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Sumatranash├Ârner



W. Dreier:   Habe schnell gegoogelt wo das etwa ist : oben Sarawak, Brunei, dann Sabah, s├╝dlich des sonstigen gewesenen Vorkommens dann der Distrikt (?) Kelian Lestari mit dem neuen ``Zuchtzentrum``. Vor Pahu ist ein weiteres Nashorn dort gefangen wurden, starb aber aufgrund von Drahtschlingen-Verletzungen.
(18.10.2020, 15:37)
W. Dreier:   Dazu die Daten:

``There are seven resident rhinos ? adult males Andalas, Harapan and Andatu (born at the Way Kambas SRS in 2012), and females Rosa, Bina, Ratu and her calf Delilah (also born at the Way Kambas SRS in 2016) in Way Kambas; and Pahu in Kelian. All are part of a single conservation breeding program that uses state-of-the-art veterinary and husbandry care to maximize the population growth rate.``
(18.10.2020, 14:28)
W. Dreier:   In den letzten 2 Jahren wurden viele neue Initiativen ergriffen, das Sumatranashorn noch zu retten - 1 Sekunde vor 12. Neben der schon ├╝ber 20 Jahre existierenden Anlage Way Kambas mit 7 Tieren (dabei bisher 2 Geburten) soll nun ein weiteres Zentrum im Gunung Leuser Nationalpark geschaffen werden (dort leben vielleicht noch ca 50 Tiere) soll auch auf Ostkalimantan ein Zentrum errichtet werden. Nachdem auf Borneo Nash├Ârner der UA harrissoni nur im malayischen Teil geortet wurden (nun aber ausgestorben, die letzten Tiere waren Imam und Tam; vor 2 und einem Jahr gestorben; ) wurde auf Kalimantan (Borneoteil Indonesiens) ein weibliches Tier gefangen ( Pahu) und in die zu schaffende Einheit im ``Kelian Lestari Forest`` gebracht. In Deutschland nimmt die Wilhelma finanziell an den Rettungsaktionen teil.
Auf der malayischen Halbinsel gibt es seit ca 2015 auch keine Tiere mehr.
(18.10.2020, 14:26)
W. Dreier:   Sumatranashornbulle ``Torgamba`` in Port Lympne 1995
(23.04.2020, 18:07)
Tim Sagorski:   Momentan leben im Sanctuary, meines Wissens, sieben (3,4) Tiere :

- 1,0 "Andalas" (* 2001 in Cincinnati) seit 2007
- 1,0 "Harapan" (* 2007 in Cincinnati) seit 2015
- 1,0 "Andatu" (* 2012 im Sanctuary / "Andalas" x "Ratu")
- 0,1 "Bina" (Zootier aus Indonesien) seit 1997
- 0,1 "Rosa" (Wildfang) seit 2005
- 0,1 "Ratu" (Wildfang) seit 2005
- 0,1 (* 2016 im Sanctuary / "Andalas" x "Ratu")

Zwei weitere Tiere, die gemeinsam mit "Bina" 1997 den Anfangsbestand gebildet haben, sind schon tot :
1,0 "Torgamba" - 1997 aus Port Lympne gekommen, 2011 gestorben
0,1 "Dusun" - 1997 aus einem indonesischen Zoo gekommen, 2001 gestorben
(20.05.2016, 11:08)
R├╝diger Krichel:   Das freut mich besonders !
Wieviele Rhinos leben in dem Sanctuary Way Kambas momentan und wie ist die Sexverteilung?
(20.05.2016, 09:36)
Hannes Lueke:   Endlich ein Zuchterfolg im Sumatran Rhino Sanctuary Way Kambas. Ein gesundes Weibchen ist vor wenigen Tagen zur Welt gekommen.
(13.05.2016, 07:20)
WolfDrei:   Eine schlimme Nachricht fand ich:
"There are no Sumatran rhinos left in the wild in the Malaysian state of Sabah, confirmed Masidi Manjun, the Tourism, Culture and Envi┬şronment Minister, over the weekend. In 2008, conservationists estimated there were around 50 rhinos in the state. Five years later, it dropped that estimate to just ten. Now, it?s admitted the awful truth: the wild rhino is very likely gone.

?We are facing the prospect of our Sumatran rhinos going extinct in our lifetime,? Manjun noted at an environment seminar.

Sabah?s rhino is a distinct subspecies of Sumatran rhino, known as the Bornean rhino (Dicerorhinus sumatrensis harrissoni), and it looks increasingly possible that the Bornean rhino may only be represented by three surviving individuals, all of which are held in fenced, natural conditions at the Borneo Rhinoceros Sanctuary (BRS) in Sabah. These include one male, Tam, and two females, Iman and Puntung.

?If numbers of baby Sumatran rhinos can quickly be boosted in the coming few years, there is still hope to save the species from extinction,? said John Payne, the Executive Director of the Borneo Rhino Alliance (BORA) and one of the world?s top experts on the species. ?The only way now to achieve that is to use in vitro fertilization to produce the embryos and to have a few fertile females in well-managed fenced facilities, under excellent care, as the surrogate mothers.?

Im unteren Bereich der Mitteilung stand - mit Fragezeichen - dass es vielleicht in Kalimantan, also dem indonesischen Teil Borneos, noch einige Tiere geben k├Ânnte. (unter "sumatran rhino" suchen).
(15.03.2016, 17:28)
WolfDrei:   Tomas Pes aus Plzen hatte vor ca 2 Jahren einen Vortrag im TP ├╝ber Borneo gehalten, darunter zeigte er auch einige Bilder des Nashorn aus Lok Kawi - das wirkte schon damals so "nackig"
(04.07.2013, 21:48)
Michael Mettler:   Zumindest bei dem sieht man m.E., dass Abnutzung (Abscheuern) eine Rolle spielt. Die rosa Linie ohne Langhaar entlang der Rippen verl├Ąuft in H├Âhe der ├Ąu├čersten Ausw├Âlbung des Brustkorbes und setzt sich im Schulterbereich fort. W├╝rde das Nashorn nicht gerade den Kopf heben, ginge sie dort wohl auf gleicher H├Âhe weiter. Da tippe ich auf Pfosten, Torangel o.├ä. als Dauerbeanspruchung.

Das Rhino in Lok Kawi wirkt aber so nackt, dass nicht mal mehr die Ohrr├Ąnder behaart zu sein scheinen. (Sind das am Hinterteil nasse Haarstr├Ąhnen oder Falten?) Da tippe ich eher auf schlechten Hautzustand als auf ein Unterartmerkmal o.├ä.
(04.07.2013, 15:36)
Jennifer Weilguni:   Hier zum Vergleich mal ein Bild von dem Sumatraner "Harapan" (damals noch in White Oaks).
(04.07.2013, 14:20)
Oliver Jahn:   Das ist echt witzig. Noch bevor ich Sachas Beitrag gelesen habe, sah ich das Bild und dachte, ich w├╝rde ein Javanashorn darauf sehen.
(02.07.2013, 14:15)
zollifreund:   @Sacha: das mit den wenigen Haaren ist mir auch aufgefallen. Erkl├Ąrte mir es mit dem Alter - mir wurde gesagt, dass es deswegen im Zoo von Kota Kinabalu ist, weil es f├╝r die Zucht zu alt ist.
(02.07.2013, 13:32)
Sacha:   @Zollifreund: Interessantes Foto. Geht es nur mir so, oder ist/scheint das Tier tats├Ąchlich ziemlich haarlos und deswegen - abgesehen vom Doppelhorn - mehr an ein Javanashorn zu erinnern?

Rapunzel (Nomen est omen), die ich Ende 19990er/Anfang der 2000er im Bronx Zoo New York sah, war jedenfalls st├Ąrker behaart.
(02.07.2013, 11:23)
zollifreund:   und nun nat├╝rlich auch noch ein Bild von ihr im Detail.
(02.07.2013, 10:31)
zollifreund:   bin gerade in Sabah, Borneo und habe Sepilok besucht. Lt. Aussage des Guides halten sie keine Sumatranash├Ârner mehr. Anscheinend sind die zwei j├╝ngeren Tiere nach Tabin Wildlife Reserve ( auch Sabah, hier gibt es die letzten freilebenden Tiere auf Borneo) gegangen. Die ├Ąlter Kuh lebt nun im Lok Kawi Wildlife Zoo in Kota Kinabalu. Diesen habe ich heute besucht und das Tier auch gesehen. Leider aber nur sehr weit entfernt in einem Wasserbecken liegend. Interessanter Weise wurde f├╝r das Tier kein eigenes Gehege gebaut, sondern einfach nur im Gehege der Sambahirsche ein Sonnensegel ├╝ber einem Wasserbecken angebracht. Lt. Pfleger bleibt es auch hier den ganzen Tag liegen. Anbei ein Bild der Anlage. Hinten links im Schatten liegt das Tier.
(02.07.2013, 10:25)
Liz Thieme:   Andalas hatte erstmal nur Ratu kennengelernt und sollte nach und nach die anderen kennenlernen. Bis zum letzten Jahr gab es noch Bulle Torgamba, der alle Weibchen kennengelernt hatte und Ratu auch gedeckt haben soll - unerfolgreich.
Wie ich schon unten schrieb zeigte Rosa allerdings kein Interesse an ihm, daher bei ihr ebenfalls kein Erfolg.
Torgamba starb im April 2011 im Alter von 32 Jahren. Er war chronisch krank. Bis 1998 lebte er in Port Lympne, danach kam er ins Sanctuary.

Die Vergesellschaftung scheint nicht immer einfach zu sein. Da Ratu aber nun mit ihrem Sohn besch├Ąftigt ist, kann Andalas zu den anderen Weibchen beim Zyklus gelassen werden. Ich wei├č nicht, wie weit die Ann├Ąherungen schon sind. Es hie├č nur seitens des SRS, dass er sich nun um die anderen k├╝mmern solle.

