenigen Kolibri-Arten bevorzugt, andere hingegen ziehen verschiedenste Arten an. Pflanzen, die Bl√ľten tragen, welche Kolibris anlocken, liefern ganzj√§hrig Nektar als Nahrungsquelle ¬Ė ein Gegensatz zu Pflanzen, die nur saisonal Nektar produzieren und durch Insekten best√§ubt werden.

Eine weitere Besonderheit ist der Flug der Kolibris - Mit den beweglichen Fl√ľgeln und 10 bis 80 Fl√ľgelschl√§gen pro Sekunde k√∂nnen sie auch r√ľckw√§rts und seitw√§rts fliegen. Sie k√∂nnen sogar in der Luft "stehen" bleiben, um zum Beispiel Nektar von einer Bl√ľte aufzunehmen. In der Natur wurden schon bis zu 200 Fl√ľgelschl√§ge pro Sekunde gemessen. Im Gegensatz zu anderen V√∂geln nutzen Kolibris den Fl√ľgelschlag nach oben und unten, um ihren Flug zu unterst√ľtzen. Sie sind extrem wendig, man√∂vrieren in der Luft wie ein Helikopter und k√∂nnen ihre Position exakt bestimmen, um so auch die verstecktesten Bl√ľten zu erreichen. Die Energie, um den kr√§ftezehrenden Flug zu gew√§hrleisten, wird durch Kohlenhydrate aus dem Nektar gewonnen.

Kolibris haben im Ruhezustand eine Atemfrequenz von 300 Mal pro Minute. Die Atemz√ľge k√∂nnen sich auf 500 pro Minute erh√∂hen, wenn die Temperatur steigt oder das Tier fliegt. Im Gegensatz dazu atmet eine Taube nur 30 Mal, wir Menschen sogar nur 14 bis 18 Mal pro Minute.
Gerade f√ľr so kleine V√∂gel mit einem hohen Stoffwechsel ist es wichtig, w√§hrend der Ruhephasen in der Nacht oder bei niedriger Temperatur Energie einzusparen - hierzu werden der Stoffwechsel und die K√∂rpertemperatur reduziert und somit bis zu 60% der Energie gespart. Jede Nacht fallen die Tiere also in eine Art ¬ĄWinterruhe¬ď, der durch die Abend-D√§mmerung eingeleitet wird!

Im Weltvogelpark Walsrode sind nun seit Ende 2011, dank einer Kooperation mit einem Kolibri-Zentrum in Trieste, Italien, zwei Kolibri-Arten in ein extra f√ľr die Haltung dieser extrem empfindlichen V√∂gel gebautes Zuchtzentrum eingezogen. Kolibris gelten generell als schwierig zu halten und zu z√ľchten - daher sind sie in den meisten zoologischen Einrichtungen nicht vertreten. Im Park untergebracht ist nun die Rostbauchamazilie (Amazilia amazilia), welche im westlichen S√ľdamerika Steppen oder W√ľstengebiete mit Dornstr√§uchern bewohnt. Auch in besiedelten Gebieten, sogar in urbanen Parks und G√§rten, ist sie zu finden. M√§nnchen und Weibchen √§hneln sich im Aussehen sehr stark. Ebenfalls im Westen S√ľdamerikas ist die Gr√ľnschwanzsylphe (Lesbia nuna) verbreitet, die Andenregionen bis zu einer H√∂he von 3800 m bewohnt. Zwar sind M√§nnchen und Weibchen √§hnlich gr√ľn gef√§rbt, doch zeichnet sich das M√§nnchen durch einen 10 bis 12 cm langen, am Ende gegabelten Schwanz aus. Diese Art ist in europ√§ischen Zoos sehr selten zu sehen und wird deutschlandweit nur im Weltvogelpark gehalten.

Kolibris haben spezielle Anforderungen an ihre Umwelt - Der Weltvogelpark hat sich an die Aufgabe gewagt und ein eigenes Zuchtzentrum konzipiert und gebaut. Niederschlag, Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Tageslicht werden f√ľr die Bed√ľfnisse der Kolibris simuliert. Die Station wird m√∂lichst steril gehalten, da Keime und Bakterien ein gro√üe Gefahr darstellen k√∂nnen. Selbst das Wasser der Beregnungsanlage wird speziell gefiltert.
Tags√ľber leben die Kolibris leben im Zuchtzentrum bei einer Temperatur von um die 26 ¬įC, die in der Nacht auf 17 bis 20 ¬įC abgesenkt wird. Die Luftfeuchtigkeit im Raum betr√§gt 60 ¬Ė 70 %. Um den V√∂geln einen guten Start in den Tag zu erm√∂glichen, wird die Morgend√§mmerung simuliert. Kurz nach acht Uhr geht es los ¬Ė die Grundbeleuchtung wird langsam hochgefahren und eine halbe Stunde sp√§ter werden zus√§zlich UV-Tageslicht-Lampen angestellt. Nach zw√∂lf Stunden, also um kurz nach acht Uhr abends, beginnt die k√ľnstliche Abendd√§mmerung und die Lampen werden innerhalb einer Stunde auf 0% heruntergefahren. In der Nacht ist der Raum im Zuchtzentrum dann vollst√§ndig abgedunkelt, um den V√∂geln die notwendige Ruhephase zu g√∂nnen.

Die Station wird - trotz aller Automation und Technik - rund um die Uhr von hingebungsvollen Tierpflegern betreut, denn Forschung und Dokumentation sind ein wichtiger Teil der T√§tigkeit des Weltvogelpark. Pro Vogel werden alle Verhaltensweisen genauestens beobachtet und protokolliert. Der Nektar wird t√§glich frisch zu jeder F√ľtterung f√ľr die V√∂gel angerichtet. Hierzu gibt es hochsensible Pr√§zisionswaagen, um die Inhaltsstoffe genauestens Abwiegen zu k√∂nnen. Der Nektar besteht aus Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten sowie Vitaminen und wird in fl√ľssiger Form in Futterr√∂hrchen zweimal pro Tag in die Volieren geh√§ngt. Die Kolibris ben√∂tigen alle 45 Minuten eine Mahlzeit dieser kostbaren Mischung. Zur Brutzeit stehen den Kolibris zus√§tzlich Fruchtfliegen zur Verf√ľgung, mit denen sie ihre Jungtiere f√ľttern.

Die Zuchtvolieren sind mit speziellen Pflanzen dicht eingerichtet und bieten gen√ľgend Versteckm√∂glichkeiten f√ľr die sensiblen Kolibris. Die Fasern dieser Pflanzen k√∂nnen auch zum Nistbau genutzt werden. Zus√§tzlich wird den Kolibris Nistmaterial in Form von Seidenf√§den, gewonnen aus Seiden-Kokons, sowie von Baumwollf√§den in ausreichender Menge angeboten. Dabei ist es wichtig, dass die Pflanzen oder Kokons vorher nicht chemisch behandelt wurden, sondern dass es sich um nat√ľrliche, unbehandelte Pflanzenfasern handelt. Die Nester der Arten k√∂nnen sich stark unterscheiden. Die Rostbauchamazilie zum Beispiel baut in der Natur schalenf√∂rmige Nester aus Pflanzenwolle und Fasern, zusammengehalten von Spinnenweben. Das Nest wird gerne auf der Oberseite von √ľberh√§ngenden und flachen Zweigen oder am Ende von horizontalen Zweigen angebracht. Die Nester der Gr√ľnschwanzsylphe, bestehend aus Moos und Wurzelfasern und ausgepolstert mit weichem Pflanzenmaterial, findet man hingegen unterhalb von √úberst√§nden an H√§ngen.

Kolibris sind meist sehr territorial und somit M√§nnchen und Weibchen schwer miteinander zu vergesellschaften. Manche Arten, wie die Rostbauchamazilie, sind widerstandsf√§higer und gelten als einfacher zu halten und zu versorgen. Diese Art findet man daher noch in wenigen Zoos in Europa. Heikler dagegen ist die Gr√ľnschwanzsylphe, die sehr viel sensibler und anf√§lliger auf Ver√§nderungen in ihrer Umwelt reagiert. Im Zuchtzentrum sind die Volieren daher so gebaut, dass den Weibchen eine eigene Voliere zur Verf√ľgung steht. Die M√§nnchen sind in angrenzenden, eigenen Bereichen untergebracht und werden nur zur Paarungszeit zu einem Weibchen, welches bereits aktiv an seinem Nest baut, gelassen. Ist eine Kopulation erfolgt, so wird das M√§nnchen sofort wieder abgetrennt und das Weibchen kann in Ruhe zur Eiablage und Jungenaufzucht schreiten.

Auch unsere Besucher k√∂nnen, p√ľnktlich seit dem Saisonstart 2012, im Kolibri-Haus unterhalb des Zuchtzentrums diese beeindruckenden, winzigen V√∂gel aus n√§chster N√§he erleben. Dort wird nicht nur auf neuen Schautafeln und mit lehrreichen Filmen √ľber Kolibris informiert, sondern die V√∂gel k√∂nnen dort auch in Gehegen, die ihrem nat√ľrlichen Lebensraum entsprechend eingerichtet sind, in Ruhe beobachtet werden. Wer Geduld und eine gute Beobachtungsgabe mitbringt, kann einen Kolibri in Aktion am Nektarr√∂hrchen entdecken und seine wendigen Flugman√∂ver beobachten. Live-Bilder aus der Zuchtstation zeigen die Weibchen beim Nestbau oder w√§hrend der Brutzeit und Jungtieraufzucht. Wer weitere Fragen hat, kann sich an einen unserer erfahrenen Ranger wenden, die weitere Anekdoten und Wissenswertes √ľber die Welt der Kolibris vermitteln!

Inzwischen haben sich die Kolibris gut eingelebt und die Brutsaison hat begonnen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Weibchen gerade flei√üig mit dem Nestbau besch√§ftigt, w√§hrend ein anderes ihre gelegten Eier bebr√ľtet. Und bei unserem flei√üigsten Weibchen ist Mitte Mai bereits ein Jungtier geschl√ľpft und wird nun von der Mutter hingebungsvoll versorgt! Die Freude ist gro√ü bei allen Mitarbeitern des Weltvogelpark und nun hoffen wir auf viele weitere winzige Jungtiere im Laufe dieser Saison.

Literatur:
- del Hoyo, J., Elliott, A. & Sargatal, J. eds (1999). Handbook of the Birds of the World. Volume 5. Barn-owls to Hummingbirds. Lynx Edicions, Barcelona.
(18.05.2012, 11:19)
Gudrun Bardowicks :   Ja, sind beide in der Schau, wie ich bereits im Zoofreundeforum geschrieben habe. Auch Renauld-Laufkuckuck, Silberklaffschn√§bel und Hornguan sind wieder in der Schau. Auch das Riesenpitta-Weibchen lebt noch frei in der Regenwaldhalle (ehemals Tropenwaldhalle).
(07.05.2012, 22:50)
Henry Merker :   Laut des Zoofreundeforums sollen M√∂nchs- und Brolgakranich wieder in der Schau zu sehen sein!
(07.05.2012, 20:24)
Gudrun Bardowicks :   Das Veranstaltungsgeb√§ude gegen√ľber der Indonesienhalle wurde laut Parkplan wohl zum Kolibrihaus umgebaut. M√∂glicherweise werden dort auch die anderen S√ľdamerikaner zuk√ľnftig gehalten.Es sah im Fernsehen jedenfalls nach mehr als nur einer Kolibrianlage aus.
(16.03.2012, 20:43)
Michael Mettler :   ...und laut heutiger Zeitungsmeldung hat der Park neue Felsenh√§hne sowie Kapuzinerv√∂gel.
(16.03.2012, 17:07)
Jan Beensen :   Laut Newsletter hat der Vogelpark seit dieser Saison ein Kolibrihaus.
Wo steht das?
Oder wurde (ähnlich wie bei der begehbaren Lorianlage) nur ein bisheriges Gebäude umgebaut?
(16.03.2012, 15:18)
WolfDrei :   Und 1994 durften selbst gro√üe Ornithologen nur aus ca 30 Meter in die Zuchtanlage in Beijing schauen.
(14.01.2012, 23:03)
Henry Merker :   Laut Zootierliste hat der Vogelpark 1,1 Nipponibisse (Nipponia nippon) erhalten!
DAS nenne ich eine echte √úberraschung!!!!
(14.01.2012, 22:05)
Michael Mettler :   Erg√§nzung: "Gezielt dem Brutkasten √ľbereignet" im Sinne von "die Eltern h√§tten sich gek√ľmmert, durften aber nicht"...
(17.06.2011, 16:40)
Michael Mettler :   Zwei Glattnackenibisse und zumindest die Aufzuchtbeh√§ltnisse mit den Beschilderungen "Rennkuckuck" und "Inkaseeschwalbe" habe ich vor zwei Wochen in der einsehbaren Babystation gesehen, dazu lag in einem der Fenster eine Anti-Fehlpr√§gungs-Handpuppe mit "Schneekranich-Design". Nicht nur f√ľr Walsrode, sondern f√ľr Vogelnachzuchten in Zoos √ľberhaupt w√§re es sicherlich mal interessant zu wissen, wie gro√ü (klein?) eigentlich der Anteil an Naturbruten bzw. -aufzuchten (m.E. noch immer die erstrebenswerteste M√∂glichkeit) ist. Und im Grunde m√ľsste man dann noch splitten zwischen den Notfall-Handaufzuchten (Eltern haben sich nicht ums Gelege gek√ľmmert) und den gezielt dem Brutkasten √ľbereigneten Eiern (um eine m√∂glichst hohe Aufzuchtrate zu erzielen). Ein richtiger Zuchterfolg ist es doch eigentlich nur dann, wenn die Nachzucht von der Eiablage bis zum Fl√ľggewerden von den eigenen Eltern "hochgebracht" wurde. OK, nat√ľrlich mit den biologisch bedingten Ausnahmen (Brutschmarotzer, wo dann aber die Verantwortung in entsprechender Form bei den Wirtsv√∂geln l√§ge, und Gro√üfu√üh√ľhner, die ihre K√ľken sich selbst √ľberlassen).

Handaufzuchten bergen ja nicht nur die Gefahr einer Fehlpr√§gung: Bei manchen Vogelarten hat mangelndes Aussortieren von brutunlustigen Exemplaren (die in der Wildbahn folglich gar nicht dazu k√§men, ihre Gene weiterzugeben) durch Z√ľchter immerhin dazu gef√ľhrt, dass man schlie√ülich kaum noch zu Naturbrut f√§hige Zuchtst√§mme hatte (z.B. bei der Chinesischen Zwergwachtel). Wie aber sollte man z.B. eine Wiederansiedlungsma√ünahme mit einer bedrohten Vogelart durchf√ľhren, wenn ein Teil ihrer Individuen gar nicht mehr zu einer normalen Fortpflanzung f√§hig w√§re...?
(17.06.2011, 16:17)
Liz Thieme :   Nachwuchs: drei Glattnackenibisse, zwei Afrikanische Sekret√§re, einen Rennkuckuck, zwei Inkaseeschwalben, ein Schneekranichk√ľken
(17.06.2011, 14:48)
Michael Mettler :   Nee, das meiste Wasser weicht beim Start ganz von allein aus dem Gefieder - und verteilt sich auf die umstehenden Besucher...
(07.06.2011, 12:34)
Liz Thieme :   Die Badevorliebe von Gebirgs- und Allfarbloris ist ja in meheren Zoos zu beobachten. Bei Hagenbeck baden die Allfarbloris gerne mal in den Tr√§nken der Kattas und sind dann wahre Tiefflieger oder sollte man sie eher als Bruchpiloten bezeichnen?!
Ist f√ľr die Loris in Walsrode nat√ľrlich sehr praktisch, dass der Wasserhahn durch eine Lichtschranke bet√§tigt wird. Nutzen sie denn dann auch den Puster zum Trocknen?
(07.06.2011, 11:33)
Michael Mettler :   @Gudrun: Der Tiefland-Felsenhahn hat bereits Eingang in die diesj√§hrige Neuauflage des Parkf√ľhrers gefunden ("Der im Weltvogelpark gehaltene Tiefland-Felsenhahn..."), d√ľrfte also inzwischen im Bestand sein; der Anden-Felsenhahn ist ebenfalls noch erw√§hnt, allerdings nicht eindeutig als gehaltene Art.

√úbrigens enth√§lt der Parkf√ľhrer den Hinweis: "Zus√§tzlich m√∂chten wir Sie an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass Sie zu keiner Zeit Anspruch auf Pr√§sentation und Darstellung aller V√∂gel vor den Kulissen haben." Die Formulierung steht in merkw√ľrdig krassem Gegensatz zum ansonsten betont kundenfreundlichen Auftritt des Parks.

Und noch ein Schmankerl am Rande: Neben dem Ausgang der neuen begehbaren Lorianlage Toowoomba in der Paradieshalle sind Waschbecken bereitgestellt. Frei nach IKEA ("Entdecke die Möglichkeiten") haben die Loris herausgefunden, dass sie hier den Spieß umdrehen und sich nach dem Direktkontakt mit Besuchern wieder säubern können - siehe Foto :-)
(07.06.2011, 09:24)
Gudrun Bardowicks :   @ Steffen Purgander: Da habe ich wohl den Bericht nicht gr√ľndlich genug gelesen. Bei meinem Besuch am 10.4. habe ich den m√§nnlichen Helmkakadu noch gesehen. Vielleicht ist er im Augenblick f√ľr Zuchtversuche hinter den Kulissen untergebracht.
(29.05.2011, 18:07)
Steffen Purgander :   Sch√∂n dank f√ľr die Info, ich meinte aber den Helmkakadu und nicht den Helmkasuar das wusste ich ja das der nicht da ist
(29.05.2011, 12:00)
Gudrun Bardowicks :   @ Steffen Purgander:Der bzw. die beiden Bennettkasuare des Vogelparks sind schon seit einigen Jahren in der Papageienauffangstation NOP im niederl√§ndischen Veldhoven eingestellt und dort auch f√ľr die Besucher zu sehen, da in Walsrode kein Platz mehr f√ľr diese Tiere vorhanden war.
Felsenh√§hne habe ich schon seit 2010 nicht mehr im Vogelpark Walsrode gesehen. Die letzten Andenfelsenh√§hne wurden abgegeben, da es bisher mit der Zucht trotz erfolgsverprechender Ans√§tze nicht klappte. Der Vogelpark will allerdings wohl einen neuen Haltungs- und Zuchtversuch mit Tiefland-Felsenh√§hnen, die wohl etwas weniger empfindlich und leichter zu bekommen sind, starten. Ob diese Tiere aber f√ľr das Publikum zu sehen sein werden oder vorerst hinter den Kulissen bleiben, wei√ü ich nicht.
Die Saphirloris sind aus Platz- und Zuchtgr√ľnden vermutlich im Augenblick hinter den Kulissen untergebracht. Ich habe sie bei meinem bisher einzigen Besuch dieses Jahres im April auch nicht gesehen. Letztes Jahr waren sie noch in der Schau.
Die Brolgakraniche und M√∂nchskraniche d√ľrften im Moment wegen Platzmangels im Schaubereich und den Bauarbeiten im Kranichbereich hinter den Kulissen leben.
Der Helmkasuar wurden m√∂glicherweise in eine andere Haltung abgegeben, da beide Kasuar-Anlagen als Unterk√ľnfte f√ľr das Rothalskasuarpaar ben√∂tigt werden, das man nur zur Paarungszeit zusammenlassen kann.

Sekret√§re und Koritrappen lebten schon immer in der begehbaren Gro√üvoliere mit den Roten Sichlern und Rosal√∂fflern, zeigen sich im Augenblick aber nur sehr selen. Vielleicht handelt es sich aber auch wirklich um neue Tiere, die sich erst an ihre Unterkunft und die Besucher gew√∂hnen m√ľssen.
(28.05.2011, 18:07)
Steffen Purgander :   Also hier mal nen kleiner Bericht √ľber meinern Besuch im Vogelpark: Felsenh√§hne o.- Hahn gibs keine mehr( jetzt Quetzale in der Voliere )ebenso auch keinen Benettkasuar daf√ľr haben sie aber nen Rothalskasuar Weibchen beide aber noch getrennt von einander, weiter ist auch kein Helmkakadu,Safirlori,Brolgakranich zu sehen kann aber nat√ľrlich auch sein das die ein oder anderen V√∂gel hinter den Kulissen sitzen. Jetzt kommen die possitven News in der Voliere wo L√∂ffler drin sitzen gibs nen Sekret√§r aber noch sehr scheu gegen√ľber den Besuchern das gleiche gilt auch f√ľr die Koritrappe die auch drin ist ich konnte sie aber gut fotografieren.
In groben und ganzen habe ich doch viel gesehen aber wie ich schon erwähnt habe gabs auch vieles nicht zu sehen aber vielleicht kann mir einer von euch Aufschluss geben.
(28.05.2011, 11:41)
Liz Thieme :   Baumk√§ngurus wurde auch abgegeben, findet man in der ZTL unter "Ehemalige".
Wir haben im April beide Schuhschnäbel gut gesehen und auch die anderen Großvögel waren zu sehen (Uhrzeit siehe mein Bericht). Eher musste man auf Papageien und Kleinvögel verzichten. Was die Saison neues zeigt steht meines Wissens gut auf der Homepage.
(19.05.2011, 16:40)
Steffen Purgander :   Halllo Vogelfreunde was gibts neues im VW, und wann kann man nach euren Beobachtungen den Schuhschnabel,Rothalskasuar am besten sehen und gibs noch Baumk√§ngerus ich hatte mal irgendwo Fotos gesehen aber bei Zootierliste habe ich nichts gefunden
(19.05.2011, 14:14)
Gudrun Bardowicks :   Im Vogelpark gibt es au√üer den Flugfr√∂schen bei der Indoorshow keine Amphibien mehr. Vom Rosencafe aus kann man allerdings in die beiden gro√üen Volieren schauen, die schon weiter unten erw√§hnt wurden. Dort lebt √ľbrigens in der linken Voliere auch eine gro√üe Gruppe Soldatenkiebitze.
Bei den Paradiesv√∂geln ist leider nur noch der Fadenhopf in der Schau (und das auch erst wieder seit September 2010). Es gibt hinter den Kulissen au√üerdem wohl noch eine Zuchtgruppe K√∂nigsparadiesv√∂gel, von denen eventuell irgendwann auch einmal wieder Nachzuchttiere in der Tropenhalle gezeigt werden sollen. Die im aktuellen Zoof√ľhrer genannten Roten Paradiesv√∂gel und Kragenhopfe leben entweder hinter den Kulissen oder sind zu Zuchtzwecken in anderen Einrichtungen eingestellt. Die noch vor 12 Jahren bestehende Zuchtgruppe des Gro√üen Paradiesvogels ist leider erloschen, der letzte m√§nnliche Angeh√∂rige dieser Art lebte bis zum Fr√ľhjahr 2010 noch in einer Voliere in der Fasanerie.

Die Magellan-Dampfschiffente scheint neu zu sein. Ich habe sie bei meinem Besuch vor etwa 2 Wochen noch nicht gesehen.
(24.04.2011, 23:27)
Liz Thieme :   Danke, Michael. Entweder sind sie dann nu wirklich umgezogen oder sie gibt es nicht mehr.
Dann passt das mit dem Restaurant auch mit meinen Erinnerungen.

Eine Verbesserung muss ich machen. Es war keine Patagonische, sondern eine Magellan-Dampfschiffente.
(24.04.2011, 14:12)
Michael Mettler :   @Liz: Die Terrarien mit den Fr√∂schen (und anderen Kleintieren) befanden sich fr√ľher in der Paradieshalle, und zwar in jenem Bereich, der jetzt als begehbare Australienvoliere gestaltet ist (und ganz fr√ľher ein Restaurant war).
(24.04.2011, 13:44)
Liz Thieme :   Sonne, 23¬įC, windstill - so √§hnlich k√∂nnte sich die Beschreibung f√ľr einen Sommerurlaub anh√∂ren. Doch es war Ostersonnabend in Norddeutschland.
Wir haben seit ca einem Jahrzehnt mal wieder den Vogelpark besucht, der nun ja namentlich zum Weltvogelpark aufgestiegen ist. Wir fuhren erst zum Nachmittag hin und die H√§lfte des n√∂rdlichen Parkplatzes war gef√ľllt. Neben einer bunten deutschen Mischung waren auch D√§nen und Belgier unter den Autokennzeichen zu entdecken.
Wir alle waren von der Gestaltung des Parks sehr angetan, auch wenn manche Blumenbeete schon arg in den Augen farblich wehtaten. Aber dieses Jahr kann man ja farblich alles machen - laut Mode-Trend Colour Blocking.
Nach und nach kam an die Erinnerung auch wieder und wir suchten gezielt nach einigen Ecken.
Komplett neu f√ľr uns war die UHU-Burg, die interessant ist. Gefahr besteht hier beim Fotografieren im Obergeschoss durch einen Kolkraben, der einen durchs Gitter nicht in Ruhe l√§sst.
Mehrfach kam der Wunsch von den Besuchern, dass bei den Pinguinen doch Seehunde mit hinein sollten. Allerdings finde ich diese Anlage f√ľr Humboldtpinguine, Patagonische Dampfschiffente und Basst√∂lpel sehr gut, da sich die Tiere durch die Felsentrennung in der Mitte gut aus dem Weg gehen k√∂nnen, aber diese kein un√ľberwindbares Hindernis darstellt. Besonders erfreut sind Besucher nat√ľrlich, wenn die Pinguine mal wieder einen Spaziergang auf der Au√üenmauer machen.
Beeindruckend fand ich die gro√üe Gruppe an Schneekranichen im Wiesenthal, ein weiteres P√§rchen ist hinten in der N√§he vom "Gasthof zum Kranich" zu finden. Das Schild bei der Gruppe sprach von 19 Tieren, die sich so ihren Partner auf nat√ľrlichem Weg suchen k√∂nnen.
Ein bisschen schade finde ich, dass man groß an der Tropenwaldhalle mit Paradiesvögeln wirbt, aber es nur eine recht unauffällige Art zu sehen ist. Insgesamt hat mir die Halle sehr zugesagt.
Genauso gef√§llt mir weiterhin die Freiflughalle mit ihrem K√ľstenbereich. Kleine Sensation ist hier ein wilder Austernfischer, der jeden M√§rz in den Park zur√ľckkehrt und sich in der N√§he der Voliere aufh√§lt.

Ich hatte nebenher f√ľr die Zootierliste die fehlenden Tiere mal gesucht, sie aber leider nicht gesehen. F√ľr Fr√∂sche habe ich gar keine Unterbringungsm√∂glichkeiten gesehen. Ich vermute, dass die in einer Gastronomie die Terrarien haben, denn wir haben den Park ohne Pause durchschritten und so diese Geb√§ude nicht betrachtet.
N√§chste Mal werde ich aber mir eine Pause g√∂nnen, denn man sollte sich schon die Zeit nehmen und zwischendurch alles mal sacken lassen. Wir haben f√ľr den Park 3,5 Stunden gebraucht, weniger empfehle ich auf gar keinen Fall. Mehr sollte man einplanen.

Insgesamt bietet der Vogelpark eine Menge an Spezialitäten und eine große Vielfalt bestimmter Vogelgruppen wie den Kranichen, Papageien und Hornvögeln, wobei noch andere Gruppen stark vertreten sind.
Beachtlich finde ich auch die vielen Auswilderungsprojekte!
Highlights f√ľr mich waren das Buschhuhn und die Kagus. Wobei ich noch viele andere V√∂gel gesehen habe, die mir gefallen.
Was ich mir noch w√ľnschen w√ľrde w√§ren Kolibris.

Insgesamt hat mir der Weltvogelpark Walsrode sehr gefallen und ich werde bestimmt wieder hinfahren und nicht erst in einem Jahrzehnt.
Ich sehe gute Chancen f√ľr den Park √ľber das Jubil√§umsjahr 2012 hinaus noch l√§nger zu bestehen, zumal der Naturpark L√ľneburger Heide auch langsam wieder auflebt und das Marketing angekurbelt hat. Als wichtig erachte ich die Kooperation mit anderen Attraktionen und Einrichtungen im Naturpark.
(24.04.2011, 13:11)
Michael Mettler :   Laut einem Bekannten sitzen in den Volieren am Rosencafe: Goldfasan, Schildturako, Purpur- und Gr√ľnschwanzglanzstar (rechte Voliere) sowie Pagodenstar und Zwerglachtaube (linke Voliere).

Die erwähnte begehbare Australienvoliere in der Paradieshalle hat den Namen "Toowoomba" erhalten.
(02.04.2011, 15:55)
Markus Fritsche :   Die begehbare Lorivoliere ist im Forum, also dem Ausstellungsbereich, der Paradieshalle entstanden und wurde zumindest vor 2 Wochen nur von Gebirgsloris und einer weiteren Loriart bewohnt(ich glaube Blauwangen). Der neue Parkf√ľhrer erw√§hnt f√ľr die Voliere noch Australische K√∂nigssittiche, Pennant und Rosella.
Die Volieren im Café habe ich leider nicht gesehen, da ich nicht im Café war.
(02.04.2011, 11:54)
Jan Beensen :   Auf der HP vom Vogelkpark stehen zwei interessante Neuerungen; Von einem Cafe aus kann man direkt in Volieren sehen und es gibt nun wieder eine Kontaktvoliere mit Loris.
Kennt jemand Details?
(02.04.2011, 11:45)
Kai Deuker :   Sorry sie waren zu gro√ü
(01.02.2011, 21:44)
Kai Deuker :   Teil 2
(01.02.2011, 21:35)
Kai Deuker :   Ein alte Preisliste 1968 aus Walsrode.Teil 1
(01.02.2011, 21:33)
Michael Mettler :   In Zusammenarbeit mit der nieders√§chsischen Polizei sollen in einem Pilotprojekt im Vogelpark Walsrode drei Truthahngeier (zwei davon stammen aus einem Vogelpark in √Ėsterreich) zu "fliegenden Leichensp√ľrhunden" ausgebildet werden. Falls es funktioniert, sollen die V√∂gel vor allem in bzw. √ľber unwegsamem Gel√§nde zum Einsatz kommen, das f√ľr Leichensp√ľrhunde und ihre Hundef√ľhrer nicht oder nur unter gro√üen M√ľhen begehbar ist.
(16.07.2010, 18:43)
WolfDrei :   @Karsten: Etwas schon. Herr Marcordes, damals noch Walsrode, hatte einen ehrlichen Nachruf geschrieben. Bleibt zu hoffen, da√ü das von Mario ins Leben gerufene Projekt "Voronosy" (Schutz der Mangroweregion s√ľdlich von Majunga,)das auch von der WAZA unterst√ľtzt wird, nach dem Putsch nicht versandet.
(09.06.2010, 16:39)
Karsten Vick :   Die Madagaskarimporte waren zweifellos mit die gr√∂√üten Bereicherungen des Zoo-Artenspektrums in den letzten Jahren und Mario Perschke eine interessante Pers√∂nlichkeit (er hat ja im BONGO auch Artikel √ľber historische Orang-Haltungen und den Bildhauer Harry Christlieb geschrieben), aber du vergisst zu erw√§hnen, wer ihm den Mund auf Madagaskar w√§ssrig gemacht hat...
(09.06.2010, 00:20)
WolfDrei :   Zum Bestand des Madagaskarbereiches: Initiator, F√§nger, Pfleger, Sch√ľtzer und und war Mario Perschke, ehemals Tierpfleger im TP Berlin. Von 2000 bis zu seinem Tode vor gut 2 Jahren lebte er auf Madagascar. Auf seine Initiative geht auch die Importation der Madagascarschleichkatzen und letztlich auch des Fingertieres f√ľr den Zoo Berlin zur√ľck.
(08.06.2010, 21:44)
Anti-Erdm√§nnchen :   Danke, Gudrun, f√ľr die kompetente Antwort. Das mit dem Stre√ü wundert mich. Soweit ich wei√ü, sind Gro√üe Paradiesv√∂gel eher Kulturfolger als -fl√ľchter.
(08.06.2010, 21:20)
Michael Mettler :   Als die Tropenwaldhalle er√∂ffnet wurde, h√∂rte ich von einem Bestand von 6,1 oder 7,1 Gro√üen Paradiesv√∂geln... Den letzten in der Schau befindliche Hahn sah ich in der Fasanerie, das m√ľsste 2008 gewesen sein.

Zumindest auf Artniveau ist der Zwergtaucher in der Tropenwaldhale nicht mal falsch untergebracht, denn er kommt auch in S√ľdostasien und Neuguinea vor. Bei einem Besuch (2008 oder 2009) sah ich in der Halle aber auch einen Riesenturako im Freiflug.
(08.06.2010, 09:08)
Gudrun Bardowicks :   Das Problem war, dass die Mehrzahl der importierten Gro√üen Paradiesv√∂gel m√§nnlichen Geschlechts war und auch die Nachkommen √ľberwiegend m√§nnlich waren. Ich glaube, es gab letztendlich nur 2 oder 3 Weibchen, was man beim Bezug der Paradiesv√∂gel allerdings nicht wu√üte, da junge M√§nnchen und Weibchen gleich gef√§rbt sind und die M√§nnchen sich erst nach 2 -3 Jahren vollst√§ndig umgef√§rbt haben. Man nahm beim Bezug der Tiere keine Geschlechtsbestimmung vor, weil im Import auch schon ausgef√§rbte M√§nnchen waren und man davon ausging, dass es sich bei den weibchenfarbenen Jungtieren um Weibchen handelte. Nach einiger Zeit stellte man dann fest, dass die vermeintlichen Weibchen ins M√§nnerkleid umf√§rbten und man es somit √ľberwiegend mit M√§nnern zu tun hatte. Auch bei einem zweiten Import waren fast ausschlie√ülich M√§nnchen vorhanden. Dar√ľberhinaus waren die Aufzuchterfolge im Freiflug wohl doch nicht so gut wie erwartet und man brachte die 2 oder 3 Paare vorsichtshalber in Zuchtvolieren hinter den Kulissen unter, da Paradiesv√∂gel wohl sehr stre√üempfindlich sind. Zum Schlu√ü gab es in der Halle nur noch m√§nnliche Tiere im Freiflug, die man letztendlich aber auch einfing und hinter die Kulissen bzw. in Einzelvolieren unterbrachte, weil sie sich als gro√üe Nestr√§uber erwiesen, die die Aufzucht von Jungv√∂geln anderer Arten in der Halle in gro√üem Ma√üe verhinderten. Es soll aber immer noch ein oder 2 Paare des Gro√üen Paradiesvogels und zumindest eine Zuchtgruppe des K√∂nigsparadiesvogels hinter den Kulissen geben, m√∂glicherweise auch noch weitere Arten. Wegen der Stre√üempfindlichkeit der Paradiesv√∂gel hat man bisher noch nicht wieder versucht, einige Paradiesv√∂gel den Besuchern im Schaubereich zu zeigen. Ger√ľchteweise soll es zwar wieder einen m√§nnlichen K√∂nigsparadiesvogel in der Schau geben, ich habe aber bei meinem Besuch am 7.6.10 im Weltvogelpark keinen Paradiesvogel gesehen. Auch war kein Paradiesvogel auf den Gehegeschildern zu finden.

Der Vogelpark hat sich √ľbrigens sehr positiv entwickelt, was die Gehegebesetzung, Gehegegestaltung und Bepflanzung der Anlagen und des gesamten Parks angeht, seit er einen neuen Besitzer hat. Auch die neue Beschilderung bestimmter Arten und Vogelgruppen gef√§llt mir ausgesprochen gut. Man hat das Geo-Konzept wieder zum gr√∂√üten Teil aufgegeben und pr√§sentiert wie in der Vergangenheit auch buntgemischte Vogelbest√§nde aus Asien, Afrika und S√ľdamerika in gemeinsamen Gehegen, wenn die Arten sich verstehen. Allerdings bem√ľht man sich, zumindest Vogelarten der gleichen Lebensr√§ume in liebevoll nachgestalteten und bepflanzten Kleinlebensr√§umen zu zeigen. In der Paradieshalle ist man auch wieder davon abgewichen, dort schwerpunktm√§√üig afrikanische Arten zu zeigen. Viele Anlagen im Volierentrakt sind wieder mit s√ľdamerikanischen und asiatischen Arten besetzt, h√§ufig auch bunt gemischt √ľber die Kontinentgrenzen hinweg. Auch im Freiflug der Paradieshalle gibt es wie in der Vergangenheit wieder einen bunten Bestand aus S√ľdamerikanern, Afrikanern und Asiaten. Der Bestand in der Paradieshalle und auch in den angrenzenden zusammengelegten Au√üenanlagen der ehemaligen Fasanerie ist aber weiterhin ausgesprochen abwechslungsreich und exklusiv. Besonders die Hornvogel-, Hokko-,Tukan- und Turakosammlung wurde ausgebaut. Diese Arten teilen sich ihre gut bepflanzten und teilweise stark vergr√∂√üerten Volieren h√§ufig mit Fasanen oder Kleinvogelarten. Die Tukane sind im Augenblick mit 5 Arten vertreten (Riesentukan, Dottertukan, Wei√übrusttukan, Schwarzkehl-Arassari und Gr√ľnarassari), die Turakos ebenfalls mit 5 Arten (Riesenturako in der Freiflughalle, Rothaubenturako, Schildturako, Wei√ühaubenturako und Wei√üohrturako), und die Hokkos und Guans mit mind. 8 Arten, darunter Hornguan,Schwarzmaskenguan,Helmhokko und Rotschnabelhokko Crax blumenbachi.
Die Hornvogelsammlung im Schaubereich umfa√üt mittlerweile mind. 11 Arten, darunter als f√ľr mich neue Arten in Walsrode Feuerhornvogel, Mindanao-Hornvogel und Schwarzhelm-Hornvogel.

Der Madagaskarbereich ist noch immer so wie beim Vorbesitzer, und auch am Bestand hat sich nichts wesentliches geändert, allerdings ist jetzt jeweils 1 Paar der Sichelvangas und der Blauen Seidenkuckucke (mit Nestbauaktivitäten)in den Volieren zu sehen. Auch der Riesen-Seidenkuckuck, die Mähnenibisse und 1 Paar Kurole sind weiterhin in der Schau.

Das Papageienhaus und das Lori-Atrium werden jetzt wieder ausschließlich von Papageien, Sittichen und Loris bewohnt, in den Außenvolieren zwischen Lori-Atrium und Papageienhaus sind mittlerweile aber auch andere Vogelformen in häufig schön bepflanzten Gehegen untergebracht, z.B. einige Tukan-Paare, Kagus und Grausteiß- Tinamus.
Die gro√üe Tropenwaldhalle wird noch immer ausschlie√ülich von Arten aus dem s√ľdlichen Asien, Australien und Papua-Neuguinea bewohnt, wenn man einmal von den Zwergtauchern absieht, allerdings jetzt ohne Paradiesv√∂gel.

Bei den Rothalskasuaren und Harpyen sind mittlerweile jeweils ein Paar vorhanden und Geierraben sind neue Bewohner der Greifvogelanlagen.
Auch sind jetzt wieder alle besonderen asiatischen Kranicharten einschlie√ülich M√∂nchskranich, Schwarzhalskranich und Brolga-Kranich in der Schau und br√ľten √ľberwiegend auf den Au√üenanlagen direkt vor den Augen des Publikums. Bei den Mandschurenkranichen war sogar schon ein K√ľken zu sehen.

Im vorderen alten Bereich mit den Teichen, der begehbaren Großfugvoliere, den Ibis- und Eulenvolieren und in der Eulenburg gab es nichts Neues zu sehen und auch der Artenbestand und der Anlagenbesatz entspricht dem von 2009.
Die stark vergr√∂√üerte Gruppe der Rosaflamingos stach allerdings sehr ins Auge. Auch wurde der Kinderzoo mit dem Streichelgehege aufgel√∂st und durch einen neuen Wasserspielplatz f√ľr Kinder ersetzt. S√§ugetiere gibt es somit mit Ausnahme der Ratten und Kurzkopf-Gleitbeutler in der Indoor-Flugshow und der Inselflughunde in der Tropenhalle nicht mehr in Walsrode.


(08.06.2010, 01:36)
Anti-Erdm√§nnchen :   Wie ist denn eigentlich der Zusammenbruch der Population des Gro√üen Paradiesvogels in Walsrode zu erkl√§ren? Es gab einen gro√üen Ausgangsbestand, vielf√§ltige M√∂glichkeiten zur freien Partnerwahl und zum Absperren, ja sogar eine Zucht. Und dann scheiden die Tiere so sang- und klanglos dahin. Ich h√§tte ja gedacht, da√ü sie √§hnlich leicht wie Rabenv√∂gel zu halten w√§ren, und da√ü sie auch ein vergleichsweise hohes Alter erreichen, aber dem scheint wohl ganz und gar nicht so zu sein. Wenn selbst Walsrode keinen nachhaltigen Erfolg mit dieser Art hat, ist sie dann zu den "unhaltbaren" zu rechnen?
(07.06.2010, 23:47)
Gudrun Bardowicks :   Im ehemalugen Papageienhaus leben seit dem letzten Jahr nur noch s√ľdamerikanische Vogelarten. Daf√ľr wurden auch einige der ehemaligen Papageieninnenk√§fige zusammengelegt. Im Au√üenbereich gab es allerdings noch einige Papageienformen, die nicht in S√ľdamerika vorkommen wie verschiedene Kakadus und Keas. Im Lori-Atrium werden seit 2009 √ľberwiegend asiatische Vogelarten gehalten, in der Paradieshalle √ľberwiegend Arten aus Afrika. dort gibt es auch regelm√§√üig Ausstellungen.

Ich bin auch gespannt, welche Neuheiten und anlagenumgestaltungen es in diesem Jahr im Vogelpark gibt.
(04.03.2010, 00:18)
Michael Mettler :   Die Bepflanzung bzw. eigentlich nur Dekoration (da sie ja nicht wirklich ausgepflanzt sind) einer Au√üenvoliere mit Tropenpflanzen ist in unserem Klima nat√ľrlich nur in einem kurzen Zeitraum machbar, bei einigerma√üen normalem Witterungsverlauf wohl kaum vor Mitte/Ende Mai. Ich kenne mich zu wenig damit aus, welche Vogelarten ausgesprochen "konservatives" Territorialverhalten haben, aber diese k√∂nnten nat√ľrlich mit einem mehrmaligen v√∂lligen Ummodeln der Voliereneinrichtung pro Jahr durchaus Probleme haben... V√∂gel tropischer W√§lder sind schlie√ülich an relativ konstante Vegetationsbedingungen angepasst.
(03.03.2010, 17:45)
Markus Fritsche :   Das waren ja die Neuerungen die im letzten Jahr schon umgesetzt worden sind.
Die Blumenbach-Hockos lebten im obersten Volierenabschnitt der "ehemaligen" Sittichanlagen. Dort lebten auch Grausteißtinamus, Schwarzkehlarassaris und Kappenblauraben. Die beiden Volieren waren sehr gut bepflanzt mit vielen tropischen Pflanzen(siehe Beitrag/Bild von Michael Mettler 09.09.2009). Ich hoffe das in diesem Stil auch andere Volieren gestaltet werden!
Der "Papageienrundbau" wurde im letzten Jahr schon mit diversen S√ľdamerikanischen Arten besetzt(Wei√üschwanztrogon, Goldkopftrogon, Riesentukan, Nachthokko, Andenfelsenhahn usw.).
(03.03.2010, 14:10)
WolfDrei :   u.a. eine neue (wo?)S√ľdamerikaanlage mit Blumenbach-Hocko. Der Papageienrundbau ist ebenfals umgestaltet mit nunmehr gemischtem Arten-Bestand
(03.03.2010, 13:24)
Markus Fritsche :   Der Vogelpark Walsrode nennt sich nun Weltvogelpark Walsrode und hat auch ein neues Logo! Die Website des Parks wurde teilweise erneuert, unteranderem ist der neue Flyer online.
Der Park beginnt am 18. März 2010 die neue Saison.

Ich bin gespannt, was es alles f√ľr Neuerungen gibt(Neue Arten, neue Gestaltung der Anlagen usw.).
(03.03.2010, 13:02)
Michael Mettler :   Kann auch sein, dass die Pazifischen schon l√§nger nicht mehr im Bestand sind. Da ich j√§hrlich in Walsrode bin, habe ich so manche Vogelart nach meiner Erstsichtung (und dem ersten gelungenen Foto...) gedanklich "abgehakt" und danach nicht mehr sonderlich im Auge behalten. Deshalb w√ľrde es mir bei den meisten Arten sehr schwer fallen, Haltungszeitr√§ume anzugeben oder auch nur einzusch√§tzen.
(10.09.2009, 13:23)
IP66 :   Vielleicht bringt die Information weiter, da√ü auch ich keine pazifischen Eiderenten in Walsrode gesehen habe?
(10.09.2009, 12:31)
Sacha :   Vielen Dank.;)
(09.09.2009, 16:47)
Michael Mettler :   @Sacha: Upps, die hatte ich √ľbersehen, sorry. Da die gesehenen Eiderenten zu den derzeit nicht ausgeschilderten Arten geh√∂ren (untergebracht auf dem gr√∂√üeren der beiden Teiche gegen√ľber der Pinguinanlage), wei√ü ich nicht, ob es Europ√§ische oder Pazifische sind (und habe sie mir ehrlich gesagt auch nicht n√§her angesehen). Was aus den drei anderen genannten Arten und den Eisenten wurde, wei√ü ich nicht, habe sie jedenfalls nirgendwo im Park gesehen - was nat√ľrlich nicht ausschlie√üt, dass sie ebenfalls nicht ausgeschildert waren und irgendwo im Geb√ľsch lagen. Aber sie waren auch schon bei meinem Besuch Anfang des Jahres nicht mehr zu sehen, die Anlage wurde damals gerade renoviert.
(09.09.2009, 15:59)
Sacha :   @MM: Lieber Michael, kannst Du bitte noch meine "Eiderenten"-Frage beantworten (s√ľlz:))
(09.09.2009, 15:43)
Michael Mettler :   √úbrigens wurde die Nutzung f√ľr Pinguine (nach ihrer Er√∂ffnung war die Doppelanlage urspr√ľnglich mit Humboldt-, Brillen- und Felsenpinguinen besetzt)seinerzeit nach meiner Erinnerung aufgegeben, weil man beim Bau des Komplexes nicht daran gedacht hatte, dass die "eulenseitige" Anlage nach S√ľdwesten zeigt und keinen Schatten hatte. Merkw√ľrdigerweise scheinen die nordischen Meerenten damit weniger Probleme gehabt zu haben.
(09.09.2009, 14:44)
Michael Mettler :   Gestern waren auf beiden Seiten Pinguine, wenn auch ca. 3/4 der Gruppe in der alten Anlage sa√ü. Ob die anderen von allein r√ľbergegangen sind oder als Lockv√∂gel f√ľr den Rest r√ľbergesetzt wurden, wei√ü ich nat√ľrlich nicht...
(09.09.2009, 14:32)
IP66 :   Bei meinem Besuch nahmen die Pinguine das √úberkletterungsangebot noch nicht recht wahr - auf mich sah es nach einer Notl√∂sung aus, einmal um das Gehege zu f√ľllen, vielleicht aber auch, um etwaigen W√ľnsche eines Haltungsgenehigungsbeamten zu gen√ľgen.
(09.09.2009, 14:08)
Michael Mettler :   @Liz: Die Wellenanlage ist noch da, wie gehabt in der Strandvogelvoliere an der Freiflughalle. Die bisherige Anlage f√ľr Meerenten befand sich an der R√ľckseite der Pinguinanlage (und war urspr√ľnglich selbst eine solche), gegen√ľber den Volieren f√ľr tropische Eulen. Die Pinguine k√∂nnen jetzt √ľber ihre r√ľckw√§rtige Mauerkrone hinweg in die andere Anlage und zur√ľck wechseln.
(09.09.2009, 12:55)
Sacha :   @MM: Welche "Eiderenten" hast Du denn in Walsrode noch vorgefunden? Die gew√∂hnlichen, also S. mollisima? Oder anders gefragt: Wurden die Pl√ľschkopf- und Prachteiderenten sowie die Kragenenten innerhalb des Parks untergebracht oder abgegeben?
(09.09.2009, 12:46)
Liz Thieme :   wenn ich jetzt nicht so weit weg sitzen w√ľrde, w√ľrde ich meinen Vater da mal mit in schleppen. Hat sich ja doch ne Menge gemacht seit unserem letzten Besuch Mitte der 90er.

Heißt das, dass die Wellenanlage komplett weg ist? oder die Pinguine jetzt ein Wellenbad haben. Oder ist die Meeresenten-Anlage noch eine andere?
(09.09.2009, 11:46)
IP66 :   Die Beobachtungen √§hneln denen, die ich bei meinem Besuch im Fr√ľhjahr machen konnte. Da hatte man sich allerdings noch nicht so intensiv um die Pflanzen gek√ľmmert, was ich eher f√ľr ein Defizig halten w√ľrde. Zwar ist der Bestand nicht ann√§hernd so bedeutend wie der der V√∂gel, doch spricht er eine andere Besucherklientel an - die allerdings bei den V√∂geln jene Handreichungen braucht, deren Fehlen Michael Mettler anmahnt.
(09.09.2009, 10:47)
Michael Mettler :   Habe den Vogelpark gestern besucht, er macht einen guten Eindruck. W√§hrend sich in den Teichanlagen und Gro√üvolieren, in der Paradieshalle und im Lori-Atrium nicht viel ver√§ndert hat, gibt es in Papageienhaus und -volieren (beides zunehmend mit Nicht-Papageien), Fasanerie, Indonesienhalle viele Umbesetzungen und Neudekorationen sowie einige Volieren-Zusammenfassungen (wenn auch teilweise nur durch √Ėffnen von Zwischent√ľren o.√§. "Schlupfl√∂cher"). Viele Volieren wurden attraktiver und manche √ľberhaupt erstmals bepflanzt, was z.B. die Reihe der Papageienvolieren optisch deutlich abwechslungsreicher macht. Ungew√∂hnlich dabei, dass z.B. in den Au√üenvolieren f√ľr Hokkos und Tinamus Tropenpflanzen, die man gemeinhin als Zimmerpflanzen und aus Gew√§chsh√§usern kennt (z.B. Philodendron) unter freiem Himmel eingesetzt werden - siehe Foto. Hat seinen Reiz. Da der neue Betreiber ein Gartencenter ist, bieten sich nat√ľrlich ganz andere M√∂glichkeiten zum saisonalen Einsatz von K√ľbelpflanzen usw.

Manche Umbesetzungen gehen allerdings eindeutig zu Lasten der eingesessenen Bepflanzung; im Volierentrakt der Paradieshalle marodieren z.B. die neu dort untergebrachten Kleinen Vasapapageien, im benachbarten Freiflugraum geht es wohl auf Kosten des gro√üen Schwarmes von Oryxwebern, dass mehrere gr√∂√üere Palmen geradezu "skelettiert" sind und eher an Regenschirme ohne Stoffbespannung erinnern - Palmfasern sind offensichtlich ein sehr beliebtes Nistmaterial. Die Paradieshalle ist √ľbrigens (noch?) nicht komplett auf afrikanische Arten umgestellt, wie es zu Jahresbeginn angek√ľndigt wurde.

Ich habe keine Artenz√§hlung vorgenommen, aber der Park ist weiterhin sehr gut besetzt und enth√§lt auch immer noch etliche Spezialit√§ten f√ľr zoologisch Interessierte, auch wenn einige auff√§llige Tiere weg sind. Die einzigen S√§uger sind jetzt noch die Streicheltiere im Kinderbauernhof und die Flughunde in der Indonesienhalle, die Meerentenanlage wurde - wie schon weiter unten angedeutet - als Erweiterung den Pinguinen zugeschlagen. Neben S√§gern habe ich ansonsten in anderen Teichanlagen nur noch Eiderenten gesehen, die anderen Arten scheinen nicht mehr im Park (oder hinter den Kulissen) zu sein. In der "Babystation" sitzen derzeit au√üer den √ľblichen H√ľhnerk√ľken zwei Humboldtpinguine sowie je ein Dunkler Kronenkranich, Andenkondor und Sekret√§r.

Derzeit gibt es keinen Parkf√ľhrer, und der am Eingang kostenlos abgegebene Parkplan mit Showzeiten ist noch immer so schlecht wie vor dem Besitzerwechsel, da er mit Ausnahme der Gastronomie und der Freiflughalle nicht beschriftet ist und somit keine rechte Orientierungshilfe bietet. Ansonsten liegt nur der Werbeflyer aus, der aber auch Anlass zum Kopfsch√ľtteln bietet: Unter der √úberschrift "Vogelbaby-Station" sind z.B. zwei Wei√üstorch-Nestlinge mit Elternvogel (!) abgebildet und unter "V√∂gel in ihrer perfekt nat√ľrlichen Umgebung" ausgerechnet der Rothalskasuar - der lebt also im Freiland auf kurzgem√§htem Rasen zwischen Formschnitthecken und Fachwerkh√§uschen...?

Mir scheint, dass seit dem Inhaberwechsel mehr Wert auf die Beschilderung der Botanik gelegt wird, zumindest sind mir etliche neu wirkende Schilder an Geh√∂lzen und in Staudenpflanzungen ins Auge gefallen. Auch der Bauerngarten ist jetzt beschildert. Leider hapert es daf√ľr bei der Vogelbeschilderung, in vielen Anlagen sah ich nicht ausgeschilderte Arten (nicht etwa nur Kleinv√∂gel, sondern bis hinauf zum Schwarzstorch).

Etwas skurril mutet der Sonderausstellungsraum in der Paradieshalle an, der derzeit unter dem Thema "Eisv√∂gel der Welt" steht und eine beeindruckte Artensammlung in Pr√§paraten bietet. Dazwischen befinden sind allerdings noch immer Kleintiere von K√∂nigspython √ľber Axolotl bis Rosenk√§fer, und einige der Vogelpr√§parate wurden einfach in geleerte Insektarien hineingestellt - wirkt (ungewollt?) provisorisch.
(09.09.2009, 10:24)
Liz Thieme :   War heute mal wieder im Norden in einem EDEKA.
Diesmal ist der Flyer Pink :( H√§tte ihn fast √ľbersehen, wenn nicht oben der Tukan drauf gewesen w√§re.
Dort ist von botanischen Gärten etc nichts zu lesen. Auf besondere Vögel wird hingewiesen und die Termine in den Sommerferien weredn genannt.
(23.07.2009, 20:27)
Michael Mettler :   Dann muss ich wohl mal zu EDEKA gehen, den Flyer kenne ich noch gar nicht. Was den Botanischen Garten betrifft: Der neue Betreiber ist immerhin ein Gartencenter :-)
(05.07.2009, 18:46)
Liz Thieme :   ich finde die neue HP hundertmal besser als die alte mit ihren schrecklichen animierten Zeichnungen.
Gibt es noch in den Einkaufsläden (ich kenne es aus dem Norden von EDEKA) die alten Flyer oder schon die neuen?
http://www.vogelpark-walsrode.de/images/flyer-neu.pdf
interessant finde ich hier die Betitelung "Größter Vogelpark der Welt - Einmaliger Botanischer Garten"

Interessant finde ich die News Sparte, auch wenn sie erstmal unter "Ein Park f√ľr ... Vogelliebhaber" zu suchen ist.
Es gibt auch endlich einen Zooplan unter Service Downloads. Wobei ich den auch nicht gelungen finde.

Ich hoffe, dass sich der Park wieder hocharbeitet. Hätte da noch paar Ideen, die noch auf meinem PC liegen ^^
(05.07.2009, 17:54)
Michael Mettler :   Also, im Vergleich zum Zustand Anfang des Jahres ist die jetzige Website das reinste Tierlexikon :-)

Machen wir uns nichts vor: Die Besuchermassen, die den Park damals gro√ü gemacht haben, kamen nicht in erster Linie wegen der V√∂gel, sondern wegen der gepflegten Parkanlage und der M√∂glichkeit, darin nett Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen. Flugshow & Co. kamen ja als Anreiz erst viel sp√§ter hinzu. Da finde ich es legitim, wenn ein neuer Betreiber versucht, alte St√§rken wiederzubeleben und auf der Website in den Vordergrund zu stellen, auch wenn ich mir selbst ebenfalls mehr √ľber den Tierbestand w√ľnschen w√ľrde. Walsrode ist und bleibt eben eher Ausflugsziel in der Heide, und der durchschnittliche Parkbesucher w√ľrde den Vogelpark wohl nicht als Zoo bezeichnen. Auch in der werblichen Au√üendarstellung tauchte der Park bisher f√ľr gew√∂hnlich im Rahmen von Freizeitparks auf. Man kann sich also trefflich dar√ľber streiten, ob die V√∂gel nicht schon immer "nur Beiwerk" gewesen sind :-)
(04.07.2009, 12:11)
Holger Wientjes :   Die neue Webpr√§senz geht kaum auf den Tierbestand ein, oder habe ich was √ľberlesen ( ausser die Bilderserie... )? Besucherservice und
Restauration etc. √ľberwiegen. Tiere eher nur Beiwerk ???
(04.07.2009, 11:55)
Michael Mettler :   Die Meerentenanlage soll inzwischen den Pinguinen als Erweiterungsfl√§che zugeschlagen worden sein (urspr√ľnglich war sie ja ohnehin als Pinguinanlage erbaut und genutzt worden), indem die trennende Pflanzung und Abz√§unung ge√∂ffnet und die L√ľcke mit Steinplatten √ľberbr√ľckt wurde.
(04.07.2009, 11:46)
IP66 :   Die Ringelschwanzmungos wurden meinen Informationen nach in Tschechien untergebracht. Unbesetzt fand ich den Park bei meinem Besuch nicht, allerdings gab es einige Artenwiederholungen, und einige Gruppen, etwa Meerenten oder Paradiesv√∂gel, fehlten v√∂llig. Die Parkanlage w√ľrde ich als gepflegter beurteilen als jene in Leipzig oder Gelsenkirchen, und interessanterweise fand ich die Uhu-Unterbringung zwar sehr spa√üzoorientiert, aber besser als viele andere Anlagen dieses Typs in den Park integriert und strukturiert. Der benachbarte Streichelzoo dagegen scheint mir eher eine Art Pflicht√ľbung zu symbolisieren.
Nachgerade surreal empfand ich die Leere im Bereich der Andenkenläden und Souvenirshops zwischen Parkplatz und Eingang - und während man auch im Umkreis Hannovers Hotels des in Walsrode vorhandenen Typs oft recht teuer mieten muß, schien mir das dortige Beispiel nicht in Betrieb zu sein.
(04.07.2009, 11:36)
Michael Mettler :   Ich war eben mal auf der HP des Vogelparks, die wieder etwas ausf√ľhrlicher ist. Das dort Geschilderte √ľber den Park und die Neuerungen liest sich eigentlich ganz gut.
(03.07.2009, 21:59)
Michael Mettler :   Ich wei√ü nat√ľrlich nicht, ob die S√§uger (und vielleicht auch manche V√∂gel) freiwillig abgegeben oder eventuell von Eigent√ľmern und Koordinatoren abgezogen wurden...
(03.07.2009, 21:35)
Oliver Jahn :   Das ist echt schade, ich hatte eingentlich eher an ein Aufstocken der S√§uger gehofft, etwas, was dem Vogelpark Marlow ja auch nicht schlecht bekommt.
Auch bei uns, in S√ľdniedersachsen ist keinerlei Werbung zu finden.
(03.07.2009, 21:18)
Michael Mettler :   Wie mir ein Bekannter von einem aktuellen Besuch in Walsrode berichtete, sind keine Ringelschwanzmungos, Liszt√§ffchen und Baumk√§ngurus mehr zu sehen und viele Vogelvolieren artenm√§√üig ausged√ľnnt und umbesetzt.

Übrigens habe ich noch immer keine Anzeigen- und Flyerwerbung des Parks zu Gesicht bekommen, nicht mal zum Sommerferienbeginn in unserer hannoverschen Tageszeitung, in deren Rubrik mit Familien-Ausflugszielen der Vogelpark seit vielen Jahren Stammgast war. Was auch immer der neue Inhaber macht, um den Park wieder hoch zu bringen, Werbung zählt anscheinend nicht dazu...
(03.07.2009, 21:01)
Vogelpark Walsrode :   13. Tagung des Fonds f√ľr bedrohte Papageien in Walsrode

Am Samstag, den 26. September 2009 findet im Vogelpark Walsrode die 13.
Tagung des "Fonds f√ľr bedrohte Papageien", einer Arbeitsgruppe der
Zoologischen Gesellschaft f√ľr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP),
√ľber Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt. Michael
Hahnke, der Gesch√§ftsf√ľhrer der Vogelpark Walsrode GmbH und Simon Jensen, der zoologische Direktor und Kurator, freuen sich, dass der Vogelpark nach 2004 zum zweiten Mal Gastgeber der traditionsreichen Veranstaltung sein wird. Auch f√ľr das kulinarische Wohl wird bestens gesorgt sein. Am Freitag- und am Samstagabend steht den Teilnehmern der Gastronomiebetrieb im Rosengarten zur Verf√ľgung.

Die Tagungsgeb√ľhr betr√§gt pro Person bei Vorabreservierung:

30 EUR f√ľr Nichtmitglieder
25 EUR ZGAP-Mitglieder
40 EUR vor Ort
20 EUR f√ľr Sch√ľler und Studenten
15 EUR f√ľr ZGAP-Mitglieder (Sch√ľler und Studenten)
30 EUR f√ľr Sch√ľler und Studenten vor Ort.

In der Tagungsgeb√ľhr enthalten sind der freie Eintritt in den Vogelpark von Freitag bis Sonntag, Wertmarken f√ľr Kaffee und Kuchen, verschiedene F√ľhrungen und Darbietungen der Flugshows.
F√ľr Teilnehmer, die schon am Freitag anreisen, ist um 17 Uhr eine gemeinschaftliche Parkf√ľhrung mit anschlie√üendem Abendessen geplant.

Die Tagung am Samstag findet in den R√§umlichkeiten der Indoorshow mitten im Vogelpark statt. √úbernachtungsm√∂glichkeiten bestehen im Parkhotel Luisenh√∂he GmbH, Ahrsenerstra√üe 2, 29699 Bomlitz, Tel.: 05161-98620, Fax 05161-2387, Stichwort: ¬ĄPapageientagung¬ď, E-Mail: info@luisenhoehe.de.

