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Stiftung Zooarchiv



Klaus Schueling:   Gibt es Neuigkeiten?

Auf jeden Fall!

Es gibt erste Sachspenden...

Und es gibt Ideen f├â┬╝r eine ganze Reihe von Gespr├â┬Ąchen, die ich noch f├â┬╝hren will, um einen guten Start zu erwischen.

Ich habe mir die n├â┬Ąchste Ausgabe des TIERGARTEN Magazins als Ziel vorgegeben, um einen ├â┬ťberblick zu geben...

Dazu wird auch die Bitte an alle Interessenten geh├â┬Âren, m├â┬Âglichst konkret W├â┬╝nsche und Erwartungen zu formulieren.

Ganz konkret suche ich jemanden, der einige Kisten in Leipzig bergen (gerne kurzfristig) und nach M├â┬╝nster bef├â┬Ârdern kann (eilt nicht).
- Es zeichnet sich ab, dass sich solche Transporte auch aus anderen Richtungen sich immer wieder ergeben werden...


(18.02.2021, 17:45)
Martin Hildebrandt:   Ich denke mit dem Idee eines Zooarchivs ist ein wichtiges Projekt angesto├â┬čen worden.
Gibt es in diesem Zusammenhang Neuigkeiten?
(17.02.2021, 19:55)
Mel:   Auch ich finde diese Idee sehr gut und bin gerne bereit Unterst├â┬╝tzung zu geben. Denn ich bin der festen ├â┬ťberzeugung das historisches Material erhalten werden muss.

Ich habe die Ausschlachtung des Tierpark Berlin Archivs mit erlebt, und WolfDrei glaube mir es war schlimm, ich will nicht wissen was dadurch alles verloren gegangen ist. Es war einfach nur schrecklich.
(20.01.2021, 21:08)
Michael Mettler:   Auch mich als Sammler und Besitzer eines umfangreichen Zoo-Archivs besch├â┬Ąftigt immer mal wieder der Gedanke, was eines Tages damit geschehen wird, wenn ich es nicht mehr selbst benutzen kann oder will. Das komplette Archiv irgendwohin abgeben/vererben, wo es dann aber unter Umst├â┬Ąnden nur in Kisten auf unbestimmte Zeit eingelagert wird und in dieser Phase niemand etwas davon hat? (Ich kenne solche Beispiele.) Oder es in Einzelteile aufl├â┬Âsen, die dann L├â┬╝cken bei anderen Sammlern/Archivaren f├â┬╝llen und dort wenigstens "in Gebrauch" bleiben k├â┬Ânnen? (Etliche St├â┬╝cke meines Archivs sind auf solche Weise zu mir gekommen und auf diese Weise "lebendig" geblieben.)

Ein digitales Archiv w├â┬╝rde ich begr├â┬╝├â┬čen, da es etliche Vorteile hat, ein analoges Archiv sollte aber gleichrangig daneben stehen. Wenn es reichen w├â┬╝rde, Abbilder ins Internet zu stellen, m├â┬╝ssten wir uns ansonsten auch nicht mehr die M├â┬╝he machen, Kunstsammlungen etc. analog aufzubewahren und mit gro├â┬čem Aufwand auszustellen.

Da auch mir noch die K├â┬Ânigsl├â┬Âsung fehlt, m├â┬Âchte ich erst mal ein paar ungeordnete Gedanken und Fragen in den Ring werfen.

Ist es unter den Bedingungen einer Stiftung ├â┬╝berhaupt machbar, die Aktivit├â┬Ąt durch Ver├â┬Ąu├â┬čerung von Sammlungsst├â┬╝cken (die erw├â┬Ąhnten Dubletten) zu finanzieren, was doch einen kommerziellen Aspekt beinhalten w├â┬╝rde?

Wenn das Archivkonzept auch die M├â┬Âglichkeit umfassen soll, Teile der Sammlung zeitweise zu verleihen (genannt wurden Zoojubil├â┬Ąen), sollten m.E. gerade f├â┬╝r solche Zwecke Dubletten vorhanden bleiben. Man darf n├â┬Ąmlich - auch da spreche ich leider aus eigener Erfahrung - nicht unbedingt davon ausgehen, dass solche Leihgaben unversehrt und vollst├â┬Ąndig zur├â┬╝ckkehren.

