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Natur- und Artenschutz

W. Dreier :   Was ganz ``altes`` Im auftauenden Permafrostboden Sibiriens ist ein Wildpferdfohlen geborgen worden - alles vorhanden, was an das vor Jahren gefundene Mammutbaby erinnert. GeschĂ€tztes Alter 30- 40 000 Jahre. Und schon sind die Klonforscher da! Über ein Ă€hnliches Unterfangen bei einem Mammut hat man dann nichts weiter gehört (SÜDDEUTSCHE Zeitung vom 28.8.)
(31.08.2018, 11:42)
Adrian Langer :   Sehr interessant. FĂ€nde ich zwar nicht schlecht allerdings denke ich, dass sich hier viel Widerstand bilden wĂŒrde. Wenn Wölfe ja schon nicht wiederkommen können/dĂŒrfen dĂŒrfte das bei BĂ€ren ja noch schwieriger sein.
(23.08.2018, 09:34)
W. Dreier :   Vor wenigen Tagen in der ``Berliner Zeitung`. EischĂ€tzung, wo man in Europa BĂ€ren wieder ansiedeln könnte.
(23.08.2018, 08:14)
W. Dreier :   aus Mammalian Biology , (ehemals Zeitschrift fĂŒr SĂ€ugetierkunde), Heft 92., (2018)

- eine genetische Arbeit zur Fossa: festgestellt wurde, dass die genetische DiversitĂ€t der Gefangenenschafts -Population (etwa 130 Tiere) grĂ¶ĂŸer ist als die einer entsprechenden Probe von diversen Tieren aus Madagascar selbst. Da gewöhnlich die Herkunft der Zootiere unbekannt ist, wurde angenommen, dass die ``Naturvergleichstiere" aus einer sehr engen Region stammten.

Seiten 120 - 128: eine chinesische Arbeit zur Verbreitung des Amurleoparden und zu Störfaktoren (Mensch, Beutetiere, Amurtiger).
Gesamtareal (China und Rußland) 4 000 km2, etwa 87 Exemplare, im selben Bereich ca 38 Amurtiger. Zielstellung in China ist die Errichtung eines Schutzgebietes von 15 000 km2
(31.07.2018, 22:30)
Kathrin Roehl :   Im Highland Wildlife Park in Schottland gibt es Nachwuchs bei den Amurleoparden. Noch ist unklar, ob es sich um mehr als ein Jungtier handelt. Sofern die Aufzucht gelingt, plant man einen Auswilderungsversuch in Russland. Die Leoparden leben in einem speziellen, abgeschirmten Gehege ohne Besucherkontakt.

http://www.highlandwildlifepark.org.uk/news/article/14453/rare-amur-leopard-born-at-highland-wildlife-park/
(18.07.2018, 20:50)
W. Dreier :   In der Bibilo ein Zooquaria-Heft - das 1. fĂŒr 2018. Ich las, stutzte------

dann sah ich - ein Zukunftsbericht fĂŒr 2043 !! (25 Jahre Vorschau!!!)
(12.06.2018, 19:47)
W. Dreier :   Hier die Aufnahme einer Damagazelle. Aus: Antonius : Bemerkungen ĂŒber einige Tiere der Weidholzexpedition, Zoolog. Garten, Neue Folge; Band 1, Heft 10 - 12, S. 369
(05.06.2018, 18:35)
cajun :   Ein Nebenprodukt der Dama- Bilder Suche: FĂŒr Ende 2018 plant man eine Umsetzung von westafrikanischen Giraffen in ein neues Schutzgebiet in Niger. Stand der aktuellen Peralta- Populatin in der "Giraffenzone": ca. 607 (Tiefststand 50 Tiere).
https://www.saharaconservation.org/Saving_West_African_Giraffe
(05.06.2018, 15:44)
Adrian Langer :   https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2018/05/Erster-Internationaler-Zoofo%CC%88rderer-Tag-war-in-Leipzig-ein-Erfolg-%E2%80%93-viele-Menschen-besuchten-den-Zoo-Leipzig-218462

Der internationale Tag der Zooförderer scheint erfolgreich gewesen zu sein.
(23.05.2018, 16:38)
W. Dreier :   ``SĂ€ugetierkundliche Informationen``, Heft 54 von 2018

Angaben zu Nachweisen von Goldschakalen in Schleswig-Holstein und DĂ€nemark
(16.05.2018, 18:11)
W. Dreier :   Aus ``Reptilia``:
Bei Reptilien und Amphibien wurden fĂŒr 2017 wieder ca 170 neu entdeckte Arten/Unterarten beschrieben
(16.05.2018, 18:09)
Adrian Langer :   https://www.thueringen24.de/thueringen/article213860505/Moeglicherweise-bereits-vier-der-Thueringer-Wolf-Hund-Mischlinge-tot.html

Vier der sechs Wolfshybriden sind wohl bereits verstorben (drei von ihnen erschossen).
(01.04.2018, 10:05)
W. Dreier :   Aus dem WWF-Magazin:

- Bericht zur Situation von Großkatzen: 13 LĂ€nder, in denen Tiger vorkommen, trafen sich in St Petersburg. Von 3 200 in 2010 möchte man bis 2022 zu einer Verdoppelung des Bestandes kommen.
- Amurleopard: 2009 35 Tiere in der Natur, 2017 85 Tiere

-Afrikan. Elefanten: 2006: 470-690 000; 2015: 395-570 000 Tiere

- Kiebitz in Deutschland: von 1990 bis 2013 Bestandsabnahme um 80 %

aus ``ELAPHE`` 2 /2018: Liste neuentdeckter Amphibien - bei lockerer AbschÀtzung der Seiten ca 150 neue Arten weltweit - besonders Beru, Ekuador, Neuguinea, Madagascar - auch noch in Europa Neuentdeckungen!. Auf Madagascar bei der Froschgattung Stumphia 15 neue Arten!
-


(07.03.2018, 15:02)
W. Dreier :   aus der `` Berliner Zeitung``: westlich von Potsdam (Potsdam-Mittelmark !!!!) tauchte eine Jungelch auf. Von einem VeterinĂ€r narkotisiert, erhielt er ein Funkhalsband.
(04.03.2018, 10:42)
Oskar Schwitters :   @Peter Lohse: Laut dem Artikel ist EndZOO allerdings unter anderem eine Artenschutzorganisation:-)

Sehr interessant finde ich, dass die Leute von EndZOO anscheinend ein Zuchtbuch ausgewertet haben, das sie laut Artikel gar nicht einsehen konnten.
(27.02.2018, 20:31)
Adrian Langer :   @Gudrun Bardowicks: So Ă€hnlich hatte ich mir das auch schon gedacht. Auch wenn der EisbĂ€r ja zu den Publikumslieblingen zĂ€hlt. Zumal eine Verbesserung der Haltungsvoraussetzungen grundsĂ€tzlich zu begrĂŒĂŸen ist. Deswegen werden Tierrechtsorganisationen ja nicht mĂŒde solche (und wie schon erwĂ€hnt ja wahrscheinlich von ihnen mit angestoßene Entwicklungen) fĂŒr ihre Belange zu nutzen. Ich hoffe nur, dass wenigstens ein relativ gesunder Bestand erhalten bleibt. Ich fĂ€nde nur interessant, ob bei modernisierten und erweiterten Anlagen im Zusammenspiel mit entsprechenden BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten, die Sterblichkeitsrate der PolarbĂ€ren noch so hoch ist wie bei den Ă€lteren Anlagen, die nur zur PrĂ€sentation genutzt werden. Die angegebenen Zahlen dĂŒrften ja hier keine Unterscheidung zulassen.
(27.02.2018, 14:47)
Peter Lohse :   Gudrun Bardowicks: Organisationen wie Peta oder Endzoo haben durch Ihren hohen Eigenverbrauch von Spenedengeldern leider kaum was ĂŒbrig fĂŒr Tier oder Artenschutz. Diese Organisationen haben sich auch nicht gergrĂŒndet um Tieschutz zu betreiben sondern um Spenden zu generieren mit dem Sie sich selbst und die Verbreitung Ihrer völlig haltlosen Ansichten verbreiten können. Wer also fĂŒr den Tier und Artenschutz spenden möchte, Finger weg von sollchen Organisationen.
(27.02.2018, 12:58)
Gudrun Bardowicks :   Auf jeden Fall ein interessanter Artikel. Ich gehe allerdings auch davon aus, dass der EisbĂ€renbestand in Zoos vor allem deshalb abgenommen hat, weil viele Zoos aufgrund der Kritik von Tierrechtlern und aus Platzmangel aufgrund der verschĂ€rften Haltungsvorschriften die EisbĂ€renhaltung aufgegeben haben und es dadurch natĂŒrlich auch weniger Zuchtpaare und Nachzuchten als in der Vergangenheit gibt und somit natĂŒrlich auch weniger Jungtiere aufgezogen werden können.
Auch die ZuchtbuchfĂŒhrer und Koordinatoren des EEP tragen dazu bei, dass aktuell nur verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig EisbĂ€ren nachgezogen werden können. Ich weiß z. B. dass der Zoo Hannover gerne EisbĂ€ren zĂŒchten möchte und seine neuen Anlagen in Yukon Bay auch nach modernsten Haltungsgesichtspunkten fĂŒr die Zucht ausgelegt sind, die ZuchtbuchfĂŒhrer bzw. EEP- Koordinatoren aber noch immer nicht entschieden haben, mit welchem MĂ€nnchen das dort lebende potentielle Zuchtweibchen verpaart werden soll. Ein Grund hierfĂŒr ist natĂŒrlich auch, dass nicht genug HaltungskapazitĂ€ten fĂŒr eventuellen Nachwuchs zur VerfĂŒgung stehen, da immer mehr zoologische Einrichtungen die EisbĂ€renhaltung aufgeben. An dieser Misere sind auch EndZoo und andere Tierrechtsorganisationen wie PETA mit ihrer andauernden Kritik an der EisbĂ€renhaltung nicht ganz unschuldig. Dass PETA oder EndZoo sich intensiv um den Schutz der EisbĂ€ren in freier Wildbahn einsetzen und dafĂŒr Spendengelder zur VerfĂŒgung stellen ist mir bisher nicht aufgefallen.
(27.02.2018, 12:15)
Adrian Langer :   http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=64266&cHash=c43e6d27e8

Ein Artikel zur EisbĂ€renhaltung in Deutschland. ich weiß, dass die angegebenen Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind (weniger Individuen durch VergrĂ¶ĂŸerung und Erneuerung der Gehege bzw. Aufgabe der Haltung zugunsten anderer Arten und Abnahme der Geburtenrate durch eine bessere Koordination). Nur wird ein stark abnehmender Trend tatsĂ€chlich bestĂ€tigt?
(27.02.2018, 11:08)
W. Dreier :   In Vorbereitung eines Artikels fand ich auch eine andere Version:

In``Current Biology`` von 2015 berichtet ein internationales Team,

``dass die Vorfahren der Przewalski-Pferde und Hauspferde noch fĂŒr lange Zeit durch einen Genfluss miteinander verbunden blieben nach ihrem Auseinanderstreben vor ungefĂ€hr 45 000 Jahren. Auch als Menschen vor etwa 5 000 Jahren anfingen Pferde zu domestizieren, vermischten sich ihre Populationen weiterhin"
.
Und weiter wurde gezeigt,

``dass die letzten 110 Jahre in Gefangenschaft nicht spurlos an den Przewalski-Pferden vorbeigegangen sind. Dies machte sich in Form einer geringeren genetischen DiversitÀt und zunehmender Inzucht bemerkbar. In einigen FÀllen kam es zudem zu wesentlichen VerÀnderungen des Genpools durch domestizierte Individuen. In den extremsten FÀllen bestand ungefÀhr ein Viertel des Erbguts der Przewalski-Pferde aus Genvarianten, die von domestizierten Pferden vererbt wurden.
Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Obwohl Przewalski-Pferde einen extremen demographischen Zusammenbruch hinter sich haben, scheint sich die Population zu erholen und ist immer noch genetisch divers``.

Veröffentlicht wurde das Werk von mehreren bekannten Autoren wichtiger Institutionen, u. a. des IZW in Berlin und des Zoos in San Diego

(23.02.2018, 18:32)
Adrian Langer :   http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-5425779/DNA-analysis-reveals-no-wild-horses-world.html

laut einer Studie wird davon ausgegangen, dass die letzten "Wildpferde" möglicherweise nur verwilderte Hauspferde mit Àhnlichen Merkmalen sind (wobei schon sehr lang verwildert).
(23.02.2018, 16:59)
W. Dreier :   Aus der letzten ZGAP-Ausgabe:
Von der Kaiseramazone auf Dominica, vorher geschĂ€tzte Anzahl 250.350, ist unbekannt, wieviel Vögel die letzten KaribikstĂŒrme ĂŒberlebt haben. Bisher wurden ohne intensive Suchaktionen nur wenige Tiere wieder gesichtet.
- demgegenĂŒber haben auf den Key-Inseln die dortigen Weißwedelhirsche die Gefahren besser ĂŒberlebt: von vorher 1 109 sind danach 949 festgestellt worden.
- die Wilderei von Calamianhirschen auf den Philippinen geht weiter. Man hofft, einige Tiere auf Palawan auszuwildern, einem ehemaligen Verbreitungsgebiet.
- Colin Groves, einer der bedeutendsten SĂ€ugetiersystematiker, ist gestorben (1942 - 2017). Vor allem Affen, Schweine , Gazellen und Beuteltiere (er war Australier) interessierten ihn.
(20.02.2018, 20:19)
Adrian Langer :   http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/tiergarten-experte-so-lauft-die-vaquita-rettungsaktion-1.6930425

Ein schon etwas Ă€lterer Artikel zu den Vaquitas! Bis jetzt steht es noch schlecht fĂŒr das geplante Vorhaben einer Erhaltungszucht!
(18.12.2017, 09:22)
th.oma.s :   M.E. ist es nur eine Frage der Zeit bis in Ostsachsen oder Ostbrandenburg der erste Elche Bulle die passende Elchkuch an der geeigneten Stelle trifft.
(11.12.2017, 17:21)
W. Dreier :   Oh Pardon: ein ``Wortdreher``. Der Wisent wurde nicht bei LĂŒbars (das ist schon Berlin) , sondern bei Lebus an der Oder erschossen.
(11.12.2017, 06:17)
W. Dreier :   Aus der ""Berliner Zeitung``: In Templin (Nordostbrandenburg) ist ein Elch in den Straßen aufgetaucht. Nun wurde er nicht niedergestreckt wie der Wisent bei LĂŒbars , sondern nur niedergelegt und einem ElchzĂŒchter ĂŒbergeben (was es alles gibt!).
Es gibt bereits fĂŒr das Land Brandenburg eine Elch-Verantwortliche, die aber nicht glaubt, dass es eine Elchpopulation in Zukunft geben könnte. Bisher waren alles ``ÜberlĂ€ufer`` aus Polen, ``echte` Jungtiere wurden bisher nicht gesichtet. Immerhin gab es bisher fĂŒr 2017 17 Sichtungen gegenĂŒber 6 - 9 in den Vorjahren. In Brandenburg unterliegt der Elch dem Jagdgesetz, darf aber als ``Wiederkehrer`` nicht geschossen werden
(10.12.2017, 15:38)
W. Dreier :   aus ``Papageien`` (11/017)

Vor 30 Jahren war der Echosittich auf Mauritius fast ausgestorben. Es gab wahrscheinlich nur noch gegen 20 Exemplare (ca 17,3). Intensive SchutzbemĂŒhungen brachten wieder an die 350 Vögel. 75 Vögel wurden jetzt in eine andere Gegend umgesiedelt, um ein Desaster durch Sturm oder Krankheiten zu verhindern. Laut Aussage sind die Vögel dort gut `` angewachsen`.
(19.11.2017, 17:18)
W. Dreier :   sowie die zeitliche Entwicklung der Strukturen
(31.10.2017, 12:29)
W. Dreier :   Eine Grafik zum Vorkommen in Deutschland
(31.10.2017, 12:28)
W. Dreier :   Gestern gab es im Lande Brandenburg eine große Wolfskonferenz. Dazu gab es im Vorfeld in der ``Berliner Zeitung`` eine dreiseitige Erörterung mit statistischen Angaben. Ein Statement sei hier eingestelt.
(31.10.2017, 12:27)
W. Dreier :   Das einzige Problem bei den Soalas: man mĂŒĂŸte erst einmal welche haben! Zwischendurch (so etwa von 1995 bis 2010) gab es ĂŒber Jahre keine Sichtung! Auch jenes Jungtier, dass kurz nach der Entdeckung in die Primatenstation von Cuc Phuong kam, lebte nicht lang - und dort arbeiten ja keine Laien. Die allerletzten Koupreys wollte man (nicht das IZW) auch in den Achtzigern noch retten.
Und man denke auch trotz aller BemĂŒhungen an die Ausrottung des Festland-Javanashorns in der Gegend. Es ist zum Verzweifeln! Schön wĂ€r es dennoch!
(29.10.2017, 15:57)
Oskar Schwitters :   Saolas könnten fĂŒr Haltungen in Europa bald nicht mehr ganz unerreichbar sein: Das IZW setzt sich fĂŒr den Aufbau einer Zuchtstation ein.
www.izw-berlin.de/pressemitteilung/etablierung-eines-zuchtprogramms-zum-schutz-der-letzten-saolas.html
(29.10.2017, 15:19)
W. Dreier :   Laut ``Berliner Zeitung`` sind in Schöneiche (Zuchtzentrum fĂŒr gefĂ€hrdete Papageien) in diesem Jahr 9 Spix-Aras erbrĂŒtet und aufgezogen worden (Kunst- und Naturbrut). Sollte auch Al Wabra den Erfolg des letzten Jahres wiederholen können, wĂ€re die zukĂŒnftige Freilassung in der brasilianischen Catinga-Region keine Illusion mehr.
(27.10.2017, 18:43)
Oliver Muller :   Klingt nach Anwartschaft fĂŒr einen Darwin-Award...
(19.10.2017, 22:41)
Michael Mettler :   Ein nicht an den Wolf angepasstes Fluchtverhalten hatte ich vor lĂ€ngerer Zeit auch schon mal als BegrĂŒndung fĂŒr das Zusammenbrechen einer Mufflonpopulation gehört oder gelesen. Habe danach gegoogelt und dabei dies gefunden (ist allerdings jĂŒngeren Datums, das PhĂ€nomen muss also schon lĂ€nger bekannt sein):
https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/635631-635631
(19.10.2017, 17:37)
Hannes Lueke :   Ein Bekannter berichtete von den Mufflons vor seiner HaustĂŒr, in der LĂŒneburger Heide, dass die Tiere sehr standorttreu seien und im Prinzip garnicht wegrennen. Wie man sich ein blödes Schaf vorstellt. Aus genau diesem Grund sind sie als leichtes Jagdwild beliebt gewesen und der Wolf entsprechend unbeliebt
(19.10.2017, 15:55)
W. Dreier :   Aus ``Regulus`` Luxemburg: in Luxemburg gibt es vom Juli 2017 den ersten Foto-Nachweis eines Wolfes. Angenommen wird die Herkunft aus der Alpenpopulation

Aus ?SĂ€ugetierkundliche Informationen`` Heft 53: Ein Bericht aus der Region Hohenbuckow zum ``VerhĂ€ltnis`` Wolf - Mufflon. Die dort gewesene Mufflonpopulation umfaßte vor Jahren etwa 1200 Tiere bei einer Jagdstrecke von 200 jĂ€hrlich. Der 1. Wolf tauchte dort 2007 auf. Trotz illegaler ``Wolfsjagd`` wird gegenwĂ€rtig von maximal 7 Wölfen ausgegangen. Was geschah mit den Mufflons?? Jetzt NULL Mufflons! Eine der Ursachen , leichte Beute zu sein, könnte - so meint man - darin liegen, dass die Mufflons dort aufgrund sandigen Bodens eine miserable ``BehufungÂŽÂŽ hatten.

(19.10.2017, 11:00)
W. Dreier :   Vor Monaten hatte ich einem Naturwissenschaftler eine Aufnahme vom Nilgiri Tahr (damals in San Diego fotografiert) ĂŒberwiesen - jetzt erhielt ich dazu Angaben zur Systematik. Der Gattungsname Hemitragus wurde zunĂ€chst durch Blyth (1859) aufgestellt, bis dann Robiquet u.a aufgrund genetischer Befunde ihn nĂ€her zur Gattung Ovis stellte mit Gattungs-Neubenennung Nilgiritragus. Jetzt fand ich in der Arbeit den Gattungsnamen KEMAS, aufgestellt von Ogilby schon 1838 - siehe damit die PrioritĂ€tsregel. Die drei ``sogenannten `` Tahre, also Nilgiri-, Himalaya- und Arabischer Tahr sind evolutionĂ€r nicht direkt verwandt.
(04.10.2017, 15:42)
W. Dreier :   Etwas ``GegensĂ€tzliches`` zum Naturschutz: laut ``Berliner Zeitung`` von heute ist bei Lebus an der Oder ein vollerwachsener Wisent, offenbar aus Polen kommend, auf ``Befehl`` des Lebuser Ordnungsamtsleiters erschossen worden. Die regionalen Vertreter des WWF haben Strafantrag gestellt.
(16.09.2017, 08:50)
W. Dreier :   nicht ganz hierher passend, dennoch:

auf dem Tegeler Flugplatz fand ich in einer ``JĂ€gerzeitung``

-im Norden Schleswig-Holsteins wurde der bisher nördlichste Goldschakal nachgewiesen
- im Osten Tschechiens wurde bei einem Wildschwein die afrikanische Schweinepest nachgewiesen. Aufruf an die JĂ€ger, diesem Fall grĂ¶ĂŸte Aufmerksamkeit zu widmen!
(08.08.2017, 16:50)
W. Dreier :   Aus ``Folia zoologica`` (Band 65, Heft 3 von 2016)
Eine algerische Arbeit befaßt sich mit dem Vorkommen der Cuvier-Gazelle in Algerien (Steppenatlas).
Hochrechnung: ca 600 Tiere. Die Zahl bestÀtigt eine etwas Àltere Arbei - 560 Tiere.
(01.03.2017, 10:08)
Michael Mettler :   Die Dimensionen, die der illegale Handel mit Tierteilen erreicht, sind immer wieder erschreckend (vor allem, weil man nie das GefĂŒhl loswird, dass immer nur die Spitze des Eisbergs entdeckt wird):
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.thailand-fast-drei-tonnen-schuppen-extrem-seltener-tieren-gefunden.08d5f81b-7481-45b4-817d-caa6eebe3ed4.html
(03.02.2017, 21:41)
Dreier :   Noch aus der Bibliothek des TP: Viele Jahre habe ich Nachrichten ĂŒber den Borneo-Taubwaran nicht verfolgt. In den Siebzigern und noch Achtzigern wusste man fast nichts ĂŒber seine Biologie, Funde wurden nur zufĂ€llig gemacht, meistens, wenn Überschwemmungen ihn aus den UnterkĂŒnften ``freispĂŒlten``. Jetzt wird in `` Reptilia`` 123, (2017) , Seiten 44 - 54; ĂŒber Haltung und Zucht in Gefangenschaft berichtet (siehe auch Foto in der ZTL)
(03.02.2017, 19:15)
Dreier :   Aus der ?Berliner Zeitung?: Im subtropischen SĂŒdwesten Chinas, angrenzend an Myanmar, wurde eine neue Gibbonart beschrieben (Ă€hnlich den ``Weißbrauengibbons``) - als Hoolock tianxing benannt (wobei ich als Gattungsnamen fĂŒr die Hulocks eigentlich Bunopithecus kenne) - die seien schon bekannt gewesen, aber nun zu einer neuen Art ernannt worden.

FĂŒr diese Region gab es ja auch vor wenigen Jahren die Entdeckung des schwarzen Stumpfnasen Rhinopithecus streykeri. Nachdem damals nur von etwa 250 Tieren ausgegangen wurde, nimmt man jetzt an, dass es 950 Tiere seien.


(28.01.2017, 16:09)
Oskar Schwitters :   Im Tschad wurden nun zum zweitem Mal 23 SĂ€belantilopen ausgewildert. Der Weltbestand soll bei mehren tausend Exemplaren liegen, die meisten davon auf den Arabischen Halbinsel.

www.spiegel.de/wissenschaft/natur/saebelantilopen-im-tschad-ausgewildert-a-1131254.html

(24.01.2017, 16:49)
Oskar Schwitters :   Von morgen bis Sonntag ist Stunde der Wintervögel vom NABU.
(05.01.2017, 23:07)
Oskar Schwitters :   Die Giraffe gilt nun als gefĂ€hrdet, der Bestand liegt bei etwa 97. 000 Tieren.
www.stern.de/panorama/wissen/natur/giraffen-vom-aussterben-bedroht-7231296.html?utm_campaign=alle&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
(08.12.2016, 15:18)
Oskar Schwitters :   WĂ€re echt schön, wenn man bei der nĂ€chsten "Freisetzung" auch europĂ€ische Zoos berĂŒcksichtigen wĂŒrde.
(24.11.2016, 16:31)
WolfDrei :   Im selben Heft eine (mickerlich kleine) Aufnahme eines Javanashornes -man beachte dis ``Panzerung`` des Hinterteiles, Allzu viele Aufnahmen gibt es ja nicht !
(22.11.2016, 20:44)
WolfDrei :   Durch Zufall fand ich in der Biblio des TP einen Symposiumsbericht der indischen Zoo-Assoziation. Behandelt wurden verschiedenste Themen - speziell aber ĂŒber die Planung von Zooanlagen, Enrichement etc., auch ĂŒber Schutzprojekte speziell seltener indischer Tiere.
Anbei die Entwicklung der Bestandszahlen des Zwergwildschweines in der Zuchtstation in Assam (pro Jahr 2 Daten). Wenn die Zahl nicht steigt, so ist das das Ergebnis von Freisetzungen
(22.11.2016, 20:39)
WolfDrei :   Da ich nĂ€chste Woche in Poznan und Wroclaw bin, hatte ich nach ``Neuigkeiten`` gegoogelt. Der Zoo Wroclaw hat gerade eine Spendenaktion gestartet: im August gab (gibt) es eine RiesenĂŒberschwemmung in Assam. Der Kaziranga-NP ist zu 80 % ĂŒberschwemmt. Bilder von der Rettung speziell junger Panzernashörner werden gezeigt.
(03.10.2016, 18:08)
Oskar Schwitters :   @Michael Mettler: Genau. Mit "Afrikanischer Elefant" war der (Afrikanische) Savannenelefant gemeint.
(08.09.2016, 15:25)
Michael Mettler :   @Oskar Schwitters: Zu der ElefantenzĂ€hlung sollte man noch anfĂŒgen, dass sich die Zahl auf Savannenelefanten bezieht, weil nur diese per Flugzeug gezĂ€hlt werden konnten. Waldelefanten konnten nicht in diesem Census erfasst werden.
(07.09.2016, 20:24)
WolfDrei :   im `` Falken`` gelesen: in Slimbridge sind nach drei Jahren bei 2 Paaren der Ă€ußerst gefĂ€hrdeten LöffelstrandlĂ€ufer erstmals Eier gelegt worden (3 und 4 Eier), je ein Schlupf - aber keine Aufzucht
(07.09.2016, 19:02)
Oskar Schwitters :   Nasenfrösche kommen aus der Zuchtstation in ConcepciĂłn in die Zoos von Wien, Chester, Leipzig, DĂŒsseldorf und Berlin.

www.dw.com/de/darwins-nasenfrösche-auf-reisen/a-19133070

(03.09.2016, 10:55)
Oskar Schwitters :   Die BestĂ€nde Afrikanischer Elefanten sind doch deutlich geringer als gedacht: Bei einer groß angelegten ZĂ€hlung wurden nur 350 000 Tiere gefunden, nicht wie bisher angenommen 400 000 bis 630 000. Außerdem nimmt der Bestand jĂ€hrlich um 8% ab.
(02.09.2016, 13:49)
Michael Mettler :   KleinsĂ€uger aus dem Großsauger... ;-) Wenn die HollĂ€nder dazu noch die Technologie aus den USA importieren wĂŒrden, hĂ€tten sie neue Chancen in der BekĂ€mpfung der Bisamratten, die ihre Deiche untergraben. Die haben das gleiche Kaliber wie PrĂ€riehunde. Zwar wĂ€ren sie wohl kaum irgendwo auf einem Heimtiermarkt absetzbar, aber sie wĂ€ren als Proteinquelle verwertbar...
(13.07.2016, 22:48)
Hannes Lueke :   Vor gut 10 Jahren hat sich der niederlĂ€ndische Heimtiermarkt ebenfalls mit solchen PrĂ€riehunden versorgt
(13.07.2016, 22:18)
Michael Mettler :   Gehört hatte ich von dem PrĂ€riehund-Sauger schon mal, und auch davon, dass die auf diese Weise gesammelten PrĂ€riehunde zum Teil in den japanischen Heimtierhandel verkauft worden sein sollen. Kurz gegoogelt: Es gibt diverse Artikel und sogar Youtube-Videos dazu online. Aber ob die Methode wirklich schadensfrei fĂŒr die Tiere ist, selbst wenn sie Ă€ußerlich unverletzt wirken...? Ich muss unwillkĂŒrlich an die Berichte heimischer NaturschĂŒtzer denken, nach denen der Unterdruck einer Sogwirkung Kleintiere töten kann, selbst wenn sie nicht in körperlichen Kontakt mit dem auslösenden Objekt kommen (FledermĂ€use im Einwirkungsbereich von WindkraftrotorblĂ€ttern, Kröten unter fahrenden Autos usw.). Da ist dann von platzenden Lungen und anderen organischen SchĂ€den die Rede. Und diese Gefahr besteht beim "Prairie dog vacuum" nicht...? Hm.
(13.07.2016, 19:24)
WolfDrei :   Musste 20 JahrgĂ€nge ``Geo`` sortieren - die wiegen mittlerweile zusammen ca 75 kg.
Im Juniheft 6 von 1994 fand ich einen Bericht ĂŒber technische SchĂ€dlingsbekĂ€mpfung von Erdbeerpflanzen in den USA mit Hilfe eines Exhaustors: InsektenschĂ€dlinge , speziell Blattwanzen und ``anderes Krabbelgetier`` , werden mit einem Erfolg von 50% abgesaugt, womit sich der Einsatz von Insektiziden erĂŒbrigt. Am Ende wird mitgeteilt, dass es auch eine Saugmaschine fĂŒr im Bau befindliche
`` unerwĂŒnschte PrĂ€riehunde`` gibt. Die Tiere wĂŒrden unbeschadet in einem Großnetz landen. Einige UA sind ja schon geschĂŒtzt.
(13.07.2016, 13:21)
WolfDrei :   Heute in der ``Gefiederten Welt``: Al Wabra (Qatar) teilt den Schlupf von 17 Spix-Aras mit - damit erhöht sich die Weltpopulation auf 144 Vögel. Allerdings betraf die Elternaufzucht nur 2 Jungvögel. Bei weiteren Erfolgen wĂŒrde man mit der brasilianischen Regierung erste Auswilderungsprojekte anschieben .
(12.07.2016, 21:01)
WolfDrei :   Genau: Jabiru 8 000 - 15 000
(04.07.2016, 20:18)
Oskar Schwitters :   Beim Jabiru soll es wohl 8 000-15 000 heißen(nicht 8 00-15 000).
(04.07.2016, 15:31)
WolfDrei :   Im Cottbusser TP lag ein Prospekt aus von einer 2015 getĂ€tigten Ausstellung zu den ?Störchen der Erde?. U. a. wurden auch Bestandszahlen genannt (Ohne UA)
- Weißstorch: keine
- Schwarzstorch: keine
- Höckerstorch (Stormst.): 300
- Milchstorch (Mycteria cinerea) 3 300
- Buntstorch (M. leucocephala) 15 000
- Nimmersatt (M. ibis) 100 000
- Waldstorch (M. americana) 30 000
- Silberklaffschnabel: 130 000
- Mohrenklaffschnabel: 300 000 - 500 000
- Wollhalsstorch: 100 000
- Abdimstorch: 300 000 - 500 000
- Schwarzschnabelstorch: 2 500
- Maguari: 50 000 - 100 000
- Jabiru: 8 00 - 15 000
- Riesenstorch: 20 000 - 35 000
- Sattelstorch: 8 000 - 15 000
- Sundamarabu: 5 000
- Argala: 700
- afrikan. Marabu: 100 000 - 300 000

(02.07.2016, 22:22)
Michael Mettler :   Man mag das Wort "Bestandserfassung" angesichts solcher Ergebnisse kaum noch verwenden: Im MĂ€rz 2016 wurde der Lebensraum der Mendesantilope mit Boden- und Luftteams und unter Einsatz modernster Technologie ĂŒber Abertausende Kilometer hinweg abgesucht. Dabei konnten nur noch 3 (!!!) frei lebende Individuen nachgewiesen werden. Nach der SĂ€belantilope steht also das nĂ€chste nordafrikanische Huftier vor dem Aus im Freiland.
http://www.iucn.org/content/saharan-addax-antelope-faces-imminent-extinction-0
(01.07.2016, 09:09)
WolfDrei :   dazu: Das Magazin "Quagga", ein hochwertiges Magazin fĂŒr Arten und LebensrĂ€ume, soll eine feste Instanz zur Werbung fĂŒr den Erhalt der Artenvielfalt werden. Es ist eine Initiative des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN) und des Verbandes der Zoologischen GĂ€rten (VdZ). Es ist eine Pilotausgabe die kostenfrei im Kölner Zoo erhĂ€ltlich ist!


(29.06.2016, 16:22)
WolfDrei :   Aus der TP-Biblio nach lĂ€ngerer Zeit:

- Folia zoologica 65 von 2016: Anzahl der Tschirus in China in der Tschan-Tang-Reserve 75 000; 1920 geschÀtzte 1 Million

- SECAS (Freunde der Pariser Zoos): Stand Goodfellow-BaumkÀnguruhs: 16,28,7 in 21 Haltungen

- Zoo-Report Brno, special supplement.
EisbĂ€rin Cora brachte am 21.11. 015 ihr 5. Kind, fĂŒr Zuschauer erste Vorstellung im MĂ€rz 016

- IZN (Nr. 418) Mai-Juni 016
In Cincinnati musste ein 18jĂ€hriger Gorillamann erschossen werden - in die Freianlage war ein 3jĂ€hriger Junge geklettert/gefallen. BetĂ€ubung hĂ€tte nichts gebracht. Die Mutter wurde nicht wegen VernachlĂ€ssigung der Aufsichtspflicht angeklagt. Wenn ich in der Schnelle richtig ĂŒbersetzte: die ``natĂŒrliche`` Zurschaustellung wĂŒrde heute von GitterstĂ€ben und Ă€hnlichen martialischen Begrenzungen absehen. Es werden weitere FĂ€lle aus den USA - auch mit Todesfolgen - angegeben - u.a . `` echte? UnfĂ€lle , Dummheitsakte (Schwimmen wollen mit EisbĂ€ren oder Tiger) und Suicidabsichten.

