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Zoos in DĂ€nemark



W. Dreier:   Habe ich gestern irgendwo im TV gesehen: in Kopenhagen wurden die Pandas begrĂŒĂŸt- royal!!
(12.04.2019, 21:28)
Emilia Grafe:   http://sh-ugeavisen.dk/index.php/2018/11/21/betroffener-tierpfleger-gab-nashorn-den-abschiedskuss/

Auch aus Ebeltoft wird ein Spitzmaulnashorn ausgewildert.
(29.11.2018, 14:42)
Jörn Hegner:   werden im givskud zoo die bongos nicht mehr zusammen gehalten mit den springböcke ?
(04.05.2018, 16:38)
Nikolas Groeneveld:   Ich hab im Internet ein Bild der Anlage gefunden auf der die BraunbĂ€ren lebten.
https://www.zoochat.com/community/media/aalborg-zoo-brown-bear-exhibit.218652/

Das ist sicherlich keine wirklich tolle Anlage, aber ich habe schon viel schlimmere Anlagen fĂŒr BĂ€ren gesehen.
Mit einer Umgestaltung hÀtte man da aber schon was wesentlich besseres draus machen können.

Ich halte generell nicht viel davon Zootiere zu töten.
Auch wenn es natĂŒrlich fĂŒr eine Erhaltungszucht Sinn machen kann, wenn z.B. ĂŒberschĂŒssige mĂ€nnliche Tiere geschlachtet und verfĂŒttert werden, damit man den frei gewordenen Platz fĂŒr weibliche Tiere nutzen kann.
Damit hatte dieser Fall aber auch rein gar nichts zu tun.

Wenn man in einem Zoo Tiere hĂ€lt um unter anderem Menschen fĂŒr Tiere zu begeistern, dann gehört fĂŒr mich nicht dazu, dass man sie so lange sie klein und niedlich sind am Leben lĂ€sst und sie dann wenn sie Ă€lter sind und man sie "nicht mehr braucht" einfach tötet.

Auch die Tötung der Giraffe Marius im Zoo Kopenhagen war vollkommen unnötig, die BegrĂŒndung damals war ja die Inzucht-Gefahr.
Man muss ja auch mit solchen Tieren nicht zĂŒchten, man kann sie sterilisieren oder in eingeschlechtlichen Gruppen halten.

Ich bin der Meinung, dass man fĂŒr Zootiere eine Verantwortung hat und durch die Tötung entzieht man sich dieser Verantwortung.
Auch im Fall der BraunbĂ€ren hĂ€tte man durch eine Umgestaltung der Anlage das Leben der Tiere schon verbessern können, die GrĂ¶ĂŸe einer Anlage ist eben bei weitem nicht alles.

Ich halte die Einrichtung und Bauweise einer Anlage fast fĂŒr wichtiger, als die FlĂ€che.
Wobei natĂŒrlich auch ein Mindestmaß an FlĂ€che vorhanden sein sollte, aber eine riesige Anlage ohne Ausstatung bringt den Tieren auch nicht viel.
(09.12.2017, 22:31)
Sacha:   @Adrian Langer: Die Schlachtung der Giraffen fand meines Wissens im Zoo Kopenhagen statt, aber die Geschichte zĂ€hlt auch zu den PR-Desastern, die ich meinte.
(07.12.2017, 20:46)
Hannes Lueke:   Naja PR in Deutschland vielleicht aber das scheint die ja nicht groß zu jucken.
(07.12.2017, 18:26)
Sacha:   Ist zwar von "bildonline", aber trotzdem interessant: 2 BraunbĂ€ren wurden offenbar in Aalborg getötet, weil man ihnen ihr bisheriges Leben im Zoo nicht mehr zumuten wollte:

http://www.bild.de/news/ausland/zoo/alte-zoo-braunbaeren-langweilten-sich-54112082.bild.html

Die dÀnischen Zoos scheinen in Sachen PR echt ein Problem zu haben. Ausserdem muss ich zugeben, dass an einigen der Leserbriefe durchaus was Wahres dran ist...
(07.12.2017, 16:57)
W. Dreier:   noch 2 ErgĂ€nzungen zu Schweden. Der Elchpark heißt Laganland, 10 km vor Ljungby. Oscar III (hier abgebildet) hatte einen Vater Oscar II, dessen Kopf mit schönem Schaufelgeweih an der Wand des Schauraumes hĂ€ngt - bedauerlich - so einen Schaufler (außer einem Amerikaner) habe ich noch nicht in Festlandeuropa gesehen.
Noch ein Freizeitpark: Kolmarden bei Norrköping, ca 100 km vor Stockholm,: 205 ha , jetzt mehr Freizeitpark mit tierischer Umrahmung

@O. MĂŒller: Scheint so ! Es ist bald einfacher, jene Zoos zu nennen, die NOCH KEINE Pandas haben (:(
(11.07.2017, 20:45)
Oliver Muller:   @W. Dreier: Moment mal... Große Pandas in ÄthĂ€ri? Sollten nicht schon welche nach Helsinki kommen? Damit hĂ€tten dann zwei von drei finnischen Zoos Große Pandas???
(07.07.2017, 20:14)
W. Dreier:   Hausren an der finnisch-norwegischen Grenze.
Übrigens wird durch Norwegen fĂŒr die Samen die Schafhaltung - nicht die Renhaltung - gefördert!
(07.07.2017, 20:11)
W. Dreier:   ``Haus``rener auf der Nordkapinsel
(07.07.2017, 20:09)
W. Dreier:   Nun bin ich also ein bestĂ€tigter PolarkreisĂŒberwinder - und kein Zoo war dabei!!
Kopenhagen scheiterte am Wetter - es regnete in Strömen (zum GlĂŒck nur dort), Hauptgrund war aber, dass wir erst gegen 16 Uhr am Tivoli- Park waren, die Unterkunft ca. 47 km entfernt war. Zum Trost gab es bei Jonköping den Besuch einer Elchstation - leider war ein ``richtiger Schaufler`` nicht dabei, zumal die Bastentwicklung noch nicht bei ``Oscar`` abgeschlossen war, zudem war er erst im vierten Jahr.
So wurde es also eher eine theoretische Fahrt, letztlich bei Sonnenschein bis zum Nordkap und einer berauschenden Naturfahrt mit Sichtung von 5 Elchen - immer auf der anderen Busseite. Seltsamerweise war die Vogelwelt recht ``eintönig``: Lach-. Silber-, Mantelmöwe, Kormoran, komischerweise ein nicht scheuer Austernfischer auf einem Parkplatz, in Mittelschweden viele Dohlen, im norden NebelkrÀhen.

Zur Theorie: Nochmals Dank fĂŒr die Hinweise bezĂŒglich der ``Australier`` in Kopenhagen (zum GlĂŒck kenne ich Wombat, Teufel und Co schon).
NĂ€chster theoretischer Zoo war Furuvik bei GĂ€vle in Mittelschweden, Erna Mohr hatte vor vielen Jahren ĂŒber diesen (damals) nördlichsten Zoo Schwedens im ZG berichtet: 2 Seehunde und Haustiere, heute ist das ein Freizeitpark mit 105 ha , immerhin mit u. a. Orang, Schimpanse, 2 Gibbonarten und Krallenaffen.
NĂ€chster Park, nun schon in Finnland, wĂ€re sĂŒdlich von Rovaniemi (Ort am Polarkreis) Athari. Überraschung war fĂŒr mich, dass dort am 4.5. der Vertrag mit China ĂŒber Pandas unterschrieben wurde, Der Park wurde 1973 gegrĂŒndet, 60 ha, 300 Tiere mit BĂ€r, Takin, Waldren, Schneeleo, kl. Panda - und nun bald große Pandas! Als BegrĂŒndung wurde die jahrelange Beziehung von finnischen Forstleuten zu ihren chines. Kollegen in Sichuan genannt, außerdem sei das Klima im mittleren Finnland bezĂŒglich des Pandas recht Ă€hnlich dem in Sichuan. Der Ort selbst ist relativ klein, eigentlich ist auch keine grĂ¶ĂŸere Stadt im Umkreis. Ob da ein Waldmagnat der Geldgeber sein könnte?
KĂ€me noch Ranua ( Ranua Wildlife Park) sĂŒdlich von Rovaniemi.

Im Freiland dann doch recht scheue wilde ``Hausrener? in Gebiet der Samen bis hoch am Nordkap. Interessant, dass ca. 80 % weiß waren. NĂ€her als 50 m kam ich bei einem Halt heran, vom Bus heraus war das weitaus schwieriger bei 80 kmh. Im Hochland in Mittelnorwegen in Dovrefjell-NP sind dann noch wilde Tundrarener existent - also neben den in Finnland 1952 aus Karelien ``eingewanderten`` Waldrenern .

Auf einem Aushang eines Hurtig-Schiffes war dann noch ein Hinweis auf den weltweit nördlichsten Zoo: Polar-Zoo Bardu in der NĂ€he (ca. 70 km) nordöstlich von Narvik (Arctic Wildlife Centre) mit u. a. Moschusochs, Wolf, BĂ€r, Elch . Im Netz fand ich einige Angaben zu den 1931 eingefĂŒhrten Grönland- Moschusochsen im Dovrefjell-NP: Der Fang war damals natĂŒrlich ``traditionell`` - Abschuß der Alttiere. Heute sind es 280 Tiere. Der Park gibt an, dass es gegenwĂ€rtig weltweit etwa 110 000 Tiere gĂ€be.
Blieb noch an der Grenze Norwegen - Schweden von Oslo aus der Nordens Ark Park bei Hunnebosstrand in Schweden, der das Zuchtbuch fĂŒr die Waldrener fĂŒhrt.

Anbei Elch `Oscar`

(07.07.2017, 20:05)
zollifreund:   @W.Dreier: bei meinem Besuch im April waren die Teufel nicht nur im neuen Anlagekomplex im alten Zooteil zu sehen sondern auch noch in ihrer alten Anlage in der NĂ€he des Flußpferdhauses (bzw. waren dort ausgeschildert). Um 13Uhr wurden sie ĂŒbrigens gefĂŒttert ( in den neuen Anlagen). Da sie bereis vorher Ă€ußerst aktiv waren, könnte das auf eine regelmĂ€ĂŸige FĂŒtterungszeit sprechen.
Falls sie noch Zeit bleibt, empfehle ich ein Besuch des Aussichtsturms: lohnt sich wirklich!
(24.06.2017, 16:50)
W. Dreier:   @ R. Mikolayczak: Danke fĂŒr die Info und die WĂŒnsche. Und werde berichten (auch in der Hoffnung, dass FĂ€hren und Bus dort frĂŒh ankommen.
(21.06.2017, 16:59)
Regina Mikolayczak:   Der Plan auf der Internetseite stimmt bzgl. der Teufel: https://www.zoo.dk/map-of-zoo/
Letztes Jahr im SpÀtsommer waren sie jedenfalls dort zu sehen... Nördlich von der Roskildedvej ist also richtig :-)
Gruß und viel Spaß!
(21.06.2017, 14:24)
W. Dreier:   Eine Bitte an Kopenhagen-Kenner: bezĂŒglich der Teufel-Anlagen habe ich 2 Zookarten mit unterschiedlicher Ausweisung. . Darf ich annehmen, dass sie jetzt im sĂŒdlichen alten Zooteil sind ? (also nördlich von der Roskildevej) Viel Zeit werde ich wahrscheinlich nicht haben. Danke!
(21.06.2017, 11:51)
Oskar Schwitters:   Mehr Informationen habe ich leider nicht. Aber soll unter den GrĂŒndertieren der Amurleoparden in Zoos nicht auch schon ein Nordchinese gewesen sein?
(07.06.2017, 15:41)
Oliver Muller:   Verstehe ĂŒberhaupt nichts mehr... Nordchinesen sind doch auch stark bedroht? Oder will man die UA jetzt einfach "zusammen legen" ( weil vermutlich in freier Wildbahn auch Übergangsformen vorkommen)?
(07.06.2017, 13:26)
Sacha:   @Tim Sagorski: Aber deren genetische Basis ist sehr schmal (Inzucht) - Was jetzt nicht heisst, dass ich dieses Projekt befĂŒrworte.
War da nicht mal was Ähnliches mit den letzten echten Florida-Pumas und den Louisiana-Pumas?
Wenn es nur um LeihmĂŒtter geht: Das könnte ĂŒber jede Leoparden-UA funktionieren, dafĂŒr mĂŒssen es nicht zwingend Nordchinesen sein.
(07.06.2017, 09:48)
Tim Sagorski:   Aber warum sollte man das ĂŒberhaupt tun? Amurleoparden gibt es doch noch...

Vielleicht möchte man ja China-Leopardinnen als LeihmĂŒtter nutzen, um den Amurleoparden-Bestand zu vergrĂ¶ĂŸern...
(07.06.2017, 09:04)
Oskar Schwitters:   Wahrscheinlich so, wie man "Auerochsen" aus Hausrindern oder "Berberlöwen" aus Zoolöwen zĂŒchtet.
(06.06.2017, 17:27)
Oliver Muller:   Wie kann man denn aus Chinesischen Leoparden Amurleoparden zĂŒchten???
(05.06.2017, 15:21)
Oskar Schwitters:   Waren doch nur 1,92 MB.
(05.06.2017, 14:03)
Oskar Schwitters:   Die Afrikasavanne, von der der Park stolz berichtet, dass sie genau so groß ist wie der gesamte Kopenhagener Zoo.
(05.06.2017, 14:01)
Oskar Schwitters:   Ree Park Safari, Ebeltoft:
Dieser Zoo entwickelt sich rasch weiter, jÀhrlich kommen neue Anlagen dazu.
An den Neuigkeiten der letzten Jahre ist vor allem der China-Bereich zu nennen, der vor allem eine gigantische Voliere fĂŒr China-Leoparden beinhaltet, aber auch eine agile Gruppe Zwergotter, Kleine Pandas in Gemeinschaftshaltung mit Muntjaks (nicht gesehen), Fischkatzen (sehr schwer zu entdecken) und seit diesem Jahr auch Buntmarder, alle natĂŒrlich in besonders großen Gehegen.
Die neue Bahnfahrt im Nordamerika-Bereich fand ich eher mittelmĂ€ĂŸig, die Jeep-Tour durch die afrikanische Savanne gefiel mir jedoch sehr gut, da es sie auch auf Englisch gibt und man durch das ausgedehnte Wegenetz sehr nahe an die Tiere (einschließlich Spitzmaulnashörner) herankommt. Bei der Tour wurde ĂŒbrigens angedeutet, dass aus den Nordchinesischen Leoparden Amurleoparden rĂŒckgezĂŒchtet werden sollen.
Auch die anderen Gehege, ob fĂŒr BartkĂ€uze, Elche oder Zebramangusten lassen sich nur mit dem Wort gigantisch beschreiben. Dies hat natĂŒrlich zur Folge, dass man viele Tiere gar nicht sieht (BartkĂ€uze, Sandkatzen, Bongos) oder mehrmals an ihre Anlagen zurĂŒckkehren muss, um sie zu entdecken (Buntmarder, Fischkatze, Gepard). Im Vergleich zu diesen Anlagen wirkte die noch recht neue Anlage der Sumatratiger (offenbar das ehemalige Absperrgehege der Löwen) fast schon bedrĂŒckend, obwohl sie von normaler ?ZoogrĂ¶ĂŸe? ist. Wirklich zu klein geraten waren lediglich die winzigen AuslĂ€ufe der Esel und Alpakas im Kinderzoo und die Haltung von flugunfĂ€higen Aras in einer kleinen Anlage ĂŒberzeugte auch nicht.
Interessant fand ich die Vergesellschaftung von Pinselohrschweinen und Bongos mit Spornschildkröten in einer riesigen Anlage.
Anbei: gewildertes Nashorn
(05.06.2017, 13:53)
Oskar Schwitters:   Einsehbares Absperrgehege der EisbĂ€ren
(03.06.2017, 13:48)
Oskar Schwitters:   Erneut
(03.06.2017, 13:44)
Oskar Schwitters:   Die Voliere der Riesenseeadler, links die TribĂŒne
(03.06.2017, 13:41)
Oskar Schwitters:   Was ich zu Randers regnskov ganz vergessen habe: Die Wege scheinen aus dem gleichen Material zu sein wie in Burgers Bush, also aus modelliertem Beton. Durch die zum Teil starken Steigungen und die hohe Luftfeuchtigkeit in den Hallen sind sie allerdings sehr rutschig, ich hĂ€tte mich mehrfach beinahe auf die Nase gelegt.

Skandinavisk dyrepark (Skandinavischer Tierpark), Kolind:
Ein Zoo mit weiterhin nur sehr wenigen Tierarten: 13 SĂ€uger, eine Vogelart, 2 Reptilien und 3 Haustierformen.
Die großrĂ€umigen Gehege der Raubtiere, insbesondere der EisbĂ€ren haben auch mich begeistert.
Neu aus den letzten Jahren: weitere Gehege fĂŒr EisbĂ€ren (wenn auch nicht ganz so gigantisch wie das erste, eines davon ist auch einsehbar), Gehege fĂŒr Grönland-Moschusochsen, eine Eiszeit-Ausstellung (Mammutskelett, Felle von verschiedenen nordischen Tierarten), ein gut beschilderter Weg durch ein 2 ha großes Naturschutzgebiet und vor allem die gigantische Voliere fĂŒr Riesenseeadler (0,3 ha).
Es gibt tĂ€gliche RaubtierfĂŒtterungen, davon empfand ich jene der EisbĂ€ren als besonders sehenswert. Mit den beiden mĂ€nnlichen Riesenseeadlern wird auch eine Flugschau vorgefĂŒhrt, sie findet allerdings in der Voliere selbst statt, zu diesem Zweck liegt in der Voliere, die nur zu den VorfĂŒhrungen begehbar ist, auch eine TribĂŒne. Falknerische Artefakte fehlen komplett, es wird lediglich die Jagd der Tiere (Ergreifen von Fischen bzw. EintagskĂŒken auf Tauen aus dem Flug und Erjagen von Krabben aus dem Sitzen) demonstriert.
Anbei: Riesenseeadler
(03.06.2017, 13:29)
Oskar Schwitters:   Belanger-Tupaja
(01.06.2017, 21:18)
Oskar Schwitters:   Nochmal
(01.06.2017, 21:14)
Oskar Schwitters:   Steg an der Tapiranlage.
(01.06.2017, 21:10)
Oskar Schwitters:   Nachtaffe am Tag (wenn auch am Abend). Er ließ sich weder von mir (ich durfte mich ihm bis auf einen Meter nĂ€hern), noch von den Springaffen stören, die ganz in der NĂ€he mit ihrem Jungtier spielten.
(01.06.2017, 21:01)
Oskar Schwitters:   Wie angekĂŒndigt habe ich im Mai einige dĂ€nische Zoos besucht. Es waren:
Randers regnskov, Randers
Ree Park Safari, Ebeltoft
Skandinavisk dyrepark, Kolind
Folgend meine Berichte (hauptsÀchlich ergÀnzend zu jenen von Michael Mettler und zollifreund):
Randers regnskov (auf Deutsch: Randers Regenwald):
UrsprĂŒnglich hauptsĂ€chlich aus den Tropenhallen (Afrika 500 qm, Asien 700 qm, SĂŒdamerika 2000 qm) bestehend, sind in den letzten Jahren immer mehr zusĂ€tzliche Bereiche hinzugekommen (http://www.regnskoven.dk/bag-om/om-randers-regnskov/historie/).
Der Fokus in den Hallen liegt nicht wie beispielsweise in Gondwanaland auf den Tieren in Gehegen, sondern eher auf den FreigĂ€nger, was mir persönlich mehr zusagt. Auch hier trifft man allerdings gelegentlich auf Tiere, die aus zumeist naheliegenden GrĂŒnden eigene Gehege bewohnen.
Ich hatte das GlĂŒck den Zoo an einem BrĂŒckentag zu besuchen, an dem der Regenwald nicht nur bis 17:00 Uhr statt wie sonst zu dieser Jahreszeit 16:00 Uhr geöffnet hatte, sondern auch deutlich mehr FĂŒtterungen gezeigt wurden. Die FĂŒtterungen waren sehr gut gemacht, auch wenn sie (wie auch in den beiden anderen besuchten Zoos) nur auf dĂ€nisch kommentiert werden. Fragen beantwortet das sehr freundliche Personal jedoch auch auf Englisch und manchmal sogar deutsch. Die FĂŒtterung der Guerezas wurde sogar extra fĂŒr mich auf Englisch ĂŒbersetzt. Neben den angekĂŒndigten FĂŒtterungen gibt es auch welche die unangekĂŒndigt, aber kommentiert durchgefĂŒhrt werden. Zudem gibt es noch TierprĂ€sentationen, bei denen kleinere Tiere (in meinen Fall ein Blauzungenskink, ein Kaiserskorpion und eine Schlange, bei der es sich wohl um einen Teppichpython handelte). Es wird viel ĂŒber die Tiere erzĂ€hlt und die Besucher dĂŒrfen sie auch anfassen (den Kaiserskorpion natĂŒrlich nicht, dieser durfte dafĂŒr allerdings mit einer UV-Taschenlampe angeleuchtet werden, wodurch er zu leuchten begann).
Besonders auffĂ€llig unter den freilaufenden Tieren sind Belanger-Tupajas und Sumatra-Prevosthörnchen in der Asien-, ein Blauducker, Schildkröten und Lemuren in der Afrika- und Aras, ein Truthahngeier, Faultiere und verschiedene Affen (vor allem Sakis aber auch Nachtaffen, Springaffen und Zwergseidenaffen) in der SĂŒdamerika-Kuppel, wĂ€hrend andere wie die Buschschliefer selbst von den Tierpflegern nur alle paar Wochen gesehen werden.
Von den Gehegen sind die meisten ausreichend groß und gut strukturiert, wobei es natĂŒrlich Ausnahmen gibt.
Der Danmarksparken (DĂ€nemark-Park) zeigt verschiedene dĂ€nische Haustiere enthĂ€lt aber einen Spielplatz, eine ShowbĂŒhne (die Show NaturTalent findet leider nur in der Hochsaison statt) und Außengehege fĂŒr NasenbĂ€ren (die ja laut EU bald dort verwildern könnten:-)) und Königsgeier. Beide Arten werden wohl fĂŒr die Show hier gehalten. Von den NasenbĂ€ren gibt es auch noch eine zweite Gruppe in reiner Indoor-Haltung in der SĂŒdamerika-Kuppel.
Am ?Basecamp Bushmaster? (draußen) leben die Jaguare und Tapire in guten (Jaguare) und sehr guten (Tapire) Anlagen. Da die Tapire ein gigantisches Gehege mit vielen Versteckmöglichkeiten bewohnen, sieht man sie nur selten. Es wird auch ĂŒber das Naturschutzprojekt Bigai des Zoos informiert. Die ehemalige Anlage der Tapire (nur Indoor) wurde unpassend mit zwei Nandus besetzt, denen das Klima auch sichtlich nicht zusagte.
Ganz neu ist auch der Nachtzoo (die alte Africa-cave existiert nicht mehr), der mir besonders gut gefallen hat. Der erste Teil nennt sich Templet on natten (Tempel in der Nacht) und beheimatet unter anderem Pythons, Indische Grabfrösche, Tokees, Zwerggleitbeutler (in Gemeinschaftshaltung mit Tigervogelspinnen!) und Gottesanbeterinnen in angemessenen Anlagen im Stil eines Tempels. Der zweite Teil Skoven on natten (Wald in der Nacht) beherbergt neben einem kleinen Aquarium auch Nacktmulle, Kaiserskorpione (auch hier mit UV-Lampen, diesmal auf Knopfdruck) und ein langgestrecktes Gemeinschaftsgehege fĂŒr Erdferkel, Springhasen und Galagos. Neben seiner GrĂ¶ĂŸe imponiert es auch durch den niedrigen und transparenten Holzzaun, mit dem man von den Tieren abgegrenzt ist. Den Galagos wird es sogar gestattet, in den Besucherbereich zu gelangen. Leider ist das Gehege sehr dunkel, weshalb ich auch lediglich die Springhasen entdecken konnte.
Ebenfalls eine Welt der Dunkelheit ist die SchĂ€delgrotte, ein Nachbau einer realen Grotte in Mittelamerika in der auch hunderte leuchtende TotenschĂ€del (natĂŒrlich kĂŒnstlich hergestellt) herumliegen. An Tieren sind Brillenblattnasen (freilebend), Anakondas und der sehr schön von Michael Mettler beschriebene Kakerlaken-Streichelzoo vorhanden.
Der Reigen setzt sich fort mit Buschmeister (dieses Jahr gab es auch eine Nachzucht), Margay (Weibchen mit der Aufzucht des Jungen beschÀftigt), Waldhund, Manati, Komodowaran, Gibbon, Zwergotter und Agakröten in einer zum Besucher hin offenen Höhle.
Es gibt auch noch ein Meerwasser-Aquarium und der Schlangentempel ist natĂŒrlich ebenfalls beeindruckend, auch wenn er mir etwas unterbesetzt erschien.


