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Dierenrijk bei Eindhoven

Gudrun Bardowicks :   @cajun: Leider habe ich weder ein Auto noch einen F├╝hrerschein und bin daher bei Zooreisen auf den ├Âffentlichen Nahverkehr angewiesen.
(24.07.2019, 20:09)
cajun :   Danke f├╝r euer Feedback.
@Patrick: Die Vergesellschaftung ist schon sehr kurzweilig zu beobachten. Die Javaneraffen nutzen vor allem die Vorstrukturen des Hauses, k├Ânnen aber bis in die Pflanzinseln. Um die Elefanten machen sie dabei einen sehr gro├čen Bogen. Die Axishirsche (├╝brigens Zuchtgruppe) weichen nur etwas aus, wenn ihnen einer der Grauen ├╝ber den Weg l├Ąuft. Ohne Hektik oder Angst. An Rothirschen sah ich nur zwei Weibchen, die sich aber vorzugsweise im begehbaren Graben der Anlage aufhielten. Es gibt an der sanften Abfallkante einen kniehohen Stromdraht, der anscheinend ausreicht, die Elefanten vom Grabenbesuch abzuhalten.
@zollifreund: ich stimme dir vollkomen zu was die Art und Weise der Bauten in holl├Ąndischen Zoos angeht. Nix f├╝r die Ewigkeit, jegliches Areal wird genutzt und wenn die Zeit reif ist wird es umgewidmet. Gute Strategie immer wieder neue Arten pr├Ąsentieren zu k├Ânnen, ohne Millionen in Kunstfels zu verpulvern.
@Gudrun: Ich w├╝rde nach meiner Erfahrung auf jeden Fall zum Auto raten f├╝r den Besuch. Parken 4 ? f├╝r den Tag.
(24.07.2019, 13:46)
zollifreund :   Danke f├╝r deine Eindr├╝cke Cajun. Ich war im Mai im Dierenrijk und habe mir nicht vorstellen k├Ânnen, dass die Panzernashornanlage dieses Jahr noch fertig werden k├Ânnte... Wie ich damals bereits ├╝ber Overloon geschrieben habe, bauen die Holl├Ąnder wahnsinnig schnell und kosteng├╝nstig. K├Ânnten unsere Nachbar hier nicht mal Seminare f├╝r unsere Zoodirektoren und Zooarchitekten anbieten?
Panzernashornanlage in wenigen Monaten vs Pinguinanlage in drei Jahren ( und wahrscheinlich nicht mal halb so teuer...)
anbei Bild vom 20.05.
(20.07.2019, 17:51)
Gudrun Bardowicks :   Dierenrijk bei Mierlo ist auch ein Zoo, den ich sehr gerne einmal besuchen w├╝rde. Ist die Erreichbarkeit mit dem ├ľffentlichen Nahverkehr immer noch so schlecht wie vor einigen Jahren (keine Bus- oder Bahnhaltestelle in der N├Ąhe des Zoos, mind. 30 Minuten Fu├čweg von der n├Ąchstgelegenen Bushaltestelle, die nur sehr selten angefahren wird)?
(19.07.2019, 23:13)
Patrick Marburger :   Danke f├╝r den reich bebilderten Bericht!
Die Vergesellschaftung mit den Elefanten klingt spannend, hatte ich nur noch dunkel im Hintergrund und nie selbst gesehen...
(19.07.2019, 19:23)
cajun :   Immer noch f├Ąhrt zwar die Eisenbahn vorbei und die ├ťberlandleitung st├Ârt etwas, wie unten von Michael schon beschrieben, aber die gezeigten Tiere und die Gestaltung des Zoos entsch├Ądigen. Nicht auf den Bildern hier aber auf dem Laptop: Kragenb├Ąr, Wei├čwangengibbon (mit Nachwuchs), Elefantzuchtgruppe vergesellschaftet mit Axis, Javaneraffen und Rothirschen. Braunb├Ąren, Kleine Pandas, L├Âwen, Tiger, Geparde. Luchse, W├Âlfe und vor allem der Besatz der Gro├čvoliere. Au├čerdem absolut Familiengeeignet durch die vielen interaktiven Materialien und die Spielm├Âglichkeiten. Eintrittspreis Erwachsene: 19,95 ?. So! 12 Eintr├Ąge in Folge geschafft :-))