Vorabreservierungen zur Tagung m√ľssen schriftlich erfolgen und k√∂nnen nur unter Vorausleistung der Tagungsgeb√ľhr ber√ľcksichtigt werden. - Die Anmeldung zur Tagung ist erneut online m√∂glich. Das Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie auf der Homepage des Fonds f√ľr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de. Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof, Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-425041, E-Mail: fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: Tel.: 0157-74406854).

Ren√© W√ľst, Sprecher des ¬ĄFonds f√ľr bedrohte Papageien¬ď
(02.04.2009, 10:30)
IP66 :   Wenn der fraglichen Gartenbedarfshandel ein seri√∂ses Unternehmen vorstellt, f√§nde ich die Idee so schlecht nicht. Einen Erlebniszoo mit V√∂geln stelle ich mir auch schwer betreibbar vor, und da in Hannover gro√üe Summen flie√üen, w√§re die Konkurrenz in der Heide wohl immer der Benachteiligte geblieben. Dar√ľber hinaus stehen sich das Artensammeln - -z√ľchten und die Ausstellungs von Gartenpflanzen kaum im Wege, ja die kleinteilige Gestaltung des Vogelparksgel√§ndes k√∂nnte sich sogar ausstellungstechnisch als Vorteil erweisen. Allerdings habe ich in Kevelaer nicht den Eindruck gehabt, da√ü das angeschlossene Gartengesch√§ft stark frequentiert war - allerdings handelte es sich auch um eine kleinere Variante, w√§hrend die Gro√üg√§rtnereien hier im Rheinland schon als Wochenendsausflugsziele dienen.
(28.03.2009, 10:20)
Michael Mettler :   Schwerpunkte Garten und Wissenschaft, das ist doch schon mal eine Aussage des neuen Eigent√ľmers:
http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/vogelpark110.html

Damit hätten sich dann wohl die erhofften EU-Fördermillionen erledigt, denn der Park bleibt somit weiterhin privat. Und damit bin ich erst recht gespannt, wie das neue Konzept zur Steigerung der Besucherzahl aussehen wird!
(28.03.2009, 00:08)
Michael Mettler :   F√ľr Wochenend-Gartenfestivals mit dem Verkauf von Pflanzen, Gartenzubeh√∂r usw. diente der Vogelpark schon mehrmals als Standort, da war dann tats√§chlich mal GANZ anderes Publikum im Park (habe ich einmal bei einer solchen Gelegenheit besucht). Vielleicht kann man sowas tats√§chlich station√§r unterbringen. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es doch auch in Plantaria Kevelaer einen Pflanzenverkauf...
(27.03.2009, 23:59)
Holger Wientjes :   Ja nee, is`klar ;-)
(27.03.2009, 22:08)
Michael Mettler :   @Holger Wientjes: Wieso schwarzmalen? Gegen√ľber dem "worst case", der in den letzten Wochen m√∂glich schien, h√§tte meine Version wenigstens ein freundliches Gr√ľn :-)
(27.03.2009, 21:21)
Holger Wientjes :   Erstmal freuen und abwarten bevor schon wieder schwarzgemalt wird...! :-(
Zumindest die Angestellten werden erleichtert sein !
(27.03.2009, 21:04)
Michael Mettler :   Falls es in Belgien nicht mehrere Firmen namens Floralux im Gartenbaugewerbe gibt, d√ľrfte das hier der neue Eigent√ľmer des Vogelparks sein:
www.floralux.be
Vielleicht wird man dann in Zukunft die Rhododendren und Orchideen im Vogelpark nicht mehr nur anschauen, sondern hinterher auch mitnehmen k√∂nnen :-) Na, da bin ich ja mal gespannt, ob sich der Park wom√∂glich zuk√ľnftig in ein Gartencenter mit Vogelbesatz verwandeln wird....
(27.03.2009, 20:35)
Holger Wientjes :   http://www.ad-hoc-news.de/vogelpark-walsrode-gerettet--/de/Wirtschaft-Boerse/Wirtschaft/20134824

Der park ist also (erstmal) gerettet ! :-)
(27.03.2009, 19:14)
Michael Mettler :   In unserer heutigen hannoverschen Tageszeitung gibt es - rechtzeitig zum Beginn der Osterferien - die Rubrik "Freizeitspa√ü in Niedersachsen", in der sich seit Jahren Ausflugsziele wie Freizeit- und Tierparks mit Anzeigenwerbung und kurzem Text vorstellen. Walsrode war in dieser Rubrik stets Dauergast, auch wenn das Anzeigenformat im letzten Jahr so stark verkleinert wurde, dass man den Text bis auf die √úberschrift nicht mehr entziffern konnte. Und heute? Fehlt der Vogelpark komplett, und das trotz Saisoner√∂ffnung und Osterferien! Entweder wollte/konnte der Park keine Werbung machen (was unverst√§ndlich w√§re), oder er steht auch bei der Zeitung schon so in der Kreide, dass die keine weiteren Auftr√§ge mehr annimmt...?

Was mich zudem stutzig macht, aber eine ganz andere Geschichte ist: Mit Hodenhagen fehlt ein zweiter Dauergast in dieser Rubrik trotz morgigen Saisonstarts!!
(27.03.2009, 13:17)
IP66 :   Das klingt aber nicht so, als ob die Zukunft des Parks als gesichert angesehen werden k√∂nnte ...
(25.03.2009, 11:17)
Michael Mettler :   Laut Zeitungsmeldung habe der belgische Investor einen Verhandlungstermin platzen lassen, der Gesch√§ftsf√ľhrer des Vogelparks sei aber sehr optimistisch, dass es noch diese Woche zu neuen Verhandlungen k√§me. F√ľr den morgigen Donnerstag planen die Mitarbeiter des Parks eine Kundgebung vor dem Walsroder Rathaus....
(25.03.2009, 09:11)
Michael Mettler :   @IP66: Der Artikel sagte dar√ľber nichts aus.

Auf der in Neuaufbau befindlichen Homepage des Parks tritt dessen zoologischer Aspekt (noch?) sehr in den Hintergrund, es geht vor allem um den Park als Ausflugsziel, udn da fehlt dann auch sowas nicht:
http://www.vogelpark-walsrode.de/de/der-park-fuer-/kinder/legende

Geschmunzelt habe ich √ľber die Au√üendarstellung, in den letzten Monaten habe sich im Park viel getan - stimmt nat√ľrlich in gewisser Weise... :-)
(23.03.2009, 14:07)
IP66 :   Wurde denn schon Gl√§ubigerschutz beantragt oder findet sich die Kreissparkasse mit ihrer Situation ab?
(23.03.2009, 12:35)
Michael Mettler :   Laut heutiger NEUER PRESSE startet der Vogelpark heute in die Sommersaison. Als neue Fakten werden genannt: Allein bei der Kreissparkasse Walsrode, die bis vor kurzem Miteigent√ľmerin des Parks war, steht der Park mit 6,5 Mio. Euro in den Miesen. Bei dem belgischen Investor handelt es sich um eine Firma aus dem Gartenbaugewerbe, die inzwischen Anteile im Wert von 300.000 Euro erworben habe. (Wobei dieses Geld m√∂glicherweise dazu verwendet wurde, zwei ausstehende Monatsgeh√§lter der Mitarbeiter auszahlen zu k√∂nnen, denn die hatte ja laut √§lterem Artikel besagter Investor "vorgestreckt".) Laut Gesch√§ftsleiter sehe es f√ľr weitere Investitionen gut aus, es fehle nur die Unterschrift - √ľber Details k√∂nne er jedoch noch nichts sagen. Solange die Besitzverh√§ltnisse nicht gekl√§rt seien, sei die Beteiligung der Gemeinde aber laut B√ľrgermeister auf Eis gelegt.

Bemerkenswert auch die Aussage eines Betriebsrates, der bemängelt, dass das Management die Belegschaft nicht ausreichend in Entscheidungen eingebunden habe, womit Fehlinvestitionen vielleicht hätten verhindert werden können - so sei das Baumhaus(dorf) "mittlerweile nur noch ein Bretterhaufen".


(21.03.2009, 10:01)
Michael Mettler :   @Wulfgard: Gewagt ist es im Prinzip genauso, den Park an Ort und Stelle zu belassen und die zu wenigen Besucher zus√§tzlich mit m√∂glichen Gro√übaustellen zu konfrontieren. Mich besch√§ftigt noch immer die bisher nirgends n√§her ausgef√ľhrte Behauptung in einem der Online-Artikel, der Park sei bauf√§llig, denn ich denke nicht, dass sich das nur auf die Holzger√ľste von Volieren oder die Fachwerkst√§llchen bezieht. Die Paradieshalle entstand zu einer Zeit, als hoher Energieverbrauch kein Problem war, und auch Bauten wie Papageienhaus, Lori-Atrium und Rosen-Cafe sind √ľber 35 Jahre alt - und zumindest die Vogelbauten durchweg hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Wie es mit der deutlich j√ľngeren Indonesienhalle in dieser Hinsicht aussieht, scheint mir auch eine wichtige Frage zu sein; immerhin ist das Klima darin so "angriffslustig", dass selbst die ethnischen Schnitzfiguren aus Tropenholz (!) bereits so stark verrotten, dass man mit dem Finger L√∂cher hineindr√ľcken kann. Und das gesamte "Skelett" der Hallenkonstruktion besteht aus Holz...

Wenn man alle diese Elemente, von denen zumindest die beiden Tropenhallen zu den Hauptbesuchermagneten geh√∂ren, sanieren oder erneuern und gleichzeitig weitere Projekte wie z.B. eine gro√üe Pinguinanlage aus dem Boden stampfen m√ľsste, w√§re m.E. der Aufwand eines Aufbaues des Parks an ganz neuer Stelle und mit neuem H√§user-Anlagen-Konzept wohl auch nicht viel h√∂her... Bei vielen Papageien- und Schwimmvogelarten z.B. d√ľrfte der z√ľchterische Beitrag zur Arterhaltung in Privathalterkreisen gr√∂√üer bzw. ausreichend gro√ü sein. W√ľrde man sich im Park auf die wirklichen Spezialit√§ten (soll hei√üen: neben bedrohten Arten auch solche, die zwar nicht bedroht sind, aber deren Haltung und Zucht noch keineswegs allt√§glich ist) und einige m.E. unverzichtbare Publikumsarten vom Wellensittich bis zur Mandarinente beschr√§nken, g√§be es ein breites "Mittelfeld" f√ľr eine Artenreduzierung, die weder dem Artenschutz noch dem Normalbesucher weh t√§te, sondern allenfalls den wenigen Spezialisten unter den Besuchern, die sich z.B. √ľber die Pr√§sentation einer m√∂glichst l√ľckenlosen Kollektion von Tauchenten freuen. Das Attribut des gr√∂√üten Vogelparks der Welt ist zwar werbewirksam, aber wenn selbst das nichts mehr n√ľtzt, sollte man es ruhig mal in Frage stellen, und ein rationalisiertes Artensortiment lie√üe sich m.E. durchaus im Ganzen "verpflanzen".

Laut heutigem Zeitungsartikel √ľber Tourismus in Niedersachsen ist √ľbrigens die Zahl der √úbernachtungen in der L√ľneburger Heide im letzten Jahr um 3,9% gestiegen. Beim Googeln fand ich noch einen Bericht √ľber eine Gespr√§chsrunde bez√ľglich der Ansiedlung eines Factory Outlet Centers im Raum Bad Fallingbostel, bei dem auch die Auswirkungen auf den dortigen Ausflugstourismus und die Freizeitangebote er√∂rtert wurden; Teilnehmer waren u.a. auch ein Vertreter des Serengetiparks Hodenhagen sowie der derzeitige Eigner des Vogelparks. Laut Bericht erhofften sich beide durch den "Shoppingtourismus" zu einem beiden Parks nahe gelegenen Einkaufszentrum einen positiven Effekt auch die Zahl ihrer Tagesbesucher, auch wenn diese sich wohl nur kurzzeitig, also nicht ganzt√§gig in den Parks aufhalten w√ľrden. Insgesamt h√§tte die gesamte Gespr√§chsrunde die Hoffnung, durch das Erschlie√üen neuer Zielgruppen das "angestaubte Image der L√ľneburger Heide" wegzufegen. Ich erw√§hne das nur mal, um aufzuzeigen, dass hier ganz andere Faktoren im Vordergrund stehen als die Erfolge des Vogelparks im Artenschutz usw. - platt gesagt, f√ľr den Kurzbesuch neben der Shopping-Tour w√§ren wohl Wellensittich und Mandarinente (wieder) wichtiger als Kagu und M√§hnenibis....
(10.03.2009, 11:23)
Wulfgard :   War leider Beruflich verhindert und sehe gerade dass ich eine Menge vers√§umt habe will das ganze auch nicht noch mal aufrollen nur soviel die Idee von MM zwecks einer Verlegung des Parks ist zwar recht gewagt aber durchaus eine √úberlegung wert (Ehrlich darauf w√§re ich nicht gekommen Respekt)
Ansonsten denke ich warten wir ab was die neue Situation bringt und ob der Vogelpark wirklich etwas davon hat. Denn wenn das Ganze zu einem Rummel verkommt ist es wohl besser man √ľberlegt sich mal Ernsthaft den Vorschlag von MM.

(10.03.2009, 10:08)
Michael Mettler :   Laut NDR1 war es bereits der belgische Investor, der die Geh√§lter der Mitarbeiter f√ľr Dezember und Januar letzte Woche vorgestreckt habe. (Fand ich leider nicht mehr als komplette Meldung, nur noch auf der Liste der Google-Treffer.) Hie√ü es nicht, die Entscheidung √ľber eine Zusammenarbeit mit ihm solle erst in den n√§chsten Wochen erfolgen...?

Ich bin jedenfalls genauso gespannt (und das relativ wertfrei), welches Konstrukt man uns demnächst in den Medien vorstellen wird.
(09.03.2009, 18:19)
Gudrun Bardowicks :   @ MM: Ich bin auf jeden Fall gespannt, was letztendlich wirklich bem Vogelpark entstehen wird. Mit den bisherigen Presseinformationen zum Projekt des Naturerlebnispfades kann ich jedenfalls wenig anfangen.
Ich pers√∂nlich w√ľrde mich freuen, wenn es mit dem belgischen Investor klappen w√ľrde und hoffe, dass dieser ein echtes Interesse am Erhalt des Vogelparks hat. Zumindest h√§tte der Vogelpark dann die Chance f√ľr einen Neuanfang, wenn auch m√∂glicherweise in ver√§nderter Gestalt.
(09.03.2009, 17:51)
Michael Mettler :   @Gudrun Bardowicks: Ein Erlebnispark ist Bestandteil meines Gedankenspiels, weil auch ich es merkw√ľrdig finde, wenn man lediglich einen eintrittspflichtigen Erlebnispfad errichten will und sich dadurch neue Besuchermassen f√ľr den Vogelpark erhofft. Deshalb liegt f√ľr mich der Verdacht nahe, dass mehr dahinter steckt - ansonsten k√∂nnte man den Erlebnispfad schlie√ülich auch innerhalb des Vogelparks und ohne Extra-Eintritt anlegen. Aber m√∂glicherweise g√§be es daf√ľr dann keine F√∂rdergelder, wenn der Park von einem Privatinvestor betrieben wird.
(09.03.2009, 17:33)
IP66 :   Wenn die beiden Attraktionen tats√§chlich neben- und getrennt voneinander angeboten werden sollen, empfehle ich einen Blick nach Twisteden: Dort wurde, zumindest den Angaben des Besitzers nach, ein zum Irrgartern umgestaltetes Maisfeld gegen√ľber dem Vogelparkeingang zu einer solchen Attraktion, da√ü die tierausstellende Instution in die Insolvenz geriet und nunmehr von einem F√∂rderverein betrieben wird. Synergieeffekte scheinen sich in solch einer Situation nicht zwangsl√§ufig einzustellen ...
(09.03.2009, 17:19)
Gudrun Bardowicks :   Diese Meldung fand ich auch sehr interessant. M√∂glicherweise kommen die Gelder ja aus dem Pott "Natur erleben". Durch dieses Projekt des nieders√§chsischen Umweltministers Sander soll die Bev√∂lkerung vor allem f√ľr den Naturschutz und die heimische Natur begeistert werden. Daher soll dieser Pfad vielleicht am Rande des Vogelparks entlanglaufen und eine Art kombinierter Naturlehrpfad mit einem Baumwipfel-Abenteuerpfad werden. Die Erw√§hnung der kombinierten und getrennten Eintrittspreise f√ľr Vogelpark und Erlebnispfad hat mich auch sehr erstaunt. Es k√∂nnte nat√ľrlich sein, dass dieser Pfad wie in der urspr√ľnglichen vielleicht den Europateil des Parks bis zum Beginn des Rhododendrontals durchschneidet und dort endet oder als Rundweg wieder zum Eingang zur√ľckf√ľhrt. Vielleicht wird man auch nur f√ľr den Baumwipfelpfad, der ja urspr√ľnglich am Rande der gro√üen Kranichanlage und der Wei√üstorchanlage √ľber diesen Anlagen entlangf√ľhren sollte, Eintritt bezahlen.So k√∂nnte man die Erlebniselemente des Pfades beispielsweise mit den Anlagen f√ľr Wei√üst√∂rche, Limikolen und Singv√∂gel und vielleicht auch der neuen Eisvogelbrutwand verbnden und den Weg dann zur√ľck zum Eingang f√ľhren. Ich glaube nicht, dass man f√ľr einen normalen Naturlehrpfad au√üerhalb des Parkgel√§ndes Eintritt verlangen kann oder erheben wird. Daher gehe ich davon aus, dass der eintrittspflichtige Bereich des Naturerlebnispfades entgegen der Pressemitteilung doch auf dem Vogelparkgel√§nde liegen wird.
Von einem Erlebnispark wird allerdings in der Pressemeldung nichts gesagt.
(09.03.2009, 17:01)
Michael Mettler :   Sieht so aus, als sei der Baumwipfelpfad (oder zumindest ein Erlebnispfad) gar nicht AUF, sondern nur AN dem Gel√§nde des Vogelparks geplant:
http://www.welt.de/welt_print/article3327350/Privatinvestor-und-Bruessel-sollen-Vogelpark-Walsrode-retten.html

Bemerkenswert dabei die Aussage, man wolle einen kombinierten Eintritt ermöglichen. Da frage ich mich nun aber, wie das Konzept aussieht, wenn man mit dem Erlebnisbereich Besucher nur VOR, aber nicht IN den Vogelpark lockt. Immerhin besser als nichts.

Wenn allerdings die EU-F√∂rdermittel ausschlie√ülich f√ľr diesen Zweck m√∂glich bzw. ins Auge gefasst sind, h√§tte der eigentliche Vogelpark im Sinne von Infrastruktur und Tierhaltung nicht viel davon (au√üer einem umgebauten Eingang). Um ein bisschen zu spinnen, s√§he das vielleicht so aus: Der Vogelpark wird kommunal, um die F√∂rdergelder abzugreifen und damit eine neue Touristenattraktion NEBEN den Vogelpark zu bauen, der mit seinem alten Gel√§nde an den belgischen Investor verpachtet wird. Durch die Benachbarung und den gemeinsamen, riesigen Parkplatz erhofft man sich einen Synergieeffekt. Je nachdem, ob und wie dieser funktioniert, kann man sp√§ter die beiden Einrichtungen zu einer verschmelzen, wobei die M√∂glichkeiten entst√ľnden, dass entweder nur der Vogelpark oder nur der Erlebnispark √ľbrig bleibt oder es eine Mischung aus beidem werden w√ľrde (√§hnlich Th√ľle oder Jaderberg).
(09.03.2009, 15:17)
Andr√© Haubrich :   Man k√∂nnte das Zahl-Konzept wie in Berlin √ľbernehmen, beides ist auch einzeln beuchbar oder mit einer g√ľnstigeren Kombi-Karte.
(08.03.2009, 13:38)
Oliver Jahn :   Das Problem in Erfurt l√§ge wohl sicher im Preis begr√ľndet. Die Zoos der neuen Bundesl√§nder haben eh schon recht geringe Preise, weil Einkommensverh√§ltnisse und Arbeitslosenquoten noch immer diametral zu denen in den alten Bundesl√§ndern sind. Wenn dann in einer solchen Region ein tragf√§higer Preis f√ľr den Vogelpark-Eintritt erhoben werden soll, dann d√ľrfte das den finanziellen Rahmen vieler Erfurter sicher sprengen.
(06.03.2009, 21:20)
Michael Mettler :   @Anti-Erdm√§nnchen: Stimmt, dass ich das schon mal festgestellt hatte. Vogelparks liegen bzw. lagen bevorzugt in Feriengebieten und h√§tten es bei oder in einer gr√∂√üeren Stadt, die einen mehr oder weniger gro√üen Zoo aufweist, schwer, mit diesem in Konkurrenz zu treten. Der Gedanke an der Erfurt-Idee ist ja, dass der Besucher sich gar nicht entscheiden muss, ob er nun in die eine oder in die andere Richtung f√§hrt, sondern nur, wieviel von einem zusammenh√§ngenden Gel√§nde mit Tieren er besuchen will; deshalb mein Vergleich mit Zoo und Aquarium in Berlin. Das k√∂nnte (!) funktionieren, denn dem Besucher d√ľrfte es egal sein, was unter wessen Tr√§gerschaft l√§uft. Ob eine gro√üe Vogelkollektion in Erfurt ungewollt w√§re, kann ich nicht beurteilen.

Ansonsten neige ich eigentlich mehr zu deiner Einstellung als zum "Erhalten um des Erhaltens willen". Der Park hatte √ľber viele Jahre hinweg die Chance, sich einer ver√§nderten Marktlage anzupassen und hat das nicht getan - da muss man dann wohl mit dem Prinzip der Darwinschen Auslese leben. Um den Vogelbestand mache ich mir wenig Sorgen; EEP-Arten k√∂nnen von den Koordinatoren vermittelt werden, viele V√∂gel w√ľrden wohl in Liebhaberhaltungen unterzubringen sein (schlie√ülich hat der Park auch vorher schon V√∂gel bis hin zu Kagus an Privat abgegeben), und sicher w√ľrde auch der eine oder andere Zoo noch zugreifen. Schlechter dran ist eher das Personal.
(06.03.2009, 21:07)
Anti-Erdm√§nnchen :   Ich wei√ü, ich bin in diesem Faden nicht gerne gesehen, aber MM habe ich glaub ich noch nicht niedergeb√ľrstet :)
Auch das sieht mir sehr stark nach einem Erhalten um des Erhaltens Willen aus, ohne Ber√ľcksichtigung der Marktlage. Du hattest unter ¬ĄEure Planung¬ď schonmal festgestellt, da√ü es keinen einzigen gr√∂√üeren Vogelpark in Stadtn√§he gibt. Somit deutet doch einiges darauf hin, da√ü eine derartige Einrichtung nicht zum ¬ĄAlltagsbedarf¬ď geh√∂rt, also nicht √∂fters nachgefragt wird. Jetzt sollen die Erfurter mit einem ungewollten Vogelpark ¬Ąbel√§stigt¬ď werden, damit das gesammelte Know-how und der exquisite Tierbestand Walsrodes nicht verloren gehen? Auf mich wirkt das eher wie ein Opfer anstatt wie ein Geschenk.
Kennt jemand den Grugapark in Essen oder den Luisenpark in Mannheim? Ich war in keinem von beiden, aber ich stelle sie mir vom Stil her √§hnlich altert√ľmlich wie Walsrode vor. In beiden ist ansatzweise schon ein Vogelpark enthalten, und kostenpflichtig ist der Zutritt eh schon. Wenn diese beiden Parks Strukturen aus Walsrode √ľbern√§hmen, w√ľrde man wenigstens nichts kaputt machen k√∂nnen ... :)

(06.03.2009, 19:32)
Michael Mettler :   Es sind in diesem Thread schon so viele Ideen ge√§u√üert worden, dass man mir nachsehen m√∂ge, wenn ich noch eine ganz verr√ľckte nachschiebe: Lie√üe sich zumindest das Konzept und die zoologische Arbeit des Vogelparks retten, wenn man ihn umsiedeln w√ľrde...? Der Gedanke kam mir, weil der Park ja angeblich (mindestens in Teilen) ohnehin bauf√§llig sein soll und eine Lage in der N√§he einer gr√∂√üeren Stadt eventuell mehr Besucher bringen k√∂nnte.

Stellen wir uns mal vor, der Park w√ľrde quasi als Untermieter auf dem Erweiterungsgel√§nde eines Fl√§chenzoos einziehen, der selbst √ľber einen nur geringen Vogelbestand verf√ľgt und besagtes Gel√§nde aus Kostengr√ľnden ohnehin auf Sicht nicht selbst bebauen kann. Nach dem Berliner Prinzip Zoo/Aquarium k√∂nnte man getrennten und Kombi-Eintritt anbieten. Der Zoo h√§tte quasi auf einen Schlag einen attraktiven neuen "Zooteil", der Vogelpark gleich nebenan ein paar attraktive Gro√üs√§uger als Publikumsmagnete, aus deren Zustrom man per Kombikarte so manchen Besucher her√ľberlocken kann - auf Neudeutsch einen Synergieeffekt. Gleichzeitig k√∂nnte man durch den Ortswechsel "frisches" Publikum anlocken, das den Park nicht wie die Hamburger, Hannoveraner und Bremer schon lange kennt.

Es ist wohl nicht schwer zu erraten, welchen Zoo ich dabei im Auge h√§tte: Erfurt. Innerhalb Deutschlands zentral gelegen, so dass man f√ľr spezielle Vogelfreunde aus allen Richtungen gut erreichbar w√§re, und mit einem gro√üen Erweiterungsgel√§nde ausgestattet - Neubauten finden aber fast ausschlie√ülich im Altgel√§nde statt. Man m√ľsste das Walsroder Artensortiment ohne Verzicht auf die artensch√ľtzerischen und zoologischen Spezialit√§ten ein wenig eink√ľrzen; manche Arten sind ja im Zoopark schon vertreten, andere sind wie z.B. der Rosapelikan "Allerweltsv√∂gel" (die Planstelle Pelikan w√§re mit anderen Arten noch ausreichend besetzt). M√∂glicherweise lie√üen sich sogar Bauelemente wie Gitterfronten von Standort zu Standort mitnehmen (selbst Fachwerkh√§user kann man ja umsetzen), und dem einen oder anderen Pfleger w√§re vielleicht ein Umzug auch lieber als die Arbeitslosigkeit. Inwieweit ein solches Konstrukt rechtlich m√∂glich w√§re, m√ľsste jemand beurteilen, der sich damit auskennt. K√∂nnte man dann nicht sogar wieder Bundes- oder EU-F√∂rdergelder locker machen, weil man einen neues touristisches Ziel schafft...?

Und um Wulfgards Idee aufzugreifen: Den Vogelpark f√ľr eine Art Artenschutzschule zu nutzen, w√ľrde auch in diesem Fall machbar sein, sogar mit einer Reihe bedrohter S√§ugetierarten als Erg√§nzung "nebenan". UND mit einem unter Naturschutz stehenden Areal des Parks von rund 12 Hektar (immerhin gr√∂√üer als der Frankfurter Zoo) vor der Haust√ľr, an dessen Beispiel man vor Ort Lebensraumschutz demonstrieren kann.

So, und nun höre ich auf zu spinnen und ihr seid dran :-)
(06.03.2009, 14:31)
Michael Mettler :   Laut heutiger Zeitungsmeldung (NEUE PRESSE) sollen die Parkmitarbeiter in dieser Woche ihre Dezember- und Januargeh√§lter bekommen haben, und die Stadtwerke hatten wegen unbezahlter Rechnungen schon mal f√ľr zwei Stunden das Wasser abgedreht - wohl als Warnschuss.
(06.03.2009, 12:41)
Carsten Sch√∂ne :   In Walsrode sind wohl, wie hier mehrfach angesprochen wurde, wirklich die Entscheidungstr√§ger das zentrale Problem. Wir als IGAR haben auch schon auf mehreren Wegen versucht, ein Konzept f√ľr den Vogelpark anzubieten, nicht f√ľr das RaubtierPark-Projekt, sondern f√ľr ein, die Tradition aufgreifendes Konzept. Wir kennen uns zwischenzeitlich sehr gut in der bundesrepublikanischen und europ√§ischen F√∂rdermittellandschaft aus (es war ja der Wille der Stadt Walsrode und der Gemeinde Bomlitz solche Wege zu beschreiten) aber wir sto√üen auf taube Ohren, man will scheinbar sein eigenes S√ľppchen kochen, wie auch immer das sp√§ter schmecken mag. Doch vielleicht betrifft es ja in diesem Fall doch nur speziell uns, weil sich unsere generelle Renitenz und bisherige, herausragende Erfolglosigkeit herumgesprochen haben.

Gr√ľ√üe
Carsten Schöne
(06.03.2009, 11:20)
Anti-Erdm√§nnchen :   In der Schweiz gibt es ja das Modell, da√ü Vogelzuchtvereine Schauanlagen in √∂ffentlichen Parks betreiben. Solche Anlagen habe ich in St. Gallen, Solothurn und Zug gesehen, etwas √Ąhnliches in Fl√ľelen. In St. Gallen war der Anlagenkomplex sehr aufwendig gestaltet, in Zug die Volieren reichlich spektakul√§r besetzt (Rebh√ľhner, Lederk√∂pfe, Tannenh√§her, Rote Sichler). Bedingt durch die demographische Entwicklung glaube ich aber nicht, da√ü entsprechende Vereine in Deutschland noch genug Nachwuchs haben werden, und da√ü die Anlagen dauerhaft von Vandalismus verschont bleiben.
(05.03.2009, 22:15)
Wulfgard :   @MM

Das ist sicher richtig aber ich hatte auch nicht an den Familieren Sonntagsausflug mit den Eltern gedacht sondern habe eher das Modell einer Ornitologischen Einrichtung f√ľr die Zucht bedrohter Arten und gleizeitig der Forschung um die V√∂gel in Ihrem nat√ľrlichen Lebensraum besser zu sch√ľtzen, daher meine Idee Junge Leute und so vorhanden auch Natursch√ľtzer,Wissenschaftler und Forstleute aus den betreffenden L√§ndern einzuladen um Sie hier mit den gleichen aus unserem Lande zusammen zubringen. Ausser dem hatte ich gedacht das z.B. die Kultusminister unserer Bundesl√§nder die Schulen anweisen etwa einmal im Jahr (Nat√ľrlich nicht immer die gleichen) eine Bildungsreise in Form einer mehrt√§gige Klassenreise zu unternehmen.
Einen Teil der anfallenden Kosten holt man dann wieder rein indem der gr√∂sste Teil des Parks ganj√§hrig f√ľr Besucher ge√∂ffnet ist (Mit einigen √Ąnderungen zwecks Attraktivit√§t) ich denke unter diesen Voraussetzungen wird der Park auch wieder viel St√§rker in der √Ėffentlichkeit wargenommen, denn welcher Vater oder Mutter will nicht einmal gerne den Ort kennen lernen wo sein Kind mit der Schulklasse war?

Aber wie schon gesagt man muß schon ein wenig Fantasie und einen guten Willen haben und nicht nur auf den Profit schielen wenn man so etwas Neues auf die Beine stellen will.
Genau da aber habe ich so meine Bedenken was die Moral der Politiker angeht.
(05.03.2009, 22:12)
Michael Mettler :   @Wulfgard: Um (Gro√ü-)Stadtkindern ein St√ľck (exotischer) Natur zeigen zu k√∂nnen, geht man aber eher in den Zoo der jeweiligen Stadt, statt "aufs Land" zu fahren... Vielleicht h√§tte der Vogelpark weniger Probleme, wenn er an oder in einer Gro√üstadt l√§ge, schon weil man dann eher Dauerkartenkunden anwerben k√∂nnte. Aber selbst dann m√ľsste er sich dem Zeitgeist anpassen, um attraktiv zu bleiben.
(05.03.2009, 21:35)
Wulfgard :   Die Info Kiessling ist so im Gro√üen und Ganzen Richtig, nur ist nach meiner damaligen Information das Arrangement daran gescheitert das Kiessling wie es eben seine Art ist sagen will wo es lang geht, und da wollten die Leute die damals die Karre schon an die Wand gefahren haben wohl auch aus Geltungsbed√ľrfnis nicht mitspielen, und wie Kiessling nun mal ist wenn ich schon zahlen soll will ich auch das Sagen haben und mir nicht von irgend welchen Amateuren reinreden lassen. Und damit hat Er meiner Meinung auch vollkommen Recht. Ich habe schon damals sein Ausscheiden sehr bedauert und meine Bedenken gehabt ob das mit den alten Seilschaften gut geht, und das Ergebnis haben wir ja jetzt.

@Anti-Erdmännchen
Ich denke der Wert des Parks ist in diesem Forum von vielen sehr deutlich gemacht worden (im √úbrigen auch von dir) und somit kann ich deine Bedenken zwecks seiner Erhaltung auch mit √∂ffentlichen Geldern nicht teilen. (ich will hier gar nicht wieder √ľber √∂ffentliche Verschwendung von Geldern an anderer Stelle reden) aber in einer Zeit wo die Natur an allen Fronten zur√ľck gedr√§ngt wird und viele Stadtkinder kaum noch einen Bezug zu Ihr haben ist der Wert einer Einrichtung wie Walsrode gar nicht hoch genug einzusch√§tzen. Nur muss man Sie wenn Sie schon da ist auch nutzen.

Ich denke es w√§re auch eine gute Idee Schulkinder und Jugendliche aus L√§ndern der dritten Welt wo die meisten dieser V√∂gel ja herkommen nach Walsrode einzuladen um Ihnen einmal zu zeigen was Sie Verlieren w√ľrden wenn diese Tiere in Ihrem Land ausgerottet werden und wie wichtig jede einzelne Art f√ľr den √Ėkologischen Haushalt ist. Da k√∂nnten das Ausw√§rtige Amt oder das Global Operierende Goethe Institut oder wer auch immer mal etwas Sinnvolles
In Sachen Entwicklungshilfe leisten. Und das Vorgelagerte Hotel eignet sich da doch prima als Jugendherberge und man k√∂nnte es zus√§tzlich auch zu einem Internationalen Tagungsort f√ľr Zoologen, √Ėkologen und Tiersch√ľtzern ausbauen.

Die Entscheidungstr√§ger m√ľssten sich nur endlich mal Ihrer Verantwortung bewusst sein.

(05.03.2009, 19:37)
Michael Mettler :   Ich denke, dass die Vogelhaltung in Zoos grunds√§tzlich an einem Scheideweg steht, von dem ein reiner Vogelpark nat√ľrlich am meisten betroffen ist.

Erstens geht die Zoowelt mit viel Ehrgeiz daran, Tiere gitterlos zeigen zu k√∂nnen. Wenn man nicht gro√üe begehbare Volieren im Dutzend bauen oder gro√üe Teile eines Vogelparks verglasen will/kann (was vermutlich zu erh√∂hten Unfallzahlen durch Anfliegen an Scheiben f√ľhren w√ľrde), hat man wenig Chancen, gitterfreie Einblicke umzusetzen. Und es eignen sich nun mal auch nicht alle Vogelarten f√ľr begehbare Gro√üanlagen bzw. sie finden dort keine Ruhe zum Br√ľten.

Zweitens legen die Zoos auch √ľber die Medienwirksamkeit hinaus viel Wert darauf, den Besuchern das nat√ľrliche Aufwachsen von Jungtieren zeigen zu k√∂nnen. Dazu habe ich unten schon meine Gedanken kundgetan.

Drittens war die Zoowelt bei V√∂geln viel st√§rker als bei S√§ugetieren gewohnt, die Tiere zu reinen Schau- und sogar Dekorationszwecken zu halten und statt gr√∂√üerer Zuchtbem√ľhungen bei Verlusten auf den Handel zur√ľckzugreifen. Ich glaube, dass heute manche Entscheidung gegen V√∂gel und f√ľr S√§uger in den Zoos auch deshalb getroffen wird, weil der Nachschub nicht mehr so einfach ist und es gro√üer Anstrengung bedarf, das Know-how zur erfolgreichen Zucht vieler Vogelarten aufzuholen (das die Vogelparks und viele Privatz√ľchter haben).

Alle diese Punkte f√ľhren m.E. dazu, dass die Haltung einer reichhaltigen Vogelkollektion immer schwieriger wird, wenn man den selbst gesteckten und nach au√üen tatkr√§ftig dargestellten Ma√üst√§ben gerecht werden will. Da hilft wohl nur noch eine Pro-Gitter-Kampagne...
(05.03.2009, 18:51)
Sacha :   Ich kann mich der Meinung von Gudrun Bardowicks grunds√§tzlich nur anschliessen.

Trotzdem noch eine kleine Info (auch an @MM): Wie ich aus gut unterrichteter Quelle weiss (= ehem. Leiter der Voliere Z√ľrich), hat resp. hatte Herr Kiessling durchaus Interesse an der Leitung des VP Walsrode, blitzte aber bei den (oder einem Teil der) damaligen Verantwortlichen ab. Herr Sepe und Herr Machens sind ohne Zweifel Personen, die einen Zoo auf Vordermann bringen k√∂nnten, werden sich allerdings h√ľten, ihr eigenes Kind mit einer neuen Institution in Gefahr zu bringen resp. zu konkurrenzieren. Da m√ľsste schon einer her, der "seinen" Zoo nicht gleich um die Ecke hat.
Ich gebe Gudrun Bardowicks aber insofern recht, dass es nicht zwingend Herr Kiessling sein m√ľsste, sondern eine Person, die genug Erfahrung hat und vor allem eine Beziehung zu V√∂geln.

@MM: Bez√ľglich Klima: Ohne Zweifel hat der Loro Park da einen Vorteil. Allerdings gibt es trotzdem die M√∂glichkeit, den VP mit anderen Tierarten auch Winters √ľber attraktiv zu gestalten. Das m√ľssten nicht mal Schwertwale und Grosse T√ľmmler sein (obwohl zumindest erstere mit unserem Winter ganz gut zurecht k√§men. Das eigentliche Problem in diesem Fall w√§ren ja wie Du schon hast durchblicken hast lassen, die politischen Spinner aus dem rotgr√ľnen Lager). Sollte es nicht her Kiessling (oder ein "Aehnlicher" Privater) sein, der den Karren aus dem Dreck zieht, dann m√ľssen m. E. die Kommunen oder/und der Staat ran. Im VP Walsrode steckt zuviel Potenzial, als dass man es einfach vor die Hunde gehen lassen d√ľrfte. Konzepte sind nun gefragt.
(05.03.2009, 18:36)
Anti-Erdm√§nnchen :   Tja, wem sagst Du das. Ich ertappe mich schon dabei, da√ü ich mir in den Zoos fast nur noch die V√∂gel angucke, weil man bei den S√§ugern in den meisten Gehegen eine ¬ĄPflichtart¬ď erwarten kann. Bei den V√∂geln hingegen gibt es ja fast keine Pflichtarten. Hier k√∂nnte man aus dem riesigen Artenspektrum so viel ausw√§hlen, und doch wird es nicht getan. Gerade den Geozoo-Freunden w√ľrde hier das Leben eigentlich leicht gemacht.

Ich hatte mal in einem sehr s√§ugerlastigen Wildgehege mit hohem Naturbildungsanspruch (!) den Vorschlag gemacht, doch mal eine Volierenreihe mit Singv√∂geln usw. zu errichten. Da wurde mir von der Leitung doch tats√§chlich die Geste f√ľr ¬Ąlangweilig¬ď gezeigt, also diese G√§hnbewegung.

Mal sehen, was passiert, wenn Walsrode aufgelöst und der Tierbestand verteilt wird. Ob dann das Interesse der Zoos steigt? Wobei diese ja nicht von heute auf morgen neue Kapazitäten schaffen können.

Zitat: ¬ĄAllerdings werden vom Staat z.Z. soviele Gelder in die Subventionierung und St√ľtzung maroder Banken und Wirtschaftsbetriebe gesteckt, dass ich kein Verst√§ndnis daf√ľr habe, dass eine f√ľr die Volksbildung, den Tourismus und den Artenschutz so wichtige und popul√§re Einrichtung wie der Vogelpark Walsrode keine finanzielle Unterst√ľtzung vom Staat erh√§lt.¬ď
Der Unterschied ist wohl, daß die anderen voraussichtlich nach einer einmaligen Finanzspritze wieder lebensfähig sein werden, während Walsrode ein Faß ohne Boden zu sein droht.

(05.03.2009, 18:32)
Gudrun Bardowicks :   @ Anti-Erdm√§nnchen: Ich liebe nun einmal V√∂gel und finde es schade, dass diese in den normalen Zoos nur ein Schattendasein f√ľhren und immer mehr aus diesen zugunsten von spektakul√§ren Gro√üs√§ugern verschwinden, die man mittlerweile in jeder gr√∂sseren Einrichtung antrifft und die auch in den Tierdokumentationen im Fernsehen √ľberrepr√§sentiert sind. Daher finde ich reine oder fast reine Vogelparks wie in Walsrode, Niendorf/Ostsee oder Marlow so attraktiv. Hier kann man Tiere sehen und erleben, die kaum gezeigt werden, aber bei richtiger Pr√§sentation sicherlich f√ľr viele Menschen √§hnlich attraktiv wie diverse Kleins√§uger- und Reptilienarten sind, die man in fast jedem Tierpark sieht. So attraktiv wie Menschenaffen, Kattas, Nash√∂rner, Elefanten, Eisb√§ren, Braunb√§ren, L√∂wen und Tiger werden V√∂gel nat√ľrlich niemals sein, sie stellen aber trotzdem eine vielf√§ltige und abwechslungsreiche Tiergruppe dar und haben meiner Ansicht nach genau wie die eben genannten Gro√üs√§uger und viele andere Arten eine Existenzberechtigung in zoologischen Einrichtungen. Daher finde ich es traurig, wenn immer mehr grosse Vogelparks in Deutschland schlie√üen oder in normale Tierparks mit einem gemischten Tierbestand mit dem Schwerpunkt auf Gro√üs√§uger und popul√§re kleinere Arten wie Erdm√§nnchen, Pr√§riehunde oder Nasenb√§ren umgestaltet werden. Ich k√∂nnte zwar gut mit einer Kombination aus Vogel-, Affen- und Kleins√§ugerpark, in denen V√∂gel aber weiterhin einen Schwerpunkt bilden, leben, da solche Einrichtungen zumindest in Deutschland selten sind, w√ľrde aber eine Kombination aus Rummelplatz und gew√∂hnlichem Tierpark auf der Fl√§che des Vogelparks kritisch sehen, da es diese Art von Einrichtungen in Deutschland mittlerweile in grosser Anzahl gibt und auch im weiteren Umfeld von Walsrode bereits einige Parks dieser Art existieren. Weitere Touristen w√ľrden durch so einen Freizeitpark mit Tieren sicherlich nicht angelockt werden.
Die seltenen Zuchtgruppen des Vogelparks w√ľrden in diesem Fall mangels Alternativen zur Unterbringung in anderen zoologischen Einrichtungen gr√∂√ütenteils auseinandergerissen und m√∂glicherweise an dubiose H√§ndler und Privathalter f√ľr wenig Geld verscherbelt werden. Hierdurch w√ľrde auch wertvolles Zuchtpotential f√ľr die Arterhaltung vernichtet oder durch das Auseianderreissen von Zuchtpaaren und Zuchtgruppen m√∂glicherweise f√ľr immer verschwendet werden. Bei einem Weiterbestehen des Vogelparks Walsrode, wenn auch sicher in etwas anderer Form, k√∂nnten m√∂glicherweise viele der wertvollen Zuchtpaare und Zuchtgruppen des Vogelparks erhalten bleiben und auch f√ľr interessierte Vogelfans wie mich weiterhin √∂ffentlich zug√§ngig sein.

Ich wei√ü nat√ľrlich, dass mein Wunsch einer Erhaltung des Vogelparks Walsrode als echter Vogelpark sehr egoistisch ist und man daf√ľr nat√ľrlich keine Steuergelder der arbeitenden Bev√∂lkerung verschwenden sollte. Allerdings werden vom Staat z.Z. soviele Gelder in die Subventionierung und St√ľtzung maroder Banken und Wirtschaftsbetriebe gesteckt, dass ich kein Verst√§ndnis daf√ľr habe, dass eine f√ľr die Volksbildung, den Tourismus und den Artenschutz so wichtige und popul√§re Einrichtung wie der Vogelpark Walsrode keine finanzielle Unterst√ľtzung vom Staat erh√§lt. Auch hier sind Arbeitspl√§tze in Gefahr, f√ľr deren Erhalt man sich einsetzen sollte. F√ľr mich pers√∂nlich w√ľrde die Heideregion um Walsrode durch eine Schlie√üung des Vogelparks auf jeden Fall unattraktiver werden, da es dort mit Hodenhagen nur noch eine interessante zoologische Einrichtung geben w√ľrde, die zumindest in Deutschland au√üergew√∂hnlich ist.
(05.03.2009, 17:45)
Anti-Erdm√§nnchen :   Meine Meinung ist ja bekannt und kann unten nachgelesen werden. Trotzdem m√∂chte ich nochmal anmerken, da√ü ich die besonders von Gudrun (zuvor auch von Wulfgard, Ulli und anderen) vorgebrachte Denkweise, da√ü es eine L√∂sung auf jeden Fall geben m√ľsse, f√ľr fatal halte. Gerade wenn man mit √∂ffentlichen Zusch√ľssen lieb√§ugelt, sollte man diese These umso mehr hinterfragen.

Zitat: ¬ĄAnsonsten ist das Schicksal des Vogelparks trotz seiner langen Geschichte, seiner √ľberragenden und √ľberregionalen Bedeutung als Zucht- und Arterhaltungszentrum f√ľr gef√§hrdete Vogelarten und der zumindest in der Vergangenheit grossen Bedeutung als Ausflugsziel in der Region wohl besiegelt.¬ď
Nicht zu vergessen: Walsrode hat in der Fachwelt auch viel f√ľr das Prestige der deutschen Tierg√§rtnerei getan!

(05.03.2009, 14:39)
Gudrun Bardowicks :   @ MM: In der Hauptsaison sind zumindest an den Wochenenden die Kassenh√§uschen und fast alle Kioske noch besetzt, nur in der Wintersaison und m√∂glicherweise an Wochentagen nicht. Das war zumindest in der Sommersaison 2008 noch so.

Die 3 von mir im untenstehenden Text genannten Personen werden den Vogelpark bestimmt nicht √ľbernehmen, zumal lediglich Herr Sepe und Herr Kiessling an Tieren interessierte Privatunternehmer sind, die m√∂glicherweise auch eigenes Kapital zum Ankauf und Betrieb des Vogelparks einsetzen k√∂nnten. Sie besitzen allerdings schon recht erfolgreiche grosse Einrichtungen, die ihre ganze Aufmerksamkeit ben√∂tigen d√ľrften und werden vermutlich auch kein Geld f√ľr den Ankauf eines laut den Pressemitteilungen sowohl finanziell wie auch baulich maroden Vogelparks ausgeben wollen, welches sie f√ľr ihre eigenen Einrichtungen ebenfalls gut gebrauchen und dort sinnvoll einsetzen k√∂nnen. Die Leitung zweier grosser Einrichtungen wird f√ľr sie wohl auch aus zeitlichen Gr√ľnden nicht machbar sein.
Herr Machens ist von der Zoo Hannover GmbH als Gesch√§ftsf√ľhrer des Zoos angestellt und besitzt keine eigenen Finanzmittel und ist auch bereits Ende 50 oder Anfang 60 und n√§hert sich somit dem Rentenalter. Man mu√ü also auf andere Personen als zuk√ľnftige Besitzer und Betreiber des Vogelparks hoffen, die sich √§hnlich f√ľr Tierhaltungen begeistern wie die 3 genannten Personen, offen f√ľr neue Ideen sind, ein festes Konzept f√ľr die Zukunft des Vogelparks haben und m√∂glichst Erfahrungen im Marketing und der Werbung aufweisen. Auch d√ľrfen sie nicht in erster Linie gewinnorientiert sein, da es in Deutschland keine gr√∂ssere zoologsche Einrichtung gibt, die wirklich Gewinn macht. In Frankreich und in den Niederlanden scheint dies allerdings durchaus m√∂glich zu sein, da es in diesen L√§ndern viele privat gef√ľhrte zoologische Einrichtungen gibt, die keine oder kaum √∂ffentliche Zusch√ľsse bekommen und trotzdem auf dem neuesten technischen und zoologischen Stand sind und nur aus den Eintrittserl√∂sen regelm√§√üig auch gr√∂ssere Um- und Neubauten dem Publikum pr√§sentieren k√∂nnen. Ich denke hier z.B. an Burgers Zoo in Arnheim, Apenheul in Apeldoorn, Ouwehands Tierpark in Rhenen oder den Gaia-Park in Kerkrade, um nur einige gr√∂ssere zoologische Einrichtungen aus den Niederlanden zu nennen, die in Privatbesitz sind.
(05.03.2009, 14:28)
IP66 :   Wie gestalten sich denn eigentlich die Besitzverh√§ltnisse: Geh√∂rt der Park dem Betreiber, wurde das Gel√§nde lediglich gepachtet oder auf Neubauten √∂ffentliche Gelder verwendet?
(05.03.2009, 14:15)
Gudrun Bardowicks :   Auch im Vogelpark Walsrode kann man im Vogelaufzuhthaus in der Saison regelm√§√üig das Schl√ľpfen von H√ľhner- und Wachtelk√ľken und die Aufzucht von Jungv√∂geln beobachten. Der Brutkasten mit schl√ľpfenden H√ľhnerk√ľken und auch die Jungvogelf√ľtterungen werden in der Saison zumindest an Wochenenden von grossen Besuchermengen beobachtet. Leider ist die Einsichtm√∂glichkeit bei den F√ľtterungen aus Platzmangel an den Schaufenstern des Vogelaufzuchtstation recht gering und besonders Kinder und kleinere Erwachsene haben kaum Chancen, einen Blick auf die Handf√ľtterung der Jungv√∂gel zu erhaschen, da der Blick durch das Fenster der Futterk√ľche von gr√∂sseren Personen versperrt wird. Meistens werden auch nur h√§ufige Arten, besonders Enten- und H√ľhnerk√ľken, Papageien, Kakadus und Eulenk√ľken f√ľr die Flugshows, unter den Augen des Publikums aufgezogen. Die besonderen Nachzuchten wie beispielsweise Kagus, Seidenkuckucks und seltene Pelikan- und Kranichformen, auf die gelegentlich in Presseberichten und im Fernsehen hingewiesen wird, bekommt das inteessierte Publikum leider nie zu Gesicht. Das hat nat√ľrlich in erster Linie Artenschutzgr√ľnde und soll verhindern, dass diese Nachzuchten auf Menschen fehlgepr√§gt werden, f√ľhrt aber sicher auch zu Entt√§uschungen bei den Besuchern, die vor allem wegen dieser Nachzuchten den Vogelpark aufsuchen und hoffen, einen Blick auf diese in den Medien als Sensation genannten Jungtiere werfen zu k√∂nnen.
Allerdings kann man in den Fr√ľhjahrs- und Sommermonaten schon einige Jungv√∂gel im Vogelpark beobachten, die von ihren Eltern aufgezogen werden, z.B.Kormorane, Uhus, verschiedene Enten- und G√§nsek√ľken, Wei√üst√∂rche, einzelne M√∂wen, einige Kraniche (vor allem Mandschurenkraniche), einige Fasane,Rosal√∂ffler, Rote Sichler, Abdimst√∂rche, Inka-Seeschwalben und verschiedene Reiherarten. Leider wird aber nicht auf diese Nachzuchten hingewiesen, weder in den Medien noch auf Gehegeschildern.
Auch die Flugshows und die Indoorshow unter dem Thema Evolution sind zumindest an den Wochenenden in der Saison gut besucht. Leider reicht dieses heute wohl nicht mehr um Besuchermassen anzulocken, weil die Konkurrenz durch den Heidepark Soltau, den Safaripark Hodenhagen und vemutlich auch den Zoo Hannover, die mehr auf Action und Abwechslung setzen und mehr auf Familien und Jugendliche zugeschnitten sind, mittlerweile zu gro√ü geworden ist. Daher mu√ü dringend etwas an den alten Strukturen des Vogelparks und an der Gestaltung der Gehege ge√§ndert werden. Daher bin ich ja immer noch f√ľr die Umwandlung des Abenteuerspielplatzes am Eingang des Vogelparks in einen Indoorspielplatz, m√∂glichst mit Restauration und Veranstaltungsr√§umen,als Alleinstellungsmerkmal f√ľr den Vogelpark in der Region, die Zusammenlegung und Umgestaltung von vorhandenen Volieren und m√∂glicherweise von ganzen Parkteilen, eine begehbare Pinguin- oder s√ľdamerikanische K√ľstenanlage mit Humboldtpinguinen und Chilepelikanen und einige neue Anlagen f√ľr popul√§re Primaten- und Kleinraubtierarten wie beispielsweise Kattas, Varis, Berberaffen,Erdm√§nnchen und Nasenb√§ren. Am Besten w√§re es, wenn einige dieser Neuanlagen f√ľr die Besucher betretbar w√§ren. So k√∂nnte der Vogelpark Walsrode m√∂glicherweise zu neuer Bl√ľte gelangen. Allerdings wird hierf√ľr ein Betreiber ben√∂tigt, der wirklich mit ganzem Herzen und voll Begeisterung f√ľr den Erhalt des Vogelparks k√§mpft und ihn nicht nur als eine Investition sieht, aus dem er m√∂glichst viel Gewinn ziehen kann, m√∂glicherweise auch nur durch eine Ver√§u√üerung des Vogelparkgel√§ndes f√ľr viel Geld zu Bauzwecken f√ľr Ferienparks oder √§hnliches.Der jetzige Betreiber bzw. Besitzer hat scheinbar kein grosses Interesse am Erhalt des Vogelparks zumindest als √∂ffentlich zug√§ngige Einrichtung, sonst w√ľrde er f√ľr Neuerungen aufgeschlossen sein, mehr Geld in die √ľberregionale Werbung und das Marketing stecken und sich intensiv um F√∂rdergelder und die Gr√ľndung eines F√∂rdervereins zum langfristigen Erhalt und zur Unterst√ľtzung des Vogelparks k√ľmmern. Hier kann vermutlich wirklich nur noch ein Betreiber- und Besitzerwechsel helfen. Wenn man die Einrichtung als Touristenattraktion f√ľr die Region wirlich auf Dauer erhalten will,m√ľsste
bei der Wahl des neuen Besitzers und Betreibers allerdings darauf geachtet werden, dass dieser wirklich Interesse am Erhalt des Vogelparks hat und ihn nicht nur wegen des Grundst√ľckwerts an sich kauft. Ansonsten ist das Schicksal des Vogelparks trotz seiner langen Geschichte, seiner √ľberragenden und √ľberregionalen Bedeutung als Zucht- und Arterhaltungszentrum f√ľr gef√§hrdete Vogelarten und der zumindest in der Vergangenheit grossen Bedeutung als Ausflugsziel in der Region wohl besiegelt.

Pers√∂nlichkeiten mit Gesp√ľr f√ľr den Geschmack des Besucherpublikums, Marketing, √Ėffentlichkeitsarbeit, Werbung, Innovationen in der Tierhaltung und Parkgestaltung und Interesse an Tieren allgemein beispielsweise in der Art von Manfred Kiessling vom Loro-Parque in Teneriffa, Herr Sepe aus Hodenhagen oder Herr Machens aus Hannover w√§ren sicher die besten Kandidaten f√ľr einen zumindest mittelfristigen Erhalt des Vogelparks Walsrode. Sie k√∂nnten bestimmt auch eine erhebliche Steigerung der Besucherzahlen erreichen und w√§ren bestimmt auch f√ľr ein dringend notwendiges neues Vogelparkkonzept offen.
(05.03.2009, 13:45)
Michael Mettler :   @IP66: Im Vergleich dazu findet sich die Aufzuchtstation in Walsrode im Kontext mit geschlossenen Souvenirshops und geschlossenen Eisbuden (und war fr√ľher selbst sowas). Wie man √ľberhaupt an verschiedenen Stellen im Park entsprechende Kioske nach und nach stillgelegt und die Auslagen nur noch mit Vogelfig√ľrchen dekoriert hat. Damit ger√§t man nat√ľrlich in eine Spirale: Wenn sich die L√§dchen nicht mehr lohnen, macht man sie dicht, verschlechtert dabei aber gleichzeitig den Service (und die Konsumm√∂glichkeit) f√ľr die Besucher, die noch treu geblieben sind. Auch der fr√ľher mit mehreren Personen besetzte Hauptshop ist ja l√§ngst nicht mehr nur von vielen Artikeln geleert, sondern wurde auch bei meinen letzten Besuchen nur noch von einer einzigen Mitarbeiterin "geschmissen", die zudem noch die Eintrittskarten verkaufte, weil auch die alten Kassenh√§uschen nicht mehr besetzt waren.

Gerade in einem Vogelpark, dessen Beitrag zur Volksbildung sogar in den Artikeln immer wieder hervorgehoben wird, empfinde ich es √ľbrigens als Trauerspiel, H√ľhnerk√ľken ausschlie√ülich als Schaubr√ľterf√ľllung und allenfalls in einer daneben befindlichen Aufzuchtkiste (oder sollte ich lieber sagen: Anzuchtkiste?) zu pr√§sentieren. Gerade in einem auf V√∂gel spezialisierten Park sollte es doch wohl m√∂glich sein, br√ľtende und K√ľken f√ľhrende Glucken zu zeigen und damit zu demonstrieren, dass H√ľhnereier nicht im Supermarkt-Pappkarton wachsen, K√ľken nat√ľrlicherweise von Mutters Federkleid statt von einer Rotlichtlampe gew√§rmt werden und lieber auf Naturboden scharren als in einer Box. Schaubr√ľter und K√ľkenbox √§hneln ja eher der industriellen Intensivhaltung - und nach dieser "Belehrung" sollen dann die gleichen Kinder ihre M√ľtter dazu bringen, nur noch Eier von gl√ľcklichen Freilandh√ľhnern zu kaufen...?

@Sacha: Der Name Kiessling ist in den Meldungen √ľber den Vogelpark schon lange nicht mehr gefallen. Vielleicht hat der Mann schlichtweg gute Gr√ľnde, dort nicht einzusteigen. Vergessen wir auch nicht die schon mal angesprochene Klimafrage im Vergleich zu seinem Erfolgskonzept auf Teneriffa, und hierzulande w√ľrde er wohl auch Probleme haben, Kassenmagnete wie Delfine und Orcas durchzusetzen...
(05.03.2009, 13:23)
IP66 :   Vielleicht illustriert eine Beobachtung aus dem Vogelhaus in Wuppertal die Vers√§umnisse der Vogelparkleitung in Walsrode: Dort steht im wahrlich nicht schlecht und auch f√ľr den Normalbesucher nicht unattraktiv besetzten Vogelhaus eine Glaskasten mit schl√ľpfenden H√ľhnerk√ľken, und um diesen Kasten versammeln sich oft mehr Besucher als vor den Volieren mit den prachtvollsten und seltensten V√∂geln.
Vergleichen kann man das Ph√§nomen in K√∂ln, da√ü fast jedes Kind die regelm√§√üig br√ľtenden Goliath-Reiher kennt - eben weil man dort bei der Jungenaufzucht gut zuschauen kann.
In beiden F√§llen scheint es mir sogar wichtig zu sein, da√ü man die Jungv√∂gel im Kontext einer gr√∂√üeren Volierenreihe beobachten kann, die das Interesse am Ph√§nomen Vogel weckt, aber es braucht halt schon das besondere Erlebnis, das im Ged√§chtnis bleibt, auch wenn es ein einfaches H√ľhnerk√ľken ist.
(05.03.2009, 10:44)
Sacha :   Lieber ein ver√§nderter Vogelpark Walsrode als gar keiner mehr. Da w√ľrde ich pers√∂nlich sogar eine Menge Spasszoo-Elemente, Rummel und (das w√§re dann f√ľr mich √ľberhaupt kein Problem) andere Tierklassen in Kauf nehmen.
Herr Kiessling hat einerseits Erfahrung mit V√∂geln (und eine Affinit√§t zu diesen), andererseits weiss er genau, was bei ONB zieht - was sein Erfolg mit dem Loro Park beweist. Darum halte ich ihn f√ľr den geeignetsten Mann, den VP Walsrode zu √ľbernehmen - wenn er denn will.
@MM: Auch dem Safaripark Hodenhagen w√ľrde ich gleiches zubilligen. Klar ist es nicht immer einfach, eine Linie zu ziehen, aber machbar. Abgesehen davon gibt es z.B. auch in Stukenbrock einen Safaripark. Den w√ľrde ich allerdings nicht vor einer allf√§lligen Pleite retten, da er in Sachen Erhaltungszucht (und anderen Dingen) nicht gerade f√ľhrend ist.
Wobei: Das ist nicht korrekt. Die Weissen Tiger, "eine hochbedrohte Tierart" werden dort mit Erfolg vermehrt. Und auch die Weissen Löwen (deren Erhalt ja ebenso wichtig ist), oder?.....:)
(05.03.2009, 10:27)
Wulfgard :   Wenn ich meine Pers√∂nliche Affinit√§t f√ľr V√∂gel einmal beiseite lasse und mich in den normalen Besucher versetze kann ich nur sagen Ihre Analyse trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich habe die Artikel der von Ihnen erwähnten Links gelesen und da sieht es ja so aus als wenn doch noch nicht alles verloren ist den Aussagen des Niedersächsischen Wirtschaftsministers nach hat man wohl durchaus den Wert des Park als bildende Einrichtung erkannt und ich denke das auch wegen der großen Zahl an EEP Programmen der Erhalt des Parks von allen Seiten angestrebt wird, soweit man den Aussagen der Politiker denn Glauben schenken kann aber man ist ja immer versucht das gute im Menschen zu sehen.

In welcher Form allerdings der Park erhalten wird hängt wohl letztendlich von der Weitsicht und Fachkompetenz der Entscheidungsträger ab, denn wie heißt es so schön wer das Geld hat hat auch das Sagen.

(05.03.2009, 06:51)
Michael Mettler :   Zu den Dingen, die den Park wahrscheinlich f√ľr viele Besucher unattraktiv gemacht haben, z√§hlt die geringe Ver√§nderung der Gesamtanlage. W√§hrend andernorts in der Zoowelt nahezu im Jahrestakt neue oder deutlich optisch aufgefrischte Anlagen pr√§sentiert und auch per TV-Soap in die Wohnzimmer √ľbermittelt werden, sehen weite Teile des Vogelparks im Grunde seit Jahrzehnten gleich aus. Ob in der Voliere Nr. X der Fasanerie in diesem Jahr ein Arassari sitzt, wo beim letzten Besuch noch ein Turako sa√ü, interessiert zwar den fachlich vorbelasteten Besucher, rei√üt aber Lieschen M√ľller nicht vom Hocker - die Volierenreihe steht da seit 40 Jahren, da ist Lieschen schon mit ihrem Opa dran entlang gegangen. (Ich k√∂nnte jetzt auch schreiben: Klein-Michael M. mit seiner Oma - das stimmt n√§mlich sogar...)

