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Zoo Amneville

Adrian Langer :   https://www.welt.de/vermischtes/article200596584/Armentieres-in-Frankreich-Schwarzer-Panther-auf-dem-Dach-gesichtet.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_facebook

In Frankreich entkam ein Schwarzer Panther vermutlich aus einer illegalen Privathaltung.
(20.09.2019, 09:50)
Jörn Hegner :   in den zoo von mulhouse wird doch noch eine giraffen-anlage gebaut .
(31.08.2019, 23:54)
Oliver Muller :   Der Parc de Vincennes ist ja eher eine ziemlich ungepflegte GestrĂŒpp- und WiesenflĂ€che...
(28.08.2019, 21:06)
David Heger :   Na ja, ein "bisschen" FreiflĂ€che hat der Zoo auch in seiner heutigen Ausdehnung schon noch. Wie auf dem Luftbild zu sehen ist die gesamte SĂŒdspitze zwischen Patagonien und Afrika noch unbebaut. Hier sollte laut den Ursprungsplanungen das tropische Afrika mit u.a. Gorillas und Okapis hin. Was ja aus KostengrĂŒnden vorerst zurĂŒckgestellt wurde. Im Vergleich zu den anderen Themenzonen ist die FlĂ€che gar nicht mal so klein.
(28.08.2019, 15:15)
W. Dreier :   Na ja - hinter den Kulissen nicht - aber (vom Haupteingang rechts) liegt ja der ``Parc Vincennes``, einige "viele`` Hektar groß. Das dĂŒrfte sich aber dort verhalten wie mit Köln und dem Botanischen Garten und Dresden mit dem Rosengarten,.
(28.08.2019, 11:30)
Oliver Muller :   @Adrian: Die einsehbaren Bereiche im Zoo von Paris lassen das jedenfalls nicht zu. Ob es noch ein paar Hektar hinter den Kulissen gibt weiß ich nicht.
(27.08.2019, 21:59)
David Heger :   @ W.Dreier: Aber in la FlĂ©che gibt es Afrikanische Elefanten. Ist ein bisschen nĂ€her an Paris als Doue la Fontaine wo definitiv keine Elefanten gibt.
(27.08.2019, 17:35)
W. Dreier :   Oh, Doue hatte bei meinem Besuch vor ca 5 Jahren keine Eles!
(27.08.2019, 16:01)
Adrian Langer :   @W. Dreier: Danke fĂŒr die Infos. Das ist ja schade. Vielleicht nimmt Obterre dann die Afrikanerhaltung. Und vielleicht kommt irgendwann ein super Australienkomplex in Paris. Dann aber hoffentlich nicht nur mit null acht fĂŒnfzehn Arten.
(27.08.2019, 15:56)
W. Dreier :   ps In allen weiteren Zooanlagen sĂŒdlich von Paris wird geworben: ``Pariser, wenn ihr Elefanten sehen wollt - 2 Stunden Autofahrt (oder weniger ) `` Thoiry, Beauvale, Due la Fontaine. Und Obterre hat fĂŒr die Zukunft noch viel Platz - gehört schließlich auch zur Pariser Zoogruppe.
(27.08.2019, 13:16)
W. Dreier :   Offensichtlich nicht - auch wenn die Franzosen derartige ``Empfehlungen`` fĂŒr FlĂ€chengrĂ¶ĂŸen nicht haben - Platz wĂ€re nur fĂŒr eine angedachte ehemals geplante kleine Australienanlage, auch dachte man laut ĂŒber Okapis nach (in den Siebzigern hatte Vincennes an die 8 Okapis!). Das mit Australien scheitert an den damaligen Ausgaben (etwa 170 Mio Euro), die den Plan schon weit ĂŒberzogen hatten.
(27.08.2019, 13:12)
Adrian Langer :   GĂ€be es denn im Afrikateil noch Platz fĂŒr eine Elefantenanlage bzw. könnte man den Zoo noch erweitern? Ich fĂ€nde es schon stark, wenn Paris in die Haltung Afrikanischer Elefanten einsteigt.
(27.08.2019, 10:16)
W. Dreier :   @S. Frey@ : die ``Riedböcke`` sind offensichtlich Litschi-Jungböcke. Und trotz der französischen ``außereuropĂ€ischen Besitzungen`` im nördlichen SĂŒdamerika sind / ist der/die RotrĂŒckensaki /s u.a. aus Belfast. Auch fĂŒr mich seltsam! Ich war kurzzeitig nach der Eröffnung dort - man hatte das damals schon angekĂŒndigt.
(26.08.2019, 21:16)
Stefan Frey :   Zwei Tage spĂ€ter dann in der MĂ©nagerie im Jardin des Plantes.
Auch hier ist es heiß und sehr voll. Donnerstagvormittag wĂ€hrend der Schulzeit.

Die ersten paar Gehege sind sehr vielversprechend, Neuanlagen fĂŒr Arabisch Oryx, ein paar große Volieren und dann ein "Australien"-Haus, wo frĂŒher wohl Katzen waren: Westliche BĂŒrstenschwanz-RattenkĂ€nguruhs und Goodfellow-BaumkĂ€nguruhs. Das wĂ€re eine schöne Besetzung, wenn das Haus nicht so mĂ€useverseucht wĂ€re. Das ist ein ganz großes Problem in der MĂ©nagerie: Ratten und MĂ€use. Die sieht man ĂŒberall, MĂ€use zu Hunderten als Untermieter, Ratten ganz gemĂŒtlich in der Freifluganlage spazieren. Muss man sich da wundern, dass dort kaum Vögel zu sehen sind?

Dabei gibt es wirklich noch einige sehr interessante Sichtungen. Beispielsweise Steppenkragen-Trappen, die es sonst nur in Novosibirsk und in den Arabischen Emiraten zu sehen gibt.
Auch den Lappengeier gibt es laut ZTL nur noch in Bussolegno zu sehen. Oder Philippinen-Kakadus.... oder Felsenziesel aus Nordamerika.....

Die Affen sind auch ganz gut vertreten mit Vollbart-Meerkatze oder Schopf-Mangaben.

Fazit: Eine schöne ErgĂ€nzung zu Vincennes, aber viel zu klein und viel zu viel zu tun. Es wird an allen Ecken und Enden ein wenig gewerkelt, aber ein wenig reicht bei dieser Nagetrierschwemme nicht aus. FĂŒr ErstsichungsjĂ€ger ist dieser Zoo auch zu empfehlen.

Anbei die Steppenkragen-Trappe
(26.08.2019, 20:20)
Stefan Frey :   Die Flamingo-Großvoliere ist schön, dĂŒrfte gerne noch ein wenig mehr bevölkert sein. Und da ist man dann auch schon beim "Berg", der ein kleines Terrarium birgt mit interessanten sĂŒdeuropĂ€ischen Amphibien und Reptilien. Leider wird das Schleimpilz-Terrarium erst im Oktober besetzt werden.

Die europĂ€ischen Tiere erscheinen ein wenigig exotisch (Vielfraß, Fischotter, Iberischer Wolf - drei MĂ€nner wie in Friedrichsfelde), wahrscheinlich landet man deswegen gleich ohne große Umschweife im SĂŒdamerika-Haus mit einer interessanten Sammlung von Affen. Wo sieht man sonst einen RotrĂŒcken-Saki? Frankreich hat halt immer noch einen Außenposten in SĂŒdamerika und in der Karibik.
Die Lemuren darf man nicht versĂ€umen, allerdings hĂ€tte ich mir grĂ¶ĂŸere Anlagen erhofft. Wenn man schon eine solche SpezialitĂ€t hat, dann sollte man die doch auch entsprechend hochwertig darstellen können.

Fazit: Der Besuch hat sich gelohnt, fĂŒnf Stunden reichen gut aus, fĂŒr einen Zoo frisch nach dem Umbau lege ich aber hier und da höhere AnsprĂŒche an.
(26.08.2019, 20:01)
Stefan Frey :   Bei den Nashörnern waren diese beiden zu sehen, aber es war nichts ausgeschildert und ich bin kein Spezialist fĂŒr Riedböckchen oder was immer die beiden sein mögen.....
(26.08.2019, 19:50)
Stefan Frey :   ..... das mit den SĂŒd-Pudus muss ich noch einmal erlĂ€utern, weil es ja bei weitem nicht in allen Zoos auf der Welt SĂŒd-Pudus gibt, aber ĂŒberall, wo welche gezeigt werden, gleichen sich die Gehege und alle sind eher darauf bedacht, die Tiere der Aufmerksamkeit des Publikums zu entziehen.
(26.08.2019, 19:36)
Stefan Frey :   Zwei SĂŒdamerika-Analgen waren besetzt. Die erste mit Vikunas und Nandus, erst einmal unspektakulĂ€r, aber die zweite dann mit Guanakos und Darwin-Nandus, das war dann doch eine Kombination, die man nicht erwartet hĂ€tte, nicht eine zweite Nandu-Art. Und dazu unzĂ€hlige Pampashasen.
Wie in offenbar allen Zoos der Welt dann irgendwo am Rande noch eine kleine, versteckte Anlage mit SĂŒd-Pudus.
(26.08.2019, 19:33)
Stefan Frey :   Anfang Juli war ich in Paris und habe die beiden tiergĂ€rtnerischen Einrichtungen besucht.
Vincennes am einen Tag war nach dem Umbau sozusagen eine Neuentdeckung fĂŒr mich. Im Gegensatz zu einem Eintrag weiter unten war diesmal (keine Ferien, unter der Woche) sehr viel los, wie man es ĂŒberall erwarten wĂŒrde, in den Restaurants musste man anstehen. Der Zoo ist durchaus sehenswert, nicht nur wegen der Lemurensammlung, sondern auch die Gehege hat man gut geplant und man fĂŒhlt genau, wo es fĂŒr eine Elefantenanlage im Afrika-Teil nicht mehr gereicht hat. Wahrscheinlich aus finanziellen GrĂŒnden. Vermißt habe ich an diesem sehr sonnigen Tag auf der Afrika-Seite die UnterstĂ€nde, sowohl fĂŒr die Tiere, als auch fĂŒr das Publikum....
(26.08.2019, 19:25)
W. Dreier :   Zu St. Martin - habe ein lĂ€ngeres Video angeschaut, da mein Besuch dort noch vor meiner ``digitalen Phase` lag (unter Espace Zoologique de St. Martin). Eine SpezialitĂ€t (fĂŒr Frankreich vor 40 Jahren) war und ist die Gorillahaltung (mit einer riesigen Halle). Dort war jetzt wieder nach 10 Jahren eine Geburt - mit neuem Mann aus Holland - jetzt 13 Tiere. Hinter den Kulissen auch Haltungseinrichtungen fĂŒr ``verwahrloste Auffangtiere``
(22.08.2019, 07:12)
Oliver Muller :   Danke euch!
@W. Dreier : die genannten sind alle fest eingeplant. Lediglich SigĂ©an wird wohl nicht klappen, da ich ein Auto mit Soft Top fahre, Mietwagen nicht in Safariparks dĂŒrfen und es dort ausser einer VIP-Tour fĂŒr 110 Euronen keinen Bus o.Ă€. gibt.
@Sacha: Fotos schon, aber nicht den Anspruch, in jedem Zoo von jedem Tier ein Starfoto zu schiessen. Eher Anlagen und einen Überblick ĂŒber den Tierbestand...
(21.08.2019, 21:38)
W. Dreier :   und ich vergaß noch Montpellier - Zoo de Lunaret - wenn auch am Mittelmeer liegend - das tut Sigean ja auch.
(21.08.2019, 19:25)
W. Dreier :   @O Muller: Ich bin nach Frankreich fast immer ĂŒber Mulhouse ``eingeflogen`` - der Lemuren wegen. Aber auch sonst , wie hier schon oft berichtet, empfehlenswert. Dort sah ich meine ``schönsten" Blauschafe und Bezoarböcke. Dauer etwa 4 Stunden bei ca 15-20 ha. Dann Besancon, Jonas Livet hat wohl im ``TIergarten`` berichtet. Auf dem Wege nach Saint Martin - la Plaine vor Lyon liegt noch empfehlenswert der ``Parc des Oiseaux`` (Vogelpark, Ort Villars - les- Dombes), ca 35 ha um einen großen Teich herum. GeschĂ€tzte 4 Stunden bei etwa 3 000 Vögeln. Saint Martin selbst (liegt hinter Lyon) liegt rechterhand der ``Bundesstraße`` ca 5 km von der Einfahrt. 12 ha , 3 Stunden. Sehr ``Affen``lastig mit riesiger Gorillahalle., Schimpansen. Besonderheit neben 4-5 anderen Meerkatzenarten besonders die ``Orangenasen`` (whitesidei), dann Tonkeanmakaken. Dazu : Amurtiger, Angolalöwe, Ceylonleo, Irbis, weiße Wölfe, MalaienbĂ€r (damals mit Binturong); Babirusa, Prinz-Alfred-H; Drill vergaß ich. Bei Sigean mußte ich leider vorbei fahren, da ich eine enge Eintrittszeit in den Höhlen von Niaux hatte (Steinzeitmalerei). In der NĂ€he von Lourdes gibt es dann noch einen ``Gebirgszoo``.
(21.08.2019, 19:22)
Adrian Langer :   https://www.watson.de/leben/tiere/612053805-tiere-zoo-besucher-sind-entsetzt-beim-anblick-dieses-nashorns

In einem französischen Zoo wurde einem Nashorn zwei Namen eingeritzt. Das nutzten natĂŒrlich verschiedene Tierrechtsorganisationen, um den Zoo anzugreifen.
(21.08.2019, 13:22)
Sacha :   @Oliver Muller: Kommt halt immer darauf an, ob Du die Anlagen einfach nur sehen willst oder ob Du auch der Tages- und Jahreszeit entsprechend optimale Fotos von möglichst jedem Tier schiessen willst.

Im ersten Fall: FĂŒr alle drei mindestens je ein halber Tag (= 4 h ohne Verpflegungs- und Pipistopp;)). Im zweiten Fall fĂŒr Saint Martin + 2 Stunden (Affen, Raubtiere, Reptilien) und fĂŒr Peaugres und Siegean je zusĂ€tzlich 1 h fĂŒr eine zweite Autotour durch den Safariteil.

Ich hoffe aber, dass auch noch W.Dreier seine EinschÀtzung abgibt. Gut möglich, dass ich etwas vergessen habe.
(19.08.2019, 17:40)
Oliver Muller :   Nachdem die diesjĂ€hrige Zooreise durch Nord-, West und Zentralfrankreich gut verdaut ist, kommen erste vorsichtige Überlegungen fĂŒr den Osten und SĂŒden Frankreichs im kommenden Jahr auf.
Kann mir jemand (@Sacha, @W.Dreier oder natĂŒrlich gerne auch andere) sagen, wie viel Besuchszeit ich etwa einplanen sollte fĂŒr Saint Martin la Plaine, SigĂ©an und Peaugres? Im Touroparc war ja offensichtlich noch niemand aus dem Forum?
(19.08.2019, 15:24)
Oliver Muller :   Sorry fĂŒr den letzten Eintrag, weiß jetzt nicht genau, wie der erneut hier rein gekommen ist. Leider gibt es ja immer noch keine Korrekturmöglichkeit ... :-(((
(10.08.2019, 16:10)
Oliver Muller :   Versöhnt hat mich dann am 7. Tag mein Besuch im VallĂ©e des Singes, einem reinen Affenpark (bis auf den obligatorischen Kinderbauernhof) mit Gorillas, Schimpansen, Bonobos und zahlreichen Lemuren- und Krallenaffenarten, um nur die wichtigsten zu nennen. Insgesamt werden 34 Arten gezeigt, hauptsĂ€chlich auf Inseln (die fĂŒr die Menschenaffen-Arten mehrere Hektar groß sind). Einige Anlagen snd begehbar (Lemuren, TotenkopfĂ€ffchen). Das Konzept orientiert sich stark an Apenheul, wenn auch etwas kleiner. Da die Vegetation ĂŒberall sehr dicht ist, braucht man Geduld, um alle Affen zu sehen. Es empfiehlt sich daher, möglichst viele FĂŒtterungen ?mitzunehmen?, die sehr edukativ gemacht sind. Alles in allem sollte man 4-5 Stunden fĂŒr einen Besuch einplanen. Wie mir ein Pfleger verriet, wĂ€re das nĂ€chste ?große Projekt? eine Anlage fĂŒr Orangs (was nicht bedeutet, dass das zeitnah sein muss).
(10.08.2019, 16:08)
Oliver Muller :   Ja, ich meine schon, wobei ich den Unterschied nicht wirklich ausmachen konnte. Einige der Tiere waren schon nur schlafend zu sehen.
(07.08.2019, 17:14)
Adrian Langer :   @ Oliver: Danke fĂŒr die Beschreibungen. Hast du im Parc de Felins neben den Östlichen Goldkatzen auch die Tibetanischen Goldkatzen gesehen?
(06.08.2019, 21:41)
Oliver Muller :   So, das waren meine kurzen Berichte oder besser EindrĂŒcke der Tour. Wer Fragen hat, möge fragen und vielleicht schaffe ich es auch noch, ein paar Fotos zu posten.

Im nĂ€chsten Jahr hoffe ich noch, die Ostflanke Frankreichs von AmnĂ©ville bis zur MittelmeerkĂŒste bereisen zu können.
(06.08.2019, 21:30)
Oliver Muller :   Schließlich, am letzten Tag vor der Heimfahrt noch der Parc des Felins, ein reiner (bis auf die begehbare Lemurenanlage mit Kattas, Roten Varis und ein paar unsichtbaren Arten und den Kinderbauernhof) Katzenzoo mit 26 Arten, darunter alle zootypischen Groß- und die meisten Kleinkatzenformen. Trotz deutlich ĂŒber 30 Grad konnte ich entgegen meiner BefĂŒrchtung bis auf die kanadischen Luchse alle Arten sehen und auch fotografieren. Dennoch wĂŒrde ich empfehlen, ein leistungsstarkes Teleobjektiv oder zumindest ein gutes Fernglas mitzunehmen, denn die Gehege sind durchweg groß, bei Löwen, Tigern und Geparden mehrere Hektar. Sie sind sehr einfach gestaltet, aber tiergerecht. Die Unterschiede zwischen Unterarten werden auf den Schildern erklĂ€rt. Unbedingt zu empfehlen ist auch eine Fahrt mit der Parkbahn (im Preis inbegriffen), da man so die Grosskatzen-Gehege von der Außenseite sehen kann, was zu Fuß nicht möglich ist, aber notwendig sein kann, um alles zu sehen. Unfreiwillig komisch fand ich eine animierte Show zum Thema Artenschutz, Wilderei und Umweltzerstörung, die man mit der Bahn passiert.
(06.08.2019, 21:27)
Oliver Muller :   Unstrittiger Höhepunkt der gesamten Tour war am nĂ€chsten Tag Beauval. Der grĂ¶ĂŸte und fĂŒhrende Tierpark Frankreichs weist alles auf, was das Herz begehrt: alle großen Katzen, Schimpansen, Orangs und Gorillas (eine Zuchtgruppe und eine Junggesellengruppe), Afrikanische Elefanten, Flusspferde, zwei Arten Nashörner, Giraffen, Okapis, Große Pandas, Manatis, Koalas, Beutelteufel... SpektakulĂ€r der neue Afrikanische Parkteil auf dem Berg, v.a. die Riesenvoliere mit Flusspferden, Fischen und 11 Vogelarten. Der Zoo wird oft mit Pairi Daiza verglichen und ehrlicherweise muss man sagen, dass da noch einiger Abstand dazwischen liegt. Dennoch wird sicherlich ein Ă€hnlicher Anspruch gepflegt. Das neue Projekt, eine Tropenhalle fĂŒr u.a. Komodowarane, Zwergflusspferde sieht schon Ă€ußerlich spektakulĂ€r aus. Weitere PlĂ€ne lassen ebenfalls hoffen. Neu ist auch eine Seilbahn quer ĂŒber den Zoo. Fazit: ein aufregender Zoo, der nicht nur einen vollen Tag erfordert, um alles zu sehen, sondern auch eine weitere Anreise lohnt!
(06.08.2019, 21:12)
Oliver Muller :   @Carsten Horn: Ich weiß, deswegen schrieb ich ja auch ?orientiert sich an? und nicht ?erinnerte mich an? ;-)
(06.08.2019, 15:57)
Carsten Horn :   Nicht wirklich verwunderlich, das Vallee de Singes an Apenheul erinnert, hat beides Wim Mager gegrĂŒndet...
(06.08.2019, 15:46)
Oliver Muller :   NĂ€chste Station am 9. Tag: La FlĂšche. Ebenfalls ein sehr schöner, grĂŒner Zoo mit u.a. Eis- und KamtschatkabĂ€ren, schwarzen Panthern, weißen Tigern, Afrikanischen Elefanten sowie Zwerg- und großen Flusspferden und einem nagelneuen Asienbereich mit u.a. Fischkatzen, Sumatratigern mit Unterwassereinblick und Panzernashörnern. Auch hier Aras ohne Netz oder Gitter auf BĂ€umen, aber zumindest in artgleichen Paaren. Man baut zur Zeit an einem neuen Vivarium, danach wird wohl eine Afrikanische Savanne folgen. Alles in allem gibt es hier nicht viel zu meckern, außer dass die Anlage der Schimpansen innen und außen viel zu klein ist, aber dafĂŒr gut strukturiert. Man verdient ordentlich nebenher mit der Vermietung von Lodges, die direkt in die Gehege einiger Arten hinein ragen und die man - je nach Saison und Standort - zum SchnĂ€ppchenpreis von 150 bis 500 Euro pro Person und Nacht nutzen kann. Kleine Anekdote noch: wĂ€hrend bei deutlich ĂŒber 30 Grad viele Arten, auch aus den Tropen, KĂŒhlung im Schatten suchten, lagen die arktischen Wölfe den ganzen Tag in der prallen Sonne und schienen sich pudelwohl zu fĂŒhlen.
(05.08.2019, 22:37)
Oliver Muller :   Ein weiteres Highlight war dann an Tag 8 DouĂ© la Fontaine, der als Zoo auf zwei Ebenen und zum großen Teil in einen Steinbruch hinein geschlagen selbst dann ein Erlebnis wĂ€re, wenn man sich gar nicht fĂŒr Tiere interessiert. Highlights dort fĂŒr mich die Haltung von Sri Lanka- UND Javaleopard, Sumatratiger (wie oft in Frankreich), Zwergflusspferd, aber auch die schier ĂŒberwĂ€ltigende, riesige begehbare Voliere mit Pinguinen, Pelikanen, Königsgeiern, diversen Stelzvögeln und einer riesigen Anzahl Papageien in allen Farben, außerdem höchst agile GĂŒrteltiere in einem wirklich mal großen Gehege. Überhaupt sind alle Anlagen großzĂŒgig vom Format, aber riesig sind außerdem noch die Afrikanische Savanne mit u.a. Spitzmaulnashörnern und das Amphitheater mit den Geiern. Auch die Gastronomie ist sehr zu empfehlen. Neu gebaut werden gerade (riesige) Anlagen fĂŒr Löwen und Geparden. Sorry, dass ich so oft riesig schreibe, aber das trifft es nun mal.
(05.08.2019, 14:27)
Oliver Muller :   Versöhnt hat mich dann am 7. Tag mein Besuch im VallĂ©e des Singes, einem reinen Affenpark (bis auf den obligatorischen Kinderbauernhof) mit Gorillas, Schimpansen, Bonobos und zahlreichen Lemuren- und Krallenaffenarten, um nur die wichtigsten zu nennen. Insgesamt werden 34 Arten gezeigt, hauptsĂ€chlich auf Inseln (die fĂŒr die Menschenaffen-Arten mehrere Hektar groß sind). Einige Anlagen snd begehbar (Lemuren, TotenkopfĂ€ffchen). Das Konzept orientiert sich stark an Apenheul, wenn auch etwas kleiner. Da die Vegetation ĂŒberall sehr dicht ist, braucht man Geduld, um alle Affen zu sehen. Es empfiehlt sich daher, möglichst viele FĂŒtterungen ?mitzunehmen?, die sehr edukativ gemacht sind. Alles in allem sollte man 4-5 Stunden fĂŒr einen Besuch einplanen. Wie mir ein Pfleger verriet, wĂ€re das nĂ€chste ?große Projekt? eine Anlage fĂŒr Orangs (was nicht bedeutet, dass das zeitnah sein muss).
(05.08.2019, 14:06)
Oliver Muller :   Nach kurzer Pause hier die Fortsetzung:

An Tag 6 fĂŒhrte mich mein Weg in den Zoo La Palmyre in Les Mathes. Er ist wohl nach Besuchern und vermutlich auch Tierbestand der zweitgrĂ¶ĂŸte in Frankreich und liegt mitten in einem riesigen Massentourismus-Gebiet in einer schier endlose Reihe von CampingplĂ€tzen, Bungalow-Anlagen und Freizeitparks. Entsprechend voll war es im Zoo, von den rund 700.000 Besuchern im Jahr war gefĂŒhlt die HĂ€lfte mir mir da. Der Park hat alles an Standard-Arten, was man von einem großen Zoo erwartet, aber ohne echte Highlights.
Offen gestanden hat er mir aber am wenigsten von allen besuchten Einrichtungen gefallen. Die Tierhaltung ist durchweg nur mittelmĂ€ĂŸig, fast alle Anlagen bieten kaum RĂŒckzugsmöglichkeiten, viele sind nicht sehr groß, manche m. E. deutlich zu klein (z.B. Leopard/Schneeleopard aussen ca. 100 qm und innen ca. 20). Die neuen EisbĂ€ren wurden wieder abgegeben, weil sie nach wenigen Monaten Verhaltensstörungen entwickelt hatten, Absperrgehege habe ich nirgendwo wahrgenommen, Aras leben bunt gemischt frei auf BĂ€umen und es war infolgedessen ein frisch geschlĂŒpftes Hybridara-KĂŒken zu sehen. Zum Teil habe ich nur Einzeltiere gesehen. Man darf oft mit Popcorn fĂŒttern, selbst die Giraffen.
Die einzige wirkliche sehr gute Anlage war fĂŒr mich das Menschenaffenhaus mit je einer Gruppe Gorillas und Orangs und zwei Schimpansengruppen auf je innen 300-400 und außen 1000 qm (okay, fĂŒr die Orangs wĂŒrde man sich eine kleinteiligere Haltung wĂŒnschen).
Auch der Service war nicht so super. Es gibt zwar ZoofĂŒhrer in Französisch und Englisch, einen beschilderten Rundweg und hier und da Karten, aber keine kostenlosen FaltplĂ€ne wie ĂŒberall sonst. Auch gibt es kein richtiges Restaurant, nur Buden mit Eis, Chips, abgepacktem Kuchen oder einem abgepackten Fertiggericht in mehreren Varianten, dass man in der Mikrowelle aufgewĂ€rmt bekam. Das einzige halbwegs ordentliche Essen sind Crepes, die man sich frisch backen lassen kann. FĂŒr einen Zoo, in dem man locker einen ganzen Tag verbringen kann, finde ich das schwach. Hier entgehen dem Zoo sicher auch erhebliche Einnahmen, allerdings ist auch der Eintritt mit 16 Euro fĂŒr Frankreich ungewöhnlich billig.
(05.08.2019, 13:58)
Adrian Langer :   Und nochmals vielen Dank fĂŒr die Berichte. ich drĂŒcke dir die Daumen, dass du es in das Tiergartenmagazin schaffst. ;) WĂ€re schön von deinen Erfahrungen zu lesen. ;)
(03.08.2019, 10:40)
W. Dreier :   @O. Muller: Schade, was die Entwicklung von Pont Scorff anbetrifft - allerdings war ich 2012 dort. In der Zwischenzeit fand ich die Nachricht, dass dort gestreikt wurde. Vom Tierbestand war ich höchst ĂŒberrascht worden, geplant war ein Besuch nicht, ich hatte mich aber verplant und hatte in der Region einen ``freien Tag``. Ein ĂŒberraschender Katzenbestand von Tangalunga ĂŒber Fischkatze bis - nun ja - weißen Löwen, dazu ALLE hier in Deutschland als Besuchermagneten bezeichneten Tier (anstelle Surikaten waren es damals in Frankreich Fuchsmangusten).. Damals eine Elefantengeburt
(leider schlug der Herpes danach zu), dazu Robben- und PapageienvorfĂŒhrungen.

Noch zu einer unten geĂ€ußerten Meinung, der ich mich voll anschließe! : ``GrundsĂ€tzlich muss ich sagen, dass ich - Ă€hnlich wie zuvor schon in den Niederlanden - die französischen Zoos eher besser finde als die deutschen (so grob im Durchschnitt)``.

Danke fĂŒr die Berichte!
(02.08.2019, 23:01)
Oliver Muller :   Der fĂŒnfte Tag begann mit dem Zoo in dem winzigen Dörfchen La Bossiere du DorĂ© und war ebenfalls eine echte Überraschung. Der Zoo hat zu wenig Besucher und ist deshalb bei Sheridan nicht gelistet, zĂ€hlt aber vom Tierbestand her m.E. klar zu den Schwergewichten (u.a. Orange und Gorillas, in Frankreich selten gezeigt), aber auch von der Gestaltung her super gemacht. Auch Katzenfans kommen hier klar auf ihre Kosten. Auch diesen Zoo versuche ich mal im "Tiergarten" vorzustellen.

Abends war ich dann noch in La Rochelle im Aquarium, das auch eins der vier "GrĂ¶ĂŸten" ist. Ebenfalls sehr schön gemacht, alles, was das Herz an Fischen und wasserlebenden Wirbellosen begehrt. Daneben auch zwei (gesehen, angeblich sogar drei) verschiedene Meeresschildkröten. Das Aquarium hat den Vorteil, dass es im Juli/August bis 23 Uhr geöffnet ist, daher lĂ€sst es sich gut mit einem Zoobesuch kombinieren. FĂŒr das Aquarium habe ich ca. zwei Stunden gebraucht.
(02.08.2019, 21:33)
Oliver Muller :   Ich setze meine Berichte mal fort: Der vierte Tag sollte eigentlich fĂŒr den Zoo Pont-Scorff in der Bretagne reserviert sein, allerdings habe ich zufĂ€llig am Abend vorher noch zahlreiche negative Berichte aus jĂŒngster Zeit gelesen (Tenor: der Zoo sei ziemlich verkommen in den letzten Jahren), die daraufhin durchgefĂŒhrte Fotorecherche hat auch nicht viel Positives ergeben.
Daher entschied ich mich dann kurzfristig um und fuhr nach BranfĂ©rĂ©, den ich eigentlich gar nicht auf meiner Liste hatte. Und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttĂ€uscht! Ein wunderschöner Zoo rund um ein kleines Schlösschen mit viel Wald und zahlreichen Affen auf Inseln, vielen Wasser- und Stelzvögeln dazwischen und auch vielen Leckerbissen fĂŒr Huftierfans!
(02.08.2019, 21:18)
Adrian Langer :   Danke fĂŒr die vielfĂ€ltigen Berichte. ;)
(02.08.2019, 07:11)
Oliver Muller :   Am dritten Tag reiste ich dann weiter in den Ă€ußersten Westen der Bretagne, wo ich das OcĂ©anapolis Brest besuchte, eines der großen Aquarien, die sich darum streiten, das grĂ¶ĂŸte Frankreichs zu sein (je nachdem wie man misst: Zahlt der Becken, Liter Wasser, Tiere, Arten, Besucher...). Es ist definitiv sehr schön, aber fĂŒr mich nur die Nummer zwei hinter Nausicaa...
Das OcĂ©anapolis besteht aus mehreren GebĂ€uden und ist eher ein Dorf fĂŒr sich, daher wohl auch der Name (Polis = altgriechisch fĂŒr Stadt). FĂŒr die GrĂ¶ĂŸe des GesamtgelĂ€ndes ist dann doch der Ausstellungsbereich gar nicht soooo groß, wie ich feststellen musste, insbesondere die Anlagen fĂŒr die Highlight-Arten wie Pinguine (Esels-, Felsen- und Konigspinguine), Atlantische Robben (Seehunde und eine Kegelrobe) und Arktische Robben (zwei Ringel- und Bartrobben und eine Sattelrobbe) sind nach heutigen MaßstĂ€ben eher etwas knapp bemessen. Bei den drei letztgenannten Arten dĂŒrfte es aufgrund mangelnder Nachzucht im EAZA-Bereich wohl irgendwann zu Ende gehen...
Man durchlĂ€uft drei Pavillons mit den Themen Bretagne, Tropen und Arktis mit vielen tollen Aquarien und unzĂ€hligen Arten. Generell kann ich persönlich ja in Aquarien stundenlang starren und mich regelrecht darin verlieren. Fasziniert hat mich hier z.B. ein unfassbar blauer Hummer (siehe Foto). Zwischen all den Fischen und sonstigen Wassertieren gibt es auch zahlreiche museale Exponate wie z.B. ein großes Langusten-Exoskelett im Detail "auseinandergenommen" und viele, z.T. interaktive Informationen. Außerdem gibt es lebensgroße Modell von Arten, die man leider nicht zeigt, wie z.B. Orca, gemeinem Delfin, aber auch Walross und See-Elefant.
Etwas auf dass ich mich lange gefreut hatte und was mit ein Hauptgrund fĂŒr den langen Weg in die Ă€ußerste Bretagne war, waren die Seeotter, die an einem "Otter-Weg" neben den Fischottern gezeigt werden. Es sind drei Tiere, laut ZTL wohl 1,2, so dass man vielleicht auf Nachwuchs hoffen darf. GegenĂŒber den Ottern gibt es eine große Ausstellung zu den beiden Arten, leider hat man die Gehege so gebaut, dass bei Sonnenschein kaum etwas zu sehen ist, weil von vorn die Glasscheiben und von oben das Wasser spiegelt. Von daher war ich da etwas enttĂ€uscht...
Nichtsdestotrotz ist das Océanapolis alles in allem eine schöne Anlage, die man jedem Bretagne-Urlauber empfehlen kann.
(01.08.2019, 23:12)
Oliver Muller :   An Tag zwei ging es dann in die Normandie in die Zoos von Jurques und Champrepus. Beide sind nicht von ĂŒberragender Bedeutung, aber klein und fein und sehr zu empfehlen, wenn man in der Gegend ist. Ich habe sie vor allem ausgewĂ€hlt, weil wir als Kind mit meiner Familie mal in der Normandie Urlaub gemacht haben und ich in die Zoos wollte, aber nicht durfte. Da habe ich nun also eine offene Rechnung beglichen. :-)
Da beide Parks nur eine gute halbe Stunde entfernt voneinander liegen, lassen sie sich gut an einem Tag verbinden und sind in jeweils zwei bis zweieinhalb Stunden gut zu schaffen. Jurques ist vor allem spannend fĂŒr die Fans von Katzen und Affen und Champrepus ist ein sehr liebevoll gemachter kleiner zoologisch-botanischer Garten, der sich um landestypische Gestaltung der Parkteile bemĂŒht. Ich arbeite an einem "Zoofari"-Artikel fĂŒr den "Tiergarten", in dem ich meine EindrĂŒcke genauer schildern will, deshalb verrate ich hier noch nicht zu viel. Mal sehen, ich hoffe, das klappt ... ;-)
(01.08.2019, 22:37)
Oliver Muller :   Los ging es am ersten Tag mit dem Zoo und Safaripark in Thoiry. Obwohl einer der meist besuchten Zoos in Frankreich, war es nicht ganz einfach, hinzufinden. Da die Zoos in Frankreich meist "in the middle of nowhere" liegen, kann es passieren, dass man die letzten 10-15 KM ĂŒber geteerte Feld- und Waldwege fahren muss und selbst der letzte Stichweg, in den man einbiegt, noch nicht beschildert ist. So auch hier. Ich stand vor dem Schloss Thoiry, aber wo um alles und er Welt war der Eingang zum Zoo?
Schließlich schlĂŒpfte ich doch durch eine kleine Öffnung in der Hecke, die mir als Eingang benannt wurde und dahinter war der moderne und nicht zu ĂŒbersehende Eingangsbereich - man muss einfach nur Verraten haben. ;-). Nur noch schnell 29 ? berappt und los ging es.
Thoiry ist ein wirklich schöner Zoo mit vielen spannenden Arten. Es gibt zwei kleine Vivarien als einzige begehbare HĂ€user und ich habe dort die ersten begehbaren Raubtieranlagen erlebt (Löwen, Tiger, HyĂ€nen). NatĂŒrlich nur ĂŒber einen Glastunnel, aber immerhin gibt es im Safaribereich auch eine Löwenanlage, durch die man mit einem "Tyrolien" hindurch kann (mir fĂ€llt kein deutscher Name ein, man sitzt quasi auf einem Seil...), leider zu hoch fĂŒr die Löwen... ;-) Auch der Safaribereich ist nett gemacht, wenn auch die Tiere nur teilweise "frei" sind, viele dann doch hinter Elektrozaun. Der Safaribereich ist mit einer BusfĂŒhrung fĂŒr 8 ? extra befahrbar, wo an eine sachkundige und interessante FĂŒhrung erhĂ€lt, allerdings nur auf französisch. Überhaupt ist man in der "Grande Nation" gut dran, wenn man einigermaßen französisch spricht. Man kommt natĂŒrlich irgendwie durch, wenn nicht, aber man kann kaum erwarten, regelmĂ€ĂŸig Menschen zu treffen, die gut englisch (oder gar deutsch) können. Es wird im Safaribereich an einer großen Überraschung gebaut, die Fahrerin durfte noch nicht sagen, was es ist, aber es geht das GerĂŒcht im Internet, dass es eine Gorilla-Anlage werden soll. Das Einzige, was mir in Thoiry nicht gefallen hat, war der einsame Elefantenbulle auf einer fast schattenlosen großen Anlage und die Tatsache, dass man Essen ausschließlich in Plastik verpackt mit Einweggeschirr und -besteck bekommt und zum Wegtragen noch nicht mal Tabletts, sondern TĂŒten bekommt. Das geht in einer Naturschutzeinrichtung in 2019 nun wirklich gar nicht...
(01.08.2019, 22:01)
Oliver Muller :   Nachdem ich meine Zooreise durch Frankreich 2017 aus persönliche GrĂŒnden leide frĂŒhzeitig abbrechen musste, habe ich dieses Jahr einen zweiten Anlauf genommen. Ich werde in loser Folge kurz berichten, wer noch Fragen hat, kann diese gerne stellen.
GrundsĂ€tzlich muss ich sagen, dass ich - Ă€hnlich wie zuvor schon in den Niederlanden - die französischen Zoos eher besser finde als die deutschen (so grob im Durchschnitt), was vermutlich daran liegt, dass sie in der Regel privat gefĂŒhrt werden, sich insofern gegen "Konkurrenz" abheben mĂŒssen und auch bei Eintrittspreisen von 20 bis weit ĂŒber 30 Euro finanziell weit besser aufgestellt sind.
In der Regel zeichnen sie sich auch durch ausreichend kostenfreie ParkplÀtze, eine gute Infrastruktur und guten Service aus. Das Essen schwankt zwischen "grenzwertig" und guter Restaurant-QualitÀt. Jeder Zoo hat seinen ganz eigenen Charakter und so finde ich es wie immer schwer, zu vergleichen. Ich werde dann jetzt in einzelnen Artikeln kurz auf als besuchten Parks eingehen.
(01.08.2019, 21:47)
Adrian Langer :   https://www.suedtirolnews.it/video/pariser-zoo-stellt-baby-giraffe-vor

Im Pariser Zoo kam vor geraumer Zeit eine Kordofangiraffe zur Welt. Nun wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt.
(08.07.2019, 15:18)
Oliver Muller :   War schon mal jemand aus dem Forum im Zoo FrĂ©jus in SĂŒdfrankreich und kann dazu etwas sagen?
(21.06.2019, 14:32)
Adrian Langer :   https://www.rtl.de/cms/malende-orang-utan-dame-aus-dem-pariser-zoo-wird-50-4357003.html

Orang Utan Nenette aus dem Pariser Zoo wird 50. Sie wurde wie Buschi in OsnabrĂŒck durch das Zeichnen von Bildern bekannt.
(17.06.2019, 17:03)
Adrian Langer :   https://www.lepal.com/actualites/un-elephant-bien-integre

Der Bulle Upali kam aus Irland nun in Le Pal an. Er soll nun fĂŒr weiteren Nachwuchs sorgen.

EIN GUT INTEGRIERTER ELEFANT
VERÖFFENTLICHT AM 29/03/2019
Eine mit Spannung erwartete Ankunft bei PAL
Am 28. Februar freute sich PAL, Upali, einen asiatischen Elefanten aus dem Dubliner Zoo in Irland, begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen. Er kam bei der PAL an, um mit Nina, der Mutter des berĂŒhmten kleinen Toms, geboren im Jahr 2014, zu zĂŒchten. Damit der Transport unter den besten Bedingungen stattfinden kann, wurde Upali von seinen Heilern im Vorfeld trainiert, damit er in seinen eintreten konnte Transportkoffer. Die Freilassung von Upali in seiner neuen Umgebung verlief reibungslos und unser Elefant nahm sofort seine Spuren an, ohne absolut stressfrei zu sein.


Eine gute Anpassung
Zwei Tage nach dem Wechsel zu PAL lernte Upali ihre neuen Freunde kennen. Die Kontaktaufnahme verlief sehr gut. Acra, die Matriarchin, war die erste, die neugierig war, und sie war der erste Schritt, um diesen Neuankömmling kennenzulernen. Zuerst ein wenig beeindruckt von diesem sehr imposanten Mann, brauchte der kleine Tom nur wenige Tage, um sich an seine Anwesenheit zu gewöhnen. Heute lebt er problemlos mit Upali zusammen und alle bewegen sich in aller Gelassenheit, einige spielen und gehen mit anderen.



Upali, der zukĂŒnftige Vater der PAL!
Upali, ein 24 Jahre alter Elefant fĂŒr 5,2 Tonnen, kam mit einem ganz bestimmten Zweck an die PAL, um zu zĂŒchten. Asiatische Elefanten sind tatsĂ€chlich gefĂ€hrdet, und es ist wichtig, das genetische Erbe in Zoos zu entwickeln. Upali ist sehr fruchtbar, also denke er ist schon Vater von 6 Elefanten! Wir haben keinen Zweifel an der Möglichkeit, dass Tom in einigen Jahren einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester haben könnte! Und es ist eine Untertreibung, am 15. MĂ€rz, weniger als einen Monat nach der Ankunft unseres DickhĂ€uters, haben unser junges Paar, Nina und Upali, bereits ihre Arbeit aufgenommen! Aber es wird 24 Monate dauern, bis ein glĂŒckliches Ereignis möglicherweise auf seine Nasenspitze gerichtet ist ... Also lasst uns Geduld haben!
(02.04.2019, 20:11)
Sacha :   Kommt darauf an. In Sigean hast Du wegen der trockeneren Gegend eher ein Afrika-Feeling (zumal auch der ĂŒberwiegende Teil der gezeigten Arten von diesem Kontinent stammt). Ausserdem lebten in einem Teich eine grosse Anzahl an freifliegen Heiligen Ibissen (lasst das bloss @Hystrix nicht lesen) und anderen Wasservögeln. In Peaugres ist dafĂŒr der Nordamerika-Safari-Teil sehr "authentisch". Und Du hast auch Elefanten (gibts in Sigean m. W. nicht mehr), Tiger und weitere Grosstierarten aus Asien, Nord- und SĂŒdamerika, die in Siegean fehlen. Ausserdem gibts da noch ein schönes Schlösschen im Zooteil des Parks. MĂŒsste ich wĂ€hlen, wĂŒrde ich Peaugres vorziehen.
(26.03.2019, 23:46)
Oliver Muller :   @Sacha und Wolfgang Dreier: Dankeschön! Eher SigĂ©an oder eher Peaugres dann? St. Martin kommt auf jeden Fall auf die Liste.
(26.03.2019, 21:26)
Sacha :   @Oliver Muller: FĂŒr St. Martin hat Dir ja W. Dreier (ganz in meinem Sinne) geantwortet. Tourparc kenne ich zwar nicht persönlich, die Anlage dĂŒrfte anhand von Fotos und Homepage aber stark von "Freizeitpark mit FahrgeschĂ€ften" geprĂ€gt sein. Trotzdem sind dort auch einige weniger "gewöhnliche" Tierarten vorhanden.
Sigéan ist ein Safaripark mit Zoo, landschaftlich interessant, aber kein Muss. La Barben hat eine gute Palette an ABC-Tierarten, aber kaum SpezialitÀten. Auch sind die Tiergehege dort zwar meist okay, aber es gibt auch keine, die mich jetzt umgehauen haben.
(26.03.2019, 19:07)
W. Dreier :   St Martin auf jeden Fall - von Westen kommend kurz vor Lyon, ca 5 km links der (jetzt wohl) Autobahn liegend. Ein nicht so großer gut gefĂŒhrter Privatzoo. U. a. Große Gorillahalle, weiterhin Schmidts-Rotschwanzmeerkatze, Whitesids-Gelbnasenmeerkatze, Ceylon-Leopard, Drill, Schneeleopard etc.
(26.03.2019, 16:28)
Oliver Muller :   So, meine 2017 krankheitsbedingt abgebrochene Zootour durch Nord-, Zentral- und Westfrankreich ist geplant und kann hoffentlich im Sommer statt finden. Vorgesehen sind: Thoiry, Jurques, Champrepus, OcĂ©anapolis Brest, Pont Scroff, La BoissiĂšre du DorĂ©, Aquarium La Rochelle, La Palmyre, ValleĂ© des Singes, DouĂ© la Fontaine, La FlĂšche, Beauval und Parc des FĂ©lins.

FĂŒr 2020 plane ich dann Ostfrankreich mit AmnĂ©ville, Mulhouse, Besançon, Parc des Oiseaux, Zoo Lyon, Safari des Peaugres, Ferme aux Crocodiles Pierrelatte, Lunaret, Marineland Antibes. Unklar ist mir noch, ob ich auch Touroparc, St. Martin la Pleine, SigĂ©an oder La Barben noch aufnehmen sollte. Vielleicht kann dazu jemand etwas sagen?
(25.03.2019, 23:06)
W. Dreier :   Aus ``Leszoosdanslemonde``: Geburten bei Kronensifakas. 2.Febr. in Vincennes (mĂ€nnlich); 28.2 in Mulhouse
(13.03.2019, 18:19)
Oliver Muller :   Und in Dieppe plant man wohl ein Grossaquarium mit u.a. SeekĂŒhen, Schildkröten und Haien:

www.leszoosdanslemonde.com/forum/viewtopic.php?f=8&t=14878
(07.03.2019, 15:00)
Oliver Muller :   Gefunden: Plan fĂŒr die geplante neue Orang Utan-Voliere in der Menagerie.

http://www.leszoosdanslemonde.com/forum/viewtopic.php?f=8&t=14536

Das ist dann wohl die FlĂ€che der frĂŒheren Emu-KĂ€nguru-Anlage...
(07.03.2019, 14:55)
Gudrun Bardowicks :   Die Schließung ist allerdings nur vorĂŒbergehend, da umfangreiche Renovierungsmaßnahmen anstehen. Ende Mai soll der Zoo wiedereröffnet werden.
(04.01.2019, 00:05)
Adrian Langer :   https://www.hellomonaco.com/news/monaco-s-zoological-gardens-closed-spring/?fbclid=IwAR0P2Lt9jfX_v3WHL15ERa7-iFJocFoqOFhhsoIBUiW7pfu8Wmpt_vE0EiA

Der Zoo von Monaco wird schließen.
(03.01.2019, 19:32)
Sebastian Gellert :   Vielen Dank fĂŒr die ganzen Anregungen und Antworten. BezĂŒglich des erwĂ€hnten niedrigen Besucherzuspruchs dĂŒrfte man sich bestĂ€tigt fĂŒhlen (meine Frage m. Besucherzahlen), das der Parc Zoologique de Paris doch nicht so angenommen wird, wie möglicherweise einst gewĂŒnscht.
Sollte es finanziell möglich sein, wĂ€re eine Afrika-Erweiterung besucherattraktiv und fĂŒr den Zoo eine Aufwertung.

(02.12.2018, 18:57)
zollifreund :   Die von W.Dreier erwĂ€hnten Berichte kann man noch als aktuell betrachten. Ich war zuletzt im Mai in Paris. War wieder ein sehr schöner Besuch. Aber keine baulichen VerĂ€nderungen. Was auffĂ€llig war, war der geringe Besucherzuspruch. Es war ein Sonntag und trotzdem kaum Besucher da...
Zum Tierbestand: erwĂ€hnenswert als Neuzugang ein RotrĂŒckensaki, aber im Schichtbetrieb mit KrallenĂ€ffchen.
(02.12.2018, 08:20)
Oliver Muller :   Der von W. Dreier genannte ?Park? ist ziemlich verwildert und abgesehen von ein paar sehr dezenten Hinweisen von der Bahnstation ?Porte DorĂ©e? aus ist der Weg zum Zoo nicht wirklich beschildert.
(01.12.2018, 21:57)
W. Dreier :   Die rechte HĂ€lfte
(01.12.2018, 12:27)
W. Dreier :   Anbei der Plan von Vincennes. links unten wĂ€re der Eingang, rechts unten der damals noch nicht mit Tieranlagen ausgebaute Ost-Teil. Dort beginnen auch die Parkanlagen. Als ich damals (1990) erstmals dort war, konnten mir die LĂ€ufer im Bois nicht sagen , wo der Zoo und der Eingang seien - obwohl ich dann nur etwa 400 m entfernt war. Nun ist er vom U-Bahn-Ausgang Porte DoreĂš ausgeschildert.
Muß leider den Plan schneiden - linke und rechte HĂ€lfte
(01.12.2018, 12:26)
W. Dreier :   @S. Gellert: ich darf in Erinnerung rufen, dass kurz nach Wieder-Eröffnung von Vincennes Zollifreund und ich (noch unter WolfDrei) ĂŒber die Menagerie und Vincennes berichtet haben (alles im Juni 014) - Wesentliches dĂŒrfte sich nicht ereignet haben. Die Schließung 2008 hatte sich auch daraus ergeben, dass aufgrund des desolaten Gesamtbildes sich nur noch 350 000 Besucher dorthin bewegt hatten. Zielstellung waren bezĂŒglich des Neubaues 1,5 Mio Besucher - o,9 Mio sind eigentlich zu wenig. Ich war dort 2 Monate nach Eröffnung und durchaus angetan ob der Besuchermassen, speziell auch vieler Kinder. An Erweiterung mag ich nur theoretisch denken - immerhin befindet sich im Osten der Bois de Vincennes , eine sehr große Parkanlage - dĂŒrfte aber genau wie in Dresden der Park nicht ``geopfert werden. Zuletzt waren wegen nicht mehr vorhandener Gelder etwa 2 ha nicht direkt mehr bebaut worden (zunĂ€chst Australien, dann mittleres Afrika geplant).
U- Bahnstation Porte DoreĂš - ca 3-400 Meter zum Eingang
(01.12.2018, 11:57)
Oliver Muller :   Ich denke schon, dass sich ein Besuch im Zoo von Paris lohnt. FĂŒr einen Zoo dieser GrĂ¶ĂŸe sind 900.000 Besucher sicher in Ordnung, man mus§ ja im VerhĂ€ltnis die Zahlen anderer französischer Zoos sehen. Der Zoo ist ja nun auch nicht die klassische HauptsehenswĂŒrdigkeit der Stadt.
(30.11.2018, 22:06)
Sebastian Gellert :   Das Jahr 2019 wird bald vor der TĂŒr stehen und der Parc Zoologique de Paris sein JubilĂ€um feiern, wenn man es so sehen möchte. Auf der französischen Seite von wikipedia ĂŒber den Zoo, wird eine Zahl ca. 900.000 Besucher angegeben.

Es ist das fĂŒr einen neu geschaffenen Zoo viel oder fĂŒr eine Hauptstadt eher wenig?? Es ist ja offensichtlich, das man sich in Paris nicht an einer Themenkulisse wie Valencia oder WILDLANDS Emmen orientiert hat.

Frage: Lohnt ein Besuch?? Wird es auf Zukunft Erweiterungen geben??
(30.11.2018, 20:31)
Adrian Langer :   https://parcsaintecroix.com/de/neuheiten-2019-kurs-auf-eine-neue-welt?fbclid=IwAR32FWXAvUUsghnMxJJNZqF_4CPM_rxFbyUdARt5m4eRepl7z7rHYRoeSus

Im Parc Animaliers Saint-Crois ist ein Rudel Kojoten aus Minnesota eingezogen. Dazu gab es diese Info zur neu geplanten (und bald eröffneten) Nordamerikalandschaft.
(24.11.2018, 10:33)
Adrian Langer :   Da hatte ich schon drauf gewartet. Vielen Dank. ;)
(07.11.2018, 22:21)
Emilia Grafe :   Vielen Dank fĂŒr die beiden Kurzberichte!
(07.11.2018, 21:40)
Oliver Muller :   Falls es FotowĂŒnsche gibt, bitte anmelden, dann werde ich gucken, ob ich etwas anbieten kann. Leider sind auf den meisten Bildern von TierhĂ€usern Menschen zur erkennen, daher ist das mit dem Hochladen so eine Sache.
(07.11.2018, 20:50)
Oliver Muller :   Am ĂŒbernĂ€chsten Tag in den Zoo - beide Einrichtungen kann man auch an einem Tag kombinieren, aber zwei Tage ist entspannter. Der Zoo liegt ziemlich außerhalb und man muss weit mit der Metro fahren. Unbedingt die Haltestelle Porte DorĂ©e nehmen, nicht eine der anderen rund um den Parc, weil man sonst noch eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs ist.

Der Zoo ist super modern, es dominieren rollstuhlgerechte Beton-Wege, Kunstfelsen und Stahl. So wirkt er modern, aber auch etwas kalt. Ein starker Kontrast zur Menagerie, vielleicht gewollt. In ein paar Jahren, wenn die Vegetation grĂ¶ĂŸer ist, wird alles sicher sehr viel natĂŒrlicher aussehen. Der Zoo zeichnet sich aus durch die fĂŒnf LebensrĂ€ume, die mit wenigen Arten, dafĂŒr gezielt ausgewĂ€hlt und effektvoll in Szene gesetzt. Highlights waren fĂŒr mich die Pumas und Jaguare, weil selten zu sehen (bei letzteren nur der schwarze Kater), sowie die SeekĂŒhe und Sifakas. Interessant das Terrarium mit einheimischen oder europĂ€ischen Arten, leider etwas kahl und mit einer riesigen Nische, die einen GetrĂ€nke- und SĂŒĂŸigkeiten-Automat effektvoll in Szene setzte.
(07.11.2018, 20:49)
Patrick Marburger :   Danke fĂŒr den kleinen Bericht! Ich war im Juni 2018 da, da waren Takin und Anoa noch zu sehen.
(07.11.2018, 20:40)
Oliver Muller :   Mitte Oktober war ich auf einem StĂ€dtetrip in Paris und da durften natĂŒrlich Zoo und Menagerie nicht fehlen.

ZunĂ€chst die Menagerie: eine wunderschöne, stimmungsvolle Anlage, die den Charme lĂ€ngst vergangener Zeiten versprĂŒht mit stilvoll restaurierten und zugleich behutsam modernisierten TierhĂ€usern. Die Menagerie zeichnet sich besonders aus durch zahlreiche seltene oder selten gezeigte Formen. Besonders auf seine Kosten kommt, wer sich fĂŒr Böcke interessiert, von denen zahlreiche Arten gezeigt werden (u.a. Arkal, Goral, Schneeziege, Markhor und Baral), aber auch Ara- und Greifvogel-/Eulen-Fans. Es scheint einiges in Bewegung zu sein in der Menagerie: Das im Plan als Anoa-Anlage bezeichnete Gehege steht leer und ist nicht beschildert, Takine habe ich auch nicht gesehen, auf der Anlage standen zwei Bagger. Man sammelt Geld fĂŒr eine Orang Utan-Außenanlage, möglicherweise wird die auf einem der beiden Areale entstehen (eher der Takin-Anlage, nehme ich an). Auch in der Rotunde wurde gearbeitet, sie war geschlossen. Der Bereich zwischen Reptilienhaus und Vivarium, frĂŒher wohl Streichelzoo mit Zwergziegen, war mit Brettern abgesperrt, nach Aussage einer Tierpflegerin wird dort fĂŒr Babirusas oder - wenig wahrscheinlich nach ihrer Aussage - Tasmanische Teufel geplant.
(07.11.2018, 20:37)
Adrian Langer :   https://m.augsburger-allgemeine.de/panorama/Vorwuerfe-gegen-Zoo-Leidet-Eisbaerin-Flocke-in-Frankreich-id52091171.html

Es gibt Kritik an einem Zoo in Frankreich.

(05.09.2018, 07:40)
Patrick Marburger :   https://www.facebook.com/zoobeauval/posts/2119555984736003

Auch wenn schon von W.Dreier vermeldet hier eine Meldung des Zoos mit Bildern. Die Meldung ist noch keine 72 Stunden alt und hat schon fast 16.000 "Likes". Irgendwas macht die dortige PR-Abteilung richtig....
(07.08.2018, 16:24)
W. Dreier :   Nach einer heutigen Mitteilung in der ``Berliner Zeitung`` hat es am Sonnabend in Beauval eine Okapigeburt gegeben.
(06.08.2018, 15:58)
Adrian Langer :   https://france3-regions.francetvinfo.fr/grand-est/lorraine/deux-femelles-elephants-debarquent-au-zoo-amneville-1492925.html

Es gibt zwei neue Elefantenweibchen in d'Amnéville.
(12.06.2018, 17:56)
Patrick Marburger :   ErgĂ€nzend zum "Bericht" im Tiergarten: Weißbartmaki aus MĂŒhlhausen anbei. Bild stammt von meinem Besuch am 06. April. Fragen?
(31.05.2018, 22:13)
Oskar Schwitters :   @Oliver Muller: Ja, es geht tatsĂ€chlich um einen Erweiterungsbau fĂŒr Nausicaa.

Mit dem Titel "grĂ¶ĂŸtes Aquarium Nordeuropas" schmĂŒcken sich ĂŒbrigens auch gleich zwei (dĂ€nische) Aquarien: Das NordsĂžen Oceanarium in Hirtshals und das
Den BlÄ Planet Aquarium in Kastrup. Ich vermute, dass man hier in den beiden Aquarien unterschiedliche Auffassungen von "Nordeuropa" hat.
Und in Oslo plant man auch noch ein Aquarium, das sich mit diesem Titel schmĂŒcken will.
(29.05.2018, 20:38)
Oliver Muller :   Ich kann den Link leider nicht öffnen. Ich nehme an, es geht um Nausicaa?

Hier soll es sich, so wie ich das in anderen Veröffentlichungen verstanden habe, wohl um das grĂ¶ĂŸte Becken handeln (m. E. wĂ€re da ansonsten Lissabon heißer Kandidat), nicht das grĂ¶ĂŸte Aquarienhaus. Wobei damit natĂŒrlich auch die gesamte Literzahl gemeint sein könnte.
(29.05.2018, 17:34)
Adrian Langer :   @W.Dreier: Eine sehr gute Frage! Vielleicht wurden nur Aquarien auf dem europĂ€ischen Festland mit einbezogen? Oder wusste der Verfasser des Artikels nicht, dass Gran Canaria zu Europa gehört?
(29.05.2018, 17:21)
W. Dreier :   Also: in der Mitteilung wird nun vom viertgrĂ¶ĂŸten Aquarium weltweit geredet. Auf Gran Canaria wurde vom 2. grĂ¶ĂŸten weltweit geschrieben, als dort im Januar das Aquarium von Herrn Kießling öffnete. Nun gehört Gran Canaria nicht zu Afrika, sondern politisch zu Europa. Was bedeutet GrĂ¶ĂŸe? Die FlĂ€che an sich, das Wasservolumen, die Anzahl der Bewohner?
(29.05.2018, 16:55)
Adrian Langer :   https://www.travel4news.at/129017/nordfrankreich-hat-ab-sofort-das-groesste-aquarium-europas/amp/

In Nordfrankreich steht das bis jetzt grĂ¶ĂŸte Aquarium Europas.
(29.05.2018, 15:15)
Patrick Marburger :   Die waren in der Tropenhalle. Wie beschreibt man das jetzt am Besten? Vielleicht mit: die mit Bambusstangen strukturierte Anlage neben den Springaffen/Zweifarbtamarinen und gegenĂŒber der Bambuslemuren. Anlagenfoto könnte ich in einigen Tagen nachreichen.
(24.05.2018, 13:43)
Tim Sagorski :   Zu Vincennes:

Welche Anlage mussten sich denn Rotbauchmakis und Mongozmakis, in Schichtbetrieb, teilen?

