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Markus Boers:   Schneeleopard 10.1.26
(Eintrag vom 10.01.2026 zum Thema "Zoo Krefeld")
cajun:   Konstantin Ruske wird Nachfolger von Norbert Fritsch im Zoo Neunkirchen:
"Der Biologe ist im ganzen Saarland bekannt Der Chef von über 600 Tieren verabschiedet sich
Im Neunkircher Zoo endet eine Ära: Direktor und Geschäftsführer Norbert Fritsch geht Ende Januar nach einem Vierteljahrhundert in Rente.
Es ist eine bemerkenswert lange Zeit, die Norbert Fritsch Direktor und Geschäftsführer des Neunkircher Zoos war. 25 Jahre verantwortete der promovierte Biologe die Geschicke einer Einrichtung, die von elf auf etwa 21 Hektar gewachsen ist und in der heute über 600 Tiere aus 120 Tierarten der ganzen Welt ein Zuhause haben.
„Schlag auf Schlag“ seien die 25 Jahre vergangen, berichtet er im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. „Es ist ein Gefühl, als habe ich kürzlich erst angefangen und sei durch die Zeit geschossen worden“, beschreibt der 67-Jährige seinen aktuellen Gemütszustand. Nur noch wenige Tage, dann nimmt er Abschied vom Neunkircher Zoo als Direktor, der Ruhestand beginnt offiziell am 1. Februar 2026. Allerdings will er seinem Nachfolger Konstantin Ruske einen geordneten Übergang ermöglichen.
Zu den Highlights seiner Amtszeit zählt die Geburt der Schneeleoparden, die man live im Internet verfolgen konnte. Auch die „Körperweltenausstellung“ mit Tierpräparaten im Jahr 2010 hat dem Neunkircher Zoo nach Einschätzung seines Direktors zu größerer Bekanntheit verholfen und neue Besucher gebracht. Stolz ist er darauf, im Jahr 2003 mit seinem späteren Freund Theo Omlor die Falknerei im Zoo eingerichtet zu haben. Neben der Bildung und Erholung seien Forschung, Natur- und Artenschutz die wichtigen Säulen eines wissenschaftlich geleiteten Zoos. Der Neunkircher Zoo habe sich in den vergangenen 25 Jahren stark gewandelt. „Aber es gibt noch viel zu tun.“
Quelle:https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/ende-einer-aera-im-neunkircher-zoo-direktor-fritsch-geht-in-rente_aid-141929909
(Eintrag vom 09.01.2026 zum Thema "Stellenkarussell")
cajun:   Der Schneeleopardenkater aus Warschau ist nun eingetroffen:
"Wieder Schneeleopard im Tiergarten zu sehen
Schneeleopard Pamir wurde am 2. Juni 2024 im Zoo Warschau geboren. Er hat sich inzwischen gut im Tiergarten Nürnberg eingelebt – im kommenden Jahr soll er eine Partnerin bekommen.
Nach gut einem Jahr Pause können Besucherinnen und Besucher im Tiergarten Nürnberg wieder einen Schneeleoparden (Uncia uncia) sehen. Kater Pamir kam am Donnerstag, 20. November 2025, auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP (EAZA Ex-situ Programme) aus dem Zoo Warschau nach Nürnberg. Nach einer Eingewöhnungsphase im Stall erkundet er seit Freitag, 5. Dezember, auch die Außenanlage. Im kommenden Jahr soll ein Weibchen dazukommen – mit der Hoffnung auf Nachwuchs bei dieser gefährdeten Art.
Pamir wurde am 2. Juni 2024 im Zoo Warschau geboren. Dort bereitete man ihn sorgfältig auf den Transport vor: Über mehrere Wochen gewöhnte das Pflegerteam ihn an die Transportkiste, sodass keine Narkose nötig war und der Umzug stressfrei verlief. "Der Transport lief planmäßig und Pamir kam wohlbehalten in Nürnberg an. Nach Abschluss der routinemäßigen Eingangsuntersuchungen konnten wir ihn nun erstmals auf die Außenanlage lassen", berichtet Revierleiter René Kaiser. "Anfangs war er noch etwas nervös – schließlich war alles neu für ihn. Inzwischen hat er sich gut eingelebt und erkundet neugierig seine Umgebung."
Mehr als ein Jahr waren im Tiergarten keine Schneeleoparden zu sehen. Der letzte Kater musste im August 2024 im hohen Alter von 19 Jahren eingeschläfert werden. In der Zwischenzeit modernisierte die technische Abteilung die Anlage: Sie erneuerte das Schiebersystem im Stall und ersetzte morsche Balken. Außerdem wurden Sträucher zurückgeschnitten, sodass die Besucherinnen und Besucher nun wieder einen besseren Einblick haben.
Im kommenden Jahr soll Pamir Gesellschaft von einem Weibchen bekommen. "Die Schneeleoparden im Tiergarten haben bereits mehrfach erfolgreich Jungtiere großgezogen. Mit Pamir und seiner künftigen Partnerin möchten wir diese Erfolgsgeschichte fortsetzen und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten Art leisten", erklärt der zuständige Kurator und Tierarzt Dr. Hermann Will.
Schneeleoparden sind perfekt an die extremen Bedingungen des zentralasiatischen Hochgebirges angepasst. Sie leben in Höhen von 1.000 bis 5.500 Metern und trotzen Temperaturen von minus 40 bis plus 40 Grad Celsius. Sie zeichnen sich durch ein dichtes, hellgraues Fell mit schwarzen Flecken und einen langen, buschigen Schwanz aus. Doch die Schönheit und Länge ihres Fells weckt auch Begehrlichkeiten: Schneeleoparden sind nach wie vor durch Wilderei und illegalen Pelzhandel bedroht. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt die Art auf der Roten Liste als gefährdet."
Quelle:https://tiergarten.nuernberg.de/entdecken/aktuell/detail/news/wieder-schneeleopard-im-tiergarten-zu-sehen
(Eintrag vom 11.12.2025 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
cajun:   Ein Artikel, der auch zahlreiche Fotos einer Baustellenführung Anfang des Monats beinhaltet. Da scheint noch eine ganze Menge zu tun zu sein...ob die zukünftigen Projekte wirklich bis 2030 kommen?
"Der Tierpark Berlin modernisiert sein Dickhäuterhaus, das 2026 als zentraler Bestandteil des künftigen Geo-Zoo-Konzepts eröffnen soll. Eine Baustellenführung Anfang Dezember bot einen ausführlichen Einblick in den aktuellen Baufortschritt.
Der Tierpark Berlin, der dieses Jahr sein 70. Jubiläum feiert, wird derzeit umfassend umgestaltet. Auf rund 160 Hektar entsteht ein Zoo, der Tiere künftig nach geografischen Lebensräumen gruppiert. Mehrere Projekte sind bereits umgesetzt, andere befinden sich im Bau oder in der Planung.
Zentrales Vorhaben ist aktuell das neue Dickhäuterhaus dessen Rohbau inzwischen steht. Bei einer Baustellenführung durch das neue Gehege erklärte Johannes Gramse, stellvertretender technischer Leiter und Architekt, wo das Projekt derzeit steht und was bis Ende 2025 zu erwarten sein kann.
Tierpark Berlin: Fortschritte im Elefantenhaus bis Ende 2025
Laut Gramse soll die technische Gebäudeausrüstung bis Ende 2025 installiert sein, einschließlich der gesamten Heiztechnik sowie der Strom- und Wasserleitungen. Auch die Bodenstruktur wird weitgehend für den Einzug der Elefanten im Frühjahr 2026 vorbereitet. Dafür muss der alte Schotter aus dem Gehege entfernt werden – ein Prozess, der nach Angaben von Gramse bis zu hundert LKW-Ladungen umfassen könnte. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, ist das neue Elefantenhaus bereit für den Einzug der fünf Elefanten aus Halle.
Das bestehende Gebäude aus den 1980er Jahren wird seit 2022 vollständig umgebaut und technisch erneuert. Die Verzögerungen der vergangenen Monate waren laut Gramse auf Materialengpässe, Lieferprobleme und steigende Kosten zurückzuführen, die unter anderem durch die Corona-Pandemie verursacht wurden. Inzwischen schreiten die Arbeiten jedoch sukzessive voran und konzentrieren sich derzeit auf den Innenbereich des Geheges.
Gestaltung des neuen Elefantenhauses: Folienkissen-Dach und Wärmeregulierung
Eine Besonderheit der 7.000 Quadratmeter großen Innenanlage ist das Luftkissendach. Das speziell angefertigte Folienkissen-Dach lässt UV-Strahlung einfallen, was sowohl für die Elefanten als auch für das Pflanzenwachstum im Innengehege wichtig ist. Gleichzeitig verhindern reflektierende Punkte auf der Dachfolie eine übermäßige Erwärmung des Raumes. Über Heizkörper unter dem Dach kann die Temperatur künftig zusätzlich reguliert werden.
Die Dachkonstruktion wird von massiven Lärchen-Balken getragen. Aufgrund der zahlreichen Wasserbecken im Gehege herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb dem Korrosionsschutz beim Bau besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Um die Langlebigkeit des Geheges auch in 50 Jahren zu gewährleisten, habe man sich bei der Konstruktion an den bewährten Methoden von Hallenbädern orientiert, wie der Architekt erklärte.
Kunstfelsen und technische Anforderungen im Elefantenhaus
Während das Folienkissen-Dach bereits steht, wird im Gehege derzeit an mehreren Stellen an der Fertigstellung der künstlichen Felsen gearbeitet. Diese orientieren sich an natürlichen Lebensräumen und ziehen sich stellenweise bis unter die Decke.
Die Herstellung der Kunstfelsen erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird die tragende Struktur errichtet, die inzwischen größtenteils abgeschlossen ist. Darauf wird anschließend eine Art Spanngewebe gelegt und abschließend mit Spritzbeton modelliert. Die künstlichen Felsen sind zudem Teil der großflächigen Außenanlage, in der bereits fertige Objekte zu sehen sind.
Die neue Savannenlandschaft erstreckt sich über mehr als 16.000 Quadratmeter und bietet Platz für bis zu 21 afrikanische Elefanten. Der Bereich ist in drei Zonen unterteilt, in denen die Elefanten sich frei bewegen und die gesamte Außenanlage eigenständig nutzen können. Besucherinnen und Besucher werden künftig vor den Gehegen bleiben, ein direkter Durchgang durch das Elefantengehege entfällt.
Zudem haben Tiere aus benachbarten Bereichen, wie etwa Antilopen, künftig die Möglichkeit, die Savannenlandschaft zu betreten. So entsteht ein vernetzter Lebensraum, der über eine derzeit im Bau befindliche Schleuse zugänglich sein wird. Mit diesem Konzept setzt der Tierpark die Idee des Geo-Zoos fort, die bereits an anderen Stellen erfolgreich umgesetzt wurde.
Weitere Modernisierungen im Tierpark: Von dem Amazonashaus bis zur Gondelbahn
Parallel zum Elefantenhaus plant der Tierpark weitere Projekte. Bis 2030 sind unter anderem ein Amazonashaus mit Jaguaren und Seekühen, eine Erlebnisbahn durch afrikanische Landschaften sowie eine Gondelbahn in der Himalaya-Welt geplant, in der Besucher Schneeleoparden und Kleine Pandas beobachten können.
Damit führt der Tierpark seine Entwicklung hin zu einem Geo-Zoo konsequent fort, der zugleich Bildungs- und Artenschutzaspekte stärker in den Mittelpunkt rückt. Das neue Elefantenhaus gilt dabei als zentrales Schlüsselprojekt und verdeutlicht, wie zeitgemäße Tierhaltung und modernes Tiermanagement umgesetzt werden können."
Quelle:https://www.entwicklungsstadt.de/tierpark-berlin-baut-neues-elefantenhaus-savannenlandschaft-nach-geo-prinzip-entsteht/
(Eintrag vom 08.12.2025 zum Thema "Dickhäuterhaus Tierpark Berlin")
cajun:   Der Schneeleokater wird offiziell vorgestellt:
"Neuzugang bei unseren Schneeleoparden
Bataar, unser neues Schneeleoparden-Männchen, wurde von unseren Raubtierpflegern liebevoll „Berggeist“ getauft, da er sich in den ersten Tagen der Eingewöhnung noch sehr zurückhaltend zeigte und die Außenanlage zunächst lieber erst nach Einbruch der Dämmerung erkundete.
Das 14-jährige Männchen stammt aus dem Tierpark Berlin und soll der neue Partner an der Seite unseres 13-jährigen Weibchens Istari werden. Beide konnten sich bereits seit dem ersten Tag riechen, sehen und hören. Die Zusammenführung der beiden Raubkatzen steht jedoch noch bevor. Da Bataar ein sehr ruhiger und gelassener Kater ist, sind wir zuversichtlich, dass das erste Aufeinandertreffen harmonisch verlaufen wird.
Bataar hat bereits mit seiner früheren Partnerin in Berlin für vierfachen Nachwuchs gesorgt. Weiterer Nachwuchs bei uns wäre zwar nicht ausgeschlossen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, da beide Tiere bereits ein fortgeschrittenes Alter erreicht haben.
Für uns ist das Wichtigste, dass Istari nun wieder die Gesellschaft eines Partners hat.
Bataars Kurzbio:
geboren am 30.4.2011 im Zoo Liberec
Lebt seit 2012 im Tierpark Berlin
Charakter: sehr umgänglich, ruhig und freundlich
Lieblingsfutter: Herz, kleine Fleischstücke, ganzes Huhn
Quelle:https://www.zoo-dresden.de/tierische-neuigkeit/neuzugang-bei-unseren-schneeleoparden/
(Eintrag vom 03.12.2025 zum Thema "Zoo Dresden")
Sacha:   @Sebastian Gellert: Aber sicher. Besatzvorschläge:
Lippenbären mit Rhesusaffen analog Leipzig
Malaienbären mit Binturongs analog Arnheim (mein Favorit, aber erstere leider schwer zu bekommen)
falls Platz für 2. Gehege:
Kleine Pandas mit Schopfhirschen/Muntjaks
Binturong mit Zwergotter (ggf. dafür neue Otterart andernorts)
oder Himalayaanlage mit
a.Schneeleopard
b.Kleiner Panda
c.Schraubenziege
d. kleine Voliere mit Himalaya-Vögeln

Im Prinzip bin ich aber immer noch der Träumer, der insgeheim hofft, dass eines Tages doch ein Aussenzoo für Frankfurt realisiert werden kann und dort die Tiere Asiens, Afrikas und ggf. Nordamerikas platziert werden, derweil der Innenstadtzoo den Tieren Südamerikas, Australiens sowie den Menschenaffen und Nachttieren vorbehalten bleibt (wie es ein alter Masterplan ja auch mal vorsah). Aber eben...
(Eintrag vom 24.11.2025 zum Thema "Zoo Frankfurt")
Mark Meier:   Ich war am Sonntag für ein paar Stunden im Tierpark. Das Wetter war ziemlich durchwachsen, aber wir hatten eine tolle Zeit im Himalaya-Komplex. Und das, obwohl keine Schneeleoparden zu sehen waren und sich auch nur ein kleiner Panda blicken ließ. Trotzdem war es einfach eine tolle Atmosphäre. Und wir haben eine längere Rast vor der Anlage der Tonkin-Languren gemacht, die zwischenzeitlich auch immer mal wieder sehr aktiv waren (leider durch die beschlagenen Scheiben teilweise nicht so gut zu erkennen).

Auch im Affenhaus waren wir zweimal eine Weile. Das Fingertier haben wir nicht gesehen. Und jetzt habe ich erfahren, dass es gestorben ist. Es sollen nun erstmal andere Tiere aus Madagaskar dort einziehen. Inzwischen wird wohl geklärt, ob ein neues Fingertier einzieht. Quelle ist die Facebookseite des Tierparks.
(Eintrag vom 19.11.2025 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (IV)")
cajun:   Nachdem die Schneeleopardenhaltung in Wtal wohl beendet wird, ist es doch erfreulich das der Tiergarten Nürnberg sein verwaistest Gehege demnächst neu besetzt. Eine Meldung aus dem Zoo Warschau:
"Der Tag unseres Abschieds von Pamir rückt näher. Nach der Entscheidung des Artenkoordinators wird unser junger Schneeleopard bald in sein neues Zuhause im Nürnberger Zoo umziehen.
Pamir wurde im Juni letzten Jahres von seinen Eltern Suri und Jamir geboren. Er hat sofort unsere Herzen erobert und ist unser aller Liebling geworden. Die IUCN führt den Schneeleoparden auf der Roten Liste als VU (gefährdet) – stark gefährdet. Ihre Population in freier Wildbahn wird auf 4.000 bis 6.500 Tiere geschätzt, daher ist jede Schneeleopardengeburt ein Grund zur Freude und Hoffnung.
Bis zur Abreise bleibt noch etwas Zeit, sodass ihr die Möglichkeit habt, Pamir zu besuchen und euch von Pamir zu verabschieden. Pamir lebt mit seiner Mutter in einem Gehege in der Nähe der Löwen; haltet Ausschau nach ihm über den Fenstern oder hoch oben auf den Felsen."
Quelle:https://www.facebook.com/WarszawskieZOO/posts/pfbid02Eg68hkToXVEfeLPJidgMuZ31c77cY4SDQ6tdgbEBydbrLb659BgdeU5z4kegsgWzl
(Eintrag vom 07.11.2025 zum Thema "Schneeleoparden")
cajun:   @W.Dreier: Ich hatte zur Unfruchtbarkeit des Schneeleopardenkaters weiter unten eine Vermutung geäußert.
(Eintrag vom 07.11.2025 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (IV)")
cajun:   @W.Dreier: Da ist der neue Schneeleopard dazwischen.... Links anzeigen... Interessant finde ich ja, das der ehemalige TP Berliner Kater ja nicht mehr zeugungsfähig war. Das selbe Problem hat man mit dem Wuppertaler Kater, der jetzt erstmal bis auf weiteres dort "festsitzt", da er nicht vermittelbar war/ ist. Die Sterilität des W-taler Katers war übrigens begründet in einer zu lange andauernden chemischen Verhütung. Würde mich nicht wundern, wenn es daran auch in Berlin gelegen hat.
(Eintrag vom 03.11.2025 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (IV)")
Adrian Langer:   https://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/alle-news/artikel/willkommen-sayan

Ein neuer Schneeleopardenkater aus dem Zoo Salzburg ist eingezogen.
(Eintrag vom 03.11.2025 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (IV)")
Rainer Hillenbrand:   Die "Themenwelt" Himalya in Augsburg befindet sich mit überschaubarer Verzögerung (2, 3 Monate) im Bau - aktuell die Anlagen für die Schneeleoparden und wenns so weiterläuft könnte das Ganze in einem Jahr (wie geplant) auch fertig sein.
(Eintrag vom 02.11.2025 zum Thema "Projekte der Zoos")
Patrick Marburger:   Und wieder Karpantenluchse zur "Wieder"ansiedlung in Mitteleuropa - das werden uns zukünftige Generationen zu recht vorwerfen...

Schade um die Wuppertaler Haltung von Schneeleoparden. Aber "schade" trifft es bei den meisten Entwicklungen dort ganz gut.
(Eintrag vom 24.10.2025 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Damit dürfte das Ende der Schneeleopardenhaltung eingeläutet werden:
"Viktor ist da – ein Schritt zur Wiederansiedlung von Luchsen in NRW
Im Grünen Zoo Wuppertal ist eine neue Tierart eingezogen: Karpatenluchs "Viktor" reiste am 21. Oktober aus dem Wildkatzendorf Hütscheroda nach Wuppertal. Der anderhalbjährige Luchskater wurde im Tierpark Bern geboren und soll zukünftig eine große Rolle bei der Wiederansiedlung des Karpatenluchses in Nordrhein-Westfalen spielen.
Viktor bewohnt einen Bereich der Schneeleoparden-Anlage im Grünen Zoo. Zurzeit gewöhnt er sich in den Innenstallungen an seine neue Umgebung und ist deshalb für Zoobesucherinnen und -besucher noch nicht zu sehen. Voraussichtlich in der kommenden Woche wird er zum ersten Mal den Außenbereich erkunden.
Der junge Kuder – so wird ein männlicher Luchs genannt – soll im Rahmen des EAZA Ex-situ-Programms (EEP) bald Gesellschaft von einem Karpatenluchs-Weibchen bekommen. So kann der Grüne Zoo durch koordinierte Zucht zur Erhaltung der bedrohten Tierart beitragen und Tiere für Wiederansiedlungen bereitstellen.
Der Karpatenluchs ist eine in Ost- und Mitteleuropa heimische Unterart des Eurasischen Luchses. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt der Luchs in Deutschland als ausgerottet. Durch Wiederansiedlungsprojekte gibt es inzwischen wieder Vorkommen, vor allem im Bayerischen Wald, im Harz und im Pfälzerwald. Nun soll der Luchs auch nach NRW zurückkehren.
Mehr über das geplante Wiederansiedlungsprojekt und wie der Grüne Zoo Wuppertal dazu beiträgt, erfahrt ihr in einem unserer nächsten Beiträge. "
Quelle: https://www.facebook.com/gruener.zoo.wuppertal/?locale=de_DE
(Eintrag vom 24.10.2025 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Eine Zusammengewöhnung, die wohl funktioniert hat:
"Dimitri und Amira wollen's wagen
Dimitri, ein geborener Deutscher, sibirischer Eltern, und die noch etwas tollpatschige Amira aus der Ukraine, beide Anfang 2023 zur Welt gekommen, sind jetzt ein Paar! Im Weißen Zoo bahnt sich eine ganz große Liebesgeschichte an - was in der Menschenwelt nicht funktioniert, hier geht's.
Die Geschäftsführer Rainer Zöchling und Herbert Eder des in Kernhof (Bezirk Lilienfeld) ansässigen Weißen Zoos werden die beiden Jahre wohl nie vergessen, in denen sie schwer darum gekämpft haben, Amira aus dem ukrainischen Zoo zu befreien. Seit Beginn des Krieges waren die ukrainischen Zoos größtenteils nicht mehr in der Lage, ihre Betriebe fortzuführen. Es fehlte an Geld für Futter, sehr häufig gab es keinen Strom und viele Tierpfleger sind geflüchtet.
Die Behörden in der Ukraine waren großteils nicht besetzt und somit war ein Export in Einklang mit den Einreisebestimmungen von Wildtieren in die EU schier unmöglich. Ein Herkunftsnachweis aus dem Zoo in der russisch besetzten Zone dauerte über ein Jahr und ohne den persönlichen Einsatz im österreichischen Landwirtschaftsministerium und bei der für den Tierschutz verantwortlichen NÖ- Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) wäre dieses traumatisierte Tier nicht zu retten gewesen.
Anfänglich noch hat er an ihrem Ohr gebissen
Obwohl Dimitri ihr in einer anschmiegsamen Nacht durch das Trenngitter ein kleines Stück vom Ohrwaschl abgezwickt hat, sind sie nach der Zusammenführung in das große Außengehege ein Liebespaar geworden. Amira, die zwei Jahre aus Platzmangel in einem Innenraum aus Beton verbringen musste , war anfangs nach der Quarantänezeit und erstmals auf natürlichem Waldboden mit Badeteich und Kletterbäumen völlig überrascht von der Natur, da es das alles für sie in der Ukraine nicht gab. Zum ersten Mal ein Bad nehmen! Erstmals Grasboden schnuppern! Zum ersten Mal auf Bäume klettern! Zum ersten Mal mit bärischen Leckerbissen wie Nüsse, Honig, Waldbeeren, Melonen und Weintrauben verwöhnt zu werden, die liebevolle Ansprache der Tierpfleger uvm. lassen die Bärin step by step die Normalität kennenlernen.
"Wenn die Verlobung hält, dürfen wir uns in einigen Jahren erstmals auf Kragenbärennachwuchs freuen“ , verrät Rainer Zöchling, der ganz persönlich seine Bärlis betreut. Der Weiße Zoo engagiert sich auch im Rahmen des europäischen Artenschutzprogrammes darum, dass Kragenbären in einem neuen Zuchtprogramm etabliert werden. Diese Bärenart gehört zu den höchst bedrohten Tierarten unserer Erde. Diese beiden Exemplare sind die einzigen in Österreich.
Mittlerweile sind Dimitri und Amira neben den weißen Tigern und den Schneeleoparden die großen Stars im Zoo in Kernhof. Nicht nur das "BÄRSONAL“, sondern vor allem die Besucher und ganz besonders die unterstützenden Tierpaten sind hoch erfreut, dass nach der Rettung der Bären nun einer baldigen Hochzeit samt Kindersegen nichts mehr im Wege steht."
Quelle:https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/niederoesterreich/verlobung-im-weissen-zoo-dimitri-und-amira-wollen-s-wagen/652409384
(Eintrag vom 14.10.2025 zum Thema "Bären in Zoos")
cajun:   Der Umbau des Tierbestandes wirft erste Schatten voraus:
"Abschied im Zolli- Basler Zoo trennt sich von den Varis
Zuletzt machten die kleinen Primaten Schlagzeilen, weil das Weibchen zweimal ausbüxte. Jetzt beendet der Zolli die Haltun
Sie sind herzig und laut – die Varis im Basler Zolli. Der Zoo beschrieb ihr Geschrei einst als «eine Mischung aus Grunzen, Quieken, Bellen und Heulen». Lange Jahre lebten die Tiere auf der Insel vor dem Zolli-Restaurant und sorgten dort mit ihrem Gruppengeschrei immer wieder für spektakuläre Unterhaltung.
Von der Insel mussten die Tiere bereits weg: Zweimal war das Weibchen des verbliebenen Paares aus dem Gehege ausgebüxt – inklusive Spaziergang durch Basel. Nun trennt sich der Zolli von den Tieren, wie er in einer Mitteilung ankündigt. Der Grund dafür lässt der Zoo vorerst offen. Er will an einer Medieninformation in einer Woche informieren, heisst es auf Anfrage.
Wann die Varis ausziehen werden, bleibt ebenso unklar. Seit 2016 waren sie Teil der tierischen Zolli-Gemeinschaft.
Viele Abschiede im Zolli
Es ist nicht der erste Abschied im Zolli in diesem Jahr. Anfang Juni starb Elefantenleitkuh Heri und Ende Juni starb Silberrücken M’Tongé. Für das Gorillamännchen ist der Zoo Basel auf der Suche nach einem Nachfolger.
Bei den Elefanten zieht der Tod Heris weitere Abschiede nach sich: Die verbliebenen Kühe Maya und Rosy kommen nicht miteinander aus. Beide Tiere müssen nun Basel verlassen, um in je eine neue Herde integriert zu werden. Nach ihrem Wegzug soll eine neue Elefantenherde im Zoo einziehen.
Zolli trennt sich von weiteren Tierarten
Bis 2049 will der Basler Zoo um ein Fünftel wachsen. Geplant sind neue Themenanlagen zu Savanne und Tropen. Hier werden weitere Tiere neu in den Zolli ziehen: Angekündigt wurden im vergangenen Herbst Manatis (Seekühe), Gangesgaviale (Krokodile), Faultiere und Anakondas für die Tropenanlage und Seebären. Auch Malaienbären ziehen zurück in den Zoo. Die Tiere waren bereits früher in Basel zu sehen und sollen künftig in die aktuelle Seelöwenanlage ziehen.
Ausziehen aus dem Zoo werden hingegen die Bisons und die Schneeleoparden, so der Plan. Auch kleinere Arten. Darunter zum Beispiel die Baumstachler. Sie sollen mit der Neuausrichtung aus dem Zoo verschwinden.
Somit stehen in den kommenden Monaten und Jahren weitere Abschiede im Basler Zolli an. Ganz definitiv sind alle Pläne aber noch nicht, wie Zoodirektor Olivier Pagan Anfang des Jahres gegenüber dieser Redaktion sagte: «Ein Teil davon sind harte Fakten, aber ein Teil sind auch Visionen», sagt Pagan. «Vielleicht kommt auch etwas anders, weil es neue Erkenntnisse gibt.» Essenziell sei die Finanzierung der Projekte: Erst wenn diese stünden, würden einzelne Schritte des Masterplans ausgeführt."
Quelle:https://www.bazonline.ch/basel-im-zolli-gibt-es-einen-weiteren-tierabschied-883812469302
(Eintrag vom 27.08.2025 zum Thema "Zoo Basel")
cajun:   Gesammelte Neuigkeiten aus Augsburg:
"Der Zoo Augsburg ist immer ein tierisches Ferienziel, auch in den Sommerferien. Was sich dort in den letzten Wochen getan hat, erfahren Sie in der neuesten Ausgabe von Zoo Augsburg aktuell.
Die jungen Wilden
Im Tierpark läuft das Jahr 2025 bisher äußerst erfolgreich, was die Nachzucht bei den Flamingos betrifft: Insgesamt sind fünf Küken geschlüpft, drei davon haben überlebt und entwickeln sich gut. Auch bei den Stelzenläufern gibt es Nachwuchs – ein Jungtier ist bereits geschlüpft.
Auch bei den Säugetieren gibt es Grund zur Freude: Vier Baumstreifenhörnchen sind zur Welt gekommen und sorgen mit ihrem lebhaften Verhalten für Begeisterung bei den Besuchern.
Bei den Reptilien kann der Tierpark ebenfalls einen besonderen Zuchterfolg vermelden: Ein Himmelblauer Zwergtaggecko wurde erfolgreich ausgebrütet – eine Art, die aufgrund ihrer Farbe und ihres Verhaltens zu den Publikumslieblingen zählt. Eine echte Besonderheit gab es auch im Schlangenterrarium: Nach mehreren Jahren gelang endlich wieder die Nachzucht der Madagassischen Hundskopfboa – eine seltene und faszinierende Art, deren erfolgreiche Zucht als großer Erfolg gilt.
Die Trauerfälle
Nicht alle Ereignisse im Tierparkjahr 2025 verlaufen erfreulich. Besonders tragisch war der Verlust unseres Zuchtweibchens bei den Rüsselspringern, das innerhalb von sechs Monaten bereits zum dritten Mal Zwillinge zur Welt brachte. „Sie hat die Geburt leider nicht überlebt“, so die Mitteilung aus dem Tierpflegeteam. Auch die beiden neugeborenen Jungtiere konnten nicht gerettet werden.
Auch bei den Kapuzineraffen gibt es traurige Nachrichten: Ein Jungtier kam tot zur Welt. Solche Verluste sind – so schwer sie emotional auch sind – leider Teil der Realität in der Tierpflege und Zucht. Trotz bester medizinischer Versorgung und sorgfältiger Betreuung lassen sich tragische Entwicklungen im Tierreich nicht immer verhindern. Das Tierparkteam zeigt sich betroffen, aber auch entschlossen, die Pflege und Bedingungen weiterhin bestmöglich zu gestalten.
Leider verstorben ist unser weibliches Wasserschwein. Eine Obduktion soll die Ursache klären.
Europäische Sumpfschildkröten
Der Zoo Augsburg ist seit mehreren Jahren fester Partner im Artenschutzprojekt „Europäische Sumpfschildkröte“, das vom Verein Artenschutz von Rhön bis Rhein koordiniert wird. Ziel des Projekts ist es, diese heimische und gefährdete Schildkrötenart in geeigneten Lebensräumen wieder anzusiedeln und stabile, sich selbst erhaltende Populationen aufzubauen.
Wie in den vergangenen Jahren hat der Zoo auch in diesem Sommer wieder Schildkröten an das Projekt übergeben: „14 nicht mehr so kleine Schildkröten wurden für die Auswilderung abgegeben, im Gegenzug erhielten wir neun Schlüpflinge, die jetzt in Augsburg aufwachsen dürfen.“
Die abgegebenen Tiere haben inzwischen ein Gewicht von mindestens 100 Gramm erreicht und werden daher bald gemeinsam mit 27 weiteren Artgenossen in den südhessischen Rheinauen in die Natur entlassen.
Neben dem Zoo Augsburg beteiligen sich auch der Opel-Zoo in Kronberg, der Zoo Frankfurt und der Tiergarten Nürnberg an dem langfristig angelegten Artenschutzvorhaben.
„Ziel des Projektes ist, die in den Rheinauen durch vergangene Wiederansiedlungen vorhandene – nachweislich bereits erfolgreich reproduktive – Population soweit zu stärken, dass sie sich dauerhaft selbst erhält und vermehrt und somit ihre Rolle im Ökosystem der Rheinauen ausfüllen kann.“
Die Abgänge
Zwei Alpakastuten haben den Zoo Augsburg verlassen und wurden an den Zoo Karlsruhe übergeben. Der Austausch erfolgte im Rahmen der laufenden Tierbestandsoptimierung und Tiervermittlungen zwischen zoologischen Einrichtungen. Für die Tiere beginnt damit ein neues Kapitel in einer anderen Umgebung.
Bauvorhaben
Jetzt beginnt die Arbeit richtig: Der Bau der neuen Himalaya-Anlage im Zoo Augsburg ist in vollem Gange. „Der Kran ist aufgestellt und Unmengen Tonnen Material wird bewegt“, heißt es aus dem Zoo. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – mit schwerem Gerät und großem Aufwand.
Zunächst landet ein Großteil des bewegten Materials auf der Festwiese, wo es zwischengelagert wird. Später wird es entweder wieder in den Bau integriert oder fachgerecht entsorgt. Die logistische Koordination dieser Mengen ist dabei ein zentraler Teil der Bauphase. Mit dem Fortschritt auf der Baustelle rückt die Eröffnung der neuen Himalaya-Anlage, die künftig unter anderem Schneeleoparden und andere Tierarten aus der Hochgebirgsregion beherbergen soll, ein großes Stück näher. Die sichtbaren Bauarbeiten markieren einen wichtigen Meilenstein in diesem ehrgeizigen Projekt."
Quelle:https://presse-augsburg.de/zoo-augsburg-aktuell-2/1054711/
(Eintrag vom 25.08.2025 zum Thema "Zoo Augsburg")
cajun:   Der Zoo Brno erwartet demnächst ein Paar Sumatratiger aus einem indonesischem Zoo. Die Bemühungen laufen schon seit drei Jahren und im Ausstausch gingen wohl bereits 1,1 Schneeleoparden aus dem EEP (TP Berlin/ Jihlava) in den Batu Secret Zoo. Das neue Paar soll in Brno einmal nachziehen und bei Erfolg verbleiben Mutter und Jungtiere erstmal dort. Der neue Zuchtkater soll dann nach Jihlava wechseln.
Quelle:https://brnenska.drbna.cz/zpravy/spolecnost/33905-brnenska-zoo-ocekava-prirustky-vyhlizi-opice-dzelady-i-tygra-sumaterskeho.html
(Eintrag vom 25.07.2025 zum Thema "Tiger")
W. Dreier:   Ein Stockwerk tiefer schliefen weiterhin die Schneeleoparden - so sah ich sie seit Wochen des Öfteren.
(Eintrag vom 15.07.2025 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (IV)")
cajun:   Die PM von heute. Die Jungtiere bei den Schneeleos sind 3,0:
"Erster Nachwuchs in Panthera
In unserem neuen Grosskatzen-Lebensraum Panthera hat es erstmals Nachwuchs gegeben: Die Schneeleoparden Saida und Shahrukh sind Eltern dreier Jungtiere geworden. Seit Kurzem erkunden die drei kleinen Männchen nun ihre Umgebung.
Sie sind klein, flauschig und vor allem wichtig für den Erhalt der gefährdeten Grosskatzenart: die drei Schneeleoparden-Jungtiere im Zoo Zürich. Nach rund zwei Monaten zusammen mit ihrer Mutter in der Wurfbox beginnen die Jungtiere nun, den Grosskatzen-Lebensraum Panthera erstmals eigenständig zu erkunden.
Vom Nesthocker zum Entdecker
Als die drei männlichen Schneeleoparden-Jungtiere am 9. Mai 2025 zur Welt kamen, waren sie noch blind und taub. Völlig hilflos brauchten sie die Betreuung durch die Mutter und machten das, was alle Nesthocker machen: ganz viel schlafen.
Rund zwei Monate später gehen sie nun neugierig und eigenständig in Panthera auf Entdeckungstour. Vorerst erkunden sie den Bereich Gebirge. In den nächsten Wochen werden dann nach und nach auch die drei anderen Rotations-Bereiche des Lebensraums dazukommen: Laubwald, Lichtung und Trockenwald.
Während sich Augen und Ohren zuerst noch entwickeln müssen, zeigt das Fell junger Schneeleoparden von Beginn weg die typische Zeichnung mit dunklen Rosetten und Flecken. Zu Beginn ist dies ein Schutz vor Fressfeinden, um auf Distanz nicht entdeckt zu werden. Später ermöglicht die Färbung optimale Tarnung bei der Jagd. In seinem hochalpinen Lebensraum im zentralasiatischen Hochgebirge, wo das Gelände aus grauen Felsen, Geröll, Schnee und trockenen Gräsern besteht, fügt sich der Schneeleopard so perfekt in die Umgebung ein.
Bei der Jagd springt der Schneeleopard dank seiner kräftigen Gliedmassen bis zu 16 Meter weit und packt seine Beute. Der lange, buschige Schwanz übernimmt dabei eine wichtige Funktion für das Gleichgewicht im unwegsamen Gelände.
Der Schneeleopard ist ein erfolgreicher Jäger auf leisen Sohlen – aber leider selber auch ein Gejagter. Der Mensch jagd ihn wengen seines Fells – das längste und dichteste aller Katzenarten – und für die Verwendung in der traditionellen Medizin. In Kombination mit dem Klimawandel und dem damit verbundenen Lebensraumverlust schwindet die wilde Population der asiatischen Grosskatze zusehends.
Heute gibt es nur noch rund 3000 geschlechtsreife wildlebende Schneeleoparden. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Tierart auf ihrer Roten Liste deshalb als gefährdet ein.
Damit der Schneeleopard nicht tatsächlich zum «Geist der Berge» wird – so sein Beiname in Kirgisistan –, braucht es den Nachwuchs der Grosskatzenart im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP moderner wissenschaftlich geführter Zoos. Die international koordinierte Zucht erhält eine stabile Reservepopulation als Versicherung der wildlebenden Schneeleoparden aufrecht.
Untypische Grosskatze
Der Schneeleopard (Panthera uncia) gehört zur Gattung der Grosskatzen. Er weist allerdings eine Reihe anatomischer und verhaltensbiologischer Besonderheiten auf, die ihn von den anderen Grosskatzen unterscheidet.
Seine Schnauze ist relativ kurz. Dafür ist der Schwanz im Vergleich zur Körpergrösse aussergewöhnlich lang. Dieser verhilft ihm zu Stabilität im unwegsamen Gelände des Hochgebirges und bei Sprüngen.
Die Anatomie des Zungenbeins ermöglicht dem Schneeleoparden Lautäusserungen wie Rufen oder Knurren. Brüllen hingegen kann er nicht, im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Panthera.
Auch das Fressverhalten zeigt eine Abweichung von den anderen Grosskatzen. Der Schneeleopard frisst seine Beute in einer hockenden Position; ein Verhalten, das eher mit kleineren Katzenarten assoziiert wird. Im Gegensatz fressen Löwen (Panthera leo) und Tiger (Panthera tigris) in der Regel liegend, wobei sie ihre Beute mit den Vorderpranken fixieren."
Quelle:https://www.zoo.ch/de/zoonews/erster-nachwuchs-panthera
(Eintrag vom 10.07.2025 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Die bereits erwähnten Jungtiere bei den Schneeleoparden werden auf Facebook kurz vorgestellt. Für Besucher sind sie noch nicht zu sehen. Quelle: https://m.facebook.com/reel/1190950406137361/?referral_source=external_deeplink
(Eintrag vom 07.07.2025 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Im Zoo Zürich sind laut Geburtenliste im Mai 2025 drei Jungtiere bei den Schneeleoparden geboren worden. Das dürfte der erste Nachwuchs in Panthera und der erste Schneeleonachwuchs seit 2022 sein.
Quelle:https://www.zoo.ch/de/naturschutz-tiere/artenschutz/artenmanagement/geburtschlupf
(Eintrag vom 01.07.2025 zum Thema "Schneeleoparden")
cajun:   Ein neues Männchen soll noch dazu kommen:
"Neues Rote Pandaweibchen zu sehen
Kamala heißt das neue Rote Pandaweibchen. Seit Mitte Mai hat Kamala die rückwärtigen Gehege und die Tierpfleger schrittweise kennengelernt und dabei auch offenbart, dass sie Kirschen sowie frische Bambustriebe bevorzugt und sehr neugierig ist. Diese Neugierde darf Kamala ab heute auf der Außenanlage in der Hochgebirgslandschaft Himalaya in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Schneeleoparden ausleben. Heute Morgen zogen die Pfleger die Schieber zur Freianlage. Zunächst etwas zögerlich, aber dann siegte ihr Entdeckergeist und sie nahm ihr neues Reviert ausgiebig in Augenschein. Ihr beiden Mitbewohner, die Schopfhirsche Nicole und Janno, hat sie auch gleich kennengelernt.
Für die Zoogäste ist Kamala ab sofort täglich zu sehen, allerdings kann es vorkommen, dass sie sich gerade in den ersten Tagen noch etwas in die rückwärtigen Gehege zurückzieht.
Nach den traurigen Verlusten von Lilo und Zimai im letzten Jahr ist die Freude im Zoo besonders groß, wieder Rote Pandas halten und zeigen zu können. Ein neues Männchen ist uns bereits in Aussicht gestellt worden."
Quellehttps://www.zoo-leipzig.de/artikel/neues-rote-pandaweibchen-zu-sehen-1726/
(Eintrag vom 25.06.2025 zum Thema "Zoo Leipzig")
cajun:   Ein "Einzelkind" bei den Schneeleoparden:
"Nachwuchs beim „Geist der Berge“
In der Wilhelma hat sich wieder einmal ein aufsehenerregender Zuchterfolg eingestellt: Ein kleiner Schneeleopard ist mit etwas Glück und Geduld zu beobachten, wie er unter den Argusaugen seiner Mutter die ersten Schritte aus seinem für die Besucherinnen und Besucher nicht einsehbaren Unterschlupf nach draußen wagt. Geboren wurde der junge Kater bereits am 20. April 2025. Seine Mutter, die 15 Jahre alte Kailash, hatte für die Geburt eine Wurfbox im Innenbereich der Schneeleopardenanlage aufgesucht. Seitdem hat sich das Jungtier prächtig entwickelt und ist nun immer häufiger im Außenbereich zu sehen.

Kailash und Ladakh, die Schneeleoparden in der Wilhelma, bewohnen seit 2018 eine Anlage, deren abwechslungsreiche Gestaltung von den Hochgebirgslandschaften Asiens inspiriert ist. Realisiert wurde sie dank des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma, welche das Bauvorhaben mit insgesamt 300.000 Euro unterstützt hatten. Mit Erfolg: In der neuen Anlage wurden seitdem insgesamt sechs Jungtiere groß, welche mittlerweile in anderen Zoos in Deutschland, Schottland, Italien, Österreich und Schweden eine neue Heimat gefunden haben. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin blickt in die Zukunft: „Wir freuen uns über die erneute Nachzucht. In seiner Heimat, den Hochgebirgen Zentralasiens, gilt der Schneeleopard als gefährdet. Nur wenige Tausend Exemplare leben dort noch nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN. Ihr Bestand ist aber durch Wilderei bedroht. Wir als Zoogemeinschaft tragen daher eine hohe Verantwortung für unsere dank erfolgreicher Nachzucht bereits mehrere Hundert Tiere starke Reservepopulation.“

Um dem Schneeleoparden auch in seinem natürlichen Lebensraum zu erhalten, engagiert sich die Wilhelma finanziell für eine vom NABU gegründete Anti-Wilderer-Gruppe, die Gruppa Bars in der Kirgisischen Republik. Dort wird der heimliche Jäger „Geist der Berge“ genannt: Man bekommt ihn kaum zu Gesicht. Er fällt erst dann auf, wenn er Nutztiere reißt. Der Mensch-Tier-Konflikt ist ein Grund, warum der Schneeleopard in Zentralasien verfolgt wird. Außerdem werden sein Pelz und verschiedene Körperteile auf dem Schwarzmarkt zu lukrativen Preisen gehandelt. Regelmäßige Patrouillen der Gruppa Bars in Schutzgebieten tragen dazu bei, die illegale Tötung von Schneeleoparden zu verhindern und Wilderer in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden dingfest zu machen. Hinzu kommen Sensibilisierungsmaßnahmen für die lokale Bevölkerung, um für den Schutz des Schneeleoparden zu werben. Dank des Artenschutz-Euros, den die Besucherinnen und Besucher der Wilhelma über den Eintritt entrichten, sind seit 2019 bereits 100.000 Euro in das Projekt geflossen."
Quelle:https://www.wilhelma.de/aktuelles/aktuelles/news-presse/meldung/nachwuchs-beim-geist-der-berge
(Eintrag vom 20.06.2025 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
cajun:   Zwei Nachzuchten ziehen aus. Eine Schneeleopardin nach Twycross und ein junges Pumaweibchen nach Germendorf. Beide haben Zuchtperspektiven:
"Abschied nehmen, bedeutet im Zoo oftmals, einen unserer Schützlinge ziehen zu lassen. Meist ist dies der Fall, wenn bei uns geborene Jungtiere erwachsen werden und die Geschlechtsreife erreichen. Manchmal gibt es für eine Abgabe aber auch andere Gründe, wie beispielsweise die örtlichen Gegebenheiten. Lange Rede kurzer Sinn: Im Mai haben uns zwei Raubkatzen verlassen, um in Zukunft in anderen europäischen Zoos zu leben.
Zum einen ist die zwei Jahre alte Schneeleopardin Nuri in den englischen Twycross Zoo gereist und zum anderen kam das vierjährige Pumaweibchen Amaira in den deutschen Tierpark Germendorf. Letzterer hatte kürzlich erst seine Pumaanlage erweitert, so dass die Raubkatzen über eine Brücke zwischen zwei Anlagen hin und her wechseln können. Das heißt, dort wurden auch für gewünschten Nachwuchs Platzkapazitäten geschaffen. Aus eben diesen Gründen haben wir uns dazu entschlossen, bei uns im Zoo Salzburg vorerst nicht mehr zu züchten und die männlichen Pumas zu behalten, während die Weibchen abgegeben werden.
Damit Nuri in naher Zukunft selbst Jungtiere großziehen kann, wurde für sie über den Koordinator des europäischen Erhaltungszuchtprogramms ein Platz in Großbritannien gefunden. So sehr wir uns darüber gefreut haben, so aufwändig gestaltete sich allerdings die Vorbereitung, denn durch den Brexit müssen besondere Zollformalitäten befolgt werden. Demnach sind Unternehmen oder Zoos sowie das beauftragte Transportunternehmen verpflichtet, sich bei den zuständigen Veterinärbehörden zu registrieren. Natürlich muss zudem eine Voranmeldung über TRACES-NT erfolgen. (Mit diesem Datenbanksystem wird der gesamte Tierverkehr innerhalb der EU sowie in und aus der EU geregelt.) Darüber hinaus wird ein Gesundheitszertifikat verlangt und es muss eine entsprechende Sicherheitserklärung vorliegen. Insgesamt gab es im Vorfeld viele Punkte zu bedenken, weshalb die Planung einige Wochen in Anspruch genommen hat.
Mittlerweile sind aber beide Katzen gut in ihrem neuen Zuhause angekommen und derzeit dabei, sich langsam aber sicher an die noch etwas ungewohnte Umgebung zu gewöhnen."
Quelle:https://www.salzburg-zoo.at/de/neuigkeiten/exklusive-inhalte/auf_in_ein_neues_leben
(Eintrag vom 28.05.2025 zum Thema "Zoo Salzburg")
cajun:   Einschränkungen beim Zoobesuch:
"Sanierung des Besucherweges ab 2. Juni
Schlaglöcher, Bereiche mit angehobener Wegdecke durch Baumwurzeln und alte Grundleitungen – der Wegabschnitt zwischen Erdmännchen- und Pinguinanlage bedarf seit längerer Zeit einer dringenden Sanierung. Aufgrund dieser Punkte und der damit verbundenen Unfallgefahr für unsere Zoogäste stand die Erneuerung des Weges nach Abschluss der Bauarbeiten am neuen Orang-Utan-Haus ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Mit dem beschlossenen Haushalt der Landeshauptstadt Dresden Ende März 2025 ist die Finanzierung der notwendigen Baumaßnahme nun auch gesichert und soll aufgrund der Dringlichkeit so schnell wie möglich umgesetzt werden. Dies bedeutet zwar für einen Zeitraum von etwa acht Wochen einiger Einschränkungen im Zoo, aber wir hoffen sehr, auf das Verständnis unserer Besucher*innen.
Ab dem 2. Juni sollen die Bauarbeiten beginnen. Der Wegabschnitt zwischen Erdmännchengehege und Zugang zum Prof. Brandes-Haus wird halbseitig sowie zwischen Löffelhund- und Pinguinanlage komplett gesperrt. Der Südeingang zum Prof. Brandes-Haus ist während der gesamten Bauarbeiten immer zugänglich, allerdings ist dieser nicht barrierefrei. Der barrierefreie Weg ins Prof. Brandes-Haus bzw. zu den Schneeleoparden und Pinguinen führt durch das neue Orang-Utan-Haus.
Für die Besucher nicht erreichbar werden die Anlagen der Geparde, Watussirinder, Bantengs, Rotbüffel und des Kleinen Pandas sein.
Die Baumaßnahmen umfassen den vollständigen Austausch der vorhandenen Schwarzdecke durch Ökopflaster sowie die Erneuerung der Schächte und Grundleitungen in diesem Wegabschnitt. Außerdem werden Leerrohre für eine Elektrotrasse verlegt, die die spätere Nachrüstung einer Wegbeleuchtung ermöglicht.
Die neue Pflasterung sorgt für eine gute Versickerung des Regenwassers, die die Wasserversorgung für die anliegenden Bäume verbessert.
Infos im Überblick:
Bauzeit: 2. Juni bis Ende Juli 2025
Länge/Größe des Besucherweges: 280 Meter -> 1.400 m²
Tiefste Schachtzone: 2,70 Meter tief
Kosten: 300.000 Euro
Quelle:https://www.zoo-dresden.de/tierische-neuigkeit/bauprojekte/sanierung-des-besucherweges-ab-2-juni/
(Eintrag vom 27.05.2025 zum Thema "Zoo Dresden")
cajun:   Die Aufzucht der Schneeleopardenjungtiere vom letzten Jahr droht zu scheitern und man weiß bisher nicht, was los ist:
"Das Aufwachsen der drei am 19. Juni 2024 geborenen Schneeleoparden stand von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen: Nachdem das weibliche Jungtier im Alter von neun Wochen verstarb (der Zolli berichtete), ist nun auch Vishal, ein männliches Jungtier, tot. Der zehn Monate alte Schneeleopard starb am 9. Mai 2025. Vakaris, das verbleibende Männchen aus dem letztjährigen Wurf, ist derzeit stabil, weist jedoch eine Gangstörung auf.
Vishal und Vakaris zeigten ab dem 15. April 2025 einen schlechten Allgemeinzustand – mit wässrigem Durchfall und torkelndem Gang. Unverzüglich wurden tiermedizinische Massnahmen zur Behandlung des Durchfalls eingeleitet. Das Tierärzte-Team vermutete zunächst, die Jungtiere hätten aufgrund allgemeiner Schwächung durch den Durchfall Schwierigkeiten beim Gehen. Zwar besserte sich ihr Allgemeinzustand im weiteren Verlauf, der unsichere Gang blieb jedoch bestehen.
Ende April wurde Vakaris, das zu diesem Zeitpunkt stärker betroffene Jungtier, gemeinsam mit einem Neurologie-Spezialisten in Narkose untersucht. Trotz umfassender Analyse von Blut, Rückenmarksflüssigkeit und Augen konnte keine Ursache für die neurologischen Symptome festgestellt werden. Daher wurde – und wird im Falle von Vakaris – die symptomatische Behandlung fortgesetzt.
Der geschwächte Vishal verstarb am 9. Mai 2025. Die pathologische Untersuchung seines Körpers dauert an. Bislang konnte keine Ursache für die Gangstörung ermittelt werden. Vakaris steht weiterhin unter intensiver Beobachtung. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Es besteht die Hoffnung, dass sich aus dem Pathologiebericht von Vishal ein möglicher Behandlungsansatz ableiten lässt."
Quelle:https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/news/1487/schneeleopard-vishal-verstorben-vakaris-mit-gangstoerung/
(Eintrag vom 19.05.2025 zum Thema "Zoo Basel")
Mark Meier:   Heute hatte ich ein paar Stunden im Tierpark. Das Wetter war ziemlich wechselhaft aber der Park war überraschend voll. Daher habe ich mich etwas durch das Wetter und zugleich die Massen hindurch navigiert - und bin sonst keinem festen Muster gefolgt.



Hier ein paar lose Infos, Eindrücke und Highlights:

- Heute war irgendwie kein Hundetag. Keine Waldhunde, keine Rothunde (trotz zweifachem Vorbeigehen) und auch keine Löffelhunde. Das Schild ist aber weiter dran. Und tatsächlich hatte ich kürzlich einen Bericht gesehen, wo jemand einen gesehen hat (ich glaube sogar mit Foto). Ob es ein neues Tier ist oder es ggf. ein Missverständnis über das Auslaufen der Haltung gab, weiß ich nicht.

- Dafür war die Anlage der Zebramangusten komplett verwaist und auch kein Schild mehr dran. In der Zootierliste sind sie noch aufgeführt (Mungos mungo colonus). Aber wer weiß, was da los ist?

- Die Anlage der Hyänenhunde sieht so weit ziemlich fertig aus. Die Tüpfelhyänen sind aber noch da.

- Daneben wurde mE auch die Voliere der Schwarzweißhäherlinge und China-Waldrebhühner sowie der Besucherbereich dazwischen umgestaltet.

- Rund um das Elefantenhaus nimmt die Gestaltung der Fassaden und Außenanlagen immer mehr Struktur an. Und bis auf den Bereich mit den hohen Mauern und "Baumstämmen" sieht das nun doch ganz gefällig aus. Gerade die Pflanzungen holen da einiges raus. Etwas störend finde ich die doch recht hohen Mauern in Richtung Sichtachse zu den Giraffen. Sonst hätte das ein super Panorama werden können. Aber selbst im Sitzen konnte ich über die Mauer noch den oberen Teil der Hälse plus die Köpfe der Giraffen sehen.

- Auf der Savanna war trotz des gerade einsetzenden starken Schauers fast alles rege unterwegs: Die Gnus stolzierten etwas im Hintergrund herum, ähnlich einer der Strauße, der es aber etwas eiliger hatte. Die Zebras formierten sich immer wieder neu und standen meist recht eng um das Junge. Die Beisas waren ordentlich auf Trab oder teils schon Galopp. Und die Thomson-Gazellen hielten sich ganz vorne auf. Eine war sogar ganz entspannt im Graben unterwegs, auch wenn sie dort vermutlich eigentlich nicht hätte sein sollen (Draht und E-Gras konnten sie aber nicht davon abhalten).

Insgesamt war es ein tolles Bild. Ich hätte noch länger da bleiben können, wollte aber noch mehr sehen. Etwas verwundert hat mich nur, dass recht viele Tierpfleger vor Ort waren und teils etwas ernst und besorgt wirkten (kann natürlich täuschen). Ich wollte sie nicht fragen (zumal sie ja eh nichts sagen dürfen) und auch nicht belauschen. Ich hoffe, es war nur irgendeine (stressige) Routinesache und nichts akutes.

- Beim Brehm-Haus ist mir erstmals aufgefallen, dass auf einer der großen Außenanlagen das Schild "Nachmieter gesucht" steht. Ich weiß nicht, ob da ggf. wirklich eine neue Art einziehen soll.

- In der Tropenhalle waren die Edelpapageien sehr zur Freude der Besucher äußerst lautstark am Quatschen oder ggf. Schimpfen und dadurch auch besonders präsent. So habe ich sie vorher noch nie erlebt, es gibt der Halle aber direkt mehr Flair. Insgesamt ist die Halle nun enorm dicht bewachsen und gerade auf Bodenebene ist eine Menge zu entdecken. Die bodenbewohnenden Vögel einerseits und die Wasserschildkröten andererseits waren jeweils enorm aktiv, was mir sehr gefallen hat.

- Erstmals habe ich den Nebelparder auf der Überdachung direkt auf/über dem Besucherunterstand gesehen (vorher nur gelegentlich bei den Schneeleoparden erlebt). Das ist schon mal eine ungewohnte Perspektive. Es sieht dann fast so aus, als wenn er wie ein Besucher auf die eigene Anlage blickt.

- Auch die vielen Pelikane in und neben der Möwenkuppel waren ein sehr ungewohntes Bild. Ich bin mal gespannt, wann die neuen Volieren wirklich gebaut werden. Bisher ist weiter nichts davon zu erkennen.

- Ein weiteres Highlight waren sehr aktive und wenig scheue Neuguinea-Filander. Die gefielen mir sogar besser als das Baumkänguru im Hintergrund. So dicht habe ich sie aber auch noch nie erlebt und das wie gesagt an einem durchaus gut besuchten Tag und bei sehr mäßigem Wetter (aber vielleicht mögen sie Regen auch besonders gerne).

- Auch die begehbare Geiervoliere bot ein wirklich schönes Panorama, wozu besonders aber nicht allein die optisch sehr präsenten Kronkraniche beitrugen.

- Noch eine "Erstsichtung" bezüglich Verhalten: Ich laufe den "Himalaya" hoch - und plötzlich raschelt es direkt neben mir im Bambus: Da bedient sich doch einer der kleinen Pandas durch den Zaun direkt an den Bambuspflanzen. Kurz wirkte er, als fühle er sich ertappt und verharrte wie um die Reaktion abzuwarten. Dann machte er unbeeindruckt weiter. Wenigstens einer also, der sich offenkundig über den vielen Bambus freut. Die Anlage ist übrigens nach wie vor eine meiner Lieblingsanlagen im Park. Diesmal sah ich gleich drei Pandas gleichzeitig am Klettern in den Bäumen, andere huschten durch die Anlage. Und auch die Schopfhirsche tauchten vom Graben ganz vorne bis hin zur Rückseite der Anlage immer mal hier und mal dort auf.



Viel mehr fällt mir spontan nicht ein. Es wurde aber scheinbar schon aufgebaut für den Tag der Brandenburger morgen. Da ist sicher eine Menge los - und ich bin froh, dass ich heute die Gelegenheit hatte. Wie fast immer ein wirklich schöner Besuch, wo man die schönsten Momente nicht vorausplanen konnte und man sich einfach treiben lassen durfte. Der Park hat aber auch einfach so viele schöne Ecken, Anlagen und Tiere...
(Eintrag vom 17.05.2025 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (IV)")
cajun:   Jungtiere in Hellbrunn:
"Doppelter Nachwuchs bei Schneeleoparden im Zoo Salzburg
Der Zoo Salzburg darf sich über seltenen und gleich doppelten Nachwuchs freuen: Schneeleopardin Malou hat Ende März ein Männchen und ein Weibchen zur Welt gebracht. Die beiden entwickeln sich prächtig, berichtet der Zoo am Dienstag.
Über doppelten Nachwuchs bei den Schneeleoparden freut man sich aktuell im Zoo Salzburg. Die beiden Babys – es handelt sich um ein Männchen und ein Weibchen – wurden Ende März geboren. Mittlerweile bringen sie 2,9 und 3,2 Kilogramm auf die Waage, haben die Augen geöffnet und fangen langsam an, ihre Umwelt zu erkunden, berichtet der Zoo am Dienstag in einer Aussendung.
Salzburger Schneeleoparden-Babys bereits optisch zu unterscheiden
Es ist das zweite Mal, dass die Salzburger Schneeleopardin Malou Nachwuchs bekommt. Die beiden Jungtiere würden sich gut entwickeln, meint Geschäftsführerin Sabine Grebner. „ Optisch kann man die Geschwister gut unterscheiden, da das Männchen etwas größer und schwerer ist. Außerdem hat er eine schwarze Nase und das Weibchen eine rosafarbene.“
Wie schon bei ihrem ersten Wurf vor zwei Jahren erweise sich die sechs Jahre alte Malou als sehr fürsorgliche Mutter. „Dieses Mal scheint sie ihre Jungtiere sogar noch eifriger zu behüten“, so Kuratorin Lisa Sernow. Vater Sayan, der als ausgesprochen gutmütig gilt, habe zunächst keine Chance bekommen, dem Nachwuchs näher zu kommen. Mittlerweile habe er die noch namenlosen Kleinen zumindest kurz kennenlernen dürfen. „Bis die Beiden ihren ersten Ausflug auf die Außenanlage unternehmen, kann es allerdings noch zwei bis vier Wochen dauern“, sagt Lisa Sernow. Somit sind die Jungtiere auch für Besucherinnen und Besucher derzeit nicht zu sehen.
Nur noch rund 3.000 Exemplare in Freiheit
Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion leben nur noch etwa 3.000 erwachsene Schneeleoparden in Freiheit. Allerdings seien Zählungen in ihrem unwirtlichen und kaum zugänglichen Lebensraum, den Hochgebirgen Zentralasiens, schwierig, heißt es in der Zoo-Aussendung. Aufgrund von Wilderei und illegalem Handel sowie Konflikten mit Viehzüchtern und dem Schwund von Beutetieren sei der Bestand der scheuen Großkatzen, die auch als „Geister der Berge“ bezeichnet werden, stark unter Druck geraten. Eine „gesunde Reserve“ in Zoos gewinne für den Arterhalt deshalb zunehmend an Bedeutung. Zudem sei Malou ein genetisch wertvolles Tier, denn ihre Großmutter wurde im Jahr 2000 im zentralasiatischen Hochgebirge von Tadschikistan geboren."
Quelle:https://www.salzburg24.at/news/good/grosses-glueck-doppelter-nachwuchs-bei-schneeleoparden-im-zoo-salzburg-art-289154
(Eintrag vom 06.05.2025 zum Thema "Zoo Salzburg")
cajun:   Ein Artikel zu einem Teil der Freilandpopuation:
"Neue Studie schätzt Population der Schneeleoparden in Nepal auf fast 400
In Nepal gibt es einer ersten nationalen Studie zu Schneeleoparden zufolge fast 400 Exemplare der gefährdeten scheuen Großkatze. Die Studie sei "ein historischer Schritt für den Schutz der Schneeleoparden in Nepal", sagte der leitende Ökologe der Abteilung für Nationalparks und Wildtierschutz in dem Himalaya-Staat, Haribhadra Acharya, der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. "Dank der großartigen Arbeit der Forscher erhalten wir zum ersten Mal authentische Daten", fügte er hinzu.
Die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums, der Klimawandel und Wilderei haben die Schneeleoparden-Populationen in ganz Asien stark zurückgehen lassen. Von der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Schneeleopard als "gefährdet" eingestuft. Die neue Studie gibt jedoch Anlass zur Hoffnung: Die Zahl der Tiere in Nepal liegt demnach am oberen Ende der bisherigen Schätzungen.
Insgesamt wurden mithilfe von Überwachungskameras mit Bewegungsmeldern und genetischen Analysen in sieben Schlüsselgebieten schätzungsweise 397 Schneeleoparden gezählt. Die IUCN hatte den Bestand der Tiere auf zwischen 301 und 400 geschätzt.
Mit ihrem grauen Fell und der dunklen Zeichnung sind Schneeleoparden in ihrer Umgebung perfekt getarnt und somit nur schwer zu erkennen. Aufgrund der abgelegenen Lebensräume sind es die am wenigsten erforschten Großkatzen.
Nepal verfügt laut der Naturschutzorganisation WWF zwar nur über zwei Prozent der weltweiten Lebensräume von Schneeleoparden, beherbergt jedoch zehn Prozent der geschätzten Gesamtpopulation. "Noch wichtiger ist, dass wir nach Bhutan das zweitkleinste Land in Bezug auf die Größe des Lebensraums von Schneeleoparden sind, jedoch die viertgrößte Population haben", sagte Ghana S Gurung vom WWF Nepal.
Dem in den USA ansässigen Snow Leopard Trust zufolge gibt es weltweit "möglicherweise nur noch 3920 und wahrscheinlich nicht mehr als 6390" Schneeleoparden, die in insgesamt zwölf Ländern Asiens leben.
Nepal genießt wegen seiner Anstrengungen zum Schutz wilder Tiere international Anerkennung. Mehrere Arten, darunter Tiger und Nashörner, wurden dadurch vor dem Aussterben bewahrt. Die Tigerpopulation in Nepal hat sich seit 2010 verdreifacht und liegt heute bei 355 Exemplaren."
Quelle:https://www.stern.de/news/neue-studie-schaetzt-population-der-schneeleoparden-in-nepal-auf-fast-400-35660196.html
(Eintrag vom 23.04.2025 zum Thema "Schneeleoparden")
cajun:   Das Zoonews Magazin ist erschienen und hat als Schwepunkthema die neue Raubkatzenhaltung. Zwei asiatische Löwinnen aus Aalborg und ein Tigerweichenchen aus dem Aquazoo Leuwaarden ergänzen den bereits bekannten Neubesatz. Wann wurde eigentlich aus "Panterra"- "Panthera"? Ging irgendwie an mir vorbei....Der neue Bereich wird morgen nach zweijähriger Bauzeit eröffnet:
"Fokusthema: Wieder auf Streife
Im Lebensraum Panthera können die Asiatischen Löwen, Amurtiger und Schneeleoparden im Zoo Zürich wieder beobachtet werden. Ein Einblick, wie sich der neue Alltag nach zwei Jahren Bauzeit gestaltet.
Auf leisen Sohlen läuft hoch oben über den Köpfen der Zoogäste ein Asiatischer Löwe über einen dicken Baumstamm. Wir nennen den auffälligen Übergangssteg «Catwalk» – er ist das Herzstück des neuen Lebensraumes für Grosskatzen. Diese und weitere spannende Erneuerungen für Löwe, Tiger und Schneeleopard entdecken Sie im Lebensraum Panthera, der seit Ende März 2025 geöffnet ist.
Rotation zwischen den bereichen
In Panthera gehen die Grosskatzen wie in der Natur auf Wanderschaft. Jede Katzenart zieht in unregelmässigen Abständen über den Catwalk von einer Teilanlage in eine andere. So ändern sich immer wieder die Umgebungsstrukturen, die die Tiere erkunden müssen. Zurück bleiben ihre Spuren – reizvolle Gerüche voller Rätsel für die nächsten Tiere, die am gleichen Ort vorbeikommen.
Herausfordernde Fütterung
Futter auf dem Silbertablett? Fehlanzeige! Unsere Grosskatzen müssen in Panthera etwas leisten, um ihren Hunger zu stillen. Dazu befestigen wir einerseits das Fleisch am beweglichen Futterbaum, der mit einer starken Feder im Boden verankert ist. So wird die Futterbeschaffung zum riesigen Kraftakt für Löwe, Tiger und Schneeleopard.
Andererseits soll es aber auch zu Misserfolgen kommen. In der Natur gelingt den Grosskatzen die Jagd auf Beute nur etwa bei jedem zehnten Versuch. Diesen Fakt simuliert unsere Futterseilbahn. Sie zieht das Futter zu unterschiedlichen Zeiten in hohem Tempo durch die Anlage. Reagiert das Tier zu langsam, verschwindet das Futter in einen für das Tier unerreichbaren Bereich. Das fördert die Aufmerksamkeit der Katzen und sie lernen, Misserfolge zu ertragen sowie neue Jagdstrategien zu entwickeln.
Zucht für Artenschutz
Unsere drei Grosskatzenarten teilen ein schweres Schicksal: Die wilden Bestände sind aufgrund von Lebensraumverlust und Wilderei stark dezimiert. Darum ist für uns die erfolgreiche Zucht zum Aufbau einer Reservepopulation im Rahmen der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme ein wichtiges Ziel.
Bereits bei uns auf dem Zürichberg eingezogen sind ein Tigerpaar, zwei Löwenweibchen und unsere altbekannten Schneeleoparden Saida und Shahrukh. Bis im Sommer erwarten wir zudem ein Löwenmännchen. Die Tiere stammen aus verschiedenen europäischen Zoos und tragen mit hoffentlich regelmässigem Nachwuchs zum Erhalt ihrer bedrohten Arten bei..
Gross und klein
Nebst den grossen Raubtieren leben auch kleinere Tiere in Panthera. Beobachten Sie, wie der Kleine Panda hoch in den Bäumen und über den Weg klettert, oder wagen Sie einen Schritt in die Welt der Insekten und Spinnen im Insektenwald.
Sie sehen, egal ob Ihr Herz für die grossen Katzen oder für die kleinen Krabbeltiere schlägt – einen Zoobesuch im Frühling 2025 können Sie bereits dick in Ihrer Agenda eintragen!
Quelle: https://www.zoo.ch/de/zoonews/zoonews-magazin-fruehling-2025-willkommen-panthera
(Eintrag vom 27.03.2025 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Ein Verlust, der schon im Dresden Thread erwähnt wurde,. Hier noch die PM des Zoos:
"Trauer um Schneeleopard Askin
Am vergangenen Freitag wurde Schneeleopardenkater Askin im fortgeschrittenen Alter von fast 18 Jahren eingeschläfert. Bereits seit einiger Zeit zeigten sich bei ihm verschiedene Alterserscheinungen. Seine Linsen wurden trüb und er war weniger aktiv. Er hatte aber weiterhin guten Appetit und konnte sich ohne größere Einschränkungen bewegen. In den letzten Monaten verlor er jedoch stark an Körperkondition, fraß nicht mehr so zuverlässig und bewegte sich weniger gern.

Dazu kam gegen Ende des letzten Jahres eine langwierige, schwere Hauterkrankung, die unsere Tierärzte und Pfleger nur mit großem Aufwand in den Griff bekommen konnten. Leider zeigte er in den letzten Wochen zunehmende Appetitlosigkeit, Hinterhandschwäche und schließlich auch sichtliche Schmerzen bei der Bewegung. Um Askin Leiden zu ersparen, haben wir nach sorgfältiger Überlegung gemeinsam beschlossen, ihn zu erlösen.

Askin kam 2008 aus dem Zoo Krefeld zu uns nach Dresden und lebte mit Partnerin Istari zusammen. Die beiden bekamen 2015 das erste Mal Nachwuchs, welcher zugleich in unserem Zoo die erste erfolgreiche Aufzucht bei den Schneeleoparden seit dem Zweiten Weltkrieg war. Insgesamt wurde Askin Vater von drei gesunden Jungtieren."
Quelle:https://www.zoo-dresden.de/tierische-neuigkeit/trauer-um-schneeleopard-askin/
(Eintrag vom 07.03.2025 zum Thema "Schneeleoparden")
th.oma.s:   In DD wurde am Sonntag früh ein Sumatra Orang geboren (Mutter Daisy, Vater Toni), es gab in Februar zwei Geburten bei den Goldtakinen (Vater der neue Bulle Joco) Mütter die beiden Kühe aus dem Erstbesatz. Leider ist ein Jungtier eine Woche nach der Geburt verstorben. Die Glattotter haben einen ersten Wurf, der aber noch nicht zu sehen ist (die Jungtiere haben die in der Schauanlage stehende Wurfkiste wohl noch nicht verlassen. Nachtrag zu den Rotbüffeln: DD hat die große Chance bei der Traditionsart mit einer Mutter/Tochter/Tochter- Linie die Rotbüffelhaltung in der Zukunft zu etablieren. Schneeleoparden- Kater Askin ist verstorben (wohl mit 17 Jahren).
(Eintrag vom 03.03.2025 zum Thema "Zoo Dresden")
cajun:   Ein Weibchen auf Durchreise in Tschechien:
"Schneeleopardenbesuch im Zoo
Auf dem Weg zu ihrem Partner machte sie eine Pause und ehrte uns mit ihrem Besuch eines der am meisten gefährdeten Tiere der Welt.
Das Irbis- Weibchen, ist genetisch sehr selten und ist aus dem Grasleben Spectal Protection Center in Deutschland gekommen. Im Dvorec Zoo macht sie eine kurze Woche Pause, bevor die notwendigen Dokumente für die nächste Reise ausgestellt worden sind. Es hat ein Ziel im RescueRettungszentrum in Indien.
Die Rettung dieser Art hängt von der internationalen Zusammenarbeit von Zoos auf der ganzen Welt ab.
Für den Dvorec Zoo ist es eine unglaubliche Ehre, an der Rettung dieser Art teilzunehmen. In Bezug auf die Zucht geht es darum, enorme Erfahrungen zu sammeln und sich mit der Natur eines so seltenen Tieres vertraut zu machen.
Heute gilt der Schneeleopard als eine der am stärksten gefährdeten großen Katzen der Welt. Der Grund ist einerseits die Jagd nach dem gewünschten, rauchigen grauen Mantel mit außergewöhnlich schönen Flecken, andererseits aber auch durch seine Beutewahl (Haustiere). Darüber hinaus sind seine Knochen in der traditionellen chinesischen Medizin gefragt und erreichen hohe Preise.
Der Irbis ist ein typischer Vertreter der Fauna der Bergregionen Zentralasiens. Unter den Großkatzen ist es die einzige Art, die dauerhaft die Berglebensräume bewohnt. Seine Jagdreviere sind Bergwiesen, waldlose Steinplateaus, Felsklippen, oft kann es auch in verschneiten Gebieten erreicht werden. In einigen Teilen seines Vorkommens wagt sich der Irbis jedoch in tiefer liegende Gebiete. Die Höhe der Biotope reicht normalerweise von 1500 bis 4000 m über dem Meeresspiegel bis in den Bereich des ewigen Schnees.
Aufgrund der schwierigen Verfügbarkeit von Ort und der verborgenen Lebensweise basierten alle Statistiken über die Anzahl der Irbisse in freier Wildbahn ausschließlich auf fachkundigen Schätzungen und daher dürfen sie nur als indikativ genommen werden."
Quelle:https://www.zoodvorec.cz/clanky/snezny-levhart-na-navsteve-v-nasi-zoo_337.html
(Eintrag vom 25.02.2025 zum Thema "Schneeleoparden")
Rainer Hillenbrand:   @cajun: Das als Nachfolger Sibirische Steinböcke gewählt wurden, ist sicher dem Thema geschuldet, wobei ich persönlich Himalaya-Thare bevorzugt hätte, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Schneeleoparden.
Aber ich denke auch, man will den Besuchern wohl weiterhin "richtige" Steinböcke präsentieren, um das "gewohnte" Bild beizubehalten, bzw. weil man deren Attraktivität wohl als höher erachtet!
(Eintrag vom 11.02.2025 zum Thema "Zoo Augsburg")
cajun:   Laut dem Instagram Profil des Zoos ist das Schneeleoparden Paar auch wieder zurück. Die Tiere verbrachten ein Jahr im Zoo Liberec.
(Eintrag vom 08.02.2025 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Ein Bericht über die behördlichen Schwierigkeiten bei Tiertransporten ins UK:
"Transporte von lebenden Tieren- Komplizierter durch Brexit
Seit dem 1. Januar vor vier Jahren ist Großbritannien nicht mehr Teil der Europäischen Union. Durch den Brexit haben sich die Auflagen bei der Warenein- und -ausfuhr erhöht. Das gilt besonders für den Transport von lebenden Tieren und blieb somit für Zoos nicht ohne Folgen. Ist der Austausch von Zootieren zwischen dem Vereinten Königreich und der EU doch fast
zum Erliegen gekommen. Zählte man im Jahr vor dem Brexit laut einem 2022 im „The Guardian“ erschienenen Artikel noch rund 1.400 Transfers, waren es 2021 nur noch 56. Wobei hier auch die Coronapandemie eine Rolle spielte. Dass dieser Einbruch einen Rückschritt im Artenschutz und für die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme darstellt, liegt auf der Hand. Doch was macht den Transport von Tieren nun tatsächlich komplizierter?

Es sind die besonderen Zollformalitäten, die es zu beachten und genau zu befolgen gilt. Demnach sind Unternehmen oder Zoos sowie das beauftragte Transportunternehmen verpflichtet, sich bei den zuständigen Veterinärbehörden zu registrieren. Natürlich muss zudem eine Voranmeldung über TRACES-NT erfolgen. (Mit diesem Datenbanksystem wird der gesamte Tierverkehr innerhalb der EU sowie in und aus der EU geregelt.) Darüber hinaus wird ein Gesundheitszertifikat verlangt und es muss eine entsprechende Sicherheitserklärung vorliegen. Insgesamt gibt es viele Punkte zu bedenken und für einen solchen Transport muss die Planung noch sorgfältiger vonstatten gehen.

So hat unsere junge Schneeleopardin, die im Frühjahr in den englischen Twycross Zoo transportiert werden soll, wo sie in Zukunft leben wird, zwar schon den Gesundheitscheck hinter sich gebracht, ein Termin steht jedoch noch nicht fest. Nuri wurde übrigens am 2. April 2023 im Zoo Salzburg geboren und ist der erste Nachwuchs von Mutter Malou und das erste gemeinsame Jungtier von Sayan und Malou, die im Dezember 2021 aus Stuttgart zu uns kam und eine besondere Geschichte mitbrachte. Malous Großmutter stammt nämlich aus dem Himalaya, wo sie in eine von Wilderern aufgestellte Schlagfalle geriet, einen Teil ihres rechten Hinterbeins verlor, von Tierschützern gerettet wurde und fortan im Zoo Zürich lebte, wo sie mehrfach Nachwuchs hatte. Somit handelt es sich bei Malou und Nuri um genetisch wertvolle Tiere, die innerhalb des EEP′s mit Sitz im schwedischen Zoo Nordens Ark für den Fortbestand der gefährdeten Art sorgen dürfen."
Quelle:https://www.salzburg-zoo.at/de/neuigkeiten/exklusive-inhalte/komplizierter_durch_brexit
(Eintrag vom 07.02.2025 zum Thema "Zoo Salzburg")
Rainer Hillenbrand:   Im Februar startet das Bauprojekt "Himalaya".
Baukosten ca. 5 Mill. Bauzeit mindestens 1 Jahr.
Mit Ausnahme der Goldtakine und Schraubenziegen werden die "üblichen Verdächtigen" einer solchen Themenanlage zu sehen sein: Schneeleopard und Roter Panda. Die bisher gezeigten Alpensteinböcke werden durch Sibirische ersetzt.
In einer begehbaren Voliere sollen (unter anderem) Chinasittiche, Felsenhörnchen und Glanzfasane gehalten werden.
(Eintrag vom 19.01.2025 zum Thema "Zoo Augsburg")
cajun:   Die Rückkehr der Servale:
"Aus Tierrettung übernommen Servalpaar zieht im Krefelder Zoo ein
Krefeld · Vor gut einem Jahr, Ende 2023, war der letzte Serval im Krefelder Zoo in hohem Alter gestorben. Das leer stehende Gehege wurde daraufhin saniert. Jetzt ziehen neue Katzen ein. Warum es aber keine Zucht geben wird.
Servale gehören zu den kleineren Raubkatzen. Die aus Afrikas Savannen stammenden und bis zu 14 Kilogramm schweren Tiere leben südlich der Sahelzone fast auf dem gesamten Kontinent, zumindest da, wo Steppen und kein Regenwald zu finden sind. Im Krefelder Zoo gab es viele Jahre ein Paar. 2023 aber starb das letzte Tier in hohem Alter. Seitdem war die Anlage in der Nähe der Schneeleoparden und des Restaurants leer. Das Gehege wurde aber aufwendig saniert und ab Samstag (11. Januar) sollen dort nun neue Katzen zu finden sein.
Tiere stammen aus Auffangstation
Diese kommen aus München, allerdings nicht aus dem dortigen Zoo. „Servale sind leider vergleichsweise beliebt als Haustiere. Viele Menschen denken, sie könnten die Tiere in Privathäusern oder gar Wohnungen halten, werden ihnen dabei aber überhaupt nicht gerecht. Dann werden sie entweder abgegeben oder vom Tierschutz eingezogen und kommen in Auffangstationen. Aus einer solchen Station haben wir jetzt zwei Tiere übernommen“, erzählt Zoosprecherin Petra Schwinn.
Nachzucht ist ausgeschlossen
Genaue Angaben zu den Tieren hat sie bislang noch nicht. Es handle sich um junge Tiere, die allerdings kastriert seien. Damit ist eine Nachzucht ausgeschlossen. „Für die Tiere ist es da natürlich ein vergleichsweiser Glücksfall. Bei uns können sie in einem artgerecht gestalteten Gehege leben. Bei einem Leben in der Auffangstation geben sich die Helfer dort natürlich die größte Mühe, aber meist sind die Möglichkeiten nicht so gut, wie in einem Zoo, so dass die Bedingungen nicht ganz so gut sind. Von Privathaushalten ganz schweigen“, erzählt Schwinn.
Am Freitag (10. Januar) wurden die Tiere verladen und sollten am Abend in Krefeld ankommen, ab Samstag sollten sie auf der Anlage zu finden sein, allerdings müssen sie sich in ihrer neuen Umwelt zunächst zurecht finden.
Neue Aussichtsplattform für Besucher
Die Arbeiten an der Anlage sind abgeschlossen. Bis kurz vor der Ankunft der Tiere wurde hier intensiv gearbeitet. Die Mitarbeitenden erneuerten die Aussichtsplattform, arbeiteten an der Bepflanzung und richteten insgesamt die Anlage her. Für diese hatten die Zoofreunde einmal mehr eine große Summe, 20.000 Euro, gesammelt, mit deren Hilfe die Sanierung vorgenommen werden konnte. Unter anderem wurde neben der Besucherplattform auch der Zaun erneuert und erhöht. „Es war eins der letzten großen Projekte des bisherigen Zoofreunde-Vorsitzenden Friedrich Berlemann, und wir sind einmal mehr extrem dankbar für seinen Einsatz und dem der Zoofreunde insgesamt“, betont die Zoo-Sprecherin.

Die Servale erfreuen sich bei Besuchern großer Beliebtheit. Übrigens werden privat auch sogenannte Savanna-Katzen gehalten. Es sind Hybride aus Serval und Hauskatze. Für die Zucht kommen aber oft Katzen zu Tode, da die Serval-Männchen die kleineren Katzen teils als Beute oder Konkurrenz ansehen."
Quelle:https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/neues-servalpaar-im-krefelder-zoo-tiere-wurden-aus-der-tierrettung-uebernommen_aid-122886477
(Eintrag vom 10.01.2025 zum Thema "Zoo Krefeld")
zollifreund:   das waren auch meine ersten Gedanken: Schneeleopard bedroht, Europäischer Luchs nicht (lt. IUCN) - da verkauft uns einer wieder Wasser als Wein... er begründet das ja mit der Wiederauswilderung von Luchsen in geeigneten Gebieten. So wie das auch Karlsruhe macht. Das finde ich ja auch super. Aber bedarf es dafür extra noch Wuppertal...? ist jetzt zwar nicht die übliche Artenreduktion, aber irgendwie trotzdem für mich kein positiver Wechsel.
(Eintrag vom 05.01.2025 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Sacha:   Klingt für mich auch merkwürdig. Allein für die Europäische UA weist die Zootierliste 215 Haltungen auf. Kann mir nur schwer vorstellen, dass da ein weiterer Halter wichtiger ist als für die Schneeleoparden (97 Haltungen in Europa).
(Eintrag vom 05.01.2025 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Holger Wientjes:   Wird da seitens des Direktors suggeriert, der Europäische Luchs sei bedrohter als der Schneeleopard oder verstehe ich das falsch? Und bedarf es so dringend neuer Halter in Deutschland/Europa?
(Eintrag vom 05.01.2025 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Die Ankündigung gab es ja bereits. Nun macht der Zoo es offiziell. Das Video dazu steht auf der FB Seite des Zoos:
"Der Grüne Zoo Wuppertal gibt eine Zucht auf. Künftig müssen die Besucher auf den Schneeleoparden verzichten. Warum das so ist, erklärte Dr. Lawrenz jetzt in einem Video, das auf dem offiziellen Facebook-Account des Tierparks geteilt wurde.
In diesem Jahr wird uns leider unser letzter Schneeleopard verlassen. Aber, ich muss sagen, gar nicht ‚leider‘, sondern ich freue mich darauf, dass wir hier ganz neu mit Luchsen anfangen – nämlich dem Europäischen Luchs, der in der Natur extrem bedroht ist“, erklärt der Zoo-Chef in dem Clip."
Quelle: https://www.derwesten.de/region/zoo-wuppertal-schneeleopard-luchs-id301291863.html
(Eintrag vom 03.01.2025 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Mark Meier:   Ich war heute auch kurz im Tierpark. Die meiste Zeit waren wir im Himalaya wo ich u.a. die Kiangherde und auch Kleine Pandas, Schneeleoparden und diverse Takine ausgiebig bewundern konnte (von den Schopfhirschen seltsamerweise keine Spur).

Ansonsten waren wir auch eine Weile im Affenhaus. Die Anlage für die Fingertiere sah zumindest äußerlich fertig aus. Der Besucherbereich ist jetzt mit Holzelementen verkleidet. Auch die Querleisten für das oder die Gehegeschilder wurden schon angebracht. Vom Platz her würden da 1 bis 2 Schilder nebeneinander hin passen, maximal vielleicht auch 3. Interessanterweise sind auf der obersten Querleiste (farblich nur sanft abgehobene) Laufspuren von einem Vogel zu sehen. Ich musste von der Form her spontan an Kiwis denken, was ja aber nicht wirklich zu Madagaskar passen würde. An den beiden bisher noch abgesperrten Zu- und Ausgängen hängen jetzt dicke schwarze Strippen runter. Die Anlage selbst liegt dadurch nun wirklich ziemlich im Dunkeln und war dadurch auch schwer erkennbar. So weit man es aber erahnen konnte, sah es auch dort bezugsfertig aus. Ich denke, theoretisch könnte man jederzeit eröffnen. Meine Vermutung ist daher, dass es eher noch hinter den Kulissen "hakt" bzw. dass man das Fingertier erstmal langsam an die neue Umgebung gewöhnen will.
(Eintrag vom 27.12.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Sacha:   Aehm, Frage: Wurde nicht vor nicht allzu langer Zeit ein neues Gehege extra für die Schneeleoparden errichtet? (siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=fW0vv6L5cnY).....
(Eintrag vom 22.11.2024 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Aus der selben, unten stehenden Quelle, kommt die Info, dass im Podcast des Zoodirektors die Aufgabe der Schneeleopardenhaltung berichtet wird. Stattdessen soll die Anlage (die alten Bartgeier./ Kondor-./ Gauklervolieren) mit Luchsen besetzt werden.
Link zum Podcast:https://www.sagmalwuppertal.de/14-sag-mal-wuppertal-wie-zoologisch-bist-du-eigentlich
(Eintrag vom 22.11.2024 zum Thema "Zoo Wuppertal")
W. Dreier:   Hier Auszüge (Sonderheft 2024) zum 50ig jährigen Jubiläum des Toronto Zoo`s (Kanada)

Wenn der Zoo jetzt sein 50jähriges Jubiläum feierte, so geht die Existenz von Tierhaltungen dort doch schon zurück auf das Jahr 1880. Langlebig waren sie nicht, bis 1900 der Riverdale Zoo geschaffen wurde in der damals typischen Gestaltung der Anlagen. 1966 gab es dann erste Bestrebungen, einen für den Großort (metroplitan) Toronto würdigen Zoo zu schaffen, zunächst als Metro-Zoo Toronto geführt, mit großer Fläche (286 ha) und zoogeografischer Ausrichtung.
Neben großflächigen Anlagen wurden nach und nach auch Pavillons errichtet, das Afrika-Pavillon nimmt z.B. eine Fläche von 4 000 m/2 ein. Weitere Pavillons entstanden ( Indo-malaischer P., Madagascar P. , Welt der Ozeane P:, Nordamerikanischer P. - später als Amerikanischer P. geführt; Australischer P.-.jetzt Australasia-P.) Weiter entstanden Gebäude mit Hörsälen, Lehrgebäude, Gewächshäuser, in letzter Zeit Veterinär-Labore, insbesondere vermehrungstechnische Speziallabors u.a. für Reproduktionstechniken wie Spermienaufbewahrung, Embryokryotechnik u. ä.. Als Logo wurde nach einem Wettbewerb ein stilisierter Hirschkopf in einem Kreis gewählt.
Eröffnung war dann am 15. August 1974, wobei ein größerer Teil des Tierbestandes des Riverdal Zoos übernommen wurde.
Besonders sei auf die Orang-Dame Puppe hingewiesen, die weiterhin vor Ort mit über 55 Jahren lebt, ebenso wie auch Gorilla Charly mit 50.
Hier nun einige Highlights
1. Siebziger Jahre: 1. Zorilla-Geburt der „westl.“ Welt; Eröffnung einer Monorail-Bahn (bei der Größe !); Aufnahme in die AZA, erste Seelöwengeburt; Geburten bei den Renauld-Kuckucks; Grevy-Geburt; von den eingeführten Karibik-Flamingos leben jetzt noch 3 Vögel; 1. Zwerghippo-Geburt, auch Kusimansengeburt; 1 Breitmaul-Nashorn-Geburt; Bau eines Gaur-Hauses. Ab 1977 Schwerpunkt Zucht des Waldbisons (bis 1992 43 Tiere ausgewildert): von Spermienübertragung bis Embryotransfer 2017, jetzt Spermientrennung zur Erzeugung von mehr weiblichen Tieren !
2. Achtziger Jahre: Schaffung eines Gorilla-Habitates; Dallschaf-Zucht (1985 Embryotransfer), erste Schneeleoparden, erste „Keeper talks“; Bau Elefantenhaus /erste Geburt 1980; Tigerhabitat; Schaffung des „Zoo Camps“ – 1700 Camper /Jahr!!
Löwenhabitat; am 15. 7.1985 Ankunft von 2 Pandas für 114 Tage; 2 Gorilla-Geburten; für 117 Tage Ausstellung von 2 Goldstumpfnasenaffen; 1988 erste Koalas; 1989 Ausstellung des bisher weltweit einzigen liberischen Mungos.
3. Neunziger Jahre: weiße Löwen 1995; Erneut Aufenthalt von Koalas; 2 Komodo-Warane kommen; ab 1998 heißt der Zoo nur noch Toronto Zoo;
die Afrikanische Savanne öffnet . Dazu ein Serengeti Bush-Camp; Zucht von Leadbeaters possum aus Australien (CR); Panzernashorngeburt; ein erster Nebelparder; Beginn 1993 der Vermehrung des Schwarzfußwiesels.
4. Nuller Jahre: Neue Quarantäneanlage und Tierhospital; großes Barriere -Riff-Aquarium, dazu neben Fischen, Korallen etc. australische Tiere: Wombat, Kurzschnabeligel,Wallabies; Eröffnung „Tundra Trek“ - Eisbär, Polarfuchs. „Polarwolf“, Karibou, Schneegänse – und -Eule; 1. Geburt beim Sumatra-Tiger; erneut 2 Koalas; erster Schlupf beim Komodowaran; Sumatraorang- Geburt (Mutter Puppe); Waldschildkröten-Zuchtprogramm; erste Schwarzfußwiesel ausgesetzt nach 70ig jährigem Fehlen in Kanada– dann Verlust: in dem Gebiet war eine lange Trockenheit – die Beute, die Präriehunde, waren fast ausgestorben;
neues Zuchtprogramm für Vancouver-Inselmurmeltiere. In der Natur: 350 um 1980; 1994 noch 162, aber 2003 nur noch 30 wilde; Durch Aussatz aufgezogener Tiere 2024 (200 Jungtiere) nun wieder gegen 200 bis 300 in der Natur
5. Zehner Jahre: Traditioneller Indianergarten errichtet – von Mohawk- und Ojibwa -Indianer; Zooschul-Öffnung; neu gestaltet: „Eurasian Wilds“: Schneeleopard, Riesenseeadler, Sib. Uhus; Fledermauserhaltungsprogramm;
2007 Eröffnung des „Wildlife Health Centre“ - auch für das Publikum; 2009 Zuchtprogramm für den Oregon-Pünktchen-Frosch (seltenster Frosch Kanadas); Sumpfschildkröten- (Blanding`s turtle) Aussetzung; 1. Geburt eines Waldbisons nach Spermien-Insemination (übrigens nicht aus einem Zoobullen sondern Transfer von Wildbullensperma aus dem Vorkommensgebiet. (spart den umständlichen Bullentransport); erste Zucht von Brillenpinguinen; Pantherschildkröten-Nachwuchs; erneut Import eines nun Panda-Paares – am 13.10. 2015 Geburt nach künstlicher Besamung (nach 5 Jahren Transfer der 4 Tiere nach Calgary; auch Geburt eines Waldbisons nach Spermiengabe, die 30 Jahre in Stickstoff eingefroren waren; 6. Breitmaul-Nashorn Kalb geboren; 1. Eisbärengeburt – Handaufzuht; wieder 4 weiße Löwen; 1 Haarnasenwombat aus Australien eingetroffen (dort nicht aussetzbar gewesen): Orang Puppi wird 2017 50 Jahre alt; auf Beschluß des City Council
Übersiedlung der letzten 3 Elefanten nach Californien; Gründung einer „partnership“ zum Schildkrötenschutz mit den “indigenous communities“ - auch um traditionelles Wissen zu nutzen; Ausrufung des „Great Lakes Program“s zum Schutz der großen Seen
6. zwanziger Jahre:
Auch dort Covid!; Impfung aller Covid-sensiblen Tiere“ (u.a. Tiger), erste Zucht der madagass. Strahlenschildkröte; Geburt in 3. Generation bei den Massai(!!!)-Giraffen; Puppi wird 2022 55, Gorilla Charly 50; 3 junge Waldbisons wurden geboren – darunter einer, der mit separierten Spermien gezeugt wurde (sex-sorted sperm)– mit Tendenz, mehr weibliche Kälber zu erzeugen; Impfung der Vögel gegen Vogelgrippe; weitere Oranggeburt; der Tod des Grizzlys Samson wird mit indianischer Zeremonie (Tsimshian People), u. a. mit Gesängen, begangen; weitere Geburt eines Nashorns „Kifaru“, 2024 auch Schneeleoparden- und Rote Panda-Geburten; für die Orangs wird ein großes Außengehege eröffnet – Aktion gegen Palmöl;
7. Das Sonderheft endet mit Artikeln zur „animal welfare“ und zur „Toronto Zoo Wildlife Conservancy“ mit Angaben zum Geldtransfer: Amur-Tiger, Roter Panda; Internat. Rhino Foundation, Gorilla-Schutz usw. Schaffung einer großen „Indoor African Savanna“ - und Werbung für „Adopt an Animal“ - bisher 5,5 Million canad. D,
(Eintrag vom 12.11.2024 zum Thema "Kanadische Zoos")
Simon Kirchberger:   Es wurde ja schon oft über die seltsame Zusammenstellung der Huftier-WGs im Himalaya diskutiert, aber gerade wenn man den vorher-Zustand nimmt, ist das schon ein Witz und einfach unglaublich schade. So eine tolle große Zuchtgruppe von Markhoren hinter den Kulissen zu verstecken, nur damit keine Hybridisierung mit den Steinböcken, genauso die Weibchen der Argalis.
Es wäre toll, wenn man den Leerstand nutzt, um da etwas zu korrigieren und eventuell die Markhor-Weibchen zu zeigen, vielleicht wirklich mit Tahren wie Gudrun vorschlägt?
Klar wären auch andere Raubtiere aus „Zentralasien“ toll, die Rothunde sollten aber ja auf die ehemalige Wolfsanlage?

So gern ich den „neuen“ Himalaya im Tierpark mag und es wirklich toll finde, dass er nicht nur aus Panda, Schneeleopard und wahlweise Takin besteht (wie sonst überall) und man typische Tierpark-Arten integriert hat, aber um die Ziegenartigen ist es schon sehr schade. Da wäre ein bisschen mehr Transparenz ganz nett…
(Eintrag vom 30.10.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Regina Mikolayczak:   Schon am Freitag war ich nach Dresden gereist, damit der Weg nach Chemnitz nicht zu weit ist und war hier natürlich auch im Zoo...Zuerst ohne wirklichen Fotobeweis: Es gibt noch 2 Schneeleoparden und auf der Katta-Insel bzw. in deren Häuschen, ist nur noch diese Art ausgeschildert. Riesig gefreut habe ich mich über die wieder geöffnete Tundra-Voliere. Es muss vor Corona gewesen sein, als ich sie das letzte Mal betreten konnte... Ich verstehe wirklich nicht, da sie immer mit Besuchern gefüllt ist, die sich hier auch länger aufhalten, warum sie - von der Brutzeit abgesehen- solange dicht war....Tokin-Languren sind immer noch nicht nach Dresden gezoegen...
Vorab noch: In der Flamingolagune finden sich jetzt auch Bindenruderenten, die lt. ZTL dort noch nicht verzeichnet sind.
(Eintrag vom 27.10.2024 zum Thema "Zoo Dresden")
W. Dreier:   Dann also auf den Berg. Zunächst ein müder Schneeleopard in der Sonne
(Eintrag vom 11.10.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Tata, der neue Masterplan:
"Heute Vormittag stellte der Zoo Basel den Medien im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, der Gemeinde Binningen und den SBB seine Entwicklungspläne der nächsten 25 Jahre vor. Der Zolli will wachsen, um seine hochstehende Tierhaltung zu optimieren, mehr Platz für Artenschutz zur Verfügung zu haben und das Besuchererlebnis zu steigern. Für das Zoo-Publikum wurde eine Ausstellung gestaltet, welche die Erweiterungsschritte detailliert veranschaulicht. Voraussetzungen für das Wachstum Richtung Zoo-Parkplatz sind der Bau des Parkhauses Erdbeergraben und die Verlegung gewisser Verwaltungsgebäude an die Oberwilerstrasse 131. Bei beiden Projekten erfolgt der Spatenstich noch dieses Jahr.

Seit 1874 ist die ursprüngliche Fläche des Zoo Basel mehrfach gewachsen: 1884, zehn Jahre nach seiner Eröffnung, wurde er erstmals um die «Festmatte» (heutige Flamingo-Anlage) erweitert. 1930 folgte die Vergrösserung in Richtung Birsigviadukt, inklusive vorverlegten Eingangs (Steinemannhaus). 1939 kam das Grundstück «Sautergarten» hinzu, welches 1934 mit dem Legat von Ulrich Sauter gekauft wurde. Und 1961 schliesslich konnte der Zolli die Fläche entlang von Birsig/Binningerstrasse (Nachtigallenwäldeli) in sein Areal inkludieren. In den kommenden 25 Jahren plant der Zolli ein weiteres Wachstum. Als Innerstadtzoo ist er von Gebäuden und Infrastrukturanlagen umgeben. Der Zoo-Parkplatz im Norden und die Schutzmatte im Süden sind derzeit die einzigen freien Flächen, die den Zoo Basel umgeben. Bis 2049 möchte der Zolli beide Parzellen in sein Areal integrieren. Auf den neuen Flächen sollen attraktive Tieranlagen entstehen, die das Besuchererlebnis erhöhen und noch bessere Rahmenbedingungen für den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt schaffen.

Der Zolli präsentiert seinen Masterplan

2022 wurde eine Testplanung gestartet, um zu evaluieren, wie die Ausgestaltung der beiden zusätzlichen Flächen aussehen könnte. Die Öffentlichkeit wurde am 20. Oktober 2022 über das Vorhaben informiert (Unser Zoologischer Garten wächst) resp. am 21. Dezember 2021 über die Voraussetzung dafür (Parkhaus ermöglicht Zoo-Erweiterung). Die Ergebnisse der Testplanung wurden für 2024 angekündigt. Anlässlich seines 150-Jahr-Jubiläums möchte der Zolli nicht nur die Vergangenheit würdigen, sondern seinen Blick auch in die Zukunft richten. Wie die Erweiterungspläne aussehen – und mit welchen zusätzlichen Neuerungen der Zolli in den nächsten 25 Jahren aufwartet – wurde den Medien heute in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, der Gemeinde Binningen und den SBB vorgestellt. Für das Publikum wurde eine Ausstellung auf dem Zoogelände gestaltet, welche ab sofort allen Besucherinnen und Besuchern offensteht (im Eintritt inbegriffen) und sie über den Weg zum Zolli 2049 informiert.

Was wird neu

Auf dem Zoo-Parkplatz entstehen Kuppelbauten, die den Artenreichtum des Tropengürtels zeigen. Bemerkenswerte Arten in diesem Bereich werden Manatis (Seekühe), Gangesgaviale (Krokodile) und Korallen. Im Aussenbereich wird eine einheimische Biodiversitätsfläche angelegt, welche die Tiere und Pflanzen zwischen den Gehegen fördert. Auf der Schutzmatte bringt der Zoo Basel die afrikanische Savanne und ein Stück Meeresküste ins Baselbiet. Dort finden Giraffen, Flusspferde, Zebras, Brillenpinguine und Seebären ein neues Zuhause. Der Sautergarten wird mit einer Voliere überspannt und schafft zusätzlichen Lebensraum für grosse Vögel in der Höhe. Die heutige Seelöwenanlage wird umgenutzt und künftig den Malaienbären, die in den Zolli zurückkehren, zur Verfügung stehen. Der untere Teil des Zolli, welcher aktuell den Kinderzoo beherbergt, wird den Waldbewohnern gewidmet. Dort entsteht unter anderem ein grosses Waldhaus, in dem die Zwergflusspferde auch im Winter Besuch empfangen. Der Kinderzolli wechselt ins Antilopenhaus und rückt ins Zentrum des Geländes – was die Wichtigkeit des informellen Bildungskonzepts für Kinder unterstreicht. Die Gepardenzucht zieht vor die Kulissen, Ecke Pelikanweglein/Birsigstrasse, wo auch das Wildhunderudel mehr Raum zum Wachsen erhält. Unter dem Namen Citizen Conservation schliesslich können Bürgerinnen und Bürger im Artenschutz aktiv werden und angeleitet durch Zoo-Angestellte oder andere Fachkräfte bedrohte Tierarten züchten.

Was bleibt, wer geht

Ein Zoo ist nie fertig gebaut. Zum Wohl der Tiere und für das Besuchererlebnis wurde und wird der Zoo Basel kontinuierlich saniert, optimiert, um- oder neu gebaut. Seit dem letzten Jubiläum wurden etwa 40% der heutigen Zoo-Gesamtfläche erneuert. Dazu gehören unter anderem die Themenanlage Australis, das Affenhaus, das Vogelhaus, die Elefantenanlage Tembea, die Häuser Etoscha/Gamgoas sowie das Antilopenhaus, die Eulenburg und die Nashornanlage. Diese Anlagen, ebenso wie ihre Bewohner und das Vivarium, sind von der Umsetzung des Masterplans nicht betroffen. Sie bleiben in den kommenden 25 Jahren im Bestand. Gewisse Häuser erhalten jedoch neue oder zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten.

Mit Themenanlagen übersetzt der Zolli die Natur und schafft artgerechte Lebensräume. Gut strukturierte und gestaltete Habitate, die den Tieren ein naturnahes Verhaltensrepertoire ermöglichen. Die Tierarten leben in Gemeinschaften, wie in ihrer natürlichen Umgebung auch. Diese Strategie wird weiterverfolgt – was bedeutet, dass neue Tierarten dazukommen. Aus demselben Grund werden einige wenige Arten langfristig nicht mehr gehalten. Dazu gehören voraussichtlich die Baumstachler, Bisons, Javaneraffen, Mufflons, Nutrias, Rentiere, Schneeleoparden und Wildschweine.

Ohne Koordination kein Wachstum

Wachstum im urbanen Kontext erfordert einen hohen Grad an Koordination mit allen Interessenskreisen – im Falle des Zolli mit diversen Projekten der Kantone Basel­Stadt und Basel­Landschaft, der Gemeinde Binningen und den SBB. Beispielhaft erwähnt seien an dieser Stelle die Verbesserung des Hochwasserschutzes am Birsig, die geplante Erneuerung der Binningerstrasse, der Bau des Bahntunnels für das Herzstück oder diverse Massnahmen zugunsten des Veloverkehrs. Der Zoo Basel ist punkto seiner Entwicklungspläne mit allen Akteuren seit Jahren regelmässig im Austausch. Besonders auf die Gemeinde Binningen hat die Zolli-Erweiterung einen bedeutenden Impact. Gemeindepräsidentin Caroline Rietschi freut sich sehr auf dieses Projekt: «Der Gemeinderat begrüsst den Zolli in Binningen. Wir haben für die Planer die Vorgabe gemacht, dass die für den Zolli zusätzlich vorgesehenen Flächen auf der ‹Oberen Schutzmatte› zu einem grossen Teil frei und öffentlich zugänglich sein müssen. Dies ist dort mit der heutigen Nutzung nicht der Fall. Die Planer haben diese Rahmenbedingung in der Masterplanung sehr gut umgesetzt und das resultierende Projekt kann fraglos als Attraktivitätssteigerung für Binningen gesehen werden.» Der Gemeinderat Binningen hat in einer Absichtserklärung festgehalten, dass er dem Zolli auf der «Oberen Schutzmatte» Boden für eine Erweiterung im Baurecht zur Verfügung stellen will.

Die Zukunft beginnt jetzt

Mit seinem Masterplan blickt der Zolli 25 Jahre in die Zukunft. Einige Aspekte dieser Vision sind noch weit weg, andere beginnen in Kürze. Um die Voraussetzung zu schaffen, dass der Zolli auf den Zoo-Parkplatz wachsen kann, wird ein Parkhaus unter dem Erdbeergraben errichtet. Zudem werden gewisse Verwaltungsgebäude verlegt. Als Ersatz entstehen neue Büroräume über dem bestehenden Betriebsgebäude an der Oberwilerstrasse 131. Dieses wird um drei Etagen aufgestockt. Der Baustart für beide Projekte ist Ende 2024. Im Tierbereich sind die Anlage für Kudus und andere kleine Antilopen sowie die Voliere für die Keas die ersten Neuerungen, die bis 2028 umgesetzt werden."
Quelle: https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/news/1468/zentrum-der-artenvielfalt-mitten-in-der-stadt-masterplan-zolli-2049-mit-umsetzungsstart-ende-2024/
(Eintrag vom 25.09.2024 zum Thema "Zoo Basel")
Oliver Muller:   Meine Reise ging weiter in die „Safari de Peaugres“, einen schönen, mittelgroßen Park, der in einen Autosafari-Bereich und einen Fußsafari-Bereich geteilt ist. Der Fußsafari-Bereich ist ein klassischer Zoo, der hauptsächlich aus einfachen Gehegen besteht, wo mehr oder weniger ein Stück Landschaft eingezäunt wurde und eine Hütte für die Tiere daneben gestellt wurde. Aufwändiger gestaltet sind lediglich die Anlage für für Seelöwen und Pinguine, die beiden Tropenhäuser (1 x Vivarium für v.a. Reptilien und 1 x mehrere Arten Krallenäffchen), der Kinderbauernhof sowie einige kleine begehbare Volieren. Interessant sind auch noch die Glastunnel durch bzw. Hochpfade über die Anlagen der großen Raubtiere (Löwe, Tiger, Schneeleopard, Tüpfelhyäne, Afrikanischer Wildhund). Die Autosafari ist der räumlich kleinere Teil mit Afrika (Elefanten, Flußpferde, Breitmaulnashörner, einige Antilopen - u.a. Weißschwanz- und Blaues Gnus und Zebras) und Nordamerika (Braunbär, Wolf, Bison, Schwarzbär). Beide Teile zusammen zeigen in einem schön gemachten Park alles, was der ONZ in einem Zoo erwartet, aber ohne dass es echte Highlights geben würde. Relative Highlights waren für mich Waldhunde, Mähnenwölfe, Drills und das Haus für die Krallenäffchen, hier v.a. Goldene Löwenäffchen und Sumpfspringaffe).
Fazit: Schöner Zoo, kann man hingehen, wenn man in der Nähe ist, muss man aber nicht extra für aus Deutschland anreisen.
(Eintrag vom 15.09.2024 zum Thema "Zoos in Frankreich")
Oliver Muller:   Am nächsten Tag stand der „Espace Zoologique de Saint Martin la Plaine“ auf dem Plan, der entgegen seines Namens (Plaine = Ebene) ziemlich gebirgig ist. Die meisten Tieranlagen sind so zwischen den teilweise serpentinenartig bergauf und bergab laufenden Wegen gelegen, dass man von mehreren Seiten Einblicke hat. Trotzdem liegen die Tiere nie auf dem Präsentierteller, sondern haben genügend Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. Auch die Ställe sind teilweise gut einsehbar, so dass man auch immer wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen kann. Neben den üblichen Aufgaben eines Zoos fühlt man sich auch klassischer Tierschutzarbeit verpflichtet und nimmt immer wieder Tiere auf, die beschlagnahmt oder gerettet wurden und die teilweise traurige Schicksale haben. Der Tierbestand hat zwei klare Schwerpunkte: Katzen (Amurtiger, Ceylonleopard, Löwen, Schneeleopard, Nordluchs, Serval und Ozelot) und einige weitere Raubtiere (u.a. Tüpfelhyänen, Malaienbären, Binturongs und zwei Unterarten Wölfe) einerseits, sowie andererseits Primaten. Hier werden u.a. eine große Gruppe Schimpansen, mehrere kleine Gorillagruppen (gefühlt besteht rund die Hälfte der Zoofläche aus Gorillaanlagen - meist riesigen Tropenhallen mit Außenanlagen), Tonkean-Makaken, Hybriden aus Mantel- und Anubispaviane, Drills, Gelbnasen- und Weißnasen-Meerkatzen, Weißnacken- und Grauwangen-Mangaben gehalten, um nur ein paar Highlights zu nennen. Erfreulicherweise waren bei vielen der Primaten Jungtiere zu beobachten. Hinzu kommen ein paar wenige Huftiere (u.a. Prinz-Alfred-Hirsche), verschiedene Vögel und ein paar Reptilien in einem kleinen Vivarium, das etwas beengt war und mich ein bisschen an das alte Exotarium in Neuwied erinnerte. Fast alle Tieranlagen sind von guter Größe und teilweise sind auch die baulichen Lösungen sehr kreativ und ungewöhnlich. So können z.B. viele der Tieraffen die Gehege (Innen- und Außenanlagen) rotieren, was für mehr Anregung und Abwechslung sorgt. Aktuell wird eine riesige neue Schimpansenanlage für die kopfstarke Zuchtgruppe gebaut sowie eine Afrikanische Savanne für u.a. Giraffen mit einem Höhenpfad für die Besucher, die gigantische Ausmaße haben wird (schätzungsweise 5 ha). Definitiv wird das spektakulär werden, so wie auch jetzt schon eine Reihe von Anlagen sehr bemerkenswert sind.
Fazit: ein überaus interessanter, fast spektakulärer Zoo mit überaus spannendem Tierbestand und ebenso spannender Präsentation, der definitiv auf die Besuchsliste eines jeden echten Zoonerds gehört (und in ein, zwei Jahren noch mal mehr gehören wird)!
(Eintrag vom 13.09.2024 zum Thema "Zoos in Frankreich")
cajun:   Neuigkeiten:
"Nachwuchs im Zolli: Verantwortung und Aufgaben des Tierärzte-TeamsDie Betreuung von Jungtieren ist für das Tierärzte-Team des Zoo Basel eine wichtige Tätigkeit in ihrem Arbeitsalltag. Dies zeigt sich am Beispiel der am 19. Juni 2024 im Zolli geborenen drei Schneeleoparden. Vaya, das weibliche Jungtier, ist im zweiten Lebensmonat überraschend verstorben. Ihr Bruder Vakaris musste am rechten Augenlid operiert werden. Nebst Routineuntersuchungen der Zolli-Tierärzte gehört für das Kuratoren-Team die Koordination mit dem EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) zu einer bedeutenden Aufgabe.

Am 19. Juni 2024 wurden zum zweiten Mal in Folge drei Schneeleoparden, ein Weibchen und zwei Männchen, im Zoo Basel geboren. Die ersten Wochen versteckten sie sich in ihrer Wurfbox. Das Weibchen Vaya und ihre beiden Brüder Vakaris und Vishal erwiesen sich als erstaunlich keck und zeigten sich bereits nach sechs Wochen dem Zoo-Publikum. Schneeleoparden verbringen in der Natur die ersten zwei Monate in ihrer Geburtshöhle. Mutter der Jungtiere ist Rangi (9), Vater der ebenfalls neunjährige Mekong. Die Drillinge sind bereits ihr zweiter Wurf.

Tierärztliche Aufgaben
In der Regel finden Tiergeburten im Zolli ungestört, das bedeutet ohne veterinärmedizinische Unterstützung, statt. Auf das Tierärzte-Team warten nach einer Geburt verantwortungsvolle Aufgaben. Zu den ersten Untersuchungen gehören unter anderem die Geschlechtserkennung, eine Impfung, die Entwurmung, die Einpflanzung eines Mikrochips und die Kontrolle der Gewichtsentwicklung. Für diese Untersuchungen wurden die jungen Schneeleoparden für wenige Minuten von den Elterntieren abgetrennt.
Ein tierärztlicher Zugriff auf im Zolli geborene Jungtiere ist nicht in jedem Fall möglich. Es findet immer eine Risikoabwägung statt, ob eine Störung gerechtfertigt, tiermedizinisch notwendig oder schlicht unmöglich ist. Eine Bisonkuh beispielsweise beschützt ihr neugeborenes Kalb so konsequent, dass ein Abtrennen nicht möglich ist. Auch Affenmütter werden ungestört gelassen, da sie ihr Jungtier am Bauch oder Rücken tragen. Hier muss sich die Arztvisite auf eine visuelle Kontrolle beschränken. Dabei geht es um Fragen wie: Hält das Jungtier sich gut fest und säugt es? Geht es dem Muttertier gut und sorgt es sich um den Nachwuchs? Ist die Nachgeburt abgegangen?

Überraschender Tod und Eingriff am Auge
Am 23. August 2024, im Alter von neun Wochen, verstarb das weibliche Schneeleoparden-Jungtier. Der Welpe war gegenüber den Wurfgeschwistern im Wachstum zurückgeblieben und zeigte eine Gangstörung der Hintergliedmassen, welche auf dem Bauch rutschend nachgezogen wurden. Dieser «Kriechgang» ist bei (Raub-)Katzenwelpen in den ersten Lebenswochen normal, sie sollten dann aber nach einigen Wochen normal auffussen und stehen können. Der Körper des Jungtieres wurde – wie bei allen Tieren, die im Zolli sterben oder getötet werden müssen – in die Tierpathologie der Universität Bern überführt und dort untersucht. Erste Resultate weisen auf eine angeborene beidseitige Fehlbildung der Hüftpfanne, eine sogenannte Hüftdysplasie, hin. Der endgültige Pathologiebericht wird noch erwartet.

Eines der männlichen Jungtiere fiel durch sein ständig tränendes und verklebtes rechtes Auge auf. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass das Unterlid leicht eingerollt (Entropium) und die Hornhaut des rechten Auges einer ständigen Irritation ausgesetzt war. Bei einem kleinen Eingriff in Narkose wurde das Unterlid mittels einer Spezialnaht und einer Injektion von Hyaluronsäure gestrafft und so in die normale Position gebracht. Seither klingen die Symptome ab.

Erfolgreiche Koordination
Der Zolli hatte vom EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungzuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) für dieses Jahr noch keine Zuchtempfehlung für die Schneeleoparden erhalten. Deshalb wurden Kater Mekong und Katze Rangi konsequent voneinander getrennt, sobald das Weibchen rollig war. Am 14. März 2024, als die Jungtiere des letzten Wurfs für den Transport in andere Zoos vorbereitet wurden, mussten die beiden Alttiere aus logistischen Gründen für einen Moment zusammengelassen werden. An jenem Tag war Rangi empfängnisbereit und dabei kam es zur erfolgreichen Paarung. Der verantwortliche Kurator des Zoo Basel stand seit Kenntnisnahme der Trächtigkeit mit dem EAZA Ex-situ-Programm in Kontakt. Trotz fehlender Zuchtempfehlung zeichnet sich eine erfolgreiche Platzierung für die Jungtiere ab. Bis die zwei jungen Schneeleoparden den Zoo Basel verlassen, werden allerdings noch bis zu zwei Jahre vergehen."
Quelle:https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/news/1467/nachwuchs-im-zolli-verantwortung-und-aufgaben-des-tieraerzte-teams/
(Eintrag vom 04.09.2024 zum Thema "Zoo Basel")
Regina Mikolayczak:   Und um Ende noch dies: In der ehemaligen Schneeleoparden Anlage war die gesamt Tigerfamilie am schlafen... Die Felsenanlage weist aber auch immer noch das Schild auf. Vielleicht sollte der Gehegewechsel nur der Abwechslung dienen? Auf jeden Fall war es für die Bescher eine blöde Idee, da man die Tier lediglich durch eine kleine Scheibe sehen konnte und es an dieser entsprechend voll war.
Ach und lt.einem anderen Besucher, soll es Anfang Sept. noch eine dritte Giraffengeburt geben.
(Eintrag vom 01.09.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   Ich war gestern einige Stunden mit Begleitung im Tierpark. Es gab keine wirklichen Neuigkeiten zu sehen aber doch ein paar Eindrücke, die ich gerne teilen kann.

Übergreifende Maßnahmen/Eindrücke:
Man merkt inzwischen an sehr vielen Stellen, dass der Park gärtnerisch überarbeitet sowie botanisch aufgewertet wird und die Pflanzen sind an den meisten davon auch schon besser angewachsen. Meist ist es auch nicht nur eine Pflanzenart, etwa der Bambus. Rund um das Brehm-Haus aber auch bspw. bei weiten Teilen im Himalaya sind neben dem besagten Bambus auch viele andere Pflanzen eindrucksvoll zu sehen. Ich finde es dann auch nicht schlimm, wenn es meist eine oder ggf. auch ein paar dominantere Pflanzen gibt und dazwischen dann weitere Akzente gesetzt werden.

Erneuerte Brillenbärenanlage:
Auch wenn nur einige Waldhunde im Hintergrund herumwuselten, zeigten sich die anwesenden Besucher nicht unbedingt abgeneigt. Vielmehr freuten sie sich, die Tiere im Hintergrund zu beobachten: "Da hinten ist ja ein Brillenbär, nein sogar zwei oder drei!" Wink
Auch wenn ich die Waldhunde gerne näher gesehen hätte und die Brillenbären natürlich auch, war ich von der Anlage positiv überrascht. Der Wasserlauf macht sich wirklich gut und es gibt offenbar sogar deutlich mehr Höhlen und ähnliche Strukturen als ich bisher gedacht hatte. Auch die Einsicht für den Besucher ist nun an sich deutlich besser als zuletzt. An den Scheiben gibt es etwas Schatten und die Punkte an der Scheibe/ Folie sind auf mindestens einer Höhe auch unterbrochen. Es gibt allerdings aufgrund der Verengung auf zwei Einsichten wie an vielen Stellen im Park die Tendenz, dass es schnell voll wird. Generell würde ich mir daher eher wieder mehr Gräben als Scheiben wünschen oder wie bei den Eisbären eine Kombination von beidem.

Sekretärsvoliere:
Ich glaube, ich hatte sie seit der Umgestaltung schon einmal kurz gesehen. Es sieht zumindest deutlich besser (u.a. naturnäher und immersiver) aus als vorher und irgendwie wirkt sie nun auch räumlich größer, wobei das natürlich ein subjektiver Effekt sein muss. Vorher nicht aufgefallen ist mir, dass man auch den einsehbaren Stall überarbeitet hat. Es gibt nun eine Hintergrundbemalung (Savannenpanorama) sowie einige fest installierte Äste als Seitenverblendung. Sieht ganz gut aus und erinnert vom Stil her an die Änderungen beim Affenhaus sowie Giraffenhaus.

Giraffenanlage, Okapis und Gerenuks:
Inzwischen kommen einige der Giraffen tatsächlich genau an die Futterstelle(n) beim Beobachtungspunkt, sodass man sie buchstäblich auf Augenhöhe beobachten kann. In dem Fall fraßen vier Langhälse direkt neben den Besuchern und vier weitere weiter im Hintergrund (ganz im Hintergrund der Teich mit den Pelikanen und Marabus). Die beiden Kleinen saßen indessen gemeinsam etwas abseits. Das war insgesamt schon ziemlich eindrucksvoll. Da kann man verstehen, dass in gut einem Jahr wohl schon knapp 700 Lieblingstierbesuche mit den Giraffen stattgefunden haben sollen und dass das Angebot jetzt sogar auf 3 Slots pro Tag erweitert wurde.
Reizvoll fand ich aber auch, direkt von den Giraffen weiter zu den verwandten Okapis zu kommen (beide ebenfalls nicht mehr scheu) und dann wiederum direkt weiter zu den nicht verwandten aber doch durch Name und Analogie verknüpften Giraffengazellen. Übrigens konnte ich 5 Gerenuks sehen. Je nachdem, ob es im Zoo nun ganz aktuell immer noch 2 oder aufgrund eines Umzugs in den Tierpark doch nur noch 1 Bock gibt (die Angaben sind hier ja unterschiedlich), gibt es in Berlin also wohl noch 3,3 oder aber 4,3 Tiere (ich vermute bzw. befürchte aber mal, dass eher die 3,3 stimmen). Ein weiterer Import soll angeblich nicht mehr geplant sein.

Savanne:
Hier ließen sich alle Tiere problemlos sehen, wobei die kleinen Thomson-Gazellen sich aber weit im Hintergrund aufhielten. Insgesamt nach wie vor eine wirklich schöne und toll besetzte Anlage.

Elefantenhaus:
Hier war seit meinem letzten Besuch nicht viel Fortschritt zu erkennen und leider auch kein nennenswertes Zeichen von neuem Baumaterial. Mein Eindruck ist, dass es dieses Jahr eher nichts mehr mit der Hauptkonstruktion des Daches wird. Das wäre ja auch langsam etwas knapp, wenn man den Winter nicht durcharbeiten will/ kann. Ich vermute, man wird schon mal alles so weit es geht vorbereiten und dann hoffentlich gleich im Frühjahr los legen können. Aber mal sehen, wann es wirklich so weit ist und was für eine Variante es dann letztlich überhaupt wird.

Nashornanlage:
So weit ich es erkennen konnte, gab es keinerlei Zeichen für Bauvorbereitungen.

Brehm-Haus:
Die Sumatratiger waren recht umlagert und zogen sich schließlich in die alter Irbisanlage zurück, wo sie ja kaum zu sehen sind. Sehr aktiv präsentierten sich dagegen die Kuskus-Familie sowie auch das (mE männliche) Baumkänguru aber auch die Binturongs. Auch der Palmroller und die Honigdachse ließen sich gut beobachten. Dagegen nichts zu sehen von Malaienbären, Java-Leoparden, Nebelpardern oder Goldkatzen. Man merkt eben, dass die Tiere nun deutlich mehr Rückzugsoptionen haben und gerade an vollen Tagen auch gerne Gebrauch davon machen. In manchen Fällen ist es nun aber auch wirklich sehr üppig bewachsen. Beispielsweise die Filander wird man in dem Unterholz wohl nur noch sehen, wenn sie gar kein Problem damit haben.

Himalaya:
Wir waren primär bei Kleinen Pandas + Schopfhirschen, Goldtakinen und Schneeleoparden und somit leider nicht bei den Wildeseln. Aber der Komplex ist nach wie vor ein echtes Highlight für mich. Gerade die Schopfhirsche und die Irbisse präsentierten sich richtig toll. Wenn ich alleine im Tierpark gewesen wäre, hätte ich vermutlich fast den ganzen Tag "hier oben" verbringen können.

Otterinsel:
Hier kamen wir erst sehr spät kurz vor Parkschluss an und erst dachte ich, dass bereits alle Tiere weggeschlossen seien. Dann kamen immerhin die beiden Zwergotter für ein ausgiebiges Bad heraus. Das war schon ein schönes Bild so zum Abschluss. Aber natürlich hätte ich auch gerne noch die anderen Tiere und den Nachwuchs gesehen.

Fazit:
Insgesamt war es wieder mal ein toller Besuch mit unheimlich vielen Eindrücken. Aber es bleibt auch mehr als genug für die kommenden Besuche übrig. Was die großen Bauprojekte angeht, wird es mE weiterhin sehr viel Geduld brauchen. Aber das ist jetzt weder überraschend noch ist es ein Drama.
(Eintrag vom 22.08.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Adrian Langer:   https://www.br.de/nachrichten/bayern/tiergarten-nuernberg-schlaefert-schneeleoparden-indra-ein,ULL10k9

Schneeleopard Indra musste eingeschläfert werden.
(Eintrag vom 13.08.2024 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
Sacha:   Sacha entschuldigt das selbstverständlich und nutzt die Gelegenheit, wie versprochen auch zu seinen Eindrücken und Gedanken zum Besuch im Tierpark Berlin einen Kommentar abzugeben:

-Für einmal war die S-Bahn (beinahe) pünktlich, weshalb ich bei leichtem Nieselregen (der sich im Verlaufe des Tages in sonniges und warmes Wetter verwandelte) Zeit hatte, den Raubsaurier auf der Anlage des Bärenschaufensters genauer unter die Lupe zu nehmen. Nicht übel, aber lebende Tiere sind mir alleweil lieber. Hoffe dass sie bald gefüllt wird. Für Baribals vielleicht inzwischen zu klein, aber Coyoten oder andere mittelgrosse, winterharte Säuger würden auch thematisch passen.
-Unter fachkundiger, lokaler Begleitung war unser erstes Ziel die neue Brillenbärenanlage mit Brillenbär-Waldhund-Kombi. Ist schön geworden, wenn ich mir auch einen weiteren Einblick von der Seite wünschen würde statt nur frontal. Denn halten sich die Waldhunde im hinteren Teil der schlauchartigen Anlage auf, braucht man fast ein Fernglas, um sie zu sehen.
-Weiter gings zu den Eisbären (die leider beide ein Nickerchen hielten), zu den Elchen (Anlage zwar kleiner als die alte, dafür mehr Bäume und Schatten), vorbei an den Möwen und Haustieren (man, was hat man hier für Möglichkeiten, den Platz anders - mit Wildtieren - aufzufüllen) zum Alfred-Brehm-Haus, nun Regenwaldhaus genannt. Dieses war nach meinem letzten Besuch vor über 10 Jahren zum 2. Mal(!) umgebaut bzw. renoviert worden. Positiv: Bärenkuskuse und Baumkängurus (aussen) präsentierten sich ideal zum fotografieren, die grossen Innenanlagen sind nicht mehr so kahl und auch die kleineren Glasvitrinen wurden naturalisiert, sprich: reicher bepflanzt (und teils auch vergrösstert?). Negativ: Die hinter Bambusrohren versteckten alten Gitter-Innenkäfige. Warum hat man diese nicht gleich auch renoviert bzw. miteinbezogen und zu Schauzwecken genutzt? Eventuell hätte man dann sogar etwas weniger Arten reduzieren müssen. Auch hat es im Aussenbereich zu wenig Einblickmöglichkeiten in die Gehege, die zudem oft unglücklich (zuviel, an der falschen Stelle) bepflanzt sind. Besonders auffällig ist dies bei den Geparden. Das hätte man besser lösen können, ohne das Tierwohl (Versteckmöglichkeiten) wesentlich zu beeinträchtigen. Und: So sehr mir die reichliche Bepflanzung im Mittelteil (Freiflughalle) gefällt, so hat mir doch die alte Anlage besser gefallen. Die Flughunde konnten sich früher bis zu den Besuchern hinunter begeben beziehungsweise zwischen ihnen vorbeifliegen. Das ist nun nicht mehr möglich (zudem scheint der Bestand stark abgenommen zu haben. Grund?). Es gab mehr interessante Arten zu sehen (z.B. Spatelschnabelente), heute sind die Freiflieger eher 08/15. Ich denke, das hätte man anders lösen und dennoch die Sunda-Gavial-Anlagen (insgesamt gelungen) integrieren können.
-Die Pinuinanlage schreit quasi dannach, in eine "Kap der Guten Hoffnung"-Anlage mit Brillenpinguinen UND Südafrikanischen Seebären umfunktioniert zu werden. Ggf. könnte man sie übernetzen und noch passende Meerenten, Watvögel und Weissbrustkormorane hinzufügen. So wird m. E. für die paar Pinguine zuviel Platz verschwendet.
-Teilbegehbare Geiervoliere ist gelungen, wenn mir auch gesagt wurde, dass bei der einen oder anderen Art die Brut nicht mehr so erfolgreich ist wie früher.
-Auf den Savannenanlage hat es mir zuviel herumliegende Steine/Kleinfelsen. Ich kann natürlich nicht für ganz Afrika sprechen, aber bei meinen Reisen in der Republik Südafrika, Kenia und Tansania habe ich das so (kompakt) noch nirgends gesehen. Gefühlt würde ich zudem sagen, dass die Hartmann-Bergzebras weniger Platz (oder zumindest Nutzfläche) zur Verfügung haben als früher (dafür gibt es mehr natürlichen Schatten?). Selbst wenn ich meine Rosa-Lokal-Brille abziehe, würde ich immer noch sagen: Die Savanne im Zoo Zürich sieht viel natürlicher aus!! Kommt hinzu, dass der Savannenpfad - zumindest gegenwärtig - in einer Sackgasse bzw. Sackschlaufe endet. Weder mir noch meiner Begleitung ist wirklich klar, ob dies dauerhaft angedacht ist oder ob es doch einen Verbindungsweg entlang der Ostseite der künftigen Elefantenanlage zu den Giraffen geben wird (Holzbrückenweg? Hochpfad auf Stelzen?). Es wäre zu hoffen.
-Die im Bau befindliche Elefantenanlage sehe ich jetzt schon teilweise kritisch. Hauptgrund sind die - wie soll ich sie nennen? - weissen, baumstammähnlichen und vertikal angebrachten Abschrankungskonstrukte. Sorry, sieht einfach nicht natürlich aus und verunmöglicht gute Fotos. Übler sind nur noch kahle Beton/Stahlpfeiler mit Schaukelseilen. Dallas und Köln haben das m. E. gut gelöst. Hat man sich dort nicht umgeschaut. Item - für eine faire Beurteilung müssen wir wohl warten, bis die Anlage fertig ist.
-Giraffenanlage wirkt stimmiger als früher, im Haus fehlen mir dafür Anlagen für 1-2 zusätzliche (nebst den Nacktmullen) Kleintierarten (Nager, Reptilien, Wirbellose).
-Schöne Anlagen für Okapis und Giraffengazellen
-Dankbar bin ich, dass noch Kaffernbüffel (ich bleibe bei dem Begriff und lasse mich nicht ver-woken) im Tierpark gibt. Nur habe ich grosse Sorge, dass sie für den Bau der Breitmaulnashorn-Anlage verschwinden müssen.
-Himalaya-Gebiet stimmig (und mir gefällt auch - im Gegensatz zu anderen Forumsteilnehmern - der viele Bambus, der für Schatten beim Bergauf-laufen im Sommer sorgt. Kleine-Panda-Schopfhirsch-Anlage ist allerdings zumindest für erstere überdimensioniert. Und denjenigen, der für die Verschwimm-Scheibe an der Schneeleoparden-Anlage verantwortlich ist, sollte man zwingen 30 x täglich die Strecke vom Affenhaus-Imbis zur oberen Manul-Anlage hoch- und runter zu laufen. So was von nervig.
-Im Affenhaus wirken die Innenanlage viel natürlicher (So sehr ich den verstorbenen Herrn Direktor B.B. schätzte, hier lag er falsch mit seiner Badezimmer-Einrichtung).
-Ansonsten hat sich bei den meisten Gehegen nur wenig verändert. Immer noch weh tut mir der Umstand, dass Krokodilhalle, Schlangenfarm und auch das Schildkrötenhaus Geschichte sind. Hier braucht es wirklich dringend eine Alternative, weshalb für mich nach den angefangenen Bauprojekten eine (grosse) Amazonas- oder Lateinamerika-Tropenhalle Priorität haben müsste (wobei dann nicht nur viele Reptilien, sondern auch viele Vögel und die Nagelmanatis zurückkehren könnten). Die Neuweltaffen im Affenhaus könnten dann auch hier einziehen und das Affenhaus in ein Haus für rein afrikanische/madagassische Affen (und Kleintiere) umgewandelt werden.

Insgesamt finde ich viele Neuerungen im Vergleich zum Zoo im Tierpark weniger gelungen. Da könnte man das Potenzial besser ausschöpfen. So bin ich etwa überzeugt, dass es Platz für zwei grosse Savannenanlagen hat (einmal für Ostafrika mit Giraffen, Weissbartgnus und Grevyzebras und einmal für Südafrika mit Hartmann-Bergzebras, Kaffernbüffel, ggf. Springböcke) und dass man zumindest Platz für eine mögliche Schiffahrt im Bereich Afrika hat bzw. man so etwas definitiv einplanen sollte. Zudem sollte die australische (Mega-)Fauna stärker herausgehoben werden. Während sich der Zoo Berlin auf kleinere Arten aus Down-Under konzentrieren könnte, könnte der Tierpark einen stimmigen Bereich mit seinen jetzigen grossen Känguruarten plus Wombats, Dingos und ggf. Koalas schaffen. Auch eine separate Anlage für Komodowarane wäre denkbar.
So, das waren meine Gedanken und Impressionen. Was meint Ihr dazu?
(Eintrag vom 31.07.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Gudrun Bardowicks:   Die Francoise-Languren waren übrigens gegen 17 Uhr sehr aktiv und zeigten ihre eindrucksvolle Sprungkraft. Es war ein tolles Erlebnis.
Die Schneeleoparden zeigten sich leider nicht. Möglicherweise waren sie am späten Nachmittag schon im Stall.
(Eintrag vom 29.07.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Im lange unbesetzten Terrarium neben den Schneeleoparden befinden sich nun Feuersalamander meldet die Seite zoo-wuppertal.net.
(Eintrag vom 27.05.2024 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Neuigkeiten zu "Panterra" im Zoo Zürich:
"Ein Catwalk für Raubkatzen
Ein besonderes Element des neuen Grosskatzen-Lebensraums Panterra ist montiert: der Catwalk. Wozu das tonnenschwere Stahlkonstrukt dient, woher es kommt und wie es funktioniert, verraten wir hier – und ebenso, was es mit einer «Futter-Seilbahn» auf sich hat.
In Panterra teilen sich Asiatischer Löwe, Amurtiger und Schneeleopard ab 2025 einen gemeinsamen Lebensraum. Räumlich bleiben sie dabei voneinander getrennt. Sprich: Alle drei Katzenarten nutzen alle Bereiche der Anlage, jedoch nicht gleichzeitig. Zu einem direkten Zusammentreffen kommt es also nicht.
Doch selbst wenn sich die drei Arten nie direkt begegnen, ändert sich mit dieser Art der Haltung für die Tiere vieles. Denn über die Spuren, die sie hinterlassen, sind die jeweils anderen Arten für Löwe, Tiger und Schneeleopard nun viel präsenter. Das ist für die Raubkatzen spannend und herausfordernd zugleich und erhöht damit das Tierwohl.
Auf dem Laufsteg
Ein zentrales Element, damit die Grosskatzen ohne Gegenverkehr von einem Bereich in den nächsten wechseln können, ist der sogenannte «Catwalk» – eine 17 Meter lange Brücke, die in 4,5 Metern Höhe die Anlagenteile miteinander verbindet.
Die Katzen balancieren auf dem Catwalk auf einem in die tonnenschwere Stahlkonstruktion eingelassenen Baumstamm, abstehende Äste inklusive. Die Äste bieten den Tieren eine willkommene Kratz- und Reibemöglichkeit. Und dank ihrer Höhe ist die Brücke ein spannender Aussichtspunkt für Löwe, Tiger und Schneeleopard. Den Zoogästen wiederum liefert der Catwalk einen interessanten Blick aus ungewohnter Perspektive auf die Tiere.
Die Brücke ist eine Spezialanfertigung, hergestellt von einer Stahlbaufirma im Kanton Graubünden. Links und rechts führen Treppe in die verschiedenen Anlagenbereiche hinunter. Über Schieber können die Tierpfleger*innen dabei steuern, welche Bereiche gerade miteinander verbunden sind. Dies macht es möglich, dass die Grosskatzen zwischen den vier Anlagenteilen des Lebensraums wechseln können, ohne sich dabei in die Quere zu kommen.

Ein weiteres Spezialeinrichtung Panterras sind drei Futter-Seilbahnen. Die grössste davon montieren wir in der ehemaligen Schneeleoparden-Anlage.
An der Seilbahn ziehen die Tierpfleger*innen Futter blitzschnell durch die Anlage. Den Raubkatzen bleiben nur wenige Sekunden, um zu reagieren. Sind sie zu langsam, gehen sie leer aus – ganz wie auf der Jagd in der Wildnis. So kann es vorkommen, dass die Tiere mal einige Tage nichts zu fressen haben, und an anderen Tagen dafür viel.
Katzen sind in der Lage, auf Vorrat zu fressen. Das ist auch nötig, denn in der Natur ist nur etwa einer von zehn Jagdversuchen tatsächlich erfolgreich. Wann die Seilbahn Futter bringt, entscheiden die Tierpfleger*innen situativ. Es wird keine Regelmässigkeit geben, an die sich die Raubkatzen gewöhnen könnten.
Mehr Raum für Kleine Pandas
Auch die Kleinen Pandas erhalten mit Panterra eine Erweiterung ihres bisherigen Lebensraums. Über die Köpfe der Gäste hinweg gelangen sie über Brücken in ausgewählte Bäume.
Der Kleine Panda wie auch die drei Grosskatzenarten Asiatischer Löwe, Amurtiger und Schneeleopard sind gefährdete Tierarten. Der Zoo Zürich beteiligt sich an den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) für alle vier Arten."
Quelle:https://www.zoo.ch/de/zoonews/ein-catwalk-fuer-raubkatzen

(Eintrag vom 24.04.2024 zum Thema "Raubkatzen-Anlagen")
Mark Meier:   Ein Freund war heute mit der Familie im Tierpark. Sie haben sich vor allem das Brehm-Haus und die Dinos angeschaut. Aber ein paar interessante Eindrücke sind hängen geblieben:


- Seine Frau war länger nicht da und hat besonders die vielen Pflanzungen gelobt. Im Brehm-Haus war sie sehr angetan von der großen Vielfalt der Tiere.
- Der Kleine mag viele Tiere, liebte aber vor allem die Dinos mit denen er sich auch zu Hause viel beschäftigt (kennt mit nicht mal 5 Jahren viele lateinische Namen, weiß in welchem Zeitalter und in welchen Gebieten und Lebensräumen gelebt haben etc.).
- Die früheren Anlagen der Schneeleoparden und der Wölfe sind nach wie vor nicht besetzt.
- Im Brehm-Haus werden gerade neue Flughunde eingewöhnt (der Dschungelpfad war geschlossen und so kamen sie ins Gespräch). Es wird künftig also hoffentlich wieder eine (deutlich?) größere Gruppe geben.
- Es war wohl an vielen Stellen Nachwuchs zu finden. Im Brehm-Haus waren aber weder Tiger noch Binturongs zu sehen und auch nicht die Malaienbären, Javaleoparden, Nebelparder oder Goldkatzen und auch keine Baumkängurus. Dafür die Bärenkuskusfamilie (ohne das Jungtier, das vermutlich im Korb lag), die Königskobra, die Sundagaviale und viele weitere Reptilien - auch viele aktivere Schildkröten - und einige Vögel sowie natürlich zahllose Ameisen. Die Kleinen waren diesmal also eher die Großen. Was auch nicht schlimm für sie war. Es gab aber wohl auch Besucher, die sich ziemlich beschwert haben (schlechtes Wetter und dann auch kaum Großtiere).
- Es wurde ansonsten trotz schlechtem Wetter sehr emsig im Park gearbeitet. Fast überall waren wohl Pfleger und Gärtner sehr aktiv zu Gange, auch viele Fahrzeuge und einige Fahrräder. Gerade im Kontrast zu den recht wenigen Besuchern fiel das besonders auf. Auch das war jetzt nicht direkt störend aber in der Ballung doch etwas ungewohnt.
(Eintrag vom 16.04.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Ein Neuankömmling in Karlsruhe:
"Mit Anusha ist ein neues Schneeleoparden-Weibchen in den Zoo Karlsruhe eingezogen. Nach den Tod von Julika im vergangenen November war Kater Akar alleine auf der großen, naturnahen Anlage. Anousha ist jetzt aus dem französischen Zoo de Jurques ins Badische gekommen, geboren wurde sie 2016 im Zoo Neunkichen. Aktuell ist sie auf dem kleineren Teil der Anlage untergebracht und hat bereits Sichtkontakt zum 2017 geborenen Akar. Die Tiere sollen jetzt langsam aneinander gewöhnt und in einigen Wochen dann zusammengelassen werden."
Quelle:https://www.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe/?locale=de_DE
(Eintrag vom 15.04.2024 zum Thema "Schneeleoparden")
Mark Meier:   Da es hier noch nicht ankam:
- Jemand hat gelesen, dass die Brillenbärenanlage überarbeitet und in dem Zuge in eine Gemeinschaftsanlage umgestaltet wird. Was genau dort geplant ist, stand aber nicht dabei. Die genaue Quelle kenne ich auch nicht. Jemand anderes schrieb ansonsten aber noch davon, früher mal was von einer Planung mit Brillenbären und Waldhunden gehört zu haben. Vielleicht ist das ja tatsächlich der Plan. Vorstellen könnte ich mir ansonsten die männlichen Brüllaffen oder man besorgt sich irgendwo Nasenbären oder so.
- Der Förderverein sammelt 2024 (wieder?) Geld für die Bantenganlage. Diese soll nun aber auch gleich eine Gemeinschaftsanlage werden und dann auch die Burma-Leierhirsche mit aufnehmen.
- Das Projekt für 2023 war ja erstmals seit ich mich aktiv erinnern kann gar keine Tieranlage, sondern der Mobilbagger CAT M316 für 180.000 Euro. Den hat der Tierpark auch erhalten. Damit können aber wohl nicht nur Futter und Mist oder auch Tiere transportiert werden, sondern u.a. auch Baumaterialien bewegt werden. Also können neben der Tagesroutine durchaus auch diverse kleinere Bauprojekte profitieren. Ich war ehrlich gesagt erst etwas überrascht und enttäuscht, dass keine Anlage dran kam. Aber so gesehen freue ich mich jetzt doch über die Weitsicht.
- Auch für die Gartenpflege (u.a. neue Pflanzen und Geräte) gab es wohl eine Spende/Zustiftung und es wird ergänzend nach weiteren Spenden gefragt. Also noch so eine Maßnahme/Aktivität abseits der klassischen Wege, die aber an verschiedenen Stellen was Positives bewirken kann. Wobei sich hier ja generell schon viel getan hat, seit der Tierpark personelle Mittel für etwas mehr Parkpflege und -gestaltung erhalten hat. Das kann sich so ja sicher noch ergänzen.
- Der Tierpark hält seit 2022 ja wieder ein junges Paar Rüsselhündchen hinter den Kulissen. Zu denen gab es vom Förderverein ebenfalls erfreuliche Updates: Die Tiere sollen sich angenähert und erste Zuchtansätze gezeigt haben. Zudem sollen sie nach dessen Eröffnung im neuen Elefantenhaus präsentiert werden (eigentlich könnte man es trotz der Elefanten auch Afrikahaus nennen, es wird ja innen wie außen auch diverse andere Arten geben).
- Ansonsten meine ich zumindest, dass die Rothunde auf dem Tierparkplan neu/anders eingefügt wurden. Vielleicht sind sie inzwischen schon auf der alten Wolfsanlage oder der Umzug steht zumindest nah bevor.
- Bei den Okapis war ja offenbar jemand etwas vorschnell mit dem Einfügen (gab hoffentlich keinen Ärger). Aber zumindest erhöhte es meine Vorfreude enorm. Und vielleicht ist es ja bald dann doch so weit. Die Anlage sieht inzwischen ziemlich fertig aus und wartet wie die alte Schneeleopardenanlage auf neuen Bezug.
(Eintrag vom 15.04.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Martin Dassbach:   @Gudrun: Vielen Dank für Deinen Eintrag diesen teile ich zu 100 % !!!

@Adrian: Dieses Problem gibt es bei allen gut züchtenden Arten, irgendwann sind die Kapazitäten erschöpft.

Elefanten zählen zwar zu meinen Lieblingstieren (wie z.B. auch Erdmännchen !, Kraniche, Tukane, Orang-Utans, Gorillas und Schneeleoparden), trotzdem bin ich der Meinung, dass es inzwischen genügend gute Haltungen gibt, ich würde mir nur noch mehr Gesellschaftshaltungen wünschen.
Andere Projekte sind m.E. zumindest zur Zeit wesentlich relevanter, um nur ein paar Stichworte zu nennen:
Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger, Nashörner, Takine, diverse Antilopen und Gazellen.

Um erneut das zwar traurige aber umso wichtigere Thema "Wie ist mit überzähligen Zootieren umzugehen ?" aufzunehmen,
auch Elefanten schmecken Löwen etc. bestimmt.
(Eintrag vom 10.04.2024 zum Thema "Zoo Rostock")
Marco Mercante:   Ich hoffe sehr das man dann auch ggf. die Schneeleoparden Anlage wenigstens leicht anpackt und vorallem besucherfreundlicher gestaltet. Wahrscheinlich nur Wunschdenken, wie man Wuppertal so kennt.

Weitläufig allemal, aber die Einsichten in die Anlage lediglich von unten herab ist mehr als besucherunfreundlich und schlecht visuell auch für Fotografie. In den letzten Jahren lagen die Leos größtenteils dann auch nur auf Ihren Hütten, sodass einige Zoogäste bereits da nur mit großer Schwierigkeit etwas entdecken konnten.

Das Terrarium was erhöht sich ebenfalls in der „Himalaya“ Anlage befindet ist leider auch seit mehreren Jahren unbesetzt.
(Eintrag vom 09.04.2024 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Nach dem Tod der Schneeleopardin (an anderer Stelle bereits gemeldet) ist wohl unklar, wie es mit der Haltung der Katzen in Wuppertal weiter geht. Laut Berichten ist der derzeitige Kater durch zuchtstrategisches "unfruchtbar machen" wohl dauerhaft steril.
Ob eine Einzelhaltung bis zu seinem Ableben Sinn macht? Die Anlage ist sehr geräumig und wirkt dann in meinen Augen eher unterbesetzt.
(Eintrag vom 08.04.2024 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Auch die weibliche Schneeleopardin ist dem Kuhpocken Virus erlegen. Die Katze verstarb bereits am vergangenen Wochenende meldet der Zoo Wuppertal in den Sozialen Medien.
Quelle:https://m.facebook.com/gruener.zoo.wuppertal
(Eintrag vom 07.04.2024 zum Thema "Erkrankungen/Seuchen, die für Zoos gefährlich sein können!")
Jörn Hegner:   ansonsten hat ja der zoo in basel noch schneeleoparden und die befinden sich neben den javaneraffen.
(Eintrag vom 03.04.2024 zum Thema "Zoo Zürich")
Carsten Horn:   Zürich hat überhaupt keine Großkatzen mehr... Nach Fertigstellung der Anlagen sollen aber Löwen, Tiger und Schneeleoparden zurück kommen...
(Eintrag vom 02.04.2024 zum Thema "Zoo Zürich")
Jörn Hegner:   hält der zoo zürich jetzt keine schneeleoparden mehr?
(Eintrag vom 02.04.2024 zum Thema "Zoo Zürich")
Rainer Hillenbrand:   Die Planung für das anstehende Bauprojekt Himalaya wurde erstmals veröffentlicht: Sieht alles gut aus, ich habe ein bißchen Zweifel ob auch noch der Naturspielbereich und ein Pandagehege tatsächlich Platz finden, aber in der jetzigen Planung ist das erstmal enthalten.
Was soll alles zu sehen sein? Schneeleopard (an der Stelle jetzt die Alpensteinböcke), dahinter aufsteigend die Goldtakine, Himalaya-Tare und wahrschl. Schraubenziegen. Dem Takinstall vorgelagert eine begehbare Voliere (Glanzfasan, evtl. Häherlinge) auch von Hörnchen war die Rede und eben auch Kleine Pandas.
Und wenns nach der Chefin geht, soll das bereits im Frühjahr `26 alles fertig sein.
Aktuell wird das ehemalige Bärengehege überarbeitet - mehr Komfort für die beiden Ussuri-Kragenbären (Nachzuchten aus Dessau und Chleby) die in ca. 3-4 Wochen einziehen sollen, übergangsweise bis zum Herbst!

(Eintrag vom 25.03.2024 zum Thema "Zoo Augsburg")
Mark Meier:   @W. Dreier: Wie immer vielen Dank für die vielen aktuellen Bilder. Ich werde es am Wochenende hoffentlich auch mal wieder schaffen. Bin gespannt, ob es dann auch schon Okapis zu sehen gibt.

Gerüchteweise soll die alte Schneeleopardenanlage übrigens als Zusatzanlage für bestehende Arten dienen.
(Eintrag vom 22.03.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Ein neues Projekt in Hellbrunn:
"Eine extrem seltene Mäuseart ist im Zoo Salzburg eingezogen. Die beiden Bayerischen Kurzohrmäuse sind Teil eines Artenschutzprojekts, in dessen Rahmen die verschollen geglaubte Tierart nachgezüchtet werden soll.
Sie ist etwa zehn Zentimeter groß, bis zu 28 Gramm schwer, hat winzig kleine Augen und im Fell verborgene Ohrmuscheln: Die Bayerische Kurzohrmaus. Erstmals 1962 bei Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern entdeckt, war sie danach für mehrere Jahrzehnte verschollen. Laut Bayerischem Umweltamt gilt die in unterirdischen Gängen lebende Wühlmaus als eines der seltensten Säugetiere der Welt. Zwei Exemplare der vom Aussterben bedrohten Art leben seit Anfang März im Zoo Salzburg.
Zoo Salzburg will Bayerische Kurzohrmaus züchten
Noch befindet sich das Zuchtpaar hinter den Kulissen und ist für Besucherinnen und Besucher des Zoos nicht zu sehen. „Wir beteiligen uns mit der Aufnahme der beiden seltenen Tiere an einem sehr wichtigen Artenschutzprojekt“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Grebner am Montag in einer Aussendung. „Unsere beiden Bayerischen Kurzohrmäuse wurden im Alpenzoo Innsbruck geboren. Dort hat man sie erstmals gezielt nachgezüchtet.“
Mit dem Ziel eine Erhaltungspopulation aufzubauen, wurden Nachzuchten erst an zwei Tiergärten in Deutschland und nun an zwei in Österreich abgegeben, unter anderem an den Zoo Salzburg. „Viele wissen, dass zum Beispiel der Schneeleopard gefährdet ist, aber den Namen Bayerische Kurzohrmaus haben die meisten Menschen noch nicht einmal gehört. Für den Erhalt der Biodiversität sind die Kleinen aber ebenso schützenswert wie die Großen, weshalb wir sehr stolz sind, bei diesem Projekt mitzuwirken“, betont Grebner.
Seltene Tierart noch nicht für Besucher:innen zu sehen
Die Geschichte um die Entdeckung der Tierart und deren Wiederentdeckung ist ebenso tragisch wie hoffnungsvoll: Gleich nach dem ersten Fund im Jahr 1962 verschwand die neu entdeckte Spezies wieder von der Bildfläche. Erst im Jahr 2001, 42 Jahre nach dem vermeintlichen Aussterben, tauchte die Bayerische Kurzohrmaus im Tiroler Rofangebirge wieder auf. Währenddessen hielt die Suche in Bayern weiter an. Im Herbst 2023, nach der Auswertung von anderthalb Millionen Aufnahmen von Wildtierkameras, kamen Fachleute den kleinen Nagern auf die Spur. Nach über 60 Jahren konnte bei Mittenwald ein Exemplar lebend gefangen werden.
„Mit ihrem Schicksal ist die Bayerische Kurzohrmaus leider nicht allein“, weiß Kuratorin Lisa Sernow. „Laut einer neuen Studie gelten aktuell über 800 Arten als vermisst und ihre Zahl wächst weiter.“ Als verschollen gilt eine Tierart, wenn es mehr als zehn Jahre keine Sichtung gab. „Obwohl Forscher heutzutage über diverse technische Möglichkeiten verfügen, geht man davon aus, dass etwa ein Viertel der verschollenen Arten bereits ausgestorben sind“, führt Sernow aus und fügt hinzu: „Dabei ist der Erhalt jeder Tierart von großer Bedeutung.“ Denn in einem Ökosystem erfülle jede Art eine bestimmte Funktion. Wie bei Gliedern einer Kette sei innerhalb der in sich geschlossenen Systeme alles miteinander verbunden. Nehme man ein Glied heraus, würden sich weitere ablösen und die Kette zerfalle.