- Seiten 180 -202 (F. Nardelli - jener, der den `` neuen`` BlÀtteraffen entdeckte):
Stand und Perspektiven des Javanashorn in Udjung Kulon.
Schutz seit 1921, 30 000 ha.
Anzahl: 1967 ca 25; 1990 52-62; 2000: ca 70; 2011 32?; 2013 gegen 60; 2014; 35, 23. Mit Sicherheit gab es zwischenzeitlich einen Abfall der Anzahl . 2011 wurden 4 000 ha neu angeschlossen - allerdings nur mĂ€ĂŸig gĂŒnstiges Land mit großer Beeinflussung durch Bewohner und deren Vieh.
Die WWF schlĂ€gt vor, bei Erreichen von ca 80 Tieren 2,2 umzusiedeln. 80 Tiere scheinen auch fĂŒr die Vegetation von Udjung Kulon die maximale Anzahl zu sein.
Angedacht werden u.a. Way Kambas (Sumatra - Station der Sumatranashörner) oder eine Nachbarinsel von Udjung (15 000 ha) fĂŒr max 15 Tiere in der ``Zukunft``
Dem bisherigen indones. Management wird kein gutes Zeugnis ausgestellt.

- Abu Dabi und Tschad planen eine Freisetzung von 25 SĂ€belantilopen im Tschad - allerdings in einer nicht besonders geschĂŒtzten Region. Die S-Antilope ist seit ca 30 Jahren in der Natur ausgerottet.

- im Zoo von Chapultepec (Mexiko-Stadt) gab es den Schlupf von 2 juv. Kalifornischen Kondoren.
2015 gibt es mittlerweile wieder 435 Vögel

- der Taronga Western Plains Zoo in Australien plant die Übernahme von 80 Nashörnern aus SĂŒdafrika (Breitmaul?), pro Jahr von je 20 zwischen 2016 bis 019

- Kritik an den Panda-Zuchtstationen in China: es wurden zwar ca. 400 Tiere geboren, aber nur 4 in Freiheit gesetzt, 3 davon ĂŒberlebten

Und es gibt eine ``allgemeine`` zoologisch/ökologische etc. Zeitschrift - gut aufgemacht.
1. Ausgabe schon Ende 2015: QUAGGA - Magazin fĂŒr Arten und LebensrĂ€ume
www.quaggamagazin.de

(29.06.2016, 16:14)
WolfDrei :   Da nun ``FarbanomalitĂ€ten des Felles`` bei Enten etwas seltsam wĂ€ren, hier wenige ZusĂ€tze zur Laysanente an dieser Stelle . Ich hatte noch etwas gegoogelt und fand eine Bilddatei, die sich mit dem Aussatz von Laysanenten auf den Midway-Inseln befasste. Dabei ging es vor allem um die pflanzliche ErnĂ€hrungsbasis fĂŒr den Aussatz - die Bilder zeigten eine Anzahl von dort wachsenden `` Futterpflanzen`` mit dem systematischen Namen - ab und an auch die Enten. Der Wiederaussatz schein also geklappt zu haben. U. a. wurde oft darauf hingewiesen, dass die Laysanente mit ca. 600 wildlebenden Vögeln die seltenste Ente der Welt sei - was so nun nicht mehr stimmt.

Bis 2006 wurde angenommen, dass die Madagascar-Moorente ( Aythya innotata) ausgestorben sei mit damaligem Verbreitungszentrum am Alaotra-See, dem grĂ¶ĂŸten See Madagascars, der mittlerweile fast vollstĂ€ndig in ein Reisfeld umgewandelt wurde, zudem haben eingesetzte Tilapien die Nahrungsbasis fĂŒr die Tauchenten vernichtet. 300 km nördlich davon wurden dann an einem Vulkansee - und nur dort bisher - 13 Vögel gefunden. Die Annahme zu der Zeit war, dass es maximal 20-25 Vögel geben wĂŒrde. Nachdem aus einem Eigelege und dem Nachgelege Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden konnten, wurde die weitere Nachzucht vor Ort u. a. vom Wildlife und Wetland Trust und anderen britischen und madagassischen Organisationen ein Zuchtzentrum aufgebaut. Bisher wurden 75 Tauchenten aufgezogen. Es soll aber ein Aussatzprojekt notwendig sein, da an dem Vulkansee die elterliche Aufzuchtrate sehr gering sei, da die Jungtiere aufgrund der Tiefe des Sees nicht genĂŒgend mit wasserlebenden Insektenlarven versorgt werden können und damit die Todesrate extrem hoch ist. Nunmehr schein eine noch`` fast normaler`` Sumpfsee ( Lac Sofia) gefunden worden zu sein. Die Bevölkerung ist in das Projekt einbezogen.

(19.06.2016, 18:46)
WolfDrei :   Heute dann am Eingang: die Wurzpflanze blĂŒht nur drei Tage, heute also der 2. Tag. Nachdem ich das Foto gestern etwa um 12 Uhr gemacht hatte, hĂ€tte sich das HĂŒllblatt gegen 15 Uhr umgefĂ€rbt und ``umgeschlagen`` und dabei penetrant nach Aas gerochen. Die Befruchtung erfolgt nĂ€mlich durch Aasfliegen. Ich erreichte Dahlem heute gegen 16.30 - Ergebnis anbei.

Die Titanenwurzpflanze wird als ``grĂ¶ĂŸte Blume`` der Weltbezeichnet, allerdings wird die Rafflesia arnoldi, ebenfalls von Sumatra, als grĂ¶ĂŸte BlĂŒte benannt (mehr als 1 M Durchmesser). Wo liegt der Unterschied? Die Rafflesia gehört aber zu einer anderen Familie.
Und wie sumatranische Tiere ist auch sie Ă€ußerst gefĂ€hrdet.
(10.06.2016, 22:17)
WolfDrei :   Der Aronstab hatte etwa eine Höhe von 1 .m. Etwas anders im Aussehen ist die genannte andere Art A. konjac
(10.06.2016, 22:07)
WolfDrei :   Wohin stecken, wenn nicht unter diese Thema: Naturschutz betrfft ja nicht nur Tiere, auch Pflanzen. Am Montag wurde mitgeteilt, dass im Botanischen Garten Dahlem die Titanenwurzpflanze (gehört zu den AronstabgewĂ€chsen) demnĂ€chst blĂŒhen wĂŒrde. Nach den Angaben des ``Zustandes`` und den im Internet vorhandenen Daten fuhr ich also Donnerstag dorthin. Mein Wohnort liegt im VerhĂ€ltnis zu Dahlem in ``Sibirien``. Das Bild anbei. Die bisher grĂ¶ĂŸte BlĂŒte erreichte in den USA 3,10 Meter!!!
EinschÀtzung also: Freitag nochmals nach Dahlem.
Durch puren Zufall blĂŒhte aber eine andere kleinere Art - nĂ€chstes Bild
(10.06.2016, 22:05)
WolfDrei :   Aus der TP-Biblio:
- FALKE 04 / 2016: 2015 kamen in NRW von 222 Wanderfalkenpaaren ca 400 Jungtiere zum Ausflug

- Papeigeien , 04 / 2016: beim Kakapo (Eulenpapagei) Neuseelands steht eine gute Rimu-Beerenernte bevor, der erste Jungvogel ist geschlĂŒpft. Man hofft , bald die Zahl 150 zu erreichen - das ist eine dreifache Zahl gegenĂŒber 1990

- in Eberswalde verstarb Professor Ullrich Sedlag im 93. Jahr. Nach der DDR-Hochschulreform um 1970 und der Auflösung seines entomologischen Instituts der forstwissenschtlichen Hochschule Eberswalde war er schriftstellerisch tĂ€tig. FĂŒr mich und andere war ?Tierwelt der Erde? sein bekanntestes Buch, das auch weltweit verlegt wurde und in der Sowjetunion als Schulbuch genutzt wurde. Kurz nach der Wende wurde auf seine Initiative das Urania-SĂ€ugetierbuch der Sechziger mit Farbdrucken neu verlegt. Er war Mitglied vieler zoologischer VerbĂ€nde.

- ?International Zoo News? - MĂ€rz-April 2016: u.a. ein lĂ€ngerer Artikel ĂŒber den japanischen Riesenmolch, dessen Erhaltung und Zucht.
Dann ein ResĂŒmee ĂŒber ein Buch des Moskauer Zoos bezĂŒglich des 150. Jahrestages der Eröffnung.

Aus Berichten zoologischer GÀrten: in LA hat ein freilebender Puma einen Koala getötet ! - das ergab die Auswertung von Kameraaufnahmen. Ca. 5000 Pumas gÀbe es noch in Kalifornien.
Der Yorkshire Wildlife Park will eine große Afrikasafari fĂŒr 3,6 Mio Pfund bauen: u.a. mit ?a number of rhinos? , Zebras, Straußen, Elands, Lechwes, Giraffen

(26.04.2016, 17:48)
Patrick Marburger :   Passt zwar nicht wirklich hierher, ich wollte den Artikel den heutigen Artikel der StZ trotzdem hier "melden". Schon wieder also drei neue Primaten auf Madagaskar. Wie viele Formen man wohl in einigen Jahrzehnten kennt?
(16.04.2016, 16:19)
Oliver Muller :   Tigerfarmen wĂ€ren ja eigentlich - so geschmacklos sie auch sind - eine genetische Reserve, die man nicht unterschĂ€tzen sollte. Ich fĂŒrchte nur, da wird nicht unterartenrein "gezĂŒchtet"?
(14.04.2016, 14:52)
WolfDrei :   In der heutigen ?Berliner Zeitung? gab es einen Bericht ĂŒber eine ?Tigerkonferenz? mit höheren Regierungs-Vertretern asiatischer LĂ€nder ĂŒber die Situation es Tigers mit der optimistischen Mitteilung einer geringen Zunahme. Es wird aber weiter der Tiger als gefĂ€hrdet betrachtet. Nicht ganz so optimistisch wird ein Versuch Kambodschas betrachtet - unabhĂ€ngig von der systematischen Zuordnung - Tiger aus Indien in einem ?protected forest? fĂŒr 7 Mio Dollar wieder anzusiedeln - 2007 wurde der letzte gewildert.
Etwas gering erscheint mir der Bestand in China, da ich wohl kĂŒrzlich auch die Zahl 40 fĂŒr den Amurtiger las. China hatte ja von der UA-Systematik her den höchsten Anteil: Amur-T, sĂŒdchines. T (ausgerottet), mittelasiatischen T. (ausgerottet), Lob Nor-Tiger (ausgerottet) - aber vielleicht noch den Corbett-T in YĂŒnnan und auch den Bengal-T im an Indien angrenzenden Teil des SĂŒdhimalaya.
In ?Tigerfarmen? der betreffenden LÀnder (China, Thailand) gÀbe es etwa 7 000 Tiger
(14.04.2016, 11:53)
WolfDrei :   Aus ?SĂ€ugetierkundliche Infomationen? (Heft 50, 2016)

- Goldschakal in Deutschland (Nachweise ĂŒber Sichtung, Foto, genetischer Nachweis)
Schwerpunkt in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, besonders im Bereich Luckau - Lauchhammer, dort 13 Hinweise und ein Foto - aber auch in Mecklenburg, Bayrischer Wald und ! Cuxhaven! (genetischer Nachweis)

- SĂ€ugetierschutz in Russland (russischer Autor)
Nur wenige behandelte Arten - u.a.:
Zobel: geschÀtzte 1,5 Mio
Eurasischer Biber: wird fast als ?invasive ?Art gehandelt
Europ. Nerz: weiter Abnahme
Desman: in ?SchlĂŒsselwohngebieten? nur ca 4 000 Tiere
Saiga: Behandlung des Kaspigebietes (Kalmykien). 1920 nur ca 1000 Tiere; dann ab 1951 Bejagung (etwa 200 000/Jahr); 1958: 850 000; 1970: 250 000; 1978: 700 000; 1993 100 000.
Trotz Jagdschutz Tendenz abnehmend; noch nicht in das Rotbuch Russlands aufgenommen

Aus ?Radiata? (25, Heft 1, 2016)
Nachzuchten der ?echten? Seychellenriesenschildkröten (nicht Aldabra) vor Ort bis 2010:
Aldabrachelys gigantea hololissa: 40 Exemplare; A. g. arnoldi: 120
Die gerade noch Existenz der auf den eigentlichen Seychelleninseln vorkommenden Riesen ist ja erst seit gut 15 Jahre gesichert und anerkannt.

(30.03.2016, 09:02)
Klaus Schueling :   Heute traten unsere Freunde des Sphenisco e.V. mit folgendem Anliegen an uns heran:

Liebe Pinguinfreunde,

wir grĂŒĂŸen herzlich aus La Serena, Chile. Leider ist der Anlass unseres Schreibens nicht erfreulich. Erneut drohen der KĂŒsten- und Meeresregion, in der 80% der verbliebenen Population der Humboldt-Pinguine leben, irreversible SchĂ€den.

Chilenischen Wissenschaftler und Fachleute staatlicher Behörden haben Sphenisco gebeten, zu versuchen, die Öffentlichkeit in Chile und auch international auf diesen empörenden Skandal aufmerksam zu machen. Zugegeben, wir sind in einer ziemlich ohnmĂ€chtigen Position. Dennoch wollen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um gewaltigen Schaden von der Meeresregion La Higuera-Insel Chanaral mit ihrer Fauna und Flora abzuwenden. Im Anhang schicken wir Ihnen die "La Higuera / Insel Chañaral ErklĂ€rung" in deutscher, englischer und spanischer Sprache.

Sphenisco hat begonnen die Öffentlichkeit zu informieren und Abgeordnete, Senatoren und Vertreter von Medien in Chile auch persönlich zu informieren, um parlamentarische Anfragen und Untersuchungen bzgl. der UmweltvertĂ€glichkeits-PrĂŒfungen in der Region Coquimbo anzuregen (s.a.http://sphenisco.org). Wir möchten alle Institutionen bitten, unsere BemĂŒhungen durch 2 Massnahmen zu unterstĂŒtzen, indem sie
1. Ihnen verbundenen Organisationen und Institutionen bitten, die ErklĂ€rung zu autorisieren und dies Sphenisco per Email (sphenisco@online.de) mitzuteilen. Wir setzen dann den Namen der Organisation/Institution unter die ErklĂ€rung. Die Organisationen selbst brauchen nicht zu schreiben. Am Schluss sendet Sphenisco die ErklĂ€rung mit hoffentlich ganz vielen Organisationen an die politisch Verantwortlichen und zustĂ€ndigen Behörden in Chile (Sind ganz viele, ĂŒppige verschachtelte BĂŒrokratie!).
2. Ihre Kontakte zu Medien zu nutzen, um sie fĂŒr eine Berichterstattung zu gewinnen. Unsere chilenischen Partner setzen große Hoffnungen auf internationale Reaktionen und werden diese dann hier im Land ihrerseits einsetzen. Falls erforderlich können die Medien auch mit uns in Chile Kontakt aufnehmen.

Außerdem werden wir kurzfristig auf der Internet-Plattform "Rettet den Regen Wald" eine Unterschriften-Aktion organisieren.
Diese finden Sie unter folgendem Link: https://www.regenwald.org/aktion/1035/bitte-unterschreibt-26-000-humboldt-pinguine-retten


Wir bitten alle, sich an der Online-Petition zu beteiligen
(09.02.2016, 09:26)
Michael Mettler :   @WolfDrei: 50% des lebenden Sumpfschildkrötenbestandes (Hat man den komplett unter Beaufsichtigung?) oder 50% der aufgefundenen Überreste toter Schildkröten (Wer hat dann die anderen 50% auf dem Gewissen?)?

Was mich dabei wundert: Auf dem Heimatkontinent des WaschbÀren wimmelt es nur so von Sumpfschildkrötenarten. Wie kommen die eigentlich mit dem WaschbÀren als Fressfeind zurecht? Kannten die Verwandten in Europa bis dahin keine dÀmmerungsaktiven Feinde? Finden WaschbÀren in Brandenburg so wenig andere Nahrung (und das als Omnivoren!), dass sie besonders stark auf Schildkröten angewiesen sind?
(08.02.2016, 16:48)
WolfDrei :   Zur GefĂ€hrdung - nicht nur - der Trappen durch WaschbĂ€ren: Laut "Berliner Zeitung" wurden fĂŒr 2014/15 in Brandenburg 24 090 ( 15 % mehr als im Jagdjahr zuvor) geschossen, fĂŒr das Gesamtgebiet des WaschbĂ€rvorkommens 116 000. Notwendig sei aufgrund der DĂ€mmerungs-/NachtaktivitĂ€t das Aufstellen von Lebendfallen mit anschließender Tötung. Ca. 50 % der europ. Sumpfschildkröten hĂ€tten typische Bissverletzungen durch WaschbĂ€ren.
(08.02.2016, 16:09)
Tim Meschke :   Und wenn wir schon dabei, sind natĂŒrlich auch die WindrĂ€der. ;)
(04.02.2016, 09:35)
Michael Mettler :   Na, dann wĂ€re es doch ganz einfach, wie man die Trappen fördern könnte. Man mĂŒsste nur neben den FĂŒchsen auch die Seeadler abschießen ;-)
(03.02.2016, 22:48)
WolfDrei :   ZurĂŒck noch zum Trappenschutz, speziell gegenĂŒber PrĂ€datoren:
Mit der Wende gab es wirklich eine extreme Bestandszunahme an FĂŒchsen, da die Jagd fast völlig ruhte. Danach wurden PrĂ€mien ausgegeben, z.T erhöht von 20 auf 200 DM /Fuchs. Zwischen 1993 und 2001 wurden im Havelluch 2 821 FĂŒchse geschossen! Seit 2009 intensive Bejagung. Auch vermehrt Einsatz von Lebendfallen. Dennoch hat sich die Nachwuchsrate nicht verbessert. Eine Ursache war die ab Anfang der Neunziger durchgefĂŒhrte Immunisierung der FĂŒches gegen Tollwut - speziell Marderhund - und WaschbĂ€rzahlen stiegen damit explosionsartig an. Zu den Verlusten an Gelegen: etwa 70% sind NachtjĂ€gern zuzuordnen, 20 % Rabenvögel.
In den Schutzgebieten wurden deshalb kleinere Bezirke fuchssicher eingefriedet , die auch von den Trappen angenommen werden. Zum Erfolg ĂŒber ca 15 Jahre wurden folgende relative Verbesserungen ermittelt: anfangs Bruterfolg wie 1 : 1 freie Natur zu EinfriedungsflĂ€che, ca 7 Jahre spĂ€ter 1 : 3, gegen 2005 wie 1 : 13. Die absoluten Zahlen sind leider fĂŒr das letztere Datum schlecht : 9 Bruterfolge zu 120 - siehe Zunahme der PrĂ€datoren. Noch ein Erfolg - aber fĂŒr eine andere Art! Zunahme der Seeadleranzahl. Ca 50% der Verluste an Jungvögeln gehen auf ihre Kappe!
Dann gibt es natĂŒrlich auch Menschen-gemachte Verschlechterung: exorbitante Ausdehnung der MaisflĂ€chen und im Fiener Bruch Errichtung eines Windparks - auf geschĂŒtzter FlĂ€che.!!! Und das noch vor der Euphorie der Wind-Verstromung!

(02.02.2016, 20:25)
Michael Mettler :   Angesichts des minimalen Anteils mĂ€nnlicher Saigas an der Population wĂ€re es ja fast einen Gedanken wert, in der Wurfsaison gezielt mĂ€nnliche KĂ€lber einzusammeln (rechtzeitig, bevor auch natĂŒrliche Feinde zugreifen), kĂŒnstlich aufzuziehen und unter streng geschĂŒtzten Bedingungen als Junggesellen-"NachfĂŒllherde" fĂŒr NotfĂ€lle bereit zu halten, wenn schon die Zucht in Gehegen nicht nachhaltig gelingen will...
(27.01.2016, 16:01)
Tim Meschke :   http://news.mongabay.com/2015/12/new-monkey-species-or-an-artificially-colored-monkey/
In dem Artikel wird erklĂ€rt und begrĂŒndet, warum der Goldkronenlangur (Presbytis johnaspinalli), letztes Jahr entdeckt, doch keine eigene Art ist und die goldfarbenen Körperteile gefĂ€rbt wurden, wie es auf den TiermĂ€rkten in Indonesien ĂŒblich zu sein scheint (man denke nur an die gefĂ€rbten KĂŒken und Kaninchen, auch Plumploris, Makaken und Schleichkatzen werden gefĂ€rbt). FĂŒr mich erscheint diese ErklĂ€rung durchaus plausibel. Man kann halt keine Art nur auf Grundlage von Fotos beschreiben. Auch der letztes Jahr entdeckte Weißwangenmakak (Macaca leucogenys) wurde nur anhand von Fotos beschrieben. Hier wĂŒrde ich eine Farbmutation sympatrisch lebender Arten nicht ausschließen.

Das mit den Geiern ist wirklich schade. Man kann nur hoffen, dass die Zoos sich jetzt stÀrker den genannten Arten annehmen und die Zucht ankurbeln. Auch bei den Saigas muss endlich eine gute Lösung gefunden werden.
(26.01.2016, 20:27)
WolfDrei :   @MM: Soweit ich mich entsinne, gab es da keine nĂ€here ErklĂ€rung. Da die Biblio. 5 Wochen nicht offen war, lag eine erkleckliche Literaturmenge vor, so ĂŒberflog ich Vieles.
Es könnte auch sein, dass es sich um Verluste in dem Zuchtzentrum handelte, da sicher die Personalsicherung nicht unbedingt in der Zeit gegeben war, auch könnte es sein, dass die JÀger in der Zeit andere Sorgen hatten. Ungeachtet dessen ist die Anzahl an NestrÀubern (ich meine Vierbeinige) weiter immens z. B. im Brandenburgischen gestiegen.
Werde nÀchsten Dienstag detaillierter lesen.
(26.01.2016, 20:24)
Michael Mettler :   Wieso konnten sich denn bei der Großtrappe gleich mehrere NestrĂ€uberarten ausgerechnet ab 1990 so sehr bemerkbar machen? Sind die dortigen JĂ€ger alle nach der Wende in den Westen umgezogen...? Oder haben sich nach dem Mauerfall womöglich zahlungskrĂ€ftige Eiersammler aus den alten LĂ€ndern ihren unschönen Anteil gesichert?
(26.01.2016, 18:51)
WolfDrei :   Aus ? Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz? (Band 23, 2015, Görlitz):

u. a. 40 Seiten ĂŒber die Großtrappe in Deutschland vom Ehepaar Litzbarski, das insbesondere den Schutz entscheidend in der DDR und spĂ€ter betrieben hat:
BestÀnde in Deutschland: 1940: 4 100; 1960: 1200; 1970: 1030; 1980: 557; 1990: 151; 1997: 56; 2000 72; 2010: 110; 2015: 197
Heute gibt es drei Vorkommenszentren: HavellÀndisches Luch (ca.75 Tiere); Bereich Belzig (55 ); Fiener Bruch (65)
Ab 1990 starke Verluste an Eiern und Jungvögeln durch FĂŒchse, WaschbĂ€ren und Marderhunden, auch Rabenvögeln, bei den Erwachsenen durch Seeadler; Notwendigkeit der Aufzucht in rĂ€ubersicheren eingefriedeten Anlagen einiger ha-GrĂ¶ĂŸe

Aus ?Die Vogelwelt? 135, Heft 3 (2015)
Stand von Großvögeln im polnischen Schlesien im Vergleich 1900 und 2004/05: Kraniche: 60 (1900) zu 300; Seeadler: 0 zu 81-103; Schwarzstörche: 10 zu 124

Ein Bericht aus dem Friedrich-Löffler-Institut bezĂŒglich der sogenannten ?Wildvogelthese? zur Einschleppung der Vogelgrippe: selbige These kann nicht bestĂ€tigt werden. Allerdings gab es im Krauskopfpelikanvorkommen im Donaudelta 86 Verluste

Aus ?Mittelungen der KleinsÀuger-Bundesarbeitsgruppe? Heft 3 (2015)
u.a.
- Entdeckung einer ?Schweineschnauzenspitzmaus? auf Sulawesi
- Bild einer neuen Makakenart aus ?SĂŒdtibet?: Weißwangenmakak, M. leucogenys

?Mitteilungen der ZGAP?, Heft 2 (2015)
u.a.:
Umwidmung der GefĂ€hrdung von Sperbergeier, WeißrĂŒckengeier, Wollkopfgeier und Kappengeier auf ?critically endangered? !!!!!!!

Anzahl von Bawean-Pustelschweinen (eigene Art) auf der nur 200 km 2 großen Insel: 250 - 500 Tiere

Stand der durch das ISB erfassten Bestandszahlen des in Vietnam ausgestorbenen Edwardfasans Ende 2014: 89.63, weltweit 94,66. Mit nicht registrierten Vögeln bei Privathaltungen ca 1000.
Beim Àhnlichen ?Vietnamfasan? 62,63.
Diskutiert wird die Schaffung einer Zuchtanlage in Vietnam

Zum Todeszug der Saiga im Schutzgebiet Betpak-Dala durch eine bakterielle Infektion (Pasteurella):
Gefunden wurden etwa 148 000 tote Tiere, ca 50% des gegenwÀrtigen Weltbestandes (seit 2002 als critically endangered eingeschÀtzt).
Eine Zuchtanlage in Elista/ Ural wuchs zunÀchst auf 90 Tiere, dann der Seuchenzug auch dort - Rest 4 Tiere.
Alle bisherigen ZuchtbemĂŒhungen waren ohne Erfolg auch unter geografisch Ă€hnlichen Bedingungen, gegenwĂ€rtig noch ein Bestand in Askania Nova zum 1.1.2015: 499 Saigas ohne nennenswerte Zunahme.
Eine Gefahr ist die selektive Wilddieberei auf die MĂ€nnchen, die z. T. nur noch ein Prozent der Gesamtzahl ausmachen
Die Anzahl der mongolischen Art wird auf 11 000 - 20 000 geschÀtzt (mehr als bisher angenommen)

Aus ?International Zoo News? 62/6 (Nov.-Dez. 015)
u.a. :
Die von mir schon zitierte ?Entdeckung? eines neuen Goldschopf?affens in Indonesien ist wahrscheinlich ein ?Betrug? - nicht des ?Beschreibers?: offensichtlich hat man einigen normalen Trachypithecus auratus-Schlankaffen die Haare gebleicht (?likely partially bleached?). Alle (11 Tiere) befanden sich auf einem Vogelmarkt.
Man denke dabei auch an die ?Entdeckung? eines ?Spindelhornrindes? vor Jahren in Vietnam: WÀrmebehandlung normaler Zebuhörner und Drehung in Spiralen

Forschungen zum Status des Borneoelefanten werden durch eine ?SOS Elephants Foundation? angeregt. Anzahl im nordöstlichen Teiles Borneos (Sabah): 2 000 Tiere

Aus Cincinnati ist das letzte dort geborene Sumatranashorn ?Harapan? (nunmehr 8 Jahre alt) im Oktober nach Sumatra geflogen worden. Im ?Sumatra Rhino Sanctuary? befindet sich schon Bruder Andalas, Vater eines vor kurzem geborenen MÀnnchens. Die Mutter ?Ratu? ist zum 2. Mal trÀchtig - Geburt ca Mai 2016. Dort gibt es mit Ratu drei Weibchen.

Der Prager Zoo bemĂŒht sich um Große Pandas

(26.01.2016, 17:31)
WolfDrei :   Aus "Papageien" 11/2015: Dem ACTP (Assoziation zur Rettung gefĂ€hrdeter Papageien in Schöneiche/ Brandenburg) ist es gelungen, aus Australien mit dem Segen der dortigen "Genehmiger" Braunkopfkakadus (Calyptorhynchus lathami) einzufĂŒhren.
(10.11.2015, 19:49)
WolfDrei :   Nun anbei ein Foto eines der neuentdeckten BlĂ€tteraffen aus dem IZN 414 (nicht IZW wie ich unten schrieb). Autor war ein gewisser Francesco Nardelli
(10.11.2015, 19:12)
WolfDrei :   Aus dem letzten "International Zoo News" (IZW, Nr. 414)
u.a.: Mitteilung ĂŒber die Entdeckung eines neuen BlĂ€tteraffen aus Indonesien. "Entdeckt" wurden sie (11 Exemplare , alle Altersgruppen) auf einem Vogelmarkt. "Goldkronen-BlĂ€tteraffe" Presbytis johnaspinalli nach dem GrĂŒnder der Privatzoos Howletts und Port Lympne. Alle Ex haben eine gold-gelbe Kapuze oder Kopfkrone bei ansonsten schwarzer GrundfĂ€rbung. Die Tiere stammen möglicherweise von der Insel Sumatra; der Autor will aber den genauen Fundort nicht mitteilen, um nicht illegalen FĂ€ngern einen Tipp zu geben.

Weiterhin: Das Skansen-Aquarium Stockholm hat Rautenkrokodile gezĂŒchtet und davon 10 Exemplare wieder nach Kuba geliefert .
Der Ranking-Spezialist Sheridan gibt eine Kurzfassung seiner EinschĂ€tzung europĂ€ischer Zoos fĂŒr 2014. U. a. Kategorie A (ĂŒber 1 Mio Besucher): Wien, Leipzig, ZĂŒrich; Kategorie B (mehr als 500 000): Rostock!, Frankfurt, MĂŒnster.
Kategorie "Ostzoos": Prag, Budapest, Breslau, etc. Unter den ersten 10 sind 5 tschechische Zoos (neben Prag Dvur, Pilsen,, Ostrava, Zlin-Lesna)
(04.11.2015, 22:38)
WolfDrei :   Aus einer japanischen Fachzeitschrift ( Mammal study, 40; Heft 3, Sept. 015)
Sikaunterarten Japans aus japanischer Sicht:
Hokkaido, Cervus nippon yesoensis
Honshu, Tsushima: C. n. centralis
Kyoshu, Shikoku, Goto, C. n. nippon
Insel Magashima, C. n. megashimae
Insel Yakushima, C. n. yakushimae (so groß wie ein Schweinshirsch, sah ich 1994 in Beijing)
4 Inseln des Riu-Kiu-Archipels (gemeiniglich Okinawa): C. n. keramae
Letztere werden als gefĂ€hrdet betrachtet, wurden jedoch nachweislich aus der Kagushima-Region der Großinsel Kyoshu um 1618 dorthin gebracht.
Die Arbeit befasst sich mit DNA -Untersuchungen, um die “genetische Reinheit” der 4 Inselpopulationen und den Herkunftsort zu klĂ€ren.

(28.10.2015, 08:22)
WolfDrei :   Regulus 4 / 2015 (Luxemburg): Man bereitet sich auf das erstmalige Erscheinen eines Wolfes in Luxemburg ĂŒber das Erstellen eines “Wolfsmanagement-Planes” vor, nachdem nunmehr in den Vogesen schon Jungtiere gesehen wurden und auch im Saarland ein Wolf auftauchte.

- aus dem Annual Report 2014 des Milwaukee County Zoos / USA: der Zoo wirkt mit bei der Rettung des Grand Cayman Leguans und des Jamaica Leguans. Ersterer existierte 2003 nur noch in 12 Exemplaren, gegenwÀrtig sind es in der Natur etwa 200 (man nehme nochmals mein Bild vom Besuch des Prager Zoos). Vom Jamaica Leguan wurden 2014 300 Jungtiere in einer Zuchtanlage gezogen. Der Zoo besitzt auch 2 relativ junge Schreikraniche, die 2013 und -14 Eier legten (ohne Bruterfolg). GegenwÀrtig gibt es in Zuchtanlagen und in der Natur wieder gegen 500 Vögel.

(20.10.2015, 17:19)
Tim Meschke :   Dieses Jahr wurde sogar eine neue Makakenart entdeckt: der Weißwangenmakak (Macaca leucogenys).
(14.10.2015, 15:54)
WolfDrei :   Regen den ganzen Tag, 5°C in Berlin. Sitze und Google und finde ( suchte natĂŒrlich etwas anderes) eine Überschrift: "A new living species of a large mammal: hello, Tapirus kabomani" in "Tetrapod zoology" von einem D. Naish (Dez. 2013). Die ErwĂ€hnung bezieht sich auf einen Artikel der "Entdecker", u.a Cozzuol und andere im "Journal of Mammalogy" Band 94, Seite 1331 von 2013. Diese aufsehenerregende Entdeckung sei nach dem Fund der Saola die nĂ€chste "Großentdeckung" - die jedoch weiter gesichert werden muss. Eine "Spezialgruppe" des IUCN will sich bis 2017 darum kĂŒmmern. Dieser Tapir soll der kleinste Tapir sein, hat eine etwas andere KopfausprĂ€gung, einen etwas anderen SchĂ€del. Seltsam ist allerdings fĂŒr mich ein seltsam zerrissenes Vorkommen: westlichstes Brasilien, etwas Kolumbien und Venezuela, aber auch ein StĂŒckchen an der AmazonasmĂŒndung und auch in Französisch -Guayana. Man findet drei Fotofallenbilder von 2 Tieren. Der Name wurde von einen Indianerstamm entlehnt. Die Entdeckung ist schon von Wikipedia aufgenommen.
Anfrage: ist das auch "BEI UNS" schon gemeldet worden?
Gleichzeitig fand ich eben von Marc van Roosmalen, der ja sehr umtriebig in Brasilien ist, in der Zeitschrift "Cryptozoonews" eine Bemerkung ĂŒber einen "Zwergtapir", Tapirus pygmaeus. Ob das identisch mit obigem ist, kann ich bisher nicht sagen.
Im HMW "Hoofed Mammals" von 2011 ist natĂŒrlich diese "vielleicht"- Entdeckung nicht erwĂ€hnt.
(14.10.2015, 15:09)
WolfDrei :   Jahresbericht Mulhouse: Geburt von RolowayMK und Sclater-Lemur (fast die einzigen weltweit 2014)
2014-Jahresbericht Ueno-Tokyo: ausgestellt werden 5,4 Fingertiere, 4 Koboldmakis; 4 Zwergflußpferde. "Richtige" WiederkĂ€uer fand ich fast gar nicht.
La Lettre da la SECAS (Paris )Die Menagerie hatte Schlupfe bei Kragen- und Zwergtrappen, weiterhin Nachzuchten bei Blauschaf, Markhor und Arkal.
Nach Ausbildung von Rangern und großflĂ€chigen Untersuchungen kann nach neueren Befunden die Anzahl des großen Bambuslemuren (Hapa-[Pro-]lemur simus) auf 1 000 hochgerechnet werden. Vor ca. 40 Jahren wurde schon sein Aussterben befĂŒrchtet.
Die Anzahl der Bonobos ist von ca. 100 000 (1980) auf jetzt 10-20 000 gesunken
(13.10.2015, 19:47)
Bryan Egli :   Soweit ich weiss, konnte man im letzen Jahr mit der Hilfe von Kamera-Fallen mindestens 58 verschiedene Tiere identifizieren, vielleicht sogar 61. Ich hoffe sehr dass die Population noch weiter steigt, dann hĂ€tte man aber frĂŒher oder spĂ€ter das Problem dass der Nationalpark zu voll wĂ€re. Deshalb wĂŒrde ich es begrĂŒssen wenn man bald ein paar Tiere fĂ€ngt und diese in Zuchtstationen bringt, wĂ€re extrem schade wenn ein Virus den Bestand wieder senken wĂŒrde.

