Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Masterpläne



Oliver Muller:   Ich denke mal, das Thema ?Masterpl√§ne? hat sich dann mit Corona bis auf Weiteres erledigt. Ich kann mir angesichts des bevorstehenden Zusammenbruchs unserer Wirtschaftssysteme kaum vorstellen, dass noch irgendjemand in Zoo-Tierhaltung investiert. Vermutlich bedeutet das nun, dass alle Tierhaltungen, die aktuell und in mittlerer Zukunft nicht State of the art sind, auslaufen werden.
(17.03.2020, 17:38)
Sacha:   @Oliver Muller: Aber sicher.
(28.12.2019, 09:11)
Oliver Muller:   @Sacha: Danke f√ľr den Hinweis! W√ľrdest du den dann hier posten, wenn er ver√∂ffentlicht ist?
(23.12.2019, 23:31)
Sacha:   Auch vom Walter Zoo in Gossau (Schweiz) gibt es inzwischen einen Masterplan (bzw. ist einer in Arbeit).
(23.12.2019, 11:00)
Oliver Muller:   Alle Jahre wieder: die eigentlich schon f√ľr dieses Jahr angek√ľndigten Masterpl√§ne f√ľr Rostock und Stralsund werden hoffentlich 2020 fertig und ver√∂ffentlicht, ebenso der von Frankfurt, wobei ich hier aufgrund der Vor-Ver√∂ffentlichungen keine gro√üen √úberraschungen erwarte. Auch Schwerin hat ja wohl Pl√§ne, neu zu planen, ebenso Duisburg und Cottbus, wenn auch ohne direkte Ank√ľndigung. In Berlin TP und M√ľnchen soll ein Update kommen und auch aus Nordhorn stehen eigentlich Infos √ľber Ideen f√ľr das Erweiterungsgel√§nde aus. Es bleibt also spannend in 2020.
(23.12.2019, 10:23)
W. Dreier:   @Sacha: 100 Buchen-``Jahre " - das w√§re etwa die ``Halbwert``-Lebenszeit, der Waldbesitzer w√ľrde sie schon nutzen, der Betrachter noch nicht. Aus meinem ``Institutsumkreis``: aufgrund einer Gasexplosion 1909 in einem von uns genutzten Raum der landwirtschaftl. Fakult√§t gab es ein Bild vom Schaden - im Hintergrund der Vorplatz des Naturkundemuseums mit d√ľnnen Buchenst√§mmchens - die haben jetzt etwa einen Durchmesser von 50 cm (aber als Solit√§r kein ``Konkurrenz``h√∂henwachstum). Und mein Metasequoia bringt es nach 20 Jahren in 1 Meter H√∂he auf 22 cm (aber mit der Buche im Wachstum nicht vergleichbar)
(21.11.2018, 17:44)
Sacha:   @W. Dreier: Vielen lieben Dank f√ľr die Antwort. Jetzt musst Du mir in Sachen Pflanzenkunde noch etwas weiterhelfen (War nie meine St√§rke, da bei Pflanzen zu wenig "Action";)):
Sind 100 Jahre in "Buchenjahren" viel oder wenig?
(20.11.2018, 19:54)
W. Dreier:   @Sacha: zum Baumbestand des Rostocker Zoos: Vorl√§ufer des ``alten`` Zoos` war ein Dandrarium ! von etwa 1900 - aus dieser Zeit existiert ein Mammutbaum am alten Eingang-auch der ``Rododendren``wald`` im mittleren Teil .
Der neuere Zoo (also das Gel√§nde des Darwineums und umgebende Anlagen) im Bahrensdorfer Wald hat gro√üfl√§chig einen Buchenbestand, der etwa seine 80 - 100 Jahre haben d√ľrfte.
(20.11.2018, 19:42)
Oliver Muller:   In der Liste fehlt auch noch Cottbus und der Plan f√ľr das Erweiterungsgel√§nde in Nordhorn.
(20.11.2018, 19:24)
Sacha:   @Hannes Lueke: Ich hatte irgendwie erwartet, dass jemand diesen - m. E. absolut berechtigten - Einwand bringt. Aber wer sagt denn, dass daf√ľr ZWINGEND eine Waldfl√§che geopfert werden muss? Warum nicht bestehende (alte, ausgediente) Anlagen (bzw. deren Fl√§che) daf√ľr nehmen und stattdessen Arten, die gut in ein Waldgehege passen, in eine bislang ungenutzte Waldfl√§che umsiedeln bzw. neue Arten dort ansiedeln? (Klar m√ľssten dann trotzdem ein paar B√§ume weichen, aber das w√§re m. E. im Kosten/Nutzen-Verh√§ltnis).

Noch eine Frage: Wie alt ist der Baumbestand/Wald im Rostocker Zoo? Wurde er mehrheitlich nach dem Krieg gepflanzt? Ich ziele damit darauf ab, dass man vielleicht als Ersatz f√ľr gef√§llte B√§ume ein anderes Grundst√ľck im Gegenzug aufforsten k√∂nnte (gerne auch in der doppelten Gr√∂sse, als die, die f√ľr die Elefanten draufginge).
Wenn er mehrheitlich aus uralten Gew√§chsen besteht, sollte man nat√ľrlich die Finger davon lassen.
(16.11.2018, 09:21)
Hannes Lueke:   Wenn ich mir den tollen Baumbestand in Rostock ansehe hoffe ich, dass es keine Elefanten werden. In der Parkanlage zu roden sehe ich als fatal an.
(16.11.2018, 08:43)
Oliver Muller:   Fehlen nicht aus dem alten Masterplan noch Giraffen (die Ersatz f√ľr die Elefanten sein sollten) und Sibirische Tiger?
(15.11.2018, 14:13)
Sacha:   Dann w√§ren wir schon zwei, die dies (inst√§ndig) hoffen...(Gerade wenn ich mir vorstelle, wieviel Platz doch der Zoo Rostock - zumindest auf dem Papier - zur Verf√ľgung hat).
(14.11.2018, 20:10)
Oliver Muller:   Chemnitz hatte ich jetzt schon abgehakt... ;-) Mal sehen, ob sich da noch grunds√§tzlich etwas √§ndert...
(13.11.2018, 22:53)
Oliver Muller:   Wenn ich das richtig sehe, warten wir aktuell auf angek√ľndigte Masterpl√§ne aus Stralsund, Erfurt, Frankfurt und Hamm, ein Masterplan-Update aus M√ľnchen, die noch offene Entscheidung √ľber die Haltung von Eisb√§ren in Wuppertal, au√üerdem w√§re eigentlich mit dem neuen F√ľhrungsteam in Duisburg dort ebenfalls ein Masterplan f√§llig. Habe ich etwas vergessen?
(13.11.2018, 22:44)
Oliver Muller:   @Oskar: So weit ich wei√ü, liegen beide wegen der Finanzierung noch bei fen Geldgebern zum Abnicken...
(10.11.2016, 21:49)
Oskar Schwitters:   @Oliver M√ľller: Von Stuttgart schon l√§nger nichts mehr, M√ľnster soll laut Sheridan ab "Anfang 2016" entstehen.
Daf√ľr gibt es nun neues aus Leipzig. Der dortige Masterplan ben√∂tigt 16 Millionen Euro mehr, die H√§lfte davon kommt von der Stadt. Au√üerdem ben√∂tige man zwei weitere Jahre.
www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2016/11/10/zoo-der-zukunft-finanzielle-und-zeitliche-anpassungen/
(10.11.2016, 14:50)
Oliver Muller:   Hat jemand noch mal was von den lange angek√ľndigten Masterpl√§nen f√ľr Stuttgart und M√ľnster geh√∂rt? √úber die stuttgarter Planungen war ja schon viel zu lesen aber m. E. gibt es noch keine offizielle Ver√∂ffentlichung eines Masterplans und in M√ľnster gibt es m. W. allenfalls Andeutungen.
(05.11.2016, 22:43)
Oliver M√ľller:   Die Stuttgarter Zeitung will schon Details des Masterplans f√ľr die Wilhelms kennen:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarter-zoo-die-wilhelma-steht-vor-dem-umbruch-page4.348570c5-fcee-450a-a3db-3afc3a500d85.html
(08.07.2015, 12:50)
Oliver M√ľller:   Hoffentlich bedeuten die Verz√∂gerungen dann nicht Probleme, die Pl√§ne durch die Gremien zu bringen...
(20.04.2015, 10:10)
Michael Mettler:   War nicht in einem der diversen Presseartikel zu lesen, dass die Pl√§ne seitens der Zoo-/Tierparkleitung l√§ngst fertig seien und jetzt nur noch die entscheidenden Gremien durchlaufen m√ľssten? Das zwischenzeitlich aufgetretene Sandproblem d√ľrfte doch wohl kaum beeinflusst haben, welche Tierarten zuk√ľnftig wo und wie pr√§sentiert werden sollen und welche Serviceeinrichtungen f√ľr die Besucher geschaffen werden, sondern allenfalls aus finanziellen Gr√ľnden den zeitlichen Ablauf der Umgestaltungsma√ünahmen.
(16.04.2015, 08:21)
Mark Meier:   Urspr√ľnglich sollte der Plan f√ľr den TP sogar bis Weihnachten 2014 ver√∂ffentlicht werden. Da kam u.a. der √Ąrger mit dem Sand dazwischen, der erst √ľber Gutachten f√ľr unbedenklich erkl√§rt werden musste (was k√ľrzlich der Fall war). Nun muss der Sand mit in die Pl√§ne eingebunden werden, bspw. als Teil der Landschaftsgestaltung. Das wiederum will geplant sein. Inzwischen rechnet man mW mit Juni 2015. Beim Zoo habe ich keine Ahnung, w√ľrde aber von einem √§hnlichen Termin ausgehen.
(15.04.2015, 17:38)
Oliver M√ľller:   @WolfDrei: Ja, das war so auch in der Presse gestanden. Eigentlich h√§tten die Dinger ja Ende M√§rz vorliegen sollen.
(15.04.2015, 17:27)
WolfDrei:   @Oliver M√ľller: ob nun Masterplan oder was auch immer: Auf der Jahresberichtserstattung 2014 f√ľr den TP vor nun auch schon bald 4 Wochen wurde nur mitgeteilt, dass selbiger f√ľr den Tierpark 180 Seiten, f√ľr den Zoo 160 Seiten umfassen w√ľrde. Keine Terminangabe.
(15.04.2015, 17:13)
Oliver M√ľller:   Hat von den Berlin-Insidern jemand eine zuverl√§ssige Info, wann der lang und heiss ersehnte Ziel- und Entwicklungsplan f√ľr Zoo und Tierpark ver√∂ffentlicht werden wird?
(15.04.2015, 09:03)
Carsten Sch√∂ne:   @Michael Mettler: Es ist viel profaner. Die potentiellen Geldgeber mit denen wir Kontakt hatten, interessierten sich √ľberhaupt nicht daf√ľr, wof√ľr sich k√ľnftige (Normal)-Besucher interessieren w√ľrden.
Die Einmischung ins Konzept war grunds√§tzlich v√∂llig egozentrischen Interessen geschuldet: Ein Firmeninhaber, dessen Aussage war: ¬ĄGeld spielt keine Rolle¬ď, war einst in Simbabwe auf Safari und dort hatte man ihm erkl√§rt, die L√∂wen, die er dort gesehen h√§tte, das w√§ren die total bedrohten Simbabwe-L√∂wen gewesen, und nun war der Meinung, er m√ľsse bei der Artenauswahl auf Simbabwe-L√∂wen bestehen. Ich musste zugegebenerma√üen auch erst Sven P. Peter fragen, aber eine Unterart Simbabwe-L√∂we existiert nicht. Mein Hinweis an den Herren mit dem Geld, wir k√∂nnten bei unserem Konzept nur eine klar definierte, bedrohte Unterart halten - und L√∂we sei doch L√∂we - verhallte ungeh√∂rt, er bestand auf Simbabwe-L√∂wen.
Ein Anderer wollte Land und Geld zur Verf√ľgung stellen und hatte den Willen mit uns in die Top Ten der Zoologischen G√§rten aufzusteigen (ich ging davon aus, dass er Normalbesucherbed√ľrfnisse im Auge hatte). Als ich ihn fragte, was denn f√ľr ihn untrennbar zu einem solchen Park dazugeh√∂re, hie√ü es unter anderem: Barfu√üpfad, Nistkastengalerie, Insektenhotels und ganz wichtig: Biber.

(02.02.2015, 21:30)
Michael Mettler:   @Ulli: "Bestimmte Vogelarten wie Wellensittiche w√§ren grunds√§tzlich nur in begehbaren Anlagen zu pr√§sentieren ¬Ė alles andere w√§re vergeudetes Potential."

Die Form der Wellensittichhaltung, die du hier quasi zur Pflicht erkl√§ren willst, birgt aber leider auch ein "wunderbares" Potenzial zur Entsorgung √ľberfl√ľssiger Stubenv√∂gel per Handtasche. Bevor der liebe Hansi weitere Tierarztkosten verursacht, die den Kaufpreis eines neuen Vogels √ľbersteigen, wird er dann eben in den Zoo geschmuggelt, wo man sich ja um kranke Tiere hingebungsvoll k√ľmmert. Immer wenn ich in einer begehbaren Voliere Wellensittiche mit Schnabelr√§ude, √ľberlangen Krallen oder verwachsenen Schn√§beln sehe (Beispiel siehe Foto), kann ich mich dieses Verdachts nicht erwehren.

Ich verstehe √ľbrigens auch nicht, warum bestimmte Primaten "grunds√§tzlich" in begehbaren Anlagen pr√§sentiert werden sollen. Wenn sich ein Zoo das Risiko der heimlichen F√ľtterung durch Besucher und/oder den Kostenaufwand des Aufsichtspersonals leisten kann und will, dann bitte, aber warum sollte das zur Pflicht erhoben werden, wenn ein Zoo einfach nur z.B. Kattas zeigen will?