(19.07.2019, 16:43)
cajun :   Der spielende Schimpansennachwuchs. Perfektes "Play- Face". Alles in allem lohnt sich dieser Zoo sehr. Bedingt durch Wegf├╝hrung und Einblicke, wie auch die Interaktion in den Vergesellschaftungen hat man eine sehr lange Verweilzeit vor den Gehegen und kann die Tiere meist sehr aktiv beobachten. Also plant Zeit ein.
(19.07.2019, 16:34)
cajun :   Das Fischstreichelbecken ist mit tausenden Fischen besetzt, die Hautschuppen abknabbern. Konnte mir die Art nicht merken, aberBegeisterung auf allen Seiten! Man hatte nach 10 Sekunden ein Fischtraube an der Hand.
(19.07.2019, 16:31)
cajun :   Die wirklich beeindruckende Gro├čvoliere.
(19.07.2019, 16:28)
cajun :   Zu den Nebeneindr├╝cken des Besuchs: Ohne viel Tam Tam werden Eisb├Ąrzwillinge aufgezogen.
(19.07.2019, 16:27)
cajun :   Sind Nilgau nicht wirklich fotogene Tiere? What a beauty!
(19.07.2019, 16:25)
cajun :   Am Rande bereits die Ank├╝ndigung der vergesellschafteten Arten. Ich finde da sind die Holl├Ąnder immer mutig. Und dazu w├Ąhlen sie auch unscheinbarere Arten wie die seltener gezeigten Schweinshirsche.Die Visayas waren im Nebengehege zu sehen und teilen sich mit den Nash├Ârnern das gro├če Stallgeb├Ąude.
(19.07.2019, 16:21)
cajun :   Dieser Bereich der Au├čenanlage ist zur Zeit den Nilgau und Schweinshirschen vorbehalten, die durch St├Ąmme auf die Nashornanlage wechseln k├Ânnen. Eventuell ist das Gehege nach der Eingew├Âhnung aller Tiere als Bullengehege f├╝r den Kleinen vorgesehen.Die Wiederk├Ąuer bewohnen einen separaten Stall, den man von Besucherweg einsehen kann. Rindenmulch (auch hier) scheint allerdings nicht der beste Bodenbelag f├╝r Paarhufer. Die Antilopen (Ich sah nur Weibchen) staksten fast schon "angeekelt" ├╝ber die Sp├Ąne. Beine immer sch├Ân oben. :-)
(19.07.2019, 16:17)
cajun :   Boxentrakt links im Stall. Das Haus enth├Ąlt ein Badebecken und ist im Tierbereich komplett mit Rindenmulch eingestreut. Auch die Au├čenanlage ist dort, wo nicht weicher Naturboden auftritt, mit Mulch ausgestattet. Man denkt an die empfindlichen Sohlen der Dickh├Ąuter.
(19.07.2019, 16:11)
cajun :   Der wirklich noch sehr kleine Bulle im Vorgehege. Die beiden Berliner Khe zeigten w├Ąhrend meines Besuches vorsichtige Interesse am Gitter.
(19.07.2019, 16:08)
cajun :   Vorab kam der Blick von der Besucherplattform auf die Au├čenanlage. Hier der Boxentrakt rechts im begehbaren Haus.
(19.07.2019, 16:07)
cajun :   Am letzten Wochenende habe ich das erste Mal das Dierenrijk besucht und ich war ├╝berascht von der Vielzahl der gezeigten Arten, den Vergesellschaftungen und der Strukturierung der Anlagen. Viele Arten, die unten im Thread genannt wuren, sind mittlerweile durch andere esetzt, die Bepflanzung ist gewachsen und es gibt die ein oder andere Rarit├Ąt zu sehen. Vor allem interessierte mit die neue Nashornanlage samt Besatz. Nachfolgend poste ich dazu einige Eindr├╝cke.
(19.07.2019, 16:05)
Paul Schnitzler :   27.2.19: Die beiden Eisb├Ąrjuntiere durften zum ersten Mal auf die Au├čenanlage.
(14.04.2019, 10:46)
Paul Schnitzler :   31.10.: Bei der Gemeinschaftshaltung von B├Ąren und W├Âlfe kam es zu einem Zwischenfall: Ein Braunb├Ąr hat einen Wolf get├Âtet.

