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Natur- und Artenschutz

Adrian Langer :   https://www.occrp.org/en/27-ccwatch/cc-watch-briefs/9333-china-proposes-ban-on-pangolins-in-traditional-medicine

Es tut sich was. Nachdem der Elfenbeinhandel im letzten Jahr in China verboten wurde soll nun ein Verbot von Schuppentieren in der traditionellen Medizin ausgesprochen werden.
(13.03.2019, 09:10)
Adrian Langer :   https://www.bbc.com/news/newsbeat-47524798

Einer der letzten Tuskerelefanten Afrikas ist vor kurzem verstorben. Damit sollen nun noch maximal 30 dieser Elefanten in Afrika leben.
(12.03.2019, 20:57)
Paul Schnitzler :   Laut WWF-Internetseite ist schon ein unabh√§ngiges Gutachten zu den Vorw√ľrfen beauftragt.

(10.03.2019, 11:56)
Adrian Langer :   https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-03/naturschutzorganisation-wwf-menschenrechte-verbrechen-wilderei

Sehr bedenklich. Dem WWF werden starke Anschuldigungen (im Sinne von Menschenrechtsverletzungen) entgegen gebracht. Da es ja einer der wichtigsten Naturschutzvereine, und noch dazu ein wichtiger Partner zoologischer G√§rten ist, d√ľrfte das (wenn es wahr ist) diverse Schutzprojekte gef√§hrden.
(09.03.2019, 21:36)
Adrian Langer :   https://www.regenwald.org/news/9273/niederlage-fuer-den-seltensten-orang-utan

Das klingt nicht gut. Die Klage gegen den geplanten Staudamm in Indonesien wurde abgewiesen. Damit ist der Fortbestand des Tapanuli-Orang-Utans sehr vakant. -.-
(06.03.2019, 19:44)
Adrian Langer :   https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-05/artenschutz-tiere-pflanzen-rote-liste-bundesamt-fuer-naturschutz?utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_campaign=ref&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&utm_medium=sm&utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf

Passend zu den 10 Neuentdeckungen 10 Arten, die bald Geschichte sein könnten.
(03.03.2019, 15:44)
Adrian Langer :   https://www.spektrum.de/wissen/10-unerwartete-entdeckungen-im-tierreich/1626568?utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&utm_campaign=ref&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&utm_medium=sm

Ein sch√∂ner R√ľckblick √ľber besonders interessante Neuentdeckungen.
(03.03.2019, 12:10)
Adrian Langer :   https://www.presseportal.de/pm/129318/4207081

Der VDZ fordert in diesem Jahr zur Aufkl√§rung √ľber die Gew√§sser unserer Erde auf.
(01.03.2019, 15:26)
Hannes Lueke :   Man m√∂ge jedoch beachten, dass es urspr√ľnglich ein englischsprachiger Artikel ist und sich die Situation in Deutschland bei weitem nicht so gravierend darstellt. Zudem ist der Artikel etwas zu Oberfl√§chlich, da man hier Haustier mit Kuscheltier gleichsetzt und komplett √ľbersieht, dass jedes Tier ein hohes Ma√ü an Verantwortung mit sich bringt.
(27.02.2019, 08:03)
Adrian Langer :   https://www.nationalgeographic.de/tiere/2019/02/exoten-wahn-wilde-tiere-sind-furchtbare-haustiere

Auch wenn ich selber teilweise gern so ein Tier halten w√ľrde wei√ü ich, dass ich nicht in der Lage w√§re es artgerecht zu halten. Ein sch√∂ner Artikel √ľber Tiere, die man nicht unbedingt privat halten sollte.
(26.02.2019, 20:19)
Adrian Langer :   Gibt es denn nicht auch in Afrika Jagdverbote (zumindest in Schutzgebieten)? Das ist aber eine ziemlich prek√§re Entwicklung. Demzufolge hat der Satz "Besser in Freiheit gestorben, als in Gefangenschaft gelebt!" wohl doch eine st√§rkere Runde gemacht.
(26.02.2019, 19:21)
Hannes Lueke :   Wer erz√§hlt denn so etwas?
Die Jagd auf Elefanten in Afrika ist ganz normal. Elefanten ben√∂tigen unfassbar gro√üe Ressourcen und diese sind leider sehr begrenzt. Was man heute nicht mehr macht ist die Jungtiere zu "verschonen" und zu verkaufen. Man macht weniger Umsatz und t√∂tet die Jungtiere sofort, da man davon ausgeht, dass der Tod besser ist als eine unnat√ľrliche Aufzucht
(26.02.2019, 09:38)
Adrian Langer :   https://www.deutschlandfunk.de/botswana-jagd-auf-elefanten-koennte-wieder-erlaubt-werden.2850.de.html?drn%3Anews_id=979838

Das klingt nicht gut. In Botswana könnte die Jagd auf Elefanten wieder möglich werden. Und da erzählt mir jemand, es sind keine Elefanten aus Afrika zu bekommen.
(25.02.2019, 20:34)
Adrian Langer :   https://www.welt.de/kmpkt/article189150545/Schwarzer-Pinguin-in-der-Antarktis-gefilmt.html?wtrid=socialmedia.socialflow.facebook.weltvideotv..socialflow_facebook

Also von Schwarzen Leoparden und Schwarzen Jaguaren habe ich ja schon einmal gehört. Aber ein schwarzer Königspinguin ist mir neu.
(23.02.2019, 21:33)
Adrian Langer :   https://www.welt.de/wissenschaft/article189205317/Riesenbiene-erstmals-seit-38-Jahren-in-Indonesien-gesichtet.html

In Indonesien hat man nun seit 1981 wieder eine Riesenbiene gefunden.
(22.02.2019, 16:48)
Adrian Langer :   https://www.hr-inforadio.de/programm/wissenswert/wissenswert-die-zoos-und-ihr-bedeutungswandel,epg-so-11530.html

Ein kurzer Artikel zum Wandel von der Bedeutung von Zoos.
(22.02.2019, 15:32)
W. Dreier :   @O. M√ľller: Oh, ein Mix: Zooquaria ist richtig
(21.02.2019, 15:47)
Oliver Muller :   @W. Dreier: Zooqaria oder die WAZA-Zeitschrift?
(21.02.2019, 15:04)
Adrian Langer :   https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-02/galapagos-inseln-entdeckung-riesenschildkroete-aussterben

Wer hätte das gedacht? Lonesome Georgina?
(20.02.2019, 19:20)
Gudrun Bardowicks :   In Eekholt w√§re m√∂glicherweise gen√ľgend Platz in der Wolfsanlage, dort ist aber gerade erst vor 2 Jahren ein Rudel junger W√∂lfe eingezogen, nachdem die alten Tiere verstorben waren. Mehr als ein Wolfsgehege gibt es dort nicht und ich glaube nicht, dass das vorhandene Rudel einen neuen Wolf akzeptieren w√ľrde.

Die ehemalige Wolfsanlage im Tierpark Neum√ľnster wird seit zwei Jahren von jungen m√§nnlichen M√§hnenw√∂lfen genutzt. Somit ist auch hier aktuell kein Platz f√ľr einen Wolf vorhanden.

Eine M√∂glichkeit w√§ren vielleicht der B√§renpark M√ľritz oder der B√§renpark Worbis, da dort gro√üe Wolfsanlagen existieren, aber auch diese sind bereits mit etablierten Wolfsrudeln besetzt, genau wie die im Wildpark G√ľstrow oder in den Wildparks L√ľneburger Heide in Nindorf oder Wildpark Schwarze Berge in Ehestorf/Rosengarten.
(20.02.2019, 15:43)
Sacha :   Genau, schwieriger, aber nicht "nicht m√∂glich".

Nun fehlen mir Neum√ľnster und Eekholt (um mal die beiden bekanntesten und naheliegendsten SH-Tierparks zu nennen) in meiner Liste der besuchten Zoos. Darum die Frage: W√§re dort (oder in einem anderen Wildpark von SH) nicht gen√ľgend Platz f√ľr die genannten Laufbed√ľrfnisse?
(20.02.2019, 13:47)
Sophie Bruegmann :   Tats√§chlich geh√∂ren aber ausgerechnet W√∂lfe zu den Arten bei denen die Gr√∂√üe der Gehegegrundfl√§che ma√ügeblich zum Wohlbefinden der Tiere beitr√§gt. Das liegt vor allem daran, dass das Sozialverhalten von W√∂lfen beim Laufen ausge√ľbt wird. Die Positionen innerhalb der Gruppe spiegeln den Rang des Tieres wieder und es ist au√üerdem relevant welches Tier das Tempo vorgibt, auf wen geachtet wird, we den Weg eines anderen Kreuzen darf, usw. Somit kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es bei W√∂lfen deutlich schwieriger ist ein wild aufgewachsenes Tier in einen Zoo zu bringen.
(20.02.2019, 12:21)
Sacha :   Was f√ľr ein Bl√∂dsinn: Ein in der Natur aufgewachsener Wolf soll nicht in menschlicher Obhut leben k√∂nnen. Das ist zwar schwieriger, als wenn das Tier in einem Zoo aufgewachsen w√§re, aber unm√∂glich ist es nicht. Viele Tierarten k√∂nnen sich ver√§nderten Lebensumst√§nden anpassen (Frage der Zeit und der Ver√§nderungsgeschwindigkeit), ansonsten w√§ren sie ausgestorben. Und der Wolf als Species geh√∂rt sicher dazu, wenn ich z.B. an die Umstellung der Abruzzenw√∂lfe auf n√§chtliche Lebensweise in halburbanen Gebieten denke.
(20.02.2019, 10:43)
Adrian Langer :   http://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Umwelt-Warum-kommt-der-Wolf-nicht-in-den-Zoo

Wirklich keine Alternative oder schlichtweg zu anstrengend?
(20.02.2019, 09:51)
W. Dreier :   Noch etwas aus ``Zooquaria``
-im Oktober gibt es in Prag einen Weltkongreß der Zoo-Veterinäre. 600 Teilnehmer werden erwartet. Das IZW ist Mitorganisator
(20.02.2019, 09:31)
W. Dreier :   Aus Zooquaria (WAZA- Zeitschrift) ,Winter 2018/19:
- ein GSMP (Global species menagement plan) m√∂chte bez√ľglich des Anoa (ohne Unterartzuordnung) gerne 300 Tiere in den Zoos erreichen. Der Wildbestand wird mit 2 500 Tieren gesch√§tzt, In Zoos sind nur 49 Tiere in 20 Haltungen. Zuchtbuch-Chef ist Herr N√∂tzold aus Leipzig
-Das Prosimian TAG (Chef Achim Johannes /Rheine) m√∂chte ca 20 Arten /UA an Lemuren in einem "Regional Collection Plan" in Europa etablieren. Gew√ľnscht werden besonders Rotbauchmaki, Roter Vari, Gro√üer Bambuslemur, Fingertier und Kronensifaka in ausreichender Anzahl. Der Coquerel-Sifaka wurde am Rande auch erw√§hnt. Geschlechtertausch mit Madagascar (Ivoloina) wird angestrebt √ľber die Koordinatorin Roullet.
- Doue-la-Fontaine hat einen "Himalaya" er√∂ffnet, 11 000m2 u.a. mit Schneeleopard, Markhor und diversen Geien - seltsamerweise auch mit Rabengeiern. Im Zentrum steht ein gro√ües rundes Amphitheater zur Geierf√ľtterung
- aus einer bulgarischen Zeitschrift: Bulgarien möchte Gänsegeier und Bartgeier wieder seßhaft machen.
-Zeitschrift des K√∂lner Zoos: Durch Herrn Sch√ľrer wird in einem Artikel pr√§zisiert, dass die Annahme, das alle heute lebenden Milus (gegen 5 000) letztlich aus den 3 importierten Berliner Tieren stammen. Es fehlten zur endg√ľltigen Kl√§rung (die Annahme ist schon √§lter) noch die Bestands√§nderungen im Jardin d`acclimatation Paris wegen fehlender Unterlagen . Diese wurden gefunden und konnten jetzt eingesehen werden.
(19.02.2019, 18:37)
Adrian Langer :   https://www.der-postillon.com/2019/02/grizzlybaeren-woelfe.html?fbclid=IwAR3PkT7nO8g84-Kt180D3SS3r72z3f5I3A7yrCIu0fvJCmL_VxKTx0MoAmE

Na das wäre es ja. :D
(14.02.2019, 19:22)
Michael Mettler :   @Adrian Langer: Betrachten wir es doch mal aus einem anderen Blickwinkel. Der wei√üe Orang-Utan wurde offenbar in der Wildbahn geboren. Wenn er nicht zwischenzeitlich ohnehin in Menschenhand gelangt w√§re (wenn auch illegal), h√§tte man ihn dann auch legal wegen seiner F√§rbung "sicherheitshalber" einfangen sollen?

Die wei√üen Giraffen sind √ľbrigens KEINE Albinos, wie schon an ihren "normal" dunkel pigmentierten Augen erkennbar ist. Mit diesem Begriff wird etwas inflation√§r umgegangen, wenn Tiere heller sind als ihre Artgenossen sind, und auch sehr uneinheitlich - ich habe z.B. noch nie gelesen, dass jemand einen wei√üen Timberwolf als Albino bezeichnet h√§tte.
(08.01.2019, 08:18)
Adrian Langer :   Wer redet denn von einem Zoo in Malaysia/Indonesien? Warum nicht einer √ľber die Landesgrenzen hinaus? Wobei hier nat√ľrlich die Frage bleibt, ob es dann nur um ein reines "Medientier" wird. Naja es ist aber m√ľ√üig dar√ľber zu philosophiern, denn das Tier ist ja jetzt frei. Ich hoffe es √ľberlebt!
(07.01.2019, 20:06)
Hannes Lueke :   Ich sehe das Problem, dass indonesische und malayische Zoos voll mit geretteten Orang Utans sind. Das Tier, welches man Wilderern abgenommen hat, wurde in einem gesch√ľtzen Gebiet wieder entlassen und man kann jetzt einfach das Beste hoffen.
(07.01.2019, 16:42)
Adrian Langer :   Ein albinotisches Tier einer hoch bedrohten Art, dass aufgrund genetischer Dispositionen noch zus√§tzlich unter Sehst√∂rungen leidet. Das schreit f√ľr mich sehr stark nach Wilderei. Zumal es ja sich ann√§hernde "Feinde" wahrscheinlich nicht rechtzeitig bemerkt. Ob es da nicht besser w√§re, dass Tier in einen "modernen" und gut gesicherten Zoo zu verbringen? Ich wei√ü, dass auch zwei albinotische Giraffen in Afrika bis jetzt √ľberlebt haben (Mutter und Tochter). Allerdings ist deren weiterer Verbleib nach dem Medienhype f√ľr mich fraglich.......
(07.01.2019, 15:22)
Hannes Lueke :   Warum nicht?
(07.01.2019, 13:24)
Adrian Langer :   https://www.sueddeutsche.de/wissen/artenschutz-weisshaarig-im-urwald-1.4259606?fbclid=IwAR0lU6C4ypStbpPVyHqnPUv-ZMWV1vnNsj8ddbg30oQcYjH0xpQ6J-GhsI8

Ob das eine gute Idee ist?
(02.01.2019, 21:19)
Adrian Langer :   https://www.deutschlandfunk.de/artenschutz-loewen-nachzucht-im-zoo.676.de.html?dram:article_id=433609

Na hoffentlich klappt das.
(19.11.2018, 20:35)
Adrian Langer :   https://theconversation.com/tigers-confirmed-as-six-subspecies-and-that-is-a-big-deal-for-conservation-105592?fbclid=IwAR2oz1I1m-qbimbH-7NswAlkCGCquoClQCLqY547g1mUnsUSZxhSq99q43w

Sollte das Artenspektrum nicht verkleinert werden?
(26.10.2018, 22:50)
Hannes Lueke :   Ob man wirklich das Alleinstellungsmerkmal behalten wollte w√ľrde ich nicht so sicher sagen.
Ich habe just einen Artikel gelesen, welcher die Aufl√∂sung von Al Wabra thematisiert. F√ľr die aktuell noch vorhandenen und mangels Geld schlecht versorgten Huftiere finden sich keine Abnehmer. Die Spix Aras und Schuhschn√§bel hat ACTP aufgenommen. Man wollte in diesem Jahr einen neuen Zuchtrekord aufstellen (16 K√ľken) aber das Geld fehlt einfach.
(26.10.2018, 09:34)
Adrian Langer :   Sehr schade. Ob die dann noch einmal einen Weg in europ√§ische Zoos finden ist ja dann sehr fraglich.
(25.10.2018, 22:24)
W. Dreier :   Der Fall der Beiras zeigt nat√ľrlich, dass eine derartige Haltung bei nur einem Halter (der offensichtlich auch das Alleinhaltungsrecht behalten wollte) derartige Folgen haben kann.
(25.10.2018, 20:23)
W. Dreier :   Noch ein Beira-Bild hinterher
(25.10.2018, 20:19)
W. Dreier :   Pardon, der 3. Satz ist etwas mi√ügl√ľckt, aber wohl noch verst√§ndlich.
(25.10.2018, 20:16)
W. Dreier :   ``Eigentlich`` suchte ich nur einem speziellen Gazellennamen - landete in Al Wabra, um dann einige schlechte Informationen im ``Zoo Chat`` zu Al Wabra zu lesen. Zun√§chst ist die politische Situation f√ľr Katar angesichts der gro√üen Nachbarl√§nder nicht ``besonders``. Zudem soll der neue Besitzer (der eigentliche Initiator aus der Emirfamilie starb vor Jahren, der jetzige hat wohl kein Interesse an dem Tierbestand.) So sollen die Spix-Aras nach Zwischenaufenthalt (man spricht vom ACTP Sch√∂neiche) letztlich in Brasilien landen - die Station ist aber noch nicht fertig. Die Beira-Antilopen erfuhr ich , waren schon vor Jahren an einem Pocken-Virus ausgestorben - die einzige Haltung bisher √ľberhaupt. Bild anbei - dort war ich im Januar 09, als es etwa an die 50 Tiere gab. Daneben rechts ein Rotbauch-Dik-Dik.
(25.10.2018, 20:13)
Adrian Langer :   https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2018-10/palaeontologie-archaeopteryx-forscher-vorlaeufer-voegel?wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_campaign=ref&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf

Ich finde nix besseres. Es geht immer hin und her. Nun doch Europa und nicht China .......
(25.10.2018, 19:48)
Hannes Lueke :   Spannend wie gro√ü die Gruppen in indonesischen Zoos und in Singapur sind. Ich pers√∂nlich kennen nur die beiden Anlagen in Singapur und habe die nicht gr√∂√üer als eine der neueren, heimischen Anlagen in Erinnerung.
(24.10.2018, 11:45)
W. Dreier :   Anbei der Orangbestand aus asiatischen Zoos (International Zoo Yearbook , Band 52 /2018)
(23.10.2018, 17:13)
Adrian Langer :   https://bnn.de/nachrichten/zoo-karlsruhe-ein-artenschutz-euro-von-jedem-besucher

Finde ich sehr gut!
(23.10.2018, 09:41)
W. Dreier :   Im Jangtse und weiter bis in den S√ľden Vietnams lebte einst die Riesenwasserschildkr√∂te Rafetus swinhoei. nunmehr wohl bis auf unter 10 Lebenden die seltenste Schildkr√∂te √ľberhaupt. Gegenw√§rtig leben in einer chinesischen Rettungsstation 4 bald hundertj√§hrige Ex, deren Zucht man noch versucht.
Im Hanoier See Hoan Kiem, ungef√§hr 800 x 300 m breit direkt in der Altstadt Hanois sollten auch noch einige leben - sie genie√üen bald heiligen Status. Als ich 2011 dort war, hatte man versucht, im See √ľber Sandaufsch√ľttung eine Brutinsel zu schaffen. Die Anzahl war √ľberhaupt unbekannt, Abfischen brachte auch keinen Erfolg, Fotos waren selten. Im Uferbereich gab es einen Tempel zu Ehren der S-Kr√∂te - ein pr√§pariertes Ex hier auf der Abbildung.
Jetzt las ich, dass ein totes Exemplar im See gefunden wurde.
In der Umgebung sollen allerdings noch ``irgendwo`` einige existieren.
(08.10.2018, 16:24)
Adrian Langer :   https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/biologie/raetselhafte-todesserie-asiatischer-loewen-nimmt-kein-ende-13372675

Rätselhafte Todesserie bei den Asiatischen Löwen im indischen Nationalpark.
(07.10.2018, 22:52)
W. Dreier :   Was ganz ``altes`` Im auftauenden Permafrostboden Sibiriens ist ein Wildpferdfohlen geborgen worden - alles vorhanden, was an das vor Jahren gefundene Mammutbaby erinnert. Gesch√§tztes Alter 30- 40 000 Jahre. Und schon sind die Klonforscher da! √úber ein √§hnliches Unterfangen bei einem Mammut hat man dann nichts weiter geh√∂rt (S√úDDEUTSCHE Zeitung vom 28.8.)
(31.08.2018, 11:42)
Adrian Langer :   Sehr interessant. F√§nde ich zwar nicht schlecht allerdings denke ich, dass sich hier viel Widerstand bilden w√ľrde. Wenn W√∂lfe ja schon nicht wiederkommen k√∂nnen/d√ľrfen d√ľrfte das bei B√§ren ja noch schwieriger sein.
(23.08.2018, 09:34)
W. Dreier :   Vor wenigen Tagen in der ``Berliner Zeitung`. Eisch√§tzung, wo man in Europa B√§ren wieder ansiedeln k√∂nnte.
(23.08.2018, 08:14)
W. Dreier :   aus Mammalian Biology , (ehemals Zeitschrift f√ľr S√§ugetierkunde), Heft 92., (2018)

- eine genetische Arbeit zur Fossa: festgestellt wurde, dass die genetische Diversität der Gefangenenschafts -Population (etwa 130 Tiere) größer ist als die einer entsprechenden Probe von diversen Tieren aus Madagascar selbst. Da gewöhnlich die Herkunft der Zootiere unbekannt ist, wurde angenommen, dass die ``Naturvergleichstiere" aus einer sehr engen Region stammten.

Seiten 120 - 128: eine chinesische Arbeit zur Verbreitung des Amurleoparden und zu Störfaktoren (Mensch, Beutetiere, Amurtiger).
Gesamtareal (China und Rußland) 4 000 km2, etwa 87 Exemplare, im selben Bereich ca 38 Amurtiger. Zielstellung in China ist die Errichtung eines Schutzgebietes von 15 000 km2
(31.07.2018, 22:30)
Kathrin Roehl :   Im Highland Wildlife Park in Schottland gibt es Nachwuchs bei den Amurleoparden. Noch ist unklar, ob es sich um mehr als ein Jungtier handelt. Sofern die Aufzucht gelingt, plant man einen Auswilderungsversuch in Russland. Die Leoparden leben in einem speziellen, abgeschirmten Gehege ohne Besucherkontakt.

http://www.highlandwildlifepark.org.uk/news/article/14453/rare-amur-leopard-born-at-highland-wildlife-park/
(18.07.2018, 20:50)
W. Dreier :   In der Bibilo ein Zooquaria-Heft - das 1. f√ľr 2018. Ich las, stutzte------

dann sah ich - ein Zukunftsbericht f√ľr 2043 !! (25 Jahre Vorschau!!!)
(12.06.2018, 19:47)
W. Dreier :   Hier die Aufnahme einer Damagazelle. Aus: Antonius : Bemerkungen √ľber einige Tiere der Weidholzexpedition, Zoolog. Garten, Neue Folge; Band 1, Heft 10 - 12, S. 369
(05.06.2018, 18:35)
cajun :   Ein Nebenprodukt der Dama- Bilder Suche: F√ľr Ende 2018 plant man eine Umsetzung von westafrikanischen Giraffen in ein neues Schutzgebiet in Niger. Stand der aktuellen Peralta- Populatin in der "Giraffenzone": ca. 607 (Tiefststand 50 Tiere).
https://www.saharaconservation.org/Saving_West_African_Giraffe
(05.06.2018, 15:44)
Adrian Langer :   https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2018/05/Erster-Internationaler-Zoofo%CC%88rderer-Tag-war-in-Leipzig-ein-Erfolg-%E2%80%93-viele-Menschen-besuchten-den-Zoo-Leipzig-218462

Der internationale Tag der Zooförderer scheint erfolgreich gewesen zu sein.
(23.05.2018, 16:38)
W. Dreier :   ``S√§ugetierkundliche Informationen``, Heft 54 von 2018

Angaben zu Nachweisen von Goldschakalen in Schleswig-Holstein und Dänemark
(16.05.2018, 18:11)
W. Dreier :   Aus ``Reptilia``:
Bei Reptilien und Amphibien wurden f√ľr 2017 wieder ca 170 neu entdeckte Arten/Unterarten beschrieben
(16.05.2018, 18:09)
Adrian Langer :   https://www.thueringen24.de/thueringen/article213860505/Moeglicherweise-bereits-vier-der-Thueringer-Wolf-Hund-Mischlinge-tot.html

Vier der sechs Wolfshybriden sind wohl bereits verstorben (drei von ihnen erschossen).
(01.04.2018, 10:05)
W. Dreier :   Aus dem WWF-Magazin:

- Bericht zur Situation von Großkatzen: 13 Länder, in denen Tiger vorkommen, trafen sich in St Petersburg. Von 3 200 in 2010 möchte man bis 2022 zu einer Verdoppelung des Bestandes kommen.
- Amurleopard: 2009 35 Tiere in der Natur, 2017 85 Tiere

-Afrikan. Elefanten: 2006: 470-690 000; 2015: 395-570 000 Tiere

- Kiebitz in Deutschland: von 1990 bis 2013 Bestandsabnahme um 80 %

aus ``ELAPHE`` 2 /2018: Liste neuentdeckter Amphibien - bei lockerer Abschätzung der Seiten ca 150 neue Arten weltweit - besonders Beru, Ekuador, Neuguinea, Madagascar - auch noch in Europa Neuentdeckungen!. Auf Madagascar bei der Froschgattung Stumphia 15 neue Arten!
-


(07.03.2018, 15:02)
W. Dreier :   aus der `` Berliner Zeitung``: westlich von Potsdam (Potsdam-Mittelmark !!!!) tauchte eine Jungelch auf. Von einem Veterin√§r narkotisiert, erhielt er ein Funkhalsband.
(04.03.2018, 10:42)
Oskar Schwitters :   @Peter Lohse: Laut dem Artikel ist EndZOO allerdings unter anderem eine Artenschutzorganisation:-)

Sehr interessant finde ich, dass die Leute von EndZOO anscheinend ein Zuchtbuch ausgewertet haben, das sie laut Artikel gar nicht einsehen konnten.
(27.02.2018, 20:31)
Adrian Langer :   @Gudrun Bardowicks: So √§hnlich hatte ich mir das auch schon gedacht. Auch wenn der Eisb√§r ja zu den Publikumslieblingen z√§hlt. Zumal eine Verbesserung der Haltungsvoraussetzungen grunds√§tzlich zu begr√ľ√üen ist. Deswegen werden Tierrechtsorganisationen ja nicht m√ľde solche (und wie schon erw√§hnt ja wahrscheinlich von ihnen mit angesto√üene Entwicklungen) f√ľr ihre Belange zu nutzen. Ich hoffe nur, dass wenigstens ein relativ gesunder Bestand erhalten bleibt. Ich f√§nde nur interessant, ob bei modernisierten und erweiterten Anlagen im Zusammenspiel mit entsprechenden Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten, die Sterblichkeitsrate der Polarb√§ren noch so hoch ist wie bei den √§lteren Anlagen, die nur zur Pr√§sentation genutzt werden. Die angegebenen Zahlen d√ľrften ja hier keine Unterscheidung zulassen.
(27.02.2018, 14:47)
Peter Lohse :   Gudrun Bardowicks: Organisationen wie Peta oder Endzoo haben durch Ihren hohen Eigenverbrauch von Spenedengeldern leider kaum was √ľbrig f√ľr Tier oder Artenschutz. Diese Organisationen haben sich auch nicht gergr√ľndet um Tieschutz zu betreiben sondern um Spenden zu generieren mit dem Sie sich selbst und die Verbreitung Ihrer v√∂llig haltlosen Ansichten verbreiten k√∂nnen. Wer also f√ľr den Tier und Artenschutz spenden m√∂chte, Finger weg von sollchen Organisationen.
(27.02.2018, 12:58)
Gudrun Bardowicks :   Auf jeden Fall ein interessanter Artikel. Ich gehe allerdings auch davon aus, dass der Eisb√§renbestand in Zoos vor allem deshalb abgenommen hat, weil viele Zoos aufgrund der Kritik von Tierrechtlern und aus Platzmangel aufgrund der versch√§rften Haltungsvorschriften die Eisb√§renhaltung aufgegeben haben und es dadurch nat√ľrlich auch weniger Zuchtpaare und Nachzuchten als in der Vergangenheit gibt und somit nat√ľrlich auch weniger Jungtiere aufgezogen werden k√∂nnen.
Auch die Zuchtbuchf√ľhrer und Koordinatoren des EEP tragen dazu bei, dass aktuell nur verh√§ltnism√§√üig wenig Eisb√§ren nachgezogen werden k√∂nnen. Ich wei√ü z. B. dass der Zoo Hannover gerne Eisb√§ren z√ľchten m√∂chte und seine neuen Anlagen in Yukon Bay auch nach modernsten Haltungsgesichtspunkten f√ľr die Zucht ausgelegt sind, die Zuchtbuchf√ľhrer bzw. EEP- Koordinatoren aber noch immer nicht entschieden haben, mit welchem M√§nnchen das dort lebende potentielle Zuchtweibchen verpaart werden soll. Ein Grund hierf√ľr ist nat√ľrlich auch, dass nicht genug Haltungskapazit√§ten f√ľr eventuellen Nachwuchs zur Verf√ľgung stehen, da immer mehr zoologische Einrichtungen die Eisb√§renhaltung aufgeben. An dieser Misere sind auch EndZoo und andere Tierrechtsorganisationen wie PETA mit ihrer andauernden Kritik an der Eisb√§renhaltung nicht ganz unschuldig. Dass PETA oder EndZoo sich intensiv um den Schutz der Eisb√§ren in freier Wildbahn einsetzen und daf√ľr Spendengelder zur Verf√ľgung stellen ist mir bisher nicht aufgefallen.
(27.02.2018, 12:15)
Adrian Langer :   http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=64266&cHash=c43e6d27e8

Ein Artikel zur Eisbärenhaltung in Deutschland. ich weiß, dass die angegebenen Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind (weniger Individuen durch Vergrößerung und Erneuerung der Gehege bzw. Aufgabe der Haltung zugunsten anderer Arten und Abnahme der Geburtenrate durch eine bessere Koordination). Nur wird ein stark abnehmender Trend tatsächlich bestätigt?
(27.02.2018, 11:08)
W. Dreier :   In Vorbereitung eines Artikels fand ich auch eine andere Version:

In``Current Biology`` von 2015 berichtet ein internationales Team,

``dass die Vorfahren der Przewalski-Pferde und Hauspferde noch f√ľr lange Zeit durch einen Genfluss miteinander verbunden blieben nach ihrem Auseinanderstreben vor ungef√§hr 45 000 Jahren. Auch als Menschen vor etwa 5 000 Jahren anfingen Pferde zu domestizieren, vermischten sich ihre Populationen weiterhin"
.
Und weiter wurde gezeigt,

``dass die letzten 110 Jahre in Gefangenschaft nicht spurlos an den Przewalski-Pferden vorbeigegangen sind. Dies machte sich in Form einer geringeren genetischen Diversität und zunehmender Inzucht bemerkbar. In einigen Fällen kam es zudem zu wesentlichen Veränderungen des Genpools durch domestizierte Individuen. In den extremsten Fällen bestand ungefähr ein Viertel des Erbguts der Przewalski-Pferde aus Genvarianten, die von domestizierten Pferden vererbt wurden.
Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Obwohl Przewalski-Pferde einen extremen demographischen Zusammenbruch hinter sich haben, scheint sich die Population zu erholen und ist immer noch genetisch divers``.

Veröffentlicht wurde das Werk von mehreren bekannten Autoren wichtiger Institutionen, u. a. des IZW in Berlin und des Zoos in San Diego

(23.02.2018, 18:32)
Adrian Langer :   http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-5425779/DNA-analysis-reveals-no-wild-horses-world.html

laut einer Studie wird davon ausgegangen, dass die letzten "Wildpferde" möglicherweise nur verwilderte Hauspferde mit ähnlichen Merkmalen sind (wobei schon sehr lang verwildert).
(23.02.2018, 16:59)
W. Dreier :   Aus der letzten ZGAP-Ausgabe:
Von der Kaiseramazone auf Dominica, vorher gesch√§tzte Anzahl 250.350, ist unbekannt, wieviel V√∂gel die letzten Karibikst√ľrme √ľberlebt haben. Bisher wurden ohne intensive Suchaktionen nur wenige Tiere wieder gesichtet.
- demgegen√ľber haben auf den Key-Inseln die dortigen Wei√üwedelhirsche die Gefahren besser √ľberlebt: von vorher 1 109 sind danach 949 festgestellt worden.
- die Wilderei von Calamianhirschen auf den Philippinen geht weiter. Man hofft, einige Tiere auf Palawan auszuwildern, einem ehemaligen Verbreitungsgebiet.
- Colin Groves, einer der bedeutendsten Säugetiersystematiker, ist gestorben (1942 - 2017). Vor allem Affen, Schweine , Gazellen und Beuteltiere (er war Australier) interessierten ihn.
(20.02.2018, 20:19)
Adrian Langer :   http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/tiergarten-experte-so-lauft-die-vaquita-rettungsaktion-1.6930425

Ein schon etwas √§lterer Artikel zu den Vaquitas! Bis jetzt steht es noch schlecht f√ľr das geplante Vorhaben einer Erhaltungszucht!
(18.12.2017, 09:22)
th.oma.s :   M.E. ist es nur eine Frage der Zeit bis in Ostsachsen oder Ostbrandenburg der erste Elche Bulle die passende Elchkuch an der geeigneten Stelle trifft.
(11.12.2017, 17:21)
W. Dreier :   Oh Pardon: ein ``Wortdreher``. Der Wisent wurde nicht bei L√ľbars (das ist schon Berlin) , sondern bei Lebus an der Oder erschossen.
(11.12.2017, 06:17)
W. Dreier :   Aus der ""Berliner Zeitung``: In Templin (Nordostbrandenburg) ist ein Elch in den Stra√üen aufgetaucht. Nun wurde er nicht niedergestreckt wie der Wisent bei L√ľbars , sondern nur niedergelegt und einem Elchz√ľchter √ľbergeben (was es alles gibt!).
Es gibt bereits f√ľr das Land Brandenburg eine Elch-Verantwortliche, die aber nicht glaubt, dass es eine Elchpopulation in Zukunft geben k√∂nnte. Bisher waren alles ``√úberl√§ufer`` aus Polen, ``echte` Jungtiere wurden bisher nicht gesichtet. Immerhin gab es bisher f√ľr 2017 17 Sichtungen gegen√ľber 6 - 9 in den Vorjahren. In Brandenburg unterliegt der Elch dem Jagdgesetz, darf aber als ``Wiederkehrer`` nicht geschossen werden
(10.12.2017, 15:38)
W. Dreier :   aus ``Papageien`` (11/017)

Vor 30 Jahren war der Echosittich auf Mauritius fast ausgestorben. Es gab wahrscheinlich nur noch gegen 20 Exemplare (ca 17,3). Intensive Schutzbem√ľhungen brachten wieder an die 350 V√∂gel. 75 V√∂gel wurden jetzt in eine andere Gegend umgesiedelt, um ein Desaster durch Sturm oder Krankheiten zu verhindern. Laut Aussage sind die V√∂gel dort gut `` angewachsen`.
(19.11.2017, 17:18)
W. Dreier :   sowie die zeitliche Entwicklung der Strukturen
(31.10.2017, 12:29)
W. Dreier :   Eine Grafik zum Vorkommen in Deutschland
(31.10.2017, 12:28)
W. Dreier :   Gestern gab es im Lande Brandenburg eine gro√üe Wolfskonferenz. Dazu gab es im Vorfeld in der ``Berliner Zeitung`` eine dreiseitige Er√∂rterung mit statistischen Angaben. Ein Statement sei hier eingestelt.
(31.10.2017, 12:27)
W. Dreier :   Das einzige Problem bei den Soalas: man m√ľ√üte erst einmal welche haben! Zwischendurch (so etwa von 1995 bis 2010) gab es √ľber Jahre keine Sichtung! Auch jenes Jungtier, dass kurz nach der Entdeckung in die Primatenstation von Cuc Phuong kam, lebte nicht lang - und dort arbeiten ja keine Laien. Die allerletzten Koupreys wollte man (nicht das IZW) auch in den Achtzigern noch retten.
Und man denke auch trotz aller Bem√ľhungen an die Ausrottung des Festland-Javanashorns in der Gegend. Es ist zum Verzweifeln! Sch√∂n w√§r es dennoch!
(29.10.2017, 15:57)
Oskar Schwitters :   Saolas k√∂nnten f√ľr Haltungen in Europa bald nicht mehr ganz unerreichbar sein: Das IZW setzt sich f√ľr den Aufbau einer Zuchtstation ein.
www.izw-berlin.de/pressemitteilung/etablierung-eines-zuchtprogramms-zum-schutz-der-letzten-saolas.html
(29.10.2017, 15:19)
W. Dreier :   Laut ``Berliner Zeitung`` sind in Sch√∂neiche (Zuchtzentrum f√ľr gef√§hrdete Papageien) in diesem Jahr 9 Spix-Aras erbr√ľtet und aufgezogen worden (Kunst- und Naturbrut). Sollte auch Al Wabra den Erfolg des letzten Jahres wiederholen k√∂nnen, w√§re die zuk√ľnftige Freilassung in der brasilianischen Catinga-Region keine Illusion mehr.
(27.10.2017, 18:43)
Oliver Muller :   Klingt nach Anwartschaft f√ľr einen Darwin-Award...
(19.10.2017, 22:41)
Michael Mettler :   Ein nicht an den Wolf angepasstes Fluchtverhalten hatte ich vor l√§ngerer Zeit auch schon mal als Begr√ľndung f√ľr das Zusammenbrechen einer Mufflonpopulation geh√∂rt oder gelesen. Habe danach gegoogelt und dabei dies gefunden (ist allerdings j√ľngeren Datums, das Ph√§nomen muss also schon l√§nger bekannt sein):
https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/635631-635631
(19.10.2017, 17:37)
Hannes Lueke :   Ein Bekannter berichtete von den Mufflons vor seiner Haust√ľr, in der L√ľneburger Heide, dass die Tiere sehr standorttreu seien und im Prinzip garnicht wegrennen. Wie man sich ein bl√∂des Schaf vorstellt. Aus genau diesem Grund sind sie als leichtes Jagdwild beliebt gewesen und der Wolf entsprechend unbeliebt
(19.10.2017, 15:55)
W. Dreier :   Aus ``Regulus`` Luxemburg: in Luxemburg gibt es vom Juli 2017 den ersten Foto-Nachweis eines Wolfes. Angenommen wird die Herkunft aus der Alpenpopulation

Aus ?S√§ugetierkundliche Informationen`` Heft 53: Ein Bericht aus der Region Hohenbuckow zum ``Verh√§ltnis`` Wolf - Mufflon. Die dort gewesene Mufflonpopulation umfa√üte vor Jahren etwa 1200 Tiere bei einer Jagdstrecke von 200 j√§hrlich. Der 1. Wolf tauchte dort 2007 auf. Trotz illegaler ``Wolfsjagd`` wird gegenw√§rtig von maximal 7 W√∂lfen ausgegangen. Was geschah mit den Mufflons?? Jetzt NULL Mufflons! Eine der Ursachen , leichte Beute zu sein, k√∂nnte - so meint man - darin liegen, dass die Mufflons dort aufgrund sandigen Bodens eine miserable ``Behufung¬ī¬ī hatten.