Ein Immersionseffekt lässt sich auch bei Besucher-Tier-Trennung durchaus erzeugen - ich denke da spontan an den Duisburger Fossa-Komplex mit seinen Bambusdickichtwegen. Wenn da statt der Fossas Lemuren hinter den Drähten säßen, wäre der Besucher vermutlich auch nicht enttäuscht, dass er nicht zu den Tieren rein darf.

Ich habe keineswegs etwas gegen begehbare Anlagen, aber ich finde, dass man den Highlight-Effekt solcher Anlagen durch Quantit√§t auch √ľberstrapazieren kann. Und da wir hier ja auch √ľber den Wunsch nach eigenen Profilen der Zoos diskutieren: F√ľr meinen Geschmack sehen die begehbaren Anlagen fast √ľberall gleich aus... Wenn man Zoobesuchern schon zutraut, dass sie verschiedene Parks vergleichen (sonst w√§ren ja keine unterschiedlichen Profile n√∂tig), dann sollte man ihnen auch nicht √ľberall die Lemuren- oder Bennettk√§nguruanlage usw. von der Stange pr√§sentieren.
(31.01.2015, 16:48)
Ulli:   es ist nat√ľrlich die puristische Artenauswahl und nicht der Artenausfall
(31.01.2015, 16:03)
Ulli:   Was muss ein Masterplan eines Zoos ber√ľcksichtigen

die vier Hauptaufgaben (Erholung, Tierhaltung, Natur- und Artenschutz, Bildung und Forschung) eines Zoos einmal konkretisiert:

- die einzelnen Abschnitte eines Zoos m√ľssen eine Geschichte erz√§hlen !
- räumliche Gegebenheiten vor Ort behutsam einbinden, seien es Schlösser, alte Villen, Ruinen, Flussläufe, Teiche, Höhenunterschiede behutsam und angemessen einbinden
- ein Zoo kleiner und mittlerer Gr√∂√üe soll eine Spezialisierung ins Auge fassen ¬Ė lieber weniger, aber daf√ľr gut
- da gilt auch z.B. f√ľr Aquarien: lieber konsequent einen Flusslauf in der Abfolge pr√§sentieren als ein kunterbuntes Sammelsurium aus dem Zoofachgesch√§ft
- f√ľr jeden Zoo ist es nahe liegend, einen topographischen, St√§dtpartnerschaftlichen oder kulturellen Bezug zur jeweiligen Region herzustellen ¬Ė dies erleichtert die Vermittlung
- der Zoobesucher wird bei jedem Zoobesuch etwas lernen. Der Zoo ist nur gefordert, dies mit Hand und Fuß und sachgerecht (!) zu ermöglichen
- ein Zoo soll weg kommen von der Vermittlung einer Medien- und Fernsehwirklichkeit (Wirklichkeit aus zweiter Hand)
- konsequenter Purismus (!) bei der Artenausfall in den jeweiligen Themenbereichen
- Huftiersammlungen bitte nur dort zeigen, wo auch r√§umlich angemessen Platz vorhanden ist und andernfalls bestenfalls nur ein oder zwei Arten in sehr gro√üen Anlagen zeigen. Selbst vermeintlich langweilige Arten wie Schottische Hochlandrinder oder Rentiere oder Kamele oder Lamas k√∂nnen zum absoluten Hingucker werden und zum Verweilen einladen. Besser w√§ren auch hier nat√ľrlich tats√§chlich bedrohte Arten wie z.B. Bantengs.
- wenn man f√ľr bestimmte und sich dahingehend bew√§hrte Affenarten wie Kattas, Varis, Totenkopf√§ffchen, Guerezas, Berberaffen, Rotgesichtsmakaken halten m√∂chte, sind hierf√ľr grunds√§tzlich (!) wenigstens zeitweilig oder in Teilen begehbare Anlagen vorzusehen ¬Ė ansonsten vergeudetes Potential
- Bestimmte Vogelarten wie Wellensittiche w√§ren grunds√§tzlich nur in begehbaren Anlagen zu pr√§sentieren ¬Ė alles andere w√§re vergeudetes Potential
- ein Zoo soll vielfältige Beobachtungspositionen zu jeder Tieranlage bieten (von oben, von unten, auf Sichthöhe, ggf. in die Bauten etc,) … auch bei Ameisen
- die Tieranlage hat im Rahmen der Möglichkeiten absolut biotopgerecht zu sein
- jeder Zoo soll verpflichtet werden, das Salzert-Buch ¬ĄWas macht Tierg√§rten attraktiv?¬ď zu verinnerlichen
- Authentizit√§t soll auch wirklich authentisch und nicht vordergr√ľndig ¬Ąillusion√§r¬ď sein
- ein Zoo soll sich artenschutzm√§√üig spezialisieren (M√ľnster macht dies vorbildlich bei den s√ľdostasiatischen Wasserschildkr√∂ten IZS) und dies ausdr√ľcklich nicht (!) unter Wirtschaftlichkeitspr√§missen verfolgen
- ein Zoo soll mindestens ein in-situ-Projekt federf√ľhrend mitbetreuen und hierf√ľr einen nennenswerten (!) prozentualen Anteil der Einnahmen zur Verf√ľgung stellen und nicht nur Alibi-Zahlungen
- das in-situ-Projekt soll mit wenigstens einer Art quasi als Botschafter im jeweiligen Zoo repr√§sentiert sein (Fischotter bei der Renaturierung von Fl√ľssen, eine Vogelart aus dem in-situ-Region oder √§hnliches)
- ein paar Publikumsmagneten sind nat√ľrlich erlaubt ¬Ė bei kleineren Zoos reichen hier schon die √ľblichen Verd√§chtigen (Erdm√§nnchen, Pr√§riehund, Nasenb√§r, begehbares Affengehege, begehbare Sittichvoliere)
- kleinere Zoos sollen im Publikumsbereich vornehmlich mit Kontaktzonen agieren, der obligatorische Artenschutz kann √ľber randst√§ndige Vermittlung (siehe M√ľnster beim IZS) nahe gebracht werden
- der Zoo soll absolut kindgerecht sein !!!
- ein Zoo soll echte und anregende Spielplätze und vor allem nicht (!) automatiserte Spielplätze mit Autoscooter, Shooter und ähnlichem Quark bzw. Groschengräber anbieten
- ein Zoo hat zwei Cafes vorzusehen ¬Ė eins mit Blick auf Kindgerechtigkeit und eins f√ľr gehobenere Anspr√ľche
- die Cafes sind bestenfalls randständig an die Themenwelten zu legen
- ein Cafe darf niemals das Zentrum einer Themenwelt darstellen
- die Wegf√ľhrung f√ľr die Besucher hat randst√§ndig und hinf√ľhrend zu erfolgen¬Ö es sei denn es handelt sich um mit Absicht begehbare Gehege
- die Wegf√ľhrung hat eine angemessene Breite zu haben, so dass es nicht zu Geschiebe kommt
- die Weggestaltung ist möglichst so zu gestalten, dass man bei Regenwetter nicht anschließend zwingend Schuhe putzen muss oder nach Abbrechen der Absätze den Schuhmacher aufsuchen muss
- eine barrierefreie Wegf√ľhrung zu den wesentlichen Punkten des Zoogel√§ndes ist selbstverst√§ndlich zu gew√§hrleisten Das hei√üt aber nicht, dass ein Rollstuhl-Fahrer oder ein Kinderwagen absolut zu jedem (!) Beobachtungspunkt gef√ľhrt werden muss oder absolut jeden (!) Besucherweg nehmen muss. Dies schr√§nkt letztendlich die Gestaltungsoptionen eines Zoos √ľber Geb√ľhr ein.
- ein Zoo soll kein Kommerz-Orientierter ¬ĄRemmidemmi¬ď-Laden mit Tieren als Staffage werden
- Aufdringlichkeiten jeder Art (marodierende Fotografen am Eingang!) sind zu vermeiden
- ein Zoo soll bei jeder räumlichen Ausdehnung, ob groß oder klein, den Eindruck einer Weitläufigkeit gewährleisten bzw. plausible Sichtachsen ermöglichen
- r√§umlich weitl√§ufige besucherstarke Tierg√§rten haben ein Transportmittel zur Verf√ľgung zu stellen (Kutschfahrt, Mini-Eisenbahnzug)
- ein Zoo muss eigenständige Ruhe- und Beobachtungsoasen ermöglichen
- jeder F√∂rderverein eines Zoos ist im Zoogel√§nde gut sichtbar pr√§sentieren und man hat ihm, so weit dies personell √ľberhaupt m√∂glich ist, B√ľrofl√§chen zur Verf√ľgung zu stellen, so dass Sprechzeiten erm√∂glicht werden k√∂nnen.
- Flyer zu den Fördervereinen haben an jeder Zookasse zu liegen, ebenso zu den jeweiligen in-situ-Projekten

- was ein Zoo unter Ber√ľcksichtigung der vorgenannten Punkte zeigen m√∂chte, ist nat√ľrlich Geschmackssache

(31.01.2015, 15:11)
Ulli:   Es ist ja nicht die Frage, ob man jeden Zoo so verwirklichen muss, es war manchmal auch nur eine "sportliche Herausforderung".

Der Kostenfaktor der Umsetzung spielte auch keine Rolle.

Und es ging mir einfach darum, von der vergleichsweise allt√§glichen und heute weitgehend betriebenen inzwischen fast langweiligen Herangehensweise abzur√ľcken, quasi eine ¬ĄW√ľrze¬ď oder ¬Ąspezielle Note¬ď hineinzubringen.

Es bleibt nat√ľrlich auch die Frage, ob nach einem ersten interessierten Hype der Zuspruch auf Dauer aufrechterhalten werden kann. Das Klimahaus in Bremerhaven versp√ľrt auch schon Besucherr√ľckg√§nge.

Und ob ein solcher Zoo wirklich ausschlie√ülich (!!) mit einem derartigen speziellen Ansatz bestehen kann, steht nat√ľrlich auf einem anderen Blatt ¬Ė dies ist auch gar nicht das Thema. Aber als Teilbereich eines Zoos kann es jeweils interessant sein.

Und der Zoo Hannover im Jahre 1885 hatte die meisten Stil-Bauten schon in seinem Bestand ¬Ė man muss sie quasi nur abholen und einbinden. So etwas findet man heute nat√ľrlich kaum ¬Ė aber wenn so etwas an Ort und Stelle bereits vorhanden ist, gilt es dies zu nutzen!!!

¬ďH√§usliche Wohnformen weltweit¬ď und ¬ĄBhutan¬ď sind nat√ľrlich mit den nachempfundenen Stil-Bauten der absolute Inbegriff eines der ¬ĄIllusionszoos¬ď ¬Ė heute eher als ¬ĄErlebniszoo¬ď verkauft. Aber sie sind nahe an der kulturgeschichtlichen Herkunftsidentit√§t der Regionen ¬Ė unabh√§ngig davon, ob sie gegenw√§rtig tats√§chlich so bei einem Besuch des Landes noch angetroffen werden.

Und es war sicher ein Vers√§umnis der Zoos, als die EXPO-Bauten Hannover 2000 quasi im Ausverkauf verramscht wurden, nicht zugegriffen zu haben. Da gab es Pavillon-Angebote wie den originalgetreuen Tempel von Nepal, den orientalischen Palast von Jemen ¬Ė der letztlich durch Nichtpflege in sich zusammenfiel und abgerissen wurde-, den Lucy-Pavillon aus √Ąthiopien oder auch die aufgehende Blume von Venezuela. Heute stehen dort noch immer ¬Ė teilweise nat√ľrlich genutzt ¬Ė die Finbox oder auch der vor sich hin verfallende und h√§nderingend einen Nutzer suchende Pavillon der Niederlande mit den typischen Landschaftsregionen des Landes. Jeder dieser Pavillons w√§re eine Zierde f√ľr jeden Zoo.

Von Haus aus bin ich eher ein Freund von Landschaftsparks, aber gerade deshalb blutet mir oft das Herz, wie kleinr√§umig man speziell den Huftierbereich in Zoos mit vergleichsweise vielen Arten umsetzt. Da geht jede Weite verloren. Mit Huftieren kann man nur punkten wenn man r√§umliche Dimensionen wie Hellabrunn, N√ľrnberg oder Tierpark Berlin besitzt oder eine herausragende Topographie wie in Salzburg-Hellbrunn.

Aber wenn ich mir manche tats√§chlich in Zoos verwirklichte Kontinental-L√∂sung anschaue, sind es manchmal auch nur bunt durcheinander gew√ľrfelte Zusammenstellungen, die vielleicht den Kontinent gemeinsam haben aber z.B. nicht dasselbe Verbreitungsgebiet oder denselben Lebensraum/Biotop gemeinsam haben.

Man kann einem koreanischen ONB ohne tiefere Einblicke hinsichtlich Europa auch die Kombination Moschusochse, Seehund, Alpensteinbock, Berberaffe und Wolf als typischen "Europazoo" verkaufen. Im Grunde verfährt man nämlich in Deutschland ebenso.

Und nur das Schlagwort "Afrika" ist genauso beliebig wie "Vulkaninseln". Beides kennt man oft nur aus den Medien. Vielleicht haben die ¬ĄVulkaninseln¬ď sogar eine deutlich plausiblere Gemeinsamkeit.

Und ein Zoo Artenschutz, Nahrungsspezialisten, Stockwerke der Lebensräume, Missbrauchware Tier oder auch Bibel bietet eventuell durch eigene Beobachtung vor Ort im Zoo oder auch allgemeine Vorkenntnisse sogar eine unmittelbarere Wiedererkennung und damit einen leichteren Zugang ohne viele Erklärungen.