Übrigens, spannender Bericht ĂŒber SĂŒdafrika, manchmal wundere ich mich schon, warum in Europa eigentlich so "wenige" Antilopen gehalten werden.
(10.09.2015, 19:24)
WolfDrei :   Javanashornachwuchs in Udjong Kulon: die "Berliner" berichtet, dass Fotofallen drei junge Javanashörner abbildeten , alle aus einem Jahr. Im Internet nachgeschaut, wird behauptet, "dass es nunmehr 60 Tiere geben wĂŒrde. Das sei eine Steigerung, da 2011 nur 35 existierten". Diese Rechnung mĂŒssten mir die Verantwortlichen dort aber erst nĂ€her erklĂ€ren. Trotzdem: ein Erfolg, wenn die erste Zahl stimmt.
(10.09.2015, 06:16)
WolfDrei :   Oh, war wohl zu nah!
(06.09.2015, 20:21)
WolfDrei :   dann etwas nĂ€her
(06.09.2015, 20:17)
WolfDrei :   Löwen waren nur aus der Ferne abzubilden
(06.09.2015, 20:14)
WolfDrei :   man wartete auf den Segen von oben
(06.09.2015, 20:11)
WolfDrei :   Nach einer schnellen Sichtung der Fotos nochmals die Leoparden: nach einer gewissen Weile erstieg ein Nachwuchstier das BĂ€umchen...unten wieder die FleckenhyĂ€nen..
(06.09.2015, 20:09)
WolfDrei :   Oh, fast vergessen: unsre eigene Gruppe: Hier Vervet-Meerkatze und dazu große Gruppen Tschakma-Paviane
(01.09.2015, 20:47)
WolfDrei :   Elefanten gab es in beiden NPÂŽs genĂŒgend, meistens mit vielen Jungtieren. Bei Impalas, Zebras und Gnus wurde kaum noch angehalten, Giraffen und Hippos (so ein Wasserloch existierte) sind mit Sicherheit zu sehen - weniger “richtige”Antilopen: Kudus öfter, Caamas kaum, Tsessebes nicht, gelegentlich Buschbock, Wasserbock, Nyala, Klippspringer. FĂŒr Steinböckchen und Steppenducker mußte ich den Ranger erst aktivieren - die GĂ€ste wollen natĂŒrlich die “FÜNF GROSSEN” sehen.
Dann noch gesehen: Buschbaby, Genette, afrikanische Zivette, Klippschliefer, Mangusten, Honigdachs, Buschhase .
Hier ein mĂ€nnliches “Steenböckchen”

(01.09.2015, 20:05)
WolfDrei :   Breitmaulnashörner wurden oft gesichtet, im Pilanesberg-NP sahen wir an einem Vormittag 12 Tiere. Leider geht das Abschlachten unvermindert weiter. Hier Mutter und Kalb - wie es sich fĂŒr diese Art gehört, geht das Kalb voran.

(01.09.2015, 20:03)
WolfDrei :   KaffernbĂŒffel wurden nicht so oft gesehen: eine Herde von ca. 100 Tieren, die sich leider beim Fressen nicht stören ließen. Dann drei Altbullen .

(01.09.2015, 20:00)
WolfDrei :   Am letzten Tag dann in einer Wasser-Abflußröhre unter einem Weg in 3 m Entfernung eine HyĂ€nenfamilie mit 2 Jungtieren. Große Liebe zueinander - außer mit dem Vater! Der wollte seine Ruhe haben.

(01.09.2015, 19:57)
WolfDrei :   Auch mit sehr viel GlĂŒck: ein Gepard.

(01.09.2015, 19:55)
WolfDrei :   Eines der fast erwachsenen Jungtiere
(01.09.2015, 19:51)
WolfDrei :   Einige Fotoimpressionen zum KrĂŒger-NP. Effektiv 3,5 Tage in Skukuza, einem der Hauptcamps, Zeltunterbringung (im Pilanesberg NP morgens 4°C). 5 3-Stundenfahrten mit einem ausgebildeten Ranger zwischen 6 (es war saukalt auf der Fahrt) und 9 Uhr bzw. zwischen 15 und 18 Uhr; eine Nachtfahrt bis 20 Uhr und ein “morning walk” zu Fuß mit zwei Rangern. Der Organisator “Outlook Safaris” hatte im lockeren Tages-Wechsel zwischen 4 und 10 Teilnehmer aus aller Welt (USA, Kanada, Hongkong, Deutschland, Österreich, “SĂŒdostasien“, DĂ€nemark, UK), so dass in der Regel auf dem Safariwagen (12 PlĂ€tze) genĂŒgend Platz zum Foto-“Ortswechsel” war.

GlĂŒck muß man haben - das betraf speziell die Leoparden. 3 Tiere ( Mutter mit erwachsenen Jungen): Mutter auf dem Baum mit dem “Kill” (Impala), unten 5 auf herunterfallende Reste wartende HyĂ€nen. SpĂ€ter noch 2 Leoparden in Entfernung. Bei der tollsten Löwenfindung war ich leider auf dem Marsch: 20 Löwen, davon eine Gruppe mit Jungtieren in 20 m Entfernung - das hatten selbst die Ranger noch nicht auf einer Fahrt von 3 Stunden gesehen. “Meine” Löwen hielten sich in ca 50m Entfernung dezent zurĂŒck.

(01.09.2015, 19:47)
Tim Meschke :   So schnell kann das leider gehen. Und da ist es doppelt schade, dass die Zoos, abgesehen vom GĂ€nsegeier und Bartgeier, sich eher stiefmĂŒtterlich um die Geierzucht kĂŒmmern. Ohrengeier und Fahlgeier gibt es sogar gar nicht mehr in deutschen Zoos.
(20.08.2015, 07:08)
Michael Mettler :   Laut aktueller Ausgabe der ZOOQUARIA steht es mittlerweile nicht nur in Asien und Europa schlecht um Geier, sondern auch in Afrika sind drastische PopulationsrĂŒckgĂ€nge zu beklagen. Ursachen sind die Verwendung der fĂŒr die Vögel tödlichen Tierarznei Diclofenac bei Rindern und das Vergiften von Viehkadavern durch Farmer, die dadurch Raubtiere kurz halten wollen. Dazu kommt allerdings noch die sich immer mehr ausbreitende Praxis von Elefanten- und Nashornwilderern, Kadaver der gewilderten Tiere ebenfalls zu vergiften, damit WildhĂŒter nicht durch kreisende Geier auf ihre AktivitĂ€ten aufmerksam gemacht werden.

Laut SchĂ€tzungen sind die BestĂ€nde von Schmutz-, WeißrĂŒcken-, Sperber-, Fahl- und Wollkopfgeier innerhalb von drei Generationen um 90% oder mehr (!) zurĂŒckgegangen, womit die Arten in die IUCN-Katagorie "Critically endangered" fallen wĂŒrden. Bei Kappen-, Ohren- und afrikanischem Bartgeier sind die RĂŒckgangsraten mit geschĂ€tzten 70 bis 83% nur wenig niedriger. SpĂ€te Geschlechtsreife und die von Natur aus niedrige Vermehrungsrate erschweren zudem die Erholung von BestĂ€nden.
http://www.eaza.net/assets/Uploads/Zooquaria/ZQIssues/Zooquaria-90-LR.pdf

(19.08.2015, 06:26)
WolfDrei :   Noch eine Literaturnachlese:
- aus “Acta Theriologica Sinica “ (2001). Dschiggetai-Anzahl in der Inneren Mongolei: 11 400
Sichuan-Sika: 630-680

- aus “Mammalia” 1998. Anzahl von Muntiacus crinifrons (Schopf - auch Schwarzmuntjak) in China: 5- 6000
(Bild aus Peking 1994 anbei)

- aus “RudolstĂ€dter Naturhistorische Schriften” 2014:
Besuch der Lord Howe Insel (östliches Australien)
Die dortige Waldralle auf dieser biogeografisch interessanten Miniinsel war durch Besiedlung von
Wanderratten fast ausgerottet worden. Nach entsprechenden Ausrottungskampagnien gab es 1970
noch 20 Tiere, jetzt etwa 215

- “Tokyo Zoological Park Society” 2015. Seit 2011 gibt es ein EisbĂ€renprojekt japanischer Zoos u.a.
mit Austausch von Partnern. Bisheriges Resultat: 10 Geburten

Vielleicht irritiert, dass ich immer noch ĂŒber eingehende Literatur aus der Biblio des TP berichte.
Ca. 300 Paletten mit BĂŒchern, noch lĂ€ngst nicht der Gesamtbestand, warten auf ihr Schicksal, weiterhin kommen aber Hefte und BĂŒcher an, wenn auch minimal verglichen mit EingĂ€ngen von vor 30 Jahren . Zum Großteil sind dies - wie die obigen Zitate zeigen - “weniger bedeutende” Auflagen, auch japanische und chinesische Ausgaben ohne Englisch-Abstracts sind darunter. Relativ stabil sind EingĂ€nge deutscher Reptilien-, Vögel- und auch SĂ€ugetierhefte (u.a. SĂ€ugetierkundliche Mitteilungen, Rodentia), auch regionale Museumshefte, zum GlĂŒck auch einige internationale: WAZA- und EAZA-Mitteilungen, IZW und einige noch existierende deutsche Zoozeitschriften (u.a. Kölner Zoo, Hannover, Wilhelma, Manati ).

(19.07.2015, 11:55)
Michael Mettler :   Laut hannoverscher JAMBO! hat die IUCN die Thomsongazelle von "nicht gefĂ€hrdet" in "potenziell gefĂ€hrdet" hochgestuft, nachdem die BestĂ€nde in den einzelnen Verbreitungsgebieten seit den 70-er Jahren um bis zu 70% zurĂŒckgegangen sind (auch in Schutzgebieten).
(19.07.2015, 09:04)
WolfDrei :   Anbei der Rekord-Mufflonbock. Es soll kein Hybrid sein!
(17.07.2015, 15:43)
WolfDrei :   Thema gemischt mit Zoonachrichten:
6 Wochen war die Biblio geschlossen durch Krankheit, also ein gewisser Auflauf - selbst in 4 Regenstunden war nur ein Überblick möglich. Einige AuszĂŒge:

“Unsere Jagd” heft 7 / 015: im Zwickauer Stadtwald (410ha) wurde ein schon lange beobachteter Mufflonwidder mit riesiger Schnecke tot gefunden, von dem auch ĂŒber Jahre Fotos gemacht wurden, oft in Begleitung auch nicht gerade schwacher Böcke. rechte Seite: 122 cm, linke Seite 125 cm. Aus einem mir nicht einsichtbaren Grunde gilt er als abnorm und kommt nicht in die “Weltrekordliste”, Bild anbei.
ZusÀtzlich macht man sich Sorgen um die Existenz der Mufflons, da selbige zu einer bevorzugten Beute der Wölfe gehören.

“FagelwĂ€rld” 3 / 015 /Schweden): Schweden trĂ€gt ein Projekt, Trappen einzufĂŒhren. Zu diesem Thema schreibt die “VZE Vogelwelt“, dass in Deutschland die Zahl der freien Trappen jetzt die 200 ĂŒbersteigt.

“Flora und Fauna” 1 und 2 / 2015 (DĂ€nemark): DĂ€nemark hat zur Zeit zwischen 012 und 014 19 WolfsrĂŒden und 4 weibliche Wölfe. 40% der Beute sind Rehe.

“Manati” NĂŒrnberg : wichtige Geburten Okt. 014 - MĂ€rz 015: 0,3 Mishmis; 0,1 EisbĂ€r; 1 Buntmarder; 0,2 Prinz-Alfred-Hirsch

IZN Mai/Juni 015: u.a. zur Situation von Sumatra-und Javanashorn in Indonesien
-Sumatranashorn: Populationen gibt es im Way-Kambas NP. Bukit Barisan Selatan NP und im Gunung Leuser NP. FĂŒr den Way-Kambas NP (wohl die einzige zunehmende Gruppe ) werden 35 Tiere angenommen, aus Fotofallen-Aufnahmen lĂ€ssen sich als Ergebnis fĂŒr 2013 ca 7 KĂ€lber annehmen.
Im Rhino-Sanctuary Way Kambas gibt es nach der Geburt eines Bullen vor 2 Jahren jetzt 2,3. Man möchte auch den letzten Sumatrabullen aus den USA - den dort geborenen Harapan - haben.
- Javanashorn: im Ujong Kulon NP wurden nach Fotos aus Fotofallen 2011 etwa 35-44 Tiere angenommen.
Die Erhöhung der Fotofallenanzahl ergibt fĂŒr 2013 eine SchĂ€tzung von etwa 23 Bullen und 25 KĂŒhen. Eine neuere Auswertung der Bilder kam sogar auf eine Summe von 58 -61 Tiere. Im Grenzbereich wurde eine Erweiterung des Schutzgebietes um 5 000 ha vorgenommen nach Umsiedlung von Bauern und Rodung von invasiven Areca-Palmen. Bisher wird das Erweiterungsgebiet wenig von Nashörnern besucht (2-10 Tiere). Nashörner wurde ĂŒber lange Zeit nicht gewildert, allerdings kann das von Vögeln nicht gesagt werden.
- von P. de Chabannes werden interessante TierbestÀnde von zoologischen Institutionen in und rund um Manila /Philippinen mitgeteilt.
- Die Ursachen des Einbruches des Saigabestandes in Kasachstan sind weiterhin unklar. Angenommen wird, dass naßkaltes Wetter zu einer SchwĂ€chung des Immunsystems gegen eine noch unbekannte bakterielle oder virale Ursache zu dieser dramatischen Abnahme um 120 000 Tiere fĂŒhrte. Zum GlĂŒck sind Saigas in der Lage, Verluste schnell auszugleichen. Anzahl 1993 mehr als 1 Million;
2003 20 000; 2014 250 000 Tiere

- Am 6.7. Starb eine Dresdener Persönlichkeit: Max, das Leistenkrokodil, an Lungenproblemen, im Brandeshaus . Max lebte 57 Jahre im Dresdener Zoo und wurde etwa 60 Jahre alt.


(17.07.2015, 15:36)
Gudrun Bardowicks :   Sehr traurig. Ich hoffe, dass man sich jetzt doch stĂ€rker als bisher bemĂŒht, wieder eine gute Zoopopulation von Saigas aufzubauen damit man notfalls eine Reservepopulation in Gefangenschaft besitzt. FrĂŒher waren Saigas ja gar nicht so selten in Zoos.
(05.07.2015, 00:52)
Michael Mettler :   Innerhalb von nur zwei Wochen sind in Kasachstan 134.000 Saigas verendet, was der HĂ€lfte des Weltbestandes entsprechen soll:
http://www.theguardian.com/science/animal-magic/2015/jun/12/134000-saiga-antelope-dead-in-two-weeks-what-is-the-probable-cause
(04.07.2015, 23:56)
Sacha :   Was fĂŒr eine traurige Nachricht!
Herzliches Beileid an die Hinterbliebenen

Schliesse mich meinen Vorschreibern an: Ein grosser Verlust fĂŒr den Artenschutz, fĂŒr die Wissenschaft und auch fĂŒr das Forum hier. Habe seine BeitrĂ€ge immer geschĂ€tzt. Er war auch immer sehr hilfsbereit, wenn man ihn direkt kontaktiert hat. Leider war es mir nicht vergönnt, ihn persönlich - von Angesicht zu Angesicht - kennenzulernen.
(24.06.2015, 08:06)
Holger Wientjes :   Ja, das habe ich schon unmittelbar nach seinem Tod erfahren ! Tut mir leid, dass ich das nicht schon selbst hier zeitiger mitgeteilt habe ! Ist ein grosser Verlust fĂŒr die Menschen die ihn kannten und fĂŒr den Arten- und Naturschutz, daher ist die Mitteilung hier sicherlich nicht verkehrt !!
(23.06.2015, 22:40)
zollifreund :   gerade habe ich eine sehr traurige Nachricht gelesen: Ralf Sommerlad ist am 11.06.15 verstorben, er wurde 62 Jahre alt.
Da er seit Jahren ein KĂ€mpfer fĂŒr den Artenschutz, insbesondere fĂŒr Krokodile war, passt die Meldung sicher am besten in diesen Thread. Einige werden ihn sicher auch durch seine Arbeit in Köln und bei Hagenbeck gekannt haben oder seine immer sehr informativen und kritische BeitrĂ€ge (tw. auch hier im Forum) gelesen haben. Ich habe seine BeitrĂ€ge immer sehr geschĂ€tzt.

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Ralf-Sommerlad-ist-im-Alter-von-62-Jahren-gestorben;art675,1446113
(23.06.2015, 22:19)
WolfDrei :   Und hier gleich eine Pressemitteilung aus Dvur und Ol Pejeta - sieht nicht gut aus!

"Despite concerns over age and physical condition, the three rhinos were successfully anaesthetised. Examinations of the two females showed that neither is capable of natural reproduction. Sadly, the younger rhino Fatu has degenerative lesions in the uterus, but there is still hope that her mother, Najin, could conceive. Her reproductive organs are in good health, but her weak hind legs make it difficult for her to support a mounted male, and could also cause complications during the added weight of pregnancy. Samples from the male, Sudan, showed a low sperm count, with low motility and some morphological abnormality. This does not rule out using his sperm for in vitro fertilisation however".
(19.06.2015, 12:44)
WolfDrei :   Letzte AuszĂŒge aus "leszoosdanslemonde", dieses Mal aus dem Forum, Unterthema "Conservation".

- Die letzte ZĂ€hlung des Bengaltigers in Indien zum Januar 2015 ergab 2216 Tiere gegenĂŒber 1411 im Jahr 2006
- aus San Diego gingen mittlerweile 2,2 Kalifornische Kondore in den Zoo von Mexiko-City. Die anzunehmenden Nachwuchstiere sollen dann ausgewildert werden.
- Über (und von) Abu Dhabi sollen im Tschad zunĂ€chst 100 SĂ€belantilopen ausgewildert werden. Man sucht geeignete Orte.
Die SĂ€belantilope ist etwa um 1994 im Freiland ausgerottet worden.
- die ZĂ€hlung des Mindoro-ZwergbĂŒffels (Tamarao) ergab 382 Tiere (2014) gegenĂŒber 345 (2013)
- nachdem in Ol Pejeta (Kenia) der vorletzte Bulle Suni der nördlichen Breitmaulnashörner gestorben ist, will man einen sĂŒdlichen Bullen hinzusetzten und VerdrĂ€ngungszucht machen - oder kĂŒnstliche Besamung etc. Von einem verstorbenen Tier in San Diego hat man Körpergewebe eingefroren. Damit dĂŒrften noch etwa 6 Tiere leben, davon 3 zuchtfĂ€hige Tiere aus Dvur Kralove in Ol Pejeta.
(19.06.2015, 12:34)
WolfDrei :   Da ich möglicherweise die Möglichkeit habe, bei einem Flug einen ausreichenden Zwischenaufenthalt in Dubai (Emirate ) zu haben, um in Sharjah "vorbei zu sehen", habe ich etwas bezĂŒglich des arabischen Leopards gegoogelt. Im “Breeding Centre of Endangered Arabian Wildlife” Sharjah hatte ich vor 6 Jahren die Möglichkeit , dort Aufnahmen zu machen. GegenwĂ€rtig (so 2009 - 11) gibt es 74 Tiere (42,32,3) nur in arabischen Haltungen, mit Schwerpunkt Sharjah. Dort wurden bisher 38 Tiere geboren. Freibestand etwa 200 Tiere in sehr zerrissenem Gebiet. Es gab (gibt) 19 wildgefangene Tiere, 14 wurden zum Founder. Der arabische Leopard ist etwas kleiner als der “normale”, dazu relativ hell gefĂ€rbt und Ă€ußerst attraktiv.
(nachzulesen ĂŒber google: Budd and Leus, 2011, in “Zoology in the Middle East”, Suplement)

Aus anderen Ausgaben zu TierbestÀnden auf der arabischen Halbinsel: Caracal:
10 000; arab. Wolf: 2 500; StreifenhyÀne: 2 500

(14.05.2015, 15:41)
WolfDrei :   Aus dem “International Zoo News”, MĂ€rz-April 2015

- 110 Schnabelbrustschildkröten (Aristochelys yniphora) aus der Zuchtstation auf Madagascar wurden in der Westregion freigesetzt. Vor ca 30 Jahren gehörte sie zu den gefÀhrdetsten Tieren. Vor Jahren wurde sie auch dadurch bekannt, dass Diebe die gesamte Brut gestohlen hatten.

- mexikanischer Wolf ( Canis lupus baileyi) in Arizona und New Mexico: 2010: ca 50 Tiere; 2013 83 und 2014 109 Tiere in 14 Gruppen, 38 Junge

- 2014 wurden in Afrika 20 000 Elefanten und 1 300 Rhinos gewildert

“Papageien” vom April:

Der Bestand der Spix-Aras hat die 100-Grenze ĂŒberschritten. Bisher 6 Jungtiere in Al Wabra und 4 im ACTP

(13.05.2015, 12:56)
WolfDrei :   Aus der heutigen Magazinbeilage der "Berliner Zeitung": Der "VereĂ­n zur Erhaltung bedrohter Papageien" (ACTP)gibt bekannt , dass dort bereits 4 Spix - Aras in diesem Jahr geschlĂŒpft sind. Woanders las ich, dass das Bestreben dahin geht, in "nĂ€chster Zeit" auf 150 Tiere aufstocken zu können - davon die HĂ€lfte dann im Besitz des brasilianischen Staate. GegenwĂ€rtig betrĂ€gt aber die Zunahme erst ca. 5-7 Jungvögel pro Jahr. Gesamzbestand gegenwĂ€rtig ca. 90 Vögel.
Der Spix-Ara ist in der Natur ausgerottet worden.
(11.04.2015, 10:14)
Michael Mettler :   Letzte Woche lief im TV eine relativ neue Doku ĂŒber den Kaukasus und die angrenzenden Ebenen, da wurden u.a. auch Saigas gezeigt. Im Kommentar dazu hieß es, dass der Anteil der mĂ€nnlichen Tiere durch die Bejagung auf gerade mal 5% des Bestandes geschrumpft sei.
(12.03.2015, 11:47)
WolfDrei :   Aus der Zeitung der Humboldt-UniversitĂ€t: “ Der Wolf als Gewinner der Wende“.
Forscher aus Deutschland (Biogeografen der Humboldt-Uni), den USA und aus Rußland haben eine Auswertung der Entwicklung des Großtierbestandes Rußlands zwischen 1981 und 2010 gemacht. Von Vorteil war, dass das jĂ€hrliche Tier-Monitoring der alten Sowjetunion auch nach den politischen VerĂ€nderungen (wenn auch mit geringeren Mitteln) fortgesetzt werden konnte. Unklar blieb mir nur, ob es sich bei der EinschĂ€tzung um die alten LĂ€ndergrenzen der Sowjetunion oder des “neuen” Rußlands handelt.
Betrachtet wurden die Populationen von: BraunbĂ€r, Elch, Luchs, Reh, “Rothirsch”, Rentier, Wildschwein und Wolf.
Unmittelbar nach den politischen VerĂ€nderungen sank zunĂ€chst der Bestand zum Teil rapide (erinnert sei hier an die nicht aufgefĂŒhrten Amurtiger und speziell die Saigas). Ursachen u. a. war die fehlende staatliche Kontrolle, Wilddieberei (durch Armut und schwungvollen Handel u.a. mit Saigagehörn), Überjagung, fehlende staatlich Gelder. WĂ€hrend anfangs noch (bis Mitte der Achtziger) noch ein leichtes Anwachsen der Populationen bemerkbar war, sind zwischen 1991 und 1995 die Bestandszahlen drastisch zurĂŒckgegangen mit Ausnahme von einer Art (welche?). BraunbĂ€ren UM 20 %, Wildschwein UM 50%. Aber: die Wolfszahl stieg UM 150%.(Keine AbschußprĂ€mien mehr)
Nach gewisser wirtschaftlicher Konsolidierung gibt es ab 2000 wieder eine Zunahme zum Teil auf oder ĂŒber das Niveau der Achtziger (gilt begrenzt auch fĂŒr die Saga - mit Ausnehme der mĂ€nnlichen Tiere und den Amurtiger). GeschĂ€tzte Ursachen: Stilllegung von Acker- und WeideflĂ€chen, Umsiedlung der Landbevölkerung in die StĂ€dte. Nur der Luchs hat sich bisher nicht erholt
Fazit ”Die Studie zeigt, dass spezielle Schutzbestimmungen in Zeiten von UmbrĂŒchen mitbedacht werden sollten”. Schön wĂ€r es ja!
Ps: Die Überschrift gilt ja auch fĂŒr Deutschland - deshalb blieben meine Augen zunĂ€chst da hĂ€ngen.

(12.03.2015, 09:07)
WolfDrei :   Nanu, sind alle Zoos bei den mickrigen Minusgraden geschlossen????
Oder WeihnachtseinkÀufe?

Einige Zahlen bezĂŒglich der Robbenartigen aus "Mammalia" - wenn auch etwas Ă€ltlich:
Ostsee-Seehund: ca 5 500; Ladogaseehund: 5 500; Saimaseehund: 200 !
Ostseekegelrobbe: 5 300
Mönchsrobbe: 215 - 400. An dem Hauptort des Vorkommens (Mauretanien, Cap Blanc) gab es in den letzten 2 Dezennien 2 VirusseuchenzĂŒge mit ca 40 % Verlust des Nachwuchse. Auf den Desertas vor Madeira leben 20 Tiere
(30.11.2014, 12:14)
Gudrun Bardowicks :   Sehr erfreuliche Zahlen. Dann besteht ja tatsĂ€chlich eine reelle Chance, dass der Pardelluchs durch Auswilderungsprojekte in der freien Wildbahn auch in Zukunft ĂŒberleben kann.
(12.11.2014, 23:44)
WolfDrei :   Könnte sogar stimmen: in "jungle world" von 2013 fand ich soeben folgenden Ausschnitt:

"Als im MĂ€rz 2005 in der Aufzuchtstation El Acebuche im Nationalpark Coto de Doñana die ersten drei Luchsbabys zur Welt kamen, war das nicht nur der erste Zuchterfolg unter menschlicher Betreuung, sondern auch ein Zeichen dafĂŒr, dass es gelingen könnte, die Katzenpopulation durch Zucht und anschließende Auswilderung so weit aufzubauen, dass sie irgendwann wieder auf eigenen FĂŒĂŸen schleichen kann. Dabei hat sich die Nachzucht mit ĂŒber 90 Jungtieren in den vier Aufzuchtstationen seit 2005 so erfolgreich entwickelt, dass mittlerweile darĂŒber nachgedacht wird, Luchse auch in bisher unbesiedelten geeigneten Gebieten in Portugal und Spanien auszuwildern, damit die Katzen dort neue Populationen grĂŒnden können".

Es handelt sich um das am stĂ€rkten unterstĂŒtze Schutzprojekt : 28 Mio Euro!
(12.11.2014, 18:28)
Michael Gradowski :   Wow, wirklich erstaunlich und vor allem sehr erfreulich!

Übrigens auch eine Art, die ich mir gut im TP Berlin vorstellen kann :-)
(12.11.2014, 18:18)
WolfDrei :   BezĂŒglich des Pardelluchses der Iberischen Halbinsel fand ich interessante Geburtenzahlen in "Zoo Biology", einem Organ der EAZA, im Sept.-Okt.-Heft 2014 interessante Geburtenzahlen von 2014 in der Zuchtstation von El Acebuche. Ausgehend von ca. 30 Founder-Tieren von etwa 2000 wurden mit deren Nachwuchstieren 2014 fast 100 Jungluchse(!!!) geboren, wĂ€hrend es 2008 nur 10 waren. Muß ich nochmals nachĂŒbersetzen - Schwerpunkt der Arbeit war der Vergleich der Gewichtsentwicklung von Jungluchsen bei Mutter -und kĂŒnstlicher Aufzucht.
(12.11.2014, 18:13)
WolfDrei :   In "Mammalian Biology" (habe dummerweise nicht die Erscheinungszeit abgeschrieben - das Heft war neu) fand ich von iranischen Wissenschaftlern eine Arbeit zur AbklĂ€rung der "Nah-Ost-Leoparden"., dazu auch eine Vorkommenskarte. Es ging eigentlich um die Einbeziehung von u.a. tulliana und ciscaucasica in die UA saxicolor. Einige Bestands-Daten aus der Karte wĂŒrde ich anzweifeln - so sollen wohl in "Westanatolien" (hoher Taurus) schon seit 1975 keine Leoparden mehr leben, gegebenenfalls noch um Adana. Angegeben werden fĂŒr den Bereich saxicolor ("persischer" L.) und nimr (arabischer L.) 800 - 1200 Leoparden, davon ca. 80 % im Iran. FĂŒr nimr werden fĂŒr den Jemen 25-30, fĂŒr Israel 5-10 angenommen. Ca. 80 Tiere leben in Gefangenschaft, speziell in der Zuchtanlage von Sharjya (VAE)
Auf der Karte sind die Restvorkommen gestrichelt dargestellt.
(05.11.2014, 17:18)
Sacha :   Das Problem ist, dass bei solchen Gutachten und GesetzesentwĂŒrfen auch Tierrechtler, Lobbyisten der landwirtschaftlichen Tierhaltung, Hundefreunde und Politiker mit Profilierungsneurose mitreden dĂŒrfen.

Gerade von den Tierrechtlern wird dann immer gerne darauf hingewiesen, dass dies ja zu einer Demokratie gehören wĂŒrde.

Demzufolge wĂ€re es also auch demokratisch, wenn auch medizinisch interessierte Laien ĂŒber die Zulassung neuer Medikamente (es könnte ja auch sie treffen) mitreden können. Oder Modelleisenbahner bei der EinfĂŒhrung neuer Loktypen fĂŒr die DB.

Ich bin grundsĂ€tzlich fĂŒr Haltungsverbesserungen in Zoos und Aquarien. Aber die Grundlagen dafĂŒr sollten Zoodirektoren in Zusammenarbeit mit Freilandforschern von anerkannten Hochschulen erstellen (und Kompromisse finden) und sonst niemand.
(04.11.2014, 11:50)
Hannes LĂŒke :   In den Niederlanden gibt es meines wissens nach eine ziemlich lĂ€cherliche Positivliste unter der z.B. das Frettchen verboten ist
(04.11.2014, 11:00)
Michael Mettler :   Ich finde es immer wieder erschreckend, mit welch geringem Sachverstand Entscheider irgendwelche Regulierungsmaßnahmen festlegen wollen. Das hier vielfach diskutierte neue SĂ€ugetiergutachten ist z.B. tatsĂ€chlich mit "SĂ€ugetiere" ĂŒberschrieben, nicht mit "WildsĂ€ugetiere". GrundsĂ€tzlich mĂŒssten die regelungen demnach auch fĂŒr domestizierte SĂ€ugetiere gelten, und tatsĂ€chlich gibt das Gutachten z.B. heizbare InnenrĂ€ume fĂŒr afrikanische Rinderrassen und asiatische mit Ausnahme des Yaks vor. Damit mĂŒssten z.B. Kaukasuszebus (da Asiaten) einen heizbaren Stall bekommen, ebenso Rinder aus Marokko, wĂ€hrend ein sĂŒdspanisches oder griechisches Rind trotz gleicher Klimazone ohne einen solchen auskommen dĂŒrfte. Einbezogen ins Gutachten sind auch Gayal, WasserbĂŒffel, Lama, Alpaka usw., wĂ€hrend Hausziegen und -schafe (von denen es bekanntlich nicht wenige Rassen tropischen Ursprungs in Zoos und bei Privathaltern gibt) keine ErwĂ€hnung und damit keine Regulierung finden. Somit wird z.B. ein Zwergzebu im Gutachten wie ein Wildtier behandelt, eine HĂ€ngeohrziege jedoch nicht.

Das ist ĂŒbrigens keine deutsche SpezialitĂ€t. Etwa Ende der 80er, Anfangs der 90er Jahre gab es in den Niederlanden einen Gesetzes(?)entwurf, der die private Haltung von WildsĂ€ugetieren bis auf ein paar Ausnahmen (Positivliste) untersagen wollte. Nach dieser Positivliste wĂ€re dann die Haltung Asiatischer Streifenhörnchen, die als Heimtiere in NL weit verbreitet waren, kĂŒnftig verboten gewesen, die Haltung amerikanischer Chipmunks (von denen es seinerzeit keine in NL gab) jedoch erlaubt. Es kommt aber noch besser: Im Originaltext wurde damals darauf hingewiesen, dass domestizierte Tiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, HĂŒhner (!!!) usw. nicht unter das SĂ€ugetierverbot fallen wĂŒrden...

Erstaunlich ist auch immer wieder, welche SachverstĂ€ndige Feuerwehren bei Fundtieren konsultieren. Allein aus der hannoverschen Tagespresse sind mir FĂ€lle in Erinnerung, in denen eine vermeintliche Giftschlange durch einen herbeigerufenen Förster als Kornnatter bestimmt und dann in einem nahegelegenen Moorgebiet "wiederausgewildert" wurde oder wo ein konsultierter "Fachmann" eine ebenfalls aufgegriffene Schlange auf den ersten Blick als Kornnatter "erkannte", die auf dem zugehörigen Pressefoto von Feuerwehrmann mit Schlange fĂŒr den wirklichen Kenner aber eindeutig eine Taiwan-Schmucknatter zeigte (und diese beiden Arten kann man nicht mal farblich verwechseln). Wiederausgewildert wurden auch schon aufgegriffene Frettchen - da fragt man sich, warum nicht auch ausgesetzte Dackel (immerhin fĂŒr einen vergleichbaren Zweck gezĂŒchtete Tiere) in einen geeigneten Lebensraum verbracht werden...
(04.11.2014, 10:43)
Hannes LĂŒke :   Bitte verzeiht die schlechte Rechtschreibung und Grammatik. Meine FrĂŒhstĂŒckspause ist kurz :-D
(04.11.2014, 10:15)
Hannes LĂŒke :   Also in Deutschland regelt sowohl das Finanzamt (jĂ€hrlicher Gewinn) als auch das VetereniĂ€ramt (öffentlicher Zugang, anzahl gehaltener Zuchttiere bzw jĂ€hrlicher Jungtiere bzw Umsatz) wer gewerblich ist oder nicht. Als gewerblicher muss man in Deutschland auch die Sachkunde nach §11 Tierschutzgesetz nachweisen von daher gibt es keine fließenden ÜbergĂ€nge. Mein Highlight im Gefahrentiergesetz sind die Komodowarane.
Was die Ungleichbehandlung angeht:
Das Gefahrentiergesetz schlÀgt in der "Szene" vielen sehr sauer auf. Viele Vereine wie z.B. die DGHT fordern seit Jahren brauchbare Regulierungen zu Importen, Sachkunde etc.
Leider finden die Sachkundigen Vereinigungen kein gehör im Landtag. Nun soll es zu einem Totalverbot kommen. Es gab bislang jedoch kein TodesfĂ€lle (im Gegensatz zu den jĂ€hrlichen, zahlreichen TodesfĂ€llen mit Hunden und Pferden, von Dingen wie HĂ€ndeschĂŒtteln oder Autos ganz zu schweigen) und die angeblich gestiegene Zahl der EinsĂ€tze von Polizei und Feuerwehr wahr mit Ausnahme von EinzelfĂ€llen heimischen Tieren oder nicht unter das Gesetz fallenden Arten wie Kornnatter oder Königspython geschuldet. Bislang wurde in NRW auch noch kein 3. durch eines der Gefahrentiere verletzt.
LĂ€cherlich ist ebenso die Meldepflicht fĂŒr Riesenschlangen da diese bereits allesamt durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschĂŒtz und somit Meldepflichtig sind. Ein Verbot von Schnapp und Geierschildkröten ebenso da die Haltung der Tiere lĂ€ngst bundesweit verboten ist(was viele Sachkundige wie die DGHT oder die Reptilienauffangsation MĂŒnchen anprangern)

Online findet man leider keine klaren Aussagen welche Version nun aktuell ist. Mal gibt es Formuliereungen in denen Canis Lupus und Canis Lupus Dingo verboten werden, was bedeuten wĂŒrde man dĂŒrfte nur Dingo und Eurasischer Wolf nicht halten, alle anderen UA inkl Haushund schon. Mal heißt es Canis Lupus und alle UA was den Haushund einschließen wĂŒrde.