7.12.: Zwei Eisb├Ąren wurden geboren.

(27.12.2018, 19:25)
Paul Schnitzler :   27.3.: Geburt eines Asiatischen Elefanten; auch hier 10 Sekunden Video.

8.6.: Geburt eines Luchses, kurzes Video dazu.

3.7.: Geburt eines Seehundes.
(13.08.2018, 20:19)
Michael Mettler :   Nur als Zwischenstop ist Dierenrijk jedenfalls nicht gedacht, wenn man den ├äu├čerungen auf der HP folgt:
http://www.dierenrijk.nl/nieuws/nieuwe-olifantenfamilie-in-dierenrijk
Demnach erhofft man sich von den beiden K├╝hen und dem jetzt 9-j├Ąhrigen Sibu eigene Nachzucht. (Ob die K├╝he es dem Youngster ├╝berhaupt erlauben, bleibe mal dahingestellt - die Leitkuh ist immerhin 32...)

Aus dem selben Artikel konnte ich entnehmen, dass sich seit meinem Besuch doch etwas ver├Ąndert hat: Die Elefanten werden jetzt offenbar zusammen mit Javaneraffen gehalten.
(15.12.2013, 09:35)
Jan Jakobi :   Seltsam ist das schon, warum die jetzt nicht nach Osnabr├╝ck sondern nach Mierlo gebracht wurden. Ich meine, Mierlo hat extra zwei Jungbullen abgegeben, Osnabr├╝ck h├Ątte 4 abgeben m├╝ssen. Der Aufwand, also eine neue Bleibe f├╝r die Jungbullen finden und Transporttermine verbeinbaren, ist der gleiche.

Gute Frage, wer und warum das so entschieden wurde, dass w├╝sste ich auch gerne.

In einem Artikel im Fr├╝hjahr aus Osnabr├╝ck hie├č es, dass man die Emmener vielleicht zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt ├╝bernehmen k├Ânnte.
(14.12.2013, 19:18)
Michael Mettler :   Wenn die Emmener Elefanten tb-negativ sind, h├Ątten sie doch eigentlich wie urspr├╝nglich geplant doch noch nach Osnabr├╝ck (und damit zu einem zuchtf├Ąhigen Bullen) umsiedeln k├Ânnen?
(14.12.2013, 18:21)
Carsten Horn :   Mit dem Unterschied, das der jetzige Transport nicht von irgendeinen "Zirkusclown" im unbeheizten LKW durchgef├╝hrt wurde, Geiz ist halt nicht immer geil...
(14.12.2013, 12:39)
Jan Jakobi :   @Michael:
Es sind sogar mehr als 6 Elefanten die im Winter transportiert wurden, hinzu kommt "Gajendra" im Januar 2011.
Im Zoofreundeforum war ein Artikel verlinkt, in dem es hie├č das die Tbc-negativ sind.
(14.12.2013, 11:03)
Michael Mettler :   Die neue Elefantengruppe ist ja nun jene, die wegen Tb-Verdachtes nicht nach Osnabr├╝ck umziehen durfte. Hat sich der Verdacht eigentlich inzwischen erledigt?

Nebenbei ist somit eine der europ├Ąischen Jungbullenhaltungen schon wieder Geschichte. Und wenn ich mich an die Kritik am Osnabr├╝cker Zoo erinnere, als er seine Afrikaner bei winterlichen Temperaturen abtransportieren lie├č, dann stelle ich einfach mal fest, dass jetzt gleich sechs Elefanten ebenfalls im Winter umgesiedelt wurden, davon zwei ├╝ber weite Distanz...
(14.12.2013, 08:41)
Jan Jakobi :   Im Zoofreunde-Forum habe ich gelesen das sp├Ąter noch ein Anbau erfolgen soll.
"Sibu" ist erst 9 Jahre alt, also deutlich kleiner und j├╝nger als zum Beispiel "Radza" ;)
(13.12.2013, 10:18)
Michael Mettler :   Ich habe gerade im Emmen-Thread gelesen, dass eine vierk├Âpfige Teilgruppe der dortigen Elefantenherde ins Dierenrijk umgezogen ist. Laut dortiger Homepage sind daf├╝r zwei der drei bisher gehaltenen Jungbullen (Than Myan und Kan Kaung, beide aus Emmener Nachzucht) nach Sevilla gebracht worden, der dritte (Sibu) ist in Mierlo verblieben.

