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Durch Zoos gerettete Arten



Sacha:   W├╝rde die Haltung von Walartigen nicht st├Ąndig durch Tierrechtler torpediert, w├Ąren wir dort vielleicht so weit, dass der Vaquita als Art wenigstens im menschlicher Obhut ├╝berleben k├Ânnte. So aber wird er "in W├╝rde aussterben", wie die Fanatiker das qualvolle Ersticken in Fischnetzen nennen. Einfach nur traurig...
(06.07.2018, 13:48)
W. Dreier:   Dazu auch heute in der `` Berliner Zeitung`` ein fast gleichlautender Beitrag unter dem Titel ``Hoffnung auf ein Nashornbaby``
Anbei ein Schema der beiden M├Âglichkeiten.
(05.07.2018, 13:57)
Sacha:   Ich wusste nicht recht, wo ich untenstehenden Link platzieren sollte. Denke, das passt aber trotzdem hier:

http://www.blick.ch/video/viral/zum-glueck-gibts-die-wissenschaft-dieses-baby-nashorn-ist-ein-kleines-wunder-id6737489.html

Hoffe, dass m├Âglichst bald alle ├╝brigen BM-Halter nachziehen.
(28.05.2017, 15:04)
Michael Mettler:   @Sacha: Die Definition von "k├╝rzlich" ist schwierig, da wie alle Grenzwert-Festlegungen sehr willk├╝rlich. Vielleicht h├Ątte ich besser schreiben sollen: Je k├╝rzer das Aussterben zur├╝ckliegt, desto mehr Priorit├Ąt w├╝rde ich einem solchen Projekt zugestehen.

Wobei ich allerdings auch mehr Sinn darin s├Ąhe, sich auf Arten/Unterarten zu konzentrieren, f├╝r die es keinen noch lebenden "Ersatz" im Sinne n├Ąchstverwandter Formen gibt, der bei Wiederansiedlung die ├Âkologische Funktion seines ausgestorbenen Verwandten ├╝bernehmen kann. So w├╝rde f├╝r mich z.B. ein "wiedererschaffener" Beutelwolf oder Dodo mehr Sinn machen als ein Quagga oder Java-Tiger. Und schon w├╝rde dieses Kriterium mit dem vorherigen kollidieren, denn der Java-Tiger ist ja eindeutig erst k├╝rzer von der Erde getilgt als der Dodo...
(13.05.2017, 00:01)
Sacha:   @Hannes Lueke: Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob Du mich richtig verstanden hast in dieser Beziehung: Ich BEVORZUGE den Schutz/die Erhaltung rezenter Arten, F├ťRCHTE aber, dass v. a. aus monet├Ąren/PR-Gr├╝nden eher die Anstrengungen auf das "Wiederaufleben" von ausgestorbenen Arten gesetzt werden/w├╝rden. Kurz: Erst das retten, was man noch hat, dann rumexperimentieren.

Ausnahmen k├Ânnten f├╝r mich wie von MM erw├Ąhnt erst "k├╝rzlich" (Definition?) ausgestorbene bzw. ausgerottete Arten sein. Ich denke da in erster Linie an das de facto ausgestorbene N├Ârdliche Breitmaulnashorn (ja, es gibt noch 2, 3 Individuen), das bereits heute - in San Diego - im Mittelpunkt eines "Wiedererschaffungs"-Projektes steht.
(12.05.2017, 23:33)
Michael Mettler:   Ich sehe das zwiesp├Ąltig. Der zoologisch Begeisterte in mir ruft "Au ja!", der Realist fragt sich z.B. in Sachen Mammut, warum man bei den Problemen, die man schon mit dem Schutz der lebenden Elefantenarten hat, noch eine zus├Ątzliche dazuholen sollte, die noch weitaus interessanter f├╝r Elfenbeinwilderer w├Ąre...