Wann die seltenen Wühlmäuse für Besucherinnen und Besucher zu sehen sein werden, steht noch nicht fest. „Zunächst liegt der Fokus eindeutig auf der Zucht der seltenen Mäuseart“, erklärt Grebner."
Quelle:https://www.salzburg24.at/news/salzburg/extrem-seltene-maeuseart-zieht-im-zoo-salzburg-ein-155293975
(Eintrag vom 18.03.2024 zum Thema "Zoo Salzburg")
cajun:   Aus Krefeld ging eine junge Katze nach Chester:
"Vier Pfoten für Chester Zoo - Schneeleopardin Nubra wird (hoffentlich) in England eine Familie gründen
Auf Nubra liegen große Hoffnungen. Sie soll mit einem Kater eine neue Zucht aufbauen. Dazu ist die fast zweijährige Katze Anfang der Woche in den englischen Chester Zoo umgezogen. Dort wurde sie bereits mit großer Spannung erwartet, denn @chesterzoo beginnt gerade erst mit der Haltung von Schneeleoparden.
Großes Interesse an den Erfahrungen aus Krefeld hatten daher Tierpfleger und Kuratoren . Vor dem Umzug tauschten sich die Experten mehrmals per Videokonferenz aus. So konnten die englischen Kollegen gleich einiges über Nubras Charakter und ihre Vorlieben erfahren. Wichtig war auch, was bei der Zusammenführungen eines neuen Paares zu beachten ist. Durch die jahrzehntelange erfolgreiche Nachzucht von Schneeleoparden verfügen die Krefelder über einen immensen Erfahrungsschatz.
In der Natur sind die Samtpfoten in großer Gefahr. Wilderei und der Klimawandel machen der Katze schwer zu schaffen. Beinahe täglich fällt laut
@snowleopardtrust ein Schneeleopard Wilderern zum Opfer, dabei ist die Dunkelziffer wahrscheinlich noch deutlich höher. Wildschafe und Ziegen sind die Hauptbeute der Katzen. Aber auch sie werden stark bejagt und ihre Bestände nehmen ab, weil sie durch den Klimawandel immer schlechter Nahrung finden. Ein großes Problem ist auch die Nähe zum Menschen und seinen Nutztieren. Hirten töten Schneeleoparden, um ihren lebenswichtigen Tierbestand zu schützen."
Quelle:https://www.facebook.com/zookrefeld/?locale=de_DE
(Eintrag vom 14.03.2024 zum Thema "Schneeleoparden")
cajun:   Erweiterung des Zoogeländes in Liberec:
"Zoo in Liberec wird erweitert - um ein „Tal der bedrohten Wildnis“
Tiger, Bären, Wölfe, Schneeleoparden, Raubvögel, kälteliebende Affen und die Huftiere. Sie alle werden im Zoo im tschechischen Liberec (Reichenberg) ein Zuhause an anderer Stelle bekommen. Der nordböhmische Tierpark wird für sie ein „Tal der bedrohten Wildnis“ schaffen. Damit werde der Zoo größer, so hieß es. Die Erweiterung seines Geländes habe dabei einen ernsten Grund. Die derzeitigen Gehege entsprechen nicht mehr den modernen Vorgaben des Tier- und Artenschutzes. Ohne die Umgestaltung und den Ausbau würde der Zoo einige seiner Tierarten verlieren.
Für das Vorhaben hat die Einrichtung von der Stadt Liberec (Reichenberg) schon vor zwei Jahren ein 13 Hektar großes Waldgebiet hinter der Sovova-Straße bekommen. In dem Gebiet befand sich früher das Reichenberger Amphitheater. „Die Form und Gestaltung des Tals soll durch eine Studie klar werden“, sagt Zoo-Sprecherin Barbara Tesařová. Auch für die Kosten soll dieses Papier Klarheit bringen. Man rechne aber mit einem zwei- bis dreistelligen Kronen-Millionenbetrag. Um für die Ausarbeitung Experten zu finden, laufe eine Ausschreibung.
Neugestaltung des Zoos
„Wir haben den Tierpark vor zwei Jahren übernommen. Seitdem planen wir gemeinsam die Investitionen. Das betrifft nicht nur die neuen Entwicklungsbereiche. Es geht auch um die Neugestaltung des derzeitigen Zoos sowie das Gelände des nahen Volksgartens und um die Kinderecke“, erzählt Květa Vinklátová, Stadträtin für Kultur, Denkmalpflege und Tourismus der Region Liberec. „Wir sind uns gut bewusst, dass die Entwicklungsbereiche und der ursprüngliche Garten eine gut funktionierende Einheit bilden müssen. Deshalb ist der erste Schritt eben diese Masterplanstudie“, betont sie. Letztlich laufe ein Wettbewerb.
Über dessen Gewinner entscheide eine Jury, hieß es. Aufgabe des dann beauftragten Planers werde es, eine Dokumentation für die erste Phase des "Tals der bedrohten Tierwelt" zu erstellen. Die umfasst die Gestaltung der Gehege, das Wegenetz sowie die Verbindung zwischen dem alten und neuen Garten. „Der neue Raum soll den Besuchern das Gefühl geben, dass wir alle – Tiere und Menschen – Teil einer gemeinsamen Welt sind. Ein Gefühl der Zugehörigkeit ist für die Erhaltung der biologischen Vielfalt unbedingt wichtig“, so Zoochef David Nejedlo.
Strengere Tierschutzgesetze
Der Grund für die Erweiterung des Zoos sind geänderte Tierschutzgesetze, vor allem die Vorschriften über die Bedingungen für die Haltung von Wildtieren in menschlicher Obhut. „Sie sind strenger geworden. Wir lagen da im Grenzbereich. Entweder hätten wir die Anzahl der gezüchteten Arten reduzieren müssen. Und verzichten auf die Haltung von räumlich anspruchsvolleren, aber für die Besucher sehr attraktiven Tierarten. Oder wir versuchen, die Zoo-Fläche zu erweitern“, erklärt der Direktor.
Bisher hatte der Liberecer Zoo die knifflige Lage gelöst, indem er die Zahl der Tiere reduzierte und Gehege zusammenlegte. „Aber das können wir nicht ewig machen“, erklärt der Direktor. In den letzten Jahren hat der Liberecer Tierpark aus Platzgründen bereits die Zucht von Nashörnern, Orang-Utans und Geparden eingestellt.
Über das große Bauvorhaben hinaus gibt es weitere Vorhaben. „Wir planen auch, die Expositionen im Pavillon ,Zoo Expo‘ zu ergänzen. In der Rettungsstation Arche müssen wir die Auslaufflächen für die Hunde sanieren, bei der Kinderecke wollen wir ein kleines Amphitheater mit einer Bühne für Clubveranstaltungen errichten“, so Nejedlo. Das Kultur- und Kreativzentrum Lidové sady (Volksgarten) sei zudem gerade rekonstruiert worden.
Erneuert werden auch Affen- und Seelöwenpavillons sowie die Exposition im Erdgeschoss des Tropenpavillons. Die Vorbereitungen für die Sanierung des Giraffenpavillons und der Außenanlagen für diese großen Säuger seien ebenso im Gange. Mit diesen Veränderungen möchte Nejedlo noch in diesem Jahr beginnen.
Jubiläumsjahr für den Zoo Liberec
Der Zoo Liberec ist der älteste Tierpark in Tschechien. In diesem Jahr feiert er 120. Geburtstag. Auf dem Gelände von derzeit noch 14 Hektar kann man bis zu 160 Tierarten von allen Kontinenten entdecken. Im vergangenen Jahr hatte der Zoo über 408.500 Besucher. Das seien etwa zehn Prozent weniger als 2022 gewesen. Gründe für den Rückgang wurden nicht genannt."
Quelle:https://www.saechsische.de/zittau/zoo-in-liberec-wird-erweitert-um-ein-tal-der-bedrohten-wildnis-5975559-plus.html
(Eintrag vom 12.03.2024 zum Thema "Projekte der Zoos")
cajun:   Ein Umzugvon Wroclaw nach Ungarn:
"Auf Wiedersehen Mila!
Vorgestern (29. Februar 2024) hieß es Abschied nehmen von Mila, einem weiblichen Schneeleoparden, geboren am 26. Mai 2021 in unserem ZOO Wir werden dich vermissen! Durch die Entscheidung des Koordinators dieser Art wurde ihr neues Zuhause der ungarische Veszprem-ZOO."
Quelle:https://www.facebook.com/wroclawskiezoo/?locale=de_DE
(Eintrag vom 05.03.2024 zum Thema "Schneeleoparden")
cajun:   Ein neuer Irbiskater zog ein:
"Neuzugang für die Schneeleopardenanlage
Mit großer Freude dürfen wir Euch unseren neuen Schneeleoparden IVAN vorstellen.
Nach langer Reise erreichte IVAN den Tierpark Dessau am Samstagmorgen. Alle Mitarbeiter warteten voller Vorfreude und Spannung auf den Neuzugang.
IVAN wurde am 12. Mai 2009 im Warszawskie ZOO geboren und kam aus dem Kameltheater Kernhof in Österreich zu uns.
Bereits in den ersten Tagen zeigt sich IVAN als äußerst aufgeweckt und neugierig, insbesondere bei seinen Annäherungsversuchen an unsere Schneeleopardendame DINA. Vorerst natürlich nur durch getrennte Abteile der Außen- und Innenanlage."
Quelle:https://www.facebook.com/TierparkDessau/?locale=de_DE
(Eintrag vom 05.02.2024 zum Thema "Tierpark Dessau")
W. Dreier:   Ein Problem, das sich aus einem kleinen Artikel aus der "Berliner Zeitung" ergab. DPA fragte an, wie im ZOO die Tiere durch den Frost kommen. Die Sprecherin und Artenschutzleiterin antwortete, dass natürlich langbeinige Tiere wie Flamingos und Giraffen im Haus bleiben. Und für die anderen wärmeliebenden sei auch gesorgt. Und dann gibt es im ZOO Rentiere und den Schneeleoparden im BERLINER Zoo, die so etwas nicht bräuchten. (Textanteil anbei). Schneeleopard im ZOO ?? Seit dem Fall der Mauer sah ich dort keinen, die ZTL gibt an: letztmalig 1977. Oder betrachtet man schon den Tierbestand von Zoo und TP als einen gemeinsamen Bestand?
(Eintrag vom 16.01.2024 zum Thema "Zoo Berlin")
W. Dreier:   Dann ein Rundgang - für harte Tiere: endlich ein SCHNEEleopard - aber die Scheibe , das Licht! Kein Manul weit und breit
(Eintrag vom 16.01.2024 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Zum Thema Volierengröße: Die Andenkarakaras haben in der alten Anlage für Rote Pandas, vormals Schneeleoparden, doch deutlich mehr "Luft".
(Eintrag vom 08.01.2024 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Ein Fazit zum Jahr 2023 vom WWF:
"Gewinner & Verlierer aus dem Tierreich 2023 - WWF: Der Mensch kann die Aussterbe-Welle stoppen
Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland zieht unter Artenschutzgesichtspunkten eine durchwachsene Jahresbilanz. Stellvertretend für tausende bedrohte Arten stehen die Verlierer aus dem Tierreich 2023: Löwen, Humboldt-Pinguinen, Atlantischen Lachsen, Flussdelfinen im Amazonas, dem Kabeljau in der Nordsee und den Amphibien weltweit geht es schlechter. Insgesamt weist die Internationale Rote Liste jetzt über 44.000 Tier-, Pflanzen- und Pilz-Arten als bedroht aus. „Die größte Aussterbe-Welle seit Ende der Dinosaurierzeit rollte auch 2023 praktisch ungebremst über unsere Natur hinweg“, so Kathrin Samson, Vorständin Naturschutz beim WWF Deutschland. Hauptursachen dafür seien Lebensraumzerstörung, Wilderei, Übernutzung, invasive Arten, Umweltverschmutzung sowie die Klimakrise. „Alle Faktoren, die das Artensterben befeuern, sind menschengemacht. Wir Menschen sind hier Täter und Opfer. Schließlich sind wir für unser eigenes sicheres und gesundes Leben auf vitale Ökosysteme und Artenvielfalt angewiesen.“
Doch auch 2023 gibt es Lichtblicke, wie die Gewinner des WWF-Jahresresümee zeigen: Vom Schneeleoparden in Bhutan über Indiens Tiger und Afrikas Nashörner bis zu Wisenten im Kaukasus. „Der Mensch hat das Artensterben verursacht. Er steht damit in der Verantwortung die Krise zu beenden“, so Samson. Bundeskanzler Scholz müsse daher seine Versprechen zur Erhöhung der internationalen Biodiversitätsfinanzierung einhalten. „Wir brauchen ambitionierten Naturschutz in Deutschland und weltweit. Dabei dürfen die globalen Abkommen zum Klimaschutz und zum Biodiversitätsschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden. Das betrifft auch die Finanzierungszusagen.” Ohne eine nachhaltige und sozialverträgliche Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft sei die Rettung der Biodiversität zum Wohl von Mensch und Natur nicht zu schaffen.
Ein Beispiel ist laut WWF das deutsche Wasser- und Flussmanagement. „Amphibien wie Frösche und Kröten, aber auch zahlreiche Süßwasserfische sind bedroht. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass Deutschland in Zeiten der Erderhitzung einen neuen Umgang mit Wasser lernen muss. Wir brauchen intakte Moore, Auwälder und Flusslandschaften, damit sie ihre unersetzlichen ökologischen Dienstleistungen erfüllen können, etwa als Wasserspeicher oder zum Schutz gegen Überschwemmungen. Ein Ausbau von Flüssen, wie er an Oder, Ems oder Weser droht, läuft einem nachhaltigen, verantwortungsvollen Umgang mit Wasser vollkommen entgegen.” Der WWF fordert daher auch anlässlich des Jahreswechsels einen Stopp der Ausbaupläne in 2024.
Gewinner 2023
Breitmaulnashörner: Die Zahl der Breitmaulnashörner ist nach zehn Jahren Rückgang zum ersten Mal wieder gestiegen – und zwar um gut fünf Prozent auf insgesamt rund 16.800 Exemplare. Zudem hat die Naturschutzorganisation African Parks 2023 das größte Nashornzucht-Projekt der Welt erworben. Mehr als 2.000 Breitmaulnashörner sollen ausgewildert werden. Die Dickhäuter bleiben damit zwar weiterhin durch Wilderei bedroht, die positiven Nachrichten sind trotzdem mutmachend, denn 2022 hat der WWF die Breitmaulnashörner noch als Verlierer gewertet.
Wisente im Kaukasus: Vor genau 100 Jahren startet ein Rettungsprogramm für die, in freier Wildbahn damals ausgestorbenen Wisente. Mit Erfolg: Inzwischen streifen wieder über 8000 europäische Bisons durch die Wälder. Und auch 2023 sind es wieder mehr geworden: Zehn Wisente verließen im November den Tierpark Berlin und den Wildpark „Alte Fasanerie“ Hanau in Richtung Aserbaidschan, wo sie im Shahdag Nationalpark ein neues Zuhause finden werden. Im Rahmen des WWF-Wiederansiedlungsprojekts wurden dort bislang 36 Wisente ausgewildert. Die Tiere haben sich bereits vermehrt und der Bestand ist auf 50 angewachsen. Bis 2028 sollen insgesamt 100 Tiere ausgewildert werden.
Saiga-Antilopen: Die in Zentralasien beheimatete Saiga-Antilope wird auf der Roten Liste nicht mehr als „vom Aussterben bedroht" geführt. Die Population in Kasachstan, wo 98 % aller Saigas leben, ist in den vergangenen Jahren dank intensiver Schutzbemühungen von knapp 100.000 auf rund 1,3 Mio Tiere gestiegen. Und auch in der Mongolei erholten sich die Bestände. Die Art ist sehr anfällig für Krankheitsausbrüche und war 2010, 2011, 2015 und 2016 von großen Massensterben betroffen. Auch illegale wie legale Jagd bleibt ein Problem.
Schneeleoparden in Bhutan: Bei einer Erhebung in Bhutan konnten 134 Schneeleoparden gezählt werden. Im Jahr 2016 waren es nur 96 Individuen. Im Rahmen der nationalen Schneeleopardenstudie wurden über 300 Wildtierkameras auf einer Fläche von 9.000 km² platziert.
Tiger: Die Zahl der Großkatze ist in einigen asiatischen Ländern erfreulich nach oben gegangen: In Bhutan hat sie sich seit 2015 von 103 auf 131 erhöht. Indien vermeldete 2023 über 3600 Tiger – und vereint damit in seinen Landesgrenzen Zweidrittel des globalen Bestands. Hoffnung, dass auch in Südostasien die Tiger trotz kleiner Bestände nicht verloren sind, machen zudem Aufnahmen aus Kamerafallen in Malaysia.
Sarus-Kraniche in Nepal: Dank intensiver Schutzbemühungen hat sich mit über 700 Exemplaren die Zahl der Sarus-Kraniche in Nepal seit 2010 verdoppelt. Damals gab es in dem Land nur noch 350 der majestätischen Vögel. Das Wort “Sarus" stammt eigentlich vom Sanskrit-Begriff "Saras" (Kranich) ab. In der nepalesischen Gesellschaft und Kultur symbolisieren die Vögel Liebe, Glauben und Hingabe. Die Art gilt weltweit allerdings weiterhin als „gefährdet“.
Fischotter in Bayern: Beinahe wäre der Fischotter 2023 zu einem Verlierer geworden, denn die bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Söder wollte die kleinen Marder zum Abschuss freigeben. Bis vor Kurzem galten Fischotter in dieser Region als ausgerottet. Ihr Bestand ist weiterhin „gefährdet“. Ab Dezember hätten Jäger die Tiere ohne jegliche Auflagen trotzdem direkt schießen dürfen, doch ein Verwaltungsgericht stufte die entsprechenden Verordnungen in letzter Minute als rechtswidrig ein.
Verlierer 2023
Afrikanische Löwen: Die Löwenpopulation in Afrika wird auf etwa 23.000 geschätzt. Bereits zwischen 2006 und 2018 brach die Population der afrikanischen Löwen um ein Viertel ein. Dank verstärkter Schutzmaßnahmen konnte der Abwärtstrend zwar verlangsamt, aber nicht aufgehalten werden. 2018 bis 2023 ging der Gesamtbestand um weitere 8% zurück, wobei die stärksten Rückgänge in West- und Zentralafrika vermutet werden. Der WWF arbeitet beispielsweise im KAZA-Schutzgebietskomplex zu Lebensraumschutz und Mensch-Löwen-Konflikten.
Flussdelfine im Amazonas: Weit über 200 Flussdelfine sind seit September im Lago Tefé im brasilianischen Bundesstaat Amazonas ums Leben gekommen – betroffen sind sowohl der Rosa Flussdelfin als auch der Tucuxi, der grau und etwas kleiner ist. Zehn Prozent der Flussdelfin-Population im Lago Tefé starb in nur einer Woche. Wahrscheinlich haben hohe Wassertemperaturen von bis zu 39,1 Grad Celsius zum Tod der Flussdelfine geführt. Neben Wasserkraftwerken oder Quecksilberverschmutzung sind die Süßwasserdelfine nun auch direkt von der Klimakrise betroffen. Der WWF startete eine Rettungsaktion vor Ort. Zugleich wurde im Oktober eine globale Erklärung unterzeichnet, um den Rückgang der Populationen in Südamerika zu stoppen und die Flussdelfinpopulationen in Asien zu verdoppeln.
Amphibien: Das große Sterben im Reich der Frösche, Kröten und Salamander geht auch 2023 weiter: Über 40 Prozent aller Amphibienarten weltweit sind laut der Roten Liste akut bedroht. Vor allem aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensräume und der Klimakrise. Damit sind sie die am stärksten bedrohte Wirbeltierklasse – noch vor Säugetieren, Reptilien oder Vögeln. Unter den Amphibien sind die Salamander die am stärksten bedrohte Gruppe. Mehr als jede zweite Salamanderart ist bedroht. Vier Amphibienarten wurden in den letzten drei Jahren für ausgestorben erklärt. 185 Amphibienarten werden nun als „möglicherweise ausgestorben“ geführt.
Atlantische Lachse: Der Atlantische Lachs gilt laut der neuen Roten Liste global als «potenziell gefährdet». Die weltweite Population ist in den vergangenen Jahren um 23 Prozent geschrumpft. Die Fischart, die in Flüssen schlüpft und dann ins Meer wandert, leidet unter vielen Bedrohungen: Dämme und andere Hindernisse versperren den Zugang zu den Laich- und Futterplätzen, während Wasserverschmutzung und Sedimentation, vor allem durch Holzeinschlag und Landwirtschaft, zu einer höheren Sterblichkeit der jungen Lachse führen. Zudem bedroht die Lachslaus, die oft Lachszuchten befällt, auch Wildbestände.
Humboldt-Pinguine: Die Vogelgrippe fegte auch 2023 durch das Tierreich und kommt dabei selbst in entlegensten Weltregionen an. Infolge der aktuellen Vogelgrippekrise sind bis Oktober bereits ca. 3.000 der ungefähr 10.000 in Chile brütenden, gefährdeten Humboldt-Pinguine verendet sowie mehr als 18.000 Mähnenrobben. Nun fürchten Artenschützer:innen eine Ausbreitung des tödlichen Virus auch in der Antarktis und auf den Galapagos-Inseln, die viele Arten beherbergen, die nur dort vorkommen.
Kabeljau in der Nordsee: Der Kabeljau gehört 2023 abermals zu den Verlierern. In den Übereinkommen der EU mit Norwegen und Großbritannien liegen die neuen, erlaubten Fangmengen über den wissenschaftlichen Empfehlungen. Der Kabeljau in der Nordsee wird damit weiterhin überfischt. Auch im dänischen Meeresgebiet Kattegat fehlt Raum zur Erholung. Die beschlossene Kürzung der Fangmenge um zehn Prozent wird wenig nutzen, da die Schollenfischerei im gleichen Gebiet um 19 Prozent angehoben wird. Dort landet der Kabeljau als Beifang im Netz."
Quelle: Pressemitteilung des WWF
(Eintrag vom 04.01.2024 zum Thema "Natur- und Artenschutz")
cajun:   Eine PM der Wilhelma:
"Die Wilhelma in die Zukunft führen
Lokführer, Astronaut, Zoodirektor: Wilhelma-Chef Dr. Thomas Kölpin hat einen der Jobs, der bei vielen Kindern früher ganz oben auf der Berufs-Wunschliste stand. Seit zehn Jahren ist der gebürtige Hamburger Direktor des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart. Dabei wollte er als kleiner Junge eigentlich Tierforscher werden. Nach dem Biologiestudium arbeitete er vier Jahre im Hamburger Tierpark Hagenbeck, 2009 übernahm er die Leitung des Thüringer Zooparks in Erfurt. 2014 wurde er Direktor der Wilhelma. „Es hatte mich gereizt, einen großen, international renommierten Zoo zu führen“, sagt Kölpin. Allerdings ist sein Beruf eher ein Manager- als ein Traumjob, wie sein eng getakteter Terminkalender zeigt: Kölpin trägt nicht nur die Verantwortung für 330 Mitarbeitende und ein jährliches Budget von 26 Millionen Euro, sondern letztlich auch für die rund 11.000 Tiere und 8.500 Pflanzenarten auf dem 30 Hektar großen Gelände am Neckar.

In den letzten zehn Jahren hat der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart seine Attraktivität massiv gesteigert: Im europäischen Zoo-Ranking ist er von Platz 14 auf Platz 5 gerutscht, auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis liegt die Wilhelma weit vorne. „Mir ist es wichtig, dass sich Familien den Besuch leisten können“, betont Kölpin. 2023 konnten rund 1,8 Millionen Besucher*innen empfangen werden – eine halbe Million mehr als 2016. Dazu haben sicher auch die von ihm neu eingeführten Veranstaltungsformate wie die Artenschutztage, der Kindertag und der Christmas Garden beigetragen. Einen Run auf die Eintrittskarten gibt es auch an Halloween: Seit 2015 ergänzt an diesem Tag schaurig-schöner Gruselspaß das Zoo-Erlebnis.

Zehn große Bauprojekte wurden unter Kölpins Ägide in der Wilhelma verwirklicht, darunter die Schneeleopardenanlage, das neue Haus für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren und als „absolutes Highlight“ die im Juli 2023 eröffnete Terra Australis. „Ich bin sehr stolz, dass wir es geschafft haben, dass die Koalas dort jetzt auf dem Baum sitzen“, sagt er. Vier Jahre hatte der Umbau des alten, nicht mehr zeitgemäßen Menschenaffenhauses in die attraktive Anlage mit Nachttierhaus-Segmenten gedauert, beharrlich und über Jahre hinweg hat der Wilhelma-Direktor darauf hingearbeitet, die zwölf Tierarten, die nun in der Terra Australis wohnen, an den Neckar holen zu können.

Auch das Engagement für den Artenschutz hat Thomas Kölpin energisch vorangetrieben. Wurden 2014 etwa 30.000 Euro für Artenschutzprojekte ausgegeben, ist dieser Betrag im letzten Jahr (2023) auf über eine Million Euro angestiegen – auch dank des Artenschutzeuros, der seit 2018 im Eintrittspreis enthalten ist. „Meine Vision von der Wilhelma ist eine Artenschutzorganisation, die einen zoologisch-botanischen Garten betreibt“, sagt Kölpin. Die Tiere und Pflanzen im Zoo sind für ihn auch Botschafter für ihre Artgenossen in der freien Natur, die vom Klimawandel und anderen menschlichen Eingriffen bedroht sind. „Mit ihnen können wir auf eine sympathische Art und Weise auf wichtige Themen aufmerksam machen, ohne gleich den erhobenen Zeigefinger auspacken zu müssen“, so der Direktor.

Ein Zoo muss sich stetig weiterentwickeln, in die Haltung und den Bau neuer Anlagen fließen stets die neuesten Erkenntnisse zum Tierwohl ein. Als seine „Schicksalsanlage“ bezeichnet Kölpin den Neubau des Elefantengeheges. Die menschenbezogene Haltungsform, wie sie jahrzehntelang in Zoos praktiziert wurde, ist mittlerweile out. Stattdessen soll die Wilhelma eine neue Elefantenwelt bekommen, die in drei Bereiche unterteilt werden kann, um den natürlichen sozialen Bedürfnissen der Dickhäuter entgegenkommen zu können: „Elefanten sind Tiere, die in Phasen ihres Lebens Zusammenleben und Trennung brauchen“, sagt Kölpin, der seit März 2018 Vorsitzender der Elefanten-Spezialistengruppe der europäischen Zoovereinigung EAZA ist. In einer solchen „Fission-Fusion“-Anlage ist eine getrennte Haltung der Geschlechter möglich: Elefantenkühe mit ihrem Nachwuchs, eine „Junggesellenherde“ und einzelne Bullen können wie in der Natur getrennte Wege gehen. Die Wilhelma wird der erste Zoo weltweit sein, der diese Vorgabe erfüllt. Ob es die neue Anlage wie geplant 2025 in den Landeshaushalt schafft, steht allerdings noch in den Sternen: „Wir stehen da natürlich in Konkurrenz zu anderen Bauprojekten des Landes“, so Kölpin.

Die größte Herausforderung der letzten zehn Jahre ist die Corona-Pandemie gewesen – und das nicht nur wegen der Einnahmen, die während der sieben Monate währenden Schließzeit komplett weggefallen waren. In den Phasen, in denen der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart öffnen durfte, mussten die sich ständig ändernden Hygienekonzepte umgesetzt und Sicherheitskräfte eingestellt werden, die die Einhaltung der Maßnahmen überwachten. Das Personal wurde in zwei Teams aufgeteilt, die sich nicht begegnen durften: „Es musste vermieden werden, dass zum Beispiel die Orchideengärtner*innen oder die Elefantenpfleger*innen komplett ausfallen“, so Kölpin. Aktuell sind die gestiegenen Energiepreise und die hohe Inflation sehr belastend, die die Kosten für Futter, Löhne und die aktuellen Bauprojekte in die Höhe treiben.

Ans Aufhören denkt der 55-Jährige, der mit seiner Familie auf dem Gelände der Wilhelma wohnt, noch lange nicht. Daneben ist Dr. Kölpin seit 2016 Mitglied im Führungsgremium (Council) der europäischen Zoovereinigung EAZA und seit 2022 Schatzmeister der Organisation. Viel Spaß macht ihm auch die Lehrtätigkeit an der Uni Stuttgart im Fachbereich Tiergartenbiologie und Systematik: „Ich freue mich, dem Nachwuchs etwas mit auf den Weg geben zu können.“

Und was ist das Lieblingstier eines Zoodirektors? „Schon von Berufs wegen liegen mir alle Tiere am Herzen“, betont Thomas Kölpin. Derzeit sind aber die drei Quokkas in der Terra Australis seine Favoriten: „Eigentlich kleine unscheinbare Kängurus, aber mit einer positiven Ausstrahlung“, sagt er. Die Wilhelma ist übrigens der einzige Zoo in Europa, der Quokkas halten darf. Außerhalb Australiens gibt es die putzigen Beuteltiere nur noch in einem weiteren Zoo in Japan zu sehen."
Quelle:https://www.wilhelma.de/aktuelles/aktuelles/news-presse/meldung/die-wilhelma-in-die-zukunft-fuehren
(Eintrag vom 02.01.2024 zum Thema "Zoodirektoren gestern und heute")
cajun:   Ein Verlust im Zoo der Fächerstadt:
"Traurige Nachrichten von den Schneeleoparden: Julika ist heute Nachmittag gestorben. Ihr Gesundheitszustand hatte sich in den vergangenen Tagen verschlechtert. Das Tierpflegeteam und die Tierärzte überwachten sie deshalb engmaschig. Sie verweigerte zuletzt jedoch die Futteraufnahme und kam nicht mehr in den Innenteil der Anlage. Julika wurde 2009 in Magdeburg geboren und lebte seit 2011 in Karlsruhe. Zur Klärung der genauen Todesursache wird ihr Körper in der Sektion untersucht."
Quelle:https://www.facebook.com/zoo.stadtgarten.karlsruhe/?locale=de_DE
(Eintrag vom 08.11.2023 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Mark Meier:   @W. Dreier: Oh, zu viel der Ehre. Aber vielen Dank für das Bild. Ich vermute, dass es weiterhin eine zweite Einsicht von der Längsseite her geben wird. Es ist ja inzwischen generell Trend in der Gehegegestaltung, dass die Besucher möglichst immer nur Anlage und nicht die anderen Besucher sehen.
Von der Gestaltung her könnte ich mir ansonsten u.a. vorstellen, dass doch nochmal die Goldkatzen dorthin umziehen. Für sie wäre das eine großzügige und halbwegs "geschützte" Anlage, wo sie ggf. auch besser zur Zucht kommen als in der näheren Nachbarschaft der anderen Raubtiere. Jedenfalls haben die Schneeleoparden dort ja ziemlich gut gezüchtet.
Oder gibt es irgendwelche anderen Ideen bzw. Informationen, was dort einziehen könnte?

Bei den Elefanten hatte ich schon befürchtet, dass da dieses Jahr nichts mehr passiert. Ich hoffe, dass 2024 so früh wie möglich mit den Arbeiten am Dach angefangen wird. Sonst glaube ich so langsam nicht mehr an eine Eröffnung 2025.
(Eintrag vom 07.11.2023 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   @W Dreier: Danke für die Neuigkeiten.

Das mit der Otteranlage hatten sich einige Tierparkfans und ich auch schon so gedacht. Bis Sommer haben sie es nicht mehr geschafft, also warten sie jetzt gleich bis zur nächsten Saison. Zumal da ja ohnehin nicht so viel fertig wird. Vermutlich noch die alte Anlage der Schneeleoparden am Brehm-Haus und vielleicht die ein oder andere kleinere Umgestaltung und Aufwertung, die es ja immer mal wieder gibt.

Bei den Elefanten vermute ich, dass man bestimmte Arbeitsverfahren einfach schon mal ausprobiert hat und dann je nach Ergebnis ggf. bei der Fertigstellung ein wenig nachjustieren kann. Bei großen Baustellen erstellt man ja auch erstmal Musterfassaden.
(Eintrag vom 22.10.2023 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Mal sehen ob es funkt:
"Nachwuchshoffnung bei den Buntmardern im Zoo Dresden
Das neue Weibchen Luna und ihr Partner Oleg sind jetzt zusammen in der Schauanlage zu sehen – und könnten sich im Oktober erstmals paaren.
Buntmardermännchen Oleg hat eine neue Partnerin: Die zweieinhalbjährige Luna, die aus dem Pariser Zoo Ménagerie du Jardin des plantes nach Dresden kam, ist seit Kurzem in der Schauanlage nahe den Schneeleoparden zu sehen. „Zuvor hat sich Luna hinter den Kulissen eingewöhnt“, berichtet Revierleiter Mike Wolf. „Anfangs war sie dort allein, später lernte sie Oleg in Ruhe kennen."
Weil im Umfeld dieses geschützten Domizils jedoch Bauarbeiten anstehen, zogen die beiden rechtzeitig vor der Paarungszeit in die geräumige Schauanlage um. Dort steht ihnen neben der für die Besucher einsehbaren Doppelvoliere noch eine dritte, abgeschirmte Voliere für die eventuelle Geburt und Aufzucht zur Verfügung.
Es könnte schon bald soweit sein
„Buntmarder werden mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif“, so der Revierleiter. „Das heißt, dass Luna im Oktober erstmals paarungsbereit sein könnte.“ Der zehnjährige Oleg hat zwar bereits mit einer früheren Partnerin Jungtiere gezeugt, doch das Weibchen zog diese nicht auf. Eine erfolgreiche Fortpflanzung wäre also auch für ihn eine neue Erfahrung. Doch bis es so weit ist, vergehen auch bei geglückter Paarung noch mehrere Monate. „Zunächst bleiben Luna und Oleg ganz normal zusammen“, sagt Mike Wolf. „Über den Winter ruht der Keimling, da muss die Mutter, so gut es geht, vor negativen Einflüssen geschützt werden.“ Zwischen März und Mai kommen bei dieser Art meist ein bis zwei, manchmal auch drei Jungtiere zur Welt.
Privatsphäre zur Geburt
Luna wird sich für die Geburt vermutlich in die sichtgeschützte Voliere zurückziehen – und ihren Partner auch in den folgenden Wochen nicht hineinlassen. „In der Zeit der Aufzucht fordern die Weibchen Abstand. Die Männchen akzeptieren das und nähern sich ihrem Nachwuchs erst, wenn die Mutter das für richtig hält.“ Nach etwa zwölf Wochen verlassen die Jungtiere die Höhle, und die Eltern kümmern sich dann gemeinsam um sie.
Weil die aus Asien stammenden Buntmarderselten in Zoos gezeigt und noch seltener gezüchtet werden, würde sich der Revierleiter sehr über einen Zuchterfolg freuen– es wäre der erste seit elf Jahren. Als Vertreter einer „sehr nördlichen Variante“ dieser weit verbreiteten Tierart haben Luna und Oleg ein optisch sehr attraktives schwarz-gelbes Fell. Weiter südlich tendiert die Farbe eher zu braun-gelb.
Der Alltag im Zoo
Das Futter für die kleinen Raubtiere passen die Pfleger saisonal an: Jetzt im Herbst, wenn in der Natur viele Früchte reifen, gibt es eine Extraportion Kohlenhydrate; im Winter steht mehr Tierisches auf dem Speiseplan.
Um Luna und Oleg auch darüber hinaus zu beschäftigen, müssen sich Mike Wolf und seine Kollegen einiges einfallen lassen: „Buntmarder verlieren schnell das Interesse. Deshalb hängen wir mal einen Reifen auf, ein andermal einen Balken über dem Wasser. Auch Geruchsstoffe oder Bälle sorgen für Abwechslung.“
Oleg zeigt sich dabei skeptischer und zurückhaltender als Luna, die der Revierleiterübrigens „umgetauft“ hat: „Ihr Name aus Paris war lang und schwer auszusprechen. “Inspirationsquelle war dann der Vollmond, der am Tag der Ankunft über Dresden geschienen hatte."
Quelle:https://www.saechsische.de/anzeige/nachwuchshoffnung-bei-den-buntmardern-im-zoo-dresden-33301.html
(Eintrag vom 04.10.2023 zum Thema "Zoo Dresden")
Adrian Langer:   https://www.zvw.de/stuttgart-region/%C3%BCberraschung-in-der-wilhelma-stuttgart-nachwuchs-bei-den-schneeleoparden_arid-707596

Unerwartet kam ein Schneeleopard zur Welt.
(Eintrag vom 12.09.2023 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Liz Thieme:   Meldung auf FB von vor zwei Tagen:

Es ist soweit: Der Bau der neuen Grosskatzenanlage Panterra hat diese Woche im oberen Zooteil begonnen, weshalb wir zurzeit keine Raubkatzen mehr im #zoozuerich haben. Zoodirektor Severin Dressen führt euch noch einmal durch die alten Anlagen und erklärt, wie sich die Lebensräume und die Haltung der Tiger, Löwen und Schneeleoparden durch Panterra verändern werden.
Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder
(Eintrag vom 28.08.2023 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Weitere Vorbereitungen für "Panterra". Am 15. August reisen die Schneeleoparden in den Zoo Liberec meldet Zürich über Facebook.
(Eintrag vom 09.08.2023 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Eine Zusammenfassung zur morgigen Eröffnung der Afrikasavanne in Karlsruhe und ein kleiner Ausblick auf anstehende Umbauten:
"Neue Afrikasavanne im Karlsruher Zoo: Das erwartet die Besucher
Am Freitag wird die Afrikasavanne nach rund dreieinhalbjähriger Bauzeit eröffnet. Ab 15 Uhr können Zoobesucher die neue Anlage in Augenschein nehmen.
Affenbrotbaum erinnert im Karlsruher Zoo an die Savanne
Ein Wassergraben trennt die Tiere von den Besuchern, so ist das Areal einfacher einzusehen als früher. Bereits am Montag sind auch die Giraffen in den Zoo zurückgekehrt.

Welche Tiere leben in der neuen Afrikasavanne?
Neben den Zebras haben dort auch die beiden Netzgiraffen Nike und Wahia ihr Zuhause. Die Giraffen waren während der Bauarbeiten in den Opel-Zoo im hessischen Kronberg ausgelagert, seit Anfang der Woche sind sie wieder in Karlsruhe. Der Zoo hofft, dass die beiden Giraffen trächtig zurückgekehrt sind. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Antilopen und Strauße auf die Anlage kommen. Direkt neben der Afrikasavanne haben die Erdmännchen bereits ihr neu gestaltetes Heim bezogen.

Welche Besonderheiten erwarten die Besucher?
Das Highlight ist sicher die neue Aussichtsplattform, auf der die Besucher den Giraffen auf Augenhöhe begegnen können. Nach Angaben von Zoosprecher Timo Deible ist die neue Plattform groß genug, dass eine Schulklasse „problemlos darauf Platz findet“. Eine weitere Besonderheit ist der sogenannte Baobab, ein künstlicher Affenbrotbaum in der Mitte des Areals. Dieser Baum soll den Lebensraum in der Savanne vermitteln, laut Deible sind diese Bäume typisch für die Savannenlandschaft. In Zukunft soll es außerdem möglich sein, Fütterungen bei den Giraffen als besondere Attraktion zu buchen – beispielsweise für einen Kindergeburtstag. „Besonders ist zudem, dass man die Tiere miteinander agieren sieht“, so Deible.

Kann es hierbei auch zu Konflikten kommen?
Das ist durchaus möglich. Es sei nicht garantiert, dass eine Gemeinschaftshaltung immer ohne Konflikte abläuft, sagt Zoosprecher Timo Deible. Diese Art der Haltung sei dennoch besser für die Tiere, da sie mehr Abwechslung biete.

Wie viel Fläche haben die Tiere jetzt zur Verfügung?
Die neue Afrikasavanne verfügt über eine Fläche von 3.500 Quadratmetern. Die Fläche selbst ist nicht erweitert worden. „Wir haben nicht mehr Platz, wir nutzen ihn nur besser“, sagt Zoosprecher Deible. Dadurch, dass es keine Gehege mehr gibt, haben die einzelnen Tiere mehr Platz zur Verfügung. Das Areal für die Giraffen beispielsweise sei zuvor nur 700 Quadratmeter groß gewesen. Ein Wasserlauf trennt die Besucher von der Savanne.

Wie hat sich das Areal in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt?
Die Zahl der Gehege ist kontinuierlich gesunken. In den 80er-Jahren waren auf der 3.500 Quadratmeter großen Fläche noch zehn Gehege für verschiedene Huftiere angesiedelt, 2015 waren es noch vier. Das ist nun Geschichte, auch wenn es nach wie vor noch die Möglichkeit gibt, Tiere voneinander zu separieren.

Wie wurde das Giraffenhaus verändert?
Der Bau aus den 60er-Jahren wurde in seiner Grundstruktur erhalten. Die Kacheloptik im Inneren ist einer Lehmstruktur gewichen. Die Giraffen können bei Bedarf nach wie vor durch Boxen voneinander getrennt werden. Der Innenbereich des Giraffenhauses wurde durch eine Art Wintergarten erweitert. So haben die Tiere bei schlechterem Wetter mehr geschützte Fläche zur Verfügung.

Wie hoch sind die Kosten für die komplette Anlage?
Laut Zoosprecher Timo Deible sei man im Kostenrahmen von 7,8 Millionen Euro geblieben. Nicht alles, was ursprünglich geplant war, habe letztlich auch umgesetzt werden können, sagt Timo Deible. So hätten frühere Planungen etwa einen Steg vom Gehege der Schneeleoparden herunter zur Afrikasavanne vorgesehen. Dies sei letztlich aber finanziell nicht zu realisieren gewesen. Die Volksbank habe 300.000 Euro für den Affenbrotbaum und die Aussichtsplattform beigesteuert.

Gibt es weitere Bauprojekte im Zoo?
Momentan wird die Anlage der Kurzkrallenotter am Lauterberg umgebaut. Gerade werde noch ein Bachlauf eingefügt und ausmodelliert. Die Anlage zwischen Eisbären und Seelöwen soll laut Zoosprecher Deible noch diesen Sommer fertiggestellt werden. Die Insel für die Kattas ist dann das nächste Großprojekt des Zoos. Ursprünglich hätten die Arbeiten für die Insel neben dem Affenhaus im Frühjahr losgehen sollen. Wegen zu hoher Kosten habe man aber noch einmal umplanen müssen, sagt Deible."
Quelle:https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/neue-afrikasavanne-im-karlsruher-zoo-das-erwartet-die-besucher

(Eintrag vom 27.07.2023 zum Thema "Projekte der Zoos")
W. Dreier:   Am Berg kein Schneeleopard, keine Manule - die Marco-Polos und Blauschafe ganz unten - von dem Seitenaufgang fast nicht zu sehen. Hineingeschossen. Denn es gibt junge Blauschafe. 4 sollen es sein - hier am Rechner bearbeitet, sind sie dann sogar zu sehen.
3 links unten, rechts eins bei der Mama
(Eintrag vom 11.07.2023 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Rainer Hillenbrand:   @Adrian: In das ehemalige Elefanten-Außengehege werden die Wasserbüffel umziehen - quasi Traditions-Tierart in Augsburg, daher leider keine Bantengs... Ein neuer Stall muß auch noch gebaut werden.
Die freiwerdende Wasserbüffel-Anlage + benachbartes Kängurugehege + die 3 Gebirgshuftiergehege sollen im Komplex Himalaya aufgehen - so die erste Verlautbarung.
Ich vermute, daß als Leittierart hierfür Schneeleoparden angedacht sind, die der Öffentlichkeit auch gut als Zugpferd für das ganze Projekt "verkauft" werden können, Jedenfalls besser als Takine, Steinböcke und Co. Das Ganze soll ordentlich ins Geld gehen, so daß man sicher auch Spendengelder einwerben muß.
(Eintrag vom 04.07.2023 zum Thema "Zoo Augsburg")
Adrian Langer:   Gestern besuchte ich nach einigen Jahren wieder den Zoo Usti. Ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht wurde. Nach mehreren Jahren Stillstand ist nun eine vermehrte Bautätigkeit zu beobachten. Direkt am eingang befanden sich zwei neue Volieren für Kaptriele und Blauohr-Honigfresser auf der einen und eine Voliere mit mehreren Finken-, Tauben- und Sitticharten auf der anderen Seite. Das ehemalige Gehege der Borneo-Orang-Utans wurde nun für Brazza-Meerkatzen hergerichtet. Amurleoparden sind nicht mehr im Bestand, dafür aber jeweils zwei Gehege mit Malaiischen Tigern und Schneeleoparden besetzt. Die meiste Bautätigkeit erfolgte aber auf dem Berg des Zoos. So wurde das ehemalige Elefantenhaus für Malaientapire und Pustelschweine hergerichtet. Aktuell entsteht auf der Fläche der ehemaligen Nilgau/Schneegeieranlage entsteht aktuell eine Anlage für Przewalskipferde. Die anlage des letzten Breitmaulnashorns wurde vom Asphalt befreit und beherbergt nun Watussirinder. Zusätzlich entstehen aktuell Anlagen für Aye-Ayes und Zwergplumploris an verschiedenen Stellen des Plateaus. Ein Besuch sollte sich in den nächsten Jahren also besonders lohnen!

Anbei: Orang-Utanhybrid (aktuell letztes Tier im Zoo. Ob der noch die neue Oranganlage erleben wird?)
(Eintrag vom 16.06.2023 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
cajun:   Eines der Nachwuchstiere der Schneeleoparden ist verstorben:
"Schreckliche Nachrichten aus dem Zoo Salzburg: Die kleine "Schneeleopardin Akira ist am Mittwoch überraschend verstorben. Woran, ist zurzeit noch unklar.
Akira und Nuri sind das Glück des Salzburger Zoos. Sie sind die ersten Schneeleoparden-Babies seit 2019. Der Tod der kleinen Akira trifft die Zoo-Mitarbeiter sehr. „Es ist ganz schrecklich“, sagt Sprecherin Ulrike Ulmann mit stockender Stimme. „Es ist gerade erst passiert und ging sehr schnell.“ Die Todesursache ist noch unklar. Krank war die Schneeleopardin nach ersten Erkenntnissen nicht. Eine Obduktion soll Aufschlüsse liefern, an was die kleine Akira gestorben ist. "
Quelle:https://www.krone.at/3027538
(Eintrag vom 07.06.2023 zum Thema "Zoo Salzburg")
cajun:   Gebirgswiederkäuer Nachzuchten werden gemeldet:
"Fünffacher Nachwuchs bei den Schraubenziegen
Über die Pfingsttage kamen in der Wilhelma in Stuttgart fünf kleine Markhore zur Welt – die natürlich noch nicht über das imposante, spiralig gewundene Gehörn verfügen, mit dem die ausgewachsenen Böcke ihre Revierkämpfe austragen. Dadurch ist die Herde der Markhore auf elf Tiere angewachsen. Die niedlichen Kitze, ein Zwillingspärchen und drei einzelne Jungtiere, sind auch schon für die Wilhelma-Besucher*innen zu entdecken.
Das Gehege der Markhore ist steil und felsig – wie die Gebirgsregionen Zentralasiens, woher die auch Schraubenziegen genannten Paarhufer ursprünglich stammen. „Die Hufe der Tiere sind an den trockenen, steinigen Untergrund angepasst“, erläutert Kuratorin Ulrike Rademacher. „Wenn der Boden zu weich ist, bekommen sie Probleme mit den Klauen.“

Auf unter 6.000 Tiere wird der natürliche Bestand der gehörnten Kletterkünstler in Turkmenistan, Afghanistan, Nordwestindien und Pakistan geschätzt. Auf der Suche nach Nahrung besteigen sie nicht nur Felsen und bergige Hänge: Leichtere Tiere erklimmen auch schon mal niedrige, geeignete Bäume, um an das frische Laub zu kommen. Zu den natürlichen Feinden der Markhore gehören der Schneeleopard – der im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart direkt nebenan sein Gehege hat – und der Wolf. Der größte Feind der Schraubenziege aber hat zwei Beine und ein Gewehr: Die Tiere werden traditionell wegen ihres Fleisches gejagt und die beeindruckenden gewundenen Hörner, die bei ausgewachsenen Böcken bis zu eineinhalb Meter lang werden können, sind bei Trophäenjägern beliebt. Bei den Kitzen ist von den imposanten Stirnwaffen – die bei den Weibchen übrigens deutlich kleiner ausfallen – noch nichts zu sehen. Die munteren Jungtiere bewegen sich aber auf ihrer Entdeckungsreise durch das felsige Gelände schon fast genauso geschickt wie ihre Eltern.

Die Wilhelma hält seit 1994 eine Herde von Markhoren, die zu den größten Wildziegen zählen, und nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm teil. Nur noch drei weitere Zoos in Deutschland verfügen über die seltenen, als gefährdet gelisteten Schraubenziegen."
Quelle:https://www.wilhelma.de/aktuelles/aktuelles/news-presse/meldung/fuenffacher-nachwuchs-bei-den-schraubenziegen
(Eintrag vom 02.06.2023 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
cajun:   Ein Jungtier und ein Todesfall:
"Nachwuchs bei den Chacko-Pekaris und Abschied von Onjegin
Während es im Leipziger Pantanal mit der ersten Aufzucht eines Jungtieres bei den stark gefährdeten Chaco-Pekaris gute Nachrichten gibt, musste der Zoo heute den hochbetagten Schneeleoparden Onjegin erlösen. Der 20 Jahre alte Kater hatte zuletzt schwere altersbedingte Beschwerden, die seine Mobilität und Körperpflege so stark einschränkten, dass er heute aus veterinärmedizinischen Gründen eingeschläfert wurde, um ihm Leiden zu ersparen. Onjegin ist laut dem Zooinformationssystem (ZIMS) weltweit einer der ältesten Schneeleoparden in Zoos.
Der Pekarinachwuchs hingegen hat sich in den ersten drei Wochen gut entwickelt und ist mit seinen Eltern und einem weiteren Weibchen bereits auf der Außenanlage unterwegs."
Quelle:https://www.zoo-leipzig.de/artikel/nachwuchs-bei-den-chacko-pekaris-und-abschied-von-onjegin-1434/
(Eintrag vom 23.05.2023 zum Thema "Zoo Leipzig")
Adrian Langer:   https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/zoo-salzburg-schneeleoparden-mit-doppeltem-nachwuchs-138535150

Zwei Schneeleoparden wurden geboren.
(Eintrag vom 10.05.2023 zum Thema "Zoo Salzburg")
Simon Kirchberger:   Das kann ich nach meinem Besuch am Samstag nur bestätigen. Auch da war es erstaunlich voll (am Vormittag Nieselregen und nachmittags bewölkt) und selbst die „langweiligen“ Ecken mit Schneeziege, P-Pferd etc. gut besucht.
Zum Brehm-Haus, das ich etwas länger besucht habe;)
Binturongs wie erwähnt sehr sehenswert in der Felswand und auch die Tiger-Familie (der neue Kater ist wirklich ein Riese) war sehr aktiv und spielte Melonen-Ball. Bärenkuskuse sind wirklich ein Highlight, es sammelten sich Besucher-Horden davor. Und auch die Terrarien sind sehr sehenswert, vor allem 4 aktive Schönnattern und Kletternattern machen was her!
Den Baustellen hab ich mich weniger gewidmet, dafür war alles tierische zu interessant und der letzte Besuch zu lang her…
Neu war der gesamte Himalaya, den ich sehr gelungen finde (bis auf wenige Ausnahmen)
Tonkin-Languren sind ein Blickfang und für viele in einer Gebirgswelt ein kleiner Aha-Moment.
Vor allem die große Panda-Anlage macht was her, zusammen mit denen am Kinderbereich unten zählte ich 8 aktive Pandas an einem Tag, einmalig bisher. Und auch die Takine und andere Wiederkäuer sind sehenswert präsentiert. Toll machen sich auch die großen Gruppen von Kiang und Weißlippenhirsch, ein Traum für jeden Huftierfreund.
Negativ finde ich zum einen die Schneeleopardenanlage, die schon ok ist, was die Größe angeht, wäre aber deutlich mehr drin gewesen, da wurde viel verschenkt. Und dass die Futtertröge immer direkt hinter den Felsbrocken lokalisiert sind, wurde hier ja schon angesprochen, das empfinde ich auch als störend. Und der größte Kritikpunkt: oben am Gipfel ein Kletterspielplatz direkt neben der eh schon zu kleinen Voliere der scheuen Manule??? Ein einziges Fragezeichen, klar dass die Katzen bei dem Radau nicht zu sehen waren…
Was noch tierisches im flachen?
Ein Sifaka im Affenhaus, wie ein Flummi von links nach rechts springend, ein Foto unmöglich. Die neuen Hyänen kämpften immer noch die Rangordnung aus, die Leipziger erschienen als die Überlegenen. Daneben keine Rothunde und kein Nachwuchs. Bei den Huftieren immer wieder beeindruckend die großen Gruppen von Moschusochse, Schneeziege, Kulan, P-Pferd, Leier- und Baweanhirsch. Aber bei den Berberhirschen gehts dahin, nur noch 2?

Alles in allem wieder ein sehr toller Besuch und die Entwicklung macht große Hoffnung auf mehr. Die Kombination aus so besonderem Tierbestand und derartigen Platzverhältnissen ist eh schon toll, neu dazu kommen auch wirklich spannende Anlagen für Tiere und Besucher. Sollte diese Entwicklung so fortgesetzt werden, kann sich die „Konkurrenz“ im Westen und in Leipzig warm anziehen
(Eintrag vom 01.05.2023 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   Laut Zoofreundeforum wird die alte Anlage der Schneeleoparden neben dem Alfred-Brehm-Haus gerade umgestaltet. Man wird also hoffentlich bald wissen, zu welcher Zone die Anlage künftig gehört (Asien oder Afrika) und wer die Nachmieter werden. Wie es heißt, soll die Anlage aktuell aber wohl keinen heizbaren Innenstall haben. Falls da nicht noch nachgerüstet wird, dürfte es die Auswahl einschränken.

Ansonsten sind die Anoas laut Zootierliste weiter in den Zoo gezogen. Der letzte Informationsstand war ja tatsächlich, dass Bantengs kommen sollen.

Interessant finde ich die Information zu den Straußen. Davon habe ich länger nichts mehr gehört. Zusammen mit den Pelikanen wird es also auch mindestens zwei eindrucksvolle Vögel geben.
(Eintrag vom 21.04.2023 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Sehr transparent die Meldung aus Zürich:
"Grosse «Züglete»: Reiseprogramm der Grosskatzen und Wölfe
Im Juli 2023 beginnen wir mit den Bauarbeiten für den neuen Lebensraum Panterra. Bis dahin ziehen alle unsere Grosskatzen und die Wölfe aus. Hier gibt es den Überblick, wer wann wohin geht.
Im Zoo Zürich fahren bald die Bagger auf: Im Sommer starten wir mit den Bauarbeiten für «Panterra». Panterra entsteht im Rahmen unseres Entwicklungsplans 2050 und ist ein Lebensraum für verschiedene Grosskatzenarten.
Unsere jetzigen Grosskatzen geben wir vor Baubeginn in andere Zoos ab, in Absprache mit den Koordinator*innen der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme für die jeweiligen Arten. Während die Asiatischen Löwen, die Amurtiger und die Schneeleoparden zur Eröffnung in den Zoo zurückkehren, ist der Abschied von den Mongolischen Wölfen definitiv. Wir geben die Haltung dieser Tiere auf.

Noch stehen nicht alle Abreisedaten verbindlich fest. Wir ergänzen die Angaben hier laufend.
Amurtiger Sayan
Abreise: 3. April 2023.
neues Zuhause: Zoologischer Garten und Aquarium Osijek (Kroatien)

Amurtigerin Irina
Abreise: Datum folgt
neues Zuhause: Parc Animalier d'Auvergne (Frankreich)

Asiatische Löwinnen Kalika & Jeevana
Abreise: Datum folgt
neues Zuhause: Zoo Jàszberény (Ungarn)

Schneeleoparden Shahrukh, Saida, Wajra & Warjun
Abreise: Datum folgt
neues Zuhause: Zoo Liberec (Tschechien)
Die Schneeleoparden Shahrukh und Saida und ihre beiden Jungtiere Warjun und Wajra ziehen als Familie um.

Mongolische Wölfe Khentii, Sonam & Samija
Abreise: Datum folgt
neues Zuhause: folgt
Die Mongolischen Wölfe kehren nicht in den Zoo Zürich zurück. Der Zoo gibt die Haltung dieser Art auf.

Ob von den abgegebenen Grosskatzen die gleichen Tiere zu uns zurückkommen, oder ob es andere Tiere sind, steht noch nicht fest. Diese Entscheidung fällt zu einem späteren Zeitpunkt in Absprache mit den Koordinator*innen der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme für die jeweiligen Arten."
Quelle:https://www.zoo.ch/de/zoonews/grosse-zueglete-reiseprogramm-der-grosskatzen-und-woelfe
(Eintrag vom 31.03.2023 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Ein neues Zuchtpaar für Magdeburg:
"Dawa und Dalai sollen als drittes Zuchtpaar in der Magdeburger Zoogeschichte zukünftig die Population in der EAZA-Erhaltungszucht stärken. Das zweijährige Schneeleoparden-Weibchen Dawa kam am 22. März 2023 aus der Wilhelma Stuttgart nach Magdeburg. Ihr fast dreijähriger Partner Dalai ist seit dem 25. März 2023 im Zoo. Dalai kommt aus dem Espace Zoologique Saint-Martin la Plain / Frankreich. Die Schneeleoparden zählen zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Großkatzen unserer Erde. Laut Weltnaturschutzunion (IUCN) ist die Schneeleoparden-Population auf weniger als 2.500 Tiere geschrumpft. In Abstimmung mit dem EAZA Ex situ Programm (EEP) für Schneeleoparden, dass unter anderem die Zucht der Schneeleoparden koordiniert, baut der Zoo Magdeburg erneut eine Schneeleopardenzucht auf. Der Zoo Magdeburg trägt durch die Haltung der Schneeleoparden zum Schutz dieser akut gefährdeten Tierart bei. Zum einen handelt es sich bei der durch das EEP koordinierten Zucht um eine Form des Artenschutzes außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes, den so genannten ex-situ Artenschutz. Zum anderen werden die Zoobesucher durch verschiedene Bildungsangebote über die Biologie und die Bedrohung der Schneeleoparden informiert. Auf der Außenanlage ist ab sofort mit etwas Glück entweder Dawa oder Dalai bei ersten Erkundungstouren des neuen Terrains gut zu beobachten."
Quelle:https://www.zoo-magdeburg.de/news/das-neue-schneeleoparden-paerchen-heisst-dawa-und-dalai/
(Eintrag vom 25.03.2023 zum Thema "Schneeleoparden")
cajun:   Ein netter Artikel zum Neubau der Raubtieranlagen in Zürich, der die Zoomeldung von gestern (hier im Thread "Raubkatzenanlagen" eingestellt), historisch unterfüttert.
Wie man lesen kann, hat Basel der "heutigen Nr.1" damals ausgeholfen @Sacha und Carsten :-)

"Die Zürcher Stadträte nehmen die Geschenke mit besorgter Mine entgegen, mit denen ihnen Alfred Ilg eine Freude bereiten will. Es ist ein Sommertag 1902, doch es ist weniger das Wetter, das den Herren in ihren Anzügen die Schweissperlen auf die Stirn treibt. Es sind die Geschenke: Sie heissen Mizzi und Barri und sind zwei Löwen.

Ein Pärchen, äusserst stattlich, wie die Experten finden, aber auch äusserst umständlich in der Aufbewahrung, wie die Stadträte vermuten. Nun stehen sie also da, Angesicht zu Angesicht mit Mizzi und Barri, und diskutieren, ob man Geschenke ablehnen darf. So zumindest steht es in der Chronik des Zoos Zürich geschrieben.
So ungewöhnlich wie die Geschenke ist der Besucher, der sie überbringt. Alfred Ilg heisst er, und auf Heimatbesuch aus Äthiopien ist er. Er trägt einen Zwirbelschnauz und einen eindrücklichen Titel: Erster Staatsminister von Abessinien.
Nach dem Ingenieurstudium an der ETH ist er 25-jährig nach Äthiopien ausgewandert, hat sich mit dem Kaiser angefreundet, die Hauptstadt Addis Abeba mitgebaut und geholfen, die Italiener in die Flucht zu schlagen. Nun will er sich bei der Stadt Zürich bedanken, weil diese es ihm mit der Ausbildung an der ETH überhaupt erst ermöglicht hat, in Afrika eine spektakuläre Karriere hinzulegen.

Im Gegensatz zum Stadtrat ist die Zürcher Bevölkerung begeistert vom Geschenk, so dass es nicht abgelehnt werden kann. Erst recht nicht, weil es sich ja bei den Löwen um das Zürcher Wappentier handelt. Es stellt sich also rasch die Frage: Wohin mit Mizzi und Barri?

Einen Zoo gibt es in Zürich damals noch nicht. Also entscheidet der Stadtrat, die Löwen bei einem Mann namens Urs Eggenschwyler unterzubringen. Einem schwerhörigen Künstler, der dafür bekannt ist, mit einem Löwen im Niederdorf Gassi zu gehen. Auf dem Milchbuck hat er sich eine Menagerie gebaut, in der er zeitweise gemeinsam mit drei Löwen haust. Nun also ziehen auch Mizzi und Barri ein, und Eggenschwyler bekommt von der Stadt drei Franken pro Tag, um Futter zu kaufen.

Das geht eine Weile gut. Am 18. November 1903 schreibt die NZZ: «Es sind aber Äusserungen laut geworden, dass die Fütterung karg sei und sicher ist, dass die Löwen grösseren Raumes bedürfen, um sich zu entwickeln.» Man zieht den europaweit bekannten Tierhändler Hagenbeck aus Hamburg bei, und dieser ist so begeistert von den beiden Löwen, dass er vorschlägt, sie mit nach Hamburg in seinen Zoo zu nehmen, bis Zürich einen Löwenzwinger gebaut hat. Der Stadtrat willigt ein, und Mizzi und Barri fahren gemeinsam mit Urs Eggenschwyler im Zug nach Hamburg zu Hagenbeck.

Doch bald ist nicht nur der Stadtrat unglücklich, der nun jeden Tag fünf Mark bezahlen muss für die Löwen, sondern auch die Zürcher Bevölkerung, die die Löwen vermisst. Es gibt Protestaktionen und Spendensammlungen. Und bald sind 10 250 Franken zusammen. Für einen Löwenzwinger ist es zu wenig. Der Stadtrat sucht also eine neue Lösung, und so kommt es ihm gelegen, dass just in diesem Moment in Basel ein Löwe stirbt, und man vermutet, den anderen werde bald dasselbe Schicksal ereilen.

Schnell ist der Pakt mit den Baslern geschlossen, und Mizzi und Barri fahren wieder im Zug. Dieses Mal in die andere Richtung. Und immerhin in einen Zoo, den die Zürcher Bevölkerung in einem Tagesausflug erreichen kann. Die Basler dürfen die Löwen so lange ausleihen, bis Zürich seinen Löwenzwinger gebaut hat, so lautet die Abmachung. Dass es noch mehr als zwanzig Jahre dauern wird, bis in Zürich der Zoo eröffnet, damit rechnet damals niemand. Und so ahnt damals auch niemand, dass Mizzi und Barri nie mehr nach Zürich zurückkehren. Die Zürcher Wappentiere bleiben bis zu ihrem Tod in Basel.
Nun, mehr als hundert Jahre später, ereilt die Löwinnen im Zürcher Zoo ein ähnliches Schicksal. Sie heissen Jeevana und Kalika, sind Schwestern und werden im Sommer gezügelt. Wahrscheinlich ins Ausland. Wohin, ist noch unklar. Sie sollen so lange in einem anderen europäischen Zoo leben, bis die neue Grosskatzenanlage Panterra im Zoo Zürich 2025 fertig gebaut ist.
Geplant ist eine Anlage mit vier verschiedenen Lebensräumen, die über Brücken verbunden sind. Löwen, Tiger und Schneeleoparden werden die Anlagen im Rotationsprinzip nutzen. Spatenstich ist im Sommer, bis dann müssen die Löwenschwestern ausgezogen sein.
2025 werden Jeevana und Kalika dann wahrscheinlich wieder heim nach Zürich reisen. Aber eben nur wahrscheinlich. Das letzte Wort hätten die Verantwortlichen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, sagt der Zoo-Direktor Severin Dressen. Möglich sei auch, dass diese dem Zoo Zürich 2025 ein anderes Löwenpärchen zuteilten.
Ganz sicher dasselbe Schicksal wie Mizzi und Barri ereilt die Zürcher Wölfe. Sie ziehen im Sommer endgültig aus. Ihre Anlage muss der neuen Grosskatzenanlage weichen. Der Zoo Zürich verzichtet in Zukunft auf Wölfe."
Quelle:https://www.nzz.ch/zuerich/loewen-muessen-zoo-zuerich-verlassen-erinnerungen-an-eine-odyssee-ld.1730418
(Eintrag vom 16.03.2023 zum Thema "Zoo Zürich")
Simon Kirchberger:   Raus in Richtung altem Orang-Haus, dort eine Kleingruppe aus Mann, Frau und Sohn von 2015. Nebenan noch 2 alte Weibchen, jeweils alleine. Vor dem Eingang Großer Garten 2 Volieren mit unsichtbaren Blaukappenhäherlingen und (fast) unfotografierbaren Chinesischen Baumstreifenhörnchen. Angrenzend war ein Buntmarder mit einem Futterkaninchen am Werk und die Schneeleoparden thronten wie gewohnt über allem.
Anbei: Chinesisches Baumstreifenhörnchen

(Eintrag vom 15.03.2023 zum Thema "Zoo Dresden")
cajun:   Der Zoo Zürich kündigt seinen innovativen Neubau der Großkatzenanlagen an. Als Tierart werden die mongolischen Wölfe dem Umbau weichen müssen.

"Neues für die Grosskatzen
Aus vier mach eins mach vier: Anstelle der heutigen Anlagen von Schneeleopard, Tiger, Wolf und Löwe entsteht «Panterra» – eine Grosskatzenanlage mit Rotationssystem. Wie das funktioniert, was es den Tieren bringt und wie die Anlage ungefähr aussehen wird, zeigen und beschreiben wir hier.
Im Zoo Zürich fahren bald die Bagger auf: Ab Juli 2023 starten wir mit den Bauarbeiten für «Panterra». Panterra entsteht im Rahmen unseres Entwicklungsplans 2050 und ist ein Lebensraum für verschiedene Grosskatzenarten.
Der Name Panterra ist eine Wortkombination aus Panthera – dem Gattungsnamen der Eigentlichen Grosskatzen – und Terra, dem lateinischen Wort für Erde.
Das Besondere: Die Grosskatzen nutzen die neue Anlage – nach Arten getrennt – gemeinsam. Will heissen: die Amurtiger, die Asiatischen Löwen und die Schneeleoparden bleiben zwar artlich unter sich. Dank eines Rotationssystems können sie im Wechsel aber alle vier Bereiche Panterras nutzen.
Die Eröffnung von Panterra ist per Frühjahr 2025 vorgesehen.
Bauzeit ohne Katzen
Seine jetzigen Grosskatzen gibt der Zoo vor Baubeginn in andere Zoos ab, in Absprache mit den Koordinator*innen der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme für die jeweiligen Arten. Während die Asiatischen Löwen, die Amurtiger und die Schneeleoparden zur Eröffnung in den Zoo zurückkehren, ist der Abschied von den Mongolischen Wölfen definitiv. Der Zoo gibt die Haltung dieser Tiere auf.
In Panterra werden die Grosskatzen im Wechsel vier verschiedene Lebensräume nutzen. Für die Tiere ist dies eine spannende Anreicherung, die für Abwechslung sorgt. Denn mit jedem Wechsel vom einen in den nächsten Bereich warten wieder neue Gerüche und Spuren der Vorgänger auf die «Nachmieter». Ergänzend dazu fördern Jagdsimulationen das natürliche Verhalten der Tiere.
«Catwalk» über den Köpfen
Die einzelnen Anlagenteile sind mit Brücken verbunden. Diese führen über den Besucherweg. Besucher*innen, die gerade den Zeitpunkt eines Anlagenwechsels erwischen, erhalten dabei eine ganz neue und ungewohnte Sicht auf die Grosskatzen.
Auch für die Kleinen Pandas, die in der gleichen Zooregion zuhause sind, bringt die geplante Anlage neue Vorteile. Die Katzenbären erhalten durch eine Überführung Zugang zu Bäumen in Panterra und können so ihren Bewegungsradius erweitern.
Grosskatzen sind nicht das einzige Thema Panterras. Im heutigen Löwenhaus erstellt der Zoo eine begehbare Insektenanlage mit bedrohten Insekten- und Spinnenarten. Die Zoobesucher*innen können dort Tiere wie etwas Stabschrecken aus nächster Nähe erleben.
Mit dem Insektenhaus will der Zoo seine Gäste für das Thema des Insektensterbens sensibilisieren. Insekten nehmen in vielen Ökosystemen eine wichtige Rolle als Pflanzen-Bestäuber ein. Allerdings geht es den kleinen Tieren nicht gut: Viele Insektenarten sind heute bedroht. Ihre Vielfalt nimmt ab und es ist ein eigentliches Insektensterben in Gange.
In der Natur gefährdet
Allen bisherigen und künftigen Bewohnern von Panterra ist eines gemeinsam: Sie gelten in der Natur als bedroht.
Vom Asiatischen Löwen und vom Amurtiger (beide Arten im Status «EN» (stark gefährdet) auf der Roten Liste der Welt-Naturschutzunion IUCN) gibt es in der Wildnis nur noch einige wenige hundert Tiere. Beim Schneeleoparden («VU», gefährdet) sind es noch gegen 3000. Umso wichtiger sind stabile, gesunde Reservepopulation dieser Arten in Zoos.
Der Zoo Zürich ist bereits Teil der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme für Amurtiger, Asiatischer Löwe, Schneeleopard und Kleiner Panda. Künftig wird er sich auch an Zuchtprogrammen zur Erhaltung bedrohter Insektenarten beteiligen."
Quelle:https://www.zoo.ch/de/zoonews/neues-fuer-die-grosskatzen

(Eintrag vom 15.03.2023 zum Thema "Raubkatzen-Anlagen")
W. Dreier:   Schneeleopard? Schnee - was soll denn das!
(Eintrag vom 07.03.2023 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Der "Olaf"ist nun zu sehen:
Neunkirchen Neuzugang in der Schneeleopardenschlucht des Neunkircher Zoos im Saarland: Schneeleopard Olaf. Olaf ist acht Jahre alt und stammt aus dem schwedischen Tierpark Kolmården, wie der Zoo am Dienstag mitteilte.
Olaf war bereits im Januar im Saarland angekommen und soll künftig gemeinsam mit der zehnjährigen Schneeleopardin Luisa in der Schneeleopardenschlucht leben.
Olaf habe am Montag zum ersten Mal die Außenanlage des Neunkircher Zoos betreten und war erstmals für die Besucher zu sehen. Die nächste Zeit würden Olaf und Luisa die Außenanlage abwechselnd nutzen. Wann die Tiere das erste Mal gemeinsam die Anlage betreten, stehe noch nicht fest und sei abhängig von ihrem Verhalten. Luisa habe aber bereits Interesse gezeigt.
Olaf wurde dem Neunkircher Zoo den Angaben zufolge durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zugewiesen. Da Schneeleoparden in freier Wildbahn stark gefährdet sind, sei eine Zucht der Tiere ein besonderer Erfolg. Für Schneeleopardin Luisa und den Neunkircher Zoo wäre es der zweite Wurf. Im Mai 2016 brachte Luisa zwei Jungtiere auf die Welt.
Quelle: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/blickzumnachbarn/schneeleopard-olaf-zeigt-sich-im-neunkircher-zoo-besuchern_aid-84462549


(Eintrag vom 07.02.2023 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
W. Dreier:   Hier die "Tierausstellungen" nach dem alten Plan: Mishmis also in den unteren Himalaya. Es gibt ja wohl den Plan, dass tendenziell die Sichuans nach Amerika sollen , Europa mit Mishmis und Goldenen T
"Himalaya
• Schneeleopard
• Vergesellschaftung: Goldtakin + Goral
• Kleiner Panda
• Vergesellschaftung: Marco-Polo-Schaf + Markhor
• Vergesellschaftung: Mishmi-Takin + Schopfhirsch
• Weißlippenhirsch
• Blauschaf
Südostasien
• Vergesellschaftung: Malaienbär + Binturong + Vietnam-Sika
• Vergesellschaftung: Sambar + Schabrackentapir
• Gibbon
• Wasserbüffel
• Orang Utan
Mandschurei
• Amur- Tiger
• Nordchinesischer Leopard
• Rothund
• Vergesellschaftung: Altai- Maral + Sibirisches Moschustier
• Riesenseeadler
Steppe
• Vergesellschaftung: Trampeltier + Przewalski-Pferd + Kulan + Kropfgazelle
• Vergesellschaftung: Bucharahirsch + Kreishornschaf
• Steppenmurmeltier
• Korsak
• Manul
(Eintrag vom 01.02.2023 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Über Facebook und die B.- Zeitung wird die Ankunft eines neuen Schneeleopardenkaters aus Schweden angekündigt.
"Neunkirchen – Er ist bereits mit dem Auto unterwegs, wird im Neunkircher Zoo schon sehnsüchtig erwartet: Olaf (8), der neue Partner von Schneeleopardin Luisa.
Er kommt aus dem Tierpark im schwedischen Kolmården, südwestlich von Nyköping. Zoodirektor Norbert Fritsch (64) reiste selbst in den hohen Norden, um die Großkatze in Empfang zu nehmen. Mit der Ankunft wird heute oder morgen gerechnet – je nach Verkehrslage
Olaf soll den im vergangenen September verstorbenen Sarga (†10) als Partner von Luisa (10) ersetzen. Natürlich wird im Rahmen des Zuchtprogramms für vom Aussterben gefährdete Arten auf die große Liebe zwischen den beiden Tieren gehofft."
Quelle:https://www.bild.de/regional/saarland/saarland-news/neunkirchen-bald-fruehlingsgefuehle-im-zoo-neuer-liebes-leo-fuer-luisa-82519030.bild.html
(Eintrag vom 13.01.2023 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Rainer Hillenbrand:   Der Steinbockfels, 85 Jahre alt? Die Anlage wurde 1965 eröffnet....
Es soll auch nicht nur das Steinbockgehege überarbeitet werden, sondern auch die benachbarten Gehege der Ture, das leerstehende ehemalige Markhorgehege, sowie die Anlagen von Känguru und Wasserbüffel werden mit einbezogen - das Ganze trägt den Arbeitstitel Himalaya und sieht eine Umwandlung vor in Gehege für evtl. Goldtakin, Schneeleopard und die Alpensteinböcke könnten durch Sibirische ersetzt werden.
(Eintrag vom 11.01.2023 zum Thema "Zoo Augsburg")
Mark Meier:   @W Dreier: Die im Tierpark angekommene östliche Unterart soll wohl von Sumatra bis hoch auf über 3.000 oder sogar über 3.700m identisch vorkommen. Ich weiß jetzt nicht, inwiefern es auch innerhalb einer Unterart genetische Anpassungen an den Lebensraum gibt. Ansonsten sollten die Tiere nach etwas Akklimatisierung doch eigentlich mit dem Berliner Klima zurecht kommen. Im Zweifel kann es aber natürlich trotzdem sein, dass man sie öfter mal nicht zu Gesicht bekommt. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich an manchen Tagen trotz guter Kleidung auch die warme Stube vorziehen ;)

Zu den Schneeleoparden: Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass man die Anlage am Brehm-Haus als Dauerreserve bereit hält. Aber natürlich ändert das nichts an der Frage, was man denn im Falle einer Zucht nun tatsächlich vorhat. Wie bei den Manulen habe ich da ehrlich gesagt auch keine Ahnung.
(Eintrag vom 04.12.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   News aus Hellbrunn:

"Traurige Nachrichten aus dem Zoo Salzburg. Schneeleopardin "Mira" verstarb im Alter von 20 Jahren.
Salzburg
„Zum Schluss hat sie im wahrsten Sinne des Wortes die Kraft verlassen“, sagt Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner in einer Aussendung. Die betagte Schneeleopardin "Mira" durfte stolze 20 Jahre alt werden. „Altersbedingt befand sich Mira in einem sehr schlechten Allgemeinzustand, weshalb wir sie gestern erlöst haben“, erklärt Grebner. Mit gesundheitlichen Problemen hatte die alte Raubkatze schon seit einigen Wochen zu kämpfen. Nachdem es mit ihr in den vergangenen Tagen gesundheitlich rapide bergab gegangen war, musste sich der Zoo Salzburg nun von der charakterstarken Katzendame verabschieden."
Quelle:https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/zoo-salzburg-trauert-um-schneeleopardin-mira-129987727
(Eintrag vom 18.11.2022 zum Thema "Schneeleoparden")
Patrick Marburger:   Aktuell sitzen die Servale hinter den Kulissen und die drei Schneeleopardennachzuchten sind dort eingezogen. Eigentlich hat man ja drei Anlagen für die Schneeleoparden und mutet nun den Servalen sehr schnell aufeinander mehrere Umzüge zu... Einziehen wird da meines Wissens nach aber nichts Neues, man wird mit den Jaguaren züchten wollen und dafür braucht es drei Anlagen.

Ich meine, dass die Kaiserschnurrbarttamarine abgegeben worden sind. Warum man die Brüllaffen mit nichts vergesellschaftet, etwa mit ihnen, ist mir ein Rätsel...
(Eintrag vom 16.11.2022 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
cajun:   Ich bin gespannt, wie die Vögel sich in der neuen Anlage präsentieren. Übrigens: Dem alten Tigerkater scheint es wieder besser zu gehen , laut FB Postings des Zoos.
Aber nun zu den Karakaras:
"In den vergangenen Monaten wurde oberhalb des Großkatzenhauses das zuvor von den Roten Pandas bewohnte Gehege durch das Team des Grünen Zoo Wuppertal umgestaltet. Nach der Fertigstellung der großzügigen und naturnah gestalteten Anlage konnte dort heute ein Paar Andenkarakaras einziehen.
Neu für den Grünen Zoo ist diese Tierart jedoch nicht. Das 2002 geborene Männchen lebt bereits seit 2004 in Wuppertal und das 2001 geborene Weibchen folgte im Jahr 2015. Bis zum Umbau im Jahr 2016 waren die Andenkarakaras gemeinsam mit den Andenkondoren in der Anlage zu sehen, in denen heute die Schneeleoparden zuhause sind.
Andenkarakaras gehören zu den Falkenartigen und haben eine Spannweite von ungefähr 90 cm. Da Karakaras auch Aas fressen werden sie auch „Geierfalken“ genannt und stellen damit ebenso wie Geier eine Art „Gesundheitspolizei“ in der Natur dar. Wie ihr Name bereits verrät kommt der Andenkarakara in den Anden, von Nord-Peru über Bolivien bis Nordwest-Argentinien und Zentral-Chile vor.

Die Bevölkerungsentwicklung des Andenkarakara gilt glücklicherweise als stabil. Er hat ein extrem großes Verbreitungsgebiet und unterliegt keinen größeren Gefahren. In der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN wird er bislang als nicht gefährdet aufgelistet.
In Zoos ist diese Art nur selten zu sehen. Neben Wuppertal werden die Greifvögel nur in vier weiteren deutschen Zoos gehalten. "
Quelle: https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Aktuelles/andenkarakaras-im-gruenen-zoo.php
(Eintrag vom 02.11.2022 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Mark Meier:   Ich war gestern von Mittag bis Parkschluss bei traumhaftem Wetter im Tierpark. Neben vielen tollen Eindrücken auch mal Zeit, mir eine Reihe der Neuerungen anzusehen. . 

Hier meine losen Eindrücke, wie sie mir spontan einfallen (ansonsten gerne auch Fragen stellen):

Das Schlimmste zuerst: Die Baustelle am Elefantenhaus hat mich leider auch real ziemlich geschockt. W. Dreier schrieb mal sinngemäß: "Die Berliner Mauer steht wieder." Ich war erst kürzlich an der East Side Gallery und kann den Bezug leider komplett nachvollziehen. Statt dem offenbar nicht mehr geschätzten offenen Komplettpanorama läuft man jetzt viele, viele dutzende Meter "immer anne Wand lang" (und die ist geschätzt 3 Meter hoch!!!). Dazwischen sind kaum mal Öffnungen und selbst dort findet man dann fast immer schiefe Betonstelen bzw. beim Badebecken kommt wohl eine gerahmte Scheibe. Die Kunstfelsverkleidung macht es mE zwar immerhin etwas besser als nackter Beton, rettet für mich aber nicht den in meinen Augen vollumfänglich missratenen Gesamtansatz bzw. erhöht teils noch die negativen Aspekte: neben sicht-behindernd auch teuer, material- und energieintensiv sowie CO2-lastig und somit ökonomisch wie ökologisch null nachhaltig. Vor allem schafft man rund herum eine schöne Afrikalandschaft und dann so ein Fremdkörper, den ich nicht sinnvoll mit Immersion/ Savannenthema etc. in Einklang bringen kann. Vielleicht kann der Giraffenpfad noch etwas retten und vermutlich wird auch noch einiges mit Pflanzen kaschiert werden. Trotzdem ist es ein brutaler Bruch bzw. vorher hatte man die hässlichen Mauern wenigstens nur im Hintergrund statt direkt vor der Nase. Was ich dabei wie gesagt auch absolut nicht verstehe: Ausgerechnet Herr Knieriem (dessen Geschmack ich sonst auch an vielen Stellen schätze) merkte doch beim Vogelhaus im Zoo noch spöttisch an, das sei wohl für einen T-Rex gebaut worden. Warum investiert man dann in Friedrichsfelde in so eine Alcatraz-Gedächtnisoptik? Wie immer muss man das fertige Ergebnis erst noch abwarten, zumindest vorerst bin ich aber zunehmend desillusioniert. 

Zum Glück gab es gestern aber auch viele, viele positive Impressionen und sonstige Eindrücke:
- Überraschend: Der Giraffenpfad erhebt sich schon abschnittsweise (geschätzt die ersten paar dutzend Meter) und dürfte von der Konstruktionsweise her auch weiter relativ schnell voranzukommen! Man setzt dabei übrigens auf hübsche Tragelemente aus massivem aber doch leicht unregelmäßigem Holz, wohingegen die Laufzone mit recht dünnen Ästchen/Bambusstangen o.ä. mir fast etwas dünn vorkam.
- Aber auch die Savannenanlagen sehen schon weitgehend fertig aus. Die Abgrenzungen und die Landschaft sind scheinbar weitgehend fertig modelliert, sogar Pflanzen sind schon drin und es ist Gras angesät. Nur im Besucherbereich muss hier und da noch was passieren und bei den rückwärtigen Zonen mit den Ställen weiß ich es natürlich nicht. Ich habe aber keine großen Zweifel, dass man mit diesem Komplex wie geplant schon bis zum kommenden Frühjahr fertig werden kann. Von den Bewohnern habe ich mir heute übrigens nochmal die Gnus angesehen und freue mich enorm auf sie (hoffentlich harmonieren alle). Auch eine der Thomson-Gazellen mit ihrem charakteristischen Farbmuster habe ich in der Nähe des Schlosses zwischen den öffentlichen Huftieranlagen und die dichte Vegetation hindurch schon mal schemenhaft erspähen können. 
- Die Baustelle für die Asien-WG kommt ebenfalls schnell voran. Wie im Schüling-Forum beschrieben sind die Teichfolien angebracht und geflutet, alles Unkraut entfernt und auch schon erste Sichtscheiben verankert worden. Auch erste Pflanzungen sind schon erfolgt. Es liegen andererseits aber noch recht dicke Betonringe herum (ca. 1,50m Durchmesser) und die Einfriedung sieht insgesamt noch lange nicht fertig aus. Auch die Ställe fehlen überwiegend noch. Hier ist also noch zu tun, wobei jedoch schweres Gerät vor Ort ist und fleißig gearbeitet wird.
- Die Geiervoliere macht mit den Kronenkranichen deutlich mehr her als vorher. Es sind scheinbar 6 Tiere, welche die Bodenzone ordentlich beleben. Einen Sekretär gibt es dort übrigens anders als früher mal kommuniziert nicht oder nicht mehr. Stattdessen gibt es mW einen in der Adlerschlucht des Berliner Zoos. Vermutlich also ein Missverständnis oder aber man hat das Tier aufgrund von Unverträglichkeit dorthin umgesetzt. 
- Dafür dann ein Sekretär bei der Flugschau, wobei der statt Flug den Bodenkampf mit einer Plüschschlange simuliert hat. In der Luft waren u.a. diverse Bussarde und Geier sowie ein Falke und eine Eule. Mir persönlich war die Vorstellung übrigens etwas zu showlastig (viel Animateur-Rhetorik, viele flache Sprüche, allerdings daneben durchaus auch viel Wissenswertes). Allerdings war es noch nicht über den erträglichen Rahmen - und es war alles ziemlich voll (ähnlich übrigens bei den Pinguinen, wo ich ungeplant zur Fütterung ankam und mich kaum noch an den eng stehenden Menschen vorbei schieben konnte).
- Sehr viel angenehmer fand ich es im Himalaya, der jedoch ebenfalls sehr gut besucht war (gerade auf der Spitze herrschte reges Treiben und vor allem Klettern). Nur verteilen sich die Menschen hier deutlich besser. Selbst bei den Schneeleoparden blieb genug Platz. Mein persönliches Highlight neben der genialen Kiang-Gruppe war diesmal eindeutig die Panda-Schopfhirsch-WG. Gleich mehrere Pandas saßen in den Bäumen. Außerdem kletterte ein Tier eifrig auf der "Brücke" herum, die über das Besucherpodest hängt. Immer wieder blickte es dabei auch neugierig die Besucher an. Zwischendurch war es dann auch auf dem felsigen bzw. grasigen Boden oder auf den Bäumen unterwegs. Besser habe ich noch nie Kleine Pandas beobachten können. Im Hintergrund waren zudem immer wieder auch die Schopfhirsche in Aktion, die gerade durch ihre Anzahl durchaus auch Eindruck machten. Es war in Summe einfach traumhaft schön. Ein kleines Mädchen fragte die Eltern sogar, ob sie zufällig einen Schlafsack und ein Zelt dabei hätten. Sie würde gerne dort übernachten. Tatsächlich blieb nicht nur diese Familie sogar länger als ich (also sicher eine halbe Stunde plus X). Ich kann somit absolut nicht frühere Eindrücke bestätigen, dass die Anlage verschenkt ist. Man muss aber vermutlich etwas Glück und/oder Geduld mitbringen. Dieses fehlte mir mal wieder bei den Languren und den Manulen, nicht jedoch bei den Goldtakinen (sehr schöne Interaktion inklusive Geräuschkulisse) und bei den kleinen Hörnchen.
- Enorm großes Glück hatte ich dann zudem auch an einigen anderen Stellen. Das Bärenkuskus-Männchen war enorm aktiv und kletterte durch die gesamte Anlage. Die Varis kletterten und flitzten ebenfalls eifrig in ihrem "Wald" herum und bei den Sifakas im Affenhaus durfte ich ein interessantes Training beobachten (es schien mir um das Sprungverhalten von Stamm zu Stamm zu gehen).
- Beim Brehmhaus bin ich nach wie vor ein großer Fan, sehe aber auch noch Optimierungsbedarf. Ich habe neben dem Bärenkuskus mit etwas Geduld viele tolle Tiere vom Baumkänguru bis zum Malaienbär gesehen (die beiden Tigermädchen habe ich bewusst ausgelassen, weil es mir dort viel zu voll war). Die Binturongs habe ich aber nur durch die Verblendung in einem der rückwärtigen Käfige klettern sehen. Die Vergesellschaftung scheint nicht zu klappen? In der Tropenhalle beeindruckt mich der Bewuchs immer mehr. Ich bedauere aber, dass die Flughunde noch immer kaum genug Hängeäste finden und überwiegend weiter die Stahlstreben nutzen. Generell sind es mir zahlenmäßig auch etwas zu wenige für diese große Halle (ich sah 5 am Metall hängen und einen im Geäst). Auch die Vögel dürften gerne noch ein paar mehr werden. Das wurde mE auch schon angesprochen.
- Nirgendwo gefunden habe ich übrigens die beiden neu eingetroffenen Shopfmakaken.

Mehr fällt mir spontan nicht ein. Sonst gerne fragen. Ich helfe gerne, wenn ich kann.
(Eintrag vom 29.10.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Man könnte meinen in Wuppertal können sie nur noch Elefanten :0) aber soviel auch zum Thema Verhütung bei (zuchtwürdigen) Zootieren.

"Kein Nachwuchs in Sicht bei den Schneeleoparden
Den letzten Nachwuchs bei den Schneeleoparden im Grünen Zoo Wuppertal gab es im Jahre 2016. Wie viele andere Tierarten werden auch Schneeleoparden in einem EAZA Ex-Situ-Programm (EEP) gemanagt, das die Zucht in den europäischen Zoos koordiniert.
Auch wenn für eine gesunde und genetisch vielfältige Population in menschlicher Obhut viel Nachwuchs benötigt wird, verhängt ein EEP-Koordinator oder eine EEP-Koordinatorin manchmal einen Zuchtstopp für bestimmte Tiere. Das erscheint erst einmal verwunderlich, vor allem wenn die Tierart stark bedroht ist, hat aber durchaus Gründe. Zum einen muss für die Jungtiere auch ein geeigneter Platz in anderen Zoos vorhanden sein, sobald diese ihre Familiengruppe verlassen müssen. Zum anderen gibt es häufig zu viele verwandte Tiere einer Zuchtlinie, sodass sie in der Population genetisch überrepräsentiert sind. Deshalb erhielt der Grüne Zoo nach der erfolgreichen Zucht 2016 zunächst keine weitere Zuchtempfehlung für das Schneeleopardenpaar "Irbis" und "Aditi".
Um die Fortpflanzung der beiden Schneeleoparden zu verhindern, ohne die beiden Tiere in der Paarungszeit voneinander trennen zu müssen, wurde dem Kater einmal im Jahr ein Suprelorin-Implantat unter die Haut gesetzt. Der Wirkstoff senkt den Testosteronspiegel und führt dazu, dass keine Spermien mehr gebildet werden. Auf diese Weise wird also der Zustand einer Kastration erreicht, der für einen Zeitraum von etwa ein bis zwei Jahren anhält und somit in der Regel reversibel ist.
Im vergangenen Jahr gab es dann endlich wieder eine Zuchtempfehlung für "Irbis" und "Aditi". Deshalb wurde das Implantat nicht erneuert und auf das Nachlassen der Wirkung gewartet. Eine Trächtigkeit stellte sich bei "Aditi" bisher jedoch nicht ein.
Nach einer Untersuchung beider Tiere im Spätsommer letzten Jahres wurde klar, dass bei "Aditi" der Reproduktionstrakt normal aussah, der von "Irbis" aber keine Aktivität aufwies. Eine erneute Untersuchung des Katers in Narkose zeigte nun, dass auch mehr als 2 Jahre nach Implantation des letzten Chips keine Spermien mehr gebildet werden. "Irbis" ist also weiterhin zeugungsunfähig. Leider besteht bei einer chemischen Kastration immer das Risiko, dass Einschränkungen der Zeugungsfähigkeit auch weit über die angegebene Wirkungsdauer hinaus anhalten können oder es sogar zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit kommt.
Nun muss in Absprache mit dem EEP entschieden werden, wie es mit der Schneeleoparden-Zucht im Grünen Zoo weitergeht."
Quelle Facebook Seite des Zoos https://www.facebook.com/gruener.zoo.wuppertal/
(Eintrag vom 14.10.2022 zum Thema "Schneeleoparden")
Jan Jakobi:   Warum überleben oft Einzelkinder bei Raubkatzen nicht bzw. warum gibt es da oft Probleme?

Bei Eisbären kenne ich einige Einzelkinder die groß wurden.
Bekanntestes Beispiel ist Victoria bei Hagenbeck.

Beispiele:

Löwin Luena in Leipzig -> 2 Würfe nur je 1 Jungtier (1. Jungtier -> Handaufzucht, 2. Jungtier aufgrund von Luena beigebrachten schweren Verletzungen erlöst)

Tigerin Bella in Leipzig -> erster Wurf im Juni 2008 nur 1 Jungtier (wurde am 13.06.2008 tot aufgefunden)

Schneeleopardin Laura in Leipzig -> erster Wurf nur ein Jungtier (starb nach ein paar Wochen an einer Salmonellen-Infektion, Salmonellen in der Muttermilch)

In Halle gab es ein Löwenkind, welches beim Vater aufwuchs.
Der durch die Serie "Menschen, Tiere & Doktoren" bekannte Löwe Schröder aus Neuwied war auch ein Einzelkind ebenso wie das Leipziger Amurleoparden-Mädchen Manju.
(Eintrag vom 24.09.2022 zum Thema "Ich hab da mal ne Frage!")
Adrian Langer:   https://www.sol.de/saarland/landkreis-neunkirchen/trauer-im-neunkircher-zoo-erster-schneeleopard-des-saarlandes-ist-tot,348665.html

Schneeleopard Sargar ist verstorben.
(Eintrag vom 23.09.2022 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
cajun:   @Sacha: meine Zustimmung. Menschenaffenhaltung im Wildpark sehe ich in unseren Breiten auch nicht. Bei Schimpansen und Bonobos sollte man zwar große Gruppen zeigen und die Möglichkeit geben das fission- fusion System nachzuahmen, aber Warmhaus und Technik (Luftfeuchte etc.) würde die doch eher an "kalte" Tierarten angepasste Form der Präsentation in Wildparks überfordern. Ein gelungenes Beispiel für Tierarten mit Raumbedarf, aber Temperaturunempfindlichkeit ist für mich der Wildpark Lüneburger Heide mit Sibirischen Tigern, Schneeziegen, Moschusochsen und Schneeleoparden.
Zum Thema Wuppertal schreibe ich mal was in den betreffenden Thread.
(Eintrag vom 16.09.2022 zum Thema "Zukunft der Menschenaffenhaltung")
cajun:  
Zoo Basel
Unterstützen
Restaurants
ÖFFNUNGSZEITEN
Eintrittspreise
Onlineshop
Mutige Veröffentlichung aus Basel!
Da hätte Frau von der Leyen ihre alte Ponystute auch dem Zoo spenden können, statt sie von Wölfen fressen zu lassen *schalke aus :-)
"Leben und Tod – im Zoo nahe beieinander Leben und Tod – im Zoo nahe beieinander Leben und Tod – im Zoo nahe beieinander
Am 30. August 2022 wurde das Shetlandpony Wilma (38) und das Welshpony Ohitako (31), zwei Lieblinge von Generationen von Kinderzolli-Kindern, im Zoo Basel geschlachtet. Die beiden genossen ein langes Leben, waren in den letzten Wochen jedoch deutlich vom Alter gezeichnet. Ein stark abgenutztes Gebiss und fehlende Backenzähne waren die Ursache für ihre zunehmende Abmagerung. Verfüttert werden sie an die Löwen, Wildhunde und Schneeleoparden, wodurch sich der Nahrungskreislauf im Zolli wieder schliesst.
Als Mitglied von zooschweiz, dem Verein wissenschaftlich geleiteter zoologischer Gärten der Schweiz, verpflichtet sich der Zoo Basel zu einer qualitativ hochstehenden Tierhaltung. Diese orientiert sich an den aktuellen Erkenntnissen der Tiergartenbiologie, Feldforschung, Tiermedizin und anderen Wissenschaften und wahrt auf diese Weise die Bedürfnisse der Tiere und die Anliegen des Tierschutzes. Das Tierwohl steht im Zoo-Alltag stets im Zentrum. Jede Entscheidung wird im Interesse des Tieres sorgfältig abgewogen – was je nach Situation bedeuten kann, ein Tierleben abzukürzen.

Herausforderungen moderner Tierhaltung
Die gute Tierhaltung ermöglicht Zootieren ein langes Leben. Im Zoo sind sie vor Feinden, Futterknappheit, rauen Klimabedingungen oder der Verdrängung/dem Tod durch einen Konkurrenten («Survival of the Fittest» – zu Deutsch das «Überleben des Stärkeren») grösstenteils geschützt. Ferner geniessen sie das Privileg veterinärmedizinischer Betreuung und Begleitung. Ihre Lebenserwartung übersteigt deshalb die von in der Wildnis lebenden Tieren. Diese Tatsache bringt auch Herausforderungen und Entscheide mit sich, die gesellschaftspolitisch brisant sind und kontrovers diskutiert werden: das Urteilen über Leben und Tod zum Beispiel. Da Zoos die Natur übersetzen, wird der Tod eines Tieres teilweise künstlich herbeigeführt. Unter anderem, wenn ein Tier sozial isoliert wurde, schwer verletzt oder seine Lebensqualität nicht mehr gewährleistet ist. So sieht es die Natur vor. Sie ist nicht romantisch. Sie tötet, wenn es nicht passt.

Abschied im Kinderzolli
Ein solcher Tag war im Zolli der 30. August: Altershalber wurden die Ponys Wilma (38) und Ohitako (31) geschlachtet. Die beiden Lieblinge von Generationen von Kinderzolli-Kindern konnten ein langes Leben geniessen. In den letzten Wochen haben sie jedoch zunehmend an Gewicht und Muskelmasse verloren. Die Gründe dafür waren ein stark abgenutztes Gebiss und fehlende Backenzähne. Der körperliche Zerfall der Tiere liess sich trotz Betreuung durch das Tierärzte-Team, energiereichem Spezialfutter und regelmässigen Zahnkorrekturen durch einen Pferdezahnarzt nicht aufhalten. Folglich lag der Entschluss nahe, die Tiere zu töten und ihre Körper in den zoointernen Nahrungskreislauf zu geben. Für die Gesundheit der Raubtiere sind solche Ganzkörperverfütterungen förderlich. Das Öffnen des Tierkörpers fordert und beschäftigt die Raubtiere, trägt zur Zahngesundheit bei und versorgt sie mit den notwendigen Mineralstoffen und Vitaminen. Fell und Sehnen haben einen hohen Anteil an Nahrungsfasern und Knochen enthalten Calcium.

Wachsen – Fressen – Zerfallen
Die Natur arbeitet in Kreisläufen. Die Etoscha-Anlage im Zoo Basel erzählt die Geschichte vom «Fressen und Gefressen werden» eindrücklich, indem sie den Nahrungszyklus in der afrikanischen Savanne veranschaulicht. Auch sonst will der Zolli seinen Besuchenden die ganze Breite natürlichen Tierverhaltens zeigen. Dazu gehört die Fortpflanzung ebenso wie die Aufzucht von Jungtieren. Im Gegensatz zur Wildbahn sterben diese in Zoos selten; die Populationen wachsen. Das ist für die wichtige Zoo-Aufgabe der Arterhaltung nicht nur erfreulich, sondern in der heutigen Zeit des Biodiversitätsverlusts bitter nötig. Sind die Platzverhältnisse beschränkt und können Jungtiere nicht an andere Haltungen abgegeben werden, dienen sie teils als Futter für die Karnivoren (Fleischfresser). So deckt der Zoo Basel einen Teil des Fleischbedarfs aus dem eigenen Bestand. Zwergziegen beispielsweise sind für die Fütterung von Geparden oder jungen Schneeleoparden geeignet, Minipigs für Krokodile. Mit der Verfütterung der Tiere schliesst sich der Nahrungskreislauf im Zoo Basel."
Quelle:https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/news/1401/leben-und-tod-im-zoo-nahe-beieinander/
(Eintrag vom 07.09.2022 zum Thema "Zoo Basel")
cajun:   Für alle, die mal wieder "rein" wollen eine gute Nachricht:
"Wiedereröffnung der Katzen-Häuser ab 29. August 2022
Seit guten zweieinhalb Jahren sind nun das Kleinkatzen-Haus und das Großkatzen-Haus im Grünen Zoo Wuppertal für Zooäste auf Grund der Corona-Pandemie geschlossen. Während andere Tierhäuser schon seit längerem wieder ihre Tore für Zoogäste öffnen konnten, blieb dies bei den Katzenartigen bisher aus. Grund dafür ist, dass diese Tierarten für eine Corona-Infektion empfänglich sind und die Tiere vor einer Infektion geschützt werden sollten.
Während wir Menschen uns mit einem Impfstoff und den FFP2-Masken ganz gut vor einer Ansteckung und/oder einer schlimmeren Corona-Erkrankung schützen können, ist für unsere Tiere in Deutschland weder aktuell noch in absehbarer Zeit ein Impfstoff verfügbar.
Neben den Katzenartigen leben auch noch verschiedene Affenarten im Grünen Zoo Wuppertal, die ebenfalls für SARS-CoV2 empfänglich sind. Jedoch besteht in unserem Affen-Haus und im Menschenaffen-Haus auf Grund der Verglasung kein direkter Luftaustausch zwischen den Tieren und den Zoogästen. Daher konnten diese beiden Häuser bereits vor längerer Zeit ohne ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für die Tiere geöffnet werden.
Anders sieht es aber in den beiden Katzen-Häusern aus, weshalb hier zunächst von einer Öffnung abgesehen wurde.
Nach sorgfältiger Risiko-Abschätzung innerhalb des Zoos und auch mit Expertinnen und Experten aus dem nationalen und internationalen Raum wurde nun die Entscheidung für eine Wiedereröffnung beider Katzen-Häuser getroffen. Das Ergebnis dieser Risiko-Abschätzung ergab, dass eine ernsthafte Erkrankung bei unseren Raubkatzen durch die Wiedereröffnung der Katzen-Häuser als sehr gering einzuschätzen ist.
Bisher traten bei Raubkatzen in Zoos nur leichte Verläufe bei Löwen und Tigern auf, während eine SARS-CoV2-Infektion bei Schneeleoparden auch schon tödlich verlief.
Daher wird in den beiden Katzen-Häusern eine Maskenpflicht und das Einhalten des Mindestabstandes von zwei Metern zu den Tieren eingeführt, auch wenn nur ein geringes Restrisiko einer Erkrankung an SARS-CoV2 besteht.
Die Katzen-Häuser im Grünen Zoo Wuppertal werden ab Montag, dem 29. August 2022, wieder geöffnet.
Die Schneeleoparden sind nach wie vor auf ihrer Außenanlage mit ausreichend Abstand zu den Gästen zu beobachten."
Quelle:https://www.wz.de/nrw/wuppertal/mit-maskenpflicht-wuppertaler-zoo-oeffnet-wieder-die-katzenhaeuser_aid-75764679
(Eintrag vom 26.08.2022 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Adrian Langer:   https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/zuchterfolg-fuer-den-krefelder-zoo-nachwuchs-bei-den-schneeleoparden_aid-75722391

Zwei Schneeleoparden wurden geboren.
(Eintrag vom 26.08.2022 zum Thema "Zoo Krefeld")
zollifreund:   Falls der Plan für das Elefantenhaus, den Jan heute verlinkt hat, noch so stimmt ( und ich befürchte aus einem Besuch vor ein paar Tagen, er ist es weitgehend noch) sind die Säulen wirklich Absperrungen zu den Besuchern. Aber hier könnte man die Elefanten noch einigermaßen sehen, den es werden um die Außenanlagen herum auch riesige Mauern gebaut, so dass nur noch einzelne Sichtfenster offen bleiben.... also nichts mehr mit großen offenen Anlagen mit Trockengräben sondern Elefanten in einem Kunstfelsental... ich hoffe sehr dass ich mich irre, aber Knierim liebt es ja nur einzelne kleine Blickfenster auf seine Anlagen offen zu lassen. Nur einige Beispiele dafür: Francois-Langure, Geparden, Schneeleoparden, Bartgeier, Geladas... sobald hier mehr als zwei Besucher gleichzeitig die Tiere sehen wollen, ist Stau programmiert. Dann ist nichts mehr mit ruhig beobachten und schon gar nicht ruhig fotografieren! Früher war beileibe nicht alles besser, aber die Einsichtmöglichkeiten sicher!
(Eintrag vom 12.08.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Whaaat? Hauswasserbüffel? Das ist doch nicht euer Ernst.... das kann doch nur ein Platzhalter für Wildrinder sein... hoffentlich... oder?

"Neu im Tiergarten: Wasserbüffel ziehen in frisch angelegtes Gehege
Bei den Hauswasserbüffeln handelt es sich um die domestizierte Form des wilden Wasserbüffels. Er ist in Asien beheimatet und hat dort eine große wirtschaftliche Bedeutung. Vielerorts sind Wasserbüffel auch als Landschaftspfleger im Einsatz.
Im Tiergarten ist seit heute eine neue Tierart zu sehen: In einer neu gebauten Anlage im mittleren Abschnitt des Tiergartens sind zwei Hauswasserbüffel (Bubalus arnee f. bubalis) eingezogen. Die beiden Bullen kommen aus Österreich, genauer aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien und dem Nationalpark Neusiedler See. Die neue Anlage ist Teil der sogenannten Mittelspange. In diesem mittig gelegenen Teil des Tiergartens werden in den nächsten Jahren die bestehenden Gehege neu gestaltet und teilweise miteinander verbunden. Künftig sollen dort überwiegend bedrohte asiatische Tierarten in einer Art "tierischen Wohngemeinschaft“ leben. In einem ersten Schritt hat der Tiergarten die Anlage der Rentiere umgestaltet und dort nun die beiden Wasserbüffel angesiedelt.
Die neue, mehr als 1.000 Quadratmeter große Anlage der Wasserbüffel besteht unter anderem aus einem großen Wasserbecken, einem Bachlauf, einer Mauer aus recyceltem Sandstein und asiatischen Baum- und Straucharten. Am Ufer der etwa 350 Quadratmeter großen Wasserfläche und entlang des Bachlaufs wurden unter anderem Schilf und Rohrkolben gepflanzt. Die Pflanzen funktionieren in Kombination mit dem Substrat als natürlicher Filter: Sie nehmen die Nährstoffe auf, die die Tiere einbringen, und reinigen so das Wasser. Über eine Pumpe wird das Wasser wieder nach oben befördert und fließt dann über den Bachlauf zurück ins Becken. So kommt die Anlage ohne Wasseraufbereitungstechnik aus.

Wasserbüffel vielerorts als Landschaftspfleger im Einsatz
Bei den Hauswasserbüffeln handelt es sich um die domestizierte Form des wilden Wasserbüffels. Er ist in Asien beheimatet und hat dort eine große wirtschaftliche Bedeutung. Auch in Europa halten Landwirte immer häufiger Wasserbüffel – in Italien wird seine Milch beispielsweise zur Mozzarella verarbeitet. Vielerorts sind Wasserbüffel auch als Landschaftspfleger im Einsatz. Sie eigenen sich gut zur extensiven Beweidung und halten ökologisch wertvolle Flächen offen – so auch im Nationalpark Neusiedler See, aus dem einer der beiden Bullen stammt.

Großprojekt Mittelspange In der Mittelspange
werden nach und nach die bestehenden Tieranlagen neu gestaltet und die ehemaligen Gehege der Rentiere, Wapitis und Wisente miteinander verbunden. "Der Umbau basiert auf dem Zusammenspiel von Tieren und Pflanzen. Künftig sollen dort überwiegend bedrohte asiatische Tierarten leben. Dabei werden verschiedene Lebensraumtypen Asiens präsentiert – von Feuchtgebieten über Wälder bis hin zu Busch- und Gebirgslandschaften. Eine weitere Besonderheit: Wir möchten die Gehege so miteinander verbinden, dass alle dort gehaltenen Tierarten in unterschiedlichsten Konstellationen gehalten werden können – also sowohl vergesellschaftet als ‚tierische Wohngemeinschaft‘ oder auch alleine", sagt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke.
Auch bei der Bepflanzung kommen überwiegend asiatische Arten zum Einsatz – darunter Paulownia (Blauglockenbaum), Gingko, Hamamelis (Zaubernuss), Rhododendron, Parrotia (Eisenholzbaum), Blasenesche (Koelreuteria paniculata) oder asiatische Ahornarten. Diese Pflanzen sind auch optisch ein Blickfang. Sie sollen über Blüten und Blätter Farbe in die Mittelspange bringen.

"Reichswald von morgen und Tiere von gestern"
Beim Bau und bei der Gestaltung der neuen Anlagen arbeiten Tiergarten-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus den Abteilungen Landschaftsgestaltung, Technik und Tierpflege sowie Biologinnen und Biologen eng zusammen. Über dem Gesamtprojekt an der Mittelspange steht das Motto: "Reichswald von morgen und Tiere von gestern". Dahinter steht die Tatsache, dass sich die Vegetation im Reichswald durch den Klimawandel stark verändern wird.
"Diese Verfremdung wird in dem Projekt der Mittelspange überspitzt dargestellt durch eine exotisch anmutende asiatische Vegetation, die zwischen den heimischen Bäumen ins Auge fallen wird", sagt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke. "So fremd kann die Vegetation Bayerns in wenigen Jahrzehnten aussehen, wenn die Erwärmung zum Dauerzustand wird oder gar fortschreitet."
Die Tiere auf den Anlagen der Mittelspange sollen ebenfalls asiatische Lebensräume repräsentieren, aber das Gegenteil verkörpern: Sie sind in ihrer Heimat teilweise stark gefährdet. Die Haltung und Zucht in Zoos ist für den Erhalt dieser Arten deshalb ganz entscheidend.

Umbau weiterer Anlagen läuft bereits
Nach der Fertigstellung der Wasserbüffel-Anlage hat der Tiergarten bereits mit dem Umbau der ehemaligen Wapiti-Anlage begonnen. Auch die neue Anlage der Mishmi-Takine (Budorcas taxicolor taxicolor) oberhalb des ehemaligen Delphinariums, die derzeit fertiggestellt wird, ist Teil des neuen Asien-Schwerpunkts. Dort sollen künftig auch Blauschafe leben. Sie sind entfernt mit Schafen und Ziegen verwandt und kommen vor allem im Himalaya-Gebirge vor.
Die angrenzende Anlage der stark gefährdeten Prinz-Alfred-Hirsche (Rusa alfredi) wurde ebenfalls landschaftlich neu gestaltet und wird an den neuen Bereich angegliedert. Der Prinz-Alfred-Hirsch gilt als Botschafter gegen die gravierende Waldzerstörung auf den Philippinen. Laut Weltnaturschutzunion (IUCN) gab es 2016 bereits in der Natur nur noch wenige hundert Tiere. Die Haltung und koordinierte Zucht in Zoos spielt deshalb eine entscheidende Rolle für den Erhalt dieser Tierart.

Zum neuen Schwerpunkt der Mittelspange passen auch die Nachbar-Anlagen des in Zentralasien beheimateten Schneeleoparden und des Panzernashorns, das in Südasien verbreitet ist. Beide Arten gelten als "gefährdet".

Mit nahezu allen diesen Tierarten beteiligt sich der Tiergarten an den Europäischen Zuchtprogrammen EEP (EAZA ex situ-Programm). In diesen Programmen züchten Zoos und Wildparks koordiniert Tierarten, um stabile Populationen außerhalb ihres natürlichen Lebensraums aufrechtzuerhalten.

Die Kosten für neue Anlage der Wasserbüffel betrugen rund 400.000 Euro und wurden vollständig vom Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. finanziert. Er trägt bisher alle Kosten des Projekts. Insgesamt sind bis zu 2,3 Millionen Euro dafür eingestellt."
Quelle: https://tiergarten.nuernberg.de/en/discover/latest-news/detail/news/2022-08-03-neu-im-tiergarten-wasserbueffel-ziehen-in-frisch-angelegtes-gehege.html
(Eintrag vom 04.08.2022 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
Carsten Horn:   @Wolf Drei:
Nach eigener Zählung sind es dieses Jahr mindestens 28 Flamingoküken, also vermutlich noch ein paar mehr...

Bären gibt es gar nicht mehr, die letzte Anlage, wo Lotynka lebte, wurde zum Baumstachlerrefugium, hier zeigefreudiger Nachwuchs namens Teddy...

Schneeleoparden-Nachwuchs gibt es noch, hier braucht man Sichtungsglück, ich hatte es bislang noch nicht... An anderen Stellen Augen auf, es gibt diversen noch nicht gemeldeten Nachwuchs...

Seltenheitswert haben die Schlammteufel im Vivarium, aktuell mW 2 Haltungen in Europa...

Vogelhaus wird planmäßig leider erst nächstes Jahr fertig, ansonsten keine größeren Baustellen...

Und natürlich nicht die Hauptattraktion verpassen, den jährigen Flußpferdnachwuchs, :-)

Ansonsten bleibt nur zu hoffen, das es bald mal ausgiebig regnet, die Schiffsbranche stöhnt schon, nicht das es an Niedrigwasser im Rhein scheitert...
(Eintrag vom 22.07.2022 zum Thema "Zoo Basel")
cajun:   In Servion gab es Nachwuchs bei den Schneeleos. Zwei Jungtiere wurden Anfang Juni geboren:
https://www.volksblatt.li/nachrichten/Schweiz/Vermischtes/sda/6440589/nachwuchs-bei-schneeleoparden-in-waadtlander-zoo
(Eintrag vom 21.07.2022 zum Thema "Kleine Einrichtungen in Österreich und Schweiz")
Adrian Langer:   Das nächste Ziel war dann der Zoo Antwerpen. Für mich war das bereits der zweite Besuch in der Einrichtung. Ich bleibe auch dabei, dass der Zoo mir sehr gut gefällt. Große Veränderungen konnte ich zwar noch nicht wahrnehmen, allerdings ist der große Bereich, welcher zuvor Großkatzen, Brillenbären, Nocturama, einige kleine Volieren und die ehemalige Seelöwenanlage beherbergte abgesperrt und erste Bauarbeiten sind zu erahnen. Zukünftig soll dieser große Bereich Schneeleoparden und verschiedene andere Tiere beherbergen. Alles in allem ist der Zoo Antwerpen ein sehr klassischer Zoo, mit viel alter Bausubstanz, welche inzwischen aber größtenteils umgenutzt und angepasst wurde. Immer noch Beeindruckend ist für mich die Großvoliere, welche sich neben dem Restaurant befindet und neben verschiedenen Vogelarten noch zusätzlich Kaffernbüffel beherbergt. Mein vorderstes Ziel waren die nochmaligen Sichtungen sowie das Ablichten der zoologischen Raritäten dieser Einrichtung. Darunter der Europaweit einzige Senegallöwe, Guatemala-Schwarzleguan, Bindenlaufhühnchen und der vermutlich einzige Östliche Flachlandgorilla in einer Zoohaltung weltweit.

Anbei: Goldschopfpinguin
(Eintrag vom 08.07.2022 zum Thema "Zoo Antwerpen")
Gudrun Bardowicks:   Ja. Es wirkte auf mich sehr harmonisch. Es war gerade Fütterungszeit und die Hartmann-Bergzebras standen an einer Futterkrippe während sich Watussis und Elenantilopen in der Nähe aufhielten und entspannt wirkten.

- Schön war auch der etwa eine Woche alte junge Borneo-Orang, der von seiner Mutter umhergetragen und sorgsam betreut wurde. Mit jetzt 5 Jungtieren scheinen die Orangs dort sehr fruchtbar zu sein.
- Der Ameisenigel war sehr aktiv und mit einer großen Gruppe Kurzkopf-Gleitbeutler vergesellschaftet. Bei den Harris-Antilopenzieseln sah ich 2 aktive Tiere.
- Neu für mich waren Graue Schlankloris, die sich leider nicht zeigten, in der ehemaligen Spitzhörnchenanlage im Nachttierbereich in der Tropenhalle im Darwineum. Die dort ebenfalls untergebrachten Senegalgalagos zeigten sich hingegen kurz. In diesem Bereich leben ebenfalls verschiedene Amphiebien- und Insektenarten.
- Nachwuchs gab es u.a. bei Pferdeantilopen, Nyalas, Gehaubten Kapuzinern, Schwarzrückentamarinen, Husarenaffen, Inkaseeschwalben, Säbelschnäblern und Weißkopf-Ruderenten. Leider ist der ehemals große Wasservogelbestand auch in Rostock stark verringert worden. An besonderen Arten sah ich neben den größeren Gruppen von Weißkopf-Ruderenten und Plüschkopfenten in der Seevogelvoliere nur noch Zwergsäger, Gänsesäger, Rothalsgänse, Hawaiigänse und Spitzschwingenenten.
- Bei den Eisbären war das neue Weibchen bei meinem Besuch nicht zu sehen. Auch Jaguare und Schneeleoparden zeigten sich leider nicht.
(Eintrag vom 04.07.2022 zum Thema "Zoo Rostock")
cajun:   @Adrian: ja...hier schon gemeldet im Schneeleopardenthread... damals...
(Eintrag vom 28.06.2022 zum Thema "Zoo Basel")
Adrian Langer:   https://www.regenbogen.de/kategorie-nachricht/subaden-schwarzwald/20220628/basel-drei-junge-schneeleoparden-im-zoo

Drei Schneeleoparden kamen zur Welt.
(Eintrag vom 28.06.2022 zum Thema "Zoo Basel")
cajun:   Die Löwinnen aus der Wingst ziehen/zogen nach Jaderberg. Nachnutzer der Anlage werden China Leoparden aus Cottbuss (geplant). Das EEP wird sich über die neue Haltung freuen.
"Waldzoo Wingst verabschiedet sich von Löwen - eher als gedacht
WINGST. Tschüss Leos: Der Wingster Waldzoo verabschiedet sich aus der Löwenhaltung. Das war schon länger so vorgesehen, weil sie als Savannentiere nicht ins neue Wald-Konzept passen.
Durch eine glückliche Fügung ist es jetzt allerdings schneller als gedacht gegangen. Und die beiden Löwinnen Azana (16) und Kibibi (14) kommen sogar ganz in die Nähe.
In guter Gesellschaft
Sie finden im Tierpark Jaderberg ein neues Zuhause und können dort gemeinsam mit der 20-jährigen Zury eine Wohngemeinschaft bilden, die seit einigen Monaten nach dem Versterben eines Artgenossen allein leben muss. Für alle sei diese Alters-WG eine gute Lösung, schließlich sind Löwen keine Einzelgänger sondern Rudeltiere, die Gesellschaft brauchen", betont der Wingster Waldzoochef Dr. Pierre Grothmann, der ausgebildeter Wildtierarzt ist.
Und die Wingster Löwendamen erhalten mehr Platz. Das Gehege in Jaderberg sei mit 1200 Quadratmetern fast drei Mal so groß wie ihr bisheriges in der Wingst. "Sie bekommen nun einen guten Altersruhesitz", freut sich Grothmann. "unsere Anlage war für ein Rudel nicht mehr geeignet." Azana war bmit ihrem inzwischen Verstorbenen Bruder Leo vor circa 15 Jahren aus dem Zoo Rostock in die Wingst gekommen, etwas später kam Kibibi damals als Baby aus dem Zoo Osnabrück dazu.

Neue Großkatzen avisiert
Tschüss Leos:, hallo Leoparden: Das ehemalige Löwengehege wird jetzt so hergerichtet, dass es einer andere Großkatzenart ideale Bedingungen bietet - auch zum Klettern auf verschiedenen Ebenen. Dort werden China-Leoparden einziehen. Panthera pardus japonensis ist eine stark bedrohte Art. Vom Zuchtbuch dieser Zootierart in Hagenbecks Tierpark sind der Wingst zwei junge Tiere aus dem Cottbuss er Zoo versprochen worden. "China-Schneeleoparden passen gut zum Thema Bambuswald", erläutert Zoodirektor Grothmann.

Positiv sei zudem, dass sie nicht temperaturanfällig seien und ganzjährig draußen gezeigt werden können. Der Leopard ist nach Tiger und Löwe die drittgrößte Art aus der Gattung Panthera. Leoparden sind in weiten Teilen Afrikas und Asiens verbreitet. Aber diese Unterart kommt nur im zentralen und nördlichen China vor. In freier Wildbahn ist sie stark gefährdet. Ausgewachsene China-Leoparden werden etwa so groß wie ein Wolf, haben aber einen anderen Körperbau. Ihre Kopf-Rumpf-Länge beträgt 110 bis 150 Zentimeter und bringen ein Gewicht von 50 bis 80 Kilo auf die Waage. In Deutschland sind China-Leoparden nur in neun Zoos zu sehen.
Quelle: https://www.cnv-medien.de/news/waldzoo-wingst-nun-ohne-loewen.html
(Eintrag vom 14.06.2022 zum Thema "Zoo Wingst")
cajun:   Ein stolzes Alter für eine Katze:
"Tierische Jubilarin: Salzburger Schneeleopardin Mira wird 20 Jahre alt
Stolze zwei Jahrzehnte trägt die Salzburger Schneeleopardin Mira seit heute auf ihrem „Katzenbuckel“. Davon verbrachte sie mehr als 18 Jahre im Zoo Salzburg. Geboren wurde die hochbetagte Katzendame am 23. Mai 2002 im schwedischen Tierpark Nordens Ark - "Arche des Nordens". Zur Feier des Tages bekam Mira von ihren Tierpflegern eine besonders schmackhafte Überraschung serviert. Mit der ihr eigenen Zielstrebigkeit machte sie sich umgehend über die Geburtstags-Leckerbissen her. "Mira, die bei uns vier Mal für Nachwuchs sorgte, brachte damals sogar eine besondere Geschichte mit, denn sie wurde seit ihrer Geburt für ein Jahr von einem Kamerateam des Bayerischen Rundfunks begleitet", erinnert sich Geschäftsführerin Sabine Grebner. Dabei entstand eine besondere Dokumentation, die wertvolle Einblicke in die Kinderstube der ebenso scheuen wie seltenen Katzenart liefert. "Auch ihr Transport sowie ihre Eingewöhnungszeit und das Kennenlernen mit ihrem 2015 verstorbenen Partner Shankar wurde dokumentiert", ergänzt Sabine Grebner. Wie für Schneeleoparden typisch, sucht sich Mira gerne einen erhöhten Aussichtspunkt und sieht von dort aus auf das Geschehen unter ihr herab. Wenn sie sich genau am Fuße des Hellbrunner Bergs platziert, verschmilzt sie förmlich mit dem grauen Hintergrund und Besucher müssen dann schon sehr genau hinsehen, um die graue Katzeneminenz zu erblicken. Kaum zu glauben: Nicht nur die Vorliebe für erhöhte Plätze haben Schneeleoparden mit unseren Hauskatzen gemein. Zwar gehören die schönen Tiere zu den Großkatzen, können aber im Gegensatz zu Löwen nicht brüllen, dafür aber schnurren wie ein Stubentiger. Zudem spielen sie gerne und gehören zu den sogenannten Ansitzjägern."
Quelle Pressemeldung des Zoos
(Eintrag vom 03.06.2022 zum Thema "Alte Zootiere")
cajun:   Nachzucht in Zürich:
Schneeleopardengeburt mit Überraschung
Schneeleopardin Saida hat erstmals Nachwuchs gekriegt. Wir zeigen, wie es der jungen Familie in der Wurfhöhle geht und erklären, wie Saida für ein faustdicke Überraschung sorgte.
Anfang Mai sind im Himalaya Gebirge des Zoo Zürich zwei Schneeleoparden auf die Welt gekommen. Die beiden Jungtiere sind wohlauf. Sie verbringen die nächsten Wochen in ihrer Wurfhöhle im Hintergrund. Für die vierjährige Mutter Saida ist es der erste Wurf.
Erste Vorzeichen auf möglichen Nachwuchs hatten die Zoomitarbeiterinnen und Zoomitarbeiter sowie die Besucherinnen und Besucher des Zoos im Januar und Februar erhaschen können: es gab Paarungen zwischen dem Weibchen Saida und dem Männchen Shahrukh. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt unklar, ob eine der Paarungen auch wirklich erfolgreich war.
Weibliche Schneeleoparden sind pro Jahr nur während fünf bis acht Tagen empfängnisbereit. Während dieser Zeit paart sich das Weibchen dann bis zu 36-mal am Tag mit dem Männchen.
Zwei unterschiedliche Geburtstage
Interessanterweise gebar Saida ihre Jungtiere nicht direkt nacheinander, sondern im Abstand von ungefähr 24 Stunden. Dass Katzen eine Geburt unterbrechen und zwischen den Geburten mehrere Stunden vergehen, ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich. Dass ganze 24 Stunden von einer Geburt zur nächsten verstreichen, allerdings schon eher. Entsprechend überrascht war der Zoo, als Saida einen Tag nach dem ersten Jungtier noch ein zweites auf die Welt brachte.
In der Natur sind Schneeleopardenmännchen Einzelgänger und spielen bei der Aufzucht der Jungen keine Rolle. Shahrukh hingegen bleibt bei Saida und dem Nachwuchs. Er hält sich zwar mehrheitlich in der Aussenanlage auf, wirft aber immer mal wieder einen Blick in die Wurfhöhle. Auch Saida verlässt die Wurfhöhle manchmal, verbringt den Grossteil ihrer Zeit aber mit den Jungen.
Sichtbar in etwa zwei bis vier Monaten
Die jungen Schneeleoparden verbringen die nächsten Wochen noch in der Wurfhöhle, wo Saida zu ihnen schaut und sie säugt. Erst nach etwa zwei bis vier Monaten beginnen die Jungtiere der Mutter in die Aussenanlage zu folgen. Ab diesem Zeitpunkt können dann auch die Besucherinnen und Besucher sie erstmals sehen."
Quelle: https://www.zoo.ch/de/zoonews/schneeleopardengeburt-mit-ueberraschung
(Eintrag vom 23.05.2022 zum Thema "Schneeleoparden")
Tim Sagorski:   @cajun:

Ja, kenne die Bisons noch von meinen ersten Besuchen in Wuppertal.

Wenn ich mir die Anlage heute angucke (gerade die Gehegebegrenzungen) fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass da mal Wildrinder draufstanden...

In den damaligen Zooführern stand auch, dass man die Bisons als Anfang einer geplanten, umfangreicheren Wildrinder-Sammlung hält und der Bestand in der Hinsicht in den nächsten Jahren noch ausgebaut werden soll (okay, in den Duisburger Zooführern steht auch schon drin, dass für die Zwergflußpferde aktuell anstelle der heutigen Tapir-Anlage gebaut wird und danach Anlagen für Walrosse und Schneeleoparden entstehen...)
(Eintrag vom 11.05.2022 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Gudrun Bardowicks:   Ich war am 2.5. im Tierpark Friedrichsfelde und genau wie meine Begleiter vom Himalaya absolut begeistert. Leider habe ich von den Vogelarten nur die Weißen Ohrfasane, Satyr-Tragopane, Silberohr-Sonnenvögel, Omei-Häherlinge und natürlich die Bartgeier gesehen. die in diesem Jahr wohl keinen Nachwuchs haben. Ich würde es toll finden, wenn die noch vorhandene, aber aktuell unbesetzte Kranichanlage in diesem Bereich zukünftig für Schwarzhalskraniche umgestaltet wird, da diese auch hervorragend zum Thema Himalaya passen. Auch die bisher noch ungenutzte Wiese gegenüber den Weißlippenhirschen könnte vielleicht langfristig noch einmal für Tierarten im Talbereich des Himalaya umgestalten. Eine Anlage für Kragenbären und/oder Rothunde oder auch Yaks könnte ich mir auf dieser Fläche auch gut vorstellen.
Die alten Anlagen für Markhore und Marco Polo Schafe wurden ja mittlerweile zur Anlage für Goldtakine und Gorale umgestaltet, aber die aktuell nicht einsehbaren Altanlagen für Gorale und Arkale könnte ich mir zukünftig als Gemeinschaftsanlage für die Weibchengruppen der Marco Polo Schafe vorstellen, die ja vermutlich nicht auf Dauer in ihren Übergangsquartieren bleiben werden. Auf dem Plan in der Beilage Berliner Tiere ist diese Fläche noch als Besucherbereich im Himalaya-Teil abgebildet.

Aktuell wird an der Verkleidung bzw. Fertigstellung des Winterhauses für die Languren gearbeitet. Die Holzverkleidung gefällt mir gut.

Die Bepflanzung und Gestaltung des gesamten Parkteils und der Tierbesatz gefallen mir sehr gut, wenn ich auch einige Arten wie die genannten Vogelarten und den Manul nicht gesehen haben und sich auch nur ein Felsenhörnchen zeigte. Das Ganze wirkt recht authenthisch und auch die vielen interessanten Infotafeln und Sitzgelegenheiten sind gut in den Bereich integriert.

Die Aussichtsplattformen gefallen mir sehr, besonders bei den Languren und Schneeleoparden wäre es aber schön, wenn es dort mehr als eine Glaseinsicht geben würde um die Tiere besser beobachten zu können. Die Francois-Languren waren am Nachmittag gegen 15 Uhr sogar sehr aktiv, wenn man sie vorher auch kaum oder nur von hinten gesehen hat.

Der neue Parkteil war gut besucht und kam auch bei den Besuchern gut an.

Auf der Panda-Anlage leben übrigens 5 weibliche Kleine Pandas und 3 Schopfhirsche wie uns eine Tierpflegerin erzählte. Von den Pandas habe ich 3 Tiere gesehen.

Ich hoffe immer noch darauf, dass später noch Bobaks und Pikas dazukommen. Die Pater David Felsenhörnchen könnte man möglicherweise sogar mit Pikas vergesellschaften und die Bobaks könnten sicherlich mit den Bartgeiern und Weißen Ohrfasanen vergesellschaftet werden.

Bei den Markhoren sah ich mindestens 4 stattliche Böcke und bei den Sibirische Steinböcken mind. 7 Böcke unterschiedlichen Alters.
Die Gemeinschaftshaltungen von Markhoren und Sibirischen Steinböcken, Blauschafen und Marco Polo Widdern, Goralen und Goldtakinen, Schopfhirschen und Kleinen Pandas und die gemischten Vogelvolieren gefallen mir sehr gut. Allerdings könnte die Voliere für Himalaya-Glanzfasane noch etwas besser bepflanzt werden. Sie wirkt aktuell noch sehr felslastig und eintönig, vor allem, wenn man in der Voliere trotz intensiver Suche keine Vögel entdecken kann. Auch die Manulanlage könnte noch etwas besser bepflanzt werden.
(Eintrag vom 03.05.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Tim Sagorski:   Gestern zu meinem ersten Besuch in Wuppertal seit 2019 gewesen:

Wenn man nach Wuppertal fährt, weiß man, was einen erwartet... Man bekommt nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Bauarbeiten wurden hier ja bereits thematisiert: Aralandia finde ich für die Aras gelungen, für Flamingos und Pudus aber durch enge Wegeführung und somit geringes Platzangebot eher nicht, außerdem sind die Hyazintharas teilweise überhaupt nicht scheu und kommen den Besuchern sehr nah (ob das bei den Schnäbeln lange gutgeht?)

Die "neue" Takin-Anlage und die tatsächlich neue Panda-Anlage sehen aber wirklich gut aus und werten die "unspektakuläre" Ecke da oben doch ziemlich auf.

Seit meinem letzten Besuch wurde einiges auf den Säugersektor abgegeben (Eisbär, Biber, Sandkatze, Milu, Großer Ameisenbär, Hausren, Bongo wohl auch), richtig erschreckend ist es aber generell auf dem Vogel- und besonders auf dem Wasservogelsektor. Auf dem Meerententeich leben als einzige namensgebende Vertreter drei (1,2) Eiderenten aus zwei verschiedenen Unterarten, ich habe nur noch eine einzige Ruderente gesehen, Büffelkopfenten und Säger waren weder zu sehen, noch ausgeschildert. Alle anderen Anlagen waren komplett frei, was Enten- und Gänsevögel aus dem Zoobestand angeht :(

Ansonsten gibt es auch keine Felsenhähne, Schnurrvögel, Töpfervögel und Tukane mehr, Rauchschwalben waren zwar noch ausgeschildert, aber trotz mehrfachen Besuchs der Voliere nicht zu sehen.

Mönchsgeier und Gaukler leben als WG in der alten Harpyien-Voliere, die alte Voliere der Geier bewohnen nur noch die Seriemas.

Es gibt mittlerweile vier Anlagen mit Pudus.

Die ehemalige Schneeleoparden- und dann Katzenbären-Anlage wird aktuell komplett umgebaut, da sollen wohl die Andenkarakaras rein, die aktuell noch am Überwinterungshaus sitzen.

Die rechte Beckenseite des Aquariums wird umgebaut und soll wohl komplett für Frösche und andere Amphibien genutzt werden.


(Eintrag vom 02.05.2022 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Ach guck mal- so schnell kann es gehen, dass man von der One- Sex Haltung in der neuen Anlage (bis zu vier Weibchen waren anvisiert), auf Zuchtpaar umstellt! Angeblich ist Roter Panda Nachwuchs doch sooo schwer zu platzieren...

"Tschüss Ambu, willkommen Liam!
Roter Panda Liam im Grünen Zoo Wuppertal
Wer schaut denn da noch etwas schüchtern aus seiner Transportkiste?
Das ist "Liam", ein neues Rotes Panda-Männchen, das gestern im Grünen Zoo Wuppertal eingezogen ist. "Liam" ist 10 Monate alt und kommt aus dem Zoo Prag Prague Zoo in Tschechien. Im Moment erholt er sich noch im Stallgebäude von seiner Reise, schaut jedoch zeitweise schon neugierig in die Außenanlage. Nach einer Eingewöhnungsphase wird er das Gehege mit unserem Weibchen "Uma" teilen. Über ein sogenanntes Schnüffelgitter können die beiden sich bereits beschnuppern.

Das Panda-Weibchen "Ambu", das zuvor die Anlage zusammen mit "Uma" bewohnte, hat dafür gestern den Grünen Zoo verlassen und lebt nun im Safaripark Beekse Bergen in den Niederlanden.
Sie finden das Gehege der Roten Pandas, die in den Hängen des Himalaya-Gebirges heimisch sind, neben der Anlage der Schneeleoparden im Grünen Zoo. Vielleicht können Sie das junge Panda-Männchen ja dort in den nächsten Tagen bei der Erkundung seines neuen Zuhauses beobachten.
Wie die Zusammenführung von "Liam" und "Uma" verläuft und welcher Umzug für die beiden Roten Pandas in diesem Jahr noch ansteht, erfahren Sie dann in einem unserer nächsten Beiträge."
Quelle: https://www.wuppertal.de/microsite/zoo/Aktuelles/tschuess-ambu-willkommen-liam.php

(Eintrag vom 26.04.2022 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Liz Thieme:   Sayan, Sibirischer Tiger

Im Grunde habe ich einen neuen Zoo besucht, mir war nur noch wenig vertraut. Sehr Vieles hatte sich verändert oder war neu. Inzwischen benötigt man (inkl. kurzer Essenspause) über 7 Stunden für einen Rundgang ohne Dopplung. Meine Empfehlung nutzt zwei Tage! Ich hatte ehrlich gesagt keinen Elan mehr noch mal zu den Schneeleoparden und Koalas hochzulaufen.

Glücklich und erschöpft fuhr ich daher nach einem Rundgang und inzwischen 23°C.

Im Anschluss bin ich noch zu den Volieren Seebach (nur für ZTL Handyfotos) und in den Botanischen Garten gefahren.
Und am nächsten Tag nach Hause.
(Eintrag vom 22.04.2022 zum Thema "Zoo Zürich")
Liz Thieme:   Schneeleopard
(Eintrag vom 22.04.2022 zum Thema "Zoo Zürich")
cajun:   Meldung von heute... guck mal auf Seite 14 der Fotogalerie @W.Dreier. Markhore und Wildschafe ohne Ende....
"
Mallorca Zeitung
Der Zoo der toten Tiere - Spanische Polizei beschlagnahmt riesige Jagdtrophäen-Sammlung

Die Guardia Civil hat in Bétera in der Provinz Valencia die spanienweit größte illegale Sammlung an ausgetopften Tieren aufgespürt. Die Ermittlungen gegen einen der Söhne des bekannten valencianischen Geschäftsmannes Ros Casares wegen Schmuggels und eines weiteren Verbrechens im Zusammenhang mit dem Schutz von Flora und Fauna begannen schon vergangenen November. Sie führten die Beamten zu dessen 50.000 Quadratmeter großem Grundstück, auf dem sich ein Haus und zwei Lagerhallen befinden. In deren Inneren fanden die Polizisten 1.090 Exemplare ausgestopfter Tiere, von denen 405 dem Washingtoner Artenschutzabkommen unterliegen. Zudem befanden sich in freier Wildbahn bereits ausgestorbene Arten darunter. Verschiedene Tierarten mit unterschiedlichem Schutzstatus wie Geparden, Leoparden, Löwen, Luchse, Eisbären, Schneeleoparden oder Breitmaulnashörner und 198 große Stoßzähne aus Elefantenelfenbein waren Teil der Sammlung, die einen Gesamtwert von 29 Millionen Euro haben soll."

Quelle: https://www.mallorcazeitung.es/panorama/2022/04/10/groesste-illegale-sammlung-ausgestopfter-tiere-64878337.html
(Eintrag vom 11.04.2022 zum Thema "Exoten auf unseren Tellern")
W. Dreier:   Heute im besseren (fotografischen) Bereich: ein Schneeleopard
(Eintrag vom 08.04.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Regina Mikolayczak:   Heute hab ich Himalaya erstmals besucht und bin ebenfalls sehr angetan. Nicht gefallen hat mir die wirklich recht kleine Einsichtsscheibe bei den Schneeleoparden (die Anlage kommt mir persönlich eher kleiner vor, als die Vielfraßanlage). Ich war ja ganz alleine dort, aber am Wochenende oder gar mit einer Schulklasse? Da mag ich mich dann wohl nicht dazuquetschen. Mein persönliches Highlight wurde hier wohl noch gar nicht erwähnt, glaube ich: In der ehemaligen Wildkatzenanlage sind auch Silberohr-Sonnenvögel. Diese waren mir bis heute unbekannt, daher mein "Highlight" Alles in Allem finde ich aber auch die Gesamtheit Himalaya sehr gut gelungen und ist ja noch Platz an den Rändern. Mal abwarten, was da evt. noch kommt...
Ach ja: Die Bartsakis haben jetzt freien Zugang zu den Brüllaffen und einer hat ab und an mal am Rand die Anlage kurzzeitig gewechselt. Dieses Vortasten wurde von oben etwas misstrauisch von der Brüllaffenmeute beobachtet.
(Eintrag vom 08.04.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   Tolle Bilder und Eindrücke. Da ergänze ich doch gleich mal meinen kleinen Reiseroman - 7 halbe Stunden in Tibet:

Mein Gesamteindruck von Himalaya war nochmals deutlich positiver als ich bereits erwartet hatte. In meinen Augen hat man das zuvor bereits wirklich reizvolle Areal nochmals deutlich aufgewertet. Dazu haben die folgenden Eindrücke beigetragen:

1) Eine vergleichsweise unaufdringliche aber zugleich überzeugende Landschaftsgestaltung
Hier hat man die zunächst eingeplanten Gestaltungsmittel aber deutlich reduziert. So ist die Landschaftsgestaltung eher unauffällig gehalten aber äußerst gelungen mit starkem Fokus auf Pflanzungen und Naturstein. Kunstfels sieht man bis auf Kletterfelsen für Kinder relativ wenig. Die meisten Unterstände, Brücken und Bänke aber auch Zäune reduzieren sich auf natürliche bzw. naturnahe Materialien wie Holz und Seil mit relativ wenig Metall, Stoff oder Lacken/Farben. Insgesamt entsteht so ein wirklich überzeugender, naturnaher Look. Und wo tatsächlich einmal künstlerische Akzente wie bunte Fahnen oder Tier- bzw. Landschaftszeichnungen auftauchen, wirken diese auf mich unaufdringlich und gefällig. Auch die Didaktik sowie Spiel- und Bewegungselemente für Kinder (Balancierpfade, Kletterfelsen, eine Schaukel) sind insgesamt ziemlich gelungen in das Gesamtbild integriert worden.

2) Optimierte Tieranlagen mit abwechslungsreichen Immersionseffekten
Auch wenn mich viele Anlagen bereits vorher überzeugten, hat man sie durch viel Fels und Pflanzungen nochmal spürbar aufgewertet. Außerdem kommt man gefühlt viel dichter an die Tiere aber auch an die Anlagen heran durch diverse Plattformen (ähnlich wie bei den Bisons am Haupteingang), rustikale Holzunterstände (ähnlich wie bei Brehm-Haus und Affenhaus aber weniger exotisierend), Fels- bzw. Steinmauer-"Fenster" mit oder auch ohne Glas und im Falle der Panda-Schopfhirsch-WG sogar eine in die Anlage führende Brücke (beides in der Form mE neuartig im Park). Gefühlt ist man so (fast) überall mitten drin und die Anlagen wirken dadurch nicht nur näher, sondern irgendwie teilweise auch deutlich größer. Bei der Schneeleopardenanlage habe ich wirklich gerätselt, ob die nicht doch vergrößert wurde. Es könnte aber ähnlich wie bei der Geiervoliere am Brehm-Haus auch einfach mit der Perspektive zu tun haben.

3) Reizvoller, abwechslungsreicher und sinnvoll platzierter Tierbestand
Die Aufteilung mit "Tal der Takine", "Gipfel" und dem weiten "Plateau" dahinter wird auch über den Tierbestand stimmig vermittelt.
- Der Auftakt ist alleine durch das Tor und den hohen Bambus recht beeindruckend. Die Affen sind gefühlt noch nicht richtig angekommen (wenn sie nicht immer so ruhig vor sich hin sitzen), was aber nicht groß schlimm ist. Auch die große Vogelvoliere ist trotz der Vergesellschaftung nicht besonders lebhaft. Für den Auftakt finde ich es aber ziemlich ok und auch eine bessere Abwechslung als mit nur zwei verschiedenen Greifvögeln. Klar habe ich die versprochenen Pikas und Bobaks hier etwas vermisst (die Hörnchen habe ich leider nicht gesehen, sie könnten aber entschädigen, auch wenn man sie nur durch schmale Schlitze wird beobachten können).
- Beim Tal der Takine fand ich die "Dopplung" mit gleich zwei Takinen überraschend überhaupt nicht zu viel. Vielmehr wirkte es geballt, als wenn man mitten in eine große Herde kommt. Der Nebenbesatz geriet gefühlt etwas in den Hintergrund, bereicherte aber doch das Gesamtbild. Wenn man daneben noch etwas vermisst, hat man ja noch die Kombi Schopfhirsch-Kleiner Panda. Letztere waren während meines Besuchs leider in einer rückwärtigen Box (3-4 Tiere dicht beieinander, die sich etwas balgten - aber zusammen mit Pflegern). Doch auch die kleinen Hirsche beleben die Anlage - wobei man sie schon erst etwas suchen muss. Passend zu den eher ruhigen Eindrücken gibt es hier die aufgewertete Mittelinsel mit vielen Sitzmöglichkeiten (Steinbänke, ein großer Holzwagen, Holzbänke mit und ohne Überdachung...). Perfekt für eine frühe, entspannte erste Pause beim Aufstieg - die so schnell mal überraschend lange dauern kann.
- Der Gipfel ist wirklich ein Highlight wobei die Schneeleoparden für mich ganz klar herausstechen. Es wirkt ein wenig als wenn sie nach der Zeit am Brehm-Haus endlich komplett in ihrem Element angekommen sind: Sie klettern über die Felsen und Felswände, pirschen sich an und tauchen plötzlich mit ihrem Kopf vor aber auch über Dir auf, richten sich an der Glasscheibe in voller Größe auf und schlagen leicht ans Gras, streifen elegant durch die Fels- und Pflanzzonen, ruhen auf Liegenischen und beobachten aus der Höhe die Gegend oder trinken aus dem kleinen Teich. Auch bei dem kleinen Sichtfenster tauchen sie ganz plötzlich auf - oder sie klettern sogar auf die im Gehege gelegene Hälfte des Holzunterstands, sodass man sie durch die Holzritzen beobachten kann - und umgekehrt. Gerade als ich längere Zeit allein war und die großen, geschickten Katzen gar nicht mehr aufhörten, sich verspielt durch die ganze Anlage zu bewegen, war es wie in einem intensiven Traum ohne Gefühl für Zeit und Raum. Auch wenn es gemein klingt, waren die Huftiere bei diesem Highlight gefühlt etwas wie Beiwerk. Aber auch sie sind für sich genommen sehr reizvoll und bereichern den Gesamteindruck enorm (zumal sie ja auch am Gefälle herumklettern und man sich dadurch beim eigenen Aufstieg gleich mental mit ihnen solidarisiert). Die Manulanlage ist für mich nun mehr denn je wie ein ironischer aber guter Witz: Wenn man den Aufstieg endlich geschafft hat, ganz oben angekommen ist und die weite Aussicht genießt, findet sich da noch diese kleine runde und recht karge "Voliere" - und mit etwas Glück mitten drin ein kleiner kompakter Fellball mit intensivem, nicht ganz einzuordnendem Blick. Auch hier fühlt man sich irgendwo solidarisch - gerade wenn man gefühlt den Gipfel des eigenen Daseins schon erreicht oder leicht überschritten hat: Das Leben ist auch am Höhepunkt nicht immer nur üppig und wird zudem langsam etwas beschwerlicher aber immerhin ist man weiter da und wird vielleicht auch langsam etwas selbstironischer und lockerer. Wer für solche Reflektionen nichts übrig hat - oder die graue Katze auf grauem Grund wie ich oftmals trotz kaum vorhandener Verstecke auch nach einer Ewigkeit nicht finden kann - hat immer noch die Aussicht und kann nun wahlweise sogar noch etwas höher auf die kleinen Felsformationen klettern.
-Oder aber man geht nach unten und umläuft jetzt den weitläufigen Rundweg, den man auch schon von oben überblicken konnte. Und was ist das für ein Rundweg? Nicht nur die großen Hirsche sieht man so nah wie nie zuvor (leider an dieser Stelle durch Gitter, dafür kommen sie aber teils in der großen Gruppe sehr nah heran - so wie mich schon von weitem zig Augenpaare intensiv anblickten und dann weiter Schritt für Schritt verfolgten. Völlig erschlagen im positiven Sinne war ich von den Kiangs auf ihrer großen, weiten Anlage. Auch sie - immer im großen Trupp von rund 10 Tieren unterwegs - kommen teilweise neugierig heran, treten dann kurz den Rückzug an und kommen dann sogar kurz so dicht wie nur möglich heran. Dann wiederum Rückzug und plötzlich sind sie ganz klein und fern. Dann ein plötzlicher, nicht zu ergründender Impuls - und sie galoppieren mit wuchtigen Tritten über die Anlage. Wenn man diese Eindrücke erlebt, fragt man sich ernsthaft, wie man jemals (pardon) oft etwas langweilige Elche auf die Anlage packen konnte. Ja, ich habe die Elche auch geliebt - aber jetzt lebt gefühlt die ganze Anlage neu auf. Hier am allerhintersten, entlegensten Zipfel des riesigen Geländes trumpft der (Huf-)Tierpark nochmal so richtig auf. Sozusagen als Pendant zu den imposanten Bisons am Haupteingang. Ich habe mich direkt ertappt, wie ich auf die Uhr blickte und ausrechnete, wie lange ich noch habe, wenn rechtzeitig um 18:30 Uhr den Park verlassen will (und ich habe es dann natürlich doch leicht überreizt und musste das Drehtor nutzen).
- Die Vogelvolieren hatte ich bislang nicht erwähnt. Hier gibt es einige farblich und vom Muster her sehr attraktive Vögel und nette Vergesellschaftungen. Besonders die Rotschnabelkittas haben es mir angetan. Ich bin ja auch ein Fan von Elstern (die für mich neben Kolkraben schönsten unter den vielen faszinierenden Krähenvögel). Aber die Kittas legen da von der Gestalt her nochmal was drauf und sind zudem gerne mal lebhaft und laut. Da hab ich den verborgenen Fasenanhahn gar nicht mehr so sehr vermisst.

4) Wenige Schwachstellen, die nicht stark ins Gewicht fallen
Tatsächlich habe ich kaum etwas zu meckern und fühle mich dabei auch fast schon schäbig nach dem tollen Erlebnis. Bis auf die etwas kleine und karge Manulanlage (die Kargheit passt aber sicher irgendwo zur simulierten Vegetationszone) sind eigentlich genau die Stärken auch die Schwächen der Erlebniszone. Bei den Schneeleoparden als Highlight staut es sich recht schnell. Es gibt nur eine breite Haupt- und eine Eine-Person-Nebeneinsicht. Dieses Nadelöhr bedeutet, dass man sich hier leichter vertreiben lässt, als man es gerne hätte - oder eben entsprechende Geduld bzw. einfach mal einen Tag mit eher schlechtem Wetter braucht. Mein größter echter Kritikpunkt ist im Grunde eher ein Kompliment: Irgendwie reichen mir die 60.000 Quadratmeter immer noch nicht aus. Ich würde mir noch so viel mehr Tiere und Anlagen wünschen - gerade mit Blick auf die weite, leere Fläche hinter den Kiangs. Bedauerlich zumindest für nicht sehr lauftüchtige Besucher ist ansonsten, dass die Bahn entgegen früherer Planungen offenbar weiter nicht auf den Hügel fährt. Mir fehlt sie dort eher nicht aber mit kleinen oder alten Beinen kann es schon anstrengend werden. Ich sah aber auch rüstige Pensionäre mit und ohne Trainingsanzügen sowie Gehstöcken, die es offenbar bewusst als Teil ihres Fitnessprogramms einsetzen.

Gesamtfazit:
Was soll ich sagen? Man hat es ja sicher schon gemerkt: Ich bin ziemlich umgehauen. Es war der für mich seit langem schönste Tierparkbesuch. Und nachdem ich ja schon sehr angetan von bisherigen Projekten wie Affen- und Brehm-Haus war, ist es nun zumindest aktuell nun sogar mein neues Lieblingsareal. Ich kann mir wirklich vorstellen, dass ich künftig manchmal den ganzen großen Park mehr oder weniger links liegen lassen und im Kopf brav die Tierpark-PR nachplappere: Der Berg ruft.
(Eintrag vom 06.04.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   @Adrian Langer: Ja, leider ist es aber auch wirklich nur auf Facebook korrekt.

In der offiziellen PM datiert vom 4.4. steht weder was vom 5.4. oder "morgen" noch verwendet man die entsprechende Zeitform. Stattdessen steht da:
"DER BERG RUFT: (Präsens)

sowie

"Wo ehemals Elche, Habichtskäuze und Vielfraße lebten, können Tierpark-Gäste nun die asiatische Gebirgswelt entdecken. Auf einer Fläche von 60.000 m² hat nun die einzigartige Tierwelt des Himalaya Einzug gehalten. Dabei begegnen den Bergsteiger*innen nicht nur bekannte Gebirgsbewohner wie Rote Pandas, Schneeleoparden und Bartgeier, sondern auch weniger bekannte Arten wie Goldtakin, Goral, Manul und Satyrtragopan." (Auch hier Präsens und dazu noch das "nun")

Das war auch der Anlass, weshalb ich es versuchte, nachdem schon mehrere Medien berichtet hatten, dass Himalaya eröffnet worden sei. Beim rbb lief gleich in jeden Nachrichten eine entsprechende Bekanntgabe. Das wurde auch nach mehreren Stunden nicht korrigiert (auch nicht bei der Abendschau um 19:30 Uhr, aber da war es ja auch schon egal).

Ist jetzt auch kein Drama, ein wenig war ich selbst schon ungläubig. Und bei dem Regen werden es auch nicht viele andere "Bekloppte" versucht haben. Im Park habe ich praktisch niemanden getroffen, was aber auch mal ein wirklich tolles Erlebnis war. Dafür gab es nämlich Leere Wege, neugierige Tiere und sogar wildlebende Vögel, die ich noch nie im Tierpark und teilweise generell noch nie gesehen habe.
(Eintrag vom 05.04.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Julian Mayzlin:   Ich bin jetzt etwas verwirrt. Laut dem ehemaligen Plan sollten die Daursischen Pfeifhasen auch in das neue Himalaya einziehen. Jedoch steht im Beitrag von heute nichts von Pfeifhasen dafür aber Peter-David-Felsenhörnchen. Weiß da jemand etwas mehr?

Die Liste:
Tierische Bewohner auf einen Blick:
Bartgeier (NT)
Weißer Ohrfasan (NT)
Himalaya-Glanzfasan
Satyr-Tragopan (NT)
Omeihäherling (VU)
Silberohr-Sonnenvogel
Rotschnabelkitta
Pater-David-Felsenhörnchen
Francois-Langur (EN)
Sichuan-Takin (VU)
Goldtakin (VU)
Chinesischer Goral (VU)
Ostchinesischer Schopfhirsch (NT)
Marco-Polo-Wildschaf (NT)
Blauschaf
Sibirischer Steinbock (NT)
Turkmenischer Markhor (NT)
Weißlippenhirsch (VU)
Östlicher Kiang
Schneeleopard (VU)
Manul
Westlicher Roter Panda (EN)
(Eintrag vom 04.04.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   Laut Zoofreunde-Forum sind die 1,1 Moschustiere aus Leipzig nun auf der früheren Moschustieranlage bei der Außenmauer zwischen Schloss und Affenhaus. Die Blauschafe sind inzwischen also auch im "Himalaya" gelandet. Damit sollten nun die meisten Tiere dort sein und vieles sortiert sich jetzt nach und nach wieder ein (natürlich bleibt ja auch noch das Savannenprojekt). Sehr gespannt bin ich, was in die alte Irbisanlage zieht. Die Schneeleoparden haben immer etwas Glanz in die Ecke reingebracht. Die Nachnutzung sollte also möglichst auch etwas hermachen.
(Eintrag vom 27.03.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   Ich schaue mir gerade nochmal die Fotos vom letzten Besuch durch. 

Ich erinnere mich jetzt wieder, dass die Affenfigur vor dem Affenhaus entfernt wurde. Das war glaube ich auch so angekündigt worden. Weiß jemand, wo die Figur hinkommen soll? Eigentlich war das ein passender Standort. Hat mW wohl mit Himalaya zu tun. 

A propos Himalaya. Auch direkt am großen, bunten neuen Tor bekommt man inzwischen schon einen guten ersten Eindruck von der Gestaltung. Und gerade die Bepflanzung mit Birken und kleinen Sträuchern sowie natürlich Bambus wirkt schon ziemlich gelungen. Eindrucksvoll sind auch die großen Werbeplakate mit einem riesigen Schneeleoparden sowie dem neuen Himalaya-Schriftzug. Sehe ich das eigentlich richtig, dass Himalaya (neben dem Regenwaldhaus) das erste komplett in sich abgeschlossene Themengebiet sein wird?
(Eintrag vom 08.03.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   Mal wieder ein paar Nachträge und Ergänzungen:

1) Das Video von der Schneeleopardenanlage ist jetzt auch auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=cekJZunbBGQ
Im Zoofreundeforum und der internationalen Plattform zoochat.com wurde es recht euphorisch aufgenommen.

Euphorisch kann man auch die neue Beziehung der B.Z. zum Tierpark nennen. Nachdem schon die Eindrücke vom Himalaya-Rundgang in höchsten Tönen gelobt wurden, wirbt das Blatt nun auch für Ferien im Tierpark (mich lässt es irgendwie staunen und auch schmunzeln, wenn ich an deren sehr spärliche, oftmals auch mehr kritische Tierparkberichterstattung früherer Tage denke):
https://www.bz-berlin.de/berlin/ferien-in-berlin-sind-supi

Ansonsten hat der Förderverein wieder ein paar Videos hochgeladen:
Einmal der Nachwuchs bei den Silberäffchen: https://www.youtube.com/watch?v=OQFkTIcfDqY
Und einmal innovatives sowie robustes Spielzeug für die Mangusten: https://www.youtube.com/watch?v=1HUvwLX0VNs
(Eintrag vom 31.01.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Mark Meier:   Auf Facebook gibt es auch schon ein hübsches Video von der Schneeleoparden-Anlage:
https://www.facebook.com/watch/?v=634579367781973

Wird sicher bald auch auf YouTube und der normalen Internetseite des Tierparks sein, falls jemand es auf Facebook nicht sehen kann.
(Eintrag vom 29.01.2022 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Oliver Muller:   KONZEPTIDEE FÜR EINEN „KALTEN“ ZOO

Nach längerer Forums-Abwesenheit melde ich mich mal wieder, um eine Planung einzustellen, über der ich schon länger brüte und gleichzeitig eine Rubrik mit langer Tradition, die aber in der letzten Zeit wenig belebt war, zu reaktivieren. Ich freue mich, wenn ihr mir dazu ein Feedback gebt! Ihr seid auch herzlich eingeladen, die Idee weiter zu entwickeln!

Inspiriert zu der Idee wurde ich ursprünglich von dem Masterplan, den Stefan Terlinden für den Eifelzoo entwickelt hat. Ich fand das Konzept spontan sehr überzeugend und habe mich gefragt, wie man das auf einen mittelgroßen bis großen Zoo übertragen könnte.

Die Aufgabenstellung, war es also, einen Zoo zu planen mit der Philosophie, ausschließlich (mehr oder weniger) „kalte“ Arten , also Tieren aus Nordamerika, Europa, Nordasien und Australien, zu zeigen. Dies hätte zwei Vorteile:

- Es wäre in der deutschen/deutschsprachigen Zoolandschaft in der hier vorgeschlagenen Form ein absolutes Alleinstellungsmerkmal (deutlich anders als Wildparks usw.).
- Es wäre - verglichen mit Zoos, die sich auf Afrika, Südamerika usw. fokussieren - deutlich kostengünstiger umzusetzen, da kaum aufwändige Bauten (von ausbruchssicheren Anlagen für Großraubtiere und ggf. Robben abgesehen) notwendig wären.

Ich habe mir darüber hinaus folgende Ziele als quasi „Mission“ des Zoos zusätzlich auferlegt:

- Biodiversität erlebbar machen. „Biodiversität und ihre Zerbrechlichkeit“ wäre quasi des edukative Leitmotiv des Zoos.
- Den Besucher überraschen durch Arten, die er nicht/kaum kennt oder so nicht erwartet
- Ihn beeindrucken durch Arten, die ihn faszinieren, weil sie spektakulär sind
- Viele typischen Zootiere und Publikumslieblinge (oder deren „Look-alikes“) zeigen (Raubkatzen, Bären, Robben, Affen, Büffel, Papageien, Pinguine usw.) zeigen
- Die Verletzlichkeit der Biodiversität (schmerzhaft) bewusst machen am Beispiel der heimischen Tierwelt durch (fast) ausgestorbene Arten und Haustierrassen

Damit wären die Zooziele „Bildung“ und „Erholung/Unterhaltung“ reichlich bedient, selbstverständlich könnte auch Forschung betrieben werden und es könnte sich an EEP und sonstigen Erhaltungszuchprojekten beteiligt werden, wo immer solche existieren (oder neu initiiert werden können).

Auf eine genaue Beschreibung von Anlagen, Entwurfsskizzen o.ä. verzichte ich bei meiner Planung.

Ich würde folgende Arten/Anlagen sehen:

NORDAMERIKA:

- Bisons
- Pronghorns (möglichst in Vergesellschaftung mit den Bisons)
- Schwarzbären, ggf. zusätzlich Eisbären und/oder Grizzlybären in einem „Valley of the Bears“ o.ä. als Beispiel für Biodiversität
- Pumas
- Wilde Truthähne
- Weißkopfseeadler
- Präriehunde (als Erdmännchen-Look-Alikes)
- Urson mit Skunk
- Truthahngeier
- Kojote
- Polarfuchs mit Schneeeule
- Schneeziege
- Dallschaf
- Amerikanische Dachse
- Weißwedelhirsch
- Ggf. Walross
- Ggf. Stellerscher Seelöwe
- Voliere(n) mit kleineren Vögeln wie Rennkuckuck oder Langschwanzhäherling

NORDASIEN

- Amurtiger
- Schneeleopard
- Kragenbär
- Rothund
- Trampeltier
- Takin
- Thar
- Yak
- Marderhund
- Japanmakaken (mit beheiztem Pool)
- Roter Panda
- Mandschurenkranich
- Kulan oder Kiang
- Tonkin-Languren
- Himalaya-Glanzfasan

EUROPA

Hier würde ich ganz bewusst auf die typischen Allerweltsarten verzichten, die man in jedem Wildpark sieht und dafür Arten zeigen, die der Besucher nicht in Europa erwartet oder die von edukativem Wert sind Stichwort „zerbrechliche Biodiversität).

- Aquarium/Terrarium mit einheimischen Fischen, Amphibien, Reptilien und einigen Insekten (z.B. Hirschkäfern, Gottesanbeterin)
- (Begehbare) Volieren mit seltenen und z.T. farbenfrohen einheimischen Vögeln (Distelfink, Gimpel, Schwarzspecht, Rebhuhn, Wachtel, Bienenfresser usw.) - beides vor allem für Arten, die man kaum kennt/nicht erwartet
- Wildbienen- und Hummelhotel
- Schmetterlingsgarten
- Papageientaucher als Pinguin-Look-Alikes
- Ggf. Ziesel als weitere Erdmännchen-Look-Alikes
- Wolf um die Problematik Prädatoren zu thematisieren
- Berberaffen für den Überraschungseffekt (Affen in Europa?)
- Auerochse und Tarpan- Rückzüchtungen für die Problematik „Ausgestorbene Tierarten“ (Inklusive Vergleich Original und Rückzüchtung - Motto: Was weg ist, ist weg!)

AUSTRALIEN

Hier können dann natürlich auch einige Exoten und Klassiker auftrumpfen:

- Kasuar
- Tasmanische Teufel
- ggf. Zwergpinguine
- Begehbare Voliere mit Sittichen und Papageien
- Ggf. Koalas
- Ggf. Wombats
- Trauerschwäne
- 2-3 Arten Kängurus nebeneinander als Beispiel für Biodiversiät

Einige der bis hierher genannten Arten wären sicherlich schwer zu beschaffen bzw. zu halten. Es sollte aber in allen Fällen perspektivisch nicht völlig unmöglich sein, diese zu bekommen, wenn der Zoo sich entsprechend etabliert. Zumindest sind alle genannten Arten in der Herkunftsregion in Zoos präsent.

Insbesondere die mit „ggf.“ gekennzeichneten Arten würde ich in einer oder mehreren Erweiterungsrunden sehen, wenn der Park läuft, oder auch eher in einem entsprechend großen/finanziell gut ausgestatteten Zoo.

Fehlt noch ein Bereich für

BEDROHTE HAUSTIERRASSEN

Hier sehe ich den klassischen Bauernhof mit Rindern, Schafen, Schweinen, Geflügel usw. Ich würde dabei eher Rassen wählen, die nicht Zoo-Standard sind.

Als USP und für einen weiteren Überraschungseffekt würde ich 2-3 Anlagen für bedrohte Hunderassen sehen. Meine Favoriten wären hier vor allem der Großspitz und der Deutsche Pinscher als ehemals typische Bauernhofhunde, die zumindest dem Namen nach jeder kennt, die es aber kaum noch gibt und für die noch nicht so professionell Erhaltungszucht betrieben wird, wie z.B. für die altdeutschen Hütehunderassen. Hier würde ich auch eine professionelle Zucht mit Zuchtverband, Papieren usw. betreiben.

Alle geographischen Bereiche würde ich deutlich von den anderen trennen und den Besucher mit Hinweistafeln („Willkommen in Europa“) u.ä. klar orientieren, wo er sich befindet - vergleichbar wie in Zoom Gelsenkirchen o.ä.
(Eintrag vom 31.12.2021 zum Thema "Eure planung")
Oliver Muller:   KONZEPTIDEE FÜR EINEN „KALTEN“ ZOO

Nach längerer Forums-Abwesenheit melde ich mich mal wieder, um eine Planung einzustellen, über der ich schon länger brüte und gleichzeitig eine Rubrik mit langer Tradition, die aber in der letzten Zeit wenig belebt war, zu reaktivieren. Ich freue mich, wenn ihr mir dazu ein Feedback gebt! Ihr seid auch herzlich eingeladen, die Idee weiter zu entwickeln!

Inspiriert zu der Idee wurde ich ursprünglich von dem Masterplan, den Stefan Terlinden für den Eifelzoo entwickelt hat. Ich fand das Konzept spontan sehr überzeugend und habe mich gefragt, wie man das auf einen mittelgroßen bis großen Zoo übertragen könnte.

Die Aufgabenstellung, war es also, einen Zoo zu planen mit der Philosophie, ausschließlich (mehr oder weniger) „kalte“ Arten , also Tieren aus Nordamerika, Europa, Nordasien und Australien, zu zeigen. Dies hätte zwei Vorteile:

- Es wäre in der deutschen/deutschsprachigen Zoolandschaft in der hier vorgeschlagenen Form ein absolutes Alleinstellungsmerkmal (deutlich anders als Wildparks usw.).
- Es wäre - verglichen mit Zoos, die sich auf Afrika, Südamerika usw. fokussieren - deutlich kostengünstiger umzusetzen, da kaum aufwändige Bauten (von ausbruchssicheren Anlagen für Großraubtiere und ggf. Robben abgesehen) notwendig wären.