Letztes Jahr waren die RotbĂ€uche (leider unsichtbar) auf einer Insel bei Kronenmakis und Kattas, wĂ€hrend die Mongozmakis in der großen Voliere der Sifakas saßen...
(24.05.2018, 08:53)
zollifreund :   interessante Infos, danke W.Dreier. Das mit dem Spermientransport lĂ€uft auch heute so. Wurde auf dem Gehegeschild erwĂ€hnt, dass zur grĂ¶ĂŸeren genetischen Vielfalt Spermien aus Asien importiert wird.
Generell scheint im dem Bereich kĂŒnstliche Befruchtung, Leihmutterschaft bei den Sikas etc viel dort geforscht zu werden. Hierzu ein paar Infos auf französisch...
(23.05.2018, 23:30)
zollifreund :   @Oliver MĂŒller: nur wenn Sie in der NĂ€he sind... Die Safari ist nicht besonders, der restliche Zoo ist sehr klein. Ich war zwar dort 5h, aber 3,5 hĂ€tten locker gereicht. Andererseits: Glattotter, Fleckschnabelpelikan, Kapgiraffe sieht man nicht ĂŒberall...
(23.05.2018, 23:25)
W. Dreier :   @Zollifreund: Herzlichen Dank fĂŒr die Mitteilung bezĂŒglich der Siamesen! Paris war ja der einzige Halter bis etwa 2000. Als ich das erste Mal in Vincennes war, standen da noch ca 1,9 Siamleierhirsche. Das immerhin Erstaunliche war, dass die Tiere von einer einzigen Importation aus den Dreißigern stammten, importiert von Delacour. Es gab keinen ``Nachimport``. Leider war die Sterberate der Neugeborenen sehr hoch, da sie in den ``schmuddeligen Vorwinter`` von Paris fielen. Ab 1995 ging es dann rapide bergab. Dennoch sah ich noch Tiere in Paris und Obterre (der ja ein ``Außenzoo`` von Paris ist). Als dort nur noch Weibchen standen , wollte man sie mit Thamins kreuzen. Auch an Spermientransport dachte man. Es gibt mittlerweile dort eine ``Genabteilung``.

Wichtig fĂŒr Europa ist, dass bisher (fast) alle Zoochefs behaupten, ein Import aus SĂŒdostasien sei unmöglich aufgrund der VeterinĂ€rbestimmungen - Hirsche stehen heute nicht sehr hoch im Ansehen der Zoos.

Anbei 2 Siamleierhirsche in Vincennes (etwa 1995)
(23.05.2018, 22:57)
Oliver Muller :   @Zollifreund: Sollte PlanĂšte sauvage noch auf meine Frankreich - Besuchsliste?
(23.05.2018, 22:43)
zollifreund :   weitere Stationen meiner Tour waren noch Planete Sauvage, La Palmyre, Vallee des Singes, Doue-la-Fontaine, La Fleche und CERZA. Da ich aus zeitlichen GrĂŒnden nicht zu allen Zoos etwas schreiben kann: einfach kurz melden, wenn zu etwas Bestimmtem Fragen sind.
(23.05.2018, 22:10)
zollifreund :   aktuelles Projekt ist der Bau einer großen Anlage fĂŒr eine Junggesellengruppe von Guinea-Paviane ( die Jungs sollen dann aus Paris kommen). Überragend war auch das Rudel der Rothunde: es gab mindestes 30 Tiere...
(23.05.2018, 22:05)
zollifreund :   die Burma-Leierhirsche sind ĂŒbrigens auch noch da, weiter die Beisas, die Virgina-Weißwedelhirsche und mindestens ein Alaska-Elch. Neu wurde eine Asienanlage fĂŒr Mishmi-Takine und Markhore eröffnet, dazu Kleine Pandas und Weißnacken- und Mandschurenkraniche ( auf einer der frĂŒheren Hirschanlagen).
(23.05.2018, 22:00)
zollifreund :   so, nun komme ich endlich dazu, etwas zu Obterre zu schreiben... sorry, es war nicht meine Absicht, so lange ein Geheimnis aus den NeuzugĂ€ngen zu machen: es sind 2,2 Siamesische Leierhirsche (lt. Angaben des Zoos sogar die einzigen nicht nur in Europa sondern generell außerhalb Asiens)!!
Die Tiere waren sehr schreckhaft und haben sich immer im Ă€ußersten Winkels des Gehege versteckt, Aufnahmen waren daher sehr schwer zu machen...
(23.05.2018, 21:48)
zollifreund :   @W.Dreier: sie sind wahrscheinlich nur weiße Wölfe, aber waren als "loups arctiques" ausgeschildert ( auf die wissenschaftliche Bezeichnung habe ich nicht geachtet).

Obterre kommt noch - habe da bereits an Sie gedacht :-) nur durch Ihren damaligen Bericht bin ich ĂŒberhaupt auf diesen hochinteressanten Tierpark gestoßen. Und ich kann jetzt schon sagen, da gibt es Sensationelles...
(21.05.2018, 20:54)
W. Dreier :   @zollifreund: dann hat sich seit meinem letzten Besuch (oh je, September 2012!) einiges getan! (vorher auch schon). Zu den Polarwölfen: wirkliche Polarwölfe oder nur weiße Wölfe?

Beauval sollte doch auch die ``Oberhand`` ĂŒber Weißfußtamarine (Saguinus leucopus) aus Peru ĂŒbernehmen - der Plan der EAZA dĂŒrfte ca 10 Jahre alt sein - seit 10 Jahren sind ja keine neuen Krallenaffen mehr in Europa aufgetaucht.

Schönen Dank fĂŒr die Schilderung - und wenn dann noch Obterre kommt!?
(21.05.2018, 19:51)
zollifreund :   und fĂŒr die BraunbĂ€rin. Die Anlage ist grĂ¶ĂŸer als auf dem Bildausschnitt ersichtlich. Rechter Hand schließt sich noch ein Anlagenteil mit großem Badenbecken an.

Und damit ist die Entwicklung noch nicht beendet. Die neuste Baustelle ist ein riesige Tropenhalle (u.a. fĂŒr Zwergflusspferde, Riesenotter, Manatis). Sie soll 2020 zum 50jĂ€hrigen JubilĂ€um fertig gestellt werden. Alleine fĂŒr die Besichtung der Tropenhalle wird 2h Besuchszeit angegeben.
Somit kann ich abschließend auch nur zwei Empfehlungen abgeben: hinfahren und das Zweitagesticket kaufen :-)
(21.05.2018, 16:07)
zollifreund :   Anlage fĂŒr Polarwölfe...
(21.05.2018, 16:05)
zollifreund :   in unmittelbarerer Nachbarschaft wurden dann 2017 neue Anlagen fĂŒr SĂŒdafrikanische Löwen, Wildhunde und ( natĂŒrlich g*) ErdmĂ€nnchen eröffnet. Die Löwenanlage ist ebenso riesig. Mitten hindurch fĂŒhrt der Besucherweg und gibt aus verschiedenen Perspektiven etliche interessante Einblicke frei. In der unterirdischen Passage sind auch noch zwei Terrarien und eine Nacktmullanlage integriert. Auch hier ist die Anlagengestaltung sehr gut. Das große Löwenrudel war auch erfreulicher Weise sehr aktiv ( Nachwuchs verschiedenen Alters)

abgerundet wird dieser Afrikakomplex noch durch zwei Anlagen fĂŒr Bongos und Kleine Kudus ( Kompliment nach Beauval dass nicht nur fĂŒr die Publikumslieblinge gebaut wird)

die diesen April neu eröffneten Anlagen sind aber wieder den Raubtieren vorbehalten: Geparden, Arktische Wölfe und der bisher sehr beengt untergebrachte BraunbÀr haben nun riesig viel Platz. Aktuell vielleicht noch ein bisschen zu offen, aber sobald die Vegetation ein wenig gewachsen ist, wird das sicher schon noch. Jedenfalls sind die Anlagen alle sehr abwechslungsreich gestaltet und gut strukturiert.

hier ein Teil der Gepardenanlage ( links neben dem Besuchersteg geht die Anlage weiter)

(21.05.2018, 16:02)
zollifreund :   und mit Besatz... :-)
(21.05.2018, 15:59)
zollifreund :   hier mal ein Teil der Panoramaglasscheibe...
(21.05.2018, 15:58)
zollifreund :   den ganzen Zoo vorzustellen ist unmöglich, daher mal nur die neuen Anlagen der letzten drei Jahre: beginnend mit der gigantischen Hippoanlage, die als Voliere gestaltet ist. Im Prinzip kann man sie auch als gigantische Freiflugvoliere mit Flußpferd, Nyala und POS bezeichnen. Der Vogelbestand ist hier grĂ¶ĂŸer als der eines manchen Zoos - ohne Anspruch auf VollzĂ€hligkeit: Wollkopfgeier, Palmgeier, Rötelpelikan, Mohrenklaffschnabel, Nimmersatt, Abdimstorch, Hammerkopf, Hagendasch, Weißer Löffler, Kronenkranich, Glatzenkopfibis?
die Hippos waren sehr aktiv und hinter der riesigen Glasscheiben bei sehr sauberem Wasser toll zu beobachten. Die Anlage bekommt von mir eine 1+

(21.05.2018, 15:56)
zollifreund :   und Weißbauchseeadler: beides die einzigen Exmplare in ganz Europa!!
(21.05.2018, 15:44)
zollifreund :   Mein Hauptziel war aber Beauval, dieser Zoo ist sicher, neben Pairi Daiza, einer der dymnamisten in ganz Europa. Leider hat das auch einen großen Nachteil: unzĂ€hliche Besuchermassen! Es war wie an einem Ostersonntag mit schönstem Zoowetter!! Daher die dringende Empfehlung nicht in den französischen Schulferien nach Beauval fahren ( zwar war durch den erwarteten Besucheransturm ( verbunden mit Warnung auf der Homepage) die Öffnungszeiten von 8Uhr bis 20Uhr verlĂ€ngert worden, aber bereits um 8h30 waren die ersten beiden ParkplĂ€tze fast voll und schon lange Schlangen vor dem Eingang).

Vorab die beiden ornothologischen Highlights meines Besuches: Kubatrogon...

(21.05.2018, 15:42)
zollifreund :   die Filander waren kurz nach 11uhr zu sehen ( wurden gerade gefĂŒttert)
(21.05.2018, 15:36)
Patrick Marburger :   Bei 1,9 wollte er nicht; vielleicht wenn es noch ein bisschen kleiner ist...
(18.05.2018, 14:44)
Patrick Marburger :   Genau auch am Montag, da habe ich nicht genau geschaut wann der Bericht eingestellt wurde. Wie klein die Welt doch ist (:
Wann zeigten sich die Filander denn? Ich war nur fĂŒr knapp drei Stunden am (Nach)mittag da und habe die als einzige Tierart, die mir wichtig war nicht gesehen. DafĂŒr zeigten sich die Mangaben schön, hoffentlich anbei.

Ich war dafĂŒr am Mittwoch im neuen Zoo. Genau der gleiche Schichtdienst bei den SeidenĂ€ffchen bzw. dem Saki. Auch die Mongozmakis bzw. die Rotbauchmakis mussten sich eine Schauanlage (zeitlich versetzt) teilen.
(18.05.2018, 14:41)
zollifreund :   vorgestern: das heißt auch Montag?

einen Tag zuvor war ich auch im Zoo von Vincennes: viel zu den Berichten von WoflDrei und mir von 2014 gibt es eigentlich nicht zu ergÀnzen...
es war wieder ein sehr schöner und angenehmer Besuch, diesmal zum GlĂŒck ( trotz Sonntag) mit relativ wenig Besuchern. Die Vegetation hat sich weiter sehr gut entwickelt, die ganze Gartengestaltung finde ich einfach gelungen. Aber die Änderungen in den letzten vier Jahren sind sehr ĂŒberschaubar ( gut, ist ja auch alles erst neu gebaut worden, aber auf Dauer könnte dies zu einem Problem werden, denn wo bleibt der Reiz des Neuen? wie locke ich weiter zahlreiche Besucher an, ohne Neuheiten zu bieten??)
Neu war eigentlich nur der Einzug von Chaco-Pekaris in die Wasserschweinanlage und in der großen Tropenhalle der Einzug eines RotrĂŒckensakis ( der aber leider nur im Schichtbetrieb zu sehen ist, morgens waren WeißgesichtsseidenĂ€ffchen auf der Anlage)
(17.05.2018, 23:40)
Patrick Marburger :   Danke fĂŒr die Antwort! Ich war vorgestern da und habe auch drei Tiere gesehen. Bei den Filandern dagegen hatte ich leider kein GlĂŒck...
(16.05.2018, 09:07)
zollifreund :   noch ein Wort zum Vogelbestand: eine Erstsichtung fĂŒr mich, da auch fast nur in Frankreich gehalten:
Zwergtrappe bei der Balz!
(15.05.2018, 23:49)
zollifreund :   im Tierbestand kamen Neuguinea-Filander dazu, viel dunklere Tiere als ich sie aus Magdeburg in Erinnerung habe - v.a. ohne Glas auch gut zu fotografieren... :-) Ansonsten hat sich im Bestand nicht viel getan. Die Karakale hat zwei Jungtiere und es waren noch alle Schaf- und Ziegenarten da ( Blauschaf, Goral, Schneeziege, Markor, Schichuan-Takin, Westl. Kaukasische Steinböcke, Arkale).
In der Reptilienabteilung wird hingegen gerade krÀftig renoviert, daher war nicht viel zu sehen, aber die Terrarien aus Holz! ( bei sehr hoher Luftfeuchte) haben es auch wirklich nötig...
(15.05.2018, 23:46)
zollifreund :   Nach vier Jahren war ich in den letzten Tagen wieder mal auf einer lĂ€ngeren Zootour in Frankreich unterwegs. Letzter Stopp war gestern in der MĂ©nagerie von Paris. Da Patrick hier unlĂ€ngst eine Frage dazu hatte, will ich meinen Reisebericht in der Hauptstadt beginnen:
ja, die Schopfmangaben gibt es noch, ich habe drei Tiere gesehen ( aber nur in dem AußenkĂ€fig, die Innenanlage ist komplett mit Holz verkleidet, warum auch immer).
Bauliches hat sich ein wenig was getan: Neben dem Raubtierhaus wurde eine sehr große ( fĂŒr Pariser VerhĂ€ltnisse g*) Schabrackentapiranlage gebaut ( zuletzt Dromedare und Strauße) und in dem GebĂ€ude neben den Steppenkragentrappe wurden zwei Anlagen fĂŒr Goodfellow-BaumkĂ€ngurus eingerichtet.
(15.05.2018, 23:36)
Adrian Langer :   https://mobil.news.at/a/diebe-stahlen-bis-zu-200000-euro-aus-zoo-in-frankreich-10074103

In Beauval wurde eine nicht unerhebliche Summe entwendet.
(14.05.2018, 22:44)
Patrick Marburger :   Hat jemand Informationen, ob es aktuell noch Schopfmangaben im alten Zoo in Paris gibt?
(04.05.2018, 21:01)
Adrian Langer :   http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.suesse-tierbabys-in-frankreich-nashorn-und-tigernachwuchs-im-zoo-von-amn-ville.45adf1f0-d02e-46af-a74f-0cccabd9b249.html

In Amneville gab es Nachwuchs bei den Tigern und Nashörnern.
(26.02.2018, 15:26)
Adrian Langer :   http://de.euronews.com/2018/01/26/alarm-in-pariser-zoo-etwa-50-paviane-ausgebrochen

In Paris sind 50 Paviane aus dem Gehege ausgebrochen.
(27.01.2018, 11:10)
Oliver Muller :   @Sebastian Gellert: M. W. ging es bei der EAZA-Entscheidung um die Zirkusshow mit Tigern in Amneville. Ich denke, davon ist Amneville noch kein unseriöser Zoo. Ich sehe die Entscheidung der EAZA auch durchaus kritisch, ebenso wie die Sturheit des Zoos, trotz Verbot an der Show fest zu halten.
Der Zoo ist ja wohl auch immer noch Mitglied von WAZA und Afdpz, also Teil der französischen und internationalen Zoo-Community.
(25.12.2017, 15:30)
Sebastian Gellert :   Wie soll man darĂŒber denken?
(24.12.2017, 14:26)
Sebastian Gellert :   Der Artenschutz soll ja immer im Vordergrund stehen, gepaart mit Erholung und einer Schönen Einrichtung.
Frage: Wie darf man es bewerten, das die EAZA-Mitgliedschaft in Amneville beendet wurde?
Geht man als Besucher in einen seriösen Zoo?
(20.12.2017, 16:13)
W. Dreier :   Nachdem nun der Tierpark Berlin auf Geozoo umgestellt werden soll, fand ich nun eine andere Variante einer Zooausrichtung in ``Leszoosdanslemonde``. Der nicht ganz unbekannte Zoo Nesles , östlich von Paris, bekannt als Katzenzoo mit umfangreichem Katzenbestand (Le Parc des Felins) will nun mehrere Huftiere einstellen, um die Beutetiere von Tiger, Löwe, Jaguar , Gepard und Leopard zeigen zu können. Blieben noch die vielen Beutetiere der Kleinkatzen. Bisher hat der Zoo neben den Katzenartigen eine gute Kollektion von Lemuren.
(04.12.2017, 20:24)
Sacha :   @Oliver Muller: Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, auch solche die "nicht passieren" dĂŒrfen. Wem ist nicht schon ein solcher unterlaufen? Ich glaube, selbst wenn die Technik so ausgerichtet ist, dass ein Schieber sich nur öffnen lassen, wenn der andere geschlossen ist, ist vollstĂ€ndige Sicherheit nicht zu gewĂ€hrleisten.
(29.11.2017, 10:40)
Oliver Muller :   @W. Dreier: Kapiere nicht, warum so was immer wieder passiert. Es kann doch nicht so schwierig sein, dass von zwei TĂŒren immer eine geschlossen sein muss und kein Raubtier dazwischen sein darf.
(28.11.2017, 22:33)
W. Dreier :   Kein Zoo - Zirkus: (aus Leszoosdanslemonde): In Paris ist am Donnerstag im 15. Stadtbezirk aus einem französischen Zirkus ``Bormann`` (7. Zirkusgeneration) ein 18 monatiger Tiger ausgerissen - und wurde dann erschossen. Ggf könnte wegen ``öffentlicher GefĂ€hrdung`` eine Strafe von
15 000 Euro gefordert werden. Der Direktor streute sofort Asche auf sein Haupt und lobte die Zusammenarbeit mit der Gendarmerie. Alle seine Tiger (9 an der Zahl ) seien Zirkusgeburten und eigentlich lammfromm.
(28.11.2017, 15:48)
Oliver Muller :   Die Sommer-Ausgabe 2017 der Zooqaria sagt, dass die EAZA-Mitgliedschaft von Amneville beendet wurde.
(19.11.2017, 22:58)
Sacha :   @Sebastian Gellert: Jein. Dienstag ist gem. der französischen Website der - wörtlich "Tag der wöchentlichen Schliessung", sprich: der Wochentag, an dem wĂ€hrend der Wintersaison geschlossen ist. Ausnahmen sind Dienstage wĂ€hrend der Schulferien und Feiertage (gilt fĂŒr jedermann).
(19.11.2017, 01:56)
Sebastian Gellert :   Man braucht nur folgendes einzutippen - Parc Zoologique de Paris Opening Times - da kĂ€me als Suchergebnis die englisch sprachige Version vom Zoo ? also ich meine zu verstehen, das zumindest in der Winterzeit der Dienstag Schulklassen zur VerfĂŒgung steht.

Ansonsten erst einmal Vielen Dank der Infos.
(18.11.2017, 17:41)
Sacha :   Frage 1: Ja. Frage 2: WĂŒrde ich angesichts des Eintrittspreises eher nicht tun (=Persönliche Kosten-Nutzen-Rechnung). In Vincennes gibt es nur zwei fĂŒr Besucher begehbare Innenanlagen (SĂŒdamerika/Madagaskar und die fĂŒr einheimische Fische/Amphibien/Reptilien im Grand Rocher). Im Winter ist der Jardin des Plantes besser geeignet. 3. Keine Ahnung. WĂ€re mir neu. Wo steht das?
(18.11.2017, 09:59)
Sebastian Gellert :   Ist es möglich direkt an der Kasse vom Parc Zoologique de Paris eine Eintrittskarte zu kaufen und wĂ€re ein Besuch auch in den Wintermonaten zu empfehlen.

Bei richtigem Verstehen, mĂŒsste der Zoo de Vincennes wie auch genannt wird, an Dienstagen nicht fĂŒr das breite Publikum geöffnet sein???
(17.11.2017, 21:10)
Adrian Langer :   http://www.parkerlebnis.de/looping-gruppe-uebernimmt-zoo-de-la-fleche-2017_52856.html

La Fleche hat einen neuen Betreiber!
(16.11.2017, 09:45)
W. Dreier :   Hier der Bulle Mel vor 3 Jahren noch als Single (Juni 014) in der Menagerie.
(10.11.2017, 11:23)
W. Dreier :   aus ``SECAS`` (Freunde der Pariser Zoos): in der Menagerie ist der Sichuantakin-Bulle Mel mit 18 Jahren und 3 Monaten verstorben (Ă€ltestes Àrtentier`` bisher 22 Jahre). Mel war der letzte Nachkomme des Rotterdamer Paares. Nachdem die ersten beiden Nachkommen aus Rotterdam als Paar in den Tierpark Berlin gingen, gab es in R. nur mĂ€nnliche Tiere. In der Menagerie konnte er seine Gene einmalig in diesem Jahr mit einem Nachwuchsweibchen des Tierparkes (San-Diego Herkunft) weitergeben - ein Weibchen wurde im FrĂŒhjahr geboren. Die Fortsetzung der Zucht ist kein Problem, da es einen Nachwuchsbullen vom letzten Jahr (Moskauer Abstammung) im Tierpark B. gibt.
(10.11.2017, 11:16)
Adrian Langer :   https://www.hna.de/welt/weisse-loewen-nachwuchs-im-franzoesischen-zoo-von-amn-ville-zr-8766445.html

In Amneville gab es Nachwuchs bei den weißen Löwen!
(12.10.2017, 16:55)
Adrian Langer :   Mir ist gerade aufgefallen, dass Toulon als neuer SchabrackenhyĂ€nenhalter angegeben wird! Weiß jemand etwas darĂŒber bzw. woher die Tiere kommen?
(13.09.2017, 13:13)
Oliver Muller :   Zeit, dass ich auch meine Aussage vom 11.8. im Thread "TP Berlin" korrigiere: nicht im Masterplan von Beauval sind Javaleoparden vorgesehen, sondern DouĂ© la fontaine hatte die Anschaffung der Art vor einiger Zeit angekĂŒndigt und damit ja dann auch vollzogen.
(03.09.2017, 21:10)
Oliver Muller :   Ja, laut ZTL!
(02.09.2017, 16:37)
Adrian Langer :   1,0 aus dem Tierpark Berlin! Nehme mal an, dass es sich dabei um ein Nachzuchttier handelt!
(02.09.2017, 09:03)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Weißt du, woher die kamen?
(02.09.2017, 08:53)
Adrian Langer :   Da das Thema im Berlin Tierpark Threat einmal aufkam! In Doue de la Fontaine sind seit diesem Jahr auch Javaleoparden zu sehen! Also ein neuer Halter ist schon eingestiegen!
(01.09.2017, 21:13)
Oliver Muller :   Auch dieser Artikel lĂ€sst vermuten, dass man AmnĂ©ville seitens der EAZA nicht abschreiben will: es wurde ein neuer Orang Utan-Zuchtmann dorthin geschickt im Rahmen eines EEP.
(17.08.2017, 14:17)
W. Dreier :   Es ist wirklich schwer, Genaueres zu finden. Der Zoo selbst bietet nur ``sensationelle Neuheiten`` mit ``Spezialeffekten``, die weltgrĂ¶ĂŸten Gorilla- und Greifvogelanlagen an, dazu die grĂ¶ĂŸten Geldspenden (hic!) der europĂ€ischen Zoos (500 000 Euro/Jahr) fĂŒr Tierschutzkampagnen etc.
Bei der EAZA findet man nur Zahlen, eine ``interaktive Karte`` ist schwer zu interpretieren, da man jedes geographische Zeichen anklicken muß etc.
Die EAZA selbst verzeichnet 295 volle Mitglieder, 7 temporÀre, 13 Kandidaten, 36 ``corporate-`` und 34 ``associate-`` Mitglieder - wobei das nicht nur zoologische Einrichtungen sondern auch Organisationen betrifft.
Noch zu einem Beispiel eines ehemals ausgeschlossenen Mitglieds: Dvur Kralove lÀuft wieder als volles Mitglied.
(08.08.2017, 16:44)
Oliver Muller :   Alles, was ich im Netz zu AmnĂ©ville finde sagt nur, dass die Mitgliedschaft auf temporary zurĂŒck gestuft wurde?
(08.08.2017, 12:46)
Oliver Muller :   @Sacha: Danke!
(08.08.2017, 12:14)
Adrian Langer :   @Michael Mettler: vielen Dank fĂŒr die Info!
Das klingt ja schon fast nach Mobbing! :D Aber ich verstehe die Konsequenz! Man muss sich ja doch neben den ganzen Angriffen von außen auch von Zooseite aus distanzieren! DĂŒrfte nur fĂŒr Amneville sehr schwierig werden, da so ja einige attraktive Arten verloren gehen die nicht ohne weiteres ersetzt werden können!
(08.08.2017, 10:56)
Sacha :   @Oliver Muller: Vielen Dank fĂŒr die Berichterstattung. Und ich hoffe, der Grund fĂŒr Deine vorzeitige Abreise hat sich zum Guten gewendet.
(08.08.2017, 10:30)
Oliver Muller :   @Michael Mettler: danke! Ja der Gecko ist definitiv ein Lygodactylus williamsi)
(07.08.2017, 23:17)
Michael Mettler :   @Oliver MĂŒller: DĂŒrften wohl die TĂŒrkisblaue Riesenstabschrecke (Achrioptera fallax) und der TĂŒrkisblaue bzw. Himmelblaue Zwerggecko (Lygodactylus williamsi) sein.

Zu Amneville (weiter unten im Thread): Habe mal ein bisschen im Net gestöbert, mangels Französischkenntnissen nur auf deutsch- und englischsprachigen Seiten. Als ausschlaggebend fĂŒr den Ausschluss wird tatsĂ€chlich die circusartige, dazu mit Video- und Lichteffekten versehene und offenbar in einer Art Höhlentempel stattfindende Tiger-DressurvorfĂŒhrung in "Tiger World" diskutiert. Andererseits fand ich aber auch Meldungen von Anfang letztes Jahres, dass der privat betrieben Park Insolvenzantrag gestellt hatte, obwohl er gerade (ironischerweise WEGEN "Tiger World") ein Rekordbesuchsjahr hinter sich hatte, wie z.B. hier zu lesen: https://www.wort.lu/de/lokales/wegen-mangelnder-kredite-zoo-von-amneville-beantragt-insolvenz-568f73f60da165c55dc50d6e

Irgendwo hieß es auch, dass dem Zoo jetzt EEP-Tiere wie Orangs und Gorillas abgezogen werden wĂŒrden.
(07.08.2017, 23:11)
Oliver Muller :   Leider kommt das Blau bei meiner Kamera immer nicht ganz so intensiv rĂŒber wie in Wirklichkeit...
(07.08.2017, 21:31)
Oliver Muller :   Hummer
(07.08.2017, 21:30)
Oliver Muller :   Meereswalnuss - leider sieht man hier natĂŒrlich nur in AnsĂ€tzen die changierenden, regenbogenfarbigen Lichterketten
(07.08.2017, 21:29)
Oliver Muller :   Stabheuschrecke ... Kann sie jemand bestimmen?
(07.08.2017, 21:28)
Oliver Muller :   Gecko
(07.08.2017, 21:25)
Oliver Muller :   Tag 3

Der dritte Tag meiner Reise begann mit einem Besuch bei CERZA in der NĂ€he von Lisieux. Dieser Zoo erstreckt sich ĂŒber eine FlĂ€che von 65 ha auf hĂŒgeligem, z.T. bewaldeten GelĂ€nde und zeichnet sich vor allem durch riesige Gehege aus. So misst die Afrika-Anlage, die mit Breitmaulnashörnern, versch. Giraffen-UA (Junggesellen-Gruppe) und verschiedenen Antilopenarten sowie Straußen besetzt ist, allein 5 ha. Aber auch die meisten sonstigen Gehege hatten mehrere Tausend Quadratmeter bzw. mehrere ha FlĂ€che, was z.B. fĂŒr Großkatzen ja doch sonst eher selten der Fall ist. Die meisten TierhĂ€user sind nicht begehbar jedoch gibt es zwei TropenhĂ€user, eines fĂŒr Reptilien und eines fĂŒr sehr agile GĂŒrteltiere und eine unsichtbare Mangustenart. Der Zoo hat wohl nur beschrĂ€nkte Mittel und so sind alle Anlagen und HĂ€user recht einfach gebaut, was aber der QualitĂ€t und auch der Optik keinen Abbruch tut und vielleicht manchen deutschen Zoo inspirieren könnte, der eben mal 7 Mio. fĂŒr eine Anlage fĂŒr Humboldtpinguine ausgibt.
In diesem Jahr wurde eine schmucke BraunbĂ€ren-Anlage eröffnet, im nĂ€chsten Jahr soll eine Anlage fĂŒr EisbĂ€ren folgen, die, wenn sich mein Eindruck von der Baustelle bewahrheitet, auch mindestens zwei Hektar groß sein wird. Zusammen mit den BrillenbĂ€ren wĂ€ren drei BĂ€renarten im Bestand. Es freut mich, dass andernorts noch EisbĂ€ren neu angeschafft werden, wĂ€hrend in Deutschland die Zahl der Halter ja perspektivisch eher rĂŒcklĂ€ufig ist.
Vermutlich eine Besonderheit sind die Leoparden, die ohne Unterartstatus ausgeschrieben sind, aber laut ZTL Afrikaner sind, darunter ein SchwĂ€rzling (welche ja angeblich v.a. bei den ?warmen? asiatischen UA vorkommen). Allerdings ist laut Schildern im Zoo ein Tier (von den zweien, die ich gesehen habe) neu im Bestand und wird noch eingewöhnt. Ich bin mir nicht sicher, ob es auch ein Afrikaner ist, allerdings könnte es sich um das (ebenfalls laut ZTL) einzig ĂŒbrig gebliebene Tier aus Pairi Daiza handeln. (Anmerkung: SpĂ€ter, nach meinem Besuch habe ich allerdings gesehen, dass die Leoparden in einer BroschĂŒre von CERZA selbst als Sri-Lankanesen bezeichnet werden.)

Schließlich fĂŒhrte mich der Weg nachmittags noch nach St. Malo, wo ich das Aquarium besuchte. Neben zahlreichen sehr schön gestalteten Aquarien mit allerlei Fischbesatz und Niederen Tieren gibt es hier als Besonderheiten ein Rundum-Aquarium, Ă€hnlich wie in Leipzig, wo die Rochen, Haie und Meeresschildkröten endlose Bahnen im Kreis schwimmen können, ein Touch-Pool-Bereich draußen, wo man verschiedene Fischarten in mehreren, teilweise verbundenen Teichen berĂŒhren kann sowie zwei ?Attraktionen?, die, soweit ich es verstanden habe, einmal eine virtuelle U-Boot-Fahrt in die Tiefsee und einmal eine reale ?U-Boot?-Fahrt in ein Becken mit Fischen sein sollen. Ich habe mir aber beide nicht angesehen.

Am nĂ€chsten Tag entschied ich mich dann morgens frĂŒh, die RĂŒckreise nach Hause anzutreten, so dass die weiteren geplanten Einrichtungen auf einen anderen Besuch werden warten mĂŒssen...
(07.08.2017, 21:17)
Oliver Muller :   Tag 2

Am zweiten Tag ging es weiter nach Boulogne-sur-Mer in das berĂŒhmte Aquarium Nausicaa. Nausicaa beeindruckt mit einer großen Zahl von Wirbellosen (Seesternen, Anemonen, Seegurken, Quallen, aber auch ein paar Insekten), Fischen, aber auch Amphibien, Reptilien und Vögeln (Pinguinen) und SĂ€ugetieren (Seelöwen). Besonders beeindruckt haben mich die riesige, von der Seite und von oben einsehbare Mangrove, ein außergewöhnlich blauer Hummer, ebenso außergewöhnlich blaue Williams Geckos und zwei Erstsichtungen: eine tĂŒrkisfarbene Stabheuschrecke mit roten Beinen (deren Namen ich leider nicht notiert habe) und Meer-WalnĂŒsse, die m.E. eigentlich mit ihren in Regenbogenfarben pulsierenden ?Girlanden? besser Meer-Karussell oder Meer-Diskokugeln heißen wĂŒrden. Das ?Centre National de la mer? ist zweifellos toll und spielt in der ersten Liga der europĂ€ischen Aquarien. Auch wenn ich den edukativen Anspruch des Hauses sehr schĂ€tze, war mir jedoch ein bisschen zu viel Text an den WĂ€nden und v.a. die zahlreichen Animationen und Filme haben doch teilweise ein bisschen an einen Kirmesplatz erinnert.
Im nĂ€chsten Jahr will das Nausicaa mit einem Erweiterungsbau seine GrĂ¶ĂŸe vervielfachen und zum ersten Aquarium Europas aufsteigen. Geplant sind den Abbildungen nach wohl u.a. Hammerhaie, Meeresschildkröten und verschiedene Rochenarten (Mantas?).
(07.08.2017, 21:16)
Oliver Muller :   Tag 1

Der erste Tag fĂŒhrte mich, aus dem Westen Deutschlands kommend, durch Belgien in die kleine Stadt MAUBEUGE, die sich am Rand einer alten Festungsanlage auf zwei Ebenen einen hĂŒbschen, 6 ha großen Zoo leistet, der jĂ€hrlich trotz der Konkurrenz des nahe gelegenen Pairi Daiza rund 150.000 Besucher anzieht. Das Artenspektrum des Zoos kann sich sehen lassen: Neben versch. Wasservögeln, Hornraben, mehreren Papageienarten, Rosaflamingos, Kronenkranichen, Heiligen Ibissen, Weißstörchen, Pelikanen, div. Geiern (die letzten fĂŒnf in einer großen begehbaren Voliere) weist der SĂ€ugetierbestand u.a. Indische Löwen, Weiße Tiger, Sri Lanka-Leoparden, MĂ€hnenwölfe, BrillenbĂ€ren, verschiedene Lemuren und Neuweltaffen sowie Flusspferde, POS, Zebras, Sitatungas, Giraffen und sogar zwei junge asiatische Elefantenbullen auf. Ein Highlight ist auch die große, begehbare Guanako-Anlage am und auf dem Fort. Der Park ist eine reich, fast subtropisch bepflanzte Anlage, die dicht bestĂŒckt ist mit nicht ĂŒbergroßen, aber durchweg gut gestalteten und strukturierten Gehegen. Die Gehege und Volieren sind alle mit sichtbaren Gittern (in fotografenfreundlichem schwarz)umfasst, die aber durch Glasscheiben in ĂŒberdachten UnterstĂ€nden immer auch so aufgelockert sind, dass auch gitterfreie Einblicke möglich sind. Die TierhĂ€user sind alle nicht begehbar, aber oft durch Glasscheiben ebenfalls einsehbar. Alles in allem ein schöner kleiner Zoo, der absolut lohnt, wenn man in der Region unterwegs ist.
(07.08.2017, 21:16)
Oliver Muller :   Meine Frankreich-Zooreise hat inzwischen statt gefunden ? jedenfalls ein Teil davon, da ich nach drei (von geplanten zwölf) Tagen leider wegen gesundheitlicher und familiĂ€rer UmstĂ€nde abbrechen und nach Hause fahren musste. Trotzdem möchte ich ein paar EindrĂŒcke schildern...
(07.08.2017, 21:15)
Adrian Langer :   Bringt das dann nicht auch Probleme fĂŒr andere Zoos die hier Tiere tauschen wollen? Ich finde da einige Arten (Afrikanischer Elefant, Berberlöwe, Finshs Gelbhaubenkakadu, etc.) nicht einmal unrelevant! Gab es denn Bestrebungen die angebrachten Kritikpunkte zu Ă€ndern um quasi in Zukunft wieder aufgenommen zu werden?
(07.08.2017, 13:39)
W. Dreier :   Da hier Amneville steht: in ``Leszoosdanslemonde von, J. Livet wurde im Forum mitgeteilt, dass der Zoo Amneville nach einer Verwarnung 2015 im Juli 017 aus der EAZA ausgeschlossen wurde. Der Großteil der Diskussion geht nun um die Ursachen und um die Folgen. Ursache war wohl, dass viele Tiershows (speziell Tigerworld - was das auch immer ist), Robbenshows, Vogelshows durchgefĂŒhrt werden, die als Attraktion, Spektakel etc. laufen und wohl nicht als der Gesundheit dienende Dressuren verkauft werden können - womit dann gleich auf ElefantenfĂŒhrungen, Greifvogelshows , Delphinshows in Deutschland hingewiesen wird - ohne Konsequenzen. Die Grauzonen sind natĂŒrlich fließend, speziell wenn ich an die Robbenshow in Hannover vor ca 3 Jahren denke.
Diskutiert wird auch , was denn nun bezĂŒglich der registrierten EEP-Tiere passieren könnte - etwa erschwerte BemĂŒhungen um genetisch bessere Importe bzw. Exporte von ĂŒberzĂ€hligen Tieren. Dazu wurde gleich genannt, dass z. B. ein Orangmann von Amneville nach Frankfurt kam und von dort eine andere Rotation begann. Eine andere Frage war, dass ja in den EEP`s auch Tiere sind, die nicht von EAZA-Zoos stammen (bei Fischkatzen sind das ca 50% der Tiere). Was also ist die EAZA? Zumal man offensichtlich auch in andere Kontinent-Assoziationen eintreten kann (auch bei Ausschluß in der einen?). So sind ja einige tschechische Zoos Mitglied in der EARAZA.
(07.08.2017, 12:14)
Adrian Langer :   https://www.welt.de/newsticker/news1/article167403259/Pandy-Baby-kurz-nach-Geburt-in-franzoesischem-Zoo-gestorben.html

Die Pandas sind jetzt da! Leider ist einer der Zwillinge gestorben!
(05.08.2017, 09:49)
Adrian Langer :   http://www.donaukurier.de/nachrichten/panorama/Frankreich-China-Tiere-Panda-Dame-in-franzoesischem-Zoo-erwartet-Zwillinge;art154670,3481490

In Beauval werden Pandazwillinge erwartet!
(01.08.2017, 18:08)
W. Dreier :   @O-MĂŒller: Noch einige Ortshinweise - wir hatten kein GPS-System, ich kann aber noch Karten lesen:

- Brest: so man in der Regel von Osten oder SĂŒden kommt, liegt das Oceanarium ``vor der Stadt`` links, gute Ausschilderung. Leider liegt es in/an der Marina. Also: scheint die Sonne, strömt alles ans Meer, regnet es, strömt alles ins Oc. Könnte also ein Parkplatzproblem oder ein Anstehproblem werden - oder Beides (wir waren dort nach den Ferien Mitte September)
- CERZA (Centre des Etudes et des Recherches Zoologiques dÂŽAugeron) - oder als Stadt Lisieux , als Ort Hermival-les- Vaux. CERZA liegt nordöstlich von Lisieux, so 6-8 km, der Ort H-l-V besteht straßenseits nur aus ein paar HĂ€usern, dann sind es nur noch 1-2 km, rechts fĂŒhrte eine Allee dorthin .
- Pont Scorff: auf der Strecke von Lorient -Brest, ca 5 km hinter Lorient, Abfahrt QuevĂšn rechts, nochmals 5 km durch einen sehr hĂŒgeligen schönen Buchenwald. Nur kleiner Parkplatz.

(21.06.2017, 19:12)
Oliver Muller :   Danke euch! Ja fahre mit PKW HIN, aber nicht DURCH wegen Stoffschieber im Dach. WĂŒrde dann umsteigen in den Safari-Bus.
(21.06.2017, 19:05)
W. Dreier :   @O. MĂŒller: Bitte meine Beschreibungen lesen vom Oktober (wenn auch schon) 2012: hier im Forum
7.10. Pont Scorff; 8.10. Oceanopolis (jetzt wohl mit Bartrobbe und Seeotter); CERZA am 9.10. 12.
FĂŒr die drei Einrichtungen dĂŒrften je 3 Stunden gerade reichen. Pont Scorff wĂ€re OK, CERZA wohl seht knapp. FĂŒr Brest mĂŒĂŸte man die FĂŒtterungszeiten wissen, da die Unterwasserscheiben sehr dick sind. So ich mich nicht irre , waren die gegen 16 Uhr.
(21.06.2017, 16:54)
Sacha :   Safari Thoiry reichen bei normalem Besucheraufkommen 3 bis 4 Stunden. Nehme an, Du fĂ€hrst mit dem PKW dorthin. Ansonsten ggf. umstĂ€ndlich, wenn man Bus fĂŒr Safariteil nehmen muss. Bei Parköffnung dort sein und zuerst Safariteil besuchen, erst dann den Zooteil.
Die anderen Parks kann ich nicht beurteilen, da ich noch nicht dort war, sorry.
(21.06.2017, 16:47)
Oliver Muller :   Ich bin immer noch an der Planung meiner Frankreich-Tour und komme da aktuell nicht so ganz weiter, hoffe aber, das in den nĂ€chsten Tagen abschließen zu können.

Fragen wollte ich noch, ob schon mal jemand von euch in den Zoos Pont Schroff (Bretagne) und/oder Bassin dÂŽArcachon (AtlantikkĂŒste) war und mir sagen kann, ob die eher ein "must" oder ein "nice to have" sind. Insbesondere der Letztere kommt mir vom Tierbestand her recht spannend vor.

Außerdem wĂŒsste ich gerne, ob ich mit einem Zeitbudget von jeweils 3 bis 4 Stunden fĂŒr Oceanapolis Brest, Nausicaa Boulogne-sur-mer, Parc des Felins, Valle des Singes, Safari Thoiry und CERZA hinkomme ... fĂŒr einen Übersichtsbesuch ohne Stress. Vielen Dank!
(21.06.2017, 13:09)
Adrian Langer :   Limbo aus dem Zoo Beauval ist gestorben! Damit ist ein weiterer adulter Afrikaner Bulle weniger in Europa. Allerdings hat er auch auf natĂŒrlichem Wege keine Nachkommen gezeugt! Mit ihm stirbt auch der letzte mĂ€nnliche Nachkomme von Yossi und Lara!
(11.04.2017, 20:35)
zollifreund :   und zu guter Letzt: die neue Gemeinschaftsanlage fĂŒr Kleine Pandas, Muntjaks und Zwergotter ( eigentlich nichts originelles, aber zur VollstĂ€ndigkeit erwĂ€hnt)
(09.04.2017, 20:47)
zollifreund :   alle guter Dinge sind drei....

was gibt es ansonsten noch neues zu berichten: in die bisherige Anlage der Persischen Leoparden sollen im Sommer Nebelparder einziehen - aktuell ist dort der Karter der Amurleoparden.. Eigentlich finde ich den Zustand nicht schlecht, dass die Amurleoparden aktuelle zwei Anlagen zur VerfĂŒgung haben...
Die Yaks bewohnen (vorĂŒbergehend?) die POS-Anlage - ihre eigene Anlage ist komplett abgebaut worden. Warum war aber nicht zu erkennen.
Bei dem Umbau der alten (nun schon lĂ€nger leeren Tonkean-Makaken-Beton-Grube) sollen es nun bald losgehen. Ein Pfleger hat mir gegenĂŒber Juni erwĂ€hnt.
(09.04.2017, 20:43)
zollifreund :   die Spielstunde mit Mama war wirklich sehenswert....
(09.04.2017, 20:36)
zollifreund :   der neue Star des Zoo de Mulhouse: Nanuq ( hier mit seinem Lieblingsspielzeug - sind ja immerhin Vize-Europa-Meister :-) )
(09.04.2017, 20:35)
Oliver Muller :   @Sacha: guter Hinweis, danke dir!
(11.01.2017, 09:40)
Sacha :   @Oliver Muller: Ich will Dich nicht im Regen stehen lassen, darum: Das Wichtigste wurde schon gesagt. Ansonsten kann ich nur raten, im Netz mal nach den Verkehrsvorschriften fĂŒr Frankreich zu googeln. Da gibt es teilweise ein paar Unterschied zu D und CH (z.B. ist max. Geschwindigkeit auf Autobahnen 130 km/h und ausserorts 90 km/h). Bez. Geschwindigkeitskontrollen sind die franz. Polizisten scharfe Hunde. Und es gibt auf schnurgeraden Landstrassen vielfach BlitzkĂ€sten. Und dann wĂ€re da noch der Kreisverkehr mit zwei (und mehr) Spuren im Kreis, bei dem das richtige Einspuren und der rechtzeitige Spurwechsel wohl nur den Franzosen klar ist (die das auch gerne mit Hupen kommentieren).

Nausicaa und Brest sind sicher top.
(10.01.2017, 15:35)
Oliver Muller :   Nun möchte ich in den nĂ€chsten Tagen beginnen, meine Frankreich-Tour(en) zu planen. Fragen an die Frankreich-Erfahrenen unter euch:

1.) Sollte ich bzgl. Autofahrten noch irgendwas beachten, außer, dass ich nicht mit dem Auto nach Paris rein fahre? Andere zu meidende StĂ€dte oder schlecht erreichbare Zoos, extrem hohe ParkgebĂŒhren oder Zoos, die man besser mit ÖPNV erreicht?
2.) Bei den Aquarien bin ich mir noch etwas unsicher: sind Nausicaa (Boulogne-sur-mer) und OcĂ©anspolis Brest hier die beste Wahl oder steht eins davon hinter La Rochelle oder Montpellier, Lyon, Saint-Malo zurĂŒck bzw. sollte davon noch eins auf die Liste?

Danke noch einmal fĂŒr eure Tipps!
(07.01.2017, 19:08)
Hannes Lueke :   Disneyland hat top Anbindungen an die Stadt und im Dörfchen nebenan findet man ĂŒber AirBnB viele sehr gute Angebote
So haben wir Paris im MĂ€rz diesen Jahres besucht

In dem Zusammenhang vielleicht interessant
https://www.urlaubspiraten.de/hotels/kindheitstraum-disneyland-parkeintritt-1-nacht-im-4-hotel-ab-89-euro-pp-inkl-fruhstuck_25119
(07.12.2016, 18:35)
Oliver Muller :   Hat jemand vielleicht auch einen Tipp, wo man in Paris gĂŒnstig und vernĂŒnftig unterkommen kann mit guten Anbindungen an Zoo, Menagerie und Flughafen/Gare du Nord? Danke!
(07.12.2016, 17:27)
Oliver Muller :   Nochmal danke!, auch an Sacha, sehr klare Antworten! :-)
Jonas Livet spricht auch gut deutsch, oder? Er kennt sich ja vermutlich am besten mit den französischen Zoos aus...
(27.10.2016, 19:17)
WolfDrei :   @Oliver MĂŒller (auch andere an frz. Zoos Interessierte) : Leszoosdanslemonde (GrĂŒnder Jonas Livet) - kurz zum Procedere

- Forum anklicken
- dann die dritte ``Großspalte``: Les Zoos
Liste des especes------(also Artenliste zum betrffenden Zoo)
Photographier en espace zoologique---: aufgefĂŒhrt werden ca 30 Zoos - manchmal werden die Fotos gleich abgebildet (z. B. Parc des felins, Nesles) oder man muß irgendwo anklicken, beispielsweise bei LILLE mit flickr
So man mit dem Französischen zurecht kommt, kann man auch die Actualites oder die Nouveautes anklicken

(27.10.2016, 18:04)
Sacha :   Oliver Muller: Tolles Vorhaben. War dieses Jahr wieder in Zentralfrankreich und kann Dir vor allem Beauval ans Herz legen. Artenreichster Zoo in Frankreich. Ich wĂŒrde da besser zwei Tage rechnen, falls Du auch gerne fotografierst, sonst wirds etwas eng. Ein Kombiticket fĂŒr zwei Tage ist auch finanziell reizvoll (Aber Achtung: Es mĂŒssen zwei aufeinanderfolgende Tage sein). WolfDrei hat ja bereits ein paar gute Tipps gegeben. Konkret zu Deinen Fragen: 1. Nein, 2. Kann man weglassen, dafĂŒr allenfalls La BoissiĂšre du Dore oder St. Martin La Plaine mitnehmen, 3. Sowohl in Sigean, Thoiry wie PlanĂšte Sauvage gibt es Bereiche, die (nur) zu Fuss besucht werden können. In Thoiry und Sigean ist dieser Bereich grösser als bei PlanĂšte Sauvage. Die meisten Grosstiere wiederum sind aber nur per Pkw anschauen. Ob man Dich mit einem Stoffdach reinlĂ€sst, weiss ich nicht. Ich glaube aber, dass Du zumindest in Thoiry und PlanĂšte Sauvage fĂŒr die Safaritour ein Busticket lösen kannst. 4. Wie WolfDrei schrieb: Wenn Du nicht gross fotografierst und im Eiltempo durchlĂ€ufst sind Vincennes (Zoo Paris) und Menagerie an einem Tag machbar (allerdings mit einigen Umsteige-Aktionen von Metro und RER, wenn ich es richtig in Erinnerung habe). Evtl. auch DouĂ© und La FlĂšche an einem Tag möglich. 5. Ja, alles mit dem Auto machbar (meist sogar besser als mit ÖV), nur wie Du schon selber geschrieben hast, nicht mit dem Pkw nach Paris rein!
(27.10.2016, 17:30)
Oliver Muller :   @WolfDrei: Vielen Dank! Auch fĂŒr den Tipp mit Leszoosdanslemonde. Da kann ich auch gucken, das ist eine gute Idee. Da sollte auch mein Französisch noch fĂŒr ausreichen. ;-)
(27.10.2016, 16:16)
Oliver Muller :   @WolfDrei: Vielen Dank! Auch fĂŒr den Tipp mit Leszoosdanslemonde. Da kann ich auch gucken, das ist eine gute Idee. Da sollte auch mein Französisch noch fĂŒr ausreichen. ;-)
(27.10.2016, 16:15)
WolfDrei :   Oh, entspannte 2-3 Stunden? Sehr optimistisch! Mit Oceanopolis ist sicher Brest gemeint - der westlichste Punkt immerhin - mit 2 Stunden zu schaffen (neurdings mir Bartrobben ! ). 3 stunden wĂ€ren schaffbar bei vorherigem Zooplanstudium fĂŒr die Menagerie, sogar Vincennes /Paris, Mulhous,e sicher auch Doue, La Palmyre, Montpellier. Zur Not könnte auch Pont Scorff besucht werden bei der Anfahrt auf Brest, so man von SĂŒden kommt. Eine gute fotografische Übersicht bekommt man bei Jonas Livet in ``Leszoosdanslemonde`` - ist zwar auf französisch, ich werde aber jene Themen heraussuchen, die einen fotografischen Überblick geben - da ist ein sehr fĂ€higer (fotografisch) Zoobesucher unterwegs. Ich melde mich - ansonsten Hinweis auch auf meine Besuche, wenns auch schon etwa 4 Jahre her ist
Ansonsten : Sigean ist geteilt (nicht nach den km) in Fuß-und Autosafari
(27.10.2016, 16:00)
Oliver Muller :   Liebe Gemeinde!

Nachdem ich in den letzten Jahren Zooreisen durch die D-A-CH- und die BeNeLux-LĂ€nder gemacht habe, will ich 2017/18 Frankreich unsicher machen. Geplant sind zwei Touren (eine pro Jahr) mit dem Auto, von denen mich eine von Elsass-Lothringen runter zum Mittelmeer und eine von Nordfrankreich ĂŒber die Normandie und durch das Loire-Tal bis zur AtlantikkĂŒste fĂŒhren soll.

NatĂŒrlich kann ich nicht alle französischen Zoos und Aquarien besuchen und will mich daher auf die grĂ¶ĂŸten (Artenzahl), bedeutendsten (Besucherzahl, Artenschutz-Engagement), schönsten (Anlage), ungewöhnlichsten (Spezialzoos) und spannendsten (seltene Arten) beschrĂ€nken.

Geplant sind nach bisherigem Stand: Amnéville, Mulhouse, Besancon, La Palmyre, CERZA Lisieux, Paris Zoo und Menagerie, Doué la Fontaine, Beauval, La FlÚche, an Wasserzoos das Marineland Antibes, Nausicaa, Oceanapolis und an sonstigen Spezialzoos den Vogelpark Villars les Dombes, die Krokodilfarm Pierrelatte, den Katzenzoo in Nesles und den Affenzoo in Romagne...

Weiter unten finden sich ja schon sehr ausfĂŒhrliche Beschreibungen und viele Tipps, allerdings auch schon ein paar Jahre alt.

Insofern habe ich aber ein paar Fragen an diejenigen unter euch, die schon viel in Frankreich gesehen haben:

1. Habe ich eurer Meinung nach eine wichtige Einrichtung vergessen, die ? ausgehend von meinen o. g. Kriterien ? ?unverzichtbar? ist und die ich unbedingt noch mitnehmen sollte ? also nicht nur ?nice to have??
2. Inwiefern lohnen sich (auch angesichts der Entfernungen) noch Lunaret (Montpellier), Lille, Lyon, Le Pal oder das Aquarium La Rochelle?
3. Lohnen sich die Safariparks Sigéan, Thoiry, PlanÚte Sauvage? Wenn ja, habe ich da eine Chnce, die OHNE Auto zu besuchen, denn mein Auto hat ein Stoffdach, das kommt immer schlecht in Safariparks... ;-)
4. Habt ihr die Erfahrung, dass man von den genannten Zoos welche am selben Tag kombinieren kann? Die Entfernungen scheinen mir alle ganz schön weit ? es mĂŒsste dazu also ein entspannter Besuch in je 2-3 Stunden möglich sein.

Paris Zoo und Menagerie wĂŒrde ich ggf. auch von den Autotouren abkoppeln und separat (per Flugzeug oder Bahn) besuchen, schon um dem Pariser Verkehrschaos zu entkommen. Daher:

5. LĂ€sst sich das alles auch gut mit dem Auto machen oder sollte ich außer Paris noch andere StĂ€dte eher meiden (Verkehr, ParkplĂ€tze)?

Ich freue mich auf zahlreiches Feedback und danke euch jetzt schon mal sehr, sehr herzlich!

(27.10.2016, 13:57)
WolfDrei :   @Sacha: genau so. Bezogen auf das Datum vom MĂ€rz wĂ€re das der Mai gewesen.
(11.10.2016, 16:02)
Sacha :   @WolfDrei: Danke fĂŒr die Info. Ich glaube aber, dass die neue Wanderu-Anlage bereits dieses Jahr installiert wurde. Ich habe dort nĂ€mlich im Sommer eine gesehen, die sehr neu aussah (Kameltal, unterhalb der Grossen Pandas). Zudem schrieb Livet im MĂ€rz 2016 "...ils d?environnement dans deux mois pour...". was ich in etwa mit "wechseln ihre Umgebung in 2 Monaten" ĂŒbersetze. Das wĂŒrde dann passen. Oder habe ich da was falsch ĂŒbersetzt?
(11.10.2016, 10:44)
WolfDrei :   Meine Äußerung bezieht sich auf einen Beitrag im Forum von J. Livet vom MĂ€rz 2016:
"Le projet d?installer des dauphins Ă©tait un projet. Un projet parmi tant d?autres. Comme par exemple la crĂ©ation de parcs toujours plus grands pour les espĂšces dĂ©jĂ  prĂ©sentes Ă  Beauval. Ainsi nos macaques-lions changent-ils d?environnement dans deux mois pour un espace 10 fois plus grand car la famille s?est Ă©normĂ©ment agrandie ! Ainsi, prĂ©parons-nous un tout nouvel espace pour nos lions en 2017, 7 fois plus grands, un lieu qui va ĂȘtre magnifique?

Lors de la visite de François Hollande à Beauval

(11.10.2016, 09:31)
WolfDrei :   Zu Beauval und Delfine: es hat eine Besichtigung und Diskussion mit Francois Hollande gegeben, danach ein Kommunique von der Direktorin Delphine Delord. Darin steht , dass das Delphinarium ``ein Projekt wie viele andere sei``. FĂŒr2017 gibt es eine neue Anlage fĂŒr Wanderus (1ofach grĂ¶ĂŸer) und fĂŒr Löwen (7 fach) sowie neue Anlagen fĂŒr Geparde und HyĂ€nenhunde. BezĂŒglich der Delfine sei man in Diskussion mit dem zustĂ€ndigen Ministerium.
Ansonsten hat es wieder Proteste von Gegnern der Delfinhaltung vor dem Zoo ``Planet sauvage`` gegeben
(10.10.2016, 20:42)
Sacha :   Ich muss meinen letzten Post etwas prĂ€zisieren: Mit "einigermassen seriös" meine ich die Nachricht per se, nicht aber die Meinung, die die schreibende Person, die offenbar aus der Tierrechtsszene stammt, vertritt.
(10.10.2016, 17:24)
Sacha :   Sieht einigermassen seriös aus. Trotzdem bin ich skeptisch bzw. glaube, dass es sich um einen inzwischen ĂŒberholtes Vorhaben (fĂŒr 2017!) handeln könnte, da der Artikel im Link bereits im Februar dieses Jahres veröffentlicht wurde.
(10.10.2016, 17:05)
Oskar Schwitters :   Ansonsten einfach "zoo beauval le delphinarium" eingeben. In der Bildersuche stammt das erste Bild von der gemeinten Seite.
(10.10.2016, 15:07)
WolfDrei :   Werde mal bei Jonas Livet in ``Leszoosdanslemonde`` nachschauen, vielleicht gibt es dort eine Aussage - dieser link will bei mir nicht ``kommen``.
(10.10.2016, 14:54)
Oskar Schwitters :   Hab es hier gesehen:
images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fimg.over-blog-kiwi.com%2F0%2F95%2F25%2F27%2F20160207%2Fob_13fd77_jfbystuvcssrtgz-800x450-nopad.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fbrigitte-bardot.over-blog.net%2F2016%2F02%2Fzoo-de-beauval-non-au-delphinarium.html&h=450&w=800&tbnid=KtcESLe6wrlanM%3A&docid=Yoet_zs02DgtdM&ei=pT_6V6SOCNuugAb8wbu4CA&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=929&page=3&start=54&ndsp=16&ved=0ahUKEwjk9JXt483PAhVbF8AKHfzgDocQMwhcKDkwOQ&bih=602&biw=1242

Spreche kein Französisch, kann daher gut sein, dass ich es falsch interpretiert habe.
(09.10.2016, 15:05)
Oliver Muller :   Alles, was ich jetzt via Google im Netz gefunden habe, ist, dass dieser Plan seit Februar endgĂŒltig vom Tisch ist, u.a. wegen massiver Proteste durch "Anonymous". So weit ich verstanden habe (Schulfranzösisch ist lange her) gab es sogar Morddrohungen...
(09.10.2016, 10:56)
Sacha :   Das wĂŒrde mich auch interessieren. Bislang wusste ich von einer neuen Löwenanlage (plus Wildhunden und ErdmĂ€nnchen) oberhalb der Flusspferdanlage. Und nun auch noch Delphine fĂŒr 2017?
(09.10.2016, 10:03)
Oliver Muller :   @Oskar Schwitters: Wo kann man da NĂ€heres nachlesen? Im Masterplan war ja bereits von einer Cetaceen-Art die Rede.
(08.10.2016, 23:33)
Oskar Schwitters :   Beauval plant offenbar fĂŒr 2017 ein Delfinarium.