Fragen sind natĂŒrlich willkommen.

Anbei: der Gang entlang der Anlage fĂŒr Galagos, Erdferkel und Springhasen (man beachte den Zaun).
(01.06.2017, 18:12)
zollifreund:   auch die Zucht scheint hier bei vielen Arten gut zu laufen - leider wurde darĂŒber immer nur auf dĂ€nisch berichtet :-( aber das Kuba-Krokodil konnte dafĂŒr (sozusagen als Beweis) bei der Eiablage beobachtet werden...
(06.05.2017, 15:10)
zollifreund:   in den letzten Jahren scheint der Zoo sich vergrĂ¶ĂŸert zu haben, es sind nun zwei große Scheunen, in denen die Krokodile gezeigt werden. Dabei wird der vorhandene Raum wirklich optimal genutzt. So ist der Landteil immer so angelegt worden, dass er ĂŒber den WasserflĂ€chen liegt und die Tiere sich darunter verstecken können. Auch ist der Besuchersteg meistens ĂŒber den Gehegen angelegt worden. Obwohl das Raumangebot nicht sehr ĂŒppig ist, wirken die Tiere doch sehr entspannt und die Haltung macht einen sehr guten Eindruck.
Nicht umsonst ist der Krokodille Zoo der einzige in Europa der Orinoko-Krokodile zeigen kann.
(06.05.2017, 15:06)
zollifreund:   nun noch ein paar Zeilen zum Krokodille Zoo in Eskilstrup: leider weiß ich bis jetzt noch, ob hier mittlerweile wirklich alle 24 Krokodilarten gehalten werden. Nicht gesehen bzw. ausgeschildert habe ich das Siam-Krokodil und das Nordwestafrikanische Krokodil ( ersteres aber lt. Zootierliste hinter den Kulissen vorhanden). Ein gezeigtes Krokodil war aber nicht ausgeschildert ( und könnte ein NWA-Krokodil sein, siehe Bild). Oder kann jemand die Art bestimmen?
(06.05.2017, 14:55)
zollifreund:   @O.Schwitters: das will ich auch gar nicht bestreiten, aber ich wĂŒsste nicht, wo die zu sehen waren. Es sind in der Zootierliste auch etliche andere Arten aufgefĂŒhrt, die nicht ausgestellt/vorhanden sind ( evtl. aber hinter den Kulissen) wie z.B. Rautenkrokodil, Rotbauchmaki, Sumpfmanguste um nur mal die großen Arten zu nennen. Von Reptilien und kleineren SĂ€ugetieren mal gar nicht zu reden...
(27.04.2017, 21:54)
Oskar Schwitters:   @zollifreund: In der Zootierliste wird eine Haltung seit 2003 angegeben (sowohl fĂŒr die Pekaris als auch fĂŒr die Waldhunde). Ein Besucher konnte im Februar wohl beide Arten beobachten.
(27.04.2017, 19:00)
zollifreund:   Richtung SĂŒden ging die Tour weiter: Zoo Givskud - war fĂŒr mich die große Unbekannte auf meiner Tour ( zuvor hatte ich von dem Zoo noch fast nichts gehört und da ich mich gerne ĂŒberraschen lasse, habe ich auch im Vorfeld bewusst nichts mehr im Internet nachgeschaut) - und Givskud war definitiv das Highlight der Reise! ( lag vielleicht auch etwas daran, dass hier das einzige Mal die Sonne schien g*)
Givskud ( fĂŒr die den Zoo auch noch nicht kennen) ist eine Kombi zwischen Safari-Park und Zoo. Von drei ParkplĂ€tzen aus gibt es klassische Zooerlebnisse zu Fuß, zwischendurch dann wieder Autosafari. Der Tierbestand ist gut, ohne große RaritĂ€ten ( herauszuheben wĂ€ren von den Tierarten evtl. die MĂ€hnenlosen Zebras und die Weißschwanz-Gnus). Beeindruckend waren aber die GrĂ¶ĂŸe und Gestaltung der Anlagen und die KopfstĂ€rke der Tiergruppen ( z.B. neun Bongos, weit ĂŒber 10 Gnus, Rappenantilopen und Löwen, sicher ĂŒber 20 Zebramangusten, HZA. Die Außen-Anlagen fĂŒr Riesenotter ( hier Innen und Außen), Zwergflußpferde, Gorillas, Zebramangusten, Bongos, Wölfe sind in meinen Augen beispielhaft. Ein Besuch ( bei guten Wetter da als einzige Innenanlage die der Gorillas, Schopfmakaken und Riesenotter vorhanden sind) ist auf jeden Fall empfehlenswert.
(26.04.2017, 17:47)
zollifreund:   und die aktuellen Stars dĂŒrfen natĂŒrlich nicht unerwĂ€hnt bleiben - zwei herzige EisbĂ€rzwillinge :-)
(26.04.2017, 17:24)
zollifreund:   die Oranganlage. Innen erinnerte sie ( von GrĂ¶ĂŸe und Struktur ) an die alte Basler Anlage.
(26.04.2017, 17:22)
zollifreund:   und weiter gehtÂŽs mit dem Aalborg Zoo: lt. Sheridan die Nr. 1 der Gruppe C ( Zoos mit < 250.000 Besuchern): kann ich jetzt ehrlich nicht ganz nachvollziehen, da wĂŒrde ich Magdeburg, Doue la Fontaine oder auch Kerkrade deutlich weiter vorne sehen... es gibt hier doch eine ganze Reihe von Anlagen/Gehegen die nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ sind ( Pinguine, Seelöwen, Elefanten innen, Schimpansen und Orangs). Sehr schön die Afrikasavanne mit großer Zwergflußpferdanlage und einer riesigen SĂ€belantiliopengruppe ( 16 Tiere habe ich in Erinnerung) und auch das Tropenhaus hat mir super gefallen ( hier v.a. die Mohrenkaimane ( mit Nachwuchs im Terrarium nebenan).
(26.04.2017, 17:20)
zollifreund:   @O. Schwitters: Pekaris in Randers? daran kann ich mich jetzt gar nicht erinnern...? (es gibt eine kleine Waldhundanlage innen, die könnte ich mir als ehemalige Pekari-Anlage vorstellen.)
(26.04.2017, 17:03)
Oskar Schwitters:   Ich werde im Mai ebenfalls in DĂ€nemark sein und dort einige Zoos (unter anderem wahrscheinlich Randers Regnskov und den Ree Park) besuchen.
Ich hÀtte nur eine Frage: Wo sind die Halsbandpekaris in Randers Regnskov untergebracht?
(24.04.2017, 16:20)
zollifreund:   und noch ein Blick in die SchwarzbĂ€renanlage ( in der Bildmitte sind jĂŒngere BĂ€ren zu erkennen, die auf die BĂ€ume im Gehege klettern...)
(23.04.2017, 20:48)
zollifreund:   Ree Park Safari: hier steckt der aktuelle private Besitzer weiter viel Geld hinein ( Frage am Rande: warum gibt es keine deutsche MillionĂ€re die Lust haben einen Zoos zu fĂŒhren? wenn man da ĂŒber die Grenze nach DK, F, B oder NL schaut kann man direkt neidisch werden):
als Neuheit 2017 wird von der Marktingabteilung eine Zugfahrt durch den Nordamerikaparkteil ( Bisons, SchwarzbĂ€ren, Wölfe) stark beworben ( ist aber relativ kurz und bietet keinen großen Mehrwert zu den Einblicken von den Fußwegen, denke das Geld kann man sich sparen; ebenso wie bei der Jeep-Safari durch die Afrikasavanne ( DĂ€nemarkt ist auch nicht billig)). Zoologisch deutlich interessanter ist die neue Buntmarderanlage. Riesig mit viel natĂŒrlichem Bewuchs, klasse!
Ansonsten ist der Ree Park ein fast reiner SĂ€ugetierzoo, die Tiergruppen aber alle recht zahlreich und in sehr großen Anlagen. Und Gott-sei-Dank auch alle recht winterhart. So waren trotz eisigen Temperaturen alle Tiere der Savanne bis nachmittags draußen, und sogar der Gepardennachwuchs lies sich lĂ€nger außerhalb der SchutzhĂŒtte beobachten ( da es keine TierhĂ€user gibt ist der Besuch bei schönem Wetter sicher noch lohnender). außerdem kennzeichnend viele begehbare Anlagen ( Vikunja und Mara; Lama; TotenkopfĂ€ffchen, Katta, Roter Vari).
anbei Buntmarderanlage
(23.04.2017, 20:46)
Gudrun Bardowicks:   Randers Regnskov hat mir bei meinem bisher einzigen Besuch vor etwa 10 Jahren ebenfalls gut gefallen. damals gab es allerdings nur einige Außenanlagen fĂŒr Haustiere im erwĂ€hnten Sumpfgebiet und den angrenzenden Weiden. Ein wirklich faszinierender Zoo.
(23.04.2017, 20:43)
zollifreund:   die Osterferien habe ich diesmal genutzt um mir mal gĂ€nzlich neue Zoos anzuschauen und war dazu in DĂ€nemark unterwegs. Stichwortartig ein paar EindrĂŒcke von den besuchten Zoos, gerne versuche ich ergĂ€nzende Fragen zu beantworten.
Nach dem Besuch in Kopenhagen ( siehe dortigen Thread) war das nÀchste Ziel Randers Regnskov ( bei den eisigen Temperaturen war dieser Indoorzoo nicht umsonst die am besten besuchteste Einrichtung von allen g*):
mittlerweile gibt es auch die ersten Außenanlage, fĂŒr Jaguare, sehr großzĂŒgig, gut strukturiert, ist in zwei Teile separierbar
eine weiter Außenanlage ist fĂŒr Flachlandtapire im Bau: die wird weltklasse - die Anlage entsteht in einem Sumpfgebiet direkt an dem angrenzenden Fluß ( d.h. Wasser, Sumpf, viele natĂŒrliche Vegetation und sehr großzĂŒgig; die Innenanlage ist leider genau das Gegenteil :-(
die FĂŒtterung der Piranhas war sehr eindrucksvolle: eine Ratte am Schwanz ins Wasser halten und ruck zuck weg war sie...
zwei neue Anlagen fĂŒr Komodowaren gab es im Asienbereich und dort etwas unpassend: vier junge Breitschnauzenkaimane, Kappengibbons hatten auch ein wenige Tage altes Neugeborenes
in Afrika gab es ein freilaufenden, trotz etlicher Besucher sehr entspannt wirkender Blauducker
in der SĂŒdamerikahalle hat mir sehr gut die Margay-Anlage gefallen.
Noch in keinem Zoo bisher gesehen und daher völlig faszinierend: eine begehbare Anlage fĂŒr Teppichpythons....
(23.04.2017, 19:02)
W. Dreier:   In Kopenhagen gab es eine Geburt bei den tasmanischen Wombats (aus einer ``internationalen Zoofreunde``-Zeitschrift. - muß ich noch genauer lesen, da viele andere Mitteilungen)
(01.03.2017, 10:25)
Oliver MĂŒller:   Odense hat einen Löwen getötet und öffentlich seziert und wieder kennt das Geschrei keine Grenzen und es finden sich hasserfĂŒllte Kommentare in den Medien.
(15.10.2015, 16:01)
Gudrun Bardowicks:   In der aktuellen Anlage fĂŒr Meerotter lebten bei meinem Besuch im Blauen Planet im Jahr 2013 Kalifornische Seelöwen, fĂŒr die die Anlage aber viel zu klein war. Meerotter gab es 2013 dort noch nicht. Die Hammerhaie fand ich allerdings auch 2013 schon beeindruckend.
(14.09.2015, 19:44)
Sacha:   Ich war am Wochenende erstmals im Zoo Kopenhagen und im Nationalaquarium Blauer Planet (darum Eintrag in diesem Thread).
Schon vorab kann ich sagen, es war toll.
Am Samstag war ich zuerst im Zoo. Entgegen den Prognosen war es ziemlich bewölkt (statt sonnig) und wohl auch frischer als vorausgesagt. Trotzdem (oder gerade deshalb) gelangen gute Fotos. Highlight waren die beiden Beutelteufel-Anlagen (eine neben den KÀngurus, die anderen (Doppel-)Anlage neben dem alten Elefantenhaus) bzw. deren Bewohner. Die kleinen Kerlchen schienen den ganzen Tag aktiv zu sein. Zumindest war dies immer der Fall, wenn ich an deren Gehegen vorbeikam.
Die neue EisbĂ€ranlage (Arktischer Ring) war leider komplett geschlossen. Nun kann ich kein DĂ€nisch, glaube aber, den Inhalt der Info-Plakate einigermassen entschlĂŒsselt zu haben. Demnach wĂ€re der Grund das Ausbessern bzw. Einbringen von Gehegeelementen. Pech, zumal mir dadurch auch die Papageitaucher, Lummen und Alken entgingen (erstere sah ich dann spĂ€ter im Aquarium), aber was soll's. So hat man einen Grund, um wieder zu kommen.
Das trifft auch auf die Tasmanienanlage zu, die in rund zwei Wochen eröffnet werden soll und etwa den Bereich einnimmt, auf dem vorher das Gehege der Grossen AmeisenbĂ€ren lag (die zu den Guanakos und Maras gezogen sind). Sind vorab schon mal ganz toll aus. Nur das nötigste an Abschrankungen (Glas und Kunstfelsen, keine Gitter) und viel GrĂŒn. Erste Bewohner werden die Teufel und die Östlichen Grauen RiesenkĂ€ngurus sein, die Tasmanischen Wombat sollen etwas spĂ€ter hinzukommen.
Ein weiterer Bau, der mir - entgegen meinen Erwartungen - gut gefallen hat, ist das Elefantenhaus. Anhand der Bilder dachte ich, hier hat sich mal wieder ein Stararchitekt verewigt. Aber das GebĂ€ude ist viel weniger dominant als gedacht, allerdings wurde mit Kunstfelsen und Pfeilern nicht gespart (dafĂŒr fehlten die nervigen Schaukelseile). Die Aussenanlagen sind gut strukturiert, könnten aber - wie in ZĂŒrich - grösser sein. Auch die Innenanlagen glĂ€nzen nicht gerade durch grosse FlĂ€che (dafĂŒr Höhe). Obwohl die edukativen Elemente (u.a. Bilder zur Geschichte der Elefanten, die im Zoo Kopenhagen gehalten wurden) sehr gelungen sind, wĂŒrde ich an deren Stelle asiatische Wirbellose, Fische, Amphibien und Reptilien dort unterbringen (und das Tropenhaus "amerikanisieren" = Schimpansen aufs ErweiterungsgelĂ€nde in die Ecke gegenĂŒber den Okapis, asiatische Vögel ins alte Elefantenhaus).
Generell ist der Zoo auf einem hohen Level. Einzig die Nur-Innen-Haltung der Schimpansen sowie die ebenfalls nicht mehr zeitgemÀsse Aussenanlage der Paviane (und deren viel zu kleine Innenanlage) störten.
Am Sonntag ging es dann ins Nationalaquarium Blauer Planet (nahe des Flughafens). Eine tolle Anlage mit hervorragend gestalteten Aquarien. Highlight hier die Hammerhaie, die Olivbraunen Seeschlangen und natĂŒrlich die beiden Alaska-Meerotter. Anlage der letzteren ausser relativ klein, innen (!, wieso ist das nötig?) okay. Was fehlt, sind m.E. grosse Pinguine (der Zoo hĂ€lt Humboldts, das wĂ€re eine gute ErgĂ€nzung), sowie mindestens eine Aussenanlage mit mindestens einer Robbenart (Pazifische Walrosse wĂŒrden perfekt zu den Meerottern passen).
Eintrittspreis Zoo mit rund 25 Euro eher hoch, fĂŒr Aquarium m. E. gerechtfertigt (ebenfalls umgerechnet rund 25 Euro).

Falls Ihr noch Fragen habt, nur zu!
(14.09.2015, 12:01)
Jörn Hegner:   im nĂ€chsten jahr möchte ich mal gerne den krokodilzoo in eskilstrup besuchen . hat dieser ganzjĂ€hrig geöffnet .
(10.08.2014, 22:50)
Stefanie Fischer:   Vielen Dank, freu mich schon auf meinen Urlaub!

(23.07.2014, 00:19)
Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: Genau, wir haben von Arhus aus Sternfahrten gemacht und sind am letzten Tag dann im Bogen ĂŒber die Inseln und per FĂ€hre zurĂŒck nach Deutschland statt auf der Hinfahrtstrecke.

Das Terrariet Vissenbjerg ist nicht besonders groß, das GebĂ€ude scheint frĂŒher eine GaststĂ€tte o.Ä. gewesen zu sein. (Übrigens ist auch der Krokodille Zoo nicht so groß, wie sich der Name anhört.) Hatten wir eigentlich nur eingeplant, weil es an der Strecke lag. In Kerteminde waren die Schweinswale der Hauptbesuchsgrund, auch das eigentliche AquariumgebĂ€ude ist nicht besonders groß und beherbergt genauso viel Didaktik wie Becken, zum reinen Tiere-gucken braucht man also nicht viel Zeit. In Odense hatten wir damals das Pech, dass ein Teil des Zoos gesperrt war (Großbaustelle Afrikavoliere), wir hatten reichlich Zeit fĂŒr den Rest. Und wie erwĂ€hnt war am selben Tag ja sogar noch ein ebenfalls entspannter Besuch des Vogelparks bei Tommerup drin.

In Kopenhagen waren wir gleich zur Morgenöffnung und meiner Erinnerung nach bis in die spĂ€te Mittags-/frĂŒhe Nachmittagszeit, wobei wir uns extra viel Zeit genommen hatten, um mehrfach zur Beutelteufel-Anlage zurĂŒckzukehren (was sich dann auch gelohnt hat).

Der Zwischenstopp am Krokodille Zoo auf der RĂŒcktour wĂ€re beinahe schiefgegangen, weil auf der Homepage eine um eine Stunde lĂ€ngere Öffnungszeit angegeben war als vor Ort (oder ich eine saisonale Änderung ĂŒbersehen hatte). Wir wurden aber kurz vor TĂŒrschließung noch reingelassen und durften uns noch in Ruhe umsehen, konnten sogar noch ein PlĂ€uschchen mit dem Betreiber halten. Im damaligen Zustand - es gab allerdings gerade eine Erweiterungsbaustelle - dĂŒrfte die FlĂ€che des Krokodilhauses nicht grĂ¶ĂŸer gewesen sein als z.B. die seines Berlin-Friedrichsfelder GegenstĂŒcks, allerdings mit kleineren und zahlreicheren Anlagen (ganz ĂŒberwiegend als Großterrarien gestaltet, nur wenig offene BeckenflĂ€che). Man hat eigentlich eher den Eindruck, als wĂŒrde man durch den Flur einer Wohnung gehen, deren Zimmer verglast sind.

Mit Ausnahme der Beutelteufel haben wir uns auf der Tour allerdings selten die Zeit genommen, vor Gehegen lĂ€nger zu verweilen und Verhalten zu beobachten. Hetze war es trotzdem keineswegs. Und wir haben die Fahrstrecken zwischen den Zoos genutzt, um uns zu stĂ€rken, so dass wir in den Einrichtungen keine Zeit fĂŒr die Verpflegung brauchten - bei den Lebensmittelpreisen in DĂ€nemark war mitgenommener Proviant die deutlich gĂŒnstigere Lösung...
(22.07.2014, 08:53)
Stefanie Fischer:   Vielen Dank, ihre Berichte habe ich mit großen Interesse gelesen und in meine Planungen mit einbezogen. Haben sie dann die ganze Zeit in Aarhus gewohnt und haben jeden Tag nur Sternfahrten gemacht? Wielange haben sie in Kopenhagen ungefĂ€hr "gebraucht"? Das Terrarium, Kerteminde und Odense schafft man tatsĂ€chlich an einem Tag? Wieviel Zeit hat man denn dann fĂŒr den Zoo? (Terrarium unsd Schweinswale gucken wird jetzt wahrscheinlich nicht solange dauern)
(21.07.2014, 22:40)
Michael Mettler:   P.S. Kurzberichte ĂŒber unsere damalige Tour siehe September 2009 in diesem Thread, wenn's hilft...
(21.07.2014, 09:20)
Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: Wir waren 2009 per Pkw auf DĂ€nemark-Tour und hatten uns als zentralen, verkehrstechnisch gĂŒnstigen Übernachtungsstandort Arhus gewĂ€hlt. Ich fotografiere intensiv, somit sollten die Besuchszeiten ohne Fotografieren erst recht problemlos schaffbar sein. Wichtiger Tipp: Zur Tourplanung unbedingt vorher die aktuellen Öffnungszeiten recherchieren, meiner Erinnerung nach öffnen dĂ€nische Zoos spĂ€ter und schließen teilweise frĂŒher, als wir das in Deutschland gewohnt sind.

