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Natur- und Artenschutz



W. Dreier:   Ich erhielt gerade eine Anfrage, ob jemand Personen kennen wĂŒrde, die möglicherweise eine Höhlenschabe (Simandoa conserfarium) halten könnte. In der Natur (eine Höhle in Guinea) ist sie ausgerottet, soll aber in Privatsammlungen noch existieren. Kennt jemand einen derartigen Privathalter? Ein Bild/Bilder werden benötigt (die ich allerdings im Metz fand)
(10.04.2021, 10:21)
W. Dreier:   Hmm: und im Bericht von @cajun zĂ€hlte man 352 : 347 zu 352, also eine Fehlerquote um 1 %
(08.04.2021, 10:55)
W. Dreier:   In der ``Berliner Zeitung``: Die diesjĂ€hrige ZĂ€hlung der Großtrappe erbrachte den Nachweis von 347 Vögeln, einige wenige mehr als 2020.
(08.04.2021, 10:50)
cajun:   "DNA-Testoffensive gegen illegalen Tigerhandel
Thailand k?ndigt DNA-Tests f?r 1.500 Tiger an. / Erste Tigerfarm geschlossen. Das thail?ndische Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation hat mit sofortiger Wirkung der Tigerfarm Mukda Tiger Park & ??Farm in der Provinz Mukdahan die Gesch?ftslizenz entzogen. Zudem k?ndigte der Leiter der Beh?rde eine DNA-Testoffensive gegen den illegalen Tigerhandel an. Es sollen bei 1.500 Tigern in 39 Tigerfarmen im ganzen Land Herkunftskontrollen durchf?hrt werden, um den illegalen Handel mit den bedrohten Gro?katzen zu erschweren. Bei DNA-Tests in der Mukda Tigerfarm war herausgekommen, dass zwei Jungtiere nicht, wie der Parkbetreiber behauptete, von ihren Eltern abstammten. Die beiden Tiere gelten daher laut den zust?ndigen Beh?rden als ?eingeschmuggelt?. Gegen den Betreiber der Anlage wurde Anklage erhoben. Laut Einsch?tzung der Naturschutzorganisation WWF k?nnte es sich bei den jungen Tigern sogar um Wildf?nge handeln. ?Die Ank?ndigung Thailands ist ein wichtiger Schritt gegen den professionellen Schmuggel mit Tigern in Asien und weltweit. Den Farmen kommt dabei eine Schl?sselfunktion zu. Sie befeuern mit ihrer Zucht den illegalen Handel?, so Kathrin Samson, Leiterin des Fachbereichs Asien und Tiger-Koordinatorin beim WWF Deutschland. ?Eine DNA-Testoffensive wie sie Thailand nun angek?ndigt hat, kann nun endlich Licht ins Dunkel bringen und illegale Gesch?ftspraktiken offenlegen. Es bleibt zu hoffen, dass auch andere L?nder in S?dostasien wie Laos, Vietnam oder Kambodscha und vor allem auch China dem Beispiel Thailands folgen werden.? Obwohl das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES den Handel mit Tigern streng verbietet, floriert das illegale Gesch?ft mit Tigerteilen und -produkten. Die starke Nachfrage heizt die Wilderei massiv an: Jede Woche werden im Durchschnitt mindestens zwei Tiger gewildert. Das zeigt eine Studie der Artenschutzorganisation TRAFFIC, die zwischen den Jahren 2000 und 2018 beschlagnahmte Tigerteile von insgesamt 2.400 Tigern ausgewertet hat. Zus?tzlich angeheizt wird die enorme Nachfrage wiederum durch die Tigerfarmen. Etwa 8.000 Tiger werden derzeit in diesen Zuchtanstalten gehalten ? das sind doppelt so viele wie in freier Wildbahn. ?Vordergr?ndig geben sich die Farmen als Tiger-Streichel-Zoos aus und erfreuen sich gro?er Beliebtheit bei vielen Touristen. Doch w?hrend ?ffentlich Tiger-Selfies gemacht werden, gibt es konkrete Hinweise darauf, dass hinter den Kulissen die Tiere geschlachtet und in den illegalen Handel eingespeist werden?, warnt Samson. Der WWF fordert daher die schrittweise Schlie?ung der Farmen. Touristen sollten wiederum dubiose Tier- und Freizeitparks nicht besuchen, so die Empfehlung des WWF."
Quelle: Pressemitteilung des WWF
(15.03.2021, 13:35)
cajun:   Und "kehren wir auch mal vor der eigenen HaustĂŒr":

Ergebnisse der zweiten Winter-SynchronzĂ€hlung der Großtrappe in Mitteleuropa vom 17. und 18. JĂ€nner 2021 im Rahmen des LIFE Projektes ?Großtrappe? liegen nun vor:
Seit vielen Jahren werden die BestĂ€nde der Großtrappe in Mitteleuropa im Winter von den Trappenspezialisten erfasst. 2017 gelang es erstmalig in allen 7 LĂ€ndern (Deutschland, Österreich, RumĂ€nien, Serbien, Slowakei, Tschechien und Ungarn), mit potenziellen Brutvorkommen der Großtrappe, am selben Tag zu zĂ€hlen. Dabei wurden 1.751 Großtrappen erfasst, wobei im ostpannonischen Teil nur ca. 69 % der Individuen an diesem Tag erfasst werden konnten, und nicht die sonst ĂŒblichen 90 bis 95 %. In den Jahren 2018 bis 2020 gelang es trotz mehrfacher BemĂŒhungen nicht in allen LĂ€ndern SynchronzĂ€hlungen umzusetzen. Grund dafĂŒr waren die zumeist milden Winter und die dadurch unbefahrbaren Erdwege, die eine ZĂ€hlung der ostpannonischen Population zumeist verhinderten.
Im Jahr 2021 wurde deshalb der Zeitraum der ZĂ€hlperiode deutlich verlĂ€ngert, um zumindest 90 % der tatsĂ€chlich vorkommenden Individuen in ganz Mitteleuropa erfassen zu können. Die ZĂ€hlung wurde hauptsĂ€chlich am 17. und 18. JĂ€nner durchgefĂŒhrt, aber auch weitere Ergebnisse vom 11. bis zum 24. JĂ€nner 2021 wurden mit ausgewertet.
Die Ergebnisse der SynchronzĂ€hlungen im Winter zeigen, dass die Population der Großtrappe in Mitteleuropa in den letzten 4 Jahren (2017 ? 2021) um ca. 22 % angestiegen ist. Den stĂ€rksten relativen Zuwachs gab es bei der deutschen Population, diese ist um ca. 59 % (von 221 auf 352 Individuen) angestiegen. Die westpannonische Population ist um ca. 34 % angewachsen (von 463 auf 620 Individuen) und bei der ostpannonischen Population dĂŒrfte es einen realen Anstieg um ca. 16 % gegeben haben, von geschĂ€tzt 1.388 (am ZĂ€hltag selbst konnten nur 1.067 Großtrappen gezĂ€hlt werden) auf 1.553 Individuen.

Erfreulicherweise zeigen die SchutzbemĂŒhungen in beinahe allen mitteleuropĂ€ischen LĂ€ndern mit Großtrappen-Vorkommen bereits kurzfristig Erfolge. Durch die Maßnahmen zur Reduzierung von Kollisionen an Stromleitungen im Rahmen des LIFE Projektes ?Großtrappe? ist vor allem mittel- und langfristig mit einem weiteren Anstieg der Population zu rechnen. Wie stark die drei Teil-Populationen tatsĂ€chlich ansteigen werden, hĂ€ngt in erster Linie von der QualitĂ€t des Lebensraums ab, somit vor allem von landwirtschaftlichen Maßnahmen, aber selbstverstĂ€ndlich auch von den BestĂ€nden der PrĂ€datoren z.B. Rotfuchs, Marderhund, Seeadler und Kaiseradler.
Quelle: https://www.grosstrappe.at/de/aktuelles/grosstrappenvideos/grosstrappenvideos-detail/ergebnisse-der-zweiten-winter-synchronzaehlung-der-grosstrappe-in-mitteleuropa-vom-17-und-18-jaenner-2021.html
(09.02.2021, 17:50)
cajun:   Der KrĂŒger- Park hatte immer einen guten Nashornbestand, war aber Hot Spot der Wilderei gerade in grenznahen und touristisch wenig erschlossenen Gebieten im nördlichen Teil in den letzten Jahren. Ein RĂŒckgang der BestĂ€nde um 70 Prozent ist schon katastrophal....
Ob die Lösung, wie unten angeben "mehr vom Gleichen ist",,,, ?! Sehr fraglich.

Nashorn-Wilderei geht zurĂŒck
33% weniger gewilderter Nashörner in SĂŒdafrika / KrĂŒger-Nationalpark meldet trotzdem starken RĂŒckgang seiner Nashornpopulationen. Zu den aktuellen Wilderei- und Bestands-Zahlen aus SĂŒdafrika erklĂ€rt Katharina Trump, Artenschutzreferentin und Anti-Wilderei-Expertin beim WWF Deutschland: ?Es ist eine gute Nachricht, dass die Zahl der durch Wilderei verlorenen Nashörner in SĂŒdafrika im letzten Jahr um 33% gesunken ist. Sicherlich haben in 2020 auch Corona und der Lockdown im Land zu dieser Entwicklung beigetragen. In den vergangenen sechs Jahren sind die Wildereizahlen konstant rĂŒcklĂ€ufig. Wie prekĂ€r die Situation dennoch ist und welche langfristigen Auswirkungen solche Einschnitte fĂŒr die BestĂ€nde haben, zeigen jedoch die Entwicklungen im KrĂŒger Nationalpark, der in den vergangenen zehn Jahren fast 70 % seiner Nashörner verloren hat. Das ist ein dramatischer Verlust, der sich aus einem gefĂ€hrlichen Zusammenspiel von DĂŒrreperioden und dem hohen Wildereidruck ergeben hat. Um die Nashorn-Wilderei zu stoppen, mĂŒssen wir die Faktoren angehen, die Wilderei und illegalen Artenhandel begĂŒnstigen. Dazu ist neben dem Schutz der verbliebenen NashornbestĂ€nde die Reduktion der Nachfrage in asiatischen AbnehmerlĂ€ndern notwendig. Gleichzeitig mĂŒssen wir die Rahmenbedingungen Ă€ndern, von denen bekannt ist, dass sie kriminelles Verhalten auf lokaler Ebene fördern, wie etwa ein hohes Maß an sozialer Ungleichheit und mangelnde ökonomische Perspektiven.?
Pressemeldung des WWF
(09.02.2021, 17:44)
Liz Thieme:   Ach Mist, doch den falschen Thread offen gehabt.... bitte bei den Jaguaren gucken und kommentieren.
(03.02.2021, 18:27)
Liz Thieme:   Damit ich nicht so viel Arbeit habe, zitiere ich mich mal selber:

Bevor die ersten Genuntersuchungen durchgefĂŒhrt wurden, entwickelten die Wissenschaftler die Systematik nur anhand von morphologischen und geografischen Merkmalen. Diese Untersuchungen ergaben fĂŒr die Familie der Katzen vier Gattungen (Acinonyx, Felis, Neofelis und Panthera) (Nowak & Paradiso, 1983). SpĂ€tere genetische Untersuchungen teilten dann die Felidae in acht Untergruppen auf: die Ozelot-Linie, die Hauskatzen-Linie, die Großkatzen-Gattung, die Puma-Gruppe, die Luchs-Gattung, die Asiatische Leopardkatzen-Gruppe, die Karakal-Gruppe und die Asiatische Goldkatzen-Gruppe (Johnson & O?Brien, 1997). Als Art passt der Jaguar in beide Einteilungen. Soweit ist die Systematik einfach.
Die Unterarten-Systematik ist jedoch umso komplizierter bzw. umstrittener.
Bis in die 1930er gab es viele Untersuchungen, aus denen ĂŒber zwanzig vermeintliche Unterarten resultierten. Die Basis fĂŒr die jĂŒngsten Forschungen legte Pocock 1939, indem er die morphologischen Unterschiede von SchĂ€deln untersuchte. In seinen Ergebnissen stellte er klar, dass einige vorherige Unterarten ein und dieselbe sein mĂŒssen. Am Ende legte Pocock eine Liste von acht Unterarten fest (Pocock, 1939). (Karte hier)
Mitte der 1990er untersuchte Larson Pococks Daten und zusĂ€tzlich weitere SchĂ€del, deren geografische Herkunft bekannt war. Sie kam zu dem Ergebnis, dass es Unterschiede von Nord nach SĂŒd gab, aber dass es mehr Variationen innerhalb Pococks Unterarten gibt als zwischen ihnen (Larson, 1997).
Eine große Wende kam fĂŒnfzig Jahre nach Pococks Ergebnissen. Seymour nahm die Studie von Pocock noch einmal unter die Lupe. Pocock hatte seine eigenen Untersuchungen kommentiert, da ihm teilweise nicht genĂŒgend Material fĂŒr eine kritische Auswertung vorgelegen hatte. Seymore sagt, dass die Kommentare von Pocock implizieren wĂŒrden, dass einige vorherige Bezeichnungen Synonyme fĂŒr andere seien. Streiche man alle Synonyme, so blieben nur drei Unterarten ĂŒbrig (Seymour, 1989). (Karte folgend 1)

FĂŒr spĂ€tere (mitochondrial)genetische Untersuchungen von Eizirik standen nur 44 Individuen mit unterschiedlicher geografischer Herkunft zur VerfĂŒgung. Je nach Untersuchungsmethode kamen hier verschiedene Ergebnisse heraus. Zum einen ergab eine phylogenetische Analyse, dass die mitochondriale DNA (mtDNA) kaum die Existenz von wirklichen phylogeografischen (stammesgeschichtlichen und geografischen) Einheiten unterstĂŒtzt. Solch deutliche Anzeichen zeigte hier nur die Gruppe, die aus dem sĂŒdlichen SĂŒdamerika stammte. Bei einer weiteren mtDNA-Untersuchung konnten jedoch zwei phylogeografische Hauptgruppen unterschieden werden. So lĂ€sst sich der Norden vom SĂŒden trennen, vielleicht durch den Amazonas. Eine weitere regionale Unterteilung im nördlichen Bereich kann vermutet werden.
Neben der mitochondrialen DNA wurden auch Mikrosatelliten in der DNA analysiert. Diese Ergebnisse unterstĂŒtzen mindestens drei oder vier unvollstĂ€ndig isolierte phylogeografische Gruppen (1. Mexiko und Guatemala, 2. sĂŒdliches Mittelamerika, 3. nördliches SĂŒdamerika (nördlich des Amazonas), 4. sĂŒdliches SĂŒdamerika (sĂŒdlich des Amazonas)). Interessanterweise scheint der Amazonas bei Weibchen eine grĂ¶ĂŸere Bedeutung als Grenze zu haben als bei MĂ€nnchen, worauf die mtDNA schließen ließ (Eizirik, et al., 2001). Diese geschlechtlichen Unterschiede zeigen sich auch in allgemeinen Beobachtungen von Felinen, bei denen die Weibchen eine grĂ¶ĂŸere Ortstreue zeigten als MĂ€nnchen (Kitcher, 1998) (de Oliveira, 1994). Im ?Handbook of the Mammals of the World, Vol. 1, 2009? werden neun Unterarten gelistet (Wilson & Mittermeier, 2009). (Karte folgend 2)
Ruiz-García und Kollegen untersuchten bei 248 Individuen mit Hilfe von 12 Mikrosatelliten Loki und drei mtDNA-Genen die möglichen Unterschiede, allerdings konnten keine phylogeografischen Strukturen gefunden wurden.
Auf Basis dessen hat sich die Cat Specialist Group der IUCN dafĂŒr entschieden den Jaguar als monotypisch zu fĂŒhren.




Zu der Frage der Populationsdichte je Unterart bzw. je theoretisch möglicher Unterart kann ich daher auch fĂŒr die Natur nichts sagen. Die IUCN ist bei den meisten Tieren nicht auf dem aktuellen Stand. Um einen Überblick zu erhalten, sollte man jedoch nur eine Quelle nutzen.
Ich zitiere im Folgenden daher trotzdem die IUCN:

Historische Bewertung der ÜberlebensfĂ€higkeit von Jaguar
Hohe Überlebenschance: Sanderson et al. (2002) schĂ€tzten, dass Populationen in 70% des Jaguar-Gebiets (ĂŒber 6 Millionen kmÂČ) eine hohe Überlebenswahrscheinlichkeit hatten. Der grĂ¶ĂŸte Teil dieses Gebiets besteht aus dem Regenwald des Amazonasbeckens und angrenzenden Gebieten des Pantanal und des Gran Chaco (Torres et al. 2007). Andere von Sanderson et al. (2002) berĂŒcksichtige Gebiete, scheinen eine hohe Wahrscheinlichkeit fĂŒr eine langfristige Jaguar-Persistenz zu haben, inkl. tropische feuchte TieflandwĂ€lder in Mesoamerika (die Selva Maya von Guatemala, Mexiko und Belize) und einen schmalen Streifen des Choco-Darien von Panama und Kolumbien nach Nordhonduras.

Mittlere Überlebenschance: Sanderson et al. (2002) schĂ€tzten, dass Jaguar-Populationen in 18% der Jaguar-Reichweite (1,6 Millionen kmÂČ) eine mittlere Überlebenswahrscheinlichkeit hatten. Diese Gebiete grenzen im Allgemeinen an Gebiete mit hoher Überlebenswahrscheinlichkeit an und umfassen einen großen Teil des nördlichen Cerrado, den grĂ¶ĂŸten Teil der venezolanischen und kolumbianischen Llanos sowie den nördlichen Teil Kolumbiens an der KaribikkĂŒste. In Mittelamerika und Mexiko gehören dazu das Hochland von Costa Rica und Panama, SĂŒdmexiko, sowie die beiden östlichen GebirgszĂŒge Mexikos, Sierra de Taumalipas und Sierra Madre Oriental.

Geringe Überlebenschance: Sanderson et al. (2002) stuften den Rest des Jaguar-Bereichs (12%) als mit geringer Überlebenswahrscheinlichkeit fĂŒr Jaguar und als am dringendsten zu schĂŒtzen ein. Diese Gebiete umfassen den Atlantischen Tropenwald und Cerrado von Brasilien; Teile des Chaco in Nordargentinien; die Gran Sabana in Nordbrasilien, Venezuela und Guyana; Teile des trockenen KĂŒstenwaldes in Venezuela; und die verbleibende Reichweite in Mittelamerika und Mexiko.

Aktuelle EinschÀtzung der Jaguarpopulationen
Mexiko: Die Jaguar-Dichte in Mexiko wurde auf 0,75 bis 6 Erwachsene pro 100 kmÂČ geschĂ€tzt (Ceballos et al. 2011, ChĂĄvez et al. 2016). Die Jaguarpopulation in der Selva Maya auf der Halbinsel Yucatan in Mexiko wurde auf 2000 Individuen geschĂ€tzt (Ceballos et al. in press, Rodriguez-Soto et al. 2013). Im Ökosystem Greater Lacadona im SĂŒden Mexikos wurde die Jaguardichte auf 1,7-4,6 / 100 kmÂČ geschĂ€tzt, mit einer geschĂ€tzten Population von 62 bis 168 Jaguaren in den Schutzgebieten dieser Region (de la Torre und MedellĂ­n 2011). Insgesamt wurde die nationale Jaguar-VolkszĂ€hlung in Mexiko im Jahr 2011 auf 4.000 bis 5.000 Personen geschĂ€tzt (Ceballos et al. in press). Die nördlichen und zentralen Gebiete Mexikos werden jedoch zunehmend isoliert, und Jaguare verschwinden dort, wo sie zuvor noch entdeckt wurden (Grigione et al. 2009, Rosas-Rosas und Bender 2012).

Mittelamerika: SchĂ€tzungen der Jaguar-Dichte aus Mesoamerika aus 27 von 2000 bis 2010 durchgefĂŒhrten Studien reichen von 0,74 bis 11,2 / 100 kmÂČ. Die meisten Studien deckten jedoch nicht die MindestflĂ€che ab, um unvoreingenommene DichteschĂ€tzungen sicherzustellen (Maffei et al. 2011). Über diese Standorte hinweg waren die DichteschĂ€tzungen in tropischen FeuchtwĂ€ldern höher als in tropischen BergwĂ€ldern oder LaubwĂ€ldern und in Nationalparks höher als in anderen Mehrfachnutzungsgebieten (Maffei et al. 2011). Die Dichte im belizischen Selva Maya-Regenwald wurde auf 7,5-8,8 / 100 kmÂČ geschĂ€tzt (Silver et al. 2004). Die SchĂ€tzungen der Jaguar-Dichte im geschĂŒtzten feuchten Tropenwald im Tiefland des Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary in Belize reichen von 3,5 (+/- SE = 0,7) bis 11,0 (+/- 3,1) / 100 kmÂČ (Harmsen et al. 2010). Es wurde festgestellt, dass die Jaguardichte in der vom Menschen beeinflussten Landschaft, einem Mosaik aus ungeschĂŒtztem Wald, Savanne, Landwirtschaft und Siedlungen mit Abstand zum geschĂŒtzten Wald, abnimmt (Foster 2008). Die Talamanca-Berge in Costa Rica und Panama unterstĂŒtzen eine Jaguar-Population, aber die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Persistenz ist mittel bis gering (Gonzalez-Maya et al. 2007). In Ă€hnlicher Weise stehen die Jaguarpopulationen in Schutzgebieten in Guatemala, Honduras und Nicaragua unter starkem Druck durch Entwaldung und Jagd (Petracca et al. 2014).

SĂŒdamerika: Die Jaguar-Dichte im brasilianischen Pantanal wurde je nach verwendeter Methode auf 6,6-6,7 / 100 kmÂČ oder 10,3-11,7 / 100 kmÂČ geschĂ€tzt (Telemetrie versus Kamerafallen, Soislao und Cavalcanti (2006). Die Jaguar-Dichte im bolivianischen Amazonasgebiet wurde auf 2,8 / 100 kmÂČ geschĂ€tzt (Madidi-Nationalpark Silver et al. 2004), und im kolumbianischen Amazonasgebiet wurde die Jaguar-Dichte auf 4,5 / 100 kmÂČ und 2,5 / 100 kmÂČ (Amacayacu-Nationalpark bzw. ungeschĂŒtzte Gebiete) geschĂ€tzt ; Payan 2008). SchĂ€tzungen der Jaguar-Dichte betragen 2/100 kmÂČ in den Savannen des brasilianischen Cerrado, 3,5 / 100 kmÂČ im semiariden GestrĂŒpp der Caatinga und 2,2 / 100 kmÂČ im Atlantikwald (Silveira 2004) und 2,2 -5 pro 100 kmÂČ im bolivianischen Gran Chaco (Maffei et al. 2004). Die Subpopulation des Atlantischen Waldes in Brasilien wurde auf 200 +/- 80 Adulte geschĂ€tzt (Leite et al. 2002). Jaguarpopulationen in der Chaco-Region im Norden Argentinien und Brasilien sowie die brasilianische Caatinga sind von geringer Dichte und stark bedroht durch Viehzucht und Verfolgung (Altrichter et al. 2006 hat T. de Oliveira pers. comm. 2008).

Historische methodologische Vorurteile
Leider weisen viele dieser gemeldeten DichteschĂ€tzungen unzureichende StichprobengrĂ¶ĂŸen fĂŒr FlĂ€che oder Erfassung und Wiedererfassung auf. SorgfĂ€ltige ÜberprĂŒfungen haben gezeigt, dass diese SchĂ€tzungen eher positiv als negativ verzerrt sind (Foster und Harmsen 2012, Maffei et al. 2011, Tobler und Powell 2013). Dies bedeutet, dass viele der Ă€lteren Veröffentlichungen vor 2010 dazu neigten, die Dichte bei einer unbekannten Menge zu ĂŒberschĂ€tzen. Dies bedeutet auch, dass frĂŒhere Bewertungen hinsichtlich des Jaguar-Status in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet zu optimistisch waren.

Subpopulationsstatus
De la Torre et al. (2017) identifizierten 34 Jaguar-Subpopulationen, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines demografischen oder genetischen Austauschs gering ist, und bewerteten sie jeweils anhand der Kriterien der Roten Liste. Insgesamt erfĂŒllten 97% die Kriterien fĂŒr vom Aussterben bedroht (25 Subpopulationen) oder vom Aussterben bedroht (acht Subpopulationen) (siehe Abbildung 3a-e im ergĂ€nzenden Material). Die große Amazonas-Subpopulation, die schĂ€tzungsweise 89% der gesamten Artenpopulation ausmacht (57.000 von 64.000), wurde als am wenigsten bedenklich eingestuft.



Und nun zu den Zoos und den vermeintlichen Unterarten-Haltungen.

Panthera onca onca
- Zoo Barcelona, ESP: seit 2008, Ursprungstiere sind WildfÀnge aus Brasilien (werden vom Zoo so bezeichnet, nicht in EAZA so hinterlegt)
- East London Zoological Gardens, Eastern Cape, ZAF: 1,0
- Taman Safari, Bogor, IDN: 0,1
- Safari Park, Krasnodar, RUS: 0,1
- Zoo Sibiu, ROM: 2,1
- Zoo Sofia, BUL: 1,0
- Zoo Jacksonville, USA: 0,2
- Zacando Ecological Park, Toluca, USA: 0,1
- Tulsa Zoo, USA: 0,1
- Zoo Santiago, CHL: 1,1 (ehemals Berlin TP)

Panthera onca goldmanii
- Mesker Park Zoo, Evansville: 0,1
- Oklahoma City Zoo, USA: 1,0
- Happy Hollow Zoo, San Jose, USA: 1,0
- Stone Zoo, Stoneham, USA: 0,1
- Cameron Park Zoo, Waco, USA: 0,1

Haben diese Zoos nur diese Tiere oder auch Tiere ohne UA?

- Eastern Cape: ja
- Bogor: nein, noch weitere 3,1
- Barcelona: 1,1 (die vermeintlichen P.o.o., also keine weiteren)
- Krasnodar: nein
- Sibiu: nein
- Sofia: ja, noch 0,1
- Jacksonville: ja, noch 1,2
- Toluca: ja, noch 4,3
- Tulsa: ja, noch 0,1
- Santiago de Chile: nein
- Evansville: ja, noch 1,0
- Oklahoma: nein
- San Jose: ja, noch 0,1
- Stoneham: ja, noch 1,0
- Waco: ja, noch 1,0

Ob die getrennt gehalten werden oder zusammen leben, das kann ich euch nicht sagen.

(03.02.2021, 18:26)
Sacha:   Schliesse mich @cajun an!

Mich interessieren zudem die von Dir @Liz genannten 14+ Zoos mit reinen UAs. Werden dort wirklich AUSSCHLIESSLICH goldmani oder onca gehalten = nicht zusÀtzlich auch UA-Hybride bzw. keine Gefahr der Hybridisierung? Welche Zoos sind das? Und wieviele Individuen der beiden UAs werden insgesamt gehalten?
(30.01.2021, 11:47)
cajun:   Ich hĂ€tte Interesse,fingerhoch*, fĂ€nde es aber gut, wenn die Ergebnisse dann im Jaguar Thread landen. Dann hĂ€tten wir es gebĂŒndelt. Als Themen letztendlich die ungefĂ€hre Einteilung der Subtypen und deren derzeitige Populationsdichte, fĂ€nde ich gut! Hier brauchen wir Kernkompetenz, Onca! :-)
(29.01.2021, 18:16)
Liz Thieme:   Die Taxonomie Ă€ndert sich immer wieder aufgrund von anderen Methoden. Aber es gibt nun mal keine Kommission die sagt, das ist nun gesetzt. Es wird entweder von der IUCN akzeptiert.

Es gibt einige Zoos (mind. 14) in der Welt, die Unterarten-reine Tiere (P. o. onca / P. o. goldmani) halten und zĂŒchten und auch so einige Auffang-/Auswilderungsstationen in SĂŒdamerika. Z.B. kommen dort auch verletzte Tiere unter, die in der Natur nicht mehr lange ĂŒberleben wĂŒrden, aber mit menschlicher UnterstĂŒtzung recht normal leben und so auch zĂŒchten können. Außerdem werden dort auch "Problemtiere" gehalten, die entsprechend noch zĂŒchten sollen.

Wenn ihr mehr zu Taxonomie etc. wissen wollt, dann mĂŒsst ihr euch bis nĂ€chste Woche gedulden. Ihr könnt gerne Themen anmelden ;-)
(29.01.2021, 17:53)
Sacha:   @Simon: Da bin ich (folglich) grundsĂ€tzlich mit Dir einer Meinung, nur eben einfach skeptischer. WĂ€re schön, wenn dies solchen BemĂŒhungen Auftrieb verleiht und sich Regierungen hier (fianziell) beteiligen wĂŒrden. Aber wie war das seiner Zeit bei Adamson und seinen Löwen? Kann mich nicht erinnern, dass da von Regierungsseite her (weder GB noch Kenia) namhafte Gelder fĂŒr Adamson flossen geschweige denn eigene derartige Projekte lanciert wurden. HĂ€tte natĂŒrlich nichts dagegen, wenn ich mich irre...

@cajun: Vielen Dank fĂŒr die Hinweise zur Jaguar-Taxonomie. Muss gestehen, dass ich diese Studien nicht kannte. Interessant jedenfalls.
Allerdings bleiben hier viele Punkte offen und ich denke, dass es fĂŒr eine "sichere" Bestimmung von UAs (oder eben nicht) noch weitere Daten braucht. "Sicher" in AnfĂŒhrungszeichen, weil in der Taxonomie ja immer wieder Lehrmeinungen ĂŒber den Haufen geworfen werden, nicht selten im Jahrestakt. Da halte ich es dann doch fĂŒr ratsam, lieber zuviel zu trennen, als zuviel zu vereinigen/"mischen". Denn stellt sich dann doch heraus dass es sich um 2 und nicht eine UA handelt, ist der Schaden angerichtet und kann nicht mehr rĂŒckgĂ€ngig gemacht (= rausgezĂŒchtet) werden.
(29.01.2021, 10:51)
cajun:   Gibt es denn noch wirklich eine belastbare Unterteilung in Unterarten beim Jaguar?
Ich habe mal ein paar Studien zusammengegoogelt.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1046/j.1365-294X.2001.01144.x
https://bmcgenomdata.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12863-019-0801-5
Ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit: Hier wird eher der Begriff "Subpopulation" verwendet. Der Jaguar gilt als mobile und wanderungsfreudige Art, so dass er, abgesehen von großen natĂŒrlichen Grenzen (oder neuerdings auch Straßen/ Gebiete mit hoher menschlicher Besiedlungsdichte) sehr weite Strecken ĂŒberwindet. Bestimmte Populationen zeichnen sich durch hohe gentische DiversitĂ€t aus, ohne sehr zu divergieren, so dass m.E. hier Unterarten eigentlich weniger in Betracht kommen.
Als große natĂŒrliche Barriere wird vor allem der Amazonas genannt. Wie sich dieses auf die Populationen beiderseits des Flusssystems auswirkt, konnte ich nicht finden.
Wie immer muss aber "noch mehr geforscht werden".
Interessanter Nebenfund hierbei waren noch eine Publikation von 2019:
PROPOSAL FOR THE INCLUSION OF THE JAGUAR (Panthera onca) IN APPENDICES I AND II OF THE CONVENTION
Quelle:https://www.cms.int/sites/default/files/document/cms_cop13_doc.27.1.2_proposal-jaguar_e.pdf
Und ein Artikel aus der Animal Conversation von 2010
https://www.demogr.mpg.de/publications/files/4097_1300970681_1_ArticlePdf.pdf
Der beste Jaguarschutz, ist der von großen, zusammenhĂ€ngenden LebensrĂ€umen und Ökosystemen. Auch sollten Verbindungskorridore zwischen einzelnen Verbreitungsschwerpunkten existieren.
Zur Auswilderung bei Großkatzen, kann ich Sasha nur zustimmen. Eher schwierig. Das russische Leoparden Projekt im Kaukasus lĂ€uft schleppend und das Projekt zur Wiederansiedlung von sibirischen Tigern im Iran (ehemals Turan- Tiger Verbreitungsgebiet), ist auch noch nicht in Angriff genommen (oder?).
(28.01.2021, 14:02)
Simon Kirchberger:   @Sacha: dass es kostspielig ist und bleibt, ist klar. Die Frage ist nur, ob sich mit einer erfolgreichen Auswilderung der Jaguare der Anreiz erhöht, das Geld und die Zeit zu investieren. Das Pardelluchsprojekt in Spanien und Portugal hat ja auch das eine oder andere Milliönchen gekostet, aber die LĂ€nder waren bereit das zu investieren. Diese Bereitschaft (fĂŒr andere Arten) wĂŒrde sich mit vorangegangenen Erfolgen sicher erhöhen...

sicher ist auch, dass eine Auswilderung nur erfolgen sollte, wenn genug GrĂŒndertiere der selben (Unter)Art vorhanden sind und es gesicherte LebensrĂ€ume gibt. Stand jetzt ist es schon allein aus diesem Grund fast undenkbar, irgendwann Tiger auszuwildern... Wie ich auf meinen FĂŒhrungen des Öfteren zu sagen pflege: "da investiert man 3 Jahre und 5 Millionen Euro um einen Tiger auszuwildern und nach 1 Woche kommt einer und schießt den ĂŒbern Haufen";)

(28.01.2021, 13:42)
Sacha:   @Simon: Ich bin da etwas skeptischer. Einerseits gab und gibt es immer wieder BemĂŒhungen, in menschlicher Obhut geborene/aufgewachsene Grosskatzen auszuwildern - insgesamt meist aber nur mit bescheidenem Erfolg. Dass dies Aktionen mehrheitlich von Privaten und nicht von Zoos initiiert und koordiniert wurden, spielt dabei keine Rolle. Fakt ist jedoch, dass es mit Sicherheit immer sehr aufwĂ€ndig (kostspielig) und aus diversen GrĂŒnden schwierig zu bewerkstelligen ist.
Andererseits besteht gerade bei Jaguaren das Problem, dass wohl genug Exemplare in Zoos fĂŒr eine Auswilderung gezĂŒchtet werden könnten, jedoch nicht von einer bestimmten Unterart, da die Jaguare in Zoos (gegenwĂ€rtig) fast ausschliesslich UA-Mixe oder unbekannter Herkunft sind. Ich kann mir vorstellen, dass ein solches Vorhaben bei vielen NaturschĂŒtzern auf EntrĂŒstung und Ablehnung stossen dĂŒrfte (und dies - sofern das Auswilderungsgebiet nicht vollstĂ€ndig Jaguar-frei wĂ€re und die Chance auf Hybridisierung besteht - sogar zu Recht).
Mehr Chancen hĂ€tte man vielleicht aus oben genannten GrĂŒnden mit Sibirischen Tigern. Doch die dĂŒrften wegen mangelhaftem Schutz vermutlich schneller gewildert als ausgewildert werden...
(28.01.2021, 11:01)
Adrian Langer:   @Simon: Das klingt sehr interessant. Danke fĂŒr die Info!
(28.01.2021, 10:38)
cajun:   @Carsten Horn: Ich habe den Link jetzt auch mal aufgerufen und muss dir vollkommen recht geben. Der erste Satz scheint gelesen worden zu sein, der Rest.. naja.
Man kann dem Verlinker aber zugute halten, dass diesmal die geographischen Angaben aufgrund der Verortung in den ausgewÀhlten Thread. nicht zur Debatte stehen. Die sind sonst ja immer wieder ein sehr beliebtes FettnÀpfchen /eine Fehlerquelle... ;-)
(15.01.2021, 17:41)
Carsten Horn:   Und wo hast Du Die das zusammen fantasiert?

Von Zoo Basel erfuhr ich, das 6 Waldrappen abgegeben wurden, 1,2 an einen italienischen Zoo zur Zucht und 3 MÀnnchen nach Spanien um sie wieder anzusiedeln. Noch sind sie allerdings in einer Voliere zur Eingewöhnung.

So steht es auch in dem verlinkten Artikel, wer lesen kann ist im Vorteil!!!
(14.01.2021, 14:38)
Dirk Weilert:   anbei ein interessanter Artikel zur Zukunft des nördlichen Breitmaulnashornes.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/wie-das-noerdliche-breitmaulnashorn-gerettet-werden-soll-17113418.html
(24.12.2020, 12:13)
cajun:   Ein Artikel aus der ZGAP Zeitung meldet die Lapunder als mittlerweile stark gefĂ€hrdet. Man ist sehr besorgt, dass selbst so eine anpassungsfĂ€hige Art der zunehmenden Lebensraumzerstörung nicht gewachsen ist. Hauptursachen sind daneben die Haltung als KokosnusspflĂŒcker und ein zunehmender HWC , dem vor allem die erwachsenen Tiere zum Opfer fallen. Also Zoos, zĂŒchtet mal fleißig und etabliert neue Haltungen!
(08.11.2020, 12:24)
W. Dreier:   Was war das? Eine neue ``Kulturnerz``-Mutante des Coronavirus in DĂ€nemark? Und Keulung deshalb von ca 1, 7 Mio Pelz-Nerzen?
Was die Rote Liste nicht geschafft, das --------
(06.11.2020, 18:58)
cajun:   @Sasha und Tim: Ok.. ich schließ mich an, da ich neulich schon bezĂŒglich der SeriositĂ€t vor den Links ĂŒber RTL gewarnt hatte:
Zitat: " Wissenschaftler vermuten, dass es derzeit nur noch sieben oder acht Exemplare dieser Tigerart gibt... "
Art? Aha.... :o)

Aber besser ist fĂŒr die Merkliste: Wer Links (anscheinend) ungelesen teilt, sollte sich ĂŒber Spott nicht wundern...

(05.11.2020, 16:58)
W. Dreier:   Scherz beiseite!
Las gerade, dass nun in Brandenburg 123 SchweinepestfÀlle ``anerkannt sind`` - das ging aber schnell!
(05.11.2020, 16:51)
Sacha:   :):O)

oder vielleicht weil sie in SĂŒd- und SĂŒdostasien in der Hitze vor sich hinbrĂŒten...
(05.11.2020, 16:41)
Tim Sagorski:   Zitat aus dem, von Adrian verlinkten, Artikel:

"Der höhere Urbanisierungsgrad verringert den Raum, in dem Tiger leben und brĂŒten können."

BrĂŒtende Tiger??? Da ist der Verfasser anscheinend auf eine Tiger-Ente hereingefallen... :o)
(05.11.2020, 15:02)
Hystrix:   IUCN hat jetzt eine BroschĂŒre veröffentlicht einer Tagung von 2018, getragen vom Tiergarten NĂŒrnberg ĂŒber die Möglichkeiten der ex situ-BeitrĂ€ge zum Erhalt bedrohter Walarten. Darin geht es v.a. um Flussdelphine. Die BroschĂŒre ist recht interessant, aber mir wird nicht klar, was Delphinarien dazu leisten wollen und können. Die Schlussfolgerungen sprechen immer nur von ex situ, aber ob damit Haltung in NetzkĂ€figen im Jangtsekiang oder in anderen FlĂŒssen im Habitat gemeint sind oder unsere Zoo-Delphinarien mit ihren beschrĂ€nkten KapazitĂ€ten oder kommerzielle Sea Worlds wird nirgendwo gesagt. Insofern bleibt die Schlussfolgerung, ex situ könnte auch Walen wirkungsvoll helfen, vage und unbestimmt.

Mir scheint die Überlegung an sich recht interessant, wenn ich mir auch kein EEP mit mindestens 150 Walen po Art in Delphinarien vorstellen kann. Wenn man nur die genannten Flussdelphine einbeziehen wollte, kĂ€me man auf mindestens 750 Individuen dieser Arten, um sie in klassischer Weise als EEP zu stabilisieren, also der Neubau von vielen Dutzend Delphinarien. Das ist kaum vorstellbar. Insofern ist der Beitrag des Zoo NĂŒrnberg zu dieser Diskussion vielleicht eher public relations als wirklich eine Hilfe. NatĂŒrlich wĂ€re bereits schön, ein sagen wir 50% des Eintritts oder auch aller Ertrag in Delphinarien an Projekte ĂŒberwiesen wĂŒrden und keinerlei Profit damit mehr erlaubt wĂŒrde, aber das habe ich in dem Text nicht entdeckt.

https://portals.iucn.org/library/sites/library/files/documents/SSC-OP-066-Summ.pdf

Gerade hat Frankreich Delphinarien verboten, ich denke diese BroschĂŒre ist eher vor diesem Hintergrund zu sehen als in echter Hilfe von Zoos.

(08.10.2020, 19:50)
cajun:   Aus der Zoopresseschau: Eine neue Bedrohung fĂŒr die Saiga Population. Ein Grenzzaun könnte die Migrationsrouten abschneiden.

punkt-a.info ? 22. Sept. 2020

Naturkatastrophe? Astrachaner Wissenschaftler schlagen Alarm wegen des Anbringens von Stacheldraht zwischen Kasachstan und Russland
Mitglieder der Gebietsabteilung Astrachan der Russischen Geographischen Gesellschaft lehnen das Anbringen von Stacheldraht zwischen Kasachstan und Russland ab. Solche Maßnahmen können die ökologische Situation in der Region stören und insbesondere die ursprĂŒngliche Migrationsroute der Saigas beeinflussen. Laut Wissenschaftlern ist nicht alles so gut, wie es auf den ersten Blick scheint. Die historischen Migrationsrouten der Saiga sind sehr umfangreich und fĂŒhren ĂŒber Gebiete von Kasachstan bis KalmĂŒckien, aber es gibt zu wenige Schutzgebiete fĂŒr sie. Eine dieser Schutzzonen ist das Stepnoi-Reservat an der Grenze zwischen KalmĂŒckien und dem Gebiet Astrachan. Solche großflĂ€chigen Gebiete wurden jedoch nicht an der anderen Grenze geschaffen - zwischen Kasachstan und der Region Astrachan.
(07.10.2020, 14:39)
W. Dreier:   Schweinepest: vorgestern nun 49 bestĂ€tigte FĂ€lle.
(07.10.2020, 09:14)
W. Dreier:   Der Begriff ``Naturschutz`` ist hier nur relativ zu betrachten, betrifft aber natĂŒrlich nicht nur die Landwirtschaft sondern auch zoologischen Einrichtungen.
Ich kam ins Überlegen, inwieweit aus alten Zeiten die Definition des mathematischen Begriffes ``exponentiell`` mir noch gelĂ€ufig sei. Und das bei Nennung dieses Begriffes bei der Coronaentwicklung und nun bei der Schweinepest, die in meiner Zeitung heute ganz verschwiegen auf hinteren Seiten erscheint. Eigentlich doch f hoch x - also: 2 ----4----16---256. Das sie auch in DE erscheinen wĂŒrde, war klar - nur wann. Wenn ich heute schon 34 bestĂ€tigte FĂ€lle lese, liegt das irgendwo zwischen Verdoppelung ĂŒber die Zeit in Richtung exponentieller Entwicklung. Es sind doch sicher erst gute 15 Tage her fĂŒr den 1. Fall in Brandenburg. Etwa mit den Zahlen
3---9---22---jetzt 34, linear ist das sicher nicht mehr. Beruhigend wird immer versichert, dass der Mensch ja nicht direkt betroffen sei. Und nun dazu auch noch die ``political correctness", man möge doch nicht von ``afrikanischer`` Schweinepest sprechen sondern von ASP !
(26.09.2020, 13:53)
W. Dreier:   Bekam gerade einen Tipp: die Internat. Rhino Foundation gab gerade 2 Videos heraus: 2 Fallenkameras und 2 junge Javarhinos, Aufnahmen vom Mai 2020. Die Javanashorn -Population im Ujong Kulon NP soll nun 74 Tiere betragen
(24.09.2020, 10:32)
W. Dreier:   und die letzte Elen-Kuh starb 2018 in Jo-butg
(17.08.2020, 18:48)
W. Dreier:   kleiner Fehler: ``ÂŽÂŽ heißt 11 Tiere, die in die RSA gingen.
(17.08.2020, 18:47)
W. Dreier:   @cajun-gern:
-das Einfachste - Beira: als ich in Al Wabra 2009 war, gab es dort (Januar) ca 50 Tiere - allerdings von nur wenigen Ausgangstieren ``hochgezĂŒchtet``. Als mein ``Fotokonkurrent``(im guten Sinne ) ein 3/4 Jahr spĂ€ter dort war, waren schon alle tot - eine bösartige Atemwegserkrankung. Andererseits: hĂ€tte der Scheich welche abgegeben? Al Wabra war aber EAZA-Mitglied!
-Hirola: wĂ€re mehr als notwendig! Etwa 550-600 TiĂšre noch. Habe einen Artikel darĂŒber geschrieben mit einem Endteil: ``----In der Historie der Hirolaausstellung in Zoologischen Einrichtungen ist eine Haltung von 1971 bis 1981 in dem heutigen Safari-Park Dvur Kralove in Tschechien zu nennen. 1971 wurden 2,6 Tiere eingestellt, die auch zĂŒchteten. Weitere 4 Haltungen gab es in den USA, im Zoo von Brownsville starb das letzte Tier Anfang 2 000.``
- östliche Riesenelen: Im Herbst 2000 hat eine sĂŒdafrikan. Privataktion in der zentralafrkanischen Republik 23 Tiere (also die östl. Art) gefangen, die wurden nach Togo ausgeflogen, wo eine unbekannte Zahl ``hĂ€ngenblieb``. "" gingen in die Mpumalanga-Provinz/RSA zu besagtem Hume. dann starben einige, leider auch die letzten 2 Bullen, so dass 0,4 in den Zoo von Johannesburg gelangten, die letzte 2018. (nachzulesen in : Kingdon, Mammals of Africa, Band IV, Seite 190 (kann man sich ``ergoogeln``.)

- bezĂŒglich der westlichen UA nehme ich durchaus an, dass die tschechischen Helfer Hoffnung haben. Auch Prag hatte um 1970 zusammen mit dem Tierpark östliche Riesen, der dort letzte Bock ging in den TP als letzter Retter - klappte leider nicht.
(17.08.2020, 18:43)
cajun:   @W.Dreier: Mich wĂŒrde die Story zu den Riesenelen noch interessieren, also das Ergebnis der Recherche.
Der Zoo Prag unterstĂŒtzt ein Projekt zur Erforschung der westlichen Unterart:

https://www.zoopraha.cz/en/animals/we-help-them-to-survive/projects/7686-saving-the-giant-eland-in-senegal

Hier die Projektseite:

https://www.derbianus.cz/en/

FĂŒr Neugierige gibt es hier auch das Zuchtbuch:

https://derbianus.cz/_files/200000324-0a1330a149/African%20Studbook%20EN%202019.pdf


Vor ĂŒber 10 Jahren war mal im GesprĂ€ch ex situ Populationen im EAZA Raum aufzubauen. U.A. Westliche Riesenelen, Hirola, Beira und noch eine Art, die mir gerade entfallen ist. Draus geworden ist bisher nichts. Oder?
(17.08.2020, 14:42)
W. Dreier:   @Sacha , könnte man meinen. Aber unsere EAZA`S nehmen ja "nĂŒscht" von Privat. Pardon kaufen , nicht nehmen.
Auch die "Rhino-Rettungstruppe" sah sich laut Springerartikel nicht in der Lage zu helfen
(17.08.2020, 10:52)
Sacha:   @W.Dreier: HĂ€tte Hume denn nicht die Möglichkeit, die Nashörner an internationale Zoos, Safariparks und/oder die unzĂ€hligen privaten Game Ranches/Wildschutzgebiete in Afrika zu verkaufen? Oder ist zur Zeit hĂŒben wie drĂŒben der Bedarf gedeckt?
(17.08.2020, 09:18)
W. Dreier:   https://link.springer.com/article/10.1007/s10657-020-09648-4

``Eigentlich`` wollte ich den Weg verfolgen, den die Riesenelen nach dem Fang von 23 Tieren in der Zentralafrikan. Rep. bis in den Zoo von Johannesburg genommen haben: das letzte Weibchen starb 2018. Da tauchte auch der Name John Hume auf, in dessen Farm an die 9 Tiere gelangten, Nach dem Tod der letzten 2 MĂ€nnchen kamen die 4 Weibchen in den Zoo von Jo-Burg.
Dieser John Hume ist aber auch der weltgrĂ¶ĂŸte Rhinofarmer: gegenwĂ€rtig 1732 BreitmĂ€uler , jĂ€hrlich 200 Jungtiere. Er versucht seit Jahren, den illegalen Handel mit dem offiziellen Verkauf von ``domestiziertem`` Horn zu unterlaufen mit dem Argument, damit die Tiere zu schĂŒtzen. U.a ist aber gerade an der sĂŒdafrikanisch -mozambikanischen Grenze eine irre WaffenaufrĂŒstung erfolgt - sowohl der SchĂŒtzer als auch der ``Pocher``. Da Hume bisher keinen juristischen Erfolg hatte, ist er fast pleite, versuchte die Farm zu verkaufen - auch in diesem Jahr ohne Erfolg - wohin mit 1700 Rhinos?
Zu denn ``Poching-Ergebnissen`: von nur 100 um 2000 stieg die ``Rekordzahl" bis 2014 auf 1215 tote Rhinos; 2018 waren es dann `nur`` 769; in den ersten 6 Monaten 2020 waren es ``nur 316 Tote, eine Verringerung um 53 % gegenĂŒber dem Vorjahr.
der Link setzt sich im Wesentlichen mit den juristischen Fakten auseinander - etwas schwieriges Englisch.
(16.08.2020, 18:24)
W. Dreier:   Soeben ist das Genom der BrĂŒckenechse sequenziert worden - mit allerhand Besonderheiten. Bei 250 Mio ``Lebenszeit`` auch nicht verwunderlich (heute im ``Spiegel``)
Es wird u.a. ausgefĂŒhrt, dass ``eigentlich`` die Vermehrungsrate gut ist - aber die allgemeine Temperaturerhöhung könnte Probleme einer ``VermĂ€nnlichung`` bringen: Die kritische Temperatur liegt bei 21-22° C. bei der Geschlechts``bestimmung`` : ein Grad höher - es gibt MĂ€nnchen; 1 °C darunter alles Weibchen. Die Weibchen sollen eigentlich wahre KĂŒnstlerinnen sein, die geeignete Temperatur durch die Tiefe der Höhle ``einzustellen`` - noch.
(14.08.2020, 17:14)
W. Dreier:   Schon kurz im Fernsehen gehört, jetzt in der Zeitung: Vietnam will den Wildtierhandel verbieten - soll den Handel auf TiermĂ€rkten und den Internethandel betreffen: Hintergrund soll die Übertragung von Wildtierkrankheiten auf den Menschen sein. Dann aber die Schlußfolgerung (in dem Sinne der Übertragung wohl zutreffend): So erweist sich die Corona-Pandemie als Segen fĂŒr den Naturschutz - das sieht wohl gegenwĂ€rtig in den Nationalparks so nicht aus!
(26.07.2020, 16:19)
cajun:   Und auch die Elche kehren zurĂŒck. Es gibt das erste Warnschild im Strassenverkehr in Brandenburg
https://blog.wwf.de/elch-in-deutschland/
(21.07.2020, 20:35)
cajun:   Passend zum letzten Posting: NRW meldet sein erstes Wolfsrudel in Eitorf:

LANUV bestÀtigt den Nachweis des ersten Wolfsnachwuchses in NRW im Rhein-Sieg-Kreis
© J. Preller

Die Auswertung von Bildmaterial aus dem sĂŒdlichen Nordrhein-Westfalen durch das Landesamt fĂŒr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestĂ€tigt erstmals den Nachweis einer Wolfsfamilie in der Kommune Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis. Das Territorium liegt im Grenzgebiet von NRW und Rheinland-Pfalz. Aktuell werden durch das LANUV weitere Hinweise aus dem Rhein-Sieg-Kreis ĂŒberprĂŒft und bewertet.

In Nordrhein-Westfalen gab es bisher Nachweise einzelner durchziehender Wölfe sowie drei territorialer Wölfe in den Wolfsgebieten Schermbeck, Senne und Eifel-Hohes Venn. Der Nachweis einer Paarbildung und eines Wolfsnachwuchs konnte erstmals gefĂŒhrt werden.

Quelle: https://wolf.nrw/wolf/de/aktuelles/2020-07-21
(21.07.2020, 13:03)
cajun:   Im Wildpark Schorfheide hat man Herdenschutzhunde in ein Schaugehege eingebracht. Ein praktikabler Weg WolfsĂŒbergriffe zu vermeiden und Wöle nicht zu Problemtieren werden zu lassen.