(19.10.2017, 11:00)
W. Dreier :   Vor Monaten hatte ich einem Naturwissenschaftler eine Aufnahme vom Nilgiri Tahr (damals in San Diego fotografiert) √ľberwiesen - jetzt erhielt ich dazu Angaben zur Systematik. Der Gattungsname Hemitragus wurde zun√§chst durch Blyth (1859) aufgestellt, bis dann Robiquet u.a aufgrund genetischer Befunde ihn n√§her zur Gattung Ovis stellte mit Gattungs-Neubenennung Nilgiritragus. Jetzt fand ich in der Arbeit den Gattungsnamen KEMAS, aufgestellt von Ogilby schon 1838 - siehe damit die Priorit√§tsregel. Die drei ``sogenannten `` Tahre, also Nilgiri-, Himalaya- und Arabischer Tahr sind evolution√§r nicht direkt verwandt.
(04.10.2017, 15:42)
W. Dreier :   Etwas ``Gegens√§tzliches`` zum Naturschutz: laut ``Berliner Zeitung`` von heute ist bei Lebus an der Oder ein vollerwachsener Wisent, offenbar aus Polen kommend, auf ``Befehl`` des Lebuser Ordnungsamtsleiters erschossen worden. Die regionalen Vertreter des WWF haben Strafantrag gestellt.
(16.09.2017, 08:50)
W. Dreier :   nicht ganz hierher passend, dennoch:

auf dem Tegeler Flugplatz fand ich in einer ``Jägerzeitung``

-im Norden Schleswig-Holsteins wurde der bisher nördlichste Goldschakal nachgewiesen
- im Osten Tschechiens wurde bei einem Wildschwein die afrikanische Schweinepest nachgewiesen. Aufruf an die Jäger, diesem Fall größte Aufmerksamkeit zu widmen!
(08.08.2017, 16:50)
W. Dreier :   Aus ``Folia zoologica`` (Band 65, Heft 3 von 2016)
Eine algerische Arbeit befaßt sich mit dem Vorkommen der Cuvier-Gazelle in Algerien (Steppenatlas).
Hochrechnung: ca 600 Tiere. Die Zahl bestätigt eine etwas ältere Arbei - 560 Tiere.
(01.03.2017, 10:08)
Michael Mettler :   Die Dimensionen, die der illegale Handel mit Tierteilen erreicht, sind immer wieder erschreckend (vor allem, weil man nie das Gef√ľhl loswird, dass immer nur die Spitze des Eisbergs entdeckt wird):
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.thailand-fast-drei-tonnen-schuppen-extrem-seltener-tieren-gefunden.08d5f81b-7481-45b4-817d-caa6eebe3ed4.html
(03.02.2017, 21:41)
Dreier :   Noch aus der Bibliothek des TP: Viele Jahre habe ich Nachrichten √ľber den Borneo-Taubwaran nicht verfolgt. In den Siebzigern und noch Achtzigern wusste man fast nichts √ľber seine Biologie, Funde wurden nur zuf√§llig gemacht, meistens, wenn √úberschwemmungen ihn aus den Unterk√ľnften ``freisp√ľlten``. Jetzt wird in `` Reptilia`` 123, (2017) , Seiten 44 - 54; √ľber Haltung und Zucht in Gefangenschaft berichtet (siehe auch Foto in der ZTL)
(03.02.2017, 19:15)
Dreier :   Aus der ?Berliner Zeitung?: Im subtropischen S√ľdwesten Chinas, angrenzend an Myanmar, wurde eine neue Gibbonart beschrieben (√§hnlich den ``Wei√übrauengibbons``) - als Hoolock tianxing benannt (wobei ich als Gattungsnamen f√ľr die Hulocks eigentlich Bunopithecus kenne) - die seien schon bekannt gewesen, aber nun zu einer neuen Art ernannt worden.

F√ľr diese Region gab es ja auch vor wenigen Jahren die Entdeckung des schwarzen Stumpfnasen Rhinopithecus streykeri. Nachdem damals nur von etwa 250 Tieren ausgegangen wurde, nimmt man jetzt an, dass es 950 Tiere seien.


(28.01.2017, 16:09)
Oskar Schwitters :   Im Tschad wurden nun zum zweitem Mal 23 S√§belantilopen ausgewildert. Der Weltbestand soll bei mehren tausend Exemplaren liegen, die meisten davon auf den Arabischen Halbinsel.

www.spiegel.de/wissenschaft/natur/saebelantilopen-im-tschad-ausgewildert-a-1131254.html

(24.01.2017, 16:49)
Oskar Schwitters :   Von morgen bis Sonntag ist Stunde der Winterv√∂gel vom NABU.
(05.01.2017, 23:07)
Oskar Schwitters :   Die Giraffe gilt nun als gef√§hrdet, der Bestand liegt bei etwa 97. 000 Tieren.
www.stern.de/panorama/wissen/natur/giraffen-vom-aussterben-bedroht-7231296.html?utm_campaign=alle&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
(08.12.2016, 15:18)
Oskar Schwitters :   W√§re echt sch√∂n, wenn man bei der n√§chsten "Freisetzung" auch europ√§ische Zoos ber√ľcksichtigen w√ľrde.
(24.11.2016, 16:31)
WolfDrei :   Im selben Heft eine (mickerlich kleine) Aufnahme eines Javanashornes -man beachte dis ``Panzerung`` des Hinterteiles, Allzu viele Aufnahmen gibt es ja nicht !
(22.11.2016, 20:44)
WolfDrei :   Durch Zufall fand ich in der Biblio des TP einen Symposiumsbericht der indischen Zoo-Assoziation. Behandelt wurden verschiedenste Themen - speziell aber √ľber die Planung von Zooanlagen, Enrichement etc., auch √ľber Schutzprojekte speziell seltener indischer Tiere.
Anbei die Entwicklung der Bestandszahlen des Zwergwildschweines in der Zuchtstation in Assam (pro Jahr 2 Daten). Wenn die Zahl nicht steigt, so ist das das Ergebnis von Freisetzungen
(22.11.2016, 20:39)
WolfDrei :   Da ich n√§chste Woche in Poznan und Wroclaw bin, hatte ich nach ``Neuigkeiten`` gegoogelt. Der Zoo Wroclaw hat gerade eine Spendenaktion gestartet: im August gab (gibt) es eine Riesen√ľberschwemmung in Assam. Der Kaziranga-NP ist zu 80 % √ľberschwemmt. Bilder von der Rettung speziell junger Panzernash√∂rner werden gezeigt.
(03.10.2016, 18:08)
Oskar Schwitters :   @Michael Mettler: Genau. Mit "Afrikanischer Elefant" war der (Afrikanische) Savannenelefant gemeint.
(08.09.2016, 15:25)
Michael Mettler :   @Oskar Schwitters: Zu der Elefantenz√§hlung sollte man noch anf√ľgen, dass sich die Zahl auf Savannenelefanten bezieht, weil nur diese per Flugzeug gez√§hlt werden konnten. Waldelefanten konnten nicht in diesem Census erfasst werden.
(07.09.2016, 20:24)
WolfDrei :   im `` Falken`` gelesen: in Slimbridge sind nach drei Jahren bei 2 Paaren der √§u√üerst gef√§hrdeten L√∂ffelstrandl√§ufer erstmals Eier gelegt worden (3 und 4 Eier), je ein Schlupf - aber keine Aufzucht
(07.09.2016, 19:02)
Oskar Schwitters :   Nasenfr√∂sche kommen aus der Zuchtstation in Concepci√≥n in die Zoos von Wien, Chester, Leipzig, D√ľsseldorf und Berlin.

www.dw.com/de/darwins-nasenfrösche-auf-reisen/a-19133070

(03.09.2016, 10:55)
Oskar Schwitters :   Die Best√§nde Afrikanischer Elefanten sind doch deutlich geringer als gedacht: Bei einer gro√ü angelegten Z√§hlung wurden nur 350 000 Tiere gefunden, nicht wie bisher angenommen 400 000 bis 630 000. Au√üerdem nimmt der Bestand j√§hrlich um 8% ab.
(02.09.2016, 13:49)
Michael Mettler :   Kleins√§uger aus dem Gro√üsauger... ;-) Wenn die Holl√§nder dazu noch die Technologie aus den USA importieren w√ľrden, h√§tten sie neue Chancen in der Bek√§mpfung der Bisamratten, die ihre Deiche untergraben. Die haben das gleiche Kaliber wie Pr√§riehunde. Zwar w√§ren sie wohl kaum irgendwo auf einem Heimtiermarkt absetzbar, aber sie w√§ren als Proteinquelle verwertbar...
(13.07.2016, 22:48)
Hannes Lueke :   Vor gut 10 Jahren hat sich der niederl√§ndische Heimtiermarkt ebenfalls mit solchen Pr√§riehunden versorgt
(13.07.2016, 22:18)
Michael Mettler :   Geh√∂rt hatte ich von dem Pr√§riehund-Sauger schon mal, und auch davon, dass die auf diese Weise gesammelten Pr√§riehunde zum Teil in den japanischen Heimtierhandel verkauft worden sein sollen. Kurz gegoogelt: Es gibt diverse Artikel und sogar Youtube-Videos dazu online. Aber ob die Methode wirklich schadensfrei f√ľr die Tiere ist, selbst wenn sie √§u√üerlich unverletzt wirken...? Ich muss unwillk√ľrlich an die Berichte heimischer Natursch√ľtzer denken, nach denen der Unterdruck einer Sogwirkung Kleintiere t√∂ten kann, selbst wenn sie nicht in k√∂rperlichen Kontakt mit dem ausl√∂senden Objekt kommen (Flederm√§use im Einwirkungsbereich von Windkraftrotorbl√§ttern, Kr√∂ten unter fahrenden Autos usw.). Da ist dann von platzenden Lungen und anderen organischen Sch√§den die Rede. Und diese Gefahr besteht beim "Prairie dog vacuum" nicht...? Hm.
(13.07.2016, 19:24)
WolfDrei :   Musste 20 Jahrg√§nge ``Geo`` sortieren - die wiegen mittlerweile zusammen ca 75 kg.
Im Juniheft 6 von 1994 fand ich einen Bericht √ľber technische Sch√§dlingsbek√§mpfung von Erdbeerpflanzen in den USA mit Hilfe eines Exhaustors: Insektensch√§dlinge , speziell Blattwanzen und ``anderes Krabbelgetier`` , werden mit einem Erfolg von 50% abgesaugt, womit sich der Einsatz von Insektiziden er√ľbrigt. Am Ende wird mitgeteilt, dass es auch eine Saugmaschine f√ľr im Bau befindliche
`` unerw√ľnschte Pr√§riehunde`` gibt. Die Tiere w√ľrden unbeschadet in einem Gro√ünetz landen. Einige UA sind ja schon gesch√ľtzt.
(13.07.2016, 13:21)
WolfDrei :   Heute in der ``Gefiederten Welt``: Al Wabra (Qatar) teilt den Schlupf von 17 Spix-Aras mit - damit erh√∂ht sich die Weltpopulation auf 144 V√∂gel. Allerdings betraf die Elternaufzucht nur 2 Jungv√∂gel. Bei weiteren Erfolgen w√ľrde man mit der brasilianischen Regierung erste Auswilderungsprojekte anschieben .
(12.07.2016, 21:01)
WolfDrei :   Genau: Jabiru 8 000 - 15 000
(04.07.2016, 20:18)
Oskar Schwitters :   Beim Jabiru soll es wohl 8 000-15 000 hei√üen(nicht 8 00-15 000).
(04.07.2016, 15:31)
WolfDrei :   Im Cottbusser TP lag ein Prospekt aus von einer 2015 get√§tigten Ausstellung zu den ?St√∂rchen der Erde?. U. a. wurden auch Bestandszahlen genannt (Ohne UA)
- Weißstorch: keine
- Schwarzstorch: keine
- Höckerstorch (Stormst.): 300
- Milchstorch (Mycteria cinerea) 3 300
- Buntstorch (M. leucocephala) 15 000
- Nimmersatt (M. ibis) 100 000
- Waldstorch (M. americana) 30 000
- Silberklaffschnabel: 130 000
- Mohrenklaffschnabel: 300 000 - 500 000
- Wollhalsstorch: 100 000
- Abdimstorch: 300 000 - 500 000
- Schwarzschnabelstorch: 2 500
- Maguari: 50 000 - 100 000
- Jabiru: 8 00 - 15 000
- Riesenstorch: 20 000 - 35 000
- Sattelstorch: 8 000 - 15 000
- Sundamarabu: 5 000
- Argala: 700
- afrikan. Marabu: 100 000 - 300 000

(02.07.2016, 22:22)
Michael Mettler :   Man mag das Wort "Bestandserfassung" angesichts solcher Ergebnisse kaum noch verwenden: Im M√§rz 2016 wurde der Lebensraum der Mendesantilope mit Boden- und Luftteams und unter Einsatz modernster Technologie √ľber Abertausende Kilometer hinweg abgesucht. Dabei konnten nur noch 3 (!!!) frei lebende Individuen nachgewiesen werden. Nach der S√§belantilope steht also das n√§chste nordafrikanische Huftier vor dem Aus im Freiland.
http://www.iucn.org/content/saharan-addax-antelope-faces-imminent-extinction-0
(01.07.2016, 09:09)
WolfDrei :   dazu: Das Magazin "Quagga", ein hochwertiges Magazin f√ľr Arten und Lebensr√§ume, soll eine feste Instanz zur Werbung f√ľr den Erhalt der Artenvielfalt werden. Es ist eine Initiative des Bundesamtes f√ľr Naturschutz (BfN) und des Verbandes der Zoologischen G√§rten (VdZ). Es ist eine Pilotausgabe die kostenfrei im K√∂lner Zoo erh√§ltlich ist!


(29.06.2016, 16:22)
WolfDrei :   Aus der TP-Biblio nach l√§ngerer Zeit:

- Folia zoologica 65 von 2016: Anzahl der Tschirus in China in der Tschan-Tang-Reserve 75 000; 1920 geschätzte 1 Million

- SECAS (Freunde der Pariser Zoos): Stand Goodfellow-Baumkänguruhs: 16,28,7 in 21 Haltungen

- Zoo-Report Brno, special supplement.
Eisb√§rin Cora brachte am 21.11. 015 ihr 5. Kind, f√ľr Zuschauer erste Vorstellung im M√§rz 016

- IZN (Nr. 418) Mai-Juni 016
In Cincinnati musste ein 18j√§hriger Gorillamann erschossen werden - in die Freianlage war ein 3j√§hriger Junge geklettert/gefallen. Bet√§ubung h√§tte nichts gebracht. Die Mutter wurde nicht wegen Vernachl√§ssigung der Aufsichtspflicht angeklagt. Wenn ich in der Schnelle richtig √ľbersetzte: die ``nat√ľrliche`` Zurschaustellung w√ľrde heute von Gitterst√§ben und √§hnlichen martialischen Begrenzungen absehen. Es werden weitere F√§lle aus den USA - auch mit Todesfolgen - angegeben - u.a . `` echte? Unf√§lle , Dummheitsakte (Schwimmen wollen mit Eisb√§ren oder Tiger) und Suicidabsichten.

- Seiten 180 -202 (F. Nardelli - jener, der den `` neuen`` Blätteraffen entdeckte):
Stand und Perspektiven des Javanashorn in Udjung Kulon.
Schutz seit 1921, 30 000 ha.
Anzahl: 1967 ca 25; 1990 52-62; 2000: ca 70; 2011 32?; 2013 gegen 60; 2014; 35, 23. Mit Sicherheit gab es zwischenzeitlich einen Abfall der Anzahl . 2011 wurden 4 000 ha neu angeschlossen - allerdings nur m√§√üig g√ľnstiges Land mit gro√üer Beeinflussung durch Bewohner und deren Vieh.
Die WWF schl√§gt vor, bei Erreichen von ca 80 Tieren 2,2 umzusiedeln. 80 Tiere scheinen auch f√ľr die Vegetation von Udjung Kulon die maximale Anzahl zu sein.
Angedacht werden u.a. Way Kambas (Sumatra - Station der Sumatranash√∂rner) oder eine Nachbarinsel von Udjung (15 000 ha) f√ľr max 15 Tiere in der ``Zukunft``
Dem bisherigen indones. Management wird kein gutes Zeugnis ausgestellt.

- Abu Dabi und Tschad planen eine Freisetzung von 25 S√§belantilopen im Tschad - allerdings in einer nicht besonders gesch√ľtzten Region. Die S-Antilope ist seit ca 30 Jahren in der Natur ausgerottet.

- im Zoo von Chapultepec (Mexiko-Stadt) gab es den Schlupf von 2 juv. Kalifornischen Kondoren.
2015 gibt es mittlerweile wieder 435 Vögel

- der Taronga Western Plains Zoo in Australien plant die √úbernahme von 80 Nash√∂rnern aus S√ľdafrika (Breitmaul?), pro Jahr von je 20 zwischen 2016 bis 019

- Kritik an den Panda-Zuchtstationen in China: es wurden zwar ca. 400 Tiere geboren, aber nur 4 in Freiheit gesetzt, 3 davon √ľberlebten

Und es gibt eine ``allgemeine`` zoologisch/ökologische etc. Zeitschrift - gut aufgemacht.
1. Ausgabe schon Ende 2015: QUAGGA - Magazin f√ľr Arten und Lebensr√§ume
www.quaggamagazin.de

(29.06.2016, 16:14)
WolfDrei :   Da nun ``Farbanomalit√§ten des Felles`` bei Enten etwas seltsam w√§ren, hier wenige Zus√§tze zur Laysanente an dieser Stelle . Ich hatte noch etwas gegoogelt und fand eine Bilddatei, die sich mit dem Aussatz von Laysanenten auf den Midway-Inseln befasste. Dabei ging es vor allem um die pflanzliche Ern√§hrungsbasis f√ľr den Aussatz - die Bilder zeigten eine Anzahl von dort wachsenden `` Futterpflanzen`` mit dem systematischen Namen - ab und an auch die Enten. Der Wiederaussatz schein also geklappt zu haben. U. a. wurde oft darauf hingewiesen, dass die Laysanente mit ca. 600 wildlebenden V√∂geln die seltenste Ente der Welt sei - was so nun nicht mehr stimmt.

Bis 2006 wurde angenommen, dass die Madagascar-Moorente ( Aythya innotata) ausgestorben sei mit damaligem Verbreitungszentrum am Alaotra-See, dem gr√∂√üten See Madagascars, der mittlerweile fast vollst√§ndig in ein Reisfeld umgewandelt wurde, zudem haben eingesetzte Tilapien die Nahrungsbasis f√ľr die Tauchenten vernichtet. 300 km n√∂rdlich davon wurden dann an einem Vulkansee - und nur dort bisher - 13 V√∂gel gefunden. Die Annahme zu der Zeit war, dass es maximal 20-25 V√∂gel geben w√ľrde. Nachdem aus einem Eigelege und dem Nachgelege Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden konnten, wurde die weitere Nachzucht vor Ort u. a. vom Wildlife und Wetland Trust und anderen britischen und madagassischen Organisationen ein Zuchtzentrum aufgebaut. Bisher wurden 75 Tauchenten aufgezogen. Es soll aber ein Aussatzprojekt notwendig sein, da an dem Vulkansee die elterliche Aufzuchtrate sehr gering sei, da die Jungtiere aufgrund der Tiefe des Sees nicht gen√ľgend mit wasserlebenden Insektenlarven versorgt werden k√∂nnen und damit die Todesrate extrem hoch ist. Nunmehr schein eine noch`` fast normaler`` Sumpfsee ( Lac Sofia) gefunden worden zu sein. Die Bev√∂lkerung ist in das Projekt einbezogen.

(19.06.2016, 18:46)
WolfDrei :   Heute dann am Eingang: die Wurzpflanze bl√ľht nur drei Tage, heute also der 2. Tag. Nachdem ich das Foto gestern etwa um 12 Uhr gemacht hatte, h√§tte sich das H√ľllblatt gegen 15 Uhr umgef√§rbt und ``umgeschlagen`` und dabei penetrant nach Aas gerochen. Die Befruchtung erfolgt n√§mlich durch Aasfliegen. Ich erreichte Dahlem heute gegen 16.30 - Ergebnis anbei.

Die Titanenwurzpflanze wird als ``gr√∂√üte Blume`` der Weltbezeichnet, allerdings wird die Rafflesia arnoldi, ebenfalls von Sumatra, als gr√∂√üte Bl√ľte benannt (mehr als 1 M Durchmesser). Wo liegt der Unterschied? Die Rafflesia geh√∂rt aber zu einer anderen Familie.
Und wie sumatranische Tiere ist auch sie äußerst gefährdet.
(10.06.2016, 22:17)
WolfDrei :   Der Aronstab hatte etwa eine H√∂he von 1 .m. Etwas anders im Aussehen ist die genannte andere Art A. konjac
(10.06.2016, 22:07)
WolfDrei :   Wohin stecken, wenn nicht unter diese Thema: Naturschutz betrfft ja nicht nur Tiere, auch Pflanzen. Am Montag wurde mitgeteilt, dass im Botanischen Garten Dahlem die Titanenwurzpflanze (geh√∂rt zu den Aronstabgew√§chsen) demn√§chst bl√ľhen w√ľrde. Nach den Angaben des ``Zustandes`` und den im Internet vorhandenen Daten fuhr ich also Donnerstag dorthin. Mein Wohnort liegt im Verh√§ltnis zu Dahlem in ``Sibirien``. Das Bild anbei. Die bisher gr√∂√üte Bl√ľte erreichte in den USA 3,10 Meter!!!
Einschätzung also: Freitag nochmals nach Dahlem.
Durch puren Zufall bl√ľhte aber eine andere kleinere Art - n√§chstes Bild
(10.06.2016, 22:05)
WolfDrei :   Aus der TP-Biblio:
- FALKE 04 / 2016: 2015 kamen in NRW von 222 Wanderfalkenpaaren ca 400 Jungtiere zum Ausflug

- Papeigeien , 04 / 2016: beim Kakapo (Eulenpapagei) Neuseelands steht eine gute Rimu-Beerenernte bevor, der erste Jungvogel ist geschl√ľpft. Man hofft , bald die Zahl 150 zu erreichen - das ist eine dreifache Zahl gegen√ľber 1990

- in Eberswalde verstarb Professor Ullrich Sedlag im 93. Jahr. Nach der DDR-Hochschulreform um 1970 und der Aufl√∂sung seines entomologischen Instituts der forstwissenschtlichen Hochschule Eberswalde war er schriftstellerisch t√§tig. F√ľr mich und andere war ?Tierwelt der Erde? sein bekanntestes Buch, das auch weltweit verlegt wurde und in der Sowjetunion als Schulbuch genutzt wurde. Kurz nach der Wende wurde auf seine Initiative das Urania-S√§ugetierbuch der Sechziger mit Farbdrucken neu verlegt. Er war Mitglied vieler zoologischer Verb√§nde.

- ?International Zoo News? - M√§rz-April 2016: u.a. ein l√§ngerer Artikel √ľber den japanischen Riesenmolch, dessen Erhaltung und Zucht.
Dann ein Res√ľmee √ľber ein Buch des Moskauer Zoos bez√ľglich des 150. Jahrestages der Er√∂ffnung.

Aus Berichten zoologischer Gärten: in LA hat ein freilebender Puma einen Koala getötet ! - das ergab die Auswertung von Kameraaufnahmen. Ca. 5000 Pumas gäbe es noch in Kalifornien.
Der Yorkshire Wildlife Park will eine gro√üe Afrikasafari f√ľr 3,6 Mio Pfund bauen: u.a. mit ?a number of rhinos? , Zebras, Strau√üen, Elands, Lechwes, Giraffen

(26.04.2016, 17:48)
Patrick Marburger :   Passt zwar nicht wirklich hierher, ich wollte den Artikel den heutigen Artikel der StZ trotzdem hier "melden". Schon wieder also drei neue Primaten auf Madagaskar. Wie viele Formen man wohl in einigen Jahrzehnten kennt?
(16.04.2016, 16:19)
Oliver Muller :   Tigerfarmen w√§ren ja eigentlich - so geschmacklos sie auch sind - eine genetische Reserve, die man nicht untersch√§tzen sollte. Ich f√ľrchte nur, da wird nicht unterartenrein "gez√ľchtet"?
(14.04.2016, 14:52)
WolfDrei :   In der heutigen ?Berliner Zeitung? gab es einen Bericht √ľber eine ?Tigerkonferenz? mit h√∂heren Regierungs-Vertretern asiatischer L√§nder √ľber die Situation es Tigers mit der optimistischen Mitteilung einer geringen Zunahme. Es wird aber weiter der Tiger als gef√§hrdet betrachtet. Nicht ganz so optimistisch wird ein Versuch Kambodschas betrachtet - unabh√§ngig von der systematischen Zuordnung - Tiger aus Indien in einem ?protected forest? f√ľr 7 Mio Dollar wieder anzusiedeln - 2007 wurde der letzte gewildert.
Etwas gering erscheint mir der Bestand in China, da ich wohl k√ľrzlich auch die Zahl 40 f√ľr den Amurtiger las. China hatte ja von der UA-Systematik her den h√∂chsten Anteil: Amur-T, s√ľdchines. T (ausgerottet), mittelasiatischen T. (ausgerottet), Lob Nor-Tiger (ausgerottet) - aber vielleicht noch den Corbett-T in Y√ľnnan und auch den Bengal-T im an Indien angrenzenden Teil des S√ľdhimalaya.
In ?Tigerfarmen? der betreffenden Länder (China, Thailand) gäbe es etwa 7 000 Tiger
(14.04.2016, 11:53)
WolfDrei :   Aus ?S√§ugetierkundliche Infomationen? (Heft 50, 2016)

- Goldschakal in Deutschland (Nachweise √ľber Sichtung, Foto, genetischer Nachweis)
Schwerpunkt in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, besonders im Bereich Luckau - Lauchhammer, dort 13 Hinweise und ein Foto - aber auch in Mecklenburg, Bayrischer Wald und ! Cuxhaven! (genetischer Nachweis)

- Säugetierschutz in Russland (russischer Autor)
Nur wenige behandelte Arten - u.a.:
Zobel: geschätzte 1,5 Mio
Eurasischer Biber: wird fast als ?invasive ?Art gehandelt
Europ. Nerz: weiter Abnahme
Desman: in ?Schl√ľsselwohngebieten? nur ca 4 000 Tiere
Saiga: Behandlung des Kaspigebietes (Kalmykien). 1920 nur ca 1000 Tiere; dann ab 1951 Bejagung (etwa 200 000/Jahr); 1958: 850 000; 1970: 250 000; 1978: 700 000; 1993 100 000.
Trotz Jagdschutz Tendenz abnehmend; noch nicht in das Rotbuch Russlands aufgenommen

Aus ?Radiata? (25, Heft 1, 2016)
Nachzuchten der ?echten? Seychellenriesenschildkröten (nicht Aldabra) vor Ort bis 2010:
Aldabrachelys gigantea hololissa: 40 Exemplare; A. g. arnoldi: 120
Die gerade noch Existenz der auf den eigentlichen Seychelleninseln vorkommenden Riesen ist ja erst seit gut 15 Jahre gesichert und anerkannt.

(30.03.2016, 09:02)
Klaus Schueling :   Heute traten unsere Freunde des Sphenisco e.V. mit folgendem Anliegen an uns heran:

Liebe Pinguinfreunde,

wir gr√ľ√üen herzlich aus La Serena, Chile. Leider ist der Anlass unseres Schreibens nicht erfreulich. Erneut drohen der K√ľsten- und Meeresregion, in der 80% der verbliebenen Population der Humboldt-Pinguine leben, irreversible Sch√§den.

Chilenischen Wissenschaftler und Fachleute staatlicher Beh√∂rden haben Sphenisco gebeten, zu versuchen, die √Ėffentlichkeit in Chile und auch international auf diesen emp√∂renden Skandal aufmerksam zu machen. Zugegeben, wir sind in einer ziemlich ohnm√§chtigen Position. Dennoch wollen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um gewaltigen Schaden von der Meeresregion La Higuera-Insel Chanaral mit ihrer Fauna und Flora abzuwenden. Im Anhang schicken wir Ihnen die "La Higuera / Insel Cha√Īaral Erkl√§rung" in deutscher, englischer und spanischer Sprache.

Sphenisco hat begonnen die √Ėffentlichkeit zu informieren und Abgeordnete, Senatoren und Vertreter von Medien in Chile auch pers√∂nlich zu informieren, um parlamentarische Anfragen und Untersuchungen bzgl. der Umweltvert√§glichkeits-Pr√ľfungen in der Region Coquimbo anzuregen (s.a.http://sphenisco.org). Wir m√∂chten alle Institutionen bitten, unsere Bem√ľhungen durch 2 Massnahmen zu unterst√ľtzen, indem sie
1. Ihnen verbundenen Organisationen und Institutionen bitten, die Erkl√§rung zu autorisieren und dies Sphenisco per Email (sphenisco@online.de) mitzuteilen. Wir setzen dann den Namen der Organisation/Institution unter die Erkl√§rung. Die Organisationen selbst brauchen nicht zu schreiben. Am Schluss sendet Sphenisco die Erkl√§rung mit hoffentlich ganz vielen Organisationen an die politisch Verantwortlichen und zust√§ndigen Beh√∂rden in Chile (Sind ganz viele, √ľppige verschachtelte B√ľrokratie!).
2. Ihre Kontakte zu Medien zu nutzen, um sie f√ľr eine Berichterstattung zu gewinnen. Unsere chilenischen Partner setzen gro√üe Hoffnungen auf internationale Reaktionen und werden diese dann hier im Land ihrerseits einsetzen. Falls erforderlich k√∂nnen die Medien auch mit uns in Chile Kontakt aufnehmen.

Außerdem werden wir kurzfristig auf der Internet-Plattform "Rettet den Regen Wald" eine Unterschriften-Aktion organisieren.
Diese finden Sie unter folgendem Link: https://www.regenwald.org/aktion/1035/bitte-unterschreibt-26-000-humboldt-pinguine-retten


Wir bitten alle, sich an der Online-Petition zu beteiligen
(09.02.2016, 09:26)
Michael Mettler :   @WolfDrei: 50% des lebenden Sumpfschildkr√∂tenbestandes (Hat man den komplett unter Beaufsichtigung?) oder 50% der aufgefundenen √úberreste toter Schildkr√∂ten (Wer hat dann die anderen 50% auf dem Gewissen?)?

Was mich dabei wundert: Auf dem Heimatkontinent des Waschbären wimmelt es nur so von Sumpfschildkrötenarten. Wie kommen die eigentlich mit dem Waschbären als Fressfeind zurecht? Kannten die Verwandten in Europa bis dahin keine dämmerungsaktiven Feinde? Finden Waschbären in Brandenburg so wenig andere Nahrung (und das als Omnivoren!), dass sie besonders stark auf Schildkröten angewiesen sind?
(08.02.2016, 16:48)
WolfDrei :   Zur Gef√§hrdung - nicht nur - der Trappen durch Waschb√§ren: Laut "Berliner Zeitung" wurden f√ľr 2014/15 in Brandenburg 24 090 ( 15 % mehr als im Jagdjahr zuvor) geschossen, f√ľr das Gesamtgebiet des Waschb√§rvorkommens 116 000. Notwendig sei aufgrund der D√§mmerungs-/Nachtaktivit√§t das Aufstellen von Lebendfallen mit anschlie√üender T√∂tung. Ca. 50 % der europ. Sumpfschildkr√∂ten h√§tten typische Bissverletzungen durch Waschb√§ren.
(08.02.2016, 16:09)
Tim Meschke :   Und wenn wir schon dabei, sind nat√ľrlich auch die Windr√§der. ;)
(04.02.2016, 09:35)
Michael Mettler :   Na, dann w√§re es doch ganz einfach, wie man die Trappen f√∂rdern k√∂nnte. Man m√ľsste nur neben den F√ľchsen auch die Seeadler abschie√üen ;-)
(03.02.2016, 22:48)
WolfDrei :   Zur√ľck noch zum Trappenschutz, speziell gegen√ľber Pr√§datoren:
Mit der Wende gab es wirklich eine extreme Bestandszunahme an F√ľchsen, da die Jagd fast v√∂llig ruhte. Danach wurden Pr√§mien ausgegeben, z.T erh√∂ht von 20 auf 200 DM /Fuchs. Zwischen 1993 und 2001 wurden im Havelluch 2 821 F√ľchse geschossen! Seit 2009 intensive Bejagung. Auch vermehrt Einsatz von Lebendfallen. Dennoch hat sich die Nachwuchsrate nicht verbessert. Eine Ursache war die ab Anfang der Neunziger durchgef√ľhrte Immunisierung der F√ľches gegen Tollwut - speziell Marderhund - und Waschb√§rzahlen stiegen damit explosionsartig an. Zu den Verlusten an Gelegen: etwa 70% sind Nachtj√§gern zuzuordnen, 20 % Rabenv√∂gel.
In den Schutzgebieten wurden deshalb kleinere Bezirke fuchssicher eingefriedet , die auch von den Trappen angenommen werden. Zum Erfolg √ľber ca 15 Jahre wurden folgende relative Verbesserungen ermittelt: anfangs Bruterfolg wie 1 : 1 freie Natur zu Einfriedungsfl√§che, ca 7 Jahre sp√§ter 1 : 3, gegen 2005 wie 1 : 13. Die absoluten Zahlen sind leider f√ľr das letztere Datum schlecht : 9 Bruterfolge zu 120 - siehe Zunahme der Pr√§datoren. Noch ein Erfolg - aber f√ľr eine andere Art! Zunahme der Seeadleranzahl. Ca 50% der Verluste an Jungv√∂geln gehen auf ihre Kappe!
Dann gibt es nat√ľrlich auch Menschen-gemachte Verschlechterung: exorbitante Ausdehnung der Maisfl√§chen und im Fiener Bruch Errichtung eines Windparks - auf gesch√ľtzter Fl√§che.!!! Und das noch vor der Euphorie der Wind-Verstromung!

(02.02.2016, 20:25)
Michael Mettler :   Angesichts des minimalen Anteils m√§nnlicher Saigas an der Population w√§re es ja fast einen Gedanken wert, in der Wurfsaison gezielt m√§nnliche K√§lber einzusammeln (rechtzeitig, bevor auch nat√ľrliche Feinde zugreifen), k√ľnstlich aufzuziehen und unter streng gesch√ľtzten Bedingungen als Junggesellen-"Nachf√ľllherde" f√ľr Notf√§lle bereit zu halten, wenn schon die Zucht in Gehegen nicht nachhaltig gelingen will...
(27.01.2016, 16:01)
Tim Meschke :   http://news.mongabay.com/2015/12/new-monkey-species-or-an-artificially-colored-monkey/
In dem Artikel wird erkl√§rt und begr√ľndet, warum der Goldkronenlangur (Presbytis johnaspinalli), letztes Jahr entdeckt, doch keine eigene Art ist und die goldfarbenen K√∂rperteile gef√§rbt wurden, wie es auf den Tierm√§rkten in Indonesien √ľblich zu sein scheint (man denke nur an die gef√§rbten K√ľken und Kaninchen, auch Plumploris, Makaken und Schleichkatzen werden gef√§rbt). F√ľr mich erscheint diese Erkl√§rung durchaus plausibel. Man kann halt keine Art nur auf Grundlage von Fotos beschreiben. Auch der letztes Jahr entdeckte Wei√üwangenmakak (Macaca leucogenys) wurde nur anhand von Fotos beschrieben. Hier w√ľrde ich eine Farbmutation sympatrisch lebender Arten nicht ausschlie√üen.