Falls das dortige Haus seit meinem Besuch 2008 (siehe unten im Thread) nicht erweitert wurde, wird's darin allerdings ganz sch├Ân "kuschelig" f├╝r die Elefanten. Seinerzeit gab es jedenfalls nur drei Boxen, von denen zwei eine Zwischent├╝r besa├čen und vermutlich jetzt von der vierk├Âpfigen Familiengruppe bewohnt werden. F├╝r den Bullen g├Ąbe es bei dieser Situation keine Wechselbox bzw. falls er (au├čerhalb des Hauses oder via Stallgasse?) doch in die Nachbarbox wechseln soll, m├╝ssten die vier anderen Elefanten f├╝r die Zeit in einer einzigen Box zusammengesperrt werden.

Ist das wirklich so, oder hat es inzwischen Umbauten gegeben?
(13.12.2013, 08:54)
Michael Mettler :   Nachdem der Park als "Dierenrijk Europa" begonnen und vor einiger Zeit auch asiatische Arten in den Bestand genommen hatte, ist nun offenbar auch Afrika im Aufbau: Nach Goliathreihern zogen auch (Zoo-)L├Âwen ein.
(09.07.2012, 18:42)
IP66 :   Ich w├╝rde die Bauten in Eindhoven nicht unbedingt als klassische Vertreter der "zweiten Moderne" verstehen. Das h├Ąngt damit zusammen, da├č es, auch in den Hochzeiten des exotisierenden Tierhausbaus oder der Kunstfelsmode immer einzelne Einrichtungen gab, die gezielt einfach und kostensparend bauten. Ein sch├Ânes Beispiel ist das k├Âlner Lemurenhaus, da├č die meisten Forumsteilnehmer kennen. Es entstand zu einer Zeit, als anderenorts die gro├čen Betonzoos wie M├╝nser geplant wurden und nachdem man in K├Âln lange einem sehr ausgefeilten Masterplan gefolgt war, der viele architektonsiche Avantgardeprojekte enthielt. In der Regel liegt solchen Proekten der Wunsch zugrunde, Geld zu sparen, sich auf das Notwendigste zu beschr├Ąnken. Die Bauten der von mir gerne als "zweite Moderne" klassifizierten Richtung hingegen versuchen mit gro├čem Aufwand, die avantgardistischen Ideen der Zwischenkriegszeit neu und in sehr aufwendiger Weise zu realisieren - wie die Seehundanlage in Bochum, das Giraffenhaus in Dresden oder, mit gewissen, durch Kunstfelsverkleidung gesetzten Grenzen, das neue Affenhaus in Frankfurt.
(19.08.2008, 12:09)
Anti-Erdm├Ąnnchen :   Die Architektur dieses Parks entspricht bestimmt der "Zweiten Moderne", von der IP66 manchmal schreibt.
Auch nachdem M├╝nster halbwegs zugewachsen ist, gibt es in Deutschland - soweit ich das beurteilen kann - dennoch einen Tiergarten mit ├Ąhnlichem Charakter, und zwar das Tiergehege Mundenhof in Freiburg.
(30.07.2008, 19:40)
Steven Holland :   Die Muschosochsen sind beide verstorben.

Wie weit ich weiB ist Dierenrijk immer als zoo gebaut. 2 jahre zuruk stand man zum frage ob weiterzu gehen mit Europa und sachen wie unter erde zoo, vogel, fisch usw zufugen, oder wieder ein ende mit Europa machen und weiter mit andere tiere, man weiB jetzt welche der beide es geworden ist.
(30.07.2008, 18:56)
Michael Mettler :   Ganz vergessen: Eintrittspreis f├╝r einen Erwachsenen 12,95 Euro!
(29.07.2008, 23:01)
Michael Mettler :   K├Ânnte es sein, dass der Park deswegen in einfacher Bauweise errichtet wurde, weil die Betreibergesellschaft - immerhin eine Freizeitparkkette - erst mal die Resonanz beim Publikum testen wollte? Immerhin h├Ątte man den Park bei Misserfolg auch ohne gro├če Probleme wieder abbauen und das Gel├Ąnde f├╝r einen anderen Freizeitzweck nutzen k├Ânnen, weil z.B. nur wenig Beton verbaut wurde. (So ├Ąhnlich war ja bei seiner Gr├╝ndung der Ruhrzoo Gelsenkirchen konzipiert, der allerdings wegen des Besucherstromes sehr schnell zur Dauereinrichtung umgewandelt und mit massiven Bauwerken best├╝ckt wurde.)