Einkopiert: https://www.moz.de/landkreise/barnim/eberswalde/artikel4/dg/0/1/1814002/

Groß Schönebeck Dass Wölfe keine Kuscheltiere sind, ist schon deutlich geworden", sagte Brandenburgs Umwelt- und Landwirtschaftsminister Axel Vogel (GrĂŒne) am Freitagnachmittag zur Eröffnung des Herdenschutz-Schaugeheges im Wildpark Schorfheide. Der Minister sprach von zunehmenden Rissen nicht nur von Schafen sondern auch von KĂ€lbern. Die vom Land geförderte Strategie aus Zaun und besonderem Herdenschutzhund soll das verhindern helfen. Wie genau wird nun praxisnah im Wildpark demonstriert.

25?000 Euro vom WWF

Eigentlich haben Hunde und StromzĂ€une dort schon vor einer Weile Einzug gehalten. Corona hatte einem frĂŒheren Startschuss fĂŒrs Projekt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er wurde nun unter Beisein von Schorfheides BĂŒrgermeister Wilhelm Westerkamp, Landrat Daniel Kurth und weiteren GĂ€sten nachgeholt. Mit dabei auch Diana Pretzell vom WWF. Die Artenschutzorganisation hat die Anschaffung der SchutzzĂ€une mit 25?000 Euro gefördert.

Das Land Brandenburg bezahlte die PyrenĂ€enberghunde, die im Wildpark eine bunte Herde aus Exmoor-Ponys, einem weißen Parkrind, einer Skudde, einem rauhwolligen Pommerschen Landschaf und einer Ziege bewachen. Das Schaugehege soll eine praktische Erweiterung des Wolfsinformationszentrums im Wildpark sein.

Das alles auch, weil der Wolf dem Artenschutz unterliegt. Dass die Landesregierung diesen Schutzstatus unterstĂŒtzt, machte Minister Axel Vogel unmissverstĂ€ndlich klar. Er reagierte damit auf Kritik eines anwesenden Brandenburger Damwildhalters, dessen Tiere vom Wolf gerissen wurden. Dieser zeigte UnverstĂ€ndnis fĂŒr die schiere GrĂ¶ĂŸe der in Deutschland zugelassenen Wolfspopulation. Um Schutz davor zu gewĂ€hrleisten und den Interessen der Nutztierhalter zu begegnen, werden Risse durch den Wolf zum einen entschĂ€digt, die PrĂ€vention gefördert und als letztes Mittel könne ein Wolf auch entnommen werden, so der Minister.

49 Territorien

Aktuell gibt es in Brandenburg 49 Wolfsterritorien. Die Anschaffung von geprĂŒften Herdenschutzhunden sowie deren Ausbildung unterstĂŒtze das Land mit bis zu 4000 Euro. In diesem Jahr, so heißt es in einer Pressemitteilung des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums, wurden bereits 134 PrĂ€ventionsprojekte mit einem Volumen von fast 1,4 Millionen Euro gefördert.

Am Freitag hat Umweltminister Vogel nun weitere Hilfe angekĂŒndigt. "KĂŒnftig wollen wir auch bei den Kosten fĂŒr das Hundefutter unterstĂŒtzen", sagte er. Eine entsprechende Förderrichtlinie befinde sich in Abstimmung mit dem Bund.

FĂŒr den Wildpark Schorfheide sind das Schaugehege und die Hunde eine weitere Bereicherung im Portfolio. Leiterin Imke Heyter und Knut Kucznik, Vorsitzender des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg, hatten das Projekt gemeinsam ersonnen und dankten in ihren Ansprachen all jenen, die an der schnellen Umsetzung beteiligt waren.

Landwirt uneingeladen

Kritik gab es an der fehlenden BerĂŒcksichtigung regionaler Nutztierhalter zum Auftakt im Wildpark Schorfheide. "Es ist schon verwunderlich, dass ortsansĂ€ssige Landwirte keine Einladung bekommen haben", sagte Rainer Dickmann von der Schorfheider Agrar GmbH Groß Schönebeck am Rande der Veranstaltung. Er hatte aus der Zeitung davon erfahren. Sein Betrieb zĂ€hle 800 MĂŒtterkĂŒhe. Bisher sei noch keines der Tiere von einem Wolf gerissen worden.

(21.07.2020, 12:52)
W. Dreier:   @A. Langer: Na ja - wenn man die immer vor Augen hat, fĂ€llt es schon leichter. Allerdings ist die FarbvariabilitĂ€t gerade von Gold- und Sichuantakin bei den Bullen groß. Und beide Bullen sind (weitaus?) grĂ¶ĂŸer als die Mishmis. In Shanghai glaubte ich auch ``Goldene`` zu sehen - und dann waren es Sichuans (Bild anbei) - wirklich ! Da stand auf dem Schild Sichuan-Takin. An der Schwarzausdehnung an der Schnauze soll man sie unterscheiden können.
(09.07.2020, 14:34)
Adrian Langer:   @W.Dreier: Hmm. Ich könnte den jetzt nicht von einem Mishmitakin unterscheiden ........ Ok. Das fĂ€llt mir bei Goldtakin und Sichuantakin aber auch teilweise schwer. :D
(09.07.2020, 08:10)
W. Dreier:   und wenn man was Spezielles sucht - findet man was Anderes: jetzt: Bhutan-Takin (Foto eines Bekannten)
(08.07.2020, 22:59)
W. Dreier:   NatĂŒrlich 6 Geburten im Jahr 2016
(24.06.2020, 12:30)
W. Dreier:   Zeitlich um die Olympischen Spiele in Beijing herum sind sĂŒdchinesische Tiger zur ``Vermehrung`` nach SĂŒdafrika gekommen. In der ``Laohu Valley Reserve`` in der Nordcape Provinz beidseits am Orange River ist ein Bereich von ca 232 km2 eigedrahtet worden. Beutetiere sind fast alle bekannten dortigen WiederkĂ€uer - vom Bleßbock ĂŒber Impala bis zur Elenantilope, seltsamerweise leben dort auch Geparden, Löwen und ausgesetzte Geparden (die gab es fast 100 Jahre dort nicht) . 2015 lebten dort 19 Tiger, 2026 wurden 6 geboren. "Eigentlich" sollten die mal in China wieder ``eingebĂŒrgert`` werden
(24.06.2020, 12:29)
W. Dreier:   Na ja, sind 2 schon mehrere? Es waren 4 - der ``Rest`` (je 1 ) kam aus Bulgarien und Italien
(18.06.2020, 22:16)
cajun:   Es stellt sich dar wie befĂŒrchtet. Artikelinhalte sind einkopiert.

Artenschutz als Corona-Opfer: Wie die Pandemie UmweltschĂŒtzer ausbremst
? Weitreichende Folgen hat die Corona-Krise auch fĂŒr Nationalparks und Naturschutzgebiete.
? Lockdowns und ausbleibende Einnahmen behindern die Arbeit von UmweltschĂŒtzern.
? Zugleich ebnet die Pandemie immer mehr Wilderern und anderen Kriminellen den Weg.
09.06.2020, 8:10 Uhr
Washington. Seit einem Vierteljahrhundert dreht sich fĂŒr Carlos Ruiz alles um die Rettung der Goldgelben LöwenĂ€ffchen. Zum Schutz der seltenen Tiere, die nur in einem kleinen Gebiet im brasilianischen Regenwald zu finden sind, plante der Biologe in diesem Jahr eine Impfaktion. Dann kam Corona.
"Wir haben Sorge, dass sich fĂŒr uns das Zeitfenster schließt, in dem wir die Art retten können", sagt Ruiz, der PrĂ€sident der Umweltorganisation AMLD, die sich den Goldgelben LöwenĂ€ffchen verschrieben hat.
Große Schutzanstrengungen hatten die bedrohten Affen zunĂ€chst so weit gestĂ€rkt, dass die wildlebende Population zu Beginn des Jahrtausends wieder auf etwa 1000 Tiere anwuchs. Doch einem Gelbfieber-Ausbruch 2018 fiel dann etwa ein Drittel der kleinen goldbraunen Tiere zum Opfer. Jetzt hatten Ruiz und sein Team vorgesehen, möglichst viele Affen zu immunisieren.
Das Coronavirus machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Erst mussten Mitglieder des Tierschutzteams in QuarantĂ€ne, dann schloss die Regierung Mitte April Nationalparks und Schutzgebiete fĂŒr die Öffentlichkeit und fĂŒr die Forscher. Damit war die Arbeit von AMLD ausgebremst. ?Wir hoffen, dass wir unsere Aufgabe noch erledigen können, bevor eine zweite Gelbfieberwelle kommt?, sagt Ruiz.
Naturschutzgebiete sind Wilderern ausgeliefert
Nicht nur die Zeit macht den Helfern sorgen, sondern auch die Schutzlosigkeit der Schutzgebiete in Zeiten von Corona. Denn wĂ€hrend sich die Wissenschaftler und UmweltschĂŒtzer an die ZugangsbeschrĂ€nkungen halten, nutzen Wilderer und andere Kriminelle den Lockdown aus, um die Gebiete auszubeuten. Auch im Gebiet der Goldgelben LöwenĂ€ffchen sind sich die Forscher sicher, dass illegale AktivitĂ€ten vonstatten gehen: Mehrere bewegungssensible Kameras wurden zerschlagen.
Weltweit treibt Umweltbehörden und ArtenschĂŒtzer die gleiche Sorge um. Zur BekĂ€mpfung der Corona-Pandemie wurde Geld umgeleitet, das nun fĂŒr den Naturschutz fehlt. Und der Tourismus, der sonst zu großen Teilen Nationalparks mitfinanziert, ist zusammengebrochen. Wo kein Geld fĂŒr Schutz und Überwachung bleibt, öffnet das Wilderern und illegalen HolzfĂ€llern die TĂŒren
Verlust von seltener Flora und Fauna
Wissenschaftler und UmweltschĂŒtzer seien schon frĂŒher von Katastrophen ausgebremst worden, etwa von Erdbeben oder Staatsstreichen, sagt Stuart Pimm von der Duke University in Durham im US-Staat North Carolina. "Aber ich kann mich an keine andere Zeit erinnern, in der nahezu jedes Land auf der Erde zeitgleich mit den Auswirkungen derselben großen Katastrophe konfrontiert war", erklĂ€rt der GrĂŒnder der Artenschutzorganisation Saving Species.
"Die Situation ist in jedem Land anders, aber dass die Einhaltung der Umweltgesetze weniger ĂŒberwacht werden kann, trifft alle gleich", bekrĂ€ftigt Jeremy Radachowsky von der US-Naturschutzstiftung WCS. Die Folge: "Wir verlieren seltene Flora und Fauna."
In Nepal beispielsweise nahmen der illegale Holzeinschlag und Ă€hnliche kriminelle Machenschaften seit Beginn der Corona-BeschrĂ€nkungen um mehr als das Doppelte zu, wie die Regierung und die Umweltorganisation WWF melden. Betroffen seien auch fĂŒnf Parks, in denen gefĂ€hrdete Königstiger leben.
Aus Guatemala berichtet der indigene Umweltschutzverband ACOFOP (AsociaciĂłn de Comunidades Forestales de PetĂ©n), dass viele Feuer gelegt wĂŒrden, um Land fĂŒr illegale Viehzucht zu roden. Die BrĂ€nde, die zu den schlimmsten der vergangenen zwei Jahrzehnte zĂ€hlen, sind dabei umso schwerer einzudĂ€mmen, als die Feuerwehren in die BekĂ€mpfung der Corona-Pandemie einbezogen wurden.
Auch viele afrikanische Nationalparks mit ihren Nashörnern und Elefanten schlagen Alarm. Ohne die Safari-Urlauber und deren NationalparkgebĂŒhren bleiben die Kassen leer. "Der gesamte internationale Touristensektor wurde Mitte MĂ€rz praktisch ĂŒber Nacht eingestellt", sagt Peter Fearnhead von der Organisation African Parks, die eine Reihe von Schutzgebieten in insgesamt elf LĂ€ndern betreibt.
Und auch im kommenden Jahr könnte der Ökotourismus vielleicht nur die HĂ€lfte des ĂŒblichen Aufkommens erreichen, schĂ€tzt Fearnhead ? mit möglicherweise unwiederbringlichen Folgen: ?Ein Schutzgebiet, das nicht aktiv gemanagt wird, geht verloren.?

Quelle:https://www.rnd.de/wissen/corona-krise-in-nationalparks-wilderei-illegale-brandrodungen-verlust-von-flora-und-fauna
(10.06.2020, 12:50)
cajun:   In Niedersachsen wird der erste Wolfsnachwuchs des Jahres 2020 gemeldet. Es gelangen bisher 3 Nachweise laktierender Wölfinnen. Eines der Rudel wurde erstmals gelistet. Population Stand Mai 2020: 24 Wolfsrudel, 5 Wolfspaare und 1 residenter Einzelwolf
Quelle ist hier die, in meinen Augen, mittlerweile einzige regelmĂ€ĂŸig (monatlich!) aktualisierte HP in den BundeslĂ€ndern, inklusive regelmĂ€ĂŸiger Quartalsberichte. Hier kann auch der laienhaft Interessierte viel spannende Infos finden.
https://www.wolfsmonitoring.com/monitoring/wolfsterritorien/
(28.05.2020, 09:01)
cajun:   Auch aus der Zoopresseschau eine Meldung aus Kasachstan. Die Wilderei nach den Hörnern der Saiga Böcke geht weiter.
600 Saiga-Hörner wurden in 4 Monaten bei Wilderern beschlagnahmt
Dem Erhalt des wichtigsten Guts der Republik - der Steppenantilope - dient die groß angelegte Schutzmaßnahme "Saigak". Sie begann am 15. April, berichtet ein Korrespondent von Chabar 24. Mit besonderer Sorgfalt werden in der Wurfsaison die Weibchen geschĂŒtzt. Und die MĂ€nnchen das ganze Jahr ĂŒber, denn das Interesse der Wilderer an Wildtieren wird nicht gemindert. Die Nachfrage nach Saiga-Hörnern geht nicht zurĂŒck. Das Interesse der Wilderer an den geschĂŒtzten Tieren ist nach wie vor groß. Die Hörner werden auf dem Schwarzmarkt als besonders wertvolles und teures "Produkt" verkauft. TierschĂŒtzer machen StreifzĂŒge, um die Tiere zu schĂŒtzen. Beim Werfen sind die Weibchen besonders anfĂ€llig. Schyndos Omarow, Stellvertreter Leiter der Niederlassung Aqmola des staatlichen Unternehmens Ochotsooprom: "Nach unseren Berechnungen haben 40% der Weibchen geworfen. Wir denken, dass der Nachwuchs der gesamten Population bis zum 20. Mai erscheinen wird. In diesem Jahr begann die Wurfsaison frĂŒh. Jedes Jahr erschienen die ersten Nachkommen frĂŒhestens am 5. Mai. In diesem Jahr begann die Wurfsaison am 30. April. Im vergangenen Jahr verzeichneten TierschĂŒtzer 47 Fakten der Wilderei. 280 Saiga-Hörner wurden beschlagnahmt. 43 Personen wurden strafrechtlich verfolgt. Der verursachte Schaden wird auf 3 Milliarden Tenge geschĂ€tzt. In diesem Jahr wurden 18 Wilderer festgenommen. Fast 600 Saiga-Hörner wurden von ihnen beschlagnahmt. Nurlan KeĂșlimshajew, Inspektor von Ochotsooprom: "Die Tiere kommen hier in Tajketken in der Region Aqtöbe an, um zu werfen. Dieses Jahr sehen wir dreimal soviel Saigas als gewöhnlich. Unsere Aufgabe ist es, sichere Bedingungen fĂŒr die Saigas zu schaffen, wĂ€hrend sie ihre Nachkommen gebĂ€ren. Die neugeborene Saiga hĂ€lt hohen Temperaturen nicht stand, sagen Experten. Daher sind die heutigen Wetterbedingungen im Norden des Landes am besten geeignet, um neue Nachkommen zur Welt zu bringen. (Autoren der Quelle: Iwan Tulinow, Gulsija Nakypkysy, Dauren Shurchabajew)
(19.05.2020, 13:07)
cajun:   Eine sehr interessante Meldung kam ĂŒber einen Facebook Post der Gruppe "Wolf Schweiz". Das Wölfe weit wandern ist lĂ€nger bekannt. Wie gut es mittlerweile gelingt, sie anhand ihrer Genetik einer Herkunftsregion zuzuordnen ist faszinierend. Dieser Wolf trug allerdings noch eine kleine Überraschung in sich....

Das Posting einkopiert:" Dass Wölfe ĂŒberfahren werden, ist mittlerweile keine seltene Meldung mehr. Mitunter offenbaren aber die genetischen Analysen spannende Geschichten zu den Tieren. So auch zum Wolf GW1478m, der im Januar 2020 nahe von Mainz in Deutschland ĂŒberfahren wurde.
Dieser mĂ€nnliche Wolf stammte aus der Haute-Maurienne in den französischen Alpen (Savoie), wo er wohl 2017 geboren wurde. Er wanderte unbemerkt bis in Vogesen, streifte dabei vielleicht auch die Schweiz, und lebte dort einige Monate bis Ende 2019. Mitte Januar 2020 wurde er schliesslich bei Mainz von einem Auto ĂŒberfahren.
Die genetischen Analysen haben haben aber noch etwas anderes offenbar: Bei dem Tier handelte es sich um einen Wolf-Hund-Hybriden der ersten Generation. In Frankreich konnten bei mehreren hundert Wolfsreproduktionen in den letzten 20 Jahren zweimal Hybridisierungen festgestellt werden: 2011 in den sĂŒdlichen Seealpen und eben 2017 in der Maurienne. Insgesamt ist das PhĂ€nomen der Hybridisierung also auch in Frankreich eine Ausnahme, so wie in weiteren Teilen Mitteleuropas. In einigen Gebieten SĂŒdeuropas kommt das hingegen hĂ€ufiger vor. Die wenigen in Frankreich nachgewiesenen Hybriden wurden meist getötet, einige verschwanden spurlos. Die Tötung der Hybriden erfolgte nicht gezielt wegen der Hybridisierung, sondern sie wurden im Rahmen des in Frankreich stattfindeden Managements zur Bestandesregulierung getötet. GW1478m hat das ĂŒberlebt und es bis nach Deutschland geschafft, wo ihm aber auch kein langes Leben vergönnt war. "
Weitere Informationen und auch Bilder finden sich unter folgendem Link:
https://www.loupfrance.fr/des-nouvelles-du-loup-dans-la-ha?/

Quelle: https://de-de.facebook.com/WolfSchweiz/

In Deutschland werden Hybriden "letal entnommen", also aktiv gejagt, um den Wolfsbestand vor Hybridisierung mit Hunden zu schĂŒtzen. Passiert zuletzt in ThĂŒringen ( Nachwuchs "Ohrdrufer Wölfin") und in Mecklenburg- Vorpommern, wo auf bloßen Verdacht nach erfolgter Paarung mit einem Haushund, eine Wölfin erlegt wurde.
(12.05.2020, 11:56)
cajun:   Zwei Apekte zum Thema:

1. Paulista. Die Corona-Krise bringt bei all den negativen Auswirkungen auch positive Entwicklungen fĂŒr manche Tierarten mit sich. An einem Strand der Stadt Paulista im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco sind nun fast 100 Schildkröten einer bedrohten Art geschlĂŒpft ? sie haben es ungestört ins Meer geschafft. Die Echte Karettschildkröte ist aufgrund der leeren StrĂ€nde im Zuge der Corona-Krise weniger Gefahren ausgesetzt, wie ?The Guardian? berichtete.

Strandbesucher, FußgĂ€nger und Haustiere bleiben wegen der AusgangsbeschrĂ€nkungen seit dem 21. MĂ€rz den beliebten StrĂ€nden in Brasilien fern. Lediglich andere Wildtiere wie beispielsweise Vögel werden den Schildkröten zur Gefahr.
Jungtiere mĂŒssen ĂŒber den ganzen Strand wandern

Wenn die Babys der Meeresschildkröten aus den Eiern am Rande des Strandes schlĂŒpfen, mĂŒssen sie ĂŒber den ganzen Strand wandern, um ins Meer zu gelangen. Dieses Jahr schafften es 97 Echte Karettschildkröten ins Wasser, so ?The Guardian?.

Die Echte Karettschildkröte steht nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen unter internationalem Schutz. FrĂŒher wurden die Wassertiere wegen ihres Fleisches, ihrer Eier und des Schildplatts gejagt. Laut ?The Guardian? wurden daraus HaarkĂ€mme und Brillengestelle gemacht. Die Tiere werden bis zu 118 Zentimeter lang und 85 Kilogramm schwer.
Quelle: https://www.rnd.de/panorama/menschenleere-strande-in-brasilien-fast-100-schildkrotenbabys-schaffen-es-ins-meer-H5MTU7WYWFGSTIGMMRLGQ4NYFM

2. Kathmandu. Wilderer im Himalayastaat Nepal nutzen die Corona-Krise und den damit verbundenen weitgehenden Stillstand im Land Behörden zufolge aus. Drei Krokodile einer vom Aussterben bedrohten Art und ein Elefant seien seit Beginn der AusgangsbeschrĂ€nkungen am 24. MĂ€rz von Wilderern getötet worden, sagte ein Sprecher von Nepals Behörde fĂŒr Nationalparks und Wildschutz am Samstag. Zudem seien bei einem Zusammenstoß zwischen Wilderern und ParkhĂŒtern ein Wilderer getötet und ein Ranger schwer verletzt worden. Parks landesweit berichteten von solchen Konfrontationen, hieß es weiter.
MÀnner töten Elefanten mit StromschlÀgen

Die Krokodile der Spezies Gangesgavial wurden der Nationalparkbehörde zufolge nahe dem Chitwan-Nationalpark getötet. Den Elefanten fanden ParkhĂŒter im Bardiya-Nationalpark im Westen des Landes ? die Wilderer hatten ihn demnach mit StromschlĂ€gen getötet.

?Wir haben unsere Patrouillen aufgestockt angesichts der verstĂ€rkten AktivitĂ€t von Wilderern?, sagte Bishnu Prasad Shrestha von der Nationalparkbehörde. ?Das kommt aber nicht wirklich ĂŒberraschend, wir hatten so etwas erwartet.?
Menschen dĂŒrfen nur vier Tage am Tag nach draußen

In Nepal gilt derzeit eine Ausgangssperre: Menschen dĂŒrfen ihr Haus jeweils nur zwei Stunden am Morgen und zwei Stunden am Abend verlassen, um Essen und Medikamente zu kaufen. Ausgenommen sind NotfĂ€lle. Nepal gehört zu den am wenigsten entwickelten LĂ€ndern der Welt. Bisher gab es offiziellen Angaben zufolge erst wenige bestĂ€tigte Coronavirus-FĂ€lle. Allerdings wird auch wenig getestet, und viele Krankenpfleger arbeiten ohne Masken und Schutzkleidung.
Quelle: https://www.rnd.de/panorama/wilderer-in-nepal-nutzen-corona-krise-aus-mehr-tiere-getotet-SCUK2FFMG2AEU3KWQUYII4Y4PE.html
(07.04.2020, 14:36)
cajun:   In der Zoopresseschau waren viele Artikel, ĂŒber (kleine) Zoos, die nun alle Tiere verpaten, zu Spenden fĂŒr Futter und Sachmittel aufrufen etc. Nachdem die VDZ gestern ein Hilfspaket fĂŒr die Zoos gefordert hat, nochmal ein Punkt, der auch in das Thema dieses Threads spielt. Zoos sammeln und spenden alljĂ€hrlich einen Teil zweckgebunden fĂŒr Artenschutzprojekte weltweit. Teils aus Verbundenheit mit einer Art/ Region/ einem Biotop (Damit meine ich allerdings nicht die "Miete" fĂŒr Große Pandas). Das wird wohl dieses Jahr ebenso komplett wegfallen. Auch große Naturschutzorganisationen wie der WWF, die Zoologische Gesllschaft Frankfurt etc. werden einiges an Einbußen wegstecken mĂŒssen. Kein schönes Szenario fĂŒr den Natur- und Artenschutz.

(01.04.2020, 21:15)
cajun:   @Sacha: Der Aspekt, dass ZoobestĂ€nde vom Erhaltungszuchtaspekt nicht auf so ein weltweites Szenario vorbereitet sind, ist sehr interesssant. Ich stimme dir zu, dass die Kollektionen der Zoos gut daran tun wĂŒrden, ihren Bestand zumindest jetzt auf dem Status quo zu erhalten (wenn finanziell möglich?). Das FreilandbestĂ€nde unter neuen Druck geraten und zusammenbrechen können, kann man anhand von z.B. den Saigas u.A. nachvollziehen. Da ging es sehr schnell von Hundertausenden abwĂ€rts. Gerade nicht charismatische Arten sind hier gefĂ€hrdet einfach "hintenĂŒber zu kippen". Eine Erhaltungszucht mit restriktiven Vorgaben wird das nicht verhindern.
(30.03.2020, 09:46)
Sacha:   @Cajun: Das sehe ich grundsĂ€tzlich ziemlich Ă€hnlich. "Safari"-Ferien - wenn wir sie mal Urlaub in Schutzgebieten verallgemeinernd so nennen wollen - sind meist teuer. Wer also grössere Einbussen wegen Corona erlebte und nicht auf Rosen gebettet ist, wird wohl die ersten Jahre gĂŒnstigeren Urlaub machen und auch tendenziell eher nĂ€herliegende Ferienziele aussuchen. Das wird sich ohne Zweifel auf die (Übersee-)LĂ€nder auswirken, die zu einem grossen Teil vom Tourismus leben und damit auch auf die Gelder, die zum Schutz von Fauna und Flora zur VerfĂŒgung stehen (oder eben nicht).
Schon lange habe ich darum plĂ€diert, das Artenspektrum in den Zoos nicht weiter zu reduzieren. Wenn ich nur denke, welcher Raubbau an der Natur in West- und Zentralafrika betrieben wird und wir in Europa finden es nicht nötig, den Ex-situ Schutz fĂŒr Ducker, Meerkatzen usw. zu verstĂ€rken....
Kurz: Ja, auch meine Prognose ist, dass der Druck auf die Natur und die Wilderei im Speziellen zunehmen wird.
Dagegen glaube ich nicht an einen "Igitt"-Faktor. Die Menschen, die sich bislang von FledermÀuse usw. assen, werden das auch weiterhin tun. Zumal gerade in afrikanischen Staaten Probleme generell auf die Kolonisation, die Weissen, die USA, den Westen usw. geschoben wird und munter Verschwörungstheorien herumgeistern.
(29.03.2020, 13:09)
cajun:   Nicht nur Zoos leiden derzeit unter Einnahmeverlusten. Auch der Natur- und Artenschutz, respk. die Schutzgebiete weltweit werden das deutlich zu spĂŒren bekommen. Ich möchte an dieser Stelle mal eure Sicht der Dinge in Bezug auf die derzeitige weltweite Pandemie und das Thread Thema erfragen. Ein Großteil der weltweiten Schutzgebiete lebt nicht nur vom Tourismus, sondern bezieht auch zu einen großen Teil daraus seine Akzeptanz und Existenzberechtigung aus Sicht der lokalen Bevölkerung. Falls Touristen lange ausbleiben fĂ€llt hier viel Einkommen weg, gerade fĂŒr LĂ€nder mit berĂŒhmten Nationalparks im östlichen und sĂŒdlichen Afrika, aber sicher auch in Asien und SĂŒdamerika. Zeitgleich werden vermutlich auch dort Handelsketten und lokale Versorgung logistisch schwierig werden (ich meine hier nicht mit Klopapier).
Was denkt ihr, wie der wachsende Druck auf natĂŒrliche Ressourcen sich in diesem Szenario entwickelt? Steigt der Bushmeat Handel? Wird die Wilderei auf Großtiere bezĂŒglich ZĂ€hnen, Hörnern und Fellen zunehmen? Sind die verblieben NaturrĂ€ume nun "wertlos"?
Oder wird vielleicht die Übertragungsart des Corona Virus von Tier auf Mensch (vermutet wird ja Verzehr von FledermĂ€usen/ Flughunden?) einen neuen "Igitt- Faktor"- etablieren, der den nationalen/ internationalen Wildtierhandel nachhaltig zurĂŒck gehen lĂ€sst?
Vieles ist möglich. Meinungen dazu?
(27.03.2020, 12:05)
W. Dreier:   Damit wir neben Corona auch noch ein anderes Schreckensszenario haben (von den FlĂŒchtlingen an der griechischen Grenze redet ja keiner mehr): Laut Berliner Zeitung von heute ist in einem polnischen Zuchtbetrieb (!!!) ein Tier an der afrikan. Schweinepest erkrankt - 24 000 Tiere mĂŒssen ``gekeult`` werde. Entfernung zur brandenburgischen Grenze: 65 km . Daselbst 120 km ``Schutzzaun``, in Sachsen zur Grenze 128 km
(27.03.2020, 11:47)
Adrian Langer:   @ W.Dreier: Der einzige Fall , der mir bisher bekannt ist (zumindest wurde es dort getestet) war nach dem Tod eines Bonobobabys in der Wilhelma. Ergebnis, kein Corona, "nur " eine LungenentzĂŒndung. Die Zoos haben aber schon reagiert. So ist der Bereich Ruman - Hutan in Dortmund gerade gesperrt.
(14.03.2020, 18:30)
W. Dreier:   Gibt es eigentlich schon Untersuchungen/ hoffentlich nicht Befall von Menschenaffen/generell von Primaten nach der Pandemie durch das Corona -Virus?
(14.03.2020, 16:39)
W. Dreier:   In einer Reklameschrift zum Urlaub auf Sansibar wurde mitgeteilt, dass es wieder eine Sichtung des Sansibar-Leoparden gegeben hĂ€tte ((P. p. adersi)
(09.03.2020, 18:29)
W. Dreier:   Nach einem Bericht der ```Berliner ZeitungÂŽ`` sind im Vorjahr ``nur`` 596 Nashörner gewildert worden.
(05.02.2020, 10:20)
W. Dreier:   Wenn ich schrieb ``unter Einschluß der Humboldt-Uni`` - die 600 Mio Euro bekommt das MfN, die Uni ``spielt nur mit`` mit eigenen Mitteln und unterstĂŒtzt ``großzĂŒgig``
(22.01.2020, 11:43)
W. Dreier:   Hat ja auch etwas mit Naturschutz zu tun: laut ``Berliner Zeitung`` bekommt das Naturkundemuseum Berlin bis 2028 600 Millionen Euro (wie war das doch mit dem Tierpark?) fĂŒr eine Umgestaltung unter Einschluß der Humboldt-Uni (das MfN ist Mitglied der Leibniz-Gesellschaft, nicht mehr der HU) zum ``Museumscampus``: Renovierung und Ausdehnung des Nordbereiches (da war vor Umzug nach Adlershof die Physik und die landwirtschaftliche FakultĂ€t mit Einschluß des `Thaer``-Hauses - da saß ich ca. 15 Jahre), neue SammlungsrĂ€ume sollen geschaffen werden, die Ausstellung wird umstrukturiert, Labore werden geschaffen ( von Molekularbiologie bis Bioinformation) - und der ``forschende BĂŒrger`` soll beteiligt werden, usw. , usw. Alle Sammlungsobjekte sollen digital eingescannt werden.
Und Tyrannosaurus Tristan geht ein Jahr nach Kopenhagen - kommt dann zurĂŒck. Am Wochenende wird er verabschiedet mit einer Party.
(22.01.2020, 09:30)
W. Dreier:   Hab schnell nachgeschaut: dem Jangtse-Stör geht es auch nur gering besser - hier im Aquarium des Beijinger Zoos
(07.01.2020, 10:05)
W. Dreier:   Im 2. Heft /2018 wurde schon mitgeteilt, dass Hybrid-Embryonen von nördlichem (Spermium) und sĂŒdlichem Breitmaul NH erreicht wurden. Nunmehr war im jetzigen `Spiegel` (2. Heft, Seite 104, 2020) zu lesen, dass es auch 2 Embryonen nur von den nördlichen geben wĂŒrde - Prozedur von einem Prof. Galli, der in der Reproduktionstechnik normalerweise Pferde, Rinder-und andere Embryonen schon fast ``normal`` herstellt (Firma Avantea) . ZunĂ€chst aber geht es um die ``Leihmutterschaft` der Hybridembryonen in SĂŒdliche ``Ammen``. In ca 4 Monaten soll Prof. Hildebrand vom IZW wieder Eizellen von Tatu und Najin entnehmen. Laut Bericht kann man zwar Spermien einfrieren, nicht aber Eizellen. Es gibt 2 Probleme: zunĂ€chst macht es die Anatomie der Weibchen schwierig, Eizellen zu entnehme und dann den Embryo in den Uterus ``hineinzubekommen ". 2. bedarf es eines Timings von Embryoalter und Hormonzyklus des Weibchens. Galli rechnet nicht vor 4-5 Jahren mit Erfolg. Weitere Untersuchungen widmen sich der Umwandlung von Stammzellen in Spermien und Eizellen sowie des Klonierens von Embryos.
(05.01.2020, 16:30)
cajun:   Der Zuchtbulle des Wisentprojektes im Rothaargebirge musste getötet werden. Er litt seit Sommer unter fortschreitender Erblindung. Zunehmende RangkĂ€mpfe mit seinem Ă€ltesten Nachkommen hatten schon vorab dazu gefĂŒhrt, dass man ihn zwecks Umsiedlung aus der Herde nehmen wollte. Das Ausstzungsgebiet ist nachwievor nicht umzĂ€unt, und so nutzen die Tiere immer wieder angrenzende FlĂ€chen. Ob sich hierbei auch mal eine natĂŒrliche Migration entwickeln könnte? WĂ€re spannend zu beobachten.

https://www.wp.de/staedte/wittgenstein/wisentprojekt-leitbulle-egnar-ist-getoetet-worden-id228009679.html?utm_source=Facebook&utm_medium=Social&utm_campaign=share&__pwh=0KzRgg2bdcpVfiOxPFXy9g%3D%3D

(02.01.2020, 13:11)
W. Dreier:   Habe auch kurz beim VdZ nachgefragt: sofortige Antwort:
"vielen Dank fĂŒr den berechtigten Hinweis. Wir sind gerade dabei, den Lapsus in der Pressemitteilung zu korrigieren".
Ungeachtet dessen - es sind laut ZTL noch 4 Haltungen - und nur ein "ZOO" dabei - der Tierpark! Ich verstehe immer noch nicht, warum der Zoo Berlin seine Rolle bei der Rettung nicht nutzt! (siehe dazu die Veröffenlichungen von Dr, SchĂŒrer, dass nachweislich die heutigen Tiere
(um 2 500) letztlich von den vor rund 140 Jahren aus China nach Berlin importierten Tieren abstammen (ungeachtet der Rolle der Bedford-Herzöge)
(12.12.2019, 09:34)
W. Dreier:   Nicht besonders: Befallszentren in Bulgarien fĂŒr beide Formen, dann das gesamte Baltikum fĂŒr Wildschweine - und ein ``spot-Zentrum`` in SĂŒdbelgien
(25.11.2019, 17:39)
W. Dreier:   Na gut -ahnte ich schon. Muß etwas abschneiden - im Osten
(25.11.2019, 17:36)
W. Dreier:   Wiederum Afrikanische Schweinepest: in schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit gibt es Mittelungen in der ``Berliner Zeitung``. Heute Verbreitung in Europa unter Nennung der Auftrittsdaten - hier fĂŒr Haus - und Wildschwein (soweit erkennbar).
Anbei die geografische Verbreitung mit dem an Brandenburg anliegenden nÀchsten Befalls-Ort - in der NÀhe des Ortes Lebus links der Oder.
(25.11.2019, 17:34)
W. Dreier:   Hier der Sumatrabulle Torgamba in Port Lympne - Mai 1995. Bei meinem Besuch war das Weibchen schon nach einer Krebsoperation verstorben. In den Achtzigern gab es noch eine Aktion: an die 30 Tiere wurden gefangen, die einzige Zucht gab es dann in Cincinnati nach 2000 : 3 Tiere . Der letztgeborene Bulle Harapan ist dann nach SĂŒdsumatra ins Zuchtzentrum gebracht worden.
Er wurde schon Vater, wieder ein Bulle
Torgamba wurde 1998 nach Sumatra gebracht worden, aber kein Erfolg mit ihm.
(24.11.2019, 18:41)
W. Dreier:   Nochmals zur Schweinepest: ``Berliner Zeitung``: Leider sind von den gefundenen toten Wildschweinen in Polen 18 Pest-positiv gescheckt worden! BefĂŒrchtungen wurden laut, dass es nicht mehr um ein mögliches erstes Auftreten an sich in Brandenburg geht, sondern nur noch, wann !
(21.11.2019, 11:23)
W. Dreier:   Aus der ``Berliner Zeitung``: Auf polnischer Seite der Oder gegenĂŒber der Ortschaft Lebus ist nach einem Fahrunfall mit einem Wildschwein bei diesem die Schweinepest festgestellt worden. Weiterhin gibt es einen 2. Fall in Polen ca 8o km von der brandenburgischen Grenze entfernt. Nachdem dort ein totes Wildschwein gefunden wurde, wurden in zwei Großnachsuchen in der Region 20 tote Wildschweinen gefunden. Deren Untersuchung lĂ€uft.
Ein Fall in Belgien dĂŒrfte bekannt sein(?)
(19.11.2019, 11:24)
W. Dreier:   Laut ``Berliner Zeitung`` ist der Wiedernachweis eines ``Vietnam-Kantjils`` gelungen, Das in den Annamitischen Bergen in SĂŒd-Vietnam lebende Tier ist fast unbekannt, wurde nun mehrmals mit Bewegungskameras aufgenommen. Weiter Fotofallen sollen nun die HĂ€ufigkeit und den Verbreitungsraum ermitteln.
(12.11.2019, 09:05)
W. Dreier:   puh, war doch ganz klar - RĂŒckgang der WasserflĂ€che auf ca 15%
(10.11.2019, 21:29)
W. Dreier:   und 2010
(10.11.2019, 21:27)
W. Dreier:   1960
(10.11.2019, 21:27)
W. Dreier:   In einem Heft war die katastrophale ``Entwicklung`` des Aral-Sees kartenmĂ€ĂŸig dargestellt, in dem auf Inseln auch Saigas lebten . hinaufgebracht wie auf Barsa Kelmes oder aber dort schon lange lebend (ohne SĂŒĂŸwasser) - heute lĂ€ngst Festland
(10.11.2019, 21:24)
W. Dreier:   Eher durch Zufall fand ich einige Angaben zur Entwicklung der SaigabestĂ€nde ? sowohl der ``gewöhnlichen`` als auch der mongolischen Saiga.
Speziell nach dem Zusammenbruch der UdSSR gab es ja einen großen Aderlaß der BestĂ€nde, nach gewisser Erholung hat aber eine PPR genannte Krankheit fast periodisch alle 4-5 Jahre große Opferzahlen gefordert, ein weiterer Aderlaß ist auch die Wilddieberei speziell durch die Nutzung der Hörner der MĂ€nnchen auf dem chinesischen Markt. Nachlesen kann man Vieles bei Google im Heft ``Saiga News`` , mittlerweile Heft 24 von Ende 018/Winter 019. Die wenig bekannte mongolische Saiga im Westteil der Mongolei ohne Verbindung zur anderen Art war immer selten, durch ebenfalls PPR waren die BestĂ€nde von ca 10 000 Tiere auf 4 900 gesunken, 2002 gab es nur noch 800 Tiere, die Art wird als critical endangered (CITES von Appendix 2 auf 1 gesenkt) bezeichnet. Mittlerweile gab es eine gewisse Erholung auf 3000 Anfang 2019. Bei den TierzĂŒchtern ist sie nicht beliebt, da ihr die Weitergabe der PPR auf Weidetiere (Ziegen, Schafe) zugeschoben wird.
Die andere Form , in KalmĂŒkien an der Wolga auch Europa erreichend, hat nach fast 40% Verlust an der PPR in Kasachstan wieder 2019 215 000 erreicht, eine große Zunahme von 35-40 % - oft gibt es Zwillinge ? zum Vorjahr. In Rußland ist sie als wirtschaftlich bedeutsam eingeschĂ€tzt worden, viele Einrichtungen bemĂŒhen sich um die Zucht. Ascania Nova in der Ukraine erhielt 1970 72 Tiere, heute gibt es dort etwa 700. Der Moskauer Außenzoo hatte immer welche mit geringem Haltungserfolg. Ich sah 2000 noch weibliche Tiere in San Diego, davor zĂŒchtend in Köln, letztmalig im TP einige in der QuarantĂ€ne 1986.
Von den Berlin erreichenden Tieren und aus San Diego gingen 1987 11 Tiere nach China (Gansu endangered animal protection centre), nach Anstieg auf 170 fiel die Anzahl aber im Jahr 2000 auf 9 zurĂŒck, nun wieder 24, die Region wird als ungeeignet fĂŒr Freisetzungen angesehen ? Ziel ist die ``Horngewinnung``.
Alles von den Heften 2019 und 017 aus dem Netz
Anbei Saigabock im TP, etwa 1968
(10.11.2019, 21:17)
W. Dreier:   Habe mir das Video angeschaut - das Ă€hnelt fatal einem humpelnden Hund. Alles recht "nebeliger" Hintergrund. Und dann noch in der "australischen Steppe"?
(06.11.2019, 16:08)
W. Dreier:   Also mit Verlaub: das ausgestopfte Tier ist natĂŒrlich kein Nachweis, soll auch nur ein "Bild" vom "Beuteltiger" geben. Ich hörte, dass es ein Kamerafallenbild geben soll. Das mĂŒĂŸte eingestellt werden - ansonsten wĂ€re es so wie mit Ufos, Yeti etc. Guiler hat, als die Chancen noch grĂ¶ĂŸer waren, vor ca 60 Jahren alle damaligen "Beweise" ĂŒberprĂŒft - ohne ein wirkliches Fundbild darunter finden zu können.
Ich erinnere hier an die "FundprĂ€mie" fĂŒr ein Naturbild des sĂŒdchinesischen Tigers. Und der ist erst vor ca 50 Jahren in der Natur ausgestorben. Der "Gewinner" ist dann " verknackt" worden
(06.11.2019, 15:10)
W. Dreier:   Und gleich hinterher: Zunahme des West-Nil-Virus. Gerade in Ostdeutschland gibt es eine Zunahme der FĂ€lle (mit Grauzone) - Ursache seien besonders hier die heißen Sommer der letzten beiden Jahre, da sich der Virus ab 16°C gut in den MĂŒcken vermehrt. Unter MĂŒcken versteht man jetzt keine subtropischen, sondern unsere ganz normale Culex-StechmĂŒcke. Wie bekannt, sind gerade Eulen, Greifvögel und Sperlingsartige betroffen,
Einer von 100 infizierten Menschen könnte eine HirnhautentzĂŒndung bekommen, gewöhnlich Ă€hnelt es eher einer geringen Grippeerkrankung.
(29.10.2019, 09:31)
W. Dreier:   Heute in der ``Berliner Zeitung`` ein Artikel ĂŒber die Gefahr, den die Neuzucht ``Savannah-Katze `` (Kreuzung Serval-Hauskatze) speziell in Australien - auch bei uns - bringen könnte. Die F-1-Generation ist fast so groß und schwer wie der Serval, in den anderen Nachfolge-Generationen sind die Tiere nur unbedeutend kleiner. In Australien könnten bei Verwilderung fast 93% der autochthonen SĂ€ugetiere gefĂ€hrdet sein. In Deutschland unterliegen F-1 bis F-4-Tiere der Meldepflicht (Ja, wir haben die besten Gesetze - auch die beste ÜberprĂŒfung?)
(29.10.2019, 09:24)
W. Dreier:   Hab` mal wieder ins ``Quagga Project`` geschaut.
Die Restaurierung des ausgerotteten Quaggas wurde initiiert von Rau, einem Taxidermisten in SĂŒdafrika - unabhĂ€ngig davon, dass es nach genetischen Befunden nur eine `Spielform`` des Steppenzebras ist. Zur Auswahl kamen 19 Zebras aus Namibia und SĂŒdafrika. GegenwĂ€rtig dĂŒrfte man in der 5 Generation sein. In der Kopie die Stute Rachel, geboren 2018
(15.10.2019, 21:56)
Gudrun Bardowicks:   Ein sehr interessanter und gehaltvoller Artikel. Danke fĂŒr den Link.
(16.09.2019, 20:14)
th.oma.s:   Interessanter Blog zum ACTP
https://www.riffreporter.de/flugbegleiter-koralle/rechercheblog-papageien-artenschutz/
(16.09.2019, 17:08)
W. Dreier:   Heute ein grĂ¶ĂŸere r Artikel in der ``Berliner Zeitung`` ĂŒber die Kakapo-Erfolge (``Baby-Boom beim Kakapo``). Auf Codfish-Island und Anchor Island haben von 86 der geschlĂŒpften Vögel 72 ĂŒberlebt. GegenwĂ€rtig sind sie Ă€lter als 150 Tage.
Damit VergrĂ¶ĂŸerung des Bestandes von 142 auf mehr als 200. Die aufgetretene Aspergillose auf Codfish Island konnte mit großen MĂŒhen ĂŒberwunden werden: es starben nur 2 Erwachsene und 5 KĂŒken. Die Vermehrungsrate hĂ€ngt zusammen mit der Fruchtperiode der Rimu-Steineibe. Wie die Vögel das vorher ahnen, ist vollkommen unverstanden. GegenwĂ€rtig gibt es eine Gruppe von Kakapos auch auf Little Barrier Island nordöstlich von Auckland, die nicht brĂŒteten. Auf den oben genannten Inseln hat nur ein Weibchen nicht gebrĂŒtet.
(12.09.2019, 12:57)
W. Dreier:   Noch 2 NachsĂ€tze aus ``Leszoosdanslemonde``
-am 15.7. 16 sind 3 persischen Leoparden aus der Zuchtstation Sotschi im westlichen russischen Teil des Kaukasus freigesetzt worden
- die fĂŒr uns im TP etwas seltsame Ausweisung des Wildwuchses von ``tierleergezogenen ehemaligen Anlagen` mit dem Schild``Let et grow`` geht auf eine Kampagne der EAAZA und zweier anderer Organisationen zurĂŒck. Allerdings sollten dann speziell gefĂ€hrdete Insekten und Pflanzen eine Hilfe bekommen. Hier dient es zur Kaschierung von Wildwuchs.
(28.08.2019, 20:42)
W. Dreier:   pardon: 80 Gorillas wurden dort (wieder) ausgewildert: 60 aus Westafrka stammende , 20 aus GB.
(27.08.2019, 19:16)
W. Dreier:   Und noch etwas aus dem Artenschutzabschnitt aus ``Leszoosdandlemonde" von Jonas Livet:
- der Vogelpark von Villars le Dombe will demnÀchst mit Nachzucht und Auswilderung von Zwergtrappen befassen - in der Gegend könnte es noch einige MÀnnchen geben.
- Beauval hat 2 weibliche Gorillas zur Auswilderung nach Gabun gegeben. Nach Eingewöhnung in einem grĂ¶ĂŸeren Inselbereich soll die Freisetzung etwa nach einem Jahr erfolgen. Weiter wird berichtet, dass durch die Initiative des ehemaligen Direktors Aspinall dort bereits an die 60 Gorillas ausgewildert worden, dabei ca 60 , die in Afrika Wilderern abgenommen wurden oder die verletzt in eine Aufzuchtstation kamen - allerdings auch ca 20 Tiere aus den Zoos von Port Lympne und Bekesbourne (Howletts). in GB.
- Beuaval berichtet, dass in KĂŒrze eine neue Krallenaffenform dort eintreffen wird - Saguinus leucopus (Weißfußtamarin). Allerdings wurde das schon vor 15 Jahren geplant von der EAZA - als ich vor Jahren in Beauval war, wußten die Pfleger davon nichts (Damals in den ZooNews mitgeteilt). Eingebunden sind weiterhin die ``Üblichen``: Apenheul und Jersey
- im November 018 ist in Nordborneo ei weibliches Nashorn gefangen worden. In der Station ist ja gerade das MĂ€nnchen in hohem Alter gestorben. Bekannt ist, dass bei nicht stattfindenden Befruchtungen im jugendlichen Alter die Reproduktionsorgane sich zurĂŒckbilden - woher ein MĂ€nnchen nehmen. 10 Tiere könnte es noch geben.
- Mit ZĂ€hlmonat November 018 sind bisher 548 Pandas in Menschenhand geboren worden
(27.08.2019, 19:12)
W. Dreier:   Mal etwas Besseres als die Pandahype in Berlin.
Wie unten mitgeteilt, ist nicht nur die Entnahme von Eizellen gelungen, auch die Befruchtung mit Sperma. Von 10 Eizellen konnten 7 erfolgreich befruchtet werden.
NÀchste weitere Zielstellung ist die Herstellung von Stammzellen aus den Zellen anderer ehemaliger nördlicher BreitmÀuler, um die genetischen Bedingungen zu verbessern. GegenwÀrtig ist das AbstammungsverhÀltnis: Vater, Tochter, Enkelin
(27.08.2019, 13:03)
Sacha:   Und was ist jetzt mit der Abgabe ĂŒberzĂ€hliger Elefanten an Zoos?
(23.08.2019, 15:21)
Sacha:   Verstehe ich das richtig: Die gleichen afrikanischen Staaten, die keine Elefanten mehr an Zoos liefern wollen, möchten die Jagd auf die DickhĂ€uter erleichtern??????!!!!
(20.08.2019, 15:29)
W. Dreier:   Kam wohl etwas mit den Zahlen durcheinander - aber: die wechselten je nach Zeitung gehörig

``Anfang des Jahres lebten weltweit nur 147 Kakapos ? verteilt auf drei kleine Inseln vor der neuseelĂ€ndischen KĂŒste, wo sie vor eingeschleppten Fressfeinden sicher sind. Doch schon im Januar 2019 hatten Ornithologen des staatlichen Programms »Kakapo Recovery« Hoffnung, dass sich die flugunfĂ€higen Papageien in den nĂ€chsten Monaten erfreulich vermehren könnten. Und sie wurden nicht enttĂ€uscht: Mittlerweile sind 75 KĂŒken geschlĂŒpft``
(06.08.2019, 17:44)
W. Dreier:   Wo gerade gelesen? Das ``gewesene`` Jahr war das erfolgreichste Jahr der BemĂŒhungen um den Erhalt des Kakapo (Eulenpapagei). Bei einem Bestand von etwa 80 erwachsenen Tieren schlĂŒpften an die 70 Tiere!!
(06.08.2019, 17:36)
Oliver Muller:   Danke euch fĂŒr die Infos!
(11.07.2019, 22:35)
W. Dreier:   @H. Lueke: inklusive Großtrappen und Auerhu(a)hn
(11.07.2019, 16:16)
Patrick Marburger:   https://www.cbsnews.com/news/zoo-gorilla-family-freed-to-wild-60-minutes/

Wobei das mit Aspinall wohl so eine Sache ist...
(11.07.2019, 13:52)
Hannes Lueke:   Aspinall hat Gorillas ausgewildert, sowohl auf Borneo als auch auf Sumatra existieren Auswilderungszentren fĂŒr Orang Utans, auf Sri Lanka gibt es ElefantenwaisenhĂ€user, In Afrika gibt es die berĂŒhmte Harnas Station, welche schlichtweg alles großzieht und teils auswildert, es gibt in Panama und Costa Rica FaultierwaisenhĂ€user in Ost Australien BaumkĂ€nguru und Wombat Sanctuarys und und und.
Man kann die Tiere schon auswildern, es ist nur teuer und ausfwendig. Man muss es auch von Anfang an richtig machen. Einen Löwen, der ĂŒber Jahre im engen Kontakt zu Pflegern gelebt hat, kann man nicht einfach freilassen. Falsche PrĂ€gung, fehlendes Training in der Jagd oder im erkennen geeigneten Futters, fehlende LebensrĂ€ume oder schlicht garkein Plan verhindern eine Auswilderung natĂŒrlich. Das fĂ€ngt aber vor der HaustĂŒr mit gefundenen Rehkitzen an und geht rĂŒber bis zu den Auswilderungsprojekten von Geier, Wildkatze und Luchs.
(11.07.2019, 12:45)
Oliver Muller:   Da Adrian gerade etwas zu Auswilderungen gepostet hat und mich die Frage schon lĂ€nger beschĂ€ftigt: TierschĂŒtzer behaupten ja immer, dass Auswilderungen bei bestimmten Arten (gerade den charismatischen, beliebten Zootieren) nicht möglich seien. Nun werden ja bereits z.B. Nashörner, aber auch Großkatzen erfolgreich ausgewildert.
Weiß jemand im Forum, inwieweit z.B. Menschenaffen, die als Babys beschlagnahmt wurden, auch erfolgreich resozialisiert und ausgewildert werden, z.B. Orangs? Oder wie es diesbezĂŒglich mit Elefanten aus afrikanischen WaisenhĂ€usern aussieht?
(11.07.2019, 09:35)
W. Dreier:   In der "Berliner Zeitung" gibt es heute eine ausfĂŒhrlichere Darstellung zur ``molekularbiologischen `` Rettung des nördlichen Breitmaulnashorns.
(26.06.2019, 10:54)
cajun:   Zitat aus dem von Adrian verlinkten Artikel: "Neben rund 600 BĂŒffeln aus dem Waterberg Plateau Park ? damit wĂŒrde die Population dort auf knapp 400 sinken ? stehen 150 Springböcke, 65 Oryx sowie 35 Elenantilopen und 16 Kudus zum Verkauf. Außerdem sollen 28 Elefanten und 60 Giraffen im Rahmen der ungewöhnlichen Auktion angeboten werden."
Also die verschwindend geringe Zahl an zu versteigerndern Tieren- Ausnahme BĂŒffel- lĂ€sst hier doch reichlich Raum fĂŒr Spekulation. Der Waterberg Park ist ein Plateau, das aufgrund seiner leichten Überwachbarkeit, mit seltenen Tieren bevölkert wurde. Es gibt neben etlichen Nashörnern (die anscheinend nicht zum Verkauf stehen) auch Pferde- und Rappenantilopen.Wenn letztes Jahr 60 000 Tiere, wie im Artikel beschrieben, in ganz Namibia umkamen, dan wĂ€re der "Tropfen auf den heißen Stein" sehr gering. Die BĂŒffelpopulation auf dem Waterberg gilt als "disease free". Daher drĂ€ngt sich hier eher die Vermutung auf, dass hier viel Geld gemacht werden soll. Solche BĂŒffel sind auf regulĂ€ren Auktionen im sĂŒdlichen Afrika einiges wert. Und die angebotenen Antilopen und Elefanten bevölkern sicher gern private Game Reserves...
Üblicherweise wird bei Überpopulation oder DĂŒrre in Namibia eher eine "Wildernte" durchgefĂŒhrt. Populationen werden durch Abschuss verkleinert. Culling gegen den Hungertod. Denn der sieht nicht schön aus fĂŒr uns Touris ;-)
(23.06.2019, 20:54)
Sacha:   @cajun: Ich mag Deine Fantasie und Deinen Humor...;)
(27.05.2019, 21:48)
cajun:   @sacha:

"Internationaler Artenschutzerfolg fĂŒr Botswana"

Gaborone

"Einem Spezialistenteam aus dem sĂŒdlichen Afrika ist es gelungen europĂ€ische Grauwölfe in wissenschaftlich geleitete zoologische Einrichtungen in Botswana zu importieren. Es gelang intakte Familiengruppen, die außerhalb der Schutzgebiete in Frankreich, Italien und Deutschland vom Abschuß bedroht waren, schonend zu fangen und mit geeigneten Trainigsmethoden auf den Flugtransport vorzubereiten. Botswana startet mit diesen Tieren ein ex situ Zuchtprogramm mit dem Ziel seinen BĂŒrgern die hochbedrohte Tierwelt der Nordhalbkugel nĂ€her zu bringen. Voran gegangen war ein wissenschaftliches Symposium unter Leitung der VR China, die auch als Sponsor dieses Projektes auftrat. Politisch ist das Projekt nicht unumstritten, da die betroffenen europĂ€ischen LĂ€nder sogenannte Problemtiere auf Druck der Bevölkerung eigentlich zum Abschuß frei gegeben haben. Man empfindet das Angebot der internationalen wissenschaftlichen Allianz, als Einmischung in Landesangelegenheiten.
Dem Export der Tiere wurde trotzdem statt gegeben, da die zoologischen Einrichtungen fĂŒr den Erhalt geeigneter LebensrĂ€ume in den HerkunftslĂ€ndern der Wolfsrudel spenden."