Das mit den Geiern ist wirklich schade. Man kann nur hoffen, dass die Zoos sich jetzt stärker den genannten Arten annehmen und die Zucht ankurbeln. Auch bei den Saigas muss endlich eine gute Lösung gefunden werden.
(26.01.2016, 20:27)
WolfDrei :   @MM: Soweit ich mich entsinne, gab es da keine n√§here Erkl√§rung. Da die Biblio. 5 Wochen nicht offen war, lag eine erkleckliche Literaturmenge vor, so √ľberflog ich Vieles.
Es könnte auch sein, dass es sich um Verluste in dem Zuchtzentrum handelte, da sicher die Personalsicherung nicht unbedingt in der Zeit gegeben war, auch könnte es sein, dass die Jäger in der Zeit andere Sorgen hatten. Ungeachtet dessen ist die Anzahl an Nesträubern (ich meine Vierbeinige) weiter immens z. B. im Brandenburgischen gestiegen.
Werde nächsten Dienstag detaillierter lesen.
(26.01.2016, 20:24)
Michael Mettler :   Wieso konnten sich denn bei der Gro√ütrappe gleich mehrere Nestr√§uberarten ausgerechnet ab 1990 so sehr bemerkbar machen? Sind die dortigen J√§ger alle nach der Wende in den Westen umgezogen...? Oder haben sich nach dem Mauerfall wom√∂glich zahlungskr√§ftige Eiersammler aus den alten L√§ndern ihren unsch√∂nen Anteil gesichert?
(26.01.2016, 18:51)
WolfDrei :   Aus ? Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz? (Band 23, 2015, G√∂rlitz):

u. a. 40 Seiten √ľber die Gro√ütrappe in Deutschland vom Ehepaar Litzbarski, das insbesondere den Schutz entscheidend in der DDR und sp√§ter betrieben hat:
Bestände in Deutschland: 1940: 4 100; 1960: 1200; 1970: 1030; 1980: 557; 1990: 151; 1997: 56; 2000 72; 2010: 110; 2015: 197
Heute gibt es drei Vorkommenszentren: Havelländisches Luch (ca.75 Tiere); Bereich Belzig (55 ); Fiener Bruch (65)
Ab 1990 starke Verluste an Eiern und Jungv√∂geln durch F√ľchse, Waschb√§ren und Marderhunden, auch Rabenv√∂geln, bei den Erwachsenen durch Seeadler; Notwendigkeit der Aufzucht in r√§ubersicheren eingefriedeten Anlagen einiger ha-Gr√∂√üe

Aus ?Die Vogelwelt? 135, Heft 3 (2015)
Stand von Großvögeln im polnischen Schlesien im Vergleich 1900 und 2004/05: Kraniche: 60 (1900) zu 300; Seeadler: 0 zu 81-103; Schwarzstörche: 10 zu 124

Ein Bericht aus dem Friedrich-L√∂ffler-Institut bez√ľglich der sogenannten ?Wildvogelthese? zur Einschleppung der Vogelgrippe: selbige These kann nicht best√§tigt werden. Allerdings gab es im Krauskopfpelikanvorkommen im Donaudelta 86 Verluste

Aus ?Mittelungen der Kleinsäuger-Bundesarbeitsgruppe? Heft 3 (2015)
u.a.
- Entdeckung einer ?Schweineschnauzenspitzmaus? auf Sulawesi
- Bild einer neuen Makakenart aus ?S√ľdtibet?: Wei√üwangenmakak, M. leucogenys

?Mitteilungen der ZGAP?, Heft 2 (2015)
u.a.:
Umwidmung der Gef√§hrdung von Sperbergeier, Wei√ür√ľckengeier, Wollkopfgeier und Kappengeier auf ?critically endangered? !!!!!!!

Anzahl von Bawean-Pustelschweinen (eigene Art) auf der nur 200 km 2 großen Insel: 250 - 500 Tiere

Stand der durch das ISB erfassten Bestandszahlen des in Vietnam ausgestorbenen Edwardfasans Ende 2014: 89.63, weltweit 94,66. Mit nicht registrierten Vögeln bei Privathaltungen ca 1000.
Beim ähnlichen ?Vietnamfasan? 62,63.
Diskutiert wird die Schaffung einer Zuchtanlage in Vietnam

Zum Todeszug der Saiga im Schutzgebiet Betpak-Dala durch eine bakterielle Infektion (Pasteurella):
Gefunden wurden etwa 148 000 tote Tiere, ca 50% des gegenwärtigen Weltbestandes (seit 2002 als critically endangered eingeschätzt).
Eine Zuchtanlage in Elista/ Ural wuchs zunächst auf 90 Tiere, dann der Seuchenzug auch dort - Rest 4 Tiere.
Alle bisherigen Zuchtbem√ľhungen waren ohne Erfolg auch unter geografisch √§hnlichen Bedingungen, gegenw√§rtig noch ein Bestand in Askania Nova zum 1.1.2015: 499 Saigas ohne nennenswerte Zunahme.
Eine Gefahr ist die selektive Wilddieberei auf die Männchen, die z. T. nur noch ein Prozent der Gesamtzahl ausmachen
Die Anzahl der mongolischen Art wird auf 11 000 - 20 000 geschätzt (mehr als bisher angenommen)

Aus ?International Zoo News? 62/6 (Nov.-Dez. 015)
u.a. :
Die von mir schon zitierte ?Entdeckung? eines neuen Goldschopf?affens in Indonesien ist wahrscheinlich ein ?Betrug? - nicht des ?Beschreibers?: offensichtlich hat man einigen normalen Trachypithecus auratus-Schlankaffen die Haare gebleicht (?likely partially bleached?). Alle (11 Tiere) befanden sich auf einem Vogelmarkt.
Man denke dabei auch an die ?Entdeckung? eines ?Spindelhornrindes? vor Jahren in Vietnam: Wärmebehandlung normaler Zebuhörner und Drehung in Spiralen

Forschungen zum Status des Borneoelefanten werden durch eine ?SOS Elephants Foundation? angeregt. Anzahl im nordöstlichen Teiles Borneos (Sabah): 2 000 Tiere

Aus Cincinnati ist das letzte dort geborene Sumatranashorn ?Harapan? (nunmehr 8 Jahre alt) im Oktober nach Sumatra geflogen worden. Im ?Sumatra Rhino Sanctuary? befindet sich schon Bruder Andalas, Vater eines vor kurzem geborenen Männchens. Die Mutter ?Ratu? ist zum 2. Mal trächtig - Geburt ca Mai 2016. Dort gibt es mit Ratu drei Weibchen.

Der Prager Zoo bem√ľht sich um Gro√üe Pandas

(26.01.2016, 17:31)
WolfDrei :   Aus "Papageien" 11/2015: Dem ACTP (Assoziation zur Rettung gef√§hrdeter Papageien in Sch√∂neiche/ Brandenburg) ist es gelungen, aus Australien mit dem Segen der dortigen "Genehmiger" Braunkopfkakadus (Calyptorhynchus lathami) einzuf√ľhren.
(10.11.2015, 19:49)
WolfDrei :   Nun anbei ein Foto eines der neuentdeckten Bl√§tteraffen aus dem IZN 414 (nicht IZW wie ich unten schrieb). Autor war ein gewisser Francesco Nardelli
(10.11.2015, 19:12)
WolfDrei :   Aus dem letzten "International Zoo News" (IZW, Nr. 414)
u.a.: Mitteilung √ľber die Entdeckung eines neuen Bl√§tteraffen aus Indonesien. "Entdeckt" wurden sie (11 Exemplare , alle Altersgruppen) auf einem Vogelmarkt. "Goldkronen-Bl√§tteraffe" Presbytis johnaspinalli nach dem Gr√ľnder der Privatzoos Howletts und Port Lympne. Alle Ex haben eine gold-gelbe Kapuze oder Kopfkrone bei ansonsten schwarzer Grundf√§rbung. Die Tiere stammen m√∂glicherweise von der Insel Sumatra; der Autor will aber den genauen Fundort nicht mitteilen, um nicht illegalen F√§ngern einen Tipp zu geben.

Weiterhin: Das Skansen-Aquarium Stockholm hat Rautenkrokodile gez√ľchtet und davon 10 Exemplare wieder nach Kuba geliefert .
Der Ranking-Spezialist Sheridan gibt eine Kurzfassung seiner Einsch√§tzung europ√§ischer Zoos f√ľr 2014. U. a. Kategorie A (√ľber 1 Mio Besucher): Wien, Leipzig, Z√ľrich; Kategorie B (mehr als 500 000): Rostock!, Frankfurt, M√ľnster.
Kategorie "Ostzoos": Prag, Budapest, Breslau, etc. Unter den ersten 10 sind 5 tschechische Zoos (neben Prag Dvur, Pilsen,, Ostrava, Zlin-Lesna)
(04.11.2015, 22:38)
WolfDrei :   Aus einer japanischen Fachzeitschrift ( Mammal study, 40; Heft 3, Sept. 015)
Sikaunterarten Japans aus japanischer Sicht:
Hokkaido, Cervus nippon yesoensis
Honshu, Tsushima: C. n. centralis
Kyoshu, Shikoku, Goto, C. n. nippon
Insel Magashima, C. n. megashimae
Insel Yakushima, C. n. yakushimae (so groß wie ein Schweinshirsch, sah ich 1994 in Beijing)
4 Inseln des Riu-Kiu-Archipels (gemeiniglich Okinawa): C. n. keramae
Letztere werden als gefährdet betrachtet, wurden jedoch nachweislich aus der Kagushima-Region der Großinsel Kyoshu um 1618 dorthin gebracht.
Die Arbeit befasst sich mit DNA -Untersuchungen, um die ¬ďgenetische Reinheit¬Ē der 4 Inselpopulationen und den Herkunftsort zu kl√§ren.

(28.10.2015, 08:22)
WolfDrei :   Regulus 4 / 2015 (Luxemburg): Man bereitet sich auf das erstmalige Erscheinen eines Wolfes in Luxemburg √ľber das Erstellen eines ¬ďWolfsmanagement-Planes¬Ē vor, nachdem nunmehr in den Vogesen schon Jungtiere gesehen wurden und auch im Saarland ein Wolf auftauchte.

- aus dem Annual Report 2014 des Milwaukee County Zoos / USA: der Zoo wirkt mit bei der Rettung des Grand Cayman Leguans und des Jamaica Leguans. Ersterer existierte 2003 nur noch in 12 Exemplaren, gegenwärtig sind es in der Natur etwa 200 (man nehme nochmals mein Bild vom Besuch des Prager Zoos). Vom Jamaica Leguan wurden 2014 300 Jungtiere in einer Zuchtanlage gezogen. Der Zoo besitzt auch 2 relativ junge Schreikraniche, die 2013 und -14 Eier legten (ohne Bruterfolg). Gegenwärtig gibt es in Zuchtanlagen und in der Natur wieder gegen 500 Vögel.

(20.10.2015, 17:19)
Tim Meschke :   Dieses Jahr wurde sogar eine neue Makakenart entdeckt: der Wei√üwangenmakak (Macaca leucogenys).
(14.10.2015, 15:54)
WolfDrei :   Regen den ganzen Tag, 5¬įC in Berlin. Sitze und Google und finde ( suchte nat√ľrlich etwas anderes) eine √úberschrift: "A new living species of a large mammal: hello, Tapirus kabomani" in "Tetrapod zoology" von einem D. Naish (Dez. 2013). Die Erw√§hnung bezieht sich auf einen Artikel der "Entdecker", u.a Cozzuol und andere im "Journal of Mammalogy" Band 94, Seite 1331 von 2013. Diese aufsehenerregende Entdeckung sei nach dem Fund der Saola die n√§chste "Gro√üentdeckung" - die jedoch weiter gesichert werden muss. Eine "Spezialgruppe" des IUCN will sich bis 2017 darum k√ľmmern. Dieser Tapir soll der kleinste Tapir sein, hat eine etwas andere Kopfauspr√§gung, einen etwas anderen Sch√§del. Seltsam ist allerdings f√ľr mich ein seltsam zerrissenes Vorkommen: westlichstes Brasilien, etwas Kolumbien und Venezuela, aber auch ein St√ľckchen an der Amazonasm√ľndung und auch in Franz√∂sisch -Guayana. Man findet drei Fotofallenbilder von 2 Tieren. Der Name wurde von einen Indianerstamm entlehnt. Die Entdeckung ist schon von Wikipedia aufgenommen.
Anfrage: ist das auch "BEI UNS" schon gemeldet worden?
Gleichzeitig fand ich eben von Marc van Roosmalen, der ja sehr umtriebig in Brasilien ist, in der Zeitschrift "Cryptozoonews" eine Bemerkung √ľber einen "Zwergtapir", Tapirus pygmaeus. Ob das identisch mit obigem ist, kann ich bisher nicht sagen.
Im HMW "Hoofed Mammals" von 2011 ist nat√ľrlich diese "vielleicht"- Entdeckung nicht erw√§hnt.
(14.10.2015, 15:09)
WolfDrei :   Jahresbericht Mulhouse: Geburt von RolowayMK und Sclater-Lemur (fast die einzigen weltweit 2014)
2014-Jahresbericht Ueno-Tokyo: ausgestellt werden 5,4 Fingertiere, 4 Koboldmakis; 4 Zwergflußpferde. "Richtige" Wiederkäuer fand ich fast gar nicht.
La Lettre da la SECAS (Paris )Die Menagerie hatte Schlupfe bei Kragen- und Zwergtrappen, weiterhin Nachzuchten bei Blauschaf, Markhor und Arkal.
Nach Ausbildung von Rangern und gro√üfl√§chigen Untersuchungen kann nach neueren Befunden die Anzahl des gro√üen Bambuslemuren (Hapa-[Pro-]lemur simus) auf 1 000 hochgerechnet werden. Vor ca. 40 Jahren wurde schon sein Aussterben bef√ľrchtet.
Die Anzahl der Bonobos ist von ca. 100 000 (1980) auf jetzt 10-20 000 gesunken
(13.10.2015, 19:47)
Bryan Egli :   Soweit ich weiss, konnte man im letzen Jahr mit der Hilfe von Kamera-Fallen mindestens 58 verschiedene Tiere identifizieren, vielleicht sogar 61. Ich hoffe sehr dass die Population noch weiter steigt, dann h√§tte man aber fr√ľher oder sp√§ter das Problem dass der Nationalpark zu voll w√§re. Deshalb w√ľrde ich es begr√ľssen wenn man bald ein paar Tiere f√§ngt und diese in Zuchtstationen bringt, w√§re extrem schade wenn ein Virus den Bestand wieder senken w√ľrde.

√úbrigens, spannender Bericht √ľber S√ľdafrika, manchmal wundere ich mich schon, warum in Europa eigentlich so "wenige" Antilopen gehalten werden.
(10.09.2015, 19:24)
WolfDrei :   Javanashornachwuchs in Udjong Kulon: die "Berliner" berichtet, dass Fotofallen drei junge Javanash√∂rner abbildeten , alle aus einem Jahr. Im Internet nachgeschaut, wird behauptet, "dass es nunmehr 60 Tiere geben w√ľrde. Das sei eine Steigerung, da 2011 nur 35 existierten". Diese Rechnung m√ľssten mir die Verantwortlichen dort aber erst n√§her erkl√§ren. Trotzdem: ein Erfolg, wenn die erste Zahl stimmt.
(10.09.2015, 06:16)
WolfDrei :   Oh, war wohl zu nah!
(06.09.2015, 20:21)
WolfDrei :   dann etwas n√§her
(06.09.2015, 20:17)
WolfDrei :   L√∂wen waren nur aus der Ferne abzubilden
(06.09.2015, 20:14)
WolfDrei :   man wartete auf den Segen von oben
(06.09.2015, 20:11)
WolfDrei :   Nach einer schnellen Sichtung der Fotos nochmals die Leoparden: nach einer gewissen Weile erstieg ein Nachwuchstier das B√§umchen...unten wieder die Fleckenhy√§nen..
(06.09.2015, 20:09)
WolfDrei :   Oh, fast vergessen: unsre eigene Gruppe: Hier Vervet-Meerkatze und dazu gro√üe Gruppen Tschakma-Paviane
(01.09.2015, 20:47)
WolfDrei :   Elefanten gab es in beiden NP¬īs gen√ľgend, meistens mit vielen Jungtieren. Bei Impalas, Zebras und Gnus wurde kaum noch angehalten, Giraffen und Hippos (so ein Wasserloch existierte) sind mit Sicherheit zu sehen - weniger ¬ďrichtige¬ĒAntilopen: Kudus √∂fter, Caamas kaum, Tsessebes nicht, gelegentlich Buschbock, Wasserbock, Nyala, Klippspringer. F√ľr Steinb√∂ckchen und Steppenducker mu√üte ich den Ranger erst aktivieren - die G√§ste wollen nat√ľrlich die ¬ďF√úNF GROSSEN¬Ē sehen.
Dann noch gesehen: Buschbaby, Genette, afrikanische Zivette, Klippschliefer, Mangusten, Honigdachs, Buschhase .
Hier ein m√§nnliches ¬ďSteenb√∂ckchen¬Ē

(01.09.2015, 20:05)
WolfDrei :   Breitmaulnash√∂rner wurden oft gesichtet, im Pilanesberg-NP sahen wir an einem Vormittag 12 Tiere. Leider geht das Abschlachten unvermindert weiter. Hier Mutter und Kalb - wie es sich f√ľr diese Art geh√∂rt, geht das Kalb voran.

(01.09.2015, 20:03)
WolfDrei :   Kaffernb√ľffel wurden nicht so oft gesehen: eine Herde von ca. 100 Tieren, die sich leider beim Fressen nicht st√∂ren lie√üen. Dann drei Altbullen .

(01.09.2015, 20:00)
WolfDrei :   Am letzten Tag dann in einer Wasser-Abflu√ür√∂hre unter einem Weg in 3 m Entfernung eine Hy√§nenfamilie mit 2 Jungtieren. Gro√üe Liebe zueinander - au√üer mit dem Vater! Der wollte seine Ruhe haben.

(01.09.2015, 19:57)
WolfDrei :   Auch mit sehr viel Gl√ľck: ein Gepard.

(01.09.2015, 19:55)
WolfDrei :   Eines der fast erwachsenen Jungtiere
(01.09.2015, 19:51)
WolfDrei :   Einige Fotoimpressionen zum Kr√ľger-NP. Effektiv 3,5 Tage in Skukuza, einem der Hauptcamps, Zeltunterbringung (im Pilanesberg NP morgens 4¬įC). 5 3-Stundenfahrten mit einem ausgebildeten Ranger zwischen 6 (es war saukalt auf der Fahrt) und 9 Uhr bzw. zwischen 15 und 18 Uhr; eine Nachtfahrt bis 20 Uhr und ein ¬ďmorning walk¬Ē zu Fu√ü mit zwei Rangern. Der Organisator ¬ďOutlook Safaris¬Ē hatte im lockeren Tages-Wechsel zwischen 4 und 10 Teilnehmer aus aller Welt (USA, Kanada, Hongkong, Deutschland, √Ėsterreich, ¬ďS√ľdostasien¬ď, D√§nemark, UK), so dass in der Regel auf dem Safariwagen (12 Pl√§tze) gen√ľgend Platz zum Foto-¬ďOrtswechsel¬Ē war.

Gl√ľck mu√ü man haben - das betraf speziell die Leoparden. 3 Tiere ( Mutter mit erwachsenen Jungen): Mutter auf dem Baum mit dem ¬ďKill¬Ē (Impala), unten 5 auf herunterfallende Reste wartende Hy√§nen. Sp√§ter noch 2 Leoparden in Entfernung. Bei der tollsten L√∂wenfindung war ich leider auf dem Marsch: 20 L√∂wen, davon eine Gruppe mit Jungtieren in 20 m Entfernung - das hatten selbst die Ranger noch nicht auf einer Fahrt von 3 Stunden gesehen. ¬ďMeine¬Ē L√∂wen hielten sich in ca 50m Entfernung dezent zur√ľck.

(01.09.2015, 19:47)
Tim Meschke :   So schnell kann das leider gehen. Und da ist es doppelt schade, dass die Zoos, abgesehen vom G√§nsegeier und Bartgeier, sich eher stiefm√ľtterlich um die Geierzucht k√ľmmern. Ohrengeier und Fahlgeier gibt es sogar gar nicht mehr in deutschen Zoos.
(20.08.2015, 07:08)
Michael Mettler :   Laut aktueller Ausgabe der ZOOQUARIA steht es mittlerweile nicht nur in Asien und Europa schlecht um Geier, sondern auch in Afrika sind drastische Populationsr√ľckg√§nge zu beklagen. Ursachen sind die Verwendung der f√ľr die V√∂gel t√∂dlichen Tierarznei Diclofenac bei Rindern und das Vergiften von Viehkadavern durch Farmer, die dadurch Raubtiere kurz halten wollen. Dazu kommt allerdings noch die sich immer mehr ausbreitende Praxis von Elefanten- und Nashornwilderern, Kadaver der gewilderten Tiere ebenfalls zu vergiften, damit Wildh√ľter nicht durch kreisende Geier auf ihre Aktivit√§ten aufmerksam gemacht werden.

Laut Sch√§tzungen sind die Best√§nde von Schmutz-, Wei√ür√ľcken-, Sperber-, Fahl- und Wollkopfgeier innerhalb von drei Generationen um 90% oder mehr (!) zur√ľckgegangen, womit die Arten in die IUCN-Katagorie "Critically endangered" fallen w√ľrden. Bei Kappen-, Ohren- und afrikanischem Bartgeier sind die R√ľckgangsraten mit gesch√§tzten 70 bis 83% nur wenig niedriger. Sp√§te Geschlechtsreife und die von Natur aus niedrige Vermehrungsrate erschweren zudem die Erholung von Best√§nden.
http://www.eaza.net/assets/Uploads/Zooquaria/ZQIssues/Zooquaria-90-LR.pdf

(19.08.2015, 06:26)
WolfDrei :   Noch eine Literaturnachlese:
- aus ¬ďActa Theriologica Sinica ¬ď (2001). Dschiggetai-Anzahl in der Inneren Mongolei: 11 400
Sichuan-Sika: 630-680

- aus ¬ďMammalia¬Ē 1998. Anzahl von Muntiacus crinifrons (Schopf - auch Schwarzmuntjak) in China: 5- 6000
(Bild aus Peking 1994 anbei)

- aus ¬ďRudolst√§dter Naturhistorische Schriften¬Ē 2014:
Besuch der Lord Howe Insel (östliches Australien)
Die dortige Waldralle auf dieser biogeografisch interessanten Miniinsel war durch Besiedlung von
Wanderratten fast ausgerottet worden. Nach entsprechenden Ausrottungskampagnien gab es 1970
noch 20 Tiere, jetzt etwa 215

- ¬ďTokyo Zoological Park Society¬Ē 2015. Seit 2011 gibt es ein Eisb√§renprojekt japanischer Zoos u.a.
mit Austausch von Partnern. Bisheriges Resultat: 10 Geburten

Vielleicht irritiert, dass ich immer noch √ľber eingehende Literatur aus der Biblio des TP berichte.
Ca. 300 Paletten mit B√ľchern, noch l√§ngst nicht der Gesamtbestand, warten auf ihr Schicksal, weiterhin kommen aber Hefte und B√ľcher an, wenn auch minimal verglichen mit Eing√§ngen von vor 30 Jahren . Zum Gro√üteil sind dies - wie die obigen Zitate zeigen - ¬ďweniger bedeutende¬Ē Auflagen, auch japanische und chinesische Ausgaben ohne Englisch-Abstracts sind darunter. Relativ stabil sind Eing√§nge deutscher Reptilien-, V√∂gel- und auch S√§ugetierhefte (u.a. S√§ugetierkundliche Mitteilungen, Rodentia), auch regionale Museumshefte, zum Gl√ľck auch einige internationale: WAZA- und EAZA-Mitteilungen, IZW und einige noch existierende deutsche Zoozeitschriften (u.a. K√∂lner Zoo, Hannover, Wilhelma, Manati ).

(19.07.2015, 11:55)
Michael Mettler :   Laut hannoverscher JAMBO! hat die IUCN die Thomsongazelle von "nicht gef√§hrdet" in "potenziell gef√§hrdet" hochgestuft, nachdem die Best√§nde in den einzelnen Verbreitungsgebieten seit den 70-er Jahren um bis zu 70% zur√ľckgegangen sind (auch in Schutzgebieten).
(19.07.2015, 09:04)
WolfDrei :   Anbei der Rekord-Mufflonbock. Es soll kein Hybrid sein!
(17.07.2015, 15:43)
WolfDrei :   Thema gemischt mit Zoonachrichten:
6 Wochen war die Biblio geschlossen durch Krankheit, also ein gewisser Auflauf - selbst in 4 Regenstunden war nur ein √úberblick m√∂glich. Einige Ausz√ľge:

¬ďUnsere Jagd¬Ē heft 7 / 015: im Zwickauer Stadtwald (410ha) wurde ein schon lange beobachteter Mufflonwidder mit riesiger Schnecke tot gefunden, von dem auch √ľber Jahre Fotos gemacht wurden, oft in Begleitung auch nicht gerade schwacher B√∂cke. rechte Seite: 122 cm, linke Seite 125 cm. Aus einem mir nicht einsichtbaren Grunde gilt er als abnorm und kommt nicht in die ¬ďWeltrekordliste¬Ē, Bild anbei.
Zusätzlich macht man sich Sorgen um die Existenz der Mufflons, da selbige zu einer bevorzugten Beute der Wölfe gehören.

¬ďFagelw√§rld¬Ē 3 / 015 /Schweden): Schweden tr√§gt ein Projekt, Trappen einzuf√ľhren. Zu diesem Thema schreibt die ¬ďVZE Vogelwelt¬ď, dass in Deutschland die Zahl der freien Trappen jetzt die 200 √ľbersteigt.

¬ďFlora und Fauna¬Ē 1 und 2 / 2015 (D√§nemark): D√§nemark hat zur Zeit zwischen 012 und 014 19 Wolfsr√ľden und 4 weibliche W√∂lfe. 40% der Beute sind Rehe.

¬ďManati¬Ē N√ľrnberg : wichtige Geburten Okt. 014 - M√§rz 015: 0,3 Mishmis; 0,1 Eisb√§r; 1 Buntmarder; 0,2 Prinz-Alfred-Hirsch

IZN Mai/Juni 015: u.a. zur Situation von Sumatra-und Javanashorn in Indonesien
-Sumatranashorn: Populationen gibt es im Way-Kambas NP. Bukit Barisan Selatan NP und im Gunung Leuser NP. F√ľr den Way-Kambas NP (wohl die einzige zunehmende Gruppe ) werden 35 Tiere angenommen, aus Fotofallen-Aufnahmen l√§ssen sich als Ergebnis f√ľr 2013 ca 7 K√§lber annehmen.
Im Rhino-Sanctuary Way Kambas gibt es nach der Geburt eines Bullen vor 2 Jahren jetzt 2,3. Man möchte auch den letzten Sumatrabullen aus den USA - den dort geborenen Harapan - haben.
- Javanashorn: im Ujong Kulon NP wurden nach Fotos aus Fotofallen 2011 etwa 35-44 Tiere angenommen.
Die Erh√∂hung der Fotofallenanzahl ergibt f√ľr 2013 eine Sch√§tzung von etwa 23 Bullen und 25 K√ľhen. Eine neuere Auswertung der Bilder kam sogar auf eine Summe von 58 -61 Tiere. Im Grenzbereich wurde eine Erweiterung des Schutzgebietes um 5 000 ha vorgenommen nach Umsiedlung von Bauern und Rodung von invasiven Areca-Palmen. Bisher wird das Erweiterungsgebiet wenig von Nash√∂rnern besucht (2-10 Tiere). Nash√∂rner wurde √ľber lange Zeit nicht gewildert, allerdings kann das von V√∂geln nicht gesagt werden.
- von P. de Chabannes werden interessante Tierbestände von zoologischen Institutionen in und rund um Manila /Philippinen mitgeteilt.
- Die Ursachen des Einbruches des Saigabestandes in Kasachstan sind weiterhin unklar. Angenommen wird, dass na√ükaltes Wetter zu einer Schw√§chung des Immunsystems gegen eine noch unbekannte bakterielle oder virale Ursache zu dieser dramatischen Abnahme um 120 000 Tiere f√ľhrte. Zum Gl√ľck sind Saigas in der Lage, Verluste schnell auszugleichen. Anzahl 1993 mehr als 1 Million;
2003 20 000; 2014 250 000 Tiere

- Am 6.7. Starb eine Dresdener Persönlichkeit: Max, das Leistenkrokodil, an Lungenproblemen, im Brandeshaus . Max lebte 57 Jahre im Dresdener Zoo und wurde etwa 60 Jahre alt.


(17.07.2015, 15:36)
Gudrun Bardowicks :   Sehr traurig. Ich hoffe, dass man sich jetzt doch st√§rker als bisher bem√ľht, wieder eine gute Zoopopulation von Saigas aufzubauen damit man notfalls eine Reservepopulation in Gefangenschaft besitzt. Fr√ľher waren Saigas ja gar nicht so selten in Zoos.
(05.07.2015, 00:52)
Michael Mettler :   Innerhalb von nur zwei Wochen sind in Kasachstan 134.000 Saigas verendet, was der H√§lfte des Weltbestandes entsprechen soll:
http://www.theguardian.com/science/animal-magic/2015/jun/12/134000-saiga-antelope-dead-in-two-weeks-what-is-the-probable-cause
(04.07.2015, 23:56)
Sacha :   Was f√ľr eine traurige Nachricht!
Herzliches Beileid an die Hinterbliebenen

Schliesse mich meinen Vorschreibern an: Ein grosser Verlust f√ľr den Artenschutz, f√ľr die Wissenschaft und auch f√ľr das Forum hier. Habe seine Beitr√§ge immer gesch√§tzt. Er war auch immer sehr hilfsbereit, wenn man ihn direkt kontaktiert hat. Leider war es mir nicht verg√∂nnt, ihn pers√∂nlich - von Angesicht zu Angesicht - kennenzulernen.
(24.06.2015, 08:06)
Holger Wientjes :   Ja, das habe ich schon unmittelbar nach seinem Tod erfahren ! Tut mir leid, dass ich das nicht schon selbst hier zeitiger mitgeteilt habe ! Ist ein grosser Verlust f√ľr die Menschen die ihn kannten und f√ľr den Arten- und Naturschutz, daher ist die Mitteilung hier sicherlich nicht verkehrt !!
(23.06.2015, 22:40)
zollifreund :   gerade habe ich eine sehr traurige Nachricht gelesen: Ralf Sommerlad ist am 11.06.15 verstorben, er wurde 62 Jahre alt.
Da er seit Jahren ein K√§mpfer f√ľr den Artenschutz, insbesondere f√ľr Krokodile war, passt die Meldung sicher am besten in diesen Thread. Einige werden ihn sicher auch durch seine Arbeit in K√∂ln und bei Hagenbeck gekannt haben oder seine immer sehr informativen und kritische Beitr√§ge (tw. auch hier im Forum) gelesen haben. Ich habe seine Beitr√§ge immer sehr gesch√§tzt.

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Ralf-Sommerlad-ist-im-Alter-von-62-Jahren-gestorben;art675,1446113
(23.06.2015, 22:19)
WolfDrei :   Und hier gleich eine Pressemitteilung aus Dvur und Ol Pejeta - sieht nicht gut aus!

"Despite concerns over age and physical condition, the three rhinos were successfully anaesthetised. Examinations of the two females showed that neither is capable of natural reproduction. Sadly, the younger rhino Fatu has degenerative lesions in the uterus, but there is still hope that her mother, Najin, could conceive. Her reproductive organs are in good health, but her weak hind legs make it difficult for her to support a mounted male, and could also cause complications during the added weight of pregnancy. Samples from the male, Sudan, showed a low sperm count, with low motility and some morphological abnormality. This does not rule out using his sperm for in vitro fertilisation however".
(19.06.2015, 12:44)
WolfDrei :   Letzte Ausz√ľge aus "leszoosdanslemonde", dieses Mal aus dem Forum, Unterthema "Conservation".

- Die letzte Z√§hlung des Bengaltigers in Indien zum Januar 2015 ergab 2216 Tiere gegen√ľber 1411 im Jahr 2006
- aus San Diego gingen mittlerweile 2,2 Kalifornische Kondore in den Zoo von Mexiko-City. Die anzunehmenden Nachwuchstiere sollen dann ausgewildert werden.
- Über (und von) Abu Dhabi sollen im Tschad zunächst 100 Säbelantilopen ausgewildert werden. Man sucht geeignete Orte.
Die Säbelantilope ist etwa um 1994 im Freiland ausgerottet worden.
- die Z√§hlung des Mindoro-Zwergb√ľffels (Tamarao) ergab 382 Tiere (2014) gegen√ľber 345 (2013)
- nachdem in Ol Pejeta (Kenia) der vorletzte Bulle Suni der n√∂rdlichen Breitmaulnash√∂rner gestorben ist, will man einen s√ľdlichen Bullen hinzusetzten und Verdr√§ngungszucht machen - oder k√ľnstliche Besamung etc. Von einem verstorbenen Tier in San Diego hat man K√∂rpergewebe eingefroren. Damit d√ľrften noch etwa 6 Tiere leben, davon 3 zuchtf√§hige Tiere aus Dvur Kralove in Ol Pejeta.
(19.06.2015, 12:34)
WolfDrei :   Da ich m√∂glicherweise die M√∂glichkeit habe, bei einem Flug einen ausreichenden Zwischenaufenthalt in Dubai (Emirate ) zu haben, um in Sharjah "vorbei zu sehen", habe ich etwas bez√ľglich des arabischen Leopards gegoogelt. Im ¬ďBreeding Centre of Endangered Arabian Wildlife¬Ē Sharjah hatte ich vor 6 Jahren die M√∂glichkeit , dort Aufnahmen zu machen. Gegenw√§rtig (so 2009 - 11) gibt es 74 Tiere (42,32,3) nur in arabischen Haltungen, mit Schwerpunkt Sharjah. Dort wurden bisher 38 Tiere geboren. Freibestand etwa 200 Tiere in sehr zerrissenem Gebiet. Es gab (gibt) 19 wildgefangene Tiere, 14 wurden zum Founder. Der arabische Leopard ist etwas kleiner als der ¬ďnormale¬Ē, dazu relativ hell gef√§rbt und √§u√üerst attraktiv.
(nachzulesen √ľber google: Budd and Leus, 2011, in ¬ďZoology in the Middle East¬Ē, Suplement)

Aus anderen Ausgaben zu Tierbeständen auf der arabischen Halbinsel: Caracal:
10 000; arab. Wolf: 2 500; Streifenhyäne: 2 500

(14.05.2015, 15:41)
WolfDrei :   Aus dem ¬ďInternational Zoo News¬Ē, M√§rz-April 2015

- 110 Schnabelbrustschildkröten (Aristochelys yniphora) aus der Zuchtstation auf Madagascar wurden in der Westregion freigesetzt. Vor ca 30 Jahren gehörte sie zu den gefährdetsten Tieren. Vor Jahren wurde sie auch dadurch bekannt, dass Diebe die gesamte Brut gestohlen hatten.

- mexikanischer Wolf ( Canis lupus baileyi) in Arizona und New Mexico: 2010: ca 50 Tiere; 2013 83 und 2014 109 Tiere in 14 Gruppen, 38 Junge

- 2014 wurden in Afrika 20 000 Elefanten und 1 300 Rhinos gewildert

¬ďPapageien¬Ē vom April:

Der Bestand der Spix-Aras hat die 100-Grenze √ľberschritten. Bisher 6 Jungtiere in Al Wabra und 4 im ACTP

(13.05.2015, 12:56)
WolfDrei :   Aus der heutigen Magazinbeilage der "Berliner Zeitung": Der "Vere√≠n zur Erhaltung bedrohter Papageien" (ACTP)gibt bekannt , dass dort bereits 4 Spix - Aras in diesem Jahr geschl√ľpft sind. Woanders las ich, dass das Bestreben dahin geht, in "n√§chster Zeit" auf 150 Tiere aufstocken zu k√∂nnen - davon die H√§lfte dann im Besitz des brasilianischen Staate. Gegenw√§rtig betr√§gt aber die Zunahme erst ca. 5-7 Jungv√∂gel pro Jahr. Gesamzbestand gegenw√§rtig ca. 90 V√∂gel.
Der Spix-Ara ist in der Natur ausgerottet worden.
(11.04.2015, 10:14)
Michael Mettler :   Letzte Woche lief im TV eine relativ neue Doku √ľber den Kaukasus und die angrenzenden Ebenen, da wurden u.a. auch Saigas gezeigt. Im Kommentar dazu hie√ü es, dass der Anteil der m√§nnlichen Tiere durch die Bejagung auf gerade mal 5% des Bestandes geschrumpft sei.
(12.03.2015, 11:47)
WolfDrei :   Aus der Zeitung der Humboldt-Universit√§t: ¬ď Der Wolf als Gewinner der Wende¬ď.
Forscher aus Deutschland (Biogeografen der Humboldt-Uni), den USA und aus Ru√üland haben eine Auswertung der Entwicklung des Gro√ütierbestandes Ru√ülands zwischen 1981 und 2010 gemacht. Von Vorteil war, dass das j√§hrliche Tier-Monitoring der alten Sowjetunion auch nach den politischen Ver√§nderungen (wenn auch mit geringeren Mitteln) fortgesetzt werden konnte. Unklar blieb mir nur, ob es sich bei der Einsch√§tzung um die alten L√§ndergrenzen der Sowjetunion oder des ¬ďneuen¬Ē Ru√ülands handelt.
Betrachtet wurden die Populationen von: Braunb√§r, Elch, Luchs, Reh, ¬ďRothirsch¬Ē, Rentier, Wildschwein und Wolf.
Unmittelbar nach den politischen Ver√§nderungen sank zun√§chst der Bestand zum Teil rapide (erinnert sei hier an die nicht aufgef√ľhrten Amurtiger und speziell die Saigas). Ursachen u. a. war die fehlende staatliche Kontrolle, Wilddieberei (durch Armut und schwungvollen Handel u.a. mit Saigageh√∂rn), √úberjagung, fehlende staatlich Gelder. W√§hrend anfangs noch (bis Mitte der Achtziger) noch ein leichtes Anwachsen der Populationen bemerkbar war, sind zwischen 1991 und 1995 die Bestandszahlen drastisch zur√ľckgegangen mit Ausnahme von einer Art (welche?). Braunb√§ren UM 20 %, Wildschwein UM 50%. Aber: die Wolfszahl stieg UM 150%.(Keine Abschu√üpr√§mien mehr)
Nach gewisser wirtschaftlicher Konsolidierung gibt es ab 2000 wieder eine Zunahme zum Teil auf oder √ľber das Niveau der Achtziger (gilt begrenzt auch f√ľr die Saga - mit Ausnehme der m√§nnlichen Tiere und den Amurtiger). Gesch√§tzte Ursachen: Stilllegung von Acker- und Weidefl√§chen, Umsiedlung der Landbev√∂lkerung in die St√§dte. Nur der Luchs hat sich bisher nicht erholt
Fazit ¬ĒDie Studie zeigt, dass spezielle Schutzbestimmungen in Zeiten von Umbr√ľchen mitbedacht werden sollten¬Ē. Sch√∂n w√§r es ja!
Ps: Die √úberschrift gilt ja auch f√ľr Deutschland - deshalb blieben meine Augen zun√§chst da h√§ngen.