Ich habe mir darüber hinaus folgende Ziele als quasi „Mission“ des Zoos zusätzlich auferlegt:

- Biodiversität erlebbar machen. „Biodiversität und ihre Zerbrechlichkeit“ wäre quasi des edukative Leitmotiv des Zoos.
- Den Besucher überraschen durch Arten, die er nicht/kaum kennt oder so nicht erwartet
- Ihn beeindrucken durch Arten, die ihn faszinieren, weil sie spektakulär sind
- Viele typischen Zootiere und Publikumslieblinge (oder deren „Look-alikes“) zeigen (Raubkatzen, Bären, Robben, Affen, Büffel, Papageien, Pinguine usw.) zeigen
- Die Verletzlichkeit der Biodiversität (schmerzhaft) bewusst machen am Beispiel der heimischen Tierwelt durch (fast) ausgestorbene Arten und Haustierrassen

Damit wären die Zooziele „Bildung“ und „Erholung/Unterhaltung“ reichlich bedient, selbstverständlich könnte auch Forschung betrieben werden und es könnte sich an EEP und sonstigen Erhaltungszuchprojekten beteiligt werden, wo immer solche existieren (oder neu initiiert werden können).

Auf eine genaue Beschreibung von Anlagen, Entwurfsskizzen o.ä. verzichte ich bei meiner Planung.

Ich würde folgende Arten/Anlagen sehen:

NORDAMERIKA:

- Bisons
- Pronghorns (möglichst in Vergesellschaftung mit den Bisons)
- Schwarzbären, ggf. zusätzlich Eisbären und/oder Grizzlybären in einem „Valley of the Bears“ o.ä. als Beispiel für Biodiversität
- Pumas
- Wilde Truthähne
- Weißkopfseeadler
- Präriehunde (als Erdmännchen-Look-Alikes)
- Urson mit Skunk
- Truthahngeier
- Kojote
- Polarfuchs mit Schneeeule
- Schneeziege
- Dallschaf
- Amerikanische Dachse
- Weißwedelhirsch
- Ggf. Walross
- Ggf. Stellerscher Seelöwe
- Voliere(n) mit kleineren Vögeln wie Rennkuckuck oder Langschwanzhäherling

NORDASIEN

- Amurtiger
- Schneeleopard
- Kragenbär
- Rothund
- Trampeltier
- Takin
- Thar
- Yak
- Marderhund
- Japanmakaken (mit beheiztem Pool)
- Roter Panda
- Mandschurenkranich
- Kulan oder Kiang
- Tonkin-Languren
- Himalaya-Glanzfasan

EUROPA

Hier würde ich ganz bewusst auf die typischen Allerweltsarten verzichten, die man in jedem Wildpark sieht und dafür Arten zeigen, die der Besucher nicht in Europa erwartet oder die von edukativem Wert sind Stichwort „zerbrechliche Biodiversität).

- Aquarium/Terrarium mit einheimischen Fischen, Amphibien, Reptilien und einigen Insekten (z.B. Hirschkäfern, Gottesanbeterin)
- (Begehbare) Volieren mit seltenen und z.T. farbenfrohen einheimischen Vögeln (Distelfink, Gimpel, Schwarzspecht, Rebhuhn, Wachtel, Bienenfresser usw.) - beides vor allem für Arten, die man kaum kennt/nicht erwartet
- Wildbienen- und Hummelhotel
- Schmetterlingsgarten
- Papageientaucher als Pinguin-Look-Alikes
- Ggf. Ziesel als weitere Erdmännchen-Look-Alikes
- Wolf um die Problematik Prädatoren zu thematisieren
- Berberaffen für den Überraschungseffekt (Affen in Europa?)
- Auerochse und Tarpan- Rückzüchtungen für die Problematik „Ausgestorbene Tierarten“ (Inklusive Vergleich Original und Rückzüchtung - Motto: Was weg ist, ist weg!)

AUSTRALIEN

Hier können dann natürlich auch einige Exoten und Klassiker auftrumpfen:

- Kasuar
- Tasmanische Teufel
- ggf. Zwergpinguine
- Begehbare Voliere mit Sittichen und Papageien
- Ggf. Koalas
- Ggf. Wombats
- Trauerschwäne
- 2-3 Arten Kängurus nebeneinander als Beispiel für Biodiversiät

Einige der bis hierher genannten Arten wären sicherlich schwer zu beschaffen bzw. zu halten. Es sollte aber in allen Fällen perspektivisch nicht völlig unmöglich sein, diese zu bekommen, wenn der Zoo sich entsprechend etabliert. Zumindest sind alle genannten Arten in der Herkunftsregion in Zoos präsent.

Insbesondere die mit „ggf.“ gekennzeichneten Arten würde ich in einer oder mehreren Erweiterungsrunden sehen, wenn der Park läuft, oder auch eher in einem entsprechend großen/finanziell gut ausgestatteten Zoo.

Fehlt noch ein Bereich für

BEDROHTE HAUSTIERRASSEN

Hier sehe ich den klassischen Bauernhof mit Rindern, Schafen, Schweinen, Geflügel usw. Ich würde dabei eher Rassen wählen, die nicht Zoo-Standard sind.

Als USP und für einen weiteren Überraschungseffekt würde ich 2-3 Anlagen für bedrohte Hunderassen sehen. Meine Favoriten wären hier vor allem der Großspitz und der Deutsche Pinscher als ehemals typische Bauernhofhunde, die zumindest dem Namen nach jeder kennt, die es aber kaum noch gibt und für die noch nicht so professionell Erhaltungszucht betrieben wird, wie z.B. für die altdeutschen Hütehunderassen. Hier würde ich auch eine professionelle Zucht mit Zuchtverband, Papieren usw. betreiben.

Alle geographischen Bereiche würde ich deutlich von den anderen trennen und den Besucher mit Hinweistafeln („Willkommen in Europa“) u.ä. klar orientieren, wo er sich befindet - vergleichbar wie in Zoom Gelsenkirchen o.ä.
(Eintrag vom 31.12.2021 zum Thema "Eure planung")
cajun:   In Salzburg gibt es einen Neuzugang:
"Willkommen Malou: Neue Partnerin für Schneeleopard Sayan
Noch ist die am 29. April 2019 in der Stuttgarter Wilhelma geborene Malou ein wenig schüchtern. „Schneeleoparden sind sehr sensible Tiere, die eine gewisse Zeit benötigen, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Grebner. Die neue Partnerin des acht Jahre alten Katers Sayan kam Anfang Dezember 2021 in Salzburg an und hatte die Außenanlage nach einer kurzen Eingewöhnungszeit bereits mit Bedacht erkundet. „Bei einem ihrer ersten Ausflüge hat sie allerdings ihren ‚Nachbarn‘, Puma Yagul, entdeckt und zieht es seitdem vor, am Eingang zum Innenbereich sitzen zu bleiben und sich nur vorsichtig umzusehen“, sagt Revierleiter Sebastian Zobler. In Salzburg hat es bei den genauso schönen wie seltenen Großkatzen im Jahr 2021 insgesamt drei Wechsel gegeben. Im Februar kam Weibchen Geeta, die seit 2015 an der Seite von Sayan lebte, auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Sofia Zoo. Der zweijährige Sohn von Sayan und Geeta ist seit Ende November in Talliner Zoo in Estland. Ebenfalls auf Empfehlung des EEP fiel die Wahl der neuen Partnerin auf die junge Malou. Sie wuchs zusammen mit ihrem Bruder Askar in Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart auf. Ihre Eltern sind Kater Ladakh und Katze Kailash. „Mit Malou zieht ein genetisch besonders wertvolles Tier nach Salzburg“, freut sich Sabine Grebner. Dshamilja, die Mutter von Kailash wurde 2000 im zentralasiatischen Hochgebirge von Tadschikistan geboren und geriet als ganz junges Tier in eine von Wilderern aufgestellte Schlagfalle, wodurch sie ein Drittel ihres rechten Hinterfußes verlor. Schließlich wurde das etwa fünf Monate alte, verletzte Jungtier von einer Anti-Wilderer-Einheit auf einem Schwarzmarkt in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistan, entdeckt und beschlagnahmt. Nachdem Dshamilja in freier Wildbahn nicht überlebensfähig war, brachte man sie in den Zoo Zürich, wo sie ein stolzes Alter von 19 Jahren erreichen durfte und mehrfach Nachwuchs hatte, darunter auch die 2010 geborene Kailash. „Für die Zucht bedrohter Arten werden der Natur keine gesunden Tiere entnommen. Kommt durch einen derartigen Ausnahmefall ein Tier aus freier Wildbahn in menschliche Obhut, ist es für die genetische Vielfalt von großer Bedeutung, diese Linie fortzusetzen“, erklärt Sabine Grebner. Gesehen und wahrgenommen hat Sayan seine neue Partnerin natürlich schon. Bis die beiden Schneeleoparden gemeinsam auf der Außenanlage zu sehen sind, dauert es noch eine Weile. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten leben nur noch etwa 2710 bis 3386 erwachsene Tiere in freier Wildbahn. Allerdings sind Zählungen in ihrem unwirtlichen und kaum zugänglichen Lebensraum, den Hochgebirgen Zentralasiens, schwierig. Aufgrund von Wilderei und illegalem Handel sowie Konflikten mit Viehzüchtern und dem Schwund von Beutetieren ist der Bestand der scheuen Großkatzen, die auch als „Geister der Berge“ bezeichnet werden, stark unter Druck geraten, weshalb eine gesunde Reserve in Zoos für den Arterhalt zunehmend an Bedeutung gewinnt."
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(Eintrag vom 27.12.2021 zum Thema "Schneeleoparden")
Simon Kirchberger:   Sehr gerne:) also mit der Zeitplanung von Bauprojekten in Hellabrunn ist das ja so eine Sache… Anderswo sicherlich nicht komplett anders, dass es immer länger dauert, aber eigentlich war die Veröffentlichung für dieses Jahr angesetzt… Man kann also auf nächstes Jahr gespannt sein. Dann werden übrigens die neue Löwen-Anlage, die Modernisierung der Wolfsanlage und die Übernetzung der Flamingos fertiggestellt und mit der Sanierung von Dschungelwelt und Pinguinhaus begonnen. Theoretisch…

Was den Masterplan angeht, geht es mir ähnlich. Vor allem die Verlegung des Afrika-Bereiches in den baumärmeren Norden wo jetzt Waldbisons und Heckrinder stehen, ergibt Sinn. Und auch die „Entzerrung“ der, auf der Ostseite wie auf einer Perlenkette aufgereihten Tierhäuser mit den Neubauten für Zwergflusspferde (Baubeginn geplant 2022/2023), Drills und Riesenotter im aktuell für den ONB eher highlightarmen Parkteil. Aber das Besondere, den Wow-Effekt oder ein Alleinstellungsmerkmal sehe ich bei keiner Anlage so richtig, vielleicht am ehesten bei den begehbaren Gehegen für Humboldtpinguine und Alpensteinböcke (wobei beides ja auch nichts Neues ist) und bei der Anlage für Riesenotter.
Im Gegenteil finde ich zum Beispiel, dass die neue Tigeranlage im Vergleich zur Aktuellen, relativ alten und kleinen, auf jeden Fall nicht wirklich größer ist und man da sehr viel verschenkt…
Was die Tierauswahl angeht, gibt es sicherlich Verbesserungen im Vergleich zum jetzigen Stand (Baumkänguru, Riesenotter, Okapi, Dschelada, Zwergflusspferd, Schneeleopard usw.) aber auch einiges, was ich persönlich schon schade finde (Breitmaulnashorn statt Panzernashorn oder wie schon gesagt, die Reduzierung an Gebirgshuftieren).

Das war ein langer Text, das Meiste wurde ja damals hier schon ausführlich diskutiert. Bleiben wir mal gespannt;)

(Eintrag vom 08.12.2021 zum Thema "Münchner Tierpark Hellabrunn")
Adrian Langer:   https://www.wz.de/nrw/wuppertal/schneeleoparden-duerfen-im-wuppertaler-zoo-gezuechtet-werden_aid-64436453

Die Schneeleoparden dürfen wieder zur Zucht schreiten.
(Eintrag vom 04.12.2021 zum Thema "Zoo Wuppertal")
cajun:   Was mir eben auffällt: hält Mulhouse zukünftig zwei Weibchen zur Zucht bei den Schneeleoparden? @zollifreund hatte ja im Mai diesen Jahres Jungtiere fotografiert. Ergo sollte mindestens ein Weibchen im Bestand sein.
(Eintrag vom 30.11.2021 zum Thema "Zoos in Frankreich")
cajun:   In Mulhouse zieht man Bilanz:
"Vom Zebra bis zum Eisbären, ein Rückblick auf die Geburten des Zoos Mulhouse im Jahr 2021
Im Jahr 2021 empfing der Zoo keine neuen Arten, aber es gab viele Jungtiere. Mit dem Zuzug von Eisbärin Anori vergrößerte sich die Eisbärenfamilie. "Anfang November wurde ein Zebra-Fohlen geboren, es geht ihm wunderbar. Wir beobachten es viel", sagt der Veterinärdirektor des Parks. "Sobald es trockener und sonniger wird, macht das Tier seinen ersten Ausflug." Ein weiteres freudiges Ereignis war der Schlupf eines Kasuars. Vier Jahre hatten die Pfleger versucht, ein Paar Kasuare zur Paarung zu bringen. "Dies ist eine sehr schwierige Nachzucht, weil das Weibchen das Männchen töten kann, wenn es sich nicht bereit zu einer Paarung fühlt", erklärt Brice Lefaux. Sobald die Eier gelegt sind, werden sie vom Männchen gebrütet. "Wir sind sehr stolz darauf, der Öffentlichkeit ein Beispiel für eine Art zu präsentieren, bei der das Männchen sich um die Eier kümmert. Es bricht die Stereotypen, die wir von der Tierwelt haben können", sagt er. Ein neuer Ort öffnet… im Jahr 2023, Die Umgestaltung ist für die Öffentlichkeit noch nicht sichtbar, aber im Zoo Mulhouse wird bereits gearbeitet. Der einzige Hinweis für den Besucher: "Es ist nicht mehr möglich, um den Teich herumzulaufen, aber das stört den Besuch nicht", bemerkt Brice Lefaux. Zwei Hektar werden umgebaut, um die Fundamente von Horizon Afrique aufzunehmen, einem Ort zur Erhaltung bedrohter Ökosysteme, der 2023 eröffnet wird. "Der Zoo hat bereits Eidechsen und auch Frösche geholt", verkündet der Direktor an. Neu eingetroffen im Zoo Mulhouse ist eine Schneeleopardin. Sie kommt zur Zucht und ist laut Brice Lefaux ziemlich schüchtern und recht jung. Im nächsten Jahr wartet man auf Nachwuchs. Im Moment muss sich die Katze wohlfühlen, wir lassen ihr Zeit, erklärt er. Die Pfleger verfolgen das Verhalten des neu eingetroffenen Weibchens und des sechsjährigen Männchens aus dem Zoo."
Quelle: https://actu.fr/grand-est/mulhouse_68224/du-zebre-a-l-ours-polaire-retour-sur-les-naissances-du-zoo-de-mulhouse-en-2021_46399895.html
Übersetzung: Zoopresseschau
(Eintrag vom 30.11.2021 zum Thema "Zoos in Frankreich")
cajun:   Die Handaufzucht in Magdeburg scheint zu gelingen. Das man dem Tier Ameisen zur Verfügung stellen kann, bezweifele ich ja etwas.. Oder gibt es da eine neue Vergesellschaftung? ;-)
"Großer Ameisenbär: Wie geht es dem Jungtier „Osita“?
„Unser Nachwuchs beim Großen Ameisenbär bringt schon 23 Kilogramm auf die Waage! Die engmaschige tiermedizinische und tierpflegerische intensive Betreuung hat sich bei der künstlichen Aufzucht ausgezahlt“, erklärt der Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. Das neunmonatige weibliche Jungtier namens „Osita“ bekommt keine Spezialmilch mehr. Inzwischen nimmt „Osita“ selbstständig den in Zoos üblichen gehaltvollen Ersatzbrei zu sich und frisst auch Ameisen. Derzeit sind es noch vier Mahlzeiten täglich, bis zum Erreichen des Erwachsenen-Alters werden es zwei Mahlzeiten sein. Das anfänglich geringe Gewicht steigerte der kleine Rüssler in den vergangenen Monaten gut. Die Gewichtsentwicklung von „Osita“ liegt im Vergleich zu ihren gleichaltrigen Artgenossen etwa noch einen Monat zurück - sie war eine Frühgeburt. Jetzt erreicht sie annähernd die Hälfte des Gewichtes eines erwachsenen Großen Ameisenbären. Aktuell ist der junge Ameisenbär für kürzere Zeit nachmittags auf der ehemaligen Hyänenanlage, die sich gegenüber der Schneeleopardenanlage befindet, unterwegs. Dort spürt es momentan Engerlinge auf, die flink ausgebuddelt werden und ein Leckerbissen sind. Die klebrige Zunge wirkt wie ein Fliegenfänger, da lohnt ein Schleckern an den Stämmen und Gehege-Begrenzungen. Mit Hilfe der kräftigen Krallen an den Vorderpfoten kann „Osita“ Stöcker und Holzstämme leicht zerlegen. Bequem stellt sich „Osita“ auf die Hinterbeine typisch für Nebengelenktiere. Doch woher stammt eigentlich der Name „Osita“ und welche Bedeutung hat er? Wer dies weiß, kann an führung@zoo-magdeburg.de seine Antwort senden und vielleicht eine Familien-Eintrittskarte für die kürzlich wiedereröffneten Gruson-Gewächshäuser gewinnen. Übrigens gibt es bei Vorlage einer Gruson-Eintrittskarte einen Rabatt von einem Euro bei der Zooeintrittskarte (gültig bis sechs Monate). Nachzuchten in Menschenobhut sind bei dieser Tierart eher rar – mit Ausnahme der seit vier Jahrzehnten kontinuierlichen Nachzuchterfolge beim Großen Ameisenbär im Zoo Dortmund. Hier wird auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für den Großen Ameisenbären geführt, an dem der Zoo Magdeburg beteiligt ist. Auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Große Ameisenbär als „gefährdet“ (VU) gelistet."
Quelle: Pressemitteilung des Zoos
(Eintrag vom 23.11.2021 zum Thema "Nebengelenktiere / Zahnarme")
Emilia Grafe:   Auch vom Tierpark kam jetzt ein aktuelles Statement zur neuen Schneeleopardin "Layla". Aus dem Beitrag wird auch deutlich, dass sie mit Bataar zusammengeführt werden soll. Dementsprechend ist Kitai (letztes Jungtier von Maya und Bataar) vielleicht abgegeben?
(Eintrag vom 11.11.2021 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Emilia Grafe:   Ich habe gerade die interessante Info gelesen, dass eine neue Schneeleoparden-Katze "Leyla" (ca 2 Jahre) aus Warschau in den Tierpark gekommen ist. Dafür wurde die ehemalige Zuchtkatze "Maya" nach Indonesien abgegeben (dürfen wir auf einen Tausch gegen mit einer Goldkatze hoffen?). Aus der Infomation war auch zu entnehmen, dass die neue Katze noch nicht auf "den" Kater getroffen ist. Bleibt die Frage, wer ist "der" Kater. Dem Alter entsprechend passt der letzte Nachwuche "Kitai". Weiß hier wer, was dementsprechend aus dem Zuchtkater "Bataar" geworden ist.
Außerdem gab es einen offiziellen Instapost zum zweiten Sifakapaar namens Isabella und Wenceslaus the Idle. Zusammen mit den 4 Tieren in Köln und Chester bilden sie mit dem 2. Berliner Paar die Grundpopulation fürs EEP.
(Eintrag vom 10.11.2021 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Aller guten Dinge sind drei: Leckender Schneeleopard in maximaler Entfernung von der Gehegebegrenzung.
(Eintrag vom 21.10.2021 zum Thema "Zoo Rostock")
Emilia Grafe:   Wenn ich schonmal dabei bin, schreibe ich auch gleich noch die laut ZEP geplanten Bestände für Himalaya und ABH raus, mit Kommentar ja, wird umgesetzt oder nein, wird nicht umgesetzt:

Himalaya:
Schneeleopard (ja)
Goldtakin + Goral (ja)
Kleiner Panda (ja)
Marco-Polo-Schaf + Markhor (unklar ob in der Vergesellschaftung aber ja)
Mishmi-Takin + Schopfhirsch (nein + ja aber mit Kleinem Panda)
Weißlippenhirsch (ja)
Blauschaf (ja)
zusätzlich zum ZEP an Säugetieren wird kommen:
Sichuan-Takin
Francois-Langur
Daurischer Pfeifhase + Bobak
Schraubenziege + Sibirscher Steinbock
Manul
Östlicher Kiang

Hier ist also mit deutlich mehr zu rechnen, als nach ZEP geplant war. Ich bin gespannt und freue mich über eine Eröffnung, möglicherweise ja noch in diesem Jahr.

ABH:
Sumatratiger (ja)
Java-Leopard (ja)
Asiatische Goldkatze (noch nicht?)
Goodfellow-Baumkänguru (ja)
Komodowaran (nein)
Phillipisches Krokodil (nein)
Malaienbär (ja)

Zusätzlich:
Neuguinea-Filander
Malaiischer Binturong
(Eintrag vom 18.10.2021 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
Adrian Langer:   Nach gut drei Jahren war ich Gestern wieder im Zoo Breslau. Seit meinem letzten Besuch hat sich einiges getan. So wurde das alte Vogelhaus renoviert und wiedereröffnet. Auf dem Gelände des alten Kragenbärgeheges entstanden neue Anlagen für Schneeleoparden und Nebelparder und auch ein neues Manulgehege findet sich in der Nähe der Bezoarziegen. Auch im Tierbestand hat sich einiges getan. So sah ich erstmals Madagaskarflughunde, Hammerkopfflughunde und (nicht neu aber selten zu sehen) Afrikanische Bilche. Auch wenn sich die Rot-Weißen Flughörnchen wieder nicht gezeigt haben war es doch ein rundum schöner Zoobesuch. Breslau ist in meinen Augen ein Must See unter den Zoos.

Anbei: Madagaskarflughund.
(Eintrag vom 17.10.2021 zum Thema "Zoo Wroclaw")
cajun:   Schöne nachricht: Die Nachzuchten im Zoo Leipzig sind weiblich.
Erste Tierarztvisite für die Schneeleoparden-Zwillinge
Für die Tierpfleger der Himalaya-Anlage sowie für die sechs Wochen alten Schneeleoparden-Zwillinge war heute ein großer Tag: Erstmals wurden die Jungtiere von ihrer Mutter Chandra (7) getrennt und dem Tierarzt vorgestellt. Bisher haben die Pfleger die Leopardenfamilie ausschließlich aus der Distanz über die Kamera beobachtet, um vor allem in der ersten wichtigen Aufzuchtsphase keine Störungen zu verursachen. „Es war heute in der Tat ein spannender Moment für uns alle. Einerseits haben wir heute das Rätsel des Geschlechts der Zwillinge lösen können – es handelt sich um zwei Katzen - und andererseits konnten wir uns zusammen mit dem Tierarzt vergewissern, dass sich die Jungtiere gut entwickeln, gesund sind und bereits drei Kilogramm auf die Waage bringen“, freut sich Bereichsleiter Thomas Günther. Zusätzlich zu allen routinemäßigen Untersuchungen nahm der Tierarzt auch die wichtige Jungtierprophylaxe vor. Die weiblichen Zwillinge, die immer agiler werden und bereits erste Ausflüge außerhalb der Wurfbox unternehmen, werden allerdings noch einige Zeit hinter den Kulissen der Leopardenanlage bleiben. Noch sind sie altersbedingt nicht in der Lage, der Mutter auf die Außenanlage von Himalaya zu folgen.
Quelle: https://www.zoo-leipzig.de/artikel/erste-tierarztvisite-fuer-die-schneeleoparden-zwillinge-1173/
(Eintrag vom 11.10.2021 zum Thema "Schneeleoparden")
cajun:   Zwei Meldungen über einen Transfer junger Argaliböcke in die Wildnis aus dem Zoo Nowosibirsk

Im Nationalpark in Altai wurden seltene im Zoo aufgezogene Bergschafe freigelassen
TASS. Im Zoo Nowosibirsk nachgezüchtete gefährdete seltene Altai-Wildschafe, Argalis, wurden im Sailjugem-Nationalpark in der Republik Altai ausgewildert. Experten zufolge werden sich die neuen Individuen, vier Männchen, ihren wilden Verwandten anschließen, was die Überlebenschancen der Art deutlich erhöhen wird, heißt es auf der Website des Nationalparks. Der Zoo Nowosibirsk ist weltweit der einzige Zoo, der Altai-Argalis hält und nachzüchtet. In speziellen Containern legten die Tiere unter Aufsicht von Zoomitarbeitern und Tierärzten eine Strecke von rund 1.000 km zurück. Der Weg "nach Hause" sei von allen zufriedenstellend vertragen worden, sagen Experten, heißt es in der Mitteilung. Wie im Nationalpark erwähnt, sind die jungen Männchen Zoo-Nachzuchten von Wildschafen gewonnen, die einst speziell im Altai gefangen wurden. Diese Tiere wurden in einem der abgelegenen Gehege für Auswilderungs-Anwärter gehalten: Sie waren keine Ausstellungsexemplare, der minimale Kontakt mit Menschen ermöglichte es, halbwilde Tiere aufzuziehen. Die Männchen wurden im Bereich des Nationalparks freigelassen, wo bald lokale Argali-Herden grasen werden. Die Organisatoren der Auswilderung hoffen, dass sich die Neuankömmlinge ihren wilden Verwandten anschließen, was ihre Überlebenschancen deutlich erhöht. Die Auswilderung der Argalis erfolgte im Rahmen des Projekts der Euroasiatischen Regionalen Vereinigung der Zoos and Aquarien zur Erhaltung seltener Arten von Gebirgshuftieren in Eurasien unter Beteiligung des Zoos Nowosibirsk, der Abteilung der Russländischen Naturaufsichtsbehörde für den Föderationskreis Sibirien und des Sailjugem-Nationalparks. "Sehr bald beginnt die Paarungszeit bei den Altai-Argalis, zu diesem Zeitpunkt finden sich die Tiere in großen gemischten Herden zusammen und zählen 100 oder mehr Individuen", zitiert der Pressedienst Walentina Sjablizkaja, stellvertretende Direktorin des Nationalparks. Die Nowosibirsker Argalis, die drei bis vier Jahre alt sind, haben Zeit für Akklimatisierung, Anpassung und jede Chance, auf Augenhöhe mit den wilden Männchen an der Brunft teilzunehmen und Teil der natürlichen Population zu werden. Gerade zu diesem Zweck wird das Projekt realisiert – für die Wiederherstellung der zahlenmäßigen Größe der seltenen Art in ihrem natürlichen Lebensraum. Es ist kein Geheimnis, dass gerade die Männchen wegen ihrer sehr großen Hörner das Hauptziel der illegalen Jagd sind.
Das Altai-Wildschaf (Argali, Archar) - das größte Wildschaf der Welt, lebt an der Grenze zwischen Russland und der Mongolei. Die Gesamtzahl beträgt etwa 4.800 Individuen, etwa 2.000 - in Russland, 1.583 - im Sailjugem-Nationalpark. Die Art ist in der Roten Liste der Russländischen Föderation und der der IUCN als "gefährdet" aufgeführt. Der Sailjugem-Nationalpark wurde 2010 im Altai geschaffen – im Rajon Kosch-Agatsch für den Erhalt des Schneeleoparden und des Altai-Argalis. Seit 2016 wird im Nationalpark, der 118.000 ha groß ist, auch Monitoring und Erforschung des Manuls durchgeführt.

Aus dem Nowosibirsker Zoo in die Natur entlassen: Widder einer seltenen Art - ein ergreifendes Video
Alle Tiere sind junge Widder, die von 2017 bis 2019 im Zoo geboren wurden. Der bewegende Moment der Auswilderung einer vom Aussterben bedrohten Wildschafart wurde auf Video festgehalten. "Die Biologen werden die Möglichkeit haben, die Tiere zu beobachten. Beim letzten Mal haben wir die Argali-Hörner mit Farbe markiert, und so konnten die Mitarbeiter des Nationalparks unsere Argalis von den anderen unterscheiden", erklärte Olga Schilo, stellvertretende Direktorin für Wissenschaft im Zoo Nowosibirsk. "Solange die Farbe nicht verblasst war, konnten wir die Tiere verfolgen. Dann aber – konnten wir nur hoffen, dass mit ihnen alles in Ordnung ist. Diesmal haben wir spezielle Sensoren an den Hörnern von zwei Argalis angebracht, die es ermöglichen, die Bewegungen der Tiere für lange Zeit zu verfolgen. Diese Daten sind äußerst wichtig für das von unserem Zoo initiierte und betreute Argali-Wiederansiedlungsprogramm." Argalis werden im Nowosibirsker Zoo seit 1994 gehalten. Diese Tiere hält kein weiterer Zoo weltweit. Der erste Nachwuchs wurde 2013 geboren. Seitdem werden im Nowosibirsker Zoo jedes Jahr Argali-Jungtiere geboren. Der Nowosibirsker Zoo ist davon überzeugt, dass das Programm der Wiederansiedlung helfen wird, die Art dieser seltenen Tiere zu erhalten.
Quellen: https://tass.ru/obschestvo/12360979 und https://ngs.ru/text/animals/2021/09/10/70128803/
Übersetzung: Zoopresseschau
(Eintrag vom 06.10.2021 zum Thema "Gebirgswiederkäuer")
W. Dreier:   Und auch die ``Freunde der Hauptstadt-Zoos`` (also Tierpark und Zoo Berlin zusammen) saßen letzte Woche auf der Tribüne der Trabrennbahn Karlshorst bei ``heimeligen`` Temperaturen in einer open-air Veranstaltung zu den Jahren 2019 und 2020 zusammen.
2 Projekte für 2022 stehen an:
Zoo Berlin: Umgestaltung der Anlage für die europ. Wasserbüffel (etwas unverständlich - die kann man um Berlin herum in Brandenburg im Freiland sehen)
TP: Abgabe der Kerabaus (wohin?), dafür Bantengs - was ja nicht schlecht ist. Aber: der Zoo behält sie auch weiter, denn da steht : ``in Ergänzung zum Zoo Berlin``. Wenn ich daran denke, dass ich im Zoo mindestens 3 Bullen gesehen habe, befürchte ich, dass die überzähligen Bullen im TP landen. (Bild anbei, der Hauptbulle stand auf einem anderen Bild)
Der Zoo erhält 2 x 50 T Euro, der TP 150 T Euro. die ``Freunde`` fördern weiterhin seit Jahren sogenannte Artenschutzprojekte im Prinzip mit je 1 Tausend Euro, als da sind oder waren (2019/20): Katzenbär; Uganda-Giraffe; Gavial; Rote Varis; Brillenbären; Schneeleopard; Großtrappe; Brillenpinguin; Savannenelefant; Sumatratiger; Bürstenschwanz-Felsenkänguruh; Wildbienen für ein privates Familienzentrum.
10 T Euro gingen nach den Buschbränden nach Australien, auch Krefeld erhielt nach dem Brand 10 T.
Für das jeweilige ``Zootier des Jahres`` wurden jeweils 2,5 T Euro überwiesen.
Am 1.1. 2019 gab es gut 4000 Mitlieder; glaube in der Zeitung gelesen zu haben, dass es nun ``nach/durch`` Corona erstmals über 6 000 Mitglieder gibt.
(Eintrag vom 05.10.2021 zum Thema "Fördervereine")
Adrian Langer:   https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/nachwuchs-schneeleopard-zoo-100.html

Zwei Schneeleoparden wurden geboren.
(Eintrag vom 10.09.2021 zum Thema "Zoo Leipzig")
cajun:   Eine Meldung aus Litauen. Der Zoo Kaunas ist quasi wegen Renovierung geschlossen. Also nicht hinfahren, man sieht nix :-) Bezugnehmend auf das Posting von Olver Jahn am Anfang dieses Threads aus dem Jahr 2013, kann man sich ggf. vorstellen wie umfassend der Sanierungsstau war.

"Umbau des Zoos von Kaunas ist im Gange. Er wird der modernste in der Region sein
Bereits im Juli wurde der Zoo in Kaunas wegen Umbau geschlossen. Der seit 1938 bestehende Zoo wurde noch nicht grundlegend renoviert. "Solange die vorbereitenden Arbeiten und die begleitenden temporären Arbeiten laufen, ist der Zoo vorerst geöffnet. Wir werden voraussichtlich bis Mitte Juli Besucher empfangen", sagt Lauras Stacevičius, stellvertretender Direktor des Litauischen Zoologischen Gartens in Kaunas im Interview mit dem "Vilniuser Kurier".
Nach der Renovierung werden einige Tiere den Zoo verlassen
Im Zusammenhang mit dem Umbau werden einige Tiere den Zoo Kaunas für immer verlassen, andere werden vorübergehend im neu errichteten Veterinärzentrum auf dem Gelände der Einrichtung beherbergt. Einige Tiere werden in temporären Volieren untergebracht. Derzeit gibt es über 2.000 Individuen, die fast 250 Arten repräsentieren. Die Gnus werden in einem Zoo in Polen leben, die Schneeleoparden gehen nach Ungarn. Die Tiere werden in Autos mit speziellen Käfigen transportiert. Die längste und beschwerlichste Reise erwartet das weibliche Zwergflusspferd. Das Tier wird per Flugzeug in die Republik Südafrika transportiert. Zunächst wird es mit dem Auto nach Warschau gefahren, von dort aus auf einen anderen Kontinent geflogen. Die Transportkosten werden von den Zentren übernommen, in die die Tiere gehen. "Da lange Reisen nicht die beste Wirkung auf die körperliche und geistige Verfassung der Tiere haben, haben wir entschieden, dass sie nach dem Umbau nicht nach Kaunas zurückgebracht werden müssen. Sie werden also in den Ländern bleiben, in die sie reisen, und in Zukunft werden wir versuchen, neue Bewohner in unseren Zoo zu holen", sagt Lauras Stacevičius. Er fügt hinzu, er sei überzeugt, dass sich die Tiere unter den neuen Bedingungen viel wohler fühlen werden. Der einzige Zoo Litauens erfülle die Anforderungen für in Gefangenschaft gehaltene Wildtiere schon lange nicht mehr. "Wir haben dafür gesorgt, dass in den Zoos, in die sie transportiert werden, Bedingungen bereitgestellt werden, die den spezifischen Anforderungen für diese Arten entsprechen. Leider hat es hier seit der Eröffnung unserer Einrichtung noch nie eine größere Renovierung gegeben. Wir haben viel erlebt und viele Jahre lang nach verschiedenen Lösungen gesucht, um mit dem Umbau zu beginnen. Wir planen, dass die Hauptarbeiten im Jahr 2023 abgeschlossen sein werden. Als nächster Schritt des Umbaus werden die Begrünung des Geländes und weitere Arbeiten zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Infrastruktur durchgeführt. Danach wird ein Termin für die Anpassung der Tiere festgelegt. Erst nach Abschluss aller Etappen soll der renovierte Zoo den Besuchern zur Verfügung gestellt werden", erklärt der Gesprächspartner.
Bessere Bedingungen
Er verweist darauf, dass die Mitarbeiter des Zoos zwar mit großem Bedauern von ihren Schützlingen Abschied nehmen, sich aber sehr darüber freuen, dass die Tiere viel bessere Bedingungen haben werden. So werde zum Beispiel ein Liebling aller Besucher, insbesondere der Kinder, die Robbe Kajus im Zoo in Kaliningrad leben. Damit es ihm nicht zu heiß werde, fährt er in einem speziellen Anhänger mit Klimaanlage. Am neuen Standort wird er ein sechsmal größeres Becken haben als das, in dem er 21 Jahre lang bei uns war. Außerdem wartet dort auch eine Überraschung auf ihn - ein Weibchen. Er werde sich sicher sehr freuen, denn er verbringe seine Zeit schon lange allein – ergänzt der stellvertretende Direktor des Zoos von Kaunas.
Gründer: Tadas Ivanauskas
Der Litauische Zoologische Garten in Kaunas wurde am 1. Juli 1938 auf Initiative des Zoologen und Botanikers, Professor der Vytautas-Magnus-Universität, Tadas Ivanauskas, als erste Einrichtung dieser Art im Land eröffnet. Im ersten Betriebsjahr konnten die Besucher 40 Tierarten bewundern, darunter: Kamele, Esel, Dingos, Zebras, Kapuziner, Wisente, Fasane und Papageien. Für damalige europäische Verhältnisse war es eine sehr reiche Sammlung. Weder der Zweite Weltkrieg noch die Eingliederung Litauens in die UdSSR verhinderten den Ausbau des Zoos. 1960 hatte er bereits 400 Vertreter von 100 Arten. Der Zoologische Garten befindet sich auf einer Fläche von 15,9 ha. Aufgrund der schlechten Tierhaltungsbedingungen wurde der Zoo in Kaunas 2013 von der Mitgliederliste des Europäischen Verbandes der Zoos und Aquarien gestrichen. Die jetzige Leitung bemühte sich, nach und nach die Lebensbedingungen der dort beherbergten Tiere zu verbessern. Im Laufe der Jahre war es endlich möglich, Mittel aus den EU-Strukturfonds für einen gründlichen Umbau der Anlage zu erhalten. Der Wert der geplanten Arbeiten wird auf 18,3 Mio. EUR geschätzt. Experten zufolge könnte der Zoo in Kaunas nach der Modernisierung zu einem der modernsten Zoos im Ostseeraum werden"
Quelle:https://kurierwilenski.lt/2021/07/05/rusza-rekonstrukcja-kowienskiego-zoo-stanie-sie-najnowoczesniejszym-w-regionie/
Übersetzung: Zoopresseschau
(Eintrag vom 19.08.2021 zum Thema "Zoos im Baltikum")
Emilia Grafe:   Von mir noch ein paar Bilder von meinem Besuch am 18.7. Ich habe auch endlich erstmals die Sifakas gesehen. Davon aber heute keine Fotos :) Das mit dem Himalaya Plänen wirklich besser aus als gedacht. Nach den Bauplänen, die ja hier auch mal reingeschickt wurden, haben wir ja auch schon spekuliert gehabt, dass die Bereiche um ehemalig das Elchgehege nicht mehr zugänglich sein werden. Danach sieht es jetzt glücklicherweise nicht aus. Somit finde ich wird das Erweiterungsgelände nach dem Umbau zumindest artentechnisch nicht unattraktiver sein als zuvor. In den Bauplänen war in dem Gehege, wo jetzt die Weißlippenhirsch einziehen übrigens auch noch eine Vergesellschaftung mit Yaks geplant, aber die scheint jetzt wegzufallen. Ich bin aktuell tatsächlich mehr auf die Neubesetzung der Anlagen von Schneeleopard, Kiang und den Takinen gespannt als auf der "Himalaya" selbst, obwohl ich mich auf die Vergesellschaftungen dort auch freue. Ich hoffe zumindest, dass die leerwerdenden Anlagen nicht unbesetzt bleiben.
Von meinem Besuch am 18., auch eine Erstsichtung Südlicher Flechtengecko
(Eintrag vom 20.07.2021 zum Thema "Tierpark Berlin-allgemein (III, bis 28. Januar 2025)")
cajun:   Ein Hoffnungsschimmer für die Freilandpopulation dieses "tiergärtnerischen Porzellans"
"In Kalmykien wurde Saiga-Population wiederhergestellt
Elista (TASS). Vermutlich hat etwa ein Drittel der auf der Roten Liste stehenden Saiga-Population zum ersten Mal in den letzten 20 Jahren das Territorium von Kalmykiens einzigem staatlichen natürlichen Biosphärenreservat "Tschornyje semli" ["Schwarze Erde"] verlassen und ist in die nördlichen Regionen der Republik gewandert, sagte der Direktor des Naturschutzgebiets, Bataar Ubuschajew, gegenüber TASS. Bis zum Jahr 2014 ist die Zahl der Saiga-Antilopen auf der Welt stetig zurückgegangen: Die Population in der nordwestlichen Kaspischen Region ist innerhalb von 20 Jahren fast auf ein Fünzigstel zurückgegangen - von 250.000 auf 4.500 Tiere. Der Hauptfaktor, der zum katastrophalen Rückgang der Anzahls der Saigas führte, war die selektive Wilderei in Bezug auf männliche Tiere. Jetzt leben die Saigas, die 2017 in die Rote Liste der Russländischen Föderation eingetragen wurden, in Russland nur in Kalmykien und der Oblast Astrachan; Populationen dieser Tiere gibt es auch in Kasachstan, Usbekistan, im Westen der Mongolei. Grund für die Migration nach Norden könnte Experten zufolge eine Zunahme der Population im Schutzgebiet sein. Laut Experten wurden im vergangenen Jahr im Reservat "Tschornyje semli" etwa 10.000 Antilopen gezählt, dreimal so viel als vor fünf Jahren, erklärte der Direktor des Reservats. Die Wissenschaftler beunruhigt, dass Wilderer den Männchen nachstellen, deren Hörner in der traditionellen östlichen Medizin gefragt sind. Trotz der Tatsache, dass die Jagd auf die Antilopen verboten ist, da das Tier auf der Liste der besonders wertvollen Tiere steht und illegale Jagd und illegaler Handel strafrechtlich verfolgt werden, hält dies Jäger nicht auf. Im Zusammenhang mit der Situation in der Republik wurde ein behördenübergreifendes Treffen unter Beteiligung von Mitarbeitern des staatlichen Reservats, der Polizei, der Nationalgarde, des Ministeriums für natürliche Ressourcen von Kalmykien abgehalten, bei dem beschlossen wurde, die Arbeit zum Schutz der Population und zur Verhinderung von Wilderei zu verstärken, fügte der Gesprächspartner der Agentur hinzu. Über das Reservat. Das 1990 gegründete staatliche Biosphärenreservat "Schwarze Erde" ist das einzige Testgelände in Russland zur Erforschung von Steppen-, Halbwüsten- und Wüstenlandschaften sowie zum Schutz der kalmykischen Saiga-Population. Seine Fläche beträgt 121.100 Hektar. Im Reservat gibt es bereits vier ökologische Lehrpfade - "Vögel des Manytsch-Gudilo", "Auf den Pfaden der Saiga", "Tulpen des Manytsch" und "Pink-Seen im Reservat Mekletinskij ". Auf ihnen kann man eine Vielzahl von Tierarten sehen, darunter seltene und vom Aussterben bedrohte - Saigas, Jungfernkraniche, Rosapelikane, Löffler, Rothalsgänse, Steppenadler, viele Arten von am und im Wasser lebenden Vögeln und Steppenvögeln. Die Saiga ist in die vom Ministerium für natürliche Ressourcen Russlands erarbeitete "Liste der seltenen und vom Aussterben bedrohten Tierarten aufgenommen, die vorrangige Maßnahmen zur Wiederherstellung und Wiederansiedlung erfordern". In der Liste befinden sich auch Amurtiger, Vorderasiatischer Leopard, Amurleopard, Schneeleopard, Wisent, Przewalskipferd, Argali, Mongolische Gazelle, Eisbär und Schneekranich. Diese Ausrichtung wird im Rahmen des Föderationsprojektes "Erhaltung der Biodiversität" des nationalen Projektes "Ökologie" umgesetzt"
Quelle und Übersetzung: Zoopresseschau
(Eintrag vom 16.07.2021 zum Thema "Saiga-Antilopen")
cajun:   Nicht nur die Geburtsmeldung, bereits an anderer Stelle gelinkt, ist wichtig.
Hier wird deutlich inwieweit Zoos heute bereits weltweit Projekte in den jeweiligen Lebensräumen fördern und untereinander per Zuchtprogramm kooperieren.
Neuer Erfolg für internationales Artenschutz-Programm Wertvolles Erbe von Dshamilja: Drillinge bei Schneeleoparden
Ein tapsiges Trio erobert in der Wilhelma alle Herzen. Kaum sind sie für die Gäste des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart besser zu sehen, sind Dawa, Karma und Nyima „Everybody’s Darlings“. Die Besucher und Besucherinnen begeistern sich an den kleinen Raubkätzchen mit der besonderen Familiengeschichte. Und die Zoologie-Fachleute freut der wichtige Zuchterfolg bei dieser seltenen Abstammungslinie der bedrohten Schneeleoparden. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Bestand dieser Tierart mit weniger als 4000 Tieren in der Natur als gefährdet ein. Am 11. April geboren, blieben die anfangs jeweils etwa ein halbes Kilo leichten Drillinge bis Mitte Juni mit Mutter Kailash in der Wurfbox. Nach der ersten Impfung durften sie dann das erste Mal vor die Tür. Meist frühmorgens und abends wagten sie die ersten Ausflüge unter den Argusaugen von Kailash. Vater Ladakh trifft seinen Nachwuchs vorerst nur als interessierter Zaungast hinter dem Netz zum Nachbargehege. Denn die zwölf Wochen alten Welpen sind noch ungestüm und teilweise unbeholfen auf den Pfoten. Deshalb sollen sie, bevor die Familie zusammengeführt wird, zuerst ohne den Kater in Ruhe die Gebirgslandschaft kennen lernen, ihre Kräfte ausprobieren und Körperkontrolle üben. Dafür wechseln sie ab Donnerstag auf die obere Anlage. Dort können die Gäste sie auf Augenhöhe beim Toben und Turnen, Raufen und Rangeln beobachten. „Zu erleben, wie die drei lebensfrohen Kätzchen unbekümmert aufwachsen, ist herrlich“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Wegen der ergreifenden Vorgeschichte sind unsere kleinen Helden aber für den Artenschutz heute schon große Stars. Es ist ein mustergültiges Beispiel, wie der Artenschutz in der Natur und den Zoos ineinander greift.“ Dass die drei Mädchen überhaupt auf die Welt kommen konnten, geht letztlich auf eine internationale Kooperation zurück. Denn als Töchter von Kailash sind sie Enkelinnen von Dshamilja. Ihr kommt eine spezielle Bedeutung innerhalb des Erhaltungszuchtprogramms der europäischen Zoos zu. Dshamilja, die im Jahr 2000 im zentralasiatischen Hochgebirge von Tadschikistan geboren wurde, war mit nur fünf Monaten in die Schlagfalle von Wilderern geraten und hatte dadurch ein Drittel ihres rechten Hinterfußes eingebüßt. Dies führte dazu, dass sie Zeit ihres Lebens stark hinkte. Eine Anti-Wilderer-Einheit entdeckte das verletzte Jungtier auf einem Schwarzmarkt in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisien, und beschlagnahmte es. Ohne Mutter und mit dieser Verstümmelung war an ein eigenständiges Leben in der Wildnis nicht zu denken. Im Zoo Zürich mit seiner langjährigen Zuchterfahrung mit Schneeleoparden konnte Dshamilja in dem geschützten Umfeld menschlicher Obhut aufwachsen. Sie erreichte das hohe Alter von 19 Jahren und hatte sogar mehrfach Nachwuchs. Unter ihren drei Söhnen und vier Töchtern war 2010 auch Kailash, die Ende 2011 in die Wilhelma kam und die Familiengeschichte fortschreibt. „Es motiviert unheimlich zu sehen, dass durch die Zusammenarbeit nicht nur das Einzeltier vor dem Tod gerettet werden konnte, sondern dies über Generationen dazu beiträgt, dass die einmalige Großkatzenart noch eine Zukunft hat“, sagt Kölpin. Die Zoos halten und züchten viele bedrohte Arten als Reserve. Doch dafür soll kein gesundes Tier der Natur entzogen werden. Um im Zootierbestand die genetische Vielfalt zu erhalten und so eine robuste Gesundheit der Tiere zu gewährleisten, erfolgt in internationaler Absprache ein genaues Management, welche Kater und Katzen Zuchtpaare bilden. Kommt einmal über einen Sonderfall wie Dshamilja ein Tier aus der Wildbahn hinzu, ist es wichtig, diese seltene Abstammungslinie fortsetzen. „Für Kailash ist dies ihr dritter Wurf“, erklärt die Raubtier-Kuratorin, Dr. Ulrike Rademacher. „Bei dem wertvollen Nachwuchs sind wir besonders froh darüber, dass es wieder geklappt hat. Denn Kailash kommt mit elf Jahren in ein Katzenalter, in dem das keine Selbstverständlichkeit mehr ist.“ Kailash hat in der Wilhelma bereits einmal Drillinge und zuletzt Zwillinge aufgezogen. Die 2013 geborenen Kamal, Karim und Laila wurden damals über die Zuchtkoordinatoren an Zoos in Portugal, USA und Belgien vermittelt, um eigene Familien gründen zu können. Von den inzwischen ebenfalls herangewachsenen Jungtieren, die 2019 auf die Welt kamen, ist Askar im Juni im Parco Faunistico Le Cornelle bei Mailand platziert worden. Auf Malou wartet der Zoo Salzburg. Die Wilhelma hält seit 30 Jahren Schneeleoparden. Dabei gelang die Nachzucht insgesamt jetzt zum 13. Mal. „Dass wir jetzt so schnell zwei Würfe hintereinander hatten, zeigt, dass sich Kailash und Ladakh auf der neuen 2018 eröffneten Anlage sehr wohl fühlen und ihre Jungtiere dort gut aufziehen können“, sagt Rademacher. Mit Zuschüssen des Fördervereins hatte die Wilhelma auf 730 Quadratmetern eine geräumige Gebirgslandschaft gestaltet, die sich mehrfach unterteilen lässt, wenn es die Aufzucht erfordert. Direktor Kölpin betont: „Wie das Schicksal von Dshamilja zeigt, müssen der Schutz gegen die Bedrohung in der Natur, die Rettung verletzter Tiere und die Nachzucht Hand in Hand gehen. Die Wilhelma beteiligt sich daher an allen Aspekten aktiv. Dawa, Karma und Nyima sind sicher die besten Botschafterinnen ihrer Art. Wir würden uns freuen, wenn wir dadurch zusätzliche Unterstützung erhalten, die wir zielgerichtet investieren können.“ Die Wilhelma engagiert sich außer im Europäischen Erhaltungszuchtprogram auch direkt vor Ort, indem sie sich mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) im Lebensraum der Schneeleoparden für deren Schutz einsetzt. Mit Spenden fördert der Zoologisch-Botanische Garten unter anderem eine Anti-Wilderer-Einheit und ein Rehabilitationszentrum für beschlagnahmte und verletzte Tiere in Kirgistan. Die Gelder setzen sich zusammen aus dem eigene Artenschutz-Budget der Wilhelma, Tier-Patenschaften, dem Artenschutz-Euro, den Gäste beim Kauf von Eintrittskarten freiwillig beisteuern können, sowie gezielten Spenden für das Schutzprojekte.
Quelle: Pressemitteilung Wilhelma
(Eintrag vom 13.07.2021 zum Thema "Zuchtprogramme und deren Sinn")
Adrian Langer:   https://www.spiegel.de/panorama/wilhelma-drei-schneeleopardinnen-im-stuttgarter-zoo-geboren-a-92d020cc-d908-4881-9568-26cbf12b5574

Drei weibliche Schneeleoparden wurden in der Wilhelma geboren.
(Eintrag vom 07.07.2021 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Gudrun Bardowicks:   Ich finde es schade, dass die neue Leitung vom Konzept "Gefährten des Menschen" abrückt, auch wenn diese nach der Entlassung des alten Direktors zu vermuten war. Ich befürchte, dass der Zoo Magdeburg durch das Abrücken von diesem Konzept ein mögliches Alleinstellungsmerkmal verliert und zu einem ganz normalen Stadtzoo mit dem typischen, für ONB attraktiven Tierarten wird und dort zukünftig kaum noch besondere Arten gehalten werden. Ich denke, dass z.B. die Flinkwallabys und auch die Onager abgegeben werden und deren Anlagenflächen der neuen Schimpansenaußenanlage zugeschlagen werden. Ich hoffe, dass die alte Schimpansenfreisichtanlage zukünftig von einer weiteren afrikanischen Affenart, z.B. den Grünen Meerkatzen oder den Angolaguerezas genutzt wird. Da die kleinere Schimpanseninnenanlage aktuell nicht benötigt wird könnte man diese schnell und preiswert für Guerezas oder Meerkatzen umbauen und bräuchte keine teuere neue Stallung für diese Arten bauen, was bei einem Besatz mit Huftieren als Nachnutzern notwendig wäre.

Ich befürchte, dass die neue begehbare Vogelvoliere einen Standardbesatz aus Ibissen oder Sichlern und Enten bekommen wird und auch von der Gestaltung her nicht besonders innovativ sein wird.

Bei den übrigen Huftieranlagen, die teilweise schon länger nicht mehr oder nur noch mit Einzeltieren besetzt sind gehe ich von Zusammenlegungen und einen Standardbesatz z.B. aus Alpakas, Lamas oder Guanakos und möglicherweise auch noch Maras, Nandus und Wasserschweinen aus. Die POS werden vermutlich in ihrer Anlage bleiben. Die beiden Indienanlagen werden wohl zusammengelegt und auch zukünftig von Axishirschen und möglicherweise Nilgau oder HZA bewohnt werden, vielleicht aber auch für die geplante begehbare Großvoliere genutzt werden.

Eine Renovierung der Schneeleoparden- und Tigeranlagen sehe ich auch als notwendig an, genau wie den Einbau einer Trainingswand im Elefantenhaus. Weshalb man sich damals keine Gedanken über den Bodenbelag der Elefantenanlage gemacht hat verstehe ich allerdings auch nicht, aber vielleicht ist das auch nur eine vorgeschobene Behauptung um den ehemaligen Direktor Perret noch einmal in Mißkredit zu bringen.

Ich bin auf jeden Fall auf den detailierten Masterplan gespannt.
(Eintrag vom 05.07.2021 zum Thema "Zoo Magdeburg")
cajun:   @zollifreund: Ich würde mich nicht als Kenner für Neunkirchen bezeichnen (das war glaube ich Aguti hier im Forum- lange ist es her). Einplanen solltest du schon ca. drei Stunden. Es ist ein angenehmer Rundgang, durchaus auch mit Stichwegen. Elefanten- und Oranghaus sind aus den Ende 90iger/ Anfang 2000er Jahren. Damals wohl ein großer Wurf für den Zoo, heutzutage wirken sie angejahrt. Gelungen finde ich die Anlagen für Schneeleos und Rothunde. Habe sicher eine halbe Stunde bei den Schneeleoparden verbracht, da sie sich sehr fotofreundlich präsentierten. Ansonsten noch Huftierweiden für verschieden Hirsche und Yaks etc. und die relativ neue Anlage für Streifenhyänen und für Fossas. Dazu Bachelor Giraffenhaltung und Stutengruppe Zebras (zumindest 2019) Die Flugshow habe ich bisher noch nicht gesehen. Könnte aber sehenswert sein. Als Station auf einer Zooreise kann ich dir gesamt gesehen, einen Aufenthalt empfehlen. Theoretisch kannst du Neunkirchen und Saarbrücken an einem Tag machen. Ist aber sportlich dann.
P.S. Man muss sich ja nicht immer nur für selten gehaltene Tiere interessieren, der Zoo hält auch Erdmännchen! Da ist dein Tag doch gerettet, oder? :o)
(Eintrag vom 01.07.2021 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
cajun:   Eine ganz interessante Historie, die mir vollkommen unbekannt war. Aktuell hat sich der Zoo, nach einer anderen Meldung, vorgenommen den Tierbestand auf anraten der EAZA zu reduzieren. Der Direktor erwähnt 5000 Individuen auf 20 Hektar... ich hoffe es sind viele Fische dabei ;-)

"Von einer privaten Sammlung zu einer berühmten Einrichtung: Die Geschichte des Mykolajiwer Zoos
Der Zoo Mykolajiw ist 120 Jahre alt und in dieser Zeit hat die Einrichtung zwei Standorte gewechselt. Das private Aquarium wurde zum Tiergarten-Aquarium, überlebte den Wechsel der Führung und verlor seinen Gründer, hielt stand während der Besetzung durch Faschisten, erholte sich nach der Befreiung und wechselte seinen Standort. Über den heutigen Zoo ist viel bekannt und man kann ihn auch jetzt noch sehen. Doch an den alten Zoo erinnert sich nicht alle, und die jüngere Generation weiß wenig darüber. Die Redaktion der Website 0512.com.ua beschäftigte sich mit diesem Problem, sprach mit dem Direktor des Zoos, Wladimir Toptschij, der sich an den alten Zoo erinnert und an dem Umzug teilnahm, und besuchte auch das Museum, in dem einzigartige Dinge aus dem Hause Leontowitsch aufbewahrt werden.
Von der Privatsammlung von Leontowitsch bis zum Tiergarten-Aquarium
Offiziell wurde das staatliche Aquarium am 26. April 1901 gegründet und befand sich im Haus des Bürgermeisters, des Gründers des Zoos Nikolai Leontowitsch. Das Haus befand sich an der Stelle, an der sich heute das Gebäude der Regionalverwaltung von Mykolajiw befindet, in der Admiralskaja-Straße, 22. Damals war das Aquarium nicht öffentlich zugänglich, da es als Privatsammlung von Leontowitsch angesehen wurde. In vorrevolutionären Zeiten war die Sammlung jedoch bereits in Russland und Europa bekannt, da das Aquarium selbst mit den neuesten Technologien dieser Zeit (elektrische Kompressoren und Heizungen) ausgestattet war. Das Haus beherbergte auch 75 Aquarien mit Fischen, deren Volumen 3.000 Liter erreichte. Die Sammlung bestand aus 50 Fischarten und über 1.000 Amphibien. Es ist erwähnenswert, dass es zu dieser Zeit in ganz Europa nur 7 solcher Sammlungen gab. 17 Jahre später, 1918, wurde die Privatsammlung verstaatlicht und Leontowitsch wurde der erste Direktor des Staatlichen Aquariums. Im selben Jahr erlitt die Sammlung jedoch schwere Verluste, da Nikolai Leontowitsch zum ersten Mal festgenommen wurde und ein Soldat der Roten Armee ihn ersetzte. Zum Glück wurde Leontowitsch mit Hilfe von Anatolij Lunatscharskij freigelassen.
[…]
Wie war der Zoo nach Leontowitsch
Als 1934 die durch nichts begründeten Repressalien gegen die Familie Leontowitsch begannen, wurde I.A. Raspopow zum Direktor des Tiergartens ernannt, Leontowitsch selbst wurde auf den Posten eines leitenden Wissenschaftlers und Beraters versetzt.Am 24. April 1935 wurden Leontowitsch und seine Familie jedoch aus seinem eigenen Haus geworfen. Zwei Jahre später wurde Nikolai Leontowitsch verhaftet, weil er beschuldigt wurde, Verbindungen zur konterrevolutionär gesinnten Intelligenz zu haben und an einer Militäroffizierorganisation beteiligt zu sein. Weiteres Schicksal, Todesdatum und Bestattungsort sind unbekannt.
[…]
Am 16. August 1941 marschierten die deutschfaschistischen Truppen in die Stadt ein. Der Zoo wurde jedoch nicht evakuiert, und Fjodor Nitschikow zusammen mit seiner Frau, drei Arbeitern und vier jungen Naturforschern ließen die Tiere nicht sterben. "Als die Truppen der Roten Armee abzogen, schlossen sich mehrere Angestellte des Zoos ein, versiegelten sich und bis die Deutschen kamen, machten sie nicht auf", erzählte der Direktor des Zoos Mykolajiw, Wladimir Toptschij. In den ersten Tagen der Besatzung gab es genügend Vorräte, um die Tiere zu füttern, aber sie gingen bald zur Neige, und außerdem funktionierten die Wasserversorgung und der Strom nicht mehr. Daher wurde das Wasser in einem Fass vom Ingul-Fluss transportiert, ohne Belüftung starben viele Fische, und um die Raubtiere zu ernähren, durchsuchten Ljudmila Nitschikowa, die Frau von Fjodor Nitschikow, und eine der Arbeiterinnen, Bewsjuk, die Stadt nach Kadavern von Pferden, die bei den Bombenangriffen getötet wurden, sie schnitten das Fleisch ab und trugen sie zu den Raubtieren. "Am 10. Tag der Besetzung wurde Nitschikow vom Kommandanten der Stadt gerufen und gefragt, warum er nicht weggegangen sei und was zur Rettung des Zoos nötig sei. Der Kommandant sagte: 'Geh und arbeite.' Obwohl Ljudmila Nitschikowa, seine Frau, ihm einen Koffer mitgab und alle dachten, dass sie ihn nie wieder sehen würden. Und Nitschikow hat alle vier Jahre der Besatzung gearbeitet", bemerkte Wladimir Toptschij. Damals kehrte Nitschikow zurück, bereitete alle Dokumente über den Bedarf des Zoos an Tierfutter und Gehältern für Angestellte vor, und bereits im September 1942 arbeiteten 24 Personen im Zoo mit einem monatlichen Gehaltsfonds von 8.505 Rubel. So arbeitete der Zoo weiter, Tickets wurden verkauft, die auf Ukrainisch und Deutsch gedruckt waren und es wurden Besucher empfangen. Toptschij merkt an, dass die Mitarbeiter des Zoos eine Heldentat begangen haben, denn wenn sie die Einrichtung zu diesem Zeitpunkt nicht gerettet hätten, dabei ihr Leben riskierend, wäre der Zoo nach dem Krieg in der Stadt nicht mehr geöffnet worden.
[…]
Im Jahr 1948 wurde das Tiergarten-Aquarium unbenannt in Mykolajiwer [Nikolajewer] Zoo.
Bewohner des Mykolajiwer Zoos von den 1950er Jahren bis zum Umzug
In den 1950er Jahren wurde die Sammlung des Zoos erheblich erweitert. Pumas, Schneeleoparden, Eisbären, Fleckenhyänen und Kragenbären tauchten auf. Auch die Indische Elefantin Mary zog ein, die nach den Erzählungen der Alten ein Geschenk des indischen Premierminister Jawaharlal Nehru an N.S. Chruschtschow war.
[…]
1970 begann der Bau des Zoos auf dem neuen Gelände. Es gab nicht genug Geld und der Bau war äußerst schleppend, und die Stadtoberen hatten die Idee, dass es einfacher sein würde, den Zoo zu schließen. Mit Hilfe der größten und industriellen Unternehmen der Stadt wurde der Bau jedoch nach der Methode des Eigenbaus durchgeführt.
So wie die Gehege gebaut wurden, begann die "große Umsiedlung der Tiere" und die Verringerung des alten Territoriums, da der Bau des Gebäudes der staatlichen Gebietsverwaltung von Mykolajiw bereits begonnen hatte. Die Affen trafen am 11. Mai 1977 als erste im neuen Gelände ein. Im Herbst desselben Jahres ließ sich der Indische Elefant Karat, der aus dem Kiewer Zoo kam, im neuen Elefantenhaus nieder. Er wurde 1952 im Moskauer Zoo geboren und war der erste in der UdSSR geborene Elefant.
[…]
Im Mai 1978 zogen die Großkatzen ein. Und die letzten, die am 29. und 30. März in das neue Gelände transportiert wurden, waren die Alteingesessenen des Zoos, Elefantin Mary und Mississippi-Alligator Wasja. Der alte Zoo hat aufgehört zu existieren.
[…]
Quelle und Übersetzung: Zoopresseschau
(Eintrag vom 30.04.2021 zum Thema "Zoos in Russland + Kaukasien (bis 24. 3. 2022 inkl. Ukraine)")
Liz Thieme:   Die North Carolina State University hat in Zusammenarbeit mit dem National Zoo in Washington, dem Philadelphia Zoo, dem Hogle Zoo in Utah und weiteren Veterinären der American Association of Zoo Veterinarians eine Übersichtsstudie über die Mortalität von Schneeleoparden zwischen 1999 und 2019 erarbeitet.
Ziel dieser 20-jährigen retrospektiven Studie war es, die Todesursachen in der nordamerikanischen Schneeleopardenpopulation (NA) zu untersuchen und zusammenzufassen, um über die Tiergesundheit und die Haltungspraktiken zu informieren und diese zu verbessern. Es wurden von allen zoologischen Einrichtungen der NA Pathologieberichte angefordert, in denen Schneeleoparden verzeichnet sind, die zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 31. Dezember 2019 verstorben sind. Die Daten wurden überprüft und die Todesursache (cause of death, COD) sowie gleichzeitig auftretende Krankheiten wurden zusammengefasst und nach Altersgruppe, Organsystem und Krankheitsprozess verglichen .
Zu den 241 Schneeleoparden in diesem Bericht gehören 109 Männchen, 130 Weibchen und zwei unbestimmte Tiere. Unter ihnen waren 116 geriatrische Schneeleoparden (> 15 Jahre), 72 Erwachsene (15–3 Jahre), 16 Jungtiere (3 Jahre bis 2 Monate), 32 Neugeborene (2 Monate bis 0 Tage) und fünf Feten (<0 Tage) . Insgesamt waren nichtinfektiöse Krankheiten in allen Altersgruppen der häufigste COD (73%). Bei erwachsenen und geriatrischen Schneeleoparden waren chronische Nierenerkrankungen (chronic renal disease, CRD) (38,8%) und maligne Neoplasien (19,7%), einschließlich oraler Plattenepithelkarzinome (6,4%), ein häufiger COD. Bei Jungtieren und Neugeborenen waren perinataler Tod und angeborene Erkrankungen, einschließlich Augenkolobom (15,6%), ein häufiger COD. Individuen mit CRD hatten eine 13,5- bzw. 4,36-mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine venöse Verschlusskrankheit bzw. eine Herzfibrose. Schneeleoparden mit Urolithiasis hatten mit 5,27-facher Wahrscheinlichkeit einer CRD. Infektionskrankheiten (14,1%) und entzündliche Erkrankungen (8,7%), für die keine spezifische Ursache identifiziert wurde, waren insgesamt weniger häufig und häufiger bei Jugendlichen und Neugeborenen (25% bzw. 21%). Zu den bisher bei Schneeleoparden nicht berichteten oder in der Veterinärliteratur allgemein seltenen Tumoren gehörten Übergangszellkarzinome der Harnblase (n = 7) und Mesotheliome (n = 1).

Mandy Womble, Timothy A. Georoff, Kelly Helmick, Nancy A. Carpenter, Janis Joslin, Lynn Tupa, Jay Tetzloff, and Denise McAloose "MORTALITY REVIEW FOR THE NORTH AMERICAN SNOW LEOPARD (PANTHERA UNCIA) ZOO POPULATION FROM JANUARY 1999 TO DECEMBER 2019," Journal of Zoo and Wildlife Medicine 52(1), 145-156, (1 April 2021). https://doi.org/10.1638/2020-0132
(Eintrag vom 07.04.2021 zum Thema "Schneeleoparden")
Adrian Langer:   Schneeleopard. Fast vergessen. Über die Internetseite kann man eine Schneeleopardenbox erkaufen, in dem sich ein Gutschein für "einen Teil" des neu geplanten Schneeleopardengeheges befindet. Ein entsprechendes Klebchen kann vor Ort an der Tafel angebracht werden.
(Eintrag vom 03.04.2021 zum Thema "Kleinzoos")
cajun:   Erfreuliche Ergebnisse aus der Mongolei. Schön, dass hier auch die wilden Huftiere mit berücksichtigt wurden.
Ohne Ziegen, keine Katzen .-)
WWF 17.03.2021
"Eins, zwei, …, 953 Schneeleoparden gezählt
WWF veröffentlicht ersten Zensus in der Mongolei - und setzt neuen Standard im modernen Tier-Monitoring. Der WWF hat in der Mongolei die seltenen Schneeleoparden gezählt. Der heute veröffentlichte Zensus stellt nicht nur die erste landesweite Erhebung zum Bestand dar, sondern setzt zugleich neue Standards im wissenschaftlichen Tiermonitoring. Zwischen 2018 und 2020 wurden tausende Fotos aus Kamerafallen und Geländebeobachtungen ausgewertet und mit computergestützten Modellierungen kombiniert. Auf Basis dieser Daten schätzt der WWF den Gesamtbestand auf 953 erwachsene Tiere und damit als stabil ein. „Die Schneeleoparden haben sich in der Mongolei behauptet. Das ist ein großer Erfolg für den Artenschutz. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen, denn die Großkatzen sind nach wie vor gefährdet. Die neu gewonnenen Erkenntnisse über ihre Verbreitung werden uns künftig dabei helfen, Schutzmaßnahmen noch effektiver und konzentrierter zu planen”, kommentiert Markus Radday, Referent für die Region beim WWF Deutschland. „Gleichzeitig ist dieser Zensus in seiner Methodik der modernste weltweit.” Der Schneeleoparden-Zensus startete im Mai 2018 und endete im Oktober 2020. Gemeinsam mit Partnern erfasste und kartierte der WWF alle potentiellen Habitate in der Mongolei und brachte 1.475 Kamerafallen in Stellung. In 1.017 ausgewählten Stichprobengebieten im Hochgebirge wurden Geländebeobachtungen vorgenommen, um die Anwesenheit von Schneeleoparden nachzuweisen. Dazu zählen Reviermarkierungen, Rufe und Pfotenabdrücke. Auch die Beutetiere der Schneeleoparden, das Argali Wildschaf und der Sibirische Steinbock, wurden erfasst. Insgesamt nahmen die Kamerafallen 242 unterschiedliche Schneeleoparden auf. Auf Basis dieser Daten wurde der Bestand für das gesamte Verbreitungsgebiet berechnet. Demzufolge leben in der Mongolei aktuell 953 Schneeleoparden. Das entspricht dem Wert mit der höchsten statistischen Wahrscheinlichkeit innerhalb der 806 bis 1.127 Individuen, die dort vorkommen. „Bisher sind wir davon ausgegangen, dass die Zahl zwischen 500 bis 1.000 Individuen liegt. Der neue Wert liegt am oberen Ende dieser Schätzung. Das gibt Grund zum Optimismus”, so Radday. Darüber hinaus erbrachte die Erhebung den Nachweis, dass die Fläche des gesamten Verbreitungsgebietes mit 328,844 km2 etwa drei Mal so groß ist, wie bislang vermutet. Sie umfasst unter anderem das gesamte Altai- und Sajan-Gebirge in der Mongolei und den Großteil des Khangai-Gebirges. Mit geschätzt 4.000 bis 6.900 Individuen, die in den Hochgebirgen Asiens leben, zählt der Schneeleopard zu den seltensten Großkatzen der Welt. Insbesondere die Wilderei der Tiere selbst sowie ihrer Beutetiere setzt ihnen zu. Auf der Suchung nach Nahrung erlegen Schneeleoparden daher auch Nutztiere, die Hirt:innen in die Berge treiben. Daraus ergebenden sich immer häufiger Konflikte zwischen Tier und Mensch, die für die Großkatzen nicht selten tödlich enden. Der WWF hilft daher den Herdenhaltern:innen beim Schutz ihrer Tiere, zum Beispiel durch Zäune. „Langfristig müssen wir aber mehr Akzeptanz für die Schneeleoparden schaffen und Abmachungen mit den Herdenhalter:innen treffen”, erklärt Radday. Dazu werden die neu gewonnen Daten beitragen: „Wir können nun besser aussagen, wo genau die Großkatzen vorkommen und wo mögliche Hotspots für solche Konflikte liegen. ” Das kommt nicht nur dem Schutz des Schneeleoparden, sondern auch seiner Umwelt zugute. Denn die Großkatze ist ein Indikator für intakte Bergökosysteme. „Geht es dem Schneeleoparden gut, gilt das auch für seinen Lebensraum.”
Quelle: Pressemitteilung des WWF
(Eintrag vom 22.03.2021 zum Thema "Schneeleoparden")
Liz Thieme:   Bzgl deiner Aussage mit dem Beinamen... Ich kenne den nicht f?r Jaguare sondern f?r Schneeleoparden.
(Eintrag vom 04.03.2021 zum Thema "Jaguare")
Michael Mettler:   In Heft 7 von "Carl Hagenbeck's illustrierte Tier- und Menschenwelt" Jahrgang 2 (1927/28) befasst sich ein Autor Edmundo Krug aus Sao Paulo mit der sprachlichen Herkunft der W?rter "Jaguar" und "Onca". Bisher kannte ich nur die Deutung, dass "Jaguar" in einem Indio-Dialekt so viel bedeuten soll wie "der im (oder: mit einem) Sprung t?tet".

Davon ist aber in besagtem Artikel nicht die Rede. Hier hei?t es, "Jaguar" sei eine falsch ausgesprochene Variante des brasilianischen "jauar?" (ausgesprochen mit gehauchtem "h" statt deutschem "j") und dieses sei zusammengesetzt aus "ja" als Abk?rzung von "yan?" = "unser, wir" und "uar?" = Hund, Wolf. Der Verfasser r?tselt allerdings selbst ?ber diesen Zusammenhang und versucht ihn dadurch zu erkl?ren, dass junge Jaguare "gelegentlich im Hause gehalten werden". Mir fiel beim Lesen ein, dass demnach auch "aguar? guaz?" (= "gro?er Hund/Fuchs"), was man hie und da als einheimische Bezeichnung des M?hnenwolfes liest, diesen Wortstamm zu enthalten scheint. Vielleicht kommt man der Deutung n?her, den Stamm analog zu unserem Begriff "Raubtier" zu ?bersetzen, wenn er offenbar sowohl f?r Hunde- als auch f?r Katzenartige verwendet wird/wurde. So erw?hnt Krug n?mlich auch, dass mit "jaguatirica" als Ableitung von "yauara-rete-i" (= "der kleine unter den gr??eren Jaguaren") der Ozelot bezeichnet werden, w?hrend der eigentliche Jaguar unter "jaguaret?" (Ableitung von "juararet?" = "sehr gro?er gefleckter Jaguar") lief und sein Schw?rzling unter "jaguaretuna" (Ableitung von "juaret-una").

Besonders interessant ist Krugs Deutung des Wortes "onca" (das portugiesische "c" mit dem H?kchen darunter bekomme ich hier nicht hin). Er weist daraufhin, dass es sich um ein sprachliches Missverst?ndnis handeln k?nnte, da sich "onca" auf die gleichnamige Gewichtseinheit (im Deutschen "Unze") beziehen k?nnte: "Dieses Gewicht in Bleischrot gen?gte aber, um einen Jaguar durch Flintenschuss zu t?ten."

Allerdings w?re eine missverst?ndliche Benamung dann nicht auf S?damerika beschr?nkt, sondern m?sste auch in der Alten Welt passiert sein. Mit dem Tier, das in Buffons "Histoire naturelle" als "once" bezeichnet wird, d?rfte laut Beschreibung der Schneeleopard gemeint gewesen sein (auch wenn ihm ein Verbreitungsgebiet bis ins n?rdliche Afrika zugeschrieben wird, aber im 18. Jahrhundert hatte man noch wenig Kenntnis von den Verbreitungsgebieten vieler Tiere und warf die Arten auch noch h?ufig zusammen und/oder durcheinander). Sowohl das lateinische "uncia" als auch das franz?sische "once" (und das spanische "onza") entsprechen wiederum der Bezeichnung der Gewichtseinheit in der jeweiligen Sprache, und auch im Deutschen taucht ja "Unze" bei Beiname des Jaguars auf.

Buffon hatte noch Abgrenzungsschwierigkeiten, so bildet er eine Gro?katze mit typischer Jaguarfleckung, die in der Menagerie von Versailles gehalten worden war, als "panthere" ab, und das Bild des angeblichen Jaguars, dessen Fell er in seiner Museumssammlung hatte und den er als f?rchterliche Bestie schildert, zeigt offenbar einen Ozelot. ?ber dieses Individuum schreibt Buffon, es sei vorher zwei Jahre lang privat gehalten worden und offenbar noch nicht ausgewachsen gewesen, als es speziell f?r seine Museumszwecke get?tet und ihm zugeschickt wurde - Buffon vermutet, dass dieser (vermeintliche) Jaguar letztlich etwa die Gr??e eines mittleren Hofhundes erreicht h?tte... Ein nettes Durcheinander aus heutiger Sicht.
(Eintrag vom 27.02.2021 zum Thema "Jaguare")
Gudrun Bardowicks:   @W.Dreier: Die wurden mal im Zoofreunde-Forum verlinkt. Dort gab es auch Entwürfe für die Einblicke in die kleineren Anlagen für Schneeleoparden, Bartgeier und Tonkin-Languren und für Gestaltungselemente des Himalaya-Themenbereichs wie Pagoden und Gebetsmühlen. Es gibt hier ja noch einige andere Teilnehmer, die auch im Zoofreunde-Forum aktiv sind wie z.B. markmeier. Vielleicht könnten diese die Links zu den Planungsentwürfen auch hier im Schüling-Zooforum einstellen, wenn sie noch aktiv sind. Ich bin hierfür leider technisch nicht begabt genug.

Nach meiner Erinnerung ist eine kleine durch eine Scheibe einsehbare Anlage für Pfeifhasen entweder an der Bartgeier- oder Schneeleopardenanlage geplant.
Die Einblicke in die Anlagen für Schneeleoparden, Tonkin-Languren, Manule und Bartgeier sollen zum größten Teil nur an einer Stelle durch Glasscheiben möglich sein, die in kleinen Hütten oder tibetanischen Pagodenfassaden ähnlich wie z.B. bei der Gepardenanlage oder den Außenanlagen des Affenhauses untergebracht sind. Die Anlage für Kleine Pandas und Schopfhirsche soll man teilweise über eine Holzbrücke überqueren können, von der aus man quasi einen Blick in die Baumwipfel mit den Pandas werfen kann, es wird aber auch einen ebenerdigen Einblick durch Scheiben geben.
Des weiteren sind eine Kletterwand für Kinder, einige tibetische Gebetsfahnen, Gebetsmühlen und weitere typisch tibetische Attribute geplant.
Die Gestaltung und Besucherabgrenzungen der Außenanlagen für die Gebirgshuftiere wurden in den Entwürfen leider nicht dargestellt, es war aber zu entnehmen, dass die Takine mit den Goralen vergesellschaftet werden sollen. Ich glaube, dass als Takinarten Sichuan- und Goldtakine genannt wurden. Ich würde allerdings zum Vergleich Mishmi- und Goldtakine besser finden, da diese sich stärker voneinander unterscheiden als Sichuan- und Goldtakine. Ich meine mich zu erinnern, dass die zweite Takinanlage im Tal der Takine als zusätzliche Art Blauschafe zeigen soll. Somit könnte ich mir eine Bockgruppe aus Blauschafen und Marco Polo Schafen auf der aktuellen Anlage der Marco Polo Böcke gut vorstellen kann.
Die Kiangs sollen nach diesen Entwürfen mit den Weißlippenhirschen vergesellschaftet werden, allerdings wohl mit Abtrennmöglichkeiten.
(Eintrag vom 17.02.2021 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
W. Dreier:   Zum letzten Bild - eine Hamamelis, ein im Winter blühender Busch aus Nordamerika.

Aber zum Himalaya: Habe aus der Absperrplane die nebenstehende Interpretation gemacht:
- Aufgang am Affenhaus bergan, für bergsteigerisch Fähige eine Abkürzung (gestrichelte Linie) - oder normal eine Rechtskurve vorbei an den Tonking-Languren (sicher wieder mit Glaseinsicht und Hütte(?). Linkskurve
- dort dann ``Tal der Takine``. Frage welche sind gemeint? Takine wäre ja Plural. ``Eigentlich`` sollten die Sichuans in den Zoo. Und wohin zu welcher Takinart sollen die Gorale? Wird deren Gehege vielleicht ein Absperrgehege für den/die Takinbullen? Die untere Anlage könnte also die ehemalige Markhor-und/ oder M-Pologehege umfassen.
- dann also Kleiner Panda/Schopfhirsch: bis wo geht der Weg - und was ist mit dem Pandagehege ? (ehemals Luchs), wenn dort auf diesem `Riesengehege`` diese beiden Formen zu sehen sein sollen - das ehemalige Blauschafgehege?
- es geht bergauf: rechts Markhor-und M-Polos - OK
- oben dann ehemals Schneeeulen: so man mit der Nase an der Plane ist, könnte man Fasan lesen
- gegenüber das ehemalige Vielfraßgehege für Schneeleopard - aber nur dieses - ohne Absperrgehege im Falle eines Nachwuchses?
- geht man nach oben vielleicht ``Ausmodellierung `` des Himalaya mit Manul. vom ``Plateau`` abwärts - wenn man will: Abfall jetzt größer als 12%
-geht man gerade aus weiter, die Frage: Nutzung der großen ``Wiese``, und wer bekommte was: Kiangs und Weißlippenhirsche - oder sogar Zusammenlegung?
- man umrundet und steht rechts vor den Blauschafen (ehemals M-Polo-Böcke - und wo bleiben die M-Polo- Männer außerhalb der Brunst) - oder werden die 0,2 ausgelagert?)
- die östlichen Gehege (gewesen: Weißlippenh., Gorale (?), Kreishornschafe - was wird aus denen (etwa doch ein Eingang plus PP an der B 1 ??).
Was noch fehlt, sind Vögel (außer Bartgeier und ``Fasan``), Luchs? Bär?) (aber woher Isabell-Luchs und -Bär nehmen? Oder einen WILD -Yak! Oder hier erfragt: ``Tibetgazelle(n)" Muß ja nicht gleich eine Tschiru sein.
(Eintrag vom 17.02.2021 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
W. Dreier:   Wegen eines ``kleinen Unwohlseins``(Muskelschaden) erst heute der Gang.
Das Interessanteste war die Absperrung zum "Himalaya - daselbst nämlich mit einer Geländerskizze. Das "Ding" viel kleiner als angedacht - und wenn wir Pech haben, denkt man immer wohl noch daran, die Gehege der Kreishornschafe und der "Lippen"hirsche für einen neuen Eingang und einen Parkplatz an der
B 1 zu opfern. Der alte östliche Weg existiert nicht mehr. In etwa: Eingang bergauf nach rechts: ehemals Riesenseeadler für Tonkin-Languren, ehemals Markhore/Marco-Polo`s "Tal der Takine" (welche?), Rote Pandas wo sie jetzt sind (ehemals Luchse); die Bartgeieranlage wie gehabt; ehemals Blauschafe dann Markhore und Marco-Polos; Manul wie gehabt oben auf der Spitze; Blauschafe auf ehemals Mufflon/jetzt Marco-Polo-Männer-Anlage; ehemals Vielfraße - dann Schneeleoparden: bei den Schneeeulen Schopfhirsche (immer ungefähr), alte Elchanlage Kiangs, ein Stück davon oder die noch freie "Wiese" mit Weißlppenhirschen. Und oben viel Kleckerbeton als Himalaya. Also keinerlei Vergrößerung Richtung Brehm-Haus, dafür Wegfall der Anlagen, die schon genannt wurden. Gorale- Wohin?
(Eintrag vom 12.02.2021 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   https://www.helmstedter-nachrichten.de/helmstedt/article231256392/Grasleben-Refugium-fuer-Nebelparder-Geparden-und-Schneeleoparden.html?utm_source=Facebook&utm_medium=Social&utm_campaign=share&fbclid=IwAR2B84CzbkvfR4FMFnEJPfyk5KAZ1_62MRfjuhpER_HQx13Q9X81GAnUXVY

In Grasleben bei Helmstedt entsteht gerade ein neues Artenschutzzentrum. Neuer Bewohner ist unter anderem ein Javabinturong.
(Eintrag vom 03.01.2021 zum Thema "Kleinzoos")
cajun:   Eine Meldung aus Schweden s.u. War nicht für dieses Jahr eine Zuchtpause bei den Eisbären im EEP angesetzt?
Lange erwartetes Eisbärenjunges wurde im Orsa Raubtierpark geboren
Am Donnerstag, dem 3. Dezember, war der lang erwartete Schrei aus dem Winterlager im Orsa Rovdjurspark zu hören. Eine Eisbärengeburt hat stattgefunden. "Die Geburt eines Jungtiers ist sowohl für den Raubtierpark als auch für die Art Eisbär ein großer Erfolg. Wir im Park haben seit vielen Jahren unglaublich viel Engagement und Ressourcen investiert, um zu versuchen eine Geburt bei unseren Eisbären zustande zu bringen, sagt Tierparkchefin Pernilla Thalin. Die Eisbärenfrau Ewa hat in letzter Zeit viel gelegen und sich in ihrem Winterlager ausgeruht, wo sie sich Tag und Nacht aufhielt und auf Stroh gebettet hat. Wir haben sofort verstanden, dass etwas Schönes und Aufregendes passiert ist, als der Schrei gehört wurde, sagt Pernilla Thalin. Über eine Kamera im Winterlager verfolgen wir gemeinsam die Entwicklung bei Ewa Minute für Minute. Man wird, gelinde gesagt, nervös, wenn man sich die Aufnahmen ansieht, in denen Ewa mit ihren ungefähr 320 Kilo sorgfältig für ihr Kleines sorgt, das ungefähr ein halbes Kilogramm wiegt. Es ist wirklich eine Erfahrung, die über das Übliche hinausgeht. Die Tierparkchefin sieht die Eisbärengeburt allerdings sehr demütig: Wir sind uns der Risiken bewusst, die vorhanden sind für das Neugeborene. Es ist sehr ungewöhnlich, dass Eisbären in Zoos Jungtiere zur Welt bringen, und ein großer Teil der Jungtiere überlebt in der ersten kritischen Phase nicht. Es hat sich gezeigt, dass nur rund 50% der neugeborenen Eisbärenjungtiere in den ersten Wochen überleben. In der ersten Woche hat Ewa gute Mutterschaft und Fürsorge gezeigt, und heute haben die Tierpfleger gesehen und gehört, dass es ein Junges ist, das neben seiner Mutter saugt, schläft und laut schreit. Da es entscheidend ist, dass Ewa so viel Ruhe wie möglich bekommt, gehen wir nicht in ihr Winterlager, aber sie wird jetzt genau über eine Kamera überwacht, die Bewegung und Ton erfasst, sagt Pernilla Thalin. In freier Wildbahn ist der Eisbär einer Reihe von Bedrohungen ausgesetzt, von denen als die wichtigste schmelzendes Meereis gilt, was es der Art erschwert, zu jagen und Nahrung zu finden. Die Eisbären des Parks sind Teil eines sehr wichtigen Artenschutzprojekts des Europäischen Verbands der Zoos und Aquarien (EAZA).
Durch die Haltung von Eisbären hat der Park die einmalige Gelegenheit, die Öffentlichkeit zu bilden, zu informieren und hoffentlich zu inspirieren, mehr über die Art und die Bedrohungen gegen sie zu erfahren.
Fakten über die Eisbären im Orsa Raubtierpark
Orsa Rovdjurspark hält Eisbären seit 2009, als Ewa und Wilbär aus dem Ouwehands Dierenpark, Niederlande, und dem Stuttgarter Zoo, Deutschland, in den Park kamen. Eine weitere Eisbärin, Hope, kam 2018 aus dem Zoo Antibes in Frankreich.Fakten über Eisbärengeburten in anderen Zoos
Innerhalb des EEP für Eisbären in Europa befinden sich 153 Eisbären in 59 Parks. Insgesamt gibt es 282 Eisbären in den Zoos der Welt. Im Jahr 2019 wurden 24 Junge im gesamten Eisbären-EEP geboren, von denen 13 überlebten.
Orsa Rovdjurspark gehört zur Gruppe der Grönklittsgruppen AB. Der 1986 eröffnete Park beherbergt heute die Arten Skandinavischer Braunbär, Luchs, Wolf, Vielfraß, Uhu, Schneeleopard, Persischer Leopard, Amurtiger, Eisbär und die Unterart Kodiakbär. (Quelle: Pressemitteilung und Zoopressschau)
(Eintrag vom 14.12.2020 zum Thema "Eisbären und deren Haltung")
W. Dreier:   So, langsam bin ich am Ende der Schau des Jahrs 2020 bei ``Nouveautes``, lande schon in den Jahren 2018 und 19. Übrigens geht meisten der Blick nach Osten nur etwa bis zum Rhein ? zumindest der Masterplan von Köln wurde erörtert, auch die Zeitverzögerungen des Brehmhaus-Umbaus im Tierpark wurde erörtert, im Lande (also Frankreich) selbst werden in kleineren Zoos angedachte zukünftige Planungen eher als nicht getätigt erwähnt (das liebe Geld).

Das Jahr 2020 in Belgien

Bellewaerde (flandrischer Zoo): Ankunft von 1,3 Amurtigern auch Tschechien, dazu 1 Amurleopard aus Tallinn

Bouillon: Man will wieder 1,1 Gaure halten (Dortmund und Thoiry) nachdem allerdings ein 1. Versuch mit 3 Verlusten bisher nicht erfolgreich war (mit Tieren aus dem Zoo Berlin und der Menagerie Paris), dazu sollen Schneeziegen kommen.

Grotte de Han: 3 Bären auf 2 ha, davon ein ``Fundtier`` aus der Slowakei. Vielfraßgeburt

Monde Sauvage: Ausstellung von Markhoren

Antwerpen: Ankunft eines Okapi-Weibchens aus Beekse Bergen; angekommen sind im Juli 2 Breitmaulnashörner (aus Amneville und Münster ? Bemerkung: so große Tiere für wenig Fläche?). Aber: für bauliche Veränderungen wird ein Teil des Zoos am Bahnhof bis 2022 ( ab Nov. 2019) abgesperrt: ehemal. Delfinarium, Raubtieranlagen, Nocturama, Vogelvolieren. Mishmitakins sollen nicht mehr ausgestellt werden. Viele Tiere werden nach Planckendael ausgelagert. Der Umbau ist wohl auch der Konkurrenz mit Pairi Daiza geschuldet. So wurde bemängelt, dass die Okapianlagen seit 25 Jahren nicht àufgehübscht wurden.
Planckendael: Mhorrgazellen sollen Impalas ablösen; Neuzugang von 4 Bonobos (ja 2 aus Köln und Frankfurt), damit jetzt 18 Bonobos!

Frankreich

Le Barben: geplante Ausstellung von Cuvier-Gazellen mit Straußen auf 10 ha !

Attily: Ankunft von 5,1 Hyänenhunden aus der Ukraine, Ausstellung von Addax und 1,1 Karakalen (aus Poznan)

Mulhouse: Bis Mitte April 2020 Eröffnung einer Anlage für Schabrackentapire (1,1; aus Singapur!! neues Blut !! und Nürnberg), dazu Celebesmakaken aus Polen (sicher aus Wroclaw). Die ehemalige Tapirhaltung mußte 2000 wegen Tuberkulose beendet werden. Rentiere werden abgeschafft, das Gelände erhalten Addaxe und Prinz-Alfred-Hirsche. Es gibt einen Austausch von einem Okapibullen (nach Italien Falconara, dort auch nun ein Weibchen), dafür ein neuer 2. Bulle.
Die angestrebte Eröffnung eines Bereiches ``Afrikanische Horizonte`` muß auf 2022 verschoben werden.
Ein Problem war/ist der Eisbärnachwuchs Nanuc von 2016: die Eltern mußten seitdem getrennt werden, nun soll ein Verhaltensforscher klären, ob alle 3 zusammengehalten werden können.

Reynou: (Nähe Limoges) Ankunft von 2 Eisbärmännern (2 und 6 Jahre alt) aus Holland ? neue Anlag von 1 ha, die man aufgrund der Bäume als Taiga bezeichnen könnte, 2 Wasserbecken, Form einer 8, beim Zusammenstoß der Nullen befindet sich das Nachthaus - denn: die Anlage hat keine Beton- o. ä. Begrenzungen, sondern Holzpfähle mit Verdrahtung (Typ Wildzaun) mit Elektrodraht, dazu gläserne Eichsichtscheiben für Besucher.

Lyon, Zoo de la Tete d´ Or: Beginn der Aufwertung des alten Elefantenhauses im Nov. 2017 (Typ Düngerschuppen) mit großer Freianlage; gesamtverdrahtet, mit südoastasiatischem Flair: 25 Arten. U. a. Weißwangengibbon, Schabrackentapir, Binturong, Schopfhirsch, Owston-Zivette (0,2 schon seit 20016 dort) , dazu Vögel: Balistar, Bankiva-Huhn, Edwardfasan, an Reptilien u. a. Shinisaurus, Moosfrösche. Die Baukosten haben sich seit der Planung um 15 % erhöht, nun 4,2 Mio Euro.

Projekt: Reserve Zoologique de Bauges (Nähe Aix les Bains ? in etwa Alpenvorland): ein Investor möchte einen ``Bergzoo`` gründen mit 25 Arten (u. a. Schneeleopard, ``Tibet-Bär``) auf 40 ha/Höhe etwa 1500 m. Genehmigende Gemeinde ist verunsichert, La France Nature ist dagegen. Argument: der Parc animalier d ` Auvergne mit ähnlichem Zuschnitt hat bei 100 000 Besuchern 40 000 Autos auf dem Parkplatz

(Eintrag vom 11.12.2020 zum Thema "Zoos in Frankreich")
cajun:   @Oliver Müller: Ist da nicht jetzt die Schneeleopardenanlage, die fast direkt an das Elefantengelände angrenzt?
(Eintrag vom 17.11.2020 zum Thema "Neue Elefanten für Zoo Neunkirchen")
Mark Meier:   Auch zu Himalaya sind nun offizielle Ausschreibungsunterlagen aufgetaucht (vermutlich nicht mehr lange im Internet abrufbar, weil die Ausschreibung vermutlich bald enden dürfte). Interessant sind mE vor allem die beiden Dateien "Bekanntmachung der Oeffentlichen Ausschreibung" und "T280-05-LP-01" (der große Übersichtsplan). Ansonsten sind weitere Lagepläne und jede Menge Bilder aus der Himalayaregion und anderen Zoos dabei, an denen man sich offenbar orientiert hat.
https://www.evergabe.de/unterlagen/2324149

Hier die Dinge, die mir besonders aufgefallen sind:

-die "Bauarbeiten" bzw. optischen Umgestaltungen sollen am 4.1.2021 beginnen und bereits am 31.10.2021 nach knapp 10 Monaten Bauzeit enden
-Es wird dort keinen dritten Haupteingang in den Park und auch keinen dritten Parkplatz bzw. Busparkplatz geben. Anderswo war mE schon zu lesen, dass Reisebusse künftig bei der Verwaltung halten sollen.
-Die Parkbahn soll künftig aber wieder da oben halten und bekommt sogar 3 Haltestellen.
-Das Areal wurde in drei Teilflächen eingeteilt: Eingangsbereich, "Tal der Takine" und "Gipfel"
-einigen der Gehege wurden scheinbar noch keine Tiere zugewiesen(?)
-andere Gehege fallen künftig ganz aus dem Besucherbereich
-es wird unheimlich viel in Dekoration investiert (von Pflanzungen und Geländemodellierung bis zu Zelten, Hütten, Torbögen usw.
-besonders für Kinder wird es recht viele, abwechslungsreiche Spielelemente geben (die Panoramaschaukel könnte sogar recht spektakulär werden aber auch die diversen Kletterelemente fügen sich mE gut ein)

Fazit: Wie bereits vermutet: Für Durchschnittsbesucher wird das Areal so besser erschlossen und dürfte zudem auch als erheblich attraktiver erlebt werden. Neben einigen attraktiven neuen Arten (Affen, kleine Pandas, Schneeleoparden) und den Huftiervergesellschaftungen wird ja auch einiges für die Augen, das Erlebnis und die Bespaßung der Kinder geboten. Insgesamt gehe ich nun doch von einem klaren Erfolg der Umgestaltung aus, da so etwas sicher gerade bei Familien äußerst gut ankommen wird.

Ich bin nicht überrascht vom gewählten Ansatz und kann diesen auch nachvollziehen. Ich wünsche mir allerdings nach wie vor noch mehr und vor allem noch mehr unterschiedliche Tierarten und hoffe daher, dass man da später ggf. noch nachbessern wird/ sich zumindest entsprechende Optionen offen hält. Der Platz wäre ja da, zum Beispiel Kragenbären zu zeigen. Himalaya-Streifenhörnchen oder Pfeifhasen sowie diverse Vögel hat man ja sogar schon im Bestand. Und wenn man die Affen als Tiere aus dem unteren Bereich des Himalaya zeigt, könnte man ebenso gut auch die asiatischen Rothunde einbinden.
(Eintrag vom 25.10.2020 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Oliver Muller:   Gestern war ich mal wieder im Eifel-Zoo (der übrigens immer noch in Rheinland-Pfalz liegt). Und was soll ich sagen: ich bin begeistert! Das neue Tier um den Zoologischen Leiter Stefan Terlinden ist dabei, den Park Schritt für Schritt umzubauen. Es sollen Tiere aus Nordamerika, Europa und Nordasien in geografisch getrennten Bereichen gezeigt werden, außerdem gibt es schon einen Australienbereich, ggf. soll noch Südamerika hinzu kommen. Eine Ausnahme sind die Löwen, die hier ihr Gnadenbrot bekommen und die auf eine deutlich vergrößerte, gerade im Bau befindliche Anlage warten, sowie bedrohte Haustierrassen. Rund 2/3 des Parks sind wieder eröffnet, man hofft, im Frühjahr ein Stück weiter eröffnen zu können. Der Park sieht super gepflegt aus, es fehlt nicht an liebevollen Details wie z.B. Klappstühlen, die man verschiedenen Stellen ausleihen kann, um sich vor ein Tiergehege zu setzen und zu beobachten. Alle Anlagen werden modernisiert, naturnah gestaltet und mit adäquaten Arten besetzt, einige Anlagen wurden neu gebaut. Neben der Zielgruppe Eifel-Touristen/Familien mit Kindern wird auch die Zielgruppe Zoo-Nerds angesprochen - man will gezielt auch selten gezeigte Arten ausstellen. Im Bestand sind z.B. schon Rote Rattenkängurus und Richardson-Ziesel. Weitere interessante Arten sind angekündigt. Alles in allem ein froh machender Besuch, sieht man doch, dass hier mit viel Liebe, Engagement und Arbeit (der Zooleiter nimmt selbst die Schaufel in die Hand und baut mit) ein tiergärtnerisches Kleinod geschaffen wird, dass sicherlich perspektivisch auf Augenhöhe mit Einrichtungen wie Rheine, Nordhorn oder Görlitz zu sehen sein wird. Dennoch hoffe ich, dass auch die traditionellen Großkatzen (z.B. in Form von Amurtigern als Nachfolger der Löwen, aber auch Pumas, Amur- oder Schneeleoparden) und Kragenbären irgendwann wieder Einzug halten werden - passen würden sie ja vom Konzept her und angesichts doch mehrerer renommierter Wildparks in der Umgebung wären sie sicherlich ein gutes zusätzliches Alleinstellungsmerkmal. Ich bin gespannt wie es weiter geht! Fazit: sehr empfehlenswert und einen Besuch unbedingt wert!
(Eintrag vom 17.10.2020 zum Thema "Eifelzoo")
Mark Meier:   Und noch etwas Interessantes:

Während der Tierpark wenig Informationen herausrückt, finden sich im Internet immer wieder mal aufschlussreiche Dokumente und teils sogar Visualisierungen zu den neuen Projekten!

So wurde kürzlich eine Seite mit Ausschreibungsunterlagen zum Elefantenhaus entdeckt:
https://www.evergabe.de/unterlagen/2316648
In "Ordner 5" findet sich bei "Datei 1.0" eine kurze Baubeschreibung. Dort heißt es auf Seite 4:
"Allgemeine Beschreibung der geplanten Baumaßnahmen

- rückwärtiger Tierpflegerbereich mit Stallungen:
Die Hauptnutzungen bestehen aus Tierpflegebereich und Stallungen und ist in der Regel vom Besucher nicht einsehbar. Der innere Bereich wird aus vier Gehegen gebildet, durch welche die Tiere in ihre Boxen gelangen. Insgesamt stehen den Elefanten ca. 1333 m² zur Nutzung zur Verfügung. Die gesamte Steuerung der Tore und Führung der Tiere erfolgt direkt über Gänge im 1. OG zwischen den Kernen 1 und 2.
Im Kern 1 wurde die jetzige Lüftungszentrale als eine Überwinterungsmöglichkeit für Riesenschildkröten geplant. Des Weiteren wurde in der Heizzentrale je ein zusätzlicher Raum für Batterien und Alarmmeldetechnik vorgesehen. Im Kern 2 werden die derzeitigen Besucher-WCs entfernt und durch eine Kleintierzucht ersetzt.
Die Sicherungsmaßnahmen der ehemaligen Nashorn-Box sollen zurückgebaut und in ein Lager für Gartenbau um genutzt werden.
Die restlichen Bereiche der Bestandskerne 1 und 2 werden nicht umgebaut und behalten ihre bisherige Funktion.

- Innengehege:
Die zwei Innengehege der Elefanten bilden den größten Teil der Flächen. Sie dienen neben der Darstellung des natürlichen Lebensraumes der Elefanten auch der Verteilung zu allen Außengehegen und den Stallungen. Die für den Besucher sichtbare Innengehefläche ist 2466 m² groß. Enthalten sind 257,5 m² Kleintiergehege und 370 m² Wasserfläche. Die Gehege bieten Flachwasserbereiche, Lehmsuhlen, Topografie bis zu 2,5 m Höhenunterschied und ein Wasserbecken mit Durchlaufmöglichkeit, sowie mehrere Fütterungsstellen, Wärmebereiche, Wassertränken und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Die Trennung zum Besucherbereich erfolgt über flache Zonen am Rand des Beckens, deren Breite die maximale Reichweite eines Rüssels überschreitet. Die Gestaltung der Gehege wird
in Form von Sandböden, Kunstfelswänden, Bauminseln sowie Rank- und Buschgewächsen in der Anlage realisiert.
Der Tierpflerbereich mit Stallungen und seine Pflegergänge im 1. OG werden durch verschiedene Verkleidungen wie Kunstfelsen, Hölzer und Bepflanzung kaschiert und für den Besucher
optisch in die Anlage integriert.

- Besucherrundgang:
Zwischen den Kernen 3 und 4 befindet sich der Haupteingang durch den man in den Besucherbereich gelangt, welcher 364 m² umfasst. Im Kern 3 sind die neuen Besuchertoiletten geplant, wofür ein Kleintiergehege sowie eine Nashorn-Box umgebaut werden. Links des Eingangsbereichs (Mittig zwischen den Kernen) entstehen neue Terrarien für verschiedene Kleintiere mit einer Schleuse und einem Kleingehegevorraum
Im westlichen Teil, vom Eingangsbereich hinter Kern 3, ist das Gehege für die Buschliefer mit einem Termitenhügel angeordnet. Mittig im Besucherbereich ist ein Atrium (Vogelvoliere) mit Webervögeln vorgesehen.
Zwischen Atrium und Wasserbecken wird eine Hüttenkonstruktion gebaut von der aus man in das Atrium aber auch in das Elefantengehege blicken kann.
Im östlichen Teil, vom Eingangsbereich hinter Kern 4, ist eine Brücke über einen Wasserlauf, sowie das Gehege für die Honigdachse geplant. Der Wasserlauf führt vom Wasserbecken der Elefanten durch das Honigdachsgehege bis ins Atrium.
Im Kern 4 entsteht angrenzend zum
Besucherbereich die Gundi-Höhle."

Baubeginn war demnach am 28.09.2020 und die Fertigstellung ist für das 2. Quartal 2022 geplant (naja, mal schauen).

Und auch zu Himalaya findet sich auf der Seite des zuständigen Architekturbüros schon Allerlei (darunter sogar eine kleine Bilderstrecke mit ersten Impressionen):
https://www.hager-ag.ch/de/project/bni508_jcd164_ncu583/

Ansonsten heißt es zum Projekt:
"Der neue Themenbereich »Himalaya-Gebirgslandschaft« ist Teil der umfassenden Maßnahmen zur Aufwertung des Tierparks. Im Vordergrund steht die Schaffung eines adäquaten Landschaftsbildes, das zoologische Belange und die Bedürfnisse der Besucher gleichermaßen berücksichtigt. Die neue Welt des Himalaya wird in einer Bergkulisse aus bestehenden Aufschüttungen auf ca. 60.000 qm Fläche realisiert. Besucher und Besucherinnen streifen durch den Lebensraum der Gebirgslandschaft mit seinen charakteristischen Vegetationsstrukturen und stoßen dabei auf Pandas, Takine oder Schneeleoparden. Einzelne themenspezifisch gestaltete Informationsbereiche an den Gehegen ermöglichen einen genaueren Einblick in den Lebensraum der Tiere. Mit den locker angeordneten Plätzen und Aussichtsplateaus, die teilweise bis in die Freigehege hinein ragen, schaffen wir ein hohes Maß an Erlebnis- und Aufenthaltsqualität. Ein Marktplatz, der auf die Kulturen und Lebensweisen der Menschen der Himalaya-Region Bezug nimmt, wird zu einem weiteren informativen Treffpunkt. Auf dem Gipfelplateau eröffnen sich faszinierende Ausblicke über Berlin mit der Kulisse der Kunstfelsenlandschaft im Vordergrund. Die Wege werden von themenspezifischen Pflanzungen und Geröllflächen begleitet. Einzelne Spielelemente und ein »Nomadenzeltlager« für Kinder und Erwachsene runden das zoologische Himalaya-Erlebnis ab."
(Eintrag vom 11.10.2020 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   https://www.toponline.ch/news/zuerich/detail/news/17-jaehriger-schneeleopard-villy-im-zoo-zuerich-gestorben-00139272/

Das alte Schneeleopardenmännchen des Zoos musste eingeschläfert werden.
(Eintrag vom 04.08.2020 zum Thema "Zoo Zürich")
Martin Mercus:   Unter dem neuesten Facebookbeitrag zum Eingzug der Pelikane in das neue "Lagunen"-Haus konnte man per Zookommentar erfahren, dass es wohl Planungen für ein neues Gehege für die Roten Pandas gibt. Hier stellt sich mir dann die Frage, ob ein Neubau an derselben oder an einer anderen Stelle angedacht ist . Bei Neubau an anderer Stelle könnte man - erst nach Ableben des letzten Siamangs - den freien Raum für Satellitenanlagen für die Afrikasavanne nutzen (von solchen war zumindest irgendwo schon einmal die Rede). Hier kämen einem dann Paviane, Löffelhunde und Servale in den Sinn, wodurch dann neuer Raum für eine Erweiterung der Schneeleopardenanlage entstünde.

Außerdem wird gerade im Bereich der Südamerikaanlage (es muss dann vom Eingang kommend direkt den linken Abzweig sein) ein neues Gehege für die Mandschurenkraniche gebaut (auf der alten Anlage sind ja jetzt die Riesenkängurus). Dabei hätte ich mir von der Größe her diese Anlage sogar für Kraniche, Pandas sowie Muntjaks in Gemeinschaftshaltung vorstellen können.
(Eintrag vom 21.06.2020 zum Thema "Zoo Krefeld")
cajun:   Schöne Fotos der erweiterten Takinanlage stehen auf der Fansite: https://www.zoo-wuppertal.net/1-home/dasistneu.htm für Juni 2020.
Meines Wissens sollen dort dann auch die Kleinen Pandas aus der ehemaligen Schneeleopardenanlage einziehen als Oberbesatz. Bin gespannt wann das umgesetzt wird. Von den angekündigten Waldrentieren aus Moskau als Nachbesatz für den Miluwald anscheinend noch keine Spur. Eine der Löwinnen entwickelte in diesem Jahr hormonbedingt (?) eine Mähne. Auch hiervon sind Fotos eingestellt. Sah ich bisher einmal live und zwar in Stuckenbrock.
(Eintrag vom 19.06.2020 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Rainer Hillenbrand:   @zollifreund: Die letzten Geburten bei den Ostkaukasiern gabs vor ca. 10 Jahren! Die Haltung begann ja 1995 - aber leider wollte die Ostkaukasier keiner haben - bis auf einen Privathalter (und diese Tiere kamen später wieder zurück). Erst zum Schluß (eine zweite Gruppe war ja auf dem Gelände des jetzigen Elefantenneubaus stationiert) konnte man wohl noch Tiere nach Polen und Tschechien abgeben. Und vor 3 Jahren waren auf jeden Fall noch 10-12 Tiere vorhanden - aber allein 2019 sind 4 verstorben..
Ich hoffe darauf, daß allerspätestens nächstes Jahr der Antilopenstall endlich Innen umgerüstet wird, weg von den Einzelboxen hin zu einer größeren Lauffläche, damit auf der Afrikaanlage auch wieder Antilopen zu sehen sind!
Ob aus der Schneeleoparden-Überlegung mehr werden könnte, hängt vermutlich vor allem von den damit verbundenen Kosten ab - ob der Freundeskreis einen (von mir geschätzten) Millionenbetrag aufbringen könnte, vermag ich im Moment nicht zu sagen. Offiziell ist diesbezüglich jedenfalls noch nix!
Nach der Elefanten-Anstrengung und den Corona-Einbußen wird der Zoo wahrscheinlich erstmal kleinere Brötchen backen - die großen Tiere wie Nashörner/Giraffen/Elefanten sind ja abgearbeitet!
(Eintrag vom 15.06.2020 zum Thema "Zoo Augsburg")
zollifreund:   R.Hillenbrand: vielen Dank für die Infos. Schön dass die Ostkaukasier noch da sind - aber nur noch vier Tiere! Bei meinem letzten Besuch vor rund drei/vier Jahren waren es sicher noch mehr als 10. Ist das wieder das Ergebnis von Geburtenkontrolle?

Gibt es nun nach der Fertigstellung der Elefantenanlage schon weitere offizielle Zukuntspläne? Oder wurden die Schneeleoparden schon öffentlich angekündigt?
(Eintrag vom 15.06.2020 zum Thema "Zoo Augsburg")
Rainer Hillenbrand:   @zollifreund: Die Ostkaukasier sind noch da, allerdings ist die Gruppe mittlerweile auf gerade noch 4 Tiere geschmolzen. Der Weg nach Oben wird in der Zeit in der die Alpensteinböcke ihren Nachwuchs erwarten meistens für einige Wochen gesperrt. Das ehemalige Markhor-Gehege soll die Alpensteinböcke aufnehmen, wenn deren Anlage grundlegend überarbeitet wird - davon wird jedenfalls seit 3 Jahren gesprochen... Es wurden auch schon Überlegungen angestellt, das Areal oberhalb der Alpensteinböcke für Schneeleoparden umzurüsten, was jedoch ziemlich kostspielig sein dürfte - der Freundeskreis möchte sich der Sache wohl annehmen!?
(Eintrag vom 14.06.2020 zum Thema "Zoo Augsburg")
Adrian Langer:   Endlich habe ich alle Bilder zusammen, um die Einrichtung vorzustellen! Zu Himmelfahrt war ich im Wildkatzenzentrum Felidae. Eine kleine Einrichtung mit vielen interessanten Arten. Gerade sind "nur" VIP-Führungen möglich. Zu den Specials dieser Führung zählen eine Fütterung der Tiere sowie ein Tierkontakt zu einer ungefährlichen Art (anfassen konnten wir Binturong, Schneeleopard und Gepard. Wobei die letzten beiden nur unter strengen Sicherheitsvorschriften mit einem Gitter dazwischen!). Zu empfehlen st sie daher allemal. Neusichtungen für mich waren Palawanbinturong, Ägyptischer Ichneumon und Bänderroller (einzige Haltung in Europa). Für mich nur kurz zu sehen (gehörte nämlich hinter die Kulissen) waren ein Honigdachs (frisch aus Rockenhausen) und eine junge Tüpfelhyäne, welche direkt aus Afrika importiert wurde (drei weitere Jungtiere folgen, sofern Importe Coronabedingt wieder möglich sind). Allgemein hat diese Einrichtung sehr viele Tiere aus Übersee bekommen. Drei Schneeleoparden stammten aus den Staaten. Ein junger männlicher Nebelparder aus dem Zoo Memphis soll auch noch folgen. Auf einem Erweiterungsgelände entstehen gerade neue Gehege für diverse Groß- und Kleinkatzen. Für mich hat diese Einrichtung durchaus das Potential, einmal zu den Großen in Europa zu gehören.

Anbei Schwarzer Leopard
(Eintrag vom 25.05.2020 zum Thema "Kleinere Einrichtungen in Brandenburg")
Adrian Langer:   https://www.youtube.com/watch?v=GFwJq5K5AYg&feature=emb_share

Im Zoo Melbourne kamen drei Schneeleoparden zur Welt. Der Vater ist eine Nachzucht aus Nürnberg.
(Eintrag vom 11.05.2020 zum Thema "Australische Zoowelt und Tiere")
Mark Meier:   @Emilia Grafe: Herzlichen Dank für die Updates und Bilder!

Interessant, dass die angekündigten Maßnahmen an den Volieren schon umgesetzt wurden. Da die Otteranlage zum selben Geldtopf gehört (den Mitteln für die ursprünglich geplante Löwenanlage), wird es da hoffentlich auch rasch voran gehen. Allerdings hoffe ich langfristig dennoch auf eine Rückkehr der Löwen.

Spannend auch, dass es weiter ordentlich Bewegung im Gebirgsteil gibt. Da wird sicher bald neuer Besatz rein kommen, teils aus dem eigenen Bestand. Die neuen Katzenbären gehen dann vermutlich bald in den Zoo, sodass es dann einen Nachbesatz für die Anlage geben wird. Mal sehen, ob dann auch bald die Schneeleoparden ins Gebirge ziehen. Sie passen jetzt ja eigentlich nicht mehr zu den neu gestalteten Anlagen für Afrika und die südostasiatischen Inseln. Wie bei den Katzenbären braucht es dann natürlich einen Nachbesatz. Das ist jetzt eine sehr dynamische Phase, wo vieles neu sortiert wird...
(Eintrag vom 04.05.2020 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   https://www.tagblatt.ch/news-service/vermischtes-people/saida-und-shahrukh-das-neue-schneeleoparden-paar-im-zoo-zuerich-ld.1205277

In Zürich lebt ein neues Schneeleopardenpaar.
(Eintrag vom 19.03.2020 zum Thema "Zoo Zürich")
Sacha:   Das ist mit Verlaub nicht gerade die beste Lösung. Die Anlage ist für Grossbären konzipiert und war jetzt nicht soooo schlecht dafür, wenn auch sehr betonlastig. Und die Geburt und Aufzucht von Willbär spricht zumindest nicht gegen die Anlage. Warum nicht ein (zweites) Brillenbärengehege daraus machen. Oder die Anlage mit wenig Aufwand für Kragenbären umgestalten (was thematisch wesentlich besser zu den benachbarten Schneeleoparden passen würde)?
Um die Geschlechter zu trennen bzw. ein Zuchtpaar zusammenzustellen, hat die Wilhelma ja auch noch eine Aussenstation. Ob die Geschlechter nun 20 km oder 200 m voneinander getrennt sind, spielt nicht wirklich eine Rolle. Für die Zusammenführung müsste es ohnehin einen Transport geben.
(Eintrag vom 19.02.2020 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Adrian Langer:   https://www.wz.de/nrw/krefeld/zoo-krefeld-schneeleopard-juma-ist-nach-finnland-umgezogen_aid-47655447

Schneeleopard Juma zog nach Finnland.
(Eintrag vom 06.12.2019 zum Thema "Zoo Krefeld")
Patrick Kalscheuer:   Für die freiwerdenden Kapazitäten bei den Großkatzen plant der Zoo Antwerpen lt. einer Mitteilung mit Schneeleoparden und Amur-Tigern.
(Eintrag vom 24.10.2019 zum Thema "Zoo Antwerpen")
Tim Sagorski:   Ich war am vergangenen Sonntag endlich mal wieder in Antwerpen, anbei ein paar Neuigkeiten (vielleicht noch nicht komplett bekannt):

- Das Nachttierhaus und das ehemalige Delfinarium (jetzt Seelöwen) sind seit dem 07.10. geschlossen, in dem Bereich wird komplett umgebaut.
- Dafür werden auch die Großkatzen in der alten Katzengalerie hinter die Kulissen ziehen (Amurleopard, Jaguar), die Tigeranlage ist ja schon länger leerstehend.
-Leider betrifft das auch die alten Raubvogelvolieren am Bahnhof, die bei meinem Besuch bereits fast komplett leerstanden (es gab nur noch Hornraben, Brillenkäuze, einen Kea und Truthahngeier) und komplett abgerissen werden.
- In dem Bereich wird es nach Umbau nur noch Amurtiger (Raubtierterrassen), Seelöwen und Schneeleoparden (alte Greifvogelfläche) geben, zusätzlich zu den vorhandenen Brillenbären
- Die alten Volieren hinter dem Okapihaus werden gerade komplett renoviert und dann mit den Papageien- und Sitticharten des Zoos besetzt.
- Zwei gefiederte "Flaggschiffarten" des Zoos scheint es gar nicht mehr zu geben, Kongopfau und Riesenturako
- Vogelbestand beschränkt sich mittlerweile fast ausschließlich auf die tolle Kapbüffel-Voliere und das alte Vogelhaus (drei Dioramen nicht besetzt, massiver Artenrückgang)
- neu für mich waren auch die Menschenaffen-Freianlagen für Schimpansen (inkl. 0,3 aus Wuppertal und Nordhorn) und Gorillas (1,2,1 Westliche und 0,1 Östlicher Flachlandgorilla), sowie die Afrikaanlage am Tempel, die mit Giraffen (phänotypisch Netz und Rothschild) und Hartmann-Bergzebras besetzt ist.
- im Kleinaffenhaus gab es keine Haubenlanguren mehr (eine fast komplette Seite ist mit den Klammeraffen besetzt), dafür leben dort z.B. der verbliebene Nachtaffe und der Tamandua aus dem Nocturama, sowie eins von zwei Paaren Rüsselhündchen
- die ehemalige Siamang-Anlage (vorher Orangs?) im Menschenaffenhaus wurde in diverse "Terrarien" mit Gundis, Rüsselhündchen, Rußköpfchen, Perlwachteln und Streifengrasmäusen umgebaut.
- Neuguineafilander (zuletzt am alten Hirschhaus, bzw. Unterbesatz bei Koalas / Baumkängurus) gibt es leider nicht mehr, ebensowenig wie die Tahre beim Takin.
(Eintrag vom 22.10.2019 zum Thema "Zoo Antwerpen")
Mark Meier:   Am Donnerstag konnte ich ganz unverhofft ein paar Stunden im Tierpark verbringen. Hier mal meine spontanen Eindrücke.

Der Eingangsbereich macht sich immer besser. Die Pflanzungen wachsen sich gut ein und es sieht viel grüner aus als früher. Es war schön und sehr entspannend, die dösenden und wiederkäuenden Bisons von der großen Plattform aus zu beobachten. Die Gruppe der Nashornpelikane ist inzwischen von einstmals 5 auf 9 Tiere angewachsen und macht sich gut auf der Anlage. Eins der Highlights des Tages war jedoch die Nachbaranlage. Gerade schaute ich begeistert einem Baumstachler zu wie er durch das Areal mit dem Wasserlauf marschierte und sich auch ins Wasser vorwagte, da hörte ich aufgeregte Stimmen direkt neben mir. Ich ging also die paar Schritte rüber zu den Präriehunden und die vollführten tatsächlich ein riesiges Spektakel. Weit über ein Dutzend Tiere und darunter auch einige Jungtiere machten ununterbrochen Programm. Übrigens auch noch/ wieder als ich ein paar Stunden später den Park verließ. Scheinbar sind sie nun so richtig angekommen auf der "neuen" Anlage.

Ein weiteres großes Highlight neben den Präriehunden war dann der Variwald. Zum ersten Mal in all den Jahren habe ich gehört, dass die Tiere auch noch völlig andere Geräusche machen können als die lauten, scheinbar "wütenden" Schreie, die man immer mal wieder im Park vernimmt. Drei Tiere saßen unten auf den Stümpfen und zwei hingen (phasenweise kopfüber) von oben herab. Und dann also im Chor diese skurrilen, kehligen Töne, die wie eine Mischung aus spöttischem Lachen und irgendetwas ziemlich undefinierbaren anderen klangen. Es war wirklich etwas wie von einem anderen Stern. Jetzt kann ich auch verstehen, weshalb die Menschen in Madagaskar Lemuren wohl einst für die Wiedergeburten ihrer Ahnen hielten und Linné sie nach den Römischen Totengeistern benannte...
Ich habe übrigens einen kurzen Ausschnitt dieser relativ lang anhaltenden "Zwiesprache" der Tiere auf YouTube hochgeladen:
https://www.youtube.com/watch?v=abEZIkWbGNY&feature=youtu.be

Relativ viel Zeit habe ich mir genommen, um das Brehm-Haus so weit wie möglich zu umrunden - und es hat sich definitiv gelohnt. Endlich(!) weiß ich ungefähr, wie das mit dem Verblenden der Innenkäfige gelöst wird. Die Gitter bleiben offenbar wie sie sind. Ein Stück davor (wohl auf Höhe der Rückwände von den Glasvitrinen - also direkt vor dem Pflegergang) wird jeweils eine Art schräger "Minihügel" angelegt, der in relativ aufgelockerter Anordnung dicke Bambusstangen aufnimmt. Meine Vermutung ist, dass davor und ggf. daran später noch Pflanzen drapiert werden (sonst würde es zu nackt aussehen und so war es mE auch eingezeichnet). Wenn man davor steht, blickt man künftig also wohl auf eine wechselnde Front von großen Glasterrarien und dichten Bambus-Pflanzen-"Vorhängen", hinter denen Pflegergang und Gitterboxen wohl nur mehr oder minder nur noch zu erahnen sind. Ähnlich wie bei den einzelnen Außenboxen hinter den dichten Bambusteppichen.

Ansonsten sieht es bei der Malaienbärenanlage jetzt schon sehr weit aus und die Anlage für die Baumkängurus ist nun zumindest zu erahnen (für eine begehbare Anlage wirkt es mE aber eher klein). Die Tropenhalle wirkt von weitem schon recht ansprechend aber das ist schwer einzuschätzen. Bei den alten Außenanlagen im Innenhof wurde ähnlich wie auch bei der neuen Malaienbärenanlage schon etwas gesprüht, um eine Felsoptik zu erzeugen. Generell wirkt es seltsam, einerseits scheinbar schon fertige Teilbereiche zu sehen und daneben dann doch noch sehr viel Baustelle...

Nichts Neues übrigens bei Geiern ,Geparden und Pinguinen. Neu für mich waren hingegen die erhöhten Plattformen bei den Schneeleoparden, die von den Katzen auch rege genutzt wurden.

Das war dann eigentlich fast schon alles. Etwas wehmütig machte der Blick auf die beiden Transportboxen beim Nashorngehege. Es war natürlich trotzdem schön, noch einmal die beiden Tiere zu sehen, ziemlich zufällig genau vor ihrer Abreise sich sozusagen verabschieden zu können. Denn weder wusste ich, dass sie so bald weg gehen würden - noch wusste ich einen Tag oder auch nur 5 Stunden vorher, dass ich Donnerstag Nachmittag völlig unverhofft in den Tierpark kommen würde. Besser wäre es aber natürlich, wenn es weiterhin Nashörner im Tierpark gäbe. Schön, dass uns immerhin Tonja und Hertha noch eine Weile erfreuen werden. Der Eisbärentalk und auch die sonstige Zeit bei den zwei Tieren war wieder sehr schön. Außerdem sehr nett war der imposante Anblick des Goliathreihers und der alte Serval in der "Affensackgasse".
(Eintrag vom 29.09.2019 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
cajun:   Nicht geade fotofreundlich der Scheibeneinblick der Schneeleoparden.
(Eintrag vom 08.09.2019 zum Thema "Zoo Salzburg")
Martin Mercus:   Weiteres vom heutigen Besuch:

Regenwaldhaus:
Es werden gerade die riesigen Holzpfeiler der Dachkonstruktion bearbeitet bzw. renoviert. Die ganze Aktion wird sich wohl noch über Monate hinziehen. Es wurden hierfür mitten in die Halle Stahlpfeiler aufgestellt, die eine große Holzplattform tragen. Die bewirkte, dass sich der Bereich über der (schon ewig unbesetzten) Anakondaanlage deutlich abgedunkelt wurde, was ich als Kontras zu der ansonsten relativ hellen Lichtsituation schon sehr reizvoll fand.
Mittlerweile sind die Montserrat-Trupiale ausgeschildert, außerdem ist wieder ein Paar Blautäubchen nach längerer Abwesenheit zu sehen.
Das Kaimanweibchen soll ein Nest gebaut haben, dass man in einer hinteren Ecke erahnen kann. Wenn ich mich recht erinnere, hat der Zoo einen Teil der Eier entnommen, damit Männchen, als auch Weibchen schlüpfen können. Eine Regulation gibt es anscheinend durch die Bodentemperatur im Regenwaldhaus, sodass nur Tiere eines Geschlechts schlüpfen werden. Durch die Entnahme einiger Eier reguliert man also die Temperatur so, dass auch vom anderen Geschlecht Jungtiere geben wird.

Afrikawiese und Pelikanlagune:
Es gibt nun einen Hügel auf der Afrikawiese, der bereits gut von den Kudus angenommen wird. Mit Grasbewuchs wird es so aber noch dauern. Der Hügel konnte durch einen Teil des Aushubs für das Gewässer der Pelikanlagune errichtet werden. Besetzt ist die Wiese zurzeit mit 4 Impalas, 4 Blauhalssträußen sowie 5 oder mehr Großen Kudus.
Das Gebäude der Pelikanlagune scheint von außen gesehen an sich fertig zu sein, nur der zukünftige Besuchersteg fehlt noch, wobei hier eine Fertigstellung eh erst nach Modellierung der Gewässerzonen sinnvoll ist.
Der Graben, der die Afrikawiese von der ehemaligen Zebraanlage trennte, wurde fast vollständig zugeschüttet. Nur ein kleiner Teil (von den Schneeleoparden kommend) blieb erhalten und soll als natürliche Kläranlage der Pelikanlagune dienen.

Vogelhaus:
Der Besatz hat sich in den letzten Monaten nicht verändert.
In der Madagaskarvoliere haben die mit den Haubenseidenkuckucken lebenden Mähnenibisse gezüchtet (Zooerstzucht). Zwei Jungtiere gibt es zu sehen. Eines davon wurde bzw. wird teilweise per Hand aufgezogen, war aber heute zu sehen.
In der Asienvoliere sind Prachtfruchttauben, Elfenblauvögel und Weißnackenfasantauben untergebracht.
Die Südamerikavoliere bevölkern Nördliche Helmhokkos, Schwarzkehlarassaris und Purpurtangaren.
Die beiden Afrikavolieren sind denke ich noch nicht komplett besetzt. Die Steppenvoliere zeigt Textorweber und Amethystglanzstare. Früher waren hier auch die Senegaltrappen zu sehen. In der Flussvoliere leben Scharlachspinte, Königsglanzstare sowie Hirtenregenpfeifer (heute nicht gesehen). Früher waren hier anstatt Regenpfeifer die Krokodilwächter zu Hause, zudem gab es hier noch Mausvögel und Zwergglanzenten.
Der Besucherraum ist bis auf eine Ausnahme ausnahmslos mit Highlightarten bevölkert: Schalowturako, Blaukrönchen (nur in afrikanischer Flussvoliere gesehen), Rotstirn-Blatthühnchen, Dajaldrossel (heute nur ein Tier gesehen, beim letzten Besuch zwei Tiere), dazu noch Straußwachtel.

Großtierhaus:
Erstmals sah ich das Elefanten"baden". Tauchen ist im Becken nicht möglich, aber für ein Tier ist hier genug Platz. Es drängte sich aber auch Elefant Nr. 2 in das Becken, sodass es etwas eng wurde. Die beiden alten Damen wurden vom Pfleger abgespritzt und forderten diesen immer wieder auf, den Strahl direkt in das Maul zu halten.
Das Außenbecken des einzigen Zwergflusspferds wurde schon vor einigen Monaten renoviert bzw. wahrscheinlich abgedichtet.

Moschusochsen:
Zurzeit gibt es 6 Tiere, im Mai gab es wieder Nachwuchs. Das ist ein schöner Kontrast du den vorherigen Jahren, in den denen die Anlage gar nicht oder mit 1-2 Tieren besetzt war.

Dallschafe:
Es werden immer weniger - heute habe ich nur 1.1 gesehen. Ich denke, dass es das endgültig für diese Art in Zoos gewesen ist. Was ich mich noch bei meinem Besuch letzten Monat in Leipzig gefragt habe: Was ist mir der dortigen Gruppe eigentlich passiert? In der ZTL fand ich meine ich nichts hierzu.

Flamingoteich:
Laut Zoo sollen die Flamingos brüten. Ich sah hier aber keinerlei Aktivitäten, nur ein paar unbesetzte Kegel, auf denen aber eher irgendwelche Möwen saßen. Aber immerhin, in den ganzen letzen Jahren sah ich zum ersten mal diese Kegel im Krefelder Zoo.

Schimpansenwald:
Für das Projekt, welches man schnellstmöglich hofft beginnen zu können, fehlen noch ca. 500.000 ?. Momentan werden hierfür Netzpaten gesucht. Ich denke, dass dies auch ein Projekt werden wird, dass sich deutlich länger hinziehen wird, als es eigentlich geplant wird. Das zeigen die letzten (Pinguinpool und Erdmännchenpool) sowie die aktuellen größeren Projekte (Pfeiler Regenwaldhaus - geplantes Ende Juni 2019 und Pelikanlagune - geplant Ostern 2019). In Krefeld kommt immer etwas dazwischen, und durch die lange Dauer steigen Materialkosten etc. natürlich auch.
Als ersten Schritt hin zum Schimpansenwald wurden die Parmawallabys abgegeben. Auch die Planung der zukünftigen Schimpansengruppe sind schon in vollem Gange. So werden z.B. 2 weibliche Tiere die Gruppe nach England verlassen. Ein Weibchen wird aus Spanien kommen.

Guerezas:
Das Klettergerüst in der Außenanlage wurde kürzlich erneuert und Rasen ausgesät. Außerdem wird nun durch ein zusätzliches, feinmaschiges Netz verhindert, dass zukünftige Jungtiere aus dem Gehege "entwischen" können. Schade eigentlich.
(Eintrag vom 25.08.2019 zum Thema "Zoo Krefeld")
Oliver Muller:   Nach kurzer Pause hier die Fortsetzung:

An Tag 6 führte mich mein Weg in den Zoo La Palmyre in Les Mathes. Er ist wohl nach Besuchern und vermutlich auch Tierbestand der zweitgrößte in Frankreich und liegt mitten in einem riesigen Massentourismus-Gebiet in einer schier endlose Reihe von Campingplätzen, Bungalow-Anlagen und Freizeitparks. Entsprechend voll war es im Zoo, von den rund 700.000 Besuchern im Jahr war gefühlt die Hälfte mir mir da. Der Park hat alles an Standard-Arten, was man von einem großen Zoo erwartet, aber ohne echte Highlights.
Offen gestanden hat er mir aber am wenigsten von allen besuchten Einrichtungen gefallen. Die Tierhaltung ist durchweg nur mittelmäßig, fast alle Anlagen bieten kaum Rückzugsmöglichkeiten, viele sind nicht sehr groß, manche m. E. deutlich zu klein (z.B. Leopard/Schneeleopard aussen ca. 100 qm und innen ca. 20). Die neuen Eisbären wurden wieder abgegeben, weil sie nach wenigen Monaten Verhaltensstörungen entwickelt hatten, Absperrgehege habe ich nirgendwo wahrgenommen, Aras leben bunt gemischt frei auf Bäumen und es war infolgedessen ein frisch geschlüpftes Hybridara-Küken zu sehen. Zum Teil habe ich nur Einzeltiere gesehen. Man darf oft mit Popcorn füttern, selbst die Giraffen.
Die einzige wirkliche sehr gute Anlage war für mich das Menschenaffenhaus mit je einer Gruppe Gorillas und Orangs und zwei Schimpansengruppen auf je innen 300-400 und außen 1000 qm (okay, für die Orangs würde man sich eine kleinteiligere Haltung wünschen).
Auch der Service war nicht so super. Es gibt zwar Zooführer in Französisch und Englisch, einen beschilderten Rundweg und hier und da Karten, aber keine kostenlosen Faltpläne wie überall sonst. Auch gibt es kein richtiges Restaurant, nur Buden mit Eis, Chips, abgepacktem Kuchen oder einem abgepackten Fertiggericht in mehreren Varianten, dass man in der Mikrowelle aufgewärmt bekam. Das einzige halbwegs ordentliche Essen sind Crepes, die man sich frisch backen lassen kann. Für einen Zoo, in dem man locker einen ganzen Tag verbringen kann, finde ich das schwach. Hier entgehen dem Zoo sicher auch erhebliche Einnahmen, allerdings ist auch der Eintritt mit 16 Euro für Frankreich ungewöhnlich billig.
(Eintrag vom 05.08.2019 zum Thema "Zoos in Frankreich")
Adrian Langer:   https://bnn.de/lokales/karlsruhe/schneeleopard-soll-fuer-nachwuchs-im-zoo-karlsruhe-sorgen

In Karlsruhe kam ein neuer Schneeleopardenkater an.
(Eintrag vom 02.07.2019 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Adrian Langer:   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.attraktion-in-der-wilhelma-schneeleopardenbabys-zeigen-sich.48b14087-5a3a-4717-b4ba-2dbab4bdcab4.html

In der Wilhelma gab es zum ersten mal Schneeleopardennachwuchs in der neuen Anlage.
(Eintrag vom 25.06.2019 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
W. Dreier:   Allgemeines: eigentlich hatten wir den Besuch so geplant, dass in Sachsen noch keine Schulferien hätten sein sollten - allerdings überraschten uns doch viele Kinder/ Jugendliche. Auch in Sachsen gibt es also viele ``Projektstudien`` ??- die Temperatur mit Schulschließung hat es nicht sein können (``nur`` 28°C).
Ich hatte meine Irritation über die Entwicklung nach meinem Besuch in Schwerin hier mitgeteilt - bezüglich Dresden (auch wenn allein schon historisch ein Vergleich unangebracht wäre) ist ein jährlicher Besuch angebracht, selbst wenn nach dem Stemmen der Kosten für den Umbau der Elefantenanlage gegenwärtig keine großen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zu sehen waren.
Allerdings war ``Holzauktion``: viele Wagen mit Baumschnitt wurden durch den Zoo geschoben, temporär waren Abschnitte gesperrt - und die Tiere bekamen ein ``Blätterzubrot``.
Tierisches: Vom Schneeleoparden (leider fast wie immer)n war nur kurzzeitig eine Schwanzspitze zu sehen. Aber: die beiden Tiere, die im April geboren wurden, scheinen sich normal zu entwickeln - Ausstellung im Juli.
Bei den Mohrenmakis gab es Nachwuchs - weiblichen!
(Eintrag vom 21.06.2019 zum Thema "Zoo Dresden")
Stefan Frey:   Nachrichten aus der Mitgliederversammlung des Fördervereins von heue Abend.
Nachwuchs und Zugänge aktuell:
2 junge Schneeleoparden, noch in der Wurfbox
1 Rotes Riesenkänguruh, noch tief im Beutel
1 Kalifornische Seelöwin, Zugang aus Nürnberg zur Zucht
1 männlicher Wasseragame zu Zuchtzwecken

Der Förderverein der Wilhelma hat aktuell 32880 Mitglieder!!!

Aktueller Stand bei den Bau- und Erweiterungsmaßnahmen:

- Asiatische Huftiere liegen im Plan, Ende des Jahres werden die Anlagen wohl fertig gestellt sein, Eröffnung Ostern 2020.
- Asiatischer Bauernhof: Man wartet auf grünes Licht nach Einreichung der Baugenehmigungsanträge. Kalkuliert wird auch hier mit einer Bauzeit von einem Jahr, Eröffnung dann Ostern 2021.
- Tigeranlage: Der Wettbewerb für die Anlage läuft gerade, mit einem Baubeginn wird erst 2022 gerechnet. Die Anlage ist für Amurtiger konzipiert, mit Unterwassereinsicht des Badebeckens und auch sonst einigen Glasfront-Einsichten.
- Anlage für Asiatische Elefanten: Hier ist man mitten im Planungsprozeß. Von einer Nachttierabteilung, die ursprünglich in das Haus integriert werden sollte, hat man sich verabschiedet. Die Gastronomie und der neue Eingang nehmen zu viel Raum ein. Konzipiert ist das Haus für 3 Gruppen: Zuchtgruppe, Bullenanlage und Jungbullenanlage. Baubeginn voraussichtlich 2022, Fertigstellung dann 2025... (warten wir das einmal ab.) Die beiden alten Asiatendamen werden das neue Haus nicht beziehen. Es wird davon ausgegangen, dass Parma den Baubeginn schon nicht mehr erleben wird und die letzte verbliebene Kuh dann ins Altersheim nach Karlsruhe kommt.
(Eintrag vom 06.06.2019 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Adrian Langer:   https://www.saechsische.de/zoo-freut-sich-ueber-schneeleopardenbabys-dresden-tierbabys-nachwuchs-tiere-schneeleoparden-5070035.html

Der Zoo Dresden feiert eine weitere Schneeleopardengeburt.
(Eintrag vom 13.05.2019 zum Thema "Zoo Dresden")
Adrian Langer:   https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipziger-Schneeleopardin-Laura-gestorben

Die alte Leipziger Schneeleopardin ist verstorben.
(Eintrag vom 07.05.2019 zum Thema "Zoo Leipzig")
Oliver Muller:   War die Raubtierkonzeption im Masterplan nicht eigentlich trop. Tiger, Jaguar und Puma im warmen Raubtierhaus zuzüglich Schneeleopard auf dem kalten Berg?
(Eintrag vom 04.04.2019 zum Thema "Zoo Halle")
Stefan Frey:   @Markus Huegel: Das sind wirklich gute Fragen, die wir uns teilweise auch schon gestellt haben.
Was die Huftierhaltungen betrifft, so sind die geplanten Anlagen doch um einiges vom zukünftigen Elefantenhaus entfernt. Dazwischen wird sich das Asiatische Dorf mit Haustieren befinden, was ja gut passt, weil die Huftieranlagen ja auch mehr und mehr die Gestalt von Haustieranlagen annehmen.
Eine Unterbringung im gemeinsamen Haus ist jedenfalls nicht praktikabel, zumal das Elefantenhaus wahlweise auch eine Restauration und/oder eine Nachttierabteilung beherbergen soll. Außerdem wird zwischen der Fertigstellung der Huftieranlagen und des Elefantenhauses wohl ein Zeitraum von mindestens 5 Jahren liegen.

Die Idee, die Takinhaltung ins "Gebirge" zu verlegen, zu Schneeleoparden und Markhoren, ist gar nicht so abwegig. Dort wird in den kommenden Jahren das eine oder andere Gehege frei werden, da die Schneeziege, der syrische Braunbär und der Brillenbär nicht nur Einzeltiere sind, sondern auch recht betagt. Beim Braunbären muss man manchmal schon Angst haben, ob er den Hang wieder selbstständig hochklettern kann. Da die drei Gehege direkt aneinander grenzen, gäbe es eine schöne Möglichkeit, etwas neues daraus zu entwickeln.
Ganz abgesehen davon, kann es ja auch einfach sein, dass es hier eine gute Möglichkeit gab, einen überzähligen Bullen an einem "freien" Platz einzustellen. Jedenfalls so lange, bis irgendwo anders eine Eingliederung möglich ist.

(Eintrag vom 03.04.2019 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
W. Dreier:   St Martin auf jeden Fall - von Westen kommend kurz vor Lyon, ca 5 km links der (jetzt wohl) Autobahn liegend. Ein nicht so großer gut geführter Privatzoo. U. a. Große Gorillahalle, weiterhin Schmidts-Rotschwanzmeerkatze, Whitesids-Gelbnasenmeerkatze, Ceylon-Leopard, Drill, Schneeleopard etc.
(Eintrag vom 26.03.2019 zum Thema "Zoos in Frankreich")
W. Dreier:   Aus Zooquaria (WAZA- Zeitschrift) ,Winter 2018/19:
- ein GSMP (Global species menagement plan) möchte bezüglich des Anoa (ohne Unterartzuordnung) gerne 300 Tiere in den Zoos erreichen. Der Wildbestand wird mit 2 500 Tieren geschätzt, In Zoos sind nur 49 Tiere in 20 Haltungen. Zuchtbuch-Chef ist Herr Nötzold aus Leipzig
-Das Prosimian TAG (Chef Achim Johannes /Rheine) möchte ca 20 Arten /UA an Lemuren in einem "Regional Collection Plan" in Europa etablieren. Gewünscht werden besonders Rotbauchmaki, Roter Vari, Großer Bambuslemur, Fingertier und Kronensifaka in ausreichender Anzahl. Der Coquerel-Sifaka wurde am Rande auch erwähnt. Geschlechtertausch mit Madagascar (Ivoloina) wird angestrebt über die Koordinatorin Roullet.
- Doue-la-Fontaine hat einen "Himalaya" eröffnet, 11 000m2 u.a. mit Schneeleopard, Markhor und diversen Geien - seltsamerweise auch mit Rabengeiern. Im Zentrum steht ein großes rundes Amphitheater zur Geierfütterung
- aus einer bulgarischen Zeitschrift: Bulgarien möchte Gänsegeier und Bartgeier wieder seßhaft machen.
-Zeitschrift des Kölner Zoos: Durch Herrn Schürer wird in einem Artikel präzisiert, dass die Annahme, das alle heute lebenden Milus (gegen 5 000) letztlich aus den 3 importierten Berliner Tieren stammen. Es fehlten zur endgültigen Klärung (die Annahme ist schon älter) noch die Bestandsänderungen im Jardin d`acclimatation Paris wegen fehlender Unterlagen . Diese wurden gefunden und konnten jetzt eingesehen werden.
(Eintrag vom 19.02.2019 zum Thema "Natur- und Artenschutz")
Adrian Langer:   https://bnn.de/lokales/karlsruhe/karlsruher-zoo-hofft-auf-nachwuchs-bei-den-schneeleoparden

Nachwuchshoffnungen.
(Eintrag vom 13.02.2019 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Emilia Grafe:   Auch ich bedanke mich bei meinen Mitschreibern für den regen Austausch hier im Thread! Der laut ZEP geplante Tierbesatz für Himalaya:
Schneeleopard, Vergesellschaftung: Goldtakin + Goral, Kleiner Panda, Vergesellschaftung: Marco-Polo-Schaf + Markhor, Vergesellschaftung: Mishmi-Takin + Schopfhirsch, Weißlippenhirsch, Blauschaf

Sambare sind im ZEP vergesellschaftet mit Schabrackentapiren in Südostasien geplant (auf der Fläche des neuen Artenschutzzentrums) neben Vergesellschaftungen von Malaienbär + Binturong + Vietnam-Sika, Gibbons, Wasserbüffeln und Orang Utans. Allerdings vermute ich, dass dieser zukünftig mögliche südostasiatische Teil des Tierparks erst in ferner Zukunft umgestaltet wird, jetzt wo gerade erst das jetztige Affenhaus für die Zukunft "fit" gemacht wurde.
(Eintrag vom 05.02.2019 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   https://www.nzz.ch/zuerich/schneeleoparden-weibchen-im-zoo-zuerich-eingeschlaefert-ld.1457178

Nach dem Tigerweibchen musste nun auch das Schneeleopardenweibchen eingeschläfert werden.
(Eintrag vom 04.02.2019 zum Thema "Zoo Zürich")
Gudrun Bardowicks:   Vielleicht ziehen ja auch die Mufflons oder sogar die Berberaffen, dessen Anlage für die Löwen umgebaut werden soll, auf die frei gewordene Anlage oder aber die Mesopotamischen Damhirsche. Europäische Luchse oder die im zukünftigen Himalaya-Teil lebenden Altai-Luchse oder aber die ebenfalls dort lebenden Wildkatzen wären weitere Möglichkeiten. Für Katzen oder Berberaffen müsste die Anlage allerdings umgebaut werden, damit diese Tiere nicht entwischen können. Daher gehe ich erst einmal von einer Huftierart aus. Vielleicht ziehen auch die Kanadakraniche möglicherweise zusammen mit einer Hirschart in diese Anlage, damit deren aktuelle Anlage (ehemaliges Vielfraßgehege) im Zuge der Umwandlung in den Himalayateil bereits jetzt für die Schneeleoparden umgebaut werden kann. Als Hirsch-Unterbesatz könnte ich mir in diesem Fall passend zum angrenzenden Nordamerika-Parkteil gut eine der Wapitiformen des Tierparks oder eben die Weißwedelhirsche aus dem Zoo vorstellen.
(Eintrag vom 25.01.2019 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vorschau-auf-das-wilhelma-jahr-zoo-hofft-auf-kleine-schneeleoparden.e780af04-3dda-4cb9-8c34-ff1657f60b6e.html

Na da bin ich mal gespannt. Besonders die Idee mit der "Zwischenlagerung" überschüssiger Eisbären finde ich nicht schlecht.
(Eintrag vom 20.01.2019 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Emilia Grafe:   Ein Schneeleopard
(Eintrag vom 20.10.2018 zum Thema "Zoo Leipzig")
Adrian Langer:   @Oliver: Das ist leider schon nicht mehr der neueste Stand. -.- Geplant sind Tiger, Puma, Schneeleopard (wie im alten Plan). Neu entschieden wird tatsächlich über die gefleckte Großkatze und es sollen zusätzlich noch Löwen nach Halle kommen. Aber keine Angolalöwen. Da ich diese zumindest entfernt mit einem Gebirge in Verbindung bringen würde tippe ich mal auf Berberlöwen. Bei Herrn Müller sollte man allgemein den Masterplan eher als mögliche Richtlinie verstehen, da er sehr flexibel umplant und auch Ideen von der Personal- und Besucherseite sehr gern annimmt.

Bei den gefleckten Großkatzen gebe ich dir aber recht. So könnte ich mir in Erfurt, Magdeburg oder Dresden ebenfalls Javaleoparden, Sri Lanka Leoparden, Jaguare oder Nebelparder vorstellen.
(Eintrag vom 20.09.2018 zum Thema "Zoo Halle")
Oliver Muller:   @Adrian: Ich stimme dir zu, was seltene Leoparden-UA angeht, würde aber trotzdem ungern auf Jaguare verzichten. Ich denke einfach, dass jeder Zoo oder größere Tierpark eine gefleckte Grosskatzenart halten müsste, größere Einrichtungen auch mehrere.. Der Aufwand ist nicht notwendigerweise so immens, zumal bei kalten Arten. Man könnte in kleineren Einrichtungen kalten Ua zeigen und in größeren, finanzkräftigen warme UA. Auch zentrale, geheizte Häuser für mehrere Arten finde ich nicht abwegig, in Halle ja vorhanden. Was ansonsten Halle angeht, ist m. W. die Idee laut Masterplan, Tiger, Jaguar, Schneeleopard und Puma zu zeigen.
(Eintrag vom 20.09.2018 zum Thema "Zoo Halle")
Adrian Langer:   https://www.radio.cz/de/rubrik/bild-der-woche/schneeleoparden-im-zoo-von-jihlava

Nachwuchs in Jihlava.
(Eintrag vom 03.09.2018 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Emilia Grafe:   Letzte Woche persönlicher Erstbesuch im Wildkatzenzentrum Felidae. Diese weitestgehend private Einrichtung hat sich der Haltung und Zucht von Groß- und Kleinraubtieren, vor allem Katzen,  verschrieben, besonders auch von Arten, die in den meisten Zoos keine Beachtung finden, da für den ONB nicht interessant genug. Die meisten Tiere sind im EEP der jeweiligen Art registriert(Nebelparder, Fossa, Schneeleopard...). Außerdem nimmt der Zoo auch immer mal wieder Tiere auf, die an anderer Stelle keinen Platz finden, so Tiger Diego, als Jungtier vor einer Tierarztpraxis abgegeben, später als Zoo/Zirkus - Mix von keinen Zoo gewollt.
Die regelmäßige Zucht gelingt bei dem Nebelpardern, ehemalig auch bei den Fossas, wo inzwischen der Zuchtkater abgegeben wurde, die Katze ist zu alt für weitere Zucht. Bei den Schneeleoparden wird eine Zucht angestrebt, eine junge Katze passt genetisch gut zu den Magdeburger Kater, bei einem erste Zuchtversuch mittels künstlicher Befruchtung wurden die Jungtiere nicht aufgezogen.
All diese Informationen bekommt man, da ein Besuch nur im Rahmen einer Führung möglich ist, auch dies erst seit 2015. So finde ich das Format allerdings wirklich nett, der Bildungsaspekt kommt sicher nicht zu kurz und man hat die Möglichkeit viel über die Tiere und zukünftige Pläne der Einrichtung erfährt. Momentan steht im Mittelpunkt des Baugeschehen der Bau einer größeren Anlage für die Tiger, danach wird auch eine Erweiterung für die Leoparden angestrebt. Bei den Leoparden werden ein altes Paar China-Java- Leoparden- Mixe gehalten, sowie 0,2 Schwärzlinge. Bei letzteren möchte man einen Kater für die Zucht, sobald die Tiger die Schneeleopardenanlage wieder freigeben, da der alte Schneeleopardenkater das 4. Leogehege "blockiert". Die Zucht mit Schwarzen Panthern ist tatsächlich mein einziger Kritikpunkt, da die die Führung leitende Person erst erläutert, warum mit unterartreinen Tieren züchten sollte und dann über das Zuchtvorhaben mit den Panthern spricht und zumindest die Katze "Ferra" aus dem Tierpark Berlin ist meines Wissens nicht unterartrein.
Ansonsten allerdings eine wirklich eine unglaublich schöne Anlage mit zoologischen Leckerbissen wie Ichneumonen (Bild anbei), Großgrisons (leider nicht gesehen), Kleinfleck-Ginsterkatze, Rostkatze, Jaguarundi, Tayra und dem einzigen Paar Bänderroller in Europa (die den Besuchern nicht gezeigt werden, da zu wertvoll).
(Eintrag vom 02.09.2018 zum Thema "Kleinere Einrichtungen in Brandenburg")
Emilia Grafe:   Ein aktuelles Bild vom 2017 geborenen Schneeleopardenkater Kitai
(Eintrag vom 31.08.2018 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Rainer Hillenbrand:   Gestern nach dreijähriger Pause ein Besuch der Wilhelma, der mir sehr gut gefallen hat.
Schön und interressant die teils begehbaren Vogelvolieren - bei den Doppelhornvögeln ist mir kurz vor verlassen des Parks ein Paar Edwards- oder Vietnamfasane aufgefallen, ganz genau konnt ichs nicht ausmachen - sind wohl neu, da in der ZTL nicht verzeichnet!? Auch ein Blaukehlguan war zu sehen und der Entenliebhaber in mir kam nicht zu kurz mit Baers Moorente, Weißkopf-Ruderente sowie Kupferspiegelente.
In das Ex-Eisbärengehege soll ja übergangsweise die Seelöwen-Gruppe einziehen, damit ihr angestammtes Becken saniert werden kann. Zwei sind schon drin und ich muß sagen, Eisbären kann ich mir in dieser Anlage in jetziger Form absolut nicht mehr vorstellen. Die Wilhelma überlegt laut Aussage des Direktors, ob eine "Ertüchtigung" des Geheges möglich ist - es müsste jedoch in erster Linie erweitert werden - aber wo hin? Jedenfalls meiner laienhaften Meinung nach gäbe es eine prima Robbenanlage ab, wo ich mir auch größeres ala See-Elefant oder Walroß vorstellen könnte.
Das dürfte allerdings für die Wlhelma keine Option sein, da ja das bisherige Robbenbecken weiter genutzt werden soll. Gut fand ich die neue Schneeleoparden-Anlage, auch wenn nachmittags bei warmen Temperaturen keiner zu entdecken war, bzw. das Gehege auch nicht komplett einsehbar ist. Zum Abschluß muß ich noch kundtun, das mein persönlicher Lieblingsbereich die Bongo-, Okapi-Anlagen sowie das Gemeinschaftsgehege der Grevys mit Dorcasgazellen + Säbelantilopen sind.
(Eintrag vom 29.08.2018 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Adrian Langer:   @Emilia: Sag ruhig du! ;) Danke für die Infos. Ja die Impalas waren zusammen mit den Jungbullen zu sehen. Der Tigernachwuchs war zumindest noch im Bereich der Anlage der Streifenhyänen beschildert (teilen sie sich abwechselnd die Anlage?). Im übrigen sah ich auch die Schneeleoparden nicht. :D Und stimmt den rückwertigen bereich hatte ich nicht bedacht. Hier müssten ja auch die Rotflankenbunthörnchen leben.
(Eintrag vom 19.07.2018 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Patrick Marburger:   https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-was-tun-wenn-ein-tiger-ausbricht.b611723e-02f2-4047-a05c-1fe5cbb1f2e9.html

Find ich gut- also bis auf den vorletzten Satz. Aber passiert ist meines Wissens tatsächlich noch nie was ernsthaftes.

Was sonst noch von den letzten Wochen?
- Da die Schneeleoparden auszogen ist es Abteil frei. Jetzt zogen Tiger und Leopard je eines nach oben. Damit ist das unterste Gehege (ehem. Jaguar "Petra") frei. Also der einzige Käfig mit Wasser. Was wohl kommen soll? Die Ankündigung eines melanistischen Jaguars ist schon sehr lange her...
- An der Voliere, die ich im September 2017 (!) erwähnte ist zwar immer noch nichts angeschrieben, jedoch sah ich kürzlich mind. 5 Flugfüchse dort, Da saßen bisher die Männchen hinter den Kulissen, da man nicht züchten will.
- Am Gehege im Giraffenhaus wird gearbeitet, keine Ahnung. Der Leerstand zieht sich jetzt schon wieder seit einigen Monaten.
- Falls noch nicht erwähnt: es gibt ein Jungtier bei den Bongos.
- Im Innengehege der Tapire wurden auch die kleineren Abteile neu gestrichen. Bei hoffentlich vergleichsweise geringen Kosten eine starke optische Verbesserung.
- Aktuell sind die Bonsais wieder zu sehen (lt. PM bis zu den Ferien).
(Eintrag vom 05.06.2018 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Adrian Langer:   Meine dritte Station war heute der Zoo Warschau. Man merkt dem Zoo an, dass zwar schon einiges gemacht wurde, allerdings noch viel vor ihnen liegt. Gefallen haben mir die Menschenaffenanlage sowie Elefantenanlage, Insektarium und die offensichtlich noch sehr junge Schneeleopardenanlage. Nicht gefallen hat mir die Braunbäranlage vor dem Zoo. Das Tier zeigte sehr starke Stereotype und machte allgemein einen eher ungepflegten Eindruck. Auch in Sachen Vogelhaltung muss hier wohl noch etwas geschehen. Der Zoo kann allerdings mit einem sehr reichhaltigen Tierbestand punkten. Neusichtungen gab es für mich bei den Manulen, Sumpfmeerkatzen, Silberhornvogel, Siamkrokodil und Sichuan-Takinen (um ein paar wenige herauszugreifen). Alles in allem besitzt der Zoo sehr viel Potential und ich denke, dass er noch einige Neuerungen in Zukunft erwarten darf.

Anbei Manul.
(Eintrag vom 20.05.2018 zum Thema "Zoo Warszawa")
Adrian Langer:   https://m.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/neunkirchen/zuchtstopp-fuer-schneeleoparden-im-zoo_aid-17777053?pgnr=0

In Neunkirchen ist einiges geplant.
(Eintrag vom 21.04.2018 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Adrian Langer:   http://salzburg.orf.at/news/stories/2906814/

In Salzburg verstarb ein junger Schneeleopard.
(Eintrag vom 13.04.2018 zum Thema "Zoo Salzburg")
Patrick Marburger:   @ Rainer Hillenbrand: Zum Schluss ging es bei den Schneeleoparden schneller als gedacht. Allerdings ist der Auszug der Tiere auch schon eine Weile her. Müsste 2016 gewesen sein(?).
Die Voliere ist die bereits vorhandene. Bisher Gänsesäger und ehemals Waldrapp.
Ja, es geht um die Voliere bei den Giraffen. Die Webervögel sollten raus da es zu wenig Tiere für eine artgerechte Gruppe waren und mehr Tiere aufgrund der Größe der Voliere nicht gewollt waren.
Kleinsäugerhaus wäre wirklich spannend. Keine Ahnung....
(Eintrag vom 26.03.2018 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Rainer Hillenbrand:   @Patrick Marburger: Dann war der Umbau der Schneeleoparden-Anlage ja eine zügige Angelegenheit! Ist mit der benachbarten Voliere eine Neue gemeint, oder die schräg gegenüberliegende, vor den Schneeziegen? Und sind mit den abgelösten Webervögeln die aus dem Giraffenhaus gemeint - denn diese Voliere fällt in meiner Erinnerung nicht besonders groß aus? Zumindest für Tokos... Und gibts was neues bezüglich Vogel-, Kleinsäugerhaus?