(08.10.2016, 20:06)
Michael Mettler :   @Gudrun: Die USA sind doch aber nicht das einzige Land, auf dessen Gebiet Seeotter vorkommen. Da dĂŒrfte die erstere Variante wahrscheinlicher sein, Ă€hnlich wie bei den nach Orsa abgegebenen KodiakbĂ€ren.
(20.07.2016, 16:57)
Patrick Marburger :   Ja gut, Importiere haben in Lissabon schon gezĂŒchtet. Der Aufwand fĂŒr den Seeotter-Import in Brest war wohl immens, wenn man wirklich kommerzielle Gedanken hat wĂ€re hier vermutlich unkomplizierter. Also sollte man zumindest meinen, ist ja aber nicht immer so (siehe China). Sehe ich es richtig dass wenn man keine Tier tauscht (siehe Oliver MĂŒller) Kastrup der einzige potentielle ZĂŒchter ist? Plant außer Saint Aignan eigentlich noch jemand mit der Art?
(20.07.2016, 16:53)
Gudrun Bardowicks :   Soweit ich weiß gibt es von den USA aus ein Zuchtverbot fĂŒr Seeotter, da man Nachzuchten aufgrund der vielen aufgefangenen Waisen, die sich nicht mehr auswildern lassen, nur schwer unterbringen kann. Das gilt zumindest fĂŒr die USA. Vielleicht will man auch Ă€hnlich wie China mit BambusbĂ€ren und Goldtakinen das Monopol behalten, der einzige Lieferant fĂŒr Seeotter zu sein.
(20.07.2016, 16:29)
Oliver Muller :   D.h. Brest hĂ€lt nur MĂ€nnchen und Lisboa nur Weibchen. Wieso?
(20.07.2016, 15:12)
WolfDrei :   Diese Info hatte ich vor 2 Stunden aus ``Leszoosdanslemonde``von J. Livet gefunden - jetzt sehe ich: die ZTL war schneller!
(18.07.2016, 21:49)
WolfDrei :   Oceanopolis Brest hat am 15.6. 3 Alaska-Seeotter erhalten, ein MĂ€nnchen starb allerdings kurz nach der Ankunft.
(18.07.2016, 21:47)
zollifreund :   damit es nicht zu primatenlastig wird :-)
ein Teil der Zuchtgruppe der Blauschafe, insgesamt konnte ich neun Tiere zÀhlen...
(27.03.2016, 15:19)
zollifreund :   gerade gesehen, ich habe nicht richtig aufgepasst: das erste Bild zeigt den Nachwuchs der Nördl. Weißwangenschopfgibbons.
(bei den anderen drei Gibbonarten leider seit langen nicht mehr)
nun aber noch das Junge der Rolloways
(27.03.2016, 15:16)
zollifreund :   da ja nicht oft zu sehen: auch ein Bild des Vollbart-MK-Nachwuchses mit einem seiner Geschwister
(27.03.2016, 15:10)
zollifreund :   gestern machte ich wieder meinen jĂ€hrlichen Besuch in Mulhouse: hier ein Up-Date zu meinem letzten Bericht vom 18.04.15:
- da gestern den ganzen Tag die Sonne schien war der Zoo sehr gut besucht - aber nicht ĂŒberfĂŒllt. An solchen Tagen zahlt sich ein vielfĂ€ltiges Wegenetz aus; nur bei den EisbĂ€ren gab es eine grĂ¶ĂŸe Besucheransammlung ( aber die "Show" der EisbĂ€ren hatte auch wirklich Publikum verdient... ;-) ). Ich habe das an Osterntagen bei Zoos mit einem festen Rundweg leider schon ganz anders erlebt...
- die Anlage der Persischen Leoparden ist weiter leer ( es ist auch kein Aushang bzgl. eine Folgenutzung mehr vorhanden)
- ebenso ist die Tonkean-Anlage noch unverĂ€ndert ( und leer), nur dass hier erwĂ€hnt wird dass noch 2016?! zwei sĂŒdamerikanische kleine Affenarten einziehen werden
- an einer neuen Anlage ( an Stelle der ehemaligen Gepardenanlage) fĂŒr Muntjaks und Kleine Pandas wird gerade feste gebaut - soweit die Standardvergesellschaftung - Mulhouse möchte aber noch Kurzkrallenotter mit in der Anlage zeigen
- beeindruckend wie immer die Zuchterfolge bei allen drei Meerkatzenarten: Rolloway-Geburt am 04.03.16 ( Foto), Vollbart am 10.11.15, Eulenkopf bereits am 17.04.15, jeweils Gruppen mit bis zu 6 Tieren
- bei den Helmkasuaren ist der Stall fertig, die ZÀune auch wieder da und die Anlage mit einem juvenilen Tier besetzt. Aber leider keinerlei Deckung oder Einrichtung in der Anlage vorhanden. Ist ausbaufÀhig...
- bei den Mantelaffen soll es auch kĂŒrzlich eine Geburt gegeben haben ( lt. Aushang)

(27.03.2016, 15:08)
WolfDrei :   @ Hannes Lueke: Zollifreund und ich haben im Juni 2014 relativ umfangreich ĂŒber beide Pariser Zoos geschrieben - bitte zurĂŒckscrollen.
(24.02.2016, 13:58)
Tim Sagorski :   Ich war letztes Jahr auch beruflich in Paris und hatte einen freien Nachmitag, den ich fĂŒr einen Zoobesuch nutzen wollte. Musste mich auch zwischen neuem Zoo und Jardin des Plantes entscheiden...

Spontan entschied ich mich fĂŒr den alten Stadtzoo und wĂŒrde diese Entscheidung, ohne den Zoo in Vincennes zu kennen, jederzeit wieder so treffen.

Die alte Menagerie ist ein echtes Kleinod, aus zoohistorischen und bestandstechnischen Gesichtpunkten gleichermaßen sehenswert.

Großtiere wirst du vergeblich suchen (Gaur sind die grĂ¶ĂŸte gehaltene Tierart), aber dafĂŒr gibt es das, in meinen Augen, tollste Raubtierhaus, seltene Arten en masse und man kann die Geschichte des Zoos an jeder Stelle atmen...
(24.02.2016, 10:52)
Sacha :   @Hannes Lueke: Der "Zoo Paris" IST der neue Zoo (vormals bekannt als Zoo de Vincennes, da er im Stadtteil Vincennes liegt). Die Menagerie Jardin des Plantes ist der alte Zoo im Herzen der Stadt, flĂ€chenmĂ€ssig deutlich kleiner, aber fĂŒr meinen Geschmack mit dem interessanteren Tierbestand. Tieranlagen zumeist noch im historischen (spĂ€tes 19./frĂŒhes 20. Jahrhunderts) Stil, wobei teilweise modernisiert. Beide Zoos werden von der gleichen Gesellschaft gefĂŒhrt.
(23.02.2016, 21:55)
Oliver Muller :   @Sebastian LĂŒke: So wie ich das verstehe ist das aber eher ein Problem fĂŒr Finanzexperten und sollte in den Griff zu kriegen sein. Also ich rechne da nicht mit einer Schließung, schlimmstenfalls mit einem Betreiberwechsel
(23.02.2016, 18:32)
Hannes Lueke :   Das klingt wenig vielversprechend aber danke erst einmal fĂŒr die Antwort
Ist der Zoo Paris lohnenswerter?
(23.02.2016, 18:24)
Sacha :   @Hannes Lueke: Zu allererst: Nicht zuviel erwarten. Ich war im Sommer 2015 da und war gelinde gesagt etwas enttĂ€uscht. Trotz (fast) komplettem Neubau wirken die meisten Gehege kĂŒnstlich (und das liegt nicht nur daran, dass gewisse Stellen noch nicht zugewachsen sind). Insbesondere die Aussenverkleidung der Paviananlage ist total missglĂŒckt. Im Tropenhaus sehr viele lĂ€stige Spiegelungen bei den Einzelgehegen. Positiv ist, dass die Tiere generell mehr Platz als zuvor haben, wobei nicht nur die Artenzahl insgesamt, sondern auch die der ONB-Lieblinge (Flusspferd, Asiat. Elefant, Tiger, EisbĂ€r etc. sind alle weg) im Vergleich vor dem Umbau stark reduziert wurde. Meines Erachtens ist auch deshalb der hohe Eintrittspreis nicht gerechtfertigt.
Verpflegung am besten mitnehmen, da im Park selbst relativ teuer und bis auf die CrĂȘpes und Baguette-Sandwiches nicht wirklich lecker. Geier-SchaufĂŒtterung sehenswert. Bei schlechtem Wetter (oder wenn Du schnell durch bist) wĂŒrde ich zusĂ€tzlich das Aquarium de la Porte DorĂ©e (zwischen Metrostation und Zoo gelegen) besuchen. FĂŒr einen Kombi-Besuch Jardin des Plantes/Zoo Paris dĂŒrfte wohl die Zeit nicht reichen. So oder so: Viel GlĂŒck bzw. bonne chance!
(23.02.2016, 16:13)
Hannes Lueke :   Hallo Zoofreunde,

Mitte MĂ€rz komme ich fĂŒr einen Tag durch Paris und möchte gerne den neuen (umgebauten) Zoo besuchen. Hat einer wertvolle Tipps fĂŒr den Besuch fĂŒr mich?

Danke im Voraus
(23.02.2016, 15:34)
Sebastian Gellert :   Jeder kann es öffentlich im Internet lesen - der Zoo d`Amneville scheint pleite zu sein und hat Insolvenzantrag gestellt. Offenbar war die letzte Themenwelt Tiger World zu viel ĂŒber die dortigen VerhĂ€ltnisse gelebt im Zoo d`Amneville. Folgendes eintippen "Zoo d`Amneville Pleite" - da finden sich viele Ergebnisse.
(23.02.2016, 15:18)
zollifreund :   da ich diese Woche in Mulhouse war, kann ich hier ein kurzes Up-Date zu den Berichten von letztem Jahr geben:

- die beiden Persischen Leoparden sind letzten Herbst verstorben ( Alterstod), es sollen demnÀchst neue "Katzen" einziehen ( ob es wieder Perser sein sollen habe ich nicht ganz verstanden)
- die Tonkean-Makaken-Anlage ( die Betongrube) ist weiter leer, die Umbauarbeiten haben noch nicht begonnen. Die Makaken sind aktuell hinter den Kulissen, sollen aber nicht mehr gezeigt werden, stattdessen "kommt eine andere Art..."
- bei der Anlage fĂŒr Helmkasuare sind alle ZĂ€une entfernt wurden, am Stall wird gearbeitet, es gab aber keine Hinweise wie es hier zukĂŒnftig weitergeht
- das Waldhundrudel besteht mittlerweile aus 10 Tieren: das wirkt echt super, wenn sie gemeinsam durch die Anlage laufen
- ganz frischen Nachwuchs gibt es bei den Rolloway-Meerkatzen, ListzÀffchen ( Bild) und den Kronenmakis
(18.04.2015, 17:51)
WolfDrei :   Die Menagerie im Jardin des Plantes des Pariser Naturkundemuseums feiert in diesem Jahr das 220jĂ€hrige Bestehen! Entstanden ist es aus dem königlichen Palastgarten nach der Frz. Revolution am 16.5.1794. Gesamtdirektor war der Zoologe Geoffroy Saint Hilaire. Da er aber sich nicht “um Alles” kĂŒmmern konnte, wurde kein Geringerer als Frederic Cuvier Direktor der Menagerie im Dez. 1803.
Erstaunlich, was baulich (zumindest in den oder auf den “Grundfesten”) noch heute erhalten ist! BĂ€rengraben , erbaut 1805 - heute nach “Naturalisierung” kleine Pandas und Binturongs; 1821 die Rotunde (ehemals bis zum Tode des letzten Elefanten 1988 auch andere GroßsĂ€uger); 1874 Reptilien- Haus (fast unverĂ€ndert ) wie auch das Vivarium von 1926; Gauranlage von 1804; Große Voliere (12 m Höhe, LĂ€nge 37 m, Breite 25 m); Fasanenanlage 1881; Katzenhaus 1937 (2005-12 Umbau der Außenanlagen; Affenhaus 1934 (erstmals Glasscheiben). Die Menagerie hat jetzt 1200 Tiere in 180 Arten. Bemerkenswerte Geburten 2014: 1 Pudu; 1 Blauschaf; 2 Binturongs; 2 Bartmeerkatzen: 2 Wanderus. Leider ist ein 18 jĂ€hriger Orangmann verstorben (aus La Lettre de la SECAS, Heft 78/2014).
Inportiert wurden u.a. 2 Gorale aus Dresden, eine Kronenmangabe aus OsnabrĂŒck, 1 Markhor aus Liberec, 1 Thylogale (BuschkĂ€nguruh)aus Magdeburg

(25.11.2014, 17:38)
Michael Mettler :   P.S. Laut meinen diversen Ă€lteren ZooplĂ€nen standen auf der jetzigen Bucharahirsch-FlĂ€che immer Vietnamsikas. Die sind jetzt gar nicht mehr im Bestand.
(25.09.2014, 19:24)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Die letzte der Huftieranlagen im Wald gehört jetzt den Bucharahirschen. Ihr vorheriges Gehege (dort sah ich sie auch vor 20 Jahren schon, an das Holzhaus konnte ich mich erinnern) ist jetzt mit Rentieren besetzt.

Da es im aktuellen Plan nicht eingezeichnet und demnach wohl neu ist: Die riesige Wiese zwischen Wasservogelteich und Vogelhaus dient jetzt als Weide fĂŒr die Poitou-Esel. Ich persönlich wĂŒrde ja lieber die Kamele dort sehen, die wirken in ihrem Waldgehege irgendwie deplatziert (genauso wie die Mendesantilopen - kurioserweise stehen dafĂŒr die Sitatungas auf fast freier FlĂ€che).

Bei den Vollbartmeerkatzen fielen mir ĂŒbrigens noch unterschiedliche Augenfarben der Geschlechter auf, das muss ich mal mit anderem Bildmaterial abgleichen. Das Weibchen links im Bild mit verschiedenfarbigen Augen ist zwar ein Kuriosum, aber das helle Rotbraun scheint die normale Augenfarbe zumindest der Weibchen zu sein. Der Mann rechts hat aber graue Augen.
(25.09.2014, 19:23)
WolfDrei :   @MM: Dank fĂŒr den Mulhouse-Bericht, nachdem vom Monat her ich fast zeitgleich vor 2 Jahren dort war.
BezĂŒglich der Meerkatzenanlagen -Erweiterung stellte ich Selbiges fest, zumal bei meinem Besuch schönster Sonnenschein war und die Tiere voll besonnt waren. Hier hĂ€tten die Tiere die Unterstellanlage eher benötigt. Damals gab es sie noch nicht.
Die Rotbauchmeerkatzen lebten damals schon nicht mehr, es gab auch immer nur 2 Tiere, Geburt und Tod hielten sich die Waage. Letztmalig kam ein Tier ĂŒber den Zoll vor ca. 10 Jahren in den Zoo - allerdings zunĂ€chst vom Zoll als Bartmeerkatze angekĂŒndigt
Eine Frage zu den Hirschen, wobei ich damals auch nur einen Prinz-A.-Hirsch gesehen hatte, allerdings ein Weibchen. Damals waren auf der Ostseite im Wald offensichtlich eine oder zwei Hirschanlagen im Bau - zumindest das Haus war fast vollendet. Da ich keine Buchara-Hirsche sah, nahm ich an, dass dies fĂŒr diese vorgesehen war, vielleicht auch fĂŒr die P-A-H. Ist da etwas geschehen?

(25.09.2014, 18:14)
Michael Mettler :   Ein kleiner Eindruck von der Außenseite des Affenhauses. Sowohl das Dach ĂŒber dem Besucherbereich als auch die Natursteinmauern gab es frĂŒher nicht, die AußenkĂ€fige waren erheblich kleiner (m.E. nicht viel grĂ¶ĂŸer als die InnenkĂ€fige). Insgesamt erinnerte das Haus frĂŒher innen wie außen etwas an das Frankfurter Affenhaus, auch wegen der eingestreuten Vitrinen fĂŒr kleine Arten. Den "denkwĂŒrdigsten" Einblick in die neue AußenkĂ€figreihe erhĂ€lt man von deren linker Schmalseite aus: Da hat man nĂ€mlich als Hintergrund der dortigen Affen vollen Durchblick durch sĂ€mtliche Doppelgitter der KĂ€figreihe. Wobei "Durchblick" bei sonnigem Wetter, wie wir es hatten, eher relativ ist, denn da verschmilzt das alles optisch zu einer gleißenden Zinkstruktur. Da hĂ€tte es sicher ansprechendere Lösungen gegeben, z.B. hie und da auch mal eine undurchsichtige Trennwand einzubauen (z.B. im Stil der vor den KĂ€figen befindlichen Natursteinmauern).
(25.09.2014, 09:52)
Michael Mettler :   @zollifreund: Die neue EisbĂ€ranlage hat doch aber in beiden Gehegen Wasserbecken, sind sogar beide auf deinen Fotos zu sehen...?

Ich war letzte Woche in Mulhouse, mein erstes Wiedersehen mit dem Zoo seit 20 Jahren - teilweise musste ich mich erst mal neu orientieren und hinterher den aktuellen Zooplan mit dem damaligen vergleichen. Nach so langer Zeit war natĂŒrlich Etliches fĂŒr mich neu. Wo sich heute ErdmĂ€nnchen und Waldhunde tummeln, standen z.B. damals noch Watussirinder und waren die Grevyzebras gerade erst ausgezogen, ihre Anlage wurde mit einer Riesenherde Strahlenschildkröten nachgenutzt. Diese fand ich jetzt neben anderen Landschildkröten in dem Rondell wieder, welches frĂŒher die Blauschafe beherbergte; schade, dass die historische "AlmhĂŒtte" hinter dem vorgebauten neuen Schildkrötenhaus und etlicher Gehölzvorpflanzung fast verschwindet. GebĂ€ude dieser Art, die aussehen wie aus dem 19. Jahrhundert (und vielleicht sogar noch aus diesem stammen?), sieht man ja immer seltener.

Anbei eine ergĂ€nzende Aufnahme zur EisbĂ€renanlage. Die unbeschattet unter freiem Himmel stehende Scheibenfront bietet bei hellem Wetter natĂŒrlich auch eine Vielfalt von Reflexionen, fĂŒr Selfies mit BĂ€r muss man nicht mal die Kamera umdrehen... In der waldigen Polarfuchsanlage derzeit keine BartkĂ€uze als "Obermieter".

Die Australienanlage mit Felsen- und Roten RiesenkĂ€ngurus nebst Vogelbesatz ist mit relativ einfachen Mitteln so attraktiv gestaltet, dass sie Nachahmer finden sollte; zumal laut EAZA-Magazin weitere Halter fĂŒr FelsenkĂ€ngurus gesucht werden. Da denke ich mit einer gewissen Wehmut an die noch ungenutzte Hanglage gegenĂŒber dem hannoverschen Outback-Gehege.

Im Gibbonhaus (fĂŒr mich neu) Gelbwangen- und SĂŒdlicher Weißwangen-Schopfgibbon in Familiengruppen; Nördlicher Weißwangengibbon als dritte Art dort vorhanden, habe dort aber nicht auf die Kopfzahl geachtet. Im Affenhaus als vierte Art noch Kappengibbons, ebenfalls im "Trupp".

Die zwar gegenĂŒber damals geschmolzene, aber immer noch eindrucksvolle Meerkatzenkollektion hat zwar deutlich grĂ¶ĂŸere AußenkĂ€fige bekommen, aber die Optik finde ich wenig ansprechend (Gitterwald). Und nicht nur aus fotografischen GrĂŒnden stören mich hell glĂ€nzende Gitter immer mehr. Zwar sehe ich das zwangslĂ€ufig mit menschlichen Augen, aber ob das in der Sonne glitzernde und ĂŒberstrahlende Gittergewirr fĂŒr die Augen eines Regenwaldbewohners wirklich angenehmer bzw. weniger störend ist? Und weniger "Knast-Charakter" bietet auch helles Gitter im Vergleich zu dunklem, mattiertem nicht.

Die Tonkean-Makaken sitzen hinter den Kulissen, die alte Affengrube soll in KĂŒrze umgestaltet werden. Ebenfalls nicht gesehen aus dem in der Zootierliste genannten Primatenbestand: Rotbauchmeerkatze, Schwarzweißen Vari ("nur" Roten und GĂŒrtelvari), Mongoz- und Mohrenmaki. In der Lemurenanlage u.a. zwei getrennt gehaltene Kronensifakas (einer davon mit Alaotra-Bambuslemur als WG-Partner), als fĂŒr mich neue Art 1,1 Weißbartmakis (zweites Paar auf einer der Lemureninseln im großen Teich) und ein gemischtes Duo aus TĂŒrkisaugen- und Kronenmaki, das nur mit ersterem Namen ausgeschildert ist (Gruppen beider Arten in anderen KĂ€figen vorhanden).

Als weitere Streiflichter: Oncillas, Amurleoparden mit Jungtieren, Manul (sehr versteckt untergebracht zwischen Luchs- und Wolfsanlage), nur 1,0 Prinz-Alfred-Hirsch gesehen (hier mit gerade erst sprießendem Bastgeweih, wĂ€hrend gleichzeitig in Landau ein Hirsch mit voll ausgebildetem und gefegtem Kopfschmuck zu sehen war), Weißbartpekaris im Kinderzoo (! aber natĂŒrlich nicht zum Streicheln), CanindĂ©-Ara. Die an der Zoogrenze gehaltenen MĂ€hnenwölfe kann man schon bei der Anfahrt außerhalb des Zoos deutlich riechen - arme Anwohner...

Insgesamt bietet Mulhouse eine interessante Mischung von Tierhaltungsformen verschiedener Epochen und einen Tierbestand, der auch gehobene AnsprĂŒche erfĂŒllt.
(25.09.2014, 09:42)
zollifreund :   ansonsten berichtenswert ist vielleicht folgendes: der Satanssaki gibt es leider nicht mehr, auch keine Sumpfmeerkatzen mehr. Weiter wurden die Geparden abgegeben ( hier leben nun Chin. Muntjaks), die Bisons wurden durch Yaks ersetzt und in der alten Buchara-Anlage leben nun Hausrene. SilberĂ€ffchen wohnen nun auch im Affenhaus. Die MĂ€hnenwölfe haben ihr altes, und neu renoviert und vergrĂ¶ĂŸertes, Gehege wieder bezogen. Und die Schneeleparden haben wie die Amurleoparden Jungtiere.
(24.08.2014, 21:26)
zollifreund :   nun noch ein Blick in der vorderen Teil der linken Anlage. Hier gibt es zwei Einblick: seitlich durch eine große Scheibe und dann direkt vor dem Wasserbecken ( mit Unterwassereinblick). FĂŒr große Kunstfelsen wurde hier kein Geld ausgegeben, sondern sehr zweckmĂ€ĂŸig gebaut... ( das Becken ist nicht viel grĂ¶ĂŸer als auf dem Bild zu sehen, aber recht tief dafĂŒr)
(24.08.2014, 21:17)
zollifreund :   und nochmals Frankreich, diesemal habe ich mir Mulhouse ( und ganz aktuell gestern) angeschaut, v.a. wegen der neuen EisbĂ€ranlage ( lÂŽespace Grand Nord genannt weil auch noch Moschusochsen und PolarfĂŒchse neu gehalten werden). Die Anlage besteht aus zwei separaten Gehegen und akutell mit 1,2 Tieren besetzt. Gestern konnten die Tiere beide Gehege gleichzeitig nutzen ( der Verbindungsschieber war offen). Die Anlage ist zwar nicht so groß wie MĂŒnchen oder NĂŒrnberg, vom Landteil vielleicht eher wie Hannover und hat auch nur in einem Gehege ein Wasserbecken, ist aber sehr abwechslungsreich gestaltet.
Zuerst mal ein Bild der rechten Anlage, mit dem hinteren Teil der linken. Hier gibt es eine recht große Aussichtsplattform, von der man den besten Einblick in die Anlage hat.
(24.08.2014, 21:11)
zollifreund :   der hintere Zaun gehört, meiner Erinnerung nach, zu einem anderen Gehege ( sprich dass dazwischen ein GrĂŒnstreifen zu Trennung ist). Es kann aber auch ein Absperrgehege sein. Sicher bin ich mir aber, dass auch die Abgrenzungen Richtung Besucher nicht mit denen in Dortmund zu vergleichen sind... :-)
( ich wollte zwar nur das Schild fotographieren wegen der UA-Bezeichnung, zeigt aber gleichwohl auch schön den Zaun der Gemeinschaftsanlage). Das Thema der der sehr unterschiedlichen Handhabung von Absperrungen hatte ich ja schon mal angeschnitten...
(20.08.2014, 15:22)
Michael Mettler :   Ist das ein Doppelzaun ĂĄ la Safaripark fĂŒr das zu sehende Gehege, oder gehört der hintere Zaun schon zu einem anderen Gehege?
(19.08.2014, 12:30)
Hannes LĂŒke :   Mach beachte die massiven Absperrungen die zur Haltung von Gauren nötig sind ...
(19.08.2014, 11:02)
zollifreund :   nochmals ein Bericht aus Frankreich von meiner Zooreise vom Juni, diesemal: RĂ©serve de la Haute-Touche (Obterre).

Der Hirschbestand ist wirklich einzigartig. Die wirklich sehr naturnahen, riesigen Gehegen sind in einem schönen Wald gelegen, durch die weiten Wege kam es mir tw. wie bei einer schöne Wanderung mit Tierbeobachtungen vor... :-)
Da WolfDrei den Park bereits 2012 schon mal vorgestellt hat, hier nur ergĂ€nzend ein paar Infos zu dem auch sehr interessanten Lemurenbestand: auf einer Halbinsel im zentralen See gelegen ist die Lemurenstation, bestehend aus einem kleinen Tierhaus ( nicht zugĂ€nglich) und 6 angrenzenden Inseln: hier werden (tw. in Zuchtgruppen) folgende Lemuren habe ich gesehen: Weißkopfmaki, Rotbauchmaki ( 4 Adulte + 1 Nachwuchs gesehen), Mohrenmakis mit Jungtier, zwei Gruppen Kronenmakis ( jeweils mit Jungtiere), SW-Varis und Kattas.
noch kurz erwĂ€hnt, weil nicht oft mehr gehalten: zwei Beisas habe ich noch sehen können. Als Bild aber aus dieser Einrichtung natĂŒrlich ein paar Hirsche :-) (lt. Ausschilderung Vorderindisches Sambars, mit Gaur vergesellschaftet)
(18.08.2014, 22:12)
Carsten Horn :   Die Besucher die man ggf. im Hintergrund sieht (wie auch auf dem eingestellten Bild), machen die Sache auch sehr attraktiv, am Tag des Fotos scheint es ja relativ leer gewesen zu sein, aber wie sieht das an vollen Tagen aus, wenn unter der Löwin eine Besucherreihe steht...?
(27.07.2014, 11:06)
Michael Mettler :   Wenn Zoos eine Vorreiterrolle im Artenschutz spielen sollen und wollen, vertrĂ€gt sich ein solches Glasgebilde allerdings nicht sonderlich damit. Ich möchte nicht wissen, wie viele heimische Vögel sich daran als Anflugopfer das Genick brechen. Gerade, weil die gezeigte Konstruktion frei steht und Komplettdurchblick bietet (im Gegensatz zu einem Felsentunnel).

Seit ich vor Jahren einen Artikel ĂŒber diesen Effekt in der ARBEITSPLATZ ZOO gelesen habe (damals am Beispiel des Magdeburger Zoos, der noch nicht mal ein Extrembeispiel fĂŒr die Verwendung von Glas darstellt), hat die zunehmende Verglasung der Zoowelt fĂŒr mich einen Beigeschmack bekommen. Einerseits bemĂŒht man sich vielerorts, durch verwilderte Ecken und kĂŒnstliche Nistmöglichkeiten in den Zoos bessere Lebensgrundlagen fĂŒr heimische Vögel zu bieten, andererseits muss man dann vor den "Schaufensterscheiben" deren Leichen einsammeln.... Mancher Gehegebewohner mag sich natĂŒrlich ĂŒber die zusĂ€tzliche "Anflugnahrung" freuen.
(27.07.2014, 09:55)
WolfDrei :   @Zollifreund: Einen Glaszugang in das Innere einer kleinen Freianlage gibt es mindestens schon seit 10 Jahren im Zoo Eberswalde (40 km nordöstlich von Berlin)
(26.07.2014, 19:33)
zollifreund :   das innovativste im ganzen Park waren aber die Glastunneln, die durch die Tiger und Löwenanlagen fĂŒhrten. Das war ganz neu fĂŒr mich. Komisch dass das noch nie jemand nachgemacht hat ( gibt es anscheinend schon lĂ€nger in Thoiry, vielleicht haben sie aber auch das Patent dafĂŒr?), hĂ€tte sich gut in Wuppertal gemacht: statt durch den langen dunklen Tunnel zu kleinen, schwer einsehbaren Fenstern gleich durch einen Glastunnel zu laufen...
man hat wirklich einen sehr ungewohnlichen Einblick daraus und wenn die Löwinnen auf dem Glasdach direkt ĂŒber einem gelaufen sind, war das sehr beindruckend - irgendwie hat man so die Kraft und das Gewicht der Katzen spĂŒren können.

(26.07.2014, 18:40)
zollifreund :   in der NĂ€he von Paris gibt es noch ein weiteres Ziel fĂŒr Zoofans: der Safaripark von Thoiry. Er ist in einem ehemaligen Schlosspark gelegen und besteht aus einem Teil der nur per Auto besucht werden kann und einem klassischen Zooteil. Der Zoo ist westlichen von Paris gelegen und in ca. 1h von Paris mit dem Auto zu erreichen.

Kurz einige Punkte, die mir besonders in Erinnerung blieben sind:
Safair-Bereich: gleich zu Beginn eine sehr große Gruppe von Weißschwanzgnus ( im Juni gab es dort allein ca. 10 Jungtiere), ansonsten war der Afrikateil sehr normal, einzig die Vergesellschaft von Warzenschweinen und Elefanten ist vielleicht bemerkenswert, Beisas habe ich keine gesehen (lt.Zootierliste vorhanden). Der zweite Safari-Bereich besteht aus einem großen Baribal- und Bisongehege. In diesem Bereich, aber nicht durchfahrbar, ist ein schönes und großes BrillenbĂ€rgehege und Gehege fĂŒr BraunbĂ€ren.

Zooteil: ganz neu ist eine Arche fĂŒr kleine Tiere mit sehr großen Terrarien fĂŒr Pfeilgiftfröschen ( absolut sehenswert in GrĂ¶ĂŸe und Gestaltung, siehe Bild); ansonsten werden auch Quallen, verschiedene Insekten und Reptilien gezeigt. Die Lemuren ( Kattas, Mohren- und Weißkopfmakis ) haben sehr schöne und großzĂŒgige Inseln ( so dass man sie sehr schwer beobachten kann). Generell sind die meisten Außenanlagen sehr großzĂŒgig, wĂ€hrend die Innenanlagen alle ( falls ĂŒberhaupt zu sehen) sehr klein sind. In der NĂ€he der Lemuren gibt es ein winziges Haus mit dem Schild "Anakonda", dachte zuerst das wĂ€re eher eine Toilette aber darin war wirklich die grĂ¶ĂŸte Anankonda, die ich je gesehen habe... wirklich beeindruckend, obwohl die Haltungsbedingung sehr zweifelhaft ist ( klein, sehr dunkel, nur ein Wasserbecken und ein kleine BetonflĂ€che, fertig). Ansonsten noch eine ĂŒber 30-kopfstarke Gruppe Tonkean-Makaken in einer sehr großen und grĂŒnen Außenanlage - aber auch hier die Frage: was machen die ganzen Tiere im Winter...? Weiter ein großzĂŒgige Komodowaran-Außenanlage - nur leider war das Tier trotz schönen Wetter Innen. Weitere nicht so hĂ€ufig gezeigte Arten waren Somali-Wildesel, Arabische Oryx ( beide in Waldgehegen), Peruanischen Totenkopfaffen und Gaur. Alles in Allem kein Ziel deswegen man extra nach Frankreich fahren muss, aber da ich sowieso in der NĂ€he war, war es ein schöner Ausflug dorthin.
(26.07.2014, 18:30)
WolfDrei :   Noch zur Korrektur: Der "große" Chef des Museums ist Thomas Grenon: die eigentlichen musealen Bereiche (Zoologie, Botanik, Gesteinskunde etc, sowie die Menagerie und der Zoo Vincennes ) unterstehen ihm - letzterer hat aber (natĂŒrlich) einen eigenen Direktor (besser eine directrice)
(15.07.2014, 20:26)
WolfDrei :   Noch eineige Angaben zum “Schwinden” und “Werden” des PZP (Parc Zoologique de Paris).

1931 eine “Exposition coloniale”- wobei fast alle eingestellten Tiere von Hagenbeck geliefert wurden. Von Mai bis November kamen 5 (!) Millionen Besucher, daraus der Plan, einen stĂ€ndigen Zoo nach Hagenbeckvorbild zu bauen. Baubeginn 1933 - Eröffnung am 2.6.1934.

Schon in den Siebzigern zeigte sich die ersten desolaten Stellen im Beton. Gab es zwischenzeitlich immer zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Besucher, sank diese Zahl 2007 auf 350 000.
Allen Beteiligten (so sagen sie heute) war klar, dass der Zoo wiedererrichtet werden mĂŒsse.
Schließtag im November 2008 - Auszug der Tiere (Ausnahme Giraffen) und dann “RĂŒckbau”.
Vorher gab es 40 Pfleger, wÀhrend des Umbaus 8.

Konzept: “...rien d`un parc d`attraction, mais un formidable outil (Werkzeug) de sensibilisation de la biodiversite” (muss ich nicht ĂŒbersetzen). Zielstellung 1,5 Millionen Besucher

Finanzierung durch ein “Partenariat Public - Prive”, öffentliche Gelder 30 Millionen Euro, privat der “Rest”. Unterschrift des PPP durch die Ministerin fĂŒr Hochschulbildung und Forschung, einen FinanzstaatssekretĂ€r, dem Museumschef Thomas Grenon und die Pariser BĂŒrgermeisterin.

Zoodirektorin ist Sophie Ferreira le Morvan ab dem 1.1.2012.

Hauptattraktion sind der “Grand Rocher” (der große Felsen) und “la Grande Serre” (Tropenhaus).

Ein ReststĂŒck von ca 2 ha war ursprĂŒnglich fĂŒr Australien geplant, soll aber “irgendwann” Äquatorial-Afrika gewidmet sein (also wieder Okapis?).

Es wurden 700 BÀume gefÀllt, aber 2000 gepflanzt.

Noch zur Tierplanung: Elefanten und die einstmals in verschiedenen Arten vertretenen BĂ€ren wurden wegen des Platzbedarfes nicht geplant. Beim Besatz wurden sehr hĂ€ufig aus ÜberschĂŒssen Europas mannliche Tiere eingestellt, so auch iberische Wölfe aus Kerkrade, 5 Waldhunde aus Le Pal, ein AmeisenbĂ€r aus ZĂŒrich, die Wollaffen aus Basel etc (z. T. schon genannt).

Bei den Guineapavianen wurde alle “eigenen” MĂ€nnchen isoliert und 5 neue aus NĂŒrnberg eingestellt (44 Tiere nunmehr)

(15.07.2014, 20:19)
WolfDrei :   @Zollifreund: Schon bei meinem ersten Besuch im Okt. 1990 in der Menagerie war die "Außenanlage" des Affenhauses in diesem Zustand, dĂŒrfte aber einstmals ĂŒbergittert gewesen sein. Auch der "Wintergarten" fĂŒr die Orangs existierte damals schon.
Zur Rotonde wurde schon etwas gesagt.
(14.07.2014, 09:46)
Michael Mettler :   Die Rotonde war ein Großtierhaus, historisch also fĂŒr Elefanten, Giraffen usw., hieß auch "Palais des Pachydermes". Hier sind einige alte Ansichtskarten zu finden:
http://www.cparama.com/forum/paris-jardin-des-plantes-t4626.html

Ich war noch nie in Paris, meine aber mal gelesen zu haben, dass man die Rotonde nach der Aufgabe der Haltung von Großtieren nutzte, um quasi ins andere Extrem umzuschwenken und dort die Welt der Klein(st)lebewesen zu prĂ€sentieren.
(13.07.2014, 20:17)
zollifreund :   und zweites zu der Aussenanlage bei dem Affenhaus: war diese frĂŒher komplett ĂŒbergittert (was ich aber eigentlich selbst nicht glaube, da man ja fĂŒr die Orangs einen kleinen Wintergarten angebaut hat ( siehe im Bild rechts) und fĂŒr einer Vergitterung die Anlage viel zu groß wĂ€re) , oder waren hier die Affen nur unter Aufsicht draußen?

(13.07.2014, 18:43)
zollifreund :   außer den Zoo de Paris habe ich mir natĂŒrlich auch den Jardin des Plantes angeschaut. WolfDrei hat ja schon seine EindrĂŒckge geschildert, ich kann mich dem nur anschließen.
Zwei Fragen zur Zoohistorie habe ich aber noch, die vielleicht jemand mit mehr Wissen ĂŒber diese Zoo beantworten kann:

was fĂŒr Tiere wurden denn frĂŒher in der nun leider leerstehenden und auch nicht besuchbaren Rotonde gehalten? Irgendwie fand ich darauf keine Hinweise, ich bin davon ausgegangen, dass dies im Bildvordergrund eine Aussenanlage war - nur hier gibt es keine TĂŒren dazu... ( wenn man davon ausgeht, dass die Fenster nicht spĂ€ter verĂ€ndert wurden, aber auch rundum war bei etlichen "Aussenanlagen" gar keine ZugĂ€nge erkennbar). Mein erster Gedanke war zwar ( wegen der grĂ¶ĂŸe des GebĂ€udes) Elefanten und Nashörner, aber wie kamen die dann nach draußen?
(13.07.2014, 18:36)
WolfDrei :   In der Förderzeitung der Pariser Zoos “La Lettre de SECAS” 76-77 /2014 wird ĂŒber 57 Seiten das Geschehen von der Idee bis zur Fertigstellung des “neuen” Zoos von Vincennes berichtet. FĂŒrs Studium brauche ich noch etwas Zeit. .
U. a. wird geĂ€ußert, dass man ein Jungtier von Chiropotes albinasus (Weißnasensaki) schon aus der Zucht von Belfast hat oder bekommt. Auf der Wunschliste stehen auch Satansaffen.
Anbei zumindest einige HerkĂŒnfte von Tieren:
Titis und 2 WollaffenmÀnnchen aus Basel
MÀnnliche GoldkopflöwenÀffchen, Manteltamarine, Sattelvaris, Rotbauch-und Kronenmakis aus Mulhouse
Weißkopfsakis aus Whipsnade
Vielfraß aus dem Cotsworld Wildlife Park
2 SĂ€belantilopen aus Marwell
1 Manati aus Arnhem
Schwarzer Jaguar Aramis aus Warschau
20 mÀnnliche, 25 weibliche Guineapaviane aus Edinburgh (die waren da nur zwischenzeitlich "untergekommen")

Direktor ist ein Thomas Grenon

(10.07.2014, 19:45)
zollifreund :   und dann nochmals ein Bild zur Parkgestaltung: wie bereits erwĂ€hnt ist die Vegetation schon sehr weit; die Gehege sind schön in die Parklandschaft eingefĂŒgt; statt Tempeln, OrginalhĂŒtten oder sonstigen fremdlĂ€ndischen KulturgegenstĂ€nden findet man eher viele Schautafeln ( wenn auch nur auf französisch); sehr hilfreich waren auch bei den Massen an Besuchern die breiten Wege
(03.07.2014, 23:21)
zollifreund :   um WolfDreis Aussage zu den Bananen"anpflanzungen" noch optisch zu unterstreichen: anbei ein Einblick in die Außenanlage der Jaguare...
ansonsten noch kurz eine weitere ErgĂ€nzung, die mir erst bei Durchsicht meiner Bilder und den Blick in die Zootierliste aufviel: der Zoo de Paris hĂ€lt Guayana-Kapuziner - passt also super zu der gezeigten Ökozone und ist auch nicht gerade alltĂ€glich in den europĂ€ischen Zoos.
(03.07.2014, 23:08)
Oliver Jahn :   WolfDrei, dann hat sich dieses Thema wohl erledigt!? Schade, denn die kleine Gruppe (ich meine, es waren 1,3) machte einen guten Eindruck.
(01.07.2014, 17:50)
WolfDrei :   @Oliver: wenn sie dort gewesen wĂ€ren, hĂ€tten sich in Nr. 4 die Quolls sicherlich gefreut. Die HĂ€lfte der gesamtem Anlage, durchaus steppenartig, gehört nun den Quolls.
(01.07.2014, 08:47)
Oliver Jahn :   WolfDrei, die Zwergtrappen waren unter Nummer 4 des Plans direkt neben den Poteroos.

(30.06.2014, 22:48)
Hannes LĂŒke :   Naja ich hab in Emmen die Giraffen auch immer nur vorm Tor zu den Stallungen gesehen (wo Besucher sie fĂŒttern) oder am Futterplatz am Zoorestaurant, trotz eines ha FlĂ€che...Vielleicht gibt es keine Anreize fĂŒr die Tiere mal spazieren zu gehen...
(30.06.2014, 16:54)
WolfDrei :   @Oliver Jahn: Laut ZTL ist es wirklich dieser Jaguar: vor Eröffnung von Vincennes war er zwischengelagert in der Menagerie. Zwergtrappen sah ich leider nicht - offensichtlich waren sie in der jetzigen Kragentrappenanlage in der nördlichen Ecke gegenĂŒber dem Raubtierhaus.
Ansonsten noch ein Bild von der "Rudelbildung" der Giraffen in Vincennes auch noch nach fast drei Monaten der Eröffnung. Und sie hĂ€tten eigentlich eine "gefĂŒhlte FlĂ€che von einem ha" zur VerfĂŒgung!
(30.06.2014, 13:54)
Oliver Jahn :   WolfDrei, war das auch ein Einzeltier? Ich möchte meinen, dass der auf deinem Bild das Tier ist. Bei den Vögeln sah ich noch Zwergtrappen, die ich im TP Berlin irgendwie immer ĂŒbersehen haben muss.
(26.06.2014, 22:20)
WolfDrei :   Danke , Oliver, fĂŒr den Hinweis. In der Menagerie habe ich keinen Jaguar gesehen, allerdings hat man uns kaum nach dem Betreten der Innenhalle wieder herausgescheucht. Vielleicht könnte es sein, dass der von Dir erwĂ€hnte Schwarze jetzt in Vincennes ist. Man hatte ja 2013 frĂŒhzeitig begonnen, Tiere nach Paris zu bringen.
Anbei ein Bild des Tieres aus Vincennes.
Man beachte auch das Ambiente: an mehreren Stellen gab es Bananen"anpflanzungen"!! NICHT in Töpfen!
(26.06.2014, 13:46)
Oliver Jahn :   WolfDrei, dann hat sich seit meinem Besuch vor einem Jahr wirklich nichts verĂ€ndert. Im Raubtierhaus sah ich noch einen schwarzen Jaguarkater, der so ziemlich der GrĂ¶ĂŸte war, an den ich mich erinnern konnte
(26.06.2014, 13:29)
WolfDrei :   @MM: stimmt auch wiederum!
(26.06.2014, 09:29)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Vielleicht "brauchen" französische Kinder keine SpielplĂ€tze als Ventile, um ihr Temperament im Zoo auszuleben...? Als ich das las, fiel mir die Äußerung eines Tierpflegers aus einem "grenznahen" deutschen Zoo ein, nach der man dort französische Kinder schon von weitem an ihrem - vorsichtig ausgedrĂŒckt - ausgelassenen Verhalten (auch den Tieren gegenĂŒber) erkannt habe. Wer an Absperrungen herumturnt, braucht natĂŒrlich keine extra KlettergerĂŒste ;-)
(26.06.2014, 09:07)
WolfDrei :   Vergessen fĂŒr die Menagerie: 1,3 Visayaschweine, Nebelparder, Karakal.
(25.06.2014, 18:24)
WolfDrei :   Der historische Przewalski-Stall
(25.06.2014, 18:14)
WolfDrei :   So sieht "fototechnisch" ein guter Yakbulle aus - senkrecht zu Apparat, der Körper im Gleichgewicht ĂŒber der Vorabsperrung, Hand mit Apparat weit vorgestreckt.
(25.06.2014, 18:11)
WolfDrei :   @Oliver: keine Angst, in der Menagerie verĂ€ndert es sich nur etwas in Zehn-Jahresschritten! Immerhin feiert man in diesem Jahr 220 Jahre Existenz (aber diese Jahreszahl ist wohl bei dem Gesamtalter nicht unbedingt zu feiern).
Aber zu Vincennes: es lohnt sich wirklich, auch wenn ich alle (grĂ¶ĂŸeren) Tiere kannte. Im Vorfeld des Neubaus schrieb die Administration, den "le plus beau jardin zoologique du monde" zu schaffen. Den Anspruch Ă€ußerten auch schon andere Einrichtungen.

Nur ganz Weniges, denn mindestens 10 Jahre war ich nicht dort und fĂŒr mich erkennbar waren es nur 2 Gehege, die etwas modifiziert waren: die Anlage fĂŒr die Westkaukasier und die VergrĂ¶ĂŸerung (d.h. Zusammenschluß) von Gehegeteilen des Raubtierhauses, das sich ja recht “modern” gibt mit den nur100 Jahren Existenz. An wenigen Gehegen hat man das Gitter etwas abgesenkt, so dass die weniger stören. Ungeachtet der nur ca, 5-6 Hektar schauten wir nicht in jede Ecke, denn Ziel blieb Vincennes. Und wieder Kinder, Kinder, Kinder--- Nochmals: es waren keine Ferien und es war auch kein Wochenende! Die Menagerie hatten wir ausgewĂ€hlt, weil sie schon um 9 öffnet. Der Eingang ist ja noch nicht der Eintritt in die Menagerie, sondern zunĂ€chst geht es in den Museumskomplex und den Jardin des Plantes, man muss noch etwas nach links laufen (150 m). Kommt man am Ufer der Seine entlang von der Notre Dame , muss man die Rue Cuvier nach SĂŒden gehen, besser ist es mit der Metro von der Station Jussieu. Am Seineufer ist der Zutritt nur am Wochenende nachmittags möglich. Eintritt: 13 Euro.

Man entnehme die WegfĂŒhrung dem Foto.

Auch der Tierbestand ist noch historisch, nur die Artenanzahl im Affenhaus war geringer, es fehlten Sumpf-MK und große Weißnasen MK, im Inneren waren auch keine Goldagutis mehr. Also Wanderu, Borneoorang (1,2), Celebesmakaken, Kronenmangabe, Bart-und Brazza MK.

Besonderheiten: 1 Sichuantakin (Rotterdamer Abstammung), Blauschafe (der Bock nicht groß aber mit schönem Gehörn, 1 Anoa, 4 arab. Oryx mit Jungtier, 1,2 Gaure mit Jungtier, Pudu (unsichtbar), kleiner Panda, Markhor, Arkal, Goral, goldenes LöwenĂ€ffchen, Schneeziege , Irbis, Manul, chinesischer Leopard (Katze aus dem TP), dann RattenkĂ€nguruh (Potouru) und (natĂŒrlich nicht sichtbar ) Quolls. An Vögeln, schon erwĂ€hnt, 6 Kragentrappen, Balistare, Palawanfasan, 5 “normale” Eulenformen, bei den Geier speziell Lappengeier (dort als Votour de Pondicherry bezeichnet - das war mal eine frz. Besitzung in Ostindien), dazu Palmgeier, die in den letzen Jahren gebrĂŒtet hatten, auch ein Schmutzgeierbaby war in der Aufzucht, dann noch Helm-Kasuar und Strauss, Vucugna mit Nandus.

Dann kommt die “Normalausstattung: Dromedar, Binturong im alten BĂ€rengraben, Damhirsche gleich vor dem Eingang, FĂŒchse, Korsak, Nilgau, Bennetts, Nandu,WaschbĂ€r, Przewalski in einer Anlage, deren Stall wohl noch aus der “Eintrittsphase” der Przewalskis 1902 stammt (anbei), ein schöner Hausjakbulle (Bild anbei um die Gitter zu zeigen - an denen man fotografisch kaum hindurch kommt - auch wenn man halb ĂŒber der VorbrĂŒstung hĂ€ngt). Aber auch schönes GrĂŒn ĂŒberall, auch in der großen Flugvoliere, die aber nur dĂŒnnst besetzt war.

Blieben die beiden AlthĂ€user fĂŒr Amphibien und Reptilien, die mindesten ihre 100 Jahre haben - aber : eine gnadenlose Pflegerin spritzte mit einer “SprĂŒhmachine” von hinten nach vorn: die Sicht ging gegen Null!!! Interessant: Clipperton-Krebse.
FĂŒr die Kinder gibt es nur ein kleines HĂ€uschen mit Zwergziegen, im GelĂ€nde stand dann noch 1 Poitou.Esel.

Nun das Geheimnis: WEDER in der Menagerie noch in Vincennes habe ich bewusst einen Kinderspielplatz erlebt!!!!!! Schon gar keinen Abenteuerplatz fĂŒr Kinder. Und doch war der Kinderanteil an 60 % der Besucher: Das “botanische” Ambiente einerseits und die Tiere sind offensichtlich nicht ermĂŒdend!! Mancher wird sagen: na gut, 5 und 17 ha werden es wohl auch nicht sein. Dennoch die WeglĂ€nge in Vincennes soll auch ca 5 km betragen. Und noch etwas: ist es nicht die Aufgabe der Stadt-/ Senatsverwaltung, den Kindern SpielplĂ€tze zu geben? Muss der Zoo diese Funktion erfĂŒllen?




(25.06.2014, 18:03)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, bei meinem Besuch in Paris im letzten Jahr war der Zoo leider noch geschlossen, aber die Menagerie hat mich, als erklĂ€rter Fan von historischen Zoos absolut entschĂ€digt! Lohnt eine Reise allein wegen des Zoos? Kronensifakas sah ich gerade erst in Apeldoorn und außer dem großen Felsen scheint ja historisch nichts mehr vorhanden zu sein...!?
(24.06.2014, 21:23)
WolfDrei :   noch ein PS zum Felsen: man beachte die GrĂ¶ĂŸe der Besucher!(Höhe ca. 70 m). Im unteren Drittel gab es ĂŒbrigens vor 10 Jahren noch Markhore.
(24.06.2014, 11:57)
WolfDrei :   Noch ein etwas lĂ€ngeres ps: Vincennes als Ort gehört ja nicht “offiziell” zu Paris: Uns wurde gesagt, dass der “richtige” Pariser nur innerhalb des Ringes (der Peripherique) wohnt. So fand 1931 die Kolonialsausstellung wohl auf freiem Gelande statt - aufgrund des Erfolges wurde dann dort der Zoo 1934 eröffnet (ca 17 ha) - in Hagenbeckmanier in einem Schuß. Die bröselnden Betonbauten, auch die neueren Vorstellungen ĂŒber Tierhaltungen, ließen dann den Plan einer Neuerstellung entstehen - die Überlegungen liefen aber und liefen, bis dann im Nov. 2008 der Zoo geschlossen wurde. Der Finanzierungsplan stand : geplant waren 133 Mio Euro (stand nicht in unseren Zeitungen nun etwas von 172?). Baubeginn, pardon RĂŒckbau, zunĂ€chst ab Dez. 2011, Eröffnung am 12. April 2014 (also in ca 27 Monaten). Das Tropenhaus wurde ab November “bestĂŒckt”. Wie schon erwĂ€hnt, blieben nur die Giraffen und die Großen Bambuslemuren im Zoo, an Bauten nur der “Große Felsen” - ursprĂŒnglich Wasserturm - und eine Lemuren-Freianlage .
Finanzierung ĂŒber eine “Staat-Privat-Partnerschaft” mit einer staatlichen Anschubsumme von 30 Mio, (Endanteil des Staates 25 %). Der Zoo gehört ebenso wie die innerstĂ€dtische Menagerie zum “Museum National d`Histoire Naturelle”.

Mich hatten kurz nach dem Mauerfall folgende Tiere nach Vincennes gelockt: Durch Prof. Petter aus Madagascar geholt: Fingertier, Mausmaki, Wieselmaki, Gabelstreifenmaki, kleiner Fettschwanzmaki, Großer und Kleiner (östlicher) Bambuslemur und die Kronensifakas - die Varis, auch die Sattelvaris , und die Kattas waren wohl schon dort. Ca 1998 konnte ich dann dort auch den einzig ausgestellten BĂŒschelohrmaki fotografieren (Allocebus). Meine erste Hoffnung, dass auch im neuen Zoo die nachtaktiven Lemuren weiter sein wĂŒrden, erfĂŒllte sich leider nicht. Übrigens gab es in den Achtziegern dort die grĂ¶ĂŸte Okapigruppe - gegen 8 Tiere. Auch die erste erfolgreiche Aufzucht gab es dort, die erste Geburt allerdings in Antwerpen. Die Gruppe brach dann schnell zusammen.

Dann gab es dort “fast” alle BĂ€ren: vom Großen Panda bis zum EisbĂ€r, dann westliche Wasserböcke (unctuosus), speziell aber Siamleierhirsche, auch Beisas, SumpfkĂ€nguruhs usw. ErwĂ€hnt werden muß noch der Elefantenbulle "Siam" - ein Teerestaurant am Eingang (Es gibt nur diesen Eingang!) erinnert an ihn. BerĂŒhmtestes Tier war aber ein noch nicht erwachsener Kouprey, der die Kriegswirren nicht ĂŒberstand - das einzige Tier in der “westlichen” Welt. (Prof. Dathe erzĂ€hlte, dass der König Sihanouk in seinem Garten ein Jungtier hielt) Der Kouprey ist/war ja das Nationaltier von Kambodja.

Die Hoffnung ist ĂŒbrigens, mit der Neugestaltung eine Vierfacherhöhung der Besucherzahl zu erreichen - man ist dazu auf einem guten Weg!

Anbei der Große Felsen (so er denn ins Bild passt)

(24.06.2014, 11:47)
WolfDrei :   Die patagonische KĂŒste
(23.06.2014, 20:33)
WolfDrei :   Kronensifaka beim spĂ€ten Sonnenbaden
(23.06.2014, 20:28)
WolfDrei :   Paris ist eine Messe (Zoofahrt) wert!
Welch ein GlĂŒck! Zollifreund hat schon das Wesentliche ĂŒber den Zoo Vincennes berichtet - ich kann mich dem voll anschließen - auch wenn er schon vor drei Wochen dort war. Es ist gelungen!

Mich interessierte das gesamte Ambiente, denn ĂŒber den Tierbestand war man schon vorher informiert. Es gab keine Überraschungen, noch nicht dort sind die Bartsakis.
ZunĂ€chst: eine gelungene Einbindung der “Botanik” an jeder Stelle ! Man könnte sagen: kein Problem, fĂ€hrt halt ein Schiff nach Guayana oder Madagascar und lĂ€dt das ein. Dennoch: gelungen und auch schon gut angewachsen. Patagonien ist noch etwas trocken und öde.
Die Kunstfelsen in ihrer farblichen Einheit (schiefergrau) sind etwas ermĂŒdend, auch sind sie nicht wie in Leipzig “naturgetreu” - die Botanik wird es richten. Bliebe nur die Orgie an Kunstfels bei den “Otaries”. Aber: ich habe noch nie ein derart sauberes Wasser gesehen! Dort und auch bei den Manatis. Immerhin ist der “Laden” schon zweieinhalb Monate in Betrieb.

Und die Scheiben - große Mengen sind zu putzen - und sie werden geputzt, nicht von den Pflegern! Dauernd war jemand in der Tropenhalle damit beschĂ€ftigt. Muß auch sein, denn gerade unzĂ€hlige KinderhĂ€nde sind am Werke. Habe noch nie so viele Kinder in irgendeinem Zoo gesehen. Das erfreut den Fotografen weniger (nicht wegen der Kinder; sondern wegen der PatschhĂ€ndchen). Ich war dort gegen 13 Uhr, schon in der Menagerie riß der Kinderstrom um 9 Uhr nicht ab. Und diese Scheiben sind nicht des Fotografen Freude!!!.Groß sind sie und dick sind sie. Man muss direkt senkrecht zum Tier stehen - aber da stand schon immer jemand. Da die Anlagen hoch sind, sind natĂŒrlich die Tiere auch oben - ein Foto erĂŒbrigt sich automatisch, zumal dann die Lichtreflexionen immens sind.

Die Form der Volieren - egal ob Vogel oder SĂ€ugetier: die sind fĂŒr meinen Begriff etwas zu futuristisch. Da sie in keinem Falle rechteckig sind, Ecken und spitze Winkel am Rande wie auch oben haben (siehe Sifakaanlage von Zollifreund), befĂŒrchte ich einige Ärgernisse fĂŒr subdominante Tiere. Aber groß sind sie. Und ausgestattet mit einer Orgie von BaumstĂ€mmen, Bambus etc. Auch nicht gut fĂŒr den Fotografen, aber fĂŒrs Tier.

Die Tropenhalle : ein Traum (Sacha, Masoala ist natĂŒrlich “natĂŒrlicher”). Man nehme eine etwas stumpfere Bagette (Baguette geschrieben), um die Form zu haben, blase die auf das Tausendfache auf, um eine Idee bezĂŒglich der Form zu haben. Und laufend nebelte es - und wir hatten bei der deutschen SchafskĂ€lte dort in Paris außen schon 26°C.

Zu meinen WĂŒnschen: Kronensifakas (die hatte Professor Petter ca 1985 erstmals in Europa nach Paris geholt) ebenso wie die Breitschnauzenhalblemuren (oder besser großer Bambuslemur). Erstere schliefen (logisch) zunĂ€chst in der Innenanlage (nicht in der Halle!), um dann gegen 17 Uhr sehr unschön in der Ă€ußersten Ecke in der großen Voliere in der Sonne zu sitzen. Von den “Bambuslemuren” war nichts zu sehen - es ist dies die Anlage mit dem schönsten InnengrĂŒn - denn die fressen nur eine spezielle Bambusart. Habe sie aber erwischt: Tele weit ausgefahren und dann auf gut GlĂŒck! (Foto anbei). An sich kannte ich beide Arten aus der alten unschönen dunklen Innenanlage des “alten” Zoos.
DemgegenĂŒber wirkten die beiden Anlagen fĂŒr die Krallenaffen (Goldhandtamarin, GoldkopflöwenĂ€ffchen, ZweifarbĂ€ffchen, Titis, Weißkopfsakis etc eher kahl (abgesehen von den BaumstĂ€mmen und Ästen).

Die Manatianlage empfand ich dagegen nicht als zu klein - nun ja, nur 1 Tier zunĂ€chst. Bei der Temperatur waren Luchs, Puma und Vielfraß nicht zu sehen, die Iberischen Wölfe nur kurzzeitig,

Zur Sahelausstellung: es sind fĂŒnf Anlagen, weil das hier nicht nĂ€her ausgefĂŒhrt wurde: westafrikanische Giraffen (noch immer im “Haufen” vor dem StallgebĂ€ude ) zusammen mit Kudus, Strauß, Marabu und Kronenkranich auf einer riesigen Anlage. Getrennt SĂ€bel- und Mendesantilopen in schön nachempfundenem Steppen-/WĂŒstemambiente. Dann Grevys und Breitmaulnashorn - fĂŒr die Grevys SchutzflĂ€chen hinter PfahlwĂ€nden und natĂŒrlich die Löwen - extra.