(12.03.2015, 09:07)
WolfDrei :   Nanu, sind alle Zoos bei den mickrigen Minusgraden geschlossen????
Oder Weihnachtseinkäufe?

Einige Zahlen bez√ľglich der Robbenartigen aus "Mammalia" - wenn auch etwas √§ltlich:
Ostsee-Seehund: ca 5 500; Ladogaseehund: 5 500; Saimaseehund: 200 !
Ostseekegelrobbe: 5 300
M√∂nchsrobbe: 215 - 400. An dem Hauptort des Vorkommens (Mauretanien, Cap Blanc) gab es in den letzten 2 Dezennien 2 Virusseuchenz√ľge mit ca 40 % Verlust des Nachwuchse. Auf den Desertas vor Madeira leben 20 Tiere
(30.11.2014, 12:14)
Gudrun Bardowicks :   Sehr erfreuliche Zahlen. Dann besteht ja tats√§chlich eine reelle Chance, dass der Pardelluchs durch Auswilderungsprojekte in der freien Wildbahn auch in Zukunft √ľberleben kann.
(12.11.2014, 23:44)
WolfDrei :   K√∂nnte sogar stimmen: in "jungle world" von 2013 fand ich soeben folgenden Ausschnitt:

"Als im M√§rz 2005 in der Aufzuchtstation El Acebuche im Nationalpark Coto de Do√Īana die ersten drei Luchsbabys zur Welt kamen, war das nicht nur der erste Zuchterfolg unter menschlicher Betreuung, sondern auch ein Zeichen daf√ľr, dass es gelingen k√∂nnte, die Katzenpopulation durch Zucht und anschlie√üende Auswilderung so weit aufzubauen, dass sie irgendwann wieder auf eigenen F√ľ√üen schleichen kann. Dabei hat sich die Nachzucht mit √ľber 90 Jungtieren in den vier Aufzuchtstationen seit 2005 so erfolgreich entwickelt, dass mittlerweile dar√ľber nachgedacht wird, Luchse auch in bisher unbesiedelten geeigneten Gebieten in Portugal und Spanien auszuwildern, damit die Katzen dort neue Populationen gr√ľnden k√∂nnen".

Es handelt sich um das am st√§rkten unterst√ľtze Schutzprojekt : 28 Mio Euro!
(12.11.2014, 18:28)
Michael Gradowski :   Wow, wirklich erstaunlich und vor allem sehr erfreulich!

√úbrigens auch eine Art, die ich mir gut im TP Berlin vorstellen kann :-)
(12.11.2014, 18:18)
WolfDrei :   Bez√ľglich des Pardelluchses der Iberischen Halbinsel fand ich interessante Geburtenzahlen in "Zoo Biology", einem Organ der EAZA, im Sept.-Okt.-Heft 2014 interessante Geburtenzahlen von 2014 in der Zuchtstation von El Acebuche. Ausgehend von ca. 30 Founder-Tieren von etwa 2000 wurden mit deren Nachwuchstieren 2014 fast 100 Jungluchse(!!!) geboren, w√§hrend es 2008 nur 10 waren. Mu√ü ich nochmals nach√ľbersetzen - Schwerpunkt der Arbeit war der Vergleich der Gewichtsentwicklung von Jungluchsen bei Mutter -und k√ľnstlicher Aufzucht.
(12.11.2014, 18:13)
WolfDrei :   In "Mammalian Biology" (habe dummerweise nicht die Erscheinungszeit abgeschrieben - das Heft war neu) fand ich von iranischen Wissenschaftlern eine Arbeit zur Abkl√§rung der "Nah-Ost-Leoparden"., dazu auch eine Vorkommenskarte. Es ging eigentlich um die Einbeziehung von u.a. tulliana und ciscaucasica in die UA saxicolor. Einige Bestands-Daten aus der Karte w√ľrde ich anzweifeln - so sollen wohl in "Westanatolien" (hoher Taurus) schon seit 1975 keine Leoparden mehr leben, gegebenenfalls noch um Adana. Angegeben werden f√ľr den Bereich saxicolor ("persischer" L.) und nimr (arabischer L.) 800 - 1200 Leoparden, davon ca. 80 % im Iran. F√ľr nimr werden f√ľr den Jemen 25-30, f√ľr Israel 5-10 angenommen. Ca. 80 Tiere leben in Gefangenschaft, speziell in der Zuchtanlage von Sharjya (VAE)
Auf der Karte sind die Restvorkommen gestrichelt dargestellt.
(05.11.2014, 17:18)
Sacha :   Das Problem ist, dass bei solchen Gutachten und Gesetzesentw√ľrfen auch Tierrechtler, Lobbyisten der landwirtschaftlichen Tierhaltung, Hundefreunde und Politiker mit Profilierungsneurose mitreden d√ľrfen.

Gerade von den Tierrechtlern wird dann immer gerne darauf hingewiesen, dass dies ja zu einer Demokratie geh√∂ren w√ľrde.

Demzufolge w√§re es also auch demokratisch, wenn auch medizinisch interessierte Laien √ľber die Zulassung neuer Medikamente (es k√∂nnte ja auch sie treffen) mitreden k√∂nnen. Oder Modelleisenbahner bei der Einf√ľhrung neuer Loktypen f√ľr die DB.

Ich bin grunds√§tzlich f√ľr Haltungsverbesserungen in Zoos und Aquarien. Aber die Grundlagen daf√ľr sollten Zoodirektoren in Zusammenarbeit mit Freilandforschern von anerkannten Hochschulen erstellen (und Kompromisse finden) und sonst niemand.
(04.11.2014, 11:50)
Hannes L√ľke :   In den Niederlanden gibt es meines wissens nach eine ziemlich l√§cherliche Positivliste unter der z.B. das Frettchen verboten ist
(04.11.2014, 11:00)
Michael Mettler :   Ich finde es immer wieder erschreckend, mit welch geringem Sachverstand Entscheider irgendwelche Regulierungsma√ünahmen festlegen wollen. Das hier vielfach diskutierte neue S√§ugetiergutachten ist z.B. tats√§chlich mit "S√§ugetiere" √ľberschrieben, nicht mit "Wilds√§ugetiere". Grunds√§tzlich m√ľssten die regelungen demnach auch f√ľr domestizierte S√§ugetiere gelten, und tats√§chlich gibt das Gutachten z.B. heizbare Innenr√§ume f√ľr afrikanische Rinderrassen und asiatische mit Ausnahme des Yaks vor. Damit m√ľssten z.B. Kaukasuszebus (da Asiaten) einen heizbaren Stall bekommen, ebenso Rinder aus Marokko, w√§hrend ein s√ľdspanisches oder griechisches Rind trotz gleicher Klimazone ohne einen solchen auskommen d√ľrfte. Einbezogen ins Gutachten sind auch Gayal, Wasserb√ľffel, Lama, Alpaka usw., w√§hrend Hausziegen und -schafe (von denen es bekanntlich nicht wenige Rassen tropischen Ursprungs in Zoos und bei Privathaltern gibt) keine Erw√§hnung und damit keine Regulierung finden. Somit wird z.B. ein Zwergzebu im Gutachten wie ein Wildtier behandelt, eine H√§ngeohrziege jedoch nicht.

Das ist √ľbrigens keine deutsche Spezialit√§t. Etwa Ende der 80er, Anfangs der 90er Jahre gab es in den Niederlanden einen Gesetzes(?)entwurf, der die private Haltung von Wilds√§ugetieren bis auf ein paar Ausnahmen (Positivliste) untersagen wollte. Nach dieser Positivliste w√§re dann die Haltung Asiatischer Streifenh√∂rnchen, die als Heimtiere in NL weit verbreitet waren, k√ľnftig verboten gewesen, die Haltung amerikanischer Chipmunks (von denen es seinerzeit keine in NL gab) jedoch erlaubt. Es kommt aber noch besser: Im Originaltext wurde damals darauf hingewiesen, dass domestizierte Tiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, H√ľhner (!!!) usw. nicht unter das S√§ugetierverbot fallen w√ľrden...

Erstaunlich ist auch immer wieder, welche Sachverst√§ndige Feuerwehren bei Fundtieren konsultieren. Allein aus der hannoverschen Tagespresse sind mir F√§lle in Erinnerung, in denen eine vermeintliche Giftschlange durch einen herbeigerufenen F√∂rster als Kornnatter bestimmt und dann in einem nahegelegenen Moorgebiet "wiederausgewildert" wurde oder wo ein konsultierter "Fachmann" eine ebenfalls aufgegriffene Schlange auf den ersten Blick als Kornnatter "erkannte", die auf dem zugeh√∂rigen Pressefoto von Feuerwehrmann mit Schlange f√ľr den wirklichen Kenner aber eindeutig eine Taiwan-Schmucknatter zeigte (und diese beiden Arten kann man nicht mal farblich verwechseln). Wiederausgewildert wurden auch schon aufgegriffene Frettchen - da fragt man sich, warum nicht auch ausgesetzte Dackel (immerhin f√ľr einen vergleichbaren Zweck gez√ľchtete Tiere) in einen geeigneten Lebensraum verbracht werden...
(04.11.2014, 10:43)
Hannes L√ľke :   Bitte verzeiht die schlechte Rechtschreibung und Grammatik. Meine Fr√ľhst√ľckspause ist kurz :-D
(04.11.2014, 10:15)
Hannes L√ľke :   Also in Deutschland regelt sowohl das Finanzamt (j√§hrlicher Gewinn) als auch das Vetereni√§ramt (√∂ffentlicher Zugang, anzahl gehaltener Zuchttiere bzw j√§hrlicher Jungtiere bzw Umsatz) wer gewerblich ist oder nicht. Als gewerblicher muss man in Deutschland auch die Sachkunde nach ¬ß11 Tierschutzgesetz nachweisen von daher gibt es keine flie√üenden √úberg√§nge. Mein Highlight im Gefahrentiergesetz sind die Komodowarane.
Was die Ungleichbehandlung angeht:
Das Gefahrentiergesetz schlägt in der "Szene" vielen sehr sauer auf. Viele Vereine wie z.B. die DGHT fordern seit Jahren brauchbare Regulierungen zu Importen, Sachkunde etc.
Leider finden die Sachkundigen Vereinigungen kein geh√∂r im Landtag. Nun soll es zu einem Totalverbot kommen. Es gab bislang jedoch kein Todesf√§lle (im Gegensatz zu den j√§hrlichen, zahlreichen Todesf√§llen mit Hunden und Pferden, von Dingen wie H√§ndesch√ľtteln oder Autos ganz zu schweigen) und die angeblich gestiegene Zahl der Eins√§tze von Polizei und Feuerwehr wahr mit Ausnahme von Einzelf√§llen heimischen Tieren oder nicht unter das Gesetz fallenden Arten wie Kornnatter oder K√∂nigspython geschuldet. Bislang wurde in NRW auch noch kein 3. durch eines der Gefahrentiere verletzt.
L√§cherlich ist ebenso die Meldepflicht f√ľr Riesenschlangen da diese bereits allesamt durch das Washingtoner Artenschutzabkommen gesch√ľtz und somit Meldepflichtig sind. Ein Verbot von Schnapp und Geierschildkr√∂ten ebenso da die Haltung der Tiere l√§ngst bundesweit verboten ist(was viele Sachkundige wie die DGHT oder die Reptilienauffangsation M√ľnchen anprangern)

Online findet man leider keine klaren Aussagen welche Version nun aktuell ist. Mal gibt es Formuliereungen in denen Canis Lupus und Canis Lupus Dingo verboten werden, was bedeuten w√ľrde man d√ľrfte nur Dingo und Eurasischer Wolf nicht halten, alle anderen UA inkl Haushund schon. Mal hei√üt es Canis Lupus und alle UA was den Haushund einschlie√üen w√ľrde.

Bei den Katzen wurde in einigen Fassungen der Gepard schlicht und ergreifend vergessen (Alle Arten von Panthera und Puma Concolor)

Solche ungereimtheiten ziehen sich quer durch das sinnlose Verbot.
Auch kann man sich fragen wo all die Kaimane, Riesenschlangen √ľber 2m (was unfassbar viele ungef√§hrlich Arten sind)und gro√üw√ľchsigen Echsen hin sollen. Affenarten wie Berberaffe, Pavian und Rhesunsaffe sind bsolute Ladenh√ľter und schon von Zoo zu Zoo kaum unterzubringen, wo sollen die verbotenen Tiere hin.
Was ist wenn wir in eine Sitaution wie bei der Schnappschildkröte kommen und die schwarzen Schafe gegen die es eigentlich geht Ihre Tiere einfach frei lassen? So ne Kobra ist eine Sache aber ich hätte noch größere Angst einem Rhesusaffen im Wald zu begegen.
Wenn ich mir ansehe wie gro√ü der Schwarzmarkt f√ľr Kampfhunde ist glaubt die Landesregirung nicht wirklich, dass die schwarzen Schafe, um die es eigentlich geht, sich nicht sogar durch ein Verbot Ihrer Statussymbole angezogen f√ľhlen. Aber was erwarte ich von einem Land in dem man allen Motoradfahrern das tragen von Westen verbieten will...
Sachkunde und Meldepflicht - Sehr gerne
Verbot? - NEIN!
(04.11.2014, 09:35)
Sacha :   @Michael Mettler:

Sorry, sehe Deine Antwort erst jetzt.
Nun ja, kommt eben darauf an was man unter "Privathaltung" versteht. Wenn ein Schlangenliebhaber seine Tiere nur einem ausgewählten Publikum zeigt oder von einer Schulklasse/einem Betriebsausflug eine Aufwandsentschädigung verlangt, ist das dann auch "Privathaltung" oder nicht. Ich denke, die Übergänge sind fliessend.

Bei dem von mir genannten Beispiel ist es so, dass m. W. der Halter der Elefanten w√§hrend der warmen Jahreszeit durchs Land zieht (also im Prinzip "√∂ffentliche Haltung"), die Tiere im Winter aber f√ľrs Publikum nicht zu sehen sind.
(03.11.2014, 19:55)
WolfDrei :   ¬ďWar mal kurz 10 Tage weg¬Ē.
Zuvor aber, nach Lesen der Eintr√§ge dieser Zeit, die Feststellung, dass ja Herr Knieriem eigentlich nur die darin ge√§u√üerten Vorstellungen aufgreifen muss. Weiterhin bin ich aber gegen die angedachte Nutzung der AB-Halle - da gibt es doch in ca. 50 m Entfernung noch ein Gew√§chshaus in der Art der Kroko-Halle, dort sollten nach der alten Planung w√§rmeliebende Echsen hinein - eine ausreichende Anlage f√ľr mehrere Komodowarane! Spezialgl√§ser w√ľrden das Energieproblem schon meistern (im Sommer eher das der die K√ľhlung - das war wohl damals das Problem).

Zu Jordanien: ein sch√∂nes Land, eine traumhafte Landschaft - leider offensichtlich kein sch√∂nes Land f√ľr Tiere (es ging aber bei der Reise um die Historie - um die Felsenstadt Petra, dem Vornamen meiner Frau geschuldet). W√§hrend ein auch anderen nicht unbekannter ehemaliger Mitarbeiter des TP mir Tieraufnahmen von der ¬ďanderen¬Ē israelischen Seite des Grabenbruches zeigte ( z. B. Nubische Steinb√∂cke und Klippschliefer in unmittelbarer Ortsn√§he), ging die Sichtung von Tieren fast aller Art gegen Null. Eine Ausnahme war die durchaus erfreuliche Menge an Korallenfischen bei Aqaba - zu sehen gewesen in einem (halben) U-Boot (Glasseitenw√§nde), leider fotografisch nicht besonders ermutigend. Gesehen wurden nur Schafe, Ziegen, Dromedare, Pferde und erstaunlich viele Maultiere.
Im Wadi Rum (Weltnaturerbe) nur der Bericht, dass es Steinb√∂cke geben w√ľrde- na, ja, bei einem Pulk von 15 stinkenden und knatternden Jeeps war meine Erwartung nicht sehr gro√ü.

Auch das gelobte ¬ďWildlife Reservat¬Ē Shaumari in Richtung Osten ist nur ein kleiner Trost - aber nicht, wie ich nach Literaturangaben glaubte, ein gelungener Freisetzungsversuch f√ľr die arabische Oryx. Schon sehr fr√ľh (1975) bekam die Anlage aus Ph√∂nix Tiere, erste Geburten ab 78. Dann wurden die Tiere ¬ďin die Natur¬Ē entlassen - was hei√üt, dass sie in eine 22 km2 gro√üe umz√§unte Fl√§che entlassen wurden - das war es.
Von zwei zoologischen Anlagen der Hauptstadt las ich eher Bedenkliches, eine Besichtigung war aber nicht möglich.
Anbei die beste Aufnahme (neben 4 besseren Vogelarten): ein Kofferfisch im Segelhafen eines Resorts bei Aqaba.

(03.11.2014, 19:04)
Michael Mettler :   Ein interessantes Beispiel f√ľr Ungleichbehandlung liefern die hannoverschen Medien. Erst k√ľrzlich wurde dar√ľber berichtet, dass ein Schimpansen-Privathalter in der Region seine beiden Schimpansinnen abgeben muss, die er vor √ľber 40 Jahren in schlechtem Zustand aus einem Circus "gerettet" hat. Beiden Tieren (eine der Schimpansinnen soll weit √ľber 60 Jahre alt sein) wird sogar ein guter Pflegezustand attestiert und sie haben eine enge Bindung an die Halterfamilie, aber die K√§fige entsprechen nicht mehr den Mindestforderungen. Entnervt vom jahrelangen Widerstand gegen Beh√∂rden und Tiersch√ľtzer gibt der Besitzer seine Affen nun an die Stichting AAP ab.

Und dann lese ich heute in der Zeitung, dass ein bekannter Circus in Hannover gastiert, der einen einzelnen (!) Schimpansen hält, und die gastgebende Stadt sieht darin kein Problem. Der Circus kann nämlich eine Ausnahmegenehmigung vorweisen, weil der 40-jährige Affe schon seit 36 Jahren im Circus lebt (wie lange davon ohne Artgenossen, weiß ich nicht). Das verstehe, wer will.
(24.10.2014, 08:45)
Michael Mettler :   @Sacha: Sowas ist doch aber nicht mit "Privathaltung" i.e.S. gemeint, der betreibt doch wohl ein Gewerbe mit den Elefanten?
(23.10.2014, 23:48)
Sacha :   Sicher nicht sonderlich gross. Andererseits ist es manchmal schon erstaunlich, mit welchen Tieren Privatpersonen durch das Land tingeln. In der Schweiz haben wir z.B. einen, der dies mit zwei Afrik. Elefanten macht.
(23.10.2014, 21:17)
Michael Mettler :   Das Land Nordrhein-Westfalen will mit einer neuen Gefahrtierverordnung u.a. "vorsorglich" die Privathaltung von Elefanten und Nash√∂rnern (!) verbieten:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article133557966/NRW-verbannt-giftige-Tiere-aus-dem-Wohnzimmer.html

Da w√ľrde mich doch mal interessieren, wie gro√ü das Privathalterpotenzial f√ľr Dickh√§uter in NRW eingesch√§tzt wird...
(23.10.2014, 19:51)
Michael Mettler :   Schlechte Nachricht aus Ol Pejeta: Suni, einer der beiden letzten zeugungsf√§higen Bullen des N√∂rdlichen Breitmaulnashorns, wurde tot aufgefunden.
http://www.rtf1.de/news_sn.php?id=2865
(20.10.2014, 08:05)
WolfDrei :   Im "Regulus" 4/2014 (ein luxenburgisches zoologisches Magazin) wird √ľber eine nach langen Jahren erste luxenburgische erfolgreiche Storchaufzucht (2 Junge) berichtet.

Der "Falke" (Oktoberheft) widmet mehrere Artikel dem 100jährigen Aussterbedatum der Wandertaube (letztes Exemplar im Zoo Cincinnati, "Martha")
(07.10.2014, 18:07)
WolfDrei :   Vom "Falken" gibt es ein interessantes Sonder-Heft: Eulen in Deutschland. Neben regionalen Beitr√§gen gibt es auch eine umfangreiche Arten- und Situationsbeschreibung mit Vorkommensstatistik. Interessant die heutige Anzahl der Uhus: 2 100 - 2 500!
Die Wiedereinb√ľrgerung des Habichtskauzes im Bayrischen Wald l√§uft: 5-6 Reviere wurden gez√§hlt, daf√ľr gibt es Sumpfohreulen fast nur noch auf den friesischen Inseln (ca. 80-100 Tiere). Dagegen zieht die Zwergohreule aus s√ľdlichen Gefilden √ľber die Alpen nach S√ľddeutschland: ca. 2-7 Tiere mit unregelm√§√üigen Zahlen pro Jahr
(23.09.2014, 21:41)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Da habe ich mir wegen Walsrode gleich mal die Ausgabe angesehen (auf der EAZA-Homepage als PDF aufrufbar): Besonders bemerkenswert finde ich au√üer der Fadenhopf-Nachzucht als solcher, dass der Vater der Jungv√∂gel bereits 30 Jahre alt ist! √úbrigens sind es "nur" sieben (4,3) Jungv√∂gel, die "12" dr√§ngte sich offenbar durch den englischen Namen Twelve-wired Bird of Paradise auf :-)

Interessant auch der Galago-Artikel in der selben Ausgabe; z.B., dass zwei genetisch so unterschiedliche St√§mme von G. senegalensis in europ√§ischen Zoos gehalten werden, dass man sie vorsichtshalber als getrennte zoologische Einheiten managt; dass G. moholi kaum noch gehalten wird; und dass bisher keine Hybriden aus senegalensis und moholi bekannt wurden, obwohl die beiden Arten fr√ľher nur als Unterarten von senegalensis betrachtet und deshalb auch hie und da zusammen gehalten wurden.
(02.09.2014, 18:59)
WolfDrei :   Aus ¬ďZooquaria¬Ē Heft 86 (Sommer 14)

- Walsrode hat bei den Fadenhopfen 12 Tiere aufgezogen
- Zwergflamingos in Leipzig: 40 Eier, 2 Schlupfe, 1 Aufzucht
- Giraffen in Afrika: peralta 400; rothschildi 1 100; antiquorum 1 900; camelopardalis: 1 100
- Rosataube Mauritius: 1976: 20-30 Tiere ; 1990: 10; 2012: 400; Ziel 600 Freilebende; EEP: 30,22,1
- ESB Phleomys pallidus: 67 Tiere
- Cikananga/Java: in einem ¬ďwohlorganisierten¬Ē Raubzug sind 152 Schwarzfl√ľgelstare gestohlen
worden - offenbar Auftragscoup

IZN 61/ 4 (407) Juli/August 14:

- Es besteht der Plan, Große Pandas in den Central Park New York zu holen
- 3 Przewalskipferde sind wieder von Prag aus in die Mongolei geflogen worden


(02.09.2014, 17:46)
WolfDrei :   Aus dem IZW-Heft Mai/Juni 2014:

In der ¬ďZuchtstation¬Ē der ¬ďBorneo Rhino Alliance¬Ē in Sabah ist man wieder optimistisch. Nach einem M√§nnchen von 2008 befinden sich dort auch zwei Weibchen, gefangen 2011 und 2014. Nach Feststellung des miserablen Zustandes des Reproduktionssystems bei den Weibchen werden gegenw√§rtig wieder funktionell ¬ďarbeitende¬Ē Oocyten konstatiert. Angenommen wird, dass durch das Fehlen von M√§nnchen die damit unterbliebene Fortpflanzung bei dieser Population zur "R√ľckbildung" der Reproduktionsorgane gef√ľhrt hat. Ob nun die Stimulation durch den Bullen oder durch hormonelle Behandlung zu diesem Ergebnis gef√ľhrt haben, war f√ľr mich nicht ersichtlich. Man ist sogar optimistisch, eine k√ľnstliche Befruchtung vornehmen zu k√∂nnen bei dieser Unterart, die in vielleicht nur 50 Exemplaren in zwei getrennten Gruppen auf Borneo existiert.
Optimistische Töne ohne wirkliche Ergebnisse hat es ja bei der Festland- wie auch bei den Insel-UA schon einige Male gegeben.

(19.08.2014, 20:56)
WolfDrei :   Hier allerdings eine Negierung von Natur-und Artenschutz:
Aus dem ¬ďFalken¬Ē, Heft 7, 2014: Bei einer Fischfangkontrolle vor der mauretanischen K√ľste sind auf einem chinesischen Trawler eingefrorene Basst√∂lpel entdeckt worden. Eine Sch√§tzung der Gesamtladung kam auf etwa 90 000 (in Worten 90 Tausend!) K√∂rper! Dieser Fakt wurde erst jetzt bekannt, da die mauretanische Regierung h√∂chst abh√§ngig von chinesischen Hilfen ist (Krankenhausbau etc,). Der ¬ďNetzfang¬Ē von T√∂lpeln soll so kompliziert nicht sein, auch w√§re es m√∂glich, dass der Trawler den ¬ďBasst√∂lpelbeifang¬Ē anderer Fangschiffe √ľbernommen hat.

(07.07.2014, 09:02)
WolfDrei :   Wenn es auch hier nicht so richtig hineinpasst:

Auf dem Flugplatz Orly in einer Jagdzeitschrift gelesen:

1949 hatte ein Kolonialbeamter einen Koupreybullen geschossen. Der Kopf soll nun durch die Schwiegertochter wegen Geldn√∂te auf dem Troph√§enmarkt verkauft werden. Eine 2008 verkaufte etwas kleinere Troph√§e brachte 30 000 Dollar. Die ¬ďSpannweite¬Ē der H√∂rner des abgebildeten Kopfes betr√§gt 101.5 cm - Weltrekord. Man sieht auch den omin√∂sen ¬ďFaserkranz¬Ē am Horn.
Im Artikel geht man auch auf die Theorien zur ¬ďReinheit¬Ē ein und schlie√üt eigentlich die Existenz eines Restvorkommens aus. Hingewiesen sei auch auf das Video einer gro√üen Gruppe von ca 1953 im ¬ďArkiv¬Ē der N Y Zoolog. Society¬Ē ( www.arkive.org.). Seinerzeit gab es eine Fangaktion von Coolidge und Wharton - leider konnten die gefangenen Tiere entfliehen. (Bet√§ubungsmittel gab es ja noch nicht.
Anbei ein Foto des geschossenen Tieres

Weiterhin: ein s√ľdsafrikanischer Wildtierfarmer will 120 Riesenelen (T.d.derbyanus) aus Kamerun holen. Man nimmt an , das er speziell f√ľr US-J√§ger , denen die Jagd in Kamerun zu kompliziert ist, Troph√§en aus der nachgezogenen M√§nner√ľberzahl bieten will, andererseits er vielleicht sogar Hybride mit normalen Elen z√ľchten will, um deren Auslage zu erh√∂hen.
Nach dem ¬ďHandbuch der S√§ugetiere der Welt¬Ē hat Kamerun einen best√§ndigen Riesenelenbestand der betreffenden Unterart.

(27.06.2014, 10:34)
Ronny :   Die Sattelst√∂eche k√∂nnten die Nachzuchten aus Cottbus sein. Ein Pfleger meinte im April, dass zwei oder drei Sattelst√∂rche nach Frankreich gehen.
(22.06.2014, 22:10)
zollifreund :   zum Abschluss noch ein Abdim-Storch: er war nicht der einzige der gr√∂√üeren Vogelarten die den Raum zu langen Flugeinlagen nutze, auch die Nimmersatte, Hagendasche, Hammerk√∂pfe waren immer wieder beim Fliegen zu beobachten
(21.06.2014, 13:00)
zollifreund :   war wohl wieder mal zu gro√ü...
(21.06.2014, 12:57)
zollifreund :   noch ein Blick von oben, damit man die sich ein kleine Vorstellung von den Ausma√üen der Voliere machen kann. Der Blick ist von einer Art Dachterasse aus auf den linken Teil der Anlage. Gerne haben sich hier oben auf dem Gel√§nder auch die verschiedenen Vogelarten aufgehalten ( da zu diesem Zeitpunkt ich der noch der einzige Besucher war )
(21.06.2014, 12:54)
zollifreund :   Die Gemeinschaftshaltung von Rotducker, Okapi, Eulenkopfmeerkatze und der vielen verschieden Vogelarten kann ich best√§tigen. Die Voliere ist wirklich einzigartig. Total genial. Der einzige Minuspunkt sind die vielen E-Draht-Absperrung, die die Pflanzen sch√ľtzen sollen. Damit werden die zwei Okapianlagen doch viel kleiner, als sie auf den ersten Blick wirken.
Die Sattelst√∂rche sind √ľbrigens noch nicht erwachsen - aber keine Ahnung woher die gekommen sind ?
(21.06.2014, 12:46)
Michael Mettler :   @Bryan Egli: Die Erkl√§rung f√ľr die "Waldantilope" wird doch aber im selben Satz des HP-Textes geliefert, damit ist der Rotducker gemeint.
(20.06.2014, 14:19)
Bryan Egli :   Laut der Website werden in dieser Voliere auch "forest antelopes" gehalten. Soweit ich weiss sind das Bongos, zu denen find ich allerdings keine weiteren Infos.
(20.06.2014, 14:14)
Michael Mettler :   Bemerkenswert ist, WIE die Okapis in Doue la Fontaine gehalten werden, n√§mlich als Volierenbesatz. Ein ganzes Waldst√ľck wurde mit einer Gro√üvoliere von 4.000 qm Fl√§che und 20 m H√∂he √ľberbaut, die au√üer von den Okapis noch von Rotduckern, Eulenkopfmeerkatzen und 25 afrikanischen Vogelarten (u.a. 8 Arten Turakos, Nashornv√∂gel, St√∂rche) bewohnt wird. Laut ZOOQUARIA sollen auch noch "Jabirus" hinein, wobei das angesichts des sonst rein afrikanischen Besatzes wohl ein √úbersetzungsfehler vom Franz√∂sischen ins Englische ist - da werden wohl eher Sattelst√∂rche (franz. "Jabiru d'Afrique") gemeint sein.

Im Artikel wird allerdings behauptet, dass Doue der einzige europ√§ische Zoo sei, in dem Okapis mit anderen Arten vergesellschaftet sind; da hat der Autor offenbar Beispiele wie Berlin, Leipzig und Wuppertal (alle mit Duckern) √ľbersehen.
(17.06.2014, 23:15)
WolfDrei :   Aus Zooquaria: Doue la Fontaine hat 2 m√§nnliche Okapis (√ľbrigens seit Ende letzten Jahres auch Wroclaw),
gegenwärtiger Weltzoobestand: 170; Europa 35.31

aus einer tschechischen Ausgabe: "Western Derby Eland (T.d. derbianus)Conservation strategy": ein Zuchtbuch einer in-situ-Gruppe wurde aufgebaut aus Tieren , die aus dem einzigen Vorkommen stammen (Niokola-Koba-Nationalpark). Tschechische Wissenschaftler (u.a. aus dem Prager Zoo) betreuen das Projekt: Stand 2013: 30,27 Erwachsene; 11.3 J√ľngere; 6,6 2013 geborene Tiere.

(17.06.2014, 19:40)
WolfDrei :   Aus derselben Zeitschrift, Heft 2, Seite 149 (2014)
Eine italienische Gruppe untersuchte die Möglichkeit, Hybride von Wolf und verwilderten Hunden zu differenzieren. Ergebnis: im Freiland kaum Differenzierung der Hybride möglich, selbst genetisch schwierig. Einzige Möglichkeit der Verhinderung der Bastardierung: Ausmerzung der verwilderten Hunde.
(10.06.2014, 19:25)
WolfDrei :   Aus "Mammalian Biology" 6,(2013)

Eine indische Arbeit zur Nahrungsbevorzugung von indischen Rothunden: in abnehmender Reihenfolge: Axishirsch, Sambar, Muntjak, Wildschwein, Gaur!.
Anbei eine Verbreitungskarte.

Ich erinnere mich aus "S√§ugetiere der Sowjetunion", dass es in den f√ľnfziger Jahren im asiatischen Teil der SU noch √úberl√§ufer aus der Mongolei und China gab. Moskau hatte ja vor ca 50 Jahren noch eine gute Zucht.
(10.06.2014, 19:20)
WolfDrei :   Auf der Vancouver Insel im Westen Kanadas lebt an wenigen Stellen auf 1500 m H√∂he nur dort das gef√§hrdete Vancouver Murmeltier. 2003 wurden nur noch 30 Tiere gez√§hlt. Gl√ľcklicherweise hatte der Zoo Toronto 1996 6 Tiere aus dem Bestand entnommen, denn zwischenzeitlich sind daraus 100 Tiere gez√ľchtet worden, mit 3 anderen Institutionen insgesamt 515 Tiere. Die ersten Freisetzungsversuche laufen (Website des Zoos Toronto)
(07.05.2014, 19:01)
WolfDrei :   Gestern im RBB: im "Verein zur Erhaltung bedrohter Papageien" in Sch√∂neiche bei Berlin sind 2 Spix-Ara-K√ľken geschl√ľpft
(20.04.2014, 18:59)
WolfDrei :   Zum heutigen Tag noch ein anderes Thema, Europ√§ische Wasserschildkr√∂ten in einer Zuchtstation des NABU im Biosph√§renreservat Schorfheide(Blumberger M√ľhle)
(20.04.2014, 18:52)
WolfDrei :   Habe leider mein "schlaues Buch" in der Biblio des TP vergessen, so dass ich die Zitate nicht belegen kann:
-"S√§ugetierkundliche Mitteilungen": in Jena fand k√ľrzlich ein Symposium zur Lage von Wildkatze und Luchs in Deutschland statt. So existiert ein Foto eines Luchses aus der Eifel von 2003; bez√ľglich des Teutoburger Waldes wurden Fotofallenbilder gezeigt von Ende 2010; Anfang 2011 von dort "normale" Fotos eines Luchses. Zudem gab es Fotos von F√§hrten und Reh-Rissen.
In einem Bericht wurde die Sichtung eines Goldschakals mitgeteilt.

- In einem WAZA-Heft von Februar 2014 wird die Existenz eines neuen Flußdelfins der Gattung Inia angezeigt. Das Tier hat einen längeren Schnabel als das uns bekannte Tier aus Duisburg, auch hat es eine besondere Jagdtechnik, indem es Fische zum Ufer drängt und dann fängt. Lebensraum: Rio Araguaya (so ich es richtig geschrieben habe) - davon abgeleitet auch der Artname.

- Im "Vogelfreund" beschreibt Matschei den Kagu. Während es in den Siebzigern trotz z.T. mehrerer Tiere in Frankfurt und Zoo Berlin nur zu einen Schlupf kam, der nicht aufkam, ist dann nach den Erfolgen auf Neukaledonien (Zoo Noumea) aus Transfer -Tieren in Walsrode die Zucht gelugen mit bisher an 30 Tieren, zwischenzeitlich auch in San Diego (mit Tieren aus Walsrode) sowie in Yokohama und bei einem französischen Privathalter.
Foto: Zoo Berlin
(09.04.2014, 11:45)
Michael Mettler :   Hat jemand gestern die zweiteilige Doku √ľber Aborigines auf ARTE gesehen? Obwohl sie sich nicht mit Naturschutz i.e.S. befasste, stimmte sie mich in dieser Hinsicht doch nachdenklich.

Geschildert wurde n√§mlich, dass es die australischen Ureinwohner nie wirklich n√∂tig hatten, Ackerbau und Viehzucht zu entwickeln oder von anderen V√∂lkern (Polynesier) zu √ľbernehmen, weil sie dank eines ausgekl√ľgelten Verfahrens partieller Brandrodung schon Jahrtausende vor der Besiedlung durch Europ√§er praktisch den ganzen Kontinent in eine Kulturlandschaft verwandelt hatten, die aus einem Mosaik von Lebensr√§umen bestand (z.B. kleinr√§umiger Abwechslung von Wald und offener Fl√§che, nachwachsender und "alter" Vegetation) und dadurch eine unersch√∂pfliche Quelle bildete, Wildpflanzen und -tiere "ernten" zu k√∂nnen. Die Europ√§er fanden also bei der "Entdeckung" Australiens eigentlich gar keine urspr√ľngliche Wildnis vor - das war sie nur in ihren durch eine andere Lebensweise gepr√§gten Augen.

So wurde u.a. eine aus den Fr√ľhzeiten der europ√§ischen Besiedlung stammende zeichnerische Landschaftsdarstellung gezeigt, auf der sich an den H√§ngen unterhalb einer markanten Felsklippe strahlenf√∂rmig lange Grasschneisen durch den Wald ziehen, herab zu einem Seeufer. Heute ist der selbe Ort durchgehend bewaldet. Aborigines kl√§rten die Wissenschaftler dar√ľber auf, dass ihre Vorfahren diese Schneisen angelegt und offen gehalten hatten, um mit der dort wachsenden Vegetation K√§ngurus anzulocken. Diese wurden dann beim Wechsel von einem Waldstreifen zum anderen auf der offenen Fl√§che bejagt, z.T. auch dadurch, dass man sie hangabw√§rts ins Wasser trieb. Als diese Form der Landschaftsbewirtschaftung durch die wei√üen Einwanderer unterbunden wurde und verwilderte, d√ľrfte die Artenvielfalt in der Folge ziemlich gelitten haben. Eine alte Aborigine bezeichnete die geschilderte Landschaft heute sinngem√§√ü als "Ort, mit dem man nichts mehr anfangen kann".