Sind die Moschusochsen schon l├Ąnger weg? Abgegeben oder gestorben?
(29.07.2008, 22:49)
Steven Holland :   Dierenrijk ist sicher nicht ein der beste zoos in Holland, sonder finde ich dass park in letzte zwei jahre ziemlich verbessert.
Neue anlage wie Elefanten, Gibbons, und altere wie Seehunden und Elche sind gar nicht slecht. Leider haben zum beispiel Tiger, Wolfe und Dasche am mindestens fur die besucher nicht ansprechenden anlage.
Ich glaube aber dass diese zoo in Zukunft doch wirklich interessanter werd.
(29.07.2008, 21:30)
Michael Mettler :   @Sacha: Fairerweise muss ich nat├╝rlich erw├Ąhnen, dass man ja geneigt ist, das Gute als normal zu werten und sich am - subjektiv oder objektiv - Schlechten festzubei├čen. Davon will ich mich keineswegs freisprechen. So sollte ich z.B. auch noch erw├Ąhnen, dass auch die Seehunde Naturbodenbereiche haben und nicht nur auf Beton liegen m├╝ssen wie in manchem etabliertem Zoo, dass Schwarzmilane eine sehr sch├Âne Voliere haben, in der sie auch z├╝chten (Milan-Zucht ist mir von anderswo gar nicht bewusst), oder dass es eine kommentierte Schauf├╝tterung bei den Wildkatzen gibt, bei der man die Tiere mal in voller Aktion erleben kann. Und hier ist diese Tierart nicht wie in manchem Zoo oder Wildpark in irgendeine d├╝stere Ecke abgeschoben (Wie auch? Gibt's ja im Gel├Ąnde nirgends...), sondern bewohnt eine gro├če, begr├╝nte Voliere, in der man eher V├Âgel erwarten w├╝rde.

Was die "Scheu├člichkeit" betrifft: So sieht eben ein Tierpark aus, der auf kosten- und platzaufw├Ąndige Kunstfelsw├Ąnde oder Grabenanlagen und (fast) alles begleitende Brimborium verzichtet - wie es ja mancher Teilnehmer dieses Forums immer mal wieder fordert. Dann entsteht eben dieser Charakter eines Kurparks mit Tieren drin. Die Vegetation wird nat├╝rlich in ein paar Jahren den Park deutlich besser strukturieren, wenn die B├Ąumchen zu B├Ąumen geworden sind - auch M├╝nster hat mal ziemlich kahl angefangen... Die Strommasten lassen sich nat├╝rlich auch dann nicht wegdiskutieren, zumal darunter mit Sicherheit keine hohen B├Ąume wachsen d├╝rfen. Merkw├╝rdig finde ich allerdings die mangelnde Verbr├Ąmung der Bahnlinie - und sei es nur durch Palisaden oder meinetwegen auch rostige Spund- oder Wellblechw├Ąnde a la Hannover und Gelsenkirchen als Geheger├╝ckw├Ąnde. Auch andere Zoos grenzen an Bahnlinien, aber so pr├Ąsent wie in Dierenrijk sind die Z├╝ge dort selten.
(29.07.2008, 11:19)
Sacha :   Also die Bilder machen nicht gerade Lust auf einen Besuch (was nat├╝rlich nicht am Fotografen liegt...:)).
Im Ernst: Die Anlagen sind offenbar an Scheusslichkeit (bin mal gespannt was IP66 dazu meint), Besucherunfreundlichkeit und nicht-tiergerechter Ausf├╝hrung kaum zu ├╝berbieten (oder wohl eher zu unterbieten). Was haben sich die Planer nur dabei gedacht?
Zum Gl├╝ck gibt es in Holland mit Rotterdam, Arnheim u. a. auch Zoos, die ihr (Anlagebau-)Handwerk verstehen.
(29.07.2008, 10:01)
Michael Mettler :   ├ťbrigens: Was macht man, wenn man riesige Gehegeschilder zum Aufstellen verwendet, aber der Besucherweg zu schmal ist? Man stellt das Schild einfach hinter Gitter...
(29.07.2008, 09:17)
Michael Mettler :   Nicht nur f├╝r Elefanten. Auch das Gehege f├╝r Heckrinder und Rentiere in Dierenrijk lag in prallster Sonne. Es gibt zwar dort einen offenen Unterstand, aber erstens weichen die Rentiere den Rindern aus und zweitens bestand ein Drittel der dortigen Bodenfl├Ąche im Unterstand einer kn├Âcheltiefen Wasserlache.
(29.07.2008, 09:14)
Michael Amend :   Schattenpl├Ątze f├╝r Elefanten sind " Out", hmm ? Beispiel K├Âln macht Schule....
(29.07.2008, 06:44)
Michael Mettler :   Und als letzter Eindruck ein Blick in die Boxen. Es gibt drei St├╝ck, wobei die linke mit der mittleren nicht in Verbindung steht (durchgehende Betonwand), aber einen zweiten Ausgang ins "Trainingsgehege" hat, w├Ąhrend es zwischen der mittleren und der rechten Box einen Schieber gibt (siehe Foto). Ein "Durchlauf" f├╝r die gesamte Gruppe ist also im Haus nicht m├Âglich.