Ein weiterer Faktor, der in "normalen" Zoos f√ľr Zulauf sorgt, sind Jungtiere - vor allem nat√ľrlich, wenn sie miteinander oder mit ihren Eltern und Gruppengenossen spielen. Entf√§llt in einem Vogelpark fast komplett. Erstens ist es mit dem Spielen nicht sonderlich weit her, zweitens wird aus dem Schl√ľpfling bei vielen Arten ruck-zuck ein nicht mehr jungtierhaft aussehender Vogel, und drittens bekommt man als Besucher die meisten Nachzuchten ohnehin nicht zu Gesicht - wieviele Vogelarten habt ihr bei einem Walsrodebesuch schon mal am Nest oder mit Jungen gesehen...? Da braucht man am Ende des Rundganges zum Nachz√§hlen meistens nicht allzu viele Finger. Und wenn dann doch mal ein besucherattraktiver Jungvogel mit Foto √ľber die Medien bekanntgemacht wird, dann kommt der Besucher in den Park und findet das Objekt seiner Begierde nicht im Nest und von seinen Eltern umsorgt vor, sondern in der Babystation einzeln in einer Holzkiste auf nacktem Kunstrasen oder Papier sitzend. Klar, so werden V√∂gel nun mal per Hand aufgezogen, aber da w√§ren wir eben wieder bei der Diskrepanz zwischen Besuchererwartung und tierhalterischer Notwendigkeit.
(04.03.2009, 22:43)
IP66 :   Angesichts dieser Situation vermute ich, da√ü es auch einen gewissen Konflikt zwischen Betreiber und potentiellen Rettern gibt. ich bin ja sehr skeptisch, ob man einen Zoo, auch die Spa√üzoos in Hannover und Gelsenkirchen, auf Dauer als gewinnorientiertes Unternehmen betreiben kann. Auf der anderen Seite sehe ich, wie etwa der Kreis Ahrweiler f√ľr das Museum Bahnhof Rolandseck oder der Kreis Siegburg f√ľr die Museen in der Drachenburg in K√∂nisgwinter ganz erhebliche Summen aufgewandt haben, die sich eben nicht durch Eintrittsgelder refinanzieren m√ľssen. Insofern scheint mir im Rahmen der Insolvenz, bei der der Landkreis oder ihm verbundene Instutionen ja Gl√§ubiger sind, die Chance einer √úbernahme des Vogelparks in √∂ffentliche Regie und damit eine Auswechslung der Leitung bzw. eine Beschr√§nkung auf die tierhalterisch relevanten Entscheidungen als eine M√∂glichkeit. Von einer Finanzierung von Projekten, wie sie derzeit die Stadt Hamburg f√ľr die Familie Hagenbeck plant, oder gar dem Ausgleich von Defiziten ohne Gegenleistungen der Besitzer halte ich wenig, da hier letztlich Geld der Steuerzahler in nicht kontrollierbare Kan√§le geleitet wird.
(04.03.2009, 19:01)
Michael Mettler :   So, hier die versprochenen Links:
http://www.mw.niedersachsen.de/maste...0_D0_I712.html
http://www.steuerzahler-niedersachsen-bremen.de/webcom/show_article.php/_c-170/_nr-400/_p-1/i.html?PHPSESSID=91ec48e47beda9213abd4216a9b9d184

@Sacha: In Sachen √∂ffentlicher Unterst√ľtzung w√§re das ein √§hnlicher, wenn auch kleinerer Fall wie derzeit bei Opel - man ger√§t schnell in Argumentationsnot, wenn dann andere Betriebe √§hnliche Begehren vorbringen und auf den Pr√§zedenzfall verweisen. Stell dir nur mal vor, es w√ľrde dann demn√§chst Hodenhagen in Schwierigkeiten geraten - auch ein Safaripark ist ja heute schon etwas Einzigartiges in Deutschland, es h√§ngen Arbeitspl√§tze dran und es werden erfolgreich bedrohte Tierarten gez√ľchtet (z.B. Breitmaulnash√∂rner)... Die Argumentation w√§re die Gleiche, auch wenn viele Zoofans die beiden Einrichtungen vom zoologischen Standpunkt her sehr unterschiedlich werten w√ľrden.

@Ralf Seidel: Der Zoologische Garten Hamburg war auch ein Klassiker, wenn auch noch ohne Werbe-Jingles - und wo ist er heute...?
(04.03.2009, 18:09)
Holger Wientjes :   Aber woran k√∂nnte es liegen, dass ein reiner Vogelpark weniger Zuspruch finden sollte als andere spezialisierte Einrichtungen wie Aquarien/Terrarien, Apenheul, Haustierparks etc. ?
Es gibt doch unz√§hlige Hobbyornithologen und Vogelliebhaber in der Bev√∂lkerung. Und gerade die Klasse der V√∂gel sollte doch in ihrer F√ľlle f√ľr jeden etwas bieten k√∂nnen !
Oder liegt es schlichtweg vielleicht nur an der Lage des Parks und die selbe Einrichtung hätte in einem Ballungsgebiet mehr Zuspruch ?

Davon abgesehen hätte ich durchaus nichts gegen ein zweites "Standbein", wie z.B. Primaten oder Kleinraubtiere, einzuwenden.

Was ich nicht verstehen kann, ist das anscheinende Desinteresse des Betreibers gegen√ľber neuen Ideen/Perspektiven f√ľr den Park.


(04.03.2009, 17:57)
Sacha :   Was f√ľr eine Horror-Nachricht.

Zu den bereits genannten L√∂sungsvorschl√§gen m√∂chten ich (wie schon jemand anders hier im Forum, wenn ich es recht im Kopf habe) Herrn Kiessling vom Loro Park ins Spiel bringen. Das w√§re der richtige Mann. Wenn es hilft, w√ľrde ich ihn selbst beknien, dass er den VP Walsrode √ľbernimmt und wieder auf Kurs bringt. Vermutlich m√ľssen das aber andere machen...

Der unter anderem von Gudrun Bardowicks erw√§hnte Vorschlag einer Umwandlung in ein (√∂ffentlich zug√§ngliches) Bundes-Vogelzuchtzentrum finde ich auch √ľberlegenswert (da sich vermutlich private Investoren gegenw√§rtig nur sehr schwer finden lassen, leider). Wenn ich mir anschaue, f√ľr was der deutsche Staat Geld ausgibt (Kriegsger√§t, √ľberzogene Geh√§lter/Entsch√§digungen f√ľr Politiker), dann m√ľssten ein paar Millionen f√ľr einen EINMALIGEN!!!! Vogelpark wirklich drin liegen.
(04.03.2009, 17:47)
Ralf Seidel :   Michael, trage deine Ausf√ľhrungen soweit auch mit, was die Zeitgem√§√üheit von Vogelparks angeht, glaube ich, muss man aber differieren. Walsrode ist der Klassiker schlechthin, ich kenne noch die Werbung aus dem Westfernsehen 70er/80er Jahre: "Vooogelpark Walsrooooode..." wurde da immer flei√üig von hellen Kinderstimmen getr√§llert. Aber eben diese Klientel, die Familien sind rarer geworden. Walsrode - so sehr wir Zoofreunde es sch√§tzen, kommt eher altbacken r√ľber...Anders sehe ich da beispielsweise die Situation in Marlow. Ganz anders aufgebaut, kann auch von den Touris prifitieren, die ihren Jahresurlaub an der Ostseek√ľste verbringen. Wir hatten ja schon letztes Jahr die beiden Parks verglichen...
Uuuund nicht nur der kleine dicke Paule Vogeltritt hatte da seinen Spasss, sonst den Oliver konnten wir dort bei Laune halten...))
(04.03.2009, 17:38)
Michael Mettler :   Bei allem Bedauern, was auch ich als Zoofan angesichts einer m√∂glichen Parkschlie√üung empfinde, h√§ngt in meinem Hinterkopf immer noch die Frage, die jemand aus diesem Forum - ich glaube, es war Anti-Erdm√§nnchen - schon vor geraumer Zeit stellte: Ist ein Vogelpark eigentlich noch zeitgem√§√ü? Anders ausgedr√ľckt: Eine Schreibmaschine ist noch immer ein Wunderwerk der Mechanik - aber versucht mal, heute noch jemandem eine zu verkaufen....

Die ganze Geschichte um Walsrode ist doch ein gutes Beispiel daf√ľr, dass ein Zoo nun mal nicht zum Selbstzweck besteht und hervorragende Zucht- und Artenschutzarbeit nur wenig n√ľtzt, wenn sich das Publikum nicht daf√ľr interessiert - und sich ein Park lange Zeit nicht f√ľr die Erwartungen des Publikums interessiert zu haben scheint. Zumindest ging aus einem der Online-Artikel hervor, dass die fr√ľhere Gesch√§ftsf√ľhrung nicht mal Anstalten gemacht haben soll, die Ursachen des Besucherr√ľckganges genauer zu erkunden (ich versuche nochmal, den Artikel wiederzufinden und stelle den Link dann ein). Sorry, aber dann kann der Tierbestand noch so exquisit sein...

Was die EU-F√∂rdergelder betrifft, so muss die beantragende Kommune offenbar u.a. nachweisen k√∂nnen, dass die Investition eine Nachhaltigkeit von mindestens 15 Jahren erbringen wird - ansonsten scheinen R√ľckzahlungen zu drohen. Der Antrag sollte also gut √ľberlegt sein - der Bund der Steuerzahler hat bereits den mahnenden Zeigefinger in Richtung Heide erhoben.
(04.03.2009, 17:10)
Gudrun Bardowicks :   Ich w√ľrde es sehr schade finden, wenn man den Vogelpark Walsrode schlie√üen w√ľrde, da er meiner Meinung nach wirklich sehr attraktiv ist und grosses Potential hat, wenn sich jemand finden w√ľrde, der dieses Potential auch richtig erkennt und sich daran macht, den Park wieder zu einer √ľberregionalen Attraktion aufzubauen. Das Marketing und die Werbung m√ľssten allerdings auch stimmen und ausgeweitet werden. Ich denke, dass die Kommunen mit der Vogelpark√ľbernahme wohl deshalb so z√∂gerlich sind, weil sie bef√ľrchten, dass sie mit ihm ein Millionengrab √ľbernehmen w√ľrden und die f√ľr die Sanierung und die Lohnnachzahlungen n√∂tigen Gelder nicht so schnell wieder einnehmen w√ľrden. Die Sanierung der Geb√§ude und die Lohnnachzahlungen k√∂nnten schon einige Mio. Euro betragen.
Vielleicht w√§re eine √úbernahme durch den belgischen Investor daher gar nicht mal so schlecht, wenn er gute Ideen f√ľr den Erhalt und die Umgestaltung des Vogelparks hat und ein wirkliches Interesse an der Vogelhaltung zeigt. Leider sind ja auch die 14 Mio. Euro F√∂rdermittel scheinbar noch nicht sicher, die die Kommunen f√ľr die Sanierung und Attraktivit√§tssteigerung des Vogelparks eingeplant haben.

Gibt es nicht auch EU-Fördermittel zur Tourismussteigerung, die nicht an kommunale Parks gebunden sind? Aus welchem Fördertopf wurde denn der Bioparc Valencia finanziert, der vermutlich ja auch eine private und keine kommunale Einrichtung ist?

Warum gr√ľnden die Kommunen Walsrode und Soltau-Fallingbostel in Zusammenarbeit mit dem belgischen Investor und dem Hamburger Unternehmer, der ja scheinbar kein grosses Interesse am Vogelpark mehr hat, nicht eine GmbH als Tr√§ger des Vogelparks? Dieses m√ľsste doch m√∂glich sein und dann k√∂nnte man weiterhin die genannten EU-F√∂rdermittel f√ľr kommunale Einrichtungen beantragen, h√§tte aber auch andere Finanziers an der Hand.

Warum ist die Sparkasse eigentlich aus der Betreibergesellschaft f√ľr den Vogelpark ausgestiegen? Gibt es hierf√ľr pers√∂nliche Gr√ľnde, z.B. Streit mit dem Hamburger Unternehmer, oder mangelndes Interesse am Vogelpark allgemein?
Warum kann man den Hamburger Betreiber nicht dazu verpflichten, die ausstehenden Löhne und die Sanierung seines Eigentums zu bezahlen, da der Vogelpark ja eine grosse touristische Attraktion ist und öffentliche Bildungsaufgaben wahr nimmt?
Warum gibt es noch keinen F√∂rderverein f√ľr den Vogelpark? Nur mangelndes Interesse in der Bev√∂lkerung und bei Vogel- und Tierfreunden oder Interventionen des aktuellen Vogelparkbesitzers, der keine Unterst√ľtzung ben√∂igt oder jede Unterst√ľtzung aus pers√∂nlichen Gr√ľnden ablehnt? Mittlerweile haben doch auch viele sehr viel kleinere Tierparks und auch jeder gr√∂ssere Zoo oder Vogelpark einen F√∂rderverein, weshalb nicht auch der traditionsreiche Vogelpark Walsrode. K√∂nnte die Naturschutzstiftung des Vogelparks der Einrichtung nicht vor√ľbergehend finanziell unter die Arme greifen, da sie ja auch im Vogelpark einige Forschungs-, Zucht- und Artenschutzprojekte betreibt, die bei einer vielleicht auch nur vor√ľbergehenden Schlie√üung des Vogelparks in Gefahr w√§ren?

Es gibt viele Einrichtungen und Gesch√§fte, die unter Insolvenzverwaltung noch jahrelang Bestand hatten und sich nach einem Betreiber- bzw. Investorenwechsel wieder erholt haben. Das m√ľsste auch im Vogelpark Walsrode eigentlich m√∂glich sein, wenn man sich jetzt wirklich intensiv um Investoren, eine neue Gesch√§ftsform oder ein neues Betreibungs- bzw. Unternehmenskonzept bem√ľhen w√ľrde. Ich k√∂nnte mir allerdings eine vor√ľbergehende Schlie√üung des Vogelparks √§hnlich wie im Vogelpark Niendorf durchaus vorstellen, gehe aber nicht davon aus, dass der Vogelpark auf Dauer geschlossen und abgerissen wird. Eine vor√ľbergehende Schlie√üung w√ľrde allerdings auch das Fehlen von Geldmitteln aus Eintrittsgeldern f√ľr die notwendigen Unterhaltskosten des Vogelparks bedeuten und w√ľrde ein noch tieferes Loch in die Kasse des Vogelparks reissen, auch wenn man dadurch Personalkosten f√ľr Kasiererinnen und Restaurantbetreiber, K√∂che und Restaurantfachkr√§fte in der Restauration und an den Kiosken des Parks sparen w√ľrde. Die Tierpfleger m√ľssten trotzdem weiterhin bezahlt werden, um eine artgerechte und tierschutzgerechte Versorgung der V√∂gel sicherzustellen.
F√ľr eine endg√ľltige Schlie√üung und einen Abri√ü hat der Vogelpark mAn einfach zuviel touristisches Potential, attraktive und moderne Vogelhallen (Indonesienhalle, Papageienh√§user, Paradieshalle, begehbare Gro√üflugvoliere) und einen zu wertvollen Tierbestand. Weiterhin ist dort im Gegensatz zu anderen √§hnlichen Einrichtungen auch ein grosses Platzangebot f√ľr eine attraktive Umgestaltung in eine neue Art von Vogel- oder Tierpark gegeben, z.B. f√ľr einen Vogel- und Affenpark oder auch einen Evolutionszoo mit dem Schwerpunkt auf V√∂geln. In diesem Thread wurden ja schon viele denkbare und sicherlich auch Attraktive Gestaltungsvorschl√§ge gemacht. Es m√ľsste sich nur ein Betreiber finden,der Investitionsmittel zur Verf√ľgung stellt und ein wirkliches Interesse am Erhalt des Vogelparks, wenn auch vielleicht in etwas anderer Form, zeigt.
Eine Umgestaltung in eine nicht oder nur eingeschr√§nkt f√ľr Besucher zug√§ngliche Zuchtanlage f√ľr bedrohte Vogelarten und eine Auffangstation f√ľr beschlagnahmte Tiere k√∂nnte ich mir auf dem Gel√§nde und hinsichtlich der bereits vorhandenen Gehegeinfrastruktur ebenfalls gut vorstellen. So etwas gibt es ja bereits in den Niederlanden. Ich hoffe allerdings, dass der Vogelpark als √∂ffentlich zug√§ngige zoologische Einrichtung mit dem Schwerpunkt auf Vogelhaltung und Parklandschaft erhalten bleibt. Vielleicht bekommt der Vogelpark Walsrode durch die jetzige Krise sogar eine echte Chance f√ľr einen Neuanfang als moderner und zukunftsweisender Vogelpark, der nach neuesten wissenschaftlichen, zoologischen und geb√§udetechnischen Erkenntnissen gestaltet ist. In diesem Fall k√∂nnte ich sogar mit einer vor√ľbergehenden Schlie√üung des Parks gut leben.
(04.03.2009, 14:37)
Ralf Seidel :   Fraglos schlechte Nachrichten f√ľr den Fortbestand einer der der beliebtesten und bekanntesten Freizeiteinrichtungen des Nachkriegsdeutschland. Aber auch die vielen gut gemeinten Ratschl√§ge hier im Forum d√ľrften das Problem kaum l√∂sen. Es ist nicht schlechthin mangelnde Attraktion oder Stagnation, der Zeitgeist hat sich ge√§ndert. In einer an Bewohnern und Gewerbe ja eher strukturschwachen Region hatte sich gerade auch nach dem Krieg eine beliebte Touristenattraktion etabliert - die L√ľneburger Heide.
W√§hrend die meisten deutschen Mittelgebirge, Bayern oder auch die Ostsee-Region zumindest weitgehend konstante Urlauberzahlen aufweisen k√∂nnen, sind die Besucherzahlen f√ľr die Heide, einschlie√ülich der Tagesausfl√ľgler, weitgehend weggebrochen. Auch der Heidepark Soltau hat mittlerweile erhebliche Probleme...Die Besucherzahlen rekrutierten sich ja weitgehend aus Urlaubern, nicht etwa aus den Bewohnern der Region in der Masse. W√§hrend ja heutige "Erlebniszoos" in Hannover, Leipzig und Gelsenkirchen auch zu einem Gro√üteil auf die Touristik setzen (und die sind auf jeder Reisemesse vertreten), liegen sie eben auch in Regionen mit einer nicht unerheblichen Einwohnerdichte. Der Ruf nach Subventionen wird wohl ungeh√∂rt verhallen, nicht nur, weil er momentan √ľberall zu vernehmen ist, sondern weil es auf Dauer keinen Sinn macht. Ich lebte in einem Land, in dem ALLES subventiniert war - das Ergebnis kennen wir...
Auch f√ľr mich w√§re die Schlie√üung des Parks in JEDER Hinsicht eine Katastrophe...
(04.03.2009, 14:03)
Holger Wientjes :   Das w√§re eine absolute Katastrophe, wenn der Park wirklich schliessen m√ľsste ! Schon in Hinblick auf die dort gehaltenen Tiere und Zuchterfolge.
Alleine in diesem Forum wurden zahlreiche, durchaus umsetzbare, Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung des Parks geleistet, dass ich mir nicht vorstellen kann und will man fände niemanden der nicht in der Lage und Willens ist diese umsetzen.
Was ist denn mit den andernorts m√∂glichen Konjunkturpaketen ? Man hat es hier ja schliesslich nicht mit "irgendeinem" Park zu tun. Nicht zu vergessen, dass zahlreiche Arbeitspl√§tze gef√§hrdet sind, so dass eine Schliessung die Region auch wirtschaftlich treffen w√ľrde. Ein Grund mehr √∂ffentliche Mittel zum Erhalt aufzubringen. Andere Unternehmen werden schliesslich auch subventioniert.
(04.03.2009, 12:21)
Michael Mettler :   Nun kann ich selbst etwas nachliefern, denn laut heutiger Tageszeitungsmeldung in der HAZ sieht die Situation im Vogelpark so aus: Die Mitarbeiter des Parks beantragen f√ľr den Park Insolvenz. 60 Mitarbeiter haben seit Dezember kein Gehalt mehr bekommen, es laufen 47 Lohnklagen. W√§hrend die G√§rtner √ľberlegen, ihre Arbeit niederzulegen, wollen die Tierpfleger ihre Sch√ľtzlinge nicht im Stich lassen. Futterlieferanten und Handwerker warten auf die Bezahlung von Rechnungen, die Stadtwerke haben bereits mehrfach mit dem Abdrehen von Strom, Gas und Wasser gedroht. Es laufen wohl Verhandlungen mit einem belgischen Investor; dessen Einstieg w√ľrde allerdings bedeuten, dass man keine EU-F√∂rdergelder beantragen k√∂nnte, weil diese nur an kommunale Parks vergeben werden. Beim Googeln fand ich in einem Online-Artikel noch die Aussage, dass der Park bauf√§llig sei. Interessant auch die Aussage des nieders√§chsischen Wirtschaftsministers zur Situation, dass die Zahl der Ferienbuchungen in der Heide seit Jahren stetig steige, w√§hrend die Besucherzahl des Vogelparks im gleichen Zeitraum stetig sinke.

Kurz zusammengefasst: Wer es einrichten kann, sollte wohl lieber nochmal hinfahren...
(04.03.2009, 11:30)
Michael Mettler :   Hat eigentlich jemand etwas Neues zur Situation in Walsrode geh√∂rt oder gelesen?
(25.02.2009, 18:10)
Wulfgard :   Noch einmal zu Hagenbeck die dortige Voliere ist eins der Positivsten Beispiele in Sachen Papageienhaltung und ich hoffe das es in absehbarer Zeit noch eine Zweite gibt denn z.B. ein Schwarm Gelbbrustaras in so einer Voliere muss doch ein fantastischer Anblick sein.
(16.02.2009, 18:08)
Wulfgard :   Das Problem ist nicht die M√∂glichkeit Aras im Schwarm zu z√ľchten sondern den V√∂geln eine ausreichend gro√üe Voliere zur Verf√ľgung zu stellen, darum wird in Z√ľchterkreisen gerne behauptet die V√∂gel kann man nur Paarweise z√ľchten was meines Wissens h√∂chsten auf den Hyazinthara zutrifft denn welcher Privathalter kann schon eine ca. 300 qm. Voliere aufstellen und das auch noch in einer Gegend wo der n√§chste Nachbar mindestens 100 Meter entfernt ist.

Zoologischen Einrichtungen allerdings wäre das durchaus möglich (Hallo Walsrode das wäre doch mal was)
Denn wenn ich mir anschaue unter welch beengten Platzverh√§ltnissen Gro√üpapageien z.B. im Berliner Zoo untergebracht sind kann ich nur mit dem Kopf sch√ľtteln, da sind solche V√∂gel ja bei vielen Privathaltern besser untergebracht.


(16.02.2009, 18:01)
IP66 :   Vielen Dank f√ľr die Meldung von den stellinger Aras! Zwar zeigt das auch, da√ü in einem gro√üen Schwarm Aras nicht sehr viele Paare br√ľten, aber es wiederlegt die These, zur Zucht ben√∂tige man Einzelpaare in Einzelvolieren. Ich denke, da√ü man damit die Haltung der nicht bedrohten Aras in Gro√üvolieren durchaus legitimieren kann.
(16.02.2009, 11:43)
Ulli :   Ich kann mich bei Aras nur darauf beziehen, was Z√ľchter selbst sagen ...
(14.02.2009, 20:19)
Gudrun Bardowicks :   @ IP66: In Hagenbeck wachsen jedes Jahr bei 1 oder 2 Paaren der Gr√ľnfl√ľgelaras Jungv√∂gel in Naturbrut in der grossen Aravoliere auf. Die Jungenaufzucht durch die Alttiere kann man sogar auf einem Monitor beobachten (Monitor steht etwas versteckt am Ende des Elefantenpfades in einem Nadelgeh√∂lz gegen√ľber der Voliere).

@ Ulli: Hellrote Aras br√ľten in Costa Rica in einigen Regenwaldgebieten, z.B. im Carara Nationalpark an der Pazifikk√ľste, in teilweise gr√∂sseren Kolonien. In Carara hat man sogar Nistk√§sten f√ľr die Aras angebracht, die in den B√§umen recht nahe beieinander stehen. In diesen br√ľten die Arapaare in geringem Abstand zueinander.
(14.02.2009, 18:55)
Wulfgard :   @Ulli
Ich glaube diese Disskusion geh√∂rt hier nicht hin aber nicht des so Trotz best√§tigen Ihre Ausf√ľhrungen meine aussage.
(14.02.2009, 11:12)
IP66 :   Ich denke nicht, da√ü in der stellinger Voliere schon einmal erfolgreich und in Naturbrut Aras nachgezogen werden konnten.
(14.02.2009, 10:42)
Ulli :   Also Aras z√ľchten paarweise... z.B. Hellrote Aras Die Paare m√ľssen zur Jungenaufzucht unbedingt isoliert werden, h√§ufig zeigen sie sich gegen√ľber anderen V√∂geln und auch gegen den Pfleger sehr aggressiv... wo ist also die Unkenntnis... dass Aras au√üerhalb der Brutzeit gruppenweise leben, steht auf einem anderen Blatt, aber selbst da kann man die OPaare am Verhalten erkennen.

Ich wei√ü auch nicht, warum ich mich wieder bez√ľglich Walsrode auf eine kleinr√§umige Argumentationslinie einlasse.

Selbstverst√§ndlich reichen auch zwei bis drei begehbare (Sittich) Volieren unter Einbeziehung von Randbereichen der gro√üen Rasenfl√§che und gemeinsamer Nutzung mehrerer der bestehenden H√§user ohne an der Grundkonzeption etwas √§ndern zu m√ľssen.

Ansonsten sehe ich auch keinen Grund von der Planung abzur√ľcken:

- umsetzbar, auch preislich
- Attraktivitätssteigerung
- es ist eine Struktur erkennbar
- ergänzende publikumswirksame Elemente (begehbare Halbaffenanlage, Evolution)
- alle Anregungen der meisten Forumsteilnehmer sind aufgegriffen worden
- es bleibt ein Anziehungspunkt f√ľr ganz unterschiedliche Zielgruppen (Rentner, Familien, Vogelfreaks)
- der Charakter des Parks bleibt erhalten

Auch manches Fakultative kann man verzichten, da es f√ľr das jeweilige Gel√§nde vern√ľnftige Alternativen gibt. Insofern ist ein Herumreiten auf gerade diesen Baukosten unsinnig und wenig dienlich !!!
(14.02.2009, 09:45)
Wulfgard :   Also die Aravoliere von Hagenbeck als ungeeignet zu bezeichnen zeugt doch eher von Unkenntnis √ľber die Lebensweise dieser V√∂gel. Die Voliere ist wohl eines der Positivsten Beispiele in Deutschland was die Haltung von Gro√üpapageien angeht.
Die V√∂gel haben eine Reich Strukturierte und in Ihrer Gr√∂√üe auch zum fliegen animierende Voliere wo die V√∂gel sich bei evt. Konflikten auch aus dem Weg gehen k√∂nnen. Also kurz gesagt etwas Besseres habe Ich in dieser Kategorie in Deutschland noch nicht gesehen. Und was den Artenschutz angeht haben Aras dort auch schon f√ľr Nachwuchs gesorgt.
(13.02.2009, 19:58)
Michael Mettler :   @Ulli: Inwiefern ist Hagenbecks Aravoliere "f√ľr den Artenschutz ungeeignet"? Und um wieviel geeigneter ist dazu eine Voliere mit australischen Sittichen, die fast alle massenhaft von Privatz√ľchtern nachgezogen werden und somit nicht sonderlich selten oder bedroht sind - vor allem wenn der Besatz wie in Nordhorn √ľberwiegend aus Hunderten von Hauswellensittichen besteht? Begehbare Volieren mit bedrohten Papageienarten halte ich f√ľr eine Gratwanderung. Sind die V√∂gel nicht zutraulich, interessieren sich die Besucher f√ľr sie nicht mehr als beim Blick durch Gitter; sind sie zutraulich, d√ľrften seltene und damit kostbare V√∂gel wohl immer mal wieder in mitgebrachten Taschen verstaut werden....
(13.02.2009, 18:31)
Ulli :   Nat√ľrlich m√∂chte ich den Fianzrahmen der 14 Millionen aussch√∂pfen, da kann man aber an Stellen sparen, wo man mit wenig Aufwand ein Maximum an Wirkung erzielen kann.

Sparsame Bauweise muss nicht unbedingt schlechte Bauweise sein. Nehmen wir nur die Ara-Voliere in Hagenbeck oder im Vergleich die Sittichvoliere in Nordhorn oder die Limikolen und Weberv√∂gel in Rheine. Bei Hagenbeck entstand mit viel Geld eine in meinen Augen erschlagende Version mit massiven Masten, die erdbebensicher ist (sicher sind Aras kr√§ftiger als Sittiche) - eine Anlage aber, die aber viel von einer eigenen Ausstrahlung der V√∂gel abzieht. Die lichte Version mit den Besuchern in der Voliere selbst schafft eine viel intensivere Begegnung Vogel und Mensch - was der Zoo letztendlich ja erzeugen will. Und f√ľr den Artenschutz ist die Anlage bei Hagenbeck ungeeignet.

Zitat: ¬ďDer Aufwand f√ľr Ausstellungen sollte nicht untersch√§tzt werden. Anders als bei Gehegeeinrichtungen mu√ü hier bis auf den letzten Buchstaben alles perfekt sitzen. Um eine solche Ausstellung schl√ľssig zu konzipieren, braucht man eine eigene Arbeitsgruppe. Versteinerungen, Pr√§parate, Skelette m√ľssen gekauft werden (sind gute Sachen so leicht zu beschaffen?), Funktionsmodelle m√ľ√üten man erst entwickeln. F√ľr die Dinosauriermodelle braucht es erst professionelle Entw√ľrfe, dann Massen von teuren Rohstoffen, einen K√ľnstler, komplizierte Anlieferung und Aufbau¬ď - einverstanden, aber es ist immer noch eine Frage der eigenen Kreativit√§t...und zur Beantragung von EU-F√∂rdermitteln ein spannendes Konzept¬Ö

Man muss abwarten, was im Landesmuseum passiert. Nur - als ich einmal fragte, warum man jetzt nach der Verlagerung der Vitrinen nicht wieder die Flugmodelle mit den Spannweiten der V√∂gel aufh√§ngt, bekam ich zur Antwort: dies sei gegenw√§rtig nicht geplant. Wenn man bedenkt, wie eindrucksvoll diese Modelle sind und wenn man schauen w√ľrde, was in anderen Naturkundemuseen so an Sehenswertem in Magazinen verstaubt ohne Aussicht auf eine Pr√§sentation, dann l√§√üt sich allein aus diesem Fundus ein Evolutionshaus gestalten.

Zitat: ¬ĄDu meintest, au√üer der Fasanerie g√§be es keine langen Volierentrakte mehr. Daraus habe ich geschlossen, da√ü die ganze Sittichreihe abgerissen wird und diese Seite der Wiese v√∂llig neu gemacht wird. Ich dachte, es sollten vier begehbare Volieren entstehen. Das hei√üt: Abri√ü, Planungsb√ľro, Bauantrag, Volierenbau, Verstecken der H√§userreihe, neue Wegef√ľhrung, neuer Landschafts- und Gartenbau, ...¬ď
Die Sittichinnenstallungen verdecken schon heute die Zuchtvolieren, die Innenstallungen kann man durchaus weiter verwenden. Ich muss sie nicht ohne Not durch gleichartige andere funktionale Stallungen ersetzen. Sinnvoll sind dagegen aufgelockerte Netzkonstruktionen auf Pylonen mit einer Gr√ľnzone zwischen eigentlicher Stallung und Au√üenvoliere - ich denke man kann mit planerischen Ideen und relativ wenig Materialkosten richtig gut gestaltete Anlagen errichten. Es sind zur Zeit f√ľnf in sich abgeschlossene Bauk√∂rper im Sittichbereich - dies kann f√ľnf interessante lichte begehbare Volieren im St√ľckpreis je 50.000 Euro (ich setze also vorsichtshalber schon das Doppelte von Nordhorn an) sowie einer phantasiereichen und kreativen Zwischenbepflanzung ergeben. In der Regel hat jeder Zoo einen Hausarchitekten oder man kann die Planung an Universit√§ten als Projekt vergeben. Ich glaube, hier siehst du einen zu gro√üen Aufwand f√ľr die Gestaltung.

Und wenn ich zur Zeit auf eher 7,7 Millionen Euro komme, dann bleibt viel Luft f√ľr eine umso sch√∂nere und auch spektakul√§re Pinguinanlage, die zweifelsohne selbst ohne Klimahaus ein Millionenprojekt werden wird. Aber wie gesagt, einen Tunnel mit Unterwasserfenster kann ich auch hinter einer Felskulisse in von au√üen und oben schlichter Bauweise bauen, da sie au√üerhalb der unmittelbaren Besuchereinsicht liegen. Und nicht mehr benutzte Volierenh√§user, soweit sie verdeckt werden k√∂nnen und nicht den Eindruck der Anlage unmittelbar beeintr√§chtigen, kann man ohne Abriss als Wirtschaftsr√§ume verwenden.
(13.02.2009, 16:12)
Anti-Erdm√§nnchen :   Nochmal @ Ulli

Bei Planungen mu√ü man immer auch aufpassen, nicht zu sehr nach einem Status Quo zu streben. Wenn man ein gesamtes Gel√§nde auf einmal verplant und sich daf√ľr einen Zeitraum setzt, engt man sich f√ľr die Zukunft doch auch sehr ein. Der Zeitpunkt, an dem man die Weisheit gepachtet zu haben glaubt, ist nicht unbedingt JETZT. W√§hrend des Zeitraums k√∂nnte man ja auch noch bessere Ideen entwickeln, oder es treten allgemein neue Tendenzen auf. Und was passiert, wenn der Plan vollst√§ndig umgesetzt ist? Die Leute wollen st√§ndig etwas Neues sehen. Das ist schwierig anzugehen, wenn alle Ecken des Gel√§ndes aufeinander abgestimmt sind, z.B. weil man eine Reihe von Regionen oder Biotopen darstellen will.

Ich glaube, beim Zooplanen ist es ein bi√üchen so wie mit dem Sammeln von Gegenst√§nden. Der Weg ist das Ziel. Wenn man endlich fertig ist (ob auf dem Papier oder in der Realit√§t), kann man sich doch nicht so zufrieden zur√ľcklehnen wie zuvor gedacht. Es hei√üt ja auch, ¬Ąein Zoo ist nie fertig¬ď. Gerade im Falle von Walsrode, wo die Besucher von weither anreisen, erwarten sie sicherlich im Jahr eins nach der Umsetzung des Masterplanes wieder etwas Neues. Das bringt dann √ľbrigens auch die noch ausstehende Amortisationsrechnung etwas durcheinander.

(13.02.2009, 15:18)
Anti-Erdm√§nnchen :   ¬Ąvorweg: Gesamtsumme dieser Aufstellung an bekannten Kosten, also ohne Pinguine und Sumpfbereich: 13,6 Millionen, diese Summe liegt also weitaus eher an den 14 Millionen als an den 50 Millionen - selbst mit dem Puffer von 5 Millionen w√§re man erst bei 20 Millionen¬ď
Das sagt jetzt ja nichts aus, da die dicksten Batzen noch fehlen. Wenn Dir Sparversionen gen√ľgen, kann man die Summe noch dr√ľcken. Aber gerade bei so etwas wie der Pinguinanlage w√ľrde ich nicht knapsen, denn wenn man davon spektakul√§re Bilder in der Werbung verwenden k√∂nnte, w√§re das schon vorteilhaft. Wobei ich gerade mal gesehen habe, da√ü die Nordseewelten in Bochum nur 2 Mio gekostet haben. Die Kosten f√ľr Anlage, Technik und Scheiben h√§tte ich doch h√∂her eingesch√§tzt.


¬Ąz.B. Umbau Sittichreihen zu begehbaren Volieren (1,5 Mio):
eine interessante Zahl hierzu - nach meinen Ideen s√§he die Voliere tats√§chlich wie in Nordhorn aus: Im Fr√ľhjahr 2005 er√∂ffnete der Tierpark eine begehbare Voliere f√ľr Australische Sittiche. Die Gesamtsachkosten in H√∂he von 27.218,- ¬Ä wurden durch den F√∂rderverein √ľbernommen.¬ď
Du meintest, au√üer der Fasanerie g√§be es keine langen Volierentrakte mehr. Daraus habe ich geschlossen, da√ü die ganze Sittichreihe abgerissen wird und diese Seite der Wiese v√∂llig neu gemacht wird. Ich dachte, es sollten vier begehbare Volieren entstehen. Das hei√üt: Abri√ü, Planungsb√ľro, Bauantrag, Volierenbau, Verstecken der H√§userreihe, neue Wegef√ľhrung, neuer Landschafts- und Gartenbau, ...


¬Ąz.B. Bau eines Dioramenhauses, Gestaltung der Dioramen (2,5 Mio)
Abgesehen von dem Alternativvorschlag mit der Adlervoliere - die Dioramen gibt es im Landesmuseum bei einer eventuellen (und hoffentlich nie erfolgenden) Schlie√üung der Naturkundeabteilung gegen Abholkosten und Transport.¬ď
Wieso sollte das Land solche kostbaren Einzelst√ľcke verschenken? Diese Dioramen sind wahnsinnig aufwendig zu planen und zu erstellen. Das Bemalen der R√ľckw√§nde, das Besorgen der seltenen Pr√§parate, die √§u√üerst detaillierte Lebensraum-Nachbildung, die gro√üen Glasscheiben, ... Da mu√ü bestimmt mit etlichen Fremdfirmen gearbeitet werden.


¬ĄUmbau des Volierentraktes der Paradieshalle zur Evolutionshalle mit Versteinerungen, Skeletten, Aquarien, Terrarien, Funktionsmodellen, Pr√§paraten (2,5 Mio); mehrere eigens entwickelte Dinosauriermodelle (1 Mio):
Das Gondwana Pr√§historicum im Saarland hat 14 Millionen mit 27 ha Areal und √ľber 100 modellen hat insgesamt 14 Millionen Euro gekostet. In M√ľnchehagen gibt es 130 Modelle
… ich sprach von höchstens 6 außen und eventeull 2-3 Modellen und einem Skelett innen,
dar√ľberhinaus keine Baukosten f√ľr H√§user, Infrastruktur, Wegebau usw. usw.¬ď
Der Aufwand f√ľr Ausstellungen sollte nicht untersch√§tzt werden. Anders als bei Gehegeeinrichtungen mu√ü hier bis auf den letzten Buchstaben alles perfekt sitzen. Um eine solche Ausstellung schl√ľssig zu konzipieren, braucht man eine eigene Arbeitsgruppe. Versteinerungen, Pr√§parate, Skelette m√ľssen gekauft werden (sind gute Sachen so leicht zu beschaffen?), Funktionsmodelle m√ľ√üten man erst entwickeln. F√ľr die Dinosauriermodelle braucht es erst professionelle Entw√ľrfe, dann Massen von teuren Rohstoffen, einen K√ľnstler, komplizierte Anlieferung und Aufbau.


¬Ą¬Ö Ziegenstall und H√ľhnerhaus stehen schon¬Ö
¬Ö Ausstellungshaus wird das Ingrid Fischer Haus und das steht schon¬Ö¬ď
Ok.


(13.02.2009, 14:49)
Ulli :   @Anti Erdm√§nnchen
vorweg: Gesamtsumme dieser Aufstellung an bekannten Kosten, also ohne Pinguine und Sumpfbereich: 13,6 Millionen, diese Summe liegt also weitaus eher an den 14 Millionen als an den 50 Millionen - selbst mit dem Puffer von 5 Millionen wäre man erst bei 20 Millionen

Einzelaufstellung:
z.B. Umbau Sittichreihen zu begehbaren Volieren (1,5 Mio):
eine interessante Zahl hierzu - nach meinen Ideen s√§he die Voliere tats√§chlich wie in Nordhorn aus: Im Fr√ľhjahr 2005 er√∂ffnete der Tierpark eine begehbare Voliere f√ľr Australische Sittiche. Die Gesamtsachkosten in H√∂he von 27.218,- ¬Ä wurden durch den F√∂rderverein √ľbernommen.

z.B. Bau eines Dioramenhauses, Gestaltung der Dioramen (2,5 Mio)
Abgesehen von dem Alternativvorschlag mit der Adlervoliere - die Dioramen gibt es im Landesmuseum bei einer eventuellen (und hoffentlich nie erfolgenden) Schließung der Naturkundeabteilung gegen Abholkosten und Transport. Ein Fachwerkhaus auf einem
gro√üz√ľgig !!! bemessenen Areal von 20 x 60 Meter auf dem Areal der Taggreifeanlage (1200 qm x 1.100 Euro Baukosten = 1.320.000 Euro)

Umbau des Volierentraktes der Paradieshalle zur Evolutionshalle mit Versteinerungen, Skeletten, Aquarien, Terrarien, Funktionsmodellen, Präparaten (2,5 Mio); mehrere eigens entwickelte Dinosauriermodelle (1 Mio):
Das Gondwana Pr√§historicum im Saarland hat 14 Millionen mit 27 ha Areal und √ľber 100 modellen hat insgesamt 14 Millionen Euro gekostet. In M√ľnchehagen gibt es 130 Modelle
… ich sprach von höchstens 6 außen und eventeull 2-3 Modellen und einem Skelett innen,
dar√ľberhinaus keine Baukosten f√ľr H√§user, Infrastruktur, Wegebau usw. usw.
Also √ľber die Summe von 3,5 Millionen Euro kann ich mich nur wundern - seien wir gro√üz√ľgig - 2 Millionen Euro sind vielleicht m√∂glich

Bau einer neuen Streichelwiese, eines H√ľhnerhauses, einer Scheune mit Ausstellung, einer zweiten Scheune mit Tieranlagen (2 Mio):
¬Ö Ziegenstall und H√ľhnerhaus stehen schon¬Ö
¬Ö Ausstellungshaus wird das Ingrid Fischer Haus und das steht schon¬Ö
offensichtlich hat man sich mit einer Nullstelle versehen

Restaufstellung der eingrenzbaren Kosten: Umgestaltung der Glasbausteinfronten in der Fasanerie (0,2 Mio); Pinguinanlage mit Unterwassertunnel (X Mio ¬Ė zu wenig Infos); Abri√ü und R√ľckbau diverser Volieren und Anlagen bei den Pinguinen (0,3 Mio); evtl. Baumwipfelpfad (); Umbau von Ufervoliere und Storchenanlage zur Halbaffenanlage, mit Veranda (0,2 Mio); Bau von Winterh√§usern f√ľr Pelikane und Flamingos (0,2 Mio); Erweiterung der Burg, mit Gew√∂lbekeller, Einrichtung einer Wirtschaft, Bau einer Burgruine mit Spielplatz, teilweise Indoor (2,5 Mio); Abri√ü des Streichelzoos (); Umbau von Eulenvolieren (0,2 Mio) sind plausibel = summasumarum 4,1 Millionen Euro

leider ist der Puffer um rund 5 Millionen Euro schon nach unten ausgeschlagen - ich komme wie gesagt ohne die Pinguine und die Otter/Biber auf 7,7 Millionen Euro und bin selbst √ľberrascht √ľber die deutlich niedrigere Summe als ich selbst vermutet habe.

Sorry¬Ö
(13.02.2009, 14:06)
Anti-Erdm√§nnchen :   @ Ulli

Das ist jetzt nat√ľrlich ein Ding der Unm√∂glichkeit, eine detaillierte Kostenaufstellung f√ľr etwas abzuliefern, das es nur in Deinem Kopf gibt.
Umbau Sittichreihen zu begehbaren Volieren (1,5 Mio); Umbau der Anlagen im Papageienhaus und im Lori-Atrium (0,5 Mio); Umbau des Volierentraktes der Paradieshalle zur Evolutionshalle mit Versteinerungen, Skeletten, Aquarien, Terrarien, Funktionsmodellen, Pr√§paraten (2,5 Mio); mehrere eigens entwickelte Dinosauriermodelle (1 Mio); Umgestaltung der Glasbausteinfronten in der Fasanerie (0,2 Mio); Pinguinanlage mit Unterwassertunnel (X Mio ¬Ė zu wenig Infos); Abri√ü und R√ľckbau diverser Volieren und Anlagen bei den Pinguinen (0,3 Mio); evtl. Baumwipfelpfad (); Umbau von Ufervoliere und Storchenanlage zur Halbaffenanlage, mit Veranda (0,2 Mio); Bau von Winterh√§usern f√ľr Pelikane und Flamingos (0,2 Mio); Erweiterung der Burg, mit Gew√∂lbekeller, Einrichtung einer Wirtschaft, Bau einer Burgruine mit Spielplatz, teilweise Indoor (2,5 Mio); Abri√ü des Streichelzoos (); Umbau von Eulenvolieren (0,2 Mio); Umbau der Freianlagen im Kranichbereich zu Kleins√§ugergehegen (X Mio ¬Ė zu wenig Infos; m√ľ√üten meiner Ansicht nach komplett neu gebaut werden); Umgestaltung der ersten Kranichvoliere (); Abri√ü und Gestaltung der Gegend um die Windm√ľhle (0,5 Mio); Bau einer neuen Streichelwiese, eines H√ľhnerhauses, einer Scheune mit Ausstellung, einer zweiten Scheune mit Tieranlagen (2 Mio); evtl. Bau eines Dioramenhauses, Gestaltung der Dioramen (2,5 Mio); Erschlie√üung einer Koppel ().
Puffer (wird verlangt!; bei der Größenordnung dieses Maßnahmenpaketes bestimmt 5 Mio.).
Werbung (X Mio.).
Kreditkosten bzw. Gewinn f√ľr den Investor (XX Mio.).

@ Gudrun

¬ĄBiotoppark¬ď, ¬ĄLebensraumpark¬ď und ¬ĄLandschaftspark¬ď klingen meines Erachtens nicht weniger altbacken als ¬ĄVogelpark¬ď, nur mit dem Unterschied, da√ü man sich gar nichts darunter vorstellen kann. Unter einem ¬ĄBiotop¬ď versteht der gemeine Mensch leider die vorgefertigte Wanne f√ľr einen Gartenteich (siehe Baumarktwerbung).

¬ĄIch gehe von mindestens 500000 Besuchern aus¬ď.
Das ist nat√ľrlich keine Kalkulationsgrundlage, aber die sollte es sicherlich auch nicht sein. Was ich als sehr erschwerend ansehe, ist die Tatsache, da√ü man mangels ans√§ssiger Bev√∂lkerung kaum auf Stammpublikum zur√ľckgreifen kann. Deswegen mu√ü die Planung umso wasserdichter sein und das Risiko gegen Null tendieren.

(13.02.2009, 00:48)
Gudrun Bardowicks :   @ Anti-Erdm√§nnchen: Ich pers√∂nlich glaube, dass die angedachten 14 Mio Euro f√ľr meine oder Ullis Gestaltungsvorschl√§ge ausreichen m√ľssten, wenn man auf kostspielige Kunstfelskulissen a la Hannover oder Gelsenkirchen weitgehend verzichten w√ľrde. Allerdings denke ich schon, dass man zumindest f√ľr die Indoor-Kinderspielburg, Gew√∂lberestaurant in der Uhu-Burg, meine Indoorspielplatzidee mit Restaurant, den Pinguintunnel bzw. Unterwasser-Panoramascheibe und vermutlich auch das Bauerndorf und die Dinosauriermodelle und Evolutionsmodelle (zumindest wenn sie wirklich gut und attraktiv, m√∂glicherweise sogar interaktiv gestaltet sein sollen) noch einige weitere Mio Euro einplanen m√ľsste. Auf 50 Mio oder mehr komme ich allerdings ebensowenig wie Ulli.
Ich gehe von mindestens 500000 Besuchern aus, wenn man unsere Vorschl√§ge oder eigene attraktivt√§tssteigernde Ma√ünahmen umsetzen w√ľrde und diese Umgestaltung gut und √ľberregional vermarkten w√ľrde und in den Medien h√§ufiger vertreten w√§re. F√ľr mein oder auch Ullis Konzept k√∂nnte vielleicht mit dem Slogan " Besuchen Sie den einzigartigen Biotoppark (Lebensraumpark) in Walsrode mit einem gro√üartigen Vogelbestand" oder "Vogelpark Walsrode - ein einzigartiger (deutschlandweit einmaliger)Evolutionspark /Biotoppark/ Landschaftspark wartet auf Ihren Besuch" geworben werden. Allerdings wird man auf die ehemalige Besucherzahl von 1 Mio Besuchern wohl niemals mehr kommen, wenn die Schwerpunkte in Walsrode auch zuk√ľnftig der grosse Vogelbestand und die Landschaftsgestaltung bleiben. V√∂gel und Landschaftsparks sind leider heute nicht mehr so attraktiv wie Freizeitparks, Erlebniszoos und Gro√üs√§uger. Man mu√ü verst√§rkt auch die j√ľngere Generation ber√ľcksichtigen und auf "Events", Erlebnisse und "Action" setzen, wenn man heute noch gro√üe Besuchermengen anziehen will. Das gilt in besonderem Ma√üe f√ľr das n√§here Umfeld von Walsrode, wo ja bereits ein f√ľr Familien und junge Leute sehr attraktiver Freizeitpark (Heidepark Soltau) und ein attraktiver Tierpark mit angrenzendem Freizeitbereich (Serengetipark Hodenhagen) als direkte Konkurrenten existieren.
(12.02.2009, 15:37)
Ulli :   @Anti-Erdem√§nnchn: 50 Millionen ? siehe Folgeeintrag...
(12.02.2009, 08:35)
Ulli :   Ich w√ľrde gerne einmal eine detaillierte Aufstellung, wie man auf 50 Millionen Euro kommt. Ich bin n√§mlich in der Regel eher vorsichtig bei Gestaltungsvorschl√§gen (abgesehen einmal von der Hamm-Vision in einem anderen Thread) und z.T. weit entfernt von den "Visionen" und tats√§chlicher Umsetzung manch anderer hauptberuflicher Zoogestalter.
(12.02.2009, 08:34)
Gudrun Bardowicks :   @ Ulli: Eine Nutzung des Erlenbruchwaldes f√ľr Klunkerkraniche w√§re auch nicht schlecht. Ich hatte nur deshalb an die Jungfernkranichanlage, weil Klunkerkraniche meines Wissens nach nur in offenen Feuchtgebieten, z.B. im Okavango-Delta und auf dem √Ąthiopischen Hochland, nicht in Waldgebieten vorkommen.
Bei der S√ľdamerikagro√üvoliere habe ich eigentlich an die vorhandene begehbare Gro√üvoliere und den bereits in dieser lebenden s√ľdamerikanischen Vogelbestand, m√∂glicherweise erg√§nzt um die Kahnschn√§bel, gedacht. Vielleicht k√∂nnte man auch noch Aras, Hornguans (war schon gelegentlich der Fall) und Hokkos in diese Anlage setzen. Die Abdimst√∂rche, Hammerk√∂pfe und Koritrappen sollte man dann nat√ľrlich besser abgeben oder in einer neuen Anlage im Afrikabereich unterbringen. Man k√∂nnte nat√ľrlich auch die angrenzende begehbare K√ľstenvoliere, nach Unterbringung der s√ľdamerikanischen Arten bei den Humboldtpinguinen, ausschlie√ülich mit afrikanischen Feuchtgebietsarten wie z.B. den bereits genannten Abdimst√∂rchen und Hammerk√∂pfen (leben aber auch in Savannengebieten)und den bereits vorhandenen Afrikanischen Klaffschn√§beln und Glatzenkopfibissen besetzen. So k√∂nnte man s√ľdamerikanische und afrikanische Feuchtgebiete auch gut gegen√ľberstellen. Ein Warm- und √úberwinterungshaus ist hier bereits vorhanden.
Bei der Umnutzung des Papageienhauses als S√ľdamerikahaus habe ich nat√ľrlich an nicht begehbare Waldvolieren, wie z.Z. bereits geschehen, gedacht, nicht an eine neue begehbare Urwaldvoliere bzw. ein weiteres teures Tropenhaus. Eine begehbare Urwaldvoliere w√§re nat√ľrlich auch sch√∂n, aber nicht unbedingt n√∂tig, da es ja mit der Indonesienhalle und der Afrikahalle schon zwei begehbare tropische Waldhallen gibt und eine dritte mAn nicht unbedingt n√∂tig ist.
(11.02.2009, 16:53)
Anti-Erdm√§nnchen :   "Also d√ľrften die Gesamtaufwendungen meiner Ideen bei weitem nicht die 14 Millionen, die im Raum stehen, aussch√∂pfen."
Ich komme wie gesagt eher auf 50 Millionen.
So, und wie sieht es mit der Einnahmeseite aus? Wir m√ľssen den Einsatz wieder rausholen, einen geh√∂rigen Gewinn f√ľr den Investor erwirtschaften, das allj√§hrliche Minus beenden und dauerhaft liquide Zust√§nde herstellen. Wie s√§he Eure Besucherkalkulation aus?
Worauf soll genau die Werbung ausgerichtet sein?

(11.02.2009, 16:25)
Ulli :   @udrun Bardowicks: Deine Erg√§nzungen gefallen mir alle, speziell zu den beiden Madagaskar-Volieren im Eingangsbereich. Eine Kleinigkeit: Ich habe gelesen, dass Klunkerkraniche stark an Feuchtgebiete gebunden sind, sodass eine Unterbringung im Erlengrund bzw. im Flamingobereich nageliegender ist als im momentanen Jungfernkranichbereich.
Eine zweite Kleinigkeit: S√ľdamerika ist zweifelsohne unterrepr√§sentiert, nur w√ľrde eine begehbare Urwaldvoliere wieder ein Warmhaus erfordern und die Vegetation w√§re dichter als bei Wellensittichen, Loris, Weberv√∂geln oder Zebrafinken. Machbar ist sie schon.
Eine gro√üe Geier- oder Adklervoliere auf der gesamten Fl√§che ist nat√ľrlich auch eine Option.

@Anti-Erdmännchen: So dramtisch sind die Kosten auch nicht.
Die Tierbestände sind komplett vorhanden.
Teuer sind an meinen Umbauten wirklich nur die Pinguine und die Burganlage.
Zu den Pinguinen:
Eine Pinguinanlage wie in Rheine mit oder ohne Dach war f√ľr den dortigen Naturzoo finanzierbar. Der angebaute r√ľckw√§rtige Tunnel muss ja gar nicht in den Felsen selbst liegen sondern kann hinter einer Felskulisse verborgen liegen. Wenn du den Plan ansiehst, kommt der Besucher gar nicht hinter die Pinguinanlage ebenerdig. Es sind dort h√∂chstens noch Wirtschaftsbereiche, R√ľckzugsvolieren und Stallungen. √úbrigens ist meine Variante kostet nur einen Bruchteil eines ja geplanten Pinguin-Klimahauses.
Zu der Burg:
Ich habe leider nichts zu den Kosten der Uhu-Burg gefunden, der Indoorspielplatz wird in etwa mit den Kosten des Mauerwerks der Uhu-Burg vergleichbar sein plus Spielger√§te, das Burgrestaurant mit den Gew√∂lben ist aufwendiger, man kann aber auch Betonw√∂lbungen bauen und anschlie√üend verkleiden, was die Kosten deutlich reduzieren w√ľrde. Und das Dach der W√∂lbungen kann auch eine Terrasse bilden.
Zum Bauernhof:
Der Erwerb von Resthöfen ist wahrscheinlich billig, der Wiederaufbau sicher nicht.
Das Ingrid-Fischer-Haus eignet sich auch zur Demonstration von Weberei etc.
Man muss f√ľr die nicht begehbaren Stallungen aber auch keine wirklich alten Geb√§ude erwerben, sondern muss entweder nur Fachwerkh√§user neu erichten bzw. die Fassaden mit Fachwerk verkleiden. Au√üerdem gibt es heute auch schon Stallgeb√§ude f√ľr die Laufv√∂gel, die man sicher auch f√ľr Ziegen verwenden kann. Die Au√üen-Anlagen selbst gibt es schon.
Hinsichtlich der eventuell zus√§tzlichen Koppeln: das Gel√§nde sind heute schon Koppeln und auch als Storchengel√§nde denkbar, eventuell durch zus√§tzliche Anlage von gr√∂√üeren ¬ĄGartenteichen¬ď.
Der Baumwipfelpfad:
Er ist rein fakulativ (!) und wenn man meine Alternative mit Kranichen und Schwarzstörchen und speziell Gudruns Nutzungsvorschlag genau liest auch gar nicht erforderlich - es entstehen also 0 Kosten (!).
Die anderen Umbauten halten sich im Rahmen:
F√ľr die Otter fallen kaum Kosten an, die Anlage gibt es schon heite. F√ľr die Biber fallen sicher bei einem Umbau etwas mehr Kosten an, bei einer fakultativen Unterwasseransicht entstehen sicher zus√§tzliche Kosten.
Die Ufervoliere ist in erster Linie eine Frage der Bepflanzung und der Errichtung einer verkleideten Uferwand.
F√ľr die Kattas/ Varis sind die Kosten √ľberschaubar. Die Wegf√ľhrung gibt es schon, f√ľr einen Winterstall gibt es bereits Geb√§ude bzw. die Fundamente, die Z√§une d√ľrften wohl das kleinste Problem darstellen, eine Veranda ist mehr oder weniger schon da.
Das Entfernen von Zwischenwänden bei Volieren sind auch nur marginale Kosten
Die begehbaren Sittich- oder Lori-Volieren w√ľrden denen in Nordhorn in etwa entsprechen - dort entstanden daf√ľr keine Millionenkosten.
Falls die Pl√§ne f√ľr den Umbau des Landesmuseums Hannover zu einer reinen Landesgalerie (was ich absolut ablehne) Realit√§t werden w√ľrden, kann man die dortigen Niedersachsen-Dioramen komplett von Hannover nach Walsrode transferieren. Ansonsten steht ja auch Gudrun Alternativvorschlag mit der zusammengelegten Adlervoliere noch zur Diskussion.
F√ľr das Evolutionshaus ist in erster Linie Kreativit√§t und Handwerkergeschick gefragt. Es sind keinerlei neue Geb√§ude erforderlich. Die Flugbilder der V√∂gel kann man aus dem Landesmuseum Hannover √ľbernehmen, die verstauben dort im Magazin (!), die ach so ¬Ąs√ľndhaft teuren¬ď Glas-Vitrinen sind mit Ausstellungsgegenst√§nden zu f√ľllen - dies ist eine Aufgabe von Sammlern oder ein Zusammentragen von ungenutzten Museumsst√ľcken aus den dortigen Magazinen. Die (didaktischen) Modelle kann man von Modellbauern entwerfen lassen. F√ľr die Sauriermodelle kann man auf Erfahrungen aus M√ľnchehagen zur√ľckgreifen oder die Hagenbeck-Betonvariante (also Handwerkerkunst) w√§hlen. Kleinere Terrarien und Aquarien sind auch nicht der Kostenfaktor, die Volieren gibt es schon, die Vegetation ist teilweise eine Frage der Zeit oder wieder ein Bet√§tigungsfeld von Modellbauern oder es sind Auftragsarbeiten f√ľr Naturkundemuseen Die fakultative r√ľckw√§rtige Bienenfresserwand ist in erster Linie Maurer- und Handwerkerarbeit, die Afrika-Ausstellung steht konzeptionell schon heute dort. Alles in allem d√ľrften die Kosten deutlich unter 1 Millionen Euro, inklusive aller Handwerkerleistungen, liegen.
Also d√ľrften die Gesamtaufwendungen meiner Ideen bei weitem nicht die 14 Millionen, die im Raum stehen, aussch√∂pfen.

Insofern ist in meinen Augen das Herumhacken nur hinsichtlich der Pinguine (f√ľr die eh neu gebaut werden soll), meiner Mittelalter-Burg und eventuell hinsichtlich des Bauernhofes nachvollziehbar, ansonsten unangebracht.
(11.02.2009, 09:57)
Gudrun Bardowicks :   Ich denke mit den von der Gemeinde angestrebten 14 Mio Euro (oder waren es weniger) f√ľr Umbauma√ünahmen k√∂nnte man bestimmt eine begehbare Lemurenanlage und einige begehbare Vogelvolieren und m√∂glicherweise auch noch eine neue Ufervoliere bauen, wenn man auf den Baumwipfelpfad, der sicher kaum zus√§tzliche Besucher anlocken wird, verzichtet. M√∂glicherweise reicht das Geld auch noch f√ľr den Umbau vorhandener Anlagen. Ich bef√ľrchte allerdings, dass dieses Geld wohl nicht auch noch f√ľr den Pinguintunnel, den Umbau der Paradieshalle in ein Evolutionshaus, den Bauernhof und die Dinosaurier- und Evolutionsmodelle reichen wird. Hierf√ľr sind mindestens weitere 15-20 Mio Euro n√∂tig, wenn nicht mehr. Etwas Geld (1-2 Mio Eur) d√ľrfte auch der Bau des neuen Spielplatzes an der Uhuburg kosten. Aber man k√∂nnte mit der veranschlagten ersten Geldsumme sicherlich schon einiges zur Attraktivit√§tssteigerung des Vogelparks bauen, was auch neue Besucher anlocken k√∂nnte. Allerdings m√ľssten Werbung und Marketing, wie schon mehrfach erw√§hnt, stark verbessert werden, sonst helfen auch die attraktivsten Neuerungen nicht.