Bliebe Vieles noch zu sagen: die Preise fĂŒr Kultur, Essen, Miete in Frankreich sind doppelt so hoch wie in Deutschland, dafĂŒr sind die Fahrpreise Metro halb so teuer (ein Carnet a 10 Fahrten pro StĂŒck etwa 1,3 Euro). Und spĂ€testens nach 2 Minuten kommt der nĂ€chste Zug. Der Einzeleintritt Zoo 22 Euro - dafĂŒr die Jahreskarte 65 Euro nur, dafĂŒr gibt es in unserem Alter (30 - 100 Jahre keine ErmĂ€ĂŸigungen).
Aber die Öffnungszeit: 10 Uhr! Le weekend ab 9Uhr 30. Beste Metroanfahrt ĂŒber Metro-Station Porte Doree, dann ca 5 Minuten Fußweg.

Noch Fragen? Menagerie dann morgen.





(23.06.2014, 20:09)
zollifreund :   auf meine Tour durch Frankreich stand auch der "neue" Zoo de Paris auf meinem Programm und vorweg genommen: mir hat der Zoo super gut gefallen. Nur scheint er momentan etwas zu erfolgreich zu sein - es war wahnsinnig viel los! Ich war an einem Samstag dort mit sehr schönem Wetter - selbst abends um 17Uhr standen noch lange Schlangen vor dem Einlass. Das Tropenhaus war zeitweise gesperrt und die Besucher wurden nur stoßweise herein gelassen, weil innen bereits zu viele Besucher waren.
Aber wenn man gleich morgens kommt und dann entgegen dem Rundweg lÀuft, war es anfangs noch ertrÀglich.

Der ganze Park ist sehr schön angelegt, die Vegetation ist ĂŒberraschender Weise schon sehr weit gediehen und die Gehege sehr schön in den Park integriet. Ein wenig erinnert er an Gelesenkirchen. In der Art, dass die Anlagen nicht dicht an dicht sondern etwas weitrĂ€umiger getrennt im Park liegen. Nur ist die Landschaftsgestaltung noch besser. V.a. hat mir gefallen, dass hier nur die Vegetation an die einzelnen Kontinente erinnern sollen und keine eingestĂŒrzten Tempelruinen, afrikanische Dörfer oder sonstiger Ethno-Schnickschnak fremdlĂ€ndische AtmophĂ€re erzeugen soll. Teileweise wirkt der Kunstfels ( gerade bei der patagonischen KĂŒste ) zwar noch etwas arg kĂŒnstlich, aber auch hier sieht man schon Pflanzenbeete in den Kunstfelsanlage, die dieses Bild mit der Zeit etwas korrigieren werden.

Sehr positiv fand ich auch allgemein die GrĂ¶ĂŸe der Gehege und Volieren. Gerade die KĂ€fige fĂŒr die Raubtiere waren so groß, dass hĂ€ufig die Tiere gar nicht zu sehen waren. Dies wurde in einzelne Medien ja schon als Kritikpunkt genannt: dass man keine Tiere sehe kann; diese Aussage ist so etwas arg ĂŒbertrieben, traf aber fĂŒr die Raubtiere wie Puma, Luchs, Vielfraß zu, was ich aber aufgrund der guten Gehegegestaltung als persönlich nicht negativ fand.

Nun ein paar Anmerkungen zu fĂŒr mich Besonders in den einzelen Landschaftszonen:

Madagaskar: sehr vielfĂ€ltiger Lemurenbestand mit dem Highlight natĂŒrlich die Kronensifakas und Großen Bambuslemuren ( in jeweils sehr großen Volieren). Aber auch Rotbauchmaki, Katta, Kronenmaki auf den alten Lemureninseln ( die sind neben dem Großen Felsen, glaube ich, die einzigen bestehenden Erinnerungen an den "alten Zoo"). Sehr schön auch die Fossaaußenanlage und fĂŒr mich neu: eine Außenanlage fĂŒr Flughunde ( die aber natĂŒrlich in der Innenanlage geschlafen haben). Im der Tropenhalle sehr viele, sehr großzĂŒgige Terrarien. Auch jeweils ein offenes fĂŒr ChamĂ€leons und Seidenspinnen...

Guyana: hier das negativste zuerst: die sehr kleine Manatianlage, hier war ich sehr enttĂ€uscht, die Anlage kommt bei weitem nicht an die GrĂ¶ĂŸe von NĂŒrnberg oder auch Berlin heran. War vor drei Wochen auch nur mit einem Tier besetzt. Ansonsten waren die Wollaffen und Jaguare sehr aktiv. Einblicke gibt es hier, wie bei allen KĂ€figen/Volieren außen durch große Glasscheiben, aber auch durch die normalen Gitter. FĂŒr Flachlandtapiere gibt es zwei Außenanlagen, klassisch vergesellschaftet mit Capybaras.

Europa: an der alten Stelle, aber neu renviert die Voliere fĂŒr GĂ€nse- und Mönchsgeier, ebenso die Fischotteranlage. Neu sind im Felsen ein kleines Vivarium fĂŒr europĂ€ische Arten. Zwischen Europa und der Sahel-Zone eine große, begehbare Voliere mit Rosaflamingos ( brĂŒtend), Trompeterhornvogel, Turakos, Hammerköpfen, Abdimstörchen etc. aber noch etwas kahl. ErwĂ€hneswert vielleicht noch das Rudel Iberische Wölfe.

Sahelzone/Sudan: an erster Stelle zu erwĂ€hnen die sehr große Herde der Kordofangiraffen ( es ist eine Weile her, aber es waren sicher ĂŒber 16 Tiere!)sie standen aber den ganzen Tag ĂŒber immer direkt vor dem Eingang zum Stall und haben die große Savannenanlage kaum genutzt. An Antilopen sind Große Kudus, Mendesantilopen, SĂ€belantilopen vorhanden, der neue Breitmaulbulle ist mit Grevy-Zebras vergesellschaftet. Weiter sehr spannend ist es auch der sehr kopfstarken Horde Guinea-Paviane zu zu schauen.

Anschließen kommt man an einem großen Piknikareal vorbei, hier sollte ursprĂŒnglich Australien entstehen, aber so meine ich gelesen zu haben, ist das aus finanziellen GrĂŒnden zuerst mal verschoben worden.

Schlußendlich noch Patagonien mit einem großen Becken fĂŒr MĂ€hnenrobben und eines fĂŒr Humboldtpinguine. Ansonsten sind hier noch Pumas, Pudus, Maras, Darwinnandus und Guanakos zu beobachten.

Sehr positiv waren auch die sehr guten Hinweisschildern zu den gehaltenen Arten bzw. auch die Infos zu den Neuankömmlingen. So wurde auch erwÀhnt, dass es beabsichtigt ist aus Chile drei Pumas und mehrere Gunankos zu importieren...

Mir hat der Park sehr gut gefallen, auch wenn die Anzahl der gehaltenen Tierarten nicht sehr hoch sind, ist die PrÀsentation allgemein sehr gut und einige Besonderheiten sind ja wirklich auch dabei.

Als Beispiel fĂŒr die Affenvolieren: die Anlage fĂŒr Kronensifakas


(21.06.2014, 17:30)
Jörn Hegner :   plant der zoo in mulhouse immer noch eine giraffen-anlage ?
(14.04.2014, 18:47)
BjörnN :   Vielleicht kommt lediglich eine Nachzucht aus NĂŒrnberg, von denen es noch ein gutes Dutzend in europĂ€ischen Zoos gibt.
(22.03.2014, 20:54)
Stefanie Fischer :   Vielen, vielen Dank fĂŒr die Übersetzung.
Bin ja mal gespannt, welche Seekuh aus NĂŒrnberg gehen soll.
Momentaner Bestand: 0,1 Mara, ihr 2009 geborener Sohn Herbert (Handaufzucht) und 1,0 Zorro (2009 aus Odense)

Eigentlich bleibt da nur Herbert zum Abgeben. Hoffentlich kommt dann ne neue Seekuh, mit nur zwei Tieren Besatz ist das neue Manatihaus schon ziemlich leer.
(22.03.2014, 20:23)
WolfDrei :   pardon! Bei dem ersten G-Land Terrarien)muss es natĂŒrlich Guayana heißen
(17.03.2014, 17:44)
WolfDrei :   nochmals zu Vincennes:
http://actuzoo.forumactif.com/t9971-par...u-chantier

Habe mir die Besichtigungsbeschreibung und die Diskussion dazu nochmals angeschaut. BezĂŒglich der auszustellenden Tiere sind die lateinischen Namen genannt, die Bilder sind durchaus informativ.

Zu den schon genannten Arten fand ich noch: Wollaffe, Faultier, MantelĂ€ffchen (Saguinus bicolor), speziell Satansaffen (Chiropotes chiropotes (ein Weibchen aus Belfast, MĂ€nnchen aus SĂŒdafrika). Die Guinea-Terrarien sollen 15 Arten enthalten: neben Reptilien auch Amphibien und Insekten (u.a Dynastes und Blattschneiderameisen) in 13 Terrarien. Anstelle der Komorenflughunde sind es jetzt offensichtlich Rodriguez-Flughunde. Madagassische ChamĂ€leons: Furcifer pardalis und Calumna parsoni.

Im Forum dazu wurde speziell das Tropenhaus gelobt, auch wenn es nicht Gondwanaland und Masoala erreicht. Die dort lebenden SĂ€uger können nicht von Guayana nach Madagascar und umgekehrt: dafĂŒr erscheinen die Netzvolieren gerade fĂŒr Sattelvari und Großen Bambuslemur recht groß und gut ausgestattet. Der Bewuchs ist schon anerkennenswert!
BemÀngelt wurde, dass Vincennes noch nicht das neue "Zoojahrhundert" einleitet, aber architektonisch und zootechnisch sauber und einheitlich , wenn auch oft "klassisch", gebaut wurde. Inneneinrichtungen und Ausstatungen von Anlagen können noch verbessert werden in der verbleibenden Zeit. Kritisiert wurde der mancherorts massive Einsatz von Kunstfels, der dazu auch nicht realistisch gestaltet wurde.
Bei dem brasilianischen Manatizentrum handelt es sich um eine Station fĂŒr verletzte und "gestrandete" Manatis, die nicht wieder freigesetzt werden können.

(17.03.2014, 17:41)
Sacha :   @WolfDrei: Aber "pardon" ist auch französisch...;)
(17.03.2014, 11:35)
WolfDrei :   @S. Fischer: Oh, pardon.
Ab der dritten Zeile:" Es sind drei Manatis, die hier leben werden: "Tinus" aus Burgers Zoo (Arnheim) aber auch ein anderes Exemplar aus NĂŒrnberg , ein weiteres wird spĂ€ter ankommen aus einem Auffangzentrum fĂŒr wilde Tiere aus Brasilien".
(16.03.2014, 23:24)
Stefanie Fischer :   Danke, leider verstehe ich kein Wort französisch.
(16.03.2014, 21:23)
WolfDrei :   Oh-wie dieses Loch???
(15.03.2014, 17:00)
WolfDrei :  
































@S. Fischer: Auf der genannte Website von J. Livet werden am 29.12.13 unter
http://actuzoo.forumactif.com/t9971-par...u-chantier
eine Menge Fotos und auch Bestandsmitteilungen gegeben.

BezĂŒglich der Manatis = Lamantin im Französischen:

Ainsi nous allons pouvoir passer dans la grotte du bassin des lamantins qui abritent encore quelques petits espaces animaliers Ă  savoir un aquarium pour piranhas et un terrarium pour lĂ©zards caĂŻmans (Dracaena guianensis). Le bassin des lamantins des CaraĂŻbes (Trichechus manatus) se divise en deux parties, l’une visible depuis la grotte et l’autre, plus grande, par la suite. C’est trois lamantins qui devraient vivre ici, « Tinus » du Burgers’Zoo mais aussi un autre individu de Nuremberg (Allemagne) et un autre qui arrivera plus tard d’un centre de rĂ©cupĂ©ration de la faune sauvage du BrĂ©sil. Ils cohabiteront avec de nombreux poissons dont des arapaĂŻmas (Arapaima gigas).

(15.03.2014, 16:59)
WolfDrei :   Aus dem Forum von Jonas Livet: Leszoosdanslemonde! Das sind auch nur "Fans" oder besser "amis des animaux". Von einem NĂŒrnberger Manati war die Rede.
(14.03.2014, 22:10)
Stefanie Fischer :   Woher stammt denn die Info, dass die Manatis aus NĂŒrnberg kommen werden?
(14.03.2014, 21:03)
Gudrun Bardowicks :   Die Kronensifakas waren in Apenheul eingestellt und haben dort in den letzten Jahren 3 oder 4 Jungtiere, leider alle mĂ€nnlich, aufgezogen.
(14.03.2014, 00:26)
WolfDrei :   @Sacha: natĂŒrlich denke ich mit gewisser Wehmut an "Siam" - lang ists her! Bliebe als "Ersatz"-Ort und Enklave von Paris noch Obterre fĂŒr die Elefantenhaltung mit den 200 ha - ĂĄber selbst Beuauval liegt nĂ€her - aber das sind Afrikaner. Noch zu den Fingertieren: wo wurden die eigentlich eingstellt, gleichfalls die Kronensifakas? So sie denn noch leben. Ich denke schon, dass man bezĂŒglich der Fingertiere spekuliert hĂ€tte.
(12.03.2014, 18:22)
Sacha :   Sehe gerade, dass ich mich im ersten Post missverstĂ€ndlich ausgedrĂŒckt habe: "erste Version" bedeutet hier "erste Idee", damit habe ich nicht zwingend einen Plan/eine Skizze gemeint.
(12.03.2014, 12:32)
Sacha :   Da habe ich andere Informationen. Allerdings weiss ich nicht mehr genau, ob die Elefanten schon vor dem ersten PLANUNGSENTWURF gecancelt wurden oder erst in der Folge. Ist im Prinzip ohnehin Wurscht, denn zumindest in den nĂ€chsten Dekaden wird es in Paris keine Elefanten geben. Die Pariser mĂŒssen also aufs Land (Thoiry ist glaube ich der nĂ€chste Elefantenhalter) um die grauen Riesen zu sehen.
(12.03.2014, 11:14)
Jan Jakobi :   @Sacha:
Das war doch von Anfang an klar das es keine Asiat. Elefanen mehr in Paris geben wird?

So habe ich das in einem Elefanten-Magazin gelesen.
(12.03.2014, 09:47)
Sacha :   Ich hatte mich ja anfangs auf die Umgestaltung des Zoo de Vincennes richtig gefreut. In der ersten Version wĂ€ren nĂ€mlich auch die Asiat. Elefanten vorhanden gewesen. Nun sind sie weg und der Hauptstadtzoo um viele Standard-Arten Ă€rmer. Neben den Elefanten wird es auch keine EisbĂ€ren und Tiger mehr geben (die Menagerie im Jardin des Plantes hat fĂŒr beide keinen Platz). Die Grossen Pandas erwĂ€hne ich mal nicht, die sind ein Spezialfall. Macht mit der von WolfDrei bereits erwĂ€hnten, fĂŒr ONB jedoch nicht so wichtigen, Reduktion bei Antilopen, Hirschen, Ziegenartigen und KĂ€nguruhs einen ganz schönen Aderlass, der m. E. mit den Nagelmanatis (neue Tiere aus Brasilien? Gehören die nicht einer anderen Art an?) kompensiert werden kann.

Frage zur FlĂ€che: Im Prinzip wĂ€re ja auf zwei Seiten hin eine FlĂ€chenvergrösserung möglich (die dortigen Strassen sind nur Nebenstrassen und könnten aufgehoben werden oder man baut eine ÜberfĂŒhrung in den ĂŒbrigen Parkteil von Vincennes). Darf oder will der Zoo nicht in diese Richtungen erweitern?
(12.03.2014, 09:41)
Holger Wientjes :   Mausmaki und Fingertier könnten ja die beiden weiteren Lemurenarten sein.
(12.03.2014, 07:39)
Holger Wientjes :   Mausmaki und Fingertier könnten ja die beiden weiteren Lemurenarten sein.
(12.03.2014, 07:39)
Michael Mettler :   Wenn das mit dem Sudan nicht politisch, sondern geografisch gemeint ist, dann wĂ€re es allerdings der LandschaftsgĂŒrtel, der sich direkt sĂŒdlich angrenzend an die Sahelzone von West- bis (fast) Ostafrika erstreckt.
(11.03.2014, 20:48)
WolfDrei :   FĂŒr die fĂŒr den 12.4. vorgesehene Eröffnung des Zoos Vincennes in Paris kursierten bereits in der Vergangenheit Listen der auszustellenden Tiere - allerdings sehr offiziell mĂŒssen sie nicht unbedingt sein (hier aus dem Forum von J. Livet ).

Zielstellung ist eine geografische Konzentration auf 5 Regionen: Guayana, Madagascar, Europa Patagonien und der Sahel - Sudanbereich. Von offizieller Seite wurde auch geĂ€ußert, sich auf gefĂ€hrdete Tiere zu konzentrieren. Zwischenzeitlich sind - nicht nur von Puristen - Kritiken geĂ€ußert worden, da diese Zielstellungen nicht immer erfĂŒllt seien, zumal auch der Bereich Sahel-Sudan doch sehr unterschiedlich sei, Tiere sich nicht “immer begegneten” (iberischer Luchs und Vielfraß). Und wo Surikaten in der letzten Region unterbringen (natĂŒrlich: Flugzeugunfall)?
Die FlĂ€che von Vincennes ist ja so gewaltig nicht, zumindest werden einige FlĂ€chen fĂŒr die Regionen angegeben: Madagascar 1 ha; Europa 1 ha; Guayana 1,2 ha - hoffentlich sind das die eigentlichen “TiernutzflĂ€chen“.
Ein Schwerpunkt ist zusĂ€tzlich eine Tropenhalle von 4 000 m2, Madagascar und Guayana gewidmet , die bereits bepflanzt ist - wie ĂŒberhaupt je nach Fertigstellung der UnterkĂŒnfte und FreiflĂ€chen einzelne Tiergruppen schon eingestellt wurden oder, wie die Giraffen, den Zoo nicht verlassen hatten. Zum Großteil handelt es sich um Tiere, die bereits vor der Umgestaltung existent waren und nun aus den Einstellungsorten zurĂŒckkommen.

Zum Besatz: Tropenhalle : neben diversen Terrarien AmeisenbĂ€r, Großer Bambuslemur, Sattelvari, Weißkopfsaki, Komorenflughund (Livingstone-F.), Tapir und Manatis (aus Arnheim, NĂŒrnberg und ein Neuimport aus Brasilien).

Ansonsten nachfolgend neben den genannten eine Auswahl der Tiere:
Iberische Wölfe, iberische oder “normale” Luchse, Vielfraß, Waldhunde, BrĂŒllaffe, grauer Halblemur, Kronensifaka, Puma, Pudu, Mara, Guanaco, eine sĂŒdliche “Robbe”, westafrikan. Löwe (!), Grevy, Addax, großer Kudu, Breitmaulnashorn, Warzenschwein, Guineapavian, “Sudangiraffe” (peralta=antiquorum), Jaguar, Flachlandtapir, Faultier, Wasserschwein, Goldbrustkapuziner (lebt ja nicht in Guayana), zwei nicht benamste Krallenaffen, Fossa, 2 weitere Lemurenarten,
Vögel: (nicht alle von mir genannt): 2 Couaformen, Schopfibis, Mönchs-, GÀnse- und Schmutzgeier, Kronenkranich, Tocko, Darwinnandu, Rothalsstrauss, Waldrapp, Blumembachhocko, Humboldtpinguin
Unterarten bzw. lateinische Namen wurden nicht genannt.

Aus dem “alten” Bestand vermisse ich westafrikan. Wasserbock, Mausmaki und Fingertier.
Australische und sĂŒdostasiatische Tiere fehlen aufgrund der Geo-Ordnung (also KĂ€nguruhs, Tiger, BĂ€ren, Hirsche, Ziegen , Schafe etc.) - aber es gibt ja noch die Menagerie.

(11.03.2014, 20:32)
WolfDrei :   Da ich etwas mehr in dem Forum von J. Livet blĂ€tterte , noch wenige ZusĂ€tze
1. Da hier Mulhouse schon angesprochen wurde: am 2. April soll nun die "Nordlandschaft" eröffnet werden: 1 ha, Bauzeit 6 Jahre!, 3,6 Mio Euro; Moschusochse (ein Bulle Thor aus Kopenhagen, soll schon ein Jahr dort sein), 3 EisbĂ€ren: ein altes Tier aus Mulhouse (27 Jahre), zwischengelagert in La Palmyre, dann 2 2010 geborene : MĂ€nnchen aus Rotterdam, Weibchen aus Rhenen, dazu dann PolarfĂŒchse und Schneeeulen.
2. Nach 2012 nun eine 2. Geburt bei den Eulenkopfmeerkatzen in La Palmyre
(06.03.2014, 18:39)
WolfDrei :   Die Wiederöffnung von Paris-Vincennes soll am 14. April erfolgen (Forum von Jonas Livet). Die auch dort angegebenen Tierbestandslisten der 5 "Welt"regionen sind wohl vorerst als Wunschliste zu betrachten (siehe seinerzeit Gondwanaland), besondere Überraschungen fand ich nicht (außer "vielleicht" Iberienluchs anstelle des "normalen " Luchses fĂŒr "Europa").
(06.03.2014, 09:19)
WolfDrei :   aus der Pariser Fördererzeitschrift SECAS:
langsam fĂŒllen sich einige fertiggestellte Anlagen in Vincennes mit Tieren; eine Tropenhalle wird bepflanzt.
Die Menagerie erhielt 5,3 Kragetrappe aus den VAE - gegenwÀrtig die einzigen Tiere in Europa
Obterre: 2013 Geburt eines kanadischen Elches (Weibchen)
(18.02.2014, 20:43)
zollifreund :   in Mulhouse verzögert sich die Fertigstellung der Nordlandanlagen. Geplant war die Fertigstellung bereits dieses FrĂŒhjahres, nun ist die RĂŒckkehr der EisbĂ€ren auf 2014 angekĂŒndigt. Fertig schaut die Voliere fĂŒr die EisfĂŒchse und BartkĂ€uze aus, ebenso die Außenanlage fĂŒr die Moschusochsen. Wobei fĂŒr diese noch die kompletten Stallungen fehlen.
Gleichzeitig zu dieser Großbaustelle wird die Anlage der MĂ€hnenwölfe um die alte Anlage der Waldhunde vergrĂ¶ĂŸert. Aktuell sind die MĂ€hnenwölfe in einer der Kranichanlagen zu sehen.

Ansonsten war der Zoo aufgrund der kalten Temperaturen fast leer, kann nur hoffen, dass das heutige sonnige Wetter einigermaßen hilft, die Kassen zu fĂŒllen. ( Bin sicher, dass wir in den Jahresberichten fĂŒr 2013 ansonsten bei fast allen Zoos lesen werden, dass die fehlenden Besucher aufgrund des langen Winters einen Einbruchs der Besucherzahlen ergeben hat.)
(01.04.2013, 13:44)
Michael Mettler :   MĂ€hnenschafe sind in Sachen Schreckhaftigkeit bestimmt auch nicht ganz ohne, und die Vergesellschaftung mit Affen funktioniert in einigen Zoos. Bei Antilopen hinge das sicherlich von der jeweiligen Art (Naturell/GrĂ¶ĂŸe) und der "NervenstĂ€rke" ihrer Individuen ab, hinsichtlich der Jungtiere wĂ€ren Arten mit ausgeprĂ€gtem Abliegeverhalten vermutlich ungĂŒnstiger als andere.
(01.03.2013, 08:58)
Sascha Möller :   Das es diese Vergesellschaftungen gibt ist mir bekannt, neu wĂ€re mir allerdings die Vergesellschaftung von Antilope und Pavian.
Ich bin kein Zoo Insider, aber Antilopen sind vom Wesen her ja sehr schreckhaft und Paviane ziemlich aufdringlich. Kann das funktionieren? Werden die Antilopen bei dieser Vergesellschaftung nicht permanenten Stress ausgesetzt sein?
(01.03.2013, 07:49)
Carsten Horn :   Ist jedenfalls beides nichts neues, Elefanten und Antilopen gibt/gab es in Dublin (Besuch schon was lĂ€nger her) und Elefanten und Paviane in Beekse Bergen...
(01.03.2013, 00:59)
Sascha Möller :   Durch die Abgabe der zwei OsnabrĂŒcker ElefantenkĂŒhe nach Toulouse habe ich gelesen, das die Elefanten auf der Außenanlage mit Pavianen und Antilopen vergesellschaftet werden sollen.
Weiß da jemand nĂ€heres zu?
Welche Antilopenart (-arten?) hat man dafĂŒr ausgewĂ€hlt und plant man wirklich eine Vergesellschaftung von Pavianen und Antilopen oder bezieht sich die Vergesellschaftung nur auf die Elefanten (analog zur geplanten Nashornsavanne in Leipzig mit mehreren Anlagen und unterschiedlichen Vergesellschaftungen)?
(28.02.2013, 22:51)
WolfDrei :   Parc Zoologique de Paris (Vincennes): nach 15 Monaten Bauzeit sind die Giraffen am 6. und 7. Dez. in die neue Unterkunft eingezogen. Laut Mitteilung im "SECAS" macht insgesamt der Neubau "große Schritte" - es bleibt damit bei der Neueröffnung im April 2014.
(29.01.2013, 17:41)
WolfDrei :   Gerade gelesen im Forum von Jonas Livet (Leszoosdanslemonde): Doue la Fontaine wird im Sommer 2013 Okapi(s?) bekommen. Ausgestellt werden sollen die Tiere zusammen mit Ducker (Art?) und Eulenkopfmeerkatze sowie Vögeln des Kongourwaldes in einer ĂŒbernetzten Anlage Ă€hnlich der Giraffenanlage im Jurakalk(Ausschnitt anbei)in 20 Meter (!!)Tiefe, um ein gewisses Mikroklima zu schaffen.
(23.01.2013, 15:59)
Sacha :   @WolfDrei: Mal so zwischendurch ein herzliches Dankeschön fĂŒr Deine interessanten Berichte aus Frankreich. Dank diesen verstĂ€rkt sich bei mir die Lust auf einen Besuch in Zoos, die ich noch nicht gesehen habe (CERZA, Brest, Pont-Scorff) und man schwelgt in Erinnerung an die, die man schon besucht hat (Beauval, Haute Touche, DouĂ©). Einfach toll.
(10.10.2012, 10:19)
WolfDrei :   und fast vergessen: eine weiße Tigerin mit 2 fast erwachsenen Jungtieren
(09.10.2012, 20:21)
WolfDrei :   Barasingha
(09.10.2012, 20:20)
WolfDrei :   Polarwölfe
(09.10.2012, 20:17)
WolfDrei :   Die Nashornkuh
(09.10.2012, 20:13)
WolfDrei :   Sattelvari
(09.10.2012, 20:11)
WolfDrei :   pardon
(09.10.2012, 20:09)
WolfDrei :   der Eingang
(09.10.2012, 20:07)
WolfDrei :   CERZA/ Lisieux

Ja nun, wo liegt CERZA eigentlich ?- in der ZTL muß man bei Hermival-Les -Vaux nachschauen. Lisieux hat man wohl zur nĂ€heren Ortung genommen, immerhin sind das 22 000 Einwohner im Departement Calvados in der Normandie, ein bißchen sĂŒdlich von Caen. Auf der D 510 fĂ€hrt man nordöstlich von Lisieux durch ein richtiges HĂŒgelland, nach 5-6 km kommt auch ein Schild Hermival-Les-Vaux - “mindestens” 2 HĂ€user sind an der Straße zu sehen, der Ort mit seinen 800 Einwohnern versteckt sich irgendwo. Noch einige Kurven und rechts geht es ĂŒber eine ehemalige Allee zu einem Herrenhaus hin, eine Schranke noch - geschlossen: Öffnung erst um 9.30. PĂŒnktlich kommt eine Frau, öffnet die Schranke, links ein durchaus großer Parkplatz, auch mit Picknickterrain. 50 m weiter dann zwei Balken mit Querholz wie im Westernfilm, ein Schild: Entree darunter Toilette. Das ist der “Haupteingang”. In einem Shop sitzt die selbe Frau, nun als Kassiererin (wohl auch so 18 Euro pro Nase), nach kurzer Frage weist man uns weiter - und dort sind dann die zwei Wege mit Schildern ausgewiesen: der gelbe fĂŒr 1,5 Stunden Fußweg, der rote fĂŒr 1 Stunde. Dann gibt’s noch die Bimmelbahn, die in weitem Bogen in 20 min um die Anlagen der roten Linie fĂ€hrt - tut sie aber nicht mangels Besucher (zumindest habe ich nichts gesehen, obwohl spĂ€ter in dem Selbstbed.-Restaurant doch einige Dutzend Besucher saßen).

CERZA: Centre d ÂŽEtudes et de Reproduction Zoologique Augeron : in etwa: Zentrum fĂŒr zoologische Studien und fĂŒr zoologische Reproduktion im Augeron (Augeron ist die “Gegend”= normannisch fĂŒr pays d`Auge == Land an der Auge [ein Fluß])),.
Eine wunderschöne Gegend, ein Auf - und Ab mit HĂŒgeln, BachlĂ€ufen, Plateaus, WĂ€ldern eröffnet sich uns. Immerhin 60 ha. Und was dann kommt, hat uns völlig befriedigt.
Gleich zu Beginn die Stallung der Panzernashörner - die Kuh ist zu sehen mit dem grĂ¶ĂŸten Horn, das ich bisher bei Panzernashörnern gesehen habe. Die Freianlage besteht aus einer großen Talwiese, unten jeweils Badeteiche fĂŒr die dann spĂ€ter zu sehenden 1,2 - ein Jungtier also, dass nach Breslau soll (falls es jetzt nicht schon dort ist). Der naturbelassene Weg (gilt auch fĂŒr die Badeteiche) fĂŒhrt zu zwei Inseln mit Mantelpavianen und Wanderus mit bemerkenswerten “MĂ€hnen”. Dann verschwinden die folgenden Tiere hinter dichten BĂŒschen - wie es auch hĂ€ufig fĂŒr die dann folgenden Anlagen gilt, gĂ€be es nicht oft kĂŒnstliche Einblicke oder HĂŒtten mit Scheiben. Links gerade noch zu sehen ein Schabrackentapir, sehr viel weiter ein Weißschwanzgnu, rechts aber eine BrillenbĂ€ranlage: ca 100 x 50 m. Haben die in den BĂ€umen gehaust! Nicht so die Polarwölfe , die dann folgen. Wieder eine Biegung, die SĂ€belantilopen auf der einen, die Bisons, ca 10 Tiere mit Apaloosas, auf der anderen. Wieder eine große Lichtung ca 100 m lang. TrompeterschwĂ€ne bewohnen einen sehr kleinen Teich. Rechts grĂŒĂŸt Asien mit hintereinanderliegenden Wiesen: vorne 4 Bantengs, abgetrennt Barasinghas , Schweinshirsche und Vietnamsikas, alle Hirsche mit imponierendem Geweih. Der Wendepunkt ist erreicht, Geparden dann. Aber: durch Scheiben rechts sĂŒdwestafrikan. , links Somaligeparden - endlich ist ein direkter Vergleich möglich. Die Somalis sind doch etwas kleiner, enggefleckter, etwas grĂ€ulicher. Die Katze rollt.
BraunbĂ€ren dann rechts, dahinter Iberische Wölfe - nichts zu sehen bei der GrĂ¶ĂŸe der Anlage. Dann amerikan. Tapire, 5 an der Zahl , am Teich Capybaras, links ein begehbares KĂ€nguruhgelande - Bennets, Lare und Schopfgibbons auf Inseln folgen, viele Guanacos und Nandus dann, eine kleine HĂŒtte mit LisztĂ€ffchen noch, in der folgenden Rechtskurve eine ganze Menge Dscheladas, außen MĂ€hnenwölfe am Steilhang und kleine Pandas und GoldkopflöwenĂ€ffchen. Man ist wieder am Asugangspunkt, nun weiter der rote Weg.
ZunĂ€chst muß man sich aber durch eine Rotte von Schweinchen und Ziegen durchkĂ€mpfen, die ihren Tribut haben wollen. Schon brĂŒllen 3 Löwen, links Pinselohrschweine, eine Freianlage fĂŒr 3 Ceylonleoparden (oben offen!), gegenĂŒber ca 6 Sattel-Varis, Zwergpygmis, die in einer besseren Suhle liegen, ca 15 richtig familiĂ€re HyĂ€nenhunde. Der Weg dreht: Grantzebras, die Bongos unsichtbar in der Weite des GelĂ€ndes. Dann steht man an der Afrikasavanne: 6 BreitmĂ€uler, SĂ€belantilopen, ca 10 weibliche Weißnackenwasserböcke ganz hinten, Strauße noch. Da die Bimmelbahm nicht fĂ€hrt, bleibt die Existenz von RotbĂŒffeln theoretisch. Auch die Giraffen bleiben unsichtbar. Bleibt noch die Anlage (begehbar) fĂŒr Gebirgsloris, eine recht große Flugvoliere fĂŒr Ibisartige (das normale) und eine Tropenhalle: Alligator, Rodriguezflughunde, Schopftinamus, die madagassischen Riesenratten bleiben unsichtbar.
.Nun sind die Panzer auf der Anlage, rechts eine seltsame Anlage, nĂ€her betrachtet das Restaurant “Pagode” mit großer Terrasse Richtung Nashörner, davor auf einer Insel Siamangs, rechts davon nun HZA und Axis auf dem gegenĂŒberliegenden Hang, theoretisch sollen da auch Thamins sein. Und rechts dann auch wieder buchbare Safaribungalos, 6 FinnhĂŒtten, auch 6 Jurten.
Abfahrt schon wieder Richrung Osten in Richtung Heimat, voll befriedigt ob des Gesehenen,.Viel PÀdagogik gab es auch wieder mit LehrrÀumen und audiovisuellen Einspielungen. Auch wieder Sonnenkollektoren, ein Windrad, biologische Abwasserreinigung.


(09.10.2012, 20:00)
WolfDrei :   @Liz Thieme: ich versuchs mal:
Manatis: Frontscheibe, LĂ€nge ca 30 m , Höhe 2,5 m; auch Aufsicht von oben, u.a. von einer BrĂŒcke
Jaguarjungtier anbei
Saurer Regen: so schlimm dĂŒrfte das in der Region bei gewöhnlichem Westwind nicht sein;
Flamingos: die können fliegen - aber in 10-20 Höhe ist die "Schlucht" ĂŒberdrahtet.
Bei den Pinguinen hat man bewußt wegen der Bedrohung Humboldts genommen und man betreibt mit dem Wasser einen großen Aufwand .

Pont-Scorff: habe noch Waldhunde vergessen.
(09.10.2012, 15:36)
Michael Mettler :   @Stefanie Fischer: Ist ja nicht selten, dass mehrere Trivialnamen fĂŒr die selbe Tierart verwendet werden. Im Englischen wird die ganze Gruppe als "guitarfishes" bezeichnet, vielleicht hielt sich Debelius bei der Wahl seiner deutschen Artnamen schlichtweg eng an den englischen Sprachgebrauch.
(09.10.2012, 12:43)
Stefanie Fischer :   @Michael Mettler: Ich habe jetzt zum Nachschlegen Wikipedia genutzt, da ihr Bild auch aus dieser Quelle stammte. Deswegen war ich nur verwundert.
(09.10.2012, 10:54)
Liz Thieme :   Dann versuch ich mal hinterherzukommen.

Beauval: wenn ich das schon lese - Jaguar mit Jungtieren - da freut sich mein Herz. Haben Sie da Fotos? Insgesamt scheint es ein sehr schöner Zoo zu sein mit guter Auswahl an Tieren. Wie ist das Becken der Manatis, kann man wie in einen Teich reinschauen oder hat man eher ein Frontaleinsicht durch eine Scheibe? Das mit dem Hotel hört sich ebenfalls gut an, das sollten sich mehr Zoos holen :)

Doue la Fontaine: gefÀllt mir sehr gut, dass sie einen Steinbruch genutzt haben. Ingesamt erinnert es mich ein wenig an den Sonora Desert Zoo. Kann man nur hoffen, dass der Zoo nicht zu sehr unter saurem Regen zu leiden hat. Vielleicht sollte auf entsprechende Tiere mehr Wert gelegt werden, als solche Konfliktarten wie hier die Pinguine. Mich erinnert das an die BewÀsserung von Las Vegas. Sind die Flamingos ZUgvögel oder bleiben sie vor Ort im Winter?

Manchmal sind ungeplante Zoos ein Highlight - sowas sollte man hÀufiger machen.

Hier bei Pont-Scorff fĂ€llt mir mal wieder eins auf. Nebelparder sind sehr unterschiedlich in ihrem Gesichtsbau und der Fell Grundfarbe. Kenne bewusst keine andere Großkatze(n-Unterart), die so variabel in den Zoos gezeigt wird. Von Vollmilchbraun mit beige Einschlaf bis hin zu einem dunkleren grau. @Oli: der Raubtier-Besatz ist dann wieder was fĂŒr dich, aber kommt das an dein "Wunderhaus" aus Usti ran?
(09.10.2012, 10:42)
Michael Mettler :   @Stefanie Fischer: In meinem Bestimmungsbuch (Helmut Debelius, "FischfĂŒhrer Indischer Ozean") werden alle Angehörigen der Rhinidae und Rhinobatidae als Gitarrenrochen bezeichnet.
(09.10.2012, 10:42)
Stefanie Fischer :   @Michael Mettler: Sie meinen den Bogenmaul-Geigenrochen, oder?
(09.10.2012, 10:17)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Ich auch - deshalb habe ich zuerst in Bestimmungsliteratur nachgeschlagen und erst dann ein verlinkbares Foto im Net gesucht ;-)
(08.10.2012, 19:57)
WolfDrei :   @MM: danke - ich schwankte zwischen Hai und Rochen, nun also Hairochen (immerhin besser als "AmeisenbĂ€r")
(08.10.2012, 19:29)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Könnte ein Hairochen alias Bogenmaul-Gitarrenrochen (Rhina ancylostoma) sein - siehe hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:Rhina_ancylostoma.jpg
(08.10.2012, 19:22)
Matthias Schramm :   Flusspferdbach = Zolli Basel?
(08.10.2012, 19:00)
WolfDrei :   Was ist denn das nur?
(08.10.2012, 18:50)
WolfDrei :   Der SĂ€gerochen
(08.10.2012, 18:46)
WolfDrei :   Doch zu groß, deshalb nochmals der Kopf der Sattelrobbe
(08.10.2012, 18:44)
WolfDrei :   Oceanopolis Brest

Oceanopolis, das Brester Aquarium, ist , von SĂŒden kommend; gut ausgeschildert nachdem man eine 40 m hohe BrĂŒcke ĂŒber einen “Fjord” an der Stadteinfahrt ĂŒberfahren hat. Es liegt direkt neben der Marina mit ausreichend (?) ParkplĂ€tzen. Allerdings mag das in der französischen Ferienzeit (Mitte Juli/August) anders ausschauen. Im Flyer wird betont, sich in dieser Zeit, insbesondere bei Regen etc, nicht zur Öffnungszeit anzustellen. Seile wie an Paßkontrollstellen an FlugplĂ€tzen scheinen das zu belegen. Immerhin erreichte man bei der Wiedereröffnung 2000 700 000 Besucher. Wir kamen gegen 15 Uhr und hatten direkten Zugang nach “Übergabe “ von 17,50 Euro. Oceanopolis wurde 1990 gegrĂŒndet und 2000 grĂŒndlich ĂŒberholt. Die Anlage ist thematisch dreigeteilt: eine Polaranlage, eine Tropenanlage und eine “temperierte” Anlage, dazu gibt es ein großes Restaurant mit Blick auf die Marina sowie diverse Shops mit Geschenkartikeln aller Art.
2012 wurde ein Anbau geöffnet (Abysses) , also fĂŒr Tiere der “Tiefsee”, u.a. mit einer Ausstellung zum Quastenflosser.
Laut Vorschau sollen 2013 Fischotter hinzukommen.


Einige GrĂ¶ĂŸenangaben:
Polarium: antarktisches Pinguinbecken: 250 000 l Wasser, 30 m LÀnge, 250m2, 8°C Luft, Wasser 4°C
Robbenanlage: 1 Million l Wasser
Beide Anlagen mit Unterwassereinsicht
Haibecken: 1 Mio l Wasser, 25°C, 3 Einsichten: Fahrstuhl, plane Scheibe, Tunneleinsicht
Riffbecken: 60 000 l Wasser

Insgesamt fassen alle großen Becken inclusive ca 40 weiterer Aquarien 3.7 Mio l Wasser
Rund 1000 Arten /10 000 Organismen
Das Wasser wird direkt aus der Rade von Brest angesaugt, (160 000 l / Stunde), entsprechend den Notwendigkeiten aufgearbeitet, das “Abwasser wird u.a. ĂŒber UV-Bestrahlung behandelt und in die Bucht wieder entlassen.

Beim Eintritt kann man die Begehungsrichtung selbst wĂ€hlen, man kann wiederholen, allerdings ist man dann “gefangen”, da die TĂŒren hinter einem fest schließen - man muß also die gesamte Ausstellung ablaufen, um am Ende wieder herauszukommen. Wegen der Sattelrobbe also zunĂ€chst das Polarium: zunĂ€chst die Pinguine: Königs-., Esels-. und Goldschopfpinguine. Bei den Eselp. gab es offensichtlich Nachwuchs. FĂŒtterung war hier offensichtlich um 15.30. Bevor die Anlage selbst kommt, gibt es im Eintrittsbereich einen Film dazu (gegen 12 Minuten) - so man ihn nicht anschaut, wird man dezent darauf hingewiesen, dass man etwas versĂ€umt! Überall laufen audiovisuelle VorfĂŒhrungen zu Teilthemen, in den GĂ€ngen dann ein WalroßbullenprĂ€parat und ein EisbĂ€rprĂ€parat. Anschließend dann der Wassereinblick in das Robbenbecken: 2 Ringelrobben und eine Sattelrobbe, die zu meiner EnttĂ€uschung nicht” gesattelt” war - nur Kopf- und Halsregion waren etwas abgesetzt, ansonsten auch gepunktet. Um 16 Uhr FĂŒtterung eine Etage höher hinter abgeriegelten Scheiben fĂŒr die Besucher, die etwa auf WasseroberflĂ€chenniveau stehen. FĂŒtterung mit ErklĂ€rungen u.a. mit dem Hinweis, dass die FĂŒtterung genutzt wird, gewisse Körperhaltungen bei den Tieren zu erreichen, um bei SchĂ€digungen /Krankheiten eingreifen zu können. Also keine ShowvorfĂŒhrung.

Im Tropenteil ist Schwerpunkt das Haibecken, kleinere Haiarten waren auch in Extrabecken (Ammen-, Stierkophh-, Sandh.-, Schwarz- und Weißspitzenriffh.-, Katzenh.-, Zebrah., Braunhai [hoffentlich war das richtig]) , dazu dann ein Korallenriffbecken mit mir eigentlich bekannten Fischarten. Highlight war fĂŒr mich ein lange nicht gesehener australischer SĂ€gefisch(=SĂ€gerochen). Dazu viele kleine Aquarien fĂŒr spezielle Tiere (z. B. Korallen, Seesterne, niedere Tiere bis zu Kraken - keine Fetzenfische aber, Touchpool), am Ausgang noch “Tropenurwald” von ca 400 m2.

Der “temperierte Teil zeigte dann in Auf- und Unterwassersichten Seehunde und Kegelrobben, ansonsten Fische kĂ€lterer und wĂ€rmerer Meere: kaum auseinanderzuhalten die vielen “Dorscharten”, beeindruckend die Seewölfe.
Zu berĂŒcksichtigen ist, dass das Öffnungs- (9; 9.30; 10 Uhr ) und Schließregime (17; 18; 19 Uhr in Abh. von der Jahreszeit wechseln) .
Anbei eine Übersicht ĂŒber den Gesamtkomplex


(08.10.2012, 18:40)
Carsten Horn :   Wie dort das Abwasser entsorgt wird, weiß ich leider nicht (hab es da noch nicht hin geschafft), aber ganz so abwegig ist die Bachlösung sicher nicht, g, die Kronberger haben sich auch jahrzehntelang an dem erfreuen dĂŒrfen, was aus den Flußpferden "rauskam"...

Spontan fÀllt mir ein Zoo ein, wo noch aktuell Zu- und Ablauf des Hippobeckens via Bach erledigt werden, aber der ist nicht in Frankreich...
(08.10.2012, 14:22)
WolfDrei :   @Carsten Horn: Danke - immerhin hatte ein Hinweisschild auf das jugendliche Alter hingewiesen.Ich stand dort bei 2 RundgĂ€ngen an die 15 Minuten , ohne mehr als die NĂŒstern zu sehen. Auch "saßen" sie wohl auf den "Hinterbacken" direkt an der vorderen Beckenmauer, die zudem noch durch Zweige verdeckt war. Immerhin erstaunlich fĂŒr einen derartigen Zoo. Mich hĂ€tte dort noch die Wassernutzung(speziell die Abwasserbeseitigung) , interessiert, da auf der anderen Wegseite 5 m weiter dieser Ă€ußerst klare Bach floß. Die werden das doch nicht so entsorgen?(Wasserniveau im Becken war höher als das Bachniveau)
(08.10.2012, 09:58)
Carsten Horn :   Zwei Flußpferde sollte stimmen, mĂŒĂŸten beide noch relativ klein sein. Habari aus Basel und eine Kuh aus Kopenhagen sind da vor ein paar Monaten "eingezogen"...
(07.10.2012, 23:08)
Oliver Jahn :   Das nenne ich mal eine Raubtierkollektion! Ich habe von diesem Zoo noch nie gehört. Aber es ist immer noch etwas Besonderes, wenn man von einer zoologischen Einrichtung, mit der man gar nicht rechnet, dann ĂŒberrascht wird.
(07.10.2012, 20:45)
WolfDrei :   und wer es mag: "richtig" weiße Löwen
(07.10.2012, 17:41)
WolfDrei :   ruhender Nebelparder
(07.10.2012, 17:39)
WolfDrei :   eine tiefe Anlage mit viel GebĂŒsch fĂŒr Fischkatzen
(07.10.2012, 17:37)
WolfDrei :   selten zu sehen: Panama-Klammeraffe
(07.10.2012, 17:35)
WolfDrei :   einige tierische EindrĂŒcke: ind. Elefanten
(07.10.2012, 17:32)
WolfDrei :   Zoo de Pont-Scorff

Nantes wurde erreicht, bei St. Nazaire der Atlantik, die Bretagne. Eigentlich war jetzt Natur geplant ab Carnac, mit allen Felsenspitzen von der Halbinsel Quiberon an, ĂŒber Pointe de Raz zum Pointe St. Matthieu bei Brest, mit allen Fjord-Ă€hnlichen Einbuchtungen, nördlich dann Isle Brehat, Cap Frehel, Saint Malo, Mont Saint Michel , also schon die Normandie.

Ein “Planungsfehler” ergab aber einen zusĂ€tzlichen Tag bei Vannes - und etwas nördlich von Vannes, relativ direkt an der N 165 bei der Abfahrt Queven, liegt 5 km weiter an der D 6 der private Zoo von Pont-Scorff. Ein Flyer im Hotel hatte in der “Eigenwerbung” festgestellt: 2. bester Touristenmagnet in der Bretagne mit 300 000 Besuchern (nach Brest Oceanapolis), 12 ha groß.

Eine waldreiche hĂŒglige Gegend mit Buchen, ein Plateau im Zentrum der Anlage, dann sĂŒd-westlich ein steiler Abfall in Richtung eines sauberen Baches, geeignet zur Ausstellung von Kleinkatzen. Einfache Materialien, in der Anfangphase wohl etwas Hagenbeckimitation und im Tierbestand eine reiche Katzensammlung. Gleich nach dem einfachen Eingang Pelikane, dann “echte” grĂŒne Meerkatzen, Bennets. Eine große Mantelpaviananlage. Der Plan mit den Tiersilhouetten zeigt den Bestand recht ordentlich. Besonderheiten: 1 Spitzmaulnashorn, 3 Giraffen mit Straußen und 3 Gnus, 1 Paar ind. Elefanten mit Jungtier, ca 3 Monate alt. Zu den Katzen: Fischkatzen (eine schöne Anlage), Serval, Tangalunga!, Binturong, viele Fuchsmangusten, Amurleopard, Pumas, Sib. Tiger (Anlage verdeckt), weiße Löwen, Nebelparder, Gepard, Ozelot, Manul, Irbis, Sumpfluchse, Salzkatzen. Dann Wölfe, HyĂ€nenhund, BrillenbĂ€r, MĂ€hnenwolf. Bei den Affen Varis, Kattas, Panama- und robustus-Klammeraffen auf zwei schönen Inseln, Weißlippentamarin, Magot, dazu eine reiche Papageiensammlung mit Vogelschau, eine Schau auch mit patagonischen Seelöwen und dann 2 (?) Flußpferde, allerdings nur die Nasen zu erkennen. Und dabei eine Überraschung: in diesem Talbereich wuchsen nicht nur BambusbĂŒsche - auch Bananen! Nicht in KĂŒbeln etwa!
Eine Überraschung, dieser Zoo!
Eintritt: 18.50 Euro
Ansonsten gĂ€be es in diesem Bereich noch die Zoos /Parks von Branfere, Champrepus, Bourbansais, Boissiere du Dore, Jurques, etwas sĂŒdlich der Loire-MĂŒndung Sables d`Olonne, geplant war dann aber nur noch Brest-Oceanapolis und CERZA/Lisieux.

(07.10.2012, 17:30)
WolfDrei :   und weil die "antiquorum"-Giraffen so verbreitet nicht sind, ein Bild aus Doue
(06.10.2012, 16:01)
WolfDrei :   letztes Bild: RiesenotterfĂŒtterung
(06.10.2012, 12:35)
WolfDrei :   nochmals etwas kleiner
(06.10.2012, 12:32)
WolfDrei :   SĂŒdamerikan. Voliere: Chileflamingos
(06.10.2012, 12:29)
WolfDrei :   Ei - die Buchstaben!
Persischer Leopard im GebĂŒsch
(06.10.2012, 12:27)
WolfDrei :   Prdon - gedoppelt!
das Bild: die Nashorn - Gazellenanlga - nun Nashorn
(06.10.2012, 12:23)
WolfDrei :   Bioparc Zoo de Doue la Fontaine

Doue la Fontaine ist ein kleines StĂ€dtchen sĂŒdlich der Loire zwischen Angers und Tours, von der Autobahn in Richtung der Stadt Saumure (Chateau als Waffenmuseum) sind es 17 km, von Angers 41 km, von Tours etwa 50.

1961 wurde von P. Gay in einer alten Kalksteingrube ein Zoo gegrĂŒndet, der durch eine Besonderheit auffĂ€llt: er existiert in 2 Etagen! Die “Löcher” des Kalksteinbruches erlaubten die Nutzung als Vogelvoliere (Ibisse, Waldrapp; Geier), insbesondere aber als Katzenschlucht, unterirdische GĂ€nge verbinden die Teile. In der Folge wurde diese Projekt weitergetrieben durch weiteren Aushub des Gesteins zur Ausstellung von Giraffen, 2005 mit 2,5 ha fĂŒr eine afrikanische Savanne zur Haltung von Spitzmaulnashörnern (jetzt 1,2), Dama- und Dorcasgazellen. Dabei wurden einige Kalksteingruppen stehengelassen - immerhin wurde bei einer Tiefe von 6 m
100 000m3 Gestein entfernt. Fortsetzung fand das 2011/12 fĂŒr eine Vogelvoliere von 1 ha , ĂŒberspannt von einem Stahlnetz/ TrĂ€gerhöhe 20 m, fĂŒr sĂŒdamerikanische Vögel - neben Flamingos, Humboldtpinguine, Ibisvögel, Tinamus, Papageien, Chilepelikane, Enten, GraukopfgĂ€nse, Geier, darunter einem Kondorpaar, und Inkaseeschwalben. Auch AmeisenbĂ€ren fanden einen Platz, auch ein kleines Restaurant ist dort, dessen großer Bruder sich an der Giraffenanlage unmittelbar am Eingang befindet.

Dort also nach Durchqueren des Shops (u.a. mit authentischem afrikanischen Schnitzwerk aus Westafrika) der Beginn des unteren Rundganges mit 7 G. c. antiquorum und Grevys. Nach Durchschreiten eines Tunnels werden Vietnam- Flughunde, kleine Pandas, Kaffernhornraben und afrikan. Schildkrötem (Sporn- und Aldabra) ausgestellt . Durch die geschĂŒtzte Lage im “Untergrund” wĂ€chst Bambus hervorragend. Ein Extra “loch” enthĂ€lt europ. Luchse. Der Hauptgang aber fĂŒhrt zur Katzenschlucht, einem wahren Dschungel mit Ceylon - Leoparden (im Februar 3 juv), Irbissen und persischen Leoparden. Hervorragend - wenn auch die Tiere bei der Tiefe und Bebuschung oft nicht zu sehen sind. Von dort fĂ€hrt der Tunnel (50 m) zur SĂŒdamerikavoliere, wobei besondere MĂŒhe zur Erstellung der Humboldtpinguinanlage und der Reinigung des Wassers gemacht wurde (Sandfilter, UV-Behandlung, Schaumabschöpfung, weitere mechanischer Filter, Durchfluß durch ein Schilf- und Irisbett) - erste Schlupfe gab es schon, auch 25 junge Chileflamingos (“Freiflug“!) gab es im letzten Jahr. Davor an einem Seitentunnel die europĂ€ische Voliere mit 18 Waldrappgeburten (Doue gab schon 38 Tiere ab fĂŒr eine Freisetzung in SĂŒdspanien).

ZurĂŒck in Richtung Giraffenanlage, geht es dann mit einem Fahrstuhl oder treppauf “auf die ErdeoberflĂ€che ” zurĂŒck Richtung Affen. Auf Inseln Varis, Lare, Siamangs (schöne Zuchtgruppe), Sumatratiger (im Busch nur ein Kopf), eine Sumpfanlage fĂŒr Mandschurenkraniche mit Nachwuchs, auf der Gegenseite des Weges Weißnackenkraniche und Schopfgibbons (gabriellae). Ein wunderschönes Gehege mit großem Becken (Sichtscheibe, klares Wasser) fĂŒr Zwergflußpferde folgt. Vorbei an schlafenden Geparden geht es dann zu einem weiteren Highlight - dem Nashorngehege, auch wenn die Tiere ebenfalls ruhen. Auf einem flacheren BergrĂŒcken dann aber 3 Dorcasgazellenböcke (aus Hannover) - die westliche Saharaunterart. Kaum zu sehen im Schatten eine Damagazelle - auf einem Bild von Doue zĂ€hlte ich 4 Tiere. Ein riesiges GelĂ€nde , immer wieder von KalksteinhĂŒgeln und -SĂ€ulen unterbrochen, ein Sumpf, BĂ€ume, Schilf- und BinsengĂŒrtel, SandflĂ€chen. Der Weg umrundet eine Afrikafarm mit Zwergziegen und Eseln sowie eine Rund-HĂŒtte mit Mobiliar. Dann wieder eine Variinsel, eine fĂŒr Dianas, die kaum in dem Baumgewirr zu sichten sind.

Dann ein weiterer Höhepunkt - die Riesenotteranlage, ein ca 30 m langer durchflossener “See“. 4 Tiere sind es, der Vater mit drei fast erwachsenen Nachwuchstieren. Das weibliche Tier fehlt. Ein Schild weist aus: seit dem 28.8. eine weitere Geburt. Dann mĂŒde afrikan. Löwen in einer großen bewachsenen Anlage, schlafende MĂ€hnenwölfe, ein Pudubock in einem hohlen Baumstamm, BrillenbĂ€ren mit zwei fast erwachsenen BrillenbĂ€ren (die keiften ihre Mutter an), dann ein weiterer Erfolg Doues: die gefĂ€hrdeten Ateles hybridus-Klammeraffen mit Nachwuchs, die Schwesterart robustus mit ca 10 Tieren, darunter 3 Jungtieren - ein einziges Gewusel. Goldene LöwenĂ€ffchen und Weißkopfsakis schließen den obere Rundgang ab, ermattet empfĂ€ngt uns das Restaurant mit Blick auf die Giraffen.

Das waren 14 ha, ca 100 Arten, 1000 Tiere, darunter 500 Vögel. 250 000 Besucher pro Jahr, Eintritt 18,50 Euro, Jahreskarte 33 Euro. Besuchenswert!
Bioparc Zoo de Doue la Fontaine

Doue la Fontaine ist ein kleines StĂ€dtchen sĂŒdlich der Loire zwischen Angers und Tours, von der Autobahn in Richtung der Stadt Saumure (Chateau als Waffenmuseum) sind es 17 km, von Angers 41 km, von Tours etwa 50.

1961 wurde von P. Gay in einer alten Kalksteingrube ein Zoo gegrĂŒndet, der durch eine Besonderheit auffĂ€llt: er existiert in 2 Etagen! Die “Löcher” des Kalksteinbruches erlaubten die Nutzung als Vogelvoliere (Ibisse, Waldrapp; Geier), insbesondere aber als Katzenschlucht, unterirdische GĂ€nge verbinden die Teile. In der Folge wurde diese Projekt weitergetrieben durch weiteren Aushub des Gesteins zur Ausstellung von Giraffen, 2005 mit 2,5 ha fĂŒr eine afrikanische Savanne zur Haltung von Spitzmaulnashörnern (jetzt 1,2), Dama- und Dorcasgazellen. Dabei wurden einige Kalksteingruppen stehengelassen - immerhin wurde bei einer Tiefe von 6 m
100 000m3 Gestein entfernt. Fortsetzung fand das 2011/12 fĂŒr eine Vogelvoliere von 1 ha , ĂŒberspannt von einem Stahlnetz/ TrĂ€gerhöhe 20 m, fĂŒr sĂŒdamerikanische Vögel - neben Flamingos, Humboldtpinguine, Ibisvögel, Tinamus, Papageien, Chilepelikane, Enten, GraukopfgĂ€nse, Geier, darunter einem Kondorpaar, und Inkaseeschwalben. Auch AmeisenbĂ€ren fanden einen Platz, auch ein kleines Restaurant ist dort, dessen großer Bruder sich an der Giraffenanlage unmittelbar am Eingang befindet.

Dort also nach Durchqueren des Shops (u.a. mit authentischem afrikanischen Schnitzwerk aus Westafrika) der Beginn des unteren Rundganges mit 7 G. c. antiquorum und Grevys. Nach Durchschreiten eines Tunnels werden Vietnam- Flughunde, kleine Pandas, Kaffernhornraben und afrikan. Schildkrötem (Sporn- und Aldabra) ausgestellt . Durch die geschĂŒtzte Lage im “Untergrund” wĂ€chst Bambus hervorragend. Ein Extra “loch” enthĂ€lt europ. Luchse. Der Hauptgang aber fĂŒhrt zur Katzenschlucht, einem wahren Dschungel mit Ceylon - Leoparden (im Februar 3 juv), Irbissen und persischen Leoparden. Hervorragend - wenn auch die Tiere bei der Tiefe und Bebuschung oft nicht zu sehen sind. Von dort fĂ€hrt der Tunnel (50 m) zur SĂŒdamerikavoliere, wobei besondere MĂŒhe zur Erstellung der Humboldtpinguinanlage und der Reinigung des Wassers gemacht wurde (Sandfilter, UV-Behandlung, Schaumabschöpfung, weitere mechanischer Filter, Durchfluß durch ein Schilf- und Irisbett) - erste Schlupfe gab es schon, auch 25 junge Chileflamingos (“Freiflug“!) gab es im letzten Jahr. Davor an einem Seitentunnel die europĂ€ische Voliere mit 18 Waldrappgeburten (Doue gab schon 38 Tiere ab fĂŒr eine Freisetzung in SĂŒdspanien).

