Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Nash├Ârner



cajun:   ├ťbersetzt hat das die ZP @W.Dreier. :-)
(06.04.2021, 18:35)
W. Dreier:   Na, @cajun, sicher nach 5 Monaten nur 3 x so schwer!
(06.04.2021, 18:26)
cajun:   "Spitzmaulnashorn Nasor w├Ąchst sehr schnell
Inzwischen ist Spitzmaulnashorn Nasor in Blijdorp fast 5 Monate alt und w├Ąchst sehr schnell. Mit haupts├Ąchlich Muttermilch ist er seit seiner Geburt am 8. November etwa drei (!) Mal so gro├č geworden. Inzwischen frisst Nasor bereits einige Bl├Ątter mit bei seiner Mutter Naima und knabbert bereits an den Zweigen. Das unternehmungslustige Jungtier liebt es, durch den Schlamm zu rennen und schnell durch sein Gehege zu traben. Sein H├Ârnchen ist bereits gewachsen und sein zweites H├Ârnchen beginnt ebenfalls "durchzukommen"."
Quelle: https://www.diergaardeblijdorp.nl/nasor-groeit-als-kool/
(06.04.2021, 16:19)
W. Dreier:   Ein ``historisches`` Foto von Belur - im zarten Alter. Foto vom Jan 1990. Der Umzug in das DHH erfolgte erst sp├Ąter
(06.04.2020, 17:00)
W. Dreier:   Bei der Besichtigung des neuen Haupteinganges der Museumsinsel (Chipperfieldbau - besser Simon-Bau) fand ich im B├╝chershop ein Buch mit dem Titel ``Fauna``, darin verschiedenste Tierabbildungen: von Originalen bis zu musealen Objekten - darunter auch eine Abb. aus der ``Buffalo Dream Ranch` in S├╝dafrika. Das ist jener Besitzer, der noch im M├Ąrz etwa 1626 s├╝dliche Breitm├Ąuler auf seiner Farm hielt. Dort scheint es finanzielle Schwierigkeiten zu geben.

The world's largest private rhino farm faces closure due to a lack of funding
(28.07.2019, 18:28)
W. Dreier:   Ein Nachruf: n├Ârdliche Breitmaulnsh├Ârner in Dvur Kralove, ca 1977 - darunter wohl auch ``Sudan``.
(22.03.2018, 22:21)
R├╝diger Krichel:   Schade und eine Schande f├╝r uns Menschen.
Der Mensch ist eine Ausrotternatur und dumme Asiaten galuben an Potenzsteigerung!!!!
(20.03.2018, 20:24)
Tim Sagorski:   "Sudan", der letzte N├Ârdliche Breitmaulnashornbulle ist gestern im Ol┬┤ Pejeta-Resevat gestorben.

Somit bleiben nur noch zwei K├╝he ├╝brig...
(20.03.2018, 08:26)
Nikolas Groeneveld:   Danke, f├╝r die Informationen
(09.03.2017, 21:12)
Patrick Marburger:   Und dort hat man auch entsprechende Vorsichtsma├čnahmen ergriffen... (Wie die H├Ârner durch k├╝nstliche zu ersetzen)
Ich nehme an, dass Zoos jetzt vermehrt in Schutzma├čnahmen investieren werden. Neu ist die Thematik aber nicht: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Zoo-Hannover-muss-Nashoerner-vor-Diebesbande-schuetzen
(09.03.2017, 17:13)
Oskar Schwitters:   Ich habe auch nur auf diese Nachricht gewartet. In Naturkundemuseen (Hamburg, Basel) ist es ja schon passiert.
(09.03.2017, 17:08)
Nikolas Groeneveld:   @Tim Sagorski, weshalb war es in ihren Augen nur eine Frage der Zeit, bis soetwas passiert?
(09.03.2017, 16:35)
Tim Sagorski:   Unsch├Âne Nachrichten aus Thoiry:

Dort wurde heute Morgen der 5-j├Ąhrige Nashornbulle "Vince" erschossen in seinem Stall aufgefunden. W├Ąhrend der Nacht muss jemand ins Stallgeb├Ąude eingedrungen sein, um das Tier zu t├Âten und ihm die H├Ârner abzus├Ągen...

Es war, in meinen Augen, nur eine Frage der Zeit, bis das passieren w├╝rde.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4289750/Rhinoceros-French-zoo-shot-dead-poachers.html
(07.03.2017, 15:43)
Nikolas Groeneveld:   http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kleve/nashornbaby-zeigt-sich-erstmals-im-burgers-zoo-aid-1.6073484
(25.06.2016, 12:41)
Gudrun Bardowicks:   Saba hatte, soweit ich wei├č. in Hannover keinen regelm├Ą├čigen Zyklus und deshalb vermutlich nicht aufgenommen. Sany soll sich zumindest mit einigen der Bullen nicht besonders gut verstanden haben und sich nicht vonb ihnendecken lassen. Ich k├Ânnte mir auch vorstellen, dass sie aufgrund von m├Âglichen Ver├Ąnderungen an Eierst├Âcken oder Geb├Ąrmutter oder einfach aufgrund ihres Alters nicht mehr zuchtf├Ąhig ist.

Ich denke, dass Hannover nach dem Umbau der Anlage mit einem jungen Zuchtpaar wieder in die Zucht einsteigen sollte. Allerdings ist das wohl erst nach dem Tod von Sany m├Âglich, wenn man keinen Abnehmer f├╝r sie findet. Somit rechne ich fr├╝hestens in etwa 10 Jahren wieder mit Nashornnachwuchs in Hannover, da Sany bestimmt noch 10 Jahre oder l├Ąnger leben kann.
(11.06.2016, 20:53)
Jan Jakobi:   Ich war auch ├╝berrascht das er doch noch wieder Vater geworden ist.
Im Zoofreund Nr. 174 (Artikel ?Rhinos on tour - Nash├Ârner im Erlebnis-Zoo Hannover) steht das Sany tragend im Fr├╝hjahr 2000 in die neue Anlage umgezogen ist.
Samira wurde ungef├Ąhr ein Jahr sp├Ąter am 3. M├Ąrz 2001 geboren.

2003 gab es einen ?Frauen-Tausch?:
Samira wurde nach Z├╝rich abgegeben und aus Leipzig kam Saba.

In Berlin (Zoo) und Dvur Kralove gibt es mehr als 2 K├╝he. Trotzdem wird regelm├Ą├čig gez├╝chtet.

Kifaru, Madiba und Ndugu hatten die K├╝he gedeckt.
Warum die nicht schwanger wurden wei├č ich nicht.

(10.06.2016, 11:42)
Michael Mettler:   Der fr├╝here hannoversche Spitzmaulnashornbulle Kifaru ist in Chester nun doch noch mal Vater geworden. Bemerkenswert auch deshalb, weil er in den vielen Jahren in Hannover zwar drei K├Ąlber mit seiner langj├Ąhrigen Partnerin Sany gezeugt hatte, diese jedoch alle noch in der als nicht mehr artgerecht betrachteten Anlage am ehemaligen Elefantenhaus (seine letzte Tochter wuchs zwar in der jetzigen Nashornanlage heran, war aber meiner Erinnerung nach noch im alten Gehege gezeugt worden). Und auch von den zwischenzeitlich eingestellten anderen Bullen konnte in der jetzigen Anlage kein Nachwuchs erzielt werden - nur Zufall, oder schlug da ein Haltungsfaktor zu Buche? Ein Umbau der Anlage steht ja im Masterplan, mal sehen, ob es dann endlich auch am Sambesi klappt.
(10.06.2016, 08:50)
Tim Sagorski:   Au├čer dem Mini-Hippo in Gelsenkirchen gab es gestern ├╝brigens noch ein schwergewichtiges Kind:

In Arnheim wurde ein m├Ąnnliches Breitmaulnashorn geboren !
(31.05.2016, 08:14)
Michael Mettler:   Ein kurioser Fund beim Internetst├Âbern in alten Zeitungen: Laut der Neuen Hamburger Zeitung 12.4.1910 machte ein Dr. Irwin vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium nicht nur den Vorschlag, Flusspferde als billige Fleischproduzenten in den S├╝dstaaten der USA anzusiedeln. Sondern auch:
"Eine andere billige Fleischkost w├╝rde das Wei├če Rhinozeros geben. Die Art ist zwar im Aussterben, aber in den S├╝dstaaten stehen weite Gebiete zur Verf├╝gung, auf denen man wei├če Nash├Ârner ohne gro├če M├╝he z├╝chten k├Ânnte und mit der Erhaltung der Rasse zugleich eine billige Fleischnahrung gewinnen w├╝rde."
(26.05.2016, 19:55)
Jolantha Belik:   Panzernashorn-M├Ądl Maruska (26 Monate alt) aus dem Zoo Pilsen ist gestern Abend wohlbehalten im Touroparc in Frankreich eingetroffen.
(27.04.2016, 22:16)
Rainer Hillenbrand:   Kibo hat heute bei fr├╝hlingshaften Temperaturen im Vorgehege bereits erste 50m-Sprints hingelegt und zur Begeisterung der zahlreichen Zuschauer (ich war nicht anwesend) auch einige Luftspr├╝nge gezeigt. Seine Schwester Keeva wird von Mutter Chris noch an der kurzen Leine gehalten und war nat├╝rlich noch nicht drau├čen. Bisher entwickelt sich das Flaschenkind Kibo pr├Ąchtig und Keeva wird bestens von der eigenen Mutter versorgt. Die Verantwortlichen im Zoo sind nat├╝rlich ziemlich happy, nachdem man viele Jahre auf einen solchen Moment hingearbeitet hat, vor allem auch nach den Nackenschl├Ągen zuletzt bei der Giraffenhaltung. Geh├Ârt zwar nicht hierher, aber bei den Ble├čb├Âcken soll in den n├Ąchsten Tagen auch der erste Nachwuchs da sein.
(22.02.2016, 20:05)
Michael Mettler:   Laut NEUE PRESSE (Hannover) wurden in Augsburg 1,1 Breitmaulnash├Ârner geboren. Den Jungbullen Kibo, geboren am 6. Februar, l├Ąsst seine Mutter Kibibi nicht trinken, er bekommt die Flasche. Die noch namenlose Jungkuh, geboren am 18. Februar, wird von Mutter Chris versorgt.
(20.02.2016, 14:14)
Jolantha Belik:   Hat vielleicht jemand von Euch die aktuelle Ausgabe der CircusZeitung? Da soll etwas ├╝ber den Tod von Nashorn "Hulk" im Circus Voyage drinnen stehen. Ich w├╝rde das gerne sehen (m├Âchte allerdings nicht unbedingt 12 Euro f├╝r die Ausgabe inkl. Liefrung nach ├ľ zahlen, wenn es anders auch ginge). Habe schon beim Circus Voyage wegs n├Ąheren Details angefragt, bisher leider ohne Erfolg ...
(26.01.2016, 13:09)
WolfDrei:   2. Abschnitt
(23.12.2015, 11:42)
WolfDrei:   in der "Berliner Zeitung" ├╝ber ein Projekt des IZW u.a. betreffs n├Ârdliches Breitmaulnashorn: 1. Abschnitt
(23.12.2015, 11:41)
Sacha:   @Bj├ÂrnN: Diese Meinung hatte ich auch mal, sehe sie inzwischen jedoch als verkehrt an.

Erstens kann man, wenn das Horn - zumal in gemahlener Form - im Handel ist, nicht mehr unterscheiden, ob es von Wild- oder Farmtieren stammt (Nicht ├╝berall hat man ein DNA-Labor zur Hand). Zweitens ist der "Bedarf" gr├Âsser als das, was Farmen in n├Ąherer Zukunft liefern k├Ânnen. Und drittens w├Ąre bzw. ist die Horngewinnung f├╝r die Nash├Ârner (und auch die Pfleger derselben) mit Stress und dazugeh├Ârigen erh├Âhten Verletzungs- und Erkrankungsrisiken verbunden.

Besser w├Ąre, einerseits die K├Ąufer/Verbraucher von Nashornprodukten nicht nur mit hohen Geld- und/oder Gef├Ąngnisstrafen zu belegen, sondern ├Âffentlich zu ├Ąchten (was gerade in China seine Wirkung zeigen d├╝rfte). Weiter sollte ein (nat├╝rlicher) Ersatzstoff gefunden werden, der die gleiche Wirkung wie Nashorn-Horn hat (bzw. dem die gleiche Wirkung zugeschrieben wird). Hier sind Tiersch├╝tzer gefragt, die inkognito entsprechende Ger├╝chte verbreiten m├╝ssten.

Schliesslich muss auch der Schutz der lebenen Nash├Ârner intensiviert werden. D. h. mehr Anti-Wilderer-Patrouillen, bessere ├ťberwachung, mehr in- und ex-situ-Zuchtprogramme, strengere Ahndung bei Vergehen, bessere Ausr├╝stung f├╝r die Ranger vor Ort und h├Âheren Lohn, alternative Einkommensquellen f├╝r potenzielle Wilderer, mehr Aufkl├Ąrung etc.). Finanziert werden m├╝sste das Ganze durch staatliche und private Geldmittel (vermehrt auch von Zoos) aus dem Westen (Selbstverst├Ąndlich d├╝rfen auch die Tierrechtler finanzielle Unterst├╝tzung bieten. Aber von denen wird wohl wie ├╝blich nichts kommen. Die brauchen die Kohle selbst oder schmeissen sie irgendwelchen B-Promis in den Rachen, damit sich die nackt ausziehen ).
Leider lassen sich gewisse Staaten ungern von ihren ehemaligen Kolonialbesatzern dreinreden. In diesem Fall muss man vermehrt auf private Schutzgebiete setzen und eben diese finanzieren, wenn diese einen effizienteren Schutz versprechen und sich die Naturschutzbeh├Ârden vor Ort quer stellen oder als zu korrupt (in Asien und Afrika ein sehr dehnbarer Begriff) erweisen.
(27.11.2015, 16:11)
Bj├ÂrnN:   Werden den Tieren die H├Ârner in Narkose entfernt?

Ich sehe es so: Eine Horngewinnung in Farmen, ohne die Tiere zu t├Âten, k├Ânnte den asiatischen Bedarf decken und damit Wilderei wegen der H├Ârner eindemmen.
(27.11.2015, 13:31)
WolfDrei:   Heute in der "Berliner Zeitung".
Ansonsten sah ich vor einigen Monaten einen Fernsehbeitrag ├╝ber einen Rhino-Farmer in SA, der 900 Breitm├Ąuler besitzt und gegenw├Ąrtig aus der "Hornernte" mehr als 1 t Horn besitzt. (1 kg wohl gegen 11 000 Euro)
(27.11.2015, 10:46)
Rainer Hillenbrand:   Kleine Aufmunterung: In Augsburg stehen zwar leider keine n├Ârdlichen, aber s├╝dliche Geburten an: Die Vorbereitungen f├╝r die im Jan/Feb`16 anstehenden Geburten bei zwei Nashornk├╝hen laufen auf Hochtouren. Nachdem Nashornbulle Bantu in Augsburg erfolgreich war wurde er Dienstag letzter Woche im Rahmen des EEP zu Zuchtzwecken nach Pairi Daiza (Belgien) abgegeben!
Den Transport haben ├╝brigens Mitarbeiter der Tiertransportabteilung von Dvur Kralove ├╝bernommen...
(24.11.2015, 21:52)
Tim Sagorski:   Damit hat sich der Bestand des N├Ârdlichen Breitmaulnashorns innerhalb eines Jahres halbiert, von 2,4 auf 1,2...

Schon ein beklemmendes Gef├╝hl, dem Aussterben eines so gro├čen Tieres "live" beizuwohnen, wobei ich bef├╝rchte, dass das nicht die letzte Nashorn-(Unter-)art sein wird, die w├Ąhrend meines Lebens verschwindet.
(24.11.2015, 09:43)
Michael Mettler:   Jetzt sind es nur noch drei N├Ârdliche Breitmaulnash├Ârner: Die Kuh Nola in San Diego musste am Wochenende eingeschl├Ąfert werden.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/noerdliches-breitmaulnashorn-nola-in-san-diego-eingeschlaefert-13927005.html
(24.11.2015, 08:10)
Heidemarie Busch:   Rapti hat am 31.8. ein Bullkalb zur Welt gebracht. Beiden soll es gut gehen.
(01.09.2015, 09:05)
Jolantha Belik:   Nabire, das einzige N├Ârdliche Breitmaulnashorn in Europa, ist gestern Abend ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke gegangen. Jetzt gibt es weltweit nur mehr vier Exemplare ihrer Art ...

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2015/07/dvur-kralove-farewell-nabire/
(28.07.2015, 18:40)
Silke Kollrich:   Spitzmaulnashorn-Jungtier Samia hat heute auch den Zoo in Richtung Osaka verlassen.
http://www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2015/06/09/von-leipzig-nach-japan-abschied-von-nashorn-samia/
(09.06.2015, 15:14)
Jan Jakobi:   Spitzmaulnashorn Akili hat heute den Zoo Berlin in Richtung Japan verlassen.

Anbei mein letztes Foto von Akili, aufgenommen am 8. M├Ąrz 2015.

http://www.zoo-berlin.de/de/aktuelles/news/artikel?tx_news_pi1[news]=26&tx_news_pi1[controller]=News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=22e144d4e679fb0d2028138d51fbd9a0
(02.06.2015, 17:12)
Michael Mettler:   Und mal wieder ein Rhino mit Extra-Horn: Panzernashorn mit sehr ausgepr├Ągtem Stirnhorn in N├╝rnberg.
(04.05.2015, 22:21)
Jan Jakobi:   Appropos Baringo II:

Hat jemand von euch ein Foto vom zuk├╝nftigen Berliner Bullen Baringo II, wenn der Plan noch steht, aus Dvur Kralove?

Ich habe leider keins im Internet gefunden, nur von den Bullen Isis (da bin ich mir sicher das er es ist, denn sein Sohn Jasper sieht dem Bullen sehr ├Ąhnlich) und Mweru (scheinbar ein Dreihorn, wie der erste Zuchtbulle Mbololo in Berlin).

Anbei ein Foto von Jasper vom September 2014, ├╝brigens hielt ich ihn im Jahr davor f├╝r einen Jungbullen. Dabei ist er schon fast 24 Jahre alt!
(06.02.2015, 00:03)
WolfDrei:   Ein neuer "Rekord" wird von der "Berliner Zeitung" mitgeteilt: 1 215 gewilderte Nash├Ârner in S├╝dafrika nach "nur" 450 im Jahr 2011. Zur Verurteilung gefa├čter Wilderer und zum Nachweis toter Tiere oder der H├Ârner im Ausland wurde eine Datenbank angelegt, die gegenw├Ąrtig 14 000 Nashorn-DNA┬┤s umfa├čt.
Eine Frage: werden denn die anderen gewilderten Tiere au├čerhalb der S├╝dafrikanischen Union auch erfa├čt?
(27.01.2015, 08:29)
Jolantha Belik:   Mitte 2012 gab es etliche Zeitungsberichte, dass im ungarischen Szeged erstmals eine Anlage f├╝r Spitzmaulh├Ârnchen gebaut werden soll - mit Fertigstellung 2014. Finde jetzt nichts mehr dazu, weder ├╝ber den Bau noch ├╝ber die Fertigstellung. Hat wer von Euch was dar├╝ber geh├Ârt?
(23.01.2015, 08:44)
Gudrun Bardowicks:   Ich w├╝rde Samira und Olmoti gerne im Zoo Hannover als zuk├╝nftige Zuchtk├╝he sehen, da Samiras Mutter Suny dort lebt und vermutlich genau wie Saba mittlerweile f├╝r eine Zucht zu alt ist, da es in den letzten Jahren in Hannover trotz Bullentausch nicht mehr mit dem Nashornnachwuchs klappte.

Ein Australienhaus in Z├╝rich ist nat├╝rlich auch sch├Ân, aber ich h├Ątte es begr├╝├čt, wenn dort weiter Spitzmaulnash├Ârner gehalten und gez├╝chtet w├╝rden.

Nash├Ârner sollen zwar zur├╝ckkehren aber ich hatte gelesen, das man auf Breitmaulnash├Ârner umstellen will, die man gut in einer gro├čen Gruppe und mit anderen afrikanischen Huftieren zusammen halten kann, damit die geplante gro├če Afrikasavanne belebt wirkt.
(22.01.2015, 23:48)
Jolantha Belik:   Mein Wunsch-Zoo f├╝r "Samira" und "Olmoti" w├Ąre Dvůr Kr├ílov├ę, dort k├Ânnte man dann im Sommer gleich drei Nashorn-Babys besuchen - weltweit einzigartig! :-)
(22.01.2015, 11:41)
Oliver M├╝ller:   Wo kommen auf einmal die ganzen Koalas her?

Leipzig, Dresden, Z├╝rich...
(22.01.2015, 10:48)
Tim Sagorski:   Die Z├╝richer Nash├Ârner verlassen den Zoo wohl noch in diesem Jahr, da das Haus nicht mehr f├╝r die Nashornhaltung geeignet ist...

Stattdessen wird es in ein Australienhaus mit K├Ąnguruhs und Koalas umgewandelt.

Die Nash├Ârner sollen in ein paar Jahren in einen Neubau zur├╝ckkehren.

(Quelle : Facebook)
(22.01.2015, 10:34)
WolfDrei:   Das in Z├╝rich von "Samira" am 28.12. geborene SpitzMN hei├čt "Olmoti" (Berliner Zeitung von heute)
(22.01.2015, 09:28)
Jolantha Belik:   Das kleine Spitzmaul-H├Ârnchen in Ebeltoft hat nach einer Internetabstimmung den Namen "Mandela" bekommen.

Und Spitzmaulnashorn "Wanda" aus Z├╝rich wurde nach Rotterdam gebracht.
(22.01.2015, 01:56)
Jolantha Belik:   Es gibt zwei neue Seiten auf meiner Rhinos Website:

auf vielfachen Wunsch hin eine Liste mit tr├Ąchtigen Nash├Ârnern in Europa. Falls wer von Euch ein Tier in der Liste vermisst, bitte Nachricht schicken:
http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2015/01/baby-watching-2015/

Und dann noch ein Status Quo N├Ârdl. Breimaulnash├Ârner - "Die letzten ihrer Art":
http://www.rhinos-in-europe.net/wp/noerdliche-breitmaulnashoerner/

Anyway, es gab vor einigen Monaten einen Thread zu Webcams, da haben sich einige geoutet, dass sie - so wie ich - gerne Webcams schauen. In der rechten Navigationsleiste auf Rhinos in Europe gibt es nun auch einige Links zu Nashorn-Webcams! :-)
(22.01.2015, 01:49)
Jolantha Belik:   Der kleine BM in Amneville hei├čt "Shango" und das kleine BM-H├Ârnchen geb. 19.12.2014 in La Boissi├Ęre hat den Namen "Wazi" bekommen (Vater: Max, Mutter: Swanie). Die Mama der S├╝├čen ist aus S├╝dafrika und seit Feb. 2012 in Frankreich. Nur der kleine Schmidinger BM-Bub hat noch immer keinen Namen.

@Klaus Schueling und Bj├ÂrnN: wie ich schon geschrieben haben, findet man MKRs in manchen Zuchtb├╝chern, ergo habe ich den Wert aus einem Zuchtbuch.
(22.01.2015, 01:34)
WolfDrei:   Regenerierte H├Ârner beim Breitmaulnashorn, Pilanesberg NP
(14.01.2015, 19:21)
WolfDrei:   Aus der Rietvlei Nature Reserve nun eine "neue" Breimaulnashorn UA: C. s. rufus, das s├╝dliche rote Breitmaulnashorn. Leider lie├čen sie sich nicht beim Fressen in 4 Meter Entfernung st├Âren, Ich brauche offensichtlich ein 15 mm-Objektiv. Allen 6 gesichteten Tieren waren die H├Ârner abges├Ągt worden.
(10.01.2015, 14:07)
Jan Jakobi:   In Ebeltoft gibt es ein Silvester-/Neujahrsbaby bei den Spitzmaulnash├Ârnern:

Bashira brachte am 01.01.2015 um 01:33 Uhr ein Baby zur Welt, Vater ist Thabo.

www.reepark.dk/dyrene/skandinaviens-foerste-sorte-naesehornskalv/
(02.01.2015, 21:16)
zollifreund:   am 01.12.14 wurde in Amneville 1,0 Breitmaulnashorn geboren. Ein Bild des Kleinen gibt es unter folgendem Link:
http://www.tierwelt.ch/?rub=4484&id=40106

Mein Bild entstand 17 Monate fr├╝her... :-)
(14.12.2014, 15:46)
Klaus Schueling:   @Jolantha BeliK

Das ist aber keine Antwort auf Bj├ÂrnNs nachvollziehbare Frage, wo Sie diesen MKR-Wert her haben.
(07.12.2014, 20:02)
Jolantha Belik:   Ich f├╝rchte, es gibt keine Literatur im Netz dazu, eventuell in dem einen oder anderen Paper werden einige MKRs erw├Ąhnt. Es haben einige Zoos Zuchtb├╝cher in ihrer Bibliothek, da sind sie manchmal drinnen (aber auch nicht in jeder Ausgabe).
(07.12.2014, 16:16)
Bj├ÂrnN:   @Jolantha Belik
Wo hast du die MKR Zahlen her? Gibt es dazu Literatur im Netz?
(05.12.2014, 17:12)
Jolantha Belik:   @Silke: Sarafine hat einen MK Rank (mean kinship rank) von 41, man sollte mit ihr nicht weiter z├╝chten! ├ťbrigens, der Spitzmaulnash├Ârner Workshop war im April 2014.
(05.12.2014, 17:08)
Silke Kollrich:   @WolfDrei:
Wenn diese Transferaktionen von Mitte des Jahres sind, dann k├Ânnen sich doch jetzt ├änderungen ergeben haben.
Sicher war geplant, dass Sarafine mit ihrem Jungtier nach Hannover geht. Da dies ja leider verstorben ist, k├Ânnte Sarafine jetzt in Leipzig bleiben und wieder mit N`Dugu z├╝chten. Ich denke, es w├Ąre durch die neue Nashornanlage trotzdem noch Platz f├╝r Sabah vorhanden, falls diese nach Leipzig kommen soll.
(05.12.2014, 12:44)
Jolantha Belik:   In dem Paper steht auch drinnen, dass man in Berlin gar nicht mit diesen Paaren h├Ątte z├╝chten sollen ... die beiden aktuellen Mini-H├Ârnchen werden wohl kaum sp├Ąter mal zur Zucht herangezogen werden. Und es gibt auch einige Jungtiere, die "frei" sind, und die anscheinend niemand nehmen will ...
(03.12.2014, 21:46)
WolfDrei:   Aus dem Forum von Jonas Livet unter
http://www.blackrhinohusbandry.org/

Mitte des Jahres gab es in Ebeltoft Vorstellungen und Abschl├╝sse zu Transferaktionen von Spitzmaulnash├Ârnern in Europa.
Zun├Ąchst die vorgesehenen und z. T. schon get├Ątigten Umsiedlungen:


ÔÇóSammy (m) from Chester to Lympne (2014)
ÔÇóKifaru (m) from Hannover to Chester (2014)
ÔÇóMala (f) from Magdeburg to Lympne (2014) to Folly Farm (2015)
ÔÇóManyara (f) to Folly Farm (2015)
ÔÇóNkosi (m) from Lympne to Folly Farm (2015)
ÔÇóAkili (f) from Berlin to Japan (2015)
ÔÇóBaringo (m) from Dvur to Berlin (2016)
ÔÇóSolio (f) from Lympne to Koln (2016)
(Kifaru und Mala sind bereits "umgezogen")


Angedacht werden folgende Umsiedlungen:
ÔÇóWanda (f) from Zurich to Rotterdam (to breed with Vungu)
ÔÇóSabah (f) from Hannover to Leipzig (to breed with Ndugu)
ÔÇóSarafine from Leipzig to Hannover (not to breed)
ÔÇóDakima (f) to Ebeltoft (to breed with Thabo and Kito)
(02.12.2014, 19:28)
Jolantha Belik:   Ups, es hei├čt nat├╝rlich ZSL Whipsnade ...
(20.11.2014, 09:03)
Jolantha Belik:   Gestern Morgen hat Panzernashorn Ajang, vier Jahre alt und rund zwei Tonnen schwer, einen Tierpfleger im ZLS Whipsnade angegriffen und schwer verletzt. Der Vorfall wurde vom Zoo best├Ątigt. Um 08:15 Uhr wurde ein Tierpfleger in den 50ern von Kollegen schwer verletzt und unterk├╝hlt im Wasser auf der Panzernashorn-Anlage aufgefunden. Er soll Tiere gef├╝ttert haben, als der Jungbulle pl├Âtzlich auf ihn los ging. Es wird vermutet, dass Ajang den Pfleger mit Kopfst├Â├čen und mit Fu├čtritten attackiert und mit den langen unteren Z├Ąhnen aufgespie├čt und durch die Luft geschleudert hat. Der Tierpfleger erlitt schwere Verletzungen an Brust, Bauch und Becken. Am Abend befand er sich nach der OP in einem kritischen, aber stabilen Zustand.
(20.11.2014, 08:37)
Jolantha Belik:   Das kleine H├Ârnchen in Stuttgart, 18 Tage alt, hat den Namen "Savita" ("Sonne" auf Indisch) bekommen. Sie ist bei Sch├Ânwetter mit Mama "Sani" auf der Au├čenanlage zu sehen.
(15.11.2014, 01:09)
Jolantha Belik:   In Salzburg ist nun auch das zweite Breitmaul-M├Ądl tr├Ąchtig! Das Baby von Tamu wird im Fr├╝hjahr erwartet, das Baby von Yeti im Herbst.

Und in S├▓st├▓ soll 2015 auch ein Mini-BM-H├Ârnchen kommen. :-)
(08.11.2014, 01:25)
Jolantha Belik:   Die kleine Mini-Sani ist eine Woche alt und war gestern schon in der Au├čenanlage :-)

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2014/11/stuttgart-suesse-mini-sani-eine-woche-alt/
(04.11.2014, 12:32)
Tim Sagorski:   Scheint ein recht gutes Nashorn-Jahr in Europa zu werden, auch, wenn die Jungtier-Verluste in Dortmund und Leipzig nat├╝rlich schade sind...

Steht in Krefeld nicht auch noch eine Geburt an ?
(29.10.2014, 13:05)
Jan Jakobi:   Eigentlich ein Wunder das sie ├╝berhaupt wieder tr├Ąchtig geworden ist, die letzte Geburt liegt ca. 6 Jahre zur├╝ck.
(28.10.2014, 23:28)
Jolantha Belik:   In der Wilhelma hat gestern Abend "Sani", die Mama von "Shikari", ihr sechstes Baby zur Welt gebracht, nach einer Rekordtragzeit von 498 Tagen! Das kleine H├Ârnchen, ein M├Ąderl, ist wohlauf. Es ist das dritte Panzernashorn-Baby im Jahr 2014 in Europa.
(28.10.2014, 21:40)
Jolantha Belik:   Warschau hat dieses Mal mit November gerechnet, doch Shikari war schneller :-)
(26.10.2014, 20:40)
Carsten Horn:   Also kein Weihnachtsgeschenk dieses Mal in Warszawa wie das letzte Baby, :-)
(26.10.2014, 11:06)
Jolantha Belik:   Panzernashorn-M├Ądl "Aruna", drei Jahre alt, vom TP Berlin ist am 23. Oktober 2014 wohlbehalten im S├│st├│ Zoo angekommen.

In Warschau hat "Shikari" am 23. Oktober 2014 ihren zweiten Sohn geboren. Der kleine Panzernashorn-Bub ist wohlauf und derzeit noch namenlos.
(25.10.2014, 20:32)
Jolantha Belik:   Erg├Ąnzung zu La Teste: der Zoo ist neues EAZA Mitglied (da noch nicht auf der EAZA Website gelistet, wohl erst seit wenigen Tagen) und nun auch EEP-Mitglied ...
(04.10.2014, 18:32)
Jolantha Belik:   Und weiter geht's mit zwei besonderen Transporten:

1. Da die Ungarn den "Pablo" so sehr vermi├čt haben - er war ja das absolute Lieblingstier der Besucher - haben sie ihn kurzerhand wieder zur├╝ck geholt nach Veszpr├ęm. Jetzt haben sie zwei Bullen ...

2. In Warschau ist Panzernashorn "Shikari" wieder tr├Ąchtig, das Baby wird Anfang November erwartet. Der kleine "Byś" ist erst 21 (!) Monate alt, dennoch wurde er diese Woche von Warschau nach Frankreich gebracht. Sein neues Zuhause ist nicht EAZA-Mitglied und neuer Panzernashorn-Halter La Teste (Zoo du Bassin d'Arcachon).
(03.10.2014, 18:24)
Jolantha Belik:   Zu Dortmund ... :-(

http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44225-Br%C3%BCnninghausen~/Dramatische-Operation-Dortmunder-Nashornbaby-stirbt-bei-Geburt;art2575,2491733?mobileVersion=no
(24.09.2014, 17:31)
Jolantha Belik:   @ Jan: Vom 1. J├Ąnner 2014 bis Mitte September 2014 zw├Âlf Transfers bei den Breitmaulnash├Ârnern und drei bei den Spitzmaulnash├Ârnern, gesamt alleine in diesem Jahr (= in 8,5 Monaten) bisher 15 Transfers, davon vier Tiere im Alter zwischen 30 und 44 Jahren, nenne ich schon Herumkarrerei.
(20.09.2014, 00:18)
Jan Jakobi:   Na, na, dass w├╝rde ich nicht Herumkarrerei nennen.

Ndugu soll in Hannover f├╝r Nachwuchs sorgen, au├čerdem hat Leipzig nur wenig Platz in der aktuellen Anlage.
Er soll erst wieder nach Hause kommen wenn die neue Anlage fertig ist.

Kifaru II musste Hannover verlassen, weil da nur Platz f├╝r drei Nash├Ârner ist.
(18.09.2014, 22:40)
Jolantha Belik:   Und weiter geht es mit der Herumkarrerei, diesmal Spitzmaulnashorn-Bullen:

Leipzig: NÔÇÖDugu (610, *1996) wurde am 17.09.2014 nach Hannover gebracht.

Hannover: Kifaru II (349, *1984) wurde am xx.09.2014 nach Chester gebracht.
(18.09.2014, 21:48)
WolfDrei:   Oh, pardon: das Mutter, hatte erst das Weibchen geschrieben.
(10.09.2014, 08:47)
WolfDrei:   Siehe auch unter "Literatur": Ein Bericht von "Nashorn-Rookmaaker" ├╝ber die erste Sumatranashorngeburt im Hafen von London. Das Weibchen, gefangen auf der malaiischen Halbinsel, kam ├╝ber Singapur im Londoner Hafen zur Geburt. So ich richtig las, waren aber 6 Tiere gefangen worden auf Initiative von Hagenbeck und Jamrach. Geburt am 6.12. 1872, durch Besch├Ądigung durch die Mutter verstarb das Tier am 18.12. 1872. Das Mutter ging nach Amerika, (Fa. Barnum). Weitere Geburten: Calcutta Hafen 1985 (wohl auch tragend gekommen); Calcutta Zoo 1889; Malaka Zoo, tragend gekommen, Mai 1987, das Tier verstarb in der "Zuchtstation" Sungai Dusun 2003, als dort in kurzer Zeit alle 6 Tiere verstarben; dann Cincinnati: Andalas 13.9.2001: Suci 30.7.04; Harapan 29.4. 07, nun wieder in Cinci: und zuletzt in Way Kambas Andatu am 23.6.2012. Summarisch 8 Geburten.
Die Schilderung von Geburt, Situation, Verbleib etc. ist episch breit angelegt in dem Artikel im "Zoologischen Garten(NF)" 83, Heft 1-3, 2014.
(10.09.2014, 08:45)
Jolantha Belik:   Gro├če Freude in Ramat Gan, nach zwanzig Jahren endlich wieder ein BM-M├Ądchen! "Tanda" brachte am 3. September 2014 die kleine "Teshi" zur Welt. Papa des Mini-H├Ârnchens ist "Atari".