Ich habe versucht, bei jedem der Entw√ľrfe eine gewisse Spannbreite zu ber√ľcksichtigen.

Die von mir gew√§hlten Staaten sind mit Absicht so kleinr√§umig gew√§hlt worden, um einer Beliebigkeit Vorschub zu leisten. Andererseits haben gerade diese von mir gew√§hlten L√§nder nat√ľrlich auch jeweils einen Spagat aus vielf√§ltigen Lebensr√§umen.

Bei alledem stellt sich nat√ľrlich immer dieselbe Frage, ob man ohne die Ber√ľcksichtigung zumindest mehrerer (!) der von Oliver genannten Grundbed√ľrfnisse
- gefährliche Arten (Raubkatzen, Giftschlangen, Krokodile…)
- große Arten (Elefant, Eisbär…)
- menschenähnliche Arten (Affen, Erdmännchen…)
- "s√ľ√üe" Arten (Koala, Erdm√§nnchen¬Ö)
- schwarz-weiße Arten (Panda, Zebra…)
√ľberhaupt auskommen k√∂nnte.

So hat der von mir so bewunderte Haustierpark Warder ¬Ė vielleicht auch bedingt durch seine eher provinzielle geographische Lage ¬Ė nur knapp 70.000 Besucher im Jahr. Den Besucherniedergang in Walsrode seit seinen Hochzeiten bedauere ich ebenso. Der Naturzoo Rheine kann aufgrund der Stadtgr√∂√üe ohne Gro√üe Pandas (nebenbei eine nat√ľrlich absurde Vorstellung) niemals die Millionengrenze erreichen. Der Zoo Berlin hat nicht zuletzt deshalb drei Millionen Besucher, weil er verkehrsg√ľnstig liegt und man im Grunde direkt aus dem Bahnhof dort hineinstolpert. Beim Zoo Karlsruhe verh√§lt es sich mit der direkten Nachbarschaft zum Hauptbahnhof mit der Besucherzahl von deutlich √ľber einer Millionen Menschen ¬Ė wirklich ohne jeden Neid ¬Ė ebenso. Diese Zahl w√§re sonst sicher etwas niedriger. In den zum Zoo Karlsruhe geh√∂renden etwas abseits gelegenen Tierpark Oberwald verirrt sich trotz der artenschutzm√§√üig herausragenden Arten kaum jemand.

Ich sperre mich schon bei der Vorstellung, dass nur ein Zoo in gr√∂√üeren St√§dten mit einem vergleichsweise beliebigen Tierbestand oder ein spektakul√§re Herangehensweise wie der Heidepark Soltau/Safaripark Hodenhagen mit Belustigungsangeboten und ¬ĄRemmidemmi¬ď wirtschaftlich tragf√§hige Besucherzahlen erreichen kann.

Ich w√ľrde mir w√ľnschen, dass jeder Zoo mit einem Verantwortungsgef√ľhl zumindest in ein oder zwei Teilbereichen seines Gel√§ndes einen etwas anspruchsvolleren zoop√§dagogischen Ansatz, den man guten Gewissens vorzeigen kann, verfolgt ¬Ė damit w√§re ich schon zufrieden. Wenn dann so etwas wie ein Alleinvertretungsmerkmal herausspringt, ist dies umso besser.

(31.01.2015, 12:39)
Michael Mettler:   @Carsten Sch√∂ne: Um kein Missverst√§ndnis aufkommen zu lassen - meine Bemerkung hinsichtlich des noch nicht verwirklichten Raubtierparks war genau in diese Richtung gedacht: Auch f√ľr ein interessantes Konzept ist nun mal leider das liebe Geld notwendig. (M.W. scheiterte u.a. aus diesen Gr√ľnden auch die in den 80er Jahren intensiv verfolgte Idee eines Affenparks √° la Apeldoorn in Deutschland). Und da schlie√üt sich der Kreis zu den ONB-Erwartungshaltungen: Ein bereits bestehender Zoo muss zwar nicht mehr seine Verwirklichung, aber immerhin noch seinen laufenden Betrieb sichern, und da spielen bestimmte Tierarten(gruppen) zweifellos eine wichtige Rolle dabei, den zahlenden Kunden zufrieden zu stellen.

@Alle: Zu den vielf√§ltigen Zusammenstellungsm√∂glichkeiten von Tierarten zu Zookonzepten w√§re allerdings noch ein Punkt hinzuzuf√ľgen. Viele Zoofans kritisieren immer wieder "√ľberfl√ľssiges" Drumherum in Zoos. Jedes Konzept, das sich dem Nicht-Eingeweihten nicht auf den ersten Blick erschlie√üt, funktioniert aber m.E. nur mit einem erheblichen Aufwand von Drumherum, weil man im Grunde an jedem Gehege begr√ľnden muss, WARUM die gezeigte Tierart hier zu sehen ist. Und da unterstelle ich, dass sich viele Besucher nicht an den Schildern "entlanglesen" werden und den Themenpark schlichtweg als genauso zuf√§llige Aneinanderreihung von Tierarten erleben wie einen klassischen Zoo (was keineswegs ausschlie√üt, dass ihnen der Park gef√§llt!). Und dann kann man sich fragen, ob der wiederum kostentr√§chtige Aufwand, einen Roten Faden zu erkl√§ren, nicht Geld verschlingt, was anders "besser" eingesetzt w√§re. Ein Alpenzoo, Dschungelbuchzoo oder Afrikazoo d√ľrfte vermutlich weniger von Erkl√§rungen abh√§ngig sein als ein Welfenzoo oder ein Zoo der Nahrungsspezialisten. Wenn den Erlebniszoos gern vorgeworfen wird, dass die Tiere im gestalterischen Konzept nur noch als Statisten in den Illusionslandschaften dienen, dann m√ľsste man bei objektiver Sichtweise auch akzeptieren, dass auch bei einigen der Themenzoo-Ideen die gew√§hlten Arten nur als Mittel zum Zweck (n√§mlich der Darstellung eines nicht-zoologischen Leitthemas) dienen.
(31.01.2015, 09:30)
Ulli:   Tiergeographische Themen - aber nicht nur stur nach Kontinenten - zun√§chst Waldtypen und Waldregionen der Erde
(31.01.2015, 05:00)
Ulli:   Waldtypen und Waldregionen der Erde
(31.01.2015, 04:58)
Ulli:   Die vier Alpen
(31.01.2015, 04:58)
Ulli:   Atlantik - L√§nder entlang des Golfstroms
(31.01.2015, 04:56)
Ulli:   Inseln und K√ľsten im Indischen Ozean
(31.01.2015, 04:55)
Ulli:   Inseln und K√ľsten im Indischen Ozean
(31.01.2015, 04:55)
Ulli:   Vulkangebiete entlang des Pazifik
(31.01.2015, 04:53)
Ulli:   Vulkangebiete entlang des Pazifik
(31.01.2015, 04:53)
Ulli:   Vulkaninseln der Welt
(31.01.2015, 04:52)
Ulli:   Arktische Regionen
(31.01.2015, 04:51)
Ulli:   ein Querschnitt durch Asien √ľber mehrere tiergeographische Zonen hinweg - vom Nordkap nach Indien
(31.01.2015, 04:50)
Ulli:   ein Querschnitt durch Asien √ľber mehrere tiergeographische Zonen hinweg
(31.01.2015, 04:49)
Ulli:   ein Querschnitt durch Afrika - Von Lambarene nach Sansibar
(31.01.2015, 04:48)
Ulli:   ein Querschnitt durch Afrika - Von Lambarene nach Sansibar
(31.01.2015, 04:47)
Ulli:   ein Querschnitt durch Afrika - Von Lambarene nach Sansibar
(31.01.2015, 04:46)
Ulli:   Marokko
(31.01.2015, 04:45)
Ulli:   immer wieder hier gew√ľnscht - ein √Ąthiopien-Zoo
(31.01.2015, 04:45)
Ulli:   einer der Lieblingsinseln hier im Forum - Sulawesi
(31.01.2015, 04:44)
Ulli:   Ein Himalaya-Zoo - Bhutan
(31.01.2015, 04:43)
Ulli:   eine S√ľdamerika-Variante
(31.01.2015, 04:42)
Ulli:   Die Fortsetzung der Reihe der "Durchgeknallten Entw√ľrfe abseits des Mainstreams" - vile Vergn√ľgen beim Durchschauen
(31.01.2015, 03:15)
Ulli:   Zoo der Bibel
(31.01.2015, 03:13)
Ulli:   Garten der Weltreligionen
(31.01.2015, 03:13)
Ulli:   Die Seidenstra√üe oder der Reiseweg Marco Polos
(31.01.2015, 03:12)
Ulli:   H√§usliche Siedlungsformen weltweit
(31.01.2015, 03:11)
Ulli:   Missbrauchware Tier
(31.01.2015, 03:10)
Ulli:   Madagascar
(31.01.2015, 03:09)
Ulli:   Walt Disney - Dschungelbuch
(31.01.2015, 03:09)
Ulli:   Stiftung Artenschutz
(31.01.2015, 03:08)
Ulli:   Arche Zoo - in menschlicher Obhut gerettet
(31.01.2015, 03:07)
Ulli:   Nach Deutschland eingewanderte Arten
(31.01.2015, 03:07)
Ulli:   Nahrungsspezialisten
(31.01.2015, 03:06)
Ulli:   Serengeti - Wachsen und Vergehen, Fressen und Gefressen werden
(31.01.2015, 03:05)
Ulli:   Stockwerke der Lebensr√§ume
(31.01.2015, 03:04)
Ulli:   Stockwerke der Lebensr√§ume
(31.01.2015, 03:03)
Ulli:   Klimaph√§nomene
(31.01.2015, 03:02)
Ulli:   zur Abwechselung etwas rein Tiersystematisches - B√§ren
(31.01.2015, 03:02)
Ulli:   Britische √úberseegebiete zur Zeit der Welfen aufs Englands Thron
(31.01.2015, 03:00)
Ulli:   EU-√úberseegebiete
(31.01.2015, 02:58)
Ulli:   EU-√úberseegebiete
(31.01.2015, 02:57)
Ulli:   Die Expeditionen von Alexander von Humboldt
(31.01.2015, 02:56)
Ulli:   Die Expeditionen von Alexander von Humboldt
(31.01.2015, 02:56)
Ulli:   Ecuador
(31.01.2015, 02:55)
Ulli:   Chile
(31.01.2015, 02:55)
Ulli:   als Abschluss des "Durchgeknallten"
Bhutan
(31.01.2015, 02:54)
Carsten Sch√∂ne:   Hallo Zusammen,

ich teile die Begeisterung f√ľr diese Planungen absolut und hierbei ragt f√ľr mich die Hanomag-Idee heraus, weil daraus ein gemeinsamer Park f√ľr zwei verschiedene Kategorien von ¬ĄBekloppten¬ď entst√ľnde ¬Ė sehr spannend!
Ich m√∂chte und muss an dieser Stelle allerdings noch einmal darauf hinweisen, dass die Idee eines Hanse-Tierparks urspr√ľnglich von der IGAR stammt.
Siehe auch:
http://www.raubtierpark.de/deu/html/news.htm
Meldung vom 14. Oktober 2009.
Daraus geht auch hervor, warum es den Hanse-Tierpark heute nicht gibt.
Dass das Projekt RaubtierPark bis heute nicht realisiert wurde, spricht tats√§chlich B√§nde, aber nicht √ľber eventuelle W√ľnsche von ja doch eher fiktiven Normalbesuchern, sondern √ľber die Kompromisslosigkeit der IGAR, in Bezug auf Tierhaltung, Artenauswahl und Tierpr√§sentation gegen√ľber potentiellen Geldgebern.
Die Idee Raubtierpark ruht jedenfalls nur - sie ist nicht tot.

Gr√ľ√üe
Carsten Schöne

(30.01.2015, 22:51)
Michael Mettler:   √úbrigens ist mir ein Zoo eingefallen, der schon vor l√§ngerer Zeit nach einem ungew√∂hnlichen Thema zusammengestellt wurde: Der Biblische Zoo in Israel, der nur in der Bibel erw√§hnte Tiere (oder wenigstens ihre Stellvertreter) zeigte.

@Oliver M√ľller: Ich meine, vor vielen Jahren mal etwas √ľber einen Zoo in Thailand (?) gelesen zu haben, der angeblich nur wei√üe Tiere hielt - egal ob "naturwei√ü", Wei√üling oder Albino.
(30.01.2015, 21:29)
Michael Mettler:   Finde ich auch!
(30.01.2015, 21:23)
Gudrun Bardowicks:   @ Ulli: Tolle Ideen f√ľr kleinere Zoos und Tierparks. Hoffentlich lesen einige der kleineren Einrichtungen hier mit und √ľbernehmen vielleicht die eine oder andere Idee. Die Tierparkwelt in Deutschland w√ľrde auf jeden Fall buter und abwechslungsreicher werden.
(30.01.2015, 18:25)
Ulli:   ne - das sind seit mehreren Jahren immer weiter entwickelte Ans√§tze aus vielerlei Blickwinkel - immer auf Basis des Plans von 1885. Ich habe mich immer mal wieder dran gesetzt, wenn mir etwas einfiel oder es auch eine pers√∂nliche Herausforderung darstellte. Da meiste habe ich durchaus umsetzen k√∂nnen, manches musste ich auch schlichtweg verwerfen - so sind im Laufe der Zeit viele Einf√§lle entstanden, darunter aber sicher mehr die H√§lfte tiergeographisch / kontinental - mal mit dem Orientalischen Antilopenhaus, mal mit dem Vorg√§ngerhaus. Eventuell (!) ist bei meinen Einf√§llen ja der eine oder andere spezielle Wunsch eurerseits darunter.
(30.01.2015, 18:20)
Oliver M√ľller:   @Ulli:
Ja, das sind doch mal richtig innovative Ideen. Da hast du vermutlich die ganze Nacht dran gesessen?