Unser Tourenplan sah damals so aus (Reihenfolge innerhalb des Tages jeweils wie angegeben):
Am Anreisetag (aus Hannover kommend) Skaerup Zoo und Givskud;
am 2. Tag Randers, Hobro Mini Zoo (lag an der Strecke, war aber damals den Besuch nicht wert - oder nur als abschreckendes Beispiel) und Aalborg;
am 3. Tag Ebeltoft, Munkholm Zoo in Balle und Kolind;
am 4. Tag Terrariet Vissenbjerg, Vogelpark Tommerup, Fjord & Baelt Aquarium Kerteminde und Odense;
am letzten Tag Kopenhagen und der Krokodille Zoo.

Zeitnot hatten wir dabei eigentlich nirgends.
(21.07.2014, 09:15)
Stefanie Fischer:   Am Mittwoch geht es spontan auf große DĂ€nemark-Zootour. FĂŒr die Planbarkeit wĂŒrden mich die ungefĂ€hre Besuchdauer der Forummitglieder interessieren.
Ich will nicht hetzen mĂŒssen, aber ich bin kein Fotograf und bei Standardtieren muss ich jetzt auch nicht ewig gucken.

Es soll u.a. in den Krokodilzoo, Odense, das Terrarium in Vjissenberg, Randers und Aalborg gehen. Elbeltoft und Kolind wollte ich gerne an einem Tag besuchen, funktioniert das?

Vielen Dank schonmal fĂŒr die Infos.
(21.07.2014, 00:08)
Jörn Hegner:   hat dieser krokodilzoo in eskilstrup eigentlich ganzjĂ€hrig geöffnet . weil ich habe vielleicht vor diesen im nĂ€chsten jahr zu besuchen .
(21.04.2014, 19:39)
Karsten Vick:   @Sacha: fĂŒr das erst 2013 eröffnete Aquarium ist die Zootierliste nicht vollstĂ€ndig, wir haben uns an dem Tag nicht berufen gefĂŒhlt, sie zu vervollstĂ€ndigen, aber ich denke, die wichtigsten Arten sind drin. Die Hammerhaie sind S. lewini, aber noch ziemlich klein, ich glaube, der grĂ¶ĂŸte Rochen war Taeniura meyeni.
Zwei Sachen hab ich hinterher noch rausgekriegt, die auch Oliver noch nicht weiß. Wir haben uns gewundert, woher sie die ganzen großen Fische hatten. Der "blaue Planet" ist der Nachfolger des alten Danmarks Akvarium und hat dessen alten Bestand ĂŒbernommen, u. a. @Oliver, ist der von uns bewunderte Australische Lungenfisch seit (ausgerechnet) 1967 im Bestand.
Das Seelöwenbecken, das wir beide fĂŒr zu klein und schlecht einsehbar hielten, ist eigentlich fĂŒr Seeotter konzipiert und sie sind immer noch an einem Import dran.
Ein Korallenriff-Aquarium gibt es auch, ein normales Becken wie in Leipzig, genau so hoch, aber lÀnger.
Meine grĂ¶ĂŸte EnttĂ€uschung fand natĂŒrlich ĂŒber Wasser statt: Lt. den "nyheder" auf der Homepage hatten sie vor kurzem nicht nur Lummen und Papageitaucher, sondern auch "tejst", also Gryllteiste, auf ihrem Vogelfelsen ausgesetzt, der vorher nur provisorisch mit Eiderenten besetzt war. Aber Fehlanzeige, kein Teist zu sehn...
(23.07.2013, 00:24)
Oliver Jahn:   Oh Sacha, ich und Fische...also das Krok war ein Stumpfkrokodil, neben Hammerhaien gab es noch Schwarz und Weißspitzenriffhaie und Tigerhaie. Was fĂŒr Rochen das aber waren, dass kann ich leider nicht mehr sagen, der GrĂ¶ĂŸte kann ausgewachsen knapp drei Meter groß werden.
(19.07.2013, 18:10)
Sacha:   @Oliver Jahn: Wow, das klingt ja toll. Welcher Art waren die Krokodile, die "riesigen Rochen" und die Hammerhaie? Gab es noch andere Grosshaie? Und wurde auch ein grosses tropisches Korallenriff-Aquarium installiert?
(19.07.2013, 17:09)
Oliver Jahn:   Obwohl ich kein wirklicher Fan von Aquarien bin, so habe ich das dĂ€nische Großaquarium in Kastrup, „Den Bla° Planet” besucht und ich war wirklich begeistert.
Hier sieht man alles, was man in einem Großaquarium erwartet, vor allem aber waren es die Exemplare, die uns auf Grund ihrer GrĂ¶ĂŸe und/oder ihrer Anzahl total fasziniert haben.
Besonders hervorheben möchte ich einen (ich weiß nicht mal, wie es bezeichnen soll) Lebensraum, in dem Fische, Krokodile, Vögel und Klippschliefer gemeinsam gehalten werden.
Ebenso war die Felswand fĂŒr Papageientaucher, Trottellummen und Alke sehr beeindruckend, obwohl das wiederum im Zoo Kopenhagen die einzige Anlage im neuen Nordland ist, die mir dort gefiel, und auch auf Grund ihres Aufbaus, mit einem echt begrĂŒnten Hang in der Anlage, sogar besser, als die im Aquarium.
Der Amazonasbereich, mit 5 herrlich gefĂ€rbten und sehr großen Arapaimas und einem riesigen Schwarm an Piranhas war total beeindruckend, auch die Arassaris als Oberbesatz, neben drei weiteren Vogelarten machte diesen Lebensraum sehr interessant.
Zwei Arten an Fetzenfischen waren zu bestaunen, Riesenkrabben, etliche Seepferdchen-Arten und der Oceantank, mit Glastunnel, ĂŒber dem riesige Rochen, Hammerhaie und etliche andere Großfische zu bewundern waren, vermittelte einen tollen Eindruck.
Der Besuch war tatsÀchlich viel lohnenswerter, als ich es anfÀnglich erwartet habe.

(19.07.2013, 16:40)
Niedersachse:   Die Amurtiger waren gestorben. Man hĂ€lt jetzt Sumatratiger (Die alte Katze aus Heidelberg)
(27.08.2012, 19:29)
Jan Beensen:   Das schaut aber sehr gut aus!
Erinnert mich ein bisschen an Odense...
HĂ€lt der Zoo nun Amur- und Sumatratiger?
Beide Arten sind auf der HP aufgefĂŒhrt.
(26.08.2012, 21:18)
Gerhard Joerres:   Berichtigung nachdem ich nachgedacht habe. Die neue Anlage liegt auf dem Grund der alten Anlagen. Die alten Anlagen sind abgerissen worden.
(26.08.2012, 20:07)
Gerhard Joerres:   Die Anlage wurde am 05.06 eingeweiht. Es sind die einzigen Löwen in Aalborg.

http://www.aalborgzoo.dk/UserFiles/flash/billedgallerier/aabning-rovdyranlaeg2/aabning-rovdyranlaeg2.html

Was mit den alten Anlagen geschehen ist kann ich nicht sagen.
(26.08.2012, 20:04)
Jan Beensen:   Das wĂŒrde also heißen es leben derzeit nur 0,2 AsiatischeLöwen in Aalborg.
Und die Anlage ist auch neu?
Ich kenne nur die großen Plattenbauanlagen in der hintereinander weg Löwen, Tiger, Leoparden (ĂŒberdacht) und frĂŒher dann auch die BĂ€ren lebten.
Die wurden umgebaut?
(26.08.2012, 19:21)
Gerhard Joerres:   Bei unserem letzten Besuch im Juni hatte Aalborg keine Löwen im Display, denn die neue Anlage war noch nicht fertig. Die Löwen Aslan, Fiebi und Naomi wurden an den Ebeltoft Safari abgegeben bis ein dauerhafter Platz gefunden wird. Die zweijĂ€hrigen Jungtiere von Naomi und Fiebi sind nach Odense und einen italienischen Zoo gegangen. Die restlcihen zwei Jungtiere sollten an einen Zoo in Zypern gehen. Das hat sich aber zerschlagen, ein anderer Zoo wurde nicht gefunden. Die Jungtiere wurden getötet und dem naturhistorischen Museum in Aalborg zur VerfĂŒgung gestellt. Meines Wissen gibt es nur in Nesle (Frankreich) beide Arten in Europa
(26.08.2012, 18:49)
Michael Mettler:   M.W. vermittelt das EEP fĂŒr Asiatische Löwen nur an solche Zoos Tiere, die keine anderen Löwen (mehr) im Bestand haben, egal ob Zoomixe oder reinblĂŒtige Afrikaner.
(26.08.2012, 17:50)
Jan Beensen:   In der ZTL steht, dass der Zoo Aalborg in diesem Jahr 0,2 Asiatische Löwen aus ZĂŒrich bekommen hat.
Heißt das, dass der Zoo Aalborg nun (Zoo-)Löwen und Asiantische Löwen hĂ€lt und somit zwei Gruppen prĂ€sentiert?
(26.08.2012, 17:37)
Liz Thieme:   hmm ok, danke
(23.10.2009, 16:26)
Michael Mettler:   @Liz: Man kann zwar quer durch das Großbecken hindurch unter Wasser einen mit Scheibe abgetrennten Bereich sehen, aber den habe ich fĂŒr das Tapir-Badebecken gehalten und nicht mehr weiter darauf geachtet. Habe jedenfalls nicht bewusst ein Manati-Absperrbecken gesehen.
(23.10.2009, 15:46)
Liz Thieme:   @Micha hab noch mal eine Frage wegen Randers.
Wieviel Manatibecken konntest du sehen? Hatten die ein Absperrbecken. Ich kann auf dem Plan von denen nur ein Großbecken sehen. Könnten weitere hinter den Kulissen sein?
(23.10.2009, 15:24)
Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Wenn die ihre Tiere aus Deutschland mit dem Trecker abholen, erklĂ€rt das natĂŒrlich, dass sie "viel unterwegs" sind :-D
(19.10.2009, 20:43)
Stefan Schubert:   Ich sah einen Traktor mit HĂ€nger auf dem Hof. Im Falle der Takine war dieser wohl besser geeignet! ;o)
(19.10.2009, 18:50)
Michael Mettler:   War schon mal jemand im Safari Zoo Lintrup? Habe leider erst nach der Tour von ihm erfahren und wenigstens die Homepage besucht; StreifenhyĂ€nen und Dingos wĂ€ren fĂŒr mich eventuell einen Abstecher wert gewesen.

@Stefan Schubert: Wenn die Betreiber des Skaerup Zoos viel nach Deutschland reisen, sind sie angesichts ihres Tierbestandes wohl immer mit einem Kleintransporter auf Tour ;-)
(19.10.2009, 18:45)
Stefan Schubert:   Nun schein ich es offenbar geschafft zu haben! ;o)

Zu den letzten vier Einrichtungen wurde das meiste bereits gesagt und so bleiben nur wenige Anmerkungen:

Terrariet Vissenbjerg: Ich sah ebenfalls nur ein BennettkÀnguru. Es gibt wohl doch nicht mehr!
Freunde des ÖPNV erreichen das Terrarium aller 20 Minuten mit den Buslinien 131, 132, 133 und 134 ab Odense (am Bahnhof). An der Kirche steigt man aus und entlang der Kirchgartenmauer (linkerhand) sind es keine hundert Meter!

Frydenlund oder auch Danmarks Fuglepark Tommerup: Eine sehr angenehme Parkgestaltung. Am Eingang befindet sich ein kleines Museum mit bĂ€uerlichen Artifakten und einigen Ă€lteren Vogelbauern. Hier befindet sich zudem ein Tisch mit Infomaterial, welcher wohl fĂŒr BeratungsgesprĂ€che genutzt wird. Am Kinderzoo war man fleissig am Schaffen. Was dort entsteht, war allerdings nicht ersichtlich. Vielleicht wird als Bird Home eine kleinere Voliere nahe des Einganges bezeichnet, in der aus Privathaltungen aufgenommene Amazonen ghalten werden?
Bemerkenswert in Tommerup ist noch, dass der Kaffee kannenweise verkauft wird. Das ist die richtige Menge fĂŒr den Koffeinjunkie! Eine Gepflogenheit die hier ĂŒblich ist, denn in einen vier Kilometer entfernten Museum gab es das auch!
Die öffentliche Erreichbarkeit ist hier schwierig. Es gibt zwei Tommerups: Tommerup st(ation) liegt am Bahnhof und das ca 4 km Tommerup (Dorf) wird mit dem Bus 152 stĂŒndlich ab Odense angefahren. Der Vogelpark liegt von beiden Ortsteilen ebenfalls 4 km entfernt und bildet somit ein Dreieck. Vom Dorf her ist der weg ausgeschildert und einfacher zu finden als vom Bahnhof!

Fjord & Baelt Kerteminde: Durch die Nutzung einer kleinen Bucht wird der Unterwassertunnel zum Erlebnispfad. Die am Meeresboden zu entdeckenden Krabben, Seesterne und kleineren Fische liesen die Schweinswale vergessen. Das Museum ist zudem eine Forschungsstation. Das beschriebene Training der Kleinwale dient auch der Entwicklung von Sendern, die die Schweinswale (und ggf. Delfine) von den Fischernetzen fernhalten sollen!
Kerteminde wird aller halbe Stunde mit der Buslinie 150 angefahren. Das Aquarium liegt gleich am Busbahnhof!

Zoo Odense: Hier gibt es ebenfalls nichts gross anzumerken. Höchstens, dass der den Zoo teilende Bach von einem Fussweg begleidet wird, der zusÀtzliche Einblicke bei den ZebraŽs, Löwen und Tigern erlaubt. In ersten beiden FÀllen sind Sichtungen durchaus wahrscheinlich!
Der Zoo liegt etwa vier Kilometer sĂŒdlich der Hans-Christian-Andersen-Stadt und ist mit mehreren Stadt- und Überlandbuslinien erreichbar. Alternativ empfielt sich der angesprochene Pfad entlang des Flusses (ausgeschildert).
Freunde von Haustieren sei noch das "Fynische Dorf" (Den Fynske By) zwei Kilometer weiter sĂŒdlich nahe gelegt. Neben etwa zwei Dutzend alten GebĂ€uden gibt es viel lĂ€ndliches Flair und einige dĂ€nische Haustierrassen (u.a. DĂ€n.Landhuhn, Schinkenschwein und eine sehr alte Pferderasse aus dem 17.Jh) zu erleben!

Krokodille Zoo Eskilstrup: Hier sei noch angemerkt, dass draussen noch Volieren fĂŒr SoldatenaraÂŽs und Pater-Davidhörnchen zu finden sind, sowie eine Freianlage fĂŒr Spornschildkröten. Neben den beiden Alligatorarten sieht man in der kleinen Tropenhalle zudem noch LisztĂ€ffchen und Allfarbloris. In der Regel nicht zu sehen bekommt man hier hingegen den GrĂŒnen Leguan!
Eskilstrup hat zwar einen Bahnhof, doch der liegt eine gute halbe Stunde entfernt. Das erste Hinweisschild auf die Einrichtung steht dann in Sichtweite des Zoo! ;o)
(19.10.2009, 15:58)
Stefan Schubert:   Anbei noch ein Bild aus Hirtshalt. Nachdem das Aquarium 2003 vollstĂ€ndig niederbrannte wurde die einstmals einteilig gegossene Grossscheibe beim Wiederaufbau aus mehreren Teilen zusammengeklebt! Anzumerken sei noch der ganz tolle deutschsprachige ZoofĂŒhrer!

Nun habe ich mich noch ein wenig weiter durchgearbeitet. (UrsprĂŒnglich hatte ich fĂŒr den heutigen Tag etwas ganz anderes vor, doch es ist sooooo spannend! Danke!)

Munkholm Zoo, Balle: Hier könnte ich mich in den A...
UrsprĂŒnglich war er vorgesehen, doch die samstĂ€glichen Busverbindungen waren sehr mager. DafĂŒr startete ein mittĂ€glicher Kurs am Kattegatcentret Grenaa, doch hĂ€tte dieser nur 90 Minuten Besuchszeit ĂŒbrig gelassen!

Kattegatcentret Grenaa: Grosses Aquarium mit Robbenanlage am Meer und grösserem Haibecken ergĂ€nzt um einen Unterwassertunnel. DAS HAI-Light hier war ein mĂ€nnlicher Sandtigerhai mit vier AnhĂ€ngseln (zu den beiden natĂŒrlichen): Schiffshalter! Dazu gab es eine Ausstellung und 1:1-Plastiken von Wal- und Riesenhai, sowie ein Mangrovenbecken inklusive Engelsrochen!

Ökologisk Have Odder: Als ErgĂ€nzung habe ich diesen Garten ins Programm genommen. Er kann durchaus als dĂ€nisches GegenstĂŒck der schweizerischen Spezies Rara gesehen werden. Er will die Besucher fĂŒr alte Rassen sensibilisieren und einen Genpool alter Tierrassen und Pflanzensorten aufbauen. Die Gartengestaltung ist durchweg gefĂ€llig, wird allerdings pflanzlich dominiert. Hier stellt man fest, dass alte DĂ€nische LandschlĂ€ge gar nicht so vielschichtig sind. Es gibt je eine HĂŒhner-, Schaf-, Ziegen- und Schweinerasse dĂ€nischen Ursprungs zu sehen, wie auch Shettlandpony, Hausesel und Widderkaninchen. Mit 50 Kronen recht gĂŒnstig! Vor der Pforte hĂ€lt der Bus 104 Aarhus- Odder, der auch nahe des Aarhus Dyrehavn stoppt!

Da ich nur Rehe frei sah, hielt ich den Besuch der Damhirschgehege fĂŒr erforderlich. ;)
Ich sah diese als FĂŒllung vor oder nach den Besuchen der HauptsehenswĂŒrdigkeiten!

Ree Zoo Ebeltoft: FĂŒr mich ebenfalls die Überraschung! In frĂŒherer Zeiten mag er ein Safaripark gewesen sein, doch heute gibt es nur noch die LandroverzĂŒge. Bis vor kurzen (2008) hat es diese gefĂŒhrten SafariÂŽs auch im Nordamerika-Bereich gegeben. Auf einen Ă€lteren Plan entdeckte ich jedenfalls diese Option. In der Tat kommen die Bisons zu den SchwarzbĂ€ren. Ich sah allerdings nur eines der Rinder! Die Opossums sollen laut Anschlag Zehnlinge haben!
Eine mittĂ€gliche Safari wird in Englisch durchgefĂŒhrt. Wie in Givskud sind die Tickets hierfĂŒr am Eingang zu kaufen. Nach dieser Rundfahrt kann man direkt zur Vogelshow. Der Star hier ist ein Adler: Savannenadler!

Zur Erreichbarkeit verlor ich bereits Worte. Der Bus ĂŒbrigens fĂ€hrt stĂŒndlich!
(19.10.2009, 11:52)
Liz Thieme:   eure Berichte machen richtig Lust hinzufahren, ich hoffe so dass das nĂ€chstes Jahr klappt.

Aber fĂŒr Damhirsche fahr ich nicht in einen Park. DĂ€nemark ist das Land wo ich am hĂ€ufigsten Damhirsche in der Natur gesehen habe und das zu jeder Jahreszeit.

Also wie man hier auf dem Schild lesen kann, waren die Teufel ein Geschenk zu Prinz Christians Geburt und gar nicht zur Hochzeit.
Wobei das immer noch nicht das RÀtsel um die Anzahl löst. Wobei halt ISIS ja 2,2 sagt.
(19.10.2009, 10:56)
Stefan Schubert:   @ Michael Mettler: Die besagte Pandavoliere war zweiteilig und meineserachtens zusammengeschalten. Doch bin ich mir nicht ganz sicher. Ein Hinweis auf die Teufel fehlte jedoch.
Im Innenbereich der Schauanlage hingen an der hinteren zwei Namensschilder ("Montegue" und "Maydena") und an der vorderen einsehbaren Anlage eines. Bei der Sichtung der Bilder stellte ich eben fest, dass am 29.09. hinten nur ein Schild hing, tags darauf die beiden genannten!
Das am Vortag gesehene Tier (mit dem schĂŒtteren Fell) sah ich am Folgetag in der vorderen Innenanlage. Bemerkenswert fand ich allerdings dass dessen Schieber an beiden Tagen verschlossen war. Aussen sah ich jeweils nur ein Tier (beim Sonnenbad)!

Randers Regenskov: Anzumerken sei noch, dass die Eintrittskarte nach einer Registrierung zur Jahreskarte wird. Wie das geht, erklÀrt Euch das Einlasspersonal.
Diese Praxis ist mir andernortes ebenfalls aufgefallen, so am Schloss Egeskov. Diese Einrichtung hÀlt allerdings nur Damhirsche in einen recht ansehlichen Gehege und einige Sittichzuchtformen + Eichhörnchen in einem "Vogelgarten".
Damhirsche gibt es etwa 5 km sĂŒdwestlich von Randers in einem stĂ€ndig zugĂ€nglichen Wildgatter zu sehen. In der Umgebung gab es da noch eine Pfauenvoliere.