(Eintrag vom 26.03.2018 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Patrick Marburger:   Doch mal wieder einige Neuigkeiten:
- Die Schneeleoparden sind umgezogen! Zugänglich ist die Anlage noch nicht. Vielleicht will man um Ostern herum eröffnen?! Mir gefällt die Anlage, die Gestaltung des Besucherbereiches ähnelt dem neuen Menschenaffenhaus.
- In der benachbarten Voliere zog ein Falklandkarakara ein.
- Das jüngste Jungtier der Languren ist nicht mehr angeschrieben... (eigentlich wirkte es auf mich zuletzt besser)
- Die Webervögel wurden durch zwei Von-der-Decken-Tokos ersetzt.
(Eintrag vom 25.03.2018 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Adrian Langer:   http://m.wuppertaler-rundschau.de/paul/bayan-lebt-nun-in-spanien-aid-1.7474339

Ein Schneeleopard für Spanien.
(Eintrag vom 23.03.2018 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Rüdiger Krichel:   Danke, W. Dreier
Eigentlich traurig bei einer so seltenen Spezies.
Zukünftig sollten wir ein Auswilderungsprojekt wie beim Schneeleoparden initieren. a
(Eintrag vom 21.02.2018 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Emilia Grafe:   Vom heutigen Tierparkbesuch:
- nun 4 Lämmer bei den Gescheckten Bergschafen (bei meinem letzten Besuch im Streichelzoo waren es noch nur 2) (seeehr interessant, aber es gibt sonst nichts zu berichten)
- Maya und Bataar (das Schneeleopardenpaar) paarten sich, dem aktuellen Jungtier Kitai schien das leicht einzuschüchtern? Weiß hier jemand aus welchen Zoos genau das Zuchtpaar stammt, bei Recherchen fand ich nie etwas genaueres als Tschechien bzw. Großbritannien.
Anbei: Maya & Bataar

(Eintrag vom 31.01.2018 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   http://www.wuppertaler-rundschau.de/lokales/schneeleopardin-zieht-nach-schweden-aid-1.7327007

Das Nachzuchttier der Schneeleoparden zieht nach Schweden.
(Eintrag vom 17.01.2018 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Patrick Marburger:   Am Sonntag kam ein weiterer Haubenlangur zur Welt, Bild stammt vom Sonntag.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-ausblick-auf-2018-schneeleoparden-in-exklusiver-hanglage.4dd19494-f27e-47df-9bd8-176d97fb2b25.html

Mal wieder ein Artikel zur baulichen Entwicklung und der Gastronomie.
(Eintrag vom 10.01.2018 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Adrian Langer:   Noch ein Nachtrag! Mir fallen nämlich gerade die Projekte der ferneren Zukunft ein! :D
Die Umrüstung des Krokodilhauses soll bis 2025 erfolgen! Zeitgleich soll die Themenwelt Patagonien mit Pumas, Pinguinen und Seebären entstehen! Beginnen soll dann die Umgestaltung der Bergtieranlagen speziell der Alpenbereich! Im dritten Schritt soll der Rest der Bergtieranlagen und das Faultierhaus (ehemaliges Aquarium neben dem Krokodilhaus) entstehen! Es wird dabei überlegt, ob der Bereich der Blauschafe und der Schneeleoparden \"zusammengelegt\" werden, damit zumindest die Blauschafe zeitweise beide Anlagen nutzen können! Im Faultierhaus wird auch überlegt, welche Begleittierarten hier mit einziehen! Im Gespräch sind unter anderem Waldhunde, Tayras und diverse Vogelarten!
(Eintrag vom 07.01.2018 zum Thema "Zoo Halle")
Adrian Langer:   https://www.parkerlebnis.de/zuwachs-rostocker-zoo-schneeleoparden-emba-barid_54438.html

In Rostock gibt es einen neuen Schneeleoparden!
(Eintrag vom 27.12.2017 zum Thema "Zoo Rostock")
Patrick Marburger:   Von den letzten Besuchen:
- Haiwelse sind es mittlerweile sogar zwei, beide deutlich kleiner und dunkler als der alte. Einem davon fehlt ein Auge.
- Anakondas sind es mittlerweile drei.
- Bisher sind keine Arbeiten im geschlossenen JAZ sichtbar.
- Das Jungtier der Bonobos zeigte sich gut, die Mutter ist wohl das wichtigste Exemplar des EEP. Hoffen wir mal, dass es klappt.
- Die Anlage der Schneeleoparden macht Fortschritte.
- Zusätzlich zu dem Transparent wurde nun auf der (noch recht neuen) Weltkarte eine Einzeichnung der Müllteppiche mit Gewichtsangabe vorgenommen. Der Schaukasten mit dem Mageninhalt verschiedener ehemaliger Bewohner der Wilhelma wurde entfernt, ein neuer zum Thema Müll in den Ozeanen errichtet. Wäre meiner Meinung nach auch gegangen ohne den alten zu entfernen.
- An vielen Stellen im Aquarium sieht man Wasser aus dem Beton drücken, mal hoffen, dass das keine größeren Probleme sind.
- Die Fütterung der Kaimane im Amazonienhaus ist sehr empfehlenswert, scheinen tatsächlich nur noch 1,1 zu sein.
- In der Voliere der Kronentaube zog eine bunte WG ein. Sie besteht aus Reisfink (viele Exemplare, waren früher in der Australienvoliere im unteren Gewächshaus), Schmadrossel (früher JAZ), Elfenblauvogel (waren früher im JAZ und HdK im Amazonienhaus, wohl 1,1), Bartletts Dolchstichtaube (früher JAZ) und einer sehr panischen Henne des Palawan-Pfaufasans (früher 1. betretbares Abteil der Vogelfreiflugvoliere, war aber kaum zu sehen). Die Kronentaube scheint sich bei den beiden Balistaren gut eingelebt zu haben.
(Eintrag vom 23.12.2017 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
W. Dreier:   Funktion der Zuchtprojekte am Beispiel Schneeleopard
(Eintrag vom 08.12.2017 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   http://www.sueddeutsche.de/news/leben/tiere---magdeburg-schneeleopardenanlage-nachsturm-wieder-eroeffnet-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171117-99-914511

In Magdeburg wurde die Leopardenanlage wieder eröffnet!
(Eintrag vom 18.11.2017 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Rainer Hillenbrand:   Oje. Vielen Dank für die Aufklärung. Vielleicht schaffens ja die Schneeleoparden nächstes Jahr schon ins vergrößerte Gehege, außerdem gibts etliche Tierarten in der Wilhelma die ich immer gern sehe, wie z.b. Schabrackentapire. Nachdem ich außer in Heidelberg anschließend auch bei Freunden in Stuttgart bin, wird wohl ein Besuch fällig sein.
(Eintrag vom 02.11.2017 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Nikolas Groeneveld:   Vor einiger Zeit habe ich zum ersten Mal den Rostocker Zoo besucht.

Ich finde es wirklich schön, was aus den alten Menschenaffen-Anlagen geworden ist.
Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass auf dieser Fläche in kleinen Gitterkäfigen noch bis vor einigen Jahren Menschenaffen lebten.
Hat noch jemand Bilder, der alten Menschenaffen-Anlagen?
Das Essen im Restaurant, gegenüber vom Aquarium, ist absolut schrecklich.
Ich verstehe auch jeden Zoo nicht, der sowas anbietet.
Für mich gehört zu einem vernünftigen Zoo auch eine vernünftige Gastronomie, durch alles andere gibt es ja auch nur Minuspunkte beim Publikum.
Das Aquarium ist ein seltsamer Bau, sehr wenig Licht und dann auch noch schwarze Wände.
Der Artenschutz-Pavillon ist dagegen wirklich sehr schön geworden.

Die Anlagen der Zwergflusspferde, die sich in direkter Nachbarschaft befinden, finde ich hingegen wieder weniger schön.
Ich verstehe nicht, warum ein Teil der ehemaligen Elefanten-Anlage mit Kamerunschafen besetzt ist, das ist absolut unnötig.
Die Fläche hätte man auch gut noch für die Zwergflusspferde nutzen können.
Auf einer der zwei Außenanlagen für Zwergflusspferde gibt es nicht mal ein Badebecken, sondern nur eine kleine Pfütze für das Tier.
Die Innenanlagen sind mir zu klein, gerade im Winter ist das alles andere als optimal.

Das sogenannte Verwandlungshaus empfand ich dann als ziemliche Katastrophe.
Eigentlich sollte in diesem Haus die ?Verwandlung? von Tieren gezeigt werden.
So z.B. dass ein Huhn als Küken eine andere Färbung hat, als sie ausgewachsene Vögel haben (Farbverwandlung).
Ei, Küken und ausgewachsener Vogel haben also ein unterschiedliches Aussehen, auch wenn es sich um ein Individuum handelt.
Ein weiteres Bespiel ist, dass sich ein Igel wenn Gefahr droht in eine Kugel verwandeln kann.
In einer Voliere am Ausgang des Hauses sind dann noch ausgewachsene Hühner zu sehen, hier ist die Verwandlung vom Ei zum ausgewachsenen Vögel dann also abgeschlossen.
Ich nehme zumindest an, dass das die Idee dahinter war, es gibt nämlich hier kein Schild, das irgendwie darauf eingegangen ist.
Eigentlich keine so schlechte Idee für ein Tierhaus, die Umsetzung hier ist allerdings grauenhaft.
Die eigentliche Grundidee des Hauses kommt überhaupt nicht durch.
Kein Wunder, schließlich gibt es nur zwei Infoschilder, auf denen in ein bis zwei Sätzen auf die ?Verwandlung? eingegangen wird.
Es gibt also keine Erklärung, warum das jetzt eigentlich ein Verwandlungshaus sein soll.
Für mich hatte das mit einem Verwandlungshaus auch nicht viel zu tun.
Wie gesagt wird eigentlich überhaupt nicht auf das Konzept des Hauses eingegangen bzw. es wird eigentlich nicht umgesetzt.
Viel zu wenig Erklärung (eigentlich gar keine) und dann noch eine Gestaltung des Besucherbereichs, die ich wirklich nur als konzeptlos bezeichnen kann.
Die Hühnerküken sind in einer Anlage untergebracht, die keine Rückzugsmöglichkeiten bietet.
Und die Volieren am Ausgang des Hauses sind von absolut abgeblättertem Gitter umgeben, bei dem Zaun könnte man meinen, dass der da seit DDR-Zeiten unverändert steht.
Ich wäre dafür, dieses Haus sofort umzubauen und daraus mal was vernünftiges zu machen.

Die Außenanlagen für Jaguare, Löwen und Schneeleoparden sind dagegen wirklich toll, so bieten sie viel Bewegungsfreiraum und gute Ruckzugsmöglichkeiten.
Im krassen Gegensatz dazu stehen die Innenanlagen.
Viel zu klein, eigentlich so gut wie überhaupt kein Bewegungsfreiraum.
Verstehe wirklich nicht, warum man das so gebaut hat.
Hier wäre es auch kein Problem gewesen, die Innenanlagen einfach größer zu bauen.
Die Außenanlagen könnten auch problemlos noch etwas von ihrer Fläche an vernünftige Innenanlagen abgeben.
Der Glaseinblick in die Innenanlagen der Raubkatzen ist allerdings toll.
So konnte ich einen Jaguar auf ca. einen Meter Abstand beobachten.
Im Brehm-Haus im Tierpark oder im Raubtierhaus im Zoo ist man von den Raubkatzen auch nicht viel weiter weg.
Aber durch das Glas und das Fehlen einer anderen sichtbaren Barriere zwischen einem und dem Tier, wird daraus ein ganz anderes Erlebnis.
Insofern freue ich mich schon jetzt auf mehr Glasscheiben in den beiden Berliner Raubtierhäusern.
Wie schon gesagt, sind die Außenanlagen für Löwen, Jaguare und Schneeleoparden wirklich toll.
Sie sind allerdings größtenteils von einfachem Gitter umgeben, das sieht natürlich nicht schön aus.
Allerdings finde ich das bei ansonsten tollen Anlagen auch nicht so schlimm (vergleichbar mit der Panda-Anlage im Zoo Berlin).
Aber da komme ich gleich zu einem weiteren Kritikpunkt: es gibt im Zoo Rostock wesentlich mehr sichtbaren Zaun, als ich gedacht hätte.
Und das schlimmste daran ist, dass es auf den Zäunen oft grünen Belag gibt.
Das sieht wirklich nur schlimm aus, ich verstehe das absolut nicht.
Zaun mit grünem Belag sieht man z.B. bei den Großkatzen und Schneeziegen

Die Äußere Farbgestaltung der Krokodil-Halle tut meiner Meinung nach in den Augen weh.
Im Inneren der Krokodil-Halle fand ich es sehr störend, dass Fenster und Rohre (total sichtbar für den Besucher) der Illusion einer Flusslandschaft keine Chance geben.
Im Regenwald-Pavillon gab es dann unter anderem die Rhinozeroshornvögel zu bestaunen, wirklich tolle Tiere.
9 Jungtiere bei den Polarfüchsen, wirklich schön der Rasselbande zuzusehen.

Die Seevogel-Voliere im zweiten Zooteil bietet den Tieren Platz zum Fliegen, was mir sehr wichtig ist.
Die Anlage für Fischotter und Waschbären ist gut strukturiert.
Und natürlich muss in einem Bericht über den Rostocker Zoo das Darwineum Erwähnung finden.
Ich finde, dass das Darwineum sehr gut gelungen ist.
Die Ausstellung zur Evolution zu Anfang ist so umfangreich, dass man sie bei einem ?normalen? Zoobesuch nicht mal ansatzweise komplett erleben kann (und dann gibt es ja auch noch die Ausstellung zur kulturellen Evolution).
Das was ich von der Ausstellung allerdings gesehen und gelesen habe, fand ich sehr gelungen.
Auch die Tropenhalle ist sehr schön geworden, nur leider nicht mehr so grün wie zur Eröffnung.
Die Katta-Anlage ist wirklich riesig, die könnte auch eine weitere Anlage für Menschenaffen sein (sogar für Menschenaffen wäre sie sehr geräumig).
Auch die Außenanlagen der Menschenaffen sind sehr großzügig und die Affen können dort, wenn ich das richtig beobachtet habe, sogar in lebenden Bäumen klettern.
Zoologische Highlights im Darwineum waren für mich: Harris-Antilopenziesel, Nördliches Spitzhörnchen und ein sehr aktiver Ameisenigel (hoffentlich gelingt hier bald mal wieder die Zucht).
Die Wapiti-Anlage ist optisch nicht der Knüller: Doppelter Zaun zwischen Besucher und Tier, schön ist allerdings der Holzsteg an der Anlage.
Das Altweltaffenhaus ist an sich schön, nur stört mich wieder das Gitter auf den Außenanlagen (Absperrgehege) und die ?Landschaftsbemalungen? im Inneren finde ich auch sehr seltsam (sieht so aus, als hätten das kleine Kinder gemalt).
Der Bodenbelag aus Rindenmulch und die Beschäftigungsmöglichkeiten gefallen mir aber sehr gut.

Wieder zurück im ersten Zooteil gab es im Vogel-Reptilien-Haus unter anderem Grünarassaris, Kuba-Baumratten, Eurasische Zwergmäuse und Gundis zu sehen.
Interessant fand ich auch die begehbare Rentier-Anlage.
Das Südamerika-Haus gefiel mir sehr, hier konnte man sehr aufgeweckte Krallenaffen und Gürteltiere beobachten.
Die Historische Huftieranlage ist auch wirklich schön und toll besetzt.

Soweit also mein Besuch im Rostocker Zoo.
Ein toller Tierbestand, nur hatte ich mir zum Teil auch mehr versprochen.
So fand ich u.a. das Verwandlungshaus sehr enttäuschend und ich hatte insgesamt das Gefühl, dass zu wenig auf Ästhetik gesetzt wird, z.B. grüner Belag auf Zäunen muss nicht sein (Zäune müssen generell nicht so sichtbar sein, wie sie es in Rostock oft sind.

Es gibt im Zoo-Magazin ein Interview mit Udo Nagel, darin ist zu lesen, dass er die Zukunft des Rostocker Zoos so sieht, dass man sich immer bestimmte Themen heraussucht und dann einen Teil des Parks zu diesem Thema umgestaltet.
Das klingt ja eigentlich gut, nur sollte man dann den Rest des Zoos nicht ?sich selbst überlassen? (sehr drastisch formuliert, aber ich denke, es ist klar, wie ich das meine, Stichwort Ästhetik).
Im Interview ging es um den Bau des Polariums, ich bin sehr gespannt, wie das fertige Polarium aussehen wird.
Der Plan ist zumindest eine Reise vom Nordpol zum Südpol.

Ich hatte mir im Übrigen überlegt, dass man auf der Fläche der Huftieranlagen unweit des Darwineums vielleicht eine Gemeinschaftsanlage für Afrikanische Elefanten, Giraffen und Antilopen schaffen könnte.
Nach meinem Besuch denke ich aber, dass der Platz dafür nicht ausreichen wird, beziehungsweise, dass man dafür einen großen Teil des nahegelegenen Waldes abholzen müsste und das halte ich für keine gute Idee.
Eventuell ließe sich aber auf der Fläche etwas machen, wenn man sich nur auf Elefanten beschränkt.
Wobei es ja nach Planung des Zoos selbst eher ein Afrika-Bereich mit Giraffen werden soll.

(Eintrag vom 27.10.2017 zum Thema "Zoo Rostock")
Patrick Marburger:   Von heute:
Für die neue Schneeleopardenanlage stehen bereits die \"Masten\" für eine Netzkonstruktion. Scheint die gleiche wie u.a. beim neuen Menschenaffenhaus zu sein (https://www.heinze.de/architekturobjekt/wilhelma-stuttgart-menschenaffenanlage/12524741/).
Bei Vikunjas und Fetzenseenadeln sah ich nur noch zwei Exemplare.
Es gibt nun eine weitere Anakonda, deutlich kleiner als das bereits vorhandene Exemplar.
Die Kleinen Kudus standen heute direkt an der Glaseinsicht, die nicht aus Glas ist. So mutig habe ich die Tiere noch nie erlebt.
Auch das neue Süßwasserkrokodil wird mutiger, erstmals sah ich es an Land und nicht nur im Wasser unter dem Besuchersteg,
(Eintrag vom 21.10.2017 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
W. Dreier:   Eigentlich sollte der Schneeleopardennachwuchs schon diese Woche in die Außenvoliere - nun stellte man fest, dass er noch durch die Drahtöffnungen paßt - nun also um den 21. 8.
(Eintrag vom 15.08.2017 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
W. Dreier:   Heute war die Taufe des Schneeleoparden-Nachwuchses. Wenn ich richtig verstanden habe, heißt er ``Kitai`` (auch im Russischen für ``China``).
Bessere Bilder in der Vor-Vor-Voliere waren nicht möglich
(Eintrag vom 14.08.2017 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 6. April 2021)")
Adrian Langer:   https://www.tag24.de/nachrichten/tote-schneeleoparden-und-ein-vorspiel-weltmeister-dresdens-zoo-chef-306582

Die Fertigstellung des Elefantenhauses bleibt weiter ungewiss!
(Eintrag vom 05.08.2017 zum Thema "Zoo Dresden")
Adrian Langer:   http://www.mdr.de/sachsen/dresden/peta-fordert-stopp-von-schneeleoparden-zucht-100.html

PETA fordert einen allgemeinen Zuchtstopp für Schneeleoparden! Schließlich stehen drei kranke Jungtiere für de gesamte Zoopopulation! :D
(Eintrag vom 26.07.2017 zum Thema "Zoo Dresden")
Adrian Langer:   http://www.mdr.de/sachsen/dresden/schneeleoparden-nachwuchs-wegen-augenerkrankung-eingeschlaefert-100.html

Die jungen Schneeleoparden mussten eingeschläfert werden!
(Eintrag vom 24.07.2017 zum Thema "Zoo Dresden")
Adrian Langer:   http://www.lvz.de/Specials/Themenspecials/Zoo-Leipzig/Schneeleoparden-im-Zoo-Leipzig-wechseln-ins-Himalaya-Revier

Die Schneeleoparden leben jetzt in der neuen Anlage!
(Eintrag vom 07.07.2017 zum Thema "Zoo Leipzig")
Adrian Langer:   https://www.tag24.de/nachrichten/zoo-dresden-schneeleoparden-mama-istari-versteckt-ihren-nachwuchs-283629

Schneeleopardennachwuchs!
(Eintrag vom 03.07.2017 zum Thema "Zoo Dresden")
Oskar Schwitters:   www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2017/06/28/himalaya-wird-am-1-august-eroeffnet-neue-heimat-fuer-die-schneeleoparden-und-roten-pandas/
Ein Weibchen soll noch eintreffen. Insgesamt hätte Leipzig dann vier Schneeleoparden. Die Eröffnung der Voliere (Geier und Waldrapp) verzögert sich noch bis in den September und die Kleinen Pandas sollen mit einem Moschustier vergesellschaftet werden.
(Eintrag vom 28.06.2017 zum Thema "Zoo Leipzig")
Adrian Langer:   https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/neunkirchen/neunkirchen/askar-ist-abgereist-schneeleopard-verlaesst-neunkircher-zoo_aid-2407946

Leipzig hat einen neuen Schneeleopardenkater aus Neunkirchen erhalten!
(Eintrag vom 28.06.2017 zum Thema "Zoo Leipzig")
Martin Mercus:   Heutiger Besuch in Krefeld:
Jahreskarte gekauft, 4-5 Wochen (!!!) dauert die Erstellung, Es soll Zoos geben, die schaffen das in 5 Minuten. Kopie des Antrags muss solange reichen...
Grund des Besuchs waren die unten erwähnten Jungtiere, allerdings ließ sich nur kurz ein kleiner Schneeleopard blicken.
Dafür aber sehr erfreulich, dass der Zoo wieder 2 Hyazintharas zeigt. Die Anlage war lange unbesetzt, dann mit Blasskopfsakis.
Dann noch die Erdmännchen-Lodge. Sieht ja wirklich gut aus, aber wie bereits anderweitig diskutiert, hilft das nur indirekt dem Schutz von bedrohteren Arten durch eine ggf. vollere Kasse. Platz wäre noch ausreichend für eine Vergesellschaftung da gewesen. Vom Zoo selbst ins Spiel gebracht waren ja z. B. eine weitere Mangustenart, ggf. Vögel oder Blauducker (die es ja leider nicht mehr gibt).
Nach 4 Stunden weiter nach Duisburg: Die Vorteile der Jahreskarte ausnutzen (Vergünstigung in anderen NRW-Zoos).
(Eintrag vom 11.06.2017 zum Thema "Zoo Krefeld")
Oskar Schwitters:   www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2017/06/07/himalaya-wird-am-1-august-eroeffnet-neue-heimat-fuer-die-schneeleoparden-und-roten-pandas/
\"Himalaya\" soll am 1, August eröffnen.
(Eintrag vom 07.06.2017 zum Thema "Zoo Leipzig")
Martin Mercus:   Jungtiere in Krefeld:
Nach dem weiblichen Borneo-Orang-Utan von Mutter Lea Ende 2016 brachte deren Tochter Sungai am 01.06.2017 ein männliches Jungtier zur Welt!
Weiter drei kleine Schneeleoparden, 1 Männchen und 2 Weibchen aus März sowie 3 Löffelhundwelpen aus Mitte Mai!
(Eintrag vom 03.06.2017 zum Thema "Zoo Krefeld")
Michael Mettler:   Nach vielen Jahren war ich wieder mal in Wuppertal. Ungewohnt, diesen vorher doch ausgesprochenen auf Vögel spezialisierten Zoo mit einem sehr deutlich geschmolzenen Artenspektrum zu erleben. Aber auch bei den Säugern hatte ich - wenn auch erst nachträglich - diesbezüglich ein Aha-Erlebnis: Weil ich nachmittags noch Zeit übrig hatte, habe ich auf dem Rückweg noch einen Zwischenstopp in Dortmund gemacht. Gemäß meinen Notizen hält Dortmund - der Zoo hatte nie das Image eines Artensammlers - inzwischen mehr Wildsäugerformen als Wuppertal!

Beim Besuch erwarb ich den letzten Jahresbericht (Sammelbericht 2013-15) und das aktuelle PINGUINAL. woraus sich zu einigen Diskussionspunkten im Forum Informationen entnehmen lassen. So bleibt Elefantenbulle Tusker mindestens so lange in Wuppertal, bis innerhalb des EEP neue einheitliche Richtlinien für solche Fälle (früherer Kontakt zu tb-krankem Artgenossen) ausgearbeitet sind. In den USA, wo es solche bereits gibt, hätte einem Transfer Tuskers nichts im Weg gestanden. Schwarzfußkatzen sollen erst wieder in den Bestand genommen werden, wenn es bessere Erkenntnisse über die Nierenerkrankung gibt, der so viele Tiere in Zoohaltung zum Opfer gefallen sind. Und das Konzept für die Bärenanlage sieht vor, zukünftig als Altersheim für Braunbärinnen aus anderen Haltungen zu dienen, die damit vernetzte Wolfsanlage soll zukünftig ein Junggesellenrudel beherbergen. Von den weißen Wölfen ist nach Abgaben und Verlust nur noch eine Fähe übrig, zu der zwei Europäische Wolfsrüden hinzugeholt wurden - offenbar läuft die Haltung der \"Polarwölfe\" also aus.

Die Umrüstung der Greifvogelvolieren zu einer dreiteiligen Schneeleopardenanlage ist abgeschlossen. Für die Tiere eine erhebliche Verbesserung der Haltungsbedingung, für das Auge des Betrachters gewöhnungsbedürftig: Da die Vor- und Zwischenpflanzungen entfernt wurden, prangen die mächtigen Volierenkonstruktionen jetzt in schonungsloser Nacktheit (siehe Foto). An einer Stelle wurde eine \"Erlebnisnische\" für die Besucher eingerichtet, die einen Scheibeneinblick und vergitterte \"Bullaugen\" bietet. An anderer Stelle führt ein Weg bis an die Zoogrenzmauer hinauf, an der eine Vitrine für Turkmenische Maushamster errichtet wurde - die waren als dämmerungs- und nachtaktive Tiere für mich leider nicht zu sehen. Die Dekoration des Gesamtkomplexes soll ein von einer Steinlawine verschüttetes, verlassenes Bergdorf darstellen - nun ja, ohne das gelesen zu haben, wäre ich darauf nicht unbedingt gekommen.

In den früheren Anlagen für Irbisse und Luchse sitzen Schneeleoparden und vorübergehend Kleine Pandas (sollen zukünftig mit den Takinen vergesellschaftet werden). Das neue Wildgatter für die Davidshirsche, deren jetzige Anlage die Takine hinzubekommen werden, ist noch nicht fertig.

Im Raubtierhaus ist der Trakt der Goldkatzen im Besucherraum mit einer \"Landschaft\" aus abgestorbenen Bäumchen und Kunstpflanzen dekoriert; da man Birken benutzt hat, entsteht der Eindruck einer nordischen Umgebung, die thematisch nicht so recht zu den Goldkatzen passen will. Ist/war das Teil irgendeiner Aktion, die gar nichts mit den Katzen zu tun hat(te), oder sollte das tatsächlich der (dann verunglückte) Versuch sein, Dschungelatmosphäre zu erzeugen?

Neu für mich war das begehbare Okapihaus, leider hatte ich Pech und fand sowohl den Schaustall als auch das Außengehege unbelebt vor. Gleiches gilt auch für das Terrarium im Haus, das laut Schild mit Kleinen Wüstenspringmäusen besetzt ist (Puristen dürfen sich auch hier über die Lebensraumpassung der Hausbewohner freuen!), die wie die Maushamster als nicht-tagaktive Tiere unsichtbar blieben.

Gut gefallen hat mir die Umgestaltung der ehemalig hoch umzäunten Gehege für Hischeber und Gelbrückenducker zu zwei deutlich größeren und attraktiv gestalteten Freisichtanlagen für erstere Art, die allerdings nur durch Einsatz von (niedrigem) E-Zaun möglich war - Gräben hätten an dieser Stelle deutlich mehr Aufwand verursacht oder wären ohne Schädigung von Baumwurzeln gar nicht möglich gewesen. Auch die benachbarte Känguruanlage war noch neu für mich, ebenso die Außenanlage für Bonobos und (im Wechsel) Schimpansen und die Yakwiese am Vogelhaus.

Die frühere Anlage für afrikanische Haustiere vor dem Raubtierhaus ist mit Zebras (nur zwei gesehen) und Zwergziegen jetzt sehr mager besetzt - anscheinend wurden nun auch noch die Watussirinder abgegeben, ich habe weder Tiere noch Schild gesehen. Der neue Streichelzoo auf der vorherigen Zebraanlage ist zwar sicher für das Publikum ein Renner (war sehr gut besucht), aber ein bisschen schade ist es schon, dass ein Haus mit Großtierställen und sichtfreier Außenanlage \"nur noch\" für Zwergziegen, -esel und -schweine genutzt wird und dafür nun die Außenfläche komplett umzäunt ist.

Der Sinn der Ansiedlung von Präriehunden auf dem Landbereich des Meerententeiches erschließt sich mir nicht. Ablenkung für die zum Problem gewordenen Füchse? Oder ist das eine Vorbereitung darauf, dass auch hier der Vogelbestand nach und nach verschwinden könnte?

Die Bau- und Umbauaktivitäten auf breiter Front sind jedenfalls schon bemerkenswert. Offene Baustellen sind derzeit noch die große Südamerikavoliere Aralandia, für die bislang nur durch Auflösung von Ara- und Flamingoanlage sowie Abholzungen Baufreiheit geschaffen ist und die Zwergotteranlage - erstmals habe ich Wuppertal ohne diese Traditionstierart erlebt (heute kaum noch vorstellbar, dass das früher eine Rarität war!).
(Eintrag vom 18.05.2017 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Patrick Marburger:   Mal schauen was sich jetzt am Montag tut... Aber hier ohne lange Rede (ist eh schon lang genug...) meine Spinnerei für die Wilhelma:

Asien
1. Die aktuelle Freianlage der Asiatischen Löwen wird mit einer Kuppel bedeckt, die bei entsprechendem Wetter weit zu öffnen ist. Den zukünftigen Bestand bilden Sumatra-Orang-Utans, die in Vergesellschaftung mit Zwergottern leben. Anstelle des bisherigen Wassergrabens (insb. der aus Besuchersicht linke Rand) entstehen Nachtkäfige und eine Separierungsmöglichkeit, die nur in Notfällen genutzt werden muss. Eine Einsicht ohne ?Barriere? sollte erhalten bleiben. Auch der zugehörige Besucherbereich sollte unter der Kuppel liegen. Wichtig ist, dass die Tiere mit natürlichen Eindrücken (z.B. Regen) in Kontakt kommen.
2. Die zugehörigen Innenanalagen werden- nach einer grundlegenden Umgestaltung versteht sich- mit Malaiischen Binturongs besetzt. Diese erhalten wenn möglich Zugang zu der alten Freianlage.
3. Der nächste Trakt beherbergt nach einer Umgestaltung einen Sumatra-Tiger.
4. Der nächste beherbergt nach einer Umgestaltung ebenfalls einen Sumatra-Tiger.
5. Der nächste Trakt beherbergt nach einer Umgestaltung Goldkatzen.
6. Auf der Wiese vor dem Raubtierhaus entsteht eine zweiteilige Anlage. Ein Teil kann von Sumatra-Tigern genutzt werden. Um diesen den Zugang zu erlauben verlaufen Laufgänge über den Köpfen der Besucher. Der zweite Teil der Anlage ist als Freianlage gestaltet und bezieht den vorhandenen Baumbestand mit ein. Hier werden Buntmarder gehalten, die im Winter den ersten Teil der Anlage auch nutzen können.
7. Im Raubtierhaus entsteht an den Wänden eine reiche Beschilderung, wie dies im Tigertrakt der Fall ist. Ferner werden Begleittierarten gepflegt: Gefleckte Baumkröte, Weißbart-Ruderfrosch, Zipfelkröte, Elfenblauvogel und Blutpython.
8. Anstelle der Affenfelsanlagen und des Geheges der Geparde entstehen Anlagen für Asiatische Löwen und ein Gemeinschaftsgehege für Nilgauantilopen und Axishirsche.
9. Das Niedereaffenhaus wird umgebaut, dadurch ist es nicht mehr betretbar, sondern lediglich von außen einsehbar. Es beherbergt nun weiterhin Haubelanguren und (anstelle der Weißhandgibbons) Silbergibbons.
10. Das jetzige Gehege der Waldhunde wird übernetzt, ferner wird (in Richtung Elefantenhaus) ein einsehbares Warmhaus angebaut. Hier ziehen Sumatra-Prevosthörnchen ein. Diese bekommen Braune Landschildkröten als Mitbewohner.
11. Das jetzige Nashorn- und Elefantenhaus wird komplett für Panzernashörner umgebaut. Innen entsteht ein Gehege für Königskobras.
12. Das Flusspferdhaus wird für Zwergflusspferde und Hirscheber umgebaut. Also endet hier der asiatische Bereich, der afrikanische beginnt.

Afrika
13. Die Gehege von Takin, Bison, Somali-Wildesel, Damhirsch, Ziegenbock, Trampeltier und Strauß werden abgerissen. Dort, auf dem Gebiet des Restaurants und auf der jetzigen Baustelle für den Rosensteintunnel entsteht ein Haus für Elefanten mit zugehöriger Freianlage. Diese werden mit Elenantilopen, Blessböcken und Grevy-Zebras vergesellschaftet. Auch Gastronomie ist dort anzusiedeln, diese soll eine Verbesserung (bzgl. der Größe) zum jetzigen Restaurant darstellen. Als Begleittierarten werden Galagos, Springhasen und Erdferkel in einer Nachttierabteilung gehalten. Ferner ziehen Aquarien und Terrarien ins Haus. Unter anderem sollen Lungenfisch, Weisskehlwaran, Kap-Borstenhörnchen, Mamba, Gürtelschweif, Mull, Kurzohr-Rüsselspringer, Gundi und Rüsselhündchen gepflegt werden.
14. Der verbleibende Teil des Schaubauernhofes wird abgerissen, ein afrikanisch geprägter Bereich zu Nutzierarten entsteht. Hier sind die einsehbaren Stallungen der Elenantilopen unterzubringen, auf die gescheiterten Versuche diese zu domestizieren wird hingewiesen. Auch gehalten werden Strauße; die hiesigen Farmen sind zu thematisieren. Eine große Anlage beherbergt neben Dromedaren auch afrikanische Ziegenrassen. Auf ersteren darf geritten werden, letztere haben zu einem Streichelgehege Zutritt.
15. Die Grevy-Zebras werden durch Somali-Wildesel ersetzt.
16. Die Netzgiraffen ziehen aus, zwei männliche Kordofan-Giraffen ziehen ein.
17. Anstelle des Warans werden Zwergmangusten gehalten.
18. Die Außenanlagen von Bongos und Okapis werden einschließlich des Besucherbereiches und des Hanges übernetzt. Eulenkopfmeerkatzen, diverse Vögel und Ducker ergänzen den Bestand. Zum angrenzenden Bereich ?Gebirge der Welt? hin stellen sie eine Schnittstelle dar.

Gebirge der Welt
Die Anlage für Bären- und Klettertiere sowie die Südamerikaanlage werden unter das Thema ?Gebirge der Welt? gestellt. Ziel ist es klarzumachen, dass es Gebirge weltweit gibt und diese sehr verschiedenen Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten. Der Besucher soll lernen, dass Gebirge nicht nur auf die Alpen und den Himalaya reduziert werden können und ein Gebirge nicht zwangsläufig eine lebensfeindlich wirkende Felslandschaft sein muss.
19. Die Voliere der Gänsesäger wird mit Waldrappen besetzt.
20. Die vorhandenen Volieren der Greife werden abgerissen und größer neu gebaut. Hier ziehen u.a. Wollkopfgeier, Helmhokkos, Schmutzgeier und Riesenseeadler ein.
21. Anstelle der Schmetterlingswiese und des Geheges der Markohren entsteht eine Anlage für Amurleoparden.
22. Die Anlage der Schneeleoparden wird wie geplant errichtet.
23. Die Dscheladas erhalten auf dem Gebiet der großen Südamerikaanlage ein Gehege. Sie werden mit UA-reinen Mähnenschafen und Klippschliefern vergesellschaftet.
24. Ferner entsteht auf dem Gebiet der Südamerikaanlage und des zugehörigen Besucherbereiches eine betretbare Anlage für Gelbfußfels- und Bergkängurus.
25. Der kleinere ?Flügel? der Südamerikaanlage (Pekari, ehem. Bergtapir etc.) wird etwas in Richtung der Afrikaanlage erweitert und mit Vikunjas und Bergriedböcken (getrennt versteht sich) besetzt. Letztere stellen einen Schnittpunkt zum afrikanischen Sektor dar.
26. Die Anlage der Alpensteinböcke wird mit Takinen und Schraubenziegen besetzt.
27. Die Anlage der Brillenbären wird nach einer Umgestaltung (insbesondere im Innenbereich) mit Drills besetzt.
28. Nach Ableben des Syrischen Braunbären werden diese dort weiterhin gepflegt, Zucht ist nicht beabsichtigt.
29. Das Gehege der Eisbären wird erweitert. Dies geschieht auf dem Areal des Geheges der Mähnenwölfe und Anstelle der Anlagen von Biber und ehem. Otter. Damit kann an der Haltung der bedrohten Art festgehalten werden, auch wenn sie nicht ideal in die Gebirgsthematik passt. Durch die Erweiterung werden größere Maßnahmen (z.B. eine Verlegung des Wirtschaftsweges) nötig sein.
30. Die Schneeziegen bleiben.
31. Im bisherigen Innenbereich von Otter und Biber werden neben Sanitäranlagen auch Riesensalamander untergebracht.
32. Im unteren Bereich des Mammutbaumwäldchens entsteht ein unauffälliges Gehege für Altai-Luchse.
33. Im Umfeld von Leopard/Schneeleopard entsteht ein Gehege für Amurkatzen.

Australien
34. Das Maurische Landhaus wird zum Australienhaus. Der Nachttierbereich wird von Kowaris und Tüpfelbeutelmardern sowie von einer WG aus Bilbys und Zwerggleitbeutlern bewohnt. Im Tagbereich werden freilebend Koalas, Kurzschnabeligel und Rattenkängurus gehalten. Auch finden Terrarien (Zwergwaran, Kragenechse, Moloch etc.) hier ihren Platz.

Unterer Parkteil
35. Das Vogel- und Kleinsäugerhaus wird wie geplant errichtet.
36. Am Shop entsteht eine Anlage für Präriehunde. Diese ist sowohl von den Wegen außen als auch vom Shop aus einsehbar.
37. Das Gehege der Brillenpinguine wird für Fuchsmangusten umgestaltet.
38. Anstelle der Känguruanlage entsteht eine Freiflughalle nach Vorbild der des Zoos Landau. Von dieser habe ich gerade auch ein Foto entdeckt: http://www.brandls-subjektiver-zootest.de/BilderZoo/La_Flughalle1.jpg
39. Das Aquarium bleibt vom Charakter her unverändert. Die Beschilderung wird durch Bildschirme ersetzt, dadurch soll Wissen mehrsprachig und auch in Form von Stummfilmen vermittelt werden.
40. In die Krokodilhalle ziehen neben Leistenkrokodilen auch Sunda-Gaviale.
41. Die Subtropenterrassen werden saniert. Die Volieren werden neu gebaut und dabei vergrößert. Ein ?Viertel? repräsentiert Neuseeland. Hier werden Kakas, in einer betretbaren Voliere Keas und Kiwis in einer Zuchtstation nach Vorbild Frankfurts gezeigt (wobei diese Vokabel bei letzterer Art eher unangebracht ist...). Das zweite Viertel ist dem südamerikanischen Regenwald gewidmet. Neben Taubenhalsamazonen werden hier Rotohr- und Hyazinth-Ara gepflegt. Das dritte Viertel repräsentiert Neuguinea. Neben Brillenkakadu, Lori und Kronentaube werden hier wenn möglich auch Borstenkopf und Paradiesvogel gezeigt. Das letzte Viertel (grenzt an Niederesaffenhaus) zeigt Tiere Balis, also Milchstorch, Balistar, Beo und Rothalsfruchttaube.
42. Die Freilandterrarien werden abgerissen. An deren Stelle und dem dahinterliegenden Grünstreifen entstehen neue Terrarien, nach Vorbild der des Zoos Augsburg.
43. In der Schmetterlingshalle werden neben dem aktuellen Besatz auch Kantschils gehalten.

Südamerika
44. Die Klammeraffeninsel wird übernetzt, der Wassergraben aufgeschüttet, ein neues einsehbares Innengehege gebaut und eine Vergesellschaftung mit Totenkopfäffchen durchgeführt. (Könnte vom Untergrund her kritisch werden)
45. Das alte Menschenaffenhaus wird abgerissen. Hier entstehen Anlagen für Südamerikanische Seebären und Humboldtpinguine. Die obligatorischen Unterwassersichtscheiben dürfen nicht fehlen.
46. Das JAZ wird umgebaut. Der Gorilla-Kindergarten wird von einer Gemeinschaftshaltung bestehend aus Zwergseidenäffchen, Springtamarinen, Kaiserschnurrbarttamarinen und Tamanduas bewohnt. Den Unterbesatz bilden Sechsbindengürteltier, Zwergmara und Goldaguti. Anstelle des Varis werden Greifstachler, Nachtaffen und Pakas gehalten. Der Vogelbereich wird u.a. von Kolibris bewohnt. Das Gehege der Zwergseidenäffchen wird für Krokodiltejus umgebaut. Anstelle der Springtamarine werden Zweifarbentamarine und Kugelgürteltiere gehalten. Die Anlage der Kaiser-Kaiserschnurrbarttamarine wird um das gegenwärtige Innengehege der Brüllaffen erweitert; die Außenanlage bis zum Wirtschaftsweg am Amazonienhaus vergrößert. Hier ziehen dann Waldhunde ein. Vogelspinnen bleiben, der Schaubrüter kommt weg und anstelle der Küken werden Cururos und Degus gezeigt.

Gebirge II
47. Wenn möglich wird der Betriebshof verkleinert. Hierfür werden große Teile der dortigen Gebäude in eine Außenstelle verlagert. Das freiwerdende Areal hinter der Wilhelmaschule wird für eine Erweiterung des Parkteils ?Gebirge der Welt? genutzt. Hier sollen Große Pandas und Goldstumpfnasen gepflegt werden. Wenn dies nicht möglich sein sollte werden Rhesusaffen und Lippenbären gehalten. Auch ziehen dort Markohre und Takine ein; dadurch kann die Haltung von Steinböcken an angestammter Stelle wieder aufgenommen werden.

(Eintrag vom 23.04.2017 zum Thema "Eure planung")
Patrick Marburger:   Montana-Puma, Schabrackentapir und Schneeleopard die Liste der zu befürchteten bzw. bereits erfolgten Verluste in 2017 liest sich respektabel!
(Eintrag vom 16.03.2017 zum Thema "Münchner Tierpark Hellabrunn")
Oskar Schwitters:   Die Nachttierabteilung wird, soweit ich weiß, nicht umgebaut. Einen Umbau gab es zuletzt 2007.
Die geplante Nachnutzung des Elefantenhauses ist mir bekannt, allerdings sollen Orang-Utans im Tierpark gehalten werden und im Zoo würde der Platz im Menschenaffenhaus für mindestens zwei, vielleicht sogar bis zu vier Menschenaffenarten reichen. Mit Gorillas und Bonobos im Zoo könnte ich auch gut leben. Das Elefantenhaus wäre dann frei. Im Elefantenhaus sollten meinen Vorstellungen nach Löwen (am Löwentor), Java-Leoparden (oder Sri-Lankaner) und Malaysia-Tiger einziehen, in Freianlagen daneben auch noch eine kalte Leoparden-UA und vielleicht noch Schneeleoparden.
Aber zurück zum tatsächlich geplanten. Ich stelle es mir so vor:
Die Löwen bleiben in ihrer alten Anlage, ebenso die Tiger. Die Leoparden (welche Unterart auch immer), bekommen die ganze Leoparden-Seite, Jaguare die ganze Jaguar-Seite. Alle Innenanlagen der Großkatzen werden natürlich gestaltet und die Innenhalle wird etwas aufgehübscht. Im Kleinraubtier-Flügel werden alle Außenanlagen umgebaut, Optik ähnlich wie die sehr gelungenen Innenanlagen. Ich denke alle Arten bleiben wo sie sind. Erdmännchen und Rostkatzen (dann nur noch im Nachttierhaus) ziehen aus. Was letztendlich genau in ihre Anlagen kommt, wird man sehen müssen, wohl je nach dem, auf welche Arten der Schwerpunkt in der Zucht gelegt wird. Die größere Panda-Anlage (zuletzt Großer Ameisenbär) wird wohl für die neu anzuschaffenden Servale genutzt.
(Eintrag vom 04.03.2017 zum Thema "Zoo Berlin")
zollifreund:   die ersten kleinen Projekte des letzten Jahres veröffentlichen Masterplanes sind bereits umgesetzt worden oder sind aktuell im Bau ( hier ein paar Bilder vom gestrigen Besuch): die gerade kürzlich eröffnete Schneeeulenvoliere zwischen den Schneeleoparden und Eisbären
(Eintrag vom 28.02.2017 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Patrick Marburger:   Raubtierhaus aktuell:
Trakt I: 1,0 Nordpersischer-Leopard
Trakt II: 1,0 Schneeleopard
Trakt III: 0,1 Schneeleopard
Trakt IV: 0,1 Sumatra-Tiger

Raubtierhaus in Naher Zukunft:
Trakt I: 0,1 Sumatra-Tiger (da es dort ein Wasserbecken gibt)
Trakt II: 1,0 Nordpersischer Leopard (kann durch Gittergang problemlos umziehen)
Trakt III: 1,1 Schneeleopard (separiert, kann durch Gittergang problemlos umziehen)
Trakt IV: 2,0 Asiatischer Löwe (da größte Außenanlage)

Dafür wird mit Dumai bereits ein Kistentraining durchgeführt. Man möchte aufgrund ihres Alters eine Narkose vermeiden. Gegen Ende des Jahres (wenn es so schnell geht) ziehen dann die Schneeleoparden aus. Ich nehme an, dass dann wie geplant ein schwarzer Jaguar kommt. Dies wird m.E. aber schwierig, da der eigentlich ja auch ein Wasserbecken braucht und beide belegt sind.
(Eintrag vom 18.02.2017 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Patrick Marburger:   Von heute:
Bei den Nandus wurde offensichtlich der Weißling durch ein naturfarbenes Exemplar ersetzt.
Beim Kleinsäugerhaus und den Schneeleoparden wird gearbeitet, aber ob das (insb bei den Schneeleos) dieses Jahr was wird?
Das Terrarium des Kaiserskorpions wird umgestaltet. Ebenfalls umgestaltet wird der Bereich oberhalb des Ausganges des Amazonienhauses: die Bepflanzung und die Futterplätze wurden entfernt, dezenter Kunstfels angebracht. Mal schauen wie es fertig aussieht, hatte den Beton eigentlich nie als störend empfunden.

(Eintrag vom 18.02.2017 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Patrick Marburger:   Von gestern:
Das Gehege der Geiselspinne wurde neu gestaltet, nun ist das der Ornamentvogelspinne nicht besetzt. Aufgrund leicht zugefrorener Wassergäben durften Tiger, Bären und Co nicht nach draußen. Das \"Vogelhaus\" in der Gewächshausreihe ist nun komplett eingerüstet. Dadurch ist das Kamelienhaus eine Sackgasse und davor muss man zum Verlassen des Komplexes auch rückwärts zurück in den Wintergarten. Bei Hornotter, Zwergflusspferd, Schneeleopard, Gänseseger und Kleinsäugerhaus waren keine großartigen Veränderungen sichtbar. Bei den Limburgern gibt es ein Kalb, dieses lebt bei den Skudden.
(Eintrag vom 22.01.2017 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Nikolas Groeneveld:   Ein paar Neuigkeiten aus dem Leipziger Zoo
http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/neues-zoo-leipzig-tapire-schneeleoparden-100.html
(Eintrag vom 12.01.2017 zum Thema "Zoo Leipzig")
Patrick Marburger:   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zucht-im-zoo-wilhelma-als-tierische-heiratsvermittlerin.cd396f8f-c20d-4e11-bafb-7824cc07187e.html
Interessant ist insbesondere ein Nebensatz: die Wilhelma koordiniert das Bilby-EEP.
Von den letzten beiden Besuchen des Jahres:
Die Hühnergänse haben vier Jungtiere, müssten eigentlich die ersten dieser Haltungsperiode sein.
Bei den Schneeleoparden tut sich nicht viel, es wurde abgesperrt und gerodet, richtige Bauarbeiten noch nicht.
Ich befürchte, dass es nur noch eine Schneeziege gibt.
Trotz der Vogelgrippe sind Pinguine und Tölpel draußen, eine Sondergenehmigung liegt vor. Man diskutierte die Pingus in das Gehege von Hannibal zu setzen, dies ist mittlerweile wieder vom Tisch. Der Virus ist wohl insbesondere für Singvögel und Nutzgeflügel gefährlich, dennoch herrscht bekanntlich für das gesamte Federvieh Aufstallpflicht.
Als ich ins Niedere Affenhaus kam und die Gibbons alle drei Gehege nutzen konnten und von den Haubenlanguren weit und breit nichts zu sehen war traf mich schirr der Schlag. Langer Rede kurzer Sinne: den Haubenlanguren geht es gut, damit die Gibbons mehr Abwechslung haben können diese stundenweise alle Gehege nutzen und die Haubenlanguren sitzen dann im rückwärtigen Bereich. Mittbekommen habe ich dies aber noch nie, ein zuständiger Tierpfleger den ich belästigte ebenfalls nicht. Wie gut es ist, dass (als die Haubenlanguren wieder zurückkamen) Gibbonkot auf dem Boden lag und mit Freude deren Futter verzehrt wurde sei dahingestellt.
Im Kindergarten der Gorillas sind jetzt Infoschilder (Geschichte der Menschenaffenhaltung in Stgt und Mimi) aufgebaut. Diese sind zwar schön, allerdings dürfte dies wohl bedeuten, dass sobald keine mittlere Affenart (hätte ich mir für die Drills gewünscht) einzieht. Vermutlich weil man eben im Falle eines Falles nicht weiß wohin der Interimsbesatz soll.
Wie es mit dem Dickhäuterhaus II nach dieser Serie an Todesfällen (stelle ich mir für die Belegschaft schlimm vor, der Start in 2017 müsste aber eigentlich ganz gut gelingen) weitergeht ist unklar. Es wird überlegt die Hirscheber nach oben zu holen, ein einsehbares Innengehege wäre schon was. Maik würde man gern abgeben, das in Frankfurt eine einzelne Flusspferdkuh steht hat man aber auch auf dem Schirm. Bautechnisch ist wohl zu beachten, dass die Wand zwischen Flusspferdbecken und ehem. Zwergflusspferdgehege statisch wichtig ist.
(Eintrag vom 31.12.2016 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Nikolas Groeneveld:   Also in laut dieser Grafik von 2012 sollen Buntmarder in die Asiatische Inselwelt einziehen die vorraussichtlich 2018-2020 entstehen soll, auch die Leierhirsche sollen hier ein neues Gehege bekommen.
Im Masterplan von 2012 sind auch für den Himalaya nur Schneeleoparden,Gänsegeier und Kleine Pandas geplant.
http://www.zoo-leipzig.de/fileadmin/dateien/PDF/Ueber_uns/Masterplan_Zoo_Leipzig_german.pdf
(Eintrag vom 25.12.2016 zum Thema "Zoo Leipzig")
Adrian Langer:   Ich hätte mal eine Frage zur nächstes Jahr kommenden Eröffnung der Himalaya-Anlage. Ich habe in dem etwas älteren Masterplan gesehen, dass hier Buntmarder geplant sind/wahren. Sollen diese nächstes Jahr auch einziehen oder bleibt es bei Geiern, roten Pandas und Schneeleoparden?
(Eintrag vom 24.12.2016 zum Thema "Zoo Leipzig")
Patrick Marburger:   Vom Patentag:
0,2 Säbelantilopen aus Lissabon sind da (und bereits im Absperrgehege der Zebras, das Männchen lebt schon in Vergesellschaftung mit Grevy und Dorkas). Von den 200 weltweit in Zoos lebenden Panzernashörnern gehören 70 der Wilhelma?! Besatz des Kleinsäugerhauses: Rennkuckuck, Weißstirnspint, ein Kolibri, Nacktmull, Tamandua und Faultier. Eröffnung zu den Sommerferien nächsten Jahres. Bei den Schneeleoparden eröffnet man im Herbst. In die Krokodilhalle ziehen Ende diesen Jahres zusätzlich zum Leistenkrokodil (es bleibt beim Einzeltier) 1,1 Sunda-Gaviale, Zucht wird beabsichtigt. Welche Affenart in den Gorilla-KG zieht ist unklar, klang noch sehr theoretisch. Die Flusspferdanlage am Neckar ist wohl noch sehr unkonkret, das zuständige Revier erfuhr/erfährt davon nur aus der Presse. Nach dem die Schneeleos aus dem Raubtierhaus ausgezogen sind folgen Ende nächsten Jahres 2,0 Asiatische Löwen und ein schwarzer Jaguar nach.
Sonst von heute:
Die Voliere der Anlage für Bären und Klettertiere ist komplett eingerüstet. Einem der Kakas fehlt ein Auge (wie lange schon?), die Zwergseidenäffchen sind vom 18, Oktober, es gibt weitere 4,4 Ferkel bei den Schwäbisch-Hällischen.
(Eintrag vom 28.10.2016 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
WolfDrei:   Poznan neuer Zoo:
Neu ist relativ: Eröffnung 1975, 110 ha, davon sicher 10 ha Gewässer (auf Inseln Kattas und Rüsselbären) in der Fortsetzung des Erholungsparkes am Malta-See. Nach Eröffnung der Elefantenanlage vor ca 8 Jahren ist nichts wesentliches entstanden. Der Ele-Bulle (ich stand direkt davor) ist größer als Tembo, soll aber mit 17 Jahren noch 20 cm kleiner als sein Vater aus Ramat-Gan .
Seit 2015 gibt es eine Direktorin (Dr. Ewa Zgrabczynska).
Neu ist allerdings seit dem Vorjahr eine große Bärenauffanganlage, bezahlt von `` Vier Pfoten`` - auch jetzt wird erweitert - mindestens 4 Anlagen wurden errichtet oder sind im Bau, summarisch sicher um 2 Hektar! Ca. 6 Bären bisher, darunter der Zirkusbär `` Baboo`` - ohne Krallen (wie macht ``man`` so etwas? - das ist doch schlimm).
Langsam entstehend (die Betonbasen standen schon im April 015) eine Uhuanlage - bei den nun existenten Stahlpfeilern könnten, auch von der Größe, da Elefanten gehalten werden - aber Uhus?
Die Kleinraubtieranlage bedarf noch des weiteren Umbaus - die guten neuen Anlagen gehen über Buntmarder, Genette, Jaguarundi (mit Jungtier), Weißnasenrüssler, Löffelhund (häufig Nachwuchs) bis zum turkmen. Karakal. Skunke, Amur- und Wildkatzen sowie Schneeleoparden warten auf die Umgestaltung. Weiter dort Kolonok (Feuerwiesel) und europ. Nerz in einer Rundanlage.

Im vorderen Teil ist die Nachttierabteilung ein Schwerpunkt des Zoos (besonders bei dem Regen) mit vielen ``Besonderheiten``: ca 50 Acrobates pygmaeus (weitere 50 im Nicht-Schaubereich), Wickelbär, Zwergplumplori, Garnett - Galago, Kowari, afrikan Stachler, Kantjil, Senegalgalago, Borkenratte, Faultier,Vampire, Ball-Gürteltier. Außen Surikate, Rote und normale Varis sowie Rotbauchmakis und Alaotramakis. Auf der linken Eingangsseite dann Sitatungas, Vietnam Sikas, graue Riesenkänguruhs, Prinz-Alfred-H, Baweanh. (nicht gesehen - der Regen !!!!), Visaya-Schweine, eine gute Hocko-Sammlung u.a. mit Pauxi und Mitu. In anderen Regionen Japanmakaken, Seehunde, Capybaras, Tapire, Ameisenbär, Yukatanklammeraffen (leider weiter ohne Nachwuchs), Giraffen, Grevys, Waldbison, Vucugna, Amurtiger, Nilgau , Axis, Breitmaulnashorn, Wisent, Fischotter, aus dem TP Berlin ``überschüssige Gold-und Sichuantakins. Leider nur (?) 4 Thomson-Gazellen.

An Vögeln : Malayische Hornvögel, Riesenseeadler, Kondor, Bartgeier, europ. Seeadler, eine gute Eulensammlung (alles Europa), Caracara, südl. Hornrabe, Schwarzschnabelstorch , Kasuar, Bankivahuhn - natürlich Flamingos, Gänse und Pelikane.
Dazu dann eine Kleintiersammlung: von Schrecken, Riesentausendfuß bis zu Nagetieren (u.a. Felsenhörnchen, Ziesel). - Neu (wieder) sind noch hinter den Kulissen Coruros, Gundis und Tanreks.
Ansonsten gab es Regen - und davon genügend.
Anbei: Handaufzucht von Acrobates (die haben ja nur mit Schwanz bestenfalls 15 cm)

(Eintrag vom 12.10.2016 zum Thema "Zoos in Polen")
Patrick Marburger:   Vom Infostand über das Vogel- und Kleinsäugerhaus anlässlich des Wilhelma-Tages:
Den zukünftigen Besatz bilden (voraussichtlich): Zwergmäuse, Rennkuckuck (wird zusammen mit Vogelspinne und Schlange präsentiert, Vergesellschaftung mit X), Nacktmull (abgedunkeltes Röhrensystem), Bienenfresser (Zucht beabsichtigt, aufwändige Brutwand zu den Pflegerräumlichkeiten hin), Prachtfinken, Balistar (die im Maurischen Landhaus müssen ja dem Australien-Haus weichen), \"Asiatische Vögel\", Tupaja, , Zwergfalken, \"Kleinvögel\" und Tamanduas (Vergesellschaftung mit X). Die ursprüngliche Idee Faultier frei im Haus zu halten wurde verworfen, da zu aufwändig. Erstmal bleiben diese im JAZ, perspektivisch sollen sie ins Amazonienhaus (ob freilebend oder nicht ist noch nicht fest).

Ansonsten:
In das Gehege der Fransenschildkröten zog ein juveniler Breitschnauzenkaiman. Geschlüpft am 3. August.
Im Amazonienhaus wurde über dem Besucherweg (die Kurve zur Anakonda- ehemals Leguan- hin) ein Ast mit Wärmelampe angebracht, vermutlich will man einen weiteren Stammplatz für die Leguane etablieren.
Schon länger sah ich keine Armmolche mehr, hoffentlich sind die noch da.
Die hinter Vogelvoliere im großen Gewächshaus (ehemals Viktoria-Regia-Haus) wurde abgerissen, in den nächsten Monaten wird sie saniert.
Bei den Schneeleoparden liegt noch keine Baugenehmigung vor. Man hofft nächstes Jahr eröffnen zu können. Die Innenanlagen können nicht genutzt werden.
(Eintrag vom 02.10.2016 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Patrick Marburger:   Von heute:
Eine Säbelantilope steht im Absperrgehege der Zebras. Ein toller Neuzugang und (s.u.) sogar pünktlich. Hoffentlich klappt die Vergesellschaftung mit Zebra und Dorkas.
Die beim letzten mal als neu genannte WG im JAZ ist wieder beendet.
Bei den Schneeleoparden geht es nun los: Bauzäune wurden aufgestellt, die Bäume mit Schutzvorrichtungen versehen.
Große Fortschritte auch beim Kleinsäugerhaus, es stehen bereits mehrere Wände. Nur zum Tierbestand nichts neues, ob man am Wilhelma-Tag (dort gibt es sogar einen passenden Infostand) mehr verrät?
Bei den Anlagen von Kap-Waran und dem Gorilla-KG keine Veränderung.
Wie bereits in den Zeitungen zu lesen sind die Bongos wieder da. Sie machen sich sehr gut auf der neuen Anlage.
Die Przewalskis sind weg, die Poitous dort eingezogen. Schade!
Mal schauen wann Wisent, Bison (angekündigt) und Damhirsch (meine Vermutung) weg sind. Hier ist man dabei einige Musterbeispiele für Ex-situ Artenschutz abzugeben, die bereits erfolgte Beendigung der Haltung von Onager, Addax und (wenn auch etwas länger her) Milus nicht zu vergessen. Aber gut mit Säbelantilope und McCourds-Schlangenhalsschildkröte sind auch unter diesem Aspekt nennenswerte Arten in jüngster Zeit in den Bestand gekommen.
Laut neuem Wilhelma-Magazin wurde Hannibal operiert, das klang fast wie ein vorzeitiger Nachruf.
(Eintrag vom 24.09.2016 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Michael Mettler:   Im LUCHSJOURNAL, der Zeitschrift des Magdeburger Fördervereins, heißt es in Ausgabe 2/2015 zum Schwarzen Löwenäffchen (damals noch 1,1 im Bestand), dass die Magdeburger Tiere leider \"aufgrund verfehlter Zuchtpolitik des sogenannten Europäischen \'Erhaltungszucht\'programms nie zur Fortpflanzung gebracht werden\" konnten und auch in Jersey nur vereinzelt Jungtiere zu verzeichnen seien. Für das mit einigem Aufwand neu beschaffte Paar Goldgelber Löwenäffchen (aus Krefeld und Heidelberg) wurde übrigens laut gleichem Artikel ein Zuchtstopp verhängt.

Das letzte Magdeburger Schwarze Löwenäffchen lebt jetzt mit einem Goldkopf-Löwenäffchen zusammen (sowie den Weißbauch-Zwergseidenäffchen), und zwar in einer der beiden Krallenäffchenvolieren zwischen Tapirhaus und Ameisenbäranlage.

Zur schon etwas länger zurückliegenden Frage nach der Anlage, in welcher der letzte Rotbüffel lebte: Ich habe gestern noch einen Rotbüffel dort gesehen und Onager \"nur\" auf ihrer angestammten Anlage.

Laut Aushang sind für die Geiervoliere, die auf dem Areal der jetzigen Elefantenanlage entstehen soll, Stachelschweine und Fuchsmangusten als Bodenbesatz eingeplant. Beide Arten leben jetzt noch (mit Dunkelkusimansen als Nachbarn) im Kleinsäugerhaus zwischen Schrotehang und Asienbereich. In den Volieren am Hang, die dem Südamerika-Themenbereich zugeschlagen wurden, sind mit Schopfkarakara und Brillenkauz bereits Südamerikaner eingezogen und laut LUCHSJOURNAL sollen noch Kleinraubtiere des Erdteils folgen, weshalb ich annehme, dass diese dann in das Kleinsäugerhaus einziehen werden. Ebenfalls der Zeitschrift zu entnehmen ist, dass im alten Dickhäuterhaus \"Anlagen\" (oder eher nur Stallboxen?) auch für Impalas und Warzenschweine entstehen. Demnach dürfte dann ja auch die jetzige Warzenschweinanlage für andere Zwecke umgenutzt werden (vielleicht Umzug der Pinselohrschweine in den Africambo-Bereich?). Bin gespannt darauf, wie langfristig der alte Huftierbereich genutzt werden soll, der ja jetzt noch eine bunte Mischung von Tierarten aus Europa, Asien, Australien und Afrika enthält. Mit den neu geholten Kleinen Pandas und Goralen sowie den Axishirschen und HZA ist ein Asien-Schwerpunkt vorhanden, der von seinem Pendant im ehemaligen Katzengarten durch das wachsende Südamerika-Areal getrennt ist, und auch alle Australier sind dort konzentriert (zusätzliches Interesse an einer Baumkänguru-Art wird in einem Artikel der Fördererzeitschrift zumindest angedeutet!). Ziehen vielleicht eines Tages Tiger, Schneeleoparden, Rothunde, Schopfhirsche noch in diesen Zooteil um, und ihre jetzigen Anlagen werden Kerngebiet des schon mal erwähnten Nordamerikabereiches? Es fehlt doch auch noch eine Pampa-Anlage, die man am Übergang zwischen Süd- und Nordamerikabereich gut einbauen könnte (also etwa im jetzigen Bereich der Rothunde und Streifenhyänen, letztere würden ja auch in den Afrikabereich passen) - oder auch auf den jetzigen Flächen von Lamas/Alpakas bis Präriehunden, wenn man den dortigen trennenden Besucherweg entfallen ließe,

@WolfDrei: Bezüglich Mohrenmakis \"im Hinterland\": Gestern sah ich sie gegenüber der Nashornanlage, im links von den Monameerkatzen und rechts von den Löffelhunden flankierten Käfig. Zur aktuellen Krallenäffchensammlung fallen mir neben den erwähnten aber noch weitere Arten ein, die in Magdeburg nicht vertreten, aber in Europa verfügbar sind: Silberäffchen, Weißgesicht-Seidenäffchen, Braunrücken- und Schwarzrückentamarin....
(Eintrag vom 19.09.2016 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Zoo Wuppertal:   Ausbruch eines Schneeleoparden

Gegen 14 Uhr des heutigen Donnerstags, 8. September, ereignete sich ein Tierausbruch im Grü-nen Zoo Wuppertal. Unser Schneeleopardenmann Irbis konnte sein Gehege aufgrund menschlichen Versagens verlassen und sich etwa 30 Minuten außerhalb seiner Anlage aufhalten. Glücklicherweise konnte er ständig von den Zoomitarbeitern beobachtet und schließlich von der Tierärztin außerhalb des Besucherbereiches betäubt werden. Etwa 45 Minuten nach seinem Ent-kommen befand sich der Schneeleopard wieder sicher in der Obhut des Zoos.
Die im Zoo anwesenden Gäste wurden unmittelbar nach dem Tierausbruch in die Tierhäuser gebeten und hielten sich dort während der laufenden Einfangaktion in Sicherheit auf. Der Eingang des Zoos war aus Sicherheitsgründen natürlich ebenfalls geschlossen. Der Alarmplan des Zoos, der in solchen Fällen routinemäßig greift, funktionierte optimal und führte zu einer schnel-len Entschärfung dieser kritischen Situation.
Inzwischen ist der Zoo bereits wieder geöffnet, es gibt keinerlei Einschränkungen für die Gäste. Die Ursachen des Ausbruches sowie der Ablauf der folgenden Fangaktion werden nun natürlich intern aufgearbeitet, so dass in Zukunft solche Situationen möglichst ausgeschlossen sind.
(Eintrag vom 08.09.2016 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Sascha Moeller:   Letztes Wochenende habe ich den Queens Zoo sowie den Central Park Zoo in NYC besucht.

Der Queens Zoo ist eine wunderschöne Parkanlage die auf ausreichend Wegen einen ruhigen Zoobesuch ermöglicht und in gut 1-2 Stunden zu schaffen ist. Als erstes eine optisch sehr schöne Anlage für Brillenbären die zwar nicht mit der in Duisburg mithalten kann, aber welche kann das schon. Danach eine sehr schöne Gemeinschaftsvoliere von Arasittichen und Kaninchenkäuzen. Man hat Einblick über Glasscheiben in einer Infohütte. Tolle Lösung, würde ich mir für viele Volieren in Deutschland wünschen. Danach ein schrecklich kleines Gehege für drei Chaco Pekaris. Da würde in Deutschland vielleicht Meerschweinchen drin gehalten? Die Anlage für kleine Pudus ist sehr Deckungsreich und ebenfalls optisch ansprechend gestaltet. Es folgt die sehr schöne und zudem große Freianlage für Bisons (5) und Gabelböcke (4, meine Erstsichtung) gefolgt von einer kleineren aber auch schönen Anlage der Seelöwen (2 gesehen). Coyoten und Wapitis sind ebenfalls in geräumigen natürlichen Anlagen untergebracht. Die große Vogelvoliere ?Aviary? ist ein echtes Highlight. Auf einem geschwungenen Weg in sämtlichen Höhen begehbar tummeln sich hier neben diversen Kleinpapageien auch Aras, Sittiche, Enten, Reiher und co. Wirklich toll! Die Schneeeulenvoliere war unbesetzt ? zum Glück, ein schrecklicher Verschlag. Die Pumas haben ein schönes verstecktes Gehege ähnlich der Leoparden in Köln, die Luchse könnten etwas mehr Platz gebrauchen. Ungewohnt: zwei gestutzte Weißkopfseeadler am Entensee und Alligatoren in Freilandhaltung. Zudem sehr viele einfach gehaltene didaktische Hinweise zum Artenschutz. Alles in allem ein Besuch wert.

Der Central Park Zoo ist laut, voll und hektisch. Zuerst zum Tropenhaus: Die Freiflughalle ist sehr schön angelegt, viel Sprühwasser sorgt für ordentlich Nebel. Der Vogelbesatz ist spektakulär aber meiner Ansicht nach zu viel für die Halle: Ährenträgerpfau, Weißkopfhornvogel, Kronentaube, Mähnentaube, Ara, Kleinpapageien, Rote Sichler, Sonnenralle, diverse Enten und Gänsevögel, Turakos, Balistar, Glanzstar, Flugfüchse und viele mehr! Man weiß gar nicht wo man hinschauen soll, suchen muss man auf jeden Fall nicht. Nicht so schön sind die Anlagen in der Höhle des Tropenhauses und am Ein- und Ausgang. Am Eingang drei große Aras in einem verglasten Verschlag der ungefähr die Größe der Innenanlage der Aras im Krefelder Zoo hat. In gleichem Gehege leben am Ausgang des Tropenhauses Nasenbären! Schrecklich! Im Tropenhaus sind die Anlagen für Fledermäuse, Varis sowie die meisten Terrarien ok. Viel zu klein sind die Terrarien für Kleinstaffen und Krallenaffen, Beutelratten und Mangusten. Ein ganz trauriger Anblick. Im Außenbereich des Zoos eine schöne Inselanlage für Japan Makaken sowie ganz nette Anlagen für die kleinen Pandas, Kraniche und Muntjaks. Die Voliere für Schwarzstorch und Tragopan ist ok. Die neuen Anlagen für Schneeleoparden sind aufgrund der geringen Höhe gewöhnungsbedürftig aber mir gefallen sie sehr gut. Genauso wie die sehr hügelige Anlage der Grizzlys und die schön eingebettete Anlage der Seehunde. Das Pinguinhaus war für mich ein Highlight an Erstsichtungen: Zum einen die Zügelpinguine die mit den Eselspinguinen und Königspunguinen (im übrigen alle sehr schwimmaktiv) sowie Möwen eine langgestreckte Schwimmfreundliche Kaltanlage bewohnen als aber auch die Seevögel (Gelbschopflund, Papageientaucher und Büffelkopfente) in der leider viel zu kleinen ? ja wie nennt man das ? Glasvoliere im Kühlhaus. Es gibt noch den traditionellen Seelöwenpool der leider von allen Seiten aus einsehbar ist. Zudem zwei kleine Außenvolieren für einen Europäischen Uhu und eine für Glanzfasane die ähnlich dimensioniert sind wie besagte Ara /Nasenbär Anlage. Angeschlossen an dem Zoo noch ein Streichelzoo mit Großvoliere für Enten. Skurillerweise leben in der Großvoliere in einer extra Voliere große Maras? Auch dieser Zoo ist in 1-2 Stunden zu schaffen und aufgrund des Tier- bzw. vor allem Vogelbestandes durchaus sehenswert wenn auch viele der Anlagen zu klein sind.

Laienhaftes Bildmaterial bei Bedarf vorhanden.

(Eintrag vom 26.08.2016 zum Thema "Zoos in den USA")
Tim Sagorski:   Die von mir genannte Aufteilung in alt und neu erfolgt durch einen großen See, der vor allem durch freifliegende Rosapelikane zu begeistern weiß (ein fliegender Pelikan ist schon ein toller Anblick), weiterhin gibt es im Park auch sehr viele wilde Weißstörche, die teilweise sogar an den Picknickplätzen betteln.

Im Afrikaparkteil fällt einem zunächst einmal ein großes, gestrandetes Schiff auf, dass ein Terrarium beheimatet, welches vor allem durch unzählige Schildkröten-Arten beeindruckt. Allerdings gibt es auch hier Kritikpunkte, bei starkem Besucher-Andrang sind die ohnehin engen Gänge komplett überfüllt, eine Panik durch Feuer oder Ähnliches möchte ich mir hier lieber nicht vorstellen (das gleiche Problem besteht im Aquarium im alten Gesellschaftshaus), außerdem gefielen mir die Anlagen für Giftschlangen nicht, da man diese nur von oben einsehen kann und die Tiere kaum Versteckmöglichkeiten haben.

An das Terrarium schließt die Großvoliere für Schuhschnäbel, sowie ein abgetrennter Teil des Sees für Seebären an. Weiterhin befinden sich in diesem Parkteil die begehbaren Anlagen für kleinere Affen wie Kattas und (geographisch unpassend) Totenkopfäffchen und Siamangs.

Jetzt gelangt man in den Bereich der afrikanischen Großtiere, durch ein afrikanisches Dorf mit Anlagen für Erdmännchen in Wohngemeinschaft mit PO-Schweinen, einer Voliere für Unzertrennliche und einer Großvoliere für Marabus und Klaffschnäbel erreicht man Anlagen für Rothschildgiraffen und Watussirinder, ein hübsches Raubtierpanorama mit Löwen und Tüpfelhyänen (inkl. abgestürztem Kleinflugzeug) und Streifengnus. Gegenüber leben Breitmaulnashörner inkl. Jungtier in Vergesellschaftung mit einer Rotte Warzenschweine. Rechterhand geht es dann in Richtung Elefanten / Asienparkteil, wir gingen aber erstmal links, dort liegt die Flußpferd-Freianlage mit Unterwasser-Einsicht und scheinbar funktionierendem Filter (die Einsicht war eindeutig klarer als z.B. in Köln), daran schließt als Neuanlage der Gorilla-Vulkan an, dessen Innenanlage schon für Besucher geöffnet ist, während an den Freigehegen noch gearbeitet wurde. Nach einer Wartezeit von \"nur\" 20 Minuten betraten wir den Vulkan, der aus scharfkantigem Kunstgestein besteht (auch hier sollte man also besser nicht drängeln). Der erste Eindruck war toll, eine Gorilla-Innenanlage mit lebenden Bäumen, toller Bepflanzung und wunderschönem Lichteinfall durch den Vulkanschlot. Auf den zweiten Blick erkannte man aber, dass sämtliche Bepflanzungen und somit ein Großteil der nutzbaren Fläche mit Elektrogras für die, aktuell 2 Gorillas, unnutzbar gemacht wurde. Das ginge eindeutig besser, wird aber den Normal-Besucher nicht weiter interessieren.

Dem Rundweg folgend kamen wir dann zuerst an einer Anlage vorbei, die mit zwei Afrikanischen Elefantenkühen mit Zirkus-Vergangenheit bewohnt wird, darauf folgt eine klassische Afrika-Anlage mit Steppenzebras, Impalas und Kaffernbüffeln, die ausgeschilderten Sitatungas blieben unsichtbar.

Gegenüber liegt noch eine Aussichtsplattform, von der man in das Löwen- und Hyänengehege blicken kann. Leider beinhaltete diese Plattform auch das, für mich, schrecklichste Gehege des ganzen Zoos, einen \"Knast\", in dem momentan wohl die Nebelparder auf eine neue Anlage warten. Ich kritisiere selten Gehege, aber dieser verschlag, der aus einer kleinen rechteckigen Fläche auf zwei Etagen besteht, die man von zwei Seiten durch vergitterte Fenster einsehen kann, war mit das Schlimmste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Anscheinend ist sie als Katzen-Notquartier konzipiert, lebten hier doch vorher auch schon Afrikanische Leoparden, Schneeleoparden und sogar die Weißen Tiger.

Geht man weiter liegt rechts noch eine klassische Geparden-Freianlage, bevor man in den asiatischen Tempelbereich gelangt.
(Eintrag vom 17.08.2016 zum Thema "Pairi Daiza in Cambron Casteau")
Tim Sagorski:   Am letzten Dienstag (09.08.) war ich mit einigen anderen Zoofreunden erstmals in Pairi Daiza.

Auf diesem Wege möchte ich hier einmal meine persönlichen Eindrücke schildern.

Bevor wir den Park betreten konnten, mussten wir feststellen, dass Belgien der aktuellen Terrorgefahr mehr und mehr entgegen tritt. Dieses äußerte sich durch eine Scanner-Schleuse, wie am Flughafen, die man passieren muss, um überhaupt erst mal zu den Kassen und weiter in den Park zu gelangen. Ein befremdliches Gefühl, auf das man sich wohl leider in Zukunft einstellen muss.

In meinem Fazit muss ich zu allererst bemerken, dass ich bei Erlebniszoos generell skeptisch und z.B. der ZOOM in Gelsenkirchen überhaupt nicht zugetan bin.

Was mich aber in Cambron erwartete, kann man mit keinem anderen, mir bekannten Zoo, vergleichen. Die Kulissen sind atemberaubend und dermaßen detailgetreu, dass man sich tatsächlich auf einer komprimierten Weltreise wähnt. Angefangen vom wunderschön einbezogenen, alten Kloster bis hin zu nordischen Bauwerken und, vor allem, asiatischen Tempelanlagen sind traumhaft in die tolle Parkanlage eingebunden und selbst, bis hin zur Bepflanzung (Reisterrassen, Baumfarne), detailgetreu nachempfunden.

Besonders gefielen mir die Anlagen im alten Klosterteil (Australien, China), während ich im neueren Afrika- und Asien-Parkteil durchaus Kritikpunkte habe.

Angefangen in der \"unsortierten\" Oasis-Halle, die zahlreiche Besucherlieblinge wie Präriehunde und Zwergmangusten, aber auch zoologische Leckerbissen wie Hornvögel, Speke´s Weber und vor allem ein Paar Bärenkuskuse zeigt, über toll besetze Groß- und Kleinvolieren, gelangt man schnell nach China mit schönen Anlagen für Schneeleoparden (erinnerte mich stark an die Kölner Anlage) und Goldtakine. Zu unserem großen \"Glück\" konnte man das Pandaweibchen mit Jungtier in der Innenanlage beobachten.

Nach einer Stunde Wartezeit in einer internationalen Schlange gelangt man in die Pandahöhle, die schlecht beleuchtet und zum fotografieren leider total ungeeignet ist, Durch das löbliche Blitzverbot ist es geradezu unmöglich, die Tiere zu fotografieren, obwohl Mutter und Kind bei unserem Besuch direkt an der Scheibe lagen.

Sehr gut gefiel mir auch der Australien-Parkteil mit einem, schon erwähnten, tollen Baumfarn-Wald, Anlagen für Kasuare, Emus und Sumpfwallabys, an die sich eine begehbare Anlage für Rote Riesenkängurus und Brillenpelikane anschließt, zum Schluß geht es noch durch eine begehbare Voliere mit zahlreichen Sittichen, Loris, Rosakakadus, Weißgesichtreihern und Australischen Trielen. Leider gab es bei Nymphen- und Wellensittichen auch viele Zuchtformen.
(Eintrag vom 17.08.2016 zum Thema "Pairi Daiza in Cambron Casteau")
Lukas Wittsieker:   Gestern war ich seid Ostern mal wieder im Zoo Wuppertal und da lange kein Besuch mehr seid dem letzten Jahr über Neuigkeiten berichtet wurde, mache ich nun einen Überblick was sich in diesem Jahr schon alles verändert.

Aufgrund des Fuchsproblems werden nun die Gänse-und Entenarten im Eingangsbereich den Zoo verlassen. In Zukunft wird die komplette Wiese (die Vorher schon trostlos wirkte) bis nach oben hin zu den Affen und Bären etwas ungestaltet. Im unteren Bereich soll eine Anlage für die Präriehunde errichtet werden. Die Tiere werden laut Beschilderung aus Magdeburg und Nordhorn kommen. In dem restelichen Teil der Anlage wird eine Herde Yacks ein neues Zuhause finden.
Die Bennett-Kängruhs sind mit auf die Anlage der Riesenkängeruhs umgezogen. In der alten Bennett-Anlage leben nun Emus.
Im Südamerikahaus sind jetzt Zwergmaras, ein Großer Ameisenbär und Amzonasenten eingezogen.
Die Schneeleoparden haben 3 fachen Nachwuchs und ist nun auf der Außenanlage zu sehen die jetzt zusätzlich noch die Voliere der Uhus bekommen haben. Die Uhus leben jetzt hinter den Kulissen.
Die Greifvogelvolieren steht nun leer. Im September sollen dort die Umbauarbeiten für die Schneeleoparden starten und sollen noch im diesem Jahr abgeschlossen sein.
Im Bereich vor der Tigeranlage wurde ein Wasserspielplatz gebaut der dem wärmeren Wetter wie gestern gut angenommen wird.
Der Bau der Milu-Anlage läuft auf Hochdruck damit den nächsten Wochen die Tiere umziehen können.
Wenn die Milus umgezogen sind wird die alte Anlage mit dem Gehege der Takine verbunden und dann auch modernisiert.
Die Innenanlage der Gorillas wurde nun auch natürlicher umgestaltet.
Vor der Elefanten-Anlage ist nun eine Tribüne entstanden.
Die Gelbbauchmangaben haben den Zoo verlassen, danach wurden die Wände im Außengehege mit Holzbrettern verkleidet und am Boden ist jetzt Rindenmulch damit es schöner aussieht. Jetzt leben dort die Brillenlanguren.
Die Anlage ehemalige Anlage der Brillenlanguren soll umgebaut und verschönert werden. Dort werden später die Klammeraffen einziehen.
Die untere Teil der Hirscheber-Anlage wurde ebenfalls neu gestaltet, statt den Drahtzaun gibt es nur noch Baumstämme und einen kleinen Elekrozaun als Absperrung. sieht toll aus.
(Eintrag vom 16.08.2016 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Oliver Muller:   Noch weiter geht es das Erlebniszoo-Konzept in Pairi Daiza, wo mich am fünften Tag meine Reise hin führte. Hier findet man ganze Landschaften und Dörfer in authentischem Stil nachgebaut und z.T. als Stall oder Nutzgebäude für die Tierpflege, z.T. aber auch als Kiosk, Restaurant, Kunst-Ausstellungsraum oder völkerkundliches Museum genutzt. So fühlt man sich stellenweise wirklich nach Indien, China oder Afrika versetzt, an einigen Stellen wird dies noch durch regional passende Musik untermalt (die ich übrigens nicht störend, sondern eher dezent fand) oder durch entsprechende mehr oder weniger authentische Speisenangebote ergänzt. Der deutsche Zoofan, der vielleicht eher eine nach einem pädagogisch wertvollen Konzept durchstrukturierte wissenschaftliche Tiersammlung erwartet, mag dies kitschig oder nervig finden. Ich fand das Gesamtbild des Parks durchaus stimmig und ich glaube, es entspricht sehr viel mehr der romanischen Mentalität im französischsprachigen Teil Belgiens, ein emotionales Erlebnis mit allen Sinnen zu kreieren, was die Leidenschaft für Natur, Tiere und Kultur wecken und so zu ihrem Schutz motivieren kann als ein intellektuelles Konzept, was belehrt und an die Moral appelliert. Folgerichtig bezeichnet sich der Park auch selbst nicht als ?Jardin Zoologique?, sondern als ?Jardin des Mondes? (Garten der Welten) und will so ganz bewusst über den klassischen Zoo hinaus gehen. Die Anlagen wirken durchgehend sehr gepflegt und, so weit ich das beurteilen kann, auch authentisch. An zoologische Leckerbissen mangelt es nicht, erwähnt seien nur Afrikanische Elefanten, Goldtakine, Schneeleoparden, Weiße Tiger, Afrikanische Leoparden, Schuhschnäbel, zahlreiche Greifvogel-, Kranich- und Storchenarten, Orang Utans (schon in der Schau, trauen sich aber laut einer Zoomitarbeiterin noch nicht raus), bald Gorillas und natürlich die Publikumslieblinge: Koalas und Große Pandas. Interessant auch eine Vergesellschaftung, die ich so noch nicht gesehen habe, nämlich Erdmännchen mit Pinselohrschweinen. Aufgrund der Rivalität zwischen Pairi Daiza einerseits und Antwerpen/Planckendael andererseits würde ich eine Wette eingehen, dass Komodo-Warane, Okapis und vor allem Tasmanische Teufel ganz oben auf der Wunschliste für die nächsten Jahre stehen! Meines Erachtens ist der Park auf dem besten Weg, der führende Zoo Belgiens zu werden, wenn er es nicht schon ist. Auch das Publikum scheint ihn zu lieben, wenn es nach den Besuchermassen geht, die sich durch den Park wälzen und nicht nur an den Sicherheits-Checks und an den Eingängen, sondern auch an den begehbaren Tierhäusern teilweise lange Schlangen bilden. Mein einziger Kritikpunkt an Pairi Daiza wäre die äußerst nachlässige Beschilderung, die insbesondere bei vielen Vögeln sowie im Aquarium und Terrarium oft gänzlich fehlt, so dass man zu Bestimmung beispielsweise der nicht wenigen gezeigten Schildkrötenarten auf eigene Fachkenntnisse angewiesen ist. Ein Tag ist in der Tat schon fast knapp, um sich alles anzusehen, selbst wenn man auf längere Beobachtungen verzichtet. Ergänzend zu den Tipps, die Gudrun Bardowicks unten schon gegeben hat würde ich noch empfehlen, der französischen Sprache mächtig zu sein, falls man vorhat, Mitarbeiter anzusprechen, denn mit Englisch oder Deutsch kommt man in der Wallonie kaum irgendwo weiter.
(Eintrag vom 31.07.2016 zum Thema "Zoos in Belgien")
Oliver Muller:   Von Geo-Zoo-Konzepten mag man halten was man will. Ich persönlich halte sie nur für edukativ wertvoll, wenn man den Besucher unmissverständlich, (am besten geradezu schreiend) darauf aufmerksam macht, in welchem Teil der (Zoo-)Welt er sich gerade befindet. Dies wird im Tierpark Planckendael (Besuch an Tag 4) hervorragend umgesetzt. Der Besucher betritt nicht nur jeden ?Kontinent? durch ein Tor, über dem der Name des Erdteils steht, sondern er wird auch durch aufwendig gestaltete Kulissen und Dekoration daran erinnern. Da mag man ein paar geografische Ungenauigkeiten großzügig verzeihen, z.B. dass direkt hinter Kerala Schneeleoparden und Kleine Pandas leben. Etwas skurill wirkt es allerdings, wenn der geneigte Besucher am Eingang nach Europa von Panzernashörnern begrüßt und aus Asien von Wisenten verabschiedet wird. Nichtsdestotrotz ist der Park sehr schön und naturnah gestaltet und zeigt ebenfalls weitere seltene Arten wie z.B. Dünengazellen, Visaya-Pustelschweine, Goldkopflöwenäffchen, Bonobos, Wombats, Koalas (leider nur ein Weibchen zur Zeit) und Schnabeligel, letzteren konnte ich sogar in Aktion sehen. Und quasi amtlich, da von einem Pfleger für mich am Telefon beim Kurator erfragt: die Beutelteufel werden möglicherweise schon im Laufe des August eintreffen! Das Speisenangebot ist übrigens zumindest im Restaurant ?Toepaja? in Asien das Gleiche wie im Zoo Antwerpen ? sehr gutes Niveau für einen Zoo! Auch für Planckendael würde ich einen ganzen Tag einplanen schon um den Australiern wenn nötig einen zweiten und ggf. dritten Besuch abstatten zu können, falls man sie ? wie ich ? zunächst nur als schlafende Fellknubbel antreffen kann.
(Eintrag vom 31.07.2016 zum Thema "Zoos in Belgien")
Mark Meier:   Interessantes Planspiel:
http://www.abendblatt-berlin.de/2016/07/11/ein-panda-fuer-den-tierpark/

WENN das so kommen sollte, könnte der Himalaya-Bereich sehr hochkarätig besetzt werden: Kleine und große Pandas, Schneeleoparden, Goldtakine...
(Eintrag vom 12.07.2016 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Teil 3
Zum Tierbestand: Für mich neu waren bei den Vögeln u.a. Geierrabe, Schildrabe und Falkandkarakaras (in den noch vorhandenen Altvolieren im Bereich Terre du Froid) und endlich wieder sichtbare Schneekraniche und Schwarzhalskraniche im chinesischen Parkteil. Allerdings muß man sagen, dass der Bestand an Vogelarten von Jahr zu Jahr mehr abnimmt, dafür aber neue Säugetierarten und Großanlagen hinzukommen. Nichtsdestotrotz sind noch immer sehr viele Rarietäten besonders unter den Greifvögeln wie z.B. Zwergadler, Andenkarakara, Chimancho, Höhlenweihe, Schopfadler, Gelbkopfgeier, Wollkopfgeier, Rotfußfalke, Baumfalke und Palmgeier vorhanden. Auch bei den Hornvögeln ist mit Papuahornvogel/ Papua-Jahrvogel, Gewöhnlicher Jahrvogel, Feuerhornvogel und Silberwangen-Hornvogel immer noch ein ausgewählter Artenbestand vorhanden.

Im Afrikateil war die große Savannenanlage im unteren Teil mit Burchell-Zebras und vielen Grauhals-Kronenkranichen und die durch einen Trockengraben getrennte obere Anlage mit einer Männergruppe Impalas besetzt. Ob noch Kaffernbüffel und Sitatungas vorhanden sind, die dort noch ausgeschildert sind, weiß ich nicht. Ansonsten zeigten sich die Breitmaulnashörner mit Kalb, die Streifengnus auf ihrer Extra-Anlage, die jetzt an die neue Gorilla-Anlage grenzt, die Afrikanischen Elefantinnen, Giraffen und Watussirinder, POS zusammen mit den Erdmännchen, Löwen und Tüpfelhyänen und natürlich die Schuhschnäbel und Südafrikanischen Seebären im Afrikateil. An Vogelvolieren sind aktuell nur noch eine Großvoliere für Marabus, Mohrenklaffschnäbel und Waldrapps und eine Voliere für Fischers Unzertrennliche /Pfirsichköpfchen vorhanden, ich kann mir aber vorstellen, dass nach der Fertigstellung der Gorilla-Anlagen wieder einige neue Volieren im Afrikabereich entstehen. Die Zwergflamingos sind aktuell im Tropenhaus Oasis, die Sattelstörche in einer Großvoliere im Chinesischen Garten und die Guerezas in Innenkäfigen im Südostasienbereich neben den Schofmakaken untergebracht, allerdings ohne erkennbare Außenanlage. Die Anlage für Flußpferde ist im Augenblick wegen der Bauarbeiten an der Gorilla-Anlage nicht erreichbar. Auch die Warzenschweine zeigten sich nicht, sind laut Aushang aber noch als Unterbesatz der Breitmaulnashornanlage vorhanden. Vielleicht waren sie wegen dem Nashornjungtier hinter den Kulissen.
Die ehemalige Dromedaranlage im Afrikateil wurde der Anlage für Afrikanische Elefanten zugeschlagen, die somit jetzt eine schöne Größe hat. Die Strauße wurden scheinbar abgegeben.

Bei den Goldtakinen sind wieder 1,1 vorhanden, bei den Schneeleoparden zeigte sich nur ein Tier und bei den Bambusbären war nur Hao Hao live zu sehen und recht aktiv.
Bei den Binturongs sah ich nur ein Tier. Die Präriehunde sind im Augenblick mit Nachwuchs in der ehemaligen Schildkrötenanlage in der Tropenhalle Oasis zu sehen, sollen aber später wieder in den Parkteil Terre du Froid umziehen.
Neu waren für mich neben den Koalas und Langnasen-Potooros die Großen Ameisenbären (ein Tier gesehen) und Wasserschweine mit 3 Jungtieren, die ihre Anlage mit den Flachlandtapiren teilen. Die Nacktmulle sind laut Aushang wegen technischer Probleme mit ihrer Anlage in der Krypta z. Zt. nicht zu sehen.
(Eintrag vom 06.07.2016 zum Thema "Pairi Daiza in Cambron Casteau")
Patrick Marburger:   Ich komme gerade von der Mitgliederversammlung des Fördervereins:
Bei den Hirschebern gibt es seit Dienstag 1,1 Jungtiere. Das Weibchen ist etwas schwächlich. Daher hat man sich entschlossen etwas Milch zu zu füttern. Man ist aber zuversichtlich, dass beide Jungtiere aufkommen.
Ab Herbst werden Säbelantilopen (Artenschutzauftrag!) die Gemeinschaftshaltung von Dorkas-Gazellen und Zebras bereichern.
Beim Kleinsäugerhaus liegt das Baugesuch der Stadt Stuttgart vor. Bis Winter möchte man bauen. Im Winter den Innenausbau vornehmen. Im Frühjahr eröffnen. Die Mischung aus Zoologie (Vögel, Kleinsäuger) und Botanik (Insektivoren) wurde sehr hervorgehoben, zum Besatz allerdings kein Wort.
Bei der Schneeleopardenanlage möchte man bald (nur noch Kleinigkeiten) das Baugesuch einrechen. Man spricht nun davon dass die Fläche vervierfacht wird. Es wird drei Abteile geben. Die Eröffnung ist im Sommer 2017 vorgesehen. Der Förderverein zahlt 300.000 Euro.
Beim Elefantenpark ist die Machbarkeitsstudie fertig. Beim anstehenden Wettbewerb sollen nur Personen die bereits ein derartiges Projekt gebaut haben zugelassen werden. Die Mittel für das Projekt sollen im Doppelhaushalt 2020/21 stehen. Vorher kann auch nicht gebaut werden. Zum Thema Begleittierarten wurde nichts gesagt.
Der Masterplan wurde nun erneut dem Ministerium zur Prüfung vorgelegt. Es wurde eine Prioritätenliste nachgereicht. Diese umfasst sechs Projekte und die nächsten 10-15 Jahre.
Das Maurische Landhaus muss aufgrund der Nutzung als Tropenhaus saniert werden. Das neue Thema heißt- immer noch- trockener Eukalyptuswald. Nachttiere, Beuteltiere, darunter Koalas: mehr wurde nicht gesagt. Der Verein steuert eine Million bei. Die Eröffnung ist für 2019 vorgesehen. Eine Machbarkeitsstudie soll es vorher geben.
(Eintrag vom 09.06.2016 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Mark Meier:   @WolfDrei: Die Bemalung ist noch nicht fertig. Wie bei den Steinwänden beim Schlosseingang wird die Gestaltung sozusagen schichtweise vorgenommen. Am Ende sieht es dann richtig plastisch und lebensnah aus! Das kann man beim anderen Eingang (an der Mauer auf dem Weg zwischen Tram und Eingang) wie gesagt schon begutachten.

Ansonsten war ich kürzlich auch im Tierpark und habe zudem einige Infos von einem Freund erhalten.
Vorab der globale Eindruck: Insgesamt ist momentan extrem(!) viel Tätigkeit festzustellen. Zahlreiche größere Fahrzeuge (teilweise Lastwagen und Traktoren mit langen Anhängern und dazu Bagger etc) waren zu beobachten, an vielen Stellen wird neu gestrichen oder dieses und jenes ausgebessert. Insgesamt waren so viele kleine Details zu beobachten, dass es sich kaum noch aufzählen lässt. In der Summe macht es sich aber immer deutlicher bemerkbar.

Nun zu einigen Details und sonstigen Eindrücken:
-Die Marabus sind zurück bei den Giraffen.
-Die kleine Oryx ist mit der Mutter im einen Absperrgehege, der Bock im Zweiten.
-Die Arbeiten am Haupteingang laufen endlich richtig an. Entstanden ist bereits eine Dschungellandschaft, die nun analog zu den Mauern beim Schlosseingang nach und nach mit Tiermotiven versehen wird.
-Bei der Präriehund-Baumstachler-Anlage geht es nun erkennbarer voran. Auf Facebook hat der Förderverein ein seitliches Foto eingestellt: https://www.facebook.com/FreundeHauptstadtzoos1/photos/a.1073787726013103.1073741828.1072612506130625/1109934525731756/?type=3&theater
Beeindruckt war ich, wie der neu gestaltete Teil aus bestimmter Perspektive bereits von weitem wirkt.
-Die Tätigkeit an den beiden Spielplätzen wurde nun etwas intensiviert. Beim Bereich Tierkinderzoo fiel auf, dass es zudem ein neues ständiges Angebot zum Kinderschminken gibt (vor Tiermotive wie Tiger, Zebra etc). Übrigens haben die Hängebauchschweine nun aber zusätzlich Anlage der Maskenschweine (letztere wurden offenbar abgegeben). Den Umbau der Innenräume der Cafeteria hatte ich gar nicht mitbekommen, war aber auch nicht so dicht dran.
-Viele Bereiche um die Tieranlagen werden umgestaltet. Beim bereits angesprochenen Variwald ist dies besonders deutlich zu sehen. Aber zu meiner Überraschung wurde auch bei den Schneeleoparden die Umrandung neu bepflanzt und gestaltet. Vielleicht dauert es hier doch noch länger, bis die Tiere in den Himalaya ziehen (oder das ist bereits mit für die Nachmieter)??? Auf der Anlage der Nilgaus wurden zwei Pflanzinseln angelegt. Bei den Neuweltkamelen wuchert auch einiges, wobei das nicht gewollt sein muss (sicher bin ich mir da noch nicht ).
-Bei den Gibbons werden es mE immer mehr Seile. Bei den Rotscheitelmangaben wurde bisher aber noch nichts weiter ergänzt.
-Die Englischfehler auf dem Schild der Pekaris wurden tatsächlich verbessert!
-Bei Brezel-Fritz und Dickhäuterhaus gibt es eine neue Liegewiese mit noch größeren Liegebänken (diese sind weiß und haben ein anderes Design). Sie sind als \"Genießerbänke\" bezeichnet und tragen das Zeichen von Berliner Kindl. Dennoch muss man offenbar keine Brezeln kaufen, um in den Genuss zu kommen. Auch die Picknicktische werden ja nicht nur von Kunden genutzt.
-Beim Roten Husaren gibt es neue Sitzmöbel.

(Eintrag vom 25.05.2016 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Patrick Marburger:   http://www.cannstatter-zeitung.de/lokales/stuttgart_artikel,-pama-und-zella-muessen-sich-noch-gedulden-_arid,2043879.html
Aus dem langen aber inhaltslosen Artikel: Baustart Elefant nicht vor 2019 (da die Zeit davor für einen Architektenwettbewerb nicht reicht....); Baustart Kleinsäuger: August, Innenausbau: Winter, Eröffnung Frühjahr 2017; Schneeleopard: Baugesuche bald, Eröffnung Sommer 2017
(Eintrag vom 06.05.2016 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Patrick Marburger:   Inoffizielles bzgl. Baumaßnahmen und Zukunftsplänen der Wilhelma:

Volumen des Masterplans 140 Millionen Euro.

Beim Kleinsäugerhaus geht es schleppend voran. Die Baugenehmigung lässt auf sich warten. Aufgrund von Brandschutzauflagen musste komplett umgeplant werden. Der Abriss der alten Substanz gestaltete sich komplizierter: es war mehr Beton im Boden als kalkuliert. Der Termin (Ende 2016) beleibt.

Die Schneeleopardenanlage hat 600 Quadratmeter, dies entspricht circa einer Verdreifachung der Fläche. Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen. Visualisierungen wurden diese Woche der Belegschaft präsentiert. Demnächst werden diese am neuen Infomobil ?Schneeleoparden? präsentiert. Unter den Architekten gab es auch einen der nur die aktuelle Fläche umplante. Begründung: Der Rest ist ja nur Hang? Es wird eine Brücke für Besucher geben. Unter dieser können sich die Schneeleoparden zurückziehen. Damit sie dies nicht permanent tun werden beheizte Liegeflächen eingebaut. Kosten werden mit 1,5 Millionen kalkuliert.

Die Koalas im Maurischen Landhaus sollen noch vor Eröffnung des Elefantenparks einziehen. In Duisburg sollen bereits konkrete Individuen ?reserviert? sein. Kosten 3 Millionen.

Beim Elefantenpark soll ein Vortragsaal und eine Nachttierabteilung integriert werden. Pama und Zella werden nicht umziehen. Die Stadt beteiligt sich an den Kosten, da sie eigentlich das Bauareal des Rosensteintunnels wieder rekonstruieren müsste. Da dies aber nicht erwünscht ist wird das Geld in das Fundament des Hauses investiert. Kosten 24 Millionen+.

Im Raubtierbereich (exkl. Anlage für Bären- und Klettertiere) werden künftig drei Formen gehalten. In einem Warmhaus Asiatische Löwen und Nordpersiche Leoparden (toll, Halter werden ja gesucht). Ohne betretbares Haus leben die Amurtiger. Was ist mit den Geparden?

Niederes Affenhaus, JAZ, Altes Menschenaffenhaus und Schwingaffen-Insel werden abgerissen. Dies muss schnell geschehen, da ansonsten die Gebäude z.T. unter Denkmalschutz gestellt werden und dies will man nicht. Langfristig soll eine große Halle für Haubenlanguren, Orangs und mehr (?Vielzweckhaus?) entstehen.

Mit Ausnahme des Dickhäuterhauses I werden alle Gebäude der 68-er/73-er Generation abgerissen.

(Eintrag vom 30.04.2016 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Oliver Muller:   Ich hatte mir da auch mehr erwartet. Die in allen Nachbarzoos vorhandenen Schneeleoparden und Kleinen Pandas (bzw. geplant beide in Halle) reißen mich nicht wirklich vom Hocker, ebenso wenig die Humboldtpinguine (Gefiederte Erdmännchen sozusagen). Ein paar Tiere ziehen im Zoo um, ansonsten die lange bekannten (und sicher sinnvollen und notwendigen) Projekte Afrikasavanne, Giraffenhaus und Siamang-Anlage (auch wenn letztere sicherlich architektonisch spannend wird).
Statt der Asienanlage mit Schabrackentapire kommen garantiert Flachlandtapire für die Südamerika-Version, weil rechts und links der Anlage Südamerikaner leben. Immerhin: Okapis sind spannend und wenn ich das richtig verstehe, wird es so eine Art \"All-Africa\"-Anlage von Sumpf über Wald bis zu Savanne, wo alle sich frei bewegen können und man davon ausgeht, die Tiere in ihrem jeweils bevorzugten Habitat zu sehen. Das ist zumindest mal innovativ.

Ansonsten hätte ich im \"Zoo der großen Tiere\" gehofft auf eine große Bärenart (z.B. Eis- oder Kodiakbären), Amurtiger, vielleicht eine kalte Leopardenart (für die dringend Halter gebraucht werden), eine große Robbenart (z.B. Walrosse oder Stellersche Seelöwen), Riesenschlangen und Komodowarane, vielleicht Flusspferde, vielleicht Gorillas in einer Tropenhalle sowie die Wiederaufnahme/Erweiterung der Erfurter Tradition der Blätteraffenhaltung in Form von ein oder zwei Langurenarten, z.B. Kleideraffen in Zuchtgemeinschaft mit (demnächst) Köln. Und statt der Humboldtpinguine gerne Königspinguine als größte Vertreter. Und ganz verwegen: Gabelböcke zu den Bisons, in Zuchtgemeinschaft mit (demnächst) Berlin TP.

Aber ich denke, mehr war nicht drin, weil der Zoo kein Geld bekommt. So werden nur die Dinge gemacht, die laut Säugetiergutachten unumgänglich sind und ein paar nicht allzu aufwendige Ergänzungen.
(Eintrag vom 26.04.2016 zum Thema " Zoo Erfurt")
Martin Mercus:   Der Zoo Krefeld ist einer von vielen Zoos, der als typischer Stadtzoo keine wirklichen Ausbreitungsmöglichkeiten hat. Somit ist eine Vergrößerung des Tierbestands momentan ausgeschlossen. Tendenziell wird der Bestand zum Wohl mancher Arten weiter sinken.

Allerdings besteht auf noch nicht absehbare Zeit die Möglichkeit, die Zoofläche beinahe zu verdoppeln. Bezug nehmend auf Anregungen des Zoo-Aufsichtsrats (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/grotenburg-soll-zoo-weichen-aid-1.3016569) könnte das Gelände des neben dem Zoo angesiedelten Uerdinger Fußballklubs zur Geländeerweiterung genutzt werden. Das Stadion entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen, zudem benötigt der Verein schon heute und wohl auch auf längere Sicht ein kleineres Gelände. Einem Abriss stehen dann nur noch nostalgische Gründe gegenüber.

Hier sind also meine Ideen, wie der Zoo Krefeld nach einer Vergrößerung aussehen könnte. Dabei habe ich mich ausschließlich auf den Tierbestand bezogen, der nun mehr geografisch geordnet ist. Eine Anpassung des Gastronomieangebots versteht sich z. B. von selbst.

1. Eingangsbereich
Der Eingangsbereich bleibt mit den bestehenden Gebäuden bestehen. Der Platz vor dem Zoo auch.

2. Australien
Die Australienwiese entsteht links hinter dem Eingang. Sie liegt entlang des linken Weges der ersten Gabelung, der zum Grotenburgschlösschen führt.

Tiere (4 Arten):
Graues Riesenkänguru, Parmakänguru, Spaltfußgans, Mähnengans

3. Südamerika
Die bestehende Südamerikaanlage mit Flachlandtapir etc. bleibt bestehen, wie auch die Anlage der Ameisenbären. Anstelle der Trampeltieranlage entsteht ein begehbares Haus für Krallenaffen mit Unterbesatz sowie mit jeweiligen Inselanlagen. Das Wasser beleben südamerikanische Enten.
Daneben leben nun anstatt der Zwergesel und Shetlandponys die Alpakas, deren Gehege teilweise begehbar ist. Die Degus und Jaguarundis bleiben. Die Guerezas, Stachelschweine und Paviane weichen einer Anlage für Jaguare. Die Terrarien für Zwergmäuse und Kreta-Stachelmäuse werden mit südamerikanischen Reptilien besetzt. Die Hyazintharas werden mit Grünen Zwergagutis vergesellschaftet. Gegenüber der Jaguaranlage wird eine betretbare Großvoliere für südamerikanische Vögel errichtet.
Der Pinguinpool bleibt bestehen. Die Seelöwenanlage wird deutlich vergrößert. Hier leben anstatt Kalifornischer Seelöwen Mähnenrobben und Südamerikanische Seebären.
Das Südamerika-Regenwaldhaus und das Schmetterlingshaus bleiben.

Tiere (74 Arten + Schmetterlinge):
Flachlandtapir, Wasserschwein, Guanako, Darwinnandu, Coscorobaschwan, Witwenpfeifgans
Großer Ameisenbär
Haus für Krallenaffen: Zwergseidenäffchen, Goldgelber Löwenaffe, Silberäffchen, Goldrückenaguti, Südliches Kugelgürteltier, Tieflandpaka, Südliche Herbstpfeifgans, Südamerikanische Löffelente
Alpaka
Jaguar
Jaguarundi
Terrarien für Degu, Rotkehlanolis,Gelber Blattsteiger, Ritteranolis, Gelbrücken-Baumsteiger
Hyazinthara, Grünes Zwergaguti
Großvoliere: Schneesichler , Scharlachsichler, Halsband-Wehrvogel, Gelbbrust-Pfeifgans
Mähnenrobbe, Südamerikanischer Seebär
Humboldtpinguin, Inka-Seeschwalbe, Rotschulterente, Zimtente, Schwarznacken-Stelzenläufer
Südamerika-Regenwaldhaus:
Mittlerer Ameisenbär, Weißkopf-Saki, Keilkopf-Glattstirnkaiman, Zweifinger-Faultier, Grüne Anakonda, Gartenboa, Gelber Pfeilgiftfrosch, El-Oro-Blattsteiger, Blattschneiderameise, Blinder Höhlensalmler, Mexikanischer Streifensalmler, Dornwels, Halbstreifensalmler, Pfauenaugen-Stechrochen, Schilderwels, Rotflossenwels, Schwarzer Gabelbart, Sumpf-Leporinus, Godmanns Buntbarsch, Goldschwarzer Buntbarsch, Gefleckter Raubbuntbarsch, Haken-Scheibensalmler, Silberbuntbarsch, Arrauschildkröte, Grüner Leguan, Helle Krötenkopfschildkröte, Köhlerschildkröte, Mexikanische Erdschildkröte, Stirnlippen-Basilisk, Terekay-Schildkröte, Kraushaarvogelspinne, Rotknievogelspinne, Purpurtangare, Azurkopftangare, Gelbfußhonigsauger, Schmucktäubchen, Blütenfledermaus, Kleine Langnasen-Blumenfledermaus
Schmetterlingshaus

4. Forscherhaus
Das Forscherhaus bleibt bestehen.

Tiere (6 Arten):
Axolotl
Bartagame
Riesengespenstschrecke
Stabheuschrecke
Achatschnecke
Fauchschabe

5. Afrikageflügel
Die Wiese und der Teich am Grotenburgschlösschen bleiben bestehen, werden durch weitere afrikanische Vogelarten wie Rosapelikan, Zwergflamingo, Koritrappe und Enten belebt. Das Winterhaus wird deutlich vergrößert bietet ggf. Möglichkeiten zur Unterteilung.

Tiere (11 Arten):
Rosapelikan, Rosaflamingo, Kori-Trappe, Zwergflamingo, Kaplöffelente, Südafrikanische Schwarzente, Gelbschnabelente, Graukopfkasarka, Kapente, Rotschnabelente, Afrikanische Weißrücken-Pfeifgans

6. Afrika
Das Großtierhaus wird innen umgebaut. Die Asiatischen Elefanten verlassen das Haus. Dadurch wird zum einen das Nashorninnengehege vergrößert, zum anderen eine Großvoliere für afrikanische Arten wie Klippschliefer und Webervögel erbaut, die auf der ehemaligen Außenanlage der Elefanten begehbar ist. Das Innengehege der Zwergflusspferde wird deutlich vergrößert, um wieder ein Paar halten zu können. Hierzu wird auch der Besucherraum etwas verlegt bzw. reduziert. Das bisherige Außengehege für die Spitzmaulnashörner wird um ein weiteres Gehege erweitert, das mit der Afrikawiese verbunden ist. Im Außengehege der Zwergflusspferde leben nun auch die Blauducker. Am Großtierhaus haben auch Erdmännchen und Fuchsmangusten ihr Gehege. Die Afrikawiese wird aufgewertet und durch die ehemalige Blauduckeranlage und das ehemalige Zebragehege erweitert. Zwischen Afrikawiese und Großvoliere entsteht eine Afrika-Lodge.
Die Löffelhunde leben im Bereich der ehemaligen Siamanganlage in einer Anlage nahe der Afrikawiese.
Die Anlagen für Säbelantilope und der Kraniche sowie die Watvogelvoliere werden zusammengelegt. Hier entsteht eine Zuchtanlage für Südafrikanische Geparden.
Der Afrikastall wird erweitert, das alte Stallgebäude für die Asienanlagen abgerissen. Im Bereich der ehemaligen Indienanlage nahe den Moschusochsen leben Waldbüffel. Die andere Anlage in Richtung Menschenaffen bewohnen die Säbelantilopen.
Neu entlang des Weges am Großtierhaus vorbei zum Vogelhaus entstehen rechterhand Anlagen für Mantelpaviane, Angola-Löwen, Kordofan-Giraffen sowie ein Streichelgehege mit afrikanischen Haustieren.
Vor dem Vogelhaus biegt man rechts in Richtung Menschenaffenhaus ab. Die Pinselohrschweine bleiben und werden mit Dunkelkusimansen vergesellschaftet. Das Gehege der Anoas bewohnen nach Umgestaltung nun die Servale. Danach folgt im ehemaligen Muntjakgehege die Voliere der Guerezas. Das Innengehege ist einsehbar. Das Außengehege der Seychellenschildröten wird durch den Wegfall der Krallenaffeninsel endgültig verkleinert. An ihrem Haus zur rechten Seite entsteht eine Anlage für 2 kleine afrikanische Schildkrötenarten.
Auf dem Gebiet des Teiches sowie der Kängurus entsteht die Schimpansen-Außenanlage. Zwischen Eingang und Ausgang des Menschaffenhauses entsteht ein Außengehege für Bonobos. Der Besucherweg wird für eine entsprechende Größe verlegt. Der Gorillagarten bleibt, die Gorillas werden mit Goldbauchmangaben vergesellschaftet.
Im Menschenaffenhaus leben nur noch afrikanische Arten. Hier sind die aufgewerteten Innenanlagen der Schimpansen und Bonobos zu finden. Die ehemaligen Anlagen für die Krallenaffen werden mit afrikanischen Arten besetzt. Diverse Tiere leben hier frei.

Tiere (56 Arten):
Damarazebra, Großer Kudu, Südliche Oryx, Impala, Blauhalsstrauß, Südlicher Hornrabe
Spitzmaulnashorn (kein Zugang zur Afrikawiese, anders herum wohl)
Erdmännchen, Fuchsmanguste, Pantherschildkröte
Zwergflusspferd, Blauducker
Löffelhund
Südafrikanischer Gepard
Großvoliere: Klippschliefer, Kap-Borstenhörnchen, Kräuselhauben-Perlhuhn, Grünschwanz-Glanzstar, Genickbandweber, Livingstone-Turako, Spornschildkröte
Waldbüffel
Säbelantilope
Kordofan-Giraffe
Mantelpavian
Angola-Löwe
Streichelgehege: Zwergesel, Zwergziege, Kamerunschaf und Helmperlhuhn
Pinselohrschwein, Dunkelkusimanse
Serval
Kikuyu-Guereza
Seychellen-Riesenschildkröte
Glattrand-Gelenkschildkröte, Afrikanische Schnabelbrustschildkröte
Gorilla, Goldbauchmangabe
Menschenaffenhaus:
Bonobo
Schimpanse
freilebend: Epauletten-Flughund, Königsglanzstar, Schildturako, Feuerweber, Blaustirn-Blatthühnchen, Schillerglanzstar, Palmtaube, Weißscheitelrötel, Orangebäckchenastrilid, Starrbrust-Pelomedusenschildkröte
Stumpfkrokodil
Madagaskar-Riesenchamäleon, Großer Madagaskar-Taggecko, Strahlenschildkröte
Grauwangen-Hornvogel

7. Nordamerika
Im Wald vor dem Vogelhaus leben Timberwölfe. Die Moschusochsenanlage bleibt, genau wie die Schneeeulenvoliere. Buchstabenschildkröten, Kaiser- sowie Rothalsgänse werden mit den Moschusochsen vergesellschaftet. Danach folgt die Dallschafanlage.

Tiere (7 Arten):
Dallschaf
Moschusochse, Kaisergans, Rothalsgans, Buchstaben-Schmuckschildkröte
Schneeeule
Westlicher Timberwolf

8. Vogelhaus
Die Volieren bleiben bestehen, die Asienvoliere wird in eine Südamerikavoliere umgestaltet. Freiflieger sind ausschließlich südamerikanische Arten.

Tiere (20 Arten):
Afrikanische Savanne: Senegal-Trappe, Textorweber, Königsglanzstar
Afrikanische Flusslandschaft: Krokodilwächter, Scharlachspint, Afrikanische Zwergglanzente, Grauer Mausvogel, Amethystglanzstar
Madagaskar: Haubenseidenkuckuck, Mähnenibis
Südamerikanischer Regenwald: Schwarzkehl-Arassari, Amazonasente, Bischofstangare
Südamerikanischer Regenwald: Waldschildkröte, Pompadourkotinga, Sonnenralle
freilebend: Rotstirn-Blatthühnchen, Türkistangare, Türkisblaue Kotinga, Veilchenorganist

9. Neuguinea
Die Anlage für die Baumkängurus wird modernisiert. Die alte Gepardenanlage bewohnen Helmkasuare.

Tiere (2 Arten):
Helmkasuar
Goodfellow-Baumkänguru

10. Asiatische Raubtiere
Das alte Gehege der Jaguare bewohnen nun Sri-Lanka-Leoparden. Darauf folgen die Sumatratiger. Die Anlagen der Kleinen Pandas und der Schneeleoparden bleiben. Die Schneeleopardenanlage sowie die Fischotteranlage werden um die Löffelhundanlage und die Servalnanlage vergrößert, die Schneeleopardenanlage modernisiert bzw. neu gebaut.

Tiere (5 Arten):
Sumatratiger
Sri-Lanka-Leopard
Schneeleopard
Kleiner Panda
Eurasischer Fischotter

11. Asien
Auf dem Gelände des Kfc Uerdingen entsteht neben Afrikaanlagen der neue Asienteil. 75 % des Parkplatzes bleiben bestehen. Zudem entsteht am Affentropenhaus ein zweiter Eingang.
Gegenüber dem Menschenaffenhaus erhalten die Orang-Utans zusammen mit den Siamangs ihr neues Außengehege. Das Innengehege ist in der neuen Asienhalle.
In der Asienhalle sind zudem die Innenstallungen der Asiatischen Elefanten sowie Volieren für asiatische Vögel und Anlagen für Kleinkantschil, Komodowaran und Palawan-Bengalkatze. Diverse asiatische Vögel leben hier frei.
Die Außenanlage der Elefanten kann ggf. von asiatischen Huftieren mitgenutzt werden. Diesen steht zudem ein angrenzendes, abgrenzbares Gehege zur Verfügung.
Zudem entsteht eine begehbare Großvoliere für Loris, die auch im Asienhaus zu sehen sind. Die Mandschurenkraniche sind mit den Muntjaks vergesellschaftet, die Trampeltiere mit den Weißschwanz-Stachelschweinen. Für die zwei männlichen Berganoas entsteht eine Zuchtanlage, für die Weibchen importiert werden.

Tiere (39 Arten):
Borneo-Orang-Utan, Siamang
Nilgau-Antilope, Axishirsch, Hirschziegenantilope, Streifengans, Rostgans
Asiatischer Elefant
Asienhalle mit einsehbarem Innengehege für Elefanten, Orang-Utans und Siamangs, Gehege für Kleinkantschil und Hirtenmaina, Palawan-Bengalkatze, Komodowaran, 2 Volieren mit asiatischen Vögeln, 1 Terrarium und 1 Aquarium
Voliere 1: Dajal-Drossel, Weißnacken-Fasanentaube, Prachtfruchttaube
Voliere 2: Azurelster, Furchenhornvogel
Terrarium: Tokeh, Taiwan-Gelbrand-Scharnierschildkröte
Aquarium: Krodkodilschwanz-Höckerechse, Hongkong-Flossensauger, Prachtflossensauger, Paradiesfisch
freilebend: Indischer Riesenflughund, Pagodenstar, Rotohr-Bülbül, Straußwachtel, Elfenblauvogel, Glanzkäfertaube, Mangrovereiher
Großvoliere: Gelbkopflori, Kragenlori, Allfarblori, Josenfinenlori
Mandschurenkranich, Formosa-Muntjak
Berganoa (hier sollten für die beiden Männchen weibliche Tiere importiert werden)
Trampeltier, Weißschwanz-Stachelschwein


Abgegeben werden folgende Arten:
Kalifornischer Seelöwe
Eurasischer Kormoran
Chinesische Zwergwachtel
Kreta-Stachelmaus (ggf. weiterhin Zucht hinter Kulissen)
Kubaflamingo
Hawaiigans
Shetlandpony
Federfüßiges Zwerghuhn


Ich würde mich über Anregungen/Verbesserungen/Kritik freuen.
Eine Skizze habe ich leider nicht.

(Eintrag vom 30.12.2015 zum Thema "Eure planung")
Mark Meier:   @Sacha & Gudrun: DASS das Geld fließen wird, ist nun mW immerhin schon sicher. Natürlich ist die zeitliche Komponente eine relative, aber auf ein paar Jahre mehr oder weniger kommt es nun auch nicht mehr groß an. Immerhin WIRD jetzt überhaupt was passieren... Ich hoffe, dass bis 2020 alle großen Projekte durch sind und dann mit viel Liebe für Details (was nicht mit viel verstreutem Kitsch zu verwechseln ist) an die halbwegs preiswerten und kurzfristig zu realisierenden Gemeinschaftsanlagen gegangen werden kann. So was wie die erneuerte Eisbären oder gar ein Umbau des Affenhauses für Orangs muss ja nicht sofort im Anschluss passieren.

@Michael Mettler: Gestutzt habe ich bezüglich der Diskrepanz der Summen zum Dickhäuterhaus auch, zumal in der PM des Tierparks nun von \"ersten Umbaumaßnahmen\" die Rede ist. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Senat den TP mit einem halb funktionierenden Haus im Regen stehen lassen würde - schon im eigenen Interesse. Es kann aber sein, dass bspw. die Afrika-Lodge einem privaten Investor überlassen wird und bspw. die \"Verkleidung\" des Hauses mit Spritzbeton als nicht zwingend notwendig gestrichen wird. Das könnte schon mal einen gewissen Teil der Differenz erklären.

Bei Himalaya soll wohl schon der Name ganz andere Assoziationen auslösen als Bergtieranlagen. Hinzu kommt eben die 15m-Bergkulisse und einige interessante Tiere wie Schneeleoparden und Katzenbären aka kleine Pandas. Wenn man das vernünftig inszeniert und auch bspw. bei Goldtakinen, Riesenseeadlern etc. den Status etwas mehr herausstreicht, dürfte das insgesamt schon als eine gewisse Aufwertung durchgehen. Meine bescheidene Theorie ist aber, dass dieses Areal auch künftig nicht überrannt werden wird. Wobei es auch darauf ankommen wird, ob dort oben tatsächlich wie einst geplant ein dritter Eingang mit Parkplätzen realisiert wird und ob man endlich auch am anderen Ende eine Verbindung zum Wegenetz des Parks schafft. Und auch die Seilbahn ist mW noch nicht völlig vom Tisch, würde aber wieder einen privaten Investor benötigen. Vieles bleibt also offen und somit spannend.
(Eintrag vom 15.12.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Ich finde es toll, dass jetzt soviel Geld für den Tierpark fließen soll, habe aber auch die Befürchtung, dass diese Summe bei Weitem nicht für all die Pläne reicht. Auch bin ich erst einmal auf die konkreten Planungen für die Projekte Dickhäuterhaus und Himalaya gespannt. Darüberhinaus warte ich immer noch auf einen konkreten Beginn für die Umgestaltung des ABH, das Malaienbärhaus (falls diese nicht doch erst einmal mit ins ABH auf der Kleinkatzenseite einziehen), die Fertistellung der Anlagen für Präriehunde (alte Steinadlervoliere) und Chaco-Pekaris und die ersten Maßnahmen auf den Spielplätzen, die eigentlich vorrangig sind und für die bereits Geld zur Verfügung steht. Auch wäre zumindest eine vorübergehende Umnutzung der leeren Vielfraßanlage durch die Schneeleoparden, die dann zumindest schon im richtigen Parkteil untergebracht sind, sinnvoll.
(Eintrag vom 14.12.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   Das\"gekappte\" Himalaya-Projekt hat ein paar Gedanken bei mir ausgelöst. Zum besseren Verständnis vorab die Fakten, auf denen sie fußen:

1. Der jetzige Bergtierbereich besteht überwiegend aus großen Huftiergehegen für kältefeste Arten. Es lägen größere Umbaumaßnahmen an sowie eine Geländebeschneidung, um den dritten Eingang nebst Parkmöglichkeiten zu schaffen.
2. Im späteren Nordafrika-Bereich herrschen jetzt ebenfalls Huftieranlagen vor, die aber beheizbare Ställe haben.
3. Für den späteren Südafrika-Bereich würde ein jetzt noch nicht für den Besucher begehbares Geländestück erschlossen und es müssten neue Stallgebäude für Huf- und Raubtiere geschaffen werden.
4. Das zukünftige Geokonzept enthält zwei räumlich weit voneinander entfernte Asien-Parkteile, einer davon ist das Alfred-Brehm-Haus.
5. Die zur Himalaya-Verfüllung angedachten Schuttberge lagern auf einem Geländestück zwischen ABH und der den TP an dieser Seite begrenzenden Bahnstrecke. Wer auch immer die Kosten dafür zu tragen hat, auf jeden Fall verursacht ihr Verbringen in den Bergtierbereich logistisch einen Riesenaufwand.
6. Gemäß einem der Presseberichte ist die Berliner Wohnungsbaugesellschaft nur mäßig daran interessiert, ungenutzte TP-Flächen zu übernehmen, weil es für den Wohnungsbau geeignetere Flächen in Berlin gebe.

Warum dann nicht eine Lösung, die unkomplizierter wäre und wahrscheinlich weniger finanziellen Aufwand bedeuten würde? Und zwar so:

1. Die Schuttberge werden an Ort und Stelle zu einem neuen Parkteil Himalaya verarbeitet, der sich statt des Themas Südafrika unmittelbar an den durch das ABH gebildeten Asien-Bereich anschließt. Zur Bahnlinie hin entsteht eine hohe Kulisse aus Kunstfels, die nicht nur den Hintergrund für Gehege bildet, sondern den Park auch weitgehend gegen die Bahnlinie abschirmt; evtl. mit einem Gehege für weithin auffallende Tiere, das von beiden Seiten aus einsehbar ist und so auch als TP-Schaufenster und damit Werbeträger für die Bahnfahrgäste dient (eine bunte Herde Yaks mit entsprechender Tibet-Dekoration würde sich m.E. gut eignen und sogar noch einen thematischen Übergang zum Haustierbereich darstellen). Es entfiele das langwierige Abtragen und Versetzen der Schuttberge über eine kilometerlange Strecke, was ja nicht nur Zeit kostet, sondern auch Kraftstoff für die Lkw, der wiederum eine Menge Abgase verursacht - und der TP will doch eigentlich auf ein Umweltschutz- und Energiesparkonzept hinaus...? Während der jetzige Bergtierbereich für den aufwändigen Himalaya-Umbau längere Zeit für das Publikum gesperrt werden müsste, ließe sich der von mir angedachte Himalaya-Bereich weitgehend \"hinter den Kulissen\" errichten. Dass er nicht schon selbst auf einem Berg liegt, sehe ich nicht als Problem. Bergkulissen á la Hagenbeck \"funktionieren\" schließlich auch im Flachland, siehe Hamburg oder Antwerpen. Übrigens: Die Geiervoliere am ABH könnte dann flexibel den aneinander grenzenden Themenbereichen Afrika-Savanne und Himalaya zugeordnet werden, die Pinguinanlage ließe sich z.B. für Otter nutzen.

2. Der jetzige Bergtierbereich lässt sich mit wenig Aufwand als neuer Parkteil Nordafrika nutzen. Die meisten der dafür vorgesehenen Leittierarten leben in der Natur ohnehin in bergigem Gelände und benötigen wie die jetzigen Bewohner keine geheizten Ställe. Die eher flache Elch-Anlage ließe sich leicht für Wüstenantilopen umgestalten. Da die Fläche für die Tierhaltung etwas größer ist als im bisher vorgesehenen Nordafrika-Bereich, ließen sich evtl. zusätzliche Großtiere einbauen, z.B. die derzeit nicht mehr vorgesehenen Streifenhyänen. Für jene Besucher, die eines Tages durch den dritten Eingang mit ihrem Rundgang beginnen werden, böte Nordafrika sogar einen abwechslungsreicheren Besatz (nach ZEP-Liste: 5 Huftierarten, 2 Affenarten, Gepard und Strauß) als der Himalaya (8 Huftierarten, Schneeleopard und Kleiner Panda).

3. Der Parkteil Südafrika könnte dann letztendlich dort entstehen, wo eigentlich Nordafrika vorgesehen ist. Heizbare Ställe sind bereits vorhanden, Anlagenflächen können zusammengelegt werden. Einziger Wermutstropfen: Der Affentempel würde nicht mehr passen. Aber da er aus Steinblöcken besteht, könnte man ihn abtragen und in \"meinem\" Nordafrika-Parkteil in der dortigen Berberaffenanlage wiedererrichten. Die jetzige Magot-Anlage könnte dann als Basis für eine neue Brillenpinguinanlage dienen. Für Puristen: Südafrika passt auch besser neben den Madagaskar-Bereich als Nordafrika ;-)

4. Eine Gondelbahn ließe sich auch in mein Konzept einbauen. Und zwar sogar eine noch viel spektakulärere Variante: Talstation wie im ZEP geplant in \"Südostasien\", erste Bergstation ebenfalls wie angedacht (dann unter Thema \"Nordafrika\"), aber dann verlängert entlang der TP-Hügelkante bis zu meinem neuen Himalaya, also von Berglandschaft zu Berglandschaft! Somit könnte man von der Gondelbahn aus auch den größten Teil von \"Südafrika\" und \"Afrika-Savanne\" überblicken. Die für die Savanne geplante Abenteuer-Bahn sollte ohnehin auch einen Blick aus der \"zweiten Ebene\" sowie eine Schleife ins Südafrika-Gebiet einschließen - beides wäre in diesem Fall nicht mehr nötig, was den baulichen Aufwand vereinfachen würde und Etatgelder für die Verlängerung der Gondelbahn frei werden ließe. Und die Gondelbahnstrecke wäre dann nicht nur 150 m lang (wie jetzt geplant), sondern einen guten Kilometer, insgesamt also sehr viel spektakulärer (und somit vielleicht auch ein größerer Anreiz für Geldgeber bzw. öffentliche Fördermittel). Auch hier ein Schmankerl für Geo-Puristen: Die beiden weit voneinander entfernten Asien-Parkteile wären durch die Bahn miteinander verbunden - ihr müsstet während der Fahrt lediglich die Augen schließen, um zwischendrin nicht Afrika sehen zu müssen :-D

Aus meinem Laienverständnis heraus müssten die genannten Vorschläge eigentlich kostengünstiger umsetzbar sein als die jetzige Planung, während aber wohl kaum weniger attraktiv.
(Eintrag vom 08.11.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
zollifreund:   diese Woche wieder mal ein Besuch in Karlsruhe ( zuletzt 2014): für mich neu war die Anlage der Nasenbären neben den Kropfgazellen; eine Außenanlage für Fenneks am Raubtierhaus ( aber noch unbesetzt da die Innenanlage noch nicht fertig ist); die Humboldtpinguine haben nun eine eigene Anlage zwischen den Magellanpinguinen und den Eisbären; auf der alten Kamelanlage sind akutell die Zebras und die Elenantilopen ( deren Stall ist bereits neu renoviert), der Bereich Bantenganlage und bisheriges Zebragehege ist abgesperrt und wird umgebaut; im Affenhaus wird der \"Käfig\" Stachelschweine umgestaltet ( ich meine mal irgendwo etwas gelesen zu haben, dass hier dann die Salzkatzen einziehen), Hühnergänse werden in der ehemaligen Schneeleopardenanlage neben dem Raubtierhaus gehalten, selbige haben übrigens wieder drei schon etwas ältere Jungtiere auf ihrer neuen Anlage, Fazit: es tut sich viel in Karlsruhe!
Elefanten sind übrigens weiter getrennt in zwei Gruppen. Die Rotscheitelmangaben haben ein Jungtier.
(Eintrag vom 03.10.2015 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Mark Meier:   Die letzten Maras sind wohl \"ausgestorben\", wie kürzlich im Zoofreundeforum gemeldet (und laut Zootierliste bestätigt) wurde.

Gestern war ich übrigens im Rahmen eines Geburtstags auch mal wieder selber im Park, wenn auch recht kurz. Dabei habe ich einige Entdeckungen gemacht (wobei ich mich natürlich primär auf das Geburtstagskind konzentrierte):

-Bei den Manatis überspannt nun ein großes helles Sonnensegel den Besucherbereich vor den Scheiben. Somit sind die Spiegelungen mit einfachen Mitteln extrem reduziert worden. Ich bemerkte so auch, dass es neben den Guppies auch immer mehr Schwertträger in dem Becken gibt, die nun offensichtlich auch besser züchten (frischer Nachwuchs war jedenfalls zu sehen). Ich würde mir ja nach wie vor noch mehr Unterbesatz wünschen, aber wer weiß was mittelfristig mit der Anlage geplant ist und sicher hat schon jetzt keiner Spaß da tausende Fische rauszufangen bzw. sterben zu lassen.

-Die Wolfsanlage sieht exakt aus wie vor der PM. Aber die Wölfe sind durchaus drauf. Nur verstecken sie sich auf der dicht bewachsenen Anlage so erfolgreich, dass selbst die Pfleger nur Vermutungen anstellen können (wir spaßten etwas länger über die weiterhin \"leere\" Anlage und sahen in der Zeit ein paar Pfleger, die beim Vorbeifahren wie wir neugierig auf die Anlage blickten, aber auch nicht mehr Erfolg hatten). Die Pfleger denken aber, dass es nach der schlimmsten Hitze und der ersten Eingewöhnung bald etwas besser wird oder man (i.e. Pfleger und Stammbesucher) zumindest feste Plätze und Gewohnheiten kennt.

-Bei dem Herumstehen bemerkte ich auch wieder wie schön und tiergerecht diese Anlage eigentlich ist. Da wir zuvor lange im Bergtierareal waren, hatte ich ähnliche Beobachtungen u.a. bei den Elchen sowie der Stelle wo man von drei Bänken aus u.a. in die Anlage der Blauschafe blicken kann. Wunderschöne Naturbühnen, die teilweise leider wenig Beachtung finden, wobei gestern durchaus einige Besucher durch das Areal liefen. Baumaßnahmen waren übrigens keine zu sehen (früher hatten wir ja über Vermessungsarbeiten und Bagger/ Baugeräte berichtet). Die Vielfraßanlage steht auch weiterhin leer, wobei ich mir hier wunderbar die Schneeleoparden vorstellen könnte. Bei der Manulanlage wurden Kletteräste arrangiert und hinten Holzpallisaden angebracht (ähnlich wie die bei der großen Schautribüne, aber dieses Design findet inzwischen auch noch andernorts Verwendung). Sonst gab es fast überall frischen Nachwuchs. Bei den Riesenseeadlern wird man die regelmäßigen Nachzuchten sogar kaum noch los, weil wohl nur wenige interessierte Zoos die neuen Haltungsbestimmungen erfüllen können. Schade!

-Kleinere Umgestaltungen fielen mir natürlich wieder mal überall auf, so auch der neue Hintergrund bei den Gerenuks. Hier hat man alles etwas wilder und ungleichmäßiger arrangiert, was mir aber wirklich gut gefiel. Leider sah ich nur ein Tier im Hintergrund des Hauptgeheges und gar keine im Vorgehege (wobei man dieses nun auch kaum noch einsehen kann, was dann wieder der Nachteil der neuen \"Kulissen\" bzw. Verkleidungen oder Blenden ist).

-Bei den Kängurus wohnten wir der Fütterung und Eingewöhnung bei. Der Termin ab halb Zwölf scheint erst mal weiter Bestand zu haben und nicht nur ein paar Tage, wie es auf Facebook erst klang. Jedenfalls weisen jetzt Schilder an Eingang und Anlage darauf hin. Man rechnet wohl damit, dass die Eingewöhnung von Handaufzucht Monti (1,0 Flinkwallaby) bis Ende des Monats dauert. Der Kleine war jetzt schon ziemlich eigenständig und viel neugieriger und umtriebiger als es der Pflegerin gefiel. Sie setzte ihn immer wieder zum Futterplatz zurück, der aber auch von anderen Kängurus und den Spaltfußgänsen okkupiert wurde. ich fände es sehr gut, wenn man auch hier dauerhaft regelmäßige Fütterungen einführt und diese vielleicht auch kommentiert. Jedenfalls gibt es ja öfter Junge und die Truppe ist sehr schauattraktiv und bei einer Fütterung besonders gut zu beobachten.

-Neu bei beiden Kängurus waren Futternetze mit Heu, die wie auch bei immer mehr Huftieren Verwendung fanden. Bei den Löffelhunden war hingegen wieder ein Metalldraht mit kleinen Ösen gespannt.

-Die kleinen Verkaufsstände am Schlosseingang wurden nun in der rosa-weißen Schlossoptik besprüht, wobei zugleich auch Tiermotive eingefügt wurden, wie ein Orang-Utan der an einem Seil schaukelt (netter Bezug auf die Historie des Schlosses). Das ist mE wirklich sehr, sehr gut gelungen.

-Die historische Ausstellung im Affenhaus fand ich ebenfalls sehenswert. Neben Bilddokumenten wie einer Giraffe, die auf der Frankfurter Allee aus dem fahrenden Anhänger schaut oder dem mit den Kindern flitzenden Elefanten Cosco gibt es natürlich zahlreiche
Bilder mit Kindern und Löwen oder Ponies (bei letzteren wirken die Kinder sogar begeisterter!) sowie von der Grundsteinlegung oder Baumaßnahmen mit Aufbauhelfern, ersten Tieren, originalen Magistratsdokumenten, Eintrittskarten, den alten TP-Cartoons usw. usf. Eine nette, lebendige Ergänzung war ein Modell des Brehm-Hauses, eine originale Transportbox für Raubkatzen sowie eine schnöde aber doch authentische Schubkarre. Also kann man sich ruhig mal anschauen. So schlecht wie ich es nach ein paar Beiträgen angenommen hatte, ist es mE nun auch nicht. Man darf aber natürlich keine riesigen Dimensionen erwarten (es hätte gerne noch mehr Raum genutzt werden können)...

(Eintrag vom 12.08.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Oliver Müller:   @Tim Sagorski:
Syrische Gold- pardon Braunbären sollen m.W. ausgebaut werden, die anderen von dir genannten Bären werden wohl auf absehbare Zeit verschwinden, wobei ja Berlin Zoo neu für Kragenbären gebaut hat und sie schätzungsweise auch im neuen Masterplan auftauchen werden. Bei den Baribals sehe ich allerdings eine gewisse Kehrtwende, Berlin TP Osnabrück planen diese zu halten und m.W. auch Magdeburg, sofern dort Nordamerika tatsächlich kommt. Nicht sicher bin ich mir, ob sie auch in Limbach-Oberfrohna geplant sind.
Beinden Leoparden ist das Verschwinden der Inder nach dem Ableben der Geschwister aus Wuppertal quasi besiegelt, Javaner sollen allerdings neu aufgebaut werden ( Berlin TP, Prag, ggf. Beauval), Ceylonesen könnenn jederzeit zurück kommen, da diese ja in Europa nicht so ganz selten sind. Ich mache mir da eher etwas Sorgen um den Leoparden als Art, da ja auch die anderen UA immer seltener gehalten werden und man anscheinend bei den gefleckten Großkatzen eher auf Schneeleoparden und Geparden setzt.
Vielleicht sind aber auch \"kalte\" Leoparden und Bären eine Chance für kleinere Tier- und Wildparks, die Artenvielfalt und Attraktivität zu erhöhen.
(Eintrag vom 06.08.2015 zum Thema "Tierarten, die bald aus den deustchen Zoos verschwinden werd")
Michael Mettler:   @WolfDrei: Ich vermute ja auch eher ein Kunstgebirge á la Hagenbeck als einen schlichten Schüttkegel, der sich doch vermutlich auch noch einige Jahre lang "setzen" würde und somit schlecht sofort zu bebauen wäre.

@Michael Gradowski: Eine gewisse Flexibilität in Details ist mit Sicherheit vorhanden. Aber wenn dieses Projekt - Finanzierung vorausgesetzt - mit einem Baustart in nur noch sechs Monaten angeplant ist, dann würde ich schon davon ausgehen, dass für die Grundstruktur (und dazu gehören nun mal Anlagenstandorte und Wegeführungen) schon einiges Konkretes in der Schublade liegt. Die Seilbahn steht in der Kategorie möglicher Drittmittelfinanzierungen, damit könnte auch Sponsoring gemeint sein. Und ich sehe es umgekehrt: M.E. soll gerade die Seilbahn die Besucherzahl steigern, womit dann z.B. die Schneeleopardenanlage finanziert werden könnte - die ist ja wohl nicht umsonst erst für eine spätere Bauphase vorgesehen... In C-Priorität schätze ich auch weitere Kleinanlagen jenseits der aufgelisteten Leittierarten ein: Können als Ergänzung irgendwann folgen, müssen aber keineswegs.
(Eintrag vom 26.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   Auf der ZEP-Karte der zukünftigen Versorgungswege ist ein Stichweg zum Vielfraßstall eingezeichnet, also scheint dieser Gebäudestandort erhalten zu bleiben. Ob die jetzigen Stallboxen groß genug für Schneeleoparden wären, bleibe dahingestellt - eine Nachnutzung als Anlage für die geplanten Kleinen Pandas (dann mit gitterfreiem Einblick und oben offen) wäre sicherlich der geringere Umbauaufwand.

Im gleichen Plan ist auch ein anderer als der jetzige Verlauf des Wirtschaftsweges zum Steinbockstall skizziert (aktuell zwischen Bartgeiern und Kranichen, geplant offenbar aus Richtung Sichuan-Takine kommend zwischen Bartgeiern und Steinbockgehege). Das könnte dafür sprechen, dass man dort eine zusammenhängende Fläche für eine neue Anlage schaffen will. Für die Schneeleoparden, deren Anlage ja erst im zweiten Bauabschnitt von Himalaya geplant ist? Da der neue Besucherweg "nur" an den Schmalseiten dieser Fläche entlang verlaufen wird, ließe sich der Bereich ohne größere optische Beeinträchtigung für eine Baumaßnahme abhängen, die erst nach Fertigstellung der übrigen Berggehege anstünde. Und aus dramaturgischer Sicht würde das einzige Großraubtier des Bereiches als Auftakt und Schlusspunkt des Himalaya-Rundweges durchaus Sinn machen.

Da die Baumaßnahme Himalaya laut ZEP schon zu Jahresbeginn 2016 starten soll, liegt eigentlich auf der Hand, dass zur Schaffung von Baufreiheit vermutlich ab dem zweiten Halbjahr bzw. Ende der Hauptsaison 2015 die europäischen Gebirgstierarten den TP verlassen werden und die Wegschleife Gemsen/Elche/Mufflons vom Besucherweg abgehängt wird. Dadurch ließe sich eine Baustraße zum "Versetzen der Berge" so anlegen, dass sie keinen Besucherweg kreuzt.
(Eintrag vom 26.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Schneeleoparden in die Vielfraßanlage oder Bartgeieranlage dürfte sicher gut möglich sein.
Die Mufflonanlage wäre sicher gut geeignet als Anlage für Weißlippenhirsche.
(Eintrag vom 25.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   @Gudrun: Einige von den Anlagen, über deren Zusammenlegung und Umgestaltung du spekulierst, wird es mittelfristig überhaupt nicht mehr geben, und der Themenbereich Himalaya wird dafür auch den jetzigen Bereich der europäischen Gebirgstiere umfassen.

Die Grafiken im ZEP lassen folgende Deutungen zu:

- Die neue Besucherwegführung verläuft (nach heutigem Besatz gerechnet und vom Affenhaus kommend) an den Riesenseeadlern rechts abbiegend zwischen Sichuan-Takinen/Blauschafen einerseits und Bartgeiern/Alpensteinböcken andererseits aufwärts, an den Vielfraßen vorbei auf das (bisherige) Kolkraben-Plateau, von dort über den im Zickzack verlaufenden Hangweg abwärts zwischen Graukranichen und Mufflons hindurch und mit einem neuen Wegstück weiter hangabwärts in Richtung Kaffernbüffel. Die große Runde um Gemsen, Elche und Mufflons entfällt für den Besucher und bleibt nur als Wirtschaftsweg erhalten.

- Die Gehege der Weißlippenhirsche, Kreishornschafe, Gorale und Marco-Polo-Schafe entfallen bei Bau des neuen Nebeneingangs, die Flächen sind im ZEP als zukünftige Park(haus?)flächen ausgewiesen. Zwangsläufig entfällt damit auch der überwiegende Teil des Besucherwegsystems im jetzigen Bereich für asiatische Gebirgstiere. Auch die jetzige Luchsanlage wird nicht mehr vom Besucherweg berührt.

- Die Fläche des zusätzlichen Einganges umfasst u.a. Stall und Vorgehege der Weißlippenhirsche sowie die Volieren für Habichtskäuze und Riesenseeadler.

- Die Bergstation der Seilbahn befindet sich auf dem Kolkrabenplateau, die Talstation auf der Fläche der Kaffernbüffelanlage. (Und im Dreieck Kaffernbüffel/Gerenuks/Greifvogelring ist der "Bahnhof Asien" der Tierparkbahn geplant.)

- Für die im ZEP genannten Leittierarten sind sechs größere Anlagen notwendig (die Kleinen Pandas mal nicht eingerechnet): 5x Huftiere plus Schneeleopard. Theoretisch stehen folgende bereits vorhandene Gehege dafür zur Verfügung: Markhore (daran führt aber der Besucherweg nicht mehr entlang), Sichuan-Takine, Blauschafe, Alpensteinböcke, Gemsen, Elche, Mufflons als große Anlagen sowie Vielfraße, Bartgeier und Kraniche als kleinere. Wobei sich die Positionen von Besucher- und Versorgungswegen im Vergleich zur heutigen Situation an einigen Anlagen umkehren werden - falls nicht auch die Gefällerichtungen ummodelliert werden sollten, wird man also zukünftig eher hangabwärts als -aufwärts auf Tiere blicken.

- Irgendwo muss aber auch noch der "aufgestockte Berg" seinen Platz finden - angesichts dessen geplanter Höhe und des daraus resultierenden Volumens wird der eine ganz schöne Standfläche benötigen. Dafür gibt es m.E. nur zwei logische Möglichkeiten: a) Inmitten des Besucherrundweges, also im Bereich Steinböcke/Vielfraße/Kolkrabenplateau/Kraniche/Bartgeier - das würde wegen der Seilbahnstation natürlich Sinn machen; b) Auf den jetzigen Flächen der Sichuan-Takine und Markhore - wo er mehr als Hintergrundkulisse dienen und den Durchblick auf Parkplatz, Straße und Stadt verhindern könnte. Aber vielleicht wird es ja auch eine "Doppelklippe" a) plus b), und der Besucherweg führt durch einen "Taleinschnitt"...?

- Die Seilbahnroute würde nach heutigen Stand über das Mufflongehege führen. Da man die Bahn wohl kaum über ein großes Gitterdach (wegen des Ausblicks) oder eine oben offene Großraubtieranlage fahren lassen wird, würde ich eine Unterbringung der Schneeleoparden auf der jetzigen Mufflonfläche ausschließen. Über die Verteilung der Leittierarten lässt sich ansonsten prima spekulieren ;-)
(Eintrag vom 25.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Auf jeden Fall ließe sich das Himalaya-Gebirge vermutlich mit am schnelssten und ohne große Tierabgaben und Neubaumaßnahmen umsetzen und wäre damit sicher auch am preiswertesten. Im Grunde müßte man ja nur einige bereits vorhandene Anlagen zusammenlegen oder umbesetzen. So könnte man die Voliere für Riesenseeadler vermutlich unverändert auch für eine andere Adlerform verwenden, die Bartgeiervoliere oder die Luchsanlage für Schneeleoparden umgestalten und z.B. Goral- und Takinanlagen oder Marco Polo Schaf- und Markhor-Anlagen zusammenlegen. Auch die Anlage für Weißlippenhirsche oder Blauschafe bräuchte man nur umgestalten. So hätte man zusammen mit dem umgestalteten ABH noch eine zweite neue Attraktion bzw. Hingucker im Jahr 2016, die auch neue Besucher anlocken könnte. Der Afrikaparkteil oder die Vogelwelt wären sicherlich schwerer umzusetzen und weit teurer als das Himalaya-Gebirge, zumal man ja erst eine größere Anzahl Tierarten abgeben müßte, z.B. die Panzernashörner und asiatischen Elefanten, bevor man mit den Umgestaltungsmaßnahmen für "Afrika" beginnen könnte. Daher finde ich diese Wahl sehr logisch und auch recht gut durchdacht.
(Eintrag vom 25.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   @Mark Meier: Auf
http://www.bild.de/regional/berlin/berlin/der-doppelhaushalt-41494266.bild.html
liest sich das etwas anders, demnach wird in 12 Tagen lediglich der Entwurf des Doppelhaushaltes vorgestellt und die Entscheidung fällt erst im Dezembar.

Möglicherweise fällt auch der angedachte dritte TP-Eingang in den 8-Mio.-Etat, dann würde sich das "weit vom Eingang" natürlich ins Gegenteil verkehren und ein publikumsträchtiges Gesamtpaket sowie mögliches touristisches Highlight ergeben. Im ZEP (S. 74) sind nämlich für den "Schneeberg mit Kletterwand", der zur Phase 1 gezählt wird, nur 5 Mio. € veranschlagt, dazu in Phase 2 die Schneeleopardenanlage mit 480.000 € und der Nebeneingang Gensinger Straße mit 750.000 € - macht gesamt "nur" 6,23 Mio. €. Seilbahn und Parkplätze am neuen Eingang tauchen in der eigenen Liste der Projekte auf, die mit Dritt- oder Fremdmitteln finanziert werden sollen.

Die Manule sind trotzdem noch "im Boot", laut ZEP aber für den Bereich "Asiatische Steppe" eingeplant.
(Eintrag vom 25.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Mark Meier:   Wenn die B.Z. da Recht behält, wäre es schon eine kleine Sensation:

Der Tierpark soll schon in 12 Tagen und nicht erst im September erste 8 Millionen für den Doppelhaushalt 2016/ 2017 bewilligt bekommen, um aus dem Schuttberg die Himalaya-Landschaft "mit Schneeleopard und Adler" zu gestalten.
http://www.bz-berlin.de/berlin/269-polizisten-und-ein-verschoenerter-schuttberg-im-tierpark

Wäre zwar nicht meine erste Baustelle (zumal weit vom Eingang), aber vielleicht liegt das an der Verpflichtung die "illegale Deponie" zeitnah zu entfernen.

Und auf der anderen Seite wäre es ein netter Kontrast zur vorher eröffnenden Südostasien-Erlebniswelt und mit 92m (bzw. 55-60m über dem Umland) schon einer der höchsten Punkte der Stadt und somit ein Landmark.

Hab gerade noch mal schnell im ZEP nachgeschaut. Als Leittierarten werden genannt:

Himalaya
• Schneeleopard
• Vergesellschaftung: Goldtakin + Goral
• Kleiner Panda
• Vergesellschaftung: Marco-Polo-Schaf + Markhor
• Vergesellschaftung: Mishmi-Takin + Schopfhirsch
• Weißlippenhirsch
• Blauschaf

Hätte auch noch die Manule vermutet, aber sonst klingt es sehr gut. Einige sehr wichtige Arten bleiben uns so erhalten und abwechslungsreich dürfte es trotzdem werden. Mal sehen, welche Adler man nimmt und ob noch andere Arten hinzukommen.

Falls das Ganze keine Ente ist...
(Eintrag vom 25.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Sacha:   Mein perfekter, neuer Zoo
Zugegeben, die Titel für diesen Thread ist etwas provokativ. Schliesslich gibt es den perfekten Zoo nicht (und wird es wohl nie geben). Die Idee dahinter ist, einen Zoo zu beschreiben, der ein möglichst breites Spektrum an Gattungen und Lebensräumen abzudecken, die zudem für den 0815-Besucher interessant sind. Zudem sollte es ein komplett neuer Zoo sein (also nicht ein bestehender, der umgebaut wird).
Hier die Aufgabenstellung im Detail:
-Ein neuer Zoo in einer Ortschaft, die noch keinen Zoo besitzt (ausser der neue Zoo konkurrenziert den bestehenden Zoo nicht direkt = mehr oder weniger die gleichen Flaggschiffarten)
-der Zoo liegt in Europa
-die Anzahl der Tierarten liegt zwischen 400 und 600
-der Zoo ist zwischen 50 und 100 ha gross
-der Zoo liegt an einem Ort, der über Touristen und/oder einen grossen Ballungsraum genügend Besucher erwarten lässt.

Für meinen perfekten Neu-Zoo habe ich die Artenzahl (natürlich) voll ausgeschöpft (ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt). Ebenso die Fläche, also 100 ha. Der Zoo könnte im Ballungsraum Mailand, Athen, auf Mallorca, an der Costa Brava, bei Strasbourg, nahe Manchester, bei Genf, in Mainz/Wiesbaden, Mannheim/Heidelberg oder – was aus meiner Sicht am Idealsten wäre – bei Paris in der Nähe von Disneyland Paris und Parc Asterix liegen (Freizeit-Ergänzung).
Der Eintrittspreis wäre wohl mit 25 bis 30 Euro pro Erwachsenen anzuschlagen (je nachdem, ob für gewisse Attraktionen/Dienstleistungen eine Extragebühr fällig wird oder nicht).
Bau (und wenn möglich Unterhalt) der Anlagen sollte nach Möglichkeit über Firmen finanziert werden, wobei diese als Gegenleistung als Namensgeber der Anlagen (Coca-Cola-Afrikasavanne etc.) auftreten könnten und die zudem vor dem Eingang der jeweiligen Anlage mit einem grossen Schild als Sponsoren vermerkt werden (Bedingung: Das Schild könnte zwar riesig sein, darf aber NICHT IN einem Gehege stehen und darf farblich nicht auffallen).
Natürlich bedürfte es einer direkten Anbindung an den ÖV (und zwar entweder S-Bahn, Tram oder U-Bahn, Bus alleine genügt nicht) sowie ausreichend PP für Pkw und Reisebusse.

Da ich grundsätzlich den Geozoo als attraktivsten (zumindest für ONB) Zootyp erachte, ist er auch dementsprechend aufgebaut. Genauer: In Form einer Weltreise. Sie beginnt in der Antarktis/Subantarktis Südamerikas und endet in der mongolischen Steppe. Dabei musste ich mich natürlich einschränken und leider auf einige interessante Hot Spots wie Everglades, Anden, Pantanal, Sahara, nordafrikanisches Gebirge, Persien, Indien, Indochina oder Sibirien weglassen. Bei den einzelnen Anlagen wird wenn immer möglich auf Gitter verzichtet (Ausnahmen z.B. begehbare Volieren mit Gitternetzkonstruktionen) und Glas, Kunstfels, Nagelfluh oder Holz verwendet.

Bei den einzelnen Bereichen habe ich erst einen kurzen Beschrieb verfasst und dort auch die für den Besucher wichtigste Infrastruktur erwähnt. Darunter fallen insbesondere Rides/Fahrattraktionen, Vorführungen, Spielplätze und natürlich Gastrobetriebe. Bei letzteren sind auch die wichtigsten gastronomischen Angebote aufgeführt. Jeder Gastrobetrieb beinhaltet immer auch WC/sanitäre Anlagen für die Besucher, wobei allfällige weitere WC-Anlagen nicht extra erwähnt sind. Und natürlich ist jedem Bereich auch der angedachte Tierbestand beigefügt (Die meisten Arten sind in Stein gemeisselt, bei gewissen Vögeln, Fischen und Wirbellosen sowie der Wahl der meisten UAs lasse ich jedoch mit mir reden;).
Arten, die mit einem Komma (‚) abgetrennt sind, bewohnen (mit wenigen Ausnahmen wie etwa bei den Korallenfischen und Trop. Meereswirbellosen) das gleiche Gehege. Nach einem Strichpunkt (;) folgt eine neue Anlage. Einige Arten kommen in mehreren Anlagen vor. Zur besseren Unterscheidung (und damit sie nicht doppelt gezählt werden) sind sie in Klammern aufgeführt. Für Arten oder/und Unterarten, die schwer zu bekommen sind, habe ich Alternativen gesucht, die mit (A: ) gekennzeichnet sind.

Nun würde mich einerseits interessieren, was Ihr von meinem Plan haltet, was Ihr ändern würdet und wie Euer perfekter Zoo (nach meinen Vorgaben) aussehen würde.

Viel Spass beim Lesen und Grübeln:

DIE REISE BEGINNT

HAUPTEINGANG/HAUPTAUSGANG
Kassen, Mietstationen für Bollerwagen und evtl. 4-Rad-Gefährte (analog Zoo Miami). WCs mit Wickelstationen, Guest Relations, Verwaltung, Zooschule und grosser Shop.

AMERIKA – ANTARKTISCHE INSELN
Sie besteht aus einer reinen, aber grossen Indooranlage mit Tageslicht-Rhythmus wie in der Antarktis. Angeschlossen ist die Eisdiele Tierra del Fuego (im Sommer Speiseeis, Bier, Eistee, Softdrinks/im Winter Glühwein, Berliner Pfannkuchen)

Falkland-Dampfschiffente, Kaiserpinguin (A: Gewöhnlicher Königspinguin), Adeliepinguin (A: Nördlicher Eselspinguin), Blauaugenkormoran, (Gewöhnlicher Felsenpinguin);

AMERIKA – PATAGONISCHE KÜSTE
Anlage, die der namensgebenden Küste möglichst gleichen soll. Also Sand-, Felsen- und Graselemente. Bevorzugt Pflanzen aus der entsprechenden Gegend. Schaufütterung bei Robben und Vögeln. Volieren für Vögel. Die ersten zwei Anlagen begehbar, evtl. auch Pinguin- und Flamingoanlage zusammengelegt.

Südlicher See-Elefant, Südamerikanischer Seebär;
Kleine Magellangans, Gewöhnlicher Felsenpinguin, Humboldtpinguin, Chile-Meerpelikan, Inka-Seeschwalbe, Mexikanischer Stelzenläufer, Graukopfmöwe;
Chileflamingo, Schwarzhalsschwan, Chile-Pfeifente, Kupferspiegelente;
Andenkondor, Südlicher Caracara (A: Nördlicher Caracara);

AMERIKA – PAMPAS
Erste Anlage als grosse Freianlage (Stil: München oder Zoo Berlin). 2 Vogelvolieren, wobei zweite Voliere evtl. entfallen kann, wenn Federn schneiden bei Seriema und Truthahngeier weiterhin erlaubt. Mähnenwolf in Freianlage mit Trockengraben. Puma hinter Glas.

Guanako, Paraguay-Pampashirsch, Mara, Grosser Ameisenbär, Nandu, Seriema, (Westlicher Truthahngeier);
Gewöhnliches Schopfsteisshuhn, Guirakuckuck;
(Cayennekiebitz), (Seriema), (Rubintyrann);
Mähnenwolf;
Chile-Puma;

AMERIKA – AMAZONAS REGENWALD
Grosse Tropenhalle, wobei für Jaguar-Riegengürteltier und Blasskopfsaki bis Roter Sichler zusätzlich Aussenanlagen vorgesehen sind. Schaufütterungen für Jaguar, Vampir, Flussdelphin, Manati, Sägesalmler. Flugraum bei Manati und Mohrenkaiman der Gleiche, Netzabtrennung zu Flussdelphin-Bereich. In der Halle Manaus-Bar mit Bier, Caipirinha, Softdrinks, Tropische Fruchtsäfte, Speiseeis.

Amazonas-Jaguar;
Harpyie;
Roter Brüllaffe, Goldaguti;
Riesengürteltier, Zweizehenfaultier;
Westliches Zwergseidenäffchen, Pakarana;
Gemeiner Vampir;
Grüner Leguan, Brasilianische Waldschildkröte, Agakröte;
Gewöhnliche Abgottschlange;
Grüne Hundskopfboa, Azurblauer Pfeilgiftfrosch, Schrecklicher Pfeilgiftfrosch;
Gewöhnlicher Buschmeister;
Riesenvogelspinne;
Flechtenstabheuschrecke;
Blattschneiderameise;
Rotschwänziger Kaiserschnurrbarttamarin, Orinoko-Flussdelphin, Nördlicher Riesentukan, Blauscheitelmotmot;
Amazonas-Manati (A: Karibik-Nagelmanati), Arrauschildkröte, Pfauenaugen-Stachelrochen, Arapaima, Arawana, Rotschwanzwels, Riesendornwels, Segelschilderwels, Tigerspatelwels, Pfauenaugen-Buntbarsch, (Grosser Veilchenohrkolibri), (Türkisvogel), (Gewöhnlicher Bananenfalter), (Himmelsfalter), (Schwarzgelber Passionsblumenfalter), (Agraulis), (Gewöhnlicher Monarch), (Gewöhnlicher Parides), (Glasflügler), (Goldener Hecale), (Isabella), (Postbote), (Silberflamme), (Zweigefleckter Prepona);
Grosser Veilchenohrkolibri, Türkisvogel, Mohrenkaiman, Gewöhnlicher Bananenfalter, Himmelsfalter, Schwarzgelber Passionsblumenfalter, Agraulis, Gewöhnlicher Monarch, Gewöhnlicher Parides, Glasflügler, Goldener Hecale, Isabella, Postbote, Silberflamme, Zweigefleckter Prepona, (Arrauschildkröte);
Krokodilteju, Matamata;
Grosse Anakonda;
Kolumbianische Schwimmwühle (A: Guayana-Schwimmwühle);
Zitteraal;
Natterers-Sägesalmler;
Panda-Panzerwels, Hoher Segelflosser, Roter Neon;
Nördlicher Blasskopfsaki, Riesenotter;
Schwarzer Klammeraffe, (Südamerikanische Höckerglanzente), (Witwenente), (Flachlandtapir), (Wasserschwein);
Gewöhnliches Totenkopfäffchen, Flachlandtapir, Wasserschwein, Südamerikanische Höckerglanzente, (Witwenente);
Roter Sichler, Südamerikanisches Jacana, Grosse Sonnenralle, Cayennekiebitz, Hellroter Ara, Sonnensittich, Gewöhnliche Purpurtangare, Gewöhnliche Schwarzohrtangare, Gewöhnliche Siebenfarbentangare, Goldkopftrogon, Halsbandkotinga, Goldkopfpipra, Blassfuss-Töpfervogel;

AMERIKA – GALAPAGOS INSELN
Nebentrakt der Amazonas-Tropenhalle. Erste Anlage Indoor gross und Outdoor klein, künstliche Meeresbrandung innen wie aussen. Zweite Anlage aussen übernetzt, innen grosse Trockenterrariumanlage mit Kakteen der Region, Abgrenzung durch halbhohe Glas-oder Holzpfahlabschrankung.