Bei den Katzen wurde in einigen Fassungen der Gepard schlicht und ergreifend vergessen (Alle Arten von Panthera und Puma Concolor)

Solche ungereimtheiten ziehen sich quer durch das sinnlose Verbot.
Auch kann man sich fragen wo all die Kaimane, Riesenschlangen ĂŒber 2m (was unfassbar viele ungefĂ€hrlich Arten sind)und großwĂŒchsigen Echsen hin sollen. Affenarten wie Berberaffe, Pavian und Rhesunsaffe sind bsolute LadenhĂŒter und schon von Zoo zu Zoo kaum unterzubringen, wo sollen die verbotenen Tiere hin.
Was ist wenn wir in eine Sitaution wie bei der Schnappschildkröte kommen und die schwarzen Schafe gegen die es eigentlich geht Ihre Tiere einfach frei lassen? So ne Kobra ist eine Sache aber ich hĂ€tte noch grĂ¶ĂŸere Angst einem Rhesusaffen im Wald zu begegen.
Wenn ich mir ansehe wie groß der Schwarzmarkt fĂŒr Kampfhunde ist glaubt die Landesregirung nicht wirklich, dass die schwarzen Schafe, um die es eigentlich geht, sich nicht sogar durch ein Verbot Ihrer Statussymbole angezogen fĂŒhlen. Aber was erwarte ich von einem Land in dem man allen Motoradfahrern das tragen von Westen verbieten will...
Sachkunde und Meldepflicht - Sehr gerne
Verbot? - NEIN!
(04.11.2014, 09:35)
Sacha :   @Michael Mettler:

Sorry, sehe Deine Antwort erst jetzt.
Nun ja, kommt eben darauf an was man unter "Privathaltung" versteht. Wenn ein Schlangenliebhaber seine Tiere nur einem ausgewĂ€hlten Publikum zeigt oder von einer Schulklasse/einem Betriebsausflug eine AufwandsentschĂ€digung verlangt, ist das dann auch "Privathaltung" oder nicht. Ich denke, die ÜbergĂ€nge sind fliessend.

Bei dem von mir genannten Beispiel ist es so, dass m. W. der Halter der Elefanten wĂ€hrend der warmen Jahreszeit durchs Land zieht (also im Prinzip "öffentliche Haltung"), die Tiere im Winter aber fĂŒrs Publikum nicht zu sehen sind.
(03.11.2014, 19:55)
WolfDrei :   “War mal kurz 10 Tage weg”.
Zuvor aber, nach Lesen der EintrĂ€ge dieser Zeit, die Feststellung, dass ja Herr Knieriem eigentlich nur die darin geĂ€ußerten Vorstellungen aufgreifen muss. Weiterhin bin ich aber gegen die angedachte Nutzung der AB-Halle - da gibt es doch in ca. 50 m Entfernung noch ein GewĂ€chshaus in der Art der Kroko-Halle, dort sollten nach der alten Planung wĂ€rmeliebende Echsen hinein - eine ausreichende Anlage fĂŒr mehrere Komodowarane! SpezialglĂ€ser wĂŒrden das Energieproblem schon meistern (im Sommer eher das der die KĂŒhlung - das war wohl damals das Problem).

Zu Jordanien: ein schönes Land, eine traumhafte Landschaft - leider offensichtlich kein schönes Land fĂŒr Tiere (es ging aber bei der Reise um die Historie - um die Felsenstadt Petra, dem Vornamen meiner Frau geschuldet). WĂ€hrend ein auch anderen nicht unbekannter ehemaliger Mitarbeiter des TP mir Tieraufnahmen von der “anderen” israelischen Seite des Grabenbruches zeigte ( z. B. Nubische Steinböcke und Klippschliefer in unmittelbarer OrtsnĂ€he), ging die Sichtung von Tieren fast aller Art gegen Null. Eine Ausnahme war die durchaus erfreuliche Menge an Korallenfischen bei Aqaba - zu sehen gewesen in einem (halben) U-Boot (GlasseitenwĂ€nde), leider fotografisch nicht besonders ermutigend. Gesehen wurden nur Schafe, Ziegen, Dromedare, Pferde und erstaunlich viele Maultiere.
Im Wadi Rum (Weltnaturerbe) nur der Bericht, dass es Steinböcke geben wĂŒrde- na, ja, bei einem Pulk von 15 stinkenden und knatternden Jeeps war meine Erwartung nicht sehr groß.

Auch das gelobte “Wildlife Reservat” Shaumari in Richtung Osten ist nur ein kleiner Trost - aber nicht, wie ich nach Literaturangaben glaubte, ein gelungener Freisetzungsversuch fĂŒr die arabische Oryx. Schon sehr frĂŒh (1975) bekam die Anlage aus Phönix Tiere, erste Geburten ab 78. Dann wurden die Tiere “in die Natur” entlassen - was heißt, dass sie in eine 22 km2 große umzĂ€unte FlĂ€che entlassen wurden - das war es.
Von zwei zoologischen Anlagen der Hauptstadt las ich eher Bedenkliches, eine Besichtigung war aber nicht möglich.
Anbei die beste Aufnahme (neben 4 besseren Vogelarten): ein Kofferfisch im Segelhafen eines Resorts bei Aqaba.

(03.11.2014, 19:04)
Michael Mettler :   Ein interessantes Beispiel fĂŒr Ungleichbehandlung liefern die hannoverschen Medien. Erst kĂŒrzlich wurde darĂŒber berichtet, dass ein Schimpansen-Privathalter in der Region seine beiden Schimpansinnen abgeben muss, die er vor ĂŒber 40 Jahren in schlechtem Zustand aus einem Circus "gerettet" hat. Beiden Tieren (eine der Schimpansinnen soll weit ĂŒber 60 Jahre alt sein) wird sogar ein guter Pflegezustand attestiert und sie haben eine enge Bindung an die Halterfamilie, aber die KĂ€fige entsprechen nicht mehr den Mindestforderungen. Entnervt vom jahrelangen Widerstand gegen Behörden und TierschĂŒtzer gibt der Besitzer seine Affen nun an die Stichting AAP ab.

Und dann lese ich heute in der Zeitung, dass ein bekannter Circus in Hannover gastiert, der einen einzelnen (!) Schimpansen hĂ€lt, und die gastgebende Stadt sieht darin kein Problem. Der Circus kann nĂ€mlich eine Ausnahmegenehmigung vorweisen, weil der 40-jĂ€hrige Affe schon seit 36 Jahren im Circus lebt (wie lange davon ohne Artgenossen, weiß ich nicht). Das verstehe, wer will.
(24.10.2014, 08:45)
Michael Mettler :   @Sacha: Sowas ist doch aber nicht mit "Privathaltung" i.e.S. gemeint, der betreibt doch wohl ein Gewerbe mit den Elefanten?
(23.10.2014, 23:48)
Sacha :   Sicher nicht sonderlich gross. Andererseits ist es manchmal schon erstaunlich, mit welchen Tieren Privatpersonen durch das Land tingeln. In der Schweiz haben wir z.B. einen, der dies mit zwei Afrik. Elefanten macht.
(23.10.2014, 21:17)
Michael Mettler :   Das Land Nordrhein-Westfalen will mit einer neuen Gefahrtierverordnung u.a. "vorsorglich" die Privathaltung von Elefanten und Nashörnern (!) verbieten:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article133557966/NRW-verbannt-giftige-Tiere-aus-dem-Wohnzimmer.html

Da wĂŒrde mich doch mal interessieren, wie groß das Privathalterpotenzial fĂŒr DickhĂ€uter in NRW eingeschĂ€tzt wird...
(23.10.2014, 19:51)
Michael Mettler :   Schlechte Nachricht aus Ol Pejeta: Suni, einer der beiden letzten zeugungsfĂ€higen Bullen des Nördlichen Breitmaulnashorns, wurde tot aufgefunden.
http://www.rtf1.de/news_sn.php?id=2865
(20.10.2014, 08:05)
WolfDrei :   Im "Regulus" 4/2014 (ein luxenburgisches zoologisches Magazin) wird ĂŒber eine nach langen Jahren erste luxenburgische erfolgreiche Storchaufzucht (2 Junge) berichtet.

Der "Falke" (Oktoberheft) widmet mehrere Artikel dem 100jÀhrigen Aussterbedatum der Wandertaube (letztes Exemplar im Zoo Cincinnati, "Martha")
(07.10.2014, 18:07)
WolfDrei :   Vom "Falken" gibt es ein interessantes Sonder-Heft: Eulen in Deutschland. Neben regionalen BeitrĂ€gen gibt es auch eine umfangreiche Arten- und Situationsbeschreibung mit Vorkommensstatistik. Interessant die heutige Anzahl der Uhus: 2 100 - 2 500!
Die WiedereinbĂŒrgerung des Habichtskauzes im Bayrischen Wald lĂ€uft: 5-6 Reviere wurden gezĂ€hlt, dafĂŒr gibt es Sumpfohreulen fast nur noch auf den friesischen Inseln (ca. 80-100 Tiere). Dagegen zieht die Zwergohreule aus sĂŒdlichen Gefilden ĂŒber die Alpen nach SĂŒddeutschland: ca. 2-7 Tiere mit unregelmĂ€ĂŸigen Zahlen pro Jahr
(23.09.2014, 21:41)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Da habe ich mir wegen Walsrode gleich mal die Ausgabe angesehen (auf der EAZA-Homepage als PDF aufrufbar): Besonders bemerkenswert finde ich außer der Fadenhopf-Nachzucht als solcher, dass der Vater der Jungvögel bereits 30 Jahre alt ist! Übrigens sind es "nur" sieben (4,3) Jungvögel, die "12" drĂ€ngte sich offenbar durch den englischen Namen Twelve-wired Bird of Paradise auf :-)

Interessant auch der Galago-Artikel in der selben Ausgabe; z.B., dass zwei genetisch so unterschiedliche StĂ€mme von G. senegalensis in europĂ€ischen Zoos gehalten werden, dass man sie vorsichtshalber als getrennte zoologische Einheiten managt; dass G. moholi kaum noch gehalten wird; und dass bisher keine Hybriden aus senegalensis und moholi bekannt wurden, obwohl die beiden Arten frĂŒher nur als Unterarten von senegalensis betrachtet und deshalb auch hie und da zusammen gehalten wurden.
(02.09.2014, 18:59)
WolfDrei :   Aus “Zooquaria” Heft 86 (Sommer 14)

- Walsrode hat bei den Fadenhopfen 12 Tiere aufgezogen
- Zwergflamingos in Leipzig: 40 Eier, 2 Schlupfe, 1 Aufzucht
- Giraffen in Afrika: peralta 400; rothschildi 1 100; antiquorum 1 900; camelopardalis: 1 100
- Rosataube Mauritius: 1976: 20-30 Tiere ; 1990: 10; 2012: 400; Ziel 600 Freilebende; EEP: 30,22,1
- ESB Phleomys pallidus: 67 Tiere
- Cikananga/Java: in einem “wohlorganisierten” Raubzug sind 152 SchwarzflĂŒgelstare gestohlen
worden - offenbar Auftragscoup

IZN 61/ 4 (407) Juli/August 14:

- Es besteht der Plan, Große Pandas in den Central Park New York zu holen
- 3 Przewalskipferde sind wieder von Prag aus in die Mongolei geflogen worden


(02.09.2014, 17:46)
WolfDrei :   Aus dem IZW-Heft Mai/Juni 2014:

In der “Zuchtstation” der “Borneo Rhino Alliance” in Sabah ist man wieder optimistisch. Nach einem MĂ€nnchen von 2008 befinden sich dort auch zwei Weibchen, gefangen 2011 und 2014. Nach Feststellung des miserablen Zustandes des Reproduktionssystems bei den Weibchen werden gegenwĂ€rtig wieder funktionell “arbeitende” Oocyten konstatiert. Angenommen wird, dass durch das Fehlen von MĂ€nnchen die damit unterbliebene Fortpflanzung bei dieser Population zur "RĂŒckbildung" der Reproduktionsorgane gefĂŒhrt hat. Ob nun die Stimulation durch den Bullen oder durch hormonelle Behandlung zu diesem Ergebnis gefĂŒhrt haben, war fĂŒr mich nicht ersichtlich. Man ist sogar optimistisch, eine kĂŒnstliche Befruchtung vornehmen zu können bei dieser Unterart, die in vielleicht nur 50 Exemplaren in zwei getrennten Gruppen auf Borneo existiert.
Optimistische Töne ohne wirkliche Ergebnisse hat es ja bei der Festland- wie auch bei den Insel-UA schon einige Male gegeben.

(19.08.2014, 20:56)
WolfDrei :   Hier allerdings eine Negierung von Natur-und Artenschutz:
Aus dem “Falken”, Heft 7, 2014: Bei einer Fischfangkontrolle vor der mauretanischen KĂŒste sind auf einem chinesischen Trawler eingefrorene Basstölpel entdeckt worden. Eine SchĂ€tzung der Gesamtladung kam auf etwa 90 000 (in Worten 90 Tausend!) Körper! Dieser Fakt wurde erst jetzt bekannt, da die mauretanische Regierung höchst abhĂ€ngig von chinesischen Hilfen ist (Krankenhausbau etc,). Der “Netzfang” von Tölpeln soll so kompliziert nicht sein, auch wĂ€re es möglich, dass der Trawler den “Basstölpelbeifang” anderer Fangschiffe ĂŒbernommen hat.

(07.07.2014, 09:02)
WolfDrei :   Wenn es auch hier nicht so richtig hineinpasst:

Auf dem Flugplatz Orly in einer Jagdzeitschrift gelesen:

1949 hatte ein Kolonialbeamter einen Koupreybullen geschossen. Der Kopf soll nun durch die Schwiegertochter wegen Geldnöte auf dem TrophĂ€enmarkt verkauft werden. Eine 2008 verkaufte etwas kleinere TrophĂ€e brachte 30 000 Dollar. Die “Spannweite” der Hörner des abgebildeten Kopfes betrĂ€gt 101.5 cm - Weltrekord. Man sieht auch den ominösen “Faserkranz” am Horn.
Im Artikel geht man auch auf die Theorien zur “Reinheit” ein und schließt eigentlich die Existenz eines Restvorkommens aus. Hingewiesen sei auch auf das Video einer großen Gruppe von ca 1953 im “Arkiv” der N Y Zoolog. Society” ( www.arkive.org.). Seinerzeit gab es eine Fangaktion von Coolidge und Wharton - leider konnten die gefangenen Tiere entfliehen. (BetĂ€ubungsmittel gab es ja noch nicht.
Anbei ein Foto des geschossenen Tieres

Weiterhin: ein sĂŒdsafrikanischer Wildtierfarmer will 120 Riesenelen (T.d.derbyanus) aus Kamerun holen. Man nimmt an , das er speziell fĂŒr US-JĂ€ger , denen die Jagd in Kamerun zu kompliziert ist, TrophĂ€en aus der nachgezogenen MĂ€nnerĂŒberzahl bieten will, andererseits er vielleicht sogar Hybride mit normalen Elen zĂŒchten will, um deren Auslage zu erhöhen.
Nach dem “Handbuch der SĂ€ugetiere der Welt” hat Kamerun einen bestĂ€ndigen Riesenelenbestand der betreffenden Unterart.

(27.06.2014, 10:34)
Ronny :   Die Sattelstöeche könnten die Nachzuchten aus Cottbus sein. Ein Pfleger meinte im April, dass zwei oder drei Sattelstörche nach Frankreich gehen.
(22.06.2014, 22:10)
zollifreund :   zum Abschluss noch ein Abdim-Storch: er war nicht der einzige der grĂ¶ĂŸeren Vogelarten die den Raum zu langen Flugeinlagen nutze, auch die Nimmersatte, Hagendasche, Hammerköpfe waren immer wieder beim Fliegen zu beobachten
(21.06.2014, 13:00)
zollifreund :   war wohl wieder mal zu groß...
(21.06.2014, 12:57)
zollifreund :   noch ein Blick von oben, damit man die sich ein kleine Vorstellung von den Ausmaßen der Voliere machen kann. Der Blick ist von einer Art Dachterasse aus auf den linken Teil der Anlage. Gerne haben sich hier oben auf dem GelĂ€nder auch die verschiedenen Vogelarten aufgehalten ( da zu diesem Zeitpunkt ich der noch der einzige Besucher war )
(21.06.2014, 12:54)
zollifreund :   Die Gemeinschaftshaltung von Rotducker, Okapi, Eulenkopfmeerkatze und der vielen verschieden Vogelarten kann ich bestĂ€tigen. Die Voliere ist wirklich einzigartig. Total genial. Der einzige Minuspunkt sind die vielen E-Draht-Absperrung, die die Pflanzen schĂŒtzen sollen. Damit werden die zwei Okapianlagen doch viel kleiner, als sie auf den ersten Blick wirken.
Die Sattelstörche sind ĂŒbrigens noch nicht erwachsen - aber keine Ahnung woher die gekommen sind ?
(21.06.2014, 12:46)
Michael Mettler :   @Bryan Egli: Die ErklĂ€rung fĂŒr die "Waldantilope" wird doch aber im selben Satz des HP-Textes geliefert, damit ist der Rotducker gemeint.
(20.06.2014, 14:19)
Bryan Egli :   Laut der Website werden in dieser Voliere auch "forest antelopes" gehalten. Soweit ich weiss sind das Bongos, zu denen find ich allerdings keine weiteren Infos.
(20.06.2014, 14:14)
Michael Mettler :   Bemerkenswert ist, WIE die Okapis in Doue la Fontaine gehalten werden, nĂ€mlich als Volierenbesatz. Ein ganzes WaldstĂŒck wurde mit einer Großvoliere von 4.000 qm FlĂ€che und 20 m Höhe ĂŒberbaut, die außer von den Okapis noch von Rotduckern, Eulenkopfmeerkatzen und 25 afrikanischen Vogelarten (u.a. 8 Arten Turakos, Nashornvögel, Störche) bewohnt wird. Laut ZOOQUARIA sollen auch noch "Jabirus" hinein, wobei das angesichts des sonst rein afrikanischen Besatzes wohl ein Übersetzungsfehler vom Französischen ins Englische ist - da werden wohl eher Sattelstörche (franz. "Jabiru d'Afrique") gemeint sein.

Im Artikel wird allerdings behauptet, dass Doue der einzige europĂ€ische Zoo sei, in dem Okapis mit anderen Arten vergesellschaftet sind; da hat der Autor offenbar Beispiele wie Berlin, Leipzig und Wuppertal (alle mit Duckern) ĂŒbersehen.
(17.06.2014, 23:15)
WolfDrei :   Aus Zooquaria: Doue la Fontaine hat 2 mĂ€nnliche Okapis (ĂŒbrigens seit Ende letzten Jahres auch Wroclaw),
gegenwÀrtiger Weltzoobestand: 170; Europa 35.31

aus einer tschechischen Ausgabe: "Western Derby Eland (T.d. derbianus)Conservation strategy": ein Zuchtbuch einer in-situ-Gruppe wurde aufgebaut aus Tieren , die aus dem einzigen Vorkommen stammen (Niokola-Koba-Nationalpark). Tschechische Wissenschaftler (u.a. aus dem Prager Zoo) betreuen das Projekt: Stand 2013: 30,27 Erwachsene; 11.3 JĂŒngere; 6,6 2013 geborene Tiere.

(17.06.2014, 19:40)
WolfDrei :   Aus derselben Zeitschrift, Heft 2, Seite 149 (2014)
Eine italienische Gruppe untersuchte die Möglichkeit, Hybride von Wolf und verwilderten Hunden zu differenzieren. Ergebnis: im Freiland kaum Differenzierung der Hybride möglich, selbst genetisch schwierig. Einzige Möglichkeit der Verhinderung der Bastardierung: Ausmerzung der verwilderten Hunde.
(10.06.2014, 19:25)
WolfDrei :   Aus "Mammalian Biology" 6,(2013)

Eine indische Arbeit zur Nahrungsbevorzugung von indischen Rothunden: in abnehmender Reihenfolge: Axishirsch, Sambar, Muntjak, Wildschwein, Gaur!.
Anbei eine Verbreitungskarte.

Ich erinnere mich aus "SĂ€ugetiere der Sowjetunion", dass es in den fĂŒnfziger Jahren im asiatischen Teil der SU noch ÜberlĂ€ufer aus der Mongolei und China gab. Moskau hatte ja vor ca 50 Jahren noch eine gute Zucht.
(10.06.2014, 19:20)
WolfDrei :   Auf der Vancouver Insel im Westen Kanadas lebt an wenigen Stellen auf 1500 m Höhe nur dort das gefĂ€hrdete Vancouver Murmeltier. 2003 wurden nur noch 30 Tiere gezĂ€hlt. GlĂŒcklicherweise hatte der Zoo Toronto 1996 6 Tiere aus dem Bestand entnommen, denn zwischenzeitlich sind daraus 100 Tiere gezĂŒchtet worden, mit 3 anderen Institutionen insgesamt 515 Tiere. Die ersten Freisetzungsversuche laufen (Website des Zoos Toronto)
(07.05.2014, 19:01)
WolfDrei :   Gestern im RBB: im "Verein zur Erhaltung bedrohter Papageien" in Schöneiche bei Berlin sind 2 Spix-Ara-KĂŒken geschlĂŒpft
(20.04.2014, 18:59)
WolfDrei :   Zum heutigen Tag noch ein anderes Thema, EuropĂ€ische Wasserschildkröten in einer Zuchtstation des NABU im BiosphĂ€renreservat Schorfheide(Blumberger MĂŒhle)
(20.04.2014, 18:52)
WolfDrei :   Habe leider mein "schlaues Buch" in der Biblio des TP vergessen, so dass ich die Zitate nicht belegen kann:
-"SĂ€ugetierkundliche Mitteilungen": in Jena fand kĂŒrzlich ein Symposium zur Lage von Wildkatze und Luchs in Deutschland statt. So existiert ein Foto eines Luchses aus der Eifel von 2003; bezĂŒglich des Teutoburger Waldes wurden Fotofallenbilder gezeigt von Ende 2010; Anfang 2011 von dort "normale" Fotos eines Luchses. Zudem gab es Fotos von FĂ€hrten und Reh-Rissen.
In einem Bericht wurde die Sichtung eines Goldschakals mitgeteilt.

- In einem WAZA-Heft von Februar 2014 wird die Existenz eines neuen Flußdelfins der Gattung Inia angezeigt. Das Tier hat einen lĂ€ngeren Schnabel als das uns bekannte Tier aus Duisburg, auch hat es eine besondere Jagdtechnik, indem es Fische zum Ufer drĂ€ngt und dann fĂ€ngt. Lebensraum: Rio Araguaya (so ich es richtig geschrieben habe) - davon abgeleitet auch der Artname.

- Im "Vogelfreund" beschreibt Matschei den Kagu. WÀhrend es in den Siebzigern trotz z.T. mehrerer Tiere in Frankfurt und Zoo Berlin nur zu einen Schlupf kam, der nicht aufkam, ist dann nach den Erfolgen auf Neukaledonien (Zoo Noumea) aus Transfer -Tieren in Walsrode die Zucht gelugen mit bisher an 30 Tieren, zwischenzeitlich auch in San Diego (mit Tieren aus Walsrode) sowie in Yokohama und bei einem französischen Privathalter.
Foto: Zoo Berlin
(09.04.2014, 11:45)
Michael Mettler :   Hat jemand gestern die zweiteilige Doku ĂŒber Aborigines auf ARTE gesehen? Obwohl sie sich nicht mit Naturschutz i.e.S. befasste, stimmte sie mich in dieser Hinsicht doch nachdenklich.

Geschildert wurde nĂ€mlich, dass es die australischen Ureinwohner nie wirklich nötig hatten, Ackerbau und Viehzucht zu entwickeln oder von anderen Völkern (Polynesier) zu ĂŒbernehmen, weil sie dank eines ausgeklĂŒgelten Verfahrens partieller Brandrodung schon Jahrtausende vor der Besiedlung durch EuropĂ€er praktisch den ganzen Kontinent in eine Kulturlandschaft verwandelt hatten, die aus einem Mosaik von LebensrĂ€umen bestand (z.B. kleinrĂ€umiger Abwechslung von Wald und offener FlĂ€che, nachwachsender und "alter" Vegetation) und dadurch eine unerschöpfliche Quelle bildete, Wildpflanzen und -tiere "ernten" zu können. Die EuropĂ€er fanden also bei der "Entdeckung" Australiens eigentlich gar keine ursprĂŒngliche Wildnis vor - das war sie nur in ihren durch eine andere Lebensweise geprĂ€gten Augen.

So wurde u.a. eine aus den FrĂŒhzeiten der europĂ€ischen Besiedlung stammende zeichnerische Landschaftsdarstellung gezeigt, auf der sich an den HĂ€ngen unterhalb einer markanten Felsklippe strahlenförmig lange Grasschneisen durch den Wald ziehen, herab zu einem Seeufer. Heute ist der selbe Ort durchgehend bewaldet. Aborigines klĂ€rten die Wissenschaftler darĂŒber auf, dass ihre Vorfahren diese Schneisen angelegt und offen gehalten hatten, um mit der dort wachsenden Vegetation KĂ€ngurus anzulocken. Diese wurden dann beim Wechsel von einem Waldstreifen zum anderen auf der offenen FlĂ€che bejagt, z.T. auch dadurch, dass man sie hangabwĂ€rts ins Wasser trieb. Als diese Form der Landschaftsbewirtschaftung durch die weißen Einwanderer unterbunden wurde und verwilderte, dĂŒrfte die Artenvielfalt in der Folge ziemlich gelitten haben. Eine alte Aborigine bezeichnete die geschilderte Landschaft heute sinngemĂ€ĂŸ als "Ort, mit dem man nichts mehr anfangen kann".

Oft ist ja zu lesen, welche Tierarten Australiens nach der Einwanderung des Menschen verschwunden sind (vor allem aus der Megafauna). Dass aber der zu Zeiten der europĂ€ischen "Entdeckung" existierende Artenreichtum der australischen Fauna (und wohl auch der Flora) ebenfalls dem Menschen und dem von ihm ĂŒber Jahrtausende "in Gang gehaltenen" Lebensraum-Mosaik zu verdanken gewesen sein könnte, halte ich fĂŒr einen nachdenkenswerten Gedanken. Manche durch Unter-Schutz-Stellung sich selbst ĂŒberlassene Landschaft dient vielleicht mehr unserer menschlichen Sehnsucht nach dem Paradies als den bis dato dort lebenden Arten...
(02.02.2014, 09:52)
WolfDrei :   In einer Johannesburger 2-Wochenzeitschrift vom 20.12.013 - 2.1.014 befanden sich mehrer Artikel ĂŒber das 75jĂ€hrige JubilĂ€um des Auffindens des Quastenflossers Latimeria chalumnae in der NĂ€he von Port Elisabeth im MĂŒndungsgebietes des Chalumna-Flusses durch die Kuratorin Courtenay-Latimer am 22.12. 38. Ihr Chef, der Ichthyologe J.L.B. Smith von der Uni in Grahamstown (heute Provinz East-Cap) beschrieb ihn dann deshalb als Latimeria chalumnae. Es war dies einer der wichtigsten Entdeckungen dieser Zeit. Es dauerte dann 14 Jahre, Prof. Smith hatte einen Finderlohn ausgelobt, bis dann an der WestkĂŒste der Komorenhauptinsel am 21.12. 52 das nĂ€chste Exemplar gefunden wurde (Bild). Der Fund beförderte auch die Entwicklung der Ichthyologie in SĂŒdafrika - immerhin sind es mehr als 3 000 km KĂŒstenlĂ€nge. Zwischenzeitlich sind weitere Exemplare an den KĂŒsten Kenyas, der Komoren und Madagascars gefunden worden, so Ende 2000 wiederum an SAÂŽs KĂŒste in der Sondwana-Bay nördlich von St. Lucia. Dort wurden in der Zwischenzeit 120 km unter Schutz gestellt. Speziell ausgebildete Biologen-Taucher haben die Existenz auch bildlich dort nachgewiesen, nachdem Prof. Hans Fricke vom Max-Planck-Institut Berlin und seine Mitarbeiter mit Hilfe der Tauchboote “Geo” und “Jago” u.a. im Januar 1987 in 200 m Tiefe erstmals Beobachtungen an lebenden Tieren machen konnten. Auch in Mozambique gelangen Nachweise, 1989 gab es dann sogar eine neue UA auf Nordcelebes/Indonesien. An der Erstfundstelle , in der sogenannten Algoa-Bay, ist bisher kein weiterer Nachweis erfolgt.
Aufgrund unterschiedlicher Sprenkelung der Schuppen gibt es mittlerweile ein Erfassungsbuch, allzu viele Quastenflosser gibt es nicht. Fricke meinte noch vor ca 15 Jahren bei einem Vortrag im Naturkunde Museum Berlin, dass es vielleicht nur um 500 seien.
Unter absolutem Schutz stehen sie, was aber nicht verhindert, dass immer wieder einige bei der Langleinenfischerei gefangen werden. Insofern erregte es öffentliches Ärgernis, als Japaner Tiere fĂŒr Aquarien fangen wollten. Bisher sind die Tiere mit einer Ausnahme tot an die OberflĂ€che gekommen. Es handelte sich um einen Fisch, der an der KĂŒste Nordmadagascars bei Nosy Bay gefangen wurde, aber nur kurzfristig ĂŒberlebte. Forschungen ĂŒber den Q-Flosser werden durch die Gruppe von Fricke sowie durch sĂŒdafrikanische und französische Forscher betrieben - die Komoreninsel Mayotte gehört zu Frankreich.
Es gehört natĂŒrlich zu den Seltsamkeiten der “Entdeckungen” durch die westliche Welt, dass beide Arten den örtlichen Fischern bekannt waren (wenn auch Ă€ußerst selten gefangen) - besonders beliebt waren sie wegen ihres Fettgehaltes nicht.

(20.01.2014, 16:21)
WolfDrei :   Danke fĂŒr die Korrektur - und wieder etwas gelernt. Dann hĂ€tte ich wohl auch eher eine VergrĂ¶ĂŸerung nehmen sollen (anbei)
(21.10.2013, 10:38)
Gudrun Bardowicks :   Bei den abgebildeten Reihern handelt es sich um Silberreiher, nicht um die kleineren Seidenreiher, die fast ausschließlich in SĂŒdeuropa vorkommen und um diese Jahreszeit nicht in Deutschland zu beobachten sind.
(20.10.2013, 22:40)
WolfDrei :   Anbei die Reiher
(20.10.2013, 22:08)
WolfDrei :   In der NĂ€he von Berlin, in Linum am Rhinluch , befindet sich das grĂ¶ĂŸte Sammelgebiet der Kraniche in Europa. Und heute auch der Beobachter! Gestern wurden ca 90 000 Kraniche von den Beobachtern der NABU gezĂ€hlt (nochmals 90 000!)Ein ganz kleiner Ausschnitt davon um 18 Uhr. Dazu dann an einem Teichgebiet ca 15 Seidenreiher und fĂŒr den Laien unzĂ€hlbare WildgĂ€nse.
(20.10.2013, 22:02)
WolfDrei :   und am 10.1.012 konnte dann "Fauna and Flora International" dann ein erstes Lebendbild veröffentlichen. Nur noch geschĂ€tzte 200 Tiere existieren im Norden Myanmars im Staate Kachin und in einem kleinen anliegenden Bereich Yunans (China).
(10.10.2013, 23:02)
WolfDrei :   und im selben Jahr dann ein Foto eines geschossenen mĂ€nnlichen Tieres
(10.10.2013, 22:58)
WolfDrei :   Habe etwas "gegoogelt", wollte schauen, was es Neues ĂŒber die 5. Stumpfnase aus Myanmar gibt (Rhinopithecus strykeri). Von Geissmann u.a. zunĂ€chst aus ErzĂ€hlungen von JĂ€gern als neue Art erkannt, wurde 2010 zunĂ€chst ein Computerbild generiert.
(10.10.2013, 22:57)
SchĂŒling Buchkurier :   YAQU PACHA Benefizveranstaltung

Liebe Freunde von YAQU PACHA,

am Wochenende 14. und 15. September 2013 (von 10:00 - 16:00 Uhr) feiern wir im Tiergarten NĂŒrnberg unsere mittlerweile 15. große Benefizveranstaltung.
Unter dem Motto "Gesund und Meer" gibt es nicht nur InfostĂ€nde zu den Themen Unterwasserwelt, Ökosystem und Gesundheit, sondern auch viele interessante Aktionen fĂŒr große und kleine Besucher.
Neben der schon legendÀren Tombola mit hochwertigen Preisen unserer Partner und Sponsoren, gibt es viele Aktionen rund um das Thema "Gesund und Meer".
Dabei werden die Besucher ĂŒber die Gefahren fĂŒr das Meer informiert. MĂŒll, LĂ€rm, Überfischung und Beifang bedrohen unsere Ozeane und ihre Bewohner.
Mittels eines Wasserbeckens, ausgestattet mit Hydrophon, können Kinder selbst testen, wie schnell sich Schall im Wasser ĂŒbertrĂ€gt und was fĂŒr verheerende Folgen dieser LĂ€rm auf die Kommunikation der Meeresbewohner hat.
Am MSC Infostand des Marine Stewardship Council erfÀhrt man, wie sich der Schutz der Meere auch tÀglich umsetzen lÀsst. Achten Sie zum Beispiel beim Fischkauf auf das MSC Siegel.
Bei der Zoo-Rallye gilt es fĂŒr Kinder an fĂŒnf Stationen viel ĂŒber Tiere und Umweltgefahren herauszufinden. So können schon die Kleinen lernen, wie wichtig es ist, das Meer und seine Bewohner zu schĂŒtzen.
Alle Einnahmen der Benfizveranstaltung fließen zu 100% in die Artenschutzprojekte von YAQU PACHA.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
(09.09.2013, 09:42)
Mark Meier :   28.05.2013
Tierpark Berlin unterstĂŒtzt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay

Tierpark Berlin gelingt die europÀische Erstzucht.
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Tierpark Berlin gelingt die europĂ€ische Erstzucht des bedrohten Chaco-Nabelschweines, unterstĂŒtzt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay und begrĂŒĂŸt den Botschafter von Paraguay S.E. RaĂșl FlorentĂ­n-Antola zur Namensvergabe.