Der Hanse-Zoo ist meines Wissens nicht verwirklicht worden, weil man ihn politisch nicht wollte. Dahinter steckte wohl auch massiver Druck der Tierrechtler.

@Michael Mettler:
ich hatte auch schon mal die Idee von einem komplett schwarz-weißen Zoo: Pinguin, Zebra, Eisbär, Schwarzer Panter, weißer Löwe/Tiger, Varia usw.
(30.01.2015, 14:18)
Ulli:   Hannover als Naturkunde-Zoo wie ein Schulbiologiezentrum
(30.01.2015, 13:53)
Ulli:   Es gibt eine Vielzahl von Gliederungsvarianten abseits der g√§ngigen Vorgehensweisen - ich habe es einmal f√ľr Hannover probiert - wieder auf der Basis des Plans von 1885
(30.01.2015, 13:50)
Ulli:   Der Stadtwald Hannover - Die Eilenriede und die Bruchw√§lder der Erde
(30.01.2015, 13:48)
Ulli:   Der Stadtwald Hannover - Die Eilenriede und die Bruchw√§lder der Erde
(30.01.2015, 13:48)
Ulli:   Hannovers Partnerst√§dte
(30.01.2015, 13:47)
Ulli:   Hannovers Partnerst√§dte
(30.01.2015, 13:46)
Ulli:   Die Welfen - Britische √úberseegebiete zur Zeit der Welfen auf Englands Thron
(30.01.2015, 13:46)
Ulli:   Die Welfen - Britische √úberseegebiete zur Zeit der Welfen auf Englands Thron
(30.01.2015, 13:45)
Ulli:   Die Welfen - Britische √úberseegebiete zur Zeit der Welfen auf Englands Thron
(30.01.2015, 13:45)
Ulli:   Die Welfen - Britische √úberseegebiete zur Zeit der Welfen auf Englands Thron
(30.01.2015, 13:45)
Ulli:   Hanomag - Lokomotiven f√ľr die ganze Welt und die dortige Tierwelt
(30.01.2015, 13:43)
Ulli:   Hanomag - Lokomotiven f√ľr die ganze Welt und die dortige Tierwelt
(30.01.2015, 13:43)
Ulli:   im Wandel der Erdzeitalter
(30.01.2015, 13:41)
Ulli:   im Wandel der Erdzeitalter
(30.01.2015, 13:41)
Ulli:   als L√§ngengradzoo
(30.01.2015, 13:40)
Ulli:   als L√§ngengradzoo
(30.01.2015, 13:39)
Ulli:   als L√§ngengradzoo
(30.01.2015, 13:39)
Ulli:   als Breitengrad-Zoo
(30.01.2015, 13:38)
Ulli:   als Breitengrad-Zoo
(30.01.2015, 13:37)
Gudrun Bardowicks:   Tolle Ideen! Ich k√∂nnte mir wirklich gut vorstellen, dass speziell kleinere Tierparks, Wildparks und Zoos wirklich eine Attraktion schaffen k√∂nnten, wenn sie sich auf einen Kontinent, einen Lebensraum, eine Klimazone oder bestimmte Tiergruppen spezialisieren w√ľrden. Ullis Ideen von Australien- Zoos und Costa Rica- Zoos finde ich toll. Auch die Idee, einen Zoo aufzubauen,der besondere Anpassungen wie z.B. Sinnesleistungen von Tieren vermittelt oder eben auch die Evolutionsgeschichte finde ich toll. Auch einen Zoo f√ľr waldbewohnende Tierformen oder auch einen Kleins√§ugerzoo oder einen Raubtierzoo f√§nde ich toll. Ich denke, solche Parks m√ľssten nur ein geschicktes Marketing machen, um ihre Besonderheiten zu vermarkten und k√∂nnten dann durchaus zu einer Touristenattraktion werden.

@ Ulli: Ich finde deinen Australienzoo von der Idee her besonders toll, w√ľrde aber auch noch Baumk√§nguruhs zeigen. Die finde ich in deiner Planung nicht.
Schnabeltiere, Koalas und vermutlich auch Wombats k√∂nnten sich vermutlich nur reiche Privathalter, Tierparks oder Zoos finanziell leisten. Besonders die Versorgung von Koalas und Schnabeltieren ist ja sehr kostspielig, aber die meisten anderen von dir genannten Arten k√∂nnten sich vermutlich auch kleinere Einrichtungen erlauben. Viele der von dir geplanten Arten wie z.B. verschiedene K√§nguruharten, Loris, Sittiche, Kakadus, Stelz- und Waserv√∂gel, Emus, Kasuare, Dingos, Kamele, Schafe und wohl auch viele Fisch- und Reptilenarten und auch einige kleinere Beuteltierarten d√ľrften vermutlich relativ leicht von Vogelparks, Zoosoder auch Privatz√ľchtern zu bekommen sein. Mich erstaunt, dass noch keine kleine Einrichtung auf die Idee gekommen ist, sich auf die australische Tierwelt zu spezialisieren.

Ich k√∂nnte mir im √úbrigen auch gut einen Chinazoo, einen Andenzoo, einen Amazonaszoo oder einen Himalayazoo bzw. Zoo f√ľr asiatische bergbewohnende Arten gut vorstellen.

Weshalb die Idee mit dem Hansezoo oder auch dem Raubtierzoo aufgegeben wurden kann ich auch nicht nachvollziehen. Beides w√§ren gute Ideen f√ľr kleinere Parks, genau wie ein richtiger Affenzoo, den es in Deutschland bisher auch noch nicht gibt.
(29.01.2015, 23:38)
Michael Mettler:   @Oliver M√ľller: Als ich den Tierpark Amersfoort in den 80er Jahren erstmals besuchte, gab es dort tats√§chlich einen eigenen "Parkteil der schwarzwei√üen Tiere". Ich erinnere mich an Zebras, Strau√üe, Pinguine und Varis, vielleicht waren es sogar noch ein oder zwei Arten mehr.

Kreative Ans√§tze fern vom G√§ngigen - da hat Ulli v√∂llig Recht, sowas fehlt oft bei Neugestaltungen. Vielleicht auch deshalb, weil manche Zoos einen vermeintlich unwissenschaftlichen Touch f√ľrchten. Aber da Wissensvermittlung durchaus auch √ľber Spa√ü gelingen kann - warum nicht z.B. mal ein "Parkteil der Supernasen"? Zwischen R√ľsselspringer und Elefant erg√§be sich da im S√§ugerbereich ein ganz nettes Sortiment, und wenn man den Begriff nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf Leistungsf√§higkeit der Riechorgane anwendet, h√§tten sogar V√∂gel wie Kiwi und Truthahngeier Platz.

Das erg√§be dann schon einen Br√ľckenschlag zu dem von Ulli erw√§hnten "Zoo der Sinne", den der fr√ľhere hannoversche Zoochef Dittrich gern in einem speziellen Haus eingerichtet h√§tte (√ľbrigens lautete ein zweiter Name f√ľr dieses Projekt damals "Erlebniszoo"...!). Da sollten einzelne Tierarten mit spezieller Anpassung ihrer Sinnesorgane ausgestellt und auf Publikumsseite technische Einrichtungen (z.B. Nachtsichtger√§te, Akustiktechnik) geboten werden, um diese Sinneswahrnehmungen f√ľr den Besucher nachempfindbar zu machen (z.B. h√∂ren zu k√∂nnen wie ein Fennek, den man dabei gleichzeitig in seinem Gehege sehen kann). Ich glaube, es gab damals sogar schon Zusagen von Sponsoren aus der Technikindustrie, aber zu Zeiten st√§dtischer Verwaltung war der Zoo leider ein Daueropfer b√ľrokratischer Unbeweglichkeit...
(29.01.2015, 21:33)
Ulli:   Es gibt ja neben der systematischen und geographischen Zoogestaltung auch noch andere Optionen. In Hannover gab es vor Jahrzehnten einmal die √úberlegung eines ¬ĄZoos der Sinne¬ď
Grunds√§tzlich m√∂glich halte ich auch ein historisches oder kulturgeschichtlichen Ansatz. Bei der Gelegenheit. 2009 gab es in L√ľbeck beispielsweise die Idee eines ¬ĄHansezoos¬ď. Die Planung verlief letztlich im Sande.
Wenn ich mir nun den Gestaltungsentwurf vor Augen f√ľhre, finde ich ihn h√∂chst spannend und sehr ansprechend. Liege ich mit dieser Meinung alleine und vor allem wo seht ihr das Hauptproblem der Nichtverwirklichung? Pers√∂nlich bin ich hier etwas ratlos, zumal es sich um einen sehr eigenst√§ndigen und kreativen Ansatz fern vom G√§ngigen handelte.


Thema: ¬ĄGeschichte L√ľbecks, K√∂nigin der Hanse¬ď ¬Ė

¬ĄSachau-Hof¬ď mit vom Aussterben bedrohten Tieren
(u.a. Lehmkuhlener Pony, das Schwarzbunte Niederungsrind),
weiter ein Hof mit Ramelsloher H√ľhnern und Deutsche Widder.
eine Kornkammer mit wechselnder Getreide-Zucht
(Dinkel, Urkorn, Einkorn),

¬ĄL√ľbecker Bucht ¬ď
Wasser-Areal inklusive begehbarer Voliere mit Wat- und Möwenvögel,
Teich mit Wasservögel des Binnenlandes.

¬ĄGaukler, H√§ndler, Jahrm√§rkte¬ď
Gehege f√ľr die Kamele und Schimpansen,Totenkopf√§ffchen, Aras und Sittichen.

¬ĄHaus der blinden Passagiere" (Skopione, Vogelspinnen).

"Pelztiere" (Schneeleopard, Zobel, Nerz, Silberfuchs und Hermelin) + Ausstellung.

weiter ein Restaurant, Spielplätze und Grillmöglichkeiten + Zooschule

Besucherplanung: 100.000 Personen pro Jahr

(siehe auch Tierpark-Rundbrief 2/2009)

(29.01.2015, 20:08)
Ulli:   ausgehend von Olivers Idee - so k√∂nnte ein Australien-Zoo aussehen (Basis Hannover von 1885)
(29.01.2015, 20:07)
Ulli:   Australien-Zoo mit Koalas (Basis Hannover von 1885)
(29.01.2015, 20:05)
Ulli:   Kontinent ins Extrem gesteigert als Costa Rica-Version
(Basis Hannover-Plan 1885)
(29.01.2015, 20:04)
Oliver M√ľller:   Ich habe mir auch mal Gedanken gemacht zu einem "Australien/Ozeanien"-Zoo. Der w√§re sicher eher klein, aber mit Riesen-und Baum, Wallaby in begehbarem Gehege und einer sehr kleinen K√§nguru-Art zum Vergleich nebeneinander, Emu, Kasuar, Koala (nat√ľrlich), Zwergpinguin (nat√ľrlich), Beutelteufel (Nat√ľrlich), Wombat (nat√ľrlich), Schnabeligel (Nat√ľrlich) und bunten Papageien sicher auch f√ľr den ONZ gar nicht so unspannend, au√üerdem nat√ľrlich jede Menge Gift- und Ekeltiere, an denen es im 5. Kontinent ja nicht mangelt, Krokodile, bunte Fische, ein paar kleinere Beuteltiere wie Quolls, Dingos und weil der ONZ sie so liebt Kamele.

"S√ľdamerika" w√ľrde ich in "Amerika" umwidmen (Sorry Sacha) und mit Krallen- und Totenkopfaffen (letztere in begehbarem Gehege), Spinnenaffen, Tapir, und wieder bunten Papageien (begehbare Anlage) besetzen, au√üerdem Krokodile, Anakonda, Schnappschildkr√∂ten, Vogelspinnen, bunte Fische und nat√ľrlich Piranhas. Alpaka (begehbar) neben Vikunja f√ľr die Bildung (vom Wildtier zum Haustier), Puma, Jaguar und Ozelot oder eine andere Kleinkatze, Eisb√§r, Kodiakb√§r, Baribal zur Auswahl (2 Arten), W√∂lfe, ggf. M√§hnenw√∂lfe, Nasenb√§ren, Pr√§riehunde als Erdm√§nnchenerstz, Otter, Bisons, Elche und als "skurrile" Arten Faultier, G√ľrteltier, Urson. Ich denke, da kommen schon auch f√ľr den ONZ attraktive Arten zusammen.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der ONZ vor allem f√ľnf Tiergruppen sehen will:
- gefährliche Arten (Raubkatzen, Giftschlangen, Krokodile…)
- große Arten (Elefant, Eisbär…)
- menschenähnliche Arten (Affen, Erdmännchen…)
- "s√ľ√üe" Arten (Koala, Erdm√§nnchen¬Ö)
- schwarz-weiße Arten (Panda, Zebra…)
Wenn das eine Art Erfolgsrezept ist, könnte man daraus wohl jeden beliebigen Zoo attraktiv gestalten.
(29.01.2015, 18:48)
Oliver M√ľller:   @Michael Mettler:
…und da sind wir wieder mal nach ein paar Beiträgen hin und her an dem Punkt wo wir uns sehr gut einigen können: Ich stimme dir beim letzten Posting komplett zu!

