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Flusspferde

Jan Jakobi :   Flusspferdkuh Juliette wurde von Beekse Bergen nach Fuerteventura abgegeben.

https://www.facebook.com/beeksebergen.nl/
(25.03.2019, 10:48)
Jan Jakobi :   Es gibt in der Liste der Berliner Flusspferde bei hipposworld.de eine neue Flusspferdkuh.

Hierbei handelt es sich um eine Kuh die am 06.08.1939 von Ruhe an den Zoo Berlin geliefert wurde.
Der Verbleib ist nicht bekannt. Ruhe lieferte auch Zuzana an den Zoo Berlin.

F├╝r den dritten Heck-Bullen gibt es bei hipposworld.de ein genaues Todesdatum: 24.09.1941.
Sein Nachfolger traf 1942 ein.

Anbei die adulten Flusspferdk├╝he des Berliner Zoos bis 1939:

Nina, geb. ca. 00.01.1875, Ankunft in Berlin am 07.07.1875, gest. 05.11.1893
Lieschen, geb. ca. 1897, Ankunft in Berlin am 01.02.1898, gest. 16.01.1929
Lisl, geb. ca. 00.00.19??, Ankunft in Berlin am 18./20.12.1928, gest. 30.10.1932
Zuzana, geb. ca. 19??, Ankunft in Berlin am 10.12.1932, Abgabe nach Prag am 26.06.1944

Kann es sein das Zuzana zwischen 1937 und 1939 verstorben ist?
Demnach w├Ąre die neue Flusspferdkuh die Mutter des Kalbes von 1941 sowie von Knautschke und w├Ąre dann am 26.06.1944 nach Prag evakuiert worden, wo sie den Namen Zuzana erhielt.

Dagegen spricht das die Mutter des Kalbes von 1933 Zuzana sehr ├Ąhnlich sieht.
Meiner Meinung nach handelt es sich um dieselbe Flusspferdkuh.

1939 w├Ąren dann insgesamt 4 Flusspferde in dem Nilpferdhaus untergebracht gewesen.
Neben dem Heck-Bullen w├Ąren das Boby I, Zuzana und die neue Kuh gewesen.
Das Haus hatte aber nur 2 St├Ąlle.

Die Elefantenpagode war mit 9 Elefanten, 5 Zwergflusspferden und dem Spitzmaulnashornbullen Mtoto voll besetzt.
(26.09.2017, 21:24)
Jan Jakobi :   Ist jemanden von euch eine Flusspferdkuh namens Susanne bekannt?

Der Hintergrund meiner Frage ist ein Betrag von Jana vom 31.07.2006:

"Weiss jemand, warum haben sie den Knautschke behalten aber nicht die Zuzana (es muss nicht unbeding ihre "deutsche" Name sein)?"

Ich habe recherchiert und fand bei Wikipedia folgendes:

"Zusana (vorwiegend sorbisch), Suzana (vorwiegend s├╝dslawisch), Zuzana (vorwiegend tschechisch und slowakisch) sowie Zuzanna (polnisch) sind west- und s├╝dslawische Varianten des weiblichen Vornamens Susanne."
https://de.wikipedia.org/wiki/Zuzana

Ich kenne keine Flusspferdkuh mit der deutschen Variante des Namens Zuzana.

In den Berichten des Prager Zoos liest es sich f├╝r mich so als ob die Flusspferdkuh schon in Berlin Zuzana hie├č.
In keinem der Berichte steht: "Am 26.06.1944 kam aus Berlin eine namenlose Flusspferdkuh nach Prag, die hier den Namen Zuzana erhielt."

Anderseits waren namenlose Tiere in der damaligen Zeit im Zoo Berlin gar nicht so ungew├Âhnlich:
Die 3 Heck-Flusspferdbullen (2 erhielten sp├Ąter in M├╝nchen einen Namen), ein paar Elefanten und Nash├Ârner.

Hier ist noch ein Flusspferd-Foto aus dem Zoo Berlin: Bei diesem Flusspferd handelt es sich nicht um Zuzana.
http://digit.wdr.de/entries/50464
(02.04.2017, 16:41)
Jan Jakobi :   In "Knautschke, Knut & Co" gibt es ein Kapitel ├╝ber die Berliner See-Elefanten, dort steht zu dem Bullen auch nur das was hier steht.

Bez├╝glich dem Krater habe ich mir die Luftaufnahme von 1945 in "Der Berliner Zoo im Spiegel seiner Bauten" angeschaut.
Leider ist da gar kein Krater zu erkennen bzw. ich erkenne da keinen.
├ťbrigens gibt es im selben Buch eine Aufnahme von der Ostseite des ersten Flusspferdhauses, aufgenommen 1952.
Im Vordergrund der Aufnahme ist die Baustelle des heutigen Elefantenhauses zu sehen.
Die Ostseite des Flusspferdhauses scheint unbesch├Ądigt gewesen oder wiederhergestellt worden zu sein.
Ich vermute das der Krater auf der anderen Seite war und die Bombe die hintere Ecke zerschlug.

Eine Anwesenheit und das ├ťberleben der Hippos w├Ąhrend der Detonation der Bombe kann ich mir nicht vorstellen, da der Spitzmaulnashornbulle Mtoto von der Druckwelle der Bombe am 22./23. November 1943 get├Âtet wurde. Laut der Schilderung von Frau Heinroth lag er ├Ąu├čerlich unversehrt im Stall.
(15.01.2017, 23:33)
Michael Mettler :   Ich fand das exakte Todesdatum von Roland III bisher nicht. Laut einem Artikel ├╝ber die Robbenhistorie des Berliner Zoos in BONGO 6 wurde er 1944 von Granatsplittern getroffen und ging an den schlecht heilenden Verwundungen ein. Im Gesch├Ąftsbericht 1943 ist er nicht unter den aufgez├Ąhlten durch Kriegseinwirkung verlorenen Gro├čtieren erw├Ąhnt, im Gesch├Ąftsbericht 1944 - der erst nach dem Krieg geschrieben wurde - sind Tierverluste leider nicht abgehandelt worden.

In den Schilderungen ├╝ber das Bombardement ist zu lesen, dass die Zeitz├╝nderbombe vom 15. Februar 1944 schon im Fallen eine Ecke und eine Wand des Nilpferdhauses zerschlug und bei der sp├Ąteren Detonation neben dem Haus einen 12 Meter breiten und 4 Meter tiefen Krater riss. Da auf den Nachkriegsfotos zu sehen ist, dass die Hausseite zum Au├čenbecken hin zwar besch├Ądigt war, aber die Bomben ├╝berstanden hatte, muss die Bombe folglich eine andere Wand und eine der hinteren Geb├Ąudeecken zum Einsturz gebracht haben, bevor sie am Boden aufschlug. Damit h├Ątte es doch nach meinem Verst├Ąndnis zwischen dem Aufschlagpunkt und den Innenst├Ąllen des Nilpferdhauses nicht mehr viel stabilen Schutz geben k├Ânnen, denn letztere wurden laut Heck nur innerhalb weniger Stunden "wieder zurechtgezimmert", also wohl mit sehr provisorischen W├Ąnden umgeben. Ist ein ├ťberleben von Tieren in diesem Haus schon allein angesichts der Druckwelle der Bombe, die kurz darauf in n├Ąchster N├Ąhe detonierte und stark genug war, den beschriebenen gro├čen Krater zu rei├čen, ├╝berhaupt denkbar?
(09.01.2017, 18:23)
Jan Jakobi :   Ist ein genaues Todesdatum des See-Elefantenbullen ├╝berliefert?

Zum Flusspferdbullen habe ich im Berliner Zoof├╝hrer von 1941 nachgeschlagen.
Laut diesem Zoof├╝hrer wurde der Bulle von der Ostafrika-Expedition (1927/28) mitgebracht.
Demnach lebte er bei Erstellung dieser Zoof├╝hrer-Ausgabe noch.

Das Todesjahr des Import-Bullen ist also nicht 1940, sondern einer der sp├Ąteren Jahrg├Ąnge.

Der 33er Bulle (geb. 01/02.10.1933) war 1939 (Ankunftsjahr von Boby I in Budapest) 6 Jahre alt, 2 Jahre j├╝nger als Nante 1988.
Die ersten beiden K├Ąlber von Boby I wurden laut hipposworld am 23.04.1940 und 02.05.1940 geboren.
Bei einer Tragzeit von 8 Monaten hat die Paarung im September/Oktober 1939 stattgefunden.

Flusspferdbullen werden mit ca. 8 Jahren geschlechtsreif, im Zoo fr├╝her.

1941 erhielt der Zoo Dresden aus Breslau den jungen Flusspferdbullen Steppke, sein Vorg├Ąnger Wakene war im Vorjahr verstorben. ├ähnlich k├Ânnte es auch in Berlin gewesen sein.
(08.01.2017, 15:37)
Michael Mettler :   Nun noch ein paar Punkte, welche meine Gedanken an Hippos im Robbenbecken zumindest in den Bereich des M├Âglichen r├╝cken.

Nebenstehend ein Foto des See-Elefanten-Beckens; zwar 1969 aufgenommen, aber ├Ąu├čerlich seit seiner Fertigstellung 1931 wohl nicht ver├Ąndert. Als "schroffer Felsen" hinter einem Becken, wie Semjonow es schildert, geht das ohne weiteres durch. Wenn jemand nicht wusste, dass die Anlage eigentlich f├╝r gro├če Robben gebaut war, h├Ątte er beim Anblick von Nilpferden darin auch angesichts des gro├čen Stalltores wohl nicht unbedingt Verdacht gesch├Âpft, dass die dort gar nicht hineingeh├Ârten.

Laut Gesch├Ąftsbericht 1931 enthielt der Robbenfelsen eine Heizungsanlage, mit der auch das Beckenwasser erw├Ąrmt werden konnte (zur Eisfreihaltung im Winter?). Das See-Elefanten-Becken war zudem nach S├╝dwesten ausgerichtet, wie man das auch mit Au├čenanlagen f├╝r w├Ąrmebed├╝rftige Gro├čtiere machte. Der Stall im nicht kriegsbesch├Ądigten Felsen w├Ąre vermutlich zur Beibehaltung der Heizungsw├Ąrme einfacher (und sinnvoller) zu isolieren gewesen als der Stall des Hippohauses, welches durch Feuer und Bomben sein Dach und einen Teil seiner W├Ąnde verloren hatte (und irgendwann auch seine Heizungsanlage). Der Robbenfelsen h├Ątte also m.E. zumindest keine schlechten Grundvoraussetzungen geboten, um vor├╝bergehend Hippos unterzubringen - wenn auch vielleicht nicht drei.

Freier Platz w├Ąre 1944 ebenfalls gewesen. Der zu dieser Zeit einzeln gehaltene See-Elefant Roland III wird bei Kl├Âs ("Von der Menagerie zum Tierparadies") zu den Opfern der Bombenangriffe ab dem 22.11.1943 gerechnet, in der selben Liste tauchen auch zwei der urspr├╝nglich f├╝nf Zwergflusspferde des Zoos auf; als ├╝berlebend sind 1,2 Zwergflusspferde genannt, die dann am 5.2.1944 mit Ziel Breslau den Zoo verlie├čen, sowie 4 nicht artlich differenzierte Robben (die ├╝brigens laut Liste wohl nicht ausgelagert wurden bzw. werden konnten). Der Robbenfelsen verf├╝gte ├╝ber immerhin drei getrennte Becken; falls alle noch das Wasser hielten, w├Ąre angesichts von nur 4 angestammten Bewohnern vermutlich eins zur Zweckentfremdung zu verschmerzen gewesen. Laut einem Artikel von Steinmetz im ZG ├╝ber See-Elefanten in Zoos starb Roland III (er nennt zwar nur zwei Berliner Rolands und dementsprechend diesen Nr. II, aber die Todesursache macht den bewussten Bullen unverwechselbar) an einem vorher ├╝bersehenen Granat- oder Flaksplitter, der eine Sepsis hervorgerufen hatte. Man vermutete, dass ihm die Verletzung etwa zehn Tage zuvor zugef├╝gt worden war. Roland III soll 1944 gestorben sein; da er offenbar schon bei Abtransport der Zwerghippos nicht mehr lebte, weil er in der vorangehenden Verlustliste erw├Ąhnt ist, k├Ânnte also sein Stall und Becken sp├Ątestens ab Anfang Februar 1944 frei gewesen sein. Am 30. Januar 1944 fand der von allen drei Autoren (Kl├Âs, Heck, Heinroth) erw├Ąhnte Brand des Nilpferdhauses statt, am 15. Februar 1944 legte eine Zeitz├╝nderbombe das Nilpferdhaus in Tr├╝mmer. Soll hei├čen: Zur gleichen Zeit, als das Nilpferdhaus zur Ruine wurde, war die See-Elefanten-Anlage leer.

Wenn ich die Angaben in den Gesch├Ąftsberichten richtig deute, war der Zoo nach dem Bombardement vom 22.11.1943 bis zum 25.7. des Folgejahres geschlossen; die Endk├Ąmpfe des Krieges auf dem Zoogel├Ąnde fanden im Mai 1945 statt. Falls Hippos am Robbenfelsen untergebracht worden w├Ąren, w├Ąre der Zeitraum, aus dem jemand Erinnerungen oder gar Fotos davon gehabt haben k├Ânnte, relativ kurz und die Wahrscheinlichkeit somit verringert gewesen. Immerhin scheint es aus der gleichen Zeit ja auch keine Fotos von Hippos im/am Nilpferdhaus zu geben, die einen dortigen Verbleib beweisen.

Die Auslagerung der Flusspferdkuh geschah interessanterweise erst sehr sp├Ąt (26.6.1944, was in Kl├Âs' Liste der verlagerten Tiere den letzten derartigen Abtransport ├╝berhaupt bedeutet, ├╝brigens zusammen mit 1,2 Zwergziegen und 5 Ibissen verschiedener Arten), ausgerechnet einen Monat vor der Wiederer├Âffnung des Zoos - obwohl das Hippogehege im Prager Zoo schon seit f├╝nf Jahren leer gestanden haben m├╝sste, denn f├╝r die Zeit nach dem Tod des dortigen Bullen Petr (1939) ist mir bisher kein Nachfolgetier bekannt. Der z├╝chterische Wert von Zuzana m├╝sste also nicht der ausschlie├čliche Grund f├╝r ihre Verschickung gewesen sein, denn dann h├Ątte man das schon f├╝her machen k├Ânnen; Knautschke war jedenfalls schon einige Monate vorher im entw├Âhnungsf├Ąhigen Alter. Vielleicht hatte man ab diesem Zeitpunkt eben schlichtweg keinen Stallraum mehr f├╝r drei Hippos und gab das Nilpferdhaus vor├╝bergehend auf, um wenigstens die beiden ├╝brigen Tiere bei Wiederer├Âffnung des Zoos in ansprechenderem Rahmen pr├Ąsentieren zu k├Ânnen?

Laut Heinroth fand man Knautschke nach Kriegsende neben einem Hippo-Kadaver in einem ausgelaufenen Becken vor (Semjonow hatte es offenbar noch gef├╝llt gesehen, obwohl das zweite Hippo auch bei ihm schon tot war). Wie schon gesagt: Muss das zwingend das "richtige" Hippobecken gewesen sein? In der unmittelbaren Nachkriegszeit musste jedenfalls laut Heinroth auch das See-Elefanten-Becken wieder wasserdicht gemacht werden (um ab 1949 Seehunde aufzunehmen).

Ich will nicht verschweigen, dass Heinroth auch etwas schreibt, was bei w├Ârtlicher Auslegung gegen eine Verlagerung der Hippos ins Robbenrevier sprechen kann: Als nach dem Krieg zweimal alle Zootiere wegen Sprengung der Bunkeranlagen aus dem Gel├Ąnde geschafft werden mussten, soll Knautschke vorher noch keine Kiste von innen gekannt haben. Andererseits h├Ątte es drei bis vier Jahre zuvor und in einer Zeit ohne Publikumsbetrieb vielleicht auch andere M├Âglichkeiten gegeben, ein damals nur ein- bis anderthalbj├Ąhriges Hippo vom Nilpferdhaus zum Robbenfelsen zu schaffen. (Sein Vater als nicht im Berliner Zoo Geborener muss dagegen schon "Kistenerfahrung" mitgebracht haben.)
(08.01.2017, 12:07)
Michael Mettler :   Zwei weitere Beispiele daf├╝r, wie unterschiedlich Angaben zu den Berliner Kriegszeiten sein k├Ânnen: Im Gesch├Ąftsbericht f├╝r 1943 gibt Lutz Heck an, neben anderen wertvollen Tierarten die Zwergflusspferde ausgelagert zu haben. Das tats├Ąchliche Datum soll aber nach der Liste von Kl├Âs in "Von der Menagerie zum Tierparadies" erst der 5.2.1944 gewesen sein. Vermutlich schrieb Heck den Gesch├Ąftsbericht erst nach dem turbulenten Winter mit den vielen Bombenangriffen und brachte dabei die Jahrg├Ąnge durcheinander (oder dr├╝ckte sich auch nur missverst├Ąndlich aus).

Im ersten Nachkriegszoof├╝hrer schreiben Heinroth und Schr├Âder, dass bei der Zerst├Ârung des Elefantenhauses "sieben Elefanten und das indische Nashorn" umgekommen seien - ein Panzernashorn war allerdings damals gar nicht im Bestand, sondern ein Spitzmaulnashorn. Wenn nur wenige Jahre nach den Ereignissen solche Verwechslungen (und seien es nur Fl├╝chtigkeitsfehler) m├Âglich waren, dann ist es erst recht m├Âglich, dass in viel sp├Ąteren Erinnerungen auch das Geschlecht eines erwachsenen Flusspferdes vertauscht wird.
(08.01.2017, 10:53)
Michael Mettler :   Es stellt sich ├╝brigens auch die Frage, inwieweit die ver├Âffentlichten Lebenserinnerungen von Katharina Heinroth und Lutz Heck ├╝berhaupt bis ins Detail dokumentarisch exakt sind oder Angaben, die f├╝r den Normalleser nicht wichtig sind, auch durch redaktionelle Bearbeitung ver├Ąndert wurden. Vergleicht man die Kriegsschilderungen beider Autoren in punkto Nilpferdhaus miteinander, dann hatte z.B. Heck beim Brand des Nilpferdhauses Ende Januar 1944 eigenh├Ąndig, allein und unter Einsatz seines Lebens die Zwergflusspferde aus ihrem brennenden Stall herausgelassen, w├Ąhrend laut Heinroth zwei Pfleger damit besch├Ąftigt waren und Heck l├Ąngst nicht mehr vor Ort war. ├ťbrigens m├╝ssten die laut Heck ins Innenbecken geretteten Zwerge dann direkt auf ihre ebenfalls dort befindlichen gro├čen Verwandten gesto├čen sein.

Nimmt man Hecks Schilderungen w├Ârtlich, h├Ątte es "ein paar Wochen sp├Ąter" (am 15. Februar 1944 zertr├╝mmerte laut Kl├Âs eine Zeitz├╝nderbombe Teile des Hauses) sogar nur noch ein einziges Flusspferd im Haus gegeben, denn er schreibt "Wir machten uns also in derselben Nacht noch daran, dem Nilpferd seinen w├Ąrmenden Stall wieder zurechtzuzimmern...". Legt man Hecks Einzahl-Formulierung auf die Goldwaage, h├Ątten sich zwei weitere Hippos zu dieser Zeit irgendwo au├čerhalb des Nilpferdhauses befunden haben m├╝ssen, denn bei Kriegsende 1945 sollen ja noch zwei im Zoo vorhanden gewesen (laut Heinroth und Semjonow, auch wenn eins nur noch tot vorgefunden wurde) sein, und die Zuchtkuh war zu dieser Zeit noch nicht nach Prag ausgelagert.
(07.01.2017, 12:31)
Michael Mettler :   Wenn man sich anhand von Katharina Heinroths Buch vergegenw├Ąrtigt, wie das Leben dieser Frau zwischen 1943 und 1945 aussah, dann sollte man es als verst├Ąndlich betrachten, dass sie andere Sorgen hatte als sich das korrekte Geschlecht von Flusspferden zu merken. M├Âglicherweise hat sie in dem kriegsbedingten Durcheinander nicht mal richtig mitbekommen, welches Tier nach Prag verschickt worden war (oder gar, DASS das ├╝berhaupt passiert ist). Viele Zootierpfleger befanden sich zudem im Krieg, auch ihre (Not-)Vertreter wussten mit ziemlicher Sicherheit nicht alles ├╝ber die jeweiligen Tiere. Und Hippos sieht man nun mal ihr Geschlecht nicht auf den ersten Blick an.

Die Evakuierung der Flusspferdkuh k├Ânnte ├╝brigens selbst ohne meine angedachte Umsiedlung der Hippos ins See-Elefanten-Becken platznotbedingt gewesen sein. Wenn im Nilpferdhaus laut Heinroths Schilderung nicht nur die drei gro├čen Hippos untergebracht waren, sondern auch die Zwergflusspferde, m├╝sste das ja bedeutet haben, dass beiden Arten nur je ein Stall zur Verf├╝gung stand. Und bei den gro├čen Hippos gab es ein stetig wachsendes Jungtier, das k├Ânnte reichlich eng in ihrem Stall geworden sein.
(06.01.2017, 08:35)
Jan Jakobi :   Eine Auslagerung in die See-Elefanten-Anlage wird weder in den Zoo-Chroniken noch in den B├╝chern vom Zoo Berlin erw├Ąhnt. Unm├Âglich erscheint mir das nicht, denn in der 125-Jahre-Chronik steht eine begonnene Aufz├Ąhlung die mit "usw." endet. Die Zwergflusspferde wurden nach dem 22./23.11.1943 in die Herrentoilette am S-Bahneingang einquartiert und der Schuhschnabel im Badezimmer seiner Pflegerin. Zu dem Zeitpunkt lebte der See-Elefantenbulle noch.

Am 22./23. November 1943 gab es laut den mir vorliegenden B├╝chern/Zoo-Chroniken kein Flusspferd in der Elefantenpagode.

Der 33er Bulle k├Ânnte anders im November oder Ende Dezember 1943 verstorben sein, aber nicht am 22./23. November.

Zu Zuzana ist nur bekannt das sie 1944 aus Berlin nach Prag kam und dort am 17.05.1977 starb.
In Berlin kam sie am 10.12.1932 an, laut hipposworld. Laut der Liste der evakuierten Tiere in der 125-Jahre-Chronik wurde 0,1 Flusspferd am 26.06.1944 nach Prag abgegeben. Alles andere zu ihr basiert auf Vermutungen.

Bodo Brandt, haben Sie Flusspferd-Fotos in Ihrem Archiv aus der Zeit von vor 1945?

├ťbrigens ist auch der Verbleib mehrerer K├Ąlber ab 1957 unklar:

1,0 , geb. 19.07.1957 -> Totgeburt oder am 21.07.1957 gestorben
1,0 Klops, geb. 28.07.1959 -> 09.08.1961 Mohr -> Moskau (Tierhandelszentrale oder Zoo)
0,1 Jule, geb. 26.11.1960 -> 05./07.11.1964 Circus Althoff
0,1 Bukama, geb. 01.01.1963 -> 19.07.1965 Mohr -> Lugansk
0,1 Auguste/Berolina/ Popp├Ąa II, geb. 26.08.1964 -> 13.04.1965 Circus Krone
0,1 Lotteken, geb. 06.09.1964 -> 19.07.1965 Mohr -> Tschewsk, Ru├čland?

Zu mindestens aktuell (und in den letzten Jahren) gibt es keine Flusspferde im Zoo Moskau.

Es gibt zwar aktuell eine Flusspferdkuh namens Pop├Ąa im Circus Krone, doch soll sie "erst" 1971 im Zoo Karlsruhe geboren worden sein.

Der am 25.08.1968 im Zoo Berlin geborene Ottokar lebt ├╝brigens noch.
Vermutlich ist er das einzige noch lebende Kalb von Knautschke.

1,0 Ottokar, geb. 25.08.1968 -> 01.04.1969 Hannover/Ruhe -> 08./21.04.1969 Sa Coma

http://mallorcamagazin.com/nachrichten/lokales/2014/09/05/40424/keine-ruckkehr-nach-mallorca.html
(05.01.2017, 21:38)
Bodo Brandt :   @Jan Jakobi. bez├╝glich der Daten bei Hipposworld/Zuchtbuch gibt es mehrere Problemhippos.
1. Das Kalb vom Sonntag, d.1.10.1933 kann eigentlich nicht 1943 im Bombenhagel gestorben sein, denn nach mehreren Quellen lebten nach den schweren Angeiffen vom Herbst 1943 alle Nilpferde am Jahresende 1943 noch.
2. Ein Kalb von 1936 hat es m.E. nicht gegeben, das l├Ąsst sich aus mehreren Quellen (Zoologischer Garten..) folgern. Die Jahreszahl bezieht sich auf Boby I, dessen Geburtsjahr im Zuchtbuch mit ~ 1936 angegeben wird (Quelle wohl Zoo Budapest, siehe Hippostammbaum auf der dortigen Webseite). Boby I wurde bereits im Fr├╝hjahr 1940 dort Vater, er muss also kurz nach seiner Ankunft dort erfolgreich gedeckt haben, 20 Monate alt????, M├╝tter der K├Ąlber waren erwachsene Flu├čpferdk├╝he. Ich nehme an, dass es hier eine Verwechslung gibt, nach Budapest geliefert wurde m.E. das 1933er Jungtier - w├╝rde vom Alter, der Stallanzahl in Berlin, mgl. Konflikten mit dem Vater etc. passen.
Gehen wir davon aus, dass das 1937er Kalb an den Tierhandel ging,.
Offen bliebe nun die Frage warum der Zoo 1942 einen jungen Flusspferdbullen anschaffte. Mal abgesehen von der M├Âglichkeit, dass dieser im Elefantenhaus untergebracht gewesen sein k├Ânnte, gibt es daf├╝r eigentlich nur eine sinnvolle Erkl├Ąrung:: alle anderen erwachsenen Flu├čpferde m├Ąnnlichen Geschlechts waren nicht mehr am Leben bzw. nicht mehr im Bestand.

Einzig einigerma├čen sinnvolle Erkl├Ąrung f├╝r ein zus├Ątzliches weibliches Tier k├Ânnte eine urspr├╝nglich falsche Geschlechtsbestimmung eines der K├Ąlber sein, vielleicht des Kalbes von 1941. Letztlich bleiben uns aber immer nur die Vermutungen, es sei denn man w├╝rde Belege finden, was schwierig sein d├╝rfte. Augenzeugen d├╝rften sich kaum noch erinnern, wenn Sie denn ├╝berhaupt noch am Leben sind. vielleicht ist es aber auch nur eine Fehlregistrierung - aus 2,1 vorhandenen Tieren wurden 1,2 und schon ist das Phantomhippo da.


(05.01.2017, 20:34)
Bodo Brandt :   @ Jan Jakobi Das Ding in der Mitte ist der urspr├╝ngliche Ausgang zur Freianlage, der -wahrscheinlich im Rahmen des Umbaus 1897 - mit einer kleinen Mauer unpassierbar gemacht wurde. Die Ausg├Ąnge rechts und links davon wurden benutzt, wobei der linke Eingang zeitweise zugemauert war nach 1945
(05.01.2017, 20:09)
Bodo Brandt :   Die Information, dass der Importbulle auch der Vater des Kalbes von 1941 war (= und damit aller vier aufgezogenen K├Ąlber seit 1933 und eines nicht aufgewachsenen Kalbes von 1932) stammt aus einem Bericht zum GJ 1941 des Zoos, der in der Zeitschrift der Zoologische Garten abgedruckt wurde. diese Quelle halte.ich f├╝r verl├Ąsslich. Was Kriegsschilderungen angeht, die noch dazu Jahre sp├Ąter verfasst wurden, muss man, glaube ich, sehr kritisch sein, auch wenn die Autoren Heinroth und Heck hei├čen. Sicher w├Ąre es eine L├Âsung, einmal den Originaltext von Semjonow einem guten ├ťbersetzer vorzulegen, vielleicht wird dann aus Felsen Steinhaufen oder Beckenkante o.├Ą.
Das gro├če R├Ątsel ist ja eigentlich dies: Wo kam diese "Phantomkuh" her, die uns alle so stark besch├Ąftigt?

P.S. Zuzana ging ja 1944 (nicht 1943) nach Prag und wurde quasi als Reparation 1945 vom Prager Zoo behalten, gegen einen symbolischen Preis.

Im Bundearchiv gibt es auch ein Wochenschau von 1947, dort ist auch Knautschke kurz zu sehen, seine Z├Ąhne sehen altersgem├Ą├č (d.h. vierj├Ąhrig) aus.
(05.01.2017, 20:06)
Michael Mettler :   Laut Gesch├Ąftsbericht des Berliner Zoos wurde das Nilpferdhaus 1944 "in Tr├╝mmer gelegt". Laut Aufzeichnungen, die ich mir vor einigen Jahren mal zur See-Elefanten-Haltung in Deutschland gemacht hatte, starb der zu dieser Zeit einzige See-Elefant des Berliner Zoos, der Bulle Roland III, im gleichen Jahr durch Kriegsverletzung. Es k├Ânnte also tats├Ąchlich vom Platz her m├Âglich und vom Zustand ihres Hauses her n├Âtig gewesen sein, die Hippos in die Robbenanlagen umzuquartieren.
(05.01.2017, 17:33)
Michael Mettler :   Bei Semjonows Schilderung macht der "schroffe Felsen" hinter dem Becken stutzig, der nach dieser Schilderung unmittelbar daran und nicht etwa nur in der weiteren Umgebung gelegen haben muss, wenn das ├╝berlebende Hippo sogar "auf ihm" (vermutlich eher an seinem Fu├č) lag. Ich kann kein Russisch und wei├č daher nicht, ob das auf einer Fehl├╝bersetzung beruhen k├Ânnte und es ein gleiches oder zumindest ├Ąhnliches Wort f├╝r "Felsen" und "(Haus-)Ruine" im Russischen gibt. Ansonsten klingt die Schilderung danach, als h├Ątten sich die beiden Hippos zu Kriegsende gar nicht im Flusspferdhaus befunden, sondern anderswo im Zoo.

Neben dem alten Flusspferdhaus gab es laut damaligem Zooplan keine Felsenanlage. der n├Ąchstgelegene Felsen war der Steinbockfelsen. Wo also hatte Semjonow die Tiere gesehen? Eine L├Âsung k├Ânnte sein, dass man die beiden Hippos wegen der weitgehenden Zerst├Ârung ihres Hauses in die Robbenanlage umquartiert hatte (wenigstens f├╝r die warme Jahreszeit). Hier gab es tats├Ąchlich eine Felsenkulisse mit einer Plattform davor (Robben-Landteil), und zumindest das See-Elefanten-Becken muss ├╝ber gro├č dimensionierte St├Ąlle verf├╝gt haben, in die wohl auch Hippos gepasst h├Ątten. Unter den Kriegssch├Ąden an H├Ąusern und Gehegen bis Februar 1945, die Kl├Âs in "Von der Menagerie zum Tierparadies" auflistet, ist keine Besch├Ądigung der Robbenanlage erw├Ąhnt, sie scheint also zumindest bis dahin noch funktionst├╝chtig gewesen zu sein. Der See-Elefantenstall h├Ątte demnach auch etwas geboten, was im Flusspferdhaus laut Heinroth nicht mehr vorhanden war: ein massives Dach. Eine Notbeheizung w├Ąre dort vermutlich genauso m├Âglich gewesen wie im Flusspferdstall, der ja auch nur noch notd├╝rftig isoliert war, die Hausw├Ąnde waren immerhin teilweise zerst├Ârt.

Heinroth schreibt nur etwas von einem "Schwimmbecken", in dem man Knautschke neben dem toten Hippo auffand - da steht genau genommen nichts von "Flusspferdhaus". Ein Umsiedeln der Hippos d├╝rfte kein logistisches Problem gewesen sein; wenn man 1944 in der Lage war, ein ausgewachsenes Flusspferd aus dem Haus zu holen und nach Prag zu schaffen, konnte man auch zwei andere Hippos einfach ein paar Hundert Meter weiter in ein anderes Gehege umsiedeln (Vielleicht sogar bei der gleichen Gelegenheit, und man lagerte die Kuh als wertvollstes Tier auch deshalb aus, weil nicht alle drei Hippos in die See-Elefanten-St├Ąlle passten?).
(05.01.2017, 09:06)
Jan Jakobi :   Damit haben wir 2 oder 3 Personen die Knautschke und das tote Flusspferd (das laut der Schilderung von einer Granate get├Âtet wurde) fanden.
Das waren eventuell Herr Semjonow und Georg Johst oder einer der Elefantenpfleger (Karl Preu├č oder Max Preu├č).
Im Bongo Band 29 (erschienen 1999) ist als Quelle f├╝r Knautschkes Mutter Georg Johst angegeben.
Leider geht aus der Schilderung nicht hervor ob bekannt war, dass das letzte noch vorhandene Alttier tot war oder der Tierpfleger (Georg Johst oder einer der Elefantenpfleger?) das grade entdeckt hatte.

Alle 3 urspr├╝nglichen Boxen inklusive der Trennmauern des ersten Flusspferdhaues waren 9,90 m breit und 5 m lang.
Was es mit dem ?Ding? in der Mitte auf sich hat wei├č ich nicht. Auf dem Grundriss sieht es aus wie ein Tor.

Zwischenzeitlich habe ich mir das Flusspferd-Kapitel in den Lebenserinnerungen von Katharina Heinroth noch mal durchgelesen:

Erst schrieb sie: ?Nach Prag war 1943 eine FlusspferdZUCHTkuh geschickt worden.?

Sie versuchte diese FlusspferdZUCHTkuh wieder zur├╝ck zu bekommen, erhielt aber vom Zoo Prag die Info das diese inzwischen in das Eigentum des tschechischen Staates ├╝bergegangen ist. Das k├Ânnte die unterschiedlichen Daten (26.06.1944 und 07.07.1945) in den Zuchtb├╝chern erkl├Ąren.

Weiter schrieb Frau Heinroth:
?Gerade sie w├Ąre uns jetzt sehr willkommen gewesen, denn unser eben erwachsener Flusspferdbulle Knautschke brauchte eine Frau.?

Ein paar Zeilen weiter dadrunter steht dann:
?Den am Kriegsende Zweij├Ąhrigen fanden wir nach den letzten Kampfhandlungen neben seiner toten Mutter liegen, das Schwimmbecken zerbombt und ausgelaufen, das Nilpferdkind mit einer dicken Schmutzkruste bedeckt.?

Frau Heinroth schreibt das erst sp├Ąter die Schwimmbecken Innen und Au├čen wieder hergerichtet wurden.
Laut Herrn Semjonow war das Schwimmbecken (ich vermute er stand am Au├čenbecken) nicht ausgelaufen.

Die Info mit Knautschkes Mutter findet sich auch im 1957 erschienen Buch ?Puma Tobias und andere Zoo-Tiere? (Autorin ist auch hier Katharina Heinroth) wieder.

├ťber die L├Âsch-Aktion am 30.01.1944 schreibt Frau Heinroth in ihren Lebenserinnerungen:

"... w├Ąhrend unten im Wasser DREI Flusspferde aufgeregt ihre Kreisbahn schwammen. Neben mir versuchten zwei W├Ąrter, drei vor Schreck st├Ârrische Zwergflusspferde aus den brennenden St├Ąllen zu ziehen. Erst gegen Morgen hatte ich das Feuer gel├Âscht, alle Tiere dieses Hauses waren in Sicherheit."

Bez├╝glich der K├Ąlber von 1933 bis 1943, Quelle hipposworld.de:

1,0 , geb, 01/02.10.1933, gest. 00.11.1943 (?)
1,0 Boby I, geb. ca. 1936 -> 12.07.1939 zu Ruhe -> 12.07/08.1939 nach Budapest -> dort am 01.01.1946 gestorben
1,0 , geb. 04.10.1937 -> 15.11.1938 zu Hagenbeck -> ?
1,0 Knautschke, geb. 10.02./29.05.1943

Vater der ersten 3 K├Ąlber war der in Berlin verbliebene dritte Heck-Bulle (gest. 1940?), Vater des vierten Kalbes soll das 1933 geborene Kalb gewesen sein.
Mutter soll Zuzana sein.

Zuzana kam mit Verbrennungen/Verletzungen aus Berlin nach Prag. http://hrochslavek.wz.cz/historie.htm

Im Bundesarchiv fand ich kurze Filmaufnahmen zu Knautschke, Grete und Bulette:

Neue Deutsche Wochenschau vom 05.09.1950: Knautschke und Grete
Bei Zeit 05:09:20 ist ├╝brigens das linke Tor bzw. Toreingang zu sehen, welches auch halb auf dem Foto im Buch "Knautschke, Knut & Co" zu sehen ist.
https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/585928?q=Knautschke&xm=AND&xf[0]=_fulltext&xo[0]=CONTAINS&xv[0]=

Neue Deutsche Wochenschau vom 24.05.1953: Grete und Bulette
Hier ist zu sehen das Grete das Flusspferdhaus durch den rechten Toreingang verl├Ąsst, ihr folgt Bulette.
Auch hier ist das linke Tor bzw. Toreingang zu sehen.

In beiden Aufnahmen ist dieses Tor, wie auf dem Foto in "Knautschke, Knut & Co" zugemauert.

├ťbrigens ist diese Filmaufnahme die Best├Ątigung das Grete wirklich ein drittes Mal in Berlin gewesen ist.

Anbei das erw├Ąhnte Foto.
(04.01.2017, 22:03)
Bodo Brandt :   Daten zu Semjonow
(22.12.2016, 23:01)
Bodo Brandt :   Hier der Text aus Semjonow: "Kriegstageb├╝cher, Band 2, M├╝nchen
(22.12.2016, 23:00)
Bodo Brandt :   ... Die Geburten der K├Ąlber fanden 1933,1937,1941 und 1943 (nicht 1942) statt.
... Nennenswerte Zerst├Ârungen am Nilpferdhaus gab es erst ab Winter 1944 - einen ausf├╝hrliche sehr gute Darstellung liefert Heinroth im ersten Zoo-Wegweiser nach dem Kriege.
Den Text von Semjonow liefere ich nach.

(22.12.2016, 21:07)
Bodo Brandt :   Zu den Berliner Hippos:
1. Das 1888 erbaute Nilpferdhaus mit urspr├╝nglich drei Innenst├Ąllen wurde um 1897 umgebaut. Bei diesem Umbau wurden aus 3 St├Ąllen nur noch 2.
2. Sicher belegt sind die Nilpferdgeburten 1933.1937.1941 und 1942 - bei den ersten drei ist gesichert, dass der letzte der drei Importbullen aus dem Import 1928 der Vater ist. Die Mutter wird nicht genannt. Es sollte Schnabel aller Wahrschinlichkeit nach um die 1932 eingetroffene Kuh handeln. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das das Tier, das (sp├Ąter?) Zuzana genannt wurde, 1944 nach Prag k├Ąmmend dort 1977 starb.
3. Ich bezweifle, dass , das Kalb von 1933 im Bombenkrieg 1943 starb, Meines Erachtens kam es nach Budapest (1939) und zeugt dort als Boby 1mehrfach Jungtiere - Ende andere Quele geht davon aus, dass das 1937 geborene Kalb nach Budapest kam. Dagegen spricht m.E. Die Tatsache, dass der Junge Bulle dann knapp30 Monate alt Vater geworden w├Ąre...
4. Bilder von Zuzana finden sich im Web, z.B. Auf der Webseite des Prager Zoos aber ach auf anderen tschechischen Seiten.
Wie viele Hippos 1943 im Nilpferdhaus untergbebracht waren, ist aus den ├Âffentlich zug├Ąnglichen Quellen nicht sicher festzustellen. ach habe Zeitungsberichte in meinem Archiv, dass bei den Angriffen 1943 alle Hippopotamus amphibius ├╝berlebt haben, in einem Bercht von Lutz Heck an den AR wird von 1,2 gesprochen, mglw. ein Azhlendreher, denn woher eine zweite Kuh gekommen sein soll, wei├č ich nicht. alle Jungtiere waren m├Ąnnlich. Ich nehme an, dass 2,1 gemeint waren inkl, Zuzana, Knautschke (1943 geboren) und einem Bulllen (1942 angekommen.? Importbulle ?)
5. Gibt es die u.a. von Frau Dr. Heinroth beschrieben Geschichte, Knautschke w├Ąre bei Kriegsende erbeben seiner toten Mutter vorgefunden worden. Hierzu gibt es einen russischen Autor, Herrn Semjonow, der die Szenerie beschreibtt, allerdings mit ziemlichen Ungeremtheiten, wars sie Angaben zum Nilpf├ęrdgehege angeht. Ich halte es f├╝r das Wahrscheinlichste, dass Knautschke bei Kriegsende neben seinem toten Vater lag.
M├Âglicherweise werden wir diese Sache nicht mehr vollst├Ąndig aufkl├Ąren k├Ânnen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
P.S. Es besteht auch die theoretische M├Âglichkeit, dass einzelne Flu├čpferbullen im Elefantenhaus gehalten wurden, Jungtiere als Bullk├Ąlber bestimmt wurden, aber sich sp├Ąter als Kuhk├Ąlber entpuppt haben o.├Ą.
Meines Erachtens wurde das Thema Berliner Nilpferde hier im Forum im Jahr 2014 schnell einmal diskutiert. Ausf├╝hrliche Angaben zu den Berliner Hippos finden sich bei www.hipposworld.de.

(22.12.2016, 21:01)
Jan Jakobi :   In den Kriegs- und Vorkriegs-Wegweisern vom Zoo Berlin die ich habe, steht das im Nilpferdhaus Platz ist f├╝r 1 Paar Flusspferde und ein Jungtier (Formulierung in den Wegweisern: "mit Jungem"), also 2 adulte und 1 Baby.
Der Grundriss von jenem Nilpferdhaus zeigt 3 Boxen, die mittlere Box ist kleiner als die anderen beiden.

Das Gruppenfoto von ?um 1935? zeigt 3 Flusspferde, 2 adulte und 1 jugendliches.

Bis heute wissen wird das es 4 x nachweislich 3 Hippos gleichzeitig in diesem Haus gegeben hat:
1928 (Lutz, Olsen, ?), 1935 (?, ?, Zuzana), 1943 (?, Zuzana, Knautschke), 1953 (Knautschke, Grete, Bulette)

In den Jahrg├Ąngen wo es ein Flusspferdbaby gab d├╝rfte es auch 3 Flusspferde gegeben haben.

Der dritte Heck-Bulle soll 1940 verstorben sein.
Der Jahresbericht 1942 erw├Ąhnt einen jungen Nilpferdbullen als Neuerwerbung, Herkunft und Verbleib unbekannt.
Am 26.06.1944 wurde laut der Berliner Zoo-Chronik zum 125. Jubil├Ąum eine Flusspferdkuh nach Prag geschickt, welche sehr wahrscheinlich identisch mit Zuzana ist.
F├╝r das Kalb von 1933 ist ein Todeszeitpunkt mit November 1943 bekannt.

Das der Zoo Berlin w├Ąhrend des Krieges diverse Tiere auslagerte wissen wir.

Was ich bisher nicht finden konnte:
Wurden aus anderen Zoos Tiere (Hippos?) nach Berlin evakuiert?
Denn dann w├Ąren aus der Not heraus mehr als 2 adulte Hippos in Berlin vorhanden gewesen und die Variante
mit der toten Kuh neben Knautschke im Mai 1945 k├Ânnte wieder etwas wahrscheinlicher sein.
Denn eine Kuh ist sie immer noch, auch wenn sie nicht die Mutter von Knautschke ist.

Wo wird der Name Zuzana erstmals au├čerhalb dieses Threads erw├Ąhnt?

(07.11.2016, 21:50)
Jan Jakobi :   Wilhelm wurde am 15.07.1990 in Hannover geboren und damit ist er, wie auf der Homepage steht, 26 Jahre alt.
(02.11.2016, 17:15)
WolfDrei :   Wie alt ist dann nun aber der Vater wirklich? So eine gro├če Freude in Basel?
(02.11.2016, 16:37)
Jan Jakobi :   Jetzt darf ich es schreiben:

Am 25. Oktober wurde im Zolli ein Flusspferdbaby geboren.
Das Geschlecht ist noch nicht bekannt.
Der Name wird mit "N" anfangen, da die Namen aller in diesem Jahr im Zolli geborenen Juntiere mit "N" anfangen.

http://www.zoobasel.ch/de/aktuell/detail.php?NEWSID=1009
(02.11.2016, 15:12)
Jan Jakobi :   Champ hei├čt seit heute Pumeza.
https://www.zoo-hannover.de/de/ueber-uns/presse-archiv/flusspferd-taufe
(03.08.2016, 13:47)
Jan Jakobi :   Das Hannoveraner Flusspferdbaby ist ein M├Ądchen.

https://www.zoo-hannover.de/de/ueber-uns/presse-archiv/flusspferdbaby-m-dchen
(21.06.2016, 17:21)
Tim Sagorski :   Der Gelsenkirchener Flusspferd-Nachwuchs ist heute ├╝berraschend und unerwartet gestorben.
(31.05.2016, 11:58)
Tim Sagorski :   Damit gehen beide Erlebniszoos mit Flusspferd-Nachwuchs in die Hauptsaison... K├Ânnte vermutlich schlechter laufen ;o)


(31.05.2016, 07:58)
Jan Jakobi :   Flusspferde sind wirklich f├╝r ├ťberraschungen gut, denn:

In der ZOOM Erlebniswelt Afrika in Gelsenkirchen wurde gestern ein Flusspferdbaby geboren!!!
https://www.facebook.com/ZoomErlebniswelt/photos/?tab=album&album_id=1000538323374937

Eltern sind Ernie und Asita. Das Geschlecht ist noch nicht bekannt.
F├╝r Asita soll es das erste Baby sein, Ernie hat mehrere K├Ąlber mit seiner Gattin Rosl.

Ich erinnere mich noch gut an eine Folge von "Menschen, Tiere & Doktoren" in der berichtet wurde das Asita schwanger ist, die Folge lief 2007. Vermutlich war sie damals doch nicht schwanger.

Am 23. Mai verstarb Bresta im Zoo Kiew im Alter von 58 Jahren.
Sie wurde 1958 in M├╝nchen geboren, laut folgendem Online-Artikel:
https://calvertjournal.com/news/show/6079/oldest-hippo-dies-at-kiev-zoo
(30.05.2016, 22:10)
Jan Jakobi :   Nach fast 10 Jahren Pause bzw. im Abstand von jeweils 10 Jahren gibt es wieder Flusspferd-Nachwuchs in Hannover!
Das Baby kam am 18. April zur Welt, der Vater ist der Kronberger Bulle Max (Sohn von Maikel). Geschlecht ist noch unbekannt.

Wie schon Fridolin alias Korken hat auch dieses Baby einen "Arbeitstitel": Champ.

Die Mutter ist ├╝brigens nicht Victoria und auch nicht Kiboko, sondern Cherry!

https://www.zoo-hannover.de/de/ueber-uns/presse-archiv/flusspferd
(03.05.2016, 13:40)
Tom Schroeder :   Kleine Korrektur: Das Flusspferd "Heini" hie├č auch in Antwerpen "Heini", sowohl auf der Beschilderung im Flusspferdhaus als auch im "Nachruf" auf der Homepage.
(21.02.2016, 19:07)
Jan Jakobi :   In Prag sind Slavek und Maruska am 28.01.2016 Eltern eines Bullen geworden:
https://www.zoopraha.cz/aktualne/novinky-u-zvirat/9789-maruska-a-slavek-se-opet-stali-rodici

In Antwerpen ist der Bulle Etho (in Antwerpen als Hein und in Dvur Kralove als Heini bekannt) am 11.02.2016 gestorben:
http://deredactie.be/cm/vrtnieuws/regio/antwerpen/1.2569750

Anl├Ąsslich des Todes von Etho habe ich versucht herauszufinden welche K├Ąlber aus der Z├╝rcher Zucht noch leben und welches jetzt das ├Ąlteste noch lebende Kalb ist.

Definitiv leben Wilhelms G├Âttergattin Helvetia, die Zwillingsmutter Jetje, die Ex-Gelsenkirchnerin Lisa und Ethos letzte Gattin Hermien.

Toni/Tina soll in Kario leben, so steht das unter Tierdetails (hipposworld.de).
Allerdings fand der Transfer 1996 statt und das ist 20 Jahre her.
http://hipposworld.de/tierdetails.php?ISBN1=0008242

Bei Youtube fand ich folgende Hippo-Videos aus dem Giza Zoo von Kairo:

2012 (2 Flusspferde zu sehen): https://www.youtube.com/watch?v=g1avmbCQKzs
2014 (4 Flusspferde zu sehen): https://www.youtube.com/watch?v=4e9UVGcHzbE

Keines der Flusspferde ist, soweit man da was sieht, wei├čf├╝├čig und Toni/Tina ist bzw. war wei├čf├╝├čig.
Es besteht eventuell die M├Âglichkeit das nicht alle Flusspferde an Land waren oder das sie abgegeben wurde, wenn sie ├╝berhaupt noch lebt.

Das ├Ąlteste noch lebende Kalb ist die 1980 geborene Hermien, falls Toni/Tina nicht mehr lebt.

Erfolgreicher (?) war meine Suche nach Zura:

Ein Video von 2013 und siehe da: Ein wei├čf├╝├čiges Flusspferd!
https://www.youtube.com/watch?v=fYg6b5ExfSg

Sowie von 2010: Es scheint sich hierbei um die selben Individuen zu handeln.
https://www.youtube.com/watch?v=sg2Fbio76jM

Bei flickr.com habe ich einige Fotos aus Sofia gefunden.
Unteranderem ist mindestens 1 Foto von dem wei├čf├╝├čigem Flusspferd mit Norman beschriftet!
Leider steht bei Tierdetails nur bei Zura das sie wei├čf├╝├čig ist, bei Norman steht das nicht.

2009 (Laut Beschriftung Norman!): https://www.flickr.com/photos/rbainfo/3578247346/

2010: https://www.flickr.com/photos/sssimo/4485085966/

2014: https://www.flickr.com/photos/sgencalp/14908201539/


(21.02.2016, 13:25)
Carsten Horn :   Bresta, Zoo Kiev, ist das ├Ąlteste Flu├čpferd Europas.

Ich hoffe, sie lebt noch, da krank, kann ich das alles nicht so verfolgen im Moment
(18.11.2015, 11:28)
Michael Mettler :   @Hannes: Es gab nacheinander mehrere gleichnamige Hippos bei Krone, und laut einer Version soll die letzte Popp├Ąa "erst" am 24.9.1971 in Karlsruhe geboren sein. Quelle: "Nilpferde im Circus Krone", Circus Journal (2003).
(02.10.2015, 12:45)
Hannes L├╝ke :   Kann es sein, dass Pomp├Ąa im Circus Krone das ├Ąlteste Flusspferd Europas ist? Baujahr 62 aus Karlsruhe....
Hipposworld.de sagt ja....
(02.10.2015, 10:57)
Jan Jakobi :   Akuteller Flusspferd-Bestand im Zoo Berlin:

1,0 Ede = gr├Â├čtes Tier der Gruppe, bullig
0,1 Max = hat am Unterkiefer/Kinn einen rosanen Fleck
0,1 Kathi = gr├Â├čtes Weibchen der Gruppe, sehr langer Eckzahn (eventuell wieder gek├╝rzt)
0,1 Nicole = etwas kleiner
0,1 Nala = hat am Unterkiefer/Kinn keinen rosanen Fleck

Im Wasser ist das sehr schwer die auseinander zu halten.

Das Karlsruher Flusspferdbaby ist ein Bulle und hei├čt Karl Wilhelm.
Karl Wilhelm war der Gr├╝nder von Karlsruhe, daher auch KARLsruhe.
(16.08.2015, 19:32)
Jan Jakobi :   Nach 14 3/4 Jahren Baby-Pause wurde gestern in Karlsruhe wieder ein Flusspferdbaby geboren. Eltern sind Platsch und K├Ąty.

http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/Happy-Hippo-Suesses-Baby-Nilpferd-im-Karlsruher-Zoo-geboren;art6066,1668228
(18.06.2015, 21:29)
Carsten Horn :   Vermutlich.

pigmej hipopotam = Zwergflu├čferd
hipopotam = Nilpferd/Flu├čpferd

eigentlich wie bei uns, wenn man den "Zwerg" wegl├Ą├čt, :-)

Weiteres Indiz, Zwergflu├čpferd-Zuchtbuch; Geburt 7.10.2012, Zoo Wroclaw, Name: LUNA!

Ein Gro├čflu├čpferd namens Luna hab ich in meiner Datenbank nicht gefunden.
(28.04.2015, 00:42)
WolfDrei :   Also nur ein "├ťbersetzungsfehler"? Anbei die Zeile aus der Mail, die mich heute erreichte:
"Unsere Nilpferd LUNA ist gl├╝cklich auf Mauritius gelandet und es ist die erste Hippe in dieses Teil der Erde"
(27.04.2015, 23:32)
Carsten Horn :   Luna = Zwergflu├čpferd

In Wroclaw leben Mutter und Tochter, beide dort geboren und ein Bulle aus Prag bei den gro├čen Flu├čpferden...
(27.04.2015, 20:57)
Holger Wientjes :   @WolfDrei: O.k., danke f├╝r die Richtigstellung ! Dann hatte ich da wohl was falsch in Erinnerung.
(27.04.2015, 17:11)
WolfDrei :   @Holger Wintjes: Aufgrund der Konstellation gro├če Tiere gro├čes Objektiv habe ich nur eine Aufnahme gefunden, auf der angeschnitten drei Flu├čpferde zu sehen sind. Der "Massenverteilung" der drei Tiere zufolge w├╝rde ich auf 1,2 tippen. Ich nehme nicht an , dass nach der Aufnahme die Abtrennung eines Tieres f├╝r den Export erfolgte, da schon um 10 Uhr die Aufregung in der Leitungsmannschaft gro├č war. Bild anbei
(27.04.2015, 16:24)
Holger Wientjes :   Leb(t)en in Wroclaw nicht nur zwei K├╝he und sollen nun neue Tiere (Bulle ?) hinzu kommen ?
(27.04.2015, 11:48)
WolfDrei :   Noch aus Wroclaw: am vergangenen Mittwoch war noch gro├če Aufregung in der Zooleitung wegen eines Tiertransportes. Heute teilte mir die Registrarin mit, dass das Flu├čpferd "Luna" gl├╝cklich auf Mauritius (!!!) angekommen sei - das erste ├╝berhaupt in der Region.
(27.04.2015, 09:57)
Jan Jakobi :   Unser Wunsch geht zu 50 % in Erf├╝llung:

"Der verwaiste Flusspferd-Bulle Max werde in den n├Ąchsten Monaten in den Zoo nach Hannover umziehen, denn er k├Ânne nicht alleine gehalten werden, berichtete Zoodirektor Thomas Kauffels am Dienstag laut Mitteilung. Langfristig sollen in dem fast 60 Jahre alten Zoo jedoch wieder Flusspferde leben. Doch f├╝r die daf├╝r n├Âtige neue Anlage fehlt derzeit das Geld."

http://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Opel-Zoo-Besucherrekord-viel-Nachwuchs-und-zwei-Todesfaelle;art48711,1224552

Urspr├╝nglich hatten wir Hannover bez├╝glich einer Abgabe von Petra in die engere Wahl genommen.

Anderseits scheint diese Mitteilung eine indirekte Best├Ątigung zu sein, dass der Magdeburger Knuddel (nicht) erfolgreich gedeckt hat.
(20.01.2015, 15:44)
Heidemarie Busch :   Die Flusspferddame Tana (54) im Opel-Zoo musste leider eingeschl├Ąfert werden.
(25.11.2014, 16:53)
Tim Sagorski :   Kronberg w├Ąre nat├╝rlich eine r├Ąumliche Verbesserung f├╝r die Frankfurter Kuh und die beiden Kronberger Tiere gewesen *hust*
(26.08.2014, 15:53)
Jan Jakobi :   Petra kommt nicht nach Kronberg:

www.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-am-main/zieht-petra-in-eine-maedchen-wg-37402512.bild.html

M├Âglicherweise kommt sie in eine "M├Ądchen-WG".
Da f├Ąllt mir nur Hannover ein.

Flusspferde unter zu bringen ist gar nicht so einfach, wie an den Beispielen Leipzig und M├╝nchen zu sehen war.
(26.08.2014, 12:56)
Tim Sagorski :   Die K├Âlner Anlage sollte doch mehr Kapazit├Ąten haben, als nur f├╝r 1,2 + Nachwuchs, oder ?

Da waren doch vorher auch 2,2 ausgewachsene Flu├čpferde drin !

Gibt es in GE denn ├╝berhaupt Pl├Ąne zu z├╝chten ?
(25.08.2014, 14:58)
Carsten Horn :   In GE sind die verbliebenen 3 Flu├čpferde zusammen, w├Ąre also ggf. Platz, selbst wenn man Petra nicht integrieren k├Ânnte... Aber eigentlich hoffe ich hier auch, das man den freien Stall mit eigenem Nachwuchs belegt...
(25.08.2014, 14:05)
Jan Jakobi :   Nein, ist kein Alternative.

In K├Âln d├╝rfte der Platz f├╝r Nachwuchs reserviert sein und in GE muss man ansonsten wie in den letzten Jahren Schichtdienst (Gruppe lebte getrennt) machen.
(25.08.2014, 13:56)
Tim Sagorski :   W├Ąre Gelsenkirchen nicht auch eine Alternative f├╝r "Petra" ? Oder K├Âln ?
(25.08.2014, 13:42)
Gudrun Bardowicks :   Ich habe mich im Namen geirrt. Ich meinte nat├╝rlich Petra.
(24.08.2014, 00:10)
Jan Jakobi :   Petra soll abgegeben werden, also eine vor├╝bergehende Aufgabe der Hippo-Haltung:

www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_52764315

Hannover ist auch meine erste Wahl, meine zweite Wahl ist Berlin.

In den anderen deutschen Hippo-Haltungen ist kein Platz f├╝r ein weiteres Weibchen oder dieser f├╝r Nachwuchs reserviert.

Nat├╝rlich kann es auch im Ausland sein, hoffentlich in Europa.
(24.08.2014, 00:03)
Holger Wientjes :   In Frankfurt wurde schon oft geschw├Ąrmt.
(23.08.2014, 17:36)
Jan Jakobi :   ... bei den Flusspferden, falls das jemand falsch versteht.

In einigen Online-Artikeln wird schon von einer Afrika-Savanne mit Flusspferden "geschw├Ąrmt". Also doch nicht das Ende der Flusspferd-Haltung in Frankfurt?
(23.08.2014, 14:55)
Jan Jakobi :   Fast h├Ątte die sp├Ąter ber├╝hmt gewordene Hochzeitreise nicht stattfinden k├Ânnen, n├Ąmlich mangels Br├Ąutigam:

Mitte/Ende der 40ziger Jahre sch├╝ttete eine Besucherin in Knautschkes ge├Âffnetes Maul eine T├╝te mit Kartoffelschalen. Dazwischen fand sich ausversehen ein K├╝chenmesser mit einem Holzgriff.
Gl├╝cklicherweise bemerkte die Besucherin dies und unterrrichtete die Zoo-Leitung von dem Vorfall. Diese kam auf die Idee dem Bullen soviel zu fressen zu geben wie er nur aufnehmen konnte. Wenige Tage sp├Ąter fand man das K├╝chenmesser auf dem Grund des Beckens.

Das war das war, soweit mir bekannt ist, der einzige Vorfall dieser Art (Fremdk├Ârper verschlucken) im Berliner Zoo.
(23.08.2014, 14:48)
Michael Mettler :   Nochmal @Jan: Meine Anmerkung bezog sich nat├╝rlich auf deinen vorletzten Beitrag.

Hannover als L├Âsung hatte ich auch spontan im Hinterkopf, zumal hier ja die M├Âglichkeit separater Haltung besteht und Petra notfalls den "Innendienst" ├╝bernehmen k├Ânnte, so dass die Stammgruppe zu diesem Zweck nicht mehr t├Ąglich geteilt werden m├╝sste. Ob die Kuh es damit (n├Ąmlich wenigstens Artgenossen in der Nachbarschaft zu wissen) besser h├Ątte als ganz allein in Frankfurt, l├Ąsst sich schwer einsch├Ątzen. Allerdings kann Petra noch ├╝ber 20 Jahre leben, und ob man deshalb in Frankfurt wirklich so lange weiter an der Haltung (und dem Haus) festhalten w├╝rde...?
(22.08.2014, 20:38)
Michael Mettler :   @Jan: Klar geht das. Man muss ja nicht mit dem Paar z├╝chten. FALLS es sich ├╝berhaupt vertragen w├╝rde, denn in dieser Hinsicht hat ja Kronberg eine bemerkenswerte Historie in der Flusspferdhaltung....
(22.08.2014, 20:29)
Jan Jakobi :   Gretel? Die ist schon lange tot, es gab n├Ąmlich eine Hippo-Kuh namens Gretel in Frankfurt.

Die Hannoveraner Damen sind etwas eigen, zwei K├╝he wurden schon weiter gereicht.
(22.08.2014, 20:20)
Gudrun Bardowicks :   Vielleicht k├Ânnte man Gretel auch in eine Junggesellinnen-WG wie z.B. Hannover schicken und zuk├╝nftig in Frankfurt auf eine weitere Flu├čpferdhaltung zu verzichten oder auf Zwergflu├čpferde umstellen.
(22.08.2014, 20:12)
Jan Jakobi :   @Bj├Ârn:
Das geht nicht, weil der Kronberger Bulle Boni/Max der Sohn von Maikel und Petra ist.

Dann h├Ątten wir dasselbe wie damals in Leipzig oder andersrum in Berlin.
(22.08.2014, 19:47)
Bj├ÂrnN :   Wenn TANA (54) in Kronberg stirbt, k├Ânnte man PETRA dorthin schicken.
(22.08.2014, 19:06)
Jan Jakobi :   Da habe ich beinah den Grund f├╝r die Hochtzeitreisen von Grete (und Olga) vergessen:

Zoo Leipzig

1948:
Flusspferdbulle Yumbo verstarb an einem verschlucktem Drahtst├╝ck.

Macht insgesamt 5 Flusspferde. Oder fehlt noch jemand?

Eigentlich ziemlich wenig, wenn man alle je in Zoos verstorbenen Flusspferde zusammenrechnet und immer noch weniger als diverse Grabenst├╝rze von Elefanten.

Mal sehen wie es mit der Flusspferd-Haltung in Frankfurt weiter geht.
Jetzt lebt Petra alleine.

Urspr├╝nglich war geplant eine neue Flusspferd-Anlage zu bauen, daraus ist bis heute nichts geworden.

W├Ąre es nicht eine L├Âsung z. B.:

a) ... im Frankfurt die Flusspferd-Haltung auslaufen zu lassen (also Petra abgeben), da im nicht weit entfernten Opelzoo bessere m├Âglichkeiten einer dauerhaften Flusspferd-Haltung sind?

b) ... an einer anderen Stelle doch noch eine neue Flusspferd-Anlage zu bauen?
(22.08.2014, 16:37)
Jan Jakobi :   Ich glaube das Problem bei Flusspferdne ist folgendes:

Sie liegen gerne am Beckenrand und sperren dabei das Maul weit auf.
Dies verleitet dazu etwas darein zu werfen.
Sogenannte Bettel-Pose von Flusspferden.

Selbst in neuen Anlagen passiert sowas, siehe Hannover.

Warum gehen die J├╝ngere immer zu erst ????
(Ist auch auf andere Tiere bezogen, z. B. Elefanten)


(22.08.2014, 15:49)
Jan Jakobi :   Der ber├╝hmte Flusspferdbulle Maikel (Vater vom Hannoveraner Hippo-Baby Fridolin aus dem Jahr 2006) ist qualvoll gestorben :(

Mehrere Tage war er krank, er fra├č nichts mehr.
Flusspferde sind robuste Tiere, wenn sie krank sind ist es etwas ernstes.

Tier├Ąrzte und Tierpfleger waren ratlos, der Bulle konnte nicht mehr geheilt werden.

Gestern morgen verstarb Maikel unter mysteri├Âsen/unerkl├Ąrlichen Umst├Ąnden. Die Obduktion brachte die schreckliche Wahrheit ans Licht: Es war, ihr werdet es kaum glauben, ein Tennisball!

http://www.bild.de/regional/frankfurt/tierquaelerei/zoo-liebling-maikel-verstorben-37356588.bild.html

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_52764315

Mir ist als ob ich von solchen mysteri├Âsen/unerkl├Ąrlichen Todesf├Ąllen bei Hippos schon mal gelesen habe.

Eine Recherche von mir ergab folgendes:

Zoo Hannover

September 2008:
Flusspferdkuh Habari starb an einem verschluckten Kinderball.

Opelzoo Kronberg

1980:
Flusspferdbulle Georg I/George starb an einem verschluckten Regenschirm.

Stuttgart

1988:
Flusspferdbulle Egon starb an einem verschluckten Tennisball.

Anbei mein einziges Foto von Maikel (mit Petra) aus dem Jahr 2003.
(22.08.2014, 15:39)
Jan Jakobi :   @Daniel Nienhaus:
Kennen Sie die Website hipposworld.de?

Die Website wurde hier schon mehrfach erw├Ąhnt und ist die erste Adresse wenn es um Flusspferde geht, die zweite ist dieser Thread (oder ist das andersrum?).

Wie tief und gro├č das Becken ist wei├č ich nicht, die Landschaftsanlage ist 2700 qm gro├č. Es ist unterschiedlich tief, sieht man gut in der Bildergalerie - Gelsenkirchen.

Halterdetails - Gelsenkirchen
http://www.hipposworld.de/halterdetails.php?ISBN1=X0001
(29.07.2014, 12:00)
Daniel Nienhaus :   Hallo zusammen,
kann mir jemand Informationen zum Flu├čpferd-Gehege im Zoom Erlebniswelt, Gelsenkirchen geben?
Kann mir jemand sagen, wie tief das Au├čenbecken der Flu├čpferde dort ist und eventuell wieviel m┬▓ es umfasst?
├ťber eine Antwort w├╝rde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Gr├╝├čen
D. Nienhaus
(29.07.2014, 09:39)
Jan Jakobi :   @Oliver:
Ich habe es nicht gefunden.
K├Ânnen Sie mich bitte aufkl├Ąren?

Woran starb "Lorbas"?
Laut hipposword.de starb er 1981 und damit war er 8 Jahre j├╝nger als "Knautschke".
(27.06.2014, 21:20)
Oliver Jahn :   Ich besitze die gleiche Chronik und bei mir stehen dort Angaben, die das, was ich geschrieben habe, best├Ątigen. Andernfalls h├Ątte ich es hier nicht eingestellt.
(27.06.2014, 19:08)
Jan Jakobi :   Im Abschnitt "Granaten gegen Nilpferde, Bomben auf Kamele" steht folgendes:

"Auch unsere beiden alten Bekannten,die Nilpferde "Paula" und "Fritz" starben durch dieses Gescho├č."

Im tabellarischen Anhang der Zoo-Chronik findet sich folgende Info:

┬ä18.02.1945: ┬äFritz┬ô und ┬äPaula┬ô mit Jungem (soweit nicht verkauft) t durch Granate, au├čer ┬äLorbas (geb. 1942 in Breslau)┬ô

Am 3. Mai 2012 schrieb Oliver Jahn in diesem Thread:
"die Granate schlug am 18.02.1945 ins Dickh├Ąuterhaus ein. Dieser Tag wird auch als Todestag f├╝r das Zuchtpaar und Jungtier angegeben. Lediglich Lorbas, geb. 1942 in Breslau wird als ├╝berlebend angegeben."

Im Text steht nichts von einem Jungem, dass bei dem Angriff umgekommen ist.

So wie sich die wenigen Infos lesen, ist es sicher das "Fritz" und "Paula" starben. Vermutlich hat ein Zeitzeuge erg├Ąnzt das es zu der Zeit ein Flusspferdbaby gab.

Entweder eine Verwechslung mit "Lorbas" oder mit einem Zwergflusspferd.
(27.06.2014, 17:10)
Oliver Jahn :   @Jan, dann einfach noch mal richtig nachlesen.
(26.06.2014, 23:09)
WolfDrei :   Der Bulle Lorbas 1974 in Wroclaw
(26.06.2014, 22:01)
Jan Jakobi :   Vom Zoo Dresden erhielt ich vorletztes Jahr Unterlagen ├╝ber deren Flusspferd-Historie.

Demnach erhielt der Dresdner Zoo am 19. Juni 1941 einen ca. 4 1/2-j├Ąhrigen Bullen namens ┬äSteppke┬ô von Hagenbeck, der am Vortag aus Breslau zu Hagenbeck kam.

Sowohl in der Breslauer Zoo-Chronik als auch in den Dresdner Unterlagen werden „Fritz“ und „Paula“ als Eltern und der 02.01.1937 als Geburtsdatum angegeben.

Der Name „Steppke“ stammt aus dem Berliner Dialekt und meint damit einen pfiffigen, kleinen Jungen.

├ťber ein zweites Flusspferd-Paar, welches im Zoo Breslau zur selben Zeit gelebt haben soll, fand ich in der Zoo-Chronik gar nichts.

(26.06.2014, 20:56)
Jan Jakobi :   Anbei die Breslauer Flusspferd-Historie:

1888 traf 1,0 „Jakob“ aus Antwerpen ein, dort geboren am 11.10.1887.

1888 Tod von 1,0 „Jakob“ wegen Darmblutungen.

1927 Ankunft von 1,1 ┬äFritz┬ô und ┬äPaula┬ô aus Wien, kam 1913 etwa einj├Ąhrig aus Ostafrika.

Geburt von 1,0 „Anton“ am 29.10.1927.

Verkauf von 1,0 „Anton“ im April 1929 nach Leipzig, dort Tod am 9. April 1932.

Geburt von am 6. August 1931.

Geburt von 1,0 „Steppke am 02.01.1937.

Geburt von 1,0 „Lorbas“ 1942.

Eine Granate zerst├Ârte am 18.02.1945 den Eingang des Dickh├Ąuterhauses und das Becken der Seekuh ┬äMuschi┬ô, auch die beiden Flusspferde ┬äFritz┬ô und ┬äPaula┬ô wurden dabei get├Âtet.

Im tabellarischen Anhang der Zoo-Chronik findet sich wortw├Ârtlich folgende Info:
┬ä18.02.1945: ┬äFritz┬ô und ┬äPaula┬ô mit Jungem (soweit nicht verkauft) t durch Granate, au├čer ┬äLorbas (geb. 1942 in Breslau)┬ô

Am 3. Mai 2012 schrieb Oliver Jahn in diesem Thread:
"die Granate schlug am 18.02.1945 ins Dickh├Ąuterhaus ein. Dieser Tag wird auch als Todestag f├╝r das Zuchtpaar und Jungtier angegeben. Lediglich Lorbas, geb. 1942 in Breslau wird als ├╝berlebend angegeben."

Im Text steht nichts von einem Jungem, dass bei dem Angriff umgekommen ist.

Im Juli 1945 wurde 1,0 „Lorbas“ nach Posen deportiert.
Rückkehr von 1,0 „Lorbas“ um 1949 aus Posen.

Quelle:
Unter Robben, Gnus und Tigerschlangen ┬ľ Chronik des Zoologischen Garten Breslau
(26.06.2014, 20:52)
WolfDrei :   pardon - Zahlendreher NICHT 1894 sondern 1849
(17.06.2014, 19:30)
WolfDrei :   @Jan Jacobi: Au├čer den hier schon genannten F├╝hrern habe ich keine weiteren Zoo-Unterlagen. Auch in der TP-Biblio gibt es keine Unterlagen - na ja, wurde ja auch erst 1955 gegr├╝ndet. Ansonsten hat der TP im Bestand auch keine Flu├čpferdbestandsb├╝cher. Aber: wohl durch eine "Schenkung" lag heute das Hippo-Zuchtbuch aus Ostrava dort (Stand 1.1.2013) mit verschiedensten Kategorien (wenngleich es wohl kein Generalzuchtbuch ist)
1. Institutionen und Tieranzahlen von 1894-2013
2. Detail-Report, u.a, gefangene Tiere, Geburt, Todgeburt, Tod auch 1894-2013
3. konkrete Angaben zu den 2013 in Europa gehaltenen Tieren.
(17.06.2014, 19:28)
Jan Jakobi :   Nach dieser neuen Erkenntis kommt nun sogar die Variante 2,2 in Frage.

Das w├Ąren dann:

1,0 "?"
1,0 "?"
1,0 "Knautschke"
0,1 "Zuzana"

Oder habe ich das falsch verstanden?

Ich halte es f├╝r nicht unm├Âglich das am 30.01.1944 die zwei Alttiere (darunter die sp├Ątere "Zuzana") bereits im Au├čenbecken schwammen und nur Ohrmuscheln, Augen und N├╝stern aus dem Wasser guckten.

Erst im Mai 1945 soll das Au├čenbecken ausgebombt und ausgelaufen sein.

Der dritte Heck-Bulle soll schon 1940 verstorben sein, siehe hipposworld.
(17.06.2014, 18:58)
Jan Jakobi :   @WolfDrei:

Haben Sie noch mehr Gesch├Ąftsberichte aus den 30ziger und 40ziger Jahren?
Falls ja, k├Ânnen Sie bitte die Infos ├╝ber Flusspferde hier mitteilen?

Zusammenfassung der Flusspferde im Zeitraum 1943 bis 1945 von mir:

Berlin:

1,0 „Knautschke“ (gestorben am 20.06.1988)

0,1 "?" (26.06.1944 nach Prag, dort in "Zuzana" benannt)

gestorben/get├Âtet:
1,0 „?“ (geb. 01./02.10.1933, gest. November 1943?)
1,0 „?“ (gest. 194?)
0,1 „? (gest. Mai 1945?, existenz ist fragllich)

Ich habe den Verdacht das es zwei Flusspferd-Geburten 1943 gab:
0,0,1 (geb. 10.02. oder 29.05.1943, gest. ?)

Ich "wei├č" das es nur eine Zuchtkuh gab.
(16.06.2014, 18:57)
Michael Mettler :   Knautschke bei der Paarung mit der Leipziger Kuh Grete im Berliner Zoo. Das Foto stammt aus den "Mitteilungen aus dem Zoologischen Garten zu Leipzig" (Neue Folge), Heft 10 (1950), und m├╝sste laut begleitendem Text am 23.9.1949 entstanden sein. Der Artikel "Gretes Brautfahrt" beschreibt au├čer Gretes Vorgeschichte ihre erste Hochzeitsreise nach Berlin, was aber auch im entsprechenden Kapitel in Karl Max Schneiders Buch "Von Elefanten und Flusspferden" zu finden ist (vom ├ťberfliegen des Textes her w├╝rde ich behaupten, sogar ziemlich wortgleich).
(20.05.2014, 11:08)
Jan Jakobi :   Anbei das Foto von "Knautschke" aus dem Wegweiser von 1951.
(20.05.2014, 00:44)
Jan Jakobi :   @Michael:
Stimmt, dass habe ich.

Anbei das Foto.

Das mittlere Hippo wirkt etwas jungendlicher.
Nach meiner Einsch├Ątzung ist dieses Flusspferd ├Ąlter als 2 Jahre. Ich habe das mit Fotos von den K├Ąlbern der aktuellen Berliner Flusspferd-Familie verglichen.

Die anderen beiden m├╝ssen "Zuzana" und der Vater des erw├Ąhnten Kalbes sein.
(20.05.2014, 00:43)
Michael Mettler :   ...und ansonsten gibt es doch auch Fotos von Knautschke mit den Leipziger K├╝hen, die vor 1951 entstanden sind?
(17.05.2014, 22:45)
Michael Mettler :   @Jan: Das Buch "Der Berliner Zoo im Spiegel seiner Bauten" (Ich nehme an, das hast du?) enth├Ąlt ein Foto des Flusspferdhauses, das "um 1935" aufgenommen wurde. Auf dem Landteil des Au├čengeheges liegen drei Flusspferde, von denen eins etwas jugendlicher wirkt (aber schon recht gro├č ist) - das k├Ânnte das Kalb von 1933 sein.
(17.05.2014, 20:56)
WolfDrei :   Das Foto extra
(17.05.2014, 19:28)
WolfDrei :   die Fortsetzung
(17.05.2014, 19:27)
WolfDrei :   Zun├Ąchst der Text des F├╝hrers von 1937
(17.05.2014, 19:25)
Michael Mettler :   @Jan: Deshalb schrieb ich "zumindest". Falls im November 1943 ein Bulle starb, dann jedenfalls nicht durch den Bombenangriff.
(17.05.2014, 19:06)
Jan Jakobi :   @Michael:
Die Angabe ist von dir, die du aus den Aufzeichnungen von Jones hast und sich auch auf hipposworld.de wieder findet.

Was ist eigentlich aus dem dritten Heck-Bullen geworden?

Uns fehlen Fotos aus dem Zeitraum 1933 (Fotobeleg des am 1./2. Oktober 1933 geborenen Bullen in den Wegweisern von 1935-1941, kein Scherz: Dasselbe Foto wurde in jeder dieser Ausgaben verwendet!) und 1951 (Foto von "Knautschke" im Wegweiser von 1951).

Hat jemand Flusspferd-Fotos aus dem genannten Zeitraum in anderer Zoo Berlin-Literatur entdeckt?
(17.05.2014, 17:54)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Haben Sie zuf├Ąllig noch weitere Berliner Gesch├Ąftsberichte der ├ära Heck in besagter "Erbmasse"?

@Jan: Laut Kl├Âs' "Von der Menagerie zum Tierparadies" kam zumindest beim gro├čen Bombenangriff im November 1943 kein Flusspferdbulle ums Leben - die dortigen Gro├čtierverluste sind aufgelistet und enthalten kein Hippo.
(17.05.2014, 17:34)
WolfDrei :   Hier der Ausschnitt
(17.05.2014, 11:44)
Jan Jakobi :   Den Bullen kenne ich auch noch nicht.

Dann w├Ąre ein drittes Phantom-Hippo vorhanden:
? (Vater, gest. evtl. 11/1943), ? (Mutter, gest. Mai 1945), ? (Unbekannt)

"Rekonstruktion" des Geburtsdatums:

1943:
Geburt von 1,0 Flusspferd "Knautschke"

1978:
Laut Brief von Herrn Meissner ist "Knautschke" am 29. Mai 1943 geboren. (Quelle: BONGO-Band 29/1999)

1983:
Zoo will am 27. Mai den Geburtstag von "Knautschke" feiern. Mehrere Berliner glauben sich an ein anderes Geburtsdatum zu erinnern: 10. Februar oder 29. Mai. (Quelle: BONGO-Band 8/1983)

(16.05.2014, 21:47)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Das ist ja interessant, der ist f├╝r mich ganz neu - und k├Ąme (je nachdem, WIE jung) theoretisch sogar als Knautschkes Vater in Betracht...
(16.05.2014, 15:17)
WolfDrei :   Zu den Flusspferden vor Knautschkes Geburt. Aus den Materialien einer ehemaligen Aktion├Ąrin, die ich vor Jahren geerbt habe:
Gesch├Ąftsbericht f├╝r das Jahr 1942 vom 7.Mai 43: Aus der Zahl der Neuerwerbungen sind hervorzuheben:----1 junger Nilpferdbulle---
Zuchterfolge: kein Flusspferd, aber ein Zwergflusspferd.
(16.05.2014, 13:02)
Michael Mettler :   Die schlechte Bildqualit├Ąt der Fotos im Bremerhavener Heft bringt auch bei vergr├Â├čerter Wiedergabe nichts, sogar eher ein noch schlechteres Ergebnis. Anbei das erste der drei Bilder. Auf dem zweiten liegt Knautschke bet├Ąubt oder bereits tot im Becken, auf dem dritten wird sein Kadaver per Kran herausgehievt.
(15.05.2014, 22:38)
Michael Mettler :   Ich hoffe, ich habe das richtig in Erinnerung, aber m.W. war Lutz Heck w├Ąhrend des 2. WK als eine Art Oberkoordinator der deutschen Zoos eingesetzt worden (wobei es um Umstruktierungen, Neuausrichtungen usw. ging) und war auch in den zwischenzeitlich eroberten Ostgebieten unterwegs, um Zootiere von dort nach Deutschland zu holen (was einer der Gr├╝nde gewesen sein soll, dass er sich beim russischen Einmarsch in Berlin schnellstens absetzen musste). "Nebenbei" besch├Ąftigte ihn noch die deutsche Wisentzucht, das deutsche Jagdwesen und die "R├╝ckz├╝chtung" von Ur und Tarpan. Vermutlich hatte der Mann also genug andere Arbeit, als sich mit dem Familienstammbaum seiner Berliner Flusspferde n├Ąher zu befassen. Und wie gesagt, eine Flusspferdgeburt war ja auch l├Ąngst nichts Besonderes mehr, genau wie w├Ąhrend des Krieges auch noch etliche andere Zootiere zur Welt gekommen sein d├╝rften.
(15.05.2014, 16:42)
Jan Jakobi :   Interessant die Fotos, aber geht es etwas gr├Â├čer?

Ich h├Ątte die Fotos extra gescannt, damit sie gr├Â├čer werden.

Die Zeitschrift selber ist noch in einigen Ausgaben erh├Ąltlich in Online-Antiquariaten, nur leider nicht diese eine interessante Ausgabe, die auch noch in meiner Sammlung fehlt.
(15.05.2014, 16:28)
Jan Jakobi :   Bei Wikipedia werden Literatur-Hinweise und Weblinks zu "Knautschke" genannt.
Der Artikel von Jarofke ist einer von denen, vermutlich stammt die Information aus dem Artikel. Wie er auf die Altersangabe kommt bleibt r├Ątselhaft.

Der Wegweiser 1951 erw├Ąhnt "Knautschke" mit seinem Namen.

Bei Dr. Lutz Heck (Tiere - Meine Abenteuer) findet sich gar nichts ├╝ber die Umst├Ąnde seiner Geburt (Geburtsdatum, Eltern,...).
(15.05.2014, 16:25)
Michael Mettler :   ..und die beiden restlichen Seiten.
(15.05.2014, 16:21)
Michael Mettler :   Da der Artikel in ZOO AM MEER AKTUELL vielleicht noch weitere Leser interessiert und die Zeitschrift nicht sehr verbreitet war, hier als Repro.
(15.05.2014, 16:19)
Michael Mettler :   @Jan: Die eben genannte Variante mit dem bei Kriegsende anderthalbj├Ąhrigen Knautschke findet sich ├╝brigens auch in einer Berliner Ver├Âffentlichung, n├Ąmlich kurioserweise genau in jenem Artikel von Jarofke in BONGO 29, der auch den Meissner-Hinweis enth├Ąlt. Es wird also immer verr├╝ckter.

Es gab ja auch die ├äu├čerung, dass Knautschke mitten im Bombenhagel des 2. Weltkriegs geboren wurde (siehe z.B. BONGO 4, Blaszkiewitz' Artikel ├╝ber die Berliner Hippos) - solche Formulierungen beziehen sich allerdings gemeinhin sinnbildlich auf den Krieg als Ganzes. Vielleicht hat das jemand allzu w├Ârtlich genommen und so interpretiert, als sei er bei der "ber├╝hmten" Bombardierung im November 1943 zur Welt gekommen. Dann k├Ąme das mit den anderthalb Jahren n├Ąmlich genau hin...

Marvin Jones (geboren 1928) sammelte m.W. erst nach dem Krieg Datenmaterial zu europ├Ąischen Zootieren. Da war die Berliner Vorkriegskartei nicht mehr verf├╝gbar, und wir wissen nicht, wann und wo er die Info mit dem 29.5.1943 fand (wom├Âglich im BONGO...). So kann auch er einer Fehl-Erinnerung aufgesessen sein.

Katharina Heinroth und Lutz Heck als Zeitzeugen von Knautschkes Geburt und Kriegsschicksal (auch wenn Heck in den letzten Kriegstagen aus Berlin fl├╝chtete) lebten noch bis in die 80er Jahre, so dass ich f├╝r wahrscheinlich halte, dass man sie irgendwann auch mal nach Knautschkes Geburtsdatum gefragt hat. Aber selbst die konnten anscheinend nichts Definitives mehr liefern. Was ja eigentlich auch nicht verwundert, weil man im Krieg nun mal andere Sorgen hat und Knautschke nicht mal ein ungew├Âhnlicher Zuchterfolg war. Vielleicht hatte er damals auch noch gar nicht seinen Namen, sondern bekam den erst nach Kriegsende, als er wegen seines Schicksals symboltr├Ąchtig und mit Futterspenden der Bev├Âlkerung ├╝ber die Runden gebracht wurde.
(15.05.2014, 16:04)
Michael Mettler :   Im Wikipedia-Artikel ├╝ber Knautschke steht, dass er beim Tod seiner Mutter in den letzten Kriegstagen anderthalbj├Ąhrig gewesen sei. Da der Krieg im Mai endete, h├Ątte er also um November 1943 herum geboren sein m├╝ssen, was dem im selben Artikel angegebenen Geburtsdatum widerspricht... Je mehr Quellen entstehen, desto mehr Ungenauigkeit kann sich einschleichen.
(15.05.2014, 13:34)
Jan Jakobi :   Die Frau k├Ânnte identisch mit Frau Meissner sein, denn laut ihrem Mann sei die gemeinsame Tochter an eben jenem 29. Mai 1943 geboren.

Da stellt sich die Frage, was es mit dem 1. M├Ąrz 1943 im Wikipedia-Artikel auf sich hat.

Bei Wikipedia stand fr├╝her das "Knautschke" das einzige Gro├čtier Berlins und das einzige Flusspferd Deutschlands war, dass den 2. WK ├╝berlebte. Der Artikel wurde aber ge├Ąndert ├╝ber "Knautschke".

K├Ânnte also ein Fehler sein, der 1. M├Ąrz 1943.

Die 27 ist vermutlich ein Tippfehler, denn f├╝nf Jahre zuvor erhielt der Zoo den im BONGO-Band 29/1999 erw├Ąhnten Brief von einem Herrn Meissner, in dem der 29. Mai stehen soll.

@Michael:
Der 29. Mai ist wahrscheinlicher, weil du schreibst das Jones den 29. Mai als "Knautschkes" Geburtsdatum angibt.

Leider gibt es den von die von dir genannte Ausgabe der Zeitschrift "Zoo am Meer Aktuell" nicht mehr im Online-Handel:

ZOO AM MEER AKTUELL, 9. Jg. (1989), Heft 2 - Erg├Ąnzendes zur Flusspferdhaltung im Zoologischen Garten Berlin

Kannst du mir bitte die Seiten/Fotos von "Knautschke" und seiner Familie scannen?
(15.05.2014, 12:12)
Michael Mettler :   Bin jetzt f├╝ndig geworden, was die unterschiedlichen Geburtsdaten von Knautschke betrifft, und zwar im Berliner Jahresbericht f├╝r 1983 (BONGO 8):

"Da er 1943 geboren wurde (...) gaben wir der Presse bekannt, er werde am 27. Mai 1983 seinen 40. Geburtstag feiern. Kaum hatten die Medien dieses Lokalereignis geb├╝hrend gew├╝rdigt, als wir Zuschriften von Berlinern bekamen, die mit dem Datum nicht einverstanden waren. Eine Dame schrieb uns, es m├╝sse der 10. Februar 1943 gewesen sein, da an jenem Tag auch ihr Sohn Bodo das Licht der Welt erblickt habe. Eine andere meinte, sich an ein Schild zu erinnern, das fr├╝her an Knautschkes Becken gehangen und den 29. Mai 1943 als Geburtstag genannt habe; sie wisse das deshalb so genau, weil ihre Tochter am selben Tag geboren worden sei. Die Wahrheit wird sich vermutlich nie mehr ermitteln lassen, da alle diesbez├╝glichen Unterlagen verbrannt sind, aber Knautschke d├╝rfte das ohnehin gleichg├╝ltig sein."

Somit g├Ąbe es mit dem 27. Mai sogar noch eine dritte Version, wobei dieser anscheinend vom Zoo willk├╝rlich als Geburtsdatum festgelegt worden war, wenn es doch keine Unterlagen mehr gab... In dieser Quelle ist keine Rede von Hans Otto Meissner.
(15.05.2014, 10:00)
Jan Jakobi :   Das wird ja richtig spannend und interessant. ├ťber "Knautschke" und die Berliner Kriegsflusspferde kann man einen Roman schreiben, bei den Informationen und Versionen die uns vorliegen.

Einen eigenen Thread hat er eigentlich verdient.

Eine weitere Quelle:

"Puma Tobias und andere Zootiere":
Der damals 2-j├Ąhrige "Knautschke" wurde im Mai 1945 im ausgelaufenen Wasserbecken neben siner toten Mutter aufgefunden.

Mai 1945 minus 2 Jahre: 1943

Was das Geburtsjahr anbelangt, sind sich mehrere Personen (Heinroth, Kl├Âs, Blaszkiewitz) einig.

Es ist zwar nur wenig Hoffnung, aber ich wende mich mal an den ehemaligen Berliner Zootierarzt (der ├╝brigens der Autor des Artikels im BONGO-Band 29 ist).
(13.05.2014, 11:52)
Michael Mettler :   Leider kann ich die Quelle mit dem zweiten m├Âglichen Geburtsdatum von Knautschke nicht aus dem ├ärmel sch├╝tteln, aber ich suche danach. Neben dem Heinroth-Buch (da fand ich die Angabe im Hippo-Kapitel nicht) hatte ich einen Artikel von Blaszkiewitz in der Zeitschrift des Bremerhavener Zoos im Hinterkopf (ZOO AM MEER AKTUELL, 9. Jg. (1989), Heft 2 - Erg├Ąnzendes zur Flusspferdhaltung im Zoologischen Garten Berlin), aber auch da wurde ich nicht f├╝ndig. Der Artikel enth├Ąlt ├╝brigens Fotos (wenn auch qualitativ nicht berauschende) von Knautschkes letztem Lebenstag und den Hinweis, dass man seinen 45. Geburtstag am 29.5.1988 mit dem geb├╝hrenden Presserummel begangen habe.

Der Berliner Jahresbericht zu Knautschkes Todesjahr 1988 (BONGO 15) enth├Ąlt ├╝berhaupt kein Geburtsdatum, am├╝santerweise aber eine weitere Version zu den Kriegsgeschehnissen: "Als halbj├Ąhriges Tier verlor er seine Eltern (!) durch die schweren Bombenangriffe im November 1943 (!!)." Das widerspricht den (zeitlich allerdings fr├╝her gemachten) Angaben von Heinroth (Muttertier starb bei den letzten Kampfhandlungen im Mai 1945, Vater nicht erw├Ąhnt) und Kl├Âs (keine Flusspferdverluste beim Bombardement im November 1943, danach noch 1,2 vorhanden).
(13.05.2014, 09:06)
Karsten Vick :   Nach dem BONGO-Artikel kannten die Verantwortlichen im Zoo Knautschkes Geburtstag nicht und haben ihn erst nach Meissners Brief festgelegt auf den 29.5.43. Lt. Wikipedia wurde die Tochter des Schriftstellers und Diplomaten Hans-Otto Meissner aber gar nicht am 29.5. und auch nicht am 10.2. geboren, sondern am 1.3.1943. Die offiziellen B├╝cher des Zoos sind im Krieg vernichtet. Der 10.2. stammt aus einer externen Quelle (welche???), der 29.5. geht nur auf diesen Brief zur├╝ck und ist offensichtlich falsch. Meissner war damals Konsul in Mailand, wom├Âglich bei der Geburt seiner Tochter gar nicht dabei. Kann sein, seine Frau schrieb ihm, dass seine Tochter zur Welt gekommen ist, am gleichen Tag wie ein Nilpferd im Zoo - warum auch immer sie das f├╝r originell hielt. Das Nilpferd war aber schon 18 Tage alt und stand wom├Âglich gerade am 1.3. in der Zeitung...
Bisschen viel vielleicht und wom├Âglich - aber so k├Ânnte es gewesen sein ;-)
(12.05.2014, 23:30)
Michael Mettler :   @Jan: Nein, zu Lina habe ich nicht mehr weiter geforscht, und "zugeflogen" ist mir auch nichts...
(12.05.2014, 17:00)
Jan Jakobi :   So wie sich der Abschnitt des Artikels liest, wusste man im Berliner Zoo zu dem Zeitpunkt nur das Geburtsjahr (Tag und Monat nicht) oder beim schreiben ist dem Autor ein Fehler unterlaufen.
Den genauen Wortlaut des Briefes kenne ich nicht, weil er nicht im Bongo abgedruckt ist.

Und zu "Lina" keine News?
(12.05.2014, 16:15)
Michael Mettler :   @Jan: In der auf Jones' Aufzeichnungen basierenden Liste ist Knautschkes Geburtsdatum mit dem 29.5.1943 aufgef├╝hrt.

Zum "Spanischen": Meissner muss ja nun nicht unbedingt n├Ąhere Kenntnisse der Berliner Flusspferde gehabt haben. Lass ihn z.B. schlichtweg in irgendeiner Zeitung eine Meldung gelesen haben, dass man in Berlin am 29. Mai den soundsovielten Geburtstag von Knautschke feiere, dann kann ihm in jenem Moment der Gedanke an seine Tochter gleichen Geburtsdatums gekommen und daraus die Idee eines originellen Geburtstagsgeschenkes gekommen sein.
(12.05.2014, 15:42)
Jan Jakobi :   Zum meinem Lieblings-Hippo:

Im BONGO-Band 29 gibt es einen Artikel ├╝ber "Knautschke" bzw. dessen Dermoplastik.
In diesem Artikel habe ich eine neue Information gefunden oder besser eine Best├Ątigung einer Information. Oder auch nicht.

Ich zitiere:

"Uns erreichte jedoch im Jahre 1978 ein Brief des Schriftstellers Hans-Otto Meissner mit der Bitte, ihm ein Foto von dem Flu├čpferdbullen zu schicken, da am Tage der Geburt des Flu├čpferdbullen "Knautschke" auch seine Tochter geboren sei, und er daher solch ein Foto seiner Tochter ├╝bergeben m├Âchte."

Bei diesem Datum handelt es sich um den 29.05.1943.
Der Brief wurde 35 Jahre sp├Ąter geschrieben und abgeschickt.

Ein paar Dinge kommen mir spanisch vor:

- Warum hat der Mann sich erst so sp├Ąt beim Berliner Zoo gemeldet?
- Woher wei├č er das jenes Flu├čpferd, welches am 29.05.1943 geboren worden sein soll, der sp├Ątere "Knautschke" ist?
- Warum hat er nicht gleich dem Zoo noch Informationen (Name, Daten) zu den Eltern gegeben?

Es k├Ânnte auch sein das dieser Artikel eine der beiden Quellen von Michael ist.

Mein Theorie es gab zwei Flu├čpferdbabys im Jahr 1943 (eine Geburt am 10. Februar und eine Geburt am 29. Mai) passt mit der Tragzeit und dem vorhanden sein von nur einer Zuchtkuh nicht zusammen.

Steht in den Aufzeichnungen von Marvin Jones auch ein Geburtsdatum von "Knautschke"?
(12.05.2014, 00:52)
Jan Jakobi :   "Lisa" ist bereits am Dienstag von ZOOM Erlebniswelt Afrika in Gelsenkirchen nach ZOOM Torino gereist.

Laut der Homepage des neuen Heimatzoos von "Lisa" ist dort vor kurzem ebenfalls eine neue Flu├čpferd-Anlage er├Âffnet worden. Au├čerdem gibt es ein weiteres Flu├čpferd namens "Ze Maria", soll ein Bulle sein.
(10.05.2014, 12:21)
Jan Jakobi :   Gibt es zu der Wuppertaler Kuh "Lina" irgendwelche neue Erkenntnisse/Informationen/"Forschungsergebnisse" ├╝ber Geburtsort/Herkunft/Geburtsjahr?
(07.05.2014, 00:12)
Jan Jakobi :   Wie viele Flu├čpferde leben in Pairi Daiza?

Laut Zuchtbuch sollen es mit dem im letzten Jahr geborenen Jungtier 4 Flu├čpferde sein.


1,0 "Emilio"
0,1 "Nema"

0,0,1 "?" (geboren 2013)

0,1 "Julius/Juliette" (geboren in Le Pal, seit 2012 laut Zuchtbuch in Pairi Daiza)

Carsten hat aber nur 3 Flu├čpferde (1,0 "Emilio"/ 0,1 "Nema"/ 0,0,1 "?") letztes Jahr gesehen.
(22.04.2014, 20:48)
Jan Jakobi :   Hatte ich also recht mit den Individuen aus Berlin und Dublin. Mal sehen wer die anderen beiden werden, ich wei├č es wirklich nicht, nur woher die kommen.
(19.04.2014, 19:42)
Carsten Horn :   Zwei Hippos sind da, Witha (Berlin) und Atiya (Dublin).

Nach 11 Jahren endlich mal wieder ein neuer Halter in Tagestourentfernung, :-)
(19.04.2014, 19:24)
Jan Jakobi :   Bis jetzt habe ich noch nichts gelesen das schon Flusspferde angekommen sind.

Laut dem Artikel sollen es 1,3 sein.
(15.04.2014, 23:25)
Jan Jakobi :   Im Safaripark Beekse Bergen wird am 29. April die neue Flusspferd-Anlage er├Âffnet!

Aus vier verschiedenen Zoos werden die Flusspferde eintreffen.

Der Link enth├Ąlt neben dem Artikel eine Landkarte Europas.

Auf der Landkarte sind Pfeile in verschiedenen Farben die alle Richtung Niederlande/Beekse Bergen f├╝hren.
Die Pfeile f├╝r die Hippos sind blau.

Leider stehen dort keine St├Ądtenamen dabei.
Die Pfeile f├╝r die Hippos starten in Deutschland (Berlin), Irland (Dublin), Italien und Frankreich oder Belgien.

In Irland h├Ąlt nur Dublin Flusspferde, daher ist die Auswahl an Zoos sehr klein in Irland.
Wenn man sich den aus Deutschland startenden Pfeil anschaut, dann sieht man das dort Berlin liegt.
Bei den anderen beiden L├Ąndern kenne ich mich nicht so aus.

http://verkeersbureaus.info/nieuws/2014/04/07/44055-nijlpaarden-en-krokodillen-vanaf-29-april-te-zien-safaripark-beekse-bergen/
(15.04.2014, 23:05)
Jan Jakobi :   Sieht sehr identisch aus.

Die Ansichtskarten auf dem Link vom 04.02. zeigen mindestens 2 Asiatische und 2 Afrikanische Elefanten sowie mindestens 2 Flu├čpferde.

Passt ganz gut zusammen.
(10.02.2014, 15:15)
Michael Mettler :   Zum bequemeren Vergleich hier noch mal das R├Ątselbild.
(09.02.2014, 23:10)
Michael Mettler :   T├╝ddern k├Ânnte tats├Ąchlich des R├Ątsels L├Âsung sein. Auf der Suche nach etwas ganz Anderem stolperte ich in meinem Bildarchiv ├╝ber die nebenstehende Datei, die ich im Zuge meiner fr├╝heren Hippo-Recherchen irgendwoher bekommen haben muss. Das Foto stammt aus T├╝ddern. Hier sind zwar Afrikanische statt Asiatischer Elefanten mit dem Hippo zusammen, aber achtet mal auf den Rand des Badebeckens und den baumbestandenen Hintergrund - das k├Ânnte zum R├Ątselfoto passen.
(09.02.2014, 23:09)
Niedersachse :   Elephant.se ist alles andere als repr├Ąsentativ. Ich wei├č von einigen "historischen" Elefanten in Deutschland die dort nicht auftauchen.
(04.02.2014, 18:16)
Michael Mettler :   Ich wei├č nicht, wie alt die Ansichtskarten aus T├╝ddern sind, aber vielleicht gab es ja im Laufe der Zeit mehr Elefanten dort als die auf elephant.se verzeichneten:
http://www.zoo-ag.de/tueddern.htm

Zumindest liefern die Ansichtskarten den Beleg, dass zeitweise zwei Flusspferde gehalten wurden.
(04.02.2014, 17:41)
Jan Jakobi :   T├╝ddern kann man laut elephant.se ausschlie├čen:

1. erst ab 1981 Asiat. Elefanten.
2. Asiat. Elefanten 1981 ca. 15 und ca. 18 Jahre alt.

3. laut hipposworld.de gab es ein weibliches Flusspferd, sieht auf dem Foto aber aus wie ein Bulle.
(04.02.2014, 13:47)
Hannes L├╝ke :   Jan Jakobi,

bzgl des alten Elefanten-Flusspferd Bildes. Was spricht gegen die L├Âwensafari T├╝ddern - Geschlossen Ende der 90er. Waldbestandene Anlagen und Asiaten sowie Flusspferde im Bestand
(04.02.2014, 12:32)
Jan Jakobi :   Wie soll das gehen?
Das ist schon fast 69 Jahre her.
Die Anlage wurde am 13./14.02.1945 zerst├Ârt. Das geh├Ârt dann eher in den neuen Thread.
(21.11.2013, 18:10)
Oliver Jahn :   Ich habe die Anlage VOR ihrer Zerbombung besucht.
(21.11.2013, 17:57)
Jan Jakobi :   @Oliver:
Der Zoo-Archivar hat es auch best├Ątigt:
Die Flusspferd-Anlage (Haus, Au├čenanlage, Badebecken) existiert nicht mehr.

Ich habe keine Idee mit welchem Zoo Sie die Anlage verwechselt haben k├Ânnten.
Das k├Ânnen nur Sie wissen.

Haben Sie die angebliche, wieder aufgebaute Anlage zuf├Ąllig fotografiert?

Vermutlich nur die Ziesel-Anlage auf Ihren Fotos zu sehen.
(21.11.2013, 17:50)
Jan Jakobi :   Oliver, ich wei├č nicht was Sie ├╝ber die Dresdner Flusspferd-Anlage gelesen oder gesehen haben, aber die Flusspferd-Anlage gibt es heute gar nicht mehr.

Sie schrieben am 14.10.2005 hier in diesem Thread:
"Dresden hat zwar das Aquarium, in dem die Hippos waren, wieder aufgebaut, selbst das ehemalige Flusspferdbecken steht bis heute (wenn auch in ver├Ąnderter Form) aber der Zoo hat nach dem Krieg nie wieder an Flusspferde gedacht.
(14.10.2005)"

Im Zoofreunde-Forum habe ich Bilder der Ziesel-Anlage gesehen, diese hat eine halbrunde Form wie die Flusspferd-Anlage und befindet sich ebenfalls am Aquarium. Mein Verdacht war das ist die alte Flusspferd-Anlage. Ist es aber nicht, wie ich per Mail vom Zoo Dresden erfuhr.

Das heute existierende Aquarium wurde 1961 er├Âffnet.
(14.11.2013, 14:21)
Michael Mettler :   Abgesehen davon gab es zur fraglichen Zeit den Sosto Zoo noch gar nicht.
(06.11.2013, 16:28)
Jan Jakobi :   Ungarn kann man auch ausschlie├čen, laut hipposworld.de und in Sosto gibt/gab es keine Flusspferde.
(06.11.2013, 16:02)
Elisabeth Hiendl :   zu dem R├Ątselbild von 2010 k├Ânnte das vielleicht in Ungern sein ich denke da an sosto aber mit gro├čem fragezeichen

(06.11.2013, 15:03)
Jan Jakobi :   Da offensichtlich keine weiteren Antworten kommen:

Von diesen Zoos bekam ich Antworten bzw. hat mir mein Freund geholfen und au├čerdem kenne ich einige der angeschriebenen Zoos selber:
Laut den Aussagen der dortigen Mitarbeiter wurde das Foto nicht in folgenden Zoos aufgenommen:

Belgien: Antwerpen, Pairi Daiza, Planckendael
D├Ąnemark: Givskud und Kopenhagen

Deutschland: TP Berlin, Zoo Berlin, Cottbus, Dresden, Dortmund, Erfurt, Frankfurt, Gelsenkirchen, Halle, Hannover, Hodenhagen, K├Âln, Krefeld, Leipzig, Magdeburg, M├╝nchen, M├╝nster, Neuwied, N├╝rnberg, Osnabr├╝ck, Rostock, Stukenbrock Wuppertal

Niederlande: Amsterdam, Emmen, Rhenen und Rotterdam (Laut dem Zoo Rhenen vermutlich nicht einmal in der Niederlande aufgenommen)

├ľsterreich: G├Ąnserndorf und Wien
Schweden: Boras und Kolmarden
Schweiz: Basel und Z├╝rich
Tschechin: Dvur Kralove, Liberec, Ostrava, Prag und Usti nad Laben

Jemand anderer Meinung?

Vom Verlag habe ich leider keine Antwort bekommen, obwohl ich eine Homepage (auf der auch Kontaktdaten stehen) von dem fand.

Ein Land habe ich noch nicht "abgeklappert": Polen
(05.11.2013, 12:49)
Carsten Horn :   @Jolantha: Danke sch├Ân, jetzt bin ich rundrum im Bilde, :-)

Funktioniert das mit den Nilflughunden, GE hat das im alten Haus auch mal versucht mit dem Erfolg, das die Flughunde im Hippobecken ertrunken sind. Im neuen Haus funktioniert(e) es allerdings, wobei ich schon lange keinen Flughund mehr gesehen oder geh├Ârt hab, hoffe das ist noch aktuell...
(28.10.2013, 20:01)
Sacha :   Beides falsch. Das ist ein neues Beispiel von Behavioral enrichment, ein Fitness-Seilpark f├╝r die Hippos, die wegen der herzhaften ├Âsterreichischen K├╝che zuviel Speck auf den Rippen haben....;)
(28.10.2013, 16:40)
Holger Wientjes :   O.k. danke !
(28.10.2013, 16:21)
Jolantha Belik :   @Holger: Das auch. Im Haus wohnt eine Kolonie Nilflughunde unter dem Dach, die Taue sind auch f├╝r sie. :-)
(28.10.2013, 12:55)
Holger Wientjes :   Was ist dort denn eigentlich ├╝ber der Anlage ? Rankhilfen ?
(28.10.2013, 09:52)
Jolantha Belik :   @Carsten: So schaut die Trennung im Wiener Flu├čpferdhaus drinnen aus, rechts steht Ali und links Mama + Junior. Dem Ali geht es sichtlich gut, er stopft das Futter in sich hinein und schmatzt gen├╝├člich dabei, dass es eine Freude ist. :-)
(27.10.2013, 22:46)
Jan Jakobi :   @Carsten:
Wer ist der Verleger von dem Buch "Mit wilden Tieren leben"?
Vielleicht kann der Verlag was zum Aufnahmeort sagen. Lebt eigentlich noch der Bildautor noch?
Vielleicht wei├č er das noch.
(10.10.2013, 10:47)
Jan Jakobi :   Ich habe keine Kosten und M├╝hen gescheut: Ich habe eine Anfrage per Mail an viele verschiedene Zoos formuliert sowie abgeschickt.

Offen bleiben immer noch die geschlossenen Safariparks wie T├╝ddern, Gro├č-Gerau und Wassenaar, weil ich von denen keine Kontaktadresse finde.

Mal sehen ob es was bringt.
(09.10.2013, 19:48)
Jan Jakobi :   Bei dem Bild/Foto denke ich eher an einen Safaripark, als an einen Gro├čstadtzoo.

Es ist auch die Frage ob das Bild/Foto ├╝berhaupt in Deutschland entstand.

Ich werde mich an ein paar Zoos per Mail mit diesem Bild/Foto wenden.
(09.10.2013, 16:34)
Hannes L├╝ke :   Schonmal in Stukenbrpck angefragt? Der Waldcharakter im Hintergrund k├Ânnte passen. Ich wei├č aber nicht ob die mehrere Asiaten hatten.
Anosnten gab es kurzzeitig mal Flusspferde in Hodenhagen aber ich wei├č nicht ob auch asiatische Elefanten.
(09.10.2013, 14:21)
Jan Jakobi :   Hier eine Antwort von Frau Prager (Elefanten-Fotolexikon):

"vielleicht Gelsenkirchen !! Spontaner Einfall kein Wissen... d. h. ich kann nicht helfen."

Gelsenkirchen ist es meines Wissens nicht.
(09.10.2013, 14:20)
Michael Mettler :   @Jan: Nein, habe ich nicht; h├Ątte ich sonst Carsten Horn schon f├╝r seine Website zur Verf├╝gung gestellt.
(07.10.2013, 22:25)
Jan Jakobi :   @Regina:
"Nante" wurde 1980 geboren und starb 1997 w├Ąhrend einer Narkose, ihm mussten die Eckz├Ąhne gek├╝rzt werden.

Normalerweise wachsen die Eckz├Ąhne aufeinander zu, bei "Nante" aneinander vorbei. Das gleiche Problem ist auch bei dem aktuellen Berliner Bullen "Ede" und der Kuh "Kathi" vorhanden.

Bilder habe ich keine gefunden, auch nicht in den BONGOs von 1980-1997. Von "Knautschkes" K├Ąlbern war er eines der ber├╝hmtesten, er war nicht unschuldig am Tod seines Vaters.

@Michael M.:
Hast du aus dem Zeitraum Hippo-Bilder aus Berlin?
Vielleicht ist "Nante" dabei?
(07.10.2013, 18:30)
Regina Nieke :   @ Jan Jakobi: "Nante" ist ein typischer alter Berliner Name.. Wohl die Abk├╝rzung f├╝r Ferdinand. Mehr kann ich aber dazu leider nicht beitragen. Gru├č aus Berlin!
(07.10.2013, 10:37)
Jan Jakobi :   Gibt es/Hat jemand Bilder von "Nante" (ein bekannter Sohn von "Knautschke")?

Wie kommt es das man ein Flusspferd/allgemein ein Tier "NANTE" NANNTE?

(07.10.2013, 09:40)
Oliver Jahn :   @Jan Jakobi, da ich auf dem Bild keine Anlage wirklich erkennen kann, muss ich deine Frage mit nein beantworten.
(30.09.2013, 12:32)
Jan Jakobi :   Ich habe das Flusspferd-R├Ątsel-Foto, dass Carsten am 28.06.2010 hier einstellte, an meinen Berliner Freund weitergeleitet.

Seine Antwort:

"Keine Ahnung! In Berlin ist es definitiv nicht und auch in keinem der anderen mir bekannten Zoos in Deutschland in Rostock, Hamburg, Hannover, Cottbus, Magdeburg, Halle, Leipzig, Dresden, K├Âln, Wuppertal, Krefeld, Gelsenkirchen,
Erfurt, N├╝rnberg, Augsburg, Heidelberg und M├╝nchen!"

Einige deutsche Zoos sind noch offen, da w├Ąren noch M├╝nster, Karlsruhe, Stuttgart, Osnabr├╝ck, Duisburg, Str├Âhen, Stuckenbrock, Hodenhagen, Frankfurt und Kronberg.

An Oliver und Carsten:
Da ihr ja dieses Jahr einige Zoos in Polen und Tschechin besucht habt: Habt ihr die abgebildete Anlage zuf├Ąllig gesehen in einem der Zoos?

Der alte Zoo in Poznan?

Oder eine der ehemaligen Flusspferdhaltungen wie Plock, Lodz und Dvur Kralove?
(30.09.2013, 11:44)
Carsten Horn :   Danke sch├Ân f├╝r die Bilder aus Wien, jetzt kann ich mir das besser vorstellen.

Meine Vermutung w├Ąre ja, das Ali sich aufgrund seines Alters so langsam nicht mehr durchsetzen kann und die Trennung daher kommt, war z. B. bei Bulette in ihren letzten Jahren auch so und sie wurde daher getrennt gehalten. Aber wie gesagt, nur ne Vermutung...
(29.09.2013, 20:59)
Jolantha Belik :   Hippo-Haus, links vorne (Pfeil), dort ist die "Au├čenanlage" von Ali. Der Kimbuku steht rund einen Meter VOR der Abtrennung ...
(29.09.2013, 02:30)
Jolantha Belik :   Ali war leider nicht drau├čen (und das Haus war von einer Kindergartengruppe belagert, da wollte ich nicht hinein), werde das n├Ąchste Mal schauen, dass ich ihn erwische. Hab daf├╝r ein Video von Mama + Sohn, da siehst die Au├čenanlage ganz gut drauf:
http://youtu.be/LDXLW6dQdYE

Zu Ali und der Abtrennung. Der linke Teil vorm Haus, zwischen Zaun (Richtung Pandas) und den Felsen, dieses Patzerl ist seine Au├čenanlage. Das ist wirklich winzig, wenn er liegt, reicht er vom Zaun bis zu den Felsen. Im Haus drinnen hat er den rechten Teil vom Pool und vom Bereich vorne zur Au├čenanlage hin. Auf dem Foto sieht man zwischen den Bl├Ąttern in der Mitte eines der Abtrennungskabel.
(29.09.2013, 02:24)
Jolantha Belik :   Das ist Arka, da sieht man ihr rosa Fu├čerl ganz gut. :-)
(29.09.2013, 02:12)
Jolantha Belik :   @Carsten: die versrpochenen Fotos aus Wien. hier Kimbuku, er war am Freitag mit Arka drau├čen, hat sich ziemlich aufgef├╝hrt der junge Mann. :-) Nicht er, sondern Ali wohnt im abgetrennten Teil!
(29.09.2013, 02:06)
Michael Mettler :   @Oliver: Allerdings. Wobei ja in Th├╝ringen - wenn ich mich an alte Forumbeitr├Ąge bez├╝glich Erfurter Bisonhaltung usw. erinnere - offenbar gro├čz├╝gigere Gehegemindestma├če eingehalten werden m├╝ssen als in manch anderem Bundesland, und falls der Zoo aufgrund seiner "Berglage" ├Ąhnliche Wasserkosten haben sollte wie Halle, dann k├Ąme zusammengerechnet vielleicht eine (zu?) teure Haltung dabei heraus.
(28.09.2013, 14:52)
Carsten Horn :   Flu├čpferde passen ├╝berall ins Konzept, wo es eine "Afrika-Sammelanlage" gibt, die halbwegs gro├č genug ist und wo sich ein Badeteich einrichten l├Ą├čt, :-)

Unterwassereinblick ist ein bl├Âder Trend (mir gef├Ąllt das, Hippos unter Wasser zu sehen, keine Frage) f├╝r neue Halter, wer neu baut, kann da eigentlich nicht drauf verzichten, ohne eine neue "altmodische" Anlage zu schaffen, dementsprechend wird es teuer.

Mittlerweile geht es schon so weit, das neue Anlagen auch au├čen einen Unterwassereinblick haben, z. B. Prag, Paira Daiza und Valencia, effektiv in den ersten beiden F├Ąllen nicht, in Prag Sichtweite 10 cm, in Paira Daiza ebenfalls Br├╝he, allerdings ein wenig weitere Sichtweite. Valencia ok, aber hier ist die Situation anders, witterungsbedingt k├Ânnen die Hippos hier fast das ganze Jahr raus und es gibt kein begehbares Flu├čpferdhaus, daher hat man nicht mehr Aufwand, als Zoos mit Unterwassereinblick innen. Das sind nat├╝rlich nur Momentaufnahmen, in den Zoos bin ich nicht so oft, kann also auch schlechte bzw. gute Tage erwischt haben...
(28.09.2013, 13:07)
Oliver Jahn :   Ich finde, dass Nilpferde sehr gut in Erfurt ins Konzept passen w├╝rden.

(28.09.2013, 11:09)
Michael Mettler :   Eigentlich w├Ąre das doch ein reizvolles Projekt f├╝r Hagenbeck. Dort ist das Publikum seit Jahrzehnten hippo-entw├Âhnt, und von den n├Ąchstgelegenen gr├Â├čeren Zoos (Hodenhagen mal eingerechnet) h├Ąlt nur Hannover noch Flusspferde. Nash├Ârner, mit denen Hagenbeck noch immer auf der Fl├Ąche hinter dem Eismeer plant, sind dagegen ringsherum ├╝berall vertreten: Osnabr├╝ck, Hodenhagen, Hannover, Magdeburg, Schwerin...

Muss ja nicht unbedingt mit extra teurem Unterwassereinblick sein. Davon gibt's im benachbarten Eismeer schon reichlich ;-)
(27.09.2013, 21:48)
Carsten Horn :   Ab und an mal einen neuen Halter gewinnen w├Ąre nicht verkehrt, im deutschsprachigen Raum ist der letzte neue Halter vor 21 Jahren dazu gekommen, Basel (neu ist nicht ganz korrekt, man hatte vorher schon mal kurzfristig Flu├čpferde im Zoo, als dauerhafter Halter).
(27.09.2013, 10:53)
Oliver Jahn :   Auf jeden Fall w├╝rde ich auch noch Prag mit zu den Z├╝chtern z├Ąhlen, die auch zuk├╝nftig weiterhin beteiligt sein werden und wenn zwar auch nur mit Leihbullen, so d├╝rfte auch Hannover in den n├Ąchsten Jahren immer mal wieder f├╝r Nachwuchs sorgen.
(27.09.2013, 09:36)
Carsten Horn :   Na ja, nur f├╝nf ist ein bissel untertrieben wahrscheinlich, in diesem Jahr haben zumindest Ostrava, Basel, Paira Daiza gez├╝chtet, im letzten Jahr Berlin, Kopenhagen, Amneville, Port St. Pere, Carbaceno, Madrid und Bussolengo, damit bin ich schon mal auf der doppelten Zahl von Berlin und das sind nur die, welche mir aus dem Kopf eingefallen sind...

Die Flu├čpferdzucht an sich ist ├╝berhaupt nicht problematisch, wenn man den Dingen ihren Lauf lassen w├╝rde, w├╝rde es von Hippobabys in den Zoos wimmeln. Das Problem ist, wohin mit den recht langlebigen (40-50 Jahre) Tieren.

Gedanken um das Aussterben mu├č man sich nicht machen denke ich, es gab zwar in den letzten 20 bis 30 Jahren einen gewissen Aderlass bei den Haltern, aber viele Haltungen sind auch durch Neu- oder Umbauten gesichert worden.

Einzig auf den Bestand mu├č man ein bissel aufpassen, nicht das es da zu ├ťberalterung kommt und die Gene gut verteilt werden, aber da es seit 2006 ein Zuchtbuch gibt, sollte das auch nicht allzuschwer sein.

Ende 2012 gab es laut ESB 196 Tiere in 73 Haltungen, sind in der Realit├Ąt sogar noch ein paar mehr, da nicht alle Halter mit dem Zuchtbuchf├╝hrer korrospondieren...
(27.09.2013, 02:36)
Oliver M├╝ller :   Laut aktueller Ausgabe der "Berliner Tiere" soll es angeblich weltweit nur 5 Zoos geben, die Flusspferde z├╝chten.