Vision Ende* :-)
(27.05.2019, 21:06)
Sacha:   @cajun: Die Erfahrungen in den USA zeigen eben doch, dass es "praktikabel" ist, nur eben sehr aufwĂ€ndig. Auch sprĂ€che m. E. nichts dagegen, mit Hands-off-Haltung anzufangen und dann peu Ă  peu in protected contact ĂŒberzugehen (insbesondere Nachwuchs).

Und zu den Problemwölfen: Könnte Botswana machen, hÀtte ich kein Problem damit. Nur fehlt es denen einerseits an Unterbringungsmöglichkeiten (Zoos), Know-how und vor allem Zaster. Das sind die entscheidenden Unterschiede...
(27.05.2019, 10:07)
cajun:   Ich halte es fĂŒr nicht praktikabel wildlebende Herden in Zoos zu importieren. Die Erfahrungen aus dem letzten USA- Import mit halbwild lebenden Elefanten(-familien) aus Swasiland (Nachkommen von Culling Waisen aus SĂŒdafrika) zeigen wie aufwendig selbst das war. Simbabwe z.B.verkauft aktuell viele seiner ĂŒberzĂ€hligen Wildtiere an chinesische Zoos. Auch junge Elefanten,neben Löwen Antilopen Zebras etc., Es ist im sĂŒdlichen Afrika durchaus ĂŒblich Wildtiere zu verkaufen oder bei Auktionen zu versteigern. Tiere die Probleme machen und schlechte Erfahrungen mit Menschen sind fĂŒr Zoos eher ein schwieriges Haltungsthema. Ich meine mich zu erinnern, dass man vor ein paar Jahren ĂŒberlegt hat, Tiger aus Auffangsstationen ins EEP zu importieren.Tiere, die z.T. nachweislich Menschen in einem HWC getötet hatten. Weshalb das letztendlich gescheitert ist, entzieht sich meiner Kenntnis, allerdings gab es große Bedenken wegen der ÜberfĂŒhrung adulter, wildgeborener Tiere in Zoogehege bezĂŒglich Ausbruchssicherheit und Eingewöhnung. Und das bei solitĂ€r lebenden Katzen und nicht Familientieren wie Elefanten.Als Beispiel könnte man auch ebensogut vorschlagen Botswana nimmt in seine Zoos unsere vom Abschuß bedrohten ("Problem"-)Wölfe auf, damit diese ĂŒberleben....
(26.05.2019, 13:13)
cajun:   Soweit ich es verstehe, geht es nicht um Culling von FamilienverbĂ€nden, sondern um den Abschuß von Elefanten, die Probleme verursachen. Die sollen zum Abschuss frei gegeben werden. FĂŒr JĂ€ger, die dafĂŒr bezahlen.
(25.05.2019, 23:54)
cajun:   Weshalb soll eine Wiederaufnahme der TrophĂ€enjagd auf Elefanten in Botswana ein Vorteil fĂŒr die EAZA sein?
(25.05.2019, 23:20)
Sacha:   Absolut. Nur werden die Tierrechtler und profilierungssĂŒchtige Politiker wieder dagegen sein...
(25.05.2019, 12:17)
W. Dreier:   Also der ``Teilstaat`` Sabah auf Borneo.
(22.05.2019, 17:06)
W. Dreier:   @A. Langer: Unter Malaysia versteht man ja eher die Halbinsel - hier ist es aber Borneo (auch dort gibt es ``ein StĂŒckchen`` des Staates Malaysia). Es ist die Unterart harrisoni, die schon im Freiland als ausgerottet angenommen wird. Auch der Zoo Leipzig hatte sich vor Jahren dort zum Erhalt engagiert
(22.05.2019, 17:03)
Hystrix:   Das ist gut ausgedacht aber nicht ganz richtig. KleinrĂ€umig endemische Pflanzen werden weiterhin von Mufflons bedroht, soweit ich weiss aber nur auf sehr kleinen Inseln. Man muss sehen, dass es am Mittelmeer unzĂ€hlige Mikroendemiten von Pflanzen gibt, von denen manche nur noch einen oder wenige Standorte haben und andere niemals mehr hatten. Sofern die gut schmecken können schon vergleichsweise wenige Pflanzenfresser eine Art ausrotten. Die aktuelle Aktion, die Mufflons von Elba wegzuschießen beruht allein darauf.

Es ist aber tatsĂ€chlich nicht ganz dasselbe wie jĂŒngst verwilderte Ziegen, das hatte ich letzte Woche auch gleich auch so gesagt, weil die Mufflons eine sehr alte Form sind, die an sich einen Naturschutzwert hat. Andererseits sind sie auch nicht mehr reinerbig, sondern teilweise wenn auch wenig von modernen Hausschafen aufgekreuzt. Es gibt halt alle ÜbergĂ€nge von Haustieren zu Wildtieren. Auf Sardinien wollte noch niemals die Mufflons ausrotten und in Korsika werden sie sogar immer noch weiter ausgebreitet und eingesetzt. Sie sind absolut ungefĂ€hrdet.

(24.04.2019, 19:29)
Hannes Lueke:   Jetzt noch einmal ein kurzer Einwand von mir zum Muffel auf den Mittelmeerinseln. Auch wenn es ein verwildertes Haustier ist, es lebt dort wild seit Jahrtausenden. Ähnlich dem Dingo in Australien haben sich Tier und Pflanzenwelt an den Mitbewohner angepasst. Wer nicht mit dem Muffel leben kann ist schon lange weg. Das kann man nicht einfach mit der Ziege auf Galapagos gleichsetzen.
(24.04.2019, 08:22)
Sacha:   Darum: "SOFERN".
(19.04.2019, 09:43)
Hystrix:   Mufflons zurĂŒck nach Sardinien oder Korsika zu bringen ist nicht nötig und wĂ€re fatal. In Sardinien ist inzwischen der Bestand sehr gut und eher zu groß und in Korsika sind sie nach langer frĂŒherer Wilderei zwar noch nicht wieder flĂ€chendeckend, aber keinesfalls mehr bedroht. Den immer noch seltenen Mufflon von Zypern gab es als Jagdtier auf dem Festland niemals, der wĂ€re eher eine wertvolle Reserve, gibt es aber bei uns nicht. Im Übrigen sind die BestĂ€nde in Korsika/Sardinien nicht homogen, man unterscheidet trotz der Kleinheit dieser Inseln vier regionale Morphen, was wahrscheinlich darauf zurĂŒckgeht, dass abgesehen von der Tatsache, dass es von Anfang an verwilderte Haustiere waren, seither und bis heute fortdauernd sich moderne Hausschafe eingebracht haben und immer noch einbringen. Es sind also leider auch keine reinen Primitivformen mehr, sonder eher vergleichbar den vielen inselziegen die weltweit auf Inseln eingebĂŒrgert wurden. Ein wenig was anderes sind sie aber schon, weil eben doch im Kern onch eine Altrasse.
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Sicher reinlĂŒtige sardische Mufflons gibt es zudem fĂŒr Jagdzwecke ausgebracht auf kleineren Inseln etwa vor der KĂŒste der Toskana, darunter Elba, wo man sie aber derzeit abschießt bis zum Beseitigen, weil sie als invasive Art zu viel Botanik vernichten inklusive endemischer hochbedrohter Pflanzen.

Es gibt also keinerlei Veranlassung dafĂŒr, die genetisch sehr fragwĂŒrdigen und vielfach "jagdlich aufgekreuzten" Mufflons in Europa einzufangen und wohin zu bringen. Selbst auf Sardinien und Korsika, wo es endemische und teilweise klein beschrĂ€nkte Pflanzen-Endemiten zuhauf gibt, sollte man bei aller Liebe zu den Mufflons darauf achten, dass diese nicht ĂŒberhandnehmen und wertvolle Arten bis zur Ausrottung abfressen. Letztlich ist der Unterschied zu den verwilderten Ziegen auf Galapagos ein gradueller, wenn auch Niemand jemals ernsthaft forderte, die Mufflons als sehr alte Formen auf Sardinien ganz zu eliminieren. Nur ĂŒberhand nehmen sollten solche verwilderten Haustiere nicht, ihre SchĂ€den sollten im Rahmen bleiben.

Bei uns scheinen sie aber den Wolf wirklich nicht zu ĂŒberleben. Es ist abzusehen , dass sie aussterben. Das ist ganz untypisch fĂŒr Beutetiere des Wolfs und wĂ€re bereits ohne alle erdrĂŒckende sonstige Evidenz ein Hinweis, dass es keine Wildschafe sind. Dass JĂ€ger Sturm laufen war zu erwarten, aber wie sehr mal wieder gelogen wird ist schon erschreckend, denn man sollte wissen, dass es weder Wildschafe sind noch dass die Mufflons in ihrer Heimat am Mittelmeer gefĂ€hrdet sind.

(18.04.2019, 21:57)
Sacha:   SOFERN die in Europa angesiedelten Mufflon tatsĂ€chlich keine reine Wildform sind, können diese m. E. ruhig als "Wolfsfutter" dienen. Sollten jedoch in einigen LĂ€ndern, wie @Gudrun geschrieben hat, artreine Exemplare leben, muss man die nicht zusammenballern und ausrotten, sondern einfangen und nach Möglichkeit in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum wiederansiedeln. Wahrscheinlich ist dies aber wegen der Gefahr der Vermischung mit Hybriden oder/und Hausschafen vielfach nicht möglich, weshalb in Zoos ein Reservebestand aufgebaut werden sollte. AUCH in Zoos ausserhalb ihrer HeimatlĂ€nder.
(18.04.2019, 21:40)
Hystrix:   Das Richtige wurde schon gesagt: Mufflons sind primitive Haustiere, auf allen Mittelmeerinseln wo sie vorkommen, und genau daher wird auch ihre wirklich auffĂ€llige AnfĂ€lligkeit gegen Wölfe kommen. In Vorder- und Zentralasien sind die echten Wildschafe, die Wildtiere sind und schon immer gemeinsam mit Wölfen als Art entstanden, nĂ€mlich ĂŒberhaupt nicht von der dort dichten Wolfspopulation bedrĂ€ngt. Die plötzliche Entdeckung einiger JĂ€ger ihrer Ader als ArtenschĂŒtzer von angeblich "bedrohten" Wildschafen gegenĂŒber dem bösen Wolf ist also abwegig.

Zudem kommt eventuell noch was anderes dazu, wenn auch wohl nicht ĂŒberall auf dem europĂ€ischen Festland: Besonders schlaue Nimrode haben vor langem schon gemerkt, dass in die Mufflons zusĂ€tzlich eingekreuzte Zackelschafe mit ihren steif schrĂ€g abstehenden Hörnern die Hornschnecken enorm aufweiten und die Gehörne der Mufflons stark vergrĂ¶ĂŸern, somit die Heldentat des TrophĂ€enjĂ€gers noch mehren, und das ohne sonst an den Mischlingen körperlich merkbar zu sein. Die sonstigen Merkmale des Zackelschafs verschwinden nĂ€mlich rezessiv im Mufflon. Mufflon-Zackelschaf-Hybriden sind daher außer den viel imposanteren Gehörnen unmerklich, und selbst am Gehörn merkt sogar ein Fachmann außer der GrĂ¶ĂŸenzunahme nichts, so dass betrĂŒgerische TrophĂ€enjĂ€ger sogar auf offiziellen TrophĂ€enschauen damit durchkommen und "Rekorde" ernten können. Laut einem ganz neuen Fachbuch seien bereits viele Mufflonvorkommen auf dem Festland Europas mit Zackelschafen angereichert worden, was die Domestikationsnatur dieser angeblichen Wildtiere nur noch vermehrt. Es kann gut sein, dass das die AnfĂ€lligkeit gegen Wölfe erhöht, denn Hausschafe sind sehr wehrlos gegen Wölfe. Wie gut, wenn der Wolf diesem Unfug ein komplettes Ende setzen wĂŒrde.

Ein ganze Reihe solcher invasiver Arten werden von wieder zunehmenden RaubtierbestÀnden klein gehalten, In GB etwa das Grauhörnchen durch die sich lokal wieder ausbreitenden Baummarder, bei uns invasive amerikanische Flusskrebse durch die wieder zunehmenden Fischotter und eben auch die als Wildtier glorifizierten Hausschafe durch Wölfe.

(18.04.2019, 20:04)
th.oma.s:   M.E. sind werden die Mufflons auf Elba, Zypern, Korsika und Sardinien ur Zeit eher als verwilderte jungsteinzeitliche Hausschafe betrachtet. Wildformen sind in historischer Zeit auf dem Festland wohl bis in die Karpaten vorgekommen. Sie sind wohl Gebirgstiere und somit in ihrem Fluchtverhalten im Flachland an den Wolf nicht angepasst. Ein zum Totschießen aus Jux und Tollerei angesiedelter Neozoon wird jetzt dem JĂ€ger weggefressen. Da schĂ€umt der Waidmann aus Futterneid.
(18.04.2019, 19:44)
Oliver Muller:   Ich sehe das wie Gudrun.
(17.04.2019, 22:07)
Gudrun Bardowicks:   Ich denke mal, dass es besonders die JĂ€ger sind, die ein Aussterben der Mufflons in Deutschland verhindern wollen, da sie sonst auch keine Muffelböcke mit starkem Gehörn/starker Schnecke mehr erlegen können und als TrophĂ€e an ihre Wand hĂ€ngen können..

Aus Naturschutzsicht wird immer wieder gesagt, dass es möglicherweise nur noch in Deutschland artreine Mufflons gibt, da sich die ursprĂŒnglichen BestĂ€nde auf Kreta, Korsika, Sardinien und anderen Mittelmeerinseln vermutlich alle mit den dort frei lebenden und teilweise verwilderten Hausschafen vermischt haben und es somit dort keine "reinen" Tiere mehr gibt. Daher wird immer wieder gefordert, dass das Muffelwild in Deutschland nicht aussterben darf, wenn man die Art rein erhalten will. Das Ă€ndert meiner Meinung nach aber nichts daran, dass Muffelwild eigentlich nicht nach Deutschland gehört und man den Abschuss von Wölfen, die im Gegensatz zu Mufflons eine einheimische Art darstellen, nicht mit dem Schutz der Mufflons begrĂŒnden sollte. Eigentlich mĂŒsste man sich in den HeimatlĂ€ndern der Mufflons darum bemĂŒhen, die Art dort zu erhalten.

DarĂŒber hinaus gehe ich davon aus, dass es in Wildgattern und Wildparks noch genug reinrassige Mufflons gibt, mit denen man sich um einen Arterhalt bemĂŒhen könnte.
(17.04.2019, 18:36)
th.oma.s:   Meldung vom 1. April ?
(01.04.2019, 17:16)
Sacha:   Sofort totschiessen und Flamingos auf die Invasivenliste der EU nehmen (Ironie aus).
(01.04.2019, 11:53)
W. Dreier:   Wenn ich sagte 4 Populationen, dann ist zu berĂŒcksichtigen, dass italienische und französische Wölfe in den Westalpen schon zusammengetroffen sind
(30.03.2019, 16:24)
W. Dreier:   Nicht nur zu uns kamen die Wölfe, sondern auch die italienischen und Kroatischen Wölfe wandern in diesem Falle nach Norden und trafen vor 5 Jahren auch schon zusammen. Nach einer Arbeit in ``Mammalian Biology`` (Band 70 von 2014) wurde zunĂ€chst aus Genproben (282 Proben italienischer und 152 kroatischer Wölfe) die genetische DiversitĂ€t der beiden Populationen bestimmt und als sehr differenziert bestimmt. Nach 100 Tieren um 1970 in Italien hatte sich die Anzahl bis 2014 auf rund 800-1000 auf der Halbinsel und dem westlichen Alpenteil erhöht. In Kroatien gab es 1980 gegen 30-50, weniger in Slawonien und ca. 400 in Bosnien und Herzegowina. Gegen 2013 waren es in Kroatien 175-270 Tiere. Von je einem mit Sendern ausgestatteten italienischen und kroatischen Wolf (M und W) gab es im August 013 den erste ÂŽÂŽwilden`` Nachwuchs. Die Vorkommen (grau), Wanderungen und Nachweise in dem Bild (Dreiecke ital Wolf; Vollkreise kroat. Wolf). Von oben rechts könnten auch noch Wölfe aus den Karpathen einwandern - also Hybride aus 4 Populationen sind möglich mit großer genetischer VariabilitĂ€t und auch AnpassungsfĂ€higkeit.
(30.03.2019, 16:17)
W. Dreier:   Leider, Sacha, kann ich nur diplomatisch antworten: es wird Ă€hnlich sein, wie die ``Geschenke`` mit Pandas, Goldtakins, Sumpfnasenaffen etc. Die Japaner mĂŒssen die Geburten wieder in vielen FĂ€llen zurĂŒckgeben, ein Tausch ist wohl ausgeschlossen, wenn ich an die europĂ€ischen Goldtakins und jene im Tama-Zoo denke.
Ansonsten dĂŒrften es jetzt an die 500 Japanibisse sein - aus 10 Tieren um 1981 (aus`` EDGE Asian crested Ibis Nipponia nippon) - ein Riesenerfolg ungeachtet wohl der ``Zwangseierablage``: Eientnahme im chinesischen Zuchtzentrum, Handaufzucht, Nachgelege, usw.
Bild vom April 011 aus dem Beijinger Zoo - ein Sonderabteil dort außerhalb des Zuchtzentrums
(27.03.2019, 10:30)
Sacha:   @W. Dreier: Wie sieht es gegenwĂ€rtig beim Nipponibis mit dem Gefangenschafts-Bestand aus. Ist er so gross, dass man Brutpaare auch in Zoos und Vogelparks ausserhalb der HeimatlĂ€nder abgeben könnte (ich denke da insbesondere an Walsrode, dass ja mal an einem Projekt zum Schutz dieser Art mitgearbeitet hat - oder es sogar immer noch tut). Oder kommt das aus politischen und/oder naturschutztechnischen GrĂŒnden sowieso nicht in Frage?
(26.03.2019, 18:59)
W. Dreier:   - Im Tama-Zoo/ Tokio gab es wieder Nachwuchs bei den Nippon-Ibissen. Bisher wurden seit 2007 dort 56 geboren, 47 wurden an das Nationale Zuchtzentrum fĂŒr den Nipponibis auf die Insel Sado ĂŒberfĂŒhrt. Dort gibt es mittlerweile FreiflĂŒge. Vor ca . 30 Jahren waren die Nipponibisse auf Japan ausgestorben - nur ein ``alter`` Mann war letztlich ĂŒbriggeblieben, bis es wieder Geschenktiere aus China gab. (Vierteljahresbericht des Tama-Zoos (leider auf Japanisch - mit kurzer Englisch-Summary.)
- Im Naturkundemuseum Helsinki wurde anhand genetischer Marker nachgewiesen, dass es dort ein montiertes Skelett eines Javatigers gibt (1857 ein Geschenk aus Rotterdam), zudem existiert aus der gleichen Zeit ein Fell eines in der Natur ausgestorbenen SĂŒdchinesischen Tigers. Ersterer ist gegen 1970 ausgerottet, letzterer etwa seit 1980-90 - die Gefangenenpopulation des SĂŒdchinesen liegt etwa bei 120 Tieren.


(26.03.2019, 17:43)
W. Dreier:   Naja, allerdings nicht aus dem Jangtse sondern aus dem zentral in Hanoi liegenden See - der hat allerdings nur ca 500 x 900 m GrĂ¶ĂŸe. Als ich in Hanoi war, gab es immer noch Hoffnung auf Nachwuchs, allerdings gab es nur ganz wenige Sichtungen. An einem 2. Tempel im See hatte man SandaufschĂŒttungen gemacht in der Hoffnung, es möge eine 2 noch existieren. (siehe auch das Bild von mir vom 8.10. in dieser Rubrik mit einem Bild einer anderen Schildkröte in selbigem Tempel.
(26.03.2019, 16:22)
Paul Schnitzler:   Laut WWF-Internetseite ist schon ein unabhĂ€ngiges Gutachten zu den VorwĂŒrfen beauftragt.

(10.03.2019, 11:56)
Hannes Lueke:   Man möge jedoch beachten, dass es ursprĂŒnglich ein englischsprachiger Artikel ist und sich die Situation in Deutschland bei weitem nicht so gravierend darstellt. Zudem ist der Artikel etwas zu OberflĂ€chlich, da man hier Haustier mit Kuscheltier gleichsetzt und komplett ĂŒbersieht, dass jedes Tier ein hohes Maß an Verantwortung mit sich bringt.
(27.02.2019, 08:03)
Hannes Lueke:   Wer erzĂ€hlt denn so etwas?
Die Jagd auf Elefanten in Afrika ist ganz normal. Elefanten benötigen unfassbar große Ressourcen und diese sind leider sehr begrenzt. Was man heute nicht mehr macht ist die Jungtiere zu "verschonen" und zu verkaufen. Man macht weniger Umsatz und tötet die Jungtiere sofort, da man davon ausgeht, dass der Tod besser ist als eine unnatĂŒrliche Aufzucht
(26.02.2019, 09:38)
W. Dreier:   @O. MĂŒller: Oh, ein Mix: Zooquaria ist richtig
(21.02.2019, 15:47)
Oliver Muller:   @W. Dreier: Zooqaria oder die WAZA-Zeitschrift?
(21.02.2019, 15:04)
Gudrun Bardowicks:   In Eekholt wĂ€re möglicherweise genĂŒgend Platz in der Wolfsanlage, dort ist aber gerade erst vor 2 Jahren ein Rudel junger Wölfe eingezogen, nachdem die alten Tiere verstorben waren. Mehr als ein Wolfsgehege gibt es dort nicht und ich glaube nicht, dass das vorhandene Rudel einen neuen Wolf akzeptieren wĂŒrde.

Die ehemalige Wolfsanlage im Tierpark NeumĂŒnster wird seit zwei Jahren von jungen mĂ€nnlichen MĂ€hnenwölfen genutzt. Somit ist auch hier aktuell kein Platz fĂŒr einen Wolf vorhanden.

Eine Möglichkeit wĂ€ren vielleicht der BĂ€renpark MĂŒritz oder der BĂ€renpark Worbis, da dort große Wolfsanlagen existieren, aber auch diese sind bereits mit etablierten Wolfsrudeln besetzt, genau wie die im Wildpark GĂŒstrow oder in den Wildparks LĂŒneburger Heide in Nindorf oder Wildpark Schwarze Berge in Ehestorf/Rosengarten.
(20.02.2019, 15:43)
Sacha:   Genau, schwieriger, aber nicht "nicht möglich".

Nun fehlen mir NeumĂŒnster und Eekholt (um mal die beiden bekanntesten und naheliegendsten SH-Tierparks zu nennen) in meiner Liste der besuchten Zoos. Darum die Frage: WĂ€re dort (oder in einem anderen Wildpark von SH) nicht genĂŒgend Platz fĂŒr die genannten LaufbedĂŒrfnisse?
(20.02.2019, 13:47)
Sophie Bruegmann:   TatsĂ€chlich gehören aber ausgerechnet Wölfe zu den Arten bei denen die GrĂ¶ĂŸe der GehegegrundflĂ€che maßgeblich zum Wohlbefinden der Tiere beitrĂ€gt. Das liegt vor allem daran, dass das Sozialverhalten von Wölfen beim Laufen ausgeĂŒbt wird. Die Positionen innerhalb der Gruppe spiegeln den Rang des Tieres wieder und es ist außerdem relevant welches Tier das Tempo vorgibt, auf wen geachtet wird, we den Weg eines anderen Kreuzen darf, usw. Somit kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es bei Wölfen deutlich schwieriger ist ein wild aufgewachsenes Tier in einen Zoo zu bringen.
(20.02.2019, 12:21)
Sacha:   Was fĂŒr ein Blödsinn: Ein in der Natur aufgewachsener Wolf soll nicht in menschlicher Obhut leben können. Das ist zwar schwieriger, als wenn das Tier in einem Zoo aufgewachsen wĂ€re, aber unmöglich ist es nicht. Viele Tierarten können sich verĂ€nderten LebensumstĂ€nden anpassen (Frage der Zeit und der VerĂ€nderungsgeschwindigkeit), ansonsten wĂ€ren sie ausgestorben. Und der Wolf als Species gehört sicher dazu, wenn ich z.B. an die Umstellung der Abruzzenwölfe auf nĂ€chtliche Lebensweise in halburbanen Gebieten denke.
(20.02.2019, 10:43)
W. Dreier:   Noch etwas aus ``Zooquaria``
-im Oktober gibt es in Prag einen Weltkongreß der Zoo-VeterinĂ€re. 600 Teilnehmer werden erwartet. Das IZW ist Mitorganisator
(20.02.2019, 09:31)
W. Dreier:   Aus Zooquaria (WAZA- Zeitschrift) ,Winter 2018/19:
- ein GSMP (Global species menagement plan) möchte bezĂŒglich des Anoa (ohne Unterartzuordnung) gerne 300 Tiere in den Zoos erreichen. Der Wildbestand wird mit 2 500 Tieren geschĂ€tzt, In Zoos sind nur 49 Tiere in 20 Haltungen. Zuchtbuch-Chef ist Herr Nötzold aus Leipzig
-Das Prosimian TAG (Chef Achim Johannes /Rheine) möchte ca 20 Arten /UA an Lemuren in einem "Regional Collection Plan" in Europa etablieren. GewĂŒnscht werden besonders Rotbauchmaki, Roter Vari, Großer Bambuslemur, Fingertier und Kronensifaka in ausreichender Anzahl. Der Coquerel-Sifaka wurde am Rande auch erwĂ€hnt. Geschlechtertausch mit Madagascar (Ivoloina) wird angestrebt ĂŒber die Koordinatorin Roullet.
- Doue-la-Fontaine hat einen "Himalaya" eröffnet, 11 000m2 u.a. mit Schneeleopard, Markhor und diversen Geien - seltsamerweise auch mit Rabengeiern. Im Zentrum steht ein großes rundes Amphitheater zur GeierfĂŒtterung
- aus einer bulgarischen Zeitschrift: Bulgarien möchte GĂ€nsegeier und Bartgeier wieder seßhaft machen.
-Zeitschrift des Kölner Zoos: Durch Herrn SchĂŒrer wird in einem Artikel prĂ€zisiert, dass die Annahme, das alle heute lebenden Milus (gegen 5 000) letztlich aus den 3 importierten Berliner Tieren stammen. Es fehlten zur endgĂŒltigen KlĂ€rung (die Annahme ist schon Ă€lter) noch die BestandsĂ€nderungen im Jardin d`acclimatation Paris wegen fehlender Unterlagen . Diese wurden gefunden und konnten jetzt eingesehen werden.
(19.02.2019, 18:37)
Michael Mettler:   @Adrian Langer: Betrachten wir es doch mal aus einem anderen Blickwinkel. Der weiße Orang-Utan wurde offenbar in der Wildbahn geboren. Wenn er nicht zwischenzeitlich ohnehin in Menschenhand gelangt wĂ€re (wenn auch illegal), hĂ€tte man ihn dann auch legal wegen seiner FĂ€rbung "sicherheitshalber" einfangen sollen?

Die weißen Giraffen sind ĂŒbrigens KEINE Albinos, wie schon an ihren "normal" dunkel pigmentierten Augen erkennbar ist. Mit diesem Begriff wird etwas inflationĂ€r umgegangen, wenn Tiere heller sind als ihre Artgenossen sind, und auch sehr uneinheitlich - ich habe z.B. noch nie gelesen, dass jemand einen weißen Timberwolf als Albino bezeichnet hĂ€tte.
(08.01.2019, 08:18)
Hannes Lueke:   Ich sehe das Problem, dass indonesische und malayische Zoos voll mit geretteten Orang Utans sind. Das Tier, welches man Wilderern abgenommen hat, wurde in einem geschĂŒtzen Gebiet wieder entlassen und man kann jetzt einfach das Beste hoffen.
(07.01.2019, 16:42)
Hannes Lueke:   Warum nicht?
(07.01.2019, 13:24)
Hannes Lueke:   Ob man wirklich das Alleinstellungsmerkmal behalten wollte wĂŒrde ich nicht so sicher sagen.
Ich habe just einen Artikel gelesen, welcher die Auflösung von Al Wabra thematisiert. FĂŒr die aktuell noch vorhandenen und mangels Geld schlecht versorgten Huftiere finden sich keine Abnehmer. Die Spix Aras und SchuhschnĂ€bel hat ACTP aufgenommen. Man wollte in diesem Jahr einen neuen Zuchtrekord aufstellen (16 KĂŒken) aber das Geld fehlt einfach.
(26.10.2018, 09:34)
W. Dreier:   Der Fall der Beiras zeigt natĂŒrlich, dass eine derartige Haltung bei nur einem Halter (der offensichtlich auch das Alleinhaltungsrecht behalten wollte) derartige Folgen haben kann.
(25.10.2018, 20:23)
W. Dreier:   Noch ein Beira-Bild hinterher
(25.10.2018, 20:19)
W. Dreier:   Pardon, der 3. Satz ist etwas mißglĂŒckt, aber wohl noch verstĂ€ndlich.
(25.10.2018, 20:16)
W. Dreier:   ``Eigentlich`` suchte ich nur einem speziellen Gazellennamen - landete in Al Wabra, um dann einige schlechte Informationen im ``Zoo Chat`` zu Al Wabra zu lesen. ZunĂ€chst ist die politische Situation fĂŒr Katar angesichts der großen NachbarlĂ€nder nicht ``besonders``. Zudem soll der neue Besitzer (der eigentliche Initiator aus der Emirfamilie starb vor Jahren, der jetzige hat wohl kein Interesse an dem Tierbestand.) So sollen die Spix-Aras nach Zwischenaufenthalt (man spricht vom ACTP Schöneiche) letztlich in Brasilien landen - die Station ist aber noch nicht fertig. Die Beira-Antilopen erfuhr ich , waren schon vor Jahren an einem Pocken-Virus ausgestorben - die einzige Haltung bisher ĂŒberhaupt. Bild anbei - dort war ich im Januar 09, als es etwa an die 50 Tiere gab. Daneben rechts ein Rotbauch-Dik-Dik.
(25.10.2018, 20:13)
Hannes Lueke:   Spannend wie groß die Gruppen in indonesischen Zoos und in Singapur sind. Ich persönlich kennen nur die beiden Anlagen in Singapur und habe die nicht grĂ¶ĂŸer als eine der neueren, heimischen Anlagen in Erinnerung.
(24.10.2018, 11:45)
W. Dreier:   Anbei der Orangbestand aus asiatischen Zoos (International Zoo Yearbook , Band 52 /2018)
(23.10.2018, 17:13)
W. Dreier:   Im Jangtse und weiter bis in den SĂŒden Vietnams lebte einst die Riesenwasserschildkröte Rafetus swinhoei. nunmehr wohl bis auf unter 10 Lebenden die seltenste Schildkröte ĂŒberhaupt. GegenwĂ€rtig leben in einer chinesischen Rettungsstation 4 bald hundertjĂ€hrige Ex, deren Zucht man noch versucht.
Im Hanoier See Hoan Kiem, ungefĂ€hr 800 x 300 m breit direkt in der Altstadt Hanois sollten auch noch einige leben - sie genießen bald heiligen Status. Als ich 2011 dort war, hatte man versucht, im See ĂŒber SandaufschĂŒttung eine Brutinsel zu schaffen. Die Anzahl war ĂŒberhaupt unbekannt, Abfischen brachte auch keinen Erfolg, Fotos waren selten. Im Uferbereich gab es einen Tempel zu Ehren der S-Kröte - ein prĂ€pariertes Ex hier auf der Abbildung.
Jetzt las ich, dass ein totes Exemplar im See gefunden wurde.
In der Umgebung sollen allerdings noch ``irgendwo`` einige existieren.
(08.10.2018, 16:24)
W. Dreier:   Was ganz ``altes`` Im auftauenden Permafrostboden Sibiriens ist ein Wildpferdfohlen geborgen worden - alles vorhanden, was an das vor Jahren gefundene Mammutbaby erinnert. GeschĂ€tztes Alter 30- 40 000 Jahre. Und schon sind die Klonforscher da! Über ein Ă€hnliches Unterfangen bei einem Mammut hat man dann nichts weiter gehört (SÜDDEUTSCHE Zeitung vom 28.8.)
(31.08.2018, 11:42)
W. Dreier:   Vor wenigen Tagen in der ``Berliner Zeitung`. EischĂ€tzung, wo man in Europa BĂ€ren wieder ansiedeln könnte.
(23.08.2018, 08:14)
W. Dreier:   aus Mammalian Biology , (ehemals Zeitschrift fĂŒr SĂ€ugetierkunde), Heft 92., (2018)

- eine genetische Arbeit zur Fossa: festgestellt wurde, dass die genetische DiversitĂ€t der Gefangenenschafts -Population (etwa 130 Tiere) grĂ¶ĂŸer ist als die einer entsprechenden Probe von diversen Tieren aus Madagascar selbst. Da gewöhnlich die Herkunft der Zootiere unbekannt ist, wurde angenommen, dass die ``Naturvergleichstiere" aus einer sehr engen Region stammten.

Seiten 120 - 128: eine chinesische Arbeit zur Verbreitung des Amurleoparden und zu Störfaktoren (Mensch, Beutetiere, Amurtiger).
Gesamtareal (China und Rußland) 4 000 km2, etwa 87 Exemplare, im selben Bereich ca 38 Amurtiger. Zielstellung in China ist die Errichtung eines Schutzgebietes von 15 000 km2
(31.07.2018, 22:30)
Kathrin Roehl:   Im Highland Wildlife Park in Schottland gibt es Nachwuchs bei den Amurleoparden. Noch ist unklar, ob es sich um mehr als ein Jungtier handelt. Sofern die Aufzucht gelingt, plant man einen Auswilderungsversuch in Russland. Die Leoparden leben in einem speziellen, abgeschirmten Gehege ohne Besucherkontakt.

http://www.highlandwildlifepark.org.uk/news/article/14453/rare-amur-leopard-born-at-highland-wildlife-park/
(18.07.2018, 20:50)
W. Dreier:   In der Bibilo ein Zooquaria-Heft - das 1. fĂŒr 2018. Ich las, stutzte------

dann sah ich - ein Zukunftsbericht fĂŒr 2043 !! (25 Jahre Vorschau!!!)
(12.06.2018, 19:47)
W. Dreier:   Hier die Aufnahme einer Damagazelle. Aus: Antonius : Bemerkungen ĂŒber einige Tiere der Weidholzexpedition, Zoolog. Garten, Neue Folge; Band 1, Heft 10 - 12, S. 369
(05.06.2018, 18:35)
cajun:   Ein Nebenprodukt der Dama- Bilder Suche: FĂŒr Ende 2018 plant man eine Umsetzung von westafrikanischen Giraffen in ein neues Schutzgebiet in Niger. Stand der aktuellen Peralta- Populatin in der "Giraffenzone": ca. 607 (Tiefststand 50 Tiere).
https://www.saharaconservation.org/Saving_West_African_Giraffe
(05.06.2018, 15:44)
W. Dreier:   ``SĂ€ugetierkundliche Informationen``, Heft 54 von 2018

Angaben zu Nachweisen von Goldschakalen in Schleswig-Holstein und DĂ€nemark
(16.05.2018, 18:11)
W. Dreier:   Aus ``Reptilia``:
Bei Reptilien und Amphibien wurden fĂŒr 2017 wieder ca 170 neu entdeckte Arten/Unterarten beschrieben
(16.05.2018, 18:09)
W. Dreier:   Aus dem WWF-Magazin:

- Bericht zur Situation von Großkatzen: 13 LĂ€nder, in denen Tiger vorkommen, trafen sich in St Petersburg. Von 3 200 in 2010 möchte man bis 2022 zu einer Verdoppelung des Bestandes kommen.
- Amurleopard: 2009 35 Tiere in der Natur, 2017 85 Tiere

-Afrikan. Elefanten: 2006: 470-690 000; 2015: 395-570 000 Tiere

- Kiebitz in Deutschland: von 1990 bis 2013 Bestandsabnahme um 80 %

aus ``ELAPHE`` 2 /2018: Liste neuentdeckter Amphibien - bei lockerer AbschÀtzung der Seiten ca 150 neue Arten weltweit - besonders Beru, Ekuador, Neuguinea, Madagascar - auch noch in Europa Neuentdeckungen!. Auf Madagascar bei der Froschgattung Stumphia 15 neue Arten!
-


(07.03.2018, 15:02)
W. Dreier:   aus der `` Berliner Zeitung``: westlich von Potsdam (Potsdam-Mittelmark !!!!) tauchte eine Jungelch auf. Von einem VeterinĂ€r narkotisiert, erhielt er ein Funkhalsband.
(04.03.2018, 10:42)
Oskar Schwitters:   @Peter Lohse: Laut dem Artikel ist EndZOO allerdings unter anderem eine Artenschutzorganisation:-)

Sehr interessant finde ich, dass die Leute von EndZOO anscheinend ein Zuchtbuch ausgewertet haben, das sie laut Artikel gar nicht einsehen konnten.
(27.02.2018, 20:31)
Peter Lohse:   Gudrun Bardowicks: Organisationen wie Peta oder Endzoo haben durch Ihren hohen Eigenverbrauch von Spenedengeldern leider kaum was ĂŒbrig fĂŒr Tier oder Artenschutz. Diese Organisationen haben sich auch nicht gergrĂŒndet um Tieschutz zu betreiben sondern um Spenden zu generieren mit dem Sie sich selbst und die Verbreitung Ihrer völlig haltlosen Ansichten verbreiten können. Wer also fĂŒr den Tier und Artenschutz spenden möchte, Finger weg von sollchen Organisationen.
(27.02.2018, 12:58)
Gudrun Bardowicks:   Auf jeden Fall ein interessanter Artikel. Ich gehe allerdings auch davon aus, dass der EisbĂ€renbestand in Zoos vor allem deshalb abgenommen hat, weil viele Zoos aufgrund der Kritik von Tierrechtlern und aus Platzmangel aufgrund der verschĂ€rften Haltungsvorschriften die EisbĂ€renhaltung aufgegeben haben und es dadurch natĂŒrlich auch weniger Zuchtpaare und Nachzuchten als in der Vergangenheit gibt und somit natĂŒrlich auch weniger Jungtiere aufgezogen werden können.
Auch die ZuchtbuchfĂŒhrer und Koordinatoren des EEP tragen dazu bei, dass aktuell nur verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig EisbĂ€ren nachgezogen werden können. Ich weiß z. B. dass der Zoo Hannover gerne EisbĂ€ren zĂŒchten möchte und seine neuen Anlagen in Yukon Bay auch nach modernsten Haltungsgesichtspunkten fĂŒr die Zucht ausgelegt sind, die ZuchtbuchfĂŒhrer bzw. EEP- Koordinatoren aber noch immer nicht entschieden haben, mit welchem MĂ€nnchen das dort lebende potentielle Zuchtweibchen verpaart werden soll. Ein Grund hierfĂŒr ist natĂŒrlich auch, dass nicht genug HaltungskapazitĂ€ten fĂŒr eventuellen Nachwuchs zur VerfĂŒgung stehen, da immer mehr zoologische Einrichtungen die EisbĂ€renhaltung aufgeben. An dieser Misere sind auch EndZoo und andere Tierrechtsorganisationen wie PETA mit ihrer andauernden Kritik an der EisbĂ€renhaltung nicht ganz unschuldig. Dass PETA oder EndZoo sich intensiv um den Schutz der EisbĂ€ren in freier Wildbahn einsetzen und dafĂŒr Spendengelder zur VerfĂŒgung stellen ist mir bisher nicht aufgefallen.
(27.02.2018, 12:15)
W. Dreier:   In Vorbereitung eines Artikels fand ich auch eine andere Version:

In``Current Biology`` von 2015 berichtet ein internationales Team,

``dass die Vorfahren der Przewalski-Pferde und Hauspferde noch fĂŒr lange Zeit durch einen Genfluss miteinander verbunden blieben nach ihrem Auseinanderstreben vor ungefĂ€hr 45 000 Jahren. Auch als Menschen vor etwa 5 000 Jahren anfingen Pferde zu domestizieren, vermischten sich ihre Populationen weiterhin"
.
Und weiter wurde gezeigt,

``dass die letzten 110 Jahre in Gefangenschaft nicht spurlos an den Przewalski-Pferden vorbeigegangen sind. Dies machte sich in Form einer geringeren genetischen DiversitÀt und zunehmender Inzucht bemerkbar. In einigen FÀllen kam es zudem zu wesentlichen VerÀnderungen des Genpools durch domestizierte Individuen. In den extremsten FÀllen bestand ungefÀhr ein Viertel des Erbguts der Przewalski-Pferde aus Genvarianten, die von domestizierten Pferden vererbt wurden.
Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Obwohl Przewalski-Pferde einen extremen demographischen Zusammenbruch hinter sich haben, scheint sich die Population zu erholen und ist immer noch genetisch divers``.

Veröffentlicht wurde das Werk von mehreren bekannten Autoren wichtiger Institutionen, u. a. des IZW in Berlin und des Zoos in San Diego

(23.02.2018, 18:32)
W. Dreier:   Aus der letzten ZGAP-Ausgabe:
Von der Kaiseramazone auf Dominica, vorher geschĂ€tzte Anzahl 250.350, ist unbekannt, wieviel Vögel die letzten KaribikstĂŒrme ĂŒberlebt haben. Bisher wurden ohne intensive Suchaktionen nur wenige Tiere wieder gesichtet.
- demgegenĂŒber haben auf den Key-Inseln die dortigen Weißwedelhirsche die Gefahren besser ĂŒberlebt: von vorher 1 109 sind danach 949 festgestellt worden.
- die Wilderei von Calamianhirschen auf den Philippinen geht weiter. Man hofft, einige Tiere auf Palawan auszuwildern, einem ehemaligen Verbreitungsgebiet.
- Colin Groves, einer der bedeutendsten SĂ€ugetiersystematiker, ist gestorben (1942 - 2017). Vor allem Affen, Schweine , Gazellen und Beuteltiere (er war Australier) interessierten ihn.
(20.02.2018, 20:19)
th.oma.s:   M.E. ist es nur eine Frage der Zeit bis in Ostsachsen oder Ostbrandenburg der erste Elche Bulle die passende Elchkuch an der geeigneten Stelle trifft.
(11.12.2017, 17:21)
W. Dreier:   Oh Pardon: ein ``Wortdreher``. Der Wisent wurde nicht bei LĂŒbars (das ist schon Berlin) , sondern bei Lebus an der Oder erschossen.
(11.12.2017, 06:17)
W. Dreier:   Aus der ""Berliner Zeitung``: In Templin (Nordostbrandenburg) ist ein Elch in den Straßen aufgetaucht. Nun wurde er nicht niedergestreckt wie der Wisent bei LĂŒbars , sondern nur niedergelegt und einem ElchzĂŒchter ĂŒbergeben (was es alles gibt!).
Es gibt bereits fĂŒr das Land Brandenburg eine Elch-Verantwortliche, die aber nicht glaubt, dass es eine Elchpopulation in Zukunft geben könnte. Bisher waren alles ``ÜberlĂ€ufer`` aus Polen, ``echte` Jungtiere wurden bisher nicht gesichtet. Immerhin gab es bisher fĂŒr 2017 17 Sichtungen gegenĂŒber 6 - 9 in den Vorjahren. In Brandenburg unterliegt der Elch dem Jagdgesetz, darf aber als ``Wiederkehrer`` nicht geschossen werden
(10.12.2017, 15:38)
W. Dreier:   aus ``Papageien`` (11/017)

Vor 30 Jahren war der Echosittich auf Mauritius fast ausgestorben. Es gab wahrscheinlich nur noch gegen 20 Exemplare (ca 17,3). Intensive SchutzbemĂŒhungen brachten wieder an die 350 Vögel. 75 Vögel wurden jetzt in eine andere Gegend umgesiedelt, um ein Desaster durch Sturm oder Krankheiten zu verhindern. Laut Aussage sind die Vögel dort gut `` angewachsen`.
(19.11.2017, 17:18)
W. Dreier:   sowie die zeitliche Entwicklung der Strukturen
(31.10.2017, 12:29)
W. Dreier:   Eine Grafik zum Vorkommen in Deutschland
(31.10.2017, 12:28)
W. Dreier:   Gestern gab es im Lande Brandenburg eine große Wolfskonferenz. Dazu gab es im Vorfeld in der ``Berliner Zeitung`` eine dreiseitige Erörterung mit statistischen Angaben. Ein Statement sei hier eingestelt.
(31.10.2017, 12:27)
W. Dreier:   Das einzige Problem bei den Soalas: man mĂŒĂŸte erst einmal welche haben! Zwischendurch (so etwa von 1995 bis 2010) gab es ĂŒber Jahre keine Sichtung! Auch jenes Jungtier, dass kurz nach der Entdeckung in die Primatenstation von Cuc Phuong kam, lebte nicht lang - und dort arbeiten ja keine Laien. Die allerletzten Koupreys wollte man (nicht das IZW) auch in den Achtzigern noch retten.
Und man denke auch trotz aller BemĂŒhungen an die Ausrottung des Festland-Javanashorns in der Gegend. Es ist zum Verzweifeln! Schön wĂ€r es dennoch!
(29.10.2017, 15:57)
Oskar Schwitters:   Saolas könnten fĂŒr Haltungen in Europa bald nicht mehr ganz unerreichbar sein: Das IZW setzt sich fĂŒr den Aufbau einer Zuchtstation ein.
www.izw-berlin.de/pressemitteilung/etablierung-eines-zuchtprogramms-zum-schutz-der-letzten-saolas.html
(29.10.2017, 15:19)
W. Dreier:   Laut ``Berliner Zeitung`` sind in Schöneiche (Zuchtzentrum fĂŒr gefĂ€hrdete Papageien) in diesem Jahr 9 Spix-Aras erbrĂŒtet und aufgezogen worden (Kunst- und Naturbrut). Sollte auch Al Wabra den Erfolg des letzten Jahres wiederholen können, wĂ€re die zukĂŒnftige Freilassung in der brasilianischen Catinga-Region keine Illusion mehr.
(27.10.2017, 18:43)
Oliver Muller:   Klingt nach Anwartschaft fĂŒr einen Darwin-Award...
(19.10.2017, 22:41)
Michael Mettler:   Ein nicht an den Wolf angepasstes Fluchtverhalten hatte ich vor lĂ€ngerer Zeit auch schon mal als BegrĂŒndung fĂŒr das Zusammenbrechen einer Mufflonpopulation gehört oder gelesen. Habe danach gegoogelt und dabei dies gefunden (ist allerdings jĂŒngeren Datums, das PhĂ€nomen muss also schon lĂ€nger bekannt sein):
https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/635631-635631
(19.10.2017, 17:37)
Hannes Lueke:   Ein Bekannter berichtete von den Mufflons vor seiner HaustĂŒr, in der LĂŒneburger Heide, dass die Tiere sehr standorttreu seien und im Prinzip garnicht wegrennen. Wie man sich ein blödes Schaf vorstellt. Aus genau diesem Grund sind sie als leichtes Jagdwild beliebt gewesen und der Wolf entsprechend unbeliebt
(19.10.2017, 15:55)
W. Dreier:   Aus ``Regulus`` Luxemburg: in Luxemburg gibt es vom Juli 2017 den ersten Foto-Nachweis eines Wolfes. Angenommen wird die Herkunft aus der Alpenpopulation

Aus ?SĂ€ugetierkundliche Informationen`` Heft 53: Ein Bericht aus der Region Hohenbuckow zum ``VerhĂ€ltnis`` Wolf - Mufflon. Die dort gewesene Mufflonpopulation umfaßte vor Jahren etwa 1200 Tiere bei einer Jagdstrecke von 200 jĂ€hrlich. Der 1. Wolf tauchte dort 2007 auf. Trotz illegaler ``Wolfsjagd`` wird gegenwĂ€rtig von maximal 7 Wölfen ausgegangen. Was geschah mit den Mufflons?? Jetzt NULL Mufflons! Eine der Ursachen , leichte Beute zu sein, könnte - so meint man - darin liegen, dass die Mufflons dort aufgrund sandigen Bodens eine miserable ``BehufungÂŽÂŽ hatten.