Wie steht es bei der Ver├â┬Âffentlichung von digitalisierten Druckwerken um den Urheberschutz, ist das ├â┬╝berhaupt so einfach machbar? Selbst wenn die einzelnen Zoos einverstanden sind, ber├â┬╝hrt es doch z.B. auch Bildrechte an Fotos, die f├â┬╝r Zoof├â┬╝hrer etc. von Fotografen und Agenturen zugekauft wurden. Ich kenne auch Zoof├â┬╝hrer, deren Texte nicht von Mitarbeitern des herausgebenden Zoos geschrieben wurden, sondern von Zoo-Externen (z.B. von Schriftstellern, Werbeagenturen und teilweise sogar von Mitarbeitern anderer Zoos). Bei Ansichtskarten liegen die Bildrechte oft genug beim herausgebenden Verlag, auch wenn sie Motive eines bestimmten Zoos verwenden und in diesem verkauft wurden - wobei es auch Beispiele f├â┬╝r Karten gibt, deren Fotos in ganz anderen Zoos aufgenommen wurden, was nicht nur f├â┬╝r historische Recherchen l├â┬Ąstig ist, sondern auch in punkto Bildrechte ein Durcheinander bedeuten k├â┬Ânnte.

Viele Zoover├â┬Âffentlichungen enthalten Werbeanzeigen (und dies nicht immer nur auf eigenen Seiten); m.W. m├â┬╝ssen Werbetreibende f├â┬╝r eine Ver├â┬Âffentlichung ihrer Anzeigen in anderen Medien ihre Zustimmung erteilen, wobei ich nicht wei├â┬č, ob es daf├â┬╝r r├â┬╝ckwirkend irgendeine Datumsgrenze gibt oder eine Verj├â┬Ąhrungsfrist. Im einfachsten Fall lie├â┬če sich diese Problem umgehen, indem man entsprechende Seiten oder Stellen auf den Seiten schw├â┬Ąrzt o.├â┬Ą. - was aber zus├â┬Ątzlichen Aufwand beim Digitalisieren bedeuten w├â┬╝rde und von irgendwem zentral kontrolliert werden m├â┬╝sste, wenn jeder teilnehmende Sammler seine Sachen selbst ins digitale Archiv laden kann.

Ich bin mir ├â┬╝brigens selbst nicht mal sicher, was ich ├â┬╝berhaupt zur Illustrierung meiner Forumbeitr├â┬Ąge aus B├â┬╝chern, Zoodrucksachen, Postkarten usw. abscannen und hier einstellen darf, ohne gegen Richtlinien zu versto├â┬čen. Das geht bei mir oft genug nach dem Motto "Augen zu und durch"...


(20.01.2021, 09:21)
Carsten Horn:   So k├â┬Ânnte es mit geringen Ressourcen funktionieren f├â┬╝r den Anfang ohne Ausstellung.

Suchmaschine an sich br├â┬Ąuchte man gar nicht, der Rahmen des digitalen Bildarchives und des Drucksachen-Katalogs w├â┬Ąre ja eine Website, wo die entsprechenden Suchanfragen zu stellen sind, man br├â┬Ąuchte also jemanden, der so was programmiert und den entsprechenden Webspace.

Da br├â┬Ąuchte es dann standardisierte Eingabemasken, wo Sammler selbstst├â┬Ąndig Ihre Sammlungen erfassen und im Falle von digitalisierten Bildern hochladen. Ob das dann ohne weitere Nacharbeit klappt, wei├â┬č ich nicht, die Dinge m├â┬╝├â┬čten ja kategorisiert und mit Schlagworten versehen werden, um Einheitlichkeit zu erreichen. Vielleicht mu├â┬č hier ein kleiner Kreis die Einordnung pr├â┬╝fen und freigeben.

Eine Alternative zu den Eingabemasken w├â┬Ąre vorhandene Software, man mu├â┬č ja nicht alles neu machen. Ich verwende f├â┬╝r meine Sammlungen seit l├â┬Ąngerem das Programm Tellico, https://tellico-project.org , das gef├â┬Ąllt mir sehr gut. Verwendet als ?Datenbank? xml-Dateien und l├â┬Ą├â┬čt sich komplett ver├â┬Ąndern, so wie man es braucht. Wenn hier vorgefertigte Strukturen vorgegeben werden, h├â┬Ątte das denn Vorteil, das jeder seine eigene Sammlung erfassen w├â┬╝rde f├â┬╝r sich selbst und gleichzeitig die Daten exportieren k├â┬Ânnte zum Zooarchiv als csv-Datei, so das sie in eine leistungsf├â┬Ąhige SQL-Datenbank ├â┬╝bernommen werden k├â┬Ânnten. Das Programm ist mehrsprachig, so k├â┬Ânnten auch ggf. Leute ohne Deutschkenntnisse eingebunden werden.