Bei einer Art, die "erst k├╝rzlich" ausgestorben ist und in ihrem Lebensraum eine ├Âkologische L├╝cke hinterlassen hat, die vorerst keine andere Art/Unterart ausf├╝llen kann, s├Ąhe ich da noch eher Sinn als bei einer, die vor Tausenden von Jahren die Erde verlassen hat und deren damaliger Lebensraum inzwischen gar nicht mehr existiert.

Wobei Letzteres im ├╝bertragenen Sinne ja auch f├╝r Arten/Unterarten gelten w├╝rde, deren Verbreitungsgebiet inzwischen zersiedelt ist. Wieviel Raum g├Ąbe es denn heute auf Java und Bali noch f├╝r Tiger? Und wenn doch, w├Ąre es dann nicht beinahe sinnvoller, hier eine Zweitpopulation von Sumatratigern zu etablieren und damit eine noch lebende Unterart zu st├╝tzen, statt zus├Ątzliche "Sorgenkinder" zu produzieren? Auch die "Arche Zoo" hat doch schon Platzprobleme.
(12.05.2017, 21:47)
Hannes Lueke:   Also w├╝rdest du es nicht begr├╝├čen wenn man es schafft Beutelteufel, kaspischer oder Javatiger sowie Wandertaube zur├╝ck zu holen?
(12.05.2017, 13:03)
Ulli:   Vielleicht z├╝chtet der n├Ąchste ja das Megatherium oder Riesenfaultier.
(12.05.2017, 12:55)
Ulli:   Die ganze Mammut-Aktion ist kompletter Schwachsinn und zudem reine Wichtigtuerei.

(12.05.2017, 12:53)
Hannes Lueke:   Ich sehe es auch wie Sacha. Erst einmal Mammuts produzieren da hierf├╝r Gelder flie├čen und dann die B-Prominenz zum Leben erwecken
(12.05.2017, 09:08)
Sacha:   @Adrian Langer: Sehe ich wie Du. Erst die rezenten Arten, dann kann man experimentieren (Geht doch!:)). Ich f├╝rchte nur, dass bei solchen Experimenten die Mittel eher fliessen als f├╝r den Schutz rezenter Arten, schon weil die Aufmerksamkeit ungleich gr├Âsser ist bzw. sein wird...
(11.05.2017, 22:37)
W. Dreier:   O Gott (und Verzeihung) - einen Prof Hofmann gab es auch - HIER ist aber Prof HILDEBRANDT gemeint!!
(01.04.2017, 12:58)
W. Dreier:   Heute aus der `` Berliner Zeitung``: ein Interview mit Prof. Hofmann, dem Chef der Reproduktionsbiologie des IZW zur Rettung des n├Ârdlichen Breimaulnashorns: die drei gegenw├Ąrtigen Nash├Ârner werden es nicht schaffen: Saul, der Bulle, ist 43, die Spermien sind miserabel, die Kuh ist auch schon zu alt und die von ihr letztgeborene Kuh (2000 geboren) hat eine nicht mehr ``aufnehmbare`` Geb├Ąrmutter. Ziel ist die Nutzung von eingefrorenen Spermien eines schon toten Bullen, aus den beiden K├╝hen soll versucht werden, Eizellen zu bekommen, die dann nach Befruchtung im ``Reagenzglas`` einer S├╝dkuh implantiert werden sollen. Zur Zeit besch├Ąftigt man sich mit der Gewinnung von Eizellen aus den S├╝dk├╝hen. Erfolg sehr unsicher. Die San Diego-Leute sehen bessere Chancen aus der Gewinnung von Eizellen und Spermien aus Nashornstammzellen.
Erw├Ąhnt wird noch, dass aus dem Forschungshaushalt das nicht zu schaffen w├Ąre, ein Sponsor hat 40 000 lockergemacht
(01.04.2017, 11:41)
Michael Mettler:   Ist zwar off-topic, bezieht sich aber auf das Foto: Hie├č es nicht immer, dass Zebrafohlen auf die individuelle Schulterzeichnung ihrer Mutter achten, um sie von anderen Zebras unterscheiden zu k├Ânnen? Dann m├╝sste die F├Ąrbung eines Quaggas doch zu orientierungslosen Fohlen und damit schlechteren Aufzuchterfolgen f├╝hren... ;-)
(31.01.2015, 09:36)
Michael Mettler:   Faszinierend, auch wenn sich dieses Tier in einem Merkmal fundamental vom echten Quagga unterscheidet: in der dunklen Halszeichnung. Die l├Âst sich beim gezeigten Zuchtprodukt n├Ąmlich ebenfalls auf, nahezu alle Quaggapr├Ąparate zeigen dagegen eine sehr breite dunkle Streifung und oft auffallende Doppelstreifen mit farbigem "Einschluss", so dass der Hals bei ihnen im Grunde dreifarbig gestreift ist. Hier sind sie alle abrufbar:
http://media1.mweb.co.za/quaggaproject/mounted.htm
(30.01.2015, 21:22)
WolfDrei:   Das Quagga wurde leider nicht mehr gerettet, doch haben die Versuche zur "Rekonstitution" eines Quagga-├Ąhnlichen Tieres doch schon zu ph├Ąnotypisch ├Ąhnlichen Tieren gef├╝hrt - das Bild mag es demonstrieren. Mittlerweile ist nicht nur die Streifenreduzierung weit fortgeschritten, auch die br├Ąunliche F├Ąrbung des Halsbereiches . ├ťbrigens sind einige Tiere in das "Tafelberg-Schutzgebiet" unmittelbar bei Kapstadt ├╝berf├╝hrt worden.
(30.01.2015, 18:19)
WolfDrei:   zum Waldbison und zum Park in Jakutien:

Gates, Zimov, Stephenson, Chapin. "Wood Bison Recovery: Restoring Grazing Systems in Canada, Alaska and Eastern Siberia"

Der Artikel wurde auf der Internationalen Bisonkonferenz in Edmonton 2010 vorgestellt und behandelt das Schicksal des Waldbisons in Kanada sowie dessen Rettung auch mit Projekten der Umsiedlung nach Alaska (wo er bis etwa 1850 noch vorkam) und Jakutien/Ostsibirien.
Historisch stammen die kurzh├Ârnigen Bisons vom Langhorn-Bison (Bison priscus) ab, Vertreter gab es durch die Beringbr├╝cke in Nordamerika und Ostsibirien. Um etwa vor 6000 Jahren starben die genetisch dem Waldbison-├Ąhnlichen Tiere in Sibirien aus - sowohl menschlicher Einflu├č als auch klimatische Ver├Ąnderungen werden als Ursache angenommen. Gegenw├Ąrtig gibt es aber Knochenfunde, die eine k├╝rzere Ausrottungszeit belegen.
In Kanada gab es vom Waldbison um 1890 noch etwa 500-600 Tiere im Peace-River-Athabasca-Delta. Ein Schutzgesetz um 1877 war wenig wirksam, erst ab 1907 gab es kontrollierten Schutz, die Anzahl von 250 um 1900 erh├Âhte sich bis 1914 auf 500. 1922 gab es dann in dem Wood-Buffalo-Park genannten Schutzgebiet wieder 1500-2000 Tiere.
Dann 1925 der genetische Eklat : ca 6000 Steppenbison├╝bersch├╝sse wurden eingef├╝hrt , die zudem Rindertuberkulose und Brucellose mitbrachten. Deshalb wurden 1963 77 Waldbisons westlich des Gro├čen Sklavensees gefangen, 19 krankheitsfreie Nachwuchstiere gelangten 1963 in den Providence Park, 20 in das Mackenzie Bison Sanctuary, 21 Tiere 1965 in den Elk Island Park - heute jener Park, aus dem sp├Ąter ab 1971 Tiere in weitere Auswilderungsgel├Ąnde, Parks und auch Zoos gelangten. Ab 1998 gibt es sogar freien Verkauf u. a. f├╝r Bison-Farmen.
1988 konnte so der Waldbison “umgestuft” werden: von endangered zu threatened.