ZurĂŒck in Richtung Giraffenanlage, geht es dann mit einem Fahrstuhl oder treppauf “auf die ErdeoberflĂ€che ” zurĂŒck Richtung Affen. Auf Inseln Varis, Lare, Siamangs (schöne Zuchtgruppe), Sumatratiger (im Busch nur ein Kopf), eine Sumpfanlage fĂŒr Mandschurenkraniche mit Nachwuchs, auf der Gegenseite des Weges Weißnackenkraniche und Schopfgibbons (gabriellae). Ein wunderschönes Gehege mit großem Becken (Sichtscheibe, klares Wasser) fĂŒr Zwergflußpferde folgt. Vorbei an schlafenden Geparden geht es dann zu einem weiteren Highlight - dem Nashorngehege, auch wenn die Tiere ebenfalls ruhen. Auf einem flacheren BergrĂŒcken dann aber 3 Dorcasgazellenböcke (aus Hannover) - die westliche Saharaunterart. Kaum zu sehen im Schatten eine Damagazelle - auf einem Bild von Doue zĂ€hlte ich 4 Tiere. Ein riesiges GelĂ€nde , immer wieder von KalksteinhĂŒgeln und -SĂ€ulen unterbrochen, ein Sumpf, BĂ€ume, Schilf- und BinsengĂŒrtel, SandflĂ€chen. Der Weg umrundet eine Afrikafarm mit Zwergziegen und Eseln sowie eine Rund-HĂŒtte mit Mobiliar. Dann wieder eine Variinsel, eine fĂŒr Dianas, die kaum in dem Baumgewirr zu sichten sind.

Dann ein weiterer Höhepunkt - die Riesenotteranlage, ein ca 30 m langer durchflossener “See“. 4 Tiere sind es, der Vater mit drei fast erwachsenen Nachwuchstieren. Das weibliche Tier fehlt. Ein Schild weist aus: seit dem 28.8. eine weitere Geburt. Dann mĂŒde afrikan. Löwen in einer großen bewachsenen Anlage, schlafende MĂ€hnenwölfe, ein Pudubock in einem hohlen Baumstamm, BrillenbĂ€ren mit zwei fast erwachsenen BrillenbĂ€ren (die keiften ihre Mutter an), dann ein weiterer Erfolg Doues: die gefĂ€hrdeten Ateles hybridus-Klammeraffen mit Nachwuchs, die Schwesterart robustus mit ca 10 Tieren, darunter 3 Jungtieren - ein einziges Gewusel. Goldene LöwenĂ€ffchen und Weißkopfsakis schließen den obere Rundgang ab, ermattet empfĂ€ngt uns das Restaurant mit Blick auf die Giraffen.

Das waren 14 ha, ca 100 Arten, 1000 Tiere, darunter 500 Vögel. 250 000 Besucher pro Jahr, Eintritt 18,50 Euro, Jahreskarte 33 Euro. Besuchenswert!

(06.10.2012, 12:20)
WolfDrei :   ps: nicht auf dem Plan, aber in der RealitĂ€t: auch Wapitis gab es noch.
(05.10.2012, 17:29)
WolfDrei :   kapitaler Barasingha
(05.10.2012, 17:28)
WolfDrei :   Timberwolf
(05.10.2012, 17:24)
WolfDrei :   kapitaler amerikanischer Elch
(05.10.2012, 17:21)
WolfDrei :   Taiwansika
(05.10.2012, 17:19)
WolfDrei :   Espace animalier de la Haut Touche oder Reserve da la H.T. oder Parc animalier de la H.T. oder nur einfach Obterre

1300 Tiere, 400 ha , davon 200 ha in der Ausstellung. Anbei der Plan.
Die Anlage gehört ,wie die beiden zoologischen Anlagen in Paris und dem Vogelpark in Cleres, zum “Naturkundemuseum” Paris (Museum National d`Histoire Naturelle) und ist das Produkt einer Schenkung Ende der FĂŒnfziger - ca 200 km sĂŒdlich von Paris und sĂŒdlich der Loir, 50 km sĂŒdlich vom Zoo Beauval. Nach und nach entstand daraus der heutige Park mit Schwerpunkt Hirsche - DIE HIRSCHSAMMLUNG Europas! So ich richtig zĂ€hle: 19 Arten; U-Arten; Formen!

Das GelĂ€nde war mit Sicherheit kein sehr produktives Land, FichtenwĂ€lder, SĂŒmpfe, sandig-kalkige FreiflĂ€chen herrschen vor. Der Eingang befindet sich an der D 675 Richtung Chatillon/Le Blanc 5 km rechts vor dem Ort Azay le Ferron (wieder mit Chateau). Eine kleine HolzhĂŒtte als Kasse , dann beginnt die Autosafari: große FreiflĂ€chen mit zunĂ€chst Durchfahrt: rechts Alpensteinböcke, Mufflons, abgetrennt Wölfe, dann Europ. Rothirsche, Rehe, Wildschweine und die drei Damhirschformen: weiß, schwarz, normal - getrennt alles durch “Rollgrills”. Man umrundet rechts halb den Hirschkreis mit Formosasika, Milu, auch SĂ€belantilopen und Weißschwanzgnus, Barasingha, Mesopot. Damhirsch, Japansika, um dann an der afrikan. Savanne anzukommen (Elen, Strauß, Watussei, Bleßbock). Dort befindet sich rechts auch eine Forschungsstation . Vorbei an Przewalskis und Bisons gelangt man zum Parkplatz. Von dort kann man zwei Fußwege benutzen, beide vorgekennzeichnet und einige km lang, auch kann man den ganzen Außen-Kreis oder auch Innenkreis ablaufen. Dennoch : die AußentortenstĂŒcke sind ca mindestens 300 m tief und an die 50-100 m breit. Ab und an gibt es 3 m hohe Aussichtsplattformen. 14 Uhr war es, 30°C ! Viel zu sehen war nicht, die Tiere lagen irgendwo im Schatten. Im 2. Außenring: Beisas, Lechwes, Springbock, Vietnamsika, Siamleierhirsch (nicht zu sehen), Dybowskisika, Buchara, Schweinshirsch. Im Vorderteil an dem Fußweg außerhalb des Kreises: amerik. Elch ÂŽ(zunĂ€chst nicht zu sehen), Vicugnas, Lamas, Virginiah. (borealis - nicht zu sehen), Grantzebra, Pecari, Capybara, HZA, vorderind. Sambar, Wasserreh, Axis und 2 Gaure, Bennets, Nub. Steinbock, Markhore, um einen kĂŒnstlichen Teich auf Inseln Guineapaviane, Lemuren (hatte keine Zeit mehr; frĂŒher [um 2005] Varis und Kronenmakis), Pelikane. Dazu Geparden. Surikaten, Stachelschweine, Nandus, Emus. Irgendwo ind. Muntjaks, frĂŒher auch annamitische Schweinshirsche. In der NĂ€he des Parkplatzes gibt’s ein Restaurant, man kann eine Kutsche mieten und ein Fahrrad (habe ich leider zu spĂ€t gesehen!). Dann der Innenkreis: Timberwölfe, Europ. Luchs, Rothunde (ca 15 Tiere), Sumatratiger. Zu Fuß brĂ€uchte man sicher 4-5 Stunden - und schon an der 2. Baumwurzel rissen 2 von 4 Riemen meiner Sandale! Auch hatte ich den Eindruck, dass es dort 2 Monate nicht geregnet hatte. Besuch also besser im FrĂŒhling. Am Ende zum Ausgang dann ein Ruf: ein Elch - ein richtiger Schaufler! Nur: Zwei DrĂ€hte davor, einer ließ sich optisch ĂŒberwinden. Und fressen tat er in aller Ruhe. Kein Pfleger nirgendwo.

Im Jahr 2005 kam ich aus Richtung Chateauroux von der jetzigen Ausgangsseite, wunderte mich, dass da keine Kasse war. Heute ist dort ein automatisches Auslaßtor, man fĂ€hrt noch etwa 6 km in Richtung Azay le Ferron , zurĂŒck dann wieder Richtung St. Aignan, die Autobahn nach Tours war das Ziel, daselbst das Hotel.
Ps: mußte den Plan etwas beschneiden

Eintritt: 9 Euro. Der Park schließt am 11.Nov. und öffnet wieder anfang April 2013
(05.10.2012, 17:15)
WolfDrei :   Takinanlage
(04.10.2012, 18:40)
WolfDrei :   Wasserfall mit Tapiren
(04.10.2012, 18:29)
WolfDrei :   Das letzte Koala"baby" - 10 Monate alt
(04.10.2012, 18:24)
WolfDrei :   ZooParc de Beauval

“Einer der schönsten Zoos der Welt”, “Artenreichster Zoo Frankreichs” : 4600 Tiere in 500 Arten, 600 000 Besucher 2011 vor Ankunft der Großen Pandas, 350 Geburten 2011, bei meinem Besuch, ein Sonntag war es (schon nach den Ferien), gefĂŒhlte
30 000, und die Sonne schien, der Riesenparkplatz gegen 8.30 zu einem Drittel gefĂŒllt bereits - denn ohne Auto kommt man schlecht hin. Der Zoo befindet sich ca 3-4 km sĂŒdlich des Ortes Saint Aignan sur Cher (3 000 Einwohner) im Dreieck Vierzon (auch Bourges) - Tours - Orleans an einer Autobahn, von Paris sollen es 2,5 Stunden sein. Das ist das “Chateaux an der Loir”-Dreieck - und wenn man davon 5 gesehen hat, hat man eigentlich alle gesehen (abgesehen von den noch ausstehenden ca 30).

GegrĂŒndet wurde er als ornithologische Einrichtung 1980 von der Familie Delord als Privatbesitz - zumindest im Eingangsbereich wird das noch sichtbar. Seit 1989 ZooPark, wurde dann eigentlich in jedem Jahr eine neue immer grĂ¶ĂŸer werdende Anlage eröffnet, 2012 im Februar dann die Ankunft der Pandas und ihre Ausstellung “Sur les Hauteurs de Chine” (auf den chinesischen Höhen) zusammen mit Irbis, kleinem Panda und Mishmitakin sowie Riesenseeadler - einem imposanten Komplex aus Kunstfels, WasserfĂ€llen, grĂŒnen FlĂ€chen, Palmen, verbunden mit viel Chinaflair (Tempel, Lampen, Restaurant etc), nachdem davor schon die “Ebenen Asiens” eröffnet worden waren mit Ind. Rhino, Schabrackentapir, HZA, Nilgau, Schweinshirsch, Hulman , Nebelparder, Haubenlangur und Fischkatze ĂŒber ca 2 ha.
GesamtflÀche des Zoos etwa 40 ha, nachdem schon die afr. Elefanten ca 2,5 ha 2001 erhielten.
Beauval - schönes Tal: durchflossen von einem Bach, der auf der linken Eingangsseite Wasservogelhaltung, Variinseln und Absperrungen möglich macht. Ein wenig spektakulĂ€rer Eingang und gleich eine Vogelhalle, außen und innen je 2 Javarhinovögel, in kleineren Volieren u.a. Balistar und Kongopfau, viel tropisches Buschwerk, viele Kronentauben, 3 Terrarien mit Dendrobatiden, auf der Außenseite dann auch Daubenton-Hokkos. Die anschließenden Papageienanlagen sind wohl noch aus der Anfangsphase - darunter einige Rotsteißkakadus. Die rechte Seite steigt zum Teil steil an, ganz oben auf einer 2 ha FlĂ€che die Afrikasavanne: 5 BreitmĂ€uler, (3 Geburten bisher), 2 Gnus, 7 Rappenantilopen, Grevys, an die 30 Springböcke, Strauße, darunter FleckenhyĂ€nen, noch etwas tiefer Greifvogelvolieren (wenig seltene: Bartgeier, Mönch, europ. Seeadler, Königsgeier, GĂ€nsegeier: pardon - bei den letzteren gelang es den Franzosen, sie wieder in den Cevennen anzusiedeln. Heute 300 Paare!), dabei auch drei große Volieren mit Pauxi-Hokkos. Weiter: rechter Hand des Baches Affenanlagen: 3 mit Blaumaulmeerkatzen !, Goldbrustkapuziner, Campbell MK, Wanderus auf einer Insel, Magots, rechts höher am Hang dann die Katzen in traditionellen Anlagen: Draht - Elektrodraht, gemauertes Steinhaus, BaumstĂ€mme etc: schon frĂŒh (1991) weiße Tiger und Löwen, auch ein normaler Löwe und Sumatratiger, schwarze Jaguare mit Jungtieren, Serval, Coatis, AmeisenbĂ€r, Asiat. Otter, ganz oben an der Savanne Surikaten und Löffelhunde.

Man landet unten an einer großen Selbstbed.-Anlage, dort ein Pinguinpool (klarstes Wasser!) und ein Becken der Seelöwenshow. Man ĂŒberquert den Bach , befindet sich dann links auf einer FlĂ€che mit 2 großen Glashallen: in der ersten die Schimpansen und Orangs mit großen reichgestalteten FlĂ€chen - Wassergraben - , innen die Reptilien und Krallenaffen, darunter SilberĂ€ffchen und eine große Gruppe (10 Tiere) Springtamarine. In der zweiten Halle die Gorillas : ein starker Mann, 4 Weibchen, alle mit Jungtieren, dann dort auch die Manatis (5 Tiere, BeckenlĂ€nge 25 m). Auf der VorflĂ€che dann noch Dromedare mit Watussis, wohl auch Wasserböcke (Art?). Über eine “BrĂŒcke der Konservierung” (viele Infos ĂŒber Tierschutz- darunter ein Versorgungsweg Richtung Elefanten) kommen dann die Anlagen der letzten Jahre; Australien, Asien, China, die Okapis, Elefanten.

Australien: rote Riesen, Damas , Bennets, in der Halle aber Koalas (bisher 4 Jungtiere), GodfellowbaumkĂ€nguruh (auch 1 juv), MatschieBK, dann ein Korallenriff, 3 Terrarien: Blauzungenskink, Fidjileguan u.a. Dann kommt die schon genannte Asienanlage, bei den ca 10 Languren beide Farbmorphen mit Jungtieren. Vorbei links am Winterhaus der Rhinos schaut man rechts auf einen 5m hohen Wasserfall, schwimmende Schabr.-Tapire im Wasser, auf der anderen Seite des Holzweges die Rhinos mit den Mitgenossen, ein großer Badeteich, alles begrast, LĂ€nge ca 300 m, wenn nicht mehr, unterteilt mit großen Steinen zur Trennung der Rhinos. Bergauf dann China - eine herrliche Anlage (Baukosten? Nicht unter 10 Mios geschĂ€tzt - Anlagen bergauf, Wasserversorgung am Hang, Kunst- und Naturfels) , eine riesige Takinanlage gut strukturiert auch mit 6 m Wasserfall. Die Pandaanlagen - beide ca 50 x 50 m, eine ĂŒbernetzte Irbisanlage gleicher GrĂ¶ĂŸe mit kleinem Wasserfall. Die Pandas lagen schon auf ihren Hochsitzen bei den Temperaturen (Huan Huan und Yuan Zi). Sie sind noch ein Erbe der Regierung von Sarkozy
ZurĂŒck dann zu den beiden mĂ€nnl. Okapis von 2005 - Palmen dort wieder, die Elefantenanlage. Über die kĂŒnstliche Befruchtung der afrik. Elef. wurde schon von Liz Thieme berichtet: erste Geburt Frankreichs im Juli - wieder ein Knabe. Ca 30 °C waren es dann gegen 12. 30 - ich mußte zurĂŒck, wollte ich doch noch nach Obterre, ca 50 km weiter. Schwimmen gegen den Niagarafall der Besucher!

Toiletten, Restaurants - alles Ă€ußerst sauber. Und eine Besonderheit: da der Platz im Zoo voll genutzt wird, gibt es PicknickplĂ€tze am Rande des Parkplatzes außerhalb des Zoos - Stempel - und man kann wieder zurĂŒck, auch gibt es dort an die 8 HĂ€user mit Hotelzimmern im indonesischen Stil.
Das hat seinen Preis: 24 Euro, die Jahreskarte nur 72.
Der Zoo: dringend empfehlenswert!
Vergessen zu beschreiben? Aldabraschildkröten, Axish., Zwergmuntjak, Kinderbauernhof, Gibbon, Sitatunga, Puma, BraunbÀr, Persischer Leopard, Somaliwildesel, amerikan. Tapir, Capybara

(04.10.2012, 18:15)
WolfDrei :   Zoologische GĂ€rten in Frankreich

Nun begann ich zwar schon mit Mulhouse - doch Mulhouse ist so eine Art Sonderfall: im (fast) deutschsprachigen Raum, DreilĂ€ndereck, schon gegrĂŒndet 1868 und dann noch “Stadtzoo”, also dem BĂŒrgermeister unterstellt. Letzteres ist wichtig, da - man möge das entschuldigen - die seit 1945 , speziell zwischen 1970 und 1995, entstandenen wichtigeren zoologischen Anlagen alle durch Privatpersonen gegrĂŒndet wurden. An weiteren “Stadtzoos” kenne ich direkt nur jene aus Paris (Menagerie, Vincennes und die “Außenanlage” Obterre , dazu kommt noch Cleres) sowie Montpellier, weitere Stadtzoos befinden sich noch in Lyon, Lille und Toulon, auch das Oceanapolis Brest gehört wohl der Stadt. Und alle diese haben Nachholebedarf, befinden sich oft eingezwĂ€ngt in der Stadt ob ihrer schon vor mehr als hundert Jahre erfolgten GrĂŒndung.
Zu den NeugrĂŒndungen: Vor dem Mauerfall kannte (theoretisch) ich eigentlich nur Mulhouse und Paris -Vincennes. Hinzu kam bei diesem Nichtwissen, dass wir (EnglĂ€nder inklusive) in “germano-anglo-saxonischer” Überheblichkeit glaubten, romanische LĂ€nder insgesamt hĂ€tten nur ein geringes Interesse an Tierausstellungen, außer man könne die dort ausgestellten Tiere essen oder zum VergnĂŒgen betrachten (”Die Franzosen essen alles, was vier oder sechs Beine hat - außer Tische und StĂŒhle”). Von dieser Einstellung sollten wir uns schleunigst trennen! Die Entwicklung im “Zoowesen” wird offensichtlich wohl nicht durch die sich langsam angleichenden deutschen Anlagen bestimmt! Eine Rolle ohne Zweifel spielte das Entstehen der Safarianlagen auch oder besonders in Frankreich gerade in der NĂ€he der Urlauberzentren. Nimmt man die “Dichte” der Anlagen auf der Landkarte, wird dies durchaus verstĂ€ndlig. Unter Nutzung einer Zeichnung von Jonas Livet (Leszoosdanslemonde) sieht man : Im SĂŒden Frankreichs außer Sigean und Asson kaum etwas, dann aber ab der GaronnemĂŒndung/Bordeaux nach Norden eine große Dichte entlang der KĂŒste besonders der Bretagne und der Normandie, dann die weitere Umgebung von Lyon und Paris sowie auch der Bereich um Mulhouse-Straßbourg. Im mediterranen Bereich ist`s dĂŒnner gesĂ€t: Monpellier, Aquarium Antibes, Frejus. Marseille hatte bei meinem Besuch 1996 schon geschlossen - im Giraffenstall war eine PuppenbĂŒhne, die Gesamtanlage HundefreiflĂ€che.
Wenn auch die Safaribewirtschaftung nicht immer bestehen blieb, so gibt es sie noch - z.T. nur befahrbar, z.T beidseitig begeh- und befahrbar, z. T. mit vorgegebenen Beförderungsmitteln der Einrichtung. In den Privatanlagen fĂ€llt auf: hoher Anspruch in Richtung pĂ€dagogischer Ausbildung der Besucher (gerade audiovisuelle Darstellungen); AnsprĂŒche in ökologischer Ausrichtung (Sonnenlichtnutzung, biologische Wasserreinigung. Windkraftenergienutzung), Ausrichtung der von mir besuchten Anlage als Geozoos - selbst, wenn oft nur eine einzige Art fĂŒr einen ganzen Kontinent herhalten muß. Dann natĂŒrlich fĂŒr private Einrichtungen ein Muß: hohe Shop - und Restaurantdichte, auch viele Tiershows: Papageien und GreifvogelvorfĂŒhrungen, Seelöwenshows. Daraus ergibt sich auch das Eintrittsgeldniveau: kurz unter 20 Euro (Pont-Scorff, Doue, im mittleren Bereich der zwanzig Euro: Beauval 24 Euro und bis 30 Euro in Amneville, in den stĂ€dtischen Anlagen 13 Euro in Mulhouse; 17,50 in Brest. Trotzdem liegen die Besucherzahlen im Bereich der 250 - 300 000 fĂŒr mittelgroße Zoos, deren FlĂ€che in der Regel zwischen 15 - 20 ha liegt.

(29.09.2012, 17:12)
Joshua Förg :   Was geschieht dann eigentlich mit dem alten BraunbĂ€r? Existiert dieser ĂŒberhaupt noch?
(27.09.2012, 16:52)
zollifreund :   @WolfDrei: die "EisbĂ€renunterkunft" ist noch ein alter Bau. Ob er frĂŒher nur fĂŒr die BraunbĂ€ren oder fĂŒr beide Arten als Unterkunft genutzt wurde weiß ich leider nicht. Scheint jedenfalls mit der BraunbĂ€renanlage bestehen zu bleiben. Vielleicht als "neue" EisbĂ€renunterkunft?
(27.09.2012, 16:13)
Liz Thieme :   Gerade nach dem ich am Montag auf ARD den ersten Teil einer Madagaskar- oder vielmehr Lemurensendung gesehen habe, freuen mich diese Aufnahmen um so mehr. Ich wĂŒnschte die unterschiedlichen Arten wĂ€ren weiter verbreitet in Europa (und auf Madagaskar).

Bei der Sattelrobbe war ich ebenfalls ĂŒberrascht, denn Zeichnungen zeigen oft eine weißgraue Robbe mit schwarzem Hufeisenmuster auf dem RĂŒcken und meist daneben ein weißes Junge. Nun las ich, dass dieser PhĂ€notyp eher mĂ€nnlich ist und bei Weibchen das Muster eher in Flecken ĂŒbergeht.
(27.09.2012, 12:49)
WolfDrei :   und auch beim E. collaris (hier ein Bild aus Plzen) ist das doch eher ein gelber Bart als ein Halsband!
(27.09.2012, 11:25)
WolfDrei :   und da gerade im Tierpark der "Halsbandmaki" vorgestellt wurde, einige Äußerungen dazu, gibt es doch in Mulhouse auch einen "Weißhalsband"maki , eben E. albocollaris. Ich hatte vor ca 15 Jahren im anthropologischen Institut Straßbourg bei Prof. Rumpler diese Tiere (damals die einzigen außerhalb Madag.)gesehen - er war es auch, der die Artunterschiedlichkeit zu E. collaris genetisch festgestellt hatte. Mit den deutschen Namen ist`s oft schwierig. Ich hatte immer in meiner Vorstellung von Gelbbart-und Weißbartmaki gesprochen. Im amerikan. Lemurenbuch von 1994 steht noch E.fulvus albocollariis, die Franzosen reden von Lemur a collier blanc, die Madagassen in beiden FĂ€llen von Varika. Dieser Eulemur hat ein Ă€ußerst geringes Vorkommensgebiet im sĂŒdöstlichen Madagascar.
(27.09.2012, 11:15)
WolfDrei :   - und doch noch ein Bild vom Kronensifaka aus Mulhouse
(27.09.2012, 10:59)
WolfDrei :   @MM: ich wollte schon angesichts meiner "schludrigen Bennenung" des Tieres antworten, habe nachgedacht. Da stand wirklich Satansaffe, habe mich aber mehr auf den Text der Verhaltensweisen konzentriert: nicht direkt anschauen, Objektiv nicht auf das Tier direkt richten etc. Und wirklich, schon nach 2-3 Aufnahmen ging es in den Innenraum.
Noch drei NachsÀtze:
1. Die "Nordlandanlage": Nach dem Bauplan mĂŒĂŸte eigentlich die EisbĂ€renunterkunft schon stehen. Habe ich nun von der Zooaußenseite schon selbige fotografiert oder ist das noch die alte? Die Bezoarstallanlage steht noch, auch liegen da die Felsen noch herum.
2. Nachdem die Meerhatzen und Gibbons Anlagen bekommen haben, mĂŒĂŸte nun die Anlage fĂŒr die Tonkeanmakaken folgen - immer noch eine Art "Betonloch". Die französischen Fans haben darĂŒber schon mĂ€chtig gemeckert.
3. Mulhouse ist eben auch ein botanischer Garten - und im September blĂŒhen die Dahlien!
(27.09.2012, 10:54)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Wie ist denn der Saki ausgeschildert? Ich habe gestern auf die Homepage des Zoos geschaut, da ist tatsĂ€chlich vom Satanssaki die Rede. Falls der Zoo nicht der der Abspaltung von utahickae als eigene Art folgt, wĂ€re die Angabe ja auch durchaus korrekt. Bei meinem einzigen Besuch in Mulhouse 1994 hatte ich mir vom damaligen Gehegeschild fĂŒr den selben Affen "RotrĂŒckensaki" notiert, kann aber nicht mehr sagen, ob als wissenschaftlicher Name C. chiropotes oder C. satanas chiropotes angegeben war. Ich kannte ja noch den RotrĂŒckensaki aus Köln und musste mir deshalb den wiss. Namen nicht notieren - eine Angabe utahicki/utahickae wĂ€re mir aber aufgefallen.

Die Einordnungen in der Zootierliste stimmen in vielen FĂ€llen nicht mit Gehegebeschilderungen usw. ĂŒberein (und Beschilderungen fĂŒr die selbe Tierform in verschiedenen Zoos oft auch nicht), weil es eben schlichtweg unterschiedliche systematische Ansichten gibt, aber man sich eben fĂŒr irgendeine davon entscheiden muss.
(27.09.2012, 09:48)
WolfDrei :   @MM: OK, Dank fĂŒr die Konkretisierung - ich hatte immer noch Chiropotes satanas im Hinterkopf mit Unterart uta-hicki. Etwa 1998 hatte Monsieur . Lernould, der damalige Direktor, die Hoffnung, ein Paar zusammnstellen zu können. Es gab damals einen französischen Privathalter - die Tiere kommen in Frz-Guayana vor.
(26.09.2012, 23:50)
Michael Mettler :   @Oliver Jahn & WolfDrei: Die Saki-Äffin, seit 1989 in Mulhouse und davor schon vier Jahre lang in Paris gehalten, wurde nachtrĂ€glich als Uta-Hick-Bartsaki bestimmt und ist darunter in der Zootierliste zu finden.

Angesichts dessen, dass trotz nur vereinzelter Haltung von Bartsakis in Europa doch einige erstaunlich lange Haltungserfolge erzielt werden konnten, mĂŒsste es eigentlich einen Versuch wert sein, einen "richtigen" Zoobestand aufzubauen. Allerdings weiß ich nicht, ob ĂŒberhaupt Tiere aus Zucht- und Auffangstationen ihrer Heimat verfĂŒgbar wĂ€ren.
(26.09.2012, 22:04)
WolfDrei :   Und fĂŒr mich eine Überraschung: daß es mosaikartig an den leergefallenen KĂŒsten der westlichen und nördlichen Bretagne bei Ebbe mosaikartig Seidenreiher gibt, hat mich nicht ĂŒberrascht - aber die folgende Aufnahme dann schon - ein heiliger Ibis am Strande der Halbinsel Quiberon nördlich der LoiremĂŒndung. Auf einem Infoschild bei M. Saint Michel stand, daß es in Frankreich ca 40 Brutpaare gibt.
(26.09.2012, 21:58)
Wolfgang Eggerking :   @WolfDrei: Dann will ich mal hoffen, dass die Robben noch ein paar Wochen durchhalten- die mĂŒssten schon richtig lange in Brest sein. Herzlichen Dank fĂŒr die schnelle Antwort.
(26.09.2012, 21:52)
WolfDrei :   anbei die Sattelrobbe vor der FĂŒtterung
(26.09.2012, 21:49)
WolfDrei :   @W. Eggerking: im polaren Bereich 2 Ringelrobben und eine Sattelrobbe (neben den Pinguinen: Königs-/Esels-und Rockhopperp.) nach meinen Informationen scheint dieser Bestand schon eine Weile konstant zu sein. WĂ€hrend meines Besuches am Nachmittag war die FĂŒtterung der Robben um 16 Uhr, die der Pinguine gleitend davor.
(26.09.2012, 21:43)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, wieder mal tolle Bilder, vor allem die SatansĂ€ffin. Hier hast du mich richtig erstaunt, denn in der Zootierliste stehen die Satansaffen komplett ohne eine einzige Haltung.
(26.09.2012, 21:00)
Wolfgang Eggerking :   @WolfDrei: Bin am ĂŒberlegen, ob ich demnĂ€chst mal einen Abstecher nach Brest mache, um die polaren Robben zu besuchen. Mit welchem Bestand darf ich denn rechnen, und sollte ich mich beeilen, um die Sattelrobbe(n ?) noch zu sehen?
(26.09.2012, 20:14)
WolfDrei :   eine kleine Korrektur: Weißhals-/Weißbartmaki: Eulemur albocollaris
(25.09.2012, 19:52)
WolfDrei :   - und hier die SatansĂ€ffin aus Mulhouse
(25.09.2012, 19:50)
WolfDrei :   und nun nur noch ergĂ€nzend zu dem , was Zollifreund berichtete bezĂŒglich Mulhouse: die "Nordland"baustelle war weitlĂ€ufig abgesperrt und mit Planen verhĂ€ngt, Details konnte man vom Innenzoo kaum sehen - auch einige ZugĂ€nge waren abgesperrt. Von der RĂŒckseite - der Parkplatzseite - konnte man (anbei) nur die BĂ€renanlage sehe - ich glaubte aufgrund der weißen Farbe, daß das die EisbĂ€renanlage war? ErgĂ€nzend: auch noch Nachwuchs bei den Bartmeerkatzen. Nur die Sumpf MK sah ich nicht. Etwas in die Jahre gekommen zu sein schien mir die Lemurenanlage, daselbst relativ selten zu sehen Weißbartmakis (Eulemur albicollis). Noch immer lebt die SatansĂ€ffin, so an die 20 Jahre? Allein dann das KronensifakamĂ€nnchen. Was noch? mindestens 4 Gibbonarten, Sattelvaris, Sclaterlemur, aber keine Mongozmakis (?)und graue Halblemuren (aber Alaotralemur). An Krallenaffen wieder eine große Anzahl, darunter ca 6-8 MantelĂ€ffchen (Saguinus bicolor). Zu den von Zollifreund genannten Flamingos: damit meint er den Nachwuchs vo 2012! Mulhouse ist weiter eine Reise wert! Eintritt 13 Euro (die Rentnerminderung gilt nur fĂŒr Mulhousener). Übrigens schien die Restauration in Betrieb gewesen zu sein). Anbei die alte BĂ€renanlage von außen.
(25.09.2012, 19:43)
WolfDrei :   -und anbei das fĂŒr mich einzige unbekannte "Großtier" - eine Sattelrobbe im "Oceanapolis" in Brest (die etwas anders ausschaute, als ich es mir vorgestellt hatte). Die Komorenflughunde in der Masoalahalle in ZĂŒrich hatte man leider weggefangen, da sie mit den Rodriguezflughunden angebĂ€ndelt hatten.

(25.09.2012, 19:18)
WolfDrei :   Zum Zoo Pont Scorff zwischen Vannes und Brest: hier Manul, dazu eine gehörige Anzahl weiterer Katzen: Sib. Tiger, Puma, normale und weiße Löwen, Amurleo, Nebelparder, Irbis, Sumpfluchs, Ozelot, Salzkatze, Serval, Fischkatze, bei den Schleichkatzen Tangalunga und Fuchsmangusten
(25.09.2012, 18:35)
Carsten Horn :   Na ja, da hast Du schon mehr erlebt als ich, g... Mir reicht aber die Automatenversorgung, Essen im Zoo (außer auf die Schnelle was auf die Faust) ist eh Zeitverschwendung...
(11.09.2012, 01:36)
Joshua Förg :   Bei meinem Besuch vor einer Woche war zumindest eine Putzkraft in dem "Restaurant", zu Essen gab's leider nichts :)
(10.09.2012, 19:17)
Carsten Horn :   Einen neuen Eingang hat man auch noch gebaut incl. Shop, war fĂŒr mich jedenfalls neu beim letzten Besuch, der allerdings schon fast wieder ein Jahr her ist...

Man spart halt am Service (jedenfalls hab ich da noch nie das Restaurant offen gesehen, g), dafĂŒr hat man dann Geld zum Bauen...
(10.09.2012, 14:09)
zollifreund :   gestern war ich nach ĂŒber einem Jahr wieder in Mulhouse, daher kann ich die Frage von Sven beantworten und noch etliches Neues berichten:

zum Nordlandpanorama: die Baustelle beginnt kurz unterhalb der Kasse mit dem Moschusochsengehege ( das sieht schon fast fertg aus), schön ist dass der Waldcharakter erhalten blieb in diesem Bereich, die EisbĂ€ranlage mit dem dahinter liegendem Rentiergehege und das nebenan liegende Ziegengehege sind nicht mehr, hier ist aber bisher nur ein großes Loch ( lt. Plan soll ja der ganze Komplex im FrĂŒhjahr 2013 fertig sein, so wie es aktuell aussieht muss da aber noch etliches gemacht werden). Überrascht war ich, dass die BraunbĂ€ranlage erhalten bleibt ( jedenfalls steht sie aktuell noch), und ebenfalls ist auf die alte BĂ€renburg ( zuletzt Eulen) noch da, ebenso die alte BrĂŒcke ĂŒber den Hohlweg. FĂŒr mich sieht es so aus, dass sie erhalten bleibt.

Schnell sind aber die Franzosen schon mit dem Bauen von neuen Anlagen, so war ich total ĂŒberrascht eine wunderbare GelbfußfelsenkĂ€nguruanlage anstelle der Bennetts zu finden und diese dann noch gleich mit 5 Tieren, darunter ein Jungtier, besetzt - wahrlich kein schlechter Tausch!
mit vergesellschaften sind in dieser Anlage noch Rote Riesen ( 3 Jungs), SpaltfußgĂ€nse und ein Austarlischer Triel.

und weiter zu den Neubauten: die Waldhundanlage ist nun fertig, ebenso das Vogelaufzuchthaus und die Anlage fĂŒr POS. Im Bau ist ein weiteres ( neues? zusĂ€tzliches?) Gehege fĂŒr die Bucharahirsche ( anstelle der Sikas, und wird noch deutlich in den vorhandenen Wald vergrĂ¶ĂŸert). Das Tempo mit dem in Mulhouse gebaut wird ist wirklich beispielhaft.

Aber nicht nur die neuen Anlagen machen jeden Besuch in diesem Zoo wieder neu spannend, denn wie immer waren auch die Jungtiere die Anreise mehr als Wert: die Oncillas hatten zwei Junge, die Amurleoparden eines; ja und dann die verschiedenen Meerkatzen: Vollbart, Rolloway und Eulenkopf mit jeweils einem Kleinen ( alle geboren diesen Sommer)!!! und abschießen, fast schon normal, diesmal ein Jungtier bei den Kronenmakis...
ansonsten noch erwÀhnentswert die stattliche Anzahl von mindestens 24 Rosa Flamingos und 5 Rote Flamingos...

es hat also gestern viel Spaß gemacht, und falls noch Fragen oder BildwĂŒnsche bestehen - bitte melden.
(09.09.2012, 23:08)
WolfDrei :   @S.V.Peter: Mal schauen: das Satellitenbild zeigt nur BĂ€ume, die "Planskizze" eher "tabula rasa".
(02.09.2012, 14:40)
Sven P. Peter :   Muss dem eigentlich die alte BĂ€renburg (heute Eulen) weichen?
(30.08.2012, 19:27)
WolfDrei :   Mulhouse hatte 2010 einen neuen Direktor bekommen: Dr. Brice Lefaux, ehemals Doue la Fontaine. GegenwĂ€rtig erfolgt der Bau eines "Nordlandpanoramas" - Eröffnung FrĂŒhling 2013. Ausgestellt werden sollen EisbĂ€ren, Moschusochsen, EisfĂŒchse, Lemminge, Barteulen und Schneeeulen.
(30.08.2012, 19:26)
RĂŒdiger :   Am 20.07.2012 gab es im französischen Zoo Beauval eine Geburt eines afrikanischen Elefantenbullen. Mutter N'Dala brachte nach kĂŒnstlicher Befruchtung und 23 Monaten Tragzeit ein gesundes Bullkalb zur Welt. Die Vaterschaft ist noch nicht geklĂ€rt. Bei der kĂŒnstlichen Befruchtung hat man Samen eines wildlebenden Elefantenbullen sowie des dortigen Bullen Limbo verwendet.
Siehe dazu: http://www.zoobeauval.com/zoo/naissance_elephant/

In eigener Sache: Was der Zoo Beauval in seinem Beitrag nicht erwĂ€hnt, ist, dass eine weitere Kuh nach kĂŒnstlicher Befruchtung tragend war. Sie und ihr Kuhkalb ĂŒberstanden die Geburt nicht. Mutter M'Bili und ihr Ungeborenes verstarben.


(19.08.2012, 11:46)
Jonas Homburg :   Jap, die sind alle zusammen im Gehege. Es gibt auch keine Bereiche mit DurchschlĂŒpfen o.Ä. die Anlage ist so groß, dass sich alle problemlos aus dem Weg gehen können.
(05.08.2012, 18:59)
Henry Merker :   Meines Wissens sind die Arten komplett mit den Panzernashörnern vergesellschaftet.
(05.08.2012, 15:27)
Stefanie Fischer :   Sind die Arten komplett vergesellschaftet oder haben die Hirsche und Antilopen ihre eigenen Gehege mit Zugang zu den Panzernashörnern?

@WolfDrei: Ich finde durch Scheiben zu Fotografieren sehr schwierig. Von oben lassen sich die Manatis in NĂŒrnberg eigentlich gar nicht fotografieren. Im Blauen Salon spiegelt sich dafĂŒr nichts und auch die Tiere halten sich fast immer im Bereich vor der Scheibe auf.
(05.08.2012, 14:50)
Jonas Homburg :   @WolfDrei: Ich habe aber auch in Beauval einige (wenn auch nicht besonders gute) Manatiaufnahmen hingekriegt. Das Hauptproblem liegt darin, dass die Scheiben so stark spiegeln.
(05.08.2012, 14:21)
WolfDrei :   @J. Homburg: das entspricht auch meiner "historischen" Erinnerung - sicher 25-30 Meter LĂ€nge. BezĂŒglich Manatiaufnahmen aber fast nicht bewĂ€ltigbar. Ich hoffe auf "EntschĂ€digung" in NĂŒrnberg(?).
(05.08.2012, 13:29)
Jonas Homburg :   @Stefanie Fischer: dieses Bild sollte einen Eindruck davon geben, welche Ausmaße das Becken hat. Dort wo ich den roten Pfeil gesetzt habe, ist hinter einer zweiten kleinen BrĂŒcke noch ein Beckenteil, etwa so groß wie der Abschnitt zwischen den beiden BrĂŒcken. Die Tiefe liegt bei ca. 3m im grĂ¶ĂŸten Teil des Beckens, im Bild kann man auch rechts vor der ersten BrĂŒcke einen flacheren Teil erkenne, wo das Futter hineingegeben wird (bei mir lagen haufenweise Karotten im Flachwasser)
(05.08.2012, 11:03)
Henry Merker :   @Stefanie Fischer:
Auf zoo chat sind einige Bilder vom Manatibecken zu sehen; wie groß es ist, weiß ich nicht.

http://www.zoochat.com/gallery/beauval-zoo/index3.html

Was die Panzernashörner betrifft: Diese sind mit Saruskranichen, Axishirschen, Nilgaus, Hirschziegenantilopen und StreifengÀnsen vergesellschaftet.
(04.08.2012, 23:00)
Stefanie Fischer :   @Jonas Homburg: Haben sie Bilder von dem Manatibecken? Wie groß und tief ist das Becken? Sind die Panzernashörner mit den anderen genannten Arten vergesellschaftet?
(04.08.2012, 22:06)
WolfDrei :   Danke fĂŒr die Einstimmung - und welche Entwicklung seit meinem ersten Besuch! Damals war gerade die Australienhalle eröffnet worden.
(04.08.2012, 17:10)
Jonas Homburg :   Bericht Zooparc Beauval


Da ich im Urlaub den Zooparc von Beauval (St. Aignan) besucht habe, wollte ich hier mal einen Bericht schreiben und ein paar EindrĂŒcke schildern.

Direkt hinter dem Eingang wird man von einer wunderschönen Teichlandschaft mit großzĂŒgigen Affeninseln fĂŒr Schwarzweiße und Rote Varis, Kattas und Guerezas und Flamingos empfangen, sowie dem Entenfluss, der bis zur Pinguinanlage mit großen Unterwasserscheiben reicht.

Hinter dieser geht es entlang von unzĂ€hligen Papageivolieren (beieindruckende Amazonen-Kollektion!) zum Vogel-Tropenhaus, das neben mehreren Großvögeln wie Rotohraras und Java-Rhinoceroshornvögeln auch eine große Anzahl von freifliegenden Vögeln bis hin zu Roten Sichlern und KahnschnĂ€beln enthĂ€lt, von denen leider nicht alle ausgeschildert waren.
In den dahinterliegenden großen Volieren werden grĂ¶ĂŸtenteils Greifvögel und große Papageien gehalten, fĂŒr mich besonders schön die WG Königsgeier-Felsensittich.
Ein kleines Rondell zeigt Aras und Kakadus, auch die seltenen Blaulatzaras.

Die ersten beiden TĂŒpfelhyĂ€nengehege sind erste Vorboten der Afrika-Savanne, die ganz oben auf der Erhöhung, an die ein Teil des Zoos gebaut ist, liegt.
Auf der Anlage leben Giraffen, Zebras, Breitmaulnashörner, Strauße, Springböcke, Rappenantilopen, Streifengnus und Marabus friedlich zusammen. Besonders gut konnte man die ausgeprĂ€gte artĂŒbergreifende Rangordnung beobachten: die Rappenantilopen gaben ihren Liegeplatz auf, als die Nashörner dorthin kamen, ihnen wiederum wurde von den Gnus Platz gemacht. Um die Giraffen machten auch die Nashörner einen Bogen, ein Zebra blieb seelenruhig stehen, als die gesamte Nashorngruppe frontal auf es zukam, es schien zu wissen, das die Nashörner im letzten Moment doch noch einen Bogen machten. Die Springböcke hielten sich vorrangig am Rand der Savanne auf und machten grundsĂ€tzlich Platz, wenn sich ein grĂ¶ĂŸeres Tier nĂ€herte.

Im Raubtierkomplex haben Servale, Jaguare, Weiße und Sumatratiger, Weiße und Normalfarbige Löwen, BraunbĂ€ren, Pumas, Persische Leoparden und Stachelschweine schön gestaltete Gehege.
Unterhalb befindet sich eine Reihe von großzĂŒgigen KletterkĂ€figen fĂŒr Meerkatzen und Kapuzineraffen, besonderes Highlight fĂŒr mich waren die Campbell-Meerkatzen.

Entlang von WaschbĂ€ren, Zwergottern, WeißrĂŒssel-NasenbĂ€ren und Großen AmeisenbĂ€ren gelangt man zum großen Becken der Kalifornischen Seelöwen. Hier finden auch die VorfĂŒhrungen statt, bei denen auch Greifvögel wie Schwarzmilane, Kondore, Schopfadler, Gaukler, Schreiseeadler und GĂ€nsegeier ĂŒber die Köpfe der Besucher fliegen. Absolut spektakulĂ€r demonstrierte ein Weißkopfseeadler seine Geschicklichkeit im Fischen, indem er ins Becken geworfene FleischstĂŒckchen aus dem Wasser fischte.

Noch im ersten Teil des Zoos sind die beiden großen Menschenaffen-TropenhĂ€user. Die Gorillas teilen sich ihr großes, wassergesĂ€umtes Außengehege mit Husarenaffen und Guerezas. Im Gorillahaus befindet sich neben drei Innenanlagen fĂŒr die Affen, die mit hochwertigen Wandbildern gestaltet sind, das große Manatibecken. DarĂŒber fĂŒhrt eine BrĂŒcke, zudem erlauben große Unterwasserscheiben den Blick auf die Manatis und ihre Mitbewohner wie Arapaimas und Pacus.

Im zweiten Menschenaffenhaus leben Orang-Utans mit Weißhandgibbons und Schimpansen in Ă€hnlich gestalteten Innenanlagen mit Wandbildern und großen, wassergesĂ€umten Außenanlagen mit sehr vielen Klettermöglichkeiten bis in große Höhe. In diesem GebĂ€ude lebt zudem noch eine ganze Reihe Krallenaffen: Rothandtamarine, WeißbĂŒschelĂ€ffchen, Springtamarine, LisztĂ€ffchen, Goldene LöwenĂ€ffchen, ZwergseidenĂ€ffchen, Zweifarbentamarine sowie Weißgesichtsakis und eine (leider nicht beschilderte) GĂŒrteltierart.
Die zweite HÀlfte des GebÀudes enthÀlt das Terrarium des Zoos, hier leben viele Reptilien in schön gestalteten Terrarien, lediglich das Terrarium eines Warans erschien mir zu klein. Auch das Becken der Mississippi-Alligatoren befindet sich dort.

Über eine BrĂŒcke gelangt man in den Zweiten Teil des Zoos und trifft als erstes auf Bennet- und Rote RiesenkĂ€ngurus. Das Australienhaus zeigt Matschie- und GoodfellowbaumkĂ€nguru, die mitbewohnenden RattenkĂ€ngurus entzogen sich leider den Blicken der Besucher. Das Highlight des Hauses sind die Koala, die drei Innengehege mit vielen Klettermöglichkeiten bewohnen. Alle schliefen, nur ein Tier hatte die Freundlichkeit, kurz in meine Kamera zu schauen.

GegenĂŒber des Hauses sind zwei sehr große und Hohe KĂ€fige mit FelsrĂŒckwand und vielen Klettermöglichkeiten dem Thema Asien gewidmet. Der rechte wird von Javalanguren, der linke von Nebelpardern bewohnt. Dem Weg folgen kommt man zur „Plaine Asiatique“, die ein Großes Gehege fĂŒr Schabrackentapire, Schweinshirsche, Muntjaks und Weißnackenkraniche sowie mehrere verbundene Großanlagen fĂŒr Panzernashörner, Hirschziegenantilopen, Nilgauantilopen, Axishirsche, Saruskraniche und StriefengĂ€nse beinhaltet. Der Besuchereinblick erfolgt von einem erhöhten Holzsteg, der zwischen den Gehegen verlĂ€uft. Ebenfalls noch zu diesem Bereich gehören zwei KĂ€figanlagen fĂŒr Hanumanlanguren und Fischkatzen.

Hinter einem asiatisch anmutenden Bogen beginnt „Sur les hauteurs de Chine“. Die Attraktion des Parks sind natĂŒrlich die beiden großen Pandas, die zwei ausgesprochen schöne Außenanlagen (sogar mit kĂŒnstlichem Nebel) und zwei ebenso gute Innenanlagen mit Wandbemalung bewohnen. Weiter zu diesem Bereich gehören die kleinen Pandas, die Riesenseeadler, die Takins, deren Gehege mit Felsen und Wasser sehr schön modelliert ist, und die Schneeloparden.

Hinter einer weiteren BrĂŒcke kommt man zu den beiden Elefantenanlagen. Die kleinere (was heißt schon klein, selbst die war noch sehr groß) kann man komplett umrunden. Die zweite Analge „Prairie des ÉlĂ©phants“ bietet neben viel Platz Gras- Erd- und Sandboden und ein großes Badebecken. Dabei liegen noch die beiden Okapigehege und das der Paradieskraniche.

Wieder im ersten Zooteil geht es an drei Affeninseln fĂŒr Schwarzweiße Varis, Bartaffen und Braunkopfklammeraffen vorbei sowie an einem Gehege fĂŒr Kronenkraniche und Störche. Gegen Ende geht es auf eine ins Runde laufenden Steg, in dessen Mitte sich der Pelikansee befindet. Entlang der Außenseite des Stegs liegt eine große Anlage fĂŒr Somaliwildesel und Wasserböcke sowie ein zur anderen Seite durch WassergrĂ€ben begrenztes Gehege fĂŒr Dromedare und Watussirinder.
Die letzte Anlage des Zoos ist die SĂŒdamerikaanlage, auch hier blickt man von einem Steg in die beiden großzĂŒgigen Gehege mit Wasserbecken. Bewohner sind Flachlandtapire, Wasserschweine, Maras, Nandus (ein weißes Tier!), Chilepfeifenten und Gelbe PfeifgĂ€nse.


Insgesamt finde ich, dass der Zooparc von Beauval einer der schönsten Zoos ist, die ich kenne. GroßzĂŒgige und schön gestaltete Anlagen (auch in allen Huftiergehegen nahezu geschlossene Grasbedeckung!), ein ausgewĂ€hlter Tierbestand mit einigen RaritĂ€ten und das gesamte Ambiente machen diesen Zoo einzigartig.

(04.08.2012, 13:06)
Sacha :   @Werner Schindler: Ich war zuletzt an Ostern vor zwei Jahren in AmnĂ©ville und kann ein paar Anmerkungen zu den Greifvögeln geben: Die meisten von Ihnen leben in mehr oder weniger grossen Volieren um eine Arena, in der eine kompinierte Reit- und Greifvogelshow im Mittelalterstil vorgefĂŒhrt wird (mit leider sehr lautem Kommentar bzw. Musik). Die Arena befindet sich vom Eingang gesehen rechts. Von den meisten Arten sind Paare (oder zumindest zwei Individuen) vorhanden. Einzeltiere habe ich keine in Erinnerung.
(16.05.2012, 12:47)
Jörn Hegner :   vor kurzem besuchte ich mal wieder den zoo mulhouse . er hat fĂŒr demnĂ€chst eine giraffenanlage geplant . die erstmal gebaut werden soll .
(06.05.2012, 20:22)
Werner Schindler :   Jetzt war ich zunĂ€chst auf dem falschen Gleis gelandet, hatte unter Amneville in der ZTL nachgeschaut. Aber der Text im Beitrag betraf ja eindeutig Doue la Fontaine, habs dann gemerkt.

So wie ich die ZTL verstehe, werden Individuen/Arten erst unter "aktuelle Haltung" aufgefĂŒhrt, wenn sie sich tatsĂ€chlich im Zoo befinden. Im konkreten Fall "seit 2012". Dass bei so selten gehaltenen Arten keine Quelle genannt ist (und auch keine Angabe zur Anzahl etc), ist natĂŒrlich schade. Irgendwo muss die Nachricht ja herkommen. Vielleicht lĂ€sst sich das noch ergĂ€nzen.

Das Nachschauen unter Amneville hatte aber auch was. Ich kenne diesen Zoo bisher nicht. Dort ist in der ZTL eine ganze Anzahl in europĂ€ischen Zoos rarer großer Greifvögel wie Kaffernadler oder Ohrengeier gelistet, bei denen stets nur "seit 2008" vermerkt ist, keine weitere Angabe zu Anzahl, Herkunft, eventuelle Zucht, in der Schau oder hdk etc.; anscheinend ist die Nachrichtenlage dĂŒnn.
Wer also diesen Zoo besucht, könnte freundlicherweise in der ZTL ergÀnzende Angaben machen und so auch Besuchsplanungen erleichtern.
(22.04.2012, 20:23)
Gerrit Wehrenberg :   Im Bioparc Zoo Doue la Fontaine sollen laut Zootierliste.de Graumöwen (Leucophaeus modestus), Darwinnandus (Pterocnemia pennata), Chile-Meerespelikane (Pelecanus thagus), Perutauben (Zenaida meloda), Anden-SĂ€belschnĂ€bler (Recurvirostra andina), Blaufußtölpel (Sula nebouxii) 2012 fĂŒr eine neu gestaltete SĂŒdamerika-Anlage angeschafft worden sein.
Gerade die letzt genannten sind wohl nicht einfach zu bekommen. Die drei letztgenannten Arten gÀbe es dann nur dort in Europa. Die Frage ist, ob es der Plan des Zoos ist, die Tiere zu bekommen oder diese schon dort leben. In den BeitrÀgen in der zootierliste.de gibt es keine Quellenangaben dazu.

Soweit ich das aus dem Internet mitbekommen habe, sollen noch Inkaseeschwalben und Humboldt-Pinguine, die es beide schon etwas lĂ€nger im Park gibt, zusammen mit in die große, wohl begehbare, Voliere ziehen.

Hier ein Link: http://actuzoo.forumactif.com/t8532-bioparc-de-doue-la-fontaine-une-saison-2012-pleine-de-nouvelles-arrivees
(21.04.2012, 20:10)
Joshua Förg :   Am 6. Aprill eröffnet die laut Zoo „schönste und grĂ¶ĂŸte Anlage der Welt“ fĂŒr Gorillas in AmnĂ©ville. Sie soll fĂŒr zwei Gruppen ausgelegt sein, darunter eine Junggesellengruppe mit Meru, Lengai, Monza und Upala aus Stuttgart. Die Außenanlagen sollen zusammen ungefĂ€hr einen Hektar groß sein, die Innenanlagen 2000m2.
(01.04.2012, 22:49)
Oliver MĂŒller :   Der Masterplan fĂŒr den neuen Parc Zoologique de Paris im Bois de Vincennes ist online. Auf dieser Website findet sich etwa in der Mitte der Link "TĂ©lĂ©charger le documet PDF": http://www.mnhn.fr/museum/foffice/tous/tous/guidePratique/lieuxVisiter/LieuxAVisiter/FLieuAVisiter.xsp?AE_ID=223&INFO_ID=27&LIEU_ID=172&MAN_ID=279&SITE_ID=2&idx=9&nav=liste&fidx=1
Der neue Zoo soll im April 2014 eröffnet werden und wird eine FlĂ€che von 15 ha haben. Er wird sich in fĂŒnf Bereichen der BiodiversitĂ€t widmen: Patagonien mit u.a. Robben, Pinguinen und Pumas; Sahel-Sudan mit u.a. Giraffen, Straußen, Pavianen, Breitmaul-Nashorn, Oryx, Kudu und Addax-Antilopen; Europa mit Iberischem Wolf, Luchs, Geiern und diversen Amphibien und Reptilien; Amazonien u.a. mit Manatis, Zwergkaimanen, Hyazintharas, Anakondas und diversen kleinen Primaten sowie Madagaskar mit Lemuren, Fossas und Strahlenschildkröten. Insgesamt sollen es etwa 150 Arten werden.
(19.02.2012, 00:15)
RĂŒdiger :   Zoo Prac Beauval
Ein Neugeborenes BEI DEN Breitmaulnashörner im ZOOPARC Beauval!

Am 16. Oktober 2011, hatte Beauval das VergnĂŒgen, ein kleines Breitmaulnashorn - MĂ€nnchen Nashorn zu prĂ€sentieren . Ein entzĂŒckendes Baby, dass jeder durch das Fenster in seiner Freiheit von Savannah zu sehen ist , zusammen mit seiner Mutter, Satara. In ein paar Wochen wird er die anderen Tiere aus der riesigen afrikanischen Ebene beitreten ...

(20.11.2011, 10:52)
RĂŒdiger :   Zoo La Barben
Laut den Internetnews gab es am 10 . und 27. Juni 2011 zweimal Nachwuchs bei den seltenen Kordofangiraffen .
Die neue GruppenstÀrke sind nun 7 Tiere. (genaue Sexverteilung weiss ich nicht)
(17.07.2011, 14:23)
WolfDrei :   Herzlichen Dank Zollifreund: es wird Zeit fĂŒr mich, wider nach Mulhouse zu kommen!Die Rotbauchmeerkatzen haben sich leider immer nur mĂŒhselig halten können: ein Tier starb, dann wurde ein Tier vom Zoll eingestellt und so weiter. Interessant wĂ€re , ob der Satansaffe (ein Weibchen) immer noch jener von vor 2000 ist. Außerdem beruhen wohl alle Hoffnung , Kronenmakis zu bekommen, auf der Mulhouser Zucht! (vielleicht noch Twycross?)
(13.06.2011, 19:28)
zollifreund :   ... das ich natĂŒrlich nicht vorenthalten will
(13.06.2011, 16:35)
zollifreund :   am Wochenende war ich seit 2 Jahren wieder mal in Mulhouse, ich bin jedesmal wieder ĂŒberrascht und begeistert was sich in der Zwischenzeit alles so getan hat. Daher in Stickworten das ( fĂŒr mich Neuste):
- neuer Eingang mit ( obligatorischen Shop)
- die EisbĂ€ren sollen so bald wie möglich ein 8 mal grĂ¶ĂŸeres Gehege bekommen ( auf einer Infotafel wird um Spenden geworben), das dahinterliegende Rentiergehege ( ist im Vorgriff darauf?) nur noch mit Ziegen und Schafen besetzt. Ob der BraunbĂ€r auch eine neue Unterkunft bekommt wurde nicht erwĂ€hnt
- gegenĂŒber den Sandkatzen, unterhalb des alten Wirtschaftshof wird an einem Vogelhaus gebaut
- es wurde ein neues Schildkötenhaus fĂŒr Sporn- und Strahlenschildkröten gebaut
- ebenso neu ist eine sehr große Anlage fĂŒr ErdmĂ€nnchen gebaut ( hier waren das letzte mal noch kleine Schildrötengehege - oberhalb der Gibbons), nebenan wird an einen neuen Waldhundgehege gebaut ( sollen somit umziehen)
- gegenĂŒber den Blauschafen ist ein neuer Streichelzoo entstanden
- lt. Zooplan sollen in das alte Schabrakentapirgehege demnÀchst Pinselohrschweine einziehen
- die Helmkasuare waren nicht mehr ausgeschildert oder zu sehen
- die Rotbauchmeerkatze war leider nicht mehr zu sehen, dafĂŒr fĂŒr mich zum ersten mal den Glanzhaubenturako
- dann noch Vollbartmeerkatzen mit Jungtier, ĂŒber zehn Mantelaffen ( dazu neu geborene Zwillinge), der Satansaki war schön zu beobachten, weiter Zwillinge bei den Kronenmakis und dann natĂŒrlich noch das Junge bei den Eulenkopfmeerkatzen...
(13.06.2011, 12:51)
Henry Merker :   Die Nachricht mit den Java-Languren (Presbytis comata comata) ist leider nicht korrekt gewesen :-(. In der neueren "Homepageausgabe" werden diese nun als Haubenlanguren (Trachypithecus auratus) identifiziert und entsprechend abgebildet. Da muss es sich wohl zunĂ€chst um eine Fehlbestimmung gehandelt haben.
Bleibt also zu hoffen, dass sich demnÀchst andere Einrichtungen der erstgenannten Art annehmen.
(30.05.2011, 22:04)
Michael Mettler :   Ich kenne das Gaurgehege nicht, aber vielleicht ist der Sanduntergrund sogar nötig, WEIL es sehr klein ist...? Immerhin produzieren drei Riesenrinder Unmengen von Urin, der auch auf kleiner FlĂ€che versickern können muss.
(30.05.2011, 21:06)
Hans-Dieter Philippen :   Menagerie du Jardin des Plantes
Hatte am Wochenende Gelegenheit die "Menagerie du Jardin des Plantes" und die Schausammlung des Naturhistorischen Museums zu besuchen. Letztere ist eine durchaus sehenswerte Kollektion diversester SkelettprÀparate und SchÀdel/Geweih/GehörnprÀparate, die Lebendtierkollektion ist bei weitem nicht so imposant.
Wie in einigen Postings schon zuvor angedeutet, gibt es aber durchaus, zumindest bei den Mammalia, die eine oder andere Besonderheit. Sehen und mehr oder weniger akzetable Fotos konnte ich von den Kaukasussteinböcken und den Arkalen machen. Bei den Flachlandanoas gab es ein ca. 1 jÀhriges Jungtier und die Chinesischen Goral haben sich auch gezeigt.
Bei der Vogelwelt konnte ich einen weiblichen Strauss mit drei Eier ablichten. Ob noch mehr gelegt werden/worden sind ist nicht ganz klar.
Bei den Reptilien gab es im Bereich des Riesenschildkrötenhauses eine neue (?) Gruppe von 8 Madagassischen Strahlenschildkröten. Im Vivarium ist mir nichts besonderes aufgefallen; problematisch ist jedoch, speziell fĂŒr Tuerfotografen die grĂ¶ĂŸere Distanz der beiden begrenzen Scheiben mit mindestens 10 cm Luftraum, was selbst im Zeitalter digitaler Fotografie nur durchschnittliche Ergebnisse ermöglicht.
Insgesamt macht der Zoo einen "sehr musealen" Eindruck und teilweise kann man auch vermuten, dass einige Gehege mit permanenten "Notlösungen" bestĂŒckt sind. So kann ich beim besten Willen nicht verstehen, warum 1,1 Poitou-Esel hinter 2,5 m hohem Eisengitter gehalten werden mĂŒssen. Das Gehege der 1,2 Gaur hat mich auch mehr abgestossen, als fasziniert. Nicht nur, dass die Abmessungen grenzwertig bis mikroskopisch sind, auch dass ein Dschungelrind ohne Struktur und BĂ€ume auskommen muss und als Bodengrund nur Sand zur VerfĂŒgung hat ist bei aller Liebe zur Historie nicht nachvollziehbar.
(30.05.2011, 20:15)
Henry Merker :   Erfurt zum Beispiel.
(30.04.2011, 23:56)
Michael Mettler :   Vielleicht haben sich Berlin und Leipzig auch schlichtweg noch gar nicht fĂŒr diese Art interessiert... Abgesehen davon gĂ€be es ja noch einige andere deutsche Zoos mit viel Erfahrung in der Haltung von heiklen Schlankaffen.
(30.04.2011, 21:40)
WolfDrei :   @Mirko S.: Die Tiere stammen ja sicherlich aus Howletts. Die genannten von Ihnen angedachten Zoos mĂŒĂŸten wohl zunĂ€chst an "hĂ€rteren" Languren trainieren. Presbytis comata wĂ€re vielleicht besser mit MĂŒtzenlangur zu "ĂŒbersetzen" (frĂŒher auch als P. aygula benannt), was auch nicht eindeutig wĂ€re, ganau wie der Begriff Java-Langur zu vieldeutig ist (schließlich gibts noch von Java T. auratus). Anbei ein Foto von mir von 2005 von Howletts
(30.04.2011, 20:58)
Mirko Schmidkunz :   Es ist sehr schön, dass diese bedrohte Langurenart nun die Insel verlassen hat. Warum kommt sie aber nicht nach Berlin oder Leipzig?