Die schlichte Bauweise des Hauses hat nat├╝rlich den Vorteil, dass man es wahrscheinlich problemlos durch einen zweiten, vergleichbaren Bauk├Ârper verl├Ąngern k├Ânnte, und der seitliche Ausgang der linken Box ins Trainingsgehege weist m.E. darauf hin, dass man dort eine Erweiterung um einen massiver umfriedeten Einzelkral zumindest als M├Âglichkeit einplant.

Die Anlage ist mit drei Jungbullen besetzt (zwei aus Emmen, einer aus Rotterdam), von denen nur einer sichtbare Sto├čz├Ąhne tr├Ągt.
(28.07.2008, 22:38)
Michael Mettler :   Und so sieht es oben aus. Links ist (noch?) nichts, die Besucher im Bild schauen ins Treppenhaus hinunter, rechts ist der Einblick in die Boxen. Wer "├╝berfl├╝ssigen Schnickschnack" in Zoos nicht mag, m├╝sste sich hier eigentlich sauwohl f├╝hlen; mich erinnert das mehr an eine Industrieanlage als an ein Zootierhaus.
(28.07.2008, 22:27)
Michael Mettler :   Nach Betreten des Hauses blickt man durch das Gitter in die vordere Box. Zwischen dieser und dem Besucher befindet sich der Pflegergang, der sich l├Ąngs durch das Haus zieht (siehe Foto). Als Besucher geht man dann eine Treppe hinauf, wo oberhalb des Pflegerganges der Besucherweg entlangf├╝hrt (nichts f├╝r Menschen mit H├Âhenangst, Treppe und Besucherplattform haben Gitterboden!), der am Ende wieder in eine Treppe m├╝ndet und wo sich unten die Perspektive wiederholt.
(28.07.2008, 22:22)
Michael Mettler :   Das Elefantenhaus ist - wie es auch in Beekse Bergen inzwischen Usus ist - eine reiner Zweckbau mit "Tarnbemalung" und erinnert daher ein bisschen an ein Milit├Ąrgeb├Ąude. Neben dem vorderen Besucherzugang befindet sich ein kleines Nebengehege mit Trainingswand und gegen├╝ber eine Besuchertrib├╝ne. Es gibt keine Besucherabsperrung vor dem Gehegezaun!
(28.07.2008, 22:17)
Michael Mettler :   Der Graben scheint auch nur eine Naturbodenb├Âschung zu sein, ich entdeckte nirgendwo eine massive Hangbefestigung. Wird interessant sein, ob die Holzpfl├Âcke mit E-Draht auf Dauer ausreichen. Sp├Ątstens, wenn mal ein Elefant an der Grabenkrone ins Rutschen kommt, rei├čt er den ganzen E-Draht weg.
(28.07.2008, 22:14)
Michael Mettler :   Die erst vor knapp zwei Wochen er├Âffnete Elefantenanlage: 12.000 qm Naturboden, in der Mitte teilbar, mit Naturteich. Noch sch├Ân gr├╝n, bietet den Tieren aber nirgends Schatten. Die Betonmauer ist h├Âher als man nach dem Bild vermutet, im hinteren Bereich ist sie f├╝r Besucher nicht ├╝berschaubar. Das Gehegeniveau liegt deutlich ├╝ber dem Hausniveau; stehen die R├╝sseltiere direkt am Haus, sieht man von der Gehegeseite her nur "halbe Elefanten".