Blaufusstölpel, Prachtfregattvogel, Meerechse, (Mexikanischer Stelzenläufer), (Inka-Seeschwalbe), (Graukopfmöwe);
Galapagosente, Galapagostaube, Rubintyrann, Spechtdarwinfink, Santa-Cruz-Riesenschildkröte, Barrington-Drusenkopf, (Indigofink);

AMERIKA – NORDAMERIKANISCHE WÜSTE
Wüstenhalle im Stil von Arnheim. Für Rotluchs bis Kanincheneule zusätzlich Aussenanlagen. Grosses Restaurant Cantina Tijuana mit Bier, Softdrinks, Tortilla-Chips mit Salsa, Zoo-Hamburger, Steaks mit Pommes frites, Chilli con Carne, Burritos, Hot Dog, Caesars Salat und Cole Slaw Salat, Speiseeis)

Kalifornischer Rotluchs;
Gewöhnlicher Weissrüsselnasenbär;
Arizona-Halsbandpekari;
Wüstendickhornschaf;
Gewöhnlicher Maultierhirsch, Kalifornischer Eselshase, (Gewöhnliche Gopherschildkröte);
Sinaloa-Jaguarundi (A: Südliche Jaguarundi);
(Südlicher Caracara), (A: Nördlicher Caracara), (Westlicher Truthahngeier);
Gewöhnlicher Buntfalke, Kalifornischer Rennkuckuck;
Gewöhnliche Kanincheneule;
Weissschwanz-Antilopenziesel, Westlicher Truthahngeier, Gewöhnlicher Arasittich, Gewöhnliche Gambelwachtel, Inkatäubchen, Weissflügeltaube, Gilaspecht, Annakolibri, Costakolibri, Gewöhnliche Wanderdrossel, Indigofink, Schmalschnabelkardinal, Maskentrupial, Gelbkopf-Kernknacker, Hausgimpel, Kaktuszaunkönig, Blauer Felsenleguan, Gewöhnlicher Wüstenleguan, Spalten-Stachelleguan, Chuckwalla, Gewöhnliche Gopherschildkröte, Gewöhnliche Schmuckdosenschildkröte, Blauer Wüstenfisch, (Gebänderter Krallengecko), (Amerikanischer Schwalbenschwanz), (Gewöhnlicher Monarch);
Netzschauerechse, (Spalten-Stachelleguan);
Rote Diamantklapperschlange;
Gewöhnliches Seitenwinderklapperschlange;
Westliche Hakennatter;
Wüstenkrötenechse, Coloradokröte, (Gewöhnlicher Wüstenleguan);
Nordamerikanisches Katzenfrett, Sonora-Streifenskunk (A: Gewöhlicher Streifenskunk);
Merriam-Känguruhratte;
Gebänderter Krallengecko;
Sinaloa-Königsnatter;
Barren-Tigersalamander;
Grosser Texasskorpion;
Wüstenvogelspinne;
Wüsten-Riesenhundertfüssler;
Samtameise;

AMERIKA – NORDAMERIKANISCHE PRÄRIE
Freianlagen mit geringem bis keinem Baumbestand. Spielplatz mit Tippi, Indianerdorf für Besucher-Übernachtungen (Hotel/Camp-Betrieb), Wild-West-Show (Reiten, Stunts usw), und Flugshow (auch Nicht-Amerikanische Vögel) im Wechsel mit Winnetou/Geronimo/Pocahontas-Show (Präsentation nordamerik. Tiere). Kleineres Restaurant am Ende des Bereichs, Laredo Saloon, mit Bier, Softdrinks, Zoo-Hamburger, Hotdog, Popcorn, Speiseeis)

Gewöhnlicher Gabelbock (A: Halbinsel-Gabelbock);
Koyote;
Texas-Silberdachs;
Schwarzfussiltis, (A: Nevada-Kitfuchs);
Schwarzschwanz-Präriehund;
Präriebison, Felsengebirgswapiti, Rio-Grande-Wildtruthuhn;
Westlicher Wüstenbussard (A: Nördlicher Wüstenbussard);
(Gewöhnliche Kanincheneule);
Indianerpony;

AMERIKA – NORDAMERIKANISCHE TAIGA
Goldgräber-Spielplatz.

Grizzlybär;
Alaska-Elch (A: Nordelch), Atlantische Kanadagans;
Nordamerikanischer Vielfrass (A: Gewöhnlicher Vielfrass);
Östlicher Waschbär, Kanadabiber, Seesaibling, Arktische Äsche;
Neunstachliger Stichling;
Alaska-Weisskopfseeadler;

AMERIKA – ARKTISCHE KÜSTE
Schaufütterung für Eisbär. Grosse edukative Show bei Robben und Walen. Salzwasser für Robben und Wale an gleichem Wasseraufbereitungssystem angehängt, evtl. auch nachfolgende Tümmler-Anlage und/oder Hai-Grossaquarien.
Begehbare Voliere bei Schneegans. Evtl. zusätzliche eigene Zonen für Polarfuchs und Seehund.

Grönland-Moschusochse, Östliches Waldkaribu, Polarhase, (Grosse Schneegans);
Schnee-Eule;
Arktischer Wolf;
Grosse Schneegans, Amerikanische Eiderente (A: Prachteiderente), Eisente, Europäische Spiessente, Kragenente, Papageitaucher, Dreizehenmöwe;
Eisbär, Polarfuchs;
Eisseestern, Seenelke;
Atlantisches Walross (A: Pazifisches Walross), Westatlantischer Seehund (A: Europäischer Seehund);
Belugawal;
Schwertwal;

OZEAN – DER GEMÄSSIGTE ATLANTIK
Grosse Halle, grösstenteils unterirdische Anlage. Schaufütterung bei Haien. Edukative Show bei Grossem Tümmler. Tümmler mit Aussen- und Innenanlage. Bei Tümmler (Unterwasser), Weisser Hai und Schildkröten-/Haibecken grosse Panoramascheiben, bei letzteren leicht zurückversetzt und erhöht Restaurant Neptun mit Pommes frites, Fischstäbchen, Garnelencocktail, Matjesbrötchen, Bier, Softdrinks). Animatronik/Fahrgeschäfte: U-Boot-Fahrt „Reise nach Atlantis“ mit Seebeben u.a. (ähnlich wie Zoom-Iglufahrt oder Wild-Arctic-Ride in Seaworld).

Atlantischer Grosser Tümmler;
Weisser Hai (A: Bogenstirn-Hammerhai);
Unechte Karettschildkröte, Atlantischer Ammenhai, Grossflossenhai, Gewöhnlicher Adlerrochen, Gewöhnlicher Teufelsrochen, Grosser Barrakuda, Mondfisch, Gestreifter Schiffshalter;
Atlantischer Hering, Sardine, (Grosskopfmeeräsche);
Atlantischer Seewolf, Dorsch, Scholle;
Taschenkrebs, Roter Seestern, Sonnenrose, Gewöhnlicher Sanddollar, (Mittelmeer-Zylinderrose), (Seenelke);
Europäischer Hummer (A: Amerikanischer Hummer);
Gemeiner Krake;
Spinnenkrabbe;
Ohrenqualle;

AFRIKA – WESTAFRIKANISCHER REGENWALD
Bereich mit starkem Waldcharakter plus ein paar Pflanzen, die im Winter in die Tropenhalle gebracht werden. Von Dahomeyrind bis Okapi nur Aussengehege. Spielplatz: Kletterdschungel innen und aussen. Tropenhalle bereichsübergreifend von Mandrill bis (Ostafrikanisches Flusspferd). Von Mandrill bis Graupapagei Innen- und Aussenanlagen. Begehbares Streichelgehege bei Zwergziegen (Dahomeys evtl. für Besucher nicht erreichbar).

Dahomeyrind, Afrikanische Zwergziege;
Milchuhu;
Okapi, Gewöhnlicher Gelbrückenducker;
Mandrill, Brazza-Meerkatze, Guinea-Pinselohrschwein;
Bonobo;
Östlicher Flachlandgorilla (A: Westlicher Flachlandgorilla), Weissbart-Stummelaffe;
Eulenkopf-Meerkatze, Westlicher Blaurückenducker;
Gewöhnlicher Graupapagei, (Westlicher Blaurückenducker);
Kongopfau, Blaustirn-Stelzenkrähe, Riesenturako, Rossturako, Amethystglanzstar, Weissscheitelrötel, Gewöhnlicher Textorweber, (Afrikanischer Hausgecko);
Ostafrikanische Gabunviper;
Afrikanischer Riesentausendfüssler;
Goldener Kongo-Rosenkäfer;
Weissgefleckte Raubwanze;
Gürtel-Achatschnecke (A: Grosse Achatschnecke);

AFRIKA – OSTAFRIKANISCHES FLUSSTAL
Goliathreiher, Sattelstorch und Schuhschnabel in grossen Volieren. Übersetz-Floss/Kanu an Seil wie in Planckendael. Spielplatz mit zahlreichen Brunnen und Planschanlagen.

Nilwaran;
Gesprenkelter Grabfrosch;
Ostafrikanischer Lungenfisch;
Nilflösselhecht, Nilmaulbrüter;
Nordöstliches Nilkrokodil (A: Südafrikanisches Nilkrokodil), Afrikanische Dreiklaue;
Afrikanische Zwerggans, Mohrenralle, Krokodilwächter, Nördlicher Scharlachspint, Senegalliest;
(Ostafrikanisches Flusspferd), (Afrikanischer Kuhreiher), (Rotschnabel-Madenhacker), (Gewöhnlicher Textorweber), (Spornkiebitz);
Goliathreiher;
Sattelstorch;
Schuhschnabel, Nilgans, (Ostafrikanischer Kronenkranich);
Gewöhnlicher Hammerkopf, Afrikanischer Nimmersatt, Afrikanischer Heiliger Ibis, Afrikanischer Löffler, Europäischer Silberreiher, Afrikanischer Kuhreiher, Zwergflamingo, Witwenente, Dunkle Gelbschnabelente (A: Helle Gelbschnabelente), Kapente, Rötelpelikan, Weissbrustkormoran, Afrikanischer Schlangenhalsvogel, Spornkiebitz;
Ostafrikanisches Flusspferd, Ellipsen-Wasserbock, (Afrikanischer Marabu), (Nilgans), (Europäische Spiessente);

AFRIKA – OSTAFRIKANISCHE SAVANNE
Anlagen im Stil vom Biopark Valencia, Bronx Zoo, Arnheim, Hannover oder Gelsenkirchen. Ethnoelemente nur, wenn Gehegegrösse nicht darunter leidet. Ride: Elektro-Schienenbahn rund um die Anlage. Gastro: Serengeti-Lodge mit Blick auf Löwen-, Nashorn- und Giraffenanlage, Angebot mit Zoo-Hamburger, Pommes-frites, Afrikanischer Eintopf, frische Fruchtsalate, Fruchtsäfte, Steaks, Bier, Softdrinks, Speiseeis). Savannenhaus ab (Massaigiraffe) bis (Ostafrikanischer Steppenelefant), für dazwischen aufgeführte Arten nur Indoor (einzige Ausnahme evtl. Erdferkel). Begehbare Voliere für Geierperlhuhn.

Kenia-Serval (A: Südafrikanischer Serval);
Ostafrikanischer Honigdachs (A: Südafrikanischer Honigdachs);
Ostafrikanische Zebramanguste (A: Natal-Zebramanguste), Ostafrikanisches Stachelschwein;
Afrikanischer Marabu, Ohrengeier, Weissrückengeier, Europäischer Schmutzgeier, Gaukler;
Ostafrikanischer Schabrackenschakal (A: Südafrikanischer Schabrackenschakal);
Tüpfelhyäne;
Massailöwe (A: Transvaal-Löwe);
Ostafrikanisches Spitzmaulnashorn, Östliches Weissbartgnu, Böhms-Steppenzebra, Ostafrikanisches Helmperlhuhn;
Topi, Kilimandscharo-Thomsongazelle, Ostafrikanischer Kronenkranich, (Ostafrikanisches Helmperlhuhn);
Südliche Giraffengazelle, Cavendish-Zwergrüsseldikdik, Ostafrikanische Riesentrappe, Babcocks-Pantherschildkröte;
Massaigiraffe (A: Rothschildgiraffe o. Netzgiraffe), Kenia-Grosser Kudu (A: Südafrikanischer Grosser Kudu), Massaistrauss, (Kenia-Impala), (Ostafrikanisches Helmperlhuhn);
(Massaigiraffe);
Moholi-Galago, Ostafrikanischer Springhase, Ostafrikanisches Erdferkel;
Nacktmull;
Falkensteins-Gelbbauchnektarvogel, Oryxweber, Veilchenastrild, Blaue Siedleragame, Regenbogenmabuye, Braune Schildechse, Tropischer Gürtelschweif, Spaltenschildkröte;
Rote Speikobra;
Schwarze Mamba;
Blattgrüne Mamba;
Gewöhnliche Puffotter;
Boomslang;
Afrikanische Eierschlange;
Kenia-Seidenspinne, (Afrikanischer Riesentausendfüssler);
Wanderheuschrecke;
Heiliger Pillendreher;
Jeannels-Riesentermite, (Babcocks-Pantherschildkröte), (Ostafrikanisches Dreihornchamäleon);
Geierperlhuhn, Gewöhnliche Senegaltaube, Ostafrikanischer Gelbschnabeltoko, Marwitz-Grüner Baumhopf, Flammenkopf-Bartvogel, Hartlaubturako, Gewöhnliche Gabelracke, Dreifarben-Glanzstar, Nördlicher Weisskopf-Büffelweber, Rotschnabel-Madenhacker, Blaunacken-Mausvogel, Afrikanischer Hausgecko, (Afrikanischer Kuhreiher), (Gewöhnlicher Textorweber);
(Ostafrikanischer Steppenelefant);
Östliche Zwergmanguste, Äthiopischer Klippspringer, Kap-Klippschliefer;
Ostafrikanischer Steppenelefant, Kenia-Impala, (Ostafrikanisches Helmperlhuhn);
Anubispavian, Südafrikanischer Kaffernbüffel;
Ostafrikanischer Löffelhund (A: Südafrikanischer Löffelhund), Massai-Warzenschwein (A: Gambia-Warzenschwein), Nördlicher Hornrabe;
Ostafrikanische Oryxantilope, Sekretär;
Ostafrikanische Pferdeantilope, (Cavendish-Zwergrüsseldikdik);
Ostafrikanischer Gepard (A: Südafrikanischer Gepard o. Sudan-Gepard);
Ostafrikanischer Wildhund (A: Südafrikanischer Wildhund);

AFRIKA – MADAGASKAR
Innenanlagen im Erdgeschoss, im 1.UG Fauchende Schabe, Aye-Aye sowie der nächstfolgende Bereich, das Korallenriff.

Katta, Sclaters-Maki;
Fossa;
Grosser Madagaskar-Taggecko, Tomatenfrosch;
Fauchende Schabe;
Aye-Aye;

OZEAN – DAS INDOPAZIFISCHE KORALLENRIFF
Natternplattschwanz;
Schwarzspitzen-Riffhai, Blaupunkt-Stachelrochen;
Zebramuräne, Ohrfleck-Röhrenaal;
Rotfeuerfisch, Echter Steinfisch, Brauner Igelfisch, Schwarzgefleckter Kugelfisch, Pyramiden-Kofferfisch, Imperator-Kaiserfisch, Flammen-Zwergkaiserfisch, Fähnchen-Schmetterlingsfisch, Mondsichelgaukler, Bänderpinzettfisch, Blauflecken-Zackenbarsch, Paddelbarsch, Juwelen-Fahnenbarsch, Dreibindenanemonenfisch, Schwarzer Zweibindenanemonenfisch, Banggai-Kardinalbarsch, Dreibinden-Preussenfisch, Indopazifik-Feldwebelriffbarsch, Gelbschwanz-Demoiselle, Blaugrüner Chromis, Wimpelfisch, Gelber Segeldoktorfisch, Paletten-Doktorfisch, Einhorn-Hornbader, Fuchsgesicht, Harlekin-Lippfisch, Schnabellippfisch, Putzerfisch, Mondsicheljunker, Leoparden-Drückerfisch, Picasso-Drückerfisch, Orangeflecken-Feilenfisch, Ringelseenadel, Gelbes Kronenseepferdchen, Prachtschwertgrundel, Mandarinleierfisch, Juwelen-Kammzähner, Langer Schnepfenmesserfisch, Roter Soldatenfisch, Rundkopf-Fledermausfisch, Tannenzapfenfisch, Zweifarben-Papageifisch, Feuerkorallenwächter, Kaiserschnapper, Königsmakrele, Streifensüsslippe;
Palmendieb, Schmucklanguste, Weissbinden-Putzergarnele, Roter Weisstupfeneinsiedlerkrebs, Blauer Seestern, Olivgrüner Schlangenstern, Zapfenseestern, Gewöhnlicher Diademseeigel, Mathaeis-Querseeigel, Perlboot, Grosse Mördermuschel, Tiger-Porzellanschnecke, Blasenkoralle, Geoffroy-Steinkoralle, Gewöhnliche Pilzkoralle, Grüne Röhrenkoralle, Pumpende Straussweichkoralle, Trog-Lederkoralle, Vielfingerige Lederkoralle, Schlanke Geweihkoralle, Zuckerrohrkoralle, Matte Krustenanemone, Prachtanemone, Teppichanemone, Vierfarbige Seeanemone, Mittelmeer-Zylinderrose, Weihnachtsbaum-Röhrenwurm, Dreifarbige Seegurke, Gelbe Seepeitsche, Roter Fingerschwamm;

AUSTRALIEN – ZENTRALAUSTRALISCHE SAVANNE
Australienhaus (Indoor) ab Hüpfmaus bereichsübergreifend bis Koala (Stallungen für Nacktnasenwombat und Kurzschnabeligel ebenfalls im Haus). Winterharte Eukalyptusbäume (aus Tasmanien?). Gastro: Outback-Station mit Bier, Softdrinks, Speiseeis. Taipan-Miniachterbahn. Känguruh-Weitsprunganlage. Begehbare Voliere bei Australischer Triel mit Körnerfütterung für Sittiche durch Besucher.

Rotes Riesenkänguruh, Südostaustralischer Nacktnasenwombat, Emu;
Australischer Triel, Gewöhnlicher Eulenschwalm, Östlicher Rosakakadu, Grosser Pennantsittich, Wellensittich, Gewöhnliches Talegallahuhn, Schopftaube, (Südostaustralischer Kurzschnabeligel);
Australische Hüpfmaus;
Diamanttäubchen, Australischer Zebrafink, Gürtelgrasfink, Gemalter Astrild, Gewöhnlicher Stachelschwanzwaran, Inland-Bartagame, Kragenechse, Gewöhnlicher Tannenzapfenskink;
Gewöhnliche Todesotter;
Inland-Taipan;
Dornteufel;
Bulldog-Ameise;

AUSTRALIEN – OSTAUSTRALISCHES FEUCHTGEBIET
Begehbare Voliere bei Strohhalsibis mit Nektarfütterung der Loris durch Besucher. Gehege für Koala Indoor und Outdoor.

Schnabeltier;
Gewöhnlicher Kurzkopfgleitbeutler;
Östliche Wasseragame, Riesen-Schlangenhalsschildkröte;
Gewöhnlicher Amethystpython;
Korallenfinger;
Australischer Lungenfisch, Östlicher Regenbogenfisch, Lake-Eacham-Regenbogenfisch;
Vierbinden-Flusskrebs;
Sydney-Trichternetzspinne;
Australische Gespenstschrecke;
Australische Apfelschnecke;
Queensland-Koala, Parmakänguruh, Südostaustralischer Kurzschnabeligel;
Strohhalsibis, Schwarzschwan, Mähnengans, Australische Kasarka, Neuholland-Maskenkiebitz, Gebirgslori, Südlicher Lachender Hans, Blauohr-Honigfresser, (Parmakänguruh), (Europäischer Silberreiher), (Indische Glanzkäfertaube);
Südlicher Helmkasuar;

ASIEN – INDONESISCHER DSCHUNGEL
Grosse Tropenhalle mit Batavia-Bar (Angebot: Singapore Sling, Bier, Softdrinks, Speiseeis). Dschungel-Flussabenteuer analog Zoo Leipzig, also nur Indoor. Von Krontaube bis Sunda-Gavial nur Indoor, für danach folgende Arten Innen- und Aussengehege (ausser Hirscheber und Banteng, deren Stallungen für Besucher nicht einsehbar und nicht zwingend Teil der Tropenhalle). Gleicher Luftraum bei Leistenkrokodil und Halbschnäbler. Evtl. Siamang über Seilkonstruktionen auch Zugang zu Banteng-Aussenanlage.

Viktoria-Krontaube, Raggis-Paradiesvogel;
Komodowaran, (Australischer Zebrafink);
Nasenaffe, (Gewöhnlicher Zwergotter);
Gewöhnliche Zweifarbenfruchttaube, Schamadrossel, Ganges-Brillenvogel, Sumatra-Elfenblauvogel, Sunda-Leistenkrokodil (A: Australisches Leistenkrokodil);
Tengah-Halbschnäbler, Palembang-Kugelfisch, Argusfisch, Schützenfisch, Glotzauge, Silberflossenblatt, Grosskopfmeeräsche, Mangroven-Pfeilschwanzkrebs, Porzellan-Winkerkrabbe, Malayische Turmdeckelschnecke, (Gewöhnliche Zweifarbenfruchttaube), (Schamadrossel), (Ganges-Brillenvogel), (Sumatra-Elfenblauvogel);
Andromeda-Mangrovenqualle;
Tokee, Netzpython;
Gewöhnliche Mangrovennachtbaumnatter;
Königskobra;
Waglers-Bambusotter;
Zipfelkrötenfrosch;
Asiatischer Waldskorpion;
Orchideenmantide;
Riesen-Wandelndes-Blatt;
Riesennashornkäfer;
Gewöhnliches Spitzhörnchen, (Strausswachtel);
Malayischer Palmenroller;
Malayisches Schuppentier;
Kalong, Java-Kleinkantschil, Strausswachtel, Gewöhnliche Mähnentaube, Indische Glanzkäfertaube, Balistar, Hirtenstar, Reisfink, Silberohr-Sonnenvogel, Rotohrbülbül, Müllers-Kappenpitta, Malayischer Schwarznackenpirol, Smaragdbreitrachen, Riesengurami, Brassenbarbe, Haibarbe, Prachtschmerle, Kleiner Schlangenkopffisch, (Ganges-Brillenvogel), (Sumatra-Elfenblauvogel), (Malayische Turmdeckelschnecke);
Sunda-Gavial, Nördliche Batagurschildkröte;
Raffles-Prevostschönhörnchen, Grosser Argusfasan;
Borneo-Rhinozeroshornvogel, Borneo-Feuerrückenfasan;
Borneo-Sumatranashorn (A: Westliches Sumatranashorn o. Flachlandanoa o. Borneo-Bartschwein);
Celebes-Hirscheber;
Sumatra-Orang-Utan, Gewöhnlicher Javaneraffe, Gewöhnlicher Zwergotter;
Sumatra-Siamang, Schabrackentapir, (Java-Pfeifgans), (Europäische Spiessente);
Java-Banteng, Gewöhnlicher Timorhirsch, Java-Pfeifgans, (Europäische Spiessente);
Borneo-Malaienbär
Javaleopard;
Sumatratiger;

ASIEN – ZENTRALASIATISCHES GEBIRGE
Grosses China-Restaurant mit entsprechenden Spezialitäten, grosse Auswahl. Für Anlässe mietbar und auch ausserhalb der Besuchszeiten geöffnet. Indoor- und Outdoor-Kletterspielplatz mit Kunstfelsen (Himalaya). Saisonal: Lichterfest mit beleuchteten Dekoelementen. Kleiner Chinesischer Garten ähnliche Zoo Duisburg als Teil der Anlage.

Temmincktragopan, Gewöhnliche Rotschnabelkitta;
Östlicher Kleiner Panda (A: Westlicher Kleiner Panda), Chinesischer Muntjak;
Grosser Panda;
Chinesischer Riesensalamander;
Goldstumpfnasenaffe;
Szetschuantakin (A: Mishmitakin), Himalayatahr, Streifengans;
Himalaya-Glanzfasan, Gewöhnlicher Weisshaubenhäherling;
Schneeleopard;
Sibirischer Steinbock;

ASIEN – ZENTRALASIATISCHE STEPPE
Mongolische Jurten am Ende der Anlage zwecks Übernachtungsmöglichkeit für Besucher.

Mandschurenkranich, Baikalente, Mandarinente, (Streifengans), (Europäische Spiessente);
Hausyak, Mongolenschaf, Hauskamel, Seidenhuhn;
Przewalski-Urwildpferd;
Russische Saiga, Jungfernkranich;
Sibirische Manul;
Daurischer Pfeifhase;
Mongolische Rennmaus;
Gewöhnlicher Grossohrigel;
Mongolischer Steppenadler;

(Eintrag vom 11.06.2015 zum Thema "Mein perfekter, neuer Zoo")
Michael Gradowski:   Und hier die geplante Tierbestandsliste (sicher nur ein Teil):

Asien

Himalaya

• Schneeleopard
• Vergesellschaftung: Goldtakin + Goral
• Kleiner Panda
• Vergesellschaftung: Marco-Polo-Schaf + Markhor
• Vergesellschaftung: Mishmi-Takin + Schopfhirsch
• Weißlippenhirsch
• Blauschaf

Südostasien

• Vergesellschaftung: Malaienbär + Binturong + Vietnam-Sika
• Vergesellschaftung: Sambar + Schabrackentapir
• Gibbon
• Wasserbüffel
• Orang Utan

Mandschurei

• Amur- Tiger
• Nordchinesischer Leopard
• Rothund
• Vergesellschaftung: Altai- Maral + Sibirisches Moschustier
• Riesenseeadler

Steppe

• Vergesellschaftung: Trampeltier + Przewalski-Pferd + Kulan + Kropfgazelle
• Vergesellschaftung: Bucharahirsch + Kreishornschaf
• Steppenmurmeltier
• Korsak
• Manul

Afrika

Nordafrika

• Dschelada
• Vergesellschaftung: Atlashirsch + Berberaffe
• Vergesellschaftung: Mhorrgazelle + Addax
• Vergesellschaftung: Somali-Wildesel + Mähnenschaf + Rothalsstrauß
• Sudan-Gepard

Madagaskar

• Lemuren
• Fossa

Savanne

• Vergesellschaftung: Kaffernbüffel + Wasserbock + Rotschildgiraffe + Grevy-Zebra + Giraffengazelle +Weißbartgnu
• Afrikanischer Elefant
• Tüpfelhyäne
• Erdwolf
• Löwe
• Vergesellschaftung: Zebramangusten + Buschschliefer
• Husarenaffe
• Vergesellschaftung: Spitzmaulnashorn + Gerenuk

Südafrika

• Vergesellschaftung: Bergzebra + Bergriedbock + Rehantilope
• Honigdachs
• Braune Hyäne
• Brillenpinguin

Dschungelwelt

Alfred-Brehm-Haus

• Sumatra-Tiger
• Java-Leopard
• Asiatische Goldkatze
• Goodfellow-Baumkänguru
• Komodowaran
• Philipinisches Krokodil
• Malaienbär

Südamerika

Altiplano

• Vikunja
• Brillenbär
• Vergesellschaftung: Guanako + Nandu + Großer Mara + Großer Ameisenbär
• Chaco-Pekari
• Mähnenwolf

Amazonien

• Roter Brüllaffe
• Waldhund
• Jaguar
• Zweifinger-Faultier
• Seekuh
• Riesenotter
• Krallenaffe
• Anakonda
• Tamandua
• Margay

Australien

Outback

• Vergesellschaftung: Gelbfußfelsenkänguru + Bergkänguru
• Vergesellschaftung: Graues Riesenkänguru + Sumpfwallaby
• Koala
• Beutelteufel
• Loris
• Emu

Schloss Friedrichsfelde

• Freilaufende Tiere: Kraniche + Schwäne + Pelikane + Pfau

Europa

Märchenwald

• Wildkatze
• Wolf
• Hase & Igel
• Uhu
• Wisent
• Goldtrappe
• Krauskopfpelikan

Boskett

• Europäisches Wild

Nordamerika

Prärie

• Vergesellschaftung: Präriebison + Wapiti + Gabelbock
• Präriehund
• Puma
• Silberdachs
• Rennkuckuck

Taiga

• Vielfraß
• Fasan
• Baribal
• Vergesellschaftung: Waschbär + Stinktier
• Elch

Tundra
• Vergesellschaftung: Moschusochse + Polarfuchs
• Eisbär
• Seebär
• Seerobben
• Schneeziege

Kiekemal

Farmen der Welt

• Alpaka
• Lama
• Heidschnucke
• Poitou-Esel
• Skudde
• Viet. Hängebauchschwein
• Walliser Schwarznasenschaf
• Walliser Ziege, Somali Schaf
• Watussi Rind
• Indische Hängeohrziege
• Mongolenschaf
• Nellore Zebu
• Rentier

Vogelwelt

Großvoliere

• Chilepelikan, Chileflamingos
• Ibisse z.B. Weißer Sichler, Roter Sichler, Rosalöffler
• Aras z.B. Gelbbauchara, Hellroter Ara, Dunkelroter Ara
• Wasservögel z.B. Schwarzhalsschwan, Höckerglanzgans
• Brillenpelikan
• Kakadus z.B. Rosakakadu, Inkakadu, Gelbwangenkakadu
• Ährenträgerpfau, Diamantfasan

(Eintrag vom 03.06.2015 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Ich war heute im Magdeburger Zoo und habe von einem Mitglied des Zoofördervereins erfahren, dass sich meine am 30.10.14 geäußerte Befürchtung, dass die neue Madagaskaranlage mit ihrem niedrigen E-Zaun nicht lemurensicher ist, bestätigt bekommen: Die Kattas sind wohl in den letzten Tage von der Anlage abgehauen und haben deshalb jetzt erst einmal Stubenarrest. Die Gürtelvaris und Rotstirnmakis scheinen hingegen nicht so unternehmungslustig zu sein und begnügen sich bisher noch mit der Anlage. Diese beiden Arten waren zusammen mit den Gelben Pfeifgänsen,Bernier Enten und Hottentottenenten auch heute auf der Anlage. Besonders die Gürtelvaris waren sehr aktiv während sich von den Rotstirnmakis nur das Männchen auf der Anlage zeigte. Mutter und Jungtier hielten sich nur in der Innenanlage auf, ließen sich aber nach der Fütterung gut beobachten. Für gute Aufnahmen spiegelte die Scheiben allerdings zu sehr. Die Kattas waren ebenfalls gut in ihrem Innenstall zu sehen. Ich bin mal gespannt, ob die Kattas wieder auf die Außenanlage kommen.
Einen Teil der Weißkopfsakigruppe sah ich das erste Mal auf ihrer begehbaren Außenanlage (ehemals Kattas), sie verschwanden besonders bei lautem Schlagen der Türen zum Gehege allerdings schnell im Haus. Die Rothandtamarine, die jetzt mit ihnen auf der begehbaren Anlage zusammenleben hielten sich während meines Aufenthalts allerdings nur im Haus auf, es war aber auch recht voll im Zoo Magdeburg. Sowohl Rothandtamarine wie auch Weißkopfsakis haben aktuell Jungtiere, wobei der Sakinachwuchs noch recht klein ist.
Die Angolaguerezas haben ebenfalls ein Jungtier vom Ende letzten Jahres und hielten sich auf der begehbaren Außenanlage auf, wo Fördervereinsmitglieder darauf achteten, dass sie nicht angefasst oder gefüttert wurden. Die in den Linden umherkletternden Guerezas waren ein toller Anblick. Das männliche Jungtier heißt übrigens Magnum.
Das junge Spitzmaulnashorn war mit der Mutter in der einsehbaren Innenanlage und sehr verspielt. Allerdings traut sich die Mutter mit ihrem Jungtier noch nicht auf die Außenanlage.
Neu für mich im Nashornhaus war die niedliche Rote Elefantenspitzmaus. Auch die jungen Kap-Borstenhörnchen waren sehr niedlich.
Jungtiere waren auch bei den Rothunden, den Temminck-Tragopanen, Baumstreifenhörnchen, Weißschwanz-Stachelschweinen, Ypecaha-Riesenwaldrallen, Haelekinwachteln, Rotschnabel-Schweifkittas, beim Weißkopfseeadler und beim Neuguinea-Filander zu sehen. Ein Höhepunkt war das öffentliche Wiegen der knapp 3 Wochen alten Schneeleopardenjungtiere. Sie sind wirklich entzückend.

Die Tigeriltisse und Monameerkatzen ließen sich gut beobachten und auch die Schopfhirsche- ich denke es waren zwei Weibchen- zeigten sich am Nachmittag.
Für mich neu waren die Erckel-Frankoline in der Afrikavoliere am Spielplatz und die Rotschwanzguane in der ehemaligen Anlage für Soccorrotauben und Haubenwachteln neben den Felsensittichen. Auch die Rotflanken-Bunthörnchen waren für mich neu. Die jetzt wieder neu gehaltenen Goldenen Löwenäffchen waren auch ein Hingucker, während sich Tamandua und Goldkopflöwenäffchen wieder einmal nicht zeigten.
Weißrüsselnasenbären und Südamerikanische Nasenbären leben noch immer zusammen mit den Tapiren und waren genau wie die Tapire recht aktiv während Weiße Löwen und Löffelhund nur schliefen. Im Südamerikahaus brüten aktuell die Sonnenrallen.

Die Parmakänguruhs und Neuguinea-Filander zeigten sich am späten Nachmittag sehr gut auf den Außenanlagen. Bei den Parmakänguruhs habe ich 3 Tiere in der begehbaren Sittchvoliere gesehen, in der sich mit Ausnahme des Australischen Königssittichs auch alle ausgeschilderten Arten zeigten. Die scheinbar ebenfalls neuen Wongatauben zeigten sich allerdings nicht und waren auch nicht ausgeschildert.

Die Voliere gegenüber der Elefantenanlage wurde mittlerweile mit afrikanischen Kleinvögeln (Diadembartvogel, Purpurglanzstar, Langschwanzwürger) besetzt. In der Afrikavoliere im Giraffenhaus scheinen die Scharlachspinte zu brüten oder brüten zu wollen. Dort sind auch die erst wenige Tage alten Harlekinwachtelküken mit ihren Elternzu sehen. Die Prachtamaranten scheinen ebenfalls zu brüten.
Bei den Stumpfkrokodilen im Schimpansenhaus ist ebenfalls ein Bruthügel zu sehen, der scheinbar auch von einem Alttier bewacht wird. Auch bei den gemeinsam mit den Stumpfkrokodilen gehaltenen Buntbarschen ist reichlich Nachwuchs vorhanden.

Beim ehemaligen Menschenaffenhaus wurde das Dach mittlerweile zum größten Teil entfernt, nach Aussage der Magdeburger Zoofreundin soll das Haus und die neue Mandrillanlage allerdings wohl frühestens im Winter fertig sein. Somit wird Münster wohl mindestens noch bis zum Winter Mandrills zeigen können.
Die ehemalige Serauanlage wird durch Auszubildende des Zoos für die bereits angekündigten Gorale umgebaut. Der Umbau soll laut Schild noch bis in den Sommer hinein dauern. Ich könnte mir vorstellen, dass die neue Anlage zu Beginn der Sommerferien eröffnet wird.
Für die neue Elefantenanlage Africambo 2 wurde mit ersten Arbeiten begonnen: mittlerweile wurden die ehemaligen Nashornaußenanlagen eingeebnet und der Trockengraben teilweise zugeschüttet, die alten Eichen sollen allerdings auch in Africambo 2 erhalten bleiben. Weitere Bauarbeiten waren noch nicht zu erkennen.


(Eintrag vom 25.05.2015 zum Thema "tiere Magdeburg")
Jan Jakobi:   Sehr schöne Nachricht mitten im Frühjahr:

Am 6. Mai wurde das Schneeleopardenpaar Valo und Dina erneut Eltern, diesmal Zwillinge!
http://www.zoo-magdeburg.de/aktuell/aktuellste-nachrichten.html?tx_ttnews[tt_news]=379&cHash=8b115d2876f10f2a8b735a93ae9e9986

Es handelt sich um 2 Kater:
https://de-de.facebook.com/zoomagdeburg
(Eintrag vom 20.05.2015 zum Thema "tiere Magdeburg")
Gudrun Bardowicks:   Die Voliere für Marabus und Sattelstörche befindet sich im Afrikateil zwischen den Hütten mit Ausstellungen zur Kultur der Einwohner und der Elfenbeinwilderei etwas versteckt in Richtung auf das afrikanische Pfahldorf und die Katta- und Guerezainseln zu. Ob die neuen Anlagen für China-Alligatoren und Riesensalamander überhaupt schon fertig sind weiß ich nicht. Sie sollen soweit ich weiß zwischen dem neuen Chinesischen Tempel, der oberhalb der Anlagen für Schneeleoparden und Großen Pandas steht, und der großen Tropenhalle im Bereich der alten Vogelhäuser hinter der Großflugvoliere für Stelzvögel entstehen. Die alte Anlage der China-Alligatoren wird aktuell von den Riesenottern bewohnt.
(Eintrag vom 18.05.2015 zum Thema "Zoos in Belgien")
Michael Mettler:   @Ulli: Falls der Waldrapp-Killer ein Marder war, nützt engmaschiger Zaun nur untenherum auch nichts.

Von deinen übrigen Kandidaten passen die meisten durch die Gittermaschen: Wo eine Rabenkrähe reinkommt (und davon sitzen ja reichlich in der Voliere), kommt auch eine Amazone raus. Dass ein Austausch gegen feinmaschigeres Gitter bei dieser Volierenkonstruktion nicht möglich sein soll, hatte ich schon erwähnt.

Berberaffen wären noch eine Möglichkeit, die brauchen kein geheiztes Haus und es würden nur sehr junge Tiere durch die Maschen passen. Aber selbst das ist ja nicht unbedingt erstrebenswert - vor allem wegen des angrenzenden Parkhauses...

Um ein zusätzliches Besucher-Highlight nach dem Verlassen der Showarena zu schaffen, würden mir noch Schneeleoparden einfallen. Die wären dort zwar thematisch abgehängt vom Asienbereich, aber die jetzigen Greife passen ja auch nicht ins Geokonzept.
(Eintrag vom 21.03.2015 zum Thema "Zoo Hannover")
Tim Sagorski:   Auf dem, von Sascha beschriebenen, Gelände entsteht eine neue Anlage für die Wuppertaler Milu-Herde, deren jetziges Gehege wird den Rentieren zugeschlagen (dann hoffentlich für Waldrene oder Karibus).

Voliere für Schuhschnäbel würde dann in die afrikanische Sumpflandschaft integriert (die SchwarzSCHNABELstörche sind aus Planung und Bestand raus).

Ferner sind der Umbau der Schneeleoparden-Anlage und wohl eine Anlage für Geparden (neben den Löwen) geplant.

Die große Ara-Voliere wird dann für Lear-Aras gebaut.
(Eintrag vom 10.03.2015 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Ulli:   Es gibt ja neben der systematischen und geographischen Zoogestaltung auch noch andere Optionen. In Hannover gab es vor Jahrzehnten einmal die Überlegung eines „Zoos der Sinne“
Grundsätzlich möglich halte ich auch ein historisches oder kulturgeschichtlichen Ansatz. Bei der Gelegenheit. 2009 gab es in Lübeck beispielsweise die Idee eines „Hansezoos“. Die Planung verlief letztlich im Sande.
Wenn ich mir nun den Gestaltungsentwurf vor Augen führe, finde ich ihn höchst spannend und sehr ansprechend. Liege ich mit dieser Meinung alleine und vor allem wo seht ihr das Hauptproblem der Nichtverwirklichung? Persönlich bin ich hier etwas ratlos, zumal es sich um einen sehr eigenständigen und kreativen Ansatz fern vom Gängigen handelte.


Thema: „Geschichte Lübecks, Königin der Hanse“ –

„Sachau-Hof“ mit vom Aussterben bedrohten Tieren
(u.a. Lehmkuhlener Pony, das Schwarzbunte Niederungsrind),
weiter ein Hof mit Ramelsloher Hühnern und Deutsche Widder.
eine Kornkammer mit wechselnder Getreide-Zucht
(Dinkel, Urkorn, Einkorn),

„Lübecker Bucht “
Wasser-Areal inklusive begehbarer Voliere mit Wat- und Möwenvögel,
Teich mit Wasservögel des Binnenlandes.

„Gaukler, Händler, Jahrmärkte“
Gehege für die Kamele und Schimpansen,Totenkopfäffchen, Aras und Sittichen.

„Haus der blinden Passagiere" (Skopione, Vogelspinnen).

"Pelztiere" (Schneeleopard, Zobel, Nerz, Silberfuchs und Hermelin) + Ausstellung.

weiter ein Restaurant, Spielplätze und Grillmöglichkeiten + Zooschule

Besucherplanung: 100.000 Personen pro Jahr

(siehe auch Tierpark-Rundbrief 2/2009)

(Eintrag vom 29.01.2015 zum Thema "Masterpläne")
Oliver Müller:   Spannende Diskussion! Allerdings liegt mir der Fokus zu sehr darauf, eine Spezialisierung zu (100 % oder mehr ;-) umzusetzen. Wir Deutschen sind nun mal gründlich ;-)
Ich würde da eher an ein Konzept wie in Bremerhaven denken: klare Ausrichtung auf ökologisch nordische Tiere, plus ein paar ONZ-Must-Haves. Bei mehr Geld und Fläche könnte man das dortige Konzept locker um z.B. Amurleoparden oder -tiger, Schneeleoparden, Rotgesichtsmakaken, Königs- und Felsenpinguine, Moschusochsen, Rentiere, Wölfe, Vielfraße, Kodiak- oder Kamtschatkabären und vielleicht sogar Walrosse oder gar Belugas ergänzen und hätte schon ein Konzept für einen mittelgroßen Zoo. Vielleicht plus ein kleines Tropenhaus mit den Affen, Reptilien, Zwergottern plus noch neu Erdmännchen, frei laufenden Kattas, ein paar bunte Papageien, Kolibris und Piranhas. Wetten, dass der ONZ da gar nicht sooo viel vermissen würde?
Natürlich wäre das keine 100&-ige Spezialisierung, aber doch eine recht weit gehende.
Auch bei Afrika- oder Asien-Zoos würde der ONZ nicht viel mehr vermissen, als auch heute allenthalben üblich. Auch jetzt hat nicht JEDER Zoo ALLE Lieblingsarten.
(Süd-)Amerika wäre schwieriger, keine Frage, aber da reicht es immer noch für kleine Zoos. Limbach-Oberfrohna macht ja genau das seit 2012 Schritt für Schritt.
Und es gehen ja auch andere Spezialisierungen als 1 Kontinent oder eine Tierklasse. Wie wäre es mit einem Lebensraum, z.B. Wasserzoo mit Fischen, Amphibien, Quallen und Korallen, Krokodilen, Wasserschildkröten innen sowie Rotgesichtsmakaken, (Zwerg-) Flußpferden, Bibern, Ottern, Robben, Eisbären, Wasserböcken, allerlei Enten, Gänsen, Limnikolen, Pinguinen, Flamingos usw. Attraktiver als der Aquazoo Düsseldorf wäre das bestimmt!
Oder ein Evolutionszoo, der beim Wasserfloh anfängt und entlang des Weges über Fische, Amphibien, Reptilien, Spitzhörnchen bis zum Gorilla die Evolution nachzeichnet, vielleicht noch mit ein paar Modellen von Zwischenformen, die es heute nicht mehr gibt. Aha-Effekte wären da sicher gegeben. Oder den Zoo der großen Tiere in Erfurt noch um Anmutiger, Gorillas, Flußpferde, Eis- und/oder Kodiakbären, Kaffernbüffel und Stellersche Seelöwen erweitern, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Was ich meine: Statt dass jeder Zoo einen möglichst repräsentativen Überblick bietet, der dann je nach größer mehr oder weniger exemplarisch ausfällt wäre Mut zum Profil und auch zur Lücke doch vielleicht nicht verkehrt. Und dabei muss man ja nicht so radikal sein, dass man Besucher abschreckt, sondern kann (siehe Bremerhaven) so viel Kompromiss eingehen wie nötig, damit der ONZ auf seine Kosten kommt und gern den Eintritt entrichtet. Das hieße dann auch: je weitgehender die Umstellung, umso ruhiger sie angehen.
Und ganz große Zoos wie Berlin TP und Zoo hätten dann eben die Spezialisierung des vollständigen Bildes, im Zoo systematisch und im TP nach Kontinenten geordnet.
(Eintrag vom 27.01.2015 zum Thema "Masterpläne")
Michael Mettler:   TP Berlin, meine Planung für den noch fehlenden „Rest Asiens“. Um meinen selbst gesteckten Kriterien treu zu bleiben, muss ich noch mal auf bereits vorgestellte Parkteile zurückgreifen und dort einzelne Gehegebestückungen revidieren oder genauer festlegen:

Die Bantengs auf der abgetrennten Hälfte der jetzigen Giraffenanlage bekommen noch Gesellschaft durch die Schweinshirsche.

Die Altailuchse bleiben, wo sie sind, werden dort also nicht durch Leoparden ersetzt. Statt ihrer beziehen die Manule die bisherige Rotluchsanlage.

Auch die Sichuantakine bleiben an gewohnter Stelle (kein Austausch gegen die Mishmis), trotzdem Vergesellschaftung mit Tahren.

So, und nun zu den noch zu besetzenden Anlagen. Die afrikanischen Arten ziehen in den entsprechenden Parkteil um, die Huftiere des europäischen Gebirgsteils verlassen den TP (zumindest teilweise in Richtung Zoo).

Riedbockgehege: jetzt Vietnam-Sikas, Addax/Mhorrgazellen-Anlage: jetzt Nilgaus/Hirschziegenantilopen.

Gerenuk/Oryx-Anlage: Komplettumbau zu einer Löwenfreianlage, um den huftierlastigen Bereich mit einem ONB-Highlight aufzulockern. Dient gleichzeitig als „weiche Grenze“ zum unmittelbar benachbarten Parkteil Afrika, denn statt der vorhandenen Indischen Löwen ließen sich bei Bedarf auch Afrikaner hier unterbringen und die Afrika-Grenze dadurch problemlos um ein paar Meter erweitern.

Aus ähnlichen Gründen stehen bei mir auf der jetzigen Gayal-Anlage dann die Arabischen Oryx, zoogeografisch eigentlich zu Afrika gehörend, aber geografisch zählt man ihr Vorkommensgebiet nun mal zu Asien. Die Grenze zwischen den Parkteilen verläuft durch das Greifvogelrevier, der „Ring“ wird asiatisch besetzt, die übrigen Anlagen afrikanisch.

Die Gayale ziehen um auf die Watussi-Anlage (dann also den indischen Antilopen gegenüber) und bekommen Gesellschaft durch die Hängeohrziegen. Die Reihervoliere wird entsprechend auf Asien konzentriert. Die beiden Zebu-Anlagen werden zusammengelegt (die Nellores sind im Amerika-Parkteil, die Zwergzebus ziehen in den Zoo) und mit den Mishmi-Takinen besetzt. Gegenüber in den jetzigen Gehegen für Leier- und Schweinshirsch stattdessen Chinesische Maskenschweine und Borneo-Bartschweine (aus dem Zoo).

Jetzt schlage ich einen Bogen zum Gebirgsbereich, den ich ja bislang nur von meinem Bauernhof bis zu den Blauschafen abgehandelt hatte. Zusammen mit den Takinen und Luchsen leiten Letztere meine Nachnutzung des europäischen Bereiches durch Arten aus Zentral- und Nordostasien ein.

Die Vielfraßanlage wird zu einer Schneeleopardenanlage umgebaut – sie ist übrigens schon jetzt doppelt so groß wie die Irbis-Fläche am ABH. Bartgeier und Kolkraben passen auch zum Asienthema, Eulenvolieren lassen sich problemlos umbesetzen.

Die Alpensteinböcke und Gemsen ziehen um in den Zoo. Von dort kommen stattdessen die Sibirer für die Steinbockanlage und werden hier vergesellschaftet mit den Marco-Polo-Schafen (leben auch im Freiland stellenweise zusammen). Ins Gemsengehege ziehen die Weißlippenhirsche, ins (umdekorierte) Kranichgehege die Gorale. Das Mufflongehege erfährt eine grundlegende Umgestaltung für Amurtiger. (Sollten diese wie schon angedacht in der alten Wolfsanlage unterzubringen sein, kämen stattdessen die thematisch ebenso gut passenden Rothunde ins Mufflongehege.) Statt der Wildkatzen Feuerwiesel, statt der Elche Davidshirsche. Auf der benachbarten, noch unbebauten Freifläche (laut Google-Foto, habe selbst keine Erinnerung an diese Ecke) entsteht eine neue große Anlage für Kiangs.

Irgendwo im Bereich der „Elchkurve“ sollte dann eine Weganbindung in Richtung Affentempel/Giraffenhaus erfolgen (alles nach jetzigem Besatz benannt), wo sich mein Ostasien-Themenbereich fortsetzt. Dazu kehren die Japanmakaken in den Affentempel zurück. Die Wasserbockanlage erfährt eine komplette Umgestaltung zu einer übernetzten Doppelanlage für Chinaleoparden.

Und dann käme ich zum letzten noch offenen Punkt, den ich mir aus dramaturgischen Gründen für den Schluss der Asien-Schilderung aufgehoben habe: das jetzige Giraffenhaus und die hausseitige Hälfte der Freianlage (die immer noch gute 3.500 qm groß wäre!). Beides würde ich baulich so gestalten, dass zu einem beliebigen Zeitpunkt dort Große Pandas einziehen könnten. Im Haus würde die Giraffen-Laufhalle zu einer Besucherhalle, in die ich riesige Bambuspflanzen als stimmungsvolles Umfeld einbringen würde. Die jetzigen Boxenbereiche würden zu Tierbereichen, die befestigte Gehegefläche vor dem Haus zu einer Aussichtsterrasse, die – teilbare - Freianlage (deren Hintergrund der gleiche Bambussaum wäre, der auf der anderen Seite auch als Kulisse für die Bantengs dient) stelle ich mir in etwa so vor wie die jetzige Moschusochsenanlage (nur eben mit Kletterbäumen) oder die hannoversche Gorilla-Anlage, also als begrünten Hügel. Hier bringe ich, solange Pandas nur ein Traum bleiben, vorläufig die Goldtakine unter – farblich ein Hingucker und ebenfalls echte Chinesen. Eine der Boxen-Seiten des Giraffenhauses enthält dann Takin-Boxen (ggfs. zu verglasten Innenanlagen für Pandas umzurüsten), die andere Boxenseite könnte mit Anlagen für thematisch passende kleinere Arten bestückt werden. Da lege ich mich bewusst nicht fest, von Vögeln über Affen und Kleinraubtiere bis zu China-Alligatoren wäre hier so Einiges umsetzbar. (Wer das Träumen nicht lassen kann, krönt das Pandahaus natürlich zusätzlich noch mit Goldstumpfnasen…)

Alle drei Takin-UA habe ich nun doch komplett in meiner TP-Planung behalten, weil ich Gehege für sie habe, für die sich kein anderer Besatz aus dem Gesamt-Berliner Tierbestand aufdrängt. Sollten Pandas realistisch werden, würde ich zu meiner Ursprungsidee zurückkehren, die Sichuan-Takine in den Zoo umzusiedeln, und dann kämen die Goldtakine in ihr Gehege.

Abschließend wäre zu meiner Asien-Planung zu sagen, dass ich darin den Gehege-Halbkreis um den Greifvogelring als potenziellen Erweiterungsbereich für das Thema Afrika sehe. Weniger, weil das unbedingt nötig wird, sondern eher, weil ich für einige asiatische Tierformen in TP und Zoo nur noch wenig Zukunft sehe. Ich denke da an die Gayale (laut Zootierliste nur noch drei weitere Halter in Europa, Neuimporte wohl illusorisch und Platzressourcen vielerorts eher für bedrohte Wildrinder bevorzugt), die Bartschweine (fanden nie viele Halter, werden sich vermutlich auch nicht mehr ewig halten) oder auch die Barasinghas im Zoo (letzter deutscher Halter – vielleicht auch deshalb vielerorts aufgegeben, weil sich keine Unterartzugehörigkeit klären lässt und somit eine Erhaltungszucht nach aktuellem Zeitgeist wenig Sinn macht). So könnten eines Tages z.B. die Sambare als Barasingha-Nachfolger in den Zoo umziehen und ihre von mir geplante Fläche in der Elefanten-Kombi den Nilgaus und Hirschziegenantilopen überlassen. Löwen (Tausch mit dem Zoo) und Oryx ließen sich wie beschrieben afrikanisch eingliedern, für die beiden übrigen Anlagen am Rinderhaus und das gegenüberliegende Doppelgehege (jetzt Hirsche, bei mir Schweine) fänden sich problemlos afrikanische Huftierarten, für den Greifvogelring auch afrikanische Großvögel (müssen ggfs. nicht alles Greife sein).

Damit steht jetzt in meiner Planung „nur“ noch Afrika aus. Zeit, um mal ein Zwischenresümee für Diejenigen unter euch zu ziehen, die bei meinen Planspielen vielleicht einen gravierenden Artenschwund befürchten. Beendet wurden bei mir mehrere Zoo-TP-Doublettenhaltungen, für den TP bedeutet das den Abschied von Wisent, Dromedar, Lama, Vikunja, Malaiischem/Hinterindischem Tiger und Zwergesel. In direktem Gehegetausch mit dem Zoo kämen in den TP: Yak (gegen Hochland- oder Steppenrind), Banteng (gegen Zwergzebu), Kanadischer Wolf (gegen Europäer), Tahr (gegen Gemse), Sibirischer Steinbock (gegen Europäer), Persischer Leopard (gegen Amurleopard). Konzeptionelle Abgänge in Richtung Zoo: Afrikanischer Elefant (nur noch eine Elefantenart pro Haltung), Zwergwapiti (Edelhirsch fehlt derzeit im Zoo-Sortiment). Nebelparder, Schwarzer Panther, Elch, Mufflon, Mecklenburger Kaltblut sind weitere Großtiere, die ggfs. ebenfalls in den Zoo umsiedeln könnten; die überzähligen Großkrokodile eher nicht. Von dort geholt werden Hirscheber, Bartschwein und Visayas-Pustelschwein (dadurch am Zoo-Schweinehaus Gehegezusammenlegungen möglich), Korsak, eventuell Euro-Damhirsch (könnte dann durch die TP-Mufflons ersetzt werden). Von auswärts ganz neu in den TP kämen Heckrind, Angus (falls nicht Damhirsch), Appaloosa, Schabrackentapir, Weißwedelhirsch, Baumkänguru, Kasuar, Bobak, eventuell Karibu, Nilkrokodil und Großer Panda, rechnet man einen möglichen UA-Wechsel bei den Moschusochsen nicht ein. In meiner Planung nicht festgelegte Arten habe ich jetzt nicht angeführt – z.B. hatte ich als Gehegepartner der Malaienbären Languren angeregt, dafür könnte man natürlich die Hulmans oder Haubenlanguren aus dem Zoo holen (auch am dortigen Affenhaus sehe ich für die Zukunft Gehegezusammenlegungen, also weniger Arten als realistisch). Und ob man Sumatra-Orangs und Gewöhnliche Nasenbären aus dem Zoo übernähme oder Borneo-Orangs und Weißrüsselbären von anderswo holt, macht jetzt für das Konzept erst mal keinen Unterschied. Ich denke, die Aufzählung macht deutlich, dass der TP bei meinem Konzept nicht gerade als Verlierer dastünde. Und das soll dann auch für meinen Afrika-Parkteil gelten.

(Eintrag vom 04.11.2014 zum Thema "Eure planung")
Jan Jakobi:   Wir (mein Berliner Freund und ich) haben die Vermutung das langfristig hier (TP) nur noch Afrikaner gehalten werden und im Zoo die Asiaten.
Es kommt aber auch auf die Entwicklung der Haltung und Zucht der Sumatra-Elefanten an.

Mit Afrikanern hatte der Zoo aber noch nie ein glückliches Händchen!

Erst tötete Salim seinen Wärter, blieb weiter gefährlich, bewarf Publikum mit Steinen und Futterstücken, aus Sicherheitsgründen eingeschläfert.

Die angeschafften jungen Afrikaner-Kühe verendeten teilweise dicht nacheinander.

Im Zoo wurden die nie gezüchtet.

Wie wäre es mit einem Park-Bereich namens "Polartiere" rund um die heutige Eisbären-Anlage?

Folgende Tierarten im TP könnte man dort zusammen fassen:

Moschuchsoschen, Amurtiger, Amurleoparden, Schneeleoparden, Schneeziegen und eventuelle 1 Robbenart sowie eine Pinguin-Art (aus dem Zoo übernehmen, da dort mehrere Arten/Unterarten der beiden genannten Arten leben).
(Eintrag vom 30.10.2014 zum Thema "Eure planung")
Michael Mettler:   Dann führe ich meine Gedanken zum TP anhand der ABH-Planung gleich mal weiter, denn dafür bedarf es keiner eigenen Zeichnung. Einige Ideen hatte ich schon im TP-Thread geäußert, fasse ich hier noch mal zusammen.

Die Tigeraußenanlage ist bereits in der offiziellen Planung vorgegeben, die Idee gefällt mir auch sehr. Die linke Felsenhalle würde ich zum Tiger-Innengehege machen. Tropenhalle und Terrarien wie in der offiziellen Planung.

Westseite des Hauses, jetzt Leoparden, Jaguare & Co.: Zusammenfassung zu einer übernetzten Großanlage für Schweinsaffen, ggfs. in Vergesellschaftung mit einer weiteren Säugerart.

Ostseite des Hauses, jetzt überwiegend kleinere Raubtiere: Dreiteilige übernetzte Anlage für Java-Leoparden. Die Präriehundanlage entfällt zur Platzgewinnung.

Jetzige Gepardenwiese: Ausnutzung der hohen Rückwand zur Übernetzung, Nutzung für Orang-Utans und Weißhandgibbons in Gemeinschaftshaltung, eventuell ergänzt durch Hirscheber. Rechte Felsenhalle umbauen zur Innenanlage für die Affen, Gepardenställe für die Schweine.

Kleinkatzenanlage/Rentiere: Umbau zu mehrteiliger Malaienbärenanlage. Option zur Gemeinschaftshaltung (Sikas, Languren und/oder Kleinraubtiere wie Zibetkatzen). Nicht Binturongs, sind bei mir anderweitig eingeplant.

Pinguinanlagen: Sofern beheizter Stall möglich, Nutzung einer Anlage für Zwergotter, zweite Anlage übernetzt für tropisch-asiatische Wasservögel wie Weißflügelenten, Pfeifgänse, Reiher. Eventuell auch Otteranlage übernetzt und Versuch der Vergesellschaftung mit Brahminenweihen. Aussichtsplattform befindet sich dann innerhalb der Voliere(n). Statt Ottern auch Graupelikane denkbar.

Geiervoliere: Umgestaltung zu einer begehbaren Großvoliere für tropisch-asiatische Vögel wie Wollhals-, Milch- und Silberklaffschnabelstörche, Ibisse, tropische Fasane etc.

Irbisanlage: Entfällt, hier Aussichtsplattform Tiger/Dickhäuteranlagen.

Gehege für Mähnenwölfe und Waldhunde: Entfallen zu Gunsten einer asiatisch wirkenden Landschaftsgestaltung.

Und da ich beide Häuser zukünftig in thematischem Zusammenhang Südostasiens sehe, schiebe ich gleich noch meine Gedanken für das Dickhäuterhaus und die angrenzenden Afrikanum—Anlagen nach.

Panzernashörner bleiben an Ort und Stelle. Umbau im Haus: Seekuhbecken und „Mittelinsel“ sowie ein Stück Besucherweg vor den Nashornboxen entfallen zu Gunsten einer Laufhalle für die Rhinos.
Kleinanlagen im Haus für asiatische Tropentiere umnutzen (Palawankatzen, Kleinvögel usw.)

Schlieferanlage: Umgestaltung für Binturongs.

Afrikanische Elefanten: Entfallen (> Zoo). Bullenanlage wird begrünt und mit Badebecken versehen für Schabrackentapire. Trenngraben wird aufgefüllt und mit großwüchsigem Bambus bepflanzt. Kuhanlage besetzt mit Kerabaus und Burma-Leierhirschen, evtl. Option eines Durchschlupfes zur Tapiranlage, die Tapiren und Hirschen beiderseitige Nutzung erlaubt und nur die Büffel auf ihrer Anlage zurückhält. Im rückwärtigen Bereich der Kerabau-Anlage Kletterkonstruktion, die an die Binturonganlage angeschlossen und von dort aus zusätzlich nutzbar ist, ohne dass die Tiere auf der Büffelanlage zu Boden gelangen können.

Asiatische Elefanten: Anschluss einer Laufhalle ans Haus, Standfläche jetzige Bullenanlage. Jetzige Kuhanlage wird Bullenanlage (Zuchtbulle und bis zu zwei Jungbullen). Neue Herdenanlage wird die jetzige Fläche der Wildesel, Grevy- und Bergzebras und Teilen der Straußenanlage unter Wegfall des trennenden Besucherweges. Chapmanzebra-Anlage mit Malaiischen Sambaren besetzt, können per Durchschlupf die Elefantenanlage mitnutzen. Große Ausblickfläche am gekappten Besucherweg. Auf der Straußenanlage Schaffung eines neuen Besucherweges, der eine Anbindung an den hinterliegenden, noch nicht bebauten Teil der Kippe ermöglicht (hier weitere Asien-Anlagen).

Giraffenanlage: Umzug der Giraffen in den Afrika-Parkteil. Halbierung der Außenfläche mit grüner Bambuskulisse (habe mit dem hohen Haus und der direkt angrenzenden Fläche etwas Anderes im Sinn, was in Zusammenhang mit den benachbarten Bergtieranlagen steht). Nutzung der elefantenseitigen Gehegehälfte für Java-Bantengs (passen zum Indonesien-Thema), dafür neuer Stall nötig (evtl. Versetzen der teilweise nicht mehr benötigten Zebraställe möglich.

Tüpfelhyänenanlage: Umnutzung für Borneo-Bartschweine.

Erdwolfanlage: Übernetzung, Umnutzung für Fischkatzen.

Schabrackenhyänenanlage: Begrünung und Umnutzung für Saruskraniche und Muntjaks.

Streifenhyänenanlage: Besatz bleibt.

Auch hier kommt es wieder zu Transfers zwischen Zoo und TP oder es werden Doublettenhaltungen beendet (z.B. Jaguare und Humboldtpinguine nur noch im Zoo und Asiatische Elefanten nur noch im TP). Für die Bantengs gehen im Tausch die Nellorezebus in den Zoo, wo Zebus im Rinderrevier derzeit komplett fehlen; asiatische Schweinearten zukünftig komplett im TP, im Zoo Konzentration auf afrikanische Arten sowie Weißbart- und Halsbandpekari.

Löwen, Geparden, Pumas, Schneeleoparden und ein bis zwei kältefeste Leopardenunterarten bleiben im TP, bekommen aber neue Standorte (Tausch Amurleopard gegen Nordperser bereits in einem vorangegangenen Beitrag erwähnt). Dito Zebras, Wildesel, Strauße, Giraffen, Präriehunde, Schliefer, Seekühe, Mähnenwölfe, Brillenpinguine und zwei der drei afrikanischen Hyänenarten (Tüpfelhyänen kämen in den Zoo, da ich mit den beiden anderen Arten speziellere Pläne im TP hätte). Bei den Waldhunden bin ich noch unentschlossen, meine Südamerika-Planung ist noch nicht abgeschlossen.

Die Geiervoliere ist zugegebenermaßen ein Härtefall. Wären potenzielle Brutkolonien indischer Geierarten verfügbar, würde ich sie allein schon aus Arterhaltungsgründen dafür nehmen. „Kalte“ Geier passen in meiner Planung nicht besonders zum Themenbereich, auch wenn sie z.T. an der Nordgrenze Südasiens vorkommen. Da ich so oder so eine begehbare Asien-Großvoliere einplanen wollte, damit die Vogelhaltung nicht zu kurz kommt, habe ich jetzt diese Variante gewählt.
(Eintrag vom 30.10.2014 zum Thema "Eure planung")
Steffen Purgander:   So hier nen kleiner Bericht über mein Besuch im Zoo Dresden: mein Highlight waren natürlich die Koalas, vo Ort musste ich aber feststellen das die zwei Männchen getrennt wurden aufgrund von Streitigkeiten aber das andere Tier war da und wach generell gefiel mir das Brandes Haus noch besser als nach meinen ersten Besuch damals war es frisch eröffnet worden und heute super toller Tierbestand.
Die Schneeleoparden Anlage gefiel mir super im alten Domizil leben jetzt Buntmarder für die die Anlage bestens passt und daneben sind auch noch Feuerwiesel auch sehr fein.
Drei Goldtakine waren auch schön zusehen indem Baumstachler kam mir auch neu vor, ebenso war neu Klippschliefer, Dik-Dik mit Kronenkraniche, auch die Tundra-Anlage hat mir gefallen mit Kragenenten und Brachvögeln nur zwei Arten zu nennen
In großen und ganzen hat mir der Besuch sehr gefallen.
Noch wat lustiges kaiserschnurrbarttamarine sind jetzt kapuziner Affen und Strauße drehen immer ihre Augen so komisch dabei war nur die Nickhaut die es so aussehen lassen hat naja Besucher eben die sich nicht so mit Zoos beschäftigen aber hat man halt wat zu lachen.
(Eintrag vom 29.10.2014 zum Thema "Zoo Dresden")
Michael Mettler:   @Michael Gradowski: Wenn man nach dem Wegweiser geht, gehören allerdings Geiervoliere und Schneeleopardenanlage wegen getrennter Erwähnung auch nicht zum Alfred-Brehm-Haus ;-)
(Eintrag vom 26.10.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   @Gudrun: Die Schneeleopardenanlage dürfte so oder so hinfällig sein, weil das die einzige Stelle ist, wo man den Aufstieg zum an dieser Stelle geplanten erhöhten Einblick in die Tigeranlage einrichten kann.

In Geozoos wird doch viel mit symbolischen Grenzverläufen gearbeitet. Wenn man die Felsenwand, die zwischen Tigern und Geiern verläuft, kurzerhand zum symbolischen Himalaya erklärt, dann passen Geier oder Irbisse durchaus an dessen Nordseite und statt der Chapmanzebras könnten die Kiangs auf der anderen Wegseite stehen. Schließlich könnte eine Erdteilgrenze zukünftig auch ohne weiteres quer durch den jetzigen Komplex für afrikanische Einhufer gezogen werden.

@WolfDrei: Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Knieriems vorherige Wirkungsstätten Hannover und München schon vor seiner dortigen Tätigkeit keine ausgesprochenen "Vogelzoos" waren (darin spielt der TP Berlin in einer ganz anderen Liga). Die Vogel-Artenreduzierung in Hannover z.B. setzte schon lange vor dem Umbau zum Erlebniszoo ein (Zusammenlegung von Fasanerievolieren, Auslaufenlassen von Teichgeflügelarten usw.) und war, wenn man das vorherige Sammelsurium kennt, auch ein nachvollziehbarer Schritt.
(Eintrag vom 19.10.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Muß die Greifvogelflugvoliere unbedingt Südostasien zugeordnet werden? Da sie gegenüber den Zebra- und Somalieselanlagen liegt, welche an die Giraffenanlage grenzen, kann ich mir auch gut eine Zuordnung zu Afrika vorstellen, da man die Huftieranlagen vermutlich gut mit der Giraffenanlage verbinden kann oder sie zu einer weiteren Afrikaanlage umbauen kann. Dann könnte ein Großteil des Besatzes der Voliere erhalten bleiben. Die Schneeleoparden passen dann allerdings erst recht nicht mehr indiesen Parkteil. Ich gehe allerdings davon aus, dass diese mittelfristig in den Gebirgstierbereich, möglicherweise in die umgestaltete Vielfraßanlage, umziehen werden, da ihre jetzige Anlage doch recht beengt wirkt.

Ich hoffe auch, dass der Vogelbestand in Friedrichsfelde nicht zu sehr ausgedünnt wird und zumindest die Rarietäten erhalten bleiben.
(Eintrag vom 19.10.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   @Michael Gradowski: Immerhin gehört auch Indien zum Verbreitungsgebiet des Schneeleoparden...

Was die geplante Malaienbäranlage betrifft: Die muss sich überhaupt nicht in Richtung jetziger Pinguinanlage erstrecken. Ich könnte mir eher vorstellen, dass sie auf der Fläche der jetzigen Rentieranlage entsteht und dann der Stichweg zwischen dieser und der jetzigen Kleinkatzenanlage entfällt. Schließlich soll ohnehin als Einstimmung auf den "Südostasien-Besuch" im ABH ein Bambuswald vor dessen Eingang gepflanzt werden, dann kann man diesen auch mit einer Tropenbärenanlage flankieren.

Vielleicht ist aber in der Entwurfskizze auch nur die Beschriftung verrutscht und die neue Bärenanlage besteht aus der unbeschrifteten Anlagenreihe des östlichen ABH-Teils...
(Eintrag vom 18.10.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Thomas Hüttmann:   Die beiden kleinen Schneeleoparden sind auf der Anlage zu sehen. Für das Brehmhaus gibt es ja große Pläne; schade dass es dann, nachdem es erst im Frühjahr eröffnet wurde, wieder jahrelang Baustelle sein wird. Eine der Dscheladas ist am 30.9. Mutter geworden, das Kleine macht schon seine ersten Schritte auf der Außenanlage. Im Förster-Garten gibt es zwei Esskastanien, unter denen die gerade reifen Früchte in Unzahl liegen (in der Stadt sind die meisten ja beerntet), heute abend gab es also gekochte Maronen. Noch besser als die böhmischen Knödel! (Foto: Fels-Kängurus)
(Eintrag vom 03.10.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   Wenn ich mir übrigens auf dem Neuentwurf ansehe, an welcher Stelle "Einblick von Felswand" an der Tigeraußenanlage eingetragen ist, dann dürften wohl die Tage der Schneeleopardenanlage ebenfalls gezählt sein. Auf deren Fläche müsste sich dann logischerweise ein Zugang zum besagten Einblick befinden.

Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass in der rechten Felsenhalle (die dann diesen Namen vermutlich gar nicht mehr verdient) größere Bäume eingezeichnet sind als in der linken. Nirgends steht geschrieben, dass BEIDE Hallen als Innengehege für Tiger vorgesehen sind. Vielleicht dient die rechte Halle als Innengehege für jene Tierart, die zukünftig für die Fläche der jetzigen Gepardenanlage eingeplant wird (da ist jetzt im Entwurf schon ein Wasserbecken oder -grabenteil zu sehen). Oder sie wird sogar für eine reine Indoorhaltung von Tieren genutzt, die dem Besucher auch dann etwas zu sehen bieten sollen, wenn alle Außenanlagenbewohner im Sommer draußen sind? Wenn man sich mal gedanklich von der Fixierung auf Raubtiere löst, gäbe es ja von Primaten über Huftiere bis hin zu Vögeln so einige Tierarten in beiden Berliner Einrichtungen, die zum Thema Indonesien einigermaßen bis gut passen und das angestrebte Erlebnis für den Besucher vielgestaltiger machen würden.

Den erwähnten Wasserfall kann ich in der Tropenhalle gar nicht entdecken. Wenn man nicht ein "Felsmassiv" mitten in den Raum stellen, sondern den Wasserfall am Rande errichten will, bliebe eigentlich nur die Möglichkeit, irgendwo auf die bisherigen Scheibenfronten zu verzichten. Die logischste Stelle dafür wäre die zur zukünftigen Tigeraußenanlage hin gerichtete Seite der zukünftigen Krokodilhalle. Eine undurchsichtige Wand würde hier den Aufbau einer Hintergrundkulisse für die zentrale Halle ermöglichen (die ggfs. schon beim Betreten des Hauses durch den Haupteingang sichtbar wäre) und gleichzeitig gewährleisten, dass der Einblick vom Haus in die Tiger-Außenanlage keine optische Konkurrenz auf der Gegenseite des Besucherganges bekommt (die zudem durch ihre Helligkeit Spiegelungseffekte forcieren würde).
(Eintrag vom 02.10.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Ich war am 20.9.14 mal wieder im Wildpark Lüneburger Heide. Wir waren mit den Zoofreunden Hannover dort und hatten eine Führung. Bei dieser Führung wurde gesagt, dass es sich bei den beiden noch lebenden Braunbären Teddy und Susi um ein Geschwisterpaar von Kodiakbären handelt. Die Tiere wirkten recht groß, aber ich dachte bisher, dass es sich bei ihnen um Europäische Braunbären handelt. Um welche Unterart handelt es sich jetzt?

Der Wildpark hat seit Anfang des Jahres 2 männliche Vielfraße aus England in einer der ehemaligen Bärenanlagen gegenüber der Greifvogelarena, von denen einer sehr aktiv war. Die zweite ehemalige Bärenanlage wird von einer Männergruppe Südamerikanischer Nasenbären in Vergesellschaftung mit Weißschwanzstachelschweinen bewohnt.

Bei den Schneeleoparden ist ein junges zukünftiges Zuchtpaar vorhanden, nachdem die alten Tiere verstorben sind bzw. wegen Krankheit eingeschläfert wurde. Es gibt an der Anlage auch eine neue Aussichtsplattform. Bei den Tierenhandelt es sich um die Nachwuchstiere Aziz und Amira (o.ä.)aus Wuppertal und Krefeld. Auch bei den Sibirischen Tigern hofft man auf eine Zuchterlaubnis für das nächste Jahr.

Es gab wieder einige bemerkenswerte Nachzuchten, z.B. 3 Jungtiere bei Europäischen Fischottern, 3 Kitze bei den Gemsen, 2 Kitze bei den neuen Alpensteinböcken und 1 Kitz bei den Schneeziegen. Bei den Timberwölfen gibt es 3 Jungtiere. Auch einen jungen Andenkondor in Handaufzucht gibt es und darüberhinaus viel Nachwuchs bei häufiger gehaltenen Arten wie den Dybowskihirschen, Rothirschen, Damwild, Wapitis (1 Jungtier), Mufflons, Wisenten, Schwarzwild, Alpakas und vielen Haustierformen wie z.B. Wollschweinen; Hausyaks (1 Kalb) und Girgentanaziegen.

Bei den Moschusochsen sind wieder 2 Tiere vorhanden, darunter ein jüngeres Tier von etwa 2 Jahren. Bei den Elchen gibt es 2 Bullen und ein Jungtier vom letzten Jahr.

Die Fasanerie ist leider nicht mehr besonders spannend besetzt, da keine Raufußhühner mehr gehalten werden. Jetzt leben dort neben Wildtruthühnern in der ehemaligen Auerwildanlage u.a. Kolkraben, Silberfasane, Diamantfasane, Goldfasane und Jagdfasane.

Bei den Dachsen waren 3 Tiere vorhanden. Die Waschbären leben jetzt mit Nachwuchstieren der Streifenskunks zusammen.
Von den Europäischen Nerzen ist ein Tier vorhanden, welches sich leider nicht zeigte. Wildkatzen, Europäische Luchse, Polarfüchse, Marderhunde, Europäische Wölfe und Weiße Wölfe sind weiterhin vorhanden. Neu waren Einsichtsscheiben bei den Weißen Wölfen und Europäischen Wölfen.
Die Präriehundanlage wurde mittlerweile übergittert. Neu ist auch eine Anlage für Ratten im Naturkundehaus (ehemalige Igelanlage). Der übrige Besatz des Naturkundehauses/Reptiliums hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Lediglich Piranhas und Peru-Samtschrecken waren neu.


Zwischen Wolfsanlagen und Tigeranlage ist scheinbar eine neue Anlage im Bau.

Es war wieder ein sehr lohnenswerter Besuch. Neu in der Flugschau war ein Sperbergeier.

(Eintrag vom 21.09.2014 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Michael Mettler:   Und hier die Schneeleopardenanlage, die ja noch nicht in fertigem Zustand hier abgebildet wurde. Zwar ist mir bekannt, dass es im Verbreitungsgebiet dieser Tierart große Geröllfelder gibt, aber ob es die Irbisse wirklich schätzen, ganztägig auf einen solchen unbequemen Untergrund festgelegt zu sein?
(Eintrag vom 20.09.2014 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Joshua Förg:   Die Schopfmakaken kommen in die Anlagen im Affenhaus, die zuletzt von Schneeleoparden und Zwergottern genutzt wurden. Die Otter kamen nach Kaiserslautern, die Schneeleoparden zogen auf eine neue Anlage im besagten Bauabschnitt 1 der Raubtieranlagen.
(Eintrag vom 07.09.2014 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Oliver Müller:   Auch wenn ich schon ein paar Tage wieder zurück bin, möchte ich euch kurz von meiner Zooreise durch die Schweiz berichten.
Ein ganz dickes „Dankeschön“ an dieser Stelle noch mal ausdrücklich an alle Forumskollegen, die mir wertvolle Tipps und Hinweise gegeben haben und mir dadurch meine Reiseorganisation sehr erleichtert haben!!!

An Tag 1 stand Basel auf dem Programm. Trotz Schulferien und relativ gutem Wetter hielt sich der Andrang in angenehmem Rahmen. Der Zoo beeindruckte mich durch schöne grüne Garten-Anlagen, viele naturnahe Biotope und innovative Tierhäuser (v.a. Etoscha, Gamgoas). Das modernisierte Affenhaus überzeugt, auch wenn es (Stuttgart lässt grüßen) viel Beton aufweist und man die Innenanlagen der Menschenaffen durchaus noch hätte vergrößern können, sofern man die riesigen Besuchertribünen weg gelassen hätte. Super finde ich die Idee, für drei Gruppen fünf Außenanlagen zu bauen, die teilweise im Wechsel genutzt werden können. Derzeit baut man einen neue Gastronomie (momentan „Schulmensa“ in einer Baracke und Biergarten). Interessant: Das Elefantenhaus ist zum Teil bereits abgerissen (Bullenstall), zum Teil noch in Betrieb (Stallteil der Kühe), während drum herum der neue Komplex gebaut wird, der 2016 eröffnet werden soll. Tipp: montags ist in Basel der Eintrittspreis günstiger.

Tag 2 führte mich in die Ostschweiz. Der Plättlizoo in Frauenfeld gehört zum Übelsten, was ich bisher gesehen habe. Fast alle Anlagen sind vergleichsweise klein, fantasielos eingerichtet bis karg, viele weisen kaum Schattenbereiche auf. Die Affen werden vom Publikum munter mit Popcorn gefüttert, die drei apathischen Schimpansen in ihrem langweiligen kleinen Käfig haben entsprechend aufgeblähte Bäuche. Unfassbar, dass dieser „Zoo“ in den letzten Jahren angeblich viele Gehege modernisiert und erweitert hat – ich will nicht wissen, wie es hier früher aussah.

Ganz nett, wenn auch ohne größere Highlights, der Walter-Zoo in Gossau. Hier ist man v.a. auf Kinder ausgerichtet, mit Zirkuselementen und viel Füttern und Streicheln. Stolz ist man auf die mit einer starken Gruppe besetzte Schimpansen-Anlage, je zwei Innen- und Außengehege, verbunden durch einen unterirdischen Gang. Hier habe ich erstmalig Schimpansen an einem Felsen „freeclimben“ gesehen, was ganz witzig war. Die Manege für Tigerdressuren fand ich etwas seltsam in einem Zoo. Neu ist eine Flamingo-Anlage, die angeblich seit 2011 im Bau befindliche Löwenanlage besteht aktuell offenbar nur aus einem Bagger.

An Tag 3 ging es dann weiter in den Kinderzoo Rapperswil. Ein schöner kleiner Zoo, hauptsächlich bestehend aus einer Elefantenanlage, mit Streichelzoo und ein paar kleineren Anlagen im Schlepptau. Auch hier ist eine neue Elefantenanlage im Bau, die recht interessant zu werden verspricht und rund ein Drittel der Zoofläche einnehmen wird. Man will in Zukunft einen Bullen halten und züchten, aber offenbar nur für den „Eigenbedarf“ in Zoo und Zirkus. Das Seelöwen-Theater ist deutlich unter dem sonstigen Standard, kaum vorstellbar, dass dies wohl mal ein Delfinarium war.

Weiter ging es nach Goldau. Hier eine atemberaubende Landschaft mit einheimischen Tieren und Massen von Menschen, sowie eine wirklich riesige neue Anlage für Bären und Wölfe. Derzeit im Bau ist eine neue Voliere für Bartgeier (ob wieder mit Schneehasen weiß ich nicht).

Tagesabschluss dann Tonis Zoo Rothenburg, auch eine private Anlage mit ansehnlichem Tierbestand in akzeptablen bis schönen Gehegen und ein großer Indoor-Bereich mit Vögeln, Affen, Kleinsäugern, Reptilien usw. Die Anlage wirkt ein wenig wie eine Tierhaltung in einem privaten Garten, was keineswegs negativ gemeint ist. Hier, wie auch vielerorts sonst in der Schweiz, wird gern mit hellem Maschendrahtzaun gearbeitet, was Fotos schwierig macht. Interessant die Afrika-Anlage – eine Mega-Voliere mit Kattas, diversen Vögeln, Zebras und Straußen und einer Beobachtungsebene im 1. Stock auf der kurioserweise das Essen und Trinken streng verboten ist - vielleicht um (unbeabsichtigtes) Füttern zu verhindern.

Am 4. Tag stand dann Zürich auf dem Programm. Für mich der beste Zoo der Reise. Bei strahlendem Sonnenschein hatten leider ungefähr eine Million Schweizer offenbar die selbe Idee wie ich – Lärm und Gekreische bis an die Schmerzgrenze überall, ich hatte dort erstmalig die Idee, in Zukunft Oropax mit in den Zoo zu nehmen. Umfangreiches
Informationsmaterial (ähnlich wie in Basel), wenn auch leider keinen Zooführer (es soll aber wohl irgendwann wieder einen geben), ein sehr kompetentes, freundliches (und „schriftdeutsch“ ;-)) sprechendes) Info-Team im Service-Büro und sehr gute Restaurants waren angenehm. Viele super gemachte neue Anlagen wie Pantanal oder das Löwenhaus. Für mich ganz nett, aber vermutlich für den ONZ wenig aussagekräftig die (neue?) Anden-Gehegereihe mit Lamas, Alpakas, Guanakos und Vicunjas in vier nebeneinander liegenden Anlagen – hier hätte man etwas mehr die pädagogische Absicht heraus arbeiten können (sofern es eine gibt, was ich mal unterstellen will). Highlights: die neue Elefantenanlage (leider so viele Menschen, dass die Elefanten kaum auffielen) und natürlich Masoala mit ansprechendem madegassischem Restaurant, innovativem Shop und Massen von Besuchern, die laut palavernd und strammen Schrittes ihrer Weg gingen und – komisch, komisch - sich über nicht sichtbare Tiere beschwerten. Trotzdem habe ich immerhin rund ein Drittel der Arten gesehen und z.T. auch fotografiert. Im Prinzip finde ich das Projekt Masoala super beeindruckend, frage mich aber schon, ob nicht alles etwas am ONZ vorbei geht und ein paar Tiergehege in der Halle, wie in Gondwana, sinnvoll gewesen wären. Die nächsten Projekte des Zoos werden eine Tibet-Anlage für Yaks und Trampeltiere sowie danach eine Afrikasteppe für Nashörner, Zebras und Antilopen sein. Deutlich unter Standard und eigentlich grenzwertig fand ich das Menschenaffenhaus. Hier ist leider erst in fernerer Zukunft eine Änderung in Sicht, was m.E. berechtigten Anlass zur Kritik gibt.

Tag 5 führte mich nach Kerzers. Eine kleine, aber feine Anlage mit interessanten Tieren (u.a. Tamanduas, Tayras, Wickelbären, Pakas, Baumstachler, Ozelots) neben den Hauptdarstellern, den Schmetterlingen. Auch hier war recht viel los, aber irgendwie schafft man es doch vielfach, die Leute zum Innehalten und Staunen einzuladen. Neu ist hier, dass der Schweizer Schmetterlingsgarten zum „Kleintiergarten“ erweitert wurde und auch Wildbienen, Unken und weitere (wirbellose) Arten zeigt.

Am 6. Tag habe ich Bern besucht. Hier fand ich den Kontrast zwischen Wildpark-Teil und Vivarium mit exotischen Tieren ganz interessant. Super gefallen hat mir die riesige Anlage der Papageientaucher. Derzeit plant man an neuen Anlagen für Uhus und Schnee-Eulen. Das Vivarium leidet teilweise etwas darunter, dass an sonnigen Tagen die Scheiben so stark spiegeln, dass man kaum etwas sieht. Am Nachmittag dann noch eine Stippvisite am imposanten neuen Bärengraben in der Stadt, der wohl ein echtes touristisches Highlight ist.

Tag 7 war dann dem einzigen „französischsprachigen“ Zoo meiner Tour, nämlich Servion, gewidmet. Dieser erinnerte mich etwas an den Wingst-Zoo, sowohl vom Tierbestand (Löwen, Tiger, Schneeleoparden, Servale, Braunbären, div. kleine Affenarten, Papageien, Fasanenarten, ein paar einheimische Huftiere, Haustiere, Bisons und Kleinraubtiere) als auch von der Anlage her. Interessant, wie man die alte betonierte Bärengrube mit einem „Garten als Anbau“ zu einer ansehnlichen Freianlage erweitert hat. Eine weitere Vergrößerung ist in Planung, ebenso wie bei vielen anderen Anlagen. Der Zoo stellt eine Konzeption der geplanten Änderungen aus, nach der in Zukunft auch die Haltung kleiner Pandas geplant ist.
Neben dem Zoo liegt das inzwischen selbständige Tropikarium, welches vor allem Reptilien (u.a. mehrere Arten Riesenschildkröten) und Vögel (Strauße, Kraniche, Flamingos, Pinguine, Tropenhalle mit u.a. Krontauben, Balistaren und eine Freiflugvoliere) zeigt. Neu ist ein lichtdurchfluteter Pavillon mit u.a. den einzigen Komodowaranen der Schweiz.

Außer den Zoos habe ich auch noch eine schweizerische Besonderheit auf der Agenda gehabt, nämlich die Stadtvolieren. Hier sollen v.a. Zürich-Mythenquai (Exoten) und Zofingen (Einheimische Arten) einige ornithologische Leckerbissen zu bieten haben, leider habe ich davon nicht viel gesehen, weil in beiden Fällen ohne für mich ersichtlichen Grund die eigentlich wohl begehbaren Innenanlagen geschlossen waren und die gefiederten Herrschaften es vorzogen, sich nicht außen zu zeigen. Zürich-Seebach und z.T. Olten zeigen eher Standardarten, in Lausanne gibt es außerdem als Kuriosität einen (vermutlich) Goldfasan x Amherstfasan – Hybrid, für mich eine Erstsichtung. Alle Anlagen wirkten gepflegt und waren auch – für eine kleine Volieren-Anlage – ganz gut besucht.

Alles in allem hat sich mir die Schweiz bei meinem Besuch – wie schon Österreich im letzten Jahr - als kleines, aber feines und absolut empfehlenswertes Zoo-Land gezeigt, was viele innovative Ansätze und Ideen umsetzt.
Tipp für Nachahmer: Aufgrund der für Ausländer sehr „happigen“ Preise für Hotellerie, Gastronomie und Lebensmittel (ab ca. 100 € für Übernachtung/Frühstück in günstigen Hotels bzw. 25-40 € für ein „richtiges“ Gericht, Snacks günstiger, z.B. Nudeln oder Pizza ab 15 €, Portion Pommes ca. 5-8 €, Kugel Eis 3 €) sollte die Reisekasse gut gefüllt sein oder man sollte sich im Vorfeld günstigere Alternativen überlegen. Die Preise für Zooeintritte (10 bis 18 €) und Führer (wo vorhanden - meist um 5 €) fallen dagegen nicht ins Gewicht.

Wenn ihr Fragen oder Fotowünsche habt, werde ich gern versuchen, weiter zu helfen!

(Eintrag vom 22.08.2014 zum Thema "Zooreise Österreich/Schweiz")
Oliver Jahn:   Was ich noch vergessen habe, das kleine Wohnhaus am Streichelzoo wurde umgebaut zu einer Gastronomie. Während die Eltern etwas essen oder trinken, können die Kinder nun auf dem Spielplatz toben.
Das Rothundrudel ist mittlerweile auch eine richtig tolle,große und sehr aktive Gruppe. Die Schneeleoparden waren zu fünft auf der Anlage. Bei Blässbock und Defassa gab es Nachwuchs, die Weißrüsselbären waren aktiv neben den Roten Nasenbären auf der Anlage, ebenfalls gab es Nachwuchs beim Karpatenluchs und bei den Dunkelkusimansen. Ach ja, auch nicht ganz unwichtig, der neue Parkplatz ist fertig!
(Eintrag vom 17.08.2014 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Jonas Homburg:   Angesichts der Diskussion über zu viele zu gleiche Arten und die daraus resultierenden Probleme hab ich mir mal angeschaut, welche Arten tatsächlich noch als Doubletten sowohl in Zoo wie auch im Tierpark auftauchen. Trotz dem propagierten Abbau der Doppelhaltungen, war ich doch überrascht auf Basis der Zootierliste zu 122 Formen von in beiden Einrichtungen gehaltenen wilder Säuger und Vögel zu kommen. Die wenigen Großsäugerarten wurden ja schon erwähnt, den größten Teil bilden mit 48 Formen allerdings die Entenvögel!
Da hab ich mich dann gefragt, ob insbesondere unter dem Aspekt des pflegerischen Aufwandes (so wie die Arten auf den Teichen und Gräben des TP verstreut sind) da nicht eine deutliche Reduktion zu Gunsten des Zoos sinnvoll wäre. Es ist schließlich kein unbedeutender Aufwand, immer noch zu Ente X auf Teich Y laufen zu müssen. Im Zoo dagegen sind die Arten auf wenigen Teichen sowie in Vogelhaus und Fasanerie versammelt. Da ließen sich also wieder Personalkosten sparen, indem man einfach die Arten im Tierpark aufgibt und nur noch im Zoo hält (den gewaltigen Artbestand des TP schmälert das wohl kaum). Die verbleibenden (und das sind immer noch einige!) könnte man dann pflegerisch einfacher bzw. in einem geografischen Konzept passender einordnen (z.B. auch in einer dann bestehenden Flugvoliere, womit wir wieder beim Punkt der Kosteneinsparung durch zahlenmäßig weniger, aber größere Anlagen wären).

Bei den Großtieren bin ich der Meinung, dass beiden Einrichtungen nur Panzernashörner, Eisbären, Malaiische Tiger und Java-Leoparden erhalten bleiben sollen. (Besonders bei den Eisbären glaube ich, dass es richtig ist, sie im Tierpark zu belassen, da dort gute Erweiterungs- und Neubaumöglichkeiten bestehen, während diese im Zoo nun einmal stark limitiert sind.) Jaguare, Dromedare, Grevyzebras, Asiatische Elefanten, Guanakos, Alpakas, Rotbüffel, Wisente, Wölfe, Strauße und Rentiere nur noch im Zoo, Davidshirsche, Malaienbären, Przewalskipferde, Vikunjas und Lamas nur noch im Tierpark.
Dazu kommen noch unnötig ähnliche Formen, darunter „Polar“wölfe und Europäische Wölfe, Defassa- und Ellipsen-Wasserböcke, Chapman- und Grantzebras, Vietnam- und Japansikas, Mesopotamische und Europäische Damhirsche, Wald- und Präriebisons, Indische und Zoomix-Löwen, Alpen- und Kaukasische bzw. Sibirische Steinböcke, Gaur und Gayal.
Rausfliegen sollten dabei aus meiner Sicht die Grantzebras, Japansikas, Europäischen Damhirsche und Zoomix-Löwen im Zoo, ihre Pendants (für die Zebras die Bergzebras) im Tierpark werden dafür übergesiedelt, womit man dort gleich ein bisschen Platz für Zusammenlegungen und neue Großanlagen schafft (insbesondere im ABH würde dringend benötigter Platz frei).

Sehr interessant fand ich auch die Idee, Bereiche des Tierparks, in die sich eh niemand verirrt zu schließen, bis sie attraktiver geworden sind. Ich würde da ganz klar mit der Fasanerie und den anliegenden Gehege für Schneeziegen etc. anfangen, genauso auch die Bergtieranlage und die Haustieranlage.
Damit stellt sich jetzt nur noch die große Frage: Wie soll der „neue“ Tierpark dann aussehen? Was aus meiner Sicht dringend her muss, sind Neuerungen, die sich auch medienwirksam verkaufen lassen, sodass die auch bei den Menschen ankommen, die dann auch kommen, um die neuen Attraktionen zu sehen (z.B. mit der Sanierung der ABH-Tropenhalle konnte man wohl beim Ottonormalbesucher nicht unbedingt den Eindruck einer eindrucksvollen Neuheit erwecken). Daher braucht es dringend einen echten Neubau, nicht nur die Verbesserung der bestehenden Häuser (auch wenn das genauso wichtig ist). Ich favorisiere dabei immer noch das Südamerikahaus + zugehörige Anlagen mit Seekühen, Kapuzinern, Brüllaffen, Sakis, Krallenaffen, Pakas, Neuweltgeiern, Brillenbären, Kleinfleckkatzen, Margays, Mähnenwölfen, Waldhunden, Vikunjas und Pekaris. Dazu holt man sich aus dem Zoo als WG-Partner für die Vikunjas die dort suboptimal untergebrachten Nandus sowie eine der Tapriarten als zusätzliche schauattraktive Art. Gern auf den Flächen für Bisons und Wisente!

ABH und Dickhäuterhaus sehe ich als zukünftige Schnittstellen zwischen Afrika- und Asienparkteilen. Der Westflügel des ABH wird zu Asien ausgestaltet, der Ostflügel zu Afrika.
Zunächst mal fliegen alle „kalten Arten“ aus dem Haus heraus, d.h. Amurtiger, Amur- und Chinaleoparden, Irbisse und Manule. Die können in anderen Bereichen neue, attraktivere Anlagen erhalten. Zudem wird die sinnfreie Haltung der schwarzen Panther beendet. Die Malaiischen Tiger ziehen in die freigewordene Löwenhalle, der angeschlossene Trakt wird als asiatischer Regenwald umgestaltet mit Analgen für Java-Leoparden, Fischkatzen, Binturongs, Nebelparder, Palawankatzen, Kurzschnabeligel und Malaiische Zibetkatzen, da im Westflügel damit noch einige Anlagen frei bleiben, bliebe genug Platz für andere Tiergruppen (z.B. die eher bescheiden untergebrachten Ceylon-Hutaffen des Zoos), um nicht wieder ein reines Katzenhaus zu haben.
Die Ost-Felsenhalle wird mit einer Menschenaffenart besetzt. Meine Wahl fiele auf die Zoo-Bonobos, da diese dort von allen Arten die unschönste Unterbringung haben. Im angeschlossenen Katzentrakt können dann Servale, Karakale, Honigdachse, Erdwölfe in Gemeinschaft mit Zebramangusten sowie die Husarenaffen neue Unterbringungen erhalten, außerdem bleibt wieder Platz für andere Tiergruppen.
Die Geiervoliere kann mit den afrikanischen und asiatischen Arten erhalten werden.

Das Dickhäuterhaus wird auf Afrikanische Elefanten und Panzernashörner reduziert, denen innen so viel Platz wie möglich zugesprochen werden sollte, für weitere afro-asiatische Kleintiere (z.B. die Oman-Falbkatzen und Buschschliefer) kann der freiwerdende Platz in den Krallenaffenanlagen benutz werden.
Für die afrikanischen Elefanten entsteht wie schon mal vorgeschlagen oberhalb des Hauses unter Einbeziehung der Zebragehege eine große Anlage, direkt angeschlossen eine große Savanne mit Giraffen, Chapmanzebras, Kaffernbüffeln, Watussirindern und Wasserböcken.
Unterhalb des Hauses wird die Anlage der Panzernashörner zur Indienanlage ausgebaut, dabei könnte man z.B. die Kuhanlage der afrikanischen Elefanten einbeziehen, indem man den Besucherweg untertunnelt. Als Arten kommen hier die Sambarhirsche, Nilgauantilopen sowie Hirschziegenantilopen des Zoos hinzu. Alle anderen Anlagen vom Affenhaus bis zu den jetzigen Rotluchsen bedürften dann eigentlich nur noch teilweise Umbesetzungen, sowie vor allem optische Aufwertungen, die dem Besucher auch den Lebensraum zeigen, den er gerade besucht (z.B. sollte der Wüstenbereich klar als solcher erkennbar sein, ohne dabei jedoch Kitsch-Kulissen ohne Ende zu bauen).

Im Zentrum würde ich wie schon mal erwähnt gerne große Huftieranlagen für Asiaten sehen, bei entsprechendem Besatz macht sich das sicher gut. Dabei hatte ich an eine Zusammenlegung von Lama bis Dromedar gedacht, um dort die Arten flexibel auf der Großanlage zusammenzuhalten bzw. bei Bedarf auch zu separieren. Als Besatz stelle ich mir Trampeltiere, Przewalskipferde, Kulane, Altaimalrale, Davidshirsche und Bucharahirsche (natürlich nicht immer alle gleichzeitig) vor.
Auf der Fläche der Vikunjas und Alpaka würde strategisch geschickt, da an der Anlaufstelle Cafeteria gelegen, eine weitere Asienecke ihren Platz finden, im Stil von Burgers Rimba können dort Leier- und Schweinshirsche, Wasserbüffel, Gayale, Gibbons und Schweinsaffen eine Großanlage erhalten, dazu eine Anlage für Sumatra-Tiger sowie eine für Malaienbären.

Der linke Randbereich von der Fasanerie (von der zumindest ein Teil des Besatzes Eingang in eine begehbare Voliere finden sollte) bis zu den Takinen wird komplett ostasiatisch ausgestaltet und erhält nach dem Auszug der Moschusochsen und Schneeziegen in den Nordamerika-Gebirgsteil attraktive Anlagen für Amurtiger, Amurleoparden und Chinaleoparden, Rothunde, Kleine Pandas, Kraniche und Schopfhirsche, Goldtakine, Gorale, Kiangs und Weißlippenhirsche. Hier wäre außerdem der Platz, um potentielle große Pandas unterzubringen.

Bei den Gebirgstieren wird eine Attraktivitätssteigerung durch die Errichtung einer Schneeleoparden-Anlage anstelle der Gorals erreicht, außerdem wird mit dem Zoo eine Steinbockform getauscht, die das Weißlippenhirschgehege bezieht. Auf der frei gewordenen Fläche der Steinböcke wird ein Bergbauernhof mit Restaurant errichtet.
Um die übrig bleibenden Bereiche habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Eine wesentliche Veränderung zum Ist-Zustand muss allerdings der Besucherservice in dem weitläufigen Gebiet sein. Zum einen muss regelmäßiger Parkbahnverkehr die Leute zu den entfernten Bergtieranlagen bringen, was auch entsprechend publik gemacht werden muss. Über weitere Strecken, um das Gelände zu erschließen ließe sich bei entsprechender Nutzung nachdenken, frei nach dem Motto „verpassen sie keine wichtige Attraktion mit unserer Parkbahn“.
Eine weitere Idee, die mir noch gekommen war, ist das Aufzeigen von verschiedenen Rundwegsystemen. Ich erinnere mich nicht mehr daran, wo ich das Konzept schon mal gesehen habe, aber dort gab es verschiedene Rundwege, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte legten. So gab es z.B. eine Landschafts- und Erholungsrundgang, einen Attraktionsrundgang, einen familienfreundlichen Rundgang mit allen wichtigen Stationen für Kinder und so weiter. Außerdem sollte man über gezielte Rundgänge von bestimmten Parkbahn-Haltepunkten aus (etwa vom ABH durch den Afrika- und Asienbereich) nachdenken.

So, das sind meine Ideen, was aus dem Tierpark werden könnte. Ich hoffe, die sind nicht zu zoo-idealistisch gedacht und können sich teilweise auch mit den anderen Ideen hier decken.
(Eintrag vom 11.07.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Joshua Förg:   Die nächsten Projekte stehen fest.
Wie bei den Schneeleoparden und Pandas wird es auch bei den aktuellen Baustellen zur Nichteinhaltung der angepeilten Eröffnung kommen, aber ich denke, man ist beim Masterplan bei Weitem konsequenter als zum Beispiel Neunkirchen.
Aktuell baut man an den Huftierställen und dem Exotenhaus, die ersten Anzeichen einer Baustelle lassen sich auch schon bei der künftigen Nasenbären-Anlage erkennen. Das Elefanten-Winterhaus ist bereits im Betrieb, nur ein Bauzaun davor zeugt noch von der Baustelle.
Bis zum Jubiläum 2015 müssten die genannten Bauvorhaben beendet sein.
(Eintrag vom 10.07.2014 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
C. Lissner:   Als ich 2009 im Zoo Wuppertal war, konnte ich locker vom Besucherweg aus nicht nur in den Käfig der Schneeleoparden langen sondern einem der Insassen auch an die Nase stupsen. Der Schneeleo wirkte dabei sehr ruhig, als wenn er es gewohnt war und dabei keine Gefahr sah. Die Absperrung war nur etwa 50 bis 80 Zentimeter vor dem Käfig.

Ich erinnere mich an einem Besuch in einem großen Zirkus ca. 2004, wo ich mit einer Freundin direkt an den zum Käfig umgebauten Container mit einem mehrere Tonnen wiegenden Breitmaulnashorn herantreten konnten und uns durch die Stahlrohrgitter zum Teil beugen konnten, um das Nashorn zu kraulen. Das Tier genoss das sichtlich. Es gab keine Absperrung und kein Personal was dabei Aufsicht führte. In Zirkus-Tierschauen hatte ich auch schon hautnahe Begegnungen mit Flusspferden gehabt.

In Entwicklungs- und Schwellenländern kommt sowas noch öfter vor: Im Entebbe Wildlife Education Center konnte ich problemlos vom Besucherweg aus ausgiebig eine Tüpfelhyäne kraulen (dabei wohlweislich wegen des respektablen Gebisses auf die Finger aufpassend) Das Tier kam an den Zaun, sobald ein Besucher dort stand (es gab keine Schranke) und rieb sich aufffordernd mit der Flanke daran.

In Peking und Shanghai konnte ich 2007 mit ziemlich nah an diverse Boviden und Equiden, auch Hersche, heran, darunter auch Anoa, Zebra, Kiang, Argali, Blauschaf und Wild-Pferd
(Eintrag vom 20.06.2014 zum Thema "Gehegebegrenzungen")
WolfDrei:   Endlich hing nun die Mai-Geburtenliste aus: neben den hier schon genannten Geburten sind erwähnenswert: 1 Wurf Schneeleoparden, 1 Moschusochse (noch im Vorgehege?), bei den Vögeln erwähnenswert: Cabot- und Satyrtragopan, Vo Quy-Fasan, 1 Waldrapp, brauner Ohrfasan, Kappen- und Gelbkopfgeier, wohl jetzt auch Sperbergeier. Dazu kommen auch zu den erwähnten Geburten ein 2. Waldbison, ein zweiter Bucharahirsch.
Das jetzt aber bedeutendste: ein weibliches Marco-Polo-Schaf! Auch das Sambarbaby ist weiblich . Offensichtlich getauscht wurden mit dem Prager Zoo Zwergmaras.

Ansonsten: heute waren die 6 Skunke gegen 10 Uhr und gegen 13 Uhr zu sehen - selbst die Pflegerin wusste das noch nicht. Und : ein Buntmarder, nunmehr fast so groß wie die Mutter (sagt die Pflegerin), Die Mutter hat es fest in ihrer Gewalt: Austritt nur spät abends (gegen 21 Uhr durch Besucherin gesehen, gestern gegen 18 Uhr.

Anbei: Marco-Polo-Nachwuchs.

(Eintrag vom 17.06.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   Oben offene Anlagen für Leopard & Co. gibt es in Deutschland, wenn auch vielleicht nicht viele. Mir fallen spontan Rostock (Jaguare, Schneeleoparden) und der Wildpark Lüneburger Heide (Schneeleoparden) ein; bei Staßfurt (Leoparden) bin ich mir aus der Erinnerung heraus nicht ganz sicher, ob die übernetzt ist oder nicht.

Aus Österreich habe ich noch oben offene Anlagen in Herberstein (Pumas) und Salzburg von Besuchen vor elf Jahren im Gedächtnis.

Der Elefanten"zaun" in Beauval erscheint mir aber nicht gerade für den Ernstfall geschaffen...
(Eintrag vom 14.06.2014 zum Thema "Gehegebegrenzungen")
Michael Mettler:   Beim Stöbern in den "EAZA News" stieß ich im Jahrgang 2006 auf einen Artikel in der Rubrik "Collection Planning", in dem aufgelistet wurde, welche Zuchtprogramme zum damaligen Zeitpunkt KEINE zusätzlichen Teilnehmer benötigten - beinhaltend die Bitte, sich Gedanken zu machen, ob man bei entsprechend freiem Platz nicht alternativ eine Art aus der daneben veröffentlichten, gut 4-mal so langen Liste jener Arten in den Bestand nehmen könnte, für die noch Erweiterungsbedarf bestand.

In der Liste der "Wir-sind-ausgelastet"-Arten waren 2006 aufgeführt: Stachel-Erdschildkröte, Schwarzstorch, Afrikanischer Marabu, Blyth-Tragopan, Rotbauchtamarin, Europäischer Otter, Eurasischer Luchs (auf Artniveau angegeben, also vermutlich alle UA eingeschlossen?), Amurtiger, Schneeleopard, Przewalskipferd, Rothschildgiraffe und Blauducker.

Bei den "Halter-gesucht"-Arten beschränke ich mich mal auf die größeren Säuger, bei denen ja der Platzbedarf eine größere Rolle spielt als bei Kleintieren und die deshalb eher mit anderen Arten/Unterarten um freie Plätze konkurrieren müssen: Drill, Großer Ameisenbär, Erdferkel, Lippenbär, Vielfraß, Amur- und Persischer Leopard, Sumatratiger, Onager, Bucharahirsch, Waldrentier, Netzgiraffe, Kleiner und Großer Kudu, Westliche Sitatunga, Mendesantilope, Weißnacken-Moorantilope, Moschusochse, Blauschaf. Die Großhuftiere machten mehr als ein Drittel der in der Liste angeführten Säugetierarten mit Halterbedarf aus.

Zumindest im deutschsprachigen Raum scheint sich die Halterzahl der genannten Arten allerdings seit 2006 nicht wirklich erhöht zu haben, oder?
(Eintrag vom 13.04.2014 zum Thema "Zuchtprogramme und deren Sinn")
Jan Jakobi:   @Peter Lohse:
Eine Nashorn-Anlage ist bei der aktuellen Situation (die 4 Nashörner haben insgesamt weniger Platz als die 2 Schneeleoparden) dringender und hat Vorrang.

Es gab schon hier negative Kritik, weil das vorige Nashornkalb "Naima" aus Platzgründen wegen dem jetzigen Kalb getrennt und abgegeben werden musste.
(Eintrag vom 08.04.2014 zum Thema "Zoo Leipzig")
Peter Lohse:   Es ist ja Toll die vielen neuen Projekte des Zoos so anzuschauen.
Ich frage mich allerdings wann Sie endlich beginnen den Schneeleoparden eine artgerechte Unterkunft zu bauen.Ich denke das sollte Vorrang haben, damit der jetzige Zustand, der in meinen Augen ein Schandfleck des Zoos ist endlich korrigiert wird. Bei den Amurleoparden wurde ja zum Glück schon der Anfang gemacht.
(Eintrag vom 08.04.2014 zum Thema "Zoo Leipzig")
Holger Wientjes:   Danke für die Infos !! Einiges war ja schon bekannt, einiges ist neu für mich.Ich geh´´mal die einzelnen Punkte durch in der Reihenfolge und geb´´mal meinen Senf dazu:

-Eine Vergrösserung der Elefantenanlage ist, besonders bei den Zuchterfolgen, sicherlich notwendig und gut. Ich hoffe nur, die Hirscheber bekommen im Zoo irgendwo ein neues Gehege und sind nicht, wie so oft auch anderenorts so viele Tierarten, die Leidtragenden damit man Elefanten besser halten kann. Gelbrückenducker gibt es bereits bei den Okapis, ja. Aber bei den Hirschebern nebenan wird ein weiteres Paar gehalten.
-Freiflieger klingt attraktiv. Warum das auch im Grosskatzenhaus sein muss kann ich nicht nachvollziehen, weil dazu die Gehege verglast werden und dem Besucher dadurch Sinneseindrücke der Katzen genommen werden. Das widerspricht vor allem der Argumentation, dass gleichzeitig im Vogelhaus Harfengitter eingebaut werden sollen, um dort die Tiere besser wahrnehmen zu können.
-Dass das Kleinkatzenhaus erneuert wird, wurde Zeit. Was man, da Schwarzfusskatzen und die letzte Oncilla eh nicht mehr am leben sind, noch an Arten reduzieren will (sind ja dann eh nur noch drei) kann ich nicht nachvollziehen.
-Die Schneeleoparden scheinen dann ja eine Riesenanlage zu bekommen, die sich den ganzen Hang entlang erstreckt. Sicherlich schön für die Katzen.
-Zusammenlegung von Bären und Wölfen finde ich attraktiv, wobei mich eher interessiert hätte, was für Bären künftig gehalten werden sollen.
-Zwergotter zu den Orangs: gut !
-Klar, Kiangs abgeben,genauso wie Weisslippenhirsche ! Werden auch noch in genug anderen Zoos gehalten. Schön, dass die Hausrentiere dafür mehr Platz bekommen...
-Dass die Elenantilopen den Zoo verlassen ist wohl sicher der nachvollziehbartse Punkt in der Aufführung. Die gibt´s in der Tat wie Sand am Meer. Für die neue Anlage mit Zebras und Straussen hoffe ich allerdings auf eine neue attraktive Antilopenart !
-Begehbare Aravolieren: auch attraktiv.
-Ein Ende der Eisbärenhaltung wäre zwar aufgrund der Zuchterfolge die dort erzielt wurden bedauerlich aber unter den jetzigen Bedingungen nachvollziehbar. Stellt sich die Frage nach einem Nachbesatz für die Nordlandanlage.
Wäre das Gelände der jetzigen Kodiakanlage nicht geeignet für eine neue Eisbäranlage ??
-Neues Restaurant mit Blick auf Elefanten ist sicherlich auch attraktiv.

Insgesamt also aus meiner Sicht einiges sehr positives, vieles was in Ordnung ist aber auch genug Quatsch dabei.



(Eintrag vom 15.03.2014 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Michael Mettler:   Laut PINGUINAL 2-2013 wird es in Wuppertal im Zuge eines neuen Konzeptes "Zoo 2020" diverse Umstrukturierungen geben. Genannt werden:

- Vergrößerung der Elefantenanlage durch Einbeziehung der vorherigen Gehege für Hirscheber und Gelbrückenducker (letztere wurden schon mit den Okapis vergesellschaftet)
- frei fliegender Vogelbesatz in Elefanten-, Tapir- und (Noch-)Großkatzenhaus, in letzterem nach Verglasung (statt Vergitterung) der Innenkäfige
- Das Großkatzenhaus soll zukünftig nur noch Goldkatzen und Nebelparder beherbergen
- Das Kleinkatzenhaus wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, dabei Artenreduzierung
- Die bisherigen Greifvogelanlagen werden für Schneeleoparden umgebaut
- Die Wolfsanlage wird erweitert und zusätzlich durch Röhren mit der Bärenanlage verbunden, langfristig soll nur noch eine Rüdengruppe gehalten werden
- Die Zwergotter ziehen eventuell in die Orang-Utan-Anlage
- Die Haltung der Kiangs wird beendet, dafür erhalten Takine, Rentiere und Davidshirsche mehr Platz
- Auch die Elenantilopen sollen den Zoo verlassen, die Zebras ziehen auf die jetzige Anlage für afrikanische Haustiere um (dort geplante Vergesellschaftung mit Rothalsstraußen), dafür die Watussirinder auf die jetzige Zebraanlage
- Im Vogelhaus sollen die Scheiben durch Harfengitter ersetzt werden, um den Besuchern mehr akustische Erlebnisse zu bieten
- Für Aras sind begehbare Volieren angedacht
- Die Haltung von Eisbären könnte mittelfristig auslaufen
- Ein neues Zoorestaurant mit Blick auf die Elefantenanlage wird entstehen

Da tut sich also demnächst einiges!
(Eintrag vom 14.03.2014 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Jonas Homburg:   Da hier ja nun schon die ein oder andere Träumerei oder Idee für eine Attraktivitätssteigerung des TP aufgeworfen wurde, möchte ich nun auch ein paar Ideen meinerseits „in den Ring“ geben.
Dass eine große Indoor-Attraktion in der Nähe des Eingangs schön wäre, ist ja nun Konsens. Ich kann mich mit der Idee eines Asien-Hauses aber noch nicht so ganz anfreunden. Mit dem ABH hat der TP ja schon ein Fast-Asienhaus. Ich glaube es ist da schon mal die Idee gekommen, den Bestand ausschließlich auf die asiatischen Arten zu reduzieren. Rausfliegen würden ergo Jaguar, Margay, Salzkatze, Puma und Serval. Für die restlichen Arten hätte man also gleich mehr Platz. (Und wenn man dann noch eine Tigerunterart und vllt. die Manule in die Gebirgstieranlagen übersiedeln ließe, noch mehr) Die Servale könnte man mit dem Zoo gegen die Ozelots tauschen und schon hätte man ausschließlich Südamerikaner.
Daher kam mir die Idee, ein Südamerikahaus am Eingang zu errichten. An weiterem Besatz ist mit den Krallenaffen aus dem DHH, den Tamanduas, den Brüllaffen, den Kapuzinern, den Waldhunden, den Chaco-Pekaris und auch den Seekühen reichlich vorhanden. Auch einige Papageienarten könnten dort ein Zuhause finden. In so einem Haus und den zugehörigen Außenanlage würde die Bisonanlage wahrscheinlich ziemlich gut aufgehen, und es wäre auch keine für den ONB uninteressante große Huftieranlage davor.Nasenbären würden sich so ziemlich gut im Schaufenstergehege machen.
Die Wisentanlage würde ich auf jeden Fall lassen, die gehört einfach zu sehr zum TP. Eine WG mit der Wildschweinrotte würde das Ganze aber vllt. etwas lebhafter machen.
Zum Thema Robben ist mir spontan der Ziegenfelsen eingefallen, der wirkt für mich sowieso immer etwas merkwürdig, das müsste sich doch zu einem Robbenbecken erweitern lassen.
Den Kamelwiesen traue ich auch großes Potential zu. Eine Afrika-Savanne würde da aus meiner Sicht aber irgendwie nicht passen. Warum eig. Afrika? Sind Strauße und Zebras gemeinsam mit Antilopen denn so interessant? Ich denke durchaus, dass große Herden asiat. Huftiere eine ähnliche Wirkung zeigen. Die Dromedare könnten abgegeben werden (die gibt’s schließlich auch im Zoo) und unter Zusammenlegung beider Anlagen würde eine riesige Fläche entstehen, auf der man die Trampeltiere mit Kulanen, Przewalskipferden, Davidshirschen, Altai-Maralen, Mesopot. Dammhirschen, oder Kaukasuszebus zusammen halten könnten.
Die Gebirgstieranlage ist tatsächlich ein echt harter Brocken. Aber vielleicht kommt gerade die so kritisch gesehen Erweiterung um den Nordamerikateil dem zu Gute. Ich kenn das Gelände zwar nicht so gut, aber wäre es möglich, diesen Teil, der dann ja quasi oberhalb der Giraffenanlage liegt, mit einem Weg zwischen Giraffen und Straußen erreichbar zu machen? Dann hätte man nicht mehr den ewig langen Weg bis man dort oben überhaupt ist. Zusätzlich halte ich es auf für sinnvoll, hier eine Katzenart einzuquartieren. Dabei würde ich die Schneeleoparden vorziehen, denn sind halt nicht noch eine Form Tiger und ihre Anlage dürfte auch relativ spektakulär gestaltbar sein. Für so eine Anlage würde ich am Ehesten die Weißlippenhirsche umsiedeln, deren Anlage ist mit Abstand die hässlichste. Von einem Bergbauernhof halte ich eine Menge, mir schwebt da so etwas ähnlich wie in Görlitz vor. Und was wäre mit einer Begehbarkeit von z.B. der Mufflonanlage oder gar bei den Steinböcken (ähnlich wie in Innsbruck)? Auch an der Bartgeiervoliere kann man mit einfachen Mitteln einen Vorbau für einen Gitterfreien Einblick hinzufügen, und dazu als Bodenbesatz noch Murmeltiere. Zum Erhalt der Waldbisons (und um zugleich eine eindrucksvolle Art dort zu haben) könnte ich mir die auch gut gemeinsam mit den Elchen vorstellen.
(Eintrag vom 13.02.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Sacha:   @Michael Gradowski und Gudrun Bardowicks: Könnte mich mit vielen Eurer Idee bez. Geo-Anlagen anfreunden. Euer Wort in Knieriems Ohr..:)

In Sachen Bergtierbereich sehe ich es bezüglich Gastronomie wie @Michael Mettler: Dieser Bereich schreit geradezu nach einem "Alpengasthof" (Stil: Schweizer Chalet oder Tiroler Hof wie in Schönbrunn) mit Terrasse und Aussicht auf Steinböcke, Gemsen usw.
Was ich dagegen nicht tun würde, ist Amurtiger, Amurleoparden usw. in diesen Bereich umplatzieren. Erstens würde dies wie schon von Michael Gradowski erwähnt wohl wenig ändern, denn die Verwandtschaft gibt es schon im AB-Haus. Zweitens finde ich sie als typische Taigabewohner nicht wirklich passend für den Bergtierbereich (Ja, ich seh schon wie es MM zwecks Erwiederung in den Fingern zuckt: Natürlich gibt es auch in Sibirien gebirgige Gegenden, in welche genannte Arten vordringen. Der TYPISCHE Lebensraum ist es aber nicht, zumindest nicht das Hochgebirge):).
Aber zurück zur Besetzung: Wie wäre es denn, wenn Kranich, Baikalluchs, Elch, Riesenseeadler und evtl. auch Europäische Wildkatze andernorts untergebracht werden und mit Kragenbär, Schneeleopard, Kleinem Panda, Hausyak, Steinadler, Alpenmurmeltier sowie Volieren für Hühner- und Kleinvögel aus dem Alpen und des Himalaya/Altai ersetzt bzw. ergänzt werden?
(Eintrag vom 10.02.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Gudrun Bardowicks:   Ich persönlich würde allerdings ungerne auf eine der Huftierarten der Bergtieranlagen verzichten, besonders wenn es sich um asiatische Formen handelt. Gegen einen Ersatz der Kraniche durch Wölfe oder der Luchse durch Schneeleoparden hätte ich allerdings nichts. Gegen eine Tiger- oder Bärenanlage auf der Fläche der Mufflonanlage hätte ich auch nichts, da man die Mufflons wie in der Vergangenheit bestimmt mit einer Hirschart im Hirschrevier vergesellschaften könnte. Wenn man allerdings die Anlage der Blauschafe oder Sichuan-Takins durch eine Großkatzenanlage ersetzen würde sollte man für diese Arten adäquate Neuanlagen in anderen Parkteilen schaffen, da es sich bei diesen Arten wirklich um Rarietäten in deutschen und europäischen Zoos handelt. Ähnliches gilt für Kreishornschafe und Marco-Polo-Wildschafe. Auch auf diese Arten würde ich ungerne zugunsten publikumsattraktiverer Arten wie amurleopard, Amurtiger oder auch Baribal verzichten. Aber ich bin eben nicht ONB sondern ein großer Huftierfan. Die Nutzung des Gebirgstierbereichs durch ONB würde allerdings durch Tiger, Leoparden oder Bären in großzügigen Anlagen bestimmt zunehmen.
Auch mehr Gemeinschaftsanlagen z.B. im Bereich der Kamelwiesen würden diese Parkteile für ONB sicher attraktiver machen. Man könnte sogar die Kamelwiesen als Kamelwiesen erhalten, die Trampeltiere und Dromedare aber mit anderen Arten wie z.B. Kropfgazellen oder Przewalskipferden (Trampeltiere)und Mendesantilopen (Dromedare)vergesellschaften. Die Lamaanlagen könnte man z.B. durch Vergesellschaftungen mit Großen Maras und Nandus bzw. Darwinnandus aufwerten.
(Eintrag vom 09.02.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Mark Meier:   Das ABH habe ich heute auch etwas inspiziert und zu meiner "Begeisterung" einen zweiten grünen Abluftschacht in der künftigen Tropenhalle erspähen können. Ich hoffe wie gesagt stark, mit der Zeit wuchert das alles wenigstens etwas zu. An einem der Bauzäune hängt übrigens inzwischen ein großes Plakat wo der Förderverein um Spenden wirbt. 175.000€ will man bis Ende des Jahres zusammen haben - für einen künftigen Ausbau von INNEN- UND Außenanlagen. Also nun wohl doch beides. Nur wird nirgendwo erläutert was dabei wie und wo passieren soll. Das wüsste ich ja schon gerne alles etwas genauer. Ich dachte das ginge wegen des Pflegerganges gar nicht. Oder die schönen Felsenhallen sollen Glasscheiben wie die Bärenanlagen bekommen. Für die Tiere wäre es sicher so oder so ok, aber optisch würde das ABH so verlieren!
-Im Dickhäuterhaus ist weiter keine Spur von Rüsselhündchen oder Tamanduas. Dafür habe ich die Schnabeligel zumindest erstmals alle drei entdeckt - nur als kleine inaktive Stachelbälle aber immerhin wieder ein Fortschritt. Wenn das so weiter geht findet sich womöglich schon bald Pate Nummer 3 (2 haben sie nämlich schon, sodass nur einer der "faulen Biester" ohne auskommen muss). Fast nicht zu übersehen waren hingegen dutzende tote Kakerlaken die auf dem Boden verteilt lagen. Hoffentlich nicht ein dauerhaftes Problem? Ach ja und an der Außenanlage habe ich dann erstmals am eigenen Leib erlebt wie sich Elefanten anschleichen können (theoretisch wusste ich das schon). Wollte neben der vermeintlich leeren Anlage nur kurz was lesen und als ich dann nach vielleicht vier bis fünf Minuten wieder aufblickte bekam ich einen richtigen kleinen Schreck: drei oder vier Elefanten standen direkt auf der anderen Seite des Grabens und streckten teils sogar ihre Rüssel nach mir aus. Ohne den Graben zwischen ihnen und mir wären sie womöglich noch näher rangekommen bis ich was gemerkt hätte, aber dann hätte ich vermutlich gleich einen Herzstillstand erlitten. Auch wie Elefanten Schnee fressen habe ich vorher noch nicht beobachten können. Es gibt eben immer was Neues.
-Absolut spektakulär waren aber die Eisbären. Dort standen auch viele Besucher wie ich und konnten sich nicht lösen. Der Graben ist fast völlig zugefroren, aber die Bären gehen genau an die Stellen wo die Decke etwas dünner oder durchbrochen ist und springen bzw. rutschen hinein. Zudem suchen sie dünne Stellen und drücken und kratzen bis es ein Loch gibt wo sie dann - vermutlich nach imaginären Lachsen Wink - fischen können. Teils haben sie richtig Schwung genommen und dann immer wieder mit beiden Vorderpranken das Eis bearbeitet. Auch kleinere Schmuseeinheiten sowie Balgereien und Verfolgungsjagden wurden geboten und überhaupt wurde es auch mit der Zeit nie langweilig! Dazu die herrliche Sonne die das Eis zum Glänzen brachte, einfach ein Traum. Das war heute mit Abstand der Höhepunkt. Alleine dafür lohnt sich mE ein Besuch. Reizvoll waren sonst u.a. noch die ungewohnt aktiven Vielfraße und die kleine Marco-Polo-Schaf-Gruppe die immer zutraulicher wird. Ist das Jungtier eigentlich männlich oder weiblich? Auch von Schneeleoparden und Geparden waren je 2 draußen zu bewundern.

(Eintrag vom 01.02.2014 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Jan Jakobi:   Sorry, da liegt im Artikel ein Fehler vor. "Kibo" starb am 27.09.1999.

Zum Thema Durchfall fällt mir nur Salmonellen ein. In Leipzig starb das 2006 geborene Schneeleopardenbaby im Alter von wenigen Wochen daran, die Unterschung des Durchfalls ergab Salmonellen.
Da dies eine infektiöse Krankheit ist, hätte man das ganze Dickhäuterhaus entkeimen und für die Zeit schließen müssen. Davon steht aber nichts im Felis 14/1995.

Vielleicht weiß ein (ehemaliger) Magdeburger mehr dazu?
(Eintrag vom 25.01.2014 zum Thema "tiere Magdeburg")
Sascha Möller:   Ich denke die Giraffen sind vorerst nur ein Wunschgedanke. Vielleicht werden sie realistischer wenn die Elefanten irgendwann mal nicht mehr sind und der Zoo was "großes" als Publikumsmagnet braucht. Gebaut wird momentan jedenfalls nicht für Giraffen.

Das Nashorngehege soll in Richtung Schneeleoparden bis in den bewaldeten Bereich hin erweitert werden was auch eine neue Wegeführung mit sich bringen soll. Genaue Pläne wurden meines Wissens noch nicht veröffentlicht.
(Eintrag vom 31.12.2013 zum Thema "Zoo Krefeld")
Oliver Jahn:   Zoo Tallinn

Der Zoo Tallinn verfügt ja über einen eigenen Thread, in dem ich selber von meinem ersten Besuch 2006 berichtet habe, später, im September 2011 hat WolfDrei dann mit seinen Eindrücken noch einmal den Stand der Dinge aktualisiert.
Von daher will ich mich lediglich auf die Änderungen beziehen, die leider nicht wirklich viel sind.
Der erste und der letzte Quergang (im ersten sind die Miniaturkäfige für die Bockgruppen der Gebirgswiederkäuer, im letzten die kleineren Raubtiere) sind gesperrt und mit großen Holztoren verschlossen, so dass von beiden Seiten nicht einmal mehr Einsicht herrscht.
Dennoch befindet sich gerade im ersten Gang noch immer eine der ganz großen Raritäten, nämlich der Amurgoral. 4 Tiere stehen hier, alle leider einzeln, die Geschlechter waren nicht auszumachen, alle Tiere waren adult.
Alle weiteren Gebirgswiederkäuer, hier und im Alpinarium, werden weiterhin in Gruppen gezeigt, die meisten davon sind riesig und kaum vorstellbar. Lediglich die noch etwas neueren Dallschafe bilden erst eine kleinere Herde und etwas mager sah es auch im Bestand der Bezoarziegen aus, hier sah ich nur einen Bock und eine Geiß. Alle sonstigen Herden von Urialen und Steinböcken, bis hin zu den Blau- und Mähnenschafen bilden Herden von bis zu 40 Tieren und mehr. Das ist ein gigantischer Anblick.
Das Dickhäuterhaus war bei meinem Besuch geöffnet, so dass ich es nun auch mal von innen anschauen konnte. Es beherbergt nach wie vor die Afrikanischen Elefanten, zwei Zwergflusspferde und nun auch wieder ein Paar Spitzmaulnashörner, was mich besonders gefreut hat. Etliche Terrarien für Reptilien und Kleinnager stehen im Besucherraum.
Die Greifvogelkollektion ist noch immer faszinierend, wir zählten allein 10 Riesenseeadler in allen Altersgruppen.
Neben den Wild- und Warzenschweinen waren die Pinselohrschweine neu für mich.
Der letzte Persische Leopard lebt in einem kleinen Käfig neben den Makaken, die Fischkatzen haben eine sehr schöne neue Anlage erhalten, mit viel Grün und Wasserlauf.
Die alten Käfige der Bären stehen noch immer völlig unverändert! Die Artenvielfalt ist hier allerdings kräftig ausgedünnt, so dass Eisbären und Schwarzbären jetzt wenigstens mehrere dieser Buchten bewohnen, eine ist noch immer mit einem einzelnen Puma besetzt und zwei der Käfige sind noch für die Streifenhyänen. Letztere hatten ja aber bereits bei meinem ersten Besuch schon eine weitere, sehr schöne und großzügige Freianlage an andere Stelle.
Die neue Anlage der Schneeleoparden im Alpinarium hat mir sehr gut gefallen.
Die Gauer-Anlage wurde deutlich erweitert, in den kleinen Ställen, in denen bei meinem ersten Besuch noch Kaffernbüffel und Banteng standen, sind jetzt Hausziegenrassen untergebracht.
Viel ist noch zu tun im Zoo, viel aber auch bereits erreicht.
Ein Besuch lohnt sich dennoch immer, denn der Zoo Tallinn ist eben schon auf Grund seines Tierbestandes einfach einzigartig.

(Eintrag vom 11.12.2013 zum Thema "Zoos im Baltikum")
Oliver Jahn:   Zoo Kaunas

Der Zoo in Kaunas ist der einzige Großzoo (was immer man darunter auch verstehen mag) in Litauen.
Er wurde in diesem Jahr 75 Jahre alt und er vermittelt dieses in einigen Bereichen auch sehr deutlich. Gerade deshalb war der Besuch dort für mich etwas ganz Besonderes, denn die Zoohistorie ist hier noch sichtbar, wie in wenigen anderen Zoos.
Bei einem Gespräch mit dem Direktor, der erst seit diesem Jahr im Amt ist, war zu erfahren, dass der Zoo aus dem Status EAZA-Mitglied wohl wieder zurückgestuft wurde, in Kandidat. Damit verbunden gibt es echte Probleme, zum einen mussten Tiere, wie die Großbären abgegeben werden, zum anderen erhält man für Einzeltiere keine Partner mehr.
Nun aber zur Beschreibung des Zoos.
Betritt man den Zoo durch den alten Eingang, der heute zur Direktion führt, folgt man erst einmal dem Rundweg nach rechts vorbei an Tortenstückgehegen, welche an einem Berghang gebaut sind und sicher noch aus der Gründerzeit stammen. Es existieren noch immer 8 solcher Tortenstücke, welche aber durch Öffnung der Verbindungstüren heute nur noch 3 Arten beherbergen, den Sibirischen Steinbock, den Mähnenspringer und die Schneeziege. Alle drei Arten hatten Nachwuchs. So in etwa muss die Anlage der Westkaukasen in Halle einmal ausgesehen haben, als sie noch aus mehreren Einzelgehegen bestand.
Vorbei an einigen Fasanenvolieren, in denen unter anderem auch der Wallichfasan gezeigt wird, erreicht der Besucher dann einen sehr langgestreckten Bau für Huftiere, vor dem sich ebenfalls etliche Ausläufe in eher schmaler Form finden. Der Bau aus gelbem Klinker scheint ein Nachkriegsbau zu sein, er endet in einem höheren Baukörper, in dem wohl mal die Giraffen waren. Für die wurde ein neues Haus im Anschluss gebaut, welches aber nicht wirklich größer ist, als das alte.
Entlang dieser Reihe sieht man dann Blaues Gnu, Kulan, Böhmzebra, Flachlandtapir, Bennettkänguru, Zwergflusspferd und Ugandagiraffe.
Im Anschluss daran folgen mehrere Teichanlagen mit sehr dünnem Besatz und einige Volieren für Greifvögel.
Nun führt eine steile Treppe auf eine andere Höhenebene des Zoos, und man wird empfangen von der historischen Bärengrube, in der vor gar nicht langer Zeit noch Schwarz- und Eisbär gehalten wurden. Sie ist so etwas wie das Wahrzeichen des Zoos und bei meinem Besuch wurde sie gerade restauriert, um zukünftig hier Rotfüchse der skandinavischen Unterart zu zeigen, die derzeit noch an verschiedenen Stellen des Zoos untergebracht sind. .
Umrundet man die Bärengrube führt ein Weg vorbei an der alten Braunbärenanlage, die heute mit Fischottern besetzt ist.
Daneben kommt ein recht kleines Becken mit einer einzelnen Kegelrobbe.
Gegenüber befindet sich eine Käfigreihe für Fennek, Nasenbär und Zebramanguste.
Nach einem kleinen Bauernhof mit einigen Haustierrassen kommt eine lange niedrige Käfigreihe, in der Frettchen, Manul, Korsak und Rotfuchs gehalten werden. Auf der anderen Seite steht ein wundervolles kleines Hirschhaus aus der Gründerzeit, in der Anlage dazu werden Muntjaks gehalten. Nun folgen ein kleines Affenhaus und eine Anlage für Europ. Wölfe. Im Affenhaus mit korrespondierenden Außenkäfigen werden Mantel- und Anubispavian, Grüne Meerkatze und Haubenkapuziner (hier auch ein weißes Tier) gehalten. Gegenüber befindet sich eine neue Anlage für Krallenäffchen.
Dem Weg wieder ein Stück zurück folgend kommen die Anlagen der Streifenhyäne, und der Käfigkomplex für Löwe, Luchs und Timberwolf. Zur linken Seite sieht man nun die Anlagen für Mähnenwolf, Waldhund und eine wunderschönes historisches Rondell für Fuchs, Dachs, Wildkatze und Steinmarder.
Zur rechten Seite hin liegt das Raubtierhaus. Leider ist dieser sicher einmal sehr attraktive gründerzeitliche (oder doch eher Jugendstil?) Bau mittlerweile für Besucher geschlossen und in einem sehr desolaten Zustand. Dennoch lassen seine Eingangsportale und die Fensterfronten noch einen gewissen Charme erkennen. Die Außenkäfige sind sehr hoch, teilweise auch schon recht natürlich ausgestaltet und hier werden ausschließlich Schneeleoparden gehalten. Ich zählte 3 Tiere, konnte allerdings eben leider nicht feststellen, ob noch Tiere im Haus waren.
Umrundet man jetzt wieder die Hinterseite der Bärengrube kommt man zu einem kleinen Holzhaus, welches in drei Bereichen Fische, Lurche und Reptilien zeigt.
Daneben befindet sich die neue Anlage für die Amurtiger, die aber so in die Ecke verfrachtet wurde, dass der Einblick nicht sehr üppig ist und die Anlage somit eher beengt wirkt.
Am nun folgend Weg sind in einigen historischen Stallungen noch Lama, Trampeltier, Mara, Halsbandpekari, Guanako und Wisent zu sehen.
Etliches in diesem Zoo erinnert an Bilder aus Zoos, nach dem Krieg oder zum Ende der DDR. Etliches ist nach heutigen Maßstäben veraltet und würde sicher einige Kritiker auf den Plan rufen.
In Litauen aber empfindet man die kleinen Neuerungen bereits als Aufbruch und irgendwann wird auch dieser Zoo hoffentlich seinen Weg in eine moderne Zukunft gehen. Ich wünsche dem neuen Direktor dafür viel Kraft und hoffe sehr, dass er mit der historischen Substanz nicht zu brutal umgeht. Für mich war es schon ein ganz besonderer Zoobesuch, verbunden mit dem Gefühl, dass es mehr als interessant war, diesen Zoo noch genau SO zu sehen.

(Eintrag vom 04.11.2013 zum Thema "Zoos im Baltikum")
Oliver Jahn:   Zoo Kraków

Der Zoo in Kraków zählt eher zu den kleineren Zoos in Polen, der eine herrliche Lage in einem alten Waldstück hat. Hier begegnet dem Besucher der klassische Zoo, vieles ist noch recht klein, vieles noch aus Vorwendezeiten, viel Gitter, einige Neubauten, einige Modernisierungen aber ein Tierbestand, der doch recht umfänglich die Zoopalette abdeckt.

Gleich nach dem Eingang empfangen den Besucher zwei Asiatische Elefantenkühe in einem nicht gerade üppigen Auslauf, der Stall der Kühe ist durch eine Glasscheibe einsehbar, der vordere Teil des Hauses beherbergt ein kleines Terrarium.
Gegenüberliegend sind die Papageienvolieren und die ersten Krallenaffen untergebracht.

Die Längsseite des Elefantenhauses/Terrariums bildet das Affenhaus, welches nicht begehbar ist, eine Anlage haben die Schimpansen, weitere zeigen eine Gruppe Mantelpaviane, die erheblich zu groß für diesen Käfig war, Schopfmangabe, Mandrill, Lar und Guereza runden das Bild ab.
Diesem Haus gegenüber kommt dann die Raubtiergalerie der großen Katzen, das dazugehörige Haus war früher einmal begehbar, ist jetzt aber leider geschlossen.
Weiterhin wurden mehrere Käfige und ein zweites Haus angebaut, was deutlich durch die fehlenden Mosaike an den Käfig-Rückwänden auffiel. Die Käfige selber sind typisch dick vergittert, die Anlagen sind nicht klein, aber sie vermitteln eben ein Bild, wie man es heute nur zu gern für negative Berichterstattung nutzt.
Den Anfang machen die Jaguare, welche auch den Zooführer zieren, am Ende des Tages war auch ein relativ „frisches“ Jungtier zu sehen, welches ohne die Mutter, die im Haus blieb, auf Entdeckungstour ging.
Im Anschluss kommen die China-Leoparden, ein Irbis und ein Europ. Luchs.
Auf der einen Seite dieser Anlage folgen dann die Kleinen Pandas und eine Robbenanlage, die eher an eine Bärengrube erinnert und über die dort stattfindende Fütterung Jennifer bereits berichtet hat.
Auf der anderen Seite folgen die Huftieranlagen für Zwergflusspferd mit Kalb, eine herrliche Gruppe Mähnenspringer mit drei kräftigen Böcken, Vikunjas, Przewalskipferde, Litschi-Wasserböcken und Addax.
Eine Volierenreihe kommt dann für Rohrkatze, Europ. Wildkatze, Streifenskunk und Nasenbär.
Auf der Rückseite ist ein Nachttierhaus für Flughund, Garnett Galago, Wickelbär, Kuskus, Zwergplumplori, Fennek (mit „riesiger“ Außenanlage) und Braunborstengürteltier.
Gegenüber sind Bennetts, Emus und Nandus.
Auf deren Rückseite sind die Ellipsen-Wasserböcke, die Bongos und die Mishmi-Takine.
Dann folgen mehrere Greifvogelvolieren mit Andenkondor, Kaiseradler, einer Eulenkollektion, ein einzelner Käfig für den Manul und eine Grube für sehr aktive Dachse.
Auch hier finden sich wieder Huftiere auf der anderen Seite des Weges, Elenantilope, Nilgau und Trampeltier. Im Anschluss kommt die neue Giraffenanlage mit einem großen Haus, hier mag es auch nicht mehr lange bis zur Eröffnung dauern.
Die neuen Anlagen für die Großkatzen sind bereits fertig, hier sieht man Amurtiger, Löwen und Schneeleopard.
In der hinteren Ecke befindet sich dann noch der Mini-Zoo mit einigen Haustieren, darunter auch wieder das Polnische Heideschaf, ebenfalls sind hier die Milus, die Damhirsche und die Barasingas untergebracht, Markhore (mit Jungtieren und einem Prachtbock) und Kulane sind in Gehegen, an die der Besucher leider nicht herankommt, ebenso sieht es mit den Rothirschen aus.
Nun wendet man sich wieder in Richtung des Einganges und kann die andere Seite des Zoos betrachten. Am Anfang stehen die Flachlandtapire, dahinter Strauß und Chapmann-Zebra, gegenüber haben die Wölfe ihre Anlage.
Jetzt wird es noch einmal richtig spannend, denn es folgt eine alte Käfigreihe, in der früher sicher einmal ein breites Spektrum an Hundeartigen und Hyänen gehalten wurde. Heute sind hier etliche der Einzelanlagen zusammengefasst und sie beherbergen Mähnenwolf, Löffelhund und Weißschwanzstachelschwein. Danach kommen zwei Kleinkäfig-Anlagen für Ozelot, Salzkatze, Jaguarundi, Sandkatze und Karakal in der einen Reihe und G. genetta, Tayra und Baummarder in der anderen Reihe. Zum Ende hin folgen dann noch einige Teiche mit Wassergeflügel, eine Anlage für Europ. Fischotter und mehrere Vogelvolieren, u.a. auch für einige interessante Fasanenarten.

Durch die Lage und den Tierbestand kann ich über den Zoo Kraków mein Urteil bilden, welches da lautet: Klein aber Fein!
Viele der Anlagen entsprechen vielleicht nicht mehr ganz dem Standard, wie ihn das verwöhnte deutsche Auge gewohnt ist, dennoch hat der Zoo eine schöne Zoo-Atmosphäre und sein Tierbestand muss sich nicht verstecken, hinter dem manch größerer Zoos.

(Eintrag vom 23.10.2013 zum Thema "Zoos in Polen")
Wilhelma:   Nachwuchs bei den Schneeleoparden
Aller guten Dinge sind drei

Gleich drei hübsche, gestreifte Wollknäuel können die Besucher seit Kurzem in ihrem Gehege nahe der Eisbären beim Spielen, Schmusen und Schlafen beobachten: Denn drei Schneeleoparden auf einen Streich, ein Kätzchen und zwei Kater – von den Tierpflegern Laila, Karim und Kamal genannt –, brachte Mutter Kailash im Juli zur Welt. Die ersten Monate blieb das Trio in der unterirdischen Wurfbox, doch nun, pünktlich zum ersten größeren Kälteeinbruch des Jahres, haben sie diese verlassen. Aber keine Sorge: Mutter Natur hat die Kleinen für ein Leben in Schnee und Eis ja bestens ausgestattet ...
Die ursprüngliche Heimat der Schneeleoparden oder Irbisse, wie sie auch heißen, sind die unwirtlichen Hochgebirge Zentralasiens. Ein extremer Lebensraum, an den die Tiere hervorragend angepasst sind: Ihr sehr dichtes Fell schützt sie wirkungsvoll vor Winterkälte wie Sommerhitze, und große Pfoten – die beim Nachwuchs geradezu riesig wirken – verhindern wie Schneeschuhe, dass die rund 40 Kilogramm schweren Tiere im Schnee einsinken. Frieren werden Laila, Karim und Kamal im kommenden deutschen Winter also ebenso wenig wie ihre Eltern: die Katze Kailash und der Kater Ladakh, die im Sommer 2010 in Zürich bzw. Amnéville zur Welt kamen. Als die beiden Anfang 2012 in der Wilhelma erstmals aufeinander trafen, sah es allerdings gar nicht so aus, als würden sie jemals gemeinsam Eltern werden. Im Gegenteil: Sie konnten sich partout nicht riechen, Ladakh biss Kailash durchs Gitter sogar eine Ohrspitze ab. Doch damals waren die zwei ja noch pubertierende, zickige Teenager. Zudem sind Irbisse eher Einzelgänger und suchen in der Natur nur zur Paarungszeit die Nähe des anderen Geschlechts. Und so hat sich mit Erreichen der Geschlechtsreife auch die Abneigung zwischen Kailash und Ladakh recht rasch in Zuneigung verwandelt, das Flirten und Schmusen wollte gar kein Ende mehr nehmen – und blieb nicht ohne Folgen. Die entpuppen sich derzeit als rechtes „Trio Infernale“, dessen raue Spiele sogar den Eltern mitunter zu viel werden. Besonders beliebt: Wilde Attacken auf die buschigen langen Schwänze von Mama und Papa. Um ihre Ruhe zu haben, bleibt diesen dann oft nur die Flucht auf höher gelegene, für die kleinen „Plagen“ (noch) unerreichbare Liegeflächen. Würfe von ein bis vier Jungtieren sind bei Irbissen üblich, meist sind es zwei. Anfangs sind diese dunkel behaart, blind und wiegen etwa 450 Gramm. Nach sieben bis zehn Tagen öffnen sie die Augen, nach etwa zwei Monaten verlassen sie erstmals ihre Wurfhöhlen, auch in der Wildnis. Allerdings ist dort ihre Überlebenschance deutlich geringer als im Zoo, mit geschätzten 2.000 Tieren gehören Irbisse zu den seltensten Arten der Erde. Trotz strengem Schutz in ihren Heimatländern werden sie weiter gewildert, ihr Lebensraum schrumpft. Im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) erfasst sind derzeit rund 220 Schneeleoparden, etwas über 400 Tiere leben in Zoos weltweit. Die Wilhelma hält die Art seit 20 Jahren und fünf Jungtiere wuchsen hier auf, bevor Kailash und Ladakh die Zahl jetzt auf acht erhöht haben.
Übrigens: Vom kuscheligen Outfit der drei Raubkätzchen sollte man sich nicht täuschen lassen: Auch ihre Krallen sind schon scharfe Waffen, Streichelversuche wären gefährlich. Ein respektvoller Abstand ist zum Schutz von Mensch wie Tier daher angesagt und wird derzeit vorsichtshalber durch eine zusätzliche Absperrung vor dem Gehege unterstützt. Ob man Laila, Karim und Kamal wach oder schlafend antrifft, ist zudem Glückssache. Aber gerade junge Katzen brauchen nach dem Toben ja schließlich auch wieder eine tüchtige Mütze voll Schlaf ...

Foto: Wilhelma
(Eintrag vom 11.10.2013 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Oliver Jahn:   Zoo Opole

Dieser Zoo, der ebenfalls schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet wurde, ist sicher der modernste Zoo meiner Reise gewesen, für mich: Ein Zoo aus einem Guss.
An alte Zeiten erinnern lediglich ein paar wenige Stallungen an der Afrika-Anlage und das alte Aquarium, welches nicht mehr genutzt wird und eine „Klagemauer“ für kleinere Säuger und Papageienarten.
Direkt nach dem modernen Eingang befindet sich auf der linken Seite ein sehr großer Komplex mit mehreren Anlagen und einem Haus für Affen. Krallenaffen, Weißhandgibbons, mehrere Lemurenarten, unter denen auch nicht so häufig gezeigte sind, wie Mohrenmakis, aber auch Graubeinnachtaffen, die im Affenhaus sogar Freigänger sein dürfen, sind im Sortiment und auch Gorillas, vergesellschaftet mit Kikuyu-Guerezas bevölkern sehr schöne und natürliche Anlagen mit reichlich bepflanzten Inseln. Ebenfalls im Affenhaus sind Prevosthörnchen und Tamanduas zu sehen.
Unmittelbar hinter den Affenanlagen kommt dann der Raubtierkomplex.
Zwei riesige Kuppelbauten mit mehreren Glaseinsichten beherbergen auf der einen Seite Ozelot und Puma.
Die zweite Anlage (in gleicher Größe) gehört allein dem Jaguar. Diese Jaguar-Anlage ist so ziemlich die Beste, die ich bisher in einem Zoo gesehen habe. Wasserlauf und Badebecken sind vorhanden, die Vegetation ermöglicht es, sich dem Besucherblick auch einmal zu entziehen, Klettermöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden, an drei Stellen kann der Besucher auf die Suche nach dem Tier gehen. Größe und Struktur sind einfach gigantisch.
Es folgt ein Bereich für die Tierwelt Südamerikas, mit Tapiren, Wasserschweinen, Maras, Großen Ameisenbären, Nandus und Vikunjas, eine sehr schöne Anlage für Nasenbären, bereits am Eingang befindet sich die Anlage der Mähnenwölfe.
Im Anschluss daran kommt dann das alte Haus für die kleineren Arten, wie Gürteltier, Stachelschwein, Zwergotter und Manul.
Der Raum Eurasien ist in tollen Anlagen Heimat für Kleine Pandas, Eur. Wölfe, Vielfraße, Karpatenluchse und Schneeleoparden, gegenüberliegend finden sich in Gemeinschaftshaltung die Trampeltiere mit den Kulanen.
Vorbei an Wildschwein und Damhirsch kommt man dann in den Parkteil Afrika.
Serval und Gepard repräsentieren hier die Raubtiere.
Auf einer großen Afrika-Steppe sind Ugandagiraffen, zusammen mit Böhmzebras, Bergzebras und Straußen. Das letzte Breitmaulnashorn ist nicht mehr vorhanden, die Zwergflusspferde hingegen schon. Die beiden Häuser für die Giraffen und Zebras sind ganz neu und hell und beide begehbar. Im alten Nashornstall stand ein Straußenhahn.
In der letzten alten Ecke steht ein einzelner Milu, hier wird die Haltung wohl auslaufen.
Australien stellte sich mit Roten Riesen, Bennetts und Potoroos dar.
In einzelnen Anlagen, deren Stallungen sehr an die in Dvur erinnerten, finden sich dann noch Bongos, Addax, Säbelantilopen und Sitatungas.
Ein Gehege gibt es noch für die Pudus, Zwergmuntjaks werden gezeigt und am Ende des Rundgangs befindet sich noch eine Anlage für Europ. Ziesel und eine große Anlage für Kaliforn. Seelöwen.
Der Zoo hat mich begeistert. Das Geokonzept ist sehr gut umgesetzt, wenn auch noch nicht ganz. Der Asienteil soll noch erweitert werden um Anlagen für Panzernashörner und Tiger, die Affen hat man eher als Tiergruppe zusammengefasst, ohne Beachtung der Region.
Der Zoo wirkt sehr modern, auch hier lässt sich der Kunstfels an der ein oder anderen Stelle nicht übersehen, aber es wirkt nicht nach künstlicher Kulisse.
Was dem Zoo allerdings dringend zu empfehlen wäre, das wäre eine bessere Ausschilderung im Ort.

(Eintrag vom 09.10.2013 zum Thema "Zoos in Polen")
Oliver Jahn:   Zoo Lodz

Auch der Zoo Lodz ist eine Vorkriegsgründung, unter den besuchten Zoos war er der Zoo, der zwar auch bereits einige sehr gelungene Modernisierungen zeigt, aber auch an etlichen Stellen noch die erheblichsten Altlasten vorzuweisen hat.
Gleich nach Betreten des Zoo kommt man zum alten Pavian-Felsen, dessen Haus bereits saniert und mit großen Glasfenstern versehen wurde, und in welchem heute eine große Gruppe Wanderus lebt.
Im Anschluss daran folgt die Anlage der Helmkasuare, die aus mehreren Einzelausläufen besteht. Danach kommt dann der „Mini-Zoo“ mit dem Haustierbereich.
Auf der gegenüberliegenden Seite sind bereits neue Stallungen für Hirschziegenantilopen, Mesop. Damhirsche und ein Männchen der Timorhirsche (das zweite stand weiter hinten in einer eigenen Anlage) an welchem Michael Mettler nach seinem Wunsch unter dem Beitrag „Bad Pyrmont“ seine Freude gehabt hätte. Beide Böcke hatten ein überaus kräftiges und prächtiges Geweih.
Ganz neu errichtete Anlagen kommen dann für den Luchs, die Europ. Wildkatze und den Manul, in deren Anschluss dann ebenfalls ganz frisch errichtete Anlage für Kraniche und Hornraben folgen. Die immer mal wieder an den Wegen befindlichen kleinen Streukäfige sind überwiegend leer, nur einer ist noch besetzt mit Ginsterkatze und Skunk.
In einem Kreisweg sieht der Besucher dann einen älteren Teil des Zoos, mit einem sehr hohen und und gebogenen Käfigreihe mit 8 Abteilen, in denen heute nur noch Persische Leoparden und Schneeleoparden gehalten werden.
Die alten Bärengruben (2 mit jeweils zwei Abteilen) sind für ein Paar Kragenbären und einen Malaienbären.
Wisent und Bison sind wieder nebeneinander in Freigehen, gegenüber sieht man dann die Zuchtgruppe der Timorhirsche, Kängurus und an Stelle der erwarteten Weißbartpekaris eine kleine Rotte Visaya-Schweine.
In einer verglasten Voliere gibt es dann 6 Hähne der Ährenträgerpfaue.
Und dann eröffnet sich der erste Einblick auf das große Raubtierhaus über die sehr großzügige Freianlage der Amurtiger hinweg. Das Haus ist bereits saniert, leider ist die Innensanierung noch nicht abgeschlossen, so dass uns der Eintritt verwehrt blieb. Umrundet man das Haus passiert man noch die Anlagen der Pudus, der Muntjaks und des einzelnen Rehbocks, neben dem Eingang des Hauses befinden sich kleinere Käfige für Fenneks und zwei ältere Außenkäfige für die Löwen und die Streifenhyänen. Deren Freianlagen liegen dann auf der zweiten Längsseite des Hauses und schließen unmittelbar an das neu errichtete (oder ebenfalls sanierte?) Giraffenhaus an.
Nun folgen die Anlagen für die Antilopen, Dikdiks, Sitatungas und Säbelantilopen, dann kommen die Chapmann-Zebras, die Kulane sind leider weg.
Einen kurzen Abstecher gibt es dann ins Aquarium und von dort aus geht es zurück zum Dickhäuterhaus.
Tja, das Dickhäuterhaus…drin waren wir leider nicht, aber das Haus ist sehr spannend.
Baulich kann man es sich vorstellen, wie das Haus in Magdeburg, nur kleiner, schmuckloser und ohne den tiefer gelegenen Nilpferdtrakt. Aber die gegeneinander im 90-Grad-Winkel versetzten Gebäudeteile mit Lichtbändern gegenüber der Ställe waren deutlich zu erkennen.
Das Haus hat drei Außenanlagen.
Die eine ist mit einer einzelnen, uralten Asiatischen Elefantenkuh besetzt.
Dann kommt eine winzige Anlage mit einem Nilpferdbecken und einem Landbereich, auf den gerade mal ein Nilpferd passt. Ein Schild weist hier darauf hin, dass es zurzeit keine Nilpferde gibt und das winzige Gehege unbesetzt ist.
Dann kommt eine recht großzügige Anlage, die wieder einmal einige Rätsel aufwirft.
Hier steht heute ein Flachlandtapirbulle.
Von 1966 bis 1985 gab es hier (ein?) Spitzmaulnashorn, von 1986 bis in die 2000er ein Breitmaulnashorn.
Folgt man dem Zuchtbuch, hatte Lodz über Jahrzehnte nur einen einzelnen Nilpferdbullen.
Wofür aber war die große Anlage, auf der heute der Tapir steht ursprünglich geplant?
Die Anlage hat einen ansprechend großen Landbereich, an den aber dann ein im Verhältnis zur Bauzeit des Hauses (Mitte der 60er Jahre) und im Verhältnis zum Landbereich bemessen, sehr großer Wasserbereich anschließt. Dieser ist sehr tief mit abfallendem Einstieg und ist vor allem mit zwei Inseln bestückt, die nach Nilpferdruhezonen (künstliche Sandbänke) aussehen. Eigentlich eine klassische, wenn auch für ihre Zeit sehr großzügige und moderne Nilpferdanlage.
War diese Anlage aber ursprünglich für Nilpferde geplant, wofür war dann die kleine Außenanlage? Sollte tatsächlich bereits Mitte der 60er Jahre ein Zoo für Nilpferde mit zwei Außenbereichen geplant haben? Und wenn ja, warum gab es dann über Jahrzehnte nur einen Bullen? Außerdem dürften die Innenanlagen auch viel zu klein für mehrere Tiere gewesen sein, wofür dann aber die „riesige“ Außenanlage?
Für Nashörner habe ich auf jeden Fall noch nie ein so großes Wasserbecken gesehen, vor allem nicht in der Tiefe, mit den Ruhezonen im Wasser, und schon gar nicht für Spitzmäuler.
Eventuell wollte man Panzernashörner bekommen, aber auch für die wäre für diese Zeit das Wasserbecken gigantisch und vor allem extrem tief. Mal sehen, ob hier das geballte Wissen aus dem Forum noch ein paar Fakten ans „Licht“ bringt, aus vergangenen Tagen.
Im Zoo geht es nun weiter zum Robbenbecken, in dem ein einzelner Mähnenrobbenbulle zu sehen ist, der über eine Größe verfügt, bei der man die Fotos von ihm durchaus einstellen könnte, und sie mit jungem Walross untertiteln könnte. 
Im wahrscheinlich ehemaligen Direktorenwohnhaus aus der Gründerzeit ist ein Terrarium mit einem ausgesucht guten Bestand an Reptilien.
Ganz neu ist ein Haus für die Flachlandtapire, in das wohl auch die Wasserschweine einziehen werden.
Der Weg zurück zum Ausgang führt dann noch vorbei an einem Affenhaus mit Kapuzinern, einem alten Schweinsaffenmännchen, einem einzelnen Gibbon, etlichen Krallenaffenarten, unter denen auch Manteläffchen zu sehen waren.
Im Anschluss daran folgt dann ein echtes Raritätenkabinett, ein Haus, wohl ehemals für kleine Raubtiere, von denen sich immer noch einige Arten hier befinden.
6 Wickelbären, Borkenratten, ein Ringelschwanzmungo, noch eine Ginsterkatze, Nasenbären, Stachelschweine, Quastenstachler und die Wasserschweine sind hier untergebracht, auf der Seite gegenüber der Käfigreihe sind kleine Terrarien für Nager, ebenfalls in einer sehenswerten Kollektion.
Nun führt der Weg vorbei an einer alten Fasanerie, die ihrem Namen noch alle Ehre macht, und dieser Weg endet in einem kleinen Tropenhaus für Vögel, in dem aber auch einige Säuger, wie Faultiere und Kugelgürteltiere untergebracht sind.
Und dann ist man wieder am Eingang.
Sicher braucht der Zoo Lodz noch einige Jahre, um den Anschluss an die anderen Zoos meiner Reise zu bekommen. Trotzdem ist er gerade jetzt noch in diesem Zustand sehr sehenswert für Freunde der Zoohistorik und verfügt über einen anspruchsvollen Tierbestand. Der Aufbruch ist zu sehen und in einigen Jahren, wenn denn die finanziellen Mittel nicht plötzlich eingestellt werden, ist er ein durchaus moderner kleiner Zoo, der in noch einigen Bereichen mehr richtig Spaß macht.