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2014/09/ramat-gan-willkommen-kleine-teshi/
(10.09.2014, 00:56)
WolfDrei:   Habe mal wieder Ol Pejata gegoogelt - die 4 n├Ârdlichen Breitm├Ąuler betreffend. Es hat zwar einen Deckakt vor Zeiten mit Suni gegeben - ohne Ergebnis. Man lieb├Ąugelt nun damit, s├╝dliche Breitm├Ąuler zu der Gruppe zu geben: "Erhalt der Gene".
Ansonsten hat es in Ol Pejeta bisher 100 Spitzmaulgeburten gegeben.
(24.08.2014, 11:19)
Jolantha Belik:   Nachtrag zu Lisboa: die Mama des Mini-H├Ârnchens hei├čt "Princesa". Zum Namen des Babys l├Ąuft derzeit eine Internetabstimmung.
(19.06.2014, 14:11)
Jolantha Belik:   Am 4. Mai 2014 wurde in Lissabon ein weibliches Breitmaulh├Ârnchen geboren. Vater ist "Globani". (Welche der beiden Weibchen die Mama ist, habe ich noch nicht herausgefunden.)
(03.06.2014, 02:48)
Jolantha Belik:   Das s├╝├če H├Ârnchen in Pilsaen hei├čt nun offiziell "Maru┼íka". Pate der Kleinen ist Rock-Legende Alice Cooper.

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2014/06/pilsen-maruska-bleibt-maruska/
(01.06.2014, 20:41)
Jolantha Belik:   Weiter geht's mit der BM-Herumkarrerei:

Pablo (534, *1977) aus Veszpr├ęm am 22.05.2014 nach ├Üst├ş nad Labem
Rafiki (1525, *2005) aus Kerkrade am 21.05.2014 nach Veszpr├ęm

Zu Pablo, der ist ja schon ordentlich herum gekommen in seinem bisherigen Leben:

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2014/05/usti-nad-labem-pablo-im-neuen-zuhause/
(01.06.2014, 20:36)
Jolantha Belik:   Danke, Sascha, in ihrem Alter muss man ja eh froh sein, wenn sie ├╝berhaupt wieder am Abend zum Reingehen aufsteht.
(04.05.2014, 20:24)
Sascha M├Âller:   Anbei ein Foto von Nongoma von gestern; leider hat sie sich w├Ąhrend des ganzen Besuches nicht von der Stelle bewegt so dass nur dieses eine Foto m├Âglich war.
(04.05.2014, 09:35)
Jolantha Belik:   Kifarou ist ja nicht mehr als Zuchtulle vorgesehen, da er nicht mehr auf nat├╝rlichem Weg f├╝r Nachwuchs sorgen kann. Ob sich Nongoma in ihrem Alter allerdings an ihn gew├Âhnt, ist eine andere Frage ...

Bei jungen Nash├Ârnern fuktionieren Junggesellengruppen sehr gut.

@Carsten: Wenn Du Nongoma wieder siehst, k├Ânntest bitte ein paar Fotos von ihr machen. Ich w├╝rde gerne was ├╝ber sie auf Rhinos-in-Europe schreiben, sie ist ja eine der ├Ąltesten H├Ârnchen in menschlicher Obhut.
(01.05.2014, 22:14)
R├╝diger Krichel:   Der ehemaliger Augsburger Bulle ist laut einem Zoobericht leider unfruchtbar und darf deswegen der alten Kuh in Duisburg gesellschaft leisten.
Hoffentlich hat Bantu mehr Erfolg in S├╝ddeutschland !
(01.05.2014, 19:30)
Carsten Horn:   Nongoma ist noch da, hab ich letzten Montag gesehen... Kifarou befindet sich noch in der Eingew├Âhnungsphase, ist morgens alleine auf der Anlage, mittags dann Nongoma mit den Zebras.

Kann man bei Breitmaulnash├Ârnern eigentlich zwei Bullen halten ohne Kuh? Da die Duisburger Anlage mit ihren zwei St├Ąllen ja eh nur bedingt zuchtgeeignet ist (klappt mW doch besser in einer gr├Â├čeren Gruppe) w├Ąre man doch ggf. ein pr├Ądestinierter Junggesellenhalter. Oder wird momentan jeder Bulle als Zuchtmann gebraucht?
(01.05.2014, 18:22)
Michael Mettler:   Der Transfer nach Duisburg ist interessant, m.W. gibt es dort seit des Alterstod des Bullen 2012 doch nur noch die alte Kuh Nongoma, die allm├Ąhlich auf ihren 50sten zusteuern m├╝sste. Damit w├Ąre der Augsburger Bulle vorl├Ąufig "kaltgestellt".
(01.05.2014, 17:55)
Jolantha Belik:   Die j├Ąhrliche Breitmaulnashornbullen-Herumkarrerei ist voll im Gange:

Bantu (1526, *2005) aus Kerkrade am 29.04.2014 nach Augsburg
Kifarou (1284, *2000) aus Augsburg am 09.04.2014 nach Duisburg
Snoopy (394, *~1970, W) aus Dortmund am 09.04.2014 nach Stukenbrock
Freddy (664, *1981) aus Le Cornelle am 05.03.2014 nach Torino
(01.05.2014, 12:42)
WolfDrei:   aus IZN 2014 Jan./Februar-Ausgabe: in "The Wilds" (USA) hat es weltweit erstmalig bei Breitmaulnash├Ârnern 2 Geburten in 4.Gefangenschafts- Generation gegeben (Kuh Sally am 21.11.013, Kuh Eve am 3.1. 014). Dort gab es bisher 15 Geburten bei einen Bestand von 4,10
(01.04.2014, 19:32)
cajun:   Leider kein Aprilscherz: http://www.savetherhino.org/latest_news/news/944_devastating_news_for_sumatran_rhino_as_suci_dies_at_cincinnati_zoo
(01.04.2014, 19:11)
Jolantha Belik:   Das H├Ârnchen in Pilsen hei├čt inoffiziell "Maru┼íka". Sie ist nun neun Tage alt, ein entz├╝ckendes ├╝berm├╝tiges Zwergerl; hier Aufnahmen von der Webcam von heute:

http://youtu.be/-Xu_A-2opuk
(11.02.2014, 23:28)
R├╝diger Krichel:   Tool die Starthilfe f├╝r die Kleine zum Euter der Mutter . Gutes Vertrauen der Mutter zu den Tierpflegrn !!
(02.02.2014, 11:12)
Jolantha Belik:   Manjulas Baby ist ein M├Ądchen! :-)
(02.02.2014, 11:01)
Jolantha Belik:   Gratulation nach Pilsen,Panzernashorn Manjula hat heute Nacht ihr Baby bekommen. Man konnte die Geburt ├╝ber Webcam live mitverfolgen.
(02.02.2014, 03:12)
Jolantha Belik:   Panzernashorn-M├Ądl Manjula erwartet demn├Ąchst ihr ersts Baby, der Zoo Pilsen hat nun eine Webcam installiert:
http://www.zooplzen.cz/o-nas/webkamery/
(08.01.2014, 17:14)
Jolantha Belik:   Ich war Ende November in Salzburg und habe mich ausf├╝hrlich mit dem Revierleiter der Breitmaulh├Ârnchen unterhalten. "Tamu" und "Yeti" wurden im September k├╝nstlich besamt. N├Ąheres dazu + Fotos von der Salzburger Nashornanlage:

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/12/salzburg-tamu-und-yeti-kunstlich-besamt/
(16.12.2013, 10:42)
Jolantha Belik:   Panzernashorn-M├Ądl "Sunanda", geb. im Nov 2011 (!) in Amersfoort, ist gestern wohlbehalten im West Midland Safari Park in Bewdley angekommen.

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/12/bewdley-sunanda-im-neuen-zuhause/
(05.12.2013, 00:00)
Jolantha Belik:   Ob Henna bei der Geburt selber anwesend war, ist mir (noch) nicht bekannt. Nachher war sie jedenfalls in H├Âr- und Sichtweite von Saathi und dem Mini-H├Ârnchen:

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/11/beauval-saathis-baby-ist-da/
(10.11.2013, 00:53)
Jolantha Belik:   Erfreuliches aus Beauval, Panzernashorn "Saathi" (geb. 2005) hat am 7. November 2013 ihr erstes H├Ârnchen bekommen. Das noch namenlose kleine M├Ądchen ist wohlauf. Papa der Kleinen ist Sahib (geb. 2004).
(09.11.2013, 22:54)
Carsten Horn:   Das k├Ânnte dann schon der gleiche Aushang gewesen sein, bei meinem Besuch war Henna ja noch da.

Mit publiziert meinte ich im Internet auf der Baseler Website, ob im Zoo was steht, wei├č ich nicht...
(04.11.2013, 00:15)
Jolantha Belik:   @Carsten: Also auf der Info, die vorgestern im Stall hing, da steht nix drauf, dass Henna nicht mehr da ist. Der letzte Satz von dieser Info: "... Jari genie├čt die Zeit mit Henna, da sie oft ausgiebig mit einander spielen." Vielleicht gab es ja mehrere Aush├Ąnge mit unterschiedlichen Inhalten.
Dass Henna mit drei Jahren abgegeben wurde, ist ja ok. Nur der Zeitpunkt nach der Geburt + Zyklus ist halt nicht gerade ideal.
(03.11.2013, 21:17)
Jolantha Belik:   @Michael: Soweit mir bekannt ist, hat Sundari seit einigen Jahren um die 1.000kg bis 1.200kg. Ich finde sie auch recht zart und schmal - viele Besucher meinen "ah, das ist das Jungtier".
(03.11.2013, 20:57)
Carsten Horn:   Es wurde nur vielleicht ein bissel beschleunigt mit der Abgabe aufgrund der Situation.

Am 19.10. war am Gehege ein Aushang, auf dem u. a. stand, das Henna abgegeben wird, allerdings ohne Termin, lesende Stammbesucher sollten allso zumindest im Bilde gewesen sein.

Am 31.10. hat Basel publiziert, das Henna abgegeben wurde, also zwei Tage nach der Abgabe, halte ich f├╝r den richtigen Zeitpunkt, weil man dann wei?, das Henna gut angekommen ist und andererseits einen unn├Âtigen Auflauf vermeidet, wo noch ein mehr oder weniger ruhebed├╝rftiges Jungtier vorhanden ist. Andererseits kann ich gut verstehen, das Besucher, die wegen einem bestimmten Tier kommen, entt├Ąuscht sind, wenn es keine Gelegenheit zur Verabschiedung gibt, ist ne schwierige Sache, hier die richtige Entscheidung zu treffen...
(03.11.2013, 19:14)
Michael Mettler:   Ich finde Sundari auffallend schlank. Neigt sie von selbst nicht zu "mehr Substanz", oder wird sie bewusst bei Figur gehalten? Nicht, dass sie wom├Âglich einfach nur Frust vor Hunger schiebt...

Nochmal zu Basel. Der Zeitpunkt der Abgabe von Henna stand schon vorher fest, es war also keine Reaktion auf eine pl├Âtzliche Ver├Ąnderung der Mutter-Tochter-Situation:
http://www.tageswoche.ch/+bhpwv
(03.11.2013, 17:08)
Jolantha Belik:   Die Nash├Ârner teilen die Anlage mit Nilgau (0,2) sowie je einer gro├čen Herde Hirschziegenantilopen und Axishirschen. Ich denke, ihr ist einfach furchtbar fad. Sie ist von Babyzeiten an auf Menschen gepr├Ągt und br├Ąuchte meiner Meinung nach auch etwas Zuwendung zwischendurch (was sie ja fr├╝her auch bekommen hat). Au├čerdem, die Anlage ist zwar super, schaut aber fast klinisch rein aus, wieso kann man das Futter z.B. nicht auf der Anlage verteilen und sie w├Ąre stundenlang damit besch├Ąftigt? Derzeit f├Ąllt ja viel Laub runter, bis zum n├Ąchsten Putzdurchgang ist Sundi voll mit "Laubsaugen" besch├Ąftigt, da hat sie keine Zeit zum Weben.

Bez. Zyklus, ich selber habe schon einige Male gesehen, dass Sundari Urin gespritzt und dass sich Jange sehr f├╝r sie interessiert hat. Auch das Verhalten beider H├Ârnchen hat dazu gepa├čt. In wieweit auch Eier vollst├Ąndig gereift sind etc., wei├č ich nicht, es wird dar├╝ber geschwiegen ... Und wehe, man sagt was oder fragt, was los ist. Dann hei├čt es sofort wir Besucher sind ja nur Laien, die keine Ahnung haben und sich in Tierhaltung, Gehegegestaltung und Zucht einmischen und damit die Zeit von Tierpflegern, Zoologen und Iier├Ąrzten ├╝berm├Ą├čig beanspruchen (habe ich schriftlich mitgeteilt bekommen)!
(03.11.2013, 14:59)
R├╝diger:   Sonderbar warum d├╝rfen die Tierpfleger nicht mehr die Wahrheit sagen?
Ein komische Mauschelei! Hatte die Kuh Sundari einen Zyklus vor dem Kieferbruch? Das Weben ist nich gerade ein positives verhalten, vielleicht sollte man noch ander TIERE INS AUSSENGEHEGE INTEGRIEREN , SO WIE IN BASELmit Kurkrallenotterund Kleinantilopen.
(03.11.2013, 10:40)
Jolantha Belik:   @Niedersachse: Bez├╝glich der Wiener Nash├Ârner mu├čt Du Dich bitte an die zust├Ąndige Kuratorin wenden. Ich kann nicht mal sagen, ob Sundari und Jange seit seiner Kieferverletzung ├╝berhaupt wieder mal zusammen waren oder ob Sundari inwischen einen Zyklus hatte. Die Mitarbeiter d├╝rfen mir nichts mehr sagen, es wurde ihnen verboten, Fragen von mir zu beantworten.

Ich kann nur sagen, was ich selber sehe und beobachte. Und das ist weniger positiv. Z.B. Sundari webt wie ein gest├Ârter Elefant - so extrem habe ich es heuer im Fr├╝hjahr das erste Mal gesehen. Nach zehn Minuten durchgehendes Weben (habe extra auf die Uhr geschaut) bin ich gegangen, weil ich nimmer zuschauen konnte ...

Hier ein kurzes Video vom Weben, aufgenommen im September:
http://www.youtube.com/watch?v=5GHjdECVLLQ
(03.11.2013, 02:51)
Jolantha Belik:   @Michael: Ich nenne alle Nash├Ârner "H├Ârnchen", egal ob Baby oder adulte Tiere. In Wien verwendet man oft Verkleinerungsformen, das hat nichts mit Verniedlichung zu tun, das ist hier allgemeiner Sprachgebrauch. Und bei uns sagen auch viele "S├╝├če" zu einem Tier, das macht man, wenn man das Tier als Indivduum sieht und nicht nur als eine Nummer im Zuchtbuch oder ein Punkt oder Stricherl in einer Statistik. Auch das hat nichts mit Verniedlichung zu tun.

Wie auch immer, Henna ist das 32. Kalb in Basel und bereits das siebente Baby von Ellora. Bei so viel Erfahrung ist es schon sehr befremdend, dass man ein junges Weibchen, das noch von der Geburt des Bruders ziemlich durcheinander ist, gerade ihren ersten Zyklus hat, die pl├Âtzliche Trennung und den Umzug in einen anderen Zoo zumutet ...
(03.11.2013, 00:56)
Jolantha Belik:   Sie haben nach wie vor Sahib und Saathi in Beauval. Lt. Stammbesuchern, die gestern in Basel waren, soll Henna ihren Zyklus bekommen haben, was Jaffna verr├╝ckt gemacht hat, und auch Ellora konnte die Kleine nimmer ertragen - sie hat sich ja nach der Geburt zum Teil mehr um sie als um das Baby k├╝mmern m├╝ssen! Das wird bei der Anlage den Besuchern mitgeteilt. Allerdings wurde nicht kommuniziert, dass Henna seit Dienstag nimmer in Basel ist und die Besucher, die sie seit ihrer Geburt regelm├Ą├čig besucht haben = wegen ihr in den Zolli gingen, f├╝hlen sich jetzt entsprechend vor den Kopf gesto├čen. Sie haben erst am Abend NACH dem Zoobesuch aus dem Internet erfahren, dass Henna schon seit vier Tage nimmer da ist ...
(02.11.2013, 23:53)
WolfDrei:   Kennt jemand die Ursache daf├╝r, noch ein Weibchen nach Beauval zu schicken? Vor einem Jahr hatten sie dort ein Paar.
(02.11.2013, 19:17)
Michael Mettler:   @Jolantha: Diese Platzprobleme d├╝rfte jeder durchschnittliche Zoo haben, wenn er zu den Zuchttieren auch noch die Jungtiere aus mehreren aufeinander folgenden Geburten behalten soll, oder?

Ich finde das Baseler Experiment spannend in Bezug darauf, neue Grenzen auszuloten. Schlie├člich kann sich das Sozialverhalten in Zoo und Wildbahn gravierend unterscheiden. Aber man muss doch genauso einkalkulieren, dass ein Muttertier im Zoo ihr vorletztes Jungtier genausowenig bei der Aufzucht des neuen Nachwuchses dabei haben will wie im Freiland, wo die "Abschiebung" durch das Muttertier selbst vollzogen wird. Wenn das jetzt in Basel genau so passiert ist und die Haltungsm├Âglichkeiten nun mal nicht f├╝r jedes weitere heranwachsende Jungtier erweitert werden k├Ânnen, ist eine Abgabe doch die einzige wirkliche L├Âsung. Auch in Assam oder Nepal muss sich ein in diesem Alter von der Mutter vertriebenes Jungtier mit einer f├╝r ihn v├Âllig neuen Situation auseinandersetzen.

"Schlecht gelauntes H├Ârnchen" und "S├╝├če" finde ich ├╝brigens reichlich verniedlichend (ich denke da gerade an die parallele Diskussion unter "Besucher"). Ein dreij├Ąhriges Nashorn ist immerhin weit genug entwickelt, um bei einer Konfrontation zumindest sein j├╝ngeres Geschwister ernsthaft zu gef├Ąhrden. Das Experiment mit der "Gruppengeburt" h├Ątte auch schief laufen k├Ânnen.
(02.11.2013, 11:10)
Niedersachse:   Die Abgabe einer dreij├Ąhrigen Kuh ist der Standardfall wie Bj├ÂrnN schon sagte. Sie ist also nicht erst 3 Jahre alt, sondern schon drei Jahre alt. Ich bezweifel dass Henna da gro├če Probleme mit dem Wechsel hat.
Und wie MM schon schrieb, von der Mutter getrennt zu sein, aber noch in Sicht- H├Âr- und Riechweite zu sein, kann nur belastender sein.

Bei 1,2 Zuchttieren rechnet man f├╝r die Stallkapazit├Ąt in der Regel mit Platz zwei weitere Tiere, also f├╝r jede Kuh einmal Nachwuchs. ME auch ausreichend.


Gibt es auch Wien eigentlich mal neues. Kann man da noch mit Nachwuchs rechnen, bevor sich bald das Zuchtfenster der Kuh bald schlie├čt?
(02.11.2013, 11:05)
Jolantha Belik:   Michael, ich sehe das nicht ironisch. Wenn ohnehin geplant war, sie nach Beauval zu schicken, dann h├Ątte man ihr die Geburt ersparen k├Ânnen ...

Grunds├Ątzlich finde ich es sehr gut, wenn man die ├Ąltere Schwester die Geburt miterleben l├Ą├čt. Aber, danach sollte sie auch bei der Aufzucht dabei sein und sie nicht nach drei Wochen abgeschoben werden. Damals bei Henna, als kurz vor ihrer Geburt Quetta eine Totgeburt hatte, kam es ja auch zu Differenzen zwischen Ellora und Quetta wegen Henna. Das hat sich nach kurzer Zeit wieder gelegt und sie vertrugen sich wieder.
Ich denke eher, Basel hat ziemliche Platzprobleme, es ist kein Platz mehr frei, um ein schlecht gelauntes H├Ârnchen tageweise oder auch nur stundenweise von den anderen zu trennen.
(01.11.2013, 23:16)
Michael Mettler:   Das mit der Geburt h├Ątte man ihr ja ersparen k├Ânnen, indem man sie schon vorher von der Mutter getrennt h├Ątte (Achtung, Ironie)...

Wenn wir schon bei psychischer Verfassung sind: W├Ąre es denn f├╝r die junge Nashornkuh wirklich weniger belastend, bei Verbleib im Zoo Basel ihre Mutter zwar noch jederzeit wahrnehmen, aber nicht mehr zu ihr gelangen zu k├Ânnen?
(01.11.2013, 22:14)
Bj├ÂrnN:   Ging schon bei so vielen Nash├Ârnern gut, warum nicht da auch??
(01.11.2013, 21:14)
Jolantha Belik:   Deswegen muss man Henna gleich in einen anderen Zoo abschieben? Die S├╝├če ist erst drei Jahre alt und hat innerhalb von weniger als vier Wochen mehrere gro├če einschneidende Ver├Ąnderungen in ihrem Leben mitgemacht, zuerst die Geburt, dann die Trennung von Mama und kleinem Bruder, und dann auch noch der Ortswechsel in ein Land mit fremder Sprache. Wenn das mal gut geht ...
(01.11.2013, 20:56)
Carsten Horn:   Mutter und Tochter waren nicht mehr kompatibel, da war ein Aushang bei meinem Besuch (leider nicht abfotografiert) und Henna war mit der anderen Zuchtkuh und ihrem Kind zusammen...
(01.11.2013, 11:38)
Michael Mettler:   Das ging jetzt aber schnell: Eben war die Jungkuh noch bei der Geburt ihres kleinen Bruders dabei, und kaum vier Wochen sp├Ąter steht sie in einem anderen Zoo. War das jetzt eine ganz normale, schon l├Ąnger geplante Abgabe oder waren Mutter und Tochter wegen des neuen Nachwuchses nun doch nicht mehr kompatibel?
(01.11.2013, 10:15)
Jolantha Belik:   Panzernashorn-M├Ądl Henna (3) aus Basel ist wohlbehalten in Beauval angekommen.
(31.10.2013, 22:01)
R├╝diger:   Ein ehemaliger Spitzmaulnashornbulle im Zoo Z├╝rich hatte auch ein kleines drittes Horn. Habe leider kein Foto mehr davon gefunden.
(13.10.2013, 11:02)
WolfDrei:   Auch Panzernash├Ârner k├Ânnen mehr als ein Horn haben: Bulle Jodha im Zoo Berlin
(12.10.2013, 14:45)
Carsten Horn:   Sehr sch├Ân, bin ab Sonntag noch mal unterwegs, u. a. in Basel, dann gibt es ja neben dem schon etwas ├Ąlteren Hippozwergli noch einen weiteren "Minidickh├Ąuter" zu bewundern...
(12.10.2013, 00:15)
Jolantha Belik:   Super Nachrichten aus Basel: In der Nacht auf Samstag, den 5. Oktober 2013 ist wieder ein Panzernashorn zur Welt gekommen. Das Junge wurde auf den Namen "Kiran", indisch f├╝r "Sonnenaufgang" getauft. Es ist wohlauf und trinkt eifrig bei Mutter Ellora (31). Auch ein paar vorsichtige Schritte auf die Aussenanlage hat es bereits gewagt, lie├č sich aber von den frechen Riesenottern gleich wieder "verjagen". Ellora konnte nicht nur entscheiden, wo sie das Baby zur Welt bringt, im Stall oder auf der Au├čenanlage. Es ist auch die erste Panzernashorngeburt in einem europ├Ąischen Zoo, bei der auch Henna (3), die ├Ąltere Schwester, anwesend war. Ich hoffe sehr, dass andere Zoos diese Geburt zum Vorbild nehmen, und endlich von der Praxis abgehen, ein Jungtier im Alter von 20 Monaten und noch j├╝nger in einen anderen Zoo abzuschieben, bloss weil die Mama wieder tr├Ąchtig geworden ist ...

Zoo Basel News: http://www.zoobasel.ch/de/aktuell/detail.php?NEWSID=703
(11.10.2013, 23:29)
Michael Mettler:   Zum Thema zus├Ątzlicher "H├Ârnchen" bei Nash├Ârnern im Stirn-und Schulterbereich: Anbei die uralte Breitmaulnashornkuh Nongoma in Duisburg mit drei Mini-H├Ârnchen (o.├ä.) auf der Nackenlinie.
(11.10.2013, 12:50)
WolfDrei:   Hab mal wieder bei Ol Pejeta nachgeschaut: :Im letzten Jahr die letzte Mitteilung bez├╝glich der n├Ârdlichen Breitm├Ąuler:
On April 25th, four weeks after their interesting courtship ritual, Suni and Najin finally mated! 32 days later, on May 27th, they mated again. These recent mating activities provide a glimmer of hope for the critically endangered northern white rhino subspecies especially as they are NajinÔÇÖs first mating in over a decade!
Wenns denn klappte, m├╝├čte gegen Jahresende was geschehen!
(11.10.2013, 12:08)
Jolantha Belik:   Im Serengeti-Park haben die Breitmaulnash├Ârner "Martin" und "Kianga" am 5. September 2013 Nachwuchs bekommen. Das Nashorn-M├Ądl ist bereits das dritte Mini-H├Ârnchen in Hodenhagen in diesem Jahr! Der Halbbruder der S├╝├čen ist am 23. August 2013 geboren worden (Martin x Claudia), die Halbschwester "Makena" am 7. M├Ąrz 2013 (Martin x Uzuri):-)
(06.09.2013, 19:39)
Jolantha Belik:   Breitmaulnashorn-Mann Dino ist am 3. September 2013 wohlbehalten in Erfurt angekommen. Er lebte viele Jahre in Poznan. Im Gegenzug verlie├č Nashorn-Mann Kiwu den Zoo Erfurt am 4. September 2013 Richtung Poznan. Dieser M├Ąnnertausch soll neuen Schwung in die Familienplanung in beiden Zoos bringen. Begleitet wurde Kiwu vom grauen Riesenk├Ąnguru Dobby, auch er soll in Poznan f├╝r Nachwuchs sorgen.
(04.09.2013, 20:15)
Jolantha Belik:   Breitmaulnashorn "Jessica" aus Hodenhagen hat sich in Dvůr Kr├ílov├ę gut eingelebt. Sie versteht sich gut mit "Nabire" und "Natal". Anfang September 2013 hat sie sich mit "Natal" sogar gepaart. Das k├Ânnte der Anfang einer neuen Zuchtgruppe werden. :-)

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/09/dvur-kralove-jessica-und-natal-haben-sich-gepaart/
(04.09.2013, 14:21)
Jolantha Belik:   Gro├če Freude in Chester, neben drei Spitzmaulnashorn-Geburten innerhalb von nur 10 Monaten gab es am 7. Juli 2013 auch eine Panzernashorn-Geburt, die allererste ├╝berhaupt in Chester. Mama "Asha" und die kleine "Komala" sind wohlauf. Papa der S├╝├čen ist "Beni".
(27.08.2013, 18:22)
Jolantha Belik:   In M├╝nster hat BM-Nashorn "Jane" am 23. Mai 2013 ihr Nash├Ârnchen, einen kleinen Buben bekommen. Das Kalb ist noch namenlos. Mutter und Zwergerl sind wohlauf und seit heute f├╝r Besucher zu sehen.
(27.05.2013, 19:54)
Jolantha Belik:   @Stefanie: nat├╝rlich werden die Pekaris verf├╝ttert. Sie stehen, so wie alle anderen Tiere, unter st├Ąndiger tier├Ąrztlicher Kontrolle.

Bez. Breitmaulnash├Ârner, die Daten der H├Ârnchen in Gro├čbritannien und Irland sind nun auch online (Bei der vielen Tauscherei und Herumkarrerei auf der Insel hoffe ich, dass sich alle Tiere in meiner Aufstellung tats├Ąchlich noch im jeweiligen Zoo befinden. Falls ich etwas ├╝bersehen habe, bitte sagen).

Sehr erfreulich ist, dass zwei neue Halter (Chessington und Manor House) jeweils mit einer 3-k├Âpfigen Jungbullen-Gruppe begonnen haben.

Der kleine Nashorn-Bub in Dublin, geb. 26. April 2013 (Mutter: Ashanti, Vater: Chaka), hat den Namen "Jabari" bekommen. Der Name bedeutet "Der Mutige und Starke" auf Swahili.
(27.05.2013, 15:30)
Stefanie Fischer:   @Jolantha: Werden die Pekaries auch verf├╝ttert? K├Ânnen die keine Aujetzki-Krankheit kriegen?

@Michael Mettler: Zookarteien sind oft sehr w├╝st, nicht grad die Lieblingsbesch├Ąftigung der Pfleger ;)
Oft hat man schon Chaos, wenn sich einer mal im Jahr vertut oder man die Dinger lange nicht aktualisiert, dann kann man n├Ąmlich ziemlich schnell garnichts mehr nachvollziehen. Kommt auch ├Âfter vor, dass bei einer Inventur laut Papier mehr oder weniger Tiere da sein m├╝ssten, als tats├Ąchlich im Gehege stehen.
(26.05.2013, 19:28)
Michael Mettler:   @Jolantha, bez├╝glich Tonga und seiner m├Âglichen Herkunft aus einem deutschen Zoo: Wenn das Alter stimmt, k├Ąme Gelsenkirchen in Frage. Fa. Ruhe war noch bis Anfang der 90er Jahre im Zootierhandel aktiv und hatte im Ruhrzoo regelm├Ą├čig junge Breitmaulnash├Ârner zum Weiterverkauf stehen. Auch in Ruhes Park in Alfeld-Brunkensen habe ich mal eins gesehen (das w├Ąre allerdings f├╝r Tonga zu fr├╝h gewesen).
(25.05.2013, 08:52)
Jolantha Belik:   @Stefanie: das sehe ich im Grunde genommen genau so. Bei uns vermehren sich die Pekaris und die Hirschziegenantilopen & Co. wie die Karnickel, die Gro├čkatzen brauchen ja auch gen├╝gend passendes Futter. W├Ąre halt bei CITES-Tieren schwer erkl├Ąrbar, dass die einerseits gesch├╝tzt, andereseits aber verf├╝ttert werden sollen.

@Heidemarie: danke f├╝r den Hinweis bez. Rafiki. Hab schon fast alles ├╝ber ihn gefunden, es fehlen nur mehr ein paar J├Ąhrchen.

Erg├Ąnzung/Nachtrag/Korrektur: Tonga wurde nicht freiwillig in den Zoo abgegeben. Er war 13 Jahre im Circus Zawatta, wurde dort 2006 im Alter von 17 jahren beschlagnahmt(war vollgestopft mit Beruhigungsmitteln, lebte auf 7m┬▓!). Es hei├čt, dass er als Jungtier von einem deutschen Zoo verkauft worden ist. Dann gibt es auch noch ein Nashorn namens Lukas. Lukas kam 1989 in Hodenhagen zur Welt, und mit einem Jahr von dort weg. Nach zwei Jahren verliert sich seine Spur.

(25.05.2013, 01:36)
Michael Mettler:   @Heidemarie & Jolantha: Die Rechercheergebnisse zu manchen Zootieren oder gar -best├Ąnden sind selbst aus Zookarteien manchmal nicht viel ├╝bersichtlicher als die Lebensl├Ąufe von Circustieren, wie ich schon mehrfach feststellen durfte...

Jolantha, zum Thema Nasi/Nabire:
http://www.rhinoresourcecenter.com/pdf_files/121/1216651198.pdf
(24.05.2013, 23:45)
Stefanie Fischer:   Ohne jetzt jemanden auf die F├╝├če treten zu wollen, aber meine harte Meinung zum Thema ├╝bersch├╝ssiger Nachwuchs: Erschie├čen und Verf├╝ttern, macht man bei den meisten Huftieren doch auch, auch bei seltenen Arten. Nat├╝rlich kann man gro├če Anlagen f├╝r mehrere Tiere bauen, aber f├╝r den m├Ąnnlichen Zwergziegennachwuchs wird auch kein neues Zuhause gesucht.
(24.05.2013, 21:36)
Heidemarie Busch:   @Jolantha bez├╝glich Haltung in einigen Zoos hast Du auf jeden Fall recht, aber auch da leide ich mit den Tieren. Und es hilft mir auch nicht wenn ich mir sage, fr├╝her war alles noch schlimmer und anderen Tieren geht es noch schlechter.
Tja, das Thema Bullen├╝berschuss, es ist schon traurig, anstatt, dass man sich freut, dass es ein weiteres Tier dieser Art gibt, m├╝ssen sich Gedanken gemacht werden, was mit ihnen geschieht.

Hattest Du meinen Hinweis weiter unten bez├╝glich des Bullens 'Rafiki' gesehen = auch private Haltung?

(24.05.2013, 20:14)
Jolantha Belik:   Och, Jennifer, das sind schon H├Ârnchen. Trotz ihres Gewichtes und der Gr├Â├če, sie k├Ânnen urverschmust sein, ganz ganz vorsichtig ein St├╝ckchen Banane aus der Hand nehmen und wie ein Baby an den Fingern herumnukkeln. Aber von Schw├Ąbisch bin ich Welten entfernt :-)


@Heidemarie: ich w├╝rde das nicht grad als "Sumpf" bezeichnen, eher als etwas chaotisch und un├╝bersichtlich. Eines muss ich schon sagen, obwohl ich keine Freundin von wilden Tieren in einem Zirkus bin (bei uns ist das ohnehin seit etlichen Jahren verboten), das, was ich bei meinen Recherchen gefunden habe, hat mich positiv ├╝berrascht! Die Anlagen der Tiere im Zirkus sind nicht mehr mit dem vergleichbar, wie ich es noch vor 15 bis 20 Jahren gesehen habe. Das Training und die "K├╝nstst├╝cke" unterscheiden sich nicht viel von dem, was Zoo-Tiere auch machen bzw. was mit ihnen gemacht wird (ich rede dabei nur vom Bullen-Training und nicht etwa vom Training f├╝r Ultraschall und k├╝nstliche Besamung von Weibchen). Und ganz ehrlich, es gibt auch in Westeuropa nach wie vor genug Zoos, in denen es etlichen Tieren deutlich schlechter geht!

Bez. Abgabe von diesen Bullen sehe ich kein Problem, normalerweise verbleiben die Tiere bis zu ihrem Tod in der vertrauten Umgebung im Zirkus, bwz. werden in einen (privaten) Tierpark abgegeben wie etwa Tonga in Frankreich. Ein viel gr├Â├čeres Problem sehe ich bei den m├Ąnnlichen Jungtieren, die in Zoos geboren werden. Sollen diese in EEP-Institutionen verbleiben? Wenn ja, was ist, wenn alle Pl├Ątze in EEP-Zoos voll sind?
(24.05.2013, 18:42)
Jennifer Weilguni:   Drei Tonnen Kolosse als H├â┬Ârnchen zu betiteln, das hat ja fast schon was Schw├â┬Ąbisches an sich :-)
(24.05.2013, 13:42)
Jolantha Belik:   Der aktuelle Bestand der Breitmaulh├Ârnchen in Frankreich ist nun auch online. Die vielen "W = Wildfang" in der Liste sind kein Fehler - in Frankreich sind im Zoo geborene BM-Nashorn-Weibchen quasi die Ausnahme. Erst vor einem Jahr wurden zu├Âetzt Rhinos (1,4) importiert.