Die Daten von den Sabah Tieren sind sehr unterschiedlich
8. 20.07.93 M - "Tanjung"
9. 17.06.94 F - "Gologob"/"Gelugob", verpaart am 26.10.95
10. 22.11.95 M - "Malbumi" von Sukau zum RBCS gebracht am 25.11.95.
Die Internetseite von denen ist veraltet, daher habe ich hier noch keine neuen Daten zu Verpaarungsaktivit├Ąten. Teils wird auch davon gesprochen, dass Gelugob 10 Jahre ├Ąlter als Tanjung ist, allerdings glaub ich das nicht, aufgrund von bestimmten Quellen.
(25.06.2012, 20:06)
R├╝diger:   Danke Liz f├╝r die Infos und Daten!
Wieso l├Ąsst man erst in kommender Zeit Adalas zu Bina und Rosa zur Paarung?
Schlieslich weis man doch schon lange von der Tr├Ąchtigkeit von Ratu oder gab es schon sexuelle Kontakte zwischen den dreien?
Wie verteilt sich der Sexstatus bei im Sepilok Rhino Center, Sabah (Gologob/Gelugob, Tanjung, Malbumi?)1,2 oder 2,1 Rhinos??
(25.06.2012, 18:07)
Liz Thieme:   Der kleine Bulle hei├čt Andatu.
Und in kommender Zeit, soll Andalas sich mit Bina und Rosa verpaaren.
(25.06.2012, 17:25)
Sacha:   Hier ist man wohl irgendwie an einem Scheideweg angelangt. F├╝r ex-situ m├╝sste man importieren, sonst wird das auf die Dauer nichts. (@R├╝diger: Somit auch volle Zustimmung, "Zuchtjahre" so optimal wie m├Âglich zu nutzen). Nur hat man dann das Risiko, dass der Lebensraum der entnommenen (und zuchtf├Ąhigen, weil sonst bringt es nichts) Exemplare nicht durch ad├Ąquate Tiere ersetzt wird. Es d├╝rften nur Tiere sein, deren Population in Zukunft ohnehin zusammenbrechen w├╝rde. Unn├Âtig zu sagen, dass man auch bei der Eingew├Âhnung bzw. beim Transport (noch) vorsichtiger sein muss, als es vor etwa 20 Jahren die Amis und Briten waren.
Vor allem aber: Wer w├╝rde dies - Einwilligung des exportierenden Landes vorausgesetzt - bezahlen?
(25.06.2012, 09:59)
Liz Thieme:   Also im Moment sieht es so aus:
Zwei in Cincinnati (Ipuh, Suci)
Eins im Los Angeles Zoo (Harapan)
Drei im Sepilok Rhino Center, Sabah (Gologob/Gelugob, Tanjung, Malbumi?)
F├╝nf im Sumatran Rhino Sanctuary in Sumatra (Andalas, Bina, Ratu + Sohn, Rosa)
(24.06.2012, 21:35)
R├╝diger:   @ Sacha
Im Punkte Gefahren, Seuchen ect. gebe ich dir recht. Aber die jetzigen Zuchtjahre der wenigen Zoonash├Ârner ungenutzt dahinpl├Ątschern zu lassen ist fatal. Laut Cincinatti weiss man noch nicht ob und wann man ├╝berhaupt blutsfremde Tiere erhalten wird,
(24.06.2012, 20:23)
Sacha:   @R├╝diger: Sehe ich anders, vor allem wenn man es so allgemein formuliert. Der beste Weg w├Ąre n├Ąmlich - sofern m├Âglich (z.B. gen├╝gender Restbestand) - zweigleisig zu fahren, also in-situ UND ex-situ. Das minimiert das Risiko, dass z.B. durch Seuchen oder politische Unruhen gleich der ganze Bestand erlischt. Zudem h├Ątte man bei einigen Tierarten in deren nat├╝rlichen Lebensraum und/oder Gefangenschaftspopulationen im Herkunftsland gar nicht mehr gen├╝gend Exemplare mehr gehabt f├╝r eine erfolgreiche Wiederansiedlung resp. nachhaltige Erhaltung des Bestandes. Ich nenne nur als ein Beispiel das Przewalski-Urwildpferd oder die Arabische Oryx.
(24.06.2012, 19:12)
R├╝diger:   Lebt 0,1 Suci *2004 (Tochter von Ipuh)momentan allein in Cincinnat.
Oder reskiert man dort eine Zucht mit dem Vater Ipuh ?
Eine schlechte situation, wobei man ja dort wenigsten schon mit dem Altpaar Jungtiere erfolgreich grossgezogen hat.
Weiss jemand etwas Genaues ├╝ber die Zukunftpl├Ąne in Cincinatti und White Oak, Yulee ??'
(24.06.2012, 18:36)
R├╝diger:   Supertoll, ich bin froh so etwas miterleben zu d├╝rfen. F├╝r mich ist das der beste Weg , die Tiere im Wohnzimmer ihrer Heimat nachzuz├╝chten. Nur so haben wir langfristig eine Chance die Specie der Nachwelt zu erhalten.
Ich finde es sehr schade Harpan versauert in den USA. Entweder man bringt Ihm bald ein Weibchen oder man bringt Ihn in das Way Kambas Rhinozeros-Reservats. Vieleicht hilft es die ├ľffentlichkeit gegen die Abholzung aufzur├╝tteln.
(24.06.2012, 18:30)
Henry Merker:   "....Sensation in Indonesien
Sumatra-Nashorn bringt Junges in Gefangenschaft zur Welt

Experten sprechen von einem Jahrhundertereignis: Natursch├╝tzer freuen sich in Indonesien ├╝ber die Geburt eines Sumatra-Nashorns in Gefangenschaft. Die Tiere z├Ąhlen weltweit zu den am st├Ąrksten vom Aussterben bedrohten Arten.



Medan - Ein Sumatra-Nashorn-Weibchen hat am Samstag in Gefangenschaft ein Junges zur Welt gebracht, wie Widodo Ramono, Sprecher des Way Kambas Rhinozeros-Reservats auf der Insel Sumatra, erkl├Ąrte. In den vergangenen hundert Jahren habe es nur drei F├Ąlle gegeben, in denen Sumatra-Nash├Ârner in Gefangenschaft Nachwuchs bekommen h├Ątten. "Ratu" habe ein m├Ąnnliches Baby zur Welt gebracht, sagte Ramono. Mutter und Kind seien wohlauf.

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Das kleine und behaarte Sumatra-Nashorn, das mit zwei H├Ârnern ausgestattet ist, z├Ąhlt zu den am st├Ąrksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. In den vergangenen 20 Jahren ging die Population stark zur├╝ck - inzwischen leben in S├╝dostasien Sch├Ątzungen zufolge weniger als 200 Sumatra-Nash├Ârner in Freiheit. Sie sind Opfer von Horndieben, aber vor allem Opfer der Zerst├Ârung ihres Lebensraumes.

Das Sumatra-Nashorn ist daher zum Symbol f├╝r den Kampf gegen die massive Abholzung des Regenwaldes in Indonesien geworden. Nach Angaben von Umweltsch├╝tzern werden jedes Jahr zwei Millionen Hektar Wald in Indonesien abgeholzt. Das entspricht sechs Fu├čballfeldern pro Minute. Auf den freien Fl├Ąchen wird ├╝berwiegend Palm├Âl angebaut, mit dem der steigende Bedarf an Biokraftstoff gedeckt werden soll.

dkr/AFP ...."

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sensation-in-indonesien-sumatra-nashorn-in-in-gefangenschaft-geboren-a-840536.html

Eine ohne Frage sehr gute Nachricht aus Indonesien.
(23.06.2012, 16:22)
Liz Thieme:   Herr Dreier, so muss es sein. Ich habe von einer Wissenschaftlerin n├Ąmlich die Info bekommen, dass es keine US-Import in den letzten 10 Jahren mehr gab.
(11.06.2012, 19:30)
WolfDrei:   zur Interpretation des Sumatranashorn"importes" in LA: Im Jahresbericht stand "frisch eingetroffenes Sumatranashorn". Offensichtlich war das "nur" der USA-Sohn Harapan von Emi, der ehemaligen Zuchtkuh aus Cincinnati. Im ZOOCHAT fand ich: "Harapan (Andalas' brother) is coming back to the LA Zoo from White Oak in Florida. The newsletter states that the LA Zoo hopes to find a female for him at some point".


(24.05.2012, 09:32)
Bj├ÂrnN:   Schon komisch, dass von einem solchen Import noch nix durchgesickert ist.
(23.05.2012, 20:39)
WolfDrei:   Im soeben erschienenen Tierparkjahresheft von 2011 wird erw├Ąhnt, da├č 2011 in die USA ein Sumatranashorn importiert wurde. Ist das der "Gegentransport" f├╝r Anadalas nach Way Kambas/Sumatra?
(23.05.2012, 20:33)
Liz Thieme:   Ratu ist im 12 Monat tragend und hat somit noch vier vor sich :) Laut Ultraschall sind Mutter und Kind derzeit bei guter Gesundheit. *Daumen dr├╝ck*
(17.03.2012, 21:11)
Liz Thieme:   Laut der Karte ja, aber laut den letzten Studien der International Rhino Foundation wird da kein Nashorn mehr verzeichnet.
Bei den Javanern (siehe Thread Nash├Ârner) ist das gewilderte Vietnam-Javanashorn auch noch in der Karte eingezeichnet.

Haben Sie aktuelle Daten zu den Festland Tieren?
(14.02.2011, 20:10)
WolfDrei:   - und dazu auf dem Malaysia-Festland.
(14.02.2011, 19:53)
Liz Thieme:   Jetzt hab ich die Karte vergessen, also ein Nachschlag.
(14.02.2011, 18:42)
Liz Thieme:   Sumatranashorn - Update
200 Tiere werden einkalkuliert. Zwischen 12 und 15 leben noch in Sabah, Malaysia. Die anderen verbliebenen Populationen leben in drei National Parks auf Sumatra: Gunung Leuser, Way Kambas und Bukit Barisan Selatan.
Nachdem Ratu ihr Kind verloren hat, ist die Mannschaft der Sumatran Rino Sanctuary in Way Kambas NP guter Hoffnung, dass Ratu von Andalas erneut gedeckt wird/wurde und dieses Jahr wieder tr├Ąchtig sein wird.
(14.02.2011, 18:39)
Liz Thieme:   :( schlechte Nachrichten.
Ratu hat ihren Embryo verloren. Beim letzten Ultraschall wurde festgestellt, dass sie eine Fehlgeburt erlitten haben muss.

Ihr Zyklus wird nun wieder beobachtet und dann soll sie entsprechend wieder mit Andalas zusammengelassen werden.