Kann mir jemand sagen...
A) Welche Zoos das sind?
B) Warum das so ist?
C) Ob wir uns jetzt um das Aussterben der Art in Zoos Gedanken machen m├╝ssen?
(27.09.2013, 00:32)
Jan Jakobi :   Die Hippos sind schuld das sie von den Zebras und Strau├čen getrennt sind.
Vor einigen Jahren hatte "Wilhelm" mit seiner Gattin seinen Freund, den Zebrahengst "Kalungu" umgebracht.
(09.08.2013, 19:26)
Carsten Horn :   Die Absicherung ist Dauerzustand, hat nix mit dem Baby zu tun...
(09.08.2013, 18:11)
R├╝diger :   Habe die ganze Familie gestern im grossen Aussenbecken gesehen. Dsa Flusspferdgehege wurde h├Âlzernd abgesichert gegen├╝ber dem Nahcbargehege der Zebras und Strausse.
Ferner gibt es eine zweites dreij├Ąhriges Giraffenweibchen aus Frankreich.Damit halten wir jetzt 1,2 Tiere .
(09.08.2013, 14:48)
Jan Jakobi :   Das Hippo-Baby in Basel ist weiblich!
Es hei├čt "Kianga", dass ist Suhaeli und hei├čt auf deutsch "Sonnenschein".

Sind die anderen Namen der Hippo-Babies in Basel auch Suaheli?

Zumindestens "Habari" (Wilkommen) und "Farasi" (Pferd) sind es.

"Victoria" ist kein Suhaeli-Name.
(08.08.2013, 14:08)
Jan Jakobi :   Im Thread "Zoo Basel" steht es ja schon:

Am 17. Juli 2013 kam in Basel ein Flu├čpferdbaby zur Welt. Das Geschlecht ist noch unbekannt.

"Helvetia" und "Wilhelm/Wilhem der Gro├če/Philipp" wurden mit dem Kalb zum 10. mal Eltern.
(23.07.2013, 00:55)
Michael Mettler :   @Jan Jakobi: Passen w├╝rde es (vorausgesetzt, Jedi ist wirklich ein Bulle - Circustiere wechseln ja hie und da auch mal das Geschlecht...). Allerdings gelangten in den 80er Jahren auch Nachzuchten anderer Zoos (z.B. Karlsruhe oder N├╝rnberg) in Circushaltung bzw. in den Tierhandel, der auch Circusse versorgte.
(26.05.2013, 12:11)
Jan Jakobi :   @Michael Mettler:
K├Ânnte es sich bei dem 1982 in Hannover geborenen Flusspferdbullen, welcher zum Circus Togni ging, um das im Circus Voyage lebenden Flusspferd "Jedi"(kam vom Circus Darix-Togni im Jahr 1998 laut Google, einem anderen Artikel zu Folge ist er Anfang 30, k├Ąme also mit Geburtsjahr 1982 hin) handeln?
(26.05.2013, 11:46)
Jan Jakobi :   Unter "Kibokos/Speckers" K├Ąlbern sind nicht nur "Jetje" sondern auch der Antwerpener Bulle "Heini/Etho" und die in Sofia lebende "Zura/Cura" wei├čf├╝├čig.
(15.05.2013, 14:27)
Jan Jakobi :   Zu zwei alten R├Ątsel-Fotos in diesem Thread kann ich was sagen:

Bild Nr. 1 vom 28.06.2010:
Dieses Bild ist wirklich eine harte Nuss.
Zu erkennen ein Flu├čpferd (meiner Meinung nach ein Bulle) und 2 jungendliche ca. 7-10 Jahre alte Elefanten in einem Gehege mit Badebecken.

Wegen der Elefanten habe ich das Elefanten-Fotolexikon durchsucht und habe ein ├Ąhnliches Gehege mit einem passendem Elefanten gefunden:

http://www.elefanten-fotolexikon.eu/index.php?seite=profil&id=143

Auf dem zweiten Bild ist nach meiner Meinung die Asiatin welche ich auf dem R├Ątsel-Foto sehe. Beide haben einen nach vorn gebogenen Rand der Ohrmuschel.

Prag hatte aber zu dem Zeitpunkt der Aufnahme (1970) des Fotos im Elefanten-Fotolexikon nur eine Asiatin.
Au├čerdem lebte 1970 nur "Zuzana" in Prag, ihren Vorg├Ąnger "Petr" w├╝rde ich ausschlie├čen.

Prag sowie Liberec w├╝rde ich daher ausschlie├čen.
Ob es wirklich Osteuropa ist wei├č ich nicht.

Es k├Ânnte gut m├Âglich sein, dass die Elefanten nur kurze Zeit da waren.

Vielleicht kann Jana mehr dazu sagen, zu den Zoos in Tschechien.

Bild Nr. 2 vom 30.07.2010:
Als ich das Bild vor knapp 2 1/2 Jahren hier sah, erkannte ich das es sich um K├Âln handelt. Ich kenne die alte K├Âlner Flu├čpferd-Anlage gut, da ich schon ein paar mal im dortigen Zoo war.
Die Beckenkante und der erste Zaun sprechen f├╝r K├Âln, im Hintergrund erkenne ich einen gr├╝nen Zaun. Der ist von der Giraffen-Anlage. Au├čerdem sieht der Bulle auf dem Foto genauso aus, wie der den Michael Mettler fotografiert hat.
(08.12.2012, 21:45)
Carsten Horn :   Und um das einzige, welches aufgezogen wurde...

Jedenfalls wird er in Hannover Platzangst bekommen, g, in Monde Sauvage lebt er im Safariteil, neben Safari Madrid der einzige mir bekannte Park, wo die Hippos nicht in einem separaten Gehege untergebracht sind, sondern ggf. bis ans Auto kommen (Stand 2008)...
(08.12.2012, 12:26)
Jan Jakobi :   @Carsten: Stimmt, habe ich vergessen aufzulisten.

Es handelt sich ├╝brigens bei "Knuddel" um das letzte Flu├čpferdbaby in Magdeburg1
(08.12.2012, 00:30)
Carsten Horn :   Eine News fehlt noch, :-), Geburt einer Kuh in Kopenhagen am 22.11.2012
(08.12.2012, 00:12)
Jan Jakobi :   Hier noch mal gesammelt die Flusspferd-News der letzten 2 Monate:

05.10.2012 = Tod des in Antwerpen geborenen Bullen "Lambiki", er sollte kastriert werden.

23.11.2012 = Geburt eines m├Ąnnlichen Flusspferdes in Berlin (Eltern: "Ede" & "Kathi").

26.11.2012 = Abgabe vom in K├Âln geborenen Bullen "Kavango" nach Cabarceno.

07.12.2012 = Beginn der "Hochzeitreise" des Bullen "Knuddel" (aus Belgien) im Zoo Hannover.

"Hochzeitreisen" von Flusspferden sind zwar seltner als von Elefanten, aber ein paar sind es schon:

1949 = "Grete" aus Leipzig nach Berlin
1951 = "Grete" aus Leipzig nach Berln
1952 = "Olga" aus Leipzig nach Berlin

2004-2006 = "Maikel" aus Frankfurt nach Hannover

Wie ich eben nachgeguckt habe kam er auch Anfang Dezember nach Hannover.
(07.12.2012, 17:49)
Carsten Horn :   Flu├čpferdame Donna, Zoo Evansville, mu├čte im 62sten Lebensjahr eingeschl├Ąfert werden, :-(

Da Donnas Geburtsdatum nicht genau bekannt ist, wei├č ich nicht genau, ob sie die Altersrekordlerin unter den Hippos ist (Tanga, M├╝nchen, ist auch bis ins 62ste Lebensjahr gekommen), auf jeden Fall ist sie eins von zwei mir bekannten Flu├čpferden, die ├Ąlter als 60 Jahre geworden sind...
(04.08.2012, 19:17)
Stefanie Fischer :   Vielen Dank f├╝r die Erkl├Ąrungen :)
(16.07.2012, 21:10)
Michael Mettler :   @Jan Jakobi: Ich habe mir zwar beide Fotos angesehen, w├╝rde mich aber nicht festlegen - auch wenn die Wahrscheinlichkeit schon ohne Bildvergleich gro├č ist.

@Stefanie Fischer: An "billigen Sonntagen" galten verg├╝nstigte Eintrittspreise, zu denen sich auch weniger betuchte Menschen den Zoobesuch leisten konnten. Leider hatte das auch negative Folgen, da es noch kaum F├╝tterungsverbote gab und die Zootiere wegen der besonders hohen Besucherzahl an solchen Tagen noch mehr zugesteckt bekamen. Also folgten am Montag danach h├Ąufig Verdauungsprobleme und Verluste bei den Zootieren...
(16.07.2012, 20:38)
Jan Jakobi :   @Stefanie Fischer:
Der Preis ist an diesen Tagen um die h├Ąlfte niedriger.

Ich zitiere aus dem Zoof├╝hrer von 1941:

"Billige Tage:

Jeder erste Sonntag im Monat.
Jeder erste Sonnabend nach dem 15. jeden Monats ab 14 Uhr.

Erwachsene RM 0,50
Kinder unter 10 Jahren RM 0,25"

(16.07.2012, 20:27)
Stefanie Fischer :   Was ist ein billiger Sonntag?
(16.07.2012, 20:22)
Jan Jakobi :   Anbei das Bild aus dem Berliner Zoof├╝hrer von 1941.
(16.07.2012, 19:54)
Jan Jakobi :   Ich habe in einem sehr alten Berliner Zoof├╝hrer von 1941 ein Flusspferd-Foto gefunden.
Betitelt ist es mit: "Nilpferdmutter mit Jungem, das am 1. Oktober 1933 im Berliner Zoologischen Garten geboren wurde".

Im Text steht auch die von Michael Mettler erw├Ąhnte Flusspferdgeburt an einem "billigen Sonntag" im Jahr 1933.

Bei der Kuh kann es sich nach unserem Wissen (siehe die Aufzeichnungen von Jones) nur um "Zuzana" handeln.

Hier gibt es Bilder von "Zuzana":
http://eng.hrosi.org/?id=svet_zvire&zvire=145

Die beiden K├╝he sehen sich sehr ├Ąhnlich, ich w├╝rde sagen das es sich um dieselbe handelt.

Im Text steht nur, dass das Haus f├╝r ein Paar Flusspferde plus Kalb Platz bietet und das der Bulle von der Ostafrika-Expedition (1927/28) mitgebracht wurde.

@Michael Mettler:
Da Sie den Zoof├╝hrer vermutlich haben, siehe Ihre Info ├╝ber die Flusspferdgeburt an einem "billigen Sonntag" im Jahr 1933, k├Ânnten Sie auch das Bild in dem Zoof├╝hrer mit denen im obigen Link vergleichen?
Ich meine zu erkennen das es sich um dieselbe Kuh handelt.

(15.07.2012, 20:29)
Michael Mettler :   @Oliver: Kann ich nicht sagen. Allerdings befanden sich die Heizungsr├Ąume im Keller beiderseits der Au├čenanlage, so dass es eigentlich verwunderlich w├Ąre, wenn man den kurzen Weg nicht auch f├╝r eine Au├čenbeckenheizung genutzt h├Ątte. Schlie├člich entstand das Haus zu einer Zeit, als man noch nicht viel mit der Akklimatisation von Tropentieren zu experimentieren wagte.

@Jan Jakobi: Eine nicht explodierte Bombe h├Ątte entsch├Ąrft werden m├╝ssen, eine totes Flusspferd h├Ątte man ebenfalls wegschaffen m├╝ssen. Sp├Ątestens dann h├Ątte man den Unterschied wohl gemerkt...

Wenn Heinroths Schilderung stimmt, kann das zerbombte Becken durchaus auch das Au├čenbecken gewesen sein, denn dann w├Ąren die Zwerghippos zu diesem Zeitpunkt schon seit ├╝ber einem Jahr nicht mehr im Zoo gewesen.
(10.06.2012, 13:41)
Oliver Jahn :   Hatte denn Berlin, genau wie Halle, auch ein beheizbares Au├čenbecken? Ich konnte dar├╝ber nichts finden und auf dem Plan des Hauses sieht es nicht so aus.
(10.06.2012, 12:56)
Jan Jakobi :   @Michael: Man k├Ânnte auch "Knautschke" neben einer nicht explodierten Bombe/Granate gefunden haben.

Da die Zwerghippos drinnen waren, muss es sich bei dem ausgelaufenen Wasserbecken um das Au├čenbecken gehandelt haben.

Leider gibt es aus der Zeit der Angriffe keine Bilder der Hippos, zu mindestens habe ich keine in B├╝chern aus dem Berliner Zoo.

Haben Sie mal in die Bongo-B├Ąnde geguckt ob es weitere Berichte/Artikel ├╝ber die Flusspferde im 2. WK gibt?
(10.06.2012, 12:46)
Michael Mettler :   @Oliver: Wobei jede dieser beiden Stallboxen fast doppelt so gro├č gewesen sein m├╝sste wie zeitgleich der Flusspferdstall in Halle, und dort wurde das Zuchtpaar plus Nachwuchs nicht nur kriegsbedingt notd├╝rftig, sondern dauerhaft "eingeengt"...

├ťbrigens ist Halle ja auch ein Beispiel daf├╝r, dass die Schilderungen von Zeitzeugen selbst ohne chaotische Kriegsbedingungen erheblich voneinander abweichen k├Ânnen :-)

Insgesamt ist die ver├Âffentlichte Datenlage aus dem Berliner Zoo zu Tieren und Geb├Ąuden aus der Zeit nach Februar 1944 bis zum Kriegsende 15 Monate sp├Ąter, nicht sehr ergiebig, was den damaligen Umst├Ąnden geschuldet sein d├╝rfte - die Menschen hatten andere Sorgen als Tageb├╝cher zu f├╝hren...

In dieser Zeit ging die Zerst├Ârung des Zoos ja noch weiter, vor allem bei den Endk├Ąmpfen im April 1945, als sich die Bodenkampfhandlungen zunehmend auf das Zoogel├Ąnde erstreckten. Wie Heinroth berichtet, lebten die verbliebenen Zooleute zum Schluss praktisch st├Ąndig in einem Erdbunker und konnten nur in Gefechtspausen (meistens nachts) die noch lebenden Tiere versorgen. "Was nach den verheerenden Luftangriffen im Berliner Zoo noch stehengeblieben oder notd├╝rftig wieder hergerichtet war, fiel fast vollst├Ąndig den Endk├Ąmpfen im letzten Aprildrittel 1945 zum Opfer. (...) Der Zoo war in ein w├╝stes Schlachtfeld verwandelt, mit Bombentrichtern bes├Ąt wie ein Kraterfeld, von Sch├╝tzengr├Ąben durchzogen, Pflasterwege und Anlagen von den schweren Panzern zerpfl├╝gt und zerwalzt, alle H├Ąuser zerschossen oder verbrannt, nicht ein einziges heiles Dach mehr zu finden...." Vor diesem Hintergrund klingt das Auffinden Knautschkes neben einem erwachsenen Artgenossen (ob nun seine Mutter oder nicht) im zerborstenen, ausgelaufenen Becken nicht unglaubw├╝rdig (eigentlich sogar eher ein Wunder, dass ├╝berhaupt ein Hippo ├╝berlebte).
(10.06.2012, 10:07)
Oliver Jahn :   Das muss ja wirklich sehr voll in diesem Haus gewesen sein. Drei gro├če Flusspferde in einem Stall...und dann nur im Wechsel ins Wasser...
(09.06.2012, 23:29)
Michael Mettler :   In der 125-Jahre-Chronik fand ich jetzt in einem weiteren Bericht von Lutz Heck an den Aufsichtsrat, diesmal ├╝ber die Bombardierung am 29./30.1.1944, eine Angabe, die den Bericht von Heinroth best├Ątigt: "...Dachstuhlbr├Ąnde am Nilpferdhaus und am Strau├čenhaus. Durch L├Âschungsarbeiten w├Ąhrend der ganzen Nacht bis zum Morgen konnte weitere Ausdehnung verhindert und s├Ąmtliche Tiere in den beiden H├Ąusern gerettet werden." Also zumindest an diesem Tag kein totes Flusspferd im Stall oder neben Knautschke im Becken. Dem Bericht vorangestellt ist die Liste (von Kl├Âs ├╝bernommen oder selbst recherchiert?) der wichtigsten noch im Zoo lebenden Gro├čtiere vor diesem Angriff - darin enthalten je 1,2 Flusspferde und Zwergflusspferde. Erst in der 150-Jahre-Chronik wurden daraus dann 2,1 Flusspferde und 1,2 Zwerge - auch hier w├Ąre wieder die Frage, ob die ├änderung aufgrund definitiver Aufzeichnungen/Erinnerungen erfolgte, der Bestand nachtr├Ąglich rekonstruiert wurde oder eins von beiden ein schlichter Schreibfehler ist.
(09.06.2012, 23:23)
Oliver Jahn :   @Michael, die selben Bedingungen? St├╝rzte Heinroth zum L├Âschen auch mit riesigen Spr├╝ngen ins Becken? ;-)
Ja, im Ernst, ich kenne die gleichen, sehr unterschiedlichen Beschreibungen ├╝ber die Zerst├Ârung des Zoo in Dresden. Gerade bei solchen irrsinnigen Erlebnissen, die wir heute (zum Gl├╝ck) gar nicht mehr nachvollziehen k├Ânnen, kann auch ich mir sehr gut vorstellen, dass da unterschiedliche Wahrnehmungen mit den von dir genannten M├Âglichkeiten der Verf├Ąlschung zusammenfallen k├Ânnen.
(09.06.2012, 20:31)
Michael Mettler :   @Oliver: Die Tiere haben die selben Bedingungen gehabt und ├╝berlebt ;-)

Nein im Ernst: Ich vermute auch eher, dass Katharina Heinroth am, aber nicht im Haus stand und den Wasserstrahl von oben auf den Brand regnen lie├č. Bei den Formulierungen d├╝rfen wir wohl nicht alles auf die Goldwaage legen; wir wissen nicht, ob nicht ein Ghostwriter oder Lektor noch seine Finger im Spiel hatte. Der wird dann zwar keinen Grund gehabt haben, aus einem Flusspferd drei zu machen, aber mangels eigener Ortskenntnisse k├Ânnte schon mal eine Formulierung herauskommen, die missverst├Ąndlich ist. ├ähnliches gilt f├╝r die nachfolgenden Chronisten, denn sie waren nicht selbst Augenzeugen, so dass ├ťbermittlungs- und auch ├ťbertragungsfehler (beim angeblich ├╝berlebenden Afrikanischen Elefanten w├╝rde ich z.B. sowas vermuten) zustandekommen k├Ânnen. Lutz Hecks Buch erschien 1954 in einer Jugendbuchreihe, nicht als wissenschaftliche Dokumentation; vielleicht hat da ein Co-Autor oder Lektor manche Passage etwas "schmissiger" gemacht.
(09.06.2012, 20:24)
Oliver Jahn :   Michael, Heinroth stand in einem brennenden Haus die ganze Nacht und l├Âschte, obwohl dort die Decken runter st├╝rzten und die Rauchentwicklung sicher auch recht heftig gewesen sein d├╝rfte? Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen.
(09.06.2012, 18:27)
Michael Mettler :   @Oliver: Laut Heck sprangen die Zwerghippos ins rettende Becken, laut Heinroth wollten sie nicht mal freiwillig den Stall verlassen... Letzteres passt hingegen genau zur Beschreibung ihres Verhaltens bei der Zerst├Ârung der Elefantenpagode, wo sie ebenfalls herausgezerrt werden mussten und nochmals in brennende Haus zur├╝ck wollten.

Der Luftwaffenhelfer war definitiv (nur) beim ersten Angriff dabei gewesen, denn er beschreibt, dass die Helfer hinterher zu ihrer gro├čen ├ťberraschung "in den ersten Februartagen" eine Einladung in den Zoo bekamen. Der zweite Angriff 1944 kommt im Artikel ├╝berhaupt nicht vor.

Die Hippos schwammen nicht "unter" Heinroth, sondern "unten im Wasser" - die Frau l├Âschte Dachgeb├Ąlk, war also auf "oben" konzentriert, da sind die Hippos dann nat├╝rlich "unten". Was daran aber interessanter ist: Neben ihr versuchten die W├Ąrter, die Zwerghippos zu retten - stand also Heinroth IM Haus, das doch laut Heck unzug├Ąnglich schien und in das nur er hineinging?

Noch 'ne Variante: Die Luftwaffenhelfer bemerkten die beiden Alttiere im Stall nicht, weil nur Knautschke versuchte, nach drau├čen zu gelangen - sie bemerkten ja auch die Zwerghippos drinnen nicht, und es ist auch nichts geschildert, dass sie ├╝berhaupt einen Versuch machten, ins Haus zu gelangen. Dann kam Heck mit seinem Trupp und schaffte es, die beiden Alttiere ebenfalls ins Au├čenbecken zu holen, wo sie herumschwammen, als Heinroth die L├Âscharbeiten ├╝bernahm. Am Ende der Nacht waren die Tiere zwar vollz├Ąhlig gerettet, eins der Alttier ├╝berstand aber die Zeit danach nicht - immerhin war Winter, das Haus hatte kein Dach mehr und eine durchschlagene Au├čenmauer, und vielleicht kamen schwere Brandverletzungen hinzu, denen Knautschke nur durch seinen fr├╝hzeitigen Ausstieg entgangen war. Oder vielleicht hat man den Bullen dann tats├Ąchlich aus Sicherheitsgr├╝nden erschossen, weil die Gehegeabsperrungen nicht mehr stabil genug waren - oder man Platz f├╝r die kostbaren Zwerghippos frei haben wollte...

Dann bliebe allerdings immer noch das im Mai 1945 tot neben Knautschke vorgefundene Alttier r├Ątselhaft.
(09.06.2012, 17:58)
Jan Jakobi :   Dieses tote Alttier ist dann vermutlich aus Sicherheitsgr├╝nden am 22./23.11.1943 erschossen worden, davon steht aber weder bei Heck noch bei Heinroth was.

So soll der aus M├╝nchen stammende junge Elefantenbulle "Wastl" laut Blaszkiewitz ("Elefanten in Berlin") beim Angriff am 22./23.11.1943 ausgebrochen und anschlie├čend erschossen worden sein.

(09.06.2012, 17:31)
Oliver Jahn :   Irgendwie decken sich da alle Berichte nicht so recht. Jeder Augenzeuge hat seine eigene Variante. Aber wir k├Ânnen es ja mal versuchen.
Heck k├Ânnte Heinroth den Schlauch in die Hand gedr├╝ckt haben, um ins Haus zu st├╝rmen und die Zwergflusspferde zu retten. Das w├╝rde zu seiner Schilderung passen. Sie aber sah dann zwei Pfleger, die selbiges versuchten, das passt wieder nicht. Er beschreibt aber, dass er sich nasse Decken um den Kopf wickelte. Vielleicht hat sie ihn so einfach nicht erkannt. Dann passen beide Varianten, nur die Zahl der gro├čen Flusspferde aus ihrer Schilderung widerspricht zwar nicht seinen Schilderungen, da er ja von mehreren Tieren spricht, aber dem Rest der Faktenlage. Der Flak-Helfer kam dann zum Einsatz beim zweiten Angriff im Februar. Da waren die Zwegflusspferde weg und irgendwie die anderen gro├čen Flusspferde auch, nur noch Knautschke war ├╝brig. Dann passt auch diese Beschreibung. Heinroth hat sich mit dem Datum des toten Tieres neben Knautschke einfach geirrt. Der Flak-Helfer bei Datum des Angriffs. Und die drei Tiere, die unter Heinroth unruhig ihre Runden schwammen (und hier verstehe ich bei der Anlage den Begriff "UNTER" nicht so ganz) waren letztlich auch ein Irrtum von Heinroth, sie meinte es w├Ąren drei, verwechselte das aber mit den Zwergen in ihrer Erinnerung. Irgendwie bekommen wir die Geschichte noch hin! ;-)
(09.06.2012, 17:12)
Michael Mettler :   @Oliver: Katharina Heinroth war seit 1933 die Ehefrau des Berliner Aquariumkurators und hat auch die Zerst├Ârung des Zoos in voller L├Ąnge miterlebt - sogar l├Ąnger als dessen Direktor Lutz Heck, denn der hatte sich schon vor dem Ende der Kampfhandlungen abgesetzt (am 2. Mai 1945), um nicht den Russen in die H├Ąnde zu fallen. Wieviel Frau Heinroth allerdings von einzelnen Tierbewegungen im Zoo mitbekam, ist schwer zu sagen; so k├Ânnte sie die Verschickung der Flusspferdkuh selbst erlebt oder auch nur im Gespr├Ąch davon geh├Ârt haben, oder sie fand m├Âglicherweise sogar erst nach ihrer Ernennung zur Direktorin nach dem Krieg Unterlagen vor, aus denen die Auslagerung nach Prag zu ersehen war.

Dass man ein totes Alttier, neben dem man ein Junges vorfindet (und Heinroths Formulierung sagt nicht, dass SIE diese Situation vorfand), quasi automatisch als Mutter abbucht, w├Ąre ein verzeihlicher Irrtum und auch keineswegs der einzige Fall von Geschlechterunklarheit in den Berliner Berichten. So erw├Ąhnt Lutz Heck z.B., dass ein nach Augsburg ausgelagerter Luchs dort noch im Krieg Junge bekam, laut Kl├Âs' Auflistung handelte es sich aber um einen Kater...

Aber jetzt kommt der Clou, denn ich habe mir die Heinrothsche Schilderung der Zerbombung zwischenzeitlich auch noch mal durchgelesen. Heck berichtet ja, dass das Betreten des brennenden Flusspferdhauses unm├Âglich schien, er aber trotzdem hineinging, die T├╝r des Stalles zum Wasserbecken ├Âffnete und die Zwergflusspferde "mit riesigen Spr├╝ngen" im Wasser verschwanden; kurz danach sei das ganze Hausdach zusammengebrochen. Von Flusspferden keine Rede. Die Heinrothsche Erz├Ąhlung h├Ârt sich ganz anders an: Sie hatte gerade beim L├Âschen des ebenfalls brennenden Strau├čenhauses geholfen und war dann zum Flusspferdhaus weitergeeilt, wo Lutz Heck mit dem Feuerschlauch das Dach l├Âschte. Er dr├╝ckte ihr die Spritze in die Hand und rannte weiter. Katharina Heinroth l├Âschte stundenlang die Dachbalken, "w├Ąhrend unten im Wasser drei Flusspferde aufgeregt ihre Kreisbahn schwammen. Neben mir versuchten zwei W├Ąrter, drei vor Schreck st├Ârrische Zwergflusspferde aus den brennenden St├Ąllen zu ziehen. Erst gegen Morgen hatte ich das feuer gel├Âscht, alle Tiere dieses Hauses waren in Sicherheit." Also: Welcher Heldengeschichte d├╝rfen wir nun mehr glauben? Und wieso sah Frau Heinroth am 30.1.1944 sogar noch DREI Flusspferde im Zoo, obwohl sie selbst davon berichtet, schon 1943 sei eine Zuchtkuh verschickt worden?

Die Chronologie der letzten Kriegsjahre in ihren Lebenserinnerungen scheint hie und da ein wenig durcheinander zu gehen, wenn man sie mit den Daten aus den Zoochroniken vergleicht, aber angesichts des erlebten Chaos', in dem zeitgleich auch noch ihr Mann erkrankte und schlie├člich starb, w├Ąre das nachvollziehbar. Deshalb ist der Gedanke, sie k├Ânnte mit dem Ende der Kampfhandlungen auch einen fr├╝heren Zeitpunkt gemeint haben, auch mir schon gekommen - angesichts ihrer L├Âsch-Schilderung allerdings eher bezogen auf den 15.2.1944, als eine Bombe mit Zeitz├╝nder am Flusspferdhaus detonierte und einen riesigen Krater riss.

Aber was Daten betrifft: Kl├Âs zitiert in der 125-Jahre-Chronik den besagten Aufsichtsratsbericht von Lutz Heck von Januar 1944, nach dem zu diesem Zeitpunkt ca. 150 wertvolle Gro├čtiere ausgelagert gewesen waren. In "Tiere - mein Abenteuer" nennt Heck zwar keine Jahreszahlen, schreibt aber: "Als die Luftangriffe immer heftiger und bedrohlicher wurden, hielt ich es an der zeit, einen Teil des Tierbestandes zu evakuieren. Unersetzliche einzelne Tiere oder ganze Sammlungen...." Und jetzt schaue ich auf die von Kl├Âs wiedergegebene, detaillierte Liste der ausgelagerten Tiere. Bis Januar 1944 wurden demnach ├╝berwiegend Haustiere bis hin zu Kaninchen und Meerschweinchen verschickt, daneben ein paar heimische Tierarten wie z.B. ein m├Ąnnlicher Rothirsch und zwei Rehe und nur ganz wenige Kostbarkeiten wie z.B. drei Bl├Ątteraffen, ein Orang, zwei Schimpansen, ein Hartmannzebra, zwei Sitatungas und sechs Argalis - sowie "nat├╝rlich" jede Menge Wisente und Heckrinder. Ansonsten ging die Auslagerung laut Kl├Âs' Liste erst ab Februar 1944 so richtig los. Was also stimmt nun hier? Wir wollen doch nicht hoffen, dass die Liste "um ein Jahr nachgeht"....
(09.06.2012, 16:15)
Oliver Jahn :   @Michael, genau diese Variante von dir hatte ich ja im Kopf, als ich gestern schrieb, dass Heck ├╝ber den Angriff vom Januar von DEN Flusspferden schreibt, nach dem Angriff vom Februar das zerst├Ârte Haus nur noch f├╝r DAS Flusspferd wieder herrichtete. Nur neben welchem toten Tier Heinroth "Knautschke" nach den Kampfhandlungen dann noch gesehen haben will, das bleibt ein R├Ątsel. War sie im Januar 44 vielleicht schon im Zoo und sah nach dem Bombenangriff (Ende der aktuellen Kampfhandlung) den geretteten Knautschke neben einem toten Tier? Und sie war da noch der Meinung, es w├Ąre seine Mutter gewesen, obwohl es der Vater war?
(09.06.2012, 14:32)
Michael Mettler :   @Oliver: Deine Erkl├Ąrungen zu den "Beutetieren" sind einleuchtend.
(09.06.2012, 14:01)
Michael Mettler :   @Oliver: Was zumindest noch die Deutung zulie├če, dass es bis zu diesem Angriff noch die Mehrzahl gab und danach nur noch Knautschke. Denn als "etwas eingeengt" h├Ątte Heck ein einzelnes Hippo (bei der Nur-Knautschke-Version) wohl kaum bezeichnet, bei einer Abmessung der Box von ├╝ber 4 x 5 m h├Ątte ein achtmonatiges Flusspferd allein geradezu luxuri├Âsen Platz gehabt. Spricht also daf├╝r, dass noch mindestens ein ausgewachsener Artgenosse vorhanden war.

Gehen wir mal chronologisch vor: Das Bombardement im November 1943 ├╝berstand das Flusspferdhaus weitgehend unbesch├Ądigt und mit drei Hippos (nach alter Version von Kl├Âs 1,2, nach neuerer Version 2,1; davon nach Datenlage nur ein junges Tier, n├Ąmlich Knautschke).
Dagegen war das Elefantenhaus bis auf den Seitenteil mit dem Bullen Siam f├╝r die Tierhaltung unbrauchbar, und somit waren die drei ├╝berlebenden Zwerghippos obdachlos; sie wurden vor├╝bergehend in beheizbaren Toilettenr├Ąumen untergebracht. Irgendwann zwischen dem 23.11.43 und dem 29.1.44 m├╝ssen sie dann aber im Flusspferdhaus einquartiert worden sein und verlie├čen es erst anl├Ąsslich der Verschickung nach Breslau (am 5.2.44, zusammen mit einer Reihe anderer Tiere).

In einem Bericht an den Aufsichtsrat des Zoos von Januar 1944, wiedergegeben in Kl├Âs' 125-Jahre-Chronik, erw├Ąhnt Lutz Heck die Auslagerung von ca. 150 Gro├čtieren, "insbesondere aussterbende Arten und wertvolle Zuchtgruppen". Bei den "in Sicherheit und zur Neubesetzung" vorhandenen Tieren erw├Ąhnt er zwar drei Zwergflusspferde, aber keine Flusspferde (obwohl selbst Kamele oder K├Ąngurus Erw├Ąhnung finden; mit "Afrikanischer Elefant" ist allerdings auch ein Fehler nachweisbar, denn Siam war ein Asiate und es war kein Afrikaner ausgelagert).

Zwerghippos waren zu dieser Zeit erheblich wertvollere Zootiere als ihre gro├čen Verwandten. Es gab nun also die Situation, bei Winterk├Ąlte die kostbaren Zwergflusspferde dauerhafter unterbringen zu m├╝ssen als in einer Herrentoilette, gleichzeitig aber au├čer dem eigentlich voll besetzten Flusspferdhaus kaum noch beheizbare M├Âglichkeiten daf├╝r. Da l├Ąge die Erkl├Ąrung auf der Hand, dass man vielleicht das wertvollste Flusspferd der Familie, n├Ąmlich die Zuchtkuh, doch noch 1943 nach Prag schickte (├╝brigens nicht mit einem gro├čen Transport, laut Kl├Âs' Liste gingen daneben nur drei Zwergziegen und ein paar Ibisse nach Prag) und nur die weniger wichtigen Tiere behielt und zusammen aufstallte(au├čer Knautschke entweder dessen Vater, falls die 2,1-Version stimmte, oder eine nicht z├╝chtende zweite Kuh, falls die 1,2-Variante zutr├Ąfe), um eine Stallbox f├╝r die Zwerge frei zu bekommen. Da von Knautschkes Vater lediglich der Verbleib fehlt, von einer zweiten Kuh allerdings jegliche Daten, halte ich die erste Version nach jetziger Datenlage f├╝r wahrscheinlicher. Dieses erwachsene Tier k├Ânnte dann im Januar 1944 im/am zerbombten Haus ums Leben gekommen sein.

Katharina Heinroth k├Ânnte also mit der Verschickung 1943 durchaus Recht haben - ├╝brigens ist sie die einzige, die in diesem Zusammenhang von "FlusspferdZUCHTkuh" spricht, und davon gab es in Berlin nach derzeitiger Kenntnis zeitgleich immer nur eine, in diesem Fall Zuzana. Alle vier Nachzuchten des Zoos zwischen den Kriegen waren m├Ąnnlich, auch das also keine Quelle f├╝r eine zweite Kuh im Zoobestand.
(09.06.2012, 13:57)
Oliver Jahn :   Ich habe jetzt noch einmal nach den genauen Daten geschaut.
Am 06.Mai 1945 nahmen die Russen Berlin ein.
Am 07. Mai 1945 unterschrieb Jodl die bedingungslose Kapitulation zum 08. Mai.
In der Zeit vom 01. Bis 04. Juli 1945 trafen bereits die amerikanischen und britischen Besatzungstruppen in Berlin ein und besetzten die ihnen zugewiesen Sektoren. Damit wurde Charlottenburg Britische Besatzungszone.
Da blieb den Russen wirklich keine Zeit f├╝r solche Dinge.
Nun waren ja die Briten auch daf├╝r bekannt (siehe Hagenbeck), dass sie Tiere aus deutschen Zoos als Reparationsleistung beschlagnahmten.
In Berlin d├╝rfte das allerdings nicht ohne weiteres umsetzbar gewesen sein, denn sie h├Ątten mit den konfiszierten Tieren einmal quer durch die SBZ gemusst.
Von daher d├╝rfte allein aus diesen Gr├╝nden (und vielleicht gab es gerade im Bezug auf Berlin auch noch weitere, politisch motovierte Gr├╝nde) der Zoo Berlin tats├Ąchlich eher verschont geblieben sein.

(09.06.2012, 13:35)
Oliver Jahn :   Aber genau an dieser Stelle schreibt Heck eben auch, dass zu dieser Zeit neben DEN eigentlichen Flusspferden (Mehrzahl) etwas eingeengt auch ihre kleineren Vettern, die Zwegflusspferde, untergebracht waren.
(09.06.2012, 12:41)
Michael Mettler :   @Carsten Horn: Lutz Heck schildert, dass er die Zwergflusspferde aus dem Stall, dessen brennende Decke herabst├╝rzte, ins Innenbecken "rettete". In diesem kann also eigentlich kein Flusspferd zur gleichen Zeit gewesen sein. Von Knautschke oder weiteren Flusspferden berichtet er keine Rettungsma├čnahmen, also gab es vermutlich keine Flusspferde mehr (zumindest keine lebenden) im Inneren des Hauses, denn sonst h├Ątte er die vermutlich ebenfalls irgendwie zu retten versucht oder vielleicht erw├Ąhnt, dass der Versuch missgl├╝ckte. Zumindest Knautschke k├Ânnte also zu diesem Zeitpunkt bereits im Au├čenbecken gewesen sein; h├Ątte der Luftwaffenhelfer stattdessen ein Zwerghippo nach drau├čen gelassen, wo w├Ąre dann Knautschke gewesen?

├ťbrigens habe ich mich vom Originalgrundriss des Hauses im "Spiegel der Bauten" ein wenig zu sehr ablenken lassen. Im Text des Buches ist n├Ąmlich zu lesen, dass Ludwig Heck schon 1897 die darauf erkennbaren, urspr├╝nglichen drei Stallboxen in zwei gr├Â├čere umbauen lie├č. Vermutlich wurde dabei das mittlere Tor - wenn es denn jemals eins war, aber es wirkt halt so - stillgelegt, denn dahinter m├╝sste sich dieser Schilderung zufolge die Trennwand zwischen den beiden neuen Boxen befunden haben.

Daraus folgt aber auch, dass es beim Bombenangriff im Januar 1944 nur zwei Innenst├Ąlle gab, und Heck erw├Ąhnt die getrennte Unterbringung der Arten, weil sie sich "nicht vertrugen" (Hatte man anscheinend getestet?). Aus der einen Stallbox entlie├č Heck die Zwergflusspferde ins Innenbecken, aus der anderen gelangte Knautschke (dessen Retter vielleicht nicht wissen konnten, dass das mittlere Tor gar nicht mehr benutzt wurde/werden konnte) ins Au├čenbecken, aber ├╝ber Lebenszeichen weiterer Hippos in dessen Stall berichteten die Helfer nichts. Wo also soll die laut Kl├Âs' Liste erst Monate nach dem Bombardement nach Prag verschickte Zuzana gewesen sein, wenn sie offenbar nicht im Au├čenbecken war (die Helfer h├Ątten sie wohl kaum ├╝bersehen k├Ânnen) und anscheinend auch nicht im Stall, dessen brennende Decke einst├╝rzte? H├Ątte sie dort an Land den Angriff ├╝berlebt, dann doch vermutlich nur schwer verletzt, und das h├Ątte doch sicher irgendjemand von den Zeitzeugen berichtet.
(09.06.2012, 12:13)
Oliver Jahn :   @Michael, dass der Zoo Berlin vielleicht wirklich keine "Beutetiere", nach Osten abgeben musste, ist f├╝r mich gar nicht so verwunderlich. Schlie├člich bekam Berlin noch im Sommer 1945 den Vierm├Ąchte-Status und auch die Russen d├╝rften in den wenigen Wochen, in denen sie ganz Berlin besetzt hatten, und somit auch den Zoo, sicher andere, wichtigere Dinge zu tun gehabt haben, als Tiere aus dem Zoo zu konfiszieren. Und es gab gen├╝gend andere Zoos, an denen sie sich in Ruhe bedienen konnten, da sie in ihrer Besatzungszone blieben.
(09.06.2012, 12:02)
Jan Jakobi :   Stimmt k├Ânnte auch ein Zwergflusspferd gewesen sein.
Es w├Ąre sogar m├Âglich das ein ausgewachsenes Flusspferd auf der Au├čenanlage war und dann der Angriff kam. Dann w├Ąren nur "Knautschke" und die Zwergflusspferde im Haus gewesen.

Die drei T├╝ren sind ├╝brigens fast gleich gro├č, durch die runtergefallenen Mauersteine wurden die kleiner.

(09.06.2012, 10:46)
Carsten Horn :   Oder der Luftwaffenhelfer hat gar nicht Knautschke gerettet, sondern eins der Zwergflu├čpferde, von der Gr├Â├če her k├Ânnte das auch etwa hinkommen und ob man das in der Situation als Laie so genau unterscheiden kann...

Sp├Ąter ist dann nat├╝rlich bei der Popularit├Ąt und verschwimmenden Erinnerungen Knautschke draus geworden...
(09.06.2012, 10:22)
Michael Mettler :   Sorry, beim Umformulieren eines zuerst geschriebenen Textes f├╝r den letzten Beitrag ist mir ein Fehler unterlaufen: Statt "m├╝ssten sie noch im Haus gewesen sein..." bei den Zwerghippos muss es nat├╝rlich hei├čen "waren sie noch im Haus und wurden erst...".
(09.06.2012, 00:44)
Michael Mettler :   Das w├Ąre eine durchaus passende L├Âsung f├╝r diese beiden Daten - nur schreibt Katharina Heinroth auch, dass die Verschickung nach Prag bereits 1943 passiert sei... Lutz Heck hingegen bemerkt in "Tiere - mein Abenteuer", dass die Verschickung "gegen Kriegsende" stattfand. Kriegsende war im Mai 1945, Hecks Buch erschien 1954 - da waren seine Erinnerungen noch recht frisch. Katharina Heinroths Lebenserinnerungen erschienen dagegen erst 1979.

Falls wirklich schon 1943 eine Flusspferdkuh nach Prag gegeben worden w├Ąre, dann vermutlich am ehesten nach den Bombenangriffen im November. Zu diesem Zeitpunkt war Knautschke ein halbes Jahr alt; auch in Friedenszeiten hat man manche K├Ąlber schon in diesem Alter von der Mutter getrennt. Kl├Âs schreibt ja lediglich, DASS nach diesem Angriff noch 1,2 (├Ąltere Version) bzw. 2,1 (neuere Version) Flusspferde im Zoo vorhanden waren, aber nicht, wie lange noch.

Die Zwergflusspferde wurden nach allen, was ich bis jetzt gefunden habe, nach der Zerst├Ârung des Elefantenhauses 1943 (dabei bzw. kurz danach 2 von 5 vorhandenen Zwerghippos umgekommen, es verblieben 1,2) zuerst provisorisch in beheizten Toilettenr├Ąumen untergebracht, dann im Flusspferdhaus (im Becken Schichthaltung mit den Flusspferden). Beim Bombenangriff Ende Januar 1944, den der Luftwaffenhelfer schildert, m├╝ssten sie noch im Haus gewesen sein, denn sie wurden laut Kl├Âs' Auflistung erst am 5.2.44 (und damit noch vor dem zweiten Bombenschaden am Haus am 15.2.) nach Breslau ausgelagert. Das Haus hatte nur drei Stallboxen. Der Luftwaffenhelfer erw├Ąhnt sie nicht, war aber im Gegensatz zu Heck offenbar auch nicht im Hausinneren, denn Heck schildert, wie er den Zwergen den Weg vom Stall ins Innenbecken ├Âffnet und sie dort den Brand ├╝berstehen. Wenn aber die Zwerghippos ins Innenbecken gelassen wurden und Knautschke ins Au├čenbecken, w├Ąhrend eine Rettung der beiden ausgewachsenen Hippos (oder auch nur ihre Anwesenheit) von beiden Autoren nicht erw├Ąhnt wird, dann gibt es f├╝r Knautschkes Eltern nicht viele M├Âglichkeiten: W├Ąren sie beide bei dieser Gelegenheit umgekommen, h├Ątte der Zoo nicht Monate sp├Ąter eine Flusspferdkuh nach Prag schicken k├Ânnen. W├Ąre nur der Bulle gestorben, h├Ątte die lebende Kuh noch im Haus sein m├╝ssen - warum wird die Rettung dieses gr├Â├čten Tieres im Haus dann nicht erw├Ąhnt? W├Ąre die Kuh zu diesem Zeitpunkt tats├Ąchlich schon in Prag gewesen (also die Heinroth-Version), dann h├Ątte der Bulle beim Bombenangriff im Januar oder sogar schon vorher (nach Ende November 1943) gestorben sein k├Ânnen, und es w├Ąren am 30.1.44 tats├Ąchlich nur noch Knautschke und die Zwerghippos zu retten gewesen.
(09.06.2012, 00:39)
Jan Jakobi :   Katharina Heinroth schreibt das die nach Prag ausgelagerte Kuh in den Besitz des tschechischen ├╝bergegangen sei, als sie diese zur├╝ck holen wollte.

Ich vermute das die Flusspferdkuh am 7. Juli 1945 in den Besitz des tschechischen ├╝berging, aber am 26.06.1944 nach Prag kam.

Das passt aber nicht mit der Schilderung des Luftwaffenhelfers zusammen.
(08.06.2012, 22:55)
Michael Mettler :   Mir f├Ąllt gerade auf, dass der erste Absatz missverst├Ąndlich sein k├Ânnte: Ich meinte damit, dass das Datum bereits in Berlin ge├Ąndert worden sein k├Ânnte...
(08.06.2012, 22:39)
Michael Mettler :   ├ťbrigens gab der Zuchtbuchf├╝hrer in der ersten ESB-Ausgabe von 2007 das Ankunftsdatum von Zuzana in Prag noch mit 7. Juli 1945 an, es wurde erst in der 2008er Version auf den 26.6.1944 ge├Ąndert. Vielleicht war die Kuh ja ein "Beute-Hippo" von 1945, und damit das nicht so aussah, ihr Abgang nach Prag in einen freiwilligen ein Jahr zuvor umgeschrieben :-)

Klingt zwar sehr nach R├Ąuberpistole, aber wie schon erw├Ąhnt war das Thema Reparationsleistungen bei Zootieren fr├╝her wohl sehr heikel. Zumindest die Russen hatten wohl mit Heck diesbez├╝glich ein H├╝hnchen zu rupfen, weil er sich in Kriegszeiten aus deren Zoos bedient haben soll, und er hat sich ja auch zum Kriegsende aus Berlin abgesetzt.

So weit ich mich aus den B├╝chern erinnere, ist doch immer nur davon die Rede, wie viele Tiere des Zoos den Krieg ├╝berlebt hatten, aber nicht, ob davon auch noch welche von den Besatzungsm├Ąchten abgezogen wurden, oder? Aus anderen Zoos ist sowas bekannt oder zumindest umschrieben worden, und ausgerechnet den Zoo der Hauptstadt des besiegten Kriegsgegners lie├č man diesbez├╝glich ungeschoren?
(08.06.2012, 22:36)
Michael Mettler :   Kl├Âs datiert die zweite Bombardierung des Hauses auf den 15.2.1944, eine Sprengbombe zerst├Ârte eine Ecke des Hauses samt Au├čenmauern. Heinroth schildert allerdings, dass bei Auffinden von Knautschke und seiner toten Mutter - wie gesagt zweij├Ąhrig, also erst 1945 - das Wasserbecken zerbombt und ausgelaufen war.
(08.06.2012, 22:16)
Oliver Jahn :   Heck schreibt ├╝ber den Angriff vom Januar 44 noch von DEN Flusspferden. Nach dem Angriff auf den Zoo wenige Wochen sp├Ąter wurde das Haus f├╝r DAS Flusspferd wieder hergestellt. Und mit der ersten Nennung in der Mehrzahl meint er nicht die seit 43 dort untergebrachten Zwergflusspferde, denn die erw├Ąhnt er separat.
(08.06.2012, 21:55)
Michael Mettler :   Das mit der Rampe/Treppe nach 1935 d├╝rfte sich gerade erledigt haben. in dem Buch "Knautschke, Knut & Co." gibt es ein Foto von 1953, auf dem ebenfalls keine Einstiegshilfe jeglicher Art in der Mitte vorhanden ist und es auch nicht so aussieht, als habe es zwischendurch mal eine gegeben. Auf dem Foto des teilzerst├Ârten Hauses ist der rechte der drei Eing├Ąnge offensichtlich der benutzte (und sein Mauerrahmen noch original), der linke ist zugemauert - seine linke Kante liegt au├čerhalb des Bildausschnitts, so dass nicht erkennbar ist, ob die Luftwaffenhelfer eventuell dort die ├ľffnung vergr├Â├čert hatten.

Angesichts des originalen Grundrisses des Hauses im "Spiegel" frage ich mich gerade, ob damals nicht alle drei Tore f├╝r die Tiere benutzbar waren (rechts und links laut Zeichnung vielleicht mit T├╝rfl├╝geln, in der Mitte mit einem Schieber) und der Boden der Au├čenanlage h├Âher lag. Treppen vom Stall ins Au├čengehege sind darauf n├Ąmlich nicht zu sehen, wohl aber welche vom Landteil ins Wasser und vom Besucherweg ins Haus. Vielleicht wurden die beiden Treppen rechts und links erst sp├Ąter angebaut, weil aus irgendwelchen Gr├╝nden der Landteil abgesenkt wurde. Die beiden ├Ąu├čeren T├╝ren m├╝ssten nach dem Grundriss gleichzeitig die Pflegerzug├Ąnge zu den St├Ąllen gewesen sein, denn es sind keine zu erkennen, die im Hausinneren gewesen w├Ąren. Aber das hat nat├╝rlich nichts mit den Ereignissen von 1944 zu tun ;-)
(08.06.2012, 21:48)
Michael Mettler :   Ich habe eben in beiden Quellen nachgeschlagen und noch eine dritte zur Hand genommen: Laut Kl├Âs, "Von der Menagerie zum Tierparadies", durchschlug am 30.1.1944 eine Bombe Dach und Wand des Flusspferdhauses und wurde zehn Tage sp├Ąter als Blindg├Ąnger im Au├čengehege entdeckt. Besagte Wand muss demnach die Frontseite des Hauses gewesen sein.

Das passt mit den Schilderungen des Luftwaffenhelfers zusammen, nach denen der mittlere Ausgang (als solchen vermutete er ihn) von au├čen durch Schutt und brennende Holzst├╝cke der Dachkonstruktion versperrt war. Ob sich vor dem Tor (?) eine Treppe befand oder nicht, konnte er unter diesen Bedingungen vielleicht gar nicht sehen, und wenn ich mir das Foto im "Spiegel" anschaue, kann man "das" in der Mitte durchaus f├╝r ein Tor halten (bzw. sich fragen, was es eigentlich sonst f├╝r einen Zweck hatte). Das Foto im "Spiegel" ist mit "um 1935" datiert, womit zumindest nicht unm├Âglich w├Ąre, dass es danach eine Rampe oder Treppe gegeben haben k├Ânnte. Aber selbst wenn nicht: siehe oben.

Laut Schilderung des Luftwaffenhelfers wollte Knautschke schon selbst durch einen der seitlichen Ausg├Ąnge aus dem Haus heraus, aber es passte nur sein Kopf hindurch (wegen Tr├╝mmerteilen?). Die beteiligten Personen brachen zu dritt Mauerbrocken aus dem geborstenen Mauerwerk, bis der Jungbulle durchpasste.

Dass nur Knautschke erw├Ąhnt wird, passt allerdings wiederum nicht mit den Erinnerungen von Katharina Heinroth zusammen, nach denen man diesen als Zweij├Ąhrigen nach dem Ende der Kampfhandlungen neben seiner toten Mutter fand. Selbst wenn dieses tote Tier gar nicht seine Mutter, sondern sein Vater gewesen sein k├Ânnte, wie wir schon gemutma├čt haben: Wo war sie/er am 30.1.1944, wenn der Luftwaffenhelfer nur Knautschke erw├Ąhnt?
(08.06.2012, 21:18)
Oliver Jahn :   So wertvoll solche Berichte auch immer sein m├Âgen, ich finde pers├Ânlich, dass man sie mit einer gewissen Skepsis betrachten sollte. Im Januar 44 war Knautschke 8 Monate alt. Wie man auf dem Foto im Buch "Der Berliner Zoo im Spiegel seiner Bauten" auf Seite 88 sehr gut sehen kann, wurde die mittlere T├╝r da gar nicht genutzt, da keine Treppen von dort ins Gehege f├╝hren. Die Tiere, hier 3 an Zahl, auch mit ausgewachsenen Exemplaren, haben also auch die Seitent├╝ren genutzt. Warum dann ein 8 Monate altes Tier durch diese Tore nicht mehr gepasst haben soll, das erschlie├čt sich mir dann nicht so ganz.
(08.06.2012, 20:31)
Jan Jakobi :   Im BONGO-Band 31 fand ich in einem Artikel eine interessante Information zu "Knautschke".
Ein Luftwaffenhelfer hatte im Januar 1944 "Knautschke" geholfen auf die Au├čenanlage zu kommen. Es gab an dem Nilfperdhaus 3 T├╝ren, die mittlere war aber durch Holz und Schutt versperrt, die Person half mit anderen einen der andren beiden Ausg├Ąnge zu vergr├Â├čern, weil "Knautschke" da nicht durch passte.

Dem Artikel nach gab es also nur "Knautschke" im Januar 1944 und "Zuzana" m├╝sste dem nach schon 1943 nach Prag gebracht worden sein.
(08.06.2012, 18:48)
Michael Mettler :   Nicht mehr als ein m├Âgliches Indiz f├╝r die Theorie von Circus-Hippos in Breslau, soll aber trotzdem erw├Ąhnt werden: Im Buch "Hagenbeck" von G├╝nter Niemeyer (fr├╝herer Pressechef des Circus Hagenbeck) fand ich f├╝r das Jahr 1941 den Satz "Der Luftkrieg hatte die deutschen Zirkusse nach Mittel- und Ostdeutschland vertrieben." Der Circus Hagenbeck selbst hatte 1940 Station in Wien bezogen (im Renz-Bau) und blieb dort bis zu dessen Zerst├Ârung 1944.

Dem selben Buch ist ├╝brigens zu entnehmen, dass Christoph Schulz (der 1941 eine Flusspferdkuh Wally in Leipzig eingestellt hatte, deren verbleib unklar ist) schon ab den 30er Jahren selbstst├Ąndig und somit nicht mehr f├╝r Hagenbeck t├Ątig war.
(26.05.2012, 08:35)
Michael Mettler :   Auch ├╝ber Sarrasani gibt es mehrere Versionen... W├Ąhrend es sich im Wikipedia-Artikel ├╝ber den Circus so liest, als habe Sarrasani zwischen dem Tod von Stosch-Sarrasani jr. (9.7.1941) und dem 13.2.1945 (Zerst├Ârung Dresdens) den dortigen Circusbau gar nicht mehr selbst bespielt, hei├čt es anderswo, dass die letzte Vorstellung gerade lief, als die Bomber schon im Anflug auf Dresden waren. Sarrasanis Witwe, die zu dieser Zeit den Circus leitete, ├╝berlebte den Angriff - was sonst vom Circus ├╝brig blieb, der erst 1956 mit einer kompletten Neugr├╝ndung wiederbelebt wurde, habe ich in den bisher gefundenen Quellen nicht nachlesen k├Ânnen. Also auch nicht, ob Tiere in Zoos einquartiert oder durch die Sowjets requiriert wurden.
(14.05.2012, 12:25)
Michael Mettler :   @Oliver: Im Falle des Budapester Nachzuchtpaares dachte ich daran, dass Hagenbeck (der die Tiere ├╝bernahm) sie in Breslau lediglich eingestellt haben k├Ânnte, weil er einen Zwischenlagerplatz f├╝r sie brauchte und dort gerade das Tapirgehege frei geworden war. Z.B. lebte auch in Leipzig von Juni 1941 bis mindestens April 1942 eine erwachsene Flusspferdkuh neben den zooeigenen Tieren, die von Christoph Schulz (Tierf├Ąnger und -h├Ąndler) eingestellt war und von der aus den Unterlagen kein Verbleib nachzuvollziehen ist. Die hie├č ├╝brigens auch Wally, soll aber 1935 in M├╝nchen geboren worden sein und war wahrscheinlich nicht mit Sarrasanis Wally identisch. Der Name war offenbar f├╝r weibliche Flusspferde dieser Zeit ebenso beliebt wie Paula oder Rosa, denn auch die Dresdner Zuchtkuh hie├č Wally. Angesichts vieler Namensgleichheiten und unklarer Daten ist Zuchtbucharbeit selbst bei so auffallenden Tieren nicht einfach...

Die Wally, die von Sarrasani nach Leningrad gebracht worden sein soll, soll jedenfalls erst in den Kriegsjahren (also fr├╝hestens 1939) in den Circus gelangt sein.
(14.05.2012, 08:36)
Oliver Jahn :   Carsten, der Zoo wurde 1945 geschlossen. S├Ąmtliche deutschen Mitarbeiter wurden vertrieben, etliche fanden den Tod noch nach Kriegsende. Es wurde gepl├╝ndert und zerst├Ârt. Was da bei Wiederer├Âffnung 1948 noch verhanden war, oder vorhanden sein durfte, das d├╝rfte mehr als d├╝rftig gewesen sein. Wir sprechen hier ja ├╝ber eine Zeit, in der man besonders stark versuchte, deutsche Vergangenheit auszul├Âschen, und das um jeden Preis.
(13.05.2012, 23:58)
Carsten Horn :   Die Chronik wird ja immer interessanter, g, die vier Jungtiere (au├čer Lorbas) scheinen im Zoo selber nicht bekannt zu sein, jedenfalls tauchen die in den Infos, die ich von Wroclaw bekommen habe, nicht auf.

Und der Zuchtbuchf├╝hrer scheint die Infos auch nicht bekommen zu haben, wenn im Zuchtbuch nichts steht...

Entweder scheint da einiges an Unterlagen verloren gegangen zu sein, was kriegsbedingt ja nicht unwahrscheinlich w├Ąre...

Oder konnte man einfach mit den eventuell vorhandenen deutschen Unterlagen nichts anfangen, denn es hat sich ja die Amtsprache im Zoo nach dem Zweiten Weltkrieg ge├Ąndert...?
(13.05.2012, 23:23)
Oliver Jahn :   Die Chronik schreibt auch, dass zwischen 1938 und 42 f├╝nf Jungtiere im Zoo zur Welt kamen. Im Zuchtbuch finde ich in dieser Zeit genau ein Jungtier, n├Ąmlich Lorbas. Fritz und Paula schienen also sehr gut zu z├╝chten. Macht es da Sinn, sich ein junges Paar zu holen, welches man dann auch noch ins Tapirgehege setzt? Bestand nicht viel mehr 1941 noch die Hoffnung, der Krieg k├Ânnte bald vor├╝ber sein und somit w├Ąren auch Tapire wieder erh├Ąltlich?
(13.05.2012, 21:33)
Michael Mettler :   @Oliver: Interessant - vor allem, weil damit schon wieder das Jahr 1941 ins Auge f├Ąllt... Es wurden also genau in jenem Jahr Kapazit├Ąten im Haus frei. Und Hagenbeck ├╝bernahm 1,1 junge Hippos aus Budapest, die h├Ątte man wohl in einem Tapirgehege unterbringen k├Ânnen. Die M├Âglichkeit, dass die Geburtsdaten von Lusia & Partner versehentlich mit denjenigen von Fritz und Paula zusammengeworfen wurden, ist ja auch noch nicht ganz vom Tisch.

Noch als Nachtrag: Auch der Circus Hagenbeck hatte Flusspferde und nahm welche auf seine Ostasien-Tournee 1932/33 mit (Quelle: Lorenz Hagenbeck, "Den Tieren geh├Ârt mein Herz"), die m.W. nicht anderswo im Zuchtbuch auftauchen. Damit w├Ąre sogar der Eintrag "Hamburg" wieder im Spiel...
(13.05.2012, 21:15)
Carsten Horn :   F├╝r Wally/Sarrasani hab ich die Angabe Leningrad 1945, Totto wei├č ich auch nichts... Eins der 1909-11er Tiere ist bald nach der Ankunft bei Sarrasani gestorben und wurde ausgestopft im Zirkusbau ausgestellt...

Nora/Krone ist kurz nach dem ersten Weltkrieg gestorben, aber es gab noch ein weiteres Flu├čpferd namens Therese, welches mit Nora da lebte, bei ihr wei├č ich nichts ├╝ber den Verbleib...

Zu Jonas wei├č ich leider auch nichts, es gab noch einen weiteren Bullen namens Noah, der 1944 durch einen Luftangriff starb, zwar eher unwahrscheinlich, aber vielleicht doch identisch mit Jonas...
(13.05.2012, 21:13)
Oliver Jahn :   Ach ja, und noch eine Erg├Ąnzung zu kriegsbedingten Erschie├čungen. Es gibt ja einige bis heute ├╝berlieferte Befehle aus dieser Zeit, bzgl. des Umgangs mit gef├Ąhrlichen Tieren im Falle drohender Angriffe auf den Zoo. Ich kann es tats├Ąchlich nicht nachvollziehen, aber Nilpferde waren in den mir bekannten Befehlen nie dabei. W├Âlfe, B├Ąren, selbst Hy├Ąnen, Elefanten und nat├╝rlich Raubkatzen, alle werden aufgelistet, Flusspferde hingegen fehlten jedes Mal.
(13.05.2012, 21:05)
Oliver Jahn :   @Michael, allerdings d├╝rfte es keinen Grund in Breslau daf├╝r gegeben haben, die Tiere im Zoo in einem Zirkuswagen zu halten. In Halle gab es bis zu 3 Tiere in der kleinen Anlage. Diese passt mindestens 5 mal in die Breslauer. Und da es zu dieser Zeit auch kein Zwergflusspferd gab, d├╝rften also bis zu 5 Innengehege zur Verf├╝gung gestanden haben. Dar├╝ber hinaus gab es ebenfalls zu dieser Zeit kein Nashorn mehr und seit 1941 fehlten auch die Tapire. Platz f├╝r weitere Flusspferde war also reichlich vorhanden.
(13.05.2012, 20:58)
Michael Mettler :   @Carsten: Circus Sarrasani hatte w├Ąhrend der Zeit, in welcher der sp├Ątere Dresdener Zoo-Inspektor Sailer-Jackson dort als Dompteur t├Ątig war (1912-14 und 1916-22) zumindest drei Hippos, neben dem einigerma├čen bekannten Bullen ├ľdipus (der den 2. Weltkrieg in der Schweiz durch ein Gastengagement beim Circus Knie ├╝berlebte) noch Wally und Totto. ├ťber den Verbleib letzterer habe ich bisher nie etwas gelesen. Schon 1910 waren zwei Tiere dort, von denen eins nach wenigen Jahren starb; ob diese beiden identisch mit Wally und Totto waren oder sogar noch andere Individuen, konnte ich nicht kl├Ąren. Alle drei Exemplare gelangten aber im Zeitraum der gro├čen Hagenbeckschen Hippo-Importe (1909-1911) zu Sarrasani (f├╝r ├ľdipus gibt es allerdings eine Version, nach der er aus Berlin gestammt haben soll), so dass es zumindest theoretisch m├Âglich w├Ąre, dass Hippos aus dieser Zeit den 2. Weltkrieg noch in diesem oder einem anderen Circus erlebten. Lusia und ihr Bulle kamen 1941 nach Breslau - genau in diesem Jahr ist bei Sarrasani der Direktor gestorben, und man wusste offenbar nicht recht, wie es weitergehen sollte...

Auch von zwei Hippos des Circus Krone, von denen die Kuh Nora mindestens ab 1918 bis in die 20er Jahre, dann auch in Gesellschaft eines jungen Bullen Jonas mitreiste, fand ich bisher keinen Verbleib. Alle Angaben stammen ├╝brigens aus den B├╝chern "Vom Flohzirkus zum Delphinarium" (Gerhard Zapff) und "L├Âwen - meine besten Freunde" (Otto Sailer-Jackson).

Ich vermute ├╝brigens auch, dass der Name Lusia "nicht original" gewesen sein k├Ânnte (├Ąhnlich wie bei Zuzana in Prag), sondern die Kuh vor ihrer polnischen Zeit ganz anders gehei├čen haben k├Ânnte. Warum nicht Wally...?
(13.05.2012, 19:56)
Oliver Jahn :   @Carsten, jetzt verstehe ich es. Klar, wenn die Tiere in D├╝sseldorf direkt von einem H├Ąndler kamen, dann gab es keinen Zoo, der sie abgegeben hat. Und ja, dann gibt es zwar den Hinweis auf die Tiere, aber keinen mehr, den man nach ihnen fragen k├Ânnte.
(13.05.2012, 16:22)
Carsten Horn :   Die Angabe zum Direkttransfer von Lusia stammt vom Zoo Lodz, da taucht Poznan nicht auf. Allerdings auch schon eine zehn Jahre alte Info, also ggf. ├╝berholt...

Mit den Hamburger Tieren hast Du recht, das ist mir noch sie so aufgefallen. Vor allem, weil es auch Tiere gibt, f├╝r die kein anderer Zoo erw├Ąhnt wird, also "rein hamburgerische" Angaben, w├Ąre interessant, wo die Angaben herkommen...

Den letzten Satz vom vorherigen Beitrag meinte ich so, das der Zuchtbuchf├╝hrer ja erst mal von einem haltenden Zoo was erfahren mu├č, um wo auch immer anfragen zu k├Ânnen. Um beim Beispiel Zoo Hamburg zu bleiben, auf diese Haltung k├Ânnte er z. B. aufmerksam geworden sein, weil M├╝nchen oder Kopenhagen ihm mitgeteilt haben, von dort mal ein Flu├čpferd erhalten zu haben.

Und das war bei D├╝sseldorf eben nicht der Fall, wei├č man noch mehr von den dortigen Flu├čpferden, au├čer das sie den Krieg ├╝berlebt haben und dann verschollen sind (ich wei├č jedenfalls nicht mehr)? Vielleicht kamen die Tiere von einem Tierh├Ąndler aus freier Wildbahn nach D├╝sseldorf, hatten keinen ├╝berlebenden Nachwuchs und damit ist die Spur dann schon verloren...
(13.05.2012, 00:46)
Oliver Jahn :   @Carsten, es gibt also tats├Ąchlich noch weitere Alternativen f├╝r Lusia? Das ist spannend.
Deinen letzten Satz verstehe ich nicht ganz. Im Zuchtbuch finden wir doch auch Tiere z.B. aus dem Zoo Hamburg. Der schloss aber doch bereits etliche Jahre vor D├╝sseldorf seine Pforten. Und irgendwo m├╝ssen ja die Tiere auch hergekommen sein. Also m├╝sste doch theoretisch irgend ein anderer, vielleicht noch existenter Zoo, seine Abgabe nach D├╝sseldorf gemeldet haben.
(12.05.2012, 21:47)
Carsten Horn :   Es gibt f├╝r Lusia auch noch die Angabe, das sie bereits im Juli 1945 von Poznan nach Lodz ging, dann w├Ąre sie nur einen Monat in Poznan gewesen, vielleicht aus der Erkenntnis heraus, das zwei Tiere in dem Gehege nicht leben k├Ânnen? Die Variante direkt Wroclaw - Lodz gab es auch irgendwo, wenn ich mich recht erinner...

Das die D├╝sseldorfer Tiere im Zuchtbuch nicht auftauchen, wundert mich nicht, wen soll der Zuchtbuchf├╝hrer da ansprechen, um Daten zu erhalten? Bzw. woher soll er erst mal wissen, das er da jemanden ansprechen muss, wenn kein nach dem Jahr 2000 noch existierender Zoo (oder Tierh├Ąndler) meldet, das er Flu├čpferde aus D├╝sseldorf bekommen oder dorthin gegeben hat?
(12.05.2012, 21:19)
Oliver Jahn :   Also f├╝r mich sind hier noch immer einige Zweifel an der Richtigkeit des Zuchtbuches nicht ausgr├Ąumt. ├ťber viele Jahre stand Lusia im Zuchtbuch mit ihrem Weg von Brelau nach Posen allein. F├╝r Lorbas fehlten diese Angaben und wurden erst jetzt aktualisiert. Vielleicht liegt hier tats├Ąchlich eine Verwechselung vor, die auf urspr├╝nglich falschen Daten basiert. Denn nach wie vor halte ich eine Abgabe bzw. Beschlagnahme von zwei Tieren in Breslau f├╝r fragw├╝rdig. Wer die Unterk├╝nfte in Posen kennt, der stellt auch die Frage, ob hier ├╝berhaupt ein Paar Platz gefunden h├Ątte.
In einer hitorischen Dokumentation im Zoo Posen, in der auch alte Fotos von Flusspferden gezeigt wurden, war ebenfalls zu lesen, dass Posen immer nur ein Einzeltier hatte, erst im alten Gehege am Raubtierhaus, sp├Ąter im kleinen Gehege in der Au├čenmauer, in dem ich noch ein Zwergflusspferd sah. Vielleicht wurden ja die Daten von Lorbas aktualisert, die von Lusia aber nicht ge├Ąndert, obwohl es sich dabei um eine Verwechslung handelte? Wenn ich mir die Zeit ansehe, in der das alles passierte, so schlie├če ich Fehler in der Datenlage hier nicht kategorisch aus. Um da nur mal ein weiteres Beispiel zu nennen, die Flusspferde aus D├╝sseldorf konnte ich in meinen Zuchtbuchausgaben ├╝berhaupt nicht finden. Trotzdem gab es sie und sie ├╝berlebten den Krieg. Wo kamen sie her, wo gingen sie hin? Das Zuchtbuch kennt sie gar nicht.
(12.05.2012, 17:11)
Carsten Horn :   Das w├Ąre dann ggf. auch eine Erkl├Ąrung, warum sie in der Chronik nicht aufgef├╝hrt sind, da es nur Einstellungen waren...

Spontan fallen mir f├╝r die Zeit allerdings keine verschollenen Zirkusflu├čpferde ein...

Die Wildfangvermutung wird wahrscheinlich passen...
(11.05.2012, 22:19)
Michael Mettler :   @Carsten: Ich habe noch mal selbst nach den beiden mysteri├Âsen Breslauer Hippos (Lusia + "Begleitbulle") im Zuchtbuch nachgesehen. Bei beiden steht, dass sie etwa im Oktober 1910 im Hamburg geboren sein sollen (Eltern unbekannt). Nun begann die Zucht im alten Hamburger Zoo erst 1914, und eine vorangegangene Zucht bei Hagenbeck halte ich angesichts der genannten Haltungsbedingungen f├╝r wenig wahrscheinlich. Andererseits hat Hagenbeck gerade im Zeitraum 1909-1911 eine Reihe von Hippos aus Ostafrika importiert, wobei es sich um Jungtiere gehandelt haben d├╝rfte. Ich tippe also bei Lusia & Co. nach wie vor eher auf Wildf├Ąnge, die nur anfangs in Hamburg lebten und deren Zwischenstation/en (also vor Breslau) bisher nicht bekannt ist/sind.

Eine Variante w├Ąre noch, dass Lusia und ihr Bulle gar nicht aus einem anderen Zoo nach Breslau kamen, sondern von einem Circus dort eingestellt wurden, um sie kriegsbedingt aus dem Reisebetrieb zu nehmen. Im Grunde wissen wir doch offenbar nicht mal, ob das Paar im Dickh├Ąuterhaus untergebracht war - es k├Ânnte genausogut in einem Circuswagen auf dem Breslauer Zoogel├Ąnde gelebt haben, und die 1945 noch lebende Lusia w├Ąre dann vom Bombentreffer im Dickh├Ąuterhaus gar nicht betroffen gewesen, so dass dort tats├Ąchlich nur Lorbas ├╝berlebte.
(11.05.2012, 16:39)
Michael Mettler :   @Oliver: OK, dann w├Ąre die andere Variante also hinf├Ąllig.
(07.05.2012, 19:37)
Oliver Jahn :   @Michael, ich komme erst jetzt zu einer Antwort. In der Chronik wird das Zuchtpaar auch namentlich mit Fritz und Paula benannt.
(07.05.2012, 19:19)
Carsten Horn :   Zuzana wurde nach meinem Kenntnisstand am 26.06.1944 nach Prag abgegeben...
(06.05.2012, 11:44)
Jan Jakobi :   In Lutz Hecks Buch "Tiere-Mein Abenteuer" steht das man DEM Nilpferd seinen Stall wieder zurecht zimmerte.
Das war nach dem das Nilpferdhaus durch eine Bombe im Jahr 1944 getroffen wurde.

Dieses "dem Nilpferd" m├╝sste "Knautschke" sein.
(06.05.2012, 09:53)
Michael Mettler :   @Jan Jakobi: Jones gibt als Mutter von Knautschke eine namenlose Kuh an, die am 26.6.1944 nach Prag abgegeben wurde (den Namen Zuzana bekam das Tier vermutlich erst dort). Unklar wird die Sache durch die Heinroth-Schilderung.

Marvin Jones hat Daten ├╝ber alle m├Âglichen Zootiere gesammelt, die in der Regel auf den Tierkarteien und Bestandsb├╝chern der Zoos beruhten, somit ist wahrscheinlich, dass auch die Flusspferddaten aus einer seiner Abschriften stammen. Darin ist dann auch keine zweite zum fraglichen Zeitpunkt gehaltene (und 1945 gestorbene) Kuh verzeichnet; die letzte vorherige Kuh (Lisl) starb schon im Oktober 1932, und Knautschkes Mutter alias Zuzana war demnach ihre Nachfolgerin (ab Dezember 1932 im Zoo).

F├╝r Knautschkes ebenfalls namentlich nicht bezeichneten Vater ist ein eventuelles Todesdatum November 1943 eingetragen. In diesem Monat fand das Bombardement statt, nach dem laut Kl├Âs noch 1,2 Flusspferde vorhanden waren. Wenn kein Tier durch den Angriff ums Leben kam, m├╝sste der Bulle also fast zeitgleich anders gestorben sein - oder noch gar nicht, und das tote Tier, neben dem man Knautschke bei Kriegsende vorfand, war gar nicht dessen Mutter, sondern der Vater (womit die 2,1-Variante ins Spiel k├Ąme). Was eine gewisse Logik erg├Ąbe, denn dann h├Ątte der Zoo seine einzige Zuchtkuh (das zu dieser Zeit am schwersten zu ersetzende Tier der Gruppe) in Sicherheit nach Prag geschickt und Vater/Sohn zur├╝ckbehalten. Auch da w├Ąre dann wieder die Frage, ob der Altbulle ein unmittelbares Kriegsopfer war oder vor/w├Ąhrend der letzten Kampfhandlungen, nach denen man das erwachsene Hippo tot vorfand, als potenziell gef├Ąhrliches Tier vorsorglich erschossen worden war.

Aber das ist nicht das einzige Fragezeichen. Nach Jones' Aufzeichnungen war dieser Altbulle am 2.10.1933 in Berlin geboren und seine Mutter war Lisl - die war allerdings nach den gleichen Aufzeichnungen zu diesem Zeitpunkt schon seit fast einem Jahr tot... Laut einem Berliner Zoof├╝hrer stimmt das Datum bis auf einen Tag (1.10.1933),also muss eine andere Kuh die Mutter gewesen sein, und dann k├Ąme eigentlich nur die (sp├Ątere) Zuzana in Frage, so dass sowohl Knautschkes Vater als auch Knautschke selbst ihre Kinder w├Ąren.
(06.05.2012, 09:11)
Jan Jakobi :   @Michael:

Irgendwie kommt mir folgendes spanisch vor:

Geschrieben am 19.08.2006 von Ihnen:
"Nach den Aufzeichnungen von Marvin Jones war Zuzana, die aus Berlin nach Prag umgesiedelte Kuh, die Mutter von Knautschke!"

Ich dachte es w├Ąre unklar wer die Mutter von "Knautschke" ist.

Was in den Aufzeichnungen best├Ątigt das "Zuzana" die Mutter von "Knautschke" ist?
(06.05.2012, 00:03)
Jan Jakobi :   Jetzt fehlt uns nur noch der Name und die Daten von "Knautschkes" Mutter (Mai 1945 gestorben) und auch von seinem Vater (vor dem 22.11.1943 verstorben).
Am 26.01.1944 wurde "Zuzana" nach Prag abgegeben.
(05.05.2012, 23:51)
Carsten Horn :   Ich denke auch, das die 1,2 wahrschenlicher sind, die stehen ├╝brigens in der Chronik von 1969, also n├Ąher dran am Geschehen, :-)
(05.05.2012, 23:44)
Jan Jakobi :   Katharina Heinroth schreibt in ihren Lebenserinnerungen das 1943 (da steht wirklich 1943 in dem Buch, muss 1944 hei├čen) eine Flu├čpferdkuh nach Prag geschickt wurde.

Sie schreibt auch das man "Knautschke" zu Kriegsende neben seiner toten Mutter liegend fand.

Sie hatte auch beim L├Âschen mitgeholfen, unter anderem am Flu├čpfergehege, dort schwammen drei Flu├čpferde. ├ťber Namen und Geschlechter der drei macht sie keine Angaben. Das einer ist "Knautschke", dass sollte stimmen.

Die 1,2 Variante halte ich auch f├╝r wahrscheinlicher, die obigen Infos stammen aus Katharina Heinroths Lebenserinnerungen.

Also ist "Zuzana" doch nicht "Knautschkes" Mutter?!

Wo allerdings der alte Bulle (der Vater von "Knautschke") abgeblieben ist, fand ich nicht in den Chroniken und in den Lebenserinnerungen.

In dem Buch "Tiere-Mein Abenteuer" von Lutz Heck steht leider nur was ├╝ber Zwergflusspferde :(
(05.05.2012, 21:58)
Michael Mettler :   @Carsten: Die Geschichte mit Knautschkes Mutter stammt von Katharina Heinroth, und die war im Gegensatz zu Kl├Âs zur fraglichen Zeit vor Ort und mit dem Zoo vertraut. Das macht die 1,2-Variante etwas wahrscheinlicher.
(05.05.2012, 21:01)
Carsten Horn :   Kl├Âs widerspricht sich in den Chroniken (125 und 150 Jahre) selbst, einmal 1,2 und einmal 2,1. Wenn Knautschkes Mutter bei Kriegsende tot aufgefunden und 1944 eine Kuh nach Prag abgegeben wurde, kann es im November 1943 nur 1,2 gegeben haben...

Von aus Sicherheitsgr├╝nden get├Âteten Flu├čpferden in Europa hab ich bislang noch nichts geh├Ârt, aber kann nat├╝rlich wie Michael schreibt, nicht gerne dr├╝ber berichtet worden sein.

Zoo Tokio hat seine Flu├čpferde get├Âtet aus Angst, das sie bei einem Angriff frei kommen, allerdings mit einer recht fragw├╝rdigen Methode, man hat die Tiere einfach nicht mehr gef├╝ttert. Der Bulle hat das 14 Tage durchgehalten, die Kuh etwas ├╝ber einen Monat...

In Europa f├Ąllt mir spontan nur der Bulle Heini in Rhenen ein, der erschossen wurde, nicht aus Sicherheitsgr├╝nden, sondern weil er nicht mehr versorgt werden konnte, nachdem die Zooleute auf Anweisung der Besatzungsmacht den Zoo verlassen mu├čten...
(05.05.2012, 20:18)
Michael Mettler :   ... und ich habe sogar noch welche vergessen:

In Wuppertal starb der Bulle 1945, die Kuh 1946.

In Wien ├╝berlebte das Zuchtpaar, als Bombenopfer war 1945 nur dessen einmonatiges Kalb zu beklagen... W├Ąhrend des Krieges gab Wien insgesamt 3,0 Nachzuchten an Ruhe ab, die letzte 1944.
(05.05.2012, 15:35)
Michael Mettler :   F├╝r die 1940er Jahre gibt es ja so einige noch ungekl├Ąrte Hippo-F├Ąlle in deutschen Zoos. Da frage ich mich dann auch, ob nicht das eine oder andere als Verlust ├╝berlieferte Tier einer kriegsbedingten vorsorglichen T├Âtung zum Opfer fiel (es gab ja entsprechende Anordnungen f├╝r gef├Ąhrliche Tiere, deren Freikommen man im Falle einer Bombardierung bef├╝rchten musste - und zumindest ein ausgewachsener Hippo-Bulle ist ja nicht ganz ohne) oder lebend (und nur "offiziell gestorben" als Kriegsbeute/Reparationsbeschlagnahme den Standort wechselte, denn ├╝ber solche F├Ąlle wurde in der ersten Nachkriegszeit ungern geschrieben.

Neben der unklaren Situation in Breslau f├Ąllt dabei vor allem Berlin auf, wo mit Knautschke kurioserweise ebenfalls ausgerechnet ein noch nicht geschlechtsreifer Jungbulle das Bombardement ├╝berlebte. ├ťber seine Mutter (angeblich im Mai 1945 tot aufgefunden) und seinen Vater (evtl. gestorben 1943) findet man nur wenige und keineswegs eindeutige Angaben, ├╝ber eine zweite Kuh dieser Zeit eigentlich nichts au├čer ihrer Existenz (nach dem Bombardement im November 1943 waren laut Kl├Âs noch 1,2 Flusspferde am Leben, wobei es sich bei 1,0 um Knautschke gehandelt haben m├╝sste).

In Halle starb der Bulle 1942 (hier ist allerdings Krankheit ├╝berliefert), die Kuh im Fr├╝hjahr 1946.

In Dresden starb der Zuchtbulle 1940 (allerdings gute 30 Jahre alt) und beim Bombardement der Rest der Gruppe inklusive seines Nachfolgers.

Leipzig hatte zwar keine Kriegsopfer, aber 1947 wurden 1,1 Nachzuchten nach Kiew verschickt (abgezogen?).

In K├Ânigsberg ├╝berlebte ein durch Granatsplitter verletztes Hippo, das kurioserweise vor dem Krieg Rosa, nach dem Krieg Hans genannt wurde und dessen Verbleib und Abgangs-/Todesjahr unbekannt ist.

Aus M├╝nchen ist der Verbleib einer Kuh namens Rosa im Jahre 1947 ebenfalls unklar, ebenso aus K├Âln von einem Bullen, der bis M├Ąrz 1942 dort lebte.

In Hannover hatte bei der Bombardierung des Elefantenhauses 1943 ein Hippo-Paar ├╝berlebt, das dann in den Stammsitz der Fa. Ruhe nach Alfeld gebracht wurde. 1945 und 1946 ist jeweils ein einzelnes Hippo f├╝r Hannover dokumentiert (m├Âglicherweise nur als Sommerbesatz, da das Haus nach wie vor teilzerst├Ârt war), aber 1947 wurden 1,1 als Reparationsleistung nach London abgezogen. Nur vier Monate sp├Ąter soll 0,1 aus Ostafrika in Hannover eingetroffen sein, obwohl die deutschen H├Ąndler unter Handelsbeschr├Ąnkungen litten - sollte das wom├Âglich eine Kuh aus einem anderen Zoo gewesen sein, die "nur" urspr├╝nglich aus Ostafrika stammte...? Im Juni 1948 ist laut einer Tierbestandsliste kein Hippo im Zoo, im September 1948 laut einer privaten Besuchsliste dagegen schon. Der Verbleib der fraglichen Kuh ist ungekl├Ąrt....
(05.05.2012, 14:03)
Carsten Horn :   Das "zus├Ątzliche" Jungtier war mir bis jetzt tats├Ąchlich noch nicht bekannt...
(04.05.2012, 18:33)
Michael Mettler :   @Carsten: Das von Oliver erw├Ąhnte, laut Chronik zusammen mit den Eltern umgekommene Jungtier m├╝sste doch f├╝r deine Datensammlung (und wahrscheinlich auch f├╝r das Zuchtbuch?) neu sein, oder? Wird ja immer interessanter...
(04.05.2012, 12:49)
Michael Mettler :   Prinzipiell w├╝rde ich Angaben, die von Zeitzeugen nicht lange nach den Ereignissen gemacht wurden, ebenfalls eher trauen als den Nachforschungen von Folgegenerationen. Dennoch zeigt uns ja das Beispiel des Berliner Bullen Knautschke, von dem zwei Zeitzeugen unterschiedliche Geburtsdaten "ganz sicher wissen", dass es trotzdem keine Garantie gibt...

@Oliver: Ist in der Chronik nur neutral vom "Zuchtpaar" (oder "Paar") die Rede, oder werden die Namen Fritz und Paula genannt? Falls tats├Ąchlich ein zweites Altpaar nach Breslau gelangte und da es ├╝ber das Todesdatum des ersten unterschiedliche Zahlen gibt, w├Ąre theoretisch immerhin noch eine M├Âglichkeit denkbar, dass es sich bei den Bombenopfern um andere Individuen handelte... Merkw├╝rdiger als die derzeitige Datenlage w├Ąre das dann jedenfalls auch nicht.
(04.05.2012, 08:31)
Carsten Horn :   Die Angabe von Lodz ├╝ber Luisas Alter hab ich schon 2001 bekommen, also deutlich vor Erscheinen des ersten Zuchtbuches...

Fr├╝hes Erscheinen der Chronik kann wirklich ein Vorteil sein, w├Ąre genauso gut m├Âglich, das die Daten hinterher "verschwommen" sind...

Hamburg ist wirklich nicht gl├╝cklich gel├Âst im Zuchtbuch, da hab ich mich auch schon verwirren lassen...

Von einer Schauanlage bei Hagenbeck w├╝├čte ich auch nicht, w├Ąre daher nat├╝rlich gut m├Âglich, das es eine Zwischenstation gab oder die Tiere vorher gar nicht bei Hagenbeck waren und irgendwas durcheinander geraten ist...
(03.05.2012, 21:25)
Oliver Jahn :   @Michael, die Granate schlug am 18.02.1945 ins Dickh├Ąuterhaus ein. Dieser Tag wird auch als Todestag f├╝r das Zuchtpaar und Jungtier angegeben. Lediglich Lorbas, geb. 1942 in Breslau wird als ├╝berlebend angegeben.
(03.05.2012, 21:24)
Michael Mettler :   @Oliver: Steht in der Chronik zuf├Ąllig Genaueres ├╝ber den Verlust des Zuchtpaares Fritz und Paula? F├╝r beide gibt es ja zwei Versionen, wann sie gestorben sein sollen: 1943 oder 1945.
(03.05.2012, 21:07)
Oliver Jahn :   Die Flusspferdanlage in Breslau war zu ihrer Zeit sicher eine der gr├Â├čten ihrer Art, sowohl im Haus, als auch au├čen. Was mich generell beim Zuchtbuch verwirrt, ist zumindest in meiner Ausgabe lediglich der Name Hamburg. Wie bei den Hallenser Tieren z.B. f├╝hrte das schon ├Âfter zu Verwirrungen, denn die Tiere waren aus dem Zoo Hamburg, und nicht von Hagenbeck. Nun schlo├č der Zoo 1930 seine Pforten, was aber nicht gegen den Zoo als Geburtsort spricht.
Die Chronik ist aus den 60er Jahren. Und genau das macht sie f├╝r mich besonders glaubw├╝rdig, denn sie ist nach R├╝cksprache mit vielen Augenzeugen geschrieben, die den Angriff auf den Zoo noch selber erlebt haben, und die dann den Zoo verlassen mussten. Nach diesen Quellen ging in dieser Zeit sehr viel an schriftlichen Unterlagen verloren oder wurde bewusst vernichtet.
(03.05.2012, 20:48)
Michael Mettler :   @Carsten: Ich habe zwei Zoof├╝hrer von Hagenbecks Tierpark aus der fraglichen Zeit. Nilpferde sind dort nur f├╝r das Huftierhaus erw├Ąhnt, in dem tierhandelsbedingt wechselnder Besatz verschiedenster Paarhufer untergebracht wurde. Eine echte Flusspferd-Schauanlage, in der man so popul├Ąre Tiere (und Individuen!) ├╝ber Jahrzehnte hinweg gehalten haben k├Ânnte, gab es in Stellingen laut Text und Lageplan offenbar nicht (im Gegensatz zum alten Hamburger Zoo). Somit hege ich Zweifel an der Version des Zuchtbuches, aber vielleicht fehlt auch nur eine (langj├Ąhrige) Zwischenstation in den beiden Lebensl├Ąufen (1910 Eintreffen bei Hagenbeck w├Ąre ja nicht auszuschlie├čen, aber dann...?).

WANN gab Lodz denn Lusias Alter mit 39 Jahren an? Schon, als sie starb, oder erst zu/nach der Datensammlung f├╝r das Zuchtbuch?
(03.05.2012, 14:23)
Carsten Horn :   @Michael: Zweifelsfrei ist da wie ├╝blich nix, wei├čt Du ja selber, :-), die Variante mit dem jungen Paar hat auch was...

Lt. Zuchtbuch war das alte Paar seit 1910 bei Hagenbeck (was mich daran wundert, ist das aus drei├čig Jahren dann kein Nachwuchs bekannt wurde).

Vom Zoo Wroclaw sind die ersten Zahlen das Transferdatum dorthin, also k├Ânnten die Tiere eigentlich jedes Alter gehabt haben (was f├╝r Deine Variante mit dem jungen Paar sprechen k├Ânnte), Zoo Lodz gibt Lisas Alter zum Todeszeitpunkt mit ca. 39 Jahren an, was wiederum stimmig zum Zuchtbuch w├Ąre...

Hamburg stand lt. einem Artikel im Abendblatt schon 1941 im Focus der RAF, bis Ende des Jahres 42 Luftangriffe mit 626 Toten und erheblichen Sachsch├Ąden, dadurch k├Ânnte auch meine Auslagerungstheorie belegt werden?

Das Breslauer Haus kenne ich leider auch noch nicht, dieses Jahr hat die EM leider die lange gew├╝nschte PL-Reise verhindert...
(03.05.2012, 10:28)
Michael Mettler :   Nochmal @Carsten: Ist denn das Alter von Lusia und ihrem Begleiter zweifelsfrei dokumentiert? Mir fiel eben bei der Listensuche noch auf, dass Hagenbeck im Sommer 1941 ein einj├Ąhriges Nachzuchtpaar aus Budapest ├╝bernommen hatte, dessen Verbleib ungekl├Ąrt ist. Eine zeitweilige Einquartierung von Jungtieren (oder gar ein Erwerb zur Nachfolge des Altpaares) lie├če sich ja eher verstehen als die eines Paares im fortgeschrittenen Alter neben einem ans├Ąssigen, ebenso alten Paar.

Ich kenne das Breslauer Haus nicht, h├Ątten da ├╝berhaupt vier erwachsene Hippos - darunter zwei mit Sicherheit nicht kompatible Bullen - reingepasst? Die Raumfrage w├Ąre ja auch nicht unwichtig f├╝r die M├Âglichkeit, eventuell eine zweite Kuh dauerhaft halten zu wollen (und dann mit den K├Ąlbern wom├Âglich gleich f├╝nf Hippos unterbringen zu m├╝ssen).
(03.05.2012, 09:51)
Michael Mettler :   @Carsten Horn: OK, an das Alter habe ich nicht gedacht...

An eine kriegsbedingte Auslagerung aus Hamburg mag ich nicht so recht glauben. Wenn ich mir die detaillierte Liste der in vermeintliche Sicherheit geschickten Tiere des Berliner Zoos ansehe, dann begann die eigentliche Evakuierungswelle dort erst im Herbst 1943 - ob Hamburg wirklich schon zwei Jahre fr├╝her bedroht war...? Vorher wurden aus Berlin lediglich 1940 eine Handvoll Haus- und heimische Wildtiere ausgelagert. F├╝r wertvolle Tiere war Breslau hingegen 1943/44 ein vielfach genanntes Ziel, darunter z.B. Zwergflusspferde und Wisente.

Eine m├Âgliche L├Âsung w├Ąre noch, dass Hagenbeck die Hippos von anderswo ├╝bernommen und in Breslau eigentlich nur vor├╝bergehend eingestellt hatte. Der Tierhandel lief ja noch (z.B. ben├Âtigte der in Kriegszeiten fertiggestellte neue Rotterdamer Tiergarten jede Menge Besatz, der allerdings nicht von Hagenbeck, sondern von Ruhe geliefert wurde), und es gab durchaus noch andere nicht kriegsbedingte Hippotransfers (auch zur Bildung/Erg├Ąnzung von Zuchtgruppen): Siehe Steppke, Tanga (auch schon siebenj├Ąhrig) von Leipzig nach M├╝nchen, Jule ebenfalls aus Leipzig via Ruhe nach Rotterdam, und in Leipzig wurde daf├╝r eine Kuh namens Wally (geboren in M├╝nchen) vom H├Ąndler (oder Noch-Hagenbeck-Angestellten?) Schulz eingestellt.
(03.05.2012, 09:29)
Carsten Horn :   Hm, ob Wroclaw eine ca. 30 j├Ąhrige Kuh haben wollte? Allerdings konnte man zu der Zeit vermutlich nicht w├Ąhlerisch sein...

Der Bulle, der lt. Zuchtbuch am gleichen Tag wie Luisa dort von Hagenbeck eintraf, war in ├Ąhnlichem Alter...
(03.05.2012, 02:02)
Michael Mettler :   Breslau hat doch 1941 einen fast viereinhalbj├Ąhrigen Nachzuchtbullen an Fa. Hagenbeck abgegeben, der dann nach Dresden kam (Steppke). Also bekam man gerade Platz frei, vielleicht brachte Hagenbeck im Gegenzug einen Monat sp├Ąter mit Lusia eine vom Zoo gew├╝nschte zweite Kuh...?
(02.05.2012, 23:02)
Carsten Horn :   Eine aktuellere, :-)...

http://www.zoo-ostrava.cz/cz/zvirata-zoo/ochrana-prirody/?ochrana_id=19

In der Mitte der Seite sind drei Links
"... hrocha ... 20XX", da gibt es die Versionen von 2009 und 2010.

Von wann ist die Chronik, k├Ânnte es sein, das die Daten darin tlw. ├╝berholt sind bzw es neue Erkenntnisse gibt? Oder eher meine Korrospendenz mit Wroclaw, die ist auch schon fast f├╝nf Jahre alt? War nat├╝rlich auch eine Zeit, wo man vermutlich anderes zu tun hatte als genau "Buch zu f├╝hren" und auch die ein oder andere Unterlage verloren ging...

Ich wei├č auch nicht, warum Lusia (zusammen mit einem Bullen, der aber zwei Monate nach der Ankunft verstorben ist) nach Wroclaw kam, den man hatte ja eigentlich ein Flu├čpferdpaar. Vielleicht kriegsbedingte Auslagerung, da Wroclaw im Jahre 1941 weniger gef├Ąhrdet war als Hamburg?
(02.05.2012, 21:00)
Oliver Jahn :   @Carsten, dann frage ich erst mal, welches Zuchtbuch du hast. Ich habe nur das von 2008. Und da ist Lorbas durchg├Ąngig nur f├╝r Wroclaw gef├╝hrt und die Daten von Paula I aus Halle stimmen ├╝berhaupt nicht.
Weiterhin ist in der Chronik aus Breslau nur vom ├ťberleben eines Nilfpferdes die Rede, auf dem dazug├Ârigen Foto sieht man dann Lorbas und darunter steht seine Geschichte bzgl. der Verbringung nach Posen.
(02.05.2012, 20:15)
Carsten Horn :   @OJ: Dann verlegen wir die Wroclawer Flu├čpferde mal nach hier, :-)

Die Angaben zu Luisa sind sowohl aus dem Zuchtbuch als auch vom Zoo Wroclaw, beide geben das gleiche Ankunftsdatum in Wroclaw an, abweichend ist nur bei beiden das Transferdatum und der Weg nach Lodz bei einem direkt und beim anderen via Poznan...

Lorbas Aufenthalt in Poznan ist im Zuchtbuch dokumentiert.

Die Kuh in Halle w├Ąre Paula gewesen, die Information kam vermutlich so vom Zoo Wroclaw (jedenfalls ist mir das auch lange vor Zuchtbuchstart von dort so mitgeteilt worden), im Zuchtbuch ist das aber mittlerweile korrigiert in "gestorben in Wroclaw"...

(02.05.2012, 02:15)
Jana M├╝ller :   Ah, vielen Dank f├╝r den Link
(06.01.2012, 10:53)
Carsten Horn :   Die Webseite von Ostrava hat unterschiedliche Aktualit├Ąten, g, bei der tschechischen Version ist man deutlich aktueller, was die Zuchtbuchausgaben betrifft...

http://www.zoo-ostrava.cz/cz/zvirata-zoo/ochrana-prirody/?ochrana_id=19
(05.01.2012, 21:32)
Jana M├╝ller :   Ach so, das wusste ich nicht, dass es das ├Ąlteste ist und es dann immer ein neues gab ;-)

Jedenfalls war diese "Recherche" sehr interessant, habe soweit ich mich erinnere noch ein Fehlerchen bei den Leoparden (?) gefunden, werde morgen mal schauen und in das entsprechende Thema setzen, vielleicht kann das ja dann mit eurer Hilfe auch gekl├Ąrt werden. =)
(05.01.2012, 18:17)
Michael Mettler :   Herkules wurde von GE-Rosl in Gelsenkirchen geboren und aufgezogen, aber noch vor deren Umzug in Karlsruhe gezeugt. Vater kann nur Purzel gewesen sein, einen anderen adulten Bullen gab es zu dieser Zeit in Karlsruhe nicht. Solange dem Zuchtbuchf├╝hrer allerdings kein Beweis daf├╝r in Form einer entsprechenden Zookartei vorliegt, muss er die Vaterschaft als unbekannt eintragen.

Das Hippo-ESB von 2007 ist ├╝brigens das ├Ąlteste, danach erschien jedes Jahr ein neues.
(05.01.2012, 16:58)
Jana M├╝ller :   Ach und, was ist dann mit "Hercules"? Bei ihm ist der Vater ja unbekannt... ist er nun wirklich ein Stuttgarter oder ein Gelsenkirchener? Als Mutter wird ja Rosi aus Stuttgart angegeben, dann m├╝sste der Vater ja zwangsl├Ąufig Egon sein?!
(05.01.2012, 16:39)
Jana M├╝ller :   Jap, das macht Sinn. Dann wurde Rosl mit Rosi verwechselt und die K├Ąlber gab es auch nie in Stuttgart, sondern in Gelsenkirchen.

Das Kalb vom 07.09.85 was wohl dann in Gelsenkirchen geboren wurde kam am 21.06.90 laut dem Zuchtbuch nach Amougies. Danach ist ein ltf- Transfer eingetragen. Aber vielleicht hilt das ja trotzdem weiter.
(05.01.2012, 16:07)
Jan Jakobi :   @Jana:
Ich habe mal die Daten mit "Rosls" K├Ąlber verglichen.
Dabei habe ich 6 K├Ąlber/Geburtsdaten gefunden die genau mit denen von "Rosl/Rosi" aus Stuttgart ├╝bereinstimmen nur das Kalb vom 7.9.1985 fehlt bei der Gelsenkirchener "Rosl". Das vom 17.06.92 findet sich bei dieser "Rosl" wieder.

Es scheint so das der Zuchtbuchf├╝hrer die K├Ąlber der falschen Mutter zugeordnet hat und nur der Vater richtig ist.
(05.01.2012, 15:48)
Jana M├╝ller :   @Jan: Hier die "fehlenden" K├Ąlber von deiner Liste (hab ich dem Zuchtbuch entnommen)

"Unbekannt" geb. 26.09.83
"Unbekannt" geb. 07.09.85
"Unbekannt" geb. 04.04.86
"Unbekannt" geb. 15.06.87
"Unbekannt" geb. 19.11.88
"Unbekannt" geb. 23.02.91

Dein "Unbekannt geb. 1992" ist wohl am 17.06.92 geboren.

Somit sind die dir fehlenden Jungtiere deiner Liste all die von dem Gelsenkirchener Bullen Ernie.

Erg├Ąnzungen zu deinen Daten, bei denen du im Monat nicht sicher warst... ich habe da:
"Stutt 4" geb. 24.05.76
"Rolf" geb. 01.07.82
"Unbekannt" geb. 11.07.98
(05.01.2012, 15:05)
Jan Jakobi :   @Carsten:
Ich habe das abgeschrieben was ich bei Halterdetails an Geburten fand.

Wenn du das nicht aktualisiert/korrigiert hast, kann ich nur das schreiben was da steht.

@Jana:
Bei hipposworld.de fand ich nur 19 K├Ąlber f├╝r die Stuttgarter "Rosl/Rosi".

Davon ein Kalb, dessen Vater nicht angegeben ist.

(05.01.2012, 14:32)
Jana M├╝ller :   Rosi aus Stuttgart hatte insgesamt 25 K├Ąlber (bzw 23, da 2 ja nicht existieren k├Ânnen, da die Geburten wohl nur 1 oder 2 Monate auseinander lagen.
Dabei handelte es sch um die V├Ąter:
Egon: 11 mal
Ernie: 7 mal
Maik: 6 mal
unbekannt: 1 mal
Die beiden nicht existierenden(?) K├Ąlber sind von Egon und Ernie, also muss man da ggf. wo Zahlen noch abziehen.
(05.01.2012, 14:24)
Jana M├╝ller :   @Carsten:
Ich hab meine Daten aus dem Zuchtbuch, Stand 2007. Ist ja nicht soo alt.
Nach diesem ZB wurde am 26.09.83 das erste gemeinsame Kalb von Ernie und Rosi in Stuttgart geboren.
(05.01.2012, 14:17)
Michael Mettler :   @Jana M├╝ller: Es gab mehrere Karlsruher Nachzuchttiere, f├╝r die der Name Rosi oder Rosl in Umlauf ist. Zumindest im ersten Hippo-ESB ist dem Zuchtbuchf├╝hrer der Fauxpas unterlaufen, die Nachzuchten von zwei Rosis ein und demselben Individuum zuzuordnen, und dadurch ergaben sich die Merkw├╝rdigkeiten f├╝r Stuttgart und Gelsenkirchen.

Die Gelsenkirchener Rosl war das erste in Karlsruhe geborene Flusspferd (1958) und wurde als zweite Zuchtkuh behalten, also mit ihrem Vater verpaart. 1981 kam sie hochtr├Ąchtig nach Gelsenkirchen als Partnerin f├╝r Ernie, der entweder ihr Vollbruder oder ihr eigener Sohn sein m├╝sste.

Die Stuttgarter Rosi ist 1967 geboren und kam 1968 in die Wilhelma; sie m├╝sste eine Vollschwester von Rosl-GE sein.

Und dann wird noch der Name Rosi f├╝r das Karlsruher Kalb von 1984 genannt, das noch im gleichen Jahr zusammen mit seinen Eltern dem ber├╝hmten Hei├čwasser-Unfall zum Opfer fiel.

F├╝r Ernie gibt es widerspr├╝chliche Angaben. Einerseits soll er bei seiner Ankunft in GE noch ziemlich klein, h├Âchstens einj├Ąhrig gewesen sein, andererseits ungef├Ąhr vier Jahre alt. L├Âsung des R├Ątsels k├Ânnte nat├╝rlich sein, dass auch der Name Ernie in Karlsruhe nicht nur einmal vergeben wurde...
(05.01.2012, 13:36)
Carsten Horn :   Ich wei├č ja nicht, woher Du die Wei├čheiten hast, vermute aber mal, aus einer alten Ausgabe des Zuchtbuches, hab ich zwar gerade nicht zur Hand, aber ich meine, mich dunkel zu erinnern, das es da einige, mittlerweile korrigierte Fehler gab...

Der h├Ąufige Flu├čpferdname Rosi bzw. Rosl vereinfacht den Durchblick nat├╝rlich auch nicht gerade, g...

Rosi (Stuttgart) und Ernie (Gelsenkirchen) sind sich nie begegnet, sicher ist, das sie den selben Vater haben (gab in Karlsruhe nur den einen erwachsenen Bullen), Mutterschaft steht nicht so genau fest bei Ernie...

Das Vollgeschwister miteinander z├╝chten, ist gar nicht so selten, z. B. in Antwerpen und wenn dann wie dort noch der Vater mit der Tochter z├╝chtet, werden die Verh├Ąltnisse v├Âllig verworren, Bulle Hein ist also sozusagen gleichzeitig Vater und Opa von Lambiki...
(05.01.2012, 13:28)
Jan Jakobi :   Die Daten und Namen stammen von hipposworld.de, als von Carsten Horn.
(05.01.2012, 13:20)
Jan Jakobi :   ┬äRosls/Rosis┬ô K├Ąlber:

„Stutt1“, geb. 14.02.1972
„Jockele/Knabbel“, geb. 25.03.1973
„Ruth/Ische II“, geb. 07.07.1974
„Stutt4“, geb. 24.05/06.1976
„Stutt5“, geb. 06.09.1977
„Stutt6“, geb. 03.08.1978
„David/Rudi“, geb. 19.06.1980
„Hercules“, geb. ca. 1981
„Rolf“, geb. 11.06./07.1982
„Ramses“, geb. 20.06.1984
„Stutt10“, geb. 29.05.1986
„Randa/Sara“, geb. 11.04.1987
„Rico“, geb. 27.06.1990
„Unbekannt“, geb. 1992
„Rita/Plits“, geb. 04.08.1993
„Rocco, geb. 11.03.1996
„Unbekannt“, geb. 11.06./07.1998
„Ra“, geb. 24.10.1999
„Unbekant“, geb. 16.01.2003

Bis zum Kalb „Randa/Sara“ ist „Egon“ als Vater angegeben.
Bei dem Kalb ┬äHercules┬ô ist der Name des Vaters nicht angegeben, doch zuf├Ąlligerweise brachte die Gelsenkirchener Flu├čperdkuh ┬äRosl┬ô am 01.06.1981 ein Kalb namens ┬äHerkules┬ô zur Welt. Vater ist von dem ┬äPurzel┬ô.

(05.01.2012, 13:18)
Jan Jakobi :   Zur Klarheit liste ich mal alle Jungtiere von ┬äRosl┬ô aus Gelsenkirchen und von ┬äRosl/Rosi┬ô aus Stuttgart auf.

┬äRosls┬ô K├Ąlber:

„Herkules“, geb. 01.06.1981 (Vater ist „Purzel“, bei den anderen ist es „Ernie“)
„Nameunbekannt“, geb. 26.09.1983
"Name unbekannt“, geb. 04.04.1986
„Name unbekannt“, geb. 15.06.1987
„Name unbekannt“, geb. 19.11.1988
„Name unbekannt“, geb. 07.09.1989
„Lisbeth“, geb. 23.02.1991
„Pipi“, geb. 17.06.1992
„Name unbekannt“, geb. 04.12.1993
„Alexandra/Alex“, geb. 13.04.1996
„Lili“, geb. 28.11.1998
„Youri“, geb. 08.06.2001

M├Âglicherweise hatte "Rosl" vor 1981 schon K├Ąlber mit ihrem Vater "Purzel" in Karlsruhe.
(05.01.2012, 13:17)
Jana M├╝ller :   Interessant :-)

Rosi ist soweit ich wei├č wohl am 27.06.67 in Karlsruhe geboren und kam am 28.05.68 nach Stuttgart.
Wenn Amema wirklich Mutter von Ernie ist, w├Ąren Rosi und Ernie ja evtl. sogar Vollgeschwister.
Dennoch sind beide Tiere (also Rosi und Ernie) sich nie begegnet. Habe auch noch nie was von der k├╝nstlichen Befruchtung bei Flusspfeden geh├Ârt, aber da sie ja wohl die gemeinsamen Jungtiere haben, m├╝ssten die ja auch irgendwie entstanden sein. Oder aber es ist ein Fehler und Ernie war nie Vater von Rosis Jungtieren. Warum aber passiert der Fehler dann so oft?

Habe noch 2 weitere Unklarheiten gefunden.
Rosi hat wohl am 04.04.86 ein weibliches Jungtier von Ernie geboren. Am 29.05.86 hat sie ein weiteres weibliches Jungtier geboren, von Maik. Dieses starb aber mit 4 Tagen.
Dieses Tier allerdings aufgrund der Tr├Ąchtigkeitsdauer gar nicht existieren.

Der gleiche Fall nochmal ein Jahr sp├Ąter. Wieder bekam Rosi ein weibliches Jungtier, diesmal von Maik. Name: Sara/Randa. Geboren am 11.04.87.
Nur 2 Monate sp├Ąter, am 15.06.87 soll sie nochmals ein weibliches Jungtier geboren haben (von Ernie), welches rund eineinhalb Jahre sp├Ąter nach S├╝dafrika kam.
(05.01.2012, 12:32)
Jan Jakobi :   @Jana M├╝ller:
Bei "Rosi" in Stuttgart soll es sich eventuell um einen Wildfang handeln der erst nach Karlsruhe kam, sie soll aber auch in Karlsruhe geboren sein.

Bei hipposworld.de fand folgendes heraus:

"Rosl/Rosi", geboren 26.06.1967, Eltern: "Purzel" und "Amema". "Amemas" Mutterschaft ist nicht genau belegt, wie eigentlich alle Flu├čpferdnachzuchten in Karlsruhe.

Laut einer anderen Quelle ist dieses Kalb ein Wildfang, wie ich oben geschrieben habe.

Dieses Kalb kam dann am 28.08.1968 nach Stuttgart.

In Gelsenkirchen lebt neben dem Bullen "Ernie" noch seine Verwandte "Rosl", diese kam am 28.12.1958 als erstes Flu├čpferdkalb in Karlsruhe zur Welt.

"Rosl" kam am 13.05.1981 nach Gelsenkirchen und brachte dort 12 K├Ąlber zur Welt, nur das erste war von ihrem Vater "Purzel"

Die Mutter von "Ernie" nicht nicht genau belegt, aber es k├Ânnte sich hierbei um "Amema" handeln, damit w├Ąre "Rosl" seine Halbschwester. Die zweite Variante ist das "Rosl" selber die Mutter von "Ernie" ist.

Die Stuttgarter "Rosl/Rosi" hatte mit "Egon" und danach mit "Miche/Mike/Nilson" K├Ąlber. Ein Bulle mit dem Namen "Ernie" taucht nicht auf.

Von K├╝nstlicher Befruchtung bei Flu├čpferden habe ich noch nie gelesen oder geh├Ârt, aber es gab schon den Fall das der Bulle zum Weibchen geschickt wurde (siehe Frankfurt nach Hannover) und das die Weibchen zum Bullen geschickt wurden (siehe Leipzig nach Berlin). "Ernie" war nie in Stuttgart.

Vielleicht kann Carsten Horn mehr dazu schreiben als ich.
(05.01.2012, 11:57)
Jana M├╝ller :   Habe nun auch mal eine Frage wegen den Flusspferden... und zwar gehts um die Stuttgarter Flusspferddame "Rosi" und den Gelsenkirchener Flusspferdbullen "Ernie".
Ernie hat einige Jungtiere mit Rosi. Ernie war aber niemals in Stuttgart und Rosi nie in Gelsenkirchen.
Klar, die Flusspferdbabys der beiden k├Ânnten auf dem k├╝nstlichen Wege entstanden sein, machte man das fr├╝her? Heutzutage schaut man ja eher, Flusspferdnachwuchs zu vermeiden.
Dazu kommt noch, dass Rosi und Ernie Halbgeschwister sind, haben den selben Vater, Ernies Mutter ist wohl "unbekannt". Zwischendurch hatte Rosi auch Nachwuschs mit dem Stuttgarter Flusspferdbullen Egon (nach dessen Tod mit Maik). Das wechselte sich wohl bei jedem Jungtier dann ab.
Mich w├╝rde interessieren, ob das wirklich so war und wenn ja, warum man das so gehandhabt hat.
(05.01.2012, 11:26)
Liz Thieme :   In Chemnitz hat am 29.12.2011 Zwergflusspferd-Kuh Petty ein Jungtier zur Welt gebracht. Seit heute zu sehen.
(04.01.2012, 19:53)
Carsten Horn :   Flu├čpferddame Pelagie ist von Hannover nach Warszawa umgezogen...
(03.07.2011, 20:03)
Jan Jakobi :   Das Bild auf der Karte k├Ânnte im Pariser Zoo (der in dem der Elefantenbulle "Siam" lebte) entstanden sein.

Der Zoo wurde im Hagenbeck-Stil errichtet und auf der Karte sieht man statt Treppenstufen ├╝bereinander versetzte Felsen die eine Treppe darstellen.
(10.04.2011, 16:08)
Jan Jakobi :   Ist sie im Wasser ertrunken?
(03.04.2011, 13:22)
Carsten Horn :   Flu├čpferddame Aniela, eine "Warschauer Instituion", von Geburt an 48 Jahre im Zoo, ist letzten Mittwoch gestorben, :-(
(03.04.2011, 13:08)
Jan Jakobi :   1973?!

Das Bild entstand viele Jahre vorher, aber wahrscheinlich nicht in Prag.
(22.03.2011, 22:46)
WolfDrei :   Ich war erstmals 1973 in Prag - da war das Haus brandneu.
(22.03.2011, 22:12)
Jan Jakobi :   @Carsten:
Wenn es ein Elefant w├Ąre dann h├Ątte ich das vielleicht schon rausgefunden.

Wei├čt du wann das heutige Elefanten-Flu├čpferdhaus in Prag gebaut wurde?


(22.03.2011, 18:53)
Carsten Horn :   Ich wei├č nicht, welches Flu├čpferd auf der Karte ist.
(22.03.2011, 12:58)
Jan Jakobi :   @Carsten:
"Tana" ist es nicht, das Bild ist dazu zu alt.

Wei├čt du wo es aufgenommen sein k├Ânnte?
(22.03.2011, 06:20)
Carsten Horn :   Ich kenne die Karte nicht nur, ich hab sogar ein Exemplar davon, g, in 20 Jahren Flu├čpferdleidenschaft sammelt sich halt so einiges an...

Glaub ich nicht, das es sich um einen der holl├Ąndischen Zoos handelt.

Tana ist zum Ehrenflu├čpferd der Stadt Kronberg ernannt worden anl├Ą├člich ihres 50sten Geburtstages...
(21.03.2011, 21:34)
Jan Jakobi :   @Carsten: In Italien?

Du kennst die Karte also auch?

Ich dachte so an beim angucken deiner Bilder an Prag und "Zuzana".

Auf der R├╝ckseite der Karte steht folgendes:
"Birthday Boy", dann kommt das Copyright -Zeichen und dann UPI/Corbis Bettmann 1997
Published by Catch Publishing, the Netherlands, www.cat.nl


Auf der Seite habe ich auch geguckt, kam aber nicht weiter.

K├Ânnte es sich um Emmen, Rotterdam oder Amsterdam handeln?
(19.03.2011, 22:20)
Carsten Horn :   Die Karte ist in Italien gedruckt worden, aber ob das was hilft?
(19.03.2011, 21:57)
Jan Jakobi :   Ich habe eine alte Ansichtskarte wo ein Flu├čpferd mit einem Tierpfleger/Tierw├Ąrter abgebildet ist.

Der Tierpfleger/Tierw├Ąrter reicht dem Flu├čpferd eine Torte, beide befinden sich in einer Innenanlage am Rand eines Wasserbeckens.

Auf der Seite leszoodanslemonde.com fand ich ganz oben bei der Seite Collection das selbe Bild:

http://www.leszoosdanslemonde.com/collection/collection.htm

Leider steht auf der Seite nicht wo und wann das Bild gemacht wurde. Auf der Karte ebenfalls nicht.

Ich w├╝rde gerne wissen wo das Bild aufgenommen wurde.

Ich habe nat├╝rlich sofort an Berlin gedacht, wegen der M├╝tze die der Tierw├Ąrter auf hat.

Der W├Ąrter ist mir total unbekannt.

Nach einem Blick in die Berliner Zoo-Chroniken von 1969 und 1994 musste ich leider feststellen das es nicht in Berlin aufgenommen wurde.

Auch die Zoos von Leipzig, Wuppertal,M├╝nchen, Gelsenkirchen, Frankfurt, Opelzoo Kronberg und Hagenbeck sind es nicht.

Ein hei├čer Kandidat w├Ąre Prag, aber da passt die heutige Innenanlage nicht.
Wenn es Prag w├Ąre, dann k├Ânnte es sich nur um "Zuzana" handeln, ich vermute das es ein Weibchen ist was auf der Karte zu sehen ist.

Das Bild d├╝rfte zwischen 1920 und 1955 aufgenommen worden sein.

Kennt jemand diese Ansichtskarte und hat jemand eine Idee wo es aufgenommen wurde?
(19.03.2011, 11:58)
Liz Thieme :   In Ekilstuna (Schweden) wurde vor drei Wochen 1,0 Zwergflusspferd geboren. Die Mutter lie├č ihren Sohn nicht trinken, so dass versucht wurde die Kuh zu melken - erfolgreich und einmalig in Europa.
(04.03.2011, 17:40)
Carsten Horn :   Da es ├╝ber die vermutlich fehlende Kuh ├╝berhaupt keine Angaben gibt, ist sie nur im Text zum Zoo Berlin aufgef├╝hrt, nicht aber als Datensatz...

Knautschkes Vater mu├č es gegeben haben (jedenfalls hab ich noch nichts von Jungfernzeugung bei Hippos geh├Ârt, g), die omin├Âse Kuh nicht unbedingt, weil auch Zuzana die Mutter sein k├Ânnte...

Ist schwierig, was ich da in die Datenbank schreiben soll, m├Âchte ja nix falsches verbreiten, darum das Todesdatum mit Fragezeichen und auch Zuzanas Mutterschaft...
(22.02.2011, 00:50)
Jan Jakobi :   @Carsten:
Beide Zoo-Chroniken habe ich, beide sind sich im Text (jedenfalls die Kapitel der Direktionszeiten) ├Ąhnlich.

Da sind aber auch Bilder drin, die in "Die Arche Noah an der Spree" drin sind, aber gr├Â├čer.

Zur├╝ck zu den Hippos:

Bei einem Flu├čpferdbullen steht als Todesdatum bei dir:
November 1943 ? und das ist auch der den du als "Knautschkes" Vater ausgibst.
Vermutlich fehlt eine Flu├čpferdkuh in deiner Datenbank.

Aber der Vater (oder besser gesagt der Bulle von dem du glaubst das er es ist) ist in deiner Datenbank drin.
(21.02.2011, 18:11)
Carsten Horn :   @Jan: Die einzige Kuh in meiner Datenbank, die Knautschkes Mutter sein k├Ânnte, ist Zuzana. Dagegen spricht allerdings das in der Chronik geschriebene...

Auf 2,2 Tiere bin ich deshalb gekommen, weil es kein eindeutiges Todesdatum f├╝r Knautschkes Vater gibt.

Und nebenbei w├Ąre es das Maxium aus beiden Chroniken, g...
(21.02.2011, 17:55)
Jan Jakobi :   @Michael Mettler:
Es steht in keinem Ihrer Beitr├Ąge die Anrede "Sie" oder "Du".

Aber wir k├Ânnen uns auf eine Anrede einigen.