(19.10.2017, 11:00)
W. Dreier:   Vor Monaten hatte ich einem Naturwissenschaftler eine Aufnahme vom Nilgiri Tahr (damals in San Diego fotografiert) ĂŒberwiesen - jetzt erhielt ich dazu Angaben zur Systematik. Der Gattungsname Hemitragus wurde zunĂ€chst durch Blyth (1859) aufgestellt, bis dann Robiquet u.a aufgrund genetischer Befunde ihn nĂ€her zur Gattung Ovis stellte mit Gattungs-Neubenennung Nilgiritragus. Jetzt fand ich in der Arbeit den Gattungsnamen KEMAS, aufgestellt von Ogilby schon 1838 - siehe damit die PrioritĂ€tsregel. Die drei ``sogenannten `` Tahre, also Nilgiri-, Himalaya- und Arabischer Tahr sind evolutionĂ€r nicht direkt verwandt.
(04.10.2017, 15:42)
W. Dreier:   Etwas ``GegensĂ€tzliches`` zum Naturschutz: laut ``Berliner Zeitung`` von heute ist bei Lebus an der Oder ein vollerwachsener Wisent, offenbar aus Polen kommend, auf ``Befehl`` des Lebuser Ordnungsamtsleiters erschossen worden. Die regionalen Vertreter des WWF haben Strafantrag gestellt.
(16.09.2017, 08:50)
W. Dreier:   nicht ganz hierher passend, dennoch:

auf dem Tegeler Flugplatz fand ich in einer ``JĂ€gerzeitung``

-im Norden Schleswig-Holsteins wurde der bisher nördlichste Goldschakal nachgewiesen
- im Osten Tschechiens wurde bei einem Wildschwein die afrikanische Schweinepest nachgewiesen. Aufruf an die JĂ€ger, diesem Fall grĂ¶ĂŸte Aufmerksamkeit zu widmen!
(08.08.2017, 16:50)
W. Dreier:   Aus ``Folia zoologica`` (Band 65, Heft 3 von 2016)
Eine algerische Arbeit befaßt sich mit dem Vorkommen der Cuvier-Gazelle in Algerien (Steppenatlas).
Hochrechnung: ca 600 Tiere. Die Zahl bestÀtigt eine etwas Àltere Arbei - 560 Tiere.
(01.03.2017, 10:08)
Michael Mettler:   Die Dimensionen, die der illegale Handel mit Tierteilen erreicht, sind immer wieder erschreckend (vor allem, weil man nie das GefĂŒhl loswird, dass immer nur die Spitze des Eisbergs entdeckt wird):
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.thailand-fast-drei-tonnen-schuppen-extrem-seltener-tieren-gefunden.08d5f81b-7481-45b4-817d-caa6eebe3ed4.html
(03.02.2017, 21:41)
Dreier:   Noch aus der Bibliothek des TP: Viele Jahre habe ich Nachrichten ĂŒber den Borneo-Taubwaran nicht verfolgt. In den Siebzigern und noch Achtzigern wusste man fast nichts ĂŒber seine Biologie, Funde wurden nur zufĂ€llig gemacht, meistens, wenn Überschwemmungen ihn aus den UnterkĂŒnften ``freispĂŒlten``. Jetzt wird in `` Reptilia`` 123, (2017) , Seiten 44 - 54; ĂŒber Haltung und Zucht in Gefangenschaft berichtet (siehe auch Foto in der ZTL)
(03.02.2017, 19:15)
Dreier:   Aus der ?Berliner Zeitung?: Im subtropischen SĂŒdwesten Chinas, angrenzend an Myanmar, wurde eine neue Gibbonart beschrieben (Ă€hnlich den ``Weißbrauengibbons``) - als Hoolock tianxing benannt (wobei ich als Gattungsnamen fĂŒr die Hulocks eigentlich Bunopithecus kenne) - die seien schon bekannt gewesen, aber nun zu einer neuen Art ernannt worden.

FĂŒr diese Region gab es ja auch vor wenigen Jahren die Entdeckung des schwarzen Stumpfnasen Rhinopithecus streykeri. Nachdem damals nur von etwa 250 Tieren ausgegangen wurde, nimmt man jetzt an, dass es 950 Tiere seien.


(28.01.2017, 16:09)
Oskar Schwitters:   Im Tschad wurden nun zum zweitem Mal 23 SĂ€belantilopen ausgewildert. Der Weltbestand soll bei mehren tausend Exemplaren liegen, die meisten davon auf den Arabischen Halbinsel.

www.spiegel.de/wissenschaft/natur/saebelantilopen-im-tschad-ausgewildert-a-1131254.html

(24.01.2017, 16:49)
Oskar Schwitters:   Von morgen bis Sonntag ist Stunde der Wintervögel vom NABU.
(05.01.2017, 23:07)
Oskar Schwitters:   Die Giraffe gilt nun als gefĂ€hrdet, der Bestand liegt bei etwa 97. 000 Tieren.
www.stern.de/panorama/wissen/natur/giraffen-vom-aussterben-bedroht-7231296.html?utm_campaign=alle&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
(08.12.2016, 15:18)
Oskar Schwitters:   WĂ€re echt schön, wenn man bei der nĂ€chsten "Freisetzung" auch europĂ€ische Zoos berĂŒcksichtigen wĂŒrde.
(24.11.2016, 16:31)
WolfDrei:   Im selben Heft eine (mickerlich kleine) Aufnahme eines Javanashornes -man beachte dis ``Panzerung`` des Hinterteiles, Allzu viele Aufnahmen gibt es ja nicht !
(22.11.2016, 20:44)
WolfDrei:   Durch Zufall fand ich in der Biblio des TP einen Symposiumsbericht der indischen Zoo-Assoziation. Behandelt wurden verschiedenste Themen - speziell aber ĂŒber die Planung von Zooanlagen, Enrichement etc., auch ĂŒber Schutzprojekte speziell seltener indischer Tiere.
Anbei die Entwicklung der Bestandszahlen des Zwergwildschweines in der Zuchtstation in Assam (pro Jahr 2 Daten). Wenn die Zahl nicht steigt, so ist das das Ergebnis von Freisetzungen
(22.11.2016, 20:39)
WolfDrei:   Da ich nĂ€chste Woche in Poznan und Wroclaw bin, hatte ich nach ``Neuigkeiten`` gegoogelt. Der Zoo Wroclaw hat gerade eine Spendenaktion gestartet: im August gab (gibt) es eine RiesenĂŒberschwemmung in Assam. Der Kaziranga-NP ist zu 80 % ĂŒberschwemmt. Bilder von der Rettung speziell junger Panzernashörner werden gezeigt.
(03.10.2016, 18:08)
Oskar Schwitters:   @Michael Mettler: Genau. Mit "Afrikanischer Elefant" war der (Afrikanische) Savannenelefant gemeint.
(08.09.2016, 15:25)
Michael Mettler:   @Oskar Schwitters: Zu der ElefantenzĂ€hlung sollte man noch anfĂŒgen, dass sich die Zahl auf Savannenelefanten bezieht, weil nur diese per Flugzeug gezĂ€hlt werden konnten. Waldelefanten konnten nicht in diesem Census erfasst werden.
(07.09.2016, 20:24)
WolfDrei:   im `` Falken`` gelesen: in Slimbridge sind nach drei Jahren bei 2 Paaren der Ă€ußerst gefĂ€hrdeten LöffelstrandlĂ€ufer erstmals Eier gelegt worden (3 und 4 Eier), je ein Schlupf - aber keine Aufzucht
(07.09.2016, 19:02)
Oskar Schwitters:   Nasenfrösche kommen aus der Zuchtstation in ConcepciĂłn in die Zoos von Wien, Chester, Leipzig, DĂŒsseldorf und Berlin.

www.dw.com/de/darwins-nasenfrösche-auf-reisen/a-19133070

(03.09.2016, 10:55)
Oskar Schwitters:   Die BestĂ€nde Afrikanischer Elefanten sind doch deutlich geringer als gedacht: Bei einer groß angelegten ZĂ€hlung wurden nur 350 000 Tiere gefunden, nicht wie bisher angenommen 400 000 bis 630 000. Außerdem nimmt der Bestand jĂ€hrlich um 8% ab.
(02.09.2016, 13:49)
Michael Mettler:   KleinsĂ€uger aus dem Großsauger... ;-) Wenn die HollĂ€nder dazu noch die Technologie aus den USA importieren wĂŒrden, hĂ€tten sie neue Chancen in der BekĂ€mpfung der Bisamratten, die ihre Deiche untergraben. Die haben das gleiche Kaliber wie PrĂ€riehunde. Zwar wĂ€ren sie wohl kaum irgendwo auf einem Heimtiermarkt absetzbar, aber sie wĂ€ren als Proteinquelle verwertbar...
(13.07.2016, 22:48)
Hannes Lueke:   Vor gut 10 Jahren hat sich der niederlĂ€ndische Heimtiermarkt ebenfalls mit solchen PrĂ€riehunden versorgt
(13.07.2016, 22:18)
Michael Mettler:   Gehört hatte ich von dem PrĂ€riehund-Sauger schon mal, und auch davon, dass die auf diese Weise gesammelten PrĂ€riehunde zum Teil in den japanischen Heimtierhandel verkauft worden sein sollen. Kurz gegoogelt: Es gibt diverse Artikel und sogar Youtube-Videos dazu online. Aber ob die Methode wirklich schadensfrei fĂŒr die Tiere ist, selbst wenn sie Ă€ußerlich unverletzt wirken...? Ich muss unwillkĂŒrlich an die Berichte heimischer NaturschĂŒtzer denken, nach denen der Unterdruck einer Sogwirkung Kleintiere töten kann, selbst wenn sie nicht in körperlichen Kontakt mit dem auslösenden Objekt kommen (FledermĂ€use im Einwirkungsbereich von WindkraftrotorblĂ€ttern, Kröten unter fahrenden Autos usw.). Da ist dann von platzenden Lungen und anderen organischen SchĂ€den die Rede. Und diese Gefahr besteht beim "Prairie dog vacuum" nicht...? Hm.
(13.07.2016, 19:24)
WolfDrei:   Musste 20 JahrgĂ€nge ``Geo`` sortieren - die wiegen mittlerweile zusammen ca 75 kg.
Im Juniheft 6 von 1994 fand ich einen Bericht ĂŒber technische SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung von Erdbeerpflanzen in den USA mit Hilfe eines Exhaustors: InsektenschĂ€dlinge , speziell Blattwanzen und ``anderes Krabbelgetier`` , werden mit einem Erfolg von 50% abgesaugt, womit sich der Einsatz von Insektiziden erĂŒbrigt. Am Ende wird mitgeteilt, dass es auch eine Saugmaschine fĂŒr im Bau befindliche
`` unerwĂŒnschte PrĂ€riehunde`` gibt. Die Tiere wĂŒrden unbeschadet in einem Großnetz landen. Einige UA sind ja schon geschĂŒtzt.
(13.07.2016, 13:21)
WolfDrei:   Heute in der ``Gefiederten Welt``: Al Wabra (Qatar) teilt den Schlupf von 17 Spix-Aras mit - damit erhöht sich die Weltpopulation auf 144 Vögel. Allerdings betraf die Elternaufzucht nur 2 Jungvögel. Bei weiteren Erfolgen wĂŒrde man mit der brasilianischen Regierung erste Auswilderungsprojekte anschieben .
(12.07.2016, 21:01)
WolfDrei:   Genau: Jabiru 8 000 - 15 000
(04.07.2016, 20:18)
Oskar Schwitters:   Beim Jabiru soll es wohl 8 000-15 000 heißen(nicht 8 00-15 000).
(04.07.2016, 15:31)
WolfDrei:   Im Cottbusser TP lag ein Prospekt aus von einer 2015 getĂ€tigten Ausstellung zu den ?Störchen der Erde?. U. a. wurden auch Bestandszahlen genannt (Ohne UA)
- Weißstorch: keine
- Schwarzstorch: keine
- Höckerstorch (Stormst.): 300
- Milchstorch (Mycteria cinerea) 3 300
- Buntstorch (M. leucocephala) 15 000
- Nimmersatt (M. ibis) 100 000
- Waldstorch (M. americana) 30 000
- Silberklaffschnabel: 130 000
- Mohrenklaffschnabel: 300 000 - 500 000
- Wollhalsstorch: 100 000
- Abdimstorch: 300 000 - 500 000
- Schwarzschnabelstorch: 2 500
- Maguari: 50 000 - 100 000
- Jabiru: 8 00 - 15 000
- Riesenstorch: 20 000 - 35 000
- Sattelstorch: 8 000 - 15 000
- Sundamarabu: 5 000
- Argala: 700
- afrikan. Marabu: 100 000 - 300 000

(02.07.2016, 22:22)
Michael Mettler:   Man mag das Wort "Bestandserfassung" angesichts solcher Ergebnisse kaum noch verwenden: Im MĂ€rz 2016 wurde der Lebensraum der Mendesantilope mit Boden- und Luftteams und unter Einsatz modernster Technologie ĂŒber Abertausende Kilometer hinweg abgesucht. Dabei konnten nur noch 3 (!!!) frei lebende Individuen nachgewiesen werden. Nach der SĂ€belantilope steht also das nĂ€chste nordafrikanische Huftier vor dem Aus im Freiland.
http://www.iucn.org/content/saharan-addax-antelope-faces-imminent-extinction-0
(01.07.2016, 09:09)
WolfDrei:   dazu: Das Magazin "Quagga", ein hochwertiges Magazin fĂŒr Arten und LebensrĂ€ume, soll eine feste Instanz zur Werbung fĂŒr den Erhalt der Artenvielfalt werden. Es ist eine Initiative des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN) und des Verbandes der Zoologischen GĂ€rten (VdZ). Es ist eine Pilotausgabe die kostenfrei im Kölner Zoo erhĂ€ltlich ist!


(29.06.2016, 16:22)
WolfDrei:   Aus der TP-Biblio nach lĂ€ngerer Zeit:

- Folia zoologica 65 von 2016: Anzahl der Tschirus in China in der Tschan-Tang-Reserve 75 000; 1920 geschÀtzte 1 Million

- SECAS (Freunde der Pariser Zoos): Stand Goodfellow-BaumkÀnguruhs: 16,28,7 in 21 Haltungen

- Zoo-Report Brno, special supplement.
EisbĂ€rin Cora brachte am 21.11. 015 ihr 5. Kind, fĂŒr Zuschauer erste Vorstellung im MĂ€rz 016

- IZN (Nr. 418) Mai-Juni 016
In Cincinnati musste ein 18jĂ€hriger Gorillamann erschossen werden - in die Freianlage war ein 3jĂ€hriger Junge geklettert/gefallen. BetĂ€ubung hĂ€tte nichts gebracht. Die Mutter wurde nicht wegen VernachlĂ€ssigung der Aufsichtspflicht angeklagt. Wenn ich in der Schnelle richtig ĂŒbersetzte: die ``natĂŒrliche`` Zurschaustellung wĂŒrde heute von GitterstĂ€ben und Ă€hnlichen martialischen Begrenzungen absehen. Es werden weitere FĂ€lle aus den USA - auch mit Todesfolgen - angegeben - u.a . `` echte? UnfĂ€lle , Dummheitsakte (Schwimmen wollen mit EisbĂ€ren oder Tiger) und Suicidabsichten.

- Seiten 180 -202 (F. Nardelli - jener, der den `` neuen`` BlÀtteraffen entdeckte):
Stand und Perspektiven des Javanashorn in Udjung Kulon.
Schutz seit 1921, 30 000 ha.
Anzahl: 1967 ca 25; 1990 52-62; 2000: ca 70; 2011 32?; 2013 gegen 60; 2014; 35, 23. Mit Sicherheit gab es zwischenzeitlich einen Abfall der Anzahl . 2011 wurden 4 000 ha neu angeschlossen - allerdings nur mĂ€ĂŸig gĂŒnstiges Land mit großer Beeinflussung durch Bewohner und deren Vieh.
Die WWF schlĂ€gt vor, bei Erreichen von ca 80 Tieren 2,2 umzusiedeln. 80 Tiere scheinen auch fĂŒr die Vegetation von Udjung Kulon die maximale Anzahl zu sein.
Angedacht werden u.a. Way Kambas (Sumatra - Station der Sumatranashörner) oder eine Nachbarinsel von Udjung (15 000 ha) fĂŒr max 15 Tiere in der ``Zukunft``
Dem bisherigen indones. Management wird kein gutes Zeugnis ausgestellt.

- Abu Dabi und Tschad planen eine Freisetzung von 25 SĂ€belantilopen im Tschad - allerdings in einer nicht besonders geschĂŒtzten Region. Die S-Antilope ist seit ca 30 Jahren in der Natur ausgerottet.

- im Zoo von Chapultepec (Mexiko-Stadt) gab es den Schlupf von 2 juv. Kalifornischen Kondoren.
2015 gibt es mittlerweile wieder 435 Vögel

- der Taronga Western Plains Zoo in Australien plant die Übernahme von 80 Nashörnern aus SĂŒdafrika (Breitmaul?), pro Jahr von je 20 zwischen 2016 bis 019

- Kritik an den Panda-Zuchtstationen in China: es wurden zwar ca. 400 Tiere geboren, aber nur 4 in Freiheit gesetzt, 3 davon ĂŒberlebten

Und es gibt eine ``allgemeine`` zoologisch/ökologische etc. Zeitschrift - gut aufgemacht.
1. Ausgabe schon Ende 2015: QUAGGA - Magazin fĂŒr Arten und LebensrĂ€ume
www.quaggamagazin.de

(29.06.2016, 16:14)
WolfDrei:   Da nun ``FarbanomalitĂ€ten des Felles`` bei Enten etwas seltsam wĂ€ren, hier wenige ZusĂ€tze zur Laysanente an dieser Stelle . Ich hatte noch etwas gegoogelt und fand eine Bilddatei, die sich mit dem Aussatz von Laysanenten auf den Midway-Inseln befasste. Dabei ging es vor allem um die pflanzliche ErnĂ€hrungsbasis fĂŒr den Aussatz - die Bilder zeigten eine Anzahl von dort wachsenden `` Futterpflanzen`` mit dem systematischen Namen - ab und an auch die Enten. Der Wiederaussatz schein also geklappt zu haben. U. a. wurde oft darauf hingewiesen, dass die Laysanente mit ca. 600 wildlebenden Vögeln die seltenste Ente der Welt sei - was so nun nicht mehr stimmt.

Bis 2006 wurde angenommen, dass die Madagascar-Moorente ( Aythya innotata) ausgestorben sei mit damaligem Verbreitungszentrum am Alaotra-See, dem grĂ¶ĂŸten See Madagascars, der mittlerweile fast vollstĂ€ndig in ein Reisfeld umgewandelt wurde, zudem haben eingesetzte Tilapien die Nahrungsbasis fĂŒr die Tauchenten vernichtet. 300 km nördlich davon wurden dann an einem Vulkansee - und nur dort bisher - 13 Vögel gefunden. Die Annahme zu der Zeit war, dass es maximal 20-25 Vögel geben wĂŒrde. Nachdem aus einem Eigelege und dem Nachgelege Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden konnten, wurde die weitere Nachzucht vor Ort u. a. vom Wildlife und Wetland Trust und anderen britischen und madagassischen Organisationen ein Zuchtzentrum aufgebaut. Bisher wurden 75 Tauchenten aufgezogen. Es soll aber ein Aussatzprojekt notwendig sein, da an dem Vulkansee die elterliche Aufzuchtrate sehr gering sei, da die Jungtiere aufgrund der Tiefe des Sees nicht genĂŒgend mit wasserlebenden Insektenlarven versorgt werden können und damit die Todesrate extrem hoch ist. Nunmehr schein eine noch`` fast normaler`` Sumpfsee ( Lac Sofia) gefunden worden zu sein. Die Bevölkerung ist in das Projekt einbezogen.

(19.06.2016, 18:46)
WolfDrei:   Heute dann am Eingang: die Wurzpflanze blĂŒht nur drei Tage, heute also der 2. Tag. Nachdem ich das Foto gestern etwa um 12 Uhr gemacht hatte, hĂ€tte sich das HĂŒllblatt gegen 15 Uhr umgefĂ€rbt und ``umgeschlagen`` und dabei penetrant nach Aas gerochen. Die Befruchtung erfolgt nĂ€mlich durch Aasfliegen. Ich erreichte Dahlem heute gegen 16.30 - Ergebnis anbei.

Die Titanenwurzpflanze wird als ``grĂ¶ĂŸte Blume`` der Weltbezeichnet, allerdings wird die Rafflesia arnoldi, ebenfalls von Sumatra, als grĂ¶ĂŸte BlĂŒte benannt (mehr als 1 M Durchmesser). Wo liegt der Unterschied? Die Rafflesia gehört aber zu einer anderen Familie.
Und wie sumatranische Tiere ist auch sie Ă€ußerst gefĂ€hrdet.
(10.06.2016, 22:17)
WolfDrei:   Der Aronstab hatte etwa eine Höhe von 1 .m. Etwas anders im Aussehen ist die genannte andere Art A. konjac
(10.06.2016, 22:07)
WolfDrei:   Wohin stecken, wenn nicht unter diese Thema: Naturschutz betrfft ja nicht nur Tiere, auch Pflanzen. Am Montag wurde mitgeteilt, dass im Botanischen Garten Dahlem die Titanenwurzpflanze (gehört zu den AronstabgewĂ€chsen) demnĂ€chst blĂŒhen wĂŒrde. Nach den Angaben des ``Zustandes`` und den im Internet vorhandenen Daten fuhr ich also Donnerstag dorthin. Mein Wohnort liegt im VerhĂ€ltnis zu Dahlem in ``Sibirien``. Das Bild anbei. Die bisher grĂ¶ĂŸte BlĂŒte erreichte in den USA 3,10 Meter!!!
EinschÀtzung also: Freitag nochmals nach Dahlem.
Durch puren Zufall blĂŒhte aber eine andere kleinere Art - nĂ€chstes Bild
(10.06.2016, 22:05)
WolfDrei:   Aus der TP-Biblio:
- FALKE 04 / 2016: 2015 kamen in NRW von 222 Wanderfalkenpaaren ca 400 Jungtiere zum Ausflug

- Papeigeien , 04 / 2016: beim Kakapo (Eulenpapagei) Neuseelands steht eine gute Rimu-Beerenernte bevor, der erste Jungvogel ist geschlĂŒpft. Man hofft , bald die Zahl 150 zu erreichen - das ist eine dreifache Zahl gegenĂŒber 1990

- in Eberswalde verstarb Professor Ullrich Sedlag im 93. Jahr. Nach der DDR-Hochschulreform um 1970 und der Auflösung seines entomologischen Instituts der forstwissenschtlichen Hochschule Eberswalde war er schriftstellerisch tĂ€tig. FĂŒr mich und andere war ?Tierwelt der Erde? sein bekanntestes Buch, das auch weltweit verlegt wurde und in der Sowjetunion als Schulbuch genutzt wurde. Kurz nach der Wende wurde auf seine Initiative das Urania-SĂ€ugetierbuch der Sechziger mit Farbdrucken neu verlegt. Er war Mitglied vieler zoologischer VerbĂ€nde.

- ?International Zoo News? - MĂ€rz-April 2016: u.a. ein lĂ€ngerer Artikel ĂŒber den japanischen Riesenmolch, dessen Erhaltung und Zucht.
Dann ein ResĂŒmee ĂŒber ein Buch des Moskauer Zoos bezĂŒglich des 150. Jahrestages der Eröffnung.

Aus Berichten zoologischer GÀrten: in LA hat ein freilebender Puma einen Koala getötet ! - das ergab die Auswertung von Kameraaufnahmen. Ca. 5000 Pumas gÀbe es noch in Kalifornien.
Der Yorkshire Wildlife Park will eine große Afrikasafari fĂŒr 3,6 Mio Pfund bauen: u.a. mit ?a number of rhinos? , Zebras, Straußen, Elands, Lechwes, Giraffen

(26.04.2016, 17:48)
Patrick Marburger:   Passt zwar nicht wirklich hierher, ich wollte den Artikel den heutigen Artikel der StZ trotzdem hier "melden". Schon wieder also drei neue Primaten auf Madagaskar. Wie viele Formen man wohl in einigen Jahrzehnten kennt?
(16.04.2016, 16:19)
Oliver Muller:   Tigerfarmen wĂ€ren ja eigentlich - so geschmacklos sie auch sind - eine genetische Reserve, die man nicht unterschĂ€tzen sollte. Ich fĂŒrchte nur, da wird nicht unterartenrein "gezĂŒchtet"?
(14.04.2016, 14:52)
WolfDrei:   In der heutigen ?Berliner Zeitung? gab es einen Bericht ĂŒber eine ?Tigerkonferenz? mit höheren Regierungs-Vertretern asiatischer LĂ€nder ĂŒber die Situation es Tigers mit der optimistischen Mitteilung einer geringen Zunahme. Es wird aber weiter der Tiger als gefĂ€hrdet betrachtet. Nicht ganz so optimistisch wird ein Versuch Kambodschas betrachtet - unabhĂ€ngig von der systematischen Zuordnung - Tiger aus Indien in einem ?protected forest? fĂŒr 7 Mio Dollar wieder anzusiedeln - 2007 wurde der letzte gewildert.
Etwas gering erscheint mir der Bestand in China, da ich wohl kĂŒrzlich auch die Zahl 40 fĂŒr den Amurtiger las. China hatte ja von der UA-Systematik her den höchsten Anteil: Amur-T, sĂŒdchines. T (ausgerottet), mittelasiatischen T. (ausgerottet), Lob Nor-Tiger (ausgerottet) - aber vielleicht noch den Corbett-T in YĂŒnnan und auch den Bengal-T im an Indien angrenzenden Teil des SĂŒdhimalaya.
In ?Tigerfarmen? der betreffenden LÀnder (China, Thailand) gÀbe es etwa 7 000 Tiger
(14.04.2016, 11:53)
WolfDrei:   Aus ?SĂ€ugetierkundliche Infomationen? (Heft 50, 2016)

- Goldschakal in Deutschland (Nachweise ĂŒber Sichtung, Foto, genetischer Nachweis)
Schwerpunkt in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, besonders im Bereich Luckau - Lauchhammer, dort 13 Hinweise und ein Foto - aber auch in Mecklenburg, Bayrischer Wald und ! Cuxhaven! (genetischer Nachweis)

- SĂ€ugetierschutz in Russland (russischer Autor)
Nur wenige behandelte Arten - u.a.:
Zobel: geschÀtzte 1,5 Mio
Eurasischer Biber: wird fast als ?invasive ?Art gehandelt
Europ. Nerz: weiter Abnahme
Desman: in ?SchlĂŒsselwohngebieten? nur ca 4 000 Tiere
Saiga: Behandlung des Kaspigebietes (Kalmykien). 1920 nur ca 1000 Tiere; dann ab 1951 Bejagung (etwa 200 000/Jahr); 1958: 850 000; 1970: 250 000; 1978: 700 000; 1993 100 000.
Trotz Jagdschutz Tendenz abnehmend; noch nicht in das Rotbuch Russlands aufgenommen

Aus ?Radiata? (25, Heft 1, 2016)
Nachzuchten der ?echten? Seychellenriesenschildkröten (nicht Aldabra) vor Ort bis 2010:
Aldabrachelys gigantea hololissa: 40 Exemplare; A. g. arnoldi: 120
Die gerade noch Existenz der auf den eigentlichen Seychelleninseln vorkommenden Riesen ist ja erst seit gut 15 Jahre gesichert und anerkannt.

(30.03.2016, 09:02)
Klaus Schueling:   Heute traten unsere Freunde des Sphenisco e.V. mit folgendem Anliegen an uns heran:

Liebe Pinguinfreunde,

wir grĂŒĂŸen herzlich aus La Serena, Chile. Leider ist der Anlass unseres Schreibens nicht erfreulich. Erneut drohen der KĂŒsten- und Meeresregion, in der 80% der verbliebenen Population der Humboldt-Pinguine leben, irreversible SchĂ€den.

Chilenischen Wissenschaftler und Fachleute staatlicher Behörden haben Sphenisco gebeten, zu versuchen, die Öffentlichkeit in Chile und auch international auf diesen empörenden Skandal aufmerksam zu machen. Zugegeben, wir sind in einer ziemlich ohnmĂ€chtigen Position. Dennoch wollen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um gewaltigen Schaden von der Meeresregion La Higuera-Insel Chanaral mit ihrer Fauna und Flora abzuwenden. Im Anhang schicken wir Ihnen die "La Higuera / Insel Chañaral ErklĂ€rung" in deutscher, englischer und spanischer Sprache.

Sphenisco hat begonnen die Öffentlichkeit zu informieren und Abgeordnete, Senatoren und Vertreter von Medien in Chile auch persönlich zu informieren, um parlamentarische Anfragen und Untersuchungen bzgl. der UmweltvertĂ€glichkeits-PrĂŒfungen in der Region Coquimbo anzuregen (s.a.http://sphenisco.org). Wir möchten alle Institutionen bitten, unsere BemĂŒhungen durch 2 Massnahmen zu unterstĂŒtzen, indem sie
1. Ihnen verbundenen Organisationen und Institutionen bitten, die ErklĂ€rung zu autorisieren und dies Sphenisco per Email (sphenisco@online.de) mitzuteilen. Wir setzen dann den Namen der Organisation/Institution unter die ErklĂ€rung. Die Organisationen selbst brauchen nicht zu schreiben. Am Schluss sendet Sphenisco die ErklĂ€rung mit hoffentlich ganz vielen Organisationen an die politisch Verantwortlichen und zustĂ€ndigen Behörden in Chile (Sind ganz viele, ĂŒppige verschachtelte BĂŒrokratie!).
2. Ihre Kontakte zu Medien zu nutzen, um sie fĂŒr eine Berichterstattung zu gewinnen. Unsere chilenischen Partner setzen große Hoffnungen auf internationale Reaktionen und werden diese dann hier im Land ihrerseits einsetzen. Falls erforderlich können die Medien auch mit uns in Chile Kontakt aufnehmen.

Außerdem werden wir kurzfristig auf der Internet-Plattform "Rettet den Regen Wald" eine Unterschriften-Aktion organisieren.
Diese finden Sie unter folgendem Link: https://www.regenwald.org/aktion/1035/bitte-unterschreibt-26-000-humboldt-pinguine-retten


Wir bitten alle, sich an der Online-Petition zu beteiligen
(09.02.2016, 09:26)
Michael Mettler:   @WolfDrei: 50% des lebenden Sumpfschildkrötenbestandes (Hat man den komplett unter Beaufsichtigung?) oder 50% der aufgefundenen Überreste toter Schildkröten (Wer hat dann die anderen 50% auf dem Gewissen?)?

Was mich dabei wundert: Auf dem Heimatkontinent des WaschbÀren wimmelt es nur so von Sumpfschildkrötenarten. Wie kommen die eigentlich mit dem WaschbÀren als Fressfeind zurecht? Kannten die Verwandten in Europa bis dahin keine dÀmmerungsaktiven Feinde? Finden WaschbÀren in Brandenburg so wenig andere Nahrung (und das als Omnivoren!), dass sie besonders stark auf Schildkröten angewiesen sind?
(08.02.2016, 16:48)
WolfDrei:   Zur GefĂ€hrdung - nicht nur - der Trappen durch WaschbĂ€ren: Laut "Berliner Zeitung" wurden fĂŒr 2014/15 in Brandenburg 24 090 ( 15 % mehr als im Jagdjahr zuvor) geschossen, fĂŒr das Gesamtgebiet des WaschbĂ€rvorkommens 116 000. Notwendig sei aufgrund der DĂ€mmerungs-/NachtaktivitĂ€t das Aufstellen von Lebendfallen mit anschließender Tötung. Ca. 50 % der europ. Sumpfschildkröten hĂ€tten typische Bissverletzungen durch WaschbĂ€ren.
(08.02.2016, 16:09)
Tim Meschke:   Und wenn wir schon dabei, sind natĂŒrlich auch die WindrĂ€der. ;)
(04.02.2016, 09:35)
Michael Mettler:   Na, dann wĂ€re es doch ganz einfach, wie man die Trappen fördern könnte. Man mĂŒsste nur neben den FĂŒchsen auch die Seeadler abschießen ;-)
(03.02.2016, 22:48)
WolfDrei:   ZurĂŒck noch zum Trappenschutz, speziell gegenĂŒber PrĂ€datoren:
Mit der Wende gab es wirklich eine extreme Bestandszunahme an FĂŒchsen, da die Jagd fast völlig ruhte. Danach wurden PrĂ€mien ausgegeben, z.T erhöht von 20 auf 200 DM /Fuchs. Zwischen 1993 und 2001 wurden im Havelluch 2 821 FĂŒchse geschossen! Seit 2009 intensive Bejagung. Auch vermehrt Einsatz von Lebendfallen. Dennoch hat sich die Nachwuchsrate nicht verbessert. Eine Ursache war die ab Anfang der Neunziger durchgefĂŒhrte Immunisierung der FĂŒches gegen Tollwut - speziell Marderhund - und WaschbĂ€rzahlen stiegen damit explosionsartig an. Zu den Verlusten an Gelegen: etwa 70% sind NachtjĂ€gern zuzuordnen, 20 % Rabenvögel.
In den Schutzgebieten wurden deshalb kleinere Bezirke fuchssicher eingefriedet , die auch von den Trappen angenommen werden. Zum Erfolg ĂŒber ca 15 Jahre wurden folgende relative Verbesserungen ermittelt: anfangs Bruterfolg wie 1 : 1 freie Natur zu EinfriedungsflĂ€che, ca 7 Jahre spĂ€ter 1 : 3, gegen 2005 wie 1 : 13. Die absoluten Zahlen sind leider fĂŒr das letztere Datum schlecht : 9 Bruterfolge zu 120 - siehe Zunahme der PrĂ€datoren. Noch ein Erfolg - aber fĂŒr eine andere Art! Zunahme der Seeadleranzahl. Ca 50% der Verluste an Jungvögeln gehen auf ihre Kappe!
Dann gibt es natĂŒrlich auch Menschen-gemachte Verschlechterung: exorbitante Ausdehnung der MaisflĂ€chen und im Fiener Bruch Errichtung eines Windparks - auf geschĂŒtzter FlĂ€che.!!! Und das noch vor der Euphorie der Wind-Verstromung!

(02.02.2016, 20:25)
Michael Mettler:   Angesichts des minimalen Anteils mĂ€nnlicher Saigas an der Population wĂ€re es ja fast einen Gedanken wert, in der Wurfsaison gezielt mĂ€nnliche KĂ€lber einzusammeln (rechtzeitig, bevor auch natĂŒrliche Feinde zugreifen), kĂŒnstlich aufzuziehen und unter streng geschĂŒtzten Bedingungen als Junggesellen-"NachfĂŒllherde" fĂŒr NotfĂ€lle bereit zu halten, wenn schon die Zucht in Gehegen nicht nachhaltig gelingen will...
(27.01.2016, 16:01)
Tim Meschke:   http://news.mongabay.com/2015/12/new-monkey-species-or-an-artificially-colored-monkey/
In dem Artikel wird erklĂ€rt und begrĂŒndet, warum der Goldkronenlangur (Presbytis johnaspinalli), letztes Jahr entdeckt, doch keine eigene Art ist und die goldfarbenen Körperteile gefĂ€rbt wurden, wie es auf den TiermĂ€rkten in Indonesien ĂŒblich zu sein scheint (man denke nur an die gefĂ€rbten KĂŒken und Kaninchen, auch Plumploris, Makaken und Schleichkatzen werden gefĂ€rbt). FĂŒr mich erscheint diese ErklĂ€rung durchaus plausibel. Man kann halt keine Art nur auf Grundlage von Fotos beschreiben. Auch der letztes Jahr entdeckte Weißwangenmakak (Macaca leucogenys) wurde nur anhand von Fotos beschrieben. Hier wĂŒrde ich eine Farbmutation sympatrisch lebender Arten nicht ausschließen.

Das mit den Geiern ist wirklich schade. Man kann nur hoffen, dass die Zoos sich jetzt stÀrker den genannten Arten annehmen und die Zucht ankurbeln. Auch bei den Saigas muss endlich eine gute Lösung gefunden werden.
(26.01.2016, 20:27)
WolfDrei:   @MM: Soweit ich mich entsinne, gab es da keine nĂ€here ErklĂ€rung. Da die Biblio. 5 Wochen nicht offen war, lag eine erkleckliche Literaturmenge vor, so ĂŒberflog ich Vieles.
Es könnte auch sein, dass es sich um Verluste in dem Zuchtzentrum handelte, da sicher die Personalsicherung nicht unbedingt in der Zeit gegeben war, auch könnte es sein, dass die JÀger in der Zeit andere Sorgen hatten. Ungeachtet dessen ist die Anzahl an NestrÀubern (ich meine Vierbeinige) weiter immens z. B. im Brandenburgischen gestiegen.
Werde nÀchsten Dienstag detaillierter lesen.
(26.01.2016, 20:24)
Michael Mettler:   Wieso konnten sich denn bei der Großtrappe gleich mehrere NestrĂ€uberarten ausgerechnet ab 1990 so sehr bemerkbar machen? Sind die dortigen JĂ€ger alle nach der Wende in den Westen umgezogen...? Oder haben sich nach dem Mauerfall womöglich zahlungskrĂ€ftige Eiersammler aus den alten LĂ€ndern ihren unschönen Anteil gesichert?
(26.01.2016, 18:51)
WolfDrei:   Aus ? Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz? (Band 23, 2015, Görlitz):

u. a. 40 Seiten ĂŒber die Großtrappe in Deutschland vom Ehepaar Litzbarski, das insbesondere den Schutz entscheidend in der DDR und spĂ€ter betrieben hat:
BestÀnde in Deutschland: 1940: 4 100; 1960: 1200; 1970: 1030; 1980: 557; 1990: 151; 1997: 56; 2000 72; 2010: 110; 2015: 197
Heute gibt es drei Vorkommenszentren: HavellÀndisches Luch (ca.75 Tiere); Bereich Belzig (55 ); Fiener Bruch (65)
Ab 1990 starke Verluste an Eiern und Jungvögeln durch FĂŒchse, WaschbĂ€ren und Marderhunden, auch Rabenvögeln, bei den Erwachsenen durch Seeadler; Notwendigkeit der Aufzucht in rĂ€ubersicheren eingefriedeten Anlagen einiger ha-GrĂ¶ĂŸe

Aus ?Die Vogelwelt? 135, Heft 3 (2015)
Stand von Großvögeln im polnischen Schlesien im Vergleich 1900 und 2004/05: Kraniche: 60 (1900) zu 300; Seeadler: 0 zu 81-103; Schwarzstörche: 10 zu 124

Ein Bericht aus dem Friedrich-Löffler-Institut bezĂŒglich der sogenannten ?Wildvogelthese? zur Einschleppung der Vogelgrippe: selbige These kann nicht bestĂ€tigt werden. Allerdings gab es im Krauskopfpelikanvorkommen im Donaudelta 86 Verluste

Aus ?Mittelungen der KleinsÀuger-Bundesarbeitsgruppe? Heft 3 (2015)
u.a.
- Entdeckung einer ?Schweineschnauzenspitzmaus? auf Sulawesi
- Bild einer neuen Makakenart aus ?SĂŒdtibet?: Weißwangenmakak, M. leucogenys

?Mitteilungen der ZGAP?, Heft 2 (2015)
u.a.:
Umwidmung der GefĂ€hrdung von Sperbergeier, WeißrĂŒckengeier, Wollkopfgeier und Kappengeier auf ?critically endangered? !!!!!!!

Anzahl von Bawean-Pustelschweinen (eigene Art) auf der nur 200 km 2 großen Insel: 250 - 500 Tiere

Stand der durch das ISB erfassten Bestandszahlen des in Vietnam ausgestorbenen Edwardfasans Ende 2014: 89.63, weltweit 94,66. Mit nicht registrierten Vögeln bei Privathaltungen ca 1000.
Beim Àhnlichen ?Vietnamfasan? 62,63.
Diskutiert wird die Schaffung einer Zuchtanlage in Vietnam

Zum Todeszug der Saiga im Schutzgebiet Betpak-Dala durch eine bakterielle Infektion (Pasteurella):
Gefunden wurden etwa 148 000 tote Tiere, ca 50% des gegenwÀrtigen Weltbestandes (seit 2002 als critically endangered eingeschÀtzt).
Eine Zuchtanlage in Elista/ Ural wuchs zunÀchst auf 90 Tiere, dann der Seuchenzug auch dort - Rest 4 Tiere.
Alle bisherigen ZuchtbemĂŒhungen waren ohne Erfolg auch unter geografisch Ă€hnlichen Bedingungen, gegenwĂ€rtig noch ein Bestand in Askania Nova zum 1.1.2015: 499 Saigas ohne nennenswerte Zunahme.
Eine Gefahr ist die selektive Wilddieberei auf die MĂ€nnchen, die z. T. nur noch ein Prozent der Gesamtzahl ausmachen
Die Anzahl der mongolischen Art wird auf 11 000 - 20 000 geschÀtzt (mehr als bisher angenommen)

Aus ?International Zoo News? 62/6 (Nov.-Dez. 015)
u.a. :
Die von mir schon zitierte ?Entdeckung? eines neuen Goldschopf?affens in Indonesien ist wahrscheinlich ein ?Betrug? - nicht des ?Beschreibers?: offensichtlich hat man einigen normalen Trachypithecus auratus-Schlankaffen die Haare gebleicht (?likely partially bleached?). Alle (11 Tiere) befanden sich auf einem Vogelmarkt.
Man denke dabei auch an die ?Entdeckung? eines ?Spindelhornrindes? vor Jahren in Vietnam: WÀrmebehandlung normaler Zebuhörner und Drehung in Spiralen

Forschungen zum Status des Borneoelefanten werden durch eine ?SOS Elephants Foundation? angeregt. Anzahl im nordöstlichen Teiles Borneos (Sabah): 2 000 Tiere

Aus Cincinnati ist das letzte dort geborene Sumatranashorn ?Harapan? (nunmehr 8 Jahre alt) im Oktober nach Sumatra geflogen worden. Im ?Sumatra Rhino Sanctuary? befindet sich schon Bruder Andalas, Vater eines vor kurzem geborenen MÀnnchens. Die Mutter ?Ratu? ist zum 2. Mal trÀchtig - Geburt ca Mai 2016. Dort gibt es mit Ratu drei Weibchen.

Der Prager Zoo bemĂŒht sich um Große Pandas

(26.01.2016, 17:31)
WolfDrei:   Aus "Papageien" 11/2015: Dem ACTP (Assoziation zur Rettung gefĂ€hrdeter Papageien in Schöneiche/ Brandenburg) ist es gelungen, aus Australien mit dem Segen der dortigen "Genehmiger" Braunkopfkakadus (Calyptorhynchus lathami) einzufĂŒhren.
(10.11.2015, 19:49)
WolfDrei:   Nun anbei ein Foto eines der neuentdeckten BlĂ€tteraffen aus dem IZN 414 (nicht IZW wie ich unten schrieb). Autor war ein gewisser Francesco Nardelli
(10.11.2015, 19:12)
WolfDrei:   Aus dem letzten "International Zoo News" (IZW, Nr. 414)
u.a.: Mitteilung ĂŒber die Entdeckung eines neuen BlĂ€tteraffen aus Indonesien. "Entdeckt" wurden sie (11 Exemplare , alle Altersgruppen) auf einem Vogelmarkt. "Goldkronen-BlĂ€tteraffe" Presbytis johnaspinalli nach dem GrĂŒnder der Privatzoos Howletts und Port Lympne. Alle Ex haben eine gold-gelbe Kapuze oder Kopfkrone bei ansonsten schwarzer GrundfĂ€rbung. Die Tiere stammen möglicherweise von der Insel Sumatra; der Autor will aber den genauen Fundort nicht mitteilen, um nicht illegalen FĂ€ngern einen Tipp zu geben.

Weiterhin: Das Skansen-Aquarium Stockholm hat Rautenkrokodile gezĂŒchtet und davon 10 Exemplare wieder nach Kuba geliefert .
Der Ranking-Spezialist Sheridan gibt eine Kurzfassung seiner EinschĂ€tzung europĂ€ischer Zoos fĂŒr 2014. U. a. Kategorie A (ĂŒber 1 Mio Besucher): Wien, Leipzig, ZĂŒrich; Kategorie B (mehr als 500 000): Rostock!, Frankfurt, MĂŒnster.
Kategorie "Ostzoos": Prag, Budapest, Breslau, etc. Unter den ersten 10 sind 5 tschechische Zoos (neben Prag Dvur, Pilsen,, Ostrava, Zlin-Lesna)
(04.11.2015, 22:38)
WolfDrei:   Aus einer japanischen Fachzeitschrift ( Mammal study, 40; Heft 3, Sept. 015)
Sikaunterarten Japans aus japanischer Sicht:
Hokkaido, Cervus nippon yesoensis
Honshu, Tsushima: C. n. centralis
Kyoshu, Shikoku, Goto, C. n. nippon
Insel Magashima, C. n. megashimae
Insel Yakushima, C. n. yakushimae (so groß wie ein Schweinshirsch, sah ich 1994 in Beijing)
4 Inseln des Riu-Kiu-Archipels (gemeiniglich Okinawa): C. n. keramae
Letztere werden als gefĂ€hrdet betrachtet, wurden jedoch nachweislich aus der Kagushima-Region der Großinsel Kyoshu um 1618 dorthin gebracht.
Die Arbeit befasst sich mit DNA -Untersuchungen, um die “genetische Reinheit” der 4 Inselpopulationen und den Herkunftsort zu klĂ€ren.

(28.10.2015, 08:22)
WolfDrei:   Regulus 4 / 2015 (Luxemburg): Man bereitet sich auf das erstmalige Erscheinen eines Wolfes in Luxemburg ĂŒber das Erstellen eines “Wolfsmanagement-Planes” vor, nachdem nunmehr in den Vogesen schon Jungtiere gesehen wurden und auch im Saarland ein Wolf auftauchte.

- aus dem Annual Report 2014 des Milwaukee County Zoos / USA: der Zoo wirkt mit bei der Rettung des Grand Cayman Leguans und des Jamaica Leguans. Ersterer existierte 2003 nur noch in 12 Exemplaren, gegenwÀrtig sind es in der Natur etwa 200 (man nehme nochmals mein Bild vom Besuch des Prager Zoos). Vom Jamaica Leguan wurden 2014 300 Jungtiere in einer Zuchtanlage gezogen. Der Zoo besitzt auch 2 relativ junge Schreikraniche, die 2013 und -14 Eier legten (ohne Bruterfolg). GegenwÀrtig gibt es in Zuchtanlagen und in der Natur wieder gegen 500 Vögel.

(20.10.2015, 17:19)
Tim Meschke:   Dieses Jahr wurde sogar eine neue Makakenart entdeckt: der Weißwangenmakak (Macaca leucogenys).
(14.10.2015, 15:54)
WolfDrei:   Regen den ganzen Tag, 5°C in Berlin. Sitze und Google und finde ( suchte natĂŒrlich etwas anderes) eine Überschrift: "A new living species of a large mammal: hello, Tapirus kabomani" in "Tetrapod zoology" von einem D. Naish (Dez. 2013). Die ErwĂ€hnung bezieht sich auf einen Artikel der "Entdecker", u.a Cozzuol und andere im "Journal of Mammalogy" Band 94, Seite 1331 von 2013. Diese aufsehenerregende Entdeckung sei nach dem Fund der Saola die nĂ€chste "Großentdeckung" - die jedoch weiter gesichert werden muss. Eine "Spezialgruppe" des IUCN will sich bis 2017 darum kĂŒmmern. Dieser Tapir soll der kleinste Tapir sein, hat eine etwas andere KopfausprĂ€gung, einen etwas anderen SchĂ€del. Seltsam ist allerdings fĂŒr mich ein seltsam zerrissenes Vorkommen: westlichstes Brasilien, etwas Kolumbien und Venezuela, aber auch ein StĂŒckchen an der AmazonasmĂŒndung und auch in Französisch -Guayana. Man findet drei Fotofallenbilder von 2 Tieren. Der Name wurde von einen Indianerstamm entlehnt. Die Entdeckung ist schon von Wikipedia aufgenommen.
Anfrage: ist das auch "BEI UNS" schon gemeldet worden?
Gleichzeitig fand ich eben von Marc van Roosmalen, der ja sehr umtriebig in Brasilien ist, in der Zeitschrift "Cryptozoonews" eine Bemerkung ĂŒber einen "Zwergtapir", Tapirus pygmaeus. Ob das identisch mit obigem ist, kann ich bisher nicht sagen.
Im HMW "Hoofed Mammals" von 2011 ist natĂŒrlich diese "vielleicht"- Entdeckung nicht erwĂ€hnt.
(14.10.2015, 15:09)
WolfDrei:   Jahresbericht Mulhouse: Geburt von RolowayMK und Sclater-Lemur (fast die einzigen weltweit 2014)
2014-Jahresbericht Ueno-Tokyo: ausgestellt werden 5,4 Fingertiere, 4 Koboldmakis; 4 Zwergflußpferde. "Richtige" WiederkĂ€uer fand ich fast gar nicht.
La Lettre da la SECAS (Paris )Die Menagerie hatte Schlupfe bei Kragen- und Zwergtrappen, weiterhin Nachzuchten bei Blauschaf, Markhor und Arkal.
Nach Ausbildung von Rangern und großflĂ€chigen Untersuchungen kann nach neueren Befunden die Anzahl des großen Bambuslemuren (Hapa-[Pro-]lemur simus) auf 1 000 hochgerechnet werden. Vor ca. 40 Jahren wurde schon sein Aussterben befĂŒrchtet.
Die Anzahl der Bonobos ist von ca. 100 000 (1980) auf jetzt 10-20 000 gesunken
(13.10.2015, 19:47)
Bryan Egli:   Soweit ich weiss, konnte man im letzen Jahr mit der Hilfe von Kamera-Fallen mindestens 58 verschiedene Tiere identifizieren, vielleicht sogar 61. Ich hoffe sehr dass die Population noch weiter steigt, dann hĂ€tte man aber frĂŒher oder spĂ€ter das Problem dass der Nationalpark zu voll wĂ€re. Deshalb wĂŒrde ich es begrĂŒssen wenn man bald ein paar Tiere fĂ€ngt und diese in Zuchtstationen bringt, wĂ€re extrem schade wenn ein Virus den Bestand wieder senken wĂŒrde.

Übrigens, spannender Bericht ĂŒber SĂŒdafrika, manchmal wundere ich mich schon, warum in Europa eigentlich so "wenige" Antilopen gehalten werden.
(10.09.2015, 19:24)
WolfDrei:   Javanashornachwuchs in Udjong Kulon: die "Berliner" berichtet, dass Fotofallen drei junge Javanashörner abbildeten , alle aus einem Jahr. Im Internet nachgeschaut, wird behauptet, "dass es nunmehr 60 Tiere geben wĂŒrde. Das sei eine Steigerung, da 2011 nur 35 existierten". Diese Rechnung mĂŒssten mir die Verantwortlichen dort aber erst nĂ€her erklĂ€ren. Trotzdem: ein Erfolg, wenn die erste Zahl stimmt.
(10.09.2015, 06:16)
WolfDrei:   Oh, war wohl zu nah!
(06.09.2015, 20:21)
WolfDrei:   dann etwas nĂ€her
(06.09.2015, 20:17)
WolfDrei:   Löwen waren nur aus der Ferne abzubilden
(06.09.2015, 20:14)
WolfDrei:   man wartete auf den Segen von oben
(06.09.2015, 20:11)
WolfDrei:   Nach einer schnellen Sichtung der Fotos nochmals die Leoparden: nach einer gewissen Weile erstieg ein Nachwuchstier das BĂ€umchen...unten wieder die FleckenhyĂ€nen..
(06.09.2015, 20:09)
WolfDrei:   Oh, fast vergessen: unsre eigene Gruppe: Hier Vervet-Meerkatze und dazu große Gruppen Tschakma-Paviane
(01.09.2015, 20:47)
WolfDrei:   Elefanten gab es in beiden NPÂŽs genĂŒgend, meistens mit vielen Jungtieren. Bei Impalas, Zebras und Gnus wurde kaum noch angehalten, Giraffen und Hippos (so ein Wasserloch existierte) sind mit Sicherheit zu sehen - weniger “richtige”Antilopen: Kudus öfter, Caamas kaum, Tsessebes nicht, gelegentlich Buschbock, Wasserbock, Nyala, Klippspringer. FĂŒr Steinböckchen und Steppenducker mußte ich den Ranger erst aktivieren - die GĂ€ste wollen natĂŒrlich die “FÜNF GROSSEN” sehen.
Dann noch gesehen: Buschbaby, Genette, afrikanische Zivette, Klippschliefer, Mangusten, Honigdachs, Buschhase .
Hier ein mĂ€nnliches “Steenböckchen”

(01.09.2015, 20:05)
WolfDrei:   Breitmaulnashörner wurden oft gesichtet, im Pilanesberg-NP sahen wir an einem Vormittag 12 Tiere. Leider geht das Abschlachten unvermindert weiter. Hier Mutter und Kalb - wie es sich fĂŒr diese Art gehört, geht das Kalb voran.