Man kann nu die Daumen dr├╝cken.
(23.04.2010, 16:18)
WolfDrei:   nat├╝rlich pygmy
(11.03.2010, 22:18)
WolfDrei:   ein Foto bei FLICKR unter pigmy rhino
(11.03.2010, 22:16)
WolfDrei:   zu D.s. harrisoni: unter "Zoos in Asien" haben wir schon unter "Lok Kawi Zoo" die Existenz eines Borneo-Rhinos behandelt. Im letzten Jahr hatte Herr Pes aus Plzen in einem Vortrag im TP von diesem Tier Bilder gezeigt. Ist das Tier ├╝berf├╝hrt worden?
(11.03.2010, 22:04)
Liz Thieme:   so also zu dem aktuellen Bestand in Gefangenschaft:

Unterart: Sumatranashorn (D. s. sumatrensis)

Cincinnati
1,0 Ipuh *1990
0,1 Suci *2004 (Tochter von Ipuh)

White Oak, Yulee
1,0 Harapan *2007 (Sohn von Ipuh)

Sumatran Rhino Sanctuary, Lampung (Way Kambas)
1,0 Torgamba *? lebte schon 1985
1,0 Andalas *2001 (Sohn von Ipuh)
0,1 Bina *rd 1987
0,1 Ratu *rd 2002
0,1 Rosa *rd 2002

---
Unterart Borneo-/Sabah-Nashorn (D. s. harrisoni)

Sepilok Rhino Center, Sabah
1,0 Tanjung *rd 1989
0,1 Gologob *rd 1990 - hier unterscheiden sich die Daten sehr, glaube diesen Daten aber mehr als denen die ich unten hingeschrieben habe.
(11.03.2010, 20:44)
R├╝diger:   Apropo Alter
Wie alt ist ROSA ungef├Ąhr ? Sollte man nicht langsam ANDALAS mit ROSA verpaaren, bevor es zu sp├Ąt ist f├╝r weiteren Nachwuchs?
Ist BINA nicht schon zu alt f├╝r die Reproduktion ?
Vielleicht kann man mit Torgambas Samen, falls fruchtbar, sp├Ąter einmal SUCI in Cincinatti befruchten oder man t├Ątigt einen Austausch von Tieren zwischen dem SSP und Indonesien .
(07.03.2010, 10:01)
Liz Thieme:   Ipuh geh├Ârt zu den drei ├Ąltesten Tieren, aber Torgamba wird ├╝berall als der ├älteste bezeichnet.
(06.03.2010, 19:38)
WolfDrei:   @Liz Thieme: m├╝├čte Ipuh nicht eigentlich ├Ąlter als Torgamba sein?
(06.03.2010, 18:27)
Liz Thieme:   "Andalas" (*2001) hat bisher scheinbar nur "Ratu" (rd *2001) kennengelernt gehabt, seit 2007 wurden sie immer mal wieder zusammengelassen, wenn der Zyklus von "Ratu" entsprechend war.
Als "Ratu" und "Rosa" sich gut eingelebt hatten, wurden sie mit "Torgamba" vergesellschaftet. "Ratu" wurde von "Torgamba" damals (2006) gedeckt. Danach wurde "Rosa" mit ihm zusammengelassen, sie war neugierig, er desinteressiert.
Die Zyklen der Weibchen werden auf Grund von Hormonbestimmungen aus Blut und Kot sowie Ultraschall bestimmt.

"Bina" ist 23 Jahre alt. "Torgamba" lebte von 1987-1998 in Port Lympne und ist das ├Ąlteste Sumatranashorn in Gefangenschaft.
"Torgamba", sozusagen der Cassanova der Nash├Ârner, dated alle Damen, aber es kommt zu keiner Tr├Ąchtigkeit.

Die Situation in den USA sollte allgemein ├╝berdacht werden. In Cincinnati leben derzeit Suci (Tochter von Ipuh und Emi) und Ipuh. Emis drittes Kind Harapan lebt seit 2008 im White Oak Conservation Center in Yulee.
Bisher habe ich keine Infos gefunden, die f├╝r Transporte sprechen.

2007/2008 hatte man ├╝berlegt ob man nicht eins der Weibchen im Sumatran Rhino Sanctuary in Way Kambas in einen der US Zoos bringt, um sie mit einem der S├Âhne von Emi zu verpaaren.


weitere Daten (Stand 1996) zu Sumatra Nash├Ârnern in Gefangenschaft im RBCS (Rhino Breeding Centre, Sepilok (Borneo).):
Das Datum gibt das Fangdatum an; M=m├Ąnnlich F=weiblich

1. 28.03.87 M - gefangen bei Linbar, Kinabatangan. Starb in der Grube durch innere Verletzungen
und Atemstillstand
2. 14.07.87 M - "Tenegang", starb im Rhino Breeding Centre Sepilok (RBCS) in 1991.
3. 24.05.88 M - starb in der Grube
4. 22.04.89 F - "Lumparai" gepaart am 28.10.95
5. 05.05.91 M - "Takala", starb in RBCS am 08.05.95 durch Tetanus.
6. 27.08.92 M - "Sidom" verpaart mit "Lumparai" und "Gologob".
7. 05.06.93 M - gefangen bei Bulud, Sukau. Sendermarkiert und im Tabin Wildlife Reserve freigelassen am 30.11.93. Das Signal wurde 30 km vom Ort der Freilassung in j├╝ngster Zeit lokalisiert
8. 20.07.93 M - "Tanjung"
9. 17.06.94 F - "Gologob"/"Gelugob", verpaart am 26.10.95
10. 22.11.95 M - "Malbumi" von Sukau zum RBCS gebracht am 25.11.95.

evtl leben "Gelugob" und "Tanjung" noch, er ist 10 Jahre j├╝nger als sie.
(06.03.2010, 18:12)
R├╝diger:   @WolfDrei
Merci f├╝r die Info ├╝ber die f├╝nf Sumatrnash├Ârner im Way KRS.Wenn man die Tiere so genau untersuchen kann, dass ein Ultraschallresultat die Tr├Ąchtigkeit diagnosteziert, weiss man auch , ob alle f├╝nf Tiere noch fertile oder zuchttauglich sind?
Weiss jemand im Forum, ob Cincinatti bald wieder ein Weibchen f├╝r den Zuchtbullen dort erh├Ąlt?
Sch├Ânes Wochenende!
(06.03.2010, 10:06)
WolfDrei:   @R├╝diger: im Way Kambas Rhino Sanctuary:
Rhinos at the SRS

Andalas resting in his SRS quarantine enclosure the day after arrival (21 February 2007).
The five Sumatran rhinos living at the Sumatran Rhino Sanctuary ┬ľ Rosa, Ratu, Bina, Torgamba, and Andalas
Also 3 Weibchen, 2 M├Ąnnchen (Torgamba aus Port Lympne, Andalas aus Cincinnati/LA. Die Weibchen direkt aus Sumatra.
(28.02.2010, 20:39)
R├╝diger:   @ Liz Thieme
eine frohe Botschaft und Hoffnung auf weitere junge Sumatranash├Ârner.Mit wieviel zuchtf├Ąhigen Weibchen lebt ANDALAS im WAY Kambas Nationalpark ?
Kann mir jemand im Forum eine kurze Auflistung der Tiere angeben┬Ę
W├╝nsche einen guten Wochenstart.
(28.02.2010, 19:11)
Liz Thieme:   In Indonesiens Sumatra-Rhino Sanctuary in Way Kambas Nationalpark ist Kuh Ratu von Bulle Andalas (dem ersten in Gefangenschaft geborenen Sumatranashorn) tr├Ąchtig. Die Geburt wird f├╝r Mai 2011 erwartet.
Ratu 2006 wurde in einem Dorf in der N├Ąhe des Nationalparks gefunden. Andalas wurde 2001 in Cincinnati geboren, wuchs im Zoo von Los Angeles auf und wurde von da 2007 in das Sanctuary gebracht.
(17.02.2010, 20:37)
Alexander Fuchs:   Kann mir auch nur schwer eine Volksschwimmhalle Typ Anklam im Zoo vorstellen, da w├╝rden nur alte Erinnerungen wach ;)
(08.10.2009, 20:22)
Bj├ÂrnN:   Da gebe ich Ihnen vollkommen recht.

Der Wunsch nach Sumatranash├Ârnern scheint eher ein pers├Ânliches Anliegen von Dr. Junhold zu sein.

Die Delfinhaltung war in den 60er Jahren geplant, der Bau des Delfinariums (ebenso wie das Giraffen- Okapihaus, L├Âwenhaus etc.) ging aber nie ├╝ber witzige Planungsskizzen hinaus, Gott sei Dank....
(08.10.2009, 17:08)
Ralf Sommerlad:   Nicht alles, was Besucher w├â┬╝nschen, ist auch vern├â┬╝nftig. ├â┬ťbrigens w├â┬Ąre es vorsichtig gesch├â┬Ątzt 8 von 10 Besuchern v├â┬Âllig egal, ob da jetzt Sumatranash├â┬Ârner oder Panzernash├â┬Ârner stehen...
(08.10.2009, 16:02)
Bj├ÂrnN:   Die Delfine waren stets ein Wunsch der Besucher, standen bereits in den 70er Jahren bei Umfragen im Zoo ganz hoch auf der Wuschliste.
(08.10.2009, 12:24)
Ralf Sommerlad:   Ja, der Wille....und das sich Herr Junhold innerlich von Delfinen verabschiedet hat, ist begr├â┬╝ssenswert.
(08.10.2009, 10:35)
Gerrit Wehrenberg:   Habe ich im Interview vom leipziger Zoodirektor Dr. J├Ârg Junhold gelesen: Auf die Frage welche Tierhaltungen er sich f├╝r sein Zoo pers├Ânlich w├╝nschen w├╝rde antwortete er, Delfine waren im Gespr├Ąch, w├Ąhren aber aus dem Spiel - Sumatranash├Ârner jedoch w├Ąhren sein Favorit! - Der Wille ist also da! :-)
(07.10.2009, 22:36)
R├╝diger:   Emmi ist gestorben. Die dreifache Mutter ist im Zoo Cincinatti 21 - j├Ąhrig verstorben. http://www.cincinnatizoo.org/documents/CincinnatiZooMournstheLossofSumatranR
hino.pdf
Ein grosser Verlust f├╝r die Erhaltungszucht!