Dias scannen w├â┬Ąre kein Problem, je nach Menge k├â┬Ânnte man katalogisieren und scannen trennen. Hab allerdings kein Equipment mehr...
(09.01.2021, 14:42)
Klaus Schueling:   Ja, Tr├â┬Ąume sind erlaubt.
Ein Zoomuseum in Wien, Berlin oder K├â┬Âln w├â┬Ąre eine solche Vision - da mag ich aber nicht l├â┬Ąnger unt├â┬Ątig darauf warten.
Ich erlebe beinahe w├â┬Âchentlich, dass Sammlungen und Nachl├â┬Ąsse auf dem M├â┬╝ll landen, daher meine Initiative.

Ich glaube nicht, dass R├â┬Ąumlichkeiten und Personal langfristig gesichert sein m├â┬╝ssen, bevor man sinnvoll beginnen kann.

Ich stelle meinen Apparat, also auch Raum und Arbeitszeit zur Verfügung, um einen Anfang zu machen.
Zun├â┬Ąchst geht es um sinnvolle Strukturen und eher Lagerkapazit├â┬Ąt als Lesesaal und Rollregale.

Ein Bildarchiv k├â┬Ânnte und sollte digitalisert sein - und wird sicher digitalisiert h├â┬Ąufiger genutzt werden als Hundertausende von Dias in Magazinschr├â┬Ąnken.

H├â┬Ątten wir einen Standard, eine Suchmaschine und einen Server, k├â┬Ânnten private Sammler Ihre Bilder einpflegen und alle gemeinsam den wachsenden Gesamtbestand nutzen.
Stellen wir uns vor, die Stifrung erh├â┬Ąlt aus einem Nachlass einige Hundert Dias aus dem Tiergarten N├â┬╝rnberg aus den 1950er- und 1960er-Jahren.
Ich denke, man k├â┬Ânnte jemanden finden, der solche Bilder scannt und katalogisiert, wenn man ihm die Bilder und einen Diascanner zur Verf├â┬╝ng stellt, oder?

Sicher w├â┬╝rden Sammler bereits digitalierte Bilder teilen,um z.B. die Entwicklung von Robbenanlagen zu dokumentieren - wenn eine clevere Datenbankstruktur dies erm├â┬Âglicht.

Die sachgerechte Archivierung von Originalbildern wird dann zur Nebensache, die man nicht aus den Augen verlieren sollte.

Die Mittel f├â┬╝r Aufbau und Betrieb der f├â┬╝r ein Bildarchiv n├â┬Âtigen Struktur k├â┬Ânnten durch die Verwertung von antiquarischen Nachl├â┬Ąssen hereinkommen, selbst wenn ausschlie├â┬člich Dubletten ver├â┬Ąu├â┬čern werden w├â┬╝rde. Eine erste Sammlung w├â┬╝rde man nat├â┬╝rlich behalten.

Noch ein Gedanke zu den Drucksachen:
Schon der Katalog eines Archivs w├â┬Ąre f├â┬╝r viele eine sch├â┬Âne Sache, auch ohne Pr├â┬Ąsenzbibliothek.
F├â┬╝r bestimmte Projekte, z.B. Jubil├â┬Ąen oder Dokumentationen k├â┬Ânnte dann Best├â┬Ąnde verliehen werden - daf├â┬╝r brauchen wir keine Planstellen.
Ich nutze den Katalog der Bartlett Society oder von leszoosdanslemonde.com gerne und h├â┬Ąufig ...




(08.01.2021, 13:17)
Oliver Muller:   Klingt gut! Danke f├â┬╝r die Initiative, Herr Sch├â┬╝ling!
(06.01.2021, 20:00)
Carsten Horn:   Die Idee h├â┬Ârt sich auf jeden Fall spannend an.

Ich stelle mir nur ├â┬Ąhnliche Fragen wie Liz. Finanzierung (dazu geh├â┬Ârt Personal, wenn nicht alles ehrenamtlich sein soll) und Lagerung m├â┬╝├â┬čten erstmal gekl├â┬Ąrt sein.

Dann br├â┬Ąuchte es viel Arbeitskraft, um die Ausstellungsst├â┬╝cke zu digitalisieren (wie weit auch immer) und die entsprechende Infrastruktur (Archivsoftware, Homepage) zu schaffen.