@Sacha:
Stimme ich so weit auch zu. Ich w√ľrde halt etwas weiter gehen, als Heuete allenthalben √ľblich, was die Schwerpunktsetzung angeht. Wenn du das noch nicht "Spezialisierung" nennen willst, kann ich dir da entgegen kommen ;-)
Was die Giraffen angeht: die gibt's ja auch bisher nicht in jedem Zoo. Aber so ein Gaurbulle hat ja auch was. Oder ein Schabrackentapir.
(29.01.2015, 18:28)
Michael Mettler:   @Sacha: F√ľr Pinguine in Asien w√ľsste ich ein Schlupfloch, schlie√ülich hei√üt der Eselpinguin aus gutem Grund mit Artnamen "papua" und man m√ľsste nur die Geschichte dazu erz√§hlen :-)

√úbrigens w√ľrde zum Thema Asien auch ein Lummenfelsen passen, wenn man nicht auf aufrechte schwarz-wei√üe Seev√∂gel verzichten will...
(29.01.2015, 17:34)
Sacha:   @Oliver M√ľller: Im Vergleich zu Afrika w√ľrden bei Asien auch die (Brillen-)Pinguine wegfallen.
Handkerum k√∂nnte man die Erdm√§nnchen ad√§quat mit einer asiatischen Mungo/Ichneumon-Art ersetzen, da br√§uchte man nicht erst die Zwergotter zu bem√ľhen.
Entscheidend wäre wohl auch ob der jeweilige Zoo VORHER schon Flusspferde, Zebras, Giraffen, Kattas etc. zeigte und wie er sie ersetzt.
Przewalskipferd gegen Zebra ist f√ľr ONB wohl kein guter Tausch, K√∂nigskobra gegen Gr√ľne Mamba wohl schon. Aber wie "ersetzt" man Giraffen?.

@alle. Vielleicht liegt es einfach am Begriff. "Themenschwerpunkte" st√∂rt mich z.B. schon weniger als "Spezialisierung" oder "ein-Kontinent-Zoo". Und ich glaube, in diese Richtung gehen die meisten Zoos ohnehin, also ein ABC-Sortiment f√ľr ONB halten, aber gleichzeitig daneben oder integriert Lebensr√§ume mit der gleichen Besetzung, wie sie auch in der Natur vorkommt.
(29.01.2015, 15:37)
Michael Mettler:   @Oliver M√ľller: Sehe ich √§hnlich mit Asien, wenn auch Afrika als Thema trotzdem knapp die Nase vorn hat - es ist nun mal der popul√§re "Safari-Kontinent", der sich nicht zuletzt durch Unmengen von TV-Dokus am st√§rksten ins kollektive Ged√§chtnis gebrannt hat.

√úbrigens, im Hinblick auf Attraktivit√§t und baulichen Aufwand: Was f√ľr Afrika das Flusspferd, ist f√ľr Asien der Eisb√§r ;-)
(29.01.2015, 15:15)
Oliver M√ľller:   @Holger Wientjes:
"Mut zur L√ľcke" hie√üe dann wohl auch "Mut zur L√ľcke im Geldbeutel", vielleicht sogar "Mut zur Pleite". ;-)
@alle:
Ich denke dass "Asien" mit Tigern, L√∂wen, (Schnee-) Leoparden, Orang Utans, Gibbons (sehen Siamangs nicht f√ľr den ONZ wie Schimpansen aus?) und kleineren Affen, Elefanten, Nash√∂rnern, Trampeltieren, "B√ľffeln", "Rehen" und "Gazellen", Papageien, Schlangen und Krokodilen genau so attraktiv sein k√∂nnte wie Afrika. Das Fehlen von Flusspferden, Zebras und Giraffen wird der ONZ verschmerzen, die sind auch heute nicht in jedem Zoo (na gut, Zebras schon). Schwerer wiegen d√ľrften da schon Erdm√§nnchen und Kattas, aber daf√ľr gibt es ja dann Zwergotter. Die gehen notfalls auch als Erdm√§nnchen durch ;-))
(29.01.2015, 14:15)
Michael Mettler:   Ich denke auch, dass es gerade die mittleren bis kleinen Zoos sind, die sich auf einen Erdteil spezialisieren k√∂nnten, ohne dass das Publikumsinteresse leidet. Wer ohnehin nicht Elefanten, Giraffen und √§hnliche Kaliber als afrikanisch-asiatische Flaggschiffe halten kann, hat es in dieser Hinsicht leichter.

Ohne dass ich es n√∂tig finde: Rheine z.B. w√§re ein Zoo, der sich m.E. auf Afrika oder Asien spezialisieren K√ĖNNTE, ohne an Attraktivit√§t zu verlieren. Ob er ZUS√ĄTZLICHE Attraktivit√§t dadurch gewinnen w√ľrde, l√§ge dann vielleicht weniger an den Tierarten, sondern am gebotenen Beiwerk. Aber das ist ja auch mit dem jetzigen Konzept nicht anders: Geschickte Namenswahl (Naturzoo) und attraktive Pr√§sentationsformen der Tiere plus allerlei Mitmachelemente bis hin zur Zoodidaktik spielen f√ľr Rheine vielleicht eine gr√∂√üere Rolle als der Besatz der einzelnen Anlagen.

Die Besatzfrage l√§sst ohnehin mehr M√∂glichkeiten zu als das derzeitige Geo-Standardsortiment darstellt. Z.B. best√ľnde keine Notwendigkeit, in einem Afrika-Zoo auf B√§ren zu verzichten; wenn in europ√§isch ausgerichteten Haltungen Przewalskipferde pr√§sentiert werden, nur weil sie dem eiszeitlichen europ√§ischen Wildpferd √§hneln, dann darf auch der erst im 19. Jahrhundert in Nordafrika ausgerottete Braunb√§r als lebendes Modell im Afrika-Konzept vertreten sein. Wenn Haustiere oder eingeb√ľrgerte Wildtiere ganz selbstverst√§ndlich in diverse Erdteilthemen eingegliedert werden, d√ľrfte man einen Australien-Park auch mit Dromedaren, Bantengs und Hirschen erg√§nzen (Neuseeland thematisch eingeschlossen, sogar mit Tahren und Gemsen). Viele Vogelarten, die man im Zoo quasi automatisch als Europ√§er abbucht, kann man genausogut in einem Afrika-Park unterbringen, wo sie entweder ebenfalls als Brutv√∂gel oder wenigstens als Winterbewohner passen (St√∂rche, Limikolen usw.).

Und selbst ein Zwei-Kontinente-Zoo m√ľsste nicht auf die M√∂glichkeiten Eurasien oder Amerika beschr√§nkt sein. Rotterdam zeigt hier mit der Idee, den Weg europ√§ischer Zugv√∂gel von der holl√§ndischen Wiesenlandschaft bis ins afrikanische Winterquartier in einer Gehege-H√§user-Abfolge darzustellen, ein ebenso faszinierendes wie weit ausbauf√§higes Konzept, mit dem man einen kompletten Zoo ausr√ľsten k√∂nnte.
(29.01.2015, 08:42)
Holger Wientjes:   Wenn man sich auf nur einen einzigen Kontinent spezialisieren m√∂chte, dann w√ľrde ich dort Afrika ebenfalls den gr√∂ssten Erfolg in Aussicht stellen. Vielleicht ist es f√ľr die meisten Menschen einfach auch der Inbegriff von Exotik, wilder Natur, Wiege der Menschheit und nicht zuletzt nat√ľrlich der Megafauna, der grossen Herden, die diesen Kontinent so interessant machen und sich noch besser verkaufen lassen als ein ebenfalls schon sehr spannender ausflug nach Indien oder in den Amazonas-Regenwald. Auch ist Afrika in den Medien, und somit wohl auch in den K√∂pfen, sicher pr√§senter als andere Erdteile.
W√ľrden sich, was sie sicher nicht tun werden und wozu ich auch keine Notwendigkeit sehe, eng benachbarte Zoos, wie Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund tats√§chlich auf je einen einzigen Kontinent beschr√§nken, h√§tte der Afrika-Zoo unter ihnen sicherlich langfristig die Nase vorn. Das werden sicher auch die Verantwortlichen wissen und davon Abstand nehmen.
Eine solche Beschr√§nkung w√ľrde ich eher als Chance f√ľr, auch fl√§chenm√§ssig, kleinere Parks sehen. Dort k√∂nnte man halt nicht die "ganze Welt" zeigen, aber daf√ľr einen Erdteil umso ausf√ľhrlicher und facettenreicher, vermutlich umfangreicher als ein auf mehrere Schwerpunkte fixierter Grosszoo.

@O. M√ľller: Auf die Schimpansen in Bremerhaven k√∂nnte ich gut verzichten. Denn, wenn schon Spezialisierung, dann richtig. "Mut zur L√ľcke" dann auch konsequent.
(28.01.2015, 19:59)
Sacha:   Edit: "W√§re bei Dvur ja der Fall", wenn es sich dann vollst√§ndig auf Afrika konzentriert. Wenn aber Tiger, Orangs, Panzernash√∂rner, Krallen√§ffchen und, und, und bleiben, dann trauen wohl selbst die Verantwortlichen in Dvur ihrem Konzept nicht ganz.
(28.01.2015, 18:05)
Sacha:   @MM: Bez. Bremerhaven: Und warum intervenierte die Stadt? Weil Sie wohl ahnte, dass Schneeziegen nicht die gleiche Zugkraft besitzen wie Schimpansen und um die Attraktivit√§t des Zoos f√ľrchtete.

Zu Dvur: Ist vielleicht auch eine Frage, wie sehr man das Konzept "Spezialisierung auf einen Kontinent" auslegt. Ich bin da Purist und nehme darum den Einwurf von @Oliver M√ľller voll auf mich. Wenn schon monothematisches Konzept, dann gr√ľndlich:)!

Ausserdem habe ich ja in einem Post zuvor schon geschrieben, dass ich - wenn √ľberhaupt - am ehesten einem Afrika-Konzept dauerhaften Erfolg zutraue. Das w√§re bei Dvur ja der Fall.
(28.01.2015, 11:56)
Oliver M√ľller:   @Michael Mettler:
¬Öwas ich durchaus vern√ľnftig finde. Man muss sich ja nicht vor lauter Konsequenz den Ast abs√§gen, auf dem man sitzt...
(28.01.2015, 11:47)
Michael Mettler:   @Elisabeth Hiendl: Als Haustierfan bedauere ich, diese Anlagen nicht mehr selbst gesehen zu haben (erster Besuch 1982) und nur ein paar Fotos davon zu kennen. Aber andererseits zeigte auch der Haustierhof eine nicht ganz konsequente Umsetzung des Hellabrunner Geokonzeptes an, denn eigentlich h√§tten ja die vier Tiergemeinschaften in die jeweiligen Parkteile geh√∂rt.

@Oliver M√ľller: Der Witz bei Bremerhaven ist, dass die Spezialisierung auf "nordische" (im Sinne von k√§ltefeste) Tiere eigentlich sogar gegen den Willen des fr√ľheren Zoodirektors Wandrey unvollst√§ndig blieb. Der h√§tte n√§mlich beim Umbau durchaus auf Schimpanse & Co. verzichtet, meiner Erinnerung nach stand stattdessen u.A. eine Schneeziegenanlage im Erstentwurf. Die Tropentiere mussten dann auf Vorgabe der Stadt bleiben...
(27.01.2015, 20:43)
Elisabeth Hiendl:   √úbrigeds hatte Hellabrunn in den sechziger und siebziger Jahren sogar im Haustierbereich einen Komplex mit vier St√§llen f√ľr Euop√§ische Afrikanische asiatische und Amerikanische Haustiere und zwar waren die anlagen da wo heute Wirtschaftshof und Verwaltung liegen.

(27.01.2015, 19:54)
Oliver M√ľller:   Sorry f√ľr die teilweise sehr drolligen Ergebnisse der Autokorrektur in meinen Postings. Es sind z.B. Amur-Tiger, nicht Anmutiger gemeint¬Ö ;-)
(27.01.2015, 19:12)
Oliver M√ľller:   @Michael Mettler:
Das "Neue" w√§re dann eine sehr viel st√§rkere, wenn auch nicht notwendiger Weise immer vollst√§ndige Spezialisierung. Um beim Beispiel Bremerhaven zu bleiben: hier sind Schimpansen, Krallenaffen, Zwergotter und einige weniger Reptilien/Amphibien die deutliche Minderheit gegen√ľber nordischen Tieren.
Es ist eher eine konsequentere Ausrichtung. Anderes Beispiel: Auch der Aquazoo D√ľsseldorf hatte ja irgendwie immer das Wasserthema und das Evolutionsthema. Aber beides eben nur in Ausschnitten und zumindest beim Evolutionsthema auch nicht unbedingt so, dass es dem ONZ auffallen musste (z.T. auch beim Wasserthema - Gundis sind ja z.B. keine typischen Wasserbewohner). Hier k√∂nnte man durch Wegf√ľhrung, Anordnung, eine spezielle Beschilderung usw. sicher einiges machen.
(27.01.2015, 19:09)
Michael Mettler:   @Sacha: Dvur "verkauft" seine Asiaten (habe √ľbrigens eine Art vergessen: Panzernashorn) und S√ľdamerikaner keineswegs als Afrikaner, schlie√ülich f√ľhrt der Zoo nicht mal das Wort "Afrika" im Namen. Dennoch hat er sich auf das Thema spezialisiert und m.E. w√ľrden Tiere anderer Erdteile dort auch nicht wirklich fehlen. Nat√ľrlich gibt es unter Zoobesuchern spezielle Orang- oder Tigerliebhaber, aber das Afrika-Sortiment enth√§lt immerhin auch weitere Menschenaffen, Nash√∂rner und gro√üe Katzen.