Die Zusammenlegung mehrerer Anlagen zu einigen wenigen Gro√üanlagen und die Neugestaltung von Anlagen durch attraktivere Bepflanzung und Gestaltung ist wahrscheinlich verh√§ltnism√§√üig preiswert und l√§√üt sich vermutlich sogar recht schnell bewerkstelligen. Hierf√ľr und f√ľr die eine oder andere gr√∂ssere Ma√ünahme werden die beantragten 14 Mio Euro bestimmt reichen.
(10.02.2009, 23:56)
Anti-Erdm√§nnchen :   Seid mir bitte nicht b√∂se, wenn ich immer wieder auf Euren Vorschl√§gen herumhacke. Aber bei der neuen Planung habe ich z.B. keinerlei Angaben √ľber die Investitionskosten gefunden. Was soll man veranschlagen f√ľr Pinguintunnel, begehbare Volieren, neue Warmh√§user, diverse S√§ugeranlagen, Erweiterung der Burg, Dinosauriermodelle, eine Evolutionsausstellung und eine komplette Bauernhoflandschaft, zuz√ľglich Abri√ükosten, und nicht zu vergessen, der angemahnten Werbeoffensive? 50 Millionen? Die w√ľrde nur jemand investieren, der sicher 80 Millionen wieder herausholen kann. W√§re das mit diesem Konzept m√∂glich?
(10.02.2009, 14:04)
Gudrun Bardowicks :   @ Ulli: Ich finde deine Planung f√ľr Walsrode sehr sch√∂n, w√ľrde aber eine Reduzierung auf Schwarzhalskranich, Schneekranich und Mandschurenkranich bei den Kranichen sehr schade finden. Ich w√ľrde zumindest noch den Wei√ünackenkranich und den Klunkerkranich behalten wollen, da zumindest diese Arten sehr gro√ü und farblich sehr attraktiv sind und kaum in Gefangenschaft gezeigt werden, zumindest nicht zwischen Hamburg und Hannover. Auch Paradieskraniche sind kaum noch in Gefangenschaft anzutreffen, sie werden allerdings noch in Hannover gezeigt. Ich k√∂nnte mir gut eine Umgestaltung der jetzigen Anlage f√ľr Jungfernkraniche in eine Anlage f√ľr Klunkerkraniche und andere bedrohte Arten des √§thiopischen Hochlandes, z.B. Blaufl√ľgelg√§nse,vorstellen. Dieses w√ľrde auch gut zum Parkteil Afrika und Madagaskar passen, wenn man die Paradieshalle und die angrenzenden Volieren nur noch f√ľr afrikanische und madagassische Arten nutzen w√ľrde. Die 3 gr√∂sseren Volieren im Eingangsbereich werden ja auch bereits teilweise f√ľr afrikanische und Madagaskar-Arten genutzt. Ich w√ľrde die M√§hnenibisse zusammen mit weiteren Madagaskararten allerdings in die gr√∂sste Voliere am Eingang umsetzen und dort einen einsehbaren Winterstall errichten, damit man diese Madagaskar-Spezialit√§ten auch im Winter und bei kalter Witterung sehen kann. Ich w√ľrde in diese Anlage auch noch die Madagaskar-Ibisse und die Madagaskar-Reiher und Bernier-Enten setzen, die ja ihre Unterkunft verlieren w√ľrden, wenn man die Ibisvolieren an der Uhuburg in eine Spiel-Burgruine umgestalten w√ľrde.
Die √ľbrigen beiden Kleinvolieren k√∂nnte man zu einer gr√∂sseren zusammenlegen, in denen man weiterhin die Grauk√∂pfchen und Vasapapageien zusammen mit weiteren Bewohnern madagassischer Trockengebiete, u.a. Haubenseidenkuckuck und Sakalavaweber,in Gemeinschaftshaltung zeigen kann. Auch hier w√§re der Bau eines Warmhauses sicherlich sinnvoll. So h√§tte man gleich im Eingangsbereich zwei Volieren, die unterschiedliche Lebensr√§ume Madagaskars mit typischem und attraktiven Besatz zeigen. Hier k√∂nnte man auch gut √ľber Naturgef√§hrdung und Naturschutz in Madagakar informieren, m√∂glicherweise in einem landestypisch gebauten Infozentrum. Mit der √§thiopischen Hochebene w√§re sogar ein dritter gef√§hrdeter afrikanischer Lebensraum vertreten. Die Volieren f√ľr K√∂nigsh√ľhner und Rabenv√∂gel k√∂nnte man zusammenlegen und ebenfalls mit afrikanischen bzw. Madagaskar-Arten besetzen. Man k√∂nnte hier nat√ľrlich auch eine kleinere Lemurenart halten.
Die Idee mit der begehbaren Anlage f√ľr Kattas und/oder Varis (Junggesellengruppe) finde ich auch sehr gut, ich m√∂chte allerdings ungern auf die grosse und attraktiv gestaltete Ufervoliere f√ľr europ√§ische Arten verzichten. Wenn diese beim Restaurant "Zum Kranich" allerdings neu und vielleicht sogar sch√∂ner und gr√∂sser wieder aufgebaut wird, vielleicht sogar begehbar, k√∂nnte ich damit auch gut leben.
Die Idee mit der m√∂glicherweise begehbaren Pinguink√ľste finde ich auch sehr attraktiv, ich w√ľrde allerdings die Erlenbruchanlage lieber weiter als Kranich- bzw. Stelzvogelanlage nutzen und auf den Baumwipfelpfad in diesem Bereich verzichten, da ich im Gegegensatz zur Gemeinde Walsrode nicht glaube, dass dieser eine grosse Besucherzahl anlocken w√ľrde, weil es so etwas schon woanders, teilweise sogar ohne hohen Eintritt gibt. Den Erlenbruch k√∂nnte man vielleicht als Anlage f√ľr Schwarzst√∂rche und Kraniche nutzen, die teilweise auch in Afrika √ľberwintern. F√ľr Mandschurenkraniche oder Wei√ünackenkraniche w√§re sie nat√ľrlich auch gut geeignet, diese w√ľrden allerdings schlecht zum Parkteil Afrika passen. In diesem Fall w√§ren nat√ľrlich Brillenpinguine die passende Art.
Wenn man die Pnguinanlage mit Humboldtpinguinen besetzt l√§sst, w√ľrde ich diese mit den Chilepelikanen und weiteren s√ľdamerikanischen K√ľstenarten wie z.B. Guanokormoranen, Inkaseeschwalben und verschiedenen Enten, vergesellschaften. Daf√ľr w√§re nat√ľrlich ein grosses Netz √ľber der gesamten Anlage, die man ohne Probleme um die aktuelle Anlage f√ľr Chilepelikane und s√ľdamerikanische Enten vergr√∂ssern kann, sinnvoll. Im Bereich der Volieren f√ľr tropische Eulen k√∂nnte man √úberwinterungsst√§lle unterbringen, vielleicht im Bereich des Pelikanwinterhauses sogar f√ľr die Besucher einsehbar.
Die Idee mit dem eurasiatischen Sumpfgebiet finde ich sehr reizvoll und auch attraktiv, ebenfalls die mit dem Bauernhof und integrierter Streichelwiese. Bei den Greifv√∂geln w√ľrde ich aber auf jeden Fall eine Gro√üvoliere mit einem Adlerpaar oder, attraktiver, eine Geierkolonie (vielleicht kleine Arten wie Schmutz- oder Kappengeier)einplanen, da diese auch au√üerhalb von Flugvorf√ľhrungen f√ľr ONB attraktiv sind. Man k√∂nnte ja alle Greifvogelvolieren zu ein oder zwei Gro√üvolieren zusammenfassen.

Zum Evolutionshaus: deine Idee finde ich toll, ich denke allerdings, dass es bei deiner Planung zu viele tote Ausstellungsst√ľcke in der Halle gibt. Einige weitere lebende Beispiele w√§ren sch√∂n, z.B. eine urt√ľmliche Kleins√§ugerart und vielleicht auch einen urspr√ľnglichen Vertreter der Wirbellosen, z.B. Pfeilschwanzkrebse oder Skorpione.

Die Idee mit den begehbaren Volieren im Bereich der Sittichanlagen finde ich gut, ich w√ľnshte mir aber auch zumindest eine Gemeinschaftsanlage f√ľr s√ľdamerikanische Urwaldbewohner. Vielleicht k√∂nnte man die begehbare Gro√üvoliere in erster Linie mit s√ľdamerikanischen Arten besetzen, die dort ja auch jetzt schon den Schwerpunkt stellen. Auch das Papageienhaus w√ľrde ich nur mit S√ľdamerikanern besetzen, wie es ja auch aktuell fast ausschlie√ülich der Fall ist. Hornguane, Helmhokkos und zumindest eine Tukanart w√ľrde ich auch weiterhin im Bestand sehen wollen, da diese Arten sehr besucherattraktiv sind und zumindest Hokkos und Guans nur selten in anderen Zoos gezeigt werden.

Du hattest im Fall des Dschungelpalastes in Hannover einmal die Idee gehabt, die jetzigen Elefantenau√üenanlagen zu √ľberdachen und so quasi eine grosse Elefantenhalle zuschaffen. K√∂nnte man dieses nicht auch mit dem Spielplatz in Walsrode machen? Dann h√§tte man dort eine riesige Indoorspielhalle wie es sie in der Region bisher nicht gibt als Alleinstellungsmerkmal. Ich w√ľrde allerdings noch ein Restaurant angliedern, welches als Eventraum genutzt werden kann und auch au√üerhalb der √Ėffnungszeit des Vogelparks zug√§ngig gemacht werden k√∂nnte, da es direkt zur Haupstrasse und zu den Parkpl√§tzen liegt.

Am wichtigsten d√ľrfte allerdings verst√§rkte Werbung und eine neue Marketingstrategie des Vogelparks sein, sonst sind alle unsere Ideen und auch die Ideen der Gemeinde sinnlos und bringen nicht den gew√ľnschten Erfolg. Ohne Marketing l√§uft heute leider nichts mehr und das gilt besonders f√ľr die Konkurrenzsituation, in der der Vogelpark Walsrode zu Hodenhagen und zum Heidepark steht.
(10.02.2009, 13:27)
Michael Mettler :   @Anti-Erdm√§nnchen: Oder "Artenschutzzentrum Walsrode"? Von einer solchen Bezeichnung versprechen sich ja auch andere Zoos etwas...

Vielleicht ist der Besucherr√ľckgang ja auch auf den √ľber l√§ngere Zeit benutzten Werbeslogan "Ich zeig' dir einen Vogel" zur√ľckzuf√ľhren. Den haben vielleicht viele Menschen pers√∂nlich genommen :-)
(09.02.2009, 23:02)
Jennifer Weilguni :   Zumindest in der Kombi Karlsruhe/Heidelberg/Landau scheint die Kombikarte ja zu funktionieren. Aber wenn das mit dem Wildpark und dem Vogelpark wieder aufgegeben wurde, hat es wohl in dem Fall keinen gro√üen Erfolg gehabt. Schade eigentlich.
(09.02.2009, 21:47)
Anti-Erdm√§nnchen :   Hat eigentlich schonmal jemand eine Umbenennung in Erw√§gung gezogen? "Vogelpark" scheint ja nicht mehr der Stra√üenfeger zu sein. Wie w√§re es mit UFO Walsrode (= unbekannte Flugobjekte)?
(09.02.2009, 20:30)
Michael Mettler :   @Jennifer: Eine Kombikarte Vogelpark/Wildpark gabe es schon mal zeitweise, als die Eigent√ľmer des Wildparks gleichzeitig Teilhaber des Vogelparks waren. Wurde aber danach wieder aufgegeben.
(09.02.2009, 20:20)
Jennifer Weilguni :   Naja f√ľr Hodenhagen zahlt man ja nicht unbedingt das Doppelte, denn f√ľr den Serengeti-Park werden ja immer entsprechende Gutscheine verteilt, mit denen der Fahrer eines Wagens gratis in den Park kommt. Bei zwei Personen macht das dann also zu Walsrode keinen Unterschied mehr. (Daf√ľr kommt man im Vogelpark gegen Vorlage der AOK Karte oder des ADAC Ausweises auch g√ľnstiger rein).... Ich frage mich ob es vieleicht sinnvoll w√§re wenn die beiden Einrichtungen zusammenarbeiten w√ľrden zum Beispiel in Form von verg√ľnstigten Kombi-Tickets ? (Es wundert mich auch sehr, dass es das in der Form noch nicht mit dem Wildpark L√ľneburger Heide und dem Vogelpark Walsrode gibt)
(09.02.2009, 19:39)
Ulli :   Bei den vorherigen Planungen habe ich mich auf das bestehende Gel√§nde beschr√§nkt.
Walsrode hat ein Problem: wenn man die Autobahn verl√§sst, kann man in die eine Richtung nach Hodenhagen oder in die andere Richtung nach Walsrode abbiegen. Es gilt also, den Blinker in die gew√ľnschte Richtung zu lenken, sprich direkt mit Hodenhagen zu konkurrieren.
Nachteil von Walsrode: fehlende Gro√üs√§uger und zumindest f√ľr einige Besucher fehlende Fahrgesch√§fte.
Letztere sind aufwendig und keine Alternative.
Vorteil von Walsrode: man kostet nur halb so viel wie Hodenhagen und es gibt reichlich unbebautes (verf√ľgbares ?) Land drumherum.
Wie bekomme ich also die Leute eher nach Walsrode, ohne dass es unendliche Investitionen erfordert.
Am einfachsten ist immer noch Ackerlanderwerb, Bau eines begehbaren Affengeheges f√ľr wetterharte Berberaffen oder Japanmakaken und (!) der Bau eines B√§renparkes. Dann k√∂nnte man auch ggf. auf die Kattas verzichten, was dem wertvollen Vogelbestand zugute kommt.
Vorteil: Affen ziehen immer und B√§ren in der Form gibt es in Hodenhagen eher auch nicht (abgesehen von den paar Schwarzb√§ren, die man aber √ľbersehen kann). Mit Schauf√ľtterungen kombiniert bieten beide Anlagen ein echt attraktives Zusatz-Angebot - und das als Unterhaltung f√ľr den halben Preis von Hodenhagen. Mit beiden muss nat√ľrlich die Werbetrommel ger√ľhrt werden. Mit den B√§ren k√∂nnte man Hodenhagen auch auf dem falschen Fuss erwischen, weil sie k√∂nnten nur sagen - haben wir auch, aber nicht so taff.
(09.02.2009, 18:55)
Ulli :   Ich war gestern in Walsrode. Es war leider nicht sehr voll, f√ľr den Besucher nat√ľrlich sch√∂n.

Die Zoo-AG hat dies schon vor l√§ngerem so beschrieben: Zwar wurden hier in den vergangenen Jahren zahlreiche Trennw√§nde entfernt und mehrere K√§fige zu gr√∂√üeren etwas mehr strukturierten Volieren zusammengelegt, doch bleiben die fast identischen K√§fige dennoch sehr monoton. Gleiches gilt f√ľr den Innenraum des Lori-Atriums, Leider kommen so viele interessante V√∂gel nicht so zur Geltung, wie sie es eigentlich verdient h√§tten.
Eigentlich geh√∂rt dasFolgende in ¬Ąunsere Planung¬ď, andererseits zielt es direkt auf die unerfreuliche Finanzsituation und dessen Abhilfe.
So bin ich zwar aufgrund des interessanten Bestandes recht lange und intensiv bei der ¬ĄFasanerie¬ď h√§ngengeblieben, habe aber dem Papageienbestand keine f√ľnf Minuten gewidmet. Die Indonesienhalle bin ich dagegen insgesamt viermal langsam durchgegangen und das trotz des im Freiland ¬Ąnicht gef√§hrdeten¬ď Bestandes.

Leider hat Walsrode immer noch so etwas wie einen Sammel- und Vollst√§ndigkeitstick. Und deshalb wirken immer ¬Ągleichartige¬ď V√∂gel ohne signifikante Unterschiede auf die Dauer etwas erm√ľdend und dies selbst f√ľr einen Enthusiasten. Ich bef√ľrchte, dass viele Besucher es nicht einmal registrieren w√ľrden, wenn die H√§lfte des Artenbestandes abgegeben w√ľrde - Hauptsdache die Anlagen sind attraktiv besetzt.

Man macht aber bereits vern√ľnftige Artenschutzprogramme und, hat hinter den Kulissen eine F√ľlle von Zuchtvolieren. Insofern kann man sich einerseits in den verbleibenden Volierentrakten die tats√§chlich stark bedrohten Arten exemplarisch vorstellen und den Volieren-¬ĄStandardbestand¬ď im Schaubereich zur√ľckfahren.

Umgekehrt soll man ruhig publikumsattraktive Arten individuenm√§ssig ausbauen. Ich denke eine begehbare Lori- oder Rosenk√∂pfchenanlagen, eine begehbare Australienvoliere mit Wellensittichen und Rosellas bzw. Zebrafinken mit F√ľttererlaubnis oder eine Webervogelkolonie findet immer Anklang und sind die attraktivere L√∂sung als die endlose Sittichvolieren-Reihe. F√ľr die heiklen und wirklich seltenen Arten bleibt dann immer noch das Papageienhaus und das Lori-Atrium. Bei beiden k√∂nnen aber die Volieren gr√∂√üer gestaltet werden. Als Nebeneffekt kann man den heiklen Bereich Stubenv√∂gel thematisieren.

Die alte Tropenhalle w√ľrde ich rein mit Tieren des afrikanischen Kontinents bzw. Madagaskars besetzen. Schon heute gabe es eine interessante Ausstellung des Pan-Afrikanischen Kulturvereins Bremen - ich kann mir so etwas als Daueraustellung vorstellen. Den langweilig gestalteten Volierenbereich kann man zu einer Evolutionshalle umgestalten. Als Elemente dieses Komplexes schweben mir vor : am Eingang der Halle Dinosaurier-Modell, versteinerte Reste von Dinosauriern in Vitrinen, Urweltpflanzen in dem Bereich, eine verschlungene Wegf√ľhrung als Tieranlagen ein Lungenfisch-Aquarium, 4 ¬Ė 5 gro√üe naturnahe Terrarien mit Schlangen, Echsen, Eidechsen, 2 oder 3 Volieren mit stammesgeschichtlich alten V√∂geln, ggf. am Kopfende der Halle eine gro√üe Bienenfresser-Voliere, didaktische Modelle, Skelette, Trittsiegel am Boden, Eier, Nester und Fra√üspuren, Funktionsmodelle von Schn√§beln, F√ľssen, Schwingen, unter der Decke V√∂gel mit ausgebreiteten Schwingen, die Evolutionstheorien von Darwin und Wallace, die Freiflughalle kann im Wesentlichen so bleiben, allerdings mit Arten aus Afrika und Madagaskar.
An dem Teich kann man auch Dinosauriermodelle aufstellen, minsdestens eins im Wasser und das ein oder andere am Ufer (vgl. Hagenbeck).

Die ¬ĄFasanerie¬ď umfasst im Wesentlichen die kostbaren V√∂gel aus Madagaskar, Geierperlh√ľhner, seltene Fasanarten, ¬Ąeventuell¬ď Kagu (der hier gestern erb√§rmlich fr√∂stelte) sowie die Hornv√∂gel. Die langweiligen Glasbausteinr√ľckfronten kann man sicher mit wenig Aufwand (Holz, Kletterpflanzen, Lehmfassaden) aufpeppen. Das Licht f√ľr die H√§user kann ggf. durch Fenster auf der R√ľckseite erzeugt werden.

F√ľr die Pinguine w√ľrde ich statt der Eishalle eine Anlage wie im Zoo Emmen mit Brillen- oder (!) Humboldtpinguinen in hoher Kopfzahl bef√ľrworten. in einem langen r√ľckw√§rtigen Tunnel kann man dann die Pinguine unter Wasser oder von einer Veranda aus √ľber Wasser beobachten. Alle √ľbrigen Volieren und Teichanlagen ringsum verschwinden, damit ein einheitlicher Eindruck entsteht.

Der Erlengrund wird entweder f√ľr Schwarzst√∂rche oder f√ľr seltene Kraniche genutzt. Ersatzweise kann hier aber auch ein Baumwipfelweg entstehen, dann aber ohne Vogelbesatz.

Der Bereich mit der Ufervoliere und den St√∂rchen w√ľrde ich tats√§chlich zweckentfremden und f√ľr eine begehbare Anlage mit Kattas oder Varis (Madagaskar-Bezug) nutzen. Das Areal ist in sich abgeschlossen, an der R√ľckseite der zur√ľckgebauten Ufer-Voliere kann man von einer Veranda aus in die Halbaffenanlage blicken.

Die Anlagen f√ľr Pelikane und Flamingos bleiben, es werden aber grunds√§tzlich Winterh√§user errichtet.
Ob man alle Arten behalten soll, sei dahingestellt. Eventuell kann die letzte Pelikananlage auch als Wei√üstorchanlage fungieren. Ggf. werden weitere Anlagen f√ľr Kraniche umgenutzt. Die Flamingo-Unterschiede kann man viel besser anhand einer Karte oder anhand von Modellen erl√§utern.
Die zentrale Pelikan-Kormorananlage bleibt nat√ľrlich.

Die Uhu-Anlage w√ľrde ich noch konsequenter zu einer Burganlage erweitern mit einer Burgsch√§nke als Restaurant in Gew√∂lbekellern und einem Abenteuerspielplatz in einer der Uhu-Burg gegen√ľber liegenden Burgruine. Ein Teil kann als Indoorspielplatz gestaltet werden. Der Streichelzoo zieht um.

Zumindest die begehbare Eulenvoliere muss vergrößert werden, auch die Schnee-Eulen- bzw. die Bartkäuze kann man attraktiver präsentieren, eventuell zu Lasten der Ibisse.

Die Teichanlagen, die Strau√üanlage (gr√∂√üte V√∂gelart √ľberhaupt), die Hornraben, die Schuhschn√§bel, die Gro√üvoliere und die K√ľstenvoliere bleiben unangetastet.

Den Kranichbereich w√ľrde ich lieber als Bereich Eurasische Feuchtgebiete umfunktionieren. In die nicht√ľberkuppelten Anlagen ziehen S√§ugetiere ein: Biber, Fischotter, eventuell Nerze, denkbar sind auch weiterhin Marderhund und speziell Waschb√§r, eventuell in einer Gemeinschaftshaltung mit Fischottern und ausbruchsicher!!!

In der ersten Voliere am Cafe entsteht eine Uferlandschaft (Ersatz f√ľr die aufgel√∂ste Voliere in der N√§he des Eingangs), die anderen beiden Volieren k√∂nnen im Wesentlichen f√ľr Kraniche so bleiben.

Der n√§chste radikale Umbau betrifft den Bereich bei der Windm√ľhle. Hier entsteht ein Bauernhof mit alten Haustierrassen.

Neben einer Streichelwiese mit Schafen und Ziegen sowie einem H√ľhnerhaus entsteht auch eine Scheune mit der Pr√§sentation alter Handwerksberufe sowie eventuell eine zweigeteilte Scheune (vgl. Hankensb√ľttel) mit ¬ĄH√§uslichen Untermietern¬ď (Steinmarder, Hausm√§use, Kakkerlaken) bzw. eine Scheunenwand mit Klappen, hinter denen die ¬ĄH√§uslichen Untermieter¬ď als Modell oder als Bild in Lebensgr√∂√üe zu sehen sind.

Denkbar ist auch ein Dioramenhaus mit den Vogelarten der typischen niedersächsischen Landschaftsformen analog dem Landesmuseum in Hannover am Kopfende - dort wo heute die Taggreife untergebracht sind.

Ich w√ľrde mir w√ľnschen, die Wiese hinter dem Vogelpark als Pferdekoppel oder als Storchenwiese wie in Rheine hinzuzugewinnen.

Die anderen Laufv√∂gel und auch die Taggreife werden abgegeben. Taggreife sind f√ľr mich nur in der Flugshow attraktiv, beim Blick in deren Volieren bekomme ich eher traurige Gedanken. Die Greife f√ľr die Flugshow bleiben Es gibt in dem Bereich auch schon zwei nicht einsehbare Volieren.

Die Indonesienhalle, das Rosencafe, die große Rasenfläche, das Lori-Atrium, das Papageienhaus, das Baumhausdorf und die Indoorhalle bleiben unangetastet. Die begehbaren Volieren hatte ich bereits erwähnt.

Trotz der hohen Artenabgabe bleiben die tatsächlich bedrohten Arten dem Vogelpark erhalten.
Charakterm√§ssig bleibt es ein Vogelpark mit Repr√§sentanten fast aller Biotope der Erde. Gleichzeitig werden die einzelnen Bereiche st√§rker voneinander abgegrenzt. Es entstehen Themenbereiche: Subpolare K√ľste mit Pinguinen, Eulen und Mittelalter, Afrika und Madagaskar, die Indonesienhalle, Papageien, Eurasische Feuchtgebiete, der Bauernhof. Es reicht zur Vermittlung der Vielfalt der Vogelwelt und zur Sensibilisierung f√ľr den Schutz.

Die ausgew√§hlten Arten stehen quasi stellvertretend f√ľr einen Biotop. Niemand kann einen umfassenden Bestand erwarten, daf√ľr eignen sich Dioramen wie im Landesmuseum Hannover weitaus besser. Eventuell kann man einzelne Biotope auch in Panoramakarten vorstellen. F√ľr die europ√§ischen Waldzonen gibt es in Walsrode schon eine solche Karte. Ein Niedersachsen-Dioramenhaus hatte ich ebenfalls bereits angesprochen.

Jeder wird bei einer solchen Herangehensweise verstehen, dass man nicht alle Arten zeigen kann, z.T. weil eine Art dem Beuteschema der anderen Art entspricht .
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Hinsichtlich der Artenreduktion g√§be es nat√ľrlich enorme Einschnitte Bei den Kranichen z.B. w√§ren nur M√∂nchskraniche, Schwarzhalskraniche und Schneekraniche gesetzt, der Mandschurenkranich nur bei Nutzung des Erlenbruches, der Klunkerkranich eventuell auf der Wiese am Eulenteich. Falls man einen japanischen Garten errichten w√ľrde, s√§he der Fall beim Mandschurenkranich durchaus anders aus. Brolga, Jungfernkranich, Paradieskranich und speziell Kronenkranich sind zwar extrem attraktiv, aber wenig bedroht, in vielen Zoos vorhanden und insofern nur bei Platzreserven zu ber√ľcksichtigen.
Denkbar ist nat√ľrlich hier die momentane Jungfernkranichanlage, die auch in Zukunft f√ľr Kraniche genutzt werden kann.
Der Graukranich ist ein √§hnlicher Grenzfall. Zwar st der Graukranich der einzige heimische Kranich und daher eigentlich gesetzt. Andererseits ist er aber inzwischen wieder so h√§ufig, dass man ihn in speziellen Kranichexkursionen viel spektakul√§rer zu Gesicht bekommt. Ein Hinweis bei den anderen Kranichen oder ein spektakul√§rer Film √ľber den Kranichzug kann im Vogelpark selbst f√ľr Abhilfe sorgen.
Bliebe noch der Wei√ünackenkranich, den ich sch√∂n finde, auf den ich ungern verzichten w√ľrde und f√ľr den ich aber noch einen Platz suche, da ich ja auf einen Teil der Kranichanlagen zugunsten von Biber und Fischotter verzichten will.

Nat√ľrlich w√§re es sch√∂n alle 15 Kranicharten zu zeigen, nur wird das nur der Experte zu honorieren wisssen.

Die Haltung einheimischer Singv√∂gel w√§re in meinen Augen genauso unsinnig, sie siedeln sich bei einer naturnahen Gestaltung wie auch die Enten von selbst an. Genauso absurd ist f√ľr mich die Haltung von zweihundert Papageienarten, nur weil jede Insel seine eigene Art hat.

Bis auf die verbleibende Fasanerie gibt es keine reine Volierenreihe mehr und diese wird optisch aufgepeppt.

Irgendwo grift man nat√ľrlich Versatzst√ľcke vom Bauernhausmuseum Cloppenburg, dem Otterzentrum Hankensb√ľttel oder hinsichtlich der Kattas/Varis von Hodenhagen, M√ľnster oder Apenheul - es bleibt aber immer noch vom Charakter her ein Vogelpark. Aber wenn einem Kind Kattas auf der Schulter sitzen, ist es vielleicht auch berei,t den einen oder anderen Vogel anzusehen.

Der Parkcharakter bleibt geschont, gleichzeitig wird der Park durch die Kattas bzw. Varis, die Sauriermodelle, den zweiten ¬ĄBurgruinen¬ď-Spielplatz, die F√ľtterung bei den Loris oder den Wellensittichen, den Pinguintunnel sowie die Flugshow auch f√ľr Kinder attraktiver.

Wenn man das Marketing ankurbelt, bei der ARD oder dem ZDF hinsichtlich einer Zoo-DailySoap anfragt, Familiensondertarifet und verstärkt wieder Kaffeefahrten anbietet, kann dies nur hilfreich sein.

(09.02.2009, 17:31)
Michael Mettler :   Vielleicht h√§tte ich erw√§hnen sollen, dass der Brunnen damals noch nicht stand :-) Aber ein kleines Wasserspiel im Pinguinbecken habe ich tats√§chlich dunkel in Erinnerung, wahrscheinlich hat man das entsprechende Rohr einfach nach Abriss der Anlage f√ľr den Brunnen weitergenutzt.

An die beiden runden Wilhelma-Becken im historischen Teil kann ich mich erinnern. Sie waren allerdings deutlich gr√∂√üer und hatten Felsaufbauten, f√ľr die im Walsroder Becken nicht genug Platz gewesen w√§re.
(24.01.2009, 11:58)
IP66 :   Eine solche Haltungs von Seehunden und Pinguinen in -zwei verschiedenen - Brunnen gab es allerdings auch in der Wilhelma.
(24.01.2009, 10:54)
Michael Mettler :   Eine kleine Erinnerung an fr√ľher (und f√ľr alle, die das nicht mehr gesehen haben): Diese Sitzecke mit Brunnen befindet sich an der Rosaflamingo-Anlage (links vom Bildrand), auf dem Weg zwischen UHU-Burg und Strau√üenanlage. Hier befand sich die erste Pinguinanlage des Vogelparks. Wohlgemerkt: Die B√§nke standen auch damals schon! Die kleine, kreisrunde Anlage passte meiner Erinnerung nach ziemlich genau auf die Fl√§che, die um den Brunnen herum mit kleinen Steinen gepflastert ist, und sah eher aus wie ein Zierbecken. Vorne Wasserteil, hinten schmaler, bogenf√∂rmiger Landteil, in der niedrigen R√ľckmauer Brutnischen. Darin gehalten wurden eine kleine Gruppe Brillen- und Humboldtpinguine sowie gegen Ende zus√§tzlich vereinzelte Trottellummen... Heute kaum noch vorstellbar. Leider habe ich kein zeitgen√∂ssisches Foto von der Anlage, aber im Ausschnitt ist sie noch in alten Parkf√ľhrern abgebildet - wobei der Bildausschnitt nicht verr√§t, wie winzig sie war.
(23.01.2009, 21:07)
Michael Mettler :   Stelle gerade fest, dass ich in meinem letzten Beitrag das Schlangenfoto vergessen hatte.
(22.01.2009, 19:34)
Jennifer Weilguni :   Also ich habe die Indoor Show bisher zweimal besucht (jedesmal im Sommer) und fand sie witzig, kurzweilig aber dennoch informativ. (Auch wenn es wohl f√ľr gestandene Zoofreunde nicht wirklich viel Neues zu h√∂ren gibt)
Ich meine aber auch, dass es sich um eine Schmuckbaumnatter gehandelt hat.
(22.01.2009, 17:55)
Michael Mettler :   @Gudrun Bardowicks: Wirklich Schmuck BAUMnattern (Gattung Chrysopelea), die als "fliegende Schlangen" bekannt wurden und m.W. sehr hohe halterische Anspr√ľche stellen, oder doch nicht "nur" Schmucknattern (Elaphe taeniura, siehe Foto), wie ich sie am Dienstag sah? Die haben n√§mlich mit Fliegen nicht viel zu tun - au√üer dass sie auch V√∂gel erbeuten.

Hinsichtlich der Show entstand bei mir der Eindruck, dass man gar nicht mit Zuschauern gerechnet hatte und deshalb spontan ein Notprogramm inszenierte. Aber sowas k√∂nnte man dann auch offen zugeben und damit Verst√§ndnis bei den wenigen Interessenten wecken. Die Au√üendarstellung auf der Homepage l√§sst jedenfalls keinen Schluss zu, dass das Showprogramm an Wochentagen d√ľrftiger sein k√∂nnte als an Wochenenden.
(22.01.2009, 13:59)
Gudrun Bardowicks :   @ Andre¬īHaubrich: Goodfellow-Baumk√§nguruhs gibt es in der Indonesienhalle. Rothalskasuare leben in der Laufvogelanlage. Weitere S√§ugetierarten sind Flughunde, Liszt-Affen, Ringelschwanzmungos, Kurzkopf-Gleitbeutler in der Indoorshow, welche zumindest im Sommerhalbjahr wirklich sehr gut und absolut empfehlenswert ist.Schmuckbaumnattern, Gr√ľne Leguane und Flugfr√∂sche treten auch wirklich in dieser Show auf. Insofern ist die Werbung nicht verlogen. Ich habe sie auch im Winterhalbjahr mit vollem Programm gesehen, k√∂nnte mir aber vorstellen, dass dieses dann aber nur an den Wochenenden geboten wird. Haustiere wie Zwergziegen, Heidschnucken, Skudden, Meerschweinchen und Hauskaninchen gibt es ebenfalls.

Die Haptprobleme des Vogelparks d√ľrften im Momment wirklich die mangelhafte √ľberregionale Werbung, das schlechte Marketing und das Fehlen von Neuer√∂ffnungen attraktiver Neuanlagen in den vergangenen 4 oder 5 Jahren sein. Auch werden die teilweise sehr guten Ausstellungen im Forum der Paradieshalle und die attraktiven Workshops f√ľr Kinder an den Wochenenden kaum in Presse, Rundfunk und Fernsehen erw√§hnt und nicht daf√ľr geworben. Der Vogelpark Walsrode braucht dringend einen f√§higen Manager und Werbefachmann in der Leitung, wenn er aus seinem Dornr√∂schenschlaf erwachen und zu fr√ľherer Popularit√§t zur√ľckfinden soll. Z.B. k√∂nnte man anstelle des geplanten Baumwipfelpfads einen grossen attraktiven Indoorspielplatz mit Restauration und Veranstaltungsraum, der auch f√ľr besondere Events geeignet ist, bauen. Platz w√§re daf√ľr z.B. auf dem Gel√§nde des bisherigen Spielplatzes genug. Diese Halle k√∂nnte man dann sogar √ľber Allwetterg√§nge und eine begehbare Gro√üvoliere oder Freianlage im Bereich des davor liegenden Teiches mit der Paradieshalle verbinden. Der Indoorspielplatz mit Restauration k√∂nnte auch au√üerhalb der Vogelpark√∂ffnungszeiten ge√∂ffnet sei, da er fast direkt an die Strasse und den Parkplatz des Vogelparks grenzen w√ľrde. Ich denke, der Bau einer solchen Halle w√§re sinnvoller als ein Baumwipfelpfad, da es eine √§hnliche Einrichtung im n√§heren Umfeld nicht gibt und der Vogelpark hierdurch ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal h√§tte, was man auch gut vermarkten k√∂nnte. Gute Beispiele f√ľr so eine Halle sind beispielsweise das Tropicasa im bereits erw√§hnten NOP in Veldhoven oder die grossen Indoorspielhallen in Rhenen und Emmen in den Niederlanden.
(22.01.2009, 13:34)
IP66 :   Ich neige bei entsprechenden Hotel- und Ferienhausprojekten in Naherholungsgebieten zu Skepsis, weil meist dort ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf privatwirtschaftlichem Wege erreicht wurde, da√ü eine Erg√§nzung durch subventionsgesteuerte Gro√üprojekte nicht ben√∂tigt. Selbst das Hotelprojekt in Stellingen scheint mir wenig Aussicht auf Erfolg zu haben, obgleich man dort immerhin von den Spitzen des Hamburg-Reisegesch√§ftes wird profitieren k√∂nnen.
(22.01.2009, 11:05)
Michael Mettler :   @Andr√© Haubrich: Bei einer Konzentration auf kleinerer Fl√§che w√ľrde ich mich von den paar schon vertretenen S√§ugerarten (bis auf den Streichelzoo) eher wieder trennen. Wie es aussieht, hat deren Anschaffung sich ja nicht auf den Besucherzuspruch ausgewirkt.

@Anti-Erdmännchen: Auch andere Gegenden Deutschlands sind voll mit Feriendomizilen... Alles eine Sache der Aufmachung und Vermarktung. Warum nicht z.B. etwas "Kulissenschwindel", in dem die Ferienhäuschen zum mittelalterlichen Dorf dekoriert werden...?
(21.01.2009, 21:55)
Andr√© Haubrich :   Mit g√ľnstigen Preisen k√∂nnte man dem Center-Park auch erfolgreich parolli bieten.
@MM: Vielleicht fehlen in Ihrer Planung noch ein paar Säugetiere?
Auch etwas ungewöhnlichere Arten wie z.B. eine Baumkänguruart bei den Kausaren oder eine Huftierart bei der Indonesienhalle?
Ich kenne Walsrode nicht, desshalb wei√ü ich gar nicht, ob daf√ľr √ľberhaupt Platz w√§re.
(21.01.2009, 21:36)
Anti-Erdm√§nnchen :   Wobei es mit dem Centerpark in Bispingen allerdings auch in dieser Branche bereits einen Platzhirsch im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover gibt ...
(21.01.2009, 20:18)
Michael Mettler :   Was bei allen Planspielen der Pferdefu√ü sein k√∂nnte: Die Energiekosten. Wer wei√ü, ob Altbauten wie die Paradieshalle oder auch die vielen kleinen, frei stehenden H√§uschen der Vogelwiesen nicht enorme Energiefresser sind (bei der Tropenwaldhalle will ich das aufgrund ihres junges Alters mal nicht hoffen).
(21.01.2009, 19:57)
Michael Mettler :   Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, k√∂nnte man selbst daraus ein Zukunftskonzept f√ľr den Vogelpark basteln - n√§mlich indem man einen Teil seiner Fl√§che (etwa die H√§lfte) tats√§chlich in eine Ferienanlage umwandelt (Verkauf oder neue Investorensuche f√ľr dieses ganz andere Projekt) und sich mit dem Rest begn√ľgt (was immer noch gr√∂√üer w√§re als z.B. die Zoos in Frankfurt oder Basel).

Folgende Ideen: Der gro√üe Abenteuerspielplatz wird als Erg√§nzung des Baumhausdorfes auf die gro√üe Wiese vor dem Rosen-Cafe verlegt, das ebenso wie die Bockwindm√ľhle, die dahinter befindliche Beetanlage, das Gasthaus zum Kranich und der Kranichsee erhalten bleibt. Auf den Fl√§chen der Kranichanlagen rund um den See, der Laufvogel- und Greifvogelanlagen entstehen nette Ferienh√§uschen mit einem St√ľck eingez√§unten Garten, damit auch Kleinkind und Hund ungef√§hrdet ihren Spa√ü haben k√∂nnen. Weitere H√§uschen - mit ohne ohne G√§rtchen - stehen auf der Fl√§che der Papageienanlagen von Lori-Atrium bis Papageienhaus. Der verkleinerte Vogelpark w√ľrde dann mit Fasanerie und Freiflughalle = Gro√üvoliere enden, das Gasthaus zum Kranich als Restaurant f√ľr beide dienen. √úber den Wirtschaftsbereich hinter Rosen-Cafe und Papageienanlagen l√§sst sich problemlos ein eigener Zugang zum Feriengel√§nde schaffen.

F√ľr Papageien und Greifv√∂gel entsteht auf dem jetzigen Spielplatzgel√§nde ein neuer Komplex, zur Auflockerung werden auch ein paar andere Vogelarten dazwischengeschoben. Die wichtigsten Kranicharten ziehen in das Wiesental um, auf der Strau√üenanlage bleibt dem Park nur EINE Laufvogelart als Repr√§sentant ihrer Verwandtschaftsgruppe erhalten. Interessant w√§re hier nat√ľrlich ein Doppelgehege f√ľr Kasuare mit Pufferzone, denn da gibt es im Gegensatz zu Nandu, Emu und Strau√ü noch Nachzuchtbedarf.

Die Tropenwaldhalle = Indonesienhalle k√∂nnte bestehen bleiben und als im Ferienpreis inbegriffener Magnet f√ľr G√§ste genutzt werden. Besatz nur mit massentauglichen Vogelarten (darunter vielleicht auch ein paar Papageien in den Volieren), Aufseher erm√∂glichen die Handf√ľtterung der V√∂gel an verschiedenen Stellen.

Die Flugshow findet auf einer Showb√ľhne auf der Fl√§che des jetzigen Streichelzoos statt (Abriss des dortigen Stalles), was eine inhaltliche Verbindung zur UHU-Burg und mittelalterlicher Beizjagd und auch andere Darbietungen erm√∂glicht (Ritterspiele?). Der eulenlastige Bestand der Burg wird durch den Einzug anderer europ√§ischer V√∂gel aufgelockert.

Der Bestand des verkleinerten Parks w√ľrde durchgeforstet; Arten, die auch in anderen Zoos oder bei Privathaltern problemlos und in ausreichender St√ľckzahl z√ľchten, machen beim Zusammenr√ľcken den Spezialit√§ten Platz. Die f√ľr Normalbesucher schier endlose Fasanerie lie√üe sich durch Zwischenschalten einer begehbaren Voliere (also Erweiterung √ľber den Besucherweg hinweg) auflockern, die Teichanlage mit Hang neben der Paradieshallenterrasse erg√§be mit Netz√ľberspannung ebenfalls eine sch√∂ne Gro√üvoliere.

Als "Verschnaufpunkte" f√ľr Kinder, die ein deutlich verk√ľrztes Wegesystem sicher begr√ľ√üen w√ľrden, m√ľssten dann noch der Streichelzoo umziehen (z.B. statt der Stelzvogelwiese vor den Volieren f√ľr europ√§ische Kleinv√∂gel) und ein Spielplatz eingerichtet werden (z.B. statt der alten Flamingoanlage zwischen UHU-Burg und Strau√üenhaus - auch hier bietet sich mittelalterlicher Bezug an). Was dann herauskommt, m√ľsste sich eigentlich als Ausflugsziel nach wie vor sehen lassen und auch vor den Augen der Zoofans und des Artenschutzes bestehen k√∂nnen. Und selbst f√ľr eine Pinguinhalle w√§re gegen√ľber der jetzigen Humboldtpinguinanlage noch reichlich Platz....
(21.01.2009, 19:52)
Wulfgard :   Auf die Idee bin ich allerdings noch nicht gekommen aber wundern w√ľrde mich das auch nicht mehr. Ein Hotel ist ja schon da.
Bei dem Gedanken daran stehen mir allerdings die Haare zu Berge und das sieht ziemlich Blöd aus da es nicht mehr allzuviele sind.
(21.01.2009, 18:38)
Michael Mettler :   Eine interessante Frage w√§re, ob irgendjemand wom√∂glich schon ein Auge darauf geworfen hat, das gut erschlossene Gel√§nde f√ľr ganz andere Zwecke zu nutzen... Ich sage das als Zoofan nicht gern, aber selbst unter Beibehaltung mancher Infrastruktur (Gastronomiegeb√§ude, Gew√§sser usw.) und selbst der einen oder anderen Vogelvoliere oder -wiese w√§re eine Umwandlung in eine Ferienanlage durchaus denkbar. Selbst Hodenhagen hat ja aus einer ehemaligen Affenanlage ein Feriendorf gemacht.
(21.01.2009, 18:15)
Wulfgard :   @M.M.
Jaja ich kenne das besonders Lustig ist es wenn ca. 1 Std. nach der Flugshow imer noch 2 Angestellte durch den Park irren und versuchen die Aras einzufangen wärend selbige fröhlich Ihre Runden im Park drehen und einer glaub ich sogar ganz das Weite gesucht hat.
Soweit ich wei√ü hat der Parkgr√ľnder (Hab den Namen vergessen) noch seine Finger mit im Spiel und der soll sehr Eigenwillig sein was die F√ľhrung des Parks angeht.
Aber ich glaube nicht das der Park so einfach dicht macht man muß allerdings wenn das ganze nicht ein Subventionsgrab weden soll dringend an der Attraktivität arbeiten.

F√ľr mich als Vogelfreund w√§re nat√ľrlich die Idee von IP66 den Park Kommerziel unabh√§ngig als Bildungs und Kultureinrichtung und im Rahmen Internationaler Zuchtprogramme f√ľr gef√§hrdete Arten zu erhalten der Ideale Fall.
Nur die Worte hör ich wohl allein mir fehlt der Glaube.


(21.01.2009, 17:37)
Michael Mettler :   @Wulfgard: Sagen wir's mal so - h√§tte ich den Besuch ohne Kenntnis der alarmierenden Zeitungsartikel gemacht, h√§tte ich mich zwar √ľber den mageren Shop und √ľber die Indoor-Show gewundert, aber alles Andere geht ja f√ľr den (im Winter seltenen) Besucher seinen gewohnten Gang. Selbst Merkw√ľrdigkeiten in der Kommentierung der Shows sind nicht neu; bei einer der Flugshows auf der gro√üen Wiese wurde z.B. gesagt "wir zeigen Ihnen in diesem Programm ausschlie√ülich Greifv√∂gel". Gut, der Kondor ist als Neuweltgeier ein systematischer Streitfall und geht deshalb durch, aber √ľber die Eule und den Graupapageien habe ich mich dann seinerzeit doch gewundert...
(21.01.2009, 17:12)
Wulfgard :   @M.M.
Der Bericht gibt ja nicht gerade Anlass zur Hoffnung bestätigt aber meine Ansicht dass der Park nicht nur Werbung braucht sondern auch etwas womit man werben kann.
Aber Ihrem Bericht nach zu schließen braucht der Park wohl neben neuen Geldgebern in erster Linie ein neues Management und genau da sehe ich die Schwierigkeit denn ich kann mich noch dunkel erinnern als vor Jahren der Park schon mal in Finanziellen Schwierigkeiten war wollte Hr. Kiessling aus Teneriffa einsteigen und das scheiterte meinen Informationen nach an dem Besitzern die zwar das Geld nehmen wollten aber ansonsten sich nicht reinreden lassen wollten und genau wie immer weiter wurschteln wollten.

(21.01.2009, 15:08)
Michael Mettler :   Sorry, da fehlte was: Die Artzugeh√∂rigkeit der Mausmakis wei√ü ich NICHT.
(21.01.2009, 14:43)
Michael Mettler :   @Sven: Die Artzugeh√∂rigkeit der Mausmakis wei√ü ich, die Flughunde d√ľrften aus der Gruppe der Insel-Flughunde in der Tropenwaldhalle stammen (Gr√∂√üe und F√§rbung stimmten √ľberein). Schmucknatter = Elaphe taeniura, Dreiecksnatter = Lampropeltis triangulum, bei beiden kann ich ebensowenig zur Unterartzugeh√∂rigkeit sagen wie bei den Leguanen und Gleitbeutlern. Aber wenn du schon dabei bist: In der Paradieshalle steht am Ende des Volierentraktes neuerdings ein Aquarium mit einem Afrikanischen Lungenfisch (Protopterus annectens). Laut HP soll noch im Januar vis-a-vis - also wohl in der gro√üen Voliere, die vorher die Felsenh√§hne beherbergte - einer der Schuhschn√§bel einziehen und somit neben seinem Haupt-Beutetier pr√§sentiert werden. Die Streifengrasm√§use in der Afrika-Ausstellung lie√üen mich √ľber ihre wirkliche Artzugeh√∂rigkeit mangels Sichtung im Unklaren; das Schild lautet "Echte Streifengrasmaus, Lemniscomys striatus", sein Foto zeigt aber Lemniscomys barbarus. Afrikanische Zwergm√§use, Ringelschwanzmungos und K√∂nigspython sind mir aus dieser Ausstellung noch im Ged√§chtnis, die Lurche (keineswegs alle aus Afrika) habe ich mir bis auf den Spanischen Rippenmolch weder gemerkt noch notiert.
(21.01.2009, 14:30)
Sven P. Peter :   "Fragen stellen und eine Chinesische Schmucknatter anfassen zu k√∂nnen. In diesem Raum befanden sich au√üer dieser Natter und einer Artgenossin noch eine Dreiecksnatter, zwei Gr√ľne Leguane, zwei Flughunde, drei Kurzkopf-Gleitbeutler, zwei halbw√ľchsige Farbratten (Showtiere oder Schlangenfutter?) sowie - beschildert, aber nicht einsehbar und laut Auskunft neu eingetroffen und im Training - Mausmakis."
Wollte eben mal was davon in die Zootierliste eintragen, aber daf√ľr m√ľsste man die Arten noch spezifizieren ;)
(21.01.2009, 13:12)
Michael Mettler :   F√ľr den Fall, dass der GAU mit kurzfristiger Schlie√üung tats√§chlich eintreten sollte, und nicht zuletzt auch angeregt durch unsere Diskussion habe ich gestern zusammen mit einem weiteren Zoofreund "vorsichtshalber" noch einen Walsrode-Besuch gemacht. Das Wetter war gut, wenn auch nur wenig √ľber Null, und bis auf das "Wiesental" (Pelikan- und Flamingoteiche) sowie die Gro√üvoliere waren alle Bereiche besuchbar; viele V√∂gel aus w√§rmeren Breiten - auch Kostbarkeiten wie Kurol oder Schuhschnabel - konnten bei offener Stallt√ľr selbst entscheiden, ob sie sich drinnen oder drau√üen aufhalten wollten. Der Wintereintrittspreis liegt bei 10 Euro. Bedingt durch die Thematik achtete ich auf das Drumherum diesmal mindestens so interessiert wie auf die V√∂gel.

Am Vormittag hatten wir noch den Wildpark L√ľneburger Heide besucht, wo wir bei √Ėffnung noch die einzigen Besucher waren, bei Abfahrt um 11.30 Uhr dann allerdings doch einer ganzen Reihe anderer Besucher begegnet waren; der Parkplatz hatte sich deutlich gef√ľllt. Auch in Walsrode standen wir bei Ankunft als Einzige an der Kasse, und das blieb auch - dem Rundgang folgend - bis zur Tropenwaldhalle (Indonesienhalle) so, wo wir erstmals einem weiteren Gast begegneten. Insgesamt z√§hlten wir - uns eingeschlossen - w√§hrend unseres Aufenthaltes zehn Besucher, darunter ein unter vier Jahre altes Kleinkind und einen S√§ugling - selbst nach VDZ-Schl√ľssel wurden es nicht mehr... Drei der Besucher waren allein unterwegs, zwei davon mit st√§ndig gez√ľckter Kamera - also speziell Interessierte, keine ONB.

An vielen Stellen im Park wurde durch k√ľrzliche Geh√∂lzauslichtung und wohl auch -f√§llung Luft geschaffen, auch die Koniferen in den Fasanerievolieren wurden - teilweise allerdings auf ziemlich unansehnliche Weise - ausgelichtet, so dass manche Volieren gr√∂√üer, teilweise aber auch recht leer und strukturarm wirkten. Pinguin- und Meeresentenanlage befinden sich in Renovierung (zu sehen war nur, dass der Bodengrund an Land fehlte und vielleicht nur ausgetauscht wird), es war aber nur die letztere unbesetzt. Die Teichanlage zwischen den Kranich-Gro√üvolieren wurde entschlammt. Es gibt ein neues Beschilderungssystem, durch das offenbar nach und nach die alten Schilder ersetzt werden sollen. An manchen Volieren ist allerdings der Sommerbesatz ausgeschildert, der Winterbesatz hingegen nicht. In der Indonesienhalle fehlt die gro√üe Schautafel mit den dort frei fliegenden Arten komplett. Wie bei jedem Vogelpark-Besuch waren auch diesmal wieder - √ľber den Winterbesatz hinaus - etliche Arten innerhalb des Parks umgezogen.

Das Souvenirsortiment im Hauptshop ist auffallend drastisch geschrumpft und die einstmals hochinteressante Buchabteilung auf "gef√ľhlt" nicht mal ein Dutzend verschiedene Titel zusammengeschmolzen. Zum Verkauf stehen auch √§ltere Parkf√ľhrer ab der 11. Auflage, wenn auch nicht in l√ľckenloser Reihe (St√ľck 5 Euro), und helfen, die leeren Regale etwas zu kaschieren. Auch die sonstigen Souvenirs sind m√∂glichst raumf√ľllend verteilt.

Da ich bislang noch nie die Indoor-Show gesehen hatte, richteten wir unseren Rundgang so aus, dass wir kurz vor Start (14.00 Uhr) im Show-Raum eintrafen. Mit diesem Gedanken waren wir nicht allein, denn mit uns waren weitere sechs Besucher (darunter die beiden Kinder) dort vertreten. Laut Homepage dauert die Show, welche die Evolution des Fliegens vermitteln soll, 30 Minuten und zeigt neben V√∂geln auch Flughunde, Gleitbeutler, diverse Reptilien (erw√§hnt werden sogar Flugschlangen, also Schmuckbaumschlangen) und Flugfr√∂sche. Neu im Programm sollen Trainingseinheiten f√ľr die Au√üen-Flugshow sein. Nun: Um 14.05 Uhr war noch immer nichts passiert, obwohl man hinter der Kulisse jemanden hin und her gehen sah und wir im Besucherraum auch h√∂rbar waren, da wir uns unterhielten (die Mutter mit den beiden Kindern stellte sich dabei als Dauerbesucherin heraus). Dann schaute ein Parkmitarbeiter um die Ecke und teilte uns mit, es komme gleich jemand, wir m√∂gen uns bitte noch f√ľnf Minuten gedulden. Ein Besucherpaar nahm das w√∂rtlich und verlie√ü nach Ablauf dieser f√ľnf Minuten, in denen weiterhin nichts geschah, den Schauraum. Gegen 14.15 Uhr tauchte dann ein Tiertrainer mit einem Gelbhaubenkakadu auf. Danach kam ein Gelbbrustara zum Einsatz, und nach diesem und nicht mal zehn Minuten war die Show ohne jegliche Erkl√§rung f√ľr das d√ľrftige Programm beendet. Der √ľberschaubare Zuschauerkreis wurde allerdings dazu eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen, also in den Tierraum zu werfen, Fragen stellen und eine Chinesische Schmucknatter anfassen zu k√∂nnen. In diesem Raum befanden sich au√üer dieser Natter und einer Artgenossin noch eine Dreiecksnatter, zwei Gr√ľne Leguane, zwei Flughunde, drei Kurzkopf-Gleitbeutler, zwei halbw√ľchsige Farbratten (Showtiere oder Schlangenfutter?) sowie - beschildert, aber nicht einsehbar und laut Auskunft neu eingetroffen und im Training - Mausmakis. Ich erkundigte mich nach dem Kiwi, von dessen Teilnahme an der Indoor-Show ich geh√∂rt hatte; dieser wurde schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Programm genommen, wird nach wie vor hinter den Kulissen des Parks gehalten und wartet auf einen adulten Partner zwecks Zuchtversuch.