Löwen, Elefanten und Giraffen – neben diesen bei Tierparkbesuchern bekannten und beliebten Tierarten pflegen Zoologische GĂ€rten viele, fĂŒr Besucher eher unscheinbare, zumeist aber hochbedrohte Tierarten und bemĂŒhen sich diese als Reservepopulationen ĂŒber Generationen hinweg zu erhalten. Das Chaco-Nabelschwein, auch Chaco-Pekari oder TaguĂĄ genannt, zĂ€hlt eben zu diesen Tierarten. Die Art wurde ĂŒberhaupt erst zweimal nach Europa eingefĂŒhrt: 1977 drei Exemplare in den Zoo Berlin, welche nicht eingewöhnt werden konnten und starben, sowie 2012 sieben Tiere in den Tierpark Berlin. Die sieben Tiere des Tierparks Berlin stammen aus verschiedenen Zoologischen GĂ€rten der USA, u. a. San Diego, Los Angeles und Phoenix. In den USA wird die Art innerhalb eines Erhaltungszuchtprogramms koordiniert gezĂŒchtet. Der Bestand umfasst dort etwa 80 Exemplare. Die sieben Tiere im Tierpark Berlin leben derzeit in zwei Gruppen, von welchen eine fĂŒr Besucher zu sehen ist. Am 16. MĂ€rz 2013 wurden in dieser Gruppe zwei Junge geboren, welche leider nicht aufgezogen wurden.
In der zweiten Gruppe, welche fĂŒr Besucher nicht zu sehen ist, wurden am 23. April 2013 Drillinge geboren, von denen nun zwei Jungtiere gesund aufwachsen. Es handelt sich bei diesen beiden WĂŒrfen um die europĂ€ische Erstzucht. Die beiden aufwachsenden Jungtiere und auch alle folgenden werden einmal den Grundstock fĂŒr eine europĂ€ische Erhaltungszucht legen. Das ist umso wichtiger, als dass die BestĂ€nde des Chaco-Pekaris in ihrer Heimat, dem Chaco in Paraguay, Bolivien und Argentinien abnehmen. Anfang der 1990er Jahre lebten in Paraguay schĂ€tzungsweise noch 5000 Exemplare, heute gehen ansĂ€ssige Biologen von nur noch 2000 - 3000 Tieren aus. Der Bestand in den beiden anderen LĂ€ndern ist unbekannt, aber wesentlich kleiner. Der Lebensraum des Chaco-Pekaris ist der Trockenchaco - ein trockener Dornbuschwald, der sehr artenreich ist, aber durch immer stĂ€rker werdende Rinderzucht in Paraguay in Weideland umgewandelt wird und somit fĂŒr die Chaco-Pekaris und andere Tierarten verschwindet.
Die Zoological Society San Diego grĂŒndete daher 1985 eine Zuchtstation fĂŒr das Chaco-Pekari in Paraguay. Bis heute wird diese Forschungs- und Zuchtstation namens Proyecto TaguĂĄ, in welcher derzeit 100 Tiere leben, von US-Zoos finanziell getragen. Es ist die einzige ihrer Art in ganz SĂŒdamerika. Seit 2013 beteiligt sich nun auch als erster europĂ€ischer Zoo der Tierpark Berlin an der finanziellen UnterstĂŒtzung des Proyecto TaguĂĄ, zunĂ€chst fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre. Das Geld wird fĂŒr den Bau bzw. Ausbau von Gehegen und den Kauf von Medikamenten eingesetzt.
Aus diesem freudigen Anlass kommt der Botschafter der Republik Paraguay, S.E. Herr RaĂșl FlorentĂ­n-Antola in den Berliner Tierpark und wird die zukĂŒnftigen Namen der beiden Jungtiere - ein MĂ€nnchen und ein Weibchen - vergeben und gemeinsam mit Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz die beiden Jungtiere der Öffentlichkeit vorstellen.

Dipl.-Biol. Christian Kern
Kurator fĂŒr SĂ€ugetiere

http://www.tierpark-berlin.de/tierpark/tiere-wissenswertes/tier-news/artikel/article/tierpark-berlin-unterstuetzt-das-artenschutzprogramm-proyecto-tagua-in-paraguay.html

Neben einzelnen in-situ Projekten (Waldrapp, Gelbbrustkapuziner, kleiner Panda) sowie der UnterstĂŒtzung von Zuchtzentren (Chaco-Pekari und zuletzt auch das zerstörte Okapi-Zuchtzentrum im Kongo) gibt es natĂŒrlich auch BemĂŒhungen bei der eigenen Erhaltungszucht in diversen Zuchtprogrammen und es gelingt mitunter auch tatsĂ€chlich wieder die Auswilderung wie u.a. beim Bartgeier (20 Tiere seit 1988). HierfĂŒr empfehle ich folgenden Artikel:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tiergaerten-berlin-bartgeier-fuer-die-freie-wildbahn,10809148,22815316.html
(29.05.2013, 09:10)
WolfDrei :   Aus WAZA News 1/13: Im Zusammenhang mit einem Bericht des Aquamarin Aquariums Fukushima wurde auch ein Bild des 1997 neu entdeckten Quastenflossers Latimeria menadoensis eingestellt. Bis zum 9.2.11 wurden an der Nordspitze Sulawesis 7 Tiere gefangen. In der Zeitschrift: Foto AMF, Freiwasser bei Buol/Sulawesi.
Japanische Aquarien hatten Tumult erzeugt, als sie ankĂŒndigten, einen Komoren-Quasteflosser einzufangen und auszustellen.
(28.05.2013, 20:06)
WolfDrei :   Leadbeaters Hörnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. GrĂŒnde sind die FeuerbrĂŒnste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch fĂŒr 20 Jahre. Man bemĂŒht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu kĂŒrzen. Außerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher zĂŒchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
(26.02.2013, 19:02)
WolfDrei :   Leadbeaters Hörnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. GrĂŒnde sind die FeuerbrĂŒnste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch fĂŒr 20 Jahre. Man bemĂŒht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu kĂŒrzen. Außerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher zĂŒchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
(26.02.2013, 18:58)
WolfDrei :   Die russische Regierung beabsichtigt bekanntlich, den Leopardenwildbestand im Kaukasus zu stĂ€rken. Im Internat. Zoo News ((erste Ausgabe 2013) wird mitgeteilt, daß aus Lissabon 1,1 Persiche Leoparden im "Sochi Breeding Centre" eingetroffen sind. Dort befinden sich bereits 2.2 Leoparden aus dem Iran und Turkmenistan, die aber bisher nicht gezĂŒchtet haben. Portugiesische Fachleute betreuen vor Ort das Projekt mit der beabsichtigten Freisetzung (Winteroympiade?). Die mitgeteilte Anzahl von 870-1290 Leoparden fĂŒr den Kaukasus dĂŒrfte aber eher die Zahl im gesamten Verbreitungsgebiet der Unterart betreffen.
(26.02.2013, 18:45)
Michael Mettler :   Also, FALLS es Hausyak-Einfluss in diesen Herden geben sollte, dann dĂŒrfte der sich wohl kaum auf die Schecken beschrĂ€nken. Und andersrum könnten die Schecken auch genausogut farblich abweichende Wildyaks sein...
(01.02.2013, 14:32)
WolfDrei :   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
(01.02.2013, 12:51)
WolfDrei :   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
(01.02.2013, 12:49)
WolfDrei :   Lemur`s Park: eine durch französische und japanische Gelder gestĂŒtzte Privatanlage 25 km von Antanarivo, 5 ha groß, auch als botanische Einrichtung ausgewiesen. Vorhanden sind 9 Lemurenarten: Mausmakis, Mongoz, Brauner Lemur, Vari, Katta, Grauer Halblemur, Coquerell-Sifaka, Kronensifaka. Bei den Coquerell-Sifakas (in USA-Zoos gut etabliert) gab es zwischen 2007 und 09 4 Geburten
(31.01.2013, 17:43)
WolfDrei :   Als Jean-Jacques Petter 1990 Direktor des Pariser Zoos in Vincennes wurde, konnte er auch Kronensifakas erstmals nach Europa bringen. Aus der kleinen Gruppe gab es befriedigende Nachzuchtergebnisse, doch ĂŒberwiegen jetzt die maĂ€nnlichen Tiere. In der SECAS (Freunde der Pariser Zoos) wird mitgeteilt, daß französische und madagassische Gruppen im Vorkommensgebiet sĂŒdlich der Stadt Majunga im mittleren Westen Madagascars dabei sind, Tiere aus Kleinstgruppen ohne Verbindung zu anderen einzufangen und in geeignetere Habitate wieder auszuwildern (Gegend von Dabolava). Bei einem Weibchen gelang die Wiederauswilderung nicht, es wurde im November in eine neue Zuchtstation (Lemur`s Park) in der NĂ€he der Hauptstadt Antananarivo gebracht, wo sich schon ein MĂ€nnchen befindet.
Anbei ein Foto von mir mit der ersten Nachzucht in Paris
(31.01.2013, 16:28)
WolfDrei :   pardon: die genannte Zeitschrift heißt ZOOQUARIA, herausgegeben von der WAZA
(30.01.2013, 13:07)
WolfDrei :   Verschiedenes aus Zooaquaria
2012
- Djibouti: Nachdem schon Somaliwildeselhengste ausgewildert wurden (u.a. aus Chemnitz) hat Dvur Kralove Grevys geschickt. Forschung soll betrieben werden bezĂŒglich Gerenuks, Beiras, Oryx, Leopard, Geparden, Sömmering-und Pelzelngazelle sowie Salt Dik-Diks.
- Sumatranashorn: im Way Kambas-Schutzgebiet werden 25-30 Sumatranashörner angenommen. 2012 soll es 6 Geburten gegeben haben (exklusive der Geburt in der Station)
-Saigas: in Gefangenschaft gegenwĂ€rtig nur in Askania Nova, Moskau und dem Gansu Breeding Centre (China). 2000 wurde dazu in KalmĂŒckien ein Breeding Center mit bisher guten Erfolgen gegrĂŒndet. Im Freiland gibt es 5 "Kolonien" , nachdem von 1990 bis 2000 der Bestand auf 10% zurĂŒckging. BestĂ€nde: Kasachstan Zentrum: gute Entwicklung; Westkasachstan: nach großen Verlusten im Winter 2010 AufwĂ€rtstrend; Mongolei auf niedriegem Niveau stabil; in Russland (SĂŒden) große Wildereiverluste; in SĂŒdkasachstan - Usbekistan durch Errichtung von GrenzzĂ€unen in Usbekistan Unterbrechung der WinterzĂŒge nach Usbekistan .
(29.01.2013, 18:00)
WolfDrei :   Aus dem Jahresbericht zum Schutz der letzten westafrikanischen Giraffe in Niger von 2011: Giraffa c. peralta hat nur in Niger ĂŒberlebt. 1996 gab es noch ca 50 Tiere, die in nicht geschĂŒtztem GelĂ€nde sĂŒdöstlich von Niamey in direktem Kontakt mit Bauern leben . Insbesondere französische Zoos bemĂŒhen sich um den Schutz. 2011 wurden 310 Giraffen angenommen, gegenĂŒber 2010 eine Zunahme von 55 Tieren. Einige Tiere , die nach Nigeria "ĂŒbersiedelten", wurden sofort gewildert.
(05.10.2012, 18:44)
Liz Thieme :   2008 wurde in Indonesien ein Orang-Utan Weibchen gefangen, da sie blind war. Gober, so wurde sie genannt, bekam im FrĂŒhjahr 2011 Zwillinge. Nun wurde sie am Katarakt operiert und kann zum ersten Mal ihre beiden Babys sehen.
Schon 2007 wurde zum ersten Mal diese OP bei einem Orang-Utan durchgefĂŒhrt.

(AP Photo/Binsar Bakkara, File)
(02.09.2012, 19:20)
Liz Thieme :   Wozu bis in die USA fahren, wenn man es im Nachbarland haben kann und da benötigt man keine NachtgesichtgerĂ€te.
Man sitzt nachts zwischen Leoparden und HyÀnen und sieht deren Funkeln im Auge.
(29.08.2012, 21:29)
Jennifer Weilguni :   In der Disneys Animal Kingdom Lodge in Florida können die HotelgÀste nach Einbruch der DÀmmerung mit dem NachtsichtgerÀt die zum Hotel gehörenden Zotiere beobachten. Auch mal was anderes....
(29.08.2012, 20:50)
Ralf Sommerlad :   Als wir "Night Safaris" in der Madras Crocodile Bank einfĂŒhrten, die jeden 2.Samstag abend stattfanden, stieg die Zahl der Besucher rapide an - diese wurden mit einer Anzahl Taschenlampen ausgestattet und hatten viel Spaß bei einer kommentierten FĂŒhrung und beim Anschauen der reflektierenden Augen tausender von Krokodilen. Nebenbei konnte man Baumkröten und Laubfrösche, auch Schlangen beobachten, die auf dem GelĂ€nde lebten und im Dunklen auf die Jagd gingen..auch fĂŒr die Mitarbeiter keine SelbstverstĂ€ndlichkeit.
(29.08.2012, 16:28)
Stefanie Fischer :   In Neuseeland war ich in einem Tierpark, wo das Ticket 24h Stunden galt. man konnte also tagsĂŒber die tagaktiven Tiere beobachten und abends bis 22:00Uhr wiederkommen um sich z.B. die Kiwis anzusehen. Sehr interessantes Modell kann ich mir in Deutschland aber kaum vorstellen.
(29.08.2012, 16:02)
Jennifer Weilguni :   @Liz Thieme
Die Idee mit den Nachtbesuchen in Zoos finde ich auch gut. Einrichtungen, die solche ZoonÀchte anbieten haben ja bei den Veranstaltungen regen Andrang.

Ansonsten brauchen wir wohl einfach mehr NachthÀuser in den Zoos... die sind ja nun auch nicht grade unbeliebt.
(29.08.2012, 10:22)
Liz Thieme :   Schade, gerade solche Tiere wĂŒrde ich gerne mal sehen, anstatt immer nur Kattas.
Vielleicht sollte man anfangen die Zoos regelmĂ€ĂŸig nachts zu öffnen, wenigstens im Sommer. Muss ehrlich sagen. Meine besten Fotos aus dem letzten Jahr, habe ich in einem Zoo nach Anbruch der Dunkelheit von anpirschenden Leoparden gemacht.

Hat denn noch nicht mal Jersey Interesse? Oder sind da wieder die Export/Import-Bestimmungen das Problem? Man suchte doch teils ewig nach Fingertieren in Europa.

Wenn ich mir die Bilder auf der Seite anguck, dann gerat ich ins SchwÀrmen. Mich faszinieren Lemuren.
Und die Jungtiere des Westlichen Fettschwanzmakis (Einzelnes + Drillinge) ... :)

(28.08.2012, 20:27)
WolfDrei :   @Liz Thieme: Aus "Ă€lteren Zeiten" - so um das Jahr 2000 - hatte Durham etwa 12 Fingertiere . Die Zucht muß also gut laufen. Ansonsten ist es wie so hoft: Madagascar-Kampagne - man zĂŒchtet - doch der Absatz bei den diurnalen Tieren der Gattung Eulemur lĂ€uft nicht, man nimmt lieber Kattas. Und schon garnicht Tiere der Gattung Cheirogaleus. So laufen dann einige Promotionen, der Kandidat geht nach bestandener PrĂŒfung - das war`s! So wurden dann die Zuchten bei den Gelbbartmakis und den noch seltener ausgestellten Sanfordmakis eingestellt.
(28.08.2012, 19:48)
Liz Thieme :   Zu den Okapis noch mal:
Tier Nr 14 soll wohl, soweit die Meldungen richtig waren, inzwischen auch seinen Verletzungen erlegen sein.


>Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas<

Wurde Ihnen auch zugetragen, wie die Zuchtraten dort sind?
(28.08.2012, 17:54)
WolfDrei :   Korrektur: Przew.-Pferd erste Geburt 1999 - in der Mongolei.
(21.08.2012, 18:50)
WolfDrei :   Aus dem WAZA-Magazin 13: Fighting extinction

Übersichten einiger ĂŒber bisher nach Ausrottung erfolgreich wieder eingebĂŒrgerte Tiere:

Przewalski-Wildpferd Mongolei: 1992 1. Import, 1992 1. Fohlen. Insgesamt 88 Tiere wurden eingefĂŒhrt. Nach den extremen Verlusten im Winter 09/10 150 Tiere

Schwarzfußiltis: die letzten 24 Tiere wurden zwischen 1985 und 87 eingefangen. Nach Verlusten kamen in Zuchtanlagen 7,11 zur Zucht. GegenwĂ€rtig 700 - 750 im Freiland in 7 US-amerikan. Staaten, dazu je eine Freisetzung in Mexiko und Kanada

Kaliforn. Kondor: 1987 befanden sich alle 27 Vögel in den Zuchtstationen von San Diego und LA. 1992 erste Freisetzung. Nach Verlusten an Stromleitungen wurden alle wieder eingefangen, die Masten verÀndert. GegenwÀrtig ca 400 Tiere: 200 frei in 5 US-Staaten mit ca 10 Jungvögeln pro Jahr, in Zuchtstationen weitere 200 mit 40 Jungtieren pro Jahr

Arab. Oryx: aus der “Weltherde” jetzt 1100 Tiere (Europa ca 100, Israel 100. USA 94 in Zoos. Dazu ca 4800 Tiere, darunter Saudi-Arabien 1166, Oman 644, Katar 1150, Barrain 146, Jordanien 71, Syrien 153

Wisent: aus 54 Tieren 1924 und den Verlusten durch den 2. Weltkrieg 2011 1497
Tiere in zoologischen Anlagen (Deutschland 83 Haltungen/ ca 500 Tiere), darunter 440 Flachlandwisente und 1057 Hybride Flachland/Kaukasuswisent. Letztlich 12 Foundertiere

SĂ€belantilope: gegen 1984 ausgerottet. Jetzt 1745 in Zoos, 14 800 !!!! privat, besonders sĂŒdliche US-Staaten

Milu: 18 Tiere um 1900 an den Herzog von Bedford (7,9 + 2 juv.; davon 7,7 zur Zucht (aber ob , wie oft behauptet, nur Berliner Tiere in die Zucht gingen, wird nicht erwĂ€hnt), nach dem 2. Weltkrieg 250 Tiere in Woburn. 1985 und 1986 Export aus GB nach China; im Nan Haizi-Schutzgebiet im Jangtsebereich jetzt ca 1000 Tiere. Weiterhin ist das exakte letzte Vorkommensgebiet und das Jahr der Ausrottung (außer jenen des kaiserlichen Parkes) unbekannt. Zu der Behauptung weniger Autoren, dass die letzten Tiere in den zwanziger Jahren im Jangtsedeltabereich lebten, fand ich keine PrimĂ€rliteratur.

Woyoming- Kröte: 2004 ausgerottet. Jetzt 2 Aussatzorte

Acanthobrama telavivensis: ein Fisch aus Israel aus kleinen FlĂŒssen zum Mittelmeer. 2006 alle ausgetrocknet, aus 120 eingesammelten Tieren Zucht und Aussatz

Socorroassel: aus der pazifischen WestkĂŒsten-Insel Vorkommen in einer Quelle. Ausgetrocknet 1996, Nachzucht erfolgreich

(21.08.2012, 18:48)
WolfDrei :  
Weiter aus den IZN 59/4

Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas


Aus der Zeitschrift fĂŒr SĂ€ugetierkunde Bd 86: Abstracts von VortrĂ€gen, Poster etc. fĂŒr die im Sept. stattfindende Jahrestagung:

- Anzahl der Korsikarothirsche auf Sardinien: 6000 - 6800

- nach EinfĂŒhrung von 80 Rothirschen im Abruzzen NP ist nach Anwachsen der Zahl dieser auf 2000 durch Nahrungskonkurrenz die Anzahl der Abruzzengemsen von
650 auf 450 gefallen.

(21.08.2012, 17:56)
Liz Thieme :   Im Gegenzu noch was Schönes, das aber eine Begleiterscheinung etwas trauriges ist.
Der Nabu vermeldet: >VÄTERLICHER EINSATZ: Ranthambore Nationalpark in Indien ist Schauplatz eines außerordentlichen Familiendramas. Ranger waren außer sich mit Besorgnis nachdem sie den leblosen Körper einer Tiger Mutter im Dschungel gefunden hatten. Eine verzweifelte Suche nach 2 vier Monate alten Tigerbabys blieb erfolglos. Tiger sind bis zum Alter von etwa 2 Jahren von ihrer Mutter abhĂ€ngig. Die Kleinen hatten also ohne sie keine Überlebenschance. Kurz darauf geschah ein kleines Wunder. Das dominante MĂ€nnchen des Gebietes und der Vater der beiden wurde mit den Tigerchen von Fotofallen abgelichtet. MĂ€nnliche Tiger kĂŒmmern sich normalerweise nicht um ihren Nachwuchs. Dieser alleinerziehende Vater macht also Geschichte!<

In Indien ist die NĂ€he von Katern zur Familie allerdings bekannt. Gerade aus dem Ranthambhore-Nationalpark ist mir dies bekannt.
(06.08.2012, 21:53)
Liz Thieme :   Das Okapi Conservation Project hat einen Bericht erhalten, dass Morgan und ein Teil seiner Gruppe gefangen genommen wurden. Sie warten auf BestĂ€tigung von ICCN und wird dann Genaueres berichten.

Die Situation bleibt bisher ruhig in Epulu, da die kongolesische Armee Truppen entlang der Straße stationiert hat. Die Anwesenheit des MilitĂ€rs und die RĂŒckkehr der bewaffneten ICCN-Wachen nach Epulu haben die Sicherheit in der Region verbessert, so dass einige Bewohner in ihre HĂ€user zurĂŒckkehren. OCP-Mitarbeiter rĂ€umen derzeit das Lager auf und bereiten die GebĂ€ude fĂŒr Reparaturarbeiten vor.

Der Aufruf weltweit hat eine riesige Resonanz gehabt. Bisher wurde und wird damit finanziert:

- Beschaffung von Lebensmitteln und Dingen fĂŒr die GrundbedĂŒrfnisse der vielen vertriebenen Familien und medizinischer UnterstĂŒtzung
- Ersatz des Grundbedarfs eines Haushalts, dh Matratzen, Kleidung, Lampen, Töpfe und Pfannen.
- UnterstĂŒtzung fĂŒr die Familien der Ranger, die im Kampf getötet wurden.
- Neue AusrĂŒstung fĂŒr die Wachen.

Wie es weitergeht hĂ€ngt von der zukĂŒnftigen Lage ab, man will aber nicht aufgeben.
(06.08.2012, 21:50)
BjörnN :   Sorry Liz, hatte keine Zeit, alle BeitrĂ€ge zu lesen.
(28.06.2012, 20:25)
Oliver Jahn :   Wahnsinn, dass menschliches und tierisches Leben und so viele Jahre mĂŒhevoller Arbeit da in Stunden völlig sinnlos zerstört werden.
(28.06.2012, 20:18)
Liz Thieme :   Das schrieb ich doch direkt im Beitrag darunter...
Es gibt nun nur noch 161 Okapis in einer zoologischen Einrichtung. Die 13 Tiere waren 7,5% der Population.

Die 14 Epulu Tiere - bisher ist öffentlich unbekannt, wer das verletzte Tier ist
Ikenge, M - * 28 August, 1982
Matongo, M - *01 Januar, 1985
Bianje, W - *03 August, 1983
Giluka, M - *20 August, 1992
Kijana, M - *09 Februar, 1992
Isa, M - *08 Dezember, 1992
Faida, W - *01 Januar, 1988
Stevana, W - *15 August, 1993
Tayari, W - *23 Januar, 1995
Maisha, M - *02 MĂ€rz, 1995
Tatu, W - *04 September, 1995
Karu, M - *24 April, 2003
Nlasa, M - *18 November, 2003
Nn, M - *21 Dezember, 2011
(28.06.2012, 19:15)
BjörnN :   Demnach gibt es nur noch ein (verletztes) Okapi in Epulu, meines Wissens waren es zuletzt 14 Tiere.
(28.06.2012, 18:58)
Liz Thieme :   Update von heute morgen
Die Straße nach Epulu und der Bereich um die Station ist nun gesichter und die Anwohner sind zurĂŒckgekehrt.

Die Zerstörung ist allerdings extrem:

- 6 Menschen getötet wurden - 2 ICCN Rangers, die Frau von einem der Ranger, ein Immigrations-Arbeiter und 2 Anwohner von Epulu.
- 13 Okapi wurden getötet und eins verletzt.
- Alle ICCN GebÀude wurden beschÀdigt oder verbrannt.
- Alle OCP GebĂ€uden und BĂŒros beschĂ€digt oder verbrannt.
- Motorisierte GerÀte gestohlen, beschÀdigt.
- Alle LebensmittelgeschĂ€fte geplĂŒndert und LagerbehĂ€lter zerstört.
- Alle Computer und Drucker gestohlen oder verbrannt.
- Satellitentelefone gestohlen.
- Alle medizinischen Versorgung mitgenommen.
- GeschĂ€fte und HĂ€user in der Stadt Epulu wurden geplĂŒndert und beschĂ€digt.


Die Mai-Mai-Rebellen kĂ€mpfen nicht fĂŒr eine politische Sache. Diese Gruppe setzt sich aus Elefanten-Wilderern und illegalen Bergleuten zusammen. Sie suchten Rache an ICCN fĂŒr den Einsatz gegen Wilderei von Elefanten und illegalen Goldminen im Inneren des Okapi Wildlife Reserve. Der Angriff auf die Epulu Station war als Vergeltung fĂŒr das letzte Engagements der ICCN Rangers. Die Rebellen wollen die Minen wieder öffnen und wildern ohne Störung.
Seit MĂ€rz gab es Anzeichen fĂŒr entsprechende Aktionen der Rebellen.
(28.06.2012, 18:53)
Liz Thieme :   Habe gerade ĂŒber die AZA erfahren, dass am Sonntag Simba Rebellen (Mai Mai) das Institute in Congo for the Conservation of Nature (ICCN) und den HauptstĂŒtzpunkt des Okapi Wildlife Reserve in Epulu angegriffen haben. Ein Teil der Mitarbeiter des Okapi Conservation Project konnte in den Wald fliehen, fĂŒnf Wachen wurden getötet. Der Stand der Dinge bezĂŒglich der 14 Okapis ist noch unbekannt. Die GebĂ€ude wurden teils geplĂŒndert und zerstört.
Bisher war der Kontakt nach Epulu abgebrochen. Die Kongolesische Armee FARDC ist auf den Weg nach Epulu geschickt worden, die nun mit Monusco (UN) Truppen vor Ort sind. Auch vom Virunga NP kommt Hilfe durch Ranger. Die OCP Belegschaft wird erst zurĂŒckkeheren, wenn grĂŒnes Licht seitens der FARDC und Monusco kommt.

Es wird um Hilfe zum Wiederaufbau gebeten: http://www.okapiconservation.org.
(26.06.2012, 20:02)
WolfDrei :   In einem Symposium zum Stand des Naturschutzes in der Mongolei in Halle wird auch zum Stand der Auswilderung der Przewalskis berichtet. Zwischen 1993 und 2011 wurden 344 Tiere importiert in die folgenden Schutzgebiete: Hustai-Nationalpark 258; Great Gobi B 54 und in Khomiin Tal 32. Beschrieben wird die Situation im Hustai NP. 2009 vor Beginn des Winters gab es dort 134 Tiere, durch Ă€ußerst harte Bedingungen im Winter ging die Zahl auf 48 im Mai 2010 zurĂŒck. Die dortigen Haustierhalter hatten Verluste zwischen 50-100%. Zwischen 1993 und 2011 gab es 109 Geburten,die MortalitĂ€t berug 40% insbesondere durch Wölfe in den ersten beiden Lebensmonaten der Fohlen.
(26.06.2012, 17:12)
SchĂŒling Buchkurier :   Klick in die Vielfalt 2012
Fotowettbewerb zur UN-Dekade Biologische Vielfalt

Begeisterte Naturfotografen sind eingeladen, sich an dem Fotowettbewerb „Klick in die Vielfalt 2012“ zu beteiligen. Ob alte BuchenwĂ€lder, bezaubernde Moorlandschaften, schillernde Libellen, klappernde Störche oder unauffĂ€llige Flechten – Deutschlands Natur ist vielfĂ€ltig und faszinierend. Eingereicht werden können Fotos, die einen attraktiven Blick auf unsere heimische biologische Vielfalt werfen.

Bis zum 31.Oktober 2012 können Fotografen ihr schönstes Naturfoto auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt hochladen. Oft ist es gerade der individuelle Blick durch die Kameralinse, der dem Betrachter ganz neue Perspektiven auf die Schönheit und Einzigartigkeit der biologischen Vielfalt eröffnet. Eine kompetente Fachjury wÀhlt aus allen Einsendungen eine Auswahl von rund 30 Fotos, die ausgezeichnet werden. Zu dieser Jury gehören die UN-Dekade-Botschafter und Profi-Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers. Die ausgezeichneten Fotos werden mit einem Preisgeld von je 100 Euro prÀmiert und auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt prÀsentiert. Zudem ist geplant, sie im Rahmen einer bundesweiten Fotoausstellung zu veröffentlichen. Aus diesen Fotos werden zudem zwei Siegerfotos ausgewÀhlt, eines von der Jury und das zweite im Rahmen einer Online-Abstimmung durch die Besucher und Besucherinnen unserer Webseite. Die beiden Sieger erwartet ein besonderes Erlebnis: Sie werden zu einem Fotoausflug mit den Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers eingeladen.

Der Fotowettbewerb findet im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen fĂŒr den Zeitraum von 2011 bis 2012 ausgerufen wurde. Der Begriff „biologische Vielfalt“ bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Damit ist die Vielzahl aller Tier- und Pflanzenarten, Mikroorganismen und Pilze sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten gemeint. Aber auch die verschiedenen LebensrĂ€ume und die komplexen ökologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Seit Jahrzehnten ist jedoch ein RĂŒckgang dieser Vielfalt zu beobachten. Damit schwindet ein fĂŒr uns Menschen wertvolles Naturkapital. Das Anliegen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist es, mehr Menschen fĂŒr die Natur zu begeistern und fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren.

Die Fotos zum Wettbewerb können online eingereicht werden, unter:
http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/2036.html
(09.05.2012, 08:46)
Klaus Schueling :   16. Tagung des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien in Leipzig

Am Samstag, den 29. September 2012, findet im Zoo Leipzig, die 16. Tagung des „Fonds fĂŒr bedrohte Papageien“, eines Arbeitskreises der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), ĂŒber Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt pro Person bei Voranmeldung:

30 EUR fĂŒr Mitglieder der ZGAP (ohne SchĂŒler- oder Studentenausweis)

20 EUR fĂŒr Mitglieder der ZGAP (mit SchĂŒler- oder Studentenausweis)

25 EUR fĂŒr SchĂŒler und Studenten (keine Mitglieder der ZGAP)

35 EUR fĂŒr Nicht-Mitglieder der ZGAP (ohne SchĂŒler- oder Studentenausweis)

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt pro Person 45 EUR an der Tageskasse vor Ort, fĂŒr SchĂŒler und Studenten bei Vorlage des entsprechenden Nachweises 35 EUR.

In der TagungsgebĂŒhr enthalten sind der freie Eintritt in den Zoo Leipzig von Freitag bis Sonntag, Kaffee und Kuchen und verschiedene FĂŒhrungen. Am Freitagabend (28. September) können sich Interessierte zum gemĂŒtlichen Beisammensein direkt im Zoo treffen.

Die Tagung am Samstag findet in den neuen RĂ€umlichkeiten des Zoos in einem Veranstaltungssaal von Gondwanaland statt.

Übernachtungsmöglichkeiten:
Anreise Freitag:
Hotel de Saxe, Gohliser Straße 25, 04155 Leipzig, Tel.: 0341-59380, Fax 0341-5938299, E-Mail: info@hotel-de-saxe.de

Anreise Samstag:
Art`otel Leipzig, Eutritzscher Straße 15, 04105 Leipzig, Tel.: 0341-303840, Fax 0341-30384444, E-Mail: info@artotel-leipzig.com

Atlanta Hotel, SĂŒdring 21, 04416 Leipzig – Wachau, Tel.: 0341-414600, Fax 0341-41460999, E-Mail: info@atlanta-hotel.de

Stichwort: Papageientagung

FĂŒr das kulinarische Wohl wird bestens gesorgt sein. Das Speiseangebot wird auf der Homepage des FbP veröffentlicht. Das gemeinsame Abendessen findet ebenfalls in Gondwanaland statt.

 
Vorabreservierungen zur Tagung mĂŒssen schriftlich erfolgen und können nur unter Vorausleistung der TagungsgebĂŒhr berĂŒcksichtigt werden. – Die Anmeldung zur Tagung ist online möglich. Das Online-Anmeldeformular, ein Anmeldeformular zum Ausdrucken und die Bankverbindung finden Sie auf der Homepage des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de. Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof, Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-4250380, E-Mail: fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 02834-4250420).