Ich hab sowas teilweise mit meiner eigenen Sammlung gemacht, ca. 100000 Fotos und etwa 2500 Schriftst├â┬╝cke (B├â┬╝cher, Hefte, Briefe, Mails etc) in meine Homepage eingepflegt (nicht alles ├â┬Âffentlich zu sehen, dient mehr mir selbst zur Bildersuche bzw. um Quellen schnell nachzuschlagen), daher wei├â┬č ich, was f├â┬╝r ein Aufwand das ist. Und ich bin Rentner, kann also recht viel Zeit drauf verwenden.

Wenn Ehrenamtliche dazu noch fest an den "Archivsort" gebunden sind, werden sich da vermutlich nicht viele finden in einem begrenzten Umkreis. Entweder m├â┬╝├â┬čte man die Sache mit festem Personal aufziehen, oder die M├â┬Âglichkeit zur "Heimarbeit" m├â┬╝├â┬čte gegeben sein, damit viele mitmachen k├â┬Ânnen. Wobei sich dann die Frage stellt, ob viele K├â┬Âche den Brei nicht verderben?

Und es fragt sich, wer bereit ist, seine Sammlung abzugeben von den privaten Sammlern. Ich k├â┬Ânnte mir das gut vorstellen, wenn ich mal nicht mehr da bin, aber jetzt w├â┬╝rde ich meine Sammlung noch schon gerne selber behalten und mich dran erfreuen. Ich k├â┬Ânnte mir aber gut vorstellen, meine Sammlung zu erfassen und in den Digitalbestand des Archivs einzuf├â┬╝gen und irgendwann sp├â┬Ąter dinglich zu ├â┬╝bergeben. ├â┬ťber solche L├â┬Âsungen mit zentraler und dezentraler Lagerung sollte vielleicht mal nachgedacht werden?

Falls m├â┬Âglich, w├â┬╝rde ich schon in irgendeiner Form mitmachen...


(06.01.2021, 13:53)
Liz Thieme:   Wenn es nach mir geht, w├â┬╝rde es ein Zoo-Museum mit angeschlossenem Archiv (mit Rollarchiv) und einem sch├â┬Ânen alt-gestalteten Lesesaal geben.. Ja, da tr├â┬Ąumt wohl die Tochter von Arch├â┬Ąlogen/Museums-Betreuer/Bibliothekarin, die schon als Kind in Archiven unterwegs war.
Aber auch mit einem guten digitalen Katalog und wenn m├â┬Âglich digitalisierten B├â┬╝chern, wenn ich auch selbst eher f├â┬╝r das haptische bin. Aber wenn man zig Kilometer entfernt wohnt, ist das manchmal unpraktisch.

Die Beschreibung zu Berlin zerrei├â┬čt einen innerlich. ├â┬ähnlich scheint es in Dortmund gewesen zu sein, wobei da die Datenlage geringer ausfiel.
Und wenn ich mir das Hagenbeck-Archiv bildlich vorstellen muss: >Eine steile Treppe f├â┬╝hrt unter das Dach des tierparknahen, alten Geb├â┬Ąudes.[...] Leider ist dort auch nicht alles erhalten. >"Zum Gl├â┬╝ck sind noch verh├â┬Ąltnism├â┬Ą├â┬čig viele Fotoalben gerettet worden, als 1943 die Dressurhalle, in der sich neben dem Gesch├â┬Ąftszimmer des Parks auch das Archiv befand, abbrannte. "Gesch├â┬Ąftsb├â┬╝cher sind leider viel weniger erhalten geblieben", [...]< [Abendblatt, 2007].
(06.01.2021, 11:59)
W. Dreier:   Stichwort Stiftung:
Sch├â┬Ân , dass @Liz Thieme sich ├â┬Ąu├â┬čerte - ich wunderte mich schon , dass es hier bisher noch keine Reaktion der Forenteilnehmer gegeben hat.
Eine gute Idee, wenn ich den ?Abbau? der zoologischen Vergangenheit sehe - wohl nun auch hier Rückbau genannt - und deren Erhalt von der nunmehrigen Direktorengeneration eher als Hindernis und Geldverschwendung angesehen wird.
Ein Hoch also, dass es noch den Denkmalsschutz gibt! Unabh├â┬Ąngig von dieser Institution habe ich eine Art musealer Erhaltung ehemaliger Anlagen bisher nur in Johannesburg, Breslau und in Eberswalde gesehen. Und die Idee von Prof Dathe, eine derartige museale Schau irgendwann im Schlo├â┬č zu er├â┬Âffnen, d├â┬╝rfte wohl eher nicht mehr ?auf der Agenda stehen?.
Ich hatte vor ca. 3 Jahren eine Anfrage an die VDZ gestellt, inwieweit dort bez├â┬╝glich alter Dias, antiquarischer Materialien etc Interesse bestehen k├â┬Ânnte. ?Eigentlich? sei man nur an ?Highlights? interessiert, kam als Antwort .
Durch Vermittlung konnte ich nun ?bessere ? Fotos in BioLib.cz und im Tierlexikon des VDZ unterbringen. Wobei: letzteres Projekt ist eigentlich keine Initiative des VDZ sondern diese ist allein von Herrn Dollinger aus Bern initiert worden, der vor Berentung wesentliche Funktionen in WAZA , EAZA und VDZ hatte und das Tierlexikon (nicht nur Zoo-Tiere) auf Privatebene t├â┬Ątigt.