Trotz des Blickes "backdoor" blieb das Erlebnis Indoor-Show f√ľr mich letztlich unbefriedigend, da das Programm nur in Bruchst√ľcken mit dem beworbenen √ľbereinstimmte und die mangelnde P√ľnktlichkeit und Entschuldigung weitere Minuspunkte gab. Sollte das kein einmaliger Ausrutscher gewesen sein, wundert mich der geringe Zuspruch im Winter nicht, denn sowas merken sich Besucher nun mal. F√ľr meine zugegebenerma√üen spitzfindigen Ohren gab es auch in den Erl√§uterungen des Trainers Merkw√ľrdiges zu finden: So erw√§hnte er, dass die Show-Tiere "jetzt im Winter selbst entscheiden k√∂nnen, ob sie mitmachen, wir √ľben da keinen Zwang aus" - im Sommer also schon? Am Gelbbrustara f√ľhrte er dessen angebliche Tarnf√§rbung vor: "Wenn der Ara √ľber den Regenwald fliegt, kann der Greifvogel √ľber ihm die blaue Oberseite schlecht gegen den Walduntergrund erkennen; und der Jaguar sieht von unten nur die gelbe Unterseite gegen den hellen Himmel." Mal abgesehen davon, dass das Farbsehen bei vielen V√∂geln (auch Greifv√∂geln?) meines Wissens noch besser ist als unseres: Wie bitte wollte ein Jaguar einen fliegenden Ara "√ľber dem Regenwald" erbeuten, und wie erkl√§ren sich die Farben anderer Aras bei gleichem Lebensraum...?
(21.01.2009, 12:28)
Ulli :   Ich denke, dass Gudruns Beitrag einen gl√§nzenden L√∂sungsansatz bildet und damit eine sehr gute Diskusssionsbasis darstellt, auf die man sich wieder beziehen sollte:

da dieser Beitrag leider etwas weit unten steht, setze ich ihn hier einfach noch einmal hinein:

Gudrun Bardowicks:
Ich glaube, dass Walsrode seine Attraktivit√§t sowohl f√ľr √§ltere Personen wie auch f√ľr Tier- und Vogelfans und Familien mit Kindern erh√∂hen mu√ü, wenn er auf Dauer erhalten bleiben soll. Vielleicht k√∂nnte man die Attraktivit√§t f√ľr √§ltere Personen wirklich durch eine noch sch√∂nere und abwechslungsreichere Bepflanzung, "Kurkonzerte" und spezielle Angebote f√ľr Senioren wie Seniorentage mit einer Kombikarte f√ľr Senioren mit einem Gutschein f√ľr Kaffee und Kuchen und vielleicht einer gef√ľhrten Kutschenfahrt durch den Park steigern. Man k√∂nnte sogar spezielle Busfahrten f√ľr Senioren oder Transferbusse vom Bahnhof zum Vogelpark an den Seniorentagen anbieten. F√ľr Familien oder finanziell schw√§chere Besucher k√∂nnte man Familientage oder Erm√§√üigungstage wie z.B. im Zoo Schwerin oder im Zoom Gelsenkirchen mit interessantem und abwechslungsreichen Programm wie spezielle Angebote f√ľr Kinder und Blick hinter diwe Kulissen anbieten. Man k√∂nnte auch Fotoseminare oder spezielle Workshops f√ľr Tierfotografen und Vogelfreunde im Vogelpark anbieten, wie es z.B. der Wildpark L√ľneburger mit zunehmendem Erfolg macht. Auch sollte man nat√ľrlich einige weitere popul√§re S√§ugetierarten (Nasenb√§ren, Erdm√§nnchen, weitere Primaten,Zwergotter, tagaktive Gro√ü- oder Kleinkatzen, K√§nguruhs u.a.)in gro√üz√ľgigen attraktiven Anlagen (m√∂glicherweise bei ungef√§hrlichen Arten sogar begehbar)in den Park aufnehmen, um neue Besucherschichten zu erreichen.
Im √ľbrigen gibt es durchaus Vogelparks, die zumindest in der Saison sehr gut besucht sind. Ich war beispielsweise im Juli 2008 im NOP (Nederlandse Opvang for Papegaaien) in Veldhoven in den Niederlanden. Diese √∂ffentlich zug√§ngige urspr√ľngliche Papageienauffangstation, die mittlerweile auch viele andere Vogelarten und einige attraktive S√§ugetiere wie wei√üe und normal gef√§rbte Bennettk√§nguruhs, Varis, Erdm√§nnchen, kleine Haustierrassen, Damhirsche und Muntjaks h√§lt, war w√§hrend meines Besuchs an einem Wochentag in den Sommerferien sehr gut besucht. Besonderheiten dieses Parks sind verschiedene grosse, abwechslungsreich eingerichtete und f√ľr die Besucher begehbare Voliere, in denen vor allem Papageien, aber auch einige andere Vogelarten gehalten werden und eine F√ľtterungserlaubnis f√ľr die Mehrzahl der ausgestellten Papageienarten (√ľber 200 Arten) mit im Park erh√§ltlichen Pinienkernen. Auch gibt es eine grosse tropusch bewachsene Tropenhalle mit Volieren, freifliegenden V√∂geln (viele seltene Arten, h√§ufig allerdings in Einzelexemplaren), einem grossen Indoor-Spielplatz und einem integrierten Restaurant. Einige Volieren sind auch architektonisch recht ungew√∂hnlich gestaltet und eingerichtet, bieten ihren Insassen aber auch viel Platz. Auch kann man die Behandlung von V√∂geln in einem Teil der Krankenstation durch grosse Fenster beobachten. Vielleicht k√∂nnte man auch in Walsrode die F√ľtterung bestimmter Papageien mit im Vogelpark erh√§ltlichen Pinienkernen durch die Besucher erlauben. Die bereits vorhandenen M√∂glichkeiten, die V√∂gel in der grossen Freiflugvoliere mit bereitgestellten Mehlw√ľrmern (gegen Spende)oder die Loris mit Honigsaft zu f√ľttern werden von den Besuchern in Walsrode gut angenommen.
(17.01.2009)
Ich glaube, dass Walsrode seine Attraktivit√§t sowohl f√ľr √§ltere Personen wie auch f√ľr Tier- und Vogelfans und Familien mit Kindern erh√∂hen mu√ü, wenn er auf Dauer erhalten bleiben soll. Vielleicht k√∂nnte man die Attraktivit√§t f√ľr √§ltere Personen wirklich durch eine noch sch√∂nere und abwechslungsreichere Bepflanzung, "Kurkonzerte" und spezielle Angebote f√ľr Senioren wie Seniorentage mit einer Kombikarte f√ľr Senioren mit einem Gutschein f√ľr Kaffee und Kuchen und vielleicht einer gef√ľhrten Kutschenfahrt durch den Park steigern. Man k√∂nnte sogar spezielle Busfahrten f√ľr Senioren oder Transferbusse vom Bahnhof zum Vogelpark an den Seniorentagen anbieten. F√ľr Familien oder finanziell schw√§chere Besucher k√∂nnte man Familientage oder Erm√§√üigungstage wie z.B. im Zoo Schwerin oder im Zoom Gelsenkirchen mit interessantem und abwechslungsreichen Programm wie spezielle Angebote f√ľr Kinder und Blick hinter diwe Kulissen anbieten. Man k√∂nnte auch Fotoseminare oder spezielle Workshops f√ľr Tierfotografen und Vogelfreunde im Vogelpark anbieten, wie es z.B. der Wildpark L√ľneburger mit zunehmendem Erfolg macht. Auch sollte man nat√ľrlich einige weitere popul√§re S√§ugetierarten (Nasenb√§ren, Erdm√§nnchen, weitere Primaten,Zwergotter, tagaktive Gro√ü- oder Kleinkatzen, K√§nguruhs u.a.)in gro√üz√ľgigen attraktiven Anlagen (m√∂glicherweise bei ungef√§hrlichen Arten sogar begehbar)in den Park aufnehmen, um neue Besucherschichten zu erreichen.
Im √ľbrigen gibt es durchaus Vogelparks, die zumindest in der Saison sehr gut besucht sind. Ich war beispielsweise im Juli 2008 im NOP (Nederlandse Opvang for Papegaaien) in Veldhoven in den Niederlanden. Diese √∂ffentlich zug√§ngige urspr√ľngliche Papageienauffangstation, die mittlerweile auch viele andere Vogelarten und einige attraktive S√§ugetiere wie wei√üe und normal gef√§rbte Bennettk√§nguruhs, Varis, Erdm√§nnchen, kleine Haustierrassen, Damhirsche und Muntjaks h√§lt, war w√§hrend meines Besuchs an einem Wochentag in den Sommerferien sehr gut besucht. Besonderheiten dieses Parks sind verschiedene grosse, abwechslungsreich eingerichtete und f√ľr die Besucher begehbare Voliere, in denen vor allem Papageien, aber auch einige andere Vogelarten gehalten werden und eine F√ľtterungserlaubnis f√ľr die Mehrzahl der ausgestellten Papageienarten (√ľber 200 Arten) mit im Park erh√§ltlichen Pinienkernen. Auch gibt es eine grosse tropusch bewachsene Tropenhalle mit Volieren, freifliegenden V√∂geln (viele seltene Arten, h√§ufig allerdings in Einzelexemplaren), einem grossen Indoor-Spielplatz und einem integrierten Restaurant. Einige Volieren sind auch architektonisch recht ungew√∂hnlich gestaltet und eingerichtet, bieten ihren Insassen aber auch viel Platz. Auch kann man die Behandlung von V√∂geln in einem Teil der Krankenstation durch grosse Fenster beobachten. Vielleicht k√∂nnte man auch in Walsrode die F√ľtterung bestimmter Papageien mit im Vogelpark erh√§ltlichen Pinienkernen durch die Besucher erlauben. Die bereits vorhandenen M√∂glichkeiten, die V√∂gel in der grossen Freiflugvoliere mit bereitgestellten Mehlw√ľrmern (gegen Spende)oder die Loris mit Honigsaft zu f√ľttern werden von den Besuchern in Walsrode gut angenommen.
(17.01.2009)
Ich glaube, dass Walsrode seine Attraktivit√§t sowohl f√ľr √§ltere Personen wie auch f√ľr Tier- und Vogelfans und Familien mit Kindern erh√∂hen mu√ü, wenn er auf Dauer erhalten bleiben soll. Vielleicht k√∂nnte man die Attraktivit√§t f√ľr √§ltere Personen wirklich durch eine noch sch√∂nere und abwechslungsreichere Bepflanzung, "Kurkonzerte" und spezielle Angebote f√ľr Senioren wie Seniorentage mit einer Kombikarte f√ľr Senioren mit einem Gutschein f√ľr Kaffee und Kuchen und vielleicht einer gef√ľhrten Kutschenfahrt durch den Park steigern. Man k√∂nnte sogar spezielle Busfahrten f√ľr Senioren oder Transferbusse vom Bahnhof zum Vogelpark an den Seniorentagen anbieten. F√ľr Familien oder finanziell schw√§chere Besucher k√∂nnte man Familientage oder Erm√§√üigungstage wie z.B. im Zoo Schwerin oder im Zoom Gelsenkirchen mit interessantem und abwechslungsreichen Programm wie spezielle Angebote f√ľr Kinder und Blick hinter diwe Kulissen anbieten. Man k√∂nnte auch Fotoseminare oder spezielle Workshops f√ľr Tierfotografen und Vogelfreunde im Vogelpark anbieten, wie es z.B. der Wildpark L√ľneburger mit zunehmendem Erfolg macht. Auch sollte man nat√ľrlich einige weitere popul√§re S√§ugetierarten (Nasenb√§ren, Erdm√§nnchen, weitere Primaten,Zwergotter, tagaktive Gro√ü- oder Kleinkatzen, K√§nguruhs u.a.)in gro√üz√ľgigen attraktiven Anlagen (m√∂glicherweise bei ungef√§hrlichen Arten sogar begehbar)in den Park aufnehmen, um neue Besucherschichten zu erreichen.
Im √ľbrigen gibt es durchaus Vogelparks, die zumindest in der Saison sehr gut besucht sind. Ich war beispielsweise im Juli 2008 im NOP (Nederlandse Opvang for Papegaaien) in Veldhoven in den Niederlanden. Diese √∂ffentlich zug√§ngige urspr√ľngliche Papageienauffangstation, die mittlerweile auch viele andere Vogelarten und einige attraktive S√§ugetiere wie wei√üe und normal gef√§rbte Bennettk√§nguruhs, Varis, Erdm√§nnchen, kleine Haustierrassen, Damhirsche und Muntjaks h√§lt, war w√§hrend meines Besuchs an einem Wochentag in den Sommerferien sehr gut besucht. Besonderheiten dieses Parks sind verschiedene grosse, abwechslungsreich eingerichtete und f√ľr die Besucher begehbare Voliere, in denen vor allem Papageien, aber auch einige andere Vogelarten gehalten werden und eine F√ľtterungserlaubnis f√ľr die Mehrzahl der ausgestellten Papageienarten (√ľber 200 Arten) mit im Park erh√§ltlichen Pinienkernen. Auch gibt es eine grosse tropusch bewachsene Tropenhalle mit Volieren, freifliegenden V√∂geln (viele seltene Arten, h√§ufig allerdings in Einzelexemplaren), einem grossen Indoor-Spielplatz und einem integrierten Restaurant. Einige Volieren sind auch architektonisch recht ungew√∂hnlich gestaltet und eingerichtet, bieten ihren Insassen aber auch viel Platz. Auch kann man die Behandlung von V√∂geln in einem Teil der Krankenstation durch grosse Fenster beobachten. Vielleicht k√∂nnte man auch in Walsrode die F√ľtterung bestimmter Papageien mit im Vogelpark erh√§ltlichen Pinienkernen durch die Besucher erlauben. Die bereits vorhandenen M√∂glichkeiten, die V√∂gel in der grossen Freiflugvoliere mit bereitgestellten Mehlw√ľrmern (gegen Spende)oder die Loris mit Honigsaft zu f√ľttern werden von den Besuchern in Walsrode gut angenommen.
(17.01.2009)
Ich glaube, dass Walsrode seine Attraktivit√§t sowohl f√ľr √§ltere Personen wie auch f√ľr Tier- und Vogelfans und Familien mit Kindern erh√∂hen mu√ü, wenn er auf Dauer erhalten bleiben soll. Vielleicht k√∂nnte man die Attraktivit√§t f√ľr √§ltere Personen wirklich durch eine noch sch√∂nere und abwechslungsreichere Bepflanzung, "Kurkonzerte" und spezielle Angebote f√ľr Senioren wie Seniorentage mit einer Kombikarte f√ľr Senioren mit einem Gutschein f√ľr Kaffee und Kuchen und vielleicht einer gef√ľhrten Kutschenfahrt durch den Park steigern. Man k√∂nnte sogar spezielle Busfahrten f√ľr Senioren oder Transferbusse vom Bahnhof zum Vogelpark an den Seniorentagen anbieten. F√ľr Familien oder finanziell schw√§chere Besucher k√∂nnte man Familientage oder Erm√§√üigungstage wie z.B. im Zoo Schwerin oder im Zoom Gelsenkirchen mit interessantem und abwechslungsreichen Programm wie spezielle Angebote f√ľr Kinder und Blick hinter diwe Kulissen anbieten. Man k√∂nnte auch Fotoseminare oder spezielle Workshops f√ľr Tierfotografen und Vogelfreunde im Vogelpark anbieten, wie es z.B. der Wildpark L√ľneburger mit zunehmendem Erfolg macht. Auch sollte man nat√ľrlich einige weitere popul√§re S√§ugetierarten (Nasenb√§ren, Erdm√§nnchen, weitere Primaten, Zwergotter, tagaktive Gro√ü- oder Kleinkatzen, K√§nguruhs u.a. - in gro√üz√ľgigen attraktiven Anlagen (m√∂glicherweise bei ungef√§hrlichen Arten sogar begehbar) in den Park aufnehmen, um neue Besucherschichten zu erreichen.
Im √ľbrigen gibt es durchaus Vogelparks, die zumindest in der Saison sehr gut besucht sind. Ich war beispielsweise im Juli 2008 im NOP (Nederlandse Opvang for Papegaaien) in Veldhoven in den Niederlanden. Diese √∂ffentlich zug√§ngige urspr√ľngliche Papageienauffangstation, die mittlerweile auch viele andere Vogelarten und einige attraktive S√§ugetiere wie wei√üe und normal gef√§rbte Bennettk√§nguruhs, Varis, Erdm√§nnchen, kleine Haustierrassen, Damhirsche und Muntjaks h√§lt, war w√§hrend meines Besuchs an einem Wochentag in den Sommerferien sehr gut besucht. Besonderheiten dieses Parks sind verschiedene grosse, abwechslungsreich eingerichtete und f√ľr die Besucher begehbare Voliere, in denen vor allem Papageien, aber auch einige andere Vogelarten gehalten werden und eine F√ľtterungserlaubnis f√ľr die Mehrzahl der ausgestellten Papageienarten (√ľber 200 Arten) mit im Park erh√§ltlichen Pinienkernen. Auch gibt es eine grosse tropusch bewachsene Tropenhalle mit Volieren, freifliegenden V√∂geln (viele seltene Arten, h√§ufig allerdings in Einzelexemplaren), einem grossen Indoor-Spielplatz und einem integrierten Restaurant. Einige Volieren sind auch architektonisch recht ungew√∂hnlich gestaltet und eingerichtet, bieten ihren Insassen aber auch viel Platz. Auch kann man die Behandlung von V√∂geln in einem Teil der Krankenstation durch grosse Fenster beobachten. Vielleicht k√∂nnte man auch in Walsrode die F√ľtterung bestimmter Papageien mit im Vogelpark erh√§ltlichen Pinienkernen durch die Besucher erlauben. Die bereits vorhandenen M√∂glichkeiten, die V√∂gel in der grossen Freiflugvoliere mit bereitgestellten Mehlw√ľrmern (gegen Spende)oder die Loris mit Honigsaft zu f√ľttern werden von den Besuchern in Walsrode gut angenommen.
(17.01.2009)
"...f√ľr die Besucher begehbare Volieren."
"...grosse tropisch bewachsene Tropenhalle ..."
(17.01.2009)

und nat√ľrlich Wulfgards Erg√§nzung: ¬ĄWerbung, Werbung, Werbung¬ď


(21.01.2009, 09:27)
Michael Mettler :   Ich bin kein Finanzfachmann, aber wenn sich der Park mit dem Bau der Indonesienhalle und - wie es seinerzeit hie√ü - auch der √úbernahme der Tagungsr√§ume und Gastronomie an seinem Besucherparkplatz um die Jahrtausendwende herum tief in die roten Zahlen geritten haben soll, dann m√ľsste er doch eigentlich erstmal finanziell saniert werden, bevor man √ľber neue M√∂glichkeiten nachdenken kann...? Eine seitdem kontinuierliche gesunkene Besucherzahl d√ľrfte ja nicht sonderlich zum Schuldenabbau beigetragen haben.
(19.01.2009, 11:49)
IP66 :   Wenn Kreis und Kommune sich finanziell engagieren und der Park als Bildungsanstalt verstanden wird, d√ľrfte erst einmal eine L√∂sung gefunden sein - dann wird man sehen m√ľssen, ob der Park jenseits finanzieller Notwendigkeiten attraktiver werden kann und sich einen eigenen Platz zwischen den Museen und Freizeiteinrichtungen der Region schafft.
(19.01.2009, 11:32)
Michael Mettler :   Die Einf√ľhrung der ganzj√§hrigen √Ėffnungszeit K√ĖNNTE sogar ein Fehler gewesen sein. Damit fiel n√§mlich die Spannung auf den Saisonbeginn und die jeweiligen Neuheiten sowohl bei den Vogel- als auch den Gartenfreunden weg. Manches ist nun mal reizvoller, wenn es nicht st√§ndig zu bekommen ist...

Zur Entwicklung des Parks habe ich mal in alten Parkf√ľhrern gebl√§ttert. 1969 z√§hlte der Vogelpark 680.000 Besucher. 1970 wurde der f√ľr damalige Verh√§ltnisse au√üergew√∂hnliche und riesige Spielplatz gebaut (der heutige ist gr√∂√üer!) und als "Kinderparadies" vermarktet; vermutlich dadurch schaffte Walsrode 1971 die Millionen-Marke. In den 70ern ging es dann Schlag auf Schlag: 1973 die gro√üe Freiflughalle (= Gro√üvoliere, nicht zu verwechseln mit der schon viel l√§nger stehenden Paradieshalle), 1974 Papageienhaus und Sittichanlage, 1976 Lori-Atrium und Rosen-Caf√©, kurz danach die Bockwindm√ľhle. Der Parkf√ľhrer (und wahrscheinlich auch die damalige Werbung) schwelgen in Superlativen: die umfangreichste Papageiensammlung der Welt, 15.000 bl√ľhende Rosen, und die voller Stolz erw√§hnten technischen Daten der Paradieshalle sagen aus, dass das Geb√§ude pro Jahr 200.000 Liter Heiz√∂l verbrauchte! In den 80ern und 90ern verlief die Entwicklung dann nicht mehr so rasant, und der Bau der Indonesienhalle, bei dem sich die Kosten in unerwartete H√∂hen geschraubt haben sollen, war dann wohl der Eisberg f√ľr die Titanic.
(18.01.2009, 19:45)
Wulfgard :   @Anti-Erdm√§nnchen Ok du hast gewonnen ich gebe auf.
(18.01.2009, 19:14)
Anti-Erdm√§nnchen :   Verstehe ich das richtig, da√ü Ihr jetzt mit einer neuen Beschilderung mehr Besucher anlocken wollt? Walsrode hat in letzter Zeit mit diversen Ver√§nderungen die Wende herbeizuf√ľhren versucht (ganzj√§hrige √Ėffnungszeit, Show, Uhu-Burg, Einzug von S√§ugern, Streichelecke), und damit ist diese Aussage:
"es wird niemals nur eine sondern nur ein ganzes B√ľndel von unterschiedlichen Masnahmen Erfolg bringen k√∂nnen"
bereits von der Praxis widerlegt worden!

(18.01.2009, 18:59)
Wulfgard :   @IP66
Vollkommen Richtig genau das meinte ich mit dem Instrumentalisieren von Div. Tierarten um eine Effektive Werbung f√ľr den Park auf die Beine zustellen.
Und f√ľr die breite Masse der Leute die einfach nur etwas Abwechselung sucht w√ľrde z.B. ein kl. Werbefilm mit einem handaufgezogenen Papagei den man etwas dressiert hat und ihm einen einpr√§gsamen Namen gibt sicher auch von Interesse sein.
@Anti-Erdmännchen
Du siehst es werden immer mehr Ideen,
Und noch einmal gaaaanz langsam zum mitlesen es wird niemals nur eine sondern nur ein ganzes B√ľndel von unterschiedlichen Masnahmen Erfolg bringen k√∂nnen.

(18.01.2009, 18:06)
Anti-Erdm√§nnchen :   "es gibt immer eine L√∂sung man mu√ü Sie nur finden"
Ok, dann bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wann die L√∂sung hier auftaucht. Ich wette schonmal dagegen, w√ľrde diese Wette aber nat√ľrlich gerne verlieren.
(18.01.2009, 12:11)
IP66 :   Ein Punkt, der mir gerade in Walrode aufgefallen ist, mag auch ein wenig unzeitgem√§√ü klingen, k√∂nnte aber f√ľr die Attraktivit√§t des Parks ebenfalls steigern. Eigentlich zeigt Walsrode ja eine sehr gro√üe und beispielreiche systematische Sammlung, allerdings ohne diese dem Besucher wirklich zu erschlie√üen. Zum einen finden sich verwandte Arten oft weit voneinander entfernt, zum anderen gibt es auch keine Tafeln, die Zusammenh√§nge erl√§utern. Wenn etwa in Friedrichsfelde vier Zebraarten nebeneinander stehen, so wird dies durch eine entsprechende Tafel erl√§utert, so da√ü der Besucher dieses Nebeneinander verstehen kann. Dergleichen k√∂nnte man mit relativ wenig Aufwand ebenfalls einrichten. Da√ü hei√üt nicht, da√ü man auf Attraktionen wie Freiflugr√§ume, kommentierte F√ľtterung oder Spielpl√§tze verzichten sollte, aber man k√∂nnte so auch das Bewu√ütsein f√ľr die Artenf√ľlle des Parks und seine gro√üen Rarit√§ten sch√§rfen und das Gef√ľhl vermitteln, etwas besonderes und seltenes gesehen zu haben.
(18.01.2009, 10:44)
Wulfgard :   Na Ja da gehen unsere Ansichten wohl doch recht weit aus einander aber um bei der Sache zu bleiben es gibt immer eine L√∂sung man mu√ü Sie nur finden und ich denke der Beitrag von Gudrun Bardowicks ist eine erstklassige Grundlage zu einer L√∂sung.
(18.01.2009, 09:55)
Anti-Erdm√§nnchen :   @ Wulfgard
¬Ądenn unsere Diskussion entfernt sich doch ziemlich von der eigentlichen Basis¬ď
Ich finde, wir sind sehr nah beim Thema geblieben.
¬Ądenn ich glaube nicht das Irgentwer ein Patentrezept hat.(Eigentlich ein Wunder bei all den genialen K√∂pfen die in diesem Forum vertreten sind)¬ď
DAS IST ES, WAS ICH MEINE. Es scheint f√ľr Walsrode keine L√∂sung zu geben. All die kleinen Verbesserungsm√∂glichkeiten m√∂gen vielleicht dazu f√ľhren, da√ü man mal eine Saison lang Verluste vermeidet, aber anschlie√üend ist der Effekt wieder verpufft. Es m√ľ√üte etwas passieren, was die Besucherzahlen NACHHALTIG ansteigen l√§√üt.

(18.01.2009, 01:05)
Wulfgard :   @Gudrun Bardowick
Ich bin im Gro√üen und Ganzen Ihrer Meinung m√∂chte aber das Wichtigste noch hinzuf√ľgen Werbung,Werbung und nochmals Werbung denn damit kann man in Deutschland alles an den Mann (oder die Frau) bringen.
(17.01.2009, 19:41)
Gudrun Bardowicks :   "...f√ľr die Besucher begehbare Volieren."
"...grosse tropisch bewachsene Tropenhalle ..."
(17.01.2009, 19:36)
Gudrun Bardowicks :   Ich glaube, dass Walsrode seine Attraktivit√§t sowohl f√ľr √§ltere Personen wie auch f√ľr Tier- und Vogelfans und Familien mit Kindern erh√∂hen mu√ü, wenn er auf Dauer erhalten bleiben soll. Vielleicht k√∂nnte man die Attraktivit√§t f√ľr √§ltere Personen wirklich durch eine noch sch√∂nere und abwechslungsreichere Bepflanzung, "Kurkonzerte" und spezielle Angebote f√ľr Senioren wie Seniorentage mit einer Kombikarte f√ľr Senioren mit einem Gutschein f√ľr Kaffee und Kuchen und vielleicht einer gef√ľhrten Kutschenfahrt durch den Park steigern. Man k√∂nnte sogar spezielle Busfahrten f√ľr Senioren oder Transferbusse vom Bahnhof zum Vogelpark an den Seniorentagen anbieten. F√ľr Familien oder finanziell schw√§chere Besucher k√∂nnte man Familientage oder Erm√§√üigungstage wie z.B. im Zoo Schwerin oder im Zoom Gelsenkirchen mit interessantem und abwechslungsreichen Programm wie spezielle Angebote f√ľr Kinder und Blick hinter diwe Kulissen anbieten. Man k√∂nnte auch Fotoseminare oder spezielle Workshops f√ľr Tierfotografen und Vogelfreunde im Vogelpark anbieten, wie es z.B. der Wildpark L√ľneburger mit zunehmendem Erfolg macht. Auch sollte man nat√ľrlich einige weitere popul√§re S√§ugetierarten (Nasenb√§ren, Erdm√§nnchen, weitere Primaten,Zwergotter, tagaktive Gro√ü- oder Kleinkatzen, K√§nguruhs u.a.)in gro√üz√ľgigen attraktiven Anlagen (m√∂glicherweise bei ungef√§hrlichen Arten sogar begehbar)in den Park aufnehmen, um neue Besucherschichten zu erreichen.
Im √ľbrigen gibt es durchaus Vogelparks, die zumindest in der Saison sehr gut besucht sind. Ich war beispielsweise im Juli 2008 im NOP (Nederlandse Opvang for Papegaaien) in Veldhoven in den Niederlanden. Diese √∂ffentlich zug√§ngige urspr√ľngliche Papageienauffangstation, die mittlerweile auch viele andere Vogelarten und einige attraktive S√§ugetiere wie wei√üe und normal gef√§rbte Bennettk√§nguruhs, Varis, Erdm√§nnchen, kleine Haustierrassen, Damhirsche und Muntjaks h√§lt, war w√§hrend meines Besuchs an einem Wochentag in den Sommerferien sehr gut besucht. Besonderheiten dieses Parks sind verschiedene grosse, abwechslungsreich eingerichtete und f√ľr die Besucher begehbare Voliere, in denen vor allem Papageien, aber auch einige andere Vogelarten gehalten werden und eine F√ľtterungserlaubnis f√ľr die Mehrzahl der ausgestellten Papageienarten (√ľber 200 Arten) mit im Park erh√§ltlichen Pinienkernen. Auch gibt es eine grosse tropusch bewachsene Tropenhalle mit Volieren, freifliegenden V√∂geln (viele seltene Arten, h√§ufig allerdings in Einzelexemplaren), einem grossen Indoor-Spielplatz und einem integrierten Restaurant. Einige Volieren sind auch architektonisch recht ungew√∂hnlich gestaltet und eingerichtet, bieten ihren Insassen aber auch viel Platz. Auch kann man die Behandlung von V√∂geln in einem Teil der Krankenstation durch grosse Fenster beobachten. Vielleicht k√∂nnte man auch in Walsrode die F√ľtterung bestimmter Papageien mit im Vogelpark erh√§ltlichen Pinienkernen durch die Besucher erlauben. Die bereits vorhandenen M√∂glichkeiten, die V√∂gel in der grossen Freiflugvoliere mit bereitgestellten Mehlw√ľrmern (gegen Spende)oder die Loris mit Honigsaft zu f√ľttern werden von den Besuchern in Walsrode gut angenommen.
(17.01.2009, 19:05)
Wulfgard :   @Anti-Erdm√§nnchen
Ich denke das ist hier nicht das richtige Forum um die einzelnen Wirtschafts Sparten auseinander zu pfl√ľcken denn unsere Diskussion entfernt sich doch ziemlich von der eigentlichen Basis die da lautet wie ist der Vogelpark auf eine sinnvolle Art zu erhalten, und da sollte man f√ľr jeden Vorschlag dankbar sein.
Ich wiederhole nochmal meine Ansicht das es nur mit einer Kombination aus mehreren geht, denn ich glaube nicht das Irgentwer ein Patentrezept hat.(Eigentlich ein Wunder bei all den genialen Köpfen die in diesem Forum vertreten sind)

(17.01.2009, 18:04)
Anti-Erdm√§nnchen :   @ Wulfgard
"Ganz einfach ein Betrieb der nur ein Bestimmtes Produkt herstellt hat auch einen √úberschaubaren Kundenstamm"
Nein, da besteht kein Zusammenhang. Mit einem einzigen guten Produkt kann man sicherlich einen größeren Kundenstamm gewinnen als mit diversen mäßigen Angeboten.
¬Ąund wenn der wegbricht kann er die Bude dicht machen.¬ď
Ein Risiko in dieser Größenordnung geht man sowohl in der Wirtschaft als auch im Privatleben ständig ein. Wenn einen der Partner verläßt steht man auch plötzlich als Single da.
¬ĄProduziert er eine Dienstleistung und hat sich wie du sagst damit Spezialisiert ist das Ergebnis das gleiche¬ď
Also kann man Warenhersteller und Tiergärten jetzt doch vergleichen?

Ich wollte nochmal klarstellen, da√ü ich jetzt f√ľr Walsrode keine neuen Spezialisierungsideen parat habe. Ich wollte Dir nur insofern widersprechen, da√ü man meines Erachtens nicht pauschal sagen kann, eine Spezialisierung hinsichtlich der Zielgruppe w√§re verkehrt.

(17.01.2009, 17:12)
IP66 :   In diesem Zusammenhang scheint mir interessant, da√ü unsere Mitb√ľrger mit t√ľrkischem Migrationshintergrund √ľber alle Alters- und Weltanschauungsklassen hinweg gro√üe Fans sorgsam gepflegter und m√∂glichst historisch anmutender Parks vorstellen und diese auch massenhaft besuchen. Herr Nogge hat sich immer gefragt, warum diese Menschen seinen Zoo nicht aufsuchen, h√§tte sie aber schon nebenan in der Flora finden und fragen k√∂nnen. Sicherlich hat im vorderen Orient der Garten eine ganz andere gesellschaftliche und auch kulturelle Funktion, doch scheint jenseits dieser gleichsam hochkulturellen Begr√ľndung ein grundlegendes Bed√ľrnis vorhanden zu sein.
In Sachen Walsrode, von Spaßzoos und Freizeitparks umgeben, scheint mir ein gärtnerischer Ansatz, der von den Konkurrenten nebenan nicht bedient wird, tatsächlich auch eine wirtschaftliche Perspektive zu bedeuten.
Hinzu tritt allerdings auch noch eine enorme wirtschaftliche Bedeutung und ein Bildungsauftrag, den zumindest der Heidepark in Soltau wohl nicht zu bedienen vermag und der eigentlich, gerade weil sie derzeit ja ziemlich tsunamiartig fließen, die Verwendung öffentlicher Mittel nahelegt. Vielleicht könnte man sogar so weit gehen, die Bildungsfunktion eines Vogelparks derjenigen einer sanierten Schultoilette vorzuziehen.
(17.01.2009, 16:49)
Wulfgard :   @Anti-Erdm√§nnchen
Ganz einfach ein Betrieb der nur ein Bestimmtes Produkt herstellt hat auch einen Überschaubaren Kundenstamm und wenn der wegbricht kann er die Bude dicht machen. Produziert er eine Dienstleistung und hat sich wie du sagst damit Spezialisiert ist das Ergebnis das gleiche, es sei denn man ist Flexibel genug seine Angebotspalette so umzustellen das man eine Grössere Breite von unterschiedlichen Kunden anspricht.
(17.01.2009, 16:47)
Anti-Erdm√§nnchen :   @ Wulfgard
"Weshalb Ihre Weltmarktf√ľhrer auch bei jeder Rezession meist als Erste anfangen zu taumeln."
Soo oft kommen Weltwirtschaftskrisen nun auch nicht vor.
"Im Übrigen produzieren diese Betriebe wohl in erster Linie Div. Waren wärend der Vogelpark ein Unternehmen der Unterhaltungsbranche ist und sich Vergleiche somit von Selbst ausschliessen."
Es w√§re nett, wenn Du das noch begr√ľnden k√∂nntest. Soweit ich wei√ü werden in der Wirtschaft sowohl Waren als auch Dienstleistungen als "Produkt" angesehen.

(17.01.2009, 16:33)
Wulfgard :   @Anti-Erdm√§nnchen
Weshalb Ihre Weltmarktf√ľhrer auch bei jeder Rezession meist als Erste anfangen zu taumeln.
Im Übrigen produzieren diese Betriebe wohl in erster Linie Div. Waren wärend der Vogelpark ein Unternehmen der Unterhaltungsbranche ist und sich Vergleiche somit von Selbst ausschliessen.
(17.01.2009, 16:21)
Anti-Erdm√§nnchen :   Wie r√ľhrend, da√ü Ihr alle nach dem Rettungsanker f√ľr Walsrode sucht. Ich m√∂chte nochmal darauf hinweisen, da√ü Ihr weit, sehr weit davon entfernt seid. Jetzt wird ja gerade wieder √ľberlegt, wer die Zielgruppe sein k√∂nnte und ob √ľberhaupt Bedarf besteht. Mit Verlaub, das sind die Fragen, die man sich bei jedweder wirtschaftlichen Bet√§tigung gaaanz am Anfang stellt. Und wenn es da schon nicht Klick macht, verwirft man die Gesch√§ftsidee normalerweise ...

¬ĄSich nur auf eine Zielgruppe zu st√ľtzen ist mit Sicherheit der falsche Weg man mu√ü m√∂glichst viele unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.¬ď
Mmhh, das w√ľrde ich nicht pauschal sagen. F√ľr die rund 1.500 mittelst√§ndischen Weltmarktf√ľhrer aus Deutschland war es z.B. zumeist gerade das Erfolgsrezept, sich gnadenlos zu spezialisieren.

¬ĄMu√ü man sich nicht vielleicht mehr auf Familien ausrichten ?¬ď
Ich w√ľrde Familien f√ľr eine schrumpfende Zielgruppe halten. Und zwar weil unter den Kindern der Anteil mit Migrationshintergrund rapide ansteigt (zur Zeit 1/3). Angeh√∂rige der au√üereurop√§ischen Ethnien nehmen unsere Kulturangebote ja kaum wahr, sondern machen lieber ihr eigenes Ding.

√úbrigens k√∂nnte ich mir vorstellen, da√ü ein Konzept wie Walsrode in ein, zwei Jahrzehnten von allein wieder funktioniert. Wenn bei uns der Wohlstand schwindet und der Erd√∂lpreis so weit steigt, da√ü Fernreisen f√ľr viele unerschwinglich werden, dann d√ľrften Naherholungsziele eine merkliche Rennaissance erleben.

(17.01.2009, 15:35)
Sebastian Grafe :   Man sollte sich vielleicht mal in Bezug auf den Vogelpark eine grundlegende Fragen stellen. Sind V√∂gel f√ľr Besucher wirklich so interessant, dass dieser davon gerne viele sieht und sich damit lange besch√§ftigt?
Bringen die älteren Besucher wirklich genug Geld mit in den Park?
Muß man sich nicht vielleicht mehr auf Familien ausrichten ?
(17.01.2009, 12:48)
Andreas :   Tschuldigung, hab das Wort "schwarzer" Humor vergessen. K√∂nnte mir vorstellen, da√ü viele alte Menschen diese L√∂sung guthei√üen k√∂nnten, noch etwas sinnvolles tun, bevor sie abgeschoben werden :-(
(17.01.2009, 12:34)
Andreas :   @Sven P. Peter Hereka! Thema der Kaffeefahrten : Besichtigung des Vogelparkes, des Futterhofes, der Energiezentrale. Bei √úberlassung der K√∂rper im Todesfall (nat√ľrlich gegen Entgelt) und Eintrag auf der Spendertafel erfolgt die vollst√§ndige und R√ľckstandsfreie Verwertung :zur kontinuierlichen Mineralstoffversorgung des Vogelbestandes und D√ľngung die Asche. Die Abw√§rme f√ľr tropische V√∂gel. Ist doch besser als nach Holland oder Tschechien zu fahren.
(17.01.2009, 12:23)
Wulfgard :   @IP66:
Sich nur auf eine Zielgruppe zu st√ľtzen ist mit Sicherheit der falsche Weg man mu√ü m√∂glichst viele unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Es lehrt uns doch schon die Natur das die am meisten spezialisierten Arten am ehesten von der Ausrottung bedroht sind.
(17.01.2009, 12:09)
Sven P. Peter :   Gab es nicht mal diese Kaffeefahrten zu den Billigfriedh√∂fen dieser Welt? ;) Mit S√§rgen zu dumpingpreisen ;) Das m√ľsste man nur mit dem Vogelpark verbinden um weiterhin das Klientel anzusprechen.
*lach*
(17.01.2009, 11:31)
IP66 :   Ich frage mich, ob wirklich die klassische Familie als Zielgruppe f√ľr den walsroder Vogelpark in Frage kommt. W√§re nicht das Senioren- und Kaffeefahrtpublikum, das seinerzeit dort die Wege verstopfte, eine interessantere Klientel?
(17.01.2009, 11:25)
Wulfgard :   Ich denke man m√ľsste wohl zum Selbstzweck auch einige Tierarten werbewirksam Instrumentalisieren, wie seiner Zeit der Neubau der Kranichanlage unter Mitwirkung von der Lufthansa. Das hat seinerzeit richtig Quote gebracht.

Ich will hier nicht alle Möglichkeiten aufzählen die der Park da auch Heute noch hat, aber es sei nur bemerkt das so was in allen anderen Zoos gang und gebe ist.

(16.01.2009, 19:53)
Michael Mettler :   Ich hege so meine Zweifel (nicht nur bez√ľglich Walsrodes), ob Artenschutzaktivit√§ten von Zoos wirklich positive Auswirkungen auf Besucherzahlen haben oder ob es nicht eher umgekehrt ist. Sicher, sie sind werbewirksam, weil sie Zusammenh√§nge vermitteln und die T√§tigkeit und Wertigkeit eines Zoos in ganz anderem Licht darstellen als zu reinen (!) Schaustellungszeiten, aber kommt wirklich auch nur EINE (Normal-)Familie mehr in den Zoo, weil dieser irgendwo auf der Welt ein In-situ-Projekt unterst√ľtzt...? Als Zoofan sage ich das mit Bedauern, aber im Grunde ist der Artenschutz "nur" ein sehr angenehmes und wichtiges Nebenprodukt, das √ľberwiegend von Besuchern finanziert wird, die auch ohne diesen Aspekt in den Zoo kommen w√ľrden - WENN dieser ihnen gef√§llt.

Das soll nun beileibe kein Pl√§doyer f√ľr einen optisch tollen, aber artensch√ľtzerisch unt√§tigen Zoo sein, aber ich f√ľrchte, als an der Materie Interessierter bewertet man den Faktor Artenschutz weitaus h√∂her als die Haupt-Zielgruppe. Der Gro√üteil der Besucher kommt nun mal aus emotionalen, nicht aus rationalen Gr√ľnden in einen Zoo. Habe ich sie erst mal dort und kann sie "an ihren Emotionen packen", f√§llt die Vermittlung des Rationalen leichter. Der umgekehrte Weg d√ľrfte erheblich schwieriger sein.
(16.01.2009, 19:30)
IP66 :   Das klingt alles nach einer sehr beschr√§nkten √Ėffentlichkeitsarbeit - die vielleicht auch wieder in der Finanzlage des Parks begr√ľndet liegen.
Ein zweiter Heide- oder Safaripark in Walsrode w√ľrde unter diesen Umst√§nden wohl auch nicht helfen. Die Frage w√§re halt, ob man die alte Klientel, die ja nur teilweise aus Familien bestand, irgendwie reaktivieren kann oder ob man ein neues Besuchersegment suchen mu√ü, dessen Interessen durch die Nachbareinrichtungen nicht abgedeckt werden.
(16.01.2009, 18:57)
Gudrun Bardowicks :   Ich finde es auch sehr schade, dass man heute in der Presse und in den √ľbrigen Medien wie z.B. Radio und TV kaum noch etwas √ľber herausragende Zuchterfolge und die Artenschutzaktivit√§ten des Vogelparks liest oder h√∂rt. Das war vor einigen Jahren noch ganz anders und hat damals sicherlich auch viele Besucher in den Park gelockt. Sogar auf der aktuellen Homepage wird seit 3 Jahren kaum noch auf besondere Zuchterfolge des Vogelparksd hingewiesen. Erst im letzten Jahr wurden wieder einige Artikel aus Fachjournalen √ľber besondere Zuchterfolge und Forschungsergebnisse aus dem Vogelpark auf der Homepage eingestellt, aus denen man entnehmen konnte, dass im Vogelpark weiterhin seltene und bedrohte Arten erfolgreich gez√ľchtet werden. Diese Zuchterfolge werden leider nicht √ľberregional vermarktet und werden nur selten √∂ffentlich gemacht. Au√üerdem gibt es noch nicht einmal in den Ferien und an Wochenenden und Feiertagen einen regelm√§√üigen Pendelverkehr zwischen dem Bahnhof Walsrode und dem Vogelpark, was gehbehinderte und √§ltere Personen ohne eigenes Auto schon einmal von einem Besuch des Vogelparks ausschlie√ü, welche nicht bereit oder f√§hig sind, mindestens 30 Minuten vom Bahnhof zum Vogelpark und wieder zur√ľck zu laufen. Der √ĖPNV vom Bahnhof zum Vogelpark und zur√ľck ist zumindest an Wochenenden, an Feiertagen und in den Ferien mehr als d√ľrftig und teilweise (an Sonn- und Feiertagen) gar nicht vorhanden. Auch √ľberregionale Angebote von Busverbindungen zum Vogelpark wie beispielsweise die Heide-Entdecker- bzw.-Erlebnisbusse, die im Sommerhalbjahr besonders an Wochenenden und in den Ferien angeboten werden, sind nicht einmal an den n√§chstgelegenen grossen Hauptstadtbahnh√∂fen in Hannover und Hamburg, aber auch nicht in Fallingbostel oder anderen in der N√§he zu Walsrode liegenden Heidebahnh√∂fen ausgeh√§ngt und werden leider auch nicht mehr auf der Homepage des Vogelparks erw√§hnt. Auch werden kaum noch Bustouren zum Vogelpark und Sonderangebote der Bahn f√ľr einen Vogelparkbesuch angeboten, da diese Einrichtung im Gegensatz zum Heidepark Soltau und zum Serengetipark Hodenhagen, welche in unmittelbarer N√§he liegen, seit etwa 5 oder 6 Jahren kaum noch in der √Ėffentlichkeit und im Tourismuskonzept der Heideregion pr√§sent ist. Hier besteht dringender Handlungsbedarf der Stadt Walsrode und der Leitung des Vogelparks Walsrode.
(16.01.2009, 13:27)
Wulfgard :   Das der Park in den letzten Jahren viel zu wenig beworben wurde ist wohl klar und auch das blo√üe kopieren von Attraktionen anderer Tierg√§rten ist sicher kein Allheilmittel. Ich denke dass es eine Kombination von mehreren Dingen sein m√ľsste.
Erstens muss der Park wesentlich St√§rker als Touristische Attraktion der Urlaubsregion L√ľneburger Heide heraus gestellt werden.
Zweitens w√ľrden ein oder zwei Neue Attraktionen die man sehr Werbewirksam verkaufen kann auch nicht schaden. Drittens sollte man weiterhin versuchen ein Sponsoring aufzubauen das f√ľr den Park Gelder sammeln kann die man notwendiger Weise f√ľr Zuchtprogramme und Artenschutz braucht.

Um noch mal den Loropark zu bem√ľhen sollte man sich einmal anschauen wie Werbewirksam der Park seine unbestreitbar gro√üen Zuchterfolge vermarktet was sicher auch ein Verdienst des Kurators Mattias Reinschmitt ist der im √ľbrigen auch vor Jahren mal in Walsrode in gleiche Position t√§tig war.
Wie schon vorher mal angemerkt es reicht Heute nicht mehr sich nur auf Vogelfreunde zu st√ľtzen sondern wenn man √ľberleben will muss man den Park auch f√ľr andere Leute Interessant machen.

(16.01.2009, 12:21)
Sebastian Grafe :   Ich sehe das etwas anders. Es wird Walsrode wohl nicht weiterhelfen ein bisschen den Park zu versch√∂nern. Da mu√ü schon etwas mehr kommen um wieder mehr Besucher dort hinzuziehen. Ich k√∂nnte mir dort gut einen neuen Parkteil vorstellen, der sich in die Parkoptik eingliedert und den Artenschutzaspekt vertritt, der ja nunmal f√ľr Walsrode steht. Dieses sollte dann eine attraktive Gro√üs√§ugerart sein.
(16.01.2009, 11:54)
IP66 :   Ich habe wenig Hoffnung, da√ü Walsrode durch die Kopien der Elemente anderer Parks zu neuem Glanz gelangt. Im Grunde stellte ja schon die Paradieshalle so etwas vor wie den Versuch, auf den Zug "Urwaldhaus", der anderenorts mehr oder weniger Besuchererfolge versprach, aufzuspringen, und nur wenig gefruchtet hat. Ich denke, da√ü man einerseits tats√§chlich den vorhandenen Bestand besser und weitr√§umiger bewerben sollte und sich auch bei Stadt und Kreis eine Stellung schaffen m√ľ√üte, die auch eine Unterst√ľtzung erlaubt - immerhin d√ľrfte sich das Touristenaufkommen in Walrode selbst so gut wie beseitigen, wenn der Vogelpark verschwindet.
Ich wei√ü nicht, ob ich in dieser Hinsicht hoffnungslos altmodisch bin oder in die falsche Richtung schaue, k√∂nnte mir aber vorstellen, da√ü eine gezielte Pflege von Park und Bepflanzung durchaus Besucheraufkommen generieren kann. Ich war √ľberrascht, wie viele Menschen selbst an Schlechtwettertagen den Schlo√üpark in Schwetzingen besuchen, wo es au√üer ein paar Pfauen keine lebenden Tiere, sondern nur den Park mit allerlei Staffagen, ein sch√∂nes Restaurant und eine gepflegte Bepflanzung gibt, f√ľr deren Betrachtung ein stolzes Eintrittsgeld verlangt wird. Etwas popul√§rer ist der Ansatz im Schlo√üpark von Ludwigsburg, wo es einen M√§rchenpark und ein wenig Volksbelustigung (f√ľr mich ein wenig zu viel gibt). Vielleicht k√∂nnte man auf diesem Weg eine Klientel erreichen, die durch die benachbarten Parks nicht angesprochen wird, in einer alternden Gesellschaft aber eigentlich vorhanden sein m√ľ√üte.
(16.01.2009, 11:33)
Michael Mettler :   Es gibt im Marketing eine Binsenweisheit: Wer nicht wirbt, der stirbt...
(12.01.2009, 09:15)
Gudrun Bardowicks :   Ich war am 2.1.09 mal wieder mit meinem Freund im Vogelpark Walsrode und von ihm wie immer sehr angetan. Ich besuche den Vogelparks √ľbrigens 3 - 4 Mal im Jahr, in jeder Jahreszeit also mindestens einmal. Der Besuch war an diesem Freitag sogar recht gut und viele Besucher beobachteten die ausgestellten Vogelarten l√§ngere Zeit. Es gab auch eine interessante Ausstellung √ľber afrikanische bzw. asiatische Volkskunst im Forum der Paradieshalle. Auch sind dort noch immer viele Terrarien mit Amphibienarten ausgestellt. Allerdings lie√üen sich von den Fr√∂schen kaum Arten sehen. Es gab auch ein Terrarium f√ľr Afrikanische Zwergm√§use und eines f√ľr Streifengrasm√§use. Die Ringelschwanzmungos sind dort auch weiterhin zu sehen. Der Volierentrakt der Paradieshalle war passend zur Ausstellung fast ausschlie√ülich mit asiatischen und afrikanischen Vogelarten besetzt. Als neue Arten gab es z.B. Dschungelwachteln (leider nicht gesehen), Dunkelrote Amaranten und als Highlight f√ľr mich die dubiosen Felsenh√ľhnchen, die ich leider in Bernburg nicht gesehen habe. Walsrode zeigt z.Z. 2 Paare dieser Art, die sich auch beobachten liessen. Die meisten S√ľdamerikaner des Volierentraktes sind momentan in den mittleren Gro√üvolieren im Papageienhaus anzutreffen. Die Schwarzkehlarassaris waren z.B. bei den List√§ffchen mit untergebracht, Riesentukan und Nachthokko zusammen mit verschiedenen Papageien, einem m√§nnlichen Felsenhahn und den Goldkopfquetzalen in der Nachbarvoliere.
In diesem Winter sind die Humboldtpinguine √ľbrigens in ihrem gewohnten Gehege zu sehen. Daher ist auch der hintere Parkbereich bis hin zur Eurasienwiese und zur Anlage f√ľr Chile-Pelikane offen. Die Volieren f√ľr Europ√§ische V√∂gel sind ebenfalls besetzt und zug√§ngig. Die Pelikane sind genau wie die Flamingoarten z.Z. nicht zu sehen. Die Anlage f√ľr Chile-Pelikane wird z.Z. vor allem von amerikanischen Entenarten und europ√§ischen Kormoranen bewohnt. Die tropischen Eulen und Schuhschn√§bel sind nat√ľrlich ebenfalls nicht zu sehen. Ihre Anlagen sind im Augenblick verwaist. Die meisten anderen Au√üenanlagen und Au√üenvolieren sind allerdings auch im Winter mit V√∂geln besetzt. Teilweise kann man im Augenblick k√§lteresistente Arten in den Volieren f√ľr tropische Arten sehen, die im Sommer hinter den Kulissen gehalten werden. Allerdings ist die grosse begehbare Freiflugvoliere und die angrenzende Gezeitenanlage in diesem Winter erstmals nicht ge√∂ffnet. Die Indoorshow findet wie gewohnt statt. In der Indonesienanlage waren beide Baumk√§nguruhs gemeinsam in einer Anlage. Vielleicht klappt es ja nun doch einmal mit der Zucht. Ich und mein Freund fanden den Walsroder Vogelbestand auch an diesem Wintertag sehr interessant.
Nun zur Pressemeldung: Ich denke schon, dass dringend mehr Marketing betrieben werden mu√ü. So wird nicht einmal der erm√§√üigte Wintereintrittspreis von 10 Euro auf der Homepage des Vogelparks erw√§hnt, wie ein Nutzer im Zooforum.net erw√§hnte. Auch betreibt Walsrode kaum noch √ľberregionale werbung. So kann man nat√ľrlich keine h√∂heren Besucherzahlen erreichen. Dar√ľberhinauas gab es in den letzten Jahren in der Tat kaum attraktivit√§tssteigernde Neuanlagen im Vogelpark wenn man einmal vom neuen Baumhausdorf absieht, welches aber genau wie die regelm√§√üigen Ausstellungen und Kinderaktionen kaum √ľberregional vermarktet wird.In meiner Heimatstadt L√ľneburg gibt es auch kaum noch Werbung f√ľr den Vogelpark. Das war vor 10 Jahren noch ganz anders. Der Vogelpark Walsrode braucht dringend einen kaufm√§nnisch erfahrenen Manager in der Leitung,der auch etwas vom Marketing versteht, wenn sich seine wirtschaftliche Situation grundlegend verbessern soll. Ich glaube auch nicht, dass der geplante Baumwipfelweg neue Besuchermengen mobilisieren wird, da √§hnliches in den letzten Jahren h√§ufiger gebaut wurde oder zumindest in verschiedenen zoologischen Einrichtungen in Planung ist (u.a. Gondwanaland Leipzig, Wien Sch√∂nbrunn, einige Wildparks, Planckendael in Belgien, Zoom Gelsenkirchen). Ein f√ľr Walsrode notwendiges Alleinstellungsmerkmal w√ľrde somit kaum entstehen. Erfolgversprechender w√§ren sicherlich weitere Shows, neue begehbare Gro√üvolieren bzw. Gro√ügehege mit attraktivem und buntem Vogelbestand, F√ľtterungserlaubnis bestimmter Papageien mit nicht m√§stendem, im Vogelpark erh√§ltlichen Spezialfutter wie beispielsweise Pinienkernen, wie ich es in der NOP (Nederlandse Opvang for Papegaaien) in Veldhoven in den Niederlanden gesehen habe oder auch mindestens ein begehbares Affengehege f√ľr Kattas, Varis oder Berberaffen. Auch die Idee mit den Dinosauriermodellen sehe ich weiterhin als attraktivit√§tssteigernd an, m√∂glicherweise auch ein Polarium f√ľr antarktische Pinguine oder die Ausstellung weiterer attraktiver Kleins√§ugerarten wie z.B. Nasenb√§ren, Erdm√§nnchen, Pr√§riehunde, Totenkopf√§ffchen bzw. Kapuziner, Bennettk√§nguruhs oder Parmak√§nguruhs in einer begehbaren Anlage oder auch tagaktive Kleinraubtierarten wie Servale, Luchse oder vielleicht sogar Pumas. Ich hoffe, dass der Vogelpark Walsrode erhalten werden kann, wenn auch vielleicht nicht mehr als reiner Vogelpark. Karussells, Achterbahnen, Wildwasserbahnen oder √§hnliche Freizeitparkelemente d√ľrften allerdings kaum neue Besucher anlocken, da es Freizeitattraktionen dieser Art in n√§chster N√§he in Hodenhagen oder im Heidepark Soltau gen√ľgend gibt. Ich k√∂nnte mir allerdings vorstellen, dass eine Bootsfahrt an den Gehegen vorbei oder sogar durch einige Gehege hindurch wie in Hannover oder Gelsenkirchen auch in Walsrode zumindest im Sommerhalbjahr zu einer Besuchersteigerung f√ľhren w√ľrde.
(11.01.2009, 22:36)
Oliver Jahn :   @Michael, das ist absolut richtig, alle drei Einrichtungen (Heidepark, Serengeti-Park und Vogelpark) haben in meiner Heimatstadt Magdeburg Anfang der 90er sehr viel Werbung gemacht. Der Vogelpark allerdings h√∂rte relativ fr√ľh damit auf, w√§hrend die anderen beiden Parks bis heute z.B. Freikarten und Verg√ľnstigungskarten auf allen Gro√üveranstaltungen anbieten oder als Lospreise bereitstellen. Wenn dann pro Auto eine Person freien Eintritt in Hodenhagen hat, animiert das schon eher mal wieder dort hinzufahren, frei nach dem Motto: " Den Gewinn wollen wir mal nicht verfallen lassen!"
(11.01.2009, 18:29)
Michael Mettler :   @Wulfgard: Der Mauerfall ist √ľberhaupt ein sehr interessanter Aspekt. Wer wei√ü, ob Walsrode nicht schon viel fr√ľher Probleme bekommen h√§tte, wenn nicht auf diese Weise ein riesiges neues Besucherpotenzial dazugekommen w√§re...
(11.01.2009, 17:35)
Wulfgard :   Was Heute auch zu bedenken ist in den Siebzigern und bis zum Ende der Neunziger gab es sehr viele Vogelz√ľchter und auch Ortsvereine die mindestens einmal im Jahr eine Tour nach Walsrode machten. Wer zu damaliger Zeit den Vogelpark besuchte konnte Massen von Reisebussen zum Teil aus den hintersten Winkel von Deutschland auf dem Parkplatz sehen.
Dieser Boom nahm mit dem Wegfall der Mauer noch mal zu bevor er Ende der Neunziger dann doch ziemlich abflaute. Die AZ Vereinigung der Vogelz√ľchter hat aber schon heute Probleme mit der √úberalterung viele junge Leute sind halt f√ľr Vogelhaltung und Zucht nicht mehr zu begeistern und das schl√§gt sich sicher auch in den Besucherzahlen nieder.

(11.01.2009, 13:55)
Michael Mettler :   Nachtrag zu "einen Sommertag bestm√∂glich ausnutzen": Mitten in den diskutierten Zeitraum fiel die √Ėlkrise mit zeitweiligen Sonntagsfahrverboten. Wer fahren durfte, √ľberlegte sich bestimmt sehr genau, was er alles auf der selben Tour "schaffen konnte", damit sich der Heide-Trip auch wirklich lohnte.
(11.01.2009, 12:00)
Michael Mettler :   @Ulli: Laut Buch hatte Walsrode (f√ľr Publikum ge√∂ffnet seit 1962) bereits 1970 √ľber 1 Mio. Besucher und "in den letzten Jahren" (also vor 1978) jeweils rund 1,5 Mio.; Soltau und Hodenhagen k√∂nnten also damals durchaus als "Trittbrettfahrer" auf den Walsrode-Zustrom aufgesprungen sein - nach dem Motto: Wenn man schon mit Federvieh und Zierpflanzen so viel zahlendes Publikum in die Heide locken kann, wieviel dann erst mit "wilden Tieren" und Fahrgesch√§ften...? √úbrigens: Auch der Wildpark L√ľneburger Heide wurde m.W. erst 1970 er√∂ffnet.

Was den Familienrat betrifft: Trotz damals weithin einmaligem Abenteuerspielplatz glaube ich nicht, dass sich Familien auch zu Glanzzeiten l√§nger als wenige Stunden im Vogelpark aufhielten. Die V√∂gel waren f√ľr Kinder schon immer relativ langweilig, und am Spielplatz hatten wahrscheinlich die Eltern nur eingeschr√§nkt Lust, ihren Spr√∂sslingen beim Toben zuzuschauen. Da lag theoretisch durchaus ein zweites Ziel am selben Tag drin. Gerade die von weiter her angereisten Besucher wollten einen Sommertag bestimmt bestm√∂glich ausnutzen.

Nachdem ich bei meinem letzten Hodenhagen-Besuch mal auf die Nummernschilder der geparkten Autos geachtet habe, denke ich, dass die diversen Heide-Ausflugsziele auch als Zwischenstopps bei Urlaubsfahrten aus dem S√ľden an die Nord- und Ostsee genutzt werden - vielleicht sogar je einer auf der Hin- und R√ľckfahrt. Nun hat der Vogelpark in den letzten Jahren zumindest in der Region Hannover seine Werbung drastisch zur√ľckgefahren; in der letzten Anzeige in einer hannoverschen Tageszeitung hatte man das urspr√ľngliche Motiv so stark verkleinert, dass man bis auf die √úberschrift den Text nicht mehr lesen konnte.... Die fr√ľher in vielen Gesch√§ften ausliegenden Flyer habe ich ebenfalls kaum noch gesehen, w√§hrend man solche vom Serentipark h√§ufig vorfindet. Falls das auch in anderen Teilen der Republik so ist, kommt wahrscheinlich so manche aus dem S√ľden anreisende Familie gar nicht (mehr)darauf, was da am Wegesrand liegt.
(11.01.2009, 11:53)
Ulli :   @Anti-Erdm√§nnchen:
selbst bei allem Realismus:
1. Die 300.000 Besucher muss Walsrode erst einmal in anderer Weise requirieren.
2. Es sind auch enorme Steuereinnahmen f√ľr die Gemeinden.
Also muss es im Interess der Gemeinden sien, den Vogelpark zu erhalten.
Mein Argument mit Soltau und Hodenhagen unterst√ľtzt Michaels Zahlenmaterial.
Soltau wurde am 19.August 1978 und Hodenhagen 1974 er√∂ffnet. Man muss dabei auch ber√ľcksichtigen, dass es von der Fertigstellung bis zur Drucklegung einige Zeit dauert und man auch dann
Zahlen vom Vorjahr nutzt. Meistens kann man am Tag nur ein Ziel anfahren und dies entscheidet der Familienrat...
(11.01.2009, 11:13)
Michael Mettler :   Bei dieser Gelegenheit gleich noch ein paar zum Thema passende Zitate aus dem erw√§hnten Buch, geschrieben vom damaligen und noch bis zur Jahrtausendwende amtierenden Parkleiter:

"Ein Hauptgrund ist sicher darin zu sehen, dass die Besucher von dem Gesehenen begeistert sind und bei Verlassen des Parks zu 95 % (Befragung 1977) die feste Absicht haben, wiederzukommen. (...) Die V√∂gel allein machen aber nicht die Attraktivit√§t des Vogelparks aus, es ist die Kombination aus √§u√üerst gepflegter, abwechslungsreicher Gartenanlage und Vogelsch√∂nheit, die immer wieder die Besucher begeistert. Alle Wege sind mit Gartenplatten belegt, und die Rabatten werden t√§glich gehackt, so dass der Besucher kein Unkraut finden kann. Was er selbst in seinem Garten nicht schafft und in √∂ffentlichen Anlagen aus Kostengr√ľnden nicht m√∂glich scheint, sieht er hier realisiert."

Nat√ľrlich geht es im Walsrode-Kapitel auch noch (und √ľberwiegend) um die V√∂gel, aber diese paar S√§tze sind bezeichnend. Tats√§chlich erinnerte die Bepflanzung des Parks damals an die des durchschnittlichen 70er-Jahre-Reihenhausgartens: Nadelgeh√∂lze in allen Formen und Farben, Rhododendren, kurz gem√§hter Zierrasen und Rabatten mit Rosen und Saisonblumen. Nur eben alles viel weitl√§ufiger und "perfekter" als zuhause.
(11.01.2009, 00:18)
Michael Mettler :   @Anti-Erdm√§nnchen: Harte Worte, aber wenn nicht mal mehr Investoren zu finden sind, wohl sehr realistisch.... Selbst die "Rummelatmosph√§re" w√§re ja kein Garant auf Erfolg, schlie√ülich mussten auch schon Freizeitparks ihre Pforten schlie√üen.

In "Das Buch vom Zoo" von 1978 fand ich Zahlen, die etwas dar√ľber aussagen, WIE (wirtschaftlich) glanzvoll fr√ľhere Zeiten in Walsrode waren. In einer (nicht vollz√§hligen) Tabelle von Zoos wird das Verh√§ltnis von Besucherzahl zu Einwohnerzahl des Standortes angegeben. Bei 13.000 Einwohnern des Ortes z√§hlte der Vogelpark damals j√§hrlich 1,5 Mio. Besucher und lag damit deutlich vor Hagenbeck (1 Mio., 1,7 Mio. Einwohner) und Hannover (900.000 bei 550.000 Einwohnern). Und damit √ľberrundete Walsrode (damals noch mit deutlich kleinerem Gel√§nde als heute und nat√ľrlich ohne Indonesienhalle, Flugshow usw.) seinerzeit auch Zoos wie Basel, Wien, Dresden, Leipzig, Duisburg, M√ľnchen, N√ľrnberg und Wuppertal, stand gleichauf mit der Wilhelma und musste im deutschsprachigen Raum lediglich den beiden Berliner G√§rten, Frankfurt und K√∂ln den Vortritt lassen!
(10.01.2009, 22:43)
Anti-Erdm√§nnchen :   Zoofans scheinen mir zu sehr zu einer ¬ĄAlles-wird-gut-Einstellung¬ď zu neigen. Wenn es wie hier um massive wirtschaftliche Schwierigkeiten geht, sind Empathie und Wunschdenken aber vielleicht nicht die besten Berater. Sehen wir uns die Fakten an: So wie jetzt funktioniert das Prinzip Vogelpark Walsrode nicht mehr. Niemandem f√§llt ein machbares Konzept ein, das wirklich nachhaltig zu einer deutlichen Attraktivit√§tssteigerung f√ľhren k√∂nnte. Entwicklungen hin zu Gro√üs√§ugern oder zu einer Rummelatmosph√§re sind nicht m√∂glich, da es f√ľr beides bereits qualitativ gute Angebote in n√§chster Umgebung gibt. Angesichts dessen darf man durchaus zu dem Schlu√ü kommen, da√ü es f√ľr Walsrode nun einmal keinen Ausweg gibt. Nirgendwo steht geschrieben, da√ü man jeden Zoo schon irgendwie auf Vordermann bringen kann. Traurig, aber wahr.
(10.01.2009, 20:19)
Michael Mettler :   @Sacha: Genau so meinte ich das. Wenn du mit Attraktionen den Sommerbesuch wieder erheblich steigern kannst, kannst du den traditionell schlechten Winterbesuch verschmerzen - oder wie fr√ľher sogar wieder im Winter dicht machen und dadurch manche Personalkosten - den gr√∂√üten finanziellen Faktor - sparen.

Und mal ehrlich: Wann macht der Besuch einer Antarktishalle mehr Spaß? Im Sommer, wenn einen der Anblick angenehm erfrischt, oder im Winter, wenn man sich in einem Haus lieber mal zwischendurch aufwärmen will...?
(09.01.2009, 20:21)
Sacha :   @MM: Spielt ja dann keine Rolle, da nach Deiner eigenen Aussage (St√§rken ausbauen/Schw√§chen vermindern) eben der Sommer den Winter "finanziert".

Generell denke ich auch, dass man mit 19 Mio. Euro etwas "Brauchbares" auf die Beine stellen kann. Die Pinguinanlage im Zoo Berlin hat wohl nicht mehr gekostet, oder?

@Andreas: Genau, bei den verqueren Gestaltungsideen mancher Architekten w√ľrde sich trefflich sparen lassen - nicht nur im Zoo (Sorry, IP66, nicht pers√∂nlich nehmen).
(09.01.2009, 18:02)
Andreas :   P.S. Vor der weltweiten Finanzkrise waren gro√üe Energieunternehmen sehr angetan von solchen Ideen. Haben sich beteiligt, teils sogar federf√ľhrend- versprachen sich Werbeeffekt. Wie es heute aussieht, wei√ü ich nicht. Wenn sich die lieben Architekten mit der baulichen H√ľlle nicht wieder einmal ein (un)r√ľhmliches Denkmal setzen wollen(Ozeaneum), k√∂nnte man mit 19 Mio. auskommen.
(09.01.2009, 17:47)
Michael Mettler :   @Shensi-Takin: Auch Frankfurt ist meines Wissens kein abgelegenes Heidest√§dtchen. Ich w√§re ja sehr f√ľr eine spektakul√§re Pinguinlandschaft zu haben, aber auch die w√ľrde wohl eher im Sommer G√§ste anlocken. Im Winter k√∂nnte man wahrscheinlich nicht mal mit Salto schlagenden Kasuaren nennenswert mehr Besucher nach Walsrode locken :-(

@Sacha: Selbst wenn das Pinguinarium Chancen auf F√∂rdermittel h√§tte, liest sich der WELT-Artikel f√ľr mich so, als wenn im H√∂chstfall 19 Mio. Euro zusammenkommen k√∂nnten. Lie√üe sich daf√ľr etwas Entsprechendes √ľberhaupt bauen, wo doch allein die Technik enorm aufw√§ndig ist? Wie hoch werden denn z.B. die Baukosten f√ľr die neue Anlage in Wuppertal taxiert?
(09.01.2009, 17:24)
Andreas :   @Sacha: Das h√§ngt von wahnsinnig viele Faktoren ab, genau so, wie es wahnsinnig (im wahrsten Sinne des Wortes) viele F√∂rdert√∂pfe gibt :-)
So, wie das Schwimmbad L√ľbbenau (touristische Einrichtung) keine Finanzierung einer tolleren Rutsche zur Erh√∂hung der Attraktivit√§t bekommt(nicht innovativ genug- tolles, aber unlogisches Schlagwort), sondern ein Pinguinbecken genehmigt wird, kann ich mir f√ľr den Bergzoo Halle eine Sommerrodelbahn statt F√∂rderung eines neuen Tierhauses vorstellen. Aber Spa√ü beiseite. Oft greifen Einrichtungen auf solche verqueren Rettungsanker zur√ľck, in der Hoffnung, das ¬ĄKerngesch√§ft¬ď weiterhin betreiben zu k√∂nnen und- um √ľberhaupt noch F√∂rderung zu bekommen. Ein Polarium, gr√∂√ütenteils finanziert von der EU k√∂nnte ich mir durchaus vorstellen. Denke da eher an die EU F√∂rderung der ¬ďErneuerbaren Energien¬ď. Es m√ľ√üten aber verschiedene Firmen und Ingenieurb√ľros aus diesem Sektor zusammen arbeiten k√∂nnen und wollen, ein Tr√§ger- sprich Zoo oder Tierpark gefunden werden. Polarium alleine w√§re m.E. nicht m√∂glich, sondern in Kombination mit einem ¬ĄW√§rmeverbraucher¬ď sprich Troparium. Grundlage sind W√§rmepumpen + Energiequelle Fotovoltaik und Biogas.
Mann, bei der Vorstellung k√∂nnte ich ins Schw√§rmen kommen :-) Riesige Halle (wie Tropical Island Brand) √ľberspannt von flexiblen, folienartigen Solarzellen (Shell solar hat so etwas entwickelt), zweigeteilt. Daneben die zentrale Biogasanlage des Zoos, in der Mist und Futterreste vergoren werden. M√ľ√üte also eine gr√∂√üere Einrichtung sein, da ab ungef√§hr 20 t t√§glich rentabel. Ist ein W√§rme√ľberschu√ü vorhanden, k√∂nnten zus√§tzlich Warmh√§user betrieben werden. K√∂nnte als innovativ gelten und die gewonnenen Erkenntnisse in das st√§dtische Umfeld √ľbertragen werden. Kopplung von K√ľhlh√§usern-Schulen o.√§.