(01.09.2015, 20:03)
WolfDrei:   KaffernbĂŒffel wurden nicht so oft gesehen: eine Herde von ca. 100 Tieren, die sich leider beim Fressen nicht stören ließen. Dann drei Altbullen .

(01.09.2015, 20:00)
WolfDrei:   Am letzten Tag dann in einer Wasser-Abflußröhre unter einem Weg in 3 m Entfernung eine HyĂ€nenfamilie mit 2 Jungtieren. Große Liebe zueinander - außer mit dem Vater! Der wollte seine Ruhe haben.

(01.09.2015, 19:57)
WolfDrei:   Auch mit sehr viel GlĂŒck: ein Gepard.

(01.09.2015, 19:55)
WolfDrei:   Eines der fast erwachsenen Jungtiere
(01.09.2015, 19:51)
WolfDrei:   Einige Fotoimpressionen zum KrĂŒger-NP. Effektiv 3,5 Tage in Skukuza, einem der Hauptcamps, Zeltunterbringung (im Pilanesberg NP morgens 4°C). 5 3-Stundenfahrten mit einem ausgebildeten Ranger zwischen 6 (es war saukalt auf der Fahrt) und 9 Uhr bzw. zwischen 15 und 18 Uhr; eine Nachtfahrt bis 20 Uhr und ein “morning walk” zu Fuß mit zwei Rangern. Der Organisator “Outlook Safaris” hatte im lockeren Tages-Wechsel zwischen 4 und 10 Teilnehmer aus aller Welt (USA, Kanada, Hongkong, Deutschland, Österreich, “SĂŒdostasien“, DĂ€nemark, UK), so dass in der Regel auf dem Safariwagen (12 PlĂ€tze) genĂŒgend Platz zum Foto-“Ortswechsel” war.

GlĂŒck muß man haben - das betraf speziell die Leoparden. 3 Tiere ( Mutter mit erwachsenen Jungen): Mutter auf dem Baum mit dem “Kill” (Impala), unten 5 auf herunterfallende Reste wartende HyĂ€nen. SpĂ€ter noch 2 Leoparden in Entfernung. Bei der tollsten Löwenfindung war ich leider auf dem Marsch: 20 Löwen, davon eine Gruppe mit Jungtieren in 20 m Entfernung - das hatten selbst die Ranger noch nicht auf einer Fahrt von 3 Stunden gesehen. “Meine” Löwen hielten sich in ca 50m Entfernung dezent zurĂŒck.

(01.09.2015, 19:47)
Tim Meschke:   So schnell kann das leider gehen. Und da ist es doppelt schade, dass die Zoos, abgesehen vom GĂ€nsegeier und Bartgeier, sich eher stiefmĂŒtterlich um die Geierzucht kĂŒmmern. Ohrengeier und Fahlgeier gibt es sogar gar nicht mehr in deutschen Zoos.
(20.08.2015, 07:08)
Michael Mettler:   Laut aktueller Ausgabe der ZOOQUARIA steht es mittlerweile nicht nur in Asien und Europa schlecht um Geier, sondern auch in Afrika sind drastische PopulationsrĂŒckgĂ€nge zu beklagen. Ursachen sind die Verwendung der fĂŒr die Vögel tödlichen Tierarznei Diclofenac bei Rindern und das Vergiften von Viehkadavern durch Farmer, die dadurch Raubtiere kurz halten wollen. Dazu kommt allerdings noch die sich immer mehr ausbreitende Praxis von Elefanten- und Nashornwilderern, Kadaver der gewilderten Tiere ebenfalls zu vergiften, damit WildhĂŒter nicht durch kreisende Geier auf ihre AktivitĂ€ten aufmerksam gemacht werden.

Laut SchĂ€tzungen sind die BestĂ€nde von Schmutz-, WeißrĂŒcken-, Sperber-, Fahl- und Wollkopfgeier innerhalb von drei Generationen um 90% oder mehr (!) zurĂŒckgegangen, womit die Arten in die IUCN-Katagorie "Critically endangered" fallen wĂŒrden. Bei Kappen-, Ohren- und afrikanischem Bartgeier sind die RĂŒckgangsraten mit geschĂ€tzten 70 bis 83% nur wenig niedriger. SpĂ€te Geschlechtsreife und die von Natur aus niedrige Vermehrungsrate erschweren zudem die Erholung von BestĂ€nden.
http://www.eaza.net/assets/Uploads/Zooquaria/ZQIssues/Zooquaria-90-LR.pdf

(19.08.2015, 06:26)
WolfDrei:   Noch eine Literaturnachlese:
- aus “Acta Theriologica Sinica “ (2001). Dschiggetai-Anzahl in der Inneren Mongolei: 11 400
Sichuan-Sika: 630-680

- aus “Mammalia” 1998. Anzahl von Muntiacus crinifrons (Schopf - auch Schwarzmuntjak) in China: 5- 6000
(Bild aus Peking 1994 anbei)

- aus “RudolstĂ€dter Naturhistorische Schriften” 2014:
Besuch der Lord Howe Insel (östliches Australien)
Die dortige Waldralle auf dieser biogeografisch interessanten Miniinsel war durch Besiedlung von
Wanderratten fast ausgerottet worden. Nach entsprechenden Ausrottungskampagnien gab es 1970
noch 20 Tiere, jetzt etwa 215

- “Tokyo Zoological Park Society” 2015. Seit 2011 gibt es ein EisbĂ€renprojekt japanischer Zoos u.a.
mit Austausch von Partnern. Bisheriges Resultat: 10 Geburten

Vielleicht irritiert, dass ich immer noch ĂŒber eingehende Literatur aus der Biblio des TP berichte.
Ca. 300 Paletten mit BĂŒchern, noch lĂ€ngst nicht der Gesamtbestand, warten auf ihr Schicksal, weiterhin kommen aber Hefte und BĂŒcher an, wenn auch minimal verglichen mit EingĂ€ngen von vor 30 Jahren . Zum Großteil sind dies - wie die obigen Zitate zeigen - “weniger bedeutende” Auflagen, auch japanische und chinesische Ausgaben ohne Englisch-Abstracts sind darunter. Relativ stabil sind EingĂ€nge deutscher Reptilien-, Vögel- und auch SĂ€ugetierhefte (u.a. SĂ€ugetierkundliche Mitteilungen, Rodentia), auch regionale Museumshefte, zum GlĂŒck auch einige internationale: WAZA- und EAZA-Mitteilungen, IZW und einige noch existierende deutsche Zoozeitschriften (u.a. Kölner Zoo, Hannover, Wilhelma, Manati ).

(19.07.2015, 11:55)
Michael Mettler:   Laut hannoverscher JAMBO! hat die IUCN die Thomsongazelle von "nicht gefĂ€hrdet" in "potenziell gefĂ€hrdet" hochgestuft, nachdem die BestĂ€nde in den einzelnen Verbreitungsgebieten seit den 70-er Jahren um bis zu 70% zurĂŒckgegangen sind (auch in Schutzgebieten).
(19.07.2015, 09:04)
WolfDrei:   Anbei der Rekord-Mufflonbock. Es soll kein Hybrid sein!
(17.07.2015, 15:43)
WolfDrei:   Thema gemischt mit Zoonachrichten:
6 Wochen war die Biblio geschlossen durch Krankheit, also ein gewisser Auflauf - selbst in 4 Regenstunden war nur ein Überblick möglich. Einige AuszĂŒge:

“Unsere Jagd” heft 7 / 015: im Zwickauer Stadtwald (410ha) wurde ein schon lange beobachteter Mufflonwidder mit riesiger Schnecke tot gefunden, von dem auch ĂŒber Jahre Fotos gemacht wurden, oft in Begleitung auch nicht gerade schwacher Böcke. rechte Seite: 122 cm, linke Seite 125 cm. Aus einem mir nicht einsichtbaren Grunde gilt er als abnorm und kommt nicht in die “Weltrekordliste”, Bild anbei.
ZusÀtzlich macht man sich Sorgen um die Existenz der Mufflons, da selbige zu einer bevorzugten Beute der Wölfe gehören.

“FagelwĂ€rld” 3 / 015 /Schweden): Schweden trĂ€gt ein Projekt, Trappen einzufĂŒhren. Zu diesem Thema schreibt die “VZE Vogelwelt“, dass in Deutschland die Zahl der freien Trappen jetzt die 200 ĂŒbersteigt.

“Flora und Fauna” 1 und 2 / 2015 (DĂ€nemark): DĂ€nemark hat zur Zeit zwischen 012 und 014 19 WolfsrĂŒden und 4 weibliche Wölfe. 40% der Beute sind Rehe.

“Manati” NĂŒrnberg : wichtige Geburten Okt. 014 - MĂ€rz 015: 0,3 Mishmis; 0,1 EisbĂ€r; 1 Buntmarder; 0,2 Prinz-Alfred-Hirsch

IZN Mai/Juni 015: u.a. zur Situation von Sumatra-und Javanashorn in Indonesien
-Sumatranashorn: Populationen gibt es im Way-Kambas NP. Bukit Barisan Selatan NP und im Gunung Leuser NP. FĂŒr den Way-Kambas NP (wohl die einzige zunehmende Gruppe ) werden 35 Tiere angenommen, aus Fotofallen-Aufnahmen lĂ€ssen sich als Ergebnis fĂŒr 2013 ca 7 KĂ€lber annehmen.
Im Rhino-Sanctuary Way Kambas gibt es nach der Geburt eines Bullen vor 2 Jahren jetzt 2,3. Man möchte auch den letzten Sumatrabullen aus den USA - den dort geborenen Harapan - haben.
- Javanashorn: im Ujong Kulon NP wurden nach Fotos aus Fotofallen 2011 etwa 35-44 Tiere angenommen.
Die Erhöhung der Fotofallenanzahl ergibt fĂŒr 2013 eine SchĂ€tzung von etwa 23 Bullen und 25 KĂŒhen. Eine neuere Auswertung der Bilder kam sogar auf eine Summe von 58 -61 Tiere. Im Grenzbereich wurde eine Erweiterung des Schutzgebietes um 5 000 ha vorgenommen nach Umsiedlung von Bauern und Rodung von invasiven Areca-Palmen. Bisher wird das Erweiterungsgebiet wenig von Nashörnern besucht (2-10 Tiere). Nashörner wurde ĂŒber lange Zeit nicht gewildert, allerdings kann das von Vögeln nicht gesagt werden.
- von P. de Chabannes werden interessante TierbestÀnde von zoologischen Institutionen in und rund um Manila /Philippinen mitgeteilt.
- Die Ursachen des Einbruches des Saigabestandes in Kasachstan sind weiterhin unklar. Angenommen wird, dass naßkaltes Wetter zu einer SchwĂ€chung des Immunsystems gegen eine noch unbekannte bakterielle oder virale Ursache zu dieser dramatischen Abnahme um 120 000 Tiere fĂŒhrte. Zum GlĂŒck sind Saigas in der Lage, Verluste schnell auszugleichen. Anzahl 1993 mehr als 1 Million;
2003 20 000; 2014 250 000 Tiere

- Am 6.7. Starb eine Dresdener Persönlichkeit: Max, das Leistenkrokodil, an Lungenproblemen, im Brandeshaus . Max lebte 57 Jahre im Dresdener Zoo und wurde etwa 60 Jahre alt.


(17.07.2015, 15:36)
Gudrun Bardowicks:   Sehr traurig. Ich hoffe, dass man sich jetzt doch stĂ€rker als bisher bemĂŒht, wieder eine gute Zoopopulation von Saigas aufzubauen damit man notfalls eine Reservepopulation in Gefangenschaft besitzt. FrĂŒher waren Saigas ja gar nicht so selten in Zoos.
(05.07.2015, 00:52)
Michael Mettler:   Innerhalb von nur zwei Wochen sind in Kasachstan 134.000 Saigas verendet, was der HĂ€lfte des Weltbestandes entsprechen soll:
http://www.theguardian.com/science/animal-magic/2015/jun/12/134000-saiga-antelope-dead-in-two-weeks-what-is-the-probable-cause
(04.07.2015, 23:56)
Sacha:   Was fĂŒr eine traurige Nachricht!
Herzliches Beileid an die Hinterbliebenen

Schliesse mich meinen Vorschreibern an: Ein grosser Verlust fĂŒr den Artenschutz, fĂŒr die Wissenschaft und auch fĂŒr das Forum hier. Habe seine BeitrĂ€ge immer geschĂ€tzt. Er war auch immer sehr hilfsbereit, wenn man ihn direkt kontaktiert hat. Leider war es mir nicht vergönnt, ihn persönlich - von Angesicht zu Angesicht - kennenzulernen.
(24.06.2015, 08:06)
Holger Wientjes:   Ja, das habe ich schon unmittelbar nach seinem Tod erfahren ! Tut mir leid, dass ich das nicht schon selbst hier zeitiger mitgeteilt habe ! Ist ein grosser Verlust fĂŒr die Menschen die ihn kannten und fĂŒr den Arten- und Naturschutz, daher ist die Mitteilung hier sicherlich nicht verkehrt !!
(23.06.2015, 22:40)
zollifreund:   gerade habe ich eine sehr traurige Nachricht gelesen: Ralf Sommerlad ist am 11.06.15 verstorben, er wurde 62 Jahre alt.
Da er seit Jahren ein KĂ€mpfer fĂŒr den Artenschutz, insbesondere fĂŒr Krokodile war, passt die Meldung sicher am besten in diesen Thread. Einige werden ihn sicher auch durch seine Arbeit in Köln und bei Hagenbeck gekannt haben oder seine immer sehr informativen und kritische BeitrĂ€ge (tw. auch hier im Forum) gelesen haben. Ich habe seine BeitrĂ€ge immer sehr geschĂ€tzt.

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Ralf-Sommerlad-ist-im-Alter-von-62-Jahren-gestorben;art675,1446113
(23.06.2015, 22:19)
WolfDrei:   Und hier gleich eine Pressemitteilung aus Dvur und Ol Pejeta - sieht nicht gut aus!

"Despite concerns over age and physical condition, the three rhinos were successfully anaesthetised. Examinations of the two females showed that neither is capable of natural reproduction. Sadly, the younger rhino Fatu has degenerative lesions in the uterus, but there is still hope that her mother, Najin, could conceive. Her reproductive organs are in good health, but her weak hind legs make it difficult for her to support a mounted male, and could also cause complications during the added weight of pregnancy. Samples from the male, Sudan, showed a low sperm count, with low motility and some morphological abnormality. This does not rule out using his sperm for in vitro fertilisation however".
(19.06.2015, 12:44)
WolfDrei:   Letzte AuszĂŒge aus "leszoosdanslemonde", dieses Mal aus dem Forum, Unterthema "Conservation".

- Die letzte ZĂ€hlung des Bengaltigers in Indien zum Januar 2015 ergab 2216 Tiere gegenĂŒber 1411 im Jahr 2006
- aus San Diego gingen mittlerweile 2,2 Kalifornische Kondore in den Zoo von Mexiko-City. Die anzunehmenden Nachwuchstiere sollen dann ausgewildert werden.
- Über (und von) Abu Dhabi sollen im Tschad zunĂ€chst 100 SĂ€belantilopen ausgewildert werden. Man sucht geeignete Orte.
Die SĂ€belantilope ist etwa um 1994 im Freiland ausgerottet worden.
- die ZĂ€hlung des Mindoro-ZwergbĂŒffels (Tamarao) ergab 382 Tiere (2014) gegenĂŒber 345 (2013)
- nachdem in Ol Pejeta (Kenia) der vorletzte Bulle Suni der nördlichen Breitmaulnashörner gestorben ist, will man einen sĂŒdlichen Bullen hinzusetzten und VerdrĂ€ngungszucht machen - oder kĂŒnstliche Besamung etc. Von einem verstorbenen Tier in San Diego hat man Körpergewebe eingefroren. Damit dĂŒrften noch etwa 6 Tiere leben, davon 3 zuchtfĂ€hige Tiere aus Dvur Kralove in Ol Pejeta.
(19.06.2015, 12:34)
WolfDrei:   Da ich möglicherweise die Möglichkeit habe, bei einem Flug einen ausreichenden Zwischenaufenthalt in Dubai (Emirate ) zu haben, um in Sharjah "vorbei zu sehen", habe ich etwas bezĂŒglich des arabischen Leopards gegoogelt. Im “Breeding Centre of Endangered Arabian Wildlife” Sharjah hatte ich vor 6 Jahren die Möglichkeit , dort Aufnahmen zu machen. GegenwĂ€rtig (so 2009 - 11) gibt es 74 Tiere (42,32,3) nur in arabischen Haltungen, mit Schwerpunkt Sharjah. Dort wurden bisher 38 Tiere geboren. Freibestand etwa 200 Tiere in sehr zerrissenem Gebiet. Es gab (gibt) 19 wildgefangene Tiere, 14 wurden zum Founder. Der arabische Leopard ist etwas kleiner als der “normale”, dazu relativ hell gefĂ€rbt und Ă€ußerst attraktiv.
(nachzulesen ĂŒber google: Budd and Leus, 2011, in “Zoology in the Middle East”, Suplement)

Aus anderen Ausgaben zu TierbestÀnden auf der arabischen Halbinsel: Caracal:
10 000; arab. Wolf: 2 500; StreifenhyÀne: 2 500

(14.05.2015, 15:41)
WolfDrei:   Aus dem “International Zoo News”, MĂ€rz-April 2015

- 110 Schnabelbrustschildkröten (Aristochelys yniphora) aus der Zuchtstation auf Madagascar wurden in der Westregion freigesetzt. Vor ca 30 Jahren gehörte sie zu den gefÀhrdetsten Tieren. Vor Jahren wurde sie auch dadurch bekannt, dass Diebe die gesamte Brut gestohlen hatten.

- mexikanischer Wolf ( Canis lupus baileyi) in Arizona und New Mexico: 2010: ca 50 Tiere; 2013 83 und 2014 109 Tiere in 14 Gruppen, 38 Junge

- 2014 wurden in Afrika 20 000 Elefanten und 1 300 Rhinos gewildert

“Papageien” vom April:

Der Bestand der Spix-Aras hat die 100-Grenze ĂŒberschritten. Bisher 6 Jungtiere in Al Wabra und 4 im ACTP

(13.05.2015, 12:56)
WolfDrei:   Aus der heutigen Magazinbeilage der "Berliner Zeitung": Der "VereĂ­n zur Erhaltung bedrohter Papageien" (ACTP)gibt bekannt , dass dort bereits 4 Spix - Aras in diesem Jahr geschlĂŒpft sind. Woanders las ich, dass das Bestreben dahin geht, in "nĂ€chster Zeit" auf 150 Tiere aufstocken zu können - davon die HĂ€lfte dann im Besitz des brasilianischen Staate. GegenwĂ€rtig betrĂ€gt aber die Zunahme erst ca. 5-7 Jungvögel pro Jahr. Gesamzbestand gegenwĂ€rtig ca. 90 Vögel.
Der Spix-Ara ist in der Natur ausgerottet worden.
(11.04.2015, 10:14)
Michael Mettler:   Letzte Woche lief im TV eine relativ neue Doku ĂŒber den Kaukasus und die angrenzenden Ebenen, da wurden u.a. auch Saigas gezeigt. Im Kommentar dazu hieß es, dass der Anteil der mĂ€nnlichen Tiere durch die Bejagung auf gerade mal 5% des Bestandes geschrumpft sei.
(12.03.2015, 11:47)
WolfDrei:   Aus der Zeitung der Humboldt-UniversitĂ€t: “ Der Wolf als Gewinner der Wende“.
Forscher aus Deutschland (Biogeografen der Humboldt-Uni), den USA und aus Rußland haben eine Auswertung der Entwicklung des Großtierbestandes Rußlands zwischen 1981 und 2010 gemacht. Von Vorteil war, dass das jĂ€hrliche Tier-Monitoring der alten Sowjetunion auch nach den politischen VerĂ€nderungen (wenn auch mit geringeren Mitteln) fortgesetzt werden konnte. Unklar blieb mir nur, ob es sich bei der EinschĂ€tzung um die alten LĂ€ndergrenzen der Sowjetunion oder des “neuen” Rußlands handelt.
Betrachtet wurden die Populationen von: BraunbĂ€r, Elch, Luchs, Reh, “Rothirsch”, Rentier, Wildschwein und Wolf.
Unmittelbar nach den politischen VerĂ€nderungen sank zunĂ€chst der Bestand zum Teil rapide (erinnert sei hier an die nicht aufgefĂŒhrten Amurtiger und speziell die Saigas). Ursachen u. a. war die fehlende staatliche Kontrolle, Wilddieberei (durch Armut und schwungvollen Handel u.a. mit Saigagehörn), Überjagung, fehlende staatlich Gelder. WĂ€hrend anfangs noch (bis Mitte der Achtziger) noch ein leichtes Anwachsen der Populationen bemerkbar war, sind zwischen 1991 und 1995 die Bestandszahlen drastisch zurĂŒckgegangen mit Ausnahme von einer Art (welche?). BraunbĂ€ren UM 20 %, Wildschwein UM 50%. Aber: die Wolfszahl stieg UM 150%.(Keine AbschußprĂ€mien mehr)
Nach gewisser wirtschaftlicher Konsolidierung gibt es ab 2000 wieder eine Zunahme zum Teil auf oder ĂŒber das Niveau der Achtziger (gilt begrenzt auch fĂŒr die Saga - mit Ausnehme der mĂ€nnlichen Tiere und den Amurtiger). GeschĂ€tzte Ursachen: Stilllegung von Acker- und WeideflĂ€chen, Umsiedlung der Landbevölkerung in die StĂ€dte. Nur der Luchs hat sich bisher nicht erholt
Fazit ”Die Studie zeigt, dass spezielle Schutzbestimmungen in Zeiten von UmbrĂŒchen mitbedacht werden sollten”. Schön wĂ€r es ja!
Ps: Die Überschrift gilt ja auch fĂŒr Deutschland - deshalb blieben meine Augen zunĂ€chst da hĂ€ngen.

(12.03.2015, 09:07)
WolfDrei:   Nanu, sind alle Zoos bei den mickrigen Minusgraden geschlossen????
Oder WeihnachtseinkÀufe?

Einige Zahlen bezĂŒglich der Robbenartigen aus "Mammalia" - wenn auch etwas Ă€ltlich:
Ostsee-Seehund: ca 5 500; Ladogaseehund: 5 500; Saimaseehund: 200 !
Ostseekegelrobbe: 5 300
Mönchsrobbe: 215 - 400. An dem Hauptort des Vorkommens (Mauretanien, Cap Blanc) gab es in den letzten 2 Dezennien 2 VirusseuchenzĂŒge mit ca 40 % Verlust des Nachwuchse. Auf den Desertas vor Madeira leben 20 Tiere
(30.11.2014, 12:14)
Gudrun Bardowicks:   Sehr erfreuliche Zahlen. Dann besteht ja tatsĂ€chlich eine reelle Chance, dass der Pardelluchs durch Auswilderungsprojekte in der freien Wildbahn auch in Zukunft ĂŒberleben kann.
(12.11.2014, 23:44)
WolfDrei:   Könnte sogar stimmen: in "jungle world" von 2013 fand ich soeben folgenden Ausschnitt:

"Als im MĂ€rz 2005 in der Aufzuchtstation El Acebuche im Nationalpark Coto de Doñana die ersten drei Luchsbabys zur Welt kamen, war das nicht nur der erste Zuchterfolg unter menschlicher Betreuung, sondern auch ein Zeichen dafĂŒr, dass es gelingen könnte, die Katzenpopulation durch Zucht und anschließende Auswilderung so weit aufzubauen, dass sie irgendwann wieder auf eigenen FĂŒĂŸen schleichen kann. Dabei hat sich die Nachzucht mit ĂŒber 90 Jungtieren in den vier Aufzuchtstationen seit 2005 so erfolgreich entwickelt, dass mittlerweile darĂŒber nachgedacht wird, Luchse auch in bisher unbesiedelten geeigneten Gebieten in Portugal und Spanien auszuwildern, damit die Katzen dort neue Populationen grĂŒnden können".

Es handelt sich um das am stĂ€rkten unterstĂŒtze Schutzprojekt : 28 Mio Euro!
(12.11.2014, 18:28)
Michael Gradowski:   Wow, wirklich erstaunlich und vor allem sehr erfreulich!

Übrigens auch eine Art, die ich mir gut im TP Berlin vorstellen kann :-)
(12.11.2014, 18:18)
WolfDrei:   BezĂŒglich des Pardelluchses der Iberischen Halbinsel fand ich interessante Geburtenzahlen in "Zoo Biology", einem Organ der EAZA, im Sept.-Okt.-Heft 2014 interessante Geburtenzahlen von 2014 in der Zuchtstation von El Acebuche. Ausgehend von ca. 30 Founder-Tieren von etwa 2000 wurden mit deren Nachwuchstieren 2014 fast 100 Jungluchse(!!!) geboren, wĂ€hrend es 2008 nur 10 waren. Muß ich nochmals nachĂŒbersetzen - Schwerpunkt der Arbeit war der Vergleich der Gewichtsentwicklung von Jungluchsen bei Mutter -und kĂŒnstlicher Aufzucht.
(12.11.2014, 18:13)
WolfDrei:   In "Mammalian Biology" (habe dummerweise nicht die Erscheinungszeit abgeschrieben - das Heft war neu) fand ich von iranischen Wissenschaftlern eine Arbeit zur AbklĂ€rung der "Nah-Ost-Leoparden"., dazu auch eine Vorkommenskarte. Es ging eigentlich um die Einbeziehung von u.a. tulliana und ciscaucasica in die UA saxicolor. Einige Bestands-Daten aus der Karte wĂŒrde ich anzweifeln - so sollen wohl in "Westanatolien" (hoher Taurus) schon seit 1975 keine Leoparden mehr leben, gegebenenfalls noch um Adana. Angegeben werden fĂŒr den Bereich saxicolor ("persischer" L.) und nimr (arabischer L.) 800 - 1200 Leoparden, davon ca. 80 % im Iran. FĂŒr nimr werden fĂŒr den Jemen 25-30, fĂŒr Israel 5-10 angenommen. Ca. 80 Tiere leben in Gefangenschaft, speziell in der Zuchtanlage von Sharjya (VAE)
Auf der Karte sind die Restvorkommen gestrichelt dargestellt.
(05.11.2014, 17:18)
Sacha:   Das Problem ist, dass bei solchen Gutachten und GesetzesentwĂŒrfen auch Tierrechtler, Lobbyisten der landwirtschaftlichen Tierhaltung, Hundefreunde und Politiker mit Profilierungsneurose mitreden dĂŒrfen.

Gerade von den Tierrechtlern wird dann immer gerne darauf hingewiesen, dass dies ja zu einer Demokratie gehören wĂŒrde.

Demzufolge wĂ€re es also auch demokratisch, wenn auch medizinisch interessierte Laien ĂŒber die Zulassung neuer Medikamente (es könnte ja auch sie treffen) mitreden können. Oder Modelleisenbahner bei der EinfĂŒhrung neuer Loktypen fĂŒr die DB.

Ich bin grundsĂ€tzlich fĂŒr Haltungsverbesserungen in Zoos und Aquarien. Aber die Grundlagen dafĂŒr sollten Zoodirektoren in Zusammenarbeit mit Freilandforschern von anerkannten Hochschulen erstellen (und Kompromisse finden) und sonst niemand.
(04.11.2014, 11:50)
Hannes LĂŒke:   In den Niederlanden gibt es meines wissens nach eine ziemlich lĂ€cherliche Positivliste unter der z.B. das Frettchen verboten ist
(04.11.2014, 11:00)
Michael Mettler:   Ich finde es immer wieder erschreckend, mit welch geringem Sachverstand Entscheider irgendwelche Regulierungsmaßnahmen festlegen wollen. Das hier vielfach diskutierte neue SĂ€ugetiergutachten ist z.B. tatsĂ€chlich mit "SĂ€ugetiere" ĂŒberschrieben, nicht mit "WildsĂ€ugetiere". GrundsĂ€tzlich mĂŒssten die regelungen demnach auch fĂŒr domestizierte SĂ€ugetiere gelten, und tatsĂ€chlich gibt das Gutachten z.B. heizbare InnenrĂ€ume fĂŒr afrikanische Rinderrassen und asiatische mit Ausnahme des Yaks vor. Damit mĂŒssten z.B. Kaukasuszebus (da Asiaten) einen heizbaren Stall bekommen, ebenso Rinder aus Marokko, wĂ€hrend ein sĂŒdspanisches oder griechisches Rind trotz gleicher Klimazone ohne einen solchen auskommen dĂŒrfte. Einbezogen ins Gutachten sind auch Gayal, WasserbĂŒffel, Lama, Alpaka usw., wĂ€hrend Hausziegen und -schafe (von denen es bekanntlich nicht wenige Rassen tropischen Ursprungs in Zoos und bei Privathaltern gibt) keine ErwĂ€hnung und damit keine Regulierung finden. Somit wird z.B. ein Zwergzebu im Gutachten wie ein Wildtier behandelt, eine HĂ€ngeohrziege jedoch nicht.

Das ist ĂŒbrigens keine deutsche SpezialitĂ€t. Etwa Ende der 80er, Anfangs der 90er Jahre gab es in den Niederlanden einen Gesetzes(?)entwurf, der die private Haltung von WildsĂ€ugetieren bis auf ein paar Ausnahmen (Positivliste) untersagen wollte. Nach dieser Positivliste wĂ€re dann die Haltung Asiatischer Streifenhörnchen, die als Heimtiere in NL weit verbreitet waren, kĂŒnftig verboten gewesen, die Haltung amerikanischer Chipmunks (von denen es seinerzeit keine in NL gab) jedoch erlaubt. Es kommt aber noch besser: Im Originaltext wurde damals darauf hingewiesen, dass domestizierte Tiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, HĂŒhner (!!!) usw. nicht unter das SĂ€ugetierverbot fallen wĂŒrden...

Erstaunlich ist auch immer wieder, welche SachverstĂ€ndige Feuerwehren bei Fundtieren konsultieren. Allein aus der hannoverschen Tagespresse sind mir FĂ€lle in Erinnerung, in denen eine vermeintliche Giftschlange durch einen herbeigerufenen Förster als Kornnatter bestimmt und dann in einem nahegelegenen Moorgebiet "wiederausgewildert" wurde oder wo ein konsultierter "Fachmann" eine ebenfalls aufgegriffene Schlange auf den ersten Blick als Kornnatter "erkannte", die auf dem zugehörigen Pressefoto von Feuerwehrmann mit Schlange fĂŒr den wirklichen Kenner aber eindeutig eine Taiwan-Schmucknatter zeigte (und diese beiden Arten kann man nicht mal farblich verwechseln). Wiederausgewildert wurden auch schon aufgegriffene Frettchen - da fragt man sich, warum nicht auch ausgesetzte Dackel (immerhin fĂŒr einen vergleichbaren Zweck gezĂŒchtete Tiere) in einen geeigneten Lebensraum verbracht werden...
(04.11.2014, 10:43)
Hannes LĂŒke:   Bitte verzeiht die schlechte Rechtschreibung und Grammatik. Meine FrĂŒhstĂŒckspause ist kurz :-D
(04.11.2014, 10:15)
Hannes LĂŒke:   Also in Deutschland regelt sowohl das Finanzamt (jĂ€hrlicher Gewinn) als auch das VetereniĂ€ramt (öffentlicher Zugang, anzahl gehaltener Zuchttiere bzw jĂ€hrlicher Jungtiere bzw Umsatz) wer gewerblich ist oder nicht. Als gewerblicher muss man in Deutschland auch die Sachkunde nach §11 Tierschutzgesetz nachweisen von daher gibt es keine fließenden ÜbergĂ€nge. Mein Highlight im Gefahrentiergesetz sind die Komodowarane.
Was die Ungleichbehandlung angeht:
Das Gefahrentiergesetz schlÀgt in der "Szene" vielen sehr sauer auf. Viele Vereine wie z.B. die DGHT fordern seit Jahren brauchbare Regulierungen zu Importen, Sachkunde etc.
Leider finden die Sachkundigen Vereinigungen kein gehör im Landtag. Nun soll es zu einem Totalverbot kommen. Es gab bislang jedoch kein TodesfĂ€lle (im Gegensatz zu den jĂ€hrlichen, zahlreichen TodesfĂ€llen mit Hunden und Pferden, von Dingen wie HĂ€ndeschĂŒtteln oder Autos ganz zu schweigen) und die angeblich gestiegene Zahl der EinsĂ€tze von Polizei und Feuerwehr wahr mit Ausnahme von EinzelfĂ€llen heimischen Tieren oder nicht unter das Gesetz fallenden Arten wie Kornnatter oder Königspython geschuldet. Bislang wurde in NRW auch noch kein 3. durch eines der Gefahrentiere verletzt.
LĂ€cherlich ist ebenso die Meldepflicht fĂŒr Riesenschlangen da diese bereits allesamt durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschĂŒtz und somit Meldepflichtig sind. Ein Verbot von Schnapp und Geierschildkröten ebenso da die Haltung der Tiere lĂ€ngst bundesweit verboten ist(was viele Sachkundige wie die DGHT oder die Reptilienauffangsation MĂŒnchen anprangern)

Online findet man leider keine klaren Aussagen welche Version nun aktuell ist. Mal gibt es Formuliereungen in denen Canis Lupus und Canis Lupus Dingo verboten werden, was bedeuten wĂŒrde man dĂŒrfte nur Dingo und Eurasischer Wolf nicht halten, alle anderen UA inkl Haushund schon. Mal heißt es Canis Lupus und alle UA was den Haushund einschließen wĂŒrde.

Bei den Katzen wurde in einigen Fassungen der Gepard schlicht und ergreifend vergessen (Alle Arten von Panthera und Puma Concolor)

Solche ungereimtheiten ziehen sich quer durch das sinnlose Verbot.
Auch kann man sich fragen wo all die Kaimane, Riesenschlangen ĂŒber 2m (was unfassbar viele ungefĂ€hrlich Arten sind)und großwĂŒchsigen Echsen hin sollen. Affenarten wie Berberaffe, Pavian und Rhesunsaffe sind bsolute LadenhĂŒter und schon von Zoo zu Zoo kaum unterzubringen, wo sollen die verbotenen Tiere hin.
Was ist wenn wir in eine Sitaution wie bei der Schnappschildkröte kommen und die schwarzen Schafe gegen die es eigentlich geht Ihre Tiere einfach frei lassen? So ne Kobra ist eine Sache aber ich hĂ€tte noch grĂ¶ĂŸere Angst einem Rhesusaffen im Wald zu begegen.
Wenn ich mir ansehe wie groß der Schwarzmarkt fĂŒr Kampfhunde ist glaubt die Landesregirung nicht wirklich, dass die schwarzen Schafe, um die es eigentlich geht, sich nicht sogar durch ein Verbot Ihrer Statussymbole angezogen fĂŒhlen. Aber was erwarte ich von einem Land in dem man allen Motoradfahrern das tragen von Westen verbieten will...
Sachkunde und Meldepflicht - Sehr gerne
Verbot? - NEIN!
(04.11.2014, 09:35)
Sacha:   @Michael Mettler:

Sorry, sehe Deine Antwort erst jetzt.
Nun ja, kommt eben darauf an was man unter "Privathaltung" versteht. Wenn ein Schlangenliebhaber seine Tiere nur einem ausgewĂ€hlten Publikum zeigt oder von einer Schulklasse/einem Betriebsausflug eine AufwandsentschĂ€digung verlangt, ist das dann auch "Privathaltung" oder nicht. Ich denke, die ÜbergĂ€nge sind fliessend.

Bei dem von mir genannten Beispiel ist es so, dass m. W. der Halter der Elefanten wĂ€hrend der warmen Jahreszeit durchs Land zieht (also im Prinzip "öffentliche Haltung"), die Tiere im Winter aber fĂŒrs Publikum nicht zu sehen sind.
(03.11.2014, 19:55)
WolfDrei:   “War mal kurz 10 Tage weg”.
Zuvor aber, nach Lesen der EintrĂ€ge dieser Zeit, die Feststellung, dass ja Herr Knieriem eigentlich nur die darin geĂ€ußerten Vorstellungen aufgreifen muss. Weiterhin bin ich aber gegen die angedachte Nutzung der AB-Halle - da gibt es doch in ca. 50 m Entfernung noch ein GewĂ€chshaus in der Art der Kroko-Halle, dort sollten nach der alten Planung wĂ€rmeliebende Echsen hinein - eine ausreichende Anlage fĂŒr mehrere Komodowarane! SpezialglĂ€ser wĂŒrden das Energieproblem schon meistern (im Sommer eher das der die KĂŒhlung - das war wohl damals das Problem).

Zu Jordanien: ein schönes Land, eine traumhafte Landschaft - leider offensichtlich kein schönes Land fĂŒr Tiere (es ging aber bei der Reise um die Historie - um die Felsenstadt Petra, dem Vornamen meiner Frau geschuldet). WĂ€hrend ein auch anderen nicht unbekannter ehemaliger Mitarbeiter des TP mir Tieraufnahmen von der “anderen” israelischen Seite des Grabenbruches zeigte ( z. B. Nubische Steinböcke und Klippschliefer in unmittelbarer OrtsnĂ€he), ging die Sichtung von Tieren fast aller Art gegen Null. Eine Ausnahme war die durchaus erfreuliche Menge an Korallenfischen bei Aqaba - zu sehen gewesen in einem (halben) U-Boot (GlasseitenwĂ€nde), leider fotografisch nicht besonders ermutigend. Gesehen wurden nur Schafe, Ziegen, Dromedare, Pferde und erstaunlich viele Maultiere.
Im Wadi Rum (Weltnaturerbe) nur der Bericht, dass es Steinböcke geben wĂŒrde- na, ja, bei einem Pulk von 15 stinkenden und knatternden Jeeps war meine Erwartung nicht sehr groß.

Auch das gelobte “Wildlife Reservat” Shaumari in Richtung Osten ist nur ein kleiner Trost - aber nicht, wie ich nach Literaturangaben glaubte, ein gelungener Freisetzungsversuch fĂŒr die arabische Oryx. Schon sehr frĂŒh (1975) bekam die Anlage aus Phönix Tiere, erste Geburten ab 78. Dann wurden die Tiere “in die Natur” entlassen - was heißt, dass sie in eine 22 km2 große umzĂ€unte FlĂ€che entlassen wurden - das war es.
Von zwei zoologischen Anlagen der Hauptstadt las ich eher Bedenkliches, eine Besichtigung war aber nicht möglich.
Anbei die beste Aufnahme (neben 4 besseren Vogelarten): ein Kofferfisch im Segelhafen eines Resorts bei Aqaba.

(03.11.2014, 19:04)
Michael Mettler:   Ein interessantes Beispiel fĂŒr Ungleichbehandlung liefern die hannoverschen Medien. Erst kĂŒrzlich wurde darĂŒber berichtet, dass ein Schimpansen-Privathalter in der Region seine beiden Schimpansinnen abgeben muss, die er vor ĂŒber 40 Jahren in schlechtem Zustand aus einem Circus "gerettet" hat. Beiden Tieren (eine der Schimpansinnen soll weit ĂŒber 60 Jahre alt sein) wird sogar ein guter Pflegezustand attestiert und sie haben eine enge Bindung an die Halterfamilie, aber die KĂ€fige entsprechen nicht mehr den Mindestforderungen. Entnervt vom jahrelangen Widerstand gegen Behörden und TierschĂŒtzer gibt der Besitzer seine Affen nun an die Stichting AAP ab.

Und dann lese ich heute in der Zeitung, dass ein bekannter Circus in Hannover gastiert, der einen einzelnen (!) Schimpansen hĂ€lt, und die gastgebende Stadt sieht darin kein Problem. Der Circus kann nĂ€mlich eine Ausnahmegenehmigung vorweisen, weil der 40-jĂ€hrige Affe schon seit 36 Jahren im Circus lebt (wie lange davon ohne Artgenossen, weiß ich nicht). Das verstehe, wer will.
(24.10.2014, 08:45)
Michael Mettler:   @Sacha: Sowas ist doch aber nicht mit "Privathaltung" i.e.S. gemeint, der betreibt doch wohl ein Gewerbe mit den Elefanten?
(23.10.2014, 23:48)
Sacha:   Sicher nicht sonderlich gross. Andererseits ist es manchmal schon erstaunlich, mit welchen Tieren Privatpersonen durch das Land tingeln. In der Schweiz haben wir z.B. einen, der dies mit zwei Afrik. Elefanten macht.
(23.10.2014, 21:17)
Michael Mettler:   Das Land Nordrhein-Westfalen will mit einer neuen Gefahrtierverordnung u.a. "vorsorglich" die Privathaltung von Elefanten und Nashörnern (!) verbieten:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article133557966/NRW-verbannt-giftige-Tiere-aus-dem-Wohnzimmer.html

Da wĂŒrde mich doch mal interessieren, wie groß das Privathalterpotenzial fĂŒr DickhĂ€uter in NRW eingeschĂ€tzt wird...
(23.10.2014, 19:51)
Michael Mettler:   Schlechte Nachricht aus Ol Pejeta: Suni, einer der beiden letzten zeugungsfĂ€higen Bullen des Nördlichen Breitmaulnashorns, wurde tot aufgefunden.
http://www.rtf1.de/news_sn.php?id=2865
(20.10.2014, 08:05)
WolfDrei:   Im "Regulus" 4/2014 (ein luxenburgisches zoologisches Magazin) wird ĂŒber eine nach langen Jahren erste luxenburgische erfolgreiche Storchaufzucht (2 Junge) berichtet.

Der "Falke" (Oktoberheft) widmet mehrere Artikel dem 100jÀhrigen Aussterbedatum der Wandertaube (letztes Exemplar im Zoo Cincinnati, "Martha")
(07.10.2014, 18:07)
WolfDrei:   Vom "Falken" gibt es ein interessantes Sonder-Heft: Eulen in Deutschland. Neben regionalen BeitrĂ€gen gibt es auch eine umfangreiche Arten- und Situationsbeschreibung mit Vorkommensstatistik. Interessant die heutige Anzahl der Uhus: 2 100 - 2 500!
Die WiedereinbĂŒrgerung des Habichtskauzes im Bayrischen Wald lĂ€uft: 5-6 Reviere wurden gezĂ€hlt, dafĂŒr gibt es Sumpfohreulen fast nur noch auf den friesischen Inseln (ca. 80-100 Tiere). Dagegen zieht die Zwergohreule aus sĂŒdlichen Gefilden ĂŒber die Alpen nach SĂŒddeutschland: ca. 2-7 Tiere mit unregelmĂ€ĂŸigen Zahlen pro Jahr
(23.09.2014, 21:41)
Michael Mettler:   @WolfDrei: Da habe ich mir wegen Walsrode gleich mal die Ausgabe angesehen (auf der EAZA-Homepage als PDF aufrufbar): Besonders bemerkenswert finde ich außer der Fadenhopf-Nachzucht als solcher, dass der Vater der Jungvögel bereits 30 Jahre alt ist! Übrigens sind es "nur" sieben (4,3) Jungvögel, die "12" drĂ€ngte sich offenbar durch den englischen Namen Twelve-wired Bird of Paradise auf :-)

Interessant auch der Galago-Artikel in der selben Ausgabe; z.B., dass zwei genetisch so unterschiedliche StĂ€mme von G. senegalensis in europĂ€ischen Zoos gehalten werden, dass man sie vorsichtshalber als getrennte zoologische Einheiten managt; dass G. moholi kaum noch gehalten wird; und dass bisher keine Hybriden aus senegalensis und moholi bekannt wurden, obwohl die beiden Arten frĂŒher nur als Unterarten von senegalensis betrachtet und deshalb auch hie und da zusammen gehalten wurden.
(02.09.2014, 18:59)
WolfDrei:   Aus “Zooquaria” Heft 86 (Sommer 14)

- Walsrode hat bei den Fadenhopfen 12 Tiere aufgezogen
- Zwergflamingos in Leipzig: 40 Eier, 2 Schlupfe, 1 Aufzucht
- Giraffen in Afrika: peralta 400; rothschildi 1 100; antiquorum 1 900; camelopardalis: 1 100
- Rosataube Mauritius: 1976: 20-30 Tiere ; 1990: 10; 2012: 400; Ziel 600 Freilebende; EEP: 30,22,1
- ESB Phleomys pallidus: 67 Tiere
- Cikananga/Java: in einem “wohlorganisierten” Raubzug sind 152 SchwarzflĂŒgelstare gestohlen
worden - offenbar Auftragscoup

IZN 61/ 4 (407) Juli/August 14:

- Es besteht der Plan, Große Pandas in den Central Park New York zu holen
- 3 Przewalskipferde sind wieder von Prag aus in die Mongolei geflogen worden


(02.09.2014, 17:46)
WolfDrei:   Aus dem IZW-Heft Mai/Juni 2014:

In der “Zuchtstation” der “Borneo Rhino Alliance” in Sabah ist man wieder optimistisch. Nach einem MĂ€nnchen von 2008 befinden sich dort auch zwei Weibchen, gefangen 2011 und 2014. Nach Feststellung des miserablen Zustandes des Reproduktionssystems bei den Weibchen werden gegenwĂ€rtig wieder funktionell “arbeitende” Oocyten konstatiert. Angenommen wird, dass durch das Fehlen von MĂ€nnchen die damit unterbliebene Fortpflanzung bei dieser Population zur "RĂŒckbildung" der Reproduktionsorgane gefĂŒhrt hat. Ob nun die Stimulation durch den Bullen oder durch hormonelle Behandlung zu diesem Ergebnis gefĂŒhrt haben, war fĂŒr mich nicht ersichtlich. Man ist sogar optimistisch, eine kĂŒnstliche Befruchtung vornehmen zu können bei dieser Unterart, die in vielleicht nur 50 Exemplaren in zwei getrennten Gruppen auf Borneo existiert.
Optimistische Töne ohne wirkliche Ergebnisse hat es ja bei der Festland- wie auch bei den Insel-UA schon einige Male gegeben.

(19.08.2014, 20:56)
WolfDrei:   Hier allerdings eine Negierung von Natur-und Artenschutz:
Aus dem “Falken”, Heft 7, 2014: Bei einer Fischfangkontrolle vor der mauretanischen KĂŒste sind auf einem chinesischen Trawler eingefrorene Basstölpel entdeckt worden. Eine SchĂ€tzung der Gesamtladung kam auf etwa 90 000 (in Worten 90 Tausend!) Körper! Dieser Fakt wurde erst jetzt bekannt, da die mauretanische Regierung höchst abhĂ€ngig von chinesischen Hilfen ist (Krankenhausbau etc,). Der “Netzfang” von Tölpeln soll so kompliziert nicht sein, auch wĂ€re es möglich, dass der Trawler den “Basstölpelbeifang” anderer Fangschiffe ĂŒbernommen hat.

(07.07.2014, 09:02)
WolfDrei:   Wenn es auch hier nicht so richtig hineinpasst:

Auf dem Flugplatz Orly in einer Jagdzeitschrift gelesen:

1949 hatte ein Kolonialbeamter einen Koupreybullen geschossen. Der Kopf soll nun durch die Schwiegertochter wegen Geldnöte auf dem TrophĂ€enmarkt verkauft werden. Eine 2008 verkaufte etwas kleinere TrophĂ€e brachte 30 000 Dollar. Die “Spannweite” der Hörner des abgebildeten Kopfes betrĂ€gt 101.5 cm - Weltrekord. Man sieht auch den ominösen “Faserkranz” am Horn.
Im Artikel geht man auch auf die Theorien zur “Reinheit” ein und schließt eigentlich die Existenz eines Restvorkommens aus. Hingewiesen sei auch auf das Video einer großen Gruppe von ca 1953 im “Arkiv” der N Y Zoolog. Society” ( www.arkive.org.). Seinerzeit gab es eine Fangaktion von Coolidge und Wharton - leider konnten die gefangenen Tiere entfliehen. (BetĂ€ubungsmittel gab es ja noch nicht.
Anbei ein Foto des geschossenen Tieres

Weiterhin: ein sĂŒdsafrikanischer Wildtierfarmer will 120 Riesenelen (T.d.derbyanus) aus Kamerun holen. Man nimmt an , das er speziell fĂŒr US-JĂ€ger , denen die Jagd in Kamerun zu kompliziert ist, TrophĂ€en aus der nachgezogenen MĂ€nnerĂŒberzahl bieten will, andererseits er vielleicht sogar Hybride mit normalen Elen zĂŒchten will, um deren Auslage zu erhöhen.
Nach dem “Handbuch der SĂ€ugetiere der Welt” hat Kamerun einen bestĂ€ndigen Riesenelenbestand der betreffenden Unterart.

(27.06.2014, 10:34)
Ronny:   Die Sattelstöeche könnten die Nachzuchten aus Cottbus sein. Ein Pfleger meinte im April, dass zwei oder drei Sattelstörche nach Frankreich gehen.
(22.06.2014, 22:10)
zollifreund:   zum Abschluss noch ein Abdim-Storch: er war nicht der einzige der grĂ¶ĂŸeren Vogelarten die den Raum zu langen Flugeinlagen nutze, auch die Nimmersatte, Hagendasche, Hammerköpfe waren immer wieder beim Fliegen zu beobachten
(21.06.2014, 13:00)
zollifreund:   war wohl wieder mal zu groß...
(21.06.2014, 12:57)
zollifreund:   noch ein Blick von oben, damit man die sich ein kleine Vorstellung von den Ausmaßen der Voliere machen kann. Der Blick ist von einer Art Dachterasse aus auf den linken Teil der Anlage. Gerne haben sich hier oben auf dem GelĂ€nder auch die verschiedenen Vogelarten aufgehalten ( da zu diesem Zeitpunkt ich der noch der einzige Besucher war )
(21.06.2014, 12:54)
zollifreund:   Die Gemeinschaftshaltung von Rotducker, Okapi, Eulenkopfmeerkatze und der vielen verschieden Vogelarten kann ich bestĂ€tigen. Die Voliere ist wirklich einzigartig. Total genial. Der einzige Minuspunkt sind die vielen E-Draht-Absperrung, die die Pflanzen schĂŒtzen sollen. Damit werden die zwei Okapianlagen doch viel kleiner, als sie auf den ersten Blick wirken.
Die Sattelstörche sind ĂŒbrigens noch nicht erwachsen - aber keine Ahnung woher die gekommen sind ?
(21.06.2014, 12:46)
Michael Mettler:   @Bryan Egli: Die ErklĂ€rung fĂŒr die "Waldantilope" wird doch aber im selben Satz des HP-Textes geliefert, damit ist der Rotducker gemeint.
(20.06.2014, 14:19)
Bryan Egli:   Laut der Website werden in dieser Voliere auch "forest antelopes" gehalten. Soweit ich weiss sind das Bongos, zu denen find ich allerdings keine weiteren Infos.
(20.06.2014, 14:14)
Michael Mettler:   Bemerkenswert ist, WIE die Okapis in Doue la Fontaine gehalten werden, nĂ€mlich als Volierenbesatz. Ein ganzes WaldstĂŒck wurde mit einer Großvoliere von 4.000 qm FlĂ€che und 20 m Höhe ĂŒberbaut, die außer von den Okapis noch von Rotduckern, Eulenkopfmeerkatzen und 25 afrikanischen Vogelarten (u.a. 8 Arten Turakos, Nashornvögel, Störche) bewohnt wird. Laut ZOOQUARIA sollen auch noch "Jabirus" hinein, wobei das angesichts des sonst rein afrikanischen Besatzes wohl ein Übersetzungsfehler vom Französischen ins Englische ist - da werden wohl eher Sattelstörche (franz. "Jabiru d'Afrique") gemeint sein.