Ich hatte hier schon vor 5 Jahren den Abbau der Tierpark-Bibliothek mitgeteilt, nunmehr d├â┬╝rften nur noch Reste existieren, da nach Anfrage meinerseits damals mitgeteilt wurde, Tierparkangeh├â┬Ârige h├â┬Ątten entsprechende B├â┬╝cher etc entnehmen k├â┬Ânnen. Eine weitere Antwort war, ob f├â┬╝r mich die Rettung der Bibliothek wichtiger w├â┬Ąre als die Rettung des Tierparkes (erinnert mich an die die DDR: ?Sind sie f├â┬╝r die Rettung des Friedens, dann m├â┬╝├â┬čtte sie auch den Ma├â┬čnahmen xyz zustimmen? ). Etwa seit ca Ende Februar/ Anfang M├â┬Ąrz 2020 gibt es den ehemaligen Bibliotheksbestand des Tierparkes mehr. Nach dem Jahresbericht 2013 von B. Blaszkiewitz waren das ca. 13 000 B├â┬╝cher, die Zahlen f├â┬╝r F├â┬╝hrer (Guides) etc m├â┬╝├â┬čte ich erst nachschauen. Ich war insbesondere sauer, da auch eine von Prof. Dathe und mir erreichte ?├â┬ťbersiedlung? einer sogenannten ?Hiltzheimer-Sammlung? (Prof. Hiltzheimer war der ?Erfinder? des s├â┬╝dchinesischen Tigers) vom Institut f├â┬╝r Biologie der Humboldt-Uni an den Tierpark erreicht wurde und nun ebenfalls betroffen sein k├â┬Ânnte. Nicht reden will ich von Erbschafts├â┬╝berweisungen gerade regionaler Ornithologen. Es w├â┬╝rde mich durchaus interessieren, wo diese geblieben sind ? wenn noch materiell vorhanden. Die Foto- und Dia-Sammlung des Tierparkes (jeweils mehr als 100 000 ``St├â┬╝ck``) w├â┬Ąre theoretisch unter dem Dach des Schlosses.
Mich w├â┬╝rde sehr interessieren, wie und von wem irgendwann und auf welcher Basis die Geschichte des Tierparkes nach 2014 weitergeschrieben wird ? doch wohl nicht aus den Befunden des Internets oder der Gesch├â┬Ąftsberichte (Motto: heute liest niemand mehr ? heute gibt es alles im Netz) - da gab es weder die Erw├â┬Ąhnung der Aufl├â┬Âsung der Schlangenfarm noch der Bibliothek.

Da ich annehme, dass die jetzige Zoodirektorengeneration - das w├â┬Ąre mindestens meine dritte - mehrheitlich eher Manager sind, d├â┬╝rfte es auch in anderen Einrichtungen bei den Planungen so gewesen sein: nur vision├â┬Ąre Vorw├â┬Ąrtsstrategien charakterisieren die Planungen, nicht aber ``altbackene r├â┬╝ckw├â┬Ąrtsgerichtete`` Erinnerungskulturen. H├â┬Âchstens, wenn die eigenen Erfolge umso strahlender mitgeteilt werden k├â┬Ânnen!

H├â┬Âchste Zeit, etwas zu tun! Wenn ich auch ? meinem Alter entsprechend ? eher f├â┬╝r ein ?analoges? Archiv bin.
(06.01.2021, 09:52)
Liz Thieme:   Hallo Klaus, die Idee ist sehr gut und wahrscheinlich ein Traum von so manchem ?Zooverr├â┬╝ckten? und ?Zoohistoriker?.