(08.09.2009, 19:39)
Ralf Sommerlad:   @MA: Ja, das ist mir ziemlich klar mit Leupzig, schon von Anfang an und ich freue mich, dass so viel M├â┬╝he auf ein captive management verwandt wird.
Und Cincy steht ohnehin auf der Agenda.
Danke schon jetzt für die Fotos aus der Bronx, ich bin gespannt!
(14.07.2009, 10:45)
Henry Merker:   @Michael Amend:
Das habe ich mir schon gedacht, dass Europa da au├čen vor ist. Aber vielleicht sind die Bedingungen in den USA einfach besser - allein schon deswegen, weil dies tats├Ąchlich EIN Staat ist und nicht ein STAATENBUND wie die EU (Von daher d├╝rften also bestimmte Dinge leichter zu managen sein, oder?).
(13.07.2009, 22:58)
Michael Amend:   @Henry merker. Sumatra-Nash├Ârner sind f├╝r Europa weder angedacht, noch verf├╝gbar, die Ex-Situ Haltung der Art wird sich nur noch auf die USA konzentrieren.
(13.07.2009, 22:55)
Andr├ę Haubrich:   Ich dachte, die Sumatra-Nash├Ârner seien nur in dem Rasbach-Entwurf, der ja l├Ąngst nicht mehr aktuell ist, aufgetaucht und konkrete Pl├Ąne h├Ątte es nie f├╝r die Art gegeben.
In den Pl├Ąnen kamen ja auch Zebraducker, Kobiltmakis und Rote Spie├čhirsche vor.
(13.07.2009, 20:37)
Henry Merker:   @Liz Thieme:
Seit etwa 7 Jahren, wobei davon vier Jahre wieder abgezogen werden m├╝ssen, in denen ich aus diversen Gr├╝nden dazu keine Zeit hatte. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ich nicht alles wei├č und auch nicht ├╝berall auf dem Laufenden bin. Ist das denn schlimm?
(13.07.2009, 20:35)
Liz Thieme:   *wunder*
@HM das mit den Sumatranash├Ârnern wurde doch schon vor Ewigkeiten mal berichtet und diskutiert.
Darf ich mal die vorsichtige Frage ├Ąu├čern, wie lange besch├Ąftigst du dich schon mit dem Thema Zoo/Zootiere/Zoobauten?
(13.07.2009, 20:20)
Alexander Fuchs:   Es war mal angedacht gewesen, denke aber das der Plan auf Eis liegt und man die Anlage f├╝r ein anderes Tier nimmt ;)
(13.07.2009, 19:46)
Henry Merker:   @Alexander Fuchs:
Das w├Ąre ja gro├čartig, wenn es zur Verwirklichung dieses Planes kommen sollte; doch warum denn nur ein Exemplar und nicht zwei?
(13.07.2009, 19:36)
Alexander Fuchs:   @Henry Merker Es war mal angedacht in Gondwanaland ein Sumatranashorn zu halten. Wie weit man die Pl├Ąne weiter verfolgt ist offen oder eher unwahrscheinlich. Aber niemals nie sagen...
(13.07.2009, 19:32)
Henry Merker:   @Michael Amend:
Da Sie in Ihrem Beitrag Leipzig ansprechen: Gab oder gibt es denn Pl├Ąne dort Sumatranash├Ârner zu halten oder handelt es sich da um ein Mi├čverst├Ąndnis?
(13.07.2009, 19:29)
Michael Amend:   @Ralf Sommerlad. Mit White Oak haben Sie wirklich etwas verpasst, zwar nur eien reptilienart ( Komodowaran ), daf├╝r aber ein guter Huftierbestand in au├čergew├Âhnlichen Gehegen. Eine nat├╝rlichere Okapihaltung z.B werden Sie nirgendwo sonst finden.

Zur├╝ck zu den sumatranash├Ârnern. machen Sie sich keine Hoffnungen, in Leipzig diese Tiere, f├╝r diese Art gibt es konkrete Pl├Ąne,was die Population in Gefangenschaft anbelangt.Freut mich, wenn Ihnen die Fotos gefallen. Ich habe ├╝briegens die Tomistoma-Anlage in der Bronx f├╝r sie fotografiert.

Vielelicht soltlen Sie in Erw├Ągung ziehen, nach Cincinnati zu fliegen, sollte es ein viertes Kalb geben ?
(13.07.2009, 18:29)
Ralf Sommerlad:   @MA: Danke f├â┬╝r den Hinweis auf die Website der Rhino Foundation. Als ich im M├â┬Ąrz den Zoo Jakarta besuchte geschah dies vor allem in der Hoffnung, dort Sumatra-Nash├â┬Ârner zu sehen - das war wohl nichts...Da mir auch White Oak aus Zeitgr├â┬╝nden durch die Lappen ging werde ich wohl noch einige Zeit auf mein erstes Sumatranashorn warten m├â┬╝ssen. Ihre Fotos haben mich aber ein bisschen entsch├â┬Ądigt. Danke !
(13.07.2009, 10:41)
Michael Amend:   @Henry Merker. Kein Problem, f├╝r weitere Fragen stehe ich gerne zur Verf├╝gung.
(12.07.2009, 21:04)
Henry Merker:   @Michael Amend:
Vielen Dank f├╝r Ihre Informationen.
(12.07.2009, 20:12)
Michael Amend:   @Henry Merker. Nicht viele...

In White Oak wird der 2007 in Cincinnati geborene Bulle"Harapan"gehalten, in Cincinnati dessen Eltern "Ipuh"und"Emi" sowie deren 2004 zur Welt gekommene Tochter "Succi". Diese wird gtrennt gehalten, der Zoo verpaart augenblicklich das Zuchtpaar erneut, um hoffentlich ein weiteres Kalb zu bekommen.F├╝r"Succi"und"Harapan" gibts andere Pl├Ąne, die sind aber ( noch )nicht ver├Âffentlicht. Einfach mal von Zeit zu Zeit die Homepage der International Rhino Foundation besuchen, dort werden regelm├Ą├čig Neuigkeiten zu den Sumatranash├Ârnern ver├Âffentlicht.
(12.07.2009, 16:46)
Henry Merker:   @Michael Amend:
Und wie viele Sumatranash├Ârner werden in White Oak bzw. den USA derzeit gehalten?
(12.07.2009, 13:54)
Michael Amend:   "Harapan" hat eien mehr als 2 ha gro├če Anlage, die er aber aufgrund der Sonneneinstrahlung nur nachts oder bei bedeckten Wetter nutzen kann, die restlcihe Zeit verbringt er in einem Kral, der mit einem Segel ├╝berdeckt ist, er kann aber auch in einen Offenstall ausweichen,wenn er m├Âchte.
(12.07.2009, 06:53)
Michael Amend:   @R├╝diger. White Oak ist kein ├Âffentlicher Tierpark, sondern eine private Zuchteinrichtung f├╝r hochbedrohte Tierarten und ist nicht f├╝r Besucher zug├Ąnglich. Es ist die derzeit einzige Einrichtung weltweit, die 4 Nashornformen pflegt.

Anbei ein paar Bilder des Jungbullen "Harapan ",der letztes Jahr im Rahmen einer Zuchtkooperation in White Oak eingestellt wurde.
(12.07.2009, 06:51)
R├╝diger:   Danke an Shensi- Takin und Bj├ÂrnN. White OAK ist mir bekannt als grossfl├Ąchiger Tierpark mit vielen Nachzuchterfolgen bei seltenen Specien, wie Okapis, Spitzlippennash├Ârner usw.
Vielleicht entsteht dort eine zweite Zuchtstation f├╝r Sumatranash├Ârner im SSP.
(30.12.2008, 15:45)
Shensi-Takin:   @Bj├ÂrnN: Kein Problem, gern geschehen.
(30.12.2008, 13:12)
Bj├ÂrnN:   Ich wusste, es war was mit "Oak".

Vielen Dank f├╝r Ihre Erl├Ąuterung....
(30.12.2008, 12:27)
Shensi-Takin:   Harapan ist seit Herbst 2008 im besagten White Oak Conservation Center.
http://www.wocenter.org/
(30.12.2008, 11:57)
Bj├ÂrnN:   @R├╝diger
Ich habe vor ein paar Monaten zuf├Ąllig im Internet gelesen, dass "Harry" nicht in Cincinnati bleiben soll, sondern in ein Zuchtzentrum in den Staaten geschickt werden soll, welches bereits gro├če Erfahrung in der Zucht von Breitmaul-, Spitzmaul- und Panzernash├Ârnern hat. Ich kann mich leider an den Namen der Einrichtung nicht erinnern, L.A. oder der San Diego Zoo/WAP waren es aber nicht...

Ob diese Info korrekt ist, kann ich leider nicht beurteilen.
(30.12.2008, 11:24)
R├╝diger:   @ Michael Amend
Hast du nochmals aktuelles ├╝ber die Sumatras in Cincinatti?
Ist das Zuchtweibchen das vierte mal tragend ?
Erwartet man f├╝r 2009 oder 2010 die n├Ąchste Geburt ?
Bleiben alle 2,2 Tiere in Cincinatti oder geht wieder 1,0 nach Los Angelos ?
Danke f├╝r Infos und ein gutes neues 2009 !
(30.12.2008, 10:24)
Michael Amend:   Hier noch ein Bild vom 4 j├Ąhrigen Jungbullen"Andalas"in L.A, kurz bevor er nach Indonesien zur├╝ckgeschickt wurde.
(26.10.2008, 20:46)
Hannes L├╝ke:   Da fragt man sich wo die alten G├Ânner sind die z.B. Br├╝ckenechsen mit nem Rembrandt kaufen :-)
(09.10.2008, 17:08)
Ralf Sommerlad:   @Michael Amend:In Kenntnis indonesischer B├â┬╝rokratie, die Artenschutz zwar auf dem Papier betreibt, aber in Wahrkeit hindert, habe ich grosse Zweifel, dass Sumatranash├â┬Ârner k├â┬╝nftig das Land verlassen.
(09.10.2008, 14:39)
Michael Mettler:   Und Suc(c)i ist auch noch eine "Fehlfarbe" mit ihrem wei├čen Stiefel :-) Falls das ein verdecktes Erbe ihrer Eltern sein sollte, k├Ânnte bei R├╝ckkreuzung mit dem Vater ein Kalb mit noch gr├Â├čerer Wei├čausdehnung herauskommen - von anderen Tierarten sind jedenfalls solche Ph├Ąnomene bekannt...
(09.10.2008, 13:58)
Michael Amend:   Darauf l├Ąuft es doch hinaus, sp├Ątestens, wenn Cincy den Zuchtbullen verliert. Ich glaube kaum, das die in dem Fall die verbliebenen Tiere ebenfalls nach Indonesien zur├╝ckschicken werden. Aber mal abwarten, vielelicht krigt der Zoo doch was aus Indonesien raus. Soweit ch wei├č, waren de vor einigen Jahren gestorbenen K├╝he in Indonesien nicht zuchtf├Ąhig.
(09.10.2008, 06:40)
Michael Mettler:   Mal was Anderes: Sind eigentlich bei jenen Nash├Ârnern, die in j├╝ngerer Geschichte aus den selben Fanggebieten stammten, jemals Gentests gemacht worden, ob die Tiere m├Âglicherweise verwandt sind/waren? Oder geht man selbst bei einem nur noch inselartig verbreiteten Tier davon aus, dass alle wild lebenden Individuen auf geheimnisvolle Weise untereinander blutsfremd sind? Worauf ich hinaus will: Was spricht eigentlich angesichts der Gesamtsituation dagegen, in Cincinnati eines Tages Vater x Tochter oder Bruder x Schwester zu paaren, wenn den Tieren im Freiland stellenweise wom├Âglich auch nichts Anderes mehr ├╝brigbleibt?
(08.10.2008, 23:40)
IP66:   Ihre Angaben passen zu ├ťberlegungen, in denen die asiatischen Nash├Ârner zu den langlebigsten, allerdings auch teuersten, Bewohnern der Zoos der zweiten H├Ąlfte des 19. Jahrhunderts gez├Ąhlt wurden. Interessant f├Ąnde ich, ob es auch f├╝r Java-Nash├Ârner vergleichbare Daten gibt. Ich w├╝rde so weit gehen, da├č man f├╝r die sumatranische Unterart, wenn sie nicht ausstirbt und man gen├╝gend Importe wagt, eigentlich ganz gute Haltungsergebnisse erwarten darf. Ob man das will und tut, ist eine andere Frage.
(07.10.2008, 14:33)
Michael Mettler:   Bei diesen "historischen" Exemplaren m├╝sste man allerdings die manchmal vielleicht sogar monatelange Schiffsreise zur Haltungsdauer hinzurechnen, und sicherlich war das eine oder andere Tier nicht als Frischfang an Bord gekommen, sondern hatte vorher schon eine mehr oder weniger lange Zeit in irgendeinem Kral oder gar Palastgarten gelebt. Wenn man das mal unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, waren die Importe nach Europa unter damaligen Bedingungen eigentlich relativ erfolgreich, denn die Bedingungen auf der Schiffspassage waren bestimmt nicht so gut wie in den Zoos.