RenĂ© WĂŒst, Sprecher des „Fonds fĂŒr bedrohte Papageien“
(08.05.2012, 16:48)
SchĂŒling Buchkurier :   30 Jahre Zoologische Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V.
- neuer Vorstand will bewÀhrte Artenschutzarbeit fortsetzen

ZGAP - Wer oder was verbirgt sich eigentlich hinter dieser AbkĂŒrzung?! Zebras grasen auf PrĂ€rien? Zahmer, grauer, alter Papagei? Weit gefehlt, obwohl … Tiere stehen tatsĂ€chlich im Mittelpunkt der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V., und zwar höchst bedrohte Arten!
Die Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sich verstĂ€rkt fĂŒr den Erhalt von Tierspezies einzusetzen, die von der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht beachtet werden, feiert in diesem Jahr bereits ihr 30-jĂ€hriges Bestehen. Im Jahr 1982 grĂŒndete eine kleine Gruppe Ă€ußerst engagierter Natur- und ArtenschĂŒtzer in MĂŒnchen die ZGAP mit dem Ziel, den Schutz und langfristigen Erhalt dieser „vergessenen“ Tiere zu forcieren. Waren es anfĂ€nglich noch vorwiegend Maßnahmen fĂŒr Arten auf den Philippinen, wie beispielsweise die Rettung und die gezielte Zucht des damals am Rande der Ausrottung stehenden Prinz-Alfred-Hirsches, so wuchs die Liste der Projekte inzwischen ĂŒber weite Teile der Welt hinaus. Ob Buschmannhasen im sĂŒdlichen Afrika, Amurleoparden in Russland, Nasenfrösche in Chile, Delacour- und Goldkopflanguren in Vietnam oder Krokodilschwanz-Höckerechsen in China: Die Vielfalt der Tierwelt zu erhalten ist das Anliegen der ZGAP, und genau dies spiegelt sich inzwischen in der Vielfalt der Projekte wider. Der zur ZGAP gehörende ‚Fonds fĂŒr bedrohte Papageien’ richtet seinen Fokus zudem auf Arten wie den Orangehaubenkakadu, den Santa-Marta-Sittich oder den Buru-Lori.
Die mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder der Gesellschaft rekrutieren sich aus Biologen, Tiermedizinern, Tierpflegern aber auch zu einem großen Teil aus fachlich sehr interessierten Autodidakten und Naturliebhabern. Zu den feste Grundprinzipien, die ihre effektive Arbeit an vielen Stellen der Welt ermöglicht, gehört zum einen die Kooperation mit motivierten, oft jungen Menschen vor Ort. Zum anderen werden Betreuung und Kontrolle der ZGAP-Projekte fast ausschließlich ehrenamtlich durchgefĂŒhrt. Auf diese Weise gelingt u.a. der enge Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, die man dringend fĂŒr nachhaltige Artenschutzarbeit einbeziehen muss.
Am vergangen Wochenende (21./22.04.2012) wurde die Jahreshauptversammlung der ZGAP genutzt, um im Zoo Leipzig zahlreiche der laufenden Projekte vorzustellen und sich ĂŒber aktuelle Entwicklungen im Artenschutz auszutauschen. So wurde ĂŒber Papageien auf der indonesischen Insel Halmahera oder Siam-Krokodile auf Borneo berichtet - und auch ĂŒber manche Entbehrungen, die NaturschĂŒtzer im Auftrag der Arterhaltung und der Wissenschaft bereit sind, hinzunehmen.
Einen bedeutenden Punkt des diesjĂ€hrigen Treffens stellte der planmĂ€ĂŸige Umbruch in der Zusammensetzung des Vorstandes der ZGAP dar. Es sind große Fußstapfen, die nicht nur der langjĂ€hrige Vorsitzende und GrĂŒndungsmitglied Roland Wirth, sondern auch Theo Pagel (Direktor des Kölner Zoos), Jan-Uwe Heckel und Walter Schulz hinterlassen. Die neugewĂ€hlten Vorstandsmitglieder sind sich darin einig, dass es eine große Verantwortung ist, die sie nun ĂŒbernehmen, und dass es oberstes Gebot ist, den Grundprinzipien der jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte fĂŒr effektiven Artenschutz treu zu bleiben.
Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand nun aus Dr. Jens-Ove Heckel (Vorsitzender, Zoodirektor Zoo Landau), Dr. Sven Hammer (1. Stellvertretender Vorsitzender, Zoodirektor Zoo Görlitz), Anja Limpinsel (2. Stellvertretende Vorsitzende, Zoo Duisburg) sowie RenĂ© WĂŒst (Schatzmeister, Sprecher des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien) und Dr. Florian Brandes (SchriftfĂŒhrer, Leiter der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen) zusammen.
(02.05.2012, 15:36)
WolfDrei :   Aus SECAS 68(Freunde der Pariser Zoos):
1.
Im Nordwesten Tasmaniens soll eine Beutelteufelpopulation gefunden worden sein, die nicht auf den "Gesichtskrebs" anspricht - Übertragungsversuche mit Krebszellen verliefen negativ.
2. 2009 wurde ein Gaurbulle aus der Pariser Menagerie in ein Rescue Center in Kanmbodscha ĂŒberfĂŒhrt - theoretisch geht er letzlich auf die Berliner Zoozucht zurĂŒck, sollte also Bos g. gaurus sein. Chromosomenuntersuchungen des genannten Bullen zeigten nun eine Differenz: er hatte n=56, "echte" indische sollen aber n=58 haben. Genetische Untersuchungen sollen folgen - aber woher "echtes" indisches Material nehmen? Aus Indien ist selbst die Ausfuhr biologischen Gewebes verboten. Wir hatten ja schon erwĂ€hnt, daß Tiere aus Indien nicht "indische" Tiere sein mĂŒssen.
Aus "Mammalien Biology" 77 (2012)
Der Meeresotter Lontra felina ist bekanntermaßen gefĂ€hrdet. Er lebt an der pazifischen MeereskĂŒste SĂŒdamerikas von Peru bis vielleicht nach Feuerland. Er ist an sich rein marin, geht aber manchmal auch in die FlĂŒsse. Eine EinschĂ€tzung fĂŒr Peru geht von einer Anzahl von ca 790-2100 Tieren ĂŒber einen bewohnten Abschnitt von ca 800 km aus (GesamtmeereskĂŒste Peru etwa 1800 km)
(06.03.2012, 19:49)
Ralf Sommerlad :   EAZA-Magazin ZOOaquaria: http://www.eaza.net/News/EAZA_Magazine/Pages/Magazine.aspx
mit einer Beschreibung des WAZA-Schutzprojektes Mesangat
(07.12.2011, 15:20)
Ralf Sommerlad :   So ganz stimmt das nicht mit der Zahl der freilebenden Siamkrokodile. Ganz so schlimm wie geschrieben siehts auch noch nicht aus. Die derzeitigen Überschwemmungen am Tonle Sap in Kambodscha, in SĂŒdlaos und Thailand dĂŒrften ĂŒberdies Tausende von Siamkrokodilen, davon der weitaus ĂŒberwiegende Teil Hybriden, aus legalen und illegalen Aufzuchtfarmen freigesetzt haben. Über die möglichen Folgen will ich mir noch garkeine Gedanken machen - lebend gefangen wird llenfalls ein winziger Prozentsatz und der Rest wird abgeschossen, reinerbig oder nicht.
(07.12.2011, 15:11)
WolfDrei :   pardon: die Siamkrokodilnester wurden in SĂŒdlaos gefunden
(06.12.2011, 20:48)
Sacha :   @WolfDrei: Die Zahlen zur Nashorn-Wilderei mĂŒssen in der Tat zu denken geben. Gerade bei den SpitzmĂ€ulern. Umso unverstĂ€ndlicher, dass einige Zoos in den letzten Jahren (z.B. Dortmund) deren Haltung (wieder) zu Gunsten der BreitmĂ€uler aufgegeben haben oder planen, dies zu tun (z.B. ZĂŒrich).
(06.12.2011, 16:06)
WolfDrei :   Hier das Bild des Gepardenjungtieres aus dem Ueno-Zoo/Tokio
(06.12.2011, 15:38)
WolfDrei :   Heute vom Tisch des Direktors umfangreicher Literatureingang. In lockerer Folge:

WAZA News: Stand afrikanische Nashörner:
Breitmaulnashorn : von 2 500 im Jahr 1991 auf heute etwa 20 000; SpitzmaulNH: von 2 5oo auf 4880 (2 200 minor; 1920 bicornis; 740 michaeli)
Aber Poaching: in SĂŒdafrika von 333 2010 auf bisher 239 im August - Hochrechnung : etwa 406. Von 2009 zu 2010 2,7 fache Erhöhung

Zuchtbuch Cuviergazelle: 280 Tiere in 11 Haltungen, davon Almeria 57,94. 2011 2 x Drillinge: Anteil der Zwillingsgeburten 39%


Im Senegal Aussatz von 23 Dorcasgazellen (UA neglectus)in ein 660 ha großes Schutzgebiet

In Ueno - Tokio in einem Dreierwurf bei den Geparden ein "Königsgepard".

ZGAP-Zeitschrift: Stand WildwasserbĂŒffel: UA fulvus in Assam etwa 3000: UA theerapati etwa 80 in Thailand/Kambodga; UA arnnee in Indien nur in 2-3 Restvorkommen, in Nepal 229 im Schutzgebiet Koshi Tappu; UA migona auf Ceylon?

Im Zoo Paris-Vincennes ab 1.9. erste Abrißarbeiten (die sollten wohl schon frĂŒher beginnen?)

Siamkrokodile in der Natur etwa 300. Im sĂŒdlichen Kambodga wurden zwei Nester mit je 20 Eiern gefunden - ein Gelege wurde in Menschenhand ausgebrĂŒtet, das andere vor Ort belassen.

Karibik-Manati-EEP: 33 Tiere in 8 Haltungen in Europa
(06.12.2011, 15:13)
Klaus SchĂŒling :   Liebe Tierparkfreunde,
liebe europÀische Zooförderer,

die Tierparkfreunde unterstĂŒtzen das vom NABU Deutschland geleitete HAILIFE-BĂŒndnis seit seiner GrĂŒndung durch Managementleistungen.

Von den zahlreichen "kleinen"  Alerts Stufe 1 berichten wir nicht jedes Mal, da die Betroffenen meist sehr schnell das Haifleisch auslisten, der letzte "große Fisch" war ja REWE im Herbst 2010.

Der aktuelle Alert gegen MSC hat jedoch sicher ein grĂ¶ĂŸeres Ausmaß und evtl. öffentliches Interesse, weshalb wir Sie informieren möchten.

MSC hat in British Columbia (und nicht nur dort!) erstmals die Zertifizierung der Dornhaifischerei durchgefĂŒhrt!

Nachdem METRO auf Basis der laufenden Zertifizierung 2010 schon verkauft und das nach Intervention von HAILIFE und MSC Deutschland wieder eingestellt hat, wird es jetzt ernst: Der Final Report des Certifiers vor Ort hat auf Basis einer Risk-Frame-Base-EinschĂ€tzung die Fischerei dort zulassen in der Hoffnung, dass der Bestand wĂ€hrend der Befischung ĂŒberlebt. Mit Nachhaltigkeit und Vorsorgeprinzip hat das nicht zu tun! 

TatsĂ€chlich entbehrt das Assessment belastbarer wissenschaftlicher Grundlagen. MSC Int. und Deutschland haben sich in Verhandlungen, die wir mit UnterstĂŒtzung von Dr. Andreas KĂ€ppeler, SHARKPROJECT, und dem NABU sowie unter wissenschaftlicher Beratung des Meeresbiologen Dr. Onno Groß, DEEPWAVE, gefĂŒhrt haben, resistent gezeigt, so dass wir erst einmal grundlegende juristische Anstrengungen unternommen haben, um ins Verfahren reinzukommen - s. Anlage Brief HAILFE 190811.

Wir haben in den "Argumentations" in der Anlage nicht nur die wissenschaftliche Insuffizienz der MSC-Zertifizierung aufs Korn genommen, sondern natĂŒrlich auch die KontraproduktivitĂ€t einer Zertifizierung dieser Tierart in einem lokalen Bestand und die katastrophalen Folgen fĂŒr die vielen stark bedrohten BestĂ€nde weltweit - alles Fakten, die den MSC Fishery Standards interessanterweise widersprechen.

MSC hat unter Verweis auf FormalitĂ€ten den Einspruch zurĂŒckgewiesen, was aber nicht so tragisch ist, da wir bei einer 2. laufenden Zertifizierung im Atlantik formaler Stakeholder sind. Wir werden MSC also zwingen können, sich unseren Argumenten zu stellen. Die erschreckenden Fakten:

- Die Zertifizierung entspricht nicht den Regeln der FAO
- FĂŒr bedrohte Knorpelfische mĂŒssen vorsichtigere Fangmengen festgelegt werden
- MSC will nach eigenen Angaben zertifizierte Haifischflossen nach Asien liefern.

Es wird höchste Zeit, den teilweise zweifelhaften Praktiken dieses angeblich nachhaltigen GĂŒtesiegel ein Ende zu machen!

Herzliche GrĂŒĂŸe

Sven Thanheiser
HAILIFE Alliance Manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:

(21.10.2011, 22:58)
WolfDrei :   ps: das Vu-Quang-Rind wurde sogar erst 1992 wissenschaftlich beschrieben.
(10.08.2011, 11:44)
WolfDrei :   Soeben gelesen in der französischen Zoofreundezeitschrift SECAS: im August 2010 wurde in einem laotischen Dorf an der Grenze zu Vietnam ein Vu-Quang-Rind "eingeliefert" (dem Bilde nach ein Bulle). Bevor SachverstĂ€ndige eintreffen konnten, verstarb das Tier. Frustierenderweise wurde mitgeteilt, daß es in den letzten Jahren sehr ruhig um das erst vor ca 25 Jahren entdeckte Tier geworden sei und daß dieses Tier vielleicht eines der letzten seiner Art sein könnte. Nach Entdeckung nahm man einen Gesamtbestand vo ca 300 Tieren an. Die ca 17 Tiere, die nach der Entdeckung gefangen worden waren, hatten nur, wenn ĂŒberhauopt, wenige Wochen ĂŒberlebt.
(10.08.2011, 11:31)
WolfDrei :   ps: Ausgangsbestand 2010 300 Tiere
(23.02.2011, 10:18)
WolfDrei :   Aus der letzten "Zooquaria": Durch Schutz der WurfplĂ€tze am Cap Blanc (Mauretaninien) wurden 2010 in dieser weltweit grĂ¶ĂŸten Kolonie der Mönchsrobben 55 Jungtiere gezĂ€hlt.
(23.02.2011, 10:16)
Klaus SchĂŒling :   Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:


Sehr geehrte Damen Herren,
liebe Zooförderer,

letztes Mal konnten wir erfreuliche Ergebnisse von unseren AktivitÀten beim Walschutz berichten.

Heute leider eine Katastrophe: Obwohl zur Zeit in Nagoya, Japan, die Int. BiodiversitĂ€tskonferenz stattfindet, steigen die Japaner aus dem Artenschutz aus: In Taji, einem japanischen KĂŒstenort, wurden heute wie jedes Jahr 60 Delphine zusammengetrieben, die schönsten Tiere fĂŒr Delphinarien herausgefangen und der Rest blutig abgeschlachtet.
Scheinheilig verkĂŒndeten die Japaner gleichzeitig bei der Konferenz, 1.4 Mrd. Euro fĂŒr den Artenschutz an EntwicklungslĂ€nder bereitzustellen. Das "Harmonie" genannten Paket darf nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass diese Bestechung Ă€rmerer LĂ€nder allein dazu dient, bei Konferenzen wie z.B. CITES die kontraproduktiven Positionen Japans zu unterstĂŒtzen.

Aber auch vor unserer HaustĂŒr wird eine Tierart zum Tode verurteilt: Die EU-Fischereiminister des "Club Med", d.h.alle EU-Mittelmeeranrainer, haben eine Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission, zur Rettung des Roten oder Blauflossenthunfischs die Fangquote zu halbieren, organisiert.

Dieser Irrsinn kann nur bei der nÀchsten EU-Wahl korrigiert werden! Oder es muss doch mal ein saftiger Boykott gegen eines unserer UrlaubslÀnder organisiert werden.

EARTLIFE wird Anfang 2010 zu einer Strategiekonferenz der UmweltverbĂ€nde nach MĂŒnchen einladen. Dort sollen effektivere Strategien diskutiert werden, Artenschutz international durchzusetzen. Auch der Boykott kommt wieder auf die Tagesordnung...

Wir mĂŒssen aber unsere Hausaufgaben in Europa machen, bevor wir international glaubwĂŒrdig Druck entfalten können!

Die Themen Thunfisch und Walmassaker vor den Faroer-Inseln könnten die AufschlÀge sein, diese Schöpfung vor Gier und Dummheit zu retten.

BetrĂŒbte, aber kampfeslustige GrĂŒĂŸe

Ihr

Sven Thanheiser
Programmleiter EARTHLIFE
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
(02.11.2010, 10:26)
Liz Thieme :   Laos will die SchutzbemĂŒhungen fĂŒr die Saola verstĂ€rken, nach dem nun wieder ein Exemplar gesehen wurde - nach 10 Jahren.

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12283-2010-09-20.html
(20.09.2010, 20:42)
Ralf Sommerlad :   Es ist immer ziemlich einfach, politische und finanzielle UnterstĂŒtzung zu finden, wenns um den Schutz besonders charismatischer Tierarten geht - auch wenn die politische UnterstĂŒtzung immer eine konsequenzfreie ist. Wale, Tiger, Orang-Utans, EisbĂ€ren und vielleicht sogar noch Frösche -anders siehts aus, wenn man sich fĂŒr Segelechsen und Pustelschweine in den Philippinen, Siam-Krokodile in Kambodscha und Indonesien, Indigonattern in den USA und sogar den Kabeljau in europĂ€ischen Meeren einsetzt...
(25.06.2010, 15:51)
Klaus SchĂŒling :   Vor kurzem hatten die Tierparkfreunde Hellabrunn um Teilnahme an den Online-Petitionen gegen die Aufweichung des Walfangmoratoriums gebeten. Hier die gute Nachricht aus Agadir:

Walfangmoratorium bleibt erhalten: Erfreuliche Nachrichten von der Sitzung der Int. Walfangkommission aus Agadir: Der Versuch der Aufweichung des Moratoriums ist insbesondere Dank der Einigkeit der EU und der Haltung von Deutschland, Frankreich und England abgewehrt worden. Herzlichen Dank an alle, die vor Ort mitgewirkt haben (Dr. Ralf Sonntag, IFAW (siehe Artikel im letzten "Tierparkfreund", Dr. Sandra Altherr, Pro Wildlife, Thilo Maack, Greenpeace, Niki Entrup, WDCS) und auch an Ministerin Aigner, die sich nach Intervention von Earthlife zuletzt fĂŒr die Position der NGOs auch international sehr stark gemacht hat.
(24.06.2010, 09:02)
Liz Thieme :   Delacour-Zwergtaucher fĂŒr ausgestorben erklĂ€rt
Auch bei einer langen Suche wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Fische und Fangnetze sind mitverantwortlich fĂŒr sein Aussterben.
Genf. Die Welt ist wieder um eine Tierart Ă€rmer: 25 Jahre wurde der Delacour-Zwergtaucher (Tachybaptus rufolavatus) bereits nicht mehr gesichtet, nun hat eine internationale Vogelschutzorganisation den auf Madagaskar heimischen Lappentaucher offiziell fĂŒr ausgestorben erklĂ€rt. „Den Verdacht, dass der Vogel nicht mehr existiert, gab es natĂŒrlich schon lĂ€nger“, erklĂ€rte BirdLife International. Die weltweite Partnerschaft von Naturschutzorganisationen ist zustĂ€ndig fĂŒr die Rote Liste gefĂ€hrdeter Vogelarten. Wissenschaftler wollten den Vogel, der im entlegenen Osten der afrikanischen Insel beheimatet war, nicht ĂŒbereilt fĂŒr ausgestorben erklĂ€ren. Doch auch bei einer ausgedehnten Suche im vergangenen Jahr wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Exotische Fischarten und Fangnetze seien mitverantwortlich fĂŒr das Aussterben des Delacour-Zwergtauchers. Ein Ă€hnliches Schicksal könnte auch die Kubaralle (Cyanolimnas cerverai) ereilen. Der nur in den westlichen SĂŒmpfen Kubas vorkommende Vogel wurde in die Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten aufgenommen. Quelle: HH Abendblatt
(27.05.2010, 09:40)
Klaus SchĂŒling :  


Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn gegen den Walfang

Im Juni will die Internationale Walfangkommission (IWC) das seit 1986 geltende Walfangmoratorium aufheben. Der Beschluss dazu wurde von einer kleinen Arbeitsgruppe vorbereitet, an der fĂŒr Deutschland das Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV, Ministerin Ilse Aigner, CSU) maßgeblich beteiligt ist.
Weitere Info auf den Web-Seiten z.B. der NGOs IFAW oder NABU .

Auf dem Photo im Anhang ĂŒbrigens ein ĂŒblicher Anblick auf den dĂ€nischen Faroer-Inseln...

Obwohl Deutschland keinerlei Walfang betreibt, will die Bundesregierung das sinnlose Töten der Könige der Meere wieder erleichtern. Ein unglaublicher Skandal und das krasseste Beispiel fĂŒr umweltpolitische Ignoranz:

2010 wurde von der UNO zum Jahr der BiodiversitÀt ausgerufen.

Bislang weigert sich das BMELV die Position der UmweltverbĂ€nde anzuerkennen. Die Tierparkfreunde sind Teil der grĂ¶ĂŸten VerbĂ€ndekoalition, die es je gab und fordern Bundeskanzlerin Merkel und Ministerin Aigner in einem offen Brief auf, Ihre PlĂ€ne zu ĂŒberdenken.

Es wird Zeit, Frau Ministerin Aigner zur Rettung der Wale zu ermutigen!

Schreiben Sie ihr! Die benötigten Informationen finden Sie auf der Seite des IFAW unter: http://e-activist.com/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=16&ea.campaign.id
=6382&msource=DR100319003&tr=y&auid=6212281

Foto: Ein Bild von den dÀnischen Faroer-Inseln wÀhrend der Jagdsaison
(14.05.2010, 13:20)
Jennifer Weilguni :   GrĂŒnes Denken in der Politik wird von den WĂ€hlern zum Teil immer noch als "Ökospinnerei" abgetan. Vieleicht deshalb nicht das beliebteste Parteiziel?

Man wird erst aufhören die Meere leerzufischen und die WÀlder abzuholzen, wenn nichts mehr da ist was sich fischen oder abholzen lÀsst. Und glaubt mir, dann wird es einige reiche Menschen geben, die feststellen, dass sich Geld DOCH essen lÀsst.
(11.05.2010, 12:41)
Klaus SchĂŒling :   Weltweiter Verlust an Arten und LebensrĂ€umen bestĂ€tigt

Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Zoo Frankfurt und weltweit anerkannter BiodiversitĂ€tsexperte, fordert in Bonn anlĂ€sslich des dritten Berichts ĂŒber den Zustand der biologischen Vielfalt ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik.


Heute wurde in Bonn der dritte Global Biodiversity Outlook, ein periodisch erscheinender Bericht ĂŒber den Zustand der globalen biologischen Vielfalt, vorgestellt. „Der Bericht zeigt eindrĂŒcklich, dass das Ziel, bis 2010 die Verluste der biologischen Vielfalt entscheidend zu reduzieren, auf globaler Ebene nicht erreicht worden ist.“, sagt Prof. Dr. Manfred Niekisch. Der alle drei bis vier Jahre erscheinende Bericht benennt die wichtigsten Ursachen fĂŒr den RĂŒckgang der biologischen Vielfalt, zeigt aktuelle Trends auf und widmet sich möglichen Zukunfts-Szenarien.

SĂŒĂŸwasserlebensrĂ€ume, Eismeere, Salzwiesen, Korallenriffe, Seegraswiesen und MuschelbĂ€nke weisen ernsthafte Verschlechterungen ihres Zustands auf. Fast ein Viertel der Pflanzenarten ist SchĂ€tzungen zufolge vom Aussterben bedroht. Die PopulationsgrĂ¶ĂŸe von Wirbeltieren hat zwischen 1970 und 2006 durchschnittlich um fast ein Drittel abgenommen.

Die Ausdehnung natĂŒrlicher LebensrĂ€ume schwindet in den meisten Teilen der Welt, allerdings konnte der FlĂ€chenverlust von TropenwĂ€ldern und Mangroven in einigen Regionen verlangsamt werden. „Das ist das einzige positive Signal des Berichtes“, erlĂ€utert Niekisch. „Es wurden mehr Schutzgebiete ausgewiesen. Aber diese Gebiete sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand.“

Die Hauptursachen des Verlusts an biologischer Vielfalt sind die Zerstörung und Übernutzung von LebensrĂ€umen und Arten, Umweltverschmutzung und der Klimawandel. „Fragen der biologischen Vielfalt werden immer noch nicht ausreichend in politische Programme aufgenommen“, fĂ€hrt Niekisch fort. Mit dem Verlust der biologischen Vielfalt durch verfehlte Agrar- und Fischereipolitik wird die Existenzgrundlage und Nahrungsmittelsicherheit von mehreren Millionen Menschen gefĂ€hrdet. Sie verschĂ€rfen die ohnehin schon großen Probleme von Hunger und Armut. Als Beispiele fĂŒhrt Niekisch die kommerzielle Fischerei und den Ausbau von Monokulturen an. „Die kommerzielle Fischerei nimmt den kleinen KĂŒstenfischern ihren Lebensunterhalt. Eindrucksvoll sieht man die Folgen in Somalia, wo die Fischer zur Piraterie greifen.“ Monokulturen im Soja-, Mais- und Palmölanbau produzieren fĂŒr Leute, die sich solche Produkte kaufen können und gerade nicht fĂŒr die Armen.

„Die Erhaltung der BiodiversitĂ€t ist kein Luxusproblem“, sagt Niekisch. Letztendlich ist die Erhaltung der genetischen Vielfalt, der Vielfalt der Arten und der Vielfalt der Ökosysteme fĂŒr die Erhaltung des Lebens auf der Erde essentiell, denn ohne Vielfalt ist keine Evolution möglich. „Wir brauchen ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik. Die Erhaltung der BiodiversitĂ€t muss ganz oben auf die politische Agenda.“

(11.05.2010, 08:50)
Klaus SchĂŒling :   14. Tagung des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien im Kölner Zoo

Am Samstag, den 30. Oktober 2010, findet im Kölner Zoo die 14. Tagung
des „Fonds fĂŒr bedrohte Pagageien“, einer Arbeitsgruppe der Zoologischen
Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), ĂŒber
Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt pro Person 30 EUR bei Vorabreservierung
(ZGAP-Mitgliedern wird ein zusÀtzlicher Rabatt von 5 EUR eingerÀumt)
oder 40 EUR vor Ort, fĂŒr SchĂŒler und Studenten entsprechend 20 EUR bei
Vorabreservierung (ZGAP-Mitgliedern wird ein zusÀtzlicher Rabatt von 5
EUR eingerĂ€umt) oder 30 EUR vor Ort. In der TagungsgebĂŒhr sind Kaffee-
und
Kuchen sowie der Eintrittspreis (Samstag und Sonntag) fĂŒr den Zoo
inklusive
ZoofĂŒhrung am Sonntagmorgen enthalten. Die Teilnahme an der Tagung
ermöglicht darĂŒber hinaus den Eintritt zur Ornithea zu einem ermĂ€ĂŸigten
Preis.

FĂŒr Teilnehmer, die schon am Freitag anreisen, ist eine
gemeinschaftliche Besichtigung eines Schlafbaums der Halsbandsittiche
(Psittacula krameri) auf dem BASF-GelÀnde in Leverkusen mit
anschließendem Abendessen im Restaurant „Kasino“ geplant.

Die Tagung am Samstag findet in RÀumlichkeiten des Kölner Zoos statt.
Anschrift: Zoo Köln, Riehler Straße 173, 50735 Köln, Internet:
www.koelnerzoo.de.

Übernachtungsmöglichkeiten: Als Großstadt bietet Köln ein reichhaltiges
Hotelangebot in allen Preislagen. Hieraus empfehlen wir drei
verkehrsgĂŒnstig gelegene Hotels:

Hotel IBIS Köln Am Dom (im Hauptbahnhof, ca. 10 Minuten per U-Bahn zum
Zoo), Tel.: 0221-9128580, E-Mail: H0739@accor.com, Internet:
www.accorhotels.com/de/hotel-0739-ibis-koeln-am-dom/ index.shtml

Hotel Four Points, Breslauer Platz 2 (NĂ€he Hauptbahnhof, ca. 10 Min. per
U-Bahn zum Zoo), Tel.: 0221- 1651-333; Internet:
www.fourpointscentralkoeln.com

Hotel Viktoria, Worringer Straße 23 (ca. 10 Minuten Fußweg zum Zoo),
Tel.: 0221- 9731720, E-Mail: hotel@hotelviktoria.com; Internet: www.
hotelviktoria.com

Weitere Übernachtungsangebote finden Sie im Internet oder erhalten Sie
auf Nachfrage in Ihrem ReisebĂŒro.

Vorabreservierungen zur Tagung mĂŒssen schriftlich erfolgen und können
nur unter Vorausleistung der TagungsgebĂŒhr berĂŒcksichtigt werden. – Die
Anmeldung zur Tagung ist erneut online möglich. Das
Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie
auf der Homepage des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof,
Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-425041, E-Mail:
fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
(05.05.2010, 08:30)
Michael Mettler :   Das mit dem Sumpfkrokodil ist nun wirklich spannend. Erinnert mich ein bisschen an die neuere Erkenntnis, dass die SchwĂ€rzlinge des Timberwolfes auf frĂŒhe Einkreuzung von Haushunden zurĂŒckzufĂŒhren sein sollen. Da ein schwarzer Timberwolf im Frankfurter Zoo der Stammvater der heutigen angeblichen Polarwölfe in unseren Zoos war, mĂŒssten die also eigentlich als Wolfshunde ausgeschildert werden ;-)

Was evolutionĂ€re ZeitrĂ€ume betrifft: In den letzten 80 Jahren fand die natĂŒrliche Ausbreitung der TĂŒrkentaube aus der TĂŒrkei bis nach Skandinavien statt. WĂ€re diese Kolonisation nach SĂŒden statt nach Nordwesten gelaufen, wĂ€re der Vogel auf seinen nĂ€chsten Verwandten, die Nordafrikanische Lachtaube gestoßen. Ob es da wirklich nicht zu (höchstwahrscheinlich fruchtbaren) Kreuzungen gekommen wĂ€re, deren Produkte nur schwer als solche erkennbar gewesen wĂ€ren und munter im Fortpflanzungsgeschehen mitgemischt hĂ€tten?

Ich denke eher: Jede Generation eines Lebewesens ist bereits ein evolutionÀrer Zeitraum. Wir nehmen das Wachstum eines Baumes ja auch nicht in Echtzeit wahr, sondern bemerken die Unterschiede nur in Episoden - und trotzdem wÀchst er kontinuierlich...
(16.04.2010, 17:28)
Ralf Sommerlad :   Ja, Sie haben völlig Recht, Herr Mettler. Im vorliegenden Fall aber haben wir es mit einer Entwicklung in einem Zeitraum von roundabout 50 Jahren zu tun, das ist ja kein evolutionĂ€rer Zeitraum. In dieser Zeit wurden die nach Übergagung klĂ€glichen WildbestĂ€nde in sehr begrenzte Habitate zusammengedrĂ€ngt, die schwerer erreichbar waren.Nachdem man bemerkte was man vorher angerichtet hatte, hat man Schutzmassnahmen eingeleitet und die sind eben bei den robusteren und anpassungsfĂ€higeren Spitzkrokodilen besser angenommen worden, als bei den Kuba-Krokodilen. So hat sich eine Art stĂ€rker vermehrt und drang in den Lebensraum der anderen, des Nahrungskonkurrenten immer weiter vor, wĂ€hrend die Kubaner aufgrund ihrer SĂŒsswasserbindung auf ihren Bereich beschrĂ€nkt blieben. Und da beide Arten, wie vermutlich alle Echten Krokodile untereinander das können, logischerweise hybridisierten...Aber es bleibt die spannende Frage des Eingriffs in einen vielleicht evolutionĂ€ren Prozess, Sie haben Recht.
Ex situ haben wir dennoch die Möglichkeit der reinerbigen Erhaltung , natĂŒrlich mĂŒssen wir diese Chance nutzen. Es ist ja schon jetzt im Vorfeld spannend, was schon festgestellt wurde: So hat ein Zoo, der seine Tiere genetisch untersuchen liess, nicht nur Spitzkrokodil-Gene gefunden, bei einem Tier sogar die des ( indischen ) Sumpfkrokodils..Ich bin sehr gespannt, welche Überraschungen noch auf uns warten.
(16.04.2010, 15:17)
Michael Mettler :   @Ralf Sommerlad: Auch wenn es nicht gerade der landlĂ€ufigen Meinung entspricht, finde ich, dass der menschliche Einfluss in gewissem Maße ĂŒberbewertet wird. Nicht in seinem Ausmaß der Umweltzerstörung, denn daran habe ich keinerlei Zweifel, sondern dahingehend, dass es auch ohne Einwirken des Menschen EinflĂŒsse gibt und schon immer gab, die zu solchen Hybridisierungen fĂŒhren können/konnten. Einzelne Tiere verirrten sich in das Verbreitungsgebiet naheverwandter Arten oder versuchten es gezielt zu kolonisieren (z.B., weil in ihrem Herkunftgebiet alle Reviere besetzt waren), Naturkatastrophen oder schlichte VerĂ€nderungen wie der sich verĂ€ndernde Lauf eines Flusses fĂŒhrten dazu, dass nahe verwandte Tierformen zueinander fanden. Die durch Eiszeiten und Zwischeneiszeiten hervorgerufenen Ausdehnungen und Schrumpfungen der LebensrĂ€ume Afrikas z.B. drĂ€ngten Tierarten in inselartige Refugien zurĂŒck, in denen sie durch die Isolation trennende Eigenschaften entwickeln konnten - als sich durch Klimawechsel diese Refugien wieder ausdehnten und erneut zusammenhĂ€ngende FlĂ€chen bedeckten, waren die Unterschiede aber wahrscheinlich noch nicht so groß, dass sich die Tiere bei der Re-Kolonialisation nicht mehr hĂ€tten kreuzen können. Und bei dieser Gelegenheit wird vermutlich auch die eine oder andere Ausgangsart/-unterart "auf der Strecke geblieben sein", wenn sich fruchtbare Hybriden als nicht nur vital erwiesen, sondern zufĂ€lligerweise auch einen Selektionsvorteil erworben hĂ€tten.

Ich weiß, dass das ein sehr kitzliges Thema ist. Arterhaltung kann nun mal auch gleichzeitig bedeuten, ein eigentliches evolutionĂ€res Zwischenstadium (da die Evolution stĂ€ndig weiterlĂ€uft) gewissermaßen zum Standard fĂŒr alle Zeiten zu erklĂ€ren und uns damit die WillkĂŒr des Menschen zu erlauben, die sagt: WIR legen fest, was eine Art ist und ob sie im status quo weiterleben soll oder nicht. Conservation - konservativ - in Konserve...