Im Artikel wird allerdings behauptet, dass Doue der einzige europĂ€ische Zoo sei, in dem Okapis mit anderen Arten vergesellschaftet sind; da hat der Autor offenbar Beispiele wie Berlin, Leipzig und Wuppertal (alle mit Duckern) ĂŒbersehen.
(17.06.2014, 23:15)
WolfDrei:   Aus Zooquaria: Doue la Fontaine hat 2 mĂ€nnliche Okapis (ĂŒbrigens seit Ende letzten Jahres auch Wroclaw),
gegenwÀrtiger Weltzoobestand: 170; Europa 35.31

aus einer tschechischen Ausgabe: "Western Derby Eland (T.d. derbianus)Conservation strategy": ein Zuchtbuch einer in-situ-Gruppe wurde aufgebaut aus Tieren , die aus dem einzigen Vorkommen stammen (Niokola-Koba-Nationalpark). Tschechische Wissenschaftler (u.a. aus dem Prager Zoo) betreuen das Projekt: Stand 2013: 30,27 Erwachsene; 11.3 JĂŒngere; 6,6 2013 geborene Tiere.

(17.06.2014, 19:40)
WolfDrei:   Aus derselben Zeitschrift, Heft 2, Seite 149 (2014)
Eine italienische Gruppe untersuchte die Möglichkeit, Hybride von Wolf und verwilderten Hunden zu differenzieren. Ergebnis: im Freiland kaum Differenzierung der Hybride möglich, selbst genetisch schwierig. Einzige Möglichkeit der Verhinderung der Bastardierung: Ausmerzung der verwilderten Hunde.
(10.06.2014, 19:25)
WolfDrei:   Aus "Mammalian Biology" 6,(2013)

Eine indische Arbeit zur Nahrungsbevorzugung von indischen Rothunden: in abnehmender Reihenfolge: Axishirsch, Sambar, Muntjak, Wildschwein, Gaur!.
Anbei eine Verbreitungskarte.

Ich erinnere mich aus "SĂ€ugetiere der Sowjetunion", dass es in den fĂŒnfziger Jahren im asiatischen Teil der SU noch ÜberlĂ€ufer aus der Mongolei und China gab. Moskau hatte ja vor ca 50 Jahren noch eine gute Zucht.
(10.06.2014, 19:20)
WolfDrei:   Auf der Vancouver Insel im Westen Kanadas lebt an wenigen Stellen auf 1500 m Höhe nur dort das gefĂ€hrdete Vancouver Murmeltier. 2003 wurden nur noch 30 Tiere gezĂ€hlt. GlĂŒcklicherweise hatte der Zoo Toronto 1996 6 Tiere aus dem Bestand entnommen, denn zwischenzeitlich sind daraus 100 Tiere gezĂŒchtet worden, mit 3 anderen Institutionen insgesamt 515 Tiere. Die ersten Freisetzungsversuche laufen (Website des Zoos Toronto)
(07.05.2014, 19:01)
WolfDrei:   Gestern im RBB: im "Verein zur Erhaltung bedrohter Papageien" in Schöneiche bei Berlin sind 2 Spix-Ara-KĂŒken geschlĂŒpft
(20.04.2014, 18:59)
WolfDrei:   Zum heutigen Tag noch ein anderes Thema, EuropĂ€ische Wasserschildkröten in einer Zuchtstation des NABU im BiosphĂ€renreservat Schorfheide(Blumberger MĂŒhle)
(20.04.2014, 18:52)
WolfDrei:   Habe leider mein "schlaues Buch" in der Biblio des TP vergessen, so dass ich die Zitate nicht belegen kann:
-"SĂ€ugetierkundliche Mitteilungen": in Jena fand kĂŒrzlich ein Symposium zur Lage von Wildkatze und Luchs in Deutschland statt. So existiert ein Foto eines Luchses aus der Eifel von 2003; bezĂŒglich des Teutoburger Waldes wurden Fotofallenbilder gezeigt von Ende 2010; Anfang 2011 von dort "normale" Fotos eines Luchses. Zudem gab es Fotos von FĂ€hrten und Reh-Rissen.
In einem Bericht wurde die Sichtung eines Goldschakals mitgeteilt.

- In einem WAZA-Heft von Februar 2014 wird die Existenz eines neuen Flußdelfins der Gattung Inia angezeigt. Das Tier hat einen lĂ€ngeren Schnabel als das uns bekannte Tier aus Duisburg, auch hat es eine besondere Jagdtechnik, indem es Fische zum Ufer drĂ€ngt und dann fĂ€ngt. Lebensraum: Rio Araguaya (so ich es richtig geschrieben habe) - davon abgeleitet auch der Artname.

- Im "Vogelfreund" beschreibt Matschei den Kagu. WÀhrend es in den Siebzigern trotz z.T. mehrerer Tiere in Frankfurt und Zoo Berlin nur zu einen Schlupf kam, der nicht aufkam, ist dann nach den Erfolgen auf Neukaledonien (Zoo Noumea) aus Transfer -Tieren in Walsrode die Zucht gelugen mit bisher an 30 Tieren, zwischenzeitlich auch in San Diego (mit Tieren aus Walsrode) sowie in Yokohama und bei einem französischen Privathalter.
Foto: Zoo Berlin
(09.04.2014, 11:45)
Michael Mettler:   Hat jemand gestern die zweiteilige Doku ĂŒber Aborigines auf ARTE gesehen? Obwohl sie sich nicht mit Naturschutz i.e.S. befasste, stimmte sie mich in dieser Hinsicht doch nachdenklich.

Geschildert wurde nĂ€mlich, dass es die australischen Ureinwohner nie wirklich nötig hatten, Ackerbau und Viehzucht zu entwickeln oder von anderen Völkern (Polynesier) zu ĂŒbernehmen, weil sie dank eines ausgeklĂŒgelten Verfahrens partieller Brandrodung schon Jahrtausende vor der Besiedlung durch EuropĂ€er praktisch den ganzen Kontinent in eine Kulturlandschaft verwandelt hatten, die aus einem Mosaik von LebensrĂ€umen bestand (z.B. kleinrĂ€umiger Abwechslung von Wald und offener FlĂ€che, nachwachsender und "alter" Vegetation) und dadurch eine unerschöpfliche Quelle bildete, Wildpflanzen und -tiere "ernten" zu können. Die EuropĂ€er fanden also bei der "Entdeckung" Australiens eigentlich gar keine ursprĂŒngliche Wildnis vor - das war sie nur in ihren durch eine andere Lebensweise geprĂ€gten Augen.

So wurde u.a. eine aus den FrĂŒhzeiten der europĂ€ischen Besiedlung stammende zeichnerische Landschaftsdarstellung gezeigt, auf der sich an den HĂ€ngen unterhalb einer markanten Felsklippe strahlenförmig lange Grasschneisen durch den Wald ziehen, herab zu einem Seeufer. Heute ist der selbe Ort durchgehend bewaldet. Aborigines klĂ€rten die Wissenschaftler darĂŒber auf, dass ihre Vorfahren diese Schneisen angelegt und offen gehalten hatten, um mit der dort wachsenden Vegetation KĂ€ngurus anzulocken. Diese wurden dann beim Wechsel von einem Waldstreifen zum anderen auf der offenen FlĂ€che bejagt, z.T. auch dadurch, dass man sie hangabwĂ€rts ins Wasser trieb. Als diese Form der Landschaftsbewirtschaftung durch die weißen Einwanderer unterbunden wurde und verwilderte, dĂŒrfte die Artenvielfalt in der Folge ziemlich gelitten haben. Eine alte Aborigine bezeichnete die geschilderte Landschaft heute sinngemĂ€ĂŸ als "Ort, mit dem man nichts mehr anfangen kann".

Oft ist ja zu lesen, welche Tierarten Australiens nach der Einwanderung des Menschen verschwunden sind (vor allem aus der Megafauna). Dass aber der zu Zeiten der europĂ€ischen "Entdeckung" existierende Artenreichtum der australischen Fauna (und wohl auch der Flora) ebenfalls dem Menschen und dem von ihm ĂŒber Jahrtausende "in Gang gehaltenen" Lebensraum-Mosaik zu verdanken gewesen sein könnte, halte ich fĂŒr einen nachdenkenswerten Gedanken. Manche durch Unter-Schutz-Stellung sich selbst ĂŒberlassene Landschaft dient vielleicht mehr unserer menschlichen Sehnsucht nach dem Paradies als den bis dato dort lebenden Arten...
(02.02.2014, 09:52)
WolfDrei:   In einer Johannesburger 2-Wochenzeitschrift vom 20.12.013 - 2.1.014 befanden sich mehrer Artikel ĂŒber das 75jĂ€hrige JubilĂ€um des Auffindens des Quastenflossers Latimeria chalumnae in der NĂ€he von Port Elisabeth im MĂŒndungsgebietes des Chalumna-Flusses durch die Kuratorin Courtenay-Latimer am 22.12. 38. Ihr Chef, der Ichthyologe J.L.B. Smith von der Uni in Grahamstown (heute Provinz East-Cap) beschrieb ihn dann deshalb als Latimeria chalumnae. Es war dies einer der wichtigsten Entdeckungen dieser Zeit. Es dauerte dann 14 Jahre, Prof. Smith hatte einen Finderlohn ausgelobt, bis dann an der WestkĂŒste der Komorenhauptinsel am 21.12. 52 das nĂ€chste Exemplar gefunden wurde (Bild). Der Fund beförderte auch die Entwicklung der Ichthyologie in SĂŒdafrika - immerhin sind es mehr als 3 000 km KĂŒstenlĂ€nge. Zwischenzeitlich sind weitere Exemplare an den KĂŒsten Kenyas, der Komoren und Madagascars gefunden worden, so Ende 2000 wiederum an SAÂŽs KĂŒste in der Sondwana-Bay nördlich von St. Lucia. Dort wurden in der Zwischenzeit 120 km unter Schutz gestellt. Speziell ausgebildete Biologen-Taucher haben die Existenz auch bildlich dort nachgewiesen, nachdem Prof. Hans Fricke vom Max-Planck-Institut Berlin und seine Mitarbeiter mit Hilfe der Tauchboote “Geo” und “Jago” u.a. im Januar 1987 in 200 m Tiefe erstmals Beobachtungen an lebenden Tieren machen konnten. Auch in Mozambique gelangen Nachweise, 1989 gab es dann sogar eine neue UA auf Nordcelebes/Indonesien. An der Erstfundstelle , in der sogenannten Algoa-Bay, ist bisher kein weiterer Nachweis erfolgt.
Aufgrund unterschiedlicher Sprenkelung der Schuppen gibt es mittlerweile ein Erfassungsbuch, allzu viele Quastenflosser gibt es nicht. Fricke meinte noch vor ca 15 Jahren bei einem Vortrag im Naturkunde Museum Berlin, dass es vielleicht nur um 500 seien.
Unter absolutem Schutz stehen sie, was aber nicht verhindert, dass immer wieder einige bei der Langleinenfischerei gefangen werden. Insofern erregte es öffentliches Ärgernis, als Japaner Tiere fĂŒr Aquarien fangen wollten. Bisher sind die Tiere mit einer Ausnahme tot an die OberflĂ€che gekommen. Es handelte sich um einen Fisch, der an der KĂŒste Nordmadagascars bei Nosy Bay gefangen wurde, aber nur kurzfristig ĂŒberlebte. Forschungen ĂŒber den Q-Flosser werden durch die Gruppe von Fricke sowie durch sĂŒdafrikanische und französische Forscher betrieben - die Komoreninsel Mayotte gehört zu Frankreich.
Es gehört natĂŒrlich zu den Seltsamkeiten der “Entdeckungen” durch die westliche Welt, dass beide Arten den örtlichen Fischern bekannt waren (wenn auch Ă€ußerst selten gefangen) - besonders beliebt waren sie wegen ihres Fettgehaltes nicht.

(20.01.2014, 16:21)
WolfDrei:   Danke fĂŒr die Korrektur - und wieder etwas gelernt. Dann hĂ€tte ich wohl auch eher eine VergrĂ¶ĂŸerung nehmen sollen (anbei)
(21.10.2013, 10:38)
Gudrun Bardowicks:   Bei den abgebildeten Reihern handelt es sich um Silberreiher, nicht um die kleineren Seidenreiher, die fast ausschließlich in SĂŒdeuropa vorkommen und um diese Jahreszeit nicht in Deutschland zu beobachten sind.
(20.10.2013, 22:40)
WolfDrei:   Anbei die Reiher
(20.10.2013, 22:08)
WolfDrei:   In der NĂ€he von Berlin, in Linum am Rhinluch , befindet sich das grĂ¶ĂŸte Sammelgebiet der Kraniche in Europa. Und heute auch der Beobachter! Gestern wurden ca 90 000 Kraniche von den Beobachtern der NABU gezĂ€hlt (nochmals 90 000!)Ein ganz kleiner Ausschnitt davon um 18 Uhr. Dazu dann an einem Teichgebiet ca 15 Seidenreiher und fĂŒr den Laien unzĂ€hlbare WildgĂ€nse.
(20.10.2013, 22:02)
WolfDrei:   und am 10.1.012 konnte dann "Fauna and Flora International" dann ein erstes Lebendbild veröffentlichen. Nur noch geschĂ€tzte 200 Tiere existieren im Norden Myanmars im Staate Kachin und in einem kleinen anliegenden Bereich Yunans (China).
(10.10.2013, 23:02)
WolfDrei:   und im selben Jahr dann ein Foto eines geschossenen mĂ€nnlichen Tieres
(10.10.2013, 22:58)
WolfDrei:   Habe etwas "gegoogelt", wollte schauen, was es Neues ĂŒber die 5. Stumpfnase aus Myanmar gibt (Rhinopithecus strykeri). Von Geissmann u.a. zunĂ€chst aus ErzĂ€hlungen von JĂ€gern als neue Art erkannt, wurde 2010 zunĂ€chst ein Computerbild generiert.
(10.10.2013, 22:57)
SchĂŒling Buchkurier:   YAQU PACHA Benefizveranstaltung

Liebe Freunde von YAQU PACHA,

am Wochenende 14. und 15. September 2013 (von 10:00 - 16:00 Uhr) feiern wir im Tiergarten NĂŒrnberg unsere mittlerweile 15. große Benefizveranstaltung.
Unter dem Motto "Gesund und Meer" gibt es nicht nur InfostĂ€nde zu den Themen Unterwasserwelt, Ökosystem und Gesundheit, sondern auch viele interessante Aktionen fĂŒr große und kleine Besucher.
Neben der schon legendÀren Tombola mit hochwertigen Preisen unserer Partner und Sponsoren, gibt es viele Aktionen rund um das Thema "Gesund und Meer".
Dabei werden die Besucher ĂŒber die Gefahren fĂŒr das Meer informiert. MĂŒll, LĂ€rm, Überfischung und Beifang bedrohen unsere Ozeane und ihre Bewohner.
Mittels eines Wasserbeckens, ausgestattet mit Hydrophon, können Kinder selbst testen, wie schnell sich Schall im Wasser ĂŒbertrĂ€gt und was fĂŒr verheerende Folgen dieser LĂ€rm auf die Kommunikation der Meeresbewohner hat.
Am MSC Infostand des Marine Stewardship Council erfÀhrt man, wie sich der Schutz der Meere auch tÀglich umsetzen lÀsst. Achten Sie zum Beispiel beim Fischkauf auf das MSC Siegel.
Bei der Zoo-Rallye gilt es fĂŒr Kinder an fĂŒnf Stationen viel ĂŒber Tiere und Umweltgefahren herauszufinden. So können schon die Kleinen lernen, wie wichtig es ist, das Meer und seine Bewohner zu schĂŒtzen.
Alle Einnahmen der Benfizveranstaltung fließen zu 100% in die Artenschutzprojekte von YAQU PACHA.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
(09.09.2013, 09:42)
Mark Meier:   28.05.2013
Tierpark Berlin unterstĂŒtzt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay

Tierpark Berlin gelingt die europÀische Erstzucht.
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Tierpark Berlin gelingt die europĂ€ische Erstzucht des bedrohten Chaco-Nabelschweines, unterstĂŒtzt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay und begrĂŒĂŸt den Botschafter von Paraguay S.E. RaĂșl FlorentĂ­n-Antola zur Namensvergabe.

Löwen, Elefanten und Giraffen – neben diesen bei Tierparkbesuchern bekannten und beliebten Tierarten pflegen Zoologische GĂ€rten viele, fĂŒr Besucher eher unscheinbare, zumeist aber hochbedrohte Tierarten und bemĂŒhen sich diese als Reservepopulationen ĂŒber Generationen hinweg zu erhalten. Das Chaco-Nabelschwein, auch Chaco-Pekari oder TaguĂĄ genannt, zĂ€hlt eben zu diesen Tierarten. Die Art wurde ĂŒberhaupt erst zweimal nach Europa eingefĂŒhrt: 1977 drei Exemplare in den Zoo Berlin, welche nicht eingewöhnt werden konnten und starben, sowie 2012 sieben Tiere in den Tierpark Berlin. Die sieben Tiere des Tierparks Berlin stammen aus verschiedenen Zoologischen GĂ€rten der USA, u. a. San Diego, Los Angeles und Phoenix. In den USA wird die Art innerhalb eines Erhaltungszuchtprogramms koordiniert gezĂŒchtet. Der Bestand umfasst dort etwa 80 Exemplare. Die sieben Tiere im Tierpark Berlin leben derzeit in zwei Gruppen, von welchen eine fĂŒr Besucher zu sehen ist. Am 16. MĂ€rz 2013 wurden in dieser Gruppe zwei Junge geboren, welche leider nicht aufgezogen wurden.
In der zweiten Gruppe, welche fĂŒr Besucher nicht zu sehen ist, wurden am 23. April 2013 Drillinge geboren, von denen nun zwei Jungtiere gesund aufwachsen. Es handelt sich bei diesen beiden WĂŒrfen um die europĂ€ische Erstzucht. Die beiden aufwachsenden Jungtiere und auch alle folgenden werden einmal den Grundstock fĂŒr eine europĂ€ische Erhaltungszucht legen. Das ist umso wichtiger, als dass die BestĂ€nde des Chaco-Pekaris in ihrer Heimat, dem Chaco in Paraguay, Bolivien und Argentinien abnehmen. Anfang der 1990er Jahre lebten in Paraguay schĂ€tzungsweise noch 5000 Exemplare, heute gehen ansĂ€ssige Biologen von nur noch 2000 - 3000 Tieren aus. Der Bestand in den beiden anderen LĂ€ndern ist unbekannt, aber wesentlich kleiner. Der Lebensraum des Chaco-Pekaris ist der Trockenchaco - ein trockener Dornbuschwald, der sehr artenreich ist, aber durch immer stĂ€rker werdende Rinderzucht in Paraguay in Weideland umgewandelt wird und somit fĂŒr die Chaco-Pekaris und andere Tierarten verschwindet.
Die Zoological Society San Diego grĂŒndete daher 1985 eine Zuchtstation fĂŒr das Chaco-Pekari in Paraguay. Bis heute wird diese Forschungs- und Zuchtstation namens Proyecto TaguĂĄ, in welcher derzeit 100 Tiere leben, von US-Zoos finanziell getragen. Es ist die einzige ihrer Art in ganz SĂŒdamerika. Seit 2013 beteiligt sich nun auch als erster europĂ€ischer Zoo der Tierpark Berlin an der finanziellen UnterstĂŒtzung des Proyecto TaguĂĄ, zunĂ€chst fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre. Das Geld wird fĂŒr den Bau bzw. Ausbau von Gehegen und den Kauf von Medikamenten eingesetzt.
Aus diesem freudigen Anlass kommt der Botschafter der Republik Paraguay, S.E. Herr RaĂșl FlorentĂ­n-Antola in den Berliner Tierpark und wird die zukĂŒnftigen Namen der beiden Jungtiere - ein MĂ€nnchen und ein Weibchen - vergeben und gemeinsam mit Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz die beiden Jungtiere der Öffentlichkeit vorstellen.

Dipl.-Biol. Christian Kern
Kurator fĂŒr SĂ€ugetiere

http://www.tierpark-berlin.de/tierpark/tiere-wissenswertes/tier-news/artikel/article/tierpark-berlin-unterstuetzt-das-artenschutzprogramm-proyecto-tagua-in-paraguay.html

Neben einzelnen in-situ Projekten (Waldrapp, Gelbbrustkapuziner, kleiner Panda) sowie der UnterstĂŒtzung von Zuchtzentren (Chaco-Pekari und zuletzt auch das zerstörte Okapi-Zuchtzentrum im Kongo) gibt es natĂŒrlich auch BemĂŒhungen bei der eigenen Erhaltungszucht in diversen Zuchtprogrammen und es gelingt mitunter auch tatsĂ€chlich wieder die Auswilderung wie u.a. beim Bartgeier (20 Tiere seit 1988). HierfĂŒr empfehle ich folgenden Artikel:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tiergaerten-berlin-bartgeier-fuer-die-freie-wildbahn,10809148,22815316.html
(29.05.2013, 09:10)
WolfDrei:   Aus WAZA News 1/13: Im Zusammenhang mit einem Bericht des Aquamarin Aquariums Fukushima wurde auch ein Bild des 1997 neu entdeckten Quastenflossers Latimeria menadoensis eingestellt. Bis zum 9.2.11 wurden an der Nordspitze Sulawesis 7 Tiere gefangen. In der Zeitschrift: Foto AMF, Freiwasser bei Buol/Sulawesi.
Japanische Aquarien hatten Tumult erzeugt, als sie ankĂŒndigten, einen Komoren-Quasteflosser einzufangen und auszustellen.
(28.05.2013, 20:06)
WolfDrei:   Leadbeaters Hörnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. GrĂŒnde sind die FeuerbrĂŒnste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch fĂŒr 20 Jahre. Man bemĂŒht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu kĂŒrzen. Außerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher zĂŒchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
(26.02.2013, 19:02)
WolfDrei:   Leadbeaters Hörnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. GrĂŒnde sind die FeuerbrĂŒnste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch fĂŒr 20 Jahre. Man bemĂŒht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu kĂŒrzen. Außerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher zĂŒchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
(26.02.2013, 18:58)
WolfDrei:   Die russische Regierung beabsichtigt bekanntlich, den Leopardenwildbestand im Kaukasus zu stĂ€rken. Im Internat. Zoo News ((erste Ausgabe 2013) wird mitgeteilt, daß aus Lissabon 1,1 Persiche Leoparden im "Sochi Breeding Centre" eingetroffen sind. Dort befinden sich bereits 2.2 Leoparden aus dem Iran und Turkmenistan, die aber bisher nicht gezĂŒchtet haben. Portugiesische Fachleute betreuen vor Ort das Projekt mit der beabsichtigten Freisetzung (Winteroympiade?). Die mitgeteilte Anzahl von 870-1290 Leoparden fĂŒr den Kaukasus dĂŒrfte aber eher die Zahl im gesamten Verbreitungsgebiet der Unterart betreffen.
(26.02.2013, 18:45)
Michael Mettler:   Also, FALLS es Hausyak-Einfluss in diesen Herden geben sollte, dann dĂŒrfte der sich wohl kaum auf die Schecken beschrĂ€nken. Und andersrum könnten die Schecken auch genausogut farblich abweichende Wildyaks sein...
(01.02.2013, 14:32)
WolfDrei:   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
(01.02.2013, 12:51)
WolfDrei:   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
(01.02.2013, 12:49)
WolfDrei:   Lemur`s Park: eine durch französische und japanische Gelder gestĂŒtzte Privatanlage 25 km von Antanarivo, 5 ha groß, auch als botanische Einrichtung ausgewiesen. Vorhanden sind 9 Lemurenarten: Mausmakis, Mongoz, Brauner Lemur, Vari, Katta, Grauer Halblemur, Coquerell-Sifaka, Kronensifaka. Bei den Coquerell-Sifakas (in USA-Zoos gut etabliert) gab es zwischen 2007 und 09 4 Geburten
(31.01.2013, 17:43)
WolfDrei:   Als Jean-Jacques Petter 1990 Direktor des Pariser Zoos in Vincennes wurde, konnte er auch Kronensifakas erstmals nach Europa bringen. Aus der kleinen Gruppe gab es befriedigende Nachzuchtergebnisse, doch ĂŒberwiegen jetzt die maĂ€nnlichen Tiere. In der SECAS (Freunde der Pariser Zoos) wird mitgeteilt, daß französische und madagassische Gruppen im Vorkommensgebiet sĂŒdlich der Stadt Majunga im mittleren Westen Madagascars dabei sind, Tiere aus Kleinstgruppen ohne Verbindung zu anderen einzufangen und in geeignetere Habitate wieder auszuwildern (Gegend von Dabolava). Bei einem Weibchen gelang die Wiederauswilderung nicht, es wurde im November in eine neue Zuchtstation (Lemur`s Park) in der NĂ€he der Hauptstadt Antananarivo gebracht, wo sich schon ein MĂ€nnchen befindet.
Anbei ein Foto von mir mit der ersten Nachzucht in Paris
(31.01.2013, 16:28)
WolfDrei:   pardon: die genannte Zeitschrift heißt ZOOQUARIA, herausgegeben von der WAZA
(30.01.2013, 13:07)
WolfDrei:   Verschiedenes aus Zooaquaria
2012
- Djibouti: Nachdem schon Somaliwildeselhengste ausgewildert wurden (u.a. aus Chemnitz) hat Dvur Kralove Grevys geschickt. Forschung soll betrieben werden bezĂŒglich Gerenuks, Beiras, Oryx, Leopard, Geparden, Sömmering-und Pelzelngazelle sowie Salt Dik-Diks.
- Sumatranashorn: im Way Kambas-Schutzgebiet werden 25-30 Sumatranashörner angenommen. 2012 soll es 6 Geburten gegeben haben (exklusive der Geburt in der Station)
-Saigas: in Gefangenschaft gegenwĂ€rtig nur in Askania Nova, Moskau und dem Gansu Breeding Centre (China). 2000 wurde dazu in KalmĂŒckien ein Breeding Center mit bisher guten Erfolgen gegrĂŒndet. Im Freiland gibt es 5 "Kolonien" , nachdem von 1990 bis 2000 der Bestand auf 10% zurĂŒckging. BestĂ€nde: Kasachstan Zentrum: gute Entwicklung; Westkasachstan: nach großen Verlusten im Winter 2010 AufwĂ€rtstrend; Mongolei auf niedriegem Niveau stabil; in Russland (SĂŒden) große Wildereiverluste; in SĂŒdkasachstan - Usbekistan durch Errichtung von GrenzzĂ€unen in Usbekistan Unterbrechung der WinterzĂŒge nach Usbekistan .
(29.01.2013, 18:00)
WolfDrei:   Aus dem Jahresbericht zum Schutz der letzten westafrikanischen Giraffe in Niger von 2011: Giraffa c. peralta hat nur in Niger ĂŒberlebt. 1996 gab es noch ca 50 Tiere, die in nicht geschĂŒtztem GelĂ€nde sĂŒdöstlich von Niamey in direktem Kontakt mit Bauern leben . Insbesondere französische Zoos bemĂŒhen sich um den Schutz. 2011 wurden 310 Giraffen angenommen, gegenĂŒber 2010 eine Zunahme von 55 Tieren. Einige Tiere , die nach Nigeria "ĂŒbersiedelten", wurden sofort gewildert.
(05.10.2012, 18:44)
Liz Thieme:   2008 wurde in Indonesien ein Orang-Utan Weibchen gefangen, da sie blind war. Gober, so wurde sie genannt, bekam im FrĂŒhjahr 2011 Zwillinge. Nun wurde sie am Katarakt operiert und kann zum ersten Mal ihre beiden Babys sehen.
Schon 2007 wurde zum ersten Mal diese OP bei einem Orang-Utan durchgefĂŒhrt.

(AP Photo/Binsar Bakkara, File)
(02.09.2012, 19:20)
Liz Thieme:   Wozu bis in die USA fahren, wenn man es im Nachbarland haben kann und da benötigt man keine NachtgesichtgerĂ€te.
Man sitzt nachts zwischen Leoparden und HyÀnen und sieht deren Funkeln im Auge.
(29.08.2012, 21:29)
Jennifer Weilguni:   In der Disneys Animal Kingdom Lodge in Florida können die HotelgÀste nach Einbruch der DÀmmerung mit dem NachtsichtgerÀt die zum Hotel gehörenden Zotiere beobachten. Auch mal was anderes....
(29.08.2012, 20:50)
Ralf Sommerlad:   Als wir "Night Safaris" in der Madras Crocodile Bank einfĂŒhrten, die jeden 2.Samstag abend stattfanden, stieg die Zahl der Besucher rapide an - diese wurden mit einer Anzahl Taschenlampen ausgestattet und hatten viel Spaß bei einer kommentierten FĂŒhrung und beim Anschauen der reflektierenden Augen tausender von Krokodilen. Nebenbei konnte man Baumkröten und Laubfrösche, auch Schlangen beobachten, die auf dem GelĂ€nde lebten und im Dunklen auf die Jagd gingen..auch fĂŒr die Mitarbeiter keine SelbstverstĂ€ndlichkeit.
(29.08.2012, 16:28)
Stefanie Fischer:   In Neuseeland war ich in einem Tierpark, wo das Ticket 24h Stunden galt. man konnte also tagsĂŒber die tagaktiven Tiere beobachten und abends bis 22:00Uhr wiederkommen um sich z.B. die Kiwis anzusehen. Sehr interessantes Modell kann ich mir in Deutschland aber kaum vorstellen.
(29.08.2012, 16:02)
Jennifer Weilguni:   @Liz Thieme
Die Idee mit den Nachtbesuchen in Zoos finde ich auch gut. Einrichtungen, die solche ZoonÀchte anbieten haben ja bei den Veranstaltungen regen Andrang.

Ansonsten brauchen wir wohl einfach mehr NachthÀuser in den Zoos... die sind ja nun auch nicht grade unbeliebt.
(29.08.2012, 10:22)
Liz Thieme:   Schade, gerade solche Tiere wĂŒrde ich gerne mal sehen, anstatt immer nur Kattas.
Vielleicht sollte man anfangen die Zoos regelmĂ€ĂŸig nachts zu öffnen, wenigstens im Sommer. Muss ehrlich sagen. Meine besten Fotos aus dem letzten Jahr, habe ich in einem Zoo nach Anbruch der Dunkelheit von anpirschenden Leoparden gemacht.

Hat denn noch nicht mal Jersey Interesse? Oder sind da wieder die Export/Import-Bestimmungen das Problem? Man suchte doch teils ewig nach Fingertieren in Europa.

Wenn ich mir die Bilder auf der Seite anguck, dann gerat ich ins SchwÀrmen. Mich faszinieren Lemuren.
Und die Jungtiere des Westlichen Fettschwanzmakis (Einzelnes + Drillinge) ... :)

(28.08.2012, 20:27)
WolfDrei:   @Liz Thieme: Aus "Ă€lteren Zeiten" - so um das Jahr 2000 - hatte Durham etwa 12 Fingertiere . Die Zucht muß also gut laufen. Ansonsten ist es wie so hoft: Madagascar-Kampagne - man zĂŒchtet - doch der Absatz bei den diurnalen Tieren der Gattung Eulemur lĂ€uft nicht, man nimmt lieber Kattas. Und schon garnicht Tiere der Gattung Cheirogaleus. So laufen dann einige Promotionen, der Kandidat geht nach bestandener PrĂŒfung - das war`s! So wurden dann die Zuchten bei den Gelbbartmakis und den noch seltener ausgestellten Sanfordmakis eingestellt.
(28.08.2012, 19:48)
Liz Thieme:   Zu den Okapis noch mal:
Tier Nr 14 soll wohl, soweit die Meldungen richtig waren, inzwischen auch seinen Verletzungen erlegen sein.


>Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas<

Wurde Ihnen auch zugetragen, wie die Zuchtraten dort sind?
(28.08.2012, 17:54)
WolfDrei:   Korrektur: Przew.-Pferd erste Geburt 1999 - in der Mongolei.
(21.08.2012, 18:50)
WolfDrei:   Aus dem WAZA-Magazin 13: Fighting extinction

Übersichten einiger ĂŒber bisher nach Ausrottung erfolgreich wieder eingebĂŒrgerte Tiere:

Przewalski-Wildpferd Mongolei: 1992 1. Import, 1992 1. Fohlen. Insgesamt 88 Tiere wurden eingefĂŒhrt. Nach den extremen Verlusten im Winter 09/10 150 Tiere

Schwarzfußiltis: die letzten 24 Tiere wurden zwischen 1985 und 87 eingefangen. Nach Verlusten kamen in Zuchtanlagen 7,11 zur Zucht. GegenwĂ€rtig 700 - 750 im Freiland in 7 US-amerikan. Staaten, dazu je eine Freisetzung in Mexiko und Kanada

Kaliforn. Kondor: 1987 befanden sich alle 27 Vögel in den Zuchtstationen von San Diego und LA. 1992 erste Freisetzung. Nach Verlusten an Stromleitungen wurden alle wieder eingefangen, die Masten verÀndert. GegenwÀrtig ca 400 Tiere: 200 frei in 5 US-Staaten mit ca 10 Jungvögeln pro Jahr, in Zuchtstationen weitere 200 mit 40 Jungtieren pro Jahr

Arab. Oryx: aus der “Weltherde” jetzt 1100 Tiere (Europa ca 100, Israel 100. USA 94 in Zoos. Dazu ca 4800 Tiere, darunter Saudi-Arabien 1166, Oman 644, Katar 1150, Barrain 146, Jordanien 71, Syrien 153

Wisent: aus 54 Tieren 1924 und den Verlusten durch den 2. Weltkrieg 2011 1497
Tiere in zoologischen Anlagen (Deutschland 83 Haltungen/ ca 500 Tiere), darunter 440 Flachlandwisente und 1057 Hybride Flachland/Kaukasuswisent. Letztlich 12 Foundertiere

SĂ€belantilope: gegen 1984 ausgerottet. Jetzt 1745 in Zoos, 14 800 !!!! privat, besonders sĂŒdliche US-Staaten

Milu: 18 Tiere um 1900 an den Herzog von Bedford (7,9 + 2 juv.; davon 7,7 zur Zucht (aber ob , wie oft behauptet, nur Berliner Tiere in die Zucht gingen, wird nicht erwĂ€hnt), nach dem 2. Weltkrieg 250 Tiere in Woburn. 1985 und 1986 Export aus GB nach China; im Nan Haizi-Schutzgebiet im Jangtsebereich jetzt ca 1000 Tiere. Weiterhin ist das exakte letzte Vorkommensgebiet und das Jahr der Ausrottung (außer jenen des kaiserlichen Parkes) unbekannt. Zu der Behauptung weniger Autoren, dass die letzten Tiere in den zwanziger Jahren im Jangtsedeltabereich lebten, fand ich keine PrimĂ€rliteratur.

Woyoming- Kröte: 2004 ausgerottet. Jetzt 2 Aussatzorte

Acanthobrama telavivensis: ein Fisch aus Israel aus kleinen FlĂŒssen zum Mittelmeer. 2006 alle ausgetrocknet, aus 120 eingesammelten Tieren Zucht und Aussatz

Socorroassel: aus der pazifischen WestkĂŒsten-Insel Vorkommen in einer Quelle. Ausgetrocknet 1996, Nachzucht erfolgreich

(21.08.2012, 18:48)
WolfDrei:  
Weiter aus den IZN 59/4

Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas


Aus der Zeitschrift fĂŒr SĂ€ugetierkunde Bd 86: Abstracts von VortrĂ€gen, Poster etc. fĂŒr die im Sept. stattfindende Jahrestagung:

- Anzahl der Korsikarothirsche auf Sardinien: 6000 - 6800

- nach EinfĂŒhrung von 80 Rothirschen im Abruzzen NP ist nach Anwachsen der Zahl dieser auf 2000 durch Nahrungskonkurrenz die Anzahl der Abruzzengemsen von
650 auf 450 gefallen.

(21.08.2012, 17:56)
Liz Thieme:   Im Gegenzu noch was Schönes, das aber eine Begleiterscheinung etwas trauriges ist.
Der Nabu vermeldet: >VÄTERLICHER EINSATZ: Ranthambore Nationalpark in Indien ist Schauplatz eines außerordentlichen Familiendramas. Ranger waren außer sich mit Besorgnis nachdem sie den leblosen Körper einer Tiger Mutter im Dschungel gefunden hatten. Eine verzweifelte Suche nach 2 vier Monate alten Tigerbabys blieb erfolglos. Tiger sind bis zum Alter von etwa 2 Jahren von ihrer Mutter abhĂ€ngig. Die Kleinen hatten also ohne sie keine Überlebenschance. Kurz darauf geschah ein kleines Wunder. Das dominante MĂ€nnchen des Gebietes und der Vater der beiden wurde mit den Tigerchen von Fotofallen abgelichtet. MĂ€nnliche Tiger kĂŒmmern sich normalerweise nicht um ihren Nachwuchs. Dieser alleinerziehende Vater macht also Geschichte!<

In Indien ist die NĂ€he von Katern zur Familie allerdings bekannt. Gerade aus dem Ranthambhore-Nationalpark ist mir dies bekannt.
(06.08.2012, 21:53)
Liz Thieme:   Das Okapi Conservation Project hat einen Bericht erhalten, dass Morgan und ein Teil seiner Gruppe gefangen genommen wurden. Sie warten auf BestĂ€tigung von ICCN und wird dann Genaueres berichten.

Die Situation bleibt bisher ruhig in Epulu, da die kongolesische Armee Truppen entlang der Straße stationiert hat. Die Anwesenheit des MilitĂ€rs und die RĂŒckkehr der bewaffneten ICCN-Wachen nach Epulu haben die Sicherheit in der Region verbessert, so dass einige Bewohner in ihre HĂ€user zurĂŒckkehren. OCP-Mitarbeiter rĂ€umen derzeit das Lager auf und bereiten die GebĂ€ude fĂŒr Reparaturarbeiten vor.

Der Aufruf weltweit hat eine riesige Resonanz gehabt. Bisher wurde und wird damit finanziert:

- Beschaffung von Lebensmitteln und Dingen fĂŒr die GrundbedĂŒrfnisse der vielen vertriebenen Familien und medizinischer UnterstĂŒtzung
- Ersatz des Grundbedarfs eines Haushalts, dh Matratzen, Kleidung, Lampen, Töpfe und Pfannen.
- UnterstĂŒtzung fĂŒr die Familien der Ranger, die im Kampf getötet wurden.
- Neue AusrĂŒstung fĂŒr die Wachen.

Wie es weitergeht hĂ€ngt von der zukĂŒnftigen Lage ab, man will aber nicht aufgeben.
(06.08.2012, 21:50)
BjörnN:   Sorry Liz, hatte keine Zeit, alle BeitrĂ€ge zu lesen.
(28.06.2012, 20:25)
Oliver Jahn:   Wahnsinn, dass menschliches und tierisches Leben und so viele Jahre mĂŒhevoller Arbeit da in Stunden völlig sinnlos zerstört werden.
(28.06.2012, 20:18)
Liz Thieme:   Das schrieb ich doch direkt im Beitrag darunter...
Es gibt nun nur noch 161 Okapis in einer zoologischen Einrichtung. Die 13 Tiere waren 7,5% der Population.

Die 14 Epulu Tiere - bisher ist öffentlich unbekannt, wer das verletzte Tier ist
Ikenge, M - * 28 August, 1982
Matongo, M - *01 Januar, 1985
Bianje, W - *03 August, 1983
Giluka, M - *20 August, 1992
Kijana, M - *09 Februar, 1992
Isa, M - *08 Dezember, 1992
Faida, W - *01 Januar, 1988
Stevana, W - *15 August, 1993
Tayari, W - *23 Januar, 1995
Maisha, M - *02 MĂ€rz, 1995
Tatu, W - *04 September, 1995
Karu, M - *24 April, 2003
Nlasa, M - *18 November, 2003
Nn, M - *21 Dezember, 2011
(28.06.2012, 19:15)
BjörnN:   Demnach gibt es nur noch ein (verletztes) Okapi in Epulu, meines Wissens waren es zuletzt 14 Tiere.
(28.06.2012, 18:58)
Liz Thieme:   Update von heute morgen
Die Straße nach Epulu und der Bereich um die Station ist nun gesichter und die Anwohner sind zurĂŒckgekehrt.

Die Zerstörung ist allerdings extrem:

- 6 Menschen getötet wurden - 2 ICCN Rangers, die Frau von einem der Ranger, ein Immigrations-Arbeiter und 2 Anwohner von Epulu.
- 13 Okapi wurden getötet und eins verletzt.
- Alle ICCN GebÀude wurden beschÀdigt oder verbrannt.
- Alle OCP GebĂ€uden und BĂŒros beschĂ€digt oder verbrannt.
- Motorisierte GerÀte gestohlen, beschÀdigt.
- Alle LebensmittelgeschĂ€fte geplĂŒndert und LagerbehĂ€lter zerstört.
- Alle Computer und Drucker gestohlen oder verbrannt.
- Satellitentelefone gestohlen.
- Alle medizinischen Versorgung mitgenommen.
- GeschĂ€fte und HĂ€user in der Stadt Epulu wurden geplĂŒndert und beschĂ€digt.


Die Mai-Mai-Rebellen kĂ€mpfen nicht fĂŒr eine politische Sache. Diese Gruppe setzt sich aus Elefanten-Wilderern und illegalen Bergleuten zusammen. Sie suchten Rache an ICCN fĂŒr den Einsatz gegen Wilderei von Elefanten und illegalen Goldminen im Inneren des Okapi Wildlife Reserve. Der Angriff auf die Epulu Station war als Vergeltung fĂŒr das letzte Engagements der ICCN Rangers. Die Rebellen wollen die Minen wieder öffnen und wildern ohne Störung.
Seit MĂ€rz gab es Anzeichen fĂŒr entsprechende Aktionen der Rebellen.
(28.06.2012, 18:53)
Liz Thieme:   Habe gerade ĂŒber die AZA erfahren, dass am Sonntag Simba Rebellen (Mai Mai) das Institute in Congo for the Conservation of Nature (ICCN) und den HauptstĂŒtzpunkt des Okapi Wildlife Reserve in Epulu angegriffen haben. Ein Teil der Mitarbeiter des Okapi Conservation Project konnte in den Wald fliehen, fĂŒnf Wachen wurden getötet. Der Stand der Dinge bezĂŒglich der 14 Okapis ist noch unbekannt. Die GebĂ€ude wurden teils geplĂŒndert und zerstört.
Bisher war der Kontakt nach Epulu abgebrochen. Die Kongolesische Armee FARDC ist auf den Weg nach Epulu geschickt worden, die nun mit Monusco (UN) Truppen vor Ort sind. Auch vom Virunga NP kommt Hilfe durch Ranger. Die OCP Belegschaft wird erst zurĂŒckkeheren, wenn grĂŒnes Licht seitens der FARDC und Monusco kommt.

Es wird um Hilfe zum Wiederaufbau gebeten: http://www.okapiconservation.org.
(26.06.2012, 20:02)
WolfDrei:   In einem Symposium zum Stand des Naturschutzes in der Mongolei in Halle wird auch zum Stand der Auswilderung der Przewalskis berichtet. Zwischen 1993 und 2011 wurden 344 Tiere importiert in die folgenden Schutzgebiete: Hustai-Nationalpark 258; Great Gobi B 54 und in Khomiin Tal 32. Beschrieben wird die Situation im Hustai NP. 2009 vor Beginn des Winters gab es dort 134 Tiere, durch Ă€ußerst harte Bedingungen im Winter ging die Zahl auf 48 im Mai 2010 zurĂŒck. Die dortigen Haustierhalter hatten Verluste zwischen 50-100%. Zwischen 1993 und 2011 gab es 109 Geburten,die MortalitĂ€t berug 40% insbesondere durch Wölfe in den ersten beiden Lebensmonaten der Fohlen.
(26.06.2012, 17:12)
SchĂŒling Buchkurier:   Klick in die Vielfalt 2012
Fotowettbewerb zur UN-Dekade Biologische Vielfalt

Begeisterte Naturfotografen sind eingeladen, sich an dem Fotowettbewerb „Klick in die Vielfalt 2012“ zu beteiligen. Ob alte BuchenwĂ€lder, bezaubernde Moorlandschaften, schillernde Libellen, klappernde Störche oder unauffĂ€llige Flechten – Deutschlands Natur ist vielfĂ€ltig und faszinierend. Eingereicht werden können Fotos, die einen attraktiven Blick auf unsere heimische biologische Vielfalt werfen.

Bis zum 31.Oktober 2012 können Fotografen ihr schönstes Naturfoto auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt hochladen. Oft ist es gerade der individuelle Blick durch die Kameralinse, der dem Betrachter ganz neue Perspektiven auf die Schönheit und Einzigartigkeit der biologischen Vielfalt eröffnet. Eine kompetente Fachjury wÀhlt aus allen Einsendungen eine Auswahl von rund 30 Fotos, die ausgezeichnet werden. Zu dieser Jury gehören die UN-Dekade-Botschafter und Profi-Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers. Die ausgezeichneten Fotos werden mit einem Preisgeld von je 100 Euro prÀmiert und auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt prÀsentiert. Zudem ist geplant, sie im Rahmen einer bundesweiten Fotoausstellung zu veröffentlichen. Aus diesen Fotos werden zudem zwei Siegerfotos ausgewÀhlt, eines von der Jury und das zweite im Rahmen einer Online-Abstimmung durch die Besucher und Besucherinnen unserer Webseite. Die beiden Sieger erwartet ein besonderes Erlebnis: Sie werden zu einem Fotoausflug mit den Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers eingeladen.

Der Fotowettbewerb findet im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen fĂŒr den Zeitraum von 2011 bis 2012 ausgerufen wurde. Der Begriff „biologische Vielfalt“ bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Damit ist die Vielzahl aller Tier- und Pflanzenarten, Mikroorganismen und Pilze sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten gemeint. Aber auch die verschiedenen LebensrĂ€ume und die komplexen ökologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Seit Jahrzehnten ist jedoch ein RĂŒckgang dieser Vielfalt zu beobachten. Damit schwindet ein fĂŒr uns Menschen wertvolles Naturkapital. Das Anliegen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist es, mehr Menschen fĂŒr die Natur zu begeistern und fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren.

Die Fotos zum Wettbewerb können online eingereicht werden, unter:
http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/2036.html
(09.05.2012, 08:46)
Klaus Schueling:   16. Tagung des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien in Leipzig

Am Samstag, den 29. September 2012, findet im Zoo Leipzig, die 16. Tagung des „Fonds fĂŒr bedrohte Papageien“, eines Arbeitskreises der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), ĂŒber Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt pro Person bei Voranmeldung:

30 EUR fĂŒr Mitglieder der ZGAP (ohne SchĂŒler- oder Studentenausweis)

20 EUR fĂŒr Mitglieder der ZGAP (mit SchĂŒler- oder Studentenausweis)

25 EUR fĂŒr SchĂŒler und Studenten (keine Mitglieder der ZGAP)

35 EUR fĂŒr Nicht-Mitglieder der ZGAP (ohne SchĂŒler- oder Studentenausweis)

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt pro Person 45 EUR an der Tageskasse vor Ort, fĂŒr SchĂŒler und Studenten bei Vorlage des entsprechenden Nachweises 35 EUR.

In der TagungsgebĂŒhr enthalten sind der freie Eintritt in den Zoo Leipzig von Freitag bis Sonntag, Kaffee und Kuchen und verschiedene FĂŒhrungen. Am Freitagabend (28. September) können sich Interessierte zum gemĂŒtlichen Beisammensein direkt im Zoo treffen.

Die Tagung am Samstag findet in den neuen RĂ€umlichkeiten des Zoos in einem Veranstaltungssaal von Gondwanaland statt.

Übernachtungsmöglichkeiten:
Anreise Freitag:
Hotel de Saxe, Gohliser Straße 25, 04155 Leipzig, Tel.: 0341-59380, Fax 0341-5938299, E-Mail: info@hotel-de-saxe.de

Anreise Samstag:
Art`otel Leipzig, Eutritzscher Straße 15, 04105 Leipzig, Tel.: 0341-303840, Fax 0341-30384444, E-Mail: info@artotel-leipzig.com

Atlanta Hotel, SĂŒdring 21, 04416 Leipzig – Wachau, Tel.: 0341-414600, Fax 0341-41460999, E-Mail: info@atlanta-hotel.de

Stichwort: Papageientagung

FĂŒr das kulinarische Wohl wird bestens gesorgt sein. Das Speiseangebot wird auf der Homepage des FbP veröffentlicht. Das gemeinsame Abendessen findet ebenfalls in Gondwanaland statt.

 
Vorabreservierungen zur Tagung mĂŒssen schriftlich erfolgen und können nur unter Vorausleistung der TagungsgebĂŒhr berĂŒcksichtigt werden. – Die Anmeldung zur Tagung ist online möglich. Das Online-Anmeldeformular, ein Anmeldeformular zum Ausdrucken und die Bankverbindung finden Sie auf der Homepage des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de. Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof, Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-4250380, E-Mail: fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 02834-4250420).