@Oliver M√ľller: Was genau w√§re denn so neu daran, wenn sich Zoos innerhalb eines gr√∂√üeren Sortimentes Themenschwerpunkte setzen? M√ľnchen und Hannover waren schon immer ausgepr√§gte Huftierzoos, N√ľrnbergs Spezialgebiet sind noch immer Huftiere und Wasser(n√§he) bewohnende S√§ugetiere, Wuppertal hat V√∂gel (vor allem Wasserv√∂gel) und S√§uger des afrikanischen Regenwaldes als Schwerpunkte, Dortmund und Halle s√ľdamerikanische Tiere, K√∂ln und Frankfurt Primaten usw. Sooo gleich sind die heutigen Zookonzepte nun auch wieder nicht!
(27.01.2015, 17:58)
Oliver M√ľller:   Spannende Diskussion! Allerdings liegt mir der Fokus zu sehr darauf, eine Spezialisierung zu (100 % oder mehr ;-) umzusetzen. Wir Deutschen sind nun mal gr√ľndlich ;-)
Ich w√ľrde da eher an ein Konzept wie in Bremerhaven denken: klare Ausrichtung auf √∂kologisch nordische Tiere, plus ein paar ONZ-Must-Haves. Bei mehr Geld und Fl√§che k√∂nnte man das dortige Konzept locker um z.B. Amurleoparden oder -tiger, Schneeleoparden, Rotgesichtsmakaken, K√∂nigs- und Felsenpinguine, Moschusochsen, Rentiere, W√∂lfe, Vielfra√üe, Kodiak- oder Kamtschatkab√§ren und vielleicht sogar Walrosse oder gar Belugas erg√§nzen und h√§tte schon ein Konzept f√ľr einen mittelgro√üen Zoo. Vielleicht plus ein kleines Tropenhaus mit den Affen, Reptilien, Zwergottern plus noch neu Erdm√§nnchen, frei laufenden Kattas, ein paar bunte Papageien, Kolibris und Piranhas. Wetten, dass der ONZ da gar nicht sooo viel vermissen w√ľrde?
Nat√ľrlich w√§re das keine 100&-ige Spezialisierung, aber doch eine recht weit gehende.
Auch bei Afrika- oder Asien-Zoos w√ľrde der ONZ nicht viel mehr vermissen, als auch heute allenthalben √ľblich. Auch jetzt hat nicht JEDER Zoo ALLE Lieblingsarten.
(S√ľd-)Amerika w√§re schwieriger, keine Frage, aber da reicht es immer noch f√ľr kleine Zoos. Limbach-Oberfrohna macht ja genau das seit 2012 Schritt f√ľr Schritt.
Und es gehen ja auch andere Spezialisierungen als 1 Kontinent oder eine Tierklasse. Wie w√§re es mit einem Lebensraum, z.B. Wasserzoo mit Fischen, Amphibien, Quallen und Korallen, Krokodilen, Wasserschildkr√∂ten innen sowie Rotgesichtsmakaken, (Zwerg-) Flu√üpferden, Bibern, Ottern, Robben, Eisb√§ren, Wasserb√∂cken, allerlei Enten, G√§nsen, Limnikolen, Pinguinen, Flamingos usw. Attraktiver als der Aquazoo D√ľsseldorf w√§re das bestimmt!
Oder ein Evolutionszoo, der beim Wasserfloh anf√§ngt und entlang des Weges √ľber Fische, Amphibien, Reptilien, Spitzh√∂rnchen bis zum Gorilla die Evolution nachzeichnet, vielleicht noch mit ein paar Modellen von Zwischenformen, die es heute nicht mehr gibt. Aha-Effekte w√§ren da sicher gegeben. Oder den Zoo der gro√üen Tiere in Erfurt noch um Anmutiger, Gorillas, Flu√üpferde, Eis- und/oder Kodiakb√§ren, Kaffernb√ľffel und Stellersche Seel√∂wen erweitern, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Was ich meine: Statt dass jeder Zoo einen m√∂glichst repr√§sentativen √úberblick bietet, der dann je nach gr√∂√üer mehr oder weniger exemplarisch ausf√§llt w√§re Mut zum Profil und auch zur L√ľcke doch vielleicht nicht verkehrt. Und dabei muss man ja nicht so radikal sein, dass man Besucher abschreckt, sondern kann (siehe Bremerhaven) so viel Kompromiss eingehen wie n√∂tig, damit der ONZ auf seine Kosten kommt und gern den Eintritt entrichtet. Das hie√üe dann auch: je weitgehender die Umstellung, umso ruhiger sie angehen.
Und ganz große Zoos wie Berlin TP und Zoo hätten dann eben die Spezialisierung des vollständigen Bildes, im Zoo systematisch und im TP nach Kontinenten geordnet.
(27.01.2015, 16:59)
Sacha:   Wenn Du mich nun damit fragen willst, ob mich das nicht konsequente (aber aus praktischer Sicht durchaus verst√§ndliche) umsetzen des Geozoos in M√ľnchen st√∂rt, lautet die Antwort schlicht: Ja;)

Im Ernst: Wenn ein Zoo Tiger, Orangs und Krallen√§ffchen als Fauna Afrikas "verkauft", dann st√∂rt mich das nicht nur als Puristen, sondern ich halte dies auch aus edukativer Sicht f√ľr misslungen.

Nat√ľrlich k√∂nnte man auch hier eine Geschichte dahinter verstecken, wie es ein ganz bestimmter Zoo gerne macht (ich nenne keinen Namen);). Wie w√§rs mit Tigern, die nach Filmaufnahmen zur√ľckgelassen wurden? Oder Orangs, die ein Flugzeug entf√ľhrt haben, vom Kurs abgekommen sind und notlanden mussten? Oder Krallen√§ffchen, die sich in Bananenstauden, die zwecks Genaustausch per Schiff nach Westafrika unterwegs waren, versteckt haben?:)
(27.01.2015, 14:37)
Michael Mettler:   @Sacha: Ich war nur einmal (2007) in Dvur. Auf meiner Liste der gesehenen Wilds√§uger z√§hle ich 61 Arten/Unterarten aus Afrika inkl. Madagaskar plus einen Grenzfall (Arabische Oryx - geografisch Asien, zoogeografisch Afrika). Als Nicht-Afrikaner schlugen zu Buche: Amurtiger, Persischer Leopard (wobei der zumindest auf Artniveau auch zum Thema Afrika passt...), Orang-Utan, Haubenlangur (diese im Schichtdienst mit Angola-Guerezas in der selben Au√üenanlage), f√ľnf Arten Krallen√§ffchen und als deren Unterbesatz Goldaguti und Bergpaka = 11 Arten. V√∂gel, Terrarien- und Aquarienbewohner waren allerdings aus diversen Kontinenten vertreten, beschr√§nkten sich aber weitestgehend auf die Tropenh√§user (eins davon wurde nach meinem Besuch umgebaut, um die vorher im Haus der Gorillas und Schimpansen gehaltenen Orangs unterzubringen; das vor "international" besetzte Nachttierhaus war bereits aufgel√∂st). Insgesamt entstand also durchaus das Bild eines Afrika-Zoos mit nur wenigen Ausnahmen - so wie z.B. Hellabrunn auch immer ein Geozoo mit wenigen Ausnahmen war (Haustierbereich, Affenstation, Aquarium/Terrarium, asiatische Huftiere auch im Parkteil Europa, fr√ľher Pumas bei den asiatischen Katzen usw.), ohne dass man ihm deshalb das Geo-Konzept aberkannt h√§tte.
(27.01.2015, 13:52)
Sacha:   @Carsten Horn: Der allerdings zuletzt stark r√ľckl√§ufige Besucherzahlen zu verzeichnen hatte und schon seit einiger Zeit einen zus√§tzlichen S√ľdamerika-Teil plant....

@MM: Jein. Wenn wir etwa ein Löwengehege haben, dass umgebaut wird, dann weckt das sicher das Interesse von ONB. Wenn aber JEDES Gehege nur umgebaut wird, ohne dass ein Bestandswechsel (eine andere Art) erfolgt, wird es auch ONB mit der Zeit langweilig. Nicht umsonst gab und gibt es teilweise heute noch Zoos mit multifunktionalen Gehegen (z.B. Busch Gardens Tampa, erst Grosse Pandas, dann Koalas), um dem Besucher immer mal wieder eine neue Tierart zeigen zu können.

Das eine tun, das andere nicht lassen. Und wie in vielen Bereichen kommt es darauf an, wie etwas "verkauft" wird.

Zu Dvur: Ich war (leider, leider) noch nicht dort. Aber meines Wissens hat(te) dieser Zoo seit Jahrzehnten nicht nur afrikanische Tiere, sondern auch u.a. Asiaten wie Tiger im Bestand. Bin mal gespannt, ob die nicht vermisst werden, sollten Dvur tats√§chlich (wie ich mal geh√∂rt habe) rein auf die afrikanische Fauna umstellen. Sind eben "Pflichttiere". Und wie lange die vermisst werden, sieht man unter anderem in Frankfurt und Chicago (Elefanten). Passt das "Beigem√ľse" nicht mehr und wird ersetzt, st√∂rt dies ONB weniger.
Ich sprach von mittelgrossen bis grossen Zoos. Damit meinte ich "typische" Zoos, die von ONB als solche wahrgenommen werden. Der Alpenzoo und alle anderen Parks mit europ√§ischer Fauna werden eben nicht als Zoo wahrgenommen. Dass sie funktionieren/√ľberleben, liegt unter anderem auch an den - im Schnitt - geringeren Kosten (kaum bis keine Warmh√§user, Futter ist leichter zu beschaffen, etc.).
Touristen, die nach Afrika reisen, suchen das Gesamterlebnis, nicht nur Tiere gucken.

Genau.

Apeldoorn funktioniert als Affenzoo. Liegt vermutlich aber auch daran, dass einerseits Affen uns Menschen schlicht am n√§chsten stehen und f√ľr ONB mit am Interessantesten sind. Andererseits am Konzept mit den begehbaren Gehegen (auch wenn die m.W. reduziert wurden). Etwas, dass sich mit einem reinen Raubtierzoo nicht so einfach umsetzen l√§sst...

Ansonsten kein Widerspruch...:)



(27.01.2015, 11:50)
Carsten Horn:   Noch konsequenter als Dvur Kralove ist der Bioparc Valencia, nur Afrika (abgesehen von zwei Sri-Lanka-Leoparden, die aber nur als Leopard ausgeschildert sind)...

Ist allerdings kein "umgemodelter" Zoo, sondern in der Form neu gebaut worden...
(27.01.2015, 10:35)
Michael Mettler:   @Sacha: "Kaum Wechsel im Ausstellungskonzept" - sind da, abgesehen von einigen wenigen wirklich spektakul√§ren Tierarten, nicht eher Wechsel in der Pr√§sentation wichtig, unabh√§ngig von der zoologisch-thematischen Ausrichtung?

Ich denke schon, dass ein reiner Afrika- oder Asien-Zoo auf Dauer publikumswirksam bleiben kann. Neue Attraktionen wären dann aber nicht durch bloßes Austauschen von Tierarten zu schaffen (falls nicht dadurch bisher fehlende Publikumslieblinge hinzukommen), sondern durch neue Anlagen, neues Beiwerk, neue Service-Angebote. Und das ist m.E. in jedem anderen Zookonzept ganz genau so, denn welchen ONB reißt es schon vom heimischen Sessel, wenn etwa Steppen- gegen Bergzebras ausgetauscht werden oder ein vorher asiatisch besetztes Gehege ohne sonderliche Umdekoration zu einem afrikanisch besetzten umgewidmet wird?

Ich kenne zwar die dortige Besucherentwicklung nicht, aber mit Dvur Kralove fällt mir ein Zoo ein, der seit Jahrzehnten hochgradig auf einen Kontinent spezialisiert ist. Es scheint also zu gehen. Und auch wenn sie in punkto Besucherzahlen in einer anderen Liga spielen, so existieren doch auch eine ganze Menge von Einrichtungen mit (fast) ausschließlich europäischer Tierwelt, vom Wildgehege bis zum Alpenzoo. Abgesehen davon: Es fliegen auch noch immer Touristen nach Afrika, obwohl dort seit eh und je die gleichen Tierarten zu sehen sind ;-)

Aber da sind wir wieder bei meiner Frage: Kann ein ohne Spezialisierung "gewachsener" Zoo konsequent (!) auf ein Spezialgebiet umschwenken, ohne sein bisheriges Publikum zu enttäuschen? Welcher Zoo verzichtet gern auf Giraffen, um sich dem Thema Asien zu widmen?

@Alle: Der Eindruck, au√üer M√ľnchen habe es bis vor 20 Jahren keine Geozoos gegeben, scheint verbreitet zu sein. Auch wenn das Konzept nie hundertprozentig umgesetzt wurde (was aber auch f√ľr Hellabrunn gilt!), wurde Hagenbecks Tierparks nach seiner eher unspezialisierten Gr√ľndung √ľber die Jahrzehnte zum Geozoo entwickelt, ebenso - wenn auch deutlich sp√§ter - der Noorder Dierenpark Emmen. Apeldoorn trieb die Entwicklung sogar schon vor Jahrzehnten auf die Spitze, denn man spezialisierte sich auf eine Tiergruppe (wenn auch mit etwas zoologischem Beiwerk) UND teilte das Gel√§nde weitgehend nach Geoprinzip ein.

Als Hannover Anfang der 90er Jahre nach einem neuen Zookonzept suchte und dabei auf Geo verfiel, stand m.W. Hellabrunn nicht mal Pate. Als Vorbild galt damals zuerst Emmen, im Laufe der Findungsphase gewannen danach die Eindr√ľcke aus US-Zoos an Bedeutung f√ľr das neue Zookonzept. Trotzdem bin ich immer noch der Meinung, dass das, was Hannover umgesetzt und damit eine Entwicklungswelle in der deutschen Zoolandschaft ausgel√∂st hat, viel √Ąhnlichkeit mit dem Hagenbeck-Konzept aufweist und nur wenig mit dem Hellabrunner Geozoo.