Solche begehbaren Damwildgatter gibt es zudem noch sĂŒdlich von Aarhus ergĂ€nzt um Sikahirsche in einer ebenfalls begehbaren Grossanlage und in Klampenborg nördlich von Kopenhagen. Letztere habe ich nicht besucht. In Aarhus gibt es zudem noch eine Wildschweinanlage, die allerdings nicht begehbar! ;)

Zu Hobro kann ich nicht sagen, nur dass es wohl meinerseits eine gute Entscheidung war, dort vorbei zu fahren. Zu Aalborg wurde ebenfalls alles wichtige gesagt. Ich kombinierte diesen Besuch mit einem Aquarium:

Nordsoen Hirtshals: Trotz derzeitigen Umbaus des vorderen Trakt eine lohnende Einrichtung! Die Institution öffnet bereits um 9:00 Uhr und beherbergt einen sehr schönen Ausstellungsbereich mit TierprĂ€peraten und -plastiken zu den Themen JĂ€ger der Meere und auch Plankton, eine Robbenaussenanlage mit Unterwassertunnel fĂŒr Seehunde und Kegelrobben und als Clou ein riesiges Schwarmfischbecken, einsehbar ĂŒber drei Etagen! Das von einer grossen Scheibe einsehbare Becken beherbergt neben Herring- und MakrelenschwĂ€rmen auch diverse kleinere Haie, sowie drei Mondfische!

Skandinavisk Dyrehavn Kolind: Dieser Wildpark liegt etwa 6 km östlich von Kolind in dem kleinen Weiler Nödager und ist mit dem Bus 120 (Aarhus- Kolind- Grenaa) zu erreichen. Der Park wurde 1995 eröffnet und die EisbĂ€renanlage 2006. Die Eismaschine befindet sich in einem Schuppen an der TribĂŒne. Das kalte Element wird in einer Arena aufgehĂ€uft.
Insgesamt ist dieses Thema noch AusbaufÀhig, vor allem im Vogelsektor, denn Saat-, Grau- und Weisswangengans, wie auch der Weissstorch sind etwas mager!
(19.10.2009, 10:24)
Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Bei meinem Besuch gab es in der Fasanerie nebeneinander sowohl fĂŒr Beutelteufel als auch fĂŒr Kleine Pandas je ein Reserveabteil. Wobei die Nutzung möglicherweise flexibel ist, denn die Beutelteufelvoliere enthielt Klettermöglichkeiten. Im Prinzip mĂŒssten ja zum beschriebenen Zweck auch ZWEI Beutelteufel rĂ€umlich von den anderen getrennt werden, wenn 2,2 gehalten werden.
(19.10.2009, 09:20)
Stefan Schubert:   Ich arbeite mich nun einmal langsam durch die FĂŒlle der angesammelten Texte und erlaube mir gegebenenfalls einige ErgĂ€nzungen. Im Grossen und ganzen finde ich Michael MettlerÂŽs Berichte sehr inhaltsreich! Eventuelle Doppelungen bitte ich zu verzeihen, denn ich arbeite mich langsam voran! ;)

Kopenhagener Beutelteufel: Eine in Frage kommende Zweitunterkunft in der Fasanerie war im Oktober als Reserveheim fĂŒr Kleine PandaÂŽs ausgeschildert. Im Pflegergang der Teufel konnte ich drei Namensschilder sehen, doch nicht lesen. Gesehen habe ich zwei Tiere: Das von Jennifer fotografierte Tier mit recht schĂŒtteren Fell vor allem im Hinterteil als sehr agiles Tier und einen zweiten Bilderbuchteufel. Beide waren an zwei Tagen getrennt auf der Anlage!

Skaerup Zoo: MM hat es grob umrissen und das wichtigste gesagt: Der Zoo ist recht ambitioniert. Er wird von einem jungen Paar mit Freunden gefĂŒhrt. Im Winterhalbjahr reisen sie viel nach Deutschland, um ZooÂŽs zu besuchen. Es kommen im Jahr etwa 70.000 Besucher. Im Eintritt gehört er mit 65 Kronen (ca € 9,50) zu den gĂŒnstigeren! Eine Bushaltestelle liegt an der Hauptstrasse, etwa 2 km entfernt!

Givskud Zoo: Diese Einrichtung lohnt auch fĂŒr den weniger Safariparkbegeisterten. In der Nebensaison fuhr zweimal tĂ€glich ein Bus entlang der Safaritour. Das Ticket muss an der Kasse gekauft werden! Der Bus legt dann am entlegensten Parkplatz einen etwa einstĂŒndigen Aufenthalt ein, wĂ€rend dem man die GorillaÂŽs, KattaÂŽs, Nashornsavanne und die Berberaffen besuchen kann. Dieser Parkteil ist vom Zentrum her auch zu Fuss zu erreichen, doch sehr weit entfernt! Der Vergleich mit Bergen Beeksen lag mir ebenfalls sehr nahe!
Eine weitere Besonderheit dieses ZooÂŽs ist, dass es eine Jugendherberge des selben Namens gegenĂŒber des Haupteinganges liegt. FĂŒr dort NĂ€chtigende gibt es gratis Eingang! Der Zoo ist von Vejle und Jelling her direkt mit dem Bus zu erreichen!
(19.10.2009, 07:45)
Stefan Schubert:   @ Gudrun Bardowicks: In ebenfalls der glĂŒcklichen Lage dieses herrliche Zooland besucht zu haben kann ich Auskunft geben: Direkt ist Ebeltoft nicht mit dem Bus zu erreichen. Die nĂ€chstgelegene Bushaltestelle heisst Öchsenmölle (mit den Querstrichen) und wird von der Linie 212 Randers- Kolind- Ebeltoft bedient. Es folgt ein etwa fĂŒnf Kilometer langer Fussweg entlang einer recht ruhigen Strasse!
Die dĂ€nische Tourismusbehörde hat ein Herz fĂŒr Zoofreunde:
http://www.visitdenmark.dk/tyskland/de-de/menu/turist/guide/attraktioner/zoo/zoosundtierparks.htm?gdksearch=s-000-000-000&CallerUrl=1&mode=1
Dieser Link fĂŒhrt zu den einzelnen grossen und kleinen Tierhaltungen des Landes. Durch klicken des entsprechenden Bildes bekommt man weitere Links und darunter auch "Öffentlicher Verkehr". Dort gibt man noch den Ausgangspunkt (in DK) ein und schon bekommt man alle möglichen Verbindungen plus Karten fĂŒr die Fusswege! Ich habe meine ganze Tour damit vorbereitet und bin mit zwei Ausnahmen ganz gut gefahren!
(18.10.2009, 18:25)
Michael Mettler:   @Gudrun Bardowicks: Tja, das kann ich dir leider schlecht beantworten, denn wir waren mit dem Auto dort. Laut meiner Straßenkarte scheint aber keine Bahnlinie nach Ebeltoft zu fĂŒhren, und die Homepage gibt auch keine Hinweise. Eine reizvolle Gegend fĂŒr eine Radtour wĂ€re es allemal, denn der Zoo liegt außerhalb des Ortes in einer hĂŒgeligen, teilweise bewaldeten Landschaft. So weit ab, dass man bei der Anfahrt glauben kann "da kommt nichts mehr", zumal die Zufahrtstraßen teilweise so schmal sind, dass man als Autofahrer auf entgegen kommende Busse gern verzichtet...
(28.09.2009, 20:39)
Gudrun Bardowicks:   Kann man Ebeltoft mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder der Bahn erreichen? Dein Bericht ĂŒber diesen Zoo macht mich sehr neugierig und daher wĂŒrde ich ihn mir gerne z.B. 2010 einmal anschauen. Da ich kein Auto besitze und auch keinen FĂŒhrerschein habe, kann ich solche Zoos allerdings nur dann besuchen, wenn sie mit dem öffentlichen Nahverkehr oder der Bahn (möglicherweise bei Fahrradmitnahme im Zug und kleiner Radtour)erreichbar sind.
(28.09.2009, 20:08)
Michael Mettler:   Den Bericht ĂŒber Kopenhagen verlagere ich dann in den eigenen Thread dieses Zoos, ansonsten bin ich mit den besuchten Zielen nun durch. Mit Ausnahme der EnttĂ€uschung in Hobro (obwohl man auch sowas mal gesehen haben muss, um es zu glauben) kann ich DĂ€nemark als recht interessantes Zooland empfehlen.

Ein allgemeiner Hinweis noch fĂŒr Freunde gedruckter Souvenirs: Von den genannten 14 Haltungen hatten nur Ebeltoft und Kopenhagen einen ZoofĂŒhrer (letzter in dĂ€nischer und englischer Version), ansonsten ging es nicht ĂŒber FaltplĂ€ne, einen kostenlosen Jahresbericht in Aalborg und eine Art Zeitschrift mit Zooplan in Odense hinaus. In nahezu allen Haltungen und in den Hotels gab es aber Flyer und WerbebroschĂŒren ĂŒber viele dĂ€nische Zoos, Aquarien usw., die teilweise ĂŒberraschend viel Inhalt bieten, offensichtlich jede Saison neu aufgelegt werden und sammelwĂŒrdiger sind als so manches "blutleere" Faltblatt deutscher Zoos. Sie sind in der Regel dreisprachig verfasst(DĂ€nisch, Englisch, Deutsch).
(24.09.2009, 21:34)
Michael Mettler:   Krokodille Zoo, Eskilstrup: War wegen der zweitgrĂ¶ĂŸten Kollektion von Krokodilarten weltweit (21 von 23 Arten werden gehalten, es fehlen nur – noch – Spitz- und Orinokokrokodil) fĂŒr mich eines der Pflichtziele. Liegt weitab vom Ort mitten zwischen Feldern und Weiden, weil es sich um ein ehemaliges Gehöft handelt; eine voluminöse Tropenhalle ĂĄ la Tierpark Berlin sucht man hier vergeblich (könnte aber Zukunftsmusik sein).

Die Terrarien(-rĂ€ume) fĂŒr die Krokodile sind bis auf eine in diesem Jahr fertiggestellte Anlage fĂŒr Gangesgaviale und ein kleine Tropenhalle relativ einheitlich gestaltet, das nebenstehende Bild der Stumpfkrokodilanlage ist also stellvertretend fĂŒr die meisten (fĂŒr kleine Arten und Jungtiere sind teilweise zweietagig ĂŒbereinander angeordnete Terrarien vorhanden). Der Clou ist, das sich der Wasserteil jeweils bis fast unter den gesamten Landteil erstreckt, der also gewissermaßen schwebt; laut Aussage des Inhabers schĂ€tzen die Krokodile diese Unterwasserhöhlen sehr als Verstecke und fĂŒhlen sich dadurch sicherer. Die neue Gavialanlage folgt dem gleichen Bauprinzip, ist aber optisch heller und freundlicher gestaltet (was eher die Besucher erfreuen dĂŒrfte). Derzeit im Bau ist eine große Anlage fĂŒr die Sundagaviale in einem NebengebĂ€ude, und auch der zwischenliegende Bereich ist Baustelle; vermutlich war deshalb keines der Freilandgehege fĂŒr China- und Mississippi-Alligatoren zu sehen, von denen ich erst hinterher gelesen habe, und diese Arten waren in der schon vorhandenen kleinen Tropenhalle untergebracht.

Von den 21 gehaltenen Arten waren 18 im Schaubereich, lediglich Krokodilkaiman, Nil- und Leistenkrokodil mĂŒssen hinter den Kulissen gesessen haben. Bemerkenswert ist eine diesjĂ€hrige Naturbrut der Siamkrokodile; das allerdings einzige Jungtier lebt noch bei den Eltern in der recht großen Anlage. Es ist bereits der zweite Zuchterfolg mit dieser Art im Krokodille Zoo, wobei ich nicht weiß, ob der erste ebenfalls in Naturbrut gelang; die bereits gut herangewachsenen Tiere sind in einem der kleineren Terrarien zu sehen.

Als ich dem Inhaber sagte, dass das Sumpfkrokodil erst das zweite dieser Art sei, das ich zu sehen bekĂ€me, weil ich bis dahin nur das frĂŒhere Exemplar aus dem Aquazoo DĂŒsseldorf kannte, grinste er und sagte „Oh, das ist er!“ – es WAR das DĂŒsseldorfer. Und es gibt auch ein zweites Exemplar im Krokodille Zoo, allerdings ist es fĂŒr eine ZusammenfĂŒhrung zu klein – da das DĂŒsseldorfer MĂ€nnchen bereits eine potenzielle Partnerin umgebracht hat, will man kein Risiko eingehen und hofft auf einen Import passender Partnerexemplare.

Wer einen Besuch plant, sei gut beraten, sich kurzfristig um die Öffnungszeiten zu kĂŒmmern: Außerhalb von Ferien und Feiertagen ist der Krokodille Zoo nur von 12 bis 16 Uhr geöffnet, montags gar nicht und im Dezember/Januar komplett geschlossen. In Ferienzeiten ist von 10-17 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten mĂŒssen von 2008 auf 2009 geĂ€ndert worden sein, denn bei Tourenplanung im FrĂŒhjahr hatte ich nach den Angaben auf der Website fĂŒr September noch 17 Uhr eingeplant – wir kamen um 15.59 Uhr an und wurden zum GlĂŒck noch klaglos eingelassen, von der auf 16 Uhr verkĂŒrzten Öffnungszeit erfuhr ich erst auf der Heimfahrt beim Durchlesen des mitgenommenen Flyers…
(24.09.2009, 21:24)
Michael Mettler:   Odense Zoo: Ein „unvollendeter“ Besuch – wegen des Baues einer rund 100 m langen Großvoliere (laut Flyer die grĂ¶ĂŸte Voliere Nordeuropas…) war ein grĂ¶ĂŸerer Zoobereich fĂŒr Besucher gesperrt. Die im Afrikabereich gelegene Voliere soll noch in diesem Jahr eröffnet werden und wird die Flamingos und Pelikane des Zoos beherbergen, die jetzt noch das benachbarte Feuchtgebiet „Okavango“ bewohnen. Was dann mit diesem geschieht (außer den genannten Arten werden dort noch verschiedene Störche und SekretĂ€re sowie auf einer Koppel Grevyzebras und Strauße gehalten), blieb leider offen, denn die FlĂ€che scheint geschĂŒtzt zu sein und darf z.B. nicht mit HĂ€usern bebaut werden. Der fĂŒr uns besuchbare Teil „Afrikas“ bestand daneben noch auch Anlagen im Erlebniszoostil fĂŒr Schimpansen, Löwen, Zwergziegen und Unzertrennliche, der anschließende Parkteil Asien gar nur aus Amurtigern mit WildhĂŒterturm, Wildererauto (siehe „Autowracks in Zoos“) und komplett rostigem Gehegegitter, Haustrampeltieren und –rentieren.

Getrennt durch einen Kanal/Fluss beherbergt der zweite, dem Eingang nĂ€here und vermutlich Ă€ltere Zooteil einen Kinderzoo mit diversen Haustieren, zwei SĂŒdamerikabereiche und ein buntes Nebeneinander Ă€lterer Anlagen mit Giraffen (seit letztem Jahr Umstellung auf reinblĂŒtige Netzgiraffen), BennettkĂ€ngurus, PrĂ€riehunden, Robben, und Vögeln sowie einige mehr oder weniger frei gelegene Anlagen neueren Datums fĂŒr Kleine Pandas, KrallenĂ€ffchen und Schweinsaffen. Der Zoo scheint dabei zu sein, sich neu zu sortieren; vermutlich werden die Giraffen frĂŒher oder spĂ€ter auf die andere Uferseite ĂŒbersiedeln, ihr Gehege ist ohnehin nicht sonderlich groß.

Interessant kombiniert ist ein Komplex zweier Hallen mit vorgelagerter, begehbarer Großvoliere, die dem sĂŒdamerikanischen Regenwald gewidmet ist, aber neben einer Flachlandtapiranlage kurioserweise auch eine zĂŒchtende Kolonie Inkaseeschwalben beherbergt. Die folgende Tropenhalle steht ebenfalls unter dem Thema SĂŒdamerika; neben der nur mit Variationen allbekannten Gemeinschaft sich frei bewegender KrallenĂ€ffchen, Faultiere und Vögel sind hier die Manatis das Highlight, die ĂŒber relativ viel Schwimmraum verfĂŒgen. Wenn wir die Beschilderung richtig verstanden haben, sind derzeit drei KĂ€lber vorhanden, darunter Zwillinge (zwei Jungtiere konnten wir sehen, darunter ein noch sehr kleines). Die „unvermeidlichen“ Pakus (bei den Manatis) und Piranhas (in separatem Aquarium) dĂŒrfen natĂŒrlich nicht fehlen.

Nachdem man sich in dieser Halle so richtig schön nass geschwitzt hat, jagt einem der Schritt in den Gang zur nĂ€chsten Halle bereits Schauer ĂŒber den RĂŒcken, denn jetzt geht es in die SĂŒdpolarhalle fĂŒr Pinguine. Da kann man sich dann eines Anblickes erfreuen, der in der neuen Halle in Wuppertal leider vermieden wurde – siehe Foto. Was links unten im Bild leider im Schatten absĂ€uft, ist der um einige Treppenstufen tiefer liegende Unterwassereinblick. In der Halle leben Königs-, Esel- und Felsenpinguine, beide letztgenannten Arten ĂŒbrigens mit diesjĂ€hrigen Jungvögeln.

Der recht kleine Zoo (8,5 ha) ist nicht das, was RaritĂ€tensammler oder Erlebniszoogegner begeistern wĂŒrde, aber die neueren Anlagen bieten eine Menge AtmosphĂ€re.
(24.09.2009, 20:42)
Michael Mettler:   Fjord&Baelt Center, Kerteminde: Den Ausschlag fĂŒr den Besuch gab die Haltung von Schweinswalen und die rĂ€umliche NĂ€he zu Odense; Aquarien mit Tieren der Nord- und Ostsee sind ansonsten noch mehrere in verschiedenen Teilen DĂ€nemarks zu finden. Das Center liegt innerorts in einem KĂŒstenstĂ€dtchen; bei Kauf der Eintrittskarte erhĂ€lt man ein Papierarmband umgelegt, mit dem man am GĂŒltigkeitstag beliebig oft hinein und hinaus gehen kann. Die Einrichtung ist eher ein Meeresmuseum mit Tierhaltung als ein Großaquarium, Gigantismus ist hier nicht mal in Möchtegern-Version zu finden, Showeffekte wie z.B. in Harderwijk/NL fehlen ebenfalls.

Geboten wird eine gelungene Mischung aus Tierhaltung und Didaktik; die unterschiedlich geformten Aquarien bilden keine geschlossene Abteilung, sondern sind ĂŒber die RĂ€ume verteilt und eingestreut. Ihr Besatz ordnet sich dem jeweiligen Thema unter, was zu dem etwas ungewohnten Bild fĂŒhrt, dass manche Tierarten an mehreren Stellen und in wechselnden Vergesellschaftungen prĂ€sentiert werden. Nicht jedes Becken ist beschildert; an zentraler Stelle kann man sich jedoch ein kleines, einlaminiertes Plakat nehmen (und natĂŒrlich danach wieder zurĂŒckstecken), auf dem viele – wenn auch nicht alle – Arten dargestellt und mit dĂ€nischem und wissenschaftlichem Namen sowie GrĂ¶ĂŸenangabe bezeichnet sind. Da, wie wir wissen, Normalbesucher zu Lesefaulheit neigen, dĂŒrfte es hie und da zu vergeblicher Nachsuche in den Becken kommen, denn auf der Artenkarte ist z.B. der Seestichling fast genauso groß abgebildet wie der Seehund…

Ich hatte vorher irgendwo gelesen, dass man zur Haltung der Schweinswale – derzeit drei Tiere, die vor Jahren als Unfallopfer ins Center kamen, und ein dort gezĂŒchtetes Exemplar – einfach einen Teil einer Meeresbucht abgetrennt habe. Faktisch stimmt das, nur hatte ich nicht erwartet, etwas vorzufinden, was die FlĂ€che einer zooĂŒblichen Seelöwenanlage nicht ĂŒberschreitet. Nebenan befindet sich ein entsprechendes Becken fĂŒr Seehunde; beide sind ĂŒber Wasser durch einen Besuchersteg, unter Wasser durch einen Tunnel mit beiderseitigen Scheibeneinblicken und jeder Menge Didaktik „zum Anfassen“ getrennt. Zwei Schweinswale wurden mit kommentiertem Training (leider fĂŒr uns nicht verstĂ€ndlich,da wir kein DĂ€nisch beherrschen) vorgefĂŒhrt, wobei es aber keine „Circus-KunststĂŒcke“, sondern medical-typische Tricks wie Auf-den-RĂŒcken-Drehen usw. zu sehen gab. Etwas gewöhnungsbedĂŒrftig war dabei, dass das von der kommentierenden Pflegerin prĂ€sentierte Tier deutlich weniger zeigte als das zweite, das im Hintergrund von einer „stummen“ Kollegin trainiert wurde, so dass man sich schlecht konzentrieren konnte. Zwei ebenso stumme „Beisitzer“ (siehe Foto) waren wahrscheinlich GĂ€ste, die einen Besuch bei den Robben und Walen gebucht hatten (wird im Flyer angeboten).

In einer kleinen Ausstellung ĂŒber Wale in der oberen Etage des Centers findet man neben einem merkwĂŒrdig schlecht platzierten Orca-Modell in LebensgrĂ¶ĂŸe (man kann es eigentlich nur von unten und hinten betrachten, da der Wal zu einem Fenster „hinausschaut“…) ein kleines Kino mit einem sehr originellen Eingang – man betritt es durch das geöffnete Maul eines Glattwals und muss dabei die Barten alias VorhangschnĂŒre zur Seite heben.
(24.09.2009, 16:17)
Michael Mettler:   @Liz: Eine als Bird Home bezeichnete Einrichtung habe ich im Park nicht gesehen, wĂŒrde diese aber auch eher hinter den Kulissen erwarten...? Ein Bereich in der NĂ€he des Eingangs macht zwar den Eindruck, fĂŒr die Vogelhaltung aufgegeben worden und fĂŒr neue Zwecke gedacht zu sein (verwilderte Wiese mit Zaunresten), aber da stand - glaube ich - etwas von Kinderzoo (bisher gibt es nur ein kleines Ziegengehege).
(24.09.2009, 16:15)
Liz Thieme:   also wenn ich das auf der HP richtig verstehe, wollen sie im Zoo oder auf der HP ein Informationscentrum errichten, wo man sich in bezug auf Vögel beraten und helfen lassen kann. Dies ist aber noch im Aufbau.
Im Birds Home sollen aus Privathaltungen Tiere aufgenommen werden, wo die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden und Hilfe benötigten. Dieses Bird Home sollte im FrĂŒhjahr diesen Jahres eröffnet werden.