RenĂ© WĂŒst, Sprecher des „Fonds fĂŒr bedrohte Papageien“
(08.05.2012, 16:48)
SchĂŒling Buchkurier:   30 Jahre Zoologische Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V.
- neuer Vorstand will bewÀhrte Artenschutzarbeit fortsetzen

ZGAP - Wer oder was verbirgt sich eigentlich hinter dieser AbkĂŒrzung?! Zebras grasen auf PrĂ€rien? Zahmer, grauer, alter Papagei? Weit gefehlt, obwohl 
 Tiere stehen tatsĂ€chlich im Mittelpunkt der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V., und zwar höchst bedrohte Arten!
Die Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sich verstĂ€rkt fĂŒr den Erhalt von Tierspezies einzusetzen, die von der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht beachtet werden, feiert in diesem Jahr bereits ihr 30-jĂ€hriges Bestehen. Im Jahr 1982 grĂŒndete eine kleine Gruppe Ă€ußerst engagierter Natur- und ArtenschĂŒtzer in MĂŒnchen die ZGAP mit dem Ziel, den Schutz und langfristigen Erhalt dieser „vergessenen“ Tiere zu forcieren. Waren es anfĂ€nglich noch vorwiegend Maßnahmen fĂŒr Arten auf den Philippinen, wie beispielsweise die Rettung und die gezielte Zucht des damals am Rande der Ausrottung stehenden Prinz-Alfred-Hirsches, so wuchs die Liste der Projekte inzwischen ĂŒber weite Teile der Welt hinaus. Ob Buschmannhasen im sĂŒdlichen Afrika, Amurleoparden in Russland, Nasenfrösche in Chile, Delacour- und Goldkopflanguren in Vietnam oder Krokodilschwanz-Höckerechsen in China: Die Vielfalt der Tierwelt zu erhalten ist das Anliegen der ZGAP, und genau dies spiegelt sich inzwischen in der Vielfalt der Projekte wider. Der zur ZGAP gehörende ‚Fonds fĂŒr bedrohte Papageien’ richtet seinen Fokus zudem auf Arten wie den Orangehaubenkakadu, den Santa-Marta-Sittich oder den Buru-Lori.
Die mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder der Gesellschaft rekrutieren sich aus Biologen, Tiermedizinern, Tierpflegern aber auch zu einem großen Teil aus fachlich sehr interessierten Autodidakten und Naturliebhabern. Zu den feste Grundprinzipien, die ihre effektive Arbeit an vielen Stellen der Welt ermöglicht, gehört zum einen die Kooperation mit motivierten, oft jungen Menschen vor Ort. Zum anderen werden Betreuung und Kontrolle der ZGAP-Projekte fast ausschließlich ehrenamtlich durchgefĂŒhrt. Auf diese Weise gelingt u.a. der enge Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, die man dringend fĂŒr nachhaltige Artenschutzarbeit einbeziehen muss.
Am vergangen Wochenende (21./22.04.2012) wurde die Jahreshauptversammlung der ZGAP genutzt, um im Zoo Leipzig zahlreiche der laufenden Projekte vorzustellen und sich ĂŒber aktuelle Entwicklungen im Artenschutz auszutauschen. So wurde ĂŒber Papageien auf der indonesischen Insel Halmahera oder Siam-Krokodile auf Borneo berichtet - und auch ĂŒber manche Entbehrungen, die NaturschĂŒtzer im Auftrag der Arterhaltung und der Wissenschaft bereit sind, hinzunehmen.
Einen bedeutenden Punkt des diesjĂ€hrigen Treffens stellte der planmĂ€ĂŸige Umbruch in der Zusammensetzung des Vorstandes der ZGAP dar. Es sind große Fußstapfen, die nicht nur der langjĂ€hrige Vorsitzende und GrĂŒndungsmitglied Roland Wirth, sondern auch Theo Pagel (Direktor des Kölner Zoos), Jan-Uwe Heckel und Walter Schulz hinterlassen. Die neugewĂ€hlten Vorstandsmitglieder sind sich darin einig, dass es eine große Verantwortung ist, die sie nun ĂŒbernehmen, und dass es oberstes Gebot ist, den Grundprinzipien der jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte fĂŒr effektiven Artenschutz treu zu bleiben.
Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand nun aus Dr. Jens-Ove Heckel (Vorsitzender, Zoodirektor Zoo Landau), Dr. Sven Hammer (1. Stellvertretender Vorsitzender, Zoodirektor Zoo Görlitz), Anja Limpinsel (2. Stellvertretende Vorsitzende, Zoo Duisburg) sowie RenĂ© WĂŒst (Schatzmeister, Sprecher des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien) und Dr. Florian Brandes (SchriftfĂŒhrer, Leiter der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen) zusammen.
(02.05.2012, 15:36)
WolfDrei:   Aus SECAS 68(Freunde der Pariser Zoos):
1.
Im Nordwesten Tasmaniens soll eine Beutelteufelpopulation gefunden worden sein, die nicht auf den "Gesichtskrebs" anspricht - Übertragungsversuche mit Krebszellen verliefen negativ.
2. 2009 wurde ein Gaurbulle aus der Pariser Menagerie in ein Rescue Center in Kanmbodscha ĂŒberfĂŒhrt - theoretisch geht er letzlich auf die Berliner Zoozucht zurĂŒck, sollte also Bos g. gaurus sein. Chromosomenuntersuchungen des genannten Bullen zeigten nun eine Differenz: er hatte n=56, "echte" indische sollen aber n=58 haben. Genetische Untersuchungen sollen folgen - aber woher "echtes" indisches Material nehmen? Aus Indien ist selbst die Ausfuhr biologischen Gewebes verboten. Wir hatten ja schon erwĂ€hnt, daß Tiere aus Indien nicht "indische" Tiere sein mĂŒssen.
Aus "Mammalien Biology" 77 (2012)
Der Meeresotter Lontra felina ist bekanntermaßen gefĂ€hrdet. Er lebt an der pazifischen MeereskĂŒste SĂŒdamerikas von Peru bis vielleicht nach Feuerland. Er ist an sich rein marin, geht aber manchmal auch in die FlĂŒsse. Eine EinschĂ€tzung fĂŒr Peru geht von einer Anzahl von ca 790-2100 Tieren ĂŒber einen bewohnten Abschnitt von ca 800 km aus (GesamtmeereskĂŒste Peru etwa 1800 km)
(06.03.2012, 19:49)
Ralf Sommerlad:   EAZA-Magazin ZOOaquaria: http://www.eaza.net/News/EAZA_Magazine/Pages/Magazine.aspx
mit einer Beschreibung des WAZA-Schutzprojektes Mesangat
(07.12.2011, 15:20)
Ralf Sommerlad:   So ganz stimmt das nicht mit der Zahl der freilebenden Siamkrokodile. Ganz so schlimm wie geschrieben siehts auch noch nicht aus. Die derzeitigen Überschwemmungen am Tonle Sap in Kambodscha, in SĂŒdlaos und Thailand dĂŒrften ĂŒberdies Tausende von Siamkrokodilen, davon der weitaus ĂŒberwiegende Teil Hybriden, aus legalen und illegalen Aufzuchtfarmen freigesetzt haben. Über die möglichen Folgen will ich mir noch garkeine Gedanken machen - lebend gefangen wird llenfalls ein winziger Prozentsatz und der Rest wird abgeschossen, reinerbig oder nicht.
(07.12.2011, 15:11)
WolfDrei:   pardon: die Siamkrokodilnester wurden in SĂŒdlaos gefunden
(06.12.2011, 20:48)
Sacha:   @WolfDrei: Die Zahlen zur Nashorn-Wilderei mĂŒssen in der Tat zu denken geben. Gerade bei den SpitzmĂ€ulern. Umso unverstĂ€ndlicher, dass einige Zoos in den letzten Jahren (z.B. Dortmund) deren Haltung (wieder) zu Gunsten der BreitmĂ€uler aufgegeben haben oder planen, dies zu tun (z.B. ZĂŒrich).
(06.12.2011, 16:06)
WolfDrei:   Hier das Bild des Gepardenjungtieres aus dem Ueno-Zoo/Tokio
(06.12.2011, 15:38)
WolfDrei:   Heute vom Tisch des Direktors umfangreicher Literatureingang. In lockerer Folge:

WAZA News: Stand afrikanische Nashörner:
Breitmaulnashorn : von 2 500 im Jahr 1991 auf heute etwa 20 000; SpitzmaulNH: von 2 5oo auf 4880 (2 200 minor; 1920 bicornis; 740 michaeli)
Aber Poaching: in SĂŒdafrika von 333 2010 auf bisher 239 im August - Hochrechnung : etwa 406. Von 2009 zu 2010 2,7 fache Erhöhung

Zuchtbuch Cuviergazelle: 280 Tiere in 11 Haltungen, davon Almeria 57,94. 2011 2 x Drillinge: Anteil der Zwillingsgeburten 39%


Im Senegal Aussatz von 23 Dorcasgazellen (UA neglectus)in ein 660 ha großes Schutzgebiet

In Ueno - Tokio in einem Dreierwurf bei den Geparden ein "Königsgepard".

ZGAP-Zeitschrift: Stand WildwasserbĂŒffel: UA fulvus in Assam etwa 3000: UA theerapati etwa 80 in Thailand/Kambodga; UA arnnee in Indien nur in 2-3 Restvorkommen, in Nepal 229 im Schutzgebiet Koshi Tappu; UA migona auf Ceylon?

Im Zoo Paris-Vincennes ab 1.9. erste Abrißarbeiten (die sollten wohl schon frĂŒher beginnen?)

Siamkrokodile in der Natur etwa 300. Im sĂŒdlichen Kambodga wurden zwei Nester mit je 20 Eiern gefunden - ein Gelege wurde in Menschenhand ausgebrĂŒtet, das andere vor Ort belassen.

Karibik-Manati-EEP: 33 Tiere in 8 Haltungen in Europa
(06.12.2011, 15:13)
Klaus SchĂŒling:   Liebe Tierparkfreunde,
liebe europÀische Zooförderer,

die Tierparkfreunde unterstĂŒtzen das vom NABU Deutschland geleitete HAILIFE-BĂŒndnis seit seiner GrĂŒndung durch Managementleistungen.

Von den zahlreichen "kleinen"  Alerts Stufe 1 berichten wir nicht jedes Mal, da die Betroffenen meist sehr schnell das Haifleisch auslisten, der letzte "große Fisch" war ja REWE im Herbst 2010.

Der aktuelle Alert gegen MSC hat jedoch sicher ein grĂ¶ĂŸeres Ausmaß und evtl. öffentliches Interesse, weshalb wir Sie informieren möchten.

MSC hat in British Columbia (und nicht nur dort!) erstmals die Zertifizierung der Dornhaifischerei durchgefĂŒhrt!

Nachdem METRO auf Basis der laufenden Zertifizierung 2010 schon verkauft und das nach Intervention von HAILIFE und MSC Deutschland wieder eingestellt hat, wird es jetzt ernst: Der Final Report des Certifiers vor Ort hat auf Basis einer Risk-Frame-Base-EinschĂ€tzung die Fischerei dort zulassen in der Hoffnung, dass der Bestand wĂ€hrend der Befischung ĂŒberlebt. Mit Nachhaltigkeit und Vorsorgeprinzip hat das nicht zu tun! 

TatsĂ€chlich entbehrt das Assessment belastbarer wissenschaftlicher Grundlagen. MSC Int. und Deutschland haben sich in Verhandlungen, die wir mit UnterstĂŒtzung von Dr. Andreas KĂ€ppeler, SHARKPROJECT, und dem NABU sowie unter wissenschaftlicher Beratung des Meeresbiologen Dr. Onno Groß, DEEPWAVE, gefĂŒhrt haben, resistent gezeigt, so dass wir erst einmal grundlegende juristische Anstrengungen unternommen haben, um ins Verfahren reinzukommen - s. Anlage Brief HAILFE 190811.

Wir haben in den "Argumentations" in der Anlage nicht nur die wissenschaftliche Insuffizienz der MSC-Zertifizierung aufs Korn genommen, sondern natĂŒrlich auch die KontraproduktivitĂ€t einer Zertifizierung dieser Tierart in einem lokalen Bestand und die katastrophalen Folgen fĂŒr die vielen stark bedrohten BestĂ€nde weltweit - alles Fakten, die den MSC Fishery Standards interessanterweise widersprechen.

MSC hat unter Verweis auf FormalitĂ€ten den Einspruch zurĂŒckgewiesen, was aber nicht so tragisch ist, da wir bei einer 2. laufenden Zertifizierung im Atlantik formaler Stakeholder sind. Wir werden MSC also zwingen können, sich unseren Argumenten zu stellen. Die erschreckenden Fakten:

- Die Zertifizierung entspricht nicht den Regeln der FAO
- FĂŒr bedrohte Knorpelfische mĂŒssen vorsichtigere Fangmengen festgelegt werden
- MSC will nach eigenen Angaben zertifizierte Haifischflossen nach Asien liefern.

Es wird höchste Zeit, den teilweise zweifelhaften Praktiken dieses angeblich nachhaltigen GĂŒtesiegel ein Ende zu machen!

Herzliche GrĂŒĂŸe

Sven Thanheiser
HAILIFE Alliance Manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:

(21.10.2011, 22:58)
WolfDrei:   ps: das Vu-Quang-Rind wurde sogar erst 1992 wissenschaftlich beschrieben.
(10.08.2011, 11:44)
WolfDrei:   Soeben gelesen in der französischen Zoofreundezeitschrift SECAS: im August 2010 wurde in einem laotischen Dorf an der Grenze zu Vietnam ein Vu-Quang-Rind "eingeliefert" (dem Bilde nach ein Bulle). Bevor SachverstĂ€ndige eintreffen konnten, verstarb das Tier. Frustierenderweise wurde mitgeteilt, daß es in den letzten Jahren sehr ruhig um das erst vor ca 25 Jahren entdeckte Tier geworden sei und daß dieses Tier vielleicht eines der letzten seiner Art sein könnte. Nach Entdeckung nahm man einen Gesamtbestand vo ca 300 Tieren an. Die ca 17 Tiere, die nach der Entdeckung gefangen worden waren, hatten nur, wenn ĂŒberhauopt, wenige Wochen ĂŒberlebt.
(10.08.2011, 11:31)
WolfDrei:   ps: Ausgangsbestand 2010 300 Tiere
(23.02.2011, 10:18)
WolfDrei:   Aus der letzten "Zooquaria": Durch Schutz der WurfplĂ€tze am Cap Blanc (Mauretaninien) wurden 2010 in dieser weltweit grĂ¶ĂŸten Kolonie der Mönchsrobben 55 Jungtiere gezĂ€hlt.
(23.02.2011, 10:16)
Klaus SchĂŒling:   Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:


Sehr geehrte Damen Herren,
liebe Zooförderer,

letztes Mal konnten wir erfreuliche Ergebnisse von unseren AktivitÀten beim Walschutz berichten.

Heute leider eine Katastrophe: Obwohl zur Zeit in Nagoya, Japan, die Int. BiodiversitĂ€tskonferenz stattfindet, steigen die Japaner aus dem Artenschutz aus: In Taji, einem japanischen KĂŒstenort, wurden heute wie jedes Jahr 60 Delphine zusammengetrieben, die schönsten Tiere fĂŒr Delphinarien herausgefangen und der Rest blutig abgeschlachtet.
Scheinheilig verkĂŒndeten die Japaner gleichzeitig bei der Konferenz, 1.4 Mrd. Euro fĂŒr den Artenschutz an EntwicklungslĂ€nder bereitzustellen. Das "Harmonie" genannten Paket darf nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass diese Bestechung Ă€rmerer LĂ€nder allein dazu dient, bei Konferenzen wie z.B. CITES die kontraproduktiven Positionen Japans zu unterstĂŒtzen.

Aber auch vor unserer HaustĂŒr wird eine Tierart zum Tode verurteilt: Die EU-Fischereiminister des "Club Med", d.h.alle EU-Mittelmeeranrainer, haben eine Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission, zur Rettung des Roten oder Blauflossenthunfischs die Fangquote zu halbieren, organisiert.

Dieser Irrsinn kann nur bei der nÀchsten EU-Wahl korrigiert werden! Oder es muss doch mal ein saftiger Boykott gegen eines unserer UrlaubslÀnder organisiert werden.

EARTLIFE wird Anfang 2010 zu einer Strategiekonferenz der UmweltverbĂ€nde nach MĂŒnchen einladen. Dort sollen effektivere Strategien diskutiert werden, Artenschutz international durchzusetzen. Auch der Boykott kommt wieder auf die Tagesordnung...

Wir mĂŒssen aber unsere Hausaufgaben in Europa machen, bevor wir international glaubwĂŒrdig Druck entfalten können!

Die Themen Thunfisch und Walmassaker vor den Faroer-Inseln könnten die AufschlÀge sein, diese Schöpfung vor Gier und Dummheit zu retten.

BetrĂŒbte, aber kampfeslustige GrĂŒĂŸe

Ihr

Sven Thanheiser
Programmleiter EARTHLIFE
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
(02.11.2010, 10:26)
Liz Thieme:   Laos will die SchutzbemĂŒhungen fĂŒr die Saola verstĂ€rken, nach dem nun wieder ein Exemplar gesehen wurde - nach 10 Jahren.

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12283-2010-09-20.html
(20.09.2010, 20:42)
Ralf Sommerlad:   Es ist immer ziemlich einfach, politische und finanzielle UnterstĂŒtzung zu finden, wenns um den Schutz besonders charismatischer Tierarten geht - auch wenn die politische UnterstĂŒtzung immer eine konsequenzfreie ist. Wale, Tiger, Orang-Utans, EisbĂ€ren und vielleicht sogar noch Frösche -anders siehts aus, wenn man sich fĂŒr Segelechsen und Pustelschweine in den Philippinen, Siam-Krokodile in Kambodscha und Indonesien, Indigonattern in den USA und sogar den Kabeljau in europĂ€ischen Meeren einsetzt...
(25.06.2010, 15:51)
Klaus SchĂŒling:   Vor kurzem hatten die Tierparkfreunde Hellabrunn um Teilnahme an den Online-Petitionen gegen die Aufweichung des Walfangmoratoriums gebeten. Hier die gute Nachricht aus Agadir:

Walfangmoratorium bleibt erhalten: Erfreuliche Nachrichten von der Sitzung der Int. Walfangkommission aus Agadir: Der Versuch der Aufweichung des Moratoriums ist insbesondere Dank der Einigkeit der EU und der Haltung von Deutschland, Frankreich und England abgewehrt worden. Herzlichen Dank an alle, die vor Ort mitgewirkt haben (Dr. Ralf Sonntag, IFAW (siehe Artikel im letzten "Tierparkfreund", Dr. Sandra Altherr, Pro Wildlife, Thilo Maack, Greenpeace, Niki Entrup, WDCS) und auch an Ministerin Aigner, die sich nach Intervention von Earthlife zuletzt fĂŒr die Position der NGOs auch international sehr stark gemacht hat.
(24.06.2010, 09:02)
Liz Thieme:   Delacour-Zwergtaucher fĂŒr ausgestorben erklĂ€rt
Auch bei einer langen Suche wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Fische und Fangnetze sind mitverantwortlich fĂŒr sein Aussterben.
Genf. Die Welt ist wieder um eine Tierart Ă€rmer: 25 Jahre wurde der Delacour-Zwergtaucher (Tachybaptus rufolavatus) bereits nicht mehr gesichtet, nun hat eine internationale Vogelschutzorganisation den auf Madagaskar heimischen Lappentaucher offiziell fĂŒr ausgestorben erklĂ€rt. „Den Verdacht, dass der Vogel nicht mehr existiert, gab es natĂŒrlich schon lĂ€nger“, erklĂ€rte BirdLife International. Die weltweite Partnerschaft von Naturschutzorganisationen ist zustĂ€ndig fĂŒr die Rote Liste gefĂ€hrdeter Vogelarten. Wissenschaftler wollten den Vogel, der im entlegenen Osten der afrikanischen Insel beheimatet war, nicht ĂŒbereilt fĂŒr ausgestorben erklĂ€ren. Doch auch bei einer ausgedehnten Suche im vergangenen Jahr wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Exotische Fischarten und Fangnetze seien mitverantwortlich fĂŒr das Aussterben des Delacour-Zwergtauchers. Ein Ă€hnliches Schicksal könnte auch die Kubaralle (Cyanolimnas cerverai) ereilen. Der nur in den westlichen SĂŒmpfen Kubas vorkommende Vogel wurde in die Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten aufgenommen. Quelle: HH Abendblatt
(27.05.2010, 09:40)
Klaus SchĂŒling:  


Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn gegen den Walfang

Im Juni will die Internationale Walfangkommission (IWC) das seit 1986 geltende Walfangmoratorium aufheben. Der Beschluss dazu wurde von einer kleinen Arbeitsgruppe vorbereitet, an der fĂŒr Deutschland das Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV, Ministerin Ilse Aigner, CSU) maßgeblich beteiligt ist.
Weitere Info auf den Web-Seiten z.B. der NGOs IFAW oder NABU .

Auf dem Photo im Anhang ĂŒbrigens ein ĂŒblicher Anblick auf den dĂ€nischen Faroer-Inseln...

Obwohl Deutschland keinerlei Walfang betreibt, will die Bundesregierung das sinnlose Töten der Könige der Meere wieder erleichtern. Ein unglaublicher Skandal und das krasseste Beispiel fĂŒr umweltpolitische Ignoranz:

2010 wurde von der UNO zum Jahr der BiodiversitÀt ausgerufen.

Bislang weigert sich das BMELV die Position der UmweltverbĂ€nde anzuerkennen. Die Tierparkfreunde sind Teil der grĂ¶ĂŸten VerbĂ€ndekoalition, die es je gab und fordern Bundeskanzlerin Merkel und Ministerin Aigner in einem offen Brief auf, Ihre PlĂ€ne zu ĂŒberdenken.

Es wird Zeit, Frau Ministerin Aigner zur Rettung der Wale zu ermutigen!

Schreiben Sie ihr! Die benötigten Informationen finden Sie auf der Seite des IFAW unter: http://e-activist.com/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=16&ea.campaign.id
=6382&msource=DR100319003&tr=y&auid=6212281

Foto: Ein Bild von den dÀnischen Faroer-Inseln wÀhrend der Jagdsaison
(14.05.2010, 13:20)
Jennifer Weilguni:   GrĂŒnes Denken in der Politik wird von den WĂ€hlern zum Teil immer noch als "Ökospinnerei" abgetan. Vieleicht deshalb nicht das beliebteste Parteiziel?

Man wird erst aufhören die Meere leerzufischen und die WÀlder abzuholzen, wenn nichts mehr da ist was sich fischen oder abholzen lÀsst. Und glaubt mir, dann wird es einige reiche Menschen geben, die feststellen, dass sich Geld DOCH essen lÀsst.
(11.05.2010, 12:41)
Klaus SchĂŒling:   Weltweiter Verlust an Arten und LebensrĂ€umen bestĂ€tigt

Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Zoo Frankfurt und weltweit anerkannter BiodiversitĂ€tsexperte, fordert in Bonn anlĂ€sslich des dritten Berichts ĂŒber den Zustand der biologischen Vielfalt ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik.


Heute wurde in Bonn der dritte Global Biodiversity Outlook, ein periodisch erscheinender Bericht ĂŒber den Zustand der globalen biologischen Vielfalt, vorgestellt. „Der Bericht zeigt eindrĂŒcklich, dass das Ziel, bis 2010 die Verluste der biologischen Vielfalt entscheidend zu reduzieren, auf globaler Ebene nicht erreicht worden ist.“, sagt Prof. Dr. Manfred Niekisch. Der alle drei bis vier Jahre erscheinende Bericht benennt die wichtigsten Ursachen fĂŒr den RĂŒckgang der biologischen Vielfalt, zeigt aktuelle Trends auf und widmet sich möglichen Zukunfts-Szenarien.

SĂŒĂŸwasserlebensrĂ€ume, Eismeere, Salzwiesen, Korallenriffe, Seegraswiesen und MuschelbĂ€nke weisen ernsthafte Verschlechterungen ihres Zustands auf. Fast ein Viertel der Pflanzenarten ist SchĂ€tzungen zufolge vom Aussterben bedroht. Die PopulationsgrĂ¶ĂŸe von Wirbeltieren hat zwischen 1970 und 2006 durchschnittlich um fast ein Drittel abgenommen.

Die Ausdehnung natĂŒrlicher LebensrĂ€ume schwindet in den meisten Teilen der Welt, allerdings konnte der FlĂ€chenverlust von TropenwĂ€ldern und Mangroven in einigen Regionen verlangsamt werden. „Das ist das einzige positive Signal des Berichtes“, erlĂ€utert Niekisch. „Es wurden mehr Schutzgebiete ausgewiesen. Aber diese Gebiete sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand.“

Die Hauptursachen des Verlusts an biologischer Vielfalt sind die Zerstörung und Übernutzung von LebensrĂ€umen und Arten, Umweltverschmutzung und der Klimawandel. „Fragen der biologischen Vielfalt werden immer noch nicht ausreichend in politische Programme aufgenommen“, fĂ€hrt Niekisch fort. Mit dem Verlust der biologischen Vielfalt durch verfehlte Agrar- und Fischereipolitik wird die Existenzgrundlage und Nahrungsmittelsicherheit von mehreren Millionen Menschen gefĂ€hrdet. Sie verschĂ€rfen die ohnehin schon großen Probleme von Hunger und Armut. Als Beispiele fĂŒhrt Niekisch die kommerzielle Fischerei und den Ausbau von Monokulturen an. „Die kommerzielle Fischerei nimmt den kleinen KĂŒstenfischern ihren Lebensunterhalt. Eindrucksvoll sieht man die Folgen in Somalia, wo die Fischer zur Piraterie greifen.“ Monokulturen im Soja-, Mais- und Palmölanbau produzieren fĂŒr Leute, die sich solche Produkte kaufen können und gerade nicht fĂŒr die Armen.

„Die Erhaltung der BiodiversitĂ€t ist kein Luxusproblem“, sagt Niekisch. Letztendlich ist die Erhaltung der genetischen Vielfalt, der Vielfalt der Arten und der Vielfalt der Ökosysteme fĂŒr die Erhaltung des Lebens auf der Erde essentiell, denn ohne Vielfalt ist keine Evolution möglich. „Wir brauchen ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik. Die Erhaltung der BiodiversitĂ€t muss ganz oben auf die politische Agenda.“

(11.05.2010, 08:50)
Klaus SchĂŒling:   14. Tagung des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien im Kölner Zoo

Am Samstag, den 30. Oktober 2010, findet im Kölner Zoo die 14. Tagung
des „Fonds fĂŒr bedrohte Pagageien“, einer Arbeitsgruppe der Zoologischen
Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), ĂŒber
Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt pro Person 30 EUR bei Vorabreservierung
(ZGAP-Mitgliedern wird ein zusÀtzlicher Rabatt von 5 EUR eingerÀumt)
oder 40 EUR vor Ort, fĂŒr SchĂŒler und Studenten entsprechend 20 EUR bei
Vorabreservierung (ZGAP-Mitgliedern wird ein zusÀtzlicher Rabatt von 5
EUR eingerĂ€umt) oder 30 EUR vor Ort. In der TagungsgebĂŒhr sind Kaffee-
und
Kuchen sowie der Eintrittspreis (Samstag und Sonntag) fĂŒr den Zoo
inklusive
ZoofĂŒhrung am Sonntagmorgen enthalten. Die Teilnahme an der Tagung
ermöglicht darĂŒber hinaus den Eintritt zur Ornithea zu einem ermĂ€ĂŸigten
Preis.

FĂŒr Teilnehmer, die schon am Freitag anreisen, ist eine
gemeinschaftliche Besichtigung eines Schlafbaums der Halsbandsittiche
(Psittacula krameri) auf dem BASF-GelÀnde in Leverkusen mit
anschließendem Abendessen im Restaurant „Kasino“ geplant.

Die Tagung am Samstag findet in RÀumlichkeiten des Kölner Zoos statt.
Anschrift: Zoo Köln, Riehler Straße 173, 50735 Köln, Internet:
www.koelnerzoo.de.

Übernachtungsmöglichkeiten: Als Großstadt bietet Köln ein reichhaltiges
Hotelangebot in allen Preislagen. Hieraus empfehlen wir drei
verkehrsgĂŒnstig gelegene Hotels:

Hotel IBIS Köln Am Dom (im Hauptbahnhof, ca. 10 Minuten per U-Bahn zum
Zoo), Tel.: 0221-9128580, E-Mail: H0739@accor.com, Internet:
www.accorhotels.com/de/hotel-0739-ibis-koeln-am-dom/ index.shtml

Hotel Four Points, Breslauer Platz 2 (NĂ€he Hauptbahnhof, ca. 10 Min. per
U-Bahn zum Zoo), Tel.: 0221- 1651-333; Internet:
www.fourpointscentralkoeln.com

Hotel Viktoria, Worringer Straße 23 (ca. 10 Minuten Fußweg zum Zoo),
Tel.: 0221- 9731720, E-Mail: hotel@hotelviktoria.com; Internet: www.
hotelviktoria.com

Weitere Übernachtungsangebote finden Sie im Internet oder erhalten Sie
auf Nachfrage in Ihrem ReisebĂŒro.

Vorabreservierungen zur Tagung mĂŒssen schriftlich erfolgen und können
nur unter Vorausleistung der TagungsgebĂŒhr berĂŒcksichtigt werden. – Die
Anmeldung zur Tagung ist erneut online möglich. Das
Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie
auf der Homepage des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof,
Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-425041, E-Mail:
fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
(05.05.2010, 08:30)
Michael Mettler:   Das mit dem Sumpfkrokodil ist nun wirklich spannend. Erinnert mich ein bisschen an die neuere Erkenntnis, dass die SchwĂ€rzlinge des Timberwolfes auf frĂŒhe Einkreuzung von Haushunden zurĂŒckzufĂŒhren sein sollen. Da ein schwarzer Timberwolf im Frankfurter Zoo der Stammvater der heutigen angeblichen Polarwölfe in unseren Zoos war, mĂŒssten die also eigentlich als Wolfshunde ausgeschildert werden ;-)

Was evolutionĂ€re ZeitrĂ€ume betrifft: In den letzten 80 Jahren fand die natĂŒrliche Ausbreitung der TĂŒrkentaube aus der TĂŒrkei bis nach Skandinavien statt. WĂ€re diese Kolonisation nach SĂŒden statt nach Nordwesten gelaufen, wĂ€re der Vogel auf seinen nĂ€chsten Verwandten, die Nordafrikanische Lachtaube gestoßen. Ob es da wirklich nicht zu (höchstwahrscheinlich fruchtbaren) Kreuzungen gekommen wĂ€re, deren Produkte nur schwer als solche erkennbar gewesen wĂ€ren und munter im Fortpflanzungsgeschehen mitgemischt hĂ€tten?

Ich denke eher: Jede Generation eines Lebewesens ist bereits ein evolutionÀrer Zeitraum. Wir nehmen das Wachstum eines Baumes ja auch nicht in Echtzeit wahr, sondern bemerken die Unterschiede nur in Episoden - und trotzdem wÀchst er kontinuierlich...
(16.04.2010, 17:28)
Ralf Sommerlad:   Ja, Sie haben völlig Recht, Herr Mettler. Im vorliegenden Fall aber haben wir es mit einer Entwicklung in einem Zeitraum von roundabout 50 Jahren zu tun, das ist ja kein evolutionĂ€rer Zeitraum. In dieser Zeit wurden die nach Übergagung klĂ€glichen WildbestĂ€nde in sehr begrenzte Habitate zusammengedrĂ€ngt, die schwerer erreichbar waren.Nachdem man bemerkte was man vorher angerichtet hatte, hat man Schutzmassnahmen eingeleitet und die sind eben bei den robusteren und anpassungsfĂ€higeren Spitzkrokodilen besser angenommen worden, als bei den Kuba-Krokodilen. So hat sich eine Art stĂ€rker vermehrt und drang in den Lebensraum der anderen, des Nahrungskonkurrenten immer weiter vor, wĂ€hrend die Kubaner aufgrund ihrer SĂŒsswasserbindung auf ihren Bereich beschrĂ€nkt blieben. Und da beide Arten, wie vermutlich alle Echten Krokodile untereinander das können, logischerweise hybridisierten...Aber es bleibt die spannende Frage des Eingriffs in einen vielleicht evolutionĂ€ren Prozess, Sie haben Recht.
Ex situ haben wir dennoch die Möglichkeit der reinerbigen Erhaltung , natĂŒrlich mĂŒssen wir diese Chance nutzen. Es ist ja schon jetzt im Vorfeld spannend, was schon festgestellt wurde: So hat ein Zoo, der seine Tiere genetisch untersuchen liess, nicht nur Spitzkrokodil-Gene gefunden, bei einem Tier sogar die des ( indischen ) Sumpfkrokodils..Ich bin sehr gespannt, welche Überraschungen noch auf uns warten.
(16.04.2010, 15:17)
Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Auch wenn es nicht gerade der landlĂ€ufigen Meinung entspricht, finde ich, dass der menschliche Einfluss in gewissem Maße ĂŒberbewertet wird. Nicht in seinem Ausmaß der Umweltzerstörung, denn daran habe ich keinerlei Zweifel, sondern dahingehend, dass es auch ohne Einwirken des Menschen EinflĂŒsse gibt und schon immer gab, die zu solchen Hybridisierungen fĂŒhren können/konnten. Einzelne Tiere verirrten sich in das Verbreitungsgebiet naheverwandter Arten oder versuchten es gezielt zu kolonisieren (z.B., weil in ihrem Herkunftgebiet alle Reviere besetzt waren), Naturkatastrophen oder schlichte VerĂ€nderungen wie der sich verĂ€ndernde Lauf eines Flusses fĂŒhrten dazu, dass nahe verwandte Tierformen zueinander fanden. Die durch Eiszeiten und Zwischeneiszeiten hervorgerufenen Ausdehnungen und Schrumpfungen der LebensrĂ€ume Afrikas z.B. drĂ€ngten Tierarten in inselartige Refugien zurĂŒck, in denen sie durch die Isolation trennende Eigenschaften entwickeln konnten - als sich durch Klimawechsel diese Refugien wieder ausdehnten und erneut zusammenhĂ€ngende FlĂ€chen bedeckten, waren die Unterschiede aber wahrscheinlich noch nicht so groß, dass sich die Tiere bei der Re-Kolonialisation nicht mehr hĂ€tten kreuzen können. Und bei dieser Gelegenheit wird vermutlich auch die eine oder andere Ausgangsart/-unterart "auf der Strecke geblieben sein", wenn sich fruchtbare Hybriden als nicht nur vital erwiesen, sondern zufĂ€lligerweise auch einen Selektionsvorteil erworben hĂ€tten.

Ich weiß, dass das ein sehr kitzliges Thema ist. Arterhaltung kann nun mal auch gleichzeitig bedeuten, ein eigentliches evolutionĂ€res Zwischenstadium (da die Evolution stĂ€ndig weiterlĂ€uft) gewissermaßen zum Standard fĂŒr alle Zeiten zu erklĂ€ren und uns damit die WillkĂŒr des Menschen zu erlauben, die sagt: WIR legen fest, was eine Art ist und ob sie im status quo weiterleben soll oder nicht. Conservation - konservativ - in Konserve...

Das Beispiel mag verrĂŒckt klingen, aber ich habe mich schon oft gefragt, was passiert wĂ€re, wenn es unsere heutige menschliche Kultur schon zu der Zeit gegeben hĂ€tte, als sich die LandbrĂŒcke zwischen Nord- und SĂŒdamerika bildete. HĂ€tten wir aus gut gemeintem Naturschutzgedanken heraus versucht, den Faunenaustausch zwischen den beiden Kontinenten zu unterbinden...? Ich fĂŒrchte, ja.
(16.04.2010, 13:50)
Ralf Sommerlad:   @Michael Mettler: Sie sprechen da ein Thema an, daß durchaus diskutiert werden muss: Stören wir einen evolutionĂ€ren Prozess? Möglicherweise ist das ja auch ein solcher, allerdings verursacht durch nachhaltigen menschlichen Einfluss, die Zerstörung von LebensrĂ€umen einer Art, die wiederum eine andere Art - hybridisierend- dennoch besiedeln kann.
Die hier ĂŒberschwappende Hybridisierung ist alleine menschlichem Einfluss ( in einem erdgeschichtlich bedeutungslos geringen Zeitraum) zuzufĂŒhren. Es ist ja nicht auszuschliessen, dass schon in der Vergangenheit dort, wo sich die lebensrĂ€ume beider Arten ĂŒberschnitten haben, also etwa in kĂŒstennahen Sumpfgebieten, es zu Hybridisierungen kam, aber diese wegen der ausreichenden Auswahl natĂŒrlicher reinerbiger Geschlechtspartner relativ folgenlos blieb. Wenn, hĂ€tten wir also so oder so einen evolutionĂ€r vielleicht natĂŒrlichen und vielleicht sogar unausweichlichen Prozess wahnsinnig beschleunigt. An der Notwendigkeit, sich um die Erhaltung der reinerbigen Kuba-Krokodile zu kĂŒmmern, Ă€ndert das nichts.
(16.04.2010, 13:11)
Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Falls die Spitzkrokodilpopulation auf Kuba natĂŒrlichen Ursprungs ist, entsprĂ€che die Hybridisation im Freiland doch aber einem normalen evolutionĂ€ren Vorgang, der beiden Arten "frische Gene" bringen und die Grundlage zur allmĂ€hlichen Entwicklung einer neuen, bestens an den vorhandenen Lebensraum angepassten oder aber flexibleren Art geben könnte...? Wenn sich schon die heutigen Arten fruchtbar kreuzen, könnten sie genausogut auch selbst irgendwann aus Vorfahren verschiedener Elternarten entstanden sein.
(15.04.2010, 16:19)
Ralf Seidel:   @Ralf Sommerlad, vielen Dank fĂŒr die Antwort, hört sich in der Tat nicht gerade rosig an...
(15.04.2010, 13:02)
Ralf Sommerlad:   Schön, dass nun auch das Siam-Krokodil in den Fokus der Zoo-ArtenschĂŒtzer gerĂ€t, es ist auch nötig: http://www.waza.org/en/site/conservation/waza-conservation-projects/overview/natural-history-of-a-siamese-crocodile-population-on-borneo
Danke an die Zoos in Dortmund, Köln und Protivin, die sich sehr eingesetzt haben und noch einsetzen, obwohl 2 von ihnen die Art garnicht pflegen. Aber man ist sich seiner Mitverantwortung fĂŒr den Erhalt eines wichtigen Habitates und seiner BiodiversitĂ€t bewusst.
(15.04.2010, 09:51)
Ralf Sommerlad:   Es sieht schlimm aus! Die wirklich getesteten reinerbigen FarmbestĂ€nde sind nicht wirklich gross.Es ist davon auszugehen, dass ein Grossteil hybridisiert sind.Die CSG schreibt im neu aufgelegten und noch unveröffentlichten Conservation Action Plan: "The degree of genetic introgression remaining in the captive Cuban stock remains unknown. "
Was freilebende Kuba-Krokodile angeht, so hat man bei den letzten surveys in 2000 noch zwischen 4.000 und 6.000 Krokodile angenommen. Niemand weiss, ob die Zahlen noch stimmen. Und da die Hybridisierung der WildbestĂ€nde durch die Zunahme der SpitzkrokodilbestĂ€nde auf Kuba ebenso zunimmt, wird man verstehen, wie wichtig die Erhaltung genetisch reiner BestĂ€nde in Zoos ist.Einige europĂ€ische Zoos haben bereits ihre Tiere genetisch untersuchen lassen mit dem zu erwartenden Ergebnis, dass auch hier Hybriden vorhanden sind, wo man nicht damit gerechnet hatte. Es ist also beim Kuba-Krokodil, ebenso ĂŒbrigens wie beim Siam-Krokodil, ein sehr sorgfĂ€ltiges captive management von Nöten
(15.04.2010, 09:45)
Ralf Seidel:   @Ralf Sommerlad, noch vor Jahren hieß es, dass zwar die Freilandpopulationen bedroht sind, der Artbestand aber insgesamt durch die Zucht in Farmen auf Kuba gesichert ist. Wie ist denn da die aktuelle Entwicklung?
(13.04.2010, 12:28)
Ronald Masell:   @ralf, wie gross sind denn im moment die BestĂ€nde inSitu bzw.exSitu?
(13.04.2010, 11:17)
Ralf Sommerlad:   Angesichts der katastrophalen Situation fĂŒr das Kuba-Krokodil, welches heute die vielleicht mit meisten vom Aussterben bedrohte Krokodilart der Welt darstellt, hat sich auf Intiative der IUCN Crocodile Specialist Group die Reptile TAG der EAZA entschlossen, anlĂ€sslich deren FrĂŒhjahrstagung in Barcelona abschliessend die GrĂŒndung eines ESB zu beschliessen, um das notwendige sorgfĂ€ltige Management der Zoopopulationen zu gewĂ€hrleisten. Sofern so beschlossen wird, soll als ESB-Koordinator der Paington Zoo, UK, fungieren.
(13.04.2010, 09:54)
Klaus SchĂŒling:   Und nun tatsĂ€chlich die letzte Mail zum Thema "REWE action alert":

Liebe Tierparkfreunde,
liebe EuropÀische Zooförderer,

wie vor Ostern versprochen, hier die letzte Mail zum Thema Haifleisch und "REWE action alert":
 
Nachdem der Vorstandsvorsitzende von REWE schriftlich mitgeteilt hat, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird, haben wir zahlreiche Mails erhalten, dass die REWE-Filialen binnen weniger Tagen die RestbestÀnde an eingedosten Schillerlocken aus dem Sortiment genommen haben - und das VOR dem Karfreitags-FischgeschÀft.

BezĂŒglich der noch offenen Frage der QualitĂ€tssicherung dieser Konzernstrategie bei den durchaus auch beim Einkauf unabhĂ€ngig agierenden Filialen hat die KonzernfĂŒhrung mitteilen lassen, dass sie nachhaltig auf die Filialisten einwirken wird, die Konzernstrategie zu respektieren. Angesichts des erfolgten "Durchgriffs" halten wir dies fĂŒr ausreichend und erklĂ€ren den Action alert fĂŒr beendet.

Vielleicht behalten Sie dennoch die REWE-Fischregale im Auge...

Wir danken allen, die bundesweit mitgeholfen haben, der REWE auf die Pelle zu rĂŒcken, ganz herzlich fĂŒr ihren Einsatz!

(13.04.2010, 09:43)
Klaus SchĂŒling:   Dies ist - hoffe ich doch! - die vorletzte Mail zum Thema "REWE action alert". Und das mit einer guten Nachricht:

Offensichtlich hat die Schlagkraft des HAILIFE-BĂŻÂżÂœndnisses gerade auch Dank des Einsatzes vieler Zoofreunde einmal mehr funktioniert!

Der Vorstandsvorsitzende von REWE hat nunmehr schriftlich mitgeteilt, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird und dass der Verkauf der RĂŻÂżÂœgenfisch Schillerlockendosen beendet wurde.

Nun wĂŻÂżÂœre es hilfreich, so weit mĂŻÂżÂœglich die Beendigung des Verkaufs der Dosen durch eine Nachschau in den REWE-Filialen zu verifizieren. Vielleicht wĂŻÂżÂœre es also den vielen von Ihnen, die den REWE-Filialleitern auf die Pelle gerĂŻÂżÂœckt sind, noch einmal mĂŻÂżÂœglich zu prĂŻÂżÂœfen, ob die Dosen tatsĂŻÂżÂœchlich aus den Fischkonservenregalen verschwunden sind, und uns noch mal eine kurze Info zu geben.

Falls die RĂŻÂżÂœckmeldungen aus den Filialen positiv sind, werden wir den action alert beenden kĂŻÂżÂœnnen - was ich Ihnen dann im Interesse Ihrer Mailboxen in einer abschlieĂŻÂżÂœenden Mail mitteilen werde.

Ich danke allen von Ihnen schon jetzt ganz herzlich fĂŻÂżÂœr die UnterstĂŻÂżÂœtzung! Ein toller Erfolg, der vielleicht ja auch mal als Blaupause fĂŻÂżÂœr alerts auf anderen Gebieten als dem Haischutz dienen kĂŻÂżÂœnnte...

Sven Thanheiser
Campaign Manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

(25.03.2010, 09:12)
Klaus Schueling:   YAQU PACHA: Neue Website

www.yaqupacha.org


(25.03.2010, 08:20)
Klaus SchĂŒling:   Liebe EuropĂ€ische Zooförderer,
liebe Tierparkfreunde,

heute war in der SĂŒddeutschen Zeitung und wohl auch bei Spiegel online zu lesen, dass die HaiantrĂ€ge in Doha bei der CITES-Konferenz gescheitert seien. Dies war im Gegensatz zum Roten Thun und dem EisbĂ€r zum GlĂŒck nicht der Fall! Zum Stand der Dinge schreibt Heike Finke, NABU, aus Doha:

Es gibt von der COP 14 Den Haag ein Arbeitspapier ĂŒber conservation und
management von sharks. Seit Den Haag 2007 ist das fortgeschrieben
worden, da hat eine Arbeitsgruppe dran gearbeitet. Diese
ErgÀnzungen/Fortschreibungen sind am vergangenen Dienstag in Committee I
vorgestellt worden - und sind abgelehnt worden. D.h. es wurde ĂŒber
dieses Papier gesprochen und dann auch abgestimmt mit dem Ergebnis, dass
es abgelehnt wurde. Die Diskussion war nicht eben pro Hai und gab
vielleicht einen Vorgeschmack auf die Diskussion, die es zu den
ListungsantrÀgen geben wird.

Aber mit dem Durchfallen diese Papiers sind wir zum GlĂŒck nur auf dem
Stand Den Haag, diese Resolution 12.6 mit Decisions 14.101 bis 14.117
sind damit weiter Stand der Dinge, die Arbeit der Arbeitsgruppe seitdem,
d.h. seit 3 Jahren, ist damit hinfĂ€llig und war fĂŒr die Katz fĂŒrs erste.
Mehr ist aber nicht passiert.

Die Hai-ListungsantrÀge werden vermutlich am Sonntag diskutiert,
vielleicht auch Montag. dann wird es eine Vorabstimmung geben, die aber
jedenfalls im Plenum an den letzten 2 - 3 Konferenztagen wieder
aufgegriffen werden kann, d.h. in ein sog. Reopening mĂŒnden kann.
Gleiches gilt fĂŒr das abgelehnte Papier - auch das kann nochmals ins
Plenum kommen, auch mit dann anderem Ergebnis. Es waren ja gar nicht
alle Mitgliedsstaaten im Raum, was allein durch die Arbeitsaufteilung in
2 committees folgt.

Dies zur Klarstellung.

Noch ist Hoffnung fĂŒr die Haie!

Viele GrĂŒĂŸe aus Doha
Heike

Zwischenstand REWE action alert:

Das Haus REWE will wohl Hai auslisten, hat das aber noch nicht vollzogen. Wir erhalten immer mehr Meldungen, dass die REWE-MĂ€rkte die Dosen aus den Regalen nehmen, sobald Tierparkfreunde die Filialleiter zur Rede stellten.

Vielleicht können Sie selbst oder Ihre Mitglieder bundesweit und in den NachbarlÀndern da noch etwas nachzuhelfen...  ;-)

Noch haben wir die REWE-Zentrale nicht da, wo wir im Interesse der Haie hinwollen: Sofortige nachvollziehbare Auslistung ALLER Haiprodukte und SOFORTIGES Ende des Verkaufs der eingedosten Schillerlocken!

Mit herzlichen GrĂŒĂŸen

Sven Thanheiser
Campaign Manager
--
HAILIFE
Postadresse: Postfach 44 04 26
D-80753 MĂŒnchen, Germany
Tel.: +49-(0)89-99 88 88 81 Fax: +49-(0)89-99 88 88 84
www.hai-society.org
(19.03.2010, 06:35)
Klaus Schueling:   Artenvielfalt erhalten und LebensrĂ€ume schĂŒtzen –
Zoos engagieren sich fĂŒr den Amphibienschutz
Der Verband Deutscher Zoodirektoren e. V. informiert:
Frosch, Kröte und Salamander sind in Gefahr. Die BestĂ€nde der Amphibien nehmen weltweit ab. Ein Drittel aller Arten ist gefĂ€hrdet. Über 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgestorben. Mit einem langfristigen Programm will der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) in Zusammenarbeit mit anderen ZooverbĂ€nden und der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) dazu beitragen, die BiodiversitĂ€t im Bereich der Amphibien zu erhalten.
Der Weltzoo-Verband (WAZA) hatte 2008 zum „Jahr des Frosches“ ausgerufen. Im Rahmen dieses Jahres fĂŒhrte der EuropĂ€ische Zoo- und Aquarien-Verband (EAZA) die Kampagne „Frog Alarm!“ durch, um auf das Problem aufmerksam zu machen und Gelder fĂŒr Schutzprojekte zu sammeln. Die Zoos im deutschsprachigen Raum spendeten damals rund 70'000 € fĂŒr den Amphibienschutz. Der Zoo DORTMUND hat sich ebenfalls an der Kampagne beteiligt und wurde von der EAZA mit dem „Gold Award“ fĂŒr seine erfolgreiche Beteiligung ausgezeichnet.
Die Zoo-VerbĂ€nde in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren aber der Meinung, dass mit einer zeitlich befristeten Kampagne wenig erreicht werden könne. Sie hatten sich deshalb bereits 2007 mit der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Herpetologie und Terrarienkunde zusammen gefunden, um ein langfristiges Amphibienschutzprogramm ins Leben zu rufen, an dem sich sowohl die Zoos, Tier und Wildparks im deutschsprachigen Raum als auch Privathalter beteiligen sollten. Dieses Programm verfolgt unterschiedliche Ziele, wie Information der Zoobesucher und der breiten Öffentlichkeit, Thematisieren des Amphibienschutzes im Rahmen des Zoo-Unterrichts, Schaffen der Voraussetzungen fĂŒr langfristige Zuchtprogramme, ökologische Aufwertung der ZoogelĂ€nde zur Schaffung von LebensrĂ€umen fĂŒr heimische Amphibien, Betreuen von Schutzgebieten, UnterstĂŒtzen von Zoos und Behörden in EntwicklungslĂ€ndern mit einer hohen Artenvielfalt, und Beteiligung an Forschungs- und Schutzprojekten in EntwicklungslĂ€ndern. So beteiligt der Zoo DORTMUND sich am Erhaltungszuchtprogramm fĂŒr den Blauen Baumsteiger, eine der bedrohten tropischen Froscharten.
Den Start fĂŒr das Programm war ein im Juni 2007 in Chemnitz durchgefĂŒhrter Amphibienkurs, an dem Vertreter der ZooverbĂ€nde, der Zoos und der DGHT teilnahmen. Seit dann bildet der Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) regelmĂ€ĂŸig Tierpfleger fĂŒr die Betreuung von Amphibien aus, es wurden von einem DGHT-Mitglied koordinierte Zuchtprogramme fĂŒr etwa ein Dutzend Arten in Angriff genommen, in Zusammenarbeit mit dem Verband deutschsprachiger ZoopĂ€dagogen und der Stiftung Artenschutz wurden FlugblĂ€tter und Lehrmittel herausgegeben, und mehrere Zoos bauten neue Amphibienausstellungen oder gestalteten bestehende um. Im Zoo DORTMUND sind mehrere Arten von Pfeilgiftfröschen und die eher unscheinbaren und daher wenig bekannten SchwimmwĂŒhlen zu sehen.
Um einen weiteren Teil der Schutzbestrebungen zu finanzieren, sammelten Zoos und VerbĂ€nde in den Jahren 2008/2009 rund 41'000 €, die von der Stiftung Artenschutz treuhĂ€nderisch verwaltet wurden. Damit können nun vier Feldprojekte in den Alpen, in Bolivien, Guyana und Vietnam sowie eine Analyse des regionalen Handels mit Krokodilmolchen in SĂŒdostasien tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt werden.
Im Rahmen des Jahres der BiodiversitÀt besonders bemerkenswert sind die Anstrengungen von bislang etwa 20 Zoos zu Förderung der lokalen BiodiversitÀt durch Wiederherstellen und Unterhalten von AmphibienlebensrÀumen und, in besonderen FÀllen, die Wiederansiedlung lokal ausgestorbener Arten, wie des Kammmolchs oder des Laubfroschs. Dazu arbeiten die Zoos eng mit lokalen Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen.
WeiterfĂŒhrende Informationen:
www.zoodirektoren.de  Amphibienprogramm (Allgemeines, Schutzprojekte, Zuchtprogramme, Lehrmaterialien)
Foto: Blauer Baumsteiger
(15.03.2010, 13:39)
Liz Thieme:   leider lande ich bei dem angegebenen Link auf der Shopseite und nicht bei Hailife selbst. Die HP findet man unter diesem Link: http://www.hai-society.org/

Ich finde gut, dass sich Zoos wie Hellabrunn und Hagenbeck fĂŒr solche Zwecke einsetzen. Im derzeitigen TierINTERNATIONAL weist Hagenbeck auf das Problem hin, dass man hĂ€ufig nicht weiß wo Hai drin steckt.
Hier mal eine kleine Liste zusammengestellt auf Grund des Artikels.

Lebersubstanz Squalen & Öle: Lippenstift, Pflegecremes und andere Kosmetika
Knorpel - Chondroitin: Hundefutter
Knorpel & Squalen: Medizin, ua. Impfstoff fĂŒr Schweinegrippe
Boroso-Leder: Haileder fĂŒr Luxusartikel
Kalbfisch: gerÀucherte Scheibe vom Heringshai
Königsaal: Dornhaifilet
Karbonadenfisch: Haiprodukt
Rocksalmon: Katzenhai aus Irland
Schillerlocke: gerÀucherter Bauchlappen des Dornhais
Seestör und Steinlachs: kann auch von Haien stammen
Speckfisch: Haiprodukt
Surimi: Krebsfleischimitat, kann auch Hai enthalten
Squalen-Kapseln, auch Squalan: NahrungsergĂ€nzungsmittel, Substanz aus Haileber (kann aber auch aus pflanzlichen Ölen gewonnen werden) zu finden in SelbstbrĂ€unern, HaarfĂ€rbemitteln, Salben und Cremes

zusĂ€tzliche Nebenwirkung: Menschen gefĂ€hrden sich selbst. Haifleisch hat eine hohe Menge an Methylquecksilber eingelagert, welches zu SchĂ€den im zentralen Nervensystem und Organen fĂŒhren kann. Je Ă€lter das Tier umso grĂ¶ĂŸer die Menge.
300g Haifleisch, durchschnittlich 0,23mg Methylquecksilber --> 70kg Mensch = mehr als das Doppelte als die vorĂŒbergehend tolerierbare wöchentliche Aufnahme von Methylquecksilber
"Schillerlocken --> Killerlocken"

(11.03.2010, 11:30)
Klaus Schueling:   erneuter Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn

Liebe EuropÀische Zooförderer,

seit einigen Jahren co-koordinieren wir Tierparkfreunde die AktivitÀten
des BĂŒndnisses HAILIFE. Mehr ĂŒber HAILIFE unter www.hai-society.de oder
im aktuellen "Tierparkfreund".

Schon auf der letzten Konferenz der EuropÀischen Zooförderer in Innsbuck
habe wir die UnterstĂŒtzung der HAILIFE-Kampagne beschlossen. Die
gemeinschaft Deutscher Zooförderer ist sogar Partner des
HALIFE-BĂŒndnisses.

Dieser erste dauerhafte Zusammenschluss von Umwelt- und Zooorganisationen
in einer Kampagne hat es geschafft, den deutschen Großhandelsmarkt
weitgehend haifischfleischfrei zu bekommen - eine wichtige Voraussetzung,
um die Nachfrage zu senken. Leider werden jedes Jahr Millionen von Haien
vor allem fĂŒr den asiatischen Markt getötet; teilweise werden den Tieren
bei lebendigem Leibe die Flossen von den Körpern abgetrennt (sog.
Finning), um Suppe zu kochen.