Das Beispiel mag verrĂŒckt klingen, aber ich habe mich schon oft gefragt, was passiert wĂ€re, wenn es unsere heutige menschliche Kultur schon zu der Zeit gegeben hĂ€tte, als sich die LandbrĂŒcke zwischen Nord- und SĂŒdamerika bildete. HĂ€tten wir aus gut gemeintem Naturschutzgedanken heraus versucht, den Faunenaustausch zwischen den beiden Kontinenten zu unterbinden...? Ich fĂŒrchte, ja.
(16.04.2010, 13:50)
Ralf Sommerlad :   @Michael Mettler: Sie sprechen da ein Thema an, daß durchaus diskutiert werden muss: Stören wir einen evolutionĂ€ren Prozess? Möglicherweise ist das ja auch ein solcher, allerdings verursacht durch nachhaltigen menschlichen Einfluss, die Zerstörung von LebensrĂ€umen einer Art, die wiederum eine andere Art - hybridisierend- dennoch besiedeln kann.
Die hier ĂŒberschwappende Hybridisierung ist alleine menschlichem Einfluss ( in einem erdgeschichtlich bedeutungslos geringen Zeitraum) zuzufĂŒhren. Es ist ja nicht auszuschliessen, dass schon in der Vergangenheit dort, wo sich die lebensrĂ€ume beider Arten ĂŒberschnitten haben, also etwa in kĂŒstennahen Sumpfgebieten, es zu Hybridisierungen kam, aber diese wegen der ausreichenden Auswahl natĂŒrlicher reinerbiger Geschlechtspartner relativ folgenlos blieb. Wenn, hĂ€tten wir also so oder so einen evolutionĂ€r vielleicht natĂŒrlichen und vielleicht sogar unausweichlichen Prozess wahnsinnig beschleunigt. An der Notwendigkeit, sich um die Erhaltung der reinerbigen Kuba-Krokodile zu kĂŒmmern, Ă€ndert das nichts.
(16.04.2010, 13:11)
Michael Mettler :   @Ralf Sommerlad: Falls die Spitzkrokodilpopulation auf Kuba natĂŒrlichen Ursprungs ist, entsprĂ€che die Hybridisation im Freiland doch aber einem normalen evolutionĂ€ren Vorgang, der beiden Arten "frische Gene" bringen und die Grundlage zur allmĂ€hlichen Entwicklung einer neuen, bestens an den vorhandenen Lebensraum angepassten oder aber flexibleren Art geben könnte...? Wenn sich schon die heutigen Arten fruchtbar kreuzen, könnten sie genausogut auch selbst irgendwann aus Vorfahren verschiedener Elternarten entstanden sein.
(15.04.2010, 16:19)
Ralf Seidel :   @Ralf Sommerlad, vielen Dank fĂŒr die Antwort, hört sich in der Tat nicht gerade rosig an...
(15.04.2010, 13:02)
Ralf Sommerlad :   Schön, dass nun auch das Siam-Krokodil in den Fokus der Zoo-ArtenschĂŒtzer gerĂ€t, es ist auch nötig: http://www.waza.org/en/site/conservation/waza-conservation-projects/overview/natural-history-of-a-siamese-crocodile-population-on-borneo
Danke an die Zoos in Dortmund, Köln und Protivin, die sich sehr eingesetzt haben und noch einsetzen, obwohl 2 von ihnen die Art garnicht pflegen. Aber man ist sich seiner Mitverantwortung fĂŒr den Erhalt eines wichtigen Habitates und seiner BiodiversitĂ€t bewusst.
(15.04.2010, 09:51)
Ralf Sommerlad :   Es sieht schlimm aus! Die wirklich getesteten reinerbigen FarmbestĂ€nde sind nicht wirklich gross.Es ist davon auszugehen, dass ein Grossteil hybridisiert sind.Die CSG schreibt im neu aufgelegten und noch unveröffentlichten Conservation Action Plan: "The degree of genetic introgression remaining in the captive Cuban stock remains unknown. "
Was freilebende Kuba-Krokodile angeht, so hat man bei den letzten surveys in 2000 noch zwischen 4.000 und 6.000 Krokodile angenommen. Niemand weiss, ob die Zahlen noch stimmen. Und da die Hybridisierung der WildbestĂ€nde durch die Zunahme der SpitzkrokodilbestĂ€nde auf Kuba ebenso zunimmt, wird man verstehen, wie wichtig die Erhaltung genetisch reiner BestĂ€nde in Zoos ist.Einige europĂ€ische Zoos haben bereits ihre Tiere genetisch untersuchen lassen mit dem zu erwartenden Ergebnis, dass auch hier Hybriden vorhanden sind, wo man nicht damit gerechnet hatte. Es ist also beim Kuba-Krokodil, ebenso ĂŒbrigens wie beim Siam-Krokodil, ein sehr sorgfĂ€ltiges captive management von Nöten
(15.04.2010, 09:45)
Ralf Seidel :   @Ralf Sommerlad, noch vor Jahren hieß es, dass zwar die Freilandpopulationen bedroht sind, der Artbestand aber insgesamt durch die Zucht in Farmen auf Kuba gesichert ist. Wie ist denn da die aktuelle Entwicklung?
(13.04.2010, 12:28)
Ronald Masell :   @ralf, wie gross sind denn im moment die BestĂ€nde inSitu bzw.exSitu?
(13.04.2010, 11:17)
Ralf Sommerlad :   Angesichts der katastrophalen Situation fĂŒr das Kuba-Krokodil, welches heute die vielleicht mit meisten vom Aussterben bedrohte Krokodilart der Welt darstellt, hat sich auf Intiative der IUCN Crocodile Specialist Group die Reptile TAG der EAZA entschlossen, anlĂ€sslich deren FrĂŒhjahrstagung in Barcelona abschliessend die GrĂŒndung eines ESB zu beschliessen, um das notwendige sorgfĂ€ltige Management der Zoopopulationen zu gewĂ€hrleisten. Sofern so beschlossen wird, soll als ESB-Koordinator der Paington Zoo, UK, fungieren.
(13.04.2010, 09:54)
Klaus SchĂŒling :   Und nun tatsĂ€chlich die letzte Mail zum Thema "REWE action alert":

Liebe Tierparkfreunde,
liebe EuropÀische Zooförderer,

wie vor Ostern versprochen, hier die letzte Mail zum Thema Haifleisch und "REWE action alert":
 
Nachdem der Vorstandsvorsitzende von REWE schriftlich mitgeteilt hat, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird, haben wir zahlreiche Mails erhalten, dass die REWE-Filialen binnen weniger Tagen die RestbestÀnde an eingedosten Schillerlocken aus dem Sortiment genommen haben - und das VOR dem Karfreitags-FischgeschÀft.

BezĂŒglich der noch offenen Frage der QualitĂ€tssicherung dieser Konzernstrategie bei den durchaus auch beim Einkauf unabhĂ€ngig agierenden Filialen hat die KonzernfĂŒhrung mitteilen lassen, dass sie nachhaltig auf die Filialisten einwirken wird, die Konzernstrategie zu respektieren. Angesichts des erfolgten "Durchgriffs" halten wir dies fĂŒr ausreichend und erklĂ€ren den Action alert fĂŒr beendet.

Vielleicht behalten Sie dennoch die REWE-Fischregale im Auge...

Wir danken allen, die bundesweit mitgeholfen haben, der REWE auf die Pelle zu rĂŒcken, ganz herzlich fĂŒr ihren Einsatz!

(13.04.2010, 09:43)
Klaus SchĂŒling :   Dies ist - hoffe ich doch! - die vorletzte Mail zum Thema "REWE action alert". Und das mit einer guten Nachricht:

Offensichtlich hat die Schlagkraft des HAILIFE-BĂŻÂżÂœndnisses gerade auch Dank des Einsatzes vieler Zoofreunde einmal mehr funktioniert!

Der Vorstandsvorsitzende von REWE hat nunmehr schriftlich mitgeteilt, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird und dass der Verkauf der RĂŻÂżÂœgenfisch Schillerlockendosen beendet wurde.

Nun wĂŻÂżÂœre es hilfreich, so weit mĂŻÂżÂœglich die Beendigung des Verkaufs der Dosen durch eine Nachschau in den REWE-Filialen zu verifizieren. Vielleicht wĂŻÂżÂœre es also den vielen von Ihnen, die den REWE-Filialleitern auf die Pelle gerĂŻÂżÂœckt sind, noch einmal mĂŻÂżÂœglich zu prĂŻÂżÂœfen, ob die Dosen tatsĂŻÂżÂœchlich aus den Fischkonservenregalen verschwunden sind, und uns noch mal eine kurze Info zu geben.

Falls die RĂŻÂżÂœckmeldungen aus den Filialen positiv sind, werden wir den action alert beenden kĂŻÂżÂœnnen - was ich Ihnen dann im Interesse Ihrer Mailboxen in einer abschlieĂŻÂżÂœenden Mail mitteilen werde.

Ich danke allen von Ihnen schon jetzt ganz herzlich fĂŻÂżÂœr die UnterstĂŻÂżÂœtzung! Ein toller Erfolg, der vielleicht ja auch mal als Blaupause fĂŻÂżÂœr alerts auf anderen Gebieten als dem Haischutz dienen kĂŻÂżÂœnnte...

Sven Thanheiser
Campaign Manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

(25.03.2010, 09:12)
Klaus Schueling :   YAQU PACHA: Neue Website

www.yaqupacha.org


(25.03.2010, 08:20)
Klaus SchĂŒling :   Liebe EuropĂ€ische Zooförderer,
liebe Tierparkfreunde,

heute war in der SĂŒddeutschen Zeitung und wohl auch bei Spiegel online zu lesen, dass die HaiantrĂ€ge in Doha bei der CITES-Konferenz gescheitert seien. Dies war im Gegensatz zum Roten Thun und dem EisbĂ€r zum GlĂŒck nicht der Fall! Zum Stand der Dinge schreibt Heike Finke, NABU, aus Doha:

Es gibt von der COP 14 Den Haag ein Arbeitspapier ĂŒber conservation und
management von sharks. Seit Den Haag 2007 ist das fortgeschrieben
worden, da hat eine Arbeitsgruppe dran gearbeitet. Diese
ErgÀnzungen/Fortschreibungen sind am vergangenen Dienstag in Committee I
vorgestellt worden - und sind abgelehnt worden. D.h. es wurde ĂŒber
dieses Papier gesprochen und dann auch abgestimmt mit dem Ergebnis, dass
es abgelehnt wurde. Die Diskussion war nicht eben pro Hai und gab
vielleicht einen Vorgeschmack auf die Diskussion, die es zu den
ListungsantrÀgen geben wird.

Aber mit dem Durchfallen diese Papiers sind wir zum GlĂŒck nur auf dem
Stand Den Haag, diese Resolution 12.6 mit Decisions 14.101 bis 14.117
sind damit weiter Stand der Dinge, die Arbeit der Arbeitsgruppe seitdem,
d.h. seit 3 Jahren, ist damit hinfĂ€llig und war fĂŒr die Katz fĂŒrs erste.
Mehr ist aber nicht passiert.

Die Hai-ListungsantrÀge werden vermutlich am Sonntag diskutiert,
vielleicht auch Montag. dann wird es eine Vorabstimmung geben, die aber
jedenfalls im Plenum an den letzten 2 - 3 Konferenztagen wieder
aufgegriffen werden kann, d.h. in ein sog. Reopening mĂŒnden kann.
Gleiches gilt fĂŒr das abgelehnte Papier - auch das kann nochmals ins
Plenum kommen, auch mit dann anderem Ergebnis. Es waren ja gar nicht
alle Mitgliedsstaaten im Raum, was allein durch die Arbeitsaufteilung in
2 committees folgt.

Dies zur Klarstellung.

Noch ist Hoffnung fĂŒr die Haie!

Viele GrĂŒĂŸe aus Doha
Heike

Zwischenstand REWE action alert:

Das Haus REWE will wohl Hai auslisten, hat das aber noch nicht vollzogen. Wir erhalten immer mehr Meldungen, dass die REWE-MĂ€rkte die Dosen aus den Regalen nehmen, sobald Tierparkfreunde die Filialleiter zur Rede stellten.

Vielleicht können Sie selbst oder Ihre Mitglieder bundesweit und in den NachbarlÀndern da noch etwas nachzuhelfen...  ;-)

Noch haben wir die REWE-Zentrale nicht da, wo wir im Interesse der Haie hinwollen: Sofortige nachvollziehbare Auslistung ALLER Haiprodukte und SOFORTIGES Ende des Verkaufs der eingedosten Schillerlocken!

Mit herzlichen GrĂŒĂŸen

Sven Thanheiser
Campaign Manager
--
HAILIFE
Postadresse: Postfach 44 04 26
D-80753 MĂŒnchen, Germany
Tel.: +49-(0)89-99 88 88 81 Fax: +49-(0)89-99 88 88 84
www.hai-society.org
(19.03.2010, 06:35)
Klaus Schueling :   Artenvielfalt erhalten und LebensrĂ€ume schĂŒtzen –
Zoos engagieren sich fĂŒr den Amphibienschutz
Der Verband Deutscher Zoodirektoren e. V. informiert:
Frosch, Kröte und Salamander sind in Gefahr. Die BestĂ€nde der Amphibien nehmen weltweit ab. Ein Drittel aller Arten ist gefĂ€hrdet. Über 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgestorben. Mit einem langfristigen Programm will der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) in Zusammenarbeit mit anderen ZooverbĂ€nden und der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) dazu beitragen, die BiodiversitĂ€t im Bereich der Amphibien zu erhalten.
Der Weltzoo-Verband (WAZA) hatte 2008 zum „Jahr des Frosches“ ausgerufen. Im Rahmen dieses Jahres fĂŒhrte der EuropĂ€ische Zoo- und Aquarien-Verband (EAZA) die Kampagne „Frog Alarm!“ durch, um auf das Problem aufmerksam zu machen und Gelder fĂŒr Schutzprojekte zu sammeln. Die Zoos im deutschsprachigen Raum spendeten damals rund 70'000 € fĂŒr den Amphibienschutz. Der Zoo DORTMUND hat sich ebenfalls an der Kampagne beteiligt und wurde von der EAZA mit dem „Gold Award“ fĂŒr seine erfolgreiche Beteiligung ausgezeichnet.
Die Zoo-VerbĂ€nde in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren aber der Meinung, dass mit einer zeitlich befristeten Kampagne wenig erreicht werden könne. Sie hatten sich deshalb bereits 2007 mit der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Herpetologie und Terrarienkunde zusammen gefunden, um ein langfristiges Amphibienschutzprogramm ins Leben zu rufen, an dem sich sowohl die Zoos, Tier und Wildparks im deutschsprachigen Raum als auch Privathalter beteiligen sollten. Dieses Programm verfolgt unterschiedliche Ziele, wie Information der Zoobesucher und der breiten Öffentlichkeit, Thematisieren des Amphibienschutzes im Rahmen des Zoo-Unterrichts, Schaffen der Voraussetzungen fĂŒr langfristige Zuchtprogramme, ökologische Aufwertung der ZoogelĂ€nde zur Schaffung von LebensrĂ€umen fĂŒr heimische Amphibien, Betreuen von Schutzgebieten, UnterstĂŒtzen von Zoos und Behörden in EntwicklungslĂ€ndern mit einer hohen Artenvielfalt, und Beteiligung an Forschungs- und Schutzprojekten in EntwicklungslĂ€ndern. So beteiligt der Zoo DORTMUND sich am Erhaltungszuchtprogramm fĂŒr den Blauen Baumsteiger, eine der bedrohten tropischen Froscharten.
Den Start fĂŒr das Programm war ein im Juni 2007 in Chemnitz durchgefĂŒhrter Amphibienkurs, an dem Vertreter der ZooverbĂ€nde, der Zoos und der DGHT teilnahmen. Seit dann bildet der Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) regelmĂ€ĂŸig Tierpfleger fĂŒr die Betreuung von Amphibien aus, es wurden von einem DGHT-Mitglied koordinierte Zuchtprogramme fĂŒr etwa ein Dutzend Arten in Angriff genommen, in Zusammenarbeit mit dem Verband deutschsprachiger ZoopĂ€dagogen und der Stiftung Artenschutz wurden FlugblĂ€tter und Lehrmittel herausgegeben, und mehrere Zoos bauten neue Amphibienausstellungen oder gestalteten bestehende um. Im Zoo DORTMUND sind mehrere Arten von Pfeilgiftfröschen und die eher unscheinbaren und daher wenig bekannten SchwimmwĂŒhlen zu sehen.
Um einen weiteren Teil der Schutzbestrebungen zu finanzieren, sammelten Zoos und VerbĂ€nde in den Jahren 2008/2009 rund 41'000 €, die von der Stiftung Artenschutz treuhĂ€nderisch verwaltet wurden. Damit können nun vier Feldprojekte in den Alpen, in Bolivien, Guyana und Vietnam sowie eine Analyse des regionalen Handels mit Krokodilmolchen in SĂŒdostasien tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt werden.
Im Rahmen des Jahres der BiodiversitÀt besonders bemerkenswert sind die Anstrengungen von bislang etwa 20 Zoos zu Förderung der lokalen BiodiversitÀt durch Wiederherstellen und Unterhalten von AmphibienlebensrÀumen und, in besonderen FÀllen, die Wiederansiedlung lokal ausgestorbener Arten, wie des Kammmolchs oder des Laubfroschs. Dazu arbeiten die Zoos eng mit lokalen Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen.
WeiterfĂŒhrende Informationen:
www.zoodirektoren.de  Amphibienprogramm (Allgemeines, Schutzprojekte, Zuchtprogramme, Lehrmaterialien)
Foto: Blauer Baumsteiger
(15.03.2010, 13:39)
Liz Thieme :   leider lande ich bei dem angegebenen Link auf der Shopseite und nicht bei Hailife selbst. Die HP findet man unter diesem Link: http://www.hai-society.org/

Ich finde gut, dass sich Zoos wie Hellabrunn und Hagenbeck fĂŒr solche Zwecke einsetzen. Im derzeitigen TierINTERNATIONAL weist Hagenbeck auf das Problem hin, dass man hĂ€ufig nicht weiß wo Hai drin steckt.
Hier mal eine kleine Liste zusammengestellt auf Grund des Artikels.

Lebersubstanz Squalen & Öle: Lippenstift, Pflegecremes und andere Kosmetika
Knorpel - Chondroitin: Hundefutter
Knorpel & Squalen: Medizin, ua. Impfstoff fĂŒr Schweinegrippe
Boroso-Leder: Haileder fĂŒr Luxusartikel
Kalbfisch: gerÀucherte Scheibe vom Heringshai
Königsaal: Dornhaifilet
Karbonadenfisch: Haiprodukt
Rocksalmon: Katzenhai aus Irland
Schillerlocke: gerÀucherter Bauchlappen des Dornhais
Seestör und Steinlachs: kann auch von Haien stammen
Speckfisch: Haiprodukt
Surimi: Krebsfleischimitat, kann auch Hai enthalten
Squalen-Kapseln, auch Squalan: NahrungsergĂ€nzungsmittel, Substanz aus Haileber (kann aber auch aus pflanzlichen Ölen gewonnen werden) zu finden in SelbstbrĂ€unern, HaarfĂ€rbemitteln, Salben und Cremes

zusĂ€tzliche Nebenwirkung: Menschen gefĂ€hrden sich selbst. Haifleisch hat eine hohe Menge an Methylquecksilber eingelagert, welches zu SchĂ€den im zentralen Nervensystem und Organen fĂŒhren kann. Je Ă€lter das Tier umso grĂ¶ĂŸer die Menge.
300g Haifleisch, durchschnittlich 0,23mg Methylquecksilber --> 70kg Mensch = mehr als das Doppelte als die vorĂŒbergehend tolerierbare wöchentliche Aufnahme von Methylquecksilber
"Schillerlocken --> Killerlocken"

(11.03.2010, 11:30)
Klaus Schueling :   erneuter Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn

Liebe EuropÀische Zooförderer,

seit einigen Jahren co-koordinieren wir Tierparkfreunde die AktivitÀten
des BĂŒndnisses HAILIFE. Mehr ĂŒber HAILIFE unter www.hai-society.de oder
im aktuellen "Tierparkfreund".

Schon auf der letzten Konferenz der EuropÀischen Zooförderer in Innsbuck
habe wir die UnterstĂŒtzung der HAILIFE-Kampagne beschlossen. Die
gemeinschaft Deutscher Zooförderer ist sogar Partner des
HALIFE-BĂŒndnisses.

Dieser erste dauerhafte Zusammenschluss von Umwelt- und Zooorganisationen
in einer Kampagne hat es geschafft, den deutschen Großhandelsmarkt
weitgehend haifischfleischfrei zu bekommen - eine wichtige Voraussetzung,
um die Nachfrage zu senken. Leider werden jedes Jahr Millionen von Haien
vor allem fĂŒr den asiatischen Markt getötet; teilweise werden den Tieren
bei lebendigem Leibe die Flossen von den Körpern abgetrennt (sog.
Finning), um Suppe zu kochen.

In der nĂ€chsten Woche beginnt die große Artenschutz-Konferenz CITES. Hier
sollte es endlich gelingen, weitere Haiarten unter Schutz zu stellen.
Unser Vorstandsmitglied Claudia Praxmayer ist fĂŒr unseren
Kooperationspartner NABU mit der HAILIFE-Koordinatorin Heike Finke in Doha
vor Ort.

Erfreulich ist es, dass fast alle großen Handelskonzerne auf Initiative
von HAILIFE freiwillig - bei einer Kette mussten wir etwas Nachhilfe
leisten.... - auf den Verkauf von Haifleisch verzichtet haben. Umso
Ă€rgerlicher ist es, dass jetzt REWE Schillerlocke (in der Regel
Bauchfleisch des Dornhais) in Dosen der Fa. RĂŒgenfisch zum Verkauf
anbietet. Und das, obwohl der Konzern auf seiner Website behauptet, er
fĂŒhre nur Produkte, die den AnsprĂŒchen des blauen MSC-Siegels genĂŒgen!

MSC-zertifizierten Haifang gibt es auf der ganzen Welt nicht. Und die
bislang gesichteten Filialen fĂŒhren viele Fischprodukte, die nicht
MSC-zertifiziert sind. REWE unterstĂŒtzt also nicht nur die Vernichtung der
bedrohten Dornhaie, sonder fĂŒhrt die Verbraucher irre.

Wir haben - wie bei HAILIFE ĂŒblich - REWE vorletzte Woche ein Schreiben
geschickt, in dem wir ĂŒber die Problematik aufgeklĂ€rt und dem Konzern
Gelegenheit gegeben haben, diese rechts- und naturschutzwidrige
Verkaufspraxis abzustellen.

Leider hat es REWE im Gegensatz zu seinen Konkurrenten bislang nicht fĂŒr
nötig gehalten, zu antworten. An anderer Stelle gab REWE die Auskunft,
einzelne Filialen könnten auf eigene Faust Produkte dem REWE-Sortiment
hinzufĂŒgen. Da wir die Schillerlockendosen in mehreren Filialen gefunden
haben, eine reine Schutzbehauptung.

Insofern bitten wir Sie jetzt um Mithilfe bei Stufe 2 des HAILIFE-action
alert REWE. Diese Stufe hatte schon bei einer anderen großen Kette zum
gewĂŒnschten Erfolg gefĂŒhrt. Wir bitte Sie, Ihre Mitglieder zu motivieren,
REWE-Filialen aufzusuchen und die GeschĂ€ftsfĂŒhrer zur Rede zu stellen.
Wenn Ihre Mitglieder das wollen, können sie auch vor den Filialen die
Information zum REWE-Umweltfrevel an die Kunden weitergeben, solange Sie
nicht den Verkauf behindern.

Zu diesem Zwecke stellen wir Ihnen auf Nachfrage zur VerfĂŒgung:

-Fotoflyer von Haien, deren Flossen gefinnt wurden, zum Ausdrucken und
Verteilen
-Brief, der an REWE ging, mit allen relevanten Informationen, den Sie
gerne nutzen können
-Hintergrundinformation ĂŒber die Bedrohung der Haie und die
CITES-Konferenz 2010 zum Ausdruck zur Ansicht
-HALIFE-Plakat mit allen Partnern und kooperierenden Handelsketten
-NABU-factsheet fĂŒr CITES "Dornhai"

Wir gegen davon aus, dass REWE reagieren wird. Falls nicht, werden wir
ĂŒbernĂ€chste Woche erstmals die dritte Stufe auslösen, d.h. durch breite
Medieninformation zum Boykott der REWE-Filialen aufrufen.

Gerade in der Zeit, in der viele Menschen auf der CITES-Konferenz um den
Schutz der Haie als sehr wichtigem Bewohner des bedrohten Ökosystems Ozean
kÀmpfen, kann es nicht angehen, dass ein deutscher Handelskonzern - der
auch Filialen in Österreich und der Schweiz hat! - unter IrrefĂŒhrung der
Verbraucher das Haimorden fördert! Nicht einmal REWE kann sich diesen
Imageverlust erlauben...

Wir zÀhlen auf Sie, dass dieser action alert wieder ein erfolgreicher sein
wird. Gerade die regelmĂ€ĂŸige RĂŒckmeldung der Zooförderer gib tuns immer
wieder die Chance, einzelne VerstĂ¶ĂŸe sehr schnell abzustellen. RĂŒcken auch
Sie REWE auf den Pelz!

Herzlichen Dank und GrĂŒĂŸe

Ihr

Sven Thanheiser
HAILIFE campaign manager
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

(11.03.2010, 08:32)
Michael Mettler :   Ob sich die Sittiche angesichts vermutlich geringer GrĂŒnderzahl nicht langsam mal Gedanken ĂŒber Inzuchtdepressionen machen sollten...? (Ironie)
(08.03.2010, 09:06)
Klaus Schueling :   Sittiche auf dem Vormarsch

Seit der ersten Brut 1974 im Schlosspark von Neckarhausen nahm die Anzahl der indischen Halsbandsittiche in der Rhein-Neckar-Region mĂ€chtig zu. In Worms gab es Anfang der 1970er Jahre ebenfalls eine kleine, aber wachsende Population dieser leuchtend grĂŒnen Papageien mit dem roten Schnabel und dem langen blauen Schwanz. Die ersten Tiere sind aus KĂ€figen entflogen oder auch ausgesetzt worden. Die MĂ€nnchen haben ein schwarzes Halsband, das sich vom Kinn bis in den Nacken zieht und dort rosa wird.
Die Sittiche brĂŒten eigentlich in Baumhöhlen, bevorzugt in Platanen, aber seit der Jahrtausendwende brĂŒten sie auch in Fassaden, besonders gerne in von Spechten gezimmerten Löchern von WĂ€rmedĂ€mmungen. Ob in Heidelberg, Frankenthal oder Weinheim, praktisch ĂŒberall können die Sittiche an WĂ€rmedĂ€mmungen auftauchen. In Heidelberg ist es gelungen, die FassadenschĂ€dlinge in NistkĂ€sten umzusiedeln, so dass es kaum noch Brutpaare in der Fassade und praktisch keine neuen SchĂ€den gibt. Musterbeispiele aus Heidelberg sind die Pflegeheimat St. Hedwig und die Studenten-Wohnheime am Klausenpfad.
ZunĂ€chst breiteten sich die Sittiche von den ersten BrutplĂ€tzen nur sehr langsam aus, mittlerweile sind sie in allen Siedlungen von Wiesloch im SĂŒden ĂŒber Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Frankenthal bis Worms im Norden verbreitet. Die Sittiche versammeln sich abends lautstark an bestimmten PlĂ€tzen, um dort zu ĂŒbernachten. Solche SchlafplĂ€tze gibt es in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und möglicherweise in Worms. Der Schlafplatz in Heidelberg liegt aktuell am Hauptbahnhof, von daher dĂŒrften die laut kreischenden Halsbandsittiche hier auch vielen Touristen aufgefallen sein. Der Schlafplatz in Worms ist aber seit vielen Jahren unbekannt. Möglicherweise fliegen alle Sittiche von Worms nach Ludwigshafen.
Insbesondere seit 2005 haben die Sittiche sich von den stĂ€dtischen Kerngebieten in die Randgebiete ausgebreitet. Den Domgarten zu Speyer haben sie 2008 erreicht und dort in der NĂ€he gibt es mittlerweile schon einen eigenen Schlafplatz. Auch bestimmte Randlagen des Odenwaldes sind mittlerweile regelmĂ€ĂŸig von den kleinen Papageien bewohnt, obwohl gerade die OdenwaldhĂ€nge 30 Jahre lang von den Sittichen gemieden wurden. Die Gesamtzahl der Sittiche im Rhein-Neckar-Gebiet hat sich in der Ausbreitungsphase aber trotzdem kaum erhöht und liegt seit 3 Jahren zwischen 2000 und 3000 Tieren. In Heidelberg wurden seit 2006 insgesamt ĂŒber 200 Sittiche gefangen und mit Spezialringen der Vogelwarte Radolfzell versehen. Wenn Sie also einen beringten Sittich auf ihrem Balkon oder im Garten entdecken, ist es sehr wahrscheinlich, dass er aus Heidelberg-Neuenheim stammt. Die Nummer gibt Auskunft ĂŒber den genauen Schlupfort und das Schlupfjahr.
Es wird hĂ€ufig von konservativen NaturschĂŒtzern behauptet, dass Halsbandsittiche einheimische Arten verdrĂ€ngen wĂŒrden. Eine aktuelle Studie hat aber gezeigt, dass insbesondere in den Ă€lteren Parkanlagen unserer Region nicht davon ausgegangen werden kann, da es hier glĂŒcklicherweise noch genĂŒgend alte Baumhöhlen gibt und die Sittiche auch selbst Höhlen anlegen können.

Wenn Sie Hinweise zu den Halsbandsittichen haben, können Sie sich gerne an Michael Braun wenden, der seine Dissertation ĂŒber die Halsbandsittiche verfasst:

Michael Braun
Ruprecht-Karls-UniversitÀt Heidelberg
Institut fĂŒr Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Abt. Biologie (4. OG)
Im Neuenheimer Feld 364
69120 Heidelberg
Tel: 06221/32 62 108
Email: psittaciden@yahoo.de
Foto: Michael Braun
(08.03.2010, 08:31)
SchĂŒling Buchkurier :   Ein Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe europÀische Zooförderer,
liebe Tierparkfreunde,

Vor drei Jahren haben die Tierparkfreunde die HAILIFE-Kampagne initiiert und gemeinsam mit dem NABU und den anderen Partnern bislang erreicht, dass in deutschen Theken fast kein Haifischfleisch mehr zu finden ist. 
Nunmehr steigen die Chancen, bei der nÀchsten CITES-Konferenz weitere Haiarten unter Schutz zu stellen. Auf der europÀischen Ebene ist ein Haimanagementplan in Arbeit, der den katastrophalen Raubbau beenden könnten.
Insbesondere das Finning, das Abschneiden der Flossen bei lebendigem Leib, muss dringend konsequenter abgestellt und kontrolliert werden.
Besonders Spanien bleibt stur auf Seiten der rĂŒcksichtslosen Haifischerei. Das wollen wir in konzertierter Aktion mit erhöhtem Druck auf Spanien Ă€ndern!

Deshalb bitte ich Sie um UnterstĂŒtzung der von der Shark Alliance, die auf europĂ€ischer Ebene agiert, gestarteten Petition.
Informationen und die Gelegenheit zu Ihrer Mithilfe finden Sie unter folgendem link:   

http://www.europeansharkweek.de/petition09/default.asp?page=sign&lang=3

Bitte verbreiten Sie diese Aktion unter Ihrer Familie, Freunden und
Bekannten.

Vielen Dank!

Sven Thanheiser
Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn
HAILIFE campaign

(21.10.2009, 14:22)
Klaus SchĂŒling :   13. Tagung des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode

Am Samstag, den 26. September 2009, findet im Vogelpark Walsrode die 13.
Tagung des "Fonds fĂŒr bedrohte Papageien", einer Arbeitsgruppe der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), ĂŒber Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

Die TagungsgebĂŒhr betrĂ€gt bei Vorabreservierung pro Person:

30 EUR fĂŒr Nicht-ZGAP-Mitglieder,
25 EUR fĂŒr ZGAP-Mitglieder,
20 EUR fĂŒr SchĂŒler und Studenten (Nicht-ZGAP-Mitglieder),
15 EUR fĂŒr SchĂŒler und Studenten (ZGAP-Mitglieder).
Die TagungsgebĂŒhr vor Ort betrĂ€gt 40 EUR (fĂŒr SchĂŒler und Studenten 30 EUR).

Neben Fondssprecher RenĂ© WĂŒst, der ĂŒber die aktuellen Projekte des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien und das 20-jĂ€hriges JubilĂ€um des Arbeitskreises berichten wird, sind folgende Referenten eingeladen: Morten Johanssen, SorĂž, DĂ€nemark (Haltung und Zucht von LangflĂŒgelpapageien), Dr. Ralf Strewe, Santa Marta, Kolumbien (Aktuelles ĂŒber das Schutzprojekt des Kleinen Soldatenaras in Kolumbien), Detlev Franz, Wackernheim (Auf den Spuren des Karolinasittichs), Nicole Ludwig, Köln (Spix-Aras - Training mit einer der bedrohtesten Papageienarten der Welt), Johann Janßen, Leezdorf, und Bernd H. Gerischer, Freiberg/Sachsen (Maidloris in der SĂŒdsee), Simon Bruslund Jensen, Vogelpark Walsrode (Handaufzucht von seltenen brasilianischen Papageienarten) und Klaus Sasse, Bochum (Ein Besuch beim Orangehaubenkakadu-Projekt auf Sumba, Indonesien). Karl-Heinz Lambert aus Schafflund wird darĂŒber hinaus in zwei DiavortrĂ€gen seine letzten Reisen nach SĂŒdamerika und in die Karibik prĂ€sentieren.

Vorabreservierungen zur Tagung mĂŒssen schriftlich erfolgen und können nur unter Vorausleistung der TagungsgebĂŒhr berĂŒcksichtigt werden. - Die Anmeldung zur Tagung ist erneut online möglich. Das Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie auf der Homepage des Fonds fĂŒr bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt

Andreas Bigge, Gellenhof
Gellendyck 5
47638 Straelen
Fax 02834-425041
E-Mail: fondstagung@zgap.de

entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
 
Die entsprechende TagungsgebĂŒhr ĂŒberweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

Dr. Marcellus BĂŒrkle, Fonds fĂŒr bedrohte Papageien, Konto 199800 bei der Volksbank Achern (BLZ 662 913 00), Stichwort: "Papageientagung".
IBAN: DE17 6629 1300 0000 1998 00
BIC: GENDODE61ACH

Kontaktadresse Fonds:
RenĂ© WĂŒst (Sprecher)
Faberstr. 4
70188 Stuttgart
E-Mail: papageienfonds@zgap.de.

Weitere Informationen zur Tagung und zum Tagungsort erhalten Sie auf der
Seite: www.papageienfonds.de

(09.07.2009, 15:14)
Liz Thieme :   Die Folgen der Überfischung werden gerade in den GewĂ€ssern um Japan sichtbar.
Bisher hatten Fische die Quallenanzahl im Griff, sie fraßen junge Quallen und deren Nahrung: Zooplankton.
Inzwischen werden die wenigen Fische ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht, so dass die Quallen sich weiter ausbreiten und auch in ihrem Wachstum nicht eingeschrÀnkt werden.
Auf einem Tauchgang fanden die Taucher nun eine Nomura-Qualle (Nemopilema nomurai (Syn.: Stomolophus nomurai)) mit einem Durchmesser von 1,5m.
Bekannt ist, dass die Tiere einen Durchmesser von 2m erlangen können und ihre Tentakeln bis zu 5m lang werden. In diesem Jahr sind schon zu Hunderten gesichtet worden, wo man frĂŒher nur vereinzelt welche sah.
Biologen schĂ€tzen die Zahl auf 20 Milliarden StĂŒck, deren Anzahl exponentiell steigt, wenn weiter so verfahren wird wie bisher.
Denn der unbeliebte Beifang wird von den Fischern getötet und ins Meer zurĂŒckgeworfen. Da die weiblichen Quallen aber bis zu Millionen Eiern in sich trĂ€gt, die sich dann nach der Befruchtung zu Polypen entwickeln, wird die Vermehrung nicht gestoppt.

(11.06.2009, 14:00)
Klaus SchĂŒling :   Ein aktueller Aufruf des NABU:

Liebe Naturfreunde,

am 19. Juni steht im Bundestag die Entscheidung ĂŒber das
Bundesnaturschutzgesetz an. Durch zahlreiche ÄnderungsvorschlĂ€ge soll das
Gesetz stark verwÀssert werden. Deshalb helfen Sie uns bitte, dass
Bundesnaturschutzgesetz zu erhalten!

Bitte schreiben Sie eine E-Mail an die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, (hier
finden Sie unseren Textentwurf:
http://www.nabu.de/themen/naturschutz/naturschutzrecht/news/11130.html)
und leiten Sie diese E-Mail an möglichst viele Naturfreunde und
Gleichgesinnte weiter, damit wir gemeinsam das Bundesnaturschutzgesetz
retten und dem sich abzeichnenden Wettlauf der BundeslÀnder um die
niedrigsten QualitÀtsstandards im Natur- und Umweltschutz verhindern.

Herzlichen Dank fĂŒr die UnterstĂŒtzung. Sollten Sie diese E-Mail mehrfach
bekommen, dann sehen Sie es uns bitte nach, aber wir versuchen, den Protest
möglichst vieler Menschen zu mobilisieren.