(Eintrag vom 07.10.2013 zum Thema "Zoos in Polen")
Oliver Jahn:   Zoo Warschau

In Warschau erwartete mich ein richtiger „Hauptstadt-Zoo“, wie ich ihn mir vorstelle. Auch wenn er weder der größte, noch der artenreichste Zoo in Polen ist, so lässt er doch kaum Wünsche offen.
Bereits weit vor dem Zoo wartet im vorgelagerten Park ein großes Bärenschaufenster mit Europ. Braunbären, welches allerdings am Tag meines Besuches nicht besetzt war.
Betritt man dann den Zoo, erwartet den Besucher ein sehr gepflegter Garten, mit Blumen und geschnittenen Hecken, Springbrunnen und breiten Wegen, von denen aus man auf kleineren Nebenwegen alle Anlagen gut erreicht. Der Zoo war auf Grund des sommerlichen Wetters an einem Samstag sehr gut besucht, trotzdem vermittelte er fast nirgendwo das Gefühl der Überfüllung, überall gab es Nebenwege, auf denen man auch mal Ruhe fand und die Eindrücke wirken lassen konnte.
Dem Rundgang folgend kam als erstes das kleine Aquarium, dem sich dann das Affenhaus anschloss, mit Diana-Meerkatze, Gelbbrustkapuziner, Sumpfmeerkatze, Schopfmakak und Mantelpavian. Eine ganz neue Anlage wurde für die Gorillas und Schimpansen gebaut. Ebenfalls recht neu ist das Elefantenhaus mit großer Freianlage, auf der eine Gruppe Afrikaner incl. Bullen zu sehen war. Im Inneren des Hauses gibt es noch eine große Anlage für Klippschliefer.
Das alte Elefantenhaus ist samt seiner Außenanlage zum neuen Domizil der Panzernashörner geworden. Das Haus wird in Kürze auch für den Besucher wieder begehbar, die Außenanlagen sind aufgeteilt für den Bullen und die Kuh mit dem Kalb, beide nutzen aber das gleiche Badebecken, welches zwei Zugänge hat.
Im Anschluss daran folgte ein Haus für Reptilien, hier sah ich meinen ersten
Kurzkamm-Fidschileguan und neben einer beeindruckenden Vielzahl unterschiedlicher Baumwarane auch besonders imposante Exemplare vom Pazifikwaran (ebenfalls eine Art, die in Polen sehr häufig gezeigt wird), vom Siamkrokodil und vom Kubakrokodil, letzteres dürfte Castro noch als Jüngling gekannt haben.
Auf leicht bergigen Anlagen waren Sichuanblauschafe zu sehen, der Sichuantakin (der einzige in ganz Polen) sollte mit den Goralen vergesellschaftet sein, diese sah man aber mit etlichen Tieren nur in einem dahinterliegenden Absperrgehege.
Ein neues Haus haben die Giraffen, an deren Anlage sich die Gehege für die Bongos anschließen. Auf der anderen Seite befinden sich dann in räumlicher Nähe die Anlagen der Raubtiere. Auf den großen Felsterrassen ist die linke Anlage mit Löwen und die rechte mit einer wunderbar interagierenden Familie von 5 Sumatra-Tigern besetzt. Die mittlere Anlage wird gerade saniert. Ein historischer Bau, der an ein Hundehaus erinnert, ist saniert und seine 4 Ausläufe sind alle zu einander geöffnet und somit ergeben sie einen guten und großzügigen Außenbereich für die Hyänenhunde. Die Schneeleoparden haben einen alten, aber recht großen Gitterkäfig.
Besser sieht es da bei Serval, Salzkatze und Jaguar aus, hier sind sehr gut strukturierte und natürlich bepflanzte neue Anlagen entstanden.
Das neue Nilpferdhaus erinnert an Kopenhagen, spannend ist hier, dass das alte Haus noch steht, aber als Pumpenhaus benutzt wird, und auch das alte Becken noch heute genutzt wird, es wurde lediglich an das neue Haus angeschlossen.
Auf den großzügigen Anlagen für die Huftiere findet man Przewalskipferde, Somaliwildesel, wieder die Kombi Wisent/Bison mit sehr gekonnt in einem Erdwall versteckten Stallungen. Sehr natürliche Anlagen gibt es für Pudu, Gepard, Kleinen Panda und Mähnenwolf, etwas versteckt hinter der Eisbärenanlage, welche ein wenig an das Rostocker Marine-Ehrenmal erinnert, sind die Moschusochsen. Das Robbenbecken, welches ebenfalls noch aus älteren Zeiten stammt, erscheint noch heute riesig. Für die Fischotter gibt es die Eisbärenanlage noch einmal, nur in Miniaturform. In der Fasanerie und auch im neuen Vogelhaus findet man vieles, was selten und farbenprächtig ist. Natürliche Inseln gibt es noch für Gibbons, Kattas und Totenkopfäffchen.
Der Zoo in Warschau vermittelt mir noch die richtige Atmosphäre eines Zoos, ich fühlte mich von der ersten bis zur letzten Minute wohl und unter den polnischen Zoos rangiert er bei mir persönlich ganz weit oben.

(Eintrag vom 01.10.2013 zum Thema "Zoos in Polen")
Hannes Lüke:   Im Berliner Zoo finde ich es wichtig die alte bzw historische Bausubstanz zu erhalten. ich wäre jedoch für einen radikalen Abbau an Arten aufgrund masisvem Platzmangels. Der Tierpark darf seinen Charakter nicht verlieren. Gerne weiter große weitläufige Huftieranlagen aber evtl mit der ein oder anderen Vergesselschaftung. Den Tierbestand im großen senken würde ich nicht. Bei den Raubkatzen würde ich minimal abbauen oder vielleicht sogar durch den Bau eines S-O-Asienhaus neben Menschenaffen plätze für Leoparden, Nebelparder, Binturongs, Tiger gewinnen die dann im AB-Haus anderen zugeschlagen werden können. Weitere Volieren für winterharte Katzen im Gelände wären auch toll. Manul und Schneeleopard und Puma können sicher auch woanders gut eingegleidert werden.
(Eintrag vom 30.09.2013 zum Thema "Eure Vision für Berlin")
Oliver Müller:   Nach einigen Monaten Wartezeit habe ich nun berufene Infos über den Fortgang der Planungen in Neunkirchen erhalten. Der Masterplan für 2016 scheint wohl tatsächlich ganz still und leise beerdigt worden zu sein.

Es wird dabei bleiben, dass die Bären eine neue Anlage erhalten, Schneeleoparden in die alte Bärenanlage kommen und noch Rothunde einziehen.

Irgendwann soll noch eine Tigeranlage folgen und das Elefantenhaus modernisiert werden ( ob mit oder ohne Bullenhaltung weiß ich nicht).

Löwengehegen, neue Tropenhalle usw. sind wohl nicht mehr auf der Tagesordnung.
(Eintrag vom 30.09.2013 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Oliver Jahn:   Zur gleichen Zeit, zu der WolfDrei seine Tour durch Tschechien machte, war ich auf Zoo-Tour in Polen, allerdings wohl mit deutlich besserem Wetter. :-) 
Die erste Strecke ging von Berlin über Poznań (alter und neuer Zoo) nach Warschau, und über Lodz wieder zurück nach Berlin. Von da aus dann nach Opole, wo es einen interessanten Zoo gibt, und welches ein guter Ausgangspunkt für die Besuche der Zoos in Kraków, Katowice und Wroclaw ist.

Grundsätzlich habe ich erst einmal festgestellt, dass die Zoos in Polen öffentlich ein wenig im Schattendasein leben, was aus meiner Sicht allerdings völlig unberechtigt ist.
Bis auf den alten Stadtzoo in Poznań, den man kaum mehr als Zoo bezeichnen kann, waren allen anderen Zoos (mal mehr und mal etwas weniger) moderne Einrichtungen, mit ausgesucht gutem Tierbestand, vielen modernen Anlagen und alle machten einen äußerst gepflegten Eindruck.
Fast noch beeindruckender war die oft sehr fantasievolle Modernisierung von Altanlagen. Das zeigte mal wieder deutlich, dass man nicht immer alles wegreißen muss, sondern dass man auch schon früher oft sehr gut gebaut hat, und man viele Altanlagen durch Modernisierung gut weiter nutzen kann.
Die Tierbestände sind schon etwas abgestimmt, bestimmte Arten findet man in fast jedem dieser Zoos, andere hingegen gar nicht, alles macht auch aus züchterischer Sicht schon den Eindruck, als ob die Zoos recht eng zusammenarbeiten.
Das polnische Nationaltier, den Wisent, findet man in fast allen Einrichtungen, immer auch mit Zucht, gern auch in gegenüberstellung zum Bison.
In fast jeder der genannten Einrichtungen gab es teilweise sogar recht große Gruppen von Milus.
Ginsterkatzen sah ich in 4 Einrichtungen, sowohl g.genetta, als auch g. felina.
Der Kragenbär ist eine der häufiger gezeigten Art, bei den Großkatzen besetzt der Jaguar noch recht häufig die Planstelle der gefleckten Großkatze, gern auch neben dem Schneeleoparden. Bei den Löwen findet man neben Zoolöwen auch Inder und Angolaner, bei den Tigern überwiegen die Sibirer, zwei Halter gibt es von Sumatranern.
Bei den Kleinkatzen ist noch recht häufig der Manul anzutreffen, hin und wieder auch Karakal und Serval.
Elefanten gibt es in fast allen Einrichtungen, hier überwiegen die Asiaten, in zwei Einrichtungen aber nur noch als Einzeltier, zwei weitere halten nur noch „Uraltkühe“, die Afrikaner hingegen sind in Gruppen mit jeweils Bullenhaltung.
Nilpferde gab es in drei Einrichtungen, zwei davon mit Zukunft, eine wohl eher auf Auslauf.
Zwergflusspferde gab es ebenfalls in drei der Einrichtungen, als einzige Tapirart Polens, den Flachlandtapir in 5 Einrichtungen.
Der Andenkondor ist ebenfalls noch sehr häufig zu finden, meistens im Paar, mitunter aber auch mit mehreren Tieren, ebenso sind Steppenadler und Steinadler noch sehr häufig.
Giraffen findet man in allen Einrichtungen, am häufigsten hier sind die Rothschildgiraffen.
Bei den Antilopen sind Säbelantilopen und Addax die dominierenden Arten.
Breitmaul- und Panzernashörner werden in einigen Einrichtungen gezeigt, Spitzmaulnashörner findet man in Polen hingegen gar nicht.
Natürlich ist dieses nur ein erster und auf keinen Fall vollständiger Überblick, aber ich werde mit der Zeit die einzelnen Einrichtungen noch vorstellen.
Für mich ist klar geworden, dass Polen ein absolutes Zooland ist, dessen Einrichtungen den meisten deutschen Einrichtungen in nichts nachstehen, im Gegenteil, es handelt sich überwiegend um „klassische“ Zoos, bei denen das Tier im Mittelpunkt steht. Ich habe sehr interessante Architektur kennengelernt, die mich mehr als einmal fasziniert hat, auch mit dem Erstaunen, wie großzügig in einigen polnischen Zoos bereits in Zeiten des Sozialismus schon gebaut wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass auch man deutscher Zoo so mit seinen Einrichtungen umgehen würde, denn es zeigt wieder einmal, dass Modernisierung häufig möglich ist, auch ohne Abriss.
Die Tierbestände, trotz der von mir bereits angesprochenen „Abstimmung“, bieten dennoch etliche „Highlights“ und brachten mir einige Erstsichtungen, manchmal ist es aber auch schön, einige „alte Bekannte“ einfach wieder einmal in einem oder sogar in mehreren Zoos zu sehen, gerade dann, wenn sie so, wie zum Beispiel die Ginsterkatzen oder die turkmenischen Karakale, aus unseren Zoos (fast) ganz verschwunden sind.

(Eintrag vom 23.09.2013 zum Thema "Zoos in Polen")
Zoo Neunkirchen:   Der erste Schneeleopard im Saarland

Schneeleoparden führen eine sehr versteckte Lebensweise in den bis zu 6000 m hohen Bergen des Himalayas und weiteren Gebirgszügen Zentralasiens. Selten werden diese Großkatzen überhaupt gesichtet, dies ist jetzt aber sogar im Neunkircher Zoo möglich.
Am 12. August 2013 ist der erste Schneeleopard im Saarland im Neunkircher Zoo eingezogen und hat nun die Eingewöhnungs- und Quarantänezeit sehr gut überstanden. Es handelt sich um einen jungen Schneeleopardenmann, namens SAGAR (Abkürzung des Nationalsparks Sagarmatha in Nepal), der am 30. Mai 2012, im Zoo Szeged in Ungarn geboren wurde. SAGAR wiegt 25 kg, ist noch nicht ganz ausgewachsen und bewohnt nun vorübergehend zwei Innen- und Außenanlagen im Affenhaus. Die stark gefährdeten Schneeleoparden in europäischen Zoos werden zur Bewahrung der genetischen Vielfalt gezielt in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gehalten und nach gezüchtet. Dieses EEP für diese Großkatzenart wird vom Zoo Nordens Ark im schwedischen Hunnebostrand koordiniert und SAGAR kam über diesen Weg als Zuchtleihgabe in den Neunkircher Zoo.
Ihm wird wohl noch in diesem Jahr eine fast gleichaltrige Partnerin aus dem Zoo Helsinki in Finnland folgen. So dass ab Frühjahr 2014 letztendlich ein junges Schneeleopardenpaar in einer dem natürlichen Lebensraum nachempfundenen Felsschlucht in den neuen Raubtieranlagen des Neunkircher Zoos für die Besucher zu sehen ist.
(Eintrag vom 12.09.2013 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Zoo Dresden:   Zootag!

ab 8 Uhr geöffnet +++ zugängliche Futtermeisterei +++ mehr als 20 Tierpflegertreffs

Bereits ab 8 Uhr öffnet der Dresdner Zoo zum Zootag am 15. September seine Pforten. Frühaufsteher erleben dann nicht nur, wie der Zoo so langsam erwacht, sondern können auch den Vogelpflegern bei der Futterzubereitung über die Schultern schauen. Danach gibt es beinahe im Viertelstundentakt interessante Schaufütterungen und Tierpflegertreffpunkte. Nicht verpassen sollten Sie das Wäsche waschen bei den Orang-Utans, das Eierwerfen bei den Zebramangusten und die Fütterung von Leistenkrokodil Max! Die Riesenschildkröten Hugo I + II sind vielleicht zum letzten Mal auf ihrer Außenanlage zu sehen, bevor sie in ihr Winterquartier hinter die Kulissen umziehen. Einzig zum Zootag ist für die Besucher die Futtermeisterei geöffnet. Die Mitarbeiter geben Einblick in ihre tägliche Arbeit und verraten die ein oder andere Lieblingsspeise der Zoobewohner. Drei Mal gibt es die Gelegenheit zu einer Zooführung speziell zum Thema Artenschutz, einer der wichtigsten Aufgaben eines modernen Zoos. So unterstützt der Dresdner Zoo seit einigen Jahren Projekte zum Schutz des Lebensraumes von Schneeleoparden und Humboldt-Pinguinen, deren Bestand in freier Wildbahn stark bedroht ist.

Humboldt-Pinguine nun vollzählig im Außenbereich zu sehen
Bei den Humboldt-Pinguinen leben sich die acht neuen Tiere aus dem Zoo Pilsen, die erst am letzten Freitag nach Dresden umgezogen sind, gerade in die vorhandene Gruppe ein. Alle 16 Tiere sind nun vollzählig auf der Außenanlage für die Besucher zu sehen.
(Eintrag vom 09.09.2013 zum Thema "Zoo Dresden")
Zoo Neunkirchen:   Die Räuber unter den Tieren - Alles rund um Raubtiere
Öffentliche Führung am Samstag, 24. August 2013, um 13.00 Uhr zu Braunbär, Buntmarder und Co. im Neunkircher Zoo

Weltweit verbreitet in fast 300 Arten sind die Raubtiere. Auch im Neunkircher gibt es einige Vertreter dieser Säugetierordnung zu bewundern. Die sechzigminütige Themenführung durch Abteilungsleiter für Marketing, PR und Zoopädagogik Christian Andres wird diese im Neunkircher Zoo genauer vorstellen und über alles Wissenswerte rund um Braunbär, Buntmarder und Co. informieren. Sei es wie Erdmännchen zu ihrem Namen kommen, warum der Buntmarder seine Schneeschuhe immer im Gepäck hat oder dass der Europäische Nerz im Saarland wieder angesiedelt wird. Einen Ausblick wird es ebenfalls zu dem im Bau befindlichen ersten Bauabschnitt der neuen Großraubtieranlagen für Bären, Schneeleoparden und Asiatische Rothunde, auch Dschungelwölfe genannt, geben.
Für alle interessierten kleinen und großen Besucher ist Treffpunkt ist um 13.00 Uhr am Haupteingang des Neunkircher Zoos. Für diese Veranstaltung ist nur der Eintrittspreis zu zahlen. Voranmeldung nur für Gruppen ab 5 Personen unter Telefon +49 6821 913633 notwendig.

Foto: Daniel W. Bittner (Waschbären)
(Eintrag vom 21.08.2013 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Zoo Basel:   Hitze im Zoo Basel

Dem Einfallsreichtum der Zolli-Bewohner sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht sich gegen die Hitze zu schützen. Tiere wissen genau, was ihnen in der Hitze gut tut: Schatten suchen, eine ausgiebige Siesta machen, Baden und bloss nicht zu sehr anstrengen. Das Zoopersonal unterstützt dieses Sommerprogramm.
Während der letzten heissen Tage ist es ruhig geworden im Zoo Basel. Die meisten Tiere ‚verkrümeln’ sich bei Hitze in den Schatten und liegen viel herum. Selbst der Erdmännchen-‚Aufpasser‘ stellt sich jetzt zum Wache halten in den Schatten eines Astes, während sich seine Artgenossen in die Höhlen verzogen haben. Die Löwen und Schneeleoparden meiden die Sonne und allzu viel Bewegung und verbringen die Tage im Schatten oder bleiben gleich ganz in der Höhle.
Ein kühlendes Glace ist jetzt nicht nur bei den Zoobesuchenden beliebt. Auch die Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans schätzen die in Eis gefrorenen Früchte, die ihnen zwischendurch gereicht werden. Wirklich nachhelfen müssen die Tierpfleger jedoch nicht, auch nicht an sehr heissen Tagen. Wichtig ist es, bereits beim Bau der Anlagen für schattige Plätze, Badestellen und Rückzugsmöglichkeiten zu sorgen.
Viele Tiere haben Strategien zur Abkühlung entwickelt. Krokodile sperren das riesige Maul auf, lassen die Feuchtigkeit des Rachens verdunsten und erzeugen damit 'Verdunstungskälte'. Elefanten fächeln mit ihren stark durchbluteten Ohren und Pelikane sieht man ‚hecheln‘, d. h. ihr Kehlsack bewegt sich schnell hin und her. Dies erzeugt kühlende Zugluft an der Haut des Kehlsackes. Kängurus reiben sich Arme mit Speichel ein und Borstenhörnchen klappen ihren buschigen Schwanz wie einen Sonnenschirm hoch. Sogar Sonnencreme ist den Zolli-Tieren nicht fremd: Flusspferde sondern einen antibakteriellen und UV-absorbierenden Schweiss ab.
Doch es gibt auch Zoo-Bewohner, welche die Hitze tatsächlich nicht vertragen. Deshalb bleiben die Königs- und Eselspinguine während den Sommermonaten in der angenehm gekühlten Innenanlage.
(Eintrag vom 05.08.2013 zum Thema "Zoo Basel")
Joshua Förg:   Wenn die Bärenanlage fertig ist, sollen auf deren alte Anlage Schneeleoparden einziehen. Wie es um Löwen und Tiger steht weiß ich leider nicht.
(Eintrag vom 03.07.2013 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Mark Meier:   Ich vermute, das ist in Addition zu verstehen. Der Tierpark soll ja 1 Mio zusätzliche Besucher pro Jahr aus dem Hut zaubern und muss daher so rechnen. Ich glaube aber auch, dass eine SOLCH rasante Steigerung sehr schwer fallen dürfte - selbst wenn alle diese Projekte einmal kommen sollte. Ausschließen will ich es auch nicht, aber ich würde aus dem Bauch heraus eher mit der Hälfte rechnen, was auch schon gut wäre und sich ausreichend amortisieren würde.

Ich fände auch mehr Raubtiere und sonstige Attraktionen im Bergareal wünschenswert. Der geplante Nordamerika-Teil dürfte von mir aus gerne noch Bären bekommen und der asiatische Teil Schneeleoparden und/ oder kleine Pandas. Die alte Wolfanlage könnte ich mir übrigens (mit Umbau?) auch gut für Amur-Tiger oder -Leoparden vorstellen. Die müssen ja nicht unbedingt im Brehm-Haus bleiben.
(Eintrag vom 28.06.2013 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Oliver Jahn:   Gerade zurück aus Magdeburg kann ich berichten, dass der Zoo sich auf das Hochwasser vorbereitet hat, überall sind große Paletten mit Sandsäcken, aber noch ist alles trocken.
Überall findet man Jungtiere, vorgestern Nacht gab es nun auch noch Drillinge bei den Schneeleoparden. Weitere Jungtiere gibt es bei den Rothunden, bei den Pinselohrschweinen, das Jungtier bei den Filandern hat bereits den Beutel ganz verlassen. Drücken wir die Daumen, dass nicht alles in den Fluten unter geht.
(Eintrag vom 09.06.2013 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Sascha Möller:   Also ich gehe seit ca. 4 Jahren regelmäßig in den Krefelder Zoo.
Seitdem wurde am Regenwaldhaus im selben Baustil ein Schmetterlingsgarten eröffnet. Die Ameisenbären leben nun alleine im ehemaligen WaldHund Gehege, diese wurden abgegeben. In der Tapiranlage leben neben diesen, Guanakos und seit letztem Jahr Darwin Nandus. Ersatzlösung abgegeben wurden die Barasinghas und Nyala Antilopen. Im alten Löwengehege leben schon seit längerem die Hieraus, deren Jungtiere aufgrund der Größe der Maschen im Zaun Freigang genießen. An der Stelle der ehemaligen Guereza Insel wurde der Gorilla Garten gebaut. Nach dem Tod des letzten Babirusa ist der letzte Berganoa auf dessen Anlage gezogen. Auf dessen alte Anlage sind nun die Muntjaks gezogen. Die kleinen Pandas leben nun alleine. Die Flamingos haben ein neues Warmhaus bekommen und die Schneeleopardenanlage wurde renoviert. An der Mochusochsenanlage wurde eine überspannte Anlage für Schneeeulen errichtet.
Die beiden letzten Elefantendamen werden nun Nachts nicht mehr angekettet, das Haus wurde entsprechend umgebaut.
(Eintrag vom 30.04.2013 zum Thema "Zoo Krefeld")
Sascha Möller:   Also ich gehe seit ca. 4 Jahren regelmäßig in den Krefelder Zoo.
Seitdem wurde am Regenwaldhaus im selben Baustil ein Schmetterlingsgarten eröffnet. Die Ameisenbären leben nun alleine im ehemaligen WaldHund Gehege, diese wurden abgegeben. In der Tapiranlage leben neben diesen, Guanakos und seit letztem Jahr Darwin Nandus. Ersatzlösung abgegeben wurden die Barasinghas und Nyala Antilopen. Im alten Löwengehege leben schon seit längerem die Hieraus, deren Jungtiere aufgrund der Größe der Maschen im Zaun Freigang genießen. An der Stelle der ehemaligen Guereza Insel wurde der Gorilla Garten gebaut. Nach dem Tod des letzten Babirusa ist der letzte Berganoa auf dessen Anlage gezogen. Auf dessen alte Anlage sind nun die Muntjaks gezogen. Die kleinen Pandas leben nun alleine. Die Flamingos haben ein neues Warmhaus bekommen und die Schneeleopardenanlage wurde renoviert. An der Mochusochsenanlage wurde eine überspannte Anlage für Schneeeulen errichtet.
Die beiden letzten Elefantendamen werden nun Nachts nicht mehr angekettet, das Haus wurde entsprechend umgebaut.
(Eintrag vom 30.04.2013 zum Thema "Zoo Krefeld")
Sascha Möller:   Gestern Kurzbesuch im Zoo Krefeld; bei mäßig schönem Wetter recht leerer Zoo – angenehm :-)

Das sehr schöne Tapirgehege am Eingang wirkt durch den Zuzug der Darwin Nandus endlich mal belebt, Wasserschweine waren keine zu sehen, auch nur noch zwei Guanakos. Die Tapire kamen wieder zum streicheln an den Zaun, allen vorran Mutter Saskia (?) mit Jungtier Luara aus 2012.
Es waren nur noch 5 Paviane auf dem winzigen Felsen zu sehen, kein schöner Anblick.
Der letzte Hyazinth Ara (Mann) wurde zu zwei Weibchen in einen anderen Zoo (den ich mir vom Aushang nicht gemerkt habe) abgegeben, sobald sich ein Pärchen gebildet hat, soll das überzählige Weibchen nach Krefeld kommen und einen neuen Mann bekommen. Die Anlage wird gerade renoviert.
Im Regenwaldhaus liefen uns diverse Echsen (Leguane, Stirnlappenbasilisken) über den Weg und in den Bäumen hingen mind. 4 Faultiere!
Hinter dem Regenwaldhaus wird gerade die neue, begehbare Pinguinanlage gebaut (s. Foto). Die Anlage wirkt recht groß, wobei die (optische) Gehegebegrenzung nach hinten hin natürlich noch einiges an Platz kosten kann. Da schon einige Rohre liegen, erscheint mir der Schwimmbereich nicht gerade tief, bleibt abzuwarten wie weit da noch in die Höhe gearbeitet/modeliert wird. Aufgrund der größe der Anlage konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie dann auch tatsächlich wie geplant noch übernetzt wird. Ein vorbeigehender Tierpfleger sagte mir das man damit schon plant, aber es noch nicht sicher sei. Scheint wohl auch eine Kostenfrage. Als „fliegender Besatz“ sollen die Seevögel aus der Seevogelanlage einziehen.
Das Nashornmädchen „Kibibi“ aus 2010 wurde letzte Woche an den Zoo Tallinn abgegeben, der Transport verlief gut. Im Herbst wird die nächste Geburt erwartet (es wäre die vierte vom Zuchtpaar innerhalb von 8 Jahren!)
Nach Auszug der Barasingha Hirsche im letzten Jahr sind nun auch die Weißnackenkraniche aus der Indienanlage auf die ehemalige Nyala Anlage gezogen (sehr witzig; die Henne schien auf einem Nest zu sitzen - war nicht genau zu erkennen – und der Kranichhahn hat alles „angegriffen“ was in die Nähe der Anlage kam). Die Indienanlage wirkt nun mit den Gänsen und HZA sehr dünn besetzt. Es stellt sich die Frage, warum die Anlage nicht mit der kleineren, angrenzenden Anlage der Axishirsche und Nilgauantilopen zusammengelegt wird, es müsste lediglich ein kleines Zaunstück entfernt werden.
Im Vogelhaus wurden Asien- und Südamerika Voliere getauscht. Sehr negativ aufgefallen ist erneut die Mäuseplage, die ich so schlimm noch in keinem Haus in einem Zoo gesehen habe.
Weiter zu sehen: sehr aktive Löffelhunde (2 Paare), Jaguarrundis, Schneeleoparden, Formosa-Muntjaks und einen Kongo-Blauducker; zudem brütende Strauße und vier schlafende kleine Pandas im Baum.
Zum Abschluß sei noch auf das wirklich gute Essen am Imbiss (Flamingoteich) hingewiesen.

(Eintrag vom 30.04.2013 zum Thema "Zoo Krefeld")
Joshua Förg:   Bei den Schneeleoparden handelt es sich um Assam und Julika mit ihrem Nachwuchs. Die Baustelle der neuen Anlage für kleine Pandas hat sich seit Mitte Dezember nicht mehr verändert.
Am Elefanten-Winterhaus wird weitergearbeitet, mittlerweile wurde das Haus bereits mit Sand aufgefüllt. Es scheint, als dürfen die Elefantenkühe das neue Haus bald erkunden.
Bei den Eisbären sind derzeit sind nur Vitus und Larissa(?)auf der Außenanlage, eines der beiden Weibchen ist jedenfalls noch immer im Eisberg untergebracht.
(Eintrag vom 12.02.2013 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
zollifreund:   durch einen verspäteten Zug hatte ich gestern die Gelegenheit mal kurz zum Zoo zu laufen. Von Außen kann man ja in Karlsruhe einiges sehen - und für mich neues: bei den Schneeleoparden waren 4 Tiere sehr aktiv ( sah von der Entfernung nach zwei Erwachsenen mit Nachwuchs aus) auf der neuen Anlage.
Und daneben wird nun endlich an der lange angekündigten Anlage für Kleine Pandas und Muntjaks gebaut.
(Eintrag vom 12.02.2013 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Matthias Schramm:   Mein "Heimatzoo" Wilhelma hat im Winter wirklich den Vorteil, dass es relativ viele Tierhäuser gibt. Alleine das Aquarium mit seiner großen Artenvielfalt kann einen ganzen Tag lang unterhalten. Natürlich ist auch in der Wilhelma die Besucherzahl im Winter eher gering (trotz Sonderpreis) Für mich den Vorteil, dass man auch Tiere in Ruhe betrachten kann, bei denen in den besucherstarken Zeiten kein Durchkommen ist.
Ich war vor kurzem mit ca. 6 anderen Besuchern im Kölner Zoo, auch schön, allerdings war es wirklich sehr kalt auf Dauer! Da in Köln einige Tiere im Winter nicht zu sehen sind (z.B. bei den Volieren) ist es auch hier toll viel Zeit bei den Fischen und Reptilien zu verbringen! Ich habe schon lange keine so entspannten Schneeleoparden gesehen wie bei diesem Besuch in Köln!
Für mich: Winterbesuch immer aber gerne in einem Zoo mit Tierhäusern zum aufwärmen aber auch um Tiere zu sehen die sonst im Winter draussen nicht zu sehen sind!
(Eintrag vom 12.01.2013 zum Thema "Schlechtwetter-/Winterbesuch in Zoos usw.")
Zoo Leipzig:   Erfolgreiches Jahr 2012 für den Zoo Leipzig
2013 bekommen Amurleoparden neues Gehege

Der Zoo Leipzig ist den hohen Erwartungen gerecht geworden: „Wir haben die Erfolge des Vorjahres in 2012 wiederholt und damit unsere eigenen ebenso wie die externen Ansprüche erfüllt“, hat Zoodirektor Dr. Jörg Junhold im Rahmen der heutigen Jahres-Pressekonferenz ein positives Resümee gezogen. Erneut – und damit zum zweiten Mal in Folge – kamen mehr als zwei Millionen Besucher in den Tiergarten der Messestadt. „Der Zoo Leipzig hat mit der Tropenerlebniswelt Gondwanaland und durch den Einsatz aller Mitarbeiter sowie den großen öffentlichen Zuspruch seinen Stellenwert für den Leipziger Tourismus ebenso wie sein überregionales Einzugsgebiet weiter gefestigt.“ Zudem wird das Umsatzziel von 28,5 Millionen Euro realisiert werden.

Teilnehmerrekorde in verschiedenen Bereichen
Ausdruck für den Erfolg im zu Ende gehenden Jahr sind gleich mehrere Rekorde: Mehr als 38.000 Menschen, und damit ca. 20 Prozent mehr als im Vorjahr, haben durch die Intensivierung des Veranstaltungsgeschäftes in Gondwanaland sowie die Inbetriebnahme der Kongreßhalle an extern gebuchten Veranstaltungen im Zoo Leipzig teilgenommen. Auch im Besucherbereich konnten neue Maßstäbe gesetzt werden: Mit rund 4.400 Entdeckertouren bis zum Jahresende gelang innerhalb von sechs Jahren ein Anstieg um rund 60 Prozent. Neben den Zoolotsen hatten auch die Lehrer an der Zooschule alle Hände voll zu tun: Mit rund 11.000 Schülern kamen in 2012 mehr Teilnehmer zum Unterricht in den Zoo Leipzig als je zuvor. Die Steigerung um mehr als 50 Prozent innerhalb von zwei Jahren ist nicht zuletzt dank der Stundenzuweisung durch die Bildungsagentur möglich gewesen.

Licht und Schatten im Tierbestand
Mit der Ankunft des Sunda-Gavial-Männchens De Gaulle (aus Berlin) sowie von zwei jungen Komodowaran-Weibchen (USA) sind in Gondwanaland erneut zoologische Meilensteine realisiert worden. Zudem haben in den vergangenen Monaten zahlreiche freilebende Frösche und Vögel die Tropenhalle erobert. Ebenso viel Bewegung herrschte bei den Menschenaffen in Pongoland. In Zusammenarbeit mit den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen hat die Zusammenstellung neuer Zuchtgruppen bei den Gorillas, Orang-Utans und Bonobos begonnen. Somit hieß es u.a. Abschied nehmen von Silberrücken Gorgo, dessen Platz Abeeku als neuer Anführer bei den Gorillas eingenommen hat.
Licht und Schatten lagen mit Blick auf die Zuchtanstrengungen bei den vom Aussterben
bedrohten Arten nah beieinander. Während die Aufzucht des Nashornjungtieres Naima ebenso
gut verläuft wie das Heranwachsen der beiden Giraffenjungtiere, des Lippenbären-
Nachwuchses, der Tiger-Zwillinge, Riesenotter, Tüpfelbeutelmarder und des Dikdiks, musste
der Zoo Leipzig bei anderen Arten traurige Verluste vermelden. Neben dem tragischen Verlauf
der Elefantengeburt gelang es auch nicht, den Nachwuchs bei den Schneeleoparden und
Mähnenwölfen aufzuziehen. Für das Jahr 2013 stellte Zoodirektor Dr. Junhold, der seit mehr als
einem Jahr dem Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) als Präsident vorsteht, jedoch
heute bereits die Fortsetzung der Bemühungen in Aussicht: „Eine unserer grundlegendsten
Aufgaben und Anliegen ist es, bedrohte Tierarten zu erhalten. Dafür werden wir uns weiterhin in
Abstimmung mit den internationalen Zuchtprogrammen engagieren.“ Im Zoo Leipzig stehen
beispielsweise Geburten beim Schabrackentapir, Spitzmaulnashorn und Schimpansen an.

Gremienarbeit & Artenschutz
Pünktlich zur Weltkonferenz der IUCN (International Union for Conservation of Nature) ist der
Zoo Leipzig im September Mitglied in der weltgrößten Naturschutzorganisation geworden.
Damit verstärkt der Leipziger Tiergarten seine internationale Präsenz weiter. Kürzlich ist es
zudem gelungen, mit den indischen Behörden einen Kooperationsvertrag – dem ersten seiner
Art zwischen einem europäischen Zoo und Indien – abzuschließen. Künftig wollen die Partner
mit gegenseitigen Schulungsaustauschen Wissen transferieren und beim Schutz bedrohter
Arten zusammenarbeiten. Darüber hinaus konnte der Zoo Leipzig auch in seinen übrigen
Artenschutzprojekten neue Fortschritte erzielen: Während in der Zuchtstation für Nasenfrösche
in Chile bereits mehr als 130 Jungtiere leben, wurden in Borneo im Umfeld der Zuchtstation für
das stark bedrohte Sabah-Nashorn zehn Hektar Lebensraum aufgeforstet.

Umsetzung des Masterplanes geht weiter
Auch 2013, im Jahr seines 135. Geburtstages, verfolgt der Zoo Leipzig seinen Weg zum „Zoo
der Zukunft“ konsequent weiter. Nachdem der Leipziger Stadtrat im Juli 2012 grünes Licht für
die Fortsetzung des ambitionierten Konzeptes gegeben hat, laufen die Vorbereitungen für die
nächsten Modernisierungen. Rund 8,5 Mio. Euro sollen investiert werden. Zunächst erhalten die
Amurleoparden ein übernetztes Gehege im Stil eines Felshangs mit Wasserlauf neben der
Tiger-Taiga. Bis zum Jahresende 2013 soll die Anlage eingeweiht werden. Parallel dazu beginnen
im nächsten Jahr die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Kongreßhalle sowie am
neuen Ausgangsbereich, zu dem eine begehbare Flamingolagune sowie ein Zooshop gehören
werden. „Die Evaluation der Phase II des Masterplanes sowie der öffentliche Zuspruch haben
uns zum einen gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber zum anderen auch, dass wir
in den historischen Zoobereichen noch viel zu tun haben“, schätzt Junhold den Status quo ein.
„Dieser Aufgabe stellen wir uns als Zoo Leipzig auch im neuen Jahr.“

Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
(Eintrag vom 14.12.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Matthias Schramm:   Kleine Arbeiten an der Beckenhydraulik im Hippodrom? Also gestern waren im abgelassenen Hippobecken große Baumassnahmen mit Presslufthämmern am Werke! Die Akustik klang eher nach einem Komplettumbau! Da der Baulärm nur schwer zu ertragen war, war das Gebäude besucherleer. Die Flusspferde natürlich weggesperrt, die Krokodile müssen wohl durch Lärm und Staub durch!
Die beiden Honigdachse wirkten ganz entspannt und die Schneeleopardenfamilie nutzen den Tag mit wenig Besuchern zum ausgelassenen Spiel.
(Eintrag vom 05.12.2012 zum Thema "Zoo Köln")
Alexander Fuchs:   Die letzten Tage waren sehr aufregend für mich, denn ich habe mich für eine Sachsen-Anhalt Tour entschieden. So besuchte ich die drei Großzoos und andere diverse Einrichtungen in Sachsen-Anhalt.
Die kleineren lasse ich einfach mal weg. So komme ich zu den Großzoos in SA. Ich werde auf zwei genauer eingehen.

Mein persönliches Ranking für die drei:

Platz 1 Zoo Magdeburg
Platz 2 Zoo Aschersleben
Platz 3 Zoo Halle!

Der Magdeburger Zoo entwickelt sich rasant zu einem modernen Zoo, mit einem sehr schönem und seltenen Tierbestand. Man merkt eine Aufbruchstimmung und die geht rasant vorwärts. So rasant, dass der älteste Zoo in SA nur noch ein Schatten seiner früheren Glanzjahre ist.
Durch die Parkerweiterung hat Magdeburg gleich mal 30 bis 40 Jahre aufgeholt, mit den alten Baumbestand und man merkt nicht das er erst 60 Jahre alt ist, nein man könnte fast denken, er stammt aus Gründerzeiten.
Der Tierbestand hat sich sehr gewandelt zum positiven, nur als Beispiele Neuguinea Filander. Weitläufige Anlagen mit toller Vergesellschaftungen. Ich kann mich nicht daran erinnern so nah an einem Nashorn gewesen zu sein wie in MD oder das Gefühl zu haben mitten in der Anlage zu stehen. Das war für mich ein tolles Erlebnis und klasse umgesetzt. Auch das man die Giraffenanlage an Africambo I angliederte. So bin ich auf weitere Arten und Anlagen in MD sehr gespannt.


Früher bin ich (Im Jahr 2000) immer nach Magdeburg gefahren um große und moderne Anlagen zu sehen (Schneeleoparden, Tiger). Da war ja noch gar nicht an Leipzig oder an Halle zu denken .


Auch der Zoo Aschersleben, mit seinen wenig finanziellen Mitteln, ist eine Reise wert gewesen. Darauf gehe ich nicht weiter ein.

Den Besuch in Halle hätte ich mir sparen können! Es hat mich so schockiert und ich bin echt enttäuscht was aus dem Zoo geworden ist. Meine Befürchtungen haben sich leider bestätigt und es ist ein Haustierzoo geworden mit ein paar exotischen Tieren.
Die Mönchsittichvoliere gibt es nicht mehr und somit auch die Sittiche nicht mehr. Lama und Schafe, Esel und Ponys. Wow was für Hingucker und Publikumslieblinge. Nur stören dort noch die Zebras. Kann man gut ersetzen mit Zwergziegen oder Kaninchen.
Die Anlage für Tapire bzw. Zwerghippos wurde nicht von einem Nutria mehr bewohnt, nein jetzt sogar schon von vier Tieren. Vielleicht sollte man ein EEP dafür einrichten und noch dafür die Humboldtpinguine abgeben und die Anlage den Nutrias geben. Bin ich voll dafür! Aber man denkt schon weiter im Zoo und so ist es nicht verwunderlich, dass auf der Elefantenanlage eine nächste Haustierart ist, dass seltene Haus-Perlhuhn. Wenn sich die Richtlinien mal ändern sollten , hat man schon Ersatz gefunden.
Von einem Tradiotionszoo zu einem Haustierzoo in historischer Umgebung sollte der Masterplan heißen. Sorry, aber das geht nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Sinn und Zweck eines Zoos ist, Tiere abzugeben und mit Haustieren oder 08/15 Tieren, Anlagen zu besetzen. Wo sind die Neubauten für Menschenaffen, das Giftschlangenzentrum oder das Solebad? Jetzt bitte nicht mit Geldnot o.ä. Kommen. Andere Einrichtungen in SA schaffen das auch. Warum nicht in Halle? Seit 2006 ist nichts mehr passiert an Neuerungen und das sind fast 8 Jahre! Auch verstehe ich nicht das man eine Anlage für Emus und Bennetkänguruhs neu bauen muss. Hätte man das wirklich machen müssen oder hätte die alte Mähnenwolfanlage nicht erst mal ausgereicht? Der schöne Platz der verloren geht mit einem 08/15 Besatz. Man man man, kann man da nicht vorher überlegen und was anders machen? Evtl. das historische Alpinum, dort wo schon meine Uhrurgroßeltern, Urgroßeltern, Großeltern und Eltern entlang schlenderten!

Ich werde diesen Zoo auf weiteres nicht mehr besuchen um meine schönen Erinnerungen nicht kaputt zu machen.

Danke für nichts!!!!!!!!!!!!


(Eintrag vom 15.11.2012 zum Thema "Zoo Halle")
Oliver Jahn:   Kurzbesuch in Berlin, nun habe ich es auch geschafft, mir die Chaco-Pekaris anzuschauen. Es ist schön, doch immer mal wieder eine Erstsichtung zu haben. Im ABH sind trotz der Bauarbeiten die Raubtierinnenkäfige zu sehen, dort gab es einen neuen Schneeleoparden, ansonsten die bekannte Besetzung mit reichlich Jungtieren in allen Altersklassen bei Puma, Nebelparder, China- und Javaleopard und auf der Außenanlage die Jungtiere der Malaysischen Tiger mit den Eltern.
Bei den Löwen sind Kater und Katzen noch immer getrennt.
(Eintrag vom 26.10.2012 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Carsten Horn:   Mal wieder eine gelungene Ausgabe, insbesondere die Zoobeschreibungen von Einrichtungen, wo ich nicht unbedingt hinkomme (zu weit weg oder fehlende Hippos, g)...

Leipziger Bericht auch interessant, die Infos habe ich zwar mehr oder weniger gehört bzw. gelesen, aber jetzt hat man das alles mal zusammengefasst. Neu und interessant dabei die "begehbare Anlage für Schneeleoparden, Rote Pandas sowie Gänsegeier", ich hätte nicht gedacht, das man Schneeleoparden vergesellschaften kann und dann noch Besucher mit drin, auf die Anlage bin ich gespannt...

Titelbild mal was neues, aber ob man damit neue Kunden gewinnen kann? Für den der weiß, was er kaufen möchte oder eh Abonennt ist aber interessant. Hätte man das Titelbild ein bissel verkleinert und nach unten geschoben, so das der obere Teil (unter Tiergarten und dem Logo) ebenfalls lesbar ist, wäre die erneute Abbildung im Heft nicht nötig gewesen.

Mit der Geburtenliste kann ich nichts anfangen, der größte Teil ist eh schon bekannt, allenfalls später als Nachschlagewerk zu gebrauchen. Optische Darstellung ist ja schon "bemängelt" worden, ist für mich ebenfalls schlecht lesbar und mir fehlt da in irgendeiner Form eine Sortierung, da ist alles wild gemischt...
(Eintrag vom 04.10.2012 zum Thema "TIERGARTEN - Magazin für Zoointeressierte")
Oliver Jahn:   Nun habe ich es auch endlich geschafft, mir mal die Zoos in Usti und Decin anzusehen. Über beide Zoos ist schon einiges geschrieben worden, so dass ich mir eine Vorstellung hier spare, und nur auf die besonderen Eindrücke eingehe.
Heute beginne ich mal mit Usti.
In Usti habe ich einen klassischen Zoo vorgefunden, wie ich ihn mir vorstelle. Licht- und Schattenseiten, wie in jedem Zoo, trotzdem durchaus sehenswert und einige Highlights im Tierbestand.
Besonderes im älteren Teil des Zoos dominieren die Häuser, das Affenhaus, ein eigenwilliger Bau mit gutem Besatz, Weißschwanzguerezas, Brazza- und Weißkehlmeerkatzen, Hauben- und Silberlanguren, Mandrills und Indische Hutaffen, um nur einige zu nennen.
Das Exotarium ist eher ein buntes Sammelsurium aus Reptilien, Krallenaffen und Vögeln.
Das Raubtierhaus hingegen hat mich wirklich begeistert. Man erkennt den klassischen Betonbau von 1980 noch immer. Aber die Größe ist schon beeindruckend und nach dem Umbau ist es ein wirklich ansprechendes Haus, vor allem die Außenanlagen sind sehr gut gestaltet.
Hier leben 6 Malaienbären, die ich bisher in noch keinem anderen Zoo so aktiv gesehen habe.
Die Nebelparder sind mit 5 Tieren vertreten, drei fast ausgewachsene Jungtiere und das Elternpaar.
Bei den Amurleoparden lebten 2 ebenfalls ausgewachsene Jungtiere noch mit dem Muttertier zusammen, der Vater saß im Nebengehege.
Der Löwenkater, ein klassischer Angolaner mit Hallenser Wurzeln, ist ein stattliches Tier, die Malaysische Tigerin, ebenfalls aus der Saalestadt, lebt leider allein.
Die Schneeleoparden haben ebenfalls noch eine ausgewachsene Tochter dabei, welche an den Glasscheiben der Außenanlage mit den Besuchern auf „Fellfühlung“ geht. Unter den Glasscheiben sind kleine Spalten, die nicht vergittert sind, so dass man die Katze dort tatsächlich berühren kann, wenn sie am Fenster sitzt. Ein wenig bedenklich finde ich das schon, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eine kleine Kinderhand da weiter durch passt, als es sein sollte.
Dennoch hat mir das Haus wirklich sehr gefallen und die Außenanlagen sind auch für Fotografen absolut optimal.
Seraus gab es in einer sehr natürlichen Anlage am Hang, eine sehr schön begrünte Mähnenwolfanlage, die Tapire haben Wiese und Wasser und sind von oben und auf gleicher Ebene zu betrachten, die Hirscheberanlage stand leider leer. Anoas mit so starken und langen Hörnern habe ich noch nie gesehen. Hartmannzebras und Somali-Wildesel repräsentieren den Einhuferbereich. Das Elefantenhaus ist nicht der große Wurf, was mich persönlich weniger störte. Da fand ich eher das Breitmaulnashorn, welches ganz allein auf einer eher unansehnlichen Betonsohle stand, als einen ernüchternden Anblick, der auch durch einen einzelnen Marabu, der ebenfalls dort lebt, nicht verbessert wurde. Generell hat mir dieser Bereich nicht so sehr gefallen, Huftieranlagen mit gefühlt recht wenigen Tieren, welche dann auch noch teilweise hinter dicken Betonmauern gehalten werden, das finde ich, muss heute wirklich nicht mehr sein.
Trotzdem war der Besuch lohnenswert, allein schon wegen des Raubtierhauses. Auf jeden Fall aber muss man Essen mitnehmen, denn es gab im ganzen Zoo nicht eine einzige geöffnete Gastronomie, an der man etwas hätte essen können.

(Eintrag vom 01.10.2012 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Michael Mettler:   Ich weiß nicht, ob die Angaben aus dem Gutachten über Mindestanforderungen für die Haltung von Säugetieren von 1996 noch gelten, aber demnach hätte der Leipziger Zoo schon beim Bau der Tigerfarm rund 30 Jahre zuvor die Vorgaben übertroffen - nach besagtem Gutachten beginnt/begann "ordnungsgemäße" Haltung eines Tigerpaares mit Nachwuchs (innen und außen zusammengerechnet) bei sogar nur 65 m² (für ein Paar Leoparden/Schneeleoparden bei 45 m²)...
(Eintrag vom 18.09.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Jonas Homburg:   Ich würde auch keinen allzu direkten Zusammenhang zwischen der Haltung und den gestorbenen Jungtieren sehen, gegenteilige Beispiele gibt es ja genug. Und genauso würde ich auch sagen, dass die Haltungsbedingungen zwar echt Untergrenze sind, aber nur im Kontrast zu der neuen Tigeranlage so wirken. Wenn ich mich recht erinnere, waren für die Schneeleoparden drei Käfige verbunden, die Gesamtfläche ist dementsprechend gar nicht so klein, jedenfalls gefühlt nicht weit kleiner als die Arnheimer, Dortmunder oder Kölner Leopardenanlage.
(Eintrag vom 18.09.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Sacha:   @Peter Lohse: Wenn Du am 9. 9. in Leipzig warst und die Amur- und Schneeleoparden gesehen hast, dann hast Du auch die alte Tigeranlage gesehen...
(Eintrag vom 18.09.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Michael Mettler:   @Peter Lohse: FALLS die Jungtierverluste unmittelbar mit den Haltungsbedingungen zusammenhängen - ist das so? Dann sollte man allerdings weiter gehen und nicht nur die Zucht, sondern die Haltung insgesamt aussetzen. Aber: Spielt in Leipzig nicht eher die Optik der alten Tigerfarm und ihr Kontrast zu den Neuanlagen eine große Rolle bei der Bewertung? Unter nicht viel anderen Bedingungen haben jedenfalls anderorts Schneeleoparden erfolgreich gezüchtet (ich denke da gerade an die alte Krefelder Anlage). "Artgerecht" und "Zuchterfolg" sind ja nicht untrennbar gekoppelt - zum Leidwesen mancher Zoos, die irgendwelchen Tierarten tolle Anlagen bauen und trotzdem Züchterpech haben.
(Eintrag vom 18.09.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Jolantha Belik:   Von der Facebook Page, auch das dritte Schneeleoparden-Baby lebt nicht mehr :-(

"Trauer und Enttäuschung im Zoo Leipzig: Das Schneeleoparden-Jungtier Askar ist tot. Nachdem sich der Nachwuchs zunächst gut entwickelt hatte, verlor er in den letzten Tagen trotz medizinischer Behandlung kontinuierlich an Gewicht. Heute hatte sich sein Allgemeinzustand derart akut verschlechtert, dass die Entscheidung, ihm Leiden zu ersparen, unausweichlich war."
(Eintrag vom 17.09.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Joshua Förg:   Erfreuliche Nachricht: Bei den Kölner Schneeleoparden gab es Nachwuchs.
http://www.koeln.de/koeln/nachrichten/lokales/seltene_schneeleoparden__im_koelner_zoo__haben_nachwuchs_639002.html
(Eintrag vom 15.09.2012 zum Thema "Zoo Köln")
Ralf Seidel:   @Sacha, es waren am Sonntag, um es ganz genau zu beziffern, 40 Zoofreunde aus Hannover im Bergzoo unterwegs. Was mich jetzt eigentlich verwundert, du hättest mich eigentlich auch mitbekommen müssen - ich hatte die Gruppe durch den Zoo geführt...
Nun mag der eine oder andere auch lieber nicht in der Gruppe unterwegs sein, aber irgendwie...??
Warst du incognito oder warum habe ich dich nicht mitgekriegt ? Von 09:15 Uhr bis 13:00 Uhr war ich mit der Gruppe unterwegs, anschließend ging es zum Mittag auf die Bergterrassen...
Der Zoo in Halle steht nun aber keineswegs im Schatten des "übermächtigen" Leipziger Zoos, auch wenn alles ein bisschen kleiner ausfällt, die Zoos in sich sind völlig verschieden - und genau DAS stelle ich bei meinen Führungen heraus - und die Gäste bestätigen mir das immer wieder...
Was einige deiner Hinweise betrifft, da kann ich dem Michael nur zustimmen und weiterführend anregen, dich einmal mit der Geschichte des Zoos zu befassen - Vieles erklärt sich darin...
Einige deiner Kritiken kann ich nachvollziehen, statt Böhmzebras hätte ich hier beispielsweise lieber die wesentlich selteneren Bergzebras, Schneeleoparden und Pumas würde ich natürlich auch gern (wieder) hier sehen..
Das Aquarium wurde gegen Ende der Neunziger Jahre geschlossen, nachdem bereits in den Achtzigern das Terrarienabteil schließen musste - alles stark sanierungsbedürftig, wovon sich ja einige der hier teilnehmenden Zoofreunde vor einigen Jahren vor Ort überzeugen konnten.
Die Fische wurden entweder abgegeben oder erhielten neue, schönere Aquarien in den sanierten Tierhäusern (Schimpansenhaus oder auch als ""Freischwimmer" in den Becken des Krokodilhauses.
(Eintrag vom 13.09.2012 zum Thema "Zoo Halle")
Michael Mettler:   @Peter Lohse: Die Bärenhaltung unter den vorhandenen Bedingungen ist doch längst auf Auslauf gestellt. Angesichts der Abgabechancen bei Großbären (zumal bei "Rentern" wie der Braunbärin) hat es aber der Zoo wahrscheinlich gar nicht selbst in der Hand, einen Endzeitpunkt festzulegen, sondern der hängt eher vom Dahinscheiden der Bären ab (oder von einem unerwarteten Geldsegen für neue Bärenanlagen)... Und wer weiß, vielleicht haben sich bis dahin auch die Flächenvorstellungen für Schneeleopardenanlagen schon wieder geändert ;-)

Zebras gehören m.E. zum Standardbesatz eines Zoos, den der Normalbesucher erwartet. Ich könnte mir zwar auch einen anderen Platz für sie innerhalb des Zoos vorstellen (am alten Antilopenhaus, heute Ameisenbären/Zackelschafe/Lamas), aber andererseits stellen sie an der jetzigen Hangseite eigentlich die einzige Tierart mit ONB-Priorität dar und somit einen Anreiz, diesen Bereich beim Besuch nicht links liegen zu lassen. Das können Wildesel wahrscheinlich nicht bieten.
(Eintrag vom 12.09.2012 zum Thema "Zoo Halle")
Peter Lohse:   Sacha:
Ist ja Lustig ich war auch am Samstag in Halle.
Im Großen und Ganzen stimme ich deinen Ausführungen zu. Die Zebrahaltung ist meiner Meinung nach überflüssig, das Gehege könnte man besser z.B. mit einer Wildeselart besetzen. Kiangs würden denke ich Thematisch gut passen. Die Bärenhaltung sollte man in den vorhandenen Gehegen schnellst möglich beenden, denn die entsprechen in keinster Weise noch einer artgerechten Haltung. Die Idee dort Schneeleoparden zu halten wäre wohl möglich, aber dazu müsste man wohl die ganze Anlage abreissen und neu aufbauen, was wohl die finanziellen Mittel des Zoo zur Zeit überschreitet. Für Kragenbären würde ich eine komplett neue Anlage an einem anderen Standort bauen, wo weiß ich allerdings auch nicht. Dazu kenne ich die Gegebenheiten zu wenig.
(Eintrag vom 12.09.2012 zum Thema "Zoo Halle")
Sacha:   Ich war letztes Wochenende, genauer am Sonntag, das erste Mal im Zoo Halle. Und mit mir übrigens auch etwa zwei Dutzend Personen der Zoofreunde Hannover (sollte ich jemanden nicht gegrüsst haben, der mich hier vom Forum kennt, dann bitte ich um Entschuldigung).

Nun zu meinem Eindruck der Institution:

Grundsätzlich finde ich es bewundernswert, wie der Zoo Halle sich mit vermutlich wenig finanziellen Mitteln und im Schatten des übermächtigen Leipziger Zoos präsentiert. Ich bitte bei meiner Bewertung zu berücksichtigen, dass ich die Bauten aus vorangegangener Zeit nicht kenne. Im allgemeinen scheint es mir, als habe man bei einem Minimum an Platz und Geld das Optimum herausgeholt.
Dies trifft m.E. vor allem auf das Raubkatzenhaus zu. Malay. Tiger und Jaguare haben gut strukturierte Aussengehege. Statt Platzfressender Wassergräben arbeitet man hier mit Glasabschrankungen. Sehr gut. Die Innenanlagen sind jedoch bestenfalls ausreichend in der Grösse und dürften bei den Tigern auch etwas besser "möbliert" sein. Die Anlage der Löwen ist für mehr als ein Paar zu klein. Zudem müssten sie m.E. nicht zwingend in einem für Besucher BEGEHBAREN Haus leben.
Aehnliches gilt für die Elefantenanlage. Anhand der Möglichkeiten hat man hier das Beste rausgeholt. Bravo.
Geschickte Raumnutzung auch bei der Voliere für australische Sittiche, wohingegen man bei den Totenkopfäffchen Platz verschwendet hat.
Das Krokodilhaus ist genial, mit Beobachtungsmöglichkeiten von oben und unten (durch Glasscheiben) für alle drei Arten. Pers. Highlight: Südafrikanische Nilkrokodile. Schade sind die Buntbarsch-Arten nicht ausgeschildert (zumindest habe ich kein entsprechendes Schild gesehen).
Geografisch unpassend, aber effizient in der Raumnutzung ist die Gemeinschaftshaltung von Zwergflusspferden und Blasskopfsakis, wobei ich anhand der Bilder, die ich gesehen habe, sagen muss, dass die alte Zwergflusspferdanlage nicht schlechter war.

Weitere POSITIVE Aspekte:
Sehr freundliches, auskunftsfreudiges und hilfsbereites Personal, bei dem man das Gefühl hat, mit Engagement bei der Sache zu sein.
Faultierhaltung mit Aussengehege.
Schön gestaltete Landschaftsaquarien und -terrarien im Raubkatzen- und Schimpansenhaus.
Konzentration auf Bergtiere (wobei: Wo sind die Schneeleoparden?)
Grosse Voliere für Wasservögel mit einem einzelnen, blinden Humboldtpinguin ("Hedwig"?), der gemäss Schild von seinen Artgenossen gemoppt wurde (gute Lösung gefunden).

Weitere NEGATIVE Aspekte:
Kleiner, völlig überfüllter Ententeich (mehr Pfütze), bei dessen Artenzusammenstellungen sich Hybriden geradezu aufdrängen.
Ungenügendes Gastronomie-Angebot.
Zebrahaltung an falscher Stelle.
Geografisch bunt gemixte Volieren.
Jeweils einzelner Gelbbrust- und Grünflügelara mit geschnittenen Flügeln, die Anzeichen von Federrupfen zeigen.
Zoologische Schwerpunkte für ONB alle in der gleichen Ecke/im gleichen "Viertel" des Zoos (Bären/Elefanten über Robben/Pinguine bis Schimpansen/Zwergflusspferd)
Zu wenig Toiletten.

Alles in allem ein Zoo, der wirklich Anerkennung verdient, bei dem man sich aber noch mehr Abstimmung mit Magdeburg und Leipzig wünscht, was den Tierbestand angeht (also z.B. Ausbau der Kragenbärhaltung und neu Schneeleoparden, dafür Magdeburg mit Braunbären im Tausch gegen die Schneeleos. Das wie geschrieben nur EIN Beispiel bzw. EIN Vorschlag).
(Eintrag vom 11.09.2012 zum Thema "Zoo Halle")
Michael Gradowski:   @ M. Schramm: Zu deinen Fragen:
1. Die Anlage wurde schon immer von Zwergziegen bewohnt.
2. Die Waldhunde leben neben den Mähnenwölfen, gegenüber der Schneeleoparden am Brehmhaus.
3. Auf der Tempelanlage lebten früher die Japanmakaken. Nach dem Bau ihrer neuen Anlage an der Fasanerie zogen die Berberaffen auf die Tempelanlage, passen auch besser zu den Nordafr. Antilopen und Waldrappen.
(Eintrag vom 10.09.2012 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Peter Lohse:   So nun war ich endlich am Wochenende in im Leipziger Zoo, hier meine Eindrücke:
Als erstes war ich morgens im Gondwanaland, war zum Glück noch nicht so Voll.
Der Bau ist schon Gigantisch und hat auch sehr schöne Gehege, z.B. Tapire, Komodowarane, Meerkatzen Kirkdikdik, und die Anlage für die Riesenotter ( Wesentlich besser als unsere Anlage bei Hagenbeck) Von den Katzen wie Ozelot, Fischkatze oder den Löffelhunden war leider nichts zu sehen. Auch bin ich der Meinung man könnte ruhig mehr Vögel im Freiflug halten. Alles in Allem ist Gondwanaland schon OK aber meiner Meinung nach noch hinter Arnheim anzusiedeln. Auch halte ich das begehen der Insel für die Totenkopfäffchen für Überflüssig , Dort waren ständig 2 Pflegerinnen damit beschäftigt die Affen mit Wasser zu bespritzen um Sie von den Besuchern Fern zu halten, was einen nicht gerade positiven Eindruck hinterlassen hat.
Ansonsten hat mich besonders das Pongoland beeindruckt, große sehr Gut strukturierte und große Freianlagen, wo die Tiere Ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Das Beste was ich bisher an Menschenaffenhaltung gesehen habe.
Großartig auch die Afrikasavanne und die Gehege für Hyänen und Löwen.
Die Anlagen für die Tiger und die Lippenbären gefielen mir auch sehr gut.
Sehr schön auch der Okapiwald, dicht bewachsen und die Tiere fühlten sich sichtlich wohl, genau so sollte man diese wunderschönen Tiere halten.
Nun zu den Dingen die mir Negativ aufgefallen sind.
Das Gehege der Dallschafe fand ich etwas klein.
Die Haltung der Amur und Schneeleoparden sind meiner Meinung nach einfach Beschämend,
Gehege von ca. 30m² wo die Tiere kaum ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können entspricht nicht meiner Auffassung von artgerechter Haltung. Auch die Haltung der Eulenkopfmeerkatzen im finsteren alten Affenhaus genügt in keiner Weise den Ansprüchen artgerechter Tierhaltung. Die Verantwortlichen des Zoos sollten sich mal überlegen ob Sie, bevor Sie so große Prestigebauten wie Gondwanaland aufbauen, nicht erstmal Artgerechte Gehege für die Tiere bauen wo es dringend nötig ist.
Positiv wäre noch zu bewerten, das man wohl endlich den Umbau der alten Bärenburg in Angriff nimmt.
Bevor man sich aber nun zu neuen Großtaten hinreißen lässt sollte man erstmal die von mir beschriebenen Mängel beseitigen.
Alles in allem ist der Leipziger Zoo aber immer eine Reisen wert.


(Eintrag vom 10.09.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
BjörnN:   Über der Parthe gibt es praktisch keine Alternativen zum Kunstfels. Allein schon das Tragwerk wäre bei Natursteinhängen für Schneeleoparden und Kleine Pandas kaum bezahlbar.

Insgesamt wünsche ich mir allerdings mehr Naturstein im Zoo.
(Eintrag vom 31.08.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Silke Kollrich:   Traurige Nachricht bei den Schneeleoparden. Die beiden weiblichen Jungtiere sind verstorben. Das eine Kätzchen an einer Jungtierinfektion, das andere musste eingeschläfert werden, da es an einer Augenkrankheit litt.
Nun kann man nur hoffen, dass sich der kleine Kater weiterhin prächtig entwickelt.
Eine gute Nachricht gibt es aber auch noch: auf die Afrika-Savanne werden Mrs Gray Wasserböcke einziehen. Laut ZTL sind 0,3 im Leipziger Zoo eingetroffen.
(Eintrag vom 30.08.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
C. Lissner:   Ich denke dass eine Betäubung zumindest hätte versucht werden sollen. Wäre es nicht möglich gewesen, dass eine Tierärztin mit dem Blasrohr versucht zu schiessen; zur Sicherheit jedoch jemand mit einem scharfen Gewehr dabeisteht, um erst, falls die Situation ausser Kontrolle geraten zu droht, zu schiessen? Ein Tier standardmässig nach einem Angriff (während ist natürlich was anderes) zu töten halte ich für absolut verwerflich (in unserem Land macht man das ja auch nicht mit unserer Art). Das Tier hätte zumindest eine Chance bekommen dürfen.
Übrigens: Es gibt leider immer noch Tierpfleger "der alten Schule" die die Versicherungsvorschriften einfach nicht einhalten: Vor einigen Jahren machte ich eine Führung mit einem Pfleger in der alten Bärenanlage in Leipzig und erlebte mit Überraschung, wie der Tierpfleger Türen zu der Bärenanlage bei Anwesenheit von Bären öffnete, die Tiere mit dem Besen auf Distanz hielt und Luzernheu ausschüttete. Ich perplex dahinter. Ein anderer Pfleger in einem deutschen Tierpark, den ich begleitete, betrat mit mir ein Schneeleopardengehege und wies mich- erst auf der Anlage- darauf hin dass eine der Katzen über nacht nicht eingesperrt worden ist; das Tier lag einige Meter hinter uns und beobachtete uns.. Zoos sollten Kontrollinstrumente einsetzen um die Tierpfleger zum strikten Einhalten der Vorschriften zu bewegen und notfalls auch Sanktionen erteilen, zur Sicherheit von Tier und Mensch.
(Eintrag vom 25.08.2012 zum Thema "Zoo Köln")
Stefanie Fischer:   In "Zootierhaltung, Säugetiere" steht der Schneeleopard in einer eigenen Gattung. Auf dieses Buch bezieht sich auch die Tierpflegerausbildung in Bayern. Es wird also noch ne Weile dauern bis sich etwas anderes durchsetzen kann.
(Eintrag vom 15.08.2012 zum Thema "Schneeleoparden")
Michael Mettler:   In der 6. Auflage von "Walker's Mammals of the World" (1999 - weiß nicht, ob es danach noch weitere Ausgaben gab) ist der Schneeleopard ebenso als Panthera uncia gelistet wie im "Handbook of the Mammals of the World" von 2009 (also auch noch vor der genannten Genanalyse von 2011). Im HMW findet sich der Hinweis darauf, dass er zwar häufig in die eigene Gattung Uncia gestellt werde, rezente genetische Untersuchungen aber den Schluss nahelegten, dass er der vermutlich älteste Seitenast der Panthera-Linie sei.
(Eintrag vom 14.08.2012 zum Thema "Schneeleoparden")
Peter Lohse:   Ich war am Samstag nun endlich mal wieder im Zoo Schwerin. Zuletzt war ich 1990 dort.
Mein Fazit ist das dort wirklich fiel Positiv verändert wurde.
Abschaffung von Eisbären und Schneeleoparden zum Beispiel, ein Sehr schönes großes Freigehege für Tiger, für die Löwen (habe allerdings nur einen glaube ich sehr alten Kater gesehen) ein nicht seht großes aber gut strukturiertes Freigehege, auch die Braunbären haben eine sehr schöne Anlage bekommen.
Auch die Anlage für die Kapuzineraffen und die neue Nashornanlage haben mir sehr gut gefallen. Das Südamerikahaus mit Gelbbrustaras, Sonnensittichen, und Agutis mit anschließendem großen Außengehege und vor allem den großen Ameisenbären mit großem Außengehege ist sehr gut gelungen.
Eines der wohl schönsten und größten Gehege hatten die Afrikanischen Wildhunde und auch die Rothunde.
Ansonsten hat der Tierpark seine natürliche Schönheit mit der mittigen Seen und Sumpflandschaft mit diversen Wasservögeln behalten. Auch lustig fand ich die frei im Park laufenden Präriehunde.
Von den ursprünglich vorhandenen Wildschafen waren nur noch die Mähnenschafe vorhanden, die eine sehr große Anlage bewohnten.
Die neue Anlage für Fischotter ist auch Positiv zu erwähnen, obwohl ich der Meinung bin das Wasserbecken sollte Tiefer sein.
Alles in Allem muss ich sagen das die negativen Dinge von vor 22 Jahren (Raubkatzen in viel zu kleinen Käfigen, und die Eisbären und Braunbären in kleinen flachen betonierten Gehegen) nicht mehr vorhanden waren.
Fazit nach der Abgabe diverser Tierarten (z.B. Wisente, Steinböcke, Eisbären Schneeleoparden und Nyallas, um nur Einige zu nennen und der Umgestaltung und der Vergrößerung der Anlagen, für die anderen Tiere ist mit viel Liebe und Arrangement ein sehenswerter Tierpark entstanden.

(Eintrag vom 13.08.2012 zum Thema "Entdeckungsreise Ostzoos")
Liz Thieme:   Schneeleoparden
Die wohl einzige Großkatze die noch keinen Thread hat.

Ich bin gerade über die "neue" Systematik gestolpert, in der aufgrund einer Genanalyse (2011) der Schneeleopard in die Gattung Panthera eingegliedert wurde. Ist euch diese Systematik schon mal in einem irgendwo auf einer seriösen Seite begegnet oder in einem Buch?
(Eintrag vom 12.08.2012 zum Thema "Schneeleoparden")
Oliver Müller:   Bei meinem diesjährigen Portugal-Urlaub wollte ich mir die beiden zoologischen Highlights des Landes, Zoo und Ozeanarium in Lissabon nicht entgehen lassen. Hier einige kurze Eindrücke:

Zunächst der Besuch im Ozeanarium: Lange Besucherschlangen an den Kassen – eine halbe Stunde Wartezeit sollte man einplanen. Schon der erste Einblick in das zentrale, riesige Aquarium entschädigt allerdings voll und ganz dafür. Das Bild, dass sich einem bietet ist einfach atemberaubend: zahlreiche Haie verschiedener Arten, Rochen (u.a. ein riesiger Manta), zwei Mondfische (davon misst einer ca. 1,5 Meter) sowie Schwärme von Thunfischen und Sardinen schwimmen durch dieses unvorstellbar große Becken, in das man auf beiden Stockwerken immer wieder von verschiedenen Seiten hineinschauen kann. Überall gibt es zu diesem Zweck Sitzgruppen, so dass man regelrecht in dem Becken „versinken“ kann. Das ist besser als jedes Kino. Weitere Highlights neben vielen anderen Aquarien und einigen Terrarien mit Amphibien: eine Kolonie von Papageientauchern, drei Seeotter (für mich die niedlichsten Tiere, die es überhaupt gibt – ich könnte da stundenlang zuschauen) sowie Pinguine auf einem künstlichen Gletscher. Alles in allem absolut empfehlenswert und mit spektakulären Beobachtungsmöglichkeiten – man sollte sich Zeit lassen. Übrigens gibt es für 6 € einen informativen Führer entweder auf Portugiesisch oder auf Englisch sowie Audioführungen auf deutsch für 2,50 €.

Der Zoo ist im Großen und Ganzen ebenfalls sehr schön, auch wenn einige Tieranlagen durchaus noch Verbesserungspotenzial bieten. In eine wunderschönen grünen, subtropischen Parkanlage findet sich eine umfangreiche Sammlung v.a. von klassischen Zootieren und Tieren, die der Zoobesucher gern sehen möchte. So gibt es u.a. Gorillas, Schimpansen und „Orango-Tangos“, asiat. Elefanten, Flusspferde und Zwergflusspferde, Panzer- und Breitmaulnashörner, div. Antilopen, Giraffen, Okapis, Kaffern- und Rotbüffel, Löwen, Sumatra-, Weiße und Sibrische Tiger, Schneeleoparden, Pumas, Jaguare, Persische und Zoo-Leoparden, Luchse, außerdem Koalas, zahlreiche Lemuren, Krallenaffen sowie Gibbons, Makaken und Meerkatzen. Sehr umfangreich ist auch der Bestand an Vögeln und es gibt ein Reptilienhaus mit einem repräsentativen Querschnitt inkl. Komodowaranen. Außerdem eine wie ich finde sehr gut gemachte, wenn auch ziemlich laute Delfinshow. Der Lärm schien die Tiere übrigens wenig zu stören, sie begannen schon eine Viertelstunde vor der Show mit ihren Kunststücken – entweder waren sie so aufgeregt oder wollten vielleicht noch mal üben ;-)))
Man sieht, dass hier in den letzten Jahren viel getan wurde, um schöne, gut strukturierte und großzügige neue Anlagen zu schaffen, die größtenteils keinen Vergleich mit mitteleuropäischen Zoos scheuen müssen. Teilweise wurden völlig neue Anlagen gebaut (Tiger, Menschenaffen, kleinere Großkatzen), teilweise alte clever erweitert und modernisiert (Meerkatzen und Makaken). Oft handelt es sich um luftige Netz-Zelte ähnlich der Krefelder Jaguar-Anlage. Es wird auch noch weiter gebaut. Ich finde, dem Zoo sind zwei Kompromisse recht gut gelungen: fast alle Tieranlagen sind so gestaltet, dass die Tiere genügend Rückzugsmöglichkeiten haben und man sie trotzdem noch gut sehen kann. Und er zeigt, dass eine „Artensammlung“ nicht zwangsläufig zulasten der einzelnen Tierarten bzw. ihrer Gehege gehen muss. Ein Beispiel sind die weißen Tiger, die hier eben nicht „Planstellen“ für bedrohte Großkatzen weg nehmen, da es noch mehr andere Großkatzen gibt als in den meisten anderen Zoos (damit möchte ich nichts über die Inzuchtproblemtik bei diesen Tieren sagen). Unterdurchschnittlich fand ich lediglich die Anlagen für Flusspferde (zu wenig Wasser) und Zwergflusspferde (zu wenig Land), Elefanten (zu wenig Struktur), Bären (mit 6 Tieren völlig überbesetzt) sowie Robben (Seehunde und Seelöwen in einem Gehege) und Komodowarane (zu klein). Ein geschmacklicher Schandfleck ist das hier bereits beschriebene Affendorf für Javamakaken – es sollte schleunigst ersetzt werden. Der blanke Horror war ein noch teilweise besetztes Affenhaus alter Bauart (kleine, dunkle, reizarme Käfige aneinander gereiht wie früher in Erfurt) hinter einem Bauzaun – immerhin mit einem Schild, dass hier modernisiert werden soll. Bleibt zu hoffen, dass dies sehr bald geschieht.
Sehr positiv fand ich, dass der „Vergnügungsparkbereich“ mit Restaurants, Kinderspielplätzen und Fahrgeschäften sowie Souvenirshops komplett außerhalb des Zoos liegt – man kann mit einem unsichtbaren Stempel zwischen den Bereichen wechseln. So haben die Tiere und auch die Besucher ihre Ruhe.
Unbedingt empfehlenswert ist eine Fahrt mit der Seilbahn über den Zoo. Sie ist kostenlos, man kann sie theoretisch beliebig oft wiederholen und man sieht nicht nur fast die gesamte Anlage von oben, sondern auch die für Besucher nicht zugänglichen abgesperrten Bereiche. Es gibt einen hochwertigen Zooführer in Portugiesisch und Englisch (leider in einem Band vereint) für 20 €.

Tipp: Für reisewütige Zoofreunde lohnt es sich sicherlich, ein Wochenende nach Lissabon zu fliegen: Freitags abends ankommen, Samstags in den Zoo gehen (6 bis 8 Sunden sollte man einplanen), sonntags vormittags dann ins Ozeanarium (wenigstens 3 bis 4 Stunden) und nachmittags dann zurück. Natürlich gibt es auch noch mehr zu sehen in Lissabon, wenn man Zeit hat ... ☺

Sehr empfehlen kann ich für einen solchen Aufenthalt die Hotels „Real Parque“ (4 portug. Sterne) oder „Real Palacio“(5 portug. Sterne). Beide sind sehr angenehm und liegen in unmittelbarer Nähe der Metrostation „Sao Sebastiao“, von der man ohne umsteigen direkt zum Zoo (blaue Linie, Haltestelle „Jardim Zoologico“), zum Ozeanarium (rote Linie, Haltestelle „Oriente“) und auch wieder zurück um Flughafen (rote Linie, Haltestelle „Aeroporto“) kommt.

(Eintrag vom 04.08.2012 zum Thema "Lissabon - Jardim Zoológico und Oceanário")
Zoo Leipzig:   Schneeleoparden entwickeln sich gut
Namensvorschläge können eingereicht werden

Termin beim Tierarzt absolviert: Die drei im Zoo Leipzig geborenen Schneeleoparden entwickeln sich gut. Schneeleopardin Laura hatte am 29. Juni Nachwuchs zur Welt gebracht und kümmert sich vorbildlich um das männliche und die beiden weiblichen Jungtiere. Die Tiere haben in den ersten drei Wochen ihr Gewicht etwa verdoppelt und wiegen nun jeweils rund 1,1 kg. „Die Tiere machen einen gesunden Eindruck und die Gewichtszunahme spricht für eine gute Entwicklung. Dennoch sind die Jungtiere mit drei Wochen noch nicht aus der kritischen Phase heraus“, schätzt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard.
Zoodirektor Dr. Jörg Junhold sieht die Entwicklung bezüglich einer stabilen Zoo-Population der Schneeleoparden in Europa positiv: „Mit dem neuerlichen Wurf und der bislang guten Aufzucht der drei Jungtiere leisten wir als Zoo Leipzig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Schneeleoparden. Auch national und international läuft die Zucht wieder besser als noch vor einigen Jahren.“ Laut des Zoo-Informationssystems ZIMS kamen in den vergangenen zwölf Monaten europaweit elf Schneeleoparden zur Welt. Im zentralasiatischen Hoch- und Bergland, wo Schneeleoparden ursprünglich beheimatet sind, leben jedoch nur noch schätzungsweise 4.000 bis 6.000 Exemplare – mit abnehmender Tendenz.
Bis sich die Jungtiere im Gehege zeigen, wird noch etwas dauern. Allerdings können Besucher und Zoofreunde die verbleibende Zeit mit der Namenssuche füllen. Die kleinen Schneeleoparden sollen im August getauft werden. Bis zum 03. August können Vorschläge per E-Mail an taufe@zoo-leipzig.de oder per Postkarte an Zoo Leipzig, Pfaffendorfer Str. 29, 04105 Leipzig gesendet werden. Im Anschluss wird in einer Online-Abstimmung über die Siegernamen entschieden.

Foto: Zoo Leipzig
Tierpfleger Jörg Gräser, Zoodirektor Dr. Jörg Junhold und Kurator Ruben Holland präsentieren die Tiere.
(Eintrag vom 23.07.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Liz Thieme:   Bei den Luchsen konnte ich zwei Tiere im Gehege sehen, allerdings nicht das Jungtier. Bei den Schakalen sieht das eine Tier (kürzerer Schwanz) fitter aus als das andere. Das zweite zeigt beim Laufen einen Buckel und eine Hinterbeinfehlstellung.
Rentiere, Kattas, Präriehunde, Ameisenbären, Krallenaffen und Papageien waren auch zu sehen, nur die Tamanduas nicht.
In Amazonien waren auch alle noch anwesend, selbst die mir steinalt erscheinende eine Tapirdame.
Fuchsmangusten und Stachelschweine auch vorhanden.
Und für mich das erste Highlight: die Dunkelkusimansen mit Nachwuchs!!! (1 Adulter und 1 Junges fehlen auf dem Familienbild) Für weiteren Nachwuchs wurde sich fleißig verausgabt.
Hyänen, Schneeleoparden, Tiger, Tragopan, Schildkröten, Schopfhirsche auch da.
Highlight Nr2 - meine Erstsichtung endlich: Tigeriltis - vorher hatten sie sich immer versteckt.
Schön ist auch die neue Anlage der Lachshühner am alten Eingang geworden, die "außerhalb" des Zoos in den Vogelsang hineingebaut wurde.
Nicht aufgezählte Großtiere wurden gesehen...

Und mein Fazit: Magdeburg ist immer ein Besuch wert. Schöne Anlage und trotzdem ruhig obwohl durch das Wetter viele Menschen unterwegs waren. So konnte man immer mal auch kleine Bereiche für sich nutzen und genießen. Ich freu mich auf die weiteren Zoopläne :)
(Eintrag vom 22.07.2012 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Gudrun Bardowicks:   Schade, dass der Schneeleopardennachwuchs jetzt ohne Mutter aufwachsen muß. Hoffentlich gelingt die Aufzucht.
(Eintrag vom 19.07.2012 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Zoo Wuppertal:   Freud und Leid bei den Schneeleoparden:
3-facher Nachwuchs und trauriger Verlust der Mutter

Groß war die Freude, als am 4. Mai nach langer Wartezeit wieder drei Schneeleoparden im Zoo Wuppertal geboren wurden. Mutter „Gulcha“, für die es der erste Wurf war, kümmerte sich vorbildlich um Ihren Nachwuchs.
Leider verstarb die Mutter jedoch völlig unerwartet und plötzlich sechs Wochen nach der Geburt der Jungtiere an einem Herz-Kreislaufversagen, gerade als die Kleinen anfingen, Fleisch zu fressen und die Außenanlage zu erkunden. Daraufhin mussten unsere erfahrenen Tierpfleger als Mutterersatz herhalten und ziehen die drei weiblichen Tiere seitdem mit der Hand auf. Dieses gelingt aber prächtig und „Azizi“, „Aditi“ und „Aruna“ – so haben die Tierpfleger ihre Schützlinge genannt – werden immer größer und verspielter. Zootierarzt Dr. Arne Lawrenz hat sie bereits einem Gesund-heitscheck unterzogen und die erste Impfung verabreicht.
Die Zucht von Schneeleoparden in Zoologischen Gärten ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, besonders weil diese Tiere in ihren Ursprungsländern, z. B. Pakistan oder der Mongolei, durch Bejagung und Lebensraumzerstörung stark bedroht sind.

Foto: Zoo Wuppertal/Barbara Scheer
(Eintrag vom 19.07.2012 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Joshua Förg:   @ Holger Wientjes: Dass ich aktuelle Informationen hier veröffentliche, ist doch u.A. der Sinn dieses Forums :) Hier noch ein Bild der beiden Schneeleoparden-Jungtiere: http://presse.karlsruhe.de/db/meldungen/veranstaltung/seltene_grosskatzen_zwei.html
(Eintrag vom 13.07.2012 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Joshua Förg:   Und noch eine tolle Neuigkeit: Die Katze der Schneeleoparden zieht erstmals zwei gesunde Jungtiere groß. Nun bleibt zu hoffen, dass alles gut geht.
(Eintrag vom 12.07.2012 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: Ich kenne Vergesellschaftungen von Mandschurenkranichen mit Schwimmvögeln auf offenen Wiesenanlagen anderer Zoos. Wenn das schon mit flugunfähig gehaltenen Gehegepartnern möglich ist, sollte es doch mit flugfähigen, die im Ernstfall noch besser ausweichen können, erst recht machbar sein? Ich denke bei meinem "Oberbesatz" an Arten wie z.B. Schweifkittas. Als Bodenbewohner kämen, da die Teichfläche für Schwimmvögel zu klein sein dürfte, neben den Moschustieren vielleicht noch Fasane in Betracht.

Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass die Darstellung der Flamingolagune im Masterplan gar nicht nach Voliere aussieht, sondern nach traditioneller offener Anlage. Übernetzte Flächen sind jedenfalls anders dargestellt(siehe Küstenvoliere, Loris, Schneeleoparden).
(Eintrag vom 09.07.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Silke Kollrich:   Wie @Liz schreibt, würde ich mir dann auch Infos zum Werdegang des Tieres wünschen. Z.B. wurde einmal in der Presse kurz erwähnt, wohin die 3 Leipziger Schneeleopardinnen aus dem 2010er Wurf gekommen sind. Wenn man sich das dann nicht notiert, ist es schwierig, dies im Nachhinein herauszufinden. Da wäre dann so eine Info zum Werdegang sehr gut, obwohl das dann nicht mehr direkt zur Zoogeburt zählt.
(Eintrag vom 08.07.2012 zum Thema "Liste der Zoogeburten im TIERGARTEN Magazin")
Liz Thieme:   Das Australien wegfällt wundert mich nicht aufgrund der Themenwelten: Afrika, Asien und Südamerika

Habe mal nach meiner Malerei von vor paar Wochen es nun genauer gemacht (wer weiß, wie lange die Stadt die Sachen frei stellt)
1 Wildhunde
2 Kletterpark
3 Anoa
4 Babyrussa
5 Eule
6 Amurleopard
7 Hyäne2
8 Haustiere
9 Rothunde/Bartaffe
10 Leierhirsch/Moschustier/Krauskopfpelikan
11 Buntmarder
12 Langur/Serau/Muntjak
13 Webervögel
14 Nashorn1
15 Nashorn2
16 Nashorn3
17 Klippschliefer
18 Schneeleopard
19 Kleiner Panda
20 Edelpapageien
21 Mandschurenkranich
22 Gebirgslori
23 Lama
24 Spielen
25 Wüstenhaus
26 Gastronomie
27 Springbrunnen
28 Krallenaffen
29 Flamingolagune
30 Ausgang
31 Mähnenrobben
32 Humboldt-Pinguin/Kormoran/Tölpel/Meerespelikan/Möwen/Spitzschwanzente/Austernfischer/Inkaseeschwalbe
33 Dampfschiffente
34 Guanako/Darwin-Nandu
35 Tamandua/Gürteltier
36 Mähnenwolf
37 Nasenbären
38 Darwin-Nandu/Großer Ameisenbär/Capybara/Tschaja
39 Optionsgelände

Ich hoffe sehr beim Optionsgelände auf die Jaguare.

Alte Substanz scheint nur bei Nr 18/19 zu bleiben, sowie bei 35. Hätte gedacht, dass mehr eingearbeitet wird.
Beim Kleinen Hirschhaus ist kein Gehege mehr eingezeichnet. Es wurde ja auch direkt ans Wasser gelegt bzw. das Wasser um es herum.

Streicheltiere gibt es dann bei Nr 8 und halt weiterhin hinten bei dem Dorf beim Pongoland.

Oli, nachdem es nun ein frisches Sumatranashorn auf der Erde gibt... ;-)
Naja ich glaub weiterhin erstmal nicht daran.
Es ist die Stelle, wo die Tapire in Gondwana sind, aber dass die Anlage schon genutzt bzw. da ist, wäre mir neu.

Außerdem kann man das PDF verändern... also wir können es ja umbauen und als Vorschlag noch mal einsenden ;-)
(Eintrag vom 07.07.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Michael Mettler:   Apropos: War nicht vorher von einer "begehbaren" Schneeleopardenanlage die Rede? Der Entwurf im Masterplan zeigt kein in diese Richtung deutendes Detail.
(Eintrag vom 07.07.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Zoo Leipzig:   Seltener Nachwuchs geboren
Drei Schneeleoparden in der Mutterstube

Dreifaches Glück im Zoo Leipzig: Schneeleopardin Laura (geb. 30. April 2001) hat, wie bereits vor zwei Jahren, drei Jungtiere zur Welt gebracht. Die ersten Tage hat der Nachwuchs ohne Probleme überstanden und wird in der Mutterstube gut versorgt. Die erfahrene Mutter kümmert sich bislang vorbildlich um das männliche sowie die beiden weiblichen Nachkommen. Vater Onegin (geb. 20. April 2003) wird separat gehalten.
Der Nachwuchs bei den Leipziger Schneeleoparden (Uncia uncia) ist innerhalb von zwölf Monaten der elfte Wurf weltweit, der im Zoo-Informationssystem ZIMS erfasst wurde. Demnach kamen in Europa im selben Zeitraum elf Schneeleoparden zur Welt. Diese Zuchterfolge sind vor dem Hintergrund des starken Bedrohungsstatus‘ für den Erhalt der Tierart immens wichtig. Im zentralasiatischen Hoch- und Bergland, wo Schneeleoparden ursprünglich beheimatet sind, leben schätzungsweise noch 4000 bis 6000 Exemplare – mit abnehmender Tendenz.
„Der neuerliche Nachwuchs bestätigt uns in unserem Engagement für den Artenschutz, den wir als Zoo als eine unserer Hauptaufgaben definiert haben. Allerdings müssen wir in den kommenden Wochen abwarten, ob sich alle drei Jungtiere weiterhin gut entwickeln. Derzeit sieht es sehr gut aus“, kommentiert Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die Geburt. Bis auf Weiteres halten sich die Jungtiere ausschließlich in der Mutterstube auf und sind für Besucher noch nicht zu sehen.

Foto: Zoo Leipzig
(Eintrag vom 05.07.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Silke Kollrich:   3 Schneeleoparden (1,2) wurden vor ein paar Tagen geboren. Ich wünsche für die Aufzucht alles Gute.
http://www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2012/07/05/seltener-nachwuchs-geboren-drei-schneeleoparden-in-der-mutterstube/
(Eintrag vom 05.07.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Oliver Müller:   Mailantwort vom Zoodirektor: Es gab tatsächlich eine Pause bei den Arbeiten, aber soll jetzt weiter gehen. Nächstes Jahr sollen dann die Bärenanlage und die Anlage für Schneeleoparden eröffnet werden, als nächstes folgt dann die Tigeranlage.
(Eintrag vom 02.07.2012 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Silke Kollrich:   @BjörnN: Am 19.06.2012 schrieben Sie, dass in den nächsten Tagen Schneeleoparden-Nachwuchs erwartet wird. Gibt es da schon Neuigkeiten, die verkündet werden dürfen? Und wie sieht es bei den Kleinen Pandas aus?
(Eintrag vom 01.07.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Peter Lohse:   @Michael Mettler
Naja wenn das Geld knapp ist wirds natürlich Schwierig. Wobei die Elefantenhaltung ja sehr Kostspielig ist und ich mich frage ob das wirklich seinen muß. Mann müßte wie schon gesagt ein völlig neues Konzept auch Werbemässig erstellen, um sich von andren Zoos der Umgebung ins besondere Leipzig abzugrenzen. Ich könnte mir auch eine Koperation mit Leipzig vorstellen, die dann z.B. Ihre Dallschafe und die Schneeleoparden in den Bergzoo geben, ich denke Leipzig hat genug Atraktionen und geht wohl auch einen anderen Weg.Auch sind bei sollchen Tieren die Kosten für Energie bei weitem nicht so Hoch, also ich sehe da durchaus Möglichkeiten. Ich weiss allerdings nicht in wie weit das Realisierbar ist, da ich die örtlichen Begebenheiten in Politik und Wirtschaft in der Region nicht kenne.Aber mit ein wenig guten Willen allerseits und einem Innovativen Konzept würde sich sicher einiges bewegen lassen, man muß es nur anpacken.
(Eintrag vom 26.06.2012 zum Thema "Zoo Halle")
Silke Kollrich:   Sonntag, 09.00 Uhr - die beste Zeit, in den Zoo zu gehen. Wunderbares Wetter und noch kaum Besucher. Natürlich wollte ich gleich sehen, wie die Pinguine sich im Gründergarten eingelebt haben. Von der Baikalrobbe war nichts zu sehen, allerdings muss ich sagen, diese habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Ca. 8 Pinguine standen rechts im vorderen Teil wie angewurzelt und ich hatte das Gefühl, dass das noch nicht ihr Zuhause ist. Die Felsen und Höhlen der alten Anlage hatten da einen ganz anderen Charme und waren für die Tiere besser geeignet. Da muss ich mich jetzt erst dran gewöhnen, dass es diese Anlage, die ich schon seit meiner Kindheit kenne, so nicht mehr gibt.
Bei den Spitzmaulnashörnern konnte ich heute das erste Mal beobachten, wie sich Nandi und Ndugu bekämpft haben. Voraussetzungen für Nachwuchs gab es dann aber nicht, Nandi hatte genug gekämpft und sich verzogen.
Allein war ich im Vogelhaus und auch im Giraffenhaus. Wunderbar, wie man da die Tiere beobachten kann.
Auf der Savanne: Zebras, Säbelantilopen, Strauße und Max allein. Leider konnte ich die Thomsongazellen mit Nachwuchs nicht sehen.
Kann mir jemand sagen, zu welchen Zeiten man die Mähnenwölfe sehen kann? Seitdem die Jungtiere geboren sind, war ich bestimmt 4 x zu verschiedenen Zeiten im Zoo. Aber nie sind die Mähnenwölfe zu sehen.
10.30 Uhr musste ich den Zoo leider schon verlassen, jetzt standen die Massen an den Kassen. Mein letzter Gang noch ins Safaribüro, um nach den Schneeleoparden zu fragen. Der Nachwuchs scheint noch nicht da zu sein. Dabei habe ich auch erfahren, dass es bei den Amurleoparden Totgeburten gab. Wie schade! Ich hatte mich hier besonders wieder auf ein Jungtier gefreut.
(Eintrag vom 24.06.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
BjörnN:   Das Foyer im Südflügel der Kongreßhalle am Zoo ist fertig renoviert. Seit kurzem gibt es dort einen weiteren Kassen- und Empfangsbereich für Jahreskartenbesitzer und Gruppen.

Die Südlichen Riesenborkenratten sind mitlerweile mit Belanger Tupajas vergesellschaftet.

Der Känguru-Nachwuchs im Australienrevier (2x Tammar, 2x Bennett, 1x Riesen) hat bereits den Beutel verlassen.

Im Asiatischen Wald schlüpfte der erste Mandschurenkranich der Zoogeschichte. Ein zweites Moschustier wurde am 08.06. geboren (erster Nachwuchs am 31.05.).

Das erste Gazellenjungtier vom März ist bereits auf der Anlage zu sehen, zwei weitere Weibchen stehen noch hinter den Kulisse mit Nachwuchs bzw. in Geburtsvorbereitung.

Die Dahomey-Zwergrindergruppe ist um ein weiteres Kalb gewachsen.

Man erwartet in den kommenden Tagen Schneeleoparden-Nachwuchs.

Im Tierkindergarten, der nur noch armseelig besetzt ist, entsteht eine neue Wellensittich-Voliere neben der Goldwaschanlage des neuen Südamerika-Spielplatzes, der zu Pfingsten eröffnet wurde und prächtig angenommen wird.
(Eintrag vom 19.06.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Liz Thieme:   @JJ also ich habe noch nie einen einzelnen Gibbon singen hören. Wobei ich nicht im Moment mich erinner ob ich einen zweistimmigen Gesang gehört habe.

@BjörnN natürlich habe ich ein Foto. Wegen Entfernung und Wetter nicht so berauschend, aber mich erinnert es an einen Onager.

Masterplan:
1. lt Bild würde interpretieren, dass die Nashörner eine Anlage bekommen und durch entprechende Abgrenzung + Steine man die Paviane im Hintergrund sieht
2. lt Bild Seelöwen kriegen Unterwassertunnel
3. lt Bild begehbare Anlage für Pinguine und andere Seevögel

Bauschnitt 1 (2012-2014)
* seperater Ausgang - finde ich sehr vernünftig
* begehbare Flamingoanlage - sehe ich kritisch, da die Vögel so schreckhaft sind und immer flüchten, ob das für Brut gut ist bezweifel ich noch
* übernetzte Freianlage neben Tiger-Taiga für Amurleoparden - gute Investition, ich schätze mal Richtung Schimpansen

Bauschnitt 2 (2013-2015)
* neue Nashornanlage an der bisherigen Savanne, teilweise Vergesellschaftung mit Savannentieren + Mantelpavianen - das würde meinen Bildeindruck wiederlegen und ich vermute, dass andere Tiere zu den Nashörnern können, diese aber nicht auf andere Anlagen. Wie will man dann aber die Paviane von der Savanne weghalten? Als Fläche tippe ich mal auf altes Shetlandponygehege
* Spielplatz auf Bärenburg - war ja schon länger im Gespräch - nun ja, wobei ich den jetzigen Spielplatz schon recht klein finde, wobei er recht neu zu sein scheint
* Brunnen vor Aquarium - brauch ich nicht
* Flamingos weg, dafür Krallenaffen auf zwei Inseln - ob man die dann noch sieht? Sonst gute Idee
* Vögel + Kleintiere ins Tieraffenhaus - gute Idee in der Hoffnung dass dann auch die Gitter neu gemacht werden, die sind fürchterlich

Bauabschnitt 3 (2015-2017)
* Raubtierfelsen (neu erstellt?) Anlage für Schneeleoparden, Rote Pandas und Geier mit Netz - finde ich gut und erinnert mich an London, was die alles aus ihren Terrassen schon gemacht haben
* Sanierung von historische Vogelvoliere an die Anlagen angebunden
* Themenwelt Südamerika: von oben nach unten Nasenbären, Mähnenwölfe, Große Ameisenbären, Vikunjas u.a. - das kann ich mir im Moment nicht vorstellen wie das werden soll. Hoffentlich kommen die Jaguare doch auch.

Bauabschnitt 4 (2016-2018)
* Pinguine und Robben kriegen neue Anlgaen im Südzipfel des Zoos mit Wellenanlage + begehbaren 360° Unterwassertunnel - naja sowas brauch ich persönlich nicht. Aber neue Anlagen sind schon schön, wenn die alten weitergenutzt werden. Mag die.

Bauabschnitt 5 (2018-2020)
* Inselwelt aus vorhandenen Vogelteiche --> Leierhirsch, Moschustier, Bartaffe und Rothund - Rothunde finde ich toll :) und das Konzept hört sich für mich gut an
* neue Anlage für Gebirgsloris und Manschurenkraniche wo jetzt das alte Vogelhaus ist. - hört sich schon bisschen nach Abriss an und die Loris nerven mich, brauche diese Neuerung nicht
* Wildhunde bekommen das Känguruhaus + große Anlage - Top!
* neue Freianlagen für Anoas und Babirusas nördlich der Bärenburg - schön :) wobei ich das mit den Schweinen noch bezweifel bei dem derzeitigen Stand in Europa

--> Investitionssumme von 56,5 Millionen Euro

(Eintrag vom 13.06.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Michael Mettler:   @BjörnN: In dem verlinkten Artikel lese ich nichts von Abriss dieser Anlage. "An der Stelle des Vogelhauses" (nicht "anstelle"!) könnte genauso gut bedeuten, dass das Vogelhaus integriert wird - z.B. als Freiflughalle für die genannten Loris. Auch ein Abriss der Raubtierterrassen wird nicht erwähnt. Wenn die Anlage der Schneeleoparden "begehbar" werden soll, läge doch z.B. die Vermutung nahe, dass ein Besuchertunnel im alten Wassergraben entlang verlaufen könnte, während sich die Gehegefläche über die bisherige und den jetzigen Besucherbereich erstreckt...? Die "asiatische Inselwelt" braucht auch Stallgebäude für Leierhirsch & Co., warum sollte dafür nicht Kleines Hirsch- und Nashornhaus vorgesehen sein?
(Eintrag vom 13.06.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Moritz Jochum:   Aktueller Stand ist dass die Bärenanlage fertig gebaut wird in das dann die beiden Braunbären nutzen werden längerfristig ist die Haltung von Kragenbären geplant. Das alte Braunbärengehege wird neu mit Schneeleoparden besetzt. Weitere Planungen sind meines Standes bis auf weiteres auf Eis gelegt.
(Eintrag vom 10.06.2012 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Liz Thieme:   Mein zweiter Besuch in Leipzig. Um neun Uhr macht der Zoo auf und die Kassen waren voll – alle. Das habe ich noch nie erlebt, dass ich gleich zu Beginn mich auch noch länger anstellen muss.
Da die Masse sich an den Rundgang hielt, d. h. Gondwana umfasst Nr 13-32 habe ich beschlossen den Rundgang von hinten aufzurollen mit dem persönlichen Touch „Mix“.

Als erstes wurde vergeblich die Baikalrobbe gesucht, die sich aufgrund von Fellwechsel im Stall befand. Im Aquarium waren als Neuzugänge der Seehase, Klippenbarsch, Japanische Teppichhai und Wickelschwanzskink ausgeschildert, die mehr oder weniger gesucht und gefunden wurden. Noch immer finde ich das Hairundbecken gewöhnungsbedürftig und hinterlässt bei mir weiterhin das Gefühl, dass den Haien Platz fehlt sich auszuweichen und andere Bahnen zu schwimmen. Die Teppichhaie sind durch ihr ruhiges Wesen gut zu sehen und zu fotografieren. Bei den Terrarien wünschte ich mir durch deren Bauart bessere Einsichtmöglichkeiten, da die Masser der Tiere sich eher unter Decke befinden.
Weiter ging es dann mit einem Blick zu den Lippenbären (sehen übrigens auf dem Zooplan wie eine Mischung mit einem Wildschwein aus), wo kein Affe zu sehen war und nur ein Bär.
Danach folgten die Leopardenanlagen (deren Zeichen auf dem Plan einem Jaguar nahe kommt). Die Amurleopardin war zu sehen, sowie auch die adulten Schneeleoparden. Das Schild mit dem Umbauhinweis für Südamerika spricht auch von neuen Anlagen für „unsere Leoparden“. Hört sich also an, als ob beide Arten irgendwo im Zoo bleiben. Bin gespannt wann Südamerika weitergebaut wird.
Bei den Rehen ließen sich zwei blicken, der Bock auch für ein Foto. Der Haustierpark könnte meiner Meinung nach auch ausgeweitet werden, wobei ich inzwischen einfach gute Haustierbereiche „gewöhnt“ bin. Wobei die Skudden schon das Herz ein bisschen höher schlagen lässt (sehr fotogener Bock). Habe leider keine Ausschilderung für die Hühner gesehen… Nach Pfingsten (war ja schon) wird hier eine neue Wellensittichanlage gebaut. Erste Teile sind zu sehen.
Schön zu sehen waren die Dallschafe. Der Bock aus Krefeld gefällt mir besonders gut.
Dazu waren die Eulen und Fasane wieder das Gegenteil, aber wofür gibt es nicht Vogelparks....
Die Tieraffeninsel finde ich als Basis schön bewachsen, doch die Anlagen an sich sind durch ihre Kahlheit dadurch schon ein krasser Gegensatz. Bei den Pavianen scheinen Verhaltensstudien derzeit zu laufen.
Die Dahomeyrinder haben ein Kalb und ein weiteres scheint unterwegs zu sein. Die Ziegen waren in ihrem eigenen Gehege abgesperrt. Die Stallgestaltung gefällt mir gut.
An der Savanne begann es dann erstmals zu regnen an, so dass der Schritt beschleunigt wurde.
Im Vorgehege vom alten Shetlandponygehege schien ein Halbesel zu stehen.
Die Strauße waren hinten wegen Kücken abgesperrt.
Die Tammarwallabys, Zwergziegen und Spaltfußgänse waren auch zu sehen.
Die Hyänen waren sehr inaktiv, wobei der Regen sie nicht zu stören schien, im Gegensatz zu den Erdmännchen die skeptisch den Himmel begutachteten. Auch die Löwen verkrochen sich lieber im Gebüsch.
Dann hörte der Regen endlich wieder auf, genau als ich bei der Afrika-Lodge angekommen war. Zebras, Säbelantilopen und Tommys waren schon draußen, ich kam dann genau zum Rauslassen der Giraffen. Ein wunderbares Bild, wie sie das Gelände in Besitz nehmen. Max musste (erst mal) im Vorgehege bleiben, denn im Giraffenstall lief eine Straußenhenne ihre Kreise. Wie gerufen zeigte sich dann auch ein Graumull, die Sandratte leider nicht.
Pongoland muss man ja leider mitnehmen, wen man zu den anderen afrikanischen/asiatischen Huftieren möchte. Wobei auf den Außenanlagen bei den Affen keiner war, nachmittags waren auch nur die Orang-Utans draußen und die Gibbons konnte man beim Singen hören.
Rotducker zeigte sich, wobei eher aufgeschreckt durch das teils etwas wuselige Verhalten von Okapibulle Kimdu, der evtl. etwas frustriert ist, weil Zawadi ihn nicht ranlässt. Hin und wieder gnibbelt sie ihm dafür mal das Ohr, was er dann doch genoss. Obwohl Kimdu vier Jahre älter ist, schien es mir so als ob Zawadi ihn schon überholt hätte in der Größe. Kenne sie noch als Jungtier, was doch ein gewaltiger Unterschied ist.
Beim ersten Rundgang zeigte sich dann noch kein Moschustier, beim Zweiten dann insgesamt fünf Tiere. Auch Nachwuchs habe ich sehen können, wenn ich mein Foto richtig betrachte. Kraniche haben schon Nachwuchs bzw. scheinen dabei zu sein. Die Leierhirsche waren auch schön aktiv.
Die Australienanlage ist sehr sehr grün, aber die Kängurus blieben vor dem Haus liegen.
Bei der alten Bärenburg kommt man nicht mehr in das Hufeisen hinein, um sich genau vor die Anlagen zu stellen. An der obersten Treppe ist ein Zaun angebracht. Links sind noch die Brillenbären drin.
Bei den Tigern waren nur zwei zu sehen und die auch schlafend. Dafür waren die Zwergmäuse zu aktiv, um sie gut beobachten zu können. Hörnchen scheint es nicht mehr zu geben.
Beide Anoagruppen haben Nachwuchs, der sich auch jeweils mit der Mutter zeigte.
Die Elefantenhalle gefällt mir noch immer nicht. Ich habe das Gefühl, dass die Laufhalle größer hätte ausfallen können. Die Halle sieht durch die Zwischenwand so seltsam aus. Die Dreier-Gruppe hatte Bullenbesuch, daher dürfte die Kuh drinnen Saida gewesen sein.
Ein seltsames Bild ist links die Tempelanlage zu haben, vor einem die eine Elefantenanlage und rechts ragt dann Gondwana hervor. Aber vielleicht wächst die Lücke noch zu bzw. wachsen die dortigen Bäume noch. Ich finde den Wechsel zu extrem.
Die Vogelvolieren und den Entenbereich habe ich weitestgehend ignoriert. Und bin dann direkt zu der Nashornanlage mit Bullen + Kuh. Da scheint sich aber nicht viel zu tun was Nachwuchs betrifft. Stoisches nebeneinander stehen, angucken und ignorieren. Nur Aggressionen habe ich nicht gesehen.
Mutter und Kind lagen später in Poparade-Ansicht auf ihrer Anlage. Gibt es Angaben zur Größe der beiden Anlagen? Für geplante Zucht mit 2 Weibchen finde ich das ganze recht beengt.
Mir ist heute zum ersten Mal aufgefallen, dass je nachdem wie man vorm Robbenhaus steht es einem Frachter ähnelt, der im Hafen an Brücken angelegt hat. Das Haus + Anlage gefällt mir. Die Pinguine wollten nicht so recht sich bewegen.
Die Vögel im Vogelhaus waren nicht sehr zeigefreudig, dafür waren die anderen Tiere gut zu sehen.
Dann ging es nun endlich zum Mittag nach Gondwana (Bericht dort).
Aus Gondwana 1,5 Stunden später hinaus, waren das nächste Ziel die alten Raubtierterrassen nun mit Präriehunden und Nasenbären. Es sieht sehr lustig aus, dass eine ganze Terrasse für die Präriehunde genutzt wird. Sie nutzen auch wirklich alle Ebenen.
Ibisse schnell angeguckt, Papageien im „vorbeifliegen“ zum Affenhaus und zu Horst und Harry. Da ein wenig ausruhen. Und danach noch mal zum Kinderzoo gucken, sowie den Zooshop entern.
Leider war der deutsche Zooführer ausverkauft. Dies sollte einem solchen Zoo nicht passieren, wobei andere Zoos glücklich wären, wenn sie so viele verlaufen würden. Von der Panthera war auch nur 2010 da. Der Gondwana-Führer (4,95 €) gefällt mir gut.
Positiv: Bratwürste kosten soweit ich gesehen habe überall das gleiche (2,50€), so dass es egal ist wo man kauft. Und sie schmeckt! Und es gibt viele Bänke, die man dann auch nutzen kann.
So im Sommer wirkt der Zoo komplett anders und das Grün tut dem Zoo auch richtig gut.
Aber an solchen Tagen sollte man niemals Sonnencreme und Trinken vergessen, auch wenn man häufig im Schatten sich aufhält.
Ich wünschte es gäbe eine Abkürzung zwischen der Australienanlage und den Löwen, auch wenn man dann den Weg Moschustier-Okapi doppelt gehen müsste, wenn man sie sehen möchte. Das ist die einzige Stelle im Zoo, wo man nicht mal einen anderen Weg gehen kann. Vielleicht hat der Zoo noch mehr Herz für den Weg.
(Eintrag vom 09.06.2012 zum Thema "Zoo Leipzig")
Joshua Förg:   Nachdem der letzte eurasische Luchs seit letztem Jahr nicht mehr im Bestand ist, leben nun zwei Karpatenluchse auf der ehemaligen Schneeleopardenanlage.
(Eintrag vom 26.04.2012 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Jana Müller:   Dorcas Gazelle
http://www.docstoc.com/docs/52987221/DORCAS-GAZELLE-Studbook-Page-1

Schneeleoparden-Register
http://www.docstoc.com/docs/94636734/SNOW-LEOPARD-REGISTER-Leif-B-l-0-m-q-V-i-s-t-Studbook-keeper-of-

Sumatra-Nashorn 2003
http://www.docstoc.com/docs/94637617/INTERNATIONAL-STUDBOOK



(Eintrag vom 23.01.2012 zum Thema "Zuchtbücher")
Jana Müller:   Schneeleopardenzuchtbuch Indien, 2009
http://cza.nic.in/Snow%20Leopard%20Studbook.pdf
(Eintrag vom 20.01.2012 zum Thema "Zuchtbücher")
Jana Müller:   Gab auch noch weitere Änderungen im Tierbestand die letzten Wochen/Monate, vor allem im Vogel- Kleinsäugerhaus.

Die neuen Schneeleoparden wurden nun zusammengeführt.
(Eintrag vom 18.01.2012 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Ingo Rossi:   Der Zoo der Stadt Helsinki nimmt die ganze ca. 20 he große Insel Korkeasaaren ein. Im Sommer ist die Insel mit einer Fähre direkt aus dem Zentrum von Helsinki zu erreichen, das ganze Jahr hindurch fährt der „Zoobussi“ vom Hauptbahnhof. Über eine Brücke erreicht man dann den Zoo.
Gegründet wurde der Zoo schon 1889. Ein alter Bären- und ein Raubtierzwinger und die alte Eisbärenburg, heute alle nicht mehr bewohnt, müssten noch Zeugen aus den ersten Jahren sein. Letztere liegt direkt am Ufer der Insel, auf Wasserhöheniveau, was vermuten lässt, der Pool war vielleicht schon eine sehr frühe Salzwasserhaltung für die Eisbären.
Der nummerierte Rundweg führt den Besucher kreuz und quer über die hüglige, mal bewaldete mal felsige reizvolle Insel. Der Uferweg gibt auch immer wieder Blicke auf die nahe Innenstadt und den Hafen der finnischen Eisbrecherflotte frei.
Beim durchwandern der Anlage bemerkt man unweigerlich, der Tierbestand wurde artenreduziert und viele nebeneinander gelegene Gehege wurden zusammen gelegt oder als Absperrgehege beibehalten. So verschwanden die Elche zugunsten der Waldrentiere, die Bisons zugunsten der Wisente und so weiter.
Ebenso gibt es in den Freianlagen fast nur noch Kälte resistente Tiere.
Für mich verwunderlich war, dass bei dem im Meer gelegenen Zoo die typischen Vertreter der Wasserregionen, wie Robben, Eisbären und Pinguine ganz fehlten. Die letzten Kegelrobben wurden wohl 2010 abgeben und das Becken nun umgestaltet. Dabei war ich lange davon überzeugt, dass am Meer gelegene Zoos den Futterfisch billiger erwerben können und daher traditionell öfter Robben zeigen als Binnenzoos.
Die ehemalige in den 30gern erbaute Löwenanlage, wird heute nach einer Zwischennutzung von Eisbären von Mantelpavianen bewohnt. Im Hinterkopf habe ich einen Zeitungsbericht, in dem berichtet wurde, der Zoodirektor wollte diese zugunsten einer ganzjährig im freien zuhaltenden Art abschaffen, was aber durch Proteste der Bürger scheiterte.
Eine weiter auffallende Umnutzung ist die ehemalige Malaienbärenanlage die heute von dem Himalayaglanzfasan bewohnt wird.
Warmhäuser gibt es zwei. Einmal das 1995 erbaute Amazonienhaus. Typisch für seine Zeit dominieren Stahl und Beton in der Optik. Hier kann man auch unter anderem das selten zusehende Hoffmanszweifingerfaultier sehen, vergesellschaftet mit Aguti und Wildmeerschweinchen. Im Sommer können alle Tierarten die rund um das Haus verlaufenden Außenvolieren mitnutzen. In dem Verbindungstunnel zum zweiten großen Warmhaus befindet sich ein kleines Insektarium. Das Afrikahaus wurde 2002 erbaut und der Zeit entsprechend mit deutlich mehr Kunstfelsen ausgestattet. Viele Terrarien, mit nicht immer exakten geografisch passenden Tierarten dominieren hier die Ausstellung aber auch Zwergmangusten und Elefantenspitzmäuse sind zu sehen.
Die 1952 erbaute Bärenanlage war wohl ursprünglich in fünf Abteile für Grossbären unterteilt. Heute sind es noch zwei zusammengelegte und erweiterte, die beide vom europäischen Braunbär bewohnt werden.
Das Katzen-Tal wird wurde 1964 errichtete. Aus den vielen kleinen Käfigen wurden auch hier zusammen gelegt und vergrößert. Besonders auffallend waren hier die großen Luchs- und Schneeleopardenanlagen.
Kopfstarke Huftiergruppen waren vor allem die Persischen Kropfgazellen, Mishmi-Takins, Wisente und Waldrentiere, die wohl alle auch gezielt gezüchtet werden.
Der genaue Tierbestand des Zoos ist bei der Zootierliste.de zu finden, die bis auf die besagten Robben weitgehend mit meinen Beobachtungen übereinstimmt.
Lohnenswert ist auch noch ein Besuch des Zoologischen Museum von Helsinki, welches allerdings in der Innenstadt liegt. Schön gestaltete Ausstellungen zu verschiedenen Themen mit vielen Präparaten sind dort zu sehen. Ehemalige Zoobewohner trifft man dort auch an.

(Eintrag vom 14.01.2012 zum Thema "Zoos in Finnland")
Wilhelma:   Schneeleoparden in der Wilhelma:
Bedrohte Samtpfoten aus dem Hochgebirge

Seit Ende Dezember ist die Anlage der Schneeleoparden in der Wilhelma nicht mehr verwaist. Denn eingezogen ist ein junges, neues Zuchtpaar: der Kater Ladakh und die Katze Kailash. Und obwohl das Wetter derzeit nicht wirklich zu ihrem Namen passt, haben sich die beiden mittlerweile gut eingelebt. In die Wilhelma kamen sie auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Bevor jedoch mit erstem gemeinsamem Nachwuchs zu rechnen ist, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen.
Nachdem 2011 der alte Kater Bob gestorben und Lola als zuletzt in Stuttgart geborene Schneeleopardin im belgischen Tierpark Planckendael ein neues Zuhause und einen neuen Partner gefunden hatte, stand das Gehege nahe der Eisbärenanlage ein paar Monate leer. Doch seit einigen Tagen können der Kater Ladakh und die Katze Kailash nicht nur ihr Domizil, sondern auch sich gegenseitig inspizieren. Bislang allerdings hält sich das Interesse füreinander stark in Grenzen: „Das ist normal, denn Kailash und Ladakh sind sozusagen noch Teenager und erst in etwa einem Jahr geschlechtsreif“, erklärt Revierleiter Jürgen Deisenhofer. Zurzeit gibt jedenfalls die 2010 in Zürich geborene Kailash klar den Ton an, denn sie ist deutlich neugieriger, verspielter und lebhafter als der fast gleichaltrige Ladakh aus dem französischen Amnéville. „Ladakh ist ein echter Stubenhocker und versteckt sich oft im Innengehege vor den Blicken der Besucher“, berichtet Deisenhofer. „Aber das wächst sich mit der Zeit aus.“ Da Schneeleopardenmännchen im Schnitt größer werden als die Weibchen, werden zudem die Kräfteverhältnisse später neu verteilt.
In ihrem natürlichen Lebensraum, den Hochgebirgen Zentralasiens, leben Schneeleoparden, auch Irbisse genannt, die meiste Zeit des Jahres als Einzelgänger. An das Leben in diesem extremen Lebensraum sind sie bestens angepasst. Die großen Pfoten verhindern, ähnlich wie Schneeschuhe, dass sie im Schnee versinken, in der extremen Kälte wärmt sie ein dichtes, langes Fell. Zusätzlichen Schutz vor Wind, Schnee und Frost bietet, um Körper und Kopf geschlungen, der lange, buschige Schwanz. Er dient obendrein bei den bis zu 15 Meter weiten Sprüngen der Irbisse von Fels zu Fels als praktisches Steuerruder.
Schneeleoparden gehören zu den seltensten Arten unserer Erde. Ihr Bestand wird auf etwa 4000 bis 6000 Tiere geschätzt. Obwohl sie in allen ihren Heimatländern streng geschützt sind, fallen sie weiterhin Wilderern zum Opfer. Zudem macht ihnen der Verlust ihres Lebensraumes zu schaffen. Die schönen Großkatzen sind somit auch als Zoo-Bewohner besonders wertvoll: Im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm erfasst sind derzeit rund 220 Schneeleoparden. Auch die Wilhelma hält und züchtet seit 20 Jahren Irbisse, fünf Jungtiere sind in Stuttgart bislang aufgewachsen. Und wenn die Zeit dafür reif ist, werden sich bestimmt auch bei Kailash und Ladakh noch Frühlingsgefühle einstellen – auf dass es mit weiterem Nachwuchs für diese hochbedrohte Art klappt.

Foto (Wilhelma/Sillack): Kailashs Mitbewohner, der Irbiskater Ladakh, erblickte im Juli 2010 in Amnéville in Frankreich das Licht der Welt.
(Eintrag vom 12.01.2012 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Jana Müller:   Ich habe vorgestern auch ne Mail nach Gelsenkirchen geschrieben und einfach mal angefragt. Ebenfalls habe ich nach Rhenen wegen der Kalifornischen Seelöwen geschrieben und nach Schweden, wegen Schneeleoparden. Bis jetzt habe ich von niemandem eine Antwort bekommen.

@Rüdiger
Alle Giraffen-EEPs werden von Gelsenkirchen koordiniert.

Den Link von dir kenne ich bereits, hilft mir aber nicht weiter, da ich gerne historische Listen mit Namen und Geburts-, Transfer-, und Todesdaten hätte.

Gibt es von Giraffen vielleicht auch so eine HP in der Art wie
www.hipposworld.de
www.elephant.se
www.theokapi.org
Dort sind ja auch viele Tiere mit Namen, Daten etc aufgelistet...
Vielleicht kennt ja jemand von euch auch noch weitere solcher HP's?
(Eintrag vom 07.01.2012 zum Thema "Zuchtbücher")
Niedersachse:   An Eisbär und Brillenbär wird man nicht rankommen über die Zoos, Zwergflusspferd gibt es in Basel zukaufen, fürs Schneeleoparden Zuchtbuch direkt in Nordens Ark anfragen, gibt aber nur ältere Ausgaben.
(Eintrag vom 05.01.2012 zum Thema "Zuchtbücher")
Jana Müller:   Gibt es nun ein Zuchtbuch für (Netz-)Giraffen oder immer noch nicht? Weiß da jemand was?
Suche desweitere immernoch nach Zuchtbüchern von
Schneeleopard, Eisbär, Brillenbär, Syrischer Braunbär, Kalif. Seelöwe, Zwergflusspferd.
(Eintrag vom 05.01.2012 zum Thema "Zuchtbücher")
Zoo Dresden:   PRESSEINFORMATION ZUR VORLÄUFIGEN TIERINVENTUR
ZOO DRESDEN AM 5. JANUAR 2012

Bei der jährlichen Tierinventur wird der in den Anlagen gezählte Tierbesatz mit den Zahlen der Zu‐ und Abgangsbücher verglichen. Stichtag ist der 31. Dezember. Die genaue Überprüfung der Zahlen von Schlupf und Geburt ist für gewöhnlich Ende Januar abgeschlossen. Im Moment können wir vorläufige Zahlen mitteilen:

vorläufige Zahlen zum Tierbestand:
34 Reptilienarten
102 Vogelarten
69 Säugetierarten
etwa 295 Arten insgesamt

besondere Zugänge:
1,3 Schmutzgeier
1,1 Geierraben
1,0 Südlicher Hornrabe
0,1 Rotohrara
1,1 Darwin‐Nandus
0,1 Tamandua

einige Aufzuchterfolge:
11 Seidenschwänze
7 Kubaflamingos
5 Zwergtaucher
6 Zwergrohrdommel
2 Zwergotter
2 Buntmarder
1 Roter Panda
3 Karakale
1 Zweifinger‐Faultier
1 Kugelgürteltier
1 Weißkopfsaki
28 Nacktmulle
6 Nyalas
2 Bantengs
2 Gorale
1 Chapman‐Zebra

für den Aufbau von Zuchtgruppen wurden z.B. folgende Tiere angeschafft:
1,0 Nimmersattstorch
1,1 Rosapelikane
1,0 Großer Brachvogel
1,0 Rotes Riesenkänguru
0,1 Feuerwiesel
0,1 Kugelgürteltier

bemerkenswerte Abgaben:
1,0 Afrikanischer Elefant
0,1 Sumatra Orang‐Utan
1,0 Guereza
1,1 Nyalas

Gehegebau 2011:
Schneeleopardenanlage
Krokodilschwanzhöckerechsenanlage
Riesensalamanderanlage
(Eintrag vom 04.01.2012 zum Thema "Zoo Dresden")
Ottmar Müller:   In der Wilhelma leben wieder mindestens 2 Schneeleoparden. Weiß jemand, woher sie kommen und warum das Gehege nicht vorher umgebaut wurde?
(Eintrag vom 21.12.2011 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Ottmar Müller:   Komisch, dass das Schneeleopardengehege genau dann umgebaut wird, wenn Karlsruhe ein neues Gehege fertigstellt...
(Eintrag vom 13.12.2011 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Joshua Förg:   Bei den Okapis im Giraffenhaus gibt es auch wieder Nachwuchs...

Die Anlage der Schneeleoparden war heute nicht besetzt, laut Zootierliste wurde das letzte Exemplar nach Belgien abgegeben. Hat jemand Infos, was mit den beiden Käfigen passiert?
(Eintrag vom 11.12.2011 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Joshua Förg:   Die Anlage für Schneeleoparden ist jetzt fertiggestellt; offiziell ist sie zwar noch nicht eröffnet, aber man kann die Tiere schon vom Lauterberg aus sehen.
(Eintrag vom 08.12.2011 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Ronny:   Da seit Sonntag die Tigerjungtiere auf der Außenanlage zusehen sind, war ich heute auch im Zoo:

Ein paar Neuigkeiten:

- Neu im Bestand sind Helmwachteln (Lophortyx gambelii). Sie leben in der Voliere mit den Blaulatzaras

- Hahns-Zwergaras und Gebirgsaras teilen sich eine Anlage

- im Tapirhaus leben nun 2 Sonnenrallen und 1 Venezuela-Blaukehlguan

- Die Waldrentiere bewohne die Anlage der Hausrentiere

- Der Schneeleopardenkater ist mit der Katze und Jungtiere auf der außenanlage zu sehen

- Es gibt einen neuen Rothund.

- die Kap-Borstenhörnchemn sin zur Zeit hinter den Kulissen, statt dessen leben im "Kleinräuber-Rondell" eine zweite Gruppe Zwergmangusten.

- Der HZA-Bock färbt sich mittlerweile schwatz

- Die Potoroos sind draußen in einer zum Besucher zugwandten Baumhöhle mit Stroh..wenn man genau hinsieht..sieht man im Stroh etwas wackeln.
(Eintrag vom 07.12.2011 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Liz Thieme:   Ja, ich habe die Sendung auch gesehen und fand das Ergebnis sehr interessant und bemerkenswert. Weiter interessant ist auch, dass es der Lebensraum vom Schneeleoparden ist.
Und wenn ich mich nicht täusche leben die beiden Katzen auch 1000m weiter unten zusammen plus Leoparden.
(Eintrag vom 29.11.2011 zum Thema "Tiger")
Jana Müller:   Genau, der Graben soll weg, das hieß es aber auch schon letztes Jahr.
Der Umbau hat noch nicht begonnen (es sei denn, die fingen in den letzten Tagen damit an).

Zur Zeit wird das Schneeleopardengehege umgebaut/saniert (wie auch immer).

Ach ja und der Jägerliest auf den Vogelterassen hat nun endlich sein Weibchen bekommen.

(Eintrag vom 07.11.2011 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
Zoo Dresden:   Halloweenparty im Dresdner Zoo

am 31. Oktober 2011 von 10:00 bis 17:00 Uhr

Am 31. Oktober können alle Kinder wieder in ihre gruseligsten Kostüme schlüpfen und im Dresdner Zoo eine ganz besondere Halloweenparty erleben. Kostümierte Kinder zahlen ganztägig nur 1,00 Euro Zoo-Eintritt.

Ab 10:00 Uhr werden die tierischen Zoobewohner mit Halloween-Kürbissen zum Spielen, Fressen und Beschäftigen überrascht.

Kürbis-Treffpunkte:
10:00 Uhr beim Minischwein im Streichelgehege
10:30 Uhr bei den Orang-Utans
11:00 Uhr bei den Zebramangusten
12:00 Uhr bei den Wanderus im Prof. Brandes-Haus
12:30 Uhr bei der Mandrill-Familie

Am Nachmittag ab 13:00 Uhr macht sich die Hexe Jaga Baba auf der Bühne beim Afrikahaus für das Kinder-Mitmachprogramm "Die Hexe im Märchenschloss" bereit und erwartet alle wetterfesten Nachwuchs-Hexen und -Vampire zum schaurig-schönen Halloweenfest. Es werden am Hexengrill die Hexenspeisen zubereitet oder im Hexenkessel der Hexentrunk gebraut.
Im Afrikahaus kann man im "Nordischen Märchenkämmerlein" Fergunna-Abenteuer im Dunkelwald mit gruseligen Spielen und dem Besenkampf der Hexer erleben oder sich schaurige Gesichter schminken lassen. Und wer noch eine selbst gebastelte Laterne für den Lampionumzug braucht, der schaut bei unserem Bastelstand vorbei.

zusätzliche Tierpflegertreffpunkte:
14:00 Uhr bei den Heuschrecken im Prof. Brandes-Haus
15:00 Uhr bei der neu eröffneten Schneeleoparden-Anlage
Ponyreiten: 14:30 bis 16:30 Uhr (kann witterungsbedingt entfallen)
Zookasper: 11 / 13 / 14 / 15 / 16 / 17 Uhr
Knüppelkuchen ab 15:00 Uhr

Wenn es dunkel wird, startet pünktlich 17:15 Uhr vor dem Zooeingang der große Lampionumzug außen rund um den Zoo. Dieser ist natürlich für alle kostenlos.

Kürbiskopf-Schnitzwettbewerb
Auch in diesem Jahr findet am Halloweentag unser Kürbiskopf-Schnitzwettbewerb statt. Dabei können die Kinder von zu Hause ihre tollen selbst geschnitzten Kürbisköpfe mit in den Zoo bringen und gut lesbar mit ihrem Namen beschriftet, an der Zoobühne abgegeben. Über den gruseligsten, skurrilsten oder lustigsten Kürbiskopf entscheidet gegen 16:30 Uhr das Zoopublikum mit Applaus. Dem diesjährigen Kürbisschnitzmeister und seiner Familie winken ein kostenloser Zoobesuch und ein Treffen bei den Trampeltieren mit Fütterung. Mitmachen können natürlich auch Kindergartengruppen oder Schulklassen, die als gemeinsames Projekt einen Kürbis schnitzen. Beim Nachhausegehen kann das Kürbis-Prachtexemplar wieder mitgenommen werden.

(Eintrag vom 24.10.2011 zum Thema "Zoo Dresden")
Oliver Jahn:   @WolfDrei, da decken sich unsere Eindrücke sehr. Und ich muss sagen, ein sehr schönes Bild, da hatte ich weniger Glück bei den Schneeleoparden. Dafür hatte ich in Rostock großes Glück bei anderen Katzen, bei den Irbissen ist mir das bisher nur einmal gelungen, und zwar bei der Handaufzucht, die sich sehr gern direkt an der Scheibe tummelte.
(Eintrag vom 23.10.2011 zum Thema "Zoo Rostock")
Zoo Dresden:   Schneeleoparden erobern neue Anlage

Nach etwas mehr als einer Woche Eingewöhnungszeit im Innengehege der neuen Schneeleopardenanlage trauten sich die scheuen Großkatzen Serena und Askin am Donnerstagabend, 15. Oktober erstmals, das großzügige Außengehege voller unbekannter Gerüche und Perspektiven zu erobern. Im Schutz der Dunkelheit durchkämmte Askin in der Nacht zum Freitag das gesamte Gehege und beanspruchte sein neues Reich durch das Setzen von Duftmarken. Von diesem Mut ließ sich auch Serena anstecken und bald erkundete das Paar gemeinsam die Felsen und Kletterbäume.
Nachdem sich die beiden Schneeleoparden zur offiziellen Eröffnung letzten Mittwoch bei kaltem Regenwetter den Fotografen noch nicht zeigten, sind sie nun immer öfter auf der neuen Außenanlage unterwegs und für die Besucher zu beobachten. Manchmal muss man dabei in der naturnah gestalteten Anlage genauer hinschauen, denn die schön gezeichneten Raubkatzen mit ihrem grau-weißen Fell sind Meister der Tarnung.
(Eintrag vom 19.10.2011 zum Thema "Zoo Dresden")
C. Lissner:   Hallo, mein Name ist C. Lissner. Schon von klein an habe ich ein starkes Interesse an Zoologischen Gärten und an der Haltung nicht domestizierter Säugetiere. In den Semesterferien toure ich deutschlandweit durch Zoos, um einzelne Tierarten bei besonderen Führungen näher kennenzulernen und von Tierpflegern über ihre Haltung und den Umgang mit ihnen zu erfahren. Auf diesem Weg habe ich schon persönliche Erfahrungen mit den verschiedensten Wildtieren sammeln können, von Gorilla, Fingertier und Schneeleopard bis Elefant, Eisbär und Nashorn uvm. So war ich vorgestern im Zoo Rostock und durfte mit vier handaufgezogenen Geparden herumtollen! Bei Auslandreisen, bisher z.B. nach Ruanda, lege ich den Schwerpunkt auf Tierbeobachtung; an Großstädten interessiert mich immer in erster Linie der jeweilige Zoo. In diesem Forum hoffe ich, endlich andere Personen mit einem ähnlichen Hobby kennenzulernen, die mein starkes Interesse an Wildtieren teilen.
Meine Lieblingszootiere sind Bären, Menschenaffen und Raubkatzen. Bei den deutschen Zoos sind Hellabrunn, Leipzig, Rostock und der Tierpark Berlin meine Favouriten.

Viele Grüße

C. Lissner

(Eintrag vom 07.10.2011 zum Thema "Das Forum stellt sich vor")
Zoo Dresden:   Schneeleoparden ziehen in neue Anlage

Es ist geschafft – die 700 Quadratmeter große Felsen-Anlage für die beiden Dresdner Schneeleoparden Serena und Askin ist fertig. Pünktlich Ende September konnten die letzten Arbeiten an der neuen Anlage beendet werden und schließlich der Umzug der beiden Großkatzen beginnen. Die neue Anlage liegt nur einen Katzensprung vom alten Domizil entfernt, womit für den Umzug kein langer Transportweg notwendig war. Noch benötigen die schön gezeichneten Raubkatzen Zeit und Ruhe, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und Schritt für Schritt die Freianlage zu erobern. Diese bietet einigen Komfort und völlig neue Möglichkeiten für das Schneeleopardenpärchen. So finden sich auf der Außenanlage neben Höhlen und vielen Kletterbäumen auch insgesamt vier beheizbare und überdachte Liegeflächen.
(Eintrag vom 07.10.2011 zum Thema "Zoo Dresden")
Oliver Jahn:   Heute nun kommt mein Bericht zu Liberec. Diesen Zoo habe ich bereits einmal besucht, das war allerdings schon 1992. Seit dem hat sich dort einiges geändert, einiges aber auch nicht, so dass bestimmte Erinnerungen recht lebhaft wieder zurück kamen.
Einige Ecken machen einen etwas morbiden Eindruck, vor allem der Dickhäuterbereich, aber dazu komme ich später. Erst einmal möchte ich den Tierbestand erwähnen, der schon sehr beeindruckend war. Neben Moschusochsen, Markhoren, den bereits unter "Gebirgswiederkäuern" erwähnten Buchara-Urialen, Blauschafen und Ostkaukasischen Steinböcken gab es auch eine schöne Gruppe Goldtakine mit mehreren Jungtieren und einigen Alttieren, die ihrem Namen wirklich alle Ehre machten. Somaliwildesel gab es in einer großen Herde und ich sah meine ersten Sudanzebras.
Bei den Raubtieren gab es 5 Schneeleoparden zu sehen, Weiße Tiger, Löwen, zwei China-Leoparden und für mich als Besonderheit eine Großfleckginsterkatze, bei der die deutsche Übersetzung auch recht besonders war. Denn aus großen Flecken hatte man auf dem Schild eine "Große beschmutzte Ginsterkatze" gemacht.
Karpatenluchse mit Jungtieren gab es in einer recht neuen Anlage, ebenso waren Geparde und Mähnenwölfe zu sehen.
Die Greifvogelkollektion war recht eindrucksvoll, die Schimpansengruppe verlor hingegen durch ihre doch etwas marode Anlage.
Das Tropenhaus hatte einige recht interessante Reptilienarten und die Feuerhornvögel waren ein echter Blickfang.
Nun komme ich noch einmal zum alten Dickhäuterhaus, bei dem es ja hier im Forum vor einiger Zeit mal eine angeregte Diskussion zur vermeintlichen Flusspferdanlage gab. Mich daran erinnernd habe ich mir diese Anlage noch einmal genau angesehen. Die Außenanlage erweckt tatsächlich den Eindruck, als wäre sie einmal für Hippos geplant gewesen. Bei der Innenanlage hingegen bleibe ich auch nach erneuter Anschauung dabei, dass diese von Anfang an nicht für große Flusspferde geplant war. Das Wasserbecken hat einen Zugang von beiden Seiten, also sowohl von der Elefantenanlage aus, als auch von der Seite aus, auf der anfänglich die Tapire waren, später dann das Panzernashorn stand und heute leider nur noch ein Pekari untergebracht ist.
Das allein finde ich schon ungewöhnlich, dass sich Flusspferde und Elefanten ein Badebecken teilen sollen, dieses ist doch eher typisch bei Tieren, die man zu der damaligen Zeit nur temporär mal ins Wasser ließ, und die nicht über viele Stunden dort drin verweilen.
Noch deutlicher aber spricht für mich das zum Besucher hin angebrachte Eisengitter dagegen.
Während man in all den Häusern, die ich kenne, Flusspferde und Elefanten zum Besucher hin meist gleich schwer absperrte, hat hier die Elefantenanlage sehr massiver Gitter, die mit dem Graben davor in einer starken Winkelkonstruktion verankert sind, auf der anderen Anlage hingegen waren anfänglich gar keine Gitter, sondern man erkennt deutlich, dass hier erst später (wahrscheinlich erst, als das Nashorn kam) mit zusätzlichen U-Profilen ein Gitter zum Graben hin auf dessen Kante angebracht wurde.
Ohne dieses Gitter aber war diese Anlage für Tapire durchaus machbar, bei großen Flusspferden hingegen wäre eine solche Haltung wohl nie genehmigt worden.
Letztlich aber war es sehr interessant, diesen Zoo einmal wieder zu besuchen, und gerade für Fans von seltenen Gebirgswiederkäuern dürfte er eine echte Bereicherung sein.

(Eintrag vom 21.09.2011 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Werner Schindler:   Letzte Woche war zwei Tage im Zoo Zürich. Wohltuender Zoo pur, weitgehend ohne Freizeitpark-Brimborium. Herrliche große Anlagen etwa für Brillenbären, Schneeleoparden, Nubische Steinböcke/Blutbrustpaviane. Ganz überragend die Masoala-Tropenhalle. Alle drei Lemurenarten wie auch die meisten Vogelarten waren mit Geduld in Aktion zu beobachten und zu fotografieren. Die vergleichsweise räumliche Enge der Gehege für Kapuziner, Gibbons und Menschenaffen fiel allerdings danach besonders auf. Nahezu leid getan hat mir der stattliche Elefantenbulle, wie er auf seiner bierdeckelgroßen Anlage stand und den Kopf leicht von links nach rechts und zurück wiegte (ich weiß, er kann zuzeiten auch auf die Kuhanlage, aber die ist ja auch nicht viel größer). Aber es ist ja mit dem Neubau Land in Sicht. Der neue Pantanal-Trakt wird sich nach Einwachsen sicher optisch noch gefälliger präsentieren.

Worum es mir heute aber eigentlich geht: ich hatte vor dem Besuch wie üblich die Zootierliste herangezogen und mir verschiedene Arten besonders vorgemerkt. Da gab es allerdings diverse Enttäuschungen, die Liste ist leider nicht auf aktuellem Stand. Nicht mehr gehalten werden laut Pflegerauskunft z.B.: Schnurrbarttamarin, Graues Aguti, Lilford-Graukranich, Hühnergans, Rotstirn-Seidenkuckuck, Trauerpfäffchen; vom Manul ist nur noch 0,1 im Bestand (konstant hinter einem Stein in Deckung). Sicher ist die Aufzählung nicht vollständig.

Das soll keine Kritik an den Machern der Zootierliste sein, sondern die Bitte, dass lokale Kenner relevante Änderungen, insbesondere auch Haltungsaufgaben in "ihren" Zoos zeitnah dorthin mitteilen. Es werden denn beim auswärtigen Besucher keine falschen Erwartungen geweckt.

Durchaus eine Kritik ist dagegen fällig an den Restaurationspreisen im Zoo. Eine Bratwurst mit Pommes frites (um ein in fast allen Zoos verfügbares Element zu nennen) sollte deutlich weniger als 10 Euro kosten. Ich kehre gerne in Zoos ein, aber da ist die Schmerzgrenze nahe.
(Eintrag vom 18.09.2011 zum Thema "Zoo Zürich")
Zoo Dresden:   Zoo Dresden feiert Zootag
am 18. September 2011 von 8:00 bis 17:00 Uhr

"Der frühe Vogel fängt den Wurm" könnte eines der Mottos beim diesjährigen Zootag am 18. September im Dresdner Zoo sein. Bereits ab 8:00 Uhr öffnet dieser seine Türen und bietet allen Interessierten die Möglichkeit bis 9:00 Uhr den Vogelpflegern bei der Zubereitung des Futters über die Schultern zu schauen. Anschließend laden 25 Tierpfleger-Treffpunkte ein, mehr über sein Lieblingstier erfahren. Spannende Fütterungen sind zu beobachten und Fragen können direkt an die Tierexperten gestellt werden.

Auszug aus dem Programm:
8:30 - 10:00 Uhr: Training der Elefanten
10:00 Uhr: Treff im Terrarium/Aquarium
10:15 Uhr: Giraffen/Zebras
10:30 Uhr: Eierwerfen bei den Zebramangusten
10:45 Uhr: Fütterung Pelikane
11:00 Uhr: Wäsche waschen bei den Orang-Utans
11:30 Uhr: Treff beim Faultier (Lichtung im Prof. Brandes-Haus)
12:00 Uhr: Löwe/Karakal
12:30 Uhr: Mandrill
13:00 Uhr: Fütterung von Max, dem Leistenkrokodil (im Prof. Brandes-Haus)
13:30 Uhr: Zwergotter
13:45 Uhr: Riesenschildkröten
14:00 Uhr: Elefanten
14:15 Uhr: Katta
15:00 Uhr: Pinguine
15:15 Uhr: Vorstellen des Neubaus Schneeleopardenanlage (Treff an der Baustelle)
15:30 Uhr: Treff bei den Guerezas (Prof. Brandes-Haus)
16:00 Uhr: Streichelgehege
16:30 Uhr: Giraffen/Zebras

10:00 - 17:00 Uhr: Blick hinter die Kulissen in der Futtermeisterei
11:00 - 13:00 Uhr und 15:00 - 17:00 Uhr: Ponyreiten

Den kompletten Programmplan gibt es am Veranstaltungstag an der Zookasse.
Telefonische Anfragen beantworten wir Ihnen gern unter der Rufnummer 0351 / 47 80 634.
Alle Besucherinfos gibt es wie gewohnt unter www.zoo-dresden.de und auf Facebook.
(Eintrag vom 12.09.2011 zum Thema "Zoo Dresden")
Liz Thieme:   zum Glück sind die schwarzen Jaguare meist recht kräftige Tiere. Im TP sind die schwarzen Leoparden, va die Katze ist eine sehr schlanke (wenigstens in meiner Erinnerung), recht gut von April zu unterscheiden. Habe leider keine Vergleichsfotos hierfür.

Aber um auf die Doppelhaltung zurück zu kommen.
Die Haltungen der Jaguare in Deutschland:
* Aschersleben - gefleckt & schwarz / + Leopard schwarz
* Berlin TP - gefleckt & schwarz / + Leoparden gefleckt & schwarz
* Berlin Zoo - gefleckt & schwarz / + Leoparden gefleckt
* Delbrück-Schöning (Tierpark Nadermann) - gefleckt & schwarz / + Leoparden gefleckt & schwarz
* Dessau - gefleckt & schwarz
* Dortmund - schwarz
* Halle - gefleckt
* Krefeld - gefleckt
* Landau - gefleckt (fällt bald weg)
* Lünebach-Pronsfeld (Eifel-Zoo) - gefleckt / + Leopard gefleckt
* Rostock - gefleckt & schwarz
* Saarbrücken - gefleckt & schwarz
* Stuttgart - schwarz (fällt bald weg) / + Leopard gefleckt

Schneeleoparden habe ich nicht mit einbezogen!
(Eintrag vom 14.08.2011 zum Thema "Jaguare")
Oliver Jahn:   @Liz, du hattest nichts von den gefleckten Katze des ABH geschrieben, sondern von den "Berlin TP Großkatzen" . Und da habe ich die Schneeleoparden noch mit rein gerechnet, da der Gepard als Großkatze eher umstritten ist.
(Eintrag vom 13.08.2011 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Oliver Jahn:   Urlaub an der Ostsee, da habe auch ich es nun doch noch geschafft, wenigstens einen kurzen Abstecher nach Rostock zu unternehmen.
Ich habe leider nicht alles geschafft, weil die Zeit wie immer einmal wieder viel zu knapp war, aber ich habe doch die wichtigsten Dinge gesehen.
Auch wenn ich meinen Rundgang immer im neuen Zooteil beginne, da ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreise, sind meine Eindrücke denen von Liz recht ähnlich.
Der Zoo entwickelt sich zunehmend positiv.
Das alte Hirschhaus als Blickfang der neuen Afrika-Anlage ist einfach nur toll. Auch bin ich noch immer erstaunt über das völlig entspannte Miteinander der Arten. Ich habe selten eine so harmonische Gemeinschaftshaltung gesehen. Nach einem Foto von Karsten war ich echt neugierig geworden, in natura wirkt aber alles noch schöner.
Ansonsten kann ich vielleicht noch ergänzen, dass beim Außenkäfig der Schimpansen nach dessen Umbesetzung die schweren Eisengitter durch leichten Maschendraht ausgetauscht wurden.
Das Graffunder-Klo hat eine Denkmalschutz-Plakette!!! :-)
Die Seevogelvoliere kam mir etwas leer vor, ich meine, sie schon artenreicher besetzt gesehen zu haben.
Bei den Schneeleoparden habe ich beide Tiere gesehen, etwas, was ich nicht von jedem Besuch behaupten kann. Im neuen Teil des Zoos entsteht auch eine neue Anlage für die Wapitis, in dem Bereich sind die ersten Rodungsarbeiten bereits zu sehen.
Auch las ich etwas über den Umbau des alten Vogel- und Reptilienhauses, und das Darwineum wird sicher auch noch mal ein ganz besonderer Anziehungspunkt, so dass es sich wirklich lohnt, den Zoo in Rostock in regelmäßigen Abständen immer mal wieder zu besuchen.

(Eintrag vom 06.08.2011 zum Thema "Zoo Rostock")
Jan Beensen:   Sollten diese Terrassen nicht in ein Schneeleopardengebirge umgebaut werden?
Oder dauert das noch?
Was ist mit den anderen beiden(?) Terrassen?
(Eintrag vom 31.07.2011 zum Thema "Zoo Leipzig")
Michael Mettler:   Ich versuche mal einen anderen Denkansatz: Die meisten größeren Zoos haben neben den für das Publikum wichtigsten Großkatzenarten Löwe und Tiger nur noch Planstellen für ein bis höchstens zwei große gefleckte Arten zu bieten, und darum "streiten sich" Leopard, Jaguar, Schneeleopard und Gepard. Von diesen ist der Jaguar vermutlich am wärmebedürftigsten, braucht also teurere bauliche Voraussetzungen und ist bei kaltem Wetter für das Publikum seltener in der Außenanlage zu sehen. Vor allem wegen ihrer Winterhärte haben sich ja in den letzten Jahrzehnten die kältefesten Leopardenformen in unseren Breiten gegenüber den tropischen durchgesetzt, und auch beim Tiger ist der Sibirer schon lange der verbreitetste.

Wenn man sich die Liste der deutschen Halter in der Zootierliste anschaut, fällt auf, dass diese ganz überwiegend "klassische" (wenn auch hie und da nachträglich erweiterte) Raubtieranlagen/-reviere haben und nicht dem Geo-Prinzip folgen - da bleibt dann wohl am ehesten die Nische für den Jaguar.
(Eintrag vom 29.07.2011 zum Thema "Jaguare")
Liz Thieme:   Diese Woche habe ich mir nun Rostock angeschaut. Eine Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln lohnt sich auf jeden Fall bei dieser schönen Stadt und ist vom Hauptbahnhof auch ganz einfach.
Wenn ich jetzt gerade auf die Wetterinfo der Zoo HP gucke, bin ich richtig glücklich einen Traum-Tag im Zoo verbracht zu haben. Vor allem Menschen die Natur mögen wird der Zoo - der in meinen Augen eher die Bezeichnung Tierpark verdient - begeistern. Die große Fläche, die ja auch Berlin und Nürnberg in entsprechender Weise zu nutzen wissen, ist wunderbar ausgenutzt in ihrem Zusammenspiel Fauna Flora.
Ich beginne mal meinen Rundgang, der euch vielleicht seltsam vorkommt, nämlich beginnend bei den Luchsen und durchwander ersteinmal den alten Teil. Bei den Schneeziegen zeigte sich ein Jungtier, wenn ich mich richtig erinnere aus der ersten Hälfte Juni, was mich wunderte, da die Nabelschnur noch in recht großer Länge am Bäuchlein hing. Im Januar war ich noch sehr erstaunt und auch begeistert von der Feststellung, dass es weiße Gerfalken gibt. Nun konnte ich dieses wunderbare Exemplar in voller Pracht selbst erleben. Es blieb schön ruhig vorne auf dem Stumpf sitzen und lies sich fotografieren. Der Regenwald-Pavillion gefällt mir sehr gut von seiner Einrichtung und die Rhinozeros-Hornvögel zeigten sich sehr aktiv im Außengehege. Bald darauf folgte das Highlight für mich, die Löwen taten das Übliche und wurden dementsprechend rechts liegen gelassen, gleiches Schicksal ereilten die Erdmännchen. Die Jaguar-Anlage erschien leider leer und im Haus wartete ein sehr aufmerksamer Jaguar-Kater. Er wirkte leicht aufgeregt bzw. nervös, des Rätsels Lösung: ein rasenmähender Mensch auf seiner Anlage. Bei dem Kater handelte es sich, beim abendlichen Fleckenabgleich festgestellt, um den 2jährigen Yuma. Ein Prachtkater. Den ich niemals auf 2 Jahre geschätzt hätte, sondern älter und ihn daher auch erst für ein anderes Tier gehalten habe. Seine Eltern waren leider nicht zu sehen. Die Anlage gefällt mir sehr gut, ich kenne keine deutsche Anlage die an diese ranreicht. Und für Besucher gibt es ganz hinten noch einen tollen Einblick, wo man (wenn die Tiere auf der Anlage sind) sie in Ruhe beobachten kann. Ähnlich begeistert bin ich von der Schneeleoparden-Anlage und deren Möglichkeiten für die Besucher. Sehr gelungen ist der Geparden-Komplex. Die vier Jungtiere sind gut gediehen und ihr Vater lag im Nebengehege - wobei ich irgendwie im Kopf habe, dass ich auf der Hauptanlage fünf Tiere gesehen habe *grübel*. Man kann nur hoffen, dass hier eine neue Zucht entsteht und die Jungtiere ein gutes neues Zuhause finden.
Habt ihr schon mal vor einer Binturonganlage gestanden, die nicht nach Binturongs riecht? Ich bisher nicht. Es war seltsam und unnormal, es fehlte was. Zum Glück wehte dann doch noch eine Wolke hinüber. Weiter ging es zur Elefantin und der Überlegung, was man da alles mit der Anlage so anstellen könnte. In der Erweiterung lebt derzeit eine Kuhziege. Das Aquarium war mir zu voll und es ging daher schnell in die Elefantenlodge. Die haben zwar komische Ansichten zu Müllersparnis bzw. Müllverursachung, aber das Essen schmeckt. Bei den Affen leben noch eine Gruppe Orangs und nebenan ein Silberrücken. Weiterlängs lebt eine Weißnasen-Meerkatze mit einer Gruppe Kattas zusammen. Es wird wirklich Zeit, dass das Darwineum fertiggestellt wird.
Die Pinguinanlage sah auch sehr vereinsamt aus mit den wenigen Pinguinen. Imposant wirkt danach die Eisbärenanlage, auf der Blizzard und Vienna sich die Zeit vertrieben. Nebenan träumte Churchill vor sich hin (siehe Foto). Die Kodiakanlage ist schön begrünt, so dass sie freundlich aussah. Und der Kodiak auf ihr belebte sie nicht nur aufgrund seiner Rundgänge, sondern auch durch seine Farbe. Weiter ging es zur Afrikaanlage, bei der sich die einzelnen Arten sehr stark innerartlich gruppierten. Die Gnus zeigten keine Scheu und kamen recht nah ran. Wunderschön finde ich auch das Südamerika-Haus in dem Dahliengarten. Leider war das Gürteltier nicht zu sehen. Die Idee des Baus gefällt mir sehr gut und kann man für viele Tiere übernehmen.
Die Elchzwillige konnte ich nicht entdecken, wobei ich auch nicht nach ihnen gesucht habe.
Nun ging es in den neuen Zooteil. Die Wildhundanlage ist derzeit durch Kamerunschafe bewohnt und die Wildhunde im Vorgehege. Sie konnten nicht rechts des Weges in die Anlage, da die Schieber der Brücke funktionsuntüchtig sind. Interessante Kombi sind die Kulane und Yaks, die ein Jungtier aus dem Juni mit sich führten. Die Regenfälle führten wohl dazu dass ein Baum ins Gehege stüzte, auf jeden Fall haben die Tiere ihren Dienst geleistet und die Hälfte des Baumes schon entrindet. Der großen Runde folgend kann man die Mischung aus Zebra-Elen-Watussi-Anlage genießen. Und in der Ruhe liegt der Genuss. Denn man muss den Tieren nicht immer hinterher laufen, denn sie kommen irgendwann zu einem. Auffällig ist hier eine Elen, deren Hörner eher an eine Säbelanlage erinnern. Das Kuriosum des Zoos lebt ebenfalls auf dieser Anlage, das Damarazebra mit weiß-grau-braunem Rückenfleck. Sieht auf Entfernung plaquig auf, ist aber ganz normal ins Fell eingegliedert. Wenn man sich dort noch nicht genügend erfreut hat, kann man dies bei den Husarenaffen und Bartaffe tun, die beide jeweils eine schöne Anlage haben und deren Beobachtung eine Empfehlung wert ist. Bei der Seevogel-Anlage bekam ich endgültig den Wunsch nach einem Strandkorb. Mit einem Schlenker zu Otter und Waschbär war es auch das Ende des Zoospaziergangs.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen....Jeder der bisher es noch nicht in diesen Zoo geschafft hat, der sollte dies nachholen. Ab sofort gibt es einen neuen Zoo in meiner Favoritenliste und ich hoffe, dass der Zoo sich so weiterentwickelt und sein Gesicht bewahrt. Flächenpotential ist ja da :) Fazit: der Tag hat sich sehr gelohnt!
(Eintrag vom 28.07.2011 zum Thema "Zoo Rostock")
Liz Thieme:   Der Zoo hatte vor längerer Zeit schon Pläne für die Schneeleoparden veröffentlicht, die alles genau zeigen.
(Eintrag vom 17.07.2011 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Gudrun Bardowicks:   Ich war am 9.7. im Zoo Magdeburg und hatte mich schon gewundert, warum ich nur einen Schneeleoparden auf der Anlage sah. Jetzt kenne ich ja den Grund hierfür.
Bei den Tigern war kein Tier auf der Anlage. Dort stand auf einer Tafel, dass der Tigerkater Takan wegen tierärztlicher Behandlung im Augenblick im nicht einsehbaren Stall bleiben muß. Gibt es in Magdeburg im Augenblick nur den Mischlingskater Taskan?
Bei den Streifenhyänen sah ich auch nur 1 Tier, weiß aber nicht, ob dort überhaupt 2 Streifenhyänen leben.
Bei den Tigeriltissen hatte ich gegen 12 Uhr das Glück, das eine Tier kurze Zeit auf der Außenanlage beobachten zu können. Es war meine erste Sichtung von Tigeriltissen in Magdeburg.
Das oder die Kaninchenkänguruhs habe ich leider trotz mehrmaliger Besuche der entsprechenden Anlage leider auch nicht gesehen, genauso wenig wie die Löffelhunde und den jungen Ameisenbären.
Trotz dieser fehlenden Sichtungen hat mir der Magdeburgr Zoo wieder sehr gut gefallen. Besonders gelungen finde ich die Amazonasanlage samt Haus und Africambo 1 mit dem großartigen Nashornhaus und der tollen großen Afrikasavanne, auf der sich bei meinem Besuch die Defassa-Wasserböck, Giraffen, Grevy-Zebras, Südafrikanische Spießböcke,Marabus und das webliche Spitzmaulnashorn gemeinsam aufhielten.

Der Bestand an Gelbbrustkapuzinern ist nach Aussagen von einer Pflegerin leider mittlerweile auf 4 Tiere geschrumpft. Davon werden 1,1 Tiere im Menschenaffenhaus und 2,0 Tere in der alten Guerezaanlage gegenüber der Elefantenaußenanlage gehalten. Die beiden Gibbons bewohnen die angrenzende Anlage zwischen den Löffelhunden (früher Schabrackenschakale) und den Kapuzineraffen, welche früher von den Kattas bewohnt wurde. Diese Pflegerin und der Zooinskektor sagten mir auf Nachfrage, dass im Augenblick nur eine Außenanlage für etwa 5 Schimpansen auf der Wiesenfläche Richtung alte Nasenbärenanlage/heutige Kookaburra-Kaninchenkänguruhanlage in Planung ist.

Gibt es in Magdeurg eigentlich nur noch einen Nasenbären auf der Amazonasanlage? Ich habe leider nicht mehr Tiere gesehen.
(Eintrag vom 13.07.2011 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Liz Thieme:   Am 6.6. gab wieder Schneeleoparden-Nachwuchs - Zwillinge. Morgen wird dann kontrolliert, ob es 1,1 - 2,0 oder 0,2 sind.
Mir gefällt Magdeburg immer besser. Und ich freu mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch.
(Eintrag vom 13.07.2011 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Joshua Förg:   Wurde eigentlich schon die Schneeleopardenanlage fertiggestellt?
(Eintrag vom 13.07.2011 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Joshua Förg:   Ich bin von dem Schneeleopardengehege, dem Löwengehege, der Nebelwaldanlage und dem Semiengehege in Zürich begeistert!
(Eintrag vom 12.07.2011 zum Thema "Die schönsten Gehege")
Michael Mettler:   @Liz: Aus älterer Literatur habe ich in Erinnerung, dass Jaguare, Leoparden, Schneeleoparden und Pumas zur Überwindung senkrechter Hindernisse eine besondere Sprungtechnik beherrschen sollen, nämlich den Sprung "über Eck" - soll heißen, sie springen an einer winkligen Stelle hoch gegen eine Wand (oder ein Gitter), stoßen sich von dort in Richtung der anderen Wand (oder des dortigen Gitters) ab und nutzen den Schwung zum Erreichen einer Höhe, die sie im einfachen Senkrechtsprung nicht schaffen würden. Ähnliches soll in der Waagrechten für die Überwindung von Gräben gelten, wo die Katze statt des einfachen Weitsprungs über den Graben einen Umweg gegen die Seitenwand neben dem Graben und von dort zur abgewandten Grabenseite nehmen würde. Leichter Körperbau sei dabei von Vorteil, und aus diesem Grund sollen Löwen und Tiger diese Technik nicht gut genug für Zooanlagen beherrschen, weil sie schlichtweg zu groß und zu schwer sind. Von den oben genannten Arten wäre nun der Jaguar die am massigsten gebaute, also müsste in der Theorie (!) die Sprungkraft der drei anderen Arten größer seien. Sprungkraft dabei im Sinne des Zusammenspiels aus Sprungtechnik und möglicher Reichweite.

Dass Löwen und Tiger durchaus das Prinzip des Sprungs über Eck behherschen, habe ich schon in Circusdressuren gesehen, wo die Tiere von einem Postament gegen das Seitengitter und von dort auf ein anderes Postament sprangen. Aber das war eine Gesamtdistanz, die sie auch im direkten Sprung geschafft hätten.
(Eintrag vom 05.07.2011 zum Thema "Zoos in Asien")
Michael Mettler:   @Sacha: An die Salzburger Anlage erinnere ich mich nicht und habe auch kein Foto, aber Rostock hat einen sehr hohen Zaun ohne Überhang, dessen oberster Bereich aus E-Drähten besteht (siehe Foto) - vielleicht sind auch am Gitter selbst noch irgendwo welche angebracht, darauf habe ich nicht geachtet.