Oft ist ja zu lesen, welche Tierarten Australiens nach der Einwanderung des Menschen verschwunden sind (vor allem aus der Megafauna). Dass aber der zu Zeiten der europ√§ischen "Entdeckung" existierende Artenreichtum der australischen Fauna (und wohl auch der Flora) ebenfalls dem Menschen und dem von ihm √ľber Jahrtausende "in Gang gehaltenen" Lebensraum-Mosaik zu verdanken gewesen sein k√∂nnte, halte ich f√ľr einen nachdenkenswerten Gedanken. Manche durch Unter-Schutz-Stellung sich selbst √ľberlassene Landschaft dient vielleicht mehr unserer menschlichen Sehnsucht nach dem Paradies als den bis dato dort lebenden Arten...
(02.02.2014, 09:52)
WolfDrei :   In einer Johannesburger 2-Wochenzeitschrift vom 20.12.013 - 2.1.014 befanden sich mehrer Artikel √ľber das 75j√§hrige Jubil√§um des Auffindens des Quastenflossers Latimeria chalumnae in der N√§he von Port Elisabeth im M√ľndungsgebietes des Chalumna-Flusses durch die Kuratorin Courtenay-Latimer am 22.12. 38. Ihr Chef, der Ichthyologe J.L.B. Smith von der Uni in Grahamstown (heute Provinz East-Cap) beschrieb ihn dann deshalb als Latimeria chalumnae. Es war dies einer der wichtigsten Entdeckungen dieser Zeit. Es dauerte dann 14 Jahre, Prof. Smith hatte einen Finderlohn ausgelobt, bis dann an der Westk√ľste der Komorenhauptinsel am 21.12. 52 das n√§chste Exemplar gefunden wurde (Bild). Der Fund bef√∂rderte auch die Entwicklung der Ichthyologie in S√ľdafrika - immerhin sind es mehr als 3 000 km K√ľstenl√§nge. Zwischenzeitlich sind weitere Exemplare an den K√ľsten Kenyas, der Komoren und Madagascars gefunden worden, so Ende 2000 wiederum an SA¬īs K√ľste in der Sondwana-Bay n√∂rdlich von St. Lucia. Dort wurden in der Zwischenzeit 120 km unter Schutz gestellt. Speziell ausgebildete Biologen-Taucher haben die Existenz auch bildlich dort nachgewiesen, nachdem Prof. Hans Fricke vom Max-Planck-Institut Berlin und seine Mitarbeiter mit Hilfe der Tauchboote ¬ďGeo¬Ē und ¬ďJago¬Ē u.a. im Januar 1987 in 200 m Tiefe erstmals Beobachtungen an lebenden Tieren machen konnten. Auch in Mozambique gelangen Nachweise, 1989 gab es dann sogar eine neue UA auf Nordcelebes/Indonesien. An der Erstfundstelle , in der sogenannten Algoa-Bay, ist bisher kein weiterer Nachweis erfolgt.
Aufgrund unterschiedlicher Sprenkelung der Schuppen gibt es mittlerweile ein Erfassungsbuch, allzu viele Quastenflosser gibt es nicht. Fricke meinte noch vor ca 15 Jahren bei einem Vortrag im Naturkunde Museum Berlin, dass es vielleicht nur um 500 seien.
Unter absolutem Schutz stehen sie, was aber nicht verhindert, dass immer wieder einige bei der Langleinenfischerei gefangen werden. Insofern erregte es √∂ffentliches √Ąrgernis, als Japaner Tiere f√ľr Aquarien fangen wollten. Bisher sind die Tiere mit einer Ausnahme tot an die Oberfl√§che gekommen. Es handelte sich um einen Fisch, der an der K√ľste Nordmadagascars bei Nosy Bay gefangen wurde, aber nur kurzfristig √ľberlebte. Forschungen √ľber den Q-Flosser werden durch die Gruppe von Fricke sowie durch s√ľdafrikanische und franz√∂sische Forscher betrieben - die Komoreninsel Mayotte geh√∂rt zu Frankreich.
Es geh√∂rt nat√ľrlich zu den Seltsamkeiten der ¬ďEntdeckungen¬Ē durch die westliche Welt, dass beide Arten den √∂rtlichen Fischern bekannt waren (wenn auch √§u√üerst selten gefangen) - besonders beliebt waren sie wegen ihres Fettgehaltes nicht.

(20.01.2014, 16:21)
WolfDrei :   Danke f√ľr die Korrektur - und wieder etwas gelernt. Dann h√§tte ich wohl auch eher eine Vergr√∂√üerung nehmen sollen (anbei)
(21.10.2013, 10:38)
Gudrun Bardowicks :   Bei den abgebildeten Reihern handelt es sich um Silberreiher, nicht um die kleineren Seidenreiher, die fast ausschlie√ülich in S√ľdeuropa vorkommen und um diese Jahreszeit nicht in Deutschland zu beobachten sind.
(20.10.2013, 22:40)
WolfDrei :   Anbei die Reiher
(20.10.2013, 22:08)
WolfDrei :   In der N√§he von Berlin, in Linum am Rhinluch , befindet sich das gr√∂√üte Sammelgebiet der Kraniche in Europa. Und heute auch der Beobachter! Gestern wurden ca 90 000 Kraniche von den Beobachtern der NABU gez√§hlt (nochmals 90 000!)Ein ganz kleiner Ausschnitt davon um 18 Uhr. Dazu dann an einem Teichgebiet ca 15 Seidenreiher und f√ľr den Laien unz√§hlbare Wildg√§nse.
(20.10.2013, 22:02)
WolfDrei :   und am 10.1.012 konnte dann "Fauna and Flora International" dann ein erstes Lebendbild ver√∂ffentlichen. Nur noch gesch√§tzte 200 Tiere existieren im Norden Myanmars im Staate Kachin und in einem kleinen anliegenden Bereich Yunans (China).
(10.10.2013, 23:02)
WolfDrei :   und im selben Jahr dann ein Foto eines geschossenen m√§nnlichen Tieres
(10.10.2013, 22:58)
WolfDrei :   Habe etwas "gegoogelt", wollte schauen, was es Neues √ľber die 5. Stumpfnase aus Myanmar gibt (Rhinopithecus strykeri). Von Geissmann u.a. zun√§chst aus Erz√§hlungen von J√§gern als neue Art erkannt, wurde 2010 zun√§chst ein Computerbild generiert.
(10.10.2013, 22:57)
Sch√ľling Buchkurier :   YAQU PACHA Benefizveranstaltung

Liebe Freunde von YAQU PACHA,

am Wochenende 14. und 15. September 2013 (von 10:00 - 16:00 Uhr) feiern wir im Tiergarten N√ľrnberg unsere mittlerweile 15. gro√üe Benefizveranstaltung.
Unter dem Motto "Gesund und Meer" gibt es nicht nur Infost√§nde zu den Themen Unterwasserwelt, √Ėkosystem und Gesundheit, sondern auch viele interessante Aktionen f√ľr gro√üe und kleine Besucher.
Neben der schon legendären Tombola mit hochwertigen Preisen unserer Partner und Sponsoren, gibt es viele Aktionen rund um das Thema "Gesund und Meer".
Dabei werden die Besucher √ľber die Gefahren f√ľr das Meer informiert. M√ľll, L√§rm, √úberfischung und Beifang bedrohen unsere Ozeane und ihre Bewohner.
Mittels eines Wasserbeckens, ausgestattet mit Hydrophon, k√∂nnen Kinder selbst testen, wie schnell sich Schall im Wasser √ľbertr√§gt und was f√ľr verheerende Folgen dieser L√§rm auf die Kommunikation der Meeresbewohner hat.
Am MSC Infostand des Marine Stewardship Council erfährt man, wie sich der Schutz der Meere auch täglich umsetzen lässt. Achten Sie zum Beispiel beim Fischkauf auf das MSC Siegel.
Bei der Zoo-Rallye gilt es f√ľr Kinder an f√ľnf Stationen viel √ľber Tiere und Umweltgefahren herauszufinden. So k√∂nnen schon die Kleinen lernen, wie wichtig es ist, das Meer und seine Bewohner zu sch√ľtzen.
Alle Einnahmen der Benfizveranstaltung fließen zu 100% in die Artenschutzprojekte von YAQU PACHA.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
(09.09.2013, 09:42)
Mark Meier :   28.05.2013
Tierpark Berlin unterst√ľtzt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay

Tierpark Berlin gelingt die europäische Erstzucht.
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Tierpark Berlin gelingt die europ√§ische Erstzucht des bedrohten Chaco-Nabelschweines, unterst√ľtzt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay und begr√ľ√üt den Botschafter von Paraguay S.E. Ra√ļl Florent√≠n-Antola zur Namensvergabe.

L√∂wen, Elefanten und Giraffen ¬Ė neben diesen bei Tierparkbesuchern bekannten und beliebten Tierarten pflegen Zoologische G√§rten viele, f√ľr Besucher eher unscheinbare, zumeist aber hochbedrohte Tierarten und bem√ľhen sich diese als Reservepopulationen √ľber Generationen hinweg zu erhalten. Das Chaco-Nabelschwein, auch Chaco-Pekari oder Tagu√° genannt, z√§hlt eben zu diesen Tierarten. Die Art wurde √ľberhaupt erst zweimal nach Europa eingef√ľhrt: 1977 drei Exemplare in den Zoo Berlin, welche nicht eingew√∂hnt werden konnten und starben, sowie 2012 sieben Tiere in den Tierpark Berlin. Die sieben Tiere des Tierparks Berlin stammen aus verschiedenen Zoologischen G√§rten der USA, u. a. San Diego, Los Angeles und Phoenix. In den USA wird die Art innerhalb eines Erhaltungszuchtprogramms koordiniert gez√ľchtet. Der Bestand umfasst dort etwa 80 Exemplare. Die sieben Tiere im Tierpark Berlin leben derzeit in zwei Gruppen, von welchen eine f√ľr Besucher zu sehen ist. Am 16. M√§rz 2013 wurden in dieser Gruppe zwei Junge geboren, welche leider nicht aufgezogen wurden.
In der zweiten Gruppe, welche f√ľr Besucher nicht zu sehen ist, wurden am 23. April 2013 Drillinge geboren, von denen nun zwei Jungtiere gesund aufwachsen. Es handelt sich bei diesen beiden W√ľrfen um die europ√§ische Erstzucht. Die beiden aufwachsenden Jungtiere und auch alle folgenden werden einmal den Grundstock f√ľr eine europ√§ische Erhaltungszucht legen. Das ist umso wichtiger, als dass die Best√§nde des Chaco-Pekaris in ihrer Heimat, dem Chaco in Paraguay, Bolivien und Argentinien abnehmen. Anfang der 1990er Jahre lebten in Paraguay sch√§tzungsweise noch 5000 Exemplare, heute gehen ans√§ssige Biologen von nur noch 2000 - 3000 Tieren aus. Der Bestand in den beiden anderen L√§ndern ist unbekannt, aber wesentlich kleiner. Der Lebensraum des Chaco-Pekaris ist der Trockenchaco - ein trockener Dornbuschwald, der sehr artenreich ist, aber durch immer st√§rker werdende Rinderzucht in Paraguay in Weideland umgewandelt wird und somit f√ľr die Chaco-Pekaris und andere Tierarten verschwindet.
Die Zoological Society San Diego gr√ľndete daher 1985 eine Zuchtstation f√ľr das Chaco-Pekari in Paraguay. Bis heute wird diese Forschungs- und Zuchtstation namens Proyecto Tagu√°, in welcher derzeit 100 Tiere leben, von US-Zoos finanziell getragen. Es ist die einzige ihrer Art in ganz S√ľdamerika. Seit 2013 beteiligt sich nun auch als erster europ√§ischer Zoo der Tierpark Berlin an der finanziellen Unterst√ľtzung des Proyecto Tagu√°, zun√§chst f√ľr die n√§chsten drei Jahre. Das Geld wird f√ľr den Bau bzw. Ausbau von Gehegen und den Kauf von Medikamenten eingesetzt.
Aus diesem freudigen Anlass kommt der Botschafter der Republik Paraguay, S.E. Herr Ra√ļl Florent√≠n-Antola in den Berliner Tierpark und wird die zuk√ľnftigen Namen der beiden Jungtiere - ein M√§nnchen und ein Weibchen - vergeben und gemeinsam mit Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz die beiden Jungtiere der √Ėffentlichkeit vorstellen.

Dipl.-Biol. Christian Kern
Kurator f√ľr S√§ugetiere

http://www.tierpark-berlin.de/tierpark/tiere-wissenswertes/tier-news/artikel/article/tierpark-berlin-unterstuetzt-das-artenschutzprogramm-proyecto-tagua-in-paraguay.html

Neben einzelnen in-situ Projekten (Waldrapp, Gelbbrustkapuziner, kleiner Panda) sowie der Unterst√ľtzung von Zuchtzentren (Chaco-Pekari und zuletzt auch das zerst√∂rte Okapi-Zuchtzentrum im Kongo) gibt es nat√ľrlich auch Bem√ľhungen bei der eigenen Erhaltungszucht in diversen Zuchtprogrammen und es gelingt mitunter auch tats√§chlich wieder die Auswilderung wie u.a. beim Bartgeier (20 Tiere seit 1988). Hierf√ľr empfehle ich folgenden Artikel:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tiergaerten-berlin-bartgeier-fuer-die-freie-wildbahn,10809148,22815316.html
(29.05.2013, 09:10)
WolfDrei :   Aus WAZA News 1/13: Im Zusammenhang mit einem Bericht des Aquamarin Aquariums Fukushima wurde auch ein Bild des 1997 neu entdeckten Quastenflossers Latimeria menadoensis eingestellt. Bis zum 9.2.11 wurden an der Nordspitze Sulawesis 7 Tiere gefangen. In der Zeitschrift: Foto AMF, Freiwasser bei Buol/Sulawesi.
Japanische Aquarien hatten Tumult erzeugt, als sie ank√ľndigten, einen Komoren-Quasteflosser einzufangen und auszustellen.
(28.05.2013, 20:06)
WolfDrei :   Leadbeaters H√∂rnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. Gr√ľnde sind die Feuerbr√ľnste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch f√ľr 20 Jahre. Man bem√ľht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu k√ľrzen. Au√üerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher z√ľchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
(26.02.2013, 19:02)
WolfDrei :   Leadbeaters H√∂rnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. Gr√ľnde sind die Feuerbr√ľnste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch f√ľr 20 Jahre. Man bem√ľht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu k√ľrzen. Au√üerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher z√ľchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
(26.02.2013, 18:58)
WolfDrei :   Die russische Regierung beabsichtigt bekanntlich, den Leopardenwildbestand im Kaukasus zu st√§rken. Im Internat. Zoo News ((erste Ausgabe 2013) wird mitgeteilt, da√ü aus Lissabon 1,1 Persiche Leoparden im "Sochi Breeding Centre" eingetroffen sind. Dort befinden sich bereits 2.2 Leoparden aus dem Iran und Turkmenistan, die aber bisher nicht gez√ľchtet haben. Portugiesische Fachleute betreuen vor Ort das Projekt mit der beabsichtigten Freisetzung (Winteroympiade?). Die mitgeteilte Anzahl von 870-1290 Leoparden f√ľr den Kaukasus d√ľrfte aber eher die Zahl im gesamten Verbreitungsgebiet der Unterart betreffen.
(26.02.2013, 18:45)
Michael Mettler :   Also, FALLS es Hausyak-Einfluss in diesen Herden geben sollte, dann d√ľrfte der sich wohl kaum auf die Schecken beschr√§nken. Und andersrum k√∂nnten die Schecken auch genausogut farblich abweichende Wildyaks sein...
(01.02.2013, 14:32)
WolfDrei :   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
(01.02.2013, 12:51)
WolfDrei :   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
(01.02.2013, 12:49)
WolfDrei :   Lemur`s Park: eine durch franz√∂sische und japanische Gelder gest√ľtzte Privatanlage 25 km von Antanarivo, 5 ha gro√ü, auch als botanische Einrichtung ausgewiesen. Vorhanden sind 9 Lemurenarten: Mausmakis, Mongoz, Brauner Lemur, Vari, Katta, Grauer Halblemur, Coquerell-Sifaka, Kronensifaka. Bei den Coquerell-Sifakas (in USA-Zoos gut etabliert) gab es zwischen 2007 und 09 4 Geburten
(31.01.2013, 17:43)
WolfDrei :   Als Jean-Jacques Petter 1990 Direktor des Pariser Zoos in Vincennes wurde, konnte er auch Kronensifakas erstmals nach Europa bringen. Aus der kleinen Gruppe gab es befriedigende Nachzuchtergebnisse, doch √ľberwiegen jetzt die ma√§nnlichen Tiere. In der SECAS (Freunde der Pariser Zoos) wird mitgeteilt, da√ü franz√∂sische und madagassische Gruppen im Vorkommensgebiet s√ľdlich der Stadt Majunga im mittleren Westen Madagascars dabei sind, Tiere aus Kleinstgruppen ohne Verbindung zu anderen einzufangen und in geeignetere Habitate wieder auszuwildern (Gegend von Dabolava). Bei einem Weibchen gelang die Wiederauswilderung nicht, es wurde im November in eine neue Zuchtstation (Lemur`s Park) in der N√§he der Hauptstadt Antananarivo gebracht, wo sich schon ein M√§nnchen befindet.
Anbei ein Foto von mir mit der ersten Nachzucht in Paris
(31.01.2013, 16:28)
WolfDrei :   pardon: die genannte Zeitschrift hei√üt ZOOQUARIA, herausgegeben von der WAZA
(30.01.2013, 13:07)
WolfDrei :   Verschiedenes aus Zooaquaria
2012
- Djibouti: Nachdem schon Somaliwildeselhengste ausgewildert wurden (u.a. aus Chemnitz) hat Dvur Kralove Grevys geschickt. Forschung soll betrieben werden bez√ľglich Gerenuks, Beiras, Oryx, Leopard, Geparden, S√∂mmering-und Pelzelngazelle sowie Salt Dik-Diks.
- Sumatranashorn: im Way Kambas-Schutzgebiet werden 25-30 Sumatranashörner angenommen. 2012 soll es 6 Geburten gegeben haben (exklusive der Geburt in der Station)
-Saigas: in Gefangenschaft gegenw√§rtig nur in Askania Nova, Moskau und dem Gansu Breeding Centre (China). 2000 wurde dazu in Kalm√ľckien ein Breeding Center mit bisher guten Erfolgen gegr√ľndet. Im Freiland gibt es 5 "Kolonien" , nachdem von 1990 bis 2000 der Bestand auf 10% zur√ľckging. Best√§nde: Kasachstan Zentrum: gute Entwicklung; Westkasachstan: nach gro√üen Verlusten im Winter 2010 Aufw√§rtstrend; Mongolei auf niedriegem Niveau stabil; in Russland (S√ľden) gro√üe Wildereiverluste; in S√ľdkasachstan - Usbekistan durch Errichtung von Grenzz√§unen in Usbekistan Unterbrechung der Winterz√ľge nach Usbekistan .
(29.01.2013, 18:00)
WolfDrei :   Aus dem Jahresbericht zum Schutz der letzten westafrikanischen Giraffe in Niger von 2011: Giraffa c. peralta hat nur in Niger √ľberlebt. 1996 gab es noch ca 50 Tiere, die in nicht gesch√ľtztem Gel√§nde s√ľd√∂stlich von Niamey in direktem Kontakt mit Bauern leben . Insbesondere franz√∂sische Zoos bem√ľhen sich um den Schutz. 2011 wurden 310 Giraffen angenommen, gegen√ľber 2010 eine Zunahme von 55 Tieren. Einige Tiere , die nach Nigeria "√ľbersiedelten", wurden sofort gewildert.
(05.10.2012, 18:44)
Liz Thieme :   2008 wurde in Indonesien ein Orang-Utan Weibchen gefangen, da sie blind war. Gober, so wurde sie genannt, bekam im Fr√ľhjahr 2011 Zwillinge. Nun wurde sie am Katarakt operiert und kann zum ersten Mal ihre beiden Babys sehen.
Schon 2007 wurde zum ersten Mal diese OP bei einem Orang-Utan durchgef√ľhrt.

(AP Photo/Binsar Bakkara, File)
(02.09.2012, 19:20)
Liz Thieme :   Wozu bis in die USA fahren, wenn man es im Nachbarland haben kann und da ben√∂tigt man keine Nachtgesichtger√§te.
Man sitzt nachts zwischen Leoparden und Hyänen und sieht deren Funkeln im Auge.
(29.08.2012, 21:29)
Jennifer Weilguni :   In der Disneys Animal Kingdom Lodge in Florida k√ɬ∂nnen die Hotelg√ɬ§ste nach Einbruch der D√ɬ§mmerung mit dem Nachtsichtger√ɬ§t die zum Hotel geh√ɬ∂renden Zotiere beobachten. Auch mal was anderes....
(29.08.2012, 20:50)
Ralf Sommerlad :   Als wir "Night Safaris" in der Madras Crocodile Bank einf√ľhrten, die jeden 2.Samstag abend stattfanden, stieg die Zahl der Besucher rapide an - diese wurden mit einer Anzahl Taschenlampen ausgestattet und hatten viel Spa√ü bei einer kommentierten F√ľhrung und beim Anschauen der reflektierenden Augen tausender von Krokodilen. Nebenbei konnte man Baumkr√∂ten und Laubfr√∂sche, auch Schlangen beobachten, die auf dem Gel√§nde lebten und im Dunklen auf die Jagd gingen..auch f√ľr die Mitarbeiter keine Selbstverst√§ndlichkeit.
(29.08.2012, 16:28)
Stefanie Fischer :   In Neuseeland war ich in einem Tierpark, wo das Ticket 24h Stunden galt. man konnte also tags√ľber die tagaktiven Tiere beobachten und abends bis 22:00Uhr wiederkommen um sich z.B. die Kiwis anzusehen. Sehr interessantes Modell kann ich mir in Deutschland aber kaum vorstellen.
(29.08.2012, 16:02)
Jennifer Weilguni :   @Liz Thieme
Die Idee mit den Nachtbesuchen in Zoos finde ich auch gut. Einrichtungen, die solche Zoonächte anbieten haben ja bei den Veranstaltungen regen Andrang.

Ansonsten brauchen wir wohl einfach mehr Nachthäuser in den Zoos... die sind ja nun auch nicht grade unbeliebt.
(29.08.2012, 10:22)
Liz Thieme :   Schade, gerade solche Tiere w√ľrde ich gerne mal sehen, anstatt immer nur Kattas.
Vielleicht sollte man anfangen die Zoos regelmäßig nachts zu öffnen, wenigstens im Sommer. Muss ehrlich sagen. Meine besten Fotos aus dem letzten Jahr, habe ich in einem Zoo nach Anbruch der Dunkelheit von anpirschenden Leoparden gemacht.

Hat denn noch nicht mal Jersey Interesse? Oder sind da wieder die Export/Import-Bestimmungen das Problem? Man suchte doch teils ewig nach Fingertieren in Europa.

Wenn ich mir die Bilder auf der Seite anguck, dann gerat ich ins Schwärmen. Mich faszinieren Lemuren.
Und die Jungtiere des Westlichen Fettschwanzmakis (Einzelnes + Drillinge) ... :)

(28.08.2012, 20:27)
WolfDrei :   @Liz Thieme: Aus "√§lteren Zeiten" - so um das Jahr 2000 - hatte Durham etwa 12 Fingertiere . Die Zucht mu√ü also gut laufen. Ansonsten ist es wie so hoft: Madagascar-Kampagne - man z√ľchtet - doch der Absatz bei den diurnalen Tieren der Gattung Eulemur l√§uft nicht, man nimmt lieber Kattas. Und schon garnicht Tiere der Gattung Cheirogaleus. So laufen dann einige Promotionen, der Kandidat geht nach bestandener Pr√ľfung - das war`s! So wurden dann die Zuchten bei den Gelbbartmakis und den noch seltener ausgestellten Sanfordmakis eingestellt.
(28.08.2012, 19:48)
Liz Thieme :   Zu den Okapis noch mal:
Tier Nr 14 soll wohl, soweit die Meldungen richtig waren, inzwischen auch seinen Verletzungen erlegen sein.


>Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas<

Wurde Ihnen auch zugetragen, wie die Zuchtraten dort sind?
(28.08.2012, 17:54)
WolfDrei :   Korrektur: Przew.-Pferd erste Geburt 1999 - in der Mongolei.
(21.08.2012, 18:50)
WolfDrei :   Aus dem WAZA-Magazin 13: Fighting extinction

√úbersichten einiger √ľber bisher nach Ausrottung erfolgreich wieder eingeb√ľrgerte Tiere:

Przewalski-Wildpferd Mongolei: 1992 1. Import, 1992 1. Fohlen. Insgesamt 88 Tiere wurden eingef√ľhrt. Nach den extremen Verlusten im Winter 09/10 150 Tiere

Schwarzfußiltis: die letzten 24 Tiere wurden zwischen 1985 und 87 eingefangen. Nach Verlusten kamen in Zuchtanlagen 7,11 zur Zucht. Gegenwärtig 700 - 750 im Freiland in 7 US-amerikan. Staaten, dazu je eine Freisetzung in Mexiko und Kanada

Kaliforn. Kondor: 1987 befanden sich alle 27 Vögel in den Zuchtstationen von San Diego und LA. 1992 erste Freisetzung. Nach Verlusten an Stromleitungen wurden alle wieder eingefangen, die Masten verändert. Gegenwärtig ca 400 Tiere: 200 frei in 5 US-Staaten mit ca 10 Jungvögeln pro Jahr, in Zuchtstationen weitere 200 mit 40 Jungtieren pro Jahr

Arab. Oryx: aus der ¬ďWeltherde¬Ē jetzt 1100 Tiere (Europa ca 100, Israel 100. USA 94 in Zoos. Dazu ca 4800 Tiere, darunter Saudi-Arabien 1166, Oman 644, Katar 1150, Barrain 146, Jordanien 71, Syrien 153

Wisent: aus 54 Tieren 1924 und den Verlusten durch den 2. Weltkrieg 2011 1497
Tiere in zoologischen Anlagen (Deutschland 83 Haltungen/ ca 500 Tiere), darunter 440 Flachlandwisente und 1057 Hybride Flachland/Kaukasuswisent. Letztlich 12 Foundertiere

S√§belantilope: gegen 1984 ausgerottet. Jetzt 1745 in Zoos, 14 800 !!!! privat, besonders s√ľdliche US-Staaten

Milu: 18 Tiere um 1900 an den Herzog von Bedford (7,9 + 2 juv.; davon 7,7 zur Zucht (aber ob , wie oft behauptet, nur Berliner Tiere in die Zucht gingen, wird nicht erwähnt), nach dem 2. Weltkrieg 250 Tiere in Woburn. 1985 und 1986 Export aus GB nach China; im Nan Haizi-Schutzgebiet im Jangtsebereich jetzt ca 1000 Tiere. Weiterhin ist das exakte letzte Vorkommensgebiet und das Jahr der Ausrottung (außer jenen des kaiserlichen Parkes) unbekannt. Zu der Behauptung weniger Autoren, dass die letzten Tiere in den zwanziger Jahren im Jangtsedeltabereich lebten, fand ich keine Primärliteratur.

Woyoming- Kröte: 2004 ausgerottet. Jetzt 2 Aussatzorte

Acanthobrama telavivensis: ein Fisch aus Israel aus kleinen Fl√ľssen zum Mittelmeer. 2006 alle ausgetrocknet, aus 120 eingesammelten Tieren Zucht und Aussatz

Socorroassel: aus der pazifischen Westk√ľsten-Insel Vorkommen in einer Quelle. Ausgetrocknet 1996, Nachzucht erfolgreich

(21.08.2012, 18:48)
WolfDrei :  
Weiter aus den IZN 59/4

Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas


Aus der Zeitschrift f√ľr S√§ugetierkunde Bd 86: Abstracts von Vortr√§gen, Poster etc. f√ľr die im Sept. stattfindende Jahrestagung:

- Anzahl der Korsikarothirsche auf Sardinien: 6000 - 6800

- nach Einf√ľhrung von 80 Rothirschen im Abruzzen NP ist nach Anwachsen der Zahl dieser auf 2000 durch Nahrungskonkurrenz die Anzahl der Abruzzengemsen von
650 auf 450 gefallen.

(21.08.2012, 17:56)
Liz Thieme :   Im Gegenzu noch was Sch√∂nes, das aber eine Begleiterscheinung etwas trauriges ist.
Der Nabu vermeldet: >V√ĄTERLICHER EINSATZ: Ranthambore Nationalpark in Indien ist Schauplatz eines au√üerordentlichen Familiendramas. Ranger waren au√üer sich mit Besorgnis nachdem sie den leblosen K√∂rper einer Tiger Mutter im Dschungel gefunden hatten. Eine verzweifelte Suche nach 2 vier Monate alten Tigerbabys blieb erfolglos. Tiger sind bis zum Alter von etwa 2 Jahren von ihrer Mutter abh√§ngig. Die Kleinen hatten also ohne sie keine √úberlebenschance. Kurz darauf geschah ein kleines Wunder. Das dominante M√§nnchen des Gebietes und der Vater der beiden wurde mit den Tigerchen von Fotofallen abgelichtet. M√§nnliche Tiger k√ľmmern sich normalerweise nicht um ihren Nachwuchs. Dieser alleinerziehende Vater macht also Geschichte!<

In Indien ist die Nähe von Katern zur Familie allerdings bekannt. Gerade aus dem Ranthambhore-Nationalpark ist mir dies bekannt.
(06.08.2012, 21:53)
Liz Thieme :   Das Okapi Conservation Project hat einen Bericht erhalten, dass Morgan und ein Teil seiner Gruppe gefangen genommen wurden. Sie warten auf Best√§tigung von ICCN und wird dann Genaueres berichten.

Die Situation bleibt bisher ruhig in Epulu, da die kongolesische Armee Truppen entlang der Stra√üe stationiert hat. Die Anwesenheit des Milit√§rs und die R√ľckkehr der bewaffneten ICCN-Wachen nach Epulu haben die Sicherheit in der Region verbessert, so dass einige Bewohner in ihre H√§user zur√ľckkehren. OCP-Mitarbeiter r√§umen derzeit das Lager auf und bereiten die Geb√§ude f√ľr Reparaturarbeiten vor.

Der Aufruf weltweit hat eine riesige Resonanz gehabt. Bisher wurde und wird damit finanziert:

- Beschaffung von Lebensmitteln und Dingen f√ľr die Grundbed√ľrfnisse der vielen vertriebenen Familien und medizinischer Unterst√ľtzung
- Ersatz des Grundbedarfs eines Haushalts, dh Matratzen, Kleidung, Lampen, Töpfe und Pfannen.
- Unterst√ľtzung f√ľr die Familien der Ranger, die im Kampf get√∂tet wurden.
- Neue Ausr√ľstung f√ľr die Wachen.

Wie es weitergeht h√§ngt von der zuk√ľnftigen Lage ab, man will aber nicht aufgeben.
(06.08.2012, 21:50)
Bj√∂rnN :   Sorry Liz, hatte keine Zeit, alle Beitr√§ge zu lesen.
(28.06.2012, 20:25)
Oliver Jahn :   Wahnsinn, dass menschliches und tierisches Leben und so viele Jahre m√ľhevoller Arbeit da in Stunden v√∂llig sinnlos zerst√∂rt werden.
(28.06.2012, 20:18)
Liz Thieme :   Das schrieb ich doch direkt im Beitrag darunter...
Es gibt nun nur noch 161 Okapis in einer zoologischen Einrichtung. Die 13 Tiere waren 7,5% der Population.

Die 14 Epulu Tiere - bisher ist öffentlich unbekannt, wer das verletzte Tier ist
Ikenge, M - * 28 August, 1982
Matongo, M - *01 Januar, 1985
Bianje, W - *03 August, 1983
Giluka, M - *20 August, 1992
Kijana, M - *09 Februar, 1992
Isa, M - *08 Dezember, 1992
Faida, W - *01 Januar, 1988
Stevana, W - *15 August, 1993
Tayari, W - *23 Januar, 1995
Maisha, M - *02 März, 1995
Tatu, W - *04 September, 1995
Karu, M - *24 April, 2003
Nlasa, M - *18 November, 2003
Nn, M - *21 Dezember, 2011
(28.06.2012, 19:15)
Bj√∂rnN :   Demnach gibt es nur noch ein (verletztes) Okapi in Epulu, meines Wissens waren es zuletzt 14 Tiere.
(28.06.2012, 18:58)
Liz Thieme :   Update von heute morgen
Die Stra√üe nach Epulu und der Bereich um die Station ist nun gesichter und die Anwohner sind zur√ľckgekehrt.

Die Zerstörung ist allerdings extrem:

- 6 Menschen getötet wurden - 2 ICCN Rangers, die Frau von einem der Ranger, ein Immigrations-Arbeiter und 2 Anwohner von Epulu.
- 13 Okapi wurden getötet und eins verletzt.
- Alle ICCN Gebäude wurden beschädigt oder verbrannt.
- Alle OCP Geb√§uden und B√ľros besch√§digt oder verbrannt.
- Motorisierte Geräte gestohlen, beschädigt.
- Alle Lebensmittelgesch√§fte gepl√ľndert und Lagerbeh√§lter zerst√∂rt.
- Alle Computer und Drucker gestohlen oder verbrannt.
- Satellitentelefone gestohlen.
- Alle medizinischen Versorgung mitgenommen.
- Gesch√§fte und H√§user in der Stadt Epulu wurden gepl√ľndert und besch√§digt.


Die Mai-Mai-Rebellen k√§mpfen nicht f√ľr eine politische Sache. Diese Gruppe setzt sich aus Elefanten-Wilderern und illegalen Bergleuten zusammen. Sie suchten Rache an ICCN f√ľr den Einsatz gegen Wilderei von Elefanten und illegalen Goldminen im Inneren des Okapi Wildlife Reserve. Der Angriff auf die Epulu Station war als Vergeltung f√ľr das letzte Engagements der ICCN Rangers. Die Rebellen wollen die Minen wieder √∂ffnen und wildern ohne St√∂rung.
Seit M√§rz gab es Anzeichen f√ľr entsprechende Aktionen der Rebellen.
(28.06.2012, 18:53)
Liz Thieme :   Habe gerade √ľber die AZA erfahren, dass am Sonntag Simba Rebellen (Mai Mai) das Institute in Congo for the Conservation of Nature (ICCN) und den Hauptst√ľtzpunkt des Okapi Wildlife Reserve in Epulu angegriffen haben. Ein Teil der Mitarbeiter des Okapi Conservation Project konnte in den Wald fliehen, f√ľnf Wachen wurden get√∂tet. Der Stand der Dinge bez√ľglich der 14 Okapis ist noch unbekannt. Die Geb√§ude wurden teils gepl√ľndert und zerst√∂rt.
Bisher war der Kontakt nach Epulu abgebrochen. Die Kongolesische Armee FARDC ist auf den Weg nach Epulu geschickt worden, die nun mit Monusco (UN) Truppen vor Ort sind. Auch vom Virunga NP kommt Hilfe durch Ranger. Die OCP Belegschaft wird erst zur√ľckkeheren, wenn gr√ľnes Licht seitens der FARDC und Monusco kommt.

Es wird um Hilfe zum Wiederaufbau gebeten: http://www.okapiconservation.org.
(26.06.2012, 20:02)
WolfDrei :   In einem Symposium zum Stand des Naturschutzes in der Mongolei in Halle wird auch zum Stand der Auswilderung der Przewalskis berichtet. Zwischen 1993 und 2011 wurden 344 Tiere importiert in die folgenden Schutzgebiete: Hustai-Nationalpark 258; Great Gobi B 54 und in Khomiin Tal 32. Beschrieben wird die Situation im Hustai NP. 2009 vor Beginn des Winters gab es dort 134 Tiere, durch √§u√üerst harte Bedingungen im Winter ging die Zahl auf 48 im Mai 2010 zur√ľck. Die dortigen Haustierhalter hatten Verluste zwischen 50-100%. Zwischen 1993 und 2011 gab es 109 Geburten,die Mortalit√§t berug 40% insbesondere durch W√∂lfe in den ersten beiden Lebensmonaten der Fohlen.
(26.06.2012, 17:12)
Sch√ľling Buchkurier :   Klick in die Vielfalt 2012
Fotowettbewerb zur UN-Dekade Biologische Vielfalt

Begeisterte Naturfotografen sind eingeladen, sich an dem Fotowettbewerb ¬ĄKlick in die Vielfalt 2012¬ď zu beteiligen. Ob alte Buchenw√§lder, bezaubernde Moorlandschaften, schillernde Libellen, klappernde St√∂rche oder unauff√§llige Flechten ¬Ė Deutschlands Natur ist vielf√§ltig und faszinierend. Eingereicht werden k√∂nnen Fotos, die einen attraktiven Blick auf unsere heimische biologische Vielfalt werfen.

Bis zum 31.Oktober 2012 können Fotografen ihr schönstes Naturfoto auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt hochladen. Oft ist es gerade der individuelle Blick durch die Kameralinse, der dem Betrachter ganz neue Perspektiven auf die Schönheit und Einzigartigkeit der biologischen Vielfalt eröffnet. Eine kompetente Fachjury wählt aus allen Einsendungen eine Auswahl von rund 30 Fotos, die ausgezeichnet werden. Zu dieser Jury gehören die UN-Dekade-Botschafter und Profi-Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers. Die ausgezeichneten Fotos werden mit einem Preisgeld von je 100 Euro prämiert und auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt präsentiert. Zudem ist geplant, sie im Rahmen einer bundesweiten Fotoausstellung zu veröffentlichen. Aus diesen Fotos werden zudem zwei Siegerfotos ausgewählt, eines von der Jury und das zweite im Rahmen einer Online-Abstimmung durch die Besucher und Besucherinnen unserer Webseite. Die beiden Sieger erwartet ein besonderes Erlebnis: Sie werden zu einem Fotoausflug mit den Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers eingeladen.