Viele GrĂŒĂŸe aus Berlin

Ralf Schulte
NABU-BundesgeschÀftsstelle
Leiter PrĂ€sidentenbĂŒro
Hausanschrift: Charitéstr. 3, Berlin-Mitte
Postanschrift: 10108 Berlin
Tel. ++ 49 (0) 30 284 984 1131
Fax. ++ 49 (0) 30 284 984 3131
eMail: Ralf.Schulte@NABU.de
www.NABU.de
(10.06.2009, 08:04)
Liz Thieme :   hier ist ein wunderschöner aber auch mahnender Film ĂŒber die Schönheit der Erde und wie er von den Menschen zerstört wird

http://www.youtube.com/homeprojectde

Ein Film vom bekannten Naturfilmer Yann Arthus-Bertrand.
ebenfalls lÀuft er in den Kinos (scheinbar kostenlos), denn die Kosten sind vin Arthus-Bertrand gedeckt. Er möchte mit diesem Film Aufmerksamkeit wecken.
Es ist ein beeindruckender Film, und im Kino wahrscheinlich noch mehr.
(05.06.2009, 19:37)
Onca :   Eine der sechs Berggorilla-Gruppen (insg 81 Tiere)des Virunga-Nationalparks hat Nachwuchs. FĂŒr die Mutter (18) ist es das dritte Jungtier. Diese Gruppe umfasst 34 Tiere.
Also doch noch positive Nachrichten, nach meinem letzten Bericht.
(20.05.2009, 18:45)
Allwetterzoo MĂŒnster :   Freude im Allwetterzoo ĂŒber Nachwuchs bei den bedrohtesten Affen der Welt!

Auch wenn von ihrer Art kein Tier in MĂŒnster lebt, ist die Freude ĂŒber fĂŒnffachen Nachwuchs bei den hoch bedrohten Goldkopflanguren im Allwetterzoo groß! Immerhin ging die Initiative zur Rettung dieser seltenen Affen vor neun Jahren von MĂŒnster aus. Seitdem setzt sich der Zoo gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und der Stiftung Artenschutz fĂŒr den Schutz der Goldkopflanguren ein. Deren begrenzter Lebensraum ist die Insel Cat Ba in Nordvietnam.

Seit Juli vergangenen Jahres kamen fĂŒnf Goldkopflanguren auf die Welt. Zwei im August 2008 geborene sind inzwischen zu krĂ€ftigen Jungtieren herangewachsen, dazu kommt ein in der Weihnachtszeit geborenes Affenkind. Und beim jĂŒngsten „Feldtrip“ sichtete Projektleiterin Daniela Schrudde zwei weitere orangefarbene Babys dieser seltenen Affen - das macht fĂŒnffachen Nachwuchs in einem knappen Jahr!

Die nach EinschĂ€tzung der Weltnaturschutzunion IUCN zu den bedrohtesten Primatenarten der Welt zĂ€hlenden Goldkopf- oder Cat-Ba-Languren sind somit weiterhin auf dem Wege der Bestandserholung. Zurzeit leben maximal 70 Tiere auf der Insel Cat Ba in der Halong Bucht, ihrem einzigen Vorkommensgebiet. In den vergangenen Jahrzehnten war die Population dramatisch zurĂŒckgegangen: Vor rund 50 Jahren gab es schĂ€tzungsweise noch 2.400 bis 2.700 dieser Languren. Anfang 2000 wurden etwa 80 geschĂ€tzt, und zu Beginn des Schutzprojektes lebten nur noch 53 Tiere! Die Maßnahmen der vergangenen Jahre zahlen sich nun aus, mĂŒssen aber auch weiterhin aufrechterhalten werden, um die Art vor der Ausrottung zu bewahren und ihren Lebensraum zu erhalten.
(19.05.2009, 09:41)
Ralf Sommerlad :   Pressemitteilung der IUCN/SSC Crocodile Specialist Group


Erstmalig: Palmöl-Produzent initiiert Artenschutzprojekt !

Bei Arten- und NaturschĂƒÂŒtzern ist die Palmöl ñ€“ Industrie nicht gut gelitten.
Das hat gute GrĂƒÂŒnde, denn besonders in Indonesien und Malaysia sind grosse FlÀchen ökologisch wertvoller RegenwÀlder und torfiger SekundÀrwÀlder dem weltweiten Durst nach ñ€žBio-Dieselñ€œ und dem hohen Bedarf der Nahrungsmittelindustrie, aber auch anderer Industrien nach Palmöl, zum Opfer gefallen. FĂƒÂŒr Malaysia und Indonesien aber stellt dieser ölproduzierende Industriezweig unverzichtbare Einnahmequellen dar. Die Interessenkollision zwischen ökonomischen ZwÀngen und ökologischer Bedeutung der natĂƒÂŒrlichen WaldflÀchen
( auch fĂƒÂŒr das Weltklima !) haben die beiden DrittweltlÀnder bislang nicht lösen können. Das sie sich dabei in schlechter Gesellschaft mit den meisten Industrienationen befinden, sei nur beilÀufig erwÀhnt.

Um so Wichtiger, wenn die Ölpalmproduzenten selbst mithelfen, die BiodiversitÀt in Indonesien zu erhalten und zu schĂƒÂŒtzen! Vor einigen Jahren entdeckten Wildbiologen in einem ausgedehnten Feuchtgebiet, dem Lake Mesangat in Ost-Kalimantan, eine bedeutende Population des Siam-Krokodils, einer ansonsten in seinem Verbreitungsgebiet kritisch bedrohten Krokodilart. Das gesamte Habitat hatte die indonesische Regierung bereits einem britischen Palmölprozenten zur Nutzung fĂƒÂŒr 30 Jahre ĂƒÂŒberlassen.Weltweit sind die WildbestÀnde der Siam-Krokodile noch bedrohter, als etwa diejenigen der Tiger und der Orang-Utans ! Die ArtenschĂƒÂŒtzer der Crocodile Specialist Group, die der Artenschutzkommission der Weltnaturschutzunion IUCN angehört, fanden im gleichen Habitat noch den Sunda-Gavial, eine weitere durch Lebensraumzerstörung sehr selten gwordene Krokodilart, mehrere bedrohte Schildkrötenarten, die seltenen Nasenaffen und den Indischen Marabu, einen vom Aussterben bedrohten Storchenvogel und wandten sich deshalb in einem ungewöhnlichen Schritt direkt an den Palmölproduzenten REA Kaltim.
Wider Erwarten zeigte sich das Unternehmen dem Anliegen der ArtenschĂƒÂŒtzer gegenĂƒÂŒber aufgeschlossen, grĂƒÂŒndete ein eigenes ñ€žConservation Departmentñ€œ und stellte Biologen und ArtenschĂƒÂŒtzer ein, darunter den renommierten Wissenschaftler und Artenschutzexperten Robert B.Stuebing, der seit mehr als 30 Jahren in Indonesien forscht und arbeitet.
Mehr noch: Im Anschluss an eine Forschungsexpedition durch CSG-Experten erklÀrte sich REA Kaltim bereit, das 8.000 Hektar umfassende Gebiet am Lake Mesangat dauerhaft und nachhaltig zu schĂƒÂŒtzen -und damit auch die traditionelle Lebensweise der ortsansÀssigen Dayak-Bevölkerung .
REA Kaltim ging damit einen mutigen Schritt in die richtige Richtung und es bleibt zu hoffen, dass weitere Unternehmen der Palmölindustrie diesem Weg folgen.


(18.05.2009, 09:53)
Onca :   Bei Anruf Mord - wir töten Berggorillas

>Wenn man von der grausigen Tatsache erfĂ€hrt, dass an unseren lieb gewordenen Handys Blut klebt. Jedenfalls wenn sie aus Coltan-Erz aus dem Kongo hergestellt wurden. Erst dieses eigentlich nur in Fachkreisen bekannte Eisenerz ermöglicht es, immer kleinere, leistungsfĂ€higere und zuverlĂ€ssigere Mobiltelefone, Laptops und Spielekonsolen zu bauen. Es steckt auch in HörgerĂ€ten und Herzschrittmachern, in Airbags, ABS und Navigationsgeraten, chirurgischen Instrumenten und Digitalkameras. Überall in der Mikroelektronik wird es fĂŒr die Produktion von kleinsten Kondensatoren mit hoher elektrischen KapazitĂ€t verwendet. [...] Bis zu 80 Preozent der weltweiten Coltan-Vorkommen, so wird geschĂ€tzt, liegen in der Demokratischen Republik Kongo, dem frĂŒheren Zaire (nicht zu verwechseln mit der kleineren Republik Kongo, dem ehemaligen Französisch-Kongo). Das Land könnte das reichste Afrikas sein, denn neben Coltan gibt es dort auch bedeutende Vorkommen an Diamanten, Erdöl, Uran, Kobalt, Kupfer und Edelhölzern. Doch tatsĂ€chlich ist die DR Kongo eines der Ă€rmsten und gefĂ€hrlichsten LĂ€nder der Welt. Die Bevölkerung wird ausgebeutet, die Profite bleiben einer kleinen Elite vorbehalten. Seit mehr als zehn Jahren herrscht im Kongo BĂŒrgerkrieg. Mit vier bis fĂŒnf Millionen Toten hĂ€lt die Region den traurigen Rekord des blutigsten Konfliktes seit dem Zweiten Weltkrieg. [...]
Mitten in den Krieg platzte die immens gesteigerte Nachfrage der Industrienationen nach Coltan, fĂŒr das immer neue Einsatzgebiete entdeckt wurden. Seinen Höhepunkt erreichte der Boom im Jahr 2000, als Coltan teurer als Silber war. [...] Mangels staatlicher Überwachung entwickelte sich der Bergbau völlig unkontrolliert. Milizen rissen die Kontrolle an sich, nahmen den Arbeitern das Coltan weit unter Wert ab, stahlen es oder setzten Zwangsarbeiter (etwa Kriegsgefangene) ein - und tun es noch heute. Das bedeutet: Jeder Cent, den die Kriegsparteien durch den Verkauf von Rohstoffen verdienen, fließt in WaffenkĂ€ufe, verlĂ€ngert und verschĂ€rft den Krieg. [...]
Vor allem aber beklagt Forestier [französischer Fernsehjournalist Patrick F.], dass sich viele Handy-Produzenten nicht um die Herkunft des Metalls scheren. Gekauft werde von dibiosen HÀndlern, vor allem in Belgien.
Die Wege des Kongo-Coltans auf die Rohstoffbörsen der Industrienationen fĂŒhren ĂŒber mafiaĂ€hnliche Strukturen und sind so verschlungen, dass auch der gutwilligsten Produzent am Ende die Herkunft des Minerals nicht mehr hundertprozentig nachvollziehen kann. Niemand vermag zu sagen, wie viel Coltan im Kongo tatsĂ€chlich gefördert wird - offiziell taucht auf dem Weltmarkt so gut wie nichts davon auf. Gleichzeitig hat sich aber die Menge des aus Ruanda exportierten Coltans in den letzten Jahren vervielfacht. Ruanda unterhĂ€lt so gut wie keine eigene Coltan-Minen, operiert aber seit Jahren militĂ€risch im Kongo. [...]
Und dass Dutzende westlicher Firmen von der PlĂŒnderung profitieren - davon 21 Unternehmen aus Belgien, zwölf aus Großbritannien, acht aus den USA und fĂŒnf aus Deutschland [2001]. Der gegenwĂ€rtige Stand ist leider nicht erfasst. [...]
Und als seien Krieg und Kinderarbeit nicht schon verheerend genug, schrĂ€nkt der Coltan-Abbau mit seinem unkontrollierten FlĂ€chenfraß auch noch den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Berggorillas immer weiter ein. Von den ungefĂ€hr 700 Exemplaren weltweit leben allein etwa 200 im Virunga-Nationalpark des Kongo - Unesco-Weltkulturerbe seit 20 Jahren. Vor dem Ausbruch des BĂŒrgerkrieges waren sie eine Touristenattraktion, seitdem ist es ein Wunder, dass es den Nationalpark ĂŒberhaupt noch gibt: Von der Regierung wird er finanziell kaum unterstĂŒtzt, was ihn zum leichten Opfer fĂŒr Korruption und Ausbeutung macht. [...]
Landstriche werden zerstört, um an Gold, Coltan und andere BodenschÀtze zu gelangen, Urwald wird gerodet, um Holzkohle zu brennen.<
P.M. Juni 2009

Finde es erschreckend, wenn man sich das mal so direkt vor die Augen hĂ€lt, dass man mit (fast) jedem Handy oder Digitalkamera etc Kauf die Zerstörung des Kongos und damit BĂŒrgerkrieg und (in)direkt auch die Tode der Gorillas unterstĂŒtzt.
Mit jedem Foto von einem Gorilla zerstören wir die Lebensgrundlage anderer...
Hoffe die Vereinten Nationen schaffen es, das geplante Zertifizierungsprogramm und Erz-Herkunfts-Analysen-Methoden erfolgreich zu entwickeln und durchzusetzen. Damit keines der Unternehmen seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann, mit der Ausrede von nichts zu wissen.
(16.05.2009, 21:43)
Klaus SchĂŒling :   spiegel online


Can the World's Most Endangered Cat Still Be Saved?

By Samiha Shafy

Without help, the Iberian lynx could become the first cat species to go extinct since the saber-toothed tiger. A breeding program in Spain has begun a race against time.

Boj is sitting on a cork panel, calmly consuming the rabbit that was put out for her. The female lynx licks her whiskers enthusiastically.

Everything is going according to plan. Next door, in a blue-and-white building surrounded by pine trees, scientists and keepers, using cameras, monitor every movement and every lick of the chops in the enclosure. The critical moment is approaching when Boj, sleepy after eating her meal, will lie down on the cork panel for a little snooze. The animal will have to remain there for at least 30 minutes so that the insects hidden in the cork can do their work.

The researchers are using the parasites to obtain samples of the lynx's blood. This is the only way to tell whether Boj is pregnant. They know that she has copulated with various males, because it was caught on film. But anaesthetizing the animal and removing blood with a syringe would put Boj under too much stress -- hence the trick with the blood-sucking insects.

Boj isn't the only lynx under observation. Around the clock, volunteers sit in front of the surveillance monitors at the El Acebuche breeding station in southern Spain's Coto de Doñana National Park. They keep records on 56 Iberian lynxes -- animals which copulate only rarely, occasionally fight and spend the lion's share of their time eating or sleeping. Which makes Boj's upcoming nap all the more tantalizing. The species, after all, is close to extinction -- and the only way for it to survive is for the animals in Coto de Doñana to reproduce.

Shy Predators

The International Union for Conservation of Nature (IUCN) has declared the Iberian lynx, sometimes referred to as the Pardel lynx, as the world's most endangered feline species. Its eyes are amber or green, and it has bushy whiskers and decorative dark tufts of hair on its ears. Only about half the size of the Eurasian lynx, it is still twice as large as the domestic cat. Its favorite meal is the wild rabbit, and it shows little interest in other types of food.

The range of the Iberian lynx.
At the beginning of the last century, thousands of these shy predators roamed the Iberian Peninsula. Today, the last 200 specimens are fighting for survival in two fragmented regions of Andalucia. In recent decades, epidemics have decimated the rabbit population. In addition, humans have progressively sliced up and destroyed their habitat.

The Doñana reserve on the Costa de la Luz in southwestern Spain, a vast coastal marshland with swamps, shifting sand dunes, pine and cork oak forests, where the Guadalquivir River flows into the Atlantic, is one of the last refuges for the Iberian lynx. But even this nature paradise is dissected by highways only halfheartedly protected with fences. Furthermore, it is being encroached upon by adjacent tourist developments. But agriculture poses the biggest problem. In the last few decades, protected forests have repeatedly been cleared and the land transformed into strawberry plantations.

The last time a feline species became extinct on the planet was 10,000 years ago, when the saber-toothed tiger died out. When the IUCN experts sounded the alarm in 2002 and warned that the Iberian lynx could be next, Spain embarked on a large-scale program to save the species. In addition to El Acebuche, there is a second breeding station in Andalucia, and others are planned. The European Union plans to spend several million euros in the coming years to re-establish lynx habitats.

'Don't You Think She Looks Fat?'

Boj gets up, sniffs the air and takes a few hesitant steps. Then she lies down and stretches out on the floor next to the cork panel. Astrid Vargas groans loudly: "She has to be pregnant! Don't you think she looks fat?"

Vargas, 44, the director of the breeding station, is a petite, energetic woman of Spanish and Puerto Rican heritage. She knows the life story and character of each individual lynx in her care. "Boj was eight months old and very thin when she was captured in the northeastern section of the national park," says Vargas. "They thought she was a male at first, hence the odd name."

Boj is the Spanish word for boxwood tree. The other female lynxes have melodious names like Artemisa, Brisa or CĂłrdoba. Vargas looks at the monitor. Boj is still lying on the ground, half-comatose. "I like her a lot. She has personality."

Vargas, a trained veterinarian, has a soft spot for complicated cases. She has been fighting for the endangered big cat for more than five years. "We play a role-model function for developing countries," she says. "If we cannot manage to save an endangered species here, we can hardly expect it to be done elsewhere."

The first three lynxes were born in captivity in El Acebuch in 2005, and two of them survived. Three years later, the station already boasted 14 young animals. Prior to that, the staff had had practically no experience with breeding, and all early attempts had failed. Vargas used her international contacts to find the best specialists. They include biologist Katarina Jewgenow of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research in Berlin, an expert on feline reproductive biology.

Enough Space in Nature

Jewgenow and her colleague, Beate Braun, are now waiting anxiously for the blood. The two scientists came to Spain to conduct a pregnancy analysis among the adult females. In the process, the Germans will help the Spanish take safety precautions during the upcoming births.

The staff is currently on high alert, because some lynx mothers kill or reject their young immediately after birth. Last spring, Boj bit one of her three kittens to death, and then rejected the second one on the same day and the third one after nine days. If scientists and conservationists hope to save the Iberian lynx, they will have to act quickly.

One good sign is that space is getting tight in the cats' enclosures. The first animals will be released into the wild next year, but only "if the habitat is ready by then," Vargas warns. All complications aside, breeding lynxes in captivity is still much easier than providing them with enough space out in nature.

But the experts are optimistic that the last, critical phase in their bid to save the Iberian lynx will succeed. "Spain has given the EU its commitment to develop protected areas in the future that will be suitable for lynxes and rabbits," says Urs Breitenmoser, director of the IUCN's Cat Specialist Group. "I have high hopes for the implementation of these plans."

At least 10 female lynxes in the two breeding stations will give birth in the coming weeks and months. Perhaps Boj will be one of them. Her pregnancy test came back positive.

http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,617077,00.html

(03.04.2009, 11:17)
Ralf Sommerlad :   Gratulation - das Resultat erstklassiger Arbeit!
(15.12.2008, 09:51)
SchĂŒling Buchkurier :   Neue Hoffnung fĂŒr Kambodschas Vogelwelt – seltener Marabu in deutschem Zuchtzentrum geschlĂŒpft


Seit 2004 arbeitet das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) als erstes Naturschutzzentrum Kambodschas unermĂŒdlich daran, die bedrohte heimische Tierwelt zu schĂŒtzen. Das ACCB, vom Allwetterzoo MĂŒnster gegrĂŒndet und ĂŒberwiegend durch den deutschen Unternehmer Dr. Stephan Goetz finanziert, nimmt beschlagnahmte Tiere auf und zĂŒchtet ausgewĂ€hlte bedrohte Arten mit dem Ziel, sie wieder in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum auszuwildern. Neben Gibbons, Languren und verschiedenen Schlangen- und Schildkrötenarten liegt der Schwerpunkt auf hochbedrohten Großvögeln. Nun schlĂŒpften im ACCB erstmals zwei Sunda-Marabus (Leptoptilos javanicus) – ein Zuchterfolg, der bislang nur in den Zoos von New York und Cottbus sowie zwei asiatischen Einrichtungen gelang.

Die BemĂŒhungen des Zentrums wurden jetzt zusĂ€tzlich belohnt mit der Anerkennung des ACCB als „einer der interessantesten Orte in der von einheimischen und internationalen Touristen besuchten Provinz Siem Reap“. Das Magazin „Touchstone“ der Organisation „Heritage Watch“ wĂ€hlte das ACCB auf den vierten Platz der zehn besten SehenswĂŒrdigkeiten. Heritage Watch ist eine Organisation, die sich fĂŒr einen nachhaltigen Tourismus von Kulturerbe einsetzt. Der Platz unmittelbar hinter den Tempel-Attraktionen von Angkor ist eine außerordentliche Auszeichnung fĂŒr das ACCB, das sich mit seinem Bildungsprogramm intensiv fĂŒr den nachhaltigen Naturschutz in Kambodscha einsetzt.

(12.12.2008, 11:32)
WolfDrei :   na ja, habe einige Buchstaben unterschlagen.
(02.12.2008, 18:01)
WolfDrei :   Vietnam: Nach dem Vorbild des Monkey Rescue Cetre von Cuc Phuong (Leitung Herr Nadler) zum Auffang geschmuggelter gefĂ€hrdeter Affen ist von der Monkey World, Dorset, ein Dao Tien Endangered Primate Species Centre in der NĂ€he des Cat Tien Nationalparks (da , wo die letzten Festlandjavanashörnr leben) gegrĂŒndet worden. Ziel: Aufang geschmuggelter Gibbons, Schwazschenkelkleideraffen, Silberlanguren etc. fĂŒr Freilassung im genannten Park.
(02.12.2008, 17:59)
Michael Mettler :   Der Zoo Hannover und der Tiergarten Schönbrunn unterstĂŒtzen ein Freiland-Forschungsprojekt ĂŒber EisbĂ€renwanderung:
http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_19568.html
(19.07.2008, 10:16)
Ralf Sommerlad :   Ja, in Prag - 5 subadulte Tiere aus Madras.
Die Lage ist schlimmer, als jemals erwartet. Die Politik in Indien hat das zwar zur Kenntnis genommen, aber versagt ( sowas kennt man aus Deutschland ja auch). Hier zĂ€hlen bloss Tiger und Elefanten, die natĂŒrlich eine an andere "Aussenwirkung" haben...
(13.07.2008, 04:06)
Shensi-Takin :   @Ralf Sommerlad: Habe ueber die aktuelle missliche Sitaution schon vorher dank diverser Quellen erfahren und dies weitergegeben, Vielen Dank dennoch fuer den interessanten Link (Haltung im Prager Zoo?).
(12.07.2008, 17:28)
Ralf Sommerlad :   Eine Webseite zur Rettung der letzten 200 Ganges-Gaviale, die sich noch in Freiheit befinden: www.gharials.org
Ich wĂŒrde mich sehr freuen, wenn sich auch Forenteilnehmer an der Initiative beteiligen wĂŒrden, die Situation ist in der Tat dramatisch!
Fragen zum Thema Gavialschutz in Indien und Nepal bitte an meine email-Adresse
director.mcbt@gmail.com
Weitere Infos unter www.madrascrocodilebank.org
Danke fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung !
(12.07.2008, 10:47)
Klaus SchĂŒling :   "Rettet den Drill e.V." spendet 2.500€ an "Pandrillus" in Nigeria

Der Verein "Rettet den Drill e.V." (Sitz in Nordhorn) ist im Januar 2004 aus einer langjÀhrigen, privaten Initiative des Tierpflegers Roland Wolf entstanden.
Ziel des Vereins ist es, sich fĂŒr die Belange des Drills auf unterschiedlichen Ebenen einzusetzen. Denn leider ist diese stark bedrohte, afrikanische Affenart nur wenigen Menschen bekannt. Ihr Bestand wird auf nur noch rund 3.000 Exemplare in freier Wildbahn geschĂ€tzt.

Anfang Mai erhielt der Verein "Rettet den Drill e.V." einen ganz akuten Hilferuf aus Nigeria. Das dortige Drill Rehabilitations- und Zuchtzentrum "Pandrillus" bat um Gelder fĂŒr die Unterhaltskosten ihrer TierĂ€rztin Ainare Idoyaga.
Ainare hatte bereits 2007 ein Jahr lang freiwillig ohne Bezahlung fĂŒr das Projekt gearbeitet. Mittlerweile waren aber ihre SparrĂŒcklagen aufgebraucht, denn Unkosten im Heimatland Spanien (Versicherungen, Rente,...) mußte sie natĂŒrlich weiterhin bezahlen. Da die TierĂ€rztin jedoch unbedingt gebraucht wird, bat uns "Pandrillus" um Hilfe. Ainares Mitarbeit ist unerlĂ€ĂŸlich fĂŒr die tiermedizinische Versorgung von z.B. beschlagnahmten oder erkrankten Auffangtieren. Außerdem laufen gerade die Untersuchungen der ersten Gruppe von Drills auf Hochtouren, die möglichst noch 2008, spĂ€testens 2009 wieder in die freie Wildbahn entlassen werden sollen. Dabei handelt es sich um das erste Wiederansiedelungsprojekt von Drills in ihrem natĂŒrlichen Lebensraum (in den Afi Mountains, Nigeria).

Der Verein "Rettet den Drill" hat am 25.05.2008 symbolisch einen Scheck ĂŒber 2.500€ an "Pandrillus" ĂŒbergeben. Bei Der Übergabe anwesend war neben Dr. Heike Weber (Kassenwartin) auch Roland Wolf, der Initiator des Drillvereins. Er hatte zusammen mit seinen Drehorgelfreunden wĂ€hrend des 1. Grafschafter Gartenfestes Spendengelder fĂŒr "Pandrillus" gesammelt.
Wir werden mit dieser Großspende die Arbeit von Ainare Idoyaga in Nigeria fĂŒr fast ein halbes Jahr finanzieren können. Verbunden ist diese GeldĂŒbergabe natĂŒrlich mit der Bitte an alle Interessierten, unseren Verein "Rettet den Drill e.V." und damit auch "Pandrillus" zukĂŒnftig zu unterstĂŒtzen. Durch weitere Spenden wĂ€re vielleicht auch ein langfristiger Einsatz Ainares in Nigeria finanzierbar.
NĂ€here Informationen finden Sie im Internet unter www.rettet-de-drill.de .
Gerne geben wir Ihnen aber auch persönlich Auskunft (Email: rettet-den-drill@web.de oder per Post: Rettet den Drill e.V., Heseper Weg 140, 48531 Nordhorn).
Spendenkonto: "Rettet den Drill e.V.", Kreissparkasse Grafschaft Bentheim, Kontonr.: 140 759 56, BLZ: 267 500 01.

(08.07.2008, 10:53)
Sacha :   Das Tier sieht aus wie eine Mischung von jungem Tokee und Leopardgecko.
Der nÀchste Verwandte ist wohl der Malayische Katzengecko, oder?
(21.05.2008, 17:06)
Klaus SchĂŒling :   Seltener endemischer Tigergecko
vor der KĂŒste Vietnams entdeckt

Passend zur derzeit in Bonn stattfindenden internationalen Konferenz ĂŒber die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist eine neue, sehr prachtvoll gefĂ€rbte Wirbeltierart entdeckt worden.
Es handelt sich um einen Tigergecko, der nur auf der Nordvietnam vorgelagerten Insel Cat Ba vorkommt. Cat Ba – gleichzeitig Nationalpark und BiosphĂ€renreservat – ist nicht nur weltweit durch seine steil aus dem sĂŒdchinesischen Meer herausragenden Karstfelsen bekannt, sondern auch durch eine nur dort auf der Welt lebende, stark bedrohte Affenart – der Cat Ba Langur.

Nun wurde im Rahmen einer von der Zoologischen Gesellschaft fĂŒr Arten und Populationsschutz e. V. (ZGAP) initiierten Expedition eines internationalen Wissenschaftlerteams auf Cat Ba ein weiteres endemisches, also weltweit nur dort vorkommendes Wirbeltier entdeckt:
Der attraktive Tigergecko wurde von der Projektmanagerin des „Cat Ba Langur Conservation Projects“, Dr. Roswitha Stenke, gemeinsam mit den Wissenschaftlern Nguyen Quang Truong vom Institut fĂŒr Ökologie und Biologische Ressourcen, Hanoi, und Dr. Thomas Ziegler vom Zoologischen Garten Köln entdeckt.

Um sich nun noch besser fĂŒr den langfristigen Erhalt dieser attraktiven und vermutlich nur in einer geringen Individuenzahl vorkommenden Art einsetzen zu können und um den Schutz des BiosphĂ€renreservates noch zu verbessern, benannten die Wissenschaftler die Art in der am 19. Mai erschienen Ausgabe 1771 der internationalen Zeitschrift ZOOTAXA nach dem Nationalpark: und zwar als Cat Ba Tigergecko (wissenschaftlich: Goniurosaurus catbaensis).

Nach dem Motto „Man kann nur schĂŒtzen, was man kennt“ ist es wichtig, zuerst die Artenvielfalt zu erfassen, um dann die Ökologie erforschen und sie langfristig schĂŒtzen zu können. So wird auch die Lebensweise des Cat Ba Tigergecko kĂŒnftig weiter erforscht werden, um ihn vor Ort dauerhaft erhalten zu können.
Wie wenig die Fauna Vietnams erst bekannt ist, veranschaulichen auch jĂŒngste Forschungen im Phong Nha – Ke Bang Nationalpark, in dem sich der Kölner Zoo bereits seit einem Jahrzehnt im Rahmen eines Naturschutzprojektes fĂŒr die Erforschung und Erhaltung der lokalen BiodiversitĂ€t engagiert. Dort entdeckte das Forscherteam rund um den Zoologen Dr. Thomas Ziegler in den letzten zehn Jahren alleine elf neue Arten an Reptilien auf einer FlĂ€che von nur etwa 80.000 ha!

Doch auch die Zahlen fĂŒr ganz Vietnam sprechen fĂŒr sich: So wurden dort im letzten Jahrzehnt durch internationale Forscherteams alleine 40 neue Amphibienarten beschrieben. Wer im „Jahr des Frosches 2008“ mehr darĂŒber erfahren will, der kann dies im aktuellen Magazin des Weltzooverbands (WAZA) – eine Spezialausgabe zum Thema Artenvielfalt in Vietnam – nachlesen (siehe auch www.waza.org). Dort werden verschiedene von WAZA-Mitgliedszoos durchgefĂŒhrte Projekte vorgestellt. Der Weltzooverband wird mit dem Thema „Vietnams Artenvielfalt“ u. a. auch auf der derzeit stattfindenden BiodiversitĂ€tskonferenz in Bonn vertreten sein.

(21.05.2008, 16:53)
Klaus SchĂŒling :   YAQU PACHA in Bonn
bei „Expo der Vielfalt“ zu Gast

Über 180 Aussteller auf der internationalen Leistungsschau des Naturschutzes zur UN-Konferenz – Klima und Artenschutz im Blick

Bonn/YAQU PACHA e.V.. Das Jahr 2008 steht im Zeichen der biologischen Vielfalt – dazu trĂ€gt auch die Naturschutzorganisation YAQU PACHA bei. Sie ist einer von ĂŒber 180 Ausstellern aus fĂŒnf Kontinenten, die sich auf der „Expo der Vielfalt“ vom 27. bis 30. Mai auf dem Robert-Schuman-Platz in Bonn prĂ€sentieren. Eingeladen dazu hatte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), um die große Bedeutung der Artenvielfalt fĂŒr Natur, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur parallel zur Naturschutzkonferenz der Vereinten Nationen stĂ€rker ins öffentliche Bewusstsein zu rĂŒcken. Deutschland ist vom 12. bis 30. Mai Gastgeber der neunten Internationalen Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention ĂŒber die biologische Vielfalt, zu der 5.000 Delegierte aus 190 Staaten erwartet werden.
Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister, Direktor des UN-Umweltprogramms und TrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises der DBU, warnte bereits 2005 davor, dass die Artenvielfalt auf der Erde so schnell schwinde wie nie zuvor. So seien beispielsweise seit Beginn des industriellen Fischfangs rund 90 Prozent des weltweiten Fischbestands verschwunden. DBU-GeneralsekretĂ€r Dr. Fritz Brickwedde: “Die Situation ist dramatisch: 20 Prozent aller Arten sind weltweit bereits ausgestorben und zehn bis 30 Prozent aller SĂ€ugetier-, Vogel- und Amphibienarten vom Aussterben bedroht.“ Deshalb wolle die DBU dabei helfen, die Menschen weltweit auf den RĂŒckgang der Artenvielfalt aufmerksam zu machen.
YAQU PACHA, der Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) und der Tiergarten NĂŒrnberg prĂ€sentieren in Kooperation mit weiteren Partnern in Bonn die Ausstellung zur Kampagne DEADLINE - das meer will leben.
Der Mensch war, ist und wird auch in Zukunft vom Meer abhĂ€ngig sein. Das Meer regelt das Klima, liefert Rohstoffe und Nahrung. Inwieweit der Mensch diese Ressourcen auch in Zukunft nutzen kann, ist fraglich. Die Kampagne DEADLINE lenkt die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Situation der Meere und macht auf ihre Probleme aufmerksam. Die Kampagne DEADLINE informiert hier jedoch nicht nur, sondern zeigt Wege auf, was jeder Einzelne tun kann, um das Ökosystem Meer und seine Vielfalt zu erhalten. Denn eines steht fest, diesen Lebensraum weiterhin zu vernachlĂ€ssigen, kann sich die Menschheit nicht leisten.
Auf der „Plaza der Vielfalt“ wird die DEADLINE Ausstellung erstmals zusammen mit dem neuen Ausstellungskonzept „Lebensraum Boulevard“ prĂ€sentiert.
Infos unter: www.deadline-online.net
Mehr als 180 MessestĂ€nde werden die Zeltstadt bilden, in der zum Beispiel das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) mit Sitz in Nairobi seine Arbeit vorstellt, ebenso wie das Atlantische Regenwaldprojekt Netzwerk (RMA) aus Brasilien. Die EuropĂ€ische Weltraumorganisation (ESA) zeigt, wie sie die Erde aus dem Weltraum beobachtet und so zu ihrem Schutz beitrĂ€gt. Greenpeace, der World Wide Fund for Nature (WWF), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz (BUND) sind vor Ort. Die DBU-eigenen interaktiven Ausstellungen „FasziNatur – Natur entdecken“ und „Inspiration Natur – Patentwerkstatt Bionik“ können zwischen dem 12. und 30. Mai besucht werden. FĂŒr SchĂŒler, Studenten und andere Gruppen bietet die DBU kostenlose FĂŒhrungen an, fĂŒr die eine telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 0541/9633921 notwendig ist.
Organisiert werden die etwa 70 Diskussionsrunden und FachvortrĂ€ge von der DBU und verschiedenen Bundesministerien wie dem Umweltministerium, dem Forschungsministerium oder dem Landwirtschaftsministerium. Auch die Gesellschaft fĂŒr Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) oder der Deutschlandfunk (DLF) gestalten einzelne Programmpunkte.
Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sind hochkarĂ€tig besetzt: Zu den GĂ€sten gehören unter anderem Sigmar Gabriel (Bundesminister fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit), Dr. Johannes Merck (Direktor fĂŒr Corporate Social Responsibility der Otto Group, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Michael Otto Stiftung fĂŒr Umweltschutz sowie Mitglied des NABU-PrĂ€sidiums) oder Prof. Dr. Antonia Kesel (Vorsitzende der Biotechnologie im Verein Deutscher Ingenieure – VDI sowie Leiterin des Internationalen Studiengangs Bionik an der Hochschule Bremen und des Bionik-Innovations-Centrums).
Weitere Informationen zu den kostenlosen und frei zugÀnglichen Veranstaltungen unter
www.plaza-der-vielfalt.de

Ansprechpartner fĂŒr Fragen zum Projekt:
Yaqu Pacha e.V.
DEADLINE - das meer will leben

Dr. Lorenzo von Fersen
Stefan Wiessmeyer
Am Tiergarten 30
D-90480 NĂŒrnberg
e-mail: info@yaqupacha.de
www.yaqupacha.org
www.deadline-online.net

(24.04.2008, 14:52)

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