(30.04.2011, 11:31)
Henry Merker :   Der Zooparc de TrĂ©gomeur hĂ€lt nun Javalanguren (Presbytis comata comata). Damit ist diese Langurenform nun in zwei Zoos Europas vertreten.
(30.04.2011, 08:28)
BjörnN :   Seit dem Tod von "Kwanza" in Leipzig und "Kenge" in Edinburgh sind "Cissero" und "Carmina" das einzige erprobte Zuchtpaar in Europa.

Anstrengungen, neue Zuchtpaar zu etablieren, gibt es bereits.

@Henry Merker
Die Info zur Geburt stammt aus dem aktuellen ISIS-Update, ebenso wie die Meldung der Bonobogeburt in Wuppertal.
(10.04.2011, 21:56)
Henry Merker :   Im Zoo von Mulhouse gab es wieder Nachwuchs bei den Eulenkopfmeerkatzen. Bei dem Paar, das aus Cissero (geb. in Antwerpen 2001) und Carmina (geb. in Leipzig am 30.08.2002) besteht, handelt es sich scheinbar um das einzige derzeit funktionierende Zuchtpaar bei dieser seltenen wie schönen Meerkatzenart!
(10.04.2011, 21:32)
Gerhard Joerres :   Man hat zwar im September fleissig gebaut, aber viel erkennen konnte man noch nicht. Die Berberaffen haben ein neues Gehege bekommen.
(06.11.2010, 14:09)
Michael Mettler :   "GrĂ¶ĂŸte Anlage" im Sinne von nutzbarer GehegeflĂ€che fĂŒr die Affen oder im Sinne des Gesamtkomplexes? Ist das Gorilla-GelĂ€nde in Apeldoorn wirklich kleiner?
(06.11.2010, 09:27)
BjörnN :   Im Zoo Romagne bei Vallee de Singes haben die Bauarbeiten zur grĂ¶ĂŸten Menschenaffenanlage Europas begonnen. Auf ĂŒber 10.000 mÂČ entstehen zwei weitlĂ€ufige Außenanlagen fĂŒr die im letzten Jahr eingetroffenen Bonobos, ein Haus mit 350mÂČ KĂ€figflĂ€che, verteilt auf 10 KĂ€fige, schließt sich an.
(06.11.2010, 00:21)
WolfDrei :   NatĂŒrich ist das so gemeint - einentlich "doppelt gemoppelt" von Sahelzone und "Sahara"-sĂŒdlicher Regionen.
(26.08.2010, 07:19)
Anti-ErdmĂ€nnchen :   Unter "Sudan" ist dann wohl die Savanne zu verstehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Flandschaft_Sudan

(25.08.2010, 22:30)
WolfDrei :   Weder in den "Lettre de la SECAS" gefunden. Paris -Vincennes soll nun im April 2014 eröffnet werden. 6 "Biozonen" soll es geben: Sahelzone, Sudan, Europa, Madagascar, Patagonien. Guayana
(25.08.2010, 21:04)
Carsten Horn :   Schöner Bericht, da werden doch Erinnerungen wach. Mit dem Hotel hab ich allerdings mehr GlĂŒck gehabt, g, kein Pack zu der Zeit da...
(13.04.2010, 20:16)
Sacha :   So hier nun der 2. Teil

Diesemal gehts um den Zoo (gewisse Dinge wurden von Jennifer und Stefan Schubert schon erwÀhnt) und die Unterkunft:

Der Zoo ist nur 5 Gehminuten vom Hotel Roi du Solei entfernt. Bevor man zur Kasse kommt, befindet sich rechts ein kleines Gehege in Inselform fĂŒr Frettchen. An der Kasse werden pro Erwachsener 26 Euro, fĂŒr Kinder (3-11) 21 Euro fĂ€llig. Als Gast des Hotels Roi du Soleil kann man im Hotel selbst vergĂŒnstigte Tickets beziehen. Geöffnet ist der Zoo im Sommer von 9.30 bis 19.30 Uhr (Sonntag bis 20 Uhr). Positiv: Es gibt auch FĂŒhrer auf Deutsch (fĂŒr 6 Euro, Uebersetzung teilweise komisch, z.B. Kea = Bergpapagei). Negativ: Ein Wiedereintritt am gleichen Tag ist nicht möglich (kein Stempel), was besonders Ă€rgerlich ist, wenn man kleine Kinder hat, die Mittags gerne im Bettchen ein MittagsschlĂ€fchen halten.)

Der Rundgang beginnt mit mehrheitlich asiatischer Fauna. Geht man rechts herum, kommt man an eine schöne Anlage mit rund einem Dutzend Jungfernkranichen. GegenĂŒber ist eine Freianlage mit SĂŒdamerik. NasenbĂ€ren, dann folgt ein KĂ€fig fĂŒr Europ. Wildkatzen. Nun erblickt man Hauskamele, in deren Gehege sich völlig unpassend und nutzlos eine Ă€gyptische Pyramide befindet.
Dass der Zoo sehr Raubtier-lastig ist, wird beim weitergehen deutlich. Nordpers. Leopard, Schwarzer Panther, Puma (in einem scheusslich dekorierten Gehege, dass an eine nordamerik. Ranch erinnern soll und viel fĂŒr Tiere nutzloses Zeug wie Heugabeln enthĂ€lt) sowie Löwen leben in den folgenden Gehegen, unterbrochen von einer Freianlage mit Emus und BennettkĂ€ngurus (davon mind. 1 weisses adultes und 1 weisses juveniles Exemplar).
GegenĂŒber der Löwen sind zwei Inselanlagen, von denen eine mit Gehaupten Kapuzinern, die andere mit Braunkopf-Klammeraffen besetzt ist. Auf den dazugehörigen WasserflĂ€chen leben mehrere Enten- und GĂ€nsevögel.

Nun folgt ein Wildwest-Komplex, der insgesamt gelungen ist (Holzbau, kann Tiere teilweise auch von oben betrachten). Hier leben Wölfe, Bisons mit TruthĂŒhnern und Nordluchse (deren Gehege leider ebenfalls mit Schnickschnack ĂŒberladen ist). GegenĂŒber befindet sich eine Anlage fĂŒr Nandus und Alpakas, dann Zwergziegen und HĂŒhnern, der ein nur wenige Jahre alter Afrika-Komplex mit Weissschwanz-Stachelschweinen (unpassend), Afrik. Wildhunden, Pinselohrschweinen (beides schöne und gerĂ€umige Anlagen) sowie Volieren mit Afrik. Kleinvögeln folgt.
Wer nun rechts um die Ecke biegt sieht das Vivarium vor sich, welches u.a. Quittenwaran, Papuawaran, Leistenkrokodil, Nilkrokodil, Geierschildkröte und Grosse Anakonda, aber keine Giftschlangen beherbergt.
Nun kommt man zum ersten (Freiluft-)Restaurant von dem man einen guten und ĂŒberdachten Ausblick auf Orang-Utants (mit Zwergotter) und Siamangs (mit div. GĂ€nsen und Enten) haben kann - sofern diese sich in den Ă€usserst grossrĂ€umigen Aussengehegen befinden. Von den Speisen sind Pizza und vor allem ElsĂ€sser Flammenkuchen sehr zu empfehlen (Achtung: Der Massstab ist die durchschnittliche Zoo-Gastronomie). Allerdings muss man sich bei grossem Besucherandrang ganz schön gedulden, bis man die Fladen erhĂ€lt (französische Organisation halt, seufz).

Wer sich weiterhin rechts hĂ€lt, gelangt nun in das Orang-Utan-Haus. Hier trifft Moderne (Viel Glas, Beton und Metall) auf Replica (Masken, in Form von Krokodilen geschnitzte SitzbĂ€nke). Nebst dem ebenfalls gerĂ€umigen Innengehege fĂŒr die Affen und die Otter gibt es noch eine Voliere mit Balistaren, Strausswachteln und (Reis-?)finken.

Nun zu der in einem anderen Thread angekĂŒndigten Beobachtung: WĂ€hrend die erwachsenen Orangs sich nicht um die Zwergotter zu kĂŒmmern schienen, versuchte ein Halbstarker die Untermieter immer wieder zu Ă€rgern. Mindestens eine Stunde sassen wir vor der Scheibe und beobachteten, wie der Orang sich den Ottern nĂ€herte und mal mit einem Seil, mal mit einer leeren Plastiktonne auf die Zwerge eindrosch - stets darauf bedacht, nach einem Angriff schnell in luftige Höhen zu entfliehen. Die Otter wechselten dabei immer wieder ihren Ruheplatz, was den Orang aber nicht vor weiteren Provokationen abhielt. Lustig, wie er dabei die Besucher betrachtete. Ganz so, als sei wĂŒrden ihn die Zeugen seines Tuns stören.

NĂ€chster Stopp ist ein mittelalterliches Amphitheater aus Holz, in dem mehrmals tĂ€glich eine kombinierte Greifvogel-Reitershow stattfindet. Etwas vom besseren, was ich in dieser Beziehung schon zu sehen bekam. Rund um die Arena sind mehrere Dutzend KĂ€fige fĂŒr die fliegenden Protagonisten angelegt. Darunter befinden sich einige Arten, die man nur selten in Zoos zu Gesicht bekommt wie Palmgeier, Ohrengeier und Kaffernadler. Ebenfalls in diesem Bereich liegt eine gut strukturierte Anlage fĂŒr mind. 3 Weisse Tiger.

Ueber eine Inselanlagen fĂŒr Weisshandgibbons (mit Krauskopfpelikan) fĂŒhrt der Rundgang an Rhesusaffen, SekretĂ€ren, einem Haustierkral, MĂ€hnenschafen, Kattas, Kleinen Pandas zu zwei Baustellen. Linker Hand entsteht gemĂ€ss Beschilderung eine Anlage fĂŒr Gr. AmeisenbĂ€ren, NeunbindengĂŒrteltiere und Tamanduas. Rechts wird die Anlage fĂŒr Humboldtpinguine erneuert.

Der nĂ€chste Bereich ist den Tiere Amerikas vorbehalten. Als erstes sieht man rechts einen KĂ€fig mit Hyazintharas und Arassaris (S. culik), dann eine kleine Arena fĂŒr eine Papageishow. Es folgen links Gehege fĂŒr PrĂ€riehund und WaschbĂ€r (mit Streifenskunk) ehe es runter in den Amazonienbereich geht. Hier gibt es MĂ€hnenwölfe, eine begehbare Voliere mit Roten Sichlern und Punaibissen, eine tolle Jaguar-Anlage, versch. KrallenĂ€ffchen, Chileflamingos, Weisskopfsakis, Flachlandtapire (mit Maras), Goldagutis und GrĂŒne Leguane.

Rechts herum folgt nun die EisbĂ€ranlage. FrĂŒher waren dies zwei Grossanlagen, nach dem Ableben von einem der drei BĂ€ren steht die zweite Anlagen Kanadakranichen, Austernfischer, PlĂŒschkopfenten (ausgeschildert, aber nicht gesehen) und Seidenreihern zur VerfĂŒgung.
In der eigentlichen, mit Naturboden versehenen EisbĂ€ranlage findet jeweils gegen 11 Uhr eine komentierte SchaufĂŒtterung statt.

Vorbei an der Flusspferdanlage fĂŒhrt der Weg ĂŒber eine BrĂŒcke zum Bereich Afrika-Savanne. Hier erblickt man als erstes die Elefanten (davon 1,1 L.a.knochenhaueri). Die Anlage ist optisch gut strukturiert, doch genauer betrachtet eher klein ausgefallen. Rechts herum, den HĂŒgel hoch laufend gelangt man an einer Anlage mit Kirkdikdiks (in der ich zu meiner Ueberraschung keine Dikdiks, sondern einen Kleinen Panda fand) vorbei zu Strahlen- und Leopardschildkröten und anschliessend ins Elefantenhaus. Hier gibt es eine abgedunkelte Höhle mit Nilflughunden sowie Vitrinen fĂŒr WĂŒstenfĂŒchse und Kap-Klippschliefer. Das Haus verlassend erblickt man vor sich die grosse Savannenanlage mit Giraffen (div. UAs resp. Hybriden), Kafue-Litschimoorantilopen, Straussen und Kronenkranichen. Weiter gehts ins Giraffenhaus, wo erneut Kap-Klippschliefer, eine Nachttieranlage mit Senegalgalagos (in die man durch kleine Guckfenster blickt), Nil- und Steppenwarane zu finden sind. Auch die Innenanlage der Mandrills befindet sich hier, deren Aussenanlage als nĂ€chstes folgt. Weiter geht es zu Servalen, StreifenhyĂ€nen und SĂŒdlichen Hornraben. Einer dieser Hornvögel ĂŒberraschte mich total. Er schnappte sich nĂ€mlich eine Amsel, die in sein Reich eingedrungen war, rupfte sie auseinander und verspeiste sie. Dass diese Hornvögel derart geschickte VogelfĂ€nger sind, hĂ€tte ich nicht gedacht.
Nun ist man beim zweiten Restaurant angelangt, von dem man einen herrlichen Blick auf die Afrikaanlage geniesst, aber auch innen im warmen Essen kann. Das kulinarische Angebot hier ist allerdings fĂŒr Zoogastro-VerhĂ€ltnisse unterdurchschnittlich und teuer. Es folgen zwei Anlagen fĂŒr SĂŒdl. Breitmaulnashörner und dann eine der grössten (WasserflĂ€che) Robbenarenen fĂŒr Kaliforn. Seelöwen und MĂ€hnenrobben.
Am Nashornhaus (wo auch div. madagassische und nordafrikan. Reptilien sowie Sandkatzen zu finden sind), ErdmĂ€nnchenanlage (zusammen mit Rotschnabeltokos) und Waldrappen vorbei geht es nun ĂŒber die BrĂŒcke zurĂŒck zu den Flusspferden (= alter Zooteil).

Nun folgen zwei Ă€ltere Anlagen fĂŒr Geparden und TĂŒpfelhyĂ€nen, dann zwei frisch renovierte, mit viel Holz versehene und vergrösserte Anlagen mit Sibir. Tigern und Sumatratigern. Ihnen gegenĂŒber leben Schneeleoparden und Fischkatzen. Nun gelangt man an den m.E. einzigen Schandfleck des Zoos: Die alten BĂ€rengrube mit zwei BraunbĂ€ren. SchrĂ€g gegenĂŒber finden sich TotenkopfĂ€ffchen und div. Amazonen, sowie auf der anderen Seite WeissbĂŒschelĂ€ffchen und ein Teich mit einer grösseren Gruppe Zwergflamingos. Den Abschluss bilden zwei Grossvolieren fĂŒr Molukkenkakadus und Keas, eine WĂŒstenluchs-Anlage, Javaneraffen und div. Aras. Durch die Boutique (das gleiche GebĂ€ude, in der sich auch die Kasse befindet) verlĂ€sst man nun den Zoo, verabschiedet von ein paar Kaninchen, die sich rechter Hand um einen Stall mĂŒmmeln.

Der Zoo von Amnéville ist trotz hohem Eintrittspreis unbedingt einen Besuch wert. Die meisten Anlagen sind auf dem neusten Stand, er zeigt praktisch alle gÀngigen Zootiere (ausser gegenwÀrtig Zebra und Pinguin) und auch einige RaritÀten.

Last but not least das letzte Themas meines Titels: Die lÀrmenden EnglÀnder.

Bislang hatte ich mit dem Volk von der Insel eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Das lag wohl vor allem daran, dass es sich um eher besser verdienende und/oder Personen gesetzteren Alters handelte. In Amnéville durfte ich dann die Sorte kennen lernen, die man working poor, lower class oder trash people nennt.
Es handelt sich dabei um eine Grossfamilie, die ausgerechnet gegenĂŒber von unserem Zimmer untergebracht war. Jeweils am Abend ging der Rambazamba im Hotel los. Da wurden bis spĂ€t in die Nacht die TĂŒren zugeknallt, auf den GĂ€ngen gejohlt und rumgerannt. Erst als ich nachts gegen 1:30 Uhr den Familienvater auf dem Gang abpasste und ihn freundlich darauf aufmerksam machte (auf Englisch natĂŒrlich, denn eine andere Sprache können die Tommies nicht), dass wir und vor allem unsere Kleinen schlafen möchten, kehre einigermassen Ruhe ein.
So um ca. 10 Uhr standen die Krakeler auf, dann schickten die Eltern als erstes ihren Nachwuchs runter um das FrĂŒhstĂŒck zu holen. Das taten die Kleinen unter (Protest-)Geschrei auch, standen hernach aber vor verschlossenen TĂŒren und durften erst wieder rein, nachdem sie eine halbe Stunde dagegengehĂ€mmert hatten.
TagsĂŒber machte die Horde dann die Umgebung unsicher, drĂ€ngte und quetschte sich im McDonalds (dem einzigen Restaurant das sie besuchten - und wir hernach nie mehr) an der Schlange vorbei nach vorne. Dann wurde bestellt, die Bestellung wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht, immer wieder kam ein Familienmitglied hinzu und die Bestellung wurde immer wieder abgeĂ€ndert.
Abends traf sich dann die Gruppe auf dem Parkplatz vor dem Hotel, die Erwachsenen mit ein, zwei Dosen Bier in der Hand, die Kinder mit FussbÀllen und Dosen herumkickend.

Fazit: Kein Anstand, keine Manieren, nichts. Von Erholung war bei uns wegen Schlafmanko keine Spur. Wenigstens unsere Kinder liessen sich nicht stören. Am Hotel wÀre an sich nichts auszusetzen gewesen. Aber in Zukunft werden wir Orte mit solchen GÀsten nach Möglichkeit meiden.
(13.04.2010, 17:22)
Sacha :   Titel: Viele Fische, provozierende Orangs und lĂ€rmende EnglĂ€nder (1. Teil)

Einleitung: Zusammen mit Frau und Kindern verbrachte ich Ostern in AmnĂ©ville-les-Thermes (ca. 45 bis 55 Automin. westlich von SaarbrĂŒcken). Besucht haben wir nebst dem Zoo auch das Aquarium, welches hier in meinem Erlebnisbericht den Anfang macht.

Das Aquarium "Imperator" liegt in einer kleinen Gartenanlage (viel Bambus) und besteht aus mehreren, teilweise freistehenden GebĂ€uden. Vorbei an der provisorischen Kasse gelangt man als erstes zu einem Schildkrötenteich (Art nicht beschildert, vom Aussehen nach Rotwangen-Schmuckschildkröten). Es folgen mehrere ĂŒberdachte, aber beidseitig offene Holzbauten mit Aquarien fĂŒr europĂ€ische Fische (Hecht mit Flussbarsch, Störe mit Wels) sowie ein Freiluftbecken fĂŒr Kois. Anschliessend gelangt man wiederum in ein ĂŒberdachtes HolzgebĂ€ude, welches Fische des gemĂ€ssigten bis kalten Atlantiks beinhaltet. Gesehen haben wir Mittelmeer-MurĂ€nen (mit obligatorischen Amphoren im Aquarium), Brassen, Atlantischer DrĂŒckerfisch, Katzenhai (verm. Kleingefleckter) eine Drachenkopfart (Meersau?) sowie in einem Touch-in-pool Nagelrochen, Gew. Stachelrochen, mehrere kleinere Fischarten und Wirbellose. Weiter gehts im Rundgang zu einem BetongebĂ€ude, welches am HauptgebĂ€ude ("Sous-marin") liegt und Sonderausstellungen beinhaltet. Bei unserem Besuch war es dem Thema Seepferdchen gewidmet. Gezeigt wurden Grosser (leider nicht gesehen) und Kleiner Fetzenfisch, sowie mindestens 4 Seenadel- und 6 Seepferdchen-Arten. Einige Aquarien haben die Form von Zylindern und weisen ein ĂŒberdurchschnittliches Volumen auf. Auch ein Becken mit Futtertieren der Seepferdchen ist vorhanden. Dazu viele Schilder um und ĂŒber Seepferdchen. Sehr edukativ.
Anschliessend ging es ins HauptgebĂ€ude. Links am Haibecken vorbei (mit Grauen Riffhaien, Weissspitzen-Riffhai, Zebrahai und - ausgeschildert aber nicht gesehen - Schwarzspitzen-Riffhai, Volumen geschĂ€tzt etwas grösser als im Zoo Berlin) fĂŒhrte der Weg in die Tropenhalle ("Serre tropicale"). Darin befindet sich mindestens ein sehr zutraulicher Fischertukan (an dem meine Kinder sich nicht sattsehen konnten) sowie RotohrbĂŒlbĂŒls, Hirtenmaina uns eine Glanzstarart (Purpur?). Ein kleiner Wasserfall ist vorhanden, dessen Wasser in ein BĂ€chlein fĂŒhrt, in dem Haiwelse schwimmen (verm. P. sutchi).
Durchquert man die Halle, gelangt man in den "Pavillon Amazonien". Dieser ist ganz dem namensgebenden Thema gewidmet. Gesehen habe ich Natterers SÀgesalmler, Schwarzer Piranha(!), zwei Zitteraale, diverse Buntbarsche, Rotschwanzwels, Roter Neon, Beilbauchfische, Arowanas, GebÀnderter Leporinus, Schwarze Pakus sowie andere Salmler und Welse.
ZurĂŒck durch die Tropenhalle ging es ins HauptgebĂ€ude. Nebst den erwĂ€hnten Haien sind hier viele meist indopazifische Korallenfische zu sehen (teilweise echte Seltenheiten wie Blaue NasenmurĂ€ne und Sidera grisea), ein grosses Aquarium mit etwa 10 afrikanischen Buntbarscharten sowie ein Modell eines Weissen Hais (welches sich gut als "Reittier" fĂŒr 2-JĂ€hrige eignet). Die Aquarien an Aquarien sind beidseitig in einem Rundkurs angebracht. Am unteren Bereich dieses Rundkurses findet sich ein flaches, von oben einsehbares Becken mit Kaiserschnapper, einer Bambushaiart, Schwertschwanz und einem jungen Queensland-Zackenbarsch (P. lanceolatus) fĂŒr den der Wasserstand aber eindeutig nicht hoch genug ist.

Generelle Infos: Eintritt fĂŒr Erwachsene 12 Euro/Kinder 9 Euro (Tickets zu reduziertem Preis fĂŒr GĂ€ste des Hotels Roi Soleil im Hotel erhĂ€ltlich). Oeffnungszeiten 10 bis 18 Uhr. Kein Wickelbereich! Allgemein schlechte (bis nicht vorhandene) Beschilderung, was die gezeigten Arten betrifft. Besuchsdauer: Mit Fotografieren ist man nach maximal 2:15 Stunden durch. GratisparkplĂ€tze in unmittelbarer NĂ€he, teils vor dem Eingang. Lohnenswert wenn man eh in der NĂ€he ist. Zoo und Aquarium liegen nur 5 Minuten zu Fuss auseinander.
(07.04.2010, 14:25)
Liz Thieme :   Übersicht ĂŒber die VerĂ€nderungen der Zoos in 2010

Anméville:
neue Anlagen fĂŒr Sibirische und Sumatra Tiger
Keas
800mÂł Voliere fĂŒr afrikanische Vögel

Asson:
Anlage der Servale neu gemacht
Gibbonanlage erweitert

Zoo de la Barben
Renovierung der Anlagen von Nilgau & Flusspferd
(wenn ich das richtig verstanden habe) neue Nashornart + Haus
2 mÀnnliche Giraffen werden den Zoo verlassen und la Barben soll einen aus Champrépus bekommen
man hofft auf die Zucht des "neuen" MĂ€hnenwolfpaares (2009 in den Zoo gekommen, aus Reynou & Artis)

Beauval
Asienkomplex (2,5ha): Panzernashörner, Axishirsche, HZAs, Nilgaus
Die Nashörner sollen ca im MÀrz kommen.
Weiter sollen Schabrackentapire mit Muntjaks und Weißnacken-Kranichen vergesellschaftet werden.
Außerdem wird wohl eine Anlage (Voliere) fĂŒr die Hulmans entstehen

La Boissiere du Doré
Amazonien-Voliere mit Vögeln, Reptilien und Affen

La Bourbansais
irgendwas an der Lemurenhaltung wird verÀndert (Arten bleiben bestehen)

CERZA
tropisches GewĂ€chshaus fĂŒr Alligatoren, Pythons, Leguane, Schildkröten, FledermĂ€use, Plumploris, SteißhĂŒhner, Axolotl und viele Fische

Fauves
Anlage fĂŒr Tiger

Doué-La-Fontaine
die große SĂŒdamerika Voliere wird nun eröffnet. 2009 Tiere sind daher zu- und abgegangen:
neue Art: Blaustirnamazone, SchwarzzĂŒgelibis, Perlsteißhuhn
2010 neue Art: Rotmaskensittich, Tschaja, Andenkondor und WassergeflĂŒgel
außerdem sind schon da/kommen noch (?): Humboldtpinguine, Inka-Seeschwalben und Peru-Pelikane (Chile???)
ein Paar AmeisenbÀren wird ebenfalls dort wohnen.

La FlĂšche
neuer Bereich fĂŒr Pinselohrschweine, da es Probleme mit der Vergesellschaftung mit Bongos gibt. Neben an wird eine Anlage fĂŒe eine neue Art gebaut
wenn ich es richtig verstehe ziehen die Hyazinth-Aras um und der bisherige Bereich und die Anlage der Tamarine und Agutis wird zu einem neuen Komplex (120mÂČ) gebaut fĂŒr:
drei Arten der Krallenaffen, Unaus, GrĂŒner Leguan, 3-4 Vogelarten inkl Kapuzenzeisig. Das Haus soll wohl teils nur einsehbar sein fĂŒr Besucher. So soll man die Leguane sehen können, aber die Vögel und Affen nicht. Premiere ist die Haltung der Unaus unter freiem Himmel. (gleiches soll in La Boissiere versucht werden)
MĂ€hnenwolfbereich soll ĂŒberarbeitet werden fĂŒr AmeisenbĂ€ren.
Das Museum der Natur wird ĂŒberarbeitet, fĂŒr Nilflughunde, Springhasen und Galagos
Renovierung der Ozelot Anlage


Le PAL
Steigerung der AttraktivitÀt
SĂŒdamerika-Voliere mit Luftschleuse fĂŒr Besucher, 10m hoch und >3000mÂČ
Pampa-Anlage fĂŒr Tapire, Wasserschweine und Nandus begehbar auf einer BrĂŒcke

Marineland d'Antibes
zwei junge EisbÀren werden kommen

Montpellier
Neues Haus fĂŒr Rothschildgiraffen (neu im Zoo), Ankunft wohl im MĂ€rz

Mervent
Anlage (6000mÂČ) fĂŒr vier Baribals und vier arktische Wölfe

Parc des Oiseaux
2009: Tukanwald
2010: Nashörnvögel zwischen Asien und Afrika

Pescheray
Anlagen fĂŒr Magots, Ozelot, Habichtskauz, PolarfĂŒchse, Nerz

Pessac
Rudel Arkitische Wölfe

Sables d'Orleans
Vicunas

Trégomeur
Aufzuchtsteich fĂŒr Sumpfschildkröten
Anlage fĂŒr EuropĂ€ischen Nerz

Touroparc
neue Tapiranlage: 2000mÂČ "Garten", 400mÂČ "Pool", 90mÂČ Haus
(21.01.2010, 15:58)
Liz Thieme :   huch Holger ich habe das gar nicht mitbekommen nach der Frage.
Ja es ist ihr erster Wurf, sie hatte in Osna immer nur mit ihrer Schwester zusammen gelebt. Vermutlich 2002 geboren.
(21.01.2010, 15:58)
Holger Wientjes :   Wie alt ist die Katze denn und war es ihre erste Schwangerschaft/ Geburt ?
(16.12.2009, 21:53)
Liz Thieme :   schöne Meldungen aus Amneville.
Die ehemalige OsnabrĂŒcker Jaguarin Ninja hat am 14.10.2009 ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht. Das Kleine trĂ€gt den Namen Pawa.
Ninja war erst diesen Sommer nach Amneville gekommen.
(16.12.2009, 21:52)
Jennifer Weilguni :   Gestern habe ich einen wunderschönen Tag in AmnĂ©ville verbracht und habe sowohl den Zoo, als auch das Aquarium besucht.
Die Eintrittspreise sind wirklich gesalzen, 25 Euro muss ein Erwachsener hinlegen um sich den Zoo anschauen zu dĂŒrfen. Auch Essen und GetrĂ€nke sind nicht gerade gĂŒnstig, selbst ein Automatensandwich kostet 4 Euro ! Es empfiehlt sich hier also durchaus sich selbst etwas mitzubringen, Picknickmöglichkeiten sind zum GlĂŒck ausreichend vorhanden. Aber gelohnt hat sich der Preis allemal, es handelt sich um eine wunderschöne Einrichtung die mich stellenweise etwas an Hannover erinnert hat (vor allem in puncto Wegweiser, Besucherbeschallung im Eingangsbereich, viel Bambus ect.) Ansonsten kann ich mich nur Stefan Schubert anschliessen, der diesen Zoo ja weiter unten in diesem Thread ausfĂŒhrlich vorgestellt hat und auch auf die Gehegedekoration eingegangen ist.

Was das Aquarium betrifft, so war ich doch mehr als enttĂ€uscht. 11 Euro kostet momanten der Eintritt fĂŒr Erwachsene, geboten bekommt man dafĂŒr nur unwesentlich mehr als in einer Filiale des "Kölle-Zoos". Nach der Kasse betritt der Besucher eine Art Pavillion-GebĂ€ude in dem es Becken mit Quallen, Perlbooten, Steinfischen und Pfeilschwanzkrebsen befinden. Ausserdem gibt es auch noch ein Haibecken. Ansonsten findet der Besucher hier MurĂ€nen und natĂŒrlich den Standartbesatz des "Findet Nemo" Films, sprich diverse Korallenfische. Ausserdem gibt es hier auch noch ein lebensgroßes Modell eines Weißen Hais der an der rechten Flanke geöffnet dargestellt wird um die Organe dieses Tieres zu veranschaulichen. Ausserdem werden auch Ostafrikanische Buntbarsche gezeigt. Und das alles zur Musik des Films "Das Boot" ( auch in Frankreich ein echter Klassiker?). Weiter geht es in eine kleine Tropenhalle. Hier sollen laut Beschilderung Tukane und andere Tropenvögel leben, da aber die Nebleranlange wohl etwas zu großzĂŒgig eingestellt war, konnte man die Hand vor Augen nicht sehen und als Asthmatikerin hatte ich auch schwer gegen einen Hustenanfall zu kĂ€mpfen. Nach der Nebelsuppe folgt dann das Amazonashaus in dem es die Klassiker zu sehen gibt (Rote Piranhas, diverse Kleinsalmler, Skalare, Welse ect.).
Ein weiteres GebĂ€ude ( nein eigentlich eher ein Schuppen) gibt es fĂŒr Rochen die nach HĂ€ndedesinfektion wohl auch gestreichelt werden dĂŒrfen. In diesem Haus sind weitere MurĂ€nen sowie ein Krake untergebracht (nicht zum Streicheln).
Das war es dann auch schon mit Indoorerlebnis. Im Außenbereich gibt es dann noch ein grĂ¶ĂŸeres Becken in dem Barsche und ein riesiger Flußwels leben, eine kleine Anlage fĂŒr Schmuckschildkröten sowie einige kleinere Becken mit einheimischen Fischen.
Selbst wer zweimal durch das GelĂ€nde streift und sich dabei Zeit nimmt jedes Becken genaustens zu studieren wird wohl kaum lĂ€nger als eine Stunde unterwegs sein. An und fĂŒr sich handelt es sich um eine nette Einrichtung, aber der horrende Preis ist keinesfalls gerechtfertigt. Da soll nochmal einer ĂŒber Hannover schimpfen :-)
(13.07.2009, 13:51)
Liz Thieme :   ist das hier nu allgemein Frankfreich oder Amneville????

London, Regents Park
Von amerikanischen Katzen finden wir daselbst den schönen Ozelot, den zahmen Puma und ĂŒberdies den wilden Jaguar, diesen aber in zwei Racen oder vielleicht Arten. Von dem eigentlichen Jaguar, der brasilischen Felis onca, hat nĂ€mlich Sclater eine mexikanische Art unter dem Namen Felis Hernandezii unterscheiden zu mĂŒssen geglaubt; ob mit Recht, muss spĂ€ter das Skelet zeigen. Ein Weibchen dieser mexikanischen Art kam im Sommer 1854 von Mazatlan nach dem Regentspark und als ich im September 1861 dieselbe sah, hatte sie eben ein prĂ€chtiges Junges etwa von der GrĂ¶ĂŸe eines starken Dachshundes, an den es mich auch durch seinen langen Körper und die kurzen Beine lebhaft erinnerte.
[einen Wolkentiger [Nebelparder] (Felis macroscelis) hatte der Park damals auch. Dieses Exemplar plus eins mit ihm aber verstorbenen Tier waren die einzigen die man bischer in Europa gesehen hatte. Sie kamen aus Assam als Geschenk eines britischen Offiziers]


Paris, 7.3.1862
Die Wombats (Phascolomys latifrons), die wir dem wohlwollenden Interesse des Hrn MĂŒller in Melbourne verdanken, sind am 15. Juli vorigen Jahres in trefflicher Gesundheit angekommen. MĂ€nnchen und Weibchen vertrugen sich anfangs ziemlich schlecht, heute besser; doch trennen wir sie noch immer des Nachts.
.... Dagegen besitzen wir energische WĂŒhler in den Tatu's (Dasypus sexciatus). Schon zweimal sind sie entflohen und haben sich, sobald sie sich frei fĂŒhlten, eifrigst auf's Miniren verlegt. Einmal hat das Weibchen in weniger als zwei Stunden in hartem steinigen Boden einen Gang von ĂŒber sechs Fuß LĂ€nge gegraben.
(10.07.2009, 20:00)
WolfDrei :   Ob man fĂŒr Vincennes noch "momentan" bei der angedachten Zeit bis 2013 sagen darf?
(21.04.2009, 17:12)
Jörn Hegner :   anfang letztes jahres als ich mal wieder zu besuch in paris gewesen bin hatte ich auch noch den zoo vincennes besucht . dieser hat momentan nur wegen umbau geschlossen .
(21.04.2009, 16:44)
WolfDrei :   Vincennes: Soeben aus der TP-Bibliothek gekommen: u.a. die "Lettre de la SECAS" (Assoziation der Freunde der Pariser Zoos) gelesen unter dem Motto "Das wars"
-Schließung von Vincennes am 30.11.08
-Theoretisch Umbau, Eröffnung 2013
-Direktorin Christine Morrier: die erste Zoodirektorin ohne Zoo
-es bleiben die Giraffen und großen Bambuslemuren .
Es gibt interessante Artikel ĂŒber die 75 Jahre des Zoos: Direktoren und ihre Rolle, TierbestĂ€nde von 33-39 //39-45//46-2006, Schicksal vom Inder Siam (geb. 1946, dann Zirkus Knie, ab 1964 Paris, euthanasiert wegen KrebsgeschwĂŒr in einem Bein am 24.9.97 - 1 Jahr spĂ€ter Geburt seines letzten Sohnes), Ankunft der Pandas 1973(das Weibchen war ein Mann: Yen-Yen, lebte 28 Jahre, Li-Li als "richtiger" Mann starb relativ schnell), Geschichte der Pariser Okapis mit dem Ende 1996, dann Abgabe neuer Tiere (aus Frankfurt und Rotterdam) nach Bristol und Beauval, am Ende ein persönlicher Bericht ĂŒber den Zoo von Jonas Livet (LesZoosdansleMonde - den ich in Sharjah traf). Im Bildteil auch ein "Jugendbild" des Koupreybullen.
Also hoffen wir auf 2013 - aber es gibt ja noch den Jardin des Plantes. Siam steht ĂŒbrigens im Museum in der "Grande Galerie"
(03.03.2009, 18:10)
Shensi-Takin :   http://www.frankpe.com/az_concept.htm
(21.12.2008, 14:03)
Ralf Seidel :   @Mirko Schmidkunz, wieder ein unglaublich interessanter Hinweis - ich meine die Bemerkung betreff der Anlage der Tonkean-Makaken. Da hatten bestimmt damals die Sozis ihre Handschrift hinterlassen, der ehemalige franz. PrĂ€sident Mitterand höchstselbst hat die Anlage wahrscheinlich eingeweiht. HĂ€sslich-schmutziger Beton -das schreit geradezu nach Ostblock-Architektur...
Übrigens, so schreckliche Bilder ĂŒber "Tierhaltung" wie Michael Mettler's Fotos vom Hamelner Zoo am KlĂŒt habe ich noch in keinem "Ostblockzoo" gesehen...
(04.11.2008, 12:54)
WolfDrei :   @Gudrun Bardowicks: BezĂŒglich der Blauschafe hat sich die Situation in Mulhouse entspannt, ISIS gibt 6,10! an. Der eigentliche Flaschenhals lag in den frĂŒhen Neunzigern, als nur durch de Kooperation mit dem Jardin de Plantes der "französische " Bestand gerettet werden konnte
(04.11.2008, 12:25)
Gudrun Bardowicks :   @Mirko Schmidkunz: Gibt es noch Blauschafe in Mulhouse? Bei meinem bisher einzigen Besuch vor etwa 4 Jahren gab es eine grosse Anlage fĂŒr Blauschafe im Umfeld der Anlagen fĂŒr Mendesantilopen und Zebras. Allerdings hatte der Zoo damals schon Probleme mit dem Blauschafbestand, da in den vergangenen Jahren nur MĂ€nnchen in der Gruppe geboren wurden und nur sehr wenige Zuchtweibchen vorhanden waren.
(04.11.2008, 12:13)
Mirko Schmidkunz :   Die BĂ€renanlagen sind neben der Anlage fĂŒr Tonkean-Makaken die grĂ¶ĂŸten Altlasten. Ich habe zwei EisbĂ€ren und einen BraunbĂ€ren gesehen. Die vollstĂ€ngig aus Beton bestehende Anlage fĂŒr EisbĂ€ren ist ziemlich klein. Dazu gibt es dort noch eine Anlage fĂŒr Zwergotter mit einer kleinen, aber weni8g feinen Betonrutsche. Bei den Meerkatzen waren die Anlagen meiner Meinung nach deutlich besser. Die Außenanlagen waren ungefĂ€hr in der GrĂ¶ĂŸe der AffenkĂ€fige im Berliner Zoo. Die Anlage der Tonkean-Makaken ist vollstĂ€ndig aus hĂ€ĂŸlich dreckigem Beton mit einem KlettergerĂŒst aus den gleichen Material. Sieht alles sehr nach Ostblock aus.
(02.11.2008, 14:36)
Matthias Schramm :   Was macht eigentlich die BetonbĂ€renanlage in Mulhouse? Hat sich da in den letzten Jahren etwas getan? Genauso wĂŒrde mich interessieren ob die Meerkatzen noch immer in ihren alten KĂ€figen untergebracht sind?
(02.11.2008, 11:48)
Mirko Schmidkunz :   Von einem ZoofĂŒhrer weiß ich nichts. Auch habe ich keine ErdmĂ€nnchen gesehen, obwohl ich dort dreimal vorbeikam. Die Grevyanlage und Umgebung sind neu gestaltet worden im Stil eines afrikanischen Dorfes: RundhĂŒtten, zwei Inseln fĂŒr Kattas und Varis sowie ein Holzsteg quer ĂŒber den Ententeich. Ebenfalls neu gemacht wurde die Anlage fĂŒr MĂ€hnenrobben.
(01.11.2008, 16:29)
Michael Amend :   @Mirko Schmidkunz. Ich meinte die Grevy-Anlage, da muß auch eine ErdmĂ€nnchen-Anlage dabei sein...

Gibt es denn endlich mal einen neuen ZoofĂŒhrer von Mulhouse ?
(31.10.2008, 18:26)
Jakub :   Die Schabrackentapire wurden neben den Trampeltieren untergebracht, heute besitzen diese Anlage einige Hausschafe ( bei meinem Besuch im August ).
(31.10.2008, 12:50)
Mirko Schmidkunz :   @Michael Amend. Schabrackentapire sind nicht mehr im Bestand, das wurde auch im Forum mal erwĂ€hnt. DA ich zum ersten Mal dort war weiß ich auch nicht in welcher Anlage sie waren und was dort jetzt ist. Es gibt keine Gemeinschaftsanlage fĂŒr afrikanische Tiere. Grevys, Sitatunga und Mendesantilopen sind die einzigen afrikanischen Huftiere. Ich habe keine Fots gemacht.
@Sven P. Peter: An der Löwenanlage stand, dass diese 2005 eröffnet wurde. Ich nehme an, dass auch die anderen Anlagen dort entsanden sind. Sie haben allen keinen Wassergraben, so dass der Platz gur ausgenuztzt wurde. Die Anlage fĂŒr Persische Leoparden sind ungefĂ€hr doppelt so groß wie Die MĂŒnchner Jaguar-Anlage.
(31.10.2008, 11:50)
Sven P. Peter :   DIe Leopardenanlagen und einige der Kleinkatzen als großzĂŒgig zu bezeichnen finde ich etwas ĂŒbertrieben. Die Einrichtung ist toll, die GrĂ¶ĂŸe aber nicht sooo prall finde ich.
(30.10.2008, 18:58)
Michael Amend :   @Mirko Schmidkunz. Sind noch die Schabrackentapire im Bestand ? Über ein Foto der Afrika-Anlage wĂŒrde ich mich freuen...
(30.10.2008, 18:53)
Mirko Schmidkunz :   Ich war vor zwei Tagen zum ersten Mal in Mulhouse und war sehr begeister. Der Affenbestand mit 33 Arten ist großartig. Zehn Lemurenarten, die sich mit etwas Geduld auch alle zeigt. Auch die Raubtiere waren alle auf den Beinen. Die Anlagen sind nur einige Jahre alt, naturnah und großzĂŒgig. Gezeigt werden: Amurleopard, Persischer Leopard, Irbis, Amurtiger, Asiatische Löwen, Luchse, Wölfe, Manule, Sandkatze, Oncilla, Geparde, MĂ€hnenwolf, und ein neunköpfiges Rudel Waldhunde. Bei den Vögeln werden zum Beispiel 4 Turakoarten gezeigt, GelbbrusthĂ€herling,etc. Auch die Sammlung an Meerkatzen war wunderschön anzusehen, 4 Gibbonarten, wobei kein einzelnes Tier dabei war, Gelbbrustkapuziner, Braunkopf-Klammeraffen; Satansaffe war schön zu beobachten; bei den Hirschen sind Vietnam-Sikas, Buchara-Hirsche und Prinz-Alfred-Hirsche zu sehen; mindestens ein Helmkasuar;
(30.10.2008, 12:20)
WolfDrei :   Nach einer Mitteilung schließt nun der Zoo Paris-Vincennes fĂŒr die Rekonstruktion endgĂŒltig Ende des Jahres, Tiere verlassen aber schon graduell vorher den Zoo, die Giraffen sollen aber bleiben. Angedacht sind 30 Monate Bauzeit und 6 Monate EingewĂ€hnungszeit fĂŒr die Tiere. Wiedereröffnung also 2012.
(24.09.2008, 07:25)
Zoosammler :   @Sacha: SelbstverstĂ€ndlich ist es alles sehr stiefmĂŒtterlich und bescheiden, was Vincennes derzeit (noch) bietet. Gar keine Frage. Aber dennoch finde ich eben die Gesamtanlage auf jeden Fall einen Besuch wert.
Was die angesprochenen Tierarten betrifft, so sind sie sĂ€mtlich nicht mehr vorhanden. Auch nicht die, ĂŒber die "unterschiedliche Aussagen" vorliegen. Einzige Ausnahme: Große Flusspferde.

Sollten Svens Informationen tatsĂ€chlich stimmen, dann ist es wirklich bedauerlich, wie stiefmĂŒtterlich eine europĂ€ische Metropole (und nicht die erste - siehe London) ihre Zoo-Landschaft behandelt.
Im Jardin ĂŒbrigens genauso gĂŒnstige Eintrittspreise, was zu dem Kuriosum fĂŒhrt, dass der "ZoofĂŒhrer" da sogar einen Euro teurer (und mit 6 Euro fĂŒr die gebotene QualitĂ€t ist das eine Frechheit) als der ermĂ€ĂŸigte Eintritt ist.

Im Zuge der momentanen Frankfurt-Diskussion noch ein erfreuliches Schmankerl aus dem JdP: Dort in der "Fauverie" (sehr schön besetzt mit Schneeleoparden, Chinaleoparden und eben Nebelpardern) eine Nebelparderkatze mit Jungtier - in einer unspektakulÀren Anlage.
(28.07.2008, 19:16)
Sven P. Peter :   Laut einem Englischen Zooforum steht fĂŒr die Umbauten kein Geld zur VerfĂŒgung und es scheint sehr fraglich ob der Park jemals wieder geöffnet wird.
(28.07.2008, 15:34)
Sacha :   @Sven P. Peter: Er soll aber 2012 komplett modernisiert wiedereröffnet werden. Weiter Angaben unter:
http://www.zoonaute.net/renovationzoovincennes.html
(25.07.2008, 15:39)
Saki :   Wieso wird der geschlossen? Wollte diesen eigentlich im Dezember besuchen?
(25.07.2008, 15:30)
Sven P. Peter :   OK, ich habe es selbst gefunden. Der Zoo wird zum 21. November komplett geschlossen.
(25.07.2008, 14:03)
Sven P. Peter :   Ich pusche den Thread nochmal etwas hoch. Wer weiß etwas zur Schließung des Parks?
(25.07.2008, 00:31)
Sacha :   @Zoosammler: Vorsicht bei den Eintrittspreisen von Vincennes. Die sind nur wegen der Umbauphase so niedrig (war auch mal auf der Zoo-Homepage angekĂŒndigt).

Freut mich, dass Vincennes trotz meiner Unkenrufe Anklang gefunden hat. Ich wusste ja nicht, auf welche Tierarten der Einzelne abfÀhrt. Ich zum Beispiel will immer die RaritÀten PLUS(!) die typischen Zootiere sehen.

Mein Wissenstand war zuletzt, dass in Vincennes die Haltung von Tigern, Löwen, Afrik. Waldelefant und EisbĂ€ren durch TodesfĂ€lle auslief resp. beendet wurde. Und waren nicht auch die (grossen) Flusspferde zumindest zeitweise ausgelagert? Unterschiedliche Aussagen habe ich ĂŒber die Asiat. Elefanten, Breitmaulnashörner, Davidshirsche, Böhm-Steppenzebras und die Aye-Ayes gehört. Sind diese noch im Bestand oder nicht?

(22.07.2008, 09:57)
Sven P. Peter :   Wird denn nun Vincennes komplett geschlossen?
(22.07.2008, 00:04)
Zoosammler :   Aus Paris zurĂŒckgekehrt, habe ich es leider nur geschafft, die Menagerie und den Vincennes-Zoo zu besuchen. Das allerdings waren zwei sehr sehr lohnende Ziele.
Bis auf die Moschustiere und Anoas konnte ich alle Tipps im Jardin de Plantes in die Tat umsetzen, Schuppentiere allerdings waren keine mehr vorhanden. DafĂŒr ließ sich die Vierhornantilope (nur ein Einzeltier?) sehr gut beobachten, bis das extrem schreckhafte Tier von meinem Blitz leider derart verĂ€ngstigt wurde, dass es sich zurĂŒckzog. Im Nachhinein tat mir das sehr Leid, allerdings habe ich eine solche Reaktion bei Tageslicht in einem Gehege, dass derart dicht an den Besuchweg grenzt, nicht erwartet. Sehr ansprechend fand ich die Idee, Kirk-Dikdiks in einer begehbaren afrikanischen Stelzvogelvoliere zu halten – leider zeigten sich die Tiere nicht. Imposant der Sichuantakin (ebenfalls bloß ein Einzeltier?) beim Fressen direkt am Gitter. Insgesamt sind die Anlagen im Jardin natĂŒrlich weiterhin alle sehr klein, aber fĂŒr die doch nicht gerade optimalen VerhĂ€ltnisse des Gartens sind hier viele intelligente Lösungen gelungen. Auch der Eintritt ist recht gĂŒnstig.
Entgegen allen Unkenrufen fand ich den Besuch in Vincennes sehr lohnend. Auf der einen Seite kann man noch sehr gut die ursprĂŒngliche Idee der hagenbeckartigen Gesamtanlage mit allerdings wesentlich grobschlĂ€chtigeren, grĂ¶ĂŸeren und zahlreicheren Kunstfelspartien nachvollziehen. Im Grunde war hier ursprĂŒnglich jedes Tierhaus ein Felsen und alle Tiere wurden, egal ob halbwegs passend oder nicht, vor einer solchen Kulisse gehalten. Stellt man sich die Anlage mit einem universalen Besatz vor, Vincennes wĂ€re ein unheimlich reizender Zoo, allerdings an vielen Ecken nicht sehr tiergerecht. Der reduzierte Bestand enthĂ€lt allerdings immer noch viele fĂŒr den Besucher wichtige Tiere (Giraffen, Flusspferde, Polarwölfe, Paviane, KĂ€ngurus,...) und natĂŒrlich ein absolutes Highlight in einem unscheinbaren KĂ€fig: Die drei Kronensifakas, die sich ausfĂŒhrlich beobachten ließen und ihre interessante Sprungweise vielfach vorfĂŒhrten. Der Zoo war ĂŒberraschend voll, es war allerdings auch Nationalfeiertag und das Eingangstor dementsprechend ĂŒppig mit der Tricolore „geschmĂŒckt“, und auch hier interessante AussprĂŒche von Besuchern, so etwa wenn Große Kudus als „Bambis“ bezeichnet wurden. Das scheint ein internationales PhĂ€nomen zu sein.
Insgesamt bieten die beiden Pariser Zoos, die mit deutschen Großeinrichtungen nicht mithalten können, auf ihre Weise im Kleinen hochinteressante Tierarten, Anlagen und Einblicke – und nicht zuletzt: unschlagbar gĂŒnstige Eintrittspreise!

(21.07.2008, 17:42)
Zoosammler :   Schon mal vielen Dank fĂŒr die Hinweise!
Weiß jemand, ob im Jardin de Plantes noch eines der ursprĂŒnglich zwei Schuppentiere am Leben ist?
(09.07.2008, 13:07)
Sacha :   @Zoosammler: WolfDrei hat ja schon ein paar gute Tipps gegeben. Ich erlaube mir einige ErgĂ€nzungen.

Vom Besuch des Zoo de Vincennes wĂŒrde ich gegenwĂ€rtig abraten, da ein Grossteil der Arten wegen des Umbaus umplatziert wurde resp. nicht zu sehen ist. Generell hat Vincennes, was die Artenzahl und teilweise auch die RaritĂ€ten anbelangt (so ist z.B. der Grosse Panda schon vor Jahren gestorben) seit den 70ern und 80ern stark an Rang verloren.
Klein aber fein ist dagegen der Jardin des Plantes beim Gare d'Austerlitz. Und zwar fein im Sinne des Artenbestandes. Bei den Anlagen bemĂŒht man sich zwar, sie tiergerecht umzusetzen ohne den historischen Charakter zu zerstören, doch dies gelingt nicht in jedem Fall.

Wenn es ĂŒbrigens auch ein wenig ausserhalb von Paris sein darf, dann hĂ€tte ich folgende Tipps (obwohl ich diese beiden Parks noch nicht aus persönlicher Anschauung kenne, sondern sie mir ebenfalls empfohlen wurden):

1. Zoo und Safaripark Thoiry in Thoiry-en-Yvelines(http://www.thoiry.net/index.2.php) ca. 30 km westlich von Paris.
130 Arten auf 150 ha u.a. Löwe, Giraffe, Kleiner Panda, Komodowaran, Warzenschwein, Nordchin. Leopard, Rotes RiesenkÀnguruh, Flusspferd, Afrik. Elefant, Weissschwanzgnu UND Streifengnu, Kleiner UND Grosser Kudu, Breitmaulnashorn, Tonkinmakak, Sibir. Tiger, Schneeleopard und Gepard.
Dazu soll die Besichtigung des angrenzenden Schlosses auch nicht schlecht sein. Der Eintrittspreis (Safariticket) ist mit 24 Euro allerdings ziemlich happig.

2. Zoopark Attily (Parc zoologique du bois d'Attily) in Ozoir la Ferriere (http://www.zoo-attilly.com/index.htm), ca. 30 km sĂŒdöstlich von Paris. 16 ha mit 250 Arten, darunter Schimpanse, Flusspferd, Schneeleopard, Litschi-Wasserbock, Königsgeier, SĂŒdafrik. Oryx, Serval, Löwe, Tiger, Leopard, div. Lemuren, Schweinsaffe, Tonkinmakak, Gaukler, Saruskranich usw. Keine Elefanten oder Nashörner.

Viel Spass. Und wenn Du in einen der beiden Parks gehst, dann erwarten wir natĂŒrlich einen ausfĂŒhrlichen Bericht hier im Forum...:)
(08.07.2008, 10:01)
WolfDrei :   @Zoosammler: Die Wege sind bekannt? Jardin des Plantes: von Notre Dame per pedes die Seine entlang rechts oder Metro Gare d`Austerlitz Richtung Notre Dame oder ĂŒber das Quartier Latin, dort auch das Naturkundemuseum mit Blaubock, Wildjak, Riesenrappenantilope, Schweinsfuß etc. Im Jardin guter Wildziegenbestand, Gaur, Blauschaf, Sichuantakin, Anoa, guter Reptilienbestand. Ja, Vincennes!!!??? Xter Direktorenwechsel, xter Masterplan. "Historisch" hervorragender Lemurenbestand vom Fingertier ĂŒber Hapalemur simus bis zum Kronensifaka, guter BĂ€renbestand, immer mal wieder eine unbekanntere Antilopenform (Beisa, westafrikan. Wasserbock, PalĂ€stinagazelle), Siamleierhirsche wohl perdu. Metro ĂŒber Porte Doree Richtung Bois de Vincennes, linkerhand am Ethnografischen Museum (vielleicht noch mit Aquarium im Keller?) vorbei. Aquarium am Trocadero - vom Eiffelturm ĂŒber die Seine , die Treppen hoch "rechts oben". Viel Spaß!
(06.07.2008, 13:43)
Zoosammler :   Nach langer Zeit nutze ich mal wieder dieses wunderbare Forum. Bei mir steht ein Paris-Besuch bevor und natĂŒrlich sollen Zoos dabei nicht zu kurz kommen.
Ich wĂŒrde mich ĂŒber hilfreiche Hinweise zum Besuch von Vincennes und Jardin de Plantes (Praktisches, Aktuelles oder Besonderheiten/RaritĂ€ten,...) sehr freuen, auch ĂŒber Aktualisierungen der detaillierten Berichte von Stefan Schubert (lohnt ein Vincennes-Besuch ĂŒberhaupt noch?). Welche besuchswerten (!) zoologischen Einrichtungen (Aquarien u.Ă€.) bietet Paris darĂŒber hinaus noch?
Wenn es bestimmte Fragen gibt, so werde ich mir MĂŒhe geben, diese bei meinem Aufenthalt zu beantworten!
Vielen Dank!
(06.07.2008, 12:25)
Carsten :   Unter der Adresse gibt es schon Tickets

http://de.tgv.com/de/europareise/tgv-ice/tgv-ice.html
(10.04.2007, 01:07)
Zoosammler :   Klasse - vielen Dank fĂŒr die Hilfe!
(09.04.2007, 20:40)
Carsten :   Wer nicht unbedingt die Fahrt mit 320 km erleben möchte, sollte vielleicht auch mal bei seinem örtlichen Reisebusunternehmer gucken, ab Ruhrgebiet fĂ€hrt zum Beispiel einer fĂŒr ca. 50 Euro nach Paris fĂŒr einen Tag ...
(09.04.2007, 14:07)
Carsten :   Vermutlich wird da erst ab morgen was zu finden sein, da der Verkauf ja auch erst morgen startet, www.bahn.de...

Tickets gibt es via Internet oder am Automaten, im Reisecenter 5 € Aufpreis.

Die Verbindungen sind im Kursbuch schon drin, können also schon mal die Reisetermine geprĂŒft werden.