Der Fotowettbewerb findet im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen f√ľr den Zeitraum von 2011 bis 2012 ausgerufen wurde. Der Begriff ¬Ąbiologische Vielfalt¬ď bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Damit ist die Vielzahl aller Tier- und Pflanzenarten, Mikroorganismen und Pilze sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten gemeint. Aber auch die verschiedenen Lebensr√§ume und die komplexen √∂kologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Seit Jahrzehnten ist jedoch ein R√ľckgang dieser Vielfalt zu beobachten. Damit schwindet ein f√ľr uns Menschen wertvolles Naturkapital. Das Anliegen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist es, mehr Menschen f√ľr die Natur zu begeistern und f√ľr den Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren.

Die Fotos zum Wettbewerb können online eingereicht werden, unter:
http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/2036.html
(09.05.2012, 08:46)
Klaus Schueling :   16. Tagung des Fonds f√ľr bedrohte Papageien in Leipzig

Am Samstag, den 29. September 2012, findet im Zoo Leipzig, die 16. Tagung des ¬ĄFonds f√ľr bedrohte Papageien¬ď, eines Arbeitskreises der Zoologischen Gesellschaft f√ľr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), √ľber Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die Tagungsgeb√ľhr betr√§gt pro Person bei Voranmeldung:

30 EUR f√ľr Mitglieder der ZGAP (ohne Sch√ľler- oder Studentenausweis)

20 EUR f√ľr Mitglieder der ZGAP (mit Sch√ľler- oder Studentenausweis)

25 EUR f√ľr Sch√ľler und Studenten (keine Mitglieder der ZGAP)

35 EUR f√ľr Nicht-Mitglieder der ZGAP (ohne Sch√ľler- oder Studentenausweis)

Die Tagungsgeb√ľhr betr√§gt pro Person 45 EUR an der Tageskasse vor Ort, f√ľr Sch√ľler und Studenten bei Vorlage des entsprechenden Nachweises 35 EUR.

In der Tagungsgeb√ľhr enthalten sind der freie Eintritt in den Zoo Leipzig von Freitag bis Sonntag, Kaffee und Kuchen und verschiedene F√ľhrungen. Am Freitagabend (28. September) k√∂nnen sich Interessierte zum gem√ľtlichen Beisammensein direkt im Zoo treffen.

Die Tagung am Samstag findet in den neuen Räumlichkeiten des Zoos in einem Veranstaltungssaal von Gondwanaland statt.

Übernachtungsmöglichkeiten:
Anreise Freitag:
Hotel de Saxe, Gohliser Straße 25, 04155 Leipzig, Tel.: 0341-59380, Fax 0341-5938299, E-Mail: info@hotel-de-saxe.de

Anreise Samstag:
Art`otel Leipzig, Eutritzscher Straße 15, 04105 Leipzig, Tel.: 0341-303840, Fax 0341-30384444, E-Mail: info@artotel-leipzig.com

Atlanta Hotel, S√ľdring 21, 04416 Leipzig ¬Ė Wachau, Tel.: 0341-414600, Fax 0341-41460999, E-Mail: info@atlanta-hotel.de

Stichwort: Papageientagung

F√ľr das kulinarische Wohl wird bestens gesorgt sein. Das Speiseangebot wird auf der Homepage des FbP ver√∂ffentlicht. Das gemeinsame Abendessen findet ebenfalls in Gondwanaland statt.

 
Vorabreservierungen zur Tagung m√ľssen schriftlich erfolgen und k√∂nnen nur unter Vorausleistung der Tagungsgeb√ľhr ber√ľcksichtigt werden. ¬Ė Die Anmeldung zur Tagung ist online m√∂glich. Das Online-Anmeldeformular, ein Anmeldeformular zum Ausdrucken und die Bankverbindung finden Sie auf der Homepage des Fonds f√ľr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de. Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof, Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-4250380, E-Mail: fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 02834-4250420).

Ren√© W√ľst, Sprecher des ¬ĄFonds f√ľr bedrohte Papageien¬ď
(08.05.2012, 16:48)
Sch√ľling Buchkurier :   30 Jahre Zoologische Gesellschaft f√ľr Arten- und Populationsschutz e.V.
- neuer Vorstand will bewährte Artenschutzarbeit fortsetzen

ZGAP - Wer oder was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Abk√ľrzung?! Zebras grasen auf Pr√§rien? Zahmer, grauer, alter Papagei? Weit gefehlt, obwohl ¬Ö Tiere stehen tats√§chlich im Mittelpunkt der Zoologischen Gesellschaft f√ľr Arten- und Populationsschutz e.V., und zwar h√∂chst bedrohte Arten!
Die Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sich verst√§rkt f√ľr den Erhalt von Tierspezies einzusetzen, die von der √Ėffentlichkeit kaum oder gar nicht beachtet werden, feiert in diesem Jahr bereits ihr 30-j√§hriges Bestehen. Im Jahr 1982 gr√ľndete eine kleine Gruppe √§u√üerst engagierter Natur- und Artensch√ľtzer in M√ľnchen die ZGAP mit dem Ziel, den Schutz und langfristigen Erhalt dieser ¬Ąvergessenen¬ď Tiere zu forcieren. Waren es anf√§nglich noch vorwiegend Ma√ünahmen f√ľr Arten auf den Philippinen, wie beispielsweise die Rettung und die gezielte Zucht des damals am Rande der Ausrottung stehenden Prinz-Alfred-Hirsches, so wuchs die Liste der Projekte inzwischen √ľber weite Teile der Welt hinaus. Ob Buschmannhasen im s√ľdlichen Afrika, Amurleoparden in Russland, Nasenfr√∂sche in Chile, Delacour- und Goldkopflanguren in Vietnam oder Krokodilschwanz-H√∂ckerechsen in China: Die Vielfalt der Tierwelt zu erhalten ist das Anliegen der ZGAP, und genau dies spiegelt sich inzwischen in der Vielfalt der Projekte wider. Der zur ZGAP geh√∂rende ¬āFonds f√ľr bedrohte Papageien¬í richtet seinen Fokus zudem auf Arten wie den Orangehaubenkakadu, den Santa-Marta-Sittich oder den Buru-Lori.
Die mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder der Gesellschaft rekrutieren sich aus Biologen, Tiermedizinern, Tierpflegern aber auch zu einem gro√üen Teil aus fachlich sehr interessierten Autodidakten und Naturliebhabern. Zu den feste Grundprinzipien, die ihre effektive Arbeit an vielen Stellen der Welt erm√∂glicht, geh√∂rt zum einen die Kooperation mit motivierten, oft jungen Menschen vor Ort. Zum anderen werden Betreuung und Kontrolle der ZGAP-Projekte fast ausschlie√ülich ehrenamtlich durchgef√ľhrt. Auf diese Weise gelingt u.a. der enge Kontakt zur einheimischen Bev√∂lkerung, die man dringend f√ľr nachhaltige Artenschutzarbeit einbeziehen muss.
Am vergangen Wochenende (21./22.04.2012) wurde die Jahreshauptversammlung der ZGAP genutzt, um im Zoo Leipzig zahlreiche der laufenden Projekte vorzustellen und sich √ľber aktuelle Entwicklungen im Artenschutz auszutauschen. So wurde √ľber Papageien auf der indonesischen Insel Halmahera oder Siam-Krokodile auf Borneo berichtet - und auch √ľber manche Entbehrungen, die Natursch√ľtzer im Auftrag der Arterhaltung und der Wissenschaft bereit sind, hinzunehmen.
Einen bedeutenden Punkt des diesj√§hrigen Treffens stellte der planm√§√üige Umbruch in der Zusammensetzung des Vorstandes der ZGAP dar. Es sind gro√üe Fu√üstapfen, die nicht nur der langj√§hrige Vorsitzende und Gr√ľndungsmitglied Roland Wirth, sondern auch Theo Pagel (Direktor des K√∂lner Zoos), Jan-Uwe Heckel und Walter Schulz hinterlassen. Die neugew√§hlten Vorstandsmitglieder sind sich darin einig, dass es eine gro√üe Verantwortung ist, die sie nun √ľbernehmen, und dass es oberstes Gebot ist, den Grundprinzipien der jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte f√ľr effektiven Artenschutz treu zu bleiben.
Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand nun aus Dr. Jens-Ove Heckel (Vorsitzender, Zoodirektor Zoo Landau), Dr. Sven Hammer (1. Stellvertretender Vorsitzender, Zoodirektor Zoo G√∂rlitz), Anja Limpinsel (2. Stellvertretende Vorsitzende, Zoo Duisburg) sowie Ren√© W√ľst (Schatzmeister, Sprecher des Fonds f√ľr bedrohte Papageien) und Dr. Florian Brandes (Schriftf√ľhrer, Leiter der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen) zusammen.
(02.05.2012, 15:36)
WolfDrei :   Aus SECAS 68(Freunde der Pariser Zoos):
1.
Im Nordwesten Tasmaniens soll eine Beutelteufelpopulation gefunden worden sein, die nicht auf den "Gesichtskrebs" anspricht - √úbertragungsversuche mit Krebszellen verliefen negativ.
2. 2009 wurde ein Gaurbulle aus der Pariser Menagerie in ein Rescue Center in Kanmbodscha √ľberf√ľhrt - theoretisch geht er letzlich auf die Berliner Zoozucht zur√ľck, sollte also Bos g. gaurus sein. Chromosomenuntersuchungen des genannten Bullen zeigten nun eine Differenz: er hatte n=56, "echte" indische sollen aber n=58 haben. Genetische Untersuchungen sollen folgen - aber woher "echtes" indisches Material nehmen? Aus Indien ist selbst die Ausfuhr biologischen Gewebes verboten. Wir hatten ja schon erw√§hnt, da√ü Tiere aus Indien nicht "indische" Tiere sein m√ľssen.
Aus "Mammalien Biology" 77 (2012)
Der Meeresotter Lontra felina ist bekannterma√üen gef√§hrdet. Er lebt an der pazifischen Meeresk√ľste S√ľdamerikas von Peru bis vielleicht nach Feuerland. Er ist an sich rein marin, geht aber manchmal auch in die Fl√ľsse. Eine Einsch√§tzung f√ľr Peru geht von einer Anzahl von ca 790-2100 Tieren √ľber einen bewohnten Abschnitt von ca 800 km aus (Gesamtmeeresk√ľste Peru etwa 1800 km)
(06.03.2012, 19:49)
Ralf Sommerlad :   EAZA-Magazin ZOOaquaria: http://www.eaza.net/News/EAZA_Magazine/Pages/Magazine.aspx
mit einer Beschreibung des WAZA-Schutzprojektes Mesangat
(07.12.2011, 15:20)
Ralf Sommerlad :   So ganz stimmt das nicht mit der Zahl der freilebenden Siamkrokodile. Ganz so schlimm wie geschrieben siehts auch noch nicht aus. Die derzeitigen √úberschwemmungen am Tonle Sap in Kambodscha, in S√ľdlaos und Thailand d√ľrften √ľberdies Tausende von Siamkrokodilen, davon der weitaus √ľberwiegende Teil Hybriden, aus legalen und illegalen Aufzuchtfarmen freigesetzt haben. √úber die m√∂glichen Folgen will ich mir noch garkeine Gedanken machen - lebend gefangen wird llenfalls ein winziger Prozentsatz und der Rest wird abgeschossen, reinerbig oder nicht.
(07.12.2011, 15:11)
WolfDrei :   pardon: die Siamkrokodilnester wurden in S√ľdlaos gefunden
(06.12.2011, 20:48)
Sacha :   @WolfDrei: Die Zahlen zur Nashorn-Wilderei m√ľssen in der Tat zu denken geben. Gerade bei den Spitzm√§ulern. Umso unverst√§ndlicher, dass einige Zoos in den letzten Jahren (z.B. Dortmund) deren Haltung (wieder) zu Gunsten der Breitm√§uler aufgegeben haben oder planen, dies zu tun (z.B. Z√ľrich).
(06.12.2011, 16:06)
WolfDrei :   Hier das Bild des Gepardenjungtieres aus dem Ueno-Zoo/Tokio
(06.12.2011, 15:38)
WolfDrei :   Heute vom Tisch des Direktors umfangreicher Literatureingang. In lockerer Folge:

WAZA News: Stand afrikanische Nashörner:
Breitmaulnashorn : von 2 500 im Jahr 1991 auf heute etwa 20 000; SpitzmaulNH: von 2 5oo auf 4880 (2 200 minor; 1920 bicornis; 740 michaeli)
Aber Poaching: in S√ľdafrika von 333 2010 auf bisher 239 im August - Hochrechnung : etwa 406. Von 2009 zu 2010 2,7 fache Erh√∂hung

Zuchtbuch Cuviergazelle: 280 Tiere in 11 Haltungen, davon Almeria 57,94. 2011 2 x Drillinge: Anteil der Zwillingsgeburten 39%


Im Senegal Aussatz von 23 Dorcasgazellen (UA neglectus)in ein 660 ha großes Schutzgebiet

In Ueno - Tokio in einem Dreierwurf bei den Geparden ein "Königsgepard".

ZGAP-Zeitschrift: Stand Wildwasserb√ľffel: UA fulvus in Assam etwa 3000: UA theerapati etwa 80 in Thailand/Kambodga; UA arnnee in Indien nur in 2-3 Restvorkommen, in Nepal 229 im Schutzgebiet Koshi Tappu; UA migona auf Ceylon?

Im Zoo Paris-Vincennes ab 1.9. erste Abri√üarbeiten (die sollten wohl schon fr√ľher beginnen?)

Siamkrokodile in der Natur etwa 300. Im s√ľdlichen Kambodga wurden zwei Nester mit je 20 Eiern gefunden - ein Gelege wurde in Menschenhand ausgebr√ľtet, das andere vor Ort belassen.

Karibik-Manati-EEP: 33 Tiere in 8 Haltungen in Europa
(06.12.2011, 15:13)
Klaus Sch√ľling :   Liebe Tierparkfreunde,
liebe europäische Zooförderer,

die Tierparkfreunde unterst√ľtzen das vom NABU Deutschland geleitete HAILIFE-B√ľndnis seit seiner Gr√ľndung durch Managementleistungen.

Von den zahlreichen "kleinen"  Alerts Stufe 1 berichten wir nicht jedes Mal, da die Betroffenen meist sehr schnell das Haifleisch auslisten, der letzte "große Fisch" war ja REWE im Herbst 2010.

Der aktuelle Alert gegen MSC hat jedoch sicher ein größeres Ausmaß und evtl. öffentliches Interesse, weshalb wir Sie informieren möchten.

MSC¬†hat in British Columbia (und nicht nur dort!)¬†erstmals die Zertifizierung der Dornhaifischerei durchgef√ľhrt!

Nachdem METRO auf Basis der laufenden Zertifizierung 2010 schon verkauft und das nach Intervention von HAILIFE und MSC Deutschland wieder eingestellt hat, wird es jetzt ernst: Der Final Report des Certifiers vor Ort¬†hat¬†auf Basis¬†einer¬†Risk-Frame-Base-Einsch√§tzung die Fischerei dort zulassen in der Hoffnung, dass der Bestand w√§hrend der Befischung √ľberlebt. Mit Nachhaltigkeit und Vorsorgeprinzip hat das nicht zu tun!¬†

Tats√§chlich entbehrt das Assessment belastbarer wissenschaftlicher Grundlagen. MSC Int. und Deutschland haben sich in Verhandlungen, die wir mit Unterst√ľtzung von Dr. Andreas K√§ppeler, SHARKPROJECT, und dem NABU sowie unter wissenschaftlicher Beratung¬†des¬†Meeresbiologen¬†Dr. Onno Gro√ü, DEEPWAVE, gef√ľhrt haben, resistent gezeigt, so dass wir erst einmal grundlegende juristische Anstrengungen unternommen haben, um ins Verfahren reinzukommen - s. Anlage Brief HAILFE 190811.

Wir haben in den "Argumentations" in der Anlage nicht nur die wissenschaftliche Insuffizienz der MSC-Zertifizierung aufs Korn genommen, sondern nat√ľrlich auch die Kontraproduktivit√§t einer Zertifizierung dieser Tierart in einem lokalen Bestand und die katastrophalen Folgen f√ľr die vielen stark bedrohten Best√§nde weltweit - alles Fakten, die den MSC Fishery Standards interessanterweise widersprechen.

MSC hat unter Verweis auf Formalit√§ten den Einspruch zur√ľckgewiesen, was aber nicht so tragisch ist, da wir bei einer 2. laufenden Zertifizierung im Atlantik formaler Stakeholder sind. Wir werden MSC also zwingen k√∂nnen, sich unseren Argumenten zu stellen. Die erschreckenden Fakten:

- Die Zertifizierung entspricht nicht den Regeln der FAO
- F√ľr bedrohte Knorpelfische m√ľssen vorsichtigere Fangmengen festgelegt werden
- MSC will nach eigenen Angaben zertifizierte Haifischflossen nach Asien liefern.

Es wird h√∂chste Zeit, den teilweise zweifelhaften Praktiken dieses angeblich nachhaltigen G√ľtesiegel ein Ende zu machen!

Herzliche Gr√ľ√üe

Sven Thanheiser
HAILIFE Alliance Manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:

(21.10.2011, 22:58)
WolfDrei :   ps: das Vu-Quang-Rind wurde sogar erst 1992 wissenschaftlich beschrieben.
(10.08.2011, 11:44)
WolfDrei :   Soeben gelesen in der franz√∂sischen Zoofreundezeitschrift SECAS: im August 2010 wurde in einem laotischen Dorf an der Grenze zu Vietnam ein Vu-Quang-Rind "eingeliefert" (dem Bilde nach ein Bulle). Bevor Sachverst√§ndige eintreffen konnten, verstarb das Tier. Frustierenderweise wurde mitgeteilt, da√ü es in den letzten Jahren sehr ruhig um das erst vor ca 25 Jahren entdeckte Tier geworden sei und da√ü dieses Tier vielleicht eines der letzten seiner Art sein k√∂nnte. Nach Entdeckung nahm man einen Gesamtbestand vo ca 300 Tieren an. Die ca 17 Tiere, die nach der Entdeckung gefangen worden waren, hatten nur, wenn √ľberhauopt, wenige Wochen √ľberlebt.
(10.08.2011, 11:31)
WolfDrei :   ps: Ausgangsbestand 2010 300 Tiere
(23.02.2011, 10:18)
WolfDrei :   Aus der letzten "Zooquaria": Durch Schutz der Wurfpl√§tze am Cap Blanc (Mauretaninien) wurden 2010 in dieser weltweit gr√∂√üten Kolonie der M√∂nchsrobben 55 Jungtiere gez√§hlt.
(23.02.2011, 10:16)
Klaus Sch√ľling :   Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:


Sehr geehrte Damen Herren,
liebe Zooförderer,

letztes Mal konnten wir erfreuliche Ergebnisse von unseren Aktivitäten beim Walschutz berichten.

Heute leider eine Katastrophe: Obwohl zur Zeit in Nagoya, Japan, die Int. Biodiversit√§tskonferenz stattfindet, steigen die Japaner aus dem Artenschutz aus: In Taji, einem japanischen K√ľstenort, wurden heute wie jedes Jahr 60 Delphine zusammengetrieben, die sch√∂nsten Tiere f√ľr Delphinarien herausgefangen und der Rest blutig abgeschlachtet.
Scheinheilig verk√ľndeten die Japaner gleichzeitig bei der Konferenz, 1.4 Mrd.¬†Euro f√ľr den Artenschutz an Entwicklungsl√§nder bereitzustellen. Das "Harmonie" genannten Paket darf nicht dar√ľber hinwegt√§uschen, dass diese Bestechung √§rmerer L√§nder allein dazu dient, bei Konferenzen wie z.B. CITES¬†die kontraproduktiven Positionen Japans zu unterst√ľtzen.

Aber auch vor unserer Haust√ľr wird eine Tierart zum Tode verurteilt: Die EU-Fischereiminister des "Club Med", d.h.alle EU-Mittelmeeranrainer, haben eine Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission, zur Rettung des Roten oder Blauflossenthunfischs die Fangquote zu halbieren, organisiert.

Dieser Irrsinn kann nur bei der nächsten EU-Wahl korrigiert werden! Oder es muss doch mal ein saftiger Boykott gegen eines unserer Urlaubsländer organisiert werden.

EARTLIFE wird Anfang 2010 zu einer Strategiekonferenz der Umweltverb√§nde nach M√ľnchen einladen. Dort sollen effektivere Strategien diskutiert werden, Artenschutz international durchzusetzen. Auch der Boykott kommt wieder auf die Tagesordnung...

Wir m√ľssen aber unsere Hausaufgaben in¬†Europa machen, bevor wir international glaubw√ľrdig Druck entfalten k√∂nnen!

Die Themen Thunfisch und Walmassaker vor den Faroer-Inseln könnten die Aufschläge sein, diese Schöpfung vor Gier und Dummheit zu retten.

Betr√ľbte,¬†aber kampfeslustige¬†Gr√ľ√üe

Ihr

Sven Thanheiser
Programmleiter EARTHLIFE
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
(02.11.2010, 10:26)
Liz Thieme :   Laos will die Schutzbem√ľhungen f√ľr die Saola verst√§rken, nach dem nun wieder ein Exemplar gesehen wurde - nach 10 Jahren.

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12283-2010-09-20.html
(20.09.2010, 20:42)
Ralf Sommerlad :   Es ist immer ziemlich einfach, politische und finanzielle Unterst√ľtzung zu finden, wenns um den Schutz besonders charismatischer Tierarten geht - auch wenn die politische Unterst√ľtzung immer eine konsequenzfreie ist. Wale, Tiger, Orang-Utans, Eisb√§ren und vielleicht sogar noch Fr√∂sche -anders siehts aus, wenn man sich f√ľr Segelechsen und Pustelschweine in den Philippinen, Siam-Krokodile in Kambodscha und Indonesien, Indigonattern in den USA und sogar den Kabeljau in europ√§ischen Meeren einsetzt...
(25.06.2010, 15:51)
Klaus Sch√ľling :   Vor kurzem hatten die Tierparkfreunde Hellabrunn um Teilnahme an den Online-Petitionen gegen die Aufweichung des Walfangmoratoriums gebeten. Hier die gute Nachricht aus Agadir:

Walfangmoratorium bleibt erhalten: Erfreuliche Nachrichten von der Sitzung der Int. Walfangkommission aus Agadir: Der Versuch der Aufweichung des Moratoriums ist insbesondere Dank der Einigkeit der EU und der Haltung von Deutschland, Frankreich und England abgewehrt worden. Herzlichen Dank an alle, die vor Ort mitgewirkt haben (Dr. Ralf Sonntag, IFAW (siehe Artikel im letzten "Tierparkfreund", Dr. Sandra Altherr, Pro Wildlife, Thilo Maack, Greenpeace, Niki Entrup, WDCS) und¬†auch an Ministerin Aigner, die sich nach Intervention von Earthlife zuletzt f√ľr die¬†Position der NGOs auch international sehr stark gemacht hat.
(24.06.2010, 09:02)
Liz Thieme :   Delacour-Zwergtaucher f√ľr ausgestorben erkl√§rt
Auch bei einer langen Suche wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Fische und Fangnetze sind mitverantwortlich f√ľr sein Aussterben.
Genf. Die Welt ist wieder um eine Tierart √§rmer: 25 Jahre wurde der Delacour-Zwergtaucher (Tachybaptus rufolavatus) bereits nicht mehr gesichtet, nun hat eine internationale Vogelschutzorganisation den auf Madagaskar heimischen Lappentaucher offiziell f√ľr ausgestorben erkl√§rt. ¬ĄDen Verdacht, dass der Vogel nicht mehr existiert, gab es nat√ľrlich schon l√§nger¬ď, erkl√§rte BirdLife International. Die weltweite Partnerschaft von Naturschutzorganisationen ist zust√§ndig f√ľr die Rote Liste gef√§hrdeter Vogelarten. Wissenschaftler wollten den Vogel, der im entlegenen Osten der afrikanischen Insel beheimatet war, nicht √ľbereilt f√ľr ausgestorben erkl√§ren. Doch auch bei einer ausgedehnten Suche im vergangenen Jahr wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Exotische Fischarten und Fangnetze seien mitverantwortlich f√ľr das Aussterben des Delacour-Zwergtauchers. Ein √§hnliches Schicksal k√∂nnte auch die Kubaralle (Cyanolimnas cerverai) ereilen. Der nur in den westlichen S√ľmpfen Kubas vorkommende Vogel wurde in die Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten aufgenommen. Quelle: HH Abendblatt
(27.05.2010, 09:40)
Klaus Sch√ľling :  


Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn gegen den Walfang

Im Juni will die Internationale Walfangkommission (IWC) das seit 1986 geltende Walfangmoratorium aufheben. Der Beschluss dazu wurde von einer kleinen Arbeitsgruppe vorbereitet, an der f√ľr Deutschland das Bundesministerium f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV, Ministerin Ilse Aigner, CSU) ma√ügeblich beteiligt ist.
Weitere Info auf den Web-Seiten z.B. der NGOs IFAW oder NABU .

Auf dem Photo im Anhang √ľbrigens ein √ľblicher Anblick auf den d√§nischen Faroer-Inseln...

Obwohl Deutschland keinerlei Walfang betreibt, will die Bundesregierung das sinnlose T√∂ten der K√∂nige der Meere wieder erleichtern. Ein unglaublicher Skandal und das krasseste Beispiel f√ľr umweltpolitische Ignoranz:

2010 wurde von der UNO zum Jahr der Biodiversität ausgerufen.

Bislang weigert sich das BMELV die Position der Umweltverb√§nde anzuerkennen. Die Tierparkfreunde sind Teil der gr√∂√üten Verb√§ndekoalition, die es je gab und fordern Bundeskanzlerin Merkel und Ministerin Aigner in einem offen Brief auf, Ihre Pl√§ne zu √ľberdenken.

Es wird Zeit, Frau Ministerin Aigner zur Rettung der Wale zu ermutigen!

Schreiben Sie ihr! Die benötigten Informationen finden Sie auf der Seite des IFAW unter: http://e-activist.com/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=16&ea.campaign.id
=6382&msource=DR100319003&tr=y&auid=6212281

Foto: Ein Bild von den dänischen Faroer-Inseln während der Jagdsaison
(14.05.2010, 13:20)
Jennifer Weilguni :   Gr√ľnes Denken in der Politik wird von den W√§hlern zum Teil immer noch als "√Ėkospinnerei" abgetan. Vieleicht deshalb nicht das beliebteste Parteiziel?

Man wird erst aufhören die Meere leerzufischen und die Wälder abzuholzen, wenn nichts mehr da ist was sich fischen oder abholzen lässt. Und glaubt mir, dann wird es einige reiche Menschen geben, die feststellen, dass sich Geld DOCH essen lässt.
(11.05.2010, 12:41)
Klaus Sch√ľling :   Weltweiter Verlust an Arten und Lebensr√§umen best√§tigt

Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Zoo Frankfurt und weltweit anerkannter Biodiversit√§tsexperte, fordert in Bonn anl√§sslich des dritten Berichts √ľber den Zustand der biologischen Vielfalt ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik.


Heute wurde in Bonn der dritte Global Biodiversity Outlook, ein periodisch erscheinender Bericht √ľber den Zustand der globalen biologischen Vielfalt, vorgestellt. ¬ĄDer Bericht zeigt eindr√ľcklich, dass das Ziel, bis 2010 die Verluste der biologischen Vielfalt entscheidend zu reduzieren, auf globaler Ebene nicht erreicht worden ist.¬ď, sagt Prof. Dr. Manfred Niekisch. Der alle drei bis vier Jahre erscheinende Bericht benennt die wichtigsten Ursachen f√ľr den R√ľckgang der biologischen Vielfalt, zeigt aktuelle Trends auf und widmet sich m√∂glichen Zukunfts-Szenarien.

S√ľ√üwasserlebensr√§ume, Eismeere, Salzwiesen, Korallenriffe, Seegraswiesen und Muschelb√§nke weisen ernsthafte Verschlechterungen ihres Zustands auf. Fast ein Viertel der Pflanzenarten ist Sch√§tzungen zufolge vom Aussterben bedroht. Die Populationsgr√∂√üe von Wirbeltieren hat zwischen 1970 und 2006 durchschnittlich um fast ein Drittel abgenommen.

Die Ausdehnung nat√ľrlicher Lebensr√§ume schwindet in den meisten Teilen der Welt, allerdings konnte der Fl√§chenverlust von Tropenw√§ldern und Mangroven in einigen Regionen verlangsamt werden. ¬ĄDas ist das einzige positive Signal des Berichtes¬ď, erl√§utert Niekisch. ¬ĄEs wurden mehr Schutzgebiete ausgewiesen. Aber diese Gebiete sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand.¬ď

Die Hauptursachen des Verlusts an biologischer Vielfalt sind die Zerst√∂rung und √úbernutzung von Lebensr√§umen und Arten, Umweltverschmutzung und der Klimawandel. ¬ĄFragen der biologischen Vielfalt werden immer noch nicht ausreichend in politische Programme aufgenommen¬ď, f√§hrt Niekisch fort. Mit dem Verlust der biologischen Vielfalt durch verfehlte Agrar- und Fischereipolitik wird die Existenzgrundlage und Nahrungsmittelsicherheit von mehreren Millionen Menschen gef√§hrdet. Sie versch√§rfen die ohnehin schon gro√üen Probleme von Hunger und Armut. Als Beispiele f√ľhrt Niekisch die kommerzielle Fischerei und den Ausbau von Monokulturen an. ¬ĄDie kommerzielle Fischerei nimmt den kleinen K√ľstenfischern ihren Lebensunterhalt. Eindrucksvoll sieht man die Folgen in Somalia, wo die Fischer zur Piraterie greifen.¬ď Monokulturen im Soja-, Mais- und Palm√∂lanbau produzieren f√ľr Leute, die sich solche Produkte kaufen k√∂nnen und gerade nicht f√ľr die Armen.

¬ĄDie Erhaltung der Biodiversit√§t ist kein Luxusproblem¬ď, sagt Niekisch. Letztendlich ist die Erhaltung der genetischen Vielfalt, der Vielfalt der Arten und der Vielfalt der √Ėkosysteme f√ľr die Erhaltung des Lebens auf der Erde essentiell, denn ohne Vielfalt ist keine Evolution m√∂glich. ¬ĄWir brauchen ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik. Die Erhaltung der Biodiversit√§t muss ganz oben auf die politische Agenda.¬ď

(11.05.2010, 08:50)
Klaus Sch√ľling :   14. Tagung des Fonds f√ľr bedrohte Papageien im K√∂lner Zoo

Am Samstag, den 30. Oktober 2010, findet im Kölner Zoo die 14. Tagung
des ¬ĄFonds f√ľr bedrohte Pagageien¬ď, einer Arbeitsgruppe der Zoologischen
Gesellschaft f√ľr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), √ľber
Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die Tagungsgeb√ľhr betr√§gt pro Person 30 EUR bei Vorabreservierung
(ZGAP-Mitgliedern wird ein zusätzlicher Rabatt von 5 EUR eingeräumt)
oder 40 EUR vor Ort, f√ľr Sch√ľler und Studenten entsprechend 20 EUR bei
Vorabreservierung (ZGAP-Mitgliedern wird ein zusätzlicher Rabatt von 5
EUR einger√§umt) oder 30 EUR vor Ort. In der Tagungsgeb√ľhr sind Kaffee-
und
Kuchen sowie der Eintrittspreis (Samstag und Sonntag) f√ľr den Zoo
inklusive
Zoof√ľhrung am Sonntagmorgen enthalten. Die Teilnahme an der Tagung
erm√∂glicht dar√ľber hinaus den Eintritt zur Ornithea zu einem erm√§√üigten
Preis.

F√ľr Teilnehmer, die schon am Freitag anreisen, ist eine
gemeinschaftliche Besichtigung eines Schlafbaums der Halsbandsittiche
(Psittacula krameri) auf dem BASF-Gelände in Leverkusen mit
anschlie√üendem Abendessen im Restaurant ¬ĄKasino¬ď geplant.

Die Tagung am Samstag findet in Räumlichkeiten des Kölner Zoos statt.
Anschrift: Zoo Köln, Riehler Straße 173, 50735 Köln, Internet:
www.koelnerzoo.de.

Übernachtungsmöglichkeiten: Als Großstadt bietet Köln ein reichhaltiges
Hotelangebot in allen Preislagen. Hieraus empfehlen wir drei
verkehrsg√ľnstig gelegene Hotels:

Hotel IBIS Köln Am Dom (im Hauptbahnhof, ca. 10 Minuten per U-Bahn zum
Zoo), Tel.: 0221-9128580, E-Mail: H0739@accor.com, Internet:
www.accorhotels.com/de/hotel-0739-ibis-koeln-am-dom/ index.shtml

Hotel Four Points, Breslauer Platz 2 (Nähe Hauptbahnhof, ca. 10 Min. per
U-Bahn zum Zoo), Tel.: 0221- 1651-333; Internet:
www.fourpointscentralkoeln.com

Hotel Viktoria, Worringer Straße 23 (ca. 10 Minuten Fußweg zum Zoo),
Tel.: 0221- 9731720, E-Mail: hotel@hotelviktoria.com; Internet: www.
hotelviktoria.com

Weitere √úbernachtungsangebote finden Sie im Internet oder erhalten Sie
auf Nachfrage in Ihrem Reiseb√ľro.

Vorabreservierungen zur Tagung m√ľssen schriftlich erfolgen und k√∂nnen
nur unter Vorausleistung der Tagungsgeb√ľhr ber√ľcksichtigt werden. ¬Ė Die
Anmeldung zur Tagung ist erneut online möglich. Das
Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie
auf der Homepage des Fonds f√ľr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof,
Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-425041, E-Mail:
fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
(05.05.2010, 08:30)
Michael Mettler :   Das mit dem Sumpfkrokodil ist nun wirklich spannend. Erinnert mich ein bisschen an die neuere Erkenntnis, dass die Schw√§rzlinge des Timberwolfes auf fr√ľhe Einkreuzung von Haushunden zur√ľckzuf√ľhren sein sollen. Da ein schwarzer Timberwolf im Frankfurter Zoo der Stammvater der heutigen angeblichen Polarw√∂lfe in unseren Zoos war, m√ľssten die also eigentlich als Wolfshunde ausgeschildert werden ;-)

Was evolution√§re Zeitr√§ume betrifft: In den letzten 80 Jahren fand die nat√ľrliche Ausbreitung der T√ľrkentaube aus der T√ľrkei bis nach Skandinavien statt. W√§re diese Kolonisation nach S√ľden statt nach Nordwesten gelaufen, w√§re der Vogel auf seinen n√§chsten Verwandten, die Nordafrikanische Lachtaube gesto√üen. Ob es da wirklich nicht zu (h√∂chstwahrscheinlich fruchtbaren) Kreuzungen gekommen w√§re, deren Produkte nur schwer als solche erkennbar gewesen w√§ren und munter im Fortpflanzungsgeschehen mitgemischt h√§tten?

Ich denke eher: Jede Generation eines Lebewesens ist bereits ein evolutionärer Zeitraum. Wir nehmen das Wachstum eines Baumes ja auch nicht in Echtzeit wahr, sondern bemerken die Unterschiede nur in Episoden - und trotzdem wächst er kontinuierlich...
(16.04.2010, 17:28)
Ralf Sommerlad :   Ja, Sie haben v√∂llig Recht, Herr Mettler. Im vorliegenden Fall aber haben wir es mit einer Entwicklung in einem Zeitraum von roundabout 50 Jahren zu tun, das ist ja kein evolution√§rer Zeitraum. In dieser Zeit wurden die nach √úbergagung kl√§glichen Wildbest√§nde in sehr begrenzte Habitate zusammengedr√§ngt, die schwerer erreichbar waren.Nachdem man bemerkte was man vorher angerichtet hatte, hat man Schutzmassnahmen eingeleitet und die sind eben bei den robusteren und anpassungsf√§higeren Spitzkrokodilen besser angenommen worden, als bei den Kuba-Krokodilen. So hat sich eine Art st√§rker vermehrt und drang in den Lebensraum der anderen, des Nahrungskonkurrenten immer weiter vor, w√§hrend die Kubaner aufgrund ihrer S√ľsswasserbindung auf ihren Bereich beschr√§nkt blieben. Und da beide Arten, wie vermutlich alle Echten Krokodile untereinander das k√∂nnen, logischerweise hybridisierten...Aber es bleibt die spannende Frage des Eingriffs in einen vielleicht evolution√§ren Prozess, Sie haben Recht.
Ex situ haben wir dennoch die M√∂glichkeit der reinerbigen Erhaltung , nat√ľrlich m√ľssen wir diese Chance nutzen. Es ist ja schon jetzt im Vorfeld spannend, was schon festgestellt wurde: So hat ein Zoo, der seine Tiere genetisch untersuchen liess, nicht nur Spitzkrokodil-Gene gefunden, bei einem Tier sogar die des ( indischen ) Sumpfkrokodils..Ich bin sehr gespannt, welche √úberraschungen noch auf uns warten.
(16.04.2010, 15:17)
Michael Mettler :   @Ralf Sommerlad: Auch wenn es nicht gerade der landl√§ufigen Meinung entspricht, finde ich, dass der menschliche Einfluss in gewissem Ma√üe √ľberbewertet wird. Nicht in seinem Ausma√ü der Umweltzerst√∂rung, denn daran habe ich keinerlei Zweifel, sondern dahingehend, dass es auch ohne Einwirken des Menschen Einfl√ľsse gibt und schon immer gab, die zu solchen Hybridisierungen f√ľhren k√∂nnen/konnten. Einzelne Tiere verirrten sich in das Verbreitungsgebiet naheverwandter Arten oder versuchten es gezielt zu kolonisieren (z.B., weil in ihrem Herkunftgebiet alle Reviere besetzt waren), Naturkatastrophen oder schlichte Ver√§nderungen wie der sich ver√§ndernde Lauf eines Flusses f√ľhrten dazu, dass nahe verwandte Tierformen zueinander fanden. Die durch Eiszeiten und Zwischeneiszeiten hervorgerufenen Ausdehnungen und Schrumpfungen der Lebensr√§ume Afrikas z.B. dr√§ngten Tierarten in inselartige Refugien zur√ľck, in denen sie durch die Isolation trennende Eigenschaften entwickeln konnten - als sich durch Klimawechsel diese Refugien wieder ausdehnten und erneut zusammenh√§ngende Fl√§chen bedeckten, waren die Unterschiede aber wahrscheinlich noch nicht so gro√ü, dass sich die Tiere bei der Re-Kolonialisation nicht mehr h√§tten kreuzen k√∂nnen. Und bei dieser Gelegenheit wird vermutlich auch die eine oder andere Ausgangsart/-unterart "auf der Strecke geblieben sein", wenn sich fruchtbare Hybriden als nicht nur vital erwiesen, sondern zuf√§lligerweise auch einen Selektionsvorteil erworben h√§tten.