(09.01.2009, 17:23)
Sacha :   Da sich hier einer offenbar auskennt:

@Andreas: Was wäre denn mit einem Pinguinarium, also einer grossen Klimakammer? Hätte die Chancen auf EU-Fördermittel?

@Shensi-Takin: So genau weiss ich das nicht. Schätze seit Anfang/Mitte 90er. War glaube ich anfangs eine reine Flugshow und ein Ableger eines gleichnamigen Parks in Frankreich oder Spanien.
Heisst heute √ľbrigens korrekt Las Aguilas Jungle Park und geh√∂rt der international t√§tigen Aspro-Freizeitpark-Gruppe an. Siehe: http://www.aguilasjunglepark.com/lasaguilas/
(09.01.2009, 16:30)
Andreas :   Sehr bedauerlich, da√ü dieser traditionsreiche Park zur Rettung nach so einem Strhhalm greifen mu√ü. Da ich mich auch √∂fter mit EU-F√∂rderrichtlinien rumschlagen mu√ü(darf)
, kann ich die Idee zum "Baumwipfelpfad" nachvollziehen. Um in den Genu√ü dieser (F√∂rderung der touristischen Infrastruktur)F√∂rdermittel zu kommen, mu√ü man etwas vollkomm Neues schaffen, (Anlagenerneuerungen,-erweiterungen z√§hlen nicht!) Gefragt sind z.Z. "innovative Ma√ünahmen zur Erh√∂hung der Besucherattraktivit√§t". Aquatunnel, befahrbares Kanalnetz scheiden aus :-), bleibt nur das Strben nach "H√∂herem" √ľbrig.
Der NUP G√ľstrow will ebenfalls diesen F√∂rdertopf anzapfen und plant einen Besucherweg durch das B√§ren-,Luchs- und Wolfsgehege.
@ Karsten Vick: ist Dir dar√ľber N√§heres bekannt?

(09.01.2009, 15:58)
Shensi-Takin :   @Sacha: Interessant; seit wann gibt es Las Aguilas?

@MM: Wie schrieben Sie doch so schoen sinngemaess im Frankfurt-Thread bzgl. Brillen-und Nasenbaeren: die Idee (in diesem Fall die Pinguine) ist zwar nichts Aussergewoehnliches, aber die umliegenden Einrichtungen haben dies nicht zu bieten...;)
(09.01.2009, 15:47)
Sacha :   Nachtrag: Mit Affenarten sind nat√ľrlich Niedere Affen wie div. Meerkatzen, Totenkopf√§ffchen und Krallenaffen gemeint. Zwei, drei Lemurenarten sind auch vorhanden.
(09.01.2009, 15:02)
Michael Mettler :   @Shensi-Takin: Ich war noch nie in Edinburgh, aber m.W. ist auch das keine Kleinstadt in einem d√ľnn besiedelten Gebiet fast ohne "eigenes" Besucherpotenzial...

Die Indonesienhalle war ja seinerzeit die ganz gro√üe Hoffnung des Vogelparks, auch im Winter Leute anzulocken, zumal sie als EXPO-Projekt √ľberregionale Medienbeachtung fand. Bis dahin war der Park im Winter immer geschlossen. Ich habe dann damals tats√§chlich mal an einem kalten, wenn auch sehr sch√∂nen Tag einen Winterbesuch gemacht. Auch wenn meine Erwartungen nicht sonderlich hoch waren, da ich als Zoofan nun mal zu dieser Jahreszeit viele V√∂gel im Winterquartier wei√ü: Wiesen, Teiche und Gro√üvolieren waren praktisch leer, viele Fasaneriebewohner zogen den nicht einsehbaren Innenaufenthalt vor, diverse Wege waren komplett gesperrt (z.B. die Runde um die Pelikanteiche). Die Indonesienhalle war zwar gewohnt sch√∂n, aber dank winterlicher Bekleidung kam ich danach v√∂llig durchgeschwitzt zur√ľck in den Frost, obwohl ich schon meine Winterjacke drinnen ausgezogen hatte (und ihr Herumschleppen ziemlich hinderlich war). Gastronomie im Park war so gut wie nicht existent. Und das alles zu einem nur wenig reduzierten Winterpreis - selbst ich als Zoofan und "Artensammler" bin danach nicht mehr im Winter hingefahren, auch wenn sich das Angebot seitdem etwas verbessert haben muss (z.B. durch die Indoor-Show).
(09.01.2009, 14:51)
Sacha :   @Shensi-Takin: Das stimmt nicht ganz. Auf Teneriffa (allerdings im S√ľden, der Hochburg des Tourismus) gibt es auch den Park Las Aguilas. Der holt die Touristen von gekennzeichneten Haltestellen sogar gratis mit einem Reisecar ab und f√§hrt sie zum Park. Der Park besitzt mehrere Affenarten, Zwergflusspferde, Pinguine, weisse Tiger, L√∂wen, Orang-Utans und zeigt zwei verschiedene Shows mit V√∂geln. Einmal bunt gemischt und einmal - der Name des Parks verr√§t es - eine gar nicht mal so √ľble Greifvogelshow.

Ich pers√∂nlich halte zwar den Loro Park f√ľr attraktiver, aber eine gewisse Konkurrenz ist Las Aguilas schon.
(09.01.2009, 14:45)
Shensi-Takin :   @Wulfgard: Eher ein ganzes Forum... Und am Tatbestand wuerde das leider auch nichts aendern.

Bzgl. Winterattraktionen und Walsrode: z.B. eine "Pinguinparade", aehnlich Edinburgh?
Loro Parque hat hinsichtlich Standort auch den Vorteil, dass im Grunde so gut wie keine vergleichbare Attraktion, v.a. im Hinblick auf gewerbliche Schautierhaltung, in naeherer Umgebung zu finden ist. MW gibt/gab's dort noch einen kleinen lokalen Zoo, und das war's dann auch schon...
(09.01.2009, 13:54)
Michael Mettler :   @Sacha: Es gibt eigentlich immer zwei M√∂glichkeiten - man kann Aufwand betreiben, um Schw√§chen zu beheben oder um St√§rken auszubauen; beides gleichzeitig gelingt nur selten. Soll hei√üen: Wenn ein Tierpark Ma√ünahmen betreibt, in seiner ohnehin besucherst√§rkeren Sommersaison noch deutlich mehr Publikum anzuziehen, kommt er auch besser √ľber den besucherarmen Winter. Und es f√§llt meines Erachtens deutlich leichter, potenzielle Besucher im Sommerhalbjahr zu einer Autofahrt ins Gr√ľne zu verlocken als im Winter zu einer Fahrt ins "Graue". Da haben Gro√üstadtzoos mit viel Besucherpotenzial im eigenen Ort eben deutliche Vorteile und bekommen auch eher mal eine Winterattraktion an den Mann. Ob z.B. eine Veranstaltung wie der hannoversche Winter-Zoo auch auf dem platten Land funktionieren w√ľrde, wage ich zu bezweifeln. Von daher glaube ich schon, dass Walsrode zwar ein paar Indoorm√∂glichkeiten mehr gebrauchen k√∂nnte (und wundere mich wie du bis heute, warum man selbst zu Glanzzeiten nie ein Pinguinhaus gebaut hat), aber vermutlich nie zum Besuchermagneten im Winter werden wird.

Nur am Rande sei erw√§hnt, dass auch das gastronomische Angebot im Vogelpark zu Glanzzeiten meiner Erinnerung nach deutlich besser war; und wie man in Hannover sieht, spielt auch das eine nicht unerhebliche Rolle f√ľr Besuchsentscheidungen.
(09.01.2009, 00:30)
Wulfgard :   @Shensi-Takin
Viele Privathalter sind leider schlecht Informiert oder Ignorant oder einfach nur D√§hmlich. Aber um das weiter zu Disskutieren m√ľsste man wohl einen eigenen Tread aufmachen.
@Michael Mettler
Ich wollte auch den Loropark nicht nach Walsrode kopieren aber wenn man sieht was ein Hr. Kiessling auf Teneriffa aufgebaut hat auch unter einbeziehung der √Ėrtlichen Beh√∂rden und einem gro√üen Sponsorenpool denke ich schon das er aus Walsrode ein Gesundes Unternehmen machen w√ľrde ohne den wichtigen Beitrag zur Arterhaltung aus den Augen zu verlieren.
(08.01.2009, 18:19)
Sacha :   Ich finde, Michael Mettler hat hier einen Punkt angesprochen, der bislang viel zu wenig ber√ľcksichtigt wurde: Das Wetter. Da hat der Loro Park ohne Zweifel riesige Vorteile (abgesehen davon, dass ich den Einwand mit den Grosskatzen, Meeress√§ugern und Menschenaffen ebenfalls teile - das Tropenaquarium mit den Haien k√∂nnte man hier ebenfalls anf√ľhren).

Ein Vogelpark kostet aber auch im Winter Geld, also der besucherschwachen Jahreszeit. Umso wichtiger ist eine weitere, wetterunabhängige Attraktion - und schon wieder landen wir bei der Pinguinhalle (auch wenn es da dann auch im Winter kalt wäre, klar). Uebrigens hat auch der Loro Park ein Pinguinarium und das zählt ebenfalls zu den Highlights.
(08.01.2009, 18:01)
Shensi-Takin :   @Wulfgard: Tja, offenbar haben da manche Privathalter immer noch nicht alle zusammen-sonst gaebe es nicht immer wieder den einen oder anderen ange"knusperten" Welli aus einer Unzertrennlichen-"Wohngemeinschaft".
" mit z.B. Graupapageien geht das sehr gut." Das wuerde ich so nicht unterschreiben...Und ob eine Gemeinschaftshaltung, in der der eine Part staendig gejagt und im schlimmsten Fall verletzt oder gar getoetet wird, den Voegeln zugute kommt, wage ich zu bezweifeln.
@MM: Es gab Kagus zum Verkauf?!? Wann? Dann kann das neue Auto auf jeden Fall warten! ;)
(08.01.2009, 17:27)
Michael Mettler :   @Shensi-Takin: Nicht nur den DinoPark M√ľnchehagen k√∂nnte man dann anf√ľhren, m.W. stehen auch im Freizeitpark Verden (oder hei√üt der jetzt MagicPark?) Dinofiguren. Aber in Walsrode w√ľrde die Kombination eines gro√üen Sortimentes echter Tiere mit Dinoplastiken einen ganz anderen Reiz ausmachen. Aus dem gleichen Grund f√§nde ich es √ľbrigens auch reizvoll, den DinoPark M√ľnchehagen durch ein gro√ües Schauterrarium zu erg√§nzen, denn auf diesem Tiersektor ist die Region um Hannover tats√§chlich noch mangelhaft versorgt.

Übrigens ist bzw. war es gar kein Problem, Kagus aus Walsroder Nachzucht käuflich zu erwerben, die standen sogar mit Preisangabe (die Höhe weiß ich leider nicht mehr) auf der öffentlichen Abgabeliste des Parks. Der Käufer verpflichtete sich meiner Erinnerung nach zur Teilnahme am Zuchtprogramm, dem auch der Kauferlös zugute kam. Also dann mal ran, das neue Auto kann warten... :-)

@Wulfgard: Auch das Konzept des Loro Parque funktioniert ja nicht allein wegen einer tollen Vogelsammlung, da spielen Meeress√§uger, Gro√üraubtiere und Menschenaffen sicher eine nicht zu untersch√§tzende Rolle. Dazu kommt ein Klima, bei dem wahrscheinlich nicht mehrere Monate lang Besucherflaute herrscht wie in Norddeutschland. Und auch optisch spielt das subtropische Ambiente m.E. eine gro√üe Rolle: Derartige Ferienparadiese sind generationen√ľbergreifend interessant. F√ľr das l√§ndliche Ambiente in Walsrode wird ohne Weiterentwicklung vielleicht erst die n√§chste Generation wieder st√§rkeres Interesse entwickeln: "Guck mal, wie zu Opas Zeiten! Voll retro!" :-)
(08.01.2009, 17:21)
Wulfgard :   @Shensi-Takin
Ich schrieb schon das der Gehegestruktur eine ebenso grosse Bedeutung zukommt da gebe ich Ihnen Recht.
Was die Ageporniden betrifft w√ľrde die sicher Niemand der noch alle zusammen hat mit Wellis oder anderen kleinen V√∂gel vergesellschaften aber mit z.B. Graupapageien geht das sehr gut.
Im √ľbrigen sind Gemeinschafts Haltungen nicht nur f√ľr Besucher Atraktiv sondern kommen auch den V√∂gel zugute.
(08.01.2009, 15:54)
Shensi-Takin :   @Wulfgard: Platz alleine macht's noch lange nicht aus; nicht nur in Zoos ist eine gut struktierte und den Beduerfnissen des Bewohners gut angepasste Anlage besser geeignet als ein grosses kahles Gehege. Agaporniden sind idT mitunter sehr aggressiv ggue. andere Voegel-je nach Verteidigungsmoeglichkeiten fehlen dann irgendwann dem Fremdvogel die Zehen oder dem Agaporniden der Kopf...Meines Erachtens nach sollte eine Gemeinschaftshaltung, wie eine Tierhaltung per se, moeglichst auf Minimierung des Verletzungsrisikos fuer alle Involvierten ausgerichtet sein(was in der Praxis leider allzu oft scheitert...). Aus diesem Blickwinkel betrachtet finde ich erwaehnten Vergesellschaftigungsvorschlag kritikwuerdig, so sehr auch manch einen das Kevelaer Bsp. entzuecken mag. Denn dass heute (meist) keiner mehr auf die Idee kommt, Aras mit Wellensittichen zusammenzusetzen, duerfte an bitter bezahltem Lehrgeld liegen...

IdT duerfte die lokale Konzentrierung von Schautierhaltungen mit zu der Misere beitragen; selbst in Hinblick auf den erwaehnten Dino-Ergaenzungsvorschlag gibt's bereits Konkurrenz.
www.dinopark.de

Wenn's zum Ausverkauf geht: ich haette dann gern ein paar Kagus...;)
(08.01.2009, 15:30)
Wulfgard :   Ich bin auch jedes Jahr mindestens einmal in Walsrode und mu√ü zugeben das Michael Mettler leider recht hat mit seiner Beobachtung.
Vielleicht sollte man noch mal versuchen den Hr. Kiessling vom Loropark mit ins Boot zuholen.
(08.01.2009, 15:21)
Michael Mettler :   @Jennifer: Den fr√ľheren Bennettkasuar hatte der Vogelpark jahrelang auf der auch im Shop ausliegenden Abgabeliste stehen - der war deinem Mann wohl nicht gro√ü genug...

Ich bin auch gern in Walsrode, wenn auch selten √∂fter als einmal im Jahr, obwohl ich nur knapp √ľber eine halbe Stunde Fahrzeit habe. Aber mir f√§llt dabei auch immer wieder auf - und das war vor 20 Jahren nicht anders - dass viele Besucher im Vogelpark an den meisten Gehegen und Volieren nur vorbeischlendern, statt an ihnen stehen zu bleiben. Und das ist bei Hagenbeck und in Hannover doch deutlich anders.
(08.01.2009, 15:13)
Wulfgard :   @Jennifer Weilguni
Also ich m√∂chte f√ľr mich doch Sehr bestreiten das ein Lori neben dem Anderen Erm√ľdend ist, als ich vor ca. 3 Jahren im Loriatrium zum ersten mal einen Leibhaftigen Saphirlori sehen durfte mussten mich meine Frau und der Rest der Familie schon fast mit Gewalt da wieder rausziehen und das es gelang war nur dem Durchsetzungsvem√∂gen meines Enkels zu verdanken.
(08.01.2009, 15:02)
Sacha :   @Jennifer: Den wollte eigentlich ich schon. Na gut, daf√ľr bekomme ich die Riesenturakos....:)
(08.01.2009, 15:01)
Jennifer Weilguni :   Ich glaube eines der gr√∂√üten Probleme von Walsrode ist tats√§chlich die Konkurrenz zu Hodenhagen, Soltau, aber auch Hannover und Hagenbeck ! So sehr weit liegt das alles nicht auseinander, auch wenn viele Familien f√ľr den Wochenendausflug vieleicht den k√ľrzesten Weg bevorzugen.
Aber √ľberlegt doch mal.. Boot fahren und der Dschungelpalast (bald auch noch Yukon Bay) in Hannover, Safarifahrten im eigenen Auto, Dschungelfahrt und Hulli-Gulli Fahrgesch√§fte f√ľr Gro√ü und Klein in Hodenhagen, weitere Fahrgesch√§fte in Soltau und der Traditionszoo Hagenbeck mit neu er√∂ffnetem Tropenaquarium - was hat Walsrode dem entgegenzusetzen ? Selbst hier im Forum unter den eingefleischten Zoofans sind ettliche Stimmen die sagen, dass Walsrode mit einem Lori neben dem anderen doch sehr erm√ľdend sein kann. Wie geht es da erst dem "Durchschnittsbesucher" der wom√∂glich noch mit Kind und Kegel anreist ?
Ich bin gerne in Walsrode. Ich erfreue mich an den Wasserspielen zu Kl√§ngen von Rondo Veneziano, ich mag die vielen Bl√ľtenpflanzen, den Bauerngarten, die Vielfalt der Loris, Papageien, Greifen und anderen V√∂gel. Ich schau mir gerne die Baumk√§ngurus an und finde die Shows (Evolutions-Show und Flug-Show) witzig und kurzweilig. Aber im direkten Vergleich kann Familien mit Kindern verstehen die dann lieber nach Hodenhagen, Hannover, Hamburg fahren.
Mein Mann hat sich √ľbrigens angeboten den Rothalskasuar bei sich aufzunehmen falls Walsrode wirklich dicht machen sollte :-)
(08.01.2009, 14:45)
Wulfgard :   P:S: In mu√ü allerdings einschr√§nken das es wohl wie bei allen Lebewesen auch einige sehr unleidliche Gesellen gibt aber die mu√ü man dann halt Rechtzeitig rausnehmen. Auch spielt die zusammensetzung der Arten nat√ľlich eine grosse Rolle den es w√ľrde sicher keiner auf die Idee kommen Aras mit Wellensittichen zu vergesellschaften. aber Machbar und Vertretbar ist eine Gemeinschaftshaltung unter den von Mir genannten Gesichtspunkten auf jeden Fall.
P.S. In meinem vorigen Beitrag unten meinte ich nat√ľrlich die Katze und nicht meine Frau.
(08.01.2009, 14:41)
Wulfgard :   @Shensi-Takin
Ich war selbst lange Papageienz√ľchter und wei√ü auch das jeder Papagei ein anderes Naturell hat aber das Platzangebot ist nicht nur ein sondern der enscheidende Faktor und in Kevelear ist die Voliere sehr Gro√ü, dazu kommt das auch die Einrichtung eine grosse Bedeutung hat so das jeder Vogel ausreichen R√ľckzugsm√∂glichkeiten hat dann klappt das ganze schon.
Agaporniden k√∂nnen sich im √ľbrigen gut durchsetzen und sind auch recht Frech und Clever Ich habe selbst mal einen mit der Hand aufziehen m√ľssen und sein gr√∂√üter Spass als er fliegen konnte war es die Katze meiner Frau zu √§rger und glauben Sie mir die hatte wirklich einen heiden Respekt vor dem Vogel.
(08.01.2009, 14:25)
Michael Mettler :   P.S. Ohne solche Vergesellschaftungen w√§re Walsrode √ľbrigens nie auf die von Zoofans gesch√§tzte hohe Artenzahl gekommen, bei getrennter Arthaltung m√ľsste z.B. gesch√§tzt die H√§lfte aller Papageienformen mangels eigener Unterk√ľnfte gestrichen werden. Und auch die eine oder andere Wiesen- und Teichbesetzung w√§re bei Ausschluss jeglichen Verletzungsrisikos nicht mehr machbar, z.B. sind Marabus, Pelikane und Kasarkas auch nicht ganz ungef√§hrlich f√ľr Enten. So strikt ist nicht mal der Tierpark Berlin :-)
(08.01.2009, 14:20)
Michael Mettler :   @Shensi-Takin: Das kann in Kevelaer nicht passieren, da sind die Volieren geom√§√üig besetzt :-D

Vergesellschaftungen zwischen Gro√ü- und Kleinpapageien sind √ľbrigens in Walsrode seit Jahrzehnten in etlichen, z.T. recht kleinen Volieren Normalzustand, und gro√üe Volieren mit entsprechendem Besatz kenne ich auch aus Marlow und Detmold-Heiligenkirchen.
(08.01.2009, 14:14)
Shensi-Takin :   @Sven P. Peter: Auch einen Blick in die "Krankenstation" geworfen...? :) Im Ernst: "Platz" ist da nur ein Faktor-mitunter ist das individuelle Naturell der miteinander gehaltenen Voegel entscheidend. Und wenn ein Ara mal auf einen Wellensittich sauer wird, hat letzterer dem wenig entgegenzusetzen. Dann hilft auch nicht mehr der Spruch: "Aber in Kevelear habt Ihr Euch doch super verstanden!?!"...
(08.01.2009, 13:34)
Sven P. Peter :   Klappt in Kevelear aber super. Sah alles sehr harmonisch aus und keins der Tiere schien verletzt oder gestresst zu sein.
Ich sage mal dass es eben bei viel Platz recht Problemlos laufen kann.
(08.01.2009, 13:20)
Shensi-Takin :   @Wulfgard: Gross-und Kleinpapageien zusammen in einer Voliere zu halten ist meist keine gute Idee...
(08.01.2009, 08:40)
Wulfgard :   So bin doch fr√ľher wieder da und habe mir auf der langen Fahrt nach Salzburg ein paar Gedanken gemacht.
Eine Gro√üe begehbare Voliere mit z.B. Kakadus, Loris und anderen Australischen Arten Wie im Niederrhein Vogelpark in Kevelaer und/oder eine Afrikavoliere mit Graupapageien und Agaporniden . Ich war mehrmals in Kevelaer und die Besucher besonders auch die Kinder waren hellauf Begeistert und hielten sich oft sehr lange in den Volieren auf. Ein Bauernhof mit Div. Gefl√ľgel und einer einsehbaren K√ľckenstation aber mit etwas mehr Einfallsreichtum als im Wildpark L√ľneburger Heide wo man einfach ein Gel√§nde Eingez√§umt hat und dann ein Haufen Gefl√ľgel reingesetzt hat. Der Loro Park Teneriffa zeigt eine gro√üartige Papageien Show in einer Mittelgr. Halle die bei jeder Vorf√ľhrung brechend Voll war das kommt in Walsrode sicher auch an, man muss ja nicht gleich eine Riesenhalle bauen.
Bei der Gelegenheit f√§llt mir ein dass Hr. Kiessling (Besitzer vom Loropark) doch Walsrode mal √ľbernehmen wollte und der h√§tte sicher daraus was gemacht.
Zum Thema andere Tierarten h√§tte ich auch eine Idee; ein neuer Name z.B. Vogel und Kleintierpark und dann den Bestand mit Div. Kleinkatzen (Ozelot, Karakal, Goldkatze, Serval ect.) und einige Krallen√§ffchen Arten eine begehbares Gehege mit Totenkopf oder Liszt√§ffchen .Und es gibt noch eine ganze Menge andere kleiner Tierarten die auch f√ľr Besucher Interessant sind.

(07.01.2009, 18:56)
WolfDrei :   @Sacha: In Ordnung, der Artiel von Erna Mohr d√ľrfte schon in den sp√§ten F√ľnfzigern gemacht worden sein(betraf u.a. den Hamburger VP). Dank auch bez√ľglich Korrektur Singapore.
(07.01.2009, 11:13)
Michael Mettler :   Wenn ich an die Pr√§sentationsformen f√ľr V√∂gel in Marlow denke, die ich im Herbst erstmals gesehen habe, dann g√§be es in Walsrode sicherlich noch Optimierungsm√∂glichkeiten im Vogelbereich. Ob die paar kleinen S√§ugetierarten in Marlow die Besucherzahl nachhaltig beeinflussen, wei√ü ich allerdings auch nicht.

Den Baumwipfelpfad empfinde ich eher als St√∂rfaktor. Ich denke, dass es viele V√∂gel nicht sonderlich witzig finden werden, wenn Besucher weit √ľber ihren K√∂pfen herumtrampeln. Eine solche Einrichtung geh√∂rt f√ľr mich nicht in die unmittelbare N√§he von Volieren oder Gehegen mit V√∂geln, bei denen man Wert auf ungest√∂rte Nachzucht legt. Und ich frage mich auch, wo man diesen Pfad angesichts weithin relativ offenen Gel√§ndes anlegen will. Spontan fiele mir nur der Bereich des Sees hinter der UHU-Burg ein (dann w√§re es aber eher eine Br√ľcke als ein Baumpfad) oder das gro√üe, von Besuchern nur wenig beachtete Kranichgehege zwischen Pinguinanlage und Eingang. DAS w√ľrde auch f√ľr die erw√§hnte Abk√ľrzung sprechen, denn dann gel√§nge der Besucher vom Eingangsbereich aus auf kurzem Wege zu den Pinguinen als besonders besucherattraktiven Parkbewohnern. Falls die nicht umziehen sollen, wenn der im Welt-Artikel erw√§hnte Unterwassereinblick realisiert werden soll.

@Ulli: Ich denke, bei der Besucherzahl muss man tats√§chlich einen Vogelpark anders werten als einen "normalen" Zoo. Ich k√∂nnte mir vorstellen, dass gerade die Pflege kleinerer Vogelarten im Verh√§ltnis mehr Arbeitskr√§fte ben√∂tigt als Gro√ütierpflege; im Papageienhaus oder in der Paradieshalle muss man z.B. auf kleiner Fl√§che t√§glich unz√§hlige N√§pfe f√ľllen, austauschen und auswaschen, Futter in verschiedenste Gr√∂√üen kleinschnippeln usw., wo man bei einem Hirschgehege gleicher Gesamtfl√§che nur ein bis zwei gro√üe Futtergef√§√üe zu versorgen hat. Und um diesen Pflege- und damit Personalaufwand zu refinanzieren, ben√∂tigt ein Vogelpark vielleicht in der Relation deutlich mehr zahlende Kundschaft als ein fl√§chenm√§√üig vergleichbarer Tierpark.
(07.01.2009, 10:48)
Sacha :   @MM: Die √§ltere Generation zog es vermutlich auch nicht mehr so oft in den Vogelpark, weil abgesehen vom indonesischen Tropenhaus und ggf. der Uhu-Burg kaum neue Grossanlagen entstanden sind. Auch √§ltere Leute haben gerne etwas Abwechslung. Nur d√ľrfte sich diese - im Vergleich zu jugendlichen ZOOBESUCHERN -konsumfreudigere Klientel eher an einer Pinguinhalle als an einem Baumwipfelpfad erfreuen. Abgesehen davon halte ich es f√ľr fraglich, ob man damit bei Familien tats√§chlich eine gr√∂ssere Verweildauer erreicht. Die Realit√§t d√ľrfte (auch anhand eigener Erfahrung) wohl so aussehen, dass die Zeit, welche die Kinder im Baumwipfelpfad verbringen, daf√ľr an anderer Stelle gespart wird, also beim betrachten der V√∂gel. Die entscheidenden Faktoren f√ľr einen l√§ngeren Verbleib von Familien in einem Zoo oder Vogelpark sind a. die Laune der Kinder, b. die L√§nge des R√ľckweges, c. das Wetter, d. die Dinge, die sonst noch zu erledigen sind und e. die finanziellen M√∂glichkeiten. Darum gebe ich Ulli auf der ganzen Linie Recht: Konsumzwang f√ľhrt unweigerlich zu Boykott. Ich zum Beispiel meide gegenw√§rtig zoologische Institutionen, wo ich nicht das mitgebrachte Essen f√ľr meine Kleinen w√§rmen resp. w√§rmen lassen kann.

Wie gesagt habe ich aber nichts gegen gewisse Rummelelemente resp. Showeinlagen: Darum mein Vorschlag f√ľr eine zweite resp. zweigeteilte Show. Ein Teil davon k√∂nnte durchaus eine Geschichte mit Adlern, Pferden und Rittern darstellen (Auch wenn man daf√ľr wohl eine zus√§tzlich B√ľhne schaffen m√ľsste). Und gegen ein "Jurassic Park"-Anh√§ngsel (immerhin Bezug zu V√∂geln) h√§tte ich auch nichts. Das sind immerhin zwei sehr attraktive Angebote f√ľr ONB.

@Ulli: Wir sind ja im Grundsatz einer Meinung. Auch ich sehe, dass die reinen Vogelparks in den letzten 10, 20 Jahren schwer zu kämpfen hatten bzw. haben. Trotzdem gibt es sie noch: Ich nenne nur mal Marlow und Steinen (nähe Basel/Lörrach).
Die direkte Konkurrenz (die in Hamburg und trotz des Sealife auch in Hannover fehlt) macht den VP sicher sehr zu schaffen. Geht es nur um Tiere, schaut sich ONB halt lieber Giraffen und Elefanten statt Kagus und Veilchenloris an. Darum braucht Walsrode unbedingt ein paar "Hits", was sowohl tierische Neuanlagen wie Entertainement-Elemente miteinschliesst.

@WolfDrei: Tut mir leid, aber hier muss ich bei ein paar Details widersprechen: In Walsrode und im VP Steinen gibt es schon seit einigen Jahren Primaten. So schnell kann es mit der Schliessung dann doch nicht gehen.
Im Jurong Bird Park in Singapur gab es vor ein paar Jahren √ľbrigens sehr wohl S√§ugetiere: Eine Anlage f√ľr - na was wohl - Erdm√§nnchen direkt bei den Straussen und Kasuaren.
So richtig verbandelt ist der Jurong Bird Park nicht mit Zoo und Night Safari. Es stimmt aber, dass man offiziell aufeinander R√ľcksicht nimmt (also weder der Zoo seinen Vogelbestand ausweitet noch der Vogelpark mehrere S√§ugetierarten anschafft). Auch gibt es Kombitickets f√ľr die drei Parks. Jedoch operiert der VP weitgehend selbst√§ndig, w√§hrend Zoo und Night Safari unter ein Dach geh√∂ren.
(07.01.2009, 10:29)
WolfDrei :   Ich hoffe ebenfalls auf ein gutes Ende f√ľr Walsrode, insbesondere auch, da der 2007 auf Madagaskar verstorbene Mario Perschke, ein guter Freund von mir, die Madagaskarimporte √ľberhaupt erst m√∂glich gemacht hat (das gilt auch f√ľr das Fingertier und die Mungos im Berliner Zoo). Aber ein bitterer Tropfen von der "Grande Dame" der deutschen Zoologie, von Erna Mohr. In einer Auswertung der Anzeichen bevorstehender Einstellungen ehemaliger Vogelzoos (sicher in sehr vergangener Zeit)stellt sie in einem alten Artikel im "Zoologischen Garten" fest: Wenn der erste Affe in einem Vogelzoo auftaucht, k√∂nne man in K√ľrze mit der Schlie√üung rechnen! Hoffentlich hat sie sich bez√ľglich Walsrode geirrt! Im gro√üen Konkurrenten, dem Jurong Bird Zoo Singapore gibt es keine S√§ugetiere, der ist aber auch mit dem Zoologischen Garten und der Night Safari verbandelt.
(07.01.2009, 09:39)
Ulli :   Nat√ľrlich bedauere ich die Probleme im Vogelpark Walsrode und eine Schlie√üung w√ľrde ich als echten Verlust empfinden. Gl√ľcklicherweise denken Bomlitz und Walsrode √ľber eine Kommunalisierung nach, wohl schon allein aus Eigeninteresse heraus.

Walsrode ist eigentlich fast der letzte ¬Ąreine¬ď Vogelpark in Deutschland, fast alle anderen haben schon vor Jahren dichtgemacht. Insofern ist die Entwicklung nicht ganz √ľberraschend. Es trifft jetzt halt nur den mit Abstand gr√∂√üten Park dieser Art. Reine Vogelparks scheinen offensichtlich nicht mehr den Geschmack der momentanen Zeit zu treffen. Ich denke immer noch, dass ein begehbares und recht einfach finanzierbares Affengehege (Berberaffen, Totenkopf√§ffchen oder Kattas) ein zus√§tzliches Besucherpotential bringen kann, ebenso die Integration einer kleineren Variante des Raubtierparks. Auch eine Art Phaenomenta / Universum auf V√∂gel zugeschnitten kommt bei Kids gut an und kann integriert werden.

Baumwipfelweg und Baumhausdorf finde ich schon den richtigen Ansatz, eine Showveranstaltung wie in Hannover gibt es auch. Der Spielplatz ist immer noch toll. In der neuen Tropenhalle ist die Verweildauer auch deutlich h√∂her als in der Tropenhalle aus den 60er Jahren - also war auch diese Entscheidung an sich vern√ľnftig.

Walsrode leidet nat√ľrlich auch unter der nahen Konkurrenz von Soltau und Hodenhagen, und Familien m√ľssen sich auf ein (!) Ziel verst√§ndigen.

Im √úbrigen w√§ren viele zoologische Einrichtungen √ľber 300.000 Besucher im Jahr gl√ľcklich.

Ich hoffe auf ein gutes Ende f√ľr Walsrode.
(07.01.2009, 09:09)
Ulli :   Ich muss Michael in einem Punkt widersprechen: Was sich einige Veranstalter und auch Zoos, leider auch in Hannover, an Konsumzwang leisten, finde ich eine Unverfrorenheit.
Das Nichtverlassenk√∂nnen einer Halle empfinde ich schon als N√∂tigung. Dasselbe gilt in Hinblick auf Sitzgelegenheiten. Nur im Restaurant vern√ľnftige Sitzpl√§tze anzubieten und ansonsten auf Sitzm√∂glichkeiten zu verzichten, um dort vielleicht eigene (!) Stullen zu verzehren, geh√∂rt n√§mlich in dieselbe Kategorie.
Im Grunde schneidet man sich damit auch ins eigene Fleisch - denn ein zweites Mal lasse ich mir so etwas nicht bieten und verzichte lieber auf derartige Veranstaltungen.

Besonders angenehm ist es im Zoo Hannover, wenn sich 80 Prozent der Besucher in der aktuellen Showveranstaltung tummeln und man endlich Ruhe zum Betrachten der Anlagen hat. Wie tragfähig das Konzept in Hannover auf die Dauer sein wird, muss man langfristig abwarten - vielleicht beruht auch dieses Konzept nur auf dem aktuellen Zeitgeist. Außerdem geht man ein gewisses Wagnis ein: ohne ständig neue Highlights stumpft eine bestimmte Besucherklientel ab - man hat ja schon alles einmal gesehen und zieht wie eine Karawane weiter.
(07.01.2009, 09:09)
Michael Mettler :   Die Situation ist offenbar SEHR kritisch:
http://www.welt.de/welt_print/article2976513/Kreist-der-Pleitegeier-ueber-dem-Vogelpark-Walsrode.html

Interessant √ľbrigens, dass Pinguine und Pelikane nicht als V√∂gel gelten :-)
(07.01.2009, 00:14)
Michael Mettler :   @Sacha: Genau diese √§lteren Gro√üst√§dter bildeten ja einen gro√üen Teil des Publikums der 80er, das aber irgendwann weitgehend wegblieb. Also hat man es auch dieser Zielgruppe anscheinend nicht mehr recht machen k√∂nnen - oder den Reiseveranstaltern, die sie herankarrte...

Baumwipfelpfad, Baumhausdorf oder √ľberdimensionale Plastikeier soll(t)en doch aber eine ganz andere Klientel ansprechen. Der Park braucht Kinder, die ihre Eltern, Tanten oder Gro√üeltern auch mal wegen Pommes, Eis oder Pl√ľschtieren anbetteln und die ganze Familie dazu n√∂tigen, im Restaurant Platz zu nehmen statt langweilige mitgebrachte Stullen auszuwickeln. Das bringt einem solchen Park deutlich mehr Geld als Kaffeespaziergangg√§ste, und genau deshalb wollen ja Zoos die Verweildauer erh√∂hen. Machen doch Andere auch: K√ľrzlich gab es eine Veranstaltung in einer hannoverschen Arena, in der Livekonzert und Sport geboten wurden und die anscheinend fast den ganzen Tag dauerte (habe das nur am Rande in der Zeitung gelesen). Wer eine Karte hatte, durfte die Arena nicht verlassen, weil die Karte sonst ihre G√ľltigkeit verloren h√§tte - und fertig ist der (wahrscheinlich √ľberteuerte) Konsumzwang... Das ausgefeilte, zeitlich abgestimmte Showprogramm z.B. in Hannover oder Harderwijk d√ľrfte √§hnliche Gr√ľnde haben: Wer alles sehen will, muss irgendwann zwischendurch auch mal was essen, und √ľberall locken die Souvenirshops... Versuch mal, diese Einnahmen auch nur ann√§hernd dadurch zu erreichen, dass du "nur" eine der weltgr√∂√üten Papageiensammlungen, eine erfolgreiche Kagu-Zucht oder ein fast einzigartiges P√§rchens Hornguans pr√§sentierst. Und wenn gerade Kinder eine Burgruine besichtigen, dann m√∂chten sie wahrscheinlich nicht den Effekt "Und was ist hier?" - "Noch 'ne Eule...", sondern ein wenig mehr Abwechslung bzw. Aufregung geboten bekommen. Eine Greifvogelvorf√ľhrung von mittelalterlich kost√ľmierten Falknern - wom√∂glich sogar zu Pferde - h√§tte da deutlich mehr Reiz, aber daf√ľr steht die Burg an ung√ľnstiger Stelle...
(06.01.2009, 20:59)
Sacha :   Kleine Korrektur:

"und f√ľr Papageien, Falken, Adler und PELIKANE" wird sich auch noch was finden lassen.
Sorry
(06.01.2009, 18:08)
Sacha :   @MM: Die Kinder werden wohl nicht wegen dem Federvieh quengeln, aber erholungssuchende, AELTERE Grossst√§dter d√ľrften Walsrode sehr wohl zu sch√§tzen wissen. Und das sind in D prozentual sicher nicht weniger als z.B. in der CH.
Der Niedergang der Besucherzahlen in Walsrode hat ohne Zweifel auch mit der Neugestaltung des Zoo Hannover zu tun. Nur wie stark, ist wohl nicht zu beantworten.
Wenn ich mir so ansehe, was andere Zoos und Parks f√ľr Sponsoren/Investoren an Land gezogen haben, dann ist da durchaus noch Luft nach oben. Zumal Walsrode wie gesagt in einer der popul√§rsten Ferienregionen Deutschlands liegt, f√ľr Werbung von Unternehmen also attraktiv sein m√ľsste. Mit UHU und der Uhu-Burg hat Walsrode im Prinzip den richtigen Weg eingeschlagen (auch wenn ich wie anderweitig erw√§hnt die Burg misslungen finde). Jetzt gilt es, diesen Weg weiter zu verfolgen. Miele/Langnese und Pinguine, Lufthansa und Kraniche, Bettwarenhersteller und G√§nse, eine Sprachschule und Beo und f√ľr Papageien, Falken, Adler und Kraniche wird sich auch noch was finden lassen.

Wer ALLES hinter der neuen F√ľhrung von Walsrode steckt, wollte ich ja auch schon herausfinden. Scheint nicht so einfach zu sein.....
(06.01.2009, 18:05)
Michael Mettler :   @Sacha: "Abgeschieden" sollte den Unterschied zum Stadtzoo darstellen. Hamburg und Hannover sind zwar nahe, aber auch von dort aus werden die wenigsten Besucher √∂fter als alle paar Jahre mal den Vogelpark aufsuchen - schon allein deshalb, weil nur wenige Kinder ihre Eltern wegen Federvieh anquengeln... Andererseits f√§llt der Niedergang der Besucherzahlen in Walsrode zeitlich mit der Neugestaltung des hannoverschen Zoos zusammen - nur Zufall?

Wir hatten ja schon diverse M√∂glichkeiten im Forum er√∂rtert, die nach UNSERER Meinung den Park attraktiver machen k√∂nnten. Fakt ist, dass offensichtlich ein Betreiber nach dem anderen in letzter Zeit dort zu scheitern scheint. Zuwenig Engagement bei der Investorensuche w√ľrde ich dem Park nicht vorwerfen, wenn schon ein Geldinstitut zu den Teilhabern geh√∂rt (ist doch noch so?) - da d√ľrfte man gro√ües Interesse daran haben, dass die Sache l√§uft (womit auch immer).
(06.01.2009, 16:31)
Sacha :   @MM: Ich kann Dir in vielem nur zustimmen. Trotzdem gibt es zwei Punkte, die ich so nicht stehen lassen w√ľrde.

1. Soooooo abgeschieden ist Walsrode nicht. Es liegt einerseits inmitten einer sehr beliebten Ferienregion, andererseit zwischen den Ballungszentren Hamburg und Hannover und ist von dort relativ schnell (und mit dem PkW auch leicht) erreichbar.

2. Ein Freizeitparkbereich (also Rummel) w√ľrde zweifellos mehr und vor allem j√ľngeres Publikum bringen. Allerdings kann der Unterhalt dieser Anlagen (je nach Qualit√§t versteht sich) auch recht teuer sein (Sicherheitsvorschriften usw.) und andererseits ginge ein Teil der "Einzigartigkeit" des Vogelparks verloren. Er wird f√ľr ONB mit Th√ľle, Jaderpark usw. austauschbar. Ausserdem sind die Rummelelemente im nahe gelegenen Serengetipark ja schon zu gen√ľge vorhanden.

Welche Massnahmen in Walsrode auch getroffen werden, die V√∂gel sollten im Mittelpunkt bleiben. Das schliesst z.B. Rummelelemente nicht aus. Nur sollten sie irgendwie einen Zusammenhang zum Thema haben. M. E. k√∂nnte u. a. eine zus√§tzliche Vogelshow Sinn machen (einmal Flugshow, einmal andere F√§higkeiten der V√∂gel oder gar eine ganze Story wie z.B. in den Seaworld Parks). Nebst einem Pinguinarium w√§re auch eine begehbare (saisonale?) Grossvoliere, in der die Besucher die V√∂gel f√ľttern d√ľrfen (Loris oder andere) eine Idee. Oder auch der in diesem Forum ge√§usserte Vorschlag mit beweglichen Dinosaurier-Figuren. Ein eigener Parkteil, der die Entstehung der V√∂gel zeigt, w√§re sicher attraktiv - nicht nur f√ľr ONB.

Das Geld daf√ľr zu beschaffen ist nat√ľrlich nicht leicht. Ich bin aber nach wie vor √ľberzeugt, dass man in Walsrode die M√∂glichkeiten l√§ngst nicht ausgesch√∂pft hat. Einerseits kann man mit mehr Engagement sicher aus der Privatwirtschaft noch was rausholen. Und beim Bund und L√§ndern m√ľsste es f√ľr die Artenschutzprojekte und Erhaltungszuchten auch etwas (mehr) geben.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Walsrode-Weg....
(06.01.2009, 12:22)
Wulfgard :   Das w√§re sicher eine Option genau wie z.B. die Pinguinhalle oder begehbare Gro√üvolieren mit Papageien. Das der Park auch fr√ľher schon die meisten Zuspruch von uns Vogelfreunden hatte ist mir schon klar aber ich hoffe immer noch das es vielleicht irgentwo einen Investor gibt der nicht nur ausschliesslich Profit Orientiert ist sondern auch den die Gro√üartige und leider Notwendige Aufgabe der Arterhaltung im Auge beh√§lt.

So mu√ü jetzt Arbeiten und bin erst Donnerstag zur√ľck.
(06.01.2009, 10:57)
Michael Mettler :   @Wulfgard: So lange ich den Park kenne (seit Anfang der 70er), waren f√ľr den Gro√üteil der Besucher m.E. schon immer andere Dinge als die V√∂gel die Hauptbeweggr√ľnde f√ľr den Besuch: Abenteuerspielplatz (Anfang der 70er DER Renner f√ľr Familien), Tulpen-, Rosen- und vor allem Rhododendronbl√ľte, Kaffee und Kuchen. Gerade in den 80ern hatte ich den Eindruck, dass der Park √ľberwiegend von Kaffefahrtg√§sten lebte; am sp√§ten Vormittag trudelten die Reisebusse aus allen Himmelsrichtungen ein, und die vorwiegend √§lteren Reiseg√§ste machten ihre Runde durch die immer wieder hoch gelobte gepflegte Gartenanlage und schlossen sie mit einem St√ľck Torte im Rosencafe mehr oder weniger ab, um nach der Kaffeezeit wieder abzufahren. Die V√∂gel - und vor allem ihre Vielfalt - waren da wohl eher schm√ľckendes Beiwerk, der Park hatte eher den Charakter eines Kurparks als einer zoologischen Einrichtung. Aber dank solcher G√§ste war die Haltung und Zucht seltener Arten √ľberhaupt erst m√∂glich, denn Rarit√§ten wie Bulwerfasan, Kagu & Co. locken nur speziell Interessierte, aber nun mal keine Reisegesellschaften an. Somit gilt f√ľr Walsrode trotz aller zoologischer Meriten das Gleiche wie f√ľr jeden gr√∂√üeren Zoo: Der Durchschnittsbesucher interessiert sich - zum Bedauern unserer Fangemeinde, die sowas nat√ľrlich ganz anders sieht - weniger f√ľr den zoologischen Wert als f√ľr die Qualit√§t und Besucherfreundlichkeit des Drumherums.

Daher habe ich sogar Verst√§ndnis daf√ľr, dass ein auf Tourismus angewiesener Park - Dauerbesucher werden sich wegen der abgeschiedenen Lage Walsrodes in Grenzen halten - ein noch viel stabileres nicht-zoologisches Standbein ben√∂tigt als ein Gro√üstadtzoo. (Allerdings bezweifele ich, dass ein Baumwipfelpfad die Massen mobilisieren w√ľrde...) Vielleicht w√§re eine L√∂sung wie im Jaderpark oder in Th√ľle denkbar, die √§hnlich abgelegen sind und mit einem gro√üen, aber separaten Freizeitparkbereich punkten und dadurch Einnahmen verzeichnen k√∂nnen. Bei meinen letzten Besuchen in Th√ľle sah ich jedenfalls in diesen Parkteilen Besuchermengen, wie ich sie in Walsrode schon Ewigkeiten nicht mehr erlebt habe - vor allem junge Familien. Viele davon interessieren sich f√ľr den zoologischen Parkteil wohl nur am Rande, finanzieren ihn aber durch ihren Besuch, und wer den Park schon mal besucht hat, wird mir zustimmen, dass er sich bis auf wenige Altlasten sowohl gehegem√§√üig als auch vom Artenbestand her auch bei anspruchsvollen Zoofans sehen lassen kann. Der Zoofreund kann den Freizeitparkbereich, den er nur beim Ein- und Ausgang kurz passieren muss, problemlos gedanklich ausblenden. (Nat√ľrlich nur, solange man sich keine Gedanken macht, was man auf dieser Fl√§che an zus√§tzlichen Gehegen schaffen k√∂nnte - nur von welchem Geld, wenn der Freizeitpark als Besuchermagnet wegfiele?) Eine Rummelplatz-Atmosph√§re entsteht im Tierbereich nicht.
(06.01.2009, 10:41)
Sacha :   Auch mich schockiert die Meldung. Wipfelpfad - so ein Quatsch. Damit lockt man wirklich nicht mehr Zuschauer in den Park. Und √§ltere Personen (die ja nach wie vor die Mehrzahl der Besucher ausmachen) werden unter Garantie den bequemeren Weg am Boden vorziehen.
Wenn man schon investieren will resp. muss, dann in etwas, dass Sinn macht und f√ľr die Masse attraktiv ist: Und da kommt wieder meine Pinguinhalle ins Spiel....
(06.01.2009, 10:17)
Wulfgard :   @M.M.
Ich habe gerade Ihren Beitrag gelesen und muss sagen mir blutet das Herz wenn eine Einrichtung wie Walsrode langsam den Bach runtergeht. Der Park hat sich in den Achtziger und Neunziger Jahren gro√üe Verdienste bei der Nachzucht seltener Arten erworben und Mann sollte Ihm wesentlich mehr Beachtung schenken, denn viele der dort gehaltenen und auch nach gez√ľchteten V√∂gel stehen auf der Roten Liste und w√ľrden wahrscheinlich in 10 oder 20 Jahren ganz verschwunden sein wenn es solche Einrichtungen wie Walsrode nicht Mehr gibt.

Was die Besucherzahlen angeht meine ich es kann doch nicht immer nur nach dem Prinzip Höher, Schneller, Weiter gehen. Oder sind die Leute heute nur noch mit einer Rummelplatz Atmosphäre in einen solchen Park zu locken? Dann kann man ja gleich Lebensgrosse Schleichtiere neben Div. Karussells und Achterbahnen aufstellen, da spart man reichlich an Personal und Futterkosten fallen auch keine an.

(06.01.2009, 10:03)
Michael Mettler :   Laut heutiger Zeitungsmeldung (NEUE PRESSE) ist der Vogelpark nach wie vor finanziell angeschlagen, bekommt von Banken keine weiteren Kredite und findet auch keine privaten Investoren. M√∂glicherweise √ľbernehmen nun die Gemeinden Walsrode und Bomlitz die Mehrheit am Vogelpark. Man hofft auf F√∂rdermittel der EU in H√∂he von 12 bis 15 Mio. Euro, die Kommunen m√ľssten dann bis zu 4 Mio. zus√§tzlich selbst aufbringen. Als neue Attraktion soll mit einem Teil des Geldes ein 350 Meter langer Baumwipfelpfad angelegt werden, Zitat: "√úber diesen Weg sollen die Besucher auch schneller Ziele in dem Vogel-Zoo erreichen".

Da habe ich meine Zweifel, ob DAS wirklich gr√∂√üeren Besucherzuspruch bringen wird. Und warum eigentlich "schneller erreichen"? So riesig ist das Gel√§nde nun auch wieder nicht (und wenn, w√§ren 350 Meter "Abk√ľrzung" eher l√§cherlich), und in weiten Teilen davon gibt es nicht mal Baumwipfel! Andere Zoos bem√ľhen sich, ihre Besucher zu l√§ngerem Aufenthalt zu animieren (um seine Didaktik besser wirken zu lassen und den Konsum zu f√∂rdern), aber der Vogelpark w√ľnscht sich schnelleren Durchlauf...?
(06.01.2009, 09:12)
Michael Mettler :   @Ulli: Mag sein, dass sie von den Besuchern als Affen nicht f√ľr voll genommen werden, aber seitdem die Liszt√§ffchen im Vogelpark gehalten werden, kann ich mich an keinen Besuch erinnern, bei dem vor deren Voliere - trotz M√∂glichkeit zur Kontaktaufnahme am Gitter - mehr interessierte Besucher standen als bei den benachbarten Papageien und Sittichen. Gr√∂√üere Affenarten w√§ren da sicherlich spektakul√§rer, da gebe ich dir Recht. Andererseits w√§re wahrscheinlich ALLES, was eine gewisse Bekanntheit hat und kein Vogel ist, f√ľr Kinder eine willkommene Auflockerung des Rundganges - wahrscheinlich selbst eine Koppel mit Zebras. Und wenn man die √ľberdrahten w√ľrde, k√∂nnte man sogar noch die Symbiose mit Kuhreihern und Madenhackern pr√§sentieren... :-)
(20.06.2008, 13:11)
Ulli :   @Michael Mettler
Bingo - Die Affen sind auch tats√§chlich als "Besucherbelustigung" und "K√∂der" von mir angedacht worden - nach dem Motto f√ľr den interessierten Vogelfreund die V√∂gel, f√ľr die Parkliebhaber die Gr√ľnanlagen und f√ľr die Kinder als zus√§tzlicher Appetithappen (aufgrund der f√ľr sie eher langweiligen V√∂gel) die Affen und der Spielplatz. Und wir waren uns beide einig, dass es ein gewisses Problem hinsichtlich der Besucherstruktur und damit des einhergehenden Besucherstromes gibt.

Ach ja - so problematisch ist das mit Hodenhagen nicht - die Massen fahren durch das Safariland, die meisten gehen anschlie√üend zum Kirmesbereich - die Besuchermassen bei den Affen bleiben in Hodenhagen √ľbersichtlich, vielleicht weil die meisten Besucher dann keine Lust mehr auf weitere Tiere haben oder das Affenland schlicht und ergreifend √ľbersehen bzw. nicht finden.

Andernorts sind aber gerade die Affen eine der Tiergruppen, die besonderen Zuspruch erfahren - was wieder f√ľr ihre grunds√§tzliche Attraktivit√§t spricht. Die von mir genannten Affenarten f√ľr das Kontaktgehege sind ja gerade nicht das "zoologische Porzellan", das besonders gehegt und gepflegt werden soll und m√∂glichst dem unmittelbaren Besucherkontakt entzogen werden soll - Es wird also gerade kein konzeptioneller Affenpark von mir angedacht.

Und falls man doch Konzeptionelles benötigt:

a)Atlasgebirge - Waldrapp - Berberaffe
b)Madagaskar ¬Ė bedrohte Vogelarten und Biotope - Kattas (Trockenwald) bzw. Vari (Regenwald)
c)S√ľdamerikanischer Regenwald ¬Ė Vielfalt der Vogelwelt - Totenkopf√§ffchen
d)Guereza und die Anpassung an die Vielfalt afrikanischer Waldbiotope und die typischen Vogelvertreter der jeweiligen Waldbiotope oder anders aufgezäumt
e)Thema Kommunikation / Rufe + Singen / Terretorialverhalten oder
f)Thema Werkzeuggebrauch bei Vögeln und Primaten (wurde hier auch schon zuletzt zu Walsrode in diesem Forum angedacht ) oder schlicht und ergreifend
g)der Baum als funktionaler Lebensraum ...
Die Liste ist bei weitem nicht vollz√§hlig, soll aber nur zeigen - konzeptionelle Verkn√ľpfungen sind ohne weiteres herstellbar.

Die √úberlegungen zu den Raubtieren sind demgegen√ľber als logische Erweiterung der vorhandenen Schwerpunkte und unter dem Aspekt Artenschutz zu verstehen.
(20.06.2008, 10:28)
Michael Mettler :   Nur weil es um den Vogelpark herum noch unbebaute Fl√§chen gibt, w√ľrde ich nicht unbedingt davon ausgehen, dass diese auch f√ľr eine Erweiterung zu bekommen w√§ren... Auch andere Zoos grenzen an Wiesen und W√§lder und k√∂nnen sich dennoch nicht vergr√∂√üern. Im Gegensatz zu Ulli sehe ich auch keine zwingende Notwendigkeit, den Park zu erweitern; an der einen oder anderen Stelle kann man ihm durch Beseitigung von Geh√∂lzen optisch mehr Weite verleihen, und die Gehegefl√§chen lassen sich teilweise an Ort und Stelle anders strukturieren. Nur f√ľr Berberaffen (die es genauso wie Kattas, Totenkopf√§ffchen und Guerezas zehn Autominuten entfernt in Hodenhagen in begehbaren Anlagen zu sehen gibt) Gel√§nde hinzu zu nehmen, empfinde ich als Verschwendung; da diese in keinster Form ins Konzept passen (weder ins aktuelle noch ins von mir zusammengesponnene), w√§ren sie in meinen Augen "nur" zur Besucherbelustigung dar und somit kommerziell par excellence.... Anders s√§he es nat√ľrlich aus, wenn sich der Park konzeptionell zu einem Affen- und Vogelpark entwickeln sollte - quasi zu einer Kreuzung aus Walsrode und Apeldoorn. Dann aber entst√ľnde wohl wirklich ein Platzproblem - oder der Park m√ľsste sich nach Verzicht auf etliche V√∂gel auch von seinem werbewirksamen Superlativ "Gr√∂√üter Vogelpark der Welt" verabschieden.
(19.06.2008, 19:43)
Carsten Sch√∂ne :   Hallo Ulli,

ich finde Ihre Idee durchaus attraktiv. Wie bei allen Planspielen stellt sich aber die Frage, was der Betreiber dazu sagt!? Hat jemand Kontakte?

Kalefeld hat sich erledigt, weil der B√ľrgermeister, der uns die wichtigste St√ľtze war, in den nieders√§chsischen Kommunalwahlen zwar wiedergew√§hlt wurde, als Parteiloser aber seine bisherigen Mehrheiten im Gemeinderat verloren hat. Die neuen Mehrheitsinhaber wollen auf der Planungsfl√§che lieber eine H√§hnchenmastanlage sehen. Weitere Informationen unter der √úberschrift ¬ĄRaubtierPark¬ď.

Freundliche Gr√ľ√üe
Carsten Schöne
(19.06.2008, 17:56)
Ulli :   @Michael Mettler
Deine Einwände kann ich durchaus nachvollziehen.
1. Ohne Erweiterungsflächen wird der Vogelpark kaum auskommen.
2. Zum RaubtierPark - der Schwerpunkt liegt eher auf den kleineren und stark bedrohten Formen - der Tiger w√§re in Bezug auf die Inselwelt S√ľdostasiens als gr√∂√üte Form nur die logische Erg√§nzung und Abschluss sowie in seiner Pr√§sentation als Dschungelpfad auch etwas unterschiedlich zur Pr√§sentation in Hodenhagen. Irbisse als Bestandteil vom Bereich Himalaya gibt es allerdings wirklich auch schon in Nindorf - also w√§re dieser Teil f√ľr Walsrode eventuell verzichtbar oder dieser Areal f√ľr den Tigerdschungel nutzbar. Der besondere Reiz des mittleren Modells ist aber gerade die Konzentration auf Madagaskar und Indonesien... Deshalb w√ľrde ich ihn r√§umlich auch an das Indonesienhaus in einem Erweiterungsteil (hinter oder neben dem Indonesienhaus) angrenzen lassen. Mit den Kattas oder Varis im Bereich Madagaskar g√§be es auch gleich noch attraktive Primaten hinzu - eventuell auch als begehbare Anlage.
3. Zu den Dinos - leider gibt es schon in relativer N√§he den bemerkenswerten Dinopark M√ľnchehagen. Der Schwerpunkt muss also neben dem ein oder anderen Sauriermodell in Lebensgr√∂√üe eindeutig in Richtung "Saurier als eine Urform zur Fortentwicklung der V√∂gel" liegen - hier sicherlich kombinierbar mit einem technisch orientierten "Vogelpark der Sinne".
4. Beim Bauernhof sind wir uns in der Gestaltungsart einig.
Kleine Erg√§nzung ¬Ė wie in Hankensb√ľttel gibt es eine zweigeteilte Scheune f√ľr Steinmarder, einmal insgesamt f√ľr die Steinmarder, einmal nur der Dachboden f√ľr die Steinmarder. Der √ľbrige Teil der zweiten Scheune wird f√ľr Bilche (zweite Bodenkammer), eine Feldermausausstellung, die Abstellkammern mit M√§usen und Ratten sowie einem ¬ďUngezieferbereich¬ď u.a. Kakerlaken in einem Herd genutzt.
5. Ein begehbares Affengehege w√ľrde ich nach wie vor nicht ganz au√üer Acht lassen -
auch der Vogelpark Detmold-Heiligenkirchen hat als zus√§tzlichen Reiz Totenkopf√§ffchen und der Vogelpark Steinen Berberaffen im Bestand. F√ľr wenig k√§lteempfindliche Berberaffen
w√§re eine begehbare Anlage (abgesehen von dem neu zu erwerbenden Gel√§nde von 1-2 ha) sehr schnell umsetzbar und im Vergleich zu den aufwendigen Anlagen f√ľr die polaren Pinguine auch sehr preiswert.
6. Deine Ideen zu Walsrode in "eure Planung" gefallen mir sehr gut - kleine Ausnahme, mit der dreiteiligen Gro√üvoliere und der Besetzung mit Gro√ügreifen kann ich mich in Anbetracht der Spannweite der Fl√ľgel nicht so recht anfreunden - als Afrikavolieren f√ľr kleinere Formen an sich sind deine vorgeschlagenen Volieren aber vern√ľnftig. Als Besetzung der mittleren Voliere w√§re eine Hornvogel-Art zusammen mit Geierperlh√ľhnern als Vertreter der afrikanischen Savannenlandschaft auch vorstellbar - alternativ kann man die mittlere Voliere als begehbare Weberv√∂gelanlage nutzen, flankiert von zwei gr√∂√üeren, mit breiteren Gr√ľnstreifen von der mittleren Voliere abgegrenzten Hornvogel-Perlhuhnvolieren.
7. Was die Tag-Gro√ügreifv√∂gel betrifft ¬Ė breites Interesse wecken sie meist nur in Flugvorf√ľhrungen ¬Ė also kann man sich im Bestand auf die wenigen Tiere aus den / f√ľr die Vorf√ľhrungen beschr√§nken. (eventuell in den vorhandenen Greifvogelvolieren ¬Ė das Fachwerkensembleme kann auch verschwenkt werden ¬Ė ohne Erweiterungsgel√§nde (sprich die Wiese dahinter) wird der Bauernhof kaum verwirklicht werden k√∂nnen) Und kritische Stimmen zur Haltung von Taggreifv√∂geln kommen erst gar nicht gro√ü auf oder k√∂nnen leicht entkr√§ftet werden ¬Ė irgendwo m√ľssen die Tiere auch au√üerhalb der Flugvorf√ľhrungen untergebracht werden.
(19.06.2008, 10:24)
Michael Mettler :   @Ulli: Tiger gibt's in Hodenhagen reichlich und sind im WP L√ľneburger Heide l√§ngst in Planung - mit denen ist die Heide also ausreichend versorgt, und Besucher aus Hamburg und Hannover rei√üt man damit auch nicht vom Hocker...