In Band 20 des "Zoologischen Garten" von 1879 fand ich eine Artikelserie ├╝ber die Haltungsdauern von Tieren des Zoologischen Garten Hamburg. Darin sind auch zwei Sumatranash├Ârner gelistet, die 4 Jahre, 2 Monate und 6 Tage bzw. 8 Jahre, 3 Monate und 4 Tage im Zoo lebten. Das ist aus unserer heutigen Sicht nicht viel, aber wenn ich mir zum Vergleich andere Gro├čtiere in der Liste ansehe, auch nicht gerade wenig. Wisent (unter 4 Jahre), Nilgau (rund 5,5 Jahre), Zebu und Elenantilope (knapp 7,5 Jahre) erreichen nicht mal die Daten, Giraffe, Trampeltier, Dromedar, Guanako, Bergzebra, Panzernashorn, Schabrackentapir liegen alle bei 8-9 Jahren und damit in etwa gleichauf mit dem langlebigeren der beiden Sumatranash├Ârner. Von den "Exoten" schafften nur Wasserb├╝ffel, Yak, Wei├čschwanzgnu, Vikunja, Wildesel, Burchellzebra, Flachlandtapir und eine ganze Reihe von Hirscharten eine ├╝ber 10-j├Ąhrige Haltungsdauer.
(07.10.2008, 13:06)
Michael Amend:   @IP66. Die Lebenserwartung dieser Tiere war in den meisten F├Ąllen sehr gering. Nur vier Tiere lebten ├╝ber 10 Jahre ( zwei in London,eiens in Wien, eines in Leipzig),drei wurden von Europa aus weiter in die USA transportiert,bei 5 Tieren ist das Todedatum unbekannt,der Rest starb gr├Â├čtenteils innerhalb weniger Monate. Etliche Tieer d├╝rften sicher voller Parsiten gewesens ein und schon sehr gesch├Ąwcht eingetroffens ein, bei andren wei├č man nat├╝rlcih nicht, wie alt sie waren, auch Futterumstellung kann ich mir durchaus als Todesursache vorstellen.
(06.10.2008, 19:29)
Michael Amend:   @R├╝diger. Tut mir Leid, mir liegen derzeit keine konkreten Informationen ├╝ber das weitere Vorgehen in Bezug auf die Sumatra-Nash├Ârner in Cincinnati vor. Die Jungkuh " Succi" soll vorerst in Cincinnati bleiben. Dort stehen wegen des Neubaues einer Adlervoliere die Chancen sehr gut, das der Neubau der Sumatra-Nashornanlage vorgezogen werden k├Ânnte, recht gut. Mir liegen keine Infos vor, ob das Zuchtpaar wieder zusammen ist. In diesem Fall m├╝├čte der Jungbulle ja von der Mutter getrennt worden sein. Ich halte das f├╝r sehr wahrscheinlich, da Emi auch nicht mehr die J├╝ngste ist und "Andalas"auch im Alter von 13 Monaten von der Mutter getrennt wurde. Sollte Emi wieder tr├Ąchtig werden, m├╝├čte theoretisch der Jungbulle weg, soviel Platz gibt es im Stall nicht, es sei denn,der wurde erweitert, was ich nicht glaube.
(06.10.2008, 19:19)
IP66:   Hat sich denn jemand die M├╝he gemacht, das Schicksal der in den drei├čig Jahren zwischen 1872 und 1902 importierten Tiere einmal nachzuvollziehen. Die in diesem Zusammenhang gesammelten Erfahrungen d├╝rften angesichts der wenigen Importe nach 1945 ja von einiger Aussagekraft sein.
(06.10.2008, 14:53)
R├╝diger:   @ M.A.
bin auch der Meinung :
Nat├╝rlich bin ich auch der Ansicht, das solange Ipuh und Emi zuchtf├Ąhig sind, mit den beiden auch weiterhin zu z├╝chten. Man ist ja dort so ehrgeizig, noch mindestens zwei K├Ąlber von den beiden zu bekommen.
Ist die Zuchtkuh EMI eigentlich schon wieder in guter Hoffnung ?
Gibt es in Indonesien keinen Jungbullen f├╝r das zuletztgeborene weibliche Junge SUCI oder zumindestend eine Austauschm├Âglichkeit mit Harpan ?
Nur das scheint doch langfristig eine Chance f├╝r diese seltene Nashornspecies zu sein
(06.10.2008, 13:28)
Michael Amend:   Nach einem Artile im "Zoologischen Garten"wurden nachweislich zwischen 1872 und 1902, dem letzten Import vor 1945,23 Sumatra-Nash├Ârner nach Europa gebracht , einige davon verkaufte Hagenbeck weiter an amerikanische Zirkusse.1959 und 1986 erfolgten zwei weitere Importe von isgesamt 4 Tieren, das letzte Tier nach Europa wurde 1988 importiert. 1998 wurde mit dem Versand von Torgamba nach Indonesien die Haltung von Sumatra-Nash├Ârnern in Europa beendet.
(05.10.2008, 16:26)
Michael Amend:   Hier ein Bild von einem sumatra-Paar in San Diego, rechts m├╝├čte theoretisch der Bulle Ipuh sein, der jetzt Zuchtbulle in Cincinnati ist, links die Kuh Barakas, die von 1988 bis 95 in San Diego lebte.
(22.09.2008, 19:45)
WolfDrei:   Her Amend, danke f├╝r den link: Wie ich schon sagte (und nun fand), war die zweite Geburt nach Calcutta noch im 19. Jh. (allerdings ebenfalls in der Natur gezeugt) im Zoo von Malakka 1987, bovor dann die "echten " Geburten in Cincinnati am 11.9.2001 begannen.
(22.09.2008, 09:59)
Michael Amend:   Hier die Leebnsdaten der beidn Sumatranash├Ârner in Basel und Kopenhagen:

"Betina"(Basel), angekommen 02.07.59, verstorben am 08.09.1961. Sehr interessant ist die Gehegeabsperrung, ganz normaler Weidezaun(zu sehen auf den Fotos der Rhino-Webside)Na ja, wer heute noch Schneeleoparden hinter dem gleichen Zaun h├Ąlt....

"Subur" in Kopenhagen ├╝berdaurte die Gefangenschaft etwas l├Ąnger, sie kam am 04.12.1959 an und verschied erst am 24.02.1972.
(22.09.2008, 06:37)
Michael Amend:   Hervorragende Fotos, auch etliche historische Fotos aus diversen Zoos, von Sumatranash├Ârnern gibts unter :