Ich wei√ü, dass das ein sehr kitzliges Thema ist. Arterhaltung kann nun mal auch gleichzeitig bedeuten, ein eigentliches evolution√§res Zwischenstadium (da die Evolution st√§ndig weiterl√§uft) gewisserma√üen zum Standard f√ľr alle Zeiten zu erkl√§ren und uns damit die Willk√ľr des Menschen zu erlauben, die sagt: WIR legen fest, was eine Art ist und ob sie im status quo weiterleben soll oder nicht. Conservation - konservativ - in Konserve...

Das Beispiel mag verr√ľckt klingen, aber ich habe mich schon oft gefragt, was passiert w√§re, wenn es unsere heutige menschliche Kultur schon zu der Zeit gegeben h√§tte, als sich die Landbr√ľcke zwischen Nord- und S√ľdamerika bildete. H√§tten wir aus gut gemeintem Naturschutzgedanken heraus versucht, den Faunenaustausch zwischen den beiden Kontinenten zu unterbinden...? Ich f√ľrchte, ja.
(16.04.2010, 13:50)
Ralf Sommerlad :   @Michael Mettler: Sie sprechen da ein Thema an, da√ü durchaus diskutiert werden muss: St√∂ren wir einen evolution√§ren Prozess? M√∂glicherweise ist das ja auch ein solcher, allerdings verursacht durch nachhaltigen menschlichen Einfluss, die Zerst√∂rung von Lebensr√§umen einer Art, die wiederum eine andere Art - hybridisierend- dennoch besiedeln kann.
Die hier √ľberschwappende Hybridisierung ist alleine menschlichem Einfluss ( in einem erdgeschichtlich bedeutungslos geringen Zeitraum) zuzuf√ľhren. Es ist ja nicht auszuschliessen, dass schon in der Vergangenheit dort, wo sich die lebensr√§ume beider Arten √ľberschnitten haben, also etwa in k√ľstennahen Sumpfgebieten, es zu Hybridisierungen kam, aber diese wegen der ausreichenden Auswahl nat√ľrlicher reinerbiger Geschlechtspartner relativ folgenlos blieb. Wenn, h√§tten wir also so oder so einen evolution√§r vielleicht nat√ľrlichen und vielleicht sogar unausweichlichen Prozess wahnsinnig beschleunigt. An der Notwendigkeit, sich um die Erhaltung der reinerbigen Kuba-Krokodile zu k√ľmmern, √§ndert das nichts.
(16.04.2010, 13:11)
Michael Mettler :   @Ralf Sommerlad: Falls die Spitzkrokodilpopulation auf Kuba nat√ľrlichen Ursprungs ist, entspr√§che die Hybridisation im Freiland doch aber einem normalen evolution√§ren Vorgang, der beiden Arten "frische Gene" bringen und die Grundlage zur allm√§hlichen Entwicklung einer neuen, bestens an den vorhandenen Lebensraum angepassten oder aber flexibleren Art geben k√∂nnte...? Wenn sich schon die heutigen Arten fruchtbar kreuzen, k√∂nnten sie genausogut auch selbst irgendwann aus Vorfahren verschiedener Elternarten entstanden sein.
(15.04.2010, 16:19)
Ralf Seidel :   @Ralf Sommerlad, vielen Dank f√ľr die Antwort, h√∂rt sich in der Tat nicht gerade rosig an...
(15.04.2010, 13:02)
Ralf Sommerlad :   Sch√∂n, dass nun auch das Siam-Krokodil in den Fokus der Zoo-Artensch√ľtzer ger√§t, es ist auch n√∂tig: http://www.waza.org/en/site/conservation/waza-conservation-projects/overview/natural-history-of-a-siamese-crocodile-population-on-borneo
Danke an die Zoos in Dortmund, K√∂ln und Protivin, die sich sehr eingesetzt haben und noch einsetzen, obwohl 2 von ihnen die Art garnicht pflegen. Aber man ist sich seiner Mitverantwortung f√ľr den Erhalt eines wichtigen Habitates und seiner Biodiversit√§t bewusst.
(15.04.2010, 09:51)
Ralf Sommerlad :   Es sieht schlimm aus! Die wirklich getesteten reinerbigen Farmbest√§nde sind nicht wirklich gross.Es ist davon auszugehen, dass ein Grossteil hybridisiert sind.Die CSG schreibt im neu aufgelegten und noch unver√∂ffentlichten Conservation Action Plan: "The degree of genetic introgression remaining in the captive Cuban stock remains unknown. "
Was freilebende Kuba-Krokodile angeht, so hat man bei den letzten surveys in 2000 noch zwischen 4.000 und 6.000 Krokodile angenommen. Niemand weiss, ob die Zahlen noch stimmen. Und da die Hybridisierung der Wildbest√§nde durch die Zunahme der Spitzkrokodilbest√§nde auf Kuba ebenso zunimmt, wird man verstehen, wie wichtig die Erhaltung genetisch reiner Best√§nde in Zoos ist.Einige europ√§ische Zoos haben bereits ihre Tiere genetisch untersuchen lassen mit dem zu erwartenden Ergebnis, dass auch hier Hybriden vorhanden sind, wo man nicht damit gerechnet hatte. Es ist also beim Kuba-Krokodil, ebenso √ľbrigens wie beim Siam-Krokodil, ein sehr sorgf√§ltiges captive management von N√∂ten
(15.04.2010, 09:45)
Ralf Seidel :   @Ralf Sommerlad, noch vor Jahren hie√ü es, dass zwar die Freilandpopulationen bedroht sind, der Artbestand aber insgesamt durch die Zucht in Farmen auf Kuba gesichert ist. Wie ist denn da die aktuelle Entwicklung?
(13.04.2010, 12:28)
Ronald Masell :   @ralf, wie gross sind denn im moment die Best√§nde inSitu bzw.exSitu?
(13.04.2010, 11:17)
Ralf Sommerlad :   Angesichts der katastrophalen Situation f√ľr das Kuba-Krokodil, welches heute die vielleicht mit meisten vom Aussterben bedrohte Krokodilart der Welt darstellt, hat sich auf Intiative der IUCN Crocodile Specialist Group die Reptile TAG der EAZA entschlossen, anl√§sslich deren Fr√ľhjahrstagung in Barcelona abschliessend die Gr√ľndung eines ESB zu beschliessen, um das notwendige sorgf√§ltige Management der Zoopopulationen zu gew√§hrleisten. Sofern so beschlossen wird, soll als ESB-Koordinator der Paington Zoo, UK, fungieren.
(13.04.2010, 09:54)
Klaus Sch√ľling :   Und nun tats√§chlich die letzte Mail zum Thema "REWE action alert":

Liebe Tierparkfreunde,
liebe Europäische Zooförderer,

wie vor Ostern versprochen, hier die letzte Mail zum Thema Haifleisch und "REWE action alert":
 
Nachdem der Vorstandsvorsitzende von REWE schriftlich mitgeteilt hat, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird, haben wir zahlreiche Mails erhalten, dass die REWE-Filialen binnen weniger Tagen die Restbestände an eingedosten Schillerlocken aus dem Sortiment genommen haben - und das VOR dem Karfreitags-Fischgeschäft.

Bez√ľglich¬†der noch offenen Frage der Qualit√§tssicherung dieser Konzernstrategie¬†bei den durchaus auch beim Einkauf unabh√§ngig agierenden Filialen hat die Konzernf√ľhrung mitteilen lassen, dass sie nachhaltig auf die Filialisten einwirken wird, die Konzernstrategie zu respektieren. Angesichts des erfolgten "Durchgriffs" halten wir dies f√ľr ausreichend und erkl√§ren den Action alert f√ľr beendet.

Vielleicht behalten Sie dennoch die REWE-Fischregale im Auge...

Wir¬†danken allen, die bundesweit mitgeholfen haben, der REWE auf die Pelle zu r√ľcken, ganz herzlich f√ľr ihren Einsatz!

(13.04.2010, 09:43)
Klaus Sch√ľling :   Dies ist - hoffe ich doch! - die vorletzte Mail zum Thema "REWE action alert". Und das mit einer guten Nachricht:

Offensichtlich hat die Schlagkraft des HAILIFE-B√Į¬Ņ¬Ĺndnisses gerade auch Dank des Einsatzes vieler Zoofreunde einmal mehr funktioniert!

Der Vorstandsvorsitzende von REWE hat nunmehr schriftlich mitgeteilt, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird und dass der Verkauf der R√Į¬Ņ¬Ĺgenfisch Schillerlockendosen beendet wurde.

Nun w√Į¬Ņ¬Ĺre es hilfreich, so weit m√Į¬Ņ¬Ĺglich die Beendigung des Verkaufs der Dosen durch eine Nachschau in den REWE-Filialen zu verifizieren. Vielleicht w√Į¬Ņ¬Ĺre es also den vielen von Ihnen, die den REWE-Filialleitern auf die Pelle ger√Į¬Ņ¬Ĺckt sind, noch einmal m√Į¬Ņ¬Ĺglich zu pr√Į¬Ņ¬Ĺfen, ob die Dosen tats√Į¬Ņ¬Ĺchlich aus den Fischkonservenregalen verschwunden sind, und uns noch mal eine kurze Info zu geben.

Falls die R√Į¬Ņ¬Ĺckmeldungen aus den Filialen positiv sind, werden wir den action alert beenden k√Į¬Ņ¬Ĺnnen - was ich Ihnen dann im Interesse Ihrer Mailboxen in einer abschlie√Į¬Ņ¬Ĺenden Mail mitteilen werde.

Ich danke allen von Ihnen schon jetzt ganz herzlich f√Į¬Ņ¬Ĺr die Unterst√Į¬Ņ¬Ĺtzung! Ein toller Erfolg, der vielleicht ja auch mal als Blaupause f√Į¬Ņ¬Ĺr alerts auf anderen Gebieten als dem Haischutz dienen k√Į¬Ņ¬Ĺnnte...

Sven Thanheiser
Campaign Manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

(25.03.2010, 09:12)
Klaus Schueling :   YAQU PACHA: Neue Website

www.yaqupacha.org


(25.03.2010, 08:20)
Klaus Sch√ľling :   Liebe Europ√§ische Zoof√∂rderer,
liebe Tierparkfreunde,

heute war in der S√ľddeutschen Zeitung¬†und wohl auch bei Spiegel online zu lesen, dass die Haiantr√§ge in Doha bei der CITES-Konferenz¬†gescheitert seien. Dies war im Gegensatz zum Roten Thun und dem Eisb√§r zum Gl√ľck nicht der Fall! Zum Stand der Dinge schreibt Heike Finke, NABU,¬†aus Doha:

Es gibt von der COP 14 Den Haag ein Arbeitspapier √ľber conservation und
management von sharks. Seit Den Haag 2007 ist das fortgeschrieben
worden, da hat eine Arbeitsgruppe dran gearbeitet. Diese
Ergänzungen/Fortschreibungen sind am vergangenen Dienstag in Committee I
vorgestellt worden - und sind abgelehnt worden. D.h. es wurde √ľber
dieses Papier gesprochen und dann auch abgestimmt mit dem Ergebnis, dass
es abgelehnt wurde. Die Diskussion war nicht eben pro Hai und gab
vielleicht einen Vorgeschmack auf die Diskussion, die es zu den
Listungsanträgen geben wird.

Aber mit dem Durchfallen diese Papiers sind wir zum Gl√ľck nur auf dem
Stand Den Haag, diese Resolution 12.6 mit Decisions 14.101 bis 14.117
sind damit weiter Stand der Dinge, die Arbeit der Arbeitsgruppe seitdem,
d.h. seit 3 Jahren, ist damit hinf√§llig und war f√ľr die Katz f√ľrs erste.
Mehr ist aber nicht passiert.

Die Hai-Listungsanträge werden vermutlich am Sonntag diskutiert,
vielleicht auch Montag. dann wird es eine Vorabstimmung geben, die aber
jedenfalls im Plenum an den letzten 2 - 3 Konferenztagen wieder
aufgegriffen werden kann, d.h. in ein sog. Reopening m√ľnden kann.
Gleiches gilt f√ľr das abgelehnte Papier - auch das kann nochmals ins
Plenum kommen, auch mit dann anderem Ergebnis. Es waren ja gar nicht
alle Mitgliedsstaaten im Raum, was allein durch die Arbeitsaufteilung in
2 committees folgt.

Dies zur Klarstellung.

Noch ist Hoffnung f√ľr die Haie!

Viele Gr√ľ√üe aus Doha
Heike

Zwischenstand REWE action alert:

Das Haus REWE will wohl Hai auslisten, hat das aber noch nicht vollzogen. Wir erhalten immer mehr Meldungen, dass die REWE-Märkte die Dosen aus den Regalen nehmen, sobald Tierparkfreunde die Filialleiter zur Rede stellten.

Vielleicht können Sie selbst oder Ihre Mitglieder bundesweit und in den Nachbarländern da noch etwas nachzuhelfen...  ;-)

Noch haben wir die REWE-Zentrale nicht da, wo wir im Interesse der Haie hinwollen: Sofortige nachvollziehbare Auslistung ALLER Haiprodukte und SOFORTIGES Ende des Verkaufs der eingedosten Schillerlocken!

Mit herzlichen Gr√ľ√üen

Sven Thanheiser
Campaign Manager
--
HAILIFE
Postadresse: Postfach 44 04 26
D-80753 M√ľnchen, Germany
Tel.: +49-(0)89-99 88 88 81 Fax: +49-(0)89-99 88 88 84
www.hai-society.org
(19.03.2010, 06:35)
Klaus Schueling :   Artenvielfalt erhalten und Lebensr√§ume sch√ľtzen ¬Ė
Zoos engagieren sich f√ľr den Amphibienschutz
Der Verband Deutscher Zoodirektoren e. V. informiert:
Frosch, Kr√∂te und Salamander sind in Gefahr. Die Best√§nde der Amphibien nehmen weltweit ab. Ein Drittel aller Arten ist gef√§hrdet. √úber 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgestorben. Mit einem langfristigen Programm will der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) in Zusammenarbeit mit anderen Zooverb√§nden und der Deutschen Gesellschaft f√ľr Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) dazu beitragen, die Biodiversit√§t im Bereich der Amphibien zu erhalten.
Der Weltzoo-Verband (WAZA) hatte 2008 zum ¬ĄJahr des Frosches¬ď ausgerufen. Im Rahmen dieses Jahres f√ľhrte der Europ√§ische Zoo- und Aquarien-Verband (EAZA) die Kampagne ¬ĄFrog Alarm!¬ď durch, um auf das Problem aufmerksam zu machen und Gelder f√ľr Schutzprojekte zu sammeln. Die Zoos im deutschsprachigen Raum spendeten damals rund 70'000 ¬Ä f√ľr den Amphibienschutz. Der Zoo DORTMUND hat sich ebenfalls an der Kampagne beteiligt und wurde von der EAZA mit dem ¬ĄGold Award¬ď f√ľr seine erfolgreiche Beteiligung ausgezeichnet.
Die Zoo-Verb√§nde in Deutschland, √Ėsterreich und der Schweiz waren aber der Meinung, dass mit einer zeitlich befristeten Kampagne wenig erreicht werden k√∂nne. Sie hatten sich deshalb bereits 2007 mit der Deutschen Gesellschaft f√ľr Herpetologie und Terrarienkunde zusammen gefunden, um ein langfristiges Amphibienschutzprogramm ins Leben zu rufen, an dem sich sowohl die Zoos, Tier und Wildparks im deutschsprachigen Raum als auch Privathalter beteiligen sollten. Dieses Programm verfolgt unterschiedliche Ziele, wie Information der Zoobesucher und der breiten √Ėffentlichkeit, Thematisieren des Amphibienschutzes im Rahmen des Zoo-Unterrichts, Schaffen der Voraussetzungen f√ľr langfristige Zuchtprogramme, √∂kologische Aufwertung der Zoogel√§nde zur Schaffung von Lebensr√§umen f√ľr heimische Amphibien, Betreuen von Schutzgebieten, Unterst√ľtzen von Zoos und Beh√∂rden in Entwicklungsl√§ndern mit einer hohen Artenvielfalt, und Beteiligung an Forschungs- und Schutzprojekten in Entwicklungsl√§ndern. So beteiligt der Zoo DORTMUND sich am Erhaltungszuchtprogramm f√ľr den Blauen Baumsteiger, eine der bedrohten tropischen Froscharten.
Den Start f√ľr das Programm war ein im Juni 2007 in Chemnitz durchgef√ľhrter Amphibienkurs, an dem Vertreter der Zooverb√§nde, der Zoos und der DGHT teilnahmen. Seit dann bildet der Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) regelm√§√üig Tierpfleger f√ľr die Betreuung von Amphibien aus, es wurden von einem DGHT-Mitglied koordinierte Zuchtprogramme f√ľr etwa ein Dutzend Arten in Angriff genommen, in Zusammenarbeit mit dem Verband deutschsprachiger Zoop√§dagogen und der Stiftung Artenschutz wurden Flugbl√§tter und Lehrmittel herausgegeben, und mehrere Zoos bauten neue Amphibienausstellungen oder gestalteten bestehende um. Im Zoo DORTMUND sind mehrere Arten von Pfeilgiftfr√∂schen und die eher unscheinbaren und daher wenig bekannten Schwimmw√ľhlen zu sehen.
Um einen weiteren Teil der Schutzbestrebungen zu finanzieren, sammelten Zoos und Verb√§nde in den Jahren 2008/2009 rund 41'000 ¬Ä, die von der Stiftung Artenschutz treuh√§nderisch verwaltet wurden. Damit k√∂nnen nun vier Feldprojekte in den Alpen, in Bolivien, Guyana und Vietnam sowie eine Analyse des regionalen Handels mit Krokodilmolchen in S√ľdostasien tatkr√§ftig unterst√ľtzt werden.
Im Rahmen des Jahres der Biodiversität besonders bemerkenswert sind die Anstrengungen von bislang etwa 20 Zoos zu Förderung der lokalen Biodiversität durch Wiederherstellen und Unterhalten von Amphibienlebensräumen und, in besonderen Fällen, die Wiederansiedlung lokal ausgestorbener Arten, wie des Kammmolchs oder des Laubfroschs. Dazu arbeiten die Zoos eng mit lokalen Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen.
Weiterf√ľhrende Informationen:
www.zoodirektoren.de  Amphibienprogramm (Allgemeines, Schutzprojekte, Zuchtprogramme, Lehrmaterialien)
Foto: Blauer Baumsteiger
(15.03.2010, 13:39)
Liz Thieme :   leider lande ich bei dem angegebenen Link auf der Shopseite und nicht bei Hailife selbst. Die HP findet man unter diesem Link: http://www.hai-society.org/

Ich finde gut, dass sich Zoos wie Hellabrunn und Hagenbeck f√ľr solche Zwecke einsetzen. Im derzeitigen TierINTERNATIONAL weist Hagenbeck auf das Problem hin, dass man h√§ufig nicht wei√ü wo Hai drin steckt.
Hier mal eine kleine Liste zusammengestellt auf Grund des Artikels.

Lebersubstanz Squalen & √Ėle: Lippenstift, Pflegecremes und andere Kosmetika
Knorpel - Chondroitin: Hundefutter
Knorpel & Squalen: Medizin, ua. Impfstoff f√ľr Schweinegrippe
Boroso-Leder: Haileder f√ľr Luxusartikel
Kalbfisch: geräucherte Scheibe vom Heringshai
Königsaal: Dornhaifilet
Karbonadenfisch: Haiprodukt
Rocksalmon: Katzenhai aus Irland
Schillerlocke: geräucherter Bauchlappen des Dornhais
Seestör und Steinlachs: kann auch von Haien stammen
Speckfisch: Haiprodukt
Surimi: Krebsfleischimitat, kann auch Hai enthalten
Squalen-Kapseln, auch Squalan: Nahrungserg√§nzungsmittel, Substanz aus Haileber (kann aber auch aus pflanzlichen √Ėlen gewonnen werden) zu finden in Selbstbr√§unern, Haarf√§rbemitteln, Salben und Cremes

zus√§tzliche Nebenwirkung: Menschen gef√§hrden sich selbst. Haifleisch hat eine hohe Menge an Methylquecksilber eingelagert, welches zu Sch√§den im zentralen Nervensystem und Organen f√ľhren kann. Je √§lter das Tier umso gr√∂√üer die Menge.
300g Haifleisch, durchschnittlich 0,23mg Methylquecksilber --> 70kg Mensch = mehr als das Doppelte als die vor√ľbergehend tolerierbare w√∂chentliche Aufnahme von Methylquecksilber
"Schillerlocken --> Killerlocken"

(11.03.2010, 11:30)
Klaus Schueling :   erneuter Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn

Liebe Europäische Zooförderer,

seit einigen Jahren co-koordinieren wir Tierparkfreunde die Aktivitäten
des B√ľndnisses HAILIFE. Mehr √ľber HAILIFE unter www.hai-society.de oder
im aktuellen "Tierparkfreund".

Schon auf der letzten Konferenz der Europäischen Zooförderer in Innsbuck
habe wir die Unterst√ľtzung der HAILIFE-Kampagne beschlossen. Die
gemeinschaft Deutscher Zooförderer ist sogar Partner des
HALIFE-B√ľndnisses.

Dieser erste dauerhafte Zusammenschluss von Umwelt- und Zooorganisationen
in einer Kampagne hat es geschafft, den deutschen Großhandelsmarkt
weitgehend haifischfleischfrei zu bekommen - eine wichtige Voraussetzung,
um die Nachfrage zu senken. Leider werden jedes Jahr Millionen von Haien
vor allem f√ľr den asiatischen Markt get√∂tet; teilweise werden den Tieren
bei lebendigem Leibe die Flossen von den Körpern abgetrennt (sog.
Finning), um Suppe zu kochen.

In der nächsten Woche beginnt die große Artenschutz-Konferenz CITES. Hier
sollte es endlich gelingen, weitere Haiarten unter Schutz zu stellen.
Unser Vorstandsmitglied Claudia Praxmayer ist f√ľr unseren
Kooperationspartner NABU mit der HAILIFE-Koordinatorin Heike Finke in Doha
vor Ort.

Erfreulich ist es, dass fast alle großen Handelskonzerne auf Initiative
von HAILIFE freiwillig - bei einer Kette mussten wir etwas Nachhilfe
leisten.... - auf den Verkauf von Haifleisch verzichtet haben. Umso
ärgerlicher ist es, dass jetzt REWE Schillerlocke (in der Regel
Bauchfleisch des Dornhais) in Dosen der Fa. R√ľgenfisch zum Verkauf
anbietet. Und das, obwohl der Konzern auf seiner Website behauptet, er
f√ľhre nur Produkte, die den Anspr√ľchen des blauen MSC-Siegels gen√ľgen!

MSC-zertifizierten Haifang gibt es auf der ganzen Welt nicht. Und die
bislang gesichteten Filialen f√ľhren viele Fischprodukte, die nicht
MSC-zertifiziert sind. REWE unterst√ľtzt also nicht nur die Vernichtung der
bedrohten Dornhaie, sonder f√ľhrt die Verbraucher irre.

Wir haben - wie bei HAILIFE √ľblich - REWE vorletzte Woche ein Schreiben
geschickt, in dem wir √ľber die Problematik aufgekl√§rt und dem Konzern
Gelegenheit gegeben haben, diese rechts- und naturschutzwidrige
Verkaufspraxis abzustellen.

Leider hat es REWE im Gegensatz zu seinen Konkurrenten bislang nicht f√ľr
nötig gehalten, zu antworten. An anderer Stelle gab REWE die Auskunft,
einzelne Filialen könnten auf eigene Faust Produkte dem REWE-Sortiment
hinzuf√ľgen. Da wir die Schillerlockendosen in mehreren Filialen gefunden
haben, eine reine Schutzbehauptung.

Insofern bitten wir Sie jetzt um Mithilfe bei Stufe 2 des HAILIFE-action
alert REWE. Diese Stufe hatte schon bei einer anderen großen Kette zum
gew√ľnschten Erfolg gef√ľhrt. Wir bitte Sie, Ihre Mitglieder zu motivieren,
REWE-Filialen aufzusuchen und die Gesch√§ftsf√ľhrer zur Rede zu stellen.
Wenn Ihre Mitglieder das wollen, können sie auch vor den Filialen die
Information zum REWE-Umweltfrevel an die Kunden weitergeben, solange Sie
nicht den Verkauf behindern.

Zu diesem Zwecke stellen wir Ihnen auf Nachfrage zur Verf√ľgung:

-Fotoflyer von Haien, deren Flossen gefinnt wurden, zum Ausdrucken und
Verteilen
-Brief, der an REWE ging, mit allen relevanten Informationen, den Sie
gerne nutzen können
-Hintergrundinformation √ľber die Bedrohung der Haie und die
CITES-Konferenz 2010 zum Ausdruck zur Ansicht
-HALIFE-Plakat mit allen Partnern und kooperierenden Handelsketten
-NABU-factsheet f√ľr CITES "Dornhai"

Wir gegen davon aus, dass REWE reagieren wird. Falls nicht, werden wir
√ľbern√§chste Woche erstmals die dritte Stufe ausl√∂sen, d.h. durch breite
Medieninformation zum Boykott der REWE-Filialen aufrufen.

Gerade in der Zeit, in der viele Menschen auf der CITES-Konferenz um den
Schutz der Haie als sehr wichtigem Bewohner des bedrohten √Ėkosystems Ozean
kämpfen, kann es nicht angehen, dass ein deutscher Handelskonzern - der
auch Filialen in √Ėsterreich und der Schweiz hat! - unter Irref√ľhrung der
Verbraucher das Haimorden fördert! Nicht einmal REWE kann sich diesen
Imageverlust erlauben...

Wir zählen auf Sie, dass dieser action alert wieder ein erfolgreicher sein
wird. Gerade die regelm√§√üige R√ľckmeldung der Zoof√∂rderer gib tuns immer
wieder die Chance, einzelne Verst√∂√üe sehr schnell abzustellen. R√ľcken auch
Sie REWE auf den Pelz!

Herzlichen Dank und Gr√ľ√üe

Ihr

Sven Thanheiser
HAILIFE campaign manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

(11.03.2010, 08:32)
Michael Mettler :   Ob sich die Sittiche angesichts vermutlich geringer Gr√ľnderzahl nicht langsam mal Gedanken √ľber Inzuchtdepressionen machen sollten...? (Ironie)
(08.03.2010, 09:06)
Klaus Schueling :   Sittiche auf dem Vormarsch

Seit der ersten Brut 1974 im Schlosspark von Neckarhausen nahm die Anzahl der indischen Halsbandsittiche in der Rhein-Neckar-Region m√§chtig zu. In Worms gab es Anfang der 1970er Jahre ebenfalls eine kleine, aber wachsende Population dieser leuchtend gr√ľnen Papageien mit dem roten Schnabel und dem langen blauen Schwanz. Die ersten Tiere sind aus K√§figen entflogen oder auch ausgesetzt worden. Die M√§nnchen haben ein schwarzes Halsband, das sich vom Kinn bis in den Nacken zieht und dort rosa wird.
Die Sittiche br√ľten eigentlich in Baumh√∂hlen, bevorzugt in Platanen, aber seit der Jahrtausendwende br√ľten sie auch in Fassaden, besonders gerne in von Spechten gezimmerten L√∂chern von W√§rmed√§mmungen. Ob in Heidelberg, Frankenthal oder Weinheim, praktisch √ľberall k√∂nnen die Sittiche an W√§rmed√§mmungen auftauchen. In Heidelberg ist es gelungen, die Fassadensch√§dlinge in Nistk√§sten umzusiedeln, so dass es kaum noch Brutpaare in der Fassade und praktisch keine neuen Sch√§den gibt. Musterbeispiele aus Heidelberg sind die Pflegeheimat St. Hedwig und die Studenten-Wohnheime am Klausenpfad.
Zun√§chst breiteten sich die Sittiche von den ersten Brutpl√§tzen nur sehr langsam aus, mittlerweile sind sie in allen Siedlungen von Wiesloch im S√ľden √ľber Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Frankenthal bis Worms im Norden verbreitet. Die Sittiche versammeln sich abends lautstark an bestimmten Pl√§tzen, um dort zu √ľbernachten. Solche Schlafpl√§tze gibt es in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und m√∂glicherweise in Worms. Der Schlafplatz in Heidelberg liegt aktuell am Hauptbahnhof, von daher d√ľrften die laut kreischenden Halsbandsittiche hier auch vielen Touristen aufgefallen sein. Der Schlafplatz in Worms ist aber seit vielen Jahren unbekannt. M√∂glicherweise fliegen alle Sittiche von Worms nach Ludwigshafen.
Insbesondere seit 2005 haben die Sittiche sich von den st√§dtischen Kerngebieten in die Randgebiete ausgebreitet. Den Domgarten zu Speyer haben sie 2008 erreicht und dort in der N√§he gibt es mittlerweile schon einen eigenen Schlafplatz. Auch bestimmte Randlagen des Odenwaldes sind mittlerweile regelm√§√üig von den kleinen Papageien bewohnt, obwohl gerade die Odenwaldh√§nge 30 Jahre lang von den Sittichen gemieden wurden. Die Gesamtzahl der Sittiche im Rhein-Neckar-Gebiet hat sich in der Ausbreitungsphase aber trotzdem kaum erh√∂ht und liegt seit 3 Jahren zwischen 2000 und 3000 Tieren. In Heidelberg wurden seit 2006 insgesamt √ľber 200 Sittiche gefangen und mit Spezialringen der Vogelwarte Radolfzell versehen. Wenn Sie also einen beringten Sittich auf ihrem Balkon oder im Garten entdecken, ist es sehr wahrscheinlich, dass er aus Heidelberg-Neuenheim stammt. Die Nummer gibt Auskunft √ľber den genauen Schlupfort und das Schlupfjahr.
Es wird h√§ufig von konservativen Natursch√ľtzern behauptet, dass Halsbandsittiche einheimische Arten verdr√§ngen w√ľrden. Eine aktuelle Studie hat aber gezeigt, dass insbesondere in den √§lteren Parkanlagen unserer Region nicht davon ausgegangen werden kann, da es hier gl√ľcklicherweise noch gen√ľgend alte Baumh√∂hlen gibt und die Sittiche auch selbst H√∂hlen anlegen k√∂nnen.

Wenn Sie Hinweise zu den Halsbandsittichen haben, k√∂nnen Sie sich gerne an Michael Braun wenden, der seine Dissertation √ľber die Halsbandsittiche verfasst:

Michael Braun
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Institut f√ľr Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Abt. Biologie (4. OG)
Im Neuenheimer Feld 364
69120 Heidelberg
Tel: 06221/32 62 108
Email: psittaciden@yahoo.de
Foto: Michael Braun
(08.03.2010, 08:31)
Sch√ľling Buchkurier :   Ein Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe europäische Zooförderer,
liebe Tierparkfreunde,

Vor drei Jahren haben die Tierparkfreunde die HAILIFE-Kampagne initiiert und gemeinsam mit dem NABU und den anderen Partnern bislang erreicht, dass in deutschen Theken fast kein Haifischfleisch mehr zu finden ist. 
Nunmehr steigen die Chancen, bei der nächsten CITES-Konferenz weitere Haiarten unter Schutz zu stellen. Auf der europäischen Ebene ist ein Haimanagementplan in Arbeit, der den katastrophalen Raubbau beenden könnten.
Insbesondere das Finning, das Abschneiden der Flossen bei lebendigem Leib, muss dringend konsequenter abgestellt und kontrolliert werden.
Besonders Spanien bleibt stur auf Seiten der r√ľcksichtslosen Haifischerei. Das wollen wir in konzertierter¬†Aktion mit erh√∂htem¬†Druck auf Spanien √§ndern!

Deshalb¬†bitte ich¬†Sie um Unterst√ľtzung der von der Shark Alliance, die auf europ√§ischer Ebene agiert, gestarteten Petition.
Informationen und die Gelegenheit zu Ihrer Mithilfe finden Sie unter folgendem link:   

http://www.europeansharkweek.de/petition09/default.asp?page=sign&lang=3

Bitte verbreiten Sie diese Aktion unter Ihrer Familie, Freunden und
Bekannten.

Vielen Dank!

Sven Thanheiser
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn
HAILIFE campaign

(21.10.2009, 14:22)
Klaus Sch√ľling :   13. Tagung des Fonds f√ľr bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode

Am Samstag, den 26. September 2009, findet im Vogelpark Walsrode die 13.
Tagung des "Fonds f√ľr bedrohte Papageien", einer Arbeitsgruppe der Zoologischen Gesellschaft f√ľr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), √ľber Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die Tagungsgeb√ľhr betr√§gt bei Vorabreservierung pro Person:

30 EUR f√ľr Nicht-ZGAP-Mitglieder,
25 EUR f√ľr ZGAP-Mitglieder,
20 EUR f√ľr Sch√ľler und Studenten (Nicht-ZGAP-Mitglieder),
15 EUR f√ľr Sch√ľler und Studenten (ZGAP-Mitglieder).
Die Tagungsgeb√ľhr vor Ort betr√§gt 40 EUR (f√ľr Sch√ľler und Studenten 30 EUR).

Neben Fondssprecher Ren√© W√ľst, der √ľber die aktuellen Projekte des Fonds f√ľr bedrohte Papageien und das 20-j√§hriges Jubil√§um des Arbeitskreises berichten wird, sind folgende Referenten eingeladen: Morten Johanssen, Sor√ł, D√§nemark (Haltung und Zucht von Langfl√ľgelpapageien), Dr. Ralf Strewe, Santa Marta, Kolumbien (Aktuelles √ľber das Schutzprojekt des Kleinen Soldatenaras in Kolumbien), Detlev Franz, Wackernheim (Auf den Spuren des Karolinasittichs), Nicole Ludwig, K√∂ln (Spix-Aras - Training mit einer der bedrohtesten Papageienarten der Welt), Johann Jan√üen, Leezdorf, und Bernd H. Gerischer, Freiberg/Sachsen (Maidloris in der S√ľdsee), Simon Bruslund Jensen, Vogelpark Walsrode (Handaufzucht von seltenen brasilianischen Papageienarten) und Klaus Sasse, Bochum (Ein Besuch beim Orangehaubenkakadu-Projekt auf Sumba, Indonesien). Karl-Heinz Lambert aus Schafflund wird dar√ľber hinaus in zwei Diavortr√§gen seine letzten Reisen nach S√ľdamerika und in die Karibik pr√§sentieren.

Vorabreservierungen zur Tagung m√ľssen schriftlich erfolgen und k√∂nnen nur unter Vorausleistung der Tagungsgeb√ľhr ber√ľcksichtigt werden. - Die Anmeldung zur Tagung ist erneut online m√∂glich. Das Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie auf der Homepage des Fonds f√ľr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt

Andreas Bigge, Gellenhof
Gellendyck 5
47638 Straelen
Fax 02834-425041
E-Mail: fondstagung@zgap.de

entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
 
Die entsprechende Tagungsgeb√ľhr √ľberweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

Dr. Marcellus B√ľrkle, Fonds f√ľr bedrohte Papageien, Konto 199800 bei der Volksbank Achern (BLZ 662 913 00), Stichwort: "Papageientagung".
IBAN: DE17 6629 1300 0000 1998 00
BIC: GENDODE61ACH

Kontaktadresse Fonds:
Ren√© W√ľst (Sprecher)
Faberstr. 4
70188 Stuttgart
E-Mail: papageienfonds@zgap.de.

Weitere Informationen zur Tagung und zum Tagungsort erhalten Sie auf der
Seite: www.papageienfonds.de

(09.07.2009, 15:14)
Liz Thieme :   Die Folgen der √úberfischung werden gerade in den Gew√§ssern um Japan sichtbar.
Bisher hatten Fische die Quallenanzahl im Griff, sie fraßen junge Quallen und deren Nahrung: Zooplankton.
Inzwischen werden die wenigen Fische ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht, so dass die Quallen sich weiter ausbreiten und auch in ihrem Wachstum nicht eingeschränkt werden.
Auf einem Tauchgang fanden die Taucher nun eine Nomura-Qualle (Nemopilema nomurai (Syn.: Stomolophus nomurai)) mit einem Durchmesser von 1,5m.
Bekannt ist, dass die Tiere einen Durchmesser von 2m erlangen k√∂nnen und ihre Tentakeln bis zu 5m lang werden. In diesem Jahr sind schon zu Hunderten gesichtet worden, wo man fr√ľher nur vereinzelt welche sah.
Biologen sch√§tzen die Zahl auf 20 Milliarden St√ľck, deren Anzahl exponentiell steigt, wenn weiter so verfahren wird wie bisher.
Denn der unbeliebte Beifang wird von den Fischern get√∂tet und ins Meer zur√ľckgeworfen. Da die weiblichen Quallen aber bis zu Millionen Eiern in sich tr√§gt, die sich dann nach der Befruchtung zu Polypen entwickeln, wird die Vermehrung nicht gestoppt.