(28.07.2008, 22:11)
Michael Mettler :   Und das ist die Perspektive durch die Scheibe. Die beiden Anlagen liegen sich spiegelverkehrt gegen├╝ber, man blickt also von der selben Plattform aus ├╝ber beide Schwimmbecken hinweg in sie hinein.
(28.07.2008, 22:05)
Michael Mettler :   Alle Anlagen des Parks enthalten gr├Â├čtenteils Naturboden und waren wohl urspr├╝nglich auch alle grasbewachsen; Steinb├Âcke, Wildschweine und Berberaffen haben davon allerdings nahezu nichts ├╝brig gelassen. Auch die zweiteilige Eisb├Ąranlage bietet den Tieren viel Naturboden. Bis auf einen verglasten Ausblick ist die Doppelanlage hoch umz├Ąunt, und da man an den meisten Stellen nicht nahe an das Gitter herankommt, beherrscht es doch ziemlich den Einblick (siehe Foto). Die Doppelanlage ist mit sechs Eisb├Ąren besetzt (vier und zwei), wobei ein Aushang darauf hinweist, dass drei davon die Nachzucht-Drillinge aus Rhenen seien und im Dierenrijk nur so lange leben, bis ihre endg├╝ltige Anlage in Rotterdam fertig ist (das ist sie aber doch inzwischen?). Nebenan, aber auf dem Weg erst sp├Ąter einsehbar, ist die Anlage f├╝r f├╝nf Europ├Ąische Braunb├Ąren und ein Nachwuchsrudel W├Âlfe (das Stammrudel hat eine eigene Anlage schr├Ąg gegen├╝ber), die im Gegensatz zur Eisb├Ąrenanlage nicht h├╝gelig strukturiert ist.
(28.07.2008, 22:03)
Michael Mettler :   Diesen Park, der erst vor einigen Jahren unter dem Namen "Dierenrijk Europa" er├Âffnet wurde, habe ich am Freitag erstmals besucht. Meine Vorkenntnis bestand dabei eigentlich nur aus dem Zoof├╝hrer von 2004 und einem Blick auf die Homepage, bei der ich zu meinem Erstaunen von der brandneuen Elefantenanlage gelesen hatte. Dierenrijk ist wie Beekse Bergen eine Tochter des Freizeitpark-Unternehmens Libema.

Neben dem Park befindet sich ein Golfplatz, und eigentlich sieht auch das Zoogel├Ąnde so ├Ąhnlich aus: Es gibt kaum gr├Â├čere B├Ąume (und dementsprechend wenig Schatten), und die Berganlage f├╝r Alpensteinb├Âcke wirkt fast wie ein Fremdk├Ârper in dem h├╝geligen Wiesengel├Ąnde. Wie man unter diesen Umst├Ąnden einen ganzen Parkteil im Ursprungskonzept als europ├Ąischen Urwald (Oerbos) ┬äverkaufen┬ô wollte, ist mir schleierhaft ┬ľ aber diese Ecke wurde ja nun den Elefanten geopfert, also hat der Plan wohl eh nicht funktioniert...