www.rhinoresourcecenter.com. Dort gibts nat├╝rlich auch noch etliches Bildmaterial zu den anderen Nashornarten, es soll die beste Infoquelle ├╝ber Nash├Ârner im Web sein.
(21.09.2008, 19:56)
Michael Amend:   Von den 41 Tieren,die zwischen 1984 und 1995 importiert wurden, lebten im Februar 2006 nur noch 8 ! 2005 kamen nochmals zwei weibliche Wildf├Ąnge im September 2005 nach Lampung in das SRS.
(21.09.2008, 06:51)
Ralf Wagner:   mmh...jetzt hats auch nicht geklappt, noch ein Versuch.
(20.09.2008, 17:49)
Ralf Wagner:   Und ich hab noch eins von Subur im Buch "Zoologische G├Ąrten der Welt- Die Welt des Zoo" gefunden, mit einer interessanten Bildunterschrift, ich hoffe, man kann es lesen.
VG
(20.09.2008, 17:47)
Ralf Wagner:   Ups, das Bild vergessen ;)
(20.09.2008, 17:35)
Ralf Wagner:   OK, dann nochmal das eine Bild in Farbe ;) Ich fotografiere die Bilder einfach ab, da ich keinen Scanner o.├ä. hab, aber das klappt auch ganz gut! VG
(20.09.2008, 17:33)
WolfDrei:   Danke! Also letzter Versuch - wenns klappt, in Farbe
(20.09.2008, 15:05)
Ralf Wagner:   Ich versuch mal WolfDrei etwas unter die Arme zu greifen, es m├╝├čte eines dieser Fotos sein! VG
(20.09.2008, 02:10)
WolfDrei:   ...........es soll wohl nicht sein! Der "Bildersack" ist voll!
(19.09.2008, 14:51)
WolfDrei:   Da es mit dem Saki funktionierte - hier als Nachtrag von gestern das Sumatranashorn Subur, Kopenhagen
(19.09.2008, 14:50)
Ralf Sommerlad:   @IP66: Im Moment jagt mir jeder Gedanke, aus k├â┬Ąrglichen Wildbest├â┬Ąnden Tiere zu entnehmen und mit dem vorhandenen Wissen ex-situ t├â┬Ątig zu werden, Schauer ├â┬╝ber den R├â┬╝cken. Ich kann aber, was Leipzig angeht eines best├â┬Ątigen: Bevor eine sehr seltene oder heikle Art gepflegt werden soll, hat der Zoo zumindest in letzter Zeit eine Menge in Vorbereitung, auch was die Kenntnis ├â┬╝ber die Bed├â┬╝rfnisse angeht, investiert, siehe Pangolin und die angestrebten Tomistoma. Leider ist das nicht selbstverst├â┬Ąndlich und deswegen erw├â┬Ąhnenswert.
(19.09.2008, 11:44)
IP66:   Mir scheint, da├č letztlich beide Wege, der Versuch eines Aufbaus von Zuchtgruppen in Zoos wie auch der Erhalt der Art in freier Wildbahn, erhebliche Risiken bergen - vielleicht sollte man deshalb in beide Richtungen weitergehen?
Ich habe ja schon anderenorts bemerkt, da├č die Haltungserfolge bei den asiatischen Nashornarten im 19. Jahrhundert im Vergleich zu vielen anderen Formen au├čerordentlich beeindruckend waren. Insofern f├Ąnde ich es interessant, wenn man mit Blick auf das heutige Zuchtprogramm versucht, m├Âglichst viel ├╝ber diese historischen Haltungen herauszubekommen. Man darf allerdings nicht vergessen, da├č einige Faktoren ein wenig anders aussahen als heute: Zum einen fand die erste Auslese der Exemplare schon bei der Eingew├Âhnung und vor allem beim Schiffstransport statt. Damit konnten nur gesunde und einigerma├čen futterfeste Exemplare nach Europa gelangen. Die Tiere kosteten viel Geld, weshalb es sich lohnte, in Heizung, Stallausstattung und Pflege zu investieren. Und schlie├člich stand bei den niedrigeren Personalkosten rund um die Uhr eine gro├če Zahl Pflegekr├Ąfte zur Verf├╝gung. Daurch wurden Vorg├Ąnge, wie sie sich um die Errichtung des Sonnensegels derzeit in Cincinatti auspielen, wohl ausgeschlossen. Da auch die Erfolge in London in einem eher sonnenarmen nordeurop├Ąischen Land erzielt wurden, mag es sinnvoll sein, ├╝ber Zuchtstationen in diesen Breiten nachzudenken.
(19.09.2008, 10:55)
WolfDrei:   Nanu! Jetzt nochmals "Subur" aus Kopenhagen
(18.09.2008, 19:51)
WolfDrei:   Live leider nicht, da gab es gerade die Mauer. Hier aus dem Buch von Ulrich/Tylinek: Seltene Tiere stellen sich vor
(18.09.2008, 19:47)
Michael Amend:   F├╝r London habe ich noch 6 weitere Sumatranash├Ârner ausfindig gemacht, die teilweise von Tierh├Ąndlern nur eingestellt waren, und leider alle nichts ehr lange lebten. Eine Kuh lebte von 1875-77, eine weitere traf 1878 ein und wurde 1879 nach Berlin verkauft, dort starb sie ein halbes Jahr sp├Ąter,
1879 kam ein Bulle, der nur einen Monat lebte,1885 kam ein weiteter Bulle, auch der lebte nur kanpp 2 Monate, mit diesem Tier traf ein zweites Sumatranashorn unbekannten Geschlechtes ein, das bis 1888 lebte.
(18.09.2008, 19:40)
Michael Amend:   Urspr├╝nglich war ja vorgesehen, das Basel,Kopenhagen und Bogor je ein Paar Sumatransh├Ârner erhalten sollten, als Teil eines Zuchtprogrammes. Im Sommer 1959 wurden tats├Ąchlcih 10 Tiere gefangen, 9 K├╝he und ein Bulle, und ausgerechnet der konnte fliehen ! Also gingen an die drei Zoos je eine Kuh und die anderen 6 wurden wieder freigelassen. Warum kein zweiter Versuch gemacht wurde, Bullen zu fangen, bleibt mir schleierhaft. Der Ansatz war ja schon richtig.Hat jemand das Kopenhagener Tier,"Subur", live gesehen ?
(18.09.2008, 19:27)
Michael Amend:   Im Kota Kinabalu Zoo in Sabah auf borneo gibt es auch mindestens ein Sumatranashorn. Ich wei├č aber nicht, woher das Tier stammt und wann und wo es gefangen wurde.
(18.09.2008, 18:56)
Michael Amend:   Das Sumatranshorn in Kopenhagen hat von 1959 bis ca. 1972 dort gelebt,schlappe 13 Jahre...

Was Herr Sommerlad weiter unten geschrieben hat, kann ich genauso best├Ątigen. Auch teile ich seine Meinung,was das weitere Vorgehen in Bezug des Schutzes dieser Tierart anbelangt. Das Zuchtprogramm ist unter erheblichen Verlsuten gescheitert, der Schutz des Sumatranashorns kann und mu├č vor Ort geschehen.Von daher ist ein Versuch Leipzigs, diese Tiere zu halten, keine gute Idee.

Nat├╝rlich bin ich auch der Ansicht, das solange Ipuh und Emi zuchtf├Ąhig sind, mit den beiden auch weiterhin zu z├╝chten. Man ist ja dort so ehrgeizig, noch mindestens zwei K├Ąlber von den beiden zu bekommen. Mir ist derzeit nicht bekannt, ob die beiden schon wieder zusammengelassen wurden. In diesem Fall m├╝├čte der Jungbulle " Harpan" von der Mutter gtrennt worden sein. Das geschah bei "Andalas",dem ersten Kalb, im Alter von 13 Monaten. Viel zu fr├╝h, denn Nashornk├Ąlber bleiben mindestens zwei Jahre bei der Mutter, ggf. sogar bis zur Gbeurt des n├Ąchsten Kalbes, aber man woltle in Cincinnati eben keine kostbare Zeit verlieren. In knapp 6 Jahren drei Nashornk├Ąlber von einem Paar zu bekommen, ist eine erstaunliches Ergebnis,das aber der Zoo San Franciosco mit einem paar Spitzmaunsh├Ârner noch ├╝bertrumpfen kann...

Ich glaube, wie genau es mit den Sumatras in Cincinnati weitergeht, wei├č selbst dort keiner so genau. Die Jungkuh "Suci"mit ihrem Bruder oder dem Vater zu verpaaren, ist sicher keine gute Idee, bliebe nur die Option, die beiden Jungtiere in die Zuchtstation Way Kamba zur├╝ckzuschicken. Dort sollte man sich eventuell etwas in Geduld ├╝ben:"Andalas"ist doch erst 7 Jahre alt.
(18.09.2008, 18:42)
Michael Amend:   Wozu dienten wohl die kleinen Schieber in den Holztorend es Stalles, liefen da etwa Ducker mit auf der Anlage rum ?

Das letzte Bild zeigt "jackson"im Schlammbad, sehr,s ehr ungew├Âhnlich, das die Tiere zu dieser Zeit ein Schlammbad und ein Badebecken zur Verf├╝gung hatten. Das k├Ânnte durchaus zu langen Haltungsdauer beigetragen haben.
(18.09.2008, 18:27)
Michael Amend:   Im August 1872 erhielt der Zoo eine zweite Kuh, die aber einen Monat sp├Ąter starb.

Das dritte Tier war der Bulle " Jackson", der im Tausch aus Kalkutta kam, und zwar im April 1886. Damit besa├č der Zoo also ein zuchtf├Ąhiges Paar Sumatranash├Ârner ! Sehr wahrscheinlich wurden die beiden aber niemals zusammengebarcht und in getrennten Gehegen gehalten, wie es eben zu dieser Zeit ├╝blich war. Die Tiere waren selbst damals schon extrem teuer, da hatte der Zoo also ein Paar, machte aber ( vermutlich )keinen Versuch, die Tiere zu z├╝chten.

Das Foto zeigt den Bullen, der ebenfalls ein sehr langes vorderes Horn hatte. Das Bild k├Ânnte aber in der gleichen Anlage entstanden sein wie das untere von " Begum". M├Âglicherweise konnten die zwei die Anlage nur im Wechsel nutzen, vielleicht konnte man die beiden auch nicht zusammenhalten..."Jackson"lebte 24 Jahre in London und starb 1910, als letzes Sumatranashorn in London. Zwischen 1875 und 1885 gab es vier Nashorn-Arten im Londoner Zoo ! Nur die Breitm├Ąuler fehlten...
(18.09.2008, 18:24)
Michael Amend:   Die Zoo London hat zwei bemerkenswerte Haltungserfolge mit Sumatarnash├Ârnern erzielt.

Das erste Tier, die Kuh " Begum", wurde 1868 in der n├Ąhe von Bangladesh gefangen und kam vier jahre sp├Ąter, 1872, nach London. Dorts trab sie am 31. August 1900, nach 28 j├Ąhriger Haltung im Alter von ca. 33 Jahren. Demnach d├╝rfte sie das wahrscheinlich am l├Ąngsten in gefangenschaft gehaltene Sumtarnashorn gewesen sein. Das Foto zeigt sie in einem der Au├čenanlagen des Dickh├Ąuterhauses. Immerhin gab es darin ein recht gro├čes Badebecken und eine Schlammsuhle, die heutzutage immer noch in den meisten Nashorn-Anlagen in unseren Zoos fehlen....

Das Foto stammt aus dem Buch " London Zoo from old photographs 1852-1914"
(18.09.2008, 18:14)
Sacha:   Ich schlage eine Zwischenl├Âsung vor, auch wegen der immer st├Ąrker zunehmenden Zerst├Ârung des Lebensraumes der Sumatranash├Ârner:

Cincinatti sollte vorerst als einziger Halter ausserhalb des S.-Verbreitungsgebietes seine Zucht weiterf├╝hren und ggf. zur Optimierung Waisen resp. rekonvaleszente Tiere (also mit hinderlichen Verletzungen, aber ohne Krankheiten) erhalten. Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfolge sollte man nicht einfach wegwischen.

Ebenso ist vor Ort ein Zuchtzentrum aufzubauen (finanziert von europ. und US-Zoos resp. Naturschutzorganisationen).