Ich habe unter "Eure Planung" mal Gedankenspiele - nicht bis ins letzte Detail, wurde trotzdem schon reichlich lang - aufgef√ľhrt und dabei Sachas Vorschlag aufgegriffen, Dinos, Haustiere (mit Schwerpunkt auf norddeutschen Rassen) UND polare Pinguine einzubinden - das funktioniert eigentlich sogar recht gut, selbst wenn man die jetzigen Grenzen des Parks nicht sprengt. Und da einige Vogelgruppen offensichtlich eh schon im Abbau begriffen sind (z.B. Kasuare und Loris) hatte ich auch wenig Hemmungen, deren Raum anderweitig zu besetzen... Den Geest-Bauernhof in Neum√ľnster hatte ich tats√§chlich auch im Hinterkopf, allerdings auch Meyers Hof in Hannover und den kleinen, aber feinen Bauernhof im Tierpark Nordhorn. Heide und Geest stellen n√§mlich das Thema "meines" Walsroder Bauernhofes dar - aber lest selbst.
(19.06.2008, 01:25)
Ulli :   zweiter Versuch - inklusive Grafik
ansonsten unter http://www.raubtierpark.de/deu/html/index.htm
(17.06.2008, 13:58)
Ulli :   Es gibt beim RaubtierPark drei Gr√∂√üen - f√ľr Walsrode w√§re (zun√§chst) die mittlere L√∂sung mit dem Schwerpunkt Inseln gerade auch in Hinblick auf die bisherigen Schwerpunkte des Vogelparkes mit Indonesien und Madagaskar ideal - erg√§nzt um den Himalaya und einen verschlungenen Tigerdschungel (gro√üe Freianlage inklusive Tigerpfad wie bei Hagenbeck)
(17.06.2008, 13:55)
Ulli :   Es wurden Erg√§nzungsvorschl√§ge gemacht:
Bislang Bauernhof und Dinoplastiken sowie die Pinguinanlage
Denkbar wäre weiterhin:
1. Eine Schwerpunktsetzung beim Bauernhof gezielt in Hinblick auf die Heidelandschaft als Kulturraum - sowohl von der (bedrohten) Haustierfauna her als auch von der Wildfauna her - hier speziell Anpassungen vom urspr√ľnglichen an den ver√§nderten Lebensraum.

2. In Erg√§nzung hierzu ein Biotop-Rundweg der norddeutschen Landschaften mit interaktiven Stationen sowie einem Bienenhaus, Schmetterlingswiese, f√ľr Abenteurer ein Moorsteg, Kr√§uterg√§rten etc. (habe so etwas in Neum√ľnster gesehen).

3. Vögel bieten auch eine Menge Anregungen hinsichtlich Experimente (Körperbau, Vogelflug, Vogelzug, Orientierung, Gesang, Sehvermögen beim Geier, Dino als "Stammvater" etc.) - vielleicht ist ein Bereich in Richtung Phänomenta Wolsburg/Universum Bremen umsetzbar - Stichwort "Vogelpark der Sinne".

4. Man sucht immer noch einen Standort f√ľr den RaubtierPark (siehe Seiten Zoo-AG - ist der einmal ins Auge gefasste der geplante Standort Kalefeld noch aktuell ? ). Ein zweites Standbein kann f√ľr Walsrode interessant sein - umgekehrt w√§re ein reiner RaubtierPark auch nur bedingt √ľberlebensf√§hig und

5. last but not least - auch nicht mehr unbedingt originell, aber trotzdem immer wirkungsvoll: ein begehbares Affengehege - egal ob Berberaffe, Katta, Vari, Guereza oder
Totenkopfäffchen.

Platzmangel ringsum gibt es in Walsrode nicht und (fast) alles w√ľrde sich vom benachbarten Serengetipark unterscheiden.
(17.06.2008, 13:40)
Michael Mettler :   @Ulli: Meine Zustimmung in Sachen Gartenanlage. Einige bepflanzungstechnisch etwas "zeitgem√§√üere" Bereiche (um den Kranichsee herum) wurden leider inzwischen wieder plattgemacht, um die "Sitzgruppen" mit den √ľberdimensionalen Plastikeiern unterzubringen... Im Einzelhandel gibt es ein gefl√ľgeltes Wort, das man auch auf den Vogelpark umm√ľnzen k√∂nnte: "Ein Laden, der zusammen mit seinen Kunden alt geworden ist".
(17.06.2008, 12:31)
Ulli :   Michaels Liste erf√ľllt Walsrode in weiten Teilen, erg√§nzt sei noch der tolle gro√üe Spielplatz f√ľr die Kinder.

Vorweg - ich mag den Vogelpark Walsrode.

Ich war in diesem Fr√ľhjahr das letzte Mal da und ich hatte drei spontane Eindr√ľcke (aus dem Bauch heraus) :

Angesprochen f√ľhlte ich mich durch die Sumatrahalle und die Eulenburg, weil ich dort so etwas wie einen Einklang von Tieren sowie thematischer Einbindung und Vermittlung feststellte, die sich gegenseitig erg√§nzten. Deshalb war ich dort auch mit am l√§ngsten.

Die endlosen Papageienvolieren sind leider f√ľr mich das genaue Gegenteil. Ich wei√ü, eine Bepflanzung von solchen Volieren ist extrem schwierig. Dennoch sahen die Volieren irgendwie alle gleich aus wie auf einer Verpaarungs-Zuchtstation (was f√ľr eine ernst gemeinte Erhaltungszucht mit Zusammenf√ľhren von Einzeltieren sowie gr√∂√üerer Best√§nde der bedrohten Art vor Ort zweifellos eine richtige Option ist ¬Ė aber halt wenig publikumsansprechend ist) und ich hatte das spontane Gef√ľhl von ¬Ąlebensl√§nglich¬ď ¬Ė ich habe mir den Anblick weitgehend erspart¬Ö

Die Gartenanlage hat leider etwas den Charme der 60er Jahre ¬Ė Nadelgew√§chse (zweifellos dem Boden angemessen) und Blumenrabatten ¬Ė in meinen Augen schon etwas antiquiert. Neu gestaltete heutige Parkanklagen unterliegen einem anderen Modegeschmack ¬Ė und ich habe leider in erster Linie diejenige Altersgruppe gesehen, die dem 60er-Jahre-Gartengeschmack zugeneigt ist¬Ö und der tolle Spielplatz war (deshalb (?)) leider ziemlich leer.
(17.06.2008, 10:59)
IP66 :   √úber die Neuplanungen darf man nicht ganz vergessen, da√ü Stadt und Landkreis dem Vogelpark selten finanziell behilflich waren. W√§hrend in den Zoos der gro√üen St√§dte sehr viel von Seiten der Stadt oder st√§dtischen Tocherfirmen finanziert wird und nur hier und da ein Spenden- oder Sponsorenprojekt den √∂ffentlichen Betrieb ein wenig verdunkelt, ist Walsrode eine sehr private Veranstaltung. Wenn aber selbst im heftig, wenn auch verdeckt subventionierten Tierpark Hagenbeck Neubauten nur mit √∂ffentlichen Mitteln m√∂glich sind, m√ľ√üten sich, ob Bauernhof, Pinguinanlage oder neuer noch l√§ngerer Volierenreihe, wohl doch Landkreis und Magistrat zu Mittelanweisungen bereit finden - eigentlich nicht die schlechteste L√∂sung, zumal in St√§dten dieser Gr√∂√üe dergleichen Mittel oft f√ľr wenig genutzte Stadthallen oder nicht mehr ganz aktuelle Brunnenanlagen genutzt werden.
(17.06.2008, 10:40)
Sacha :   @MM: Wer sagt denn, dass Walsrode ein Pinguinarium mit eigenen Mitteln finanzieren soll? Nein, ein Privater (oder auch mehrere) k√∂nnten in die Bresche springen. Also √§hnlich wie bei der UHU-Burg m√ľsste ein MIELE-, AEG-, SIEMENS- oder V-ZUG (Hopp Schwiiz)-Pinguinarium m√∂glich sein. Kommt eben darauf an, wie gut man in Walsrode das Networking (= neudeutsch f√ľr betteln) drauf hat.
Zu Deinen Erg√§nzungsideen: Finden meine volle Zustimmung. Sogar ich w√ľrde ein Haustier-Bauernhof IN WALSRODE!!!! begr√ľssen und den Dinoplastiken vorziehen (Wunder gibt es immer wieder...). Andererseits: Warum nicht das eine tun und das andere nicht lassen. Vielleicht w√§ren ja Bauernhof, Dinos UND Pinguinarium die perfekte Probleml√∂sung. Klar, dass m√ľsste alles erst mal finanziert werden. Aber mit den richtigen Leuten (Stichwort Visionen) und entsprechendem Engagement plus Flexibilit√§t w√§re dies m. E. zu schaffen.
(17.06.2008, 10:28)
Michael Mettler :   Mir f√§llt da etwas auf. Die Anspr√ľche, die immer wieder von verschiedenen Forumteilnehmern an einen modernen Zoo in Funktion eines Artenschutzzentrums gestellt werden, lauten doch f√ľr gew√∂hnlich etwa so:
- schlichte Gehege statt kostenträchtiger Illusionsbauten;
- wenig Schnickschnack, der vom Tier ablenkt;
- Gehege, in denen sich die Tiere vor den Besuchern jederzeit zur√ľckziehen k√∂nnen;
- ausgewogener Tierbestand, der nicht nur auf den Publikumsgeschmack abgestimmt ist;
- möglichst hoher Anteil bedrohter Arten bei Mitwirkung an möglichst vielen Erhaltungszuchtprogrammen;
- weit gefächertes didaktisches Angebot;
- wenig Kommerz.
Gut, in Sachen Didaktik bietet Walsrode nicht so sehr viel, wenn man Zoos wie K√∂ln als Ma√üstab nimmt, aber alle anderen Punkte treffen auf den Vogelpark zu (mittlerweile auch "wenig Kommerz", denn das Angebot an Gastronomie und Souvenirs ist ja im Vergleich zu fr√ľher ganz erheblich zusammengeschmolzen). Somit erhebt sich anhand dieses Beispiels die Frage, ob ein solches "edles" Zookonzept auch andernorts dauerhaft die daf√ľr ben√∂tigten Massen erreicht oder nicht langfristig zu einem Besuchsziel f√ľr den relativ kleinen Kreis der st√§rker Interessierten wird - was dann wirtschaftliche Folgen hat.

Fakt ist: Walsrode ist ein Park mit vielen Such-mich-Anlagen geworden, denn es braucht seine Zeit, alle V√∂gel ausfindig zu machen, die laut Beschilderung vorhanden sind. Selbst die Fasanerievolieren sind teilweise l√§ngst so zugewachsen, dass man sie in diese Kategorie einordnen kann (wohlgemerkt zum Vorteil vieler ihrer Bewohner). Wo der fachlich Interessierte erst zur H√∂chstform aufl√§uft, stumpft der Normalbesucher m√∂glicherweise nach der dritten oder f√ľnften Anlage mit dem Prinzip "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts" ab. Den gleichen Abstumpfungseffekt, aber unter ganz anderen Voraussetzungen, erzielen die langen, gleichf√∂rmigen Volierenreihen mit Papageien (inklusive ihrer "Scheitelpunkte" Lori-Atrium und Papageienhaus). Betrachtet man es n√ľchtern, dann verlangt der Rundgang durch den Park vom Besucher eine erhebliche Konzentration, um die Artenf√ľlle √ľberhaupt erfassen und verarbeiten zu k√∂nnen - und geistige Vollbesch√§ftigung ist ja gemeinhin nicht gerade das, was sich der Normalmensch von einem Ausflug erw√ľnscht. Die Artenvielfalt wirkt auf einen Normalbesucher deutlicher erschlagender als auf einen fachlich Interessierten, da f√ľr ihn die Vogelwelt viel weniger "Typen" aufweist als die S√§ugerfauna: Tukan und Hornvogel besetzen z.B. f√ľr den Normalbesucher die gleiche "Planstelle". Und diese relativ wenigen "Typen" sind im Vogelpark nun mal in buchst√§blich ersch√∂pfender Bandbreite vorhanden.

Vielleicht besteht ein Ausweg wirklich nur darin, ein komplett abweichendes zweites Standbein zu entwickeln und ein zus√§tzliches Spezialgebiet in Walsrode aufzubauen, m√∂glichst nat√ľrlich mit Alleinstellungsmerkmal unter den im Umfeld befindlichen Parks. Eine M√∂glichkeit w√§re, das Tiersortiment um bedrohte Haustierrassen zu erg√§nzen und einen Schaubauernhof a la Meyers Hof in Hannover zu errichten; damit w√§ren publikumsattraktive Gro√üs√§uger im Sortiment, die sich sogar noch ber√ľhren lassen, und das Themengebiet w√ľrde gut in das l√§ndliche Konzept des Parks passen. (Haustiere gibt es zwar im Wildpark L√ľneburger Heide auch, doch sind sie dort √ľberall zwischen den Wildtieren eingestreut, so dass kein Bauernhof-Charakter entsteht.) Ein solcher Bauernhof m√ľsste im Idealfall den Vogelrundgang mittendrin unterbrechen, um auflockernd zu wirken; es w√ľrde sich also anbieten, f√ľr ihn die Fl√§che der Laufvogel- und Greifvogelanlagen sowie die diesseitigen Kranichgehege zu opfern (diese Anlagentypen lie√üen sich mit relativ wenig Aufwand andernorts im Park neu errichten - die Laufvogel-Fachwerkh√§user k√∂nnten sogar als Schaf- und Ziegenst√§lle weitergenutzt werden...). In diesem Umfeld gibt es nicht nur noch Erweiterungsm√∂glichkeiten (hinter den Anlagen und hinter die Indonesienhalle hinein), sondern mit Fachwerkh√§usern, Bockwindm√ľhle und rustikalen Restaurants besteht bereits ein Geb√§udeensemble (und ein Bauerngarten!), in das sich ein Bauernhof bestens einf√ľgen w√ľrde. Im Idealfall bef√§nde sich dann noch der gro√üe Spielplatz in diesem Bereich (z.B. auf der Fl√§che der stillgelegten Kioske, in denen jetzt die "Babystation" untergebracht ist), so dass der Besucher nach der ersten H√§lfte der Vogelrunde mal etwas Anderes zu sehen bekommt, sich ausruhen und seine Kinder toben lassen kann - um danach frisch gest√§rkt den Rest der Vogeltour anzugehen. (Die Fl√§che des jetzigen gro√üen Spielplatzes k√∂nnte man stattdessen f√ľr neue Greifvogelanlagen nutzen, dann g√§be es gleichzeitig auch f√ľr Normalbesucher ein Highlight am Ende des Rundganges.) Im Umfeld des Bauernhofes lie√üen sich √ľbrigens themenm√§√üig passend einige Vogelarten wie z.B. Wei√üst√∂rche oder Schleiereulen unterbringen, eine Limikolenvoliere w√§re eine sinnvolle Erg√§nzung zu einer Schaf- oder Rinderweide, Rebh√ľhner, Jagdfasane und diverse europ√§ische Singv√∂gel zum Themenbereich Ackerfl√§che.

Eine andere Variante w√§re es, √ľber den Park verteilt lebensgro√üe Dinosauriermodelle aufzustellen - immerhin sind die Dinos die n√§chsten Verwandten der V√∂gel, das lie√üe sich also nicht nur touristisch, sondern auch didaktisch aufbereiten. Beide Erg√§nzungsm√∂glichkeiten k√∂nnten das wirtschaftlich wichtige Besuchersegment "Familien" anlocken. Aber: Auch wenn die Dino-Variante ihren Reiz h√§tte, f√§nde ich den Bauernhof unter den gegebenen Bedingungen deutlich stimmiger.
(17.06.2008, 00:29)
Michael Mettler :   @IP66: Auch wenn ich mich wiederhole: Fuhren die Hamburger damals wirklich haupts√§chlich wegen der V√∂gel nach Walsrode - oder um einen Ausflug in die Heide mit der Besichtigung einer st√§ndig bl√ľhenden Parkanlage zu verbinden, in der AUCH V√∂gel zu sehen sind...?

@Sacha: Wenn sich der Vogelpark schon mit der Indonesienhalle finanziell verhoben haben soll, d√ľrfte ein Pinguinarium (f√§nde auch ich klasse) wohl erst recht nicht zu finanzieren sein...
(16.06.2008, 19:44)
IP66 :   Interessant ist nur, da√ü trotz eines klassischen Zoos in Hamburg in den 70er und 80er Jahren die Menschen scharenweise nach Walsrode fuhren, obgleich es da noch keine S√§ugetiere zu sehen gab. Vielleicht w√ľrde es helfen, wenn die vielen Einzigartigkeiten des Parks, insbesondere die nur hier zu sehenden Arten, entsprechend angepriesen und vorgef√ľhrt w√ľrden - spielt das "Einzigartige" doch als Kategorie in der Zoowerbung eine beherrschende Rolle.
(16.06.2008, 17:19)
Sacha :   Wie wahr! Umso wichtiger w√§re eine neue Attraktion wie ein Pinguinarium...
(16.06.2008, 16:34)
Michael Mettler :   Auf jeden Fall hat sich der Wildpark in einem Zeitraum erstaunlich entwickelt (und tut es noch), in dem Walsrode mehr und mehr Besucher wegbr√∂ckelten. Daran hat allerdings auch der Umstand, dass beide kurzzeitig unter der selben Leitung standen und einige Neuigkeiten eingef√ľhrt wurden (S√§ugetierhaltung, Streichelzoo, "Babystation", Showvorf√ľhrungen), nicht viel ge√§ndert. Wenn ich mir den krassen Unterschied im Besucherzuspruch beider Parks bei meinen letzten Besuchen vor Augen halte, liegen die Vorteile eindeutig beim Wildpark. Machen wir uns nichts vor: Gerade f√ľr Kinder sind S√§ugetiere interessanter als V√∂gel, und auch der Spielplatz im Wildpark kann l√§ngst mit dem des Vogelparks mithalten. Vielleicht mag auch der Eintrittspreis (Erwachsener im Wildpark 8,50 ¬Ä, im Vogelpark 14 ¬Ä) manchen Besuch umlenken. Als dritte zoologische Einrichtung und ausgesprochenes Familienausflugsziel ist ja auch noch Hodenhagen in der N√§he. Wenn der Besucher die Wahl zwischen wei√üem Tiger und Elefantenbaby auf der einen Seite oder wei√üer Kr√§he und Pelikank√ľken auf der anderen Seite hat, d√ľrfte die Entscheidung vieler Familien auf der Hand liegen...
(16.06.2008, 13:26)
IP66 :   K√∂nnte es sein, da√ü der "Wildpark L√ľneburger Heide" die Zooplanstelle in der Region erf√ľllt, f√ľr die zuvor der Vogelpark stand?
(16.06.2008, 11:13)
Karsten Vick :   @Michael: Der Doppelhornvogel hat mit etwas Phantasie zwei H√∂rner NEBENEINANDER.
(28.05.2008, 23:26)
Michael Mettler :   @Oliver: Allm√§hlich wird mir klar, warum du solch ein Fan von Dickh√§utern bist. Keine st√∂renden Farben, alles sch√∂n Grau in Grau, gelegentlich etwas Schwarz oder Wei√ü, und skurril sind sie auch noch - manche sogar "abnorm gro√ü"... :-)
(28.05.2008, 21:55)
Oliver Jahn :   Wenn dir, Michael, das noch nie vorher aufgefallen ist, dann siehst du mal, wozu ein s/w Foto so gut ist! Es lenkt den Betrachter eben durch seine Farben nicht vom Wesentlichen ab!!
:-)
(28.05.2008, 21:46)
Michael Mettler :   Komisch, ist mir vorher nie aufgefallen: Warum hei√üt die Art eigentlich DOPPELhornvogel, wo sie doch auch nur EINEN Schnabelaufsatz tr√§gt wie andere Hornv√∂gel auch...?
(28.05.2008, 21:43)
Oliver Jahn :   Und damit auch der gute Ralf versteht, was ich meine, hier noch eines! :-)
Wobei du schon etwas recht hast, wenn ich wirklich schräge Vögel hätte fotografieren wollen, hätte ich da mit unserem Gruppenfoto wohl einen besseren Treffer erzielt!
:-)
(28.05.2008, 21:40)
Michael Mettler :   ...und hier ist die besagte Kr√§he, mit deren Farbbeschreibung ich mich schwer tue. Die gibt allerdings auch ein nettes S/W-Motiv her :-)
(28.05.2008, 21:39)
Michael Mettler :   Also, ich finde zwar auch die wei√üen Kr√§hen irgendwie faszinierend und die "silberne" erst recht, aber wo Farbenpracht herrscht, will ich die auch auf dem Foto haben - siehe meine Version des Helmhornvogels.
(28.05.2008, 21:36)
Oliver Jahn :   Also ich habe mich f√ľr Karsten gefreut, und wegen ihm bin ich auchgern mitgekommen. F√ľr mich allein w√§re da ein Besuch in n√§chster Zeit wohl aber eher nicht drin, es sei denn, man nimmt sich wirklich mal meiner Tapir- und Zwergflusspferdplanungen an.
Zu meinen Fotos, so fotografiere ich nicht in erster Linie bunte Vögel in schwarz/weiß, sondern wenn ich schon Vögel fotografiere, dann besonders markante, oder skurile, da spielt die Farbe nur eine untergeordnete Rolle.
Das beigef√ľgte Foto macht das hoffentlich deutlich. :-)
(28.05.2008, 21:19)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: ...und nicht mit "ausgefressenen Lichtern" :-)

Sehen wir es doch mal so neutral wie m√∂glich: Ein nicht unerheblicher Teil der Walsrode-Besucher kam fr√ľher gerade WEGEN der gepflegten Gartenanlage, die V√∂gel waren f√ľr sie gr√∂√ütenteils Nebensache - ein Bruchteil davon h√§tte f√ľr sie wahrscheinlich gereicht, Hauptsache radschlagende Pfauen, sprechende Beos, ein paar bunte Papageien und ein Teich voller Enten und Schw√§ne w√§ren dabei gewesen. (Noch eine Besuchergeneration fr√ľher war der gro√üe Abenteuerspielplatz einer der Hauptanziehungspunkte f√ľr Ausfl√ľgler, bez√ľglich der V√∂gel galt da aber das Gleiche.) Dass beide Besuchergruppen heute teilweise erheblich seltener geworden sind, liegt vielleicht auch an der Preisentwicklung. Ich erinnere mich, dass der Eintritt irgendwann in den 80ern/90ern mit 11 DM schon weit √ľber dem √ľblichen Zooniveau lag (teurer war m.W. zur gleichen Zeit nur Hagenbeck), heute zahlt man 14 Euro - also wertm√§√üig mehr als das Doppelte, w√§hrend sich das zu Sehende in gro√üen Teilen des Parks nicht gro√üartig ver√§ndert hat bzw. "wertiger" geworden ist. F√ľr Busreisen - fr√ľher einer DER Besucherbringer in Walsrode, zwischen 11 und 15 Uhr war der Park oft kn√ľppelvoll - wirft das nat√ľrlich eine ganz andere Kalkulationsnotwendigkeit auf. Es ist bezeichnend, dass die meisten Souvenirshops im Vogelpark zeitweise oder g√§nzlich geschlossen sind (die "Babystation" war fr√ľher auch einer!) und die Artikelvielfalt der Souvenirs im Vergleich zu fr√ľher mindestens halbiert ist (wenn nicht noch weniger) - in vielen Zoos ist die Entwicklung dieses Einnahmefaktors genau gegenl√§ufig. Dazu kommt die geschrumpfte Gastronomie, ebenfalls fr√ľher ein weitaus gr√∂√üerer Geldbringer; was z.B. jetzt die EAZA-Ausstellungen beherbergt, war fr√ľher ein Restaurant. Und wenn das Rosen-Cafe als Hauptrestaurant bei sommerlichem Wetter und ge√∂ffneter Terrasse nicht mal Eis anbieten kann (siehe mein Besuchsbericht vom April), dann erz√§hlt das der Besucher vielleicht auch weiter... Sieht also alles in allem so aus, als wenn der Park seine Besucher nicht (mehr) dazu anregt, √ľber den Eintritt hinaus zu konsumieren.

Auf der anderen Seite, n√§mlich der zoologischen, steht ein fantastischer Artenbestand mit grandiosen Zuchterfolgen. Den Artensammler st√∂rt es nat√ľrlich nicht, an gleichf√∂rmigen Gehege- und Volierenreihen entlang zu laufen und Kraniche, Papageien oder Pelikane untereinander zu vergleichen. (Sein Souvenirkonsum und Verzehr h√§lt sich allerdings ebenfalls in Grenzen, nicht wahr...?) Die Anlagen sind seit Jahrzehnten bew√§hrt, also haltungstechnisch zu einem gro√üen Teil praktisch "zeitlos". √Ąnderungen sind wohl in den meisten F√§llen eher dem Publikumsgeschmack als der halterischen Notwendigkeit geschuldet - aber das gilt auch f√ľr viele Gehege anderer Zoos.

Der gro√üe Wurf, wieder mehr zahlende Kundschaft anzulocken, ist dem Park auch mit Flugshow, UHU-Burg, Streichelzoo und Baby-Station noch nicht gelungen. Wenn der Park in seinen Anzeigen in einer hannoverschen Tageszeitung die Pinguinf√ľtterung (!) als Highlight bewirbt, rei√üt das hier wirklich niemand vom Hocker. Machen wir uns nichts vor: V√∂gel sind f√ľr den Normal-Zoobesucher mit wenigen Ausnahmen nur "F√ľllmaterial" zwischen vermeintlich interessanteren Tieren, nicht mehr als dekorative Belebung von sch√∂n bepflanzten Landschaftsanlagen und Tropenhallen. Da gilt es noch viel Begeisterung zu entfachen...
(28.05.2008, 19:05)
Ralf Seidel :   Nach wie vor halte auch ich Walsrode f√ľr
einen sehenswerten und interessanten Park, wenn eben auch der "anderen Art".
Das betrifft nicht nur die Ausrichtung im Tierbestand auf die Ornis, sondern eben auch die Parkanlage an sich. Wasserfontänen, kurzgeschorener Rasen,
peinlichst genau angelegte B√ľsche und Hecken - so dass das Ganze fast schon wieder unnat√ľrlich wirkt. F√ľr den Zoofan
fast schon ein Greuel - hier geh√∂rt das einfach hin. Auch wenn der Tierbestand gegen√ľber meinem letzten Besuch vor 14 Jahren deutlich reduziert erscheint, ist der Park immer noch ein Muss f√ľr jeden Vogelliebhaber. Allerdings scheinen mir einige Gruppen unterrepr√§sentiert zu sein, ich erw√§hne da einfach mal die Prachtfinken...
Und irgendwie spaltet der Park eben auch - während der Karsten als bekennender Ornithologe kaum ansprechbar war, murrte der Oliver ständig rum:"...Alles nur Vöjel hier...". Nun weiß ich eben bloß nicht, ob er die ständigen Bewohner des Parks oder aber uns meinte..))
Ach ja, Oliver, eine Frage hast du mir immer noch nicht zufriedenstellend beantwortet: du fotografierst die buntesten Vögel, je greller, desto besser - aber eben in Schwarz-Weiß. Das ist doch grotesk...(Und jetzt komm nicht mit den Konturen und
Grauabstufungen)
(28.05.2008, 17:56)
Michael Mettler :   Dem Gedanken bez√ľglich der Pinguine schlie√üe ich mich an, auch wenn eine "Eishalle" nat√ľrlich nicht nur im Unterhalt, sondern schon im Bau ganz andere Investitionen verschlingt als eine "Burgruine".

Ehrlich gesagt war ich damals etwas entt√§uscht, als ich die jetzigen, gro√ü angek√ľndigten Pinguinanlagen (von denen eine l√§ngst f√ľr Enten und T√∂lpel genutzt wird) sah. Schon damals - und da ging es dem Park m.W. noch besser - hatte ich insgeheim mit einer Klimakammer gerechnet. Vielleicht passte die aber nicht ins sorgsam gehegte g√§rtnerische Konzept... Fairerweise muss ich dazu aber auch sagen, dass die Anlagen trotzdem ein Quantensprung gegen√ľber den ehemaligen Verh√§ltnissen waren. Die erste Pinguinanlage war ja ein Mini-Planschbecken - auf der Fl√§che befindet sich heute ein kleiner Springbrunnen...

Mir ist klar, dass meine Eindr√ľcke nur eine Momentaufnahme darstellen, aber das gilt schlie√ülich f√ľr den Gelegenheits-Normalbesucher genauso: In meinen Augen ist eine kontinuierliche Entwicklung zu einem neuen Konzept, wie sie gern beworben wird, nicht so sehr erkennbar. (Das trenne ich jetzt aber ganz bewusst von der fachlich-tierg√§rtnerischen Seite, denn auch darin schlie√üe ich mich Sacha an.) Ist ja ganz nett, die Volierenreihe der Papageien und Sittich mit ein paar Kagus zoologisch aufzulockern, aber dennoch ist es f√ľr den Normalbesucher (von dessen Kindern ganz zu schweigen) nach wie vor eine der √∂desten Ecken im Vogelpark, ob nun Volieren zusammengefasst werden oder nicht. Von "neuem Erlebnischarakter" kann hier genausowenig gesprochen werden wie bei den meisten Teichanlagen, an deren Wirkung sich seit 30 Jahren nichts Nennenswertes ge√§ndert hat. Damit will ich nicht sagen, dass diese nicht sch√∂n sind, aber es ist eben "alte Ware", die mit neuen Werbespr√ľchen verkauft werden soll.

Seit Jahren hat der Park das Ziel, f√ľr Familien mit Kindern interessanter zu werden; deren Anteil an der Besucherschaft war letzten Sonntag sehr √ľberschaubar. Vielleicht war die UHU-Burg ein Versuch, auf die Harry-Potter- und Mittelalter-Begeisterung einzusteigen, aber dann h√§tte es wohl auch EINE Eulenart darin und ein wenig mehr zoologische Abwechslung getan - warum z.B. sitzen die wei√üen Kr√§hen nicht DORT und werden als mystische Figuren vermarktet...?

Der Vogelpark hat es wirklich schwer, den Spagat zwischen Innovation und Bew√§hrtem zu schaffen. F√ľr Tier und Pfleger sind die meisten der Jahrzehnte bestehenden Anlagen wohl nach wie vor gut geeignet, dem heute nach st√§ndig wechselnden Eindr√ľcken lechzenden Besucher ist die systematische Aneinanderreihung offensichtlich zu langweilig geworden.
(28.05.2008, 14:20)
Sacha :   Uhh, jetzt bin ich selber etwas erschrocken. Mein Eintrag klingt vehementer, als er eigentlich nach MMs Eintrag sein sollte. Die Aussage bleibt trotzdem dieselbe.
(28.05.2008, 13:13)
Sacha :   @MM: Ich f√ľhle mich jetzt mal bez√ľglich der "Weissen Kr√§hen" und der "Glaubw√ľrdigkeit" angesprochen:

Nun hatte ich ja die Entwicklung Walsrodes Richtung Erlebniszoo/Rummelplatzpark bereits kritisiert. Ebenso die m. E. unn√∂tige Uhu-Burg. Stattdessen w√§re das Geld besser in ein Pinguinarium (mit oder ohne Kaiserpinguine..:)) investiert worden. Sponsor statt UHU eben Miele/Electrolux oder sonst ein K√ľhlschrankhersteller. Und man w√ľrde eine ziemlich untervertretene Vogelgattung attraktiv pr√§sentieren. W√ľrde jedenfalls mindestens ebenso viele Besucher anziehen wie die Burg (Im Unterhalt allerdings teurer, das gebe ich zu). Jedenfalls w√§ren sowohl Otto-Normal-Zoobesucher wie Zoofans zufriedengestellt. Weiterer Vorteil: Bei der Anlage w√ľrde das Wetter keine Rolle spielen.

Dass ich Weisslinge/Albinos generell nicht so sch√∂n finde, ist Geschmackssache. Wenn ein Zoo solch ein Tier ausstellt, dann ist dies allein nicht schlimm. Aber es h√∂rt bei mir auf, wenn es Richtung Kuriosit√§ten-Kabinett geht, man also bewusst in erster Linie Abnormit√§ten pr√§sentiert. Hinzu kommt in vielen F√§llen auch der Inzuchtfaktor, den ein moderner Zoo ebenfalls nicht anstreben sollte. Mal ganz abgesehen von dem vielen Mist wie "Weisse Tiger = wird hier gez√ľchtet, um die Art vom Aussterben zu bewahren" der oft erz√§hlt und an die Presse weitergegeben wird.

Trotz meiner Kritik möchte ich festhalten, dass ich Walsrode noch immer als den besten Vogelpark der Welt und eine der besseren zoologischen Einrichtungen in Deutschland halte. Was die in der Vogelzucht geleistet haben, verdient höchste Anerkennung.
(28.05.2008, 10:48)
Michael Mettler :   Im Vergleich zu meinem Besuch vor vier Wochen gab es gestern in Walsrode einige Um- und Neubesetzungen zu sehen. So sind z.B. die Dickschnabelreiher nunmehr tats√§chlich bei den Blauaugenibissen "angekommen", ein Paar im Prachtkleid war beim Nestbau. Auch zwei Schwarzstirnl√∂ffler habe ich gesehen, in der Gro√üvoliere neben den Brolgakranichen.

Inzwischen gibt es vier (!) ¬Ąwei√üe¬ď Kr√§hen (zwei ¬Ąrichtige¬ď, reinwei√üe Albino-Rabenkr√§hen, eine Raben(?)kr√§he in einer Art Silbergrau und eine beigefarbene Kr√§he, die wohl eher eine Saatkr√§he sein d√ľrfte) - hatten wir nicht mal Forumteilnehmer, die Zoos mit derlei Tieren die Glaubw√ľrdigkeit absprachen...? :-)

Merkw√ľrdig finde ich das Timing von √Ąnderungsarbeiten in diesem Jahr. √úber die im April, zum wichtigen Saisonstart, noch nicht fertige Amphibienausstellung hatte ich mich ja schon nach meinem damaligen Besuch ge√§u√üert (jetzt steht sie aber ¬Ė die Ringelschwanzmungos der letzten EAZA-Ausstellung sind in einer ¬ĄMadagaskar-Ecke¬ď daneben immer noch vorhanden). Derzeit ist immerhin Rhododendronbl√ľte, seit jeher eine touristisch wichtige Saison im Vogelpark, und die erste Vogelunterkunft √ľberhaupt, die der Besucher auf seinem Rundgang passiert (eine Gro√üvoliere), ist zwar seit meinem Besuch vor vier Wochen umdekoriert, aber nicht zum Wochenende fertig geworden, folglich unbesetzt, und es h√§ngt nicht mal ein erkl√§rendes oder die Neugier anregendes Schild dran. Auch der Spielplatz f√ľr Kinder unter zehn Jahren wird gerade renoviert (hier gibt es allerdings ein Schild), und die bei meinem letzten Besuch noch vorhandenen gro√üen Eier als ¬ĄErlebnis-Sitzelemente¬ď am Kranichsee sind komplett weg. Tja, fr√ľher war alles besser, da wurden solche Arbeiten vor dem Saisonstart erledigt und man pr√§sentierte dem Besucher den Park tipptopp (Ironie)...

(27.05.2008, 22:06)
Michael Mettler :   Anbei ein Bild des Pelikanmischlings.
(25.04.2008, 15:21)
Michael Mettler :   @Jennifer: Letztes Jahr war ich nicht in Walsrode, zuletzt im Herbst 2006. Gut m√∂glich also, dass der Kasuar schon l√§nger der letzte ist.

@Mirko Schmidkunz: Die Blauaugenibisse sitzen in einer der Stelvogelvolieren neben der UHU-Burg, sind also auch nur aus dieser heraus einsehbar. Dort auch Madagaskar- und Bernierenten neben nicht-madegassischen Arten. Die Dickschnabelreiher sind zwar dort ausgeschildert, sa√üen aber in einem der Absperrk√§fige der Strandvogelvoliere (in der sie bislang untergebracht waren). Schwarzstirnl√∂ffler habe ich nicht gesehen, aber vielleicht bin ich angesichts vieler Fehlbeschilderungen auch an ihnen vorbeigelaufen, wenn sie irgendwo hinter den B√ľschen sa√üen...

@Sacha: Ich hab' ja die Currywurst gar nicht gegessen (obwohl ich sowas durchaus zu mir nehme), sondern sie nur wegen ihrer deutschlandweiten Vergleichbarkeit als Beispiel genommen. Habe mir n√§mlich sagen lassen, dass der Begriff Leberk√§se (das habe ich gegessen) nicht √ľberall bekannt ist :-)

Zum Parkplan: Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass der Plan nicht mal aktuell ist. Zwar wurde die UHU-Burg als Abbildung hineinkopiert (und nicht mal beschriftet), aber an ihrem wirklichen Standort sind noch die alten Eulenvolieren-Reihen eingezeichnet, die Strau√üenanlage ist noch ebenso geteilt wie die gro√üe Flamingolagune, und die erste Anlage am Kranichsee noch √ľberdacht - der Plan ist also einige Jahre alt.
(25.04.2008, 12:59)
Sacha :   Der Sinn der Umplatzierungen w√ľrde mich auch interessieren. Wir hatten ja mal hier einen (vermeintlichen?) Insider Namens "M√§hnenibis" (siehe Eintr√§ge 2006). Vielleicht meldet sich diese Person mal wieder und kann uns Antwort geben.....

@MM: Currywurst mit Pommes f√ľr 6 Euro 80? Boah, muss man da Hunger haben, wenn man erstens √ľberhaupt so etwas Ekliges wie eine Currywurst bestellt(kulinarisch dort anzusiedeln, wo es auch Wildschwein in Pfefferminzsauce gibt) und dann auch noch soviel bezahlt...:)
(25.04.2008, 11:45)
Mirko Schmidkunz :   Gab es eigentlich Blauaugenibisse, Schwarzstirnl√∂ffler und Dickschnabelreiher ?
(25.04.2008, 11:16)
IP66 :   Die Beschreibung von Herrn Mettler erinnert mich ein wenig an meinen letzten Besuch in Eckenhagen, wo der Vogelpark mitten in der Saison einen vergleichbaren Eindruck machte, allerdings die meisten interessanten Arten schon lange verschwunden waren.
(25.04.2008, 10:52)
Jennifer Weilguni :   @Michael Mettler
Kann sein, dass wir uns da verschaut haben, aber schon letztes Jahr im Spetember haben wir nur den einen Rothalskasuar gesehen.
Und hinsichtlich der doch recht saftigen Eintrittspreise habe ich einen kleinen Tip : ADAC Mitglieder sollten ihre Clubkarte vorlegen, da gibt es dann einen kleinen Rabatt. Immerhin.


(25.04.2008, 08:29)
Klaus Sch√ľling :   - In der Tat, an dem Plan m√ľssten wir nicht mehr viel retouschieren, um ihn als R√§tzool verwenden zu k√∂nnen ...
(25.04.2008, 08:14)
Michael Mettler :   Gestern war ich in Walsrode. Im Gegensatz zu fr√ľheren Zeiten, wo man dort zum Saisonstart alles fertig herausgeputzt hatte, wirkt der Park derzeit ungewohnt unfertig. Da gibt es ein paar leere Volieren, die Freiflughalle in der Paradieshalle ist wegen Renovierung geschlossen, die benachbarte Amphibienausstellung (zur EAZA-Kampagne) noch im Aufbau, -zig Vogelarten sind umgesetzt worden, ohne die Beschilderung zu aktualisieren (z.B. sind Nandu und Darwin-Nandu an der selben Anlage ausgeschildert...) usw.

An der Kasse bekommt man zur Eintrittskarte einen Parkplan (siehe Foto), auf dessen R√ľckseite die Veranstaltungen aufgelistet sind (A = Schauf√ľtterungen, B = Indoorshow, C = Flugshow, D = Vogelbaby-Schauf√ľtterung, E = Greifvogelf√ľtterung). Der Plan selbst ist aber das reinste R√§tzool, enth√§lt er doch weder Beschriftungen noch Tiersymbole... Wer sich DAS ausgedacht hat, ist wirklich optimistisch hinsichtlich des Orientierungsverm√∂gens vieler Mitmenschen.

Zu Beginn des Rundganges sieht man nun nicht mehr Keas (jetzt in Au√üenvoliere am Papageienhaus), sondern die linke Voliere bewohnen die Zapfenguans und die rechte wird eine Madagaskarvoliere, in der sich bisher aber wohl nur Madagaskarweber befinden. Beide Anlagen sind frisch bepflanzt und sehr sch√∂n strukturiert, eine Tafel dazwischen weist auf ihren Sinn hin: Die hier gezeigten Vogelarten sollen In-situ-Projekte symbolisieren. Auch die Waldrappen sind umgezogen und bewohnen nun eine der Stelvogelvolieren neben der UHU-Burg (fr√ľher mit Klaffschn√§beln usw. besetzt). Verwunderlich dabei ist, dass ihnen nunmehr keine Brutnischen mehr zur Verf√ľgung stehen. Zuchtstopp oder nur provisorischer Besatz?

Umz√ľgler findet man an allen Ecken und Enden. Entenarten, die jahrelang auf der selben Kranich- oder Laufvogelanlage gehalten wurden, sitzen jetzt woanders, ohne dass immer ein besonderer Sinn erkennbar w√§re (z.B. bessere geografische Passung); in der Reihe der Papageienvolieren wurde eine gr√∂√üere mit Kagus und Hornsittichen besetzt (am alten Standort gibt es aber auch weiterhin Kagus), in der Freiflughalle l√§uft zwischen Sichlern und St√∂rchen auch ein Rebhuhn herum. Die Albinokr√§hen (ich m√∂chte behaupten, dass eins der Tiere eine Saat- und keine Rabenkr√§he ist) leben nun bei den G√§nsegeiern. Anscheinend gibt es nur noch einen Kasuar (Rothals-). Viele Einzeltiere auch bei den Loris im Atrium, aus denen man gemischte Paare gebildet hat.

Kurole sind wieder in der Schau (1,1 gesehen), einige Arten sind neu im Bestand (bzw. waren bei meinem letzten Besuch noch nicht da), z.B. Wei√ür√ľckengeier, Himalaya-K√∂nigshuhn (ssp. koslowi), Zwergelsterchen, Tirikasittich. In der Aufzuchtstation ist ein am 16.3.08 geschl√ľpfter Bastard Meeres- x Brillenpelikan zu sehen - wie der wohl als Erwachsener aussehen wird? Der bei meinem letzten Besuch als Falkenraubm√∂we in der Strandvogelvoliere untergebrachte Vogel sitzt nun in der Voliere neben der Storchenwiese und ist jetzt als Schmarotzerraubm√∂we ausgeschildert.

Ach ja, f√ľr Freunde der Preis- und Servicevergleiche: Eintritt f√ľr Erwachsene 14 ¬Ä, Currywurst mit Pommes im Rosencafe (war die einzige ge√∂ffnete Verpflegungsm√∂glichkeit) 6,80 ¬Ä. Als ein Gast am Nebentisch einen Eisbecher bestellen wollte, bekam er die Antwort "Eis haben wir heute nicht"... Und das bei pr√§chtigem Sonnenschein und ca. 20 Grad. Von den fr√ľher √ľblichen Busladungen voller Besucher, die werktags zwischen 11 und 16 Uhr durch den Park str√∂mten, keine Spur mehr, auf dem Parkplatz stand kein einziger Bus - wie √ľberhaupt die Besucherzahl trotz "Kaiserwetters" √§u√üerst √ľberschaubar war.
(24.04.2008, 22:54)
Vogelpark Walsrode :   Auf Meisterkurs im VogelPark

Im VogelPark Walsrode findet erstmalig der Vorbereitungskurs f√ľr die Tierpfleger-Meisterpr√ľfung statt.

Sie sind Tierpflegergesellen und haben ein Ziel: sie wollen den Meistertitel. Die 25 Frauen und M√§nner, die am 11. Februar aus ganz Deutschland in den Vogelpark reisen, erwartet ein f√ľnft√§giges, umfangreiches Programm, um sich optimal auf die Meisterpr√ľfungen vorzubereiten. Walsrode ist dabei erstmals Austragungsort dieser Veranstaltung. ¬ĄIn der Vergangenheit fanden diese Vorbereitungskurse in gro√üen Zoos wie Wuppertal und N√ľrnberg statt¬ď erkl√§rt Simon Jensen, zoologischer Direktor im VogelPark Walsrode. In Absprache mit der Industrie- und Handelskammer Leipzig hat der f√ľr die Organisation verantwortliche Bundesverband deutscher Zootierpfleger (BdZ) die Durchf√ľhrung der Vorbereitungskurse auf drei zoologische Einrichtungen verteilt. So stehen im Zoo Hamburg die S√§ugetiere, im Zoo K√∂ln die Aquaristik- Terraristik und S√§ugetiere und im VogelPark die gefiederten Kreaturen im Fokus des Lehrplans.

So werden an den Vormittagen die theoretischen Grundlagen von der Systematik und Anatomie √ľber die Krankheiten, Kunstbebr√ľtungen und Handaufzuchten bis hin zur Ethik in der Vogelhaltung und den Aspekten des Tier- und Artenschutzes gepaukt. Die Nachmittage stehen dann ganz im Zeichen der Praxis. In praktischen √úbungen erlernen die Meistersch√ľler wie ein Vogel gefangen, fixiert und transportiert, er mittels Beringung gekennzeichnet, sein Futter zubereitet, seine Voliere artentsprechend eingerichtet und sein Gelege auf die gew√ľnschte Befruchtung √ľberpr√ľft wird.

¬ĄDie Tatsache, dass die Meisterschule im VogelPark Walsrode stattfindet, sehen wir als eine gro√üe Auszeichnung f√ľr die Qualit√§t unserer Arbeit¬ď, beantwortet Simon Jensen die Kosten- / Nutzenfrage und f√ľgt an: ¬ĄNat√ľrlich steckt man in ein Projekt dieser Bedeutung viel Zeit und Energie. Doch in die Qualifikation der Tierpfleger zu investieren, bedeutet am Ende eine lohnende Investition f√ľr Tiere, Zoos und Besucher gleicherma√üen.¬ď

Bildquelle: VogelPark Walsrode
Bildunterschrift: Auch die Futterzubereitung in der K√ľche ist Bestandteil des Lehrplans.
(08.02.2008, 15:00)
Michael Mettler :   Ich habe in den Lebenserinnerungen von Heini Hediger nachgeschlagen, der schon in seiner Baseler Zeit Schuhschn√§bel importierte: Sowohl Khartoum als auch Kairo sind richtig. Das besagte Monopol lag zu dieser Zeit (1948) in den H√§nden eines Colonel Forbes, der nicht nur den Zoo Khartoum leitete, sondern gleichzeitig die h√∂chste Instanz f√ľr das Jagdwesen sowie den Handel mit Elfenbein und seltenen Tieren im Sudan darstellte. Forbes schickte die V√∂gel dann teilweise auf Zwischenstation in den Zoo Kairo, von wo aus sie exportiert wurden. Hediger erw√§hnt auch, dass es sich bei den anfallenden Nestlingen ausschlie√ülich um Zufallsfunde einheimischer Fischer handelte, da eine systematische Suche in den Papyrusdickichten unm√∂glich gewesen sei. Bereits 1902 gelangte der erste Schuhschnabel in den ein Jahr zuvor gegr√ľndeten Zoo Khartoum, danach hatte es sich schnell bei den Fischern herumgesprochen, dass man dort an diesen V√∂geln sehr interessiert sei.
(30.09.2007, 19:33)
Michael Mettler :   So weit ich mich an die Aussagen fr√ľherer Zoodirektoren in ihren B√ľchern erinnere, gab es eine Art Schuhschnabel-Monopol, da praktisch alle als Nestlinge ausgehobenen V√∂gel √ľber den Zoo Kairo (oder war es Khartoum?) in den Handel kamen bzw. ohne Zwischenhandel direkt an andere Zoos verkauft wurden. Aus anderen Teilen des gar nicht so kleinen Verbreitungsgebietes, z.B. aus Sambia, scheinen dagegen damals keine Schuhschn√§bel in Umlauf gekommen zu sein. Nun soll es ja eine gro√üe Kunst sein, √ľberhaupt ein Schuhschnabelnest in den riesigen, schwer zug√§nglichen Schilfgebieten zu finden; also ist es nicht verwunderlich, dass sich die Zahl der gefangenen V√∂gel im Vergleich zu anderen afrikanischen Gro√üv√∂geln immer in Grenzen hielt. Und der fang erwachsener V√∂gel d√ľrfte unter den Gel√§ndebedingungen auch nicht einfach sein.
(30.09.2007, 16:57)
IP66 :   Wie funkztionierten denn die Importe im 20. Jahrhundert? Wurden die Tiere gefangen, bei einem Importeur gesammelt und dann auf die Interessenten verteilt? Oder gelangten sie als EInzelst√ľcke √ľber die Importstationen gleich an Zoos? Ich kann mich erinnern, da√ü bei Hagenbeck noch 1970 Scharen von Mandschurenkranichen standen, denen man dann als Paar oder Einzelst√ľck bei in den Zoos begegnen w√ľrde. War das bei den Schuhschn√§beln genauso?
(30.09.2007, 10:26)
TimZ :   War es nicht so, dass der Parc Paradiso 1,2 hielt und das eierlegende Weibchen verstarb, so dass "nur noch" 1,1 vorhanden sind?
Oder täuscht mich meine Erinnerung?

Und ich meine auch, dass die V√∂gel in Belgien flugf√§hig in einer grossen Voliere gehalten wurden/werden, was ja bei den meisten anderen Haltungen nicht der Fall sein d√ľrfte!
(29.09.2007, 16:58)
Michael Mettler :   Zumindest fr√ľher war es das Problem, dass die nach Europa gelangten Schuhschn√§bel in der Regel handaufgezogen und menschgepr√§gt waren, so dass sich auch paarweise gehaltene V√∂gel nicht unbedingt f√ľreinander interessierten. Zudem ergibt die Methode "Hahn plus Henne" nicht zwangsl√§ufig ein harmonierendes Paar. Vielleicht m√ľsste man also den Weg eines gro√üfl√§chigen "Hochzeitsgeheges" gehen, in dem die V√∂gel in gr√∂√üerer Gruppe zwecks freier Partnerwahl zusammengebracht werden, sich aber als Einzelg√§nger, die sie nun mal sind, auch gut aus den Augen gehen k√∂nnen.

Da das Paar im Parc Paradisio schon einem Brutversuch unternommen hat, wären hier wohl keine weiteren Experimente nötig, sondern erst mal nur Geduld. Prag hat eine interessante Gruppe, da - wie andernorts in diesem Forum meiner Erinnerung nach zu lesen - NICHT menschgeprägt; da fehlt es bisher wahrscheinlich vorrangig am großen Gehege (Wie sind sie denn hinter den Kulissen untergebracht?).
(29.09.2007, 15:30)
TimZ :   Ich denke, dass man gerade bei den Schuhschn√§beln noch ber√ľcksichtigen sollte, dass es sich bei allen Tieren um Wildf√§nge handelt und somit der Bestand eher sinkt als durch Nachzucht ansteigt.
Aber das ist ja bekanntlich bei anderen Arten genauso.
(29.09.2007, 14:30)
Carsten Horn :   Ich frage mich bei der Liste nur, was die Einzeltiere sollen, da w√§re es doch m√∂glich, mindestens ein weiteres Zuchtpaar, unter Einbeziehung des √ľberz√§hligen Prager Weibchens sogar zwei zusammenstellen...
(29.09.2007, 13:47)
IP66 :   Trotz der Schwerpunkte in Walsrode und Prag ist das ja nicht eben viel. Auf der anderen Seite waren Schuhschn√§bel doch selbst in Hochimportzeiten so extrem h√§ufig nicht?
(29.09.2007, 11:01)
Johannes Pfleiderer :   Neben den besagten drei Haltern (und den mittlerweile beendeten in Berlin und Stuttgart) habe ich Schuhschn√§bel noch in Z√ľrich gesehen.
Die beiden weiteren Halter sind der Parc Paradisiso in Belgien und Prag, wo die Art zwar schon längere Zeit vorhanden ist (2,3 Tiere, angekommen Juli bzw. Oktober 2004), jedoch immer noch nicht im Schaubereich zu sehen ist.

Das ergibt dann folgenden aktuellen Bestand:

Frankfurt: 0,1
Walsrode: 2,2
Wuppertal: 1,0
Z√ľrich: 1,0
Prag: 2,3
Parc Paradisio: 1,1
(27.09.2007, 16:47)
IP66 :   Wer sind denn die Halter der Schuhschn√§bel? Mir fallen nur Frankfurt, Wuppertal und Walrode ein.
(27.09.2007, 14:31)
Tim Ziesmann :   Neuigkeiten aus Walsrode:


1,2 Schwarzgesichtlöffler aus Japan

Schuhschnabeltausch mit Tokio --> jetzt sieben Paare in Europa

1,1 Zapfenguane aus Mexiko
(06.08.2007, 12:42)
Michael Mettler :   So gut wie alle Freiflughallen haben bepflanzungsm√§√üig mal "klein angefangen". Auch von der Paradieshalle habe ich mal ein Foto aus Anfangstagen gesehen (alter Vogelparkf√ľhrer?), als z.B. noch die gesamte Dachfl√§che zu sehen war und das Ganze wirklich nur wie ein Gew√§chshaus wirkte. War in Burgers Bush √ľbrigens anfangs ebenfalls so, ich war damals kurz nach der Er√∂ffnung dort - kein Vergleich zum heutigen "richtigen" Waldcharakter.

Und zumindest die √§lteren Freiflughallen scheinen anfangs eher gr√∂√üere V√∂gel beherbergt zu haben; Frankfurt z.B. gleich mehrere Arten Hornv√∂gel, Turakos usw.; auch in der Walsroder Paradieshalle gab es immerhin Zwergflamingos. Muss ich direkt mal in den alten Parkf√ľhrern nachschlagen, ob nicht vielleicht sogar Ibisse usw. drin waren (wie auch fr√ľher in M√ľnster), bis die Au√üen-Freiflughalle errichtet wurde.
(22.05.2007, 17:52)
Ollo :   War der Freiflugraum in Frankfurt nicht auch mal licht bepflanzt, wenngleich auch mit Waldv√∂geln besetzt? Ich meine mal ein Bild gesehen zu haben, wonach dort sogar Gras wuchs (was in Hallen eigentlich kaum m√∂glich ist). Als Besatz waren u.a. Keulenhornvogel, Radjahgans und ESB (Insider) angegeben. Es mag noch in der Zeit gewesen sein, als man parkartige Anlagen bevorzugte. Die Paradieshalle in Walsrode erschien mir √ľbrigens auch immer zu parkartig gepflegt. Da waren (oder sind) die einzelnen Pflanzenarten immer sch√∂n voneinander getrennt abgesteckt.
(22.05.2007, 17:40)
Michael Mettler :   Hm, w√ľrde mich jetzt gar nicht unbedingt st√∂ren. Als die meisten Fasanerien in Zoos ihrem namen noch Ehre machten und WIRKLICH √ľberwiegend mit Fasanen als Bodenbesatz best√ľckt waren, hat sich auch kaum jemand dran gest√∂rt, dass der Oberbesatz in vielen F√§llen nicht asiatisch war. Walsrode ist noch heute in weiten Bereichen nicht geo-orientiert, sondern geht eher nach Vertr√§glichkeit.
(21.05.2007, 18:36)
Ollo :   Das ist ja putzig. Als ich mir vorgestellt habe, wie es auss√§he, wenn in einer Savannenhalle V√∂gel von verschiedenen Kontinenten zusammengebracht w√ľrden, mu√üte ich das Gesicht verziehen. Dabei ist doch der gesamte Paradieshallen-Komplex bisher auch nicht nach geographischen Gesichtspunkten best√ľckt. Wie kommt es, da√ü eine Vermischung bei Tieren der offenen Landschaft mehr st√∂rt?
(21.05.2007, 17:44)
Michael Mettler :   Laut Wikipedia bewohnt der Riesenturako u.a. Waldr√§nder und Waldinseln in der Savanne. Also k√∂nnte man ihn in das Thema eingemeinden, wenn die Halle nicht als Trockenbusch gestaltet w√ľrde...
(21.05.2007, 15:00)
Michael Mettler :   @Tim Ziesmann: Gute Einw√§nde... Zumal Tokos wahrscheinlich auch die Nester anderer V√∂gel r√§ubern w√ľrden.

Ein Nachzucht-Riesenturako sa√ü √ľbrigens im vergangenen Jahr in der Indonesienhalle (im Freiflug) - passt zwar geografisch nicht, aber k√∂nnte f√ľr die Haltung und weitere Zucht dieser Vogelart ein guter Lebensraum sein...

√úbrigens: Die Freiluft-Freifluhalle mit Sichlern usw. k√∂nnte man problemlos und mit sehr schauattraktiven Arten unter das Thema "s√ľdamerikanische Feuchtsavanne" stellen.
(21.05.2007, 14:16)
Tim Ziesmann :   Ist man in Walsrode nicht "zu stolz" auf die Riesenturakos respektive deren Zucht in der Paradieshalle um diese umzugestalten?

@Michael Mettler: Wenn du in der Halle Tokos unterbringen willst, solltest du aber nicht nur auf Siedleragamen sondern auch auf die Prachtfinken etc. verzichten! :-)


(21.05.2007, 13:11)
Michael Mettler :   Die Idee finde ich gut. Die begehbare Afrika-Savanne im Berliner Vogelhaus gef√§llt mir n√§mlich auch, sie leidet nur ein wenig unter Enge - und gerade beim Thema Savanne w√ľrde doch Weitr√§umigkeit den Eindruck unterstreichen. Da die Gew√§chshauskonstruktion bei lichterer Bepflanzung allerdings sehr ins Blickfeld geraten und wegen der Helligkeit auch die Tierbeobachtung st√∂ren w√ľrde (Gegenlichteffekt), m√ľsste man wahrscheinlich wenigstens den senkrechten Teil der R√ľckwand per Kunst- oder Naturfels oder Lehmwand verkleiden - was den netten Nebeneffekt h√§tte, dass Spinte oder Lieste darin Brutm√∂glichkeiten f√§nden.

Neben den schon genannten Arten k√∂nnten Prachtfinken und vor allem Glanzstare Farbenpracht in den Besatz bringen, dazu Mausv√∂gel und f√ľr den Boden Frankoline; bei entsprechender Strukturierung w√§ren sogar Borstenh√∂rnchen und Dikdiks denkbar (Schliefer w√ľrden wegen ihrer Kletterk√ľnste vermutlich die Str√§ucher zu sehr sch√§digen). Eine entsprechende Temperatur und M√∂glichkeiten zum Sonnen vorausgesetzt, w√§re sogar ein Versuch mit Siedleragamen reizvoll - dann d√ľrften nat√ľrlich keine Reptilien fressenden V√∂gel wie Tokos in der Halle sein.

W√ľrde man sich vom Thema Afrika l√∂sen, w√§ren von den erreichbaren Arten her problemlos auch ein australisches Outback, eine Pampa oder eine nordamerikanische W√ľste machbar - wobei letztere wahrscheinlich schon wegen der Kakteen beim Publikum am besten ank√§me (Walsrode lebt nun mal auch von Pflanzenfreunden) und man mit Western-Dekoelementen ein wenig Mainstream und Highlights f√ľr Kinder einbringen k√∂nnte (siehe Arnheim).
(21.05.2007, 08:56)
Ollo :   Ich war l√§ngere Zeit nicht in Walsrode, aber ich denke mal, die Paradieshalle besteht noch in ihrem altbekannten Zustand. Meiner Ansicht nach hat sie seit der Existenz der neuen Tropenwaldhalle gar keinen Effekt mehr. Fr√ľher war sie ja noch ein H√∂hepunkt als Schlu√üpunkt des Rundgangs, aber heute hat man zu diesem Zeitpunkt bereits etwas √Ąhnliches in besserer Ausf√ľhrung gesehen. Was haltet Ihr von der Idee, die Paradieshalle vollkommen umzugestalten und eine Savannenlandschaft daraus zu machen? Ich wundere mich, da√ü es wenig bis gar keine Hallen f√ľr offene Landschaften bei uns gibt. Dabei w√§ren die Beobachtungsm√∂glichkeiten viel besser, und als Besatz k√§men schwarmbildende Arten in Betracht, die allein schon durch dieses Merkmal schauattraktiv sind, z.B. Weberv√∂gel, Sittiche, Unzertrennliche.
(21.05.2007, 07:20)
Michael Mettler :   @IP66: Die ersten Stufen der Neuorientierung Hannovers habe ich nicht von Nahem verfolgt, die fielen noch in meine zoom√ľde Phase. Daher kenne ich die ersten Reaktionen des Publikums im Zoo nicht. Was mir aber trotz zeitweiliger Zooabstinenz auffiel: Kollegen und Bekannte erz√§hlten pl√∂tzlich begeistert von ihren Zoobesuchen - Leute, die zwar von meinem Interesse an der Materie wussten, aber vorher nie ein Wort dar√ľber verloren hatten. Das trug wahrscheinlich sogar dazu bei, dass ich endlich mal selbst wieder hinging - und meine Zoom√ľdigkeit ziemlich schnell vorbei war.