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/frankreich/
(24.05.2013, 08:26)
Heidemarie Busch:   @Michael Dass ich mich in meinem Beitrag nur auf die Eigentumsverh├Ąltnisse/Au├čendarstellung der Nash├Ârner beziehe, liegt daran, dass ich Jolantha unterst├╝tzen wollte. Das hei├čt ja nicht, dass ich deren Haltung im Zirkus guthei├če. Und mit 'Sumpf' meinte ich sowohl die sehr schwierigen Recherchen, wer wann wo und welches Nashorn hatte/hat und wann und wo geboren, als auch was ich im Bezug auf Zirkustiere im gro├čen und ganzen bei meinen Recherchen gesto├čen bin. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das alles wissen wollte bzw. ob ich mich weiter damit auseinandersetzen m├Âchte. Ich kann so einiges nicht pragmatisch sehen, einige Informationen belasten mich schon. Ich wei├č nur, dass ich mich in meiner 'Tierzirkus'-Verweigerung best├Ąrkt f├╝hle.

Wo die Nash├Ârner bei Abgabe wilkommen sind? Evtl. in Zoos oder Serengeti-Parks, die damit klarkommen nur Bullen zu halten, halt bei Tierfreunden = nur getr├Ąumt :)

(22.05.2013, 16:24)
Michael Mettler:   @Heidemarie: Sorry, aber den Eindruck hast du schon erweckt. Dein "Was f├╝r ein Sumpf" steht ja als Res├╝mee unter einem Beitrag, in dem du ├╝brigens nicht die Nashornhaltung in Circus an sich kritisierst, sondern dich nur auf Eigentumsverh├Ąltnisse und Au├čendarstellungen beziehst.

Mir geht es nicht darum, irgendetwas zu verharmlosen (also auch nicht die Nashornhaltung im Circus). Äpfel mit Zitronen vergleichen? Sehe ich nicht so, ich finde die willkürliche Einteilung in Wildtiere und Haustiere immer fragwürdiger. Es entspricht auch bei einem Dromedar, Wasserbüffel oder Shetlandpony nicht der "natürlichen Lebensweise", mit einem Circus auf Wanderschaft zu sein.

Nur mal angenommen (oder besser gesagt: getr├Ąumt), die noch aktuellen Halter von Circus-Nash├Ârnern w├Ąren aus Artenschutzgr├╝nden bereit, die Haltung zu beenden und ihre Tiere zur Verf├╝gung zu stellen: Wo w├Ąren diese denn willkommen und k├Ânnten wom├Âglich sogar noch zur Arterhaltung beitragen ("vom Aussterben bedrohte Art")? Zumindest in letzter Zeit waren Zoos (als m├Âgliche Empf├Ąnger) an jungen K├╝hen interessiert - alte Bullen hatten sie meistens selbst...
(22.05.2013, 13:36)
Heidemarie Busch:   PS: bevor jetzt der Einwand kommt, dass das allgemeine Thema 'Zirkustiere' nicht in das Forum 'Nash├Ârner' geh├Ârt, das sehe ich auch so --)) ich wollte nur kurz antworten.
(22.05.2013, 11:37)
Heidemarie Busch:   @Michael habe ich den Eindruck erweckt, dass ich mich aufrege? Ich war eher erstaunt, da ich mich bisher nicht mit dem Thema 'Nash├Ârner im Zirkus' im Detail besch├Ąftigt hatte, da ich seit ca. 35 Jahren keinen Zirkus mit Tiernummern mehr besuche! Es kann doch auch nicht pauschalisiert werden, dass sich keiner aufregt, wenn Zirkustiere (Zootiere) verschachert, getauscht oder durch Namenswechsel Aufenthaltsorte verschleiert werden. Und selbst wenn sich jemand, evtl. nur bei einer bestimmten Tierart aufregen sollte, ist es ein Anfang und sein gutes Recht, da n├╝tzt auch das Vorbeten von Fakten und das Wissen nichts, dass es g├Ąngige Praxis ist. Bei den Kamel- und Pferdebeispielen werden ├äpfel mit Zitronen verglichen. Beim Nashorn - abgesehen davon, dass es nichts im Zirkus zu suchen hat (dies gilt f├╝r alle Wildtiere) - geht es um eine vom Aussterben bedrohte Art. Bevor jetzt der Einwand kommt, dass Kamele und Pferde etc. auch sch├╝tzenswert sind, selbstverst├Ąndlich ist jedes Tier mit Respekt zu behandeln und zu sch├╝tzen.

Das Tiernummern nicht unbedingt dem Zirkus geh├Âren sondern, dass Tiernummer teilweise saisonal zur Verf├╝gung gestellt werden, ist mir durchaus bewusst. Genauso ist mir bewusst, dass 'Tierverleihe' f├╝r Film und Fernsehen gibt! Aber, nur weil ich das wei├č finde ich die evtl. Situation dieser Tiere doch nicht etr├Ąglicher!

Das Beh├Ârden informiert sein m├╝ssen, wann welches Tier wo unterwegs ist, ergibt sich m.E. schon daraus, dass es in einigen St├Ądten Deutschland's ein Auftrittsverbot f├╝r Wildtiere im Zirkus gibt. Dies gilt auch f├╝r einige L├Ąnder im Ausland (obwohl es auch da Ausnahmeregelungen geben kann). Aber solange unsere Politiker sagen, dass die Tiere im Zirkus keine Wildtiere sind, da sie die Wildnis noch nie gesehen haben, solange sind wir arm dran.


(22.05.2013, 11:25)
Michael Mettler:   P.S. Die beh├Ârdliche Meldepflicht in Deutschland beinhaltet m.W. die Meldung von Ortswechseln eines Tieres besonders gesch├╝tzter Arten, auch wenn es dabei im Eigentum seines gemeldeten Stammsitzes verbleibt (zumindest war das vor einigen Jahren noch so). Folglich m├╝sste die entsprechende Beh├Ârde also dar├╝ber informiert sein, wann das Tier wo unterwegs ist. Unter welchem Hausnamen es dabei pr├Ąsentiert wird, d├╝rfte ihr dagegen ziemlich schnuppe sein. Wenn ich bei meiner Stadt/Gemeinde einen Hund als "Theo" oder "Luna" anmelde, k├╝mmert es die ja auch nicht, wenn ich ihn im t├Ąglichen Umgang "Dicker" oder "Mausi" nenne ;-)
(22.05.2013, 09:55)
Michael Mettler:   @Heidemarie: Wieso Sumpf? Ich will Nashornhaltung im Circus keinesfalls verteidigen, aber vermutlich w├╝rde sich niemand vergleichbar aufregen, wenn z.B. ein Circus-Kamel oder -Pferd unter abweichenden Namen an verschiedenen Orten pr├Ąsentiert werden w├╝rde. Und es regt sich auch kaum jemand dar├╝ber auf, wenn ├ähnliches selbst innerhalb seri├Âser Zuchtprogramme in Zoos praktiziert wird (siehe z.B. die mehrfachen Ortswechsel und Namenswechsel von Zoo-Elefanten).

"Sumpfig" wird's doch erst, wenn illegal Herk├╝nfte vertuscht werden sollen. Ein Circus ist m.W. der ├ľffentlichkeit gegen├╝ber nicht auskunftpflichtig, woher er seine Tiere hat und unter welchen Namen er sie wo pr├Ąsentiert; ebenso gibt es keine Verpflichtung zur Teilnahme an EEP oder Zuchtbuch, sondern lediglich zum CITES-Nachweis (und nat├╝rlich zur Einhaltung von gesetzlichen Haltungsrichtlinien). Die gesetzliche Meldepflicht bei der Haltung besonders gesch├╝tzter Tierarten gilt erst seit etwa Mitte der 80er Jahre (da war der Import-Boom von Breitmaulnash├Ârnern aus S├╝dafrika schon vor├╝ber, die Art aber immer noch ganz legal im Zootierhandel erh├Ąltlich - also auch z.B. ├╝berz├Ąhlige Jungbullen aus Zoozucht) und wird in Deutschland von der jeweils zust├Ąndigen Landesbeh├Ârde ├╝berwacht; ein deutsches Circus-Nashorn sollte also am Stammsitz seines Eigent├╝mers offiziell gemeldet sein, ansonsten k├Ânnte es beschlagnahmt werden (was bei Altbestand wie z.B. dem Barum-/Krone-Nashorn Tsavo ganz offensichtlich bis heute nicht n├Âtig war). Eigent├╝mer muss nicht unbedingt der Circus sein, in dem das Tier auftritt; Tiernummern k├Ânnen z.B. auch ihrem Dresseur geh├Âren, der im Laufe der Jahre wechselnde Saison-Engagements annimmt, oder innerhalb der Circus-Szene untereinander ausgeliehen werden (das ist dann im Grunde vergleichbar mit der Praxis des Einstellens bei Zootieren).
(22.05.2013, 09:24)
Michael Mettler:   @Jolantha: Keine R├╝ckmeldung zu bekommen, ist allerdings aus meiner Sicht kein Grund daf├╝r, Individuen gleichzeitig unter verschiedenen Unterarten aufzulisten. Unsichere oder hybride Tiere lie├čen sich schlie├člich auch in einer eigenen, dritten Kategorie zusammenstellen.

Heutzutage dienen ver├Âffentlichte Zuchtb├╝cher immer wieder als Quelle f├╝r weitere Literaturarbeit. Selbst eine versehentliche Verschiebung von einer Unterart in eine andere (oder in Hybridstatus) t├Ąuscht dann leicht zwischenzeitlich gewonnene Erkenntnisse vor und kann sich - guten Glaubens ├╝bernommen - auf wissenschaftliche Folgeliteratur auswirken. (Z├╝chterisch ist es f├╝r das vorliegende Beispiel allerdings nicht mehr relevant, da weder der wirkliche Hybrid noch der vermeintliche Nachkommen hinterlassen hat.) In vorangegangenen Zuchtbuchausgaben (zumindest bis Vol. 8) ist Nr. 476 (Nasi) klar als "mixed breed" bezeichnet bzw. bei Einordnung unter C.s.cottoni zus├Ątzlich erw├Ąhnt, dass ihr Vater ein C.s.simum war; Nabire hingegen als reines C.s.cottoni.

Der Wikipedia-Artikel ├╝ber das N├Ârdliche Breitmaulnashorn ist in dieser Hinsicht nicht korrekt (auch hier wird Nabire als Unterartbastard bezeichnet). Nasi wurde noch in England vom S├╝dlichen BM-Bullen Arthur (Nr. 355) mit der N├Ârdlichen BM-Kuh Nasima gezeugt, die dann 1977 tr├Ąchtig nach Dvur Kralove gelangte. Arthur blieb bis zu seinem Lebensende in England, darin sind sich alte und neue Zuchtb├╝cher einig. K├╝nstliche Besamung gab es zu dieser Zeit nicht bei Zoo-Nash├Ârnern - folglich kann Arthur auch nicht der Vater von Nabire (geboren sechs Jahre nach dem Umzug ihrer Mutter nach Dvur Kralove) gewesen sein, wie es in Wikipedia dargestellt ist.
(22.05.2013, 08:42)
Heidemarie Busch:   @Jolantha es kann ja zur Sucht werden zu Recherchieren.
Bez├╝glich Tantor meinte ich auch dass er 2007 nicht wie ein einj├Ąhriger aussah. Ich habe noch rausgefunden, dass er angeblich 2008 seinen ersten Auftritt gehabt haben soll. Im Zweifel ist das auf dem Bild von 2007 Hulk aus dem Zirkus Voyage. Hulk soll angeblich 32 sein.

Jetzt habe ich rausgefunden, dass der Zirkus Fliegenpilz von Beatrix und Bodo H├Âlscher ein Nashorn 'Ravicki' hatte, mit dem sind sie noch 2010 auf dem Elefantenhof in Platschow aufgetreten sind. Der Name wird allerdings immer wieder anders geschrieben = Ravicki oder Raffiki. Einen Nashornbullen mit dem Namen Rafiki (geb. in einem Safaripark in NL) habe ich jetzt beim 'Filmtierland Emmerthal' gefunden. Und was f├╝r ein Wunder dies wird geleitet von Beatrix H├Âlscher. Ein Nashorn mit dem Namen Rafiki wird aber auch bei 'Filmtiere Simbeck' angeboten.

Was f├╝r ein Sumpf.


Was f├╝r ein Sumpf.

(22.05.2013, 08:42)
Jolantha Belik:   @Heidemarie: Also das Nashorn auf dem Bild ist aber kein Jungtier mehr, schon gar nicht erst ein Jahr alt.

@Michael: bez. Nabire werde ich das mit Dvur Kralove abkl├Ąren. Ja, das Zuchtbuch (soweit ich wei├č, ist 2011 die aktuelle Version) ist in etlichen Eintr├Ągen nicht ganz korrekt, besser gesagt, die Eintr├Ąge entsprechen nicht unbedingt den tats├Ąchlichen Gegebenheiten. Mich wundert dies aber nicht wirklich, wenn man sich anschaut, wie viele Zoos keine R├╝ckmeldungen an den Zuchtbuchf├╝hrer abgeliefert haben.
(21.05.2013, 23:35)
Michael Mettler:   @Jolantha: Du schreibst in deiner ├ťbersicht, dass die Breitmaulnashorn-Kuh Nabire (Dvur Kralove) im Zuchtbuch als Hybride gef├╝hrt w├╝rde. Eine entsprechende Anmerkung finde ich im Zuchtbuch (Vol. 12 von 2011 - gibt es schon ein neueres?) nicht - schlie├čt du das nur daraus, dass sie unter beiden Unterarten gelistet ist? M.W. war der einzige Unterarthybride der Zoogeschichte die Kuh Nasi (Zuchtbuch-Nr. 476), geboren 1977 in Dvur Kralove von Nasima und nicht mehr am Leben.

Leider ist das Zuchtbuch Vol. 12 hinsichtlich der Unterartzuordnungen fehlerhaft, gleich mehrere N├Ârdliche Breitmaulnash├Ârner sind unter beiden Unterarten gelistet, das fr├╝here hannoversche N├Ârdliche Breitmaulnashorn sogar ausschlie├člich als S├╝dliches - was nachweislich falsch ist, und auch seitens des hannoverschen Zoos ist der Bulle korrekt als N├Ârdliches BM in ISIS gelistet.
(21.05.2013, 18:17)
Heidemarie Busch:   @Jolantha Hier wird 'Tantor' schon 2007 erw├Ąhnt = mit ca. einem Jahr in der Manege ????

http://www.chapiteau.de/xmas/0708/mts/mts.htm

(21.05.2013, 17:45)
Jolantha Belik:   Also lt. der Facebook Page von Berolina wird Tantor 7. Ich habe eine Vermutung, welches Tier das ist - hab ja die letzten Wochen quasi fast nur mit H├Ârnchen und deren Daten und deren Hinundher-Karrerei verbracht. Mal sehen, was sich da noch erfahren l├Ą├čt.
(21.05.2013, 16:56)
Jolantha Belik:   @Ralf: Circus Medrano hatte zwei Wildf├Ąnge, *~1976, ein Weibchen und das M├Ąnnchen "John", die Tiere kamen 1980 zu Medrano. Habe beim Cirvus Voyage bez. "Hulk" schon angefragt, aber noch keine Antwort bekommen.

@Heidemarie: danke Dir, werde bei denen anfragen.

Auch Circus Knie und Circus Althoff-Jacobi hatten fr├╝her Nash├Ârner.
(21.05.2013, 15:21)
Heidemarie Busch:   @Jolantha manches l├Ą├čt mir ja keine Ruhe --)) Ich habe inzwischen rausgefunden, dass der Zirkus Berolina auch ein Nashorn namens 'Tantor' (angebl. 7) haben soll. Der Zirkus Berolina wird von Bernhard Spindler geleitet, der der Zirkus Voyage von Alois Spindler.
Auf dieser Seite ist 'Tantor' mit Sarah Spindler 'Miss Sarah' zu sehen.
http://www.circusberolina.de/Programm.html



(21.05.2013, 14:42)
Ralf Sommerlad:   Ist denn zu ermitteln woher das Nashorn im Zirkus Medrano und das im Zirku Voyage stammen?
(21.05.2013, 14:14)
Heidemarie Busch:   @Jolantha Nach dem Aufruf bez├╝glich des Nashorns im Circus Medrano habe ich auch Recherchen betrieben, diese waren nicht sonderlich ergiebig. Ich habe - wie nicht anders zu erwarten - das gleiche bez├╝glich Nash├Ârner im Zirkus herausgefunden, wie auf der sehr sch├Ânen Seite Rhinos-in-Europe nachzulesen ist.
Ich denke, folgende Meldung ist auch bekannt:
16. Mai 2013
Tiersch├╝tzer protestieren gegen Wildtiere (Nashorn, Flusspferd, Elefanten und Giraffen) im Zirkus
Zirkus wurde vom Veterin├Ąramt ├╝berpr├╝ft und es wurden keine Beanstandungen festgestellt - Zirkus hat Elefanten, ein Nashorn, Giraffen und auch ein Flusspferd
Zwei Polizeibeamte haben heute den Protest der Tierschutzorganisation vier Pfoten gegen den Circus ÔÇ×VoyageÔÇť in Hamburg abgesichert.

(21.05.2013, 12:13)
Jolantha Belik:   Auf Rhinos-in-Europe gibt es jetzt auch die Daten zu den Breitmaulnash├Ârnern. :-)

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/breitmaulnashorner/
(21.05.2013, 11:18)
Jolantha Belik:   Im "Circus Medrano" gab es zumindest 2010 noch ein Nashorn. Hat wer von Euch zuf├Ąllig in letzter Zeit was dr├╝ber gelesen/geh├Ârt, ob dieses Nashorn noch lebt? Fr├╝her waren es sogar 2 (1,1), beide geb. ~1976.
(20.05.2013, 23:14)
Oliver M├╝ller:   @Carsten Horn: Das Gipspulver d├╝rfte aber einen nachteiligen Effekt auf die Verdauung haben. ;-)
Vermutlich funktionieren dann andere Funktionen auch nicht mehr so gut...;-)))
(19.05.2013, 17:32)
R├╝diger:   Viel Spass beim Placeboeffekt!!!
├ťbrigens diese Kunsthornidee sollte man f├╝r die Zootiere doch positiv nutzen.
Naturhorn k├╝rzen und Kunsthorn aufsetzen!!!
(19.05.2013, 10:57)
Carsten Horn:   Na ja, die Wirkung wenn man das zerpulvert und zu irgendwelchen Zwecken einnimmt d├╝rfte die selbe sein...
(18.05.2013, 23:34)
Oliver M├╝ller:   Lustiges aus Bonn: In der Nacht auf Freitag haben Einbrecher im Museum K├Ânig einem Nashorn das Selbige abges├Ągt, ohne zu bemerken, dass es sich um ein Gipsmodell handelte. Autsch! Wie bl├Âd kann man sein?
(18.05.2013, 14:21)
Jolantha Belik:   Erfreuliches aus Pilsen: Manjula ist tr├Ąchtig, Baby wird im Fr├╝hjahr 2014 erwartet. :-)
(18.05.2013, 09:54)
Jolantha Belik:   @J├Ârn: Schau auch mal auf Facebook auf die Page vom kleinen Andatu ("Andatu Rhino"), da findest auch zahlreiche Infos. :-)
(15.05.2013, 00:24)
Jennifer Weilguni:   @Lucas Jasper

Ich will ja auch niemandem zu nahe treten, aber warum denn nicht mal hier im Forum nachfragen? Ist doch auch eine Form der Recherche. Und wer keine Lust hat darauf zu antworten, der l├Ąsst es eben einfach sein. :-)
(14.05.2013, 21:31)
Lucas Jasper:   @J├Ârn Hegner: Ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, m├Âchte ich sie darauf hinweisen, dass sie sich viele der Informationen die sie hier im Forum erfragen durch eigenen Recherche selbst beschaffen k├Ânnen.
(14.05.2013, 12:16)
J├Ârn Hegner:   h├Ąlt denn zur zeit nur der zoo von cincinnati dieses sumatra-nashorn und sonst keine weiteren tierg├Ąrten .
(14.05.2013, 11:43)
Lucas Jasper:   ├ťber Google findet man recht schnell, dass in Cincinnati noch die Kuh Suci lebt. Ihr Vater Ipuh ist in diesem Jahr verstorben.
(13.05.2013, 11:54)
J├Ârn Hegner:   h├Ąlt der zoo in cincinnati heute noch Sumatra-Nash├Ârner ?
(13.05.2013, 00:55)
Jolantha Belik:   Am 18. M├Ąrz 2013 wurden die beiden Breitmaulnashorn-Weibchen Yeti und Tamu in Salzburg k├╝nstlich besamt.

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/05/salzburg-yeti-und-tamu-kunstlich-besamt/
(09.05.2013, 11:37)
Andreas Murmann:   Der Nashronbulle Kalusho (Spitzlippennashorn) aus dem Frankfurter Zoo wird jetzt wohl doch nicht nach S├╝dafrika gebracht. Das M├Ąnnchen der nur in Frankfurt gehaltenen Unterart sollte in Afrika f├╝r Nachwuchs sorgen. Sein unterartgleiches Weibchen in Frankfurt scheint unfruchtbar zu sein. Die Mehrfach verschobene Abreise sei jetzt aus Kostengr├╝nden gestrichen worden. Beide Nash├Ârner verbleiben im Zoo.
(20.04.2013, 12:10)
Jolantha Belik:   S├╝dl. Breitmaulnashorn "Jessica" (0,1) aus dem Serengeti-Park Hodenhagen ist heute wohlbehalten in Dvůr Kr├ílov├ę angekommen.

http://www.youtube.com/watch?v=q38VW5R_hSo
(11.04.2013, 21:54)
Jolantha Belik:   Mal was zum Entspannen und Herzerw├Ąrmen, die kleine "Eli┼íka" im Schnee. (c) Video Zoo Dvůr Kr├ílov├ę

http://www.youtube.com/watch?v=sifQaF9EBlg
(31.01.2013, 20:30)
Jolantha Belik:   Erfreuliche Nachricht aus dem Parc zoologique CERZA, Panzernashorn "Winona" hat am 13. J├Ąnner 2013 ihr zweites Mini-H├Ârnchen geboren. Die Kleine hat den Namen "Ranga" bekommen. Der gro├če Bruder "Manas" ist im Nov 2012 nach Breslau ├╝bersiedelt.
(27.01.2013, 10:03)
WolfDrei:   Nun ist die Summe bekannt: Rhinot├Âtungen 2012 - neuer Rekor:
01/11/2013) 668 rhinos were killed in South Africa during 2012 according to new figures released by the South African government. The total, which represents a 49 percent rise over the 448 killed in 2011, reveals the heavy toll the black market trade in rhino horn is taking on one of Africa's best known and most endangered animals.


(23.01.2013, 12:48)
Michael Mettler:   Sorry, h├Ątte einfach erst nachschauen und dann posten sollen: Kuba IST die Verniedlichungsform.
(17.01.2013, 09:12)
Michael Mettler:   Ist Kuba nicht einfach nur eine polnische Koseform f├╝r Jacob/Jakub?
(17.01.2013, 09:06)
Jolantha Belik:   Das Mini-H├Ârnchen in Warschau hei├čt "Byś". ├ťbrigens, der Papa wurde von "Jacob" auf "Kuba" umbenannt.

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/01/warschau-baby-heist-bys/
(16.01.2013, 22:10)
Jolantha Belik:   Jamil, das vier Wochen alte Mini-Panzernashorn aus Whipsnade, wurde Anfang der Woche den Medien vorgestellt. Mama ist Behan, Papa ist Hugo.

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/01/whipsnade-baby-jamil-erstmals-zu-sehen/
(09.01.2013, 23:12)
Stefanie Fischer:   Ich finde auch das Leipzig stellenweise schon seehr zeitig die Jungtiererstversorgung vornimmt, da man meist auch ein paar Tage warten kann bis sich die Mutter-Kind-Bindung gefestigt hat. Auf der anderen Seite ist es jetzt auch nicht so schlimm. Die Tiere fassen nach so einer kurzen Aktion sehr schnell wieder Vertrauen zum Tierpfleger.
(08.01.2013, 21:20)
Jolantha Belik:   Es gibt zahlreiche Zoos, die lassen Mutter und Kind die ersten Tage in Ruhe. Solange das Baby trinkt, herum l├Ąuft und einen gesunden Eindruck macht, gibt es keine Veranlassung, das Kleine von der Mutter zu trennen, und das Kleine und die Mutter einem derartigen unn├Âtigen Stress auszusetzen. Die Minih├Ârnchen sind ohnehin neugierige Zwerge, die kommen ganz von selbst, wenn sie Vertrauen zu den Pflegern haben. Durch solche Aktionen wird kein Vertrauen aufgebaut.
(07.01.2013, 00:51)
Bj├ÂrnN:   Nur in diesem Alter kann man das Jungtier noch h├Ąndeln und gegebenenfalls zuf├╝ttern.

Nur weil man es im TV gesehen hat, hei├čt nicht, dass dies andernort nicht gemacht wird.

Ich sehe dieses Vorgehen nicht kritisch, bei allen anderen Tiere, die untersucht und gechippt werden, geht man ganz genauso vor.
(06.01.2013, 23:52)
Jolantha Belik:   Die besten W├╝nsche f├╝r Nandi. Ich hoffe, bei ihrem Minih├Ârnchen werden die Tierpfleger auf das Abwiegen im Alter von zwei Tagen verzichten. In einer der Folgen von Elefant, Tiger & Co wurde gezeigt, wie Sarafines erst zwei Tage altes Minih├Ârnchen von der Mama getrennt wurde. Tierpfleger haben die Kleine in die Ecke gedr├Ąngt, man hat gesehen, wie die Kleine Angst hatte. Einer hat sie aufgehoben und das voller Panik br├╝llende Baby in einen anderen Raum getragen. Es mu├čte ja unbedingt abgewogen werden. Ich habe noch nie ein Tier derart laut und voller Panik schreien geh├Ârt. Die Mutter nebenan ist halb durchgedreht ...
(06.01.2013, 23:12)
Silke Kollrich:   In Leipzig erwarten N`Dugu und Nandi in 2013 Nachwuchs.
(06.01.2013, 18:08)
R├╝diger:   Vielen Dank f├╝r die Zusammenstellung, sende dir noch Geburtennews 2012 zu.
(06.01.2013, 15:23)
Jolantha Belik:   Die Seite mit den aktuellen Daten der Spitzmaulnash├Ârner in Europa ist nun online. :-)

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/spitzmaulnashorner/
(06.01.2013, 13:53)
Jolantha Belik:   Erfreuliche Nachrichten aus Warschau, Shikari hat am 25. Dezember 2012 ihren Sohn bekommen, Mama und Mini-H├Ârnchen sind wohlauf. Der Kleine ist absolut entz├╝ckend :-)

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2012/12/warschau-baby-ist-da/
(28.12.2012, 15:37)
WolfDrei:   Gerade gelesen ├╝ber die n├Ârdl. Breitm├Ąuler in Ol Pejeta/Kenia f├╝r das Jahr 2012:

On April 25th, four weeks after their interesting courtship ritual, Suni and Najin finally mated! 32 days later, on May 27th, they mated again. These recent mating activities provide a glimmer of hope for the critically endangered northern white rhino subspecies especially as they are NajinÔÇÖs first mating in over a decade!









(10.12.2012, 12:06)
Jolantha Belik:   Seit Fanindra abgereist ist, hat Namaste in Rotterdam die gesamte Anlage f├╝r sich und ihr Baby. Die kleine Zwatra kam am 3. November 2012 zur Welt. Ein absolut entz├╝ckendes quicklebendiges M├Ąuschen, ist nach nur 30 Minuten bereits gestanden und hat von Anfang an bei Mama Namaste getrunken.
(12.11.2012, 22:43)
Jolantha Belik:   Zwei neue Zoos halten nun auch Panzernash├Ârner, einerseits Breslau, dort wurde Anfang Oktober die neue Anlage er├Âffnet. Der zweij├Ąhrige Tarun aus Berlin ist im September dorthin transferriert worden, am 7. November 2012 folgte der gleichaltrge Manas aus Lisieux:

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2012/11/breslau-manas-im-neuen-zuhause/

Die zweite neue Anlage befindet sich im Touroparc Roman├Ęche, dort lebt nun Fanindra, zuletzt in Rotterdam. Bis 2014 soll ein Weibchen folgen.
(12.11.2012, 22:38)
Jan Jakobi:   Wenn er dann in die U.S.A. gelangte, falls das stimmen sollte, wird er vielleicht in einem Breitmaulnashorn-Zuchtbuch aus Nordamerika drin stehen.
(06.10.2012, 18:43)
Michael Mettler:   Gus wurde 1947 gefangen, wobei ├╝ber sein Ursprungsland zwei Versionen existieren (Uganda/Sudan). Er wurde dann bis 1963 auf der Tierfarm seines F├Ąngers in Kenia gehalten. Im Juni 1963 traf er in Hannover ein und blieb hier bis September 1964, dann wurde er an Fa. Chipperfield in Southampton verkauft. Nach einer Quelle gelangte er sp├Ąter noch in einen Safaripark in den USA.

Kurios ist nur, dass auch schon in einer Ver├Âffentlichung behauptet wurde, er sei in Hannover gestorben. Deshalb w├╝rden mich Zuchtbuchdaten interessieren, aber zumindest bis zur 8. Ausgabe war er im Zuchtbuch nicht vertreten.
(06.10.2012, 16:20)
Jan Jakobi:   @Michel Mettler:
Die N├Âdlichen Breitmaulnash├Ârner (zu denen "Gus" geh├Ârte) aus Dvur Kralove und San Diego WAP stehen im Zuchtbuch.

Was wissen Sie ├╝ber seinen Lebenslauf?

Sie schrieben er war 1963/64 im Zoo Hannover, vorher in Afrika. Danach in England.

Wie alt war er ungef├Ąhr bei seiner Ankunft?

Vermutlich lebt er nicht mehr, dass tun die beiden Berliner Breitmaulnash├Ârner aber auch nicht mehr, obwohl sie drin stehen im Zuchtbuch.
(06.10.2012, 12:41)
Michael Mettler:   @Jan Jakobi: Nein, auch in Hannover hie├č der Bulle Gus - wie schon vorher in Afrika und noch hinterher in England.
(05.10.2012, 21:27)
Jan Jakobi:   Ich habe das Breitmaulnashorn-Zuchtbuch 2011. "Gus" habe ich darin vergeblich gesucht.

Hatte er eventuell noch einen weiteren Namen in Hannover?

├ťbrigens stehen die ersten beiden (und einzigen) Breitmaulnash├Ârner des Zoo Berlins drin.


(05.10.2012, 21:15)
Michael Mettler:   Eine Frage an diejenigen, die ├╝ber die neueren Ausgaben des Breitmaulnashorn-Zuchtbuches verf├╝gen: Mich w├╝rde unter den historischen Daten interessieren, ob der 1963/64 in Hannover gehaltene N├Ârdliche Breitmaulnashornbulle Gus inzwischen enthalten ist und wenn ja, mit welchen Angaben. In alten Ausgaben des Zuchtbuches fehlt er n├Ąmlich.
(05.10.2012, 14:26)
Jolantha Belik:   Raptis Mini-H├Ârnchen, geb. am 22. Sept 2012, ist heute Nacht im Alter von kanpp drei Tagen ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke gegangen :-((

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2012/09/munchen-farewell-kleines-nashorn-baby/
(25.09.2012, 14:45)
Jolantha Belik:   hmm, hat irgendwie nicht funktioniert, 2. Versuch ...
(19.09.2012, 00:01)
Jolantha Belik:   Mit Breslau (Zoo Wroclaw, Er├Âffnung der neuen Anlage ist f├╝r 2. Oktober 2012 geplant) werden nun Panzernash├Ârner in 23 europ├Ąischen Zoos und Tierg├Ąrten gehalten, derzeit insgesamt 60 Panzernash├Ârner (28,32), davon 6 weibl. und 1 m├Ąnnl. aus Wildfang. Anbei eine ├ťbersicht zu den aktuellen Standorten.
(18.09.2012, 23:58)
Jolantha Belik:   Ups, Fehler! Nur "Tarun" ist in Breslau gestern angekommen. Er ist derzeit in Quarant├Ąne. "Manas" folgt erst im Oktober - da gibt es anscheinend die ├╝blichen Papier-Probleme ...
(18.09.2012, 08:28)
Jolantha Belik:   Die beiden zwei-j├Ąhrigen Nashorn-Buben Tarun aus dem Tierpark Berlin und Manas aus Lisieux sind am 17.09.2012 wohlbehalten in Breslau angekommen. :-)
(18.09.2012, 00:11)
Jolantha Belik:   @Regina: das mit dem "Besteigen" ist nur spielen, das ist noch weit weg von einer tats├Ąchlichen Paarung, machen Elis ├╝brigens schon im Alter von wenigen Monaten.

Bez. Tarun, ja, er kommt bald in einen anderen Zoo, dort soll auch ein junges Weibchen dann hin kommen. Derzeit gibt es nur Ger├╝chte, wo das sein soll. Es ist aber noch nichts offiziell best├Ątigt, es kann sich erfahrungsgem├Ą├č noch so viel ├Ąndern. Ergo hei├čt es abwarten, was tats├Ąchlich passiert.
(12.09.2012, 12:44)
Jolantha Belik:   In Basel hat Quetta am 10. September 2012 einen Buben zur Welt gebracht. Das Mini-H├Ârnchen bekam den Namen "Jari". Mama und Baby sind wohlauf, das ist besonders erfreulich angesicht der Tatsache, dass Quetta vor zwei Jahren eine Totgeburt hatte.

http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2012/09/basel-willkommen-baby-jari/
(12.09.2012, 12:34)
Regina Nieke:   @Jolantha: Nee, keine Antwort bzgl. M├╝nchen aber ne Frage bzgl. Berlin: Hast Du schon was geh├Ârt wann und vor allem VOHIN Tarun soll? Er ist ja im Haus schon seit mindestens 1/2 Jahr von Mutter Betty getrennt und auf der Au├čenanlage hat er vor ca. 3 Wochen wo ich dort war schon laaangsam Anstalten gemacht, Jhansi zu besteigen. Wird meiner Meinung nach h├Âchste Zeit....
(11.09.2012, 15:02)
Jolantha Belik:   Rapti in Hellabrunn ist tr├Ąchtig, das Baby wird in n├Ąchster Zeit erwartet.