Haben Sie schon mal nachgedacht ob es nicht vielleicht 2,2 Flu├čpferde gewesen sein k├Ânnten?

(21.02.2011, 14:37)
Michael Mettler :   Zum Zeitpunkt der Verschickung der Flusspferdkuh geh├Ârte Prag ebenso wie Wien (wohin man eine Giraffenkuh als ├Ąhnlich wertvolles Gro├čtier ausgelagert hatte) zum Deutschen Reich und war somit "Inland". Das spr├Ąche schon ein wenig daf├╝r, dass Heck eine Fortf├╝hrung dieses Zustandes eingeplant/erhofft hatte und nicht unbedingt einkalkulierte, dass seine Tiere bei Kriegsende in fremde H├Ąnde fallen k├Ânnten. Vielleicht h├Ątte er noch viel mehr Tiere aus Berlin weggebracht, wenn er a) Platz daf├╝r gefunden h├Ątte (ein Elefantenbulle z.B. ist allerdings schwierig "mal eben" unterzubringen) und b) die Transportwege sicherer (oder ├╝berhaupt unbeschadet) gewesen w├Ąren. Anders ausgedr├╝ckt: Die beiden ├╝brigen Flusspferde w├Ąren vielleicht auch noch verlagert worden, wenn es denn M├Âglichkeiten dazu gegeben h├Ątte.

@Jan Jakobi: Wo habe ich denn "Sie" gesagt...? Die Idee einer zus├Ątzlichen Flusspferdgeburt hat ihren Reiz, zumals zu diesen Zeiten selbst ohne Kriegseinwirkung nicht jedes Flusspferdkalb gro├č wurde und ein zweites somit in Vergessenheit geraten sein k├Ânnte. Allerdings w├Ąre damit ein drittes "Phantom-Hippo" gegeben, das nirgendwo nachweisbar ist....
(21.02.2011, 08:42)
Oliver Jahn :   Ich glaube nicht, dass egal welcher Gesinnung Heck damals war, ├╝berhaupt jemand sich auch nur im Ansatz ausmalen konnte, wie es nach dem Ende des Krieges werden w├╝rde. Der Eiserne Vorhang, der Vier-M├Ąchte-Status und die Auswirkungen sogar auf Zoologische G├Ąrten, daran hat sicher keiner gedacht. Und in Hecks Lebenserinnerungen ist er bei all den ausgelagerten Tieren tats├Ąchlich davon ausgegangen, dass er sie zur├╝ck bekommt.
Schlimm ist es nur, dass durch den Krieg so viele Daten verloren gegangen sind, die heute nicht mehr nachvollziehbar sind.
(20.02.2011, 23:56)
Jan Jakobi :   @Liz Thieme:
Nein, das Flu├čpferde im -6 Grad kalten Wasser schwimmen glaube ich nicht.

@Michael Mettler:

1. Sie d├╝rfen mich dutzen.

2. Wenn sich 2 Personen "ganz genau" an leider 2 unterschiedliche Geburtsdatumsangaben erinnern k├Ânnen, dann liegt es vermutlich daran das am 10. Februar oder am 29. Mai desselben Jahres ein weiteres Flu├čpferdbaby zu Welt kam.

@Carsten:
Du hast mir mal geschrieben das es eigentlich 2,2 Flu├čpferde sein m├╝ssten.
Das w├Ąren dann: "Knautschke","Zuzana", "Knautschkes" Vater und seine Mutter.

Gibt es in deiner Datenbank eine Flu├čpferdkuh die als Mutter von "Knautschke" in Frage kommt?

Ich konnte keine finden, die einzige die in Frage kommt ist "Zuzana".


(20.02.2011, 22:52)
Carsten Horn :   @Michael: Im Interesse der Erhaltung des wertvollsten Tieres h├Ątte ich auch die Zuchtkuh geschickt, wenn ich mir aber h├Ątte ausrechnen k├Ânnen, das ich sie nicht mehr zur├╝ck bekomme, kann ich es auch riskieren, sie in Berlin zu behalten... Aber wer wei├č schon, was Lutz Heck dabei gedacht hat...

Grunds├Ątzlich problematisch ist auch, das die meisten "Flu├čpferdverschieber" der damaligen Zeit nicht mehr existieren, das w├Ąre teilweise eine ergiebige Datenquelle, so man den dran kommen w├╝rde..., so bleibt vieles halt Vermutung oder ungekl├Ąrt...
(20.02.2011, 22:48)
Michael Mettler :   Wie kompliziert die Datenzuordnung sein kann, zeigen auch die beiden unterschiedlichen Daten f├╝r Zuzanas Umzug nach Prag, denn in einer der ESB-Versionen wurde als Zugangsdatum f├╝r Prag der 7.7.1945 genannt. Vermutlich wurde das das Datum eingesetzt, ab dem die vorher nur eingestellte Kuh in das Eigentum des Zoos (oder eigentlich des Staates?) ├╝berging. Auch ├╝ber ihren Einzug in Berlin gibt es zwei Angaben, die um nicht weniger als acht Jahre (!) differieren: Laut ESB im Jahr 1940; aus einer anderen Quelle, die ich leider nicht spontan benennen kann, habe ich mir notiert, dass sie am 10.12.1932 von Fa. Ruhe erworben wurde. Da zwei Monate zuvor eine Kuh namens Lisl in Berlin gestorben war, w├╝rde eine solche Ersatzbeschaffung durchaus ins Bild passen.

@Jan Jakobi: Die beiden unterschiedlichen Geburtsdaten von Knautschke rühren meiner Erinnerung nach daher, dass sich zwei Zeitzeugen "ganz genau" an die Aufschrift des Geburtenschildes im Flusspferdhaus zu erinnern meinten, weil am selben Tag eine ihnen bekannte Person Geburtstag hatte o.Ä.....

@Carsten Horn: Wie optimistisch Lutz Heck war, wei├č ich nat├╝rlich nicht, aber die nackten Fakten sprechen dagegen, dass er die wertvollsten Hippos in Berlin behalten wollte: Nach dem Bombardement vom November 1943 gab es noch einen Bombentreffer am 30.1.44, bei dem Dach und eine Wand des Flusspferdhauses durchschlagen wurden und die Bombe als Blindg├Ąnger im Au├čengehege liegen blieb (wurde erst zehn Tage sp├Ąter entdeckt), und einen am 15.2.44, bei dem eine Ecken des Flusspferdhauses samt Au├čenmauern zerst├Ârt wurde. Von da an lebten die Tiere in einem Provisorium, und es konnte ja niemand ahnen, wie lange der Krieg noch dauern w├╝rde. Unter solchen Umst├Ąnden d├╝rfte Heck wohl eher gehofft haben, die Tiere anderswo unterbringen zu k├Ânnen, konnte aber vielleicht nur einen "Pensionsplatz" statt dreien auftreiben. Und wenn ich Heck gewesen w├Ąre, h├Ątte ich dorthin mein wertvollstes Flusspferd geschickt - die z├╝chtende Kuh.
(20.02.2011, 18:57)
Oliver Jahn :   @Carsten, v├Âllig deiner Meinung, gerade deshalb ist es ja so schwierig, einen "Fall" wirklich als gekl├Ąrt zu bezeichnen. Selbst in Halle, mit einer sehr gut dokumentierten und recht ├╝bersichtlichen Flusspferdhaltung gibt es noch immer einige Ungereimtheiten und L├╝cken.
(20.02.2011, 18:30)
Carsten Horn :   Gerade beim Datum 01.01. sollten eigentlich alle Alarmglocken angehen, das wird oft verwendet, wenn das genaue Datum nicht bekannt ist...
(20.02.2011, 17:37)
Liz Thieme :   ok man erkennt es nicht :(

http://s1.directupload.net/file/d/2441/k2rjg3zj_png.htm

@JJ glaubst du wirklich die Flusspferde paddeln da in -6┬░C kaltem Wasser rum? Das Wasser ist gew├Ąrmt, so dass sie das Haus nicht ben├Âtigen. Das kann man mit einer Elefantenhaltung nicht vergleichen.
(20.02.2011, 17:10)
Liz Thieme :   Ich w├╝rde Zuzana noch nicht als Mutter von Knautschke festlegen.

(Ich hoffe man erkennt es, sonst kommt noch der Link)
(20.02.2011, 17:05)
Jan Jakobi :   Ich glaube das werden wir nie herausfinden was in Wirklichkeit im 2. Weltkrieg mit den Berliner Flu├čpferden geschah.

Flu├čpferde sind robuster als Elefanten.

In Kronberg zum Beispiel leben die Flu├čpferde das ganze Jahr auf der Au├čenanlage, es gibt nur einen kleinen Stall.

(20.02.2011, 16:22)
Oliver Jahn :   Noch mal zu Zuzana, Im Zuchtbuch wird sie unter der Nummer T145 als Weibchen gef├╝hrt, Eltern unbekannt, Geburtsdatum unbekannt, Geburtsort ebenfalls. Sie kam am 01.Januar 1940 in den Zoo Berlin, ging am 26. Juni 1944 nach Prag und starb dort am 17.Mai 1977.
@Carsten, na klar sind auch im Zuchtbuch Fehler, genau wie in allen Chroniken... ;-)

(20.02.2011, 15:22)
Carsten Horn :   @Jan: Ist auch nur eine spinnerte Idee, die mir heute gekommen ist, ich hab keine Idee, was jetzt wirklich richtig ist im Falle Berlin...

Ein Zuchtbuch mu├č nicht immer stimmen, nicht besser bekannte Angaben der Zoos, Tippfehler des Zuchtbuchf├╝hrers etc, kann auch bei der gr├Â├čten Sorgfalt passieren...

Wie "endsieggl├Ąubig" war den Lutz Heck? Falls er im Juni 1944 (20 Tage nach Beginn der Operation Overlord) ├╝bersehen konnte, das der Krieg nicht mehr zu gewinnen gewesen w├Ąre, h├Ątte er vielleicht das wertvollste Tier in Berlin behalten, weil die Chancen auf eine R├╝ckkehr fast gleich null waren (zur├╝ckgekommen ist soweit ich mich erinner nur eine ausgelagerte Giraffe).

Ich hab nicht nur an Rosa/Hans gedacht, sondern auch an Riga, wo man sich fast 20 Jahre gewundert hat ├╝ber den ausbleibenden Nachwuchs und dann herausbekommen hat, das der potentielle Zuchtbulle eine Kuh ist, g...
(20.02.2011, 15:15)
Jan Jakobi :   @Carsten Horn:

Das "Zuzana" ein Bulle gewesen sein k├Ânnte, dar├╝ber habe ich noch nicht nach gedacht.

Ich gehe nochmal meine Theorien durch:

1. 2,1 Flu├čpferde ├╝berlebten: Es handelt sich um "Knautschke" und seine namentlich nirgends erw├Ąhnten Eltern. Eines der beiden Elternteile hei├čt "Zuzana".

2. 1,2 Flu├čpferde ├╝berlebten: Es handelt sich um
"Knautschke", um "Zuzana" und die im Mai 1945 tot aufgefundene Flu├čpferdkuh.
(20.02.2011, 14:54)
Michael Mettler :   @Carsten Horn: Du spielst wahrscheinlich auf Hans alias Rosa in K├Ânigsberg alias Kaliningrad an ;-)

Allerdings w├╝rde ich mich auch nach dieser Variante fragen, warum man gerade dieses Individuum nach Prag verschickt hat. Egal ob im Berliner Zoo nun 1,2 oder 2,1 Flusspferde vorhanden waren, das f├╝r den Zoo wertvollste Tier war Knautschkes Mutter (wer auch immer das war) als einzige zuchterprobte Kuh, so dass deren Rettung eigentlich Priorit├Ąt genossen haben sollte.

Zuzana k├Ânnte ├╝brigens auch schon die Mutter von Knautschkes Vater gewesen sein und somit f├╝r ihren Sohn gleichzeitig Mutter und Gro├čmutter.
(20.02.2011, 14:32)
Oliver Jahn :   Im Zuchtbuch wird Knautschke mit unbekannten Eltern und einer Geburt am 29.05.43 angegeben.
Und das Tier, welches von Berlin nach Prag ging, das war laut Zuchtbuch eine Kuh, welche mit dem Namen Zuzana auch im Zuchtbuch gef├╝hrt wird. Auch ihr Transport von Berlin nach Prag ist dort angeben und ihr Todesdatum in den 70er Jahren.
(20.02.2011, 14:22)
Carsten Horn :   Es gibt noch eine weitere Variante (erscheint zwar auf den ersten Blick etwas abwegig, aber auch im Bereich des m├Âglichen), Zuzana ist Knautschkes Vater gewesen!

Damit stimmt die Angabe 2,1 und das Knautschke neben einer toten Kuh gefunden wurde...

Prag w├Ąre nicht der erste Zoo, der ein Hippo jahrelang unter falschem Geschlecht gehalten h├Ątte (Mutter ist Zuzana ja in Prag nicht mehr geworden)...
(20.02.2011, 13:03)
WolfDrei :   Zum Namen "Zuzanna": es scheint dies durchaus eine Umbenennung zu sein, denn die Aussprache des Z in fast allen Sprachen (also auch der tschechischen - NICHT aber in der deutschen)ergibt ein relativ weiches "S", auch h├Ątte man im deutschen Sprachbereich nat├╝rlich Susanna geschrieben. Ich erinnere mich noch an die falsche Aussprache des Namens des legend├Ąren tschechischen L├Ąufers Emil Zatopek, den man nat├╝rlich Satopek h├Ątte aussprechen m├╝ssen.
(20.02.2011, 11:27)
Jan Jakobi :   @Michael Mettler:
Im Buch "Von der Menagerie zum Tierparadies" taucht der Name "Zuzana" nicht auf, da steht nur:

26.06.1944 0,1 Flu├čpferd Prag

Und auch in Katharina Heinroths Lebenserinnerungen kommt der Name ebenfalls nicht vor.
Da steht nur das 1944 eine Flu├čpferdkuh nach Prag ausgelagert wurde, diese sei dann nach dem Ende des
Krieges in den Besitz des tschechischen ├╝bergegangen.

In Bernhard Blaszkiewitzs Buch "Knautschke,Knut&Co" steht das erst 1945 seine Mutter ums Leben kam.

Ich bin mir sicher das, aus den beiden genannten B├╝chern interpretiert, das die Flu├čpferdkuh erst in Prag den Namen "Zuzana" erhielt.

Was mich an der ganze Geschichte nachdenklich macht, ist das auf Carsten Horns Seite hipposworld.de die Daten dann nicht vollst├Ąndig sind.

Ich fand keine Flu├čpferdkuh die als "Knautschkes" Mutter in Frage k├Ąme.

Auf folgender Seite fand ich Bilder von "Zuzana":

http://eng.hrosi.org/?id=43

Sie hat keine unpigmentierten F├╝├če, "Knautschke" hatte einen rechten unpigmentierten Vorderfu├č.

Auf der Seite steht auch das sie am 26.06.1944 nach Prag kam.
Es steht dort das sie vielleicht die Mutter von "Kanutschke"(das steht dort auf der Seite) ist.
Ich vermute das sollte "Knautschke" hei├čen.

Der unpigmentierte Fu├č ist auch bei seiner Tochter "Bulette" und der gemeinsamen Tochter "Jette" (bei der waren sogar beide Vorderf├╝├če unpigmentiert) sowie "Klops" zu finden.

Die unpigmentierten F├╝├če wurden weitervererbt, es gibt viele Flu├čpferde die welche haben.

"Knautschkes" Geburtsdatum scheint nicht genau belegt zu sein, folgende Angaben fand ich:

29. Mai 1943 (Quelle: Buch "Knautschke,Knut&Co")

10. Februar 1943 (Quelle: hipposworld.de)

Von wo stammt die Angabe 10. Februar 1943?

(20.02.2011, 09:59)
Michael Mettler :   Es gibt etwas, was mich an der ├╝berlieferten, mit vielen Unklarheiten best├╝ckten Faktenlage der Berliner Flusspferde w├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs nachdenklich stimmt: Wenn die aus Berlin nach Prag verbrachte und dort Zuzana (um)getaufte Kuh NICHT Knautschkes Mutter war, warum hat man dann eine nicht z├╝chtende Kuh in Sicherheit gebracht und eine wertvolle Zuchtkuh im gef├Ąhrdeten Berlin behalten? Knautschke war zu diesem Zeitpunkt l├Ąngst in einem Alter, in dem er von seiner Mutter unabh├Ąngig war.

Insofern ist auch die Variante aus "Die Arche Noah an der Spree", dass 2,1 (nicht 1,2) Flusspferde das Bombardement von November 1943 ├╝berlebt hatten, nicht uninteressant, denn das k├Ânnten dann Knautschke (je nach Erinnerung im Februar oder Mai 1943 geboren) und seine Eltern gewesen sein. Wahrscheinlich fand sich kein Zoo, der einen ausgewachsenen Bullen unterbringen konnte (wer Haltungsm├Âglichkeiten f├╝r Flusspferde hatte, hatte selbst einen Bullen oder ohnehin nur Platz f├╝r ein Einzeltier), und so behielt man Knautschkes Mutter wenigstens noch so lange in Berlin, bis ihr Sohn ohne sie auskommen konnte, und schickte sie dann nach Prag in Sicherheit. Nach dieser Variante w├Ąre das Alttier, das in den letzten Kriegstagen tot neben dem zweij├Ąhrigen Knautschke aufgefunden wurde, nicht seine Mutter, sondern sein Vater gewesen. Diese Variante k├Ąme immerhin ohne den Phantom-Tod des Zuchtbullen zu einem fr├╝heren Zeitpunkt und ohne die zweite Phantom-Kuh aus, deren Existenz nicht mal durch einen Namen, ein Geburts- oder Ankunftsdatum irgendwo belegt zu sein scheint.
(19.02.2011, 22:57)
Jan Jakobi :   Ich kann das R├Ątsel um "Knautschkes" Eltern (zu mindestens das seiner Mutter) und "Zuzana" l├Âsen:

In der Berliner Zoo-Chronik "Von der Menagerie zum Tierparadies" steht das 1,2 Flu├čpferde ├╝berlebt haben.
In "Die Arche Noah an der Spree" steht 2,1 Flu├čpferde.

Es sind wirklich 1,2 Flu├čpferde gewesen!

"Zuzana" war nicht "Knautschkes" Mutter, folgende Fakten sprechen daf├╝r:

1.
Flu├čpferdkuh "Zuzana" wurde am 26.6.1944 nach Prag evakuiert, nachdem sie mit "Knautschke" und seiner Mutter den Angriff vom 22./23. November 1943 ├╝berlebte.

2.
Es wurde KEIN Flu├čpferd get├Âtet, aber daf├╝r ZWEI Zwergflu├čpferde.
Die Zwergflu├čpferde waren in der Elefantenpagode untergebracht.
Von den Zwergflu├čpferden ├╝berlebten 3 und diese wurden dann nach Breslau ausgelagert.

3.
Am Ende des 2. Weltkrieges im Jahr 1945 fand man den 2-j├Ąhrigen Bullen "Knautschke" neben einer toten Flu├čpferdkuh.
Und genau diese Kuh ist "Knautschkes" Mutter!


Zu "Knautschkes" Vater:

Er d├╝rfte vor dem schweren Angriff im November 1943 verstorben sein, eines nat├╝rlichen Todes oder einer Krankheit, denn in den Listen in "Von der Menagerie zum Tierparadies" steht kein Flu├čpferd das get├Âtet wurde.

"Knautschkes" Vater wurde auch nicht in einen anderen Zoo ausgelagert, ein weiteres Flu├čpderd das neben "Zuzana" ausgelagert wurde ist nicht in der Liste des besagten Buches aufgef├╝hrt.

Und er war vermutlich ein Sohn einer der drei Heck-Bullen, die Lutz Heck 1928 von seiner Ost-Afrika-Expedition mitbrachte.

(19.02.2011, 20:24)
Kai Deuker :   Der Mitarbeiter wollte nochmal nachfragen ob es nicht doch Inder in Hodenhagen gegeben hat.Das R├Ątsel geht weiter.
(01.02.2011, 18:51)
Kai Deuker :   Da mu├č ich Herr Mettler recht geben .Ich habe einen Mitarbeiter der ersten Sunde in Hodenhagen das Foto gezeigt und meinte es w├Ąre Hodenhagen,vor Er├Âffnung des Parks h├Ątte es Flu├čpferde und Afrikaner in Hodenhagen gegeben.
(01.02.2011, 18:26)
Michael Mettler :   @Gudrun: Laut Kartei-Unterlagen aus der Zeit von Fa. Ruhe muss es Mitte der 80er mindestens vier Flusspferde in Hodenhagen gegeben haben (vermutlich nur als kurzzeitige Einstellungen). Aber genau in dieser Zeit gab es eben m.W. ausschlie├člich Afrikanische Elefanten dort (mindestens eine erwachsene Kuh und mehrere Jungtiere), was dagegen spr├Ąche, dass das betreffende "R├Ątselfoto" aus Hodenhagen stammt.
(01.02.2011, 16:05)
Gudrun Bardowicks :   Ich habe noch niemals Flu├čpferde in Hodenhagen gesehen und kenne diesen Safaripark seit kurz nach seiner Er├Âffnung. Er hielt in der Vergangenheit kurzzeitig Zwergflu├čpferde im jetzigen Freizeitparkbereich Wasserwelt auf einer Teilfl├Ąche des aktuellen gro├čen Enten- und G├Ąnseteichs, auf dem fr├╝her auch die Flamingos und die Seehunde in abgetrennten Bereichen lebten.

Allerdings gab es fr├╝her einmal Planungen zuk├╝nftig auch Flu├čpferde auf dem Safariparkgel├Ąnde in einer der gro├čen Anlagen f├╝r afrikanische Huftiere mit einem gr├Â├čeren Teich zu halten. Dieser Plan wurde aber bisher nicht umgesetzt.
(01.02.2011, 15:22)
Michael Mettler :   Ich habe allerdings bisher nie etwas davon geh├Ârt, dass Hodenhagen mal Asiatische Elefanten im Bestand hatte. Zwar war ich in den ersten Jahren des Bestehens nicht dort (erst Anfang der 80er), aber kenne immer nur Afrikaner.
(01.02.2011, 13:05)
Carsten Horn :   W├Ąre auch durchaus m├Âglich, ├╝ber die Haltung in Hodenhagen wei├č ich leider so gut wie nix au├čer das es dort mal Flu├čpferde gab...
(01.02.2011, 12:40)
Kai Deuker :   @Carsten Horn,ich glaube es ist der Safaripark Hodenhagen die Gel├Ąndestruktur und Baumbestand sehen sehr danach aus ,Auch glaube ich mich zu Erinnern das Hodenhagen Flu├čpferde und Elefanten vergesellschaftete .
(01.02.2011, 02:50)
Carsten Horn :   In Basel ist am 26.11. ein Flu├čpferd geboren...
(08.12.2010, 12:12)
Carsten Horn :   In Berlin ist am 09.08. ein weibliches Flu├čpferd geboren...
(25.08.2010, 00:58)
Ronald Masell :   @michael, ich bin immer davon ausgegangen, das der fotoatandpunktder weg zwischen Flussprferd-und Elefantenanlage war. in dem von dir eingestellten Plan links oben sehr gut sichtbar(gr├╝n) dann hat man den blick auf den gr├Âssten Landteil, auf dem zwei ausgewachsene Flusspferde nebeneinander passen. (vor der Anlage stehend rechts)
Aber... nur meine annahme.
(10.08.2010, 16:32)
Michael Mettler :   Ich hatte den Baum wegen der Distanz zum r├╝ckw├Ąrtigen Zaun eher vor als auf der Giraffenanlage vermutet. Und ich denke auch, dass der Fotograf eher auf dem Besucherweg als auf der Elefantenanlage stand, denn die Wegf├╝hrung war laut Zooplan damals die gleiche wie heute. H├Ątte er auf der Elefantenanlage gestanden (oder auch nur auf dem Pflanzstreifen zwischen dieser und dem Hippogehege), d├╝rfte m.E. nicht das nach links ansteigende Gitter der Nachbaranlage der Hippos (hinter deren Gehegezaun) zu sehen sein, weil dieser Bereich dann durch das Haus verdeckt w├Ąre - siehe Zooplanausschnitt unten (alles nach wie vor in der Annahme, es handele sich um K├Âln).
(10.08.2010, 09:35)
Carsten Horn :   Und wenn der Fotostandpunkt auf dem heutigen (und damaligem?) Besucherweg liegt, da h├Ątte ich ihn n├Ąmlich vermutet, dann w├Ąre das Blockhaus nicht mit drauf?
(09.08.2010, 19:06)
Ronald Masell :   Die gestrige F├╝hrung mit Dr. Behlert war die beste die ich pers├Ânlich bisher mitgenacht habe. Sehr informativ. Sehr kurzweilig, und zum Schluss wurden auch noch vier Alpakas gechipt.
Zum Flusspferdfoto:auf der ehem. Elefantenfreianlage kann man ungef├Ąhr den Standpunkt des Fotografen vor 40 Jahren einnehmen. Kamera hatte ich nat├╝rlich vergessen! Ja, ja das Alter.ich w├╝rde jetzt sagen K├Âln war es nicht!das querstehendeBlockhaus, in dem auch die Impalas untergebracht sind m├╝sste mit auf dem foto sein, das stand doch schon vor 40 Jahren oder...und der Baum ist nicht der Baum auf der Giraffen freianlage.das m├╝sste der Baum sein, der rechts des runden Stallgeb├Ąudes der ehemaligen Wasserbockanlage( das jetzige Marabugehege) steht. Ich denke wir m├╝ssen die Bestimmung neu vornehmen. eine sch├Âne Woche f├╝r Alle!

(09.08.2010, 18:03)
Ronald Masell :   wir sind Sonntag zur Zoofreundef├╝hrung in K├Âln, da werde ich mal nachschauen.
mittlerweile bin ich auch fast f├╝r K├Âln. auch wegen des Baumes den michael erw├Ąhnt hat. meine Frau meinte das die Impalas auf der Giraffenanlage sich sehr oft im Schatten des Baumes ablegen.
(04.08.2010, 17:25)
Michael Mettler :   Und hier noch mal in Echtperspektive, bei dieser Weitwinkelaufnahme von 2007 stand ich zuf├Ąllig an der Ecke, die ich auch f├╝r Dolders fr├╝heren Standplatz halte. Das Hippo-Paar m├╝sste noch rechts vom wei├čen Pfeil gestanden haben. Der Hintergrund sieht zwangsl├Ąufig anders aus, denn in den 70ern bestand ja noch nicht die Bahnschwellen-Umz├Ąunung des Nashorngeheges.
(02.08.2010, 21:35)
Michael Mettler :   Ich kann meine Beweisf├╝hrung in punkto K├Âln weiter untermauern.

@Ronald Masell, die Backsteinmauer stimmt, aber das ist die Au├čenmauer des Zoos hinter dem Giraffengehege, und die ├╝ber die Mauer hinausragenden Geb├Ąude im Hintergrund stehen au├čerhalb des Zoos. Nach der Perspektive wurde das Hippopaar diagonal ├╝ber das Becken hinweg aufgenommen, also - vor dem Au├čengehege stehend - von dessen linker vorderer Ecke aus. Das daf├╝r benutzte Teleobjektiv lie├č nicht nur die Tiere, sondern auch deren Hintergrund n├Ąher heranr├╝cken, so dass die Distanzen sehr viel k├╝rzer wirken.

Vor der Beckenkante, an der das Paar steht, verl├Ąuft der rechte Einstieg ins Becken, die Hippos stehen also n├Ąher am Haus an als der Besucherseite. Das helle Gitter mit SENKRECHTEN Stangen hinter dem Hippo-Gitter geh├Ârt zum Nachbargehege am Elefantenhaus. Rechts hinten im Bild, beim Baum, sieht man aber im Hintergrund noch ein Gitter mit drei WAAGRECHTEN Stangen, und das ist der r├╝ckw├Ąrtige Zaun der Giraffenanlage. Dahinter verl├Ąuft deren Versorgungsweg, und dann kommt die Zoomauer. Der Baum steht wahrscheinlich noch heute an der Giraffenanlage...?

Zur besseren Verdeutlichung anbei ein Scan aus dem Plan des Zoof├╝hrers von 1975 (der n├Ąchste erschien 1980, der Plan ist aber der gleiche). Die Hippos stehen unterhalb der Vorderf├╝├če der Hippo-Grafik. Der helle Senkrechtzaun des Geheges darunter verl├Ąuft parallel zum dunkleren Hippo-Zaun. Der Baum steht vermutlich dort am Giraffengraben, wo der Hals der Giraffengrafik ├╝ber den Graben hinausragt, denn sein Standort w├╝rde dann auch den Knick im Grabenverlauf erkl├Ąren (Graben um den Baum herum gebaut). Das Giraffenhaus ist nicht zu sehen, weil es knapp au├čerhalb des linken Bildrandes st├╝nde, die Rinderblockh├Ąuser nicht, weil sie entsprechend rechts au├čerhalb st├╝nden.

Nach dem Schattenfall und der Himmelsrichtung des Hauses zu urteilen muss das Foto an einem fr├╝hen Sommernachmittag entstanden sein, vielleicht hilft das Herrn Dolder bei der Erinnerung :-) Aber mal im Ernst: Als professionelle Tierfotografen haben die Dolders mit Sicherheit Hunderttausende von Fotos gemacht, und vermutlich war ihnen die Tierart oft oder meistens wichtiger als der Aufnahmeort. Ich wundere mich jedenfalls nicht so sehr, dass Willi Dolder sich unter solchen Umst├Ąnden nicht auf Anhieb der Herkunft eines vor mindestens 32 Jahren aufgenommenen Bildes erinnern kann.
(02.08.2010, 21:27)
Oliver Jahn :   @Liz, ich habe mich wohl selber verwirrt. :-)
In diesem Buch werden etliche Zoos vorgestellt. Bei genauerem Hinsehen musste ich aber jetzt feststellen, dass es mehrere Bilder von Zoos gibt, die im Buch nicht beschrieben werden. Von daher war dein Herangehen v├Âllig in Ordnung, die Autoren haben nur das Buch mit Fotos aus etlichen Zoos zus├Ątzlich gef├╝llt, die im Text gar nicht weiter auftauchen. Also bleibt K├Âln weiterhin im Rennen!
Beschrieben werden noch
Amsterdam
Antwerpen
Basel
Berlin West
Bristol
Chester
Frankfurt
Hamburg Stellingen
London und Whipsnade
Mulhouse
Rotterdam
Slimbridge
Stuttgart
Z├╝rich.
Fotos sind aber unter anderem auch von M├╝nster drin und in der Beschreibung hei├čt es nur, dass die Dolders Tierfotos aus den f├╝hrenden Tierg├Ąrten Europas darstellen.
(02.08.2010, 20:42)
Liz Thieme :   Ich wollte bei dir keine Verwirrung stiften, sondern nur logisch vorgehen. Es ist nat├╝rlich problematisch, wenn man von extern an etwas knobelt, wenn die m├Âglichen Zoos einem nicht bekannt sind.
Aber es am├╝siert mich, dass bei Herrn Dolder innerhalb kurzer Zeit zwei mal wegen des Buchs und Bildes angefragt wurde und beide Male die Auskunft kam, dass er sich nicht erinnern k├Ânne :)

Aber wozu hat man nicht Spezialisten! Welche anderen Zoos sind denn im Buch noch aufgef├╝hrt, vlt ist noch ein Zoo von denen m├Âglich - nur theoretisch gesehen.
(02.08.2010, 20:29)
Oliver Jahn :   Vielen Dank an alle! Auch ich habe mir die Frage von Ronald gestellt, da sie mich ebenfalls zweifeln lie├č. Aber anhand meiner eigenen Fotos sprechen Zaun und Beckenrand absolut f├╝r K├Âln. Und da auf Michaels Bild sogar etwas Gr├╝n zu erkennen ist, und auch ich meine, dass es sich um das gleiche Tier handelt, gehe auch ich von K├Âln aus. Das war ja auch mein erster Gedanke, verwirrt hat mich nach der Frage von Liz nur, dass das Ehepaar Dolder diesen Zoo im Buch gar nicht erw├Ąhnte. Dennoch finde ich die bisherigen Erkl├Ąrungen sehr schl├╝ssig und die anderen m├Âglichen Zoos lassen sich relativ eindeutig ausschlie├čen. Und wenn dann auch noch unser "Hippoexperte" Carsten als erstes auf K├Âln tippt, dann wird es schon stimmen. ;-)
(02.08.2010, 17:33)
Sacha :   So, lieber Oliver, nat├╝rlich habe ich keine Kosten und M├╝hen gescheut, um Deine Frage zu beantworten:) und mich auch an den Fotografen direkt gewendet (via Email).

Herr Dolder hat dann auch gleich geantwortet. Leider kann er sich nicht mehr an den Aufnahmeort erinnern, h├Ąlt es jedoch durchaus f├╝r m├Âglich, dass es K├Âln ist, da er sich zu dieser Zeit in D├╝sseldorf aufhielt und in den Zoos der n├Ąheren Umgebung fotografierte.

Leider nicht ganz die erhoffte Antwort, ich weiss, aber anhand anderer Beitr├Ąge (v.a. von Michael Mettler), deutet doch alles mit grosser Wahrscheinlichkeit auf K├Âln hin. Frage: Hast Du dort schon jemanden angepeilt?
(02.08.2010, 16:27)
Sven P. Peter :   Nur als kleiner Gedanke: Sehr viele alte Fotos aus Zoos sind in Zoof├╝hrern oder B├╝chern gespiegelt abgedruckt, was schnell zur verwirrung f├╝hren kann. Passt der Blickwinkel vielleicht wenn man das ganze spiegelt?
(02.08.2010, 15:47)
Ronald Masell :   wenn es k├Âln w├Ąre, m├╝sste doch bei Blickrichtung Giraffenhaus eines der Rinder blockh├Ąuser zu sehen sein.auf dem foto ist aber durchg├Ąngig eine Ziegelmauer zu sehen.und die andere Richtung geht auch nicht, da steht das Direktorenwohnhaus. ich w├╝rde gegen K├Âln sprechen.
(02.08.2010, 14:55)
Michael Mettler :   Es spricht noch mehr f├╝r K├Âln, n├Ąmlich der dunkle Bulle rechts im Bild. Von 1955 bis 1992 lebte in K├Âln der Bulle Toni. Den habe ich zuf├Ąllig 1991 an einer anderen Stelle im Gehege, aber in fast gleicher K├Ârperhaltung fotografiert (siehe anbei). Dunkle F├Ąrbung ohne gro├čfl├Ąchige rosa abgesetzte Bereiche, die Form des Nackens und des Sch├Ądels, die Gr├Â├če und Anordnung der "Noppen" neben dem von uns aus gesehen linken Ohr - passt alles. Dazu der Zaun, der Beckenrand und eine zumindest rudiment├Ąre Grasnarbe. Auf dem Dolder-Foto ist zudem zu sehen, dass der hellere Zaun des hinterliegenden Geheges von links nach rechts abf├Ąllt, und die Stallt├╝ren des K├Âlner Hauses befinden sich ├╝ber Gehegebodenniveau - es f├╝hren Rampen zu ihnen hinauf. Die Hippos - die Kuh links muss demnach ├änne II sein - stehen also rechts au├čerhalb ihres alten Beckens, au├čerhalb des linken Bildrandes steht das Haus.
(31.07.2010, 22:57)
Oliver Jahn :   Also f├╝r mich ist K├Âln auch noch immer der Favorit. Die Gitter passen auf jeden Fall und auch die Beckenkante. Den Hintergrund kann ich nicht gut ausmachen, da er recht verschwommen ist, au├čerdem ist das Bild ja aus den 70er Jahren. Hat denn jemand in fr├╝heren Jahren die Anlage mal begr├╝nt gesehen?
(31.07.2010, 20:12)
Liz Thieme :   So, Antwort erhalten, aber leider wusste es die Hauptquelle selber nicht aus dem Kopf. M├╝sste wohl sein ganzes Archiv durchw├╝hlen... Tut mir Leid. Aber vlt. findet von uns doch noch einer den entsprechenden Zoo.
(31.07.2010, 18:17)
Liz Thieme :   Das Buch zeigt doch nur bestimmte Zoos, oder?
Frankfurt ist es auf jeden Fall nicht. Aber ich bin an der L├Âsung dran. Dr├╝ck die Daumen, dann erfahr ich es vlt schon dieses WE.
(31.07.2010, 15:43)
Carsten Horn :   Antwerpen passt nicht, im alten Gehege (vor 1978) war das Wasserbecken vorne, der Landteil dahinter und keine "Kante" zwischen Land- und Wasserteil.

Irgendwie denke ich bei dem Bild an K├Âln, Blickrichtung Giraffenhaus, aber der Hintergrund passt mir irgendwie nicht dazu, aber ist ja schon ├╝ber drei├čig Jahre her, kann sich ja ver├Ąndert haben...
(31.07.2010, 00:39)
Sacha :   Von der Zeit her k├Ânnte es Antwerpen sein. Frankfurt hatte ich auch im Sinn, aber da passen m.E. Abschrankung mit dahinterliegenden Geb├Ąuden nicht zusammen. Ich habe das Buch auch. Wenn ich heute nach Hause komme, dann schaue ich mal nach. Vielleicht entdecke ich ein wegweisendes Detail:)
(30.07.2010, 16:06)
Oliver Jahn :   Willi und Ursula Dolder
"Wunderland Zoo"
1978
(30.07.2010, 14:57)
Sacha :   Wie heisst denn das Buch und wann wurde es ver├Âffentlicht? K├Ânnte ggf. weiterhelfen.
(30.07.2010, 14:28)
Oliver Jahn :   Ich habe in einem Bildband, den ich neulich erstanden habe, folgendes Foto gefunden. Leider stand nicht dabei, wo es entstanden ist. Ich habe als erstes an K├Âln gedacht, kenne diese Anlage allerdings nicht begr├╝nt. Das muss ja aber nicht hei├čen, dass sie das nie gewesen ist.
(30.07.2010, 14:22)
WolfDrei :   Der Botaniker in mir: an Birken w├╝rde ich mich nicht "festbei├čen" wollen. Bei der Sonnenstellung reflektieren auch andere glatte St├Ąmme ├Ąhnlich.
(01.07.2010, 07:39)
Carsten Horn :   Gro├č-Gerau hab ich nicht aufgef├╝hrt, da gab es nach meinem Kenntnisstand nur ein Hippo, welches im Alter von drei Jahren wieder abgegeben wurde. T├╝ddern kann man lt. Elephant.se auch auschlie├čen, da es Elefanten dort erst ab 1981 gab.

Was eventuell auch noch in Frage k├Ąme w├Ąre Reserva Africana, zwar nicht deutschprachiger Raum, aber ein Betrieb des Ruhe-Imperiums... Wobei ich mir nicht so schl├╝ssig bin, ob es auf Mallorca auch Birken gibt, g...

Tallinn hatte meines Wissens nie Hippos, es sei denn, es ist ein Leihtier, wie es das fr├╝her auch in manchen Zoos im deutschprachigen Raum gab...
(01.07.2010, 00:06)
Oliver Jahn :   Ich habe so eben freundlicher Weise per Mail einen Auszug aus dem Zuchtbuch der Flusspferde erhalten.
Ralf, dein Ausschlu├č war hier absolut richtig. Bambezi (M) (Budapester Nachzucht) kam 01/1955 und verstarb 07/1993 in Poznan, er lebte nur im alten Zoo. Man sollte sich eben doch nicht zu sehr auf die Zootierliste verlassen! ;-)
(30.06.2010, 20:42)
Michael Mettler :   Das Buch ist von 1979 - ob Familie Barisch da wirklich im damaligen Ostblock zum Fotografieren unterwegs war...? Ist zwar nicht unm├Âglich, aber die Wahrscheinlichkeit halte ich f├╝r recht gering.
(30.06.2010, 14:33)
Oliver Jahn :   Ich habe Poznan Nowe Zoo hier angef├╝hrt, weil sie Flusspferd/e gehalten haben sollen, zumindest gibt das Zuchtbuch f├╝r die Flusspferde von 2007 das so an und ich habe es der Zootierliste entnommen.
(30.06.2010, 14:19)
Ralf Seidel :   Poznan, Nove Zoo w├╝rde ich auch ausschlie├čen, da wurden von den
klassischen "Dickh├Ąutern" bislang nur
Breitmaulnash├Ârner gehalten. Sollten dort Flusspferde gehalten worden sein, k├Ânnten die aber auch im riesigen See im Zentrum des Zoos abgetaucht sein...)
(30.06.2010, 13:14)
Oliver Jahn :   Drei einrichtungen habe ich noch, die ich nicht kenne, und bei der evtl. ein Ausschlu├čverfahren helfen k├Ânnte.
Gro├č-Gerau (Safariland - geschlossen 1985)
T├╝ddern (Safaripark - geschlossen 1990)
Poznan (Nowe Zoo)
Den alten Zoo in Poznan (ebenfalls Flusspferd- und Elefantenhalter) kenne ich und den kann ich ausschlie├čen.
(30.06.2010, 11:51)
Oliver Jahn :   Ich habe die ganze Zeit beim Betrachten des Bildes ├╝berlegt, an welchen Zoo mich der Gesamteindruck erinnert. Auch wegen der Birken und der einfachen und geraden Z├Ąune. Jetzt bin ich drauf gekommen. Das Bild erinnert mich an Tallinn. Also ich habe kein direktes Gehege in Tallinn vor Augen, denn das passt auch gar nicht zum derzeitigen Tierbestand, aber wenn man in Tallinn im Zoo ist (und ich gehe davon aus, dass beide Zoos sehr ├Ąhnlich waren, denn die Landschaft ist ja die gleiche) dann passt dieses Bild hier absolut in die Gesamterscheinung. Auch diese Aussage ist nat├╝rlich v├Âllig ohne Gew├Ąhr und entspringt viel mehr einem Empfinden als einem Wissen.
(30.06.2010, 11:45)
Michael Mettler :   @Oliver: Die Ruhe-Zoos z.B. hatten Geb├Ąude, die f├╝r die vor├╝bergehende oder sogar l├Ąngere Aufnahme von Dickh├Ąutern geeignet waren. Deshalb kam ich auf G├Ąnserndorf, denn auch das war ein zeitweilig ein Ruhe-Standort. Und wir wissen doch aus historischen Zootagen bis hin zu Magdeburg oder Cottbus, wie simpel selbst erwachsene Elefantenk├╝he dauerhaft untergebracht wurden. Vielleicht reichte auch f├╝r ein Hippo vor├╝bergehend ein (ehemaliger) Kuhstall, wenn es im Sommer vielleicht sogar nachts drau├čen blieb und im Winter gar nicht (mehr) da war. Um mal andere Beispiele zu nehmen: Die f├╝r Hodenhagen importierten Breitmaulnash├Ârner trafen damals schon lange vor Er├Âffnung des Parks ein, ihr Stall war noch nicht fertig, und so wurden sie kurzerhand auf umliegenden Bauernh├Âfen einquartiert (!), auf denen sie wahrscheinlich normale Stallboxen bekamen. Und selbst ein Zoo wie Halle steckte solche Nash├Ârner in ein f├╝r Antilopen gebautes Haus, und der Bulle brauchte trotzdem eine l├Ąngere Zeit, um es auseinanderzunehmen ;-)
(30.06.2010, 11:01)
Oliver Jahn :   Michael, denkbar ist alles. Ich versuche nur ein wenig einzugrenzen. Und zu deinen M├Âglichkeiten, die nat├╝rlich alle sein k├Ânnen, fehlen mir Beispiele, die ebenfalls m├Âglich sind. In Helmsbach habe ich zumindest Bilder von der Innenanlage der Hippos, zu der auch diese hier abgebildete Au├čenanlage passen w├╝rde. Welcher Handelszoo aber hatte einen stabilen Elefantenstall und ein dazugeh├Âriges Au├čengehege mit Wasserbecken?
(30.06.2010, 10:28)
Michael Mettler :   Die flache "Planschmulde" und der gro├če Landbereich sprechen m.E. eher f├╝r ein Elefantengehege. Das typische Flusspferdgehege der Nachkriegszeit (und ├Ąlter sch├Ątze ich die gezeigte Anlage nicht ein, daf├╝r wirkt mir der Beton zu "neu") bestand nun mal aus einem ca. 1,5 m tiefen Becken mit senkrechten W├Ąnden, steilem Einstieg und einem Landteil, der oft nicht gr├Â├čer war als ein liegendes Hippo-Paar Platz braucht.

Oliver, der umgekehrte Fall ist doch genauso denkbar: Ein Handelszoo hatte einen stabilen Elefantenstall, ein Gehege mit dickh├Ąutersicherem Zaun und zumindest au├čen ein Wasserbecken und musste statt der sonst ├╝blichen Jungtiere vor├╝bergehend ein adultes Tier unterbringen. K├Ânnte ├╝brigens auch ein eingestelltes Circus-Hippo sein.

Oder aber ein Zoo hatte eine f├╝r die Zucht zu kleine Hippo-Anlage, in der es gerade Nachwuchs gab, und man musste den Vater vor├╝bergehend ins Elefantengehege ausquartieren....
(30.06.2010, 10:04)
Oliver Jahn :   Es stellt sich ja auch die Frage, ist hier ein Flusspferd im Elefantengehege oder zwei Elefanten im Flusspferdgehege? Gehe ich von der zweiten Variante aus, dann w├Ąre Hemsbach noch st├Ąrker im Rennen, denn es war ein Handelszoo, der garantiert auch immer mal wieder Elefanten hatte, neben anderen Tieren aber eine feste Flusspferdhaltung mit eigenem kleinen Tropenhaus f├╝r die Innenstallungen mit Wasserbecken. Wenn hier der Zoo pl├Âtzlich zwei Elefanten auf Lager bekommt, dann ist es schon gar nicht so unlogisch, die beiden R├╝sseltr├Ąger einfach mal mit ins Flusspferdgehege zu stellen, dem einzigen Gehege, welches sicher etwas st├Ąrker abgesichert war, als der Rest.
(30.06.2010, 08:38)
Carsten Horn :   Auf dem Weg hab ich es auch schon versucht, aber da bleibt so einiges ├╝ber, an "zoologischen Einrichtungen" der Safaripark G├Ąnserndorf und der Safaripark Welzheim, an Handelszoos bzw. Tierh├Ąndler Raak oder Sensen. Oder theoretisch k├Ânnte die Aufnahme ja auch mit Zirkustieren entstanden sein, dann k├Ąme z. B. Althoff, Frankello oder Williams in Frage.

Inwieweit die Elefanten hatten, wei├č ich allerdings nicht, vielleicht l├Ą├čt sich dar├╝ber der ein oder andere ausschlie├čen. Immer vorausgesetzt, es ist wirklich im deutschsprachigen Raum aufgenommen und ein Bulle, g...

Die Autorin des Buches ist Baujahr 1913, falls der genannte Bildautor Klaus Barisch ihr Gemahl war, also in ├Ąhnlichem Alter (wei├č ich nicht), kann das Bild nat├╝rlich in einem gro├čem Zeitraum entstanden sein, macht die Suche auch nicht gerade einfacher...
(30.06.2010, 00:36)
Michael Mettler :   @Carsten Horn: Gesetzt den Fall, es w├Ąre aus dem deutschsprachigen Raum, was g├Ąbe denn deine Datenbank per Ausschlussverfahren ├╝berhaupt an m├Âglichen Haltern vor 1979 her? Das Flusspferd scheint mir ein adulter Bulle zu sein, und die gro├čen Zoos kommen eindeutig nicht in Frage. Bei Safariparks scheiden Hodenhagen und Stukenbrock m.E. aus. Ersterer hatte m.W. nie Asiatische Elefanten, letzterer hat ein zu flaches Gel├Ąnde f├╝r das von mir vorhin angef├╝hrte, tiefer liegende Nebengehege.
(29.06.2010, 21:28)
Carsten Horn :   ├ťber die Autorin l├Ą├čt sich leider auch nichts mehr rausbekommen, die ist 1992 verstorben.

Den Bildautor kenn ich noch, Klaus Barisch, das steht im Buch drin, mehr aber leider nicht, :-(
(29.06.2010, 20:46)
Jennifer Weilguni :   Dass da aber auch keine Angabe ├╝ber die Herkunft in dem Buch steht .. :-((
(29.06.2010, 20:37)
Carsten Horn :   Das es sich nicht gerade um eine leichte Aufgabe handelt und deshalb nicht Massen an Antworten kommen, ist mir auch klar, ich hab mir auch schon ergebnislos den Kopf zerbrochen, wo das sein k├Ânnte, zumal es ja nicht mal eine regionale Eingrenzung gibt...

Neuwied kann man eventuell ausschlie├čen, da das Buch von 1979 ist und Hippos dort von ca. 1980-1985 gehalten wurden
(29.06.2010, 20:04)
Michael Mettler :   Oder Neuwied, was ja auch zeitweise ein H├Ąndlerzoo war.
(29.06.2010, 19:52)
Oliver Jahn :   Es k├Ânnte nat├╝rlich auch ein "Handelszoo" sein, der die Tiere nicht lange hatte und sie deshalb auch nur bis zur Abgabe zusammen hielt. Dann k├Ąme evtl. noch Hemsbach in Frage.
(29.06.2010, 17:41)
Michael Mettler :   Fakt ist, dass es sich um ein h├╝geliges Gel├Ąnde handeln muss. Hinter dem Gehegezaun der Dickh├Ąuter ist ein Zaun mit ├ťberhang zu sehen, der entweder ein benachbartes Gehege umschlie├čt oder die Au├čengrenze des Zoos/Safariparks darstellt. Solche Z├Ąune sind normalerweise recht hoch, man sieht aber nur das obere St├╝ck - das Gel├Ąnde hinter den Dickh├Ąutern d├╝rfte also wesentlich tiefer liegen.

Falls aus dem deutschsprachigen Raum stammend, tippe ich vom Gesamteindruck her auf einen der l├Ąngst geschlossenen Safariparks wie G├Ąnserndorf. Den Birkenwald w├╝rde ich dabei nicht so sehr f├╝r die Region als Indiz betrachten; Safariparks entstanden m.W. vor allem auf Gel├Ąndest├╝cken, die land- und forstwirtschaftlich nicht lohnenswert waren, und genau auf solchem Boden wachsen eben auch h├Ąufig Birkenbest├Ąnde.
(29.06.2010, 16:57)
Oliver Jahn :   @Carsten, glaube bitte nicht, an deiner Frage hier best├╝nde kein Interesse, daher kommt auch keine Reaktion...auf gar keinen Fall ist das so, es ist nur ein wirklich harte Nuss.
Die deutschen Haltungen m├Âchte ich weitestgehend ausschlie├čen, denn die bin ich alle mal durchgegangen, da kommt keine in Frage, zumindest von denen, die ich kenne.
Einige kenne ich nicht, da bliebe also z.B. D├╝sseldorf als M├Âglichkeit, es gab ein Dickh├Ąuterhaus und es wurden Elefanten und Flusspferde gehalten.
Die alte Anlage in Dresden kenne ich nicht, auch wurden hier gern die Elefanten im Zoo herum gef├╝hrt und die durften sogar im Seehundteich mal badeb, also m├Âglich w├Ąre das auch, allerdings sch├Ątze ich von alten Bildern und Zeichnungen her, die Dresdener Anlage als kleiner ein.
Auf Grund des Birkenw├Ąldchens tippe ich ja auf Osteuropa, leider kenne ich mich da zu wenig aus.
(29.06.2010, 14:30)
Carsten Horn :   Eine Frage an das geballte Zoowissen hier im Forum, g, ich hab im Buch "Mit wilden Tieren leben" von Hilde Barisch dieses Bild gefunden, aber keine Ahnung, wo das aufgenommen ist?

Und der am 22.05. in Antwerpen geborene Flu├čpferdbulle hei├čt Lambiki.
(28.06.2010, 19:56)
Carsten Horn :   Ich hab noch ein Flu├čpferd unterschlagen in der Liste, eine geb├╝rtige Frankfurterin, Olga (in Frankfurt) bzw. Deka ( in Tokio), geboren am 25.04.1952, lebt im Tokio Ueno Zoo, ist also Nr. 2 in der Liste.


(13.02.2010, 23:54)
Gudrun Bardowicks :   Beekse Bergen h├Ąlt weiterhin an dem Wunsch nach einer Flu├čpferdhaltung fest, wie ein niederl├Ąndischer Teilnehmer im Zooforum berichtete. Die Tiere sollen jetzt allerdings erst 2011 kommen, da es wohl noch Probleme mit der Genehmigung der zuk├╝nftigen Flu├čpferdanlage gibt und man daher erst einmal f├╝r Kaffernb├╝ffel baut, die bereits im Sommer 2010 zu sehen sein sollen.
(28.01.2010, 14:58)
Carsten Horn :   Man sollte um die Zeit nichts mehr schreiben, Donna ist ca. 1951 geboren und Bertie lebt nat├╝rlich noch...
(28.01.2010, 02:07)
Carsten Horn :   Wegen einer Anfrage hab ich heute mal die ├Ąltesten Flu├čpferde der Welt herausgesucht:

1. Donna, geboren ca. 1961 in Memphis, lebt in Mesker Park Zoo Evansville

2. Blackie, geboren ca. 1954 in Tansania, lebte in Cleveland

3. Bubbles, geboren 29.10.1954 in Philadelphia, lebt in Toledo

4. Bertie, geboren 21.08.1956 in New York Central Park, lebt in Denver

5. Mary, geboren ca. 07.1957 Geburtsort unbekannt, lebt in St. Petersburg

6. Bresta, geboren 15.12.1958 in St. Petersburg, lebt in Kiev

7. Rosl, geboren 28.12.1958 in Karlsruhe, lebt in Gelsenkirchen

8. Tammy, geboren ca. 1959 Geburtsort unbekannt, lebt in Jerusalem

9. Snorkel, geboren 14.10.1959 in Auckland, lebt noch da

10. Lu, geboren 26.01.1960 in San Diego, lebt in Homossa Springs

Die letzten Kontakte zu den Zoos waren allerdings teilweise im letzten Jahr, w├Ąre also m├Âglich, das das ein oder andere Flu├čpferd mittlerweile gestorben ist... M├Âglich ist auch, das irgendwo noch ein altes Tier lebt, welches mir nicht bekannt ist.


(28.01.2010, 02:04)
Sacha :   @Michael Mettler: Wenn ich mich recht erinnere, waren Flusspferde, also H. amphibius, urspr├╝nglich mal f├╝r den neuen Afrikabereich Rotterdams geplant. Zumindest habe ich so etwas im Konkurrenzforum (zoochat) gelesen. Ich nehme aber an, dass dies die erste Version war, denn damals w├Ąren auch die Giraffen an eine ganz andere Stelle gekommen. Vielleicht weiss ja ein niederl├Ąndischer Forumsteilnehmer mehr...
(28.12.2009, 10:06)
Carsten Horn :   Soweit ich wei├č, h├Ąlt Emmen an der Flu├čpferdhaltung fest...

Mit Tanjas Tod d├╝rfte auch die l├Ąngste Flu├čpferdhaltung im Zoo beendet sein, im n├Ąchsten Jahr h├Ątte man neben Tanjas f├╝nfzigstem Geburtstag auch 150 Jahre Flu├čpferdhaltung feiern k├Ânnen...
(26.12.2009, 13:25)
Michael Mettler :   Hoffen wir erst mal, dass Emmen auch nach dem Umzug auf das neue Gel├Ąnde noch Hippos halten wird!

Ansonsten finde ich noch schade, dass Rotterdam keine in seinen Masterplan aufgenommen hat. Die alte Giraffenanlage h├Ątte zusammen mit den Anlagen f├╝r Zwergflusspferde und Warzenschweine eine gute Au├čenfl├Ąche abgegeben, und innen ist ja das alte Hippobecken noch vorhanden (von den Zwergen genutzt) und die Landbereiche k├Ânnten ebenfalls mindestens um die alten Giraffenst├Ąlle erweitert werden.
(26.12.2009, 11:59)
Carsten Horn :   Vielleicht bekommt Beekse Bergen ja doch noch mal die Kurve, dann w├Ąren es wieder zwei Halter, obwohl ich schon lange nichts mehr geh├Ârt habe, das sich dort irgendwas bewegt in Sachen Flu├čpferdhaltung...
(26.12.2009, 11:07)
Michael Mettler :   ...und damit ist nun Emmen der letzte Flusspferdhalter in den Niederlanden.
(25.12.2009, 11:03)
Carsten Horn :   Flu├čpferd Tanja in Artis ist heute morgen eingeschl├Ąfert worden, :-)
(25.12.2009, 10:26)
Michael Mettler :   @Henry Merker: Die durch Flusspferde in Afrika zu Tode gekommenen Menschen wurden aber m.W. nicht von den Tieren verzehrt... Laut Literatur lassen sich viele diese F├Ąlle dadurch erkl├Ąren, dass Menschen in Booten zu nahe an Revierbullen herankamen oder Menschen an Land zwischen ein dort befindliches Hippo und das Wasser gerieten, so dass das Tier seinen Fluchtweg versperrt sah.

├ťbrigens ist auch der Kaffernb├╝ffel als eines der gef├Ąhrlichsten Tiere Afrikas bekannt, und ich w├╝rde ihn dennoch nicht zum "Raubrind" abstempeln...
(21.07.2009, 22:41)
Andr├ę Haubrich :   Ich glaube auch, dass der Tod durch Flusspferde mehr wegen Revierverteidigung als wegen Lust auf Fleisch.
Gerade in Zoos d├╝rfte es kaum dazu kommen. Ich w├╝rde sie mit Huftieren (z.B. Mrs. Grays Wasserb├Âcke und Rothalsgazellen zum Thema Sudan) oder Impalas und Naylas vergesellschaften.
(21.07.2009, 21:52)
Henry Merker :   @Holger Wientjes:
Das mag sein; aber bei einem Tier, das als das gef├Ąhrlichste ganz Afrikas bekannt ist, glaube ich nicht, dass alle Opfer nur wegen Revierverteidigung get├Âtet werden.
Ansonsten sei vermerkt, dass sich ├Ąhnliches auch auf die echten Schweine ├╝bertragen lie├če. Und dass diese auch nicht so ohne weiteres mit anderen Huftieren zu vergesellschaften sind, wurde innerhalb dieses Forums diskutiert.
(21.07.2009, 21:40)
Holger Wientjes :   Die Agression der Flusspferde in den Freilandfilmbeitr├Ągen scheint mir eher auf Revierverteidigung hinauszulaufen. Weniger auf aktiven Beutefang !
Ausserdem wird an den Kadavern wohl, so scheint es zumindest, am Mageninhalt der toten Tiere genascht, der ja aus Pflanzen(resten) besteht.
Also ganz so weit gehen und sie als "Riesenraubschweine" bezeichnen w├╝rde ich nicht.
(21.07.2009, 18:25)
Michael Mettler :   Foto vergessen...
(21.07.2009, 18:22)
Michael Mettler :   Ein Bild aus einer ganzen Serie des spielenden "Paares", die ich im Berliner Zoo aufgenommen habe.
(21.07.2009, 18:20)
Henry Merker :   Da Herr Amend auf die problemlose Vergesellschaftung von Grevyzebras und Breitmaulnash├Ârnern hinwies (siehe Grevyzebrathread), lie├č sich ├╝ber eine Vergesellschaftung von Nilpferden und Breitmaulnash├Ârner nachdenken...
Ansonsten: siehe vorhergehenden Beitrag.
(21.07.2009, 17:50)
Henry Merker :   @Niedersachse:
Dann scheinen also alle Flusspferdarten sehr gef├Ąhrlich zu sein; man k├Ânnte sie vielleicht als "Riesenraubschweine" ansehen. Jedenfalls ist, wie schon erw├Ąhnt, eine Anlage wie sie etwa f├╝r Kopenhagen erw├Ąhnt wird vorzuziehen, wenn man schon nicht auf eine Gemeinschaftshaltung verzichten m├Âchte. Ansonsten w├Ąre also eine reine Flusspferdanlage (entweder f├╝r Zwerg- oder Nilpferde) vorzuziehen, da mit den geringsten Risiken verbunden.
(21.07.2009, 17:41)
Michael Amend :   @Ralf Sommerlad. Das h├Ątte mich mit den Pavianen auch sehr gewundert, nicht nur, das die Flu├čpferd-Anlage einfach zu klein ist, um dort noch eine derart aktive Art wie Paviane zu halten,die Anlage war auch nicht "Pavian-Sicher". In der Nachbar-Anlage, getrennt von den Flu├čpferden, waren bei meinem Besuch Kattas untergebracht.
(21.07.2009, 17:12)
Ralf Sommerlad :   @MA: Sie haben Recht hinsichtlich Busch, ich werd eben ├â┬Ąlter.Aber Lemuren sind da
(Eulemur rufifrons)...,meine Fotos sind aber von sehr schlechter Qualit├â┬Ąt
(21.07.2009, 17:03)
Holger Wientjes :   Bei den Vergesellschaftungen mit Mandrills und Mangaben in Halle lag die "Schuld" am Scheitern somit wohl nicht allein bei den Zwergflusspferden.
(21.07.2009, 15:14)
IP66 :   Interessanterweise gelten die Hartlaubenten als anderem Wassergefl├╝gel gegen├╝ber recht aggressiv - insofern sehen sie ihre berliner Mitbewohner wohl nicht als solches an oder sind zu beweglich, um von diesen attakiert zu werden.
(21.07.2009, 14:18)
IP66 :   Interessanterweise gelten die Hartlaubenten als anderem Wassergefl├╝gel gegen├╝ber recht aggressiv - insofern sehen sie ihre berliner Mitbewohner wohl nicht als solches an oder sind zu beweglich, um von diesen attakiert zu werden.
(21.07.2009, 14:12)
Michael Mettler :   @Niedersachse: Der Unterschied zwischen den Sakis und ihren Vorg├Ąngen d├╝rfte sein, dass die Sakis angeblich nie den Boden der Anlage aufsuchen, w├Ąhrend Mandrills und Rotscheitelmangaben nat├╝rlicherweise den Zwerghippos h├Ąufiger auf dem Boden begegnen. Mit dem Imponierverhalten von Mangaben bin ich nicht vertraut, aber Mandrill und Zwergflusspferd nutzen mit dem Drohg├Ąhnen eine ann├Ąhernd identische Geste, die vielleicht von beiden Seiten als Frechheit empfunden wurde....
(21.07.2009, 13:56)
Niedersachse :   @MM: Hab genau zwischen diesen beiden Zoos geschwankt. Gehegetechnisch hat Halle aber gute Voraussetzungen, immerhin ist die Anlage sehr gro├č.

@Holger Wientjes: Wie Michael Mettler aber auch schon sagt sind die Sakis bereits der 3. Besatz nach Mandrills und Rotscheitelmangaben. Die Sakis sind ja wesentlich kleiner und ruhigere Tiere. Und laut Pfleger-Aussage hat man ne sehr zahme Gruppe, was normalerweise nicht die Regel ist, grade Wei├čgesichtssaki-M├Ąnner sind oftmals nicht ohne.

Trotz sch├Ânsten Wetter habe ich letzt in Halle beide Tierarten in ihren St├Ąllen gesehen habe. Die Au├čenanlage schien auch nicht sehr belebt.
(21.07.2009, 13:30)
Holger Wientjes :   Zumindest in Arnheim scheint die Vergesellschaftung mit Blauduckern zu funktionieren und in Berlin sind Hartlaubenten mit im Gehege, in Halle Sakis.
(21.07.2009, 12:50)
Michael Mettler :   @Niedersachse: Das war Halle, nicht Chemnitz. Und vorher war es schon im selben Gehege mit Mandrills gescheitert.

Kopenhagen hat m.W. seine neue Flusspferdanlage so gebaut, dass sie Teil einer Afrika-Anlage ist und die Steppentiere (Zebras, Gnus usw.) den Flusspferdbereich besuchen k├Ânnen, w├Ąhrend die Hippos auf diesen beschr├Ąnkt sind.
(21.07.2009, 12:48)
Niedersachse :   Aber komischerweise gehen die Pfleger meist zu Zwergflusspferden nicht so h├Ąufig rein und gehen auf K├Ârperkontakt wie bei den gro├čen Flusspferden.
Weil diese ja als aggressiver und unberechenbarer gelten als die gro├čen.

Bei den Vergesellschaftungen die ich bisher gesehen habe, habe ich nie aggressionen der Flusspferde gegen├╝ber ihren Mitbewohnern gesehen.
Bei zwergflussis konnte ich miterleben wie eine Kuh im Jaderpark 2 Enten platt gemacht hat.

Und ist in Chemnitz (?) nicht die Vergesellschaftung mit Mangaben (?) gescheitert, weil die Arten sich miteinander angelegt haben?
(21.07.2009, 12:27)
Henry Merker :   Zu den gro├čen Hippos:
Meine Beitr├Ąge im Zoo-K├Âln-Thread sollen nicht so verstanden werden, dass diese Tiere nun gar nicht gesellschaftsf├Ąhig seien. Es wird jediglich darauf hingewiesen, dass sie Allesfresser sind, die nicht nur Aas fressen, sondern eben auch selber durchaus Beute schlagen. Darum habe ich zwar geschrieben, dass ich Vergesellschaftungen von den gro├čen Hippos mit anderen Huftieren mittlerweile doch skeptisch gegen├╝ber stehe, dies dennoch praktiziert werden k├Ânne, wenn die entsprechende Art die M├Âglichkeit erh├Ąlt, sich vollst├Ąndig von den Flusspferden zur├╝ckziehen zu k├Ânnen. Bestenfalls w├Ąre auch eine Anlage mit Separationsm├Âglichkeiten vorzuziehen, f├╝r den Fall, dass es einfach nicht klappen m├Âchte.
Nur dann w├╝rde ich jedenfalls eine Vergesellschaftung ohne Bedenken ansehen, da mir auch aufgefallen ist, dass im Zoo Berlin die Nyalas zumeist dann im Hippoteil zu sehen waren, wenn die Hippos sich im Innenbereich aufhielten.

Ich nehme an, dass Nilpferde ├Ąhnliche Geschwindigkeiten erreichen k├Ânnen wie Nash├Ârner und Elefanten...


Was die Zwergflusspferde betrifft, glaube ich hier nicht, dass diese so problematisch sind, wie ihre gro├čen Vettern.
(20.07.2009, 22:06)
Liz Thieme :   Juli 1862
Fortpflanzung der Nilpferde. In dem Amsterdamer zoologischen Garten wurde am Mittwoch (den 16. Juli [1862]) ein Nilpferd geboren. Anf├Ąnglich lie├č es sich ansehen, als ob man das junge Thier am Leben erhalten k├Ânnen, da es breits nach wenigen Stunden im Stalle herum lief, und die Mutter es sorgsam pflegte und jede seiner Bewegungen beobachtete. Das M├Ąnnchen, welches schon seit einigen Tagen vom Weibchen getrennt war, wurde inzwischen von Stunde zu Stunde unruhiger, so dass man es f├╝r n├Âthig fand, die aus eisernen St├Ąben bestehende Scheidewand noch durch h├Âlzerne Bohlen zu verst├Ąrken, da die Sorge der Mutter f├╝r ihr Junges immer zunahm, und sie wiederholentlich das Junge, das sich zuweilen spielend der Scheidewand n├Ąherte, ziemlich unsanft zur├╝ckwarf.
Am Abend und den folgenden Tag weigerte sich das M├Ąnnchen die geringste Nahrung zu sich zu nehmen, seine Unruhe ging in Wut ├╝ber, so dass es sich anstrengte, ├╝ber die ca sieben Fu├č [ca 2,13m] hohe Scheidewand zu klettern. Mit seiner Wuth steigerte sich auch kenntlich die Angst der Mutter und sobald das Junge nur Miene machte aufzustehen, warf sie es mit Gewalt gegen die wand des Stalles, so dass die einzige Hoffnung, das Junge am leben zu erhalten, darin bestand, dasselbe zu entfernen, worauf die Alten gleich zu Ruhe kamen und das ihnen vorgeworfene Futter gemeinschaftlich verzehrten. Das Junge starb jedoch am folgenden Abend, obschon alle M├╝he angewandt wurde, es durch frische Milch zu n├Ąhren. Es war zu bedauern, dass man keine Gelegenheit hatte, das m├Ąnnliche Thier mit mehr Sicherheit von dem Weibchen zu trennen, was um so weniger geschehen konnte, als sie Beide nur ein Bassin hatten.
September 1862
Fortpflanzung der Nilpferde. Nach neuerdings eingezogenen Erkundigungen ├╝ber den k├╝rzlich in Amsterdam vorgekommenen Fall einer Fortpflanzung der Nilpferde k├Ânnen wir den fr├╝her gegebenen Notizen Folgendes beif├╝gen:
Die Thiere, deren Alter wir auf etwa 5 Jahre sch├Ątzen, wurden br├╝nstig im September 1861. Die Begattung wurde in der Mitte September zwei Tage lang, h├Ąufig, beobachtet. Sie wird im Wasser vollzogen und dauert wie bei dem Pferde nur einen Augenblick. Nachher lie├č das Weibchen das M├Ąnnchen nicht mehr zu.
Die Geburt erfolgte ganz unerwartet schon am 16. Juli 1862, also nach einer Tr├Ąchtigkeitsdauer von nur 10 Monaten. Diese Periode ist auffallend kurz, wenn wir bedenken, dass das weit weniger volumin├Âse Pferd 11 Monate tr├Ągt.
Das Junge war vollkommen reif, munter und gesund, wurde aber von der Mutter von der ersten Stunde an roh und hart behandelt. Sie warf es hin und her, lie├č es nicht saugen und trotz aller Versuche mit k├╝nstlicher Ern├Ąhrung starb es schon 2 mal 24 Stunden nach der Geburt.
Einen Tag nach dem Tode des Jungen, drei Tage nach der Geburt nahm die Mutter schon wieder auf.

(20.07.2009, 20:33)
Ralf Sommerlad :   Da waren aber welche...ich such das mal raus, m├â┬╝sste Fotos haben..
(20.07.2009, 12:58)
Michael Amend :   @Ralf Sommerlad.Ich habe keine Paviane bei den Flu├čpferden gesehen,dazu ist auch der Landteil der Anlage viel zu klein...Daf├╝r aber viele, viele Buntbarsche.

In den Usa sind Vergesllschaftungen von Zwergflu├čpferden mit anderen Arten, z.B Duckern und Meerkatzen, nicht ungew├Âhnlich, San Diego hat alle drei Formen zusammen.
(20.07.2009, 12:54)
Ralf Sommerlad :   Busch Gardens, Tampa: Mit Pavianen und Fischen, soweit ich hingeguckt hab...
(20.07.2009, 11:16)
Holger Wientjes :   Flusspferde sind zwar keine Geparden. Aber k├Ânnen trotzdem ganz sch├Ân flott werden. Zumindest das sollte man in die ├ťberlegungen mit einbeziehen !
(20.07.2009, 09:30)
Anna Lena Stephan :   Aber welche Geminschaftshaltungen gibt es? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Flusspferde, die ja nicht so pfeilschnell sind, nicht in kleine Durchg├Ąnge passen und auch nicht klettern, ├╝berhaupt nicht "gesellschaftsf├Ąhig" sind.
(20.07.2009, 09:04)
Andr├ę Haubrich :   Also die Statatungs kommen bei Paavianen nicht mehr in Frage. Sp├Ątestens beim ersten Kalb, vllt attakieren die Paviane aber sogar ausgewachsene, bzw andersrum.
Die Erdm├Ąnnchen m├╝ssten sich dann massiv vor dem Platttrampeln in Acht nehmen.
(19.07.2009, 11:17)
Anna Lena Stephan :   Ich verlege mal die ├ťberlegungen zu Flusspferd-Gemeinschaftshaltungen hier hin. Welche Gemeinschaftshaltungen mit Flusspferden gibt es? Welche gibt es nicht, w├Ąren aber machbar?
(19.07.2009, 10:28)
Petra Schneider :   kennt jemand den aktuellen Bestand der Flu├čpferde aus Bussolengo/Italien?
Dort ist 1/09 das Flu├čpferd Pippo verstorben, wei├č jemand ob seither dort ein neues angekommen ist? Oder kommt da jemand demn├Ąchst vorbei, der mal nach einem Flu├čpferd dort schauen k├Ânnte.
Suche Hannibal aus dem Zirkus Barelli, der 08 illegal von Frankreich mit gef├Ąlschter Cites importiert wurde
(dort bereits im Zirkus Zavatta-Prein Beschlagnahmung ausgesprochen war und an Barelli transferiert wurde). Er soll 2/09 nun nach Bussolengo transferiert worden sein, aber auf der homepage ist nichts zu finden ├╝ber eine Neuankunft.
(08.05.2009, 12:10)
Oliver Jahn :   @Andreas, das Ausklammern des Antwerpener Backsteinbaus war ja auch richtig, schlie├člich steht das gesuchte Flusspferd in Amsterdam! ;-)
Schade, dass auf dem Zwergflusspferdbild von Halle nicht mehr drauf ist. Das ist sicher noch aus der alten Anlage, in der heute das Uraltweibchen steht.
(16.11.2008, 15:57)
Andreas :   Habe dabei diesen Schnappschu├č im Net gefunden.Quelle: Zoo Halle !
(16.11.2008, 10:09)
Andreas :   Ich hatte gestern Antwerpen ausgeklammert, weil ich nur den Backsteinbau von Fotos kannte. Aber die "Nachsuche" war dank Oliver`s Tipp doch erfolgreich
(16.11.2008, 09:58)
Michael Mettler :   @Andreas: Dieses "P├Ąrchen" wurde anscheinend von allen Seiten fotografiert... Wenn jetzt noch mehr Fotos davon auftauchen, h├Ątten wir eine hundert Jahre alte Zoo-Dokusoap :-)
(16.11.2008, 09:49)
Andreas :   @Michael Mettler:@Oliver Jahn: Da war ich wohl 1/2 Tag zu langsam :-)))
(16.11.2008, 07:45)
Michael Mettler :   @Onca: Jepp, das (Postkarten-)Bild kenne ich. Der Tierkinderzoo wurde 1932 er├Âffnet, es k├Ânnte sich also um das 1931 in Hannover geborene Jungtier handeln. Sehr "kinderzoofreundlich" auch die schon recht stattliche Oryxantilope, die rechts hinter dem Futterverkaufsstand (?) von hinten zu sehen ist....

Wenn nur m├Ąnnliche Flusspferde Hauer h├Ątten, h├Ątten wir in Hannover eine Bullengruppe :-) Auch die K├╝he k├Ânnen recht betr├Ąchtliches Elfenbein tragen. Mag sein, dass das Amsterdamer Tier eine Zahnfehlstellung hatte (seitlich aus dem Maul wachsende Hauer sind ja auch nicht so selten bei Zoo-Hippos gewesen, vielleicht bestehen da sogar famili├Ąre Zusammenh├Ąnge?) und die Z├Ąhne deshalb gek├╝rzt wurden.
(15.11.2008, 23:33)
Onca :   Diese Pfleger-Flusspferdbilder haben mich an eine Postkarte erinnert. Aus dem Streichelzoo in Hannover fr├╝her.
(15.11.2008, 22:59)
Onca :   Ist ja interessant. Aber dann kann es sich auf dem Bild ja im Grunde nur um Betsy II handeln, da das Flusspferd keine Hauer hat. Oder wurden die vielleicht aus Sicherheitsgr├╝nden gek├╝rzt?
(15.11.2008, 22:37)
Michael Mettler :   @Tina: Greco hatte ich weiter unten schon als sehr unwahrscheinlich bezeichnet. ├ťbrigens sind wei├če F├╝├če bei Flusspferden gar nicht mal so selten.

Aber das R├Ątsel ist seit heute gel├Âst, Oliver Jahn fand den Zoo heraus (und gleichzeitig, dass ich mit einem Ausschluss-Grund auf dem Holzweg war): Das Foto stammt aus Amsterdam! Als ich Oliver heute das Buch "Het Boek van Artis" zeigte, entdeckte er beim Bl├Ąttern zuerst ein doppeltes Rundbogentor hinter dem historischen Hippo-Innengehege, bewies mir dann anhand eines Fotos, dass es dort DOCH ein Au├čengehege gab (in einem alten "Zoologischen Garten" hatte ich das Gegenteil gelesen und deshalb gar nicht erst ins Artis-Buch geschaut, vermutlich ist die Anlage also erst nach dem Erscheinen des betreffenden ZG entstanden) und und tippte dann ein paar Seiten weiter auf das nebenstehend zu sehende Foto: "Da isser doch..." Das gleiche Gitter, ein wei├čf├╝├čiges, "zahmens" Hippo und vor allem der gleiche Pfleger - bessere Beweise gibt es nun wirklich nicht. Im fraglichen Zeitraum hatte Artis zwei Flusspferde, ein Paar namens Cyrus und Betsy II.

Das R├Ątsel w├Ąre nun nur noch, wann die Fotos entstanden (auch das im Buch ist undatiert) und ob man dem Hippo die Eckz├Ąhne abges├Ągt hatte :-)
(15.11.2008, 22:02)
Tina :   Nachtrag... ausserdem wird auf der HP ein Transfer von Hagenbeck nach Rom angegeben f├╝r dieses Tier...
(15.11.2008, 09:47)
Tina :   W├╝rde vielleicht doch nochmals Richtung Rom blicken... lt HP hipposworld gab es zur angegebenen Zeit einen Bullen namens Greco der als weissf├╝ssig eingetragen ist. Vielleicht waren auch die weissen Pigmentierungen an den Beinen damit gemeint??
Und wenn Hagenbeck mit diesem Zoo zu tun hatte, k├Ânnte sich doch auch erkl├Ąren, warum auf der Postkarte die deutsche Sprache gleich nach der italienischen angeordnet ist??
(15.11.2008, 09:44)
Michael Mettler :   @Oliver: Es gibt kaum Bildmaterial vom N├╝rnberger Warmhaus, aber ich gehe noch mal auf S├Ąulensuche. ├ťbrigens: Die R├╝ckseite der Hippo-Karte ist wie bei heutigen Postkarten in der Mitte geteilt (links Raum f├╝r Text, rechts Anschriftfeld). Laut Wikipedia wurde diese Aufteilung bei Postkarten im deutschsprachigen Raum zwischen 1904 und 1907 festgelegt, vorher gab es auf der R├╝ckseite nur ein gro├čes Anschriftfeld und Texte mussten auf die Bildseite geschrieben werden. ├älter als 1904 d├╝rfte also wenigstens die Karte nicht sein - ob das f├╝r das verwendete Foto auch gilt, wei├č ich nat├╝rlich nicht.
(14.11.2008, 23:30)
Oliver Jahn :   Das Tier auf dem Bild von Andreas ist Obaysch, das erste Flusspferd in London. Das kann das Tier auf Michaels Bild nicht sein, es ging ja auch bei Andreas Bild mehr um das Haus.
(14.11.2008, 23:15)
Tina :   Gesuchtes Tier von MM hat an beiden Vorderbeinen helle (weisse?) Pigmentflecken... beim Bild von Andreas nicht...
(14.11.2008, 23:07)
Oliver Jahn :   @Jana, Wuppertal ist auch auszuschlie├čen, die Hippos kamen erst 1927 und das Haus hat zwar T├╝ren mit Rundb├Âgen, aber keine zwei T├╝ren so dicht nebeneinander.
@Michael, das Haus in N├╝rnberg sieht mir etwas schlicht aus. Passt das irgendwo eine S├Ąule hin?
(14.11.2008, 21:53)
Michael Mettler :   @Jana, mit N├╝rnberg hast du eventuell einen ganz hei├čen Tipp geliefert! Wie schon gesagt war das Warmhaus wei├č bzw. wenigstens auf den Schwarzwei├čfotos sehr hell. Leider gibt es in der Chronik weder Fotos von den Hippos noch vom Gehege, aber das nebenstehende Bild eines Zebras, das zur R├Ąudebehandlung in eine Kiste gesteckt wurde, entstand mit gro├čer Wahrscheinlichkeit am Warmhaus. Und wir sehen darauf ein mannshohes Stalltor mit schmucklosem Rundbogen, ganz wie auf unserem R├Ątselfotos. Auch die Arbeitskleidung des Pflegers rechts (die Person links ist der Tiergarteninspektor) ist zumindest ├Ąhnlich, k├Ânnte aber nat├╝rlich auch einen weit verbreiteten Kleidungstyp darstellen.
(14.11.2008, 19:40)
Michael Mettler :   Wien hatte zu dieser Zeit andere Z├Ąune am Flusspferdgehege (quer verlaufende Gitterstangen). Leipzig bekam erstmals 1926 Hippos, und die lebten ab dann im noch heute stehenden Dickh├Ąuterhaus, einem Klinkerbau - scheidet also auch aus. N├╝rnberg hatte ab 1913 welche und hielt sie im Warmhaus, einem wei├čen (!) Geb├Ąude; da w├Ąre vielleicht noch ein Blick in die Chronik des alten Tiergartens interessant.
(14.11.2008, 18:31)
Jana :   Dann ist Budapest warscheinlich nicht das gesuchte Ort. Wien (hier noch nicht erw├â┬Ąhnt) scheidet glaube ich auch aus, kann mich an keine rundliche T├â┬╝r dort errinnern.
Wenn ich es systematisch versuchen wuerde, und ein List von Zoos, die vor dem 1.Weltkrieg gegründet sind, hier noch nicht ausgeschlossen wurden, und man sie als "bedeutend" bezeichnete (ich hab gerade in Hand das kleine Buch Zoologicke zahrady von Dobroruka), kommt dieses raus:
Deutschpraechiges Raum (Deutschland, Osterreich-Ungarn und Schweiz) - Stuttgart, Posen, Leipzig, Wuppertal, Neurenberg und Riga.
Andere europaeische Zoos - Paris (JDP und Vincennes), Dublin, Bristol, Manchester, Rotterdam, Kobenhaven, Moskau, Leningrad, Lisabon, Sofia und Edinburgh.
(14.11.2008, 18:08)
Oliver Jahn :   Hier noch einmal der Blick auf die gesamte Wand. Wenn dort fr├╝her zwei T├╝ren gewesen w├Ąren, h├Ątten diese keinen Sinn gemacht, da das Innengehege dahinter so klein ist, dass man es nicht noch einmal h├Ątte trennen k├Ânnen. Und die T├╝r scheint auch nie fr├╝her oben rund gewesen zu sein, da sie sonst an die Fenster dar├╝ber gesto├čen w├Ąre, und die sind auch von der Verglasung her recht original.
(14.11.2008, 16:48)
Oliver Jahn :   @Jana, Budapest hat nur eine T├╝r zu den Flusspferden, und diese ist eckig. Das Bild ist nicht sehr gut, aber ich erkenne darauf zwei T├╝ren mit Bogen oben und dazwischen eine S├Ąule. Das passt dann nicht zu Budapest. Denn an keiner Seite gibt es zwei so eng neben einander liegende T├╝ren und gar keine S├Ąule. Vielleicht sehe ich aber das Bild auch falsch, es lies sich leider nicht digital optimieren.
(14.11.2008, 16:35)
Michael Mettler :   Was das Gitter betrifft, so zeigt das auf dem nebenstehenden Foto auffallende ├ähnlichkeit (z.B. den Rhythmus von jeweils vier d├╝nnen senkrechten St├Ąben und einem dicken Pfosten). Dieses Foto ist allerdings ein Postkartenmotiv der Zwischenkriegszeit aus dem K├Âlner Zoo, und der kommt wegen der nicht passenden T├╝reing├Ąnge doch eigentlich nicht in Betracht f├╝r das R├Ątselbild?
(14.11.2008, 13:41)
Jana :   Ich dachte auch an Budapest. Der Elefantenhaus dort wurde 1912 gebaut, was passen k├Ânnte. Diese Bilder habe ich im Netz gefunden.
aktuelles: http://www.flickr.com/photos/furiosity/77406249/
historisches: http://allati.virtus.hu/?id=detailed_article&aid=57153
(14.11.2008, 12:52)
IP66 :   Die Gitterst├Ąbe sind durch dickere Elemente rhymthisiert, anders als auf dem londoner Bild. Das Geb├Ąude wirkt f├╝r 1910 recht modern, noch in den 1890ern h├Ątte ich eine dekorierte T├╝r├Âffnung erwartet, ebenso irgend eine Dekoration an der in das Bild ragenden Geb├Ąudeecke. Insofern w├╝rde ich von einem zwischen 1890 und 1910, eher unmittelbar vor 1910 errichteten Neubau ausgehen.
(14.11.2008, 11:43)
Shensi-Takin :   Budapest?
(14.11.2008, 09:47)
Oliver Jahn :   Ich habe mit Michael schon einige Stunden dr├╝ber gegr├╝bel, daher hier noch einige Zoos, die wohl nicht in Frage kommen. Dresden, Frankfurt, Halle und auch Breslau, erst mein ganz hei├čer Favorit, scheidet aus.
(13.11.2008, 23:07)
Michael Mettler :   OK, mit DEM Trick h├Ątten wir nat├╝rlich noch diverse M├Âglichkeiten :-)
(13.11.2008, 20:48)
Andreas :   @Michael Mettler: Ich trau mich noch mal, ganz zaghaft :-)
Vorschlag: nebenstehendes Haus leicht umbauen, Zaun erneuern :-)
(13.11.2008, 20:01)
Michael Mettler :   @Andreas: Das besagte Buch "London Zoo from Old Photographs" habe ich, und darin sind diverse Fotos von Obaysch und anderen Hippos in der Anlage am Giraffenhaus - die mit den Backsteinw├Ąnden.
(13.11.2008, 18:56)
Andreas :   Grund meiner Annahme, oder aber, mein Englisch ist zu schlecht :-)
The origin and conclusion of zoos in London started with the Edward Cross's Menagerie (1773-1829), proceeded to the Surrey Zoological Gardens (1831-1877), and culminated with the Zoological Gardens in Regent's Park (1828-present).


(13.11.2008, 18:51)
Andreas :   Zaun k├Ânnte stimmen, Bilduntertitel:
The hippopatamus named Obaysch arrived at the London Zoo in May 1850 and was an instant star.
Source: Count of Montizon. Obaysch, London Zoo's first hippopotamus, 1852. in Edwards J. London Zoo from Old Photographs, 1852-1914,

(13.11.2008, 18:47)
Andreas :   @Michael Mettler Tschuldigung :-) Das Backsteinhaus kenne ich nat├╝rlich von alten AK, ich nahm aber an, das in London 2 Zoo`s existierten.
(13.11.2008, 18:41)
Michael Mettler :   @Andreas: Passt leider auch nicht, das Londoner Hippo-Haus hatte Backsteinw├Ąnde.

Wenn das Alter stimmt, f├Ąllt auch Rom flach: Laut dem in den 20er Jahren erschienenen Buch "Tiere im Zoo" des damaligen deutschen Zoodirektors von Rom (Knottnerus-Meyer) hatte der Zoo zwar einen einzelnen Flusspferdbullen namens Greco, doch hatte dieser einen K├Ârper voller Narben und galt von Anfang an als b├Âsartig und angriffslustig - danach sieht das Postkartenmotiv nun wirklich nicht aus.
(13.11.2008, 18:20)
Andreas :   @Michael Mettler Wie w├Ąre es mit Regents Park? Die zu erahnende Ornamente ? ├╝ber der T├╝r erinnern mich an den Viktorianischen Stil. Anbei Kartenausschnitt von 1853.
(13.11.2008, 17:43)
Michael Mettler :   Ich hatte mal auf meinen historischen Karten des hannoverschen Zoos nachgesehen, ob eine davon einen ├Ąhnlich mehrsprachigen Aufdruck hatte: nein. Aber die beiden einzigen Karten, auf denen neben "Postkarte" auch "Weltpostverein" in Deutsch und Franz├Âsisch gedruckt ist, sind von (gesch├Ątzt) 1900 und (gestempelt) 1906. Die Nennung des Weltpostvereins k├Ânnte also zur gesch├Ątzten Datierung der fraglichen Flusspferdkarte gef├╝hrt haben, falls man diesen Vermerk sp├Ąter nirgends mehr verwendete.

Genf bekam 1935 einen adulten Bullen aus M├╝nchen; das w├Ąre vermutlich f├╝r diese Karte zu sp├Ąt. ├ťber eventuelle vorherige Hippos dort wei├č ich leider nichts. Auf jeden Fall zeigt das Bild keine provisorische Unterbringung (es sei denn, dass vorher Tapire oder - vom Datum her unwahrscheinlich - Zwergflusspferde dort lebten).
(13.11.2008, 16:41)
Sacha :   @MM: Wie Du selber schreibst, ist die Jahreszahl nicht fix. Demzufolge k├Ânnte Genf immer noch passen. Ebenso der Jardin d'acclimation in Paris (was ich wegen der hervorgehobenen deutschen Bezeichnung auf der Karte jedoch nach wie vor f├╝r etwas unwahrscheinlich - nicht jedoch unm├Âglich - halte.)
Zu Rom: Wurde der Zoo von Hagenbeck nur umgebaut und nicht neu geschaffen? Laut Wikipedia wurde er erst 1911 er├Âffnet und von Carl Hagenbeck gestaltet. Nach meinen Erinnerungen w├╝rde ich den Zoo resp. dessen Dickh├Ąuterhaus keinesfalls als Kandidaten ausschliessen.
(13.11.2008, 16:14)
Michael Mettler :   P.S. Habe mir das Baseler Elefantenhaus im Thread "Elefantenhaltung im 19.Jh." eben angesehen, das ja noch bis in die 1950er Jahre stand; das kommt m.E. auch nicht in Frage, die T├╝ren sehen ganz anders aus. Der Zoo in Genf ist f├╝r mich eine "gro├če Unbekannte", aber mindestens ein Flusspferd gab es dort tats├Ąchlich (wenn auch erst nach 1910). F├╝r Paris k├Ąme auch noch der Jardin d'Acclimatation in Frage, der um 1900 herum ebenfalls Halter gewesen sein muss. Oder Rom?
(13.11.2008, 15:52)
Sacha :   @MM: Ja, ist italienisch. Aus meiner Sicht erh├Ąrtet sich damit der "Schweiz-Verdacht". F├╝r eine deutsche Ansichtskarte ist italienisch zu prominent platziert (und holl├Ąndisch zu wenig). Die Franzosen h├Ątten damals (vor allem kurz vor dem I. Weltkrieg) Deutsch kaum halbfett abgedruckt. Basel ist m. E. nach ein ganz heisser Kandidat. Leider fehlt mir der Zugang zu alten Bildern des Zoos (resp. dessen alte Geb├Ąude).
(13.11.2008, 15:51)
Michael Mettler :   Doch, auch in Kyrillisch - siehe Scan. Dass Franz├Âsisch an erster Stelle steht, w├╝rde ich nicht ├╝berbewerten, da dies m.W. die "offizielle Postverkehrssprache" ist/war. Aber falls "Cartolina postale" Italienisch ist, stehen tats├Ąchlich die drei Schweizer Sprachen an vorderster Stelle der Auflistung.
(13.11.2008, 15:43)
Sacha :   @MM: Auch in kyrillisch? Falls nein, k├Ânnten wir u. a. Russland, Bulgarien und Serbien ausschliessen.
Welches sind die drei ersten Sprachen? Das k├Ânnte n├Ąmlich auch einen Hinweis geben. Ich denke da an die Schweiz, im speziellen an den ehemaligen Zoo in Genf oder ggf. Basel.

(13.11.2008, 15:33)
Michael Mettler :   @Jana: In elf weiteren Sprachen, quer durch Europa... Dazu kommt noch "Weltpostverein" in Deutsch und Franz├Âsisch, und neben "Postkarte" steht auch noch ebenfalls auf Deutsch "Correspondenzkarte". Hilft wahrscheinlich nicht sonderlich weiter.
(13.11.2008, 15:25)
Sacha :   @MM: Ist mir bewusst. Habe den Punkt nur erw├Ąhnt, weil er mit dem Bild ├╝bereinstimmt.
(13.11.2008, 15:01)
Jana :   In welchen anderen Sprachen steht das Wort "Postkarte" an der Ansichtskarte? Das k├Ânnte vielleicht helfen.
(13.11.2008, 13:56)
Michael Mettler :   @Sacha: Eisengitter als Gehegebegrenzung f├╝r Hippos waren zu dieser Zeit vielleicht eher die Regel als die Ausnahme... Ich war noch nie in Paris - kann jemand Sachas Verdacht best├Ątigen?
(13.11.2008, 13:37)
Sacha :   K├Ânnte es der Jardin des Plantes in Paris sein? Dort gab es fr├╝her Flusspferde in einem rundbauartigen Dickh├Ąuterhaus und die Anlage war meines Wissens mit Eisengitter umfasst. Vielleicht liege ich aber auch total daneben...
(13.11.2008, 10:49)
Michael Mettler :   :-) Nach dem unter "Dickh├Ąuterh├Ąuser" zu sehenden Bild aus dem Hamburger Zoo zu urteilen w├╝rde ich diesen ebenfalls als Bildquelle ausschlie├čen.
(12.11.2008, 22:57)
Michael Mettler :   Anbei eine Knobelei, die aber f├╝r unser Spielchen nicht taugt, da die L├Âsung (noch) unbekannt ist: Wo k├Ânnte dieses Foto entstanden sein? Es handelt sich um eine Ansichtskarte unbekannten Datums, vermutlich um 1910. Das Wort "Postkarte" steht in -zig verschiedenen Sprachen auf der R├╝ckseite, aber in Deutsch mittig und deutlich gr├Â├čer gedruckt. KANN also aus Deutschland sein, MUSS es aber nicht - immerhin steht auch nur der wissenschaftliche Name im Bild. Bislang komme ich nur auf Zoos, aus denen das Foto NICHT stammen kann, weil das Geb├Ąude im Hintergrund nicht passt: z.B. Berlin, Hannover, M├╝nchen, K├Âln, Antwerpen - und Amsterdam, wo die Hippos m.W. damals nicht mal ein Au├čengehege hatten.
(12.11.2008, 22:47)
Michael Amend :   @Sacha. Bingo, du erh├Ąlst 100 Punkte...Ich glaube mich erinnern zu k├Ânenn,das da wirklich auch ein Seehund mit herumgepl├Ątschert ist, wie dem auch sei, die alte Hippo-Anlage in SF wird nun von Robben genutzt.Falls das noch so ist.
(29.10.2008, 18:40)
Sacha :   @Michael Amend: ... und ein Rotducker ist auch ein Streifengnu, weil beide Pflanzen fressen und H├Ârner tragen, oder?...:)(Scherz)
(29.10.2008, 10:14)
Sven P. Peter :   Seltsam, wo stand denn blo├č das mit den Zwergen dann?! In dem Faltplan? Werde die Tage mal suchen!
(28.10.2008, 23:20)
Michael Mettler :   @Sven: Ich habe im besagten Parkf├╝hrer nachgeschlagen. Die Formulierung lautete "Ganz neu: Nilpferde!" Und zwar noch vor Verlassen des Safaribereiches, also nicht etwa im Abenteuerbereich mit Plastik-Vulkan usw. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass die urspr├╝nglich den Teich besiedeln sollten, in dem sich die Klammeraffeninsel befindet (erste Afrikasektion).
(28.10.2008, 18:59)
Sven P. Peter :   Eben, und ich meine mich zu erinnern, dass just in dem F├╝hrer die ZWERGflusspferde f├╝r diesen neuen Abenteuer-Trail angepriesen wurden!
(28.10.2008, 18:49)
Michael Amend :   @Sacha. Es schwimmt im Wasser, hat vier Flossen, also ist es ein Seehund,Schlu├č,Punkt Um. Du hast Recht, Grey Seal ist die Kegelrobbe, die ist aber praktisch auch ein Seehund, nur mit kegelf├Ârmiger Schnauze,also,who cares ?
(28.10.2008, 18:33)
Michael Mettler :   @Sven: Nee, die waren ja wirklich mal da, im l├Ąngst wieder aufgel├Âsten Parkteil "Wasserland". Die Ank├╝ndigung, die ich meine, ist wesentlich j├╝ngeren Datums und stand meiner Erinnerung nach sogar im Parkf├╝hrer. Muss mal nachschauen, welcher das war - ich glaube, der mit dem Amurleoparden als Titelmotiv.
(28.10.2008, 14:17)
Sven P. Peter :   @MM: Waren das nicht damals die ZWERGflusspferde, welche als Highlight angepriesen wurden?
(28.10.2008, 14:03)
Sacha :   @Michael Amend: Kleine Korrektur zur Besetzung des alten Flusspferd-Geheges in SF. Darin schwimmen Kegelrobben, nicht Seehunde (oder sonst ist die Beschilderung Grey Seal falsch).
(28.10.2008, 12:01)
Michael Mettler :   Das Hannoveraner B├╝bchen kann aber im Gegensatz zu den anderen keinen ├ärger mit Papa bekommen, weil der in Frankfurt wohnt :-) Zudem gibt es hier ein separates Innenbecken, in dem man Fridolin notfalls noch f├╝r lange Zeit halten k├Ânnte; diese M├Âglichkeit hat zumindest K├Âln nicht (die Berliner Verh├Ąltnisse hinter den Kulissen des Hauses kenne ich nicht).

Dass Hodenhagen noch nicht eingestiegen ist, wundert mich allerdings auch, denn Flusspferde wurden vor ein paar Jahren sogar schon mal als Saison-Neuigkeit angek├╝ndigt. Vielleicht kam der Ausbau der Elefantenhaltung dann als Kostenfaktor dazwischen.
(28.10.2008, 09:19)
Michael Amend :   Nicht nur Kl├Ân hat einen Jungbullen zur Abgabe, in Berlin m├╝ssten es sogar zwei sein, und auch Hannover hat ein, wenn auch noch kleines, Hippo-B├╝bchen im Becken schwimmen...Es k├Ąme auf einen Versuch an, ob eien reien Bulelngruppe funktioneren w├╝rde(warum auch nicht ? ), und sich vielleicht ein Park wie Hodenhagen,der den Tieren wirklich eine gro├če Fl├Ąche zur Verf├╝gung stellen k├Ânnte(mu├č ja kein durchfahrbares Gehege sein)eine sch├Âne, gro├če Bullenherde h├Ąlt.
(28.10.2008, 07:25)
Michael Amend :   Blick in die reine Indoor-Anlage f├╝r Zwergflu├čpferde,Mandrills,Guereza sund Rotscheitelmangaben in der "Tropic World"im Borkkfield-Zoo Chicago. Damit halten beide Chicagoer Zoos ihre Zwergflu├čpferde in Indoor-Anlagen.Nun gut, wenn die Tiere dort geboren sind, kennen sie ja nichts anderes, komemn sie aber aus einem anderen Zoo wie z.b San Diego-Oh,Oh.... Da bekommt der Titel einer Us-Serie"Unter der Sonne Kalifornines"eine ganz neue Bedeutung f├╝r die armen Kerle. Und andersrum erst,wenn ein Chicagoer Zwerghippo nach San Diego kommt, das kriegt erstmal eine Sonnebrille verpasst...Chicago ist zoologisch betrachtet ├╝berholt und verbesserungsbed├╝rftig.
(26.10.2008, 18:00)
Michael Amend :   Laut Hippo-Zuchtbuch war Ende 2007 noch das 1953 in FFM geborene Flu├čpferd " Bembel" am Leben und d├╝rfte damit eines der ├Ąltesten Exempalre seiner Art sein...
(25.10.2008, 20:00)
Michael Amend :   Den im Hintergrund zu sehen Speilball sieht man recht h├Ąufig in Us-Hippo-Anlagen, in San Diego hat sich der Bulle " Jabba" ausgiebig damit besch├Ąftigt. Hierzulande ist Behaviour Enrichment f├╝r Flu├čpferde eher selten.
(25.10.2008, 17:57)
Michael Amend :   Hurra, es hat geklappt.Und hier nun das Bild der neuen Hippo-Anlage, ich wei├č nicht, wann diese entstanden ist. Sie sit im gegensatz zur alten badewanne schon eien erhebliche Verbesserung f├╝r die Tiere, ist aber ebenfalls l├Ąngst veraltet. Im 2008 er Plan ista n deren Stelel eine Future Hippo Exhibit eingezeichnet, also plant SF auch neu mit Hippos, unter Garantie mit Unterwasserbeobachtung, ohne gibt es ja keine neuen Hippo-Anlagen. Der Stall ist nicht begehbar, leider war ich auch nicht drin.
(25.10.2008, 17:54)
Michael Amend :   @IP66. An keinem von Beiden, denn begehbare Flu├čpferdh├Ąuser gibt es ind en USA nicht, mir ist keiens bekannt.Nur wo es eben noch die klassischen Dickh├Ąuterh├Ąuser gibt, kann man als Besucher noch Hippos in Innenanlagen sehen. In San Diego spielt es keine Rolle bei dem Klima,die Hippos komemna ber nahcts ind en Stall, aber erst nach Schlie├čung des Zoos. In Toledo und Saint Louis sieht die Sache schon anders aus, dort gibt es kalte Winter, somit sind die Tiere eine lange Zeit nicht sichtbar.

Zweiter Versuch Bildd er alten Hippo-Anlage SF.
(25.10.2008, 17:51)
IP66 :   Woran orientieren sich denn die Neubauten in den USA? An den Inselh├Ąusern nach berliner oder kopenhagener Muster oder an den unseren Bauten der 60er und 70er Jahre?
(25.10.2008, 11:20)
Michael Amend :   Tja, kein Foto...Ich probier's heut Abend nochmal.
(25.10.2008, 07:38)
Michael Amend :   Alte Flu├čpferd-Anlage am Dickh├Ąuterhaus in San Francisco. Nachmieter jetzt : Seehunde.

Und Hippos haben doch eine Zukunft in den Staaten, in den n├Ąchsten Jahren planen folgende Zoos Neuanlagen:

Houston
Wichtita
Little Rock
Dallas
Cleveland
Birmingham
Memphis
Milwaukee
Seattle
Columbus

Die Wahrscheinlichkeit aber,das diese mehr als 3-4 Tiere halten werden, ist ├Ąuerst gering.Also auch dort, wie in Europa, veraltete"Neukonzeptionen"f├╝r Flu├čpferd-Haltung.
(25.10.2008, 07:36)
Michael Amend :   Von einer neuen Flu├čpferd-Anlage in L.a wei├č ich nichts,aber im neuen Plan vom Zoo Birmingham,den ich 2005 besucht habe, ist ein riesiger Afrika Komplex in Planung,"Africa Trails" das sollen wohl auch wieder Elefanten rein, wahrscheinlich auch die Hippos. Entweder reissen die dann das alte Pachyderm House ab, oder nutzen es f├╝r Nash├Ârner oder Hippos...
(23.10.2008, 19:37)
Sacha :   @Michael Amend: Sollte in LA nicht zusammen (oder direkt danach) mit der neuen Elefantenanlage auch eine neue Hippoanlage entstehen? Ich meinte, ich h├Ątte mal irgendwo derartige Pl├Ąne gesehen. Wahrscheinlich sind diese aber ├╝berholt, denn auf der Zoo-Homepage werden f├╝r den k├╝nftigen "Pachyderm Forest" nur (noch) die Asiat. Elefanten erw├Ąhnt.
(23.10.2008, 10:20)
Michael Amend :   Auch Fort Worth verf├╝ght nur ├╝ber eien herk├Âmmliche, kleine Anlage f├╝r Flu├čpferde.Die Haltung soll dort auslaufen, zu L.A habe ich diesbez├╝glich keine Informationen.

In Dallas werden schon seit Jahren keine Flu├čpferde mehr gehalten,Nachmieter der Anlage wurden erst Tapire, dann Nilkrokodile.
(22.10.2008, 19:59)
Michael Amend :   IP66 hat in Teilen recht, was die Flu├čpferd-haltung ind en USA angeht. Viele Zoso dort halten ihre Tiere in veralteten Anlagen und lassen zum Gr├Âssen Teil die Haltung auslaufen, z.B Detroit, wo ich nur noch ein Tier gesehen habe.Die Au├čenanlage ist recht gro├č, aber das Haus, das fr├╝her begehbar war, ist bauf├Ąllig und mu├č restauriert werden. Das Flu├čpferd soll nach seinem tod nicht ersetzt werden,stattdessen soll die Tapir-Anlage vergr├Â├čert werden.
Nur wenigen Zoos ist es den Aufwand wert, f├╝r Flu├čpferde neu zu bauen, Besipeiel sind San Diego,Toledo und Saint Louis.Fotos dieser Anlagen folgen.
Der alte Zoo San Antonio hat k├╝rzlich den ersten Bauabschnitt einer neuen Afrika-Abteilung er├Âffnet, und zwar f├╝r Flu├čpferde, mit Unterwasserbeobachtung,Nilkrokodile und Buntbarsche, daf├╝r mu├čten aber einige Antilopenarten abgegeben werden. Die wurden aber,das mu├č man sagen,sehr schlecht gehalten.

Anbei das Foto der kleinen Flu├čpferd-Anlage in L.A.

(22.10.2008, 19:55)
Michael Amend :   Auf den Fotos wirkt sowohl die Au├čenanlage als auchd as Au├čenbecken relativ klein.

Da ja wohl die nash├Ârner in einer getrennten Anlage untergebracht sind, gibt es eigentlich keinen Grund,warum die Flu├čpferde nicht die gesamte Anlage nutzen k├Ânnen ggf. mit R├╝ckzugs-Anlagen f├╝r die Gnus und Zebras.
(22.10.2008, 18:40)
Michael Mettler :   Ich wei├č nicht, ob es irgendwann Vorg├Ąnger gab, aber mir ist eine Flusspferdhaltung in Lissabon ab 1953 bekannt.
(22.10.2008, 12:17)
IP66 :   Der kopenhagener Bau scheint sich in der Konzeption eng am berliner Haus zu orientieren, auch wenn durch einige Ma├čnahmen die Au├čenwirkung des Gro├čgeb├Ąudes zu reduzieren versucht. Die Inselkonstruktion hat ja selbst das erheblich weniger ambitionierte gelsenkirchner Haus gepr├Ągt - offensichtlich scheint sie derzeit f├╝r die Bauherren unverzichtbar zu sein.
Ohne eine Baudatum scheint es schwierig, den lissaboner Bau einzuordnen - das macht es auch schwer, die Gr├Â├če des Landteils zu beurteilen.
(22.10.2008, 11:15)
Sacha :   @Michael Amend: Bei meinem Besuch in San Diego war im WAP wegen des Monorail/Safarizug-Umbaus nur eine Teil des Afrikagel├Ąndes f├╝r die Besucher (resp. die Durchfahrt) zug├Ąnglich. Der Asienteil war zu, sollte jedoch gem├Ąss Auskunft im San Diego Zoo Office "demn├Ąchst" wieder zug├Ąnglich sein.
Aber vielleicht hast Du ja aktuellere Infos. Dann w├╝rde mich aber interessieren, warum man die Ostafrika-Anlage verkleinert, da der Asienbereich (Asien Plains plus Asien Waterhole) ja eigentlich gross genug ist.
(22.10.2008, 10:39)
Ingo Rossi :   Na gut...ich frage nicht nochmal ,-)
Glaube ist gut zu erkennen, das Haus von aussen, die "Gemeinschaftsanlage" mit der einseitig durchl├Ąssigen Absperrung, der seitliche Publikumseingang und das Innengehege. Letzters war wie in Berlin durch eine grosse Panoramascheibe abgetrennt.
(21.10.2008, 21:28)
Ingo Rossi :   @Oliver: Danke, aber woran lag es denn?
(21.10.2008, 21:18)
Oliver Jahn :   und ein letztes. Erl├Ąutern musst du sie bitte Ingo und rag mich jetzt nicht, warum es bei mir geklappt hat.
(21.10.2008, 21:18)
Oliver Jahn :   und dieses
(21.10.2008, 21:16)
Oliver Jahn :   und jetzt
(21.10.2008, 21:15)
Oliver Jahn :   die Bilder von Ingo Rossi, jetzt versuche ich es nochmal.
(21.10.2008, 21:14)
Oliver Jahn :   Ingo, schick mir ├╝ber meinen Namen hier mal bitte eine ganz kurze Mail. Ich natworte dann sofort und dann hast du meine Adresse und kannst mir das Bild mal per Mail zusenden und ich versuche es dann noch mal.
(21.10.2008, 20:25)
Ingo Rossi :   Noch einmal ein Versuch, das angek├╝ndigte Foto hier einzustellen!
(21.10.2008, 20:20)
Michael Mettler :   @MA, nochmal zur Flusspferdanlage in ZOOM: Alle Gehegebereiche zusammengerechnet haben die Hippos dort au├čen in etwa so viel Platz wie die Elefanten in Hannover (inkl. deren Bullen- und Mutter-Kind-Gehege). Das erlaubt einen ganz guten Vergleich.
(21.10.2008, 19:44)
Michael Amend :   @sacha.
@Sacha.
Stimmt, aber aus dem Beifahrerfenster eines von Nash├Ârnern ramponierten Jeeps ist das noch viiiel geiler....Ungef├Ąhr so, wie "Kuscheln mit einer Sumatranashorn-Kuh.├ätsch !" Zur├╝ck zum Thema.

Was meinst du eigentlich mit" wenn der Asienteil freigegeben wird ?" Soweit mir mitgeteilt wurde, soll die Ostafrika-Anlage verkleinert werden um ein neues Asiengehege einzurichten.

Ich will ja nicht, das die Besucher bei den Hippos aussteigen, und wie gesagt, Flu├čpferde mit Antilopen und Giraffen zu vergesellschaften in einer 10 ha gro├čen Anlage sehe ich eigentlich als recht unproblematisch an...
(21.10.2008, 18:39)
Sacha :   @Michael Amend: Das meinte ich ja mit "Andererseits k├Ânnte die Konfrontation mit einem Kaffernb├╝ffel oder (wenn der Asienteil freigegeben wird) mit einem Gaur oder Panzernashorn auch ungem├╝tlich werden." Es k├Ânnte (wir machen ja hier nur Vermutungen) an der Risikoabsch├Ątzung der Verantwortlichen liegen. Und wenn ich richtig informiert bin, dann geschehen in Afrika mit Flusspferden (Konfrontation mit Mensch) noch mehr Unf├Ąlle als mit Kaffernb├╝ffeln oder Nash├Ârnern.

PS: Panzernash├Ârner vom Caravan zu f├╝ttern ist echt geil.

@IP66: An diesem Gedanken k├Ânnte durchaus etwas dran sein, wenn ich mir die von mir besuchten US-Zoos mit Hippos in Erinnerung rufe.
(21.10.2008, 10:24)
Michael Amend :   Hier das Foto zu unten stehender Erkl├Ąrung.
(20.10.2008, 23:17)
Michael Amend :   Flu├čpferd-Anlage im Zoo Lissabon. Der Landteil ist ungew├Âhnlich gro├č f├╝r eine Anlage diesen Alters, noch dazu in einem s├╝deurop├Ąischen Zoo. Daf├╝r ist sie optisch wenig ansprechend und weist keinerlei Struktur oder Gehegeinrichtung f├╝r das Komfortverhalten auf. Auch die beiden Becken sind recht klein. Pluspunkt der Haltung k├Ânnte sein,das die Tiere nicht im Stall eingesperrt werden m├╝ssen.
(20.10.2008, 23:17)
Michael Amend :   Hier die Ansicht in die andere Richtung, im Hintergrund ist die zweite, etwas kleinere Anlage erkennbar.
(20.10.2008, 23:12)
Michael Mettler :   Erg├Ąnzung zu Olivers Fotos: Das Au├čenbecken ist komplett mindestens vier- bis f├╝nfmal so gro├č wie der auf dem Bild zu sehende Ausschnitt.
(20.10.2008, 20:04)
Michael Amend :   @Sacha. Ich hab dich schon richtig verstanden mitdem durch die Anlage fahrenden Zug, warum aber soll ein Flu├čpferd agriffslustiger sein als Nash├Ârner, Kaffernb├╝ffel und Gaure, durch deren Anlagen ja auch die Caravan-Tours fahren und die Besucher teilweise diese Tierarten auch f├╝ttern d├╝rfen ?

Zur Zebra-Problematik habe ich ichs chon einige sin anderen Threads geschrieben, n├Ąher kann ich mich dazu nicht ├Ąu├čern, aber es gibt nat├╝rlich erhebliche individuelle Unterschiede. Vergiss aber eiens nciht, wie gro├č ist die Gemeinschaftsanlage mit den Zebras im WAP im Gegensatz zu anderen ? Ich kenne Bergzebras, die auch erwachsene, gro├če Antilopenarten get├Âtet haben.

@MM. Jetzt liegte s ziemlich auf der hand,das Berlin die Zwerghippos aus wirtschaftlichen Gr├╝nden abgegeben hat. In einer ├Ąlteren Bongo-Ausgabe gibt es auch einen Artikel zur Vorkriges-Haltung der Art in Berlin. Das Zuchtpaar wurde am 22.09.1922 nach Philadelphia abgegeben. Das erstgeborene Kalb ging am 19.06.22 nach Hamburg, das zweitgeborene war bereits am 05.Mai 22 nach Hamburg gereist. Dort starben sie am 15.06.1944. Das Zuchtpaar ging ├╝brigens ├╝ber Hagenbeck nach USA.
(20.10.2008, 20:00)
Oliver Jahn :   und au├čen
(20.10.2008, 19:51)
Oliver Jahn :   Jetzt versuche ich es auch noch mal.
Antwerpen innen
(20.10.2008, 19:50)
IP66 :   Da im Dickh├Ąuterhausthread auch einige traditionelle Bauten aus den USA gemeldet wurden, habe ich den Eindruck, da├č sich dort das europ├Ąische Flu├čpferdproblem wiederholt: Die Haltungsmode verbietet derzeit die traditionellen Becken und w├╝nscht gro├če H├Ąuser mit Wassereinblick und tropischer Vegetation, und f├╝r solche Bauten fehlt das Geld. Und da viele der alten Flu├čpferdbauten das Alter erreicht haben, in dem man sie als besonders altmodisch empfindet, werden sie mit Auslauftieren besetzt oder ganz aufgegeben.
(20.10.2008, 19:25)
Michael Mettler :   @Michael Amend: Ich habe zwischenzeitlich die Fl├Ąchen der ZOOM-Flusspferdau├čenanlage herausfinden k├Ânnen. Der Wasserteil hat gesamt (in drei Bereiche teilbar) 715 qm, die ebenfalls teilbare Landfl├Ąche 2.700 qm (davon dient allerdings ein Teilbereich als den Hippos nicht zug├Ąngliche R├╝ckzugsfl├Ąche f├╝r die Sitatungas).
(20.10.2008, 19:06)
Sacha :   @Michael Amend: Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Im WAP plant man, k├╝nftig wieder alle Gebiete befahrbar zu machen, nur eben nicht mehr mit der Monorail, sondern mit dem Wagenzug. Gefahr sehe ich in erster Linie f├╝r die Besucher, wenn z.B. ein w├╝tender Flusspferdbulle den Gel├Ąndewagenzug angreift. Um DERARTIGE Unf├Ąlle zu vermeiden, m├╝sste man das trockene Gel├Ąnde Flusspferd-sicher machen, also Abschrankungen zwischen dem See und dem Trockengel├Ąnde erstellen. Nat├╝rlich mit einem Landteil f├╝r die Hippos. Dabei w├Ąre es zumindest bautechnisch immer noch m├Âglich, mit dem Wagenzug direkt um den See herum zu fahren, die Flusspferde also gefahrlos im Wasser zu bestaunen. Allerdings m├╝sste die Fahrspur so beschaffen (erh├Âht) sein, dass sie nicht von den Hippos betreten werden kann.
Unf├Ąlle UNTER TIEREN bei einer Gemeinschaftshaltung kommen immer wieder vor, das ist klar. Wie Du aus einem anderen Beitrag sehen kannst, bin ich grunds├Ątzlich trotzdem ein Bef├╝rworter dieser Haltung. Ich habe nur versucht, mich in die Lage der WAP-Verantwortlichen hineinzuversetzen und glaube, dass die eben wegen einer zu erwartenden h├Âheren Zahl an Unf├Ąllen das Risiko mit dem Hippos scheuen. Ausserdem d├╝rfte man auch hier wie in Berlin zwischen Zoo und WAP auf sich erg├Ąnzende Tierbest├Ąnde achten. Und der Zoo San Diego hat ja schon eine sch├Âne, wenn auch nicht gerade riesige und reich besetzte Hippo-Anlage.

PS: Ist doch irgendwie erstaunlich, wie sich Individuen gewisser Tierarten v├Âllig unterschiedlich verhalten. Und demzufolge eine Tierart einen ganz anderen Ruf erh├Ąlt. Die einen halten Bergzebras f├╝r Teufel in Streifengestalt (warst das nicht sogar Du?), wogegen sie sich in einigen Zoos (WAP, M├╝nchen) als RELATIV umg├Ąnglich erweisen (sonst h├Ątte man sie ja l├Ąngst ausgetauscht, oder?). Im WAP waren die B├Âhms-Steppenzebras zu aggressiv, im Kinderzoo in Rapperswil lassen sie sich geduldig streicheln, in vielen Zoos sind sie die Standardtiere auf Gemeinschaftsanlagen.
(20.10.2008, 16:28)
Michael Mettler :   @MA: Ja, ich habe Fotos aus Antwerpen, aber vermutlich werde ich die derzeit genausowenig in diesen Thread bekommen wie Ingo Rossi die seinen... Innen scheint sich die Anlage nicht weiter ge├Ąndert zu haben. Ich erinnere mich von fr├╝her her nicht an sie (mich haben damals in Antwerpen andere Tiere mehr interessiert....), aber in der Antwerpener Beeldbank gibt es alte Abbildungen, nach denen das Haus innen vorher nicht viel anders aussah.

Ich habe ├╝brigens noch mal wegen deiner Infos zu den Berliner Vorkriegs-Zwergflusspferden bei Kl├Âs nachgeschlagen und meinen Verdacht best├Ątigt gefunden: Dem Berliner Zoo ging es 1922/23 wirtschaftlich so schlecht, dass er um Futterspenden aus der Bev├Âlkerung bitten musste, ├Âffentlich Gelder f├╝r ihn gesammelt wurden und er vom 1. Oktober 1922 bis 30. M├Ąrz 1923 seine Pforten f├╝r Besucher schloss (das Aquarium blieb ge├Âffnet). "Tiere wurden zusammengelegt, so dass die Heizung f├╝r neun Tierh├Ąuser eingespart werden konnte. Ein Drittel der Belegschaft musste entlassen werden." Unter diesen Bedingungen erscheint die Abgabe von vier von f├╝nf Zwergflusspferden nachvollziehbar - hast du genaue Daten f├╝r die Abgaben? 1924 ging es mit dem Zoo wieder aufw├Ąrts, was dann auch die sofortige Wiederbeschaffung eines Partners f├╝r das verbliebene Tier erkl├Ąrt.
(20.10.2008, 15:52)
Michael Amend :   @Sacha. In der Ostafrika-Anlage gibt es aber keine"gef├Ąhrlichen"Arten, Rhinos und Cape Buffalos sind beide in der S├╝dafrika-Anlage, und Unf├Ąlle mit anderen Arten gibt es immer wieder, ich nenne nur das Beispiel Zebra/Elenantilope . Auch durch Giraffen kamen schon etliche andere Gehegemitbewohner ums Leben.