Das klingt wirklich eher nach Abschreckung dann an den Gehegen, in der Hoffnung, dass die Leute sich vorher mehr Gedanken um das zukĂŒnftige Haustier machen.
(24.09.2009, 15:51)
Michael Mettler:   @Liz: Als Anpreisung mag ich die Kommentare auf den Schildern wegeb ihrer Bandbreite nicht verstehen, denn Infos wie "etwas laut" oder "unvertrĂ€glich" können/sollen genausogut das Gegenteil bewirken. Eine öffentliche Preisliste (wie frĂŒher in Walsrode oder in Bezug auf Kleintiere noch heute im Erfurter Elefantenhaus) habe ich nicht aushĂ€ngen/ausliegen sehen.
(24.09.2009, 15:37)
Liz Thieme:   das war absolut nicht negativ gemeint. Und das mit den PrivatzĂŒchtern ist mir bekannt.
FĂŒr mich sieht das einfach so bisschen nach Anpreisung aus. Was ja nicht schlecht sein muss, nur ungewohnt.
(24.09.2009, 14:16)
IP66:   Es gibt auch botanische GĂ€rten, die Pflanzen weitergeben oder verkaufen - ich sehe das unproblematisch, zumal die Besucher ja in den Anlagen des Parks Platz- und Pflegebedarf vorgefĂŒhrt sehen, was in herkĂŒmmlichen Tier- oder Pflanzenhandlungen selten so möglich ist.
(24.09.2009, 14:12)
Michael Mettler:   @Liz: Warum sollte der Vogelpark keine Tiere an Privat verkaufen? Schließlich ist er selbst privat, und auch in Sachen Vogelzucht tragen manche seriöse private ZĂŒchter mehr zum Arterhalt bei als mancher Zoo (der sich dann aber möglicherweise gern aus deren BestĂ€nden beliefern lĂ€sst...).
(24.09.2009, 12:33)
Liz Thieme:   zu Ebeltoft
hört sich wirklich gut an, va dass man die Anlagen einfach mal wachsen lĂ€sst. Ich finde es viel interessanter die Tiere im hohen Gras zu sehen als auf einem Golf GrĂŒn.
Deine Landrover Beschreibung erinnert mich an das VW-Werk in Wolfsburg, wo sie ZĂŒge aus Golf R32 Wagen nutzen, um da durch zu fahren. Hat aber doch mal was, und nicht immer nur diese Klapperbusse.

Vissenbjerg, Terrariet: du hast zwar schon gesagt, wie der alte Bereich aussieht, aber hier sieht man auch ganz deutlich was man aus sowas machen kann. Meiner Meinung nach sollten sich da die deutschen Reptilien/AquarienhÀsuer eine Scheibe abschneiden, da viele immer noch wie eine zusammengeschusterte Privatsammlung aussehen.

Naja und der Fugle Park ist ja dann nicht so mein Gebiet. Mich erinnern diese Volierenreihen immer an Zuchtstationen und QuarantÀnestationen.
Die Beschilderungsart gefÀllt mir. Hört sich aber fast schon so an, als ob der Park seine Nachzuchten auch mal an Privat oder so verkauft und man sich vorher schon an den Gehegen informieren kann.
(24.09.2009, 11:57)
Michael Mettler:   Frydenlund Fugle Park, Tommerup: Nur wenige Kilometer von Vissenbjerg entfernt ebenfalls auf der Insel FĂŒnen gelegen, weitab außerhalb des Ortes und wohl ursprĂŒnglich ein Bauernhof mit schönen, alten FachwerkgebĂ€uden regionstypischer Bauweise. An verschiedenen Stellen im Park werden alte landwirtschaftliche GerĂ€tschaften ausgestellt. Sehr gepflegt, gĂ€rtnerisch liebevoll gestaltet: Wer eine Vorstellung davon haben möchte, wie Walsrode in seinen Anfangsjahren aussah, findet hier ein gutes „Modell“.

Dass der Park vermutlich nicht nur auf eine Liebhaberzucht zurĂŒckgeht, sondern sich auch viele Besucher aus diesen Kreisen hat, ist aus der dreisprachigen Beschilderung ersichtlich: Neben kurzen Angaben zur Biologie findet sind nĂ€mlich hier bei jeder Art auch ein Hinweis wie „Guter Volierenvogel“, „Nur fĂŒr Fortgeschrittene“ oder „Leider etwas laut“. Daneben prangt jeweils ein Hinweis „Diese Vögel werden gefĂŒttert mit…“ (wenn ich das richtig ĂŒbersetze) und dem Logo jeweils eines Herstellers. Auf Schildern ohne Logo ist etwas zu lesen, das wohl sinngemĂ€ĂŸ bedeutet „Diese WerbeflĂ€che können Sie mieten“… (Ist aber unaufdringlich.) Besonders auffallend: Bunt gemischte Volieren- und Wiesen-/Teich-BesĂ€tze sind hier die große Ausnahme, die meisten Arten werden fĂŒr sich gehalten (selbst Fasane), nur manche zu zweit oder dritt (selbst manche Kleinvögel). Den einzigen wirklich bunten Besatz (mit Kleinvögeln) findet man in einer kleinen Tropenhalle, die (wichtig fĂŒr „Inventaristen“) nur vom Innenraum der GaststĂ€tte aus einsehbar ist.

Schwerpunkt des Parks sind Papageienvögel in großer Kollektion, wenn auch ohne wirkliche RaritĂ€ten, fast alle artlich getrennt untergebracht und teilweise noch mit diesjĂ€hrigen Jungvögeln zu sehen. Neben Reihen von kleineren, sterilen Volieren fĂŒr Arten zwischen Sittich- und kleiner AmazonengrĂ¶ĂŸe, die wohl noch den Urzustand reprĂ€sentieren, sieht man Anlagen, die wohl in jĂŒngerer Zeit zusammengefasst wurden, wie die abgebildete Voliere fĂŒr einen Trupp GrĂŒnflĂŒgelaras (es gibt eine zweite, baugleiche fĂŒr Gelbbaucharas).

Daneben gibt es kleine, systematisch nahezu getrennte Volierenkomplexe fĂŒr Fasane, Wildtauben, Eulen und Kleinvögel, einige Wiesen-/Teichgehege mit Kasarkas, Enten und GĂ€nsen und große Weiden fĂŒr Strauße, Emus und Nandus sowie eine Reiher-Ibisvoliere (sehr groß und dicht bewachsen, aber mit bemerkenswert geringem Besatz). Drei Großvolieren (nicht begehbar) entstanden offenbar in jĂŒngerer Zeit durch Übernetzen vorher offener Gehege, sind aber fĂŒr Zoofans wenig spektakulĂ€r besetzt (Kronen- und Jungfernkraniche, Weißstörche, HelmperlhĂŒhner und Pfaue). Da auch auf der Nandu-Wiese bereits MetalltrĂ€ger stehen, dĂŒrfte hier demnĂ€chst eine vierte Übernetzung (und Umbesetzung) folgen.

Mit Nacktaugentaube und Doppelspornfrankolin saßen die grĂ¶ĂŸten „RaritĂ€ten“ nach ZoomaßstĂ€ben unausgeschildert in einer abseits gelegenen Voliere; da beide Arten sehr scheu waren, handelte es sich vermutlich um Neuankömmlinge.
(24.09.2009, 10:11)
Michael Mettler:   Terrariet, Vissenbjerg: Nah an der Autobahn Aarhus-Odense gelegen. Das GebĂ€ude mit kleinem Außenbereich wirkt so, als sei es ursprĂŒnglich mal ein Gasthaus gewesen; folglich ist es in mehrere RĂ€ume untergliedert. Wenn ich es richtig verstanden habe, gab es in jĂŒngerer Zeit einen Betreiberwechsel und man ist nun dabei, aus einer zwischenzeitlich baufĂ€lligen Anlage eine moderne Einrichtung zu machen.

FĂŒr den ersten Schauraum wurde dieser Schritt schon umgesetzt (siehe Foto); in Kunstfelsanlagen und teils hinter Glas, teils hinter dem schon fĂŒr Randers erwĂ€hnten stabilen Netzmaterial werden hier Reptilien SĂŒdostasiens und Neuguineas gehalten: Wickelschwanzskinke (außerhalb des Bildrandes links), Savu-Pythons (rechts) und Mindanao-Bindenwarane/Gelbkopf-Landschildkröten(?) (Mitte) sowie Papua-Weichschildkröten (Aquarium gegenĂŒber). Neben herkömmlicher Beschilderung gibt es auch eine Computerbildschirm, ĂŒber den Zusatzinformationen ĂŒbermittelt werden. In Ă€hnlicher Art soll nach und nach das gesamte Terrariet umgestaltet werden, das derzeit je nach Raum mal wie ein „normales“ Schauterrium, mal wie ein Schulzoo wirkt. Der Tierbestand ist eine gute Mischung aus Standard-Arten und Besonderheiten, von denen mir spontan Tonkin-Moosfrosch, Neuguinea-Helmskink, Gopherschildkröte und beide Arten Krustenechsen einfallen; fĂŒr die Gila-Krustenechse koordiniert Vissenbjerg das EEP, was gleichzeitig fĂŒr das Renommee der Haltung spricht.

Im Außenbereich gibt es eine große, dicht bewachsene Voliere fĂŒr LisztĂ€ffchen, eine Wiesengehege fĂŒr BennettkĂ€ngurus (nur eines gesehen) und mehrere Freilandterrarien offensichtlich Ă€lteren Datums , die teilweise möglicherweise auch im Sommer nicht mehr fĂŒr Reptilien genutzt werden, da von herangewachsenen StrĂ€uchern vollkommen beschattet; Ausnahme ist eine Anlage mit Teich, an der Artenschilder verschiedener heimischer Frösche und Molche sowie der Sumpfschildkröte hĂ€ngen. Die ĂŒbrigen Anlagen sind mit Herden von Hausmeerschweinchen besetzt – wahrscheinlich gleichzeitig Kinderzoo und Futtertierzucht.

Es gibt hier zwar in baulicher Hinsicht noch viel zu tun, aber die Tiere sind gut und attraktiv untergebracht und besser ausgeschildert als in manchem Großzoo. Ist einen Abstecher unbedingt wert.
(24.09.2009, 09:29)
Racool:   Vielen Dank fĂŒr die interessanten Berichte!

Hier gibt es einige Interessante Bilder zu dem Park:
http://www.zoochat.com/gallery/ree-park-ebeltoft-safari/
(24.09.2009, 08:53)
Michael Mettler:   Ree Park Safari, Ebeltoft: Entgegen des leicht missverstĂ€ndlichen Namens kein Safaripark, aber mache Gehege können sich flĂ€chenmĂ€ĂŸig mit einem solchen vergleichen lassen! Ewig schade, dass der Zoo fĂŒr mich fĂŒr eine gelegentliche Tagestour zu weit entfernt liegt, denn dort wĂ€re ich gern öfter. Ist allerdings ein reiner Schönwetter-Zoo.

Der Zoo ist geografisch gegliedert, wobei Afrika und Nordamerika die Hauptrollen spielen, Asien (Trampeltiere, Onager, Weißhandgibbons) und Europa (Wisente, Mufflons) nur marginal vertreten sind und sich SĂŒdamerika weitgehend auf diverse Neuweltkamele, Nandus, Maras, Kapuziner und TotenkopfĂ€ffchen beschrĂ€nkt. Eine frĂŒhere Tropenhalle mit KrallenĂ€ffchen, Vögeln, Reptilien usw. im „HauptgebĂ€ude“ des Zoos (gleichzeitig Eingang, Shop und Restaurant) wurde zwecks VergrĂ¶ĂŸerung des Shops in den letzten Jahren aufgelöst, ĂŒbrig blieben eine Voliere mit Kaisertamarinen, ein Terrarium mit Kuba-Schlankboas und ein wenig Tropenkulisse an den WĂ€nden.

Benachbart liegt der Primatenkomplex, ein System aus mehreren begehbaren und nicht begehbaren Inseln, die so geschickt angelegt sind, dass das ganze fast wie ein einziges zusammenhĂ€ngendes Gehege mit verschlungenen Wegen und WasserlĂ€ufen wirkt – Nachteil: Es sieht eben auch alles so gleich aus, dass man sich immer wieder fragt „War ich hier nicht schon?“. Im AffengelĂ€nde stoßen die Themengebiete Asien und SĂŒdamerika (teilweise noch im Bau) aneinander, ergĂ€nzt – wohl eher aus pflegetechnischen GrĂŒnden – durch Lemuren.

Afrika ist Ă€ußerst interessant, das hĂŒgelige, teils waldige, teils offene GelĂ€nde wurde hier Ă€ußerst reizvoll genutzt. So bewohnen Geparden (mit Beutesimulator!) und Afrikanische Wildhunde riesige Gehege, in denen nicht gemĂ€ht wird; von den HĂŒgelkuppen aus können sie nicht nur weit ĂŒber das Land blicken (diese Formulierung ist keineswegs ĂŒbertrieben), sondern auch die Huftiere auf den Savannenanlagen und sich auch gegenseitig – ĂŒber den trennenden Besuchersteg hinweg – beobachten (und bieten dabei wunderbare Fotomöglichkeiten). Stellt schon die „kleinere“ Huftieranlage, die so genannte „Baumsavanne“ mit Bongos, BlĂ€ssböcken und diversen Großvögeln, flĂ€chenmĂ€ĂŸig ĂŒbliche Zoo-Afrikasteppen in den Schatten, muss man bei der großen „Grassavanne“ in Superlativen denken: Auf das langgestreckte, schier endlose GelĂ€nde wĂŒrde die Savannenanlage aus Emmen wohl mehrfach passen. Durch diese Anlage kann man eine Landrover-Tour machen, wobei in einer etwas kuriosen Konstruktion einer der Rover als Zugmaschine dient und zwei weitere hinter sich her zieht. Besatz: „MĂ€hnenlose“ Zebras, Streifengnus, Defassas, Watussirinder (darunter Schecken mit mehr Weiß als Rot), Elenantilopen, Giraffen (erst seit 2008, rein weibliche Gruppe aus Hybriden und Tieren unklarer Herkunft) und – geografisch unpassend, aber eindrucksvoll – eine Riesenherde Hirschziegenantilopen, die sich auf der großen FlĂ€che von selbst in Harems- und Junggesellenherde teilt.

Gekrönt wird der Afrika-Parkteil von einer erst in diesem Sommer eröffneten Löwenanlage namens Katanga Hill, deren Name Programm ist, denn man will sich hier mit der Erhaltungszucht des Katanga-Löwen befassen, fĂŒr den bei uns inzwischen die Bezeichnung Angola-Löwe ĂŒblich geworden ist. Vorhanden sind ein junger Kater (laut Zootierliste aus Basel, also einer der dortigen „Etosha-Löwen“), der noch getrennt von den (mindestens) drei Löwinnen gehalten wird. Der Star ist aber die Anlage selbst: Die hat wahrscheinlich Wuppertaler Dimensionen, was aber weniger ins Auge fĂ€llt, weil der Besucherweg nicht um sie herum, sondern auf Hunderten von Metern Holzsteg ĂŒber sie hinweg fĂŒhrt, und zwar in langen Serpentinen. Das GelĂ€nde fĂŒr die Tiere „beginnt“ in einer waldigen Senke mit Teich (hier liegt das Absperrgehege), fĂŒhrt dann ĂŒber einen relativ steilen, grasbewachsenen Hang auf ein ebenfalls grasiges, noch halb im Wald gelegenes Plateau und von dort aus zu einem Kopje mit Aussichtsplattform ĂŒber die „Grassavanne“. Fast unnötig zu sagen, dass der Kopjebereich diverse Abenteuerelemente bis hin zum Erlebnisklo mit Löweneinblick bietet (siehe Thread „Kloologie“ und natĂŒrlich eine Lodge. Auf hölzernen Plattformen, die ĂŒber die Grassavanne ragen, stehen zudem direkt daneben mehrere Safarizelte, die man fĂŒr Übernachtungen inklusive Abendsafari usw. buchen kann.

Und wenn man denkt, jetzt kommt „nur noch Nordamerika“, dann ist man (weiterhin) buchstĂ€blich auf dem Holzweg, denn der ewig lange Steg-Weg windet sich von Katanga Hill auch wieder abwĂ€rts und geht nahtlos in den nĂ€chsten Erdteil ĂŒber, wo er schließlich auf einem Westernfort einmĂŒndet. Von diesem aus hat man Einblick in eine Anlage fĂŒr SchwarzbĂ€ren, fĂŒr die mir nur das Wort „gigantisch“ einfĂ€llt – das nebenstehende Foto zeigt nur einen kleinen Teil des Geheges, dessen gut einsehbarer Bereich aus Wiese besteht, das sich aber noch ein ganzes StĂŒck in den Wald hinten links fortsetzt. Mit etwas GlĂŒck kann man von hier aus in der Ferne (hinter dem Zaun rechts hinten im Bild) auch noch Bisons erkennen, die wahrscheinlich zeitweilig Zugang zu den BĂ€ren haben – verdĂ€chtigerweise ist die Grasnarbe hier nĂ€mlich kurz gehalten. Auf der anderen Seite des Forts – auch hier verweise ich ĂŒbrigens nochmals auf „Kloologie“ – bewohnen weiße Wölfe eine ebenfalls enorme FlĂ€che mit Wald(rand), ungemĂ€hter Wiese und einem großen See. Da auf dem im Comic-Stil gehaltenen Zooplan in diesem See ein BĂ€r mit Fisch im Maul abgebildet ist, scheint das Gehege mit dem der SchwarzbĂ€ren vernetzbar zu sein. Zusammen mit zwei weiteren Seen in „Nordamerika“ – auf einem davon kann man kostenlos Kanu fahren – und den Wasserbereichen um die Affeninseln herum, die auf der anderen Seite des Eingangs liegen, bildet das ganze eine GewĂ€sserkette, die dem Park mitsamt umliegendem GelĂ€nde erst innerhalb der letzten sieben Jahre hinzugefĂŒgt wurde.

Baumstachler, Streifenskunks, Virginia-Opossums und (wahrscheinlich, aber nicht gesehen) WaschbĂ€ren runden den nordamerikanischen Tierbestand ab, dazu gibt es in diesem Parkteil ein Tipi-Dorf mit Übernachtungsmöglichkeit, eine Westernstadtkulisse und die Arena fĂŒr Flugshows (Greifvögel und Eulen; haben wir nicht besucht).

Sorry, dass dieser Bericht so lang ausgefallen ist, aber Ebeltoft war fĂŒr mich DIE Überraschung auf der DK-Tour (ich wusste vorher nahezu nichts ĂŒber den Park) und hat den mit Abstand tiefsten Eindruck hinterlassen. Unbedingt besuchen!
(23.09.2009, 23:10)
Michael Mettler:   @Anti-ErdmĂ€nnchen: Drei SaatgĂ€nse. Bei den beiden anderen Arten habe ich nicht auf die Anzahl geachtet, aber auch nicht mehr als jeweils zwei bis vier, und alle GĂ€nse bildeten einen Trupp, der zusammen ruhte und sich auch geschlossen zurĂŒckzog, als ich fĂŒr ein Foto in die Hocke ging. Durchaus möglich, dass die "ĂŒberzĂ€hlige" Saatgans fremdverpaart war, denn eine der GraugĂ€nse war recht dicht bei ihr.
(23.09.2009, 21:04)
Anti-ErdmĂ€nnchen:   @ MM
Danke fĂŒr die passionierten Berichte. Wie viele SaatgĂ€nse gibt es denn in Kolind? Hielten sich die Exemplare beisammen oder verstreuten sie sich? Verstanden sich die drei GĂ€nsearten als Einheit oder war eine gewisse interspezifischw Abgrenzung festzustellen?
(23.09.2009, 20:33)
IP66:   Ich habe mich entschlossen, zum Thema Urwaldhaus, Felsanlage und Hochhauszoo einen eigenen Thread zu öffnen, um die spannenden Berichte aus DĂ€nemark nicht mit einer anderen Diskussion zu verquicken - der Ausgangspunkt der Überlegungen in Randers scheint mir hier ganz gut aufgehoben.
(22.09.2009, 14:10)
Michael Mettler:   Munkholm Zoo, Balle: Nicht weit von Ebeltoft, Grenaa und Kolind entfernt auf der Halbinsel Djursland bietet es sich an, diesen kleinen Zoo mit einer oder zwei der anderen Haltungen an einem Tag zu kombinieren.

Das nebenstehende Foto des Nutriageheges steht symbolisch fĂŒr das Konzept des Zoos: Manche Tierarten, die in grĂ¶ĂŸeren Zoos neben den großen Publikumslieblingen meistens mehr oder weniger lieblos gestaltete, oft kahle Kleinanlagen bewohnen, dĂŒrfen sich hier ĂŒber viel Platz, gute Gehegestrukturen und meistens auch BegrĂŒnung freuen; selbst „gewöhnliche“ Farbratten, von denen es im Kleintierhaus eine große Gruppe gibt, bekommen hier Enrichment geboten. Nach den EindrĂŒcken in Hobro bekamen wir in Balle nun das absolute GegenstĂŒck zu sehen: Der Park ist Ă€ußerst gepflegt. Zwar wurden auch hier Anlagen mit einfachen Mitteln errichtet, aber eben liebevoll und optisch ansprechend.

Großtiere – sprich Huftiere – stammen bis auf Damhirsche sĂ€mtlich aus dem Haustierbereich und sind in Gehegen untergebracht, die Kontakt am Zaun ermöglichen; natĂŒrlich gibt es auch ein begehbares Streichelgehege mit Ziegen. Schweinsaffen, GrĂŒne Meerkatzen und Haubenkapuziner bewohnen passable KĂ€fige, Stachelschweine – laut Beschilderung SĂŒdafrikaner – eine satt grĂŒne Wiesenanlage mit großem, einsehbarem Stall, Azara-Agutis, Marderhunde und Zebramangusten Ă€hnliche Gehege wie das abgebildete der Nutrias, nur etwas unterschiedlich eingerichtet („waldiger“ bei den Marderhunden, Felshaufen bei den Mangusten). Die ebenfalls voll begrĂŒnten Leichtbau-Volieren fĂŒr Nordluchse (fĂ€lschlich als Rotluchse ausgeschildert) und Servale können sich auch in ihren Dimensionen sehen lassen; so viel Platz gönnt man in manchen Zoos nicht mal Leoparden oder Jaguaren.

Zoologischer Leckerbissen sind Pallas-Schönhörnchen (Rotbauchhörnchen, Callosciurus erythraeus) - auch hier gilt wieder : Die Hörnchen nicht als offensichtliche LĂŒckenfĂŒller wie in manchen Großzoos, sondern mit großer Außenvoliere, wie man sie andernorts wohl mit Affen von Kapuziner- oder MeerkatzengrĂ¶ĂŸe besetzt hĂ€tte.