Um 2000 gab es 2800 frei lebende Tiere (u.a. 1900 im Mackenzie-Gebiet; am Yukon 500, im Elk-Park 350), ca 700 in “Gefangenschaft“: Parks und Zoos, heute etwa 7000 Tiere insgesamt.
Gegenw├Ąrtiges Problem ist die Ersch├Âpfung weiterer Natur-belassener Gebiete f├╝r Freilassungen, die Farmwirtschaft mit Steppenbisons in Kanada und die weitere Existenz krankheitsbelasteter und genetisch ┬ôgemischter┬ö Tiere (2900 Tiere) im Wood-Buffalo-Park.

Also ├ťberf├╝hrung von Tieren nach Alaska (Yukon-Flats: 53 Tiere eingef├╝hrt, aber noch nicht frei) und Ostsibirien (Beginn 2006), wo sie historisch vorkamen.
Zu Letzterem: Schaffung eines Steppen├Âkosystems mit ┬ôpleistoz├Ąnen┬ö Tieren (das Pleistoz├Ąn endet etwa vor 10 000 Jahren - da lebten auf der Wrangelinsel noch Mammuts) am Kolymaflu├č in Jakutien (160 km2) mit Waldbisons, sibirischen Pferden, Rentieren, Elchen und Moschusochsen. Als ┬ôGag┬ö (angedacht?) sibirische Tiger als Beutegreifer anstelle des pleistoz├Ąnen L├Âwen.