Eine Bitte an die M├╝nchner, ich br├Ąuchte ein Foto von der tr├Ąchtigen Napti, das ich auf meiner Rhinos-Site verwenden kann.
(11.09.2012, 14:05)
Jolantha Belik:   Nein, dazu m├╝├čte man das Haus umbauen und in die Au├čenanlage k├Ânnten die Tiere dann nur abwechselnd. Das w├Ąre rausgeworfenes Geld und unn├Âtiger Stre├č f├╝r beide Bullen. Zudem w├Ąre es eine Verschlechterung f├╝r Sundi und Jange, wenn sie weniger Platz als jetzt zur Verf├╝gung h├Ątten.
Jange w├╝rde ja eh wollen, nur Sundi will nicht. Ein erwachsenes Weibchen l├Ą├čt eine Paarung nur zu, wenn sie auch hormonell dazu bereit ist. Sundari ist erst neun Jahre alt, da ist noch massenhaft Zeit f├╝r zahlreiche Mini-H├Ârnchen.
(09.09.2012, 20:09)
Bj├ÂrnN:   Hat man in Wien Platz f├╝r einen weiteren Bullen, um die Zucht in Gang zu bekommen?
(09.09.2012, 18:33)
Jolantha Belik:   Eines Tages wird sicher auch bei uns ein Mini-H├Ârnchen herum d├╝sen, allerdings ist das noch in weiter Ferne. Sundi findet nach wie vor mehr Spa├č daran, auf Jange los zu gehen, als sich mit Familienplanung zu besch├Ąftigen.
Bez. Manjula, besonders begeistert bin ich nicht, sie ist erst vier Jahre und vier Monate alt. Ergo w├Ąre sie bei der Geburt erst f├╝nf-einhalb Jahre alt. Das ist viel zu fr├╝h. Wie auch immer, jetzt muss man ohnehin erst abwarten, ob sie tr├Ąchtig geworden ist.
(09.09.2012, 18:31)
R├╝diger:   Gl├╝ckwunsch Jolantha zur neuen Webseite.
Freue mich sehr auf den Ausbau der Breit und Spitzm├Ąuler.
Hoffentlich wird Wien bald auch mal ein junges Nash├Ârnchen zu sehen bekommen. Jetzt sind die Tiere sicher nicht mehr zu jung zum Z├╝chten. ( Die Natur der Liebe nimmt selber seinen Lauf, siehe im Zoo Pilsen ) b
(08.09.2012, 10:04)
Jolantha Belik:   Nein, nein, die Website zu meinen geliebten Rhinoceros unicornis wird es nat├╝rlich weiterhin geben. Jetzt m├Âchte ich mal einige weitere Anlagen selber anschauen und Fotos machen (demn├Ąchst die Anlagen in M├╝nchen und in Pilsen). L├Ąngerfristig ist geplant, nicht nur Panzernash├Ârner, sondern auch die Breitmaul- und die Spitzmaul-Rhinos in europ. Zoos dazu zu nehmen. Zumindest mal der Platz daf├╝r ist auf dem neuen Server schon vorhanden. :-)
(07.09.2012, 14:48)
Regina Nieke:   @Jolantha:Ging mir wie Jan Jakobi. Ich hatte schon die Bef├╝rchtung, dass es die Seite gar nicht mehr gibt und bin nun beruhigt und finde die neue Seite auch super!
(07.09.2012, 13:05)
Jan Jakobi:   @Jolantha:
Deswegen fand ich gestern die Seite nicht unter ihrem alten Namen.
(07.09.2012, 13:01)
Jolantha Belik:   Zur Info, meine Website ├╝ber Panzernash├Ârner in Europa "rhinos.eu" ist ├╝bersiedelt und nun in einer ├╝berarbeiteten Version unter der neuen Adresse "www.rhinos-in-europe.net" erreichbar.

http://www.rhinos-in-europe.net
(07.09.2012, 11:19)
Jolantha Belik:   Blijdorp hat nun offiziell best├Ątigt, dass Panzernashorn "Namaste" tr├Ąchtig ist, das Mini-H├Ârnchen wird im Herbst erwartet.
(17.07.2012, 12:14)
Jolantha Belik:   Breitmaulnashorn-Bub Kurt, 12, aus Kopenhagen, ist im Rahmen des EEP am 13. Juni 2012 wohlbehalten im S├│st├│ Zoo angekommen. Er hat die beiden M├Ądls dort auch schon gesehen, sie haben ja die Au├čenanlage direkt neben einander.
(22.06.2012, 19:41)
R├╝diger:   Zoo La Teste
Nach sieben Monaten Arbeit, die Ankunft eines Paares von Spitzmaulnashorn (sehr seltene Tier vom Aussterben bedroht). Dzanti Lee und Jane angekommen 24. April. Sie befinden sich derzeit in einer Quarant├Ąne Periode
Sie leben in einem Geb├Ąude innerhalb von 400 m2 mit 5 Boxen, das Platz hat f├╝r bis zu 4 Nash├Ârner. Sie haben ein Freigehege von 1 Hektar, mit Felsen und B├Ąumen Schlammbad versch├Ânert. Dieser Raum ist in zwei getrennte, als das Schwarze Nashorn ist ein einsames Tier. Es dauert mehrere Wochen, um ein erstes Treffen zwischen dem 6-j├Ąhrigen m├Ąnnlichen und dem 12 j├Ąhrigen Weibchen zu arangieren
(16.05.2012, 18:07)
WolfDrei:   Ich kenne nat├╝rlich die Ausstellungs-Situation "vor Ort" nicht - wenn aber auch 5,6 Spitzm├Ąuler dort leben? Andere Gattung , andere Sensibilit├Ąt - siehe Loxodonta - Elaphas?
(22.03.2012, 14:46)
Sacha:   Eine der VERMUTUNGEN ├╝ber die Todesursache sind Bakterien/Viren in der Erde. Das erscheint mir einerseits zwar merkw├╝rdig, denn einige der Tiere lebten schon mehrere Jahre in Dubbo. Andererseits gab es Todesf├Ąlle wegen Bakterien/Viren aus der Erde auch im Zoo Singapur (Gorillas).
(22.03.2012, 13:38)
Holger Wientjes:   Das klingt dramatisch ! Vielleicht eine infekti├Âse Hirnhautentz├╝ndung ??? Gibt es sowas bei Nash├Ârnern ??
(21.03.2012, 20:04)
Liz Thieme:   Im Taronga Western Plain Zoo (AU) sind vier S├╝dliche Breitmaulnash├Ârner aus noch unbekannten Gr├╝nden verstorben, ua das 2005 geborene Kalb (Handaufzucht). Die Tiere zeigten vor ihrem Tod neurologische St├Ârungen, wie zB stolpern.
Die medizinischen Mitarbeiter haben mit Experten weltweit Kontakt aufgenommen gehabt, um die Symptome zuzuordnen und m├Âgliche Ursachen auszuschlie├čen.
Die ├╝berlebenden drei Tiere sind derzeit unter Quarant├Ąne genommen worden.
Derzeit wird nach der Todesursache und ihren Hintergr├╝nden noch weiter gesucht.
(21.03.2012, 19:45)
Jolantha Belik:   Zu Terra Natura Benidorm: Shiwas kleinem S├Âhnchen geht es gut. Der Racker, er bekam vorl├Ąufig den Namen "Tuto", hat mit 11 Tagen begonnen, bei Mama zu trinken und hat gleich am ersten Tag 500 Gramm zugenommen - vorher hatten die Pfleger und Tier├Ąrzte M├╝h und Not, dass er nicht von Tag zu Tag d├╝nner und schw├Ącher wurde. Er ist auch mit Shiwa schon in der Au├čenanlage unterwegs, d├╝st durch die Gegend und entwickelt sich gut.
(15.03.2012, 02:19)
Jana M├╝ller:   Gehe ich gleich mal schauen...

dann sind "Sani" und "Bruno" ja schon wieder Gro├čeltern geworden ;-)

(11.02.2012, 10:17)
Sven L.:   Dies ist nat├╝rlich weniger erfreulich. Hoffentlich entwickelt sich das Jungtier gut. Auf der Seite des Parks ist ein entsprechendes Video zu sehen.
(11.02.2012, 09:50)
Jolantha Belik:   Zu Terra Natura: Shiwa, 10, hat am 8. Feb 2012 nach 16 Stunden Wehen ihren kleinen Sohn bekommen. Der Kleine ist erst nach zwei Stunden aufgestanden und er hat noch immer nicht selbst├Ąndig bei der Mama getrunken ...
(11.02.2012, 00:00)
Sven L.:   Mal wieder eine gute Nachricht - Panzernashorngeburt in Benidorm (Terra Natura)
(10.02.2012, 18:19)
Elisabeth Hiendl:   Komme jetzt erst dazu hier zu schreiben. Schade um Nasi ich habe sie sehr gemocht in M├╝nchen au├čerdem war sie als einzige Mama
(08.02.2012, 18:43)
Jolantha Belik:   "Asha", geb. 2006 in Whipsnade, ist am 2.2.2012 nach Chester gebracht worden. "Asha" ist quasi der "Ersatz" f├╝r die geplante Nashornkuh aus San Diego ...
(08.02.2012, 16:21)
Christian Badneck:   ...unter diesem Link gibt es ein Foto der Breitmaulnash├Ârner aus dem Bronx Zoo. Als das Foto gemacht wurde wahren die Tiere im alten Elefantenhaus untergebracht

http://www.zoochat.com/547/bronx-zoo-white-rhino-245419/
(28.01.2012, 17:14)
Sacha:   Daf├╝r eine gute Nachricht aus dem Bronx Zoo: Laut Zoochat ist New York nun (nach Jahrzehnten wieder) Halter von S├╝dlichen Breitmaulnash├Ârnern. Die Tiere sollen allerdings noch hinter den Kulissen gehalten werden.
(27.01.2012, 09:36)
Jolantha Belik:   Traurige Nachrichten aus Beauval, Panzernashornweibchen "Nasi", die vor einem Jahr von M├╝nchen nach Beauval gebracht wurde, ist Anfang J├Ąnner verstorben. Sie wollte nicht mehr aufstehen und mu├čte eingeschl├Ąfert werden. :-(
(26.01.2012, 19:36)
Ronny:   Die Abschussraten werden sicherlich nicht weniger. Wobei in S├╝dafrika und Namibia Breitmaulnash├Ârne, aber auch Elefanten als Plagen angesehen werden. Mit dem Verkauf von Jagdlizenzen wird sogar mehr Geld verdient als mit Touris.
(14.01.2012, 21:49)
R├╝diger:   Danke Liz

Danke Liz!
Erschreckend und traurig zugleich.
Hoffentlich wird der Sterbebalken 2012 wieder k├╝rzer ?
Wir sollten alle unser Finger - und Zehenn├Ągel schneiden und sammeln und den Erl├Âs den potenzschwachen und dummen Asiaten es als Potenzmittel verkaufen oder ?
(14.01.2012, 18:05)
Liz Thieme:   Nachdem ich gerade noch die Bestandszahlen angegeben habe, hat heute der WWF die Abschusszahlen f├╝r S├╝dafrika ver├Âffentlicht.
Es waren ca 448 insgesamt und mehr als die H├Ąlfte geschahen im Kr├╝ger NP.
Ich habe aufgrund der Daten mal eine ├ťbersicht der letzten drei Jahre erstellt.
(13.01.2012, 21:51)
Holger Wientjes:   Danke f├╝r die Zahlen Liz ! Sind leider nach wie vor erschreckend und selbst f├╝r das ,gerade in unseren Zoos gef├╝hlt h├Ąufige, BMN sieht┬┤s insgesamt nicht toll aus.
(22.12.2011, 17:19)
Liz Thieme:   Im November gab der WWF Zahlen zu den Best├Ąnden in Afrika bekannt:

Uganda: keine Spitzmaulnash├Ârner, 4 Breitmaulnash├Ârner
Ruanda: 1 SMN, - BMN
Kenia: 540 SMN, 234 BMN
Tansania: 101 SMN, - BMN
DR Kongo: - SMN, 4 BMN
Sambia: 6 SMN, 2 BMN
Malawi: 10 SMN, - BMN
Mosambik: - SMN, 7 BMN
Namibia: 1140 SMN, 293 BMN
Simbabwe: 527 SMN, 308 BMN
Botswana 5 SMN, 99 BMN
S├╝dafrika: 1379 SMN, 13500 BMN
Swasiland: 16 SMN, 75 BMN

= 3725 SMN, 14526 BMN
(22.12.2011, 14:54)
Jolantha Belik:   Das Panzernashorn-M├Ądl, geb. 19. Nov 2011, in Amersfoort hat den Namen "Sunanda" bekommen. Es ist Sanskrit und bedeutet "Kind der Sonne". Der Zoo hat nach der Geburt der Kleinen die Schulen in Amersfoort aufgefordert, Namesnvorschl├Ąge einzureichen. Die Siegerklasse durfte heute gemeinsam mit dem B├╝rgermesiter von Amersfoort den Namen der Presse bekannt geben.
(15.12.2011, 15:21)
WolfDrei:   In der letzten ZGAP-Zeitschrift wurde erw├Ąhnt, da├č chinesische "Gesch├Ąftsleute" 20 Breitmaulnash├Ârner einf├╝hren wollen (oder schon eingef├╝hrt haben), um durch Zucht den chinesischen Markt f├╝r Nasenhorn zu befriedigen. In den letzten "WAZA News" steht jetzt, da├č das s├╝dafrikanische "Umweltamt" Exportgenehmigungen f├╝r Breitmaulnash├Ârner nur noch f├╝r WAZA-Mitglieder ausgibt.
(13.12.2011, 23:16)
Bj├ÂrnN:   Spitzmaulnashornkuh "Sarafine" hat am Samstagnachmittag im Zoo Leipzig ein gesundes Kuhkalb zur Welt gebracht. Vater ist der 14j├Ąhrige Bulle "N'Dugu".

Obwohl sie eine Handaufzucht ist - sie konnte nach ihrer Geburt im Jahr 2000 wegen einer Nervenquetschung nicht aufstehen und erreichte nicht das Ges├Ąuge, die Pfleger ├╝bernahmen die Aufzucht, eine Zusammenf├╝hrung mit Mutter "Saba" scheiterte - k├╝mmert sie sich ganz intensiv um die Kleine.

Man ist sehr zuversichtlich, dass alles gut geht.

Die Kleine ist das vierte Spitzmaulnashorn, welches in Leipzig zur Welt kam, ihre Mutter "Sarafine" war die letzte Geburt vor fast 11 Jahren.
(12.12.2011, 13:48)
Liz Thieme:   Und wieder ist es passiert. Diesmal in Paris.
Im Jagd- und Naturkundemuseum wurde ein Nashorn-Horn gestohlen. Der Wert der H├Ârner soll derzeit bei 70.000 Euro pro Kilo liegen.
(10.12.2011, 20:16)
Jolantha Belik:   Trauriges aus der Nashornwelt: Panzernashorn-Weibchen Zutuma mu├čte in Planckendael im Alter von 40 Jahren eingeschl├Ąfert werden. Sie war das ├Ąlteste lebende Panzernashorn in menschlicher Obhut in Europa. Ihre Tochter Johanna lebt in Planckendael, ihr Sohn Nico im Terra natura Benidorm.
(07.12.2011, 05:02)
Jolantha Belik:   Es ist zwar nur ein Screenshot von heute von der Webcam in Amersfoort ... ich finde die Kleine, gerade mal eine Woche alt, einfach entz├╝ckend, wenn sie so neben Mama Saar schl├Ąft. :-)
(26.11.2011, 22:07)
Jolantha Belik:   Das Zwergerl in Amersfoort ist ein M├Ądchen. :-)
(21.11.2011, 13:58)
Jolantha Belik:   Erfreuliches aus der Panzernashorn-Welt: am 19. November 2011 01:24 Uhr brachte "Saar" ihr erstes Jungtier zur Welt. Mama und das Zwergerl sind wohlauf. Die Geburt wurde live ├╝ber Webcams ├╝bertragen!

Screenshots und Video (wenn man schon mal die M├Âglichkeit hat, so ein Ereignis live zu sehen, konnte ich mir das nat├╝rlich nicht entgehen lassen): http://www.rhinos.eu/2011/11/amersfoort-willkommen-kleines-nashorn-baby/
(20.11.2011, 18:50)
R├╝diger:   1,0 Breitmaulnashorngeburt im ZOOPARC Beauval!

Am 16. Oktober 2011, hatte Beauval das Vergn├╝gen, pr├Ąsentiert ein kleines M├Ąnnchen wei├če Nashorn. Ein entz├╝ckendes Baby, dass jeder durch die Fenster seiner Freiheit von Savannah zu sehen, zusammen mit seiner Mutter, Satara. In ein paar Wochen wird er die anderen Tiere aus dem riesigen afrikanischen Ebene beitreten ...

(20.11.2011, 10:54)
Jana:   Auch in Tschechien werden Nashorn-H├Ârne aus Museen/Ausstellungen gestohlen, allein in diesem Jahr waren schon 5 solche F├Ąlle der Polizei gemeldet.
(28.10.2011, 11:37)
Jennifer Weilguni:   Soweit ich mich erinnern kann war auch das zoologische Institut in Heidelberg betroffen.

Da mu├č wohl einer gewaltige Potenzprobleme haben... aber da├č man jetzt sogar schon um die in den Zoos lebenden Nash├Ârner bangen mu├č ist heftig. Denn ich gehe mal davon aus, da├č sich weder jemand einfach so an ein Nashorn heran traut (das beim Abs├Ągen des Hornes dann ja auch sicher nicht stillhalten w├╝rde) noch sich jemand die M├╝he machen w├╝rde das Tier aufwendig sachgem├Ą├č in Narkose zu legen.
Das hei├čt man w├╝rde die Nash├Ârner dann wohl einfach abmurksen....

(28.10.2011, 06:36)
Michael Mettler:   Das betraf u.a. das Zoologische Museum in Hamburg. Aus diesem Grund hat z.B. der Zoo Hannover die Nashorn-H├Ârner aus der Artenschutzvitrine im Dschungelpalast herausgenommen.
(27.10.2011, 17:44)
Jennifer Weilguni:   Im Fernsehen kam vor nicht allzu langer Zeit ein Beitrag dar├╝ber, da├č selbst aus Museen und naturkundlichen Sammlungen H├Ârner gestohlen wurden.


(27.10.2011, 13:42)
Michael Mettler:   Inzwischen scheint es schon notwendig zu sein, selbst die Nash├Ârner "vor unserer Haust├╝r" gegen Wilderei zu sch├╝tzen:
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Zoo-Hannover-muss-Nashoerner-vor-Diebesbande-schuetzen

Als ich den entsprechenden Bericht in unserer Tageszeitung las (bei dem die Ma├čnahmen des Serengetiparks im Vordergrund standen), dachte ich im ersten Moment noch "Was f├╝r eine bescheuerte PR-Kampagne", so unwirklich kam mir das Szenario vor. Aber ein Landeskriminalamt wird wohl kaum zur Panikmache neigen.
(25.10.2011, 22:21)
Liz Thieme:   Oli, besser kann man es fast nicht beschreiben.
Und wenn man die Gesamtsituation der Nash├Ârner (auch der schon toten) derzeit betrachtet. Da stellt sich einem so manche Frage, die man fast nicht aussprechen will.
(25.10.2011, 21:39)
Oliver Jahn:   Ja, es ist zum Verr├╝cktwerden. Seit so vielen Jahren schon schwebt das Austerben dieses Tieres ├╝ber uns wie ein Damokles-Schwert. Wir fliegen auf den Mond und auf den Mars, wir entwickeln Autos, die von selber fahren und K├╝hlschr├Ąnke, die "merken", was fehlt und die dann selber nachbestellen. Wir verbauen Millionen f├╝r Vergn├╝gungen und die Halbwertzeit eines Handymodells ist genau so kurz, wie die eines Automodells. Aber wir tun nichts wirkungsvolles daf├╝r, um diese faszinierende Art zu erhalten. Und man sitzt so total ohnm├Ąchtig daneben.
(25.10.2011, 21:04)
Liz Thieme:   Daher auch mein "wohl", weil ich es selber nicht so ganz glaube. Der WWF hat es als Tatsache angegeben.
Ich hoffe, man kann die Genanalyse nach Java ausweiten, wenn dies nicht schon geschehen ist. Habe leider einfach keine Zeit dies n├Ąher zu betrachten.
(25.10.2011, 19:51)
Ralf Sommerlad:   @Liz Thieme: Und auch an den Angaben ├╝ber 50 Tiere in Ujong Kulonn darf man Zweifel haben, wie auch ├╝ber die Bestandszahlen freilebender Sumatranash├Ârner in Sarawak. Es ist zum Verr├╝cktwerden - sehr traurig.
(25.10.2011, 18:30)
Liz Thieme:   Der WWF meldet heute, dass das Java-Nashorn in Vietnam ausgestorben sei. Das letzte sei durch Wilderer get├Âtet worden.
Im vergangenen Jahr hatte man 22 Kotproben analysiert, um die Hoffnungen zu best├Ątigen, dass es weitere Individuen g├Ąbe. Allerdings stammten alle Proben von ein und dem selben Tier, was die Analysen nun ergaben. Jenes Tier wurde im April 2010 tot aufgefunden.
Nun gibt es wohl nur noch 50 Tiere im Ujung-Kulon Nationalpark auf Java.
(25.10.2011, 17:44)
Jolantha Belik:   Meine Website www.rhinos.eu betrifft nur Panzernash├Ârner in europ├Ąischen Zoos und Tierg├Ąrten. Wenn ich da mal Infos zu allen Anlagen habe, werd ich das Ganze vielleicht auch mal erweitern und Amerika und Asien auch dazu nehmen. Aber vorl├Ąufig reicht mir das, was mit den derzeit 59 Tieren in Europa so alles passiert. Vielen Dank noch mal! :-)
(23.09.2011, 23:34)
WolfDrei:   @J. Belik: Wenn es denn so ist: hatte den Eindruck, da├č es f├╝r 2010 weitere Eintr├Ąge an Geburten gab. Auch die? Oder waren das "Amerikaner" etc.?
(23.09.2011, 13:22)
Jolantha Belik:   @WolfDrei: bist ein Schatz, vielen lieben Dank! Das sind die Geburten aus dem Jahr 2010 (ich habe nur das Zuchtbuch 2009 zu Haus), werd die fehlenden ZuchtbuchNr gleich auf rhinos.eu bei den jeweiligen Tieren einf├╝gen. :-)
(23.09.2011, 13:13)
Ronald Masell:   Spitzmaulnashornkuh Serafine in Leipzig ist Tragend. Geburtsoll noch dieses Jahr erfolgen.( nicht durch k├╝nstliche, Befruchtung sondern Nat├╝rlich)an Nandi arbeitet Ndugu noch.
(22.09.2011, 14:13)
WolfDrei:   ps: da ich keine Brille mithatte und die Schrift relativ klein war, kann die 5 auch eine 9 gewesen sein: also 439, was auch logisch w├Ąre.
(21.09.2011, 18:24)
WolfDrei:   @J.Belik: die gew├╝nschten Ausk├╝nfte aus dem "Inder"-Zuchtbuch:

Tarun (m) 17.1.10, Berlin-TP 9; Nr. 428
Manas (m) 1.2.10, Lisieux 1; Nr. 429
Henna (w) 23.7.10, Basel 13; Nr. 432
Ajang (m) 31.8.10, Whipsnade 12; Nr.438
Karamat (w) Whipsnade 13: Nr. 435
(Ich verga├č das Geburtsdatum, wobei die Whipsnade-Geburtenanzahl-Nr und die Zuchtbuchnummern seltsam sind)
(20.09.2011, 19:16)
Jolantha Belik:   Panzernashornbub "Baabuu" ist heute wohlbehalten in Pilsen angekommen. Er h├Ątte urspr├╝nglich als Austausch gegen "Beni" am Tag der Ankunft von "Beni" in Chester nach Pilsen reisen sollen, doch Nash├Ârner haben manchmal "eigene" Pl├Ąne... :-)

http://www.rhinos.eu/2011/09/pilsen-willkommen-baabuu/
(17.09.2011, 22:28)
Jolantha Belik:   Ja nat├╝rlich, das l├Ąuft nicht davon. :-)
(07.09.2011, 14:59)
WolfDrei:   @Jolantha Belik: werde ich gern machen - nur: die Tierparkbiblio. ist nur am Dienstag ge├Âffnet, n├Ąchsten Dienstag bin ich in Tallin. Reicht der 20. September?
(07.09.2011, 12:16)
Jolantha Belik:   @WolfDrei: hast Du das aktuelle Zuchtbuch? K├Ânntest mir bitte die ZuchtbuchNr von Tarun (TP Berlin), Manas (Lisieux), Henna (Basel) sowie Ajang und Karamat (beide Whipsnade) nachschauen? Ich sag schon mal vielen Dank!
(06.09.2011, 19:49)
WolfDrei:   Anzahl der Panzernash├Ârner nach dem Zuchtbuch, Stand Dezember 2010:
Zoos: Europa 26,32; Nordamerika 38,37; Indien 22,15; dazu noch weltweit einige wenige Exemplare. Summe: 95,93.
Natur: Indien 2364, davon in Kaziranga 2048. Nepal 543, davon Chitwan ~500.
(06.09.2011, 19:14)
Jolantha Belik:   Ups, sollte Kutschiererei hei├čen ...
(22.08.2011, 19:26)
Jolantha Belik:   Bei den Panzernash├Ârnern hat die Quer-durch-Europa-Kutscherei wieder begonnen, heute wurde Beni, geb. 2004 in M├╝nchen, 2006-2010 in Sosto, 2010-heute in Pilsen, nach Chester gebracht. In den n├Ąchsten Monaten soll im Gegenzug Baabuu von Chester nach Pilsen transferriert werden. Ich hoffe f├╝r Beni, dass er in Chester bleiben darf und nicht wieder nach einem Jahr durch die Gegend fahren muss.
(22.08.2011, 16:37)
Michael Mettler:   Nochmal zur angeblich so einzelg├Ąngerischen Lebensweise des Spitzmaulnashorns: Ich habe gerade "Mit Blitzlicht und B├╝chse" von C.G.Schillings gelesen, der um 1900 herum mehrere Jagd- und Sammelreisen im ostafrikanischen Hochland unternommen und neben Mengen von Museumsmaterial auch lebende Tiere (u.a. ein junges Nashorn) f├╝r den Berliner Zoo beschafft hatte. Somit war er Zeitzeuge einer ├ära, in der die Nashornpopulation noch kaum durch J├Ąger minimiert worden und damit noch "urspr├╝nglich organisiert" war. Schillings schreibt, dass er nie mehr als vier Spitzmaulnash├Ârner zusammen angetroffen, aber h├Ąufig bis zu acht St├╝ck gleichzeitig gesichtet habe (vermutlich meinte er damit, von einem Ausichtspunkt aus). Da er nicht nur auf offener Steppe, sondern auch im Busch- und Waldland unterwegs war, best├╝nde dabei durchaus noch die M├Âglichkeit ├╝bersehener Exemplare.

Bei einer so hohen nat├╝rlichen Bev├Âlkerungsdichte sollte man allerdings annehmen, dass die Tiere durchaus untereinander freundschaftliche oder zumindest gutnachbarliche Beziehungen pflegten, ansonsten h├Ątten sie sich wohl tagt├Ąglich in Streitigkeiten aufgerieben.

Der schottische J├Ąger John Hunter, der in den 1920er Jahren im Regierungsauftrag ganze Landstriche in Kenia von Gro├čtieren leer schoss, um sie f├╝r Besiedlungszwecke "frei" zu machen, und auch als eigentlicher Gro├čwildj├Ąger aktiv war, hat nach eigenen Angaben ├╝ber 1.000 Spitzmaulnash├Ârner erlegt. In seinem Buch "Die L├Âwen waren nicht die schlimmsten" berichtet er, dass Spitzmaulnashornbullen nicht mal um eine paarungsbereite Kuh k├Ąmpfen, sondern sich zu zweit oder mehreren friedlich in ihrer N├Ąhe aufhalten und darauf warten, welchen Partner sie sich aussucht - die verschm├Ąhten Bullen entfernen sich danach einfach wieder.
(31.07.2011, 14:15)
Jennifer Weilguni:   Auch ich bin der Meinung, dass man trotz aller Genetik auch R├╝cksicht auf die Paarbindung von Tieren nehmen soll und muss, sie ja nicht nur bei Primaten, Elefanten und Co. stark ausgepr├Ągt ist. Was habe ich von einem genetisch wertvollen Zuchtpaar, wenn es sich dann nicht vermehrt weil die Tiere sich einfach nicht sympathisch sind?
In dem Falle w├Ąre ja ein gut z├╝chtendes, wenn auch genetisch vielleicht etwas weniger wertvolles Paar immer noch die bessere Wahl.

(04.05.2011, 10:49)
Michael Mettler:   Ich finde Janas Formulierung mit dem "Lieblingsbullen" sehr interessant und wichtig. Die Zusammenstellung von Zuchttieren nach genetischen Gesichtspunkten ist ja sch├Ân und gut, aber sie sollte m.E. nicht dazu f├╝hren, dass harmonierende Zuchtpaare/-gruppen (bei welcher Tierart auch immer) wegen der angeblichen Gefahr genetischer ├ťberrepr├Ąsentanz auseinandergerissen oder auch nur von der Fortpflanzung ausgeschlossen werden.

Ich mache da einen Gedankensprung zur Evolution und dem damit verkn├╝pften Prinzip der nat├╝rlichen Auslese: Jeder Selektionsvorteil d├╝rfte der Theorie nach mit einem Einzeltier begonnen haben, dessen neues Merkmal durch eine Mutation entstand. Sexuelle Attraktivit├Ąt (ob durch Aussehen, Geruch, Verhalten usw.) wird allgemein als wichtiger Selektionsvorteil gewertet. Aber was passiert denn, wenn bei einer Tierart pl├Âtzlich durch Mutation ein "Superm├Ąnnchen" oder "-weibchen" in einer Population auftaucht? Es hat einen gr├Â├čeren Fortpflanzungserfolg als seine Artgenossen (h├Ątte es den nicht, w├Ąre es ja kein Selektionsvorteil), und was ist es danach? Genetisch ├╝berrepr├Ąsentiert! Und das als Motor der Evolution und somit quasi zum Wohle der Art! Und wenn der entscheidende Faktor erblich ist, steigt die unter Zuchtmanagementbedingungen so gef├╝rchtete "├ťberrepr├Ąsentanz" unter Freilandbedingungen von Generation zu Generation an.

Nehmen wir mal die Diskussionspunkte zum Thema Spitzmaulnashorn zusammen, die schon im Thread "Zoo Leipzig" ge├Ąu├čert wurden, dann w├╝rde ich als neues Modell f├╝r ein erfolgreiches Zuchtprogramm zur Diskussion stellen, "Schwerpunkthaltungen" dieser Tierart in Zoos mit entsprechenden Ressourcen auszubauen (de facto gibt es sie ja schon, siehe Berlin und Dvur Kralove), von dort aus "Satellitenhaltungen" von Paaren oder Kleinstgruppen in Zoos mit weniger Platz mit bereits zusammengew├Âhnten, harmonisierenden Tieren zu best├╝cken und diese Paare/Gruppen nur noch im Notfall auseinanderzurei├čen. W├╝rde z.B. ein Tier eines Paares sterben, w├Ąre es die ├ťberlegung wert, es "zur├╝ck auf den Heiratsmarkt" - sprich in eine der Schwerpunkthaltungen - zu schicken und dort neue Partnerwahl zu erm├Âglichen, statt ihm EINEN nur nach genetischen Gesichtspunkten ausgesuchten Partner im eigenen Territorium vor die Nase zu setzen und das Beste zu hoffen. M├Âglicherweise vergeht dabei viel zu viel wertvolle Zeit ohne Fortpflanzung beider.

In diesem Modell griffen sowohl die im Thread "Zoo Leipzig" angef├╝hrte Mehr-Bullen-Haltung (n├Ąmlich in den Schwerpunkthaltungen) als auch die M├Âglichkeit, Duos/Gruppen aus harmonierenden K├╝hen zu bilden ineinander, die von Jana erw├Ąhnte Bevorzugung von Zuchtpartnern k├Ânnte noch besser zum Tragen kommen, und Zoos mit wenig Platz k├Ânnten sich trotzdem als wertvolle Teilnehmer des Projektes erweisen - statt auf beschr├Ąnktem Raum auch noch adulte Tiere m├╝hsam zusammengew├Âhnen zu m├╝ssen, wenn nicht schon ein harmonierendes Paar vorhanden ist, h├Ątten sie die M├Âglichkeit, bereits "verheiratete" Paare zu ├╝bernehmen. Oder nat├╝rlich auch, als Pensionsstandorte f├╝r nicht (mehr) z├╝chtende Individuen zu dienen, wie es z.B. in den Elefanten- und Giraffen-EEPs gehandhabt wird. Ins logistische Detail gehen diese Gedanken noch nicht - aber wie findet ihr die Idee?
(04.05.2011, 10:08)
WolfDrei:   Als ich 2000 in San Fransisco war, hatte eine Nashornkuh gerade das 13. Kalb bekommen. Rechnet man Tragzeit und "Einstiegszeit" hinzu, d├╝rften 30 Jahre zusammenkommen. Kurz darauf fand ich von Marvin Jones eine Tabelle mit ├Ąhnlich erfolgreichen K├╝hen - erstaunlicherweise waren es eine ganze Menge.
(04.05.2011, 09:33)
Jana:   @Bj├ÂrnN: Jimmi wurde auch danach mit ihren Lieblingsbullen Isis zusammen gehalten, blieb aber leer. Die zwei andere genannte K├╝he starben relativ fr├╝h nach dem Geburt deren letzten Kalb, teoretisch ist es also m├Âglich, das sie noch weiter z├╝chten k├Ânnten.
Tr├Ąchtigkeit mit 30/31 Jahren in Magdeburg w├Ąre zwar ungew├Âhnlich, aber nicht ganz unm├Âglich. Vielleicht besitz hier jemand den kompleten historischen Zuchtbuch, und wird nach ├Ąltesten M├╝ttern dort schauen.
(03.05.2011, 23:26)
Bj├ÂrnN:   Danke Jana, wurden die K├╝he danach noch mit Bullen verpaart und blieben leer oder hat man sie aus der Zucht genommen?