Übrigens gibt und gab es ja auch oben offene Anlagen für Leoparden und Schneeleoparden in Europa, deren Sprungkraft die des Jaguars schon aus Gewichtsgründen übertreffen dürfte - siehe wiederum Salzburg (Leopard) und Rostock (Irbis), aber auch Wildpark Lüneburger Heide (Irbis) und meiner Erinnerung nach Staßfurt (Leopard).
(Eintrag vom 05.07.2011 zum Thema "Zoos in Asien")
Steffen Purgander:   So wie versprochen komme ich jetzt zu den beiden tschechischen Zoo und zwar Usti und Dvur Kralove:
fangen wir mal mit dem Zoo Usti an ein schöner am Hang angelegter Zoo mit einen wie mans halt von Tschechien kennt tollen Tierbestand auch die Anlagen wobei auch hier natürlich wie fasst im jedem Zoo altlasten gibt z.B. die ganzen Kleinaffen Käfige, wenn man bedenkt was sich da so drin befindet wie Meerkatzen, Hutaffen, Haubenlanguren oder auch Guerezzas naja aber es gibt auch tolles wie das Elefantenhaus,Anoas, kleine Pandas,Nebelparder, Malaiischer Tiger, Schneeleoparden, Angola Löwen, Geparden mit schöner großen Aussenanlage, japanischen Serau und noch zu erwähnen den Vielfrass also da kann man nicht meckern da lohnt sich, wenn man in der Gegend ist auf jedenfall ein Besuch um sich diesen kleinen Zoo anzuschauen.
So dann kommen wir zu Kralove ich hatte davor ja schon viel gehört bzw. gesehen über das ein oder andere Video bei Youtube und ich muss sagen ich bin voll auf meine Kosten gekommen. Der sämtliche Huftierbestand oder generell der ganze Tierbestand war Gigantisch( große Gruppe Bongos, Okapis mit Rotducker,große Kudus mit Giraffen, Blessböcken,Marabus und Kronenkranichen Vergesellschaftet )zudem die Safari( die für mich etwas zu schnell ging) mit tollen großen Gruppen und ausreichend Platz obwohl zum Ende der Safari Nashörner und Co. doch mehr Platz zu stehen sollte (ja es gibt auch was negatives aber auch possitives es wird bald ein neues Menschenaffenhaus gebaut) aber der Zoo hat mir sehr gefallen und wer Huftiere in welcher Form auch immer mag der sollte sich diesen Zoo nicht entgehen lassen mir hats gefallen.
(Eintrag vom 27.06.2011 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Steffen Purgander:   Hallo Leute ich war mal wieder unterwegs diesmal im Zoo Dresden und 2 tschechische Zoo die ich auch noch kurz beschreiben werde aber in ihrem dazugehörigen Block, jetzt erstmal zu Dresden ich hatte nicht sehr viel Zeit diesen doch schönen nicht zu großen Zoo mir anzuschauen trotzdes war ich doch angetan von dem Brandeshaus das mir sehr gefallen hat voralldingen der Tierbestand der sich dort befand,zudem das Giraffenhaus, das ich persönlich aber anders gebaut hätte als was dort steht zuviel prunk aber die Aussenanlage war Ok mit Zebras.
Bei den Schneeleoparden wird eine neue Anlage gebaut das aber noch dauert wobei das Modell viel verspricht( wurde auch Zeit), auch die Pinguinanlage mit Unterwasserblick gefiel mir auch, doch man kann sagen viele coole Anlagen mit schönen Tierbestand für Freunde der auf einheimische oder europäische Vögel steht kann ich auch die Volieren bei der großen Geiervoliere empfehlen. Fazit: netter Zoo mit freundlichen Personl sowie natürlich was als erstes zählt Tiere mit ihren Anlagen.
(Eintrag vom 27.06.2011 zum Thema "Zoo Dresden")
Liz Thieme:   Kleiner Rückblick auf 2007/2008. Ende 2007 bekam die Zoohalle ein Großterrarium mit Wüstenbewohnern (Chuckwallas, Nachzuchten aus Halle). Sie sollten noch Gilas als Mitbewohner bekommen. Nun 3,5 Jahre später ist die ganze Zoohalle geschlossen und wird umgebaut. Die Mehrzweckhalle wurde 1965 in die Zoohalle „Troparicum“ umgebaut, dadurch wird der Umbau auch verständlicher. Der Neubau der Halle war 2008 schon als Zukunftsprojekt vermerkt.
Aber 2008 war auch schon was anderes geplant. Der Bau der Raubkatzen-Anlagen für Löwen, Tiger und Leoparden sollte Mitte 2008 begonnen werden, hier wurde mit ca 1 Mio. Euro gerechnet.
Ebenfalls zur gleichen Zeit sollte ein Wildschweingehege beim Hela-Eingang entstehen. Ebenfalls sollte die Flamingo-Anlage neu geplant und wiederbesetzt werden. Umsetzungsdatum aufgrund der Kostensituation war damals unklar.

Projekt Maritimum: 2002 wurde die Seehund-Anlage erweitert zur Robbenbucht. Felswände und Strandbereiche mit Strandkörben sind vor kurzem eröffnet worden (siehe unten). Beete mit Küstenpflanzen werden das Bild abrunden. Im gleichen Zuge wurde der Notausgang neugestaltet. Die frühere Flamingoanlage ist zur Stelzvogelvoliere umgebaut worden. Diese soll aber noch ein Winterquartier für empfindlichere Arten integriert werden. Je nach Kosten der Raubtieranlagen wird hier noch weiter umstrukturiert.
Der Bau der Raubtieranlagen haben entgegen der Planung im Herbst 2010 begonnen. Je nach Quelle wird mit Indischen Löwen, Sibirischen Tigern und Braunbären geplant (Zooheft) oder noch zusätzlich mit Schneeleoparden (Bauschild und Zooführer). (siehe Foto)
Für die Bärenanlage wurde der von Borkenkäfern befallener Fichtenbestand entfernt, die Buchen sollen möglichst erhalten bleiben. Große Panoramascheiben ermöglichen später dann hoffentlich gute Einblicke.
Nebenan ist schon für die Tiger-Anlage angefangen worden. Nach dem Umzug der Bären in ihr neues Gehege, wird ihr jetziges renoviert und Rothunden zur Verfügung gestellt werden. Auch hier sollen dann Glasscheiben die Einsicht verbessern. Zwischen den Anlagen der Rothunde und Bären wird es eine Verbindung geben. Später soll die Wohngemeinschaft mit Kragenbären erfolgen.

Der Umbau der ehemaligen Leopardenanlage für Buntmarder ist äußerst gut gelungen. Das Weibchen Asja war zu sehen, wenn auch schlafend. Man hofft noch dieses Jahr ein Männchen für sie zu bekommen.
Die oben genannte Wildschweinanlage ist heute auf dem Plan zwar als neues Gelände eingezeichnet, aber nicht beschildert. Wenn man davor steht, sieht man nur abgeholzte Bäume und scheinbar eine Baustelle. Allerdings ist eine Küstenvoliere im Eingangsbereich schon eingezeichnet, die noch nicht besteht (hier sollen laut Zooführer die Weißstörche aus der Stelzvogelvoliere einziehen) und auch der neue Bärenpark ist schon als Nummer drin, sowie die Rothunde und alles ohne Baustellenschild.

Aber beginnen wir mal mit dem Rundgang.
Laut Plan Nr 1: Küstenvoliere mit Weißstörchen, noch im Bau. Nr 2: die Voliere der Gelbkehlfrankoline an der Zoohalle war leer, vermutlich auch wegen des Umbaus der Halle. Danach folgen die Stachelschweine. Deren Anlage erinnert mich an alte Saubuchten. Die Falknerei mit Flugschau sah gut bestückt aus, angesehen habe ich sie mir nicht. Schade war hier nur, dass nicht alle Vögel einen Sonnenschutz hatten. Denn bei solchem Wetter, wie es an dem Tag war, die ganze Zeit in der prallen Sonne zu sitzen ist sicherlich nicht so angenehm. Hinter der Falknerei findet man ein Dorf mit Jurten, die jedoch geschlossen waren. Die Elefantenanlage lässt sich gut mit dem Turm überblicken. Allerdings fand ich es schon beeindruckender oberhalb der Anlage zu stehen und nur einen Bruchteil zu sehen, weil das Gehege eine Hanglage hat. Die Kühe, die aus Benidorm kamen, sind von den Kühen aus Dublin getrennt, da Rani nur Buria in ihrer Nähe duldet. Man kann nur hoffen, dass sich hier die Situation noch entspannen wird. Der Mantelpavianfelsen wurde für diese 1996 eröffnet. Weiß jemand was hier vorher war? Bezüglich der folgenden Anlagen siehe oben bei den Raubtieranlagen. Gefreut hatte ich mich besonders auf die Dingos, die leider keine Welpen hatten. Aber die drei waren trotzdem schön anzusehen. Hingegen fand ich die Nachbaranlage, der Giraffe und Zebras (getrennt), sehr trübselig. Hoffentlich wird dieser Bereich auch irgendwann mal verändert. Die Strauße waren ebenfalls von den anderen Arten abgetrennt. Gegenüber lagen die Timorhirsche faul herum. Vergeben fand ich auch den Platz für die Sikas. Eine solch kleine Gruppe für diese Anlage ist enttäuschtend. Hier könnte man die Anlage mit ihrer vielfältigen Gestaltung besser nutzen. Nebenan sah ich nur ein oder zwei Hochlandrinder. Dies zieht sich durch den ganzen Zoo, von jeder Art werden sehr wenige Tiere gehalten.
Neben dem Gehege für Thüringer Waldziegen bewohnen Alpakas und Nandus ein Waldstück mit vorgelagerter Wiese. Die Ponys (im Plan hier als Shetlands ausgewiesen, am Gehegeschild nur „Pony“) sahen sehr unterschiedlich aus, ua. wie kleinere Dülmener oder Tarpans. Überaus positiv finde ich den Biberteich mit ausgewiesenen Elbe-Bibern. Leider konnte ich keine Biber entdecken, aber auch nicht verwunderlich bei so viel Vegetation. Bentheimer Landschafe füllen den Platz für regionale Tiere. Emus und Bennetts, sowie Hausesel und Dromedar folgen. Ebenfalls vorhanden sind noch Volieren der Fasanerie, die leider ihrem Namen auch kaum noch die Ehre erweist. Verschiedene Haustiere folgen.
Dann wurde der Hunger versucht zu stillen, leider kann man hier keine Sterne an den einzigen Kiosk im Zoo vergeben.
Anschließend ging es zu den Orang-Utans, die das Wetter draußen genossen. Die Hulmans teilten sich auf, wobei hier eher die Ruhe wichtiger als die Bewegung war. Bei den Orang-Utans fand ich das Schild (siehe Thread: Besucher), dass ich nicht sehr positiv fand, da man gleich von einem Unwissen der Besucher ausgeht.
Positives gab es dann beim Buntmarder und bei den Nerzen, die im Gegensatz zum Buntmarder sehr agil waren und man sie trotz üppiger Vegetation immer wieder zu Gesicht bekam. Ein weiteres Zeichen alter Zeiten war die Erdmännchenanlage von 1988. Erstaunt hat mich die Außenanlage der Wickelbären, die aber hier nicht zu sehen waren. Ein fast leerer Ententeich folgte und über die Seehundanlage und Stelzvogelvoliere ging es dann zum Ausgang.
Ein weiterer positiver Punkt, der in Erinnerung bleibt, sind die freundlichen und sehr zuvorkommenden Mitarbeiter an der Kasse.
Es war ein schöner Tag in Neunkirchen und ich bin auf die kommenden Projekte sehr gespannt.
(Eintrag vom 08.06.2011 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Mel:   Ich habe gerade durch Zufall auf einer für das Prof. Brandes Haus, die Planung für die Schneeleoparden Anlage entdeckt. Leider finde ich im Moment die Planung nicht in einer besseren Auflösung aber so fern ich bei mir fündig geworden bin, reiche ich das nach. so lange muß dies hier leider ausreichen. Aber ich denke es ist ausreichend um einen Eindruck zu gewinnen und etwas aufschlussreicher als die Skizze von der HP.
(Eintrag vom 07.06.2011 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Liz Thieme:   huch, Michael ich habe deine Frage total übersehen. Ja, es ist die Anlage der Schneeleoparden gemeint. Ich habe mich auch gewundert, wo plötzlich die Fläche geblieben ist. Waren die 2000m² inkl Besucherbereich oder wurde jede Stufe etc im Fels mitgerechnet?! Oder ganz was anderes..
(Eintrag vom 09.05.2011 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Oliver Jahn:   Ich habe es leider noch immer nicht richtig verstanden und gebe auch gern zu, dass ich da kein Experte bin, aber ich wüsste es gern etwas genauer.
Es gibt zur Zeit 4 Tiere in Europa. Davon 4 in Berlin. Welche Alternative gibt es da zu einem "Alleingang"?
Wer ist denn Koordinator der Zucht von Java-Leoparden in Europa? Wem also könnte der Tierpark sich entziehen? Und warum, wenn es doch der Tierpark z.B. bei den China-Leoparden, den Schneeleoparden und etlichen anderen Arten auch nicht tut.
Auch ich respektiere Ihre Meinung, trotzdem würde ich die Argumentation gern verstehen.
(Eintrag vom 19.04.2011 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Oliver Jahn:   @BjörnN, ich möchte mich der Frage von Henry Merker hier einmal anschließen. Woraus begründet sich Ihre Aussage?
Wenn ich nur in die letzten drei Jahresberichte des TP schaue, dann kann ich nachlesen, dass man sich dort gerade mit den Großkatzen an fast allen EEP beteiligt. Unter anderem auch bei den China-Leoparden, beim Schneeleoparden und beim Indischen Löwen.
Was mehr müsste der TP also Ihrer Meinung nach tun, um auch in Ihren strengen Augen koordiniert zu züchten?
(Eintrag vom 19.04.2011 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Niedersachse:   Die alte Anna, also die Schneeleopardin, ist inzwischen verstorben.
(Eintrag vom 07.04.2011 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Mark Meier:   @Michael Mettler:
Ja, Ziesel wären auch ganz schön. Ich kenne mich nicht weiter mit denen aus, aber es könnte passen.

Ich finde die Gebirgsanlage übrigens schon jetzt attraktiv, aber sie ist halt etwas weit weg für viele Besucher. Vielleicht bekommt sie dann ja wenigstens einen zweiten Zugang z.B. vom Giraffenhaus aus. Ich denke die neuen Arten sind schon ganz gut ausgewählt - zumindest besser als die im restlichen Bereich. Ein Grizzly wäre natürlich auch super und würde zudem ein etwas runderes Bild schaffen als zu viele weitere Huftierarten. Aber wir haben ja keinen Einfluss. Ich hätte sonst auch schon die Schneeleoparden in den Asien-Teil eingebaut und auch die Wölfe irgendwo eingebunden ;)

@Ronald Masell:
Ist die Taste festgeklemmt??? ;) Gegen Erdmännchen hätte ich eigentlich gar nicht mal was. Nur gibt's die schon im Zoo und der Tierpark hat bereits die Zebramangusten im Kleinkatzenbereich.
(Eintrag vom 06.04.2011 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Liz Thieme:   In Karlsruhe passiert was. Die Anlage der Schneeleoparde wird doch noch in diesem Jahr eröffnet werden können. Scheinbar schon recht bald, denn eine Jungkatze ist nun aus Magdeburg nach Karlsruhe gezogen. Nun gibt es zwei Annas - eine alte und eine junge.
(Eintrag vom 05.04.2011 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Michael Mettler:   @Liz: Und für welche Tiere ist diese Anlage gedacht? Ist das die unten erwähnte Schneeleopardenanlage, die dort noch mit 2.000 m² angegeben war?
(Eintrag vom 28.03.2011 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Jan Eberhard:   @Mark Meier
Also eine Pflegerin hat mir bei meinem letzten Besuch erklärt, dass seit 3-4 Jahren die Tropenhalle im Brehm-Haus bzw. auch das Haus an sich saniert werden soll(en). Ist wohl wieder für dieses Jahr angesetzt. Man wird sehen. 1,2, 4 und 5 sind Projekte, die vom Förderverein unterstützt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist somit denke ich ganz gut, dass die so kommen. Von großen Sanierungen bzw. Neubauplänen weiß ich aber nichts Aktuelles.

Übrigens habe ich bei einem anderen Besuch beobachtet wie sich die Riesenseeadler beim Brüten abwechseln. Echt ein schöner Anblick. Man merkt auch allgemein, dass viele der Tiere jetzt aktiver werden und dass auch das Paarungsverhalten zunimmt. Bei den Schneeleoparden muss sich das Weibchen mitunter sehr wehren... Die Varis strecken manchmal schon die Nase aus der Box, aber viel habe ich noch nicht von ihnen gesehen. Die "Saison-Affen", Dickhäuter und Raubkatzen sind jetzt teils länger auf den Freianlagen. Zudem waren auch die Flamingos draußen und die Kängurus hoppeln mehr herum. Es wird langsam wieder richtig schön.
(Eintrag vom 18.03.2011 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Michael Mettler:   @Sacha: Wo setzt du eigentlich die "Südgrenze" für "nordische" Arten? Wäre z.B. der Schneeleopard für dich noch "nordisch"?

Bremerhaven hatte früher sein Spezialgebiet "nordische Tierwelt" so definiert, dass nicht der Breitengrad oder auch nur die Erdhalbkugel zählte, sondern der Lebensraum, womit auch Hochgebirgstiere aus aller Welt hinzuzählen würden. Tatsächlich handelt es sich dabei ja nicht selten um Arten, die in Kaltzeiten im Tiefland lebten und sich erst nach dem Abklingen der Eiszeit nach Norden und in die klimatisch entsprechenden Gebirgslagen zurückzogen (bei uns z.B. Schneehase und Schneehuhn) - genauso wie übrigens die Vegetation. Inhaltlich würde eine solche Auslegung des Begriffes "nordisch" also durchaus Sinn machen. Dann könnte man den Wildpark allerdings auch gleich zum "Eiszeitpark" umtitulieren ;-)
(Eintrag vom 11.03.2011 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Gudrun Bardowicks:   Mit Südamerikanischen Nasenbären, Wasserschweinen, Andenkondor und Karakara gibt es schon einige weitere Südamerikaner im Wildpark Lüneburger Heide.

Wenn sich der Wildpark zu einem Tierpark mit einem Schwerpunkt bei Tierformen gemäßigter und kalter Zonen entwickeln würde, wären neben den von MM genanten Arten auch noch viele weitere interessante Formen möglich, z.B. Puma, Takin, Goral, Eisbären, Guanakos, Berberaffen, Blauschaf und Japanmakak. Da es im Wildpark bereits viele nichteuropäische Arten kühler Klimazonen und Gebirge gibt könnte ich mir eine entsprechende zukünftige Spezialisierung des Wildparks Lüneburger Heide sehr gut vorstellen. Ich sehe so eine Veränderung auch nicht negativ, da der Anfang einer solchen Umstrukturierung hinsichtlich des Tierbestands ja bereits gemacht wurde. Ich denke hier nur an die dort bereits lebenden Präriehunde, Schneeziegen, Schneeleoparden, Sibirische Tiger und die oben bereits genannten Arten.

Alpakas gibt es übrigens bereits seit 2 oder 3 Jahren im Wildpark Lüneburger Heide. Sie bewohnen die ehemalige Heidschnuckenanlage gegenüber den Mufflons, Greifvogelvolieren und Präriehunden. Bisher waren sie mit Girgentanischen Ziegen und den Heidschnucken vergesellschaftet.
(Eintrag vom 11.03.2011 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Jürgen Born:   Ich bitte meinen Irrtum zu entschuldigen, es handelt sich natürlich um nordchinesische Leoparden.
Tatsächlich war ich mir sogar unsicher, aber auf der Hagenbeck "Unsere Tiere"-Liste finden sich unter "Chinesisch..." nur die Muntjaks. Da hier im Forum Schneeleoparden bereits mehrfach erwähnt wurden, hatte ich diese noch im Hinterkopf. Seit '81 hätte ich das Schild am Gehege aber wieder einmal lesen können, ich gelobe Besserung. ;-)

(Eintrag vom 16.02.2011 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Gudrun Bardowicks:   Es wird sich in der Tat wohl eher um Jungtiere bei den Chinesischen Leoparden handeln und nicht um Schneeleoparden. Schneeleoparden gibt es im Tierpark Hagenbeck aktuell nicht.

Hoffentlich wachsen dieses Mal die Jungtiere wirklich auf.
(Eintrag vom 16.02.2011 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Henry Merker:   Schneeleoparden lebten definitiv von 1979 bis 1981 bei Hagenbeck. Aktuell dürfte es sie eher nicht geben; es sei denn, seit Augsut 2010 hätte sich in dieser Richtung was getan...aber der Beitrag verweist eher auf die Chinesischen Leoparden...
(Eintrag vom 16.02.2011 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Jan Jakobi:   Seit wann gibt es Schneeleoparden bei Hagenbeck?

Es gibt nur Chinesiche Leoparden bei Hagenbeck.

(Eintrag vom 16.02.2011 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Jürgen Born:   Es gibt aktuell wieder 3 Schneeleoparden Jungtiere!
Hoffentlich steht die Aufzucht dieses Jahr unter einem besseren Stern...

Heute habe ich auch zum ersten Mal den diesjährigen Wasserschwein Nachwuchs gesehen (ebenfalls 3 Jungtiere),
wie immer sind die Kleinen sehr niedlich. Erstaunlicherweise scheint ihnen der Schnee nichts auszumachen.

Betrüblich stimmt mich allerdings, dass die Marabus der Afrika Anlage abgegeben wurden.
Es war doch eine ganz andere Attraktion den Tieren praktisch direkt gegenüber zu stehen, wenn sie auf der Mauer für die Besucher posierten. Das verbliebene Paar auf der Giraffen Anlage ist dafür kein Ersatz.
Da nimmt sich Hagenbeck wieder einmal ohne erkennbare Not eine kleine Attraktion - sehr schade.

(Eintrag vom 16.02.2011 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Sacha:   Also erst mal vielen Dank für Euer Lob und für Eure Vorschläge.

Etwas gleich vorweg: Im neuen Bioparc in Valencia gibt es mehrere Kombis von Gorilla/Meerkatzen/Mangaben/Drill/Sitatunga/Hornrabe u.a. (Bilder und Texte in E auf www.zoochat.com). Ich werde mir aber noch selber ein Bild machen, denn der Urlaub Ende Juni/Anfang Juli führt mich dahin (und wohl auch ins Oceanografic)...:)

Zur Pampasanlage: Klar würden Riesenotter sich dort gut machen, aber wie @MM schon selbst erwähnt hat, wäre dafür (noch) ein zusätzliches Warmhaus nötig. Die zweite Variante, also die "Durchmarsch-Kombi" Pinguin/Guanako finde ich aber sehr reizvoll. Ich weiss nur nicht ob das veterinärmedizinisch bedenklich ist. Ein Teil des Kotes der Fischfresser wird wohl auf dem einen oder anderen Weg von den Guanakos, Maras und Nandus aufgenommen werden. @Ulli: Stimmt, die Pampasbewohner sind nicht sonderlich bedroht, sie würden dan Bereich Südamerika aber schön komplettieren.

Auch das Amazonienhaus möchte ich beibehalten. Das heisst ja nicht, dass man auf interaktive Elemente verzichten muss. Sie sind zwar nicht mein Geschmack, könnten aber sowohl hier wie im Afrikahaus zum Zuge kommen. Aber vor die Wahl gestellt: Interaktiver Schnickschnack oder Tiergehege würde ich mich fast immer für Letzteres entscheiden.

Auf den Australienteil würde ich in keinem Fall verzichten: Erstens könnte sich Saarbrücken damit gut von der unmittelbaren Konkurrenz (Neunkirchen, Amnéville, Landau) abheben und zweitens erfährt der Bereich Madagaskar schon ohnehin eine Vergrösserung, da sämtliche nichtmadegassischen Tiere aus dem Haus und den umliegenden Anlagen ausziehen würden. Eine Möglichkeit wäre, das 1 oder 2 Lemurenarten die Insel im "Victoriasee" nützen könnten. Allerdings wäre dann mein möglichst originalgetreues Geokonzept dahin.

Zum Verzicht auf den Streichelzoo: Der ist ja nach wie vor vorhanden. Die Afrik. Zwergziegen liegen direkt gegenüber von den Hauskamelen, die man unter Aufsicht auch Streicheln könnte. (auch an Kamelreiten zu einem möglichst geringen Preis habe ich gedacht). Weiter könnte man die Anlage so konzipieren, dass die Fettsteissschafe, junge Kamele (und ggf. Hausesel) in einen abgetrennten Streichelbereich schlüpfen könnten.

@Ulli: Auch ich halte die Seehundanlage in ihren geplanten Dimensionen für misslungen. Aber am Standort könnte sie bleiben.

Zu den Bedenken wegen der Verträglichkeit der Spitzmäuler: Die teile ich mit Euch. Aber wenn Saarbrücken schon diesen Versuch wagen will, warum nicht? Allerdings sind die Elenantilopen vielleicht doch nicht die beste Idee. Also würde ich entweder ganz auf sich verzichten (dann hätten die Spitzmäuler sogar drei Anlagen nur für sich), oder auf Flachlandnyalas wechseln. Die Nutzfläche für die Spitzmäuler will ich generell nicht zu Gunsten einer anderen Art (Hyäne) verkleinern, denn im Gegensatz zu den Bemühungen, die man in letzter Zeit in die Zucht der Breitmäuler gesteckt hat, fristen die Spitzmäuler immer mehr ein Stiefmütterchendasein. Also - auch wenn die Breitmäuler generell verträglicher sind - kein Tausch der beiden Nashornarten.

Auf Europa und Nordamerika habe ich bewusst verzichtet, da diese 1. in den direkten Konkurrenzzoos gut vertreten sind, 2. meist auch leicht in einem Wildpark gehalten werden können und 3. gerade von den nordamerikanischen Tierarten in unseren Zoos nur ganz wenige vorhanden sind, die vom Aussterben bedroht sind und somit besondere Zuchtmassnahmen benötigen.

Die Magots sind zwar winterhart, aber passen in den Lebensraum von Gorilla und Co. wie Angela Merkel in die Miss-Germany-Wahl. Neh, geht gar nicht. Abgesehen davon gibt es u.a. im Elsass einen Affenpark mit Magots und Amnéville hält sie auch. Dann lieber ein leeres Gehege im Winter. Oder man nutzt es für Künstler, die Schnee- und Eisskulturen darin ausstellen können.
Die Kombi Gorilla/Guereza würde ich schon eher in Betracht ziehen (was im Winter nichts ändern würde). Aber obwohl in vielen Zoos diese Kombi klappt, passt das nicht in mein Geokonzept.

Natürlich könnte man den jetzigen Schimpansentrakt für Malaienbären nutzen. Allerdings würde dann der schöne Afrikabereich "unnötig" unterbrochen. Ausserdem: Gab es nicht haufenweise Klagen, dass sich alle Zoos nur auf Gorillas und Orangs konzentrieren würden und die Schimpansen links liegen lassen. Und nun soll Saarbrücken die Schimpansen abgeben, obwohl man zumindest deren Aussengehege vergrössern könnte?

Die Yaks rüber zu den Davidshirschen und dafür Schneeleoparden oder Himalayatahre ins alte Yakgehege? - Gute Idee. Auch der Australienteil an dieser Stelle ist eine Ueberlegung Wert. Allerdings weiss ich nicht, wie gut die Oestlichen Riesenkänguruhs und die Emus mit dieser Hanglage zurechtkommen würden. Und die Riesen würde ich keinesfalls abgeben wollen, sondern vorher die Allerweltsbennetts.

@Mel: WC bei den Pandas ist angedacht:). Imbissbude denkbar, sofern sich das mit den Freigängern vereinbaren lässt.

Warum aber auf die Riesentrappen verzichten? Die Gehege in Nürnberg und Duisburg dürften nicht (viel) grösser sein (und in vielen US-Zoos auch nicht) und trotzdem klappt die Haltung (und teilweise Zucht) gut.

Soweite erst mal meine Stellungnahme. Weitere Anregungen und Kritiken sind willkommen...
(Eintrag vom 06.01.2011 zum Thema "Eure planung")
Liz Thieme:   Nächstes Jahr im Oktober soll die zukünftige Schneeleopardenanlage eröffnet werden. Spatenstich für die 2000m²-Anlage gegenüber des Brandes-Hauses ist für den April geplant. Die Gelder sind im städtischen Haushaltsplan mit eingeplant (850000€).
(Eintrag vom 18.11.2010 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Mirko Schmidkunz:   Die Rotducker haben Nachwuchs. Ich meine, es ist ein Jungtier. Besonders faszinierend zu beobachten, war das gemeinsame Mal der Schneeleoparden-Familie direkt am Zaun.
(Eintrag vom 15.10.2010 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
Dirk Jacob:   Vielen Dank an alle Tipps, die bisher per Email eingegangen sind. Ein Erfolg ist insoweit schon einmal zu vermelden,
das die neue Adresse des Zuchtbuchführers jetzt bekannt ist. Das Zuchtbuch der Schneeleoparden wird weiterhin
von Herrn Blomqvist geführt. Dieser ist aber seit 01.01.2010 in "Nordens Ark" in Schweden tätig. Werde es also dort
einmal versuchen. Halte Euch auf dem laufenden.
(Eintrag vom 16.09.2010 zum Thema "Zuchtbücher")
Dirk Jacob:   Hallo,
hat hier schon jemand Erfahrung mit dem Zoo in Helsinki bezüglich des Zuchtbuchs der Schneeleoparden?
Sowohl eine direkte Anfrage von mir als auch eine Weiterleitung über einen "Vermittler-Zoo" blieben unbeantwortet
:-(
Und die direkte Email-Adresse des Herrn Blomquist ist mir nicht bekannt.
(Eintrag vom 15.09.2010 zum Thema "Zuchtbücher")
Dirk Jacob:   Hallo zusammen,

nach längerer Zeit des stillen Mitlesens habe ich mich nun doch mal angemeldet.

Mein Name steht ja links, beruflich bin ich Chemikant bei einer Spezialchemie-Firma in Leverkusen.
Demzufolge wohne ich genau zwischen Köln und Düsseldorf, so das ich es nicht weit zu den ganzen
NRW-Zoos habe. Häufig findet man mich daher in Wuppertal und Krefeld, wo ich auch jeweils einen
Schneeleoparden als Patentier habe.
Ansonsten habe ich schon Köln, Duisburg, Münster, Neuwied, Dortmund, Frankfurt, Nürnberg, Halle,
Leipzig, Dresden, Chemnitz, Arnheim und Zürich besucht.

Lieblingstier(e): Schneeleopard und alle anderen Katzenarten
Bestes Erlebnis: Persönlicher Kontakt mit einem Schneeleoparden

DJ
(Eintrag vom 14.09.2010 zum Thema "Das Forum stellt sich vor")
Liz Thieme:   Auf den Spuren von Goethe,... so könnte man meine zwei letzten Besuche in frankfurtischen Einrichtungen nennen, die ich vor einiger Zeit gemacht habe. Denn zum einen hat der Palmengarten eine Ausstellung Goethe gewidmet (aber nicht mein Besuchsgrund!), zum anderen wurde das Senckenberg-Museum von Goethe angeregt.
Das Senckenberg Museum gilt nach dem Berliner Museum für Naturkunde als zweitgrößtes Museums Deutschland dieser Art. Draußen wird man schon von Dinosaurier-Plastiken begrüßt und für viele mag der Dinosauerier-Saal faszinierend sein. Doch wirklich anders oder besonderer als meine bisherigen Dino-Ausstellungen war es keineswegs. Die Säugerabteilung hat einige besondere Arten im Repertoire, doch in der Menge gesehen recht wenige Tiere. Da hat so manches kleinere Museum eine bessere Ausstellung. Insgesamt waren es wohlproportionierte Präparate bis auf den Schneeleoparden und die Löwen, die aber typische Fehlpräparations-Tiere sind. Leider stand nicht überall dran, wann die Tiere präpariert waren. Aber ein Vogelliebhaber der wird ins Schwärmen geraten, auch ich fand so manches Präparat sehr besonders, wie zB die Paradiesvögel.
Schön finde ich den Amphibien- und Reptilienbereich. Manche Vitrine ist besser ausgestattet als so manches Terrarium, leider unbeschriftet.
Das Einzige was ich mir nicht genauer angeguckt habe, waren die Fossilien und was ich gar nicht angeguckt habe war die Geologie. Davon hat man in Museen wir in Holzmaden mehr und ich inzwischen genug.
Die Beschilderderung ist sehr wechselhaft. Mal sehr ausführlich, mal nur den Tiernamen. So wurde beim Flachlandtapir nur ein Jungtier gezeigt ohne dies zu vermerken.
Das Senckenberg-Museum ist eigentlich ganz gut, doch auch irgendwie enttäuschend. Ich finde Berlin da doch wesentlich besser (New York mal ausgespart). Der Shop ist typisch für die heutige Zeit, aber eine recht umfangreiche Buchabteilung. Eine Chronik oder Wegbeschreibung gibt es nicht bzw nicht auf deutsch und der englische Ausstellungsführer ist veraltet. So wie es aussieht wird es wohl in naher Zukunft auch kein neues solches Buch entwickelt.
Vorteil ist, dass man vom Museum zum Palmengarten innerhalb weniger Gehminuten kommt und dann auch von dort mit der U-Bahn innerhalb weniger Minuten bis zum Zoo durchfahren könnte. So dass man alle drei Einrichtungen an einem Tag angucken könnte. Extra fürs Museum anfahren würde ich nicht machen.
(Eintrag vom 01.08.2010 zum Thema "Naturkundemuseen")
Michael Beckes:   Schneeleoparden im Tiergarten geboren
22.07.10

Im Tiergarten der Stadt Nürnberg kamen am 29. April 2010 nach einer etwa hunderttägigen Schwangerschaft zwei Schneeleoparden auf die Welt. Die beiden Töchter von Pia und Indra - Kim und Mia - waren wie alle neugeborenen Schneeleoparden dunkel gezeichnet, blind und wogen - laut Literatur - knapp ein halbes Kilogramm. Bei der letzten Impfung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut am Donnerstag, 15. Juli 2010, hatten die beiden ein Gewicht von 4,8 bzw. 4,9 Kilogramm.


Erwachsene Schneeleoparden oder auch Irbis (Uncia uncia) genannt, haben ein hellgraues Fell mit schwarzen Flecken. Ursprünglich stammen die einzelgängerischen Großkatzen aus dem zentralasiatischen Hoch-gebirge und durchstreifen Höhen von 1.000 bis 5.500 Metern. An die dortigen Lebensbedingungen von eisigen 40°C unter Null bis zu hoch-sommerlichen 40°C sind die Tiere hervorragend angepasst. Eine bedeutende Rolle beim Schutz vor Kälte spielt ihr ungewöhnlich langer, dick mit Fell isolierter Schwanz. Die Schönheit ihres Fells weckt Begehrlichkeiten: Schneeleoparden sind nach wie vor durch Wilderei und illegalen Pelzhandel vom Aussterben bedroht. Schätzungen gehen von insgesamt 3 500 bis 7 500 wild lebenden Tieren aus. Die Weltnatur-schutzunion IUCN führt die Schneeleoparden als stark gefährdet.


Zoos versuchen im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) die Tierart zu erhalten. Anfang 2008 lebten weltweit in 205 Einrichtungen (ohne China) insgesamt 445 Tiere. Auf Empfehlung des EEP, das im Zoo Helsinki angesiedelt ist, konnte der Tiergarten Nürnberg 2006 zwei seiner Katzen gegen einen Kater tauschen. Heute lebt im Tiergarten das Schnee-leopardenpaar Pia und Indra. Pia ist am 12. Mai 2003 in Krakau (Polen) geboren und kam zusammen mit ihren beiden Schwestern im April 2004 nach Nürnberg. Als im August 2006 ihr Lebenspartner Indra (geboren am 2. Mai 2005 in Szeged) aus Ungarn kam, zogen die beiden Schwestern von Pia nach Japan beziehungsweise in die Tschechische Republik.
(Eintrag vom 22.07.2010 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
Karsten Vick:   Zum Vergleich hab ich mal den historischen Bauzustand aus der Chronik gescannt.Ich schließe mich Olivers Meinung an, es ist eine sehr schöne Nachbildung und gleichzeitig Weiterentwicklung des alten Hauses. Man sieht auf dem Scan die entgegengesetzte Seite von Olivers Foto und man sieht, wie die beiden anderen beiden Giebel auch bei dem Neubau gestaltet sind, als Spitzdach. Auf die neu besetzte Anlage freue ich mich schon sehr.

Gestern (@ Oliver: Warum eigentlich nicht schon letzten Donnerstag?!?) wurde der neueste Zuchterfolg der Öffentlichkeit präsentiert: die erste gelungene Naturaufzucht beim Schneeleoparden... Es ist ein kleines Weibchen.
(Eintrag vom 20.07.2010 zum Thema "Zoo Rostock")
Michael Beckes:   Hallo,
war heute mal weider da. Die Schneeleopardenkinder sind immer noch nicht zu sehen! Leider kein Pfleger zum Fragen da gewesen.

Ansonsten sind die drei Seelöwenjungen jetzt schon am schwimmen und gut zu beobachten.Mit den drei Jungtieren von diesem Jahr sind im Tiergarten Nürnberg bereits 46 Seelöwen herangewachsen.
(Eintrag vom 14.07.2010 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
th.oma.s:   geburten in dresden (ich ergänze mal)dieses jahr leider auch mit viel bitterem beigeschmack:2 männliche sumatra orangs; rothunde: drei jungtiere nach weibchenaustausch, mutter und Junge nach der geburt gestorben; schneeleoparden: zwei jungtiere nicht aufgezogen (zweite missglückte aufzucht in folge);kleine pandas: 2jungtiere nicht aufgezogen (neu zusammengestelltes paar); karakal: ein jungtier nicht aufgezogen; ture: 3 kitze, thare: 1 kitz, ein weibchen + zwei junge bei der geburt gestorben, 2 nyalas, 1 goral, 1 watussikalb aus dem spätherbst, 1 milu, 7 eisfüchse, bisher 4 kubaflamingos, div. kleinvögel, heilige und rote ibisse, löffler und ein brütender afrikanischer nimmersatt, 6 oder 7 humboldt-pinguine aus zweitbruten; ostafrikanische kronenkraniche; rotbüffel: kein zuchtbulle da; bantengs: 2 jungbullen sind noch nicht alt genug für diesjährige geburten. wohl mindestens 4 junge ziesel+ mir nicht bekannte zahl von nacktmullen.
(Eintrag vom 12.07.2010 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Michael Mettler:   @Niedersachse: Dann beschweren sich die Fotografen, dass man die Tiere so schlecht sehen kann :-D

Nach meinem Foto aus 2009 kann ich das mit der Schneeleopardenanlage bestätigen: Ein einzelner hoher, schmalkroniger Baum (Kiefer) ziemlich genau in der Mitte der Anlage - nicht gerade passend zu einem Hochgebirgstier ;-) Allerdings stehen die Bäume außerhalb an den Seiten des Geheges und hinter ihm bis dicht an den Zaun.
(Eintrag vom 07.07.2010 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Niedersachse:   Die Schneeleoparden Anlage hat im übrigen auch keine hohen Bäume in der Anlage, ich meine mit Ausnahme von einem Baum, ansonsten nur Sträucher.

Wenn in ein zwei Jahre die Büsche hochgewachsen sind und der Rasen höher ist, wird die Bewertung der Anlage schon ganz anders aussehen.
(Eintrag vom 07.07.2010 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Sven P. Peter:   Wo zuvor ein Mischwald mit Farnen und viel anderem Unterholz stand, ist nun bis auf drei Birken nur noch Wiese und Fläche wo mal Wiese wachsen soll! Grund dafür ist das Tigergehege welches hier gebaut wurde. Statt die Umgebung zu erhalten und ein Tigergehege zu bauen, welches dem Lebensraum dieser Großkatze entspricht, wurde alles kahlgeschlagen, ein mächtiger, grüner Maschendrahtzaun gezogen und zwei Blockhütten gebaut. Es gibt zwei Tigeranlagen, eine kleine und eine große, wobei aus dem Teich in der großen (Betonteich) ein überlauf in den Teich (auch Beton) in Anlage zwei erfolgt. Ohne einen die Teiche speisenden Bachlauf, wie z.B. bei den Schneeleoparden, wirken die Teiche noch seltsamer. In beiden Anlagen liegt ein großer Baumstamm. Ansonsten gibt es nur niedrige Pflanzen (außer drei Birken in der großen Anlage) und wild verteilte Steine. Und viel Rollrasen. Aus dem Besucherhaus, welches ein russisches Schild trägt für „Informationen für Besucher“ hat man einen guten Einblick in die Gehege. Genauso von einer Brücke am Rande der großen Anlage aus. Da die Tiger keinerlei Rückzugsmöglichkeiten haben sind sie auch durchgehend gut zu sehen. Während die Leoparden noch Höhlen haben, müssen die Tiger jedes Wetter ertragen. Schatten oder einen Regenschutz gibt es nicht. Insgesamt bin ich, abgesehen von der Beschilderung, extrem Enttäuscht von dem neuen Gehege.
(Eintrag vom 05.07.2010 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Sven P. Peter:   Vorbei an meiner Lieblingsanlage im Park, dem Schneeleopardengehege, und vorbei an dem Blockhüttenrestaurant kommt man durch ein großes Portal in den „Tundra Erlebniswald“. Selten habe ich einen solchen Wiederspruch auf einem Zooschild gelesen. Denn eine Tundra mit Wald ist… Auf jeden Fall keine Tundra mehr. Auch mit nur zwei Tundra-Arten in diesem Bereich (Polarwolf und Polarfuchs) ist der Titel unglücklich gewählt.
Statt des vorher hier befindlichen Eingangs zu dem Damwildgehege wird man nun, ohne dass dies der Wildpark beabsichtigt, auf ein Naturschutzthema aufmerksam gemacht: Die Abholzung der Wälder!
(Eintrag vom 05.07.2010 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Alexander Fuchs:   Die drei Schneeleoparden sind weiblich und sind wohl auf.
Bei den Hyänen sind es nur noch zwei Jungtiere. Das dritte hat man nicht wieder gefunden, so ist anzunehmen das es verspeist wurden ist.
(Eintrag vom 02.07.2010 zum Thema "Zoo Leipzig")
Michael Mettler:   @Sacha, zuerst zur letzten Frage: Kann ich dir auch nicht sagen.

Zum Kermode-Bär: M.W. war die Pazifikküste Kanadas, an der die Heimatinsel dieser Unterart liegt, selbst während der Eiszeit gletscherfrei, weshalb sie auch als potenzieller Einwanderungsweg des Menschen nach Amerika gilt. Zwar gibt es auch eine bläuliche Baribal-Variante, den "Gletscherbären", aber dieser lebt woanders und ist nach der Definition, die du unten für die Hundeartigen aufführst, dunkel. Beim Baribal scheint es mir insgesamt so zu sein, dass diese Art sich Farbmutationen "leisten kann", eben weil sie NICHT benachteiligt sind und deshalb auch keiner Selektion unterliegen. Das heißt ja nicht automatisch im Umkehrschluss, dass eine abweichende Färbung einen Vorteil bringen muss - sie kann auch schlicht von neutraler Bedeutung sein. Wie auch beim Braunbären, der - über das Gesamtgebiet der Art betrachtet - von schwarzbraun bis "syrisch-hell" mit allen fließenden Übergängen variiert und sich zudem noch teilweise Scheckung (weiße Abzeichen am Hals unterschiedlicher Ausdehnung) erlauben kann. Bis auf die Scheckung ähnelt dieses Farbspektrum durchaus dem des Löwen, bei dem zwar nicht das ganze Körperfell schwarzbraun sein kann, aber immerhin das Langhaar, und es alle Übergänge bis hin zu (fast) Weiß gibt.

Polarfuchs: Vergiss mal deine menschliche Perspektive von oben. Ein Lemming hat seine Augen ein bis zwei Zentimeter über dem Untergrund und damit unterhalb der Wuchshöhe vieler Tundrapflanzen, für den ist der Fuchs erst zu sehen, wenn es zu spät ist. Ich habe selbst etliche Arten von Kleinnagern gehalten und dabei immer wieder festgestellt, dass optische Eindrücke für sie eher unwichtig sind, so lange sie nicht von oben kommen (Greifvogelreflex). Dafür erschrecken sie beim kleinsten "unpassenden" Geräusch. Ich denke aber nicht, dass weiße Polarfüchse wegen ihrer Farbe auch leiser im Anpirschen sind... Vogelnester lassen sich von einem Fuchs ganz simpel mit dem Geruchssinn auffinden.

Südwölfe sind keineswegs immer heller. Der Iberische Wolf ist z.B. für meinen Geschmack erheblich dunkler als der Mitteleuropäer. Und vom Rotfuchs gibt es die meisten Schwärzlinge - bekannter unter den Namen Silberfuchs - in Kanada und Alaska, also in Gebieten mit langen Schneeperioden. Afrikanische Wildhunde als Savannenbewohner sind in Ostafrika überwiegend schwarz mit wenigen hellen Anteilen. Wüsten und Halbwüsten bewohnende Füchse sind m.W. vorwiegend nachtaktiv - nützt ihnen die helle Färbung da wirklich bei der Jagd auf ihre auf gleiche Weise getarnte Beute?

Schlangen: Richtig ist, dass es keine in ihrer Gesamtverbreitung komplett albinotische oder auch nur amelanistische Schlange (dazu zählen z.B. die so genannten "Albinos" von Kornnatter oder Tigerpython) gibt. Aber wir reden ja auch nicht über albinotische Großkatzen. Extrem hell gefärbte Schlangenarten/-unterarten mit pigmentierten Augen (> weißer Löwe)und/oder dunkler Musterung (>weißer Tiger, Schneeleopard) gibt es aber sehr wohl, und auch deren Farben sind ja irgendwann mal entstanden und haben sich gefestigt (bestimmt nicht als Anpassung an Gletscher...). Nicht wenige Schlangenarten leisten sich diverse Morphen nebeneinander, darunter auch extrem helle und extrem dunkle (z.B. Gartenboa, Kreuz- und Sandotter, Kapkobra - von letzterer lautet der wissenschaftliche Artname sogar "nivea" = schneeweiß!).
(Eintrag vom 01.07.2010 zum Thema "Weiße Löwen")
Michael Mettler:   @Sacha: Na also, das ist doch genau die Variante, die ich wie gesagt für wahrscheinlicher halte - der erste weiße Bär wurde in einer "unpassenden" Umgebung von braunen Bären geboren und kam darin trotzdem so weit zurecht, dass er oder seine Nachkommen später die Arktis erobern konnte, wo sie eine ökologische Nische nutzten. Ob dabei auch braune Bären mit eingewandert sind und sich nicht durchsetzten, spielt für das Endergebnis keine Rolle - so oder so muss es irgendwo beide Färbungen nebeneinander gegeben haben. Ist die neue Mutation rezessiv, wäre übrigens Inzucht der einfachste Weg, sie zu festigen - das zum Thema Gründung neuer Populationen... Auch der Kermode-Baribal kommt innerhalb der selben Populationen in zwei Morphen vor: weiß und schwarz. Wobei sogar BEIDE als Mutationen einer braunen Stammform denkbar sind.

Zum Polarfuchs: Die Quelle müsste ich suchen, in der es hieß, regional würde zwar immer eine der beiden Morphen vorherrschen, aber über das Gesamtverbreitungsgebiet betrachtet ist die weiße die seltenere. Aus der Pelztierzucht ist m.W. bekannt, dass sich das Weiß beim Polarfuchs rezessiv vererbt. Aber kehren wir zurück zum Ausgangspunkt: Du zweifelst den Jagderfolg und damit die Überlebensfähigkeit weißer Großkatzen an. Wieviel nützt denn dem Polarfuchs eine Tarnfarbe? Seine Hauptbeute sind Lemminge, bei denen der Gesichtssinn eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Im Winter halten diese sich unter dem Schnee auf, so dass der Fuchs nach ihnen buddeln muss - da ist seine Farbe wurscht. Im Polarsommer (ohne Dunkelheit!) hebt er sich aus ihrer Perspektive dunkel gegen den Himmel ab. An zweiter Stelle kommen die Eier und Jungvögel von Boden- und Felsbrütern - da erübrigt sich Tarnung. Aas läuft nicht weg, große Beute jagt er nur, wenn keine leichtere kleine verfügbar ist (was übrigens auch für Polarwölfe gilt, weil große Beute nun mal viel wehrhafter ist und somit Risiken birgt). Feinde sind allenfalls der Wolf (den es auf diversen polaren Inseln aber gar nicht gibt) und der Eisbär, aber auch dafür "lohnt" sich eine Tarnung kaum bzw. wäre eine der beiden Morphen immer die "gekniffene" - Wölfe reagieren mehr auf Bewegung denn auf Farbe.

Apropos Wolf: Auch der graue Wolf, den es zudem noch in etlichen Abstufungen und fließenden Übergängen zum weißen Wolf gibt, könnte bereits eine Variante mit Farbverlust sein; Südwölfe wie der Iberer und der Inder neigen jedenfalls deutlich zu rötlicherer und damit vermutlich stammesgeschichtlich älterer Färbung. "Grau" entsteht durch mindestens den Verlust oder die Verdünnung gelben Pigmentes - siehe auch Schneeleopard.

Schlangenmutationen setzen sich in der Natur nicht durch? Wie sind denn dann deiner Meinung nach die vielen unterschiedlichen Färbungen und Musterungen bei ihnen entstanden? Und auch bei allen anderen Tieren? Gab es die schon in der Ursuppe...?
(Eintrag vom 01.07.2010 zum Thema "Weiße Löwen")
Liz Thieme:   Ende des Monats wird der "Tundra-Erlebniswald" eröffnet. Neben der neuen Tigeranlage, die der Hauptanlass ist und eröffnet wird, gehört zu diesem Erlebniswald die Schneeleoparden-Anlage, die der Wölfe, Luchse, Marder und Elche.

Muss eigentlich jetzt alles mit "Erlebnis" betitelt werden, um Aufmerksamkeit zu bekommen? Ich erlebe immer was bei einem Zoobesuch, dafür brauch ich weder eine Erlebniswelt noch einen Erlebniswald.
(Eintrag vom 23.06.2010 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Michael Beckes:   Heute hab ich mal wieder die Zeit für einen Besuch gehabt. Muss mich ja eigentlich auf meine Prüfungen vorbereiten.
Aber wenn man schon ne Jahreskarte hat dann nutzt man sie auch.

Naja den 2 Schneeleopardenbabys scheint es gut zu gehen hab einen zuständigen Pfleger gefragt. Sie sind momentan noch im Stall und Hintergrunggehege. Wann sie ins Schaugehege kommen steht noch nicht fest.

Dort liegt lediglich Kater Kaschmier, der Vater der KLeinen, rum und genießt die Sonne
(Eintrag vom 20.06.2010 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
Andre Battermann:   Und nicht zu vergessen, die Schneeleoparden haben wohl auch Nachwuchs!
(Eintrag vom 09.06.2010 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
Liz Thieme:   @Michael, das habe ich verstanden, dass sie abends noch natürlich freundlich sind. Für mich kam es so rüber, als ob man früher ohne irgendwas als JK-Besitzer durchgewunken wurde, so wie Fließbandarbeit.

Eigentlich scheint an sehr vielen Orten gebaut zu werden oder ein Bau grad abgeschlossen worden zu sein.
Mal eine Übersicht (2009-<)


Bau abgeschlossen
Tierpark Gettorf: "Verrücktes Haus" - März 2010
Tierpark Neumünster: Pinguinanlage - Juli 2009
Zoo Wingst: Streichelzone - Ostern 2009
Zoo Grömitz: Schimpansenhaus - 2010
Tierpark Wismar: Erweiterung Luchsanlage - 2009
Tierpark Wolgast: Erweiterung Pferdeanlage - 2009; Präriehundanlage - 2009
Tierpark Bassum: Affen-Insel - 2009
Tierpark Thüle: Stachelschweinanlage - 2009
Vogelpark Marlow: Umbau Waldrapp-Anlage - Mai 2010; Krallenaffananlage - Mai 2010
Zoo Hannover: Yukon Bay - Mai 2010
Zoo Braunschweig: Affenhaus - April 2009
Zoo Eberswalde: Tigeranlage (insg. Gletscherlandschaften) - 2009
Tierpark Görlitz: Tibetdorf - August 2009
Zoo Aschersleben: Mini-Schweine - 2009; Vogelvoliere, Sanierung - Mai 2010; Abenteuerspielplatz - April 2010; Dschungelcafé - März 2010
Zoo Magdeburg: Zoo Eingang - 2009; Amazonienhaus - September 2009
Zoopark Erfurt: Flamingoanlage - Juli 2009; Damwildgehege - Mai 2010
Zoo Osnabrück: Unterirdische Zoo - 2009
Naturzoo Rheine, Storchen-Voliere - 2010
Allwetterzoo Münster: Sanierung Afrika-Savanne - 2009 & 2010; Außenanlage Goldene Löwenäffchen - 2010
ZOOM Gelsenkirchen: Asien - 2010
Zoo Wuppertal: Pinguinanlage - 2009
Zoo Köln: Hippodom - Mai 2010
Tierpark Aachen: Flamingoanlage - 2010; Liztaffenanlage - 2010; Eulenvoliere - Mai 2010; Wellensittichanlage - Juni 2009
Zoo Augsburg: Kattaanlage - 2009; Pavian-Rotbüffel-Anlage - 2009
Wilhelma: Eingang und Shop - 2009
Karlsruhe: Lebensraum Wasser - 2009
Zoo Landau: Tigeranlage (Umbau) - 2010
Zoo Neunkirchen: Ponygehege - 2009; Turopolje-Schwein-Anlage - 2010; Quarantänestation Greifvögel und Eulen - 2009/2010; Freiland-Terrarien - 2009/2010
Zoo Saarbrücken: Kea-Anlage - 2009
Tiergarten Mönchengladbach: Fuchsanlage - 2009
Tierpark Badpyrmont: Reptilienhaus - 2010




im Bau
Hagenbecks Tierpark: Eismeer - Eröffnung 2011
Zoo Grömitz: Bambushaus - Eröffnung 2010
Zoo Schwerin: Taubenhaus - Eröffnung 13.6.2010; Froschhaus - im Bau - Eröffnung 20.6.2010; Südamerikaanlage (?)
Zoo Rostock: Darwineum - Eröffnung 2012
Tierpark Wolgast: Spielplatz - Eröffnung 2010/201
Zoo Dresden: Prof.-Brandes-Haus - Eröffnung Juli 2010
Zoo Halle: Totenaffenhaus
Zoo Leipzig: Gondwanaland - Eröffnung 2011
Zoo Aschersleben: Ozelotanlage, Sanierung - Eröffnung 2010; Tigerland - Eröffnung 20.6.2010
Zoo Magdeburg: Africambo I - Eröffnung Juni 2010 (geplant war übrigends ursprünglixh Ende 2010)
Zoopark Erfurt: Afrikasavanne, Eöffnung 2010; Gepardenanlage; Affenhaus
Zoo Osnabrück: Takamanda, Eröffnung 19.6.2010
Zoo Dortmund: Rinderanlage, Eröffnung x
Zoo Neuwied: Exotarium, Eröffnung 2010
Tiergarten Nürnberg: Lagune (2008-2011)
Tiergarten Straubing: Streichelgehege
Tierpark Hellabrunn: Eisbärenanlage - Eröffnung 2010
Zoo Augsburg: Kapuzineranlage - Eröffnung 2010
Wilhelma: Affenanlage (2010-?)
Zoo Karlsruhe: Schneeleopardenanlage, Kleiner Panda Anlage
Zoo Heidelberg: Elefantenanlage - Eröffnung 2010
Zoo Landau: Zoogaststätte - Eröffnung August 2010; Watussistall - Eröffnung 2010 (später wohl für Antilopen); Luchsstall - Eröffnung 2010 (später für Waldhunde) (evtl sind letztere beide schon fertig)
Zoo Neunkirchen: Erweiterung Bärenanlage - Eröffnung 2011 (zukünftig Kragenbären und Rothunde); Krankenstation und Zootierarztpraxis - Eröffnung 2010; Watvogelvoliere - Eröffnung 2010
Zoo Saarbrücken: Zebramangusten, Gepardenhaus - Eröffnung 2010
Tierpark Perleberg: Umbau und Sanierung Sozialgebäude Futterküche; begehbare Voliere - Eröffnung 2010
Tierpark Bad Pyrmont: Erdmännchenanlage - Eröffnung Juni 2010
Tierpark Hamm: Eingang - Eröffnung 2010


Geplant
Tierpark Krüzen: Mäusehaus, Tropenhaus, Luchsanlage, Greifvogelvoliere (evtl. neue Anlagen für Polarfüchse und Präriehunde)
Tierpark Sassnitz: Frettchenanlage, Kinderspielplatz
Tierpark Stralsund: 3 Bauabschnitt des Schimpansenhauses, Leopardenanalge, hotsorische Mühle, Spielplatz
Tierpark Berlin: Bärenschlucht (Brillenbären), Beginn 2010
Zoo Berlin: Vogelhaus, Eröffnung 2012
Zoo Leipzig: Themenbereich Südamerika, Bau 2012-2015; Teile Afrikas (ua Wildhunde, Flusspferde und Nashörner); Teile Asiens (bis 2011); Teile Gründergarten (2012-2015)
Zoo Magdeburg: Africambo II (2010-2013), Nawumbo (2010-2011/12)
Zoopark Erfurt: Elefantenanlage
Zoo Krefeld: Gorilla-Garten, Schmetterlingshaus
Zoo Wuppertal: Okapi-Anlage (2010), Bonoboanlage (2010-2011), Voliere (Schuhschnabel & Schwarzschnabelstorch) (2011-?)
Opel-Zoo Kronberg: Elefantenanlage, Buschschliefer/Graupapagei/Mohrenkopfpapagei-Anlage
Zoo Frankfurt: Bärenanlagen (2010-?), Eingang, Pinguinanlage (2011-2013)
Zoo Augsburg: Flamingohaus-Erweiterung, Nilgau-Stall, Verwaltung & Zoogaststätte
Wilhelma: Elefantenanlage, Schulgebäude
Zoo Karlsruhe: Elefantenanlage und weitere
Zoo Kaiserslautern: Zoo-Vision Masterplan
Zoo Neunkirchen: Schneeleoparden-Anlage (Eröffnung 2011), Amurtiger-Anlage (Eröffnung 2011), Asiatische Löwen (Eröffnung 2012), Tropenhalle (Eröffnung 2013), Afrikanische Savanne Erweiterung (Abriss Leopardenhaus) inkl. Flamingolagune, Kamelhof mit Haustierbereich (Eröffnung 2013), Eingangsbereich, Geierfelsen, Ententeich
Zoo Saarbrücken: Seehundbecken


Angaben ohne Gewähr (Angaben von den HPs)
(Eintrag vom 08.06.2010 zum Thema "Projekte der Zoos")
BjörnN:   In Leipzig sind am 06. Mai 3 Schneeleopardenjungtiere geboren worden, der erste Nachwuchs seit 2005 - ein sehr schöner Erfolg.

Vater ist der 2003 in Krefeld geborene Kater "Onegin", Mutter die im Wildpark Lüneburge Heide 2001 geborene Katze "Laura".
(Eintrag vom 21.05.2010 zum Thema "Zoo Leipzig")
Liz Thieme:   Das freie Wochenende habe ich mal wieder genutzt um neue Zoos zu erkunden. Nachdem man hier in Baden-Württemberg von Eishockey-Fans überlaufen wird und man sich darüber amüsieren kann, dass die Schweizer in voller Montur selbst vor Zoos nicht halt machten, wollte ich am Freitag bisschen Ruhe. So war ich in Neuwied. Mit nicht großen Erwartungen und nur dem Bewusstsein, dass es Leoparden, Tiger, Graue Riesenkängurus, Watussis und Schimpansen gibt, wurde ich absolut überrascht.

Begrüßt wird man von einer Flamingoanlage und Volierenreihen mit Papageien und Hühnervögeln. Doch für mich viel interessanter war die recht große Anlage für wunderbare Exemplare an Watussis, Grantzebras, Blessböcke und Elenantilopen. Allerdings waren am Freitag die Zebras und Elen in einem Wechselgehege untergebracht und nicht mit auf der Anlage. Diese Wechselgehege erinnern eher an ein Gestüt oder Transit-Zoos. (Gleiches gilt für die Trampeltierstallungen [siehe Carstens letzten Beitrag])
Eine weitere gute Anlage findet man für die Nasenbären, die ich aber gleich im Traum für Binturongs oder Katzen umgebaut habe.
Folgend sieht man eine Herde Przewalskipferde.

Im Sommer letzten Jahres übernahmen die Chinesischen Leoparden-Brüder Jao und San aus Liberec die Anlage des Schneeleoparden, der im Januar 2009 eingeschläfert wurde. Es scheint, dass früher (wann auch immer) die Anlage aus mehreren kleineren Käfigen bestand. Die Hauskäfige kann man noch immer von der Anlage absperren, so dass wenn der eine Kater gegen eine Katze ausgetauscht wird (geplant ist im Laufe des kommenden Jahres) auch Zuchtmöglichkeiten bestehen.
Dadurch, dass die Anlagen viel um die Geologie und Vegetation herumgebaut wurde ist auch die Mähnenwolfanlage sehr schön, nur muss man teils lange warten bis der Wolf mal wieder hinter einem Busch hervorkommt. Und da man komplett rankommt an die Anlage muss man dann doch auf seine Finger aufpassen, da die Mähnenwölfe durch die Streben mit ihrem Maul passen.
Herrlich anzusehen waren auch die Hirschziegenantilopen auf einer Wiese mit zig gelben und weißen Blumen, so idyllisch habe ich noch keine HZA Anlage und auch wenige andere Antilopen-Anlagen gesehen. Auch hier können sich größere Zoos eine Scheibe abschneiden.
Doch das absolute Highlight für mich folgte dann.

Neuwied hält die größte Gruppe an Grauen Riesenkängurus Europas (wohl allgemein außerhalb Australiens)!!!! Diese haben mit Benettkängurus (letzte Bestandsangabe 8,21) und Emus (letzte Bestandsangabe 4,3,2) eine Wald- und Wiesenfläche von 3,5 ha zur Verfügung, die auch vollständig genutzt werden. Ich konnte auf Grund der Bewegung in der Gruppe nicht feststellen wie viele Tiere es gibt, aber laut der HP waren es bei der letzten Bestandsaufnahme 18,12,11 (ich hätte rd 50 geschätzt).
In einem Wechselgehege werden die Känguruarten mit Rehen vergesellschaftet, die ich allerdings nicht gesehen habe.

Weiter folgten einheimische Säugetiere und Vögel.
Eine typische aber trotzdem schöne Anlage für Kleine Pandas teilen sich Männchen Nirma, seit 2003 im Zoo, und die Französin (aus Thoiry) Chima, die drei Jahre später einzog.
Darauf folgte eine Anlage für Seehunde und eine für Humboldtpinguine. Einmal die Mähnenspringer umrundet, kann man die Geparden auf einer großen Wiese mit Bäumen beobachten inkl. Jagdsimulator.

Bei den Großkatzen Löwe und Tiger waren nur je ein Kater zu sehen, obwohl die "Berberlöwen" hier schon gezüchtet haben in den letzten Jahren. Bei den Tigern lebt derzeit nur ein Amur-Kater.
Die neue Tigeranlage ist weiterhin in Bau, man erkennt aber schon gut wie sie sein soll.

2005/2006 wurde ein neues Affenhaus mit Außenanlage eröffnet. Sehr hell und geräumig kann man hier zweistöckig eine vierköpfige Schimpansengruppe beobachten und in zwei weiteren Käfigen Krallenaffen. Die Springtamarine werden aber ihr Quartier mit den Weißkopfmakis vorläufig tauschen, da die Springtamarine den Baustellenlärm neben dem Affenhaus nicht ertragen.

Dort wird ein neues Exotarium gebaut, welches 2011 eröffnet werden soll. Dieses soll auch mehrstöckig werden und der geplante Besatz sieht folgend aus: Anaconda, Königspython, Rüsselspringer, Netzpython, Smaragdwaran, Leopardgeckos, Weichschildkröte, Kragenechse, Faultier, Königsnatter, Kornnatter, sowie weitere Schildkröten, Nattern, Chamäleons, Warane und Leguane, sowie Frösche und Insekten. Auch eine Krokodilanlage wird eingerichtet, von den Bildern zu schließen werden es vermutlich Nilkrokodil.

Das alte Affenhaus wurde für Niederaffen umgebaut, so stehen hier eine 100m² und rd 8m hohe Außenanlage für Südamerikaner zur Verfügung. Derzeit leben hier Apellas und Totenkopfaffen.
Darauf folgt das Restaurant welches im Untergeschoss das bisherige Exotarium beinhaltet, dessen Tiere scheinbar komplett umziehen. Das Restaurant führt italienisches Essen und die typischen Zoogerichte. Während der Wintermonate ist das Restaurant nur an Sonn- und Feiertagen geöffnet!

Neben einem Wassergeflügelteich mit Rötelpelikanenn kann man noch Guanakos, ein Kakaduhaus (leider nicht begehbar) und Straußen sehen, woei Paradieskraniche, Zebramangusten und Stachelschweine und kurz vorm Ausgang Marabus.

Ich finde es sehr gut gelungen was sich in Neuwied in entwickelt. Den Namen Zoo haben sie sich absolut verdient und es liegt noch viel Potential auf dem Gelände. Logischerweise gibt es noch ältere Anlagenexemplare, aber der Zoo macht wirklich das Beste daraus. Verschiedene Anlagen zusammengeschaltet oder Volieren erweitert. Und natürlich auch Neubauten. Ich finde es toll, dass viele Anlagen durch die Wiesen- und Waldstruktur so natürlich und frisch erscheinen.
An alle Pinsammler - JA es gibt einen ;-)

Fazit: ein Besuch lohnt sich!!!
(Eintrag vom 16.05.2010 zum Thema "Zoo Neuwied")
Liz Thieme:   Schneeleopardin Dshamilja hat gestern ihr viertes Jungtier zur Welt gebracht. Vater Villy besucht beide regelmäßig in der Wurfbox.
(Eintrag vom 06.05.2010 zum Thema "Zoo Zürich")
Liz Thieme:   die beiden Amurleoparden-Jungtiere, die am 5.4.2010 geboren wurden, geht es weiterhin gut. Für ihre Mutter Darla (*Berlin TP) ist es wohl schon Gewohnheit. Interessant sind ihre Erziehungsmaßnahmen. Säubert ein Jungtier und hält mir einer Hinterpfote das andere Jungtier fest.

Beobachten kann man die Tiere hier über drei Kameras
http://www.interactivezoo.eu/index.php?id=14

weiter Kameras gibt es noch bei den Elefanten (8), Schneeleoparden (3) und je eine bei vier Adlerarten in den Horsts.
(Eintrag vom 23.04.2010 zum Thema "Zoo Tallinn")
Ralf Seidel:   @Oliver Jahn & Alexander Fuchs (klingt wie`n Volksmusikduo), inwieweit die jetzige Lösung "Saubucht" Bestand haben wird wird sich zeigen, im Moment sicher nicht die schlechteste Lösung. Die fehlenden Einzäunungen vermisse ich derzeit auch nicht, perspektivisch würde ich mir aber auch eine Wiedernutzung mit trop. Schweinen vorstellen, die Außenanlage bis links vom Ententeich vorgezogen. Darüber hatten wir ja auch schon diskutiert. Die Weißbärte oder Babirusas fände ich auch spannend, Visayas wären auch ne Option. Für Pumas UND Schneeleoparden sollte sich da noch woanders ein Plätzchen am Hang finden, man darf ja mal träumen...Die derzeit gute Sicht auf die Saubucht ist übrigens wirklich nur der noch fehlenden oder ausgelichteten Vegetation zuzuschreiben, im Sommer sieht man da kaum was davon - ob mit oder ohne Gitter. So Alex, du siehst, die gesetzteren Herren wären sich mal wieder einig, was ja so selten nicht vorkommt. Ich nenne das dann immer die Reife und Gelassenheit des Älteren, mein Chef nennt das bei mir dann Altersstarrsinn...))




Ja Alex, da haben
(Eintrag vom 15.04.2010 zum Thema "Zoo Halle")
Sacha:   So hier nun der 2. Teil

Diesemal gehts um den Zoo (gewisse Dinge wurden von Jennifer und Stefan Schubert schon erwähnt) und die Unterkunft:

Der Zoo ist nur 5 Gehminuten vom Hotel Roi du Solei entfernt. Bevor man zur Kasse kommt, befindet sich rechts ein kleines Gehege in Inselform für Frettchen. An der Kasse werden pro Erwachsener 26 Euro, für Kinder (3-11) 21 Euro fällig. Als Gast des Hotels Roi du Soleil kann man im Hotel selbst vergünstigte Tickets beziehen. Geöffnet ist der Zoo im Sommer von 9.30 bis 19.30 Uhr (Sonntag bis 20 Uhr). Positiv: Es gibt auch Führer auf Deutsch (für 6 Euro, Uebersetzung teilweise komisch, z.B. Kea = Bergpapagei). Negativ: Ein Wiedereintritt am gleichen Tag ist nicht möglich (kein Stempel), was besonders ärgerlich ist, wenn man kleine Kinder hat, die Mittags gerne im Bettchen ein Mittagsschläfchen halten.)

Der Rundgang beginnt mit mehrheitlich asiatischer Fauna. Geht man rechts herum, kommt man an eine schöne Anlage mit rund einem Dutzend Jungfernkranichen. Gegenüber ist eine Freianlage mit Südamerik. Nasenbären, dann folgt ein Käfig für Europ. Wildkatzen. Nun erblickt man Hauskamele, in deren Gehege sich völlig unpassend und nutzlos eine ägyptische Pyramide befindet.
Dass der Zoo sehr Raubtier-lastig ist, wird beim weitergehen deutlich. Nordpers. Leopard, Schwarzer Panther, Puma (in einem scheusslich dekorierten Gehege, dass an eine nordamerik. Ranch erinnern soll und viel für Tiere nutzloses Zeug wie Heugabeln enthält) sowie Löwen leben in den folgenden Gehegen, unterbrochen von einer Freianlage mit Emus und Bennettkängurus (davon mind. 1 weisses adultes und 1 weisses juveniles Exemplar).
Gegenüber der Löwen sind zwei Inselanlagen, von denen eine mit Gehaupten Kapuzinern, die andere mit Braunkopf-Klammeraffen besetzt ist. Auf den dazugehörigen Wasserflächen leben mehrere Enten- und Gänsevögel.

Nun folgt ein Wildwest-Komplex, der insgesamt gelungen ist (Holzbau, kann Tiere teilweise auch von oben betrachten). Hier leben Wölfe, Bisons mit Truthühnern und Nordluchse (deren Gehege leider ebenfalls mit Schnickschnack überladen ist). Gegenüber befindet sich eine Anlage für Nandus und Alpakas, dann Zwergziegen und Hühnern, der ein nur wenige Jahre alter Afrika-Komplex mit Weissschwanz-Stachelschweinen (unpassend), Afrik. Wildhunden, Pinselohrschweinen (beides schöne und geräumige Anlagen) sowie Volieren mit Afrik. Kleinvögeln folgt.
Wer nun rechts um die Ecke biegt sieht das Vivarium vor sich, welches u.a. Quittenwaran, Papuawaran, Leistenkrokodil, Nilkrokodil, Geierschildkröte und Grosse Anakonda, aber keine Giftschlangen beherbergt.
Nun kommt man zum ersten (Freiluft-)Restaurant von dem man einen guten und überdachten Ausblick auf Orang-Utants (mit Zwergotter) und Siamangs (mit div. Gänsen und Enten) haben kann - sofern diese sich in den äusserst grossräumigen Aussengehegen befinden. Von den Speisen sind Pizza und vor allem Elsässer Flammenkuchen sehr zu empfehlen (Achtung: Der Massstab ist die durchschnittliche Zoo-Gastronomie). Allerdings muss man sich bei grossem Besucherandrang ganz schön gedulden, bis man die Fladen erhält (französische Organisation halt, seufz).

Wer sich weiterhin rechts hält, gelangt nun in das Orang-Utan-Haus. Hier trifft Moderne (Viel Glas, Beton und Metall) auf Replica (Masken, in Form von Krokodilen geschnitzte Sitzbänke). Nebst dem ebenfalls geräumigen Innengehege für die Affen und die Otter gibt es noch eine Voliere mit Balistaren, Strausswachteln und (Reis-?)finken.

Nun zu der in einem anderen Thread angekündigten Beobachtung: Während die erwachsenen Orangs sich nicht um die Zwergotter zu kümmern schienen, versuchte ein Halbstarker die Untermieter immer wieder zu ärgern. Mindestens eine Stunde sassen wir vor der Scheibe und beobachteten, wie der Orang sich den Ottern näherte und mal mit einem Seil, mal mit einer leeren Plastiktonne auf die Zwerge eindrosch - stets darauf bedacht, nach einem Angriff schnell in luftige Höhen zu entfliehen. Die Otter wechselten dabei immer wieder ihren Ruheplatz, was den Orang aber nicht vor weiteren Provokationen abhielt. Lustig, wie er dabei die Besucher betrachtete. Ganz so, als sei würden ihn die Zeugen seines Tuns stören.

Nächster Stopp ist ein mittelalterliches Amphitheater aus Holz, in dem mehrmals täglich eine kombinierte Greifvogel-Reitershow stattfindet. Etwas vom besseren, was ich in dieser Beziehung schon zu sehen bekam. Rund um die Arena sind mehrere Dutzend Käfige für die fliegenden Protagonisten angelegt. Darunter befinden sich einige Arten, die man nur selten in Zoos zu Gesicht bekommt wie Palmgeier, Ohrengeier und Kaffernadler. Ebenfalls in diesem Bereich liegt eine gut strukturierte Anlage für mind. 3 Weisse Tiger.

Ueber eine Inselanlagen für Weisshandgibbons (mit Krauskopfpelikan) führt der Rundgang an Rhesusaffen, Sekretären, einem Haustierkral, Mähnenschafen, Kattas, Kleinen Pandas zu zwei Baustellen. Linker Hand entsteht gemäss Beschilderung eine Anlage für Gr. Ameisenbären, Neunbindengürteltiere und Tamanduas. Rechts wird die Anlage für Humboldtpinguine erneuert.

Der nächste Bereich ist den Tiere Amerikas vorbehalten. Als erstes sieht man rechts einen Käfig mit Hyazintharas und Arassaris (S. culik), dann eine kleine Arena für eine Papageishow. Es folgen links Gehege für Präriehund und Waschbär (mit Streifenskunk) ehe es runter in den Amazonienbereich geht. Hier gibt es Mähnenwölfe, eine begehbare Voliere mit Roten Sichlern und Punaibissen, eine tolle Jaguar-Anlage, versch. Krallenäffchen, Chileflamingos, Weisskopfsakis, Flachlandtapire (mit Maras), Goldagutis und Grüne Leguane.

Rechts herum folgt nun die Eisbäranlage. Früher waren dies zwei Grossanlagen, nach dem Ableben von einem der drei Bären steht die zweite Anlagen Kanadakranichen, Austernfischer, Plüschkopfenten (ausgeschildert, aber nicht gesehen) und Seidenreihern zur Verfügung.
In der eigentlichen, mit Naturboden versehenen Eisbäranlage findet jeweils gegen 11 Uhr eine komentierte Schaufütterung statt.

Vorbei an der Flusspferdanlage führt der Weg über eine Brücke zum Bereich Afrika-Savanne. Hier erblickt man als erstes die Elefanten (davon 1,1 L.a.knochenhaueri). Die Anlage ist optisch gut strukturiert, doch genauer betrachtet eher klein ausgefallen. Rechts herum, den Hügel hoch laufend gelangt man an einer Anlage mit Kirkdikdiks (in der ich zu meiner Ueberraschung keine Dikdiks, sondern einen Kleinen Panda fand) vorbei zu Strahlen- und Leopardschildkröten und anschliessend ins Elefantenhaus. Hier gibt es eine abgedunkelte Höhle mit Nilflughunden sowie Vitrinen für Wüstenfüchse und Kap-Klippschliefer. Das Haus verlassend erblickt man vor sich die grosse Savannenanlage mit Giraffen (div. UAs resp. Hybriden), Kafue-Litschimoorantilopen, Straussen und Kronenkranichen. Weiter gehts ins Giraffenhaus, wo erneut Kap-Klippschliefer, eine Nachttieranlage mit Senegalgalagos (in die man durch kleine Guckfenster blickt), Nil- und Steppenwarane zu finden sind. Auch die Innenanlage der Mandrills befindet sich hier, deren Aussenanlage als nächstes folgt. Weiter geht es zu Servalen, Streifenhyänen und Südlichen Hornraben. Einer dieser Hornvögel überraschte mich total. Er schnappte sich nämlich eine Amsel, die in sein Reich eingedrungen war, rupfte sie auseinander und verspeiste sie. Dass diese Hornvögel derart geschickte Vogelfänger sind, hätte ich nicht gedacht.
Nun ist man beim zweiten Restaurant angelangt, von dem man einen herrlichen Blick auf die Afrikaanlage geniesst, aber auch innen im warmen Essen kann. Das kulinarische Angebot hier ist allerdings für Zoogastro-Verhältnisse unterdurchschnittlich und teuer. Es folgen zwei Anlagen für Südl. Breitmaulnashörner und dann eine der grössten (Wasserfläche) Robbenarenen für Kaliforn. Seelöwen und Mähnenrobben.
Am Nashornhaus (wo auch div. madagassische und nordafrikan. Reptilien sowie Sandkatzen zu finden sind), Erdmännchenanlage (zusammen mit Rotschnabeltokos) und Waldrappen vorbei geht es nun über die Brücke zurück zu den Flusspferden (= alter Zooteil).

Nun folgen zwei ältere Anlagen für Geparden und Tüpfelhyänen, dann zwei frisch renovierte, mit viel Holz versehene und vergrösserte Anlagen mit Sibir. Tigern und Sumatratigern. Ihnen gegenüber leben Schneeleoparden und Fischkatzen. Nun gelangt man an den m.E. einzigen Schandfleck des Zoos: Die alten Bärengrube mit zwei Braunbären. Schräg gegenüber finden sich Totenkopfäffchen und div. Amazonen, sowie auf der anderen Seite Weissbüscheläffchen und ein Teich mit einer grösseren Gruppe Zwergflamingos. Den Abschluss bilden zwei Grossvolieren für Molukkenkakadus und Keas, eine Wüstenluchs-Anlage, Javaneraffen und div. Aras. Durch die Boutique (das gleiche Gebäude, in der sich auch die Kasse befindet) verlässt man nun den Zoo, verabschiedet von ein paar Kaninchen, die sich rechter Hand um einen Stall mümmeln.

Der Zoo von Amnéville ist trotz hohem Eintrittspreis unbedingt einen Besuch wert. Die meisten Anlagen sind auf dem neusten Stand, er zeigt praktisch alle gängigen Zootiere (ausser gegenwärtig Zebra und Pinguin) und auch einige Raritäten.

Last but not least das letzte Themas meines Titels: Die lärmenden Engländer.

Bislang hatte ich mit dem Volk von der Insel eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Das lag wohl vor allem daran, dass es sich um eher besser verdienende und/oder Personen gesetzteren Alters handelte. In Amnéville durfte ich dann die Sorte kennen lernen, die man working poor, lower class oder trash people nennt.
Es handelt sich dabei um eine Grossfamilie, die ausgerechnet gegenüber von unserem Zimmer untergebracht war. Jeweils am Abend ging der Rambazamba im Hotel los. Da wurden bis spät in die Nacht die Türen zugeknallt, auf den Gängen gejohlt und rumgerannt. Erst als ich nachts gegen 1:30 Uhr den Familienvater auf dem Gang abpasste und ihn freundlich darauf aufmerksam machte (auf Englisch natürlich, denn eine andere Sprache können die Tommies nicht), dass wir und vor allem unsere Kleinen schlafen möchten, kehre einigermassen Ruhe ein.
So um ca. 10 Uhr standen die Krakeler auf, dann schickten die Eltern als erstes ihren Nachwuchs runter um das Frühstück zu holen. Das taten die Kleinen unter (Protest-)Geschrei auch, standen hernach aber vor verschlossenen Türen und durften erst wieder rein, nachdem sie eine halbe Stunde dagegengehämmert hatten.
Tagsüber machte die Horde dann die Umgebung unsicher, drängte und quetschte sich im McDonalds (dem einzigen Restaurant das sie besuchten - und wir hernach nie mehr) an der Schlange vorbei nach vorne. Dann wurde bestellt, die Bestellung wieder rückgängig gemacht, immer wieder kam ein Familienmitglied hinzu und die Bestellung wurde immer wieder abgeändert.
Abends traf sich dann die Gruppe auf dem Parkplatz vor dem Hotel, die Erwachsenen mit ein, zwei Dosen Bier in der Hand, die Kinder mit Fussbällen und Dosen herumkickend.

Fazit: Kein Anstand, keine Manieren, nichts. Von Erholung war bei uns wegen Schlafmanko keine Spur. Wenigstens unsere Kinder liessen sich nicht stören. Am Hotel wäre an sich nichts auszusetzen gewesen. Aber in Zukunft werden wir Orte mit solchen Gästen nach Möglichkeit meiden.
(Eintrag vom 13.04.2010 zum Thema "Zoos in Frankreich")
Ralf Seidel:   Bei Top-Wetter am Karfreitag im Zoo Magdeburg. Die Öffnung in den Vogelgesangpark war längst fällig, der Zoo hat durch die zugewonnene Fläche und die geänderte Wegeführung einen geradezu großzügigen optischen Eindruck erhalten. Die bereits fertig gestellten ("Zoowelle", Amazonien)bzw. noch im Bau befindlichen (Africambo 1))Neubauten unterstreichen dies ausdrücklich. Der neue Eingangsbereich "Zoowelle" (mit dem Begriff kann ich allerdings wenig anfangen)gefällt mir sehr gut, erscheint aber doch ein wenig überproportioniert mit seinem geradezu riesigen Entree. Noch dazu, da die Besucher an den Außenkassen vorbeigeschleust wurden und somit das Empfangsgebäude nich zwangsläufig aufsuchen mussten. Die Baustelle "Africambo 1" lässt schon ahnen, was da in einigen Wochen den Besuchern präsentiert werden soll, neben den Spitzmaulnashörnern entstehen dort großzügige Anlagen für die Zebras, Spieß- und Wasserböcke. Diese werden in zusammengelegten alten Anlagen im Nordbereich des Zoos bereits aneinander gewöhnt. Die neuen Stallungen und Gehegeaufteilungen sind schon gut sichtbar, das Nashornhaus im Innenbereich bereits mit Steppen-Wandmalereien versehen.
Der Elefantenpleger gab auf die Fragen von Stefan Waldheim und mir sehr ausführliche Auskunft (noch mal herzlichen Dank dafür), insbesondere die künftige Elefantenanlage. In dieser Woche noch soll es im Stadtrat eine Entscheidung geben, ob die Straße hinter der jetzigen Elefantenanlage künftig wegfällt oder mit einbezogen werden muss. Ein Wegfallen würde den Bereich natürlich aufwerten - drücken wir mal die Daumen.
Amazonien auch sehr schön geworden, ich kenne nur wenige so komfortable Unterkünfte (gerade auch im Innenbereich) für Tapire und Capybaras. Störend wirkte auf mich die an der Außenfront des Hauses ("Gewächshaus") angebrachte umfangreiche Haustechnik.
Erfreulicher Nachwuchs wieder bei den Schneeleoparden. Wermutstropfen waren die nicht mehr in ihrer Anlage vorhanden Rothunde, das Ganze war als begehbare Osterwiese gestaltet, mit den obligatorischen Nesterchen und dazwischen watschelten fette Hühner. Auch wenn Ostern war, so richtig konnte sich mir da der Sinn nicht erschließen...
Alles in Allem lohnt es sich aber wieder nach Magdeburg zu fahren. Die Jahre der Stagnation und Tierabgaben scheinen vorbei zu sein - uns hat`s jedenfalls gut gefallen!
(Eintrag vom 06.04.2010 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Michael Mettler:   Verschiedene Zeiträume in Sachen Nach- und Aufzuchtzahlen zu vergleichen, ohne die äußeren Umstände zu berücksichtigen, hat einen Pferdefuß. Als z.B. das hannoversche Raubtierhaus 1959/60 grundlegend modernisiert wurde, geschah dies auch, um endlich bessere Zuchtergebnisse zu haben; zu dieser Zeit war die Nachzucht von Tigern, Jaguaren und Leoparden im Gegensatz zu Löwen und Pumas längst noch keine verbreitete Selbstverständlichkeit in der Zoowelt, und auch die Nachfrage von Circussen war groß. Tatsächlich soll das Haus in der Folgezeit (über die es leider keine Jahresberichte gibt) eine wahre "Katzenfabrik" gewesen sein. Aber nur 20 Jahre nach diesem Umbau hatte sich die Situation so weit verändert, dass der nunmehr städtisch und nicht mehr von einem Händler betriebene Zoo wegen der Absatzschwierigkeiten eher froh war, wenn sich einige Katzen NICHT vermehrten. Ich müsste das genaue Jahr heraussuchen, aber ungefähr Ende der 70er wurden bereits Löwen- und Pumakater sterilisiert, und der letzte gefleckte Leopard lebte lange Zeit als Einzeltier (übrigens wurden auch die Männer von Braunbär und Baribal irgendwann in diesem Zeitraum aus den gleichen Gründen sterilisiert). Eine seltene Leopardenunterart mit wichtiger Erhaltungszucht war damals nicht im Bestand, der einzelne Kater war ein Unterartbastard. Ohne die lang gesuchte Gelegenheit, endlich einen schwarzen Jaguar bekommen zu können, hätte der Zoo vielleicht nicht mal mehr Jaguare gezüchtet. Von 1979 bis Mitte der 90er Jahre habe ich den Zoo Hannover sehr intensiv verfolgt, aber als einzige Nachzuchten im Raubtierhaus sind mir aus dieser Zeit spontan ein Wurf Sumatratiger und ein einzelner Amurtiger sowie von einem späteren Löwentrio je ein Wurf beider Katzen (danach wurde auch dieser Kater sterilisiert) in Erinnerung (für Details müsste ich die Jahresberichte durchsehen). Bei den Schneeleoparden und Nebelpardern wäre man dagegen über Nachwuchs froh gewesen, doch die taten dem Zoo nicht den Gefallen.

So weit ich das den Chroniken und Jahresberichten von Zoos der damaligen DDR entnehmen kann, stellten Großkatzennachzuchten wenigstens für einige von ihnen einen wichtigen Handelsfaktor dar, um im Tausch andere Tiere bekommen zu können. Da ist es verständlich, wenn man dort auf möglichst hohe Zahlen aus war...
(Eintrag vom 04.04.2010 zum Thema "Zoo Hannover")
Liz Thieme:   so mal wieder bisschen in die Vergangenheit abtauchen. Habe einen alten Artikel gefunden über Carl Hagenbeck.

Am 25.12.1907 wurde im Chambers's Journal/Otago Witness ein Artikel über Carl Hagenbeck abgedruckt.
darin steht: >Es war das Privileg des Schreivers paar Tage mit Herrn Hagenbeck als sein Gast zu verbringen. Ich war bei ihm in seinem wunderschönen Haus im Zentrum seines großen Zoologischen Gartens [...] Die Kollektion an wilden Tieren und Vögeln in diesem Garten ist größer und wertvoller als die Tiere in jedem anderen Zoologischen Garten der Welt. Alle hier aufzuzählen würde zu viel Platz verbrauchen; allerdings sollte ich anfügen, dass die Kollektion 42 Löwen, 15 Tiger, 2 Löwen x Tiger Hybride, 26 Jaguare, Leoparden, Schneeleoparden und Panther umfasste. Es waren dort 14 Elefanten, 16 Eisbären, 13 Japanische Bären, 31 Zebras, 20 Strauße, 76 verschiedene Arten an Hirschen [...].< Weiter wird in dem Artikel berichtet, dass innerhalb von 12 Monaten 80 Löwen, Tiger, Leoparden und andere große Katzen, über 60 verschiedenen Arten Bären, ungefähr 70 Elefanten, 50 Kamele und Dromedare und fast 1000 Affen und viele andere [Säuge]Tiere und Vögel verkauft/gekauft wurden. 1906 bekam Hagenbeck einen Telegramm von Coney Island (NY), ob er nicht sofort 28 Elefanten verschiffen könne, welche er kurze Zeit später hinüber transportierte. 1907 bekam er von der Deutschen Regierung den Auftrag 2000 Kamele, die er innerhalb von 8 Monaten nach Deutsch Süd-West-Afrika transportieren sollte, die dort von der Deutschen Armee gebraucht werden würden. Für seinen Handel hatte Hagenbeck 1907 sechs Depots in Asien (ex Sibirien), drei in Afrika, verschiedene in Europa, zwei in Amerika, sowie welche in Sibirien. Über 60 reisende Arbeitende arbeiteten direkt für ihn plus viele der dortigen Länder für seine Arbeiter. Die Masse seiner Löwen kamen aus Nubien, dann Ägyptisch-Sudan, Abyssinien und Senegal.
Zwischen 1880 und 1900 sollen nur drei Giraffen nach Europa gekommen sein, zwei aus Süd Afrika, die andere aus dem Senegal. Grund hierfür war der Krieg in Ägyptisch-Sudan. 1907 hat Hagenbeck sechs aus Nubien geholt, nur eine hat den Transport lebend überstanden. 1906 erreichten nur zwei von acht lebend Hamburg. Die Zebras zu derzeit kamen aus Deutsch-Ost Afrika.
(Eintrag vom 04.04.2010 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Holger Wientjes:   Auch dazu steht etwas auf der neu gestalteten Homepage. Dort ist von neuen Anlagen für Schneeleoparden, Amur-Tigern und Asiat. Löwen die Rede. Die Kragenbären wird man, wenn´s denn klappt, mit Rothunden vergesellschaften.
(Eintrag vom 01.03.2010 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Martin Gloor:   Es tut sich was in Basel
Der Felsen mit den Schneeleoparden ist nur noch eine grosse Baustelle.
Wie ja erwähnt sind die Schneeleoparden in Zürich.

Die ersten Bäume rund ums Affenhaus sind gefällt.
Anfangs März bin ich an einem Info-Abend im Zoo Basel

(Eintrag vom 22.02.2010 zum Thema "Zoo Basel")
Zoo Neunkirchen:   WELTPREMIERE!
Gunther von Hagens’ KÖRPERWELTEN der Tiere
ab 19. März im Zoo Neunkirchen

Die Arche Noah der Neuzeit legt im Saarland an! Plastinator Gunther von Hagens und Kuratorin Dr. Angelina Whalley präsentieren hier ihre neu geschaffene Ausstellung der Superlative – die KÖRPERWELTEN der Tiere. Erstmals können dank revolutionärer Plastinationstechnologie auch die größten Lebewesen ästhetisch präpariert und dauerhaft konserviert werden. Diese einzigartige Erlebnisschau widmet sich dem Innenleben der Tiere. Der Blick unter die Haut der Riesen aus Steppe, Urwald und Ozean vermittelt in seiner Detailtreue nie für möglich gehaltene Einblicke in Nervensystem, Knochenbau, Muskulatur und Organe dieser Giganten.

Ab dem 19. März 2010 können die Besucher im Zoo Neunkirchen eine echte Welt-Premiere bestaunen – „Samba“ und „Chiana“, die beiden ersten Elefanten-Plastinate! Für die grauen Kolosse eine Rückkehr nach Neunkirchen, nachdem der Zoo die Elefanten vor fünf bzw. vier Jahren dem Plastinator spendete, somit vor der Tierverwertungsanstalt rettete.

Außer der über 3,2 Tonnen schweren Elefantenkuh „Samba“ zeigen die KÖRPERWELTEN der Tiere in einer eigenen Halle eine über 5 Meter hohe Giraffe, einen mit 200 Kilogramm Muskeln bepackten Gorilla, einen majestätischen Bär und andere Tiere, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat! Superlative selbst für den Plastinator. So ist „Samba“ mit einer Größe von 6 mal 3,50 Metern das gewaltigste Lebewesen, das je plastiniert wurde – so schwer wie drei Kleinwagen. Das Team um Gunther von Hagens benötigte 64.000 Arbeitsstunden, vier Tonnen Silikon und 40.000 Liter Azeton, um „Samba“ wiederauferstehen zu lassen. Zum Vergleich: Ein menschliches Plastinat ist in 3.000 Stunden fertig.

Doch warum hat ein Elefant einen Rüssel und eine Giraffe einen langen Hals? Die faszinierende Sonderschau gibt unzählige spannende Antworten. Sechs Wochen werden alle kleinen und großen Tierforscher auf eine kinderleicht zu verstehende anatomische Safari mitgenommen. Die KÖRPERWELTEN der Tiere gewähren einen Blick unter die daumendicke Haut eines Elefanten, zeigen die 40.000 Muskeln im Rüssel, der praktischen Nase des Riesen. Oder wer hätte gedacht, dass eine Giraffe ihre 50 Zentimeter lange, lila Zunge wie eine Hand benutzen kann? Und obwohl der Hals so lang ist, hat auch eine Giraffe nur sieben Halswirbel – wie ein Mensch.

„Je mehr der Einzelne über die Zerbrechlichkeit seines Körpers nachdenkt, desto achtsamer geht er auch mit Mensch und Tier um. Die KÖRPERWELTEN der Tiere leisten einen wertvollen Beitrag zum Tierschutz und zur höheren Wertschätzung gegenüber bedrohter Arten. Die Ausstellung unterstützt nachhaltig den pädagogischen Anspruch des Zoos“, appelliert Tierfreund Gunther von Hagens.

Als Dank für die Tierspenden kommen dem Zoo Neunkirchen die Eintrittsgelder zugute und helfen bei der Finanzierung der für 2011 geplanten Raubtieranlage für Bären, Schneeleoparden, Sibirische Tiger und später auch Asiatische Löwen.

Ausstellungsadresse
KÖRPERWELTEN der Tiere
Zoo Neunkirchen
Zoostraße 25, 66538 Neunkirchen

Öffnungszeiten:
19. März bis 2. Mai 2010
Täglich 8:30 Uhr – 18:00 Uhr
(letzter Einlass 17:00 Uhr)

Tickets an der Zoo-Kasse:
Das Kombi-Ticket berechtigt zum Besuch von Zoo und KÖRPERWELTEN der Tiere. Erwachsene 10 Euro; Erwachsenengruppen (ab 15 Pers.), Studenten & Behinderte 9 Euro; Kinder (3-16 J.) 7 Euro; Schülergruppen (ab 15 Pers.) 6 Euro. Lehrer haben freien Eintritt.

Weitere Infos unter www.KoerperweltenDerTiere.de

19. Februar 2010
Pressestelle KÖRPERWELTEN
Rathausstraße 11, 69126 Heidelberg
E-Mail: tiere@plastination.com und presse-tiere@plastination.com

(Eintrag vom 22.02.2010 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Liz Thieme:   lange vermutet und nun passiert. Schneeleoparden Junge Indeever ist nach Großbritannien abgereist.
(Eintrag vom 12.02.2010 zum Thema "Zoo Zürich")
Niedersachse:   Darüber ist der Wildpark Lüneburger Heide schon längst hinaus.
Man hat ja auch Nasenbären, Stachelschweine, Skunks und Schneeleoparden. Wobei ich Schneeleoparden irgendwie für einen Wildpark noch passend finde.
(Eintrag vom 24.01.2010 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Michael Mettler:   Streifenhyänen wurden nicht erst ab 1958 in Frankfurt gehalten (Das nebenstehende Foto stammt übrigens aus einer Uralt-Ausgabe der Zeitschrift DAS TIER und ist höchstwahrscheinlich in Frankfurt aufgenommen). Laut Jahresberichten kamen je zwei Exemplare 1953, 1958 und 1964 in den Bestand, und bereits 1953 waren züchtende Tüpfelhyänen (Haltung seit mindestens 1947, Nachzucht seit 1951) vorhanden - nur gab es da die Freianlage vielleicht noch nicht (Hausumbau erst 1954 fertiggestellt). Beide Arten waren also mindestens von 1953 bis 1960 gleichzeitig im Bestand. Wären die Streifenhyänen nicht in der Käfigreihe untergebracht gewesen, hätten sie danach noch sechs Jahre lang Schichtbetrieb mit den 1960 geholten, als heikel bekannten Mähnenwölfen schieben müssen - kann ich mir nicht so recht vorstellen, aber möglich ist ja fast alles.

So z.B. auch, dass die Streifenhyänen ausschließlich in einem oder zwei Außenkäfigen der Käfigreihe gehalten wurden (wie übrigens auch die Schneeleoparden oder Kanadischen Pumas, auf deren Winterhärte bei der Anschaffung sogar im JB extra hingewiesen wird). Wenn die weniger kältefesten großen Katzen in gleicher Weise gemanagt wurden wie in vielen anderen Zoos, dann lebten sie zumindest tagsüber paarweise im Außenkäfig und wurden zur Fütterung bzw. für die Nacht innen getrennt. Für ein Paar Leoparden hätte man also nur einen Außenkäfig und zwei Innenkäfige gebraucht statt insgesamt vier Einheiten. Besonders verträgliche Paare wurden vielleicht sogar rund um die Uhr zusammen gehalten (kenne ich z.B. aus Hannover von Pumas und Schneeleoparden). Wenn man die Arten geschickt platzierte, konnte man auf diese Weise draußen benachbarte Käfige als Doppelunterkunft für eine kältefeste Art nutzen - mit dem Nebeneffekt, dass der Besucher IMMER sowohl drinnen wie draußen Tiere zu sehen bekam, wenn auch nicht in allen Käfigen.

Die Pumas müssen zeitweise einen der großen Eckkäfige bewohnt haben, denn sie wurden auch in Gruppe gehalten (Zuchtpaar mit herangewachsenen Jungen zweier Würfe). Diese Gruppe wurde von Josip Marcan dressiert und im Eckkäfig vorgeführt - die übrigen, nur 4 x 2,5 m messenden Außenkäfige waren dafür viel zu klein. Marcan trainierte auch die Leoparden, also müssten auch diese zumindest zeitweise Zugang zu einem Eckkäfig gehabt haben. Beide Arten waren es also zu dieser Zeit gewohnt, dass ihr Pfleger zu ihnen in den Käfig kam, was man vielleicht dazu genutzt hat, Absperrmöglichkeiten einzusparen und den Pfleger in Anwesenheit der Tiere den Käfig reinigen zu lassen. Auch von den Geparden waren mindestens zwei Tiere handzahm. Vielleicht wurde mancher Käfig auch in besetztem Zustand von außen mit dem Kratzer und Schlauch gereinigt, wie man es bei Circus-Raubtierwagen macht? Bei nur 2,5 Metern Raumtiefe wäre das technisch wohl kein großes Problem.

Wenn eine Hyäne die Außenkäfige der Kleinraubtiervitrinen mit ihrem Körper voll ausgefüllt hätte, hätte Frankfurt nicht nur extrem fette Hyänen gehabt (die Käfige hatten rund 6 qm Fläche), sondern das Tier hätte sich auch im extra für die Tüpfelhyänen erbauten Wurfabteil nicht mal umdrehen können - denn das war schmaler als die Kleinraubtier-Außenkäfige... Bei Wechselschicht der bis zu 5 Tüpfelhyänen und der nicht züchtenden Streifenhyänen auf der Freianlage hätten letztere als Innenraum nur besagtes Wurfabteil benutzen können - das dann aber nicht den (regelmäßig züchtenden) Tüpfelhyänen zugänglich gewesen wäre, für die man es gebaut hatte. Rückwärtig an dieses Wurfabteil schloss sich noch ein Außenkäfig für abgesperrte Hyänen an, der nur 3 x 3 Meter maß und damit gerade mal 2 qm größer war als die Kleinraubtier-Glaskäfige!

Da in den 50er und 60er Jahren viele Verluste für den Tierbestand des Raubtierhauses dokumentiert sind (z.B. durch Tb und Milzbrand) und entsprechend häufig neue Tiere kamen, musste man in dem voll besetzten Haus wohl recht häufig neue Großkatzenpaare zusammengewöhnen, und auch bei den ebenfalls noch dort vertretenen Afrikanischen Wildhunden herrschte Fluktuation. Da müssen also sehr interessante Platzverhältnisse geherrscht haben...
(Eintrag vom 17.01.2010 zum Thema "Hyänen")
Michael Amend:   @Oliver Jahn. Leider eines der wenigen Fotos der Frankfurter Schabrackenhyänen...

Eine andere Möglichkeit, als die Hyänen-Wechselhaltung in ihrer Anlage ( siehe Grundriss ) gibt es nicht, denn die Käfigreihe war, bis zur Abgabe der Tüpfelhyänen, mit Leopard, Schwarzem Panther, Puma und Jaguar, und zeitweise noch mit Schneeleoparden besetzt. 8 Käfige gab es in der Reihe, wobei anzunehmen ist,das man zwei Käfige pro Art verwendet hat,da Großkatzen nicht ständig zusammengehalten werden können. Eventuell hat man den Pumas nur einen Käfig zugestanden, den man benötigte, um die Tiere absperren zu können. Gepard, Löwen und Tiger bewohnten den Querflügel. Die Glaskäfige im Löwentrakt waren mit Kleinraubtieren besetzt, Fischkatzen,Ozelot, Karakal,was gerade so da war. Schließlich zogen dort ja dann die Nebelparder ein. Hyänen waren da nicht drin, die hätte man nicht einmal durch die Schieber bekommen,die Außenkäfige hätte eine Tüpfelhyäne komplett mit ihrem Körper ausgefüllt...

Die Streifnhyänen züchteten nicht, und ich finde es beachtlich,das es die Tüpfelhyänen in der Wechselhaltung taten. Aber es ist schon richtig, Tiere züchten teilweise unter den kuriosesten Umständen, siehe die Nbelparder in Frankfurt in ihrem Glasloch...
(Eintrag vom 16.01.2010 zum Thema "Hyänen")
Martin Gloor:   Wegen Umbauarbeiten am Felsen sind die Schneeleoparden ab 1. Januar vorübergehend nicht zu sehen. Sie ziehen für 2-3 Monate in den Zoo Zürich und kommen voraussichtlich im März/April wieder in den Zoo Basel.



(Eintrag vom 14.01.2010 zum Thema "Zoo Basel")
Oliver Jahn:   @Liz, gern! Man muss zu den alten Anlagen noch sagen, dass sie zu Zeiten entstanden sind, als Estland noch Teil der Sowjetunion war und das Bauen dort nur sehr anspruchslos vor sich ging.
Man muss sich die Anlagen so vorstellen, dass jeweils ein sehr langer und schmuckloser und nicht mal verkleideter Stall in der Mitte stand, ca. 50 Meter lang, und an diesen wurden dann größere, mittlere und sehr kleine Käfige als Außenanlagen angebaut. (Insgesamt gab es davon noch drei mit 10 bis 20 Außenkäfigen)In solchen Käfigen gab es dann aber auch Huftiere, sogar große Wildrinder, Eis- und Kragenbären, Amurtiger und Schneeleoparden und noch so einiges mehr.
(Eintrag vom 03.01.2010 zum Thema "Hyänen")
Oliver Jahn:   Ich war heute für einen Kurzbesuch in Magdeburg und der Zoo zeigte sich bei Schnee und Sonne von seiner besten Seite. Der Eingangsbereich mit der neuen Zoowelle ist wirklich ein Schmuckstück geworden. Selbst die sonst so häufig gezeigten Erdmännchen kommen hier gut zur Geltung, Shop und Gastronomie machen einen wirklich guten Eindruck.
Nun endlich habe ich auch das Amazonien-Haus gesehen.
Mir gefällt es. Äußerlich ist es gerade zu dieser Jahreszeit sicher etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Häuser für Africambo werden im gleichen Stil errichtet, so dass insgesamt das Bild wieder stimmig wird. Im Inneren gefällt es mir aber richtig gut, denn erst einmal ist es generell sehr positiv, die Tapire auch im Winter innen sehen zu können, zum anderen ist die Kombi mit Wasserschweinen und Faultieren in dieser Anlage recht ansehnlich. Auch ein großes Wasserbecken ist vorhanden.
Der gesamte dortige Komplex Südamerika ist jetzt wirklich attraktiv und mit etlichen interessanten Tieren besetzt. Als Wehrmutstropfen empfinde ich nun aber um so mehr die Abgabe der Pekaris, die in ihrer alten Anlage nun gerade dort jetzt wunderbar ins Konzept passen und das Gesamtbild abrunden würden.
Die Husky-Anlage ist noch in der Umgestaltung und wird eine richtig gute Hyänenanlage. Die Hyänen ist befindet sich noch im alten Löwenkäfig, sie ist ein ausgesprochen hübsches Tier mit einer herrlichen Streifenzeichnung…ja ja…da könnte ich ins Schwärmen kommen.
;-)
Ansonsten waren die Schneeleopardenjungtiere sehr schön aktiv mit ihrer Mutter, die Tiger waren zur Fütterung im Schnee ebenfalls gut zu sehen, die Rothunde tobten im Schnee. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Tiere diese Zeit im Jahr regelrecht zu genießen scheinen.

(Eintrag vom 21.12.2009 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Jana:   @Oliver Jahn In dem von mir erwähntem Artikel steht nichts über den alten Zoo. Soweit ich weiss, ist er nicht geschlossen - mindestens habe ich keine solche Meldung in Zeitungen gefunden.

Meine bischen gekürzte Übersetzung des Artikels über Poznan:
Löwengehege? Vielleicht in fünf Jahren...

Aus dem Stadtbudget sind praktisch alle grossere Investitionen rausgeflogen, die der Zoo für nächste Jahre plannte.

Fünf magere jahren ist vorhersagt, auch wenn in dem Zoo-Planung bis zu 2014 vorher mehrere neue Investitionen gab. Grösse Löwengehege in der Nähe von Elefanten, Gibbon-Insel, Schneeleopard-Gehege und Anlagen für Kleinraubtiere, Haustiergehegen, es wird kein zweiter Zooeingang gebaut und es wird keine Modernisierung von alten "Höhlen"?? im Park bei Zwierzynieckiej-Strasse geben. Priorität für die Stadt haben Projekte, die mit Euro 2012 verbunden sind, sagt ein man aus Stadtverwaltung.

R. Ratajszczak, ehemalige Zoodirektor aus Poznan, heute in Wroclaw, bestätigt - wenn im Zoo für mehrere jahre nichts passiert, dann gehen die besucherzahlen zurück. Wenn ein Garten leben soll, muss er sich ständig ändern.

In Krisenzeiten leidet der Zoo
Ratajszczak sagt, in Krisenzeiten leiden am meisten Investitionen vom "zweitem Grad" - Gesundheit oder Bildung haben Vorrad vor Zoos.

In Wroclaw spürt man dan nicht: nächste jahr beginnt Bau von Oceanarium für mehr als 100 mio Zloty (dreimal so viel wie under Elefantenhaus kostete), fertig wird ein Madagaskar-Pavilon, Affen-Inselen, Smetterlingenhaus, Hauspferdfarm im Kinderzoo. Diese jahr erfreuten sich Besucher uA an neuem Gehege für Afrikanische Seebären mit Unterwasserscheibe. Zoo Wroclaw besuchten 650T Leute, Poznan - trotz Elefantenhauseröffnung, zweimal weniger.

Ratajszczak: Zoo na Malcie (=Neue Zoo in Poznan) hat riessigen Potenzial, er könnte über Milion Besucher jährlich haben. Je mehr Besucher, desto mehr Einnahmen aus Karten. Ratajszczak meint, das ein Zoo kann sich selbst finanzieren ohne Stadtzuschüssen. - In Leipzig, in Stadt von der selbe Grösse wie Poznan, besuchen den 24-Hektaren grossen Zoo 1,7 mio Leuten.

Poznan hat Angst vor Veränderungen
Was ist der breslauer Rezept für den Krisenzeit? Wir verwandeln den Zoo, eine Einheit des Stadtbudget, ins Gesellschaft mit 100%-Anteil des Stadtes. Wir mussen selbst das Geld für Tierhaltung, Arbeiterlohnen, Reparaturen verdienen. Die Stadt wird nur für Investitionen ins Zoo verantwotlich. Als Gesellschaft können wir Kredite nehmen, Arbeiten an externer Firmen vergeben, die Kartenpreissen selbst bestimmen. Diese Zoo-Verwaltungsform läuft erfolkreich in Deutschland, Tschechien und Ungarn.

Könnte in Poznan sich der Zoo auch in die selbe Richtung entwickeln? Der Stadthaushalt würde sicher ausatmen, weil die jährliche Zuschüssese für laufende Kosten 8 mio Zloty machen (gesamtes Budget des Zoos is 14 mio Zloty).

Direktor Lech Banach: wir in Poznan sind vorbedechtig, wir haben Angst vor solchen Veränderung. Ich weiss nicht, ob man in Wroclaw damit erfolkreich wird. Es muss daran erinnert werden, das sie deutlich Preissen für Karten erhöhen werden. Ob sie es schaffen, die erhöfften Besucherzahlen zu erreichen? Sie haben aber Recht, das Stadtzuschüsse immer kürzer werden, wir müssen neue Einnahmenquellen für unseren Zoo suchen. Und er fügte hinzu - ich bite für den Zoo die besten Lösungen. Ich hoffe, das sich der Bürgermeister das überlegt, und es wird nächste jahr besser.
(Eintrag vom 21.12.2009 zum Thema "Insolvente Zoos")
Oliver Jahn:   @Ronny, dieser Bereich ist doch aber eher asiatisch ausgerichtet. Da würden sich dann Kragenbären neben Amurtigern und Schneeleoparden besser machen.
(Eintrag vom 06.12.2009 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Thomas Wachenhausen:   Hallo Sven !
Auf Schicht haben die Schneeleoparden nicht mit den Luchsen zusammen gelebt.
Es war wie gesagt jahrzehnte Lange Haltung der Luchse bis ca.1978/79. Dann wechselte es im Gehege und die Schneeleoparden wohnten dort bis etwa 1981/82. Nach dem Verschwinden der Schneeleoparden, wurden wieder Luchse eingeführt. Als die Schneeleoparden dort lebten, habe ich sie 2-3 Mal mit meinen Großvater gesehen.
(Eintrag vom 22.11.2009 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Thomas Wachenhausen:   Hallo Sven und Zoo-Freunde !
es ist natürlich möglich, das die Schneeleoparden auch 1-2 Jahre länger dort lebten. 1979-81 ist nur geschätzt.
(Eintrag vom 22.11.2009 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Sven P. Peter:   Schneeleoparden müssen da sehr viel länger drin gelebt haben, auf Schicht mit den Luchsen.
(Eintrag vom 22.11.2009 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Thomas Wachenhausen:   Hallo ! Ich darf mir doch noch Bilder der Vergangenheit wünschen oder ???
Die nächsten Wünsche wären Elenantilopen und Nordluchse. Die Nordluchse lebten hier bei Hagenbeck bis etwa 2001. Deren Gehege besetzen 1979-81 Schneeleoparden.
Vor 1979 und nach 1981 lebten hier immer
die Luchse. Die Elenantilopen sind etwa 13-15 Jahre verschwunden und wohnten im heutigen Kudu-Haus.
(Eintrag vom 22.11.2009 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Sven L.:   Zukunftsvisionen für den Tierpark wurden unlängst im folgenden Pressebericht beschrieben.
Regenwald, Grasland, Uferzone, Gebirgszone, Inselzone: Der Tierpark Chemnitz soll nach den Plänen seines Direktors komplett umgekrempelt werden. "Wir wollen die Tiere in ihren Lebensräumen, in ihrer natürlichen Umgebung zeigen. Der Park könnte in Bio-Zonen gegliedert werden", bestätigte Tierparkchef Hermann Will am Donnerstag.

In jeder Bio-Zone sollen Tiere untergebracht sein, die unter ähnlichen Lebensbedingungen vorkommen, erklärt er. "Der Regenwald beispielsweise erstreckt sich rund um den Erdball, über Kontinente hinweg. Bei uns werden nun Vertreter der Tierwelt Nachbarn, die sich in freier Wildbahn nie begegnen würden, da Ozeane sie trennen." So kommt es, dass das südamerikanische Faultier und das afrikanische Zwergflusspferd in Chemnitz nebeneinander leben könnten. Am Beispiel von Inselbewohnern könnten Besucher zudem die Konsequenzen einer isolierten Entwicklung erfahren: "Tiere passen sich begrenzten Platzverhältnissen an. So ist der Sumatra-Tiger etwa deutlich kleiner als der Sibirische Tiger."

Dem weltweit verbreiteten Prinzip, Tiere einer Region wie einem Kontinent oder einer Ordnung wie den Raubtieren ein gemeinsames Gehege zu bauen, setzen die Chemnitzer ihr Prinzip der Lebensräume entgegen. Noch gibt es allerdings für den Umbau der Anlage lediglich das Ideenkonzept von Hermann Will. Doch auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal haben sie ihre Idee schützen lassen. Im Arbeitstitel werden das Konzept (Bio-Zonen) und der Zoo-Charakter der Anlage zusammengefasst: Der "Bio-Zoonen-Park Chemnitz" soll spätestens zum 50. Geburtstag der Einrichtung im Jahr 2014 den Namen "Tierpark Chemnitz" ablösen. "So hätte ich es gern", bekennt der Direktor und betont zugleich, dass die Stadträte das Grundkonzept zunächst bewerten müssen. "Erst dann kann ein Masterplan draus werden."

Der Umbau zum Bio-Zonen-Park würde sich dann nach Wills Prognosen über gut und gern zehn Jahre erstrecken. Dabei komme der Anlage zugute, dass sie gute Voraussetzungen habe. So finden die Bewohner des Tropenhauses schon jetzt Lebensbedingungen wie im Regenwald vor. Platz für neue Tierarten ist ebenfalls vorgesehen. "Wenn ich träumen darf, könnte ich mir Orang-Utans für den Regenwald vorstellen", schwärmt Will.

Für seine Steinböcke und Bärenmakaken in der geplanten Gebirgszone wünscht er sich noch Schneeleoparden, für die Amphibien und Enten in der Ufer-Zone noch Zwergotter. Der Prinz-Alfred-Hirsch und das im Tierpark beheimatete, größte Landraubtier Madagaskars, die Schleichkatze Fossa, könnten in der Insel-Zone durch Komodovarane ergänzt werden.

Die Savanne schließlich, das Grasland soll neben Przewalski-Pferden und Straußen auch Nashörner beherbergen. Vor allem für den Bau dieser Anlage auf der Altlasten verseuchten Fläche von Elite Diamant sieht Will noch "Unwägbarkeiten". Ehe der Tierpark von zehn auf zwölf Hektar wachsen könne, müsse zunächst das Eigentum erworben und der Boden abgetragen werden.


(Eintrag vom 12.10.2009 zum Thema "Tierpark Chemnitz")
Oliver Jahn:   @Liz, nun, manches dauert eben seine Zeit! Die Schneeleopardenanlage in Tallinn habe ich auch lange gesucht. Man wusste in Tallinn nicht mal, dass eine geplant war! ;-)Aber man soll eben nie zu früh urteilen. Auf dem aktuellen Plan ist eine größere gefleckte Katze eingezeichnet, und zwar im Alpinarium. Mir ist bei meinem Besuch dort zwar keinerlei Freiraum mehr an dieser Stelle aufgefallen, aber die Anlagen dort waren so groß, dass da sicher eine zusätzliche Anlage noch hinpassen würde. Weiß jemand da mehr, ob diese Anlage tatsächlich die Rasbach-Schneeleoparden-Anlage ist, die man mal auf dem TR sehen konnte?
(Eintrag vom 05.10.2009 zum Thema "Ich hab da mal ne Frage!")
Liz Thieme:   also die Gehörnten Tiere werden Blauschafe. Damit wäre Karlsruhe der Zweithalter Deutschlands und wenn man sich um die Sichuans bemüht sogar einziger Halter.

hier mal der Pressebericht (ist schon bisschen älter)
>Am Osthang des Lauterberges werde demnächst mit dem neuen Gehege für die Schneeleoparden begonnen, gefolgt von den Nasenbären im Süden, Waldrapp und Brillenkauz, Blauschaf und zuletzt dem kleinen Panda und Mundjak. Gegenüber - beim Giraffenhaus - stünden die Erneuerungen der Stallungen für die Huftiere an und am Südeingang des Zoo sollen die Flamingos bessere Bedingungen erhalten.

Danach solle es Zug um Zug weitergehen mit Elefantenhaus, Stallungen für Trampeltiere und Kropfgazellen. "Wenn dann ganz zum Schluss Löwen und Flusspferde ebenfalls neue Gebäude und Gehege haben, schreiben wir das Jahr 2015 - und feiern den Stadtgeburtstag", so König.<
(Eintrag vom 25.09.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Liz Thieme:   habe gerade das Investitionsprogramm 2016 gefunden. Ist ein ganz interessanter Überblick über die Projekte des Zoos.

Investitionsprogramm bis 2016

Die Stadt Neunkirchen wird bis zum Jahr 2016 knapp 4,5 Millionen Euro in den Zoo investieren. Bereits seit 1994 wurden 3 Millionen aufgebracht, um die Tierhaltung zu optimieren und die Infrastruktur für die Besucher zu verbessern. Insgesamt stieg damit die Attraktivität des Zoos. Die Fortschreibung des Zookonzepts umfasst einige Neuerungen, auf die sich Besucher und Freunde des Zoos in den nächsten Jahren freuen können.
Geplante Projekte:


Vergrößerung der Bärenanlage

Das Bärengehege wird auf eine mehrfaches seiner bisherigen Größe erweitert. Die abwechlungsreiche Anlage mit mehreren Rückzugsmöglichkeiten soll die Vergesellschaftung der Braunbären (später asiatische Bärenart) mit den asiatischen Rothunden ermöglichen.
Anlage für Leoparden, Löwen und Tiger an dem neuem Raubkatzenweg

Auf der Reservefläche hinter dem Picknickplatz am Bärengehege laufen zurzeit bereits die Bauarbeiten für die neuen Raubtiergehege. Der "Raubtierweg" wird später über ein bisher ungenutztes Gelände des Zoos führen. Hier wird man ausschließlich asiatische Raubtiere sehen. Allesamt vom Aussterben bedrohte Großkatzen, deren Haltung in den Zoos einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Arten darstellen.

Das erste Gehege am Rautierweg wird eine Anlage für Schneeleoparden, die sich an einem steilen, lichten Waldhang befinden wird. In der Fortsetzung des Weges entsteht ein Gehege für den Sibirischen Tiger. Die Planer versprechen einen "gitterfreien Blick aus verschiedenen Perspektiven" auf die größte Raubkatzenart. Neben dem Tiger-Territorium wird eine ebenso große Anlage für Indische Löwen errichtet. Das fazinierende Brüllen dieser beliebten Raubtierart wird dann wieder durch den Zoo hallen. Dieser neue Teil des Zoos soll 2011 fertig sein.
Neue Tropenhalle
Eine hochmoderne neue Tropenhalle, soll die zweckmäßige alte Zoo-Halle ersetzen. Für dieses komplexe Großprojekt werden zur Zeit Ideen und Planungen aufgenommen. Die neue Zoohalle wird an der gleichen Stelle der jetzigen enstehen, eine Schließung der alten Zoohalle ist während der Baumaßnahme daher leider unumgänglich. 2012/2013 soll die Tropenhalle öffnen.
Afrika-Anlage mit Giraffen, Zebras, Strauße und Flamingos

Das Gemeinschaftsgehege für Giraffen, Zebras und Strauße soll erweitert werden. Umliegende Flächen werden freigesetzt (z. B. durch Abriss des alten Leopardenhaus), um eine Erweiterung für die Afrika-Anlage zu ermöglichen. In diese Anlage wird auch ein neuer Bereich für Flamingos eingebettet.
Kamelhof mit zentralem Haustierbereich

Ein neuer, zentraler Bereich für alte Haustierrassen (z. B. Bentheimer Landschafe, Thüringer Waldziege) wird im unteren Zoobereich, oberhalb des Nordeingangs entstehen. Derzeit besteht dieses Gelände aus vielen Einzel-Gehegen. Ein neuer Kamelhof wird Platz für Trampeltiere und Dromedare bieten. Bereits jetzt wurden einige Planungsschritte umgesetzt, die Weiterentwicklung wird parallel zu den anderen Projekten erfolgen. Komplett fertig soll es 2013 sein.
Eingangsbereich und weitere Kleinprojekte
Auch andere, kleinere Projekte umfasst das neue Zookonzept. So steht auch die Modernisierung des Eingangsbereichs mit Schaffung eines begehbaren Zooshops auf der Projektliste. Auch für einen "Geierfelsen" und die Verschönerung des Ententeichs wurden die Planungen aufgenommen.
(Eintrag vom 24.09.2009 zum Thema "Zoo Neunkirchen")
Liz Thieme:   Auf der Homepage steht:

>Baubeginn der „Neuen Erlebniswelten für Menschenaffen“ im Zoo Basel wird im Frühsommer 2010 sein. Während intensiven Vorstudien wurden die bestehenden Anlagen und Gebäude in Bezug auf die in der Menschenaffenhaltung geltenden neuen Massstäbe geprüft und ihre Eignung während der vergangenen rund vierzig Jahre beurteilt. Nun liegt ein Projekt vor, welches für die Haltung dieser faszinierenden und bedrohten Geschöpfe in einem Stadtzoo neue Massstäbe setzen wird.
Das aus den 60er Jahren stammende Affenhaus wird einer gründlichen Sanierung und Erweiterung unterzogen. Unter Beibehaltung der bestehenden Kompartimentierung werden die einzelnen Menschenaffen-Räume in der Raumtiefe und teilweise auch in der Höhe vergrössert. Damit wird mindestens eine Verdoppelung der Grundfläche und des Volumens erreicht. Dort, wo heute die Javaneraffen und die Brillenbären sind, werden als Netzräume ausgebildete Freianlagen entstehen. Diese erheben sich bei Schimpansen und Gorillas bis elf Meter, bei den Orang-Utans sogar bis 16 Meter über den Boden. Sie sind mit den Gehegen im Haus so verbunden, dass die Menschenaffen die Wahl haben, ob sie sich eher in der inneren Begegnungszone mit den Menschen oder in den dschungelartig strukturierten Aussenbereichen aufhalten wollen. Die Netzräume sind an besonderen Gerüststrukturen von schattenspendenden Kletterpflanzen überwachsen, die die Affen beernten. Andere Raumabschnitte sollen ausgesprochene Sonnenstuben darstellen, wo auch an trockenen Wintertagen windgeschützt ein Sonnenbad genossen werden kann.
Besucherinnen und Besucher werden auf Wegen an die Begegnung mit den Menschenaffen heran geführt, die im Laufe der Zeit von grossen Bäumen überschattet werden. Sie erhalten gitterfreien Einblick durch grosse Panoramafenster. Einer der Wege führt über das Dach des Affenhauses, wo Totenkopfäffchen, Wollaffen, Krallenäffchen und Klammeraffen im natürlichen Vegetationsraum aus nächster Nähe beobachtet werden können. Entlang der Geländestufe im Bereich der heutigen Bärenanlagen erstreckt sich ein von einem Wasserlauf durchzogener Grüngürtel in Richtung Haupteingang. Darin liegt ein Identifikationsspielplatz, auf dem Kinder Affenverhalten ausprobieren können.<

Sie planen also auch für Orangs.

Die Baupläne habe ich hier hin gelegt, da ich hier schon den alten Grundriss des Affenhauses gezeigt habe.
http://tiergarten.com/forum.php?go=view&BeitragsID=1867&thema=&subthema=&subsub=

>Die Aussenanlagen der Kleinaffen werden aufs künftig begehbare Dach des Affenhauses verlegt. Die Javaneraffen-Gruppe zieht in das heutige Gehege der Tahre (Himalaja-Ziegen) um, deren Haltung der Zoo aufgibt. Ganz weichen müssen auch die Meerkatzen, die den Kattas Platz machen. Der Um- und Ausbau soll 2012 fertig sein (siehe Kasten).<

Das heißt keine Erweiterung für Schneeleoparden, sondern die Affen ziehen um.
(Eintrag vom 23.09.2009 zum Thema "Zoo Basel")
Holger Wientjes:   Warum plant man dann die Abgabe ? Thare und Schneeleoparden nebeneinander präsentieren zu können hat ja auch seinen Reiz.
(Eintrag vom 15.09.2009 zum Thema "Zoo Basel")
Sacha:   @Liz:

Wusste gar nicht, dass Basel die Thare/Tahre abgeben will. Aber falls doch, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass das Gelände die Schneeleoparden bekommen, schon weil ich VERMUTE, dass der Felsen unter Denkmalschutz steht und somit nicht abgerissen werden darf.

Die Kanadaotter sollen auch weg? Ich habe sie erst kürzlich im ehemaligen Braunbärgehege (neben den Brillenbären) gesehen. Würde mich wundern, wenn sie die abgeben, zumal im Masterplan das Thema Nordamerika einen Platz hat oder zumindest hatte.

Lustig ist übrigens, dass einige in Basel immer noch von Grossen Pandas träumen. Die theoretische Möglichkeit (über die mit dem Zolli sehr verbundene Chemieindustrie) würde wohl bestehen. Doch wenn man sieht, wie zurückhaltend die Chinesen zuletzt mit der Vergabe oder auch nur der Verleihung von Tieren wie Grosser Panda, Goldstumpfnasenaffe usw. waren, dürfte das nicht für sehr realistisch halten.

Somit bleibt der Zoo Zürich in der Schweiz weiterhin das Mass aller Dinge....:)
(Eintrag vom 15.09.2009 zum Thema "Zoo Basel")
Liz Thieme:   weiß jemand was in die Thar-Anlage hinein soll? Der Zoo plant die Haltung aufzugeben.
Wäre toll wenn das den Schneeleoparden zugeschlagen werden würde *träum*
(Eintrag vom 14.09.2009 zum Thema "Zoo Basel")
Liz Thieme:   Ich war dann gestern mal in dreifacher Begleitung zum ersten Mal in Basel :)
Insgesamt hat mir der Zoo gut gefallen, allerdings dauert es schon bis man da überhaupt mit dem Auto hinkommt. Die Schweizer Straßenführung zu verstehen, dauert bisschen. Die fahren ja ähnlich wie Italiener *grusel*
Also nach dem man dann endlich seinen Parkplatz (im Parkhaus Steinen) gefunden hatte und sich an der Architektur der Stadt freuen konnte, war die Freude noch größer, als wir sahen, dass die Schlange vor den Kassen sich verkleinert hatte.
Dem Rundgang nicht ganz folgend (wer tut das auch schon) wurden wir von einen Brillenbär im Wasser begrüßt. Bekommt man fast Lust mit reinzuspringen, va war das Wasser schön klar, fast wie ein Bergsee.
Was mich besonders überrascht hat, war die großzügige und schön gestaltete Anlage der Wildhunde, allerdings halten die sich nicht an die Beschreibungen des Zoos. In dem Zooführer (der auch schon der gleiche wie von vor zwei Jahren war (habe ich das richtig in Erinnerung, Jenny?)) steht nämlich: >Unsere Tiergehege sind so gestaltet, dass Sie die Tiere ohne störende Barrieren und ganz aus der Nähe fotografieren können.< Tja, die lieben Wildhunde lagen aber hinter dem Gitterzaun, für mich unfotografierbar :(
Auch die Löwenanlage gefiel mir sehr gut, einzigen Nachteil sehe ich hier in der Winterhaltung. Sind die wirklich im Winter nur über Bildschirm zu sehen???
Interessant ist auch das restliche Gamgoas mit den Nilkrokodilen, die Capri-Sonne zum Fressen gern haben (leider). Hat jemand schon mal die Termiten auf dem Hügel gesehen und nicht nur in der Röhre. Wir wollten auf Grund der Besuchermenge nicht im Hügel rumstochern.
Hübsch finde ich auch das Antilopenhaus, mit den Geburtenlisten von 2007 und 2008 an den Wänden und dem Nichtraucher Piktogramm. Wo sollen denn die Jungtiere von 2009 hin? Die große Anzahl an Kleinen Kudus, die ja zusammen mit den Giraffen leben, sich aber auch in ihren Bereich zurückziehen können, fand ich toll. Sind noch anmutiger als die Großen Kudus. Schade ist natürlich, dass die Giraffen keinen Zuchtbullen haben. Aber die Giraffen waren mit das Highlight des Zoos, endlich mal Massais. Tolle Zeichnung. Nebenan war dann aber wieder bisschen Trauer angesagt, auf Grund der derzeitigen Einsamkeit von Okapi Xina. Wobei es schön ist, dass die beiden Anlagen verbunden wurden.
Im Zweitbereich des Zoos hinter der Eisenbahn sucht man dann vergeblich nach den Muntjaks bei den Panzernashörnern, die aber eine kleine Treppe zu ihrem erhöhten Grünbereich haben. Vermutlich lagen sie da sonstwo drin. Leben da auch Zwergotter oder haben wir Phantome gesehen? Die Anlagen gefielen mir recht gut, nur finde ich es schade, dass kaum Grün für die Nashörner dabei war, denn das Grün ist wenn außenrum oder bei den Muntjaks.
Enttäuscht war ich beim Zwergflusspferd, von den Anlagen hätte ich mehr erwartet.
Allerdings für mich persönlich dann doch ein positives Erlebnis war die Schneeleoparden-Anlage. Leider ohne einen gesehen zu haben. Wie viele leben denn da noch, nachdem letztes Jahr der alte Kater verstorben ist?
Nachdem wir unseren Kuschelwahn mehr oder weniger gestillt hatten und auch keine DikDiks bei den Rappenantilopen zu sehen waren, verschlug es uns zu den Flusspferden. Die grad auf Grund der Säuberungsaktion in der Anlage im Haus waren. Die Strauße und Zebras (wovon eine sehr kugelig aussieht) genossen die Sonne und beobachteten neugierig die Pfleger nebenan und der Hahn balzte was die Federn hergaben.
Enttäuscht wurden wir dann bei den Menschenaffen, wo ja leider nur die Schimpansen einen Außenkäfig haben. Zum Glück konnte ich im Zoo-Magazin gerade lesen, dass ein großzügige Außenanlagen geplant sind mit Blick auf die Afrika-Savanne.
Dann ging es endlich über Australien ohne Buschhuhn *schnief* und sehr braunen Roten Riesen (haben die kein vernünftiges ausgewachsenes Männchen, dass alle schön rot färbt?) zum Vivarium.
Das Vivarium = mein Reich (wenn es schon keine Tiger und Jaguare im Zoo gibt und die Schneeleos nicht zu sehen waren). Insgesamt gefällt es mir (die Architektur war mir hier wurscht und habe sie nicht weiter beachtet), auch wenn es viele Arten sind die man auch aus anderen Zoos kennt. Schön fand ich die große Schnecke (Art leider nicht gemerkt) ziemlich am Anfang des Aquarienbereichs. Naja und dann ganz klar natürlich die Königspinguine und Eselpinguine, die auch ziemlich neugierig an die Scheibe kamen (leider sehr zappelig dabei waren). Die Könige haben derzeit wieder mal Nachwuchs. :)
Und danach ging es ans plündern des Zoo-Shops.

Insgesamt (abgesehen von dem Menschenmassen, die auch gerne mal quer über den Wegen lagen/saßen) war es ein sehr schöner und lustiger Tag mit vielen anregenden Unterhaltungen und interessanten Überlegungen zu Fütterungsmethoden und Interaktionsmöglichkeiten zwischen Mensch und anderen Tieren.
(Eintrag vom 13.08.2009 zum Thema "Zoo Basel")
Sacha:   Ist Inzucht aus natürlichen Verhältnissen entstanden, ist dem m.E. aus ethischen Gesichtspunkten nichts entgegenzuwenden. Sie ist nicht menschengemacht. Der Mensch spielt also nicht Gott und kreiert - etwas drastisch ausgedrückt - Monster (= Weisse Tiger:)).

Beim Sibir. Tiger kommt hinzu, dass der Mensch die genetische Armut durch starke Bejagung noch zusätzlich verschärft hat. Ob die Zoos durch die Vermeidung von Inzucht tatsächlich einen Founder-Effekt verhindern, halte ich für sehr fraglich. Wo gibt es denn noch neuen Lebensraum, in den in der Wildbahn lebende Sibir. Tiger besiedeln und eine neue Population, UA oder gar Art "founden" können?

Bez. Verwandtschaft: Das wird ja immer besser. Nun soll also der Schneeleopard dem Tiger am nächsten stehen? Also packen wir jetzt Tiger und Schneeleopard zusammen in die Gattung Uncia oder kreieren wir eine neue Gattung?:)
Und was gewichten die Fachleute nun höher: "Deine" neuste Genetik-Studie oder "meinen" in Wikipedia gefundenen morphologischen Bericht?:)

Mein Gott, ich möchte nicht in der Haut eines Systematikers stecken.
(Eintrag vom 10.08.2009 zum Thema "Tiger")
Michael Mettler:   @Sacha: Die genetischen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der Amurtiger "von Natur aus ingezüchtet" ist, da vermutlich schon bei seiner Abspaltung zu dem, was wir heute Unterart nennen, ein Founder-Effekt stattfand. Anders ausgedrückt: Unsere heutige Unterart wäre demnach durch Inzucht unter Naturverhältnissen überhaupt erst entstanden und somit etwas, dessen Entstehung man heute künstlich zu verhindern versucht... Man könnte nun auch diesen Flaschenhals als "gezielte Weiterzucht" bezeichnen, denn wenn die Tiere aus freien Stücken eine Verwandtenpaarung vermieden hätten, wäre der Besiedelungsversuch gleich im Ansatz wieder ganz natürlich ausgestorben.

Laut Genetik sollen sich nunmehr alle fünf Großkatzen von einem gemeinsamen Vorfahren ableiten, der sich in zwei Zweige aufspaltete: Löwe/Jaguar/Leopard auf der einen, Tiger/Schneeleopard auf der anderen Seite. Sprich, der Schneeleopard wäre der nächste lebende Verwandte des Tigers.
(Eintrag vom 10.08.2009 zum Thema "Tiger")
Sacha:   @MM und Henry Merker: Danke für den Hinweis. Ich blätter heute abend gleich in St-Bernhards-Wälzer:)

Vorerst habe ich mal in Wikipedia (Stichwort Grosskatzen) nachgeschaut und da eine interessante Entdeckung gemacht, die aber eher die These stützt, dass Tiger und Löwe näher beieinander stehen:

Zitat Wikipedia:
"Großkatzen unterscheiden sich von ihren kleineren Verwandten durch den Aufbau ihres Zungenbeins. Dies besteht aus kleinen Knöchelchen, die als "Befestigung" des Zungenmuskels in der Katzenkehle dienen. Ursprünglich wurde dieses Merkmal mit der Fähigkeit zu brüllen in Verbindung gebracht. Neuere Studien zeigen jedoch, dass das Brüllen mit anderen anatomischen Besonderheiten, vor allem mit einer speziellen Ausbildung des Kehlkopfes zusammenhängt. Dieser ist bei Löwe, Tiger, Leopard und Jaguar durch sehr lange Stimmlippen und ein dickes Polster aus elastischem Gewebe charakterisiert, was es diesen Arten erlaubt zu brüllen. Der Schneeleopard, der Nebelparder und andere Katzenarten besitzen diese Merkmale nicht und können auch nicht brüllen."

Bez. Inzucht Amurtiger: Hast Du nicht selber schon Beispiele gebracht, wo Amurtiger Inzuchterscheinungen haben (könnten)?
Auf Zooverhältnisse umgemünzt ist ja der springende Punkt der, dass in einem Fall (Weisse Tiger) gezielt ingezüchtet wird, man im anderen Fall (Sibir. Tiger) VERSUCHT, Inzucht und deren Folgeschäden zu verhindern...
(Eintrag vom 10.08.2009 zum Thema "Tiger")
Henry Merker:   Luchse gehören zu den Hauptfeinden der Blauschafe. Ferner wären der Himalayawolf, der Schneeleopard, der Rothund, der Tiger und der echte Wolf zu nennen. Für die Kitze können wohl auch Bartgeier gefährlich werden.
(Eintrag vom 31.07.2009 zum Thema "Gebirgswiederkäuer")
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Aber Häuser baut man nun mal hauptsächlich für Besucher. In der Rotterdamer Tigerfarm (das Baudatum habe ich noch immer nicht, sie bestand aber auf jeden Fall in den 70er und 80er Jahren) hatten selbst Sumatratiger nur bessere Hundehütten als "Innenräume", also brauchen auch die nicht unbedingt ein Haus.

Inzwischen habe ich in den alten Baseler Jahresberichten gestöbert. Neben den Eingang des Hauses wurde nachträglich noch ein großer Pumakäfig gebaut, der aber nicht für das Publikum einsehbare, sehr schlichte Schutzräume bekam. Nachdem ich das gelesen habe, fiel mir ein, dass das der bei meinem Erstbesuch mit Schneeleoparden besetzte Käfig gewesen sein muss, den ich nicht mehr in Verbindung mit dem Raubtierhaus in Erinnerung hatte. Die Architekten Rasser & Vadi entwarfen auch das Baseler Nashorn-Zwergflusspferd-Haus (eröffnet 1959), danach anscheinend nichts mehr für den Zoo. Aber unmittelbar daran schloss ihre Zielplanung für die Wilhelma-Erweiterung an, aus der bezeichnenderweise zuerst - wenn auch erst 1968 - Raubtier- und Dickhäuterhaus fertiggestellt wurden. Das verwirklichte Raubtierhaus weicht dabei deutlich in seiner Form von der Ursprungsplanung ab, denn die - ohne Freisichtanlage! - ist in ihrer Form mehr als deutlich an das Baseler Modell angelehnt: siehe nebenstehende Abbildung (aus der Broschüre "Die Wilhelma 1829-1980"). Bei anderen Anlagen (Dickhäuter, Steppentiere) sind Grabenabsperrungen eingezeichnet, deshalb gehe ich davon aus, dass auch das große Vieleck einen Käfig (wahrscheinlich für Löwen) darstellt.
(Eintrag vom 30.07.2009 zum Thema "Raubtierhaus Basel und die Folgen")
Oliver Jahn:   @Karsten, ich habe mich schon gewundert, den Gorillamann nur allein zu sehen. Nun weiß ich, warum.
Die Nilgaus gingen an den Safaripark Hodenhagen. Die Hirschziegenantilopen gingen nach Östereich in den Wild- und Erlebnispark Streicher.
Die Lösung mit der Futterküche für den Wickelbären gefällt mir sehr gut.
Und hier noch mal ein Bild vom Schneeleopardenjungtier.
(Eintrag vom 23.07.2009 zum Thema "Zoo Rostock")
Michael Mettler:   Dann sieht das also ganz danach aus, als habe auf dem Schneeleoparden-Baugelände früher die "eckige" Bärenanlage gelegen, während die mit den Säulen sich auf dem Gelände der heutigen Eisbärenanlage befand. Das, was auf der Luftaufnahme bis an den Bergweg heranragt, dürfte dann wohl früher der betonierte Hang gewesen sein, den der Braunbär auf Olivers Fotos gerade hinaufsteigt und der auf meinem Foto der leeren Anlage links im Bild zu sehen ist.
(Eintrag vom 15.07.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Liz Thieme:   genau Micha, die Kronenkraniche sind weg und da kommen die Stallungen der Schneeleoparden hin.
Die Anlage zieht sich dann nach rechts weiter hinter das Klohäuschen ggü der Giraffen. Der Hochweg zwischen Pinguinen und dann Schneeleoparden, auf den bisherigen Stallungen wird gerade saniert und ist dann wieder nutzbar.
(Eintrag vom 15.07.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Sacha:   @MA: Das erstaunliche daran ist, dass im Himalayagebiet bislang "nur" Schneeleoparden gehalten wurden. Wurden diese ausgetauscht oder sind jetzt dort sowohl Schneeleoparden wie Amurleoparden vorhanden (und wurde für letztere eine neue Anlage gebaut, oder eine der Schneeleo-Anlagen umfunktioniert)?

Normalerweise verfolge ich aufmerksam die Infos via Internet des Bronxzoo. Aber der Löwentausch und die Anschaffung der Amurleoparden muss mir irgendwie entgangen sein.
(Eintrag vom 09.07.2009 zum Thema "Zoos in den USA")
Michael Mettler:   @IP66, zur "Abwegigkeit" des Giraffenhaus-Vergleiches: "Soeben fertiggestellt ist das Giraffenhaus. Auch dieses Tierhaus ist keine neue Erfindung, sondern hat Vorgänger in Rotterdam und Frankfurt/M." So beschreibt es der Karlsruher Zoodirektor Birkmann im Zooführer von 1965, und ich denke, der wird schon gewusst haben, wo man sich die Anregungen für den Bau geholt hatte. Man kann natürlich über die Wortwahl "Vorgänger" (statt z.B. "Vorbilder") diskutieren, aber dann würde ich angesichts etlicher vorher bestehender Giraffenhäuser nicht verstehen, warum man explizit die beiden genannten heranzog.

Abgesehen davon wurde das Karlsruher Giraffenhaus rund anderthalb Jahre vor dem hannoverschen eröffnet. Da hätten die Karlsruher Planer also nicht viel Gelegenheit gehabt, einen Bezug zum hannoverschen Bau zu konstruieren...

Der Beweis dafür, dass das Karlsruher Haus im Originalzustand nicht umgittert war, wäre allerdings noch zu erbringen. Alle älteren Fotos der dortigen Giraffen zeigen die Tiere vor Gitterzaun-Hintergrund - was allerdings offen lässt, ob sich auch vor dem Fotografen ein Zaun befand oder er über einen Graben hinweg fotografierte.

@Liz & Oliver: Ich fand in meinem Archiv noch einen undatierten Faltplan des Zoos, der von ca. Ende der 80er stammen dürfte; es sind die Schneeleoparden drin erwähnt und abgebildet, die erst ab 1986 gehalten wurden. Darin gibt es auch ein Foto eines Braunbären auf der "eckigen" Anlage.

Übrigens wurde der erste Braunbärmann der Nachkriegshaltung (Bobby) laut Chronik 1950 bei Hagenbeck geboren und kam am 17.6.1950 in Karlsruhe an. Aus Ulm (evtl. vom Händler Mohr?) kam seine Gefährtin Maya. Anfangs lebten die Beiden in einem "tiefliegenden Zwingergraben" und waren "vom Publikum kaum zu sehen"; ihre Freianlage müsste etwa 1954 entstanden sein. Später (für 1958 erwähnt) gab es zeitweilig noch eine zweite Bärin namens Uschi. Bobby und Maya hatten laut Zooführern reichlich Nachwuchs. Kurioserweise berichtet die Chronik, dass die Karlsruher Bären ihren Ursprung in Ostsibirien hatten, im o.g. Faltplan ist der Bär aber als Europäischer Braunbär untertitelt. Und der letzte Bärenmann Jonny, seit mindestens 1987 im Zoo (ein entsprechend betiteltes Foto ist im "Karlsruher Zoobuch" von 1987 enthalten) soll ein Grizzly gewesen sein...
(Eintrag vom 01.07.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Liz Thieme:   also in den Plänen die ich zur Verfügung habe war der Zoo schon immer auf sein heutiges Maß begrenzt und nur durch den Stadtgarten erweitert. Dies wird sich durch den Neubau und die Übernahme des Tullabades ändern. Man kann sozusagen sagen, dass der Karlsruher Zoo die bisherigen Grenzen sprengen wird.

Zu den Häusern kann ich nur das sagen, was ich derzeit erlebe. Die Zwergflamingos haben die Wahl ob sie rein wollen oder sich draußen sonnen wollen. Die Flusspferde sind derzeit nach innen verbannt, auf Grund der Wohnungsbesetzer (Seehund-Mann + Pinguine). Die Elefanten sind ab der Fütterung um 16:00 im Haus, vlt dürfen sie irgendwann dann nochmal raus, das weiß ich nicht.
Die Leopardin darf sich auch entscheiden ob drinnen oder draußen, Löwen teilweise auch. Schneeleopardin und Salzkatze kann man nur aus dem Haus beobachten, genauso wie den Fennek und die Terrarien.
Die Affen können auch wandern. Und die Giraffen teilweise auch, je nach Uhrzeit.
Fazit: Man kann nicht durch den Zoo gehen, die Häuser auslassen und alles sehen.
Aber es stimmt der botanische Bereich ist recht leer, wodurch eine angenehme Ruhe im Rosengarten herrscht, die man auch gut zum Lernen für die Uni nutzen kann.
Mich würde es interessieren, was da angeblich weggefallen ist, wegen der BUGA. Das Anlagen über die Jahre allgemein wegfallen, ok das kann sein. So gibt es zB die Wolfsanlage nicht mehr. Aber ich finde keine die wegen der BUGA weg musste.
(Eintrag vom 05.06.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Thomas Schröder:   Vielleicht hat sich WolfDrei nur vertan und wollte statt der 2 Jaguare die Nachzucht der schwarzen Leoparden verkünden, denn dort sind es im Gegensatz zu den Jaguaren eben 2 Jungtiere. Außerdem gibt es ein Jungtier bei den Schneeleoparden und Vierlinge bei den Binturongs!
(Eintrag vom 05.06.2009 zum Thema "Tierpark Berlin - allgemein (bis 26. Juli 2016)")
Liz Thieme:   habe meine Frage aus dem Fragengewirr neulich grad selbst beantworten können.
Der Schneeleoparden-Kater Charikar ist schon länger verstorben. Es lebt nur noch die Katze im Zoo.
(Eintrag vom 05.06.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Liz Thieme:   Hab gerade noch was interessantes zum Umbau am Lauterberg in der "Katta 2009" gelesen.
>Derzeitige Projekte sind die Förderung der neuen Anlagen für
Schneeleoparden und für Kleine Pandas am Lauterberg.<
Von den Kleinen Pandas habe ich bisher noch nie was gehört oder gelesen.
(Eintrag vom 05.06.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Liz Thieme:   Wenn du Recht hast mit der Ortsangabe, dann ist die Beschreibung, dass die Schneeleoparden in die ehemalige Braunbärenanlage kommen falsch. Denn die werden auf jeden Fall in die linke Baustelle integriert den Hügel irgendwie hoch. Nur weiß ich nicht wo genau.
(Eintrag vom 05.06.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Liz Thieme:   ich habe gestern in Karlsruhe,als ich im Raubkatzenhaus stand, wieder eine ganze Menge gelernt,sogar eine neue Art kennengelernt.

Baby-Tiger bzw Baby-Luchs = Salzkatze
Luchs = Schneeleopard

das ist ja schon fast normal, zumal man aus beiden Gehegen die Luchse draußen sehen kann. Obwohl ich keine Ähnlichkeiten sehe. Auf paar Fotos sehe ich bei der Salzkatze eher Ähnlichkeit mit dem Ozelot.

Aber das beste war dies:

Geopard = Schneeleopard

wahrscheinlich gab es noch mehr solch neue Tierarten oder so. Aber die Masse der Zoobesucher hab ich nicht verstanden, hunderte Franzosen liefen da gestern rum, insbesondere Kinder *ohrzuhalt*

(Eintrag vom 05.06.2009 zum Thema "Besucher ...")
Michael Mettler:   P.S. Zum Magdeburger Katzengarten: Die besagten 4 Formen waren damals Puma, Schnee-, China- und Persischer Leopard. Davon ist der Schneeleopard noch im Bestand, und statt der drei anderen Formen kamen danach Rothund, Husky und Tigeriltis in diesem Gelände in den Bestand (die Muntjaks zogen ja nur dorthin um). Zwar überschnitt sich die Haltung der Rothunde und der Leoparden noch, aber heute steht unter dem Strich für diese Ecke des Zoos kein Artenschwund!
(Eintrag vom 04.06.2009 zum Thema "Artenschwund und Zookritik")
Liz Thieme:   ich habe mal an euch Kenner eine Frage. Die ist mir gekommen als ich heute im Eisbärentunnel stand.

Da hängen Schilder, ua auch über die ehemaligen Braunbären, insbesondere über Jonny.
>Das Zookonzept von 1992 sieht die Aufgabe der Braunbärenhaltung zugunsten einer großzügig gestalteten Eisbärenanlage vor. Das verbliebene Zuchtpaar sollte aber aufgrund seines bereits fortgeschrittenen Alters bis zum Lebensende innerhalb des "Lebensraum Wasser" untergebracht werden. 1994 jedoch musste "Blonde" im Alter von 26 Jahren eingeschläfert werden, sie hatte eine bösartige Geschwulst im Kopfbereich.
Rechtzeitig vor Baubeginn 1999 konnte für "den letzten Mohikaner" eine adäquate Unterbringung in einem anderen zoologischen Garten gefunden werden. Der Zoo Landau stelle "Jonny" für die Dauer der Bauzeit sein Braunbären-Ausweichgehege zur Verfügung. Im April 1999 reiste er als letzter Bär - die Eisbären waren schon zwei Monate zuvor nach Nürnberg umgesiedelt worden - aus Karlsruhe ab, als um ihn herum schon die Großbaustelle eingerichtet wurde.
Zur Eröffnung der neuen Eisbärenanlage im Oktober 2000 ist der 1971 geborene Braunbär "Jonny" aus Landau zurück gekehrt und kann nun seinen Lebensabend in einem neuen Gehege in Karlsruhe verbringen."

Nun gibt es Jonny ja inzwischen nicht mehr und auf der alten-neuen Braunbär Anlage soll angeblich die Schneeleoparden Anlage entstehen. Kann mir jemand sagen wo die liegt, denn derzeit ist da kaum was zu erkennen, was wo mal war.
Hier ein GoogleMaps Ausschnitt von vor der jetzigen Baustelle.
(Eintrag vom 04.06.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Liz Thieme:   Komme gerade aus München wieder.
Ingesamt habe ich einen ganz guten Eindruck, aber das mag an dem ganzen Grün gelegen haben, keine Ahnung wie ich den Zoo im Winter beurteilen würde. Aber das Gras war so hoch, dass ich keinen Wildhund gesehen habe, aber das Gras hat eindeutige Zeichen gegeben, dass sich da einer drin bewegt.
Schrecklich finde ich aber einfach diese Bambusstangen-Wälder bei den Affen, besonders bei den Gibbons. warum kann man denen nicht mal Bäme hinsetzen? Andere Zoos schaffen das doch auch :(
Erschrocken war ich jedoch über das eine Mandrillweibchen, das derzeit auch ein Jungtier betreut. Sie trägt zwei extreme Geschwülste in einem Sack am Hals, erinnert eher an was anderes.
Bei den Eisbären habe ich nur zwei Tiere anstatt der angeblichen drei gesehen.

Zu eurer Moschusochsen-Diskussion aus dem Dezember. Sie sind immer noch da.

Komisch finde ich, dass die Wildhunde an zwei Stellen im Zoo zu finden sind. Zum einen wie im Wegweiser auch gesagt nebenan am Dschungelzelt und zum anderen bei den Pumas in der Nähe (rückwärtig der Schneeleoparden).

(Eintrag vom 02.06.2009 zum Thema "Münchner Tierpark Hellabrunn")
Onca:   *schäm* meine Fotos geben grad die Erklärung selbst. Es war die Spiegelung von der Lampe von den Fenneks gegenüber.
Aber das lässt trotzdem die Frage offen, ob es noch einen zweiten Schneeleoparden gibt und wenn ja, warum die beiden getrennt sind?!
(Eintrag vom 21.05.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Onca:   hab da noch mal eine Frage zu dem derzeitigen Raubtierhaus. Hinter dem derzeitigen Schneeleoparden-Gehege scheint ein Neben/Absperrgehege zu sein.
Ich habe im Schaugehege nur ein Tier gesehen, vermutlich das Weibchen. Gibt es noch einen Kater dazu?
Das Tier tigerte immer an dem Absperrgehege auf und ab, als ob da noch ein Tier war. Außerdem leuchtete da ein Rotlicht über der Ablage, welches im Schaugehege nicht der Fall war.
Was mich wunderte war auch, dass dieser Schneeleopard es wohl bisher nicht kapiert hat, dass er nicht an seinen Nachbarn die Salzkatze rankommt. Er griff diese mehrmals an, scheiterte allerdings an der Scheibe. Die Salzkatze hingegen nahm das Ganze sehr gelassen und betrachte den Schneeleoparden bei seinen Attacken und Grabversuchen.
(Eintrag vom 21.05.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Onca:   war heute in Karlsruhe und komme mit Zeichnungen der zukünftigen Schneeleopardenanlage wieder.

Der Leopardenkater aus Hamburg, kann noch nicht nach Karlsruhe. Die zwei Löwen müssen erst noch vergesellschaftet werden. Bisher sitzt "Safo" noch in dem Käfig, wo "Tschingis" zu Eingewöhnung rein soll. "Menelaos" ist an seiner zukünftigen Partnerin "Safo" schon interessiert, sie an ihm eher weniger.

Und dem einen Banteng hab ich nen gequetschten Daumen zu verdanken.
(Eintrag vom 21.05.2009 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Onca:   mal paar Neuigkeiten

10.5.2009
Bürgerschaft hatte beschlossen den Pachtvertrag zu kündigen, bei der Tierparkgesellschaft ist diese noch nicht eingetroffen
Neu-Investor: Tim Sachau, 29-Jähriger Bäckermeister
Investition: 5,7 Millionen Euro --> Hansezoo --> GmbH
Finanzierung: Fremdfinanzierung (Kredite, 8 Sponsoren schon)
Erweiterung: 2,7ha --> 8 ha
Schwerpunkt: Bildungsarbeit mit Kindern
Arbeitsplätze: zukünftig mind. 30, davon 20 für behinderte Menschen
Konzept durch Tiergartengestaltungs-Büro Wiesenthal
Thema: Geschichte Lübecks, Königin der Hanse - Herzstück Sachau-Hof mit vom Aussterben bedrohten Tieren (ua Lehmkuhlener Pony und das Schwarzbunte Niederungsrind), weiter ein Hof mit Ramelsloher Hühnern und Deutsche Widder.
Ebenfalls eine Kornkammer mit wechselnder Getreide-Zucht (Dinkel, Urkorn, Einkorn), hinzu ein Wasser-Areal inklusive begehbarer Voliere mit Wat- und Möwenvögel, Teich mit Wasservögel des Binnenlandes.
Gehege für die Kamele und Schimpansen. Neu sind die Sittiche und Totenkopfäffchen. Auch Volieren mit Aras sind vorgesehen. Danach ein Haus "der blinden Passagiere" (Skopione, Vogelspinnen). Bereich mit "Pelztieren" (Schneeleopard, Zobel, Nerz, Silberfuchs und Hermelin) + Ausstellung.
Versetzung des Haupteinganges, weiter ein Restaurant, Spielplätze und Grillmöglichkeiten + Zooschule
Besucherplanung: 100.000 pa

13.5.2009
Die Linke kann Sachau nicht nachvollziehen, da die Bürgerschaft im vergangenen Jahr beschlossen hatte, dass die Pacht für den Zoo nicht über 2011 hinaus verlängert wird.
Fraktionschefin Antje Jansen kreidet Innen- und Umweltsenator Thorsten Geißler (CDU) an dies nicht durchzusetzen, weiter sagt sie Sachau hätte "mit Tierhaltung null Erfahrung"
Die Liberalen wollen Sachau dagegen eine Chance geben. Fraktionsvize Wilhelm Melchers meint „Offensichtlich arbeiten die Linken gezielt kontraproduktiv und wollen den Investor mit Füßen treten“
Die BfL attestiert Sachau ein beeindruckendes Konzept und fordert die Tierpark-Gegner zum Umdenken auf.
Eine konstruktive Begleitung durch die Verwaltung fordert auch die CDU. „Die Stadt soll das Konzept positiv begleiten und nicht gegen den Investor arbeiten“, sagt Rüdiger Hinrichs. „Wir wollen Tim Sachau eine Chance geben.“
Die SPD will sich erst mit dem Hanse-Zoo beschäftigen, wenn der Investor einen Antrag auf Kauf oder Pacht des Areals bei der Stadt einreicht. „Sachau muss sich offiziell bewerben“, sagt Fraktionschef Peter Reinhardt, „bisher kenne ich das Konzept nur aus der Zeitung.“ An dem Bürgerschaftsbeschluss, mit dem jetzigen Betreiber nicht zu verlängern, ändere das nichts. Reinhardt: „Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.“

beides sind Zusammenfassungen bzw Übernahme von artikeln aus der LN
(Eintrag vom 14.05.2009 zum Thema "Tierpark Lübeck")
Michael Mettler:   Ich fand heute im "Zoologischen Garten", Heft 3/2002, einen Artikel des vormaligen Zoodirektors Wolf Everts "Neubauten im Zoo Osnabrück von 1992-2001". Darin ist von einer Zielplanung bis 2010 die Rede, in der einige seit Erscheinen des Artikels vorgenommene Entwicklungen nicht auftauchen (z.B. der Wolfswald), stattdessen aber (ohne nähere Ausführungen) eine Schneeleopardenanlage, die Umgestaltung des Schweinsaffenfelsens und - in der damals noch lediglich erhofften Erweiterung des Zoos, heute Takamanda-Baugelände - eine Flusspferdanlage.
(Eintrag vom 16.04.2009 zum Thema "Osnabrück")
Ralf Seidel:   Gerade der "Tatbestand" der kontinuierlichen Artenreduzierung macht ja so bedenklich. In der deutschen Zoolandschaft ja eigentlich normal, um den verbleibenden Arten bessere Bedingungen zu bieten. Magdeburg hatte aber dieses Problem nie, der Artenbestand war immer überschaubar. Manfred Bürger war ja noch stolz auf seine Spezialisierung mit heimischen Tieren, das Ganze mit ein paar Exoten wie den Bewohnern des Dickhäuterhauses (das freilich war damals Extraklasse), Löwen, Schimpansen, Zebras, Antilopen und eine paar Primaten und Kleinvögel. Immerhin sah ich hier Ende der 70er meine ersten Balistare und Rappenantilopen, die Arazuchten waren gerühmt und das erste Baby der Spitzmaulnashörner...
Ansonsten erinnerte aber alles eher an einen größeren Heimattiergarten - kein Vergleich mit den an Exoten vollgestopften Zoos in Halle oder Leipzig oder dem weitläufigen Friedrichsfelde.
Puschmann machte einen "richtigen Zoo" daraus - mit den gegebenen Möglichkeiten. Bis auf das Dickhäuterhaus gab es ja kein begehbares Tierhaus, dennoch etablierte er viele neue Arten. Noch zu DDR-Zeiten entstand der "Katzengarten", wo erstmals Pumas, Schneeleoparden und Leoparden in 2 Unterarten gezeigt werden konnten, neben den Löwen, Amurtigern und einer stattlichen Kleinkatzenkollektion. Es folgten der Ausbau der Krallenaffenhaltung zu einer international beachteten quantitativen und qualitativen Größe, viele neue Gehege und Anlagen.
Sein Nachfolger Schröpel hat diesen Weg konsequent fortgesetzt...
Ich meine schon, dass man, gerade auch unter Berücksichtigung personeller Veränderungen, auch neue Wege einschlagen kann. Derzeit macht es aber eben nicht gerade den Eindruck, als ob hier wirklich Aufbruchstimmung herrscht.
Visionen sind ja schön, nur sollten dem
eben auch Taten folgen. Die Erwweiterung in den Vogelgesang ist ohne Frage ein positives Signal, Baustellen sind immer ein gutes Zeichen, dass es nach vorn geht. Aber vieles sieht eben im Moment nicht so
positiv aus.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt galt ja immer als Pragmatiker, von ihm stammt der Spruch:"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen". Ohne Zweifel war und ist er ein kluger Mann - hier teile ich aber nicht seine Ansicht. Wie überall sollte gelten: die Mischung machts !
Wünschen wir dem Magdeburger Zoo also endlich wieder gute Nachrichten...
(Eintrag vom 16.04.2009 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Michael Mettler:   @Onca: Der Serengetipark hielt in einer der beiden bisherigen Anlagen eine Gruppe kastrierter, weil überzähliger Amurleopardenkater. Vielleicht ist die inzwischen auf acht Köpfe angewachsen.