In diesem Zusammenhang f√§llt mir auf: Im Hinblick auf Walsrode ist es genau umgekehrt. Von Besuchen dort habe ich FR√úHER h√§ufiger geh√∂rt - und sei es nur wegen der Rhododendronbl√ľte - und heute ist es ziemlich still darum geworden.
(09.02.2007, 19:50)
IP66 :   Mir scheint, da√ü man in Walsrode ein funktionierendes System verlassen hat, ohne daf√ľr neue Kundenschichten zu gewinnen. Der gepflegte Park und die f√ľr Zooverh√§ltnisse nun wirklich gediegene Gastronomie waren da wichtig, die Erreichbarkeit f√ľr Busse und der artenreiche Bestand wohl auch. Die meisten Bauten waren ja auch diesem Kurparkambiente angepa√üt. Daraus folgte der hohe Altersdurchschnitt der Besucher. Es gab aber wohl auch einen riesigen Spielplatz mit dem benachbarten Restaurant der Paradieshalle. Hinzukommen k√∂nnte, da√ü das Erlegniszoomodell vielleicht doch auf dem absteigenden Ast ist (oder ist das Wunschdenken von mir?) und es Zoos in der Fl√§che ohnedies schwer haben. Umbauten, die irgendwie neu sind und das alte Konzept nicht erg√§nzen, kosten zun√§chst einmal Besucher, die neue Klientel will erst gewonnen sein. Gelsenkirchen ist hier ein gutes Beispiel, weil es hier kaum noch eine Klientel gab, die Besuchereinbu√üen also gegen√ľber dem Werbeeffekt nicht ins Gewicht fallen. √úber Hannover wei√ü Herr Mettler sicher mehr.
(09.02.2007, 18:31)
Christian Beuthe :   VOGELPARK WALSRODE

Wie zu lesen ist, sollen die Geldmittel aus den Genussscheinen f√ľr das
Projekt ¬ę Faszination Vogelpark 2010 ¬Ľ - klingt spannend.

Hier noch eine weitere kurzfristige Info f√ľr alle Vogelfreunde:

PAPAGEIEN HEUTE IM TV

PLANET WISSEN
Papageien - Farbenfrohes Federvieh
Moderation: Brigitte Pavetic, Till Nassif
Freitag, 09.02.2007

Sendetermine:

SWR - 15:00 bis 16:00 Uhr
WDR - 15:00 bis 16:00 Uhr
BR-alpha - 16:15 bis 17:15 Uhr

Wiederholungstermine:

WDR - 7:30 bis 8:30 Uhr
BR-alpha - 6:15 bis 7:15 Uhr
RBB - 14:00 bis 15:00 Uhr

Schon im alten Rom galten Papageien als eines der kostbarsten Geschenke – wer seine Angebetete
damals beeindrucken wollte, konnte mit einem sprechenden Vogel ganz sicher Eindruck machen. Bis
heute √ľben Aras, Amazonen und Kakadus einen gro√üen Reiz auf die Menschen aus. Planet Wissen
berichtet von wilden Wellensittichen, von einer niederländischen Auffangstation und von Papageien, die
seit einigen Jahren unsere Großstädte bevölkern. Gast im Studio ist die Verhaltensberaterin Ann Castro.

Gruss
Christian

(09.02.2007, 11:04)
Shensi-Takin :   Ein weiterer Grund f√ľr die Misere des Vogelparks im letzten Jahr d√ľrfte die medienbedingte Panikmache um die Avi√§re Influenza gewesen sein; nicht nur, dass ein Teil des Bestandes aufgrund der Stallpflicht nicht zu sehen war-der Normalbesucher mag auch-kopfscheu dank BILD & co.-sich wohl eher seltener in die N√§he von V√∂geln jedlicher Art getraut haben.
(07.02.2007, 10:28)
Roland A. :   IP 66

Danke f√ľr den guten Beitrag

F√ľhrte meine Gedabken sofort nach Arnheim zu Burgers Busch

Fand man da Anfangs noch eine grosse Artenvielfallt vor , so musste man auch dort erkennen ,es gibt immer Grenzen ,die es in der Natur nicht gibt ,so ein Ausweichen der Arten ist nun mal nicht möglich,es begann mit dem Aussortieren der Corrugatus ,der Schlangenhalsvögel uv mehr .

Was gebliebel ist ,ist ein "Heer" Weischeitelrötel und einige unspektakuläre Vogelarten , die dem Vogelinteressierten wenig bringen

Daf√ľr nahm der Laerm der Kinder und die Nutzung der Restaurants etc zu .

Der eigentliche Sinn von Burgers Busch blieb auf der Strecke .

F√ľr mich z.B leider uninteressant geworden

Um nach Walsrode zur√ľckzukehren ,als ich das erste Mal die Besetzung der Indonesienhalle sah , war mein erster Gedanke : Wie soll das gut gehen ,soviel verschiedene Paradiesv√∂gel und andere Arten in einer Halle

Es ist schade , das diese Problematiken immer unter den Teppich gekehrt werden so Fehler stets wiederholt werden ,zu Lasten seltenster Vögel ...


(06.02.2007, 22:32)
Roland A :   Der Vogelpark lebte immer schon von beiden Konzepten ,V√∂gel f√ľr die Vogelinteressierten und diePark-Anlagen f√ľr sie Seniorenfahreten etc .

Deshalb fand ich es damals schon problematisch den Windm√ľhlenplatz zu nehmen .

Man hat in Walsrode einfach versaeumt , f√ľr die Zukunft beides besser zu gestalten und zu vereinen .

Statt der neuen Themenhaeuser ,haette man sich besser der Papageien-Volieren und des Lorihauses annehmen sollen , sprich vorhandenes verbessern ,attraktiver gestalten

und f√ľr die Senioren nicht ihren Anziehungspunkt verkleinern und vernachlaessigen , sondern eventuell durch einen Orchideentunel etc weiter zu bereichern . In die Haeuser,wer geht da schon bei br√ľllender Hitze rein /Klimawandel/ da waeren mehr Freilandbiotope mit Schattenbaenken angezeigter gewesen .
(06.02.2007, 21:37)
Christian Beuthe :   VOGELPARK WALSRODE will Genussscheine begeben

Der niedersächsische Vogelpark Walsrode plant die Emission von Genussrechten. Das anvisierte
Emissionsvolumen der Papiere liegt bei 5 Millionen Euro. Die Mindestzeichnungssumme beläuft
sich auf 1.000 Euro. Die Laufzeit ist auf f√ɬľnf Jahre angelegt. Die Genussscheine sollen zwischen
8 und 11 Prozent verzinst werden √Ę€“ die Grundverzinsung ist mit 8 Prozent angesetzt. Die hinzu
gewonnenen Mittel sollen zur konzeptionellen Neuausrichtung und Umgestaltung des Vogelparks
verwendet werden.

FINANCE vom 25. Januar 2007
(06.02.2007, 20:26)
Michael Mettler :   Ich m√∂chte das unter "ZOO NEWS" begonnene Thema Walsrode in den daf√ľr eingerichteten Thread zur√ľck lenken, da es eine genauere Betrachtung wert ist.

So ist mir eigentlich eben erst richtig klar geworden, dass ausgerechnet jene Vogelgruppen, die in einem "normalen" Zoo f√ľr das gr√∂√üte Interesse beim Normalbesucher sorgen, in Walsrode z.T. stiefm√ľtterlich (re)pr√§sentiert sind. Ich denke da vor allem an die gro√üen Laufv√∂gel, Greifv√∂gel und Pinguine, f√ľr die sich selbst Kinder noch begeistern k√∂nnen - und sei es nur, weil sie f√ľr sie aus irgendeinem Grund "cooler" sind als Fasane, Enten oder Kraniche. Lange, einf√∂rmige Volierenreihen tragen zweifellos dazu bei, dass selbst Publikumslieblinge wie Papageien in Walsrode vielleicht weniger Aufmerksamkeit erregen als in einem "normalen Zoo", wo sie "nur" einen optischen und akustischen Farbtupfer zwischen anderen Tieren bilden. Aber das wissen die derzeitigen Parkbetreiber mit Sicherheit auch selbst, nur ist es nicht von heute auf morgen zu √§ndern.

So weit ich wei√ü, geriet der Vogelpark seinerzeit erstmals ins Straucheln, als er die Indonesienhalle baute und vor allem ziemlich gleichzeitig die Hotellerie und Gastronomie am Parkplatz in eigene Regie nahm. Vorher hatte es die Parkinhaber ge√§rgert, dass vor ihrer Nase Gesch√§fte gemacht wurden, von denen sie vermeintlich kaum profitierten; aber vielleicht waren es gerade die Gastronomen, die √ľber gute Kontakte zu den Busunternehmen f√ľr einen damals nie versiegenden Zustrom von Tagesausfl√ľglern sorgten, der danach einbrach.
(06.02.2007, 18:44)
Michael Mettler :   @Sacha Beuth: Zwar kann ich mich nicht erinnern, ob im Forum schon mal ein holl√§ndischer Betreiber f√ľr Walsrode genannt oder √ľber einen solchen spekuliert wurde, wohl aber daran, dass ein anderer Vogelpark (Metelen) inzwischen "in holl√§ndischer Hand" sein soll.
(25.09.2006, 18:12)
Sacha Beuth :   @M√§hnenibis: Ich habe im Internet wie verr√ľckt gesucht und immer noch keine exakten Informationen gefunden, wer nun genau heute die finanziell treibende Kraft hinter dem VP Walsrode ist. Ich meinte, dass sogar in diesem Forum an einer Stelle von Geldgeber(n) aus Holland die Rede war. Wer es besser weiss, kann mich gerne belehren. Da f√§llt mir kein Zacken aus der Krone.
Auch w√ľrde mich wie Michael Mettler interessieren, welche "Ger√ľchte" sie meinen? Im VP kann man offensichtlich V√∂gel kaufen. Das war also nicht falsch. Und die Bemerkung mit den Paradiesv√∂geln war mit einem Fragezeichen versehen, also klar als Vermutung gekennzeichnet. Der Zweck eines solchen Forums ist es unter anderem, dass wer mehr weiss solche Fragen beantwortet.
(25.09.2006, 16:22)
Michael Mettler :   Auf der Walsrode-HP fand ich eine Bemerkung √ľber "marodierende S√§bler", die in der Indonesienhalle die Nester anderer Vogelarten pl√ľndern. Daraus entstand bei mir die Frage: Wie f√§ngt man eigentlich aus einer solchen Halle V√∂gel heraus - ob nun St√∂renfriede, √ľberz√§hlige Nachzuchten oder auch nur mal ein verletztes Tier? Mit Stellnetzen um die Futterpl√§tze au√üerhalb der Besucherzeiten? Die Frage betrifft nat√ľrlich genauso die Walsroder Paradieshalle wie auch weitr√§umige, dicht bepflanzte Vogelhallen anderer Zoos - und auch nicht nur V√∂gel, sondern ebenso Flughunde.
(25.09.2006, 15:33)
Sacha Beuth :   @M√§hnenibis: Dann muss ich mich wohl ordentlich und mehrmals verlesen haben. Bitte kl√§ren sie mich √ľber den wahren neuen "Hauptverantwortlichen" auf. Uebrigens heisst es Beuth, man kann mich hier aber auch Duzen.
(14.09.2006, 10:08)
Michael Mettler :   @M√§hnenibis: Gibt/gab es schon Brutaktivit√§ten bei den Kurolen?
(13.09.2006, 20:12)
M√§hnenibis :   @Herr Mettler: Der Vogelpark gibt zwar V√∂gel an Privatpersonen ab, worin ich auch gar kein Problem sehe, allerdings geschieht dies nicht ungepr√ľft. Die beschriebene Tierliste liegt in der Tat im Vogelpark-B√ľchershop aus, doch hei√üt dies ja nicht, dass jeder Vogel einfach so erworben werden kann und als "Souvenir" oder "Wachhund" mit nach Hause genommen werden kann.
-Im Vogelshop, der inzwischen wieder geschlossen wurde, weil dort mittelfristig eine andere Nutzung vorgesehen ist, wurden von Anfang an nur domestizierte V√∂gel wie Wellensittiche, Nymphensittiche etc. angeboten! Ziel des Shops war es vorrangig dem Besucher nochmals die Chance auf eine Fachberatung zum Thema "Hausvogel" zu geben, bzw. die Versorgung durch das angebotene hochwertige Futter zu verbessern! Wenn Sie wie ich den t√§glichen Umgang mit Vogelhaltern kennen, dann wissen Sie warum ich es f√ľr wichtig halte so einen Shop mit dem entsprechenden Personal an den Vogelpark anzugliedern, der Verkauf von Hansi und Bubi, spielte in den √úberlegungen nur eine v√∂llig untergeordnete Rolle, denn Ziel war eindeutig eine bessere Information als in anderen "Zoofachgesch√§ften"!
-Ihre Info √ľber die Paradiesv√∂gel ist richtig.
-@ Herr Beuthe: Der Vogelpark hat keinen holländischen Träger!!!!

(13.09.2006, 13:24)
Folko Kullmann :   In Al-Wabra werden z.Zt. offenbar 4 Paare Lears Aras gehalten, dieses Jahr gelang die Nachzucht auch dort. In der Schweiz und Spanien gibt es offenbar auch noch Exemplare (s.u.), ebenso in brasilianischen Einrichtungen und Haltern. Die aktuellsten Infos finden sich hier, auch ein paar Bilder von in der in der Schweiz gehaltenen V√∂gel.

http://www.bluemacaws.org/new.htm
http://www.bluemacaws.org/blue321.JPG
http://www.bluemacaws.org/blue319.JPG
(12.09.2006, 13:17)
Karsten Vick :   Und wie sieht das mit den Lear-Aras aus?
(12.09.2006, 11:49)
Folko Kullmann :   @Saya: Die Spix-Aras in Quatar (Al-Wabra) sind in das Erhaltungszuchtprogrammm, an dem auch der Loro Parque, ein Berliner Z√ľchter sowie etliche Zoos und Halter in Brasilien teilnehmen, integriert. √úbrigens sind bis auf die im Loro Parque gez√ľchteten Spix-Aras noch keine Tiere in einem Zoologischen Garten gez√ľchtet worden. Von den derzeit ca. 80 Tieren sind etwa 70 Nachzuchten von Privathaltern.
Infos hierzu gibt es auch bei ww.bluemacaws.org
(12.09.2006, 11:31)
Folko Kullmann :   @Jennifer: Zitat: "Finde es eben schade, wenn zum Beispiel ein Hyazinth Ara ... in die H√§nde von unerfahrenen Privathaltern gelangt."

Naja, bei den derzeitigen Preisen von 8000 bis 10 000 EUR f√ľr einen Hyzinthara und den durch die Zugeh√∂rigkeit in CITES Anhang 1 etc verbundenen Auflagen f√ľr Erwerb und Haltung wird wohl kaum ein Exemplar in "unerfahrene" H√§nde durch einen Spontankauf gelangen.
√úbrigens kann man die von Zoolog. G√§rten nachgez√ľchteten Hyazintharas mit ein paar Fingern abz√§hlen, praktisch alle Nachzuchten gelingen in privaten Anlagen.
(12.09.2006, 11:23)
Michael Mettler :   @M√§hnenibis: Das sieht nach Insider aus... Stimmt es denn, dass in der Indonesienhalle keine Paradiesv√∂gel mehr sitzen?

Was das "Halbwissen" betrifft: Es ist ja nicht unbedingt mit einem Besuch getan, dieses in "Ganzwissen" umzuwandeln. Schlie√ülich wei√ü man dann z.B. noch immer nicht, was hinter den Kulissen sitzt bzw. ob es dort √ľberhaupt noch vorhanden ist. W√ľrde mich aber freuen zu h√∂ren bzw. zu lesen, welche "Ger√ľchte" durch Fakten widerlegt werden k√∂nnen!
(12.09.2006, 09:14)
M√§hnenibis :   ich lese gerade mit einigem Schmunzeln aber auch Best√ľrzung welches Halbwissen oder Ger√ľchte doch √ľber den Vogelpark Walsrode kursieren! Vielleicht sollten einige von Ihnen doch einfach mal den Park besuchen, um sich ein aktuelles Bild zu machen!?
(12.09.2006, 05:46)
Jennifer Weilguni :   Oh, da habe ich mich wohl etwas falsch ausgedr√ľckt, wollte jetzt eigentlich nicht pauschalisieren und die Art von Privathaltern verurteilen, die mit viel Liebe und Sachverstand halten und z√ľchten, das zielte eher auf die angesprochene Gefahr des Spontankaufs ab. Ich differenziere wohl zwischen "wahren" Kennern und Liebhabern und denjenigen, denen es eher um das Prestige als um das Lebewesen an sich geht. Entschuldigt bitte, wenn ich mich da ein wenig ungew√§hlt ausgedr√ľckt habe. Finde es eben schade, wenn zum Beispiel ein Hyazinth Ara ( und aufgrund des horrenden Preises dann eben wirklich meist auch nur EINER) in die H√§nde von unerfahrenen Privathaltern gelangt.
(08.09.2006, 07:39)
cajun :   Anscheinend z√ľchten die in Arabien alles auch Lear Aras...

http://alwabra.com/awwp/pr-lears.php
(07.09.2006, 22:40)
Saya :   Phillipinen war richtig, Privatmann kaum - der Mann d√ľrfte der gr√∂√üte kommerzielle Papageienh√§ndler- und z√ľchter der Welt sein. Antonio de Dios hei√üt er. Die Spix-Aras hat er aber inzwischen komplett an den Scheich in den arabischen Emiraten verkauft der die Al Wabra Zuchtstation betreibt, die Nachzucht dort stammt also von den Phillipinen-Tieren. Hoffentlich hat der Scheich ein gr√∂√üeres Interesse daran, mit anderen Haltern des Spix-Aras und den brasilianischen Beh√∂rden zu kooperieren und sp√§ter Tiere zur Auswilderung zur Verf√ľgung zu stellen.
(07.09.2006, 22:33)
Michael Mettler :   F√§llt mir schwer, meine Erinnerung spontan mit einer Quelle belegen zu k√∂nnen. Vor einigen Jahren hatte ich mal leihweise die ersten Jahrg√§nge des Magazins "Papageien", m√∂glicherweise hatte ich das da gelesen. Kann das jemand best√§tigen oder korrigieren?

Habe √ľbrigens noch den letzten Spix-Ara in Walsrode live erlebt - und h√§tte damals nicht gedacht, dass das mal eine der seltensten Tierarten der Welt werden w√ľrde. Seinerzeit war es f√ľr mich einfach eine Papageienrarit√§t unter vielen im Vogelpark.... Ging mir √ľbrigens mit dem Lear-Ara in Antwerpen genauso.
(07.09.2006, 22:03)
cajun :   @Michael Mettler: Der Halter auf den Phillipinen ist mir neu. Hatte allerdings auf der site http://alwabra.com/awwp/
gelesen das es dort auch erfolgreich Nachwuchs gez√ľchtet wurde.


(07.09.2006, 21:53)
Michael Mettler :   @Jennifer: Es gibt in Walsrode zu viele Schmankerl, als dass man sie in K√ľrze zusammenfassen k√∂nnte... Zumal die Geschm√§cker eben verschieden sind. Der eine findet eine gro√üe Papageienkollektion strunzlangweilig, dem anderen sind Teichv√∂gel schnuppe. Und dank einer guten Wegf√ľhrung gibt es auch nicht wie in vielen Zoos irgendwelche "versteckten" Anlagen, von denen man manchmal erst hinterher erf√§hrt (und wo dann unter Garantie irgendwas Seltenes drin sa√ü), sondern man kommt im Vogelpark "automatisch" an allem vorbei.

Zur Privathaltung: Neben den Lust-und-Laune-Tierhaltern gibt es eine gro√üe Zahl von Privathaltern, die z.T. wesentlich bessere Haltungs- und Zuchterfolge bei ihren Pfleglingen haben als die meisten Zoos! Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist z.B. der erfolgreichste Z√ľchter von Spix-Aras ein Privatmann auf den Philippinen.
(07.09.2006, 21:40)
Jennifer Weilguni :   Ich werde n√§chste Woche das erste Mal in Walsrode sein um mir ein Bild von diesem Park zu machen, hoffe er ist trotz all den "Schauergeschichten" hier trotzdem eine Reise wert. Wenn ich aber mal eine kleine Lanze f√ľr Walsrode brechen darf: Auch der Loro Parque/Teneriffa verkauft V√∂gle ( unter anderem auch die seltenen Hyazinth Aras) weniger spektakul√§re Tiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, H√§ngebauchschweine, Zwergziegen ect. kann man auch in vielen Zoos und Tierg√§rten bekommen. Pers√∂nlich finde ich das nicht schlimmer, als Tiere in Zoohandlungen anzubieten, doch frage ich mich ob man als Privatmann denn wirklich JEDES Tier halten sollte, das einem grade gef√§llt. Aber Tierverkauf scheint auf jeden Fall nicht auf den Vogelpark Walsrode beschr√§nkt zu sein.
Hat denn jemand Tips f√ľr meinen Besuch n√§chste Woche, auf welche "Schmankerln" ich mich besonders freuen darf ?
(07.09.2006, 20:55)
Michael Mettler :   Angeblich gibt es keine Paradiesv√∂gel mehr in der Indonesienhalle, weder im Freiflug noch in den Volieren. Die noch vorhandenen Tiere sollen in der Fasanerie (Gro√üer Pardiesvogel) und hinter den Kulissen sitzen. Aufgeschnappt beim Zoosammlertreffen, gebe ich also ungepr√ľft weiter.
(07.09.2006, 18:23)
Sacha Beuth :   Letzte Woche bin ich auf meiner R√ľckreise von der Ostsee auch im Vogelpark Walsrode vorbeigekommen. Ich war nat√ľrlich gespannt auf die beiden neuen Anlagen (UHU-Burg und Kletterparadies). Die UHU-Burg ist nicht ganz so schlimm wie bef√ľrchtet (aber immer noch schlimm genug). Kolkrabe und Uhu in diesen, zugegebenermassen ger√§umigen, Verliessen - das h√§tte man besser machen k√∂nnen. Auch der begehbare Teil dieser Anlage ist nicht gerade gegl√ľckt. Die meisten K√§uze und Eulen dr√§ngten sich an in etwa vier Metern H√∂he am Gitternetz zusammen. Motto: Bloss weit weg von den Menschen. Eine selbst f√ľr Laien erkennbare Stresssituation kann nicht das wahre sein. Ausserdem ist der begehbare Teil relativ klein geraten. Und ob man so z√ľchten kann, m√∂chte ich bezweifeln, obwohl ich nat√ľrlich hier kein Experte bin. Einziger Lichtblick: Die vorwitzige Dohle, die sich √ľber Kugelschreiber, Schn√ľrsenkel und blinkende Gegenst√§nde hermacht (Lichtblick aus Sichtweise der Unterhaltung f√ľr den Menschen, nicht aus Sicht der naturnahen Haltung des Tieres)
Der Kletterturm scheint Kindergerecht, wurde bei meinem Besuch (Samstag) trotz zahlreicher Kinder wenig genutzt. Ist vielleicht noch zu wenig bekannt.
Herausragend nach wie vor ist in Walsrode die Flugshow. Witzig und trotzdem lehrreich, hier kann man sogar locker mit den Amis mithalten.
Pech hatte ich mit den Paradiesvögeln. Bei meinem letzten Besuch im Jahre 2003 hatten sie noch eigene Gehege im Indonesienhaus, doch dieses Mal konnte ich die (in der Halle freifliegenden?) bunten Vögel nicht entdecken.
Auch wenn die Artenzahl innerhalb der letzten 20 Jahre deutlich reduziert wurde, h√§lt Walsrode auch heute noch diverse "Leckerbissen" wie Kagu, seltene Loriarten, Rothalskasuar usw. bereit. Und die Gartenanlage ist wunderbar gepflegt wie eh und je. Bleibt zu hoffen, dass der neue holl√§ndische Tr√§ger den Park nicht noch mehr in ein Kirmes-Dorf verwandelt. Das Geld f√ľr die UHU-Burg h√§tte man doch besser f√ľr eine neue Pinguin-Polarlandschaft gespart.
(07.09.2006, 18:16)
Hannes :   Ach Nasenb√§ren das ist doch Harmlos. Die sind ja noch nicht mal wirklich Teuer. Schon tiefer muss man f√ľr Wickelb√§ren oder Capybaras in die tasche greifen. Auch Krallenaffen sind nicht billig. Und was ich schon f√ľr Preise f√ľr mandrills gesehen hab. UIUIUI.
Ist schon Hammer was sich die Leute halten aber hauptsache Artgerecht.
Ach ja wenns was billiges sein soll empfehle ich NIlflughunde (40-75€) oder Emus,Nandus,Strau√üe die kommen so als K√ľken ab 30€
(16.07.2006, 04:19)
Frank-Walter B√ľschner :   Mal ¬īn bisschen OT und mal hoch pushen...hat einer interesse an einem P√§rchen 1,1 Nasua nasua?

Wenn ja schauts euch mal an, wenn nein schauts euch sowieso an ;-) √ľbrigens..frisch aus Holland:

http://www.rodent-info.net/forum/viewtopic.php?t=1920
(16.07.2006, 03:59)
Michael Mettler :   Klasse: Seltene V√∂gel im Online-Shop, kostbare Ausstellungsst√ľcke in der Internet-Auktion - was macht der Vogelpark als n√§chstes? Stecklinge seiner Rosen und Tropenpflanzen in einem parkeigenen Gartenshop anbieten? Broiler von seltenen Haushuhnrassen m√§sten? Die zentrale Wiese als Trainingsfl√§che an den √∂rtlichen Fu√üballverein vermieten?
(14.04.2006, 00:00)
Niels :   @Michael Mettler: Also die Vogelbauersammlung ist vor ein paar Wochen bei einem namhaften Auktionshaus verh√∂kert worden. Was insofern pikant ist, da der Gro√üteil von einem einzelnen Spender dem Vogelpark geschenkt wurde. Der rotiert jetzt wahrscheinlich im Grabe.
Untermieter menschlicher Behausungen werden auch in den Streichelzoos Dresden und Halle gezeigt. Steinmarder auf dem Dachboden, Kakerlaken im Bad oder Voratskammer, M√§use nagen am Computer oder in der K√ľche, Ratten in der Kanalisation etc.
(14.04.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Der besagte Vogelshop d√ľrfte sich inzwischen schon wieder erledigt haben. Auf der Website findet sich jedenfalls unter der Rubrik "Abzugebende V√∂gel" ganz unten der Hinweis, dass das Futterangebot im "ehemaligen Vogelshop" nicht weitergef√ľhrt w√ľrde.

Ebenfalls aufgelöst wurde offensichtlich die Ausstellung historischer Vogelkäfige, denn laut Website findet im "ehemaligen Vogelbauermuseum" nun die Indoor-Show mit Leguan, Python und Kakadu statt.

Ob die Gro√üschreibung bei der UHU-Burg auf einen Sponsor hinweisen soll? Na, dann freue ich mich schon auf den PATTEX-Pinguin-Pool :-) Und wie hei√üt der Pfleger, der die V√∂gel mit dem Kehlsack f√ľttert? PELIKAN-F√ľller...

Laut Website sollen in der UHU-Burg "wie in der Natur" (Wie nat√ľrlich ist denn eine Burg?) auch Flederm√§use (Heimische? Oder etwa doch Nilflughunde o.√Ą.) und Bauernhoftiere (Wie in der Natur!) leben. Wie w√§r's denn mit der Gemeinschaftshaltung von Hausrindern und Vampiren? W√ľrde ja zu den Infos passen...

Spa√ü beiseite: Die Idee, in der Burg eben nicht nur Eulen zu zeigen, finde ich schon gut. Mit Tierarten, die in und an menschlichen Behausungen leben, lie√üe sich mal ein interessantes Zoo-Thema gestalten. Das reicht ja von der Schleiereule √ľber den Gecko bis hin zum Zwerghamster in der mongolischen Jurte, von der Kakerlake bis zur Ratte usw. Ein reiches Feld, und im Moment f√§llt mir nur Emmen mit etwas in der Art ein (dort mit Tieren, die als "Untermieter" auf Bauernh√∂fen leben).
(13.04.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Wer extra wegen eines Vogelkaufs nach Walsrode fahren w√ľrde (um irgendwelche Rarit√§ten zu erwerben), der konnte das auch schon vorher tun - wie gesagt, lag schon immer eine Angebotsliste aus. Und in den √§ltesten Vogelparkf√ľhrern ist sogar eine Preisliste abgedruckt.

In besagtem Gesch√§ft werden wohl kaum Ibisse oder H√ľhnerg√§nse zu finden sein, sondern eher das Sortiment, das auch in einer "normalen" Zoohandlung vertreten w√§re. Und dazu - wie auf der Website zu lesen - auch Kleins√§uger.

Aber ich schlie√üe mich dem Gedanken von Ollo an: Die Gefahr der spontanen Anschaffung sehe ich durchaus ebenfalls. Und darin besteht der gro√üe Unterschied zur Tierarztpraxis neben einem Zoo, die man mit einem PROBLEM aufsucht und nicht, weil man m√∂glicherweise gerade festgestellt hat, dass ein Lori gut zur Wohnzimmereinrichtung passen w√ľrde oder ein Zwergkaninchen ein nettes Mitbringsel f√ľr den Enkel daheim w√§re...
(02.02.2006, 00:00)
Zoosammler :   So sehe ich das auch, obwohl es nat√ľrlich auch Leute geben kann, die WEGEN des Tierhandels extra nach Walsrode fahren. Ich kann irgendwie auch nachvollziehen, was Herr Dr. Sch√ľling sagt, aber ich h√§nge immer noch einer altmodischen Vorstellung an, dass ein seri√∂ser Zoo, sowas mit seiner "W√ľrde" nicht vereinbaren kann. Wahrscheinlich altmodischer Quatsch.
(01.02.2006, 00:00)
Ollo :   Also ich finde das √ľberhaupt nicht in Ordnung. In Walsrode gibt es doch praktisch nur touristische Besucher, kein Stammpublikum. Wer von denen braucht denn schon einmal Tierfutter, und dann nie wieder? Und vor dem Ausflug in den Park richtet man sich auch nicht darauf ein, Tiere nach Hause mitzubringen. Man wird den Tierkauf also spontan beschlie√üen, ohne sich zuvor √ľber die Haltung erkundigt zu haben. Nachher kommt das selbe dabei heraus wie bei den Welpen, die zu Weihnachten verschenkt werden.
(01.02.2006, 00:00)
Klaus Sch√ľling :   Warum diese Emp√∂rung?
Eine vorbildhafte betriebene Tierhandlung passt meiner Meinung durchaus zu einem Zoo - und man kann sicher sein, dass sich Besucher sowie offizielle und selbsternannte Kontrolleure so einen Betrieb äußerst aufmerksam anschauen werden.
Wenn alles also nach Recht und Gesetz läuft, sauber ist usw. - wo ist das Problem?
Eine solche Tierhandlung ist doch automatisch Infozentrum f√ľr alle privaten Tierhalter.
Und das wäre doch eine wirklich sinnvolle Zusatzaufgabe der Tierparks.
Wenn man doch Kompetenzzentrum ist, warum diese Kompetenz dann nicht auch anbieten?
Und warum nicht auch vermarkten?
Letztendlich macht der Tiergarten Schönbrunn in Wien doch dasselbe, wenn Sie ihren Tierärzten eine öffentliche Tierpraxis einrichten, oder?
Das kann von mir aus auch gerne Schule machen:
Anstatt Vertragstierarzt, der aus seiner Praxis stundenweise in den Zoo kommt den Zoo-Tierarzt, der neben dem Wirtschaftshof seine Praxis betreibt.
(01.02.2006, 00:00)
Hannes :   Eine Tierhandlung finde ich pers√∂nlich auch zuviel aber gegen den verkauf an privat habe ich nichts da sich zum Beispiel metelen so lange √ľber wasser gehalten hat und zum Verkauf geziehlt unter andrem Ibisse und Aras gez√ľchtet hat.
Auch hat man mir in M√ľnster mal erz√§hlt das man dort so gut wie jede Nachzucht kaufen kann die √úberf√§llig ist.
Wenn man dagegen mal in Rheine Nachfragt, die geben nicht mal aggegene Wasserschildkröten ab und Kuba-baumratten töten die statt sie an Privat (der markt ist groß) zu verkaufen.


(01.02.2006, 00:00)
Zoosammler :   Der einzige Unterschied ist, dass man dem Pitbull beibringen kann, wen er angreifen darf und wen nicht...

Diese Entwicklung macht mir wirklich Sorgen. Zwar macht eine Schwalbe noch keinen Sommer und ein Vogelshop noch keine Kommerzklitsche, aber sagt es nicht schon bezeichnend viel √ľber einen Park, bzw. dessen Leitung aus, wenn er so eine Art Tierhandlung aufmacht? Und ganz nebenbei, werden auf der Internetseite den erwerbbaren Futtermischungen fast so viele Fotos und Text gewidmet, wie den zoologischen Kostbarkeiten... Zwar ist es durchaus nicht neu, im Tiergarten Hannover kann man auch Wildfleisch kaufen und die V√∂gel sind ja nicht zum Verzehr gedacht, aber so etwas w√§re vor f√ľnf, sechs Jahren in Walsrode nicht m√∂glich gewesen.
Ich kann nicht mal genau sagen, was mich daran st√∂rt, nur, dass es irgendwie etwas √ľber das Niveau einer zoologischen Einrichtung aussagt.
Und ich habe die Bef√ľrchtung, dass das eine Art Vorbote f√ľr die weitere Entwicklung in Walsrode, ja ein Symptom f√ľr die (oder besser: EINE der momentanen) Entwicklungen in der Zoolandschaft ist.
(01.02.2006, 00:00)
Ollo :   Der Bennett-Kasuar gilt ja als gef√§hrlichster Vogel der Welt. Ich k√∂nnte mir vorstellen, da√ü er sogar im Kampf mit einem Pitbull keine schlechte Figur macht, oder was meint Ihr?
(01.02.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Auf der Homepage des Vogelparks fand ich zu meinem Erstaunen gerade den Hinweis, dass der Park nunmehr zwischen Parkplatz und Eingang gelegen einen "Vogelshop" betreibt, in dem man au√üer Vogelfutter auch im Park nachgezogene V√∂gel erwerben kann. Der erste Zoo mit eigener Zoohandlung... Mal schauen, vielleicht nehme ich mir bei meinem n√§chsten Besuch als Souvenir einen Kasuar mit :-)
Das ist gar nicht so weit hergeholt: Im Souvenirshop innerhalb des Parks liegt schon seit Jahrzehnten immer eine Abgabeliste √ľberz√§hliger V√∂gel √∂ffentlich aus (mit Preisen), und neben diversem Wassergefl√ľgel, Papageien, Rosal√∂fflern usw. fand ich darauf vor nicht allzu langer Zeit auch einen Bennett-Kasuar! Kasuar im Garten w√§re doch mal ein interessanter Schutz gegen Einbrecher - sozusagen ein gefiederter Pitbull....
(01.02.2006, 00:00)
Michael Mettler :   @Zoosammler: Nein, der Nilflughund ist eine andere Art (Rousettus aegyptiacus) und gleichzeitig auch ein anderer "√Ėkotyp", da er im Gegensatz zu Palmen- und Inselflughund seine Ruhephasen nicht frei an B√§umen, sondern an H√∂hlendecken h√§ngend verbringt. De
(29.01.2006, 00:00)
Zoosammler :   Mal davon abgesehen, dass ich bezweifle, wie man an ein paar unscheinbaren, an der Decke h√§ngenden Fellkn√§ulen etwas edukativ erkl√§ren kann, freut es mich zu h√∂ren. Denn Palmenflughunde und Inselflughunde sind doch sehr selten zu sehen, bislang kannte ich nur den Nilflughund aus eigener Anschauung (oder handelt es sich bei einer der Arten um selbigen?). Eigentlich bin ich ja ein strikter Gegner von S√§ugetieren im Vogelpark, aber die Baumk√§ngurus st√∂ren mich irgendwie mehr.
(28.01.2006, 00:00)
Andreas Hartung :   Der Vogelpark Walsrode meldet den Neuzugang einer Gruppe Palmenflughunde (Eidolon helvum), die aus dem Tierpark Berlin kommen und jetzt im Freiflug der Paradieshalle leben. Au√üerdem werden schon l√§nger Insel-Flughunde (Pteropus hypomelanus) in der Tropenwaldhalle gehalten. Hintergrund ist die Tatsache, da√ü der aktive Flug nur drei Mal in der Evolution bei Wirbeltieren entstanden ist, n√§mlich bei V√∂geln, Fledertieren und Flugsauriern, und das Thema "Fliegen" im "neuen" Vogelpark eine gro√üe Rolle spielen soll, besonders auch die verschiedenartige morphologische Realisierung des Fluges in diesen drei Gruppen, und dazu dienen die Flughunde neben den V√∂geln als lebendes Anschauungsmaterial.
(28.01.2006, 00:00)
Stefan Schubert :   Ein Paar Kagus hat Wuppertal erhalten. Im letzten Hagenbeck-Journal "Tier International" fand sich ein Artikel √ľber Kagus, ist dies vielleicht als Vorschau zu sehen?
(14.01.2006, 00:00)
Ollo :   Wo gehen eigentlich die Kagus hin, die in Walsrode nachgezogen werden? Wei√ü das jemand?
(13.01.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Nun, auch die heutigen Kunstfelslandschaften w√§ren sicher nicht so ausgedehnt, wenn man dahinter nicht Stallungen, Technik- und Personalr√§ume verbergen m√ľsste - so gesehen ist viel davon ebenfalls nur Ummantelung.
Mit fremden Federn will ich mich nicht schm√ľcken: Die Biophilie-Theorie stammt von Edward O. Wilson, der dar√ľber mindestens zwei B√ľcher verfasst hat, und den Begriff "Psychotop" pr√§gte meines Wissens schon Hediger.

Um einen Bogen zum Ursprungsthema zur√ľck zu schlagen: Ich nehme an, dass Walsrode ohne gro√üe (Kunst-)Felskulissen auskommen wird, da dort keine Gro√ütierst√§lle zu verbergen sind. Daf√ľr gibt es ja in den H√§usern (Paradieshalle, Papageienhaus) reichlich Naturstein-R√ľckw√§nde, und man wird sehen, ob sich an den R√ľckw√§nden der Au√üenvolieren (Fasanerie, Papageienanlagen) noch etwas √§ndern wird.
(13.01.2006, 00:00)
IP66 :   @Herr Mettler: Ihre Biophilie-Idee gef√§llt mir recht gut. Allerdings wird im japanischen Garten ja gerne der Rasen durch Steinfelder und sogar Baumgruppen durch Felsformationen ersetzt. Das m√ľ√üte dann schon das Substitut f√ľr den real e√übaren Gegenstand ei
(13.01.2006, 00:00)
Michael Mettler :   P.S. Einige Pflanzungen in Hannover, vor allem im Bereich Dschungelpalast, konnten sich nicht etablieren, weil sie immer wieder von Besucher zerst√∂rt wurden. Das betrifft speziell Bambushorste, die offensichtlich vom Zoopublikum zu Elefantenfutter "verarbeitet" wurden.
(12.01.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Bei allen √§u√üerlichen Unterschieden, die englische und japanische G√§rten bzw. Parks schon aufgrund unterschiedlicher kultureller Weltanschauung aufweisen, haben sie doch eines gemeinsam: Sie bilden eine Pseudo-Naturlandschaft nach, um der Entspannung zu dienen. Und genau darin liegt die Wurzel f√ľr die Biophilie-Theorie: Wann konnte sich unser afrikanischer Urahn entspannen? Wenn er sich in seinem idealen Lebensraum befand, alle Ressourcen in erreichbarer (sichtbarer!) N√§he hatte und eine gewisse √úbersicht besa√ü, wo sich Freunde, Feinde oder Konkurrenten gerade aufhielten. Und genau eine solche Pseudo-Naturlandschaft versuchen und versuchten einige Zoos zu erzeugen.

Auf den Gedanken, beides in Zusammenhang zu bringen, wurde ich vor nicht allzu langer Zeit auf recht drastische Weise gebracht. Durch einen stressbedingten Burn-out wurde ich auf eine "Ebene" zur√ľckgeworfen, die mir bei den wenigen Besuchen im Zoo Hannover, welche mir mein Zustand erlaubte, ein sehr elementares und emotinales Erleben von Tier und Umgebung schenkte - v√∂llig frei von den
Gedanken "man m√ľsste, man sollte" usw., die man sich als Zoo-Interessierter sonst so macht. F√ľr die Biophilie-Theorie hatte ich mich schon vorher interessiert, aber nun wurde mir das Prinzip deutlichst vor Augen gef√ľhrt, und seitdem sehe ich viele "pseudonat√ľrliche" Gestaltungselemente der neueren "Erlebniszoos" (soweit "gelungen"...) mit ganz anderen Augen, n√§mlich positiver.

"Noch 1980 h√§tte man an diesem Haus kritisiert..." Daran hat sich anscheinend bis heute nichts ge√§ndert: Wieviele Beitr√§ge in diesem Forum haben den Tenor, dass etliche neuzeitliche Anlagen zuviel Drumherum und zuwenig Tier bieten.... Manchen Zoofans w√§re anscheinend die R√ľckkehr zur Menagerie oder zu Gehegen wie der Elefanten-Plattform √† la Gelsenkirchen lieber :-)

"Zur√ľckhaltender bei der Bepflanzung..." Wie lange liegt Ihr letzter Hannover-Besuch denn zur√ľck? Ich war an Neujahr dort und habe mich trotz der "kahlen" Jahreszeit und meiner K√∂rpergr√∂√üe von 1,90 m in den "neuen" Themenbereichen fast ausschlie√ülich zwischen (echtem) Gr√ľn bewegt.

Und die "Grottenr√§ume" in den Zoos sind keineswegs "auff√§llig und neu". Fr√ľher wurden ganze Aquarienbauten als Grotten gestaltet, und z.B. bei Hagenbeck gibt es ebenfalls historische Aussichtsgrotten, sei es an der L√∂wenanlage oder in luftiger H√∂he des Bergtierfelsens. Relativ neu ist lediglich, aus m√∂glichst vielen verschiedenen Blickwinkeln - teilweise per Schl√ľsselloch-Perspektive - Einsichten in Gehege zu gew√§hren, bei Raubtieren und Primaten gew√∂hnlich mittels "felsen"-umrahmter Glasfenster unterschiedlicher Gr√∂√üe.
(12.01.2006, 00:00)
IP66 :   Sie werden es mir sicher verzeihen, wenn ich ihre Gleichsetzung von japanischem und englischem Garten f√ľr etwas brutal und auch nicht ganz zutreffend halte. Der von Ihnen gepr√§gte Psychotop-Begriff begeistert mich dagegen sehr. Ich w√ľrde ihn allerdings zeitabh√§ngig deuten: So wie ein Menschenaffenk√§fig in den 70er Jahren vorf√ľhrte, da√ü der Affe alles vorfindet, was er zum Leben braucht und au√üerdem sehr reinlich gehalten wird, so braucht der Besucher heute die Kulisse, die ihm einen nachgebauten Lebensraum vorf√ľhrt. Im riesigen Urwaldhaus in Z√ľrich konnte ich bei den gehaltenen V√∂geln eine ganze Reihe "Jagdszenen" beobachten, die Kuhreiher tyrannisierten die Hammerk√∂pfe, dominante Enten blockierten die ja nur einseitig zug√§ngliche Wasserfl√§che des Teiches vor dem Restaurant usf. Kein Besucher fand das problematisch, die Tiere "spielten" halt miteinander und hatten ja viel Platz, im √ľbrigen hatte man ihnen ja den Urwald gebaut, den sie in Madagaskar bewohnen (im Gegensatz zum Besucher von 1970 glaubt der Besucher von heute, da√ü das machbar sei). Noch 1980 h√§tte man an diesem Haus kritisiert, da√ü man kaum ein Tier sieht und f√ľr das Umfeld viel zu viel Geld ausgegeben h√§tte. Nat√ľrlich spielt bei solchen Entwicklungen auch eine Rolle, da√ü das neue Gehege m√∂glichst anders aussehen soll als das alte und sich - noch wichtiger - von der entsprechenden Haltung des Nachbarzoos unterscheidet. Generell wichtig ist allerdings, da√ü jeder Zoo in erster Linie f√ľr die Besucher baut und nicht f√ľr die Tiere - was ja auch in Ordnung ist, so lange die Tiere geeignete Lebensbedingungen vorfinden.
Was die historischen Wurzeln der Felsanlagen angeht, so w√ľrde ich sie am ehesten im den spektakul√§ren, aber recht kleinr√§migen englischen G√§rten der 2. H√§lfte des 19. Jahrhunderts sehen. Letztlich sind die Parks auch das Vorbild f√ľr die Gestaltungen in Hagenbecks stellinger Tierpark und die Nachfolgeanlagen in N√ľrnberg (alter Zoo) und Wuppertal gewesen. Allerdings fehlt in Hannover oder Gelsenkirchen das Arbeiten mit Sichtachsen, man konstruiert vielmehr kleinr√§mige Landschaften um einen in Brezelschlingen gef√ľhrten Rundweg, vermeidet bis jetzt begehbare Tierh√§user - die es bei Hagenbeck ja gab - und ist zur√ľckhltender bei der Bepflanzung. Auff√§llig und neu sind auch die nur m√ľhsam kaschierten Grottenr√§ume, in denen wahlweise ein wenig Didaktik oder Themeninstallationen eingerichtet werden. Sicherlich spielen auch gro√üe Freizeitparks eine pr√§gende Rolle, ich wei√ü aber nicht, ob es dort derart massive Felskulissen gibt.
(12.01.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Und das ist ja das Kuriose, wie ich schon mal an anderer Stelle ge√§u√üert habe: Gehege mit Felsen (k√ľnstlich oder echt) und "gr√ľner Wiese" werden von den meisten Menschen als "nat√ľrlich" empfunden - selbst wenn die darin gehaltenen Tierarten im Freiland h√∂chst selten mit beidem in Ber√ľhrung kommen.

Wahrscheinlich spricht da unser afrikanischer Urahn aus uns, der solche Landschaftsformen f√ľr sich selbst als optimalen Lebensraum ansah. Dazu geh√∂rt dann noch ein lockerer Baumbestand, im Idealfall mit schirmf√∂rmigen Kronen, und ein Gew√§sserufer, m√∂glichst sogar ein Bachlauf (nicht umsonst versucht man in Zoos, an allen m√∂glichen Stellen kleine Wasserf√§lle einzubauen). In einer solchen Landschaft hat sich schon Australopithecus wohl gef√ľhlt, und wahrscheinlich ist uns dieses psychische Erbe erhalten geblieben. (Man nennt es, der entsprechenden Theorie folgend, Biophilie.)

Streng genommen sind also Gehegelandschaften - ob L√∂wenfreianlage in Berlin, Hagenbeck-Panorama oder Hannover-Sambesi - eher "Psychotope" f√ľr den Besucher, eher stammesgeschichtliche "Erinnerungen" als "Traumwelten". Das Prinzip funktioniert √ľbrigens auch au√üerhalb von Zoos: Englische oder japanische Park- und Gartenanlagen bedienen genau die gleichen Bed√ľrfnisse.

Die Vorliebe f√ľr Stilbauten wie Tempel, Moscheen oder Klosterruinen ist in der Menschheitsgeschichte zwangsl√§ufig sehr viel j√ľngeren Datums.
(11.01.2006, 00:00)
IP66 :   Die Schaffung von fernen Traumwelten (sc. Exotismus) ist eben kein stilistisches und damit an Epochen gebundenen Ph√§nomen, sondern ein psychologisches. Deshalb ist ja auch in den letzten 20 Jahren kaum ein exotisierender Bau abgerissen worden, wohl aber allerlei B√§renburgen, vor allem aber Bauten, die man als zu kahl und "wissenschaftlich" empfand, weil man die Tiere gut sah, aber eben keinen Urwald um sie herum.
(11.01.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Schon kurios: In manchen Zoos war man froh, wenn man die alten "Eulenruinen" endlich beseitigt hatte, in weiteren hat man sie zu Gunsten anderer Bauma√ünahmen geopfert (z.B. in Emmen), und jetzt werden sie wieder neu gebaut.... Bald bekommen wir bestimmt auch wieder B√§renburgen, Blockh√§user f√ľr Hirsche und Zelte f√ľr Kamele in die Zoos zur√ľck, dann schlie√üt sich der Kreis endg√ľltig.
(10.01.2006, 00:00)
IP66 :   Wenn ich die Dinge richtig verfolge, bedeuten Neuanlagen sehr oft ein Besucherplus √ľber ein bis zwei Jahre hinweg. So war es in K√∂ln mit Regenwald und Elefantenpark, so war es auch in Wuppertal, als man nach dem Elefantenhaus nichts neues mehr baute und auch die Besucher fortblieben. Problematisch ist allerdings, wenn eine Anlage in 10 Jahren vollst√§ndig erneuert wird, wie das in Hannover der Fall war: Alle Bauten und Anlagen werden dann zu einem Zeitpunkt unmodern, und anderes, das durchaus vorzeigbar w√§re, besitzt man dann nicht - was w√ľrden die Hannoveraner heute mit dem historistischen Antilopenhaus anstellen, und wenn sie ein Restaurant dort einrichteten. Den Erlebnispark gibt es dort bekanntlich schon, und ich f√ľrchte, da√ü eine Uhu-Burg - vorzeiten hie√ü das Eulenturm und war meist architektonisch solider - doch mit einem Dschungelpalast f√ľr Elefanten nicht mithalten kann, selbst wenn man Angriffe durch Flugsaurier simuliert.
(10.01.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Nachtrag: ...und welcher Parkbesucher wei√ü, dass es Vogelgruppen wie Flamingos, Reiher oder M√∂wen schon W√ĄHREND der Bl√ľtezeit der Dinos gab? H√§tte doch was: Ein trinkender Triceratops am Ufer der Flamingolagune in Walsrode, ein ferngestuerter Quetzalcoatlus mit 15 Metern Spannweite in der Flugschau... Wir sollten wirklich einen passenden Satire-Thread aufbauen.
(06.01.2006, 00:00)
Michael Mettler :   @Zoosammler: Gute Idee. Wie hei√üt die h√§ufigste S√§ugetierart in Walsrode? Graue Panther....

Mal ehrlich: Es geht ja gar nicht drum, die Senioren zu vertreiben. (Wenn ich eines Tages soweit bin, m√∂chte ich schlie√ülich auch noch Zoos besuchen d√ľrfen!) Tats
(31.12.2005, 00:00)
Zoosammler :   Wie w√§re es mit einem Satirethread Walsrode? ;)
(31.12.2005, 00:00)
Michael Amend :   Ob soviele rentner wirklich Kohle haben, wage ich zu bezweifeln.Die meisten Zoos investieren in ie Zukunft, un as sind eben die jungen Leute.Es ist abe auch nicht einfach, es sowohl jungen,wie alten Leuten recht zu machen.
Beremernswet an walsroe fin eich ie gesalznenen Peise in en Resaturants, speziell in em riesigen Kaffaeerastaurant in er Mitte.Da frage ich mich immer wieer, wie sich die Rentner as leisten können....Die jungen Besucher blieben Walsrode fern,eben weil es ein Rentnerpark ist.Unsereins lkann ja sowieso nicht in den gaststätten dort essen, wer wird schon von den Rentnerportiönchen satt....
(31.12.2005, 00:00)
Ollo :   Rentner w√ľrde ich nicht unbedingt aus einem Tiergarten vertreiben. Ich finde eher, da√ü man sich allgemein ein bi√üchen mehr um diese Kundschaft bem√ľhen sollte. Die Alten gelten ja als so ziemlich gr√∂√üter Wachstumsmarkt in der Wirtschaft. Sie werden immer zahlreicher, haben Kohle und sind spendenbereiter als alle anderen.
(31.12.2005, 00:00)
Michael Amend :   @Michael Mettler
W√ľrde es den Jurassic Park geben,glaub mir,der h√§tte keine Probleme mit zu wenigen Besuchern,und w√ľrde man Walsroe √§hnlich wie den Jurassic Park aufbauen,schlie√ülichs sind die lieben V√∂gelein ja die direkten nachfahren der Dinos, eine Tat
(31.12.2005, 00:00)
Michael Mettler :   Die Frage "Wer braucht eigentlich..." ist m√ľ√üig, wenn man sich vor Augen h√§lt, dass z.B. die Besucherzahlen in Hannover trotz des sau-teuren Eintritts im gleichen Zeitraum boomten, wo es der Konjunktur in Deutschland immer schlechter ging. (Gleiches gilt √ľbrigens auch f√ľr die Fu√üball-Bundesliga.) Also gibt Otto Normalbesucher offensichtlich trotz engeren Budgets gern (viel) Geld aus, wenn er daf√ľr f√ľr ein paar Stunden seiner sorgenbelasteten Welt entfliehen kann.

Und solange die Einrichtungen sich vom Angebot her erg√§nzen, scheint es auch nicht "zuviel Erlebnis" zu geben: der Heidepark mit Fahrgesch√§ften, der Vogelpark mit Federvieh, der Zoo Hannover mit (√ľberwiegend) "Gro√üwild" und wahrscheinlich ein Sealife Centre in Hannover mit Fischen. Fehlt eigentlich noch ein Erlebnis-Reptilienzoo (die Schlangenfarm Schladen ist von ihrer Anlage her eigentlich ein Auslaufmodell).

Das Wisentgehege in Springe hat √ľbrigens das gleiche Problem wie der Vogelpark: Von Kinder- und Hubertusfesten abgesehen finde viele Kinder den Park √∂de (ich war oft genug "Ohrenzeuge"...), bietet er doch vor allem endlos lange Wege um riesige Koppeln mit "langweiligen" Tieren. Das ist jetzt nicht meine pers√∂nliche Ansicht, sondern Ergebnis einer Besucherbefragung in Springe. Gefragt wurde u.a., welche Tiere die (stetig weniger werdenden) Besucher am uninteressantesten finden, und auf den ersten Pl√§tzen waren mit den Wisenten und Pferden (Przewalski- und Sorraiapferde) ausgerechnet die "wichtigsten" Tiere des Geheges.....

Ist es in Walsrode der Kurpark-Charakter, der ein wenig altbacken wirkt, so ist es in Springe der "Hubertus-Mief" (der Ausdruck stammt nicht von mir, sondern aus einer hiesigen Zeitung!), also die lebende Jagd-Lehrschau. Es gen√ľgt einem allgemein-biologischen Lehranspruch z.B. nicht mehr, auf den Beschilderungen nicht die allgemein √ľblichen Artbezeichnungen zu verwenden, sondern die j√§gersprachlichen wie Schwarzwild, Muffelwild, Wasserwild usw. Warten wir also mal ab, wann sich auch das Wisentgehege in eine Erlebniswelt verwandelt. Ob der geplante(Neu-)Bau eines Aquariums f√ľr heimische Fische der gro√üe Besucherbringer wird, wage ich zu bezweifeln. ICH w√ľrde lieber eine Seehundanlage bauen, die genausogut ins Parkkonzept passen w√ľrde: Robben und deren F√ľtterungen begeistern schlie√ülich immer Besucher.

@Zoosammler: Darf ich daran erinnern, dass der Vogelpark Walsrode auch in seiner bisherigen Form ein kommerzielles Unternehmen ist...? Und wie sehr die gesamte Stadt Walsrode am Erfolg und Misserfolg des Parks h√§ngt, zeigte die Ma√ünahme, den Anfahrtverkehr zur Entlastung des Ortskerns √ľber eine Umgehungsstrecke zum Park zu f√ľhren. Sofort ging es den Restaurants, Souvenirl√§den usw. im Ortskern schlagartig schlechter! Verl√∂re der Vogelpark auch weiterhin Besucher, w√ľrde sich der Ort wahrscheinlich irgendwann wieder zu jenem Heidenest zur√ľckentwickeln, das er einmal war.
(31.12.2005, 00:00)
Zoosammler :   Nein, Gott sei Dank ist das Universum nicht der Space Park, sondern eine durchaus anspruchsvolle Wissenschafts-Erlebniswelt.
Dennoch bin ich wie immer, wenn ein alter Zoo "erneuert" wird, traurig. Aber ich kann mir noch kein Urteil bilden, weil ich nicht genug √ľber diese Erneuerungspl√§ne wei√ü. Wenn die Artenvielfalt so bleibt, o.k. Ich bezweifle aber, dass das ein ernstgemeintes Versprechen ist. Ich fand es schon extrem, dass ich 2004 √ľber Stunden der einzige Besucher war, der sich den beiden Schuhschn√§beln gewidmet hat. Vielleicht war der bisherige Vogelpark also wirklich ein Auslaufmodell -> interessante Arten eben nicht gleich interessant f√ľr die Masse.
Aber auf der anderen Seite frage ich mich, wann dieser Freizeit-Event-Markt (das ist meistens auch mit Erhöhung der Eintrittspreise (siehe Hannover) verbunden)endlich gesättigt ist?
Das Bed√ľrfniss nach teurer, nach dem 0815-Schema-gestrickter Unterhaltung muss doch auch angesichts sinkender Betr√§ge im Geldbeutel des Otto Normalverbrauchers und der st√§ndig wachsendne Konkurrenz kleiner werden...
Und selbst ein umgestalteter Vogelpark bleibt irgendwie doch ein Vogelpark und kann mit echten, "spektakuläreren" Freizeiteinrichtungen, wie Heidepark, Serengetipark, Zoo Hannover oder Universum nicht mithalten. Und demnächst soll auch noch in Hamburg ein riesiges Science Center mit Seeaquarium in der Hafen City entstehen... Ein SeaLife in Hannover.
Wer um Gottes Willen braucht da noch einen zwanghaft auf Kommerz getrimmten Vogelpark?
(31.12.2005, 00:00)
Michael Mettler :   Ich bin jedes Jahr ein- bis zweimal ins Walsrode und sehe es √§hnlich. Am Beispiel Walsrode ist mir schon fr√ľh ein Licht aufgegangen, wie unterschiedlich Zoos und ihre Tierarten von Zoobesuchern und Medien bewertet werten.
Der Vogelpark wurde in den Medien - wenigstens in Niedersachsen - schon immer eher als Freizeitpark denn als Zoo betrachtet. Kritik war nie zu finden, gab es doch einen riesigen Spielplatz und gepflegte gärtnerische Anlagen...
Und wenn ich mir in einem "richtigen" Zoo ansehe bzw. anhöre, was die Besucher von den dort gezeigten Tieren so alles erwarten (z.B. dass sie nicht langweilig in irgendeiner Ecke herumliegen), dann ist auch auffällig, um wieviel nachsichtiger die Vögel in Walsrode betrachtet werden. Solange ein Vogel entweder sehr groß oder auffallend bunt ist, interessante Laute von sich gibt oder im Idealfall die menschliche Sprache nachahmt, ist es mindestens 95% der Besucher völlig wurscht, ob er irgendwelches Verhalten zeigt. Nur Pfaue sind zum Radschlagen "verpflichtet"...

Mich w√ľrde mal interessieren, welchen Anteil an den Besucherzahlen die Senioren ausmachen, die per Bus-Kaffeefahrt aus allen Himmelsrichtungen nach Walsrode kommen. An (gut besuchten!) Wochentagen im Sommerhalbjahr liegt nach meinem Empfinden der Altersschnitt zwischen 11 und 15 Uhr (also zwischen Ankunft der Busse und Kaffeetrinken) bei √ľber 60. Da kommt dann wirklich Kurpark-Feeling auf.

Und den Spielplatz in Nähe des Einganges gebaut zu haben, war ein strategischer Fehler: Wenn - besonders am Wochenende - der Kinderanteil unter den Besucher höher ist, sieht man allerorten im Park quengelnde und an den Vögeln völlig desinteressierte Kinder, die nur eins wollen: endlich zum Spielplatz..... Der kleine Streichelzoo war deshalb eine unumgängliche Ergänzung des Angebots.
(31.12.2005, 00:00)
Hannes :   Der Park hat ja wirklich einen starken kurpark charackter und das intersse an v√∂geln ist nun mal gering (siehe metelen)da finde ich ein aufpeppen nicht verwerflich, es muss ja nicht immer sofort ein pinguinbeladenes handelschiff in der arktis versinken.
(30.12.2005, 00:00)
Michael Mettler :   @Michael Amend: Deine Vision erinnert mich irgendwie an Jurassic Park.....
(30.12.2005, 00:00)
Michael Amend :   Klingt toll.Freue mich schon auf Bootchenfahrten durch Harpyien-Volieren, Pinguin-Streichelgehege, Kasuar-Reiten un eine verfallene Kondor-Ruine, die uns eine tolle Geschichte erz√§hlt...Der Vogelerlebnispark,nicht schlecht, mal was neues.Und wer begr√ľ√üt uns als Parkmaskottchen ? "Big Bird" alias Bibo ?

(30.12.2005, 00:00)
Stefan Schubert :   Ist das "Universum Science Centre" der Space Park? Da hoffen wir mal das der Vogelpark eine bessere Zukunft hat! Der Space Park ist ja wenigstens noch als Tatort-Kulisse n√ľtzlich!
(30.12.2005, 00:00)
Michael Mettler :   Meldung in der heutigen "Neuen Presse" (Hannover):
"Vogelpark mausert sich - Ex-Universum-Chef baut Anlage zur Erlebniswelt um. 80.000 zusätzliche Besucher erwartet"
Laut Artikel wird das Konzept des Vogelparks nach einem Wechsel in der Leitung v√∂llig neu (und auf j√ľngeres Publikum) ausgerichtet, da sich der Abw√§rtstrend bei den Besucherzahlen kontinuierlich fortgesetzt hat: "... unter den zuletzt 400.000 Besuchern im Jahr waren vorwiegend √§ltere Stammg√§ste. .... F√ľr viele Besucher ist es irgendwann erm√ľdend, immer nur Volieren anzuschauen.... Schritt f√ľr Schritt wird sich bis 2010 das Gesicht des Parks ver√§ndern."
"Dann ist es vorbei mit dem allzu gepflegten Kurpark-Image. Das 240.000-Quadratmeter-Gel√§nde soll k√ľnftig aufgelockert werden durch Labyrinthe, Weidenh√ľgel und G√§nge. Bereits 2006 entstehen ein Baumhausdorf und eine mittelalterliche Uhuburg mit Schlossruinen, Stadtmauerresten und einem Nachtsichtbereich. An Entdeckerstationen werden sich die Besucher etwa √ľber Vogelstimmen und den Fl√ľgelschlag informieren k√∂nnen. Nach 2006 sind zudem eine spektakul√§re Erlebnislandschaft f√ľr die Begegnung mit Pinguinen, Pelikanen und Flamingos sowie ein neuer Pavillon mit interaktiver Dauerschau √ľber das Fliegen geplant."
Die Artenvielfalt soll bei alledem erhalten bleiben. Der bisherige Parkleiter Norbert Dietz (gleichzeitig Chef des Wildparks L√ľneburger Heide) verl√§sst den Vogelpark, sein Nachfolger Carlo Petri wird als "Marketing-Profi" betitelt und hat zuletzt das Konzept f√ľr das Bremer Erlebnismuseum "Universum Science Center" gearbeitet.
(30.12.2005, 00:00)

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