Der Hauptteil dieser Gelder sollte jedoch wie von anderen hier schon vorgeschlagen, in den Naturschutz, sprich Lebensraumerhaltung z.B. durch Landkauf und Parkrangerausbildung und -ausr├╝stung fliessen.

Im Sinne einer Versicherung/Arche Noah sollte aber zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt (nat├╝rlich unter der Voraussetzung, dass die Zucht in Cincinnati und im Zuchtzentrum Indonesiens klappt) mindestens ein weitere ex-situ-Zoo ebenfalls Tiere zur Zucht erhalten.
(18.09.2008, 17:01)
Ralf Sommerlad:   Ich halte die Zoohaltung von Sumatra-Nash├â┬Ârnern in der gegenw├â┬Ąrtigen in-situ-Situation f├â┬╝r unvertretbar. Selbstverst├â┬Ąndlich ist der Erfolg in Cincinatti beeindruckend, aber zumindest bis auf Weiteres muss es dabei bleiben. Die letzten Sumatra-Nash├â┬Ârner haben eine kleine Chance zu ├â┬╝berleben, wenn der Schutz in-situ gew├â┬Ąhrleistet werden kann, was heisst: Es braucht dazu den politischen Willen regierungsamtlicher Stellen und es braucht Geld, um Schutzgebiete zu finanzieren, auszubauen, personell zu sichern. Niemand weiss genau, wie viele Tiere noch im Freileben existieren und davon einzelne wegzufangen, um im Zoo Haltungsexperimente durchzuf├â┬╝hren, ist ein Unding. Selbst die Kollegen in Cinc. ( Herr Amend wird das sicher best├â┬Ątigen) , die ja nun einige Erfahrung haben wissen, dass die Haltung dort allenfalls suboptimal ist und wie viele Fragen zur Biologie und ├â┬ľkologie , auch zum nat├â┬╝rlichen Verhalten, noch offen sind. Es ist ebenso ganz und gar nicht einfach, Wildtierbiologen nach indonesien zu schicken und dort ein Langzeitprojekt zu starten ├ó┬Ç┬ô es braucht dazu viel viel Geld, Beziehungen, Forschungsgenehmigungen, bezahlte Counterparts. Und es muss die Mentalit├â┬Ąt der Indonesier ber├â┬╝cksichtigt werden, die sehr empfindlich sind, wenn westliche Besserwisser hingehen, dort arbeiten und dann der lokalen Bev ├â┬Âlkerung erkl├â┬Ąren, wie man es richtig macht├ó┬Ç┬Ž
Wenn Zoos wirklich helfen wollen, die Sumatra-Nash├â┬Ârner zu retten, k├â┬Ânnen sie das tun, mit edukativer und finanzieller Unterst├â┬╝tzung. Es ist dies nicht die Zeit, Restbest├â┬Ąnde noch auszud├â┬╝nnen.

(18.09.2008, 15:22)
IP66:   Ich hatte damit gerechnet, da├č noch ein paar erfolgreich eingew├Âhnte Sumatranash├Ârner im 19. Jahrhundert auftauchen. Interessant w├Ąre es, ob das leipziger Tier auf einer verschatteten Au├čenanlage stand. Die berliner Nashornanlagen zeigten nach Westen und d├╝rften durch die Pylone ├╝ber den Elefantenst├Ąllen zus├Ątzlich verschattet gewesen sein, die k├Âlner, wo man im 19. Jahrhundert ein Panzernashorn lange und erfolgreich hielt, sogar nach Norden. Vielleicht hat man bei der Konzeption dieser H├Ąuser schon etwas von der Lichtempfindlichkeit asiatischer Nash├Ârner gewu├čt?
(18.09.2008, 14:30)
Bj├ÂrnN:   Kopenhagen war nicht der erste Europ├Ąische Zoo, der eine derart lange Haltung eines Sumatranashornes vorweisen kann.

Im Zoo Leipzig lebte von 1889 bis 1906, also 15 Jahre lang, ein von Ernst Pinkert gekauftes Sumatranashorn, sicherlich ohne gro├čartigen Sonnenschutz. Leider blieb das Tier bis zu seinem Tode allein.
(18.09.2008, 11:21)
IP66:   Im Gef├╝ge der Haltungszeiten der asiatischen Tiere nimmt sich der kopenhagener Erfolg schon beeindruckend aus - interessanterweise in einer kalten und wenig sonnigen Region, was in Hinblick auf die Augenkrankheiten, aber auch die Haltungsbedingungen in Asien interessant sein k├Ânnte - vielleicht sollte man sich um skandinavische Halter bem├╝hen. Was Prognosen angetrifft, w├Ąre es vielleicht interessant, die derzeit erfolgreichen Halter vielleicht doch noch einmal mit passenden Tieren zu versorgen. Dabei stellt es wohl keinem Zoo ein gutes Zeugnis aus, wenn die Aufrichtung eines Sonnensegels bei einer so seltenen Art so viel Zeit ben├Âtigt - doch auf der anderen Seite sind in Cincinnatti und Kopenhahgen nun einmal di ebesten Haltungserfolge au├čerhalb Asiens zu verzeichnen. Ich glaube nicht, da├č die Erfolge bei den Panzernash├Ârnern in der Mitte des 20. Jahrhunderts so viel besser aussahen - das macht Hoffnung, da├č die Herausfoderung Sumatranashorn vielleicht doch in den n├Ąchsten Jahrzehnten bew├Ąltigt werden kann.
(18.09.2008, 10:53)
uru:   was das Ueberleben der Sumtranashorn in situ angeht,2 von der erste 3 gefangene Tiere(1985-86) trugen Schlingenreste von wilderer am Bein(Bongo 12,1987).
(18.09.2008, 08:54)
WolfDrei:   Wenige Worte zum "Ex-situ-Zuchtprogramm", speziell dem Nichtfunktionieren:
Die erste Geburt im letzten "Jahrhundert" war im Zoo von Malakka von einem tragend gefangenen Tier.
Alle 7 (2,5) malayischen Tiere im Sungai Dusun conservation centre starben kurz hintereinander 2003
Das Zentrum auf Sumatra (Way Kambas)erhielt den Bullen Andalas aus Cincinnati/Los Angeles, nachdem es dort bisher mit Torgamba aus Port Lympne auch nicht "klappte". Dort stehen zwei K├╝he. Andalas ist jetzt 7 Jahre alt (11.9.2001!! geboren).
Im Orang-Rehabilitationszentrum auf Borneo (Unterart harrisoni)gibt es wohl auch nur noch 1,1 ; es waren wohl ehemals 4 Tiere
Zum "wei├čen Fleck": die zweitgeborene weibliche Suci in Cicinnati hat ein fast wei├čes rechtes Vorderbein
(18.09.2008, 08:01)
Michael Amend:   Der wei├če Fleck auf der Flanke l├Ą├čt vermuten,das " Betina" ein Teilalbino war.......( Scherz !! )
(18.09.2008, 06:51)
Michael Amend:   Das Letzte. Das Tier in Kopenhagen hat die Gefangenschaft etwas l├Ąnger ├╝berlebt, das lebte , glaube ich, von 1959 bis 1972. War wohl etwas h├Ąrter im Nehmen.
(18.09.2008, 06:49)
Michael Amend:   Hier noch eines. Mu├č fr├╝her ganz sch├Ân eng gewesen sein im Nashornhaus. Und wenn das Tier auf der schattenlosen Anlage keine Augenprobleme hatte....
(18.09.2008, 06:48)
Michael Amend:   Hier das Foto.
(18.09.2008, 06:46)
Michael Amend:   Die Pl├Ąne f├╝r eine neue, komplett ├╝berspannte Analge f├╝r die Sumatranash├Ârner in Cincinnati laufen zwar, aber der Zoo sammelt noch immer Geld f├╝r die Umsetzung...Ich ahbe mich nochmal wegend er Augenprobleme erkundigt. Die habens ichs eit meinem Besuch 2002 nicht gebessert, Ver├Ąnderung gibt es insiofern,d as die Tiere bei zu starken Sonnenschein GAR nicht emhr rausd├╝rfen ! Und werd en Stall kennt, wird nur noch mehr mitd em Kopf dar├╝bers ch├╝tteln. Also,wer die Suamtras sehen will, sollte im Winter nach Cincinnai fahren,dann d├╝rfen die Tiere wegen Schnee und K├Ąlte aber nicht raus...Besser w├Ąre also das Fr├╝hjahr, dann k├Ânnte es aber schon wieder zu sonnig sein....

Hier noch ein Foto des basler Tieers, das ja nichts ehr lange elbte, 2 Jahre,w enn ich mich recht erinnere. Mal hei├čt das Tier"Sumba", mal "Betina", so steht es auch auf einer Infotafel im Basler Nashornhaus.
(18.09.2008, 06:45)
Michael Amend:   @nurmichel. Ich m├Âchte ja auch Niemanden die Illisionen rauben, sondern gebe mit der Unhaltbarkeit von Sumatranash├Ârnern nur meinen pers├Ânlichen Standpunkt wieder, der unter anderen auch auch auf einen langen Gespr├Ąch mit einem Pfleger der Sumatranash├Ârner in Cincinnati basiert. Und nat├╝rlich der pers├Ânlichen Beobachtung der dortigen Tiere.
(18.09.2008, 06:34)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Ich nehme an, dass meine Quelle die gleiche ist wie deine, n├Ąmlich das ISB 1999. Demnach wurden aber bis 1999 nicht 35 Nash├Ârner "importiert", sondern insgesamt 40 gefangen; 1,2 kamen nach GB, 2,5 in die USA, der Rest blieb in S├╝dostasien. Dazu kommt eine Geburt in Asien. Von dieser Gesamtzahl 41 starben bis Ende 1999 23 Tiere, davon 17 in Asien. Ein Tier wurde wieder in die Natur entlassen, 17 waren zum Berichtszeitpunkt (Oktober 1999) am Leben (davon 1,2 in Cincinnati als einzige au├čerhalb Asiens).

Unter den gefangenen Tieren befanden sich mehrere, deren Zustand beim Fang als schlecht oder grenzwertig bezeichnet wird (darunter ein sehr junges Kalb), sowie je ein Exemplar mit chronischen Beinproblemen und Linsentr├╝bungen. Ob die bei Verbleib in der Natur zum Arterhalt noch h├Ątten beitragen k├Ânnen, ist zumindest fraglich. Vier Tiere starben durch Unf├Ąlle bzw. beim Fang erlittenen Traumata, haben also wenig mit "nicht haltbar" zu tun - dito die Kuh in England, die an einer Blutung nach Tumor-OP starb: Das kann vermutlich auch bei einem "haltbaren" Hausschaf passieren.