Ich frage deshalb, weil im Zoofreundeforum angedeutet wurde, dass die Magdeburger Kuh "Mana" wieder tragend sein k├Ânnte und das im 30./31. Lebensjahr.
(01.05.2011, 16:44)
Jana:   Der h├Âchste Alter, in dem Spitzmaulnashornk├╝he in Dvur Kralove noch ein Kalb hatten, waren 28 (Jimmi), 25 (Jessi) und 25 (Jarca) Jahre. Alle Drei haben vorher K├Ąlber in regelm├Ąssigen Abstanden auf den Welt gebracht.
(01.05.2011, 16:40)
Bj├ÂrnN:   Eine allgemeine Frage an das Forum-Plenum:

Bis zu welchem Alter bleiben Spitzmaulnashornk├╝he fertil? Wann tritt bei ihnen die Menopause ein, gibt es Erfahrungsberichte/Untersuchungen?
(01.05.2011, 14:09)
Silvio Ge├čner:   Hallo,
ich habe hier mal ein Anliegen. Es geht um den Schutz und den Erhalt des Spitzmaulnashorns in freier Wildbahn, speziell in Tansania.
Alle 2 afrikanischen und 3 asiatischen Nashornarten gelten als extrem gef├Ąhrdet und streng gesch├╝tzt. Trotzdem geh├Âren sie zu den am meisten illegal gejagten Tieren der Welt. Woran das liegt, wei├č, denk ich so ziemlich jeder von uns. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt betreut in Tansania ein Projekt zum Schutz und zur Wiederansiedelung des ├ľstlichen Spitzmaulnashorns (Diceros bicornis michaeli). Dieses ist aber auch mit Problemen und leider Gottes auch R├╝ckschl├Ągen verbunden und musste vorerst gestoppt werden, soll aber fortgef├╝hrt werden. Das Vorhaben darf unter keinen Umst├Ąnden wegen eines chinesischen Aberglauben sterben, dies k├Ânnte verheerende Folgen f├╝r den Freilandbestand dieser am st├Ąrksten bedrohten Unterart des Spitzmaulnashorns haben.
Ich bitte euch deshalb alle, dem nachstehenden Link zu folgen. Hier findet ihr weitere Informationen zu der Sache und vielleicht ├╝berzeugt es auch den einen oder anderen eine Kleinigkeit zum Nashornschutz beizutragen. Es besteht auch kein Grund zur Sorge, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt ist ein sehr seri├Âser Verein, der die Spenden auch zweckentsprechend verwendet.
Hier nun der Link:
http://www.zgf.de/?id=66&language=de&hptitle=silvios-spitzmaeuler
Falls der Link nicht funktioniert, findet ihr die Aktion auch auf der Seite der ZGF unter "Helfen und F├Ârdern"!
Vielen Dank an alle Interessierten und Helfer,
Silvio Ge├čner

(28.03.2011, 15:56)
Liz Thieme:   Pressemitteilung des WWFs:
>WWF - 28.02.2011
WWF-Kamerafalle auf Indonesien filmt seltene Java-Nash├Ârner
Zwei Jungtiere des fast ausgestorbenen Java-Nashorns sind vor die Linse einer versteckten Kamerafalle der Umweltschutzorganisation WWF spaziert. Die Nashorn-M├╝tter mit ihren K├Ąlbern wurden im Ujung Kulon Nationalpark im S├╝dwesten der indonesischen Insel Java entdeckt. ÔÇ×Die Aufnahmen beweisen, dass sich die Java-Nash├Ârner in dem Park fortpflanzenÔÇť, freut sich Artenschutz-Referent Stefan Ziegler vom WWF Deutschland. ÔÇ×Es gibt sch├Ątzungsweise nur noch rund vierzig Java-Nash├Ârner in freier Wildbahn, die allesamt im Ujung Kulon Nationalpark leben. Da z├Ąhlt jedes Jungtier.ÔÇť Das Java-Nashorn gilt als eine der seltensten S├Ąugetierarten weltweit. Lebensraumzerst├Ârung und Wilderei haben die Art an den Rand der Ausrottung gebracht. Vermutlich wurde im vergangenen April das letzte Java-Nashorn auf dem asiatischen Festland von Wilderern in Vietnam get├Âtet. Um die verbliebenen Java-Nash├Ârner in Indonesien besser beobachten und sch├╝tzen zu k├Ânnen, hat der WWF in dem Rest-Verbreitungsgebiet Videokameras installiert. ├ťber Infrarot-Sensoren wird der Aufnahmemodus gestartet, sobald sich gr├Â├čere Tiere vor der Kameralinse bewegen. Die am Montag ver├Âffentlichten Aufnahmen zeigen jeweils eine Nashorn-Mutter mit ihrem Kalb. "Da es weltweit keinen Zoo gibt, der Java-Nash├Ârner h├Ąlt und nachz├╝chten k├Ânnte, ist es besonders wichtig, die letzten wilden Exemplare genau zu beobachten", erkl├Ąrt Stefan Ziegler. Neben Wilderern gibt es bei einer so kleinen Rest-Population auch zahlreiche andere Gefahren, die jederzeit zum Aussterben der Art f├╝hren k├Ânnten. Neben Krankheiten und Seuchen w├Ąre es auch m├Âglich, dass eine Naturkatastrophe das Schicksal des Java-Nashorns besiegelt. So sei bei einem Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau vor der K├╝ste S├╝dwest-Javas die gesamte Population durch einen Tsunami bedroht, warnt der WWF.<
(04.03.2011, 17:48)
Liz Thieme:   Daten stammen hier auch von der IRF.
Man kann wirklich nur noch hoffen, dass es nicht das Letzte gewesen ist.
(14.02.2011, 20:12)
WolfDrei:   Was dennoch schlimm genug ist: in einer franz├Âsischen Zeitung las ich von EINEM gewilderten vietnamesischen Nashorn, nicht dem letzten . Hoffentlich!
(14.02.2011, 19:49)
Liz Thieme:   Javanashorn - Update
37-45 Tiere werden in Indonesien (Ujung Kulon NP) vermutet. Das letzte Nashorn in Vietnam wurde vermutlich 2010 gewildert.
(14.02.2011, 18:38)
Jan Jakobi:   @Kai Deuker: Ich glaube der Grund, warum es keine Spitzmaulnash├Ârner mit soo langen H├Ârnern mehr gibt, ist das die mit den langen H├Ârnern alle gejagt wurden. Dadurch gab es nur noch welche mit k├╝rzeren H├Ârnern.

Das ist genau wie bei den Elefanten, so gibt es auf Sri Lanka (Ceylon) nur noch Elefantenbullen mit ganz kurzen Sto├čz├Ąhnen. Calvin (geb. in Calgary/Kanada) aus Hannover stammt von solch einem Bullen ab.

Im Zoo Berlin gibt es eine alte Spitzmaulnashornkuh mit so einem langen und schr├Ągen Horn, sie hei├čt Kilaguni und hat mehrere K├Ąlber, bei denen auch das Horn eine stattliche L├Ąnge hat.
(03.02.2011, 20:30)
Kai Deuker:   @WolfDrei,die Bilder sind von Dr.Arthur Lindgens 1958."Dergr├Â├čte Zoo der Erde".Fand nur sehr Interessant und denke das so Spitzmaul heut leider nicht mehr gibt.
(03.02.2011, 20:24)
WolfDrei:   ps: Prof. Ullrich beschreibt, da├č das Horn nicht in das Format pa├čte - ein Zoom gab es noch nicht, er sa├č in einem Auto.
(03.02.2011, 19:19)
WolfDrei:   Das wirds wohl gewesen sein. Es sollen wohl Mutter und Tochter mit ├Ąhnlichem Horngewesen sein: Gretie und Gertie. Hier aus einem Buch von Prof. Ullrich (ehemals Dresden) 1955.
(03.02.2011, 19:17)
WolfDrei:   Sagen wir ehrlicher: mit dem gr├Â├čten Horn. Das gr├Â├čte Nashorn sollten wir wohl besser nicht finden.
(03.02.2011, 18:56)
Kai Deuker:   Grete,das soll das gr├Â├čte Nashorn der "Welt" gewesen sein .
(03.02.2011, 08:38)
WolfDrei:   Heute steht nun in der "Berliner Zeitung" Freude: Suni und Fatu haben sich gepaart. Konkurrenz belebt!!!!
(26.01.2011, 07:56)
Michael Mettler:   @Holger: Ich sch├Ątze, die S├╝d-K├╝he sollen via Herdenfeeling dazu beitragen, dass sich der Bulle auch f├╝r die "passende" Kuh mehr interessiert. Auf ein paar Mischlinge kommt es dabei doch nicht an. So k├Ânnte man das Erbgut des N├Ârdlichen Breitmaulnashorn wenigstens teilweise in die Zukunft retten, falls eine Reinzucht nicht mehr klappen sollte und die Hybriden uneingeschr├Ąnkt fruchtbar w├Ąren (was ja noch niemand wissen kann, da es m.W. noch nirgends ├╝ber eine F1-Generation hinaus Hybridnachwuchs gab).

WENN die Hybriden fruchtbar w├Ąren, w├╝rde ich gleich noch ketzerisch vorschlagen, sie in den Genpool des S├╝dlichen Breitmaulnashorns einzugliedern. Dem t├Ąte ein bisschen neues Erbmaterial nach fast hundert Jahren Inzucht bestimmt ganz gut ;-)
(25.01.2011, 20:47)
Holger Wientjes:   War nicht geplant bzw. ist es ├╝berhaupt m├Âglich die N├Ârdlichen BM reinrassig zu erhalten ? Sonst h├Ątte man sich den Transport nach Afrika doch sparen k├Ânnen ?
(25.01.2011, 19:54)
Liz Thieme:   Neues aus Kenia zu den N├Ârdlichen Breitmaulnash├Ârnern aus Dvur.
Sudan sieht seine Zoo-Gef├Ąhrtin Najin wohl immer noch als "Schwester" an, allerdings hat er sich mit einer S├╝dlichen Breitmaulnashornkuh gepaart und hat noch eine weitere im Auge.

Leider kommen zeitgleich aus Simbabwe (Matopos-NP) schlechte Nachrichten. Hier wurden sieben Spitzmaulnash├Ârner gewildert. Es sollen vorher nur noch 200 Exemplare in Simbabwe gelebt haben.
In S├╝dafrika wurden letztes Jahr >330 Spitz- und Breitmaulnash├Ârner get├Âtet.
(25.01.2011, 19:35)
R├╝diger:   Danke Michael Mettler
Meine mich zu erinnern, dass Sie schon mal Breitm├Ąuler gehalten haben. (80-iger Jahre glaub ich )
Hoffentlich wird es nicht wieder eine Paarhaltung, es sei denn so erfolgreich wie in Krefeld.
Gesundes neues Jahr an alle Forumteilnehmer!
(30.12.2010, 18:07)
Michael Mettler:   Der Saarbr├╝cker Zoo plant f├╝r die n├Ąchsten Jahre den Bau einer Anlage f├╝r Spitzmaulnash├Ârner!
(28.12.2010, 22:19)
Michael Mettler:   Nochmal zur├╝ck zum um 1900 weithin "unbekannten" Breitmaulnashorn: Der nebenstehende, 1891 abgedruckte Stich eines der besten Tiermalers seiner Zeit, Wilhelm Kuhnert, illustriert eindrucksvoll, wie wenig man ├╝ber dieses Tier wusste. F├╝r dieses Bild "Stumpfnashorn, Rhinoceros simus" hat Kuhnert ganz offensichtlich ein Spitzmaulnashorn (damals sprach man noch vom Doppel- oder Spitznashorn, daher die Namenswahl Stumpfnashorn zur Unterscheidung) "umfrisiert", n├Ąmlich mit "stumpfer" Oberlippe und dem langen und d├╝nnen Vorderhorn versehen. Sieht also danach aus, als sei das Breitmaulnashorn selbst zoologisch bewanderten Kreisen damals in seinem Habitus nicht vertraut gewesen, vielleicht beschr├Ąnkte sich seine Kenntnis dort auf ein paar mitgebrachte Troph├Ąen, und ansonsten waren wohl Gro├čwildj├Ąger und Siedler die einzigen nennenswerten Zeitzeugen (und auch die vielleicht nicht immer sattelfest in der Unterscheidung beider Arten). Dann w├╝rde es noch weniger verwundern, dass in der besagten Zeit nie ein solches Tier nach Europa gelangte.
(26.12.2010, 22:08)
Jolantha Belik:   Ein weiteres Panzernashorn-Zwergerl, ein M├Ąderl namens "Karamat" (= Wunder auf nepalesisch), geb. 16.11.2010 in Whipsnade. Die Kleine hatte einen besonders schwierigen Start ins Leben ...
http://www.rhinos.eu/2010/12/whipsnade-willkommen-baby-karamat/
(20.12.2010, 01:05)
Jolantha Belik:   Noch ein Panzernashorn-Baby: Ajang hei├čt der Kleine, geboren in Whipsnade am 31. August 2010:
http://www.rhinos.eu/2010/09/whipsnade-willkommen-baby-ajang/
(13.09.2010, 23:47)
Michael Mettler:   @Oliver: Mit "karg" lieferst du vermutlich selbst schon die L├Âsung. Beide Breitmaulnashornformen bewohn(t)en bevorzugt mit Busch durchsetztes Grasland und sind von Wasserstellen abh├Ąngig. Ich wei├č nicht, wieviel von diesem Lebensraum in Namibia vorhanden ist und war - vielleicht kam das Tier nur in kleiner St├╝ckzahl an den gro├čen Fl├╝ssen und im Caprivizipfel vor. So weit ich wei├č, wurden viele der heutigen Wasserstellen auch erst von Europ├Ąern f├╝r die Viehzucht angelegt, so dass selbst die heutigen Grasl├Ąnder vielleicht urspr├╝nglich noch trockener waren.
(22.08.2010, 17:09)
Oliver Jahn:   Das Breitmaulnashorn war zu dieser zeit dort sicher selten, aber das waren andere Tiere auch, zumindest wird es in der deutschen Kolonialliteratur noch als Jagdwild f├╝r S├╝d-West beschrieben.
Ich stellte mir aber viel mehr die Frage, warum war es dort bereits so fr├╝h schon so selten? Das Land wurde doch erst sp├Ąt kolonialisiert und es war so karg, dass sich eben auch keine andere europ├Ąische Macht bis dahin daf├╝r erw├Ąrmen konnte. Die dort lebenden Herero und Nama waren Viehz├╝chter und keine Gro├čwildj├Ąger, die eine Tierart zur Ausrottung gebracht haben d├╝rften.
(22.08.2010, 14:10)
Michael Mettler:   Da mag nicht nur der dann n├Âtige Transport durch die Namib, sondern auch die Seltenheit der Tiere eine Rolle gespielt haben: Laut Wikipedia galt das Breitmaulnashorn bereits 1893 als vollst├Ąndig ausgerottet. Vielleicht gab es zu deutschen Kolonialzeiten schlichtweg keine transportf├Ąhigen K├Ąlber mehr in S├╝dwest.
(21.08.2010, 23:11)
Oliver Jahn:   F├╝r Ostafrika ist das nachvollziehbar. Mich verwundert da mehr, warum keine Tiere aus S├╝d-West-Afrika nach Deutschland kamen.
(21.08.2010, 21:33)
Michael Mettler:   Nur mal zum Vergleich: Zukowsky erw├Ąhnt im gleichen Buch, dass bis zur Jahrhundertwende (sprich 1900) auch noch kein Elefant aus Ostafrika nach Europa gelangt sei; man kannte bis dahin haupts├Ąchlich den Sudanelefanten. Die ostafrikanische Form wurde ├╝berhaupt erst 1900 durch Matschie als eigene (knochenhaueri) beschrieben. Ein weiterer Beleg daf├╝r, dass das Verbreitungsgebiet des N├Ârdlichen Breitmaulnashorns wohl nur auf gro├čen Umwegen erreichbar war (und damit Fangreisen und den Abtransport sehr erschwert h├Ątte), denn Ostafrika war sehr lange ein wei├čer Fleck auf der Landkarte.
(20.08.2010, 21:13)
Michael Mettler:   Wir hatten vor nicht langer Zeit ├╝ber die Frage diskutiert, warum das Breitmaulnashorn erst so sp├Ąt in Zoos gelangte. Dazu fand ich jetzt ein paar interessante Angaben in Ludwig Zukowskys Buch "Carl Hagenbecks Reich" von 1929. In einem Kapitel ├╝ber seltene Tiere schreibt er u.a., dass das Breitmaulnashorn "noch heute, auch als Museumsst├╝ck, einen ungeheuren Wert repr├Ąsentiert. In neuerer Zeit sind von mehreren Waidleuten eine ganze Anzahl dieses Tieres zur Strecke gebracht und f├╝r Museumszwecke verwandt worden. (...) Keinem Waidmann gelang es bisher, ein K├Ąlbchen einzufangen und lebend in einen Zoologischen Garten zu bringen."

Soviel zu den Gro├čwildj├Ągern. Was war aber mit den Tierf├Ąngern? Ich zitiere: "Noch vor hundert Jahren war es im Kaplande eine verh├Ąltnism├Ą├čig h├Ąufige Erscheinung. Heute fristet nur ein geringer, kaum 20 St├╝ck umfassender Rest im Betschuanaland sein Leben. Nachdem es f├╝r l├Ąngere Zeit als ausgerottet galt, wurde es durch Major Powell-Cotton in der Lado-Enklave am oberen Nil von neuem aufgefunden. Auch an anderen Stellen, im Sudan und oberen Kongobecken, wurden noch geringe Reste gefunden, und einige Reisende Carl Hagenbecks haben an drei Stellen Innerafrikas Breitmaulnash├Ârner angetroffen; ich m├Âchte diese Stellen aus rein hegerischen Interessen nicht bekanntgeben. Vielleicht ist es doch m├Âglich, durch einen wirksamen Schutz der v├Âlligen Vernichtung dieses pr├Ąchtigen Wildes entgegenzutreten."

Da mit "Reisenden" Tierf├Ąnger und -aufk├Ąufer gemeint sind, hei├čt die L├Âsung offenbar: Die wollten nicht! Denn die Friedfertigkeit des Breitmaulnashorns war bekannt (Zukowsky erw├Ąhnt sie), an Angst kann es nicht gelegen haben - die angriffslustigeren Spitzmaulnash├Ârner wurden n├Ąmlich regelm├Ą├čig f├╝r Hagenbeck gefangen. Aus Zukowskys Geheimhaltung der Fundorte spricht die (sicher berechtigte) Sorge, dass Gro├čwildj├Ąger sich umgehend auf den Weg machen k├Ânnten, um sich schnell noch eins der letzten Exemplare zu sichern. Hagenbeck verzichtete also offenbar auf Fangversuche; ob aus eigenem Antrieb oder nach ├ťberzeugung durch seinen Haus-Zoologen Zukowsky, bleibe dahingestellt.

Nehmen wir hinzu, dass in den Zeitraum von der Gr├╝ndungswelle europ├Ąischer Zoos bis zum Erstimport der Art 1950 u.a. ein langj├Ąhriger Krieg im Sudan, zwei Weltkriege und eine Weltwirtschaftskrise fielen, dann waren die Voraussetzungen f├╝r fr├╝here Einfuhren aus einem verkehrstechnisch sehr abgelegenen Gebiet wirklich nicht g├╝nstig.
(19.08.2010, 23:21)
Michael Mettler:   @Sacha, zum P.S.: Gern, zumal wir eine entsprechende Diskussion nun schon in diversen "artspezifischen" Threads haben und hatten, es sich aber um etwas ganz Prinzipielles handelt. Wir haben zwar einen Thread "Farbver├Ąnderungen bei Zootieren", aber es geht ja auch um deren Verwandte im Freiland, und der dortige Inhalt war ja anders gemeint (haltungsbedingte Ver├Ąnderung der F├Ąrbung von Individuen).
(30.07.2010, 09:11)
Sacha:   Da treffen wir uns schon eher. Nun stellt sich aber die Frage, wo man bei Mutationen eine Grenze zieht. Wo f├Ąngt eine leichte Verformung an und wo ist es bereits eine ├╝ble Deformation, sprich wo ist es eine genetische Weiterentwicklung und wo ist es ein genetischer Defekt i.e.S.?

PS: Weiterf├╝hrung in einem anderen (passenderen) Thread?
(29.07.2010, 18:13)
Michael Mettler:   @Sacha: Warum nur immer diese Beschr├Ąnkung auf Gegenwart und j├╝ngere Vergangenheit und das daraus entnommene Idealbild? Es kann vor meinetwegen achthundert oder viertausend Jahren eine ganze Population gestiefelter Nash├Ârner gegeben haben, von der kein Mensch etwas wei├č bzw. ├╝berliefert hat und die NICHT wegen dieses Merkmals ausgestorben ist. So wie es zumindest in j├╝ngerer Vergangenheit einen ostafrikanischen Landstrich mit gestiefelten Elefanten gegeben hat - ich habe private Fotos unterschiedlichster Individuen selbst gesehen und kenne den Fotografen, Autor diverser Afrikab├╝cher, pers├Ânlich. Soweit ich mich seiner Schilderung richtig erinnere, wurde diese (Teil-)Population durch Wilderei wahrscheinlich ausgerottet. Ich erinnere auch an die Scheckung Asiatischer Elefanten, wo die Bl├Ąssen gemeinhin als "unpigmentierte R├╝sselans├Ątze" tituliert werden - aber Pigmentmangel bleibt nun mal Pigmentmangel. Und auch der fing irgendwann mal mit Einzelexemplaren an.

Ja, Mutationen K├ľNNEN ein Schritt zur Haustierwerdung sein. Aber angesichts der ├╝berschaubaren Zahl domestizierter und der un├╝berschaubaren Zahl nicht domestizierter Tierarten d├╝rfte einleuchten, dass die weitaus meisten Mutationen unter letzteren stattfinden, ohne dass Haustiere aus ihnen werden... Ich propagiere schlie├člich nicht die selektive Bevorzugung farblich abweichender Zootiere, sondern lediglich, sie als nat├╝rlichen Bestandteil einer Zoopulation und Basis m├Âglicher zuk├╝nftiger Evolution zu behandeln.
(29.07.2010, 17:59)
Jana:   Der Link zum Artikel von Groves.
http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0009703
(29.07.2010, 16:49)
Henry Merker:   @Michael Mettler & @WolfDrei:
@Michael Mettler & @WolfDrei:
Es w├╝rde mich ebenfalls interessieren, warum das N├Ârdliche Breitmaulnashorn nun eine eigenst├Ąndige Art ist.
Vielleicht bin ich jetzt etwas vorschnell, aber ich kann mir vorstellen, dass Croves Entscheidung vielleicht etwas mit der gro├čen "L├╝cke" zu tun hat, die zwischen der (ehemaligen) nat├╝rlichen Verbreitungsgebieten der beiden Formen existiert, die doch schon sehr auffallend ist. Und wenn es keinen Beleg daf├╝r gibt, dass besagte L├╝cke nicht erst vor relativ kurzer Zeit entstanden sein sollte, w├Ąre dieser neue (oder doch alte?) systematische Standpunkt einleuchtend, wie ich finde.
Ich hoffe, dass seine Argumente demn├Ąchst hier vorgestellt werden....
(29.07.2010, 16:29)
Henry Merker:   @Michael Mettler & @WolfDrei:
Es w├╝rde mich ebenfalls interessieren, warum das N├Ârdliche Breitmaulnashorn nun eine eigenst├Ąndige Art ist.
Vielleicht bin ich jetzt etwas vorschnell, aber ich kann mir vorstellen, dass Croves Entscheidung vielleicht etwas mit der gro├čen "L├╝cke" zu tun hat, die zwischen der nat├╝rlichen (ehemaligen) Verbreitungsgebieten der beiden Formen zu tun hat, die doch schon sehr auffallend ist. Und wenn es keinen Beleg daf├╝r gibt, dass besagte L├╝cke nicht erst vor relativ kurzer Zeit entstanden sein sollte, w├Ąre dieser neue systematische (oder doch alte?) Standpunkt einleuchtend, wie ich finde.
Ich hoffe, dass seine Argumente demn├Ąchst hier vorgestellt werden....
(29.07.2010, 16:26)
Sacha:   @Edit: Auch wenn ich hier vielleicht manchmal Mist schreibe, so war doch "F├Ârderung" und nicht "F├ÂrderDUNG" gemeint....:)
(29.07.2010, 16:08)
Sacha:   Andererseits kann es auch ein Schritt zur F├Ârderdung unerw├╝nschten "Haustierwerdung" sein.
Ich erg├Ąnze aber gerne meine Aussage mit: "...und sofern derartige Mutationen nicht schon ├Âfters und nachweislich in freier Wildbahn vorgekommen sind".
(29.07.2010, 15:01)
Michael Mettler:   @Sacha: Laut Zoophilosophie werden Zootiere zur Arterhaltung und ggfs. Wiederbesiedlung von Lebensr├Ąumen gehalten. Dann w├╝rde wieder die nat├╝rliche Selektion greifen. Und da eine Zoopopulation eine m├Âglichst breite genetische Vielfalt enthalten soll, geh├Âren auch Abweichungen wie in der Natur zu dieser hinzu. Wir k├Ânnen in vielen bis den meisten F├Ąllen doch selbst bei den "Normalf├Ąrbungen" nur vermuten, wodurch sie sich herausselektiert haben, wie wollen wir dann wissen, welche F├Ąrbung von der Natur in der Zukunft (!) bevorzugt werden wird? Wei├če Abzeichen k├Ânnen z.B. Selektionsvorteile als Nachfolgesignal oder zur individuellen Erkennung bieten.
(29.07.2010, 14:20)
Sacha:   Genau. Nur sind die von Dir erw├Ąhnten Beispiele (zumindest die Nash├Ârner) Tiere aus der Gefangenschaft. Da is nich so viel mit nat├╝rlicher Selektion...
(29.07.2010, 13:49)
WolfDrei:   @MM: Mu├č ich noch genauer lesen. Im "Vorwort" der letzten "International Zoo News" diskutierte der Herausgeber Gould mehr die Frage der "Wiedergeburt" der Breitm├Ąuler nach dem Transfer der 2,2 aus Dvur Kralove.
(29.07.2010, 07:11)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Anhand welcher Kriterien?
(28.07.2010, 23:14)
WolfDrei:   Der nicht ganz unbekannte australische Systematiker Colin Groves hat jetzt das n├Ârdliche Breitmaulnahorn zur Art erkl├Ąrt.
(28.07.2010, 21:04)
Michael Mettler:   Wei├č gestiefelte Beine konnten sich bei manchen Tierarten von der Mutation zum Artmerkmal entwickeln (siehe Banteng oder Bl├Ąss-/Buntbock). Was Sinn macht, sollten also allenfalls die nat├╝rlichen Lebensbedingungen entscheiden.
(28.07.2010, 20:03)
Sacha:   Hmmh, ist denn in all den von Dir genannten F├Ąllen ein Inzuchtschaden auszuschliessen?

So oder so: Wenn Du schreiben w├╝rdest "und Mutationen von der Weitervermehrung in Zuchtprogrammen NACH MOEGLICHKEIT (= wenn es Sinn macht, der Bestand an sich hoch genug und der Inzuchtkoeffizient vertretbar ist) ausschliessen", ja, dann w├╝rde ich mich der Meinung dieser Personen anschliessen.
(28.07.2010, 14:56)
Michael Mettler:   Eher die, die in solchen F├Ąllen (zu) schnell an Haustier-Einkreuzung oder Inzuchtschaden denken und Mutationen von der Weitervermehrung in Zuchtprogrammen lieber ausschlie├čen m├Âchten. Und jetzt gibt es gestiefelte Panzernash├Ârner, ein gestiefeltes Sumatranashorn und einen Gro├čen Panda mit wei├čen Zehen...
(28.07.2010, 13:25)
Sacha:   @MM: Gute Frage. Wer sind denn die "MutationsGEGNER"? Leute, die die Mutation an sich negieren?
(28.07.2010, 09:53)
Michael Mettler:   Was wohl die "Mutationsgegner" zu den "gestiefelten" Nash├Ârnern (im weitesten Sinn gescheckte Tiere!) sagen...?
(27.07.2010, 22:10)
Jolantha Belik:   Diesmal Erfreuliches aus Basel: Panzernashornkuh "Ellora", 28, hat am 23. Juli 2010 ein gesundes M├Ądchen, ein "Wei├čf├╝├čchen", namens "Henna" zur Welt gebracht. Mutter und Baby sind wohlauf. Fotos siehe: http://www.rhinos.eu/2010/07/basel-nashornbaby-henna-geboren/
(27.07.2010, 19:11)
Jolantha Belik:   Trauriges aus Basel: Panzernashornkuh Quetta hatte diese Woche eine Totgeburt. Warum das Zwergerl tot auf die Welt kam,ist noch nicht gekl├Ąrt.
http://www.rhinos.eu/2010/07/basel-quetta-hatte-totgeburt/
(16.07.2010, 23:18)
Michael Mettler:   W├Ąre es unter solchen Umst├Ąnden nicht sinnvoller gewesen, die Tiere nach S├╝dafrika zu ├╝bersiedeln, wo Wilderei m.W. kein nennenswertes Problem darstellt? Dass es im selben Land S├╝dliche BM gibt, k├Ânnte immerhin kein Gegenargument sein, denn solche wurden in Kenia ebenfalls angesiedelt (z.B. Meru-NP). Mit den Ostafrikanischen Spitzm├Ąulern im Addo-NP wurde ja auch schon mal bewiesen, dass eine solche "Reserve" au├čerhalb der eigentlichen Verbreitung, aber unter afrikanischen Busch-Bedingungen Sinn machen kann.
(01.06.2010, 22:13)
Mel:   Eine irgendwie erschreckende aber dennoch verst├Ąndliche Vorgehensweise, bleibt zu hoffen das es hilft die Tiere aus dem Fokus der Wilderer "zu nehmen". Wobei ich die Idee mit den so platzierten radiosender, sehr gut finde. Ich denke die M├Âglichkeit das diese Sender "verloren" gehen ist durch diese Art der "Anbringung" doch relativ geringer als die bisher gel├Ąufigen "Halsband" oder "Ansatz" Methoden.
(01.06.2010, 21:30)
WolfDrei:   Aus den International Zoo News: Aufgrund der zunehmenden Wilderei in Kenia sind den aus Dvur Kralove ├╝berf├╝hrten 2,2 n├Ârdlichen Breim├Ąulern die H├Ârner abges├Ągt worden und in die St├╝mpfe Radiosender zur besseren Ortung angeklebt worden.
(01.06.2010, 21:23)
Frithjof Spangenberg:   Danke f├╝r den Suchansto├č. Das Pr├Ąparat scheint sich jetzt im naturhistorischen Museum in Krakau zu befinden.
(17.05.2010, 09:13)
th.oma.s:   spontan h├Ątte ich auf ein spitzmaulnas- horn getippt.
(16.05.2010, 21:46)
WolfDrei:   Finde gerade beim W├╝hlen in meinem "Archiv" eine Postkarte (vor dem 2. Weltkrieg aufgenommen), auf der ein Pr├Ąparat eines Wollnashornes abgebildet ist. Das Tier war in eine Teerfalle beim heutigen Starunia (jetzt Ukraine) gefallen - das "Wollfell" war nat├╝rlich nicht erhalten geblieben.
(16.05.2010, 18:46)
Jolantha Belik:   Ich antworte mir mal selber, lt. dieser Liste ist es Oliver Pagan: http://www.eaza.net/ACTIVITIES/Pages/EEP-ESB.aspx
(20.02.2010, 19:54)
Jolantha Belik:   Wer ist der Zuchtbuchf├╝hrer Panzernash├Ârner in Basel? Dr. Oliver Pagan oder jemand anderer?
(15.02.2010, 21:55)
Bj├ÂrnN:   Das EEP wird von Chester koordiniert, das ISB f├╝hrt nachwievor Dr. Ochs im Zoo Berlin.
(27.01.2010, 18:41)
WolfDrei:   Es war dies die "alte Aufmachung" der Coverseite durch den Zoo Berlin, gezeichnet von Herrn Freese
(27.01.2010, 18:33)
Niedersachse:   Liegt das Zuchtbuch f├╝r Spitzm├Ąuler nicht eigentlich in Chester?
(27.01.2010, 18:02)
WolfDrei:   Nun ist die sch├Âne Tablle zusammngebroche - dennoch: die Zahlen sind wohl klar, da es keine dreistelligen Zahlen gibt
(27.01.2010, 09:55)
WolfDrei:   Gestern in der Biblio des TP:
11. Ausgabe der Zuchtb├╝cher f├╝r Breit - Spitzmaulnash├Ârner. Datum (wohl Druckdatum)31.12.09
nur einige summarische Zahlen in den Haltungen der Erdteile (ohne UA):
Breitmaul:
geboren (wohl 08) gestorben
Afrika 15 4
Amerika 24 28
Asien 4 10
Austral. 10 7
Europa 43 42

also in etwa
Zugang = Abgang

Spitzmaul:
geboren gestorben
Afrika 30 1
Amerika 12 15
Asien 6 3
Austral. 1 o
Europa 18 11

Dank Afrika leichter Geburten"├╝berschuss". Aber:
in den letzten drei Jahren sind in Simbabwe aufgrund des wirtschaftlichen Desasters 200 (!!) Nash├Ârner (Spitzm.) gewildert worden.

(27.01.2010, 09:53)
Jolantha Belik:   @Basel: Ellora ist noch in Basel. Sie und auch ihre Tochter Quetta, geb. 1993, sind tr├Ąchtig, Babys werden im Fr├╝hjahr 2010 erwartet. Vater ist Jaffna, geb. 1994 in San Diego, seit 1996 in Basel.
(25.01.2010, 22:43)
Michael Amend:   In der Basler Panzernashornzucht wurde ├╝ber Jahre hinweg Inzucht betrieben, der Bulle Gaddarhar brachte mit seiner Topchter zwei K├Ąlber, das Bullkalb ging nach Paris, das Kihkalb wurde zur erfolgreichen Zuchtkuh in Stuttgart,Nanda. Dort z├╝chtete sie allerdings mit ihrem Halbbruder.

Auch Gaddahar wurde ab mit seiner Tochter Verpaart. Daraus ging 1976 das erste Kalb hervor, das sp├Ąter nach K├Âln ging. Diese kuh starb, ohne gez├╝chtet zu haben.

1980 kam aus dieser Inzucht ein Bulle hervor,"Chitwan", sp├Ąterer Zuchtbulle in Basel.

82 kam Ellora zur Welt, die jetzt noch in basel stehen m├╝├čte.

Nach 6 j├Ąhriger Pause kam dann ein Bullkalb das Welt, Eltern wwaren Vater/Tochter, und der Vater ist gleichzeitig auch noch der Opa des Kalbes...Dieses Inzuchtkalb z├╝chtet heute in M├╝nchen mit einem ebenfalls auf basler Blut zur├╝ckgehenden Bullen.
(21.01.2010, 07:43)
Karsten Vick:   Ich glaube, auch im alten Nashorn-Thread hatten wir die Problematik noch nicht.
Ich bin gerade dabei, Daten aus alten Heften des "Zoologischen Garten" in die Zootierliste einzupflegen. Dabei stie├č ich auf L. Zukowskys gro├če Diceros-Monografie von 1964, dabei auf den vorhandenen Doppeleintrag der Lissabonner Haltung und Zucht und davon auf die "moderne" UA-Aufteilung beim Spitzmaulnashorn.
Lisboa (Zoo) ist in der Zootierliste einmal bei D. b. bicornis und einmal bei D. b. minor eingetragen. Letzteres mit diversen Daten zu Einzeltieren, was mich vermuten l├Ąsst, dass das Zuchtbuch als Quelle diente, ersteres f├╝r den selben Haltungszeitraum, also die selben Tiere, ohne Einzelheiten.
Zukowsky kennt nur den zuerst importierten Bullen, der wie die folgenden Importe aus Angola stammte. Nicht nur f├╝r ihn, auch in meinen Augen war das ein au├čergew├Âhnlich gro├čes Tier, nach dem Koffy die neue Unterart D. b. angolensis beschrieb. Lt. IUCN (www. redlist.org) kommen (kamen) in Angola 2 UA vor: Von S├╝den her bicornis und von Osten her minor, so dass es diesbez├╝glich unentschieden steht, aber ich war erst recht erstaunt, als ich in der Online-Variante des Standardwerks "Wilson & Reeder" (http://www.bucknell.edu/MSW3/) sah, wie sich das Verbreitungsgebiet von minor um die Gebiete von weiterhin anerkannten Unterarten herum schl├Ąngelt, ohne aber dem bei Zukowsky angegebenen Typusfundort nahe zu kommen. Gibt es daf├╝r eine Begr├╝ndung und gibt es eine Begr├╝ndung, die Lissabonner Tiere zu minor zu stellen?
(05.01.2010, 23:47)
Oliver Jahn:   Danke, also sollte ich doch in 2010 auf jeden Fall noch mal nach Dvur.
(15.12.2009, 21:04)
Niedersachse:   0,2.
Die ├Ąlteste ist wohl schwer krank und die andere ist definitiv nicht mehr zuchttauglich.
2,2 werden ├╝bersiedeln.
(15.12.2009, 20:34)
Oliver Jahn:   Irgendwie steige ich jetzt gar nicht mehr durch. Kann mir vielleicht ganz einfach jemand sagen, wieviele N├Ârdliche Breitmaulnash├Ârner es zuk├╝nftig noch in Dvur geben wird? :-)
(15.12.2009, 20:27)
WolfDrei:   Uff, ist ja kompliziert. Bei 2,2 mu├čte nat├╝rlich ein zweiter Bulle her (also Sudan). Behauptet wurde, da├č nur diese 2,2 noch "fertil" seien.
(14.12.2009, 18:24)
Liz Thieme:   :D da haben wir gleichzeitig geantwortet.
Danke dir, Jana, f├╝r die Aufkl├Ąrung.
(14.12.2009, 18:08)
Jana:   Korrektion der Korrektion.