H√§tte es nicht eine Phase gegeben, in der sich Zoodirektoren gegenseitig mit m√∂glichst kompletten systematischen "Sammlungen" auszustechen versuchten, h√§tte sich das Geokonzept vielleicht schon viel fr√ľher in unserer Zoolandschaft weiter ausgebreitet. Wenn Zoofans heute eine Gleichmacherei der Zoos durch Geokonzepte beklagen, dann muss die Frage erlaubt sein: Wo waren denn im klassischen Konzept die gro√üen Unterschiede zwischen den Zoos - vor allem solche, die einem Blick durch die ONB-Brille standhalten? Sind es nicht eher popul√§re Zoodirektoren gewesen oder die beliebte "Erstmals-in-Deutschland"-Reklame, die damals das Bild eines Zoos in der √Ėffentlichkeit (und auch bei uns Zoofans!) viel st√§rker bestimmten...? M√ľnchen spielte bezeichnenderweise unter solchen Gesichtspunkten eher eine Nebenrolle, auch das k√∂nnte zur sparsamen Ausbreitung des dortigen Zookonzeptes beigetragen haben.
(27.01.2015, 09:12)
Sacha:   Die Ausrichtung auf EINEN EINZIGEN Kontinent halte ich f√ľr v√∂llig verfehlt, selbst wenn es sich dabei um den f√ľr ONB attraktivsten (Afrika) handeln w√ľrde.
Das Ausstellungskonzept w√§re f√ľr den Besucher auf Dauer zu langweilig, da es kaum Wechsel (oder wenn, dann meist nur innerhalb der Tiergruppe) g√§be. ONB (und auch ich) erhoffen sich doch vom Zoobesuch auch ein wenig "Weltreise-Erlebnis". Das war so und wird wohl immer so sein.
Besser ist darum, dass sich vor allem nachbarschaftliche Zoos bez√ľglich Bestand erg√§nzen. Und damit meine ich bei den ONB-Lieblingen vor allem auf Formen-Ebene. ONB will nicht auf Tiger verzichten und stattdessen L√∂wen sehen, aber es ist ihm egal, ob es sich dabei um Sumatra- oder Amurtiger handelt. Abseits dieser "Pflichtarten", ist es dann wurscht, ob man Erdferkel, Schuppentier oder Ameisenb√§r zeigt.

Noch etwas zur Meinung, Geozoos seien nur eine Modeerscheinung. Diese "Mode" ist schon rund 100 Jahre alt (M√ľnchen), kann also so schlecht nicht sein, wenn sie immer noch funktioniert bzw. laufend kopiert und verfeinert wird (Hannover, Gelsenkirchen, Fuengirola). Was wohl wirklich ausgedient hat, sind "Briefmarkensammlungen". Es gibt aber nicht nur diese zwei Typen, sondern auch Mischformen sowie anderweitig orientierte (Kombi Zoo und Botanischer Garten, Gliederung nach Lebensr√§umen, etc.). Und das ist auch gut so und kann alles f√ľr sich erfolgreich sein.
Wichtig ist, die Botschaft r√ľberzubringen. Bei mir (und wohl vielen anderen auch) funktioniert das am besten, indem man eben von Afrika √ľber Asien nach Australien und Amerika reist.
(26.01.2015, 11:47)
Ronny:   Nat√ľrlich w√ľrde sich der Besucher nicht allein f√ľr die gr√∂√üte Kollektion von Nebengelenktieren entscheiden. Daf√ľr ist diese Tiergruppe auch artentechnisch zu klein. Deshalb muss man ja auch andere Tiergruppen oder den gesamten Kontinent abdecken.
(26.01.2015, 09:56)
Michael Mettler:   @Ronny: Es hie√ü doch aber in der Anregung "Spezialisierung auf EINE Tiergruppe oder EINEN Kontinent". Dass Zoos, ob klassisch ausgerichtet oder nach Geokonzept, lediglich einen bestimmten Kontinent oder eine Tiergruppe als Schwerpunkt (nicht als alleiniges Thema) haben, w√§re ja nichts Neues. Ich zweifele auch stark an, dass sich der Normalbesucher bei der Auswahl seines Ausflugsziels wirklich an einem Sortiment von Nebengelenktieren als Alleinstellungsmerkmal orientieren w√ľrde...
(26.01.2015, 08:11)
Ronny:   Ich sehe da eher Gelsenkirchen als Allrounder. Oder Spezialisierung auf Ost- und S√ľdafrika (das derzeitige Konzept k√∂nnte bei behalten werden. Auch die Haltung der Schimpansen k√∂nnte fortgesetzt werden) sowie Alaska bzw die n√∂rdlichen Polarregionen.

Dortmund sollte sich weiterhin auf die S√ľdamerikanische Fauna konzentrieren. Dabei weiterhin sich die Haltung von Nebengelenktieren spezialisieren. Amurleopard gegen Puma austauschen. Tropisches Asien sollte da das zweite Standbein sein. Indien-Steppe statt Afrikanische Steppe, Panzernash√∂rner statt Breitmaulnash√∂rner. Dann w√ľrden Gro√üs√§uger wie Nashorn, Orang, Tapier, Wildrinder dem Zoos erhalten bleiben.

In Duisburg sollten weiterhin die Spezialisierungen auf Meeress√§uger liegen und die Australischen Fauna. F√ľr Duisburg k√∂nnten man ohne Probleme die K√§ngurukollektion ausbauen. Zweites Standbein sollte die afrikanische Fauna. Die Themengebiete k√∂nnten hier West- und Zentralafrika sein.

Wenn ich mal noch Wuppertal hinzunehmen. Dann w√ľrde Wuppertal der Raubtier- und Vogelspezialist sein. Das zweite Standbein sollte die Fauna des kalten Asiens repr√§sentieren.

Nat√ľrlich k√∂nnte es in allen Zoos weiterhin Giraffen, Elefanten und co geben.
(26.01.2015, 07:08)
Michael Mettler:   Da gerade bei dicht benachbarten Zoos eigene Profile wichtig sind, versuche ich mir gerade, sich erg√§nzende Spezialisierungen auf Tiergruppen oder Kontinente bei den "gro√üen Drei" im Ruhrgebiet vorzustellen.

F√ľr Gelsenkirchen w√§re dann eine Ausrichtung auf Afrika naheliegend, da schon jetzt die gr√∂√üte Fl√§che diesem Kontinent gewidmet ist und selbst Alaska-Zoom M√∂glichkeiten b√∂te, z.B. auf Arten aus dem Atlasgebiet oder von der kalten S√ľdspitze umzustellen (Seeb√§ren statt Seel√∂wen, gro√üe Pinguinkolonie statt Eisb√§ren usw.).

Duisburg oder Dortmund k√∂nnte Asien gewidmet werden - ggfs. Eurasien (dann w√ľrden in Duisburg wenigstens noch die Atlantischen Gro√üt√ľmmler passen). Aber damit w√§ren die Kontinente mit den besucherwirksamsten Arten an zwei Zoos vergeben, was bliebe f√ľr den dritten? Duisburg als Raubtierzoo? Dortmund als Affenpark? Irgendwer mit S√ľdamerika, was dann hie√üe: Keine gro√üen Dickh√§uter, keine Menschenaffen, keine Giraffen und Zebras mehr? Hm.
(25.01.2015, 20:42)
Sacha:   @Gudrun Bardowicks: Oder aber man ersetzt wenigstens den einen Publikumsliebling durch einen anderen...
(25.01.2015, 11:32)
Gudrun Bardowicks:   Ich denke auch, dass eine Umorientierung auf spezielle Tiergruppen oder Kontinente vor allem eine Chance f√ľr kleinere Tier- und Wildparks oder rein private zoologische Einrichtungen sind, wie es sie in den Niederl√§nden, Belgien und England in viel st√§rkerem Ma√ü als in Deutschland gibt,um in Verbindung mit gutem Marketing neue Besuchergruppen zu erreichen. F√ľr gro√üe etablierte Zoos d√ľrfte eine strikte Umgestaltung sehr viel schwieriger sein,wenn man durch Abgabe von Publikumslieblingen zugunsten weniger popul√§rer Arten nicht die Besucher, die an trafitionelle Zoos gew√∂hnt sind, nicht vergraulen will. In einem solchen Fall m√ľ√üte schon eine gro√üe Marketingkampagne durchgef√ľhrt werden, um das neue Produkt √∂ffentlichkeitswirksam zu verkaufen. Dies d√ľrfte allerdings in vielen traditionellen deutschen Zoos schwierig sein, da diese h√§ufig noch keine Gesch√§ftsf√ľhrer aus der Wirtschaft haben und klassisch ausgebildete Zoodirektoren (Biologen oder Tier√§rzte) nicht unbedingt gut im Marketing sind, wenn es hier auch einzelne Ausnahmen wie z.B. Leipzig gibt.
(25.01.2015, 11:17)
Michael Mettler:   P.S. Meinen ersten Satz im letzten Beitrag meine ich so, dass solche Parks nicht aus umorientierten "Vollsortimentsszoos" entstanden sind. In der Diskussion hier geht es ja vor allem darum, in welche Richtung sich ein "normaler" Zoo in der Zukunft weiterentwickeln k√∂nnte.
(24.01.2015, 14:55)
Michael Mettler:   @Oliver M√ľller: Sind Zoos, die sich auf eine Tiergruppe spezialisiert haben, nicht bereits mit dieser Spezialisierung gegr√ľndet worden? (Affen- und Vogelparks, Parc des felines...) Ich stelle es mir f√ľr die Vermarktung bereits bestehender Zoos schwierig vor, dem ebenfalls schon bestehenden Besucherkreis zu verkaufen, dass man z.B. Elefanten, Orangs oder Giraffen abgeben will, um sich zuk√ľnftig auf Raubtiere zu spezialisieren. Dass andererseits das Projekt Raubtierpark in Deutschland bis heute nicht realisiert werden konnte, spricht doch B√§nde. Ich denke schon, dass ONB immer noch von einem "Zoo √° la Bilderbuch" mit dem klassischen Sortiment der Publikumslieblinge (wie auch immer sie im Gel√§nde arrangiert werden) am leichtesten zu erreichen ist.

Ich vermute auch, dass einige der fr√ľheren Schwerpunktthemen mancher Zoos deshalb nicht mehr oder nur noch in abgespeckter Form existieren, weil die Notwendigkeit, Haltungsressourcen f√ľr in Zuchtprogrammen gemanagte Arten zu stellen und fl√§chenm√§√üige Anpassungen an Haltungsrichtlinien vorzunehmen, nicht immer mit den "pers√∂nlichen" Vorlieben der einzelnen Zooleitungen vereinbar sind. Vielleicht w√ľrde sich mancher Zoochef seinen Tierbestand ganz anders zusammenstellen, wenn er "k√∂nnte".
(24.01.2015, 09:46)
Oliver M√ľller:   Jenseits der Diskussion "Geo vs. Systematik" denke ich, dass es vorteilhaft w√§re, wenn die Zoos sich generell st√§rker spezialisieren w√ľrden, z.B. auf eine Tiergruppe oder einen Kontinent. Im Ausland wird das ja schon h√§ufiger praktiziert als in Deutschland. Ich erinnere mich vage, von einer niederl√§ndischen Studie gelesen zu haben, die genau dies als Zukunftskonzept empfiehlt, um sich mehr zu unterscheiden und damit mehr Besucher anzuziehen.
(23.01.2015, 09:27)
Michael Mettler:   Holgers Hinweis auf die Krallenaffen machte mich nachdenklich: Wo zieht man eigentlich die Grenze zwischen systematischem und Geo-Konzept? Werten wir nicht irgendwie f√ľnf Krallenaffenarten nebeneinander in einem S√ľdamerikabereich anders als f√ľnf Antilopenarten auf Gemeinschaftsanlagen eines Afrikabereiches oder f√ľnf Stelzvogelarten in der Voliere eines beliebigen Kontinent-Themas? Steht "systematisches Konzept" nicht sogar eher f√ľr eine Haltung "Art f√ľr Art", also ohne Vergesellschaftung mit Arten anderer Verwandtschaftsgruppen?