Du meinst jetzt eine Abschrankung zu der Monorail-Schiene ? Da gibt es doch eine(wird die Schiene eigentlich abmontiert ? In Toronto gibt es die Schienen noch, obwohl die Monorail nach einem Unfall dort schon seit Jahren au├čer Betrieb ist ) Ich sehe also keinen Grund,der gegen eine Hippo-Haltung dort spricht. Die Zebra-Frage kann ich dir gleich beantworten, sowohl die ├Âstlichen Steppenzebras als auch die Grevy-Zebras haben einfach zuviele Antilopen gekillt.
Die Steppenzebars kamen zu den Black Rhinos(sind aber nicht mehr da), die Gevy's bezogen eine eigene Anlage im Nord-Afrika Komplex, der jetzt, nachdem die Monorail ja nicht mehr f├Ąhrt, wohl nicht mehr f├╝r die Besucher zu sehen ist, oder ? Die Bergzebras sind friedfertiger und deswegen noch in der S├╝dafrika-Anlage.
(20.10.2008, 15:48)
Sacha :   @Michael Amend: Zu Deiner Frage bez. Hippos im WAP: Weil man vermutlich Unf├Ąlle mit den nicht gerade als ungef├Ąhrlich geltenden Tieren vermeiden will. Die Monorail (auf erh├Âhter Position) um das Areal gibt es ja nicht mehr, nun f├Ąhrt man mit einem Wagenzug durchs Gel├Ąnde. Die Huftiere k├Ânnen zurzeit ohne Abschrankung an den See/Weiher. K├Ąmen Hippos rein, br├Ąuchte es eine Abschrankung und der Eindruck des "Freigeheges" w├Ąre dahin. Auch erinnere ich an die Unf├Ąlle zwischen Strauss und Hippo und zwischen Hippo und Zebra in Basel.

Andererseits k├Ânnte die Konfrontation mit einem Kaffernb├╝ffel oder (wenn der Asienteil freigegeben wird) mit einem Gaur oder Panzernashorn auch ungem├╝tlich werden. Was zudem f├╝r die vorgeschlagene Hippo-Haltung sprechen k├Ânnte: Fr├╝her wurde auf der grossen Insel EIN Zwergflusspferd gehalten, dass eigentlich auch das grosse Huftiergel├Ąnde h├Ątte erreichen k├Ânnen. Wenn Du mal wieder da bist, frag doch mal nach, warum sie die Z.-Haltung dort aufgegeben haben. W├╝rde mich n├Ąmlich auch interessieren.
(20.10.2008, 15:13)
Ingo Rossi :   @Michael Amend: Flusspferde und Zebras/Gnus/Strausse haben einen gemeinsamen Teil, abgegenzt durch Baumst├Ąmme, die den Flusspferde kein durch kommen erm├Âglichen. Foto folgt vielleicht nochmal...
(20.10.2008, 15:04)
Michael Amend :   @Ingo Rossi.Aber andersrum k├Ânnen die Hippos nicht auf die Zebra/Gnu-Anlage ? Hatte Kopenhagen die Gnus nicht mit den Breitmaulnash├Ârnern zuammen, oder sind die noch mit auf der Anlage ? Dann kann ich verstehen, das sie die Flu├čpferde nicht r├╝berlassen. Wie gro├č ist der Teil f├╝r die Flu├čpferde ?
(20.10.2008, 14:50)
Ingo Rossi :   @Michael Amend: Ja, der Innenraum ist ├Ąhnlich wie in Berlin.Ebenfalls mit einer grossen Panoramascheibe mit ├ťber- und Unterwassereinblick. Die Aussenanlage l├Ąsst aber den Besuch von Zebras und Gnus der benachbarten Afrikaanlage zu.
(20.10.2008, 14:43)
Michael Amend :   Wenn man sich so den Flu├čpferd-bestan din den USA betrachtet, sieht e sdort ja recht traurig aus, z├╝chten tut dort keiner,und in etlichen Zoos gibt es entweder nur Einzeltiere oder gleichgeschlechtliche Tiere. Kein Wunder,das Disney vor ├╝ber1 0 Jahren ganz Europa anch Flu├čpferden abgegrast hat, in den USA waren ja keien Tiere verf├╝gbar. Die werdend eisbz├╝glich bald in die gleiche Situation geraten wie bei den elefanten,aber das Zauberwort hei├čt ja A.I.Wird garantiert bei Hippos bald erprobt werden. Es werden ja sogar schon Seeotter k├╝nstlich besamt,allerdings in Europa.
(20.10.2008, 14:37)
Michael Amend :   Das Kopenhagener Flu├čpferdhaus ist eine verkleinerte Ausgabe von Berlin, zumindestens Innen verf├╝gt es wohl ebenfalls nur ├╝ber ein winziges Inselchen als Landteil.

Ich frage mich, warum der San Diego WAP in seiner Ostafrika-Anlage mit dem gigantischen See keine Flu├čpferde h├Ąlt, dort k├Ânnten locker 30-40 Tiere gehalten werden, St├Ąlle brauchen die ja nicht, und einfache Absperrm├Âglichkeiten sind schnell gebaut....

@MM. Hast du zuf├Ąllig Bilder von Hippotopia in Antwerpen gemacht, von innen und Au├čen ? W├╝rde mich interessieren,wie die die Anlage umgestaltet haben.
(20.10.2008, 14:29)
Ingo Rossi :   Geht leider nicht, warum auch immer.
(19.10.2008, 20:37)
Michael Amend :   @MM. Ich kenne die Anlage im Ruhr-Zoo nicht, aber die Anlage in Toronto ist schon sehr gro├č.Wie geschrieben,das Becken ist erheblich gr├Â├čer, auf dem Foto ist nur ein Teil davon zu sehen.
(19.10.2008, 20:31)
Ingo Rossi :   Hier mal Eindr├╝cke des neuen Flusspferdhauses in Kopenhagen. Der Eingang...
(19.10.2008, 20:29)
Michael Mettler :   P.S. ...und wahrscheinlich auch mehr Landfl├Ąche. Da die ZOOM-Anlage unterteilt ist und das Foto aus Toronto mit Weitwinkel aufgenommen (was immer gr├Â├čere Weite vort├Ąuscht), wage ich die Landfl├Ąche aber nicht aufs Genaue zu vergleichen. Das Wasserbecken im Vordergrund l├Ąsst aber eine Einsch├Ątzung ganz gut zu.
(19.10.2008, 19:21)
Michael Mettler :   @MA, da du sie noch nicht kennst: So ├Ąhnlich ist auch die Anlage in Gelsenkirchen strukturiert - nur haben die Hippos dort mehr Beckenvolumen zur Verf├╝gung.
(19.10.2008, 19:12)
Michael Amend :   Was mir an der Anlage gut gef├Ąllt, die Tiere m├╝ssen die ganze Anlage durchlaufen, um zum Becken zu kommen.Au├čerdem ist sie gut strukturiert,eine Schlammsuhle w├Ąre noch toll. Das Becken ist etwas gr├Â├čer als auf dem Foto zu sehen, es geht rechts noch etwas rum.
(19.10.2008, 18:30)
Michael Amend :   Die beiden Hippos ererichen das Haus ├╝ber einen Treibgang, im Hintergrund des Fotos zu erkennen.
(19.10.2008, 18:26)
Michael Amend :   Eine der wenigen Flu├čpferd-Anlagen, die ich kenne, die ├╝ber einen einigerma├čen ger├Ąumigen Landteil verf├╝gen, daf├╝r ist das Becken nicht allzu gro├č ausgefallen. Entstanden istd as Foto im Zoo Toronto, dort herscht das gleiche Klima wie in Mitteleuropa, und trotzdem waren die Flu├čpferde bei meinem Besuch Mitte Oktober 2005 noch in der Au├čenanlage !
(19.10.2008, 18:25)
Michael Amend :   Das k├Ânnte ich mir auch gut vorstellen.
(18.10.2008, 14:56)
Michael Mettler :   @MA: Die Abgabe der Berliner Zwergflusspferde 1922 k├Ânnte schlichtweg wirtschaftliche Gr├╝nde gehabt haben. Anfang der 20er Jahre, kurz nach Ende des 1. Weltkrieges, hatten immerhin auch andere deutsche Zoos finanzielle Probleme bzw. mussten teilweise sogar vor├╝bergehend geschlossen werden (siehe Hagenbeck oder Hannover). Wenn da ein finanzkr├Ąftiger Interessent mit Geldscheinen wedelte.... Immerhin behielt der Zoo ein Exemplar, so dass keine L├╝cke in die systematische Sammlung gerissen wurde.
(18.10.2008, 14:43)
Ralf Sommerlad :   @Michael Amend: Ich denke, ich kann bei Disney unterst├â┬╝tzen..
(17.10.2008, 14:46)
Michael Amend :   @Sacha. Disney hat seine Flu├čpferd-Gruppe gesplittet ? Schade, hatte gehofft, eine wirklich gro├če Flu├čpferd-Herde zu sehen.
Wieviele Tiere umfassten die beiden Gruppen, oder konntets du etwa beim Vorbeibrausen die K├Âpfe bzw. Luftbl├Ąschen nicht z├Ąhlen ? Ich garantiere dir, ichw erde nicht daran vorbeibrausen,habe auch schon zwei volle Tage vor den Park eingeplant bekommen, one before the scenes, one behind....Was bei Disney nicht einfach ist....
(17.10.2008, 13:26)
IP66 :   Von diesen Erfolgen bei Zwergflu├čpferden wu├čte ich bislang nichts. Demnach ist die Tierart auch nie ganz aus den Zoos verschwunden.
(17.10.2008, 10:50)
Sacha :   @Michael Amend: Ja, Disneys Animal Kingdom hat auch eine Flusspferd-Anlage mit UW-Einblick, und zwar die, die man zu Fuss erreicht (Pangani Forest Trail, wenn ich es richtig im Kopf habe). Die zweite, wesentlich gr├Âssere und st├Ąrker besetzte Anlage kann man auf der Safari-Fahrt sehen (besser gesagt, man braust daran vorbei).
(17.10.2008, 10:47)
Michael Amend :   Es gab au├čer Berlin noch gute Vorkriegs-Zuchten von Zwergflu├čpferden in Basel,M├╝nchen und Leipzig, international waren London,New York und Philadelphia ( mit dem berliner Paar ) sehr erfolgreich mit den Zwergflu├čpferden.
(16.10.2008, 20:32)
IP66 :   Da scheinen in Berlin in der Zwischenkriegszeit ja deutlich mehr Zwergflu├čpferde gro├č geworten zu sein als nach 1945, und das bei mehreren Zuchtpaaren und einer Reihe von Abgaben! Allerdings war die Anlage in der Elefantenpagode ja relativ ger├Ąumig, vielleicht sogar ger├Ąumiger als die Unterbringung in Frau Heinroths Nachkriegsflu├čpferdhaus.
(16.10.2008, 19:50)
Michael Amend :   Einen treffenderen Namen f├╝r den Flu├čpferd-Bullen"Jabba"im Zoo San Diego h├Ątte man wohl kaum finden k├Ânnen, er wurde 1983 kurz nach der Us-Premiere von"Die R├╝ckkehr der Jedi-Ritter"geboren, war denn da schon abzusehen, das er so fett wie Jabba the Hutt wird ?

Was an Us-Flu├čpferd-Anlagen mit Unterwasser-Einsicht angeht ( hat das eigentlich das Diyney Wild Animal Kingdom ? ), ich kenne die in San Diego,Toledo und Saint Louis, so verwenden die Amerikaner definitiv die effektiveren und leistungsf├Ąherigen Filter-Anlagen, in allen drei Anlagen gibt es den "vollen ,kristallklaren Durchblick"
(16.10.2008, 19:38)
Michael Amend :   Berlin hatte eine gut gehende Vorkriegs-Zucht von Zwergflu├čpferden, das zweite Kalb in berlin folgte im Dezember 1921, der Bulle deckte beide Weibchen. Seltsamerweise gab der Zoo 1922 den Zuchtbullen und das zweite Importweibchen 1922 nach Philadelphia ab und bekam 1924 einen neuen wildfangbullen. Die beiden nachzuchten, beide weiblich, wurden 1922 nach Hamburg abgegeben. Damit hatte der zoo nur noch das 1913 importierte Weibchen. Dieses neue Paar hatte erst 1929 sein erstes kalb,das aufgezogen wurde. Dem folgten bis 1943 f├╝nf weitere, dieses Kalb starb in einer Bombennacht im November, genauswo wie ein zweites 43 geborenes Kalb, das der Bulle mit seiner 1934 geborenen Tochter zeugte. Im November 43 starben vier Zwergflu├čpferde,der Bulle wurde im Juni 1944 get├Âtet.
(16.10.2008, 18:12)
IP66 :   demnach hat man die Zwergflu├čpferde in Berlin "benutzt", um das ├╝berlieferte, aber nach einem Unfall nicht mehr genutzte Flu├čpferdgehege zu besetzen. Wenn allerdings die von Herrn Amend genannten Zuchterfolge die einzigen waren, kann man nicht von einer richtigen Erhaltungszucht, aber doch sch├Ânen Haltungserfolgen sprechen.
(16.10.2008, 10:35)
Michael Amend :   Zum Vergleich mit der unten gezeigten Zwergflu├čpferd-Anlage in San Diego, hier das Gegenbeispel,eine reine Indoor-Haltung im Lincoln Park Chicago. Die Anlage ist ja nicht schlecht, Boxen befinden sich dahinter, aber daf├╝r, das die Tiere ganzj├Ąhrig ohne Au├čenanlage gehalten werden,finde ich sie einfach zu klein. zwergflu├čpferde werden unn├Âtigerweis eauch noch im zweiten Zoo Chicagos, in Brookfield gehalten,in einer klassischen Doppel-Anlage au├čen und Innen.
(16.10.2008, 06:57)
Michael Amend :   Einer der besten Anlagen f├╝r Zwergflu├čpferde befindet sich im Zoo..Jawohl !-San Diego. Bewohnt wird sie neben den namnesgegebenden Zwerghippos auch von Blauduckern,Rotflankenduckern und Wolfsmeerkatzen ! Sie ist Teil des 2004 oder 5 er├Âffneten"Heart of the Zoo"Komplexes, in dem einige Seltenheiten gepflegt werden.
(16.10.2008, 06:53)
Michael Amend :   Detailblick in die Anlage, drei der vier Arten sind aufd em bild zu sehen.. Hinter der Lehmwand, hinterd em Asthaufen rechts etwas erkennbar, befindet sich ein gro├čer, ├╝ppig bepflanzter Bereich, der den Duckern und Meerkatzen vorbehalten ist. Dieser ist von einem Steg aus auch f├╝r die Besucher einsehbar. Einer meiner Lieblingsanlagen in San Diego ( Grins )
(16.10.2008, 06:50)
Michael Amend :   IP66. Zu dem 1913 importierten Weibchen erhielt der Zoo Berlin 1920 ein Paar, das im September 1921 fuer die Europa/Erstzucht sorgte, nachdem im Januar des gleichen Jahres der Bronx/Zoo die Welterstzucht hatte. Dort war war zwar schon 1919 ein Kalb geboren worden, das wurde aber nur ein Tag alt.
(15.10.2008, 20:21)
Mel :   und ja es gab auch Zuchterfolge.
(15.10.2008, 20:20)
Michael Mettler :   Sie waren in der Pagode untergebracht. (siehe "Der Berliner Zoo im Spiegel seiner Bauten")
(15.10.2008, 18:37)
IP66 :   Gab es in dieser Zeit nicht auch Zuchterfolge bei den berliner Zwergflu├čpferden. Wo waren sie eigentlich untergebracht: Im Flu├čpferdhaus oder im alten Flu├čpferdgehege in der Elefantenpagode?
(15.10.2008, 10:55)
Mel :   Zu den Zwergflu├čpferden und Berlin das erste Tier welches im SB erw├Ąhnt wird traf in Berlin am 08.08.1913 ein es handelte sich um ein Weibchen welches bis zum 01.11.43 lebte (der Zoo hatte im September dieses Jahres sein Rekord Besatz von 5 Tieren).
(15.10.2008, 02:28)
Michael Amend :   Da wird einem doch gleich wieder der t├Âdliche Unfall mit dem Zebrahengst in Basel ins Ged├Ąchnis gerufen.
(10.10.2008, 16:57)
Sacha :   Am Mittwoch hat ein Flusspferd im Zoo Basel einen Jungstrauss, der ins Aussenbecken gerutscht war, get├Âtet.

Ein bedauerlicher Zwischenfall. Gemeinschaftshaltung birgt eben auch Risiken. Trotzdem sollte diese Art der Haltung noch st├Ąrker gef├Ârdert werden.
(10.10.2008, 15:09)
WolfDrei :   @IP66: Da gibt es keine L├╝cke sondern ein richtiges Loch:n├Ąmlich bis Schomburgk 1911-12 im Auftrag von Hagenbeck die Tiere aus Liberia holte. Und dann dauerte es im Zoo wohl auch noch bis zur Zucht - und bl├╝hend war die auch nicht unbedingt(siehe Neue Brehmb├╝cherei 481 von Prof. Ersnt Lang, ehemals Basel)
(10.10.2008, 11:39)
IP66 :   Gab es nicht um die Jahrhundertwende in Berlin eine bl├╝hende Zwergflu├čpferdzucht - da w├Ąre ja nur noch die L├╝cke zwischen dem irischen Erstimport und dem Zuchporgramm von Herrn Heck zu schlie├čen (beides im ├╝brigen Dinge, die man in diesem Land und bei diesem Herrn nicht unbedingt erwartet h├Ątte).
(10.10.2008, 11:25)
Michael Mettler :   Tja, wenn alle Zoos und H├Ąndler penibel Buch gef├╝hrt h├Ątten und diese Daten noch vorl├Ągen (und es keine Kriegszerst├Ârungen gegeben h├Ątte), dann s├Ąhe die Datenlage in Zuchtb├╝chern sicherlich besser aus. Aber wer dachte fr├╝her schon daran, dass es mal solche zentralen Datensammlungen geben w├╝rde. Selbst noch aus den 1970er Jahren l├Ąsst sich nicht mehr alles rekonstruieren.
(10.10.2008, 09:08)
Michael Amend :   Das nenne ich aber Datenverf├Ąlschung. Spielt vielleicht bei einem Tier, das vor ├╝ber 130 jahren lebte, aber keine gro├če Rolle mehr....
(10.10.2008, 06:53)
Michael Mettler :   P.S. Der Absender des Briefes sch├Ątzte das Alter des Kalbes zu diesem Zeitpunkt auf etwa acht Wochen und das aktuelle Gewicht auf 25 Pfund.
(09.10.2008, 20:52)
Michael Mettler :   Besagter Brief wurde am 11.3.1873 aus dem Hotel Royal Liverpool abgeschickt; der Dampfer war in Liverpool angelandet. Zum Zeitpunkt der Niederschrift war das Tier laut Brief noch gesund. In dem vorangehenden, kurzen Artikel hei├čt es. "Es bekam aber nach der landung in Liverpool doppelte Pneumonie und lebte in dem Dubliner Garten nur noch einige Stunden."

Daten mit einem "1." voran sind in Zuchtb├╝chern und ARKS-Berichten mit Vorsicht zu genie├čen, das gilt manchmal nicht nur f├╝r den Tag, sondern auch f├╝r den Monat. Da das Programm kein "ca." kennt (bzw. kannte, m.W. sollte daran was ge├Ąndert werden), musste man ein Datum eingeben, auch wenn keins bekannt war. "1.1.1956" kann also schlimmstenfalls bedeuten, dass das betreffende Tier irgendwann im Laufe des Jahres eingetroffen war, sich das genaue Datum aber nicht rekonstruieren lie├č. Sowas vermute ich auch f├╝r die Angabe zu besagtem Zwerghippo.
(09.10.2008, 20:33)
Michael Amend :   Laut Zuchtbuch lebte dieses Tier aber vom 1.Feb. bis zum 1.M├Ąrz im Zoo Dublin.
(09.10.2008, 20:08)
Michael Mettler :   Ich reihe jetzt mal die Zwergflusspferde in diesen Thread ein: Wir hatten doch mal unter den Knobeleien die Frage nach der Ersthaltung des Zwergflusspferdes mit der Aufl├Âsung Dublin. Ich kannte bisher nur die Version, dass man dort ein vermeintliches Nilpferdkalb erhalten hatte, das nicht recht wachsen wollte und nach seinem Tod als Zwergflusspferd erkannt wurde. Nun fand ich beim St├Âbern in meinem 1875er "Zoologischen Garten" doch tats├Ąchlich einen Artikel, der sich mit diesem Tier befasst, enthaltend einen Brief vom 11. M├Ąrz 1873 des "F├Ąngers" John M. Price. Demnach wusste man schon zu Lebzeiten des Tieres sehr wohl, dass es sich um ein "Hippopotamus liberiensis" und damit um ein "noch so wenig bekanntes Thier" handelte. Das Jungtier war in Sierra Leone von einem Eingeborenen "sofort nach seiner Geburt dem Muttertier geraubt" worden und gelangte mit einem Gewicht von nur 16 Pfund in die H├Ąnde von Price, der es mit Kuhmilch aufzog. Zwar ├╝berlebte das Jungtier die Dampferfahrt mit Pope Henessy noch, zog sich dabei aber eine Lungenentz├╝ndung zu und lebte im Dubliner Zoo "nur noch einige Stunden". Price lie├č das Tier fotografieren; fragt sich nur, ob irgendwo ein Bild ├╝berliefert ist.
(09.10.2008, 19:43)
Oliver Jahn :   @MA, bleiben wir dabei, das l├Ąsst alles offen. Ich habe mich in diesem ganzen Forum seit der ersten Stunde nicht ein einziges mal als Experte bezeichnet.
Du hingegen tust das uns Laien gegen├╝ber in unz├Ąhligen Beitr├Ągen. Wie wirst du das morgen zwischen uns ganzen St├╝mpern und Laien nur aushalten? Oder m├Âchtest du, wie in Frankfurt, wieder gern inkognito bleiben?
Ich habe allen deinen Thesen zur Flusspferdhaltung zugestimmt. Anschlie├čend deinen Mut gew├╝rdigt. Was willst du denn noch? Du bist aber auch wirklich mit nichts zufrieden zustellen!! :-)
(03.10.2008, 21:13)
Michael Amend :   @MM Ich stelle hiermit klar, das ich zu keinem Zeitpunkt "Futter" f├╝r Tierrechtler geliefert habe, die haben gen├╝gend andere Quellen, au├čerdem ist das ein Vorwurf, den man hier sehr vielen Teilnehmern machen k├Ânnte,verwertbare Infos werden hier reichlich eingestellt.

Eigentlich hatte ich das mit dem 95 % Quatsch geschrieben, damit wieder Ruhe eingekehrt, leider habe ich wohl damit das genaue Gegenteil erreicht. Falls es m├Âglich ist, nehme das zur├╝ck und stelle klar,das ich meine Beitr├Ąge im Thread "Unhaltbare Tiere"f├╝r absoluten Quatsch halte, okay ? Sind sie ja auch, ohne Frage.(hoffentlich lesen DAS jetzt keine "Zoo-Offziellen")Ich wollte einfach nicht, das wegen dem Thema"Flu├čpferd-Haltung" ein Streit entfacht wird, Sorry, aber das scheint daneben gegangen zu sein. Also, belassen wir es dabei.

├ťbrigens, mit Flu├čpferden habe ich schon gearbeitet.
(03.10.2008, 19:24)
Michael Mettler :   @Michael Amend: Deine Meinungen ├╝ber Flusspferdhaltungen und ├╝ber die Beitr├Ąge in "Unhaltbare Tiere" sind f├╝r mich zwei paar Stiefel. An besagtem Thread haben sich - dich eingeschlossen - zwanzig Forummitglieder beteiligt, deren Beitr├Ąge von dir als "zu 95% absoluter Quatsch" abqualifiziert werden, was zudem noch "Jedem hier klar sein sollte". Da w├╝rde mich doch eine ausf├╝hrliche Begr├╝ndung von deiner professionellen Ebene herab sehr interessieren; schlie├člich m├Âchte ich vermeiden, als dummer Laie wom├Âglich den selben Quatsch noch mal bei anderer Gelegenheit zu wiederholen und damit sogar noch mangelnde Lernf├Ąhigkeit unter Beweis zu stellen.

Deine pers├Ânlichen Erfahrungen mit der Haltung von Pelzflatterern, Tschirus oder Rieseng├╝rteltieren d├╝rften sich in Grenzen halten, somit verdankst du dein Wissen dar├╝ber ├Ąhnlichen Quellen wie die Nicht-Profis. Um Angaben aus Fachliteratur, Zoof├╝hrern, Jahresberichten usw. zusammenzusuchen, ben├Âtigt man keine Tierpflegerausbildung. Die "Unhaltbarkeit" eines Gro├čteils verbreiteter Zoos├Ąuger, mit denen du im Gegensatz zu o.g. Beispielen z.T. schon eigene Haltungserfahrungen gemacht hast, hast du selbst behauptet. Falls du speziell diese Beitr├Ąge mit "absolutem Quatsch" meinst und sie bewusst als solchen platziert hast, empfehle ich Nachhilfe in Prozentrechnung. Zudem m├Âgen Zoo-Offizielle vielleicht eine Ironie in besagten Beitr├Ągen verstehen, mit der sich andere Leute schwer tun, aber sich vielleicht auch daf├╝r "bedanken", dass du der Argumentation von Tierrechtlern in Sachen "unhaltbarer" Tiere mit besagten Beitr├Ągen umfangreiches Futter geliefert hast. Denn die verstehen die Ironie wom├Âglich auch nicht.

In punkto moderner Flusspferdhaltung - um das Thema DIESES Threads nicht aus den Augen zu verlieren - teile ich allerdings deine Meinung. Der "kleine" Landteil in den Au├čenanlagen in ZOOM ist allerdings eine Fehleinsch├Ątzung; bezeichnenderweise verl├Ąsst m.W. eine der Flusspferdk├╝he das Haus nicht mehr, weil ihr der (Land-)Weg zum Au├čenbecken zu weit ist... Die Ausdehnung des Landbereiches (Naturboden!) ist bereits aus der ersten ver├Âffentlichten Version des sp├Ąter mehrfach ver├Ąnderten ZOOM-Masterplans ersichtlich.
(03.10.2008, 18:38)
Drac :   Touche Herr Amend.
Nun, ich hatte extra "unhaltbar" in Anf├╝hrungszeichen gesetzt, und Leser von Eure Planungen k├Ânnen wohl sagen, dass die von mir genannten Arten nicht meiner Auffassung von unhaltbar gilt.
In dem besagten Thread geht es um Arten von denen es _hei├čt_ dass sie unhaltbar werden, wie das definiert ist, wird nicht gesagt.
OB nur mit riesigen Aufwand unhaltbar ist oder eine stagnierende/gleich bleibende Anzahl, schlechte Aufzuchtquoten etc.
(03.10.2008, 18:23)
Michael Amend :   @MM. Nein, das ist bezogen auf alle Beitr├Ąge in besagten Thread. Ich halte Flu├čpferd keineswegs f├╝r eine"unhaltbare"Art, ich habe geschrieben,das ich keine gute Flu├čpferd-Haltung in Deutschland kenne, habe das begr├╝ndet, aber diese Aussage passt Herrn Jahn eben nicht. Darf ich als Tierpfleger eine Tierhaltung etwa nicht kritisch hinterfragen ? Ich finde es eben nicht in Ordnung, wie diese Tiere z.Zt in deutschen, bzw. generell vielen europ├Ąischen
Zoos gehalten werden und bei der Haltung dieser Art, nat├╝rlich auch anderen Arten wie z.b Nash├Ârnern, ein erheblicher Verbesserunsbedarf besteht, was vor allem die Winterunterbringung angeht. Nat├╝rlich betrifft das alle Huftierarten,aber immerhin k├Ânnen Antilopen,Rinder und Einhufer im Winter stundenweise raus, das k├Ânnen Flu├čpferde nicht. Warum also nicht f├╝r diese Tiere, die mittlerweile bedrohter sind als afrikanische Elefanten !,mal eine gro├če Halle mit gro├čen Landteil und Becken,bauen, z.B in Versellschaftung mit Primaten ? Und f├╝r den Sommer eben eine gro├če Wiese mit Naturteich anbieten ? Kann doch nicht so schwer sein.Es mu├č nicht immer mit"Unterwassereinblick"sein,da stimme ich IP66 zu.
(03.10.2008, 17:12)
Michael Mettler :   @Michael Amend: Interessante Einsch├Ątzung des besagten Threads durch einen Experten f├╝r Zootierhaltung. Ich nehme an, mit den "95% absoluten Quatsches" meinst du alle Beitr├Ąge au├čer deinen eigenen?
(03.10.2008, 16:02)
IP66 :   Jetzt verstehe ich gar nichts mehr: Erst wird lange erl├Ąutert, weshalb Flu├čpferde, Bergzebras und Zwergziegen empirisch nachweisbar unhaltbare Arten darstellen, und dann hei├čt es "alles Quatsch"?
(03.10.2008, 14:40)
Michael Amend :   @Oliver Jahn. Oder soll ich liber Oliver Grizmek schreiben, schlie├člich bezeichnest du mich ja auch als Michael Albrecht, und bist ja schlie├člich ein Experte,was Zootier-Haltung anbelangt, nicht wahr ?

Ach Ja, Zoo-Offizielle, wie du sie bezeichnest, verstehen Ironie, damit tust du dich ja schwer.

Und jetzt sollten wir dieses leidige Thema beenden,okay ? Jedem hier sollte ja klar sein, das 95% der Beitr├Ąge im Thread"Unhaltbare Tierarten" absoluter Quatsch sind.
(03.10.2008, 13:10)
IP66 :   Ich denke, da├č bei den Flu├čpferdhaltungen eine gewisse Zur├╝ckhaltung beim Beschreiten neuer Wege bestand und besteht, weil die Tiere fast zu erfolgreich z├╝chten und sehr alt werden, und zwar auch in Anlagen, die derzeit nicht in Mode sind. Das war und ist bei Nash├Ârnern und Elefanten ein wenig anders, und da kann ich schon verstehen, weshalb man bei diesen Arten eher geneigt ist, Gro├čbauten zu errichten. Interessant ist nur, da├č das Flu├čpferd trotz dieser guten Haltbarkeit aus vielen Zoos verschwunden ist.
(03.10.2008, 11:11)
Oliver Jahn :   @Michael Albrecht, wenn ich ├╝berlege, wieviel Zoo-Offizielle hier mitlesen, dann muss man dir zumindestens einen gewissen Mut attestieren. Wobei es zu Mut ja auch unterschiedliche Ansichten gibt.
Aber zur├╝ck zum Thema, ich habe gerade erfahren, dass es in den 50er Jahren mal vor├╝bergehend ein Flusspferd in Heidelberg gab. Wei├č jemand, wo das Tier da gehalten wurde?
(03.10.2008, 00:20)
Michael Amend :   Stimmt. Aber mit irgendwas mu├č man nunmal seine Br├Âtchen verdienen, von Luft und Liebe allein wird Niemand satt. Peta zahlt leider zu schlecht....
(02.10.2008, 21:02)
Oliver Jahn :   Es muss schlimm sein, mit diesem Wissen um all die unhaltbaren Tiere dann noch als Tierpfleger all dieser Arten arbeiten zu m├╝ssen. Das ist sicher nicht immer ganz leicht, in einem solchen Zwist zu stehen.
(02.10.2008, 20:35)
Michael Amend :   Traurig, aber so ist es.
(02.10.2008, 20:32)
Oliver Jahn :   Darum sag ich es ja, faktisch gesehen alles unhaltbare Arten.
(02.10.2008, 20:15)
Michael Mettler :   Nicht nur mit Flusspferden bzw. anderen Riesentieren. Winterlichen Boxenaufenthalt mit Minimal-Au├čengehegenutzung gibt es schlie├člich auch bei Antilopen, Okapis, tropischen Rindern usw. - dazu kommen noch eventuelle Wechselschichten im Sommer zwischen den m├Ąnnlichen Zuchttieren und dem Rest der Gruppe/Herde sowie im Extremfall zus├Ątzlich abgesonderten Weibchen mit frischem Nachwuchs; da sind selbst die Hippos in den neueren Anlagen noch besser dran. Von M├Âglichkeiten wie in neueren Elefanten- und Giraffenanlagen k├Ânnen besagte Huftiere nur tr├Ąumen. Wer baut den ersten "Banteng-Park"...?
(02.10.2008, 20:00)
Michael Amend :   Wenn man sich aml ├╝berlegt, wie lange die Hippos in ihren winzigen Boxen gehalten werden, von Oktober bis Ende April ! Und im Sommer werden sie auch noch ├╝ber Nacht eingesperrt !

So sieht es doch aus, mit der deutschen Flu├čpferd-Haltung !
(02.10.2008, 19:09)
Ralf Sommerlad :   Stimmt Herr Amend: Um so schlimmer, dass selbst neuere Flusspferdanlagen mehr Wert auf "underwater viewing" legen denn auf eine artgerechte Haltung.
(02.10.2008, 17:05)
Michael Amend :   @MM. Im Juli sind die Nyala-Antilopen noch munter im Hippo-Vorgarten rumgesprungen.

Wie gro├č sind die Landteile bzw. Becken ind en Stallungen s├Ąmtlicher Hippos in Geramny, wo sie doch den gr├Â├čten teild es Jahres untergebracht sind,Hmm ? In berlin ist es eien winzige Insel und die Boxe, die die Tieer unter Tags aber nicht nutzen d├╝rfen,w eil sie dann f├╝r die Besucher nicht sichtbar w├Ąren, das Gleiche Speilchen in hannover, wo die Hippos in einem "Canyon"rumplantschen d├╝rfen und nicht einmal ein Inselchen ahben, ja, das nennt man ja dann wohl"gro├čz├╝gige Anlagen"f├╝r das drittgr├Â├čte Lands├Ąugetier, das nachts einige Kilometer zus eienn weidegr├╝nden zur├╝cklegt.Die Haltung im Ruhr-Zoo kenne cih nur von den Plannungsskizzen,a uchd a wird den Tieern nur ein kleienr landteil im Winter angeboten(in den Au├čenanalgend as Gleiche, Hauptsache, die Besucheroptik stimmt)Schlammb├Ąder g├Ânnt man den Tieren nur in Frankreich.

├ťber Frankfurt,K├Âln,Kronberg,Karlsruhe und Stuttgart brauche cihw ohl kaum Worte zu verlieern.

Ja, ├╝beralls chie├čen riesige Inennlaufhalle f├╝r Elefanten und Giraffen aus dem Boden, f├╝r Flu├čpferde und Nash├Ârner ist es der aufwand wohl nicht wert. oder kennt Jemand hier eienn Grund,warum diesen beiden Gro├čs├Ąugern das nicht g├Ânnen sollte, sie stattdessen in den gew├Âhnlichen, alten Boxen sperrt ? Es gibt auch keine Gr├╝nde, im Sommer Flu├čpferde ├╝ber nacht einzusperren. Nein, eine gute Flu├čpferd-Haltung gibt es hier nicht.

Ich beurteile aber auch eine Tierhaltung aus einem anderen Blickwinkel.
(02.10.2008, 11:06)
Michael Mettler :   P.S. Zur Entwarnung f├╝r alle Amphibienfreunde: Die ehemaligen Amsterdamer Seekuhbecken wurden nicht nur zusammen-, sondern auch "trockengelegt". Es werden also keine Kr├Âten zu 24-st├╝ndigem Dauerpaddeln gezwungen :-)
(01.10.2008, 23:42)
Michael Mettler :   @Oliver: Und in zwanzig Jahren werden dann Zwergotter drin gehalten (falls die dann inzwischen haltbar sein sollten), weil die Gehege als zu klein f├╝r Flusspferde gelten :-) Falls das jemandem zu extrem erscheint: Die beiden ehemaligen Becken f├╝r Seek├╝he in Amsterdam wurden zwischenzeitlich zusammengefasst und beherbergen jetzt - Agakr├Âten!! In die vom letzten Amsterdamer Flusspferd bewohnte Anlage werden dann vermutlich nach seinem Tod Feuerbauchunken einziehen - und dann nach weiteren zwanzig Jahren... (scherz)

Mal im Ernst: Wenn die Kronberger Dauer-Au├čenhaltung tats├Ąchlich problemlos ist, dann g├Ąbe es theoretisch doch wunderbare M├Âglichkeiten, Flusspferdbecken neben nachts ohnehin leer stehende Gro├čanlagen f├╝r andere Gro├čtiere zu bauen. (Hatte ich ja im Planungs-Thread schon mal f├╝r Frankfurt und die k├╝nftige Gorilla-Au├čenanlage zusammengesponnen.) Dann h├Ątten die Hippos nachts reichlich Platz und w├Ąren nur tags├╝ber auf ihren Pool (nat├╝rlich trotzdem mit Landbereich) beschr├Ąnkt.

Im neuen Zoof├╝hrer des Berliner Zoos wird ├╝brigens formuliert, dass die Nyalas NEBEN den Flusspferden untergebracht sind - wurde die Gemeinschaftshaltung beendet?
(01.10.2008, 23:38)
Oliver Jahn :   Alexander, da hast du dich verguckt. Die ist ganz winzig, wie die in Kronberg. Man gerade ein Vorgarten. Aber was solls, wozu auch gro├če Anlagen, wenn die Tiere darin doch eh alle unhaltbar sind.
(01.10.2008, 23:15)
Alexander Fuchs :   Die gr├Â├čte Anlage die ich pers├Ânlich f├╝r Flu├čpferde gesehen habe, war in Gelsenkirchen. Ich meine nur den Naturbodenbereich. Der sah f├╝r mich eher aus wie eine K├╝stenimitation, als ein Weidebereich.
(01.10.2008, 22:05)
Michael Amend :   Doch, ein paar gibt es !
(01.10.2008, 21:56)
Oliver Jahn :   Eigentlich gibt es doch gar keine guten bzw. gro├čz├╝gigen Tieranlagen in Deutschland.
(01.10.2008, 19:46)
Michael Amend :   Wenn Sie immer noch vond en Kronberegr Flu├čpferden sprechen, und davon gehe ich aus, mu├č ich annehem, das e snoch ein zweiets Kronberg mit Flu├čpferdhaltung gibt, denn im hessichen Kronberg w├╝├čte ich nciht, wo die Tieer eine GROSSZ├ťGIGE Weidefl├Ąche haben sollen. Die Tiere haben ein kleeisn St├╝ckchen natirboden-Anl├Ągchen erhalten, ein teild es Privatgartens der dazugeh├Ârigen Villa, aber deutlcih kleiner als z.B die neeu K├Âlner Erdm├Ąnnchen-Anlage. Aber immerin haben sie damit mehr Naturboden als z.B in Stuttagrt oder FFM. Gute, bzw gro├čz├╝gige Flu├čpferd-Anlagen gibt es in Deutschland nicht.
(01.10.2008, 11:52)
IP66 :   Ich m├Âchte angesichts der Au├čengehege nicht nur auf die neuen Anlagen in Gelsenkirchen, sondern auch auf Kronberg verweisen, wo sehr fr├╝h gro├če Weidefl├Ąchen f├╝r die Tiere eingez├Ąunt wurden. Gelsenkirchen spiegelt den Wunsch, den Besuchern als weitr├Ąumig empfundene Panoramen zu bieten, so wie die Nachrkiegsanlagen f├╝r die ├ťberlegung stehen, da├č man auch mit technischem Ersatz den Tieren optimale Anlagen bieten kann. Ich halte beides f├╝r zeitgebunden und kann immerhin feststellen, da├č die Aufzuchtsraten und Altersredkorde in beiden Anlagentypen vergleichbar sind. Interessant w├Ąre es, wenn man w├╝├čte, wie sich die entsprechenden Anlagen in 20 Jahren gestalten ...
(01.10.2008, 11:17)
Shensi-Takin :   @MA: "Alter Hut"...;)S. "Zoos in den USA", 1.8.2007... Die beiden Maedels haben mWn keine Aussenanlage.
(30.09.2008, 14:25)
Michael Amend :   Im Adventure Aquarium in den USA werden Flu├â┬čpferde gehalten ! Das d├â┬╝rfte ja wohl das Einzige Aquarium der Welt sein,das Flu├â┬čpferde h├â┬Ąlt, mir ist jedenfalls kein zweites bekannt. Ich wei├â┬č nicht, ob die Tiere eine Au├â┬čenanlage haben, so wie ich die Zoos und Aquarien dr├â┬╝ben kenne, f├â┬╝rchte ich das Schlimmste.
(30.09.2008, 13:44)
Michael Amend :   Ger├Ąumige Landfl├Ąchen in der Kronberger Flu├čpferd-Anlage, wo ? Kein deutscher Zoo bietet seinen Flu├čpferden ger├Ąumige Landfl├Ąchen an, wie es eigentlich sein sollte. Von daher gibt es in unserem sch├Ânen Land auch keine gute Flu├čpferdhaltung, sondern nur durchschnittliche, bis schlechte. Recht gebe ich Ihnen,
das die Flu├čpferdanlagen nach dem 2.Weltkrieg wirklich immer kleiner wurden. Und sieht man sich die unglaublich bescheidenen Landteile in den neueren Anlagen Hannover und Berlin(die Anlage im Ruhr-Zoo kenne ich noch nicht)an, so haben sich die Flu├čpferde noch immer nicht in ihren Lebensbedigungen verbessert.Nur f├╝r den Besucher wurden die Anlagen eben optisch reizvoller.
(23.09.2008, 17:25)
IP66 :   Wenn ich mich richtig erinnere, verf├╝gen die kronberger Au├čengehege ├╝ber recht ger├Ąumige Landfl├Ąchen, die zwar im 19. Jahrhundert ├╝blich waren, aber im 20. in den meisten Zoos je sp├Ąter desto kleiner dimensioniert wurden.
(23.09.2008, 11:54)
Michael Amend :   Auseinandersetzung zwischen tana(links)und George, die, wie das jetzige Paar Tana und Max auch, die emiste Zeit ├╝ber getrennt war. Die naturboden-Anlage, wirklich nichts ehr gro├č, kann man nicht fotografieren,d a sie hinter B├╝schen verborgen ist und kaum eisnehbar ist. Sie schlie├čt sich rechts an die Bullenanlage an und ist nicht f├╝r die Kuh nutzbar, da sie durch dei Bullenanlage laufen m├╝├čte.
(23.09.2008, 06:48)
Michael Amend :   Blick ins linke Abteil f├╝r die Kuh Tana. Ganz links ist der stets offene Zugang zum Stall zu sehen.
(23.09.2008, 06:45)
Michael Amend :   Gier wie ge├╝nscht Bilder der Kronberger Hippo-Anlage. Das Gitter auf der Mauerw urde nachd em tod des Bullen George angebarcht, damit die Besucher nicht mehr f├╝ttern k├Ânnen. Es beeintr├Ąchtigte nat├╝rlich ganz erheblich die Einsichtm├Âglichkeiten in die Anlage, die vor ein paar Jahren noch um ein kleines Naturbodenst├╝ck erweitert wurde.
(23.09.2008, 06:44)
Michael Mettler :   Von den nur vier in Kronberg geborenen K├Ąlbern kam lediglich eines im Winter (November) zur Welt (und starb), eines wuchs wie erw├Ąhnt auf, zwei weiteren n├╝tzte auch die Geburt in der warmen Jahresh├Ąlfte nichts: Eins starb genau wie die Wintergeburt nach wenigen Tagen, das andere wurde vom ins Nebenabteil eingedrungenen Bullen get├Âtet. Kronberg hat zwar sehr widerstandsf├Ąhige Hippos, aber fast unglaubliches Pech mit der Zucht und der Vertr├Ąglichkeit der Tiere.

Das "Winterkalb" war ├╝brigens ein ausgesprochenes Inzuchtprodukt: Tana selbst entsprang einer Mutter-Sohn-Verpaarung in Leipzig, und der Vater des Novemberkalbes war ihr eigener Sohn.
(22.09.2008, 23:28)
Hannes L├╝ke :   Hat evtl. jemand Fotos von der Anlage. Ich kann mir das optisch irgendwie nicht vorstellen
(22.09.2008, 22:47)
Michael Amend :   Nachteile hat es insofern gebracht, das wenn K├Ąlber im Herbst oder Winter zur Welt gekommen sind,das diese nicht ├╝berlebt haben. Soweit ichw ei├č, wurd etats├Ąchlich nur ein einziges Kalb gro0gezogen, Tanas Sohn George, der 1996 durch einen Fremdk├Ârper, der ihm von Besuchern ins Maul geworfen wurde, ums Leben kam. Ansonsten sind die Kronberger Hippos unglaublich widerstandsf├Ąhig und waren noch nie krank. Ich denke aber,d as im Zuge des neubaues einer Flu├čpferd-Anlage auch ein neues Huas gebuat wird. Es gibt ja einen Stall,d er jetzt durch die Trennung der Tiere aber nur f├╝r die Kuh Tana nutzbar ist. Die Tiere benutzen diesen aber sowieso so gut wie nie.
(22.09.2008, 19:30)
Hannes L├╝ke :   Wie sind denn die Erfahrungen von Kronberg mit dieser Haltungsmethode? Hat das irgendwelche Nachteile mit sich gebracht bislang?
(22.09.2008, 19:08)
Michael Amend :   Welche deutschen Zoos halten ihre Hippos im Sommer eigenlich nachts drau├čen ? Frankfurt wei├č ich, Hannover glaube ich auch, Berlin und Stuttgart nein, Kronberg h├Ąlt seine konsequent durchgehend seit 50 Jahren ! drau├čen, die waren noch NIE ├╝ber Nacht eingesperrt, Ruhr-Zoo wei├č ich nicht, denke aber,das sie eingesperrt werden, K├Âlnwei├č ich auch nicht.Karlsruhe sperrt sie ,glaube ich, auch ein.
(22.09.2008, 18:04)
Michael Amend :   F├╝r Hippofans:Auf der Homepage des Zoo Ostrava kann man sich das Flu├čpferd-Zuchtbuch 2007 "Downloaden".
(22.09.2008, 06:51)
Michael Mettler :   Trotz mehrerer Anl├Ąufe hatte ich noch nicht das Gl├╝ck, die Wirkung der neuen Panoramascheibe im hannoverschen Hippo-Canyon selbst fotografieren zu k├Ânnen. Entweder war die Scheibe frei, aber kein Flusspferde unmittelbar dahinter, oder es gab etwas zu sehen - n├Ąmlich die R├╝cken von in Doppelreihe gedr├Ąngten Besuchern. Deshalb erlaube ich mir jetzt einfach, das vor dem Zoo aufgestellte Gro├čplakat zur Demonstration des optischen Effektes zu entlehnen...
(15.12.2007, 21:45)
Klaus Sch├╝ling :   Folgendes Buch ist ab sofort ├╝ber den Sch├╝ling Buchkurier erh├Ąltlich:
┬äHaltung, Zucht, Verhalten und Krankheiten der Flusspferde ┬ľ Hippopotamus amphibius Linn├ę, 1758 und Choeropsis liberiensis Morton, 1844┬ô
von Wolfram Bell, 86 Seiten, 16,8 x 23,8 cm, 10 Farbfotos, 1 Farbzeichnung, broschiert, Sch├╝ling Verlag, ISBN 978-3-86523-086-7, 24,80 Euro.

(15.11.2007, 13:41)
Michael Mettler :   @Tina: V├Âllig richtig, nur geben die Jahresberichte usw. dar├╝ber wenig Aufschluss. Ich habe unten gesagt "ich werde das Gef├╝hl nicht los", denn beweisen kann ich es nicht. Aber da sich z.B. in M├╝nchen, Berlin oder Leipzig der entsprechenden Zeitr├Ąume haltungstechnisch nichts bis sehr wenig ver├Ąndert haben d├╝rfte, die Zuchtergebnisse aber nach und nach schlechter wurden (und sich in Berlin und Leipzig nach Einf├╝hrung von "Frischblut" bzw. Neuaufbau schlagartig wieder verbesserten), liegt mein Verdacht nahe.
(22.09.2007, 09:38)
Tina :   Ist denn bekannt, warum die Jungtiere nicht aufgezogen wurden, bzw. fr├╝h verstarben?? Eigentlich m├╝sste er├Ârtert werden, an was jedes einzelne starb, um eine genaue Linie feststellen zu k├Ânnen. Ob sich die Todesursachen h├Ąuften, die auf bauliche Zusammenh├Ąnge schliessen lassen (zuwenig Platz, kein Abtrennen vom Bullen m├Âglich), bzw. erblich bedingt sein k├Ânnen...
(22.09.2007, 09:10)
Carsten Horn :   Flu├čpferd in Emmen geboren am 15. 09. 07, Geschlecht noch nicht bekannt, Mutter Louise...

Der Durchgangsreisende scheint also doch gut zugeschlagen zu haben, g...
(22.09.2007, 00:43)
IP66 :   Ich frage mich nur, ob das budapester Au├čengehege wirklich so alt ist - das Geb├Ąude ist aber in der Tat eine wundervolle Secessions-Moschee!
Leipzig w├Ąre ja noch ein Vorkriegsbau, der allerdings schon stark durch das Substitutionsprinzip gepr├Ągt ist. In Magdeburg scheint mir der Architekt so wenig Zwischenw├Ąnde oder - gitter gewollt zu haben wie m├Âglich, w├Ąhrend es im ersten berliner Nachkriegsbau f├╝r Flu├čpferde doch Absperrabteile gab, ebenso im Altbau in Gelsenkirchen. Die Neubauten mit beschr├Ąnkten Landteile w├Ąren demnach Hannover, Stuttgart und Karlsruhe, wobei die ersteren Bauten architektonisch sehr anspruchsvoll geraten sind. Vielleicht lag darin das Problem: Wenn kein Zoologe die Bed├╝rfnisse der Tiere hinreichend benannte, wurden die Entwerfer durch die M├Âglichkeit, in einem Geb├Ąude ein Gro├čtier mit Wasser und Baustrukturen auszustellen, so mitgerissen, da├č kein Bewegungsraum f├╝r das Tier ├╝brig blieb. Gro├čanlagen sind ja wenig geeignet, ein Tier zu rahmen, Gitter waren, besonders bei Herrn Dittrich, ebenfalls nicht erw├╝nscht, und so blieb nur die M├Âglichkeit f├╝r einen Sockel mit einer lebendigen Flu├čpferdskuptur oder eines spanned in das Geb├Ąude integriertes Beckens.
(21.09.2007, 11:03)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: In Magdeburg gab es eine ganze Reihe von Fr├╝hgeburten. Nach der "baulichen" Theorie m├╝ssten die demnach durch Stress mangels Trennungsm├Âglichkeit ausgel├Âst worden sein.

Zwar habe ich mir noch nie alle Haltungssysteme f├╝r Flusspferde im direkten Vergleich vor Augen gehalten, aber f├╝r die Vorkriegszeit fiel mir schon mal auf, dass zumindest einige Au├čenanlagen ├╝ber deutlich gr├Â├čere Landfl├Ąchen verf├╝gten als modernere Einrichtungen, in denen man die Tiere beinahe wie Robben hielt (viel Wasser, wenig Land) - ├╝brigens m.E. eine analoge Entwicklung zur Eisb├Ąrenhaltung.
(21.09.2007, 09:18)
Oliver Jahn :   @IP 66, auf Ihren Beitrag m├Âchte ich gern noch einmal etwas n├Ąher eingehen, werde das aber unter "historische Anlagen" tun, da es nur bedingt etwas mit Flusspferden zu tun hat und eher eine bauliche Sache ist.
@Michael Mettler, auch wenn ich irgendwann der Ahnenreihe kaum noch folgen konnte, so hatten wir telef. das Thema schon mal angerissen und das sieht wirklich so aus, als ob da was dran w├Ąre. Allerdings habe ich in Budapest trotz des historischen Hauses festgestellt, dass man vor dem Krieg fast sinnvoller f├╝r Flusspferde gebaut hat, als nach dem Krieg. Im historischen Haus auf dem Bild haben die Flusspferde ein l├Ąngliches Wasserbecken, welches auf beiden Schmalseiten jeweils ein Landabteil hat, und das Wasserbecken l├Ąsst sich auch noch in der Mitte teilen. Somit k├Ânnen nach Bedarf Kuh und Kalb vom Bullen separiert werden. Das war z.B. in Halle und in Magdeburg nicht m├Âglich und in Leipzig nur bedingt. Eventuell hatte auch das Einfluss auf die hohe Rate an nicht aufgewachsenen Jungtieren?
(20.09.2007, 21:22)
Oliver Jahn :   Die Budapester leben in einem der sch├Ânsten historischen Dickh├Ąuterh├Ąuser, die ich kenne.
(20.09.2007, 17:28)
IP66 :   @Oliver Jahn: Interessant ist, da├č da, wo f├╝r Dickh├Ąuter gebaut wurde, auch Flu├čpferde auftauchten, n├Ąmlich in Magdeburg. Der Fall der cotbusser Elefanten ist f├╝r mich aber besonders aufschlu├čreich: W├Ąhrend selbst Heidelberg ein Elefantenhaus zuwegebrachte, gab es in den Gro├čzoos der DDR kaum neue Tierh├Ąuser, w├Ąhrend in den Westzoos sowohl in Altanlagen wie K├Âln oder Wuppertal wie auch in Neuanlagen wie Duisburg oder Krefeld gerade f├╝r Dickh├Ąuter aufwendig gebaut wurde. Das hat die Gestalt der Zoos gepr├Ągt, hei├čt aber sicher nicht, da├č die "hausarmen" Zoos uninteressanter gewesen w├Ąren als jene im Westen. Ich frage mich nur, ob das im restlichen Ostblock ├Ąhnlich war - Tschechien hat doch relativ aufwendige Tierh├Ąuser gebaut, und in Polen mu├čte man in den zerst├Ârten Zoos mancher St├Ądte doch bestimmt auch neu bauen. Damit k├Ąmen dann auch die budapester Flu├čpferde zur Geltung - liegen sie in einem alten oder in einem neuen Becken?
(20.09.2007, 10:30)
Michael Mettler :   P.S. zur Erl├Ąuterung: Die von mir verd├Ąchtigte Grete war die Mutter von Tanga (M├╝nchen), Bulette (Berlin), Negus (Magdeburg), Tana (Kronberg, hatte aber vorher schon in Leipzig zwei nicht ├╝berlebende K├Ąlber) und Schwabbel (Leipzig). Au├čerdem somit die Gro├čmutter von Lutz II und Rosa III in M├╝nchen, von Nante und Polly in Berlin und von Berolina (Tochter von Bulette) in Magdeburg.... Das sollte meinen Gedankengang ausreichend erkl├Ąren.

Die Pechserie des Paares Scheeks und Ische II in Halle (10 K├Ąlber, davon nur 2 erfolgreich aufgezogen) war aber wohl "eigenst├Ąndig". Die Herkunft beider kann zwar, da von Ruhe kommend, nur erraten werden (eventuell Rotterdam bzw. Stuttgart), aber die Datenlage l├Ąsst im Moment keinen Verdacht auf Herkunft aus der Dresden-Leipzig-Berlin-Linie zu.
(19.09.2007, 23:35)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Na ja, Zoos wie Z├╝rich oder Hannover hatten auch ohne Thermalquelle gute Zuchterfolge....

Wenn ich mir die z├╝chterischen Pechserien mancher Zoos anschaue (z.B. Leipzig, zeitweise Berlin, M├╝nchen, Magdeburg), werde ich allerdings das Gef├╝hl nicht los, dass da in der ber├╝hmten alten Leipziger Linie ein Erbfehler gesteckt haben k├Ânnte, der mit den ├╝berlebenden Nachzuchten in andere Zoos gebracht wurde. Und in solchen F├Ąllen macht sich Inzucht dann halt doch mal negativ bemerkbar bzw. deckt einen solchen Fehler schonungslos auf. Wie gesagt: Ist nur eine Vermutung. Aber z.B. sind von 11 K├Ąlbern des M├╝nchener Paares Lutz II x Rosa III 8 innerhalb der ersten zwei Wochen gestorben; beide Elterntiere waren Geschwister und Kinder der in Leipzig geborenen Tanga, Rosa III entstand zudem aus der Sohn-Mutter-Verpaarung Lutz II x Tanga.

Leipzig selbst hatte in der Nachkriegszeit mit seiner alten Zuchtlinie (also vor dem Neubeginn mit Akos und Brandy) 24 K├Ąlber, von denen ganze 6 heranwuchsen; davon taten sich der in Leipzig verbliebene Schwabbel, der sp├Ątere Magdeburger Negus und die sp├Ątere Kronbergerin Tana auch nicht gerade als Eltern vitaler Jungtiere hervor. Und Berlin hatte eine Pechstr├Ąhne, als mit Nante und Polly eine ├Ąhnliche Konstellation wie die M├╝nchener entstand: Beide waren Kinder der in Leipzig geborenen Bulette und Polly zudem gleichzeitig Nantes Schwester und Tochter. Ergebnis: 5 gemeinsame K├Ąlber, keines aufgewachsen.

Man m├╝sste die Theorie noch mal ganz gezielt durchleuchten, aber der gemeinsame Nenner aller dieser Probleme scheint mir die Ex-Leipzigerin Grete zu sein - und die wurde in Dresden von einem Wildfangpaar aus Tansania (Wakene und Wally) geboren, das ebenfalls diverse nicht aufgezogene Jungtiere zu verbuchen hatte. Falls denn wirklich ein Erbfehler im Spiel gewesen sein sollte, wurde er also eventuell schon aus der Wildbahn "eingeschleppt".
(19.09.2007, 23:04)
Oliver Jahn :   Gibts eine H├Âchstgr├Â├če der datei?
(19.09.2007, 22:43)
Oliver Jahn :   Ich wollte mal die neue Bildfunktion testen. Die Budapester Flusspferde.
(19.09.2007, 22:38)
Oliver Jahn :   Drei, oder? Breslau, Posen und K├Ânigsberg.
(19.09.2007, 22:07)
Carsten Horn :   Waren nicht im Tierpark Berlin Flu├čpferde zumindest in der Planung?

Kriegsbedingt sind 1945 auch noch zwei Halter verloren gegangen nach der neuen Grenzziehung...
(19.09.2007, 21:47)
Oliver Jahn :   Nun ja, wenn ich so nachdenke, es stimmt schon, bis auf Magdeburg hat kein einziger Zoo der DDR sich f├╝r Flusspferde interesiert. Lediglich von den drei historischen Zoos sind zwei als Flusspferdhalter geblieben. Davon allerdings hatte Halle nun keine wirklich gute Flusspferdhaltung und auch die Leipziger Anlage war etwas in die Jahre gekommen. Auf der anderen Seite aber hatte ja die ganze DDR nur 9 Gro├čzoos. Darunter Themen-Zoos wie Rostock, in dessen nordische Tierwelt Flusspferde nicht passten (Elefanten waren da eben noch eher ein MUSS)und Zoos wie Cottbus, in denen es nicht mal ein Haus f├╝r die Elefanten gab. Und dann gab es eben noch 3 Flusspferdhalter, von 9!! Prozentual ist das gar nicht mal so wenig.
In diesem Zusammenhang fand ich noch erw├Ąhnenswert, dass die Flusspferde in Budapest sehr gute Zuchterfolge hatten, ├╝ber viele Jahre. Der Zoo begr├╝ndet das damit, dass ihre Becken mit dem Wasser einer ungarischen Thermalquelle gespeist werden, welches den Tieren wohl sau gut bekommen soll.
(19.09.2007, 20:49)
Carsten Horn :   Ich vermute mal, die Flu├čpferdhaltung d├╝rfte deutlich teuerer sein als die von Nash├Ârnern oder Tapieren aufgrund der Wasserkosten sowie ggf. der Beheizung der Wasserbecken...

Und die Verkaufschancen des Nachwuchses d├╝rften auch deutlich gesunken sein, also keine zus├Ątzlichen Eink├╝nfte aus der Haltung...

Vielleicht auch Gr├╝nde, im Entscheidungsfall die Haltung aufzugeben...
(19.09.2007, 11:27)
IP66 :   Interessnt finde ich trotzdem, da├č in der DDR kein einziger Neubau f├╝r Flu├čpferde entstand, w├Ąhrend die Bundesrepublik doch eine ganze Reihe von Neubauten aufweisen konnte, von Gro├čbauten wie Berlin oder Stuttgart ├╝ber kombinierte Dickh├Ąuterh├Ąuser wie in Karlsruhe bis zudem Schuppen in Kronberg - zumindest den h├Ątte ein FDJ-Einsatz ja auch zustandebringen k├Ânnen.
Richtig ist aber, da├č die Tendenz, bei Neubauten von Dickh├Ąuterh├Ąusern auf Flu├čpferde zu verzichten oder sie bei Rationalisierungen aufzugeben, recht gro├č war - obgleich es sich ja um Publikumslieblinge gehandelt hat und auch heute noch handelt.
(19.09.2007, 10:41)
WolfDrei :   @Herr Mettler: Das Flusspferdhaus lag direkt am Elefantenhaus-gegen├╝ber waren (sind) die Pferdantilopenanlagen.
(18.09.2007, 20:37)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Willkommen zur├╝ck!!

Frage an die Tschechien-Kenner: Wo waren fr├╝her in Dvur Kralove die Flusspferde untergebracht - ich nehme an, das Haus existiert nicht mehr? Sehr schade, dass ausgerechnet ein Zoo mit so viel Platz und einer Spezialisierung auf afrikanische Gro├čtiere die Haltung aufgegeben hat.
(18.09.2007, 19:28)
Oliver Jahn :   erst einmal m├Âchte ich mich ganz kurz wieder zur├╝ck melden. Und zum Thema an IP66, Halle hatte die Flusspferde im Anthropoidenhaus von 1904. Der Umbau zum Flusspferdhaus erfolgte 1920.
Zu den neueren Dickh├Ąuterh├Ąusern der ehemaligen DDR w├╝rde ich (wenn auch nur f├╝r Elefanten)auch noch das Haus in Rostock z├Ąhlen. Letztlich aber sind die historischen Flusspferdhaltungen oft weitergef├╝hrt, neue Halter sind in Ost und West nur wenige hinzugekommen. Sicher liegt das an der bereits schon erw├Ąhnten Kostenfrage, in Ost und West.
(18.09.2007, 19:01)
Uakari :   Vor allem der Zustand besser Stillstand des Karlsruher Zoos
wird kritisch betrachtet, darunter leiden die anderen erw├Ąhnten Zoos zum Gl├╝ck nicht.
(15.09.2007, 13:16)
IP66 :   Meine Einordnung bezog sich auf den Zustand vor dem Umbau. Ganz verstehen kann ich nicht, weshalb die karlruher Bauten in Vergleich mit ihren Parallelen in Stuttgart, Wuppertal oder M├╝nster so kritisch beurteilt werden.
(14.09.2007, 10:43)
Carsten Horn :   Wobei das Dickh├Ąuterhaus in Karlsruhe ja in den 80er Jahren schon einen gro├čen Umbau hinter sich hat, nachdem der Elefant die Flu├čpferde "gekocht" hat, urspr├╝nglich waren die Flu├čpferde neben den Elefanten untergebracht...
(13.09.2007, 20:48)
Uakari :   Alles in allem sind die Karlsruher Affenh├Ąuser, das Dick├Ąuterhaus, die L├Âwenanlage, die relativ kleine Giraffenaussenanlage eher Paradebeispiele f├╝r verungl├╝ckte Zooarchitektur.
(13.09.2007, 19:43)
IP66 :   Das Giraffenhaus ist durchaus auf der H├Âhe der Zeit, das Elefantenhaus wirkte sicher neben Erfurt oder Basel etwas unambitioniert, ich w├╝rde es aber nicht einmal provinziell nennen.
(13.09.2007, 19:28)
Uakari :   Dann muss in Karlsruhe aber ein wenig talentierter Architekt zu Gange gewesen sein.
(13.09.2007, 13:50)
IP66 :   Wie sahen die Bauten denn in Halle aus? Karlruhe habe ich deshalb als Beispiel gew├Ąhlt, weil hier ein mittelgro├čer Zoo wegen einer Bundesgartenschau in kurzer Zeit neu gebaut wurde.
(13.09.2007, 10:37)
Uakari :   Krefeld, Erfurt, Berlin hatten zumindest Zwergflusspferde.
Die tierg├Ąrtnerischen Anlagen von Karlsruhe als repr├Ąsentativ zu bezeichnen ist aber schon etwas abenteuerlich.
(12.09.2007, 17:30)
IP66 :   Ich versuche einmal, zu differenzieren: In Leipzig gab es ein ├╝berliefertes Dickh├Ąuterhaus mit Flu├čpferdabteil, da├č bis 1989 beibehalten wurde - also eine K├Âln vergleichbare Situation. Friedrichsfelde hat sein Haus kurz vor Toresschlu├č fertigstellen k├Ânnen, aber ohne Flu├čpferde - wollte man da extra bauen oder nimmt das Entwicklungen vorweg, wie sie sich in M├╝nster, M├╝nchen, Leipzig vollzogen haben? Interessant ist aber, da├č man im gro├čen neuen Zoo der DDR, n├Ąmlich in Friedrichsfelde, lange Zeit kein entsprechendes Dickh├Ąuterhaus gebaut hat, w├Ąhrend in repr├Ąsentativen Nebauanlagen im Westen - M├╝nster, Stuttgart, Karlsruhe - solche H├Ąuser errichtet wurden. Magdeburg dagegen hat mit seinem Dickh├Ąuterhaus das erste gro├če neue Tierhaus der DDR er├Âffnet und gleichzeitig einen wichtigen Schritt in Richtung Gro├čzoo getan - das w├╝rde ich mit dem Haus in Krefeld vergleichen, in dem es allerdings keine Flu├čpferde gab, und mit dem kleinen Nachkriegsbau in Heidelberg, der sich allerdings vom architektonischen Anspruch mit dem magdeburger Bau nicht vergleichen l├Ą├čt. Dresden stand nach dem Krieg wohl ohne Flu├čpferbleibe da und hatte doch auch kein richtiges Dickh├Ąuterhaus, sondern nur den Bau f├╝r Elefanten? Erfurt, einer der neuen Zoos der DDR, hat dagegen ein Elefantenhaus nach westberliner Muster gebaut (wenn auch architektonisch ungleich qualit├Ątvoller), allerdings, anders als dort, erst nach der Wende ein eigenes Nashornhaus und ├╝berhaupt kein Flu├čpferdhaus. In Halle kenne ich die Situation nur schlecht und wei├č nicht, ob das Flu├čpferd-Kleins├Ąugerhaus, das ich nie richtig kennengelernt habe, zum ├╝berlieferten Bestand geh├Ârte.
Einmal f├Ąllt auf, da├č der repr├Ąsentative Gro├čzoo der "Hauptstadt" mit erheblich weniger Tierh├Ąusern auskommen mu├čte als die Beubauten in der Bundesrepublik und da├č mehr Altbauten weitergenutzt wurden. Zum zweiten, und das finde ich in der Tat interessant, haben sich aber auch zwei Zoos durch Dickh├Ąuterneubauten profiliert.
(12.09.2007, 11:39)
Uakari :   Das nicht nur ostdeutsche Haltungen beendet wurden, sondern jede zweite in Europa, hab ich ja selber hinreichend betont. Aber der These DDR-Zoos
h├Ątten kaum Dickh├Ąuterh├Ąuser gehabt,
musste leider widersprochen werden,
denn da existierte nunmal kein Ost-West-Unterschied. Und im Mangel an Hippos gibt es heute auch keinen.
(11.09.2007, 23:50)
th.oma.s :   der neubau unterblieb aus den ddr-typischen kapazt├Ątsgr├╝nden in anbetracht der ufwendigen haltung. interessant ist, dass in den sechziger jahren eine fertigteilhalle zur flusspferdhalle vorgesehen war die dann aber als vereinsgeb├Ąude der dsc-ruderer
in dd- laubegast an die elbe gestellt wurde (habe ich so geh├Ârt).
(11.09.2007, 21:43)
Michael Mettler :   @Uakari: Wende hin oder her, nicht nur ostdeutsche Haltungen wurden beendet - siehe M├╝nchen oder M├╝nster, in Nachbarl├Ąndern auch Z├╝rich oder Rotterdam.

@IP66: Laut Schilderungen war der Dresdener Flusspferd-Anbau am Aquarium zerbombt und seine Bewohner s├Ąmtlich tot. Warum hinterher kein Neustart gemacht wurde, wei├č ich allerdings auch nicht.
(11.09.2007, 13:54)
Uakari :   Jedenfalls sind die ostdeutschen Hippos erst nach der Wende auf der Strecke geblieben. Abgesehen davon das die DDR weniger grosse Zoos als die BRD hatte, waren/sind Dick├Ąuterh├Ąuser in Leipzig, Berlin, Magdeburg, Dresden, Erfurt. Halle hatte beide Flusspferde, Elefanten und Nash├Ârner.
Also in den DDR-Grosszoos waren Dickh├Ąuter und deren H├Ąuser fl├Ąchendeckend vertreten, keineswegs weniger als im deutschen Ausland.
(11.09.2007, 12:50)
IP66 :   Ich w├╝rde es so formulieren, da├č es in der DDR sehr viele Zooneugr├╝ndungen gab, die auch recht bald recht gut ausgestattet waren, da├č aber doch die Zahl der Gro├čbauten sehr ├╝berschaubar geblieben ist, und dabei die besonders aufwendigen Flu├čpferde halt auf der Strecke geblieben sind. Weshalb hat man denn die Haltung in Dresden aufgegeben? War das Haus zu stark zerst├Ârt?
(11.09.2007, 12:19)
Uakari :   Die Einsch├Ątzung mit den Dickh├Ąuterh├Ąusern in der DDR w├╝rd ich so nicht teilen. Und weil gerade Karlsruhe angesprochen wurde, dort herrscht ja nun seit Jahren Stillstand.
Da muss ich mich als Ossi ja schon
fast daf├╝r entschuldigen, das wir den Westen scheinbar so ruiniert haben.
(10.09.2007, 14:16)
Carsten Horn :   Dresden k├Ânnte man evtl. noch dazu nehmen, die Haltung sowohl im Zoo wie auch bei Sarrasani wurde allerdings im II. Weltkrieg beendet.

F├╝r so gering w├╝rde ich die Flu├čpferddichte aber gar nicht halten, wenn man bedenkt da├č die DDR auch deutlich kleiner als die damalige BRD war...

F├╝r den Tierpark Berlin kam ja leider die Wende zu fr├╝h, g...
(10.09.2007, 12:47)
IP66 :   Was den Herrschaftsbereich des Ampelm├Ąnnchens angeht, so stellte der aber doch nie einen sehr dicht bev├Âlkerten Flu├čpferdbiotop vor - ich erinnrere mich an Haltungen in Halle, Magdeburg und Leipzig, wobei nur die magdeburger einem Neubau zu danken war. Ich w├╝rde sogar die These wagen, da├č der Mangel an gro├čen begehbaren Tierhausneubauten in der DDR den jetzigen Zustand bewirkt hat, da die vielen neuen Zoogr├╝ndungen ohne die Dickh├Ąuterh├Ąuser auskommen mu├čten, die selbst kleinere bundesdeutsche Anlagen wir Karlsruhe erhielten.
(10.09.2007, 11:37)
Carsten Horn :   Nicht nur Bayern ist flu├čpferdlos, auch in der gesamten "SBZ" gibt es keine Gro├čflu├čpferde mehr...
(08.09.2007, 18:16)
Marco Smeets :   z.B. hier: http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/19393309

Von Freilassung und "Dschungel" kann nach dem Bericht aber keine Rede sein. Klingt f├╝r mich nach "Wir sollten die Tiere bald abschie├čen, sonst werden sie zur Gefahr."
(08.09.2007, 12:03)
Sebbu :   passt nicht 100% auf das Thema Flusspferdhaltung in Deutschl., aber auf das Thema Flusspferde im Allgemeinen.

Ich bin sicher, gelesen zu haben (finde aber die Quelle nicht mehr), dass der inzwischen get├Âtete kolumbianische Drogenboss Pablo Escobar einen Privatzoo unterhielt. Besatz: u.a. Flusspferde. Als der Privatzoo verwaiste, wurde die Tiere in den Dschungel getrieben und sollen dort in S├╝damerika als kleine Kolonie interessanterweise gut gedeihen. Klimatisch ist ja auch kein riesiger Unterschied sp├╝rbar.
Wei├č jemand von dieser kol. Flusspferdpopulation Genaueres?
(08.09.2007, 10:14)
Uakari :   Na so gross ist die Neubauwelle in Bezug auf Flusspferdhaltungen nun auch wieder nicht, da findet schon eher eine Abschaffungswelle statt, und zwar beide Arten betreffend. Bayern ist derzeit ganz flusspferdlos.
(08.09.2007, 00:37)
Michael Mettler :   Ich habe gerade eine merkw├╝rdige Entdeckung gemacht, und zwar in einem antiquarisch erworbenen "Zoologischen Garten" (Bd. 18, Heft 3/4 von 1951). Darin fand ich einen kurzen Jahresbericht des Berliner Zoos f├╝r 1943 (!), in dem sehr detalliert die Nachzuchten des Zoos angef├╝hrt werden. Aber interessanterweise wird der 1943 geborene und sp├Ąter ber├╝hmt gewordene Flusspferdbulle Knautschke mit keinem Wort erw├Ąhnt, nicht mal die Art Flusspferd als solche (die Geburt eines Zwergflusspferdes bekam dagegen einen eigenen Absatz).

Der Bericht endet ├╝brigens mit den S├Ątzen: "Am 22. und 23.XI.1943 hatte der Garten schwer unter Fliegerangriffen zu leiden, bei denen Tier- und Geb├Ąudesch├Ąden eintraten. Au├čer dem schweren Verluste von 7 Elefanten, einem afrikanischen Nashorn und den meisten Gro├čkatzen waren die Sch├Ąden an Gro├čtieren aber gering."
(07.09.2007, 22:43)
Carsten Horn :   Letzen Montag ist in Emmen ein kleines Flu├čpferd geboren, welches leider am Mittwoch gestorben ist...
(07.09.2007, 20:21)
Tina :   @ Uakari: In Kharkov funktioniert das Vater-Sohn-Verh├Ąltnis, weil keine Kuh dabei ist und daher keine Konkurrenz n├Âtig ist. W├╝rde ein Weibchen dazu kommen, w├╝rde es auch dort zu Rangk├Ąmpfen kommen.
Es gibt reine Bullengruppen, zumindest aus dem Animal Kingdom ist mir dies bekannt
(25.08.2007, 21:53)
IP66 :   Wir erleben, wie mir scheint, bei den Flu├čpferden eine der Elefantenhaltung vergleichbare Entwicklung: Da man von der g├Ąngigen Paarhaltung abkommen m├Âchte und sich auch von den klassischen Ausstellungsarchitekturen verabschieden m├Âchte, entsteht ein Neubaubedarf, der viel Gel├Ąnde kostet, und zugleich ein Geburten├╝berschu├č, der trotz der vergr├Â├čerten Herden nicht aufgefangen werden kann. Gleichzeitig entwickelt sich auf die Halter, die an den ├╝berlieferten Systemen festhalten, ein ganz erheblicher Druck, die Haltung umzugestalten oder aufzugeben, obgleich die dortigen Planstellen dringend gebraucht werden. Ausgangspunkt der Bewegung war wohl das j├╝ngeste Flu├čpferdhaus in Berlin. Der Unterschied zur Elefantenhaltung liegt wohl darin, da├č in den traditionellen Haltungen kaum Jungtiere geboren wurden, w├Ąhrend sich bei Flu├čpferden schon in der Zwischenkriegszeit ein ├ťberschu├č angebahnt hat. Insofern f├Ąllt der moralische Druck, durch Neubauten Nachzuchten generieren zu m├╝ssen, eigentlich weg. Interessant ist, da├č trotzdem eine gro├če Neubauwelle ├╝ber das Land schwappt.
(25.08.2007, 17:32)
Michael Mettler :   M├Âglicherweise g├Ąbe es bei der Eingliederung ├Ąlterer Bullen (z.B. verwitweter alter Tiere) gro├če Probleme, w├Ąhrend Jungbullen untereinander oder die genannte Vater-Sohn-Kombination "gef├╝hlt" machbarer erscheinen. Derlei ist ja von Tierart zu Tierart verschieden. W├Ąhrend sich z.B. bei der Impala entmachtete Revierb├Âcke ungeachtet ihres Alters wieder einer Junggesellengruppe anschlie├čen, werden entmachtete Herdenbullen bei der Pferdeantilope zu Einzelg├Ąngern (w├Ąhrend Jungbullen bis zur ├ťbernahme einer eigenen Herde in Junggesellengruppen leben). Falls der Unterschied zwischen den beiden Arten darin liegt, dass adulte Pferdeantilopenbullen dank geringeren Feinddrucks nicht unbedingt auf den Schutz einer Herde angewiesen sind, lie├če der Umkehrschluss f├╝r die Vergesellschaftung alter Flusspferdbullen nichts Gutes erwarten...
(25.08.2007, 15:26)
Uakari :   Einen Versuch w├Ąre es wohl wert, aber ich bef├╝rchte da ein Scheitern. Evtl. kastrierte Tiere, aber das w├Ąre ja auch wenig sinnvoll. Junggesellengruppen in dem Sinne gibt es ja auch in Afrika nicht.
Ein interessanter Hinweis mit Kharkov,
offenbar ordnet sich da eines der Tiere(noch)brav unter.
(25.08.2007, 03:40)
Carsten Horn :   Vielleicht sollte auch mal einfach versucht werden, reine Bullengruppen zu halten, falls das funktioniert, h├Ątte man die M├Âglichkeit nat├╝rlicher Verh├╝tung und ganz andere M├Âglichkeiten...

Mir ist eigentlich nur die Haltung in Kharkov bekannt, wo Vater und Sohn ohne Kuh recht harmonisch zusammenleben...
(25.08.2007, 01:15)
Uakari :   Man muss derzeit schon froh sein, wenn Frankfurt als Zoo erhalten bleibt. Von mir aus kann jeder Zoo der Welt Flusspferde halten. Da Frankfurt/Kronberg
├Ąhnlich Berlin eine "Zooregion" bilden, w├Ąre die Erg├Ąnzung nur sinnvoll: Gruppe Flusspferde in Kronberg, wom├Âglich Zwergflusspferde in Frankfurt.
Die lobenswerte Hallenser Gemeinschatfshaltung mit Mangaben k├Ânnte zB. noch ├Âfters kopiert werden.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich w├╝nsche Maikel keineswegs ein fr├╝hes Ableben und auch keinen Ringkampf. Das Maikel und Max Vater und Sohn sind haben beide wahrscheinlich vergessen. Das die derzeitigen Hippos dieser Region alle vereinigt werden, ist unm├Âglich und wird von mir auch nicht gefordert. Ausserdem soll es immer noch bullenlose Haltungen geben...
Die Frage der Vertr├Ąglichkeit kastrierter bzw. sterilisierter Bullen intressiert mich auch brennend, dazu wird aber sicher nichts bekannt sein, die Haltung erfolgte ├╝blicherweise ja als Zuchtpaar. Kopenhagen wird seinen anfallenden Hipponachwuchs vermutlich verf├╝ttern.

(25.08.2007, 00:09)
Michael Mettler :   Gibt es eigentlich au├čerhalb von Emmen schon Erfahrungen mit der Kastration von Flusspferdbullen? Oder steht der Beweis noch aus, dass sich auch ein in fortgeschrittenem Alter kastrierter Bulle zu einem frommen Herdenmitl├Ąufer entwickelt? Die Emmener Bullen waren m.W. noch jung beim Eingriff und damit vielleicht kein Ma├čstab.

Zudem w├Ąre ja auch Sterilisation statt Kastration des Bullen eine M├Âglichkeit, unerw├╝nschten Nachwuchs zu verhindern. Oder scheut man das Risiko, dass nach einem solchen Eingriff "zusammenw├Ąchst, was zusammengeh├Ârt"...? Ist ja bei anderen Tieren schon vorgekommen (m.W. bei K├Âlner Pavianen).
(24.08.2007, 23:50)
Carsten Horn :   Wollte Frankfurt nicht schon mal die Flu├čpferdhaltung aufgeben und selbiges ist von der Stadt untersagt worden?

Maikel in Frankfurt ist 32, hoffen wir mal das ihm noch viele Jahre beschieden sind, Max in Kronberg wird dieses Jahr noch 12...

Und die Hoffnung, da├č sich zwei Bullen vertragen, w├╝rde ich nicht haben, auch wenn es sich um Vater und Sohn handelt (siehe Knautschke und Nante in Berlin). Auch w├Ąre es wohl nicht unbedingt w├╝nschenswert, wenn Max dann seine Mutter Petra bespringt, falls es zu einer Zusammenlegung in einem Zoo kommen sollte...
(24.08.2007, 23:40)
Uakari :   Das Konzept Kronberg bezog sich auf die Zukunft, und ich nehme an, das die Planungen auch so verlaufen. Im engen Frankfurter Zoo wird man bestimmt nicht am Flusspferd festhalten.
Beide Zoos erg├Ąnzen sich ja sichtlich mehr und mehr, was vollkommen richtig ist. Das ewige Leben haben selbst Hippos nicht gepachtet, also k├Ânnte es sein, das bis zum etwaigen Neubau nur noch ein Bulle vorhanden ist. Ansonsten wird es freilich schwierig.
Das im geliebten Zoo Kopenhagen ein neues Flusspferdhaus baut, vermerke ich ausgesprochen positiv !!!, zumal dort mit Bullenhaltung geplant wird.

(24.08.2007, 22:34)
Michael Mettler :   @Tina: Ich denke, dass Hannover mit mehreren K├Ąlbern zu gleicher Zeit ein Platzproblem bekommen w├╝rde - und zwar nicht erst, wenn sie halbw├╝chsig w├Ąren. Ein Grund mehr f├╝r mich, die Version mit dem Einzelkalb zu glauben. Zudem w├Ąre ansonsten neben den Fehlversuchen mit Kiboko und Habari genug Zeit gewesen, Maikel auch mit den j├╝ngsten K├╝hen Cherry und Himba zu verpaaren, die daf├╝r bereits alt genug waren. Denn auch bei Viktoria wusste man ja lange Zeit nicht, ob sie ├╝berhaupt tr├Ąchtig war. Die sechste Kuh, Zora, stand aus Altersgr├╝nden gar nicht erst zur Debatte.

Das Emmener Konzept scheint ja zu beinhalten, die Gruppe nach Anwachsen durch Abgabe einer Teilgruppe (nicht durch Einzelabgabe) wieder auf das Ausgangslevel zu bringen. Da macht dann das "Ansetzen" mehrerer K├Ąlber gleichzeitig nat├╝rlich Sinn. So sollte der Pariser Bulle m.W. in Emmen f├╝r Nachwuchs sorgen und dann sp├Ąter zusammen mit zwei K├╝hen nach Kopenhagen gehen, um die dortige neue Anlage zu besetzen.
(24.08.2007, 19:44)
Tina :   @Michael Mettler: Hab nochmals in meinen Unterlagen gegraben. Vielleicht hat sich bei mir alles gedanklich etwas vermischt... bei Emmen war von mehreren erw├╝nschten Jungtieren die Rede. Bei Hannover stand nur Nachwuchs (ohne Mengenangabe).
@Uakari: Kronberg und Frankfurt zusammenlegen sch├Ân und gut... dann w├Ąren es aber zwei Bullen. Und dann??
Dann w├Ąre es wieder die unerw├╝nschte "Getrennthaltung" oder wie soll man sich das sonst vorstellen??
(24.08.2007, 18:34)
Uakari :   Ich k├Ânnte mir im grossen Wassergraben der M├╝nsteraner Afrikanalage auch sehr gut Flusspferde vorstellen, fehlt "nur" noch das Haus.
Wie sch├Ân w├Ąre es gewesen, wenn die ZooSoap aus M├╝nster gekoppelt gewesen w├Ąre mit der Suche nach Sponsoren f├╝r einen derartigen Bau.
Bei soviel Aufmerksamkeit wie sie die Zoosendungen derzeit auf die Zoos lenken, werden meiner Meinung nach im Moment Chancen vertan.
Also ran an die Tasten und Emails an die Fernsehredakteuere und Zoodirektoren schicken !!!
Der WDR k├Ânnte ein Maskottchen mit grosser Klappe auch gut vertragen,
warum nicht ein Hippo?, da muss doch was gehn !
(24.08.2007, 14:26)
Michael Mettler :   @Tina: Vielleicht war ja deine Informationsquelle korrekter als meine...? Auch ich kann nur wiedergeben, was ich geh├Ârt und gelesen habe, und da war immer nur von einem "Wunschkalb" die Rede. Aber vielleicht war das ja nur die offizielle Version? Gerade WEGEN der Absatzschwierigkeiten kann ich mir allerdings nur schlecht vorstellen, dass man sich ├╝ber mehr als ein Kalb wirklich gefreut h├Ątte...
(23.08.2007, 23:12)
Uakari :   Das beste w├Ąre wenn Kronberg sein neues Fluspferdhaus baut, Frankfurt die Haltung beendet, und statt 2 und 2
Tiere wie derzeit, in dieser Region
an einem Standort eine 4-5 Tiere leben.
(23.08.2007, 22:42)
Tina :   Entschuldigung, aber meiner Information nach war mehr als ein Jungtier geplant. Wenn dies eine Fehlinformation war, tut es mir leid.
Trotz allem bleibt der Tatbestand relevant, dass nicht Bulle + Kuh = Baby bedeutet. Mit Sicherheit gibt es viele erfolgreiche Gegenbeispiele und ich freue mich ├╝ber jedes einzelne. Ich wollte damit sagen, man darf es nicht als Voraussetzung sehen, dass sich die Tiere verstehen, sondern der Grundgedanke sollte heissen "wir versuchen es und freuen uns, wenn es dann klappt".
Dass es fr├╝her mit Berlin/Leipzig ├Ąusserst erfolgreich verlief ist mir bekannt, demnach verstanden sich die Tiere und man war zum damaligen Zeitpunkt richtig froh, dass man damit den aktuellen Tierbestand auff├╝llen konnte.
Ob es nicht besser f├╝r Kronberg w├Ąre, den Bullen auszutauschen, sollte sich mal ├╝berlegt werden. Tana sollte aufgrund ihres Alters das Heimrecht gew├Ąhrt werden. Auch in Berlin war lange Zeit Polly als Unfriedenfaktor mittendrin und jetzt, da sie abgegeben wurde, funktioniert es mit der Gruppe wieder recht gut. Pfleger Fritzmann sagte, sie sind zwar keine dicken Freunde, aber sie akzeptieren sich.
(23.08.2007, 22:33)
Michael Mettler :   @Tina: In Hannover war nur EIN Flusspferdkalb geplant. Allerdings kam es erst mit der dritten Kuh zur gew├╝nschten Tr├Ąchtigkeit, denn vor Viktoria hatte der Leihbulle Maikel bereits friedliche, aber erfolglose Tete-a-tetes mit den ihm nacheinander einzeln zugef├╝hrten K├╝hen Kiboko und Habari. Die erste Begegnung von Maikel und Kiboko wurde damals in einer TV-Doku gezeigt.

F├╝r den Emmener Vorfall w├Ąre es interessant zu wissen, ob der Bulle - im Gegensatz zu Hannover - mit mehreren oder gar allen K├╝hen gleichzeitig zusammengebracht wurde. Denn es gibt ja auch diverse Gegenbeispiele von Erstkontakten, die ohne gr├Â├čeres "Abtasten" gleich in die achtmonatige Tragzeit m├╝ndeten; allerdings trafen die Bullen dabei m.W. immer auf eine einzelne Kuh. Wer dabei das "Heimspiel" hatte, scheint weniger wichtig gewesen zu sein; in der schon erw├Ąhnten Nachkriegszeit wurden dem Berliner Bullen Knautschke die K├╝he ins Haus gebracht, w├Ąhrend der in Ruhe-Besitz befindliche Bulle Otto/Nauke mehrere Jahre lang auf "Deck-Tournee" war (Hannover, Gelsenkirchen, Wuppertal, K├Âln).

Andererseits ist nicht mal ein langj├Ąhriges Kennen eine Garantie f├╝r Vertr├Ąglichkeit, wie das Beispiel des wegen Unvertr├Ąglichkeit dauerhaft getrennt gehaltenen Kronberger Paares zeigt.
(23.08.2007, 21:58)
Uakari :   Das hab ich auch geh├Ârt, das Hannover mehr als ein Jungtier wollte. Man stelle sich vor es w├Ąren da noch weitere M├Ąnnchen geboren wurden.
Aber wahrscheinlich waren f├╝r diesen
Fall die Flugkarten nach Afrika
schon gebucht.
(23.08.2007, 21:47)
Tina :   Dass die Wirklichkeit nicht der Theorie entspricht belegen die j├╝ngsten Eins├Ątze von Leihbullen.
Wer sagt denn, dass sich der Bulle auf Anhieb mit den K├╝hen versteht?? Nur weil schlaue Leute ihre Planungen durchbringen wollen, heisst das noch lange nicht, dass die Tiere "mitspielen"...
Hannover wollte angeblich mehr als ein Jungtier, aber nur mit Victoria hat dies geklappt.
Die T├Âtung des Emmener Bullen zeigt, dass es auch hier keineswegs selbstverst├Ąndlich ist, dass er eingesetzt wird und ein paar Jungtiere zeugt. Man muss da wohl etwas sensibler vorgehen und die Paarung nicht mit dem Terminbuch planen, sondern mehr auf die Tiergruppe selbst eingehen und behutsamer mit der Zusammenf├╝hrung vorgehen...
Man kann bei Flusspferden keine Jungtiere "auf Bestellung" vorsehen, sondern muss die Zeit f├╝r sich arbeiten lassen...
(23.08.2007, 21:35)
Uakari :   Ich spreche mich trotzdem nocheinmal ganz entschieden gegen bullenlose Haltung aus und die Praxis Leihbullen zu Zuchtzwecken einzusetzen. Das war nach dem Krieg n├Âtig und ist heute ein ├╝berfl├╝ssiges Unterfangen. Wie wir wissen gibt es mehr als genug Nachzuchtbullen. Die Geburtenreglung sollte deshalb anders gel├Âst werden.
Die dankenswerterweise von Ihnen aufgef├╝hrten Haltungen sind in der Zoowelt sicher keine Ruhmesbl├Ątter, da wird die Flusspferdeinzelhatung nicht der einzige Mangel sein.
Einzelhaltung bei auslaufenden Haltungen ist nat├╝rlich verst├Ąndlich und bedauerlich zu gleich.
(23.08.2007, 21:26)
Michael Mettler :   Laut ESB-Bestand per 31.12.2006 gab es in Europa zu diesem Zeitpunkt acht definitive Einzelhaltungen. Davon hatten mindestens vier fr├╝her mehr als ein Tier bzw. haben gez├╝chtet: Almaty (1,0), Amsterdam (0,1), Tbilisi/Georgien (1,0) und Warschau (0,1). Sieht dort also ein wenig nach Auslaufenlassen aus.

Die vier anderen sind Falconara/Italien (0,1), Jerusalem (0,1), Kazan (0,1) und das schon erw├Ąhnte Pecs (1,0, lebt anscheinend bereits seit 1994 allein dort).

F├╝r f├╝nf weitere Haltungen sind zwar ebenfalls nur Einzeltiere aufgef├╝hrt, doch antworteten diese nicht auf Anfragen bzw. waren gar nicht erst zu kontaktieren, und die Angaben k├Ânnen folglich ungenau bzw. unaktuell sein (Tier gestorben, abgegeben oder mehr als eins vorhanden). Das w├Ąren dann noch Arcachon/Frankreich (1,0), Ekaterinenburg (1,0), Mallorca (0,1), Maubeuge (0,1, haben aber fr├╝her gez├╝chtet) und Pombia/Italien (1,0).
(23.08.2007, 20:00)
Michael Mettler :   Dass Emmen in Bezug auf Geburtenkontrolle eine sinnvolle L├Âsung gefunden haben soll, ist eigentlich das Produkt einer Notsituation. So weit mir bekannt ist, verfolgte Emmen urspr├╝nglich das gleiche Konzept wie Hannover (bzw. sogar schon vorher), mit bullenloser Haltung und gelegentlichem Leihbullen. Nur hat ein daraus entstandener, fr├╝hreifer Jungbulle das Konzept durchkreuzt und ungeplant mehrere K├╝he erfolgreich gedeckt, und der m├Ąnnliche Nachwuchs stie├č auf die bekannten Abgabeprobleme. Das war m.W. der Anlass f├╝r die Kastration. Ob man dar├╝ber in Emmen gl├╝cklich ist, w├Ąre eine interessante Frage.

Emmen belegt ├╝brigens auch, dass die Umsiedelung eines erwachsenen Bullen zu fremden Artgenossen letztlich ein Risiko bedeutet, ob er nun als Leihbulle kommt oder f├╝r eine dauerhafte Unterbringung, denn der aus Paris geholte Bulle soll schon nach wenigen Tagen an den Verletzungen gestorben sein, die ihm die Emmener K├╝he zugef├╝gt hatten. (Gab es bei K├╝hen untereinander auch schon, z.B. vor Jahrzehnten in Leipzig - kurioserweise ebenfalls mit einem Zugang aus Paris.)

F├╝r einen hinzu geholten kastrierten Bullen ist im hannoverschen Konzept bei der derzeitigen Besetzung schlichtweg keine Planstelle frei. W├╝rde man ihn im Bullenabteil der Innenanlage halten, w├╝rde er den Raum f├╝r einen zu gelegentlicher Zucht geholten Bullen blockieren. Zudem besteht die M├Âglichkeit, dass der Zoo nicht schnell genug einen Abnehmer f├╝r den jetzigen Jungbullen findet (K├Âln als warnendes Beispiel) und das Bullenabteil m├Âglicherweise in zwei, drei Jahren f├╝r IHN mehr oder weniger lange nutzen muss, damit er nicht die K├╝he begl├╝ckt.
(23.08.2007, 18:14)
Uakari :   Bei der Kastration und Verf├╝tterung stimme ich voll und ganz zu, bei der w├╝nschenswerten Gruppenhaltung ebenfalls. Leider muss man sich am Machbaren orientieren und es scheint derzeit so zu sein, das man schon froh sein mus, wenn wenigstens 2 Tiere gehalten werden. Mir w├Ąren gr├Âssere Herdenverb├Ąnde und die Verf├╝tterung ├╝berz├Ąhliger Bullen auch das Liebste. Zwei Flusspferde sind aber etwas anderes als nur ein einzelnes Tier, denn das hat gar keinen Sozialpartner; also da widerspreche ich Ihnen entschieden. Welches Konzept der Haltung zB. in USA Mode ist, offenbart der ISIS-Report.
(23.08.2007, 17:22)
Carsten Horn :   Ein kastrierter Flu├čpferdbulle hat aber f├╝r die weitere Haltung der Tierart ├╝berhaupt keinen Wert mehr und blockiert f├╝r 30 bis 40 Jahre eine Planstelle, die besser genutzt werden k├Ânnte.

Vor einer Kastration w├╝rde ich lieber dar├╝ber nachdenken, ob eine Verf├╝tterung nicht sinnvoller ist, falls sich keine Abgabem├Âglichkeiten finden...

Und ob ein oder zwei Flu├čpferde gehalten werden, ist doch wohl gleich, da beides unnat├╝rlich ist, da Flu├čpferde in Gruppen leben und nicht einzeln oder paarweise...
(23.08.2007, 16:17)
Uakari :   Ein schlechtes Beispiel, denn das aufgenommne Weibchen sprengt die Junggesellengruppe, ein kastriertes M├Ąnnchen den Weibchenverband hingegen nicht.
Wo es ├╝berall Einzelhaltungen gibt und wie die begr├╝ndet werden, kann ich freilich nicht sagen, der Zuchtbuch-koordinator m├╝sste das besser wissen. Mir hat k├╝rzlich der Anblick eines Flusspferds in Pecs gelangt, das Aussengehege ist wie die meisten Grosstieranlagen dort neueren Baudatums, den Innenbereich konnte man nicht einsehen. Aber wo ein Flusspferd lebt k├Ânnen und m├╝ssen letzlich auch 2 untergebracht werden. Oder eben gar keines.
Wenn wir ISIS glauben w├╝rden, dann h├Ątten wir eine Einzelhaltung auch in Deutschland:
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(23.08.2007, 15:28)
Michael Mettler :   @Uakari: Mich auch. Zudem w├╝rde mich interessieren, wo es ├╝berall Einzelhaltungen geben soll und warum sich diese Zoos nicht um weitere Tiere bem├╝hen bzw. welche Ferntransfers auf diese Weise h├Ątten verhindert werden k├Ânnen. Letztere wurden von mir ├╝brigens nur angef├╝hrt, nicht bejubelt.

Tatsache ist, dass sich in den letzten Jahren einige Zoos dazu entschlossen haben, ihre Flusspferdhaltung ganz oder vor├╝bergehend aufzugeben (zu Gunsten anderer Arten), statt f├╝r die Tiere neu zu bauen und damit eventuell sogar Platz f├╝r weitere Artgenossen zu schaffen. Die Verantwortung f├╝r den dadurch entstandenen Ressourcenschwund bei gleichzeitigem Absatzproblem liegt also zuallererst bei genau diesen Zoos. Mir erschlie├čt sich nicht so ganz, was das hannoversche Konzept damit zu tun haben soll. Wenn von einer anderen Tierart irgendwo eine Junggesellengruppe gehalten wird, nimmt man dort auch nicht einfach zus├Ątzlich ein weibliches Tier auf, nur weil ein anderer Zoos es gerade gern loswerden m├Âchte.
(23.08.2007, 15:16)
Uakari :   Ich weiss, es ist Ihr bewundernswertes Steckenpferd jedes einzele Zootier ganz pers├Ânlich und exakt aufzulisten.
Mich hingegen w├╝rden hier eher sinnvolle Vorschl├Ąge interessieren, was mit ├╝berz├Ąhligen Bullen bzw. Einzelhaltungen geschehen sollte.
(23.08.2007, 14:39)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Wenn wir bis zum Hallenser Bullen zur├╝ck gehen (Abgabe 1997), kommen noch einige Flusspferde mehr auf die Interkontinentalliste. Darunter dann auch ein hannoverscher Jungbulle, der 1997 (da war die neue Anlage noch nicht gebaut) nach Bangkok kam. Nach der Argumentation von Uakari, dass "Flusspferde meistens miteinander verwandt sind", h├Ątte man auch DEN dann gleich behalten k├Ânnen, und damit w├Ąre die von Uakari angedachte Planstelle f├╝r Stenek ebenfalls vorab besetzt gewesen.

In meiner Aufz├Ąhlung fehlte ├╝brigens noch eine erwachsene Kuh, die 2002 aus dem Berliner Zoo via H├Ąndler nach China ging.
(23.08.2007, 14:15)
Uakari :   Flusspferde fallen nicht einfach so an, sondern werden mehr oder minder kontrolliert gez├╝chtet. Dabei weiss jeder das es schwieriger ist Bullen unterzubringen als K├╝he, bullenlose Haltung wie Hannover kann dieses Problem nur versch├Ąrfen. Dazu h├Âre ich hier von Ihnen gar nichts. Bei der angef├╝hrten Liste von Transfers handelt sich im wesentlichen darum,
├╝berwiegend ├Ąltere Tiere "loszuwerden"
f├╝r die wegen Aufgabe der Haltung kein Platz mehr wahr. Und gleichzeitig d├╝mpeln mitten in Europa einsame Flusspferde in ihhren Becken herum.
Aber das finden Sie scheinbar alles in Ordnung, denn auch dazu h├Âre ich nichts. Ein Nachwuchstier nach Indonesien zu schicken um eine neue Haltung zu begr├╝nden, ist wunderbar,
denn es ist und bleibt etwas ganz anderes als ein Rentnerpaar nach Afrika zu verfrachten. Nur dumm von mir mir da ├╝berhaupt Gedanken zu machen, wenn bei teuren Transporten
Geld scheinbar keine Rolle spielt
und Haltungen wegen Geldmangel stattdessen einzeln erfolgen bzw. dem Trend folgend komplett aufgegeben werden.
(23.08.2007, 14:10)
Ralf Seidel :   @Uakari, um die "Abgabeliste" von Michael Mettler noch zu komplettieren -
auch Halle mu├čte seinen letzten verwitweten Zuchtbullen abgeben - in ein Reservat in S├╝dafrika.
Vorher hat man ├╝berall nach "n├Ąherliegenden" (im wahrsten Sinne des Wortes)L├Âsungen gesucht, aber eben nicht gefunden.
Nach meinen Informationen ist der Gute "da unten" noch mal richtig aufgebl├╝ht und erlebt zwischen all den
Hippo-M├Ądels noch mal seinen 2. Fr├╝hling.
Bitte immer daran denken: Flu├čpferde sind nicht Ohne - und das nicht nur was Gr├Â├če und Gewicht betrifft...
(23.08.2007, 12:43)
Michael Mettler :   @Uakari: Wenn ein Zoo Platz f├╝r sechs Flusspferde hat, macht es wenig Unterschied, ob das nun sechs K├╝he sind oder z.B. drei kastrierte Bullen und drei K├╝he: Das n├Ąchste irgendwo anfallende Tier ist auch dann "├╝berz├Ąhlig", und zwar ungeachtet seines Geschlechts. Ob dann ein Bulle oder eine Kuh nach Indonesien oder sonstwohin geflogen wird, macht vom Endergebnis und von den von Ihnen immer wieder beklagten Kosten her wenig Unterschied.
(23.08.2007, 09:11)
Uakari :   Der Unterschied zwischen einer bullenlosen Haltung und einer mit
kastrierten Bullen ist der, das dann auch die Bullen - und die werden
nun im Zoo einmal auch reichlich geboren - einen Platz finden.
Bei reinen Weibchenhaltungen weicht man dem Problem einfach feige aus.
Das Verh├╝tungsmethoden gemeinhin alle unbefriedigend sind, ist hinreichend bekannt, aber Sie haben da ganz sicher intelligente L├Âsungsvorschl├Ąge parat.
Wenn Sie den Unterschied nicht erkennen wollen, das es zweierlei Sachen sind ein junges Flusspferd von Afrika nach Europa zu schicken, als ein altes wieder zur├╝ck, dann kann ich dazu auch nichts weiter sagen. In den Sand gesetzt wurde das Geld trotzdem.
Bei den Flusspferden ist Unterartenvermischung auch ├Ąrgerlich,
sofern man von Unterarten ausgeht.
Da man dann aber den Zoobestand komplett neu aufbauen m├╝sste,
rege ich mich ├╝ber die unreine Flusspferdzucht einmal nicht auf.
Da ist die Lage eben anders als zu den Giraffen wo es Alternativen gibt in Europa. Emmen hat in bezug auf das Geburtenproblem im Vergleich zu Hannover sicher die sinnvollere Variante gew├Ąhlt, aber man muss ja schon froh sein das der Erlebniszoo
die Hippos nicht etwa wie Barasinghas oder Meharis sang und klanglos wegrationalisiert hat.

(23.08.2007, 01:28)
Michael Mettler :   P.S. Und mit ihrem vorangegangenen Zuchtpartner Akos ebenfalls schon...
(23.08.2007, 00:38)
Michael Mettler :   @Uakari: Einerseits nennen Sie die Geburtenkontrolle als Problem, andererseits bezeichnen Sie bullenlose Haltung als "Fehler" - blieben folglich als M├Âglichkeiten nur die konsequente Separathaltung eines Bullen (das widerspricht aber ebenfalls dem Wunsch nach einem nat├╝rlichen Sozialsystem), die "chemische Keule" - sprich Pille - mit ihren m├Âglichen oder bekannten negativen Nebenwirkungen oder die Kastration des Bullen ├á la Emmen - aber dann k├Ânnte man auch gleich wieder ausschlie├člich K├╝he halten.

Zitat Uakari: "Jetz wird es Unsinn, das Flusspferde irgendwann aus Afrika kommen mussten,
ist nun wirklich logisch." Dieses "irgendwann" betrifft aber bei Brandy nicht den Zuchtstamm, sondern das Individuum selbst. Wenn ich Ihre Transportkosten-Argumentation aufgreife, h├Ątte man sich den "Zwischenaufenthalt" von Brandy in Leipzig folglich komplett sparen sollen, denn Brandy wurde in Pretoria geboren und 1972 um den halben Globus geflogen, um in Leipzig - da zeige ich mal eine Parallele zur Diskussion im Giraffen-Thread auf - mit Stenek munter Unterartmischlinge zu erzeugen.
(23.08.2007, 00:03)
Uakari :   Bei dem Finanzvolumen das der Leipziger Zoo derzeit hat, und bei der Aufmerksamkeit durch die TV-Soap w├Ąre eine Initiative gut gewesen "Rettet die
Hippos f├╝r Leipzig". H├Ątte vielleicht was gebracht, aber das ist eben gelaufen und nicht zu ├Ąndern. F├╝r die Zukunft bleiben genug Probleme zu l├Âsen, etwa ├╝berz├Ąhlige Bullen und Geburtenkontrolle.
(22.08.2007, 23:02)
Tina :   F├╝r diese Zoos sind das wohl die "letzten" Kosten und damit ist f├╝r die das Thema Flusspferdhaltung beendet und somit auch die laufenden Kosten (Futter, Unterkunftskosten).
Vorbildlich ist Gelsenkirchen zu sehen, die ihre Flusspferde im alten Haus behielten, bis die neue Anlage fertig war.
Wenn die neue Anlage auf den alten Platz gebaut werden soll, somit ein Erneuerungs-oder Erweiterungsbau, sollte vielleicht eher ├╝berlegt werden, ob es nicht im eigenen Zoo m├Âglich ist, eine Not-/├ťbergangsl├Âsung zu schaffen, um die Tiere dazubehalten...
(22.08.2007, 22:51)
Uakari :   Genauso so ist, es bleiben lediglich die Futterkosten. Und scheinbar haben manche Zoos in Europa f├╝r 2 Flusspferde nicht die Mittel, wohingegen Transporte um die Welt
finanziert werden k├Ânnen.
Da l├Ąuft was schief.
(22.08.2007, 22:02)
Tina :   Wenn gen├╝gend Platz vorhanden ist, m├╝sste es finanziell machbar sein. Meist scheitert es finanziell an den Kosten f├╝r einen Ausbau, bzw der Vergr├Âsserung der bestehenden Anlage. Wasser muss f├╝r ein oder zwei Tiere wohl nicht ├Âfters gewechselt werden, als bleiben die Wasserkosten stabil. Flusspferde sind gesundheitlich recht stabil, dass der Tierarzt recht selten anr├╝cken muss (nicht so wie bei Affen, wo st├Ąndig mal einer gen├Ąht werden muss nach einer Auseinandersetzung). Bleiben die Futterkosten als einzig akteptabler Grund.
Der Ankaufspreis kann es auch nicht mehr sein, da es immer wieder genug Zoos gibt, die Flusspferde abgeben m├Âchten und eher froh sind, wenn ein Tier plaziert ist, als auf einen guten Preis zu achten.
(22.08.2007, 21:50)
Uakari :   Wenn damit solche bedenklichen Haltungen legitimiert werden, muss man mal nachdenken ob gesetzliche Richtlinien sich nur an den Quadratmeterzahlen ereifern sollen,
oder ob auch Sozialstrukturen erf├╝llt werden m├╝ssen. Entweder mind. Flusspferde oder gar nicht. Das sollte jedem Tierg├Ąrtner auch ohne Nachhilfe klar sein. Bliebe das Finanzproblem
als einzige Entschuldigung, aber gelten kann man das nicht lassen.
(22.08.2007, 21:38)
Tina :   Eine Auswilderung im urspr├╝nglichen Sinn d├╝rfte recht schwierig werden, vor allem bei den Bullen. Im Zoo werden sie in einem Familienverband gross und sind in keinster Weise kampferprobt. Bei der ersten Auseinandersetzung mit einem erfahrenen Leitbullen w├╝rden sie erb├Ąrmlich untergehen. Daf├╝r kann man dem Tier den Transport dann auch ersparen. K├╝he sind da wohl etwas einfacher in eine Herde zu integrieren...
(22.08.2007, 21:38)
Tina :   @uakari: Mach das erstmal den Zoos klar, die Einzelhaltungen haben. Wenn sie sagen, sie h├Ątten keinen Bedarf, bzw. wollen einfach nicht, kannst Du denen auch kein Tier aufzwingen.

(22.08.2007, 21:27)
Uakari :   So hab ich das auch verstanden, keine Auswilderung in dem Sinne. Trotzdem bleibt die Situation pervers, wir verschicken Tiere um den Globus, und haben in Europa Einzelhaltungen in neuen Gehegen. Das kann es doch wohl nich sein.
(22.08.2007, 20:28)
Niedersachse :   Aber war das bei Brandy und Stenek wirklich ne Auswilderung? So weit ich wei├č sind die doch zu ner Farm gekommen wo schon mehrere Flusspferde leben. Also keine komplette auswilderung.
(22.08.2007, 20:18)
Uakari :   Jetz wird es Unsinn, das Flusspferde irgendwann aus Afrika kommen mussten,
ist nun wirklich logisch. Wer die Kosten f├╝r ein derartig nutzloses Unterfangen wie den R├╝cktransport Brandys nach S├╝dafrika tr├Ągt, ist relativ egal. Und das Problem Flusspferdbullen unterzubringen,
wird ganz bestimmzt nicht dadurch gel├Âst wenn das Hannoversche Beispiel Schule macht.
(22.08.2007, 20:13)
Michael Mettler :   @Uakari: Fragt sich, wer die Kosten getragen hat - Absender oder Empf├Ąnger? Aber wenn es darum geht, h├Ątte Brandy erst gar nicht nach Leipzig kommen d├╝rfen. Die stammte n├Ąmlich aus S├╝dafrika.
(22.08.2007, 19:59)
Uakari :   Dann kann Leipzig ja bei etwaiger Neuaufnahme der Haltung, auf brasilianische oder chinesische Tiere zur├╝ckgreifen. Vielleicht haben sie auch Informationen ├╝ber Kostenpunkt dieser Transfers, ob die Summe schon gereicht h├Ątte f├╝r einen Flusspferdhausneubau.
(22.08.2007, 19:54)
Michael Mettler :   @Uakari: Wenn Hannover eine st├Ąndige Bullenhaltung geplant h├Ątte, w├Ąre vermutlich trotzdem kein Platz mehr f├╝r Stenek gewesen. Denn schon vor ihm suchten seit Er├Âffnung der hannoverschen Anlage der verwitwete Bulle Rico aus Magdeburg und das erwachsene Paar Gurbe und Rosa aus M├╝nchen ein neues Zuhause, au├čerdem Jungbullen aus Berlin und Stuttgart oder auch - um mal ├╝ber Deutschland hinaus zu schauen - der ebenfalls verwitwete Altbulle Heini in Dvur Kralove, wohin Hannover seit Jahrzehnten gute Beziehungen hat.

Stenek und Brandy waren ja mit ihrer Transkontinentalabgabe kein Einzelfall, was zeigt, wie schwierig die Abgabe in n├Ąher gelegene Zoos ist (mal sehen, wo der hannoversche Jungbulle Fridolin eines Tages landet). Der Frankfurter Jungbulle ging nach Thailand, der Magdeburger Altbulle nach China, das M├╝nchener Altpaar nach Brasilien, der Stuttgarter Jungbulle nach Indonesien, und f├╝r den K├Âlner war m.W. mal Algerien im Gespr├Ąch...
(22.08.2007, 19:45)
Uakari :   Auswilderung von Flusspferden mit jungen Tieren geht ganz bestimmt und wird hoffentlich nie n├Âtig sein.
(22.08.2007, 19:42)
Uakari :   Die Frage nach dem Zustand ist schwer beantwortbar, solang man nich weiss
wie es dann ist.
Aber ganz genau, Niedersachse, nur der n├Âtige Umbau h├Ątte sich verschoben. Voi Nam war bekanntlich schon vor der Flusspferdabgabe auf der Welt.
Hannover und Gelsenkirchen waren ja auch nur Beispiele, und zumindest Brandy h├Ątte das geholfen. Ich finde es halt einfach nur eine finanzielle
Verschwendung relativ betagte Flusspferde nach Afrika zu schicken. Und die einzige M├Âglichkeit war das ganz sicher nicht. Im ungarischen Pecs lebt zb:
ein Flusspferd allein in einer erneuerten Anlage. Aber das Ding ist leider gelaufen. Daf├╝r wird K├Âln ja richtig loslegen mit seinen Flusspferden, und hoffentlich doch noch eine tierg├Ąrnterische L├Âsung f├╝r das alte Haus finden.

(22.08.2007, 19:08)
Carsten Horn :   @Sacha: Hab mir nix gedacht bei dem Bild, wollte nur wissen, ob das funktioniert.

K├Ânnte aber auch das andere Extrem von Z├╝rich sein, den auf dem Bild ist nur ein Bruchteil des Beckens zu sehen.

Die probeweise Auswilderung von Brandy, leider mit fatalem Ausgang, l├Ą├čt hoffentlich Schl├╝sse auf die Zukunft zu, wenn Flu├čpferde in ihrer Heimat mal seltener sind und ein solcher Verlust viel mehr schmerzt...
(22.08.2007, 19:05)
Niedersachse :   Jeder Zustand als Tod ist besser, oder?

Ich sehe beides nicht als Fehler. Zudem plant ja Leipzig noch mit Flusspferden.
Hannover verhindert somit zum einen das Problem das Jungtier los zu werden, zum anderen das Auftreten der Nebenwirkungen der Pille. Bspw. wird die Frankfurter Kuh immer extrem fett dadurch.
Und wenn man Brandy nach Gelsenkirchen gebracht h├Ątte, h├Ątte man immer noch das Problem mit Stenek und das man den Umbau des Leipziger Elefantenhauses h├Ątte nicht beginnen k├Ânnen. Das h├Ątte sich alles um ca. 2 Jahre verschoben.
(22.08.2007, 18:08)
Uakari :   Im Flusspferdinnenbecken haben sich die Leipziger Elefanten nicht fortgepflanzt. Es ist einfach unsinnig das gegeneinander auszuspielen.
Ein Jahr nur im Haus zu verbringen und dann in den ZOOM zu ziehen, w├Ąre f├╝r Brandy besser gewesen als ihr jetziger
Zustand. Fluspferde sind meistens miteinander verwandt, auch in Afrika besteigt der Bulle schonmal seine T├Âchter. Der Transport nach Afrika
war trotzdem ein Fehler genauso wie die bullenlose Haltung in Hannover.

(22.08.2007, 17:21)
Michael Mettler :   P.S. ├ťbrigens hatte auch Frankfurt seinerzeit ein Platzproblem und war froh, Maikel auf diese Weise vor├╝bergehend nach Hannover auslagern zu k├Ânnen...
(22.08.2007, 17:15)
Michael Mettler :   @Uakari: Wenn wir schon beim "H├Ątte" sind, h├Ątte der Zoo Leipzig lediglich verhindern m├╝ssen, dass sich die Elefanten schon fortpflanzen, bevor die geplante neue Hippo-Anlage fertig war... :-) Abgesehen davon ist Maikel mit keiner der hannoverschen K├╝he verwandt, Stenek hingegen schon.
(22.08.2007, 17:08)
Uakari :   Genau das ist der Punkt, Hannover h├Ątte sich nicht Maikel sondern Stenek leihen und besser noch behalten sollen.
Und Brandy h├Ątte gut und gerne in irgendeinem europ├Ąischen Zoo Unterkunft gefunden. Aber der Transport nach Afrika ist vermutlich viel billiger als das Futter f├╝r ein Flusspferd mehr.
(22.08.2007, 16:46)
Michael Mettler :   @Uakari: Zumindest f├╝r die beiden vorgeschlagenen Zoos l├Ąsst sich das leicht erkl├Ąren. Als die letzten Leipziger Tiere Stenek und Brandy ihr Gehege mehr oder weniger dringend (wegen bevorstehender Elefantengeburt und dadurch bedingter Platzprobleme) r├Ąumen mussten, war die neue hannoversche Anlage bereits voll (u.a. mit den beiden letzten Leipziger Nachzuchten Cherry und Himba, zudem ist auf absehbare Zeit keine dauerhafte Bullenhaltung vorgesehen) und die neue in Gelsenkirchen noch nicht gebaut. Und in der alten dort h├Ątte man zus├Ątzliche Tiere allenfalls hochkant unterbringen k├Ânnen... (Vom Nebeneinander zweier erwachsener Bullen ganz zu schweigen.)