In der nĂ€chsten Woche beginnt die große Artenschutz-Konferenz CITES. Hier
sollte es endlich gelingen, weitere Haiarten unter Schutz zu stellen.
Unser Vorstandsmitglied Claudia Praxmayer ist fĂŒr unseren
Kooperationspartner NABU mit der HAILIFE-Koordinatorin Heike Finke in Doha
vor Ort.

Erfreulich ist es, dass fast alle großen Handelskonzerne auf Initiative
von HAILIFE freiwillig - bei einer Kette mussten wir etwas Nachhilfe
leisten.... - auf den Verkauf von Haifleisch verzichtet haben. Umso
Ă€rgerlicher ist es, dass jetzt REWE Schillerlocke (in der Regel
Bauchfleisch des Dornhais) in Dosen der Fa. RĂŒgenfisch zum Verkauf
anbietet. Und das, obwohl der Konzern auf seiner Website behauptet, er
fĂŒhre nur Produkte, die den AnsprĂŒchen des blauen MSC-Siegels genĂŒgen!

MSC-zertifizierten Haifang gibt es auf der ganzen Welt nicht. Und die
bislang gesichteten Filialen fĂŒhren viele Fischprodukte, die nicht
MSC-zertifiziert sind. REWE unterstĂŒtzt also nicht nur die Vernichtung der
bedrohten Dornhaie, sonder fĂŒhrt die Verbraucher irre.

Wir haben - wie bei HAILIFE ĂŒblich - REWE vorletzte Woche ein Schreiben
geschickt, in dem wir ĂŒber die Problematik aufgeklĂ€rt und dem Konzern
Gelegenheit gegeben haben, diese rechts- und naturschutzwidrige
Verkaufspraxis abzustellen.

Leider hat es REWE im Gegensatz zu seinen Konkurrenten bislang nicht fĂŒr
nötig gehalten, zu antworten. An anderer Stelle gab REWE die Auskunft,
einzelne Filialen könnten auf eigene Faust Produkte dem REWE-Sortiment
hinzufĂŒgen. Da wir die Schillerlockendosen in mehreren Filialen gefunden
haben, eine reine Schutzbehauptung.

Insofern bitten wir Sie jetzt um Mithilfe bei Stufe 2 des HAILIFE-action
alert REWE. Diese Stufe hatte schon bei einer anderen großen Kette zum
gewĂŒnschten Erfolg gefĂŒhrt. Wir bitte Sie, Ihre Mitglieder zu motivieren,
REWE-Filialen aufzusuchen und die GeschĂ€ftsfĂŒhrer zur Rede zu stellen.
Wenn Ihre Mitglieder das wollen, können sie auch vor den Filialen die
Information zum REWE-Umweltfrevel an die Kunden weitergeben, solange Sie
nicht den Verkauf behindern.

Zu diesem Zwecke stellen wir Ihnen auf Nachfrage zur VerfĂŒgung:

-Fotoflyer von Haien, deren Flossen gefinnt wurden, zum Ausdrucken und
Verteilen
-Brief, der an REWE ging, mit allen relevanten Informationen, den Sie
gerne nutzen können
-Hintergrundinformation ĂŒber die Bedrohung der Haie und die
CITES-Konferenz 2010 zum Ausdruck zur Ansicht
-HALIFE-Plakat mit allen Partnern und kooperierenden Handelsketten
-NABU-factsheet fĂŒr CITES "Dornhai"

Wir gegen davon aus, dass REWE reagieren wird. Falls nicht, werden wir
ĂŒbernĂ€chste Woche erstmals die dritte Stufe auslösen, d.h. durch breite
Medieninformation zum Boykott der REWE-Filialen aufrufen.

Gerade in der Zeit, in der viele Menschen auf der CITES-Konferenz um den
Schutz der Haie als sehr wichtigem Bewohner des bedrohten Ökosystems Ozean
kÀmpfen, kann es nicht angehen, dass ein deutscher Handelskonzern - der
auch Filialen in Österreich und der Schweiz hat! - unter IrrefĂŒhrung der
Verbraucher das Haimorden fördert! Nicht einmal REWE kann sich diesen
Imageverlust erlauben...

Wir zÀhlen auf Sie, dass dieser action alert wieder ein erfolgreicher sein
wird. Gerade die regelmĂ€ĂŸige RĂŒckmeldung der Zooförderer gib tuns immer
wieder die Chance, einzelne VerstĂ¶ĂŸe sehr schnell abzustellen. RĂŒcken auch
Sie REWE auf den Pelz!

Herzlichen Dank und GrĂŒĂŸe

Ihr

Sven Thanheiser
HAILIFE campaign manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

(11.03.2010, 08:32)
Michael Mettler:   Ob sich die Sittiche angesichts vermutlich geringer GrĂŒnderzahl nicht langsam mal Gedanken ĂŒber Inzuchtdepressionen machen sollten...? (Ironie)
(08.03.2010, 09:06)
Klaus Schueling:   Sittiche auf dem Vormarsch

Seit der ersten Brut 1974 im Schlosspark von Neckarhausen nahm die Anzahl der indischen Halsbandsittiche in der Rhein-Neckar-Region mĂ€chtig zu. In Worms gab es Anfang der 1970er Jahre ebenfalls eine kleine, aber wachsende Population dieser leuchtend grĂŒnen Papageien mit dem roten Schnabel und dem langen blauen Schwanz. Die ersten Tiere sind aus KĂ€figen entflogen oder auch ausgesetzt worden. Die MĂ€nnchen haben ein schwarzes Halsband, das sich vom Kinn bis in den Nacken zieht und dort rosa wird.
Die Sittiche brĂŒten eigentlich in Baumhöhlen, bevorzugt in Platanen, aber seit der Jahrtausendwende brĂŒten sie auch in Fassaden, besonders gerne in von Spechten gezimmerten Löchern von WĂ€rmedĂ€mmungen. Ob in Heidelberg, Frankenthal oder Weinheim, praktisch ĂŒberall können die Sittiche an WĂ€rmedĂ€mmungen auftauchen. In Heidelberg ist es gelungen, die FassadenschĂ€dlinge in NistkĂ€sten umzusiedeln, so dass es kaum noch Brutpaare in der Fassade und praktisch keine neuen SchĂ€den gibt. Musterbeispiele aus Heidelberg sind die Pflegeheimat St. Hedwig und die Studenten-Wohnheime am Klausenpfad.
ZunĂ€chst breiteten sich die Sittiche von den ersten BrutplĂ€tzen nur sehr langsam aus, mittlerweile sind sie in allen Siedlungen von Wiesloch im SĂŒden ĂŒber Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Frankenthal bis Worms im Norden verbreitet. Die Sittiche versammeln sich abends lautstark an bestimmten PlĂ€tzen, um dort zu ĂŒbernachten. Solche SchlafplĂ€tze gibt es in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und möglicherweise in Worms. Der Schlafplatz in Heidelberg liegt aktuell am Hauptbahnhof, von daher dĂŒrften die laut kreischenden Halsbandsittiche hier auch vielen Touristen aufgefallen sein. Der Schlafplatz in Worms ist aber seit vielen Jahren unbekannt. Möglicherweise fliegen alle Sittiche von Worms nach Ludwigshafen.
Insbesondere seit 2005 haben die Sittiche sich von den stĂ€dtischen Kerngebieten in die Randgebiete ausgebreitet. Den Domgarten zu Speyer haben sie 2008 erreicht und dort in der NĂ€he gibt es mittlerweile schon einen eigenen Schlafplatz. Auch bestimmte Randlagen des Odenwaldes sind mittlerweile regelmĂ€ĂŸig von den kleinen Papageien bewohnt, obwohl gerade die OdenwaldhĂ€nge 30 Jahre lang von den Sittichen gemieden wurden. Die Gesamtzahl der Sittiche im Rhein-Neckar-Gebiet hat sich in der Ausbreitungsphase aber trotzdem kaum erhöht und liegt seit 3 Jahren zwischen 2000 und 3000 Tieren. In Heidelberg wurden seit 2006 insgesamt ĂŒber 200 Sittiche gefangen und mit Spezialringen der Vogelwarte Radolfzell versehen. Wenn Sie also einen beringten Sittich auf ihrem Balkon oder im Garten entdecken, ist es sehr wahrscheinlich, dass er aus Heidelberg-Neuenheim stammt. Die Nummer gibt Auskunft ĂŒber den genauen Schlupfort und das Schlupfjahr.
Es wird hĂ€ufig von konservativen NaturschĂŒtzern behauptet, dass Halsbandsittiche einheimische Arten verdrĂ€ngen wĂŒrden. Eine aktuelle Studie hat aber gezeigt, dass insbesondere in den Ă€lteren Parkanlagen unserer Region nicht davon ausgegangen werden kann, da es hier glĂŒcklicherweise noch genĂŒgend alte Baumhöhlen gibt und die Sittiche auch selbst Höhlen anlegen können.

Wenn Sie Hinweise zu den Halsbandsittichen haben, können Sie sich gerne an Michael Braun wenden, der seine Dissertation ĂŒber die Halsbandsittiche verfasst:

Michael Braun
Ruprecht-Karls-UniversitÀt Heidelberg
Institut fĂŒr Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Abt. Biologie (4. OG)
Im Neuenheimer Feld 364
69120 Heidelberg
Tel: 06221/32 62 108
Email: psittaciden@yahoo.de
Foto: Michael Braun
(08.03.2010, 08:31)
SchĂŒling Buchkurier:   Ein Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe europÀische Zooförderer,
liebe Tierparkfreunde,

Vor drei Jahren haben die Tierparkfreunde die HAILIFE-Kampagne initiiert und gemeinsam mit dem NABU und den anderen Partnern bislang erreicht, dass in deutschen Theken fast kein Haifischfleisch mehr zu finden ist. 
Nunmehr steigen die Chancen, bei der nÀchsten CITES-Konferenz weitere Haiarten unter Schutz zu stellen. Auf der europÀischen Ebene ist ein Haimanagementplan in Arbeit, der den katastrophalen Raubbau beenden könnten.
Insbesondere das Finning, das Abschneiden der Flossen bei lebendigem Leib, muss dringend konsequenter abgestellt und kontrolliert werden.
Besonders Spanien bleibt stur auf Seiten der rĂŒcksichtslosen Haifischerei. Das wollen wir in konzertierter Aktion mit erhöhtem Druck auf Spanien Ă€ndern!

Deshalb bitte ich Sie um UnterstĂŒtzung der von der Shark Alliance, die auf europĂ€ischer Ebene agiert, gestarteten Petition.
Informationen und die Gelegenheit zu Ihrer Mithilfe finden Sie unter folgendem link:   

http://www.europeansharkweek.de/petition09/default.asp?page=sign&lang=3

Bitte verbreiten Sie diese Aktion unter Ihrer Familie, Freunden und
Bekannten.

Vielen Dank!

Sven Thanheiser
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn
HAILIFE campaign

(21.10.2009, 14:22)
Klaus SchĂŒling:   13. Tagung des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode

Am Samstag, den 26. September 2009, findet im Vogelpark Walsrode die 13.
Tagung des "Fonds fĂŒr bedrohte Papageien", einer Arbeitsgruppe der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), ĂŒber Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt bei Vorabreservierung pro Person:

30 EUR fĂŒr Nicht-ZGAP-Mitglieder,
25 EUR fĂŒr ZGAP-Mitglieder,
20 EUR fĂŒr SchĂŒler und Studenten (Nicht-ZGAP-Mitglieder),
15 EUR fĂŒr SchĂŒler und Studenten (ZGAP-Mitglieder).
Die TagungsgebĂŒhr vor Ort betrĂ€gt 40 EUR (fĂŒr SchĂŒler und Studenten 30 EUR).

Neben Fondssprecher RenĂ© WĂŒst, der ĂŒber die aktuellen Projekte des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien und das 20-jĂ€hriges JubilĂ€um des Arbeitskreises berichten wird, sind folgende Referenten eingeladen: Morten Johanssen, SorĂž, DĂ€nemark (Haltung und Zucht von LangflĂŒgelpapageien), Dr. Ralf Strewe, Santa Marta, Kolumbien (Aktuelles ĂŒber das Schutzprojekt des Kleinen Soldatenaras in Kolumbien), Detlev Franz, Wackernheim (Auf den Spuren des Karolinasittichs), Nicole Ludwig, Köln (Spix-Aras - Training mit einer der bedrohtesten Papageienarten der Welt), Johann Janßen, Leezdorf, und Bernd H. Gerischer, Freiberg/Sachsen (Maidloris in der SĂŒdsee), Simon Bruslund Jensen, Vogelpark Walsrode (Handaufzucht von seltenen brasilianischen Papageienarten) und Klaus Sasse, Bochum (Ein Besuch beim Orangehaubenkakadu-Projekt auf Sumba, Indonesien). Karl-Heinz Lambert aus Schafflund wird darĂŒber hinaus in zwei DiavortrĂ€gen seine letzten Reisen nach SĂŒdamerika und in die Karibik prĂ€sentieren.

Vorabreservierungen zur Tagung mĂŒssen schriftlich erfolgen und können nur unter Vorausleistung der TagungsgebĂŒhr berĂŒcksichtigt werden. - Die Anmeldung zur Tagung ist erneut online möglich. Das Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie auf der Homepage des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt

Andreas Bigge, Gellenhof
Gellendyck 5
47638 Straelen
Fax 02834-425041
E-Mail: fondstagung@zgap.de

entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
 
Die entsprechende TagungsgebĂŒhr ĂŒberweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

Dr. Marcellus BĂŒrkle, Fonds fĂŒr bedrohte Papageien, Konto 199800 bei der Volksbank Achern (BLZ 662 913 00), Stichwort: "Papageientagung".
IBAN: DE17 6629 1300 0000 1998 00
BIC: GENDODE61ACH

Kontaktadresse Fonds:
RenĂ© WĂŒst (Sprecher)
Faberstr. 4
70188 Stuttgart
E-Mail: papageienfonds@zgap.de.

Weitere Informationen zur Tagung und zum Tagungsort erhalten Sie auf der
Seite: www.papageienfonds.de

(09.07.2009, 15:14)
Liz Thieme:   Die Folgen der Überfischung werden gerade in den GewĂ€ssern um Japan sichtbar.
Bisher hatten Fische die Quallenanzahl im Griff, sie fraßen junge Quallen und deren Nahrung: Zooplankton.
Inzwischen werden die wenigen Fische ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht, so dass die Quallen sich weiter ausbreiten und auch in ihrem Wachstum nicht eingeschrÀnkt werden.
Auf einem Tauchgang fanden die Taucher nun eine Nomura-Qualle (Nemopilema nomurai (Syn.: Stomolophus nomurai)) mit einem Durchmesser von 1,5m.
Bekannt ist, dass die Tiere einen Durchmesser von 2m erlangen können und ihre Tentakeln bis zu 5m lang werden. In diesem Jahr sind schon zu Hunderten gesichtet worden, wo man frĂŒher nur vereinzelt welche sah.
Biologen schĂ€tzen die Zahl auf 20 Milliarden StĂŒck, deren Anzahl exponentiell steigt, wenn weiter so verfahren wird wie bisher.
Denn der unbeliebte Beifang wird von den Fischern getötet und ins Meer zurĂŒckgeworfen. Da die weiblichen Quallen aber bis zu Millionen Eiern in sich trĂ€gt, die sich dann nach der Befruchtung zu Polypen entwickeln, wird die Vermehrung nicht gestoppt.

(11.06.2009, 14:00)
Klaus SchĂŒling:   Ein aktueller Aufruf des NABU:

Liebe Naturfreunde,

am 19. Juni steht im Bundestag die Entscheidung ĂŒber das
Bundesnaturschutzgesetz an. Durch zahlreiche ÄnderungsvorschlĂ€ge soll das
Gesetz stark verwÀssert werden. Deshalb helfen Sie uns bitte, dass
Bundesnaturschutzgesetz zu erhalten!

Bitte schreiben Sie eine E-Mail an die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, (hier
finden Sie unseren Textentwurf:
http://www.nabu.de/themen/naturschutz/naturschutzrecht/news/11130.html)
und leiten Sie diese E-Mail an möglichst viele Naturfreunde und
Gleichgesinnte weiter, damit wir gemeinsam das Bundesnaturschutzgesetz
retten und dem sich abzeichnenden Wettlauf der BundeslÀnder um die
niedrigsten QualitÀtsstandards im Natur- und Umweltschutz verhindern.

Herzlichen Dank fĂŒr die UnterstĂŒtzung. Sollten Sie diese E-Mail mehrfach
bekommen, dann sehen Sie es uns bitte nach, aber wir versuchen, den Protest
möglichst vieler Menschen zu mobilisieren.

Viele GrĂŒĂŸe aus Berlin

Ralf Schulte
NABU-BundesgeschÀftsstelle
Leiter PrĂ€sidentenbĂŒro
Hausanschrift: Charitéstr. 3, Berlin-Mitte
Postanschrift: 10108 Berlin
Tel. ++ 49 (0) 30 284 984 1131
Fax. ++ 49 (0) 30 284 984 3131
eMail: Ralf.Schulte@NABU.de
www.NABU.de
(10.06.2009, 08:04)
Liz Thieme:   hier ist ein wunderschöner aber auch mahnender Film ĂŒber die Schönheit der Erde und wie er von den Menschen zerstört wird

http://www.youtube.com/homeprojectde

Ein Film vom bekannten Naturfilmer Yann Arthus-Bertrand.
ebenfalls lÀuft er in den Kinos (scheinbar kostenlos), denn die Kosten sind vin Arthus-Bertrand gedeckt. Er möchte mit diesem Film Aufmerksamkeit wecken.
Es ist ein beeindruckender Film, und im Kino wahrscheinlich noch mehr.
(05.06.2009, 19:37)
Onca:   Eine der sechs Berggorilla-Gruppen (insg 81 Tiere)des Virunga-Nationalparks hat Nachwuchs. FĂŒr die Mutter (18) ist es das dritte Jungtier. Diese Gruppe umfasst 34 Tiere.
Also doch noch positive Nachrichten, nach meinem letzten Bericht.
(20.05.2009, 18:45)
Allwetterzoo MĂŒnster:   Freude im Allwetterzoo ĂŒber Nachwuchs bei den bedrohtesten Affen der Welt!

Auch wenn von ihrer Art kein Tier in MĂŒnster lebt, ist die Freude ĂŒber fĂŒnffachen Nachwuchs bei den hoch bedrohten Goldkopflanguren im Allwetterzoo groß! Immerhin ging die Initiative zur Rettung dieser seltenen Affen vor neun Jahren von MĂŒnster aus. Seitdem setzt sich der Zoo gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und der Stiftung Artenschutz fĂŒr den Schutz der Goldkopflanguren ein. Deren begrenzter Lebensraum ist die Insel Cat Ba in Nordvietnam.

Seit Juli vergangenen Jahres kamen fĂŒnf Goldkopflanguren auf die Welt. Zwei im August 2008 geborene sind inzwischen zu krĂ€ftigen Jungtieren herangewachsen, dazu kommt ein in der Weihnachtszeit geborenes Affenkind. Und beim jĂŒngsten „Feldtrip“ sichtete Projektleiterin Daniela Schrudde zwei weitere orangefarbene Babys dieser seltenen Affen - das macht fĂŒnffachen Nachwuchs in einem knappen Jahr!

Die nach EinschĂ€tzung der Weltnaturschutzunion IUCN zu den bedrohtesten Primatenarten der Welt zĂ€hlenden Goldkopf- oder Cat-Ba-Languren sind somit weiterhin auf dem Wege der Bestandserholung. Zurzeit leben maximal 70 Tiere auf der Insel Cat Ba in der Halong Bucht, ihrem einzigen Vorkommensgebiet. In den vergangenen Jahrzehnten war die Population dramatisch zurĂŒckgegangen: Vor rund 50 Jahren gab es schĂ€tzungsweise noch 2.400 bis 2.700 dieser Languren. Anfang 2000 wurden etwa 80 geschĂ€tzt, und zu Beginn des Schutzprojektes lebten nur noch 53 Tiere! Die Maßnahmen der vergangenen Jahre zahlen sich nun aus, mĂŒssen aber auch weiterhin aufrechterhalten werden, um die Art vor der Ausrottung zu bewahren und ihren Lebensraum zu erhalten.
(19.05.2009, 09:41)
Ralf Sommerlad:   Pressemitteilung der IUCN/SSC Crocodile Specialist Group


Erstmalig: Palmöl-Produzent initiiert Artenschutzprojekt !

Bei Arten- und NaturschĂƒÂŒtzern ist die Palmöl ñ€“ Industrie nicht gut gelitten.
Das hat gute GrĂƒÂŒnde, denn besonders in Indonesien und Malaysia sind grosse FlÀchen ökologisch wertvoller RegenwÀlder und torfiger SekundÀrwÀlder dem weltweiten Durst nach Ăąâ‚ŹĆŸBio-Dieselñ€Ɠ und dem hohen Bedarf der Nahrungsmittelindustrie, aber auch anderer Industrien nach Palmöl, zum Opfer gefallen. FĂƒÂŒr Malaysia und Indonesien aber stellt dieser ölproduzierende Industriezweig unverzichtbare Einnahmequellen dar. Die Interessenkollision zwischen ökonomischen ZwÀngen und ökologischer Bedeutung der natĂƒÂŒrlichen WaldflÀchen
( auch fĂƒÂŒr das Weltklima !) haben die beiden DrittweltlÀnder bislang nicht lösen können. Das sie sich dabei in schlechter Gesellschaft mit den meisten Industrienationen befinden, sei nur beilÀufig erwÀhnt.

Um so Wichtiger, wenn die Ölpalmproduzenten selbst mithelfen, die BiodiversitÀt in Indonesien zu erhalten und zu schĂƒÂŒtzen! Vor einigen Jahren entdeckten Wildbiologen in einem ausgedehnten Feuchtgebiet, dem Lake Mesangat in Ost-Kalimantan, eine bedeutende Population des Siam-Krokodils, einer ansonsten in seinem Verbreitungsgebiet kritisch bedrohten Krokodilart. Das gesamte Habitat hatte die indonesische Regierung bereits einem britischen Palmölprozenten zur Nutzung fĂƒÂŒr 30 Jahre ĂƒÂŒberlassen.Weltweit sind die WildbestÀnde der Siam-Krokodile noch bedrohter, als etwa diejenigen der Tiger und der Orang-Utans ! Die ArtenschĂƒÂŒtzer der Crocodile Specialist Group, die der Artenschutzkommission der Weltnaturschutzunion IUCN angehört, fanden im gleichen Habitat noch den Sunda-Gavial, eine weitere durch Lebensraumzerstörung sehr selten gwordene Krokodilart, mehrere bedrohte Schildkrötenarten, die seltenen Nasenaffen und den Indischen Marabu, einen vom Aussterben bedrohten Storchenvogel und wandten sich deshalb in einem ungewöhnlichen Schritt direkt an den Palmölproduzenten REA Kaltim.
Wider Erwarten zeigte sich das Unternehmen dem Anliegen der ArtenschĂƒÂŒtzer gegenĂƒÂŒber aufgeschlossen, grĂƒÂŒndete ein eigenes Ăąâ‚ŹĆŸConservation Departmentñ€Ɠ und stellte Biologen und ArtenschĂƒÂŒtzer ein, darunter den renommierten Wissenschaftler und Artenschutzexperten Robert B.Stuebing, der seit mehr als 30 Jahren in Indonesien forscht und arbeitet.
Mehr noch: Im Anschluss an eine Forschungsexpedition durch CSG-Experten erklÀrte sich REA Kaltim bereit, das 8.000 Hektar umfassende Gebiet am Lake Mesangat dauerhaft und nachhaltig zu schĂƒÂŒtzen -und damit auch die traditionelle Lebensweise der ortsansÀssigen Dayak-Bevölkerung .
REA Kaltim ging damit einen mutigen Schritt in die richtige Richtung und es bleibt zu hoffen, dass weitere Unternehmen der Palmölindustrie diesem Weg folgen.


(18.05.2009, 09:53)
Onca:   Bei Anruf Mord - wir töten Berggorillas

>Wenn man von der grausigen Tatsache erfĂ€hrt, dass an unseren lieb gewordenen Handys Blut klebt. Jedenfalls wenn sie aus Coltan-Erz aus dem Kongo hergestellt wurden. Erst dieses eigentlich nur in Fachkreisen bekannte Eisenerz ermöglicht es, immer kleinere, leistungsfĂ€higere und zuverlĂ€ssigere Mobiltelefone, Laptops und Spielekonsolen zu bauen. Es steckt auch in HörgerĂ€ten und Herzschrittmachern, in Airbags, ABS und Navigationsgeraten, chirurgischen Instrumenten und Digitalkameras. Überall in der Mikroelektronik wird es fĂŒr die Produktion von kleinsten Kondensatoren mit hoher elektrischen KapazitĂ€t verwendet. [...] Bis zu 80 Preozent der weltweiten Coltan-Vorkommen, so wird geschĂ€tzt, liegen in der Demokratischen Republik Kongo, dem frĂŒheren Zaire (nicht zu verwechseln mit der kleineren Republik Kongo, dem ehemaligen Französisch-Kongo). Das Land könnte das reichste Afrikas sein, denn neben Coltan gibt es dort auch bedeutende Vorkommen an Diamanten, Erdöl, Uran, Kobalt, Kupfer und Edelhölzern. Doch tatsĂ€chlich ist die DR Kongo eines der Ă€rmsten und gefĂ€hrlichsten LĂ€nder der Welt. Die Bevölkerung wird ausgebeutet, die Profite bleiben einer kleinen Elite vorbehalten. Seit mehr als zehn Jahren herrscht im Kongo BĂŒrgerkrieg. Mit vier bis fĂŒnf Millionen Toten hĂ€lt die Region den traurigen Rekord des blutigsten Konfliktes seit dem Zweiten Weltkrieg. [...]
Mitten in den Krieg platzte die immens gesteigerte Nachfrage der Industrienationen nach Coltan, fĂŒr das immer neue Einsatzgebiete entdeckt wurden. Seinen Höhepunkt erreichte der Boom im Jahr 2000, als Coltan teurer als Silber war. [...] Mangels staatlicher Überwachung entwickelte sich der Bergbau völlig unkontrolliert. Milizen rissen die Kontrolle an sich, nahmen den Arbeitern das Coltan weit unter Wert ab, stahlen es oder setzten Zwangsarbeiter (etwa Kriegsgefangene) ein - und tun es noch heute. Das bedeutet: Jeder Cent, den die Kriegsparteien durch den Verkauf von Rohstoffen verdienen, fließt in WaffenkĂ€ufe, verlĂ€ngert und verschĂ€rft den Krieg. [...]
Vor allem aber beklagt Forestier [französischer Fernsehjournalist Patrick F.], dass sich viele Handy-Produzenten nicht um die Herkunft des Metalls scheren. Gekauft werde von dibiosen HÀndlern, vor allem in Belgien.
Die Wege des Kongo-Coltans auf die Rohstoffbörsen der Industrienationen fĂŒhren ĂŒber mafiaĂ€hnliche Strukturen und sind so verschlungen, dass auch der gutwilligsten Produzent am Ende die Herkunft des Minerals nicht mehr hundertprozentig nachvollziehen kann. Niemand vermag zu sagen, wie viel Coltan im Kongo tatsĂ€chlich gefördert wird - offiziell taucht auf dem Weltmarkt so gut wie nichts davon auf. Gleichzeitig hat sich aber die Menge des aus Ruanda exportierten Coltans in den letzten Jahren vervielfacht. Ruanda unterhĂ€lt so gut wie keine eigene Coltan-Minen, operiert aber seit Jahren militĂ€risch im Kongo. [...]
Und dass Dutzende westlicher Firmen von der PlĂŒnderung profitieren - davon 21 Unternehmen aus Belgien, zwölf aus Großbritannien, acht aus den USA und fĂŒnf aus Deutschland [2001]. Der gegenwĂ€rtige Stand ist leider nicht erfasst. [...]
Und als seien Krieg und Kinderarbeit nicht schon verheerend genug, schrĂ€nkt der Coltan-Abbau mit seinem unkontrollierten FlĂ€chenfraß auch noch den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Berggorillas immer weiter ein. Von den ungefĂ€hr 700 Exemplaren weltweit leben allein etwa 200 im Virunga-Nationalpark des Kongo - Unesco-Weltkulturerbe seit 20 Jahren. Vor dem Ausbruch des BĂŒrgerkrieges waren sie eine Touristenattraktion, seitdem ist es ein Wunder, dass es den Nationalpark ĂŒberhaupt noch gibt: Von der Regierung wird er finanziell kaum unterstĂŒtzt, was ihn zum leichten Opfer fĂŒr Korruption und Ausbeutung macht. [...]
Landstriche werden zerstört, um an Gold, Coltan und andere BodenschÀtze zu gelangen, Urwald wird gerodet, um Holzkohle zu brennen.<
P.M. Juni 2009

Finde es erschreckend, wenn man sich das mal so direkt vor die Augen hĂ€lt, dass man mit (fast) jedem Handy oder Digitalkamera etc Kauf die Zerstörung des Kongos und damit BĂŒrgerkrieg und (in)direkt auch die Tode der Gorillas unterstĂŒtzt.
Mit jedem Foto von einem Gorilla zerstören wir die Lebensgrundlage anderer...
Hoffe die Vereinten Nationen schaffen es, das geplante Zertifizierungsprogramm und Erz-Herkunfts-Analysen-Methoden erfolgreich zu entwickeln und durchzusetzen. Damit keines der Unternehmen seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann, mit der Ausrede von nichts zu wissen.
(16.05.2009, 21:43)
Klaus SchĂŒling:   spiegel online


Can the World's Most Endangered Cat Still Be Saved?

By Samiha Shafy

Without help, the Iberian lynx could become the first cat species to go extinct since the saber-toothed tiger. A breeding program in Spain has begun a race against time.

Boj is sitting on a cork panel, calmly consuming the rabbit that was put out for her. The female lynx licks her whiskers enthusiastically.

Everything is going according to plan. Next door, in a blue-and-white building surrounded by pine trees, scientists and keepers, using cameras, monitor every movement and every lick of the chops in the enclosure. The critical moment is approaching when Boj, sleepy after eating her meal, will lie down on the cork panel for a little snooze. The animal will have to remain there for at least 30 minutes so that the insects hidden in the cork can do their work.

The researchers are using the parasites to obtain samples of the lynx's blood. This is the only way to tell whether Boj is pregnant. They know that she has copulated with various males, because it was caught on film. But anaesthetizing the animal and removing blood with a syringe would put Boj under too much stress -- hence the trick with the blood-sucking insects.

Boj isn't the only lynx under observation. Around the clock, volunteers sit in front of the surveillance monitors at the El Acebuche breeding station in southern Spain's Coto de Doñana National Park. They keep records on 56 Iberian lynxes -- animals which copulate only rarely, occasionally fight and spend the lion's share of their time eating or sleeping. Which makes Boj's upcoming nap all the more tantalizing. The species, after all, is close to extinction -- and the only way for it to survive is for the animals in Coto de Doñana to reproduce.

Shy Predators

The International Union for Conservation of Nature (IUCN) has declared the Iberian lynx, sometimes referred to as the Pardel lynx, as the world's most endangered feline species. Its eyes are amber or green, and it has bushy whiskers and decorative dark tufts of hair on its ears. Only about half the size of the Eurasian lynx, it is still twice as large as the domestic cat. Its favorite meal is the wild rabbit, and it shows little interest in other types of food.

The range of the Iberian lynx.
At the beginning of the last century, thousands of these shy predators roamed the Iberian Peninsula. Today, the last 200 specimens are fighting for survival in two fragmented regions of Andalucia. In recent decades, epidemics have decimated the rabbit population. In addition, humans have progressively sliced up and destroyed their habitat.

The Doñana reserve on the Costa de la Luz in southwestern Spain, a vast coastal marshland with swamps, shifting sand dunes, pine and cork oak forests, where the Guadalquivir River flows into the Atlantic, is one of the last refuges for the Iberian lynx. But even this nature paradise is dissected by highways only halfheartedly protected with fences. Furthermore, it is being encroached upon by adjacent tourist developments. But agriculture poses the biggest problem. In the last few decades, protected forests have repeatedly been cleared and the land transformed into strawberry plantations.

The last time a feline species became extinct on the planet was 10,000 years ago, when the saber-toothed tiger died out. When the IUCN experts sounded the alarm in 2002 and warned that the Iberian lynx could be next, Spain embarked on a large-scale program to save the species. In addition to El Acebuche, there is a second breeding station in Andalucia, and others are planned. The European Union plans to spend several million euros in the coming years to re-establish lynx habitats.

'Don't You Think She Looks Fat?'

Boj gets up, sniffs the air and takes a few hesitant steps. Then she lies down and stretches out on the floor next to the cork panel. Astrid Vargas groans loudly: "She has to be pregnant! Don't you think she looks fat?"

Vargas, 44, the director of the breeding station, is a petite, energetic woman of Spanish and Puerto Rican heritage. She knows the life story and character of each individual lynx in her care. "Boj was eight months old and very thin when she was captured in the northeastern section of the national park," says Vargas. "They thought she was a male at first, hence the odd name."

Boj is the Spanish word for boxwood tree. The other female lynxes have melodious names like Artemisa, Brisa or CĂłrdoba. Vargas looks at the monitor. Boj is still lying on the ground, half-comatose. "I like her a lot. She has personality."

Vargas, a trained veterinarian, has a soft spot for complicated cases. She has been fighting for the endangered big cat for more than five years. "We play a role-model function for developing countries," she says. "If we cannot manage to save an endangered species here, we can hardly expect it to be done elsewhere."

The first three lynxes were born in captivity in El Acebuch in 2005, and two of them survived. Three years later, the station already boasted 14 young animals. Prior to that, the staff had had practically no experience with breeding, and all early attempts had failed. Vargas used her international contacts to find the best specialists. They include biologist Katarina Jewgenow of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research in Berlin, an expert on feline reproductive biology.

Enough Space in Nature

Jewgenow and her colleague, Beate Braun, are now waiting anxiously for the blood. The two scientists came to Spain to conduct a pregnancy analysis among the adult females. In the process, the Germans will help the Spanish take safety precautions during the upcoming births.

The staff is currently on high alert, because some lynx mothers kill or reject their young immediately after birth. Last spring, Boj bit one of her three kittens to death, and then rejected the second one on the same day and the third one after nine days. If scientists and conservationists hope to save the Iberian lynx, they will have to act quickly.

One good sign is that space is getting tight in the cats' enclosures. The first animals will be released into the wild next year, but only "if the habitat is ready by then," Vargas warns. All complications aside, breeding lynxes in captivity is still much easier than providing them with enough space out in nature.

But the experts are optimistic that the last, critical phase in their bid to save the Iberian lynx will succeed. "Spain has given the EU its commitment to develop protected areas in the future that will be suitable for lynxes and rabbits," says Urs Breitenmoser, director of the IUCN's Cat Specialist Group. "I have high hopes for the implementation of these plans."

At least 10 female lynxes in the two breeding stations will give birth in the coming weeks and months. Perhaps Boj will be one of them. Her pregnancy test came back positive.

http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,617077,00.html

(03.04.2009, 11:17)
Ralf Sommerlad:   Gratulation - das Resultat erstklassiger Arbeit!
(15.12.2008, 09:51)
SchĂŒling Buchkurier:   Neue Hoffnung fĂŒr Kambodschas Vogelwelt – seltener Marabu in deutschem Zuchtzentrum geschlĂŒpft


Seit 2004 arbeitet das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) als erstes Naturschutzzentrum Kambodschas unermĂŒdlich daran, die bedrohte heimische Tierwelt zu schĂŒtzen. Das ACCB, vom Allwetterzoo MĂŒnster gegrĂŒndet und ĂŒberwiegend durch den deutschen Unternehmer Dr. Stephan Goetz finanziert, nimmt beschlagnahmte Tiere auf und zĂŒchtet ausgewĂ€hlte bedrohte Arten mit dem Ziel, sie wieder in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum auszuwildern. Neben Gibbons, Languren und verschiedenen Schlangen- und Schildkrötenarten liegt der Schwerpunkt auf hochbedrohten Großvögeln. Nun schlĂŒpften im ACCB erstmals zwei Sunda-Marabus (Leptoptilos javanicus) – ein Zuchterfolg, der bislang nur in den Zoos von New York und Cottbus sowie zwei asiatischen Einrichtungen gelang.

Die BemĂŒhungen des Zentrums wurden jetzt zusĂ€tzlich belohnt mit der Anerkennung des ACCB als „einer der interessantesten Orte in der von einheimischen und internationalen Touristen besuchten Provinz Siem Reap“. Das Magazin „Touchstone“ der Organisation „Heritage Watch“ wĂ€hlte das ACCB auf den vierten Platz der zehn besten SehenswĂŒrdigkeiten. Heritage Watch ist eine Organisation, die sich fĂŒr einen nachhaltigen Tourismus von Kulturerbe einsetzt. Der Platz unmittelbar hinter den Tempel-Attraktionen von Angkor ist eine außerordentliche Auszeichnung fĂŒr das ACCB, das sich mit seinem Bildungsprogramm intensiv fĂŒr den nachhaltigen Naturschutz in Kambodscha einsetzt.

(12.12.2008, 11:32)
WolfDrei:   na ja, habe einige Buchstaben unterschlagen.
(02.12.2008, 18:01)
WolfDrei:   Vietnam: Nach dem Vorbild des Monkey Rescue Cetre von Cuc Phuong (Leitung Herr Nadler) zum Auffang geschmuggelter gefĂ€hrdeter Affen ist von der Monkey World, Dorset, ein Dao Tien Endangered Primate Species Centre in der NĂ€he des Cat Tien Nationalparks (da , wo die letzten Festlandjavanashörnr leben) gegrĂŒndet worden. Ziel: Aufang geschmuggelter Gibbons, Schwazschenkelkleideraffen, Silberlanguren etc. fĂŒr Freilassung im genannten Park.
(02.12.2008, 17:59)
Michael Mettler:   Der Zoo Hannover und der Tiergarten Schönbrunn unterstĂŒtzen ein Freiland-Forschungsprojekt ĂŒber EisbĂ€renwanderung:
http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_19568.html
(19.07.2008, 10:16)
Ralf Sommerlad:   Ja, in Prag - 5 subadulte Tiere aus Madras.
Die Lage ist schlimmer, als jemals erwartet. Die Politik in Indien hat das zwar zur Kenntnis genommen, aber versagt ( sowas kennt man aus Deutschland ja auch). Hier zĂ€hlen bloss Tiger und Elefanten, die natĂŒrlich eine an andere "Aussenwirkung" haben...
(13.07.2008, 04:06)
Shensi-Takin:   @Ralf Sommerlad: Habe ueber die aktuelle missliche Sitaution schon vorher dank diverser Quellen erfahren und dies weitergegeben, Vielen Dank dennoch fuer den interessanten Link (Haltung im Prager Zoo?).
(12.07.2008, 17:28)
Ralf Sommerlad:   Eine Webseite zur Rettung der letzten 200 Ganges-Gaviale, die sich noch in Freiheit befinden: www.gharials.org
Ich wĂŒrde mich sehr freuen, wenn sich auch Forenteilnehmer an der Initiative beteiligen wĂŒrden, die Situation ist in der Tat dramatisch!
Fragen zum Thema Gavialschutz in Indien und Nepal bitte an meine email-Adresse
director.mcbt@gmail.com
Weitere Infos unter www.madrascrocodilebank.org
Danke fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung !
(12.07.2008, 10:47)
Klaus SchĂŒling:   "Rettet den Drill e.V." spendet 2.500€ an "Pandrillus" in Nigeria

Der Verein "Rettet den Drill e.V." (Sitz in Nordhorn) ist im Januar 2004 aus einer langjÀhrigen, privaten Initiative des Tierpflegers Roland Wolf entstanden.
Ziel des Vereins ist es, sich fĂŒr die Belange des Drills auf unterschiedlichen Ebenen einzusetzen. Denn leider ist diese stark bedrohte, afrikanische Affenart nur wenigen Menschen bekannt. Ihr Bestand wird auf nur noch rund 3.000 Exemplare in freier Wildbahn geschĂ€tzt.

Anfang Mai erhielt der Verein "Rettet den Drill e.V." einen ganz akuten Hilferuf aus Nigeria. Das dortige Drill Rehabilitations- und Zuchtzentrum "Pandrillus" bat um Gelder fĂŒr die Unterhaltskosten ihrer TierĂ€rztin Ainare Idoyaga.
Ainare hatte bereits 2007 ein Jahr lang freiwillig ohne Bezahlung fĂŒr das Projekt gearbeitet. Mittlerweile waren aber ihre SparrĂŒcklagen aufgebraucht, denn Unkosten im Heimatland Spanien (Versicherungen, Rente,...) mußte sie natĂŒrlich weiterhin bezahlen. Da die TierĂ€rztin jedoch unbedingt gebraucht wird, bat uns "Pandrillus" um Hilfe. Ainares Mitarbeit ist unerlĂ€ĂŸlich fĂŒr die tiermedizinische Versorgung von z.B. beschlagnahmten oder erkrankten Auffangtieren. Außerdem laufen gerade die Untersuchungen der ersten Gruppe von Drills auf Hochtouren, die möglichst noch 2008, spĂ€testens 2009 wieder in die freie Wildbahn entlassen werden sollen. Dabei handelt es sich um das erste Wiederansiedelungsprojekt von Drills in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum (in den Afi Mountains, Nigeria).

Der Verein "Rettet den Drill" hat am 25.05.2008 symbolisch einen Scheck ĂŒber 2.500€ an "Pandrillus" ĂŒbergeben. Bei Der Übergabe anwesend war neben Dr. Heike Weber (Kassenwartin) auch Roland Wolf, der Initiator des Drillvereins. Er hatte zusammen mit seinen Drehorgelfreunden wĂ€hrend des 1. Grafschafter Gartenfestes Spendengelder fĂŒr "Pandrillus" gesammelt.
Wir werden mit dieser Großspende die Arbeit von Ainare Idoyaga in Nigeria fĂŒr fast ein halbes Jahr finanzieren können. Verbunden ist diese GeldĂŒbergabe natĂŒrlich mit der Bitte an alle Interessierten, unseren Verein "Rettet den Drill e.V." und damit auch "Pandrillus" zukĂŒnftig zu unterstĂŒtzen. Durch weitere Spenden wĂ€re vielleicht auch ein langfristiger Einsatz Ainares in Nigeria finanzierbar.
NĂ€here Informationen finden Sie im Internet unter www.rettet-de-drill.de .
Gerne geben wir Ihnen aber auch persönlich Auskunft (Email: rettet-den-drill@web.de oder per Post: Rettet den Drill e.V., Heseper Weg 140, 48531 Nordhorn).
Spendenkonto: "Rettet den Drill e.V.", Kreissparkasse Grafschaft Bentheim, Kontonr.: 140 759 56, BLZ: 267 500 01.

(08.07.2008, 10:53)
Sacha:   Das Tier sieht aus wie eine Mischung von jungem Tokee und Leopardgecko.
Der nÀchste Verwandte ist wohl der Malayische Katzengecko, oder?
(21.05.2008, 17:06)
Klaus SchĂŒling:   Seltener endemischer Tigergecko
vor der KĂŒste Vietnams entdeckt

Passend zur derzeit in Bonn stattfindenden internationalen Konferenz ĂŒber die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist eine neue, sehr prachtvoll gefĂ€rbte Wirbeltierart entdeckt worden.
Es handelt sich um einen Tigergecko, der nur auf der Nordvietnam vorgelagerten Insel Cat Ba vorkommt. Cat Ba – gleichzeitig Nationalpark und BiosphĂ€renreservat – ist nicht nur weltweit durch seine steil aus dem sĂŒdchinesischen Meer herausragenden Karstfelsen bekannt, sondern auch durch eine nur dort auf der Welt lebende, stark bedrohte Affenart – der Cat Ba Langur.

Nun wurde im Rahmen einer von der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten und Populationsschutz e. V. (ZGAP) initiierten Expedition eines internationalen Wissenschaftlerteams auf Cat Ba ein weiteres endemisches, also weltweit nur dort vorkommendes Wirbeltier entdeckt:
Der attraktive Tigergecko wurde von der Projektmanagerin des „Cat Ba Langur Conservation Projects“, Dr. Roswitha Stenke, gemeinsam mit den Wissenschaftlern Nguyen Quang Truong vom Institut fĂŒr Ökologie und Biologische Ressourcen, Hanoi, und Dr. Thomas Ziegler vom Zoologischen Garten Köln entdeckt.

Um sich nun noch besser fĂŒr den langfristigen Erhalt dieser attraktiven und vermutlich nur in einer geringen Individuenzahl vorkommenden Art einsetzen zu können und um den Schutz des BiosphĂ€renreservates noch zu verbessern, benannten die Wissenschaftler die Art in der am 19. Mai erschienen Ausgabe 1771 der internationalen Zeitschrift ZOOTAXA nach dem Nationalpark: und zwar als Cat Ba Tigergecko (wissenschaftlich: Goniurosaurus catbaensis).

Nach dem Motto „Man kann nur schĂŒtzen, was man kennt“ ist es wichtig, zuerst die Artenvielfalt zu erfassen, um dann die Ökologie erforschen und sie langfristig schĂŒtzen zu können. So wird auch die Lebensweise des Cat Ba Tigergecko kĂŒnftig weiter erforscht werden, um ihn vor Ort dauerhaft erhalten zu können.
Wie wenig die Fauna Vietnams erst bekannt ist, veranschaulichen auch jĂŒngste Forschungen im Phong Nha – Ke Bang Nationalpark, in dem sich der Kölner Zoo bereits seit einem Jahrzehnt im Rahmen eines Naturschutzprojektes fĂŒr die Erforschung und Erhaltung der lokalen BiodiversitĂ€t engagiert. Dort entdeckte das Forscherteam rund um den Zoologen Dr. Thomas Ziegler in den letzten zehn Jahren alleine elf neue Arten an Reptilien auf einer FlĂ€che von nur etwa 80.000 ha!

Doch auch die Zahlen fĂŒr ganz Vietnam sprechen fĂŒr sich: So wurden dort im letzten Jahrzehnt durch internationale Forscherteams alleine 40 neue Amphibienarten beschrieben. Wer im „Jahr des Frosches 2008“ mehr darĂŒber erfahren will, der kann dies im aktuellen Magazin des Weltzooverbands (WAZA) – eine Spezialausgabe zum Thema Artenvielfalt in Vietnam – nachlesen (siehe auch www.waza.org). Dort werden verschiedene von WAZA-Mitgliedszoos durchgefĂŒhrte Projekte vorgestellt. Der Weltzooverband wird mit dem Thema „Vietnams Artenvielfalt“ u. a. auch auf der derzeit stattfindenden BiodiversitĂ€tskonferenz in Bonn vertreten sein.

(21.05.2008, 16:53)
Klaus SchĂŒling:   YAQU PACHA in Bonn
bei „Expo der Vielfalt“ zu Gast

Über 180 Aussteller auf der internationalen Leistungsschau des Naturschutzes zur UN-Konferenz – Klima und Artenschutz im Blick

Bonn/YAQU PACHA e.V.. Das Jahr 2008 steht im Zeichen der biologischen Vielfalt – dazu trĂ€gt auch die Naturschutzorganisation YAQU PACHA bei. Sie ist einer von ĂŒber 180 Ausstellern aus fĂŒnf Kontinenten, die sich auf der „Expo der Vielfalt“ vom 27. bis 30. Mai auf dem Robert-Schuman-Platz in Bonn prĂ€sentieren. Eingeladen dazu hatte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), um die große Bedeutung der Artenvielfalt fĂŒr Natur, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur parallel zur Naturschutzkonferenz der Vereinten Nationen stĂ€rker ins öffentliche Bewusstsein zu rĂŒcken. Deutschland ist vom 12. bis 30. Mai Gastgeber der neunten Internationalen Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention ĂŒber die biologische Vielfalt, zu der 5.000 Delegierte aus 190 Staaten erwartet werden.
Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister, Direktor des UN-Umweltprogramms und TrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises der DBU, warnte bereits 2005 davor, dass die Artenvielfalt auf der Erde so schnell schwinde wie nie zuvor. So seien beispielsweise seit Beginn des industriellen Fischfangs rund 90 Prozent des weltweiten Fischbestands verschwunden. DBU-GeneralsekretĂ€r Dr. Fritz Brickwedde: “Die Situation ist dramatisch: 20 Prozent aller Arten sind weltweit bereits ausgestorben und zehn bis 30 Prozent aller SĂ€ugetier-, Vogel- und Amphibienarten vom Aussterben bedroht.“ Deshalb wolle die DBU dabei helfen, die Menschen weltweit auf den RĂŒckgang der Artenvielfalt aufmerksam zu machen.
YAQU PACHA, der Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) und der Tiergarten NĂŒrnberg prĂ€sentieren in Kooperation mit weiteren Partnern in Bonn die Ausstellung zur Kampagne DEADLINE - das meer will leben.
Der Mensch war, ist und wird auch in Zukunft vom Meer abhĂ€ngig sein. Das Meer regelt das Klima, liefert Rohstoffe und Nahrung. Inwieweit der Mensch diese Ressourcen auch in Zukunft nutzen kann, ist fraglich. Die Kampagne DEADLINE lenkt die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Situation der Meere und macht auf ihre Probleme aufmerksam. Die Kampagne DEADLINE informiert hier jedoch nicht nur, sondern zeigt Wege auf, was jeder Einzelne tun kann, um das Ökosystem Meer und seine Vielfalt zu erhalten. Denn eines steht fest, diesen Lebensraum weiterhin zu vernachlĂ€ssigen, kann sich die Menschheit nicht leisten.
Auf der „Plaza der Vielfalt“ wird die DEADLINE Ausstellung erstmals zusammen mit dem neuen Ausstellungskonzept „Lebensraum Boulevard“ prĂ€sentiert.
Infos unter: www.deadline-online.net
Mehr als 180 MessestĂ€nde werden die Zeltstadt bilden, in der zum Beispiel das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) mit Sitz in Nairobi seine Arbeit vorstellt, ebenso wie das Atlantische Regenwaldprojekt Netzwerk (RMA) aus Brasilien. Die EuropĂ€ische Weltraumorganisation (ESA) zeigt, wie sie die Erde aus dem Weltraum beobachtet und so zu ihrem Schutz beitrĂ€gt. Greenpeace, der World Wide Fund for Nature (WWF), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz (BUND) sind vor Ort. Die DBU-eigenen interaktiven Ausstellungen „FasziNatur – Natur entdecken“ und „Inspiration Natur – Patentwerkstatt Bionik“ können zwischen dem 12. und 30. Mai besucht werden. FĂŒr SchĂŒler, Studenten und andere Gruppen bietet die DBU kostenlose FĂŒhrungen an, fĂŒr die eine telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 0541/9633921 notwendig ist.
Organisiert werden die etwa 70 Diskussionsrunden und FachvortrĂ€ge von der DBU und verschiedenen Bundesministerien wie dem Umweltministerium, dem Forschungsministerium oder dem Landwirtschaftsministerium. Auch die Gesellschaft fĂŒr Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) oder der Deutschlandfunk (DLF) gestalten einzelne Programmpunkte.
Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sind hochkarĂ€tig besetzt: Zu den GĂ€sten gehören unter anderem Sigmar Gabriel (Bundesminister fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit), Dr. Johannes Merck (Direktor fĂŒr Corporate Social Responsibility der Otto Group, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Michael Otto Stiftung fĂŒr Umweltschutz sowie Mitglied des NABU-PrĂ€sidiums) oder Prof. Dr. Antonia Kesel (Vorsitzende der Biotechnologie im Verein Deutscher Ingenieure – VDI sowie Leiterin des Internationalen Studiengangs Bionik an der Hochschule Bremen und des Bionik-Innovations-Centrums).
Weitere Informationen zu den kostenlosen und frei zugÀnglichen Veranstaltungen unter
www.plaza-der-vielfalt.de

Ansprechpartner fĂŒr Fragen zum Projekt:
Yaqu Pacha e.V.
DEADLINE - das meer will leben

Dr. Lorenzo von Fersen
Stefan Wiessmeyer
Am Tiergarten 30
D-90480 NĂŒrnberg
e-mail: info@yaqupacha.de
www.yaqupacha.org
www.deadline-online.net

(24.04.2008, 14:52)

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