(11.06.2009, 14:00)
Klaus Sch√ľling :   Ein aktueller Aufruf des NABU:

Liebe Naturfreunde,

am 19. Juni steht im Bundestag die Entscheidung √ľber das
Bundesnaturschutzgesetz an. Durch zahlreiche √Ąnderungsvorschl√§ge soll das
Gesetz stark verwässert werden. Deshalb helfen Sie uns bitte, dass
Bundesnaturschutzgesetz zu erhalten!

Bitte schreiben Sie eine E-Mail an die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, (hier
finden Sie unseren Textentwurf:
http://www.nabu.de/themen/naturschutz/naturschutzrecht/news/11130.html)
und leiten Sie diese E-Mail an möglichst viele Naturfreunde und
Gleichgesinnte weiter, damit wir gemeinsam das Bundesnaturschutzgesetz
retten und dem sich abzeichnenden Wettlauf der Bundesländer um die
niedrigsten Qualitätsstandards im Natur- und Umweltschutz verhindern.

Herzlichen Dank f√ľr die Unterst√ľtzung. Sollten Sie diese E-Mail mehrfach
bekommen, dann sehen Sie es uns bitte nach, aber wir versuchen, den Protest
möglichst vieler Menschen zu mobilisieren.

Viele Gr√ľ√üe aus Berlin

Ralf Schulte
NABU-Bundesgeschäftsstelle
Leiter Pr√§sidentenb√ľro
Hausanschrift: Charitéstr. 3, Berlin-Mitte
Postanschrift: 10108 Berlin
Tel. ++ 49 (0) 30 284 984 1131
Fax. ++ 49 (0) 30 284 984 3131
eMail: Ralf.Schulte@NABU.de
www.NABU.de
(10.06.2009, 08:04)
Liz Thieme :   hier ist ein wundersch√∂ner aber auch mahnender Film √ľber die Sch√∂nheit der Erde und wie er von den Menschen zerst√∂rt wird

http://www.youtube.com/homeprojectde

Ein Film vom bekannten Naturfilmer Yann Arthus-Bertrand.
ebenfalls läuft er in den Kinos (scheinbar kostenlos), denn die Kosten sind vin Arthus-Bertrand gedeckt. Er möchte mit diesem Film Aufmerksamkeit wecken.
Es ist ein beeindruckender Film, und im Kino wahrscheinlich noch mehr.
(05.06.2009, 19:37)
Onca :   Eine der sechs Berggorilla-Gruppen (insg 81 Tiere)des Virunga-Nationalparks hat Nachwuchs. F√ľr die Mutter (18) ist es das dritte Jungtier. Diese Gruppe umfasst 34 Tiere.
Also doch noch positive Nachrichten, nach meinem letzten Bericht.
(20.05.2009, 18:45)
Allwetterzoo M√ľnster :   Freude im Allwetterzoo √ľber Nachwuchs bei den bedrohtesten Affen der Welt!

Auch wenn von ihrer Art kein Tier in M√ľnster lebt, ist die Freude √ľber f√ľnffachen Nachwuchs bei den hoch bedrohten Goldkopflanguren im Allwetterzoo gro√ü! Immerhin ging die Initiative zur Rettung dieser seltenen Affen vor neun Jahren von M√ľnster aus. Seitdem setzt sich der Zoo gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft f√ľr Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und der Stiftung Artenschutz f√ľr den Schutz der Goldkopflanguren ein. Deren begrenzter Lebensraum ist die Insel Cat Ba in Nordvietnam.

Seit Juli vergangenen Jahres kamen f√ľnf Goldkopflanguren auf die Welt. Zwei im August 2008 geborene sind inzwischen zu kr√§ftigen Jungtieren herangewachsen, dazu kommt ein in der Weihnachtszeit geborenes Affenkind. Und beim j√ľngsten ¬ĄFeldtrip¬ď sichtete Projektleiterin Daniela Schrudde zwei weitere orangefarbene Babys dieser seltenen Affen - das macht f√ľnffachen Nachwuchs in einem knappen Jahr!

Die nach Einsch√§tzung der Weltnaturschutzunion IUCN zu den bedrohtesten Primatenarten der Welt z√§hlenden Goldkopf- oder Cat-Ba-Languren sind somit weiterhin auf dem Wege der Bestandserholung. Zurzeit leben maximal 70 Tiere auf der Insel Cat Ba in der Halong Bucht, ihrem einzigen Vorkommensgebiet. In den vergangenen Jahrzehnten war die Population dramatisch zur√ľckgegangen: Vor rund 50 Jahren gab es sch√§tzungsweise noch 2.400 bis 2.700 dieser Languren. Anfang 2000 wurden etwa 80 gesch√§tzt, und zu Beginn des Schutzprojektes lebten nur noch 53 Tiere! Die Ma√ünahmen der vergangenen Jahre zahlen sich nun aus, m√ľssen aber auch weiterhin aufrechterhalten werden, um die Art vor der Ausrottung zu bewahren und ihren Lebensraum zu erhalten.
(19.05.2009, 09:41)
Ralf Sommerlad :   Pressemitteilung der IUCN/SSC Crocodile Specialist Group


Erstmalig: Palmöl-Produzent initiiert Artenschutzprojekt !

Bei Arten- und Natursch√ɬľtzern ist die Palm√ɬ∂l √ʬĬď Industrie nicht gut gelitten.
Das hat gute Gr√ɬľnde, denn besonders in Indonesien und Malaysia sind grosse Fl√ɬ§chen √ɬ∂kologisch wertvoller Regenw√ɬ§lder und torfiger Sekund√ɬ§rw√ɬ§lder dem weltweiten Durst nach √ʬĬěBio-Diesel√ʬĬú und dem hohen Bedarf der Nahrungsmittelindustrie, aber auch anderer Industrien nach Palm√ɬ∂l, zum Opfer gefallen. F√ɬľr Malaysia und Indonesien aber stellt dieser √ɬ∂lproduzierende Industriezweig unverzichtbare Einnahmequellen dar. Die Interessenkollision zwischen √ɬ∂konomischen Zw√ɬ§ngen und √ɬ∂kologischer Bedeutung der nat√ɬľrlichen Waldfl√ɬ§chen
( auch f√ɬľr das Weltklima !) haben die beiden Drittweltl√ɬ§nder bislang nicht l√ɬ∂sen k√ɬ∂nnen. Das sie sich dabei in schlechter Gesellschaft mit den meisten Industrienationen befinden, sei nur beil√ɬ§ufig erw√ɬ§hnt.

Um so Wichtiger, wenn die √ɬĖlpalmproduzenten selbst mithelfen, die Biodiversit√ɬ§t in Indonesien zu erhalten und zu sch√ɬľtzen! Vor einigen Jahren entdeckten Wildbiologen in einem ausgedehnten Feuchtgebiet, dem Lake Mesangat in Ost-Kalimantan, eine bedeutende Population des Siam-Krokodils, einer ansonsten in seinem Verbreitungsgebiet kritisch bedrohten Krokodilart. Das gesamte Habitat hatte die indonesische Regierung bereits einem britischen Palm√ɬ∂lprozenten zur Nutzung f√ɬľr 30 Jahre √ɬľberlassen.Weltweit sind die Wildbest√ɬ§nde der Siam-Krokodile noch bedrohter, als etwa diejenigen der Tiger und der Orang-Utans ! Die Artensch√ɬľtzer der Crocodile Specialist Group, die der Artenschutzkommission der Weltnaturschutzunion IUCN angeh√ɬ∂rt, fanden im gleichen Habitat noch den Sunda-Gavial, eine weitere durch Lebensraumzerst√ɬ∂rung sehr selten gwordene Krokodilart, mehrere bedrohte Schildkr√ɬ∂tenarten, die seltenen Nasenaffen und den Indischen Marabu, einen vom Aussterben bedrohten Storchenvogel und wandten sich deshalb in einem ungew√ɬ∂hnlichen Schritt direkt an den Palm√ɬ∂lproduzenten REA Kaltim.
Wider Erwarten zeigte sich das Unternehmen dem Anliegen der Artensch√ɬľtzer gegen√ɬľber aufgeschlossen, gr√ɬľndete ein eigenes √ʬĬěConservation Department√ʬĬú und stellte Biologen und Artensch√ɬľtzer ein, darunter den renommierten Wissenschaftler und Artenschutzexperten Robert B.Stuebing, der seit mehr als 30 Jahren in Indonesien forscht und arbeitet.
Mehr noch: Im Anschluss an eine Forschungsexpedition durch CSG-Experten erkl√ɬ§rte sich REA Kaltim bereit, das 8.000 Hektar umfassende Gebiet am Lake Mesangat dauerhaft und nachhaltig zu sch√ɬľtzen -und damit auch die traditionelle Lebensweise der ortsans√ɬ§ssigen Dayak-Bev√ɬ∂lkerung .
REA Kaltim ging damit einen mutigen Schritt in die richtige Richtung und es bleibt zu hoffen, dass weitere Unternehmen der Palmölindustrie diesem Weg folgen.


(18.05.2009, 09:53)
Onca :   Bei Anruf Mord - wir t√∂ten Berggorillas

>Wenn man von der grausigen Tatsache erf√§hrt, dass an unseren lieb gewordenen Handys Blut klebt. Jedenfalls wenn sie aus Coltan-Erz aus dem Kongo hergestellt wurden. Erst dieses eigentlich nur in Fachkreisen bekannte Eisenerz erm√∂glicht es, immer kleinere, leistungsf√§higere und zuverl√§ssigere Mobiltelefone, Laptops und Spielekonsolen zu bauen. Es steckt auch in H√∂rger√§ten und Herzschrittmachern, in Airbags, ABS und Navigationsgeraten, chirurgischen Instrumenten und Digitalkameras. √úberall in der Mikroelektronik wird es f√ľr die Produktion von kleinsten Kondensatoren mit hoher elektrischen Kapazit√§t verwendet. [...] Bis zu 80 Preozent der weltweiten Coltan-Vorkommen, so wird gesch√§tzt, liegen in der Demokratischen Republik Kongo, dem fr√ľheren Zaire (nicht zu verwechseln mit der kleineren Republik Kongo, dem ehemaligen Franz√∂sisch-Kongo). Das Land k√∂nnte das reichste Afrikas sein, denn neben Coltan gibt es dort auch bedeutende Vorkommen an Diamanten, Erd√∂l, Uran, Kobalt, Kupfer und Edelh√∂lzern. Doch tats√§chlich ist die DR Kongo eines der √§rmsten und gef√§hrlichsten L√§nder der Welt. Die Bev√∂lkerung wird ausgebeutet, die Profite bleiben einer kleinen Elite vorbehalten. Seit mehr als zehn Jahren herrscht im Kongo B√ľrgerkrieg. Mit vier bis f√ľnf Millionen Toten h√§lt die Region den traurigen Rekord des blutigsten Konfliktes seit dem Zweiten Weltkrieg. [...]
Mitten in den Krieg platzte die immens gesteigerte Nachfrage der Industrienationen nach Coltan, f√ľr das immer neue Einsatzgebiete entdeckt wurden. Seinen H√∂hepunkt erreichte der Boom im Jahr 2000, als Coltan teurer als Silber war. [...] Mangels staatlicher √úberwachung entwickelte sich der Bergbau v√∂llig unkontrolliert. Milizen rissen die Kontrolle an sich, nahmen den Arbeitern das Coltan weit unter Wert ab, stahlen es oder setzten Zwangsarbeiter (etwa Kriegsgefangene) ein - und tun es noch heute. Das bedeutet: Jeder Cent, den die Kriegsparteien durch den Verkauf von Rohstoffen verdienen, flie√üt in Waffenk√§ufe, verl√§ngert und versch√§rft den Krieg. [...]
Vor allem aber beklagt Forestier [französischer Fernsehjournalist Patrick F.], dass sich viele Handy-Produzenten nicht um die Herkunft des Metalls scheren. Gekauft werde von dibiosen Händlern, vor allem in Belgien.
Die Wege des Kongo-Coltans auf die Rohstoffb√∂rsen der Industrienationen f√ľhren √ľber mafia√§hnliche Strukturen und sind so verschlungen, dass auch der gutwilligsten Produzent am Ende die Herkunft des Minerals nicht mehr hundertprozentig nachvollziehen kann. Niemand vermag zu sagen, wie viel Coltan im Kongo tats√§chlich gef√∂rdert wird - offiziell taucht auf dem Weltmarkt so gut wie nichts davon auf. Gleichzeitig hat sich aber die Menge des aus Ruanda exportierten Coltans in den letzten Jahren vervielfacht. Ruanda unterh√§lt so gut wie keine eigene Coltan-Minen, operiert aber seit Jahren milit√§risch im Kongo. [...]
Und dass Dutzende westlicher Firmen von der Pl√ľnderung profitieren - davon 21 Unternehmen aus Belgien, zw√∂lf aus Gro√übritannien, acht aus den USA und f√ľnf aus Deutschland [2001]. Der gegenw√§rtige Stand ist leider nicht erfasst. [...]
Und als seien Krieg und Kinderarbeit nicht schon verheerend genug, schr√§nkt der Coltan-Abbau mit seinem unkontrollierten Fl√§chenfra√ü auch noch den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Berggorillas immer weiter ein. Von den ungef√§hr 700 Exemplaren weltweit leben allein etwa 200 im Virunga-Nationalpark des Kongo - Unesco-Weltkulturerbe seit 20 Jahren. Vor dem Ausbruch des B√ľrgerkrieges waren sie eine Touristenattraktion, seitdem ist es ein Wunder, dass es den Nationalpark √ľberhaupt noch gibt: Von der Regierung wird er finanziell kaum unterst√ľtzt, was ihn zum leichten Opfer f√ľr Korruption und Ausbeutung macht. [...]
Landstriche werden zerstört, um an Gold, Coltan und andere Bodenschätze zu gelangen, Urwald wird gerodet, um Holzkohle zu brennen.<
P.M. Juni 2009

Finde es erschreckend, wenn man sich das mal so direkt vor die Augen h√§lt, dass man mit (fast) jedem Handy oder Digitalkamera etc Kauf die Zerst√∂rung des Kongos und damit B√ľrgerkrieg und (in)direkt auch die Tode der Gorillas unterst√ľtzt.
Mit jedem Foto von einem Gorilla zerstören wir die Lebensgrundlage anderer...
Hoffe die Vereinten Nationen schaffen es, das geplante Zertifizierungsprogramm und Erz-Herkunfts-Analysen-Methoden erfolgreich zu entwickeln und durchzusetzen. Damit keines der Unternehmen seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann, mit der Ausrede von nichts zu wissen.
(16.05.2009, 21:43)
Klaus Sch√ľling :   spiegel online


Can the World's Most Endangered Cat Still Be Saved?

By Samiha Shafy

Without help, the Iberian lynx could become the first cat species to go extinct since the saber-toothed tiger. A breeding program in Spain has begun a race against time.

Boj is sitting on a cork panel, calmly consuming the rabbit that was put out for her. The female lynx licks her whiskers enthusiastically.

Everything is going according to plan. Next door, in a blue-and-white building surrounded by pine trees, scientists and keepers, using cameras, monitor every movement and every lick of the chops in the enclosure. The critical moment is approaching when Boj, sleepy after eating her meal, will lie down on the cork panel for a little snooze. The animal will have to remain there for at least 30 minutes so that the insects hidden in the cork can do their work.

The researchers are using the parasites to obtain samples of the lynx's blood. This is the only way to tell whether Boj is pregnant. They know that she has copulated with various males, because it was caught on film. But anaesthetizing the animal and removing blood with a syringe would put Boj under too much stress -- hence the trick with the blood-sucking insects.

Boj isn't the only lynx under observation. Around the clock, volunteers sit in front of the surveillance monitors at the El Acebuche breeding station in southern Spain's Coto de Do√Īana National Park. They keep records on 56 Iberian lynxes -- animals which copulate only rarely, occasionally fight and spend the lion's share of their time eating or sleeping. Which makes Boj's upcoming nap all the more tantalizing. The species, after all, is close to extinction -- and the only way for it to survive is for the animals in Coto de Do√Īana to reproduce.

Shy Predators

The International Union for Conservation of Nature (IUCN) has declared the Iberian lynx, sometimes referred to as the Pardel lynx, as the world's most endangered feline species. Its eyes are amber or green, and it has bushy whiskers and decorative dark tufts of hair on its ears. Only about half the size of the Eurasian lynx, it is still twice as large as the domestic cat. Its favorite meal is the wild rabbit, and it shows little interest in other types of food.

The range of the Iberian lynx.
At the beginning of the last century, thousands of these shy predators roamed the Iberian Peninsula. Today, the last 200 specimens are fighting for survival in two fragmented regions of Andalucia. In recent decades, epidemics have decimated the rabbit population. In addition, humans have progressively sliced up and destroyed their habitat.

The Do√Īana reserve on the Costa de la Luz in southwestern Spain, a vast coastal marshland with swamps, shifting sand dunes, pine and cork oak forests, where the Guadalquivir River flows into the Atlantic, is one of the last refuges for the Iberian lynx. But even this nature paradise is dissected by highways only halfheartedly protected with fences. Furthermore, it is being encroached upon by adjacent tourist developments. But agriculture poses the biggest problem. In the last few decades, protected forests have repeatedly been cleared and the land transformed into strawberry plantations.

The last time a feline species became extinct on the planet was 10,000 years ago, when the saber-toothed tiger died out. When the IUCN experts sounded the alarm in 2002 and warned that the Iberian lynx could be next, Spain embarked on a large-scale program to save the species. In addition to El Acebuche, there is a second breeding station in Andalucia, and others are planned. The European Union plans to spend several million euros in the coming years to re-establish lynx habitats.

'Don't You Think She Looks Fat?'

Boj gets up, sniffs the air and takes a few hesitant steps. Then she lies down and stretches out on the floor next to the cork panel. Astrid Vargas groans loudly: "She has to be pregnant! Don't you think she looks fat?"

Vargas, 44, the director of the breeding station, is a petite, energetic woman of Spanish and Puerto Rican heritage. She knows the life story and character of each individual lynx in her care. "Boj was eight months old and very thin when she was captured in the northeastern section of the national park," says Vargas. "They thought she was a male at first, hence the odd name."

Boj is the Spanish word for boxwood tree. The other female lynxes have melodious names like Artemisa, Brisa or Córdoba. Vargas looks at the monitor. Boj is still lying on the ground, half-comatose. "I like her a lot. She has personality."

Vargas, a trained veterinarian, has a soft spot for complicated cases. She has been fighting for the endangered big cat for more than five years. "We play a role-model function for developing countries," she says. "If we cannot manage to save an endangered species here, we can hardly expect it to be done elsewhere."

The first three lynxes were born in captivity in El Acebuch in 2005, and two of them survived. Three years later, the station already boasted 14 young animals. Prior to that, the staff had had practically no experience with breeding, and all early attempts had failed. Vargas used her international contacts to find the best specialists. They include biologist Katarina Jewgenow of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research in Berlin, an expert on feline reproductive biology.

Enough Space in Nature

Jewgenow and her colleague, Beate Braun, are now waiting anxiously for the blood. The two scientists came to Spain to conduct a pregnancy analysis among the adult females. In the process, the Germans will help the Spanish take safety precautions during the upcoming births.

The staff is currently on high alert, because some lynx mothers kill or reject their young immediately after birth. Last spring, Boj bit one of her three kittens to death, and then rejected the second one on the same day and the third one after nine days. If scientists and conservationists hope to save the Iberian lynx, they will have to act quickly.

One good sign is that space is getting tight in the cats' enclosures. The first animals will be released into the wild next year, but only "if the habitat is ready by then," Vargas warns. All complications aside, breeding lynxes in captivity is still much easier than providing them with enough space out in nature.

But the experts are optimistic that the last, critical phase in their bid to save the Iberian lynx will succeed. "Spain has given the EU its commitment to develop protected areas in the future that will be suitable for lynxes and rabbits," says Urs Breitenmoser, director of the IUCN's Cat Specialist Group. "I have high hopes for the implementation of these plans."

At least 10 female lynxes in the two breeding stations will give birth in the coming weeks and months. Perhaps Boj will be one of them. Her pregnancy test came back positive.

http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,617077,00.html

(03.04.2009, 11:17)
Ralf Sommerlad :   Gratulation - das Resultat erstklassiger Arbeit!
(15.12.2008, 09:51)
Sch√ľling Buchkurier :   Neue Hoffnung f√ľr Kambodschas Vogelwelt ¬Ė seltener Marabu in deutschem Zuchtzentrum geschl√ľpft


Seit 2004 arbeitet das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) als erstes Naturschutzzentrum Kambodschas unerm√ľdlich daran, die bedrohte heimische Tierwelt zu sch√ľtzen. Das ACCB, vom Allwetterzoo M√ľnster gegr√ľndet und √ľberwiegend durch den deutschen Unternehmer Dr. Stephan Goetz finanziert, nimmt beschlagnahmte Tiere auf und z√ľchtet ausgew√§hlte bedrohte Arten mit dem Ziel, sie wieder in ihrem nat√ľrlichen Lebensraum auszuwildern. Neben Gibbons, Languren und verschiedenen Schlangen- und Schildkr√∂tenarten liegt der Schwerpunkt auf hochbedrohten Gro√üv√∂geln. Nun schl√ľpften im ACCB erstmals zwei Sunda-Marabus (Leptoptilos javanicus) ¬Ė ein Zuchterfolg, der bislang nur in den Zoos von New York und Cottbus sowie zwei asiatischen Einrichtungen gelang.

Die Bem√ľhungen des Zentrums wurden jetzt zus√§tzlich belohnt mit der Anerkennung des ACCB als ¬Ąeiner der interessantesten Orte in der von einheimischen und internationalen Touristen besuchten Provinz Siem Reap¬ď. Das Magazin ¬ĄTouchstone¬ď der Organisation ¬ĄHeritage Watch¬ď w√§hlte das ACCB auf den vierten Platz der zehn besten Sehensw√ľrdigkeiten. Heritage Watch ist eine Organisation, die sich f√ľr einen nachhaltigen Tourismus von Kulturerbe einsetzt. Der Platz unmittelbar hinter den Tempel-Attraktionen von Angkor ist eine au√üerordentliche Auszeichnung f√ľr das ACCB, das sich mit seinem Bildungsprogramm intensiv f√ľr den nachhaltigen Naturschutz in Kambodscha einsetzt.

(12.12.2008, 11:32)
WolfDrei :   na ja, habe einige Buchstaben unterschlagen.
(02.12.2008, 18:01)
WolfDrei :   Vietnam: Nach dem Vorbild des Monkey Rescue Cetre von Cuc Phuong (Leitung Herr Nadler) zum Auffang geschmuggelter gef√§hrdeter Affen ist von der Monkey World, Dorset, ein Dao Tien Endangered Primate Species Centre in der N√§he des Cat Tien Nationalparks (da , wo die letzten Festlandjavanash√∂rnr leben) gegr√ľndet worden. Ziel: Aufang geschmuggelter Gibbons, Schwazschenkelkleideraffen, Silberlanguren etc. f√ľr Freilassung im genannten Park.
(02.12.2008, 17:59)
Michael Mettler :   Der Zoo Hannover und der Tiergarten Sch√∂nbrunn unterst√ľtzen ein Freiland-Forschungsprojekt √ľber Eisb√§renwanderung:
http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_19568.html
(19.07.2008, 10:16)
Ralf Sommerlad :   Ja, in Prag - 5 subadulte Tiere aus Madras.
Die Lage ist schlimmer, als jemals erwartet. Die Politik in Indien hat das zwar zur Kenntnis genommen, aber versagt ( sowas kennt man aus Deutschland ja auch). Hier z√§hlen bloss Tiger und Elefanten, die nat√ľrlich eine an andere "Aussenwirkung" haben...
(13.07.2008, 04:06)
Shensi-Takin :   @Ralf Sommerlad: Habe ueber die aktuelle missliche Sitaution schon vorher dank diverser Quellen erfahren und dies weitergegeben, Vielen Dank dennoch fuer den interessanten Link (Haltung im Prager Zoo?).
(12.07.2008, 17:28)
Ralf Sommerlad :   Eine Webseite zur Rettung der letzten 200 Ganges-Gaviale, die sich noch in Freiheit befinden: www.gharials.org
Ich w√ľrde mich sehr freuen, wenn sich auch Forenteilnehmer an der Initiative beteiligen w√ľrden, die Situation ist in der Tat dramatisch!
Fragen zum Thema Gavialschutz in Indien und Nepal bitte an meine email-Adresse
director.mcbt@gmail.com
Weitere Infos unter www.madrascrocodilebank.org
Danke f√ľr Ihre Unterst√ľtzung !
(12.07.2008, 10:47)
Klaus Sch√ľling :   "Rettet den Drill e.V." spendet 2.500¬Ä an "Pandrillus" in Nigeria

Der Verein "Rettet den Drill e.V." (Sitz in Nordhorn) ist im Januar 2004 aus einer langjährigen, privaten Initiative des Tierpflegers Roland Wolf entstanden.
Ziel des Vereins ist es, sich f√ľr die Belange des Drills auf unterschiedlichen Ebenen einzusetzen. Denn leider ist diese stark bedrohte, afrikanische Affenart nur wenigen Menschen bekannt. Ihr Bestand wird auf nur noch rund 3.000 Exemplare in freier Wildbahn gesch√§tzt.

Anfang Mai erhielt der Verein "Rettet den Drill e.V." einen ganz akuten Hilferuf aus Nigeria. Das dortige Drill Rehabilitations- und Zuchtzentrum "Pandrillus" bat um Gelder f√ľr die Unterhaltskosten ihrer Tier√§rztin Ainare Idoyaga.
Ainare hatte bereits 2007 ein Jahr lang freiwillig ohne Bezahlung f√ľr das Projekt gearbeitet. Mittlerweile waren aber ihre Sparr√ľcklagen aufgebraucht, denn Unkosten im Heimatland Spanien (Versicherungen, Rente,...) mu√üte sie nat√ľrlich weiterhin bezahlen. Da die Tier√§rztin jedoch unbedingt gebraucht wird, bat uns "Pandrillus" um Hilfe. Ainares Mitarbeit ist unerl√§√ülich f√ľr die tiermedizinische Versorgung von z.B. beschlagnahmten oder erkrankten Auffangtieren. Au√üerdem laufen gerade die Untersuchungen der ersten Gruppe von Drills auf Hochtouren, die m√∂glichst noch 2008, sp√§testens 2009 wieder in die freie Wildbahn entlassen werden sollen. Dabei handelt es sich um das erste Wiederansiedelungsprojekt von Drills in ihrem nat√ľrlichen Lebensraum (in den Afi Mountains, Nigeria).

Der Verein "Rettet den Drill" hat am 25.05.2008 symbolisch einen Scheck √ľber 2.500¬Ä an "Pandrillus" √ľbergeben. Bei Der √úbergabe anwesend war neben Dr. Heike Weber (Kassenwartin) auch Roland Wolf, der Initiator des Drillvereins. Er hatte zusammen mit seinen Drehorgelfreunden w√§hrend des 1. Grafschafter Gartenfestes Spendengelder f√ľr "Pandrillus" gesammelt.
Wir werden mit dieser Gro√üspende die Arbeit von Ainare Idoyaga in Nigeria f√ľr fast ein halbes Jahr finanzieren k√∂nnen. Verbunden ist diese Geld√ľbergabe nat√ľrlich mit der Bitte an alle Interessierten, unseren Verein "Rettet den Drill e.V." und damit auch "Pandrillus" zuk√ľnftig zu unterst√ľtzen. Durch weitere Spenden w√§re vielleicht auch ein langfristiger Einsatz Ainares in Nigeria finanzierbar.
Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.rettet-de-drill.de .
Gerne geben wir Ihnen aber auch persönlich Auskunft (Email: rettet-den-drill@web.de oder per Post: Rettet den Drill e.V., Heseper Weg 140, 48531 Nordhorn).
Spendenkonto: "Rettet den Drill e.V.", Kreissparkasse Grafschaft Bentheim, Kontonr.: 140 759 56, BLZ: 267 500 01.

(08.07.2008, 10:53)
Sacha :   Das Tier sieht aus wie eine Mischung von jungem Tokee und Leopardgecko.
Der nächste Verwandte ist wohl der Malayische Katzengecko, oder?
(21.05.2008, 17:06)
Klaus Sch√ľling :   Seltener endemischer Tigergecko
vor der K√ľste Vietnams entdeckt

Passend zur derzeit in Bonn stattfindenden internationalen Konferenz √ľber die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist eine neue, sehr prachtvoll gef√§rbte Wirbeltierart entdeckt worden.
Es handelt sich um einen Tigergecko, der nur auf der Nordvietnam vorgelagerten Insel Cat Ba vorkommt. Cat Ba ¬Ė gleichzeitig Nationalpark und Biosph√§renreservat ¬Ė ist nicht nur weltweit durch seine steil aus dem s√ľdchinesischen Meer herausragenden Karstfelsen bekannt, sondern auch durch eine nur dort auf der Welt lebende, stark bedrohte Affenart ¬Ė der Cat Ba Langur.

Nun wurde im Rahmen einer von der Zoologischen Gesellschaft f√ľr Arten und Populationsschutz e. V. (ZGAP) initiierten Expedition eines internationalen Wissenschaftlerteams auf Cat Ba ein weiteres endemisches, also weltweit nur dort vorkommendes Wirbeltier entdeckt:
Der attraktive Tigergecko wurde von der Projektmanagerin des ¬ĄCat Ba Langur Conservation Projects¬ď, Dr. Roswitha Stenke, gemeinsam mit den Wissenschaftlern Nguyen Quang Truong vom Institut f√ľr √Ėkologie und Biologische Ressourcen, Hanoi, und Dr. Thomas Ziegler vom Zoologischen Garten K√∂ln entdeckt.

Um sich nun noch besser f√ľr den langfristigen Erhalt dieser attraktiven und vermutlich nur in einer geringen Individuenzahl vorkommenden Art einsetzen zu k√∂nnen und um den Schutz des Biosph√§renreservates noch zu verbessern, benannten die Wissenschaftler die Art in der am 19. Mai erschienen Ausgabe 1771 der internationalen Zeitschrift ZOOTAXA nach dem Nationalpark: und zwar als Cat Ba Tigergecko (wissenschaftlich: Goniurosaurus catbaensis).

Nach dem Motto ¬ĄMan kann nur sch√ľtzen, was man kennt¬ď ist es wichtig, zuerst die Artenvielfalt zu erfassen, um dann die √Ėkologie erforschen und sie langfristig sch√ľtzen zu k√∂nnen. So wird auch die Lebensweise des Cat Ba Tigergecko k√ľnftig weiter erforscht werden, um ihn vor Ort dauerhaft erhalten zu k√∂nnen.
Wie wenig die Fauna Vietnams erst bekannt ist, veranschaulichen auch j√ľngste Forschungen im Phong Nha ¬Ė Ke Bang Nationalpark, in dem sich der K√∂lner Zoo bereits seit einem Jahrzehnt im Rahmen eines Naturschutzprojektes f√ľr die Erforschung und Erhaltung der lokalen Biodiversit√§t engagiert. Dort entdeckte das Forscherteam rund um den Zoologen Dr. Thomas Ziegler in den letzten zehn Jahren alleine elf neue Arten an Reptilien auf einer Fl√§che von nur etwa 80.000 ha!

Doch auch die Zahlen f√ľr ganz Vietnam sprechen f√ľr sich: So wurden dort im letzten Jahrzehnt durch internationale Forscherteams alleine 40 neue Amphibienarten beschrieben. Wer im ¬ĄJahr des Frosches 2008¬ď mehr dar√ľber erfahren will, der kann dies im aktuellen Magazin des Weltzooverbands (WAZA) ¬Ė eine Spezialausgabe zum Thema Artenvielfalt in Vietnam ¬Ė nachlesen (siehe auch www.waza.org). Dort werden verschiedene von WAZA-Mitgliedszoos durchgef√ľhrte Projekte vorgestellt. Der Weltzooverband wird mit dem Thema ¬ĄVietnams Artenvielfalt¬ď u. a. auch auf der derzeit stattfindenden Biodiversit√§tskonferenz in Bonn vertreten sein.

(21.05.2008, 16:53)
Klaus Sch√ľling :   YAQU PACHA in Bonn
bei ¬ĄExpo der Vielfalt¬ď zu Gast

√úber 180 Aussteller auf der internationalen Leistungsschau des Naturschutzes zur UN-Konferenz ¬Ė Klima und Artenschutz im Blick

Bonn/YAQU PACHA e.V.. Das Jahr 2008 steht im Zeichen der biologischen Vielfalt ¬Ė dazu tr√§gt auch die Naturschutzorganisation YAQU PACHA bei. Sie ist einer von √ľber 180 Ausstellern aus f√ľnf Kontinenten, die sich auf der ¬ĄExpo der Vielfalt¬ď vom 27. bis 30. Mai auf dem Robert-Schuman-Platz in Bonn pr√§sentieren. Eingeladen dazu hatte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), um die gro√üe Bedeutung der Artenvielfalt f√ľr Natur, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur parallel zur Naturschutzkonferenz der Vereinten Nationen st√§rker ins √∂ffentliche Bewusstsein zu r√ľcken. Deutschland ist vom 12. bis 30. Mai Gastgeber der neunten Internationalen Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention √ľber die biologische Vielfalt, zu der 5.000 Delegierte aus 190 Staaten erwartet werden.
Prof. Dr. Klaus T√∂pfer, ehemaliger Bundesumweltminister, Direktor des UN-Umweltprogramms und Tr√§ger des Deutschen Umweltpreises der DBU, warnte bereits 2005 davor, dass die Artenvielfalt auf der Erde so schnell schwinde wie nie zuvor. So seien beispielsweise seit Beginn des industriellen Fischfangs rund 90 Prozent des weltweiten Fischbestands verschwunden. DBU-Generalsekret√§r Dr. Fritz Brickwedde: ¬ďDie Situation ist dramatisch: 20 Prozent aller Arten sind weltweit bereits ausgestorben und zehn bis 30 Prozent aller S√§ugetier-, Vogel- und Amphibienarten vom Aussterben bedroht.¬ď Deshalb wolle die DBU dabei helfen, die Menschen weltweit auf den R√ľckgang der Artenvielfalt aufmerksam zu machen.
YAQU PACHA, der Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) und der Tiergarten N√ľrnberg pr√§sentieren in Kooperation mit weiteren Partnern in Bonn die Ausstellung zur Kampagne DEADLINE - das meer will leben.
Der Mensch war, ist und wird auch in Zukunft vom Meer abh√§ngig sein. Das Meer regelt das Klima, liefert Rohstoffe und Nahrung. Inwieweit der Mensch diese Ressourcen auch in Zukunft nutzen kann, ist fraglich. Die Kampagne DEADLINE lenkt die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Situation der Meere und macht auf ihre Probleme aufmerksam. Die Kampagne DEADLINE informiert hier jedoch nicht nur, sondern zeigt Wege auf, was jeder Einzelne tun kann, um das √Ėkosystem Meer und seine Vielfalt zu erhalten. Denn eines steht fest, diesen Lebensraum weiterhin zu vernachl√§ssigen, kann sich die Menschheit nicht leisten.
Auf der ¬ĄPlaza der Vielfalt¬ď wird die DEADLINE Ausstellung erstmals zusammen mit dem neuen Ausstellungskonzept ¬ĄLebensraum Boulevard¬ď pr√§sentiert.
Infos unter: www.deadline-online.net
Mehr als 180 Messest√§nde werden die Zeltstadt bilden, in der zum Beispiel das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) mit Sitz in Nairobi seine Arbeit vorstellt, ebenso wie das Atlantische Regenwaldprojekt Netzwerk (RMA) aus Brasilien. Die Europ√§ische Weltraumorganisation (ESA) zeigt, wie sie die Erde aus dem Weltraum beobachtet und so zu ihrem Schutz beitr√§gt. Greenpeace, der World Wide Fund for Nature (WWF), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund f√ľr Umwelt und Naturschutz (BUND) sind vor Ort. Die DBU-eigenen interaktiven Ausstellungen ¬ĄFasziNatur ¬Ė Natur entdecken¬ď und ¬ĄInspiration Natur ¬Ė Patentwerkstatt Bionik¬ď k√∂nnen zwischen dem 12. und 30. Mai besucht werden. F√ľr Sch√ľler, Studenten und andere Gruppen bietet die DBU kostenlose F√ľhrungen an, f√ľr die eine telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 0541/9633921 notwendig ist.
Organisiert werden die etwa 70 Diskussionsrunden und Fachvortr√§ge von der DBU und verschiedenen Bundesministerien wie dem Umweltministerium, dem Forschungsministerium oder dem Landwirtschaftsministerium. Auch die Gesellschaft f√ľr Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) oder der Deutschlandfunk (DLF) gestalten einzelne Programmpunkte.
Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sind hochkar√§tig besetzt: Zu den G√§sten geh√∂ren unter anderem Sigmar Gabriel (Bundesminister f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit), Dr. Johannes Merck (Direktor f√ľr Corporate Social Responsibility der Otto Group, Gesch√§ftsf√ľhrer der Michael Otto Stiftung f√ľr Umweltschutz sowie Mitglied des NABU-Pr√§sidiums) oder Prof. Dr. Antonia Kesel (Vorsitzende der Biotechnologie im Verein Deutscher Ingenieure ¬Ė VDI sowie Leiterin des Internationalen Studiengangs Bionik an der Hochschule Bremen und des Bionik-Innovations-Centrums).
Weitere Informationen zu den kostenlosen und frei zugänglichen Veranstaltungen unter
www.plaza-der-vielfalt.de

Ansprechpartner f√ľr Fragen zum Projekt:
Yaqu Pacha e.V.
DEADLINE - das meer will leben

Dr. Lorenzo von Fersen
Stefan Wiessmeyer
Am Tiergarten 30
D-90480 N√ľrnberg
e-mail: info@yaqupacha.de
www.yaqupacha.org
www.deadline-online.net

(24.04.2008, 14:52)

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