Mit Nasi meinte WolfDrei warscheinlich das Mischling-T├Âchter von Nasima. Nasima kam tr├Ąchtig aus UK und hat gleich 1977 ein Kalb geboren, das Nasi getauft wurde, was ein Mischling war aus S├╝ndlichem und N├Ârdlichem BMN. Aber egal, diese Kuh ist auch schon tot (+2007).
(14.12.2009, 17:35)
Jana:   Noch eine kleine Korrektion. Das von WolfDrei erw├Ąhnte tote Weibchen heisst korrekt nicht Nasi sondern Nasima. Sie wurde nicht 1977 geboren, sondern diese Jahr aus UK nach Dvur geholt und war selbst ein Wildfang. Sie starb schon 1992.
(14.12.2009, 17:24)
Liz Thieme:   also ich habe den Text auf der Seite so verstanden, dass sie schon neun Breitm├Ąuler da haben. Unterarten wurde in dem Bereich nicht genannt.

Dvur selbst gibt an, dass es nur noch diese 8 Tiere der N├Ârdlichen gibt. Und man die Weibchen mit der Umsiedelung wieder in den Zyklus kriegen m├Âchte.

Von den 8 aus Dvur werden nun 2,2 nach Ol Pejeta gehen.
@WolfDrei Dvur sagt, dass es 2,2 sind von den 6. Du hast nu 1,5 Tiere gelistet.
(14.12.2009, 17:07)
Jana:   Das Weibchen Nasi ist schon tot. Wer lebt noch, ist Bulle Sudan (Wildfang).

Die neun Breitmauler in Ol Pejeta sind S├╝dliche. Die Tiere aus Dvur werden nach eine Aklimatisation in einem 400ha Gehege leben, also werden sie die andere dort lebende Nash├Ârner nicht begegnen.

Noch eine Nachricht aus Dvur am 8.12. ist da ein 30kg schweres weibliches Kalb bei Spitzmaulnash├Ârner auf Welt gekommen. Eltern Baringo 2 und Elba. Jungtier Nummer 34.
(14.12.2009, 17:04)
WolfDrei:   Sind nat├╝rlich 8:
Dvur: Nesari, female wild born at Shambe, Sudan on 19 September 1972.
Nasi, female born at Dv├╣r Kr├ílov├ę Zoo, Czech Republic on 11 November 1977.
Suni, male born at Dv├╣r Kr├ílov├ę Zoo, Czech Republic on 8 June 1980.
Nabire, female born at Dv├╣r Kr├ílov├ę Zoo, Czech Republic on 15 November 1983.
Najin, female born at Dv├╣r Kr├ílov├ę Zoo, Czech Republic on 11 July 1989.
Fatu, female born at Dv├╣r Kr├ílov├ę Zoo, Czech Republic on 29 June 2000.

WAP San Diego: wild-caught female named Nola and a male named Angalifu.


(14.12.2009, 16:46)
Holger Wientjes:   Neun N├Ârdliche ? Ich dachte, die Tiere in Dvur und USA w├Ąren die letzten ? Gibt es Neuigkeiten zum Freilandbestand oder gilt dieser nachwievor als erloschen ?
(14.12.2009, 16:08)
Liz Thieme:   so der Termin f├╝r den Umzug steht fest.
Am 19.12. werden die 2,2 N├Ârdlichen Breitmaulnash├Ârner aus Dvur nach Kenia ├╝bergesiedelt.
Sie werden ins KenyaÔÇÖs Ol Pejeta Reservat gebracht.
Danach werden dann nur noch zwei Tiere im San Diego Zoo leben und zwei weiterhin in Dvur.

Ol Pejeta Conservatory hat bisher neun Breitmaulnash├Ârner.
Es handelt sich hierbei um eine private Conservatory mit einem Besitz von 90,000 acre (364.217.078m┬▓= 36421,71 ha; etwas gr├Â├čer als M├╝nchen).
(14.12.2009, 15:26)
Sacha:   CERZA im Norden Frankreichs erwartet 2010 (den f├╝r den Park erstmaligen?) Nachwuchs bei den Panzernash├Ârnern.
(24.11.2009, 10:59)
WolfDrei:   Ich bilde mir ein gelesen zu haben, da├č nunmehr die Republik S├╝dafrika vorgesehen sei - eine "Privatfarm" in der "Western"-Provinz
(17.10.2009, 21:35)
Henry Merker:   Ob das mal hinhaut. Meines Wissens ist die Situation in Kenia momentan nicht so wirklich g├╝nstig. Zum einen bleibt unklar, ob sich die politische Situation, die nach der letzten Wahlen nicht gerade rosig waren (oder noch sind?), wieder beruhigt hat und zum anderen herrscht meines Wissens dort gerade eine nicht gerade f├╝r Tier und Mensch annehmbare D├╝rre. Beides d├╝rfte die Pl├Ąne vielleicht etwas behindern. Vielleicht w├Ąre es besser, die Tiere in Texas "auszuwildern". Klimatisch und eventuell auch kulinarisch k├Ânnten sich die Breitm├Ąuler dort wohl f├╝hlen...
(17.10.2009, 20:47)
R├╝diger:   Laut einer informantin aus CZ sollen die noch zuchtf├Ąhigen 2,2 Tiere nach Kenia gebracht werden.Man hoft unter strengster Kontrolle und unter afrikanischen Gegbenheiten die Zucht wieder zu starten
(17.10.2009, 11:40)
Henry Merker:   Wie sieht es eigentlich bei den N├Ârdlichen Breitmaulnash├Ârnern aus?
Seit meinem letzten Besuch in Dvur Kralov├ę im Jahr 2000 (lang ist's her), bei dem ich das bis dato letzte in menschlicher Obhut gezeugte Kalb sehen konnte, scheint sich in Sachen Nachwuchs nichts mehr gemacht zu haben. Hat man solche Versuche bei den Nord-Breitm├Ąulern auch schon versucht zu unternehmen?
(17.10.2009, 11:08)
Liz Thieme:   Nachdem Breitmaul-Nashornkuh "Lulu" am 22.10.2008 einen Sohn gebar in, welcher durch k├╝nstliche Befruchtung entstand.
HIer war von einem Bullen aus Colchester das Spermium eingefroren worden. Das war die erste erfolgreich endende k├╝nstliche Besamung mit eingefrorenem Spermium.
23.1.2007 wurde das erste Kalb (Budapest) geboren, welches auf k├╝nstliche Besamung zur├╝ckzuf├╝hren ist. Damals war aber frischer Samen von einem Bullen aus dem gleichen Zoo benutzt worden.

Nun gibt es einen weiteren Erfolg der k├╝nstlichen Besamung.
Am 3.10.2009 gebar "Cynthia" in Colchester einen gesunden Jungen namens Zamba. Der Vater ist der zooeigene Simba, der im April gestorben war.
Damit ist es die erste erfolgreiche k├╝nstliche Besamung in Gro├čbritanien.

Nicht alle Insemination sind so erfolgreich. So hatte Whipsnade 2006 mehr Probleme. (Alterangaben etc sind auf 2006 berechnet)
Makoubou (15 Jahre) hatte keinen Zyklus. Wissenschaftler f├╝hren dieses zoo-weltweit-bekannte Ph├Ąnomen ua va auf die Haltung mit der Mutter zur├╝ck.
Seit 1970 waren 55 S├╝dliche Breitmaulnash├Ârner in Whipsnade geboren, auf Grund dieser Basis entschied man sich f├╝r einen Versuch Makoubou k├╝nstlich zu besamen.
Daher wurde mit einer zweimonatlichen Hormontherapie begonnen, um einen Follikelwachstum anzuregen. F├╝nf Tage vor dem errechneten Besamungtermin wurde durch ein Ultraschall best├Ątigt, dass sich der Follikel normal und gut entwickelt hat.
Am Tag der Behandlung bekam das dortige M├Ąnnchen "Nsiswa" eine An├Ąstesie f├╝r eine Elektro-Absamung. Nach erfolgreicher Abnahme wurde "Makoubou" in Vollnarkose versetzt und noch mals geultraschallt; Fund ein Follikel kurz vorm Eisprung. Eine Injection sollte die Ovulation stimulieren. Das Team vom IZW brachte das Spermium dann in die Kuh ein.
Zweimal die Woche (80 Tage lang) wurden anschlie├čend Kotproben genommen, um zu kontrollieren ob sie aufgenommen hat.
Scheinbar ist diese Besamung nicht erfolgreich gewesen


Auch Budapest musste vor 2008 einen ungl├╝cken Ausgang verarbeiten.
So hatte "Lulu" (Budapest) am 9.8.2006 eine Totgeburt. Das Kalb starb kurz vor der Geburt, Schuld war eine Teil-Abl├Âsung der Plazenta 12 Stunden vor der Geburt.
(16.10.2009, 20:25)
Liz Thieme:   die R├Âmer hab ich weggelassen, war ja auch eigentlich auf der Suche nach den Breitm├Ąulern und bin ├╝ber die anderen Daten gestolpert. Kann aber gerne doch die Daten zu den r├Âmischen Importen geben, aber das war ja nicht Zoo m├Ą├čig.
Mal gucken was ich noch so finde.
(18.09.2009, 12:03)
IP66:   Der dankenswerterweise eingestellte ├ťberblick von Liz Thieme zeigt recht deutlich, wie stark die Importe asiatischer Nash├Ârner jene der afrikanischen Formen ├╝berwogen. Ein wenig verwundert mich, da├č die Panzernashornhaltungen nur f├╝r das 20. Jahrhundert erw├Ąhnt werden - nach meinem ├ťberblick war dies die Standartart, auch wenn bei den anderen asiatischen Formen recht sch├Âne Haltungserfolge erzielt wurden.
Der f├╝r eine Gro├čtierart au├čergew├Âhnliche sp├Ąte Erstimport des Breitmaulnashorns k├Ânnte nat├╝rlich auch damit zusammenh├Ąngen, da├č nach der vielleicht nicht sehr pr├Ązisen Erstbeschreibung kaum ein Europ├Ąer wu├čte, ob man ├╝berhaupt noch an die Tiere herankam.
Interessant w├Ąre auch noch ein ├ťberblick ├╝ber die Haltungsdauern bei den ersten Spitzmaulnash├Ârnern - meines Wissens erwiesen sich diese n├Ąmlich als deutlich kurzlebiger als die asiatischen Arten, die, einmal eingew├Âhnt, doch meist mehrere Jahrzehnte aushielten.
(18.09.2009, 11:24)
Michael Mettler:   @Liz, zur Erg├Ąnzung: Das N├Ârdliche Breitmaulnashorn gelangte fr├╝her in europ├Ąische Zoos als das S├╝dliche. Ab 1950 gab es das erste Paar in Antwerpen, und bevor Berlin sein Paar S├╝dlicher Breitmaulnash├Ârner bekam, gab es als erstes "deutsches" Breitmaulnashorn ein N├Ârdliches im Zoo Hannover.

Ich meine mal gelesen zu haben, dass nach der Wiederentdeckung des S├╝dlichen Breitmaulnashorns ein Run gro├čer Museen einsetzte, die sich schnell noch "Material" sichern wollten, bevor die letzten Tiere ausstarben, und deshalb J├Ąger losschickten. Erst das soll dann der endg├╝ltige Ausl├Âser daf├╝r gewesen sein, die Tiere unter strengsten Schutz zu stellen.
(17.09.2009, 12:32)
Liz Thieme:   so hier mal zu den Importen. Das mit den Breitm├Ąulern erstaunt mich doch ziemlich.

Die Breitm├Ąuler wurden von Herrn Burchell 1817 beschrieben.
>Im Jahre 1810 setzte er nach Kapstadt ├╝ber. Er lie├č f├╝r sich ein Pferdefuhrwerk anfertigen und fuhr im Juni 1811 mit sechs Dienern des Volkes der Khoi Khoi ins Landesinnere. Diese Expedition ist in einem zweib├Ąndigen Werk dokumentiert, Travels in the interior of southern Africa (1822-24). Er kehrte 1815 mit ├╝ber 50.000 Arten nach England zur├╝ck, viele davon wurden der Naturgeschichtlichen Abteilung des British Museum in London vermacht (diese Abteilung ist heute das Londoner Natural History Museum). Die folgenden zehn Jahre, 1815-1825, verbrachte er damit, die gesammelten Arten zu ordnen und zu dokumentieren.<
Sprich er hat sie schon vor seiner endg├╝ltigen Beschreibung gesehen.
>Ende des 19. Jahrhunderts galt das S├╝dliche Breitmaulnashorn als ÔÇ×ausgestorbenÔÇť. Im Jahre 1895 wurde jedoch in S├╝dafrika eine kleine Population von sch├Ątzungsweise 20 Individuen wieder entdeckt. Nach ├╝ber einem Jahrhundert intensiver Schutzbem├╝hungen gab es bei der letzten Z├Ąhlung im Jahr 2005 wieder ├╝ber 14.500 Tiere in freier Wildbahn.<

>Zwischen 1515 und dem Ende des 18. Jahrhunderts waren Nash├Ârner in Europa nur acht Mal zu sehen. Das zweite landete wieder in Lissabon, im Februar 1579, und wurde sp├Ąter nach Madrid gebracht. Die n├Ąchsten zwei Tiere wurden in London gezeigt. Eines traf am 23. August 1684 aus Indien ein. Die Leute konnten es gegen ein kleines Entgelt besichtigen. Es starb am 21. September 1686. Auch das zweite Tier war ein Panzernashorn und war ab dem Juni 1739 in London zu sehen, wo es vermutlich im Jahre 1744 starb.
Douwe Mout brachte das Tier [Clara] am 22. Juli 1741 nach Holland. Siebzehn Jahre lang zeigte er das Nashorn in ganz Europa auf Messen und zu anderen Anl├Ąssen und warb f├╝r das au├čergew├Âhnliche Tier auf Plakaten und M├╝nzen. Clara starb am 14. April 1758 in London.
Erst in der zweiten H├Ąlfte des 18. Jahrhunderts drang langsam die Erkenntnis ins ├Âffentliche Bewusstsein, dass es verschiedene Arten von Nash├Ârnern gibt. Alle bisher in Europa in nachr├Âmischer Zeit gezeigten waren Indische Panzernash├Ârner gewesen.
1771 erhielt er einen Sch├Ądel eines afrikanischen Nashorns vom Kap der Guten Hoffnung. Er verglich ihn mit anderem Material und fand zwei wichtige Unterschiede. Das Nashorn aus Indien hatte ein Horn, und im Kiefersechs Backenz├Ąhne sowie einen Schneidezahn. Das Nashorn am Afrika hatte zwei H├Ârner und keine Schneidez├Ąhne. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Camper vor seinem Tod 1789 auch zu der Erkenntnis kam, dass es sich bei dem am Java stammenden Nashorn um eine vom indischen Panzernashorn verschiedene Art handelt.
Das f├╝nfte in Europa lebend gezeigte Nashorn, wieder ein Panzernashorn, kam am 11. September 1770 in der k├Âniglichen Menagerie in Versailles an. Es ├╝berlebte die franz├Âsische Revolution und starb am 23. September 1793.
Eine Geburt in der Sammlung der K├Ânige von Nepal in Kathmandu wird von Brian Hodgson berichtet, der viele Jahre in Nepal die dortige Tierwelt studierte. Das war im Mai 1824, und wir erfahren auch, dass die Paarung schon in Gefangenschaft war und die Tragzeit siebzehn bis achtzehn Monate betrug.
Seit 1800 gab es stets einige Panzernash├Ârner in Menschenobhut. Zuerst vermehrte sich die Art nicht gut. In Kalkutta wurde am 9. Oktober 1925 ein m├Ąnnliches Kalb vorzeitig geboren und ├╝berlebte nur ein paar Stunden. 1951 und 1952 importierte der Basler Zoo den Bullen Gadadhar und die Kuh Joymothi aus dem Kaziranga Park in Assam. Dieses Paar startete eine bemerkenswerte Zucht, m├Âglicherweise weil der Direktor ihnen erlaubte im Gehege zusammen zu bleiben, auch wenn es Kampfe gab, da dies eben Teil des Paarungsverhaltens ist. Joymothi gebar zehn Kalber, die wiederum in der weiblichen Linie neunzehn und in der m├Ąnnlichen siebzehn Kalber brachten.
Das Java-Nashorn (R. sondaicus) wurde nur einundzwanzigmal in Menschenobhut gehalten, und auch diese geringe Zahl wird nur einschlie├člich der in Java selbst im 17. bis fr├╝hen 19. Jahrhundert gehaltenen acht Tiere erreicht. F├╝nf weitere starben bald nach dem Fang und nochmal eines auf dem Weg nach Europa. Von den verbleibenden sieben Tieren waren drei in H├Ąndlerbesitz und erreichten nie eine ├Âffentliche Einrichtung. Nur vier Tiere wurden in Zoos gehalten: in Adelaide (1886 bis 1907), zwei in Kalkutta (1877-?, 1887 bis 1892) und in London (1874 bis 1885).
Insgesamt dreiundneunzig Sumatra-Nash├Ârner (Dicerorhinus sumatrensis) lebten bisher in Menschenhand. Das erste Tier kam im Januar 1872 nach Hamburg. Insgesamt kamen 1872 sieben Sumatra-Nash├Ârner an, mindestens zwei davon waren von Zirkusbesitzern in Amerika gekauft worden. Zwischen 1872 und 1909 wurden nicht weniger als achtundvierzig Sumatra-Nash├Ârner importiert,
aber bis Ende 1916 waren alle tot. Danach wurde die Art eine Seltenheit, bis 1959 f├╝nf Tiere in Sumatra gefangen wurden. Nur eines davon, das Weibchen Subur im Zoo Kopenhagen lebte jahrelang (bis 1972). 1984 wurde zweimal in Borneo und Sumatra versucht Zuchtprogramme zu etablieren, und bis 1993 wurden etwa 32 Tiere gefangen. Bisher hat die Nachzucht nicht gut geklappt. Eines wurde an Bord eines Schiffes im Londoner Hafen 1872 geboren, aber die Mutter war offenbar bei der Ankunft schon tr├Ąchtig. Ein wildgefangenes anderes Weibchen gebar, auch auf einem Schiff, im Hafen von Kalkutta 1885. Nur zwei Geburten kamen bisher von Eltern die sich im Zoo paarten, 1889 im Alipore Zoo Kalkutta und 1987 in Melaka.
Erst im Jahre 1868 kam das erste Spitzmaulnashorn (Dicems bicornis) im Zoo London an. Dieses Tier, ein M├Ąnnchen namens Theodore, wurde von Lorenu, Casanova im Osten des Sudan gefangen und kostete damals 1000 $. Die Art sollte vorerst eine Seltenheit bleiben. Nur dreizehn Tiere wurden im 19. Jahrhundert importiert. Erst nach 1930 kamen sie h├Ąufiger in Zoos. Die erste Zoogeburt erfolgte am 7. Oktober 1941 in Chicago Brookfield, von einem Paar das 1935 aus Tanganjih im damaligen Britischen Ostafrika, heute Tansania importiert wurde. Diese Kuh sollte mit 44 Jahren 9 Monaten die l├Ąngste bekannte Lebensdauer in Menschenobhut erreichen. Seit den fr├╝hen siebziger Jahren stieg die Zahl der Nachzuchten durch die gr├Â├čere Zahl der gehaltenen Tiere und die nachdr├╝cklichen Bestrebungen zur Haltung in guten Bedingungen. Bis Ende 1994 waren 267 Spitzmaulnash├Ârner in Zoos und ├Ąhnlichen Kollektionen geboren worden.
Erst 1946 kam der erste Zoo in den Besitz eines Breitmaulnashorns, genauer gesagt eines Exemplars von dessen s├╝dlicher Unterart (Ceratotherium s. simum). Damals wurde ein Jungtier, sp├Ąter Zuluana genannt, im Umfolozi Reservat verlassen aufgefunden und in den Zoo von Pretoria gebracht. Ab 1963 wurde die Art h├Ąufiger gezeigt, da die Beh├Ârden in Sudafrika Paare an geeignete Interessenten verkauften. In diesem Jahr kam auch das erste Paar nach Europa. Prof. Klos holte damals ein Paar in den Berliner Zoo, ebenfalls aus Umfolozi. Dann erfolgte ein wahrhaft wagemutiges Experiment: Im August 1970 wurde eine Gruppe von zwanzig erwachsenen Breitmaulnash├Ârnern in den gro├čen Au├čenzoo Whipsnade bei London gebracht, und eine ├Ąhnliche Gruppe im Februar 1971 nach San Diego. Niemand konnte zu der Zeit sagen, ob diese Tiere sich je fortpflanzen, oder sich auch nur dulden w├╝rden. H├Âchstwahrscheinlich rettete dieses Experiment den Artbestand in Zoos, da es sich zeigte, dass die Tiere offenbar solch gro├če Gruppen brauchen, um die Nachzucht anzuregen. Seit dieser Zeit bewohnen Breitmaulnash├Ârner Safariparks und Zoos. Bis 1994 wurden etwa 1044 Individuen in Menschenhand gez├Ąhlt. Die erste Geburt erfolgte 1967 in Pretoria und seit die Tiere in gr├Â├čeren Zahlen gehalten werden, war der Erfolg recht beeindruckend, denn bis 1994 wurden 442 Jungtiere geboren.< Bericht von Kees Rookmaaker, 1997

(17.09.2009, 12:15)
IP66:   Es ist schon ├╝berraschend, da├č trotz der wachsenden Durchdringung des afrikanischen Kontinents die Zahl der Nashornimporte klein blieb und es bei den Breitmaulnash├Ârnern, wenn ich es recht ├╝bersehe, gar keinen Import gab.
Zwei ├ťberlegungen bieten sich an: Zum einen die, da├č es mit den asiatischen Exemplaren schon Vertreter dieser Form in unseren Zoos gab, die sich gut eingew├Âhnen lie├čen und oft sehr lange lebten. Da es jenseits von Berlin meist nur Platz f├╝r ein Nashorn im Dickh├Ąuterhaus gab und zugleich mit den seit 1850 immer erfolgreicher werdenden Flu├čpferdhaltungen eine weitere Konkurrenz gab, mag mancher Zooleiter sich gescheut haben, die Bau- und Ankaufskosten f├╝r ein afrikanisches Nashorn zu investieren, das wom├Âglich nur kurze Zeit ausgestellt werden konnte.
Bei den Breitmaulnash├Ârnern frage ich mich, inwiefern ihre Existenz schon bekannt war. Erstbeschreibungen sind ja oft von einer sehr unterschiedlichen Qualit├Ąt, und so lange man kein Ganzk├Ârperpr├Ąparat vor sich hatte, konnte man vermutlich nur schwer ermessen, ob es sich bei den afrikanischen Nash├Ârnern wirklich um so unterschiedliche Formen handelte. Es ├╝berrascht zwar, da├č in einer Zeit, wo mit neuen Unterarten viel Geld zu verdienen war, kein Tierh├Ąndler auf die Idee verfallen ist, Breitmaulnash├Ârner zu suchen, aber es mag auch sein, da├č das unternehmerische Risiko sich nicht wirklich lohnte.
Was die deutschen Kolonien anbetraf, so entstanden sie ja aus Privatunternehmungen und spielten bis in die Regierungszeit Wilhelms II. hinein in der ├Âffentlichen Wahrnehmung eine eher untergeordnete Rolle. Das ├Ąnderte sich zwar mit der forcierten Flottenpolitik eben dieses Kaisers, , doch blieb die Frist zwischen der "Befriedung" der Kolonien und dem Ausbruch der Ersten Weltkrieges doch sehr kurz, so da├č trotz der gegen├╝ber England deutlich gr├Â├čeren Zoodichte im deutschen Reich einfach zu wenig Zeit blieb, ein Handelsnetz aufzubauen.
Insofern wundert es mich nicht, da├č die vielen Ersthaltungen in London gelangen, von wo aus man zwar die Erschlie├čung der Kolonien nicht so stark forcierte, wo aber einfach mehr Zeit zur Verf├╝gung stand und dank der zoologischen Gesellschaft auch eine Institution zur Abnahme bereit stand, die anders als die deutschen Aktienzoos Tierk├Ąufe unter Mi├čachtung der Bilanz t├Ątigen konnte.
(17.09.2009, 11:19)
Sacha:   @MM: Was w├Ąre denn so schwierig beim Auseinandernehmen? Man muss die Teile nur vorher nummerieren, damit man sie hinterher wieder richtig zusammensetzt:)

Im Ernst: Erstens hat Liz schon erw├Ąhnt, dass man das "Gem├╝t" von Elefanten auch nicht kannte, bevor man sie gefangen hat (gilt umgekehrt nat├╝rlich auch f├╝r die "Wildheit" der Spitzm├Ąuler). Zweitens: Wurden nicht fr├╝her andere (junge) Grosstiere ├╝ber gewisse Distanzen getragen? Und zwar indem mehrere Tr├Ąger ein schweres Tier gemeinsam trugen (entsprechende Tragh├Ąngekonstruktion vorausgesetzt). Allzu schwer d├╝rfte das Tier nat├╝rlich nicht sein. Hierbei sollte man den Umstand beachten, dass ein Neugeborenes B. nur rund 65 Kilo wiegt. Klar legt es dann relativ schnell zu, aber bis dahin hat man es sicher soweit, dass es einer Vertrauensperson folgt.
Drittens (geht vor allem @Oliver Jahn): Trotz zahlreicher Unruhen in Deutsch-S├╝dwest sind m. W. auch schon vor dem 1. Weltkrieg von dort Tiere in deutsche Zoos (namentlich Berlin) gelangt, oder? Sollte es (offenbar nach Schomburgk) schon keine Breitm├Ąuler mehr im heutigen Namibia gegeben haben, dann h├Ątten zumindest die Briten (trotz Auseinandersetzungen mit Buren und Zulu) die Gelegenheit gehabt, Breitm├Ąuler zu fangen und nach England zu verschiffen. Zumal die Distanz vom Hluhluwe/Umfolozi zur Hafenstadt Durban f├╝r afrikanische Verh├Ąltnisse nicht besonders weit und die Strecke (aus eigener Erfahrung) nicht besonders unwegsam ist.
(17.09.2009, 11:04)
WolfDrei:   Zum Breitmaul: das gab es damals vor dem 1. Weltkrieg doch nur noch im "Osten" am Umfulozi - siehe Schomburgks B├╝cher
(16.09.2009, 22:31)
Michael Mettler:   F├╝r Ostafrika w├Ąre noch anzuf├╝gen, dass z.B. die Uganda-Bahn, die das Land mit der K├╝ste verbindet, erst Anfang der 1930er Jahre fertig wurde und die Transportwege vorher sehr beschwerlich gewesen sein d├╝rften. Aus dem Gebiet, durch das man die Nash├Ârner h├Ątte bringen m├╝ssen, wurden bezeichnenderweise viele Gro├čtiere selbst erst zwischen 1890 und dem 1. Weltkrieg wissenschaftlich beschrieben (z.B. B├Âhmzebra, Massaigiraffe, Topi, Wei├čbartgnu, Massaistrau├č), was zeigt, dass Ostafrika auch f├╝r Hagenbeck noch sehr lange ein wei├čer Fleck auf der Landkarte gewesen sein muss.
(16.09.2009, 21:10)
Oliver Jahn:   Ich m├Âchte nicht zu sehr vom Thema ablenken, aber die deutsche Kolonialgeschichte zeigt sehr deutlich, dass man dort ganz andere Probleme hatte, als sich um Nashorntransporte zu k├╝mmern. Das Breitmaulnashorn gab es in nennenswertem Vorkommen nur in Deutsch-S├╝d-West. Und genau dort aber gab es permanent kriegerische Auseinandersetzungen mit den einheimischen V├Âlkern. Das land wurde nie richtig "befriedet" und bereits 1893 gab es erste kriegerische Auseinandersetzungen, welche dann erst zum Austand der Hereros und sp├Ąter dann der Namas f├╝hrten. Die ganze Sache endete dann erst 1907 mit der Erschie├čung Morengas bzw. 1908 mit der Niedermetzelung der Einheiten von Simon Kopper. Dann aber begann bereits 1914 der erste Weltkrieg, in dessen Verlauf s├Ąmtliche Kolonien bereits in den ersten beiden Jahren sich ergaben. Lediglich Deutsch-Ost hielt sich unter Lettow-Vorbeck bis 1918 und streckte erst die Waffen, nach dem die Heimat kapituliert hatte. Aber sicher ist, dass auch der alte Lettow in den Jahren andere Dinge zu bew├Ąltigen hatte, als Nash├Ârner zu fangen.
Also ganz so einfach war das ganze nicht mit dem Deutsch-Deutschen-Handel.
(16.09.2009, 21:01)
Liz Thieme:   ich wei├č, dass meine Daten 20 Jahre nach der Casanova/Munro-Tour liegen. Aber die M├Âglichkeiten bestanden evtl schon fr├╝her.
(16.09.2009, 20:17)
Liz Thieme:   Man wusste auch nicht, dass Elefanten sich so schnell "ergeben". Man hat es getestet.

Die Verwunderung von Sacha kann ich nachvollziehen, vorallem wenn man sich mal paar Gedanken zur deutschen Handelsgeschichte macht.

Ich kenne die Hintergr├╝nde/Zeitpunkte der erste Breitmaulnashorn-Transporte nach Europa nicht, aber was auff├Ąllt... vieles ging (irgendwann bzw ab irgendwo) ├╝ber den deutschen Tierh├Ąndler Hagenbeck, Sitz in Hamburg.
Die Familie hatte gute Verbindungen in alle Teile der Welt, also warum nicht auch in die deutschen Kolonien. Leider leben meine Urgro├čeltern nicht mehr, so dass ich meinen Urgro├čvater nicht mehr ├╝ber die Handelsgesch├Ąfte der Deutsch-Ostafrika-Gesellschaft befragen kann. Hinzu kommen die wichtigen in Hamburg ans├Ąssigen Schiffslinien: Woermann-Linie, Deutsche Ost-Afrika-Linie und Hamburg-Afrika-Linie.
Die Woermann-Linie wurde 1885 er├Âffent (vorher wurden schon regelm├Ą├čig Nigeria und Kamerun mit eigenen Schiffen angelaufen) und 1891 wurde sie nach Namibia (Swakopmund) ausgedehnt, 1896 wurde hier ein Linienverkehr an der ganzen Westk├╝ste daraus. Die Walfischbai war mit Kapstadt durch den K├╝stendampfer "Leutwein" verbunden. 1890 wurde die DOAL gegr├╝ndet, die in Daressalaam ein Kontor hatten.
Wenn man also mal die Koloniejahre anguckt:
# Deutsch-S├╝dwestafrika (heute Namibia, S├╝drand des Caprivi-Zipfels an Botswana), 1884ÔÇô1918
# Togoland (heute Togo, Ghana-Ostteil), 1884ÔÇô1919
# Kamerun (heute Kamerun, Nigeria-Ostteil, Tschad-S├╝dwestteil, Zentralafrikanische Republik-Westteil, Republik Kongo-Nordostteil, Gabun-Nordteil), 1884ÔÇô1919
# Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Ruanda, Burundi, Kionga-Dreieck in Mosambik), 1885ÔÇô1919
# Deutsch-Witu (heute s├╝dliches Kenia), 1885ÔÇô1890

da w├Ąre es doch wesentlich praktischer Breitmaulnash├Ârner ├╝ber die deutschen Kolonien zu holen und nicht erst quer durchs Land nach ├ägypten bzw Rotes Meer.
So h├Ątte man die n├Ârdlichen Breitm├Ąuler von Uganda nach Deutsch-Ostafrika (Tansania) oder Deutsch-Witu gebracht h├Ątte.
Und die s├╝dlichen Breitm├Ąuler direkt aus Namibia und Botswana nach Swakopmund oder ins Kionga-Dreieck

Und dies sind allein die M├Âglichkeiten f├╝r Deutsch-Deutschen Handel....
(16.09.2009, 20:16)
Michael Mettler:   @Sacha: Ich habe mal Fotos von einem Elfenbeintransport gesehen, bei dem jeder Tr├Ąger ein bis zwei Sto├čz├Ąhne (je nach deren Gr├Â├če) geschultert hatte. Mit einer gro├čen Tr├Ągermannschaft bekam man zwar mit dieser Methode geh├Ârige Gewichte Elfenbein selbst ├╝ber Hindernisse hinweg, aber ein lebendes Nashorn konnte man schlecht in handliche Portionen teilen... Abgesehen davon: Dass Breitmaulnash├Ârner umg├Ąngliche Tiere sind, wissen wir heute. Aber woher sollte man das fr├╝her wissen, als noch niemand eins gehalten hatte...?
(16.09.2009, 17:22)
Liz Thieme:   man lernt echt nie aus. H├Ątte das gern mal miterlebt.
Kassala liegt am ├Âstlichen Ufer des Flusses Gasch auf 495 Meter am Fu├č der 1390 Meter hohen Taka-Berge.
Casanova/Munro brauchten f├╝r die 419km der Strecke Suakim-Cassala auf der Hinreise 18 Tage. Bei der R├╝ckreise haben sie die Strecke mit zwei t├Ąglichen M├Ąrschen von 5-7 Stunden bew├Ąltigt, leider ohne Angabe der Wochendauer.

Allgemein war der Nil ja der Haupttransportweg, um an Tiere aus dem inneren Afrika zu kommen. So sagt Munro, dass Casanova in Cairo Paviane bestellte, da der Transport sonst zu hoch sei (ich gehe von den Kosten aus) von der sudanesischen Gegend wo sie hinwollten.
(16.09.2009, 16:53)
Sacha:   Ein Argument. Nur wundert es mich trotzdem, dass man es nicht versucht hat (hat man vielleicht, aber es sind keine Berichte dar├╝ber bekannt). Denn Breitmaulnash├Ârner haben in der Regel ein viel sanfteres und umg├Ąnglicheres Gem├╝t als Spitzmaulnash├Ârner und lassen sich auch als ├Ąltere Tiere eher f├╝hren (siehe Zirkusauff├╝hrungen. Ich habe z.B. noch nie ein Spitzmaulnashorn in einer Manege gesehen, geschweige denn einen Tiger darauf reiten sehen).