@Holger: In Erfurt scheint die Phase der Modernisierung in dezent-nat√ľrlichem Stil allerdings auch schon wieder vorbei zu gehen. Das neue Elefantenhaus hat f√ľr mich den Charme eines Kraftwerks und spielt damit optisch eher in der Liga des Stuttgarter Menschenaffenhauses (von dem ich bisher leider nur Bilder kenne), bei der neuen Kea-Voliere hatte ich beim Anblick von weitem an einen Rohbau gedacht und war dann beim N√§herkommen √ľberrascht, dass das schon der Endzustand war...
(23.01.2015, 08:28)
Holger Wientjes:   Das Konzept ist ja, siehe M√ľnchen, nicht neu und wird meiner Meinung nach auch nicht aus der Mode kommen. Klassische "Afrika-" oder "Indienwiesen" gibt es ja auch schon l√§nger, auch in eher systematisch ausgerichteten Zoos. Nur der ganze, dem Zeitgeist geschuldete, Schnickschnack wird sicherlich dereinst nicht mehr modern sein (hoffe ich), wenn er nicht schon seinen Zenit erreicht oder √ľberschritten hat. Dass man moderne Anlagen auch dezenter/nat√ľrlicher errichten oder auch ganze Zoos modernisieren kann ohne darauf zur√ľckzugreifen, zeigen ja beispielsweise Magdeburg oder Erfurt sowie als Extremfall Stuttgart mit seinem neuen Menschenaffenhaus. Lediglich Osnabr√ľck scheint noch auf den Zug aufspringen zu wollen, vielleicht der N√§he zur Landeshauptstadt geschuldet.
(22.01.2015, 18:32)
Michael Gradowski:   @Holger: Eben, dagegen spricht gar nichts :-)
Und was "modern" angeht, muß man sowieso vorsichtig sein. Da wird jetzt beispielsweise in den nächsten 10/15 Jahren der Berliner TP nach dem Geoprinzip umgebaut, nur um dann im Jahre 2030 festzustellen, daß das Konzept mittlerweile total "out" ist ;-). Was denn dann?
(22.01.2015, 18:03)
Holger Wientjes:   Ja, ein Mix aus beidem geht nat√ľrlich und w√ľrde ich auch in der Regel bevorzugen. Nur leider wird oft aus Kreisen, die es eigentlich besser wissen m√ľssten, postuliert, dass dies angeblich nicht m√∂glich bzw. nicht "modern" ist. Was spr√§che dagegen, vorausgesetzt man hat den Platz (oder nimmt ihn sich auf Kosten von dann nicht gezeigten Arten/Tiergruppen), beispielsweise in einem S√ľdamerika-Parkteil f√ľnf verschiedene Krallenaffenarten zu zeigen ?!
(22.01.2015, 17:55)
Michael Gradowski:   Au√üerdem: warum denn √ľberhaupt entweder Geoprinzip oder systematische Ausrichtung? Die Mischung aus beidem, wie im TP Berlin, finde ich pers√∂nlich gerade interessant und durchaus gelungen.
(22.01.2015, 17:43)
Michael Gradowski:   Ich habe auch nicht wirklich was gegen das Geoprinzip an sich, wenn es von Anfang an so ausgelegt und so gut umgesetzt wird wie z.B.in M√ľnchen. Aber wie Holger schon schrieb, nur weil es "in" ist einen ganzen an sich gelungenen Park dahin gehend umzumodeln, finde ich nicht so toll. Zumal es mM nach dem ONB ziemlich egal ist, ob Asiat. oder Afrikan. Elefanten neben Giraffen oder K√§nguruhs stehen, Hautsache sie sind √ľberhaupt da. Darum begr√ľ√üe ich die Entscheidung der Chemnitzer.
(22.01.2015, 17:39)
Ulli:   Eine Verkn√ľpfung von Geozoo und systematischen Ansatz ist durchaus machbar:
Variante A: gezielt nur Arten aus einem Kontinent oder kontinentalen Teilbereich.
Variante B: je Tiergruppe nur Arten einer bestimmten Region - f√ľr Chemnitz beispielsweise Huftiere aus dem mittelasiatischen Steppen- und Gebirgs-Bereich, Raubkatzen aus dem asiatischen Raum (inklusive Asiatischer L√∂wen), Primaten nur aus S√ľdamerika - andere Zoos k√∂nnen anders agieren.
Bei Frankfurt hätte sich angeboten Beutegreifer nur aus Asien (hat sich durch die Brillenbären erledigt), Huftiere nur aus der afrikanischen Savanne sowie dem afrikanischen Regenwald, Vogelhaus wiederum eher asiatisch.
F√ľr den Tierpark Berlin w√§re dieser Kombninations-Ansatz auch denkbar.


Die fehlenden Bereiche etwas Beutespektrum bzw. Fressfeinde kann man durch Tafeln oder interaktive Bereiche ergänzen.

In Basel gibt es das Australienhaus, was Tierreich-systematisch durch die Fortpflanzungsweisen der Wirbeltierklassen geht.

Das Etoscha-Haus in Basel bietet einen zwar geographisch begrenzten aber dennoch allgemein g√ľltigen √úberblick / Querschnitt √ľber die Nahrungskette.

(22.01.2015, 17:30)
Holger Wientjes:   Ich habe auf der einen Seite nichts gegen ein gut ausgef√ľhrtes Geo-Prinzip in den Zoos, auf der anderen Seite muss ich einen attraktiven, historisch gewachsenen Park nicht f√ľr teuer Geld in diese Richtung umgebaut wissen, nur weil es gerade "in" ist. Vermutlich ist dieses Prinzip momentan so angesagt, weil man dadurch nicht nur die Tiere als solche (das reicht anscheinend einigen Menschen nicht mehr) als Attraktion verkaufen kann, sondern viel Brimborium drumherum anbieten kann (ich denke, dass ist ebenso entscheidend wie die Begr√ľndung, dass man dadurch "Lebensr√§ume" besser darstellen kann), bis zu der erw√§hnten "Weltreise", die dem f√ľr derlei Suggestionen empf√§nglichen Besucher vorgespielt wird. Vermutlich ist das einfach eine Notwendigkeit, Zoos gegen√ľber anderen Freizeiteinrichtungen konkurrenzf√§hig zu halten, so dass auch Besucher die Tierg√§rten besuchen, denen es nicht vornehmlich um das Erlebnis Tier geht.
(22.01.2015, 17:13)
Oliver M√ľller:   Macht doch viel Sinn, in Berlin einmal systematisch und einmal geografisch vorzugehen.
Neum√ľnster ist √ľbrigens auch systematisch ausgerichtet.
Ich pers√∂nlich habe nichts gegen das Geo-Konzept, passt es doch sehr viel besser zum Umwelt-Bildungsauftrag der Zoos als das systematische Vorgehen. Auch wenn ich letzteres nat√ľrlich als Hardcore-Zoofan sch√§tze.

(22.01.2015, 11:29)
Michael Mettler:   Bei der Ausrichtung nach Geo-Prinzip spielt sicher auch das Marketing eine gro√üe Rolle, denn so l√§sst sich ein Zoobesuch als "Weltreise" verkaufen (wie ja gerade zuletzt auch in Zusammenhang mit der Zukunft des TP Berlin zu lesen war).

√úbrigens wurde auch die systematische Ausrichtung von Zoos fr√ľher "inflation√§r" eingesetzt ;-)
(21.01.2015, 18:00)
WolfDrei:   Na, der Berliner Zoo steht nicht im Fokus (abgesehen vom Gro√üen Panda und dessen Anlage) - den Aussagen nach bleibt er "systematisch". Die Umgestaltung der Kamelanlagen (dummerweise denkmalgesch√ľtzt) sowie die des Gro√ükatzenhauses ist ja ein alter Hut.
(21.01.2015, 17:11)
Michael Gradowski:   Auch ich finde die Planung f√ľr Chemnitz interessanter. Sch√∂n, da√ü man sich entgegen dem Trend GEGEN eine Art "Geozoo" entschieden hat. Dieses Konzept wird mM nach √ľberbewertet und mittlerweile fast inflation√§r eingesetzt.
(21.01.2015, 14:14)
Oliver M√ľller:   @Tim Sagorski:
Unzweifelhaft ist Chemnitz der attraktivere Park. Kaiserslautern hat mit dem Plan m.E. den Schlusspunkt unter eine Entwicklung gesetzt, die ich als "Downgrading vom kleinen Zoo zum Tierpark mit Allerweltsarten" bezeichnen m√∂chte. Von den einst gro√üen Pl√§nen ist nicht mehr viel √ľbrig. Allerdings gezwungenerma√üen, wie man sagen muss. Auch im Zoo gilt eben das Motto "Ohne Moos nix los".
(21.01.2015, 12:15)
Tim Sagorski:   Da sagt mir die Planung f√ľr Chemnitz pers√∂nlich doch eher zu, auch, wenn ich beide Parks nicht kenne...
(21.01.2015, 10:43)
Oliver M√ľller:   ¬Ö.und hier das f√ľr den Zoo Kaiserslautern:
https://ris.kaiserslautern.de/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=3093
(21.01.2015, 10:09)
Oliver M√ľller:   Hier findet sich der neue Entwicklungsplan des TP Chemnitz:
http://session-bi.stadt-chemnitz.de/vo0050.php?__kvonr=6970119
(21.01.2015, 10:07)
Oliver M√ľller:   Wenn ich das richtig sehe, m√ľssten wir in den kommenden Monaten eine reihe von neuen Masterpl√§nen zu lesen bekommen:

Berlin Zoo
Berlin Tierpark
Stuttgart
(alle offiziell angek√ľndigt)

Karlsruhe (zumindest in der Presse erwähnt, unklar, ob Veröffentlichung geplant)

Hannover (hier im Forum angek√ľndigt, unklar, ob Ver√∂ffentlichung geplant)

Erfurt und Halle (vom Zoo auf Anfrage mitgeteilt, dass daran gearbeitet wird. Unklar, ob Veröffentlichung geplant)

Weiß jemand noch mehr?



(11.11.2014, 13:19)
Mark Meier:   Im Tierpark-Thread wird im Moment der unten angesprochene neue Masterplan (Version 1) debattiert. 82 Mio schwer und daher alles andere als realistisch.

Leider, denn die Ansätze sehen wirklich gut aus. Aber das liebe Geld ist halt nicht so locker in der Hauptstadt...
(24.06.2011, 14:27)
Oliver M√ľller:   Ich erg√§nze mal:
Bochum
http://www.tierpark-bochum.de/index.php?id=8&tx_ttnews[tt_news]=40&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=8e3176b18f
Neunkirchen
http://www.zoo-neunkirchen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=103:investitionen&catid=1:news&directory=68

(24.06.2011, 12:51)
Ulli:   Masterpl√§ne sind wesentliche strukturelle Planungen, die einen Zoo wesentlich ver√§ndern, die Abfolge der Massnahmen √ľber einen l√§ngeren Zeitraum festlegt und je nach den finanziellem Gegebenheiten langfristig Mittel bindet.
Insofern ist es in Bochum schon ein Masterplan, auch wenn es f√ľr manchen Gro√üzoo eher "Kleinigkeiten" sein m√∂gen.
Letztendlich hat jeder Zoo eine Art Masterplan f√ľr seine anstehenden Bauma√ünahmen. Nur werden sie nicht √ľberall √∂ffnetlich gro√üspurig Masterplan genannt, sondern bestenfalls im internen Sprachgebrauch.
Manchen öffentlich publizierten Masterplänen merkt man sofort an, dass sie eher Wunschträume denn Realität sind. Ein Tierpark wie Rheine hat auch so etwas wie einen "Masterplan" - aber nur intern und dieser wird auch nur scheibchenweise bei einer konkreten Maßnahme bekanntgegeben.
(11.06.2011, 08:37)
Oliver M√ľller:   Ab wann w√ľrdet Ihr denn bei Erneuerungspl√§nen √ľberhaupt von einem Masterplan sprechen? Muss daf√ľr der ganze Zoo umgemodelt werden? Seht Ihr z.B. die Pl√§ne f√ľr Bochum schon als Masterplan an?
(10.06.2011, 16:12)
Jennifer Weilguni:   Die Frage ist aber auch ob ein Erhalt und vor allem der Unterhalt f√ľr ein derart desolates Haus noch vertretbar und vor allem tragbar sind. Schade ist es auf jeden Fall, wenn der Bau vollkommen verschwindet. Aber vielleicht k√∂nnte man das neue Haus ja dann Grzimekhaus 2.0 nennen? :-)
(10.06.2011, 06:51)
Ralf Sommerlad:   Das Frankfurter Nachttierhaus ist mit Sicherheit das gr√∂sste in Deutschland - und eines der besten weltweit. Selbst wenn Sanierungsbedarf besteht ist der Abriss unvertretbar...aber ich verlasse mich da ganz auf die Schuldenlage der Stadt Frankfurt.
(09.06.2011, 14:40)
Carsten Horn:   MW ist das Haus sanierungsbed√ľrftig...
(09.06.2011, 12:45)
Mark Meier:   Ist das Frankfurter Nachttierhaus nicht bereits das gr√∂√üte in Deutschland? Ist es sanierungsbed√ľrftig, unattraktiv? Aber diese Planungen klingen sehr spannend...

By the way, ist das √ľberhaupt Teil eines Masterplans oder mehr ein paar (gr√∂√üere) Eintzelprojekte?
(09.06.2011, 10:02)
Andreas Murmann:   Mein Kenntnisstand: Das neue Nachtierhaus soll an Stelle des bisherigen Niederaffenhauses entstehen und sowohl dieses als auch das Grzimekhaus ersetzen. Das Areal des jetzigen Grzimekhauses soll als Erweiterung des Exotariums genutzt werden (Gro√üreptilien?).
(08.06.2011, 19:57)
Ottmar M√ľller:   Stimmt es, das Frankfurt ein komplett neues Nachttierhaus bauen will? Und wenn ja, wo und was passiert mit dem Grzimek-Haus?
(08.06.2011, 14:31)
Mark Meier:   Na ja, hoffen wir, dass die finanziellen Mittel √ľberhaupt eine gewisse Ber√ľcksichtigung der Besucherw√ľnsche zulassen. Der Rahmen ist wohl eher begrenzt, als bei anderen Zoos.

Habe z.B. geh√∂rt, dass N√ľrnberg allein f√ľr den (Um)Bau des Delphinariums 24 Mio (!) Euro ausgibt. Daf√ľr k√∂nnte man gut s√§mtliche Rests√ľnden des Tierparks beseitigen und noch einiges neu bauen...

Aber ich sehe es ebenfalls als positives Signal an, dass man die Leute √ľberhaupt befragt. Vielleicht k√∂nnen so zun√§chst die kosteng√ľnstigsten unter den dringensten W√ľnschen erf√ľllt und k√ľnftige Priori√§ten gesetzt werden.

(05.06.2011, 14:29)
Ottmar M√ľller:   Wieso machen die das nicht √ľberall so? Viele Zoos bauen so nen Sch...!
(04.06.2011, 19:35)
Mark Meier:   Beim Tierpark Berlin sollte eigentlich demn√§chst einer ver√∂ffentlicht werden. Aber jetzt werden erst die Leute dazu befragt:

http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik/buergerforum.php
(04.06.2011, 19:20)
Ottmar M√ľller:   Ich dachte ich er√∂ffne mal einen Thread √ľber Masterpl√§ne. Hier sind f√ľr den Anfang die Zukunftsvisionen von K√∂ln und Saarbr√ľcken.
http://www.report-k.de/content/view/37992/
http://www.zoo.saarbruecken.de/assets/2010_2/1265275824_zoo-saarbruecken-masterplan_v8_01-36.pdf
Welche Masterpl√§ne kennt ihr noch (nicht nur deutsche) und was denkt ihr dar√ľber?
(03.06.2011, 15:27)

alle Beiträge