Insgesamt fiel mir auf, dass bei den 41 gelisteten Individuen nur bei den wenigsten eine gesch├Ątzte Altersangabe zu finden ist (eine genaue nat├╝rlich nur beim einzigen Nachzuchttier); unter den 17 damals lebenden Exemplaren gibt es nur bei 5 Sch├Ątzdaten, was den Schluss zul├Ąsst, dass - abz├╝glich des Nachzuchttieres als Nr. 6 - 11 der "├╝berlebenden" Tiere in nicht gerade jugendlichem (und damit f├╝r die Umstellung auf Gehegeverh├Ąltnisse optimalem) Alter gefangen wurden. Ferner f├Ąllt auf, dass einige der Nash├Ârner innerhalb weniger Jahre zwischen vier und sieben (!) Ortswechseln mitmachen mussten, was vermutlich ebenfalls nicht sonderlich zu ihrem Wohlbefinden beigetragen haben d├╝rfte.

Summa summarum ergibt sich f├╝r meine Augen weniger das Bild einer nicht haltbaren Tierart, sondern einer in gro├čen Teilen ung├╝nstigen Ausgangsposition f├╝r den Aufbau eines Zuchtbestandes und einem etwas fragw├╝rdigen Umgang mit den gefangenen Tieren vor allem in asiatischen Haltungen (wegen der Ortswechsel). Letztlich also eine Situation, die wahrscheinlich viele heute "haltbare" Arten vor 100 Jahren auch durchmachen mussten, bis der Knoten platzte - allerdings in der Regel bei wesentlich gr├Â├čeren Freilandpopulationen, denn der geringe Bestand ist es ja, der die Sache mit den Sumatranash├Ârnern so pikant macht.

Damit will ich ├╝brigens die beschriebenen Haltungsprobleme gar nicht in Abrede stellen. Nur kamen eben diverse Tiere aufgrund von Vorsch├Ądigungen oder vielleicht auch hohem Alter erst gar nicht dazu, die Zoos noch vor Haltungsprobleme zu stellen...
(18.09.2008, 00:06)
Michael Mettler:   Ich meine mal gelesen zu haben, dass sich unter den gefangenen Tieren nicht wenige vermutlich sehr alte Exemplare befanden. Damit l├Ąsst sich nat├╝rlich auch au├čerhalb der Haltungsproblematik schlecht ein reproduktionsf├Ąhiger Bestand aufbauen, und vielleicht erkl├Ąrt das auch manche kurze Haltungsdauer. Herrschte nicht auch Bullenmangel?
(17.09.2008, 22:56)
nurmichael:   @ Michael Amend, danke f├╝r diesen Thread, auch wenn der sachlich vorgetragene Inhalt so manchen hier im Forum doch ziemlich desillusionieren mag.
(17.09.2008, 21:59)
Michael Amend:   Laut dem Port Lympne F├╝hrer von ca. 1988 ( mit Meranti als Titelstar )war das gesamte Sumatranashorn-Gehege sogar kanpp 6 ha gro├č, 2 ha davon war nur der Wald-Teil.
(17.09.2008, 19:29)
Michael Amend:   Und hier die beiden im Wald-Teil der Anlage, die ca. 2 ha gro├č ist.

Dem Heft ist ein Fehler unterlaufen, Torgamba ist das hintere Tier auf dem unteren Foto.
(17.09.2008, 19:24)
Michael Amend:   Leider war ich noch nie in Port Lympne und konnte dort die Sumatranash├Ârner nicht erleben, aber in einer Huftier-Brosch├╝re beider Aspinall-Parks gibt es einige Fotos der Anlage. Hier Torgamba ( vorn)und Meranti an der Schlammsuhle.
(17.09.2008, 19:21)
WolfDrei:   Nicht nur wegen des Lobes, sondern um auch das "Fell" zu belegen: die Kuh Emi in Cincinnati. Es sei auch betont, da├č die Nasenh├Ârner von Torgamba exeptionell lang sind!
(17.09.2008, 19:06)
Michael Amend:   Nat├╝rlich gab es schon vor 1984 Importe von Sumatranash├Ârnern, aber 1984 war der Beginn des Zuchtprorammes, das vorsah, Tiere an enstprechend renomierte Zoos au├čerhalb des Verbreitungsgebietes abzugeben. Sumatranash├Ârner kann man nicht mit Panzernash├Ârnern vergleichen, ich kann ja auch z.B einen Bongo nicht halten wie eine Elenantilope. Einige der Todesursachen waren verschiedene Infektionen, Salmonellen,Koliken,in drei F├Ąllen Nierenversagen. Die Tiere in Cincinnati haben erhebliche Probleme mit den Augen bei starker Sonneneinstrahlung,deshalb das Sonnensegel ├╝ber der Anlage, trotzdem k├Ânnen die Tiere bei starker Sonne nur stundenweise raus.In San Diego hatten die Tiere die gleichen Probleme, und da gibt es sogar noch mehr Sonne als in Ohio...Als Regenwaldbewohner sind Sumatranash├Ârner anscheinend besonders empfindlich,was die Augen betrifft. Ob die Tiere in Basel,Port Lympne und Kopenhagen die gleichen Probleme mit den Augen hatten, w├Ąre interessant zu wissen.
(17.09.2008, 19:06)
IP66:   Es gab doch schon Sumatranashornimporte vor 1984, darunter ein recht langlebiges Tier in Kopenhagen? Ich frage mich deshalb, weil ein Kenner der Materie f├╝r die asiatischen Arten mir die Bemerkung einpr├Ągte, da├č, wenn ein solches Tier einmal eingew├Âhnt sei, es eigentlich keine Probleme mehr g├Ąbe. Die Liste von Herrn Amend best├Ątigt diese Theorie nicht. Interessant w├Ąre, wie sich die Angelegenheit bei den Importen von Panzernash├Ârnern entwickelt hat: Es waren ja deutlich mehr Tiere, die nach Europa kamen, davon haben entsprechend mehr ├╝berlebt und dann auch gez├╝chtet - doch ergab sich auch eine so erschreckend hohe Verlustquote?
(17.09.2008, 18:45)
Oliver Jahn:   WolfDrei, einfach grandios das Bild! Sie haben immer wieder eine ├ťberraschung im ├ärmel! Klasse!
(17.09.2008, 18:34)
WolfDrei:   Zur Farbe von Torgamba: Sumatrahash├Ârner haben ja noch ein r├Âtlichbraunes "Fell" - Torgamba hatte aber ca 3 Stunden in einer Tonsuhle gelegen.
(17.09.2008, 18:25)
WolfDrei:   Hier Torgamba am 1.5.1995 in Port Lympne. Im selben Jahr ging er vertragsgem├Ą├č nach dem Tod der Kuh zur├╝ck in ein "Zuchtzentrum" auf Sumatra. Einziger Erfolg bisher sind die drei Geburten in Cincinnati von Ipuh und Emi
(17.09.2008, 18:21)
Michael Amend:   Lympne hat drei Tiere bekommen : Im August 1986 die Kuh " Subur",die bereits am 30.Oktober 1986 starb, die mu├č aber schon sehr alt gewesens ein. Der Bulle " Torgamba"traf bereits im April 86 ein, und wurde nach dem Tod der zweiten Kuh" Meranti, importiert im April 88 und gestorben 1994,nach Indonesien zur├╝ckgeschickt, wo er immer noch lebt.Ein schwacher Trost war, das man nach dem Tode Merantis herausgefunden hat, das sie zuchtunf├Ąhig war. Lympne hatte einfach Pech, die Au├čenanlage mu├č ziemlich gut gewesen sein, der Stall dgegen war eine umgebaute Garage...
(17.09.2008, 18:04)
Ralf Sommerlad:   Ja, die Lage ist verzweifelt, aber auch in-situ siehts kaum besser aus: Die rasant fortschreitende Abholzung, Trockenlegung von Habitaten und Anpflanzung von ├â┬ľlpalmen l├â┬Ąsst die Zukunft d├â┬╝ster aussehen. Auch vor Schutzgebieten in Indonesien macht die ├â┬ľlpalmmafia nicht Halt - und unsere Palm├â┬Âlimporte steigen und steigen....
(17.09.2008, 18:00)
Bj├ÂrnN:   Wei├č jemand, wie viele Tiere damals nach Port Lympne gingen, zum Zwecke des Aufbaus eines Zuchtzentrums?? Ein Bulle soll ja wieder nach Indonesien zur├╝ck geschickt worden sein, nachdem keine Kuh mehr am Leben war.....

H├Ątte nicht gedacht, dass das Paar in Cincy schon so alt ist...
(17.09.2008, 17:44)
Michael Amend:   Ich habe mich vertippt, der letzte Import war 1995, nicht 99.
(17.09.2008, 17:35)
Michael Amend:   Das der Versuch, eine Gefangenschaftspopulation,"Ex-Situ", wie es so sch├Ân in Neudeustch hei├čt, kl├Ąglich gescheitert ist, ist ja weitreichend bekannt. Wieviele Tiere aber dabei wirklich auf der Strecke blieben, ist erschreckend, insgesamt starben zwischen 1984, dem Beginn des Projektes, und 1999 23 Sumatranash├Ârner ! Diese Tiere w├Ąren wohl besser in Freiheit geblieben und h├Ątten dadurch eher zum Erhalt ihrer Art beitragen k├Ânnen...Importiert wurden bis 1999 insgesamt 35 Tiere,23 davon waren bereits bis 1999 tot, von den restlichen 12 leben heute noch weniger als die H├Ąlfte.( 2 sicher, eventuell sind es sogar nur noch drei Tiere ) Rekordhalter,das hei├čt, den Langlebigkeitsrekord f├╝r die Art in Gefangenschaft halten der Zuchtbulle " Ipuh", importiert als erwachsenes Tier 1990, und die Kuh"Emi",1991 importiert. Von den gestorbenenen Tieren lebte der Bulle"Jalu"am l├Ąngsten, immerhin 8 Jahre....4 Tiere lebten 6 Jahre, 2 5 Jahre,3 4 Jahre,2 3 Jahre, eins 2 einhalb Jahre, 1 1 Jahr, 1 6 Monate,3 4 Monate, 2 einen Monat und 3 starben gleich beim Fang. Selbst in ihrem Verbreitungsgebiet sind die Verluste so hoch, das das Sumatranash├Ârner zu den Arten geh├Ârt, die sich in Gefangenschaft nicht halten lassen.
(17.09.2008, 17:33)

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