Noch recht neu wirkt eine große, begehbare Voliere mit Netzdach, das nach dem Fahnenmast-Prinzip per Handkurbel an den hölzernen StĂŒtzpfosten herabgelassen und wieder hochgezogen werden kann. Und da wĂ€re wieder die Frage nach geĂ€nderten Richtlinien zur Vogelhaltung in DĂ€nemark, denn der Besatz ist so bunt gemischt, dass er wirkt, als habe man die Insassen alter Kleinvolieren und Vogelwiesen einfach alle zusammen dorthinein gesetzt; das reicht von Weißstörchen ĂŒber mehrere Fasanenarten, Turakos, Glanzstare, Haustauben bis hin zu Unzertrennlichen und Gebirgsloris. Der angeschlossene, einsehbare Winterraum war möglicherweise vorher ein Huftierstall und ist so groß, dass man selbst eine kopfstarke Flamingokolonie dort einwintern könnte.

Hinter einer leicht zu ĂŒbersehenden TĂŒr findet sich noch ein artenreich besetztes Kleintierhaus mit Terrarienabteilung, Innenraum einer weiteren, kleineren begehbaren Voliere, diversen KleinsĂ€ugern und zwei JerseykĂ€lbern. Erinnert etwas an das Schauhaus in Warder, nur deutlich kleiner.

Laut Werbeflyer liegt eine SpezialitĂ€t des Zoos darin, den Besuchern auch Kontakt zu diversen Wildtieren zu bieten; abgebildet sind Besucher mit einem Tigerpython, sowie Jungtieren von Serval, NasenbĂ€r und Farmfuchs (von dem drei FarbschlĂ€ge gehalten werden). Eine kleine SchaubĂŒhne haben wir zwar gesehen, aber keine VorfĂŒhrung; im Hintergrund der Luchsanlage war lediglich kurz ein Pfleger mit einem Jungluchs an der Leine zu sehen.
(22.09.2009, 12:18)
Jennifer Weilguni:   @Liz
Ja, bei dem evtl. ist es vorerst allerdings auch geblieben. Wir hatten und haben es vor, aber in dieser einen Woche war das alles eben einfach nicht zu schaffen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben *zwinker*.
(22.09.2009, 05:54)
Michael Mettler:   @IP66: Arnhem HAT Kunstfels im Menschenaffenhaus - Hagenbeck hatte in seinem vorherigen (am Troparium) dagegen keinen und verzichtete auch an anderen Stellen darauf (z.B. im und am Delphinarium). Wo also herrscht grĂ¶ĂŸere KontinuitĂ€t...?
(21.09.2009, 19:44)
IP66:   Ich denke, daß man, wenn man möchte, sogar die Krokodilanlagen im Lindenaquarium in Berlin schon in diese Reihe stellen kann. Auf der anderen Seite spielt die Idee, Natur in einem Glashaus gleichsam zu reproduzieren, doch ab den 60er Jahren eine andere Rolle als im Historismus, und als ich die Kuppeln der Bauten in Randers sah, dachte ich, sie könnten vielleicht Folge einer solchen Utopie sein. Dennoch sollte man vielleicht unterscheiden: Die HochhauszooentwĂŒrfe der Zeit wollten eine neue, gleichsam parkfreie und wenig GrundstĂŒcke vebrauchende Form des Innenstadtzoos etablieren, den UrwaldhĂ€usern ging es eher um Freisichtanlagen in einem Park, den man mit einem Glashaus umbaute. In Randers scheint es mir, wenn ich den Bericht recht gelesen haben, aber doch eher um eine neue geographische Ordnung zu gehen.
Was die Kunstfelsmoden angeht, so stellt Arnheim eines meiner Lieblingsbeispiele dafĂŒr, daß eben keine KontinuitĂ€t zwischen den Freisichtanlagen der Hagenbeck-Nachfolge und den heutigen Bauten besteht: Zum einen wurde dort keine einzige der ĂŒberlieferten Kunstfelsanlagen in einen Neubau integriert, zum anderen bauen die neuen Anlagen keinesfalls ein altes Zooideal - womöglich ergĂ€nzend - nach, sondern werden als Ersatz fĂŒr diese errichtet. Und schließlich gibt es ja durchaus eine Phase in der Geschichte dieses Zoos, in der man bei den Menschenaffen und auch in den befahrbaren Gehegen auf jede Form von Kunstfels verzichtet hat. Da scheint mir Stellingen selbst ein besseres Beispiel fĂŒr eine gewisse KontinuitĂ€t. FĂŒr möglich halte ich allerdings, daß Arnheim aufgrund einer gewissen RandstĂ€ndigkeit in den Niederlanden (als Privatzoo in einer nicht besonders großen Stadt, der auf zureisendes Publikum angewiesen war und ist), Experimenten besonders aufgeschlossen war, was sich einerseits, Ă€hnlich wie in Wuppertal, in der Rezeption Hagenbeck'scher Ideen, andererseits eben auch in der Entwicklung oder Übernahme nicht besonders hĂ€ufiger Bau- und Haltungskonzepte Ă€ußern könnte.
(21.09.2009, 19:06)
Michael Mettler:   @IP66: Das mögen in Krefeld ja die ersten europĂ€ischen Menschenaffen-Freianlagen innerhalb eines GewĂ€chshauses gewesen sein, aber doch nicht die ersten Freianlagen generell - da gĂ€be es z.B. diverse Krokodil- oder Schildkrötenanlagen Ă€lteren Datums. Abgesehen davon brauchte Arnhem nicht erst die Hallen, um "von der Kunstfelsmode geprĂ€gt" zu werden, da der Zoo schon immer ein Kunstfelszoo im Hagenbeck-Stil war und somit innen lediglich konsequent fortsetzte, was außen schon seit Jahrzehnten das Bild des Parks prĂ€gte. Hier kann also von "Mode" wirklich keine Rede sein.

Da Randers auch Abenteuerwege, eine HĂ€ngebrĂŒcke, eine Maya-Tempelruine usw. hat, dĂŒrfte Arnhem auf jeden Fall Vorbild (vielleicht nicht alleiniges) gewesen sein. Übrigens werden die Guerezas und Kappengibbons in Randers nicht in Freisichtanlagen, sondern "hinter Gitter" gezeigt, wobei die Gibbonanlage m.E. sogar noch kleiner ist als die wegen ihrer ebenfalls fehlenden Außenanlage mehrfach kritisierte im Kölner Regenwaldhaus. Neuweltaffen und Rotbauchmakis genießen Freilauf in ihren jeweiligen Hallen.
(21.09.2009, 16:15)
IP66:   Ich dachte an das krefelder Menschenaffenhaus, das, einige FreiflugrĂ€ume abgerechnet, den ersten europĂ€ischen Versuch vorstellt, Freianlagen innerhalb eines tropisch bepflanzten GewĂ€chshauses anzulegen. Den Erbauungsdaten nach könnte Randers aber eher im Kontext der arnheimer Hallen entstanden sein, wo die Freianlagen schon von der Kunstfelsmode geprĂ€gt sind.
(21.09.2009, 13:55)
Liz Thieme:   schuldigung Jenny, du hattest doch gesagt ihr wollt "WilbĂ€r/Wille" evtl besuchen. Das das so geendet hat wusste ich nicht.

was fĂŒr Verbindungen zu Krefeld?
nach diesen Angaben hier glaub ich da an keine Verbindung, wenigstens keine direkte.
das sind die Daten zum tropischen Amerika, geplant 1997, gebaut 2000
* planning and design: Randers Regnskov staff, Randers, Denmark
* artificial rocks: PANGEA ROCKS AS, Varde, Denmark
* architecture: Skanska, Randers, Denmark
(21.09.2009, 12:17)
IP66:   Man kann natĂŒrlich eine Linie von den Aquarienbauten der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts nach Randers ziehen - diese wĂŒrde jedoch einige LĂŒcken aufweisen. Konkret wĂŒrde mich interessieren, ob es Verbindungen zwischen dem Affenhaus in Krefeld und Randers gibt.
(21.09.2009, 10:48)
Jennifer Weilguni:   @Liz
Jaaaa.. borh nur in den frischen Wunden. NatĂŒrlich wĂŒrde ich euch gerne was ĂŒber den BĂ€renpark Orsa berichten, aber von unserem Feriendomizil in Spdschweden wĂ€re das immer noch eine Anfahrt von ĂŒber 6 Stunden gewesen - einfache Strecke !!! Aber vieleicht wird es ja beim nĂ€chsten Schwedenbesuch dann mal was. :-)
(20.09.2009, 20:59)
Michael Mettler:   @Liz: Dann war meine Formulierung "vielleicht grĂ¶ĂŸte" also vorsichtig genug...

Möglicherweise war der Park auch vorher schon offenes Land und Feuchtgebiet, der Steg durch das Rotwildgehege knapp ĂŒber Bodenhöhe wĂŒrde nĂ€mlich sonst wenig Sinn ergeben. Auch das Umland des Parks ist Weide- und Ackerland mit nur schmalen Wald- bzw. wenigstens Gehölzstreifen dazwischen.

Über die BĂ€ren weiß ich nichts NĂ€heres.
(20.09.2009, 18:19)
Liz Thieme:   *vorsichtig meld* es gibt noch eine grĂ¶ĂŸere EisbĂ€r-Anlage in Europa.
Orsa Grönklitt Björnpark
>The big polar bear complex is stated to be the largest in the world with a total enclosure area of 41.000 sq.meters (≈10 acres). It consists of two main enclosures and includes two large pools and an artificial glacier. There is also an exhibition hall, information stations, an amphitheater and a children play area. The construction began in May 2008 and the polar bears arrived a few weeks ago.<
vielleicht wird Jenny uns noch mehr darĂŒber verraten.

Von Änderungen bei der Haltung in DK habe ich nichts gehört.
Aber finde flugfÀhige Vögel besser als ausgeschnittene, abgeschnittene oder abgenÀhte Vögel.

Schade abeer, dass die Tiere mehr auf freier Flur leben als im Wald. Sieht nÀmlich so aus als ob da mal Wald stand. Und die dÀnischen WÀlder sind eigentlich auch schöne WÀlder.

Weißt du mehr zu den BĂ€ren? Sind die Weibchen evtl Geschwister?
(20.09.2009, 18:05)
Michael Mettler:   Nachdem ich mich gerade zu der Vogelvoliere in Kolind geĂ€ußert habe, werde ich den Verdacht nicht los, dass die womöglich nur eine provisorische Nachbesserung bzw. Übergangslösung darstellt. Weiß jemand, ob sich in DĂ€nemark kĂŒrzlich Richtlinien zur Vogelhaltung geĂ€ndert haben, z.B. in Richtung Beschneidungsverbot? In Odense entsteht z.B. gerade eine riesige Voliere fĂŒr Flamingos und Pelikane, die bislang im benachbarten, noch gar nicht so alten Feuchtgebiet "Okavango" gehalten werden, und selbst in Kleinparks sind Großvolieren im Bau oder recht neu fertiggestellt (im Frydenlund Fugle Park z.B. fĂŒr Arten wie Weißstorch, Jungfern- und Kronenkranich, also klassische Vogelwiesenbewohner). Das könnte z.B. auch den weitgehenden Großvogelmangel in Aalborg erklĂ€ren.
(20.09.2009, 17:06)
Michael Mettler:   Skandinavisk Dyrepark, Kolind: Kein Park fĂŒr Freunde artenreicher BestĂ€nde – 14 SĂ€ugerformen inklusive zweier Haustiere, 4 Vogel- und 2 Reptilienarten, das war’s auch schon. Der Name weckt zwar Erwartungen bezĂŒglich besonderer nordischer Arten, aber z.B. Moschusochse oder Vielfraß sind nicht vertreten, nicht mal Luchse – und das auf immerhin 45 Hektar FlĂ€che. ABER: Die Anlagen der vorhandenen Arten sind bis auf die merkwĂŒrdig popelige begehbare Voliere mit Weißstörchen, Grau-, Saat- und WeißwangengĂ€nsen groß bis riesig und einfach herrlich! Wer den Skandinavisk Dyrepark besucht, begibt sich auf den Holzweg: Gleich durch fĂŒnf weitlĂ€ufige Gehege fĂŒhren Hunderte Meter von Besuchersteg. Und alles ohne den in unseren Landen in Wildparks so verbreiteten Waidwerks-Touch alias „Hubertus-Mief“…

Der noch recht junge und vermutlich aus einem Guss erbaute Park ist geschickt dramaturgisch aufgebaut. Den Anfang machen ein Gehege mit Hausrentieren, ein sehr großes Freilandterrarium mit Ringelnattern und Kreuzottern, das wegen recht aktiver Schlangen dicht mit Besuchern gesĂ€umt war, und ein nahezu baugleiches Gehege fĂŒr Iltisse – laut Gehegeschild „normale“ Iltisse (M. putorius), laut ISIS Steppeniltisse (M. eversmanni – dafĂŒr aber m.E. viel zu dunkel) und laut meinem Verdacht schlichtweg Iltisfrettchen… Ein paar Meter weiter eine selbst fĂŒr WildparkverhĂ€ltnisse große Anlage fĂŒr RotfĂŒchse. Was sich dort fotogen in Aktion zeigte, entpuppte sich im Nachhinein als mein zoologisches Highlight des Parks, denn laut ISIS (hoffentlich stimmt es) sind das nicht die bei uns ĂŒblichen MitteleuropĂ€ischen RotfĂŒchse (Vulpes vulpes crucigera), sondern die skandinavische Nominatform.

FĂŒr den Normalbesucher ist wohl der nun folgende Wolfspark mit ĂŒber 200 m Holzsteg die erste grĂ¶ĂŸere Sensation, es folgt eine riesige begehbare Anlage (ĂŒberwiegend Wiese, wie in den meisten Gehegen) fĂŒr Damwild. Eine weitere Fuchsanlage beherbergt PolarfĂŒchse, danach findet man ein Gehege mit Wildschweinen und eine derzeit wohl unbesetzte (Schilderhalterung leer) Voliere fĂŒr Eichhörnchen. Der nĂ€chste Holzweg verlĂ€uft ausnahmsweise nur knapp ĂŒber Bodenniveau und ohne GelĂ€nder durch ein Rotwildgehege; wie man uns schon am Eingang sagte, sind die Wege innerhalb des Geheges wegen der Brunft teilweise fĂŒr Besucher gesperrt. Nach welchen Kriterien man was sperrt, wĂ€re interessant zu wissen; der noch offene Weg fĂŒhrte jedenfalls genau zwischen dem Platzhirsch und seinen HirschkĂŒhen und der Gruppe der unbeweibten Hirsche hindurch…

Nach den Königen des Waldes (hier fast ohne Wald) folgt das, was uns mit einem Foto in der Kölner Zoozeitschrift zum Besuch des Parks verlockt hat: Die vielleicht grĂ¶ĂŸte EisbĂ€renanlage in Europa mit satten 2,6 Hektar FlĂ€che, davon ein halber Hektar Wasser (nicht etwa Betonbecken, sondern in den Buchten durchaus von Amphibien-Laichplatz-QualitĂ€t)! Am hintersten Ende des GelĂ€ndes gelegen stellt sie den dramaturgischen Höhepunkt dar und ist deshalb auch mit BesuchertribĂŒne und Picknickplatz umgeben. Eine Eismaschine sorgt laut Flyer fĂŒr 5 Tonnen Kunstgletscher pro Tag – ist mir nirgends aufgefallen, war vielleicht nicht in Betrieb oder so eingedreckt, dass man ihn nicht als Eis wahrgenommen hat - es herrscht jedenfalls Wiesenlandschaft vor. Leider mussten wir die schönsten Bereiche der Anlage ohne BĂ€ren genießen, denn alle drei weißen Riesen lungerten vor dem StallgebĂ€ude herum. Der Steg fĂŒhrt weiter in und durch eine fast identisch gestaltete Anlage fĂŒr Elche (aber ohne Eismaschine), dann fĂŒhrt der Weg wieder retour in Richtung Rotwild, biegt aber in die dritte nahezu gleich aufgebaute Landschaft ein, diesmal fĂŒr EuropĂ€ische BraunbĂ€ren (siehe Foto). Vier erwachsene BĂ€ren und drei diesjĂ€hrige Junge waren sehr aktiv, wobei es fĂŒr mich besonders interessant war zu sehen, wie zwei BĂ€rinnen und die drei Jungtiere als geschlossenes Rudel durch die Anlage zogen, alles gemeinsam unternahmen und miteinander balgten – von wegen EinzelgĂ€nger.

Die nĂ€chsten Stationen sind wenig spektakulĂ€r und fĂŒr Normalbesucher nach den eben gewonnenen EindrĂŒcken wahrscheinlich erst recht „FĂŒllmaterial“ auf dem Weg zum Ausgang: die schon erwĂ€hnte Vogelvoliere, ein Streichelgehege fĂŒr DĂ€nische Landziegen und zwei nicht begehbare Wildgatter fĂŒr Sikahirsche (unbestimmter Unterart) und Rehe. Danach durchquert man erneut das Damwildgehege und kommt ab RotfĂŒchsen an der Eingangskonstellation vorbei.

Fotografisch ist der Park ein Paradies: Die Wiesen und HĂŒgel waren ungemĂ€ht, die GewĂ€sser wirken natĂŒrlich, und bis auf das Wildschweingehege gab es kaum die wildparktypischen, zertrampelten ModderflĂ€chen, so dass man herrliche „Freilandfotos“ machen kann. Stativ kann aber nicht schaden, es ist dank der großen FreiflĂ€chen recht windig!
(20.09.2009, 16:55)
Michael Mettler:   @Liz: Mein 1993er (einen anderen habe ich nicht) zeigt eine Orangmutter mit Kind und ist eine englische Version, laut Angabe eine 2., revidierte Auflage.
(20.09.2009, 16:53)
Liz Thieme:   ich weiß ja nicht wie oft Aalborg den FĂŒhrer erneuert hat, aber vlt kann mir jemand da behilflich sein. Auf meinem ist ein Goldenes LöwenĂ€ffchen drauf. Dann wĂŒsste ich endlich mal genau wann ich da war :D
(20.09.2009, 14:27)
Michael Mettler:   @Liz: Einige dieser Vögel sind auch noch im 1993er ZoofĂŒhrer zu finden. Die alten Stallungen der Afrikasavanne gibt es noch (rechts im Hintergrund der Anlage zu sehen), frĂŒher waren die Zebras und Antilopen dann wohl im Winter nicht fĂŒr das Publikum zu sehen. Im jetzigen Haus ist das dagegen möglich.
(20.09.2009, 13:37)
Liz Thieme:   Also als ich da war (muss gegen 1990 gewesen sein, leider ohne viel Erinnerung aber mit ZoofĂŒhrer) hatten die ziemlich viele Vögel
Nandus
Bennett Kasuar
Emu
Humboldt-Pinguine
Pelikan
Weißstorch
Chileflamingos
HawaiigÀnse
Kolbenenten
Rothalsgans
Rotschulterente
Weißwangengans
KappensÀger
Papageien
Wattvögel
Tauben
Und dann paar Gruppen, bei denen ich die deutsche Übersetzung nicht kenne

Auf der Afrikasavanne war damals nur Sommerhaltung.

hmmm dann muss ich Randers wohl angeleint werden...
(20.09.2009, 12:01)
Michael Mettler:   Habe inzwischen in einem Ă€lteren Aalborger ZoofĂŒhrer (von 1993) nachgeschlagen: Der Zoo war nicht immer so vogelarm. Zu den Anlagen, die seit 1993 weggefallen sind, gehören ein Schwimmvogelteich (heute Kinderspielplatz), eine Fasanerie (heute Teil des Haustierbereiches) und eine lange Reihe von Kleinvolieren, an deren Stelle sich heute eine Großvoliere mit angeschlossener Fossa-Anlage befindet. Diese Großvoliere hat ein Kaliber und eine Gestaltung, dass man in ihr Ibisse usw. vermuten wĂŒrde - tatsĂ€chlich leben dort aber Kleinvögel wie Blutschnabelweber, Glanzstare, Kanarienvögel, Zebrafinken, DiamanttĂ€ubchen usw.

Das afrikanische Dorf steht ĂŒbrigens auf der FlĂ€che eines vorherigen DickhĂ€uterhauses mit Breitmaulnashörnern, Schabrackentapiren und Zwergflusspferden. Letztere haben also auf dem GelĂ€nde nur um ein paar Meter den Standort gewechselt, statt Schabracken- gibt es heute Flachlandtapire (im SĂŒdamerikabereich), Nashörner sind Geschichte. Die Elefanten-Außenanlage scheint doch schon damals so ausgesehen zu haben wie heute, da lag ich mit der vermuteten Umgestaltung in neuerer Zeit also falsch.
(20.09.2009, 09:45)
Michael Mettler:   Aalborg Zoo: Es ist schwer, den Zoo zu typisieren. Kein Zoo, fĂŒr den man extra von weither in DĂ€nemarks Norden reisen mĂŒsste, aber wenn man ohnehin im Land ist, sollte man ihn keinesfalls ignorieren. SĂ€ugetiermĂ€ĂŸig weitestgehend mit Standardsortiment, architektonisch wohl im Mainstream der jeweiligen Ära (und deshalb mit sehr uneinheitlichem Erscheinungsbild, eben ein „klassischer Zoo“) – so ist es nicht verwunderlich, dass die wohl neuesten Anlagen ein „afrikanisches Dorf“ und eine umgebaute Elefantenanlage sind, abgesehen von der laut Eigenwerbung „besten EisbĂ€renanlage Europas“, die aber auch nur eine Felsenanlage mit Unterwassereinblick ist – wenn auch ergĂ€nzt durch die heute unverzichtbare TrapperhĂŒtte, durch deren Fenster man ins Gehege blicken (und dabei auf einem Moschusochsenfell sitzen) kann.