Ob es da die passende Verbindung gibt, da nur drei TGV tĂ€glich fahren, ist dann jedem selbst ĂŒberlassen. In Paris besteht bei RĂŒckfahrt am selben Tag eine Aufenthaltszeit von 6 Stunden 20 Minuten....
(09.04.2007, 13:56)
Andreas Hartung :   @Zoosammler:
http://www.db.de/site/bahn/de/unternehmen/konzern/im__blickpunkt/paris__spezial/angebote__paris__spezial.html
Das ist genau die gleiche Info wie in dem von Carsten am 23.03. gegebenen Link, nur auf deutsch!
(09.04.2007, 13:43)
Zoosammler :   Trotz Recherche fand ich nirgends Hinweise auf diese besonders gĂŒnstigen Paris-Angebote der DB und morgen startet ja angeblich der Verkauf. Weiß jemand von euch inzwischen Genaueres?
(09.04.2007, 13:06)
Stefan Schubert :   Ein Nachtrag: Die Eckklammern geben in etwa die Entfernung Bf-Tierpark wieder. Sie sind aus dem Atlas abgeschĂ€tzt, also reine Richtwerte! Ich hoffe es konnte dennoch helfen. Ansonsten sei abermals auf www.leszoosdanslemonde.com verwiesen! Hier gibt es Links und auch reichlich bebilderte Besuchsberiche und sind eine grossartige Hilfe bei der Entscheidungsfindung!
(25.03.2007, 14:58)
Stefan Schubert :   TiergĂ€rten in der Pariser Umgebung mit Bahnanschluss oder der NĂ€he zur Bahn findet man in Rambouillet(Espace/Wildpark [6km]u. Bergerie/Haustierpark [2km]), Emance(Zoo de Sauvage mit Schneekranich! [6km]), Ozoire-la-Ferriere (Zoo Bois dÂŽAttilly [5km]), Amiens(Zoo [1,5km]), Cleres (Zoo des MNHN Paris [500m]) und Dieppe (Cite de la Mer/Aquarium). Kleinere Tierhaltungen gibt es auch in kleineren Orten der nĂ€heren Umgebung. Die genannten kenne ich nicht selber und zu den Parks in Nesles (Katzenzoo) und Thoiry (Safari) fĂŒhrte ich bereits aus. Beauval liegt etwa 7km vom Bf St.Aignan-sur-Cher entfernt und ist ĂŒber Tours erreichbar. Zum Zeitabchecken verweis ich abermals auf die DB-HP. Diese zeigt alles an möglichen Verbindungen. Da ist die SNCF-Seite eher mau! Von Paris aus sind Dank der TGV-ZĂŒge auch entfernte Landesteile flott erreichbar und sie sind nicht teurer als der Nahverkehr(TER), nur die Platzreservierung ist nötig und kostet eine Kleinigkeit!
(25.03.2007, 14:53)
Jonny :   @Stefan Schubert. Danke fĂŒr die Info.Welche Zoos in der NĂ€he von Paris sind denn von dort aus schnell und preisgĂŒnstig, und ohne Umsteigen,per Zug zu erreichen ? Beauval eventuell ?
(24.03.2007, 17:52)
Stefan Schubert :   Die Information zu den Bahnangeboten fand ich in verlinkten Pressemiteilungen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Darunter war auch eine der Franz. Bahn in Deutsch, die ab Strasbourg sogar €15,- nennt! Die Angebote sollen ab 10.04. auch an den Automaten buchbar sein, und bis dahin wird auch eine Werbekampanie starten!
@"?": Ich habe es schon so verstanden! Fehlende Fremdsprachenkenntnisse dĂŒrften gerade in Paris keine Probleme bereiten, die Fahrkartenautomaten der Metro sind mehrsprachig und die meisten Schalter sind besetzt. Mit den Fingern zeigt man, wieviel Tickets man braucht, schiebt das Geld rĂŒber und passiert die Sperre, am Zooeingang kann man ebenso verfahren. Dieses System wird erst bei grösseren Gruppen schwierig! ;-)
(24.03.2007, 13:49)
Carsten :   http://www.db.de/site/bahn/en/db__group/corporate__group/group__affairs/paris__special.html

Man beachte, die Firmensprache der Bahn ist jetzt Englisch, g...
(23.03.2007, 20:26)
Jonny :   @Stefan Schubert. Wo finde ich denn nĂ€here Informationen zu dem Paris-Special der Bahn ? Auf deren Webside konnte ich dazu nichts finden. Hat denn der Umbau des Zoos in Paris schon begonnen und ist dieser ĂŒberhaupt geöffnet ?
(23.03.2007, 19:49)
? :   Was gibt es eiegntlich an weiteren Zoologischen Einrichtungen in Paris , neben den beiden Zoos ? Gibt es nicht auch ein Sealife und ein anderes Großaquarium ?
@Stefan. Mit meiner Aussage unten möchte ich Niemanden entmutigen, nach Paris zu fahren , hat es denn jemand so verstanden , außer Stefan ?
(23.03.2007, 18:26)
Carsten :   Die Website vom Museum naturell enthĂ€lt einige Seiten zum Zoo Vincennes. Auf der gleichen Hauptseite ist auch die Menagerie zu finden, Jardin du Plantes

http://www.mnhn.fr/museum/foffice/tous/tous/GuideDecouverte/lieuxVisiter/LieuxAVisiter/FLieuAVisiter.xsp?i=1&AE_ID=223&nav=liste&SITE_ID=2&idx=8&LIEU_ID=172&INFO_ID=27&MAN_ID=279
(22.03.2007, 21:26)
Stefan :   @ Stefan Schubert: Danke fĂŒr die vielen nĂŒtzlichen Tipps. Wenn die Bahn mit solchen Angeboten lockt, ĂŒberlege ich mir vielleicht einen Paris-Kurz-Tripp. Paris de Vincennes hat also keine Elefanten UND Nashörner mehr? Oder sind die Nashörner noch im alten Gehege, ziehen nur spĂ€ter auf die ehemalige Elefantenanlage? Leider hat der Zoo keine Webseite, auf der man die Öffnungszeiten erfahren könnte... Jedenfalls gibt es bei mir ĂŒber Ostern erst einmal Amneville. Und da sind Deine geschilderten Erfahrungen bezĂŒglich Preis- und Anfahrten sehr hilfreich. Lass Dich also nicht von Einwohnern aus 5000 Seelen-Gemeinden mit mangelnden Fremdsprachenkenntnissen entmutigen zu weiteren News :))
(22.03.2007, 21:05)
? :   Das Angebot klingt ja sehr reizvoll....Ich spreche aber KEIN Wort französisch , geschweige denn englisch, Mitfahrer, die ĂŒber Fremdsprachenkenntnisse verfĂŒgen , habe ich leider nicht, und dann ist Paris auch nicht gerade klein, ich lebe in einer 5000 Seelen Gemeinde...
(22.03.2007, 17:58)
Stefan Schubert :   Danke fĂŒr die Berichtigung"?"! Ich hab aus der Erinnerung heraus geschrieben, war mir auch nicht sicher. Weiter unten hatte ich es selber eingetragen, wollt aber nicht runterscrollen, wĂ€rend ich tippe, da es gelegentlich schonmal Probleme mit der Eingabe gab.
Einen kleinen Tipp fĂŒr ReisewĂŒtige: Ab 10.06. geht die neue Schnellferbindung der Bahn ab Stuttgart und Frankfurt nach Paris in Betrieb mit kĂŒrzeren Fahrzeiten, die diese Metropole dann als Tagesziel möglich werden lĂ€sst. Als besonderes Schmanckerl darf man die Preise hierfĂŒr betrachten: €29,- ab Stuttgart und €19,- ab Karlsruhe bis in den August fĂŒr eine Richtung. Ab Frankfurt und SaarbrĂŒcken staffeln sich die Preise Ă€hnlich! Der Vorverkauf beginnt am 10.04.! Hoffentlich gibt es dann noch das Schuppentier!
(21.03.2007, 18:08)
? :   @Stefan Schubert. Kleine Korrektur : Baubeginn des Zoo Vincenens war 1931. Am 2. Juni 1934 wurde der Zoo feierlich eröffnet.
(21.03.2007, 17:33)
Carsten :   Merci
(21.03.2007, 16:51)
Stefan Schubert :   Sacha hat bezĂŒglich der Pariser Zoos so ziemlich alles ins Reine gebracht. Es gab aber noch 1931 einen weiteren Zoo in Paris, ebenfalls im Parc de Vincennes, der aber nur ein Jahr lang wĂ€rend einer Kolonialschau existierte, aber auch Grosstiere hielt, zumindestens Elefanten. Der heutige Zoo entstand erst 1937/38 und beherbergte letzten Oktober noch wenigstens zwei grosse Hippos, wie auch Zwegflusspferde! Die Menagerie und der Zoo, sowie zwei weitere TiergĂ€rten im weiteren Umland stehen unter der FĂŒhrung des Naturhistorischen Museums am Jardin de Plantes!
(21.03.2007, 16:25)
Carsten :   @Sacha Beuth: Merci erstmal. Das alle drei Haltungen Flußpferde hatten, weiß ich, ich bin nur ein bissel durcheinander gekommen, weil mal die Rede von Zoo Vincennes, dann wieder vom Zoo Paris, dann von der Menagerie und wieder vom Jardin des Plantes war.
Fakt ist also, daß es die drei Haltungen gab und nicht mehr.

Im Jardin d'Acclimation lebten zumindest kurzfristig um 1922 1 Flußpferde, welche aus dem Zoo Hannover gekommen ist und eines um 1879, welches ein Geschenk des Ă€yptischen Vizekönigs war.
(21.03.2007, 13:51)
Michael Mettler :   @Sacha Beuth: Laut den Lebenserinnerungen des frĂŒheren TierfĂ€ngers, Circusdompteurs und Inspektors des Dresdner Zoos Otto Sailer-Jackson besuchte dieser in den ersten Jahren des 20. Jh. ein vom ihm gefangenes Flusspferd im Jardin d'Acclimatation. Wenigstens dieses eine Hippo muss es also dort gegeben haben.
(21.03.2007, 13:50)
Sacha Beuth :   @Carsten: Weiss nicht, ob ich jetzt wirklich Frankreich-Spezialist bin. Versuche aber gerne zu helfen:

Der Parc Zoologique de Paris oder Zoo de Vincennes (benannt nach dem Stadtteil resp. Park) ist der grösste noch existierende Zoo der Stadt. Erbaut in den 1930er Jahren befindet er sich gerade im Grossumbau (in diesem Thread findest Du weiter unten einen wunderbaren Beschrieb von Stefan Schubert). Dort wurden zumindest bis Anfang 2002 Flusspferde (H. amphibius mindestens 3 StĂŒck) gehalten. Ob Ihr Gehege vom Umbau betroffen ist, darĂŒber kann Dir sicher Stefan Schubert Auskunft geben. Auch Zwergflusspferde waren damals vorhanden und der Zoo hat bei dieser Art gute Zuchterfolge zu verzeichnen.
In der Menagerie du Jardin des Plantes gab es vor langer Zeit ebenfalls Flusspferde in der von S. Schubert beschriebenen DickhÀuter-Rotunde. Die Flusspferdfamilie aus Bronze zeugt heute noch davon.
Der Jardin d'Acclimatation (nicht Acclamatation) im Bois de Boulogne hielt m. W. bis Anfang der 60er Jahre neben Haustieren auch exotische Grosstiere. Wie der Name schon sagt, wollte man diese dort (und ich glaube auch exotische Pflanzen) an des mitteleuropĂ€ische Klima gewöhnen. Nicht unwahrscheinlich, dass im Bois de Boulogne fĂŒr gewisse Zeit auch Flusspferde Halt gemacht haben. Belege dazu habe ich allerdings keine gefunden. Heute ist der Park tatsĂ€chlich nur noch eine "Rummelwiese".

Die Menagerie und der Zoo de Vincennes werden zusammen "gemanagt". Ob vom Jardin des Plantes oder aus Vincennes aus weiss ich jedoch nicht.
(21.03.2007, 13:31)
Carsten :   Ich hĂ€tte da mal eine Frage an die Frankreichspezialisten:
Habe mich gestern bei der Eingabe der Flußpferddaten ein wenig mit den Pariser Tierhaltungen befasst.

Sehe ich das richtig, daß es in Paris drei grĂ¶ĂŸere Zoos gab / gibt, welche Großtiere gehalten hatten / haben:

Parc zooloqique (auch Zoo Vincennes genannt)
Menagerie du Jardin des Plantes
Jardin de Acclamatation

WĂ€hrend der letztgenannte heute ein Freizeitpark ist, mĂŒĂŸten die anderen beiden noch existieren und beide unter der Verwaltung eines Museums stehen?
(21.03.2007, 12:01)
Mulan :   Das Naturhistorische Museum in Strasbourg soll aber phantastisch sein, wie ich gehört habe.
(04.01.2007, 13:53)
Carsten :   @Stefan: Du langweilst nicht, kannst ruhig auf die nĂ€chste Reise gehen und wieder so tolle Berichte liefern.
(04.01.2007, 11:30)
Stefan Schubert :   Auf die Gefahr hin, dass ich langweile, möcht ich einen Nachschlag platzieren: Die Zwischenfeiertage nutzte ich fĂŒr einen Sprung ĂŒber die Grenze nach Strasbourg. Nahe dem Ortes, wo die Geschicke der EU gelenkt werden, findet der Gast den Parc lÂŽOrangerie mit einem kleinen Zoo. Dessen Tieranlagen gruppieren sich um ein architektonisch interessantes WirtschaftsgebĂ€ude mit Stallungen. Die Tieranlagen sind recht gut in Schuss, jedoch spartanisch eingerichtet. Der auffĂ€lligste Anbau ist ein GrosskĂ€fig fĂŒr Tonkeanmakaken. Dieser ist doppelt vergittert, eines lĂ€sst die Tiere drinnen und das zweite die Besucher draussen. Dadurch beschĂ€ftigten die Affen sich mehr mit sich, als mit den Menschen. Tortenförmig schliessen sich die Gehege fĂŒr Sibirischen Luchs, Bezoarziege, MĂ€hnenspringer und Alpengemse an, die ebenfalls doppelt eingefriedet sind. Hier ist der Zwischenraum bepflanzt. Die zweite HĂ€lfte des Halbrunds beherbergt in ĂŒberspannten Gehegen verschiedene Vögel, vornehmlich Entenartige, aber auch Schwarzstorch, Kronenkranich und Chileflamingo. Das Wirtschaftshöfchen ist als Voliere ĂŒberspannt und wird von Pfauen bewohnt. GegenĂŒber dem Haupthaus liegt ein jĂŒngeres StallgebĂ€ude mit Aussenvolieren. Zwei Paar AuerhĂŒhner sorgen fĂŒr Nachschub zur Auswilderung, einige Papageien fĂŒr Unterhaltung und HaushĂŒhner im KĂ€fig fĂŒr Überraschung! Dazwischen gibt es zwei Anlagen fĂŒr Mohren- und Weisskopfmakis, sowie eine fĂŒr BlauflĂŒgel-Kookaburras. Bis auf die Lemuren zeigten sich mir alle Tiere und die Kookaburras machten mit ihrem Lachen ihren Zweitnamen alle Ehre! Zwei weitere entgegengesetzt liegend abseitige Anlagen werden von Nandu und Weissstorch bevölkert. Freifliegende Adebare waren auch noch zu sehen! WĂ€rend der Zoo gratis ist, wird auf dem nahen Kinderbauernhof ein kleiner Obulus fĂ€llig. Dieser ist im Winter aber nur mittwochs und am Wochenende nachmittags geöffnet!
Eine Anreise nur fĂŒr den Zoo lohnt nicht, aber wenn man gerade einmal da ist, kann man die drei Kilometer Distanz von der Innenstadt auf sich nehmen. Das Stadtzentrum bietet manch Augenschmaus und die Fassade der Kathetrale ist ein einziger Sinnesrausch!
(04.01.2007, 09:42)
Stefan Schubert :   Sollte eigentlich eine Tabelle werden, habe sogar die AnschlĂ€ge gezĂ€hlt. Ich hoffe es ist dennoch verstĂ€ndlich! Eine Anmerkung: In Klammern- war geplant und wurde gestrichen, ein Stern- wie geplant und zwei Sternchen- kurzfristig ins Programm genommen! Die Orte am Ende waren meine Ausgangs- bzw. Zielpunkte der AusflĂŒge.
(28.12.2006, 10:43)
Stefan Schubert :   ÜBERSICHT:
Datum Programm An- u. Abreise von/nach
08.10. (Zoo Strasbourg), Zoo Amneville* Bahn/Taxi/Fuss Anreise/Lille
09.10. Zoo Lille*, Zoo Maubeuge* Bahn Lille
10.10. (Nausicaa Boulogne), Menagerie Paris**, Acclimatation** Bahn/Metro Lille/Paris
11.10. Zoo Paris*, Aquarium Porte Doree* Metro Paris
12.10. Safari Thoiry* Bahn/Fuss/Bus Paris
13.10. CERZA Lisieux* Bahn/Taxi/Fuss Paris
14.10. Les Felins Nesles* Bahn/Fuss Paris
15.10. (Touroparc, Romaneche), Zoo Lyon* Bahn Paris/Lyon
16.10. Zoo St.Martin* Bahn/Fuss (Bus) Lyon
17.10. Zoo Besancon* Bahn Lyon/Nachtzug
18.10. (Zoo LaBarben), Marineland**, Phoenix Nice** Bahn Nice
19.10. Zoo CapFerrat*, Zoo+Aquarium Monaco* Bahn Nice
20.10. (Marineland), Zoo Montpellier** Bahn/Bus Nice/Montpell.
21.10. (Australienparc Carcassonne), Pierrelatte**, Lyon** Bahn/Fuss Heimfahrt
ursprĂŒnglich noch geplant:
22.10. Zoo Beauval, St.Aignan
23.10. Zoo Doue-la-Fontaine
24.10. Zoo Sables-dÂŽOlonne
25.10. Zoo La Boissiere
26.10. Aquarien St.Malo
27.10. Jersey Zoo
28.10. Menagerie Paris+ Naturkundemuseum
Die GrĂŒnde fĂŒr den Abruch waren vielfĂ€ltig, gelohnt hĂ€tte sich die FortfĂŒhrung sicherlich und auf Doue und Jersey (als Krönung) hatte ich mich richtig gefreut! So bleibt Vorfreude fĂŒrÂŽs nĂ€chste mal!
(28.12.2006, 10:35)
Stefan Schubert :   LA FERME AUX CROCODILS, PIERRELATTE; UrsprĂŒnglich nicht in meinem Programm enthalten, wĂ€hlte ich diesen Krokodilzoo als Zwischenziel auf dem Weg zu einem erneuten Besuches des Lyoner Zoos aus. Pierrelatte liegt einige Kilometer nördlich von Avignon an der Hauptstrecke nach Lyon und auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gleisen, dennoch 4km sĂŒdlich des Bahnhofes!
Bislang ist der Zoo vollstĂ€ndig unter Glas, sieht man von einem Schildkrötenteich im Picknickbereich ab. Hier fand ich auch als einzigster aller besuchten Einrichtungen im grossen Stil Kunstfelsen vor, doch der Reihe nach: Der Kasse folgt ein Raum mit sechs Vitrinen, besetzt mit kleineren Tieren: Brillenkaiman, Panzerkrokodil, Stumpfkrokodil, Mississippi-Alligator-Nachzuchten und einem einzelnen China-Alligator. Diesem Raum folgt als Auftakt der grossen Krokodilhalle eine Teichlandschaft mit vielen Pflanzen und einem Wasserfall. Weitere Teiche sind das Zentrum des Zoos gespickt von zahlreichen SandbĂ€nken. Mehrere hundert Nilkrokodile wimmeln sich hier und diese Menge lĂ€sst auch sonst seltener beobachtete Verhalten dieser Tiere zu, wie laufen, schwimmen und sogar springen! Die Mehrzahl jedoch ruht mit geschlossenen oder offenen MĂ€ulern. Eine Vielzahl viersprachiger Tafeln sĂ€umen den Weg, die als Frage-Antwort-Spiel eher an einer Kinder-Zoo-Ralley erinnern. Seltener findet man Infos zu den gehaltenne Tieren und auch Arten! Über BrĂŒcken und Inseln windet sich der Weg durch die Halle und passiert auch eine recht junge Panzerkrokodilanlage mit grösseren Tieren am Rand. Die ursprĂŒnglich dreischiffige Hallenkonstruktion wurde am 18.12.1998 um eine vierte erweitert. Darin fand ein weiterer Pool fĂŒr die NilkrokoÂŽs Platz. Optisch wurde dieser durch eine verkleinerte Nachbildung eines Pfahldorfs aus Benin aufgewertet, das sich gut als Fotokulisse macht. Ebenso findet der Besucher hier eine Fossilienhöhle mit eingearbeiteten AbgĂŒssen vom Aercheopteryx, Dinoeiern und anderen Skelettfunden. Diese Höhle bildet den Zugang zur Zuchtstation. Hier lebt ein zweiter China-Alligator, der sich mit dem anderen Tier nicht vertrĂ€gt und jede Menge Zeugnisse, das die hiesige Nilkrokodilpopulation weiter wĂ€chst! Eine weitere, am 01.06.2006 eröffnete, Erweiterung der Halle brachte zwei kleinere Rundwege dazu. Der erste passiert eine Anlage mit gut versteckten Mississippi-Alligatoren, einer aus ZĂŒrich stammenden Galapagos-Riesenschildkröte und einer grösseren Gruppe Riesen vom Aldabra-Atoll. Der zweite Weg fĂŒhrt zu den Gangesgavialen, einer nicht kenntlich gemachten Art und einem weiteren Nilkrokodil-Bereich. All diese Nilkrokodilanlagen sind miteinander verbunden. Eine kleine Kiste befindet sich in der Schau, mit vielen kleinen FĂ€chern. Dazu steht geschrieben, dass am 29.07.1991 in solchen BehĂ€ltern 335 Babykrokodile von Johannesburg nach Nizza geflogen wurden und keines der Tiere beim Transport verloren ging! Heute prĂ€sentieren sich hier teilweise stattliche Exemplare. Desweiteren prĂ€sentiert man hier etwa 600 Pflanzen aus 63 Familien und ist stolz darauf, auch als Botanischer Garten Anerkennung zu finden! FĂŒr SĂ€ugetierfreunde wurde im Rahmen des Rundwegs auch ein Elefanten-Dungplatz angelegt und Vogelfreunde können freifliegende Kuhreiher und Dreifarb-Glanzstare beobachten. Der Abschluss des Weges ist eine Ausstellung ĂŒber Panzerechsen dieser Welt und dem Engagement der Farm bei Schutzprojekten, vor allem der Gangesgaviale, sowie ein CafĂ© im Eingangsbereich!
(26.12.2006, 15:31)
Stefan Schubert :   PARC DE LUNARET, MONTPELLIER; Ebenfalls ein Zoo, den die StadtvĂ€ter fĂŒr ihre Einwohner und GĂ€ste kostenfrei besuchen lassen, findet sich in Montpellier. Vom Hauptbahnhof ist er mit einmaligen umsteigen erreichbar: Tram M1 Richtung Masson bis zum Halt St.Etoi und weiter mit dem Bus Linie Navette Agropolis in Richtung Zoo/Agropolis bis vorm Eingang!
Als deutschen Vergleich schĂ€me ich mich nicht, den Tierpark Berlin heranzuziehen. Kaum begehbare TierhĂ€user und grossflĂ€chige Gehege in nahezu unverfĂ€lchter Natur mit zumeist nur einer Tierart besetzt! Gegliedert ist der Park nach geografischen Zonen, deren Wege im Plan farbig gekennzeichnet sind und im Realen durch farbige lebensgrosse Tiersilhouetten: SĂŒdamerika- tĂŒrkisner Tapir, Afrika- oranger Gepard, Australien- lila KĂ€nguru, Eurasien- roter BĂ€r und Nordafrika- gelber Löwe. Die Leitfarbe setzt sich auf der Gehegebeschilderung fort. Nur selten wird davon abgewichen!
PrĂ€gend im Park ist der Bewuchs aus einer Art Stechpalme, die auf weissem karstigen Boden die Aura eines Trockenwaldes vermittelt. Diese Vegetation befindet sich auch in vielen Gehegen. Diese sind zumeist mit WeidezĂ€unen eingefriedet und weissen wenigstens einen Trockengraben zur Besuchereinsicht auf, der ĂŒbrige Teil ist hĂ€ufig durch die Pflanzen verborgen. Doch Pfade zeigen die zeitweise Anwesenheit von Zoofotografen!
Den Rundgang begann ich im SĂŒdamerika-Teil, dessen erstes Gehege nach langem Weg Guanakos beherbergte, dem eine Fischotter-Anlage folgte. Nahebei liegt ein Abzweig zum Lemurenhaus, dessen Aussenbereich teilweise abgesperrt und der Innenraum wegen Dacharbeiten geschlossen war! Ein paar Meter durfte ich reinschauen und war recht angetan von der BauausfĂŒhrung des Hauses in geschwungener WegefĂŒhrung hangabwĂ€rts umgeben von den Innenanlagen und einigen Vitrinen mit Reptilien. Den Besatz sah ich nur ansatzweise: Mongozmaki, Kronenmaki, Mayottemaki, Mohrenmaki, TĂŒrkisaugenmaki, Katta und Schwarzweisser Vari! Ein weiteres begehbares Tierhaus ist die "Serre" mit KrallenĂ€ffchen in der NĂ€he, aber ebenfalls gesperrt! Weitere Gehege in SĂŒdamerika bewohnen MĂ€hnenwolf, sowie Flachlandtapir zusammen mit Nandus. Der erste Einblick nach Afrika gelingt durch den Bewuchs auf Mendesantilopen. Erstes sichtbares Gehege war die "Plaine africaine" mit Kronenkranich, Marabu, Strauss, Grevyzebra, Weissnackenmoorantilope und bis vor kurzen auch Sitatunga. Ein Rundweg fĂŒhrt vorbei an Gehegen mit SĂ€belantilope, Arabische Oryx, Karakal, Geparden und Steppenelen. Die Karakale sassen in einer grossen mandarinstĂŒckförmigen Voliere, der noch zwei alte klassische WĂŒrfelvolieren gegenĂŒberstanden, eine davon leer und die andere mit Indischen Stachelschweinen besetzt, die sich leider nicht zeigten. GegenĂŒber der Elen lag eine Freianlage leer, daneben eine mit Dromedar und gegenĂŒber mit Mhorrgazelle. Ein Stichweg ist mit Hinweispfeil versehen: "Petite Koudou", braucht keine grosse Französischkenntnisse um das zu verstehen. In der Anlage sah ich aber nur einen einzelnen Bock- aber wunderschön fotogen im Unterholz! Der Besatz der nahen Watussi-Anlage ist laut Anschlag nach Rom umgesiedelt. Nun wird ein Rondel erreicht, in dessen Mitte ein alter Turm steht. Umgeben wird dieses von Gehegen mit Blessbock, Elenbulle, Breitmaulnashorn, Bongo und Rappenantilope. Ein Weg fĂŒhrt nun nach Eurasien und die erste EindrĂŒcke sind Blauschaf, der zweite Sichuantakin, gefolgt von Onager, einer Schweinshirsch-Junggesellengruppe und einer Luchs-Voliere. GegenĂŒber der Luchse liegt ein weiteres Blauschafgehege nur mit Böcken. Vielleicht war es die Abgeschiedenheit an einem Stichweg oder pure Neugierde, jedoch zeigte sich die Boygroup recht aufgeschlossen dem Besucher und kam zum kraulen an den Zaun. FĂ€sst sich an wie Zwergziege, aber es waren Blauschafe und ich war glĂŒcklich! ZurĂŒck geht es an einer recht neuen Gemeinschaftsanlage mit Vietnam-Sika, Muntjak, Banteng und Paradieskranich vorbei und einem Teich mit Gibboninsel. Weiter muss man zurĂŒck bis zur Blauschaf-Zuchtgruppe. Dort sind einige Haustiergehege und eine recht alter Hof, die normalerweise nicht offen steht, da sie eine privatbetriebene Kinderfarm ist. Ein Seitenweg fĂŒhrt zu den Iberischen Wölfen, der Weg geradeaus zu den Syrischen BraunbĂ€ren und nach Nordafrika. Dieser Teil besteht aus einer Löwenanlage, einem Flamingoteich und einem ganzen Tal fĂŒr MĂ€hnenspringer und Mendesantilope. Fast unbemerkt hat sich im eurasischen Parkteil die Vegetation geĂ€ndert: Hier herrscht Mischwald vor, aber ein langer folgender Weg ohne Gehege fĂŒhrt zurĂŒck in die erstgenannte Pflanzenwelt. Nahe einer Kreuzung liegen zwei "Australien"-Anlagen mit Kasuar (linksrum), Emu und RiesenkĂ€nguru (geradeaus) und rechtsrum geht der Rundgang wieder nach Afrika mit Somali-Wildesel und dem normalen Einblick ins anfĂ€ngliche Addax-Gehege. Der Weg zum Ausgang fĂŒhrt an zwei Ă€lteren AffenkĂ€figen mit Rhesus und Magot vorbei. Am Ausgang baut man derzeit am dritten begehbaren Haus, der "Serre Amazonienne", einem Tropenhaus. Hier soll der neue Eingang und auch ein Besucherrestaurant untergebracht werden. Ob der Zoo nach dessen Eröffnung im Mai 2007 noch gratis zu besuchen ist, weiss ich nicht, aber auch fĂŒr einen Eintritt ist er ein lohnendes Ziel!
(17.12.2006, 18:52)
Stefan Schubert :   JARDIN ZOOLOGIQUE, MONACO; Ebenfalls ĂŒber die Vorortbahn aus Cannes/ Nice erreichbar ist das kleine FĂŒrstentum an der Cote Azur. Der Bahnhof liegt unterirdisch und ist ĂŒber drei AusgĂ€nge zu verlassen. Der hinterste in Richtung Nice fĂŒhrt in die nĂ€here Umgebung des Zoo! Durchschreitet man diesen Tunnel wird schnell einem klar, baulich wird hier nicht gekleckert, hier wird geklotzt! Die Tunnelverkleidung entstand aus Marmor, wie auch der Boden, man ist geneigt die Schuhe auszuziehen, RollbĂ€nder sorgen fĂŒr ein rasches Fortkommen und draussen bringt eine Rolltreppe den Besucher bis vorm Zoo! Er macht jedoch eine Mittagspause von 12:00 bis 14:00 Uhr. Das ist aber kein Problem, diese Zeit in der nĂ€heren Umgebung zu verbringen: Neben dem Zoo liegt das "MusĂ©e des Timbres" zur Post- und Geldgeschichte des FĂŒrstentums, wenige Meter weiter ein Oldtimermuseum mit etwa 100 Autos, sowie das "MusĂ©e Naval" mit Schiffsmodellen und anderen maritimen Objekten seit der Antike. Man kann aber auch um den Hafen herum in etwa 10 Minuten zur Mole laufen und den Aussenblick auf das Ozeanografische Institut werfen. FĂŒr hungrige MĂ€uler besteht aber eine Etage unter dem Zoo auch ein Schottisches SpezialitĂ€tenrestaurant!
Der Zoo klebt am Felsen zwischen dem Hafen Fontvieille und dem FĂŒrstenschloss. Er wurde terassenartig aus Natursteinen aufgemauert und ein barrierefreier Rundweg angelegt. Nach den ersten EindrĂŒcken, die die Stadt vermittelte schockt er zunĂ€chst! Die hellen Mauern sind allgegenwĂ€rtig und die Tierhaltung erinnert ein wenig an Gelsenkirchen vorm Umbau! Hinter dem Eingang liegt ein erstes Terrarium und ein RundkĂ€fig mit Kattas. Auf dem Vivariumsdach liegt eine Besucherplattform fĂŒr die Flusspferdanlage und ein unterirdisch angelegtes Vogelhaus mit klitzekleinen Aussenvolieren. Den Flusspferden steht an deren höchster Stelle ein Wasserbecken bereit. Ein langgezogenes Gehege folgt mit Nandus und zwei weiblichen Litschi-Wasserböcken. Darin befinden sich Fenster zum Hafen, damit die Tiere von Reisen in entfernte LĂ€nder trĂ€umen können! Am Wendepunkt des Weges liegt eine Dromedar-Anlage und nebenan eine Freianlage fĂŒr Bennetts. Wir sind auf der zweiten Terrasse und finden hier desweiteren Freigehege fĂŒr Hausmeerschwein und Halsbandpekari, sowie kleine Singvogelvolieren. Quessantschafe, HöckergĂ€nse und diverse HaushĂŒhner bewegen sich hier im Besucherbereich. Eine weitere Serpentine wird genommen und auf der höchsten Ebene kommt man zu den Affen. Blaumaulmeerkatzen gibt es keine mehr und die beiden PrimatenkĂ€fige wurden fĂŒr Haubenkapuziner zusammengelegt. In einem weiteren kleineren leben S/W-Varis, gefolgt von Freianlagen fĂŒr Zwergziege, Weisser Nutria, Mara und einem Huhn mit KĂŒken. Hier besteht eine verschlossene Treppe hinauf zum Schloss. Zwei weiteren Freigehegen fĂŒr Prairiehund und WaschbĂ€r folgen die Raubtieranlagen, deren erster KĂ€fig mit Leoparden besetzt ist, der zweite bereits abgebrochen, der dritte und vierte ebenso, letzterer ist heute eine Freianlage fĂŒr Aras. Grösster Bau des Zoos ist das alte Raubtierhaus, dessen KĂ€fige alle zusammengelegt und zum Heim einer Weissen Tigerin wurde. Dahinter befindet sich ein zweites Terrarium. Nun geht es wieder bergab, vorbei an Anlagen fĂŒr Landschildkröten und Brautenten, sowie einem Spielplatz. Man muss allerdings anmerken, dass die Belegschaft die Anlage im Rahmen des möglichen pflegt und durch Pflanzungen und Blumentöpfe dem Zoo einiges seiner Tristess nimmt. So wirkte er auf meinen Bildern nur noch halb so schlimm, wie im ersten Empfinden vor Ort!

MUSÉE OCÉANOGRAPHIQUE, MONACO; Trotz der geringen Grösse des Stadtstaates gibt es ein Stadtbusnetz, was man als Tourist aber kaum braucht, da der Fussweg vom Zoo zum Aquarium durch den alten Teil fĂŒhrt und eine ganze Menge sehenswertes bereithĂ€lt!
Das aufregenste am Ozeanografischen Institut finde ich ist das ĂŒber den Klippen errichtete GebĂ€ude, welches es beherbergt. Das Aquarium liegt in den beiden Tiefgeschossen. Bemerkenswert ist hierbei nicht sehr viel. Ich sah einen schwimmenden Steinfisch, Tannenzapfenfische im hellen Becken und ein Rundaquarium nit Fischschwarm. Im Obergeschoss besteht ein Walraum mit Skeletten, PrĂ€peraten und Walfangutensillien, sowie eine zeitweise Arktisausstellung. Wertfollsten StĂŒck der Schau ist ein Eisklumpen, den der FĂŒrst bei seiner Arktisexpedition mitbrachte und nun bei -10°C prĂ€sentiert wird. Er dĂŒrfte hier schon ein seltener Anblick sein!
Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass in Touristeninformationen und UnterkĂŒnften ein Heftchen "Monaco-Loisirs" ausliegt, mit einer Menge Information zu den recht umfangreichen SehenswĂŒrdigkeiten und Sparcoupons zum Eintritt-drĂŒcken. Damit kostet das Automuseum nur 3 statt 6€, der Zoo 3 statt 4€ und das Aquarium 9 statt 11€! Nur als kleiner Tipp!
(11.12.2006, 10:15)
Stefan Schubert :   @Dirk K: Eben desswegen hatte mich ein Besuch in Asson auch gereizt, fiel aber bereits der ersten KĂŒrzung zum Opfer, als ich von einer Vierwochenreise auf drei Wochen reduzieren musste. Der Grund war die recht aufwendige An- und Abreise! Es gab nur in der NĂ€he von Bourdeaux und in Carcassonne weitere fĂŒr mich lohnende Ziele, deren Anfahrt aber einen halben (Zoo)Tag gekostet hĂ€tten! FĂŒr einen nĂ€chsten Trip steht er aber schon ziemlich sicher fest!

P.S.: Im Parc Phoenix sollte es "geometrische Formen" heissen! Sollte vielleicht vorm Posten nochmals Kontrolllesen!
(10.12.2006, 19:22)
Dirk K :   Vielen Dank, dass sie sich so viel MĂŒhe mit ihren Berichten geben.
Auch wenn ich ihnen damit vllt. vorausgreife wollte ich fragen, ob sie auch den Zoo Asson besucht haben, der mich vor allem wegen der Blauducker interessiert.
(10.12.2006, 18:29)
Stefan Schubert :   PARC PHOENIX, NICE; In Nizza findet man ebenfalls einige Tierhaltungen, wenngleich auch keinen richtigen Zoo! Am Morgen ist mir ein Flyer ĂŒber diesen Park in die HĂ€nde gefallen, der etwa 6km westlich des Stadtzentrums direkt an der Bahnstation Nice-St.Augustin zu finden ist . Die ZĂŒge, die in Biot halten, legen auch hier einen Stopp ein. Zudem verkehren die Buslinien 9,10 und 23 hierher! Der Besucher sollte der Ausschilderung Parc Floral folgen, die Strassenausschilderung fĂŒhrt einmal um den Park herum!
Der Park ist nicht sehr gross und eher ein Botanischer Garten. Eine in Deutschland liegende vergleichbare Einrichtung wĂ€re der Luisenpark Mannheim. Die Gestalter beabsichtigten in der Gestaltung einen BrĂŒckenschlag zwischen Kunst und Natur zu finden. Die WegefĂŒhrung erinnert an geografische Formen, dazwischen gepflegte Pflanzungen und initiierter Wildwuchs! Erster Blickfang ist ein grosser Teich mit vielen Entenartigen, darunter TrauerschwĂ€ne mit Gössel! Nahe dem Rundgangbeginn entstand gerade eine Anlage, die fĂŒr Pinguine bestimmt sein könnte! An verschiedenen Stellen findet man Volieren und Freianlagen fĂŒr verschiedene Vögel: Eulen, Nandu und Aras. Der zweite grosse Blickfang ist ein Tropenhaus, unterteilt in verschiedene Sektionen und mit Pflanzen verschiedener Vegetationszonen, sowie einzelner Volieren, Aquarien und Terrarien. Ein Nebenraum beherbergt zudem eine Aquarien- und Insektenschau. Ein Bereich des Hauses ist als Freiflugraum hergerichtet. Einzigste SĂ€ugerform im Park sind Schwarzschwanz-PrairiehĂŒndchen. Der Eintritt ist mit 2€ in diese stĂ€dtische Einrichtung recht gĂŒnstig!

ZOOPARC ST-JEAN-CAP-FERRAT; Dieser kleine private Zoo liegt nur wenige Kilometer östlich von Nizza und ist mittels Stadtbuslinie 81 erreichbar. Die nĂ€chstgelegene Bahnstation ist im 3km entfernten Beaulieu-sur-Mer zu finden! Ich entschied mich fĂŒr letztere, da ich mir einen schönen Spaziergang entlang der ins Mittelmeer ragenden Halbinsel versprach und wurde auch nicht enttĂ€uscht. Inzwischen hatte ich auch verdaut, dass in dieser Region Palmen so hĂ€ufig sind wie bei uns Kastanien. Anfangs gab es schon hier und da mal einen offenen Mund!
Der kleine Zoo ist nur etwa 3ha gross und wurde 1949 eröffnet. Die Tierhaltung ist den UmstĂ€nden der geringen FlĂ€che entsprechend recht modern, hier und da finden sich noch kleinere Volieren mit Amazonen, doch im Grossen und Ganzen entsprechen die Anlagen dem Besatz! Die Ausgestaltung des Parks erinnert an eine riesige Tropenhalle, nur halt ohne Dach und das Wetter sorgte fĂŒr zusĂ€tzliche echte RegenwaldathmosphĂ€re! Der Weg ist ein grosser Rundweg, sowie ein kleinerer innenliegender mittels sternförmiger BrĂŒckenkonstruktion verbundener Bereich. Bemerkenswert fand ich hier die Gehegebeschilderung mit kurzen Texten in Französisch, Italienisch, Englisch und RUSSISCH!
Einigen Kleinvolieren folgte eine erste grössere mit etwa 10 Braunen Makis und einer begehbaren Grossvoliere mit Ibissen, gefolgt von Stachelschwein und Emu. Die Leopardenanlage durchlĂ€uft ein Plexiglastunnel. Hier leben zwei schwarze und zwei gefleckte unterartlich nicht gekennzeichnete Tiere, vermutlich Hybriden. Nebenan leben Schwarzweisse Varis. Einigen weiteren Volieren mit verschiedenen Papageien, Klammeraffe, Siamang und Schweinsaffe folgt ein Ă€lteres Winterhaus mit Terrarien fĂŒr GrĂŒnen Leguan und Schnappschildkröte, sowie ein sepperates Freigehege mit Nilkrokodilen. Eine Freianlage mit bogenförmigen Felsunterstand und Wasserfall bewohnen zwei KragenbĂ€ren. Neu fĂŒr die Saison entstand eine Zwergotteranlage mit Unterwassereinsicht. Nun sind wir im Innenbereich, einer Art Trichter mit einigen Teichen und Streichelzoo. Ebenfalls neuerstellt ist eine Nachtabteilung unter der Terasse des Besucherrestaurants. Ein grösserer Flugraum steht hier einer Kolonie Nilflughunden bereit und am Rand war ein kĂŒnstliches Kanalsystem mit Farbratten besetzt. Vom Streichelgehege kamen mir auch die ersten Ziegen in der Höhle entgegen! Auf der Katta-Insel fand ich freifliegende Schwarzkopfibisse vor und im SĂŒdamerikabereich auch zwei Weissbartpekaris! Eine Tigeranlage ist mit ausgeschilderten Amur-Bengal-Hybriden besetzt und eine weitere Freianlage mit Chapmanzebras.
Trotz der 14€ Eintritt empfehl ich diesen Tierpark weiter und bei Sonnenschein ist er sicherlich ein doppelter Genuss!
(10.12.2006, 17:58)
Mulan :   In Seaworld San Diego ist wieder einmal ein Trainer von einem Orca verletzt worden, wĂ€hrend einer Vorstellung biß das Tier ihm in den Fuß, zog ihn unter Wasser und zog ihn anschließend durch das Becken. Der Mann konnte verletzt geborgen werden. Wieder ein Trainer mehr, der bestimmt nicht mehr zu den " netten 2 Orcas ins Becken geht. Vielleicht sollte man auch fĂŒr Orcas den
" Protected Contact " einfĂŒhren, denn mit Orcas passiert in den Staaten wesentlich mehr, als mit Elefanten...
(08.12.2006, 16:48)
Matthias :   Nein. Momentan leben zwei erwachsene Weibchen mit drei aelteren Jungtieren. Der Vater dieser drei Tiere ist soweit ich weiss dieses oder letztes jahr verstorben.
Ein aelteres Jungtier hat den Park vor ein paar Jahren verlassen.
Ich hatte 2002 das Glueck noch alle sieben Tiere zusammen zu sehen. Bleibt zu hoffen, dass mit einem neuen Maennchen die Zucht ausgebaut werden kann.
(08.12.2006, 16:28)
Mulan :   @Matthias. Danke fĂŒr den Tipp mit der Orcaseite ! Antibes hĂ€lt wohl ein Paar mit drei Nachzuchten !
(08.12.2006, 15:53)
Matthias :   Unter http://www.orcahome.de/stataqua.htm findet man eine aktuelle Liste aller in Gefangenschaft gehaltenen Orcas (inkl. Herkunft).
(08.12.2006, 15:44)
Stefan Schubert :   ZoofĂŒhrer zu Antibes gibt es keine! Einzigste Druckwerke vor Ort war ein dickes Postkartenpaket und kostenlose FaltblĂ€tter mit Lageplan und VorfĂŒhrzeiten in Französisch oder Englisch!
Zur Orca-Gruppe kann ich nichts sagen, da die Beschilderung sehr mangelhaft, im Grunde sogar kaum vorhanden ist und erzÀhlen können sie viel, ich versteh nur nichts! ;-)
(08.12.2006, 14:59)
Mulan :   @Stefan Schubert. Gibt es einen ZoofĂŒhrer von Antibes ? Mehrfach hatte ich die angeschrieben, aber nie Antwort erhalten. Jetzt möchte ich zumindestens wissen, ob es etwas gibt. Wie setzt sich die Orca-Gruppe zusammen ? Soweit ich weiß, sind dort ein oder zwei KĂ€lber aufgezogen worden. Geburten muß es wohl schon mehrere gegeben haben.
(08.12.2006, 14:32)
Stefan Schubert :   PETITE FERME DU FAR WEST, ANTIBES; Mittels Nachtsprung im SĂŒden eingefallen, begann ich umgehend einigen Tierhaltungen hier meine Aufwartung zu machen. Erstes Ziel war diese zum Marineland gehörende Einrichtung. Der Einzeleintritt fĂŒr Erwachsene kostet 10€, fĂŒr Kinder 8€, im Kombiticket mit dem Meereszoo 31/19€! Zu sehen ist nur ein Kinderfreizeitpark bis allerhöchstens Grundschulalter mit kindlichen Kulissen, FuhrgeschĂ€ften, einigen Haustieren und netten Pflanzungen. Nach einem kurzen Rundgang strebte ich schon bald dem Hauptziel des Tages entgegen. Zuvor passierte ich noch die "Ile Magique aux Oiseaux" mit geisterbahnĂ€hnlicher Eingangsgestaltung und dahinterliegenden GewĂ€chshĂ€usern, die wohl tropische Vögel beherbergte. Doch konnte ich der Sache nicht auf dem Grund gehen, da die Schau seit September geschlossen ist!

MARINELAND ANTIBES; Der Einzeleintritt zum Park kommt dem Gast 28/19€! Sofort lief ich zur Hauptattraktion, den Schwertwalen, da die erste der zwei tĂ€glichen Shows bereits lief. Drei der fĂŒnf Orcas beteiligten sich daran, die beiden anderen waren im SepareĂ©. Die Anlage besteht aus einem verhĂ€ltnismĂ€ssig grossen Becken, welches in einen grösseren und drei kleinere Bereiche unterteilen lĂ€sst. Im zur TribĂŒne gelegenen Hauptteil finden VorfĂŒhrung und Training statt. Die Demo war eine Choreografie zu Musik mit Flossenwinken und SprĂŒngen. Nach der VorfĂŒhrung lief ein Training mit einem der beiden anderen Wale in recht lockerer AthmosphĂ€re ab. Trainingssprache war Englisch und eine der anwesenden BetreuerInnen stammt wohl aus den USA. Nach einigen Runden "Surfen" schob der Wal einen von ihnen vor sich her durchs Wasser. Nach wenigen Minuten kehrte Ruhe ein und die Schleussen wurden allesamt geöffnet! Neben der Orca-Anlage befand sich ein weiteres lagunenartiges Becken mit noch ordentlichen Ausmassen und einem SepareĂ©, welches die TĂŒmmler aufsuchen konnten, darin gibt es gegen einen Extraobulus Streicheleinheiten: Seelöwe 18€, Delfin 45€. Der Preis ist fĂŒr Gross und Klein gleich!
ZurĂŒck im Hauptteil desw Parks liegt der "Hai-Tunnel" mit Pelikanen am Eingang und einem Karettschildkrötenbecken, gefolgt vom Haibecken mit Besuchertunnel. In letzterem ist das Blitzen verboten!
Über das gesamte GelĂ€nde verteilt befinden sich Gastlichkeiten und Automaten mit annehmbaren Preisen, ein Rochen-Touchpool und Freianlagen fĂŒr Humboldtpinguin, MĂ€hnenrobbe, Kalifornischer Seelöwe und Seehund. Ein erster Aquarienbau widmet sich dem Thema Mangrove. Zwischen kĂŒnstlichen Wurzeln stehen unterschiedlich grosse Aquarien, deren besonderste Bewohner Winkerkrabben sind! Im zweiten Aquarienbau stach vor allem eine WG aus Schleimfisch und Garnelle heraus, sowie Sandaale, Pfeilhecht und eine Korallenzucht. Eine weitere Showarena fĂŒr Robben wĂŒrd passiert auf dem Weg zum Meeresmuseum. Vor diesem lebt eine kleine Kolonie Zwergflamingos und darin findet man allerlei zum Thema Schifffahrt mit Navigationsinstrumenten, Schiffsmodellen und Utensillien aus WalfĂ€ngertagen, sowie Volkskunst aus Knochen und Welrosselfenbein. Ein interessantes Exponat, find ich, ist ein Vorher-Nachher-Modell der "Titanic". Ebenso sehenswert fand ich Beiboot, Harpunenspeere, Zerteilmesser und Sudkessel frĂŒherer WalfĂ€nger! Die Ausstellung nahm mich so gefangen, dass ich draussen die DelfinvorfĂŒhrung versĂ€umte. PĂŒnktlich zum Ende stand ich dann da und durfte Teilhaben an der Inteligenz dieser Tiere: Ihnen ist es eigen nach der VorfĂŒhrung die Besucher zu necken, indem Unaufmerksamkeit der Menschen mit herausfliegenden BĂ€llen gestraft wird. Erwartet der Besucher diesen, wird er ignoriert, bis sich wieder Unaufmerksamkeit breitmachte!
Der Aquazoo ist nur wenige hundert Meter entfernt vom Bahnhof Biot, aber etwa 6km von Antibes! Mindestens einmal die Stunde halten hier S-BahnzĂŒge der Relation Cannes-Nice(-Monaco)!
(08.12.2006, 14:12)
Stefan Schubert :   @Wolf Drei: Betreffs der Eulemur (fulvus) albocollaris habe ich bereits vermutet, dass sie (1.2) aus Strasbourg stammen. Den deutschen Namen habe ich vom Schild am Gehege und er kommt mir auch etwas umstĂ€ndlich vor. Das "Halsband" des MĂ€nnchen wirkt wie der Bart der Vollbartmeerkatze! Die Weibchen haben nur einen Ansatz von Bart.

CITADELLE BESANCON; Einen Zoo in einer alten Feste sah ich zwar schon in Lille und Maubeuge, doch die Tatsache einer Sifaka-Haltung zog mich nun zu dieser Einrichtung. Der Hauptbahnhof Besancon-Viotte wird mittels durchgehender ZĂŒge Strasbourg/Mulhouse-Lyon erreicht und ist etwa 3km von der Zitadelle entfernt. Glaubt man in Wien oder Paris die Ă€ltesten Tieranlagen zu finden, hier gibt es noch Ă€ltere, wenngleich ursprĂŒnglich nicht fĂŒr diesen Zweck erbaut! Was fĂŒr ein herausragendes Ereignis mir bevorstand, erahnte ich, als ich vom Ufer der Doubs gen Himmel schaute, an dem eine richtige Burg kratzte. Der Ansporn war da und ich erklomm den Aufstieg, eine endlose Aneinanderreihung von Stufen. Bis zum ersten Torhaus geht auch eine Strasse und am ersten Wehrgraben lassen auch die Mobilisten ihr Auto stehen. Hier wird der einmalige Eintritt von €7,80 entlöhnt. Er erlaubt den Zugang zu allen Ausstellungen im Komplex. Nach dem ersten folgt ein weiterer Aufstieg zum zweiten Torhaus. Flankiert wird der Weg zur rechten Seite von einer leider leeren Sommerweide, etwas versteckt liegt links eine Zwergesel-Koppel. Der zweite Wehrgraben vorm Torhaus ist das Gehege der Rotgesichtsmakaken. Teile der Nordmauer können die Tiere erklimmen, wo ihnen eine sonnige Wiese bereitsteht. An der gegenĂŒberliegenden Mauer findet man noch Reste eines E-Zaunes, wahrscheinlich ist sie zu glatt. Bemerkenswert fand ich hier Zooschilder in Blindenschrift!
Das zweite Torhaus ist der eigentliche Zugang zum Komplex, der ab 1675 unter dem Festungsbaumeister Vauban zu einem MilitĂ€rstĂŒtzpunkt 118m ĂŒber dem Flussbett ausgebaut wurde. Drei kultur- und geschichtliche, sowie zwei Naturkundemuseen findet man hier, dazu einige zoologische Schauen.
Der Zoo erstreckt sich im hintersten Burgteil nach dem dritten Torhaus entlang der GrĂ€ben und Bollwerke auf der SĂŒdseite. Die Struktur der Anlage erlaubt keinen Rund- sondern nur Stichwege. Die Anlagen sind in verschiedenen Teilen gegliedert: Primaten, Raubtiere, Bergtiere, Vögel und Streichelzoo. Warum der Zoo 1950 hier angesiedelt wurde, kann ich nur erraten. Ich vermute, um einen weiteren touristischen Anziehungspunkt fĂŒr die im Unterhalt sicherlich teure Anlage bieten zu können.
Erster Bereich ist der fĂŒr Primaten im teilweise zugeschĂŒtteten Wehrgraben. Zur linken liegt ein Siamang-KĂ€fig und die Hanuman-Freianlage, zur rechten zwei Volieren fĂŒr Kronensifaka und Grossen Bambuslemur, die man umlĂ€uft um zu kleineren Krallenaffenvolieren zu gelangen, mit ordentlicher Artenvielfalt! Den alten Graben entlang findet der Besucher eine Anzahl Volieren mit Ecken und Kanten und ungewöhnlichen Grundrissen. Bemerkenswerte Bewohner sind hier GĂŒrtelvari und Mantelmangabe. Am Ende befindet sich eine Freianlage der Sphinxpaviane. Auf deren Unterkunft liegt eine Besucherplattform und Teile der Grabenmauer können von den Tieren erklettert werden. Der gegenĂŒberliegende Teilgraben wurde zu Freianlagen fĂŒr Asiatische Löwen und Amurtiger hergerichtet. Die Barriere zum Besucherbereich bilden dabei Stahlplatten! Oberhalb der Mauer gegenĂŒber dem Torhaus liegt die Schnittstelle der Wege und eine begehbare Zogelvoliere mit Ibissen, GĂ€nsen, Hammerköpfe u.a., der linke Weg fĂŒhrt durch einen Tunnel zu Toilette, Lama, Esel und Blick in die Raubtieranlagen, der Weg um die Voliere herum zu Bezoarziege und der rechte Tunnel zu MĂ€hnenspringern. Der mittlere Tunnel fĂŒhrt bergab zum Streichelzoo und einigen Papageienvolieren.
VerlĂ€sst man den Jardin zoologique durch den Eingang und biegt rechts ab, gelangt man zum ehemaligen Munitionsbunker, dem heutigen Noctarium. Exoten befinden sich hier nicht, aber liebevoll eingerichtete Biotopausschnitte, Stuben und Kammern fĂŒr heimische MĂ€use, Ratten, SiebenschlĂ€fer und Spitzmaus. Leider sah ich von letzteren beiden nur die Schilder. Ausserhalb des Baus befindet sich in diesem Eck noch ein Gehege fĂŒr Quessantschaf und eine SĂŒdamerikawiese. Bemerkenswerteste Bewohner dieser dĂŒrften MĂ€hnengĂ€nse sein!
ZurĂŒck zum Zooeingang liegt halb versetzt ein Torbogen. Dahinter findet der Interessent eine Edelkrebszucht und ein Aquarium mit heimischen Fischen und eine Angelausstellung. Vom Innenhof aus ist im Obergeschoss der einstigen MannschaftsunterkĂŒnfte das Insektarium untergebracht. Egal wie man den Rundgang beginnt, er fĂ€ngt an und endet mit einem Highlight: HerkuleskĂ€fer und ein Termitenstaat in Glasvitrine. Dazwischen gibt es eine Vielzahl Vertreter von KĂ€fer, Schaben und Schrecken zu sehen- nicht nur die 08/15-Arten! Eine Etage höher liegt noch das Climatorium, die erste naturkundliche Schau. Die zweite "Parcours de lÂŽĂ©volution" befindet sich im NachbargebĂ€ude. Hier gibt es einige mehr oder weniger gute TierprĂ€perate zu sehen, unter anderem Indri und GĂŒrteltier.
Die westliche Aussenmauer der Burg ist begehbar und erlaubt schöne Aussichten ins Doubs-Tal. Der Weg zum Aufstieg fĂŒhrt (vom Zoo kommend links) an eine Waldrappvoliere vorbei, die hoch ĂŒber dem Sphinxpavianen liegt. Neben Blauen Pfauen leben darin auch Rotbauchmakis!
Die FlĂ€che des Zoos ist zwar mit nur 5ha angegeben, doch hatte ich keine MĂŒhe, den ganzen Tag hier zuzubringen. Es gibt viel zu sehen und zwischen jeder neuen Attraktion schaute ich im Jardin zoologique vorbei, denn erstaunlicherweise waren hier die Bambuslemuren recht aktiv!
(05.12.2006, 18:38)
Michael Mettler :   Nachgesehen: Von den eventuellen Gelbnasen in Gettorf habe ich Fotos von 1986 und 1994, sie wurden also nicht nur kurzzeitig gehalten.
(05.12.2006, 10:59)
Wolf Drei :   zu Eulemur albocollaris: Weisshals- oder Weissbartlemur: meine eigenen Aufnahmen und die von Russel Mittermeier (Bild-Google)lassen wohl eher die Bartbennenung zu. Die Unterart/nach neuer Lesung Art, wurde 1975 von Prof Rumpler-das ist der Chromosomenforscher in Strassbourg-beschrieben
(05.12.2006, 10:32)
Wolf Drei :   Die "whitesidi" Meerkatzen gibt es in Saint Martin schon seit 1995, neuerdings (2004)auch in Howletts/GB. Der "atrinasus"MK bin ich leider ohne Erfolg nachgejagt: ZunĂ€chst in Mulhouse(so um 1990/92) bei einem Spezialisten-Meerkatzentreffen "entdeckt", kam das Tier nach Lissabon , von dort nach Teneriffa (Los Chrestianos) und löste sich dann auf.@Stefan Schubert: Die Weisshalsmakis (besser offensichtlich Weissbartmaki , also wohl? albocollaris) stammen aus einem kleinen Verbreitungsgebiet im unteren Ostmadagaskar zwischen zwei kleineren FlĂŒssen und waren bisher schon erstmalig in einem genetischen Institut in Straßbourg zu sehen (besser ,nur mit Erlaubnis: ein Forscher machte da schon seit den sechziger Jahren Chromosomenuntersuchungen an Lemuren-auch Hybriden).
(04.12.2006, 16:30)
Stefan Schubert :   Vielen Dank! Gelbnase könnte stimmen, da der Nasenfleck der Tiere in etwa den Farbton "gelb" in der Rassetaubenzucht nahe kommt. Mittels Googeln kam ich zu keinem Ergebnis und meine bescheidene Bibliothek gab mir keine Auskunft! Die Tiere besitzen ein blaues Gesicht, hautfarbene Lippen und gelblich braunen Backenbart, zu den Ohren hin heller werdend, zum Hals hin ist er dunkel abgesetzt. Der Kopf ist dunkel und auf der Stirn brechen einzelne goldbraune Haare durch!
@Michael Mettler: Die Drill/Weisskehlmeerkatzen- und die Sitatunga-Anlagen liegen nebeneinander. Im ZoofĂŒhrer erhielt letztere die Rundgangnummer zwischen Wolf und Drill, ist aber da nur schlecht einsehbar. Entsprechend des Bewuchses dĂŒrfte die Sitatunga-Anlage recht feucht sein!

FĂŒr einen ganzen Bericht fehlt mir die Zeit, aber einige Info aus Mulhouse möchte ich einbringen. Diesen Zoo habe ich erstmals nach drei Jahren wieder besucht und konnte einige Neuerungen entdecken! Im Lemurenkomplex gab es einige UmzĂŒge. Bei den Sifakas leben auch Alaotra-Bambuslemuren, die Kronenmakis haben wieder Nachwuchs und eine Art fiel mir erstmals auf: Weisshalsbandmakis! Laut Text eine Unterart der Braunen Makis, mit angedachten eigenen Artstatus und nur hier zu sehen. Die Grevyzebra-Anlage wurde umgestaltet, mit Bachlauf und hölzerner BesucherhĂŒtte und ganz sehr freute mich die Vergrösserung der TieraffenhausaussenkĂ€fige! Ästhetisch trifft dies sicherlich nicht jeden Geschmack, doch dĂŒrfte sich der Raum verdrei- bis -vierfacht haben! Eine Rotbauchmeerkatze war da, die Sumpfmeerkatzen nur ausgeschildert. In den beiden AffenhĂ€usern leben inzwischen drei Gruppen Zweifarbtamarine und der Satansaki soll auch noch da sein. Am Blauschafgehege wird gerade der Weg erneuert und so sind die Tiere nur vom Spielplatz aus zu sehen. Das Alte KĂ€nguruhaus ist restauriert worden und in den Vogelvolieren findet man auch MĂ€hnenibisse! Wieder in der Schau sind Amurleoparden und den Tigern baute der Park eine neue Anlage nahe der alten. Diese bezogen inzwischen Asiatische Löwen! Defeniv weg ist der Schabrackentapir. Eine Umgestaltung erfuhr auch die Wolfsanlage!
(02.12.2006, 11:18)
Michael Mettler :   Im Buch "SĂ€ugetiere Afrikas" von Haltenorth/Diller heißt C. ascanius whitesidei auf Deutsch Gelbnase(nmeerkatze). Nach der Beschreibung in diesem Buch wĂŒrde ich sogar behaupten, schon Gelbnasen in Deutschland gesehen und fotografiert zu haben, nĂ€mlich vor -zig Jahren im Tierpark Gettorf. Meiner Erinnerung nach waren die Meerkatzen als beschlagnahmte Importe dorthin gekommen. Irgendwann Anfang der 80er wurde ein illegaler Import verschiedener zentralafrikanischer Primaten ausgehoben, und die bunt gemischte Gruppe landete ĂŒbergangsweise (und ohne Beschilderung) im Tierpark Rheine; dort sah ich sie im Affenhaus, welches damals noch in seinem alten Bauzustand war (kleine Innen- und AußenkĂ€fige). Die Truppe bestand aus Sumpfmeerkatzen, Kongo-Weißnasen, Goldbauchmangaben und einer zweiten, graugrĂŒnen Mangabenart, an die ich mich leider nicht genau erinnere (Flinke Mangaben?). SpĂ€ter wurden die Tiere nach Arten getrennt auf andere Zoos verteilt, und ich glaube, die Gettorfer Weiß- bzw. Gelbnasen stammten aus diesem Import. Möglich, dass auch Karlsruhe Affen aus diesem Import bekam, denn bei meinem ersten Besuch 1986 sah ich dort Flinke Mangaben und Sumpfmeerkatzen in Vergesellschaftung.