Die Luftlinie von den m├Âglichen Fangebieten im s├╝dlichen Tschad und wests├╝dwestlichen Sudan nach Khartum betr├Ągt ├╝brigens (Luftlinie) rund 1100 Kilometer, also nicht ganz das doppelte als das, das f├╝r ein Spitzmaulnashorn auf sich genommen wurde. Aber es ist eine Distanz, ├╝ber die man Tonnen von Elfenbein schleppen liess. Wenn wir es nun wirtschaftlich betrachten, dann stellt sich die Frage, ob man trotz h├Âherem Aufwand mit dem Verkauf eines damals einzigartigen Breitmaulnashorns nicht mehr herausgeschlagen h├Ątte als mit dem Verkauf von Elfenbein. Das ist nat├╝rlich jetzt eine reine Hypothese.

Zudem mag es noch weitere Gr├╝nde geben, warum man damals noch nicht an N├Ârdliche Breitm├Ąuler gelangt ist (Topografische und klimatische Probleme, politische Unruhen usw). Aber ein Rest Verwunderung bleibt eben doch.
(16.09.2009, 16:44)
Michael Mettler:   @Liz: Lutz Heck sch├Ątzte Mtoto beim Fang auf halbj├Ąhrig, und vom Marsch mit Nashorn an der Leine gibt es sogar Fotos.

So weit ich wei├č, war dies das erste Spitzmaulnashorn aus Ostafrika, das in einen Zoo gelangte, w├Ąhrend die vorherigen alle aus dem Nordosten des Kontinents stammten. Das erste Spitzmaulnashorn ├╝berhaupt, das in der Neuzeit in Gefangenschaft gehalten wurde, wurde 1868 als Jungtier von Einheimischen in der N├Ąhe von Kassala (im Nordosten des Sudans) gefangen, von Casanova aufgekauft, an Hagenbeck abgegeben und von diesem an den Londoner Zoo weiterverkauft. Man konnte also relativ weit n├Ârdlich an Nash├Ârner (und folglich auch an andere Gro├čtiere des entsprechenden Lebensraumes) kommen und musste f├╝r ihren Fang nicht bis ins tiefste Innere des Kontinents vordringen. Die Stadt Kassala liegt laut meiner Afrika-Karte sowohl vom Roten Meer als auch vom Nil jeweils ca. 300 km Luftlinie entfernt - immer noch eine gewaltige Transportleistung, aber angesichts afrikanischer Dimensionen ein Katzensprung, denn z.B. der ganze Sudan erstreckt sich von Nord nach S├╝d ungef├Ąhr 2.000 km.

Und damit w├Ąren wir auch wieder bei Sachas Frage nach dem N├Ârdlichen Breitmaulnashorn: Lutz Heck brauchte 1928 allein mehrere Wochen daf├╝r, das gefangene Nashornkalb aus dem Inneren Ostafrikas zu Fu├č in eine Ebene zu bringen, die mit einem Transportauto befahrbar war, und es dort zu verladen. Das Kalb wurde immer wieder schnell m├╝de und musste dann l├Ąngere Zeit im Schatten rasten. Weigerte es sich ├╝ber Geb├╝hr, weiter zu gehen (Wen wundert's?), wurde es in einer Art S├Ąnfte von einer Tr├Ągermannschaft getragen. Nun stelle man sich die gleiche Prozedur mit Ausgangspunkt im s├╝dwestlichen Sudan f├╝r ein Breitmaulnashornkalb vor, das auf dem viel l├Ąngeren Weg schlie├člich auch weiter herangewachsen und damit noch "unpraktischer" geworden w├Ąre...
(16.09.2009, 15:46)
Liz Thieme:   wie alt war Mtoto?
Irgendwie hatte ich beim Schreiben an Adulte gedacht und nicht an Jungtiere. Mit denen w├Ąre es m├Âglich, das stimmt.
(16.09.2009, 13:37)
Michael Mettler:   @Liz: Doch, kann man - Lutz Heck beschreibt z.B. recht detailliert den Fu├čmarsch mit seinem anl├Ąsslich der Berliner Fangexpedition 1927/28 in Ostafrika selbst gefangenen Spitzmaulnashornkalb Mtoto aus dem Hochland bis zu den Verkehrswegen. Auch Lorenzo Casanova hat schon f├╝r Hagenbeck Spitzmaulnashornk├Ąlber gefangen und sogar mindestens ein junges Flusspferd weite Strecken ├╝ber Land transportiert (in einer H├Ąngekonstruktion zwischen zwei Dromedaren)! In der Tierfangliteratur ist mehrfach zu lesen, dass sich gefangene Nashornk├Ąlber verschiedener Arten sehr schnell ihren Pflegern anschlie├čen und ihnen bereitwillig folgen.
(16.09.2009, 12:06)
Liz Thieme:   Bezug nehmend auf Sachas ├ťberlegungen bei den "Elefanten im 19. Jahrhundert" zu den Nash├Ârnern.
Ich kenne die anderen Expeditionen nicht und leider habe ich auch nicht den vollst├Ąndigen Bericht von Munro/Casanova. Kann mir aber gut vorstellen, dass Casanova es mit Nash├Ârnern versucht hat. Er hat viele Tiere angeboten bekommen, die Masse war allerdings leicht zu transportieren (L├Âwenjungtiere, Hy├Ąnen, Antilopen). Die Giraffen und Elefanten wurden an die Leine genommen und bekamen teils Fu├čfesseln.
Den Weg zwischen ca Sahamia - Casalla - Suakim legten sie zu Fu├č zur├╝ck, das Gel├Ąnde ist sehr rrau und felsig, so dass die Elefantenf├╝├če wund waren. Allein der Weg Cassala-Suakim sind 419km Luftlinie.

Mit den Nash├Ârnern wird das problematischer, die kann man nicht einfach an die Leine nehmen um nebenher spazieren.
(16.09.2009, 11:27)
Tim Sagorski:   Hallo zusammen !!!
Momentan "arbeite" ich f├╝r mich an einer Aufstellung aller "deutschen" Zoo-Nash├Ârner nach dem zweiten Weltkrieg ! Leider habe ich sehr wenig (bis gar kein) Fotomaterial und w├╝rde daher gerne um eure Fotos (vor allem die der "alten Hasen" hier) bitten... Meine E-Mail-Adresse ist ja hinterlegt, also, falls ihr irgendwas auf den Rechnern habt, was mir weiterhelfen k├Ânnte und ihr mir auch weiterhelfen wollt, schickt mir bitte die Fotos (am besten mit Aufnahmeort, - jahr und Namen des Tieres), ich ordne sie dann meiner, ansonsten schon sehr weit fortgeschrittenen, Liste zu... Danke und Gru├č, Tim
(06.06.2009, 22:49)
Onca:   bessere Nachrichten gibt es von Java.
WWF hat 34 Infrarot-Kameras auf Java installiert. Und ihnen ist eine Nashornmutter mit Jungtier in die Fotofalle gelaufen. Den Sch├Ątzungen nach leben noch 60 Tiere auf Java, 3-5 in Vietnam. Weitere Bef├╝rchtungen sind, dass es nur noch eine Handvoll fortpflanzungsf├Ąhige Weibchen gibt.
(20.05.2009, 18:41)
Onca:   leider gibt es aus der freien Wildbahn schlechtere Nachrichten.
In Zimbabwe haben manche Nash├Ârner nun einen 24-Studnden Schutz durch bewaffnete Aufpasser. Dieses Jahr sind schon 15 Tiere durch Wilderer get├Âtet worden.
Quelle: http://dsc.discovery.com/news/2009/04/10/rhino-zimbabwe.html

noch mal zwei Ausz├╝ge daraus:
>John Travers said last week that a released rhino named Cleopatra ÔÇťwas druggedÔÇŁ and ÔÇťdehorned by literally scalping herÔÇŽCleopatra is now faceless.ÔÇŁ<
>ÔÇťAutopsies have been done on the rhinos killed with a dart gun, and it was found that the drug is of Chinese origin, so we believe, and in fact we have heard from a reliable source, that the Chinese are buying the rhino horn,ÔÇŁ he added.<
(18.04.2009, 20:32)
R├╝diger:   Danke WolfDrei!
Eine erbauende Nachricht die Hoffnung macht auf weitere Erfolge.
Es scheint eine Reise nach Kenia zu geben f├╝r die n├Ârdlichen Breitm├Ąuler aus Dvur Kralove.
Der letzte Erhaltungversuch zur Rettung dieser Unterart !
(18.04.2009, 10:39)
WolfDrei:   Aus der Zeitschrift "International Zoo News": von der in Ohio befindlichen "The Wilds"-Tierhaltung wird mitgeteil, da├č erstmals in voller dritter Generation ein Breitmaulnashornkalb geboren wurde. Bisher gab es Schwierigkeiten, dies in 2. Generation zu erreichen.
(17.04.2009, 12:45)
IP66:   Zum Kolonialismus: Ich denke, da├č erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Wettlauf um Afrika so angeheizt und die nationalen Rivalit├Ąten, insbesondere zwischen dem deutschen Reich und Gro├čbritannien dergestalt entwickelt waren, da├č ein solcher Nashornimport sich in ein Politikum h├Ątte verwandeln k├Ânnen. Immerhin wurden die Importe aus den neuen Kolonien in Berlin als "deutscher Elefant" und "deutsches Nashorn" deklariert.
Zur Genetik: Gerade der Befund bei den Borneo-Orant-Utans scheint mir gegen die Verl├Ą├člichkeit molekulargenetischer Artbestimmung zu sprechen - was aber daran liegen mag, da├č ich kein Biologe bin. Mein Gedankengang sieht so aus: Die Definition von Unterarten macht nur Sinn, wenn diese entweder ph├Ąnotypisch oder vom Verhalten her unterscheidbar sind oder es zwischen den fraglichen Populationen keine Hybridisierung gibt. Wenn nun im Genom nachweisbare Befunde keinerlei Konsequenzen f├╝r Erscheinung und Lebensform des fraglichen Tieres haben, so scheint mir die Verbindung zwischen Gen und Tier fraglich, zumindest jener Abschnitte, die sich anscheinend nicht auswirken. Der zweite Punkt meiner Bedenken betrifft die Wertigkeit des Sequzenzenvergleichs. Wir k├Ânnen war Idendit├Ąten und Unterschiede von Genomen vergleichen, wissen aber nicht um deren Wertigkeit, erheben also nur qnatitative Werte, ├╝ber deren Qualit├Ąt kaum etwas gesagt werden kann. Nun ist es aber so, da├č, wenn man die Haare eine Zebras z├Ąhlt, dies zwar zweifelsohne ein quantifizierbares Merkmal ist, aber sich nahe verwandte Tiere in diesem Merkmal durchaus unterscheiden k├Ânnen, w├Ąhrend ein Exempalar einer anderen Equidenart vielleicht in der Haarzahl dem durchgez├Ąhlten fraglichen Tier entspricht. Mithin: Der Genomvergleich wird erst dann wirklich taxonomisch fruchtbar, wenn wir die Verbindung von Genom und Ph├Ąnotyp verstehen.
(11.11.2008, 11:27)
Michael Mettler:   @Oliver: Aus dem Kapland kamen ├╝brigens m.W. im 19. Jh. auch keine Elefanten in europ├Ąische Zoos, obwohl die wahrscheinlich nach damaliger Systematik als eigene Art gegolten haben/h├Ątten und somit f├╝r systematisch ausgerichtete Zoos interessant gewesen w├Ąren. Die Afrikaner in den Zoos stammten damals wohl vorwiegend aus dem Sudan, wenn auch nicht aus dessen S├╝den...
(10.11.2008, 21:00)
nurmichael:   @ IP66, zu Ihrem Posting vom 6.11.08: ÔÇ×Ich kann nicht so recht daran glauben, da├č genetische Erkenntnisse die Unterartenbestimmung endg├╝ltig kl├Ąren.ÔÇť
Ja welche denn. Fakt ist, dass Merkmale einer Teilpopulation innerhalb dieser weit verbreitet sein m├╝ssen (m├Âglichst zu 100%), um diese als eigene Unterart zu definieren. Das hei├čt doch, dass ein oder mehrere Gene, die f├╝r die Auspr├Ągung dieses Merkmals verantwortlich sind, in dieser Population verbreitet sind (Vererbbares Merkmal). Da es im vorliegenden Fall ein solch augenf├Ąlliges Merkmal nicht gibt, k├Ânnten dennoch Differenzen im Genom zweier Nachbarpopulationen f├╝r eine wissenschaftliche Abgrenzung im Sinne von Unterarten sprechen. Ob das ganze Sinn macht, sei dahingestellt. Aber die derzeit genaueste Methode liefert nun mal die Molekularbiologie.
Das hat allerdings weitreichende Folgen f├╝r die Systematik vermeintlich bekannter Arten bzw. Unterarten. Nach meiner bescheidenen Kenntnis haben die Individuen des Sumatra-Orang-Utans ein weitgehend gleiches Genom. Anders die Populationen ihrer Vettern von Borneo. Die n├Ârdlichen Gruppen dieser Insel unterscheiden sich in ihrem Genom deutlich von der s├╝dlichen Population. Deren Genom hat andererseits gro├če ├ähnlichkeit mit dem der Sumatra Form. Sollte sich dieser Befund in weiteren Untersuchungen erh├Ąrten, w├Ąre es noch das geringste Problem, sich von der bisherigen systematischen Abgrenzung in unseren Zoos abzuwenden. Dramatischer sind die Folgen f├╝r Zucht- und Wiederansiedlungsprogramme.
(10.11.2008, 20:07)
Oliver Jahn:   IP66, Brehm schreibt es doch dazu: "vom Vorgebirge der Guten Hoffnung". Und da waren sie alle irgendwann mal, auch die Deutschen und die Engl├Ąnder. Und unter dem Thread "Dickh├Ąuterh├Ąuser" haben wir ja nun genug Beispiele, die durchaus den Platz f├╝r diese Tiere hatten.
(10.11.2008, 20:02)
IP66:   K├Ânnte es daran liegen, da├č die Erstbeschreibung zu lange zur├╝cklag und man nicht wu├čte, wo man an die fraglichen Tiere kommt? Herr Brehm beschreibt als Praktiker ja eher einen Zoo-Idealbestand. Auf der anderen Seite k├Ânnte eine Rolle gespielt haben, da├č die asiatischen Nashornformen recht langlebig und einigerma├čen zuverl├Ąssig erhaltbar waren. Wenn man schon solch ein teures Tier kaufte, wollte man keine Experimente wagen und das eine Gehege, was man f├╝r die Form besa├č, zuverl├Ąssig besetzen. Immerhin hat Herr Bodinus f├╝r seine Gehegereihe ein Spitzmaulnashorn beschafft. Ob kolonialpolitische Gr├╝nde eine Rolle spielten, wei├č ich nicht - doch kann ich mir vorstellen, da├č ├Ąhnlich, wie der K├Ânig der Belgier das erstimportierte Okapi im eigenen Reich streicheln wollte, man auch britischerseits Erstimporte aus den eigenen Kolonien ungern in Deutschland sah, insbesondere in den Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg.
(10.11.2008, 19:36)
Michael Mettler:   Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Art (und damit gleichzeitig der s├╝dlichen Form) datiert sogar schon von 1817. Flusspferde hatten f├╝r Tierf├Ąnger im Gegensatz zu Nash├Ârnern den Vorteil, dass man sie neben/in den f├╝r den Abtransport geeigneten Fl├╝ssen fangen konnte. Dennoch gab es bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch nur wenige Flusspferd-Importe, und die ab 1910 in gr├Â├čerer St├╝ckzahl aus Tanganjika importierten Tiere kamen bezeichnenderweise s├Ąmtlich aus dem M├╝ndungsgebiet eines Flusses (Rufiji, in N├Ąhe der Stadt Kilwa), wurden also ebenfalls "verkehrsg├╝nstig gefangen".
(10.11.2008, 19:19)
Oliver Jahn:   IP66 hat hier einen spannenden Aspekt angesprochen. Brehm hat das Breitmaulnashorn (wenn auch knapp) bereits 1864 beschrieben. Da verstehe ich nicht, dass nicht ein Zoo oder eine wissenschaftliche Institution oder Gesellschaft diese Sensation f├╝r sich verbuchen wollte, das erste Breitmaulnashorn lebend zeigen zu k├Ânnen. F├╝r viele Expeditionen wurde viel Geld ausgegeben, und das nicht zwingend mit wirtschaftlichem Hintergrund, sondern in erster Linie wegen des Ruhms. Dass da keiner auf das Breitmaulnashorn kam, wunder da wirklich, handelt es sich doch schon nach Brehm um die gr├Â├čte der 5 Arten und somit sicher um eine Sensation.
(10.11.2008, 18:57)
IP66:   Wann hat man denn das s├╝dliche Breitmaulnash├Ârn erstbeschrieben? Ein Tierh├Ąndler mu├čte ja wissen, da├č es eine neue Art war, die er beschaffte. Allerdings wundert mich die Zur├╝ckhaltung beim Import von Breitmaulnash├Ârnern angesichts ungez├Ąhlter Antilopentransporte und der Bew├Ąltigung der Flu├čpferdbeschaffung schon.
(10.11.2008, 16:40)
Michael Mettler:   @Sacha: Tote Tiere bzw. Troph├Ąen sind nun mal leichter zu transportieren als lebende... Mitgef├╝hrte Jungtiere brauchen lange Ruhephasen, Milchvieh braucht Gelegenheit zum Weiden, das kostet alles m.E. sehr viel mehr Zeit als eine Jagdsafari. ├ťbrigens sind auch Spitzmaulnash├Ârner in der ersten H├Ąlfte des 20. Jh. keineswegs h├Ąufig importiert worden - aber immerhin, sie WURDEN gefangen. Und es stimmt, die ersten "europ├Ąischen" Breitmaulnash├Ârner kamen erst 1950 nach Antwerpen.

Der s├╝dliche Sudan muss aber schon immer ein schwieriges Gebiet f├╝r den (Gro├č-)Tierfang gewesen sein. Ich habe mir ├╝berlegt, welche Charaktertiere dort vorkommen, und sie alle sind doch eher sporadische Zoobewohner (gewesen): Korrigum-Leierantilope, Wei├čnacken-Moorantilope, Wei├čohr-Kob, Bohor-Riedbock, ├ľstliche Riesenelenantilope, Pferdeantilope, Schuhschnabel... Die von Zoos damals begehrtesten Arten Elefant und Giraffe gab es auch weiter im Norden und in Abessinien, daf├╝r musste man nicht mit gro├čem Aufwand den Sudd umgehen oder gar durchqueren.
(10.11.2008, 11:12)
Sacha:   @MM: Das mit der genauen Verbreitung ist sicher ein Problem. Wer weiss heute schon GENAU, wo fr├╝her des N├Ârdliche Breitmaulnashorn ├╝berall gelebt hat, also - um auf den Punkt zu kommen - wie weit in den Norden des Sudans sich sein Lebensraum erstreckte.

Bez. Transport: Ich war noch nie vor Ort, darum kann nich nur Mutmassungen anstellen: Aber h├Ątte es nicht die M├Âglichkeit gegeben, um das Sumpfgebiet herum die Tiere zu transportieren? Und sp├Ąter ggf. den Nil als Transportweg zu nutzen (sofern das nicht durch Katarakte verunm├Âglicht wurde) und quasi ├╝ber Alexandria und das Mittelmeer die Tiere nach Europa zu bringen? Zumindest ab Khartoum ist/war der Nil f├╝r gr├Âssere Schiffe befahrbar.

Wie Du gehe ich zwar auch davon aus, dass es schon einen Grund - also die schwer Erreichbarkeit des Verbreitungsgebietes - hatte, warum die N├Ârdl.B.s so sp├Ąt "entdeckt" wurden. Andererseits m├╝ssen ja schon zuvor J├Ąger diese M├╝hen auf sich genommen haben. Du schreibst ja selbst: "Nach der Erstbeschreibung des N├Ârdlichen Breitmaulnashorns soll Rowland Ward s├Ąmtliche vorher im Sudan erbeuteten Nasenh├Ârner in wissenschaftlichen Sammlungen untersucht und dabei festgestellt haben, dass die meisten davon von Breitmaulnash├Ârnern stammten"

Grosswildj├Ąger sind meist nicht nach nur einem erbeuteten Rhino-Horn heimgekehrt. F├╝r die erlegten Tiere/Troph├Ąen mussten Sie also auch eine Menge Tr├Ąger um sich haben. Der Transportweg war insofern nich weniger beschwerlich, nur dass man nicht auf Ziegen als Milchlieferanten angewiesen war.

Zusammengefasst: Es war bekannt, dass es in diesem Gebiet viele Nash├Ârner gab und trotzdem ist - wenn ich das Gelesene richtig im Kopf habe - offenbar bis nach dem II. Weltkrieg -kein N├Ârdl. Breitmaulnashorn L nach Europa gelangt. Ein wenig erstaunlich ist das schon.
(10.11.2008, 10:34)
Michael Mettler:   Sorry, Jahreszahl vergessen: Das besagte letzte Wei├če Nashorn von Selous datierte aus dem Jahr 1884.

├ťber die mangelnde Unterscheidung zwischen den beiden afrikanischen Nashornarten darf man ├╝brigens nicht nach heutigen Ma├čst├Ąben den Kopf sch├╝tteln; im 19.Jh. war sich die Wissenschaft nicht mal ├╝ber die genaue Unterscheidung zwischen Schimpanse, Gorilla und Orang-Utan ganz sicher, weil man auch diese Tiere in Europa nur selten zu Gesicht bekam.
(07.11.2008, 22:05)
Michael Mettler:   @Oliver: Die Nash├Ârner im Kaokoveld d├╝rften aber wohl eher Spitzm├Ąuler gewesen sein. Ich fand bei meiner Nachsuche in "Die Steppe bricht auf" von Herbert Wendt ein Zitat aus dem Reisetagebuch des Forschers Frederick Selous: "Der R├╝ckgang der Wei├čen Nash├Ârner machte sich schon im Jahre 1871 gewaltig bemerkbar; es gab aber noch gr├Â0ere Best├Ąnde in den unbewohnten Gebieten des Matabele-Landes, des Maschona-Landes, des Zulu-Landes und des ├Âstlichen und s├╝d├Âstlichen Transvaal. Acht Jahre sp├Ąter aber konnte ich in vielen dieser Gebiete nicht einmal mehr die Spur eines Nashorns entdecken." ├ťber die Verfolgung der F├Ąhrte eines Breitmaulnashorns am Mahabi-Fluss, das Eingeborene entdeckt hatten, schrieb Selous: "Das war das letzte Wei├če Nashorn im westlichen Teil S├╝dafrikas, von dem ich h├Ârte."

Wendt vermutet auch, dass man Breitmaulnash├Ârner l├Ąngst in gro├čer Zahl erlegte, bevor man sie als eigene Art erkannte. Und das schien sich noch l├Ąnger fortzusetzen: Nach der Erstbeschreibung des N├Ârdlichen Breitmaulnashorns soll Rowland Ward s├Ąmtliche vorher im Sudan erbeuteten Nasenh├Ârner in wissenschaftlichen Sammlungen untersucht und dabei festgestellt haben, dass die meisten davon von Breitmaulnash├Ârnern stammten!

Das ruhige Temperament des Breitmaulnashorns soll seine weitgehende Ausrottung im s├╝dlichen Afrika beg├╝nstigt haben, da die Tiere weder fl├╝chteten noch angriffen, sondern bequem herdenweise abgeknallt werden konnten. Als die Best├Ąnde immer kleiner wurden, schickten zudem noch zoologische Sammlungen J├Ąger mit dem Auftrag los, ihnen noch rechtzeitig Material von diesem Tier zu beschaffen... (Erinnert ein bisschen an die Ausrottung des Riesenalken, die ein paar Jahrzehnte vorher genauso endete.)
(07.11.2008, 21:57)
Oliver Jahn:   Also vier Arten werden in der ersten Ausgabe vom Brehm sehr genau beschrieben, das gew├Âhnliche, indische Nashorn, das Waranashorn, das Sumatranashorn und das Doppelnashorn.
Dann kommt noch ein ganz kurzer Absatz.
"Das Stumpfnashorn, Wei├čnashorn der Boers am Vorgebirge der Guten Hoffnung, wird, einschlie├člich des 60 Zentimeter messenden Schwanzes, reichlich 5 Meter lang und ├╝bertrifft somit alle Familienverwandten."

(07.11.2008, 21:30)
Oliver Jahn:   L├╝deritz brachte DSWA 1883 unter die Fahne des Deutschen Reiches. Im Jahr des vermeindlichen Austerbens begannen mit dem Hottentotten-Aufstand die Unruhen in DSWA, welche bis 1908 gingen. 1908 gab es auch die ersten Diamantfunde. Kamele kamen nach DSWA im Zuge des ersten WK, aber auch bereits f├╝r den Zug des Hauptmann von Erckerts gegen Simon Kopper in die Kalahari. Das war jetzt nicht zu den Nash├Ârnern, aber auch da findet man in den Schriften von nach 1893 noch den Hinweis "Die Reste der einst gro├čen Best├Ąnde an Nash├Ârnern suchten und fanden Schutz im Kaokofeld."
(07.11.2008, 20:16)
Michael Mettler:   P.S. Falls jemand ├╝ber die Erstausgabe von Brehms Tierleben verf├╝gt (ich nicht), k├Ânnte das eventuell als zeitgen├Âssische Literatur Aufschluss dar├╝ber geben, was man damals ├╝ber das Breitmaulnashorn wusste...
(07.11.2008, 20:08)
Michael Mettler:   @Sacha: Lebten denn Breitmaulnash├Ârner wirklich ├╝berall im Sudan? Ich wei├č nur von den an Uganda, den Kongo und die Zentralafrikanische Republik angrenzenden Gebieten (also dem S├╝dwesten des Landes), und um von dort aus an die Rotmeerk├╝ste im Nordosten zu kommen, h├Ątte man das gigantisch gro├če Land diagonal durchqueren m├╝ssen, wobei auf dem Weg ein Hindernis in Form eines Sumpfgebietes von der Fl├Ąche Belgiens gewartet h├Ątte. Die ebenfalls n├Âtige ├ťberquerung des Wei├čen Nils w├Ąre da wohl sogar noch die einfachere Aufgabe gewesen. Und das alles nicht nur mit mindestens einem empfindlichen Nashornkalb, sondern mit einer ganzen Herde von Milchvieh zu dessen Ern├Ąhrung. W├äRE der Weg einfacher gewesen, h├Ątten die Europ├Ąer das N├Ârdliche Breitmaulnashorn doch auch schon viel fr├╝her entdeckt. Ich wei├č gar nicht, ob heimische Krankheiten auch das Mitnehmen von Pferden in diese Region erschwerten oder verhinderten, wie es in anderen Teilen Ostafrikas der Fall war.

@Oliver: Hilf mir mal mit ein paar Jahreszahlen zur deutschen Kolonisation S├╝dwestafrikas. Die Sache mit den Dromedaren, die ja Hagenbeck lieferte, war die nicht erst nach dem Zeitpunkt, ab dem man das Breitmaulnashorn f├╝r ausgerottet hielt (1893)?

├ťbrigens: DAS liebe ich sehr an diesem Forum. Man wird immer wieder dazu angeregt, sich erstmals mit Themen zu befassen, die eigentlich nur noch am Rande mit Zoo zu tun haben, und lernt eine Menge dazu!
(07.11.2008, 19:55)
Oliver Jahn:   @Michael, trotz Krieg liefen Handel und Transport zur K├╝ste im gesamten Zeitraum. Schlie├člich hatte August Strauch die ersten Diamantminen dort gegr├╝ndet und mit diesen wurden auch z.B. gro├če Rinderherden zur K├╝ste transportiert, andersherum von der K├╝ste ins Landesinnere schaffte man gro├če Herden von Dromedaren, um die Schutztruppe auch in der Namib beritten zur Verf├╝gung zu haben.
(07.11.2008, 19:05)
Sacha:   @MM: Die Begr├╝ndungen erscheinen mir alle logisch. Bis auf eine kleine Ungereimtheit: Das N├Ârdliche Breitmaulnashorn lebte u. a. im Tschad, in der Zentralafrikanischen Republik und wie erw├Ąhnt im Sudan. Beim Aufkommen des Grosstierfangs waren diese meines Wissens politisch "relativ" ruhige Gebiete (den Mahdi-Aufstand einmal ausgenommen, wenn der noch in die Zeit passt). Zumindest Anfang des 20. Jahrhunderts, also kurz nach der Entdeckung des N├Ârdl. Breitmaulnashorns bis zu Beginn des I. Weltkrieges w├Ąre es m. E. eigentlich einfacher gewesen (vor allem f├╝r die dortigen Kolonialherren England und Frankreich) N├Ârdl.Bs zu bekommen als Spitzmaulnash├Ârner. Zumal es ja dort f├╝r eine Fangexpedition m├Âglich ist (wenn ich es richtig im Kopf habe) ├╝ber die trockenen Ebenen des Sudans zur K├╝ste zu gelangen. Ein etwas weniger beschwerlicher Weg als ├╝ber bzw. durch das Rift Valley.
(07.11.2008, 18:40)
Michael Mettler:   @Oliver: Ich kenne mich in der dortigen Geschichte nicht aus, aber wenn Krieg gef├╝hrt wurde, hatte man vielleicht andere Sorgen, als auf Nashornfang zu gehen...?
(07.11.2008, 18:24)
Oliver Jahn:   @Michael, das ├╝berzeugt mich noch nicht so ganz. Das s├╝dliche Breitmaulnashorn gab es eben auch in DSWA und dort war es noch nicht ausgerottet, als die Deutschen das Land besetzten. Und auch wenn die Verkehrswege noch nicht sehr erschlossen waren, so reichten sie doch, um eine nicht unerhebliche Kriegsmaschinerie zu bewegen, warum dann nicht auch ein Breitmaulnashorn?
(07.11.2008, 18:18)
Michael Mettler:   @Oliver + Sacha: Vielleicht beantwortet sich eure Frage zum Teil schon dadurch, dass das S├╝dliche Breitmaulnashorn 1893 schon als ausgerottet galt, als ein kleiner ├╝berlebender Restbestand in Natal entdeckt wurde. Somit waren die Schie├čer den F├Ąngern in der Zeit weit voraus gewesen, und der sich gerade erst aufbauende Gro├čtierhandel mit afrikanischen Wildtieren kam f├╝r diese Nashornform gewisserma├čen zu sp├Ąt. Danach durften die Rhinos erst wieder das Land verlassen, als der Bestand in S├╝dafrika wieder gro├č genug war - also in den 1960er Jahren.

Das N├Ârdliche Breitmaulnashorn wurde erst 1903 wissenschaftlich beschrieben, was wiederum einen Grund liefert, warum es nicht vorher in Zoos vertreten war. Die Topografie Afrikas liefert f├╝r meinen Geschmack gen├╝gend Beweis daf├╝r, weshalb man Tiere aus diesem Verbreitungsgebiet nicht bzw. kaum an die K├╝ste schaffen konnte; als Lutz Heck 1927/28 sein Spitzmaulnashorn in Ostafrika fing, wies er ja schon darauf hin, wie schwierig der Transport war, da es kaum ausgebaute Wege und somit auch kaum Fahrzeuge gab, so dass das Tier (wie ├╝brigens alle gro├čen Huftiere zu dieser Zeit) riesige Entfernungen zu Fu├č zur├╝cklegen musste. F├╝r ein Kalb ist das eine geh├Ârige Strapaze, die wiederum nur mit langen Ruhepausen m├Âglich ist, und bei alledem musste ja auch noch die Milchversorgung gesichert sein. Nun stellt euch das aus einem NOCH k├╝stenferneren Gebiet heraus vor, und auf dem Weg h├Ątte man noch den Gro├čen Afrikanischen Graben ├╝berwinden m├╝ssen...

Selbst sp├Ąter, im Zeitalter der Motorisierung, war der Fang noch sehr aufw├Ąndig; Hermann Ruhe beschreibt eine solche Expedition in seinen Lebenserinnerungen. Das Fangteam startete von einem Basislager in Kenia aus, fuhr in den Sudan, schaffte die dort gefangenen Nash├Ârner wiederum nach Kenia und von dort aus wurden sie exportiert! (├ťbrigens stammten m.W. alle N├Ârdlichen Breitm├Ąuler in Zoos aus dem Sudan oder eventuell noch Uganda, keines aus ihrem letzten Zufluchtsort Kongo - nicht mal das Antwerpener Paar.)