Der Leipziger Zoo hat sich nicht etwa leichten Herzens von seinen Hippos getrennt, denn eigentlich war die weitere Haltung geplant. Und statt das Paar umst├Ąndlich nach Afrika zu verschicken, h├Ątte man es mit Sicherheit lieber irgendwo in der N├Ąhe untergebracht - vielleicht sogar nur eingestellt, um es sp├Ąter zur├╝ck holen zu k├Ânnen. Aber was tun, wenn niemand mal eben schnell ein ausgewachsenes Paar Flusspferde unterbringen kann...?
(22.08.2007, 16:35)
Uakari :   In Friedrichsfelde wurden nicht nur Zwergflusspferde, Schabracken- und Flachlandtapire sondern auch 4 Flusspferde gehalten, letztere allerdings nur auf Zwischenstation f├╝r
je 2 Tage 1960 und 1965.
Schade nur das die Leipziger Tiere mit viel Aufwand und wenig Erfolg nach Afrika transportiert wurden, statt in neuen Haltungen wie Hannover oder Gelsenkirchen Unterkunft zu finden.
(22.08.2007, 15:25)
Sacha :   @Carsten Horn: Ich glaube, ich hab heute was auf den Augen. Komme leider nicht drauf, was Du mit dem Bild sagen willst.
(21.08.2007, 12:28)
Carsten Horn :   Tja, so kann man auch Wasser sparen, g, ist die Frage was billiger ist, Wasser oder Futter
(20.08.2007, 17:36)
Michael Mettler :   Ich habe eben nach einem Vergleich gesucht: Laut Thread "Gr├Â├čter Elefantenbulle" soll der bekannte Circus-Asiate Shenka 4,5 Tonnen wiegen. Der Z├╝richer Flusspferdbulle lag dann also in einer vergleichbaren Gewichtsklasse, seine Kuh d├╝rfte einer durchschnittlichen Elefantenkuh nahe gekommen sein... Wahnsinn. Da brauchten sie wohl in der winzigen Z├╝richer Innenanlage nicht mehr viel Wasser f├╝r eine randvolle Beckenf├╝llung, wenn so viele Bruttoregistertonnen eintauchten :-)
(20.08.2007, 09:10)
Carsten Horn :   Das war ja dann ein wahrer Schwertransport nach Sofia, g...
(20.08.2007, 00:10)
Michael Mettler :   Ich hatte gerade den Z├╝richer Jahresbericht in der Hand, in dem von der Abgabe der Flusspferde nach Sofia berichtet wurde. Bei der Gelegenheit wurde das alte Zuchtpaar Kiboko und Hippa auch gewogen, und bei der Angabe der Gewichte bin ich beim Lesen fast vom Stuhl gekippt. Nur mal als Vergleich aus TV-Dokus, die sich mit Flusspferdtransporten befassten: F├╝r die jetzt in Gelsenkirchen lebenden K├╝he Suze und Lisa wurden beim Einpacken in Emmen meiner Erinnerung nach je knapp drei Tonnen ermittelt; allerdings waren beide auch ziemlich fett. Den Frankfurter Bullen Maikel wog man bei seiner Abfahrt nach Hannover, und der brachte rund zwei Tonnen auf die Waage. So, und jetzt kommt Z├╝rich: Die Kuh Hippa hatte damals knapp 3,7 Tonnen, der Bulle Kiboko 4,3 Tonnen - mehr als doppelt so viel wie Maikel!! Das m├╝ssen ja wahre Monster gewesen sein! Zwar kenne ich Fotos von beiden an Land aus den fr├╝hen 80ern, aber ohne Gr├Â├čenvergleich lassen die sich schlecht beurteilen. Und ich habe schon fettere Hippos gesehen...
(19.08.2007, 22:23)
Shensi-Takin :   Bzgl. Entdeckungsgeschichte des Zwergflusspferds s.a.:
http://www.kryptozoologie-online.de/content/view/291/46/
(03.08.2007, 17:48)
Tina :   @Jana: Ich war ├╝berzeugt, dass ich mich bei Dir schon bedankt h├Ątte f├╝r diesen Hinweis, aber irgendwie hat es diesen Eintrag wohl nicht angenommen. Deshalb nun nochmals...
(30.07.2007, 21:20)
Jana :   @Tina Ich habe nur gefragt, ob ich das Zuchtbuch bekommen konnte. Du wirst es auch bekommen, meine ich.
(25.07.2007, 08:18)
Tina :   Ist ja super. Kann das denn jeder aus Ostrava bekommen?? Oder muss man bestimmte Voraussetzungen erf├╝llen?? Hast Du nur gefragt, ob Du das Zuchtbuch bekommen kannst oder was sollte man schreiben??

(24.07.2007, 21:39)
Jana :   @Ronald Masell
Ich kann das Zuchtbuch nicht einstellen, da ich es nicht ver├Âffentlichen kann. Ich bekam aber den Erlaubniss, es an Bekannte zu geben. Wenn Herr Sch├╝ling so nett w├Ąre um dir mein e-mail zu geben, werde ich es dir schicken.
Ansonsten ist sie ├╝ber den Herr Pluhacek aus Zoo Ostrava zu bekommen. Auf der Seite www.zoo-ostrava.cz unter Kontakten ist seine Adresse zu finden.
(24.07.2007, 13:57)
Ronald Masell :   @Jana,
kannst Du das Zuchtbuch auf Deiner Fotoseite einstellen? Zum runterladen.
Oder darfst Du es nicht witergeben?
(24.07.2007, 09:59)
Jana :   @Tina Ich habe die Antwort von dem ESB-F├╝hrer bekommen, zusammen mit Zuchtbuch in PDF.
(24.07.2007, 08:52)
Tina :   @Jana: Melde Dich doch bitte wieder, wenn Du eine Antwort erhalten hast, bzw. genaueres weist...
(20.07.2007, 21:38)
Jana :   @Tina Ob man sie so einfach bestellen kann, versuche ich gerade rauszufinden.
(19.07.2007, 20:12)
Tina :   @Jana: Kann man dieses ESB einfach so bestellen??
Wohin muss man sich wenden, wenn man sich daf├╝r interessiert??
(19.07.2007, 18:18)
Sacha Beuth :   @Jana und MM: Vielen Dank. Jetzt ist alles klar. Und Jana, Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Ich w├╝nschte, ich k├Ânnte so gut tschechisch wie Du Deutsch. An dieser Stelle auch gleich ein Dankesch├Ân f├╝r die vielen interessanten Zoo-Infos aus Deinem Land.
(18.07.2007, 15:32)
Jana :   @Sacha Beuth Ich habe es so gemeint, wie Michael M. schreibt. Am Ende letztes Jahres lebten in Europa 211 Nilflusspferden, in der Zuchtbuch sind jetzt ingesamt +1200 Tiere beschrieben, die in den letzten 160 Jahren in europ├Ąischen Zoos gelebt haben. Entschildigung fuer das Verwirrung.
(18.07.2007, 14:27)
Michael Mettler :   @Sacha Beuth: Soll wohl bedeuten, dass der europ├Ąische Ist-Bestand 2006 bei 211 St├╝ck lag und der erfasste Bestand inklusive der "historischen" Tiere bei 1200.
(18.07.2007, 14:06)
Sacha Beuth :   @Jana: Bin kein Flusspferdspezialist, trotzdem erstaunt mich die Angabe f├╝r Europa: Nur 211 St├╝ck im letzten Jahr???? Und jetzt 1200??. Sind denn in der Zwischenzeit so viele Nachmeldungen eingegangen oder habe ich hier etwas falsch verstanden?
(18.07.2007, 13:46)
Jana :   Heute morgen habe ich in lokal-Zeitung die Nachricht gefunden, dass die erste ESB f├╝r Flusspferde fertig ist. Sie soll ├╝ber 1200 Tiere umfassen, aber immernoch auch viele Luecken haben. Der Bestand in Europa im letztem Jahr war 211 Stueck.
Ich habe mich schon bei Herr Pluhacen in Ostrava um sie beworben und warte gespannt auf die Antwort.
(18.07.2007, 11:14)
IP66 :   Vielen Dank! Ich werde mir die Seite ansehen.
(23.06.2007, 19:51)
Carsten :   Ich wollte den Link nicht schon wieder nennen, dauernde Eigenwerbung macht ja nicht den besten Eindruck, g...

Und nicht schlagen, einiges funktioniert noch nicht so richtig, vor einem guten halben Jahr war mein Wissen in puncto Website und Datenbank noch null...

├ťber Erg├Ąnzungen oder Anregungen sowie Fotos w├╝rde ich mich nat├╝rlich sehr freuen
(22.06.2007, 22:44)
Hajo :   Hallo Stefan, Antwort zu deiner Tapir-Frage siehe Tapir-Thread.
(22.06.2007, 12:35)
Inge :   @IP66: Den Link seiner HP hat Carsten weiter unten genannt: www.hipposworld.de
(22.06.2007, 12:30)
Michael Mettler :   @IP66: Die Antwort auf diese Frage wurde im Forum schon mal gegeben - wom├Âglich weiter unten in diesem Thread - denn es war urspr├╝nglich ein weiteres Haus f├╝r quasi "Wasserdickh├Ąuter" geplant, das nie gebaut wurde.
(22.06.2007, 12:20)
IP66 :   Die Frage, warum man bei dem so gro├čz├╝gig dimensionierten Dickh├Ąuterhaus in Friedrichsfelde keine Flu├čpferde einplante - zumal sie jenseits der Mauer ja ausgesprochene berliner Spezialit├Ąten waren - darf man aber wohl stellen, und die Antwort k├Ânnte interessant sein.
Wenn Carsten so sch├Âne Flu├čpferdendatenbanken aufgebaut hat, w├Ąre es doch interessant, sie auf einer Website zug├Ąnglich zu machen. Zum einen w├╝rde sich vielleicht die ein oder andere Erg├Ąnzung ergeben, zum anderen w├╝rden auch die Zoos, die keine Unterlagen mehr haben, das ein oder andere rekonstruieren k├Ânnen. Hier im Forum gab es ja die lange Diskussion um den Besatz und die Baugeschichte des k├Âlner Gro├čtierhauses, der zeigte, da├č manch' vor einem halben Jahrhundert gedruckte Gewi├čheit der Pr├╝fung nicht standh├Ąlt. Zudem sind die Flu├čpferdh├Ąuser aufgrund der Lebensweise der Tiere eigentlich immer eine architektonische Herausforderung gewesen, und auch hier k├Ânnte man noch manche Kuriosit├Ąt, aber sicher auch einige interessante Geb├Ąude finden.
(22.06.2007, 10:44)
Stefan :   Bis vor wenigen Jahren bewohnten die Zwergflusspferde das "Panzernashorn-Wasserbecken" im Inneren des Dickh├Ąuterhauses. Man hat sich richtigerweise f├╝r die Einstellung dieser Haltung entschieden.
@Michael: Der TP Berlin besa├č ├╝brigens vor langer Zeit einmal Schabrackentapire (erstmals 1963 im Bestand), die auch z├╝chteten. Wo die aber genau untergebracht waren, entzieht sich meiner Kenntnis und wird in der 50-Jahre-Chronik verschwiegen.
(22.06.2007, 09:47)
Michael Mettler :   Im Dickh├Ąuterhaus des Tierparks lebten immer nur ZWERGflusspferde.
(22.06.2007, 09:21)
Michael :   Dass es in Friedrichsfelde keine Flusspferde gibt, kann ich best├Ątigen, allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob es dort jemals welche gab. F├╝r Tapire kann ich jedoch sicher sagen, dass es keine gab. Diese waren zwar geplant, sogar mit eigenem Tapirhaus, die Pl├Ąne wurden aber nie verwirklicht.
(22.06.2007, 09:04)
Inge :   @ Carsten: Ich war vorletztes WE im TP, habe aber keine Flu├čpferde gesehen.

Auf www.tiergaerten.de/berlin-tierpark.html
steht u. a. "Im ├╝ppig bewachsenen Haus leben neben indischen und afrikanischen Elefanten auch Panzernash├Ârner, Tapire und Flusspferde."


Dann auf http://www.morgenpost.de/content/2003/12/11/berlin/646962.html?redirID gefunden:
"Geplant ist nach Angaben von Kl├Âs, den Tierbestand zu entflechten - Flusspferde aus dem Tierpark herauszunehmen und im Zoo nur noch asiatische Elefanten zu zeigen."



(22.06.2007, 08:03)
Carsten :   Stimmt, das ist das gr├Â├čte Problem, wobei ich irgendwo schon verstehen kann, da├č die Zoos nicht den Aufwand treiben k├Ânnen, jeder Privatperson irgendwelche Daten herauszusuchen, sonst kommt der erste mit Flu├čpferden, der zweite mit L├Âwen der dritte mit...

Vielleicht hilft das bald erscheinende ESB weiter, evtl. bekommt der Zuchtbuchf├╝hrer eher Auskunft.

In meiner Datenbank sind mittlerweile ├╝ber 1300 Flu├čpferde in menschlicher Obhut eingetragen, und ich hab noch einiges an Daten liegen.

Gab es eigentlich im TP Berlin mal Flu├čpferde? Meines Wissens nicht, aber ich hab gestern mit Erstaunen in "Tiere um uns" von Pilz und Puschmann gelesen, da├č es welche gab bzw. genau stand dort, da├č das Badebecken der Flu├čpferde auch von den Elefanten genutzt werden konnte...
(22.06.2007, 02:21)
Michael Mettler :   @IP66: "Europ├Ąisch" war gar nicht mein Anspruch, ich habe nur f├╝r die deutschsprachigen L├Ąnder gezielt gesammelt und andere nur als "Beifang" mitgenommen. Da ist die Sammlung von Carsten sehr viel umfangreicher und weitreichender. Leider mangelt es uns beiden aber daran, dass einige Zoos keine Daten zur Verf├╝gung stellen bzw. anscheinend nicht mal vollst├Ąndige Unterlagen (mehr) besitzen...
(21.06.2007, 12:17)
IP66 :   Das ist bei Wikipedia halt das entscheidende Problem: Irrt├╝mer werden abgeschrieben und massiv verbreitet. Auf der anderen Seite hat Herr Mettler seine Kenntnisse zum europ├Ąischen Flu├čpferdbestand ja noch nicht publiziert. Vielleicht w├Ąre eine in die Vergangenhgeit gerichtete Liste nach dem Muster der Piranho-Datenbank bis dahin nicht die schlechteste L├Âsung.
(21.06.2007, 10:57)
Carsten :   Gerade bei wikipedia entdeckt.

Knautschke war das einzige den II. Weltkrieg ├╝berlebende Flu├čpferd in Deutschland, soviel zum Thema Wikipedia als zuverl├Ąssige Quelle...

http://de.wikipedia.org/wiki/Bulette_(Flusspferd)
(20.06.2007, 22:48)
Carsten :   @Michael: Beide Hippos wirkten ziemlich dunkel, allerdings waren beide nass, Hein die ganze Zeit im Au├čenbecken und Hermien plus Baby beide im Innenbecken. Die N├Ąsse macht die Tiere ja sowieso etwas dunkler.

Erst zum Fressen kamen sie an Land bzw. ins Haus, Hein war allerdings ganz links in der Ecke, wo es recht dunkel war, das t├Ąuscht vielleicht noch zus├Ątzlich. Das Kleine wird vermutlich mal wei├čf├╝ssig, sah zumindest an den Vorderbeinen so aus...
(29.05.2007, 19:24)
Michael Mettler :   @Carsten: Ist dir etwas an der F├Ąrbung der Antwerpener Flusspferde aufgefallen? Hermien wurde fr├╝her im Vergleich zum damaligen Bullen Gino als "dunkelh├Ąutig" beschrieben; Hein ist ja ein Vollbruder von ihr (beide geboren in Z├╝rich), ist der auch so dunkel gef├Ąrbt?

Ich komme darauf, weil ich gerade versuche, Unterscheidungsmerkmale der hannoverschen K├╝he zu finden. In einer TV-Doku ├╝ber die Hochzeitsreise von Maikel nach Hannover wurde dessen Zusammenf├╝hrung mit der hannoverschen Kuh Kiboko gezeigt, und auch die ist ziemlich dunkel. W├Ąhrend z.B. bei fast allen Hippos die Augenumgebung rosa "leuchtet", kontrastiert dieser Bereich bei ihr kaum zur K├Ârperfarbe. Und Kiboko hatte eine in Z├╝rich geborene Mutter (Toni/Tina).

In der besagten Doku wurde auch sehr sch├Ân gezeigt, dass das gro├če Innenbecken wie von Matthias unten erw├Ąhnt nochmals unterteilt werden kann (ca. 1/3 und 2/3 der Gesamtfl├Ąche). Das daf├╝r n├Âtige Tor ist eine schwenkbare Kunstfels-Barriere, weshalb es in ge├Âffnetem Normalzustand auch nicht auff├Ąllt. Es wurde auch erw├Ąhnt, dass man alle Flusspferde innerhalb des Stallgeb├Ąudes ├╝ber den Treibgang beliebig umsperren kann. Und: Die beiden aus Plock gekommenen K├╝he Kiboko und Habari (Mutter und Tochter) waren seinerzeit zusammen untergebracht, ebenso Zora und Cherry - folglich m├╝ssten also die zuletzt eingetroffenen Viktoria und Himba die dritte Zweier-Einheit bilden. Ich nehme an, dass diese "Paare" bei der ├╝blichen Vier-plus-zwei-L├Âsung (vier K├╝he auf der Freianlage, zwei im "Canyon") jeweils zusammen bleiben.
(29.05.2007, 15:10)
Carsten :   Dann hat Hermien wohl die halbj├Ąhrige Luftver├Ąnderung in Plankendael gutgetan, g...
(21.05.2007, 01:14)
Michael Mettler :   Laut zwei Online-Meldungen zur Nilpferdgeburt in Antwerpen hat die Mutter Hermien au├čer zwei Fehlgeburten 2003/2005 schon 1985 und 1986 "zwei T├Âchter" aufgezogen. Eine dieser "T├Âchter" lebt allerdings in Stuttgart und ist der dortige Bulle Mike alias Nilson :-)
(20.05.2007, 23:32)
Karsten Vick :   @Carsten: mit "noch nicht da" meinte ich nat├╝rlich Kopenhagen...
@Michael: In all den Drucksachen, die ich aus K. mitgebracht habe, steht nichts ├╝ber die geplante Herkunft der neuen Hippos.
(20.05.2007, 23:11)
Michael Mettler :   Die Flusspferde f├╝r Kopenhagen sollten doch eigentlich aus Emmen kommen: zwei dortige K├╝he und ein aus Paris in Emmen eingestellter Bulle. Aber der soll doch in Emmen gestorben sein - wei├č jemand, wie die Planung nun aussieht? Vielleicht gibt es ja in Kopenhagen eine Planstelle f├╝r Klein-Fridolin aus Hannover :-)
(20.05.2007, 21:03)
Carsten :   @Karsten: Na da bin ich aber schon gespannt und freue mich... In Kopenhagen war ich noch gar nicht, bei ausl├Ąndischen Zoos besuche ich in der Regel nur Flu├čpferdhalter (Ausnahmen best├Ątigen die Regel, g)

In Antwerpen war ich schon, aber nicht in den letzten neun Tagen...
(20.05.2007, 20:14)
Karsten Vick :   @Carsten: Du warst noch nicht da? Ist ja prima, ich hab dir n├Ąmlich was mitgebracht. Musst aber noch paar Tage warten, bis ich den Film entwickelt habe, bin auch noch konservativer Analog-Fotograf. Hoffentlich hab ich jetzt nicht zuviel versprochen;-)
(20.05.2007, 19:11)
Carsten :   Also f├╝r n├Ąchstes Jahr mal einplanen, dann wird wohl fertig sein┬┤...

Hermien in Antwerpen hat ein Bullkalb geboren, Vater Hein. Ist in Belgien Pfingstmontag Feiertag? Sonst w├Ąre das ja ne gute Gelegenheit f├╝r einen Besuch
(20.05.2007, 17:36)
Karsten Vick :   Flusspferd-News aus Kopenhagen: Dass es dort noch bis Mitte der 90er, also auch bei meinem Besuch 1993 Flusspferde gab, war mir ├╝berhaupt nicht mehr bewusst. Das jetzige tapir-s├Şl├Şve-Haus war fr├╝her Flusspferdhaus. Jetzt wird am s├╝dlichen Zipfel des Zoos in Verbindung mit einer gro├čen Savannenanlage ein neues Hippohaus gebaut, das sehr spannend aussieht. Eine gl├Ąserne Bauh├╝lle mit angrenzendem Besucherraum, innen viel Wasser mit Unterwasserblick f├╝r die Besucher. Au├čen gar nicht so viel Wasser, sondern eine gro├če Grasfl├Ąche, die dem Anschein nach von der Restsavanne nur durch einen Palisadenzaun, also Poller abgegrenzt ist. Wenn sie den Termin Herbst 07 f├╝r die Er├Âffnung halten wollen, m├╝ssen sie sich etwas beeilen. Zumindest vom Bauzaun aus sah das Ganze noch etwas chaotisch aus. Es sollen dann 1,2 Hippos einziehen. Als Besatz der Grassavanne sind Giraffe, Zebra, Strau├č, Blessbock, Impala geplant sowie (abgetrennt) Breitmaulnashorn und Gnu.
(20.05.2007, 14:43)
Alexander :   Eigentlich nichts und doch sehr viel! habe hier keinen anderen Platz gefunden, sorry.
(19.05.2007, 11:57)
? :   Was hat denn diese Frage mit Flu├čpferden zutun ?
(17.05.2007, 18:12)
Alexander :   Hi Leute,
hat vielleicht einer von euch Ahnung was derzeit mit dem "weltweit ber├╝chtigte Tierh├Ąndler Walter Sensen" oder seinem Sohn los ist?
Machen die noch Gesch├Ąfte ├╝ber die ist im Netz nichts zu finden.

(17.05.2007, 16:54)
Carsten :   Da w├Ąr ich mir nicht so sicher mit der zweiten Au├čenanlage, die w├Ąre ja vom Zwergflu├čpferdgehege nur ├╝ber das Wasserbecken und das Innengehege zug├Ąnglich
(15.05.2007, 01:57)
IP66 :   Von Hause aus war das zweite Au├čenbecken f├╝r Zwergflu├čpferde bestimmt und wurde manchmal auch entsprechend genutzt. Die Innenanlage bestand aus dem sp├Ąter mit Schildkr├Âten ebsetzten Becken.
(06.05.2007, 20:13)
Carsten :   Gelsenkirchen hatte fr├╝her zwei Au├čenbecken, aber daf├╝r innen nur eins, g...

Hannover war eigentlich f├╝r n├Ąchste Woche geplant, aber da ich jetzt nach N├╝rnberg mu├č, wird das wohl nix...
(04.05.2007, 15:12)
Matthias :   Das grosse Innenbecken in Hannover ist auch nochmal mittels eines Tores teilbar. Also waeren theoretisch drei Becken mit seperaten Staellen moeglich.
(04.05.2007, 10:29)
Michael Mettler :   @Carsten: Die hannoversche Au├čenanlage ist nicht teilbar. Aber welche Flusspferd-Au├čenanlage ist bzw. war das schon? Ging ja sonst auch ohne diese M├Âglichkeit, selbst bei Haltung von mehr als 1,1 (siehe Berlin oder M├╝nchen)...

Innen gibt es allerdings neben dem gro├čen Herdenbecken ein v├Âllig separiertes (aber f├╝r den Besucher einsehbares) kleineres Becken, das wahlweise f├╝r einen Leihbullen oder f├╝r Mutter/Kind genutzt werden kann. H├Ątte man bei Paarhaltung vielleicht nicht mal gebaut, aber ein Leihbulle muss ja erstens vorsichtig eingew├Âhnt werden und soll zweitens nicht gleich ALLE K├╝he begl├╝cken.

├ťbrigens: Falls du mal wieder ein Hippo-Baby sehen willst - so weit ist Hannover gar nicht :-)
(04.05.2007, 10:09)
Carsten :   Zumindest die Anlage spricht durch die Teilungsm├Âglichkeiten daf├╝r, da├č Nachwuchs erw├╝nscht ist. Wenn ich mich recht erinner, gibt es diese M├Âglichkeit in Hannover au├čen nicht, innen wei├č ich nicht, ob da mehrere Schaugehege sind...

Falls Ernie keine Abneigung gegen Holl├Ąnder hat und von seiner fr├╝heren Flei├čigkeit nichts eingeb├╝├čt hat, m├╝├čte man das ja bald wissen, g... Notstand d├╝rfte auf jeden Fall vorgeherrscht haben, da er ja die letzten Monate im alten Haus von Rosl getrennt war, g...

Geh jetzt mal den Nashorncheck machen, vielleicht f├Ąllt dabei ja auch ein kleines Hippo ins Auge...
(04.05.2007, 09:36)
Michael Mettler :   Ist die Frage, ob ZOOM ├╝berhaupt Hippo-Nachwuchs haben m├Âchte.... Wer wei├č, ob nicht eines Tages nach Ernies Ableben auch dort nur noch K├╝he (wie in Hannover) oder allenfalls zus├Ątzlich Kastraten (wie in Emmen) gehalten werden. F├╝r die Ausnahmesituation eines Kalbes lassen sich ja vor├╝bergehend provisorische Ma├čnahmen einrichten; z.B. Absenken des Wasserspiegels im Au├čenbecken, kniehohe Zusatzabsperrungen in den Stallungen - und man wartet eben wie in Hannover, bis das Kalb zu dick f├╝r die Poller ist :-)
(04.05.2007, 08:56)
Carsten :   Die Poller haben genau aus dem genannten Grund Sitatungabreite.

Auch im Innenstall sind die St├Ąbe, da k├Ânnte ein Kalb in den Plegergang und die anderen Gegege, ein Mensch pa├čt dort jedenfalls durch. Und auch die Tore von der Innenanlage, wo ein Pleger durch die St├Ąbe pa├čt, k├Ânnte ein Kalb evtl ├╝berwinden, auf den Boten gepre├čt kommt es vielleicht auch unter dem Tor durch...

Obwohl man in GE schon vor Jahrzehnten Probleme mit zu weitem Gitterabstand hatte, sind diese Erfahrungen wohl leider nicht in den Neubau eingeflossen...
(03.05.2007, 23:25)
Michael Mettler :   Da mir das m├Âgliche Problem erst jetzt bewusst wurde, habe ich in Gelsenkirchen seinerzeit nicht so genau auf die dortigen Verh├Ąltnisse geachtet. Aber meiner Erinnerung nach stehen die Metallpoller dort sehr viel weiter auseinander als die Betonpoller in Hannover (vielleicht, damit eine schwimmende Sitatunga hindurchpasst, um nicht von einem Hippo "festgenagelt" werden zu k├Ânnen?). Somit k├Ânnte eventuell ein dahinter geratenes Hippo-Kalb problemlos wieder zur├╝ck gelangen - n├Ąmlich in beliebiger Wassertiefe dazwischen hindurch und nicht nur dr├╝ber weg wie in Hannover? Und die schmale und glatte Betonmauer k├Ânnte ein schwierigeres Hindernis f├╝r ein Nilpferdkalb darstellen als der strukturierte, "griffige" und breite Kunstfelsriegel in Hannover.
(03.05.2007, 22:22)
IP66 :   Das selbe Problem wird sich in Gelsenkirchen stellen - wenn das Kalb dort nicht auch zwischen den Betonpfeilern hindurchpa├čt - Eleganz hat ihren Preis.
(03.05.2007, 20:42)
Michael Mettler :   Habe heute in Hannover Kalb Fridolin mit vier K├╝hen auf der Au├čenanlage gesehen; zwei K├╝he hatten "Innendienst". Ob wegen Unvertr├Ąglichkeit oder um den Besuchern keinen leeren "Hippo-Canyon" zu bieten, wei├č ich nicht - vermute aber letzteres...

Ich habe nun auch einen Verdacht, warum das Kalb nicht fr├╝her raus durfte. Die Absperrung des Au├čenbeckens zum "Sambesi-Flusslauf" besteht aus einer Betonwand, die von nur wenig ├╝ber die Wasserlinie ragenden Kunstfelsen kaschiert wird. Parallel dazu verlaufen gehegeseitig Poller (senkrechte "Baumst├Ąmme" aus Beton), die verhindern, dass die Hippos bis an diese Grenzmauer herankommen k├Ânnen; die Poller werden gesch├Ątzte 20 cm vom Wasser ├╝bersp├╝lt. Ein kleines Hippo-Kalb k├Ânnte m├Âglicherweise nicht nur ├╝ber diese Poller hinweg gelangen (ob aktiv oder nach "Unterheben" durch einen Artgenossen), sondern vielleicht sogar ├╝ber die Grenzmauer in den "Sambesi". Immerhin sind Nilpferdbabys in der Lage, ihrer Mutter im Wasser auf den R├╝cken zu klettern, da d├╝rfte ein flacher Kunstfels erst recht kein Hindernis sein. Vielleicht muss man deswegen schlichtweg warten, bis ein Kalb zu schwer und volumin├Âs f├╝r solche Aktionen ist.
(28.04.2007, 13:13)
Foto :   Daran soll's nicht scheitern:
http://img240.imageshack.us/img240/6842/hannoverrb3.jpg
(20.04.2007, 21:56)
Michael Mettler :   Ich war schon lange nicht mehr im Zoo, meine das Kalb aber in diesem Jahr schon mit mindestens zwei K├╝hen zusammen gesehen zu haben. Zum Stall kann ich nichts sagen, habe ihn noch nie von innen gesehen (au├čer einer kurzen Szene im Fernsehen). Dass es aber zwei Schieber ins Au├čengehege gibt, d├╝rfte ein Hinweis darauf sein, dass es drinnen eine passende "Verkehrsf├╝hrung" gibt.
(20.04.2007, 19:27)
Carsten :   War Fridolin denn innen schon mit anderen K├╝hen zusammen, oder nur mit seiner Mutter?
(20.04.2007, 18:57)
IP66 :   K├Ânnte es an irgendwelchen Problemen bei der Konzeption des Innenstalls liegen, die ein Umsperren erschweren?
(20.04.2007, 17:52)
Michael Mettler :   Laut heutigem Zeitungsbericht durfte Kalb Fridolin in Hannover gestern erstmals mit seiner Mutter ins Au├čengehege. Im Alter von neun Monaten (!).... Ist mir ein R├Ątsel, warum erst jetzt.
(20.04.2007, 17:19)
Michael Mettler :   Prima. F├╝r Ernie w├╝rde ich dann als Zweitnamen Bert vorschlagen, das k├Ąme bestimmt bei den Kindern gut an und w├╝rde gleichzeitig herrliche Verwirrung stiften... (Und f├╝r den Schimpansenmann Sepp-Toni w├Ąre doch z.B. Jan-Hendrik eine h├╝bsche Namenserg├Ąnzung.)
(12.04.2007, 22:41)
Carsten :   Das Gelsenkirchener Flu├čpferd Rosl hat einen Paten, den Gelsenkirchener Oberb├╝rgermeister Frank Baranowski.

Im Rahmen der Partnerschaft durfte Herr Baranowski Rosl auch einen weiteren Namen geben, so da├č sie jetzt mit Zweitnamen Martha hei├čt.

Da freut sich der Datensammler, g...
(12.04.2007, 22:17)
Jonny :   @? Da macht uns Werner ein so tolles Angebot , chinesisch wollte ich schon immer mal lernen , weil es eine Weltsprache ist , und man sich endlich mit den Pandas in Berlin unterhalten kann,und du verulkst ihn. Ob er sich nochmal meldet ?
(25.03.2007, 20:41)
? :   @ Werner du g├Ąben auch Nachhilf in deitsch ?
(25.03.2007, 19:50)
Werner :   hallo, ich bin der Werner!
ich wollte nur fragen brauch jemand von euch nachhilfe in biologie,spanisch,latein,englisch,chinesisch oder in franz├Âsisch? stehe in allem 11 AMLDET EUCH
(25.03.2007, 14:45)
Carsten :   Wasserschwein war halt als Name schon besetzt, g, das h├Ątte auf jeden Fall besser gepasst...
(11.03.2007, 20:08)
Michael Mettler :   P.S. "Flusspferd" ist ohnehin nicht sonderlich richtiger als "Nilpferd". Ein Pferd ist es auch nach den neueren systematischen Erkenntnissen (Verwandter der Wale) nicht, und au├čerdem lebt es nicht nur in Fl├╝ssen, sondern auch in Seen... :-)
(11.03.2007, 19:12)
Michael Mettler :   Seit ich die alten Quellen nach Flusspferd-Daten durchforstet habe, neige ich immer mehr dazu, den Namen Nilpferd wieder zu verwenden. Schlie├člich gibt es Nilwarane und Nilg├Ąnse auch nicht nur am Nil, von widersinnigen Wortsch├Âpfungen wie Regenwald-Nilwaran (f├╝r die westliche Form) mal ganz zu schweigen...
(11.03.2007, 18:56)
Carsten :   Im Albert-Nil und Akagera-Nil d├╝rften ggf. auch noch Flu├čpferde leben.

Die Bezeichnung "Nil" wird eigentlich nur f├╝r den Unterlauf verwendet, so etwa vom Assuan Staudamm bis zum Mittelmeer.
(11.03.2007, 17:27)
Sebastian Dahl :   In gewissen Gebieten (Viktoria-Nil) leben sie doch auch heute noch?
(11.03.2007, 17:02)
Carsten :   1910 sind in ├ägypten auf jeden Fall noch Flu├čpferde gefangen worden, das grenzt den Zeitraum schon mal ein bissel ein...
(11.03.2007, 17:02)
Okapi :   Wei├č eigentlich jemand bis wann Flusspferde am Nil lebten?

Dort gibt es sie ja nicht mehr. Den Namen Nilpferd haben sie ja da her. Bis wann gab es sie dort?
Bei vielen Seiten steht nur: "bis in historische Zeitenbewohnte...das Nil-Gebiet"
Kann mir das jemand sagen?

(11.03.2007, 15:32)
Kahuna :   Ich bin nicht 100% sicher, aber ich glaube nicht das sie in Safari beekse bergen flusspferden hatten. (Zwergen haben sie niemals gehat, da bin ich sicher)
(27.01.2007, 22:07)
Michael Mettler :   @Paul: Auch wenn sich meine Hippo-Recherche haupts├Ąchlich auf die deutschsprachigen L├Ąnder bezog, haben sich nebenher reichlich Daten ├╝ber Flusspferde in den Niederlanden angesammelt - aber laut denen spricht nichts daf├╝r, dass Beekse Bergen jemals Flusspferde hatte. Zu Zwergflusspferden kann ich allerdings nichts sagen.
(25.01.2007, 14:32)
Paul :   Und in der Vergangenheit?
Hatte Beekse Bergen Flusspferde?
Zwergflusspferde?
(24.01.2007, 18:47)
Kahuna :   Beekse bergen hat definitiv keine flusspferden.
Nat├╝rlich sind das sch├Âne tieren f├╝r ein grosses safaripark, aber das bauen eine naturn├Ąhe(?) anlage ist (jetzt) zu teuer f├╝r das park. Vielleicht in der zukunft (jetzt investieren sie noch viel in die neue menschaffen-anlagen uzw.)
(24.01.2007, 17:54)
Ingo Rossi :   Ich war im Oktober noch in Beekse Bergen, und habe weder Grosse noch Kleinen entdeckt... (ausgeschildert waren auch keine)
(24.01.2007, 14:52)
Ronald Masell :   @M.M.
Zwerge gibbet da auch nicht.
(24.01.2007, 12:55)
Carsten :   Mir ist auch nichts von einer dortigen Flu├čpferdhaltung bekannt, aber wer wei├č, vielleicht findet sich ja auch mal nicht nur ein bislang unbekanntes Flu├čpferd, sondern gleich ein ganzer Halter, g.
(24.01.2007, 12:48)
Michael Mettler :   K├Ânnten es auch ZWERGflusspferde sein?
(24.01.2007, 09:45)
Ronald Masell :   Wir waren im Oktober in Beekse Bergen,
da gab es keine Flusspferde.
(24.01.2007, 09:06)
Michael Mettler :   F├╝r mich ist das eine neue Info, bisher wusste ich nicht, dass dort nun auch Flusspferde gehalten werden!
(24.01.2007, 08:47)
Paul :   Wer wei├č was f├╝r Flusspferde Beekse Bergen h├Ąlt und seit wann?

Sind dort eigentlich jetzt schon neue Besitzer?

Paul
(23.01.2007, 22:59)
Carsten :   @ZooFanKarlsruhe: Ich wei├č, die leidvolle Erfahrung hab ich auch schon gemacht.
(18.01.2007, 00:59)
ZooFanKarlsruhe :   @Carsten:

Mit "von Zoo-Seite" meinte ich auch nur den Karlsruher Zoo. Das sollte keinesfalls eine Pauschalwertung f├╝r die Zoobranche sein.
(17.01.2007, 23:00)
Carsten :   Wobei man gl├╝cklicherweise sagen mu├č, da├č die meisten Zoos da recht kooperativ sind und nur Ausnahmen keine Antwort geben oder nur die aktuellen Haltungsdaten.
(17.01.2007, 22:08)
ZooFanKarlsruhe :   Ja es ist wirklich sehr schade, dass man von Zoo-Seite diesbez├╝glich keine Informationen erh├Ąlt. Habe auch schon nach Archivmaterial angefragt. Muss man sich leider so m├╝hsam erarbeiten. Dennoch an dieser Stelle ein gro├čes Kompliment f├╝r deine Recherchearbeit Michael !
(17.01.2007, 20:25)
Michael Mettler :   Einspruch, dazwischen liegt ein zu gro├čer zeitlicher Abstand: Falls Z├╝rich Rosi/Rosl f├╝r das 1965 er├Âffnete AFRIKAhaus haben wollte und sich dann anders entschloss, w├Ąre sie nicht erst 1981 (20 Jahre nach der Anfrage!) deswegen nach Gelsenkirchen gekommen.... Das Z├╝richer Paar Kiboko und Hippa kam ├╝brigens 1965 aus dem Ruhrzoo.
(17.01.2007, 17:44)
IP66 :   qZoofanKarlsruhe: In Z├╝rich ist doch nie ein Flu├čpferdhaus gebaut worden - vielleicht plante man ein solches, entschlo├č sich dann f├╝r etwas anderes, und da kam das Flu├čpferd dann nach Gelsenkirchen.
(17.01.2007, 17:35)
ZooFanKarlsruhe :   Hallo Michael,

ok dann hab ich das wohl falsch interpretiert. Kann noch nachreichen dass der 1964 geborene Nachwuchs von "Rosi", den Namen "Otto" bekam.
(16.01.2007, 22:20)
Michael Mettler :   Nach meinem Kenntnisstand ist die noch immer in Gelsenkirchen lebende Rosl tats├Ąchlich das Erstgeborene aus Karlsruhe (geb. 1958) und hatte auch dort schon Nachwuchs. Sie kam tr├Ąchtig in GE an, war also l├Ąngst kein Jungtier mehr! Spr├Ąche daf├╝r, dass alle drei genannten Rosis das selbe Tier sind. Allerdings waren keine genaueren Daten aus Karlsruhe zu bekommen, nicht mal ├╝ber eine "offiziellere" Schiene - was eventuell daran liegt, dass gar keine vollst├Ąndigen Unterlagen (mehr) vorhanden sind.

Der Zoo Karlsruhe hat sich in seinen alten Zoof├╝hrern dazu bekannt, Flusspferde auch aus finanziellen Gr├╝nden zu z├╝chten. Somit w├Ąre in meinen Augen nicht verwunderlich, wenn man Rosi/Rosl behalten hat, um auf breiterer Basis f├╝r noch mehr gut verk├Ąuflichen Nachwuchs zu sorgen.
(16.01.2007, 20:19)
ZooFanKarlsruhe :   Habe heute in Erfahrung gebracht, dass der Z├╝rcher Zoo 1961 daran interessiert war den ersten Karlsruher Flusspferdnachwuchs "Rosi" zu kaufen, sobald dort das Flusspferdhaus fertiggestellt war.

1964 hatte dann eine "Rosi" ihren ersten Nachwuchs mit dem Namen "Otto". Stellt sich die Frage warum der Transfer nacn Z├╝rich nicht zustande kam oder war das vielleicht sogar wieder eine andere "Rosi" ???

Und 1981 wurde ja eine "Rosi" als Jungtier an den Zoo Gelsenkirchen abgegeben.

Sehr verwirrend und ├Ąrgerlich dass es damals offenbar ├╝blich war an die Nachfolgetiere die gleichen Namen zu vergeben...

(16.01.2007, 20:08)
Carsten :   Lt. Bestandsliste Zoo Sofia ist 2003 eine Flu├čpferdkuh gestorben. Wei├č da zuf├Ąllig jemand was n├Ąheres? Kann eigentlich nur Hippa gewesen sein...
(16.01.2007, 01:30)
Michael Mettler :   Ich nehme an, dass die Wilderer kaum auf 150 Hippos in der Woche k├Ąmen, wenn diese unter "Dauerbeobachtung" st├╝nden - jedenfalls nicht, wenn der Gesamtbestand ohnehin nur noch kl├Ąglich niedrig ist.
(07.01.2007, 14:15)
Sebastian Dahl :   Werden die Flu├čpferde des Parks eigentlich auch so besonders gesch├╝tzt und beobachtet wie die Berggorillas? Beim Berggorilla soll der Bestand ja sogar wieder etwas gestiegen sein - oder liegt das nur daran, dass Flu├čpferde viel leichter f├╝r Wilderer aufzusp├╝ren sind als Gorillas?
(07.01.2007, 11:43)
Carsten :   Traurig, traurig.

Sollen sie den Rest auch noch abschie├čen und die Berggorillas dazu, den Nationalpark aufl├Âsen und dann werden sie schon sehen, was sie davon haben, wenn durch die Wilderei keine Einnahmen mehr entstehen und keine Touristen mehr kommen, weil es nichts mehr zu sehen gibt. Sehr effektiv!!!
(07.01.2007, 10:55)
Michael Mettler :   Gefunden auf der HP der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt:

"Am 23. Oktober f├╝hrte die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) mit Unterst├╝tzung des US Fish and Wildlife Service eine Z├Ąhlung der Flusspferde im Virunga Nationalpark durch. Der Park liegt im Osten der demokratischen Republik Kongo, ist UNESCO Weltnaturerbe und Heimat der seltenen Berggorillas. Die Z├Ąhlungen aus der Luft best├Ątigten, was die seit l├Ąngerem anhaltende Wildereiwelle bef├╝rchten lie├č. Nur noch 629 Flusspferde sind ├╝brig von einem Bestand, der Anfang der 70er Jahre bei rund 30.000 lag. Dies entspricht einem Bestandsr├╝ckgang von 98 Prozent. Allein in den ersten beiden Oktoberwochen hatten Wilderer mehr als 400 Flusspferde get├Âtet."

Das war vor zweieinhalb Monaten. Wenn die Wilderer den im Rest des Artikels erw├Ąhnten Schnitt von rund 150 get├Âteten Flusspferden pro Woche (!) halten konnten, w├Ąre das Flusspferd dort noch im alten Jahr ausgerottet worden.
(07.01.2007, 10:00)
Oliver Jahn :   Bei Stuttgart bin ich mir nicht mal sicher, ob die nicht auch nur eine Sondergenehmigung haben, welche die EU-Haltungsrichtlinien zeitlich begrenzt aussetzt, ├Ąhnlich wie Magdeburg mit dem Dickh├Ąuterhaus. Und an der Spekulation zu Frankfurt beteiligen sich sehr viele, nicht zuletzt durch den Zootest im Stern wurde immer wieder die Beendigung der Flusspferdhaltung gefordert. Da man nun einiges baulich in Frankfurt umgesetzt hat, an die Hippos aber ├╝berhaupt kein einziger Gedanke verschwendet wurde, liegt die Vermutung nahe, dass ihre Tage dort gez├Ąhlt sind. Mir werden sie in Frankfurt fehlen.
Ihre Ansicht zum Gro├čen Weiher teile ich voll und ganz. Bereits in einem anderen Thread schrieb ich ja, dass auch ich den Blick ├╝ber den Weiher als einmalig empfinde und auch als absolut sch├╝tzenswert.
(05.01.2007, 21:55)
Mulan :   Wer sagt denn, das Stuttgart und Frankfurt die Haltung beenden ? Im Fall von Frankfurt ist es nur eine Spekulation von mir, das unter der kommenden neuen Zooleitung die Flu├čpferde verschwinden werden , falls die Stadt Frankfurt da mitmacht.
@ Michael Mettler. Ja, Kronberg hat das n├Âtige Kleingeld f├╝r eine Hippo-Anlage. Ja, es m├╝├čen Tierarten daf├╝r weichen, und zwar die, die sowieso laut dem Masterplan nicht mehr in das Konzept passen und ohnehin abgegeben werden m├╝├čen.
(05.01.2007, 21:46)
Oliver Jahn :   Einige Zoos haben die Haltung aufgegeben? Es gibt noch gen├╝gend? In den letzten 15 Jahren sind die H├Ąlfte, 50% der Halter weggebrochen. Wenn das Aus f├╝r Frankfurt und in naher Zukunft auch f├╝r Stuttgart kommt, dann gibt es man gerade noch 6 Halter in ganz Deutschland, und das in einem Land mit der h├Âchsten Zoodichte. Aber das hatten wir ja schon mal alles, und zwar genau am Anfang dieses Threads im Oktober 2005.
(05.01.2007, 21:37)
Michael Mettler :   Kronberg hat also das n├Âtige Kleingeld f├╝r eine Hippo-Anlage, und dort m├╝ssen daf├╝r keine anderen Tierarten weichen? Und was soll der Opelzoo mit zwei adulten Bullen? Max hat schlie├člich noch einige J├Ąhrchen mehr vor sich als die Frankfurter (seine Eltern!).
(05.01.2007, 21:11)
Mulan :   Der gro├če Weiher in Frankfurt ist historisch, ihn gibt es bereits seit 1874. Da der Weiher unter Denkmalschutz steht, darf auch keine Tier-Anlage daraus gemacht werden , Gott sei Dank.Es ist die letzte gro├če Freifl├Ąche in diesem kleinem Zoo und der Blick ├╝ber den Weiher zum Aquarium ist der gleiche wie 1874 !
@Oliver Jahn. Klar kennt das Flu├čpferd-Paar sein " Gehege ", verlaufen kan man sich darin wohl kaum. Warum sollte man die Tiere nicht abgeben ? Die letzte Elefantenkuh Baroda hat man ja auch abgeben, obwohl sie ihr Gehege kannte, weil sie 25 Jahre darin lebte. Mit dieser Argumentation h├Ątte man ja auch f├╝r Baroda Gesellschaft besorgen k├Ânnen.Die Frankfurter Hippos k├Ânnen noch gut und gerne 30 Jahre leben. Die M├╝nchner Hippos wurden ja auch, bis auf eine Ausnahme ( zur├╝ckzuf├╝hren auf die Unf├Ąhigkeit des Tierarztes )erfolgreich nach Brasilien abgegeben, und den Tieren gehts blendend dort. Soweit mu├č man die Frankfurter ja nicht schicken, sobald in Kronberg die neue Anlage fertig ist, einfach dorthin schicken. Es ist nicht notwendig, das zwei Zoos im Umkreis von 30 km Flu├čpferde halten, zumal eine der Haltungen untragbar ist. Ist Kronberg auch noch, aber dort wird es ge├Ąndert. Die Frankfurter Flu├čpferde innerhalb des Zoos umzusetzen, bedeutet die Abgabe einiger Tierarten, und das f├╝r eine Tierart, die im Nachbarzoo gehalten wird. Au├čerdem ist das mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden, und das Geld hat der Zoo nicht, die Stadt sowieso nicht.Es stimmt zwar, das einige Zoos mit der Flu├čpferd-Haltung aufgeh├Ârt haben, aber es gibt noch gen├╝gend Zoos in Deutschland, wo Flu├čpferde gehalten werden. Es mu├č nicht jeder Zoo Hippos halten.
(05.01.2007, 18:29)
Klaus Schwarz :   Der Wasserwechsel ist mit Sicherheit eines der gr├Â├čten Hippoprobleme. Bei der Anlage in Basel wird auch ein Bach f├╝r die Durchsp├╝lung des "Badebereiches" genutzt. Der Landbereich wird allerdings fast immer, wenn nicht sogar immer, durch einen kleine Elektrozaun von den anderen Afrikabewohnern abgetrennt.

Bei dem t├Âdlichen Unfall in Basel zwischen Flu├čpferdbullen und Zebrahengst muss man allerdings bedenken, dass diese beiden Tiere einen sehr engen Umgang gepflegt haben und der Zebrahengst regelm├Ą├čig dem Flusspferd am Maul herumgeknabbert hat. Ohne diese enge M├Ąnnerfreundschaft h├Ątte es wahrscheinlich nicht zu dem tragischen Unfalltod kommen k├Ânnen.
(05.01.2007, 16:00)
Michael Mettler :   Der Teich ist zwar sicherlich optisch und raumm├Ą├čig nett f├╝r Hippos, aber ich bitte doch zu bedenken, dass es irgendeine M├Âglichkeit des Wasserwechsels bzw. der Wasseraufbereitung geben muss. Eine Naturkl├Ąranlage (Schilf) w├Ąre zwar vielleicht machbar, m├╝sste aber wiederum so gro├č sein, dass vom eigentlichen Teich nicht viel ├╝brig bliebe. Das zeigt jedenfalls der Blick auf Schilffl├Ąchen, die in Gelsenkirchen (neben dem Alaskadorf) und im Zoo Berlin (gegen├╝ber der Flusspferd-Au├čenanlage) zu solchen Zwecken angelegt wurden. Also k├Ąme eigentlich nur in Frage, ein in sich geschlossenes Becken in den Teich zu integrieren - ├Ąhnlich wie in ZOOM, wo ja ein durchgehendes Gew├Ąsser vorget├Ąuscht werden soll.
(05.01.2007, 09:25)
Stefan :   @Carsten: Danke, dass jemand die Diskussion wieder auf das Ziel meines "Planspiels" lenkt: Ich habe mit meiner Idee ausdr├╝cklich eine L├Âsung f├╝r den Erhalt BEIDER Tierarten im Zoo anregen wollen. Once again and for all: F├╝r die Flusspferde k├Ânnte man m.E. mit gutem Willen (und dem n├Âtigen Geld...) eine qualitativ bessere L├Âsung an anderer Stelle im Zoo anbieten - Weiher oder Integration in die Afrika-Anlage.
@Oliver Jahn: Keine Sorge, auch ich bin bekennender Nashorn- UND Hippo-Fan und kann gut nachvollziehen, wie man sich f├╝hlt, wenn wieder mal ein weiterer Zoo die Flusspferdhaltung einstellt...
(05.01.2007, 08:59)
Stefan Schubert :   Lebt in diesem Teich nicht ein L├Âffelst├Âr, der seinem Aquarium entwachsen ist? Solch eine Info fand ich im Exotarium und seither halte ich die Augen offen- bislang erfolglos!
(05.01.2007, 08:57)
Carsten :   Vielleicht sollte Frankfurt mal einen Umzug der Flu├čpferde innerhalb des Zoos erw├Ągen, so wie unten schon mal angeregt. Dann h├Ątten die Nash├Ârner das ganze Haus f├╝r sich, und mit den Flu├čpferden lie├če sich ein neues Highlight schaffen...
Auch wenn die Freunde von Wassergefl├╝gel mich jetzt schlagen, der in meinen Augen recht langweilige Teich hinter dem Gesellschaftshaus w├╝rde sich daf├╝r geradezu anbieten.
(05.01.2007, 02:55)
Oliver Jahn :   Ich wei├č, dass ich jetzt wieder mal Schl├Ąge riskiere, aber ich bin sehr froh, dass Frankfurt noch beide Arten hat und ich w├╝nsche mir, es m├Âge noch recht lange so bleiben. So lange das Flusspferdpaar lebt, sollte man es da belassen, denn es kennt sein Gehege und ist daran gew├Âhnt. Was hat denn der Leipziger Kuh die ach so goldene Freiheit gebracht? Einen schnellen und aus meiner Sicht unn├Âtigen, stressbedingten Tod.
Au├čerdem finde ich, es sind schon viel zu viel Flusspferdhaltunge in den letzten Jahren beendet worden.
(04.01.2007, 23:20)
Mulan :   Es wurden zwar mehr Flu├čpferde in Frankfurt geboren als Nash├Ârner , daf├╝r wurden aber mehr Nash├Ârner als Hippos gehalten. Und w├Ąhrend es sogar ein Frankfurter Nashorn in das Senckenberg-Museum geschafft hat, ist dies den Flu├čpferden bis heute nicht gelungen. Flu├čpferde kann man in Kronberg besser halten.( in einer neuen Anlage )
(04.01.2007, 22:35)
Carsten :   Hab gerade bei der Eingabe der Flu├čpferddaten gesehen, da├č in Frankfurt sogar zeitweise mal 4 Flu├čpferde gleichzeitig gelebt haben, 2 Alt- und 2 Jungtiere, die wurden dann vermutlich gestapelt gehalten, g.
(04.01.2007, 22:24)
Michael Mettler :   @Mulan: Flusspferde sind auch eine Traditionsart in Frankfurt, ich erinnere an Lieschen.... (Und mehr Nachzucht hatten sie auch.)

Auf die Frage nach der Hippo-Sitatunga-Kombi in Hannover bekam ich umgehend Antwort: Speziell die Sitatunga-Gei├č f├╝hlte sich in Gegenwart der Flusspferde ├╝berhaupt nicht wohl und zog sich dann aufgrund der kaum strukturierten Landfl├Ąche in eine Pflanzung zur├╝ck - und zwar in die OBERHALB des Geheges, also den Gr├╝nstreifen auf der "Mauerkrone" zwischen Hippo- und Addax-Anlage! Deshalb wurden die Tiere ins Antilopenrevier umgesetzt. Es scheint sich aber ohnehin um sehr turnfreudige Sitatungas gehandelt zu haben, denn im dortigen Gehege (heute mit Kleinen Kudus und Rotduckern besetzt) nutzten sie den Trockengraben als bevorzugte Ruhezone. Also: Es kam keine Sitatunga durch Flusspferde zu Schaden.

In einer TV-Doku auf Arte ("Limpopo - Afrikas Friedenspark") sah ich heute ein Hippo, das m├Âglicherweise melanistisch war! Auch wenn man nur den Kopf sah, war die F├Ąrbung sehr viel dunkler als bei seinen Artgenossen nebendran (etwa wie Zartbitterschokolade), und es fehlten ihm die rosafarbenen Hautpartien um die Augen, an der Basis der Ohren und an der Kopfunterseite.
(04.01.2007, 22:14)
Mulan :   Die Nash├Ârner in Frankfurt m├╝├čen bleiben, es ist eine Traditionsart f├╝r Frankfurt. Ob sie beliebter sind als Flu├čpferde , l├Ą├čt sich schwer sagen , in Frankfurt sind es wohl die Nash├Ârner , da sie auch etwas artgerechter gehalten werden als die Hippos. Die erwecken bei den Frankfurtern eigentlich nur Mitleid. Nun, die Frankfurter Nashorn-Zucht mag zwar f├╝r die Zoopopulation unwichtig erscheinen, f├╝r die Freilandpopulation ist sie es nicht.Die Auswilderung der Frankfurter Nash├Ârner f├Ârdert auch ungemein das Ansehen des Frankfurter Zoos und von Zoos im Allgemeinen in der ├ľffentlichkeit. Darauf will man in Frankfurt auch nicht verzichten, diese zus├Ątzliche Werbung verschafft n├Ąmlich auch noch zus├Ątzliche Besucher , und davon profitieren alle Tiere in Frankfurt.Das gleiche k├Ânnte man nat├╝rlich auch mit den Hippos machen, deren Freilandbest├Ąnde zusehends schrumpfen. Aber deren Haltung ist nunmal teuerer als die von Nash├Ârnern.
(04.01.2007, 18:34)
Carsten :   Das es gerade im Falle Kronberg / Frankfurt nicht einfach ist, ist mir auch klar, aber mit gutem Willen sicher zu schaffen. Die alternative Einrichtung eines Frankfurter Au├čenzoos w├Ąre in meinen Augen die schlechtere L├Âsung, da damit zum einen unn├Âtige Konkurrenz geschaffen w├╝rden in einem beschr├Ąnkten Raum bzw. Gelder abgezogen w├╝rden, die an anderer Stelle besser eingesetzt w├Ąren.
(04.01.2007, 18:29)
Saya :   Wobei man in Plankendahl und Antwerpen gerade dabei ist, die strikte Aufteilung wieder abzuschaffen und attraktive Gro├čtiere in beiden Parks zu halten, vor allem um Plankendahl aufzuwerten. So kriegt Plankendahl zB 2007 Giraffen, die dann in beiden Paks gehalten werden. Okapis sollen ger├╝chteweise in der Zukunft auch in beiden Parks gehalten werden. Elefanten siedeln irgendwann nach Plankendahl, es wird aber ├╝berlegt die Antwerpener Anlage f├╝r ├Ąltere, zuchtunf├Ąhige K├╝he weiter zu nutzen, um ein Highlight f├╝r den Zoo zu erhalten. Ob das auch im besten Interesse der Tiere ist, sei mal dahingestellt.
(04.01.2007, 16:49)
Michael Mettler :   @Carsten: Planckendael ist eine Au├čenstelle des Antwerpener Zoos, da ist es wenig verwunderlich, dass die Koordination funktioniert. Organisatorisch ist das also nicht mit Frankfurt/Kronberg vergleichbar - f├╝r den Besuchereindruck ist das allerdings unerheblich.

Wenn die Nashornzucht in Frankfurt aber ohnehin f├╝r die Zoopopulation unbedeutend ist, w├Ąre es m.E. eher eine ├ťberlegung wert, die Rhinos abzugeben und die Fl├Ąche f├╝r die Hippos zu nutzen. Frankfurt hat im Gegensatz zu Kronberg wenigstens ein harmonierendes Paar, und ich k├Ânnte mir vorstellen, dass Flusspferde beim Publikum beliebter sind als Nash├Ârner. Eine weitere Alternative w├Ąre, Nash├Ârner UND Flusspferde abzugeben und das Haus stattdessen f├╝r Zwergflusspferde zu nutzen - w├╝rde thematisch gut zum benachbarten Bonoboland passen.
(04.01.2007, 16:25)
Carsten :   Vielleicht kommt ja auch zuvor im Jahre 2188 mal jemand dahinter, da├č eine Kooperation zwischen Frankfurt und Kronberg mehr Vor- als Nachteile hat. Woanders funktioniert sowas ja auch, z. B. Antwerpen & Plankendael. Bei einer entsprechenden Aufteilung der Tierarten, wobei jeder der beteiligten Zoos einige Highlights bekommt, sollte das klappen. Frankfurt k├Ânnte sich dadurch mehr zum "Spezialit├Ątenzoo" mit ├╝berwiegend kleinen und mittleren Tierarten entwickeln und Kronberg eher die gr├Â├čeren Tiere in vern├╝nftiger Kopfst├Ąrke halten. Kostbare Tiere, wie z. B. Okapis, k├Ânnten ggf. auch in beiden Zoos gehalten werden, so schaft man eine Sicherheitsreserve f├╝r Notf├Ąlle wie Krankheiten o. ├Ą.
(04.01.2007, 16:09)
Mulan :   Flu├čpferde und Rappenantilopen zu versellschaften ist keine gute Idee, da w├Ąren t├Âdliche Unf├Ąlle an der Tagesordnung. Sobald der Au├čenzoo Frankfurts im Jahr 2189 er├Âffnet wird , soll aus der Savannen-Anlage eine Australien-Anlage gebaut werden. Also wird das keiner von uns mehr erleben. Warum mu├č Frankfurt mit aller Gewalt Flu├čpferde halten ? Die Haltung von Flu├čpferden sollte Kronberg ├╝berlassen werden, dort wird in naher Zukunft eine neue Anlage gebaut. Frankfurt soll sich auf die Nash├Ârner beschr├Ąnken. Deren Zucht auszubauen ist Quatsch , da erstens das Haus samt Au├čennanlagen gerade so f├╝r ein Paar ausreicht und es keine Abnehmer f├╝r den Nachwuchs gibt, der nur aus diesem Grund nach Afrika geschickt wird. Im Gegenzug sollte Kronberg keine Nash├Ârner anschaffen,da es die in Frankfurt gibt und beide Zoos so ihre Traditionsarten behalten w├╝rden.
Im bin mir sehr sicher, das wenn ab 2008 ein neuer Zoodirektor die Geschicke des Frankfurter Zoos bestimmt, die Flu├čpferde verschwinden werden.Ich hoffe es im Interesse der Tiere, denn die Flu├čpferdhaltung in Frankfurt ist meiner Meinung nach der gr├Â├čte Kritikpunkt in diesem Zoo. Eine M├Âglichkeit w├Ąre gewesen, aus Bonoboland ein Afrikahaus zu machen, mit Flu├čpferden und Gorillas / oder Bonobos.
(04.01.2007, 14:06)
Michael Mettler :   S├╝dafrikanische Spitzmaulnash├Ârner k├Ânnten allerdings ├╝ber US- oder australische Zoos zu bekommen sein, da ist minor recht verbreitet - und Australien ist ohnehin in die EEPs involviert.

WAS letztendlich dazu f├╝hrte, die Sitatungas in Hannover schon nach kurzer Zeit wieder von den Flusspferden zu trennen, wei├č ich leider auch nicht - danach habe ich ├╝brigens auch nie gefragt, das werde ich mal nachholen. Fotos von den Sitatungas auf der Flusspferdanlage in der Tagespresse waren mein einziger Beleg f├╝r diesen Versuch, selbst gesehen habe ich die Kombi nicht. Es scheint aber keinen Tierverlust dabei gegeben zu haben, denn m.W. kamen 1,1 Sitatungas nach Hannover und genau so viele Tiere siedelten dann ins Antilopenrevier um (was nat├╝rlich nichts hei├čen muss).

Im neuen Baseler Zoof├╝hrer hei├čt es zu dem t├Âdlichen Zwischenfall im Zolli, dass der Zebrahengst eines Tages am Rand des Wassergrabens ausgerutscht sei und sich der Flusspferdbulle daraufhin auf ihn gest├╝rzt habe. Klingt nicht mal unwahrscheinlich; auch bei Angriffen von Tieren auf Menschen war nicht selten ein Hinfallen des Menschen der Ausl├Âser.

├ťbrigens: Seitdem ich jede Menge alte Literatur ├╝ber Zoo-Hippos durchforstet habe, muss ich mich richtig bremsen, nicht wieder von "Nilpferden" zu sprechen und zu schreiben, der Name war halt fr├╝her weit verbreitet. Und eigentlich ist ja auch nicht einzusehen, warum ich da "political correct" sein muss, wenn ich in anderen F├Ąllen auch weiterhin von AmeisenB├äREN usw. spreche :-)
(04.01.2007, 09:15)
Carsten :   Flu├čpferdgemeinschaftshaltung ist eine reizvolle Sache, allerdings gibt es nur wenige Halter, die das praktizieren. In Basel hat es schon einen t├Âdlichen Unfall gegeben, in Hannover ist aus der Vergesellschaftung meines Wissens nichts geworden, warum wei├č ich leider nicht und ob die Gemeinschaft mit den Sitatungas im ZOOM klappt, bleibt abzuwarten, bislang waren die Tiere noch nicht zusammen.

Eine Umgestaltung des Weihers w├╝rde ich vorziehen, machbar ist sowas sicher, die K├Âlner Elefanten leben ja auch in einem "ehemaligen Teich".
(04.01.2007, 01:01)
Saya :   Soweit ich wei├č gibt es von der Nashorn-Unterart, die in Frankfurt gehalten wird, keine weiteren Tiere in Europa, mit der Erh├Âhung der Nachzuchtquote w├╝rde es also wohl nichts werden. F├╝r eine Herde Flusspferde neu zu bauen f├Ąnde ich aber super.
(03.01.2007, 23:56)
Stefan :   Eine Frage an die Experten zur Frankfurter Flusspferdhaltung, die ja immer wieder (zu Recht) stark kritisiert wird. Ist eigentlich eher ein Planspiel: Wie w├Ąre es, wenn man die Flusspferde auf die Afrikawiese verlegte und durch Umbauma├čnahmen eine ├Ąhnliche L├Âsung wie in Basel erreichen k├Ânnte mit entsprechender Vergesellschaftung der bisherigen Bewohner. Mich interessiert vor allem die platzm├Ą├čige Machbarkeit in diesem Bereich des Zoos. Der Flusspferdteil im Nashornhaus k├Ânnte dann vollends den Nash├Ârnern zugeschlagen und ggf. auch eine zweite Nashornkuh gehalten werden unter Neuaufteilung der bisherigen Kuhau├čenanlage. Nebeneffekt: Damit k├Ânnten die Zuchtquoten bei den Spitzm├Ąulern erh├Âht werden. Und: Frankfurt m├╝sste keine weitere attraktive Gro├čtierart abgeben. Alternative b: Der Gro├če Weiher wird f├╝r die Flusspferde umgestaltet (ist ja eh viel umgew├Ąlzt worden f├╝r den Katzendschungel und jetzt wohl neu eine Gibbon-Insel). Diese L├Âsung w├Ąre m.E. schwieriger durchf├╝hrbar, oder sieht jemand am Rande des Weihers eine M├Âglichkeit f├╝r ein Flusspferdhaus?
(03.01.2007, 23:43)
Okapi :   @Mulan: Danke. "Coca", "Cola" und "Fanta"- den Scherzkeks m├Âchte ich gerne mal kennen lernen! ;-)
Dann lebte ein Weibchen 7 Jahre lang ganz allein im Nbg Tiergarten?
Habe auf der Seite http://www.zoonews.ws/Heute/Archive/2003/2003-2.htm (->letzter Bericht, ->4ter Absatz) gelesen (Bericht von 22.1.2003) das die Tiere erst vor kurzem Abgegeben wurden. Also so rund um 2000. Kann das sein? Oder wurde das letzte wirklich 1996 abgegeben? Das glaube ich mehr.
Schade das N├╝rnberg keine Zwergflussferde mehr h├Ąlt.

@Michael Mettler: Manati und die "normalen" jahresberichte kenne ich. Leider nicht sehr Informatif. Vielen Dank f├╝r die rasche Antwort.
(02.01.2007, 15:35)
Mulan :   @Okapi. Gern geschehen, macht mir doch Spa├č, wenn ich Jemanden helfen kann. Eines der Jungtiere von Coca w├╝rde ├╝brigens Cola getauft. Zu den N├╝rnberger Zwergflu├čpferden :
Das Paar traf Ende November 1976 in N├╝rnberg ein. Geboren wurden beide in M├╝nchen, das Weibchen 1974 ( Mutter Fanta ), der Bulle 1975 ( Mutter Coca ) Gez├╝chtet haben die beiden in N├╝rnberg nie,der Bulle wurde 1989 nach Krechting, von dort nach Serranova verkauft. Der weitere Verbleib ist unbekannt.Das Weibchen wurde 1996 nach Fuengirola abgegeben, weiterer Verbleib auch in diesem Fall unbekannt.
Zu den M├╝nchner Schabrackentapiren :
Diese lebten bis 1990 im Tropenhaus und zogen anschlie├čend in das neuerbaute Nashorn-Ufo um. Dort leben sie heute noch.In die Tapir-Anlage zogen die Okapis ein. Nach deren Ableben lebten in deren Anlage Hirscheber , Trampeltiere und Elenantilopen.

(02.01.2007, 15:03)
Michael Mettler :   @Okapi: N├╝rnberger Jahresberichte gab es ├╝berhaupt nur bis etwa Ende der 60er Jahre. Dann folgte eine gro├če L├╝cke, und ab Mitte der 80er erschien eine Zeitschrift der Tiergartenfreunde, in der einige wenige Bestandsver├Ąnderungen angef├╝hrt wurden. Aus dieser Zeitschrift wurde sp├Ąter die heutige MANATI, und die ist neben den Zoof├╝hrern nach wie vor das einzige gedruckte Belegmaterial ├╝ber den Tiergarten.
(02.01.2007, 14:28)
Shensi-Takin :   @Okapi: Das erste Abteil, das heute im M├╝nchner Elefantenhaus die Pinselohrschweine beherbergt, war fr├╝her das Domizil der Zwergflu├čpferde; im Abteil rechts gegen├╝ber waren die Okapis und zeitweilig auch die Schabrakentapire untergebracht. Anstelle des heutigen Paludariums waren Kurzschnabeligel vorzufinden.
(02.01.2007, 13:39)
Okapi :   Danke Michael Mettler. Mit der Suchfunktion findet man einfach zu viel, da Ruhe in unz├Ąhligen Worten und Formen vorkommt. Aber diese Information gen├╝gt schon.

Zum Thema Zwergflusspferde: Sind diese 1977 mit dem Bau des Tropenhauses in N├╝rnberg eingezogen? Wie viele? habe eine unzuverl├Ąssige Quelle gefunden, in der steht, dass sie 2003 zu Gunsten der Seek├╝he abgeschfft wurden. Erst 2003 stimmt das? Wohin wurden diese abgegeben?
Gibt es Gesch├Ąftsberichte, wo Gr├╝nde, Todesursachen, Neuzug├Ąnge usw. vermerkt sind vom Tiergarten N├╝rnberg? Habe einige Gesch├Ąftsberichte vom Tierpark Hellabrunn und bin begeistert ├╝ber den Informationsgehalt dieser.
(02.01.2007, 13:24)
Michael Mettler :   @Okapi: Nein, Ruhe war ein Tierh├Ąndler, und zwar einer der gr├Â├čten ├╝berhaupt. Die Firma ist schon seit ├╝ber zehn Jahren erloschen. Such einfach mal unter dem Suchbegriff "Ruhe" im Forum, hatten wir schon ├Âfter zum Thema.
(02.01.2007, 12:38)
Okapi :   Ich hoffe niemand ver├╝belt es mir, aber ich muss jetzt einfach nachfragen. Habe das Internet schon durchforstet, aber bin zu keinem Ziel geommen. Ich habe hier schon mehrfach gelesen: Tier XY wurde nach Ruhe abgegeben? Ist "Ruhe" ein Tierpark? Wo? Kann mir jemand deren Internetseite nennen?

Vielen Dank.
(02.01.2007, 12:35)
Wolf Drei :   @Zoochitect: Schon etwas alt, aber informativ zum Thema Zwergflu├čpferd: in der "Neuen Brehm B├╝cherei " (vormals DDR) gab es eine Monographie von Prof. Lang, dem damaligen Leiter des Baseler Zoos und erstem Zuchtbuchf├╝hrer mit der gesamten Historie der Entdeckung und Zoohaltung
(02.01.2007, 11:40)
Okapi :   @Shensi-Takin: Vielen Dank. Ja typisch Schweine halt, aber sie haben das bestimmt vorraussgesehen.

Die Schabrackentapire kamen doch schon vor 1979 (ab da an habe ich Tierbestandsaufnahmen) nach M├╝nchen und die Okapis erst 1990. War es dann nicht andersrum? Oder lebten sie zusamen dort?

Da das jetzt ja eigentlich total vom Thema hier abweicht, frage ich mich ob es m├Âglich w├Ąre, dass ich wie Zoochitect einen Thread er├Âffne? Da die Ver├Ąnderung der einen Art gleich eine Ver├Ąnderung bei anderen Tieren hervorruft. Wenn nicht bitte ich mir zu verzeihen und ihn einfach direkt zu l├Âschen.
(02.01.2007, 10:52)
Shensi-Takin :   @Okapi: Die Pinselohrschweine in Hellabrunn sind idT auf die ehemalige Zwergflu├čanlage gesetzt worden-mit dem Resultat, dass von der zuvor intakten Grasnarbe nicht viel ├╝brig geblieben ist-typisch Schweine halt...;)
Die Okapi-Anlage(auf der kurzfristig auch die Schabrakentapire & sp├Ąter ein Kamel untergebracht worden waren) wurde ins Elefantenbullengehege integriert.
(02.01.2007, 08:52)
Okapi :   @Mulan: Vielen lieben Dank. Das sind ja super tolle Infos, die ich sehr gut brauchen kann! Sind wohl die Pinselohrschweine in das Gehege der Zwergflusspferde gekommen? Also sozusagen aus Platzgr├╝nden mussten/durften sie weichen?

@Carsten: Die Arbeit handelt von den Huftieren(Paarhufer, Unpaarhufer) Im Tierpark M├╝nchen und im N├╝rnberger Tiergarten. Vergleich welche Tiere wie, wo gehalten werden. Welche werden in M├╝nchen gehalten und in NBG nicht- Gr├╝nde und umgekehrt. Und ganz wichtig: Welche Huftiere werden aus attraktivit├Ąt und welche aus Zuchtgr├╝nden gehalten.
F├╝r Tips, Literaturhinwei├če, Infos usw. bin ich sehr Dankbar.
(01.01.2007, 23:39)
Hongabonga :   Ich hatte den Tierpark in Str├Âhen mal angeschrieben und wegen der Zwergflusspferde gefragt. Str├Âhen h├Ąlt keine mehr. Das letzte Weibchen wurde verkauft.

MfG
Hongabonga
(30.12.2006, 23:47)
Mel :   @Zoochitect: M├Âchte mich den meisten anschlie├čen, Zwergflu├čpferde sind eine gute Idee f├╝r einen Zoo wie Hamm, und wenn man mal das Problem mit der vertr├Ąglichkeit ausser acht l├Ą├čt auch zuchtfreudig wenn es passt. Allerdings w├╝rde ich auch wenn der finanzielle Aufwand gr├Â├čer ist zu einem Warmhaus raten das begehbar ist. Da die Mittel Europ├Ąischen Klimaverh├Ąltnisse die zeit der zur Schaustellung auf Aussenanlagen sehr begrenzt. Und somit die Tiere bei schlechtem bzw k├╝hleren Wetter f├╝r die besucher nicht sichtbar w├Ąren.
(30.12.2006, 19:49)
Mulan :   @Okapi. M├╝nchen erhielt bereits 1931 1,2 Zwergflu├čpferde, wobei eine der beiden K├╝he im Ankunfstjahr starb, die beiden anderen starben 1944 w├Ąhrend der Bombenangriffe auf M├╝nchen. 1936 wurde das erste Kalb geboren, das nach Dresden verkauft wurde. 1939 wurde ein zweites Kalb geboren, das den Krieg ebenfalls nicht ├╝berlebte.Erst 25 Jahre sp├Ąter kamen im April 69 wieder Zwergflu├čpferde nach M├╝nchen, zwei Weibchen aus der Basler Zucht, die eine starb 1991, das zweite Tier wurde 1992 an Ruhe abgegeben und starb 1996 in Wingst. Die beiden M├Ądels h├Ârten auf die wohlklingenden namen " Coca " und " Fanta ". W├Ąre Coca ein Bulle gewesen, kann man sich ja denken, wie das erste Kalb der Beiden genannt worden w├Ąre.1970 kam ebenfalls aus Basel ein Bulle, der Vollbruder von Fanta, und Halbbruder von Coca war. Er wurde 1992 mit Fanta ├╝ber Ruhe nach Wingst verkauft und lebt dort noch , 37 j├Ąhrig. 1974 hatte Coca ihr erstes Kalb, das aber am gleichen Tag starb,Fanta hatte ebenfalls 1974 ihr erstes Jungtier, das sie aufzog. Coca hatte bis 1987 8 K├Ąlber , davon eine Totgeburt. Fanta hatte bis 1987 ebenfalls 8 K├Ąlber und auch eine Totgeburt. Alle K├Ąlber wurden verkauft,zwei leben heute noch in Deutschland, eines in Halle , das andere in Th├╝le.In Wingst hatte das Zuchtpaar noch ein Kalb und eine Totgeburt.M├╝nchen hat die Zwergflu├čpferde zu Gunsten von Pinselohrschweinen abgegeben, die waren 1992 wesentlich seltener im Zoo zu sehen als Zwergflu├čpferde.
(30.12.2006, 18:57)
Carsten :   @ Marco: Ich hab seit 1998 diverse Daten privat gesammelt, dann es eine zeitlang ein bi├čchen ruhiger angehen lassen, und dadurch, das ich auf das Forum gesto├čen bin, hat sich das wieder intensiviert. Zuf├Ąllig hat Michael in dieser Zeit auch intensiv recherchiert, so da├č zumindest der deutschsprachige Bestand recht aktuell ist, bei den anderen Haltern mu├č ich f├╝r die aktuellsten Daten nocheinmal Kontakt aufnehmen.
Nachdem ich mir dann in letzter Zeit html, mysql und php in Grundz├╝gen beigebracht habe, habe ich angefangen, eine solche Flu├čpferddatenbank zu erstellen und ins Web zu bringen. Ist allerdings alles ein bissel aufwendig, mittlerweile sind ca. 30 Tiere drin, werden aber fast jeden Tag mehr. Wieviele Tiere ich gesamt kenne, wei├č ich nicht genau, sind aber bestimmt ├╝ber 1000.

@Okapi: Was hat die Arbeit denn f├╝r ein Thema?
(30.12.2006, 16:24)
Michael Mettler :   @Zoochitect: Die Zwerge sind sogar "gesellschaftsf├Ąhig", in einigen Zoos werden sie mit Affen oder Duckern zusammen gehalten - nur mal so als Tipp f├╝r die Aufwertung des Tierbestandes in Hamm :-)
(30.12.2006, 15:41)
Michael Mettler :   @Carsten: Hannover hat einen "Dauerbestand" von sogar 6 Tieren (0,6) sowie einen "Jokerplatz", der f├╝r einen eingestellten Bullen bzw. danach als Mutter-Kind-Innengehege genutzt wird (wie derzeit).

@Marco: Bez├╝glich der Datenbank verweise ich auf Carstens Beitrag, ansonsten lohnt es sich f├╝r dich vielleicht, im Thread bis ca. Anfang August zur├╝ck zu gehen und von da an zu lesen.

@Zoochitect: Zwergflusspferde d├╝rften einen kleinen Tierpark nicht vor gro├če Probleme stellen. Die Tierparks Str├Âhen und Th├╝le halten z.B. schon sehr lange welche, beide ohne einsehbare Innenanlagen (wobei es sich ohnehin um ausgesprochene "Sommerparks" handelt). Th├╝le ist ohnehin einen Besuch wert, wenn man sehen will, wie man mit einfachen Mitteln und einem Hamm in der "Sortierung" nicht un├Ąhnlichen Tierbestand einen sehr ansehnlichen "kleinen" Tierpark (der Fl├Ąche nach ist es ein gro├čer) erstellen kann!
(30.12.2006, 15:35)
Jana :   @Okapi Die europ├Ąische Zuchtbuch ist in Zoo Ostrava gef├╝hrt. Und ich w├╝rde den Gewicht von ausgewachsenen Flusspferd auf ehe 2 Tonnen sch├Ątzen, mehr nicht.

@Zoochitect Ich finde die Zwergpflusspferde f├╝r einen kleineren Zoopark sehr passend, die Tiere sind leicht zu bekommen und sind nicht platzintensiv. Das einzige kospielige ist ein warme Haus, aber wenn man es f├╝r Besucher nicht einsehbar macht, kann man drin auf "naturnahe" Gestaltung verzichten und viel Geld sparen. F├╝r Begrenzung von Aussengehege kann man zB die ausgemusterte Eisenbahn-Schwellen nutzen, die lassen sich dann mit Gr├╝nhecke gut tarnen. Bei den Einzelg├Ąnger kann man vorher nie wissen, ob sie sich vertragen, somit sind Einzelboxen notwendig, oder k├Ânnte man vielleicht nur 1 Tier halten. Im EEP herscht grosse Weibchen├╝berschuss (es sind etwa 2mal so viel Weibchen geboren in Zoos als M├Ąnchen), also w├Ąre dass kein Problem f├╝r den Koordinator, glaube ich mindestens.
(30.12.2006, 14:59)
Marco :   Zum Thema leichte Flusspferdzucht: Das letzte Jungtier in K├Âln wuchs heran, obwohl die Mutter Jenny ├╝ber ein halbes Jahr lang w├Ąhrend der Schwangerschaft die Pille bekommen hat! Also auch hormonell scheinen Flusspferde eher unkompliziert zu sein. Die Geburt kam dann auch entsprechend ├╝berraschend und unerwartet.

Was mich noch interessiert: Einige Forennutzer k├Ânnen hier Namen, Geburtsdaten etc. von diversen Flusspferden nennen. Gibt es dazu irgendwo eine Datenbank (wie f├╝r Elefanten), oder habt ihr das privat zusammengetragen?
(30.12.2006, 14:56)
Okapi :   Vielen lieben Dank Carsten.
Genauso wie Zoochiteht schreibe ich auch eine Arbeit, allerdings Zulassungsarbeit und hoffe auch nicht all zu sehr zu nerven. Die Fragen werden wahrscheinlich noch mehr werden.
Hoffe es kann mir noch jemand Infos ├╝ber Verbleib und Ankunft der Zwergflusspferde in M├╝nchen geben.Danke.
(30.12.2006, 14:13)
Carsten :   @Okapi: Kati ist im Zoo Katowice als Himba geboren, von dort ging sie am 20. 04. 1977 nach N├╝rnberg und ging am 04. 08. 1997 in den Berliner Zoo.
(30.12.2006, 13:50)
Carsten :   @ Zoochiteht: Das nervt nicht, die Diplomarbeit ist spannend und ich denke f├╝r das Forum f├Ąllt dabei auch was ab.
Zwergflu├čpferde sind etwas schwieriger zu halten, da sie von Natur aus Einzelg├Ąnger sind und eine entsprechende Unterbringung mit Einzelgehegen vorhanden sein mu├č.
Wenn Zwergflu├čperde sich riechen k├Ânnen, ist die Nachzucht recht einfach und sie k├Ânnen als Familiengruppe gehalten werden. Manche vertragen sich aber auch nicht, z. B. in Krefeld, wo zwischen den alten Tieren nur "Ehekrach" herrschte und an ein Zusammenlassen nicht zu denken war und es dementsprechend keinen Nachwuchs gab. Ans Gehege selber stellen sie keine allzugro├čen Anspr├╝che, da sie nicht so wassergebunden wie das Gro├čflu├čpferd sind. Schatten und ein Wasserbecken reichen v├Âllig. Sch├Ân w├Ąre nat├╝rlich ein Unterwassereinblick in selbiges, treibt aber die Kosten vermutlich hoch und verlangt eine leistungsf├Ąhige Filtertechnik.
F├╝r Zwergflu├čpferde gibt es ein internationales Zuchtbuch, welches vom Zoo Basel gef├╝hrt wird, vielleicht da einfach mal unverbindlich anfragen, wie die Chancen auf Zwergflu├čpferde stehen.
Als Flu├čpferdfan w├╝rde ich es sehr begr├╝├čen, wenn in meiner n├Ąheren Umgebung ein weiterer Halter dazu k├Ąme, allerdings w├Ąren mir die gro├čen Flu├čpferde noch lieber, vielleicht k├Ânnen die Planungen da noch entsprechend ge├Ąndert werden, g, oder sprengt das raum- und geldm├Ą├čig den Rahmen?
Evtl. k├Ânnte man nur ein oder zwei Bullen halten, welche dann zur Inzuchtvermeidung h├Ąufiger mit anderen Zoos getauscht werden, wei├č aber nicht, ob eine solche Idee realistisch ist.
(30.12.2006, 13:46)
Okapi :   Manchmal sieht man den Wald vor lauter b├Ąumen nicht. Entschuldigung.
Wann kam Kati in den N├╝rnberger Tiergarten und von wo? Oder wurde sie dort geboren? Heute lebt sie im Berliner Zoo.
Und dann noch eine Frage: Ab wann hielt der M├╝nchner Tiergarten Zwergflusspferde? Habe nur gefunden, dass 1979 schon 4 Individuen dort lebten. Dort hielt man sie bis 1992. Was geschah dann mit ihnen? Wohin wurden sie und warum abgegeben?
(30.12.2006, 13:30)
Carsten :   @ Okapi: Ein fast f├╝nf Tonnen Flu├čpferd hab ich selbst im Zoo noch nicht gesehen, ich bef├╝rchte, da m├╝├čte es v├Âllig ├╝berf├╝ttert sein und die Zoos m├╝├čten ihre Gehege umbauen, da es sonst nicht mehr durch die T├╝ren passt, falls es ├╝berhaupt noch laufen kann. Ich denke, ein Gewicht so um die 3 Tonnen d├╝rfte realistisch sein.
Flu├čpferdzucht ist einfach. In Gelsenkirchen brauchte man fr├╝her Rosl und Ernie nur zusammenlassen, und konnte 8 Monate sp├Ąter mit Nachwuchs rechnen. Viele Flu├čpferddamen, werden auf die Pille gesetzt, da der Nachwuchs, besonders m├Ąnnlicher, schwer loszuwerden ist, z. B. ist in K├Âln immer noch der Sohn in der Gruppe.
Mit den 2-3 Tieren stimmt zum Gl├╝ck nicht mehr so, in fr├╝heren Zeiten war das so ├╝blich, siehe z. B. die Haltung im Zoo Frankfurt, wo noch ein altes Gehege ist. Bei Neubauten in j├╝ngeren Jahren werden die Gehege aber f├╝r mehr Tiere ausgelegt, so habe ich z. B. in Berlin 4, K├Âln 4 (allerdings im alten Gehege) in Hannover 5, in Gelsenkirchen 5 und in Emmen, NL, sogar ├╝ber 10 Flu├čpferde gesehen. Auch der Neubau in K├Âln (2008) ist f├╝r mehr Tiere geplant.
Die 48 kmh/h werden auf der Flucht oder in Panik erzielt, ansonsten geht es etwas gem├╝tlicher zu.
Seit 2006 steht das Flu├čpferd auf der Roten Liste der IUCN, zum einen gibt es eine Menge Fleisch, zum anderen sind die Hauer (Elfenbein) begehrt. In manchen Lebensr├Ąumen nehmen die Flu├čpferdpopulationen erschreckend ab, n├Ârdlich der Sahara ist es komplett ausgerottet, weswegen eigentlich auch der Name Nilpferd verschwinden k├Ânnte.
Ein weltweites Zuchtbuch f├╝r Flu├čpferde gibt es nicht, da├č amerikanische wird vom Zoo Columbus (nicht ganz sicher, bin nicht zuhause und kann nicht nachsehen) und da├č europ├Ąische (seit diesem Jahr) f├╝hrt ein Zoo in Tschechien, welcher ist mir entfallen, entweder k├Ânnen Michael oder Jana hier aushelfen. oder ich mu├č zuhause nachsehen.
Wenn ich jetzt hier alle Tierparks, welcher keine Flu├čpferde h├Ąlt, auff├╝hren wollte, erschl├Ągt mich der H. Sch├╝ling wegen ├ťberf├╝llung in der Datenbank. Einfach mal den Thread lesen, da stehen viele Halter drin und Du kannst den Umkehrschlu├č ziehen, oder Du guckst auf www.hipposworld.de, allerdings ist die Seite noch im Aufbau, so da├č dort nicht alle Halter aufgef├╝hrt sind.
(30.12.2006, 13:28)
Zoochitect :   Mich w├╝rde pers├Ânlich interessieren, ob z.B. Zwergflu├čpferde schwierige Pfleglinge sind, bzw. ob die Nachzuchten h├Ąufig genug vorkommen, dass man auch als kleinerer Park an solche Tiere herankommt. (Grund ist nat├╝rlich wieder meine Dipl.Arbeit *nerv* :-))
(30.12.2006, 13:19)
Oliver Jahn :   Ich habe mal den Beitrag umsortiert und hoffe, dieser Thread ist aussagekr├Ąftig genug. Mit 512 Beitr├Ągen geh├Ârt er hier im Forum mit zu den Giganten!
(30.12.2006, 12:33)
Okapi :   Da ich noch keinen Flusspferde Thread gefunden habe, f├╝hle ich mich mal so frei und er├Âffne hier einen.
Die bis zu 4800 kg schweren Flusspferde geh├Âren bekannterma├čen zu den Paarhufern.
Ich habe im "Zoof├╝hrer S├Ąugetiere" gelesen, das die Nachzucht dieser Tiere so gut funktioniert, dass es bereits zu "Absatzschwierigkeiten" kam. Da kein Zoo mehr als 2 maximal 3 Tiere aufnehmen kann.
In freier Wildbahn sind diese schwerfelligen Tiere, die bis zu 48 km/h schnell sein k├Ânnen, teilweise ausgerottet.
Z├Ąhlen Flusspferde zu den gef├Ąhrdeten Arten? Wer hat das Zuchtbuch? Welcher Tiergarten h├Ąlt keine Flusspferde?

(30.12.2006, 12:21)
Michael Mettler :   @Niedersachse: Nein, sie war nie woanders. Da die zweite erwachsene Kuh Olga 1962 starb, war auch genug Platz, um Tana zu behalten. Sie hatte in Leipzig schon zwei K├Ąlber (von ihrem Vater), die aber beide noch am Tag ihrer Geburt starben. Vermutlich hat man Tana deswegen abgegeben und nach Frischblut Ausschau gehalten.
(29.12.2006, 14:26)
Niedersachse :   Dann war Tana ja ganz sch├Ân lange noch in Leipzig, oder war sie auch noch woanders?
(29.12.2006, 12:33)
Michael Mettler :   @Niedersachse: Tana war das 25. in Leipzig geborene Flusspferd, davon das 10. aufgezogene. Geboren 25.8.1960, Eltern Schwabbel und Grete. Seit dem 18.5.1971 in Kronberg.
(28.12.2006, 22:53)
Niedersachse :   Tana eine Leipzigerin?? Kannst jemand noch bissen was dazu sagen??
(28.12.2006, 19:30)
Michael Mettler :   Und sie ist seit dem Tod der Berliner Kuh Bulette vor einem Jahr die letzte ├ťberlebende der alten Leipziger Zuchtlinie.
(28.12.2006, 18:53)
Niedersachse :   Okay, dann z├Ąhlen wir Tana einfach ZU den ├Ąltesten ihrer Art.
(28.12.2006, 18:43)
Marco :   Zoopresseschau vom 8. Juni 2006: Tanjas 46. Geburtstag.
(28.12.2006, 18:19)
Marco :   @Michael Mettler: Ist Tanja nicht k├╝rzlich gestorben? Oder hatte sie nur Geburtstag? Sie war jedenfalls in der Presse.
(28.12.2006, 18:15)
Michael Mettler :   @Niedersachse: Tana ist Jahrgang 1960 und somit zwei Jahre j├╝nger als die Gelsenkirchener Rosl. Wenn sie noch leben sollte, ist Hippa in Sofia noch ├Ąlter, denn sie traf bereits im April 1958 in Gelsenkirchen ein. Auch Tanja in Amsterdam ist ├Ąlter als Tana, wenn auch nur um zwei Monate. Und m├Âglicherweise gibt es auch im Osten und S├╝den Europas noch sehr alte Flusspferde.
(28.12.2006, 17:11)
Niedersachse :   Die Kuh "Tana" ist aber auch schon sehr alt und gilt als ├Ąltestes Flu├čpferd in Europa
(28.12.2006, 16:59)
Michael Mettler :   In Kronberg besteht allerdings auch die f├╝r Hippos eher ungew├Âhnliche Situation, dass Bulle und Kuh st├Ąndig getrennt gehalten werden, weil sie sich nicht bzw. nicht ausreichend vertragen. Meines Wissens wurde das zweite Au├čenbecken/-gehege nachtr├Ąglich an das seit den 50er Jahren bestehende angebaut.
(28.12.2006, 15:36)
Carsten :   In Kronberg war ich auch schon ewig nicht mehr, aber wenn ich das recht in Erinnerung habe, sind da zwei Aussenbecken und eine Art Schuppen f├╝r die Tiere, allerdings in einer Gr├Â├če da├č man sich fragt, ob zwei Flussis reinpassen.
(28.12.2006, 13:00)
Marco :   Ja, Gelsenkirchen hat diese M├Âglichkeiten. Aus Kronberg blieb mir nur ein kleines Flusspferdau├čenbecken (und kein Haus) in Erinnerung, dort war ich aber ewig nicht mehr.
Im Plan f├╝r das K├Âlner Projekt war ├╝brigens auch nur je ein (Flusspferd-)Becken (innen / au├čen) zu sehen - wei├č jemand genaueres?
(28.12.2006, 12:14)
Carsten :   Gibt es eigentlich Zoos, welche mindestens zwei wirklich komplette Gehege haben, ich meine also zwei getrennte Au├čenbecken, Innenbecken sowie Innen- und Aussengehege zweimal.

Spontan w├╝rde mir da nur der ZOOM einfallen, wo diese Gegebenheiten sind, da das Innenbecken teilbar ist.
Und evtl. noch Kronberg, falls mein Wissensstand richtig ist, da├č die Flu├čpferde ganzj├Ąhrig drau├čen gehalten werden.
(28.12.2006, 11:44)
Marco :   ...und dass es ├ärger zwischen Albert und Kavango geben m├╝sste, wird schon seit Jahren erwartet. Albert hat gelegentlich seine "5 Minuten", in denen Kavango besser in Deckung geht, ansonsten geht es aber (noch).
Auch wenn sich Flusspferde erfahrungsgem├Ą├č mit den einfachsten Gehegen zufrieden geben, zeigen solche Situationen doch die Grenzen der "einfachen Flusspferdhaltung" auf. Meiner Meinung nach sind auch f├╝r Flusspferde separate Bullengehege / vollwertige Zweitgehege notwendig.
(28.12.2006, 11:31)
Marco :   F├╝r Kavango gab es schon diverse Kontakte, die sich aber alle zerschlagen haben. Es ist wohl schon l├Ąnger ein Tierh├Ąndler mit der Vermittlung betraut (erfolglos).

F├╝r die afrikanische Flusslandschaft (= Flu├čpferd-Kroko-Sitatunga-Vogel-Haus) sind 1,4/5 Flusspferde vorgesehen.
(28.12.2006, 11:27)
Michael Mettler :   Ich habe irgendwo gelesen, dass Kavango eigentlich l├Ąngst im Zoo von Algier leben sollte - ich glaube, es war ein Online-Artikel einer NRW-Zeitung. Wei├č jemand, warum es (noch) nicht dazu kam?
(28.12.2006, 08:27)
Carsten :   Der Beitrag @Niedersachse ist nat├╝rlich von mir, war ich mit den Gedanken schon woanders.

Kavango m├╝├čte eigentlich auch irgendwann abgegeben werden, ansonsten gibt es ├ärger mit Papa... Oder die Bullen m├╝ssen getrennt gehalten werden, was in der jetzigen Anlage im Winter nur mit Schichtbetrieb im Badebecken geht bzw. im Sommer im Schichtbetrieb im Aussengehege
(27.12.2006, 21:43)
Michael Mettler :   Na, ich m├Âchte nicht wissen, wie die Verwandtschaftsverh├Ąltnisse in manchem Hirschrudel und auf manchem Affenfelsen aussehen....

Ich wei├č leider nichts ├╝ber die K├Âlner Planspiele, aber wenn die Gruppe aus sich heraus anwachsen soll und man Inzucht vermeiden will, m├╝ssten Alberts k├╝nftige T├Âchter konsequent "auf Pille" gesetzt werden. Ist also nicht mal unwahrscheinlich, denn es m├╝sste ja ohnehin Geburtenkontrolle durchgef├╝hrt werden.
(27.12.2006, 21:08)
Frank-Walter B├╝schner :   @Michael Mettler: Na das nenn ich doch mal verwirrung.Ist ja schon bemerkenswert...soviel zum Thema Flaschenhals, oder wie nanntest du das noch gleich?! Na jedenfalls, scheint keines der Tiere irgendeinen Schaden zu haben.Wei├čt du oder jmd anders vllt. ob bei dem geplanten Flu├čpferdhaus in K├Âln "frischblut" kommen soll, oder sich die gruppe von selbst in k├Âln erweitern soll?!
(27.12.2006, 20:40)
Michael Mettler :   @Frank-Walter B├╝schner: Ja, und da kann ich noch eins draufsetzen. Jennys Wiener Mutter Atbara war selbst schon eine Tochter des noch immer dort lebenden Bullen Ali. Ali ist also f├╝r Afro-Aurora gleichzeitig Vater, Gro├čvater und Urgro├čvater. Und um das Ganze noch verr├╝ckter zu machen: Da Atbara, Jenny und Afro-Aurora trotz Generationenfolge eigentlich Schwestern sind, ist Afro also gleichzeitig die Tante ihrer eigenen Mutter :-)

Ob Albert in irgendeiner Weise mit der Wiener Zucht verwandt ist, konnte ich nicht kl├Ąren, da die Wiener Stammeltern Ali und Abei aus dem Tierhandel bezogen wurden und ihre Abstammung unbekannt ist. Theoretisch k├Ânnte nat├╝rlich eine Verbindung zur Budapester Zucht bestehen, aus der Alberts Gro├čeltern v├Ąterlicherseits stammten - obwohl sein Gro├čvater auch ein geb├╝rtiger Karlsruher gewesen sein k├Ânnte, da widersprechen sich die Informationen...
(27.12.2006, 20:26)
@Niedersachse :   Mit den Eltern hast Du recht, geboren ist Albert am 28. 08. 1993 in Leipzig und in K├Âln lebt er seit dem 14. 04. 1997. In K├╝rze k├Ânnen diese Infos auch ├╝ber meine Website www.hipposworld.de abgerufen werden, ich hoffe, heute noch die Fehler zu beseitigen und dann beginne ich mit der Dateneingabe.
(27.12.2006, 20:04)
Niedersachse :   @Carsten: wei├čt du noch bisschen was ├╝ber Albert, wann er geboren worden ist und wann er nach K├Âln kam. Eltern m├╝ssten ja eigentl Zdenek und Brandy sein
(27.12.2006, 14:43)
Frank-Walter B├╝schner :   Danke Carsten, aber verstehe ich das richtig, das also Jenny und Afro den selben Vater haben, allerdings Afro die Tochter & die Schwester von Jenny ist?!
(27.12.2006, 14:41)
Carsten :   @Frank-Walter B├╝schner: In K├Âln leben derzeit 4 Flu├čpferde, Albert aus Leipzig, Jenny aus Wien mit ihrer Tochter Afro, welche auch von Jennys Vater gezeugt wurde und Kavango, der Sohn von Albert und Jenny.
(27.12.2006, 14:34)
Frank-Walter B├╝schner :   @Michael Mettler udn alle anderen die das wissen: Wie viele Hippos leben in K├Âln, und in welcher Verwandtschaft stehen sie zueinander?!
(27.12.2006, 13:20)
Roland Schneider, Dresden :   Frage an Michael Mettler
K├Ânntest Du mir die ganzen Daten der
Dresdener Nilpferdzucht mitteilen die dir vom Dresdener Zoo ├╝bermittelt wurden?
(17.12.2006, 20:47)
ZooFanKarlsruhe :   Ein herzliches Dankesch├Ân an euch beide :-)
(15.12.2006, 11:55)
Michael Mettler :   @ZooFanKarlsruhe & Langhals: Ich best├Ątige hiermit :-)
Die nach Platsch folgenden Jungtiere wurden ├╝brigens Plums und Plitsch getauft.... Plitsch, eine Kuh, k├Ânnte noch in Barcelona leben (1994 dorthin abgegeben). Plums ging an Ruhe und von dort an einen belgischen H├Ąndler. Boni/Max war dann das vierte Kalb von Maikel und Petra, und Kiboko das f├╝nfte und momentan letzte (im Januar nach Thailand abgegeben).
(14.12.2006, 21:05)
Langhals :   "Platsch" ist 1986 in Frankfurt geboren, seine Eltern hei├čen Maikel und Petra. Ich bin zwar nicht Michael Mettler, aber er wird die Angaben sicher best├Ątigen k├Ânnen.Ich habe noch einige Baby-Fotos von Platsch, weil er das erste Flu├čpferdbaby nach einer 11 j├Ąhrigen Zuchtpause war und deshalb in Frankfurt gro├č gefeiert wurde. Seine nachfolgenden Geschwister dann nicht mehr, da war es dann vorbei mit der Euphorie. Platsch's Bruder Boni " ( Max )lebt in Kronberg.
(14.12.2006, 20:43)
ZooFanKarlsruhe :   Frage an Michael Mettler:

Ist der Frankfurter Flusspferdbulle "Maikel" der Vater des Karlsruher Bullen "Platsch" und wie heisst die Mutter von "Platsch" ?
(14.12.2006, 20:28)
Langhals :   Habe heute den neuen "Zoofreund" aus Hannover bekommen, mit Michael Mettlers Hannoveraner Flu├čpferd-Chronik ! Respekt, mit Abstand der beste Artikel des Heftes ! Sehr interessant zu lesen, man macht sich als Zoobesucher gar keine Gedanken ├╝ber den Stammbaum solcher Tiere ! Leider ist der zweite Teil des Rundbau-Artikels auf das n├Ąchste Heft verschoben worden und der Rest des Heftes hat mich nicht umgehauen.
(08.12.2006, 14:36)
Jana :   W├╝sste hier jemand zuf├Ąllig, wie sieht es jetzt mit Flusspferden in Zoo Lahore (Pakistan)? Die junge Kuh Adelka aus Ostrava war nach Lahore geschickt, und die hatten (das hab ich glaube vorher irgentwo gelesen) schon einen ├Ąlteren Bullen. Gibts da mehrere Tieren? Und wie alt ist deren Bulle?
(02.12.2006, 08:10)
Michael Mettler :   @Carsten: Macht ja nix. Bleibt trotzdem die Frage, warum ein f├╝r Flusspferd-Verh├Ąltnisse relativ junges Tier auf einen erfahrenen Pfleger einen "sehr alten" Eindruck machen kann.
(12.11.2006, 17:44)
Carsten :   @Michael: Ups, h├Ątte ich lieber mal nachsehen sollen vorher und nicht aus dem Kopf antworten...
(12.11.2006, 14:45)
Michael Mettler :   @Carsten, als Antwort auf die Frage nach den Flusspferden in Sofia im Elefantenbullen-Thread: Dass der alte Z├╝richer Bulle nicht mehr lebt (gestorben 1997), entnahm ich deiner Datensammlung... Und der Bulle Norman aus Warschau ist/war sogar noch einen Jahrgang j├╝nger als Zura. Aber auch ich habe keine aktuelleren Infos ├╝ber die dortigen Hippos. Mit den "deutschen" habe ich noch immer Arbeit genug :-)
(12.11.2006, 13:54)
Michael Mettler :   Da f├Ąllt mir ein: Ist eigentlich der K├Âlner Jungbulle Kavango noch "im Lande", oder hat der Zoo inzwischen einen Abnehmer gefunden? In einem Online-Artikel fand ich beschrieben, dass sein Vater ihn schon ziemlich scheel angucken soll...
(09.11.2006, 22:35)
Michael Mettler :   @cajun: Wundert mich nicht. Wenn da jedes Hippo zwei bis drei Namen bekommt, ist das auch eine teure Angelegenheit.... :-)
(09.11.2006, 22:33)
cajun :   @Michael Mettler: 1,0 von 2003 in Sch├Ânbrunn noch vorhanden. Letzte Woche dort besucht :-)
├ťbrigens fielen mir auch keine Namensschilder am Gehege auf.
(09.11.2006, 21:12)
Michael Mettler :   Zur Kl├Ąrung, da ich mich missverst├Ąndlich ausgedr├╝ckt habe: Die 2,0 Wiener Jungtiere von 1998 waren KEINE Zwillinge. Das "m├Âglicherweise" bezieht sich darauf, dass einer der Jungbullen im M├Ąrz geboren wurde und mir seine Mutter bekannt ist, w├Ąhrend ich vom zweiten nur den Jahrgang wei├č und zu dieser Zeit zwei fortpflanzungsf├Ąhige K├╝he in Wien gehalten wurden. Bei einer Tragzeit von acht Monaten w├Ąre es aber auch m├Âglich, dass beide K├Ąlber innerhalb des selben Jahres vom selben Muttertier stammten.
(09.11.2006, 19:07)
Michael Mettler :   Wien ist eines mehrerer Beispiele daf├╝r, dass ein Zoo, der einen sehr guten Ruf genie├čt, nicht gerade zuverl├Ąssige Datensammlungen zu pflegen scheint.... Meine Quelle ist der dortige, sehr hilfsbereite und engagierte Archivar. Selbst aus neuerer Zeit kommen aber kurioserweise noch immer Erg├Ąnzungen zu Tage!

Daher ohne Gew├Ąhr, ob vollst├Ąndig, die mir bisher bekannten Nachzuchten seit 1997 in Sch├Ânbrunn:
- 1997 0,1; hie├č bei den Pflegern Pupperl, wurde von einer Schulklasse auf Cilli (abgeleitet von C├Ącilie) getauft und von einer Patin dann auf Afro-Aurora (solche F├Ąlle liebe ich bei den Nachforschungen...). Lebt seit 1998 in K├Âln.
- 1998 2,0 (m├Âglicherweise von verschiedenen M├╝ttern); 1,0 ging 1999 an den Tierh├Ąndler Bode, 1,0 2002 nach Belgrad.
- 1999 1,0 Artus oder Attila; etwa 2002/2003 abgegeben, ├╝ber den Verbleib wei├č ich noch nichts.
- 2000 1,0; nicht aufgewachsen.
- 2003 1,0 Kimbuku oder Timbuku (je nach Quelle; selbst auf den zoobezogenen Homepages finden sich beide Varianten); m├╝sste sich noch in Sch├Ânbrunn befinden.
- 2005 0,1 Zuma, nicht aufgewachsen. Der Name Zuma ist angeblich im Tiergarten unbekannt, taucht aber in Presseberichten auf (bei Internetrecherche gefunden).

(09.11.2006, 18:23)
Zoofan :   Im Tiergarten Sch├Ânbrunn hatten sie in den letzten Jahren immer wieder Jungtiere. Kann mir jemand Informationen geben , wo diese Jungtiere untergebracht wurden.
(09.11.2006, 16:37)
Stefan Schubert :   Nachtrag zum zweiten Amsterdamer Kalb (Herman II): Laut Alfred Brehm: "Man verkaufte es sp├Ąter nach Nordamerika; es verungl├╝ckte jedoch beim Brande des Kristallpalastes, in dem es eine Zeitlang ausgestellt war."

(31.10.2006, 19:43)
Michael Mettler :   In Paris scheint nach bisheriger Datenlage trotz zahlreicher Geburten bis nach dem zweiten Weltkrieg kein Flusspferd aufgewachsen zu sein.

Das genannte Amsterdamer Paar hie├č Herman und Marguetta (= Betsy) und hatte insgesamt 14 K├Ąlber, von denen jedoch nur zwei aufgezogen wurden. Beide kamen nach England; das erste (Herman II) kam bei einer Brandkatastophe im Londoner Crystal Palace ums Leben, das zweite (Anthony) lebte - je nach Version - neun oder zehn Jahre im Londoner Zoo.

Der Londoner Aufzuchterfolg war das dritte Kalb des Paares Obaysch und Adhela (= Dil), auch das im selben Jahr geborene zweite Kalb hatte nicht ├╝berlebt.

Das erste "richtig erfolgreiche" Zuchtpaar lebte in Antwerpen; der Nachwuchs von Broek und Julie versorgte um die vorletzte Jahrhundertwende mehrere europ├Ąische Zoos mit Flusspferden, so Breslau, Berlin, London und Frankfurt.
(31.10.2006, 18:05)
Stefan Schubert :   Ich habe einmal geschm├Âckert und m├Âchte die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Herr Brehm hat dem Behemot oder Flusspferd gewidmet, doch sind sehr blumig Myhten, Freilandbeobachtungen und Jagdgeschichten erz├Ąhlt. Zum Thema Zoo fand ich in etwa folgendes: "Ich sah das erste gefangene Flusspferd, das in der Neuzeit wieder nach Europa kam, in Kairo. Es hatte sich dort so an seinen Pfleger gew├Âhnt, dass es ihm wie ein Hund ├╝berall nachlief und sich mit Leichtigkeit behandeln liess. Ein Gemengsel von Milch, Reis und Kleie bildete seine Nahrung; sp├Ąter nahm es mit frischen Pflanzenstoffen vorlieb. Man baute zur ├ťberfahrt einen eigenen Kasten f├╝r das Tier und f├╝hrte mehrere F├Ąsser Nilwasser mit sich, um dem Flussbewohner t├Ąglich mehrere B├Ąder geben zu k├Ânnen, brachte ihn auch gl├╝cklich nach London. Sp├Ąter gelangten zwei Nilpferde nach Paris und im Jahre 1859 die ersten beiden nach Deutschland,wo sie ├╝berall umhergef├╝hrt und zur Schau gestellt wurden."
Diese beiden Wandermenagerie-Tiere gelangten sp├Ąter nach Amsterdam und brachten am 16.07.1862 ein erstes Kalb zur Welt, was von der Mutter verstossen wurde und es starb trotz k├╝nstlicher Aufzuchtsversuche zwei Tage sp├Ąter. Erst beim vierten Kalb im August 1865 gelang die k├╝nstliche Ern├Ąhrung! Erw├Ąhnt wird, das auch am 21.02.1871 in London eine erste Gebvurt erfolgte und zwar an Land. Doch trotz der Annahme des Jungtieres durch die Mutter starb es zwei Tage sp├Ąter an Unterern├Ąhrung, doch im Folgejahr gelang auch hier die Naturaufzucht!
(31.10.2006, 12:21)
Hannes :   Ich muss meiner Oma gleich mal vorbi fahrn und der ihr abluchsen, dann werf ich sofort mal nen Blick rein. Ich selbst hab auch nur Brems sch├Ânste Tiergeschichten.
(29.10.2006, 13:28)
Michael Mettler :   Hat jemand zuf├Ąllig alte Ausgaben von "Brehms Tierleben", in denen angeblich hie und da Informationen ├╝ber Zoohaltungen bei verschiedenen Tieren zu finden waren, und k├Ânnte mal beim Flusspferd nach Infos nachschlagen? Das ist eine echte L├╝cke in meiner sonst gut sortierten Bibliothek, ich habe nur aus Kindertagen noch ein paar "Sp├Ątabk├Âmmlinge" wie "Das neue Tierreich nach Brehm" usw. - aber die haben mit dem Originalwerk bis auf den Namen Brehm wohl nichts gemeinsam.

Zum Beginn der Flusspferdhaltung in Gelsenkirchen bekam ich gerade neue Infos von dort: Bei Er├Âffnung des Ruhrzoos stand dort nur ein provisorisches Elefantenhaus f├╝r einen Elefanten. Dieses wurde 1950 wesentlich erweitert: Der zuletzt f├╝r die Flusspferde benutzte Innenstall (Landteil) entspricht dem Elefantenstall von 1949, also quasi der Keimzelle des Geb├Ąudes! Im September 1950 wurde das erweiterte Haus mit den Au├čenanlagen f├╝r Elefanten und Flusspferde er├Âffnet und war zum Start gleich mit einem Flusspferdpaar besetzt. Beim Bullen kann es sich nur um Otto gehandelt haben, der zusammen mit seiner Partnerin Mimi bereits eine bewegte Geschichte hinter sich hatte: ca. 1939 in Afrika geboren, zu einem noch unbekannten Zeitpunkt zu Ruhe und nach Hannover gekommen, 1947 nach London (Reparation?), von dort nach Whipsnade und 1949 wieder zur├╝ck nach Hannover. Sein weiterer Werdegang offenbart sich nun nach neuen Infos aus Gelsenkirchen und Wuppertal: Er wurde zum Dauerreisenden, um im Westen Deutschlands allein lebende Flusspferdk├╝he zu begl├╝cken! Zwei Monate nach der Ankunft der Kuh Lina in Wuppertal traf Otto dort als Leihgabe ein und blieb bis September im Zoo; dann kam er nach Gelsenkirchen. Hier muss dann eine Umbenennung in Nauke stattgefunden haben, denn in Wuppertal trug er in der Kartei noch den Namen Otto. Ob die 1950 nach Gelsenkirchen gekommene Kuh seine langj├Ąhrige Partnerin Mimi war, ist noch nicht eindeutig belegbar, aber sehr wahrscheinlich - schlie├člich gab es nicht allzu viele verf├╝gbare Flusspferdk├╝he. 1951 kam Nauke auch auf Hochzeitsreise nach K├Âln, wo er Vater des sp├Ąteren Zuchtbullen Toni wurde. Wohl aufgrund des ├Ąhnlich klingenden Namens entstand dadurch das Ger├╝cht, dass der Berliner Knautschke kurzzeitig in K├Âln gewesen sei. Naukes letzte (und sehr lebendige) Spur ist im Moment sein 1953 im Ruhrzoo geborener Sohn. Was danach aus Nauke/Otto wurde, lie├č sich bis jetzt noch nicht rekonstruieren, zumal er in der Gelsenkirchener Kartei kurioserweise fehlt.

Aus der Wuppertaler Kartei lie├č sich auch der Aufenthalt eines zweiten Leihbullen best├Ątigen, der 1956 aus dem Circus Williams kam und 1957 nach Gelsenkirchen weitergegeben wurde. Von dort soll er ├╝ber Ruhe nach Indien verkauft worden sein. Die Herkunft des Bullen liegt noch im Dunkeln, m├Âglicherweise wurde er 1952 in M├╝nchen geboren und im folgenden Jahr ebenfalls kurzzeitig in K├Âln eingestellt, von wo aus er zum Circus kam. Da auch M├╝nster 1954/55 ein Leih-Flusspferd vom Circus Williams gehabt haben soll, k├Ânnten sich damit die L├╝cken im Lebenslauf allm├Ąhlich f├╝llen. Weil aber ein Ex-Williams-Hippo 1959 nach zweiw├Âchigem Aufenthalt im K├Âlner Zoo gestorben ist, besteht die M├Âglichkeit, dass es ZWEI Flusspferde bei Williams gegeben hat. Diese Frage k├Ânnen wohl nur Circus-Archive l├Âsen (gegoogelt habe ich schon vergeblich danach).

Fest steht jedenfalls, dass beide Bullenaufenthalte in Wuppertal keinen Nachwuchs brachten. Lina soll ├╝brigens vor ihrer Ankunft aus M├╝nchen dort von einem zweij├Ąhrigen Kalb getrennt worden sein - folglich war sie bei Ankunft in Wuppertal mindestens sechs Jahre alt. Leider stimmen diese Fakten (aus den Aufzeichnungen einer zeitgen├Âssischen Journalistin) nicht mit denen ├╝berein, die ich aus externer Quelle ├╝ber die M├╝nchener Zucht habe (der Tierpark selbst hat mir nicht geantwortet); nicht auszuschlie├čen, dass Lina und Kalb gar nicht Hellabrunn geh├Ârten, sondern dort nur auf Durchreise eingestellt waren.
(28.10.2006, 21:41)
Michael Mettler :   Knapp daneben: Mit 28 belegbaren Geburten rangiert Hannover auf Platz 7 der Charts. Kann sein, dass es mehr gab, aber die Aufzeichnungen aus der Ruhe-├ära - die immerhin in der Zwischenkriegszeit begann - sind bis zum Eintreten des sp├Ąteren Zoodirektors Dittrich in die Dienste der Firma (Anfang der 60er) nicht l├╝ckenlos, z.B. hinsichtlich des Verbleibs der Tiere. So tauchten z.B. bei meiner Recherche in den Karteien anderer Zoos noch Abgaben nach Hannover auf, die in der hiesigen Kartei fehlten.

Kann sein, dass Hannover auch aus anderem Grund noch um einen Platz in der Z├╝chterliste hochrutscht: Davor liegt n├Ąmlich mit Karlsruhe ein Zoo auf Platz 6, der mir bislang keine Daten zur Verf├╝gung stellte - alles, was ich ├╝ber Karlsruhe wei├č, stammt aus externen Quellen. In der Karlsruher Chronik ist zu lesen, dass das erste Zuchtpaar bei seinem Unfalltod gerade das 25. Kalb aufzog; f├╝r den selben Zeitraum habe ich Hinweise auf 27 K├Ąlber. Dabei sind aber "Dopplungen" durchaus m├Âglich - nur kann ich die mangels exakterer Daten nicht entdecken. Deshalb habe ich alle 27 gewertet und die beiden mir bekannten des zweiten Zuchtpaares dazu gerechnet. Sollten tats├Ąchlich zwei Doppler dabei sein, w├╝rden Karlsruhe und Hannover die Pl├Ątze tauschen.

Dass 25 K├Ąlber in Karlsruhe vom selben Paar stammten, glaube ich allerdings nicht, allenfalls vom selben Vater. Denn der Zoo behielt gleich das erste, 1958 dort geborene Jungtier weiblichen Geschlechts, und diese Kuh blieb bis 1981 in Karlsruhe. Geht man von einer Geschlechtsreife mit vier Jahren aus, h├Ątte sie also 19 fortpflanzungsf├Ąhige Jahre in Karlsruhe verbracht. Und da der Zoo fr├╝her auf die Lukrativit├Ąt seiner Flusspferdzucht hinwies, wird sie mit Sicherheit als Zuchttier ihren Beitrag zum Kindersegen geleistet haben.

Diese Kuh lebt ├╝brigens noch: Es ist die Gelsenkirchener Rosl, die somit im Dezember 48 Jahre alt wird. Und da ihr j├╝ngerer Partner Ernie ebenfalls aus Karlsruhe stammt, ist Rosl entweder seine Schwester oder sogar seine Mutter.

Neben Karlsruhe haben ├╝brigens nur Magdeburg, Halle, Stuttgart und M├╝nchen nicht auf die Anfrage reagiert, auch hier verf├╝ge ich nur ├╝ber externes - wenn auch schon sehr detailliertes - Material, das im Falle Magdeburg eigentlich sogar ausreicht. Falls jemand einen hei├čen Tipp hat, wie man die restlichen Zoos animieren k├Ânnte: Ich nehme gern Anregungen entgegen :-)

Im n├Ąchsten ZOOFREUND (erscheint im Dezember) gibts einen Flusspferd-Artikel von mir, darin verfolge ich den Stammbaum von Klein-Fridolin r├╝ckw├Ąrts bis zu seiner 1910/11 aus Afrika importierten Ur-Ur-Ur-Urgro├čmutter Rosa im alten Hamburger Zoo.
(25.10.2006, 22:12)
Oliver Jahn :   Hannover h├Ątte ich aber auch unter den ersten 5 erwartet!!!
(25.10.2006, 21:32)
Michael Mettler :   Zeit, mal wieder eine nette Zahl in den Ring zu werfen: Habe meine inzwischen sehr umfangreiche Datensammlung eben genutzt, um die Gesamtzahl der in Deutschland (in seinen heutigen Grenzen), ├ľsterreich und der Schweiz geborenen Flusspferde zu ermitteln. "Startsignal" war die deutsche Erstzucht in Berlin 1907 - wir feiern also n├Ąchstes Jahr 100 Jahre Flusspferdzucht in Deutschland! Seit diesem Datum sind im genannten Gebiet (mit nur wenigen Unklarheiten bez├╝glich der St├╝ckzahl) bei 19 Haltern sage und schreibe 445 Hippos gez├╝chtet worden!! (Wovon allerdings ein nicht zu untersch├Ątzender Teil nicht aufgezogen wurde, Tot- und Fr├╝hgeburten sind ebenfalls mitgez├Ąhlt.)

Spitzenreiter in der Statistik ist Berlin (56 K├Ąlber) vor Leipzig (47), Wien (43), K├Âln (38) und M├╝nchen (34) - allein diese f├╝nf Zoos machen also mit zusammen 218 Nachzuchten fast die H├Ąlfte der Gesamtzahl aus.
(25.10.2006, 20:03)
Michael Mettler :   @Jana: Nicht auszuschlie├čen, dass Kludsky mehr als ein Flusspferd hatte. Es muss ein gro├čer Circus gewesen sein, in dem es sogar Elefantennachzucht gegeben haben soll - mehrere Bullen wurden gehalten.