(06.01.2013, 13:51)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Ich bin k├╝rzlich auf einen Artikel gesto├čen, laut dem im Fernen Osten Russlands eine Art "Prehistoric Park" als Projekt l├Ąuft; man will mit einer der eiszeitlichen Fauna angen├Ąherten Auswahl an Tierarten versuchen, in einem bestimmten Gebiet den Lebensraum Mammutsteppe (der mit der heutigen Tundra nicht identisch ist) zu rekonstruieren (zwangsl├Ąufig nat├╝rlich ohne das namensgebende "Flaggschifftier"). Gut m├Âglich, dass daf├╝r die Bisons gedacht sind.
(05.01.2013, 18:58)
WolfDrei:   Nachdem vor ca 50 Jahren in Kanada Restherden des Waldbisons entdeckt wurden, liegt gegenw├Ąrtig der Bestand bei 7000 Tieren. Neu f├╝r mich: vor ca 6 Jahren sind 30 Tiere nach Jakutien verschickt worden, nach einer Zeitung aus Edmonton wohl in diesem Jahr nochmals 30 Tiere. Vor ca 6 000 Jahren lebten dort die letzten Steppenbisons.
(05.01.2013, 18:22)
WolfDrei:   Wenn auch origin├Ąr nicht mehr zu retten - aber: mal wieder im Quagga Project gegoogelt. Gegenw├Ąrtig 105 Tiere in 11 Haltungen. Beginn 1986, 1987 erste Founder-Tiere (9) nach Einsch├Ątzung. Entsprechend den Heck-Rindern werden sie nun nach dem Gr├╝nder, dem deutsch-s├╝dafrikanischen Taxidermisten Reinhold Rau, als Rau-Quagga bezeichnet.
Anbei ein Beispiel:
(05.01.2013, 18:17)
Stefanie Fischer:   Aufs urspr├╝ngliche Thema: Was ist mit L├Âwen├Ąffchen und Spixara, ok die kann man eigentlich noch nicht als gerettet bezeichnen, aber ohne Zuchtbem├╝hungen w├Ąren die schon ausgestorben.
(16.11.2012, 10:59)
WolfDrei:   In der franz├Âsischen (Paris) F├Ârdererzeitschrift SECAS gefunden: gegenw├Ąrtige Anzahl der arab. Oryx: ca 7 000 im Nahen Osten (inkl. Arabien), 3000 in den USA - davon 400 in amerik. Zoos: im EAZA-Bereich 22 Haltungen mit 169 Tieren
(14.11.2012, 17:51)
WolfDrei:   autenthisches Material k├Ânnte wohl im Berliner Naturkundemuseum sein: Max Hilzheimer als "Benenner" arbeitet "damals" dort. Was aber nicht sein mu├č: das Fell des letzten mittelasiatischen (persischen) Hagenbeck-Tigers soll aus dem Hamburger Museum "verschwunden" sein.
(23.06.2011, 11:11)
Ronny:   Der Einf├╝hrungsvortrag handelte im Allgemeinen um Bestandsver├Ąnderungen von Wildtieren und nicht im speziellen um den S├╝dchinesischen Tiger.
(23.06.2011, 10:37)
Michael Mettler:   Nach den Angaben unter http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/details/15965/0 basieren die genetischen Ergebnisse bei amyoensis mangels anderen verf├╝gbaren Materials auf f├╝nf Zootigern, so dass die Unterartabtrennung auf Basis dieser Methode nur provisorisch erfolgte, und es hei├čt ja auch, dass seit mehreren Jahrzehnten kein wissenschaftlich gesicherter S├╝dchinese mehr in freier Wildbahn gesichtet worden sei. Worauf gr├╝nden sich denn dann Aussagen aus der ZGAP, dass der (vermutete?) Wildbestand hybridisiert sei? Gab es untersuchte Freilandfunde von Haaren, Kot o.├ä. in j├╝ngster Zeit?
(23.06.2011, 10:31)
Michael Mettler:   Dass die Wild-amoyensis Hybriden seien, kann ja eigentlich nur auf genetischen Untersuchungen basieren. Nun wird doch S├╝dchina als Ursprung der Art Panthera tigris vermutet - laienhaft frage ich mich dann, ob die dortigen Tiger nicht ohnehin Gene der umliegenden Unterarten aufweisen m├╝ssten, die sich ja aus ihnen entwickelt haben sollen...? Anders ausgedr├╝ckt: Sind die heutigen amoyensis wirklich hybriden Ursprungs oder schlichtweg die mit der genetisch gr├Â├čten Vielfalt ausgestattete Stammform, bei der z.B. l├Ąngst "Indochinesen-Gene" vorhanden waren, bevor sich letztere als eigene Unterart abspalteten? Wei├č man ├╝berhaupt genug dar├╝ber, wie "echte" S├╝dchinesen genetisch ausgestattet waren? Und falls eine wirkliche Hybridisierung im Freiland stattgefunden hat, wie sie z.B. bei Rekolonialisierung eines zwischenzeitlich unbesiedelten Lebensraumes vorkommen kann: H├Ątte die Einordnung von amoyensis (oder corbetti) als eigene Unterart dann ├╝berhaupt Berechtigung? Ist da eine Unterart "ausgestorben", die es vielleicht gar nicht i.e.S. gegeben hat?
(23.06.2011, 09:58)
Ronny:   In den Zoos ist wohl ein Indochinese dabei gewesen (├Ąhnlich Problematik wie der eine Sumatraner in der Amurline). F├╝r die 30 Wildtiger kann ich nichts sagen. Das die S├╝dchin. Tiger als ausgestorben gelten wurden in der ZGAP Versammlung vorgetragen.
(23.06.2011, 09:42)
WolfDrei:   Wie ist das gemeint Ronny? "Nat├╝rliche Hybride" zwischen "ehemaligem S├╝dchinesen" und Indochinesen?
(23.06.2011, 09:15)
Ronny:   Der s├╝dchinesche Tiger gilt seit Ende des letzten Jahres als ausgestorben. Die vermeintlichen S├╝dchinesischen Tiger in Freiheit (diese 30) und die Tiere in Zoos sind Hybride.
(22.06.2011, 20:30)
Michael Mettler:   Je nachdem, an welcher St├╝ckzahl man "fast ausgestorben" festmacht: Wie steht es in diesem Zusammenhang eigentlich um den Amurtiger, der doch im Freiland vor Jahrezehnten schon mal auf ca. 50 Tiere zusammengeschmolzen sein soll? Die Zoopopulation stieg etwa ab den 60er Jahren doch bestimmt erheblich schneller an als die Freilandpopulation - kann man das als "Rettung durch Zoos" gelten lassen?
(22.06.2011, 19:10)
WolfDrei:   Ok, Milu und Mhorrgazelle sind in dem Sinne nicht durch Zoos gerettet worden, ebenso , wie es auch eher nationale Einrichtungen in den USA waren, die den Mexikanischen Wolf, das Schwarzfu├čwiesel und den Rotwolf gerettet haben. Und die Zuchtstationen f├╝r den Kalifornischen Kondor konnten mindestens 10-15 Jahre keine Normalsterblichen besuchen. Erst am 1.9.2000 ├Âffnete "Condor Ridge" im Wild Animal Park.
Aber dies scheint zu stimmen - die Zucht von Partulaschnecken aus Franz├Âsisch-Polynesien im Londoner Zoo (sicher an die 10 Arten)
(22.06.2011, 15:30)
Michael Mettler:   Ich w├╝rde die F├Ąlle von Milu und Mhorrgazelle allerdings relativieren: Die eigentliche Rettungsarbeit wurde in beiden F├Ąllen von Privathaltern geleistet. Beide Projekte griffen erst auf die Hilfe von Zoos zur├╝ck, als nach Erreichen einer gewissen Populationsgr├Â├če Satellitenhaltungen gebraucht wurden, um das Risiko des Erl├Âschens durch eine Seuche zu minimieren. Und wenn ich die "Operation Oryx" richtig in Erinnerung habe, war es bei der Arabischen Oryx ├Ąhnlich: Der Ansto├č der Erhaltungszucht au├čerhalb der Heimatl├Ąnder kam nicht aus der Zoowelt, sondern das Projekt suchte lediglich einen geeigneten Standort und wurde dann wegen dessen Klimas im Zoo von Phoenix f├╝ndig (sollte das Zuchtprogramm nicht urspr├╝nglich in Kenia etabliert werden?). Zu dieser Zeit gab es aber diverse private Oryxhaltungen auf der arabischen Halbinsel, die zur Rettung der Art vielleicht sogar mehr beigetragen haben.