Was asiatische Nash├Ârner betrifft, so wurden solche m.W. auch an dortigen F├╝rstenh├Âfen usw. gehalten, von denen sicherlich das eine oder andere Exemplar zum Handelsobjekt wurde. Zudem hatte die heimische Bev├Âlkerung im S├╝den Asiens seit altersher Erfahrung im Lebendfang und Transport (auch ├╝ber weite Strecken) von Riesentieren (Arbeitselefanten!), w├Ąhrend es in Schwarzafrika derlei Traditionen m.W. nicht gab.
(07.11.2008, 17:49)
Oliver Jahn:   @Sache, das alles galt f├╝r Indien auch, langer Transportweg, Unruhen, hohe Kosten, und dennoch kamen die asiatischen Arten extrem fr├╝h nach Europa. Afrika war sp├Ątestens mit Eintritt des Deutschen Reiches in die Riege der Kolonialm├Ąchte verkehrstechnisch g├╝nstiger zu erreichen, als Indien. Wenn ich mir allein mal anschaue, wieviel Schiffe die Woermann-Linie zwischen Afriak und Europa unterwegs hatte, dann verwundert mich das schon. Diese deutsche Linie lief auch H├Ąfen in S├╝dafrika z.B. an. Also so ganz erschlie├čt es sich mir noch nicht. Was mir allerdings aufgefallen ist, dass das Breitmaulsnashorn auch in der Kolonial-Literatur kaum eine Rolle spielt. Immerhin war es doch in Deutsch-S├╝d-West ein klassiches Charaktertier.
(07.11.2008, 16:56)
Sacha:   @Oliver Jahn: Das w├╝rde mich auch interessieren. Schliesslich war damals die N├Ârdliche Unterart noch nicht so selten bzw. noch nicht ausgertottet. Gut, auf der anderen Seite war deren Verbreitungsgebiet mehrheitlich Terra incognita (Ich hoffe, ich hab das richtig geschrieben, ich hatte nie Latein). Dann m├╝sste man sich aber Fragen, warum aus den durch Buren und Briten ziemlich erschlossenen S├╝dafrika keine Exemplare der s├╝dlichen UA importiert wurden. Lags am langen Weg zur K├╝ste resp. dem insgesamt langen Transportweg? An Unruhen mit den Zulus? An den Transportkosten?
(07.11.2008, 16:23)
Oliver Jahn:   Was mich mal interessieren w├╝rde, ist der Grund daf├╝r, warum die Breitmaulnash├Ârner so extrem sp├Ąt erst nach Europa und nach Deutschland in die Zoos kamen.
(07.11.2008, 16:08)
Michael Mettler:   @IP66: Das Spitzmaulnashorn (1870 eingetroffen) ist in Schlawes Tierbestandsliste 1844-1888 aufgef├╝hrt. Sowohl dieses als auch das Paar Panzernash├Ârner traf vor Fertigstellung der Pagode ein, alle drei Tiere waren laut Schlawe vorher im alten Winterhaus untergebracht.
(07.11.2008, 14:49)
IP66:   Von dem Spitzmaulnashorn h├Âre ich zum ersten Mal. Die Aufstellung zeigt allerdings, wie stark sich in dem Jahrzehnt um die Reichsgr├╝ndung die finanziellen Mittel der berliner Aktion├Ąre vermehrt haben und was sich f├╝r dieses Geld so alles beschaffen lie├č - im Museumsbereich setzt etwa ein Jahrzehnt sp├Ąter eine ├Ąhnliche explosionsartige Vermehrung der Best├Ąnde ein. Allerdings lie├č sich, wenn ich recht informtiert bin, die Nashornherrlichkeit nicht lange erhalten und alsbald nahmen dann doch die Elefanten Besitz von einem Teil der entsprechenden Kapazit├Ąten.
(07.11.2008, 14:16)
Michael Mettler:   @IP66: So gro├č k├Ânnen die Beschaffungsprobleme - vom Geld mal abgesehen - nicht gewesen sein, war doch die Pagode Ende der 1870er Jahre zeitweise mit "f├╝nf Nash├Ârnern in vier Formen" besetzt: ein Spitzmaulnashorn, ein Sumatranashorn, ein Paar Panzernash├Ârner und ein angebliches Javanashorn, dessen Artzugeh├Ârigkeit erst in neuerer Zeit angezweifelt wurde und das seitdem als weiteres Panzernashorn gilt.
(07.11.2008, 12:19)
IP66:   Ich finde die Planung der berliner Pagode dennoch sehr interessant: Bei den indischen Elefanten bestand vielleicht schon die M├Âglichkeit, verschieden aussehende, also auch als verschiedene Arten deklarierbare Exemplare zu erhalten. Afrikanische Elefanten waren immerhin zu bekommen, ein solcher war schon vor dem Bau angekauft worden. Hingegen gab es in den 1870er Jahren, wenn ich recht informiert war, noch keinen Import eines afrikansichen Nashorns, und der Erstimport breitm├Ąuligem Variante gelang erst ein gutes halbes Jahrhundert nach der Errichtung des Geb├Ąudes. Ich w├╝rde deshalb aus der Planung nicht nur den Wunsch zur gro├čen Geste ableiten, sondern auch einen gro├čen Optimismus, der sowohl den Import wie die Haltung von Nash├Ârnern anbetraf. Zun├Ąchst einmal scheint es jedoch Probleme mit dem Besatz der Gehege gegeben zu haben, und die gro├če Zeit der Nash├Ârner brach erst mit Herrn Kl├Âs an, der es allerdings auch nicht geschafft h├Ątte, die f├╝nf Gehege mit f├╝nf verschiedenen Arten zu besetzen und seinen Neubau auch nur f├╝r vier Arten konzipierte.
(07.11.2008, 11:45)
Michael Mettler:   H├Ątte Bodinus schon vom Afrikanischen Waldelefanten gewusst, h├Ątte er vielleicht hoffnungsfroh ein drittes Elefantenabteil eingeplant - aber die "Entdeckung" fiel leider erst in die Heck-├ära.
(06.11.2008, 19:18)
IP66:   Das finde ich interessant. Bei den Elefanten scheint Herr Bodinus dagegen mit keiner Neuentdeckung von Arten gerechnet zu haben - allerdings gab es die auch h├Ąufiger zu sehen, selbst in der ein oder anderen Menagerie des Biedermeier.
(06.11.2008, 19:13)
Michael Mettler:   Da man zu Bodinus' Zeiten wohl noch von einer wesentlich h├Âheren Artenzahl bei Nash├Ârnern ausging - ich las k├╝rzlich in diesem Zusammenhang etwas von sieben einh├Ârnigen Arten und einer zweih├Ârnigen allein f├╝r Asien - waren die f├╝nf Gehege noch nicht mal auf Vollz├Ąhligkeit ausgerichtet...
(06.11.2008, 15:19)
IP66:   Ich kann nicht so recht daran glauben, da├č genetische Erkenntnisse die Unterartenbestimmung endg├╝ltig kl├Ąren. Im Falle des Tigerzuchtprogramms habe ich sogar den gegenteiligen Eindruck, was aber auch an Ansatz, Durchf├╝hrung und Zelebration der Ergebnisse der Studie liegen kann. Ich denke eher, da├č man mit frotschreitender Genomkenntnis die gesamte Problematik neu bewerten und vielleicht die ein oder andere Grenze neu ziehen kann.
Interessieren w├╝rde mich, ob bei der Haltung des Java-Nashorns ├Ąhnlich Erfolge erzielt wurden wie bei den Sumatranash├Ârnern - wobei es in der Zeit vor 1907 ja eher um Langlebigkeit als um Zucht ging. Hierbei spielt auch eine Rolle, da├č Herr Bodinus seine Elefantenpagode mit nur zwei Gehegen f├╝r die namensgebende Art, aber mit f├╝nf Abteilungen f├╝r Nash├Ârner ausr├╝stete: Er mu├č damit gerechnet haben, diese auch besetzen zu k├Ânnen ...
(06.11.2008, 13:46)
Michael Mettler:   Manchmal sieht man den Wald vor lauter B├Ąumen nicht. Ich brauchte ja nur das Erstbeschreibungsdatum f├╝r Diceros bicornis michaeli suchen und hatte damit automatisch den ZG-Jahrgang, in dem ich Zukowskys Spitzmaulnashorn-Monografie finden konnte... F├╝r Nashornfans bestimmt interessant, wenn antiquarisch erh├Ąltlich: Band 30, Heft 1/2 und 3/4 (jeweils Doppelausgaben), mit insgesamt 178 Seiten zum damaligen Kenntnisstand ├╝ber die Systematik der Gattung Diceros und vielen historischen Zoo-Aufnahmen. In diesem Artikel benennt Zukowsky gleich acht neue Unterarten, darunter michaeli ("Massainashorn"). F├╝r unsere Abgrenzungsmerkmale hilft uns das aber nicht weiter, denn er nennt vor allem die Unterschiede von michaeli zu einer Unterart holmwoodi aus dem Victoriaseegebiet, die heute nicht mehr anerkannt und doch wahrscheinlich mit michaeli synonym ist...? Im Bestimmungsschl├╝ssel der Unterarten f├Ąllt michaeli unter die 4 mittelgro├čen Formen (von insgesamt 17!) und unterscheidet sich von minor (damals D. b. keitloa var. minor) durch l├Ąngere Ohren...
(05.11.2008, 00:08)
Michael Mettler:   @nurmichael: Nach Sch├Ądelabmessungen sind fr├╝her f├╝r Kanada -zig Wolfsunterarten aufgestellt worden, ohne die Variabilit├Ąt innerhalb der Populationen zu beachten. W├╝rde mich nicht wundern, wenn man das bei diversen anderen Tieren genauso gemacht hat. Schlie├člich WOLLTE man zu diesen Zeiten mit aller Macht neue Arten/Unterarten finden.
(04.11.2008, 23:10)
nurmichael:   @ Michael Mettler, wenn man dann noch bedenkt, dass die Knochenfunde (oder besser Jagdtroph├Ąen) eben ├╝berwiegend aus dieser Zeit stammen, kommt man ins Gr├╝beln. Mit den molekularbiologischen Methoden und Instrumenten haben wir heute allerdings ein unbestechliches Mittel in der Hand, dass uns aber,wie am Beispiel der Orang-Utan Unterarten oder den Giraffen Unterarten (demnach sogar Arten), zu zumindest ├╝berraschenden Erkenntnissen verhilft.
(04.11.2008, 22:59)
Michael Mettler:   @nurmichael: Saba zeigt sich auf meinen Fotos recht glatt, es wirkt eher wie ein Muster denn wie ein Relief. M├Âglicherweise lie├č man sich damals aber auch in die Irre leiten, wenn man zum Vergleich pr├Ąparierte H├Ąute heranzog, die m├Âglicherweise "glattgetrocknet" waren... Immerhin gab es ja sogar mal einen gegenteiligen Fall, bei dem ein Pr├Ąparator in historischer Zeit gar nicht glauben wollte, dass afrikanische Nash├Ârner fast faltenlos sind, und in die angelieferte Haut mit viel M├╝he eine panzernashorn├Ąhnliche Struktur "hineinfaltete"...
(04.11.2008, 22:47)
nurmichael:   @ Michael Mettler, diese seitlichen Hautfalten waren bei dem Bullen Klaus, der von Leipzig nach Berlin kam, besonders ausgepr├Ągt. Die erste seiner drei T├Âchter, die er mit drei verschiedenen und untereinander unverwandten K├╝hen hatte, zeigte ebenfalls dieses Merkmal: Sita, die heute im Zoo Paignton lebt. Ob deren mittlerweile verstorbene Mutter Thelouji dieses Merkmal ebenfalls zeigte, wei├č ich nicht mehr. Die anderen beiden T├Âchter hatten dieses Merkmal nicht oder zumindest weniger ausgepr├Ągt. Bei einer davon k├Ânnen Sie es selbst relativ einfach ├╝berpr├╝fen: Es ist Saba, die in Hannover steht. Die andere ist Nane aus Krefeld. W├Ąren diese Falten ein Unterartenmerkmal f├╝r D.b. michaeli, m├╝sste an deren ÔÇ×UnterartreinheitÔÇť gezweifelt werden.
(04.11.2008, 22:19)
Oliver Jahn:   Man oh man, die Herrschaften sind aber auch anspruchsvoll...und, jetzt alles zu Ihrer Zufriedenheit? :-)
@MM gerade diese rippenartigen falten sind bei der alten magdeburger Kuh Kenia sehr deutlich, was sicher auch am Alter liegen mag.
(04.11.2008, 22:13)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, da wir gerade bei den Unterarten sind: von keinem Nashorn gibt es m.W. gibt es eine osteurop├Ąische Unterart.
(04.11.2008, 21:51)
Oliver Jahn:   Alle guten Dinge sind drei! :-)
Das beruhigt mich ja, dass selbst Sie das so sehen, dass man quasi nichts sieht. Ich habe mir die Frankfurter Tiere auch auf den Fotos wirklich noch mal sehr genauangesehen, aber ich konnte keinen Unterschied z.B. zu den Magdeburger Tieren finden.
(04.11.2008, 21:41)
Michael Mettler:   Irgendwer - war das Krumbiegel? - propagierte doch mal den Plural "Nashorne" :-)

Die Erstbeschreibung der Unterart michaeli wurde seinerzeit im "Zoologischen Garten" ver├Âffentlicht, da m├╝ssten sich die damaligen Kriterien folglich finden lassen. Leider fehlt mir nach wie vor ein Gesamtregister des ZG, so dass solche Nachforschungen in meiner ZG-Sammlung immer in eine elende Sucherei durch die Einzelhefte ausarten... Ich habe dunkel in Erinnerung, dass man fr├╝her die rippenartige Faltenstruktur an den Flanken f├╝r michaeli-typisch hielt, aber da ging es mir bei TV-Dokus schon ├Ąhnlich wie nurmichael mit den Zebras.
(04.11.2008, 21:41)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, wie bei den ÔÇ×DuckersÔÇť ein wunderbarer Plural. Ihre Beobachtung ist nachdem was ich so lese, richtig. Ich selbst kenne auch nur die beiden Unterarten, und habe keinen Unterschied feststellen k├Ânnen. Ich vermute sogar, dass, wenn man beide Unterarten nebeneinander zeigen w├╝rde, auch noch mit individuell ├Ąhnlichen Merkmalen (H├Ârner, Hautfarbe) eine Unterscheidung schwierig wenn ├╝berhaupt m├Âglich w├Ąre. Die jetzige Systematik beruht auf Vermessung von Sch├Ądelbreite und ÔÇôl├Ąnge, K├Ârpergr├Â├če und anderen Merkmalen, die am Skelett bzw. nur den Sch├Ądeln festgestellt wurden. Die jeweiligen Extreme bzw. ÔÇ×MischformenÔÇť hat man dann den Fundorten zugeordnet und so die Unterarten definiert. Die letzte systematische Einteilung stammt aus den 60er Jahren und umfasst sieben Unterarten. Rookmaker, ein ausgewiesener Spitzmaulnashorn Experte, spricht allerdings von vorl├Ąufiger Systematik und hat Anfang der 80er Jahre sogar daf├╝r pl├Ądiert die vorhandenen Unterarten in Zoos zu vermischen, um die Art als solche zu erhalten. Eine strittige Position, die allerdings ihre Entsprechung bei anderen Tierunterarten wenn auch umgekehrt in unseren Zoos hat. Ich habe im Zoo Berlin gelernt, dass die Steppenzebraunterart Damara m├Âglichst wei├če ungestreifte Beine hat. Solche mit gestreiften Beinen aber als Damarazebras beschilderten Individuen habe ich als vermeintlich wissender als Unterartmischling angesehen, mir aber weiter keine Gedanken gemacht. Stutzig wurde ich, als in einer Doku aus dem Okawango Delta durchaus Zebras unterschiedlicher Beinstreifung gesehen habe. Dass die Beschreibung der unterartspezifischen streifenlose Beine f├╝r das Damarazebra nicht stimmt, habe ich dann hier im Forum von Michael Mettler erfahren nachdem ich zuvor dieses Merkmal aber vielen Begleitern als artspezifisch ÔÇ×verkauftÔÇť hatte. Die angeblichen Unterschiede der Orang-Utan Unterarten sind f├╝r mich bis heute nicht augenf├Ąllig. Es gibt ja hier den Thread ÔÇ×UnterartenwahnsinnÔÇť, vielleicht w├Ąren die Spitzmaulnash├Ârner auch ein Fall f├╝r eine Diskussion an dieser Stelle.
(04.11.2008, 21:24)
Oliver Jahn:   So, die Herren, mit dem Titel zufrieden? :-)
Ist es bei den Spitzm├Ąulern denn genau so, wi ebei den Breitm├Ąulern, dass man die Unterarten optisch faktisch nicht von einander unterscheiden kann? Denn mir kommen die Frankfurter Tiere nicht au├čergw├Âhnlich vor.
(04.11.2008, 20:38)
Michael Mettler:   Hier die Quelle f├╝r die Zahlen und damit auch die richtige Zuordnung der Unterarten zu diesen:
http://www.iucnredlist.org/details/6557
(04.11.2008, 20:27)
Michael Mettler:   @nurmichael: Ja, ist mir bekannt - allerdings h├Ątten die Bestandszahlen des Javanashorns auch mit dem Zoo Budapest nichts zu tun :-) So wie dieser vorliegende Thread umbenannt wurde, k├Ânnte man nat├╝rlich auch einfach das "in Deutschland" des Nashorn-Threads rausnehmen, dann w├Ąre alles wieder vereinfacht, denn auch dieser Themenstrang hatte ja l├Ąngst den deutschen Bereich gesprengt.

@Andr├ę Haubrich: Laut IUCN Red List sind wie gesagt noch ca. 700 ├ľstliche Spitzm├Ąuler im Freiland vorhanden, die ├╝brigen noch lebenden Unterarten bicornis und minor machen den Rest aus (rund 1.900 und rund 1.600, wobei ich leider gerade nicht sagen kann, welche Zahl zu welcher Form geh├Ârt) und ihre Zahlen steigen sogar. Meines Wissens gibt es von minor Zoobest├Ąnde in Nordamerika und Australien, die Spezialisierung auf Ostafrikaner (bis auf die genannte Ausnahme Frankfurt) trifft also vorwiegend (nur?) auf die europ├Ąische Zoowelt zu.
(04.11.2008, 20:24)
nurmichael:   @ Andr├ę Haubrich, wobei allein die Bezeichnung ÔÇ×├ľstliches SpitzmaulnashornÔÇť wenig aussagekr├Ąftig ist. In Ostafrika hat es lt. ÔÇ×g├╝ltigerÔÇť Systematik allein vier Unterarten gegeben: Diceros bicornis michaeli, D.b. minor, D.b.ladoensis und D.b. brucii. Davon existieren sicher noch die ersten beiden Unterarten und zweifellos ÔÇ×UnterartmischlingeÔÇť, die es m├Âglicherweise bis in europ├Ąische Zoos geschafft haben. Gleichwohl spricht das ÔÇ×Zuchtbuch f├╝r afrikanische Nash├ÂrnerÔÇť nur von von den Unterarten minor und michaeli beim Spitzmaulnashorn in den Zoobest├Ąnden der Welt. Es ist zwar richtig, dass die Unterart D.b. minor in Europa nur in Frankfurt gehalten wird, daf├╝r ist D.b. minor in Nordamerika weit verbreitet und in Australien mit wenigen Ausnahmen die einzige Unterart. Strittig ist das Vorkommen der Unterarten D.b. chobiensis und D.b. longipes w├Ąhrend die siebente Unterart D.b. bicornis als ausgestorben galt. Neuerdings wird von einigen Leuten die namibische Population wieder in D.b. minor und D.b. biconis unterteilt. Dabei wird allerdings nicht so recht klar ob es daneben noch D.b chobiensis gibt (Siehe Thread Nash├Ârner in Deutschland).
(04.11.2008, 20:13)
nurmichael:   @ Michael Mettler, Wie Ihnen sicher aufgefallen sein d├╝rfte, wurde dieser Tread unter dem Thema ÔÇ×Zoo BudapestÔÇť er├Âffnet. Das war unter dem Aspekt der aktuellen Entwicklung dort m├Âglicherweise gerechtfertigt. Ich habe mich allerdings bei meinen Kommentaren schwer getan, diese in einen Thread ÔÇ×Zoo BudapestÔÇť zu schreiben. ├ťber die Umbenennung in das jetzige Thema war ich daher nicht unfroh. Die bis jetzt 22 Beitr├Ąge w├Ąren aber in ÔÇ×Nash├Ârner in DeutschlandÔÇť auch nicht so richtig untergebracht. Am sinnigsten w├Ąre ein Thread der wie der der ÔÇ×DuckersÔÇť oder ÔÇ×AntilopenÔÇť in diesem Fall ÔÇ×Nash├ÂrnerÔÇť benannt worden w├Ąre. Ich denke solche ÔÇ×UngereimtheitenÔÇť sollten in einem so offenen Forum hingenommen werden, da sonst die Zahl der Threads noch un├╝bersichtlicher w├╝rde.
(04.11.2008, 19:43)
Andr├ę Haubrich:   Wie steht┬┤s denn bei den Unterarten bei Breit- und Spitzmaulnashorn?
N├Ârdliches Breitmaulnashorn ist ja sehr kritisch, in Zoos sind au├čer Frankfurt nur ├Âstliche Spitzmaulnash├Ârner gehalten.
(04.11.2008, 19:37)
Andreas:   @nurmichael: Erl├Ąuterung verstanden, ich nehme die Ironie zur├╝ck:-)
(04.11.2008, 19:15)
Michael Mettler:   Als ergiebige Seite f├╝r Nashornfans sei genannt
www.rhinoresourcecenter.com

Die dortigen Bestandsangaben lesen sich wie folgt:
Breitmaulnashorn 14.500
Spitzmaulnashorn 3.610
Panzernashorn 2.600
Sumatranashorn 275
Javanashorn 60

Die IUCN Red List gibt bez├╝glich des Spitzmaulnashorns optimistischere Zahlen und spricht f├╝r 2007 von fast 4.200 Tieren (davon lediglich 700 der ├Âstlichen Unterart).

Javanash├Ârner leben weltweit in keinem Zoo, als letztes Zoo-Javanashorn gilt ein Tier in Australien, das 1907 starb. DAS habe ich allerdings auch aus Wikipedia.

P.S. Mit k├╝nstlicher Befruchtung hat das allerdings nichts mehr zu tun :-)
(04.11.2008, 19:12)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, wenn das mal nicht von einem Zoodirektor geschrieben wurde. Beim ├Ąhnlich gef├Ąhrdeten Sumatra-Nashorn relativiert man ja mittlerweile die Zuflucht Zoo auf s├╝dostasiatische Einrichtungen. Mir ist nicht bekannt, ob das Javanashorn in Asien in nennenswerter Zahl in asiatischen Zoos lebt, ich denke aber, dass dar├╝ber hier im Forum schon berichtet worden w├Ąre. Nach meinem Wissen gibt es aber weder in den amerikanischen noch in europ├Ąischen Zoos Javanash├Ârner. Von wo die Autoren in wikipedia ihre Informationen haben ist von mir wg. fehlender Quellenangaben dort nicht nachvollziehbar.
(04.11.2008, 19:01)
Oliver Jahn:   Die Zahl von 50 Tieren beim Javanashorn habe ich schon 1993 in "Letzte Zuflucht Zoo" gelesen. Ist die Zahl in Wikipedia einfach dort entnommen, oder hat sie sich seit 15 Jahren tats├Ąchlich nicht ver├Ąndert? Und wenn nicht, ist das dann ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen? Im oben genannten Buch wurde die These aufgestellt, dass die Population dort nicht wachsen w├╝rde, wenn man nicht mindestens die H├Ąlfte der Tiere dort entnehmen w├╝rde. Hat man das damals getan?
(04.11.2008, 18:46)
nurmichael:   @ Oliver Jahn, die Populationsgr├Â├če f├╝r Spitzmaulnash├Ârner wird f├╝r 2001 mit 3100 Idividuen in Afrika angegeben, f├╝r Panzernash├Ârner f├╝r 1997 mit 2100 und f├╝r Sumatranash├Ârner mit 350 in Asien angegeben. F├╝r Javanash├Ârner werden ca. 50 Exemplare f├╝r Java angegeben dazu ÔÇ×noch einigeÔÇť f├╝r Vietnam und Laos. Diese Angaben beziehen sich auf die Gesamtpopulationen einer Art ohne Ber├╝cksichtigung der jeweiligen Unterarten. Quelle dieser Daten ist wikipedia, ├Ąhnliche Zahlen habe ich aber auch woanders schon gesehen. Ob es aktuellere Zahlen gibt, ist mir nicht bekannt.
(04.11.2008, 18:30)
Oliver Jahn:   Gibt es denn aktuellere Zahlen ├╝ber die Best├Ąnde von Java- und Sumatranashorn.
(04.11.2008, 18:03)
nurmichael:   @ Andreas, Die Einteilung der Gef├Ąhrdung von Nashornarten stammt von mir und ist keineswegs offiziell. Grundlage meiner ÔÇ×RangordnungÔÇť ist die Anzahl der lebenden Individuen. Rang 1 ist also die Art mit den wenigsten Individuen, also die h├Âchste Gef├Ąhrdungsklasse. Die Population des s├╝dlichen Breitmaulnashorns bestand zur vorletzten Jahrhundertwende nur mehr aus wenigen Individuen. Die Angaben schwanken zwischen zehn und ÔÇ×weniger als f├╝nfzigÔÇť. Heute leben wohl wieder zwischen 11.000 und 14.000 Tiere. Von allen Nashornarten ist die s├╝dliche Unterart des Breitmaulnashorns derzeit das am h├Ąufigsten verbreitete, genie├čt also nach meiner Rangliste den geringsten Gef├Ąhrdungsgrad aller Arten daher also f├╝nf.
(04.11.2008, 16:12)
Andreas:   Oh, da mu├č mir doch glatt entgangen sein, da├č das S├╝dliche Breitmaulnashorn in der Gef├Ąhrdung wieder "hochgestuft" wurde. Bislang bin ich davon ausgegangen, da├č es gring gef├Ąhrdet ist und es in manchen Gegenden zur ├ťberpopulation gekommen ist.Warum dann die Umsiedlungsprogramme ├╝ber hunderte Kilometer hinweg? Es wurde sogar wieder ├╝ber Abschu├č nachgedacht.
(31.10.2008, 21:37)
nurmichael:   @ Shensi-Takin, Ihren in Ihrer Antwort genannten Fakten widerspreche ich nicht, habe das aber auch in meinem Posting vom 29.10.08 nicht getan. Mir geht allerdings die sensationsheischende ├ľffentlichkeitsarbeit der Zoos bei solchen Gelegenheiten gegen den Strich. Fakt ist doch, dass zumindest die europ├Ąischen Zoos bei der Haltung der s├╝dlichen Breitmaulnash├Ârner insgesamt bis heute eher als Konsumenten denn als Produzenten aufgetreten sind, d.h. die Best├Ąnde in Afrika eher dezimiert als aufgestockt haben und immer noch tun. Von den f├╝nf Nashornarten sind alle als gef├Ąhrdet eingestuft. Dabei ist den Afrikanern aber gelungen, das s├╝dl. Breitmaulnashorn in ca. 80 Jahren vom ersten auf den letzten Platz zu verdr├Ąngen. Der unbedarfte Leser von Pressemitteilungen aus den Zoos k├Ânnte aber glauben, dass die so gerne selbstdargestellte Arche Noah Funktion der Zoos bei dieser Art eine edle Tat sei (Schwerin, Dortmund z.B.). In Wirklichkeit greifen die Zoos u.a. aber auf nicht unterzubringende Nachzuchten aus Afrika zur├╝ck, wenn sie heute Zuchtgruppen neu zusammenstellen. Sie schw├Ąchen also die Populationen, die sie vorgeben st├╝tzen zu wollen. Nicht dass ich falsch verstanden werde, ich wehre mich nicht gegen diese Ma├čnahmen wohl aber aber gegen ihre ├Âffentliche Darstellung.
(31.10.2008, 20:36)
Shensi-Takin:   @nurmichael: Als "Spitze" war die Adressierung Ihnen ggue. gewiss nicht zu verstehen, sondern eher als gutgemeinter Hinweis, dass Forschung im Hier und Jetzt in diesen Bereich durchaus auch seine Berechtigung hat-und besser ist, als im Nachhinein ueber Versaeumnisse zu schimpfen (was in diesem Forum des oefteren vorkommt;).
Was Ihre Bitte nach meiner Meinung bzgl. Ihrer Argumentation (Zitat) angeht-aber bitte, gerne doch:
1. Grundlegend: im Falle suedafrikanischer Breitmaulnashoerner ist es wohl eher angebracht, von UNTERarterhaltenden Massnahmen zu reden, da Ceratotherium simum simum hier gemeint. Obwohl-hinsichtlich der aktuellen Situation von C.s.cottoni hat wohl eher nur die Suedliche Unterart so oder so eine mehr oder minder reele Ueberlebenschance, und die NWRs koennen vielleicht davon in der einen oder anderen Form profitieren.
2. Man ist sich durchaus der Situation in Suedafrika & Co. bewusst; Hildebrandt, Goeritz und Co. vom IZW sind regelmaessig dort taetig. Derlei lokale Zuchterfolge muessen aber nicht zwangslaeufig KB-Versuchen entgegenlaufen, sondern letztere sollten vielmehr als experimentelles Parallelprogramm mit besonderer Bedeutung fuer die letzten NWRs verstanden werden.
(30.10.2008, 20:46)
Oliver Jahn:   Ich habe lediglich die Begriffe "Nashorn" und "k├╝nstliche Befruchtung" ergoogelt und es war mir ehrlich gesagt ein wenig viel, was dort alles zu finden war. Allerdings waren die ersten 30 Verlinkungen (unter denen auch zugegebener Ma├čen recht triviale Bl├Ątter zu finden waren) ausnahmslos positiv. Es war durchg├Ąngig von der wissenschaftlichen Betreuung dieses Projekts die Rede, davon, dass hier Erfahrungen gesammelt werden sollen, die im Bezug auf andere, noch viel bedrohtere Nashornarten sehr wichtig sein k├Ânnten und zu deren ├ťberleben beitragen k├Ânnten. Aber auch davon, dass der Stress, den das "Verschicken" der Tiere hervorruft, um zur Vermeidung von Inzucht fremde Zuchtpaare zusammenzustellen, ebenfalls eine hohe Belastung der Tiere bei der nat├╝rlichen Befruchtung darstellt.
(30.10.2008, 19:40)
nurmichael:   @ Shensi-Takin, Ihre Spitze in meine Richtung mag verstehen wer will, ich habe mich doch wohl eindeutig in meiner Stellungnahme nicht zum F├╝r und Wider der KB ge├Ąu├čert. Aber sagen Sie mir doch, was Sie an meiner ├╝brigen Argumentation falsch finden.
(30.10.2008, 19:00)
Shensi-Takin:   Bzgl. KB: wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, stecken derlei reproduktionstechnische Massnahmen bei Wildtieren noch in den Kinderschuhen, wobei jeder gegleuckte Eingriff ein weiterer Schritt gen besserer Verknuepfung von Ex-und In-Situ-Schutz (z.B. durch Gewinn von Sperma wildlebender Maennchen zur Befruchtung weiblicher Zoo-Exemplare) gerade bei limitierten Populationen darstellt (bzw. darstellen kann).
Nur ist der damit verbundene Aufwand von Art zu Art unterschiedlich. Waehrend die KB bei unseren heimischen Nutztieren (inklusive Honigbienen-es geht also noch kleiner als im Scherz angedacht, Herr Amend...;)) inzwischen Standard ist, gelingt dies bei anderen (z.B. auch Katzen) nicht immer so problemlos. Natuerlich kann man die Geldmittel auch anderweitig gut anlegen; aber warum sollte man nicht forschen und versuchen, solange es noch nicht zu spaet ist (wobei im Falle des NWRs das wohl inzwischen der Fall ist...)? Daraus gewonnenes Wissen erweist sich des oefteren als ueberaus praktisch. Andernfalls kaeme spaeter dann sicher auch bei Problemen die Frage auf, warum es hier an Wissen fehlt-gell, @nurmichael? ;)

Anders als beim Hausrind kann eine KB oder ein anderer bestandstechnischer Eingriff bei einem Wildtier nicht ohne groessere, z.T. fuer das alle tierischen und menschlichen Beteiligten trotz aller Vorsichtsmassnahmen stressige Prozedere inklusive Restriktionsmassnahmen (u.a. Anaesthesie) und damit verbundenen Gesundheitsrisiken einhergehen. Daraus aber eine allgemeine Abwertung einer Nashorn-KB ggue. der von Haus-und Nutztieren ableiten zu wollen, halte ich fuer verkehrt. Ich bin zwar Natursprung-"Fan", meine aber auch, dass man alle Optionen offen halten sollte, solange sie nicht fuer die Tiere schaedlich sind.
(30.10.2008, 09:58)
Oliver Jahn:   Ich muss doch noch mal nachfragen, was an einer k├╝nstlichen Nashornbefruchtung ist denn so eine verabscheuungsw├╝rdige Qu├Ąlerei?
Ich habe davon keine Ahnung und lese nur, dass dieses Verfahren von Veterin├Ąrmedizinern und Zoologen des Berliner Leibniz-Instituts f├╝r Zoo- und Wildtierforschung (IZW) entwickelt wurde. Das sind f├╝r mich potenziell keine Menschen, die Forschung betreiben, um Tiere zu qu├Ąlen.
Kann mir also jemand sagen, worin der Unterschied zwischen einer k├╝nstlichen Befruchtung von Rindern und Nash├Ârnern liegt, so dass es bei den einen millionenfach getan wird und bei den anderen eine Qu├Ąlerei ist?
(29.10.2008, 22:15)
nurmichael:   @ R├╝diger, man kann Ihren Unmut ├╝ber die k├╝nstliche Befruchtung teilen oder eben nicht. Bei einem Verzicht auf diese w├Ąre den Tiermedizinern und vor allem den Zoos aber der Hinweis verwehrt, wie wichtig sie doch f├╝r den Erhalt bedrohter Arten sind. Nach einem Bericht der Berliner Morgenpost hat im zur Diskussion stehenden Fall auch der Zoo Budapest auf die arterhaltende Funktion solcher Ma├čnahmen und vor allem der Haltung gef├Ąhrdeter Tierspezies in Menschenobhut hingewiesen. Wiederum wurde vers├Ąumt, auf die seit Jahrzehnten in S├╝dafrika selbst gemachten Erfolge bei dieser Tierart hinzuweisen. Auch wurde vers├Ąumt, zu erw├Ąhnen, dass in den s├╝dafrikanischen Staaten der Platz f├╝r diese Art langsam knapp zu werden droht und daher Nachzuchttiere von dort offenbar gerne auch in deutschen Zoos untergebracht werden (aktuell in Dortmund). Selbst zur Erhaltung dieser Art in europ├Ąischen Zoos braucht es zoogeborenen Nahwuchs offensichtlich nicht. Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt.
(29.10.2008, 19:39)
Michael Amend:   M├Âglicherweise k├Ânnte man Breitmaulnash├Ârner z├╝chten, in dem man einen, ggf. auch zwei Bullen, mit einer gro├čen Gruppe weiblicher Tiere in einer entsprechenden Anlage h├Ąlt..Auf diese Art und Weise sind im San Diego WAP tats├Ąchlich schon ├╝ber 100 Breitmaulnash├Ârner " entstanden".
Ich warte auf den Tag,an dem endlich mal eine Etrusker-Spitzmaus k├╝nstlich bfruchtet wird.Die Samenentnahme beim M├Ąuserich stelle ich mir interessant vor,die Elekrtomethode scheidet aus, die ├╝berlebt der nicht, bleibt nur die traditionelle Art der Samengewinnung...

Ich hoffe, es gibt bald k├╝nstliche Geb├Ąrmuttern, damit die weiblichen Tiere nicht mehr den Stress der Schwangerschaft und die schmerzhafte Geburt durchleiden m├╝ssen...( Achtung,Ironie)
(29.10.2008, 19:23)
R├╝diger:   Dsa mit dem Kryo -Samen stimmt ├╝brigens.
Schau unter News nach im http://www.rhinos-irf.org/, dort wird es best├Ątigt. Dort lacht Lars der kleine Eisb├Ąr im Eisschrank HA Ha !
(29.10.2008, 19:11)
R├╝diger:   So ist es Michael Amend. Wer Nash├Ârner so liebt wie ich, freut sich ein Loch in den Bauch, wenn es endlich mal wieder Nachwwuchs gibt. Nur die technische Entsteheungsgeschichte dazu
schaudert mich Oliver Jahn !
Wenn e so einfach und schnell ginge , wie bei dem Rindvieh, w├╝rde ich es tollerieren. Ausserdem kann man f├╝r 100.000 Euro weit aus mehr Land in Afrika kaufen und dort Gebiete zusammenlegen f├╝r einen gr├Âsseren Nationalpark und nat├╝rliche Wanderwege den Nash├Ârner und vielen anderen Herdentieren zur├╝ckgeben.
(29.10.2008, 19:04)
Michael Amend:   Ich glaube, R├╝diger meint den Vorgang der k├╝nstlichen Befruchtung als Qu├Ąlerei.

Mit tiefgefrorenem Samen wurde die Nashornkuh aber ganz bestimmt nicht befruchtet, denn in dem Fall w├Ąre kein Kalb da....( aber vielleicht ein Eisb├Ąr,Ha,Ha)
(27.10.2008, 20:24)
Oliver Jahn:   Sorry, aber was bitte ist eine estethische Qu├Ąlerei?
Selbst in dem Fall, dass hier ├Ąsthetisch gemeint ist, bringe ich die Begriffe ├ästhetik und Qu├Ąlerei bei einem kleinen Breitmaulnashorn nicht zusammen. ├ästhetik ist die Lehre von der wahrnehmbaren Sch├Ânheit. Und sieht dieses kleine Kerlchen nicht aus, wie jedes kleine Nashorn?
(27.10.2008, 20:12)
R├╝diger:   Hier noch ein Photo
(27.10.2008, 19:40)
R├╝diger:   genetisch wertvoll, aber estethisch eine Qu├Ąlerei.
Lulu hat am 22. Oktober 08 Ihr zweites
Jungtier geboren. Eine k├╝nstliche Befruchtung mit gefrohrenem Samen von einem Bullen in Colchester ist die Ursache daf├╝r.
Der kleine Bulle scheint wohl auf. Mein ungarisch ist nicht so gut.
Kann jemand die Homepage besser ├╝bersetzen ?
Hoffetnlich
(27.10.2008, 19:38)

alle Beiträge