Von Herrn Pluhacek habe ich ├╝ber den Zoo Hannover die Mailadresse bekommen, will in K├╝rze Kontakt mit ihm aufnehmen. Bei einigen Zoos d├╝rfte er sich dar├╝ber freuen, dass sie wegen meiner Anfrage ohnehin schon ganz tief ins Archiv gegriffen haben (z.B. K├Âln und Gelsenkirchen) - beste Vorarbeit f├╝r ihn...
(22.10.2006, 21:04)
Jana :   @Michael M. Ich habe ├╝ber Petr noch was - er sollte bei seiner Ankunft nach Prag nur 6-Jahren alt sein. So steht es auf eine Tafel im Elefantenhaus, wo jetzt eine Aufstellung ├╝ber die Zoo-Historie zu sehen ist. Ich habe keine Ahnung, wie zuverl├Ąssig diese Info ist, aber mindestens die Leute im Zoo glauben es.

Und noch was. Der Mann in Ostrava, der die Flusspferd-Zuchtbuch vorbereitet, heisst Herr Pluhacek, und die Buch k├Ânnte etwa n├Ąchste August fertig sein.
(22.10.2006, 19:16)
Jana :   Hallo Michael. Schon wieder was neues, danke!

Der Petr kam wirklich im Jahr 1933 von Cirkus Kludsky. Als damals der Cirkus seine Tiere verkaufte, kamen neben Flusspferd auch ein junge asiatische Elefantbulle Baby und Spitzmaulnashorn Max ins prager Zoo.
(22.10.2006, 09:51)
Michael Mettler :   @Jana: Zwar wieder nur ein Verdacht, aber m├Âglicherweise kenne ich die Herkunft des ersten Prager Flusspferdbullen Petr: 1909 kam ein m├Ąnnliches Flusspferd namens Hans aus Deutsch-Ostafrika in den Tiergarten Wien-Sch├Ânbrunn. Ein Jahr sp├Ąter folgte ein zweiter Bulle namens Peter, und danach noch weitere Flusspferde. Wegen ├ťberf├╝llung des Flusspferdhauses wurde 1914 der Bulle Hans an den tschechischen Circus Kludsky verkauft. Dieser Circus wurde 1933 aufgel├Âst, also genau in dem Jahr, in dem Petr nach Prag kam.

Es liegt nat├╝rlich wegen des Namens nahe zu vermuten, dass Petr mit dem zweiten Bullen Peter identisch war, aber nach den Unterlagen in Wien war es tats├Ąchlich Hans, der abgegeben wurde. F├╝r Peter gibt es hingegen keinen Hinweis, was aus ihm wurde.
(21.10.2006, 18:22)
Michael Mettler :   @Jana: Noch eine L├╝cke weniger! Meine Vermutung hat sich bewahrheitet, jetzt habe ich es schwarz auf wei├č - und zwar aus der Z├╝richer Kartei: Heini (fr├╝her Dvur Kralove) ist tats├Ąchlich identisch mit Etho aus Z├╝rich. Er wurde am 21.9.1965 in Z├╝rich geboren, wurde aber noch in Gelsenkirchen gezeugt. Am 27.6.1967 wurde er an den H├Ąndler K├╝nzler abgegeben, das Ziel Dvur Kralove steht in der Z├╝richer Karteikarte!

Damit steht nun auch unwiderlegbar fest, dass Heini nach der Abgabe nach Antwerpen mit seiner eigenen Schwester (Hermien, geboren 10.10.1980 in Z├╝rich) zusammen lebt.
(20.10.2006, 15:45)
Jana :   @Michael M. Danke f├╝r die Neuigkeiten, langsam f├╝llen sich die weisse L├╝cken.

(19.10.2006, 10:55)
Michael Mettler :   @Jana: Viele Neuigkeiten f├╝r dich! Dank der Daten von Carsten und des Gelsenkirchener Zoos lassen sich f├╝r die tschechischen Flusspferde viele genaue Geburts- und Abgabedaten und teilweise auch der sp├Ątere Verbleib rekonstruieren.

Ostrava:
Dita und Ostep wurden an van den Brink verkauft, weiterer Verbleib noch unklar.
Das Jungtier von 1979 sowie das Paar Alenka und Benda ging an den deutschen Tierh├Ąndler M├╝ller, Krechting - weiteres Ziel noch unbekannt.
Das Jungtier von 1987 wurde verkauft an Slotta (ebenfalls Tierhandel), kam von dort umgehend zu Ruhe in Gelsenkirchen und wurde am 29.11.1988 an eine Wildfarm in S├╝dafrika verkauft.
Rambo und Snehulka ├╝bernahm der belgische H├Ąndler Amosafari.
Herr Simek, der das weibliche Kalb von 1991 und Arnold kaufte, war ein Circusbesitzer in Prag.
Jitous landete beim Circus Alex, ebenfalls Prag.

Dvur Kralove:
Buchta wurde an Slotta verkauft, Dan ging an van den Brink - ├╝ber beide wei├č ich noch nicht mehr.
Betty, Hilda und Cecilka wurden am 6.11.1985 an Ruhe verkauft, kamen am 8.11.1985 in Gelsenkirchen an und wurden am 19.1.1986 nach Djakarta abgeschickt (meines Wissens hat Ruhe dort einen neu er├Âffneten Safaripark beliefert).
Delly kam ├╝ber Slotta ebenfalls zu Ruhe nach Gelsenkirchen und ging zusammen mit dem Jungtier aus Ostrava an die schon erw├Ąhnte Wildfarm in S├╝dafrika.
Dita wurde zwar auch an Ruhe verkauft, landete aber wohl nicht mehr in Gelsenkirchen - da bin ich noch nicht weitergekommen.

Prag:
Die Zwillinge Kibo und Kivu wurden an van den Brink verkauft, weiteres Ziel noch unbekannt.
Das Jungtier von 1983 ging an Ruhe/Gelsenkirchen und wurde am 23.5.1985 nach Tripolis verkauft.

Und auch zu den 2,2 mysteri├Âsen Flusspferden, die Ruhe nach Dvur Kralove geschickt haben soll, habe ich einen Verdacht: Nicht lange danach kamen n├Ąmlich ebenfalls 2,2 Hippos aus dem Safaripark G├Ąnserndorf bei Wien (geh├Ârte damals ebenfalls Ruhe) nach Gelsenkirchen. Bei R├╝ckfrage in Gelsenkirchen, ob es sich zuf├Ąllig um die selben Tiere gehandelt haben k├Ânnte und diese nie in Dvur Kralove angekommen seien, kam die Antwort: Gut m├Âglich! Wenn Ruhe in Gelsenkirchen Transporte zusammenstellte, erfuhr der Zoo manchmal nur das Endziel - aber nicht, ob unterwegs Tiere an anderen Stellen ausgeladen wurden. M├Âglicherweise hat Ruhe also die beiden Paare nur aus Platzmangel ausgelagert und dabei einen Transport nach Dvur Kralove als "Mitfahrgelegenheit" genutzt. Immerhin war kurz vorher sein Pachtvertrag in Hannover ausgelaufen, so dass ihm der dortige Zoo als "Lager" nunmehr fehlte. Und gerade in diesen Jahren (Anfang der 70er) herrschte ein reger Flusspferd-Durchlauf bei Ruhe!
(18.10.2006, 16:15)
Michael Mettler :   Das hannoversche Hippo-Baby hat jetzt einen offiziellen Namen. Als Pate fand sich eine Frauenzeitschrift, die einen Leserwettbewerb zur Namensfindung ausschrieb. Gewonnen hat nichts Modisch-Exotisches, der Kleine hei├čt ab sofort Fridolin!
(15.10.2006, 22:26)
Carsten :   @Michael Mettler: K├Ânnen wir gerne machen, am besten einfach mal eine Mail an info@hipposworld.de senden, dann hab ich die e-mail adresse und kann die Dateien mailen.
(14.10.2006, 21:07)
Michael Mettler :   @Carsten: Da sollten wir wohl mal zusammenschmei├čen - einiges davon d├╝rfte auch f├╝r das im Entstehen begriffene European Studbook interessant sein, das in Ostrava gef├╝hrt werden wird!
(14.10.2006, 15:10)
Carsten :   @ Michael Mettler: Da kann ich nur zustimmen, die reinste Sysiphusarbeit ich hab gerade mal in meine angefangene Datenbank gesehen, 1430 Datens├Ątze sprich Flu├čperde weltweit kenn ich bis jetzt, Doppelnennungen nicht ausgeschlossen, leider teilweise mit dem selben Problem, Eltern unbekannt, Abgabeort unbekannt etc. Und da es teilweise 100 Jahre zur├╝ckgeht auch geschlossene Halter, Daten verloren oder mangelnde Auskunftsbereitschaft.

Aber Spa├č macht die Sache trotzdem, vor allem wenn man mal wieder ein Steinchen findet.

Leider hab ich da zeitlich bedingt in den letzten zwei Jahren nicht allzuviel gemacht, aber sp├Ątestens im neuen Jahr d├╝rfte es bei mir wieder besser aussehen, dann werde ich das Sammelsorium mal durcharbeiten und eine zeitgem├Ą├če Datenbank (momentan Access97 und Excel) erstellen.
(14.10.2006, 13:08)
Michael Mettler :   Um euch mal einen Eindruck davon zu geben, welch nette Puzzle-Arbeit das Zusammensuchen von Tierdateien ist: Wenn ich alle Flusspferde zusammenz├Ąhle, von denen ich mittlerweile wei├č, dass sie irgendwann in H├Ąnden von Fa. Ruhe waren (Standorte: Alfeld, Zoo Hannover, Ruhrzoo Gelsenkirchen, Autosafari Mallorca, Autosafari San Roque/Cadiz, Safaripark G├Ąnserndorf - Babyzoo Wingst hatte ich bisher noch nicht), dann komme ich auf derzeit 188 Tiere. Doppelnennungen nicht ausgeschlossen, da manche Tiere zwischen den Firmensitzen hin und her transferiert wurden. Daf├╝r fehlen aber auch definitiv noch welche, denn wenn z.B. in San Roque mal ein Kalb geboren wurde, muss das logischerweise Eltern gehabt haben - und die kenne ich noch nicht (das wird auch schwierig, die rauszufinden, den Park gibts l├Ąngst nicht mehr). Und da die Alfelder Kartei von Ruhe nach Aufl├Âsung der Firma im Altpapier gelandet ist, werden viele Lebensl├Ąufe ungekl├Ąrt oder Spekulation bleiben.
(14.10.2006, 10:28)
IP66 :   In K├Âln hat der Bulle sein letztes Jungtier ja auch get├Âtet, weil man "vergessen" hatte, ihn vor der Geburt abzusperren. Man redet nicht gerne dar├╝ber, hatte aber das Jungtier schon der Presse vorgef├╝hrt, da es den ersten Angriff wohl - ziemlich ramponiert - ├╝berlebt hatte, dann aber doch den Verletzungen erlegen ist.
(13.10.2006, 20:25)
Michael Mettler :   @Hannes: Animal Record Keeping System, eine Software zur F├╝hrung einer Tierkartei. Davon habe ich allerdings auch nur einen Ausdruck aufs Fax bekommen. Nur ist das inhaltlich - wie gesagt - mehr als d├╝rftig, zumal anscheinend noch die beiden Zuchtk├╝he zu einem einzigen Tier verschmolzen wurden..... Bin noch auf weiterer Datensuche f├╝r M├╝nster.


(12.10.2006, 18:03)
Hannes :   Michael, was ist ARKS?
Wenn du die M├╝nster Daten auf dem PC hast, kannste mir die auch wohl zukommen lassen?
(12.10.2006, 17:36)
Dirk K :   Okaaaaay, also wurden der Bulle mit Weibchen und Sohn in einem Gehege zusammengehalten?
(12.10.2006, 12:47)
Frankfurter :   @Dirk K.
Du kannst mir ruhig glauben, ich arbeite in Frankfurt. Noch'n Tipp: Nicht immer alles glauben, was im Fernsehen oder in der Presse gesagt wird, okay ?
(12.10.2006, 06:40)
Dirk K :   @ Frankfurter: Also wurde in einer Sendung im SWR vor einigen Monaten gelogen bez├╝glich Maikel? Versteh ich jetzt nicht.
(11.10.2006, 20:25)
Michael Mettler :   M├╝nster hat sich seinerzeit beim Wechsel von Karteikarten auf Computer anscheinend auch gleich von seiner Vergangenheit getrennt - jedenfalls sind die Karten unauffindbar, und ARKS gibt nur noch zwei Flusspferde her (obwohl der Taxon Report das Startdatum 1.1.1900 tr├Ągt...). Die ├╝brigen m├╝ssen wohl verdunstet sein, denn es gab zu Zeiten des Allwetterzoos immerhin 1,2 Zuchttiere und 5 K├Ąlber. Auch in den erst ab 1980 erschienenen Jahresberichten finden sich zwar noch zwei Geburten, aber au├čer dem letzten Paar (den beiden oben genannten Tieren) keinerlei Abgaben oder Verluste. Komisch, wie leicht man doch Flusspferde ├╝bersehen kann....

Als "Ausgleich" schickte mir der Zoos noch ein paar Kopien von damaligen Pressemitteilungen mit, aus denen man die eine oder andere Info zu Geburtsdaten und Elternschaften entnehmen kann. Na, immerhin. Mal sehen, ob ich aus anderen Quellen noch Informationen ├╝ber die M├╝nsteraner Hippos auftreiben kann.

Ist ja sch├Ân, wenn sich ein Zoo intensiv um den Artenschutz in situ bem├╝ht, aber seine "Hausaufgaben" sollte er dabei eigentlich nicht vergessen. Wenn das mit den Flusspferden repr├Ąsentativ f├╝r die Karteif├╝hrung sein sollte, dann freuen sich s├Ąmtliche Datensammler neu einzurichtender Zuchtb├╝cher bestimmt ├╝ber die Ergebnisse ihrer Anfragen...
(11.10.2006, 18:57)
Frankfurter :   Maikel hat noch nie eines seiner K├Ąlber angegriffen, auch das letzte Kalb Kiboko nicht. Er wurde einfach aus Platzgr├╝nden nach Hannover geschickt. Nat├╝rlich h├Ątte man ihn mit zunehmendem Alter des Jungbullen nicht mit diesem zusammenhalten k├Ânnen, deswegen blieb Maikel solange in Hannover, bis Kiboko nach Thailand abgegeben wurde. Aber solange die Bullk├Ąlber klein sind, ist es ├╝berhaupt kein Problem, Maikel mit seinen Babies zusammenzulassen. Gef├Ąhrlich wird es f├╝r Flu├čpferdk├Ąlber, wenn die Mutter wieder hitzig ist und der Bulle decken will und ihm das Kalb dabei im Weg ist.
(11.10.2006, 18:49)
Stefan :   @Dirk K:
Jetzt f├Ąllt mir der Titel wieder ein: Die Hippos von Mzima, gelaufen im ZDF November 2005. Anbei der Link f├╝r Interessierte, war wirklich eine klasse Sendung, die absolut wiederholenswert w├Ąre...
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,2025714,00.html

(11.10.2006, 14:23)
Michael Mettler :   Es gab auch in Zoos F├Ąlle, wo Jungtiere von Artgenossen angegriffen und get├Âtet wurden. Und zwar sowohl durch Bullen (z.B. in Kronberg) als auch durch andere K├╝he (z.B. in Rotterdam). In weiteren F├Ąllen konnten K├Ąlber gerade noch gerettet werden.
(11.10.2006, 13:22)
Stefan :   @Dirk K: Leider wei├č ich nichts ├╝ber die Frankfurter Geschichte, allerdings gab es vor ca. 2 oder drei Jahren in ARD (oder ZDF) eine interessante Flusspferd-Doku mit erschreckend-beeindruckenden Bildern zum Thema: Eine Flusspferdkuh hatte sich zur Geburt von ihrer Herde in den Mzima-Quellen abgesondert und wollte den Nachwuchs nach der ├╝blichen Karenzzeit mit in die Herde integrieren. Fatal f├╝r das Jungtier: Der Leitbulle griff das ahnungslose Baby ohne Vorwarnung an, biss mehrfach zu und schleuderte es in hohem Bogen durch die Quellen. Da diese durch ihr kristallklares Wasser dem Filmteam ungehinderte Sicht erm├Âglichten, entstanden schaurig intensive Aufnahmen. Bedauerlicherweise ist mir der Titel dieser Doku entfallen.
(11.10.2006, 10:38)
Dirk K :   Kleine Zwischenfrage: In Frankfurt konnte man den Bullen Maikel nicht mit dem Weibchen und Jungtier zusammenf├╝hren, da der Bulle das Jungtier wohl vors├Ątzlich angegriffen hat. Ich wusste zwar, das Flusspferdbullen ziemlich r├╝cksichtslos agieren k├Ânnen, aber nicht unbedingt aus Absicht Jungtiere gef├Ąhrden. Wei├č jemand was ├╝ber die Story?
(11.10.2006, 09:53)
Jana :   @Michael M. Ich f├╝rchte ich werde nicht herausfinden, was mit diesen 4 Flusspferden geschah, aber ich werde es versuchen.
Ich vermute aber, sie waren gleich weiter verkauft, 2 Paaren sehen als Bestellung von 2 Zoos, die mit Zucht anfangen wollen. Auch grosse Teil der Afrika-Importen war nach einem Angew├Âhnungszeit verkauft, zB gerade im Jahr 1972 gingen 4 Elefantenk├╝he nach Poland, f├╝r mindestens 2 davon war es aber nicht die Ziel-Adresse, sie gingen weiter (warscheinlich irgentwo nach Sovietunion).
(11.10.2006, 09:40)
Michael Mettler :   Also m├╝sste das Haus mitsamt Flusspferdanlage zwischen 1949 und 1951 entstanden sein. Wenn 1950 das erste Flusspferd eintraf, d├╝rfte das ja wohl das Er├Âffnungsjahr des Hauses gewesen sein - schlie├člich er├Âffnete man damals bestimmt keine Flusspferdanlage ohne Besatz, wenn ein Tierh├Ąndler den Zoo betrieb.

@Jana: Ich habe schon wieder etwas Neues, was dich interessieren d├╝rfte - und mich nat├╝rlich auch, n├Ąmlich was daraus wurde. Laut Gelsenkirchener Kartei schickte Ruhe am 15.5.1972 und am 15.12.1972 jeweils 1,1 Flusspferde nach Dvur Kralove. Da es nach deinen Angaben dort schon 1,2 erwachsene Tiere gab, halte ich es f├╝r m├Âglich, dass die beiden zus├Ątzlichen Paare nur Zwischenstation in Dvur Kralove machten und von dort aus an andere Zoos gingen. Kannst du dar├╝ber etwas herausbekommen?
(09.10.2006, 21:23)
Mulan :   Ich habe den Zoof├╝hrer Gelsenkirchen von ca. 1951, das Titelbild zeigt aber 2 Tukane ( Swainson-Tukan und Cuvier-Tukan )Das Dickh├Ąuterhaus ist im Plan eingezeichnet und der Text erw├Ąhnt Elefanten, Flu├čpferde und Zwergflu├čpferde.
(09.10.2006, 17:21)
Jana :   @Michael M. Ich habe leider bisher keine Bilder von Zulu und Zaira vom Zeit kurz nach deren Ankunft nach Prag gesehen. ├ťbrigens - danke f├╝r die neue Daten ├╝ber Honza.
(09.10.2006, 14:19)
Michael Mettler :   @Saya: So viel zum Thema Zuchtplanung.
(09.10.2006, 12:29)
Saya :   Poupouille ist in Emmen leider an Verletzungen (verursacht durch die K├╝he) verstorben.
(09.10.2006, 10:47)
Michael Mettler :   Habe mal in meinen ├Ąltesten Ruhrzoo-Zoof├╝hrer (Titelmotiv L├Âwenfoto, s/w)geschaut, der im Er├Âffnungsjahr 1949 erschienen sein m├╝sste. Darin gab es noch keinerlei Hinweis auf eine zuk├╝nftige Flusspferdhaltung. Im Plan ist unter "Elefant" (im Gegensatz zu anderen Tieren wohlgemerkt in Einzahl!) ein Haus mit einem Au├čengehege an der sp├Ąteren Flusspferd-Seite eingezeichnet. Mein zweit├Ąltester Zoof├╝hrer (Titelmotiv gezeichnete Giraffe), erschienen ca. 1953, enth├Ąlt allerdings schon das Elefanten-Flusspferde-Haus. Dazwischen, ca. 1951, soll ein weiterer Zoof├╝hrer (Titelmotiv Tukan) erschienen sein, den ich jedoch nicht in der Sammlung habe. Vielleicht liest dies ein anderer Sammler, der ihn hat, und kann mal reinschauen??

Emmen hat ├╝brigens inzwischen den angek├╝ndigten Zuchtbullen namens Poupouille aus Paris erhalten, der im Noorder Dierenpark die K├╝he decken und sp├Ąter mit zwei von ihnen nach Kopenhagen umziehen soll.
(09.10.2006, 09:38)
Michael Mettler :   @Carsten: Hm. Laut Ruhrzoo-Kartei traf das erste Flusspferd (eine Kuh) 1950 in Gelsenkirchen ein und lebte bis April 1954 im Ruhrzoo, wo es am 3. Juli 1953 ein m├Ąnnliches Kalb bekam, das bis Juni 1954 im Ruhrzoo blieb. Beide Flusspferde kamen dann nach Hannover, wo sich (bislang) ihre Spur verliert. Daf├╝r kamen Anfang Juni 1954 1,2 Wildf├Ąnge aus Hannover in den Ruhrzoo, von denen eine Kuh im Mai 1955 nach Hannover zur├╝ckkehrte und das ├╝brige Paar im September 1955 in die USA verfrachtet wurde.

Es muss also bereits vor 1955 im Ruhrzoo eine Unterkunft f├╝r Flusspferde gegeben haben, wenn es auch vielleicht nicht das bis vor kurzem genutzte Gehege im/am Elefantenhaus war (oder erst nur ein Innenbecken?). Und diese Unterkunft muss die Haltung eines erwachsenen Tieres erm├Âglicht haben.

Die f├╝nf genannten Flusspferde haben in der Ruhrzoo-Kartei die laufenden Nummern 1 bis 5 - da ist also keine L├╝cke, in die der Vater des Gelsenkirchener Kalbes bzw. der genannte Bulle Nauke passen w├╝rde.

Andererseits gibt es eine Information, nach der ein im Juni 1950 in Wuppertal eingetroffener Bulle (der in der Wuppertaler Zoo-Chronik nicht verzeichnet ist) im September 1950 nach Gelsenkirchen kam. In der dortigen Kartei taucht er allerdings nicht auf, und ├╝ber seine Herkunft und sein weiteres Leben wei├č ich bisher auch nichts. Zeitlich w├╝rde das zu Nauke passen. Hatte Ruhe m├Âglicherweise einen geschlechtsreifen Bullen, der in NRW auf Rundreise zum Decken "mannsloser" K├╝he geschickt wurde? Davon gab es 1950 immerhin je eine in Wuppertal, K├Âln und Gelsenkirchen. Sollte Nauke wirklich der Vater des K├Âlner Bullen Toni sein, m├╝sste er bei seinem K├Âlner Aufenthalt mindestens vier Jahre alt gewesen sein, also Jahrgang 1947 oder fr├╝her.

Die Gelsenkirchener und K├Âlner Zeitschriften habe ich auf meiner Suche ebenfalls durchgew├╝hlt, allerdings fehlen mir ein Heft der Ersteren und die ersten vier Jahrg├Ąnge der Letzteren. Da bin ich nirgends auf diesen Hinweis gesto├čen (wobei ich eine Kurzbemerkung nat├╝rlich auch schlichtweg ├╝berlesen haben kann).

Nach 55 Jahren ist es leider auch sehr unwahrscheinlich, per Zufall einen Zeitzeugen zu finden...
(09.10.2006, 00:48)
Carsten :   @Michael Mettler: Wenn ich mich richtig erinner, gab es 1951 noch kein Flu├čpferdgehege in GE, d├╝rfte erst so um 1955 gebaut worden sein. Spricht also eher f├╝r einen Ruhe Durchgang. Ich hab leider im Moment nur eine Tabelle, wo ich alle Daten, welche ich irgendwo gefunden habe, eingetragen hab, unordentlicherweise ohne Quellenangaben, und da steht der Bulle Nauke drin. Ich vermute, die Angabe kommt entweder aus einer Gelsenkirchener oder K├Âlner Zoozeitung. Da ich erst k├╝rzlich umgezogen bin, hab ich auch noch nicht wieder alle Unterlagen ordentlich sortiert, sch├Ąm. Wenn ich mit meiner Wohnung fertig bin und beruflich ein bi├čchen weniger Stre├č habe, mu├č ich das alles noch mal sichten und m├Âchte dann auch eine Website ├╝ber Flu├čpferde machen, wo diese Daten pr├Ąsentiert werden.
(08.10.2006, 23:53)
Michael Mettler :   @Carsten: Das m├╝sste dann also der Vater des sp├Ąteren Zuchtbullen Toni gewesen sein, der im Juni 1952 geboren wurde? Interessant. Gibt es dar├╝ber noch mehr Informationen?

In Gelsenkirchen gab es laut dortiger Kartei zu dieser Zeit keinen Bullen, aber 1953 ebenfalls eine "vaterlose" Geburt. Scheint also, als habe Ruhe irgendwo einen zuchtf├Ąhigen Bullen in der Hinterhand gehabt. Der Vermerk "Gelsenkirchen" in Zookarteien - ob als Herkunft oder Abgabeziel - kann irref├╝hrend sein, da manche Tiere nur in ihrer Transportkiste dort Zwischenstation machten - solche F├Ąlle tauchen in der Ruhrzookartei leider gar nicht erst auf.
(08.10.2006, 20:04)
Carsten :   In K├Âln gab es 1951 leihweise aus Gelsenkirchen (Ruhe ???) einen Bullen namens Nauke.
(08.10.2006, 02:36)
Michael Mettler :   Und noch was Historisches, gleich zwei ├ťberraschungen - gefunden in einem Artikel von Prof. Schneider in den Leipziger "Mitteilungen" von 1950.

Erstens: Es gab ZWEI Hamburger Flusspferdbullen namens Bachit! Jenes Tier, das die Hamburger Zucht begr├╝ndete und sp├Ąter mit seiner Partnerin Rosa nach M├╝nchen wechselte, war bereits Bachit II, importiert etwa 1913 aus Deutsch-Ostafrika. Dieser Bulle muss beim Import bereits mindestens fast erwachsen gewesen sein, denn das erste von ihm gezeugte Kalb kam schon im Dezember 1914 zur Welt. Sein Vorg├Ąnger Bachit I kam vermutlich 1910/11 an und lebte nicht lange.

Zweitens: Ein weiteres Leipziger Flusspferd ist aufgetaucht! Aus der dortigen Nachzucht war ein Bulle (Julius) nach Paris gegangen, im Gegenzug traf im Mai 1939 eine junge Kuh (geboren im Niger) aus Paris ein, die Fr├Ąnzi genannt wurde. Zwar verstand sich der Bulle Yumbo gut mit ihr, doch die beiden K├╝he Grete und Olga attackierten die Neue immer wieder und brachten ihr erhebliche Verletzungen bei, deren Sp├Ątfolgen wahrscheinlich auch die Ursache f├╝r Fr├Ąnzis Tod ein paar Monate sp├Ąter waren. In der schon mehrfach angef├╝hrten Leipziger Flusspferd-Chronik in der PANTHERA 1978 wird diese Kuh mit keiner Silbe erw├Ąhnt.
(07.10.2006, 23:16)
Michael Mettler :   Weit unten im Thread hatten wir mal das Thema, wieviele Flusspferde deutscher Zoos eigentlich den 2. Weltkrieg ├╝berlebten - unter anderem aufgeh├Ąngt an der Legende, die "Grenzhochzeit" von Knautschke (Berlin) und Grete (Leipzig) habe so zu sagen die Flusspferdhaltung in Deutschland gerettet.

Nach dem Datenmaterial, was ich inzwischen zusammentragen konnte, muss ich diese romatische Geschichte leider als M├Ąrchen enttarnen. Erstens haben nicht wenige Flusspferde den Krieg ├╝berstanden, und zweitens wurden mit Berliner Nachzuchten kaum andere Haltungen in Deutschland "begl├╝ckt". Die meisten gingen in den Tierhandel (wo sich ihre Spuren vorerst noch teilweise verlieren), mehrere nach Gelsenkirchen (was man zum Handel hinzu z├Ąhlen muss), wo sie ziemlich bald nach der Ankunft starben (und einen schlechten Eindruck bez├╝glich der Vitalit├Ąt Berliner Nachzuchttiere hinterlie├čen), und wom├Âglich nur zwei (!) fanden eine Endstation in einem deutschen Zoo: Molle/Berolina in Magdeburg - ebenfalls nicht gerade ein Paradebeispiel f├╝r ein gutes Zuchttier - und K├Ąty in Karlsruhe.

Zur├╝ck zu den Kriegsveteranen: Die folgende Aufz├Ąhlung ist m├Âglicherweise unvollst├Ąndig, da auch zu Kriegszeiten noch Flusspferde an Tierh├Ąndler abgegeben wurden und m├Âglicherweise irgendwo au├čerhalb von Zoos ├╝berlebt haben k├Ânnten. Dazu z├Ąhlt wahrscheinlich auch die Wuppertaler Kuh Lina, deren Herkunft ich noch immer nicht kl├Ąren konnte (zur offiziellen Version Hellabrunn finde ich bisher keine best├Ątigenden M├╝nchener Daten), die aber "mitten im Krieg" geboren sein sollte. Per 1.1.1946 gab es jedoch definitiv folgende Flusspferde in deutschen Zoos:

Berlin: 1,0 Knautschke

Frankfurt: 1,0 Toni

Leipzig: 1,3 Yumbo, Grete, Olga, Lotte

M├╝nchen: 1,2 Lutz, Rosa, Tanga

N├╝rnberg: 0,1 Gretel

Wuppertal: 0,1 Rosa

K├Âln: mindestens 0,2 ├änne I + namenlos, vielleicht sogar noch eine dritte Kuh

Hannover: 1,1 Otto, Mimi mit gro├čem Fragezeichen (beide 1939 geboren - Geburtsort unbekannt - und 1947 nach London "abgegeben")

D├╝sseldorf: 1,1 fraglich - vielleicht waren das ja die Hannoveraner Tiere?

Macht 4,9 sichere und 2,3 m├Âgliche plus Lina - im Optimalfall also 19 Flusspferde. Dazu kommt noch 1,0 Circus-Flusspferd Oedipus, der eigentlich Sarrasani geh├Ârte, aber zu Kriegzeiten gerade im Engagement in der Schweiz (Knie) weilte, 1946 kurzzeitig im Zoo Basel eingestellt war und dann verkauft wurde - Empf├Ąnger unbekannt.

Weiterhin gab es in Prag 0,1 Zuzana (aus Berlin evakuiert); in K├Ânigsberg/Kaliningrad jenes Tier, das zumindest namensm├Ą├čig zwischenzeitlich eine Geschlechtsumwandlung durchmachte; in Wien 1,1 Schurl und Rosl; in Kopenhagen 1,1 August und Maren; in Amsterdam 1,1 Willy und Bibi II; in Rotterdam 1,2 Bob, Coba und Jule; in Emmen 1,0 mir unbekannten Namens (m├Âglicherweise der selbe Bulle, der unter dem Namen Winston von 1953 bis 1956 in K├Âln eingestellt war?).

Macht also alles in allem in Mitteleuropa einen Kriegsveteranen-Bestand von bis zu 32 Flusspferden - eine beachtliche Zahl, das h├Ątte ich zu Beginn der Spurensuche nicht mal entfernt vermutet.

Und die Hochzeitsreisen der Leipziger K├╝he Grete und Olga zum Berliner Bullen Knautschke sind zwar popul├Ąr, d├╝rften aber nicht die einzigen gewesen sein. Sowohl in K├Âln als auch in Gelsenkirchen gab es 1952 bzw. 1953 Nachzuchten von schon l├Ąnger gehaltenen K├╝hen, obwohl zur fraglichen Zeit der Zeugung kein Bulle im Bestand war bzw. in der Kartei nichts auf einen solchen hinweist. Da sich Flusspferde nicht durch Jungfernzeugung vermehren k├Ânnen, k├Ânnte es also auch hier Hochzeitsbesuche gegeben haben, m├Âglicherweise ebenfalls grenz├╝berschreitend (Niederlande?) oder durch Leihtiere von H├Ąndlern.
(07.10.2006, 22:59)
Michael Mettler :   @Jana: Ich habe jetzt auch das genaue Geburtsdatum des Bullen Honza in Ostrava: 20.7.1967 in K├Âln.
(07.10.2006, 15:14)
Kahuna :   Ich habe Tanja vor kurzem noch gesehen. Also wenn sie nicht im letzte monat gestorben ist lebt sie noch immer ;)
(07.10.2006, 13:09)
Michael Mettler :   @Sventje: Das kann nicht stimmen. Zwar habe ich mich unten mit dem Alter verschrieben (muss 46 Jahre hei├čen, geboren 1960), aber im Internet fand ich mehrere Hinweise, dass am 2. Juni 2006 (also in DIESEM Jahr) Tanjas 46. Geburtstag gefeiert wurde. Z.B. auch in der Zeitschrift ARTIS - siehe http://www.artis.nl/main.php?pagina=paginas/a/tijdschrift_artis/tijdschrift.php?tijdschrift_id=24
(07.10.2006, 12:38)
Sventje :   Die Flu├čpferd Tanja in Artis ist gestorben in 2005. Ich wei├č nicht warum.
(07.10.2006, 12:08)
IP66 :   Die Gemeinschatfshaltung von Goliathreihern und Zwergflu├čpferden lief in Gelsenkirchen ├╝ber Jahrzehnte. Die Reiher hatten einen kleinen Winterraum hinter der Anlage. Das Paar hat meines Wissens aber nie gebr├╝tet, was angesichts der Zuchterfolge bei der Art in Friedrichsfelde und neuerdings in K├Âln ├╝berrascht. Was die Nutzung von Landteilen betrifft, so ist die k├Âlner Flu├čpferdherde dort recht aktiv, auch wenn der Landteil weder gro├č noch besonders gestaltet ist. Liegt das daran, da├č die Tiere aus Haltungen kommen, die ger├Ąumigere Landteile bieten?
(07.10.2006, 12:00)
Michael Mettler :   @Michael Amend: Auf der Amsterdam-Homepage findet sich keine Meldung ├╝ber den Tod der Flusspferdkuh Tanja, wohl aber ein Foto aus neuerer Zeit - scheint also, als w├╝rde sie noch leben. Tanja ist ├╝brigens in Amsterdam geboren, genau 40 Jahre alt und lebt nach dem Tod des Bullen Joop seit zehn Jahren allein.
(07.10.2006, 10:22)
Michael Mettler :   Folgt man externen Aufzeichnungen, muss es nach dem Krieg mehr als ein Flusspferd in Wuppertal gegeben haben - auch wenn die Kuh Lina wohl das einzige dauerhaft gehaltene Tier in dieser Zeit war.

So soll ein Bulle am 2.6.1950 (also zwei Monate nach Lina) in Wuppertal eingetroffen, aber schon am 18.9.1950 nach Gelsenkirchen weitergegangen sein. In der dortigen Kartei taucht er allerdings nicht auf. Eine m├Âgliche Erkl├Ąrung k├Ânnte sein, dass das Tier entweder von Ruhe in Wuppertal zwischengelagert wurde oder - entsprechendes Alter vorausgesetzt - auf Hochzeitsreise dort war und lediglich via Gelsenkirchen nach Hannover oder Alfeld (oder direkt zu einem K├Ąufer) reiste. Tiere, die in Gelsenkirchen nur f├╝r Sammeltransporte zusammengestellt wurden und ihre Kisten nicht verlie├čen, wurden in die dortige Zookartei nicht aufgenommen.

Ein weiterer Bulle IST allerdings in der Kartei enthalten: Am 15.4.1957 kam ein 3/4 erwachsener Jungbulle aus Wuppertal im Ruhrzoo an und blieb dort bis zum 26.3.1958; dann ging er via Ruhe nach Indien. Konnte man beim ersten fraglichen Tier noch eine Leihgabe an Wuppertal f├╝r die Sommersaison vermuten, kommt dies f├╝r das zweite datumsm├Ą├čig nicht in Frage. Zur fraglichen Zeit gab es auch keine anderen Flusspferde im Ruhrzoo; eine Auslagerung nach Wuppertal wegen ├ťberf├╝llung ist also ebenfalls unwahrscheinlich.

Bin gespannt, ob sich diese Geschichten noch rekonstruieren lassen.
(07.10.2006, 10:16)
Michael Mettler :   @Jana: Das d├╝rfte kaum noch zu kl├Ąren sein - falls nicht zuf├Ąlligerweise in der Budapester Kartei etwas ├╝ber den weiteren Verbleib der Tiere zu finden ist. Da ich meine Umfrage nur in den deutschsprachigen L├Ąndern gemacht habe, hatte ich zwangsl├Ąufig noch keinen Kontakt mit Budapest.

Nach der Kartei in Gelsenkirchen muss der Karlsruher Bulle 1969 geboren sein (bei Eintreffen etwa einj├Ąhrig). Wenn ER zusammen mit Viktoria/Zaira nach Prag kam, muss er also bei dortiger Ankunft sehr viel gr├Â├čer als die Kuh gewesen sein (weil er etwa ein halbes Jahr ├Ąlter war), w├Ąhrend der Budapester Bulle fast exakt gleichaltrig (und somit wohl gleich gro├č) war. Vielleicht l├Ąsst sich ja mit diesem Hinweis noch etwas herausfinden, falls es ein altes Foto von der Ankunft gibt oder sich ein Pfleger erinnern kann?
(06.10.2006, 14:36)
Jana :   @Michael M.
Ich hatte meine Information ├╝ber die Abstammung von Victoria und Jonasz aus HP von prager Zoo ├╝bernohmen, wo ich lesen konnte "..Am Anfang hat sie (Zuzana) allein gelebt und erst im Jahr 1971 bekam sie die Gesellschaft von einem Paar von 1-j├Ąhrigen Tieren aus Zoo Budapest. Die genannten Flusspferde waren M├Ąnchen Jonasz und Weibchen Victoria. In Prag waren sie aber als Zulu und Zaira genannt und sie waren die Gr├╝nder der prager Flusspferden-Zucht geworden."
Von einem Bekannten, der in prager Zoo fragte, habe ich noch diese Daten bekommen: Victoria *31.1.1970, Jonasz *11.2.1970, Ankunf in Prag: 25.6.1971 zusammen. Diese passt perfekt zu deinem Datum 22.6.1971, mit +3 Tagen f├╝r den Transport.
Ich wage mich aber nicht zu sagen (nachdem ich deinen letzten Posting gelesen habe), dass der Bulle (der nach Prag kam) wirklich Jonasz war, oder das Karlsruhe-Tier unter seinem Namen. Auf der HP von Zoo Budapest habe ich das Name "Victoria/Zajra" und Prag zusammen gesehen, kein Jonasz war da erw├Ąhnt, was aber nichts bedeuten muss. Ich bin ratlos, wie k├Ânnte man die "wahre Identit├Ąt" von Zulu erkennen, vieleicht durch Vergleich von alte Fotos? (die wir aber nicht zur Verf├╝gung haben)
(06.10.2006, 11:21)
Michael Mettler :   @Jana: Ich habe neue Angaben zu Prager Flusspferden, und zwar aus Gelsenkirchen. Laut dortiger Kartei kamen am 5.11.1970 1,1 Flusspferde von Ruhe/Alfeld an, die vermutlich aus Budapest stammten. Die Kuh ging am 22.6.1971 nach Prag, der Bulle am 6.11.1972 nach Singapur. Bereits am 10.6.1970 war allerdings ein etwa einj├Ąhriger Bulle aus Karlsruhe in Gelsenkirchen eingetroffen, der zusammen mit der (vermutlich) Budapester Kuh nach Prag abgegeben wurde.

In deiner Prag-Historie weit unten im Thread schreibst du, dass Jonas/Zulu und Viktoria/Zaira aus Budapest nach Prag kamen. Ist es m├Âglich, dass es den Umweg ├╝ber Ruhe gab? Das Ankunftsjahr 1971 w├╝rde tats├Ąchlich passen, und mehr als zwei ├╝bersch├╝ssige Flusspferde im selben Jahr d├╝rfte Budapest kaum gehabt haben. Bliebe nur das R├Ątsel um die Herkunft des Bullen. Der Name Jonas spricht sehr f├╝r Budapest, denn er wurde dort wohl h├Ąufig f├╝r m├Ąnnliche Flusspferde verwendet (es gab z.B. einen Jonas VII). Vielleicht sind in Gelsenkirchen auch zwei gleichzeitig vorhandene Tiere verwechselt worden, und der Karlsruher Bulle ging nach Singapur.

Etwas sehr Interessantes ergab sich auch ├╝ber das Z├╝richer Zuchtpaar Kiboko und Hippa. Nach der Datenlage ist es fast sicher, dass diese beiden von Ruhe erworbenen Tiere vor ihrem Umzug schon in Gelsenkirchen 3 K├Ąlber hatten und Kiboko auch der Erzeuger des ersten, kurz nach der Ankunft in Z├╝rich geborenen Kalbes Etho war, das vermutlich unter dem Namen Hein/Heini sp├Ąter in Dvur Kralove lebte und heute in Antwerpen (mit seiner Schwester!). Insgesamt hatten Kiboko und Hippa demnach mindestens 30 (!) K├Ąlber, das d├╝rfte Weltrekord sein. Mit der Abgabe beider (und ihres letzten Kalbes) nach Sofia 1993 verliert sich f├╝r mich leider die Spur - wei├č jemand etwas ├╝ber ihr weiteres Leben und ob sie wom├Âglich noch mehr Nachwuchs hatten?

Bei Kiboko sprechen die Indizien daf├╝r, dass er ein geborener Leipziger war, denn er m├╝sste tats├Ąchlich identisch mit Specker sein, dem einzigen ├╝berlebenden Nachkommen der Leipziger Kuh Olga. F├╝r Hippa ist die Abstammung bisher noch ungekl├Ąrt.

Die beiden j├╝ngst aus Emmen nach Gelsenkirchen umgesiedelten K├╝he z├Ąhlen ├╝brigens zu den Nachkommen von Specker/Kiboko und Hippa: Liza ist ihre Tochter, Suze (geboren in Antwerpen) ihre Enkelin. Suzes Mutter Hermien ist Lizas Schwester - also ist Liza die Tante von Suze.... Ist schon alles ziemlich verwickelt in der Hippo-Historie.
(05.10.2006, 20:18)
Carsten :   Faszinierend, insbesondere die Geschichte der einzelnen Flu├čpferde. Ich hab auch vor ein paar Jahren angefangen, Daten ├╝ber Flu├čpferde in Zoos zu sammeln und wenn die Zeit es mal erlaubt, m├Âchte ich da gerne eine Website draus basteln.

Im Juli hab ich in K├Âln eine Bauank├╝ndigung f├╝r ein neues Flu├čpferdhaus gesehen, Fertigstellung 2008?
(04.10.2006, 03:18)
Mel :   Das wird sicher eine Interessante und optisch sch├Âne Vergesellschaftung bei entsprechernder Gestaltung.
(01.10.2006, 21:45)
Mel :   Treffer und Versenkt: Genau das war der artikel oder die Info die ich meinte. Der Vergleich mit der Katze ist gut. :-) Wenn es danach geht mu├č ich jeden Morgen sterben. *fg* Nach meinem Verst├Ąndniss w├╝rd ich es auch eher als "Versehen" bezeichnen wollen, immerhin hat es ja Jahre lang funktioniert. Und ich denkemal das die Interaktion der Arten untereinander zu wesentlich mehr Aktivit├Ąt f├╝hrt und somit bei weitem mehr Attraktivit├Ąt f├╝r die Besucher bietet und auch Aktivit├Ąt und Besch├Ąftigung bzw. Ablenkung der Tiere ist um ein vielfaches h├Âher als in Einzelarthaltung.
(01.10.2006, 21:42)
Michael Mettler :   P.S. Flusspferde/Sitatungas wird es demn├Ąchst auch auf der Gelsenkirchener Au├čenanlage geben. Der Landbereich ist dort allerdings sehr viel gr├Â├čer als in Hannover, begr├╝nt und bietet mehr Strukturierungsm├Âglichkeiten.
(01.10.2006, 21:37)
Michael Mettler :   @Mel: Flusspferde mit B├Âhmzebras und Strau├čen gibts in Basel. Wobei es wahrscheinlich wieder zwei Ansichten dar├╝ber gibt, ob die Vergesellschaftung gelungen ist oder nicht, denn immerhin hat der Flusspferdbulle nach langj├Ąhriger Wohngemeinschaft und unz├Ąhligen friedlich verlaufenen Spielk├Ąmpfen eines Tages den Zebrahengst get├Âtet. Aber das kann nat├╝rlich auch ein "Versehen" gewesen sein: Warum soll ein Flusspferd nicht auch mal vergessen, dass sein Gegen├╝ber ihm kr├Ąftem├Ą├čig unterlegen und "zerbrechlicher" ist? Jede gew├Âhnliche Hauskatze vergisst schlie├člich auch mal, dass menschliche Haut ihren Krallen nicht standh├Ąlt (auch wenn sie das eigentlich l├Ąngst gelernt hat). Nur hat DAS dann eben keine t├Âdlichen Folgen.

In Hannover waren urspr├╝nglich Sitatungas bei den Flusspferden geplant. Ich wei├č nicht, woran es gescheitert ist, aber die Antilopen bezogen sehr schnell eine eigene Anlage (und wurden sp├Ąter wieder abgegeben). H├Ątte es damals keine Fotos von den Sitatungas in der Flusspferdanlage in der Zeitung gegeben, h├Ątte ich von dem Versuch gar nichts mitbekommen.
(01.10.2006, 21:36)
Mel :   Stimmt, die Interaktionen mit den Nyala┬┤s bringen auch ab und zu Leben in "die Bude" passieren aber meist nur aus dem Spieltrieb der jungtiere. Die alttiere ignorieren die Nayala┬┤s hauptsachlich. Diese kombination beruht aber auf der M├Âglichkeit des R├╝ckzugs in den f├╝r die Flu├čpferde nicht erreichbaren Teil der Au├čenanlage.

Vergesellschaftungen mit Flu├čpferden sind, und da gebe ich Dir recht aber eher selten, kann mich erinnern mal von einem Zoo geh├Ârt zu haben (wei├č nicht mehr welcher, leider) bei dem sich Flu├čpferde mit einer Antilopen und zebraart die Aussenanlage teilen.
(01.10.2006, 21:23)
Michael Mettler :   Ich habe in Berlin mal ein Flusspferd auf der Steinplattenfl├Ąche der Au├čenanlage aufgesch├╝ttetes Gr├╝nfutter fressen sehen. Aber mehr als Abf├╝tterung ist das ja auch nicht, die Besch├Ąftigung durch Suchen entf├Ąllt. Daf├╝r bringen die spielerischen Rangeleien mit dem Nyalabock Schwung in die Anlage. Habe ich selbst mal eine halbe Stunde lang beobachten d├╝rfen und war ganz fasziniert, dass die Antilope es gestattete, dass das (j├╝ngere) Flusspferd sogar sachte ihren Hals zwischen die Kiefer nahm! Aber auch diese M├Âglichkeit gibt es ja nun mal in kaum einem Zoo.
(01.10.2006, 21:17)
Mel :   Die Idee mit dem "verstreuten" Futter ist, gut. Ab und an im Sommer sieht man auf der au├čenanlage im Berliner Zoo die Flu├čpferde etwas grasen, das lockt wesentlich mehr Besucher an (und sorgt f├╝r eine l├Ąngere Verweildauer)als das haupts├Ąchliche im flachen Wasser d├Âsen. Selbst wenn eines derr Tiere nur kurz ├╝ber den Landteil schlendert herrscht gr├Â├čeres Interesse.

(01.10.2006, 19:41)
Michael Amend :   Lbet die einsame Flu├čpferdkuh in Amsterdam noch ? Ich ahbe heute den 2006er F├╝hrer von Artis bekommen, darin ist sie nciht mehr verzeichnet. Tod oder abgegeben ?
(01.10.2006, 19:18)
Michael Mettler :   @Stefan: Wir sollten einfach alle bei unseren Zoobesuchen einen "Forum"-Button tragen. Dann kann man aufeinander zu (oder in Deckung) gehen, wenn man einen virtuellen Bekannten trifft :-)

Die Wunde bei Asita ist mir nicht aufgefallen. Sie schlief an der R├╝ckwand des Landteils, Rosl lag vorn links im Wasser. Wobei ich erst im Gespr├Ąch mit Herrn G├╝rtler erfahren habe, dass das Rosl war, die h├Ątte ich n├Ąmlich nicht erkennen k├Ânnen (Asita war eindeutig, da noch nicht ausgewachsen).

├ťbrigens finde ich, dass die Fl├Ąchenverh├Ąltnisse der neuen Au├čenanlagen (gro├čer Landteil, kleiner Wasserteil) den nat├╝rlichen Lebensverh├Ąltnissen der Hippos n├Ąher kommen als manch andere Zooanlage. Vielleicht ist es auch einfach eine Frage fehlender Anreize, wenn viele Zoo-Hippos ihren Landbereich wenig nutzen. Eine nackte Sandfl├Ąche bietet den Tieren eben nichts au├čer einem bequemen Liegeplatz. Verstreut irgendein Zoo bei seinen Hippos mal Obst und Gem├╝se auf der Landfl├Ąche, um die Tiere zum Suchen anzuregen? Ich kenne nur F├╝tterungen, bei denen den Tieren das Futter direkt ins Maul geworfen wird.
(01.10.2006, 16:31)
Stefan :   @Was f├╝r ein Zufall: War am gleichen Tag (f├╝r mich erstmalig) in ZOOM und vermutete im Innenbereich bei den Flusspferden in jedem Objektivj├Ąger bzw. -tr├Ąger Michael Mettler... Wahrscheinlich standen wir bei Asita und Rosl direkt nebeneinander ohne es zu wissen. Asita hatte ├╝brigens eine kleine Wunde hinter ihrem Ohr... Das Gehege ist sehr sch├Ân geworden. Die Au├čenanlage erinnert mich sehr an Hannover, allerdings ist man dort den Tieren insgesamt etwas n├Ąher als bei ZOOM, wo zwischen Zaun und Landbereich noch ein ├╝ppiger Gr├╝nstreifen f├╝r Distanz sorgt. Daf├╝r f├Ąhrt man in ZOOM mit dem Boot insgesamt l├Ąnger an den Flusspferdanlagen (an allen drei Becken) entlang und nicht nur wenige Sekunden wie in Hannover.
(01.10.2006, 14:41)
Michael Mettler :   In Gelsenkirchen ist inzwischen der Bulle Ernie mit den beiden Emmener K├╝hen Liza und Suze zusammen, alle drei heute auf einer der Au├čenanlagen. Recht aktiv an Land, wobei Ernie (wie auch die alte Gelsenkirchener Kuh Rosl) Gehprobleme hat: Beide haben noch nie in ihrem Leben Naturboden unter den F├╝├čen gehabt und solche Strecken zu Fu├č zur├╝ckgelegt.... Rosl war zusammen mit der Baseler Kuh Asita in einem der Innengehege. Laut Herrn G├╝rtler lieben sie sich noch nicht, aber sie vertragen sich. Und Ernie soll gegen├╝ber den wesentlich j├╝ngeren K├╝hen aus Emmen recht sch├╝chtern sein....

Ziel ist ganz klar, alle f├╝nf Flusspferde zu einer Herde zusammen zu gew├Âhnen, die Strukturen erm├Âglichen aber innen wie au├čen jederzeit eine getrennte Haltung, ohne dass eine Teilgruppe dadurch irgendwelche Nachteile h├Ątte.

ZOOM ist ├╝brigens mehrfach darauf angesprochen worden, warum man an den Flusspferden festhalte und nicht auf Zwergflusspferde umsteige. Das kam aber auf keinen Fall in Frage: Ernie und Rosl sind in Gelsenkirchen Publikumslieblinge und "Kultfiguren" und sollten bei der Umgestaltung zu ZOOM in jedem Fall ein artgerechtes Zuhause bekommen.
(30.09.2006, 21:54)
Zoosammler :   Also einen gewissen Witz kann man dieser ├äu├čerung ja, bei aller Liebe zum Ernst des Artenlisten-Erstellens, nicht absprechen...
(26.09.2006, 19:41)
Tim :   Tut mir Leid, da kann ich nicht helfen. Aber ich habe alle Namen und Geburtsdaten von den Meerschweinchen bei Hagenbeck . Interesse ?
(26.09.2006, 19:14)
steffi :   wei├č jemand ├╝ber den Flusspferdbestand in emmen Bescheid? (eventuell mit Namen und Daten? Ich wei├č nur von einem neuen Bullen und von den beiden weiblichen Abg├Ąngen nach Gelsenkirchen.
(26.09.2006, 18:59)
? :   Sollten nicht in Berlin die Natal-Rotducker zu den Flu├čpferden auf die anlage ? Hab ich mal irgendwo gelesen. Flu├čpferde k├Ânnte man ja auch gut vergesellschaften, und es wird kaum getan. hat Basel nach dem Unfall eigentlich immer noch zebras und flu├čpferde zusammen ?
(26.09.2006, 18:25)
Mulan :   W├Ąre es in der Tat, aber das Risiko mit den wertvollen Zebraduckern w├╝rde kaum ein Zoo eingehen, obwohl weder San Diego noch Houston irgendwelche Probleme mit der Kombination Zwergflu├čpferd / Ducker hatten. Schade eigentlich, das Ducker kaum in Deutschland gehalten werden, sie eignen sich hervorragend f├╝r Vergesellschaftungen.
(26.09.2006, 18:21)
Shensi-Takin :   Wenn ich mich recht erinnere, Blauducker und zeitweise auch Rotflankenducker.
Zwergflu├čpferde und Zebrasducker-das w├Ąre doch mal eine sch├Âne(und zoogeographisch passende) Kombination...
(26.09.2006, 17:27)
Mulan :   @Shensi-Takin Welche Duckerart lebt in Singapur bei den Zwergflu├čpferden ? In San Diego werden Blaur├╝ckenducker und Blauducker, sowie Wolffs-Meerkatzen mit den Zwergflu├čpferden zusammengehalten. Hab es leider selbst noch nicht gesehen, aber ein Freund von mir war im Mai dort und hat tolle Fotos gemacht, je einer der beiden Duckerarten und ein Zwergflu├čpferd haben gemeinsam gefressen und im Hintergrund sitzt der Meerkatzen-Mann. Tolles Bild, und die Anlage ist super. Sch├Ân f├╝r die Tiere, das die niemals in einen engen Stall eingesperrt werden m├╝├čen.
(26.09.2006, 06:43)
Dirk K :   In Krefeld sollen mal die Goliath-Reiher mit auf der Au├čenanlage der Zwergflusspferde gelebt haben. Das Au├čengehege ist auch ganz in Ordnung, die beiden Innenanlagen jedoch zu eng. Es lebt auch nur noch das alte Weibchen "Sophie" in Krefeld. Es ist zu bef├╝rchten, dass die Haltung ausl├Ąuft.
(25.09.2006, 20:38)
IP66 :   Trist w├╝rde ich die duisburger Zwergflu├čpferdau├čenanlage nicht nennen wollen. Der ├ťbergang zum Weg ist ja recht gut gestaltet, es gibt B├Ąume, nat├╝rlichen Boden, das Geb├Ąude ist mit der Anlage vernetzt. Problematisch finde ich, da├č jeweils nur eine Au├čen und Innenanlage zur Verf├╝gung steht. Wenn man Tiere abtrennt, m├╝ssen sie in die Boxen hinter dem Innenraum - das war das krefelder Gro├čs├Ąugerhaus fortschrittlicher.
(25.09.2006, 14:21)
Stefan Schubert :   In Chemnitz ├╝berwiegt ebenfalls der Wasserteil sowohl innen, als auch aussen. Die Anlage kann unterteilt werden, doch da die Tiere sehr vertr├Ąglich sind, sind sie meistens zusammen!
(25.09.2006, 13:30)
Jana :   In Jihlava leben mit Zwergflusspferden in Aussenanlage die Nilg├Ąnse zusammen.
(25.09.2006, 13:04)
Dortmunder :   Also, in Duisburg finde ich die Innenanlage recht gelungen, die Au├čenanlage erscheint mir immer wieder ein bisschen eng und trist... Zu Chemnitz kann ich leider nichts sagen...
(25.09.2006, 12:06)
Shensi-Takin :   Was Entenv├Âgel in Zwergflu├čpferdgehegen angeht, fallen mir u.a. auch Afrikan. Zwergglanzenten ein.
Wie sehen eigentlich die Zwergflu├čpferdanlagen in Duisburg und Chemnitz aus?
(25.09.2006, 11:08)
Michael Mettler :   In Berlin leben afrikanische Entenarten (Rotaugen- und Hartlaubente) in der Innenanlage der Zwergflusspferde. Beide immerhin relativ kostbare Arten.
(25.09.2006, 09:38)
Shensi-Takin :   Weitl├Ąufigkeit ist das Stichwort-in den meisten Zwergflu├čanlagen kommt der Landteil meist zu kurz.
Zoolex beschreibt eine ansprechende Anlage in Melbourne, AUS. War jemand zuf├Ąllig schon dort?
http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=428
Woraus sich dei n├Ąchste Frage ergiebt: welche "Mixed-Species"-Gehege mit Zwergflu├čpferden sind bislnag bekannt? Nebst einiger Duckerarten(z.B. Singapur), Mandrills(die in Halle ja scheiterte), Meerkatzen(San Diego) diversen V├Âgeln(Turakos, Kuhreiher etc) und Fischen (meist Tilapia) fielen mir da noch Bongos (in einem Artenschutzprojekt in BC, CDN) ein. Weitere Bspe.?
Die Innenanlage in Dvur Kralove(kein gro├čes Wasserbecken, Panoramascheiben) ist recht interessant; der S├Ąuberungsbedarf der Scheibe d├╝rfte aber dank "Kotversr├╝hung" eher hoch sein...;)
(24.09.2006, 21:32)
Shensi-Takin :   @Mulan: Versuchen Sie mal, in einer Bibliothek oder im Antiquariat Schomburgks "Pulsschlag der Wildnis" zu erwerben; darin wird anschaulich und interessant beschrieben, welche M├╝hen Schomburgk auf sich nahm, um das als ausgestorben bzw. nonexistent geltende Zwergflu├čpferd aufzusp├╝ren. Mit dem blo├čen Export bzw. Import war das nicht getan. Schomburgk musste mehrmals zw. 1911/1912 ins damals kaum erforschte Liberia reisen, um erst ├╝berhaupt die Existenz der Art zu beweisen-und konnte dann erst nach einigen Versuchen erfolgreich Exemplare fangen und nach D transportieren.
Seine Situation damals war in etwa vergleichbar mit der eines heutigen Abenteurers, der aufbricht, einen Yeti/Nessie/etc. zu fangen-und dabei noch Erfolg hat. Schomburgks Leben und Laufbahn(Pony-Express, Elefantenj├Ąger, Tierf├Ąnger, Tierfilmer, Abenteurer, Autor...) an sich ist schon hochinteressant und w├╝rde sich gut als Film machen;); nur schade, dass man ihn heute kaum noch kennt.
Wie bereits MM erw├Ąhnte: ein bi├čchen "historscher Hintergrund"(etwa dass das Grevy-Zebra oder das Zwerg-Mara im "Zoo entdeckt wurde, wie die Neonsalmer entdeckt wurden usw.) w├Ąre durchaus auch f├╝r den Normalbesucher lesenswert.
(23.09.2006, 19:00)
Michael Mettler :   Wenn ich mich recht erinnere, ist auch am Onagergehege bei Hagenbeck etwas ├╝ber den damaligen Import zu lesen. Und zur Historie einzelner H├Ąuser, Gehegekomplexe usw. gibt es sehr sch├Âne Tafeln in Wien, aber auch im Berliner Zoo.
(21.09.2006, 13:19)
IP66 :   In Berlin gibt es Schilder, die beim passenden Tier an etwelche zoologische Per├Ânlichkeiten erinnern - unaufdringlich, aber gut lesbar. Es ist ein wenig wie bei dieser Diskussion, denn man zeigt dort, da├č Zoologie und Kulturgeschichte im Zoo manifest und lebendig werden. Ich halte davon mehr als von den interaktiven Gro├čtafeln, wie sie an der R├╝ckseite des Innenraumes des berliner Flu├čpferdhauses angebracht sind. Grzimek hat dergleichen auch in Frankfurt versucht, nat├╝rlich mit den Mitteln der 50er, und die Tafeln wurden immer da gelesen, wo sich eine Verbindung zu einem Tier, einer Behausung oder einer Pflanze ergaben.
(21.09.2006, 12:11)
Michael Mettler :   Unabh├Ąngig vom Zwergflusspferd finde ich die Idee gar nicht schlecht, an einem Gehege auch mal ├╝ber die Personen zu informieren, die mit einer bestimmten Tierart in enger Verbindung stehen. Das muss ja nicht konsequent an jedem Gehege gemacht werden, dann w├╝rde es vermutlich f├╝r den Besucher schnell langweilig. Aber schon allein mal mit zwei, drei S├Ątzen zu erkl├Ąren, nach wem ein bestimmtes Tier benannt ist, k├Ânnte ich mir interessant vorstellen. Ich habe da gerade die Zebras im Hinterkopf: Grevy, Grant, B├Âhm, Chapman, Hartmann - daraus lie├če sich doch etwas Unterhaltsam-Informatives stricken. Und Geschichten wie die um die "Entdeckung" des Zwergflusspferdes oder den Hagenbeckschen Onager-Import usw. d├╝rften auch in einem Zoo durchaus Leser finden.
(21.09.2006, 10:21)
Mulan :   Warum mu├č denn ein Zoo, der Zwergflu├čpferde h├Ąlt, unbedingt auf Schomburgk hinweisen ? Nur weil er die Tiere zum ersten Mal importiert hat ? Das interessiert wohl die wenigsten Zoobesucher, und au├čerdem m├╝├čte man ja auch dann auch bei allen anderen Tierarten auf deren Entdecker bzw. Erstimporteur hinweisen...Der Erstimporteur f├╝r das Panzernashorn war z. B Kaiser Augustus, der auch die erste Giraffe nach Europa brachte, und das ist doch nun wohl mit Abstand der bedeutendere Name als Hans Schomburgk, trotzdem liest man ihn auf keinem Gehegeschild.
(21.09.2006, 06:41)
Shensi-Takin :   Nein, mit Pech hat dies nicht zu tun; ich habe einfach nur h├Âflich darauf hingewiesen, dass mir derlei Wortanalysen mi├čfallen. Somit habe ich ebenso meine Meinung dazu kundgetan
wie Sie im darauffolgenden Beitrag. Punkt.aus. Immer sachlich w├╝rde ich z.B. die letztgenannten ├äu├čerungen seinerseits in von Ihnen genannten "Kindergarten"-Thread nicht wirklich nennen. Doch nun Schlu├č damit.
Dank an Sven P. Peter f├╝r die humorvolle Auflockerung;)
Schomburgk hat bislang keiner gro├č erw├Ąhnt gesehen? Sehr bedauerlich...ich wei├č nur von einer Randnotiz am Wilhelma-Zooschild zum Thema "Zwergflu├čpferd".
(21.09.2006, 00:13)
Michael Mettler :   Erstens umgebende B├Ąume, zweitens befindet sich auf dem Landteil Buschwerk (ohne eine genauere botanische Angabe machen zu k├Ânnen) - wenigstens war das noch bei meinem Besuch im September 2005 so. Ich habe jedenfalls die Zwergflusspferde (Kuh mit Kalb) unter, vor und neben besagtem Geh├Âlz ausgiebig fotografiert.
Ich finde die Anlage optisch ansprechend, sie ist in einen systematischen Kontext eingebettet (Flusspferd und Warzenschwein als mehr und weniger nahe Verwandte in der Nachbarschaft, sie ist besucherfreundlich und hat bei mir allgemein einen positiven Eindruck hinterlassen. Was das Tier-/Artgerechte betrifft, so d├╝rfte der Landbereich wahrscheinlich durchaus gr├Â├čer sein - ich sah in einem schmucklosen, aber sehr viel gr├Â├čeren Au├čengehege im Tierpark Th├╝le, wie aktiv ein Zwergflusspferd eine gro├če Fl├Ąche ausnutzen KANN (wie oft es das wirklich TUT, kann ich nicht beurteilen).

Einfach genug beantwortet?
(21.09.2006, 00:11)
Frank-Walter B├╝schner :   Sorry f├╝r┬┤s Off Topic ;-)
(21.09.2006, 00:02)
Frank-Walter B├╝schner :   @ Shensi-Takin: Ich will jetzt niemandem zu nahe treten, oder was wei├č ich was, aber Ich finde, wenn ihnen die Art und weise von Michael Mettler oder sonst wem nicht passt, dann ist das ihr pech. MM, gibt immer sachliche und sehr gute/informative beitr├Ąge un keines falls irgendwas anderes. Genauso wir im Thread "Eure Planung"...wir sind hier doch nicht im Kindergarten. Nun, ob Michael Mettler ein Wort analysiert, sollte doch nicht ihr Problem sein. Immerhin, haben sie was gefragt, und sollten mit dem klar kommen, was geantwortet wurde, und keine "Sonderw├╝nsche"
(21.09.2006, 00:01)
Sven P. Peter :   Also wirklich, Michael, einfach klauben (das hier ist im Sinne des Humors ;) )...

Zu der Anlage: Ich finde sie recht nett angelegt und f├╝r die Besucher ansprechend gestaltet, doch ich habe immer nur ein Tier aussen gesehen, die anderen waren in dem nicht so sch├Ânen Innengehege.
(20.09.2006, 23:58)
Shensi-Takin :   Geht es auch ohne Wortklauberei?
Mitt "sch├Ân" war sowohl optisch ansprechend, im Kontext gut eingebettet, zugleich sinnvoll, tier/artgerecht, besucherfreundlich, allgemein einen positiven Eindruck hinterlassend gemeint.
K├Ânnten Sie bitte einfach die Wortanalyse unterlassen und sich einfach nur der einfachen Beantwortung der Frage widmen? Dann w├Ąre allen geholfen.
Danke.
Berlins Au├čengehege(dem Urteil ├╝ber das Innengehege kann ich mich anschlie├čen)erschien mir bei meinen letzten Besuch(anno April 2006) etwas karg. Inwieweit ist der "Waldcharakter" zu verstehen-angrenzende B├Ąume?
(20.09.2006, 23:53)
Michael Mettler :   Was den optischen Eindruck betrifft (im Sinne von "sch├Ân") gef├Ąllt mir das Zwergflusspferd-Au├čengehege im Berliner Zoo (das Innengehege hingegen nicht), vor allem, weil es im Gegensatz zu manch anderer Anlage wenigstens ansatzweise "Waldcharakter" hat. Zu Frage zwei: Ist mir noch nirgends bewusst aufgefallen.
(20.09.2006, 23:23)
Shensi-Takin :   Mal eine etwas andere Frage: welches ist das sch├Ânste bzw. gelungenste Zwergflu├čgehege in einem Zoo, das Euch bislang unter die Augen gekommen ist? Des weiteren: hat irgendjemand in einen (dt) Zoo in Bezug zum Zwergflu├čpferd eine ausf├╝hrlichere Referenz hinsichtl. Hans Schomburgk gesehen?
(20.09.2006, 22:20)
Michael Mettler :   Sowas nennt man wohl "es entwickelt sich Eigendynamik"....
(20.09.2006, 21:48)
Oliver Jahn :   Dieser Thread beinhaltet schon derart viele Informationen zu den Tieren und ihrer Unterbringung, dass es da schon bald f├╝r meihr als einen Artikel reichen w├╝rde. Die Unterbringung der Vorkriegszeit haben wir ja fast durch! Auch einige Nachkriegsh├Ąuser sind bereits beleuchtet. Da steck so viel in diesen Beitr├Ągen, dass es sicher wertvoll w├Ąre, das mal zu b├╝ndeln! Ich habe so oft gerade in diesem Thread nachgelesen, leider wird er langsam un├╝bersichtlich. Dennoch, Michael, du wei├čt, wenn es was zu tun gibt, bin ich dabei! Vor allem wenn es dann auch um die fotografische Ausgestaltung einer solchen Datenbank geht! Wir bleiben da in Kontakt!
(20.09.2006, 21:31)
Michael Mettler :   Ich habe schon mal halb im Scherz, halb im Ernst ge├Ąu├čert, dass man zum Thema Flusspferde eigentlich etwas ├ähnliches auf die Beine stellen k├Ânnte wie die Dokumentationen der European Elephant Group - es scheint ausreichend an der Materie Interessierte zu geben, die das Thema Flusspferd jeweils unter einem ganz speziellen Blickwinkel betrachten, das w├╝rde sich prima erg├Ąnzen....
(20.09.2006, 18:11)
IP66 :   Vielleicht kann man Ihren Artikel nutzen, um eine Bautypologie zu erstellen - kulturgeschichtlich w├╝rde die Sache allerdings richtig interessant, wenn man die Dinge miteinander verbindet.
(20.09.2006, 16:35)
Michael Mettler :   @IP66: Was die Zuchtgeschichte betrifft, so hat meine Umfrage ja tats├Ąchlich den Grund, daraus einen Artikel machen zu wollen. Das Bauliche bliebe in diesem allerdings au├čen vor, mein Interesse gilt nun mal nach wie vor haupts├Ąchlich den Tieren - und von Architektur habe ich keine Ahnung.
(19.09.2006, 20:29)
IP66 :   Hier findet sich mittlerweile dergestalt viel spannnendes Material, da├č sich daraus ein sch├Âner Artikel bauen lie├če. Dabei ist einmal der Bestand von gro├čem Interesse, zum anderen aber auch die Unterbringung, da f├╝r Flu├čpferde ja oft aufw├Ąndig gebaut wurde und bis heute gebaut wird.
(19.09.2006, 19:25)
Michael Mettler :   Kleine Korrektur zu meinem Beitrag ├╝ber Dresden: Es gibt doch von allen 12 K├Ąlbern des Ursprungspaares Daten, ich habe eins in der Auflistung ├╝berlesen - es wurde nur einen Tag alt, erh├Âht also leider noch die Zahl der Misserfolge.
(19.09.2006, 19:18)
@Michael M. :   Leider habe ich keine "feste Beweisse" = Literatur, die sich mit den ersten Jahren von Flusspferd-Haltung in Dvur Kralove befasst. Ich habe meine Daten durch Erinnungen von einem ehemaligen Tierpfleger in DK, somit nicht 100% sicher. Ich werde jetzt lieber weiter nach irgenteine Literatur suchen, entschuldigee bitte das Verwirrung.
(18.09.2006, 09:04)
Michael Mettler :   @Jana: Nach deinen Angaben weiter unten im Thread traf ├╝brigens Heini erst ├╝ber ein Jahr nach Dora und Rosa in Dvur Kralove ein! Du nanntest da sogar ein genaues Ankunftsdatum f├╝r Heini - hat sich an der Sachlage tats├Ąchlich etwas ge├Ąndert?
(17.09.2006, 21:37)
Michael Mettler :   Nach momentanem Wissensstand habe ich in meiner Datensammlung ├╝berhaupt kein M├╝nchener Nachzuchttier f├╝r 1965. M├╝nchen geh├Ârt aber wie Z├╝rich zu den Zoos, die bisher nicht geantwortet haben, so dass meine Infos noch L├╝cken haben. Aber kann es sein, dass Heini einerseits sowie Dora und Rosa andererseits nur ├╝ber den selben H├Ąndler (K├╝nzler) nach Dvur Kralove kamen?
(17.09.2006, 21:31)
Jana :   @Michael M. Ich habe eine Frage - wie sah nach deinen jetzigen Kenntnissen die Lebensgeschichte von einem Bullen, der 21.8.1965 in Muenchen geboren war? Ich habe (aus 3.Hand) erfahren, das er zusammen mit Dora und Rosa nach Dvur Kralove kamm, so dass ER identisch mit Heini ist.
(17.09.2006, 20:34)
W. Kriha :   Hallo Forum Leser ….
Ich mache zur Zeit meinen Zivildienst im Tiergarten … und interessiere mich sehr f├╝r Flusspferde … leider haben wir keine Flusspferde … ich wollte euch mal nachfragen ob jemand Bilder von Flusspferde ( z.b. Anlagen, Becken, Haus …. ) besitzt und mir diese zur privaten zwecke zur Verf├╝gung stellt …

W├Ąre sehr nett ..wenn jemand Bilder f├╝r mich hat ... meine emal-Adresse ist : w.kriha@gmx.de

Gru├č aus Hessen …. W.Kriha …

w.kriha@gmx.de

(17.09.2006, 16:47)
Michael Mettler :   Nachdem mir nun Unterlagen aus den entsprechenden Zoos vorliegen, w├╝rde ich behaupten, dass der Artikel "Flusspferde an der Plei├če" in der Leipziger PANTHERA von 1978 einen kleinen, aber gravierenden Fehler enth├Ąlt. In der dortigen Flusspferdchronik hei├čt es: "Zwei am 30. M├Ąrz 1926 aus Dresden bzw. Hamburg gekommene, achteinhalb und neuneinhalb Jahre alte Tiere..." Der Bulle starb 1928, die Kuh wurde 1927 nach Elberfeld (heute Wuppertal) verkauft.

Es sprechen alle Indizien daf├╝r, dass es nicht JAHRE, sondern MONATE hei├čen muss:

1) Aus dem alten Hamburger Zoo wurde ein am 21.6.1925 geborenes, weibliches Nachzuchttier nach Leipzig abgegeben. Bei Ankunft dort war es also rund 9,5 Monate alt.

2) In der gerade erschienenen Jubil├Ąumschronik des Wuppertaler Zoos finden sich Fotos der beiden Neuank├Âmmlinge von 1927, und beide sind noch jung. Das gr├Â├čere Tier auf den Fotos d├╝rfte demnach die zu diesem Zeitpunkt zweij├Ąhrige Kuh aus Hamburg (via Leipzig) gewesen sein, die in Wuppertal Rosa genannt wurde (so hie├č auch ihre Mutter in Hamburg). Auf keinen Fall ist eines der Wuppertaler Tiere auf den Fotos 9,5 bis 10,5 JAHRE alt.

3) In den vom Zoo aus verschiedenen Quellen rekonstruierten Dresdener Daten ist f├╝r 1925 ein aufgezogenes Jungtier (Geschlecht fraglich) angef├╝hrt, das 1926 mit unbekanntem Ziel abgegeben wurde. Das w├╝rde gut zum Ankunftsdatum des zweiten Tieres in Leipzig passen, womit auch dieses unter einem Jahr alt gewesen sein k├Ânnte.

4) Woher auch immer der in der PANTHERA erw├Ąhnte Bulle gekommen w├Ąre - die Formulierung ist ja nicht eindeutig, welches Tier woher kam: Er h├Ątte in seinem Ursprungszoo 8,5 bzw. 9,5 Jahre, also auch als ausgewachsenes, geschlechtsreifes Tier, neben dem dortigen Zuchtbullen leben m├╝ssen. Schon aus Gr├╝nden der Unterbringung sehr unwahrscheinlich, zudem scheint es zur fraglichen Zeit keinerlei Abgabeprobleme mit ├╝berz├Ąhligen Flusspferden gegeben zu haben.

Genauere Leipziger Daten liegen mir noch nicht vor, aber ich denke, die L├╝cke zwischen zwei Tieren mit fraglichem Verbleib und zwei Tieren mit fraglicher Herkunft kann auf diese Weise durch Zusammenfassen geschlossen werden.
(17.09.2006, 11:07)
Michael Mettler :   Wer sagt's denn - heute hat ein weiterer Zoo auf meine Anfrage geantwortet: Dresden - ausschlie├člich Vorkriegsdaten, da seitdem keine Hippos mehr gehalten wurden. Dass der Zoo bis zur Zerbombung eine "gute Flusspferdzucht" hatte, wie ich mal irgendwo aufgeschnappt habe, relativiert sich allerdings beim Anblick der Gesamtbilanz: Das Wildfangpaar Wakene und Wally hatte insgesamt 12 K├Ąlber, ├╝ber 11 davon gibt es Daten. 4 davon wurden nicht aufgezogen, 2 (Zwillinge!) waren eine Totgeburt. Bei einem Kalb ist zwar das Geburtsdatum bekannt, aber nicht, was aus ihm wurde. Das letzte Kalb des Paares (Tanga) blieb im Zoo, drei andere aufgezogene K├Ąlber wurden abgegeben: eins nach Amerika, eins (Gretel) nach Leipzig, eins nach Unbekannt.

Nach dem Tod von Wakene (1940) kam 1941 als Nachfolger der Bulle Steppke aus Breslau (ca. 4,5 Jahre alt) und wurde noch Vater von zwei K├Ąlbern (je eins mit Wally und Tanga), die beide nicht aufwuchsen.

Am 13.2.1945 zerst├Ârte ein Bombenangriff das Flusspferdhaus. Nach Bericht eines Augenzeugen sollen zwei der drei Flusspferde am n├Ąchsten Morgen noch gelebt haben; sie waren aber schwer verletzt und durch die herabgest├╝rzte Dachkonstruktion im Wasserbecken "festgenagelt", weshalb sie erschossen wurden.
(17.09.2006, 00:22)
Werner Weyler :   Mein Kommentar zur Elefantenhaltung im ehemaligen westf├Ąlischen Zoo scheint wohl hier nicht so recht passen.

Zum Thema Flu├čpferde kann ich allerdings auch was sagen. Der D├╝sseldorfer Zoo wurde Anfang November 1944 v├Âllig zerst├Ârt. Neben einigen Tieren ├╝berlebte ein Flu├čpferdpaar. Wohin die Tiere gingen- keine Ahnung.

Der damalige Direktor Dr. Weber hatte sehr gute Kontakte zu zoologischen Einrichtungen im Osten des " sogenannten Vaterlandes ". Als f├╝r den rheinischen Raum die Order erging, alle gef├Ąhrlichen und seltene Tiere woanders unter zu bringen ( oder zu erschie├čen ), sind viele Tiere nach Breslau, K├Ânigsberg, Posen, etc. gegangen.

Mich w├╝rde auch mal interessieren, wohin ging dieses Flu├čpferdpaar, dass den zweiten Weltkrieg ├╝berlebt hat?
(16.09.2006, 21:46)
Werner Weyler :   @ Michael Mettler
Wenn ich recht informiert bin, gab es in M├╝nster bis vor dem zweiten Weltkrieg nur Einzelhaltung eines Elefanten. Im Zoof├╝hrer von 1930 ist demzufolge auch zu lesen, dass die gehaltenen indische Elefantenkuh 1899, als 12j├Ąhriges Tier eintraf. Einen Ansichtskartenh├Ąndler habe ich mal damit etwas verunsichert, dass ich eine alte Karte von M├╝nster damit kommentierte, dass der Elefant " August " sein m├╝├čte. Tja, in M├╝nster hie├čen die Elefanten halt immer August.
(16.09.2006, 21:26)
Michael Mettler :   @Jana: Leider noch nicht. Nach meinem bisherigen Wissenstand kaufte sie der Berliner Zoo 1932 von Fa. Ruhe. Das R├Ątsel um die Berliner "Kriegsflusspferde" (wieviele erwachsene K├╝he, wer war die Mutter von Knautschke usw.) ist noch immer nicht gel├Âst, da sich verschiedene B├╝cher in ihren Angaben widersprechen. Aber ich stehe noch in Kontakt zum Berliner Zoo und man hat mir angeboten bzw. zugesagt, der Sache nochmal nachzugehen.

Da in der fraglichen Zeit in mehreren Zoos Flusspferde gez├╝chtet wurden, halte ich es f├╝r wahrscheinlich, dass Zuzana zoogeboren war. Aber ich habe noch keinen konkreten Verdacht, wo.

(15.09.2006, 18:33)
Jana :   @Michael M. Danke fuer das Info, da habe ich warscheinlich was verwechselt. Gibst was neues ueber den Herkunft von Zuzana (Wildfang/Zoo-geboren)?
(15.09.2006, 17:10)
Michael Mettler :   Kleine Zwischenbilanz meiner Hippo-Umfrage: 18 Zoos in Deutschland, ├ľsterreich und der Schweiz angeschrieben, bis jetzt (knapp vier Wochen nach Anfrage) hat genau die H├Ąlfte davon geantwortet und gr├Â├čtenteils sehr detailliertes Datenmaterial zur Verf├╝gung gestellt. Mal sehen, ob vom Rest noch was kommt - immerhin kann ja die eine oder andere entscheidende Person zuf├Ąllig in Urlaub gewesen sein. Schaun mer mal.
(14.09.2006, 20:12)
Michael Mettler :   @Jana: Laut Auskunft aus Wien hat die aus Ostrava geholte Kuh Arka dort immer diesen Namen behalten, und der Name Jenny bezog sich ausschlie├člich auf die in Wien 1990 geborene Kuh, die jetzt in K├Âln lebt.
(14.09.2006, 18:16)
Michael Mettler :   Keine Ahnung. Da man das Geschlecht des Jungtieres nicht planen kann, d├╝rfte es keine "Zucht auf Bestellung" gewesen sein.

Es gibt aber in der Innenanlage ein Bullenabteil, in dem der Frankfurter Maikel fast anderthalb Jahre lang untergebracht war (und das lange Zeit nur mit Fischen und Wasserschildkr├Âten besetzt war. Sollte "Korken" also so lange in Hannover bleiben m├╝ssen, dass er zwischenzeitlich sogar geschlechtsreif w├╝rde, w├Ąre die getrennte Unterbringung kein Problem.

Was ich mir durchaus vorstellen k├Ânnte (das ist aber eigene Spinnerei und nichts, wor├╝ber ich irgendwas geh├Ârt h├Ątte): Leipzig plant doch zuk├╝nftig wieder mit Flusspferden (wann auch immer), und die in Hannover lebende Kuh Himba ist von Leipzig nur eingestellt, nicht abgegeben. Vielleicht darf "Korken" sie ja eines Tages nach Leipzig begleiten? Verwandt sind die beiden n├Ąmlich nicht.
(08.09.2006, 16:14)
Jennifer Weilguni :   @Michael Mettler
Um nochmal auf den "Korken" ( wie das junge Flusspferd in hannover ja bi jetzt heisst) zur├╝ckzukommen: Ist denn schon bekannt, wo er sp├Ąter hin kommt ? Pl├Ątze f├╝r Flusspferde, vor allem f├╝r Bullen scheinen ja zumindest in Deutschland sehr rar zu sein oder t├Ąusche ich mich da ?
(08.09.2006, 15:44)
Michael Mettler :   @IP66: Die Frage schient sich doch eher auf den Landois-Zoo zu beziehen? Ich kenne ihn nicht mehr aus eigener Anschauung und habe deshalb im Zoof├╝hrer von 1954 nachgeschlagen, meines Wissens der erste Nachkriegs-Zoof├╝hrer. Dort hei├čt es f├╝r das Elefantenhaus sinngem├Ą├č, dass in einem Seitenfl├╝gel ein Paar Siam-Panther untergrbacht war und sich gegen├╝ber das verwaiste Flusspferdbecken befand, das sich f├╝r die Haltung als ungeeignet erwiesen hatte. Also muss es zeitweise besetzt gewesen sein, sonst h├Ątte man das ja nicht festgestellt. Dieses Becken scheint sp├Ąter verf├╝llt und die Fl├Ąche anderweitig genutzt worden zu sein. Denn als das f├╝r den Allwetterzoo gedachte Paar noch vor dessen Fertigstellung eintraf, musste man es im alten Zoo kurzzeitig "trocken" - also ohne Becken - unterbringen.

Auch das Flusspferdkapitel des Allwetterzoos war relativ kurz. Das besagte Paar traf bereits im Oktober 1973 ein. Der in Stuttgart geborene Jungbulle (hie├č bis dahin Jockele und war das erste in Stuttgart aufgezogene Jungtier) war halbj├Ąhrig, seine k├╝nftige Partnerin, geboren in Z├╝rich, einj├Ąhrig. In M├╝nster wurden sie auf Knabbel und Toni getauft. Die beiden hatten in M├╝nster anscheinend f├╝nf K├Ąlber (├╝ber die ich noch nichts Genaueres wei├č) und wurden im Mai 1982 nach Wroclaw (Breslau) abgegeben, wo sie auch weiterhin z├╝chteten. Toni hie├č dort Tina und zog 1996 nach Kairo um. Ob Knabbel auch einen neuen Namen bekam und was aus ihm wurde, wei├č ich nicht. Die beiden Ex-M├╝nsteraner hatten 1983 in Wroclaw eine Tochter namens Pysa, die 1984 in den Zoo Plock kam und zusammen mit ihrer dort geborenen Tochter Magotka 1998 nach Hannover. Hier wurden sie auf Kiboko und Habari umgetauft und geh├Âren noch heute zur "Damenriege" des Zoos.
(08.09.2006, 13:22)
ulli :   Es gab zu Anfangszeiten des Allwetterzoos ein kleines Becken f├╝r Flu├čpferde. Sp├Ąter hat man es dann zeitweilig f├╝r Zwergflusspferde und Riesenschildkr├Âten, ich glaube sogar kurzzeitig f├╝r Robben, genutzt. Im Zuge von Umbauten wurde es innen in den Nashornbereich integriert. Die Au├čenanlage befand sich etwa dort, wo laut Internetplan Schakale und Pelikane untergebracht sind.

(08.09.2006, 12:40)
IP66 :   Wo brachte man denn in M├╝nster die Flu├čpferde unter? Gab es am alten Elefantenhaus ein Flu├čpferdbecken?
(08.09.2006, 12:19)
Michael Mettler :   Es ist noch nichts dar├╝ber durch die Presse gegangen. Vielleicht wartet man aber auch nur auf den g├╝nstigsten Zeitpunkt f├╝r das Marketing, sprich auf eine Zeit, wo man mit der Meldung (oder einem Namenswettbewerb) zus├Ątzliche Besucher anlocken kann. Im August war das ja nicht n├Âtig (siehe "Pressemeldungen der Zoos"), der war angeblich der bestbesuchte Monat in der Geschichte des Zoos.

├ťbrigens hat sich meine Vermutung best├Ątigt, dass das Kalb als Saisonh├Âhepunkt "geplant" wurde, um die zeitliche L├╝cke zwischen bereits erfolgten und weiteren erhofften Elefantengeburten zu ├╝berbr├╝cken. Dass das dritte Elefantenbaby bereits "im Enstehen" war, wusste man damals noch nicht, weil man nicht mit so schneller Geburtenfolge des Muttertieres rechnete... So gesehen recht praktisch f├╝r den Zoo, dass der Frankfurter Flusspferdbulle nicht gleich zu Beginn erfolgreich gedeckt hat.
(08.09.2006, 08:50)
Jennifer Weilguni :   @Michael Mettler
Hat Hannover denn mittlerweile auch schon einen Paten gefunden, b.z.w. steht schon ein Name fest?
(08.09.2006, 07:32)
Michael Mettler :   Hatte ich schon erw├Ąhnt, dass das hannoversche Flusspferdkalb sich inzwischen als kleiner Bulle entpuppt hat? Falls nicht: Das hannoversche Flusspferdkalb hat sich inzwischen als kleiner Bulle entpuppt.
(07.09.2006, 21:57)
Michael Mettler :   Ich nehme das auf jeden Fall in meine Datensammlung auf, mal sehen, was zum Schluss dabei rauskommt. Karlsruhe HATTE jedenfalls 1962 Nachzucht (lt. International Zoo Yearbook), von der allerdings kein Geschlecht angegeben ist. Da mir wie gesagt noch genaue Ausk├╝nfte vom Karlsruher Zoo fehlen, l├Ąsst sich die Frage auch noch nicht weiter kl├Ąren.
(07.09.2006, 21:47)
ZooFanKarlsruhe :   @Michael Mettler:

Meine Quelle bez├╝glich "Pop├Ą├Ąs" Geburtsdatum ist Frau Dr.Matzenau vom Zirkus Krone. Ich hatte dort per email angefragt.
(07.09.2006, 21:26)
Michael Mettler :   Kuriosum am Rande: Bei der Durchsicht aus Wien erhaltener Daten stie├č ich auf ein weibliches Nachzuchttier, das 1989 an den Zoo DUISBURG abgegeben wurde! Da dort nie "richtige" Flusspferde, sondern nur Zwergflusspferde gehalten wurden, wollte ich schon r├╝ckfragen - doch dann habe ich erst mal im entsprechenden Duisburger Jahresbericht nachgeschlagen. Und siehe da: Der Zoo stellte in jenem Jahr einen gr├Â├čeren Tiertransport f├╝r seine chinesische Partnerstadt Wuhan zusammen, f├╝r den eben auch ein Flusspferd eingeplant war.

Im Jahresbericht hei├čt es dazu, dass sich die Vorbereitungen f├╝r den Transport so sehr in die L├Ąnge zogen, "dass das f├╝r den Wuhaner Zoo bestimmte Jung-Flusspferd dar├╝ber zu dick wurde und nicht mehr durch die Flugzeugt├╝r passte. Es musste durch ein schlankeres, in aller Eile aus Wien-Sch├Ânbrunn beschafftes Zweit-Exemplar ersetzt werden..."

Liest sich ├╝brigens nett, so als h├Ątte man das Tier ohne Kiste einzuladen versucht - frei nach Hape Kerkelings Klassiker mit "Hannileins Meerschweinchen", das durch den Briefschlitz gesteckt werden sollte: "Aber das ging da nicht richtig rein..." :-)
(07.09.2006, 15:58)
Michael Mettler :   Nicht ist auszuschlie├čen (wobei ich nicht glaube, dass ein Flusspferd schon in Karlsruhe Popp├Ąa genannt wurde). Andererseits kann die Verwendung eines immer gleichen Namens statt Vertuschung genausogut Tradition sein, denn sowas kennt man ja auch aus Zoos: Walrosse hei├čen bei Hagenbeck traditionell Antje, Raudi oder Nickelmann, in M├╝nster gab es anscheinend mehrere Elefanten namens August und in Karlsruhe mindestens drei Flusspferdk├Ąlber namens Rosi. Und bei "privaten" Wellensittichen, Katzen, Meerschweinchen oder Papageien ist es doch oft genauso....
(07.09.2006, 15:11)
Jennifer Weilguni :   Also das ist jetzt nur eine Vermutung, aber kann es vieleicht sein, dass der Zirkus seinen Flu├čpferden immer die gleichen Namen gibt, um dar├╝ber hinwegzut├Ąuschen, dass es sich um verschiedene Tiere handelt ? Oder hiessen die jeweils schon so, als sie zum Zirkus kamen, das w├Ąre dann doch schon ein eher merkw├╝rdiger Zufall.
(07.09.2006, 14:56)
Michael Mettler :   @ZooFanKarlsruhe: *stutz* Das wird ja immer bunter mit den diversen Popp├Ąas... Ich habe die Kopie eines Artikels aus einer Circus-Zeitschrift "Nilpferde im Circus Krone", in dem drei Tiere gleichen Namens erw├Ąhnt werden, die nacheinander im Circus gehalten wurden. Die erste Popp├Ąa(Herkunft nicht erw├Ąhnt) von 1950 bis 1963, die zweite (geboren im Zoo Berlin) von 1965 bis 1969 (Verbleib nicht erw├Ąhnt) und nach einer Pause dann die dritte Popp├Ąa ab 1972. Und das soll laut Artikel die heutige sein, geboren am 24.9.1971 in Karlsruhe....

Leider habe ich aus Karlsruhe noch keine Antwort erhalten, und es kann nat├╝rlich auch sein, dass ein Tier ├╝ber einen H├Ąndler in den Circus kam. Da im Artikel zwischen 1963 und 1965 eine L├╝cke klafft, ist nicht auszuschlie├čen, dass es noch mehr Popp├Ąas gab und f├╝r ein nur kurzzeitig gehaltenes Tier schnell Ersatz beschafft wurde....
(07.09.2006, 12:21)
ZooFanKarlsruhe :   Das Geburtsjahr der Flusspferdkuh "Pop├Ą├Ą" aus dem Zirkus Krone ist ├╝brigens 1962. Seit 1964 lebt sie im Zirkus Krone. Vielleicht wurde das hier ja noch nicht gepostet ;-)
(07.09.2006, 09:40)
Michael Mettler :   @Jana: Danke f├╝r die Infos! Wahrscheinlich wundert man sich in Z├╝rich so langsam, warum pl├Âtzlich alle Welt etwas ├╝ber ihre Flusspferde wissen will - ich habe per Fax vor anderthalb Wochen angefragt (aber noch keine Antwort), und f├╝r das neu einzurichtende Zuchtbuch in Ostrava laufen ja auch schon Anfragen....

Somit h├Ątten also beide Flusspferde in Antwerpen wenigstens die selbe Mutter (Hippa), denn auch die dortige Kuh Hermien wurde in Z├╝rich geboren. Da Etho/Heini aber kurz nach dem Eintreffen von Hippa in Z├╝rich geboren wurde, wei├č ich seinen Vater noch nicht.

@Andreas Hartung: Von T├╝ddern habe ich schon ein paar Infos. Der Park ├╝bernahm zwei junge Flusspferde aus dem Schweizer Pl├Ąttli-Zoo (nicht dort geboren), die schon dort dazu trainiert worden waren, Kinder auf sich reiten zu lassen.... Davon gibt es sogar ein Postkartenmotiv! Au├čerdem erhielt der Park etwa 1976 ├╝ber den H├Ąndler Sensen eine ausgewachsene Kuh aus N├╝rnberg (Nanni, geb. 1967), die in N├╝rnberg mit ihrem Vater Webbi zusammen vier K├Ąlber hatte, die alle nicht aufwuchsen.

(06.09.2006, 17:01)
Jana :   Noch einmal ich - ich habe in Z├╝rich gefragt, und wirklich, der HEINI ist identisch mit ETHO und nach Dvur kam er durch den Tierh├Ąndler K├╝nzler.

Ich habe noch die genauen Geburtsdaten von in Budapest geborenen Victoria/Zaira 31.1.1970 und Jonas/Zulu 11.2.1970 und demnach sind deren Eltern Bulle Nairobi und K├╝he Mombasa und Kincsem, aber ich weiss nicht, wer hatte welche Mutter.
(06.09.2006, 16:32)
Jana :   @Michel M. Ich hab etwas ├╝ber Flusspferde in Budapest gefunden, leider kenne ich nicht dieser Sprache. Hier der Link:http://www.sulinet.hu/eletestudomany/archiv/1997/9714/jonas/jonas.html
(06.09.2006, 15:58)
Andreas Hartung :   @Michael Mettler: Der ehemalige Safaripark in T├╝ddern hatte auch mal Flusspferde! Bilder gibt´s hier: http://www.zoo-ag.de/ZooAG-Safariparks.htm
Vielleicht hilft´s dir ja weiter.
(06.09.2006, 15:58)
Michael Mettler :   Im gerade erhaltenen Buch "Hagenbeck" von G├╝nter H.W. Niemeyer (erschienen 1972) beschreibt der Autor, dass er 1948 zusammen mit Lorenz Hagenbeck den ehemaligen zoologischen Mitarbeiter Zukowsky besuchte, der inzwischen den Zoo M├╝nster leitete. Bei diesem Besuch wurde Niemeyer im Flusspferdhaus Zeuge einer Flusspferdgeburt! Das w├Ąre mein erster Hinweis darauf, dass es schon vor dem sp├Ąteren Zuchtpaar im Allwetterzoo in M├╝nster Nachwuchs gegeben haben soll. Wei├č jemand etwas dar├╝ber?

Bisher erhielt ich ├╝berhaupt nur Kenntnis dar├╝ber, dass es vor dem Krieg ca. 1934/36 kurzzeitig ein Flusspferd in M├╝nster gab, dass 1954/55 ein Leih-Flusspferd aus dem Circus Williams im M├╝nsteraner Zoo gestanden haben soll, und dass noch nach dem Eintreffen des sp├Ąteren Zuchtpaares am 9.4.1974 eine zweite Kuh namens Fefi - vermutlich aus Lissabon - im Allwetterzoo eingetroffen sein soll, ├╝bere deren weiteren Verbleib ich allerdings nichts wei├č (und aus M├╝nster auch noch keine Antwort auf meine Anfrage bekommen habe).

Ebenso ├╝berraschend f├╝r mich war (aus anderer Quelle) ein zweites Nachkriegs-Flusspferd in Wuppertal! Wenn auch nur kurzzeitig: Im Juni 1950 - also nach dem Eintreffen von Lina - soll im Zoo ein m├Ąnnliches Tier angekommen sein, das im September in den Ruhrzoo weiterreiste; weiterer Verbleib noch unbekannt. Da dieses Tier nirgends in den Wuppertaler Chroniken erw├Ąhnt wird, nehme ich an, dass es sich nur um ein kurzfristig eingestelltes Tier von bzw. f├╝r Ruhe handelte.
(06.09.2006, 15:42)
Jana :   Danke Michael :-)
(06.09.2006, 13:08)
Michael Mettler :   F├╝r Honza habe ich ein Geburtsdatum 20. Juli 1967 (wobei er in K├Âln - wenn ├╝berhaupt - sicherlich einen anderen Namen hatte, den ich nicht wei├č). Seine Eltern waren der Bulle Toni und die Kuh ├änne bzw. Aenne. Genaugenommen ├änne II, denn es gab vorher schon ein Flusspferd dieses Namens in K├Âln (falls es nicht noch mehr waren, so weit reichen meine Informationen noch nicht zur├╝ck). ├änne II wurde aus Antwerpen angekauft, wo sie den Namen Gilde trug. ├ťber Toni forsche ich noch; im K├Âlner ARKS sind Flusspferde erst ab 1979 eingetragen, und da steht bei ihm unter Herkunft usw. "unknown". Also stand er wohl eines Morgens pl├Âtzlich im Gehege (Ironie).
(06.09.2006, 13:01)
Jana :   @Michael M. Ich h├Ątte eine Bitte, weiss du nicht genaue Geburtsdatum von HONZA? (geboren im Jahr 1967 in K├Âln)

├ťbrigens habe ich immer noch nichts ├╝ber die JULE gefunden, aber jetzt im August l├Ąuft eine Ausstellung ├╝ber Geschichte von prager Zoo, vielleicht finde ich da was.
(06.09.2006, 12:46)
Michael Mettler :   Nachdem ich zwischenzeitlich eine Anfrage per Fax an die gr├Â├čeren Zoos im deutschsprachigen Raum geschickt hatte, die aktuell Hippos halten oder fr├╝her hielten, trudeln nach und nach Infos ein.

Von der fr├╝heren N├╝rnberger und dann langj├Ąhrigen Frankfurter Kuh Gretel existiert in den N├╝rnberger Unterlagen ein genaues Geburtsdatum, offensichtlich war sie kein Wildfang. Allerdings wei├č ich noch keinen Geburtszoo, da sie ├╝ber Ruhe in den Tiergarten kam. Noch ├╝berraschender war allerdings f├╝r mich, dass Gretel laut der Frankfurter Kartei bereits vor dem Krieg in N├╝rnberg ein Kalb gehabt hatte. Die N├╝rnberger Daten (kurz danach erhalten) toppten diese Info sogar noch: Grete und die zweite N├╝rnberger Kuh hatten ab 1941 insgesamt 4 K├Ąlber, von denen 2 aufgezogen und abgegeben wurden! Eine Zuordnung der K├Ąlber ist allerdings aus den vorhandenen Daten nicht zu ersehen.

Kuriosum am Rande: Das erste Kronberger Flusspferd Auguste wurde nach Auskunft des Zoos bei seiner Ankunft 1955 in den lokalen Medien als "Nashorn" gefeiert....
(05.09.2006, 22:24)
ZooFanKarlsruhe :   Ja Zirkusfreund Zeeb hat das Verfasst. Dennoch ist es zumindest fragw├╝rdig, ob ein Wissenschaftler solche Aussagen t├Ątigen sollte, wenn sie nachweislich falsch sind. W├╝rde mich auch sehr interessieren, welches Ansehen Dr.Zeeb in der Zoobranche hat.
(30.08.2006, 19:14)
Hannes :   Interessant finde ich das hier das das ein Zitat von Dr. Zeeb(?) sein d├╝rfte.
Was h├Ąlt man sonst so von diesem Mann?
Er hat doch mindestens ein Buch ├╝ber Zirkustierdressur geschreieben.
(30.08.2006, 18:09)
Frankfurter :   Was Krone da schreibt, ist absoluter Quatsch. Selbst einzeln lebende wie Tiger zeigen ein hohes Ma├⟠an Sozialverhalten !
Das gilt auch f├â┬╝r Flu├âŸpferde. Unsere beiden Tiere zeigen sehr viel Sozialverhalten, Flu├âŸpferde einzeln zu halten, ist nicht artgerecht. Passiert aber oft auch in Zoos, siehe Wuppertal.
(30.08.2006, 17:56)
Dirk K :   Spielt wohl darauf an, dass bei Rivalk├Ąmpfen zwischen Bullen oftmals zertrampelte Jungtiere auf der Strecke bleiben... Trotzdem w├╝rde ich das auch nicht unbedingt als richtig einstufen.
(30.08.2006, 14:45)
ZooFanKarlsruhe :   Folgendes fand ich auf der Zirkus Krone HP:

"Denn wer wei├č schon, dass Flu├čpferde in ihrer Heimat herdenartig anzutreffen sind, aber so gut wie keinen Herdenzusammenhalt kennen. Sie sind Einzelg├Ąnger und besitzen deshalb auch so gut wie kein angeborenes Sozialverhalten."

Zirkuspropaganda um die Einzelhaltung eines Flusspferds zu rechtfertigen ?

Dass Flusspferde kein angeborenes Sozialverhalten besitzen sollen bezweifel ich stark und konnte auch nirgends sonst etwas finden, was diese Aussage best├Ątigt. Bin gespannt was die Spezialisten hier meinen.
(30.08.2006, 14:00)
Michael Mettler :   Das Ankunftsjahr von Sambo w├╝rde ├╝brigens zusammenpassen mit dem ersten im Tierpark Berlin in Quarant├Ąne befindlichen Flusspferd, f├╝r das leider kein Geschlecht genannt wurde....

Auch f├╝r eines der drei Quarant├Ąnetiere von 1965 h├Ątte ich eine m├Âgliche L├Âsung: Ein ebenfalls nicht geschlechtlich definiertes Nachzuchttier aus Karlsruhe wurde nach Polen abgegeben.
(26.08.2006, 14:54)
Karsten Vick :   noch mehr Flusspferd-Splitter aus dem Osten.
Jekaterinburg (ehem. Swerdlowsk) hat als einziges Huftier(!) 1,0 Flusspferd "Almas" seit 1975.
Tschimkent (Kasachstan) kriegt 8-j├Ąhrigen Bullen aus Danzig. Der Altbulle Sultan war 2004 gestorben, es lebte nur die Kuh Lambada (scheint noch nicht alt zu sein) und ihr 2-j├Ąhriger Sohn Tursun.
Am 5.3.05 wurde in Bolscheretschje das erste Flusspferd in Sibirien geboren. Bolscheretschje ist eigentlich nicht mehr als ein Dorf, liegt einige Meilen flussabw├Ąrts von Omsk am Irtysch. Dort gibt es einen kleinen Zoo, in dem seit 1989 das Flusspferdpaar Kening und Malwina aus Kaliningrad lebt. Das erste Kalb ist weiblich und hei├čt Magija.
Vorher ist die Hippozucht in Russland nur den Zoos Moskau, Leningrad und Kaliningrad gelungen.
(26.08.2006, 14:54)
Karsten Vick :   900-t├Ągige Blockade muss es nat├╝rlich hei├čen. Das war eine wirklich schlimme Zeit f├╝r die Leningrader. Einige Tiere des Zoos waren vorher nach Kasan ausgelagert worden, andere starben bei den Bombardierungen. Au├čer dem Flusspferd hielten eine Nilgauantilope, ein Braunb├Ąr und ein M├Ânchsgeier, auch alle namentlich bekannt, die Blockade aus.
(25.08.2006, 23:04)
Karsten Vick :   Charkow: Als erstes Flusspferd kam der Bulle Sambo Ende 1960 in den Zoo. Er lebte die ersten Jahre in einem Vogelteich oder so, da das Flusspferdhaus (="Begemotnik") noch nicht fertig war. Im April 1964 kam ein 5-j├Ąhriges Weibchen aus Holland, das von den Matrosen den Namen Krasawiza erhielt. Das ist nun kein typischer russischer Nilpferdname, eigentlich ist das gar kein Name. Ich vermute eher, dass die Matrosen Leningrader waren, die das Tier nach ihrem alten Begemot nannten. Durch das ├ťberleben der 900-t├Ątigen Blockade hatte Krasawiza wohl einen ├Ąhnlichen Kultstatus in Leningrad wie Knautschke in Berlin. Den Arbeitern am Begemotnik gefiel der Name nicht, sie pl├Ądierten f├╝r Mascha. Letztendlich bliebs aber bei Krasawiza. Sie verstand sich gut mit Sambo und 1965 wurde das 1. Bullkalb namens Granit geboren. 5 Jahre danach starb der Bulle und es kam ein neuer mit Namen Sindi. Mit dem vertrug sich die Kuh zuerst nicht, aber das renkte sich ein. Insgesamt brachte Krasawiza 15 Junge zur Welt, die an die Zoos der SU verteilt wurden. Den letzten Sohn Stepan, geb. 1992 wurden sie in Zeiten der Marktwirtschaft nicht mehr los. Krasawiza starb am 19. Juni 2005.
(25.08.2006, 22:55)
Michael Mettler :   @Jana: Habe Neuigkeiten zu den Ursprungs-Flusspferden in Dvur Kralove. Beide K├╝he stammten aus M├╝nchen und kamen zusammen am 26.5.1966 in Dvur Kralove an. Sie hatten auch die selben Eltern (Lutz II x Tanga). Die j├╝ngere Kuh, geboren am 26.6.1963, hie├č auch in M├╝nchen Dora. Die ├Ąltere Kuh, geboren am 20.6.1961, hie├č allerdings schon in M├╝nchen Rosa (II), der Name wurde wohl nur auf die tschechische Schreibweise ge├Ąndert.

Und eine weitere Neuigkeit: Ganz aktuell wurde ein Europ├Ąisches Zuchtbuch f├╝r das Flusspferd gegr├╝ndet, es wird in Ostrava gef├╝hrt werden! Der frisch gebackene Zuchtbuchf├╝hrer hat sich gestern oder heute im Zoo Hannover nach Daten erkundigt.

Ich mach aber trotzdem erstmal weiter, macht mir einfach viel Spa├č :-) Und auf das "richtige" Zuchtbuch zu warten, kann auch eine Geduldsprobe sein, bei den Pferdeantilopen hat das sechs oder sieben Jahre gedauert....
(25.08.2006, 19:51)
Michael Mettler :   @Sven: Ich habe bewusst BISHER geschrieben, es ist also nichts ausgeschlossen. Immerhin habe ich aus vielen Zoos noch fast gar keine Infos ├╝ber die Herkunft und den Verbleib, sondern nur Nachzuchtzahlen. Ich w├╝rde mich auch wundern, wenn Hagenbeck weitgehend hippo-freie Zone geblieben w├Ąre.
(25.08.2006, 15:10)
Karsten Vick :   Auf der Alma-Ata-HP krieg ich keine vern├╝nftigen Buchstaben. Ein Tier auf dem Lageplan w├╝rd ich als Flusspferd deuten, aber bei den "Bewohnern" (die ├ťberschriften sind lesbar) ist kein Flusspferd abgebildet.
(25.08.2006, 13:57)
Karsten Vick :   @Michael: Das mit dem Behemoth war bei mir ein gedanklicher Link zur Kryptozoologie, denn in einem dieser B├╝cher wird das biblische Unget├╝m Behemoth als Flusspferd erkl├Ąrt.
Erg├Ąnzungen: Krasawiza kam (nat├╝rlich) von Hagenbeck, im gleichen Jahr noch 2 Indische Elefanten und ein Spitzmaulnashorn.
Und das genannte Weibchen Bresta lebt wom├Âglich noch in Kiew! Die haben gerade eine neue HP, da steht noch nicht allzuviel drin, aber Bresta (Jg. 58) wird als ├Ąltestes S├Ąugetier erw├Ąhnt.
(25.08.2006, 13:46)
Sven P. Peter :   @Michael: Komisch, habe aber devinitiv Bilder von denen gesehen. Vieleicht jeweils eingestellte Zirkustiere?
AUf einem Bild sind zwei fast ausgewachsene Tiere zu sehen.
(25.08.2006, 13:38)
Michael Mettler :   @Karsten: Danke, das war schon wieder hilfreich. Zwischen 1910 und 1912 mus es ja eine wahre Importschwemme an Flusspferden gegeben haben...

Bin zwar nicht bibelfest, aber ich glaube, es ist genau umgekehrt: In der Bibel wird ein Tier namens Behemoth erw├Ąhnt und aufgrund der Schilderung wurde gemutma├čt, es m├╝sse sich um das Flusspferd (und ein Vorkommen im Jordan!) gehandelt haben. Aber schlecht gew├Ąhlt ist die russische Namensgebung nicht, wenn man unsere (und das griechisch-lateinische Original) dagegen setzt.
(25.08.2006, 13:27)
Karsten Vick :   @Michael: Ein bisschen Russisch ging noch. In Leningrad hat ein Flusspferd namens Krasawiza den Krieg und die Blockade ├╝berlebt und starb im Dezember 1951 (Ankunft 1911). Eine Art Tierbestandsliste enthielt f├╝r 1951 nur dieses eine Tier. 1952 bekamen sie ein M├Ąnnchen Jussi und 1960 ein Weibchen Bresta. Dann ist da noch von einem M├Ąnnchen namens Bembi die Rede, das 1946 in Moskau geboren wurde, 48 nach Leningrad kam(?) und 60 nach Peking ging (?). Bisher kein Wort von Wally.
Der Zoo Ischewsk (Ustinow) wurde lt. der EARAZA-Liste 1992 gegr├╝ndet. Entweder er hatte einen Vorg├Ąnger, oder Ischewsk ist nicht gleich Tschewsk, obwohl die ├ähnlichkeit so in deutscher Lautschrift doch frappierend ist.
Interessant finde ich, dass Flusspferd auf russisch Begemot hei├čt. Als Behemot wird es doch in der Bibel erw├Ąhnt, oder?
@Werner Weyler: Ich w├╝rde Ihnen den selben Weg wie Michael zur Bestimmung der russischen Zoof├╝hrer anbieten. Russisch sprechen und verstehen sieht zwar schlecht aus bei mir, lesen und bisschen ├╝bersetzen geht grad noch so.
(25.08.2006, 12:20)
IP66 :   In Wuppertal erz├Ąhlt man, da├č der Gummibaum hinter der - wirklich historischen - Felsdekoration an der R├╝ckseite des Flu├čpferdbeckens noch aus der Vorkriegszeit stammt. Wenn das so ist, kann eigentlich kein Flu├čpferd erfroren sein, denn dann h├Ątte auch er Gummibaum noch ├╝berlebt. Ich habe mir allerdings vor ein paar Tagen einen Vorkriegsgummibaum in der Wilhelma angesehen, und dessen Stamm ist um einiges beeindruckender als der in Wuppertal - allerdings k├Ânnte er schon zum Erstbestand des Hauses um 1860 geh├Âren. Sicher ist aber, da├č das wuppertaler Haus keinerlei Kriegssch├Ąden erfuhr - die T├╝ren sind die alten, selbst die Fenster im Windfang f├╝r die Besucher. Ich kann mir auch nur geringf├╝gige Sch├Ąden am dach vorstellen, da auch alle Gesimse unterhalb der Dachkante noch im Vorkriegszustand sind.
(25.08.2006, 11:23)
Jana :   @Michael M. Leider kann ich dir mit der Kuh Jule nicht weiter helfen, ich hab ├╝ber die noch nie was geh├Ârt.
Aber in den 50.Jahren diente Zoo Prag als Mittler zwischen Westeuropa und SSSR, wo Prag die Tiere gekauft hat, und dann nach die Firma Zoocentrum Moskau (Ein Lieferant von Tieren in sovietische Zoos) weiter verkauft hat, aber die Tiere selbst haben normaleweisse nicht das prager Banhof verlassen. Sie blieben da einige Tage, biss ein weiteres Transport nach Ost organisiert war und die Pfleger haben sie wehrend diese Zeit versorgt. So gingen zB in den 50. Jahren etwa 15 Elefanten durch Zoo-Buchhaltung, die hier kein Besucher je gesehen hat.

Auch mit Azbuka kann ich dir nicht helfen. Vielleicht noch ein Text in Polnisch oder Kroatisch, mit viel Fantasie w├Ąre ich f├Ąhig es zu ├╝bersetzen.
(25.08.2006, 10:27)
Michael Mettler :   @Werner Weyler: Bez├╝glich des chinesischen Zoof├╝hrers kann ich vielleicht helfen, mein Chef ist mit einer Chinesin verheiratet. Wenn Sie einen Scan oder ein Digitalfoto vom Titel und/oder Impressum (soweit als solches erkennbar) mailen (meine Kontaktdaten sind bei Klaus Sch├╝ling hinterlegt) oder eine Fotokopie nach M├╝nchen mitbringen, kann ich gern versuchen, das R├Ątsel zu l├Âsen. Mit Russisch bin ich ebenfalls v├Âllig aufgeschmissen und habe auch niemand im Umfeld, der die Sprache beherrscht.
(25.08.2006, 09:01)
Werner Weyler :   Nein, m├Âchte ich nicht.
Habe derzeit drei Zoof├╝hrer aus Russland und einen aus China hier liegen und kriege partout nicht raus wohin sie geh├Âren.
(25.08.2006, 05:54)
Michael Mettler :   ...und hat jemand Lust, sich durch weitere russische Websites zu "fressen"?

http://www.zoo.ru/zoose.asp

Kaliningrad, Kharkov und Almaty (Alma-Ata) sind oder waren Hippo-Halter. Und k├Ânnte sich hinter Izhevsk das unten gesuchte Tschewsk verbergen? Wikipedia liefert leider nur die Info, dass die Stadt auch schon mal Ustinov hie├č und dass dort ein gewisser Herr Kalashnikov eine weltbewegende Entwicklung machte...
(25.08.2006, 00:40)
Michael Mettler :   Wer kann Russisch? (Karsten?) Ich war gerade auf der Leningrad-HP http://www.spbzoo.ru/
Aber ich kenne die kyrilische Schrift nicht. Auf einer Site ├╝ber Sehensw├╝rdigkeiten fand ich den Hinweis, dass der Zoo 1944 wiederer├Âffnet wurde und bald danach u.a. ein Hippo enthielt. Das letzte Sarrasani-Flusspferd Wally war ja nach Leningrad gekommen. Findet sich auf der HP irgendein Hinweis ├╝ber Flusspferdhaltung dort?
(25.08.2006, 00:28)
Michael Mettler :   Okay, ihr habt es so gewollt....

@Sven: Trotz der Datenflut, die ich mittlerweile durchforstet habe (und immer noch durchforste), habe ich erst EIN Flusspferd gefunden, das nach dem 2. Weltkrieg durch Hagenbecks H├Ąnde ging. Das war ein N├╝rnberger Nachzuchttier, und es war ganze zwei Tage bei Hagenbeck, bevor es nach Polen weiterging.... Alle anderen Hagenbeck-Hippos bisher waren (teilweise weit) vor dem Krieg.

@Zoosammler: Du ahnst gar nicht, was mir noch alles an Daten fehlt.... Die aus den International Zoo Yearbooks entnommenen Nachzuchtangaben sind ja z.B. blo├č reine Zahlen, daraus geht nichts ├╝ber die Abstammung usw. hervor. Und die interessiert mich ja auch! Falls jemand gute Kontakte nach Osteuropa haben sollte: Da habe ich noch grooo├če Wissensl├╝cken....

Apropos Abstammung: Die v├Ąterliche Linie des Hannoveraner Kalbes bekomme ich inzwischen auch zusammen. Sein Urvater war ein Bulle namens Jan, der aus Johannesburg nach Amsterdam kam - noch wei├č ich nicht, ob als Wildfang oder bereits zoogeboren. Seine Partnerin wurde eine Wildfangkuh aus Tansania namens Ans. Eine Tochter der beiden ist die noch heute im Amsterdam (allein) lebende Tanja, die mit ihrem Vater verpaart den heutigen Frankfurter Maikel hervorbrachte. Und der ist bekanntlich der Vater des Hannover-Hippos.
(25.08.2006, 00:18)
Karsten Vick :   Zwar wurden in meinen Heimat-Zoos nie Flusspferde gehalten, aber es ist trotzdem interessant, die Spuren der Tiere zu verfolgen. Mach nur weiter.
(24.08.2006, 23:17)
Zoosammler :   Schleimer ;)
Nein, ich lese auch sehr interessiert, aber was soll man dazu noch beisteuern? *g*
(24.08.2006, 23:16)
Sven P. Peter :   Ich lese flei├čig jedes Posting in diesem Thread mit :)
(24.08.2006, 23:11)
Michael Mettler :   Interessieren Hippo-News ├╝berhaupt noch jemand? Werde hier langsam zum Alleinunterhalter... Deswegen nur kurz was f├╝r Jana und ZooFanKarlsruhe.

Jana, ich habe von einem weiteren Flusspferd in Prag Kenntnis bekommen. Die Kuh Jule, geboren 1938 in Leipzig, wurde 1941 nach Rotterdam abgegeben und ging von dort am 12.11.1954 nach Prag. ├ťber ihr weiteres Leben wei├č ich nichts.

ZooFanKarlsruhe: Das erste ├╝berhaupt in Karlsruhe geborene Flusspferd (28.12.1958) lebt noch und hat gerade ein sch├Âneres Zuhause bekommen: Es handelt sich um die Gelsenkirchener Kuh Rosl, die in Karlsruhe noch Rosi hie├č und dort auch schon Nachwuchs hatte, bevor sie 1981 (tr├Ąchtig) in den Ruhrzoo kam. Rosl wird also zum Jahresende 48! Ebenfalls aus Karlsruhe stammt die 1967 geborene Stuttgarter Kuh Rosi, die in Karlsruhe noch Rosl hie├č (wer jetzt ├╝ber die Namen den Kopf sch├╝ttelt: es gab noch mindestens ein drittes Kalb namens Rosi in Karlsruhe, das zusammen mit seinen Eltern 1984 den Unfalltod starb - besonders einfallsreich war der Zoo also nicht).