@Stefan Schubert: Verstehe ich es richtig, dass die Drills in St-Martin-la-Plaine mit Weißkehlmeerkatzen bzw. Sitatungas vergesellschaftet gehalten werden?
(01.12.2006, 16:44)
Karsten Vick :   Ich war bisher nur in einem französischen Zoo, nĂ€mlich dem Jardin des Plantes in Paris, den ich zwischen Louvre und Notre Dame einflechten konnte. Was ich dort sah, setzt sich in deinen Berichten fort, Stefan. Die Franzosen haben wirklich was fĂŒr Mangaben und Meerkatzen ĂŒbrig. FĂŒr die Orangenase brauchte sich wohl bisher kein deutscher Zoo einen Namen ausdenken, jedenfalls wĂŒsste ich nicht, dass es sie mal irgendwo gab. Sie gehört aber zur Art der Kongo-Weißnasen, von denen es bei uns vereinzelte Schmidt-Weißnasen (ascanius schmidti) und mind. eine Schwarzwangen-Weißnase (ascanius ascanius) gibt. Deren Nasen sind wirklich weiß, aber es gibt auch noch eine Schwarznase (ascanius atrinasus) im Bunde. Auch die schönen Mantelmangaben und die Tonkeanmakaken sucht man in Deutschland vergeblich.
(01.12.2006, 14:55)
Stefan Schubert :   ESPACE ZOOLOGIQUE ST-MARTIN-LA-PLAINE; Im Umland der zweitgrössten Stadt Frankreichs findet man einige weitere Tierhaltungen, von dennen ich diese fĂŒr einen Besuch auserkohren habe. Aller halbe Stunde verlassen ZĂŒge einen der beiden grossen Bahnhöfe Lyons nach Rive-de-Gier, welches mit St-Martin zusammenwechst. In die ca 4km entfernte Nachbargemeinde bestehen mehrere Busverbindungen in recht unterschiedlichen AbstĂ€nden am Tag, der Zoo liegt einen Kilometer weiter und ist ausgeschildert!
Vom Charakter her erinnert mich dieser 12ha grosse private Zoo an den Hallenser mit am Hang liegenden Wegen. Er ist mit der Eröffnung 1972 jedoch deutlich jĂŒnger und unterscheidet sich auch im Tierbestand, da der Hauptaugenmerk auf Primaten liegt und hat da manche Perle zu bieten!
Der Eingang liegt im Tal und der Weg fĂŒhrt stetig bergan, vorbei an neumöblierten Gehegen fĂŒr Schneeleopard, Sibierischer Luchs und Timberwolf. Das Wolfshaus ist im wahrsten Sinne des Wortes begehbar. Das Dach ist eine Aussichtsplattform mit Blick in obere Gehegebereiche. Ein Clou fand ich weidende Schafe und Ziegen hinter dem Zoo-Aussenzaun, quasi als Fernsehen. Ein weiteres Behavior Enrichment dĂŒrften die freilebenden Wildkaninchen in unmittelbarer Nachbarschaft darstellen. Am Zugang zur Dachterrasse findet man eine erste Affenfreianlage mit Drill und Weisskehlmeerkatze. Daneben liegt die heckenumsĂ€umte Babirusa-Anlage. Leider hatten die Hirscheber keinen Ausgang. Diese dĂŒrften in Frankreich nur hier zu sehen sein. Die Ecke der Wegschleife war ursprĂŒnglich eine Kattavoliere und ist heute die wohl weltschönste Mandarinentenanlage! Eine weitere Freianlage gehört einer Gruppe Tonkeanmakaken, die schönste fĂŒr diese Art, die ich bislang sah. Ein zweigeteiltes, miteinander verbundenes Gehege beherbergt die Binturongs und einen MalaienbĂ€ren. Eine Grosszahl der Tieraffen lebt nch in Volieren und eine erste steht mit Monameerkatzen hinter der nĂ€chsten Rundgangwende, gefolgt von Freigehegen fĂŒr Amurtiger, Sri Lanka-Leopard und Löwe. GegenĂŒber liegen Auskucke zu den Drills und Sitatungas. Das Löwenhaus durchschneitet mit Besuchergang die Anlage, gefolgt von einem kleinen zweigeschossigen Raubtierhaus. Der untere Bereich ist Unterkunft fĂŒr Tiger und Leopard und der obere eine Besucherempore. Eine weitere Voliere ist mit BrazzaÂŽs besetzt. Ein erstes kleines Gorillahaus bildet den nĂ€chsten Eckpunkt. Hier lebt ein Paar HalbwĂŒchsiger, deren AussenkĂ€fig mittels LaufbrĂŒcke verbunden ist. Nun folgen drei Volieren fĂŒr Lar, Wauwau (Silbergibbon) und eine Meerkatzenart Ascagne Ă  Nez Orange (Cercp. ascanius whitesidei) mit knallig orangener Nase, zu denen ich keinen deutschen Namen finde! Ein vermeindliches Scheunentor dorf durchgangen werden und verbirgt eine Art Tropenlandschaft mit KrallenaffenkĂ€figen. Nach Basler Vorbild liegen deren Aussenbereiche auf dem Dach! Nach diesem Bau folgen Volieren fĂŒr Apella, Dunkle Weissnasenmeerkatze und Mantelmangabe, sowie eine Servalanlage am nĂ€chsten Schlenker. Der Weg bietet nun eine weitere Einsicht in die genannten Volieren, eine Magot-Freianlage und ein zweites Gorillahaus fĂŒr eine Familiengruppe mit Schwarzwangen-Weissnasen als Untermieter, sowie dem Heim weiterer Zuchtgruppen von Drill und Mantelmangabe. Ein Zick-Zack lĂ€sst uns zur Gorilla-Aussenanlage kommen, die die Tiere durch einen Tunnel erreichen. Diese und die beiden folgenden Schimpansenanlagen sind recht gross, offen und mit Klettermöglichkeiten versehen. Die SchimpansenunterkĂŒnfte sind hinter den Kulissen, doch besucht werden darf ein drittes Gorillahaus und das ist der Hammer: Es ist riesig und sollte von jedem Zooplaner einmal in Augenschein genommen werden. Das dreiteilige Tonnengewölbe wurde aus Holz erstellt und ĂŒberspannt in etwa 8-10m drei Innenanlagen. Diese sind in Hanglage und mit BĂ€umen und BĂŒschen bepflanzt. Den Boden bildet Kunstrasen. BachlĂ€ufe, Versteckmöglichkeiten, HolztĂŒrme und Kletterseile ergĂ€nzen die Innenausstattung. Zum vorderen Besucherbereich sind die Gehege offen. Zwei werden von Singles bewohnt, die dritte von einer kleinen Gruppe. Gesellschaft bieten ihnen Guereza, Diana und eine weitere Gruppe "Orangenasen". BesucherrĂŒckseitig befinden sich Grossvitrinen mit KrallenĂ€ffchen, Singvögel und Landschildkröten. Im Untergeschoss ist ein Vivarium eingerichtet. Die zugehörigen Aussenanlagen werden demnĂ€chst erstellt. Ein Teich ist Zentrum der Ă€ussersten Wegschleife mit Freianlagen fĂŒr Roten Panda, BennettkĂ€nguru, Lama und Volieren fĂŒr Lemuren, sowie Papageien. Restaurant und Souveniershop bilden das Ende des Rundgangs am ersten Gorillahaus.

@Carsten: Ich konnte aus familiĂ€ren GrĂŒnden von den angedachten drei Wochen leider nur knapp zwei bleiben und musste ordentlich zusammenlegen und auch streichen, wie Beauval, Doue-la-Fontaine und Jersey. Dennoch habe ich tolle TiergĂ€rten gesehen und möchte gern die Forumgemeinde an meiner Freude daran teilhabenlassen. Gerne werde ich abschliessend eine Kurzform anhĂ€ngen! Danke fĂŒr das Interesse! ;-)
(01.12.2006, 14:40)
Carsten :   @ Stefan Schubert: Dem Lob von Matthias kann ich mir nur anschließen, freue mich jedesmal wenn Du einen neuen Bericht eingestellt hast und hoffe, Du hast noch ein paar Zoos besucht oder evtl. schon weitere Reisen geplant, g.

Mich wĂŒrde noch interessieren, wie lange Du bei Deiner Frankreich-Tour unterwegs warst und vielleicht könntest Du die Reisedaten am Ende noch mal zusammenfassen, Ă€hnlich wie in Rundreisekatalogen: 1 Tag X, 2 Tag y, etc
(30.11.2006, 22:43)
Stefan Schubert :   Vielen Dank fĂŒr die Lorbeeren! Ich hoffe, dass meine AusfĂŒhrungen nicht nur unterhalten, eventuell auch anspornen, sondern vielmehr vielleicht auch helfen können, da es keine Infos ĂŒber ÖPNV-Verbindungen Frankreichs im Web gibt, wie etwa den Niederlanden oder auch in Deutschland! Das Laufen ist anfĂŒrsich nicht das Problem, da man hier am meisten vom Land sieht und geniessen kann und auch der RĂŒckweg von Nesles bot noch Tiere: Jagdfasane, Maultiere, Poitouesel, Chamonixrinder und zwei Katzen, die mich so in Beschlag nahmen, dass ich den Anschluss nach Paris verpasste und in Coulommiers Quartier nehmen musste (im Hotel "Zum BĂ€ren"). Damit war der Nachtzug nach Lyon weg und der Besuch im Touroparc fiel ins Wasser! Machte aber nix, Lyon hat auch nen Zoo und dank schneller ZĂŒge war ich Sonntagmittag da!

JARDIN ZOOLOGIQUE LYON, Tete dÂŽOr Parc; Der Zoo liegt inmitten eines ca 22ha grossen Volkspark im Norden der Stadt, zu Fuss etwa 15 Minuten entfernt vom Bahnhof Part Dieu. Der Park ist ganztĂ€gig von etwa 6:00 bis 22:00 Uhr offen, im Winterhalbjahr bis zur Dunkelheit! Die Tiere sind ab etwa 9:00 bis 18:00 in den Gehegen. Da der Zoo gratis zu besuchen ist, ist er am Wochenende und in den Ferien propenvoll. Die kurz vor ihrer Eröffnung stehende Afrikasavanne zog sicherlich noch zusĂ€tzlich Neugierige an, obwohl diese noch von einem Baugitterzaun umgeben war. Das was dort die Stadtverwaltung ihrer Bevölkerung gestiftet hat, hat mir tierisch gut gefallen! Der GelĂ€ndegewinn fĂŒr den Zoo beschrĂ€nkt sich nur auf wenige Quatratmeter, da etwa die HĂ€lfte dessen geopfert wurde! Der Spitzhacke fiel aber nicht alles anheim, nur einige alte Huftieranlagen. Das orientalisch gestaltete alte Krokodilhaus blieb erhalten und wurde um eine Aussenanlage erweitert fĂŒr die drei NilkrokoÂŽs. Die Grotten am ZiergeflĂŒgelteich wurde zur Lemureninsel fĂŒr Kattas und Varis und der Teich erweitert und als Wassergraben in die neue Anlage integriert. UrsprĂŒnglich sollte hier auch eine Flusspferdhaltung entstehen, die jedoch nicht realisiert wurde. Ein alter BĂ€renzwinger steht leer als Denkmal und Zeugnis des Wandels der TierprĂ€sentation! Das Giraffenhaus entstand auf einer hinzugewohnenen FlĂ€che an einer Aussenseite und besitzt einen ellyptischen Grundriss. Die Tiere waren schon da, aber provisorisch auf einer kleinen FlĂ€che der Savanne beschrĂ€nkt. Die LĂ€ngsseite zum Antilopenstall ist mittels Weidezaun eingefriedet. Der Stall besitzt einen dreieckigen Grundriss und verfĂŒgt zur parkseitigen Spitze zwei Freilandterrarien fĂŒr Strahlen- und Spornschildkröten, sowie Löffelhunde, ein dritter Auslauf liegt hinter Glas und wird von Servalen belebt. Die beiden GebĂ€ude wurden mit Holz verkleidet und wirken modern und gefĂ€llig zugleich! Neben Pelikanen, Kronenkranichen, PerlhĂŒhnern und Entenartigen leben zwei Watussi-Bullen, vier Grevy-Hengste und eine Zuchtgruppe Weissnackenmoorantilopen hier.
Der "alte" Zooteil besteht aus Affen-, Raubtier-, Elefanten- und Giraffenhaus. Das erstere ist nur von aussen zu besichtigen und bietet die 47jĂ€hrige Agilegibbondame "Lulu", GĂŒrtelvaris, Weissschulterkapuziner, Mantelmangaben und einige Krallenaffen. Das Raubtierhaus war im Innenbereich verschlossen, in vier AussenkĂ€figen sah man Amurleoparden, in den Freisichtanlagen Landschildkröten, GraugĂ€nse, Asiatische Löwen und Bengaltiger. Die Aussenanlage des schmucklosen Elefantenhauses ist Heimat zweier Tiere und sogar ein Giraffenbulle fand sich auf der alten Anlage mit einem Stall in der Ästhetik eines Containers. Am Wirtschaftshaus liegt noch eine Freisichtanlage mit BrillenbĂ€ren und die Keimzelle des Zoos findet sich in der Nachbarschaft: Die ersten Tiere hier waren 1858 Damhirsche auf einer grossen Wiese!
(30.11.2006, 18:23)
Matthias :   Alle Achtung! Die Ausdauer, die du beim Schreiben deiner anschaulichen Berichte an den Tag legst, hast du also auch wenn mal keine Busse fahren. 24 Kilometer hin und zurueck laufen, plus den Rundgang im Zoo. Da bin ich schonmal auf deine weiteren Berichte gespannt. Vielen Dank fuer die tollen Berichte.
(30.11.2006, 15:16)
Stefan Schubert :   LES FELINS, NESLES; Ein geistiges Kind von CERZA wurde der Katzenzoo Auneau, 1998 eröffnet und am 15.08.2006 geschlossen. Dieser Tierpark prĂ€sentierte auf 8ha als einzigster in Europa ausschliesslich Vertreter der Katzenfamilie! Die Schliessung bedeutete jedoch einen Fortschritt, da ein Umzug auf ein grösseres GelĂ€nde östlich von Paris anstand. Ab 30.08. wurden die Tiere verlegt und kurz vor meiner Abreise ins Nachbarland ein Eröffnungstermin bekannt gegeben, der wie die Faust aufs Auge in meinen Tourplan passte: 14.10.2006!
Die Gemeinde wurde auf Karten gefunden und die nĂ€chstgelegene Bahnstation mit möglichen Busanschluss in Marles-en-Brie erhofft. Busse in dieser Relation gibt es tatsĂ€chlich, doch nur werktags und morgens von Nesles, abends hin, also sehr ungĂŒnstig fĂŒr einen Tagesausflug und so schwang ich mich auf Schusters Rappen zum 12km entfernten Ziel.
Der Park liegt nördlich der Gemeinde nahe der Fernstrasse D402 und ist im Abzweig auch ausgeschildert! Selber kam ich kurz vor 11Uhr an, keine Queen, keine Kanzlerin, kein StaatsprĂ€sident, oder ĂŒberhaupt kein grosses Federlesen um die Bedeutung des Tages? Stattdessen noch hier und da wurde noch etwas nachgearbeitet. Der Eintritt kostet 12€ und einen ZoofĂŒhrer gab es auch schon am ersten Tag, eine BroschĂŒre ĂŒber die Katzen dieser Welt und auch der Souvenierladen bietet ausschliesslich Produkte um die Katze an!
Nach dem Komplex aus Eingang/ SouvenirgeschĂ€ft, Restaurant und Wirtschaftshof folgt schon ein erstes Gehege fĂŒr Geparden. Da der neue Grund 60ha umfasst, konne man hier etwas grösser als andernorts bauen und so hat dieses Gehege die Ausmasse, wie anderswo ein ganzer Zoo! Zu den Tieren wurden SchaukĂ€sten angeordnet mit Texten in Französisch und Englisch zu Art und den Biografien der Individuen. Bei 98 Einwohnern ist diese auch noch ĂŒberschaubar. Ein weiteres grosses Gehege wird von 2.4 Angolalöwen bevölkert, die sich die meiste Zeit in unmittelbarer NĂ€he des Besucherweges aufhielten. Ein Pfad entlang des Zaunes zeugt allerdings von einem ausgelebten Bewegungsdrang! GegenĂŒber findet man einen brachliegenden Teich mit zwei Inseln. Ein Rondell ist Ausgangspunkt dreier RundgĂ€nge. Der erste ist Afrika. SchaukĂ€sten stellen alle Katzen des entsprechenden Kontinents im Bild vor, auch die nicht gezeigten. Die Gehege der grösseren Katzen wurden aus hohen ZĂ€unen mit MetallpfĂ€hlen erstellt, die Volieren der Kleinkatzen aus HolzgerĂŒsten. Einige BeobachtungshĂŒtten geben durch kleine Fenster Einblicke, aber auch einen Unterstand bei Regen. WĂ€rend im Servalgehege auch Servale waren, fand ich im kĂŒnftigen Heim der Schwarzfusskatze eine Fischkatze. Stellvertretend fĂŒr die afrikanischen Vettern sind hier Persische Leoparden und Schwarze Panther untergebracht. Ansonsten sieht der Besucher hier Sandkatze, Oman-Falbkatze, Karakal, Weisse und Zoolöwen.
Der Parkteil Amerika bietet Ozelot, Jaguar, Margay, Salzkatze, Oncilla, Puma, Jaguarundi und Rotluchs. Eine zweite Jaguaranlage beherbergte zwei Jungtiere aus Aschersleben und Guyana.
Der umfangreichste Teil ist Asien: Sumatratiger, Rostkatze, Sri Lanka Leopard, Temminck-Goldkatze, Bengalkatze und Fischkatze. Dem Weissen Tigerkater wurde noch in Auneau eine normalfarbene Tigerin zur Seite gestellt und mitsamt Nachzucht (zwei weisse und ein normalfarbener "Tubbytiger") in einem grossen Gehege untergebracht. Diese zeigten sich ebenfalls ganztĂ€gig in der NĂ€he des Besucherweges! Zwei grosse Anlagen standen den Amurtigern bereit. Bei den Tigern fand ich auch den einzigen Negativpunkt des Parks: fehlende Badebecken, die sicherlich noch erstellt werden. Weitere Arten hier sind Amurleopard, Amurkatze, Sibirischer Luchs, Nebelparder, Irbis und Manul! Erstaunlicherweise habe ich ĂŒber den Tag fast alle Arten zu Gesicht bekommen, ausser Nebelparder, Rost- und Goldkatze! Somit gibt es einen Grund wieder einmal vorbeizuschauen!
Insgesamt wirkten die Tiere sehr ruhig und ausgeglichen, eine Folge der etwa sechswöchigen Eingewöhnung. Mir hat dieser Zoo viel Freude bereitet und die 12km zurĂŒck zum Bahnhof wirkten wie ein Katzensprung!
(30.11.2006, 14:06)
Stefan Schubert :   CERZA LISIEUX, Hermival-les-Vaux; Die beiden Ortsangaben zu diesem Zoo sind etwas irrefĂŒhrend, geben aber in etwa die Richtung vor, wo man ihn findet. Lisieux hat Bahnanbindung von Paris her und ist in etwa zwei Stunden zu erreichen. Hermival ist Tarifzone T2, doch Busse fahren keine, auch nicht zum Zoo. Er liegt etwa 12km von Lisieux und 5km von Hermival entfernt. Eine Fahrt mit dem Taxi kostet 18€ und 13€ der Eintritt! Wer den Aufwand nicht scheut wird mit einem grossartigen Tierpark belohnt! In CERZA (sprich "Sersa") merkt man schnell, dass das Tier im Mittelpunkt steht und nicht der Mensch. Die TierunterkĂŒnfte sind schlicht und zweckmĂ€ssig, die Anlagen dafĂŒr schön und gross! Dennoch wirkt der Park sehr gut gepflegt und ist bestens in Schuss! Einige Stilelemente fanden schon Anwendung, aber eher dezent.
Der Eingang ist ein GebĂ€udekomplex mit Petite-Train Abfahrstelle, Souvenirladen und "Baobab"-Restaurant. Von dessen Terrasse eröffnet sich ein erster weiter Blick ĂŒber die Afrikasavanne 1 mit Breitmaulnashorn, Elen, SĂ€belantilope, Böhmzebra und Giraffe. Am Rondell hinter dem Cafe beginnt der Rundgang und erster Ausblick ist ĂŒber die zweigeteilte "Plaine Asitique" fĂŒr die Panzernashörner. Der Unterbesatz in Form von Hirschziegenantilope, Leierhirsch und Singschwan kann zwischen den beiden Gehegen wechseln und in benachbarte Areale ausweichen. Das Panzernashornhaus ist begehbar, diesem ist ein Vogelhaus angebaut mit einigen Vogelvolieren und paarweise freifliegenden Papageien. In der Nachbarschaft stehen ebenfalls begehbar das Girafenhaus und die "Grande Voliere". Durch das Streichelgehege kommt man zum Parkteil Afrika. Ein Aussichtspunkt ĂŒber die Savanne liegt hier, zwei weitere folgen im Laufe des Rundweges. Nach Verlassen des Streichelzoos gelangt man zum Löwenhaus mit Beobachtungsempore und einer waldreichen Aussenanlage. Die ehemalige Kattainsel beherbergt z.Z. NilgĂ€nse und Hornraben. Die Panther- und Husarenaffe/Guereza-Anlagen liegen inmitten des Waldes und sind beide oben offen! Bislang sei noch kein Tier ausgebrochen! Versteckt im Wald liegt dann das Haus der BreitmĂ€uler und die Anlage der Zwergflusspferde. Auf einer Lichtung nebenan kann man gelegentlich Bongos sehen und in einem Ausweichgehege fĂŒr die Wildhunde ist derzeit die StreifenhyĂ€ne untergekommen, da ihre Anlage z.Z. umgestaltet wird. Der Ausgang erfolgt wieder durch den Ziegengral. Ein erster Ausblick ist hier schon auf die andernorts genannte Wasserschwein/ Flachlandtapir/ MĂ€hnenwolf-WG möglich. Zwei alte NebengebĂ€ude zum Herrschaftssitz, ĂŒber dessen GelĂ€nde sich der Park erstreckt dienen als Stallungen, zum einen fĂŒr besagte WG, zum anderen fĂŒr einen Weissen Nachzuchttiger, der allerdings nur vorĂŒbergehend in der Hornrabenvoliere lebt. Die "Plaine Amerique du sud" lĂ€sst sich umrunden und fĂŒhrt auch an Affeninseln vorbei. Bemerkenswertester Bewohner hier sind SilberĂ€ffchen! Ein weiterer Rundweg fĂŒhrt zu Schopfgibbons und Aussichspunkten in die Gehege der BraunbĂ€ren und Iberischen Wölfe. Die Australien-Anlage ist traditionell besetzt und im Anschluss foIgt Afrika 2 mit Strauss, Gemsbok und Weissschwanzgnu. GegenĂŒber liegen die Anlagen der StreifenhyĂ€ne, Sumatratiger und Sri Lanka-Leopard. Ein gemeinsamer Ausguck zu letzteren und den Weissen Tigern wurde im Stil einer Pagode erstellt. Die Tatsache, das hier die Weissen Strefenkatzen gehalten werden sehe ich keinesfalls als Abspruch der SeriösitĂ€t des Zoos! Hier, wie auch in anderen Haltungen dieser Form, fand ich niemals einen Hinweis ĂŒber die ausserordentliche Besonderheit dieser "Art", sondern darauf, was sie wirklich ist und wie diese entstand! Der Weg fĂŒhrt weiter zu den Asiatischen Hirschen und Bantengs. Zu sehen, wenn auch nur kurz waren Wasserrehe, ausgiebiger schon Vietnam-Sika und Mesopotamischer Damhirsch! Eine Nordamerika-Anlage beherbergt Trompeterschwan, Bison und Appaloosa-Pferde, stellvertretend fĂŒr die Mustangs(?). Es folgen Iberischer Wolf, Timberwolf und EuropĂ€ischer BraunbĂ€r in grossen Anlagen, sowie BrillenbĂ€r in einer grossartigen Anlage. Zahlreiche BĂ€ume zeugen davon, das die SĂŒdamerikaner hier gern klettern! Zum Ende des Rundganges gelangt man noch zu den Freigehegen der Wanderus, Dscheladas und Mantelpaviane. Vom beginnenden Rondell aus fĂŒhrt ein Weg zu einem zweiten Restaurant mit Aussichtsplattform ĂŒber die Panzernashornanlage und einem Gehege fĂŒr Muntjaks und der Siamanginsel. Die HĂ€uschen auf der anderen Seite des Tales gehören zum Zoo und sind Urlauberlodges, fĂŒr Menschen, den ein Tag hier nicht genug ist!
Zum Abschluss gönnte ich mir noch eine Rundfahrt mit dem "Petite-Train", einer gummibereiften Parkbahn, doch BandscheibengeschĂ€digte seien vorgewarnt, es geht flott und holprig zu! Die Rundreise geht ĂŒber aussenliegende Versorgungswege entlang und durch einige der genannten Gehege, aber auch an Wildhund und RotbĂŒffel vorbei, die vom normalen Rundgang nicht zu sehen sind! Die Fahrt dauert 25 Minuten und erfolgte im Oktober immer zur geraden Stunde, in der Saison sicherlich öfter!
(29.11.2006, 17:36)
Sacha Beuth :   Vielen Dank fĂŒr die interessanten und vor allem hilfreichen AusfĂŒhrungen. Da steckt 'ne Menge Arbeit dahinter. Aber ich glaube, dass dadurch bei vielen die Lust auf eine zoologische Entdeckungsreise in Frankreich geweckt wird. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Es lohnt sich, wenn man gezielt vorgeht.
Abschliessend kann ich zu Stefan Schubert nur sagen: Ich hoffe, hier kommt noch mehr.
(28.11.2006, 16:46)
Stefan Schubert :   SAFARI-ZOO THOIRY; Eine Reihe tiergĂ€rtnerischer Einrichtungen findet man auch im Pariser Umland. Zu den wenigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbaren gehört jene in Thoiry. NĂ€chstgelegener Bahnhof mit Busanbindung zum etwa 10km entfernten Park ist Villiers-Neauphles. Die Busse fahren morgens bis etwa 8:00h, mittags und ab 16:00h auch wieder zurĂŒck (Linie Connex 078)! Der Park liegt in unmittelbarer NĂ€he zur Kleinstadt und ist anhand des riesigen Parkplatzes und seines Schlosses auszumachen!
Die Einrichtung gliedert sich in drei Bereiche: Zoologischer Garten, Botanischer Garten und die Safari. Der Eintritt fĂŒr alle Bereiche kostet 21€, nur fĂŒr den Zoo immernoch stolze 17€! Die Safari lĂ€sst sich ausschliesslich im eigenen Fahrzeug bereisen, FahrrĂ€der, Bikes und Cabrios sind jedoch tabu!
Einige Wege des Jarin zoologique a pied dĂŒrfen auch mit dem Auto befahren werden und es gibt einige ParkplĂ€tze. Der Fussbereich der insgesamt 150ha umfassenden Anlage nimmt etwa die HĂ€lfte der FlĂ€che ein und bietet auch als "normaler" Zoo einiges: Gleich hinterm Eingang findet man PrairiehĂŒndchen, Schnurbarttamarin und Turakos und wenig weiter Roter Panda, Zwergotter, Chinaleopard, Serval und einen einzelnen Wolf. Eine begehbare Voliere wartet mit Ibis, Kormoran und morschen HolzbrĂŒcken auf. Ein erstes Highlight erwartet einem im Vivarium: Zwei junge Komodowarandamen aus London! Das riesige MĂ€nnchen weilt derzeit in Chester. Ein Pluspunkt des Parks ist eine ansprechend gestaltete Aussenfreianlage fĂŒr diese Tiere, doch trotz angenehmer Temperaturen blieb der Schieber zu. Beide MĂ€dels waren sehr aktiv und es machte Spass, ihnen beim Schwimmen zuzuschauen! Florida-Weichschildkröten sind ebenfalls seltene Pfleglinge. Durch die BennettkĂ€nguru-Anlage fĂŒhrt der Weg weiter, vorbei an Nilgai/HZA und Kasuar zu Bongo und Zebra im Birkenwald. Durch die Löwenanlage fĂŒhrt ein Glastunnel und man ist hier mĂ€chtig stolz darauf, dessen Erfinder zu sein. Bemerkenswerterweise nutzen die Tiere diesen auch als RuheflĂ€che! Ein weiterer Augenschmaus waren weisse Tiere zwischen weissen StĂ€mmen: Arabische Oryx in ordentlicher Kopfzahl. Etwas versteckt liegt eine Geiervoliere und ein hĂŒbsches Modelldörfchen in etwa dreifacher Verkleinerung. Den ursprĂŒnglichen Zweck dessen erschloss sich mir leider nicht, da die HĂ€uschen fĂŒr Meerschweinchen zu gross sind. Derzeit leben dazwischen zwei Pelikane! Es schliesst sich eine Wasserlandschaft mit Spielplatz, Kiosk, Muntjakgehege und Lemureninseln an. In Form einer liegenden Acht findet man hier auch eine Tonkeanmakaken-Freianlage. UmzĂ€unt ist diese mit engmaschigen, gazeartigen hohen Zaunfeldern, unterbrochen von einer zentralgelegenen Glasfront. Bestanden ist sie mit einigen arg lĂ€dierten hohen BĂ€umen und mittels Seilen wurden Klettermöglichkeiten geschaffen. Erstaunlich ist aber die Grösse der Gruppe mit schĂ€tzungsweise 60-80 Tieren und etwa zwei Dutzend Jungen! Die benachbarten Gaure sind mit HĂ€ngebauchschweinen vergesellschaftet und weitere Haustierformen schliessen sich an. Die Lemureninseln sind ĂŒppig bewachsen. In deren Umgebung waren einige kleine Bauarbeiten im Gange, aber auch hier fand ich Stege aus vermodernden Holz. Ein Stichweg fĂŒhrt zu einigen weiteren Beutegreiferanlagen. Hier verlegte man den Weg dann höher auf den Trennzaun zweier Tigergehege und dessen vom Luchs. Hier eröffnet sich dem Besucher auch der einzige Ausblick in den Safariteil. Eine seit Jahr(zehnt)en nicht mehr genutzte Treppe fĂŒhrt zum nichtbegehbaren Elefantenstall. Ein weiterer Glastunnel fĂŒhrt durch die Tiegeranlage. Auf den WiesenflĂ€chen um einen Teich tĂŒmmeln sich eine beeindruckende Schar KanadagĂ€nse und nach Querung des Botanischen Gartens gelangt man zum recht jungen Parkteil Europa mit Fischotter, Fasanen und Eulen. Botanischer Garten finde ich allerdings als Bezeichnung hochgesteckt, da es sich "nur" um einen Landschaftspark, dafĂŒr mit altem Baumbestand handelt. Ein kleiner Einblick in den Safariteil erhĂ€lt man am inneren Parkplatz zu den Damhirschen, Wisenten und Wildpferden. Der Grossteil typischer Zootiere, wie Elefant, Giraffe, Nashorn, Flusspferd und Antilopen blieb mir allerdings verborgen!
(27.11.2006, 13:53)
Stefan Schubert :   MENAGERIE PARIS, Jardi de Plantes; Dem alterwĂŒrdigen Revolutionszoo von 1794 stattete ich als erstes in der Hauptstadt einen Besuch ab. Zwar ein Gitterzoo im klassischen Sinne, doch von unbeschreiblichen Charme ist diese Einrichtung. Ob man hier zur Modernisierung denselben Weg einschlagen wird wie in Wien, bezweifel ich, hier reduziert man sich in den Arten und passt diese eher den vorhandenen Gehegen an, kleinere Tiere fĂŒr kleinere Gehege. Grosstiere gibt es schon seit Jahren nicht mehr und die vorhandene DickhĂ€uterrotunde steht leer. Der 2002 vorhandene Mikrozoo ist auch nicht mehr! Eine Flusspferdfamilie aus Bronze erinnert noch an den einstigen Zweck! Eine erste Anpassung konnte ich in den ehemaligen BĂ€rengruben feststellen. Mit dem Auszug der Syrier gibt es hier keine GrossbĂ€ren mehr. Stattdessen entstanden Podeste Kletterpyramiden fĂŒr die neuen Bewohner: Binturong und Kleiner Panda, zu den der Besucher nun aufschauen darf! Nebenan ermöglichen die benachbarten Gehege den Grössenvergleich zwischen grössten und dem kleinsten Wildrind! Im Freigehege der Rotunde fingen Zoomitarbeiter gerade die Riesenschildkröten zur Umsiedlung ins Winterquartier ein. NĂ€chstes Ziel war meinerseits das Gehege des Sichuantakin und nach mehreren Versuchen zeigte er sich mir auch! Auf der anderen Seite der Lamaanlage finden sich in Volieren entlang des Zaunes zum Botanischen Garten einige Eulen und darunter selten gezeigte Formen wie Afrikanischer und Nepal-Uhu. Hinter den HZAÂŽs gelangt man zu den richtigen RaritĂ€ten: Vierhornantilope und Moschustier! Letztere sah man aber nur schemenhaft unter dem Strauchwerk. Das Gehege der Blauschafe fand ich leer vor und die Fauverie verschlossen. Ein Anschlag erklĂ€rte, dass das 1934 errichtete Raubtierhaus erstmals in seiner Existenz Restaurationsarbeiten unterzogen wird. Einzige Bewohner derzeit sind Chinaleoparden. Dahinter liegt ein Fasaneriekomplex, u.a. mit Vietnamfasane, einer Kasuaranlage (ehem. Antilopenhaus) und weiteren Volieren mit Papageien und Greifvögel. An einer KleinsĂ€ugerfreianlage vorbei gelangt man zu den Gehegen mit der wichtigsten Tierform im Zoo, den Ziegenartigen. Da traf ich meine Blauschafe wieder, aber auch Schneeziege und Markhor. Die Singerie, das Affenhaus, ist auch deutlich jĂŒnger als man Glauben mag: 1934 und voller RaritĂ€ten! Goldbauch-, Weissscheitel- und Mantelmangaben, sowie Vollbart- und Sumpfmeerkatzen! Baulich ins Auge stechen die beiden Fasanerien nahe der KleinsĂ€ugerfreianlagen. In der Ă€lteren leben verschiedene Vögel, in der neueren KrallenĂ€ffchen und Kagus! Beide sind jedoch nur von aussen zu besichtigen. Hinein sollte man dafĂŒr ins Reptilienhaus, schon allein der Einrichtung wegen! Hier sah ich auch die Vergesellschaftung Tupaja und Wasseragame. Das zweite Reptilienhaus wirkt dafĂŒr etwas schlichter. Nahe der Grossen Voliere begegnet man einer Zuchtgruppe Nubischer Steinböcke. Die Grand Voliere entstand 1888 und ist begehbar. Sie widmet sich afrikanischen Vögeln: Papageien, Turakos, Enten, Kraniche etc.. Fast im Schatten dieses Komplexes leben Weissbartpekari und SĂŒdpudu. VerlĂ€sst man den Park ĂŒber den Ausgang "Reptiles" bei den Nubischen Steinböcken, trifft man auf ein recht grosses Gehege mit BennettkĂ€ngurus im Botanischen Garten!

PARC DE ACCLIMATATION, PARIS; Da am Nachmittag noch etwas Zeit war, beschloss ich den zweitĂ€ltesten Tierpark der Stadt noch aufzusuchen. Er wurde 1860 eröffnet, ist flĂ€chenmĂ€ssig mit 19ha der grösste und war auch wirklich einmal ein Zoo! Zu Zeiten der Völkerschauen gab es hier die meisten Ausstellungen. Heute ist es eher ein Kinderfreizeitland fĂŒr jĂŒngste JahrgĂ€nge, dennoch sei er dem historisch interessierten Zoofreund empfohlen. Der Eintritt kostet €2,90. Neben vielerlei SpielgerĂ€t und FahrgeschĂ€ften findet man eine interessant gestaltete Gartenanlage vor und auch noch einige Tiere. Haustiere leben in einem zusammengefassten Komplex im westlichen Parkteil. Deren StĂ€lle wurden im normanischen Fachwerkstil errichtet. Papageien und Enten findet man in einer Volierenanlage mit Ornamentenschmuck und auch eine BraunbĂ€renanlage befindet sich auf dem GelĂ€nde, jedoch deutlich jĂŒnger und aus Beton!

ZOO PARIS, Bois de Vincennes; Erster Anlaufpunkt in Paris war fĂŒr mich der Zoo um den GerĂŒchten, er sei geschlossen, auf den Grund zu gehen und stand vor verschlossenen Toren! So wurde ich unfreiwillig zur chronologischen Einhaltung meiner Besuche entsprechend der Eröffnungsjahre gezwungen. Der Zoo wurde 1934 eröffnet und trĂ€gt bekanntlich die Handschrift HagenbeckÂŽs! Vorangegangen ist ein Zoologischer Garten in der NĂ€he anlĂ€sslich der Kolonialausstellung im Bois de Vincennes 1931! Ein Modell dieser Riesenschau findet man im nahen Aquarium PONTE DOREE, dem letzten Überbleibsel dieser! Auf die Geschichte des Parks macht ein Pavillion am Eingang aufmerksam. Gezeigt werden Schnittzeichnungen zum Bau der TierhĂ€user und ĂŒberrascht stellt der Interessent fest, wie viele davon einst begehbar waren! Am Pinguin-Robben-Becken gab es sogar Unterwassereinsicht! Desweiteren erfĂ€hrt man, dass auch der Grand Rocher einen praktischen Nutzen hat, als Wasserturm! Im zweiten Teil der Ausstellung wird der anstehende Umbau vorgestellt mittels Modell, Zeichnungen und Computerbildern a la "Yukon Bay"! Das Handlungsbedarf besteht zeigen die Kunstfelsen vielerorts im GelĂ€nde! Einige Anlagen sind leerstehend und weissen metergrosse Löcher auf, einige der Torbögen sind gesperrt und die ZugĂ€nge zu einigen StĂ€llen mittels BaugerĂŒste gesichert! Die meisten Huftiere sind allerdings noch da, wie auch viele der Primaten und noch genĂŒgend andere Tiere um hier einen schönen Tag zu erleben. Trotz der bröckelnden Substanz besitzt der Zoo noch unheimlich viel Flair. Neben dem Grossen Felsen ist auch die Affenfreianlage saniert worden. Auf der ehemaligen Panda-Anlage leben nun Schwarze BrĂŒllaffen. EnttĂ€uscht war ich ein wenig von der neuen Sifaka-Anlage, hatte ich doch eine Freianlage erwartet, fand aber "nur" eine grosse verzinkte Voliere vor! Hier befindet sich auch der derzeitig einzige begehbare Innenbereich. Zeitweise soll aber auch der Grosse Felsen begangen werden können! Interessant fand ich die Anlage eines GemĂŒsegartens zu Anschauzwecken auf eine der leerstehenden Freigehege. Darin werden GemĂŒse- und Obstsorten vorgestellt und auf Tafeln aufgezeigt, fĂŒr welche Tiere diese sind.
(23.11.2006, 19:07)
Stefan Schubert :   Danke fĂŒr das Lob, das spornt an zu neuen Taten:

ZOO LILLE; Nördlich der Stadt findet man den stĂ€dtischen Zoo der Ville de Lille! Die Lage an Teilen der Aussenmauer der alten Zitadelle könnte man Parallelen mit dem Zoo Landau finden, doch will ich diese beiden Parks nicht miteinander vergleichen! Dieser Zoo ist mit etwa 4ha recht klein und zeigt etwa 480 Tiere in 110 Arten! Er ist ganztĂ€gig ab etwa 09:00 geöffnet und der Besuch ist kostenlos! Trotz der kommunalen TrĂ€gerschaft ist der Park gut in Schuss und durchaus sehenswert. Der erste Blickfang des Rundganges ist eine Volierenanlage zu beider Seiten des Weges, welche optisch zu einem Komplex durch bogenförmige Stahlstangen verbunden wurden. Wenngleich hier Papageien, Eulen und BlauflĂŒgel-Kookaburra zu finden sind, leben nicht nur Vögel darin. Entsprechend den Bewohnern Ă€nderte man diese ab, ohne die Grundstruktur der Anlage zu zerstören: Fuchsmanguste mit Stachelschwein und ErdmĂ€nnchen erhielten Freianlagen, fĂŒr die Fischkatze entstand ein stabileres Gehege mit zurĂŒckversetzten Gittern. Eine Mini-Voliere wurde zur Vogelnestschau. Bemerkenswert ist ein Tropenhaus mit Reptilien, KrallenĂ€ffchen und einer Nachtabteilung! Leider ist hier das Blitzen verboten und so kann ich nicht mit Sicherheit behaupten, dass das zum Schild zugehörige FellknĂ€ul ein Potto war! Seitlich am Tropenhaus findet man eine recht finstere Irbisanlage, der sich ein brachliegendes Gehege anschliesst, der ehemaligen Australienwiese. Inmitten eines Weihers liegen drei Affeninseln fĂŒr Gibbons und Kapuziner, letztere mittels Holzpodest vergrössert. Die grössten Tiere im Park sind zwei Breitmaulnashörner, die gemeinsam mit Elen und Chapmanzebras eine langgezogene Anlage an der Aussenseite des Zoos bewohnen. In einer Wegeschleife befindet sich eine SĂŒdamerika-WG mit Capybara, Tapir etc.. Auf dem Weg zum Ausgang passierte ich das grösste Bauprojekt, einer Voliere fĂŒr die SW-Varis, welche auch bitternötig ist, da diese in einem recht kleinen Verschlag hausten! Insgesamt sah ich dem Park den Willen an, seinen Tieren ein ansprechendes Heim zu bieten!

ZOO MAUBEUGE; Da dieser Park zumindestens ausserhalb der Hauptsaison nur nachmittags geöffnet ist, lĂ€sst sich ein Besuch gut mit Lille verbinden! Mehrmals am Tag verbinden ZĂŒge beide StĂ€dte miteinander und dieser Zoo ist etwa zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt nahe der Altstadt. Wie in Lille ist er in stĂ€dtischen Besitz und liegt inmitten alter Festungsteile, nur etwas spĂ€ktakulĂ€rer! Hier wird jedoch fĂŒr den Besuch ein Obulus von 6€ verlangt, was aber nicht zuviel ist! Der Zoo steht gerade in Umbruch, da viele Neuanlagen geschaffen und alte umgestaltet werden! Schon auf den ersten Metern erspĂ€ht man eine neue Raubtieranlage. Eine HĂ€lfte war fertig und mit einem Weissen Tiger besetzt, die andere stand kurz davor. Der alte Affenfelsen wurde umgestaltet und mit Wasch- und NasenbĂ€ren besetzt, die umseitig liegende BraunbĂ€ranlage spiegelt hingegen noch die Uraltzeit wieder. Ein TĂŒrmchen inmitten der Wasserschweinanlage verrĂ€t, dass hier einst Robben lebten, der Pool ist aber reduziert worden. GegenĂŒber entstanden Neugehege fĂŒr MĂ€hnenwolf und Helmkasuar, letztere hatten ihr altes zugunsten der Elefantenerweiterung rĂ€umen mĂŒssen. Wenige Meter weiter kommt man zum alten Festungsgraben, der sternförmig die Stadt umschloss. Darin liegen Strauss-, Huftier-, Flusspferd- und Raubtieranlagen. Ein ehemaliger BĂ€renzwinger wurde zugeschĂŒttet und beherbergt nun Stachelschweine, in den alten Katzenanlagen leben Saruskraniche und ein alter Löwenmann. FĂŒr den Zugang zu ihrer Aussenanlage wird den beiden Flusspferden der Besucherweg abgesperrt. Rechterhand um die Festungsmauer gelangt man zu einem wirklichen Schwachpunkt hiesiger Tierhaltung einer zwar grossen, aber ganztĂ€gig im Schatten liegenden Schimpansenvoliere. UrsprĂŒnglich waren hier Geier untergebracht. Ihr gegenĂŒber liegt ein eingezĂ€untes WaldstĂŒck fĂŒr Luchse, das der Weg umrundet und auf die gegenĂŒberliegende Mauerkrone fĂŒhrt. Darauf liegt eine begehbare Anlage mit Guanakos und Quessantschafen, sowie einigen Tunnel. In einer darinliegenden kleinen Voliere leben heute Geier, ursprĂŒnglich sogar Affen. Eine Treppe fĂŒhrt zurĂŒck in den Graben zu den Zebras und eine weitere wieder bergan. Hinter der Guerezavoliere liegt das Giraffenhaus, welches leider verschlossen war (darin sollen sich Terrarien befinden). Die Giraffenaussenanlage wurde unlĂ€ngst vergrössert. Recht gross wirkt die Pumaanlage und die jĂŒngst vergrösserte Elefantenanlage wurde am 20.04.2006 eingeweiht. Das zugehörige Haus ist nicht begehbar. Abschliessend fĂ€llt noch eine Gibbonkugel Ă€hnlich der Kölner ins Auge. Empfehlenswert ist vielleicht noch die HP des Zoos: www.zoodemaubeuge.fr
(22.11.2006, 16:09)
Sacha Beuth :   Endlich, vielen Dank Stefan Schubert. Ich war letztes Jahr auch in AmnĂ©ville und kann Deine EindrĂŒcke nur bestĂ€tigen. Bei den Luchsen im Westernfort könnte man noch erwĂ€hnen, dass es sich um EuropĂ€er handelt. Und dass sogar die Anlage im Ruhrzoo wesentlich realitĂ€ts- und vor allem naturnaher gestaltet ist. Generell halte aber auch ich die QualitĂ€t wie den Eintrittspreis des Zoo AmnĂ©ville als hoch.
(22.11.2006, 13:41)
Stefan Schubert :   Lange genug hinausgeschoben, möchte ich mich endlich einmal den Anfang machen und von meiner Reise durch einige der französischen Zoos berichten! Diese Zoos sind oft nicht so artenreich wie Einrichtungen in unseren Breiten, aber es gibt hier auch einige selten gesehene Tierformen. Die meisten Parks sind durchaus sehenswert und vor einer Reise brauch kaum einer zurĂŒckzuschrecken, der des Französisch unkundig ist!

ZOO AMNEVILLE; Zum ersten Park den ich besuchte hĂ€tte ich eigentlich schon etwas im 19€-Threat beitragen können, denn er war der teuerste richtige Zoo meiner Tour mit 21€! Es war ein sonniger Sonntag und er war voll, auch viel deutsch wurde gesprochen, da der Zoo auf halben Weg zwischen Metz und Luxemburg nicht weit eg der deutschen Grenze liegt! Er kann auch getrost in die Kategorie Erlebniszoo gesteckt werden, doch wurden hier weniger Pseudo-Landschaften aus Spritzbeton kreiert, als vielmehr die Gehege und deren Umfeld durch Accessoires der UrsprungslĂ€nder oder -kulturen seiner Gehegebewohner bereichert! Der Zoo wurde 1986 gegrĂŒndet und ist in seinen 20 Jahren anstĂ€ndig gewachsen mit einem sehenswerten Tierbestand! Dieser wird mit 1100 Tieren in 190 Arten auf 12ha angegeben. Trotz der privaten TrĂ€gerschaft beteiligt sich der Zoo an zahlreichen Naturschutzprojekten im In- und Ausland, fĂŒr 2006 nennt man eine Summe von 150.000€. Es ist ein aktueller ZoofĂŒhrer, allerdings nur in französisch, erhĂ€ltlich!
Das Wegenetz im "alten Zooteil" ist weit vernetzt, ein Rundgang wird dennoch ausgeschildert und fĂŒhrt zu allen Gehegen: Schon kurz nach dem Start ein erstes optisches Highlight, eine Pyramide als Kamelhaus! Puristen werden sich stören, dass es jedoch Trampeltiere sind. Die Pumaanlage wurde mit einer einem Westerndorf Ă€hnliche Kulisse versehen und etwas makaber wirkt ein Galgenstrick ĂŒber einem Liegepodest der Tiere. Vielleicht dient dieser jedoch nur zum AufhĂ€ngen von LeinensĂ€cken? Vorbei an Löwenanlage und Affeninseln gelangt man zu einer hĂŒbsch strukturierten Polarwolfanlage und einem Westernfort, welches von Luchsen bewohnt wird. Recht afrikanisch wirkt ein neuer Bereich mit Vogelvolieren, Wildhund und Pinselohrschwein. Das Vivarium wartet mit einer interessanten Riesenschlangen- und Waransammlung auf. An der RĂŒckseite des Forts sieht man Bisons in einer recht kleinen Anlage. In weiteren Gehegen begegnet man vielen typischen Zoobewohnern, wie Kleinen Pandas, Pinguinen und PrairiehĂŒndchen, aber auch Baumstachlern. Sehr stimmig fand ich den SĂŒdamerikabereich mit Flamingo, Tapir und Jaguar inmitten ĂŒppiger Bepflanzung. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die EisbĂ€renanlage mit Pflanzinseln unterteiltem Landteil. Über eine BrĂŒcke gelangt man zum Erweiterungsteil, schwerpunktmĂ€ssig Afrika gewidmet mit Elefant und Savannenanlage. In kleineren Gehegen findet der Besucher hier auch Kirk-Dikdik, Serval und StreifenhyĂ€ne, sowie in den grossen Vitrinen der drei TierhĂ€user zahlreiche KleinsĂ€uger und Reptilien des schwarzen Kontinents. Schlecht sichtbar sind leider die Moholi-Galagos! FĂŒr die Breitmaulnashörner wurde in den letzten Jahren ein Teil der Afrikasavanne abgetrennt und leider auch die Gnus abgegeben. Ein zusĂ€tzliches Nashorngehege kam hinzu, wie auch zwei HĂ€user, eines fĂŒr Besucher begehbar. Auf einer bislang noch unbebauten FlĂ€che entstand zur diesjĂ€hrigen Saison ein Robbenkomplex mit Kaliforniern, MĂ€hnenrobben und sehr sauberen Wasser! Hier findet man auchmal viele Kunstfelsen. ZurĂŒck im alten Zooteil passiert man noch einige Beutegreiferanlagen, wobei jene fĂŒr Fischkatzen besonders ins Auge stach, gross und ĂŒppig bewachsen. Nahe dem Ausgang stösst man schliesslich noch auf eine zoologische Kostbarkeit: In einer weniger ansprechenden Rechteckvoliere leben Krabbenfressermakaken!
Innerhalb des Parks gibt es einige Gastronomieeinrichten und auch Automaten, doch ist hier alles recht teuer, preiswerter ist ein kleiner Kiosk gegenĂŒber des Ausgangs! Interessenten die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchten sei der Zug bis Hagondange empfohlen. Der Bahnhof liegt etwa vier Kilometer vom Zoo entfernt, der von Amneville aber auch, hat jedoch den Vorteil einer hohen Zugfrequenz von Nancy/Metz und Luxemburg. Busse zum Zoo gibt es keine, doch warten meistens Taxis!
In Amneville gibt es desweiteren noch ein Aquarium mit Ozeanbecken und Tropenhalle, welches ich zwar nicht besucht habe, sich aber mit dem Zoobesuch kombinieren lÀsst, da es lÀnger geöffnet ist!
(22.11.2006, 11:46)
Stefan Schubert :   Dieser Zustand herscht in etwa auch jetzt noch so vor und die genannten Arten, sowie die meissten Huftierarten findet man noch im Zoo!
In der Menagerie wird derzeit das Raubtierhaus sanniert und so gibt es zur Zeit nur einen Chinaleoparden im Aussengehege zu sehen. Im gesperrten Innenbereich lebt das Weibchen mit frischen Nachwuchs!
(17.10.2006, 21:52)
Johannes Pfleiderer :   Ich war Ende MĂ€rz 2005 in Vincennes. Der halbe Zoo war entweder geschlossen (NachttierhĂ€user, Giraffenhaus) oder die Gehege standen leer.
Renoviert bzw. umgebaut wurde gerade das Haus fĂŒr tagaktive Lemuren. Der Pavianfelsen sah recht gut aus, war wohl frisch renoviert worden, im Gegensatz zu den anderen Kunstfelsen.
Trotzdem war der Tierbestand sehenswert: Sing-Sing-Wasserböcke (K. ellipsiprymnus unctuosus), Ostafrikanische Beisas, Guinea-Paviane, Tschad-Giraffen (allerdings nur als Giraffe ausgeschildert), Kegelrobbe und Tammar-KÀnguru.
(16.10.2006, 22:07)
Stefan Schubert :   Am 10.10. war ich erstmalig in Vincennes und stand vor verschlossener Tuer. Wegen grosser Arbeiten blieb der Zoo geschlossen. Dies kann durchaus des oefteren geschehen. Ich nehme an vornehmlich dienstags, dem Hauptschliesstag franzoesischer Museen. Tags drauf war er offen, doch Baeren, Grosskatzen und Elefanten fehlen und wird dem Besucher am Eingang mitgeteilt. Dennoch lohnt der Tierbestand die 5Euro Eintritt und das Flair sowieso. Dafuer sind die meisten Huftiere und Lemuren da. Am Eingang Porte Doree steht nun ein Pavillon, er zur Geschichte und der Zukunft informiert. Im Bereich der Baerenanlage entsteht wohl in Kuerze die Afrikasavanne. Diese Felsen verschwinden und das Elefantenhaus wird Nashornstall. Der Grand Rocher ist saniert, aber nur eine der Berganlage mit Maehnenschafen besetzt. Die Loewen/Tigeranlagen sind gesperrt und auch die Torboegen der Besucherseite. Hier broeckelt der Berg arg und ueberall stehen Gerueste. Das Planum soll angehoben werden um eine Huegellandschaft zu modellieren. Ein Holzweg wird am Grand Rocher entlang verlegt und dieser Bereich zu einer riesigen Voliere. Die alte Voliere verschwindet und die ehemaligen Hirschgehege stehen schon leer. Da ziehen diverse Tiere Europas ein, u.a. Bieber. Im Bereich der heutigen Affenanlagen entsteht ein Tropenhaus zum Thema Aequatorialafrika u.a. mit Gorillas. Ein weiteres Tropenhaus wird verschiedene Vegetationszonen Madagaskars beherbergen und ein weiteres widmet sich Guyana, u.a; mit Seekuehen. Das sechste Thema Patagonien widmet sich schwerpuntmaessig dem Wasser mit Robben und Pinguinen.
(16.10.2006, 20:25)
Stefan Schubert :   Der Grand Rocher bleibt, ist auch weitestgehend saniert. europa soll als Begehbare Voliere zwischen diesem und den alten Raubtieranlagen entstehen, sowie drumherum mitsamt der Kiefern! Die BĂ€renanlage hat man teilweise zu sanieren begonnen, doch wird sie abgebrochen. Die Löcher darin sind BĂ€rengross! Das Planum wird hĂŒgelig gestaltet und so verschwinden einige der Felsen. Es gibt dann nur noch einen Rundweg mit verbindungen und vier interne Rundwege in den Bereichen ĂŒber tlw. drei Etagen: eben, baumhöhe und untererden mit Unterwassereinblick. Weitere ergenzende Felsen werden entstehen!
(14.10.2006, 23:27)
maloney8032 :   Der GRAND ROCHE (=zu deutsch Grosser Felsen) bleibt stehen und ist mit hochdruck abgespritz worden er sieht aus wie neu!
(14.10.2006, 23:19)
Sven P. Peter :   Und was passiert mit den mĂ€chtigen Kunstfelsen?
(14.10.2006, 23:09)
Stefan Schubert :   Der Vincennes-Zoo soll in einen Erlebnisszoo umgebaut werden: Sechs Themen sind anvisiert! Europa um den Grand Rocher, afrikan. Savanne anstelle der Elefanten- und BĂ€ren, Afrik. Tropen, Madagaskar, Patagonien und Guyana! Mehr dazu wenn ich wieder am PC sitz!
(14.10.2006, 22:55)
Mel :   Habe von Ă€hnlichen PlĂ€nen gehört, theoretisch ist es machbar und so weit ich weiß soll vieles davon ĂŒber Sponsorenlaufen.
(13.10.2006, 23:42)
maloney8032 :   War jemand mal in letzter zeit im Zoo de Vincennes, wenn ja dann kam sehen (besonders am Eingang), dass dort einiges in Bewegung ist, Tiere wie Panda, Fingertier, Elefanten, Raubkatzen, BĂ€ren und Nashorn sind nicht mehr dort, und bis ins Jahr 2012 soll der Zoo komplett renoviert (oder neugebaut) werden. Zu den Zonen:
- Afrikanische Savanne mit Nashorn, Giraffe, Gazellen und Löwe
- Afrikanischer Dschungel mit okapi, Gorilla und Gruerza
- Madagasische Steppe mit Fingertier, Sifaka und Katta
- Amerikanische (oder europÀischer) Laubwald mit BÀr, Wolf und Biber
- SĂŒdamerikanischer Regenwald mit Tapir und Manati
und
- Patagonische KĂŒste mit Seelöwe und Magellan-Pinguin.
Meine Frage ist jetzt sind diese Ziele so wie sie ausgeschrieben sind wirklich realisierbar, ich meine die wollen die LebensrĂ€ume exakt nachbilden und dazu noch riesige Ökosystemkuppeln errichte und den Besuchern die Möglichkeit geben den Zoo von verschiedenen Ebenen aus zu betrachten
- Unter der Erde (oder Wasser)
- Auf der Erde
und
- Über der Erde
dazu mĂŒsste der ganze bestehende Zoo doch abegrissen und neugebaut werden, ich das machbar (Ja ich weiss bei Zoos wie Jaderberg, Gelsenkirchen und Bremerhavn hats auch funktioniert aber trotzdem)
(13.10.2006, 23:38)
Susi :   Ich ar 2x da. Absolut sehenswert, einer der grĂ¶ĂŸten Zoos Frankreichs mit vielen seltenen Arten auf tollem, weitlĂ€ufigen GelĂ€nde.
(18.10.2005, 00:00)
Konstantin ruske :   Zwar nicht mehr brandaktuell, aber mit einen gewissen Eindruck vermittelnden Bildern: Artikel im Zoofreund, Nr 99, 1996 von Achim Johann ĂŒber CERZA
(11.10.2005, 00:00)
R. Masell :   @Zoosammler
Ja, der Zoo ist in der NĂ€he von Caen an der KanalkĂŒste. Auf der Frankreichseite bei lesdans unter Lisieux zu finden.
(09.10.2005, 00:00)
Zoosammler :   CERZA
Habe gerade auf der sehr schönen französischen Seite leszoosdanslemonde.com einen Bericht ĂŒber "Cerza" oder so gesehen, ein Zoo oder Safaripark mit anscheinend sher interessantem Tierbestand (Afr. und Panzernashorn, Giraffen, Weißschwanzgnu, Elenantilope, Zwergflußpferd, Ceylon-Leopard, Banteng, Dscheladas, Ibberischer Wolf, Iberischer Wolf, StreifenhyĂ€ne, Hyazinthara,...) und fĂŒr französische VerhĂ€ltnisse anscheinend sehr schönen Anlagen.
Weiß jemand nĂ€heres ĂŒber diese Einrichtung? Ist sie ĂŒberhaupt in Frankreich?
(09.10.2005, 00:00)

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