Ansonsten: Ein SĂŒdamerikabereich mit kleiner Tropenhalle und den Â„ĂŒblichen VerdĂ€chtigen“ (ungewöhnlich dabei eine NasenbĂ€ranlage ohne Klettermöglichkeiten), eine Art BĂ€renwald en miniature fĂŒr BraunbĂ€ren (vor 25 Jahren wĂ€re man ĂŒber die GroßrĂ€umigkeit begeistert gewesen, heute gilt selbst das als ĂŒberholt), eine Tropenhalle mit dem ĂŒblichen KrallenĂ€ffchen-Leguan-Wasserschildkröten-Riesenschlangen-etc.-Besatz, Orangs und Schimpansen in jeweils eigenen HĂ€usern, Raubtierhaus mit Löwen (wie ĂŒberall mit Jungtieren), Amurtigern und Persischen Leoparden sowie einem dahinter gelegenen Großgehege fĂŒr Afrikanische Wildhunde, Mantelpavianfelsen, Robben-Pinguin-Anlage mit Unterwassereinblick Ă€lteren Datums. Die auffallende Vogelarmut hatte ich im allgemeinen Vorbericht schon erwĂ€hnt; typische Zoovögel wie Pelikane, Störche, Kraniche, Greifvögel oder Eulen sucht man hier vergeblich, und außer Stockenten sind auch Schwimmvögel nicht vertreten.

Das Innere des Elefantenhauses wurde offenbar von einem Altzustand in Erlebnischarakter umgewandelt und auf zeitgemĂ€ĂŸe Haltungsmethode umgemodelt, auch die mit Pollern und Schaukelseilen eingegrenzte Außenanlage wird wohl frĂŒher ganz anders (und kleiner?) ausgesehen haben. Derzeit drei AfrikanerkĂŒhe, der Bulle Tempo (das „p“ ist kein Schreibfehler) musste im letzten Jahr eingeschlĂ€fert werden – wenn ich den dĂ€nischen Text im Jahresbericht richtig deute, wegen massiver Gesundheitsprobleme (Gleichgewichtsstörungen).

PrunkstĂŒck des Zoos ist die Afrikasavanne mit Rothschildgiraffen, Grevyzebras, Straußen, SĂ€belantilopen und Großen Kudus sowie natĂŒrlich einer Besucherlodge. WĂ€hrend das Giraffenhaus auf der anderen Seite des Besucherweges steht, der zum Seitenwechsel kurzzeitig gesperrt wird, bildet der begehbare Stall der ĂŒbrigen Huftiere in Form einer riesigen „RundhĂŒtte“ das Zentrum des „afrikanischen Dorfes“. Antilopen und Zebras werden hier – siehe Foto – in Gruppe aufgestallt; wie auch in Arnhem ein Beispiel, das mehr Nachahmer finden sollte, damit die Tiere bei schlechtem Wetter mehr Bewegungsmöglichkeiten haben und Sozialkontakte nicht durch Einzelaufstallung unterbunden werden. Auch die mit eigenem Außengehege versehenen Warzenschweine haben hier ihre Innenanlage. Eine benachbarte Tropenhalle enthĂ€lt eine sehr große Innenanlage fĂŒr Zwergflusspferde, in deren Wasserteil große Raubwelse leben (folglich wird er ĂŒber eine Wasseraufbereitungsanlage gesĂ€ubert); frei in der Halle leben Tokos und Glanzstare. Das Außengehege der Zwerghippos hat Wiesencharakter und ist nur durch eine Palisadenwand von der großen Savanne getrennt, es gibt sogar ein verbindendes Tor – dĂŒrfen die Hippos womöglich zur Nachtweide im Sommer rĂŒber?

Zoologische Kostbarkeiten sind Fossas, Rotstirnsittiche, GelbgrĂŒne Meerkatzen und eine Gruppe Westlicher Grauer RiesenkĂ€ngurus mit Tieren aus zwei Unterarten (melanops und ocydromus – letztere nicht ausgeschildert, laut ISIS 0,1 vorhanden).
(19.09.2009, 21:59)
Michael Mettler:   @Liz: Ich habe jeweils mehrere Schlangen beider Arten gesehen, und sie lagen ausreichend abseits des Weges in den Pflanzungen und im Decken"gebĂ€lk". Da Schlangen keine BodenerschĂŒtterungen mögen, wĂŒrde ich davon ausgehen, dass sie nur höchst selten wĂ€hrend der Besuchszeit ĂŒber den Weg kriechen. Da hĂ€tte ich eher Sorge, dass mal ein Besucher in die Pflanzung krabbelt, um bessere Fotos zu bekommen, und sich einen Abwehrbiss einfĂ€ngt. Welche erstaunliche Reichweite eine Taiwan-Schmucknatter in einem solchen Fall hat, "durfte" ich mit einem eigenen Tier mal selbst erleben: aus zusammengerollter Ruhelage um etwa die HĂ€lfte ihrer KörperlĂ€nge. Und die Art wird weit ĂŒber 2 m lang...
(19.09.2009, 19:07)
Liz Thieme:   Randers Regnskov ist ein dĂ€nischer Indoor-Zoo in Randers, welcher am 13. Juni 1996 gegrĂŒndet wurde.

Wie ist das denn bei den Schlangen, wie stark halten sie sich von den Wegen fern oder kriechen sie drĂŒber?
Irgendwie hÀtte ich trotzdem Angst um die Schlangen, so unvorsichtig und blind wie manche Besucher durch die Bereiche laufen.
(19.09.2009, 18:56)
Michael Mettler:   @IP66: Im Grunde war doch schon das Berliner Aquarium Unter den Linden ein Indoor-Zoo mit Affen, Vögeln usw. und dessen Grottencharakter ein VorlĂ€ufer der heutigen Kunstfels-Innenlandschaften in Randers oder Arnhem.
(19.09.2009, 11:15)
IP66:   Mich wĂŒrde interessieren, wann der Indoor-Zoo entstanden ist. Es gab ja schon vor der Errichtung des krefelder Affenhauses diverse Modelle, sogar solche, die einen Großzoo mit Elefanten in einem Hochhaus unterbringen wollten, doch realisiert wurde davon meines Wissens nichts.
(19.09.2009, 11:02)
Michael Mettler:   Hobro Mini Zoo: Hobro liegt direkt an der Fahrtroute von Randers nach Aalborg, und die im Aufbau befindliche Homepage machte einen netten Eindruck, deswegen nahmen wir den Mini Zoo als „FĂŒllmaterial“ in unser Tagesprogramm auf. Es sollte letztlich das einzige wirklich negative Erlebnis unserer Tour sein…

Der Zoo heißt nicht nur so, er ist auch mini; flĂ€chenmĂ€ĂŸig etwa mit dem Zoo am Meer vergleichbar, aber qualitativ in einigen Bereichen unterste Schublade. Die Gehege fĂŒr diverse Haustiere bis AlpakagrĂ¶ĂŸe, Emus, WassergeflĂŒgel , Maras und Tammar-Wallabys sind okay bis vertretbar, aber die KĂ€fig- und Volierenreihen fĂŒr KleinsĂ€uger und Vögel wirken so, als sei das Pflegepersonal schon vor Wochen in Streik getreten. Gegen aus KostengrĂŒnden aus allen möglichen und unmöglichen Materialien zusammengeschusterte KĂ€fige spricht ja im Grunde nichts, wenn sie sauber gehalten werden und die Tiere darin gute Bedingungen vorfinden, aber beides ist hier nicht der Fall. Ich habe selten so – sorry – vollgeschissene Vogelvolieren gesehen, teilweise mit fingerdicken Kackekrusten auf den FutternapfrĂ€ndern, weil offenbar noch niemand auf die Idee gekommen ist, dass ein Futternapf unter einer Sitzstange denkbar schlecht platziert ist und nicht nur nachgefĂŒllt, sondern auch mal rausgenommen und gesĂ€ubert werden sollte. Das nebenstehende Foto zeigt eine typische Vogelvoliere, in diesem Fall mit mehreren FasanenhĂ€hnen verschiedener Arten, die ohne jede Deckungsmöglichkeit hektisch auf und ab laufen. Oberbesatz ist typischerweise ein wildes Gemisch verschiedener Sittiche. Erstaunlicherweise machte eigentlich kein Vogel einen kranken Eindruck, die mĂŒssen schon einiges gewohnt sein.

Bei den Volieren fĂŒr FĂŒchse, Nasen- und WaschbĂ€ren kam man wohl zum Schutz vorwitziger Besucherfinger auf die glorreiche Idee, sowohl außen wie innen an den Pfosten Gitter anzunageln, wodurch ein nahezu undurchsichtiges, da hell im Licht glĂ€nzendes Doppelgitter im Abstand der Pfostendicke die Tiere dahinter mehr erahnen als sehen lĂ€sst. Bei den KleinbĂ€ren bestand die KĂ€figeinrichtung jeweils aus zwei schrĂ€g angelehnten Ästen, das war’s. Ich fĂŒhlte mich lebhaft an den – zum GlĂŒck schon lange geschlossenen – Zoo am KlĂŒt in Hameln erinnert.

Aber das alles ist noch nichts gegen einen Schuppen neben dem Kinderspielplatz, in dem verschiedene Nager gehalten (na ja) werden. Auf den ersten Blick wirkt das Innere wie ein gar nicht fĂŒr die Öffentlichkeit gedachter Lagerraum, mit einer Werkstatt am hinteren Ende und einem wilden Sammelsurium aus Gartengrills, Werkzeug, einer alten Eisverkauf-KĂŒhltruhe, diversen alten VogelkĂ€figen unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe, leeren Blumentöpfen usw. Aber an der gegenĂŒber liegenden Seite befinden sich tatsĂ€chlich drei zwingerartige InnenrĂ€ume mit PrĂ€riehunden, Nutrias und GrĂŒnen Agutis, die TĂŒr war offen und arretiert, und daneben stand eine Sitzbank – also traten wir ein und stellten als erstes entsetzt fest, dass in dem sperrmĂŒllartigen Haufen nicht nur die VogelkĂ€fige bewohnt waren, sondern auch die mit einem Gitterelement abgedeckte KĂŒhltruhe! In dieser freute sich eine Truppe Mongolischer RennmĂ€use ĂŒber allerdings reichlich Platz… Zwei Vogelboxen enthielten Chinchillas in erbĂ€rmlichem Zustand und komplett ohne KĂ€figeinrichtung, ein PapageienkĂ€fig war vermutlich – da mit gleichen Pellets bestĂŒckt – Ă€hnlich besetzt, doch blieb der Besatz in einem Nistkasten unsichtbar, ein weiterer PapageienkĂ€fig enthielt ebenfalls NistkĂ€sten, aber statt FutternĂ€pfen nur Löwenzahn, und die kurz zu sehende Schnauzenspitze kann von Wildmeerschweinchen bis Hörnchen alles Mögliche gewesen sein. In den deckungslosen „Zwingern“ bestand die Einstreu der Agutis fast vollstĂ€ndig aus Körnerfutter, und die FlĂŒssigkeit im Badebecken der Nutrias hatte mit Wasser keinerlei Ähnlichkeit mehr, sondern erinnerte in Farbe und Konsistenz an Gulaschsuppe (natĂŒrlich mit reichlich „Einlage“).

Zu meiner VerblĂŒffung schienen die anwesenden Besucher – fast ausschließlich Familien mit Kleinkindern – trotz dieser ZustĂ€nde ihren Spaß im Park zu haben. Dennoch ist dieser „Zoo“ dringend schließungsbedĂŒrftig oder sollte sich zumindest auf die typischen Kleinkinder-Streicheltiere beschrĂ€nken, um seiner offensichtlichen Klientel zu genĂŒgen (Ziegen, Schafe, Ponys, Esel, Alpakas, HĂ€ngebauchschweine, Kaninchen und Meerschweinchen sind nicht unbedingt schlechter untergebracht als in anderen Kleinparks, schon bei den Damhirschen in einem moorigen Waldgehege wird es aber grenzwertig).
(18.09.2009, 21:15)
Michael Mettler:   P.S. Das eigentliche Streichelgehege befindet sich außerhalb der Halle und ist mit Zwergziegen und Weißen dĂ€nischen Landkaninchen bestĂŒckt - nur damit keine MissverstĂ€ndnisse entstehen.
(18.09.2009, 20:25)
Michael Mettler:   ...dass man soeben durch einen Glasausschnitt in ein Terrarium mit Abertausenden großer Kakerlaken gefasst hat! Streichelzoo mal ganz anders :-)
(18.09.2009, 20:23)
Michael Mettler:   Randers Regnskov: Ein bis auf ein Streichelgehege reiner Indoor-Zoo, verteilt auf drei große, halbkugelförmige Tropenhallen inklusive verbindender GĂ€nge. Selbst Arten wie Flachlandtapir, Halsbandpekari, Kappengibbon und Guereza haben hier keinerlei Außengehege. Trotz der attraktiven Innengestaltung hauen die Hallen mit ihren verschlungenen Haupt- und Nebenwegen und Abenteuerpfaden niemanden mehr vom Hocker, der Burgers Bush in Arnhem kennt; den Unterschied macht eher die Zahl der Tiergehege aus, mit denen der Regnskov erheblich dichter bestĂŒckt ist. Vor zu hohen Erwartungen angesichts der stattlichen Artenliste sei allerdings gewarnt; ein großer Teil der gehaltenen Arten lebt frei in den Hallen (und ist dort nicht mal ausgeschildert), so dass z.B. Plumplori oder Kurzkopf-Gleitbeutler im Normalfall wohl nur auf der Homepage zu bewundern sind. Der Reiz des Entdecken-MĂŒssens ist dennoch groß und fĂŒhrt u.a. zu der erstaunlichen Erkenntnis, dass ein schreiend blau-gelb gefĂ€rbter Ararauna sich in grĂŒnem Blattwerk selbst auf kurze Entfernung nahezu unsichtbar machen kann. Der ist gleichzeitig ein Beispiel dafĂŒr, dass die Geo-Gliederung in Afrika, Asien und SĂŒdamerika nicht ganz „reinrassig“ ist, denn er lebt in der Afrika-Halle. Auch vom Thema Regenwald gibt es erstaunlicherweise Ausnahmen, z.B. Diamantklapperschlangen in einem WĂŒstenterrarium.

Wie in vielen Vogelfreiflughallen stellte ich mal wieder fest, dass gewisse Dachkonstruktionselemente fĂŒr die Tiere als Laufwege und SitzplĂ€tze offenbar attraktiver (weil bequemer?) sind als natĂŒrliche Äste oder kĂŒnstliche Lianen; einige Bereiche scheinen regelrechte „Autobahnen“ fĂŒr z.B. KrallenĂ€ffchen oder Buschschliefer zu sein. Über manche Tiere stolpert man regelrecht, z.B. ĂŒber den Ă€ußerst zahmen Blauducker (m.W. eigentlich ein Blauducker-Maxwellducker-Hybride), der die schwitzenden Besucher offenbar als wandelnde Salzlecksteine betrachtet und sich dabei geduldig streicheln lĂ€sst.

Seitlich in und an den drei Hallen – ich möchte hier nicht an einem stark besuchten Tag sein, da wird man auf den engen Wegen wahrscheinlich komplett durchgeschoben – befinden sich interessante und originelle Nebenbereiche. So z.B. ein sehr enger Gang, der entlang der Krokodilanlagen verlĂ€uft und neben Einblicken ĂŒber und unter Wasser in diese auch das Nest einer Blattschneiderameisenkolonie und einen GĂŒrteltiergang bietet. Wenn hier eine Person zum Fotografieren stehen bleibt, ist der Weg bereits blockiert – das ist nicht nur an dieser Stelle so, und da ja neben den „echten“ Hobbyfotografen mittlerweile auch Unmengen von Handyfotografen in Zoos unterwegs sind, dĂŒrfte das nicht selten der Fall sein. Die beiden sehr hellen Rautenkrokodile sind ĂŒbrigens – das wurde mir vom Leiter des Krokodille Zoo in Eskilstrup bestĂ€tigt – eine Farbmutation, vergleichbar den „weißen“ Leistenkrokodilen.

Die Nachtabteilung in „Afrika“ enthĂ€lt u.a. eine langgestreckte, dick vergitterte Anlage fĂŒr Erdferkel; das tut zwar dem dortigen Luftaustausch mit Sicherheit gut und bietet direkte Kontaktmöglichkeiten, wirkt aber in einer Illusionslandschaft merkwĂŒrdig deplatziert. Manche Anlagen (z.B. fĂŒr Riesenschlangen) sind statt mit Glas mit einem feinen, sehr stabilen Gitterwerk versehen – luftig und ohne lĂ€stiges Beschlagen. Es gibt aber auch den „Schlangentempel“, eine begehbare Seitenhalle mit frei laufenden Teppichpythons und Taiwan-Schmucknattern (sowie Geckos und Schmetterlingen); lediglich die Tigerpythons leben hier aus nahe liegenden GrĂŒnden hinter Gittern.

Brandneu ist die „SchĂ€delgrotte“, ein wiederum enger Höhlengang mit Tropfsteinimitat und einer Halde phosphoreszierender, kĂŒnstlicher MenschenschĂ€del. FĂŒr den zusĂ€tzlichen Gruseleffekt sorgen frei fliegende Brillenblattnasen, mehrere Terrarien mit Schlangen und ein besonderer Gag: Neben der Tropfsteinhöhle leuchten in einer nachtschwarzen Ecke einladend zwei rote Schalter. Wenn man einen drĂŒckt, geht drumherum das Licht an und man stellt fest…
(18.09.2009, 20:21)
Liz Thieme:   es ist ja noch nicht geklĂ€rt, ob der Schwarze in Skaerup der aus Haunstrup ist. Theroetisch hĂ€tten es also zwei Haltungen in DK werden können mit je einem Paar.
Va ist das wichtig bei den Abgabeproblemen, die derzeit nun mal in Europa sind. Wir stecken nicht nur in einer Wirtschaftskriese sondern auch in einer tierischen Kriese, in diesem Fall die Jaguare betreffend.

Wichtig ist va Zug oder Busverbindung, ich habe kein Auto ;)

die Fragezeichen sind gelöst :D
(17.09.2009, 22:53)
Michael Mettler:   @Liz: Sieh es doch mal so - je ein einzelner Jaguar in Haunstrup und Skaerup hĂ€tte doch wenig Sinn gemacht, auch wenn es dann doppelt so viele Haltungen wĂ€ren ;-)

Ich denke schon, dass Givskud auch fĂŒr Safaripark-Gegner ein interessantes Reiseziel bietet, zumal große Teile des Parks auch oder ausschließlich zu Fuß zu erreichen sind. LĂ€sst sich ĂŒbrigens problemlos mit einem Besuch in Skaerup verbinden, die beiden Haltungen liegen relativ nahe beieinander.

Was mir in Givskud noch auffiel: SĂ€mtliche Löwen (gesehen ca. 20-25 StĂŒck) sind in der Fellfarbe sehr hell.
(17.09.2009, 22:47)
Liz Thieme:   was ist denn hier los? ich seh nur noch Fragezeichen *augenreib*

Ja ganz dick auf der schwarzen Liste!!! Es ist nicht leicht, wenn man von seinem Lieblingstier innerhalb kĂŒrzester Zeit vier (geplante) Haltungsaufgaben verkraften muss.
Aber ich werde weiter suchen.

Micha, wĂŒrdest du sagen, dass Givskud fĂŒr Leute die Safariparks nicht mögen trotzdem ein gutes Reiseziel ist?
(17.09.2009, 21:24)
Michael Mettler:   Givskud Zoo: UrsprĂŒnglich ein reiner Safaripark, wandelt sich der Zoo Ă€hnlich wie Beekse Bergen in Holland immer mehr zu einem zu Fuß erschließbaren GelĂ€nde. In Givskud hat man allerdings eine fĂŒr meinen Geschmack elegantere Zwischenlösung gefunden, indem man den Park noch immer komplett mit dem Auto umrunden kann, aber auf der Strecke mehrere große ParkplĂ€tze verteilt sind, von denen aus man umliegende, nicht aus dem Auto zu sehende Bereiche auf kurzen Wegen erreicht.

Da sich zwangslĂ€ufig aus einem weitrĂ€umigen SafariparkgelĂ€nde kein klassischer Zoo entwickelt, bestechen viele Anlagen durch WeitrĂ€umigkeit. So gibt es z.B. eine riesige, langgestreckte Gorilla-Freianlage Wassergraben und einer sehr verblĂŒffenden Begrenzung zu den Gehölzstreifen hin: einfacher Wildgatterzaun (siehe Foto)! (NatĂŒrlich mit Strom…) Modewellen haben auch vor Givskud nicht Halt gemacht, so findet man eine begehbare Berberaffenanlage nach allgemeinem Standard und selbstverstĂ€ndlich auch eine begehbare Lemureninsel, wobei die allgegenwĂ€rtigen Kattas hier etwas seltenere Mitbewohner haben: Rotstirnmakis und Alaotra-Bambuslemuren. Auch ein großflĂ€chiges Gehege mit einer Riesenherde Hirschziegenantilopen ist begehbar; angesichts der Kopfzahl frage ich mich, ob es wirklich nur Zufall ist, dass die Löwenanlage genau gegenĂŒber liegt ;-)

Auch der Erlebnisstil hat natĂŒrlich Einzug gehalten: Westernfort, Indianertipis und TrapperhĂŒtte sind im Nordamerika-Parkteil zu finden, umgeben von Timberwölfen, PrĂ€riebisons, Wapitis (ssp., nur KĂŒhe) und einer einzelnen Ostamerikanischen Elchkuh (aus Emmen?). Wer schwache Nerven hinsichtlich Vergesellschaftung streitlustiger Huftierarten hat, sollte um eine der Afrika-Anlagen lieber einen Bogen schlagen – hier leben zusammen: Breitmaulnashörner, KaffernbĂŒffel, Rappenantilopen, Weißschwanzgnus, SĂŒdafrikanische Spießböcke und BlĂ€ssböcke!

FĂŒr den an Besonderheiten interessierten Zoofan erwĂ€hnenswert sind noch eine große Bongo-Zuchtgruppe im Safaribereich und eine Herde mĂ€hnenloser Zebras, fĂŒr die Givskud ein Monitoring Studbook fĂŒhrt. FĂŒr die in Norduganda, Nordkenia und SĂŒdsudan lebenden Steppenzebras scheint sich ja die Abtrennung als eigene Unterart borensis allmĂ€hlich durchzusetzen, wobei vielleicht nur noch die mĂ€hnenlose Variante davon – da als Besonderheit selektiv gezĂŒchtet – reinblĂŒtig in den ZoobestĂ€nden vorhanden ist, wĂ€hrend die MĂ€hnentrĂ€ger-borensis im Laufe der Zeit in die allgemeine Böhm-Zucht eingeflossen sind.

Außerdem ist auffĂ€llig, dass man in DĂ€nemark nicht die Abneigung deutscher Zoos gegen gescheckte Watussirinder teilt und es deshalb auch in Givskud ein paar sehr attraktive „Rotbunte“ gibt.