Allerdings bleiben für mich doch noch einige Fragen offen, die auch andere interessieren (dürften), was ich nach internen Diskussionen so mitbekommen habe:
- Wie soll der Start finanziert werden?
- Wo stehen R├â┬Ąumlichkeiten zur Verf├â┬╝gung, die entsprechend passend f├â┬╝r ein systematisches Archiv hergerichtet werden k├â┬Ânnen? (Miete?)
- Wie sieht es mit dem Personal aus? Das geht nicht alles ehrenamtlich.
- Durch wen wurde es (mit)initiiert oder stehst du im Moment alleine da?

Es w├â┬Ąre schade, wenn viele Ideen kommen, aber die Grundpfeiler nicht stehen / errichtet werden k├â┬Ânnen.
Software zur Digitalisierung eines Archivs ist schnell gefunden, da h├â┬Ątte ich Kontakte, um Empfehlungen einzuholen. Man muss sich halt entscheiden, ob es ein Katalog wird oder inkl. einer ?e-book?-Datenbank.
Das Sammeln und v.a. das Einarbeiten w├â┬Ąre dann massive Flei├â┬čarbeit.

Ich bleibe auf jeden Fall neugierig bei dem Thema.
(06.01.2021, 08:28)
Klaus Schueling:   Stiftung Zooarchiv

Es wird Zeit, eine Struktur aufzubauen, die sich dem Erhalt des kulturellen Erbes unserer Zoos und Tierparks annimmt. Zu viele Sammlungen und Archive, sowohl von Tierparks als auch von Privatleuten gehen unwiederbringlich verloren, weil es keine Institution gibt, die Altbest├â┬Ąnde und Nachl├â┬Ąsse sammelt, aufbereitet und bewahrt.
Vorrangig ist dabei an Publikationen wie Zooführer, Jahresberichte, Zuchtbücher oder Plakate sowie Bilder (Dias, Digitalaufnahmen, Photographien, Postkarten) gedacht.
Auf Nachhaltigkeit angelehnt und gemeinnützig motiviert erscheint die Rechtsform einer Stiftung für dieses Vorhaben die passende zu sein.
Die Best├â┬Ąnde des Zooarchivs sollen ├â┬Âffentlich zug├â┬Ąnglich sein, Institutionen wie Privatleute k├â┬Ânnen ihre Bilder und Dokumente in das bestehende Archiv einpflegen.
Eine detaillierte Katalogisierung erlaubt eine Sortierung und Nutzung beispielsweise von Bildern nach Ort, Datum, Photograph, Tierart, Person, etc..
Das Zooarchiv bietet Raum f├â┬╝r ehrenamtliches Engagement, wird jedoch auch Kosten verursachen. Diese k├â┬Ânnen aus dem Verkauf von Dubletten und direkten Spenden gedeckt werden.
So werden Nachl├â┬Ąsse vor der Vernichtung bewahrt, verbleiben in der Hand von Zoosammlern und tragen dazu bei, langfristig das allgemein zug├â┬Ąngliche Zooarchiv aufzubauen.

Ein vorl├â┬Ąufiger Aktionsplan sieht wie folgt aus:

Formulierung der Idee, Sicherung der Domain
www.zooarchiv.de, Entwicklung eines Logos
Definition der Struktur und Formate zur Digitali├é┬şsierung der Archivierung von Bildern und Publikationen, Abstimmung mit bestehenden Sammlungen
Formulierung einer Satzung, Bildung entsprechender Gremien, Gründung der Stiftung
Formulierung von Projekten und Priorit├â┬Ąten
(Spendenakquise, Koordination Ehrenamtlicher, technische Ausstattung, etc.)

Noch zu diskutieren ist die Frage, ob sich das Zooarchiv auf die deutschsprachigen Tierparks beschr├â┬Ąnken oder der Rahmen weitergefasst werden soll.

Wer das Zooarchiv bereits in dieser fr├â┬╝hen Phase unterst├â┬╝tzen m├â┬Âchte, m├â┬Âge sich bitte mit mir in Verbindung setzen. Dies kann in Form von Sachspenden (Zoof├â┬╝hrer, Plakate, Bilder) oder Geld erfolgen, aber auch mit Rat und Erfahrung, z. B. in Bezug auf Stiftungen, Datenbanken, Archivierung von Dokumenten etc.
Es geht in dieser Phase darum, die Arbeit zukünftiger Jahre von Anfang an auf ein solides Fundament zu stellen!

(01.01.2021, 13:28)

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