Zur Frage, wer eigentlich den Wisent gerettet hat, gibt es schon einen eigenen Thread. Auch hier spielten ja Gatterhaltungen, die man nicht als Zoo bezeichnen kann, eine sehr gro├če Rolle. Und um gleich noch einen weiteren Klassiker anzuh├Ąngen: Die Rettung der Hawaiigans lief m.W. ├Ąhnlich ab wie oben f├╝r Milu und Mhorrgazelle beschrieben.

Berechtigter w├Ąre wohl aktuell die Listung von S├Ąbel- und Mendesantilope, die beide im Freiland als ausgerottet bzw. fast ausgerottet gelten und f├╝r deren Populationen in Menschenhand m.W. tats├Ąchlich die Zoowelt die Hauptrolle spielte - ebenso beim Kalifornischen Kondor.

Schon bei der Socorrotaube und dem Balistar w├Ąre ich mir mangels Detailkenntnissen nicht sicher, ob nicht auch hier zuerst Privatz├╝chtern das Verdienst der Rettungsarbeit geh├Ârt.
(22.06.2011, 10:48)
WolfDrei:   nat├╝rlich noch Milu und Mhorrgazelle - und der s├╝dchinesischen Tiger (die Zahl 30 im Freiland kann nicht belegt werden: seit ca 1975 ist kein Tier mehr nachgewiesen worden - auch nach gro├čer internationaler Suchaktion des Amerikaners Tilson
(22.06.2011, 09:55)
Oliver M├╝ller:   Ich w├╝rde hier gern mal eine Liste aller durch Zoos geretteten Arten anlegen, d.h. aller Arten, die in freier Wildbahn bereits ausgestorben (oder fast ausgestorben)waren und nur dank der Zucht in Zoos ├╝berlebt haben.

Mir fallen ein:

Wisent
Przewalski-Pferd
Waldrapp
Arabische Oryx
(22.06.2011, 09:39)

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