Eine L├Ąngsseite des Parks grenzt direkt an eine viel befahrene Bahnstrecke. Ist etwas gew├Âhnungsbed├╝rftig, hinter der Tigeranlage alle ein bis zwei Minuten einen Zug vorbeirauschen zu sehen (siehe Foto). Ebenso ist man es kaum noch gewohnt, dass Gehege mit einfachen Maschendrahtz├Ąunen ohne Zwischenpflanzung oder andere Sichtbarriere voneinander getrennt sind, wie es hier mehrfach der Fall ist, so dass man quer durch mehrere Gehege und Z├Ąune hindurch z.B. Rothirsche, Damhirsche, Hausschweine und ┬ľziegen auf einen Blick sehen kann. Wer ┬äDaktari┬ô noch kennt: Viele Gehege erinnern an Wameru J Und wen schon die Strommasten im Hintergrund des Gelsenkirchener Afrika-ZOOM st├Âren, der darf auf keinen Fall Dierenrijk besuchen: Hier zieht sich die ├ťberlandleitung gar l├Ąngs mitten durch den Park und beherrscht den Blick nach oben. Man erwartet unwillk├╝rlich, dass sich die Gibbons von ihren Kletterb├Ąumen aus gleich auf die ┬äTaue┬ô schwingen, und frei fliegende St├Ârche kurven auch noch drum herum....

Das urspr├╝ngliche Konzept des Parks, ausschlie├člich Tiere aus Europa vom Eisb├Ąren ├╝ber den Rothirsch bis zum Berberaffen zu zeigen, wurde zwischenzeitlich ge├Ąndert; dazu hatte sich Walter Koch unter "Elefanten in Europa 2" schon kurz ge├Ąu├čert. Nunmehr umfasst das Tiersortiment Europa und Asien, wobei letzteres Themengebiet nat├╝rlich einige Publikumsmagnete beinhalten soll bzw. schon beinhaltet. Daf├╝r wurden Mufflon und Wisent sogar schon wieder aus dem Programm genommen, Rothirsche und Wildschweine mussten innerhalb des Parks umziehen - denn auf den Gehegefl├Ąchen dieser Arten entstanden die neuen Anlagen f├╝r Asiatische Elefanten, Gibbons und Polarf├╝chse (letztere finde ich an dieser Stelle etwas merkw├╝rdig platziert). Gibbon- und Elefantenanlage grenzen direkt aneinander, auf der gegen├╝berliegenden Seite des Weges entsteht gerade laut Aushang eine Anlage f├╝r Kragenb├Ąren (dritte Gro├čb├Ąrenart des Parks nach Braun- und Eisb├Ąr!). Nachdem ich nun gelesen habe, dass sich Beekse Bergen nach und nach von seinen asiatischen Arten trennen will und diese m├Âglicherweise nach Dierenrijk umziehen, wundert mich der Aushang allerdings etwas, denn Beekse Bergen h├Ąlt Malaien- und Lippenb├Ąren; da w├Ąre es doch naheliegend, gleich diese einzuplanen...? Als weitere Asiaten sind bereits Amurtiger im Bestand (daf├╝r wurde laut Zooplan anscheinend die Wolfsanlage verkleinert), Trampeltiere sowie Zwergotter, die eines der f├╝r Europ├Ąische Otter gedachten Gehege bewohnen (einen Europ├Ąer habe ich aber auch noch gesehen). Die Gibbons sind zwar als Wei├čhandgibbons beschildert, doch d├╝rfte mindestens einer davon ein Hybride sein.

Nicht mehr vorhanden sind die Moschusochsen, die ein Gehege zusammen mit Rentieren bewohnten; statt ihrer leben nun Heckrinder mit den Renern. Eines der beiden Elchgehege ist nunmehr mit den Rothirschen besetzt. Relativ neu, da im vorherigen Zoof├╝hrer noch nicht zu finden, scheinen auch die Europ├Ąischen Wildkatzen neben den Rotf├╝chsen zu sein - war das vielleicht vorher eine Doppelanlage f├╝r die F├╝chse? Ebenfalls relativ neu muss eine kleine Halle mit einem Touch Pool sein, in dem Nagelrochen, Kleingefleckte Katzenhaie, ein Glatthai und Meer├Ąschen gehalten werden. Auch ein Aquarium f├╝r Hai-Eier ist darin vorhanden.

Zu den Anlagen f├╝r Eisb├Ąren und Elefanten setze ich Schilderungen neben die zugeh├Ârigen Fotos.
(28.07.2008, 21:55)

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