(17.09.2009, 18:45)
Michael Mettler:   @Sacha: Das hilft ihr dann aber bei der Recherche auch nicht weiter :-) Aber die Beruhigungspille in Form von Fotos ist schon zu ihr unterwegs.
(17.09.2009, 18:44)
Sacha:   "NUR ein Jaguar"?

Mit dieser Aussage kommst Du bei Liz auf die Schwarze Liste...:)
(17.09.2009, 18:19)
Michael Mettler:   @Liz: Gaaanz ruhig, es ist doch nur ein Jaguar...
(17.09.2009, 18:10)
Liz Thieme:   verzweifel grade, da ich nicht mehr weiß woher ich die Info hatte, finde auch nichts darĂŒber. Mich macht das kirre :(
(17.09.2009, 17:38)
Liz Thieme:   das versuch ich gerade rauszufinden :)
(17.09.2009, 17:13)
Michael Mettler:   @Liz: Vielleicht ist er ja von Haunstrup nach Borkop umgesiedelt?
(17.09.2009, 16:12)
Liz Thieme:   dann hat Skaerup also (inzwischen) zwei Tiere :) Die Katze (gepunktet) ist Shakira, Nachzucht aus 2008 aus dem Berliner Zoo von Roberto & Kiara.
Wenn die beiden also zĂŒchten, kann man auf beide Farben hoffen.
Hab schon lĂ€nger nach Angaben ĂŒber einen Partner gesucht. Schön zu wissen, dass sie einen hat.

Auf der HP von Skaerup steht, dass die beiden die einzigen Jaguare in DK sind. Was ist aber mit "Schwarzer Knuth" aus Aschersleben, der soll 2007 nach Haunstrup in den Jylland Park Zoo gegangen sein.
(17.09.2009, 14:18)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Danke fĂŒr den Link, dann muss ich zur Abgleichung meiner Liste gar nicht erst suchen :-) Leider kam ich also definitiv zu spĂ€t fĂŒr die Hirscheber-Hausschwein-Mischlinge, der Jahresbericht bestĂ€tigt das leer vorgefundene Gehege am alten Elefantenhaus. Wirklich schade, hĂ€tte mich doch sehr interessiert. Und damit greife ich meinem Kopenhagen-Bericht noch etwas vor: Das alte Elefantenhaus ist nun komplett tierfrei und beinhaltet derzeit lediglich eine Ausstellung zur 150-jĂ€hrigen Geschichte des Zoos.
(17.09.2009, 12:45)
Karsten Vick:   Am 31.12.2008 waren noch alle 4 Teufel am Leben:
http://www.zoo.dk/BesogZoo/OmZoo/~/media/Files/dyrebestanden%202008.ashx
(17.09.2009, 12:17)
Michael Mettler:   @Sebastian Grafe: Zu sehen waren zwei Jaguare, getrennt in benachbarten Anlagen untergebracht; ein laut Faltblatt seit Juli 2009 gehaltener, adulter SchwĂ€rzling, den ich fĂŒr einen Kater halte, und ein deutlich jĂŒngeres, normal gefĂ€rbtes Exemplar.
(17.09.2009, 11:40)
Jennifer Weilguni:   @Liz
Naja im Winter oberhalb des Polarkreises mag das ja die eine Sache sein, ich rede aber vom Monat September in SĂŒdschweden. Sind die Sommerferien rum, machen die Zoos dicht (zumindest teilweise). Selbst grĂ¶ĂŸere Einrichtungen wie Kolmarden und Boras haben jetzt nur noch am Wochenende geöffnet. Und noch ist schliesslich Sommer !!!!
(17.09.2009, 11:08)
IP66:   Die Beschreibung hat mich an das erinnert, was man von von Gelsenkirchen erzĂ€hlt hat, vielleicht nach Abzug der Großtiergroßtransporte. Auf der anderen Seite finde ich die Idee, Mehrweckzoos zu schaffen, um Überschußtiere auszustellen, so schlecht nicht, und könnte mir sogar vorstellen, daß ein fĂŒr Besucher begehbares GebĂ€ude mit Mehrzwecknutzung fĂŒr Zoos, gerade fĂŒr solche mit einem ansonsten nicht großen und ziemlich festgesfĂŒgten, womöglich geographisierten Tierbestand, eine Lösung bedeuten wĂŒrde, den Besuchern auch Neuigkeiten zu bieten.
Gebraucht werden solche Einrichtungen in einem Wildtierhaltungssystem, daß wenig importieren will, ohne Zweifel, und ich denke, daß gerade der borkoper Zoo vorfĂŒhrt, daß bei Publikumsverkehr die QualitĂ€t einer solchen Tierhaltung nicht leiden muß.
(17.09.2009, 10:49)
Sebastian Grafe:   Wieviele Jaguare werden den im Skaerup Zoo gehalten?
(17.09.2009, 10:36)
Liz Thieme:   Tazzy!!!!!!!!!!! *freu* Kann man Groupie von einem Tier werden? Ich find die einfach toll :)
Jenny, va im Winter machen viele Zoos im nördlichen Skandinavien und Finnland zu, ist ja auch doof wenn man die ganze Zeit im Dustern dadruch wandert. Kann zwar auch mal schön sein, aber auf die Dauer.... wenn man mehrere Zoos besuchen möchte, möchte ich schon was sehen und da reichen auch Straßenlaternen nichts. Oder haben die da Flutlichtanlagen?
(17.09.2009, 10:23)
Michael Mettler:   So, nun der erste Reisebericht.

Skaerup Zoo, Borkop: Auf dem Festland zwischen Kolding und Vejle gelegen ist dieser Zoo noch relativ dicht hinter Flensburg. Es ist schwer, den Zoo mit nur einem Wort treffend einzuordnen, denn der bauliche Zustand reicht von provisorisch bis ambitioniert. Je nachdem, wo man auf dem kleinen, aber eng mit Volieren, HĂ€uschen und Gehegen bebauten GelĂ€nde steht, hat man entweder den Eindruck eines aufstrebenden Kleinzoos, eines GaststĂ€ttenzoos oder eines Tierfanglagers… Es gibt z.B. reihenweise Volieren in Allzweckform, die von PrĂ€riehund ĂŒber KĂ€nguru, Affe, Wildkatze oder Papagei alles Mögliche enthalten, und das in bunter Reihenfolge. Manche UnterkĂŒnfte wirken so, als habe man ĂŒberraschend eine neue Tierart in der Post vorgefunden und fĂŒr diese schnell etwas zusammennageln mĂŒssen – sichtbar neu, aber eben Ă€ußerst provisorisch. Direkt daneben finden sich Anlagen, fĂŒr die ich gern den Begriff „Rheine-Stil“ (sorry fĂŒr das Klischee) benutze: Mit relativ einfachen Mitteln kostengĂŒnstig etwas Ansehnliches bauen. Das nebenstehende Foto zeigt z.B. eine der vier neuen Großkatzenvolieren.
Skaerup ist ein Pflichtziel fĂŒr Artensammler. An gefĂŒhlt jedem dritten Tierschild klebt ein gelber Streifen „Eneste i Danmark“: Einzige in DĂ€nemark. Das trifft zwar sogar auf fĂŒr uns recht gewöhnliche Arten wie die EuropĂ€ische Wildkatze zu und es gibt hier nichts, was es nicht auch in Deutschland gĂ€be, aber fĂŒr einen weithin unbekannten Kleinzoo ist das Artenspektrum unter den SĂ€ugern sehr beachtlich: Mishmi-Takin, Pinselohrschwein, Halsband- und Weißbartpekari (die Unterbringung letzterer ist ein Beispiel fĂŒr die „mit heißer Nadel gestrickten“), Rothund (mit Nachzucht), Jaguar, Chinaleopard, Oman-Falbkatze, Haubenlangur, Guereza, Ceylon-Hutaffe, Sechsbinden-GĂŒrteltier, Afrikanischer Quastenstachler, Greifstachler, Amerikanisches Rothörnchen, beide Biber-Arten und vier Arten kleiner KĂ€ngurus (Bennett-, Parma-, Tammarwallaby sowie BĂŒrstenkĂ€nguru) sind die herausragendsten Beispiele. Zusammen mit der einen oder anderen „verdĂ€chtigen“ Vogelart – ich nenne mal den Omei-HĂ€herling – wird man das GefĂŒhl nicht los, dass ein erheblicher Teil des Tierbestandes seine Wurzeln in Berlin hat… Ob aus Platznot durch Haben-Wollen oder wirklicher Lust am Experimentieren entstanden, es gibt denkwĂŒrdige Vergesellschaftungen: Rotbauchtamarine mit Fenneks und Greifstachler mit Oman-Falbkatzen. Aber egal, wie provisorisch Manches anmuten mag: Die UnterkĂŒnfte sind sauber, die Tiere wirken gut gepflegt. Einige von ihnen haben mehr Platz und Gehegestruktur als in manchem Großzoo.
Wie auch bei allen anderen Reisezielen hatte ich mich vorab auf www.zootierliste.de ĂŒber die zu erwartenden Arten informiert. Beim Abgleich stellte sich nun heraus, dass von den dort aufgefĂŒhrten 44 WildsĂ€ugerarten immerhin 17 nicht mehr im Bestand sind, dafĂŒr 18 neu hinzugekommen sind. Unter den „Ehemaligen“ sind immerhin Arten wie Japan-Serau, Vikunja oder Bartaffe zu finden. Daraus entsteht zwangslĂ€ufig die Frage, ob der Skaerup Zoo nicht (auch) eine Art Zwischenlager darstellt…

(17.09.2009, 10:23)
Michael Mettler:   @Jennifer: Wir haben ein PĂ€rchen gesehen, muss mal per Fleckenmuster vergleichen, ob das von dir fotografierte MĂ€nnchen das selbe ist wie "unseres". Übrigens erwiesen sich die nachtschwarzen Gesellen als ausgesprochene Sonnenanbeter und lagen zeitweise beide in Bettvorlegerhaltung an den sonnigsten Gehegestellen.
(17.09.2009, 10:21)
Jennifer Weilguni:   Übrigens.. was die Öffnungszeiten von zoologischen Einrichtungen angelangt, so sind die DĂ€nen doch noch sehr human. In Schweden haben viele Einrichtungen nach den Sommerferien unter der Woche gar nicht mehr geöffnet, teilweise wird sogar mal ein ganzer Monat am StĂŒck gar nicht geöffnet. Und die Kassen schliessen teilweise weit vor der eigentlichen Zooschliessung. Von daher hat man es bei den DĂ€nen als Zoofreund immerhin noch ein bisschen besser getroffen.
Aber das soll niemanden davon abhalten nach Schweden zu fahren um Zoos zu besuchen.. im Gegenteil - es lohnt sich wirklich. Aber auch hier kann ich nur dringlichst empfehlen vorer die Homepages der Einrichtungen anzuschauen und die Öffnungszeiten zu studieren.
(17.09.2009, 09:34)
Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
Oh man, da ist es ja fast schon möglich gewesen, das wir uns in Kopenhagen zufĂ€llig ĂŒber die FĂŒĂŸe stolpern :-))) Timo und ich haben diesen Zoo nĂ€mlich am Samstag besucht, quasi als Zwischenstop auf der langen RĂŒckfahrt von Schweden nach Hause.
Dann gibt es also in der Tat noch mehrere Beutelteufel in Kopenhagen ? Wir haben leider nur einen gesehen, den dafĂŒr aber sehr aktiv. Anbei mal ein Foto.
(17.09.2009, 09:28)
Michael Mettler:   @Liz: Alles, was in JĂŒtland weiter als Givskud westlich der Autobahn liegt, haben wir bei unserer Tour nicht berĂŒcksichtigt, das ließ die eingeschrĂ€nkte Zahl an Reisetagen nicht zu. 14 Haltungen in 5 Tagen ist schon so ein gut gefĂŒlltes Programm ;-)

Und das bei den dĂ€nischen Öffnungszeiten, denn die habe ich bei den allgemeinen Hinweisen noch vergessen: Die meisten Haltungen, ob groß oder klein, öffnen erst um 10 Uhr, der Krokodille Zoo sogar erst um 12 Uhr, und manche kleine Einrichtung hat sogar einen Ruhetag. Außerhalb der Ferienzeiten werden dĂ€nische Zoos zudem frĂŒh geschlossen: Zeiten von 16 oder 17 Uhr sind weithin ĂŒblich, wobei die Kassen teilweise schon eine Stunde vorher dichtmachen! Manche Zoos haben am Wochenende lĂ€nger geöffnet. Von den besuchten Zoos sind gerade mal Aalborg und Kopenhagen jeden Tag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich also bei der Tourenplanung, vorher die Websites nach den im Reisezeitraum gĂŒltigen Öffnungszeiten durchzusehen, um nicht zu frĂŒh oder zu spĂ€t vor dem Zoo zu stehen.
(16.09.2009, 21:05)
Liz Thieme:   hmm du hast die Ecke von BlĂ„vand auch total ausgelassen. BlĂ„vands Huk liegt an der westlichsten Spitze von Jylland. Der Zoo selbst liegt in BlĂ„vand dem Hauptort in einer Nebenstraße. Leider geht der Link derzeit nicht.
Gehalten werden dort (bei der letzten Bestandsaufnahme seitens der Zootierliste): Alpensteinbock, Bennett-KĂ€nguru, Blauer Pfau, Böhm-Steppenzebra, Chinesische Zwergwachtel, Gelbwangen-Schmuckschildkröte, Deckens Toko, Diamantfasan, DiamanttĂ€ubchen, Emu, EuropĂ€ischer Damhirsch, Gehaubter Kapuziner, Gelbbrustara, Gelbschnabelhokko, Gewöhnliches Stachelschwein, Goldfasan, Griechische Landschildkröte, GrĂŒner Leguan, Halsbandsittich, Helmkasuar, Helmperlhuhn, Kanadagans, Mantelpavian, Marderhund, MitteleuropĂ€ischer Rotfuchs, Mönchsittich, Nilwaran, Nordamerikanischer WaschbĂ€r, Nordluchs, Nutria, Nymphensittich, Ostafrikanischer Kronenkranich, Pallas-Schönhörnchen, Rosenköpfchen, Rotes RiesenkĂ€nguru, Rotgesichtsmakak, Rotwangen-Schmuckschildkröte, Schweinsaffe, Serval, Spornschildkröte, StreifenhyĂ€ne, Streifenskunk, SĂŒdamerikanischer NasenbĂ€r, Sumpfmanguste, Swinhoefasan, Weißhandgibbon, Wellensittich, Wisent

na wenn es positiver wird, dann muss ich noch mehr dran arbeiten, dass es was wird. :)
(16.09.2009, 20:31)
Michael Mettler:   P.S. Falls jemand vorab Fragen hat, wir haben folgende Haltungen besucht:
Skaerup Mini Zoo, Borkop
Givskud Zoo
Randers Regnskov
Hobro Mini Zoo
Aalborg Zoo
Ree Park Safari, Ebeltoft
Munkholm Zoo, Balle
Skandinavisk Dyrepark, Kolind
Terrariet Vissenbjerg
Frydenlund Fugle Park, Tommerup
Fjord & Baelt, Kerteminde
Odense Zoo
Kopenhagen Zoo
Krokodille Zoo, Eskilstrup
(16.09.2009, 19:56)
Michael Mettler:   @Liz: Dass sich mit der Eintrittsregelung etwas Ă€ndert, muss ja nichts Negatives bedeuten - vielleicht erhĂ€lt man dann ja in noch mehr Zoos freien Eintritt...

Blavand hatten wir nicht auf der Tour, ist mir spontan nicht mal ein Begriff. Alles, was nicht in unseren Tourplan passte bzw. weit abseits der Hauptrouten lag, habe ich nach der Planung im FrĂŒhjahr gleich wieder vergessen ;-)

Ich meine mal von zwei Paaren Beutelteufel gehört zu haben? Zu sehen (und zu hören) war jedenfalls ein Paar. Neben ihrer eigentlichen Anlage gibt es noch ein Ausweichgehege in der Fasanerie zwecks zeitweiser rÀumlicher Trennung zur Anregung der Fortpflanzung, aber das sah nicht unbedingt besetzt aus.
(16.09.2009, 19:38)
Liz Thieme:   DĂ€nemark *seufz* Freu mich jetzt schon auf die Vorstellungen und geben mir schon mal Anregungen aufs nĂ€chste Jahr (wenn es klappt). Allerdings dass mit der Änderung der Eintrittsregelung gefĂ€llt mir dann ja ma gar nicht.

Bin so neugierig :) Wart ihr in BlÄvand? Ich war schon zig mal in der Gegend aber nie im Mini-Zoo.
Das hört sich an als ob die mehr als zwei "Tazzys" haben?! Wusste nur vom Hochzeitsgeschenk fĂŒr das Kronprinzen-Paar, das aus zwei Tieren bestand.
oh man *hibbel*
(16.09.2009, 19:32)
Michael Mettler:   Da dieses Land bis auf Kopenhagen und Randers noch nicht in eigenen Threads vertreten ist, möchte ich in den nĂ€chsten Tagen in lockerer Folge ein paar BesuchseindrĂŒcke von meiner gerade beendeten DK-Rundreise wiedergeben, auf der ich alle "großen" Zoos sowie mehrere Kleinzoos, einen Vogelpark, zwei Terrarien und ein Aquarium besucht habe. FĂŒr die Einzelberichte brauche ich noch ein bisschen Zeit (vor allem, um sie nicht zu lang werden zu lassen...), deshalb vorab erst mal Allgemeines als Tipps fĂŒr eventuelle Zootouren.

So klein DĂ€nemark auf der Landkarte auch wirkt, die Entfernungen sind doch grĂ¶ĂŸer als gedacht, allein schon bei der Anreise. Nimmt man die "großen" Zoos, ist Givskud allein schon gute viereinhalb Stunden Autofahrt von Hannover entfernt - gutes Durchkommen auf der Autobahn vorausgesetzt. Allerdings liegen manche Haltungen relativ dicht beieinander, so dass man zwei oder sogar mehr an einem Tag kombinieren kann, ohne wirklich in Stress zu geraten. Das gilt selbst fĂŒr die "großen" Zoos, die flĂ€chenmĂ€ĂŸig z.T. eher klein sind: Aalborg, Odense und Kopenhagen liegen zwischen gerade mal 8 und 11 Hektar FlĂ€che. Besonders die kleinen Parks liegen gern abseits aller Hauptwege mitten in der Landschaft und dĂŒrften mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar sein. Das vorherige Heraussuchen der genauen Anschrift und die Nutzung eines Navi ist sehr zu empfehlen, denn die Zufahrten selbst der großen Zoos sind bemerkenswert schlecht ausgeschildert, in der Regel erst knapp vor Ankunft!

In Sachen Zooeintritten ist DĂ€nemark ein teures Land, selbst Mini-Zoos sind kaum unter umgerechnet 10 Euro zu betreten, bei den grĂ¶ĂŸeren Haltungen - selbst beim Skandinavisk Dyrepark in Kolind, einem "besseren Wildpark" - ist man schnell bei oder sogar ĂŒber 20 Euro. Auf die Gastro-Preise habe ich nicht geachtet - wir hatten uns wegen entsprechender Erfahrungen meines ReisegefĂ€hrten reichlich Proviant aus Deutschland mitgenommen und waren somit unabhĂ€ngig. Givskud, ohnehin eines der beiden Ziele am ersten Reisetag, bietet eine Jahreskarte fĂŒr einen Preis, den man schon mit zwei Besuchen "abgearbeitet" hat. Interessant fĂŒr uns war dabei, dass man mit dieser Jahreskarte zusĂ€tzlich freien Eintritt in Aalborg, Odense und Kopenhagen sowie ErmĂ€ĂŸigung in allen DAZA-Zoos (die dĂ€nische Vereinigung von Zoos und Aquarien) hat; diese Regelung gilt zumindest noch bis Jahresende, dann soll es irgendwelche VerĂ€nderungen geben. Hat sich fĂŒr uns aber schon allein fĂŒr diese Rundtour gelohnt. Ein paar kleinere Einrichtungen sind nicht in der DAZA, aber dennoch einen Besuch wert, doch dazu spĂ€ter mehr.

Zumindest nach dem, was man von Besucherseite aus beurteilen kann, wĂŒrde ich das Niveau der DAZA-Haltungen als hoch bezeichnen. FĂŒr mich war DĂ€nemark zootechnisch Neuland, mein ReisegefĂ€hrte Frank-Dieter Busch war zuletzt vor sieben Jahren dort und hat in den großen Zoos nicht schlecht gestaunt, wie die sich seitdem verĂ€ndert haben - es tut sich also einiges.

Bei den TierbestĂ€nden ist auffĂ€llig, dass Vögel in den DAZA-Haltungen mit Ausnahme von Kopenhagen keine besonders große Rolle spielen, die bei uns weit verbreiteten Vogelwiesen und -teiche sucht man z.B. hier vergeblich. Besonders augenfĂ€llig ist das in Aalborg, wo laut Jahresbericht 2008 33 Arten Reptilien, aber nur 20 Vogelarten im Bestand waren - Kanarienvögel und Zebrafinken eingerechnet. Im Skandinavisk Dyrepark, einem immerhin auf die nordische Fauna spezialisierten Park, gibt es ganze vier Vogelarten (Weißstorch plus drei GĂ€nse), und die auch noch alle zusammen in der gleichen Voliere! Dagegen hatten die besuchten Kleinzoos einige VogelbestĂ€nde, was dazu fĂŒhrt, dass z.B. der kleine Munkholm Zoo in Balle unter dem Strich mehr Artenreichtum bietet als der "große" Zoo in Aalborg. Wer also auf Artensammeln aus ist, sollte die "Kleinen" nicht links liegen lassen, zumal man dort einige Überraschungen finden kann. "Erstsichtungen" in den "großen" Zoos sind eher schwierig, da die BestĂ€nde artlich nicht sonderlich von den aus deutschen Zoos bekannten abweichen bzw. dem Standard- und EEP-Sortiment entsprechen.

Und um der ersten erwarteten Frage gleich entgegen zu kommen: Ja, die Beutelteufel in Kopenhagen gibt es noch, sie haben ein gut einsehbares (und fotografenfreundliches) Gehege, und zwei von ihnen waren bestens zu beobachten :-) Da sie aber nun auch schon wieder ein paar Jahre im Land sind und die Art als kurzlebig gilt, sollten Fans nicht mehr allzu lange mit einem Besuch warten...
(16.09.2009, 18:12)

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