Die 1988 aus Halle nach Karlsruhe geholte Martha starb schon nach drei Monaten (Februar 1989), im M├Ąrz 1989 kam daf├╝r K├Ąty/K├Ąti aus Berlin. Und die scheint man ja wenigstens NICHT in Rosi oder so umgetauft zu haben :-)

(24.08.2006, 23:03)
Michael Mettler :   @ZooFanKarlsruhe + Michl: Die jetzige Flusspferdkuh Popp├Ąa im Circus Krone ist schon das dritte Flusspferd dieses Namens hintereinander. Das erste - die herkunft wei├č ich (noch) nicht - lebte von 1950 bis 1963 bei Krone. 1965 bekam man vom Zoo Berlin die dort geborene Auguste, die erst in Berolina und dann doch wieder in Popp├Ąa (II) umgetauft wurde und deren Spur sich zwischen 1969 und 1972 verliert. Die heutige Popp├Ąa (III) wurde am 24.9.1971 tats├Ąchlich im Zoo Karlsruhe geboren.
In der Vorkriegszeit gab es vier weitere Flusspferde mehr oder weniger lange bei Krone: 0,1 Therese, 0,1 Nora, 1,0 Noah und 1,0 Jonas. Keines von ihnen trat allerdings in der Manege auf, sie fuhren alle nur in der Tierschau mit. Das ├Ąnderte sich erst mit Popp├Ąa I, die ab 1952 vorgef├╝hrt wurde.
(20.08.2006, 22:41)
Michael Mettler :   @Werner Weyler, Frage an den D├╝sseldorf-Spezialisten: Geben Druckwerke des fr├╝heren D├╝sseldorfer Zoos etwas ├╝ber die dortigen Hippos her? Da ich selbst nur Zoomaterial aus der Nachkriegszeit sammele, habe ich ├╝ber D├╝sseldorf zwangsl├Ąufig gar nichts.
(20.08.2006, 17:29)
Michael Mettler :   Zu Bubi und Rosa in Wuppertal liegen mir bislang folgende Infos vor: Ankunft beider Tiere am 27. Mai 1927. Die Herkunft von Bubi ist mir noch unbekannt, Rosa kam aus Leipzig und stammte urspr├╝nglich aus Hamburg (Hagenbeck? Alter Zoo?). Ihren Namen d├╝rfte sie erst in Wuppertal erhalten haben, denn in Leipzig gab es noch eine andere Rosa.
Bubi starb im September 1945 im Zoo, f├╝r Rosa habe ich zwei unterschiedliche Todesdaten: 24.4.1945 oder 23.4.1946, letzteres aus der 100-Jahre-Chronik. Als Todesursachen werden Splitter des Glasdaches und der Ausfall der Heizung angegeben (Chronik).

Mein Vertrauen in Fotos als Dokumente eines Zoo-Jahrgangs ist ├╝brigens seit Beginn der Recherche nicht mehr sehr gro├č. In den Hellabrunner Zoof├╝hrern wird z.B. das selbe Foto einer Flusspferdkuh mit Kalb mit unterschiedlichen Bildunterschriften f├╝r zwei verschiedene Nachzuchten verwendet....
(20.08.2006, 12:14)
Michael Mettler :   @Werner Weyler: Zu Lina habe ich aus den Wuppertaler Druckwerken folgende Informationen entnommen:

Mein ├Ąltester Zoof├╝hrer d├╝rfte von 1951 sein, denn er tr├Ągt die Aufschrift "70 Jahre Zoo Wuppertal" (und der wurde 1881 er├Âffnet), Titelmotov ist ein junger Kragenb├Ąr. Zwar ist auf dem Zooplan am Elefantenhaus kein Flusspferd eingezeichnet, aber auf S. 31 gibt es ein Schwarzwei├čfoto "Nilpferdkuh Lina".

In der zum 100-j├Ąhrigen Bestehen vom Zoo herausgegebenen Chronik steht unter 1950: "1. April: Ankunft der Flusspferdkuh Lina als ausgewachsenes Tier, das im Tierpark Hellabrunn, M├╝nchen, geboren ist. Sie ist heute die ├Ąlteste Zoobewohnerin." Wohlgemerkt: Da steht nicht "AUS M├╝nchen erhalten" oder so, kann also sein, dass sie aus einem ganz anderen Zoo (bzw. von einem H├Ąndler) kam.

Im Wuppertaler Jahresbericht von 1991 hei├čt es unter "Huftiere": "Bedauerlicherweise mussten wir das ├╝ber 50-j├Ąhrige Flusspferdweibchen Lina wegen Altersschw├Ąche einschl├Ąfern." Das w├╝rde auf einen Geburtsjahrgang vor 1941 hindeuten.

Leider habe ich keine Vorkriegs-Zoof├╝hrer aus Leipzig und M├╝nchen, so dass ich meinen Verdacht, Lina k├Ânnte identisch mit Wally gewesen sein, ohne fremde Hilfe nicht weiter verfolgen kann.


(20.08.2006, 10:24)
Werner Weyler :   Zu Lina aus Wuppertal kann ich folgende Angaben machen: in dem Zoof├╝hrer von 1953 wird sie als recht jugendlich wirkendes Tier abgebildet. In dem Kurzf├╝hrer von 1951 findet sich kein Hinweis auf die Haltung von Flu├čpferden und ich gehe deshalb davon aus, dass Lina erst nach 1951 nach Wuppertal gekommen ist. Sie wurde als Einzeltier gehalten und wurde meines Wissens nach 47 Jahre alt.

Hinweise auf ein Flu├čpferdpaar ergeben sich aus den F├╝hrer von 1936. Zu dem Zeitpunkt wurden Bubi und Rosa in Wuppertal gehalten.
(20.08.2006, 01:18)
Michael Mettler :   Pardon, eine kleine Korrektur: Die Kuh Lisl blieb nicht in M├╝nchen, sondern wurde 1928 nach Berlin abgegeben und starb DORT 1932. Bei dem Start-Kuddelmuddel in M├╝nchen f├Ąllt es schon schwer, nichts durcheinander zu bringen...
(19.08.2006, 23:44)
Michael Mettler :   Dank eines hilfsbereiten Biologen im Zoo Hannover, der auf Unterlagen des verstorbenen Zoo-Datensammlers Marvin Jones Zugriff hat, konnte ich heute die besagte "M├╝nchener L├╝cke" f├╝llen - und kann jetzt den Stammbaum des k├╝rzlich in Hannover geborenen Kalbes in m├╝tterlicher Linie ├╝ber sechs Generationen bis zu den Wildfang-Eltern zur├╝ckverfolgen!!

Und meine Vermutung einer Berlin-M├╝nchen-Connection in der Vorkriegszeit hat sich best├Ątigt. Also:

1928 begann Hellabrunn mit der Flusspferdhaltung. Man erwarb zwei Wildfangk├╝he Gizeh und Lisl, wahrscheinlich beide von Hagenbeck. Dazu kam eine Woche sp├Ąter ein Wildfangbulle vom Londoner H├Ąndler Chapman und ein halbes Jahr sp├Ąter einer der drei Jungbullen, die Lutz Heck im Mai 1928 aus Ostafrika nach Berlin gebracht hatte. Das Wechselspiel fing aber damit erst an: Im April 1929 kam ein weiterer dieser drei Heck-Bullen aus Berlin und wurde in M├╝nchen Lutz getauft. Drei Tage danach wurden sein "Importbruder" und die Kuh Gizeh an Hagenbeck abgegeben, und drei Monate sp├Ąter auch der Chapman-Bulle. Somit blieben also ab Juli 1929 nur noch Lutz und Lisl ├╝brig, beide wahrscheinlich noch nicht geschlechtsreif.

Im Mai 1930 ├╝bernahm Hellabrunn das erwachsene Wildfangpaar Bachit und Rosa, das ab 1910 bzw. 1911 im alten Hamburger Zoo gelebt und gez├╝chtet hatte; ob das letzte in Hamburg gezeugte Kalb noch dort oder schon in M├╝nchen geboren wurde, muss ich noch herausfinden. Jedenfalls gab es in Hellabrunn noch drei K├Ąlber diese Paares. Lisl starb 1932, Bachit wurde 1935 abgegeben, und Lutz nahm die Stelle des Zuchtbullen ein. Sein erster Nachkomme war Toni, der sp├Ąter in Frankfurt lebte. Sein letzter Nachkomme - zusammen mit der aus Leipzig geholten Tanga - war sein 1948 geborener Sohn Lutz II, der die Nachfolge seines Vaters antrat und bis 1996 in M├╝nchen lebte.

Lutz und Rosa waren also wie gesagt die Eltern von Toni (Frankfurt), dieser war der Vater von Amema (Karlsruhe), diese die Mutter von Zora (Hannover), diese die Mutter von Wilhelm (Basel), dieser der Vater von Victoria (Hannover), und letztere ist die Mutter des aktuellen Kalbes.

So, und jetzt wird es RICHTIG spannend: Die 1991 in Wuppertal gestorbene, seit 1950 gehaltene Kuh Lina soll bei ihrem Tod "├╝ber 50" gewesen sein. Es hei├čt im Jahresbericht 1991, das genaue Geburtsdatum sei unbekannt, aber sie sei "w├Ąhrend des Krieges" in M├╝nchen geboren worden. Nun gab es zwischen 1930 (Zuchtbeginn in M├╝nchen) und 1946 nur drei weibliche K├Ąlber. Vom Alter her w├╝rde Gretl (geb. 1941) perfekt passen, aber die wurde nur zehn Tage alt. Wilka (geb. 1946) kam ├╝ber Fockelmann nach Turin. Bliebe also nur Wally (geb. 1935) - wenn DIE mit Lina identisch war, wurde sie also 56 Jahre alt! Nun hatte Wally 1939-1941 mit Lutz drei m├Ąnnliche K├Ąlber, die alle h├Âchstens eine Woche alt wurden, und kam dann wahrscheinlich im April/Mai 1941 nach Leipzig, wo sie vom dortigen Bullen Yumbo am 23.1.1942 ein Kalb hatte, das ebenfalls nicht aufwuchs. Und hier verliert sich Wallys Spur. In der Nachzuchtenliste in PANTHERA 1978 ist ihr Kalb erw├Ąhnt, aber im gesamten dazu geh├Ârenden Artikel taucht keine Kuh Wally auf, obwohl s├Ąmtliche anderen Flusspferde mit Zu- und Abgangsdaten belegt werden. Es liegt nahe, Wally und Lina als identisch zu vermuten, denn irgendwo muss Lina schlie├člich herkommen und den Krieg ├╝berlebt haben. Und dass man eine erwachsene Kuh, die sich als "nicht zuchtf├Ąhig" erwiesen hat, in einen Zoo wie Wuppertal abgibt, der ohnehin nur ein Einzeltier halten wollte, w├Ąre ebenfalls nachvollziehbar. Kann jemand meine Vermutung best├Ątigen oder widerlegen?

Und zum Schluss noch ein Schmankerl: Nach den Aufzeichnungen von Marvin Jones war Zuzana, die aus Berlin nach Prag umgesiedelte Kuh, die Mutter von Knautschke! Sein Vater war demnach ebenfalls schon geb├╝rtiger Berliner, so dass der dritte Heck-Importbulle allenfalls als Knautschkes Gro├čvater in Frage kommt. Aber vielleicht wei├č ich dar├╝ber auch bald mehr....
(19.08.2006, 23:33)
Michael Mettler :   @Karsten Vick: Nein, leider nicht. Noch immer wei├č ich nur, dass Knautschkes Vater einer von den drei 1927/28 aus Ostafrika importierten Jungbullen gewesen sein muss. Vor 1925 muss es zudem eine blinde Flusspferdkuh in Berlin gegeben haben, die Knottnerus-Meyer in seinem 1925 erschienenen Buch "Tiere im Zoo" erw├Ąhnt.

Aufgrund der famili├Ąren Bande zwischen Berlin und M├╝nchen (Gebr├╝der Heck) liegt der Verdacht nahe, dass auch die Flusspferdzuchten beider Zoos in der Vorkriegszeit "Kontakt" hatten. Aber f├╝r M├╝nchen habe ich ebenfalls eine Informationsl├╝cke zwischen 1930 und 1948, also bleibt es vorerst bei der Vermutung.

Was Tschewsk betrifft, hatte ich als Nicht-Kenner slawischer Sprachen die stille Hoffnung, dass es sich einfach als anderer Name f├╝r Kiew herausstellen k├Ânnte, aber auch unter dem Stichwort fand ich nichts Passendes. Auf die Idee kam ich auch nur, weil ein anderer Zielort der aus Berlin via Mohr abgegebenen Tiere Lugansk war, und das habe ich in der Ukraine gefunden - auch wenn es f├╝r l├Ąngere Zeit Woroschilowgrad hie├č....
(19.08.2006, 09:47)
Karsten Vick :   "Tschewsk" bleibt r├Ątselhaft. Bei google gibt es da nur einen Eintrag (hast du sicher auch probiert) eine lange Liste mit Sterbedaten und -orten, was darauf hindeutet, das es wirklich ein Ort ist. Aber zu diesem Ort gibt es nichts im Internet, auch nicht in internationaler Lautschrift oder in kyrillischen Buchstaben. In Rosl Kirchshofers "Zoologische G├Ąrten der Welt" wird Tschewsk auch nicht erw├Ąhnt (und ist auch kein alter Name einer dort genannten Stadt). Muss ich also passen. Vielleicht ist es ein Stadtteil oder ein Zirkus oder ein Schreibfehler (-tschewsk als Endung von Ortsnamen gibt es).

Dathes Tiergeschichten enthalten nur eine Flusspferdnachricht, allerdings eine handfeste: Das Leipziger Kalb von 1939 (Yumbo x Tanga lt. "Panthera" siehe unten) starb am 28. Juli im Alter von 1 Woche an einer Nabelinfektion.

Hast du auch schon was neues ├╝ber die alte Berliner Zucht, ├╝ber Knautschkes Eltern und Zuzana die nach Prag kam, erfahren?
(18.08.2006, 23:06)
Michael Mettler :   So, jetzt mal ein wenig Statistik anhand meiner letzten Erhebungen in den International Zoo Yearbooks von 1959-1984. Die Zahlen beschr├Ąnken sich auf Europa in seinen "damaligen Grenzen" (also mit kompletter Sowjetunion), und ich habe nur jene Zoos gez├Ąhlt, die eine gewisse St├╝ckzahl an Nachzuchten hatten (also keine Einzelerfolge), Minimum 7 K├Ąlber. Ausgeschlossen habe ich nur Whisnade und M├╝nchen, weil ich dort zuviele Informationsl├╝cken habe. Bleiben 30 Zoos, die in diesem Zeitraum zusammen 400 (!!) junge Flusspferde verbuchen konnten. Diese verteilen sich auf 198 Bullen, 158 K├╝he und 44 Unbestimmte (darunter viele aus den ersten Jahren des IZYB, als noch keine Geschlechter genannt wurden). Definitiv als nicht aufgezogen wurden davon 38,44,10 = 92 K├Ąlber angegeben - immerhin fast ein Viertel. Und da nicht jeder Zoo Misserfolge meldete oder derartige Geburten gar nicht erst mitz├Ąhlte, mag die Zahl noch h├Âher sein.

In 23 von 30 Zoos (!) gab es mehr m├Ąnnliche als weibliche Nachkommen, wobei die Unbestimmten nat├╝rlich einen unbekannten Faktor enthalten. Ein Zoo (Rhenen) war exakt ausgeglichen, nur 6 Zoos hatten weiblichen ├ťberhang, am deutlichsten Hannover (5,10), Berlin (10,16,1), Lissabon (10,14,3) und Leipzig (6,10). Extrem ung├╝nstig war das Verh├Ąltnis in Amsterdam (11,3), Frankfurt (8,1) und Kaliningrad (9,1). Nimmt man die Aufzuchtergebnisse hinzu, z├Ąhlen zu den "Pechv├Âgeln" auch noch Longleat (6,4 K├Ąlber, davon 0,4 nicht aufgezogen) und Prag (5,4, davon ebenfalls alle K├╝he nicht aufgezogen).

Insgesamt schlechte Aufzuchtraten hatten vor allem Rhenen (3,3,1 geboren, davon wuchs nur 1,0 auf), Leipzig (6,10 geboren, davon 3,7 nicht aufgezogen) und Lissabon (10,14,3 geboren, 8,8 nicht aufgezogen - alle 13 K├Ąlber von 1976-1984 wuchsen nicht auf!). In diesen Zahlen sind Fr├╝h- und Totgeburten eingerechnet, soweit sie ├╝berhaupt von den Zoos angegeben wurden.

VIERHUNDERT Flusspferdk├Ąlber in 25 Jahren zwischen 1959 und 1984 - auch wenn in den letzten mindestens zehn Jahren die Fortpflanzung gebremst wurde, d├╝rften da noch etliche nach 1984 hinzukommen. Aber wie gesagt, da habe ich bisher nur f├╝r einzelne Zoos Daten.
(18.08.2006, 18:06)
Michael Mettler :   Ein Berliner Nachzuchttier ging fr├╝her ├╝ber die Tierhandlung Mohr nach Tschewsk. Kann mir jemand sagen, wo das ist bzw. wie die Stadt sonst noch hei├čt bzw. sich schreibt - ich finde sie nirgends!
(18.08.2006, 10:15)
Michael Mettler :   @Jana: Ich habe noch ein Jungtier f├╝r Dvur Kralove entdeckt bzw. beim ersten Anlauf ├╝bersehen: 0,1 geboren 1979.
(18.08.2006, 09:14)
Michael Mettler :   F├╝r Warszawa fand ich bei meiner Suche Nachwuchs in 1959 und 1962, danach bis 1984 nicht mehr. Leider wurde bis 1964 in den Yearbooks nur angegeben, welche Zoos Nachzucht hatten, aber nichts ├╝ber die Anzahl und das Geschlecht der Jungtiere.

F├╝r die ehemals sozialistischen L├Ąnder fand ich zudem noch Nachzuchtangaben aus Opole, Budapest, Charkov, Kaliningrad, Riga, Alma-Ata, Katowice, Kazan und Karaganda.
(17.08.2006, 17:11)
Jana :   @Michael M. Sehr interesant, was alles hast du noch gefunden, meine Datas hatten weit mehr L├╝cken als ich dachte.

BENDA ist eine tsch. m├Ąnliche Name, somit war er ein 1,0-Nachwuchs.

Und gestern hab ich zuf├Ąlling ein Hippo-Bild in eine ├Ąltere Encyklopedie gefunden (sie war 1965 gedr├╝ckt) wo nach Text eine 7-j├Ąhrige K├╝h mit einem 2-wochigem Nachwuchs in Warszawa-Zoo zu sehen war. Es k├Ânnte auch eine interesante Zucht sein, aber ich weiss nichts mehr ├╝ber ihm.
(17.08.2006, 15:02)
Michael Mettler :   @Jana: Ich habe gestern meine International Zoo Yearbooks nach Flusspferden durchsucht und dort noch ein paar Daten zu Dvur Kralove und Ostrava gefunden.

Nach diesen Angaben hat es die lange Zuchtpause in Dvur Kralove, ├╝ber die wir uns gewundert haben, gar nicht gegeben, denn ich habe folgende Geburten gefunden: 1971 (1,0), 1975 (0,1), 1976 (1,0), 1977 (0,1), 1978 (1,0), 1980 (1,0). Davon ist nur das Jungtier von 1978 als "nicht aufgezogen" gemeldet. Bei dem Kalb von 1980 nehme ich an, dass es sich um Dan handelt?

F├╝r Ostrava fand ich eine Erg├Ąnzung: 1981 1,0 geboren, nicht aufgezogen. F├╝r 1984 sind als Geburten 2,0 erw├Ąhnt, davon 1,0 nicht aufgezogen - war Benda ein Bulle? Und f├╝r 1991 ist nur EIN Jungtier erw├Ąhnt (1,0).

Ich habe noch nicht alle Daten aus den Yearbooks ausgewertet, aber es sieht ganz danach aus, dass zwischen 1965 und 1984 (f├╝r die Jahrg├Ąnge danach habe ich mit einer Ausnahme keine Yearbooks mehr) wesentlich mehr m├Ąnnliche als weibliche K├Ąlber in den europ├Ąischen Zoos geboren wurden!
(17.08.2006, 13:47)
Michael Mettler :   Zu diesen Zeiten waren ja auch die Ber├╝hrungs├Ąngste zwischen Zoo und Circus nicht vorhanden, da die Circusse und die Wildtierhaltung allgemein l├Ąngst nicht so in der Kritik standen wie heute. Und an Zuchtstopps dachte auch noch keiner, da die Fortpflanzung von Tieren allgemein als Beweis f├╝r optimale Haltung im Zoo angesehen wurde. W├╝rde mich nicht wundern, wenn es sehr viel mehr Circus-Flusspferde gegeben hat als wir denken.

Angesichts der Nachzuchtzahlen mancher Zoos, die sich langsam herauskristallisieren, frage ich mich ohnehin, wie man Jahrzehnte lang noch Flusspferde irgendwo unterbringen konnte. Denn sie sind bekanntlich langlebig und vermehrungsfreudig, und die wenigsten Zoos konnten (oder wollten) mehr als ein ausgewachsenes Paar unterbringen. Mein Verdacht, dass Hippos ein begehrter Exportartikel waren, erh├Ąrtet sich jedenfalls immer mehr.
(15.08.2006, 09:01)
ZooFanKarlsruhe :   Gut m├Âglich, dass Pop├Ą├Ą aus Karlsruhe stammt, wenn ich bedenke, dass Tigernachwuchs sowie Eisb├Ąrjungtiere und zumindest eine Flusspferd-Nachzucht namens Katharina vom Karlsruher Zoo an den Zirkus Barum verkauft wurden. Noch dazu die ├ťbernahme der Elefantenkuh Piccolo aus dem Zirkus Roland-Busch am 11.07.1969. Damit will ich nur Aufzeigen, dass es viele Kontakte zwischen dem Karlsruher Zoo und diversen Zirkussen gab. Also ich w├╝rde sagen, es ist sehr wahrscheinlich dass die Aussage von Krone zutrifft.
(15.08.2006, 00:17)
michl :   also die jetztige popp├Ąa muss so zwischen 30 und 40 jahren alt sein
(14.08.2006, 23:25)
Michael Mettler :   @Michl: Das w├╝rde f├╝r die Vermutung sprechen, dass es mehrere bzw. mindestens zwei Krone-Fluspferde namens Popp├Ąa gab. Denn als die erste Popp├Ąa in die Manege kam (1952), gab es in Karlsruhe noch gar keine Flusspferde!
(14.08.2006, 23:21)
Michael Mettler :   Heute abend habe ich mir noch ein Buch von Rolf Knie aus dem Regal gezogen, das sich eigentlich haupts├Ąchlich um die Knie-Elefanten dreht - man kann ja nicht wissen, vielleicht.... Und tats├Ąchlich fand ich darin einen Absatz ├╝ber Juba (hier mit J geschrieben)! Knie kaufte sie 1950 in Kopenhagen, und sie lebte noch, als er das Buch schrieb (1989). Urspr├╝nglich war sie im Circus auf Fatima getauft worden, doch als das durch die Presse ging, gabe es Proteste von Mohammedanern, so dass man die Kuh nochmals umtaufte. (Wahrscheinlich m├╝sste dann auch jede dritte Kamelstute einen neuen Namen bekommen...)

Juba d├╝rfte somit eine Tochter der Kopenhagener Zuchtkuh Maren gewesen sein, die - und jetzt wird es interessant - 1923 im alten Hamburger Zoo als f├╝nftes Kalb des Wildfangpaares Bachit und Rosa geboren wurde! (Sie lebte ├╝brigens bis 1977 in Kopenhagen und wurde somit 54 Jahre alt.)

Auf das Hamburger Stammpaar gehen also gleich mehrere Zoo-Zuchtst├Ąmme zur├╝ck: Der eigene, der sp├Ąter - da das Paar 1930 ├╝bersiedelte - in M├╝nchen die Zucht begr├╝ndete; der Leipziger, da Jumbo/Yumbo als dortiger Stammvater das dritte Kalb der Hamburger war; der Kopenhagener (Maren hatte 18 K├Ąlber!); und schlie├člich der Hallenser aus der Vorkriegszeit, den auch Asor war ein Kalb von Bachit und Rosa (Nr. 9).

Von den 9 Hamburger K├Ąlbern des Paares ging Nr. 1 (geb. 1914) 1915 an Ruhe (weiterer Verbleib unbekannt), Nr. 2 (geb. 1916) starb mit anderthalb Jahren im Zoo, Nr. 3 (geb. 1919) war Jumbo (Halle/Leipzig), Nr. 4 (geb. 1921) wurde 1922 an Hagenbeck abgegeben (Verbleib unbekannt), Nr. 5 (geb. 1923) war Maren (Kopenhagen), Nr. 6 (geb. 1925 war wahrscheinlich das Tier, das ├╝ber den Umweg Leipzig nach Wuppertal kam, dort Rosa hie├č und keine Nachkommen hinterlie├č , Nr. 7 (geb. 1926) ging 1927 an Ruhe (Verbleib unbekannt), Nr. 8 (geb. 1928) ist verschollen, Nr. 9 (geb. 1930) war Asor und kam ├╝ber M├╝nchen nach Halle. Mindestens ein Kalb hatte das Paar noch nach der ├ťbersiedlung nach M├╝nchen, es wurde 1932 geboren, kam sp├Ąter nach Hannover, und sein weiterer Verbleib ist unbekannt.

Bachit wurde 1935 aus M├╝nchen nach "Geneva" abgegeben - da muss ich nochmal nachforschen, ob das "Geneve" (Genf) oder nicht sogar "Genova" (Genua) hei├čen sollte. Rosa starb etwa 1946 in M├╝nchen und kommt als Mutter von Lina (sp├Ąter Wuppertal) in Frage. Aber f├╝r die 30er und 40er Jahre klafft noch eine gro├če L├╝cke in meinen Daten, u.a. fehlt mir der Zuchtbulle nach Bachit (falls es nur einer war und nicht mehrere), von dem der Frankfurter Toni, die Wuppertalerin Lina und das erste Kalb von Tanga gezeugt wurden. Sachdienliche Hinweise nehme ich gern entgegen...
(14.08.2006, 23:16)
michl :   das krone flusspferd kommt laut tierschau angaben auch aus karlsruhe
(14.08.2006, 23:05)
Karsten Vick :   Na ja, irgendwie kamen mir die ├ťbereinstimmungen schon seltsam vor, aber als ich dann ganz gro├č Kopenhagen las... da dachte ich, du h├Ąttest doch eine andere Quelle gehabt. Zugegebenerma├čen springt der Autor auch ganz sch├Ân von einem Flusspferd zum anderen.
(14.08.2006, 21:59)
Michael Mettler :   @Karsten: Meine Infos habe ich gr├Â├čtenteils aus diesem Buch... Das mit Kopenhagen habe ich aber ├╝berlesen, danke!
(14.08.2006, 16:34)
Karsten Vick :   Das Buch "Vom Flohzirkus zum Delphinarium - Seltene Dressuren der Zirkusgeschichte" von Gerhard Zapff bringt nicht viel neues zu deinen Recherchen, Michael. Nur die Herkunft von Juba (hier mit Y geschrieben): Kopenhagen!
(14.08.2006, 15:45)
Dortmunder :   Und zumindest ein Circus-Zwergflusspferd gibts ja auch ! N├Ąmlich "Elsbeth" beim Circus Fliegenpilz...
(14.08.2006, 15:15)
Michael Mettler :   Kann jemand Fakten zu Circus-Flusspferden liefern?

Als noch lebend ist mir die Kuh Popp├Ąa von Krone bekannt. Wenn es noch immer das selbe Tier ist, dann war ihr erster Manegenauftritt 1952!!! ├ťber ihre Herkunft wei├č ich leider nichts. 1958 erwarb Krone von Ruhe die Frankfurter Nachzuchtkuh Aura Poku, von dieser wei├č ich wiederum nichts ├╝ber das weitere Leben. Das gilt schlie├člich auch f├╝r Auguste, gekauft 1965 vom Berliner Zoo (dort geboren). Oder wurden eventuell alle Flusspferde nacheinander gehalten und hie├čen im Circus alle Popp├Ąa...?

In der Vorkriegszeit gab es einen Bullen namens Oedipus (geboren im Zoo Berlin) bei Sarrasani, der "in der Schweiz" (eventuell im Zoo Basel?) den Krieg ├╝berlebte und dann verkauft wurde (wohin?).

Circus Althoff kaufte 1964 die in Berlin geborene Jule.

Circus Knie hatte ein Flusspferd namens Juba, vom dem ich weder Herkunft noch Verbleib wei├č.

Und ein Circus Togni ├╝bernahm 1982 einen halbj├Ąhrigen Bullen aus der hannoverschen Zucht.

Fehlt schlie├člich nur noch Katharina-Karla von Barum, die - wie unten zu lesen - aus Karlsruher Zucht stammen soll und vielleicht noch immer im Circus lebt?

Kleines Zwischenergebnis aus Hannover, nachdem ich reichlich Datenmaterial vom Zoo erhalten habe: Allein in der Nachkriegszeit sind - die heutigen Tiere und alle "Ruhe-Durchlaufposten" enthalten - mindestens 36 Flusspferde mehr oder weniger lange in Hannover gewesen, dazu wurden hier mindestens 24 K├Ąlber geboren (davon 22 vom langj├Ąhrigen Zuchtpaar Eberhard und Zora).
(14.08.2006, 14:37)
Jana :   @Michael M. Zu Arka muss du leider einen Wien-Kenner fragen, ich bin mich jetzt nicht sicher. Bei Dan hast du nat├╝rlich Recht. Und ├╝ber die lange Pausen in Dvur hab ich mich auch gewundert, aber ich gehe davon aus, dass sie damals nur Aufzeichnungen von aufgezogenen K├Ąlbern gemacht haben. Und auch bei den verkauften Ostrava-Flusspferden teile ich deine Meinung, das es sich ehe um deutschen Tierh├Ąndler handelte. Leider wird sowas nicht eine Suche nach deren jetzigen Verbleib erleichten.
(14.08.2006, 09:07)
Michael Mettler :   @Jana: Das meine ich ja, denn soweit ich gelesen habe, hei├čt sie in Wien immer noch Arka. Jenny war eine andere Kuh, die mit ihrer Tochter Afro 1998 nach K├Âln kam. Oder ist Arka NACH deren Umzug in Jenny umbenannt worden?

Zu Dan in Dvur Kralove ist mir noch aufgefallen, dass du dich beim Geburtsdatum verschrieben haben musst (1988), denn er wurde schon 1982 abgegeben... Gibt es eigentlich einen Grund f├╝r die langen Zuchtpausen zu Beginn der Haltung in Dvur Kralove? Zu dieser Zeit hat man ja noch nicht versucht, die Vermehrung von Flusspferden zu bremsen, und es waren ja ab Buchtas Geschlechtsreife sogar zwei K├╝he vorhanden!

Zu den vier aus Ostrava nach Deutschland abgegebenen Flusspferden: Zu dieser Zeit begann nur ein einziger Zoo in Deutschland neu (bzw. wieder) mit Flusspferden. Das war Karlsruhe, aber die dortigen Tiere stammten aus Frankfurt und Halle. Also d├╝rften die vier Tiere an einen deutschen H├Ąndler gegangen sein. 1990 wurde die gro├če Anlage in Emmen er├Âffnet, mag sein, dass einige Spuren dorthin f├╝hren.
(12.08.2006, 21:20)
Jana :   @Michael M. Ich hab eine Foto gesehen, wo Arka in Wien im Jahr 2005 zu sehen war (sie hat ihre linke Vorderfuess bis zu Knie hellpigmentiert und somit ist sie gut zu erkennen). Sie hatte bei sich ihren Sohn Kimbuku (geboren 2003).
(12.08.2006, 19:45)
Oliver Jahn :   Der Hallenser Bulle Scheeks verlie├č den Zoo im August 1997 zur Auswilderung in einen Wildpark nach S├╝dafrika.
(11.08.2006, 21:27)
Michael Mettler :   @Jana: Noch eine Frage zu Arka aus Ostrava. Du schreibst, sie wurde 1995 nach Wien verkauft, dort in Jenny umbenannt und lebt noch.

Nun bekam der K├Âlner Zoo 1998 eine Jenny aus Wien, die allerdings schon 8 Jahre alt gewesen sein soll (und ihre Tochter Afro mitbrachte), und eine Kuh namens Arka soll beim Bullen Ali in Wien geblieben sein.

Kannst du mit da weiterhelfen, oder kennt sich jemand anders noch mit den Wiener Flusspferden aus?
(11.08.2006, 21:24)
Sven P. Peter :   Wieder ein bisschen was:

London:

05.07.1892 Jupiter (1,0) (Julie+Broek in Antwerpen, geboren am 06.09.1891) (Starb: 06.02.1903)

Antwerpen:

Julie und Broek kamen am 12.06.1881 nach Antwerpen. Zwischen 1886 und 1903 bekamen sie 14 Jungtiere von denen 11 ├╝berlebten.

Borek (1,0) starb am 14.02.1904 und Julie (0,1) am 20.10.1909.

(11.08.2006, 17:39)
Michael Mettler :   @Jana: Danke! Sehr viel kann ich noch nicht erg├Ąnzen, aber:

Honza (den Namen bekam er bestimmt erst in Ostrava!) hatte in K├Âln die Eltern Toni (geboren in K├Âln, NICHT identisch mit dem Frankfurter Bullen) und ├änne.

Falls M├╝nchen zu dieser Zeit nicht eine zweite Zuchtkuh hatte (unwahrscheinlich), war Dora in Dvur Kralove eine Tochter von Tanga (geb. in Leipzig), und zwar dem Datum nach deren 9. Jungtier. Vater war Lutz, der ebenfalls von Tanga abstammte (1. Jungtier) und somit gleichzeitig Doras Vater und Bruder war.

F├╝r Heini habe ich ein genaues Ankunftsdatum in Antwerpen im Internet gefunden, n├Ąmlich 1.8.2002. Zu seiner Herkunft WEISS ich zwar nichts Definitives, habe aber einen gro├čen Verdacht: Z├╝rich. Dort wurde n├Ąmlich 1965 ein Jungbulle geboren und 1967 abgegeben. Weil in Z├╝rich gerade eine Ethologen-Konferenz stattfand, nannte man das Kalb in Z├╝rich Etho. Aber der damalige Z├╝richer Zoodirektor hie├č HEINI Hediger..... Da ich annehme, dass Heini nicht gerade ein typisch tschechischer Name ist, sprechen die Indizien f├╝r Z├╝rich! Somit w├Ąren seine Eltern Kiboko (Bulle) und Hippa (Kuh, 1965 tr├Ąchtig in Z├╝rich angekommen).

Kiboko wiederum scheint ebenfalls einen Namenswechsel in seiner Historie zu haben: In den hannoverschen Daten fand ich einen 1965 nach Z├╝rich abgegebenen Bullen, und das war niemand anders als der 1957 in Leipzig geborene Specker, das einzige aufgezogene Jungtier von Olga (x Schwabbel)! So f├╝gt sich vieles ineinander....
(11.08.2006, 16:17)
Jana :   Nachtrag - alle Jungtiere in Ostrava sind nat├╝rlich Honzas Nachkommen und nicht von Heini, ich hab es falsch in Eile geschrieben.
(11.08.2006, 13:29)
Jana :   @Michael M.
Hier ist die Zucht-Historie von Dvur Kralove und Ostrava, leider mit sehr viel L├╝cken, wenn du also mehr ├╝ber diese Tiere mit ? weisst, w├Ąre ich gl├╝cklich.

Dvur Kralove:
-1966 kam DORA (woher?), geboren etwa 1960), 1967 nach Ostrava abgegeben, dort umgetauft auf ROZA, lebt noch da
-1966 kam noch eine Weibchen, die dann auch DORA heisste, geboren 26.6.1963 im M├╝nchen, gekauft von dort 26.5.1966, 1995 gestorben
-28.6.1967 kam HEINI, geboren 1965 (wo?), 2002 verkauft nach Antwerpen, somit war die Flusspferd-Haltung aufgegeben
-1972 war BUCHTA geboren, sie war 16.11.1988 verkauft (wohin?)
-1988 war DAN geboren (Heini+Dora), war verkauft 14.5.1982 (wohin?)
-1982 war Betty geboren (Heini+Buchta), war verkauft 6.11.1985 (wohin?)
-1982 war DUNA geboren (Heini+Dora), 1983 gestorben
-1983 hatte Buchta einen m├Ąnlichen Nachwuchs, er war 1.Tag gestorben
-1984 war HILDA geboren (Heini+Dora), war verkauft 6.11.1985 (wohin?)
-1984 hatte Buchta einen Nachwuchst (Geschlecht weiss ich nicht), ist gleich gestorben
-1985 war CECILKA geboren (Heini+Buchta), war 6.11.1985 verkauft (wohin?) zusammen mit Betty und Hilda
-1986 (April) hatte Buchta noch einen Nachwucht, der nicht ├╝berlebte
-1986 war DAVID geboren (Heini+Dora), 1987 an Zirkus verkauft, lebt jetzt glaube ich in Slowakei (im Zirkus), er war ein Handaufzucht und Kinder k├Ânnen auf ihm f├╝r Geb├╝hr reiten
-1986(October) hatte Buchta noch einen weiblichen Nachwuchs, der nicht ├╝berlebte
-1987 hatteBuchta eine Weibchen geboren, die nur 3 Tagen lebte
-1987 war DELLY geboren (Heini+Dora), sie war 7.11.1988 verkauft (wohin?)
-1988 hatte Dora einen M├Ąnchen, der 1.Tag stirbte
-1989 war DITA geboren, sie war 24.4.1991 verkauft (wohin?)
-1993 ein m├Ąnliche Nachwuchs, ist gleich gestorben
-1994 ein weibliche Nachwuchs, auch gleich gestorben

Ostrava:
-1967 kam Roza aus Dvur Kralove, sie lebt noch und hat kleinere hell-pigmentierte Flecken am Kopf und F├╝ssen (was im prager Zucht ich noch nie sah)
-1968 kam HONZA, geboren 1967 im K├Âln, lebt immer noch
-1972 war DITA geboren, 1975 verkauft (wohin?)
-1973 war ASMAR geboren, er ist 1975 gestorben
-1975 war OSTEP geboren, 1976 getauscht (wohin?)
-1977 war KATKA geboren (Honza+Roza), lebt immer noch in Ostrava, hat keine Flecken
-1979 war LUDVIK (Honza+Roza) geboren, 1981 war nach Deutschland getauscht (wohin?)
-1982 war ALENKA geboren (Honza+Katka), 1988 nach Deutschland verkauft (wohin?)
-1984 war BENDA geboren, 1988 nach Deutschland verhauft (wohin?)
-1987 war ein M├Ąnchen (Name?) geboren, 1988 nach Detschland getauscht (wohin?)
-1989 war RAMBO geboren, er war 1990 nach Belgien verkauft (wohin?)
-1989 war SNEHULKA geboren, sie war auch 1990 nach Belgien verkauft (wohin?)
-1991 war eine Weibchen (Name?) geboren, war 1994 dem „Herr Simek aus Prag?“ verkauft
-1991 war ARNOLD geboren, 1994 war er auch dem Herr Simek verkauft
-1994 war ARKA geboren (Heini+Katka), 1995 nach Wien verkauft, da umgetauft aud Jenny, lebt noch
-1997 war JITOUS geboren (Heini+Katka), den gleichen Jahr nach Zirkus verkauft, lebt warscheinlich nicht mehr
-1999 war MARUSKA geboren (Heini+Katka), 2002 nach Prag geschickt
-2003 war ADELKA geboren, 2006 nach Lahore geschickt
-2005 war eine Weibchen geboren (Heini+Katka), die 1 Monat nachher gestorben ist.
(11.08.2006, 13:23)
Sven P. Peter :   Hippos in London:

25.05.1850: Obaysch (1,0) (Wildfang) (Starb: 11.08.1878)
22.07.1854: Adhela "Dil" (0,1) (Wildfang)(Starb: 16.12.1882)
05.11.1872: Guy Fawkes (0,1) (Obaysch+Adhela)(Starb: 20.03.1908)
??.??.1877: Anthony (1,0) (Geboren in Amsterdam 1876) (Starb: ????)

Mehr sp├Ąter bin grad in Eile, hoffe ich konnte hiermit schon helfen.


(11.08.2006, 12:34)
Michael Mettler :   Hippo-Daten gesucht!! In meiner eigenen Bibliothek bin ich mit der Flusspferd-Recherche inzwischen durch. Wenn jemand Lust und M├Âglichkeit hat, weitere Daten zur Verf├╝gung zu stellen, w├Ąre ich daf├╝r sehr empf├Ąnglich! Dabei denke ich vor allem an die deutschen Vorkriegs-Flusspferde, aber auch an "klassische" Halter au├čerhalb Deutschlands, die Flusspferde aus deutschen Zuchten bekommen oder selbst welche hierher geliefert haben. Das w├Ąren z.B. Amsterdam, Rotterdam, Emmen, Antwerpen, Z├╝rich, Budapest, Ostrava, Wroclaw, Plock. Prag liegt mir dank Janas Angaben (siehe unten im Thread) schon vor. Und da Antwerpen nun einen Bullen aus Dvur Kralove hat, gern auch ├╝ber die dortige Hippo-Historie!
(11.08.2006, 10:26)
Michael Mettler :   Habe eben noch drei Karlsruher Flusspferde unterschlagen, auch wenn ich deren Geburtsdatum noch nicht kenne: Das Gelsenkirchener Paar Ernie (1971 eingetroffen) und Rosl (1981 eingetroffen) z├Ąhlt noch in die Nachzuchtenreihe von Purzel und Amema, und da Rosl tr├Ąchtig im Ruhrzoo ankam, muss ihr dort geborener Sohn Herkules noch von Purzel gezeugt worden sein und somit als Karlsruher Nachzucht gelten.

Ach ja, und in der Chronik wurde ja noch erw├Ąhnt, dass zusammen mit Purzel und Amema auch ihr 25. Kalb Rosi ums Leben kam. Also m├╝ssten die beiden Alttiere nach der Erstzucht von 1959 rein rechnerisch j├Ąhrlich ein Kalb gehabt haben. Da es aber das hannoversche Paar Eberhard und Zora mit 22 K├Ąlbern (davon 21 aufgezogen) als weltweite Rekordhalter sogar bis ins Guinness-Buch geschafft haben soll, fragt sich, ob Karlsruhe zeitweise mit zwei K├╝hen gez├╝chtet hat und Rosi zwar Purzels, aber nicht Amemas 25. Nachkomme war?
(10.08.2006, 22:59)
ZooFanKarlsruhe :   Nein mehr hab ich bisher leider noch nicht herausgefunden. Stehe noch ziemlich am Anfang meiner Recherche aber wenn ich etwas weiss, trage ich es hier ein.
(10.08.2006, 21:43)
Michael Mettler :   Na klasse, sowas "erleichtert" die Spurensuche ja ungemein.... Ist schon ├Ątzend genug, dass ├╝berhaupt viele Flusspferde nach ihrer Abgabe einen neuen Namen bekamen. Der erstgeborene Stuttgarter Jungbulle Jockele wurde z.B. in M├╝nster gleich auf Knabbel umgetauft usw.

@ZooFanKarlsruhe: Wei├čt du noch mehr ├╝ber die Karlsruher Nachzuchten und deren Verbleib? Habe zwar den Zoo schon deswegen angemailt, aber wer wei├č, ob man dort auskunftsbereit ist. Dass die Barum-Kuh (auch die hatte ├╝brigens einen Doppelnamen, im Circus hie├č sie Katharina-Karla) aus Karlsruhe stammte, ist f├╝r mich z.B. auch neu und interessant. Die noch in Hannover lebende Zora ist im August 1961 in Karlsruhe geboren, muss also das dritte Jungtier von Purzel und Amema gewesen sein (laut alten Zoof├╝hrern wurden die ersten vier K├Ąlber 1959, 1960, 1961 und 1962 geboren). Und dann fand ich per Google noch Nema (geb. 2000, Platsch x K├Ąti), die 2003 an den Parc Paradiso abgegeben wurde. Ihre Mutter wurde in dem Zusammenhang als "Erstaufziehende" bezeichnet und das Kalb als erstes nach "vielen Jahren Pause".
(10.08.2006, 21:33)
ZooFanKarlsruhe :   Auch kurios: In der Anfangszeit nach dem Flusspferd-Ungl├╝ck wurden die Nachfolgetiere einfach so genannt wie ihre Vorg├Ąnger. Also der Bulle Platsch wurde erstmal wieder Purzel genannt. Die Kuh Martha wieder Amema. Etwas sp├Ąter war dann in der Zeitung zu lesen von Purzel-Platsch und Amema-Martha...
(10.08.2006, 20:25)
ZooFanKarlsruhe :   Die hier bereits erw├Ąhnte Flusspferdkuh "Martha",die 1989 aus Halle nach Karlsruhe kam, ist ├╝brigens sehr fr├╝h an einem Tumor gestorben. Deshalb kaufte der damalige Direktor Kohm vom Berliner Zoo die Flusspferdkuh "K├Ąti". Das wurde sicher auch beg├╝nstigt durch die damalige Zuchtkooperation zwischen Karlsruhe und Berlin bei den Eisb├Ąren.

Vielleicht auch noch ganz interessant zu diesem Thema: Nach dem Flusspferd-Ungl├╝ck, bot der Zirkus Barum dem Zoo an, die in Karlsruhe geborene Flusspferdkuh "Katarina" dort wieder aufzunehmen, wenn er daf├╝r den ersten Nachwuchs f├╝r seinen Zirkus erhalten w├╝rde. Direktor Kohm lehnte aber ab mit Verweis auf die erstmal zu erweiternde Anlage.
(10.08.2006, 20:16)
Michael Mettler :   Merkw├╝rdig, was man so findet, wenn man Jahresberichte und Tierbestandslisten mal en bloc liest. Z.B. Stuttgart: Nach dem Tod des ersten Hippo-Bullen Egon 1988 kam 1989 sein Nachfolger aus Antwerpen. Dort und in der Wilhelma-Soap hie├č/hei├čt er Mike, in den Stuttgarter Jahresberichten hie├č er Nilson. Sowohl das 1990 geborene Kalb (1,0 Rico, 1992 nach Magdeburg) als auch das 1993 geborene (0,1) wurden in den Jahresberichten als "erstes Kalb des neuen Bullen" bezeichnet. 1996 kam der n├Ąchste Nachwuchs (1,0 Rocco), laut WILHELMA-MAGAZIN das 14. Kalb der Kuh Rosi. Dieses Jungtier wurde anscheinend zum Jahreswechsel 1998/99 per Silvesterrakete in den Orkus gejagt, denn die Tierbestandsliste 1998 endet mit Jahresendbestand 2,1 und die folgende beginnt mit 1,1!! Da mag man noch einen Tippfehler vermuten, aber in den Jahren 1996 bis 2001 ist nirgends ein Abgang Roccos - weder durch Tod noch durch Abgabe - erw├Ąhnt. 1999 folgte das n├Ąchste Kalb (1,0), das laut WILHELMA-MAGAZIN Ra genannt und und Mai 2002 nach Surabaya abgegeben wurde. F├╝r 2003 fand ich noch ein nicht aufgezogenes Kalb (1,0).

Suche Infos ├╝ber den Verbleib der 93er Nachzuchtkuh und des 96er Jungbullen Rocco! 1998 war das Jahr, in dem Disney auf Hippo-Einkaufstour in Europa war - gibt es da wom├Âglich einen Zusammenhang? Im Gelsenkirchener Jahresbericht war damals zu lesen, dass von den 9 Tieren, die eigentlich mit einer Sondermaschine in die USA fliegen sollten, schlie├člich nur 4 an Bord waren - darunter das Gelsenkirchener Tier, weil die anderen "nicht rechtzeitig in die Kisten zu bekommen waren". Was das bedeutet haben k├Ânnte, ist aus dem 98er Jahresbericht von M├╝nchen ersichtlich, wo die dortige Kuh Maria anl├Ąsslich der Einpackaktion aus nicht erw├Ąhnten Gr├╝nden in Narkose gelegt wurde und beim Aufwachen an Kreislaufversagen starb.

Mir fehlen auch noch Infos ├╝ber die 11 K├Ąlber von Rosi und Egon und die Herkunft beider.

(09.08.2006, 14:10)
Michael Mettler :   Korrektur f├╝r Halle (w├Ąre Oliver Jahn im Lande, h├Ątte er sicher schon protestiert): Es gab ZWEI Flusspferde namens Paula in Halle. Die Zuchtkuh der Vorkriegszeit, ├╝ber deren weiteres Leben nach dem Kalb von 1942 die Chronik 1901-1945 nichts aussagt, und Paula II, die 1952 in den Bergzoo kam.
(07.08.2006, 16:04)
Michael Mettler :   Neue Ergebnisse: Der heutige Stuutgarter Bulle Mike (geb. 1986 in Antwerpen) ist ein halber Schweizer. Mikes Mutter Hermien (seit 1981 in Antwerpen, lebt noch) wurde am 10.10.1980 in Z├╝rich geboren, stammt also von Kiboko und Hippa ab. Seine Schwester Nikita (geb. 1985) kam nach Emmen. Vater beider K├Ąlber ist der fr├╝here Bulle Gino (Herkunft?), der nicht lange nach Mikes Geburt starb. Wie es aussieht, blieb Hermien dann l├Ąngere Zeit allein, und am 1.8.2002 traf ein voll ausgewachsener Bulle (3 Tonnen schwer!) aus Dvur Kralove ein, der Hein (auch Heini oder Heintje) hei├čt (bzw. in Antwerpen so genannt wird). Bis Oktober 2005 gab es dann eine Scheintr├Ąchtigkeit, eine Fr├╝hgeburt und ein m├Ąnnliches Jungtier, das bald starb.

In Amsterdam lebt eine einzelne Flusspferdkuh namens Tanja, geboren am 2.6.1960 in Artis (Eltern?). Ihr letzter Partner Joop ist schon einige Jahre tot. Zuf├Ąlligerweise fand ich ein Flusspferd dieses Namens in einer K├Âlner Zoozeitschrift von 1965, wo ein sechsj├Ąhriger Bulle Joop f├╝r Rotterdam erw├Ąhnt wird (und eine drei├čigj├Ąhrige Kuh). Gut m├Âglich, dass Joop irgendwann von Rotterdam nach Amsterdam wechselte.

Ebenfalls in einer K├Âlner Zeitschrift von 1966 fand ich den Vermerk, dass der Zoo Budapest bereits 26 Flusspferde nachgezogen hatte.

Wei├č jemand mehr ├╝ber die holl├Ąndischen, belgischen und ungarischen Flusspferde?
(07.08.2006, 09:41)
Michael Mettler :   @Jamie: Schon mal Danke f├╝r die M├╝he! Ich nehme an, dass es die beiden nicht aufgezogenen K├Ąlber waren, die keine Erw├Ąhnung in den Jahresberichten fanden. F├╝r die zehn anderen Geburten aus Ernie x Rosl fand ich folgende Daten:
26.9.83 0,1
4.4.86 0,1
15.6.87 (ohne Geschlechtsangabe)
7.9.89 0,1
1991 (ohne Geschlechtsangabe)
1992 (ohne Geschlechtsangabe, 9. Kalb)
1993 0,1 Lisbeth (1995 > Frankreich)
13.4.96 0,1 Alexandra (1998 > USA/Disney)
Nov. 1998 0,1 Lili (gestorben 1998)
2001 1,0 Youri

Und als Zug├Ąnge au├čerhalb der Zucht fand ich nur die beiden 1986 eingetroffenen Jungtiere aus Amsterdam und Halle. Wobei letzteres NICHT wie von mir unten vermutet die sp├Ątere Karlsruherin Martha war, denn ich habe inzwischen auch die Hallenser Jahresberichte durchsucht: Der Zugang war ein Jungbulle, der 1986 in Halle geboren und noch im selben Jahr an Ruhe abgegeben wurde. Seine 1987 geborene Schwester kam 1988 direkt aus Halle nach Karlsruhe.

Diese beiden K├Ąlber waren ├╝brigens die einzigen aufgezogenen von insgesamt 10 K├Ąlbern des Hallenser Paares Scheeks und Ische!

Wenn die von Oliver Jahn weit unten im Thread erw├Ąhnte Kuh Paula, die 1932 aus Wien kam, identisch mit der Nachkriegs-Paula sein sollte (Halle-Experten vor!), dann h├Ątte dieses Tier nicht nur den Krieg ├╝berlebt, sondern insgesamt fast vierzig Jahre in Halle verbracht, die Nachkriegszeit aber anscheinend allein. Und sie starb nicht in Halle, sondern wurde 1971 an einen holl├Ąndischen Tierh├Ąndler abgegeben! Nach Umbau des Hauses kamen im Mai 1974 1,1 junge Flusspferde, von denen die Kuh allerdings nach einem Monat starb. Der Bulle, der bei der Ankunft einj├Ąhrig war, bekam den Namen Scheeks. Im November 1975 folgte eine einj├Ąhrige Kuh, die den Namen Ische erhielt. 1978 gab es das erste Kalb, doch wie die meisten anderen wurde es nicht gro├č. Kurz nach der Geburt des 10. Kalbes starb die Kuh am 13.10.92, die Handaufzucht des Kalbes schlug fehl. Da Halle in der Folgzeit kaum Schrifttum herausbrachte, kann ich das Vorhandensein des verwitweten Bullen nur noch bis zum 31.12.94 nachvollziehen. Auch hier w├Ąre ich f├╝r Erg├Ąnzungen dankbar, vor allem bez├╝glich der Herkunft des Paares.
(06.08.2006, 17:08)
Jamie :   Hi Michael,

ich h├Ątte besser erst hier rein gesehen, dann h├Ątte ich noch auf andere Infos geachtet, wie K├Ąlber und deren Verbleib. Ich sehe n├Ąchste Woche nochmal, dann ist mein Urlaub zu Ende.

Vorerst:
Ernie ist am 28.01.1971 aus Karlsruhe gekommen, Rosl am 15.05.1981 ebenfalls dorther, Geburtsdatum beider ist als unbekannt angegeben.
Rosl hatte nach der *mitgebrachten* Schwangerschaft noch 12 K├Ąlber mit Ernie. 2 davon wurden nicht gro├č.
Eines hat eine Darminfektion nicht ├╝berlebt, das andere...schaun wir mal.

Gru├č Jamie
(06.08.2006, 14:15)
Michael Mettler :   Nachtrag zu Karlsruhe: In den Berliner BONGOs von 1986 bis 1989 ist zwar - wenn auch ohne Namen - die Geburt von K├Ąty f├╝r 1986 dokumentiert, aber nicht ihre Abgabe. 1988 wurde lediglich die Kuh Schrippe abgegeben.

Kurios auch die Karlsruher Zoof├╝hrer: In der Ausgabe von 1991 hei├čt es f├╝r das Gehege Nr. 21 "Zur Zeit nicht besetzt" - gemeint ist das Flusspferdgehege, wie aus dem Zooplan und dem Zusammenhang ersichtlich, denn im Text gibt es keinerlei Hinweise auf Flusspferde. ABER es gibt zwei Fotos "Flusspferde im neuen Dickh├Ąuterhaus"! Im nachfolgenden Zoof├╝hrer - der ersten "Kurzversion" - wird erw├Ąhnt, dass das neue Dickh├Ąuterhaus 1989 er├Âffnet wurde....
(06.08.2006, 10:07)
Michael Mettler :   Hannover habe ich nun auch zusammengesucht, so weit die Jahresberichte r├╝ckw├Ąrts reichen (ab 1972 erschienen). Das erste Kalb von Eberhard und Zora wurde 1967 geboren, im 72er Jahresbericht ist die Nachzucht als 6. Kalb angef├╝hrt - also muss es in den Jahren dazwischen j├Ąhrlich Nachwuchs gegeben haben. Wie schon erw├Ąhnt hatte Zora 22 K├Ąlber, von denen nur eins (das erste) nicht aufgezogen wurde! Nachvollziehbar sind 11,7, f├╝r die vier K├Ąlber von 1968 bis 1971 fehlen mir Geschlechtsangaben. Ein weiteres Kalb wurde 1991 v├Âllig ├╝berraschend von der sp├Ąter nach Prag abgegebenen Elisa (tot) geboren; Eberhard hatte seine Tochter also bereits erfolgreich gedeckt, als sie gerade erst 2 Jahre und 2 Monate alt war (geboren 14.12.88)!

Der Baseler Bulle Wilhelm wurde 1990 geboren und hie├č in Hannover Philipp. F├╝r das m├Ąnnliche Jungtier von 1992 fand ich bisher weder Namen noch Verbleib, 1994 folgte dann 0,1 Kauka, die 1995 nach Fuengirola abgegeben wurde, und als vorerst letztes Kalb vor der eben erst beendeten Zuchtpause am 14.1.96 der Bulle Eberhard II, wie schon beschrieben am 14.3.97 nach Bangkok abgegeben.

Auch f├╝r Gelsenkirchen habe ich ein paar Infos zusammenbekommen: Ernie und Rosl sind Geschwister und stammen aus der alten Karlsruher Zuchtlinie. Wie lange Ernie schon im Ruhrzoo lebte, konnte ich anhand der Zeitschriften nicht rekonstruieren, aber Rosl traf 81 bereits tr├Ąchtig (also offensichtlich vom Vater Purzel gedeckt) ein und brachte im selben Jahr das m├Ąnnliche Kalb Herkules zur Welt. Bis 2001 konnte ich 11 K├Ąlber finden, es fehlen aber mindestens zwei; denn f├╝r 92 wurde das "9. Kalb" erw├Ąhnt, und ich habe nur sieben gefunden. Ein Verbleib ist nur f├╝r drei genannt: 0,1 Lisbeth (geb. 1993) ging 1995 nach Frankreich; 0,1 Alexandra (geb. 13.4.96) wurde 1998 an Disney verkauft; 0,1 Lili (geb. Nov. 1998) starb noch im selben Jahr.

1986 gab es eine eigene Nachzucht (am 4.4.), die noch im selben Jahr zwei gleichaltrige "Spielgef├Ąhrten" aus Amsterdam und Halle bekam; 1987 waren alle drei Jungtiere noch vorhanden. Das letztere Tier ist dabei insofern interessant, weil es sich zeitlich betrachtet um die sp├Ąter nach Karlsruhe gekommene Martha handeln k├Ânnte.

Da ich aus dern letzten Jahren keine Gelsenkirchener Jahresberichte mehr besitze (falls es denn ├╝berhaupt welche gab), endet meine Nachzuchtliste mit dem 2001er Jungbullen Youri.
(06.08.2006, 09:34)
Stefan :   Baseler Flusspferde: Das Paar Wilhelm und Helvetia hat bislang insgesamt 6 Nachkommen gehabt. Der j├╝ngste Spross nach Asita ist erneut eine Tochter, sie kam am 28. Oktober 2005 zur Welt
(06.08.2006, 00:17)
Tom Schr├Âder :   Das einen Beitrag vorher erw├Ąhnte weibliche Tier Asita aus Basel (*2003) lebt meines Wissens nach als momentan J├╝ngste in der neu zusammengestellten Herde im Zoom, Gelsenkirchen, dort angekommen im Juli 2006.
(06.08.2006, 00:03)
Michael Mettler :   Noch ein "Erfolgspaar", zwar nicht aus deutschen Zoos, aber aus der Nachbarschaft: 1965 begann der Zoo Z├╝rich mit dem bereits f├╝nfj├Ąhrigen Paar Kiboko und Hippa (Herkunft?) seine Flusspferdhaltung. Das erste Kalb kam noch im selben Jahr zur Welt, da Hippa bei der Ankunft schon tr├Ąchtig war. Bis zur Aufgabe der Haltung hatte dieses Zuchtpaar in 27 Jahren 27 K├Ąlber! Anl├Ąsslich der Geburt des 20. Kalbes 1985 wurde im Jahresbericht erw├Ąhnt, dass davon 15 aufwuchsen und nun in ganz Europa und in Venezuela lebten; letzteres war ├╝brigens besagtes 20. Kalb (0,1), es ging 1986 an den Zoo Maracay. In den folgenden Jahresberichten werden 4 K├Ąlber als "geboren und aufgezogen" vermeldet, also m├╝sste die Gesamtbilanz bei 19 gelungenen und 8 misslungenen Aufzuchten liegen.

Das vorletzte Z├╝richer Kalb ist die heutige Baseler Zuchtkuh Helvetia (geb. 1.8.1991, in Basel seit 1992), das letzte Kalb (geb. 1992) siedelte zusammen mit dem Elternpaar 1993 nach Sofia um. W├Ąre interessant, ob sich die Zucht dort fortsetzte.

Und da ich gerade in der Schweiz bin: Basel begann 1992 mit der Flusspferdhaltung, Gr├╝ndertiere waren die schon genannte Helvetia und ein nicht namentlich erw├Ąhnter, etwa gleichaltriger Bulle aus K├Âln. Dieser starb allerdings einen Tag nach der Einweihung der neuen Anlage an einer Salmonellose, die er schon aus K├Âln mitgebracht haben soll. Als Ersatz kam am 23.9. ein zweij├Ąhriger Bulle aus Hannover, der den Namen Wilhelm der Gro├če bekam.

Das erste Kalb wurde 1996 geboren (0,1 Tuma) und im Januar 1998 in die USA (Disney) abgegeben. Dies nahmen Wilhelm und Helvetia umgehend zum Anlass, f├╝r Nachschub zu sorgen, und genau eine Flusspferd-Tragzeit nach der Abgabe wurde Kalb Nr. 2 geboren: 0,1 Viktoria, die seit 1999 in Hannover lebt (und just ihr erstes eigens Kalb bekommen hat). 1999 folgte der Jungbulle Wamburi. Ab 2001 geben die Jahresberichte kaum noch Informationen ├╝ber den Tierbestand her, doch scheint Wamburi 2001 noch vorhanden gewesen zu sein, denn ein Foto zeigt VIER Flusspferde auf der Anlage, also d├╝rfte im Berichtsjahr ein weiteres Kalb geboren worden sein. 2003 findet sich ein Jungtier namens Asita, und f├╝r neuere Daten habe ich keine Unterlagen.
(05.08.2006, 17:50)
Michael Mettler :   Die aktuelle hannoversche Gruppe (0,6,1)setzt sich zusammen wie folgt:

Zora, geb. 1961 in Karlsruhe (Purzel x Amema), seit 1964 in Hannover
Kiboko, geb. 1982 (wo?), kam am 28.10.98 aus Plock/PL nach Hannover
Habari, geb. 1992 (in Plock?) als Tochter von Kiboko, traf am selben Tag ein
Cherry, geb. 9.8.98 in Leipzig (Stenek x Brandy), kam am 16.6.99 nach Hannover
Viktoria, geb. 5.9.98 in Basel (Wilhelm x Helvetia), kam am 15.7.99 nach Hannover
Himba, geboren 1999/2000(?) in Leipzig (Stenek x Brandy), wurde am 26.10.00 in Hannover eingestellt

Dazu kommt das noch namen- und "geschlechtslose" Kalb von Viktoria, geb. 26.7.06, gezeugt vom Frankfurter Bullen Maikel. Da Viktoria eine Enkelin von Zora ist, ist das Kalb gleichzeitig Zoras Ur-Enkel und ein Ur-ur-ur-Enkel des alten Frankfurter Paares Toni und Gretel!

Zora hatte selbst ab 1967 22 K├Ąlber, alle vom verstorbenen Bullen Eberhard; sein letztes Kalb Eberhard II wurde erst nach seinem Tod geboren, n├Ąmlich am 14.1.96, und im M├Ąrz 1992 nach Bangkok abgegeben.

Wenn ich mich richtig erinnere, hie├čen die beiden aus Plock geholten K├╝he bei ihrem Eintreffen noch anders und erhielten erst in Hannover ihre Suaheli-Namen? Hinweise ├╝ber den Zuchtstamm in Plock nehme ich gern entgegen...

Ich fand ├╝brigens in den Leipziger PANTHERAs nichts dar├╝ber, was mit dem 1978 erw├Ąhnten Bullen Akos (aus Budapest) geschah bzw. dass er durch einen anderen Bullen (Jozin/Stenek aus Prag) ersetzt wurde!

(05.08.2006, 14:28)
Michael Mettler :   @Oliver: Die Angaben aus Frankfurt bestanden nur aus Jahreszahlen, es gab also streng genommen "nur" kein Jahr ohne Flusspferdhaltung. Mit deinem Einwand hast du schon recht.

@ZooFanKarlsruhe: Auf dem Zooplan des 67er Zoof├╝hrers fiel mir auf, dass Elefanten und Flusspferde anscheinend im Lauf der Zeit ihre Au├čengehegefl├Ąchen getauscht haben, denn dort ist ein Flusspferd auf der zum Gondoletta-Kanal hin weisenden Fl├Ąche eingezeichnet. Ist der heutige Hausbereich der Flusspferde m├Âglicherweise VOR das alte Dickh├Ąuterhaus gebaut worden?

├ťbrigens ist Magdeburg kein Einzelbeispiel daf├╝r, wieviel man in den Ver├Âffentlichungen ├╝ber die Flusspferde findet. Ich habe nun alle M├╝nchner TIERPARKFREUND-Hefte durchgest├Âbert in der H├Âffnung, mal eine Familienchronik o.├ä. der Hippos zu finden. Alles, was da rauszuholen ist, sind erstens ein paar Zeilen ├╝ber das Eintreffen des Emmener Jungbullen Gurbe, bei dem noch ZWEI K├╝he vorhanden waren (Rosa und Maria), und 2002 ein paar Fotos von Gurbe und Rosa in ihrem neuen Domizil in S├╝damerika. KEIN Hinweis auf den Verbleib der zweiten Kuh Maria, KEIN Artikel ├╝ber die Aufgabe der Flusspferdhaltung, NICHT MAL ein Nachruf auf Tanga, die immerhin einen Altersweltrekord aufgestellt hat!!

Und die neueste Chronik ausgerechnet "Nilpferde an der Isar" genannt zu haben, ist in dieser Hinsicht ebenfalls "Etikettenschwindel". Der einzige Hinweis auf die bl├╝hende Flusspferdzucht in M├╝nchen ist ein Foto einer Flusspferdtaufe von 1952. Ansonsten finden sich nur die Info, dass 1931 sechs (!) Flusspferde im Warmhaus lebten. Aus der Bemerkung, dass im Krieg f├╝nf Elefanten und alle Zwergflusspferde starben, k├Ânnte man schlussfolgern, dass s├Ąmtliche Flusspferde - wieviele es auch immer waren - wohl ├╝berlebten.

Auch in dieser Chronik findet sich ├╝brigens die zeitgen├Âssische Aussage, dass Hellabrunn sich unter Heck u.a. deswegen der Tierzucht verschrieben hatte, weil man sich aus dem Verkauf der Nachzuchten Einnahmen versprach. In der Nachkriegszeits wurden die hohen Erwartungen dann sogar entt├Ąuscht, weil man zwar reichlich eigene Nachzuchten anbieten konnte, aber nur bescheidene Preise daf├╝r erzielte....
(04.08.2006, 18:57)
Oliver Jahn :   Sch├Ân, wenn sich Fragen so beantworten. Also deshalb sicher doch deutlich mehr Flusspferdhalter, als Nashornhalter, die z├╝chteten eben erst zu sp├Ąt und zu selten.
Zu Frankfurt, was ist ununterbrochen? Da Frankfurt bis nach dem II. Weltkrieg immer nur ein Tier hatte, muss es ja dann wohl so gewesen sein, dass ein Tier schon vor der T├╝r wartete, bis das andere starb??? ;-)
(04.08.2006, 18:17)
IP66 :   @ZooFanKarlsruhe
Zum Flu├čpferdau├čengehege in Karlsruhe gibt es eine Familienanekdote aus den fr├╝hen 70ern. Dabei gelang es meinen Verwandten und mir nicht, das im Innengehege ausgeschilderte Flu├čpferd zu finden. Als man nach langem Suchen und einer letzten Umrundung des Elefantenhauses ziemlich verzweifelt vor einem kleinen, f├╝r einen Ententeich gehaltenen Becken rechts neben dem Elefantengehege stand, tauchte dann dort ein Flu├čpferd auf und alle waren gl├╝cklich. Ich meine, mich erinnern zu k├Ânnen, da├č der Landteil mit Basalt ("Katzenk├Âpfen") gepflastert war und da├č es bei diesem Besuch nur ein Tier gab. Ich kann aber nicht sagen, was sich auf der rechten Seite des Beckens befand. Sehr gro├č war es wohl nicht.
(04.08.2006, 18:16)
Michael Mettler :   Wen├şgstens habe ich den Verbleib der M├╝nsteraner Hippos herausfinden k├Ânnen: Das 1982 abgegebene Paar ging an den Zoo Breslau.

Die Vermutung von Oliver Jahn, dass Zoos in fr├╝heren Zeiten auch Flusspferde z├╝chteten, um die Nachzuchten verkaufen zu k├Ânnen, hat eine interessante und gar nicht mal so alte Best├Ątigung gefunden. Im Zoof├╝hrer von 1967 (!) aus Karlsruhe hei├čt es in einem Kapitel "Tierzucht im Zoo": (...) "Dar├╝ber hinaus ist die reichliche Nachzucht eine der vielen M├Âglichkeiten, einen Zoo zu einem ann├Ąhernd rentierlichen Unternehmen zu gestalten. (...) Bei den Flusspferden hat ein Paar, samt Tochter, in den letzten acht Jahren zehn Junge geboren, die an Zoologische G├Ąrten der ganzen Welt verkauft wurden und der Stadt 50.000,- DM einbrachten. Diese lukrative Zucht wird sich fortsetzen, da die sehr fr├╝hreifen Flusspferdeeltern erst zehn Jahre alt sind." Deutlicher und offener kann man es wohl nicht ausdr├╝cken. Auch hier wieder ein Indiz f├╝r den "Exportschlager Flusspferd made in Germany". Nicht erst seit der Aufl├Âsung von Haltungen in j├╝ngerer Zeit wurden also Flusspferde nach ├ťbersee abgegeben (M├╝nchen > Brasilien, Leipzig > S├╝dafrika, Magdeburg > China), sondern auch schon in seligen Zuchtzeiten. Frankfurt verkaufte z.B. nach Tokio, Buenos Aires, Kansas City, Monrovia und Khartoum!

Immer wieder sto├če ich ├╝brigens per Foto auf weitere Flusspferde mit gefleckten F├╝├čen, so auch in M├╝nster und bei der Leipziger Ursprungskuh Grete. Diese Farbmutation war also in den hiesigen Zuchtst├Ąmmen sehr weit verbreitet.

Ein Frankfurter Jahresbericht gibt ├╝brigens in seiner Tierbestandsliste den Zeitraum ununterbrochener Haltung der vorhandenen Tierarten an. Demnach m├╝sste Frankfurt ohne Unterbrechung seit 1886 Flusspferdhalter sein - 120 Jahre lang! Das w├Ąre doch f├╝r den Zoo mal ein Grund zum Feiern!
(04.08.2006, 16:19)
Hannes :   N├ leider nicht: Aber sind das die selben die bis zum Austausch auf Zwergflusspferde dort blieben und vermehrten die sich.
(04.08.2006, 15:49)
Michael Mettler :   Machen wir Magdeburg komplett: Berolina starb 1998 laut FELIS an Kreislaufversagen, Rico wurde 2002 an den Zoo Chengdu/China abgegeben. Beides war dem Zoo jeweils nur einen Satz in der FELIS wert - soviel zum Wert von Tierpers├Ânlichkeiten.

Und nun zu einer neuen Baustelle: Laut M├╝nster-Chronik traf das dortige Paar Knabbel und Toni (darf ich annehmen, dass Toni in diesem Fall der Name der Kuh war?) 1974 noch vor dem Umzug in den neuen Zoo ein. Beide waren bei ihrer Ankunft erst ein halbes Jahr alt, also nicht viel ├Ąlter als der "evakuierte" Magdeburger Knuddel! Wei├č jemand, woher das M├╝nsteraner Paar stammte?
(04.08.2006, 09:29)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Nochmal zu Knuddel. Laut einem Artikel von Dittrich im Zoofreund werden Flusspferde 6 bis 8 Monate lang ges├Ąugt, fressen aber schon ab dem 4. Monat feste Nahrung. Knuddel hat es also gerade soeben geschafft, nicht als Flaschenkind zu enden.

Und weiter zu Hippo-Historien: N├╝rnberg ist das n├Ąchste Beispiel f├╝r eine ziemlich "familieninterne" Zucht. Stammpaar war das Wildfangpaar Webbi und Nina aus Somalia, das etwa einj├Ąhrig 1951 in den Tiergarten kam. Nachfolgerin von Nina - ├╝ber ihren Abgang habe ich nichts herausgefunden - wurde die 1967 geborene Tochter des Paares, Nanni. Auch ├╝ber deren sp├Ąteren Verbleib war nichts zu finden (Verluste gab es in den N├╝rnberger Jahresberichten so gut wie gar nicht...), aber 1977 wurde eine neue Kuh aus Kattowitz gekauft, geboren 1975. Diese Kuh war allerdings die Tochter einer Kuh, deren Eltern Webbi und Nina waren und die man nach Kattowitz abgegeben hatte! (Wei├č jemand etwas ├╝ber die Abstammung des Kattowitzer Bullen?)

Auch mit seiner Enkelin hatte Webbi noch Nachzucht, insgesamt zeugte er mit seinen drei aufeinander folgenden Partnerinnen 24 K├Ąlber, ├╝ber die es hei├čt "geboren und aufgezogen" - also wohl eine hundertprozentige Erfolgsquote.

1997 wurde die Flusspferdhaltung in N├╝rnberg beendet, als Webbi starb und Kati an den Berliner Zoo abgegeben wurde, wo sie heute noch lebt. Mit dem Berliner Bullen Ede hatte sie die beiden Bullk├Ąlber Emilio (geb. 2000, abgegeben 2003 an Bode) und Nino (geb. 2004, laut letztem BONGO noch im Zoo).
(04.08.2006, 09:01)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Es war auch eine Notabgabe. Am 20.1.1997 wurde das Kalb so vehement von seinem Vater angegriffen, dass man es vorsichtshalber aus der Anlage nahm und notd├╝rftig im Tapirstall unterbrachte. Zum Gl├╝ck fand sich dann schnell ein Abnehmer. Knuddel wure am 15.9.96 geboren und am 5.2.97 abgegeben.

Das Jungtier von 1994 (ebenfalls 1,0) wurde am 27.8. auf der Au├čenanlage geboren. Da das Wetter warm genug war, lie├č man Mutter und Kalb nachts drau├čen. Am n├Ąchsten Tag war das Junge jedoch tot.
(04.08.2006, 08:39)
Oliver Jahn :   "Es kam auch zu Paarungen und wohl zwei erfolglosen Geburten, denen sp├Ąter Aborte folgten, die nach Berichten von Tierpflegern zunehmend fr├╝her abgingen. Aufzeichnungen dar├╝ber existieren nicht."
Diese Aussage des Zoos stimmt so ganz nicht, einige sind dokumantiert.
Die aufgef├╝hrten Fr├╝h-oder Fehlgeburten von Negus und Berolina waren
1972
1987
1990
Negus starb an Stress durch Sturz in den Au├čengraben 1991.
Rico aus Stuttgart kam 1992 und wurde 2002 als letztes Magdeburger Flusspferd an einen Zoo in China abgegeben.
Ich wusste nur von einer Geburt, bin nun aber etwas schlauer, dank dir, Karsten, denn danach kam das erste Kalb von Berolina und Rico 1994. Nach Michaels Angaben starb es 1994. Im Felis ist lediglich ein Zugang 1,0 und ein Abgang 1,0 f├╝r das Jahr 1994 zu finden. Das war also das erste Kalb. Dann habe ich erst wieder die Felishefte ab Nr.20. Aber das zweite Kalb kam dann nach euren Angaben 1996 und wurde tats├Ąchlich mit gut 4 Monaten bereits nach Belgien abgegeben? Das ist aber extrem fr├╝h! Aber wenn es September 1996 geboren wurde und bereits im Februar 1997 abgegeben wurde, dann sind das ja min. 4 und max. 6 Monate. Das finde ich sehr fr├╝h!!!
(04.08.2006, 08:29)
Michael Mettler :   @Karsten Vick: Das Karlsruher Ungl├╝ck bestand darin, dass einer der Elefanten nachts mit dem R├╝ssel einen Hei├čwasserhahn ├Âffnete und sich 50 Grad hei├čes Wasser ins Flusspferdbecken ergoss. Als der Pfleger am n├Ąchsten Morgen ins Haus kam, herrschte darin Saunaklima und alle Flusspferde waren tot. Ob nun im hei├čen Wasser verbr├╝ht oder an Schock gestorben, dar├╝ber gibt/gab es anscheinend verschiedene Versionen. Ich kann mich noch dunkel an den damaligen BILD-Artikel erinnern, nach dem der besagte Pfleger seine Sch├╝tzlinge ├╝berbr├╝ht im hei├čen Wasser d├╝mpelnd vorgefunden haben soll.... Was immer nun auch stimmte, das Endergebnis bleibt das Gleiche, und ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man sowas als Pfleger verkraftet.

@ZooFanKarlsruhe: Da die besagte Zeitschrift 1989 erschien und darin K├Ąty als nach Karlsruhe abgegeben aufgef├╝hrt ist, d├╝rfte sie wohl kaum "einige Jahre sp├Ąter eingetroffen sein". Wahrscheinlich hat Martha nur kurz in Karlsruhe gelebt - f├╝r ein drittes Tier war und ist doch kein Platz?
(04.08.2006, 00:03)
Karsten Vick :   @ZooFanKarlsruhe: Hab ich was in diesem Thread nicht mitgekriegt? Was war das denn f├╝r ein Ungl├╝ck bei euch?

@Michael & Oliver: Felis 15 ist ja der Jahresbericht f├╝r 96 und der von mir zitierte Bericht greift also schon aufs n├Ąchste Jahr vor. Felis 16 bringt die Abgabe von 1,0 Flusspferd ganz lapidar in einem Atemzug mit 2 Amurkatzen und 1 Uralkauz. Etwas mehr Worte werden nur ├╝ber Mafuta und Pori gemacht, die beiden Elefanten, die 97 nach Berlin gingen. Etwas ausf├╝hrlicher wird der VERSUCH geschildert, Rico zu sterilisieren, bei dem es 5 Tier├Ąrzten, darunter 2 aus Amsterdam, nicht gelang, die Hoden des Bullen zu finden. Die Hoden waren wohl (noch) nicht aus dem Leistenkanal abgestiegen, also was man beim Schwein Binneneber und beim Pferd Klopphengst nennt. Komischerweise war er trotzdem fruchtbar. Die OP hat er gut ├╝berstanden. 1998 starb Berolina (lt. Chronik) und was danach geschah, m├╝sst ihr wieder selbst rausfinden, denn neuere Felis-Hefte hab ich nicht.
(03.08.2006, 23:49)
ZooFanKarlsruhe :   Ein Auszug aus der Karlsruher Zoo-Chronik:

"Gut, vier Wochen sp├Ąter, in der Nacht von Samstag zum Sonntag, den 15. Juli 1984, geschah das Tierdrama mit der Flu├čpferdfamilie, Amema und Purzel mit der kleinen Rosi, das Flu├čpferdjunge war erst ein halbes Jahr alt und das 25. Kind der braven Amema gewesen.Jetzt nach 5 Jahren kommt uns das grausige Geschehen wieder in den Sinn, denn nun haben wir wieder eine Martha (aus Halle) und einen Platsch (aus Frankfurt)."

Demnach waren 1989 Martha und Platsch die ersten Karlsruher Flusspferde nach dem Ungl├╝ck und K├Ąti muss einige Jahre sp├Ąter eingetroffen sein. Aber interessant zu erfahren, dass sie eine Tochter der ber├╝hmten Bulette ist.

Da ich (Jahrgang 1980), das Karlsruher Flusspferdgehege von Anfang der 80er leider nie gesehen habe, suche ich schon seit einiger Zeit nach einem Foto davon. Ist es m├Âglich, dass sich die Flusspferde damals im Bereich des heutigen Trockengrabens des Karlsruher Elefantenhauses befanden und man quasi ├╝ber die Flusspferde hinweg auf die Elefanten schaute ?
(03.08.2006, 22:09)
Jana :   @Michael M. Nein, Zuzana hatte keine Nachkommen in Prag.
Hier ist die Historie von Praher Zucht:
-nach dem Gruendung (1931) war ein Pavilion fuer 1 Elefant und 1 Flusspferd gebaut, auf dem Platz sind jetzt Kattas
-1933 kam aus Zirkus der erste Flusspferd PETR der 1939 gestorben war (jemand hat ihm ein Stueck Gummischlauch mit Nageln geworfen)
-1944 kam die Kuh ZUZANA aus Berlin (1977 gestorben)
-es war der neue Dickhaeuterhaus gebaut mit 2 Innenwasserbecken fuer Flusspferde
-1971 kamen aus Budapest zwei damals einjaehrige Tiere VIKTORIA (umgetauft aus ZAIRA, gestorben 1991) und JONAS (umgetauft auf ZULU, gestorben 1985), ich vermute es waren Halbgeschwister
-Die ersten drei Jungtiere (1974,1976,1977, alles Weibchen) sind den ersten Tag gestorben.
-1978 war JOZIN geboren, 1980 verkauft an Leipzig, umgetauft aus STENEK, 2004 nach Afrika geschickt.
-1980 eine Weibchen geboren, 1.Tag gestorben.
-1981 Zwillinge 2,0 geboren KIBO und KIVU , 1983 verkauf (wohin?)
-1983 ein Maenchen (ohne Namen) geboren und 1984 verkauft (wohin?)
-1984 war SLAVEK geboren, lebt hier bis heute
Nach Tod von Zulu bekam SLAVEK ein Zuchtbulle
-1988 war LENTILKA geboren (2002 bei der Flut war abgeschossen)
-1990 war eine Weibchen geboren, die 2 tage spaeter gestorben war
-1992 war erste Nachkommen von Slavek und Lentilka geboren 0,1 ,hat nicht ueberlebt
-1992 kam aus Hannover ELIZABETH (geboren 1988), sie war aber von Slavek und Lentilka nicht akceptiert, und 1998 nach La Fleche abgegeben
-1992 hatte Lentilka weitere Jungtier 0,1, hat den 1.Tag nicht ueberlebt
-1993 war BOHUNKA geboren, 1995 war nach Jerez verschenkt
-1995 war ONYX geboren (also ein Jungtier von Slavek und Lentilka), 1998 getauscht fuer andere Tiere nach Zoo Berlin, umgetauft auf EDE, lebt noch
-1997 eine Weibchen geboren und gleich gestorben
-1998 ein Jungtier (ohne Geschlechtbestimmug) geboren und gestorben
-1999 war BARBORKA geboren, 2002 bei der Flut ist sie im Pavilion ertrunken
-2001 ein Bulle geboren, der 1. Tag gestorben
-2002 kam MARUSKA aus Ostrava (da 1999 geboren, Eltern Honza und Katka)
-2004+2005 hatte Maruska zwei Jungtiere 2,0 beide sind gestorben (erste hatte sie nicht gut versorgt, das zweite war lebensunfaehig)
-2006 war TOMIK geboren, lebt hier noch

(03.08.2006, 21:54)
Klaus Sch├╝ling :   Habe heute mit Michael Sinder ├╝bder das Flu├čpferd im M├╝nsterschen Zoo gesprochen.
Es kam 1936 und es nicht belegt, wie lange es blieb.
Da es aber in ansonsten recht detaillierten Schilderungen der Kriegsjahre fehlt, liegt der Schlu├č nahe, dass es nur kurze Zeit in M├╝nster lebte.
(03.08.2006, 21:24)
Michael Mettler :   Also, angesichts der ├╝ber Jahrzehnte "besetzten Planstellen" in Deutschland und der Aufzuchtraten einiger Zuchtpaare M├ťSSEN die deutschen Zoos wirklich die halbe Zoowelt mit Flusspferden versorgt haben. Frankfurt hat mindestens 20 Flusspferde abgegeben, davon blieben anscheinend nur 3 in Deutschland, die anderen kamen bis nach Nord- und S├╝damerika, Japan und Afrika (!). Das alte hannoversche Paar zog ab den 60ern ├╝ber 20 K├Ąlber auf, in N├╝rnberg wurden seit den 50ern 24 K├Ąlber aufgezogen, und M├╝nchen hatte schon vor dem Krieg eine florierende Zucht, denn man konnte 1955 schon das 17. Jungtier feiern! Und in Berlin gab es, wenn ich mich nicht verrechnet habe, seit dem 2. Weltkrieg 45 K├Ąlber. Und dann w├Ąre da noch Karlsruhe mit weit ├╝ber 20 Nachzuchten....

Zu den Frankfurter Nachzuchten ist noch zu sagen, dass die junge Kuh Aura Poku laut Aushang im Nashornhaus nach Hannover abgegeben wurde (was zu der Zeit gleichbedeutend mit "an Ruhe" war). Laut Frankfurter Jahresbericht von 1957 ging sie aber an den Circus Krone - das wollte man wohl nicht auf die Tafel schreiben...
(03.08.2006, 21:10)
Michael Mettler :   @Jana: Der Zoo Berlin bekam 1998 aus Prag den heutigen Flusspferdbullen, der dort am 17.10.1995 geboren war. In Berlin erhielt er den Namen Ede. K├Ânnte das ein Nachfahre von Zuzana sein?
(03.08.2006, 20:32)
Michael Mettler :   Heute gab es tats├Ąchlich erste Bilder des hannoverschen Flusspferdkalbes in unserer Presse.

@ZooFanKarlsruhe: Zwar wei├č ich nicht, WAS mit der Karlsruher Kuh Martha geschah, aber ich kann wenigstens etwas eingrenzen, WANN es geschehen sein muss. Nach einem Artikel von 1989 in der Bremerhavener Zoozeitschrift wurde K├Ąty am 14.9.1986 in Berlin geboren (Mutter Bulette, Vater unklar: Knautschke oder Nante). Sie m├╝sste also zwischen 1987 und 1989 in Karlsruhe eingetroffen sein. Muss mal in den BONGOs dieser Jahre nachschlagen.

@Oliver Jahn & Karsten Vick: Den Hinweis auf FELIS 15 habe ich nat├╝rlich sofort aufgenommen und nachgesehen. Im September 1996 wurde als Nachzucht von Rico und Berolina der Jungbulle Knuddel geboren, der allerdings kein "Wunschkind" war: Nach den beobachteten Deckakten hatte Berolina "die Pille danach" bekommen, und der errechnete Geburtstermin war schon im Sommer verstrichen.... Es sah nach einer Totgeburt aus, die sich sehr lange hinzog, und man konnte auch den Bullen nicht abtrennen. Also wurde auf Berolina per Bet├Ąubungspistole ein Pfeil mit einem wehenanregenden Medikament abgeschossen, dessen Aufprall die Kuh vermutlich so sehr erschreckte, dass Sekunden sp├Ąter ihr vermeintlich totes Kalb explosionsartig ausgesto├čen wurde - und lebte... Es gab dann noch diverse tier├Ąrztliche Behandlungen w├Ąhrend der Aufzucht, aber am 5. Februar 1997 konnte Knuddel wie von Karsten Vick beschrieben nach Belgien abgegeben werden (zu zwei dortigen K├╝hen).

Das erste Jungtier von Rico und Berolina starb h├Âchstwahrscheinlich an Entkr├Ąftung, weil es die Milchquelle nicht gefunden hatte; bei der Autopsie waren Magen und Darm leer.

Interessant ist der Hinweis ├╝ber das erste Paar Negus und Berolina: "Es kam auch zu Paarungen und wohl zwei erfolglosen Geburten, denen sp├Ąter Aborte folgten, die nach Berichten von Tierpflegern zunehmend fr├╝her abgingen. Aufzeichnungen dar├╝ber existieren nicht." Und das in einem wissenschaftlich geleiteten Zoo und bei einer solchen Tierart! Es hei├čt aber wenig sp├Ąter auch: "Wir bedauerten den ausbleibenden Nachwuchs im Hinblick auf die andernfalls m├Âglicherweise auf uns zukommenden Aufzuchtrisiken und -probleme auch nicht. Au├čerdem sind Flusspferde langlebige Tiere, bei denen es nicht einfach ist, Nachwuchs in einem anderen Zoo unterzubringen." Kann man angesichts der Haltungsbedingungen in Magdeburg sogar verstehen.

Der Artikel schlie├čt ├╝brigens mit der Aussage, den Bullen Rico im Folgejahr sterilisieren zu wollen. Habe aber noch nicht in FELIS 16 geschaut, ob es wirklich dazu kam. (Es stapeln sich auf meinem Schreibtisch ohnehin schon die "Quellen", langsam muss ich mal wieder ans Zur├╝cksortieren denken....)
(03.08.2006, 20:11)
Oliver Jahn :   @Karsten, blieb dann Rico nach dem Tod der Kuh allein und wurde nach China abgegeben? Und das mit der Nabelschnurumwicklung war so beim ersten Kalb von Negus und Berolina 1972. Ich muss unbedingt mal das 15. Felisheft bekommen, genau das scheint mir ja zu fehlen.
(03.08.2006, 16:05)
Michael Mettler :   Die Geschlechtsangaben der Mohr-Flusspferde m├╝ssen nicht mal falsch sein. Immerhin k├Ânnte Mohr gleichzeitig aus anderen Quellen Flusspferdnachzucht bekommen und Tiere ausgetauscht haben, um z.B. 1965 1,1 exportieren zu k├Ânnen. Siehe der Deal von Ruhe mit N├╝rnberg in der Vorkriegszeit.
(03.08.2006, 13:52)
Karsten Vick :   Folgende Erg├Ąnzungen:
Meine Version des Endes der Dresdner Tiere hab ich aus dem ├Ąu├čerst niedlichen Buch "Tiere um uns" von G├╝nter Pilz. Die Geschichte vom Untergang ist dort als Zitat in G├Ąnsef├╝├čchen gesetzt, aber keine Angabe, von wem zitiert. Jedenfalls nicht von Sailer, denn der taucht dort in der 3. Person auf.

Zu Magdeburg kann ich auch was beitragen: in Felis Nr. 15 eine Abhandlung ├╝ber die Flusspferdzucht. Demnach hatte Berolina mehrere Fr├╝hgeburten von Negus, die aber nicht immer bemerkt und nie untersucht wurden. Die Anlage eignete sich auch gar nicht f├╝r die Zucht, da das Weibchen zur Geburt nicht abgesperrt werden konnte. Der neue Bulle war Rico aus der Stuttgarter Zucht, Jg. 1990. Die beiden hatten 2x Nachwuchs. Die 1. Geburt endete tragisch, das war die von Oliver geschilderte, steht hier auch etwas anders, aber egal. Das 2. Junge wuchs trotz aller Schwierigkeiten auf und wurde 1997 nach Aywaille in Belgien abgegeben.

Nochmal f├╝r alle die Ostberliner Flusspferddaten, von denen ich glaube, dass es Westberliner Nachzuchten sind. Vergleiche mit Michaels Aufzeichnungen dazu weiter unten: 1960 (!) 1 Tier von Fa. Mohr f├╝r Moskau, 1965 1,1 (!) und nochmal 1,0 alle nur je 2 Tage in Quarant├Ąne.

Lutz Hecks Buch "Auf Tiersuche in weiter Welt" bringt nicht viel Neues zu den Berliner Flusspferden, nur die Best├Ątigung, dass 1928 3 Tiere aus Ostafrika mitgebracht wurden, die von Eingeborenen unrechtm├Ą├čig in Fallgruben gefangen wurden. Eins davon wurde Knautschkes Vater, die beiden anderen wohl verkauft, denn:"Die Reisekosten wurden f├╝r den Berliner Zoologischen Garten durch Verkauf der ├╝berz├Ąhlig mitgebrachten Tiere eingebracht".
(03.08.2006, 11:33)
Oliver Jahn :   Genau dieser zweite Magdeburger Bulle ist sehr schwierig, denn im Felis ist er ohne Angabe nur im Tierbestand als Zugang 1,0 vermerkt. Ich meine aber, er kam aus Karlsruhe als recht junges Tier nach Magdeburg, wurde dann von der Kuh quasi adoptiert, deckte sie dann aber bereits kurze Zeit sp├Ąter mit Erfolg.
(03.08.2006, 10:04)
Michael Mettler :   Dann bin ich doch mal gespannt, was ich ├╝ber die M├╝nchener Zucht herausfinde bzw. ob es mit Tanga dort eine ├Ąhnlich negative Nachzuchtbilanz gab. In Magdeburg waren allerdings die Voraussetzungen anders, da ja beide Tiere auf die Leipziger Zucht zur├╝ckgingen (wenn auch die Kuh mit dem Umweg ├╝ber Berlin). Woher stammte denn der zweite Magdeburger Bulle?

Nach dem, was wir bisher zusammengetragen haben, scheinen Flusspferdk├Ąlber ein regelrechter Exportschlager f├╝r deutsche Zoos gewesen zu sein, denn einige Zuchten hatten ja hohe Nachzuchtraten (z.B. Hannover, Karlsruhe, Berlin), ohne dass die K├Ąlber alle im Lande verblieben (weil ja in der Regel ├╝ber lange Zeit stabile Zuchtpaare vorhanden waren).
(03.08.2006, 09:59)
Oliver Jahn :   Ich h├Ątte nat├╝rlich bei Steppke auch sofort auf Berlin getippt! Habe aber von Dresden nur noch den 39er F├╝hrer mit dem alten Paar!
Was die Magdeburger Zucht angeht, so hast du absolut recht!!! Das alte Paar hatte nach meinen Recherchen insgesamt drei Geburten, wovon ein Jungtier dadurch ums Leben gekommen sein soll, weil der Bulle zu fr├╝h dazwischen kam und sich die Nabelschnur an dessen Bein verwickelte, das Kalb dadurch ertrank. Die beiden anderen waren Fr├╝hgeburten. Die Kuh hat erst mit einem anderen Bullen dann sp├Ąter noch ein lebensf├Ąhiges Kalb gezeugt, welches heute (noch?) in China lebt!
(03.08.2006, 09:30)
Michael Mettler :   @Oliver: Hast du eine Ahnung, woher der Dresdner Bulle Steppke gestammt haben k├Ânnte? Der Name h├Ârt sich ja sehr nach Berlin an.

Und du hattest doch schon mal die Magdeburger Zuchtgeschichte zur├╝ckverfolgt? Gab es da nicht auch wie in Leipzig und Kronberg nur eine geringe Aufzuchtrate? "Riecht" ein wenig nach Erbfehler in der Zuchtlinie.
(03.08.2006, 08:55)
Oliver Jahn :   Die Geschichte der Dresdner Flusspferde, bzw. ihres Todes habe ich ja genau so, wie von dir beschrieben, auch gelesen und in meinem Beitrag vom 31.07. best├Ątigt. Auch bei J├Ârg Friedrich liest man die Version des Ertrinkens. Die Zwergflusspferde hatten ebenfalls in einem Bombenkrater ├╝berlebt. Pfleger warfen ihnen Heub├╝ndel hinunter, damit sie sich drauf etwas w├Ąrmer hinlegen konnten. Dann detonierte eine Bombe mit Zeitz├╝nder deutlich sp├Ąter und zerri├č beide Tiere. Wakene, Wally und Tanga waren 1939 noch vorhanden, dort finde ich sie im Zoof├╝hrer namentlich aufgef├╝hrt.
(03.08.2006, 08:28)
Michael Mettler :   Jetzt wirds drollig: Nach der 100-Jahre-Chronik des Wuppertaler Zoos war 1927 ein Flusspferdpaar namens Bubi und Rosa vorhanden (und ist sogar abgebildet). Da Leipzig wohl kaum ZWEI K├╝he namens Rosa gleichzeitig hatte, stimmt entweder die Leipziger Chronik nicht, oder auch in Wuppertal wurde ein erworbenes Tier umgetauft. Laut der selben Chronik haben "1,1 Flusspferde" (noch die selben?) den Krieg ├╝berlebt, doch starb der Bulle im September 1945 und die Kuh im April 1946. "Todesursache waren Verletzungen durch Splitter des Glasdaches und der Ausfall der Heizung." Am 1. April 1950 traf die bereits ausgewachsene, in M├╝nchen geborene Kuh Lina ein, die meines Wissens f├╝r den Rest ihres noch langen Lebens in Wuppertal einzeln gehalten wurde. Somit h├Ątten also in M├╝nchen wenigstens 0,2 Flusspferde (Tanga und Lina) den Krieg ├╝berdauert.

├ťber Dresden habe ich in den Lebenserinnerungen des dortigen Inspektors (und fr├╝heren Circusdompteurs) Otto Sailer-Jackson etwas gefunden. Das Ursprungspaar dort hie├č Wakene und Wally. Ihr letztes gemeinsames Jungtier hie├č Tanga (noch eine...), die zur Weiterzucht behalten wurde. Als Wakene starb, trat der Bulle dazugekaufte (woher?) Bulle Steppke dessen Nachfolge an. Tanga bekam von ihm noch ein Kalb, das aber an einer Sepsis starb. ├ťber den Kriegstod der drei Flusspferde schreibt er: "Die drei Flusspferde befanden sich noch im Wasserbecken des Hauses. Sie waren in einer furchtbaren Lage. Die herabgest├╝rzten Eisenteile der dachkonstruktion dr├╝ckten sie unter Wasser. In ihrer Todesangst hatten sie mit allen Kr├Ąften versucht, sich zu befreien, aber die Last hatte ihre K├Ârper so unter Wasser gedr├╝ckt, dass sie schlie├člich erstickt waren." Also eine ganz andere Version als die von Karsten Vick unten erw├Ąhnte mit den ├Ąu├čerlich unversehrten Tieren, die an Lungenriss gestorben waren. Aber egal was stimmt, es ├Ąndert nichts am Endergebnis: Alle drei tot.

In N├╝rnberg trafen die beiden ersten Flusspferde 1913 im alten Tiergarten ein. Nach drei Jahren starb die Kuh; beide Tiere hatten bis dahin nie das Au├čengehege aufgesucht, der Bulle betrat dieses erstmals nach 1918, also nach ├╝ber f├╝nf Jahren! Dieser Bulle ├╝berlebte also nicht nur den 1. Weltkrieg, sondern lebte bis 1937 (allein) in N├╝rnberg und wurde dann - 26 Jahre alt - im Tausch gegen ein junges Paar an Ruhe abgegeben und ging nach Amerika. 1938 kam noch eine - anfangs nur eingestellte - junge Kuh hinzu, so dass 1,2 Flusspferde in den neuen (heutigen) Tiergarten umzogen. 1943 brannte das Haus aus, wobei 1,1 Flusspferde starben; die ├╝berlebende Gretel kam schlie├člich 1951 nach Frankfurt. Daf├╝r zog noch im selben Jahr das einj├Ąhrige Importpaar Webbi und Nina (beide Wildf├Ąnge aus Somalia) ein. Im Zoof├╝hrer von 1958 hei├čt es noch: "Das Haus wurde 1954 wieder vollst├Ąndig aufgebaut und 1956 mit einer automatischen ├ľlheizungsanlage ausgestattet." Also lebten Gretel und ihre Nachfolger offensichtlich elf Jahre lang in einem Provisorium!

Den weiteren Fortgang der N├╝rnberger Zucht muss ich noch recherchieren, jedenfalls scheint Webbi ab einem bestimmten Zeitpunkt nur mit seiner Tochter und danach mit einer zugekauften Kuh zusammengelebt und gez├╝chtet zu haben.

Und Kronberg begann mit einer Importkuh (Auguste) und bekam dazu einen in Frankfurt geborenen Bullen (George). Nach Augustes Tod kam Tana aus Leipzig, die trotz mehrerer Geburten nur ein Kalb aufzog (die Pechserie der Leipziger Zucht setzte sich also fort). Dieser junge Bulle George 2/Schorschi ersetzte seinen Vater, der von einem Besucher mit einer Bierdose gef├╝ttert worden war. Sein Sohn erlitt aber ein ├Ąhnliches Schicksal, er starb an einem verschluckten Regenschirm! Der dritte Bulle (Max) kam dann wieder aus Frankfurt. Die Kronberg-Infos stammen ├╝brigens von Michael Amend, besten Dank daf├╝r!
(03.08.2006, 00:20)
Michael Mettler :   So, nach ├╝berstandenem Frust nun ein zweiter Versuch mit der Leipziger Flusspferdchronik:

In der PANTHERA 1978 gab es unter dem Titel „Flusspferde an der Plei├če“ eine Chronik ├╝ber die Leipziger Tiere.

Es begann mit 1,1, die 1926 aus Dresden und Hamburg kamen und achteinhalb bzw. neuneinhalb Jahre alt waren. Die Kuh wurde „aus unbekannten Gr├╝nden“ 1927 an den Zoo Elberfeld (heute Wuppertal) verkauft (kann aber aus Altersgr├╝nden nicht mit der dortigen Lina identisch gewesen sein), der Bulle starb 1928. Ebenfalls 1926 traf die Kuh Rosa aus Amsterdam ein, sie lebte bis 1929. Noch vor ihrem Tod kam im selben Jahr Anton aus Breslau, der 1932 starb.

Drei Wochen nach Antons Tod kam Yumbo aus Halle, der am 17.12.1919 als Nachzucht eines Wildfangpaares aus Ostafrika im alten Hamburger Zoo geboren worden und mit knapp einem Jahr nach Halle abgegeben worden war, wo er bis zu seiner Weitergabe nach Leipzig als Junggeselle lebte. Acht Monate nach Yumbo kam die Kuh Grete, geboren am 28.6.1929 in Dresden.

Yumbo zeugte mit Grete 6 K├Ąlber, die alle aufwuchsen. Zwei davon blieben in Leipzig: Tanga (geb. 1934 als erstes Jungtier des Paares), die sp├Ąter von ihrem Vater zwei K├Ąlber bekam (1939 und 1940), welche jeweils nur ein paar Tage alt wurden, und 1941 nach M├╝nchen ├╝bersiedelte, sowie die 1940 geborene Olga (siehe unten). Die anderen vier Nachzuchten von Yumbo und Grete wurden – gr├Â├čtenteils erst nach Jahren – abgegeben: Julius (geb. ebenfalls 1934, acht Monate nach Tanga!) 1939 nach Paris, Jule (geb. 1938) 1941 nach Rotterdam, Lotte (geb. 1942) und Anton (geb. 1946) zusammen 1947 nach Kiew (das sieht nach Reparationszahlung aus...).

1942 gab es noch ein Kalb Yumbo x Wally; letzterer Name taucht nirgends sonst im Artikel auf, doch gab es eine Kuh dieses Namens in Dresden. Das Kalb ├╝berlebte aber den ersten Tag nicht.

Auch mit seiner Tochter Olga paarte sich Yumbo, sie gebar zwischen 1944 und 1948 vier K├Ąlber, von denen aber zwei Fr├╝hgeburten waren und die beiden anderen am ersten Tag starben.

Danach folgte die ber├╝hmte Berlin-Leipzig-Liaison, die zwei K├Ąlber von Knautschke und Grete hervorbrachte: Schwabbel (geb. 1950) blieb als zuk├╝nftiger Zuchtbulle in Leipzig, Bulette (geb. 1952) zog als Zuchtkuh nach Berlin.

Die schon vorher bemerkenswerte Zahl nicht aufgewachsener Flusspferdk├Ąlber setzte sich mit Schwabbel geradezu dramatisch fort: Mit Grete (10), Olga (6) und seiner einzigen ├╝berlebenden Tochter Tana (2) zeugte er insgesamt 18 K├Ąlber, von denen nur drei aufwuchsen! Darunter der einzige ├╝berlebende Nachkomme Olgas, der 1957 geborene Bulle Specker (1958 nach Hannover, also an Ruhe abgegeben). Die schon genannte Tana wurde 1960 geboren und nach zwei nicht ├╝berlebenden K├Ąlbern (1968 und 1969) schlie├člich 1971 nach Kronberg abgegeben, wo sie heute noch lebt. Das letzte aufgezogene Kalb der alten Leipziger Zuchtlinie war Gretes Sohn Manfred (dem Magdeburger Zoodirektor Manfred B├╝rger zu Ehren!) von 1966, der 1967 nach Magdeburg umzog und dort in Negus umgetauft wurde.

Die alte Zuchtlinie bescherte dem Zoo zwar (inklusive der Wally-Nachzucht) 33 K├Ąlber, aber aufgewachsen sind nur 11 – davon allein 10 von Grete!

Die zweite Zuchtlinie wurde 1972 gegr├╝ndet. Aus Budapest kam ein dort 1971 geborener Bulle, der Akos genannt wurde, und kurz danach ├╝ber einen holl├Ąndischen H├Ąndler eine 1970 „in einem afrikanischen Zoo“ von einem Wildfangpaar geborene Kuh namens Brandy. Das erste Kalb (0,1) wurde 1975 geboren und lebte bei Erscheinen des Artikels offensichtlich noch in Leipzig; an dieser Stelle endet die dortige Chronik.

(02.08.2006, 21:31)
ZooFanKarlsruhe :   Ein sehr interessantes Thema und meine Frage kn├╝pft an einen Beitrag von Michael Mettler an:

"Karlsruhe begann 1956 mit der Haltung, der Bulle Purzel (netter Name f├╝r so ein Tier!) kam aus N├╝rnberg, die Kuh Amema aus Frankfurt. 1984 starben beide Tiere und ihr laut Karlsruher Chronik 25. Kalb (!) Rosi beim "Hei├čwasserungl├╝ck". Ihre Nachfolger wurden der Bulle Platsch aus Frankfurt und die Kuh Martha aus Halle."

Nun lebt ja seit einigen Jahren eine Kuh aus Berlin ("K├Ąti") in Karlsruhe. Weiss denn jemand, was aus der Kuh "Martha" geworden ist ?
(02.08.2006, 20:20)
Saya :   Hannover hat vielleicht auf der Homepage noch nichts, aber die Presse ist von den Hannoveranern definitiv heute informiert worden - unter yahoo newssuche finden sich inzwischen mehrere Berichte.
(02.08.2006, 19:58)
Michael Mettler :   Laut "Pressemeldungen" hat Hannover also nun doch ein junges Hippo (geboren 26.7.). Das erkl├Ąrt, warum der Weg zu den Innenbecken letzten Samstag abgesperrt war (es wies allerdings kein Schild auf irgendetwas hin). Pikant allerdings, dass die betreffende Pressemeldung aus Frankfurt kommt, denn in Hannover wurde noch nichts ver├Âffentlicht, und auf auch der Homepage gab es vorhin noch keine Geburtsmeldung....
(02.08.2006, 19:54)
IP66 :   Mein Gedankengang war folgender: Flu├čpferde brauchen es warm, und das Heizen von Gro├čbauten war in den letzten Kriegsjahren sicher nicht einfach. Und da sind die H├Ąuser in M├╝nchen oder Leipzig doch um einiges gr├Â├čer als die in Wuppertal oder K├Âln. Da offensichtlich aber auch in M├╝nchen ├╝berlebende Flu├čpferde zu verzeichnen waren, ist die ganze Sache ├╝berholt.
(02.08.2006, 19:09)
Hannes :   Ob das Flusspferd in M├╝nster umgekommen ist wage ich zu bezweifeln da dort (in der Chronik) geschrieben wird das das Haus nicht getroffen wird und die Elefanten als Reparation nach Antwerpen gingen. Also a)Hippo tot b)reparation oder c) irgendwas anders.
Ach ja und nachdem die Elefanten wegwaren war der Zoo leer.
(02.08.2006, 17:16)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich habe bisher nur herausgefunden, dass Lina in Wuppertal ein Vorkriegsjahrgang war. Das hei├čt nicht zwingend, dass sie den Krieg in Wuppertal ├╝berlebt haben muss, sie kann ja auch nach dem Krieg aus einem anderen Zoo dorthin gekommen sein. So weit bin ich in der Recherche noch nicht.

Von den "Ungekl├Ąrten" kannst du M├╝nchen und N├╝rnberg streichen, denn in M├╝nchen hat Tanga und in N├╝rnberg Gretel ├╝berlebt. Unklar ist nur, ob und wieviele Artgenossen sie im Krieg verloren haben (aber das gilt auch f├╝r z.B. K├Âln). Daf├╝r w├Ąren aber noch Hannover und Wien als noch ungekl├Ąrte F├Ąlle anzuf├╝gen.

Knautschkes Vater kam ├╝brigens zusammen mit zwei weiteren m├Ąnnlichen K├Ąlbern aus Ostafrika nach Berlin (1928?), die wahrscheinlich weiterverkauft wurden (wohin?).

Und ├╝ber die Leipziger Zucht gibt es einen l├Ąngeren Artikel in der PANTHERA von 1978. Den dort gedruckten Stammbaum hatte ich schon zusammengefasst, aber der verschwand nach Einf├╝gen ins Forum und Fehlermeldung im Orkus und war nat├╝rlich NIRGENDS von mir abgespeichert... Bin noch zu frustriert, um ich gleich wieder zu schreiben. Nur ein Schmankerl vorab: Auch der Magdeburger Bulle wurde in MD umgetauft, denn in Leipzig hie├č er noch Manfred....
(02.08.2006, 13:20)
Oliver Jahn :   IP 66, haben Sie sich verschrieben?
K├Âln und Breslau waren doch keine kleinen H├Ąuser? Und Leipzig auch nicht? Frankfurt ist sicher Ansichtssache, w├╝rde ich aber im Verh├Ąltnis zu den anderen Zoobauten auch eher als gro├č bezeichnen und demnach eigentlich Wuppertal auch. Klein waren f├╝r mich eher Berlin und auf jeden Fall Halle. Allerdings ist Halle bekanntlich gar nicht gro├č angegriffen worden, w├Ąrend in Berlin nicht nur die Elefantenpagode sondern auch das deutlich kleinere Flusspferdhaus Treffer erhielten. Leipzig hingegen hatte weniger mit den Bomben zu k├Ąmpfen und Posen, K├Ânigsberg und Breslau hatten "nur" die Artillerie auszuhalten, w├Ąrend Dresden, Hamburg, Frankfurt, D├╝sseldorf u.a. im Bombenhagel fast g├Ąnzlich untergingen.
(02.08.2006, 12:20)
Oliver Jahn :   Breslau wurde nicht durch Bomben besch├Ądigt (so weit flogen die Bomber wohl nicht), wohl aber durch Artillerie beschossen, auch das Dickh├Ąuterhaus.
Noch mal kurz zur Zusammenfassung
├ťbelebt haben also die Flusspferde nachweislich in

Leipzig
Breslau
Halle
K├Âln
Wuppertal
Berlin
D├╝sseldorf
Frankfurt
K├Ânigsberg

Garantiert im Krieg umgekommen sind die Flusspferde in

Dresden

Ungekl├Ąrt

N├╝rnberg
M├╝nchen
Hamburg
M├╝nster

Was vergessen?
(02.08.2006, 11:59)
Oliver Jahn :   Also garantiert und nachweislich umgekomen sind bisher nur die Dresdener Tiere! Es waren drei!! Und auch die beiden Dresdener Zwergflusspferde. Ungekl├Ąrt ist noch immer, was aus den Hamburger Tieren geworden ist.
Was mir allerdings in den leipziger Berichten aufgefallen ist, dass zu den Zeiten der Hochzeitsreisen von Knautschke und Grete, also Anfang der 50er davon die rede ist, dass die Kuh zum einzigen derzeit zuchtf├Ąhigen Bullen geschickt wurde! Da ist nie die Rede von einzigem "Kriegs├╝berlebenden", sondern vom einzigen zuchtf├Ąhigen zu DIESER Zeit. Das w├╝rde zwar besser passen, stimmt aber auf Grund des Frankfurter Bullen Toni auch nicht so ganz!!
(02.08.2006, 11:50)
IP66 :   Die Elefanten resp. Flu├čpferdh├Ąuser in Wuppertal und K├Âln erlitten im Krieg keinerlei sch├Ąden, Bre├člau, so viel ich wei├č, auch nicht. Interessant ist, da├č in allen drei F├Ąllen die Flu├čpferde in relativ kleinen Bauten ├╝berlebten. Inetressant w├Ąre M├╝nchen. Dort ist das Elefantenhaus ja auch nicht getroffen war, das Geb├Ąude war aber deutlich gr├Â├čer.
(02.08.2006, 11:49)
Michael Mettler :   ...und noch eine ├ťberlebende: In K├Âln ├╝berstand die Flusspferdkuh ├änne den Krieg. Langsam bekommt man ja den Eindruck, dass eigentlich ├╝berall Flusspferde den Krieg ├╝berlebten...
(02.08.2006, 10:49)
Michael Mettler :   Ich kann das R├Ątsel um Zuzana l├Âsen: Katharina Heinroth erw├Ąhnt in ihren Lebenserinnerungen, dass der Berliner Zoo 1943 eine Flusspferdkuh nach Prag geschickt habe, um sie in Sicherheit zu bringen. Nach dem Krieg habe sie sich darum bem├╝ht, das Tier - wie auch alle anderen ausgelagerten Tiere in verschiedenen Zoos - zur├╝ckzubekommen, habe aber lediglich einen freundlichen Brief erhalten, dass das Flusspferd inzwischen in das Eigentum des tschechischen ├╝bergegangen sei.

Da Zuzana bereits Bombenverletzungen hatte, m├╝sste sie demzufolge eigentlich die Kuh sein, die den Angriff vom November 1943 ├╝berlebt hatte - und damit Knautschkes Mutter!

Was aus Knautschkes Vater wurde, konnte ich bisher nicht herausfinden. Lutz Heck schilderte aber f├╝r 1944, dass man "dem" Flusspferd das Haus wieder notd├╝rftig herrichtete - da war also schon nur noch Knautschke vorhanden. Vielleicht wurde der alte Bulle ebenfalls ausgelagert?
(02.08.2006, 10:08)
Karsten Vick :   @Michael: MILU Bd. 8 Heft 3/4 von 1995.
(02.08.2006, 08:36)
Oliver Jahn :   Vielleicht wurde aber das hallenser Weibchen auch von den Russen weggeholt. Das ist ja ein Kapitel (Reparationen), ├╝ber welches man politisch bedingt in den Zoof├╝herern der Nachkriegszeit weder in Ost noch in West etwas findet.
Der letzte Breslauer Flusspferdbulle wurde von den Polen als Reparationszahlung nach Posen verlagert. Erst als dann feststand, dass fast das gesamte Schlesien an Polen f├Ąllt, und somit Breslau zu Wroclaw, und damit zu einer polnischen Stadt wurde, kam er wieder zur├╝ck, jetzt in den polnischen Zoo Wroclaw.
(02.08.2006, 08:08)
Oliver Jahn :   Wie es aussieht, wurden auch einige Tiere erst nach dem Krieg abgegeben, oder starben dann wegen mangelnder Ern├Ąhrung? ├ťber das D├╝sseldorfer Paar ist nur soviel zu erfahren, dass es den Krieg ├╝berlebte, aber in seiner Unterkunft fast erfror und mit einem kleinen Koksofen das Notquartier geheizt wurde und Wasser erw├Ąrmt wurde, um die Tiere damit abzuspritzen. Ebenso wenig findet man ├╝ber die hallenser Kuh. Halle wurde im Krieg nicht bombardiert, im ersten Nachkriegszoof├╝hrer ist das Flusspferdhaus aber leer! Erst im zweiten F├╝herer nach dem Krieg ist das Weibchen Paula genannt, welches demnach 1953 in den Zoo gekommen sein muss.
(02.08.2006, 07:55)
Michael Mettler :   Nicht mal ├╝ber die Flusspferd-Hochzeitsreisen der Nachkriegszeit sind die Infos einheitlich. Mal hei├čt es, die beiden K├╝he seien abwechselnd aus Leipzig nach Berlin gekommen, mal soll Knautschke der "Reisende" gewesen sein.

Und in den diversen Online-Artikeln zum Tod von Bulette fand ich die Aussage, dass ihre 53 Jahre unter Flusspferden "alle Rekorde gebrochen" h├Ątten. Acht Jahre weniger als Tanga in M├╝nchen... Wenn man alle diese problemlos widerlegbaren Behauptungen liest, fragt man sich glatt, was man denn sonst noch der Presse glauben darf, wenn die so "genau" recherchiert. (Oder den Zooleuten, welche die Medien mit solchen Infos versorgen.)
(02.08.2006, 00:41)
Michael Mettler :   @Karsten Vick: In welcher MILU-Ausgabe hast du denn die Flusspferd-Daten gefunden? (Dann muss ich nicht alle Hefte durchsuchen.)

In "Die Arche Noah an der Spree" ist zu lesen, in welche Zoos Berlin Tiere geschickt hat, um sie vor dem Krieg zu retten. Prag war darunter. Allerdings wird nicht erw├Ąhnt, WELCHE Tiere WOHIN gingen. Vielleicht sollte ich noch in den Lebenserinnerungen von Katharina Heinroth nachschlagen, ob da was Erg├Ąnzendes zu finden ist.

Theorie Nr. 3 hat etwas f├╝r sich. Da das Haus f├╝r Flusspferde unbewohnbar wurde, war es wahrscheinlich unter den Umst├Ąnden eher m├Âglich, ein junges Flusspferd notd├╝rftig unterzubringen als eine ausgewachsene Kuh. Vielleicht konnte man nicht beide transportieren und Knautschke h├Ątte seiner Mutter noch folgen sollen, wozu es dann nicht mehr kam. Nur warum sollte der Zoo sowas verheimlicht haben? DAF├ťR h├Ątte es doch mit Sicherheit ├╝berlebende Zeugen gegeben.
(02.08.2006, 00:19)
Karsten Vick :   Zwar stimmen Jahreszahl und Geschlecht nicht ganz mit dem MILU-Artikel ├╝berein, aber es scheint so, als w├Ąren die westberliner Flusspferde, die ├╝ber Fa. Mohr in die Sowjetunion gingen, die einzigen ostberliner Flusspferde gewesen, jeweils nur ein paar Tage in der Quarant├Ąne.

F├╝r die Prager Kuh Zuzana haben wir demnach 3 Theorien: Entweder eine Kuh wurde vor dem Bombardement Nov. 43 nach Prag evakuiert, kam aber erst im n├Ąchsten Jahr dort an. Oder eine Kuh aus einem anderen deutschen Zoo wurde ├╝ber Berlin nach Prag evakuiert (aber welcher Zoo k├Ânnte das gewesen sein?). Oder Knautschkes Mutter wurde tats├Ąchlich nach Prag verbracht und in den Wirren der letzten Kriegstage wurde eine falsche Geschichte ├╝berliefert.
(01.08.2006, 23:14)
Michael Mettler :   Weitere Ergebnisse zu den Flusspferd-Zuchtst├Ąmmen:

Die Kuh Gretel in Frankfurt (vorher N├╝rnberg) war ein Wildfang, geboren ca. 1937/38, 1939 in N├╝rnberg eingetroffen. Auch die erste Kuh in Kronberg, Auguste (lebt die noch?), war ein Import und stammte aus Tansania. Ihr Bulle wurde in Frankfurt geboren (lebt der noch?).

Karlsruhe begann 1956 mit der Haltung, der Bulle Purzel (netter Name f├╝r so ein Tier!) kam aus N├╝rnberg, die Kuh Amema aus Frankfurt. 1984 starben beide Tiere und ihr laut Karlsruher Chronik 25. Kalb (!) Rosi beim "Hei├čwasserungl├╝ck". Ihre Nachfolger wurden der Bulle Platsch aus Frankfurt und die Kuh Martha aus Halle.

In Berlin ├╝berlebten 2,1 Flusspferde die Bombardierung von 1943, neben dem dort geborenen Knautschke dessen namentlich und abstammungsm├Ą├čig nirgends erw├Ąhnte Mutter und sein aus Ostafrika importierter Vater. Erst 1945 kam auch das Elternpaar ums Leben.

Nach der Zuchtgemeinschaft mit Leipzig z├╝chtete Knautschke mit seiner Tochter Bulette und sp├Ąter zus├Ątzlich mit seiner Enkelin Jette in Berlin weiter. Bis einschlie├člich 1978 wurden von beiden K├╝hen zusammen 5,14 K├Ąlber aufgezogen, von denen 4,6 an Ruhe verkauft wurden. 1,0 Klops ging via Fa. Mohr 1961 nach Moskau, 0,1 Jule 1964 an den Circus Althoff, 0,1 Bukama 1965 via Mohr nach Lugansk, 0,1 Lotteken via Mohr ebenfalls 1965 nach Tschewsk, 0,1 Auguste im selben Jahr an den Circus Krone. Das letzte Nachzuchttier, das bis 1978 NICHT an Ruhe abgegeben wurde, war eine am 3.3.1966 von Bulette geborene Kuh namens Molle, die am 29.9.1967 an den Zoo Magdeburg abgegeben (und offensichtlich erst dort in Berolina umgetauft) wurde. Zwei weibliche Nachzuchten (Schrippe und Olga) lebten zum Zeitpunkt des 1979 im BONGO Nr. 4 erschienenen Artikels noch im Zoo.

Ebenfalls in diesem Artikel wird erw├Ąhnt, dass die M├╝nchener Kuh Tanga 1939 in Leipzig geboren wurde und ab 1941 in M├╝nchen lebte. Und dann g├Ąbe es NOCH eine Kriegs├╝berlebende, n├Ąmlich die Kuh Lina in Wuppertal (war 1978 etwa 39 Jahre alt, also ein "Vorkriegsmodell").

Auf einem Foto von 1961 im BONGO sind die drei Berliner Zuchttiere und zwei Nachzuchten zu sehen, und wie es aussieht, hatten sowohl Knautschke als auch Jette und das ├Ąltere der beiden K├Ąlber (das m├╝sste dann Klops gewesen sein) jeweils einen gr├Â├čtenteils unpigmentierten linken Vorderfu├č.

F├╝r Wien konnte ich noch nichts ├╝ber "Kriegsveteranen" herausfinden, in den Chroniken ist nur vom zerst├Ârten Flusspferdhaus die Rede, aber nicht davon, ob die Bewohner ├╝berlebten.
(01.08.2006, 20:52)
Hannes :   Die betonung liegt auf IRGENDWANN. Da sind auch die N├╝rnberger sehr erpicht drauf
(01.08.2006, 20:25)
Tom Schr├Âder :   Mit der Delphinlagune bekommen erstmal nur die Sirenen ein neues Heim. Wenn das alles fertig ist, soll irgendwann einmal das alte Flu├čpferdhaus durch Anbauten rechts und links vergr├Â├čert und umgebaut werden.
(01.08.2006, 19:51)
Dennis :   Im plan der N├╝rnberger Delphinlagune ist auch ein gro├čes, ovales Flusspferdhaus eigezeichnet. sind das nur Hirngespinste oder ist das fest geplant? Kommt die Lagune eigentlich auf den Platz der dybowski-und Davidshirschanlagen?
(01.08.2006, 19:32)
Hannes :   Berlin schreibt auch in seinen Zoof├╝hrern er h├Ąlt Erdferkel, Erw├Âlfe und Komodowarane. Die ver├Ąndern gerne mal das offensichtliche.
(01.08.2006, 18:10)
Michael Mettler :   Stimmt, das habe ich eben auch noch beim Googeln gefunden... Schon lustig, was man sonst noch an "Fakten" im Net findet. Laut einem Artikel ├╝ber den Tod von Bulette hatte Knautschke "als einziges Flusspferd des gesamten deutschsprachigen Raumes" den Krieg ├╝berlebt! Wie kommen die blo├č auf sowas?

Da ich mit den Suchbegriffen "nilpferd zoo berlin krieg" gegoogelt habe, kamen nat├╝rlich auch noch andere Sites zum Vorschein, darunter etliche mit einer Liste nach dem Motto "unglaublich, aber wahr". Und da hei├čt es ├╝berall, die erste Bombe, welche die Aliierten im 2. Weltkrieg auf Berlin abgeworfen hatten, habe "den einzigen Elefanten des Berliner Zoos" get├Âtet. Berlin hatte damals bekanntlich eine ganze Herde... So werden falsche F├Ąhrten gelegt!
(01.08.2006, 15:27)
Oliver Jahn :   Siehe meinen Beitrag vom 14.07., nach dem Krieg wurde daraus ganz pl├Âtzlich ein Bulle mit dem Namen Hans!
(01.08.2006, 15:13)
Michael Mettler :   http://www.provinz-ostpreussen.de/koenigsberg/ko_tiergarten.html
Laut dieser Site ├╝berlebte in K├Ânigsberg eine Flusspferdkuh namens Rosa - wenn auch verletzt - den Krieg.
(01.08.2006, 15:09)
Michael Mettler :   Vielleicht hatte Berlin ZWEI erwachsene Flusspferdk├╝he und eine davon schon vor November 1943 ausgelagert?

Selbst das genaue Geburtsdatum von Knautschke war ├╝brigens umstritten, da sich wenigstens zwei Personen "ganz genau" an leider unterschiedliche Daten erinnern konnten...

In seinem schon genannten Buch erz├Ąhlt Grzimek auch, dass die beiden Leipziger Flusspferde f├╝r einen sowjetischen Zoo (seiner Erinnerung nach Odessa) beschlagnahmt werden sollten und er versucht habe, bei den betreffenden Entscheidern zu intervenieren, weil der Transport bei winterlichen Temperaturen wahrscheinlich das Todesurteil f├╝r die Tiere gewesen w├Ąre. Er war sich aber nicht sicher, ob es wirklich ihm zu verdanken war, dass die Flusspferde schlie├člich doch in Leipzig blieben.
(31.07.2006, 17:41)
Jana :   In dem Artikel steht: "Erst im Jahr 1944 kam hier die heute schon legend├Ąre Flusspferd-Kuh Zuzana. Sie war deponiert aus Zoo Berlin, wo sie Verletzungen und Verbrannungen wehrend Luftangriffen erlitten hat. Sie bekam ein Eigentum vom prager Zoo ein Jahr sp├Ąter als Krieg-Reperation f├╝r die Preiss 1 Krone pro Kilogram Lebensgewicht, gesch├Ątst auf 2000kg. Zuzana lebte in Prag biss Mai 1977, was bedeutet, das sie hier 32 Jahren verbracht hat und in Zeit von ihre Tot war ihr Alter auf 52 Jahren GESCH├äTZT"
Also entweder irrt sich der Artikel oder die Berliner Zoochronik. W├Ąre es m├Âglich, dass die Mutter von Knautschke nicht gestorben war? (Wann war sie geboren, etwa +-1925?) Oder gabs damals mehr Zoos in Berlin? Oder kam Zuzana urspr├╝nglich nicht aus Berliner Zoo, sondern war da zB kurzzeiting aus andere Haltung untergebracht?
(31.07.2006, 16:58)
Karsten Vick :   Janas Frage bringt uns ein neues R├Ątsel. Lt. Berliner Zoochronik und verschiedenen Berichten im BONGO ├╝berlebten 2,1 Flusspferde die schwere Bombardierung vom 23./24. Nov. 1943: Knautschke und seine Eltern. Die Mutter wurde schwer verletzt, erholte sich aber wieder. In den letzten Kriegstagen erlitt die Mutter t├Âdliche Verletzungen und nur Knautschke ├╝berlebte. Wer ist nun aber Zuzana?
(31.07.2006, 16:05)
Oliver Jahn :   @Jana, es war zu dieser Zeit recht h├Ąufig, dass Zoos, die in Frontn├Ąhe lagen oder die ausgemachtes Bombenziel waren (und das war die Hauptstadt nun mal) ihre Tiere abgaben, in andere Zoos, die eher als sicher galten. Vielleicht konnte Prag nur ein Flusspferd aufnehmen und f├╝r den Bullen fand man so schnell keine weitere Unterkunft? Oder der Bulle sollte folgen, was aber durch die Zerst├Ârung der Bahnlinien und die Gef├Ąhrdung der Z├╝ge durch Bomber und Tiefflieger nicht mehr m├Âglich war?
(31.07.2006, 16:01)
Oliver Jahn :   Ich habe ein Buch ├╝ber den Krieg gelesen, mit einem eigenen Kapitel nur ├╝ber die Zerst├Ârung des Zoos Dresden von J├Ârg Friedrich. Auch ich habe da wirklich keine Worte mehr gefunden und brauchte eine ganz sch├Ân lange Zeit, um das zu verdauen. Er beschreibt den Flusspferdtod in Dresden so, dass die Tiere sich ins Aussenbecken gefl├╝chtet haben, das Haus einen Volltreffer erhielt, die Tiere von den Tr├╝mmern und dem Schutt so unter Wasser gedr├╝ck wurden, dass sie nach stundenlangem Kampf ertranken. Das fiel mir sofort wieder ein, nach deinem Beitrag Karsten. Mit der gleichen Best├╝rzung habe ich in Hecks Buchs "Tiere meine Abenteuer" das Kapitel ├╝ber die Zerst├Ârung des Berliner Zoos gelesen.

(31.07.2006, 15:49)
Jana :   (Laut prager Zoo HP) kam im Jahr 1944 mit Zug mit Verbrannungen aus bombardierten Berlin die Flusspferd-Kuh Zuzana nach Prag, wo sie (ohne Nachkommen) 1977 gestorben war.
Weiss jemand, warum haben sie den Knautschke behalten aber nicht die Zuzana (es muss nicht unbeding ihre "deutsche" Name sein)?
(31.07.2006, 15:47)
Karsten Vick :   ├ťber die Zerst├Ârung des Dresdner Zoos hab ich vor vielen Jahren mit G├Ąnsehaut den Bericht des damaligen Inspektors Otto Sailer-Jackson gelesen. Jetzt hab ich nur eine Kurzfassung gefunden: "...Auch das Nilpferdgehege hat einen Volltreffer erhalten. Die drei Nilpferde liegen, ├Ąu├čerlich unversehrt, aber mit zerplatzten Lungen, tot in ihrem Gehege..."
(31.07.2006, 15:34)
Oliver Jahn :   Ein Flusspferdpaar hat z.B. auch in D├╝sseldorf ├╝berlebt. Keine Ahnung, was aus denen geworden ist. Halle hatte noch ein Weibchen. Die Dresdner Tiere sind wohl umgekommen, da lese ich nachher noch mal nach. Was aber ist aus den Tieren in M├╝nchen und Hamburg geworden? Und was aus dem "nagelneuen" M├╝nsteraner Tier?
(31.07.2006, 14:37)
Michael Mettler :   ??? Wird ja immer verr├╝ckter, hatte nicht auch ein Asiatischer Elefantenbulle in Berlin ├╝berlebt? War das etwa kein "Gro├čtier"? (kopfsch├╝ttel) Und wie man sieht, war Knautschke auch nicht der einzige Bulle....
(31.07.2006, 14:29)
Oliver Jahn :   Knautschke war das einzige Gro├čtier Berlins und das einzige Flusspferd im damaligen Deutschland, das den Zweiten Weltkrieg ├╝berlebte. Wikepedia
Ich habe das aber auch schon in mehreren anderen Abhandlungen gelesen, in denen Knautschke als zumindestens einziger FlusspferdBULLE in Deutschland bezeichnet wurde, der den Krieg ├╝berlebt haben soll.
(31.07.2006, 13:59)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Wo wird denn eigentlich behauptet, dass Knautschke und Grete die einzigen ├ťberlebenden gewesen seien? (Solche Behauptungen kommen ja gern aus Berlin...) Stimmt jedenfalls definitiv nicht.

Z.B. ├╝berlebte auch der Frankfurter Bulle Toni den Krieg, der sich ins Wasserbecken gefl├╝chtet hatte, als das Haus ├╝ber ihm abbrannte. Grzimek lie├č nach dem Krieg die breiten Treppen des Beckens durch schmale ersetzen, um genug Platz f├╝r ein zweites Flusspferd bieten zu k├Ânnen (wohlgemerkt "genug Platz" nach DAMALIGEN Ma├čst├Ąben). Als Partnerin f├╝r Toni konnte er Gretel aus N├╝rnberg kaufen, die auf ├Ąhnliche Weise ├╝berlebt hatte. Laut Grzimeks Lebenserinnerungen "Auf den Mensch gekommen" hatte dieses Paar bis 1972 14 K├Ąlber, und er erw├Ąhnt Flusspferde in Hannover, Kronberg und Karlsruhe, die aus Frankfurt stammten. Hannover kann aber nur Zwischenstation gewesen sein, denn wie schon geschildert kam vom Zuchtpaar kein Tier aus Frankfurt.

Und das "Uralt-Flusspferd" in Stuttgart kann ich nun auch als M├Ąrchen entlarven. Laut Wilhelma-Chronik begann Stuttgart erst 1968 mit der Flusspferdhaltung, und Rosi kam als Einj├Ąhrige in die Wilhelma. Sie ist also nicht mal vierzig. Woher sie stammte, steht leider nicht drin, aber nach Grzimeks Angaben offensichtlich nicht aus Frankfurt, ebensowenig wie ihr erster Partner Egon (war zwei Jahre ├Ąlter). Bis zum Tode Egons 1988 gab es elf K├Ąlber. 1989 kam ein neuer, dreij├Ąhriger Bulle aus Antwerpen und sorgte umgehend f├╝r die Fortsetzung der Geburtenreihe. Da die Chronik schon 1993 erschien, wei├č ich aber nicht, ob das noch der jetzige Bulle ist.
(31.07.2006, 13:50)
Hannes :   Es hatte ein Flusspferd Au├čen und Innengehege das sp├Ąter f├╝r Riesenk├Ąngurus hergerichtet wurde. Seite 39 der Chronik.
(31.07.2006, 12:42)
Oliver Jahn :   M├╝nster hatte ein Flusspferd?????? Dieses Forum ist wirklich immer wieder f├╝r ├ťberraschungen gut! Das habe ich ja noch nie geh├Ârt! Dar├╝ber ist auch nichts in der M├╝nster-Chronik zu lesen! Wo lebte das Tier denn? Das maurische Elefantenhaus hatte doch ├╝berhaupt kein Flusspferdgehege. Daher musste ja das junge P├Ąrchen, welches bereits f├╝r den Alwetterzoo gedacht war und bis zu seinem Umzug noch ein paar Wochen im alten Elefantenhaus lebte, t├Ąglich mit dem Wasserschlauch abgespritzt werden.
(31.07.2006, 12:32)
Hannes :   Vor dem Krieg wird in M├╝nster ein Tier Namens "Fefi" erw├Ąhnt. Nach dem Krieg ist wird keins mehr erw├Ąhnt wobei das Dickh├Ąuterhaus unbesch├Ądig blieb. Die Elefanten gingen nach Antwerpen wobei diese kurz vorher angeschafft wurden und zu diesem Zeitpunkt das Flusspferd noch lebte.
(31.07.2006, 12:26)
Karsten Vick :   Von Olga hatte ich grade geschrieben, aber es gab wohl einen Fehler beim abspeichern. Also noch mal die Kurzfassung: Im neuen TAKIN gibt es ein Bild, das 1953 im alten Berliner Haus 3 Tiere zeigt. Das m├╝ssten Knautschke, Olga und die schon abgesetzte kleine Bulette sein. Olgas Reise blieb ohne Folgen. Und im BONGO wird noch erw├Ąhnt, dass in Leipzig auch 1 Bulle den Krieg ├╝berlebte, der 1948 starb. Danach wurde die Zuchtgemeinschaft mit Berlin gestartet.
(31.07.2006, 12:07)
Oliver Jahn :   Und gab es da in Leipzig nicht auch noch Olga? Meines Wissens wurde sie doch auch mit Knautschke "verm├Ąhlt". Ist sie ebenfalls noch ein Kriegs- oder Vorkriegstier?
(31.07.2006, 12:03)
Oliver Jahn :   Das scheint ja spannend zu werden!! Damit ist die so unz├Ąhlige male zitierte Aussage ├╝ber Knautschke und Grete als einzige ├╝berlebende Flusspferde nach dem Krieg in Deutschland also schon mal nicht richtig!!
(31.07.2006, 11:52)
Karsten Vick :   Nach einem Artikel im neuen BONGO entstammte Tanga wie Grete der Leipziger Vorkriegszucht, sie wurde dort 1934 geboren. Das ist also schon das 1. Flusspferd, das den Krieg ├╝berlebte.
(31.07.2006, 11:28)
Oliver Jahn :   Das Magdeburger Paar, welches leider nie einen Zuchstamm begr├╝ndete, habe ich im Thread Tiere in Magdeburg bereits dargestellt.
Negus kam aus Leipzig, Berolina aus Berlin.
Vielleicht sollten wir vorher aber mal versuchen, den Verbleib der anderen "Kriegsflusspferde" zu rekonstruieren, das d├╝rfte sicher sehr viel schwieriger werden, wenn nicht sogar fast unm├Âglich!
(31.07.2006, 10:52)
Michael Mettler :   Irgendwoher muss doch auch die M├╝nchner Kuh Tanga gekommen sein, die vor ein paar Jahren mit 61 Jahren starb, also ein "Kriegskind" gewesen sein m├╝sste.

Fangen wir doch einfach mal an, die Zuchtst├Ąmme der Zoos zu rekonstruieren. Ich lege mal f├╝r Hannover vor: Die regelm├Ą├čige Zucht begann mit dem Paar Eberhard und Zora, das in den 60ern jung nach Hannover kam (die genauen Daten m├╝sste ich nachschlagen). Zora lebt noch und wurde in Karlsruhe geboren, Eberhard lebt nicht mehr und wurde in Budapest geboren.

Der einzige definitive Nachkriegs-Wildfang, der mir spontan einf├Ąllt, war der fr├╝here N├╝rnberger Zuchtbulle Webbi (aus dem gleichnamigen Fluss in Somalia).
(31.07.2006, 10:47)
Oliver Jahn :   Ging nicht der gr├Â├čte Teil der deutschen Nachkriegsflusspferde auf die Berlin/Leipziger Zuchtgemeinschaft zur├╝ck? ├ťberall liest man immer, dass der Berliner Bulle Knautschke und die Leipziger Kuh Grete die einzigen waren, die den zweiten Weltkrieg ├╝berlebten. Ich frage mich nur, was ist denn mit all den anderen Flusspferden passiert, vor allem in den Zoos, die keine Kriegseinwirkungen zu sp├╝ren bekamen.
(31.07.2006, 10:11)
Michael Mettler :   Au├čerdem m├╝sste die Stuttgarter Kuh nach dieser Zeitrechnung als erwachsenes Tier in die Wilhelma gekommen sein (was ja nicht ausgeschlossen ist), denn in den Nachkriegsjahren war die Wilhelma noch ein reiner botanischer Garten (die Tiere zogen erst sp├Ąter nach und nach ein).

Auch sie hat ├╝brigens pigmentlose Flecken an mindestens einem Vorderfu├č - sollte sie etwa eine geb├╝rtige Berlinerin sein...? (Gab es dieses Merkmal in der Leipziger Zucht, deren Ursprungsvater der Berliner Knautschke war, eigentlich auch?)
(31.07.2006, 10:01)
Oliver Jahn :   Das erstaunt mich, denn mit 53 Jahren wurde Bulette aus Berlin immer und in allen Beitr├Ągen als das ├Ąlteste Flusspferd Europas bezeichnet. Komisch, dass die Stuttgarter da nie dementiert haben! Und sie wurde Silverste 2005 eingeschl├Ąfert, mit 53 Jahren. Dann m├╝sste das Stuttgarter Tier in 7 Monaten um mindestens 7 Jahre gealtert sein. ????
(31.07.2006, 09:28)
Michael Mettler :   Laut "Eisb├Ąr, Affe & Co." soll die Stuttgarter Flusspferdkuh Rosi "├╝ber sechzig" sein. Wei├č jemand N├Ąheres ├╝ber dieses Tier?
(28.07.2006, 17:09)
Oliver Jahn :   Dazu sollten wir, um mal abzugleichen, vielleicht den Thread "Robbenunterk├╝nfte" er├Âffnen! ;-)
Schliesslich hatten wir ja auch schon Seek├╝he in Springbrunnen!! :-)
(21.07.2006, 08:22)
Michael Mettler :   Was ist daran "Not", wenn sich ein Zoo ABSICHTLICH Robben holt, ohne ein geeignetes Becken daf├╝r zu haben und sie deshalb im Flusspferdbecken einquartiert? Auf ├Ąhnliche Weise sind schlie├člich auch Flusspferde und Nash├Ârner in Elefantenh├Ąusern oder Elefanten in Antilopenh├Ąusern gelandet.... Wer wei├č, wie es weitergegangen w├Ąre, wenn sich der Zoo Hannover vor ├╝ber hundert Jahren den Ankauf der Seel├Âwen h├Ątte leisten k├Ânnen. Vielleicht w├Ąren sie dann im bzw. am Elefantenhaus geblieben und man h├Ątte f├╝r das Flusspferd einen neuen Auslauf gebaut...? Einen in seiner Zusammenstellung kuriosen Anlagenkomplex gab es ja auch sp├Ąter noch in Hannover (ebenfalls bis in die 60er, in denen ja schon mal ein Totalumbau des Zoos erfolgte): Einen felsenbest├╝ckten Komplex f├╝r Robben, Pinguine und - Schweine!
(20.07.2006, 22:53)
Oliver Jahn :   Es hat sowas ja sicher gegeben, keine Frage, aber eben nur der Not gehorchend in fast allen F├Ąllen. Planungen gibt es nicht eine einzige, die mir bekannt w├Ąre, aus einem deutschen oder ehemals deutschen Zoo. Das lag sicher daran, dass Robben eben nicht in das Konzept eines Dickh├Ąuterhauses passen. Zum anderen war ja oft der Platz gerade f├╝r die Flusspferde schon eng genug. Stellte sich Nachwunchs ein, so musste oft der Bulle ins Aussenbecken, die Kuh blieb mit dem Kalb im Innenraum. Selbst im Winter war das der Fall, so dass z.B. der Zoo Halle auf seiner eh schon winzigen Aussenanlage noch einen Holzstall f├╝r den Bullen zimmern musste, damit der nicht erfrohr! Sicher war auch nach dem Krieg aus Mangel an Flusspferden das ein oder andere Becken mal mit anderen Tieren besetzt. Auch dann, wenn in fr├╝heren Jahren mal das letzte Flusspferd starb, ein neues aber, aus welchen Gr├╝nden auch immer nicht so schnell nachbeschafft werden konnte. Das alles ist sicher m├Âglich und auch hier und da der Fall gewesen. Nur halt eben in der Planung der reinen Flusspferdh├Ąuser, genau wie in der, der klassischen Dickh├Ąuterh├Ąuser spielten zumindestens in Deutschland Robben keine nennenswerte Rolle. Gern lasse ich mir aber andere Pl├Ąne solcher H├Ąuser in Deutschland zeigen und lerne somit wieder mal was neues hier im Forum! ;-)
(20.07.2006, 21:38)
Michael Mettler :   @Sven: Hab' ich doch schon geschrieben gesagt....

@Oliver: Das Argument mit den Gitterstangen stimmt zwar, das hat aber Hannover damals aber auch nicht davon abgehalten, das Becken zeitweise mit Seel├Âwen zu besetzen.
(20.07.2006, 20:48)
Sven P. Peter :   In N├╝rberg leben die Seel├Âwen beim Bau des Aquaparkes im alten Flusspferdbecken.
(20.07.2006, 18:49)
Oliver Jahn :   Das sind aber absolute Aussnahmen, die sich bis auf Antwerpen eher auf Zwischenl├Âsungen beziehen d├╝rften. In Leipzig lebten die Robben zeitweise w├Ąrend des Umbaus ihrer Anlage im Wassergraben der W├Âlfe. Generell ist mir aber kein weiteres Flusspferdhaus bekannt, dass Robben hatte. Anbieten w├╝rde es sich zwar, die alten Anlagen aber in Breslau oder Frankfurt oder auch K├Âln hingegen h├Ątten die Robben nicht aufnehmen k├Ânnen, da die Vergitterungen oft so gro├če Zwischenr├Ąume hatten, dass die Robben leicht entkommen w├Ąren (insbesondere Jungtiere).
(20.07.2006, 17:59)
Michael Mettler :   ...da habe ich doch gleich noch mal in die "beeldbank" der Antwerpener Homepage geschaut: Auch am historischen "oude nijlpaardgebouw" bewohnten bereits M├Ąhnenrobben einen Au├čenanlage - und zwar, wie es aussieht, die der Flusspferde.
(20.07.2006, 17:48)
Michael Mettler :   Wobei mir zum Stichwort Wien gerade noch einf├Ąllt, dass das "klassische" Artenspektrum von Dickh├Ąuter- bzw. Flusspferdh├Ąusern eigentlich noch um Robben erweitert werden m├╝sste. Das Flusspferd-Au├čenbecken des historischen hannoverschen Hauses wurde zeitweise f├╝r (geliehene bzw. gemietete) Seel├Âwen genutzt, das Au├čenbecken des noch stehenden Hauses von 1962 eine Saison lang f├╝r eingestellte Seehunde, und sowohl die N├╝rnberger Seel├Âwen als auch die Wiener M├Ąhnenrobben wurden w├Ąhrend des Umbaues ihrer Anlagen in neuerer Zeit in den jeweiligen Flusspferdanlagen untergebracht. Dazu k├Ąme Antwerpen, wo die Flusspferde meiner Erinnerung nach vor dem letzten Umbau eine reine Innenhaltung "genossen", w├Ąhrend die dem Haus angeschlossenen Au├čenanlagen f├╝r Tapire, Pinguine und eben wieder Robben genutzt wurden. War das in historischen Zeiten auch so, oder war die Robbenanlage urspr├╝nglich f├╝r die Flusspferde gedacht?
(20.07.2006, 17:33)
Oliver Jahn :   Und noch mal ich!
Wien, einer der Flusspferhalter mit eigenem Flusspferdhaus zeigte sein erstes Flusspferd erst am 05.05.1909. F├╝r die lange Geschichte des Zoos ein sehr sp├Ąter Zeitpunkt. Da die Elefanten schon deutlich fr├╝her gehalten wurden, der Menageriecharakter des Parks aber sicher keinen Aus- oder Umbau des Elefantenhauses zulie├č, wurde hier separat f├╝r die Flusspferde gebaut. Das Haus steht heute noch, wenn auch deutlich umgebaut.
(20.07.2006, 17:01)
Oliver Jahn :   Ein weiteres klassisches Dickh├Ąuterhaus, welches zur Haltung von Elefanten, Nash├Ârnern und Flusspferden diente, ist die "Rotonde" in der Menagerie du Jardin des Plantes in Paris. Dieser Bau datier bereits von 1812 und dennoch wird dem architektonisch nicht geschulten Auge sofort die ├ähnlichkeit zu Breslau auffallen, auch wenn der Pariser Bau deutlich kleiner zu sein scheint!
Hie mal am Ende der Seite einige wirklich gute Bilder
http://www.leszoosdanslemonde.com/html/zoo_monde/europe/zoo_france/paris/paris_menagerie/paris_menagerie.htm

Hier mal zum Vergleich das alte Breslauer Haus.
http://www.zoo.wroclaw.pl/wirtualne/miejsca/sloniarnia.html
Auch wenn es 76 Jahre sp├Ąter erbaut wurde, finde ich schon, dass die ├ähnlichkeiten recht deutlich sind!

Generell zu neugotischen Bauten f├Ąllt mir noch das neue Raubtierhaus in Leipzig ein, ebenfalls begehbar und ebenfalls mit gro├čen Fenstern f├╝r eine reiche Beleuchtung versehen, diese sogar mit bunten Tiermotiven.
(20.07.2006, 14:15)
Oliver Jahn :   Vielleicht war der Stadtbauinspektor ein Sch├╝ler L├╝er`s? Ich bin bei meiner Suche nach fr├╝heren Tapirunterarten nicht f├╝ndig geworden, bin aber auf einen Artikel von 1910 gesto├čen, der meine These untermauert, dass die Zoos trotz kostpieligerer Unterhaltung sich eher f├╝r Flusspferde als f├╝r Nash├Ârner entschieden, weil sie hofften, durch Zucht und Verkauf wieder Gelder reinzubekommen. Dr. Kurt Floericke schreibt:
"F├╝r die Tierg├Ąrten ist es ein unentbehrliches Schaust├╝ck, aber auch ein rechtes Sorgenkind. Schon die ├ťberf├╝hrung nach Europa macht riesige Umst├Ąnde, da das Tier w├Ąhrend der langen Seereise t├Ąglich sein ausgiebiges Bad haben muss, ja sich angeblich seiner Exkremente nur im Wasser entledigen kann. Die Preise f├╝r lebende Flusspferde sind demgem├Ą├č. So stellt der Kolo├č im wahrsten Sinne des Wortes fressendes Kapital dar, aber seine Zucht kann f├╝r die dabei vom Gl├╝ck beg├╝nstigten G├Ąrten unter Umst├Ąnden recht eintr├Ąglich werden; so brachte ein Paar in Antwerpen von 1886 bis 1901 12 Junge."
Bezug nimmt Dr. Floericke in seinem Buch auch bzgl. des Flusspferdes immer wieder auf Vosseler und seine Angaben. Evtl. war das der Vosseler, der Direktor in Hamburg war.
(19.07.2006, 22:30)
Michael Mettler :   Wieder was herausgefunden: Das Elefantenhaus m├╝sste ungef├Ąhr dort gestanden haben, wo sich heute das Au├čenbecken der Flusspferde befindet(wie sinnig). Und wenn die Zoopl├Ąne ma├čstabsgetreu sind, dann waren das Haus und die Au├čenanlagen zusammengenommen gerade mal so gro├č wie die hannoversche B├Ąreninsel inklusive des Wassergrabens! Ich erinnere an den Bestand: Elefanten, Flusspferde, ein Nashorn, zeitweise dazu noch Tapire oder Zwergflusspferde....

Auf das Foto bezogen h├Ątte sich am Ende des Weges, den man entlang blickt, der Haupteingang befunden und rechts vom Weg die alte Felsenanlage, die einst von einer Br├╝cke gekr├Ânt war. Der Besuchereingang hat sich auf der dem Flusspferdgehege gegen├╝berliegenden Hausseite befunden. Die ist zwar nirgends abgebildet, aber auf einem der Zoopl├Ąne f├╝hrt der gestrichelte Rundweg an dieser Stelle ins Haus und wieder raus...
(19.07.2006, 22:02)
Michael Mettler :   Neuer Zwischenstand in der Recherche: Das historische hannoversche Elefantenhaus wurde entworfen von Stadtbauinspektor Wilsdorff. Sagt mir nichts, aber vielleicht dem Kenner der Materie. Und meine Vermutung, dass auf dem Foto zu sehende Gehege vorn m├╝sse das Flusspferdgehege sein, hat sich best├Ątigt: In der 125-Jahre-Chronik fand ich zwei weitere Fotos aus dem 2. Weltkrieg. Auf einem davon ist das gesamte Haus aus fast gleicher Perspektive im Hintergrund eines Bombentrichters zu sehen, auf dem anderen die zerst├Ârte Flusspferdanlage von Nahem. Der viereckige Stalleingang wurde mit einem Rolltor von au├čen verschlossen. Das weist deutlich auf die baulichen Ver├Ąnderungen am Haus hin, denn dieser Stalleingang ist mangels H├Âhe kein urspr├╝ngliches Elefantentor. Auf ├Ąlteren Fotos, z.B. im Buch "Unser Zoo" von 1927 und auch in der Chronik, sieht man das Flusspferd noch vor dem von mir beschriebenen hohen Tor mit Rundbogen. M├Âglicherweise befand sich das Flusspferdgehege zu diesem Zeitpunkt auch gar nicht mehr an der urspr├╝nglichen Stelle! Auch der Beckenrand sieht n├Ąmlich auf beiden Fotos unterschiedlich aus. Auf dem ├Ąlteren ist es ein oben waagrecht abgeflachter, eckiger Rand wie bei einem Schwimmbad, auf dem Kriegsfoto dagegen ein gew├Âlbter Rand ohne Kante wie bei einer Badewanne.

Ich werde wohl noch mal die Zoopl├Ąne der Chroniken und Zoof├╝hrer durchschauen m├╝ssen, ob die genauere Informationen liefern.

Mit Laienaugen betrachtet w├╝rde ich sagen, der Bau passte im burgenartigen Stil zum alten Raubtierhaus (laut Chronik 1868 erbaut).

@IP66: Was ist eigentlich ein Wimperg?
(19.07.2006, 18:30)
Michael Mettler :   Ich brauchte nicht weit bl├Ąttern: L├╝er war schon gute zehn Jahre tot, als das hannoversche Elefantenhaus er├Âffnet wurde. Von ihm stammte allerdings die B├Ąrenburg.

Das erste Flusspferd wurde anscheinend zwei Jahre lang ausschlie├člich innen gehalten (oder au├čen nur an Land, eher unwahrscheinlich), denn f├╝r 1887 fand ich die kurze Bemerkung: "Das Nilpferd soll noch ein Au├čenbassin bekommen." Somit war dieses also kein umgenutztes Elefantenbadebecken, wie ich weiter unten gemutma├čt habe.
(19.07.2006, 16:55)
Oliver Jahn :   Nach dem ich das Bild nun auch erhalten habe (Danke Michael) m├Âchte ich fast sicher behaupten, die alte B├Ąrenburg ist vom selben Architekten! Da sind etliche, sehr ├Ąhnlich Elemente zu finden. Fakt ist nun aber zumindesten, dass dieser Bau von 1880 ein klassisches Dickh├Ąuterhaus war, bzw. durch Umbau wurde. Zumindestens ein weiteres Indiz daf├╝r, dass vor dem ersten Weltkrieg tats├Ąchlich etliche der gebauten Dickh├Ąuterh├Ąuser f├╝r alle drei gro├čen Arten gebaut, bzw. umgebaut wurden. Mit Breslau, Hannover, Frankfurt, K├Âln und Berlin k├Ąmen wir dann schon auf 5! Schade, dass nichts ├╝ber K├Ânigsberg herauszufinden ist.
Kennt jemand die Ursprungsbesetzung des historischen Elfantenhauses von Budapest?
Wien ist konsequent den Weg der Einzelhaltung gegangen, was sicher dem Charakter der Menagerie geschuldet ist. Hier waren Elefanten, Nash├Ârner und Flusspferde alle in einzelnen H├Ąusern untergebracht.
(19.07.2006, 13:46)
Michael Mettler :   @IP66: Ich habe die Abschnitte ├╝ber Architektur in den Hannoverchroniken nie aufmerksam gelese, aber wenigstens in Erinnerung, dass eine bestimmte Phase von einem Gestalter namens L├╝er gepr├Ągt wurde. Muss wohl mal nachschlagen, welche Bauten auf sein Konto gingen.

Ich biete gern noch an, weitere Scans zu machen, auf denen zwar die Tiere das Bildmotiv beherrschen, aber f├╝r den Kenner vielleicht das eine oder andere bauliche Detail im Hintergrund erkennbar ist. Meine Mailadresse ist ├╝brigens ebenfalls bei Klaus Sch├╝ling hinterlegt.
(19.07.2006, 13:17)
Oliver Jahn :   Leider habe ich auch ├╝berhaupt kein fotografisches Material aus der Bauzeit in Posen. Aber das, was ich heute noch sehen konnte, w├╝rde ich nach Ihrem Exkurs in die Baugeschichte nicht als Neugotisch bezeichnen. Allerdings wei├č ich leider wirklich nicht, welche ├änderungen der Bau bisher erfahren hat.
Das Haupthaus ist ein Raubtierhaus im maurischen Stil. Diese Haus hatte eine glatte und schmucklose R├╝ckwand. An diese Wand baute man dann den Anbau f├╝r Flusspferde und Giraffen. Er ist ein einfacher Klotz, rechteckig, v├Âllig ohne Schmuck, aber zumindestens heute mit eckigen T├╝ren nach aussen! Der Bau ist wohl egen der Giraffen sehr hoch,hat ein Flachdach und seine Mauern sind extrem dick! Den unteren Abschluss bildet eine noch dickere, nach unten breitere werdende Mauerbegrenzung. Dieser Bau macht wirklich den Eindruck, als w├╝rde er gar keinem Baustil folgen, sondern w├Ąre einfach nur dem Zweck dienlich so kostenneutral wie m├Âglich dort angef├╝gt. Die Griffant├╝r ist sehr hoch und schmal, die Flusspferdt├╝r ebenfalls recht schmal und f├╝r ein Flusspferd viel zu hoch, wenn auch nicht so hoch, wie die der Giraffen. Die Innenr├Ąume sind ebenfalls ganz schmucklos und rechteckig und das alte Flusspferdbecken erweckt den Eindruck, dass das Tier hier drin nur auf den Hinterbeinen gestanden haben kann. Nach dem Krieg erhielten die Flusspferde in Posen dann einen barackenartigen Flachbau, den man im Inneren nicht besichtigen konnte.
Beim Altbau hat man die jetzt im Inneren des Hauses liegende R├╝ckwand des Raubtierhauses an zwei Stellen durchbrochen, so dass man durch das Raubtierhaus einmal l├Ąngst hindurchgehen konnte, entlang der Raubtierk├Ąfige, an zwei Stellen aber zu einem kleinen U durch die R├╝ckwand hindurch in den ehemaligen Bereich der Flusspferde und Giraffen kommt, mit einem mittigen, sehr kleinen Publikumsbereich. Mich hat das Haus eigentlich nur deshalb fasziniert, weil der historische Teil des Raubtierhauses noch sehr original aussah, zum anderen aber, weil ich eine Unterbingung von so unterschiedlich Tierarten wie Raubtieren, Giraffen und Dickh├Ąutern in einem geminsamen Haus noch nie zuvor in einem Zoo gesehen hatte.
Noch einmal ein Nachsatz zum Exotismus. Breslau hatte zwar eine wundervolle Innengestaltung mit sehr viel Stuck und Wandmalerei, aber ansonsten finde ich Ihre Aussage treffend, dass mit dem Ende des Exotismus auch erst einmal das Ende der Dickh├Ąuterh├Ąuser kam. W├Ąre allerdings ein Dickh├Ąuterhaus in Halle (wie viele Jahre geplant) Realit├Ąt geworden, so w├Ąre auch dieser Bau noch vor dem Krieg kein Bau des Exotismus geworden, da der daf├╝r verantwortlich Stadbaurat Jost dieses f├╝r den Zoo halle ablehnte. Extrem fr├╝h setzte er in Halle bereits durch, dass H├Ąuser in den Hintergrund treten sollen, damit nichts vom Tier und der herrlichen landschaftlichen Lage des Zoos ablenken solle. Solche exotischen Bauten w├╝rden nicht nach Halle passen! Ein heute noch sprechendes Beispiel daf├╝r ist das Rinderdreieck! Schade, dass in Halle ein Dickh├Ąuterhaus nie gebaut wurde, es w├Ąre sicher noch mal ein ganz neuer Typus entstanden.
(19.07.2006, 12:24)
IP66 :   Vielen Dank f├╝r Ihr Bild! So falsch hatten sie das Geb├Ąude ja garnicht beschrieben. Allerdings pa├čt das Geb├Ąude schlecht in mein bisheriges Bild von der Entwicklung der Tiergartenarchitektur - wof├╝r es nun aber auch nichts kann. Der Bau folgt n├Ąmlich neugotischen Vorbildern, wie sie ihn in Ihrer Region von der Marienburg oder der Christus- und Apostelkirche in Hannover kennen. Das ist insofern seltsam, als man dergleichen Bauten eher f├╝r B├Ąren oder W├Âlfe, bisweilen auch f├╝r Raubtiere, aber nicht f├╝r ausgemachte Exoten errichtete. Auff├Ąllige Merkmale sind der gro├če Wimperg an der Schmalseite, das sich daraus ergebende steile Satteldach, der Vorbildern aus der Mitte des Jahrhunderts folgende Turm mit den von Ihnen erw├Ąhnten Zinnen wie auch der diesen Turm seinerseits begleitende Treppenturm. Das Ganze hat seine Ahnenreihe in den Parkstaffagen englischer G├Ąrten, deshalb ist es auch asymmetrisch organisiert und so unppraktisch klein, da diese Architekturen als Bereicherung der Landschaft gedacht waren. Als Anbau w├╝rde ich den Stall vor dem Turm interpretieren, der Rest scheint mir aus der Erbauungsphase zu stammen. Da├č der Bau neugeotisch ausfiel, mag zum einen dem in der Architektur Hannovers auch nach 1866 pr├Ąsenten englischen Einflu├č geschuldet sein. Man darf aber nicht vergessen, da├č in Hannover mit Conrad Wilhelm Hase ein sehr wichtiger Neugotiker Lehraufgaben wahrnahm, und zwar ein solcher, der diesen Stil nicht nur f├╝r sakrale Aufgaben empfahl, sondern auch f├╝r Nutzbauten - wobei unser Baumeister die Elefanten dann doch eher in eine kleine Burg denn in eine Kirche gesperrt hat. Der Innenraum k├Ânnte recht sparsam ausgefallen sein, w├Ąre aber interessant, da infolge des Besatzes kaum neugotische Tierh├Ąuser begehbare Innenr├Ąume ben├Âtigten. Immerhin hat man sich ja einige M├╝he gegeben, ihn durch das gro├če Rundfenster in der Fassade zu beleuchten.
M├Âglich w├Ąre es, da├č das von Herrn Jahn geschilderte posener Flu├čpferdhaus einen ├Ąhnlichen Burgenbau vorgestellt hat - ich kenne es aber ├╝berhaupt nicht.
(19.07.2006, 11:46)
Michael Mettler :   Habe ich soeben via Sch├╝ling gemailt. Und dann bin ich bereit, die vernichtende Kritik eines Architekturkenners zu meiner Beschreibung zu erhalten....

Der Scan sollte von der Aufl├Âsung her auch f├╝r einen Ausdruck geeignet sein. Laut Bildunterschrift wurde das Foto im 2. Weltkrieg nach dem ersten Bombenangriff aufgenommen.

Wiederum mit Laienaugen betrachtet w├╝rde ich behaupten, dass die Innenaufnahme der Flusspferde au├čer dem genannten Mosaikband nichts brauchbar dargestelltes enth├Ąlt, zumal sie ganz offensichtlich die Tierart und nicht ihre Unterkunft illustrieren sollte.

Wie schon erw├Ąhnt variiert die Form des Haus-Grundrisses auf den Zoopl├Ąnen im Laufe der Zeit, es scheint also mehrfach an ihm herumgebaut worden zu sein - daf├╝r waren ja immerhin ├╝ber 80 Jahre Zeit.
(18.07.2006, 20:17)
IP66 :   Ich frage jetzt nicht auch noch nach dem Innenraum - obgleich der nat├╝rlich thesenhalber nicht ganz unwichtig w├Ąre. Meine E-Mail-Anschrift hat Herr Sch├╝ling - wenn sie schicken wollen, werde ich versuchen, die Sache einzuordnen.
(18.07.2006, 18:40)
Michael Mettler :   Asche auf mein Haupt, ich bin WIRKLICH ein Architekturbanause.... Habe eben neben den Zoof├╝hrern auch noch mal die 1965er Chronik mit dem besagten Foto zur Hand genommen und dabei bemerkt, dass ich bei meiner Beschreibung Ziert├╝rmchen und Dachzinnen unterschlagen bzw. in meiner Erinnerung schlichtweg "weggeblendet" habe. Aber streng genommen betonen die eher den rustikalen Charakter des im ├ťbrigen aus groben Steinquadern errichteten Geb├Ąudes. Kann das Bild auf Wunsch gern scannen und mailen. Was ich mit dem "landwirtschaftlichen" Eindruck sagen wollte, ist, dass die Rundb├Âgen f├╝r meinen Geschmack in ihrer Schlichtheit genausogut zu einer Kuhstallt├╝r geh├Âren k├Ânnten.

Die alten Nachkriegs-Zoof├╝hrer geben leider auch nicht viel her, so auch keine Au├čenansicht des Geb├Ąudes; auf einer Innenaufnahme des Flusspferdstalles ist allerdings ein senkrechtes Zier"band" aus Mosaiksteinchen zu sehen.
(17.07.2006, 13:39)
Michael Mettler :   @IP66: Ich habe in den Chroniken nur ein einziges Foto das Hauses als Gesamtansicht gefunden, ansonsten sieht man immer nur Mauer-, Tor- und Gitterteilst├╝cke in Hintergrund von Tierfotos. (Ich m├╝sste nochmal in die Zoof├╝hrer schauen, ob die mehr hergeben.) Das Haus hatte f├╝r meinen Geschmack - ich bin allerdings Architekturbanause - ├╝berhaupt keinen Touch in Richtung Orient, Pagode o.├ä., sondern sah eher n├╝chtern aus. In Hintergrund mancher Fotos ist erkennbar, dass die Elefantentore zwar einen Rundbogen aufwiesen, doch war dieser nicht irgendwie dekorativ ausgeschm├╝ckt. Das besagte Ganzfoto zeigt leider nicht die Elefantenseite, sondern - den Zeichnungen in den Pl├Ąnen nach zu urteilen - die Flusspferdseite (das Becken ist durch die Aufnahmeperspektive allenfalls zu erahnen). Und die dortige Stallt├╝r ist eckig. Insgesamt macht das Haus auf mich einen nur zweckm├Ą├čigen, beinahe landwirtschaftlichen, etwas verschachtelten Eindruck. Den Pl├Ąnen nach zu urteilen war es ├╝brigens erheblich kleiner als das Antilopenhaus.

Gibt es hier im Forum noch einen Zeitzeugen des Hauses? Es m├╝sste ja bis mindestens 1962 noch gestanden haben.
(17.07.2006, 13:18)
IP66 :   @Herr Jahn: Ich habe ja nach gut Wittgenstein'schem Vorbild einige Thesen formuliert, die zu mutig waren und wiederlegt wurden, aber das von Ihnen geschilderte spiegelt ja eine Diversifikation in der Zwischenkriegszeit. Wenn man in die Betrachtung noch einbezieht, da├č der alte n├╝rnberger Zoo ein Flu├čpfderhaus plante, die Tiere dann aber aus Kostengr├╝nden in einem zentralen Warmhaus (ein bischen wie Hellabrunn, aber architektonisch und konzeptionell doch anders) unterbrachte, um dann bei der faschistischen Neul├Âsung ebenfalls mit einem Flu├čpferdhaus und der germanischen Querhalle f├╝r Elefanten und Nash├Ârner weitermachte, so f├Ąllt doch eine gewisse Vielfalt der L├Âsungen auf. Ich frage mich, ob es der Wandel zu den Hagenbeck'schen Gro├čgehegen war, der die neuen L├Âsungen hervorbrachte, oder die Tatsache, da├č man hier oder da auch aus Geldmangel kleinere L├Âsungen anstrebte. Interessant ist, da├č die Dickh├Ąuterh├Ąuser der Vorkriegszeit und das m├╝nchner Geb├Ąude exotisierende Prachtbauten waren (Bre├člau f├Ąllt da ein wenig aus dem Rahmen), da├č aber mit dem Verschwinden des Exotismus auch das Dickh├Ąuterhaus verschwindet, zumindest bis 1945. In Leipzig spukte sicher noch eine Mischung von berliner Elefantenpagode und Affenpalmenhaus im Kopf des Architekten, sie wird aber kompromi├člos modern realisiert.
@Herr Mettler: Wie sah diese hannoversche 4-Zimmer-Wohnung denn aus? Wenigstens ein Hufeinsenbogen ├╝ber T├╝re oder ein Steinwechsel an den Eckpfeilern, so da├č der Gutwillige an den Orient dachte. Hannover hatte ja ein sehr aufwendig exotisierendes Antilopenhaus, insofern w├╝rde ein sparsames Dickh├Ąuterhaus ├╝berraschen.
(17.07.2006, 12:36)
Michael Mettler :   Nach Durchsuchen der 1965 erschienenen Chronik "Hundert Jahre Zoo Hannover" kann ich folgende Funde berichten:

Es gab vor dem 1962 er├Âffneten Dickh├Ąuterkomplex tats├Ąchlich seit 1880 nur dieses eine Dickh├Ąuterhaus. Auf dem ├Ąltesten Plan sieht man zwei gleichgro├če Au├čengehege, das Haus ist rechteckig und enthielt laut Text "vier R├Ąume, von denen einer f├╝r die Besucher zug├Ąnglich ist" - interessante Aufteilung, das h├Ârt sich ja mehr nach einer Wohnung als nach einem Zoohaus an. Neben den Elefanten wurden auch andere Tiere drin untergebracht, z.B. zeitweilig Paviane.

Die Haltung der anderen Dickh├Ąuter war aber offensichtlich nicht von Anfang an eingeplant, denn f├╝r das erste Flusspferd musste "der dritte K├Ąfig umgebaut und mit einem Wasserbecken versehen werden". Bei den genannten vier R├Ąumen d├╝rfte es sich also um drei K├Ąfige und den Besucherraum gehandelt haben.

Irgendwann muss das Haus erweitert worden sein, ohne dass ich dar├╝ber etwas gelesen h├Ątte, denn ein sp├Ąterer Plan zeigt nicht mehr die rechteckige Ursprungsform, sondern einen Anbau an einer der L├Ąngsseiten, und nunmehr gab es auch vier statt zwei Au├čengehege: Ein gro├čes, zwei kleine und ein mittleres mit Becken, letzteres nat├╝rlich das Flusspferdabteil.

Und jetzt kommt der Hammer: Eine zeitweilige Flusspferdhaltung in zwei Etagen!!! F├╝r das Jahr 1928 hei├čt es: "In der Flusspferdstallung ergibt sich wegen erwarteten Familienzuwachses die Notwendigkeit, den Bullen abzusondern. ├ťber dem Wasserbecken wird eine Decke eingezogen. Der aggressive Bullen bezieht f├╝r einige Zeit die Bel-Etage."

├ťberhaupt wurde das alte Haus unter Ruhe zeitweilig sehr voll gestopft, da ist dann schon mal von acht Elefanten gleichzeitig die Rede (f├╝r zwei war es erbaut worden!), oder es beherbergte gleichzeitig u.a. zwei erwachsene Asiatenbullen (Omar und Bhutan). Und Nash├Ârner sowie Tapire gab es ja auch noch zeitweise darin.

Jedenfalls ist jetzt klar, dass auch Hannovers Haus zu den "nachger├╝steten" geh├Ârte.
(15.07.2006, 23:15)
Michael Mettler :   Muss ich mal recherchieren. Historie und Tierh├Ąuser waren nie mein Steckenpferd, da wurde ich erst durch das Forum drauf gesto├čen...
(14.07.2006, 22:11)
Oliver Jahn :   Hier noch mal eine Frage an Michael Mettler. Ist das im Zoof├╝hrer von Hannover 1953 (Papagei) dargestellte Haus f├╝r die Dickh├Ąuter das von dir unten erw├Ąhnte von 1880? Hier sieht man neben mehreren Elefanten und einem Spitznaulnashorn auch eine Gruppe von drei Flusspferden. Wenn vorher dort nur ein Einzeltier gehalten wurde, warum dann? Oder wurde das Haus erweitert? Oder ist es ein ganz anderes? Man kann es nur etwas erkennen, aber es sieht recht alt aus!
(14.07.2006, 21:38)
Oliver Jahn :   Wir haben uns ja vom Thema Flusspferd schon etwas entfernt, aber dessen "Behausung" geh├Ârt ja irgendwie dazu. Ich muss noch mal betonen, dass ich im Bereich Architektur nun wirklich kein Fachmann bin. Dennoch glaube ich, dass Ihre Aussage, IP 66, bzgl der Zwischenkriegszeit nun gerade nicht treffend ist.
In den Gr├╝nderzeiten bis zum ersten Weltkrieg gab es in einigen Zoos die klassischen Dickh├Ąuterh├Ąuser. F├╝r Deutschland sind sicher Berlin, Hannover und Breslau als Neubauten und K├Âln und Frankfurt als Umbauten echte Paradebeispiele. Kennzeichnend f├╝r diese H├Ąuser ist es, dass eben nach M├Âglichkeit ALLE Dickh├Ąuter gehalten werden sollten und theoretisch auch konnten. (Breslau d├╝rfte heute der letzte Bau aus dieser Zeit und in dieser Art sein, der diesen Anspruch tats├Ąchlich auch noch erf├╝llt.)
Denn zu den Dickh├Ąutern geh├Ârten in dieser Zeit Elefanten, Nash├Ârner, Flusspferde, Tapire und Schweine. Dresden bildete mit seiner separaten Haltung da sicher die Ausnahme und Hagenbeck hielt seine Flusspferde in einem Haus, in dem neben diesen auch s├Ąmtlich anderen w├Ąrmebed├╝rftigen Tiere untergebracht waren und zum Verkauf standen.
In der Zwischenkriegszeit dann folgten etliche neue Flusspferdhalter. Von diesen aber gab es eigentlich nur Leipzig und Wuppertal, die ein Dickh├Ąuterhaus bauten, und dieses dem Grunde nach auch nur halb, da beide H├Ąuser keine Haltung f├╝r Nash├Ârner vorsahen. Halle und Posen bauten hingegen um oder an, nur f├╝r die Flusspferde. D├╝sseldorf erweiterte sein Elefantenhaus. M├╝nchen hatte ein Elefantenhaus, das keineswegs als Dickh├Ąuterhaus geplant war, sondern als generelles Warmhaus genutzt wurde. So ist diese Zeit zwischen den Kriegen eigentlich eher gemischt, tendenziell sogar eher weg vom Dickh├Ąuterhaus mit allen gro├čen Arten.
Erst nach dem Krieg dann erlebte das Dickh├Ąuterhaus sein Comeback. Magdeburg, M├╝nster und Krefeld sind Beispiele, in denen ein Haus f├╝r die drei gro├čen Arten entstand. Hannover und Stuttgart bauten sogar Dickh├Ąuterh├Ąuserkomplexe, in denen sich mehrere Bauten aneinander anschlossen, ebenfalls mit der Zielsetzung, alle gro├čen Arten zu halten. Karlsruhe und Gelsenkirchen gingen den altbekannten Weg, den Elefanten noch die Flusspferde hinzuzugesellen. Lediglich Berlin baute, wenn auch nach und nach, f├╝r seine Dickh├Ąuter separat, auch f├╝r die Flusspferde! Kronberg stellte sie sich einfach auf die Wiese. Pr├Ągend sind somit f├╝r mich die Dickh├Ąuterh├Ąuser also eher in der Zeit vor dem ersten, und dann erst wieder nach dem zweiten Weltkrieg.
(14.07.2006, 20:58)
Oliver Jahn :   Wobei auch in der Nachkriegszeit das separate Flusspferdhaus eine Rolle spielte, zumindestens gedanklich! Magdeburg entschied sich f├╝r das "klassische" Dickh├Ąuterhaus, aber auch hier war es in erster Linie der Notwendigkeit geschuldet, dass der Zoo zwei Elefanten hatte, die in einem Stall im Wirtschaftshof untergebracht waren. Der Tierpark Berlin hingegen plante meines Wissens f├╝r die Flusspferde nur im Zussammenhang mit den vorhandenen und sehr gut z├╝chtenden Zwergflusspferden. Eine gemeinsame Unterbringung mit den Panzernash├Ârnern lese ich hier zum ersten mal, klingt aber spannend. Frankfurt plante ein eigenes Flusspferdhaus, trotz bestehendem Dickh├Ąuterhaus und f├╝r vorhandene Tiere! Und Heidelberg plante f├╝r Flusspferde, die es wie in Berlin noch gar nicht gab, separat und in Gemeinschaft mit Giraffen.
(14.07.2006, 18:31)
IP66 :   Mit Herrn Viks Beitrag d├╝rfte in der Tat die Entwicklung schl├╝ssig erl├Ąutert sein. Es wird deutlich, da├č im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts schon Nachzuchten eine Rolle spielten und da├č wir es mit einer Mischung aus Erg├Ąnzungsbauten und Idealvorstellungen zu tun haben. Die Bauten in Leipzig und Wuppertal zeigen aber auch, da├č das Konzept Dickh├Ąuterhaus durchaus die Zwischenkriegszeit pr├Ągte und auch ├╝ber 1945 hinaus virulent blieb - nicht zuletzt mit der Idealplanung in M├╝nster und dem Neubau in Magdeburg. Gibt es eigentlich f├╝r Dresden eine auch die Bauten darstellnede Zoogeschichte?
(14.07.2006, 18:07)
Karsten Vick :   Weil f├╝r Flusspferde (und Zwergflusspferde und Panzernash├Ârner) eigentlich ein eigenes Haus geplant war. In das 1989 erbaute Haus sollten lt. Plan nur beide Elefanten und beide afrikanischen Nash├Ârner einziehen. Das erkl├Ąrt auch (entschuldigt aber eigentlich nicht) die sp├Ątere Haltung der Zwergflusspferde im Nashornbadebecken. Aber auf so ein Haus h├Ątten wir wohl bis zum 60. Geburtstag der DDR warten k├Ânnen. Als die Wende kam, wurde die Planung ge├Ąndert.
(14.07.2006, 14:19)
Michael Mettler :   Wei├č denn jemand, warum f├╝r das Dickh├Ąuterhaus im Tierpark Berlin seinerzeit keine Flusspferde eingeplant wurden? Hat mich immer gewundert, dass diese Tierart in Friedrichsfelde nie ein Rolle spielte.
(14.07.2006, 14:00)
Oliver Jahn :   Die gro├čen Zuchten begannen wohl in Mitteleuropa in Antwerpen und Wien, denn bei vielen hier schon genannten "ersten" Flusspferden in den unterschiedlichsten Zoos handelt es sich um Jungtiere aus genau diesen Zoos. Der gro├če Durchbruch muss dann aber in Deutschland mit den Wildf├Ąngen gekommen sein, denn danach liest man auch regelm├Ą├čig von Jungtieren aus Hamburg und Dresden (beide Elternpaare aus Deutsch-Ost).
Die dann aufkommenden Zuchten in Breslau und Halle z.B. basierten bereits auf Zoo-Nachzuchten und spiegeln auch schon wieder, warum man Flusspferde hielt, denn es sind S├Ątze zu lesen wie "..dieses Jungtier wurde dann verkauft, schlie├člich musste ja auch mal Geld eingenommen werden!"
Im Gegesatz zu den Nash├Ârnern vermute ich also, dass gerade in Deustchland, animiert von den Zuchterfolgen in Antwerpen, London und Wien, Flusspferde als "lukrative" Tierart angesehen wurden, f├╝r die sich auch ein aufwendigerer Bau lohnen w├╝rde.
Und genau da setzt dann die Frage an, wie sah es sonst in diesem Zoo aus. Welche Bauten waren vorhanden, welche finanziellen M├Âglichkeiten gab es! Breslau hatte sicher aus den geschilderten Gr├╝nden den Wunsch nach Flusspferden, da dann auch noch der Elefantenstall abbrannte, baute man gleich ein "komplettes" Dickh├Ąuterhaus. Da auch die Elefantenhaltung in Berlin magelhaft war, bot sich hier das gleiche an! Alles nat├╝rlich immer unter dem Aspekt, was finanziell machbar war!!!
Halle plante schon lange ein Dickh├Ąuterhaus. Aber die Mittel waren begrenzt und die Unterbringung der Elefanten im alten Huftierhaus erst mal sichergestellt. Also baute man separat f├╝r die Flusspferde. Genau so muss es auch in Posen gewesen sein, wie in Halle stand hier, auch auf Grund der eher geringen Gr├Â├če des Zoos, ein Dickh├Ąuterhaus gar nicht zur Debatte, die Elefanten hatten ihr Haus, also baute man an dem Warmhaus an, welches noch Platz bot, und das war das Raubtierhaus, denn dessen r├╝ckseite lag da ungenutzt!
Verwunderlich ist da eigentlich nur Dresden. Denn hier baute man das Aquarium um und an, f├╝r die Flusspferde. Sp├Ąter dann erweiterte man das Elefantenhaus um den Nashornfl├╝gel. Ich kenne das Haus noch und da h├Ątte sich eigentlich ein fl├╝gelartiger Anbau zu beiden Seiten wirklich angeboten, noch dazu, wo ja andeutungsweise auf der den Nash├Ârnern gegen├╝beliegenden Seite die gleiche Ausbuchtung mit niedrigerem Anbau bereits vorhanden war. Ein Bau mit mittlerer Elefantenanlage und zwei flankierenden Seitenbereichen f├╝r Nash├Ârner auf der einen und Flusspferde auf der anderen Seite, w├Ąre eigentlich ideal gewesen. Fast sah der Bau bis kurz vor seinem Abri├č auch so aus, als w├Ąre genau das geplant gewesen!!! Vielleicht brachte man die Flusspferde auch nur wegen ihres Bezuges zum Wasser im Aquarium unter!?
Leipzig und Wuppertal bauten dann sp├Ąter sicher auch in erster Linie f├╝r die Elefanten. Hier entschied man sich dann gegen die Nash├Ârner und f├╝r die Flusspferde sicher aus den Gr├╝nden, weil zu diesem Zeitpunkt die Zucht der Flusspferde schon so gut lief, dass man auch in schlechten Zeiten (man hatte ja bereits Erfahrungen mit einem Weltkrieg gemacht) keine Nachschubsorgen gehabt h├Ątte.

(14.07.2006, 12:47)
IP66 :   Vielleicht m├╝├čte man sich noch einmal verdeutlichen, aber wann die Flu├čpferdzucht in den mitteleurop├Ąischen Zoos so funktionierte. Herr Jahn hat da ja wohl den besten ├ťberblick. Vielleicht sind die Einzelbauten f├╝r Flu├čpferde in Dresden, Posen und Halle ja gerade eine Folge der Tatsache, da├č man Flu├čpferde bekommen konnte, aber keine Dickh├Ąuterh├Ąuser neu- oder ausbauen wollte. Herrn Mettlers Hinweis auf die Gr├Â├če der Nachkriegsflu├čpferdgehege scheint mir interessant: Auch die ersten berliner Nachkriegsbauten sind ja nur wenig gro├čz├╝giger als die Altbauten es waren. Allerdings scheint mir der Ausbau der Antilopengehege in Hannover in der Form, die ich kenne (ab den 70ern) gegen├╝ber den Antilopenh├Ąusern des 19. Jahrhunderts (Berlin, Dresden, Hannover) ein gewisser Fortschritt.
(14.07.2006, 11:46)
Oliver Jahn :   Noch schlechter als mit Posen, sieht es mit Daten ├╝ber die Vorkriegsflusspferdhaltung in K├Ânigsberg aus. K├Ânigsberg hatte Flusspferde, allerdings ist es mir ├╝berhaupt nicht gelungen, dar├╝ber n├Ąhere Daten zu bekommen. Es gab ein Dickh├Ąuterhaus und es gibt ein Bild eines Flusspferdes vor diesem Haus. Das ist allerdings ein Nachkriegsbild. Es handelt sich dabei um das Tier Rosa, welches nach dem Krieg umgetauft wurde in Hans!!?? Es hatte trotz 7 Granatspliettern den Krieg ├╝berlebt und durch dieses Tier wurde das Flusspferd zum Wappentier des Zoos Kaliningrad.
Ob im alten K├Ânigsberger Zoo Flusspferde auch gez├╝chtet haben, konnte ich nicht finden.
(14.07.2006, 09:07)
Michael Mettler :   Wenn ich mir ├╝berlege, unter welchen Platzbedingungen das hannoversche Zuchtpaar Eberhard und Zora weit ├╝ber zwanzig K├Ąlber produziert hat, und das ist noch gar nicht so lange her.... (Wer den Zoo Hannover erst im Erlebniszoo-Zustand kennen gelernt hat: Das Eiscaf├Ę neben der Showarena war bis zum Zoo-Umbau ein Flusspferdhaus mit Flusspferden UND Zwergflusspferden, und unter der Au├čenterrasse befindet sich noch immer das fr├╝here Au├čenbecken der Flusspferde!) Nach den alten Fotos zu urteilen hatte das jeweils einzelne Flusspferd im Elefantenhaus von 1880 deutlich mehr Platz als das Zuchtpaar Jahrzehnte sp├Ąter in seinem eigenen Domizil!

(13.07.2006, 22:54)
Oliver Jahn :   Dazu noch mal ein paar Daten.
Wer die Hallenser Flusspferdhaltung kennt, wird wissen, warum diese Zahlen so erstaunlich sind.
Das erste Paar kam 1932.
Erster Nachwuchs 1935.
Zweiter Nachwuchs 1937.
Dritter 1940.
Vierter 1942.
Dann starb der Bulle!
Alle K├Ąlber sind aufgekommen und wurden verkauft!! Und das unter Hallenser Bedingungen! Auch in Breslau lief die Zucht sehr gut an und dann sehr erfolgreich! Dresden und Hamburg z├╝chtetetn ebenfalls sehr fr├╝h, Dresden hatte allerdings eine sehr hohe Sterblichkeit bei den Jungtieren.
Dennoch spricht das eher f├╝r die aufwendigere Flusspferdhaltung als die Nashornhaltung, bei der zu diesen Zeiten an Zucht gar nicht zu denken war.
(13.07.2006, 22:45)
Michael Mettler :   Gibt es schon ein Zuchtbuch f├╝r Flusspferde? Bei deinen Recherchen k├Ânntest du doch gleich mal die historischen Grundlagen schaffen! Ist ja immerhin keine Tierart, die in un├╝bersichtlichen Herden gehalten wurde...
(13.07.2006, 22:33)
Oliver Jahn :   Ich glaube noch immer an die Zucht!! Auch wenn die Kolonien f├╝r "frisches" Blut sorgten, kam die Flusspferdzucht schon sehr fr├╝h in Gang. Eben gerade habe ich gelesen, dass das erste Frankfurter Flusspferd ebenfalls aus dem Zoo Antwerpen kam. Die Zucht war nicht einfach, etliche Jungtiere starben, aber bei der Vielzahl an Jungtieren, die ein einziges Paar hervorbrachte, sind dann die ├ťberlebenden schon eine ganz andere Kategorie als die Nash├Ârner.
(13.07.2006, 22:27)
Michael Mettler :   Vielleicht ist der Unterschied bei Wildfangtieren darin zu finden, dass man Flusspferde dort, wo man sie fing, auch gleich praktisch transportieren konnte, n├Ąmlich auf Fl├╝ssen. Mit einem im ostafrikanischen Hochland gefangenen Nashornkalb musste man aber erst mal zu einem Verkehrsweg gelangen, ob dies nun ein schiffbarer Fluss, eine Eisenbahnlinie oder wenigstens eine wagentaugliche Piste war. Unter den damaligen Voraussetzungen eine mehr als abenteuerliche Reise.

Es ist immerhin bezeichnend, dass erst nach dem 2. Weltkrieg N├Ârdliche Breitmaulnash├Ârner in Zoos gelangten, obwohl diese auch im Sudan vorkamen (fast alle N├Ârdlichen in Zoos wurden noch dort gefangen!) und der Sudan in der Zoohistorie ├╝ber lange Zeit das Hauptfanggebiet f├╝r afrikanische Gro├čtiere war.
(13.07.2006, 22:19)
Oliver Jahn :   Ein f├╝r mich wirklich sehr spannendes Thema, welches mir echte Freude bereitet.
Ich werde versuchen, die einzelnen Punkte mal nacheinander abzuarbeiten.
Fange ich mit dem letzten an, alles, was Sie ├╝ber das Flusspferdhaus in Berlin und seine Schmucklosigkeit geschrieben haben, findet meine vollste Zustimmung, genau das aber macht f├╝r mich gerade nicht den Charakter eines Provisoriums aus. Daf├╝r fand ich den Bau viel zu massiv und pr├Ąsent.
Nun aber wieder zum Ausgangsthema zur├╝ck.
Garantiert wurden die meisten Flusspferdhaltungen in „Dickh├Ąuterh├Ąusern“ begonnen. Schlie├člich hat diese Tiergruppe ja genau daher ihren Namen, denn der Begriff Dickh├Ąuter ist ja kein zoologisch-systematischer, sondern ein tierg├Ąrtnerisch-praktischer, da sich auf Grund von Gr├Â├če und Kraft eben eine gemeinsame Unterbringung anbot, um so „stark“ und aufwendig eben nicht mehrfach bauen zu m├╝ssen.
Daher entstanden in dieser Zeit dann eben die Umbauten von K├Âln oder Frankfurt und die Neubauten von Breslau und Berlin.
Dennoch stand Halle nicht so exponiert als Sonderfall da.
Hagenbeck hatte kein gemeinsames Dickh├Ąuterhaus. Posen ebenfalls nicht, ohne dass ich hier genau sagen k├Ânnte, wann die Flusspferde in den Zoo kamen. Weiterhin hatten die Flusspferde aber auch in Dresden ihr eigenes Refugium, London ebenfalls, Berlin dann auch recht bald.
Die sp├Ąteren Bauten dann in Wuppertal und Leipzig waren wieder Dickh├Ąuterh├Ąuser.
Was die Nashorn-Importe angeht, so war das sicher eine Frage der Kolonien im Bezug auf das indische Nashorn. Das Spitzmaulnashorn aber z├Ąhlte zu dieser Zeit zu den noch h├Ąufigen Tieren in den deutschen Kolonien in Afrika. Und der Tapir als Ersatz h├Ątte das gleiche Problem aufgeworfen, denn in Indien hatte Deutschland genau so keine Kolonien wie in S├╝damerika.

(13.07.2006, 20:53)
IP66 :   Ich denke, die Nachweise f├╝r die Flu├čpferdzuchten und die zahlreichen Haltungen sprechen f├╝r sich. Allerdings mu├čten auch da immer wieder Tiere importiert werden, und da ist der Flu├čpferdtransport wohl doch noch ein wenig aufwendiger als der von Nash├Ârnern. Wenn man aber bedenkt, da├č viele der angef├╝hrten Haltungen von Flu├čpferden Paarhaltungen waren, w├Ąhrend die wenigen Nash├Ârner fast alle als Einzelst├╝cke gehalten wurden ... Vielleicht w├Ąre das Dickh├Ąuterhaus ein h├╝bsches Beispiel f├╝r eine exemplarische Untersuchung eines Bautyps zwischen 1830 und 1913, weil man hier auch die Best├Ąnde ganz gut rekonstruieren kann. Ich w├╝rde an der These der Gemeinschafts-H├Ąuser noch festhalten wollen, da mir Halle ein Sonderfall zu sein scheint. Aber ├╝ber Nashorn-Importe mu├č man nachdenken. Es k├Ânnte ja auch sein, da├č ab einem gewissem Zeitpunkt Nash├Ârner schwieriger zu bekommen waren als Flu├čpferde? Vielleicht spielten auch die Kolonien eine Rolle, die Deutschland im Verbreitungsgebiet des Panzer-Nashorns ja nicht hatte. Oder es standen Tapire f├╝r die Nash├Ârner ein?
@Herr Jahn: Ich m├Âchte nicht behaupten, da├č das berliner Flu├čpferdhaus in irgend einer Weise schlechte Architektur bedeutet. Es war gut proportioniert, vern├╝nftig organisiert unf bot dem Besucher gute M├Âglichkeiten der Tierbetrachtung. F├╝r sein Entstehungsjahr 1887 ist die Au├čengestaltung als Backsteinbau, ohne Stuck, nicht einmal mit Fensterrahmen aus Haustein ausgesprochen ├Ąrmlich. Hinzu kommt, da├č die Raumerlebnisse, die Bodinus in seinen Gro├čbauten f├╝r Antilopen, Dickh├Ąuter und Raubtiere bot, hier v├Âllig fehlen. Man marschierte in einem Gang um das gut beleuchtete Becken und die Boxen - das war's. Denken sie an das bre├člauer Haus, das zwar keinen Exotismus verfolgt, aber doch ├╝ppig geschm├╝ckt ist, oder an den Luxus, den sich selbst das arme M├╝nster bei seinem Elefantenhaus leistete! Ich kann mir durchaus vorstellen, da├č ein unbedarfter Besucher in Berlin um 1890 das Flu├čpferhaus f├╝r einen ├╝briggebliebenen Altbau aus den Zeiten Stracks und Liechtensteins gehalten h├Ątte.
(13.07.2006, 19:28)
Oliver Jahn :   Als Erg├Ąnzung zu M├╝nster
Das junge Flusspferdp├Ąrchen, welches bereits f├╝r den Alwetterzoo gedacht war, im alten Elefantenhaus noch f├╝r ein paar Wochen gehalten wurde, bis zu dessen Abri├č, habe ich bewu├čt nicht mitgez├Ąhlt, da das weder vor dem Krieg war, noch als wirklich Haltung bezeichnet werden kann.
(13.07.2006, 13:20)
Oliver Jahn :   @ Michael, ich werde das n├Ąchste R├Ątzool gewinnen, dann wei├č ich, was ich bestelle!! ;-)
Hier noch ein Zusatz, der mich fast noch mehr erstaunt, als Wuppertal.
Der Zoo Berlin hat ebenfalls f├╝r ein Paar geplant, und zwar in der alten Elfantenpagode. So bekam er dann auch erst ein Weibchen zur Er├Âffnung 1875 und bereits f├╝nf Jahre sp├Ąter den Bullen "Jonas". Man ging davon aus, dass der Platz reichen w├╝rde (Halle hat ja sp├Ąter dann gezeigt, dass dem tats├Ąchlich auch so ist!) und erst danach zeigte sich, dass diese Anlage nicht f├╝r Paarhaltung und Zucht geeignet war. Als dann noch der Bulle seinen Pfleger t├Âtete, bekamen die Flusspferde 1888 ihr eigenes Domizil, damals einer der ganz wenigen Bauten dieser Gr├Â├če, der lediglich f├╝r eine einzige Tierart gebaut wurde.

@IP 66, ich finde gerade dieses Haus ganz und gar nicht provisorisch, wenn auch eher n├╝chtern, so doch f├╝r seine Zeit recht fortschrittlich und sehr sinnvoll durchdacht.
Zu M├╝nster habe ich weder die Haltung von Nash├Ârnern, noch von Flusspferden gefunden. Hier scheint es sich um ein reines Elefantenhaus zu handeln.

(12.07.2006, 22:44)
Michael Mettler :   @Klaus Sch├╝ling: F├╝r seine Aufr├Ąumarbeiten im Forum h├Ątte sich doch Oliver glatt eine Hannover-Chronik verdient, um den "wei├čen Fleck" zu f├╝llen....
(12.07.2006, 22:21)
Oliver Jahn :   Ich sch├Ąme mich richtig, aber das ist tats├Ąchlich noch ein wei├čer Fleck in meiner Sammlung.
Aber ich habe neue Daten!! ;-)
Danach l├Ą├čt sich deine Vermutung FAST widerlegen!!
Ich fange mal an.
London hatte ein Flusspferdhaus und bekam 1850 den ersten Bullen. Das Haus war aber nicht f├╝r ein Einzeltier konzipiert, denn 1854 kam bereits ein Weibchen, 1872 gab es den ersten Nachwuchs.
Aber zur├╝ck zu den deutschen Vorkriegshaltern.
Breslau baute das Dickh├Ąuterhaus 1888. Im selben Jahr zog der Bulle Jakob ein, f├╝r ein Weibchen reichte, wie schon erw├Ąhnt, das Geld nicht. Aber er war bereits im Zoo geboren, n├Ąmlich in Antwerpen. Er starb bereits 1889 wieder, kurze Zeit sp├Ąter kam dann ein P├Ąrchen. Der Bulle Jakob II verlor dann das Weibchen und 1900 kam ein neues Weibchen "Terry" aus dem Zoo New York. 1927 gab es Nachwuchs.
Dresden begann 1911 mit einem P├Ąrchen aus Wildfang Weibchen Wally und Bulle Wakene. F├╝r sie wurde ebenfalls separat gebaut und das schon f├╝r Paarhaltung.
Halle baute 1920 das Anthropoidenhaus zum Flusspferdhaus um, bekam dann im gleich Jahr den Bullen Jumbo, der war bereits das dritte Kind des Hamburger P├Ąrchens Bachit und Rosa (beides Wildf├Ąnge). Ein Weibchen war geplant, aber nicht so leicht zu bekommen! Wenn ich auf das Jahr schaue, leuchtet das auch ein, Deutschland hatte 1918 nicht nur den Krieg, sondern damit auch seine Kolonien verloren. Das Hamburger Paar kam n├Ąmlich genau wie das Dresdener ebenfalls aus Deutsch-Ost-Afrika.
1932 ging Jumbo dann nach Leipzig, Halle erhielt ein P├Ąrchen Paula aus Wien und Asor aus M├╝nchen. Nun dachte ich, da es ebenfalls 1932 einen Umbau am Flusspferhaus gab, dieser seie extra wegen der Paarhaltung erfolgt. Stimmt aber nicht, es wurde lediglich die Dachkonstruktion ge├Ąndert, die St├Ąlle nicht, die Au├čenanlage auch nicht. 1935 gab es dann hier die erste Geburt. Das Haus wurde nur f├╝r Flusspferde gebaut und blieb auch so, bis zu Zeiten der DDR, in denen dann die Innenanlagen etwas vergr├Â├čert wurden, daf├╝r wurden aber die Au├čenanlagen gekappt!
Leipzig baute sein Dickh├Ąuterhaus von 1924 bis 1926 und begann ebenfalls mit einem Paar! Der Bau war f├╝r Flusspferde, Tapire und Elefanten, f├╝r die Nash├Ârner wurde er nie vollendet.
Hier wieder meine Frage nach dem WARUM! Denn in Leipzig bringt man es mal auf den Punkt!
"Zu den schwierigsten Problemen geh├Ârt in einem Hause mit Nilpferden die Wasserversorgung. Sie ist das Sorgenkind jedes Zoologischen Gartens. Denn auch hier l├Ąuft schlie├člich alles wieder auf die Kostenfrage hinaus! Die Temperatur im Nilpferdbecken muss etwa um 20 Grad gehalten werden!" (Gebbing)
Dennoch baute Leipzig f├╝r Elefanten und Flusspferde, nicht f├╝r Nash├Ârner!
Tja und (erstmal)zum Schluss noch Wuppertal, auch hier kamen 1927 die ersten Elefanten in den Zoo und man baute ein Dickh├Ąuterhaus. Und man baute ebenso ein Flusspferdabteil. Und erstaunt war ich, dann zu lesen, dass die erste Besetzung des Hauses aus zwei Elefanten bestand, einem Tapir und einem Flusspferdpaar!!! Also auch hier!!! Ein Nashorn gab es hingegen in Wuppertal nie!
(12.07.2006, 21:48)
Michael Mettler :   @Oliver: Hast du denn die hannoverschen Chroniken auch nicht? F├╝r einen zoohistorisch Interessierten wie dich doch eigentlich Pflichtlekt├╝re! Mindestens die 125-Jahre-Chronik "Ein Garten f├╝r Menschen und Tiere" m├╝sste noch problemlos zu kriegen sein, im Zoo wurde sie ja schon verramscht...
(12.07.2006, 18:35)
Oliver Jahn :   Halle bekam z.B. alle seine Flusspferde schon aus Nachzuchten. Das war auch schon nach 1900! Breslau hingegen bekam seine Flusspferde schon deutlich fr├╝her, aber ebenfalls aus Zoo-Nachzuchten. Wildf├Ąnge sind mir im Moment wirklich nur aus Dresden pr├Ąsent. Ich will aber gern noch mal nachschauen. Dennoch glaube ich schon, dass viele Flusspferdhaltungen von Anfang an f├╝r Paare konzipiert waren, es war halt nur nicht immer gleich m├Âglich, auch Paare zu erhalten, denn die Zucht musste ja erst in Gang kommen und die Zahl der Zoos war deutlich geringer, als heute.
├ťber Hannover habe ich leider gar nichts, bis auf ein Bild aus einem Zoo-F├╝hrer der 50er, in dem das Haus aber noch stand.
(12.07.2006, 18:11)
Michael Mettler :   Das Elefantenhaus in Hannover wurde laut Chronik 1880/81 erbaut, jedoch lebte erst ab 1885 ein Flusspferd darin (und zwar gleich 32 Jahre lang). 1904 wurde ein Artgenosse angeschafft, starb jedoch gleich nach der Ankunft. Die Frage w├Ąre, ob ein urspr├╝nglich f├╝r Elefanten oder andere Tiere gedachter Stall nebst Au├čengehege f├╝r das Flusspferd umgenutzt wurde oder von Anfang an die Haltung dieser Art geplant war (und fast f├╝nf Jahre lang keines zu bekommen war). Es k├Ânnte ja auch sein, dass man ein eigentlich f├╝r Elefanten gedachtes Badebecken mit einem St├╝ck Land drumherum abtrennte, um das Flusspferd unterzubringen. (Wie man an den Zwergflusspferden in Friedrichsfelde sah, gab es ja auch in j├╝ngerer Zeit noch Umnutzungen von Badebecken, die eigentlich f├╝r andere Tiere erbaut wurden...) Auf einem Foto des Flusspferdes in der Chronik sieht man jedenfalls, dass der Torbogen seiner Stallt├╝r genauso hoch war wie bei den benachbarten Elefanten - wobei das nat├╝rlich auch gestalterische Gr├╝nde gehabt haben kann.

├ťbrigens hatte dieses erste hannoversche Flusspferd, ein Wildfang (0,1) namens Jeko alias Mariechen, den Fotos nach zu urteilen mindestens unpigmentierte Vorderf├╝├če.

Im Buch "Unser Zoo" von 1927 ist als Bestand des Elefantenhauses aufgef├╝hrt: zwei Elefanten, ein Flusspferd, ein (Spitzmaul-)Nashorn sowie Schabracken- und Amerikanischer (Flachland-)Tapir. Und das bei anscheinend nur vier Au├čengehegen!
(12.07.2006, 17:36)
Oliver Jahn :   Nein Michael, das dachte ich auch erst, wurde aber eines besseren belehrt. Etliche Haltungen begannen mit einem Paar! F├╝r die paarweise Haltung waren auf jeden Fall Leipzig, Breslau, Dresden und Halle ausgelegt. Halle begann mit einem Bullen, tauschte dann aber echt schnell gegen ein Paar! Dresden begann 1911 mit einem Paar aus Deutsch-Ost-Afrika. Leipzig begann mit einem Paar und Breslau fing nur deshalb allein mit einem Bullen an, weil das Nashorn so teuer war, dass es f├╝r ein zweites Flusspferd nicht reichte! Das Weibchen kam aber ganz kurz danach! Hamburg z├╝chtete fast von Anfang an. D├╝sseldorf begann mit einem jungen Paar! Als klassische Alleinhaltung sind mir nur Frankfurt und Wuppertal bekannt, wobei ich mir bei Wuppertal nicht mal ganz sicher bin, ob die nicht sogar auch erst mal mit einem Paar begonnen haben!
(12.07.2006, 12:19)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Was die "bessere Zucht" von Flusspferden betrifft: Waren denn die genannten H├Ąuser wirklich auf Paarhaltung und Zucht ausgelegt? Das h├Ątte ja wenigstens zwei Trockenk├Ąfige bedeutet, das Wasserbecken h├Ątte man wahrscheinlich im Schichtdienst genutzt. Ich vermute doch eher, dass urspr├╝nglich fast ├╝berall nur EIN Flusspferd als Schaust├╝ck vorgesehen war?
(12.07.2006, 12:08)
Oliver Jahn :   Der Aufwand f├╝r die Haltung von Flusspferden lag m.E. nicht nur im Bau der Anlage, der sicher teurer war, aber eben mit einkalkuliert wurde. Teurer war er sicher, denn die Becken mussten ja tats├Ąchlich wasserdicht sein. Welche Probleme es bis heute damit gibt, zeigte der Magdeburger Vogelteich! Also war hier sicher baulich ein h├Âherer Aufwand zu verzeichnen. Besonders teuer aber erachte ich die Unterhaltung, da hier f├╝r st├Ąndige Wassererneuerung gesorgt werden musste. Das war aber ausschlie├člich aus Trinkwasserquellen des Zoos und nicht aus vorhandenen Wasserquellen wie B├Ąchen und Fl├╝ssen zu speisen, denn gegen├╝ber der nat├╝rlichen Nutzung von durchlie├čenden Gew├Ąssern, wie in Leipzig f├╝r Robben oder sp├Ąter in Magdeburg f├╝r Pelikane, ist mir eine solche Nutzung f├╝r die Wasserzufuhr von Flusspferdbecken nicht bekannt. Von daher kann ich mir die st├Ąrkere Haltung von Flusspferden trotz h├Âherer Kosten eigentlich nur mit der besseren Zucht und den dadurch wieder zur├╝ckflie├čenden Geldmitteln erkl├Ąren. Und sicher speilt auch die Beliebtheit, wie von @Dortmunder geschreiben, eine nicht zu untersch├Ątzenden Rolle. Dennoch standen nat├╝rlich zu dieser Zeit die Besucher auch mit Begeisterung vor den wenigen Nash├Ârnen, die es zu bestaunen gab!
(12.07.2006, 11:53)
Oliver Jahn :   In Breslau wurde das Dickh├Ąuterhaus konzipiert, nach dem der Elefantenstall abgebrannt war. Dieses Haus war von Anfang an so gebaut, dass es Innen-und Au├čenanlagen f├╝r Elefanten, Flusspferde, Nash├Ârner und Tapire hatte. Die Flusspferdhaltung war also keine Erg├Ąnzung eines bestehenden Elefantenhauses.
In Posen wurde ein trutzburgartiger Anbau an das Raubtierhaus gew├Ąhlt, der nur der Unterbringung der Giraffen und Flusspferde diente. Die Elefanten hatten ebenfalls einen eigenen Bau, also auch hier kein "Anh├Ąngsel" an vorhandene Elefantenunterbringung.
Auch in Dresden wurde das Elefantenhaus sp├Ąter erweitert, um eine Nashornanlage mit Bad. Etliche Zeit vorher aber gab es (ab 1911) bereits den Anbau an das Aquarium f├╝r die Flusspferde.
Leipzig und Wuppertal konzipierten erstmal(Leipzig), bzw. endg├╝ltig(Wuppertal) nur f├╝r Elefanten und Flusspferde, wovon sp├Ąter dann auch nur Leipzig noch Nash├Ârner hielt, bis heute wei├č ich noch immer nicht, wo (bis auf das letzte zahme Tier). D├╝sseldorf baute sein Dickh├Ąuterhaus ebenfalls ausschlie├člich f├╝r Elefanten und Flusspferde, sp├Ąter gab es dort dann noch Tapire, Nash├Ârner meines Wissens ebenfalls nie.
Bliebe dann noch Halle, wo au├čschlie├člich, und ebenfalls v├Âllig unabh├Ąngig von den Elefanten, das alte Anthropoidenhaus zum Flusspferdhaus umgebaut wurde.
Wenn man also die "Wandernash├Ârner" mal nicht mit hinzurechnet, dann ├╝berwiegen die Vorkriegsflusspferde in den Zoos dann schon recht deutlich gegen├╝ber den Nash├Ârnern.
Von den historischen au├čerdeutschen Haltungen kenne ich nur London und dort waren die Flusspferde ebenfalls wie in Posen, separat untergebracht mit Giraffen. Auch unabh├Ąngig von Nashorn und Elefant.
(12.07.2006, 11:15)
IP66 :   Ganz kann ich das ├ťberwiegen der Flu├čpferde ├╝ber die Nash├Ârner nicht best├Ątigen, zumal es wohl einige Nash├Ârner in Wanderhaltung gab (etwa ein Panzernashorn am Endes des 18.) Jahrhunderts), Flu├čpferde unter diesen Umst├Ąnden jedoch nicht haltbar waren. Ein entsprechender Beleg w├Ąre auch die Konzezeption der Elefantenpagode in Berlin durch Ende und B├Âckmann resp. Bodinus, die f├╝nr Nashornst├Ąlle vorsah, aber nur jeweils einen Flu├čpferd- und Tapirstall. Wenn ich mich recht erinnere, besa├č das frankfurter Elefantenhaus auf der Pfingstweide und zun├Ąchst auch im Zoo keine Unterbringungsm├Âglichkeit f├╝r Flu├čpferde, auch in K├Âln wurde diese erst mit dem Anbau an das Antilopenhaus geschaffen. M├╝nchen hingegen konzipierte am Ende es Jahrhunderts einen Gro├čbau, der f├╝r alle Dickh├Ąuter ausreichte. Die Verh├Ąltnisse in London und, in diesem Fall wegen der pr├Ągenden Bedeutung des entsprechenden Hauses besonders wichtig, in Antwerpen sind mir nicht sicher gel├Ąufig. Der Neubau des alten Flu├čpferdhauses 1887 in Berlin war die Folge eines Unfalls, und man sah dem Haus zeit seiner Existenz den etwas provisorischen Charakter durchaus an. Als ein Haus, das zun├Ąchst ohne Flu├čpferdabteilung errichtet wurde, k├Ânnte ich noch den Bau im alten Zoo in M├╝nster nennen. Wenn man eine provisorische These zur Entwicklung der Gro├čtierh├Ąuser aufstellen wollte, so scheinen mir drei Linien verfolgbar:
- die entsprechenden Haltungen von Nash├Ârnern und Flu├čpferden in "Dickh├Ąuterh├Ąusern" sind eine Erg├Ąnzung von Elefantenh├Ąusern aus haltungspraktikblen Gr├╝nden
- diese H├Ąuser sind f├╝r das Publikum begehbar und meist reich ausgestattet. In diesem Rahmen bedeutete ein Becken der damals ├╝blichen Gr├Â├če einen Teil dieses Austattungsaufwandes
- Bauten zur alleinigen Haltung von Flu├čpferden ohne weitere Dickh├Ąuter sind den besonderen Umst├Ąnden geschuldet und nicht einem entsprechenden Ausstattungsprogramm der einzelnen G├Ąrten.
Vielleicht k├Ânnten die Kenner der Geschichten einzelner Zoos (mich w├╝rden vor allem die Verh├Ąltnisse in Bre├člau und Posen interessieren) einmal ├╝berpr├╝fen, ob diese ├ťberlegungen zutreffen und - noch interessanter - ab wann sie nicht mehr zutreffen.
(12.07.2006, 10:49)
Oliver Jahn :   Hier w├Ąre mal wieder ein Bau-Experte gefragt! Aber in den alten Dickh├Ąuterh├Ąusern gab es bei der Vergitterung zwischen den drei gro├čen Dickh├Ąutern keine Unterschiede! Das merkte man recht schnell, weil die Elefanten die St├Ąbe, die f├╝r Flusspferd und Nashorn reichten, oft spielend leicht auseinander bogen. Zum anderen kenne ich keine Vorkriegshaltung von Flusspferden in einem Wassergraben. Die Haltungen hatten alle Bassins, extra f├╝r die Flusspferde. Was mir allerdings aufgefallen ist, es kamen viele Flusspferde aus anderen Zoos, wo wohl die Zucht schon recht gut lief! Nash├Ârner hingegen wurden entweder als Einzeltiere von Zoo zu Zoo verkauft (Alttiere) oder als Wildf├Ąnge deklariert.
(12.07.2006, 10:28)
Dortmunder :   Vielleicht lag es auch zus├Ątzlich einfach dran, dass Flusspferde sich weitaus besser "verkaufen" lassen als Nash├Ârner... Flusspferde sind in allen Zoos, die welche halten immer Publikumslieblinge, weil sie a) ja immer so sch├Ân betteln (an sich ja eine Drohgeb├Ąrde) und b) "Pers├Ânlichkeit" besitzen... Kenne, wenn auch aus NAchkriegszeiten, sehr viele Hippos "pers├Ânlich", also zumindest namentlich (das beste Beispiel ist wohl Knautschke in Berlin, mit Kindern wie Schwabbel oder Bulette), aber, au├čer in Dortmund, kein einziges Nashorn, das mir namentlich im Ged├Ąchtnis geblieben w├Ąre...

Au├čerdem glaube ich, dass man f├╝r Nash├Ârner, als brutalste und gef├Ąhrlichste Dickh├Ąuter (so ist zumindest die allgemeine Meinung, obwohl Nash├Ârner weitaus "ungef├Ąhrlicher" sind als z.B. Elefanten- oder Flu├čpferdbullen), sicher stabilere Verschl├Ąge als die Hippos brauchten ! Au├čerdem kam ja da auch langsam der Wassergraben in Mode, der sich f├╝r Hippos eher anbot als f├╝r Rhinos !!!
(12.07.2006, 07:23)
Oliver Jahn :   @Michael, aus diesen B├╝chern habe ich aber auch gerade bei Panzernash├Ârnern viele Bilder ├╝ber den Fang in Fanggruben gesehen. Dennoch, eine m├Âgliche Erkl├Ąrung w├Ąre es. Und trotzdem verwundert mich die Haltung, die ich als eine der aufwendigsten ├╝berhaupt sehe, schlie├člich ben├Âtigten die Hippos innen und au├čen Wasser und davon nicht wenig!!! Das kostete viel und wenn ein Zoo ein Dickh├Ąuterhaus baute f├╝r nur zwei Arten (oder mit Tapiren drei), dann w├Ąre der Bau doch sicher f├╝r Elefanten und Nashorn sehr viel g├╝nstiger gewesen, als f├╝r Elefanten und Hippo!
(11.07.2006, 21:33)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn: Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass der Fang junger Flusspferde wesentlich einfacher war als der Fang junger Nash├Ârner. Wenn ich richtig informiert bin, wurden Flusspferde in Fallgruben gefangen, die man auf ihren Wechseln zwischen Wasser und Weidegr├╝nden aushob. Nash├Ârnern musste man dagegen hinterherjagen, und das war ja nun nicht ungef├Ąhrlich.

Wenn ich mich recht erinnere, hat der fr├╝here Dompteur und zwischenzeitliche Zooinspektor Dresdens Otto Sailer-Jackson in seinen Lebenserinnerungen etwas dar├╝ber geschrieben, wie er Flusspferde in Afrika gefangen hat. M├╝sste ich mal nachschlagen.
(11.07.2006, 21:24)
Stefan :   Zwar nichts Historisches zu den Flusspferden, daf├╝r aber Aktuelles: In Emmen wird nach der Abgabe von zwei Weibchen nach Gelsenkirchen demn├Ąchst ein Bulle aus Paris erwartet. Der soll f├╝r eine ├ťbergangszeit in Emmen bleiben, dort nach mehreren Jahren Pause (wegen Erreichen der Kapazit├Ątsgrenze der Herde)f├╝r Nachwuchs sorgen und anschlie├čend - man lese und staune - mit weiteren zwei Weibchen nach Kopenhagen geschickt werden. Das w├Ąre dann einmal nach l├Ąngerer Zeit eine Haltung, die neu begonnen w├╝rde im Gegensatz zum Trend, den wir hier ja schon oft diskutiert haben. Ich w├╝sste sehr gerne, an welcher Stelle im Kopenhagener Zoo f├╝r die Hippos gebaut werden soll. Falls jemand hierzu N├Ąheres wei├č...
(11.07.2006, 20:21)
Oliver Jahn :   Bei meinen Recherchen ├╝ber die Vorkriegsnash├Ârner ist mir aufgefallen, dass es vor dem Krieg in all diesen Zoos auch Flusspferde gab, und auch noch in etlichen anderen Zoos zus├Ątzlich. Ich h├Ątte das nicht gedacht, denn allein wegen der Wasserbecken h├Ątte ich die Haltung von Flusspferden f├╝r aufwendiger gehalten.
Woran lag es denn, dass dennoch viele Zoos bereits vor dem Krieg Flusspferde gehalten haben und sie h├Ąufiger waren, als die Nash├Ârner? Waren sie leichter zu beschaffen? Waren sie billiger? Sicher z├╝chteten sie besser! Aber das wusste ja am Beginn der Haltungen noch keiner.
(11.07.2006, 18:48)
Hannes :   Ich dachte in Kronberg g├Ąb es kein Innen.
Angeblich doch nur einen verschlag ohne Wasser.
(13.05.2006, 00:00)
IP66 :   Ich finde die neuen Flu├čpferdanlagen ja auch sch├Ân, verweise aber darauf, da├č manche alte Flu├čpferdhaltung Vergr├Â├čerungen zu Gunsten der jeweiligen Nachbarn zum Opfer fiel. Und was stellt man eigentlich mit den vielen Nachwuchsbullen an, wenn jede Haltung einen Mann und sieben K├╝he beherbergt, die jedes Jahr statistisch 3,5 m├Ąnnliche Jungtiere produzieren. Frankfurt finde ich ja auch ein wenig eng, Kronberg ist innen wohl noch etwas enger, aber es sind Haltungen, die funktionieren und daf├╝r sorgen, da├č auch das ein oder andere Nachwuchstier geparkt werden kann.
(12.05.2006, 00:00)
Hannes :   Das wollte mein Kommentar ja aussagen.
Haltungsbedingungen erbessern: Ja! aber realistisch.
(11.05.2006, 00:00)
Werner Weyler :   Wenn ich hier die Kommentare lese, zur Flu├čpferdhaltung in zoologischen G├Ąrten, so sollte man es vielleicht lassen ├╝berhaupt Tiere in zoologischen G├Ąrten zu halten, Freilandbedingungen kann eh kein Zoo bieten. Selbst in Emmen, die eine wundersch├Âne Herde haben, kann man die gestellten Forderungen nicht erf├╝llen.

Zwergflu├čpferde, geschweige denn Seek├╝he wird es in D├╝sseldorf wohl so schnell nicht geben. Als einzige Landeshauptstadt verf├╝gt D├╝sseldorf ├╝ber keinen zoologischen Garten mehr nach dem zweiten Weltkrieg. Ich will jetzt auch nicht mehr n├Ąher darauf eingehen, jedenfalls wurde diese Institution immer stiefm├╝tterlich behandelt und wird es jetzt noch. Ich denke nicht, dass in den n├Ąchsten Jahren auch nichts passieren wird. Die Pl├Ąne f├╝r einen Erweiterungsbau liegen seit vielen Jahren vor, umsetzen wird sie wohl derzeit keiner.


(10.05.2006, 00:00)
Hannes :   Ja so eine Anlage w├Ąre wirklich sch├Ân aber erst einmal die zoos dazu bekommen ihre Tiere zu behalten. Ich bin selbst ein freund gro├čer Anlagen aber ihr Argument die Tiere laufen in der Natur Kilometer zieht bei Tausenden Arten. (nicht das ich den Tiere keinen Platz g├Ânne)Wo welcher ist sollen sie welchen bekommen. Warum gibt es sowenig Flusspferde auf den Gro├čen Afrika Wiesen?
Die haben meist Riesen Wassergr├Ąben und die Gemeinschaftshaltung scheint doch ganz gut zu gelingen.
(10.05.2006, 00:00)
Togo :   @Michael Mettler
Ja, das ist richtig. Soweit ich wei├č, auch Seek├╝he. Die Realisierung wird aber noch einige Jahre dauern. Jedenfalls sollten die Zoos anfangen, ihre Flu├čpferdhaltungen zu ├╝berdenken und mal mehr Geld in wirklich gute Anlagen investieren, zzumal das Flu├čpferd ja jetzt auch auf Anhang 1 der gef├Ąhrdeten Tierarten steht...Es ist nicht schwierig, Flu├čpferde im Zoo zu halten. Als allerstes sollte von der paarweisen Haltung abgegangen werden, diese entspricht nicht der nat├╝rlichen Lebensweise der Tiere. 5 , 6 Tiere sind schon besser , aber eine gr├Â├čere Gruppe w├Ąre erstrebenswerter. Dann , wie erw├Ąhnt, eine riesige Landfl├Ąche , geteilt, und blo├č keine Antilopen mit drauf, sonst haben die Flu├čpferde nicht viel vom Gras, es sei denn, man nimmt Giraffenagazellen oder andere Browser.
Das Wasserbecken sollte eine Flachwasserzone und einen flachen Ausstieg haben, eine Sandbank davor und getrennt, eine gro├čz├╝gige Schlammsuhle sollten ebenso vorhanden sein. Toll f├Ąnde ich eienn Unterwassertunnel durch das Becken , das hat noch kein Zoo der Welt, Schauf├╝tterungen im Au├čenbereich und eine gro├če Gruppe steigern die Attraktivit├Ąt der Anlage. Das Haus mu├č kein architektonischer Wunderbau sein, ein Zweckbau, harmonisch und unauff├Ąllig in die Umgebung integriert, tut's v├Âllig. Eine gro├če Innenanlage, ebenfalls mit Naturboden und Schlammsuhle und ein gro├čes Wasserbecken sollten selbstverst├Ąndlich sein. Auch gro├če Einzelboxen und Abtrennbecken, bzw Anlagen m├╝├čen vorhanden sein. Ich k├Ânnte mir durchaus vorstellen, eine Meerkatzenart ( Gr├╝ne) und /oder Kronenducker, zumindestens im Au├čenbreich, ( die Meerkatzen auch Innen )mit den Flu├čpferden zu vergesesellschaften. Welcher Zoo hat eigentlich die gr├Â├čte Flu├čpferdanlage der Welt ? Ich tippe entweder Carbarceno oder Sigean.
(10.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Stimmt, wenn man es genau nimmt, vermittelt die klassische Art der Flusspferdhaltung in Zoos ein v├Âllig falsches Bild der Tierart. Aufgrund der Lebensweise m├╝sste man eigentlich einen gro├čen Landbereich und einen kleineren Wasserbereich einrichten statt umgekehrt (oder gar beides klein...). Erinnert ein bisschen an die fr├╝here Zoohaltung von Fischottern in einer gro├čen "Badewanne" mit Mini-Insel, die dem Bewegungsbed├╝rfnis der Tiere an Land nicht im geringsten Rechnung trug.

Bei der Gelegenheit: Wollte nicht der Aquazoo D├╝sseldorf bei einer angedachten Erweiterung auf die Rheinwiesen auch Zwergflusspferde ins Sortiment nehmen?
(10.05.2006, 00:00)
Togo :   @Hannes
Weidefl├Ąche nennen Sie das ? Wissen Sie , unter"Weiden"verstehe ich etwas anderes , als wenn ein Flu├čpferd eine halbe Stunde braucht , um eine Fl├Ąche abzufressen, wie in Berlin und Kronberg.(immerhin haben die Tieer dort die M├Âglichkeit, sich auf Grasboden zu bewegen, das ist ja auch schon sehr positiv) Flu├čpferde bewegen sich in der Natur mehrere Kilometer , um zu ihren Weidegr├╝nden zu kommen, also denke ich mal , w├Ąre f├╝r eine Gruppe von 6-10 Tiere eine Fl├Ąche von mindestens 1 ha angemessen. Sinnvoll w├Ąre es, eine Wechselweide anzulegen, damit sich eine Fl├Ąche nach der Beweidung wieder erholen kann. Nat├╝rlich reicht die Grassmenge einer solchen Fl├Ąche nicht aus, eine Flu├čpferdgruppe zu ern├Ąhren , und so mu├č nat├╝rlich zugef├╝ttert werden.
(10.05.2006, 00:00)
Hannes :   Eine Weidefl├Ąche kann m├Âglich sein.
berlin hat sich ja auch eine gebaut (Wobei das eher an den Nyalas gelegen haben wird) und kronberg hat ja uach eine.
(10.05.2006, 00:00)
Togo :   Ganz einfach, in dem ich frage, wie genau denn die Flu├čpferde in Gelsenkirchen gehalten werden sollen, ob es auch dort die M├Âglichkeit geben wird, die Tiere Unterwasser beobachten zu k├Ânnen, wie gro├č Innen ,- und Au├čenanlagen werden ( ob es endlich mal eine gro├če Weidefl├Ąche f├╝r Flu├čpferde geben wird ? Wohl kaum ) und wie gro├č die Gruppe ( Zuchtgruppe ? ) sein wird. Vielleicht hat Jemand schon konkrete Informationen dazu. An den Pl├Ąnen, die Tiere mit Sitatungas zu vergesellschaften , wird hoffentlich festgehalten.
(10.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Es kommt aber ganz darauf an, WELCHE Zootiere mit "niedlichen" Futtertieren gef├╝ttert werden. Merkw├╝rdigerweise habe ich noch nie bewusst Entsetzen im Publikum wahrgenommen, wenn ein Greifvogel bei einer Flugshow per Eintagsk├╝ken auf den Handschuh zur├╝ckgelockt wird. Und auch M├Ąuse oder Meerschweinchen "d├╝rfen" anscheinend in Greifvogel- und Eulenvolieren als Futtertiere herumliegen. Greife sind eben nach landl├Ąufiger Meinung "edel" und m├╝ssen schlie├člich von irgendwas leben, Schlangen sind dagegen "eklig".....

Wie kommen wir blo├č wieder zu den Flusspferden zur├╝ck...?

(09.05.2006, 00:00)
Togo :   Zu dem Thema kann ich eien sch├Âne geschichte erz├Ąhlen. In einem deutschen Zoo wurde die Schwarze Mamba mit eienm lebendem Meerschweinchen gef├╝ttert, lange vor ├ľffnungszeit des Zoos bzw des Aquariums. Leider war die Maba an dem Morgen nicht so hungrig, als das sie das meerschweinchen vor Eintreffen der ersten Besucher gefressen h├Ątte, das tat sie erst , als eien Kindergartengruppe vor dem terrarium stand...Die armen Kinder bekamen den Schock ihres Lebens, die Betreuerinnen fielen fast ins Koma , und die Kinder rannten heuelnd und schreiend aus dem Haus raus.Der Zoo erhielt zwei Tage sp├Ąter noch einen Beschwerdebrief und die ganze Geschichte kam auch an die Presse, die das gen├╝├člich ausgeschlachtet hat. Die Deutschen leben in einer Bambi-Scheinwelt, in der eben keine K├╝ken, Meerschweinchen, Kaninchen oder sonstige niedliche Tieer von anderen Tieren gefressen werden d├╝rfen.Mittlerweile gehen ja auch immer mehr Haustierhalter dazu ├╝ber , ihre Hunde und Katzen vegetarisch zu ern├Ąhren, ich bin sicher, das nicht wenige Veganer so handeln. Allerdings ist es aber auch m├Âglich im Reptilium Landau w├Ąhrend der regelm├Ą├čig stattfindenden Zoon├Ąchte bei der Schlangenf├╝tterung zuzusehen.
(09.05.2006, 00:00)
Hannes :   Nichts aber wieso immer nen neuen Thread aufmachen wa? Die Diskussion wird ja wohl nicht ewig dauern.
Ich pers├Ânlich glaube wenn man die Menschen einfach mal sachlich mit solchen Fakten konfrontiert akzeptieren sie das auch.
Was ich auch nicht verstehen kann ist warum der M├╝nsteraner Zoo es nicht gestattet das die reptilien w├Ąhrend der besuchszeit gef├╝ttert werden.
Ist es denn so schlimm wenn eine Schlange eine Maus frisst.
Also bei meinen finde ich es eher Langweilig.
(09.05.2006, 00:00)
Oliver Jahn :   Sorry, hab ich hier irgendwas verpasst? Aber was haben die ganzen Eintr├Ąge seit 05.05. mit Flusspferden zu tun?
(09.05.2006, 00:00)
Togo :   Ja , aber auch in unsreen Nachbarl├Ąndern gibt es Hetztbl├Ąttchen wie die Bildzeitung....Ich denke eher, das es an der Erziehung vielleicht liegen k├Ânnte. Oder es ist genetisch bedingt, die Deutschen sind ja in vielfacher Hinsicht"seltsam", um es milde auszudr├╝cken.
(09.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   @Togo: Vielleicht liegt die gr├Â├čere Akzeptanz in unseren Nachbarl├Ąndern daran, dass dort keine BILD-Zeitung den Massen vorschreibt, was sie denken sollen.... Im Ernst: Es k├Ânnte tats├Ąchlich an der Medienlandschaft liegen, und bei uns beschr├Ąnkt sich das ja keineswegs nur auf EINE Zeitung mit gro├čen Schlagzeilen.
(08.05.2006, 00:00)
Togo :   @Nicht sicher
Die Schweizer sind auch in solchen Dingen weitaus toleranter und weniger emotional als die Deutschen. In der Schweiz werden auch Raubkatzen-Jungtiere , sofern es keine Abnehmer f├╝r Sie gibt, schmerzlos eingeschl├Ąfert, weil die dortigen Zoologen der ( richtigen ) Meinung sind , das es biologisch sinnvoll ist , das die Tiere auch z├╝chten d├╝rfen. Das ist n├Ąmlich auch ein Aspekt der "artgerechten"Tierhaltung. Ich frage mich, warum die Schweizer , die D├Ąnen und auch die Holl├Ąnder in dieser Hinsicht aufgekl├Ąrter sind als die Deutschen. Wie erw├Ąhnt, in Deutschland ist es nicht m├Âglich, Steppenzebras zu verf├╝ttern und wird nicht praktiziert, ich habe mich heute bei einem Zoomitarbeiter dar├╝ber erkundigt und diese Information erhalten.
(08.05.2006, 00:00)
nicht sicher :   im Zoo Basel werden (├╝berz├Ąhlige) Steppenzebras verf├╝ttert, die Besucher werden dar├╝ber "aufgekl├Ąrt" und der Zoo informiert und verteidigt es!?!?
(08.05.2006, 00:00)
Togo :   Mal den technischen Aspekt au├čer Acht lassend , es w├Ąre ebstimmt eien interessante Mischung, obwohl es ja schon einige Okapis gab, die so aussahen, der Bulle Papou in Friedrichsfelde mit seinen "Stummelbeinen"oder die Rothschildgiraffe mit ihren Stummelbeinen, wo es immer hie├č"die h├Ątte eigentlich ein Okapi"werden sollen.Schade, das das Tier nicht mehr lebt."Ellie", hie├č sie, glaube ich.
(08.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   Die Kreuzung der beiden Giraffenarten d├╝rfte vor allem auf "technische" Probleme sto├čen... Angesichts dessen, WAS schon alles an unerwarteten Kreuzungen m├Âglich war - ich erinnere an Afrikanischen x Asiatischen Elefant, Lama x Dromedar oder Makak x Meerkatze - w├╝rde ich ein "Girapi" nicht mal f├╝r unm├Âglich halten.

Der Zoo mit der erfolgreichen Kreuzung Poitou-Esel x Hartmann-Bergzebra war damals Erfurt.
(07.05.2006, 00:00)
Togo :   Es kommt auf die Variation an ,so ist die Kreuzung Eselhengst mit Steppenzebrastute zwar m├Âglich, aber sehr schwierig und entsprechend selten. Das ( nicht mehr existente ) Safariland Gro├č-Gerau hatte zumindestens ein Fohlen , dessen vier Beine durchgehend gestreift waren.Im letzten Parkf├╝hrer ist es auch abgebildet. Andersrum , Zebrahengst mit Eselstute , klappt es wesentlich besser mit der Kreuzzung.Da ich kein Genetiker bin , habe ich daf├╝r keine Erkl├Ąrung. In welchem anderem deutschen Zoo hatte es denn schon einmal Bergzebra / Poitueselmischlinge gegeben ? Sehr interessant f├Ąnde ich , ob es m├Âglich ist , Okapi und Steppengiraffe zu kreuzen.
(07.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   @Togo: Nochmal Einspruch: Steppenzebra x Esel ist eine nicht so sehr schwierig zu erlangende Kreuzung und wird in den USA ebenfalls kommerziell betrieben. Was Poitou-Esel x Bergzebra betrifft: Ich wei├č, welchen Zoo du meinst - aber in einem anderen deutschen Zoo hat es schon vorher genau diese Kreuzung gegeben, ohne dass Stute und Fohlen beeintr├Ąchtigt waren; ein Fehlschlag w├Ąre also nicht unbedingt absehbar gewesen.

@Michael G├Ârick: Man k├Ânnte genausogut sagen, dass der Esel ein Zebra ohne Streifen ist... Zwar liest es sich vielerorts so, als sei die Streifung der Zebras als Anpassung an die Tsetsefliege in Afrika entstanden, doch sind die Equiden keine Ur-Afrikaner, sondern gelangten via Asien aus Nordamerika dorthin, und der n├Ąchste fossile Verwandte des Grevyzebras wurde meines Wissens in China gefunden. M├Âglicherweise also haben die nicht die Zebras Streifen ENTWICKELT, sondern die Pferde, Halb- und Wildesel haben diese VERLOREN. Leider l├Ąsst sich fossil weder das Eine noch das Andere nachweisen.

Nebenbei bemerkt wird f├╝r die Tsetse-Theorie erstens von einer kontinuierlichen Nord-S├╝d-Weiterverbreitung ausgegangen, die angesichts mehrerer Klima- und damit Vegetationswechsel in Afrika w├Ąhrend der Stammesgeschichte wenig wahrscheinlich ist. Und in das sch├Âne Modell, dass der Kontrast und die Auspr├Ągung der Streifung von Nord nach S├╝d erst zu- und s├╝dlich des ├äquators allm├Ąhlich wieder abnehmen, wird hie und da sogar der Wildesel als "n├Ârdliches Extrem" eingebaut, aber dezent unterschlagen, dass ausgerechnet das s├╝dlichste aller Zebras, das kontrastreich gef├Ąrbte Bergzebra, leider gar nicht in die Theorie passt....

Kreuzungsexperimente sind unter dem Gesichtspunkt der Stammesgeschichte durchaus interessant. Im 19. Jahrhundert kreuzte ein Engl├Ąnder einen Quaggahengst mit einer Araberstute und bekam daraus ein Zebroidfohlen mit GESTREIFTEN Beinen - nach dem Ph├Ąnotyp der Elterntiere eigentlich "unm├Âglich". Daraus l├Ąsst sich folgern, dass die Beinstreifung nicht nur bei Pferden, sondern auch bei Steppenzebras verdeckt vererbt werden kann, also bei beinstreifenlosen Steppenzebras eine Art dominanter "Deckwei├č"-Faktor eine genetisch m├Âglicherweise vorhandene Streifung "├╝bert├╝ncht". Das in der Natur ├╝bliche Nebeneinander von wei├č- und streifenbeinigen Steppenzebras im s├╝dlichen Afrika wird dadurch verst├Ąndlicher, die teilweise auf Wei├čbeinigkeit selektierten Damarazebra-Zuchtlinien der Zoos t├Ąuschen etwas ├╝ber diesen Fakt hinweg.

Nochmal @Togo: Dass bei der versuchten Kreuzung Hinterw├Ąlder x Zebu kein lebensf├Ąhiges Kalb entstanden ist, w├╝rde ich nicht auf das Konto "Fehlkreuzung" schieben. Schlie├člich wurden und werden Zebus und "normale" Rinder als Angeh├Ârige der selben Tierart in verschiedenen Erdteilen in gro├čem Stil gekreuzt bzw. sind schon etablierte Nutzrassen aus solchen Kreuzungen hervorgegangen.
(07.05.2006, 00:00)
Togo :   @Michael Mettler
Esel , zu denen ja auch das Grevy-Zebra gerechnet werden mu├č , lassen sich mit Pferden weitaus einfacher kreuzen als die drei Zebraarten untereinander. Dagegen ist es nicht so einfach , Berg,-und Steppenzebras mit Eseln zu kreuzen , in einem gro├čen deutschen Zoo wurden Mitte der 90 iger des letzten Jahrhunderts ! Kreuzungsversuche Bergzebra /Poituesel gemacht,leider mit der Folge , das eine tr├Ąchtig gewordene Stute verworfen und das zweite Fohlen , da es zu gro├č war , nicht geb├Ąren konnte und w├Ąhrend der Geburt verstarb. ( Stute und Fohlen )Da frage ich mich ernsthaft, zu welchem Zweck diese Versuche gemacht wurden, war soetwas nicht in den 60 iger Jahren"modern"? Im gleichem Betrieb wurden auch Hinterw├Ąlder K├╝he mit Zebu-Samen befruchtet , was ebenfalls zur Folge hatte, das die Kuh "nur"verworfen hat. Zwar finde ich manche Mischlinge sehr interessant, z.B den Kudu/Sitatunga Mischling in Heidelberg oder den Puma / Ozelot Mischling , aber solche Versuche geh├Âren definitv der Vergangenheit an. Und wenn dadurch auch noch eine hochgradig bedrohte Tierart wie das Bergzebra dabei"verheizt" wird, fehlen mir sowieso die Worte...
(07.05.2006, 00:00)
Michael G├Ârick :   Das Grevyzebra ist molekularbiologisch nach neueren untersuchungen ein Esel mit Streifen. Auch ph├Ąnotypisch ist das Grevyzebra ein Esel
(06.05.2006, 00:00)
Michael Mettler :   @Togo: Grevyzebras lassen sich nicht nur mit Eseln, sondern auch mit Pferden relativ problemlos kreuzen, was ebenfalls schon zu kommerziellen Zwecken gemacht wurde und wird. Die enge Eselverwandtschaft l├Ąsst sich durch Grevy-Esel-Zebroide allein also keinswegs belegen.

Auch das Bergzebra soll dem Esel n├Ąher stehen, denoch ist auch die Kreuzung Grevy- x Bergzebra extrem schwierig und m.W. nur ein einziges Mal gelungen (in Wien unter Antonius). Manchmal sind es gerade nahe verwandte Arten, die bei Kreuzungsversuchen mehr Probleme bereiten als entferntere Verwandte, eben WEIL irgendwelche Unterschiede erst zur Artentrennung gef├╝hrt haben.

Dass die drei Zebraarten nur willk├╝rlich aufgrund ihrer F├Ąrbung n├Ąher zusammenger├╝ckt werden, wird allerdings durch Untersuchungen gest├╝tzt, die das Steppenzebra eher als "Pferd", die beiden anderen Arten eher als "Esel" betrachten. Trotzdem sind alle Equiden untereinander nat├╝rlich noch immer n├Ąher verwandt als Schimpanse u