Schneeleoparden, Jaguare und Tiger sind eigentlich auch keine Rudeltiere, und dennoch gibt es funktionierende Gruppenhaltungen (siehe Wildpark Lüneburger Heide für Irbisse, Aschersleben für Jaguare, Tiger häufig). Wenn es keinen Grund zur Nahrungskonkurrenz gibt, scheinen auch Großkatzen, die nicht Löwe heißen, beachtliches soziales Potenzial ausleben zu können. Selbst der Löwe lebt(e) nicht ständig in Rudeln zusammen, wo die Nahrung spärlich ist/war, siehe Wüstenlöwen im Süden Afrikas oder Atlaslöwen, die laut zeitgenössischer Schilderung einzeln oder paarweise lebten.
(Eintrag vom 03.04.2009 zum Thema "Serengeti-Park Hodenhagen")
Sven P. Peter:   Ich muss ja wirklich sagen, in Sache Geldbeschaffung etc. ist der Zoo Hannover einfach nur toll :)
Ich wäre schwer begeistert von einer Themenwelt Australien, jedoch könnte ich mir auch einen Ausbau des Himalayabereiches vorstellen. Vielleicht mit Tahren, Schneeleoparden und Rothunden.
(Eintrag vom 25.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Shensi-Takin:   Beim letzten Mal gab es in Bezug auf meine Planung zum Salzburger Zoo ja allerlei Unstimmigkeiten, so dass ich das Thema nicht weiter aufgreifen wollte. Aber unlaengst fiel mir beim Aufraeumen ein alter Zooplan in die Haende, der mich nicht losliess. Drum hier ein weiterer "Umbauvorschlag" meinerseits-mehr oder minder ungeachtet aktueller Bauzustaende. Bleibt zu hoffen, dass es diesmal nicht zum Haarespalten/raufen kommt...

1. Der Eingangsbereich oder Aus "Asien" wird "Afrika"

Die Gibbon- bzw. Kleine Panda-Anlage wird mit einer Gruppe von Lemuren besetzt, z.B. Mohren,-Weisskopf- oder Rotbauchmakis. Die ehemalige Totenkopfaeffchen-Anlage bewohnen, wie in der Realitaet, Kattas oder aber eine Junggesellengruppe Varis. Diese wird um den bislang Capybaras und Aras enthaltenden Teil zur fuer Besucher begehbaren Lemuren-Anlage (ich weiss-wie ueberaus originell...) erweitert. Die fruehere Zwergseidenaeffchen-Anlage wird zum Terrarium fuer Madagaskar-Taggeckos und Tomatenfroesche. Bernier- oder Madagaskar-Stockenten bewohnen ggf. die Wassergraeben. Anstelle der Muntjaks werden Blauducker oder Kirk-Dik-Diks gehalten. Als Bodenbesatz der Lemuren-Innenanlage kommen z.B. Großer Tanrek bzw. Votsotsas in Frage-was sich im Sinne der Zoonaechte im Sommer anbietet.

Die Umgrenzung der Wolfsanlage wird zweckgemaess fuer die Haltung von Loewen umgestaltet. Anstelle des Wolfsgeheuls kommt Loewengebruell vom Band, und es wird auf den historischen Hintergrund von Loewen im Salzburger Land, etwa in Form des Hoehlenloewens (samt Pappkamerad), hingewiesen.
Die LSK bleiben.
Die angrenzende, bislang freistehende Anlage wird mit einer kleiner Gruppe Dscheladas und Steinboecken besetzt-sozusagen als Uebergang, von Afrika nach Europa. Anstelle der Pyrenäen-Braunbaeren ggf. irgendwann Syrische Braunbaeren, eventuell zusammen mit den Luchsen.
Der Streichelzoo wird zum kleinen "Afrikanischen Dorf", aehnlich Jihlava oder Denver, umgebaut-inklusive kleinem Spielplatz sowie Innen-und Aussenanlage fuer (Trommelwirbel) Erdmaennchen.
Die Rentieranlage wird fuer die kleine Grevyzebra-Junggesellengruppe verwendet; sollte die zu klein sein, kann ggf. stattdessen die Aussenweide vor dem Zoo fuer die Zebrahaltung verwendet werden...
Der Europa-Teil bleibt weitgehend bestehen; allenfalls die an die 2. Rentier-Anlage grenzende Gehege wird zum behgehbaren Streichel'zoo', u.a. fuer die im Forum bekannten Salzburger Vierhornziegen (sofern sich solche noch auftreiben lassen...).
Allenfalls die Steinbock-Anlage wird umgestaltet, naemlich zur, aehnlich Monarto-Zoo, begehbaren Felskaenguru-Anlage (sofern sich die Gelbfuessler in Frankreich aehnlich gut wie in LA vermehren...). An deren Warmhaus schliesst sich eine begehbare Voliere mit Wellensittichen, Chinesischen Zwergwachteln, Bourkesittichen usw. an-womit der "Australien"-Teil des Zoos geschaffen waere.

2. Aus "Afrika" wird "Asien"

Die beeindruckende Afrika-Anlage bekommt andere Bewohner: aehnlich Chesters Asian Plains ersetzen Panzernashoerner, Nilgaus, Sasins und Burma-Leierhirsche die bisherigen Bewohner. Fuer die Panzernashoerner werden dafuer die Schlammbade-Moeglichkeiten erweitert. Die Grevyzebra-Anlage wird zur Unterbringung temporaer uebellauniger/"ueberschuessiger" Maennchen genannter Arten ausser der Nashoerner verwendet.
Die Sitatunga-Anlage wird mit eine kleinen Gruppe Wasserrehen, ein paar Davidshirschen und einem Paar Mandschurenkranichen (oder alternativ Indische Muntjaks, Saruskraniche und Barasinghas) besetzt. Die Geparde bleiben, oder werden mit Dholen ersetzt (z.B. denen, die grad in Howletts abgehauen sind, hahaha...). Die kleine Huetten fuer Kinder im Buchenwald werden in eine geraeumige Kleinkatzenanlage, im Prinzip aehnlich Decins Fischkatzenanlage, fuer z.B. Amur-oder Fischkatzen umgewandelt. Die POS-Anlage beherbergt Visayas-Pustelschweine zusammen mit den Gibbons und ggf. Languren, z.B. Tarai-Hanuman-Languren oder Hulmane (sofern es dabei keine groesseren Krawalle gibt). Die ehemalige Wallaby-Anlage beinhaltet nun Hirscheber.

Die derzeitige Spornschildkroeten/Graupapagei-Volieren-Anlage wird zu einer Anoa-Weide umgestaltet. Die Zebramangusten-Innenanlage im Nashorn-Haus wird mit Prevost-Schoenhoernchen, Balistaren und Borneo-Strausswachteln besetzt. Aehnlich Decin koennen die Hoernchen via Gittergaengen ueberhalb der Anoas und Besucher herumwuseln.
Blaue Pfaue ersetzen hier die Kattas als Freigaenger.

Die Luchsanlage wird fuer die Roten Pandas umgestaltet. Loewen-und Tigeranlage werden fuer Streifenhyaenen umgebaut. Die Schneeleopard-Anlage wird um das ehemalige Leoparden-Gehege ergaenzt, die Pumas bekommen die Jaguar-Anlage dazu.
An der Stelle, die in der Realitaet nunmehr den Loewen zugute kommt, sind verschieden Ideen moeglich:
1) Ein Abenteuerspielplatz
2) Eine Innen-und Aussenanlage fuer Komodo-Warane (sehe ich mir so die rezenten Zuchterfolge in USA und Europa an, so hege ich keine Zweifel, dass die Art bald in EU- aehnlich verbreitet wie in US-Zoos sein wird).
3) Bei ordentlich Geld und Initiative zur Verfuegung eine in die Umgebung harmonisch eingeschmiegte Anlage (aehnlich der in Prag) fuer bedrohte asiatische Krokodile, z.B. Gavial, Siam-Krokodil oder Tomistoma. Nach dem, was ich in Prag beobachten konnte, kommt sowas auch beim ONB sehr gut an-und der Wasserabfluss liegt guenstig.;) Das Haus der Natur haelt zwar bereits Hechtalligatoren-aber das sollte kein Hinderungsgrund sein.
4) Alternativ hier die Anoa-Weide

3. Suedamerika

Goldkopfloewenaeffchen und Zwergseidenaeffchen anstelle der Liszt-Aeffchen im Regenwaldhaus (inklusive Option der Aussenhaltung). Alte Pekari-und Nasenbaer-Anlage wird (auf "magische" Art und Weise) wiederhergestellt. Die Maehnenwolfanlage wird mit Buschhunden besetzt. Die Wasserschweine und Aras bekommen das unmittelbar daran angrenzende Gehege. Vor dem neuen Suedamerika-Haus werden die Flamingos gehalten. Das Suedamerika-Haus selbst wird zum kleinen Nachttierhaus umgestaltet; das Terrarium fuer Pfeilgiftsfroesche wird zum Aquarium fuer Blinde Hoehelnsalmer, die Zwergseidenaeffchen-Innenanlage wird mit Neuwelt-Fledermauesen, z.B. grossen oder Bunten Lanzennasen oder gar Gemeinen Vampiren besetzt. Die Wasserbecken der beiden Affenanlagen werden mit Erde aufgefuellt. Besatz jeweils z.B. mit einer Nachtaffen-Art als Oberbesatz und einer Guerteltier- oder Paka-Art (z.B. die zwei Bergpaka-Weibchen, die in Dvur Kralove hinter den Kulissen herumhocken) als Bodenbesatz, einer Chinchilla-Felsanlage oder Wickelbaeren. Die Alpaka-Anlage faellt etwas weniger umfangreich aus und wird mit einer Hausmeerschweinchen-Anlage und einem kleinen Teich samt "Weide" fuer Riesen-Dampfschiffenten (mein Tribut an die Raritaetensammler und den ehemaligen, auf Freiflug seiner Vogelschuetzlinge bedachten Zoodirektor Windischbauer...) ergaenzt.

Wieder einmal: Feedback?

Und ehe das noch mal aufflammt: nein, ich halte nichts davon, Salzburg zu einer Variante des Innsbrucker Alpenzoos umzuwandeln. Fuer einheimische Wildtiere gibt's u.a. den Wildpark Untertauern-und das Haus der Natur.


(Eintrag vom 17.02.2009 zum Thema "Eure planung")
Gudrun Bardowicks:   @ Anti-Erdmännchen: 6 Gelbbrustaras und einen Hybrid-Ara gibt es bereits in Hannover. Diese treten in den Tiershows auf. Ich könnte mir vorstellen, dass zumindest diese Tiere bei der Umgestaltung der aktuellen Robben- und Pinguinalagen zur neuen Showbühne dort eine für das Publikum einsehbare Anlage bekommen werden, da es dort einen für die Besucher durch Scheiben einsehbaren Überwinterungsraum für Pinguine gibt, den man sicherlich mitnutzen könnte. Vielleicht wird man dort allerdings auch die Fuchsmanguste oder die Gürteltiere unterbringen. Auch ist im Umfeld der Robbenanlagen noch genug Platz für eine großzügige Tieranlage oder Aravoliere, welche gut zu den dort vorhandenen Anlagen für südamerikanische Arten passen würde.

Ich würde es auch schön finden, wenn man den Bereich zwischen Mullewapp und der Gaststätte Meyers Hof, wo z.Z. die Greifvogelanlagen und auch ein noch nicht bebauter Bereich (ehemaliges Streichelland und Randbereiche von Mullewapp)existieren, für die Besucher attraktiver gestalten würde und dort einige publikumsattraktive Tierarten auf attraktiven Anlagen unterbringen würde. Ich könnte mir die Geiervoliere auch gut als großzügiges Gehege für Nasenbären, vielleicht sogar mit Flachlandtapiren oder auch Totenkopfäffchen oder Kapuzinern als Unter- bzw. Oberbesatz vorstellen. Allerdings müsste dann das bereits vorhandene Warmhaus an der Voliere vergrößert und umgebaut werden. Auch eine Nutzung für Schneeleoparden oder auch Pumas könnte ich mir gut vorstellen oder eine Umgestaltung der Voliere als Anlage für Lemuren, Drills oder Haubenlanguren. Bei der Umnutzung für Primaten müsste das vorhandene Warmhaus allerdings ebenfalls vergrößert oder zumindest umgestaltet werden. Man könnte die Voliere natürlich auch für Affen gemäßigter Klimate, z.B. Rotgesichtsmakaken, Bärenmakakaken, Berberaffen oder auch die immer seltener werdenden Rhesusaffen (Bergform) nutzen. Bei einem Besatz mit asiatischen Primaten oder Schneeleoparden wäre es in der Tat didaktisch reizvoll, wenn man auf den noch nicht bebauten Flächen an der Zoogrenze im Umfeld von Mullewapp weitere asiatische Arten wie beispielsweise die Muntjaks und Kleinen Pandas oder auch Rothunde unterbringen würde. Die vielleicht weiterhin vorhandenen Greifvogelzuchtvolieren könnte man in diesem Fall gut mit eurasiatischen Greifvögeln und/oder Eulen wie die bereits vorhandenen Bartkäuze, Uhus und Schnee-Eulen oder Bartgeier besetzen. Eine Umnutzung der Geiervoliere als begehbare Watvogelanlage wäre auch gut denkbar, da die aktuelle Watvogelanlage ja kurz- oder mittelfristig vermutlich der Vergrösserung der Orang-Utan- Außenanlage am Urwaldhaus weichen wird. Man müßte nur ein engmaschigeres Netz zwischen das großmaschige spannen. So könnte man die Watvögel vielleicht sogar mit Waldrappen vergesellschaften.

Man könnte im Umfeld um die Geiervoliere natürlich auch einen neuen Südamerikateil gestalten, wenn man die Großvoliere wirklich für die Haltung von Nasenbären, Totenkopfäffchen, Kapuzinern oder Aras nutzen würde. Auf den ungenutzten Flächen samt der Fläche des jetzigen Stalls für die Streicheltiere von Mullewapp wäre sicher noch genug Platz für eine Anlage für Tapire und Capybaras samt dazugehörigem modernen einsehbaren und vielleicht sogar begehbarem Warmhaus, welches man natürlich auch gleich so groß bauen könnte, dass man dort auch die Unterkünfte für die Affen oder Aras der Großvoliere unterbringen könnte.
Wenn man die Großvoliere in eine begehbare Anlage für australische Vögel wie z.B. Kookaburras,Loris, Kakadus oder Sittiche, vielleicht sogar mit einem Unterbesatz von Sumpfwallabys und Wombats, umwandeln würde, wäre ein Australienparkteil mit einer angrenzenden Australienwiese für Riesenkänguruhs und Emus ebenfalls denkbar.
Zusammenfassend kann man sagen, dass in diesem Zooteil viele attraktive Anlagen denkbar sind, ohne dass man die vorhandenen Volieren abreissen muß und teure Neuanlagen nötig sind. Über eine Neukonzeption der Geiervoliere und der Greifvogelzuchtvolieren werden in der Tat in der Zooleitung bereits Übeberlegungen angestellt, aber auch hier gibt es noch keine konkreten Pläne.
(Eintrag vom 03.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Michael Mettler:   Sind doch eingebunden - in die Tiershow :-)

Ganz ehrlich: Ob Aras wirklich mehr Besucher "nach hinten" locken würden als Greifvögel...? Da wären große Säugetiere wahrscheinlich wirkungsvoller. Neuer Versuch: Eine Gruppe Pumas, die vielleicht etwas bewegungsintensiver sind als Schneeleoparden. Schade, dass Bären wühlen, Brillenbären wären auch ganz nett...
(Eintrag vom 03.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Anti-Erdmännchen:   "Wieso sollen Schneeleoparden Totengräber der Anlage sein ?"

Wann kann man diese Tiere denn mal in Aktion sehen? In kleineren Parks, wo sie die größten Raubtiere darstellen würden, hätten die Besucher vielleicht Spaß an der Suche nach den Fellknäueln, aber in Hannover würde sie niemand beachten.
(Eintrag vom 03.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Ulli:   Wieso sollen Schneeleoparden Totengräber der Anlage sein ? Auch diese Idee hat bei zwei Besucherebenen und in Verbindung mit den Roten Pandas in meinen Augen ihren Reiz. Und es entfallen teure Umbauten...
(Eintrag vom 03.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Anti-Erdmännchen:   Ich finde, es sollten schon Vögel darin gehalten werden. Sonst wäre die Höhe der Anlage vergeudet. Schneeleoparden könnten doch den meisten Raum gar nicht nutzen. Davon abgesehen wären Schneeleoparden sicherlich erst recht die Totengräber dieser Zooecke ...
Ich bleibe bei meiner Idee mit den Aras. Es müßte halt ein neues Gitter aufgezogen werden.
(Eintrag vom 02.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Michael Mettler:   @Anti-Erdmännchen: Ja, die Krähen passen durch die Maschen. Und leider auch "Raubzeug", das ja schon für Verluste unter den Waldrappen und früher bei Geiergelegen gesorgt hat. DAS Thema wäre natürlich bei Einquartierung von Schneeleoparden vermutlich schnell erledigt :-)

Als ganz verwegene Lösung: Brutvolieren durch ein von außen einsehbares Warmhaus ersetzen, und die Großvoliere gäbe auch eine herrliche Orang-Anlage ab! Dann würden die Anlagen im Urwaldhaus für z.B. die Weißkehlmeerkatzen und Haubenlanguren frei, wenn eines Tages der Tropenhausabriss ansteht. Außenkäfige für Niedere Affen ließen sich an dieser Hausseite durchaus ansetzen.
(Eintrag vom 02.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Michael Mettler:   @Holger Wientjes: Na ja, garantieren kann ich ja auch nichts, nur Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen versuchen...

Der gesamte Greifvogelbereich ist eigentlich in seiner Anbindung ans Zoogelände zu einer unglückliche Ecke geworden. Sicher schön für Besucher, die abseits des Trubels von Meyers Hof und Mullewapp etwas Ruhe genießen wollen, aber für meinen Geschmack ZU wenig frequentiert. Vielleicht wäre auch dort mal eine Neukonzeption zumindest der Großvoliere notwendig, die ja nach dem leider misslungenen Versuch mit den Waldrappen nur noch mit weniger wertvollen Vogelarten bis hin zu Hausgänsen und -moschusenten aufgefüllt wurde. Die Anlage stellt im Prinzip das Rudiment eines nie vervollständigten Zooteiles dar, denn eigentlich sollten auf der jetzigen Fläche der Parkpalette und im rechten Winkel dazu in Richtung des jetzigen Mullewapp Bärenanlagen entstehen, die durch die Neukonzeption des Zoos Makulatur wurden. Ein Besatz, der thematisch zu den benachbarten Bauernhofbereichen passt, ist zwar mit der zwischenzeitlichen Lösung (neben den Gänsegeiern, dem letzten Schmutzgeier und den genannten Haustierformen noch Weißstörche und Graureiher) zumindest angedeutet, aber eben auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Hier fehlt eindeutig ein Besucherhighlight. Wäre eigentlich eine herrliche Anlage für Schneeleoparden...
(Eintrag vom 02.02.2009 zum Thema "Zoo Hannover Fragen")
Michael Mettler:   @IP66: Dass der Berliner Zoo "sehr weitgehend auf Kulissen verzichtet", ist mir neu. Antilopenhaus, Maurischer Pferdeturm, Siamesisches Rinderhaus oder Almhütte am Gebirgswiederkäuerfelsen sind Kulissenelemente, und auch wenn der Zoo lieber mit Naturstein als mit Kunstfels arbeitet, so folgen doch viele seiner Freianlagen dem selben Gestaltungsprinzip: Das Tier auf der Bühne, Graben davor, Felswand dahinter... Im Kölner Elefantenpark gibt es lange Kunstfelsreihen, wo schlichte Betonwände die gleiche Funktion erfüllt hätten, und andere Anlagen neueren Datums bedienen sich ebenfalls der Kulissenmethode, siehe Leoparden- und Schneeleopardenanlage oder Eulenkloster. Wirklich nur den Tieren zuliebe oder vielleicht nicht doch, weil man sich dadurch mehr Zuspruch bei den Besuchern erhofft - obwohl GERADE der Kölner Zoo ein so ausgeprägtes Didaktik-Konzept verfolgt, dass es ihm doch mittels Schautafeln ein Leichtes sein müsste, dem Besucher Schlichtgehege als völlig ausreichend zu vermitteln. Somit wäre es auch interessant zu wissen, ob der Elefantenpark in schlichtester Betonarchitektur oder eine Schneeleopardenanlage im Stil der Wilhelma-Bergaffengehege genauso viele Besucher anlocken würde wie in der realisierten Form.

Dass Hannover in der Vor-Umbau-Zeit keine spektakulären neuen Arten angeschafft haben soll, bedarf einer Klärung. Das Besucher-Wunschsortiment von Elefant über Giraffe bis Känguru war vorhanden, darunter alle "wichtigen" Dickhäuter und Großkatzen sowie drei Menschenaffenarten. Unter diesen Umständen fällt es zwangsläufig schwer, spektakuläre POPULÄRE Arten hinzuzuholen - Pandas und Koalas waren nicht machbar. Spektakuläres für den zoologisch Interessierten kam in der städtischen Zeit durchaus hinzu, ich denke da z.B. an Sömmeringgazellen, Nebelparder, Schneegeier oder Arabische Oryx; die ziehen allerdings keine Besuchermassen an. Die letzten großen Neubauten dieser Ära waren bei Start des Umbaues zum Erlebniszoo 12 Jahre (Urwaldhaus) bzw. 7 Jahre alt (Greifvogel-Großvoliere - übrigens eine Illusionslandschaft mit Kunstfelskulisse).

Nochmal zur Definitionsfrage: Welche Eigenschaften hat eigentlich ein Spaßzoo-Element? Wenn ich die bisherigen Aussagen zusammenfasse, entsteht ungefähr folgendes Bild: Ein Spaßzooelement ist in der Regel etwas, das
- vom Zootier nicht genutzt werden kann;
- viel Geld und/oder Platz kostet, das der Zoofan lieber in zusätzliche Gehege und/oder Artenschutzmaßnahmen investiert sähe;
- eine Illusion erzeugt;
- dem Kommerz dient;
- vom Tier ablenkt.
Nach dieser Definition war Walsrode in seiner Glanzzeit ein Spaßzoo (riesige Flächen mit Rosenbeeten, Sommerblumen, Rhododendren und englischem Rasen, Windmühle, Wasserspiele, künstliche Wasserfälle, mehrere über der Park verteilte Souvenirshops, Abenteuerspielplatz, Besucher achteten häufig mehr auf die blühenden Tulpen als auf die Vögel usw.). Die neueren Entwicklungen wie UHU-Burg, Tiershows oder Streichelzoo (Bauernhof-Illusion - eine Muster-Legebatterie käme der Wirklichkeit schließlich näher und könnte auf Problematiken aufmerksam machen!) reiten auf dieser Welle weiter.

Vielleicht sollte man das Pferd mal andersrum aufzäumen: Wenn ein Zoo bei einem eingefleischten Zoofan die Reaktionen hervorruft "Muss man denn unbedingt ALLES ummodeln?" und "Was hätte man mit dem vielen Geld STATTDESSEN alles anfangen können...", dann ist es ein Spaßzoo :-)
(Eintrag vom 27.01.2009 zum Thema "Zootypen")
Michael Mettler:   @IP66: Auf dem Wege zu einem Zoo für kälteresistente Tierarten ist man dort schon. Schließlich sind Schneeleoparden, Schneeziegen, Nasenbären, Moschusochsen, Andenkondore oder Sibirische Steinböcke keine typischen Wildparkbewohner. Auch spielt hier das gern in Wildparks vermittelte Jagdbrauchtum kaum eine Rolle, so dass der Wildpark frei von dem ist, was jemand in Bezug auf Springe mal abschätzig als "Hubertusmief" bezeichnete.

Ich verweise gern nochmal auf mein Parkplatzfoto neben dem Beitrag vom 11.2.08 in diesem Thread: Mancher "richtige" Zoo (und erst recht der nicht weit entfernte Vogelpark Walsrode) hätte sich wahrscheinlich über solchen Zuspruch an einem Wintertag gefreut. Gestern war es zwar lange nicht so voll, aber es war ja auch ein Wochentag. Es wird spannend sein, die weitere Entwicklung des Wildparks zu verfolgen.
(Eintrag vom 21.01.2009 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Michael Mettler:   @Oliver: Nachdem du mir von den Tierfiguren erzählt hattest, habe ich auf der HP des Zoos nachgesehen. Der Schneeleopard ist sogar abgebildet, darüber hinaus wird noch eine Figurengruppe von Zweifarbenäffchen erwähnt.
(Eintrag vom 11.01.2009 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Oliver Jahn:   In Magdeburg steht der neue Eingansbereich in Form einer Amöbe bereits im Rohbau und neben der Zebraklause wird man dann zukünftig durch den Vogelgesang in den Zoo kommen.
Vom Südamerika-Haus sieht man trotz Grundsteinlegung nichts. Allerdings sind die Katzenkäfige gegenüber der Bartschweine weggerissen und auch die alte Dromedaranlage, in der zuletzt die Ungarischen Steppenrinder lebten.
Weiterhin hat der Zoo jetzt an mehreren Stellen große Plastiktiere aufgestellt. Ichfühlte mich etwas an die überdimensionale Fledermaus über dem Grzimek-Haus erinnert.
Da gibt es einen Großen Ameisenbären, einen überlebensgroßen Schneeleoparden, der so außen auf der Mauer kauert, dass man sich im ersten Moment schon etwas erschrecken kann, wenn man um die Ecke kommt. Und dann liegt vor dem Giraffenhaus noch ein blutig gewildertes Nashorn im Busch, welchem man die Hörner abgesägt hat und aus deren Schnittstellen noch das Blut läuft, die Hörner baumeln dann am Gitter der Nashornaußenanlage. Wem`s gefällt...
(Eintrag vom 11.01.2009 zum Thema "Zoo Magdeburg")
BjörnN:   Tiergarten Nürnberg:

1.) Totenkopfaffen-Gehege
2.) Buntmardergeheg
3.) Schneeleopardengeheg
5.) Otter- und Bibergehege im Aquapark
6.) Kropfgazellengehege
7.) Gelbrückenduckergehege
8.) Wolfsgehege
9.) Mähnenspringergehege
10.) Takingehege
(Eintrag vom 09.01.2009 zum Thema "Die schönsten Gehege")
BjörnN:   @Martin Nebelung

Okay, ich stand da kurz auf dem Schlauch.

"Vatne" ist inzwischen nicht mehr so nervös wie anfänglich, die beiden können aber anscheinend leider nicht dauerhaft zusammengehalten werden, obwohl sie sich oft am Schieber beschnüffeln. "Xembalo" hat "Vatne" auch schon gedeckt, da sie aber erst 3 Jahre alt ist hat sie noch nicht aufnommen.
Auch die große Nähe zu den Schneeleoparden steht lt. Pflegeraussage einer erfolgreichen Zucht im Wege.

Da die beiden alten Amurleoparden, "Balin" und "Olga", nicht mehr allzu lange leben werden (Balin wird 22, Olga 20 in diesem Jahr), besteht nach deren Ableben die Möglichkeit, zwischen den Schneeleoparden und Amurleoparden zwei leere Käfige zu schalten, sodass die Zucht ohne Stress mit dem Nachbarn wieder funktionieren könnte.
(Eintrag vom 03.01.2009 zum Thema "Zoo Leipzig")
Andreas:   @Karsten Vick:
Im Krokodilhaus leben jetzt 2 Schwarzrückentamarine. Sie können sich frei bis kurz vor die Becken, per Äste und Stricke, im Raum bewegen. Der Beo im „Dschungel“ hat seinen Sprachschatz erweitert :-) Weißt Du, was mit dem Becken vor den Pinguinen wird?
@Oliver Jahn:
Man gut, daß Du im September so fleißig warst :-) Sind erst in der Dämmerung am Haus angekommen. Obwohl wir gegen 10.00 da waren, lief die Zeit davon- viel zu gucken! Die WG Fischotter/Waschbären funktioniert prächtig, b.z.w. ist für den Betrachter sehr kurzweilig. Der Löwennachwuchs( 1JT) hat de genervte Mutter in den Baum getrieben und malträtiert den Vater. Die Jaguare basteln an neuem Nachwuchs. Leider war nichts von den Schneeleoparden zu sehen. Da eine Menge Bälle im Gehege waren, scheinen die Jungtiere noch da zu sein. Weitere neue WG für mich: Nasenbären+ Marderhunde, wobei letztere die A...karte gezogen haben. Trauen sich kaum raus. Relativ kleine Jungtiere bei den Yaks, Nilgaus, Wanderus. Also, jedenfalls so interessant, daß wir erst gegen 16.30 den Zoo(Erweiterungsgelände) verlassen haben.

(Eintrag vom 21.12.2008 zum Thema "Zoo Rostock")
Shensi-Takin:   3. Gebirge

Der Themenkomplex ist um eine Klippe ähnlich Prag oder Salzburg aufgebaut; der Besucher geht dabei einen Serpentinenweg von links unten nach rechts oben bis zum Klippenplateau hoch. Gehege befinden sich u.a. a) am Fusse der Klippe b) links aussen, beim allmählichen Aufstieg, c) im Bereich um die Klippe, über a), mit dem Besucherweg dazwischen und d) rechts aussen auf den Weg nach oben sowie e) auf dem obersten Plateau.

Zuallererst geht der Besucher an einer üppig strukturierten Voliere für Keas vorbei, deren Hintergrund die Felswand bildet. Daran schliesst sich Gehege (b) an, eine begehbare Voliere mit Gras-und Felsterassen, kleinem Bachverlauf usw., besetzt mit Europäischen Murmeltieren (ggf. mit überwachter Besucherfütterung), Alpensteinhuhn und Alpenkrähen oder Waldrappen; auch hier bildet die Felswand den Hintergurnd. Nach Verlassen der Voliere passiert der Besucher eine kleine Allee von Bambus und Rhododendronsträuchern; von einer kleinen, einer chinesischen Pagode nachgeahmten Plattform blickt er auf der rechten Seite nach unten auf (a), das Gehege der Kleinen Pandas, sozsuagen eine Terassenstufe unterhalb des Besucherwegs. Beim weiteren Fortschreiten nimmt der Pflanzenwuchs ab und es finden sich allenfalls z.B. ein, zwei Krüppelkiefern nebst alpinen Polsterpflanzen sowie Moosen und Flechten zwischen grösserem und kleinem Felsgeröll. Auf der Linken nimmt ein unterteilbares Gehege für Schneeleoparden den grössten Teil ein, das auch den Bereich hinter der linken Seite der Bambus-und Rh.-Allee einschliesst. Vom Stil her erinnert die Anlage an eine Mischung der Anlagen in Zürich, Salzburg und Nordens Ark. Für den Besucher stehen verschiedene Interaktions-und Lernelemente, z.B. eine Schneeleopardenschädelreplika zum Anfassen, tibetanische Gebetsmühlen ähnlich wie im Salzburger Zoo usw. zur Verfügung. Ein Teil der Besucher, die nicht höher gehen wollen, kann nun über einen befestigten Weg zurück ins "Tal" gehen; der Weg wird dabei ähnlich wie in Ostrava von üppig bepflanzten Volieren mit z.B. China-Bambushuhn, Kittas und Himalaya-Glanzfasan samt Bambuszaun und schwarzen Schieferplatten umsäumt.
Für den Rest der Besucher geht's bergauf weiter, zur linken weiterhin das mehr oder minder einsehbare Schneeleopardengehege, zur rechten eine an den Hang geschmiegte Anlage für Dallschafe, im Stile ähnlich Prags Tharanlage oder Wilhelmas Klettertieranlagen. Eine Infotafel informiert über die Verbreitung der Wildschafe von Asien nach Nordamerika und weist zudem einen originalgetreuen Schattenumriss eines kapitalen Altai-Argali-Bocks zum Grössenvergleich auf.
Einem Wasserfall in der Schafsanlage entspringt ein kleines Bächlein, das sich entlang des Besucherwegs nach unten zum "Fusse des Berges" schlängelt und in einem grösseren Outdoor-"Aquarium", besetzt u.a. mit Äschen in der Nähe der Panda-Anlage mündet.
Endlich ist der Besucher oben angekommen. Auf dem Plateau schliesst sich der Dallschafanlage ein Gehege mit Vikunjas und Andengänsen an, vom Besucher ähnlich Hellabrunn durch einen Wassergraben abgegrenzt. An die Vikunjas grenzt ein Kinderspielplatz (ich bin fast versucht, eine Rutsche vorzuschlagen, die von der Spitze des Bergs bis zum "Tal" führt;)) und ein Streichelzoo mit Hausmeerschweinchen, Lamas und Walliser Schwarzhalsziegen. All diese Gehege auf der obersten Ebene sind hufeisenförmig um ein Restaurant angeordnet, das ähnlich Prag auf dem Rand der Klippe thront. Von dort aus hat man über Panoramascheiben einen guten Überblick über die darunter liegenden Zoobereiche. Wer an Höhenangst leidet, der findet in diesem Restaurant ebenfalls einen netten Sitzplatz: nämlich entlang der Scheiben des Innengeheges für die Gelbfuss-Felsenkängurus-ähnlich Dublin Zoos Erdmännchenanlage:
http://www.zoochat.com/452/meerkat-enclosure-restaurant-dublin-07-a-34035/

Feedback?

@Sacha: Ich bezweifle, dass auf lange Sicht die Ausweichmöglichkeiten in Arnheim diesselben sind. Was die Nasenaffen angeht, so sehe ich die richtige Ernährung als Hauptproblem an.
(Eintrag vom 19.12.2008 zum Thema "Eure planung")
Sacha:   @André Haubrich: Nein, im "Himalaya-Gebiet" des Zoo Zürich hat es keine Huftiere. Zu diesem Bereich gehören Mongolischer Wolf, Sibirischer Tiger (beide UAs nicht gerade passend), Westlicher Kleiner Panda und Schneeleopard sowie diverse Eulen, Satyrtragopane und Himalaya-Glanzfasane.

Rein theoretisch hätte es da oben sogar noch Platz für eine Tahr-, Takin-, Schraubenziege-, oder Hausjakanlage. Nur ist das noch unbebaute Gelände leider etwas Erdrutschgefährdet...

@MM: ...vom "Serengetipark" Hodenhagen ganz zu schweigen, oder...?:)
(Eintrag vom 16.12.2008 zum Thema "Zoo Zürich")
Gudrun Bardowicks:   Aber wäre es nicht vom Baulichen her etwas problematisch, ein Flußpferdhaus mit Außenanlage an einen erosionsgefährdeten Hang zu bauen, auch wenn man keinen Unterwassereinblick einbauen würde. Ich könnte mir eine Flußpferdanlage auch besser auf der ebenen Fläche des Totenkopfaffenhauses vorstellen und würde die Hangfläche eher mit einer Gemeinschaftsanlage für gebirgsbewohnende Affen und Huftiere bebauen, die mit einem kleinen Haus in den ebeneren Bereichen zufrieden sind. Ich könnte mir gut eine attraktive Kombi aus Mähnenschafen und Berberaffen, möglicherweise sogar begehbar, oder aus Dscheladas und Mähnenschafen bzw. Nubischen Steinböcken vorstellen. Man könnte vielleicht auch eine Gemeinschaftsanlage für Blauschafe oder Markhore und Bergrhesusaffen oder Bärenmakaken bauen. Ich denke, der Hang würde sich auch für einen begehbaren Affenwald mit Totenkopfäffchen oder Kattas bzw. Varis eignen, oder für eine Anlage für Javaneraffen, Wanderus, Meerkatzen, Drills oder Mandrills eignen. Eine großzügige Menschenaffenanlage mit begehbaren Haus könnte ich mir dort auch vorstellen, ich würde mich aber auf nur eine Art am besten Schimpansen oder Gorillas,beschränken. Vielleicht könnte man hier sogar eine Junggesellengruppe für Gorillas etablieren. Weitläufige naturnahe Berganlagen für Pumas und/oder Schneeleoparden könnte ich mir dort ebenfalls gut vorstellen. Solche Anlagen gibt es im Umfeld von Halle bisher nicht.
(Eintrag vom 13.12.2008 zum Thema "Zoo Halle")
Ronny Keller:   Die angekündigte Kragenbäranlage soll neben der ebenfalls neuzubauenden Schneeleopardenanlage entstehen. Also in etwa an Stelle des heutigen Pumakäfigs und des Pinguincafe's.
(Eintrag vom 08.12.2008 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Michael Schulz:   Ich denke ich spreche nicht nur für mich, wenn ich behaupte, dass trotz diverser Umbauten im Aquarium, doch gerade dieses Gebäude sehr nach Optimierung schreit. Das Becken für die Riffhaie beispielsweise ist nicht nur optisch ein Graus, sondern auch die Größe lässt zu Wünschen übrig. Generell wirkt das Aquarium im Ganzen sehr bedrückend.

Generell sehe ich hier die Möglichkeit, das Aquarium in eine Reptiliensammlung umzugestalten und den düsteren Keller in eine Art Regenwald zu verwandeln. Würde sich thematisch auch recht gut zwischen den beiden Affen-Komplexen einfügen und die Grundsubstanz des Gebäudes würde nicht angegriffen werden.

Nächste Baustelle Elefantenhaus. Ich denke auch hier ist man sich einig, dass die Innenanlage, wenn man es so nennen mag für die Giraffen mehr als knapp bemessen ist. Auch die Aussenanlage ist verbesserungswürdig. Hier könnte, oder sollte man vielleicht auf die PO-Schweine verzichten und sowohl Innen-als auch Außenanlage den Giraffen zukommen lassen.

Der Australienbereich ist größentechnisch eigentlich nicht zu bemängeln, jedoch wird dieser sehr unglücklich präsentiert. Auf gut deutsch gesagt, es würde noch nicht mal auffallen wenn er plötzlich weg wäre.

Zu den Betonbunkern des Polariums denke ich muss ich nicht mehr viel sagen. Da hilft nur eins, dem Erdboden gleich machen und alles auf Anfang.

Der Kinderzoo wurde schon ausführlich behandelt.
Grundsätzlich bedarf es im Asienbereich keiner nennenswerten Verbesserungen, hier finde ich die Anlagen sehr gut genutzt und auch wenn das Nashornhaus wirkt als sei das Ufo aus Area 51 nach München transportiert worden, so sehe ich den Komplex doch als relativ modern an im vergleich zu den meisten anderen Zoologischen Einrichtungen in Deutschland.

Zu guter letzt die Raubtieranlagen im Asienbereich, die ich bereits angesprochen hatte. Hier sehe ich größtenteils eher ein ästhetisches Problem, viele Anlagen wirken wie Provesorien (sorry falls ich es falsch geschrieben habe), so zum Beispiel die ausgelagerten Wildhunde, ehemals Tüpfelhyänen, der Wildkatzenverschlag, ja sogar der Schneeleoparden"käfig" und der versteckte Luchs neben die Vielfraßen.

Fazit:
Handlungsbedarf besteht in München schon seit langem. Seit der Eröffnung des Urwaldhauses gab es nicht sehr viele innovative Veränderungen in einem Park, der eigentlich aufgrund seiner landschaftlichen Gestaltung wesentlich größere und bessere Möglichkeiten bietet.
(Eintrag vom 28.11.2008 zum Thema "Münchner Tierpark Hellabrunn")
Wulfgard:   @IP66
Ob es sich bei dem Felsen wirklich um ein Baudenkmal im rechtlichen Sinne oder eben nur um ein veraltertes Tiergehege handelt wäre wohl noch zu klären, Das Amt für Denkmalschutz habe soweit ich weiß keine Einwände gehabt.
Mit Ihrer Kritik an dem Bau von Wohnungen und Hotel auf dem Tierparkgelände gebe ich Ihnen allerdings vollkommen Recht. Da hätte Mann ein Super Eismeerpanorama bauen können und wie ich in einem früheren Beitrag schon schrieb aus der Alten Anlage ein Gehege z.B. für Schneeleoparden machen können.
Zu der Verwendung von Steuergeldern verweise ich noch mal auf meinem vorherigen Beitrag dem habe ich nichts hinzu zufügen.

(Eintrag vom 22.11.2008 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Drac:   Ja, das habe ich dann leider auch gesehen, charakteristische gefleckte (größere) Katzen die fehlen sind wohl nur Nebelparder, Schneeleopard und Gepard -
Übrigens, zur Umrechnung von Goldmark zu Euro 1879 ist laut der immer mit vorsicht zu genießenden Wikipedia
1 Mark zu 17,82€

(Eintrag vom 10.10.2008 zum Thema "Tierhändler / Importeure")
Drac:   Ein weiterer Kandidat neben dem Nebelparder könnte auch der Schneeleopard für den gefleckten Tiger sein
(Eintrag vom 10.10.2008 zum Thema "Tierhändler / Importeure")
Ralf Seidel:   Seit langer Zeit geplant war es für mich wieder mal an der Zeit, Zoos in Tschechien zu besuchen und da Stefan Waldheim genauso daran interessiert war, brachen wir Anfang September zu einer einwöchigen Tour dorthin auf.
Meine ersten Erfahrungen in unserem südlichen Nachbarland hatte ich schon ab 1982 gemacht, damals trampten wir noch von Prag aus und besichtigten neben dem dortigen Zoo die Gärten in Dvur Kralove, Liberec, Usti und Decin. Da Tschechien für uns aus dem Osten damals das einzige Reiseland war, in welches man spontan ohne Visa reisen konnte (Polen war um diese Zeit wegen der Solidarnocz schon dicht gemacht) stand das Land auch in den darauffolgenden Jahren immer bei mir fest in der Urlaubsplanung – freilich immer mit anderen Leuten. Es war in meinem Bekanntenkreis kein Geheimnis, dass ich eine Vorliebe dafür hatte, eben auch Zoos zu besuchen. Kommentar: „Der Löwe in Prag sieht doch genauso
aus, wie der in Liberec...“- Was für Banausen...!!
Von 1986 bis 1989 war ich jedes Jahr für ein paar Wochen in Prag dienstlich tätig – die Stadt hatte schon damals viel zu bieten, den Zoo dort hatte ich natürlich auch regelmäßig besucht...
Und auch in den 90ern ging es ab und zu mal in die tschechische Republik, allerdings eben nicht mehr so oft – die Welt war plötzlich ja auch größer geworden.
Was uns an den dortigen Tiergärten faszinierte waren die schönen, oft auch weitläufigen Anlagen. Die einzigartige Topographie vieler dieser Parks mit steilen Felshängen, kleinen Waldbereichen, hügeligen Wiesenflächen boten zu dieser Zeit richtungsweisende Tieranlagen. Dazu kam der Einsatz moderner Baumaterialien, Glas war als Gehegeabgrenzung und Einsichtmöglichkeit für den Besucher schon damals sehr beliebt, heute stellenweise sicher schon teilweise übertrieben. Fasziniert war ich immer von den großen Gruppen an afrikanischen Huftieren, Zebras und verschiedenste Antilopen wurden schon immer in kopfstarken Gruppen gehalten....
Um so gespannter war ich natürlich nach gut 13jähriger Zooabstinenz, dienstlich bin ich dort immer noch hin und wieder unterwegs, mir mal diese Anlagen wieder anzuschauen – und ich finde es immer noch faszinierend, wenn auch nicht überall kritikfrei.
In Usti und Liberec scheint mir schon die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein, auch wenn man sichtlich bemüht ist, aus den Gegebenheiten das Optimale herauszuholen. Dennoch eine Vielzahl schöner, natürlich gestalteter Anlagen und nach wie vor interessante Tierbestände.
In Liberec gefällt mir immer noch der alte Zooteil am besten, der neuere Teil wirkt auf Grund seiner dichten Bebauung doch etwas rummelartig.
Prag und Dvur Kralove haben sich enorm weiter entwickelt, moderne Pavillons und Anlagen, es macht einfach Spaß, diese Gärten zu besuchen. Gerade auch der Prager Zoo hat sich nach dem Hochwasser in 2002 wieder prächtig herausgemacht, die Bebauung im unteren Teil ist fantastisch, Highlight ohne Frage der Pavillon der Ganges-Gaviale mit Freianlage.
Da Karsten Vick zu dieser Zeit gerade die Zoos im weniger bekannten südlichen Teil besuchte, verabredeten wir uns schon mal im Vorfeld für einen Tag in Prag – gemeinsamer Tenor von uns Dreien: Prag ist Spitze und kann sich auch im internationalen europäischen Spitzenfeld mühelos behaupten.
Der Zoologisch - Botanische Garten in Pilsen war sowohl für Stefan als auch für mich Neuland, auch hier ein Kontrastprogramm zwischen einigen alten Anlagen und einer Vielzahl neuer und umgestalteter Anlagen und Häuser. Schöne weitläufige und naturnahe Anlagen und ein Tierbestand, der sich sehen lassen kann. Von dieser Stelle aus noch mal ein ganz herzlicher Dank an Kurator Tomas Pes für die Möglichkeit, auch mal hinter die Kulissen der
Zuchtstationen für Vögel, Kleinsäuger und Reptilien werfen zu dürfen sowie das überlassene,
umfangreiche Info - Material . Und natürlich auch an Konstantin für die Vermittlung.
Decin hat sich zweifelsfrei auch weiter entwickelt, neben einer Reihe seltener Arten, die man hier nun wirklich nicht vermutet, auch im Ausbau beträchtlich zugelegt. Interessant vor allem auch der Gehege-Komplex mit Tieren des Elbsandsteingebirges, auch wenn die Besucherwege auf Grund ihrer „Naturbelassenheit“ in diesen doch recht steilen Gelände seeehr abenteuerlich angelegt sind.
Na, Herr Amend, in Usti etwas geschwächelt – da sollten Sie mal wieder was für die Kondition tun, ich räume aber ein, dass die Steigungen dort tatsächlich nicht ganz ohne sind...
Die Mähnenlosen Zebras sind nun aber augenscheinlich deutlich kontrastreicher gestreift als die Böhmis, das fiel uns sowohl in Liberec als auch in Dvur Kralove sofort auf. Und einen stereotypen Schneeleoparden konnten wir in Usti auch nicht ausmachen...

Im letzten Tiergartenrundbrief wurde ja die Meinung eines Lesers zur Diskussion gestellt, der sich gegen den Begriff „typischer Ostblockzoo“ verwahrte – auch ich hatte beim ersten „Überfliegen“ des Artikels gestutzt. Hier nämlich irrt das „Autorenkollektiv“ – den typischen Ostblockzoo gibt es genau so wenig wie den Standart-Zoo im Westen. Jeder tschechische Zoo unterscheidet sich deutlich vom Anderen, die Zoos in Bratislava, Budapest oder Poznan waren auch nicht miteinander vergleichbar und unterscheiden sich deutlich von den Zoos im
heutigen Mitteldeutschland oder wo auch immer. Nicht böse gemeint war dieser Hinweis aber eben deutlich fehlplatziert und falsch.

Die tschechischen Zoos sind nicht besser oder schlechter als Tiergärten anderswo, vielleicht manches etwas anders – sie haben aber immer noch einen besonderen Charme.
Gedrucktes Material in Form von Zooführern oder Jahresberichten sind oft von herausragender Qualität, da kann sich manch einer der hiesigen Gärten ein Beispiel nehmen

Ach ja, mir gefallen noch immer besonders die sachlichen Beiträge von JANA, ruhig wieder mehr davon...Mnoho pozdravi a ahoj

Für mich bleibt Tschechien ein spannendes, schönes und interessantes Reiseland – nicht nur in Sachen Zoos...

(Eintrag vom 01.10.2008 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Shensi-Takin:   @MM: Tja, ob's wirklich zu spaet ist? Wenn man dergleichen nicht foerdert (s. dt. Zoos), dann fragt der Besucher nicht danach. Kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass Besucher in dt. Zoos explizit nach weissen Tigern verlangt haetten...
Was das Schneeleopardfell-Pusten angeht: in Ordnung, ich notier's mir-und bringe Ihnen dann vielleicht noch eine Fellprobe mit. ;)

@Oliver Jahn: Das Besetzen von Haltungsplaetzen ist nur ein Aspekt; der andere ist: wieviele Exemplare an weissen Tigern sind bei der Zucht draufgegangen, um die zwei Weisslinge in Aschersleben zu bekommen...? Und unterstuetzt man dabei nicht mehr oder minder indirekt, wie bereits ausfuehrlich hier abgehandelt, nicht unbedingt lautere Praktiken?
(Eintrag vom 30.09.2008 zum Thema "Tiger")
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Für die "dummen Gedanken" ist es längst zu spät, dafür sind die Weißen schon zu populär - sonst GÄBE es erst gar keine Plüschtiere, Sammelfiguren, Poster usw. von ihnen - und zwar nicht nur in Zooshops. Ob das Hinweisschildchen besser wirken würde als eine Schautafel am Gehege, bezweifle ich auch; inzwischen gibt es sogar Plüsch"tiere" von Krankheitserregern (waren kürzlich in unserer Tageszeitung abgebildet) und Ähnliches, da ist es also auch schon Essig mit der heilen Welt im Kinderzimmer....

Ein kurzer Rückschwenk auf eine weiter unten behandelte Sache, nämlich den Schneeleoparden als "weißes" Tier: Ein sehr schönes Irbisfoto brachte mich gerade auf den Gedanken, dass die von Ihnen als Gegenargument genannte Graufärbung vielleicht gar nicht - wie von mir angedacht - einer Mixtur aus schwarzen und weißen Haaren entspringt, sondern die Einzelhaare weiß mit schwarzer Spitze sind (wie bei einer Chichillakatze oder einem Schwarzgrannen- oder Sallanderkaninchen). Um das zu testen, müssten Sie "Ihren nächsten" Irbis nicht mal in Narkose legen, da reicht schon ein kräftiges Pusten ins Fell aus nächster Nähe. Ich komme ja leider nicht so dicht an die Viecher ran :-)
(Eintrag vom 29.09.2008 zum Thema "Tiger")
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Dass es in dieser Diskussion keinen Sieger und keinen Verlierer geben kann (und eigentlich auch nicht muss), war mir von Anfang an klar, dazu ist die Herangehensweise an das Thema zu unterschiedlich. Dass ein langjähriger (übrigens nicht-kommerzieller) "Farbenzüchter" und ein Veterinär sowohl eine "Wildfarbe" als auch eine Mutation mit unterschiedlichen Augen betrachten und sich andere Gedanken darüber machen (können), liegt nun mal auf der Hand. Und nicht mehr als der Hinweis darauf, DASS es nun mal auch eine andere Ansicht zum Thema Farbmutationen gibt, ist der Hintergrund meiner Beiträge, denn die Diskussion begann ja bekanntlich mit einem Anti-Weiß-Beitrag. Übrigens ist mir auch durchaus klar, dass der Wikipedia-Artikel "Munition" für beide Seiten liefert. Gerade deshalb halte ich ihn für sehr lesenswert, um sich eine eigene Meinung bilden zu können und nicht nur einfach die Ansicht Anderer (dabei schließe ich meine eigene durchaus ein) 1:1 zu übernehmen. Welche Ansicht falsch und welche richtig ist, lässt sich m.E. nicht am grünen Tisch festlegen, sondern ausschließlich im "Feldversuch" der Natur. Denn genau so haben sich alle dort bisher aufgetretenen Färbungen bei Tieren entweder etabliert oder eben auch nicht.

Der einzige "Vorzug" weißer Tiger ist selbst in meinen Augen nicht ihr genetischer Hintergrund, sondern die Faszination, die sie auf jene Menschen ausüben, die der Zoowelt und damit auch jeglicher dortiger Erhaltungszucht die wirtschaftliche Grundlage und letztlich auch Existenzberechtigung liefern: die Zoobesucher. Wer Zwergziegen in ein Streichelgehege stellt, um für Familien einen zusätzlichen Anreiz zum Zoobesuch zu liefern, verfährt im Grunde auch nicht anders; zur Erhaltungszucht einer bedrohten Wildform trägt er damit jedenfalls allenfalls indirekt (über die Einnahmen) bei. (Ob besagte Zwergziegen freier von organischen usw. Mängeln sind als die "Farbtiger", wäre noch eine ganz andere Frage.) Abseits dieses durchaus kommerziellen Vorzugs ist auch für mich ein weißer Tiger kein zu bevorzugendes Tier, sondern eben auch nur ein Tiger, so wie ich einen weißen Damhirsch oder einen schwarzen Jaguar weder vergöttere noch verdamme. Offensichtlich ist es aber nicht einfach, diese Einstellung gegenüber absoluten Gegnern zu vertreten, ohne gleich in die Schublade des gegenteiligen Extrems gesteckt zu werden.

Ich halte weiße Tiger keineswegs für (Zitat) "attraktive Paradebeispiele für den evolutionären Fortschritt", wohl aber für attraktive Paradebeispiele für die "Werkzeuge" der Evolution - und genau das Gleiche würde ich über schwarze oder "Malteser" Tiger sagen und sage ich auch gern über schwarze Leoparden und Jaguare - nur ziehen letztere das Zoopublikum leider nicht (mehr) so sehr in den Bann. Allesamt sind nicht mehr als Testmodelle der Natur, und ein solches KANN (nicht muss) sich eines Tages zu einer eigenständigen Form oder zu einer neben der Ursprungsform mehr oder weniger gleichrangig existierenden Morphe entwickeln - oder aussterben. Die selbe Mutation, die vielleicht vor einigen tausend oder erst vor fünf Jahren in einem Fehlschlag endete, kann theoretisch in einigen tausend Jahren unter veränderten Umständen als Erfolgsmodell ihren Platz im Naturgefüge finden. Dieses Prinzip gilt nicht nur für Großkatzen und schon gar nicht nur für weiße, sondern für jegliche Tierart; daher auch meine Griffe in den Obstkorb zu Golden Tabby, Schneeleopard, Karakal und Weißem Sichler als weiteren Modellen für durch Färbungsveränderung erfolgte evolutionäre Schritte.

Soviel als (abschließende?) Zusammenfassung meiner persönlichen Sichtweise. Die eine oder andere kleine Richtigstellung war notwendig, da teilweise in meine Beiträge etwas hineingelesen wurde, was gar nicht drin stand und nicht gemeint war. Und das bildet den Übergang zum letzten Punkt dieses Beitrags: "Zudem fehlt immer noch der Beleg fuer aktuell existierende wildlebende weisse Tiger..." (Zitat Shensi-Takin) bzw. "Dass es reinblütige Weisse Bengaltiger in freier Wildbahn GAB, steht ausser Frage. Der Beweis, dass diese vielfach (vermeiden wir mal das Wort massenhaft) HEUTE NOCH vorkommen, jedoch nicht." (Zitat Sacha) Falls sich diese beiden Hinweise auf eine vorher von mir gemachte Äußerung beziehen, bitte ich diese noch mal etwas genauer zu lesen: "Abgesehen davon scheint es ja in Indien noch reinblütige Weiße zu geben und dazu reichlich Potenzial von 'normalfarbigen' Partnern zur Einkreuzung." Da steht nämlich nichts von "wildlebend" oder "in freier Wildbahn", und die Beweispflicht bezüglich (höchstwahrscheinlich reinblütiger) weißer Tiger in indischen Zoos (und somit "in Indien", wie von mir geschrieben) sollte sich wohl erübrigen.
(Eintrag vom 26.09.2008 zum Thema "Tiger")
Michael Amend:   Hier die Leebnsdaten der beidn Sumatranashörner in Basel und Kopenhagen:

"Betina"(Basel), angekommen 02.07.59, verstorben am 08.09.1961. Sehr interessant ist die Gehegeabsperrung, ganz normaler Weidezaun(zu sehen auf den Fotos der Rhino-Webside)Na ja, wer heute noch Schneeleoparden hinter dem gleichen Zaun hält....

"Subur" in Kopenhagen überdaurte die Gefangenschaft etwas länger, sie kam am 04.12.1959 an und verschied erst am 24.02.1972.
(Eintrag vom 22.09.2008 zum Thema "Sumatranashörner")
Shensi-Takin:   @Oliver Jahn: Einverstanden. Wobei-Sie liefern da ein weiteren wichtigen Diskussionsaspekt: "sehen überhaupt nicht verkrüppelt aus". Wie's "innen" aussieht-das ist eine andere Sache.

@MM: Entschuldigung, aber habe ich etwas in der Menschheitsgeschichte verpasst? Wann & wo wurde gezielt auf blauaeuigige & rothaarige Menschen verinzuechtet? Machen Sie bitte nicht den "Albertschen Fehler", Verhaeltnisse beim Menschen 1:1 auf Tiere zu uebertragen. ;) Zu Ihrer Frage: soweit ich weiss, kommen erwaehnte Gesundheitsprobleme bei beiden vor.

Einverstanden: das naechste Mal, wenn ich einem Schneeleoparden auf die Pelle ruecke, zaehle ich die Weissanteile...Sie sind mir dann aber fuer die Narkose zustaendig. Und wehe, die Katze geht dabei hopps;)
Der Unterschied zum Eisbaer besteht aber in dessen weitaus deutlicheren Hautpigmentierung (eben aufgrund des Vorhandensein funktionsfaehiger Melanozyten und idT ein Problem bei der Thermoregulation -> Hyperthermie)-und der erwaehnten anderen Struktur der Haare. Deswegen muss ich mir bei Blauspray-oder Catosal-Einsatz bei weissen Tieren nicht ganz so viel "Sorgen" hinsichtlich Farbeffekt machen wie beim Eisbaer.

Und nein, mein Hinweis gen ausreichendem Zeitraum zur Etablierung des weissen Tigers (oder blauen Tigers, weissen Loewens etc.) ist beileibe kein Scheinargument-warum sollte nun erst "experimentiert" werden?
Dagegen sprechen die, wenn auch sehr, sehr spaerlichen und auf naturwissenschaftlichem Weg nicht belegbaren Berichte ueber weisse Tiger aus der Vorkolonialzeit (s. erwaehnte Fresken). Allenfalls koennte durch moderne Jagd und Habitatverlust eher ein Verlust der genetischen Vielfalt der verbliebenen Exemplare die Chance auf vermehrtes Auftreten von Weisslinge erhoeht haben-aber das waere eher eine Negativfolge der zwangsweisen Inzucht und ist beim aktuellem Tigerbestand aller Unterarten auch nicht beobachten, aber es ist kein "Experimentieren". "Natur im fortwaehrenden Wandel" ist mir durchaus ein Begriff-nur sollte man dabei nur nicht zwangslaeufig in jeder Abnormitaet eine moegliche evolutionaere "Alternative" sehen. Gar vieles ist, aehnlich der menschlichen Phantasie und Produktivitaet, nur eine ungeeignete Fehlenentwicklung, die im besten Fall nicht schadet und im schlimmsten Fall das Leben, sofern lebensfaehig, auf unangenehme Weise erschwert und verkuerzt. Letzteres sollte man nicht auch noch mit gezielter Inzucht forcieren...

Hinsichtlich Wolf: mEn deutet eher das Nichtvorhandensein von weissen Woelfen (bzw. Tigern/Loewen) in diversen Populationen darauf hin, dass sich diese Faerbung als nicht geeignet fuer das jeweilige Habitat erwiesen hat.

Hinsichtlich Wahrnehmung von Weiss-s.a. meinen Ansatz hierzu im Sinne der intraspezifischen Kommunikation.
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Um mal mit der Gesundheitsbelastung anzufangen - rothaarige, blauäugige Menschen (immerhin Säugetiere wie Tiger) leiden m.W. ebenfalls unter Lichtempfindlichkeit und erhöhtem Hautkrebsrisiko. Es käme wohl niemand auf die Idee, sie als "Qualzuchten" zu bezeichnen... Interessierte Frage am Rande: Unterscheiden sich eigentlich "normale", voll gestreifte weiße Tiger und "schneeweiße" hinsichtlich gesundheitlicher Probleme?

Es wäre zu beweisen, dass die Weißanteile eines weißen Tigers größer sind als die eines Schneeleoparden. Die von Ihnen genannte "graue Oberseite" könnte nämlich lediglich optisch durch eine Mischung schwarzer und weißer Einzelhaare "neben" den durchgefärbten Fleckungsrosetten hervorgerufen sein, während die Farbbezirke beim Tiger klar abgegrenzt und (relativ) frei von Durchmischung sind. Siehe Dalmatiner- und Roan/Schimmelfärbung beim Meerschweinchen: Im ersten Fall sind die Flecken klar begrenzt, im zweiten wachsen Einzelhaare aller vorhandenen Farben wild durcheinander, und es entsteht ein ganz anderer optischer Eindruck. Wieder bei anderen Tieren ist die Haarspitze dunkel, der Rest des Haarschaftes aber weiß (z.B. bei Chinchillakatzen), so dass sich unter dem "grauen" Gesamteindruck eine Menge weißer Anteile verbirgt. Ohne entsprechende Überprüfung eines Schneeleopardenfelles lasse ich also auch Ihr Gegenargument nicht gelten :-)

Wie beim Eisbären sind auch die weißen Partien anderer Tiere im Grunde farblos, da es nun mal kein weißes Pigment gibt. Stellung und Dicke des Haares sowie hohler oder massiver Haarschaft sorgen für unterschiedliche optische Wirkung, dazu spielt es eine Rolle, wie die Haut darunter pigmentiert ist und eventuell durchschimmert - weswegen z.B. ein nasser Schimmel nicht mehr weiß, sondern grau aussieht: Die nass zusammenklebenden Haare lassen die dunkel Haut durchschimmern. Die Vermischung von Schwarz und Weiß zu "optischem Grau" wird ja ganz gern in der Zebra-Diskussion angeführt (Betrachtung aus der Ferne, Hitzeflimmern).

Bei der "Eignung auf Natur" kommt es aber letztlich nicht darauf an, wie das Weiß entsteht, sondern z.B., wie es von Beutegreifern oder Beutetieren wahrgenommen wird - immerhin eine überlebenswichtige Frage. Und da ist es dann ganz spannend, die rezenten "Normalfarben" nicht einfach als seit Ewigkeit und bis in alle Ewigkeit gültiges "one and only" abzubuchen, sondern sich ein paar evolutionäre Schritte zurückzudenken. Nehmen wir als Beutegreifer den im Feldversuch erprobten Eisbären: Wurde er erst in der Arktis weiß oder war er es als Braunbär-Abkömmling schon in südlicheren Breiten? Wenn Letzteres der Fall war, hätte es sich in seinem damaligen Lebensraum (Wald? Tundra?) als sehr auffallende Fehlfarbe erwiesen, die sich aber dennoch durchgesetzt hat. Wäre er "noch braun" in die Arktis eingewandert, hätte er sich nicht ungesehen an Robben anschleichen können und wäre verhungert.... Nehmen wir ein Beutetier: Für uns ist es wegen des Wüstenlebens nicht verwunderlich, dass die Arabische Oryx überwiegend weiß ist (zumindest als adultes Tier). Auch hier die Frage, da sie von Steppen-/Savannentieren abstammt: War bzw. wurde sie schon in der Steppe weiß (und damit eine prima Zielscheibe für Raubtiere) oder wanderte sie dunkel in die Wüste ein, wo sie dadurch wiederum Nachteile gehabt hätte? So oder so wirft die Evolution ständig Versuchsmodelle ins Rennen, und offensichtlich kommen einige trotz anfänglicher Benachteiligung ganz gut damit zurecht. Dass sich der weiße Tiger schon vor der menschlichen Einflussnahme längst etabliert hätte, ist ein Scheinargument - die Erstmutation kann schließlich genausogut erst zu diesem späten Zeitpunkt erfolgt sein. Und bei einem rezessiven Merkmal dauert es nun mal u.U. eine ganze Weile, bis unter Naturbedingungen gleich zwei Träger aufeinander stoßen - bei Verwandtenpaarungen ist auch dort die Wahrscheinlichkeit größer (weshalb sich ja bei isolierten Populationen schnell eigene Merkmale "festigen"). Diese Zeit haben manche rezenten Farbabweichungen vielleicht noch gar nicht gehabt - unmöglich zu beweisen. Zur Frage mit den dunklen Wüstentieren: Wer weiß, ob die nicht eines Tages auch noch heller werden und nur auf die passende Mutation bzw. zielgerichtete Adaption warten....?

Zum Wolf: Dass weiße Individuen auf bestimmte Unterarten/Populationen beschränkt sind, sehe ich nicht als mangelhaften Vergleich zu Tiger und Löwe, ist schließlich unter natürlichen Bedingungen auch dort so (Bengaltiger und Transvaal-Löwe). WENN eines Tages ein weißer Wolf in Arabien geboren werden würde, hätte er als (Halb-)Wüstentier womöglich sogar einen Selektionsvorteil...
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
Sven P. Peter:   Professor Takin, mein Bild war vielleicht durch die Lichtsituation nicht umbedingt repräsentativ, daher hier mal der Link zu einem weißeren Leoparden:
http://www.wild-park.de/kinder/galerie/images/schneeleopard2.jpg
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
Shensi-Takin:   @Sven P. Peter: Ich wusste, dass der Antwort ein Foto als "Beweis" angehaengt sein wuerde-frei nach dem Motto: "Moensch, der olle "Shensi-Takin" hat noch nie einen Schneeleoparden gesehen...";) Sorry, aber fuer mich (sic!) sieht das nach grauer Oberseite mit schwarzer Tuepfelung und weisslicher, z.T. ebenfalls getuepfelter Unterseite aus. Wo ist der versprochene WEISSE Schneeleopard?

@MM: Den bemuehten Vergleich zw. Schneeleopard/Kleinkatzen sehe ich als nicht valid an, u.a. auch in Hinblick auf das Vorhandensein gelblicher Pigmentanteile in erwaehnten Farbmorphen bei eingehender Betrachtung naemlicher und in Hinblick auf die weitaus ausgepraegteren Weissanteile des "weissen (sic!)" Tigers. Und anstelle ausweichend den Kreis vergrossern zu wollen (im Falle des Eisbaerens ohnehin eine Fehleingliederung; das Fell ist im Grunde farblos, und der Eisbaer nicht wirklich ein Leuzist-s.a. Vorhandensein embryonaler Melanoblasten sowie funktionierender Melanozyten beim Eisbaer...), waere die Antwort auf meine Frage eher zweckdienlich-oder ist sie gar nicht moeglich?;)
Weisse Woelfe: je nach Lebensraum angepasste Farbvariante/Unterart bzw. innerhalb bestimmter Populationen gelegentlich auftretendes Merkmal (Weisslinge bei Mexikanischem oder Arabischen Wolf-?).
Kermodebaer: Farbvariante innerhalb der Variantenfuelle des Baribals; ggf. auf Inselsituation zurueckzufuehren.

Allen Anschein nach bestehen fuer einen Beutegreifer andere Voraussetzungen hinsichtlich Farbmoeglichkeiten als bei potentiellen Beutetieren-was womoeglich auch auf andere visuelle Faehigkeiten (z.B. Trichromasie der erwaehnten Primaten) zurueckzufuehren ist. Bei Zebras ist der Grund fuer die Faerbung immer noch nicht ganz geklaert, ggf. multifaktoriell bedingt(Tsetse-Fliege etc.). Die "gaengige Leseart" erklaert das Vorhandensein weisslicher, "augenscheinlicher" Tiere nur zum Teil-fehlt hier doch auch die genauere Untersuchung der Bedeutung dieser Farbkombination in Hinblick auf die intraspezifische (bzw. zur Abgrenzung untereinander verwandter Arten, interspezifische) Kommunikation. Was gibt es da nicht alles fuer Farbvarianten, die unseren menschlichen Augen uebertrieben auffaellig erscheinen-nur damit Tier 1 Tier 2 der gleichen Art auf sich aufmerksam machen kann...

Des weiteren duerften gerade in Gebieten mit starker Sonneneinstrahlung grosse Pignmentverluste nicht unbedingt erwuenscht (Augen/Hautschaeden) sein. S.a. unsere eigene Art...Bei manchen Arten gibt es zwar trotz grosser Hitze weisse Tiere (Arabische Orxy, Mendes)-bei anderen aber nicht. Begruendung-?

Das Argument, weisse Tiger haetten bislang keine Chance gehabt, sich aufgrund der Machenschaften der boesen, boesen Menschen zu beweisen, kann ich so nicht anerkennen. Weisse Tiger (alternativ: Loewen, Leoparden, Nebelparder usw.) haetten sich lange vor der groesseren Verbreitung der Grosswildjagd (s.a. diverse chinesische/indische Fresken) etablieren koennen-taten es aber nicht. Es gibt sicher mind. einen Grund (erwaehnte Gesundheitseinschraenkungen durch Pigmentmaengel?), warum die nicht-weisse "Normal/Wildfarbe" vorherrscht. Menschliche Selektion scheint mir da, allen Sesselueberlegungen/flatulenzen ;) zum Trotz, als Begruendung nicht auszureichen.
Ich glaube nicht, dass jede heutige "Normalfarbe" Folge einer Spontanmutation ist-s.a. das treffende Bsp. vom durch einem spontanen Wirbelsturm aus einem Schrotthaufen zusammengebaute funktionstuechtigen Jumbo-Jet...Immer mehr Bspe. deuten auf eine "zielgerichtete, adaptive" Evolution hin.

Loro Parques Tiger stammen mWn aus dem Besitz eines Buehnen"magiers".

Warum sich die Muehe derlei Einkreuzung auesserlich (!!!) gesunder weisser Tiger zu Etablierung eines Mischmasches, wenn zunehmend fuer rel. unterartenreine Exemplare immer weniger Platz besteht? Wenn, dann allenfalls fuer die ggf. ueberlegenswerte kontrollierte kommerzielle Tigerzucht zum Gewinn von Tigerprodukten fuer die TCM...

Ihren "Hassfaktor", sofern man dies so bezeichnen kann, haben weisse Tiger eher daher, dass es sich hier (wie bereits wiederholt erwaehnt) um eine gezielte verinzuechtete Farbvariante mit offensichtlicher Gesundheitsproblematik handelt. Waere dies bei schwarzen Jaguaren u.ae. gleichfalls der Fall, waere ich ebenso dagegen. Das hat weniger mit Purismus, als vielmehr mit Sorge um die individuelle Tiergesundheit zu tun.
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Der Schneeleopard ist eine Tierart, bei der vergleichbar zum weißen Tiger das gelbe Pigment weitgehend unterdrückt ist, ohne dass es dem Tier zum Schaden gereicht. Durch einen vergleichbaren Erbfaktor könnten sich auch die grauen und roten Farbmorphen manche anderer Katze (Goldkatzen, Jaguarundi) erklären. Die haben zwar alle keine blauen Augen, aber die hat ja auch längst nicht jeder weiße Tiger. Wenn man den Kreis der Großraubtiere größer fasst, erinnere ich noch an weiße Wölfe und Kermodebären sowie ein Tier, bei dem der Leuzismus sogar zum Artmerkmal wurde, nämlich den Eisbären.

Nach gängiger Lesart sind ja Farbmutationen in freier Wildbahn nicht überlebensfähig, weil sich Raubtiere nicht unerkannt an ihre Beute anschleichen können und Beutetiere leichte Zielscheiben seien. Da verwundern dann doch die vielen weißen Stelzvogelarten, Weiße Uakaris, Silberäffchen, Finlayson-Schönhörchen usw., alles leckere Häppchen für nach Sicht jagende Beutegreifer ihres Lebensraumes. Wer nach überlebensfähigen schwarzweiß gestreiften Tieren sucht, muss nur mal einen Blick in die Serengeti werfen... Auch Böhmzebras stellen ein Beispiel für das erfolgreiche Fehlen gelben Pigments dar. Meines Wissens gab es übrigens auch noch keine Freilandstudien über den Jagderfolg weißer Tiger - wie auch, wenn man sie bei Entdeckung entweder abschoss oder einfing?. Die Geschichte der weißen Löwen von Timbavati kenne ich so, dass ALLE Löwenjungtiere des Gebietes durch Hunger bedroht waren und Chris McBride die weißen gezielt einfing, damit wenigstens nicht sie ums Leben kämen. Damit wäre die generelle Überlebensfähigkeit nicht in Frage gestellt, denn so weit kam es ja erst gar nicht. Das sind somit alles "Sesselüberlegungen", ungeachtet des beruflichen Hintergrundes eines Forumteilnehmers. Hinsichtlich großer Anteile an einer Population: Die müssen erst einmal entstehen können. Wie gesagt, jede rezente "Normalfarbe" war auch mal das Ergebnis einer Spontanmutation und folglich eine Art Einzelfall. Sonst hätte der Panda (ein Naturschecke) noch die gleiche Farbe wie das Urtierchen!

@Sacha & Shensi-Takin: Wäre interessant zu wissen, wo es sich bei den aufgeführten weißen Tigern um gezielt angeschaffte bzw. gezüchtete Tiere handelt und wo man - das vermute ich z.B. beim Loro Parque - aus Tierschutzgründen als Auffangstation dient(e), wie seinerzeit auch Gänserndorf. Schließlich liegt die Verantwortung beim Verursacher.

Ich wiederhole: Auch für mich haben erbkranke Tiere nichts in der Zucht zu suchen (auch wildfarbige nicht), und ich beführworte auch die enge Inzucht keineswegs. Es gibt auf dieser Welt reichlich Mischlingstiger und in Zuchtprogrammen "kalt gestellte" reinblütige, die man zu gezielter Verkreuzung mit GESUNDEN weißen Tigern nutzen könnte. Danach könnte man Paare zusammenstellen, bei den ein Tier weiß und das andere normalfarbig, aber mischerbig ist - das ergibt dann statistisch betrachtet je 50% weiße und orange Nachzucht, und letztere ist wiederum komplett mischerbig. Damit hätten wir dann ähnliche Verhältnisse wie beim Jaguar, nur dass bei dem nicht die normalfarbigen, sondern die schwarzen Exemplare mischerbig sein können, da die Mutation sich dominant vererbt. Da die jetzigen weißen Tiger ohnehin schon größtenteils Unterartmischlinge sind, käme es auf weitere Einkreuzung reinblütiger Tiere nicht an. Im Vergleich zur Gesamtartenvielfalt beachten Zoos ja ohnehin nur bei einem sehr geringen Prozentsatz ihrer Pfleglinge die Unterartreinheit, selbst in Zuchtprogrammen...

Ich behaupte, dass weiße Tiger und Löwen ihren "Hassfaktor" bei vielen Zoofreunden der Varietekarriere um Siegfried & Roy zu verdanken haben, denn m.W. waren die es, die den Unsinn mit der "bedrohten Art" verzapft und auch behauptet haben, weiße Tiger müssen in weißer Umgebung gehalten werden (im wahrsten Sinne des Wortes eine "blendende" Idee). Wären die Tiere ohne diesen Umweg als Launen der Natur in die Zoos gekommen wie manch andere Farbvariante, wäre es heute wohl viel stiller um sie. Klar, man kann auch mit "Normtieren" besonderer Art zusätzliches Publikum anlocken und so zusätzliche Gelder (auch für Naturschutzmaßnahmen!) einnehmen, aber eingedenk mancher Diskussion in diesem Forum um Große Pandas oder Elefantenzuchtanlagen scheint mir auch das bei Puristen für Unbehagen zu sorgen...
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
Sven P. Peter:   Also für mich sieht dieser Schneeleopard aus Basel recht weiß aus.
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
Shensi-Takin:   @Sven P. Peter: Weisse Schneeleoparden??? Da muessten wir schon darueber reden...Bitte Beweise!
Bzgl weisser Loewen: ein paar Exemplare sind, wie bei Tiger, Jaguar usw. kein "grosse(r) Anteil lebensfaehiger Weisslinge".
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
Sven P. Peter:   @Shensi-Takin: Zu Punkt Nr. 2
Mir ist eine solche Großkatze bekannt, bzw zwei. Schneeleopard und Löwe. Über ersteren brauchen wir gar nicht weiter reden, und auch bei letzterem wurden schon vollausgewachsene Exemplare in der Wildnis gesichtet.
(Eintrag vom 16.09.2008 zum Thema "Tiger")
BjörnN:   In Leipzig ist 2005 ein junger Schneeleopard an einer Salmonellose verstorben, die er von seiner Mutter aufgenommen hat. Als Erreger wurde Salmonella typhimurium identifiziert, ein Bakterium, was im Kot von Nagern prächtig gedeiht....

Auch im Leipziger Vogelhaus gab es schon öfters Probleme mit Nagern, allerdings eher unterhöhlender Natur als krankheitsbedingt.
(Eintrag vom 14.09.2008 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Michael Amend:   Ich habe letzte Woche sowohl Üsti als als auch Liberec besucht. Michael Mettler hat beide Einrichtungen sehr treffend beschrieben,bei vielen Anlagen konnte ich in beiden Zoos nur noch den Daumen nach unten zeigen, das betrifft alle Raubtieranlagen und Primatenanlagen in Liberec,dort sind zumindestens einige Huftieranlagen nett, z.B die Gemeinschaftsanlage für Blauschafe und Himalaya-Thare, die wirklich gut geworden ist.Ich sah allerdings nur den Blauschafbock, ob ein erwachsener Thar-Bock vorhanden ist, verschließt sich meiner Kenntniss. Ansehlich auch die Markhor-Anlage,wenn auch zu wenig Klettermöglichkeiten vorhanden sind.
Die Giraffen-Anlage ist knapp als durchschnittlich zu werten, die Gruppe, 9 Tiere, ist aber sehr schön. Als sehr poitiv zu vermerken ist,das sowohl die Giraffen, als auch die Steppenzebras, allerdings getrennt,über Nacht draußen bleiben. Die Zebras sind tagsüber mit auf der Giraffen-Anlage. Die Zwergziegen habe ich bei den Elefanten gesehen, eine gute Idee, bringt es für beide Arten recht viel Abwechslung. Die zwergziegen waren über die Mittasgzeit im Elefanten-Stall, aber nicht angekettet...Die frühere Flußpfder-Anlage ist sehr bescheiden.Die Elefanten-Anlage ist 70 iger Jahre typisch. Beide Elefantenkühe sehen aber großartig aus, in besten Pflegezustand und schön groß gewachsen. Überhaupt sind alle Tiere sowohl in Üsti als auch in Liberc in tadeloser Verfassung. Da gibt es hierzulande teilweise schlechter aussehende Tiere....Takin und Moschusochsen-Anlage sind weit unter Durchschnitt. Die Takin-Gruppe besteht derzeit aus 5 Tieren. Bemerkenswret sind in beiden Zoos selbst bei potenziell gefährlichen Tieren fehlende Absperrungen, selbst bei den Malaienbären in Üsti. Dort ist es ein leichtes, das Kinder in die Anlage stürzen können.In Üsti werden derzeit die Außenkäfige für die Amurleoparden und den Hinterindischen Tiger erweitert. Die Hintergrundbemalung der Außenanlage finde ich bei Weitem nicht kitschig, sieht allemal besser aus als blankerer Beton. Das Haus selbst ist gewöhnungsbedürftig, die Innenkäfige sind zu klein, es werden 6 Maleienbären gehalten, vier innen, zwei außen, die Löweninnenanlagen waren mit Strohmatten dichtgemacht. Einer der beiden Schneeleoparden zeigt in seiner öden Inenn-Anlage heftige Sterotypien.Die Außenanalge für diese ist zwar nicht sehr groß, aber besser strukturiert als z.B Berlin.Vor allem nicht so düster.
Trotz zweigeteilter Außenanlagege, hartboden und Naturboden, haben die Bergzebrass, 6 Tiere, außerordentliche Hufprobleme und müßen auch dort regelmäßig eine Hufkorrektur über sich ergehen lassen, alle Tiere waren kurz zuvor gemacht worden und sahen von daher Top aus. Bergzebras gehören zu den Tieren, deren Haltung im mitteleuropäischen Klima nicht zu verwirklichen ist. Eine jährlich mehrfache Hufkorrektur unter Narkose ist sehr kreislaufbelastend. Das ist das Gleiche, als würde man Menschen zum Fingernagelschneiden narkotisieren. Nur in risiegen Anlagen mit enstprechendem Bodenbelag unter ganzjähriger Freilandhaltung ist eine normale Haltung von Bergzebras in Gefangenschaft überhaupt möglich. Üsti hält 3,4 Somali-Wildesel, einen Hnegst mit Addax zusammen. Die Nashornhaltung ist negativ, habe nur ein Tier gesehen. Es wäre sicher von Vorteil, die Nashornhaltung dort zu beenden. Das Gepardenhaus erinnert sehr an den Frankfurter Rundbau ist einsehbar. Giraffen außen ist ganz nett, vergesellschaftet mit Wasserböcken.Alle drei Kühe hatten ein diesjähriges Kälbchen. Das Elefantenhaus ist niedlich, wenn auch mit seltsamer Vogelhaltung. Die Asienanlage wird von Axishirschen,Nilgaus und einer Bockgruppe Hirschziegen bewohnt. Inzwischen werden die Krabbenwaschbären im Wechsel mit den Rohrkatzen gehalten. Ich hatte natürlich das Pech, letztere zu sehen. Das Affenhaus gehört abgerissen. In Üsti gibt es auch eine Streichelanlage für Hechtalligatoren. Ich hatte das Glück, das das Weibchen direkt an der Mauer lag und einige Besucher das Tier auf dem Rücken gestreichelt haben, es hat die Streicheleinheiten auch sichtlich genossen. Nur am Kopf hat sich Niemand getraut,das Tier zu berühren. Schade.
Zwei Gruppen Anoas seien noch erwähnt.
Die früherer Babirusa-Anlage ist jetzt eine ganz nette Anlage für Tapire und Capybaras geworden, außerdem gibt es dort gegenüber ein neues Restaurant. Orang,-und Mandrill-Anlagen sind katastrophal. Eigentlich sollte das neue Asienhaus zum diesjährigen 100jährigen Jubiläum fertig sein, leider hat noch nicht einmal der Bau begonnen...

Die Seelöwen-Anlage ist ein Witz, der beschriebene Innen-Pavillion war offensichtlich mal eine Pinguin-Anlage, sieht aber mehr nach Kloshäuschen aus. Wird derzeit von zwei Zwergseebären bewohnt, die aus Prag kommen....Das Schild an der Scheibe konnte ich nicht lesen, eventuell sollen die Tiere auch nach Prag und sind nur vorrübergehend in diesem unglaublichen Kabuff untergebracht....Vom Tierbestand unbedingt sehenswert, wesentlich umfangreicher als Liberec. Wer jetzt aber Nürnberg oder Innsbruck als steil ansieht, sollte einen Bogen um Üsti machen, Nürnberg und Innsbruck wirken wie Flachland-Zoos dagegen. Ich war froh, mehr als 6 Stunden für den Zoo gehabt zu haben, die vergingen aufgrund diverser Verschnaufpausen auch wie im Flug. Vom Jubiläum sah man nicht viel, drei Flagen am Eingang und eine bescheidene Broschüre, das war's.
Liberec ist ebenfalls nur wegen seines Huftierbestandes sehenswert,an Antilopen gibts Pferdeantilope,Bongo und Blesbock, an Gebirgswiederkäueren drei Gruppen Ture ( Zuchtgruppe,Bock-Gruppe,Weibchengruppe), die erwähnte Rothschild-Giraffengruppe, östliche und südliche Steppenzebras,usw.
Das Tropenhaus ist nett anzuschauen, die Orang-Haltung ist äußerst negativ, auch die Vogel,-und Retillienhaltung läßt zu wünschen übrig. Es gibt zwei Feuer-Hornvögel, und die Strohmatten bei den Tukanen waren immer noch vorhanden, mit der Bitte an die Besucher, diese nicht zu beschädigen. Erfolglos natürlich.Obwohl ich den Eindruck hatte, das sich die Tschechen um einiges zivilisierter im Zoo benehmen als die deutschen. Neben der takin-Anlage wurde gebaut, allerdings stand nicht an der Anlage, für welche Tiere. Liberec und Üsti sind auch landschaftlich sehr reizvoll.Nur die Gastronomie in Liberec ist gelinde gesagt-Würg ! Außer einem Plan gibt es nichts Gedrucktes von diesem Zoo.
(Eintrag vom 08.09.2008 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Michael Amend:   Das es auch anders geht, zeigt das Beispiel Helsinki. Der aktuelle Führer von 2007 , ebenfalls ein sehr gut aufgemachter Führer, hat doch eine sehr ungewöhnliche Tierart als Titelmotiv gewählt.Und das, obwohl Amur-Tiger,-und leoparden,Schneeleoparden,Luchse,Braunbären, und verschiedene Krallenaffen im Bestand sind...
(Eintrag vom 31.07.2008 zum Thema "Neue Zooführer")
Zoosammler:   @Sacha: Selbstverständlich ist es alles sehr stiefmütterlich und bescheiden, was Vincennes derzeit (noch) bietet. Gar keine Frage. Aber dennoch finde ich eben die Gesamtanlage auf jeden Fall einen Besuch wert.
Was die angesprochenen Tierarten betrifft, so sind sie sämtlich nicht mehr vorhanden. Auch nicht die, über die "unterschiedliche Aussagen" vorliegen. Einzige Ausnahme: Große Flusspferde.

Sollten Svens Informationen tatsächlich stimmen, dann ist es wirklich bedauerlich, wie stiefmütterlich eine europäische Metropole (und nicht die erste - siehe London) ihre Zoo-Landschaft behandelt.
Im Jardin übrigens genauso günstige Eintrittspreise, was zu dem Kuriosum führt, dass der "Zooführer" da sogar einen Euro teurer (und mit 6 Euro für die gebotene Qualität ist das eine Frechheit) als der ermäßigte Eintritt ist.

Im Zuge der momentanen Frankfurt-Diskussion noch ein erfreuliches Schmankerl aus dem JdP: Dort in der "Fauverie" (sehr schön besetzt mit Schneeleoparden, Chinaleoparden und eben Nebelpardern) eine Nebelparderkatze mit Jungtier - in einer unspektakulären Anlage.
(Eintrag vom 28.07.2008 zum Thema "Zoos in Frankreich")
Sven P. Peter:   Schneeleopard aus Gelsenkirchen klingt interessant ;) Wurde der bisher schon im Asienteil gehalten? :-D

Zu dem Elefanten sage ich mal nichts, außer dass es traurig ist was da läuft...
(Eintrag vom 20.07.2008 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
th.oma.s:  
nö, das geld wäre da. dd hat eine 50 mio € finanzusage der stadt (für 15 jahre). die führung erkennt schlicht und einfach nicht, das eine elefanten-haltung ohne bullenanlage nicht mehr vertretbar ist)

ansonsten neues aus dd:
nachzuchten: 1 afrik. nimmersatt, 1 weibl. karakal (afrik. mix), ein weibl. nayala, 1 männl. tur (in tallin gezeugt), 3 feuerwiesel, 1 wasserschein 2 kubaflamigos, div. kleinvögel (info auf anfrage).

neuzugänge: 1 männl. mandrill (noch hinter den kulissen, wegen problemen mit dem alpha-weibchen, er hatte die innenanlage verlassen), ein männl. schneeleopard aus gelsenkirchen, 1 weibl. panda aus amsterdam ist avisiert)
bau: das giraffenhaus wird wohl in 40 tagen fertig sein, die anlage macht einen gelungenen eindruck, die rothunde erhalten ein badebecken.

verluste: eine milukuh (probleme nach der narkose), der mandrillzuchtmann im alter von 22 jahren (?), ein weiblicher tur (tallinimport, wegen prasiten-probleme, bzw. mobbing).
(Eintrag vom 20.07.2008 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Mirko Schmidkunz:   Wunderschöner Tag in Hellabrunn. Die Ozelots ließen sich so gut wie nie zuvor sehen. Die Nebelparderentscheidung in Frankfurt zeigt ihre Wirkung. Neu sind Baumstachler gegenüber den Schneeleoparden, Eulenschwalme und Nasenkakadus bei den Keas. Besonders schön Nachwuchs bei Sibergibbons. Negativ für mich fehlende Beschilderung des Wasservogelbestandes und der Tirer im Dschungelzelt. Was soll das denn? Riesenflugfüchse, Palmenflughunde und Kantschil sind die einzigen Arten mit Schildern. Dort neu Schildturakos. Der Zooverein möchte ein Südamerikahaus bauen. Weiß jemand mehr dazu? Eselspinguine waren auch neu, die Eisbärenanlage noch nicht im Umbau, Außenanlagen der Gorillas und Schimpansen werden umgebaut.
(Eintrag vom 12.07.2008 zum Thema "Münchner Tierpark Hellabrunn")
Sacha:   @Zoosammler: WolfDrei hat ja schon ein paar gute Tipps gegeben. Ich erlaube mir einige Ergänzungen.

Vom Besuch des Zoo de Vincennes würde ich gegenwärtig abraten, da ein Grossteil der Arten wegen des Umbaus umplatziert wurde resp. nicht zu sehen ist. Generell hat Vincennes, was die Artenzahl und teilweise auch die Raritäten anbelangt (so ist z.B. der Grosse Panda schon vor Jahren gestorben) seit den 70ern und 80ern stark an Rang verloren.
Klein aber fein ist dagegen der Jardin des Plantes beim Gare d'Austerlitz. Und zwar fein im Sinne des Artenbestandes. Bei den Anlagen bemüht man sich zwar, sie tiergerecht umzusetzen ohne den historischen Charakter zu zerstören, doch dies gelingt nicht in jedem Fall.

Wenn es übrigens auch ein wenig ausserhalb von Paris sein darf, dann hätte ich folgende Tipps (obwohl ich diese beiden Parks noch nicht aus persönlicher Anschauung kenne, sondern sie mir ebenfalls empfohlen wurden):

1. Zoo und Safaripark Thoiry in Thoiry-en-Yvelines(http://www.thoiry.net/index.2.php) ca. 30 km westlich von Paris.
130 Arten auf 150 ha u.a. Löwe, Giraffe, Kleiner Panda, Komodowaran, Warzenschwein, Nordchin. Leopard, Rotes Riesenkänguruh, Flusspferd, Afrik. Elefant, Weissschwanzgnu UND Streifengnu, Kleiner UND Grosser Kudu, Breitmaulnashorn, Tonkinmakak, Sibir. Tiger, Schneeleopard und Gepard.
Dazu soll die Besichtigung des angrenzenden Schlosses auch nicht schlecht sein. Der Eintrittspreis (Safariticket) ist mit 24 Euro allerdings ziemlich happig.

2. Zoopark Attily (Parc zoologique du bois d'Attily) in Ozoir la Ferriere (http://www.zoo-attilly.com/index.htm), ca. 30 km südöstlich von Paris. 16 ha mit 250 Arten, darunter Schimpanse, Flusspferd, Schneeleopard, Litschi-Wasserbock, Königsgeier, Südafrik. Oryx, Serval, Löwe, Tiger, Leopard, div. Lemuren, Schweinsaffe, Tonkinmakak, Gaukler, Saruskranich usw. Keine Elefanten oder Nashörner.

Viel Spass. Und wenn Du in einen der beiden Parks gehst, dann erwarten wir natürlich einen ausführlichen Bericht hier im Forum...:)
(Eintrag vom 08.07.2008 zum Thema "Zoos in Frankreich")
Anti-Erdmännchen:   Hier kommt noch eine andere Planung von mir, diesmal für einen klassischen Großstadtzoo:

Anlage 1: Schnuppelpuppel-Dorflandschaft mit Zwergkaninchen und Meerschweinchen. Anlage möglichst vor dem Eingang plazieren, damit die Besucher noch Tiere dazusetzen können.

Anlage 2: Flamingos. Überwiegend Chile-Flamingos, dazu Rosa-Flamingos. Zum Vergleich noch zwei Zwergflamingos und einen Kuba-Flamingo beimischen.

Anlage 3: Bennettkänguruhs und Emus. Gelbe Schilder mit der Aufschrift „Cangaroos crossing next 5 miles“ aufstellen.

Anlage 4: Afrikasteppe. Giraffenmischlinge, Böhm-Steppenzebras, Elenantilopen, Blauhalsstrauße, Helmperlhühner, Hornraben. Reichlich Kunstfelsen verwenden, damit es tatsächlich wie in der afrikanischen Steppe aussieht. Zur Dekoration ein paar rostige Blechtonnen aus Afrika.

Anlage 5: Papageien. Dunkelrote Aras, Hellrote Aras, Gelbbrustaras sowie Hybriden flugunfähig auf Ästen. Volieren mit verschiedenen von Besuchern abgegebenen Papageien: Graupapagei, Venezuela-Amazone, Gelbkopf-Amazone, Gelbhaubenkakadu, Pennantsittich, Nymphensittich, Wellensittich, Prachtrosella, Alexandersittich, Nandaysittich, verschiedene Agaporniden in diversen Zuchtformen. Zwecks besserer Sicht möglichst Glasscheiben verwenden.

Anlage 6: Menschenaffenhaus mit Flachlandgorilla, Schimpanse und Orang-Utan. Die Schimpansen brauchen keine Außenanlage, und die Gorillas so gut wie keine Klettermöglichkeiten. Dazu zur Abwechslung noch eine begehbare Anlage mit Gebirgsloris (Besucher können füttern).

Anlage 7: Affenhaus. Grüne Meerkatze, Lisztäffchen, Vari. Begehbare Anlagen für Berberaffe, Totenkopfäffchen, Katta. Bei den Varis steht am Gehege der Hinweis, daß die Art nur sehr selten in Zoos gezeigt wird. Ein gut besetzter Pavianfelsen mit Mantelpavianen befindet sich noch an anderer Stelle.

Anlage 8: Stelzvogelwiese und Teich. Kronenkranich, Weißstorch, Kormoran, Trauerschwan, Kanadagans, Streifengans, Weißwangengans, Rothalsgans, Nilgans, Brandgans, Moschusente, Pfeifente, Löffelente, Spießente, Brautente, Mandarinente, Moorente, Kolbenente, Tafelente, Reiherente, Schellente, Eiderente. Dazu als Gäste Graureiher, Stockente, Lachmöwe, Bläßhuhn, Teichhuhn. Von den Entenarten überwiegend nur Erpel, weil die einfach attraktiver sind. Die Rasenfläche sollte sehr gepflegt sein. Beschilderung in Form eines Sammelschildes (keine Beschreibungen der einzelnen Arten nötig).

Anlage 9: Greifvogel-Voliere. Gänsegeier und Mäusebussard. Sitzgelegenheiten möglichst zentral anordnen, damit die Tiere gut zu sehen sind.

Anlage 10: „Heimatanlage“ mit Damhirschen und Mufflons.

Anlage 11: Zwei Anlagen für Fischotter und Biber mit Unterwassereinsicht (Scheiben veralgen leider sehr schnell). Bedauerlicherweise hat sich herausgestellt, daß die Tiere nachtaktiv sind.

Anlage 12: Braunbären und Wölfe in Gemeinschaftshaltung. Die Wölfe halten sich leider nur im Separee auf.

Anlage 13: Großkatzenhaus. Weiße Bengaltiger, Zoolöwen, Leopard oder Jaguar (jedenfalls gemischtfarbiges Pärchen), Schneeleopard. Artenschutzausstellung vor dem Gehege der Weißen Tiger. Schneeleoparden leider nie zu sehen. Im Haus noch eine Vitrine mit Zwergmäusen unterbringen (gut besetzen, damit immer einige Tiere aktiv sind).

Anlage 14: Sumpfvogel-Voliere. Kuhreiher, Seidenreiher, Roter Sichler, Heiliger Ibis, Rosa Löffler, Witwen-Pfeifgans, Rotschulterente. Anlage möglichst gut zugewachsen, damit sie natürlich aussieht.

Anlage 15: Pelikan-Teich. Rosapelikane und Fontäne.

Anlage 16: Schaubauernhof. Zwergzebu, Shetland-Pony, Alpaka, Hängebauchschwein. Begehbare Anlage mit Zwergziegen und Kamerunschafen (Streicheln und Füttern erlaubt). Dazu noch Laufenten und verschiedene abgegebene Hühner. Vitrine mit Hausmäusen (eingerichtet wie ein Küchenfach). Dekoration des Hofes mit Fachwerk, Mistgabeln, Wagenrädern usw.

Anlage 17: Südamerika-Anlage: Lamas, Maras, Flachlandtapire, Nandus.

Anlage 18: Hauskamel.

Anlage 19: Dickhäuterhaus. Asiatischer Elefant (ohne aufwendige Bullenhaltung), Südliches Breitmaulnashorn. Flußpferdhaltung ist gerade ausgelaufen; Anlage übergangsweise mit Nasenbären als „Nachnutzer“ besetzt.

Anlage 20: Fasanerie. Schildturako, Rotschnabeltoko, Lachender Hans, Diamanttäubchen, Chinesische Nachtigall, Weißhaubenhäherling, Zebrafink, Kanarienvogel, Balistar, Mittelbeo, Dreifarben-Glanzstar, Goldfasan, Silberfasan, Diamantfasan, Königsfasan. Der Boden sollte gut geharkt sein. Bepflanzung möglichst komplett mit Bambus.

Anlage 21: Eulenvolieren. Uhus, Schneeeulen, daneben noch Kolkraben. Begehbare Anlage mit Schleiereulen und Waldkäuzen (Schleiereulen leider nicht zu sehen).

Anlage 22: „Aquarium“. Rotwangen-Schmuckschildkröte, Griechische Landschildkröte, Boa, Königspython, Kornnatter, Grüner Leguan, Stirnlappenbasilisk, Rotkehlanolis, Bartagame, Jemen-Chamäleon, Madagassischer Taggecko, Bindenwaran, Glattstirnkaiman, Axolotl, Chinesische Rotbauchunke, Korallenfinger-Laubfrosch, Aga-Kröte, Tomatenfrosch, Blauer Baumsteiger, Goldbaumsteiger, Vogelspinne. Dann noch 15 Aquarien mit Zierfischen aus dem Zoogeschäft, plus Piranhas, Mangrovenbecken mit Schützenfischen, Heimatbecken mit Moderlieschen und Bitterlingen.

Anlage 23: Anlagenkomplex für Eisbär, Kalifornischen Seelöwen und Brillenpinguin, alle mit Unterwassereinsicht. Die Eisbärenanlage besteht aus hygienischen Gründen komplett aus Beton. Die Besucher können Gold waschen (interaktive Besucherinformation).

Anlage 24: Nordsee-Anlage mit Säbelschnäbler, Amerikanischem Stelzenläufer und Zwergsäger. Dekoration mit Leuchttürmen, Fischernetzen, Schiffsmodellen, Strandkörben, Rettungsringen, Steuerrädern, Muscheln, Seesternen usw.

Last, but not least - Anlage 25: Kleinsäugeranlagen für Erdmännchen, Zwergotter, Kleine Pandas, Weißschwanz-Stachelschweine, Waschbären und Nasenbären.

Freilaufend: Pfauen.

Gibt es irgendwas zu verbessern?
(Eintrag vom 27.06.2008 zum Thema "Eure planung")
Michael Mettler:   Wenn laut Walsrode-Thread sogar schon der Vogelpark für ein gemeinsames Konzept ins Auge gefasst werden könnte, wie wäre es dann mit einer Zusammenarbeit mit dem Wildpark Lüneburger Heide, der sich ja längst vom klassischen Wildpark weg entwickelt und in dem Raubtiere bereits eine große Rolle spielen? Große Neuanlagen für Braunbären und Amurtiger sind in Planung, bespielhafte Anlagen für Wölfe und Schneeleoparden bereits vorhanden, zum Bestand zählen auch Arten wie Otter, Nerze, Dachse, Wildkatzen, Luchse usw., und m.W. gibt es auch noch reichlich Erweiterungsfläche, also vielleicht Kapazität für tropische Arten. Der Park hat anscheinend schon jetzt stetig steigende Besucherströme, liegt in einem beliebten Tourismusgebiet und in bequemer Nähe zur Autobahn - zumindest in der Theorie also optimale Voraussetzungen.
(Eintrag vom 19.06.2008 zum Thema "Raubtierpark IGAR")
Daniel Hagist:   @IP66: Für die neue Seelöwen/Pinguin-Anlage wird die alte Seelöwenanlage abgerissen und die erweiterte Fläche betrifft den brachliegenden Bereich auf dem Weg zur Eisbärenanlage siehe beigefügtes Foto. Die Schneeleopardenanlage entsteht ebenfalls im bereits vorhandenen alten Zoogelände und zwar am Osthang des Lauterbergs. Also ungefähr dort wo früher Wölfe neben den Eisbären gehalten wurden und ist Teil des Projektes "Lebensraum Bergwelt Himalaja".
(Eintrag vom 31.03.2008 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Daniel Hagist:   Oh sehr misslungene Formulierung von mir ;-) Natürlich hat der Bau der Schneeleopardenanlage nichts mit dem Projekt "Lebensraum Wasser" zu tun aber findet zeitgleich statt.
(Eintrag vom 30.03.2008 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Michael Mettler:   Schneeleoparden und "Lebensraum Wasser"? Zählt das Wasser da auch in gefrorener Form? :-)
(Eintrag vom 30.03.2008 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Daniel Hagist:   Es ist soweit. Nach 7 langen Jahren wird die Fertigstellung des Projektes "Lebensraum Wasser" mit dem Umbau der Seelöwen/Seehundeanlage (Planung bereits in den 90er Jahren) nun tatsächlich durchgeführt. Es ist die erste große Baustelle im Zoo seit Fertigstellung der Eisbärenanlage im Oktober 2000. Im Rahmen dieses großen Projekts erhalten auch die Schneeleoparden eine neue Anlage.


(Eintrag vom 30.03.2008 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Michael Amend:   Im Geparden-Thread habe ich kurz das Thema angeschnitten. Mich würde interessieren, wie damals die Tiger und die anderern Großkatzen im raubtierhaus untergebracht waren, als die Geparden noch dort lebten. Wie ich schrieb, teilten sich die Geparden,Tiger und Löwen im Wechsel die Freianlage, folglich waren diese drei Arten auf die drei Innekäfige des Querflügesl verteilt. Und das es nur drei Käfige waren, zeigt der Grundriss im JB 1954. Die Löwen waren im großen Käfig, die Tiger im Eckkäfig der direkt Verbindung hatte zum Löwenkäfig(siehe Löwen/Tiger-Unfall), also waren die Geparden in dem kleinen Käfig auf der linken Seite,wenn man das Haus betrat. Diese beiden Käfige hatten Schieber zum Eckaußenkäfig. Der Eck,-und der Löwenkäfig hatten Schieber zur Freianalage. Die Geparden konnten also nur auf die Freianlage,w enn die Tiger im Außenkäfig ausgesperrt waren, denn sie mußten durch den Tiger-Innenkäfig, um auf die Freianlage zu können. Nun müssena ber die Tiger ständig zusammengehalten worden sein,denn es gab ja nur einen Käfig.Bei der Jungenaufzucht muß also der Vater entweder dabei gewesen sein, oder er wurde in einen Käfig im Längstrakt umgesetzt. Aufgrund fehlender Wurfboxen, wird man den Katzen zum werfen einfach Holzkisten in den Käfig gestellt haben. Das Haus muß sehr voll gewesens ein in den 50 iger jahren. Im Längsflügel gab es 8 Innn,-und Außenkäfige, dazu noch die Freianlage und Innenkäfig für Streifen,-später Tüpfelhyänen.An Arten wurden Afrikanische Wildhunde, Pumas, Schneeleoparden,Luchse und Leoparden gehalten. Serval und Ozelot lebten in den Glaskäfigen im Quertrakt.( Führer 1955)Da ja auch teilweise 3 oder mehr Tiger in dem Haus gleichzeitig gehalten wurden, müßen also auch im Längsflügel Tiger gehalten worden sein. Ich könnte mir vorstellen, das die Schneeleoparden den rechten Eck-Außenkäfig bewohnten und dieser erst anch Ableben der Irbisse mit den Pumas besetzt wurde. Die restlichen 7 Käfige waren also mit den Luchsen,Leoparden( es gab auch Schwärzlinge),Wildhunden und Puma sbesetzt.Und garantiert auch noch Tiger.
1956 kamen zusätzlich zwei Jaguare an, die aber 1957 schon wieder weg waren. Auf jeden Fall war das Haus sehr voll, und der Auszug der geparden dürfte wirklich aus Platzgründen erfolgt sein, und um den Platz neben der Brutstation auf einfache Weise publikumsattraktiv zu nutzen.
(Eintrag vom 25.03.2008 zum Thema "Zoo Frankfurt")
Zoo Wuppertal:   Die Elefantenkinder Tamo, Tika, Kibo und Bongi wurden in den ersten Wochen die-ses Jahres schon von mehr als 100.000 Besuchern bewundert.
Auch zu Ostern werden sie zusammen mit den Löwen-Jungtieren, jungen Brillenpinguinen auf der neuen Anlage und Zwergziegen auf der Afrika-Anlage kleine und große Zoobesucher begeistern.

Im Tierbestand hat es zwei wichtige Neuankömmlinge gegeben. Die beiden Schneeleoparden „Gulcha“ aus Zürich und „Qiemo“ aus dem Zoo von Doué la Fon-taine in Frankreich sind die Nachfolger von „Kaschmir“ und „Bayan“, die viele Jahre hier gelebt haben und zusammen 9 Jungtiere hatten. Heute leben die Jungtiere alle in anderen Zoos. „Kaschmir“ hat mit 21 Jahren und 10 Monaten das bisher höchste Lebensalter aller Schneeleoparden erreicht.

(Eintrag vom 19.03.2008 zum Thema "Zoo Wuppertal")
HoyWoy:   @Sacha
Zu ersten Absatz:
Bitte PM zu Tiger und Muntjak durchlesen.
Und keiner hat eine Verleumdnungklage gegen die Äußerungen angestrebt.
Wenn Unwahrheiten oder Lügen verbreitet wurden, hätte die "Angeklagten" sicher etwas in der Hand.
Und eine persönliche Meinung ist noch durch Gesetze geschützt.

Tierschutz.
Habe nicht behauptet, das kein Zoo irgendwo auch Tierschutz betreibe.
Ich habe nur gegenteilige Fakten dargelegt.
Zu Knut. Ich habe nicht behauptet, dass dieser Tierpfleger etwas Abscheuliches macht.
Auch habe ich nicht behauptet, dass Zoos nicht irgendwo Naturschutzprojekte unterstützen.
Es ging um Naturschutz, der angeblich im Zoo, mit der Zucht von nm. Tieren betrieben wird.
Und diese Projekte würde auch ohne die Instution Zoo geben und funktionieren.
Zoos verschwenden aber auch Geld für dringende Projekte.
So war die Kritik einer Naturschutzorganisation auf der Zookunfttagung aussagekräftig, als man ein Elefantengehege in zweistelliger Millionenhöhe kritisiert und deutlich machte, was man mit dem geld alles im Projekt "Schneeleopard" hätte machen können.
Vegane Ernährung ist mehr Naturschutz als sie glauben.
Sie wollen es nur nciht wahrhaben.
Dafür kann ich nichts.
(Eintrag vom 11.03.2008 zum Thema "Tierrechtler und Zoos")
IP66:   Wir dürfen bei unseren Überlegungen nicht ganz vergessen, daß es in vielen Zoos neben dem großen Raubtierhaus auch noch ein kleines gab, daß sicher auch von Luchsen, teilweise sogar von Hyänen bewohnt wurde. In Berlin bestanden zur Zeit von Bodinus auch noch einige Streukäfige, die vergleichbar genutzt wurden. Ein interessanterer Fall in Hinblick auf die Haltung kalter Katzen wäre sicher der Schneeleopard, von dem ich allerdings nicht weiß, ob er hinreichend oft importiert wurde, um eigene Baumaßnahmen auszulosen. Ein Anbau für nicht wärmebedürftige Tiere entstand in Zoo Hannover, und das Verlin Haus besaß an der Rückseite einige kleinere Käfige, von denen ich nicht weiß, für welche Arten sie genutzt wurden.
(Eintrag vom 08.03.2008 zum Thema "Geparden-Halter")
Oliver Jahn:   IP66, Sie bringen wirklich immer wieder spannende Fragen an. Ich habe mal überlegt, ich selber habe nie einen Geparden in einem Raubtierhaus erlebt. In der ehemaligen DDR gab es ab dem Zeitpunkt, an dem mein Erinnerungsvermögen einsetzte nur Geparden in eigenen Anlagen.
us der Literatur habe ich Geparde im neuen Raubtierhaus in Leipzig 1940 gefunden. Danach tauchen sie erst 1968 wieder auf, da aber bereits mit einer eigenen Anlage, welche es heute nicht mehr gibt und in der zuletzt die Schneeleoparden waren.
Rostock hatte kein klassiches Raubtierhaus, aber die Geparde waren auch hier separat. Halle hatte später ebenfalls die Anlage in der heute die Nasenbären sind und in Dresden kenne ich sie auch nicht aus dem Raubtierhaus. In Erfurt waren sie ebenfalls nicht mit im Raubtierhaus.
(Eintrag vom 06.03.2008 zum Thema "Geparden-Halter")
Drac:   Nochmal zu Singapur, das ist eine 4 Millionenstadt mit großem Touristenaufkommen, in Dt. (und vorallem in diesem Planspiel Kassel) kann man das keinesfalls vergleichen.
Die Night Safari kann es sich leisten gerade mal bis Mitternacht offen zu haben, ich würde davon ausgehen, dass man in Kassel den Zoo von 19 - 3 oder 4 offen lassen sollte, während bis 12 Uhr noch die Kassen offen sind, im Winter schließt man etwas früher, kann aber früher aufmachen.
Dadurch, dass man an Wochenenden und diversen Terminen in den Ferien auch tagsüber offen hat, kann man sich aber die zentrale Lage Kassels zunutze machen.
Mir gefällt der Slogan Animals from dusk till dawn für den Park und hätte auch mit einem Titty Twister oder einer Pussycat Bar keine Probleme, man könnte den Bereich außerhalb des Zoos nach der Münchner Kultfabrik zu planen und einige Gebäude zu verpachten. Frei nach dem Motto Pecunia non olet ;)
Das Logo des Parks würde ich zur Carnivoren und Nachtthematik an das berühmte Hellabrunnposter anlegen – also keine Tierfotographien sondern gute alte Graphiken als Werbung.

Es freut mich die positive Kritik an der Idee und die vielen Vorschläge bringen mich dazu den ursprünglichen Plan etwas zu variieren.
Den Eintrittspreis muss ich aber leider dadurch erhöhen ;) Sagen wir 12,50€ Standard und 8,50 für Studenten – das sollte noch akzeptabel sein.
Von der Artensammlerei der Carnivoren würde ich mich ungern trennen, da neben dem Nachtkonzept die erfolgreiche Zucht von Carnivoren eben das zweite Standbein des Konzepts sein sollte.
Auf mehr Innenanlagen würde ich gerne verzichten, da gerade das besondere Highlight der nächtliche Spaziergang in der „Natur“ ist, hält man sich zu oft in Häusern auf, geht das ganze Element flöten und man kann auch ganz normale Nachttierhäuser bauen, allerdings gibt es regelmäßig Überdachungen (bspw. Die Burg) falls es schlechtes Wetter gibt. Auf die Tierstimmen vom Band würde ich ungern verzichten und an gewissen Stellen würde ich auch Lieder nehmen (bspw. Theremin bei der Freakshow, Trommeln in Afrika), es gilt nur dasselbe wie bei Filmmusik, wenn man es zu sehr bemerkt ist es schlecht, es muss unbewusst vermittelt werden.
Okay, dann keine Rattenkänguruhs im Tropenhaus, die Kalongs bleiben aber dort, Night Pearls nehme ich gerne für die Freakshow an, welche Halbaffen ausgestellt werden hängt in erster Linie vom Markt ab, was ist zu bekommen etc.
Die Mayaidee gefällt mir so gut, dass sie nicht vor das Bayou kommt, sondern einen eigenen Bereich bekommt, später dazu mehr...
Den Vorschlag zum Ausbau des Themenansatz nehme ich auch ab, aber die Fenneks und die Marderhunde bleiben erstmal wo sie sind, da sie einen guten Übergang bilden.
Amerikanische Tiere-Neozoon-Europa-Füchse-Allensche Regel-Afrika etc.
Ich mag gerade, dass sich zwischen den Geobereichen eine verschwommene Linie befindet, die es ermöglicht andere Themen anzuschneiden.
Btw. Für die Reptilienexperten hier? Wäre eine nächtliche Außenanlage für Gaviale in Europa vertretbar? Wenn, dann kann man dies auch bei den Alligatoren unterbringen anstatt noch eine Art anzuschaffen.
Naja, mal zu den Änderungen:
Die großen Herbivoren für Europa werden gestrichen, ich beschränke mich auf die Gemeinschaftshaltung Rothirsch&Wildschwein, während Damhirsche (und eventuell Stachelschwein) im Europateil frei herum laufen können. Mir gefällt die Idee Europa im Stil des 18 Jahrhunderts aufzubauen, zu Karneval ließe sich dadurch auch ein netter venezianischer Maskenball organisieren ;)
Turniere wird es zwar keine geben, aber für Veranstaltungen aller Art und Mittelaltermärkte sollte die Burg und die Flächen davor schon groß genug sein.
Drei Eulenarten halte ich nicht für zu viel, an einheimische Fledermäuse hatte ich auch gedacht, da die Burg aber Mehrzweckanlage ist und der Tierschutz dann gerne mit reinredet, habe ich das gestrichen. Vampire raus aus dem Keller, große Spießblattnase geht auch, eventuell auch noch Totenkopfschwärmer dort ausstellen, falls man diese nicht in der Freakshow und Tracheenhöhle unterbringt.
Die Bestie von Gevaudan ließe sich von der Burg aus, ebenfalls gut von den Streifenhyänen verkörpern.
Statt europäischen Braunbären, Kodiaks oder Kamtschatkas – die sind imposanter und wenigstens für letztere braucht Deutschland mehr Halter.
Für Afrika übernehme ich die Idee mit den Zelten, nur keine Tüpfelhyänen – nichts gegen die netten Tierchen, aber momentan haben's die Streifen- und Schabrackenhyänen nötiger in Europa.
Transvaallöwen bleiben natürlich auch drin.
Die Zebramangsuten (übrigens freudsche Fehlleistung, meinte eigentlich Fuchsmangusten) fliegen raus, Neu(groß)import von Erdwölfen in Erwägung ziehen, die sollten zusammen mit den Erdferkeln eine große Anlage bewohnen, die zur Zucht mehrerer Paare geeignet ist.
Eigentlich hatte ich wohlweislich auf Dickhäuter aus Kostengründen verzichtet (und für den Klassiker Flußpferdpaar in Badewanne hätte man mich wohl gegeißelt ;)), aber Flusspferde wären wirklich doch sehr besucherwirksam... also eine große Anlage für 1,3 Tiere, Kaffernbüffel (damit man wenigstens zwei Arten der Big Five zeigen kann und außerdem sind die Tiere leider am Verschwinden), Quastenstachler, sowie ggf. Giraffen um eine größere Tierart präsentieren zu können.
Übergang von Afrika zu Asien durch das Thema Kleinkatzen. Hier vorallem südostasiatische Tiere, das Cafe im Kolonialstil (das nun statt dem Zoo den Namen Nusa Malam trägt)serviert den frischen Kopi Luwak ;)
Und mit etwas Glück könnte man Schweinsdachse aus Singapur importieren.
Der Bereich Zentralasien (Altai/Himalaja) wird ausgebaut, statt „nur“ Manul und Schneeleopard, auch Rothunde, Korsak, Kleiner Panda, Lippen- und Kragenbären und als Herbivoren Himalajatahr und Markhor, Anlagen natürlicher Fels, ich stelle mir hier Prag als Vorbild vor, (da Wilhelmshöhe ein Bergpark ist sollte das auch möglich sein) und für den aufmerksameren Besucher ist auch ein animatronischer Yeti leicht versteckt vertreten. Hier passen dann auch diverse asiatische Marderartige rein.
Die Kragenbären dienen als Übergang zu Indien mit Shensi-Takins Anlage für Gaur und Sikahirsch, die vorher erwähnten Anlagen für Leoparden und Tiger, sowie Schabrackentapire (und Bartschweine) für den Übergang zu Amerika.
Der Amerikabereich wird dichten Buchenwald (um etwas Dschungelgefühl wenigstens in den wärmeren Monaten zu übertragen) und eine künstliche Ruinenstadt (Konglomerat verschiedenster mesoamerikanischer Kulturen) sein.
Zwei tolmekische Statuen führen den Besucher durch die begehbare Anlage für Flachlandtapire und Alpakas, die Bennetkänguruhs fliegen raus um den neuen Themenbereichzu verwirklichen. Die Jaguare leben in einer ähnlichen Anlage wie in New Orleans, die Ruinenstadt mit Tempeln, Statuen, etc. bietet neben der Eventfunktion wie das Schloss auch eine Showbühne, modelliert nach den Mayaballspielplätzen um der täglich um 10 und 12 eine Show veranstaltet wird, die die verschiedenen Fähigkeiten der Tiere zeigt.
Die Idee mit den Vampirfledermäusen finde ich spitze und das wird in der Ruinenstadt auch eins zu eins übernommen, die Vampire, zu Fuße eines Stufentempels, trinken zu festen Zeiten von einem Opferaltar der einer Statue Camazotz geweiht ist, an den Seiten des Altars sind Reliefe von Buluc Chabtan angebracht, eventuell kann man die Anlage der Vampire auch betretbar machen, das würde den Nervenkitzel noch steigern ;)
Ein paar menschliche Skelette in die Anlage gelegt kann auch nicht schaden^^
Die unten genannten amerikanischen Kleinkatzen (und Waldhunde) sind in der Ruinenstadt und im dichten Wald angesiedelt, die Wohnhäuser“ dienen als Geräteschuppen, Futterküche und Rückzugsgebiete der Tiere.
An „Ranken“, die überall verlaufen kann man frei herum kletternde Zweifingerfaultiere und Nachtaffen erkennen.
Eventuell noch Ameisenbären, Wickelbären oder Pacas.
Danach die Vogelvolieren um wieder am Ausgang anzukommen.
Achja, es gibt nur einen Weg und keine Verschachtelungen, um den besucherverkehr in der Nacht besser kontrollieren zu können
(Eintrag vom 18.01.2008 zum Thema "Eure planung")
Drac:   Ich habe mir mal die Freiheit genommen Shensi-Takins Nachtzoo mit der Idee des Raubtierparks zu kombinieren. Nun, es bietet sich geradezu an, da viele Carnivoren nachtaktiv sind.
Ich übernehme sowohl Elemente des systematischen Artenzoos als auch des zeitgenössischen Geozoos, wobei ersteres aber überwiegt.
Das Hauptaugenmerk bei diesem Gedankenspiel ist für mich, dass der Zoo privatwirtschaftlich finanzierbar wäre, deswegen fange ich erstmal mit Marketinggedanken und Standortfaktoren an, bevor ich zum Tierbestand und Rundgang anfange -auch der Tierbestand ist stark von Besuchergeschmack und Verfügbarkeit als von meiner Sammelleidenschaft beeinflusst.
Ich schätze die Baukosten auf ca. 20-30 Millionen Euro, es gibt keine großartigen Kunstfelsformationen, aber das künstliche Mondlicht muss auch erstmal ordentlich platziert werden.
Durch einen Nachtzoo fällt ein riesiger Teil des typischen Zooklientels weg (Familien mit Kindern), dafür hat man das Schlagwort Innovation auf seiner Seite. Raubtiere bieten sich für einen Nachtzoo aus verschiedenen Gründen gut an, viele Arten sind auch winterfest und lassen sich so gut ganzjährig draußen halten, außerdem ist es nie verkehrt den „Wilde Kreaturen Effekt“ auf seiner Seite zu haben.
Durch Gespräche mit Leuten die sich nicht für die Materie interessieren komme ich zu der Annahme das ein holländisches Preisniveau auf viele zu abschreckend wirkt und solche Ausgaben nur einmal alle Jubeljahre für die Kinder gemacht werden – das fällt zur Finanzierung also weg.
Meine Ideen zur Refinanzierung sind im Zoobereich sehr unorthodox, aber naja seht selbst.
Wir verkaufen es nicht als lustige Familienunterhaltung, sondern als neuartige innovative Freizeitbeschäftigung für den gebildeten, abentuerlustigen jungen Großstadtbürger – die Marketingheinis würden die Zielgruppe wohl BoBos nennen, aber in welche Schublade man die Leute steckt ist ja eigentlich nebensächlich.
Anstatt Zoo oder Tiergarten sagen wir Wildlife Conservation Park und geben den ganzen einen exotischen Eigennamen - Nusa Malam – indonesisch für „Insel der Nacht“, klingt poetisch, nicht wahr ;)
Regelmäßig werden Events abgehalten, exotische Tänzer, Konzerte, Eisskulpturen im Winter etc.
Für zusätzliche Einnahmen kann man an einigen Tagen in den Ferien und am Wochenenden den Park auch tagsüber öffnen um wenigstens auch manchmal Kinder drin zu haben.
Der Zoo wird aber dadurch nicht finanziert, sondern durch eine Bar (s.u.) und einen Nachtclub, die am Eingangsbereich angeschlossen sind. Aus Lärmgründen ist der Nachtclub etwas abseits, aber noch gut erkennbar zum Rest gebaut, die partysüchtige Generation wird durch eine gehobene Atmosphäre und gute elektronische Musik angelockt, pöbelnde und randalierende Dorfrüpel werden nicht angesprochen... Ich mache mir dasselbe zunutze wie LifeAid, wenn man Spaß hat und glaubt etwas Gutes zu tun (in diesem Falle Rettung bedrohter Arten) achten viele nicht so sehr auf den Geldbeutel. Außerdem durch die räumliche Nähe kann ich mir vorstellen, dass viele Partygänger zu einem Zoobesuch angeregt werden und vice versa, es wird wohl auch Leute geben, die diese beiden Kulturangebote an einem Abend verbinden.
Als Standort kann ich mir Kassel vorstellen, es ist eine Großstadt ohne zoologische Einrichtung und außerdem gibt es keinen größeren Zoo in Nordhessen und Umgebung.
Es wäre denkbar diesen Zoo als dauerhaftes documenta-Projekt zu planen um einen Marketingschub und Förderungen zu bekommen, durch die documenta wären für einen kleineren Zeitraum auch die Besucherzahlen gesichert.
Den genauen Standpunkt würde ich mir um den Wilhelmshöhe-Bergpark vorstellen, nicht nur ist der Herkules eine herrliche Staffage für jeden Landschaftsplaner, man kann ebenfalls von den vielen Besuchern der Wassersspiele profitieren.
Aber nun zum eigentlichen Plan:
Den Eintrittspreis übernehme ich mal 1 zu 1 von Frankfurt.
Den Anfang übernehme ich mal schamlos von unserer chinesischen Rindergemse ;)
Man betritt die Anlage durch ein Tropenhaus, kein Riesenbau sondern etwas Kleines (in der Nacht erkennt man sowieso kaum was^^), Kalongs fliegen durch die Lüfte und Kleinkantschil sowie Rattenkänguruh bevölkern den Boden.
Für die Sounduntermalung sorgen Geckos und Pfeiffrösche, durch eine Schleuse gelang man in eine Galerie für Galagos, Palmenroller, Springhasen, Loris und Pottos (falls die Zucht in Frankfurt mal was von sich hören lässt, als Prunksstück Fingertiere) die in einer Höhle mündet.
Dort findet man freifliegenden Brillenblattnasen aus Frankfurt und Blütenfledermäuse und Lanzennasen aus Tschechien, in den Vitrinen sind größtenteils „gruselige“ Tracheentiere ausgestellt, Geißelspinnen, Fauchschaben, Skorpione unter Schwarzlicht etc.
aus Omaha wird das bodenlose Loch geklaut, Besatz Höhlensalmer und ähnlich Köln werden Axolotl in einem Teich gehalten, neben der Wildform, auch die albinotische Form, sowie falls sie noch bekommen ist die vormals von der Uni in Indiana angebotene modifizierte fluoreszierende Variante.
Weiter geht’s mit Shensi-Takins Freakshow, weiße Tigerpythons, Laborratten – eventuell auch hier wieder fluoreszierend, die Höhle mündet in einem Bayou, ebenfalls wie bei Shensi-Takin Hechtalligatoren und Schnappschildkröte, Grillenzirpen kommt vom Band, durch die Hillbillyhütte verlässt man das Haus, kann aber von dort schon die Anlagen für Waschbären und Pumas begutachten.
Draußen angekommen kann man zuerst amerikanische Kleinkatzen begutachten, neben den Pumas handelt es sich dabei um Jaguarundis, sowie Oncillas, Ozelots und Margays, der Weg gabelt sich, wobei der Rundweg erst in Richtung Europa zeigt, Die Waschbären repräsentieren zusammen mit Marderhunden Bioinvasoren, eventuell wird auf Schautafeln auf die besondere Rolle Kassels als die europäische Hauptstadt der Waschbären und den historischen Hintergrund der Faunenerweiterung am Edersee eingegangen.
Träumen würde ich von Krabbenwaschbären, halte dies aber zurzeit für zu utopisch.
Ggf. kann man das Thema der Faunenerweiterung noch weiteraufbauen, indem man eine Anlage für Nutrias anschließt, zur Abrundung dazu europäische Biber und Fischotter.
Nach den kleinen Ausflug in die Gewässer kommt man zu einer großzügigen Anlage für europäische Dachse und auf der gegenüberliegenden Seite eine Gemeinschaftsanlage für Rothirsche und Wildschweine, sowie danach für Mufflon, Damhirsch und eventuell Wisent, die Umgebung sollte naturbelassener Mischwald sein, Eulengeschrei und Wolfsgeheul vom Band sorgen für die passende Stimmung.
Der Weg führt zu einem großen Erlebniselement, dass die Puristen hier im Forum bitterlich aufschreien lassen würde, eine riesige Burgruine, die direkt aus einem Horrorfilm stammen könnte, die Architektur sollte romantisierend und leicht übertrieben sein, neogotische Anklänge.
Die Drachenburg, so der besucherwirksame Name, ist so angelegt, dass auf dem Burghof und dem Thronsaal Events veranstaltet werden ohne den ansässigen Tieren eine übermäßige Lärmbelästigung auszusetzen.
Es bietet sich an, dort Mittelaltermärkte und Halloweenfeste zu veranstalten, um die Besucherzahlen nach oben zu pushen.
Das Gelände ist verschachtelt und führt an in die Mauern eingearbeiten Volieren für diverse Marderartige vorbei, sowie ähnlich Köln einer Anlage für Eulen: Steinkauz, Uhu, Schnee-Eule
Und weil ich so ein bösartiger Kapitalist bin, gibt es eine Katakombe mit Vampirfledermäusen und Hausratten, stilecht mit menschlichen Schädeln und Särgen, an den Wänden für den Kenner Porträts von Vlad Tepes, Erzsébet Báthory, Johann Faust und Conrad Dippel...
Mit einem etwas größeren Budget könnte man das Gruselelement noch ausbauen, mit sich verändernden Porträts, Animatroniken und einem Ball der Geister... Aber damit verschone ich die konservativen Herzen erstmal ;)
Von den Zinnen der Burg kann man schon auf die Großcarnivoren einen Blick werfen, europäische Braunbären, eine gemischte Gruppe Wölfe (Europäer, als auch Timberwölfe des weißen und schwarzen Phänotyps) und als kleine Hommage an Nosferatu etwas in der Ferne Streifenhyänen.
Die Haltung verschiedener Farbmorphen einer gleichen Art sind ein wichtiges Element im ganzen Zoo und vorallem auf die ungewöhnlichen Öffnungszeiten zurückzuführen ;)
Hat man die Gehege der Wölfe und Bären passiert, kommt man zu einer Anlage für Rotfüchse, und damit endet auch der europäisch geprägte Teil des Parks.
Um die allensche Regel zu veranschaulichen, befinden sich in deren Nachbarschaft Gehege für Swift-, Polar- und Wüstenfüchsen.
Nun kommt man zu den großzügigen Anlagen für die afrikanischen Carnivoren: Braune Hyänen, Streifenhyänen, afrikanische Wildhunde, sowie eine gemischte Gruppe aus majestätischen Zoolöwen und weißen Transvaallöwen.
Zum Enrichtment werden regelmäßig die Anlagen untereinander getauscht, es wäre auch denkbar Beutesimulatoren einzubauen.
Afrikanische Herbivoren sind durch Damarazebras und Weißschwanzgnus vertreten, Erdferkel teilen sich eine Außenanlage mit Zebramangusten.
Weiter geht’s mit Amur- und Srilankaleoparden, sowie malaysischen Tigern und Bengaltigern (sowohl Normalfarben, als auch weiß), Rothunde und danach Volieren für Kleinkatzen.
Karakal, Serval, Schwarzfußkatze, Fischkatze, Rohrkatze, Salzkatze.
Nachdem man die Reviere für Manul und Schneeleopard durchkreuzt hat, und der Durchschnittsbesucher genug von Katzen hat, kommt man erstmal zu einer begehbaren Anlage für Benettkänguruh, Alpakas und Flachlandtapir (nehmt das Geopuristen :P), das Vogelrevier besteht aus Volieren für Eulenschwalme, Nachtreiher, Nachtigall und falls es klappen sollte, Kagus und Streifenkiwis.
Man nähert sich dem Ausgang und kommt wieder zur amerikanischen Fauna, eine Gemeinschaftsanlage für Zweifingerfaultiere und Nachtaffen, sowie Tamanduas sind vertreten, eine Zuchtgruppe Waldhunde ist genauso vorhanden, wie ein Zuchtpaar Jaguare (ein Schwärzling).
Nun steht man wieder am Anfang des Rundganges vor den Pumas, entweder man dreht noch eine Runde oder nimmt den Ausgang, der durch die Bar führt...
Ich stelle mir eine etwas gehobenere Atmosphäre vor, Cocktailbar und exotisches Essen, Loungemusik mit orientalischen Anklängen... Natürlich und das ist auch gewollt so, kann man die Bar auch aufsuchen ohne den Zoo zu besuchen.
Da Kassel sich die documenta-Stadt nennt, sollte dort die Kunst nicht zu kurz kommen, in der Bar hängen illuminierte Glastafeln mit den Werken von Igor Siwanowicz (http://photo.net/photos/siwanowicz
http://blepharopsis.deviantart.com/gallery/)

Meinungen/Anregungen/Kritik wie immer sehr gewünscht
(Eintrag vom 16.01.2008 zum Thema "Eure planung")
Matthias Preißer:   NEWS aus WTAL:
Elefanten: Es geht los, seit heute ist das Elefantenhaus gesperrt, seit 4 Tagen wird Tag und Nacht Wache gehalten, ständig Ultraschalluntersuchungen

Okapi-Nachwuchs hat bei Geburt Fruchtwasser aufgenommen, außerdem Bruch im Hüftbereich

Sumatra-Tiger wird dieses Jahr nach Schweden abgegeben
Amurtigeranlage der Männchen wegen Witterung nur selten besetzt, da Grasflächen durch feuchtes Wetter verschlammen

Neuzugang bei Schneeleoparden: Ein Männchen aus Frankreich ist schon da, Weibchen aus Zürich kommt demnächst
(Eintrag vom 12.01.2008 zum Thema "Zoo Wuppertal")
Michael Amend:   Es gibt tatsächlich jemanden, der Lion King 2 gesehen hat, Hui...Im Sommer können wir dann genuüßlichd en neuen Dreamworks-Film " Kung Fu"Panda auseianndernehmen, mit Kung Fu kämpfenden Großen und Kleinem Panda und den sooo bösen Schneeleoparden....
(Eintrag vom 11.01.2008 zum Thema "Zoologische Fauxpas")
Ralf Seidel:   Nachdem insbesondere die Herren Mettler
und Jahn ihre "Neuordnung" unseres schönen Bergzoos hier preisgegeben haben (und ich fürchte, das ist noch längst nicht alles), finde ich mich nun überhaupt nicht mehr zurecht, was am besten wann in welcher Ecke zu stehen hat. Könnt ihr beiden Hansis mir mal verraten, warum ich Zeit und jede Menge Geduld investiere, euch vor Ort den Zoo näher zu bringen ??? Natürlich, Michael
graben wir hier Tunnel unter der Erde, damit die Bären mal zu den Elefanten rüberschauen Können. Mehr noch, das Innere des Berges wird mit einem Gangsystem versehen, damit alle Anlagen untereinander verbunden werden können. Abwechslung für Tier und Besucher ist angesagt, der Begriff "Erlebniszoo" würde neu definiert. Logisch Oliver,
weg mit Lamas und sonstigen Schmarotzern in Form von Haustieren, damit du Gorale sehen kannst. Super, meine Herren, im Zoo brauch ICH mich in nächster Zeit nicht sehen zu lassen. Ich höre schon die Kommentare:"Sagen Sie mal Seidel, kennen Sie diese Leute ?!" - "NÖÖÖÖ"...)))
Obwohl über die eine oder Veränderung mache ich mir natürlich auch meine Gedanken. Pumas und/ Schneeleoparden wünsche ich mir natürlich auch, genauso wie beispielsweise Gorale. Aber bitte nicht auf die Großen Bergtierfelsen. Keine Katze kann so ein Bild wiedergeben, wenn die Böcke auf der Anlage ihre Kräfte messen. Dass es von den Westkaukasen weltweit nur maximal ein Dutzend Zuchtgruppen in den Zoos gibt, über ihren Status in freier Wildbahn faktisch gar nichts bekannt ist...
Die Anlage auf keinen Fall umgestalten,
das ist Zoohistorie pur, die war seinerzeit bei Eröffnung des Zoos weltweit einmalig. Das herrliche alte Gitter muss bleiben, in dieser Form heute unbezahlbar. Kamele werden definitiv bleiben, die Seriemas lassen wir bitte auch da wo sie sind - dort brüten sie auch jedes Jahr. Gorale auf der Rückseite des Antilopenhauses - mein Gedanke, die Känguruhs wird man aber nicht opfern - auch wenn man die Benetts mittlerweile ja überall zu sehen bekommt.
(Eintrag vom 08.01.2008 zum Thema "Zoo Halle")
IP66:   Der Begriff "Karnickelställe" läßt mich an in mehreren Etagen angeordnete Kleinraubtierkäfige wie im alten Zoo in Nürnberg denken. Immerhin gäbe es eine Verbindung nach Berlin, allerdings nur insofern, als auf beiden Hausrückseiten die eher kleineren Arten gehalten wurden. Gab es denn im Zoo des späten 19. Jahrhunderts ältere Kleinraubtierunterkünfte, die abgerissen und durch diesen Neubau ersetzt wurden? Schließlich finde ich es auch noch interessant, daß es schon vor dem zweiten Weltkrieg Importe sibirischer Tiger gab. Hier dürfte sich doch, wie bei den Schneeleoparden das Problem ergeben haben, diese Arten in den vorhandenen Häusern nur schwer unterbringen zu können. Allerdings gab es ja in München schon in der Zwischenkriegszeit einen Raubtierhof für kalte Arten, der in seinen Grundzügen bis heute erhalten ist.
(Eintrag vom 28.12.2007 zum Thema "Der "alte" Zoo Hannover")
IP66:   Das Sietenfoto des Bärenstalls zeigt noch einmal dessen recht elegante Formulierung und den Kontrast zur Freianlage.
Der Schneeleopardenkäfig, der ja in den Altbau integriert wurde, zeigt, wie sehr man bestrebt war, nichts von den alten Käfigen Gittern übrig zu lassen: Ein überaus leichtes Gitter in einem Metallrahmen mit hochrechteckigen Öffneungen, dahinter längsrechteckige Fliesenwände und als Kontrast Seitenwände aus Beton. In solchen Details zeigt sich die Qualität der hannoveraner Bauten, und die sparsame Möblierung war sicher nicht tiergerecht, paßte aber in diese äußerst elegant formulierten Räume, in dem nichts vom ausgestellten Tier ablenken, aber alles dieses hervorheben sollte.
(Eintrag vom 21.12.2007 zum Thema "Der "alte" Zoo Hannover")
Michael Mettler:   Schneeleoparden im Außenkäfig an der (von der Freianlage aus gesehen) linken Schmalseite des Hauses, ca. 1979. Das Paar (meines Wissens noch Wildfänge) lebte zeitlebens zusammen und züchtete nie.
(Eintrag vom 21.12.2007 zum Thema "Der "alte" Zoo Hannover")
Michael Mettler:   @IP66: Schon möglich, dass die Sibirischen Tiger an der Rückseite des Hauses untergebracht waren. Die Seite mit der Freianlage wies nach Südwesten, was dafür spräche, dass man dort vor allem die wärmebedürftigeren Katzenarten unterbrachte. Die Rückseite des Hauses scheint allerdings vorwiegend kleineren Raubtieren vorbehalten gewesen zu sein. Da ich von ihr kein Foto gefunden habe, weiß ich auch nicht, ob der dortige Käfig überhaupt eine Tigerhaltung erlaubt hätte; ich tippe eher auf Luchse.

Für 1927 erwähnt das Buch "Unser Zoo" folgende Arten als Hausbewohner: Löwe, Inseltiger, Bengaltiger, Puma, Jaguar, Leopard, schwarzer Panther, Schneeleopard, Ozelot, Europäische Wildkatze, Nordluchs, Rotluchs, Karakal, Gepard, Marderhund, Tüpfelhyäne, Streifenhyäne. Macht 17 Formen, wobei für manche wahrscheinlich zwei oder gar mehr Käfige gebraucht wurden, falls man Paare nicht ständig beisammen lassen konnte.

Es gab tatsächlich eine Umbaumaßnahme zu Gunsten besserer Oberlichter, das Datum müsste ich raussuchen.

Nach dem endgültigen Umbau 1959/60 hatte das Raubtierhaus 13 Außenkäfige: Neben der Freianlage jeweils drei auf jeder Seite, an der linken Schmalseite einen, an der rechten zwei, am neuen Anbau vier (je zwei an jeder Seite). Wieviele Innenkäfige dazu gehörten, kann ich aus der Erinnerung nur schlecht rekonstruieren, auf jeden Fall mehr. Der Anbau mit den vier Großkäfigen hatte jedenfalls meiner Erinnerung nach auf jeder Seite drei einsehbare Käfige. Um Paare bei der Fütterung zu trennen, wurden aber auch die nicht einsehbaren Wurfboxen genutzt.
(Eintrag vom 19.12.2007 zum Thema "Der "alte" Zoo Hannover")
Ulli:   Wulfgards Vorschlag für eine Eismeeranlage finde ich als Überlegung einer in sich geschlossenen Einheit sehr schön, auch wenn sicher nur ein Teil davon aus räumlichen Gründen möglich sein wird. Auch die alternative Nutzung als Schneeleopardenanlage hat ihren absoluten Reiz. Gab es im Forum nicht einmal den Vorschlag einer großen Pinguinsammlung auf dem Areal des bestehenden Eismeerpanoramas. Auch diese Überlegung für das Gelände würde ja durch den Eismeervorschlag von Wulfgard plötzlich sogar richtig interessant.

Der Zuschnitt des von Sven P. Peter kenntlich gemachten Bereiches macht aber eine Gestaltung für jegliche Überlegung von vornherein schwierig.

Was ich bei alle dem nicht ganz verstehe:
1. Wie konkret sind überhaupt solche Überlegungen ?
2. Wenn es sich um den Wirtschaftshof handeln sollte, wo bitte soll dieser dann hin ?
3. Warum hat man denn dann das südliche Gelände überhaupt abgegeben ?
4. Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass diese Abgabe aus ökonomischen Gründen erfolgte. Mit diesem Geld sind doch überhaupt erst die Neubauten Oranghaus, Elefantenhaus und Tropenaquarium möglich geworden. Haben sich gänzlich neue Geldquellen ergeben ?

Vielleicht kann mich jemand etwas aufklären.
(Eintrag vom 13.12.2007 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Wulfgard:   M.M.@das schöne an diesem Forum ist das Mann so Wunderbar Inspiriert wird.
Wie wäre es denn die alte Eismeeranlage z.b. für Schneeleoparden unzubauen und auf dem Neuen Gelände ein völlig neues Konzept mit Nordischen Robben,Pinguinen wenn sein muß auch Eisbären und wie Sie schon anmerkten eine große begehbare Voliere mit Nordischen Wasservögel (Tölpel,Seeschwalben und Enten oder vielleicht auch Papageientaucher z.b.)um so eine gewissen Querschnitt der Nordeuropäischen Tierwelt zuhaben.Wenn der Platz reicht könnte könnte mann auch Gehege für Moschusochsen,Rentiere und Polarwölfe mit einbeziehen.
(Eintrag vom 12.12.2007 zum Thema "Hagenbecks Tierpark")
Ulli:   @Shensi Takin
Nachtaktiv: z.B. Großkantschil, Waldhund

Auf mich wirkt die ganze Umstrukturierung des Artenbestandes ganz einfach nur gewollt spektakulär: Utrwalddingo oder Dhole, Kantschil, Blaukrönchen, Mähnenwolf oder Waldhund, Mendesantilope (im Zusammenhang mit südafrikanischen Breitmaulnashörnern ?), Bongos, Zwergflusspferd. So richtig den Brüller für eine spektakuläre Aufwertung des Tiergartens Salzburg sehe ich in diesen Arten ehrlich gesagt auch nicht. Was stören die vorhandenen „Feld-Wald-und Wiesenarten“, die thematisch viel nahe liegender sind ? Dann wird ellenlang auf den Jaks herumgeritten, obwohl sie thematisch absolut in die vorgegebene Topographie und in den Kontext passen – jedenfalls besser als Urwalddingos oder Dhole.

Von Giraffen rede ich schon lange nicht mehr, Dscheladas wäre eine überlegenswerte Option
(wie Rotgesichtmakak wie Berberaffe wie Bergrhesus wie Hanuman-Langur wie Goldstumpfnase wie Mantelpavian – aber nur eine Art - um Nachfragen vorzubeugen). Auf Dscheladas bin ich überhaupt erst gekommen, weil vor Jahren der damalige Zoodirektor Lacchini auf einer Zooführung vor einem Zooverein von der Option einer Paviananlage bei oder hinter dem damaligen Affenhaus sprach. Bei Dscheladas ist auch die Verbreiterung des vorhandenen Bestandes in Zoos nahe liegend und es gibt auch eine umfangreiche Erfahrung in der Haltung dieser Art … im Gegensatz zu manch anderer in Erwägung gezogener Art.

Nebenbei: Zwergflusspferde sind vor Jahren im Tierpark Ströhen in das benachbarte Gehege der Nyalas eingedrungen und haben die komplette Gruppe ausnahmslos zu Hackfleich verarbeitet. Die Sitatungas sollten sich vorsehen.

Zum Thema „lesen“: Es werden von Ihnen zwar in aller epischen Breite die
"exotischen" Tierwelten ausgeführt, die europäischen Arten aber eher am Rande erwähnt - und dann teilweise nur in der Abgabeliste oder teilweise in der Verlagerung von exponierter Lage in eher versteckte Bereiche. Und sie fühlten sich ja ursprünglich aufgefordert, den Tiergarten Salzburg durch spektakuläre, tropische und selten zu sehende Arten andernorts aufzuwerten, da der Tiergarten Salzburg in Ihren Augen zur Zeit mit dem Bestand eher "beliebig" gestaltet ist. Umgekehrt wird mir dauernd der reine Alpenzoo angehängt oder ersatzweise tiergeographische Unkenntnis und Konzeptionsmangel vorgeworfen. Ganz vorne in meiner letzten Entgegnung habe ich schon auf das offensichtliche Missverständnis bei dem Begriff Geographie im Zusammenhang mit dem Tiergarten Salzburg hingewiesen. Es geht mir in Salzburg, entgegen meiner sonstigen Vorlieben, nicht um einen Teil „Asien“ oder einen Teil „Amerika“ sondern um die Vermittlung felsiger, gemeinhin alpiner Lebensräume weltweit. Auch das hat etwas mit Geographie zu tun. Wenn wir uns beide denn damit abschließend auf Puma und Schneeleopard, Alpensteinbock und Alpengämse verständigen können.

@Michael Mettler
du willst das doch in dieser Form nicht ernsthaft didaktisch in einer Führung verkaufen. Das versteht doch kein normalsterblicher Zoobesucher.
Zu den umfangreichen stammesgeschichtlichen Ausführungen – nur ein paar lapidare Bemerkungen (zitiert aus Wikipedia – zu tieferer Recherche keine Zeit):
Es ist mittlerweile erwiesen, dass der Haushund phylogenetisch (stammesgeschichtlich) vom Wolf abstammt. Noch bis vor kurzem hielt man den indischen Wolf (Canis lupus pallipes oder Canis lupus lupaster) für den Stammvater, dessen Äußeres dem einiger Hunderassen ähnlich erscheint. Inzwischen wurde jedoch der gemeine graue Wolf (Canis lupus lupus) genetisch als Urvater bestätigt. Untersuchungen der Mitochondrien-DNA von Wölfen und Hunden in den USA belegen dies, da die genetischen Unterschiede zwischen verschiedenen Wolfpopulationen durchschnittlich 0,16 % und zwischen Hund und Wolf (Grauwolf) lediglich 0,2 %betrugen. Der genetische Unterschied zwischen Wolf und Kojote hingegen betrug etwa 3,1 %.
Die auf Konrad Lorenz zurückgehende Vermutung, dass der Haushund vom Goldschakal (Canis aureus) abstammt, konnte durch diese Forschungsergebnisse sowie die Untersuchungen von Erik Zimen und Alfred Seitz ausgeschlossen werden.
In vielen Ländern existieren Hunderassen, die als Urtypen der ersten Hunde angesehen werden können. Nach einer Unterteilung der Gesellschaft für Haustierforschung gehören dazu die Schensihunde, wie sie zum Beispiel in der Äquatorialgegend Afrikas anzutreffen sind. Es sind Hunde, die sich lose den Menschen angeschlossen haben und durch Fressen von Abfall toleriert werden. Das Verhalten solcher Hunde gilt als erster Schritt der Domestikation, geschichtlich folgte die bewusste Zucht nach gewünschtem Verhalten und wesentlich später auch nach Ästhetik.
Direkt aus solchen Schensihunden wurden zum Beispiel die Rassen Basenji und Chow-Chow gezüchtet. Auch der Dingo, der vor mehreren tausend Jahren in Australien verwilderte und sich wieder Richtung Wolf entwickelte, wird zu den Schensihunden gezählt. Er ist als eigenständige Rasse vom FCI nicht anerkannt, wohl aber von einem australischen Zuchtverband. Biologisch wird der Dingo nicht zu den Haushunden (Canis lupus familiaris) gezählt sondern bildet neben dem Haushund eine eigene Unterart (Canis lupus dingo).
Wie neuere Vergleiche mitochondrialer DNA ergaben, stammen die heutigen Dingos von einigen wenigen – vielleicht nur einem Paar – südostasiatischer domestizierter Hunde (Pariahunde) ab, die vor etwa 5.000 Jahren nach Australien kamen. Einer der beteiligten Wissenschaftler geht davon aus, dass sie mit Handelsschiffen aus Malaysia ankamen und den Seeleuten wahrscheinlich nicht als Haushunde, sondern zumindest auch als Nahrungsquelle dienten.
Also: Nicht jede begründete wissenschaftliche Hypothese zur Abstammung ist also gleich ein Beweis oder ein Umstoßen eines ganzen Abstammungsgebäudes.
Ferner stellt sich die Frage, inwieweit deine zitierten Arten denn dann wirklich als echte, untereinander abgrenzbare Arten zu bewerten sind.
Also was soll das ganze ?
Damit stelle ich dieselbe Frage zurück, warum ein Urwalddingo aus Neuguinea so viel didaktisch spannender sein soll, als einen x-beliebiger Grauwolf als Stammvater von Rauhaardackel & Co. zu präsentieren. Es macht alles nur unnötig kompliziert, verwirrend und nur äußerst mühsam nachvollziehbar und bleibt ohne Nährwert – weil es doch beim Besucher auf Wolf hinausläuft – obwohl es um den Urwalddingo gehen soll.
Ich habe bereits geschrieben, dass der Urwalddingo in seiner Auswahl des Lebensraumes nicht wählerisch ist, dass er auch sicherlich auch schon einmal in Gebieten oberhalb der Baumgrenze anzutreffen ist – damit aber im eigentlichen Sinne keine alpine Lebensform ist. Dies ist der Wolf in der Form zweifelsohne auch nicht – aber (!!!) er entstammt der Alpenregion, ist der Bevölkerung in vielfältigster Weise geläufig, man verknüpft etwas mit ihm, man kann viel leichter auf die Lebensraumbedrohung vor der Haustür eingehen, er oder meinentwegen eine Unterform ist nach allem gesicherten Erkenntnissen der Ahnherr des Hundes – alles Dinge, die für den Urwalddingo in der Form nicht zutreffen !!!
Ach ja „Kulturell“ bedeutsam für den Menschen (zitiert aus Wikipedia): Bisweilen gehen Dingos auch an Aas, und in der Nähe menschlicher Siedlungen an Abfalltonnen.
Bei den Aborigines kam es gelegentlich vor, dass Dingo-Welpen gefangen und als Haustiere gehalten wurden. Eine Wieder-Domestizierung fand allerdings nicht statt, da die Aborigines keine Vermehrung der Dingos in ihrer Obhut zuließen.
Bei den meisten Rinderfarmern ist der Dingo nicht unbeliebt, weil er Nahrungskonkurrenten wie verwilderte Kaninchen, Ziegen und Schweine jagt, die Rinder aber ihrer Größe wegen in Ruhe lässt. Bei den Schaffarmern dagegen ist er verhasst, obwohl Schafe nur in seltenen Ausnahmefällen zu seinen Beutetieren zählen.
…Kulturelle Bedeutung für den Menschen sieht für mich ein ganz klein wenig anders aus...
Ich finde dieses neunmalkluge Zusammenpuzzeln von verschiedener Seite zur plausiblen Begründung einer Haltung von Urwalddingos im Tiergarten Salzburg einfach nur noch ermüdend und langsam wirklich und vor allem zunehmend nur noch für ein Deckmäntelchen für "Ich-will-sie-mal-wieder-irgendwo-sehen".
Fazit:
Mit Umstrukturierungen „selten, also toll“ oder „gibt es woanders nicht“ tut man dem Tiergarten Salzburg eher keinen Gefallen. Man kann über einzelne Arten zweifelsohne reden – ich sehe aber überhaupt keine Veranlassung den Tiergarten Salzburg in der Gesamtheit umzuplanen und ihm so vieles von seinem Ambiente und seiner leichten und vor allem nachvollziehbaren Zugänglichkeit in der Vermittlung zu nehmen.

Der Tiergarten Salzburg ist zur Zeit unverwechselbar – nach der Umgestaltung in dieser Form wäre ich mir da nicht mehr so sicher.
(Eintrag vom 05.12.2007 zum Thema "Eure planung")
Shensi-Takin:   @Ulli:
-Welche der von mir genannten Vorschläge sind nacht/dämmerungsaktiv? Noch einmal, ganz langsam: "Neukaledonien" und damit Kagus sind ad acta gelegt-Kantschile durchaus tagaktiv, ebenso wie Dhole, Urwalddingo oder Ziesel. "Heikel" wären von den genannten Arten allerhöchstens die eher utopischen (!) Languren.
-Offenbar überlesen Sie bzw. fehlinterpretieren Sie einige Aussagen meinerseits: Steinböcke & Gämse sowie andere Tiere des Europateils (der mir ausnehmend gut gefällt) würde ich NICHT abgeben; vielmehr würde ich die Steinbockhaltung verbessern (z.B., was ja schon geplant wurde, auf den Steilhang neben den Wölfen umsiedeln). Die Wölfe selber-u.a. auch weil das Rudel nicht harmonisch funktioniert -würde ich als einzige europäische Art abgeben. Auch Puma & Schneeleopard würde ich wie gesagt nicht abgeben-eher Jaguar-/Tigeranlage unter den beiden aufteilen. Warum tun Sie immer so, als ob ich alle europ. Arten verbannen möchte...?
-Offenbar haben Sie auch meine Vorschläge ganz, ganz falsch gedeutet: mir geht es NICHT um einen "Orchideengarten" nur für den "Kenner" bzw. den von Ihnen so titulierten "Zoofreak" asl Wertschätzer ausgefallener Arten. Vielmehr habe ich bewusst Arten gewählt, die
a) ohne große, ja meist überhaupt keine Umbauten oder großen Aufwand (da der Zoo nicht eben ein "Großer "ist)gehalten werden könnten (Ausnahme: die Goldis sowie z.T. Zwergflußpferd)-sozusagen Dhole/Urwalddingo als optimaler Nachnutzer für die Wolfsanlage, Kantschil (wie gesagt in den USA sehr beliebt unter den "normalen" Besuchern) & Hörnchen sowie Blaukrönchen als Nachnutzer der alten Affenanlage, Mendes anstelle der Spießböcke, Bongo als Nachnutzer(?) der Wallaby-Anlage, Zwergflußpferd auf die bereits bestehende Sitatunga usw. Bei Ihren Vorschlägen ala Yaks, Giraffen oder Dscheladas wären meist durchaus größere Umbauten nötig
b) Mit Ausnahme der Goldis meist ohne viel Aufwand (Kantschil aus russischen Zoos) zu bekommen wären.
c) Thematisch mEn durchaus ins bestehende Konzept wunderbar hineinpassen
- Da auch das offenbar mißverstanden wurde: ich habe keine größeren Steinadler-Volieren u.ä. gefordert-der Vorschlag nach "Beutegreifern der Alpen" kam von Ihnen. Eine Waldrappvoliere liesse sich als teilweise offene Anlage wie bereits in dem einen oder anderen Ö-Zoo gestalten (auch hier zwar nur ein nachäffen, aber im Hinblick auf die lokale Geschichte derW Waldrappe durchaus überlegenswert); die Steinbockanlage böte sich da an; dazu müsste aber etwas umgebaut werden In Hinblick auf die (ehemalige) Salzburger Freiflugtradition bzw. Verzicht auf das Flügelstutzen würde ich zum Wohle der gehaltenen Vögel eher Volieren bauen-die Salzburg durchaus auch in die Landschaft einzufügen wüsste (s. neues Südamerika-Haus).
Zu den Dingos später mehr...
(Eintrag vom 05.12.2007 zum Thema "Eure planung")
Shensi-Takin:   @Ulli: Wie gesagt-nur sich nicht gleich auf die Zehen getreten fühlen. Hier wird niemand "verhauen"-nur mild korrigiert.

1. Seit 2000 hat sich einiges getan; so gibt es keine Guanakos mehr; stattdessen haben die Alpakas eine neue Bleibe am Hang. Soviel zur offenbar nötigen "Belehrung". ;)
2. Meine Zitierung der "Beutegreifer der Alpen" war bewußt gewählt: welche sollte es sonst noch geben? Hinsichtlich Steinadler in Voliere-völlige Zustimmung. Hinsichtlich Volieren-nur teilweise; ich könnte mir an der Stelle, wo bislang die Aras waren, doch eine recht nette hübsch in die Gegend versunkene Anlage vorstellen-z.B. im genannten China-Stil.
3. Begehbare Anlagen für Magots halte ich trotz einiger bestehender Anlagen nicht für der Weisheit letzen Schluß; man muss nicht alles "nachäffen". Dscheladas als Afrikatiere im Alpen- & Asienteil? Aha-und das verursacht keine thematische Verwirrung? Siehe meine letzte Zitierung am Ende... Und was die "Wolkenkuckucksarten" angeht: schau mer mal. ;) Sooo schnell vermehren sich Goldstumpfnasenaffen nun wirklich nicht-und wenn die Zoopopulation in EU-Zoos gesund wäre und sich vermehre-umso besser! Und trotz Traum-aller-Träume- Überpräsentation von Goldstumpfnasen sähen die in der Salzburger Umgebung immer noch richtig fein aus. ;)
4. Die bestehende Anlage für Takhis bzw. die Gesamtkonstellation lässt zzt. wirklich keine Giraffen zu weder "auslotbare" noch "anschaffbare".
5. Ihre "Selbstunterhaltung" bzgl. Urwalddingos setze ich entgegen: freundliche, an den Besuchern interessierte Tiere mit hochinteressanter Vokalisation, schöne anschauliche Schautafel, bestehendes Audiotape mit Urwalddingo-Sounds ersetzen (btw: schauen Sie sich mal bei Gelegenheit ein Exemplar an-und lesen Sie wirklich ein bißchen mehr darüber, ehe Sie etwas voreilige Schlüsse über diese Urhunde ziehen...) sowie Zusatzoption (Geburtstagsfeier, Naddel-zum-Fraß-Vorwerfen;) etc.) für besondere Zoogäste mit Betreten der Anlage unter Aufsicht(s. erwähntes Bsp. von Herrn Mettler). Das kommt mind. ebenso gut rüber wie ein paar sich versteckende, ständig streitende Wölfe-ganz ohne angebliche "Irritation", und ist mal ein etwas frischeres Konzept als "Alpentiere die 9999.". Auch verstehe ich in derlei Hinsicht Ihre Planung nicht: (seltener, bedrohter) Urwalddingo schlecht da "Haustier" (und für viele Forumsmitglieder interessant), (nicht wirklich vom Aussterben bedrohte-"Achtung, Sarkasmus"- und nicht wirklich bei derzeitigen Zuständen unterbringbare)Haus-Yaks ein "Muss" weil Haustier...? Da spielt irgendwie auch die persönliche Vorliebe eines "Zoofreaks" eine Rolle.... Übrigens "Zoofreak": streichen Sie ruhig gedanklich das Neukaledonienhaus-das passt da eh nicht gut hin. Großkantschile halte ich dennoch für eine gute Option für die (wahrscheinlich nie so stattfindende) Neubesetzung der genannten Anlage (ja @Michael Amend, ich weiß dass Rudi tot ist-habe ich unten geschrieben-und dass die Kattas schon wieder mehr okkupiert haben...)-Prevosthörnchen züchtet in rel. Nähe übrigens seit längerem ein Privatmann. Die Kombi beider kam in Denver z.B. bei den Nicht-"Zoofreaks" unter den Besuchern vortrefflich an-ebenso wie die Großkantschils in Topeka.
6. Spitzmaulnashörner müssen nicht unbedingt immer Einzelgänger sein-und selbst wenn ist die Anlage ohne Umbauten teilbar. Im übrigen wäre in Hinblick auf die Gefährdung der Art diese südl. Breitmaulnashörnern vorzuziehen-sozusagen ein Schwimmen gegen den aktuellen Trend-und ein schönes Gegenstück zu Augsburg (bals wieder Whities) und München/Wien(Panzer).
7. Salzburg ist hinsichtlich zzt. vorhandenem Platzangebot nicht wirklich für große Gebirgstiere prädistiniert. Und was die Originalität angeht, so sind mEn begehbare Magotanlagen, Hausyaks, Lamas oder das blosse Abkupfern vom Innsbrucker Zoo-Konzept nun wirklich kein Ausbruch bahnbrechender neuer Ideen.
"Bei der von Shensi Takin bevorzugten Artenauswahl kann es vielleicht doch zu gewissen Nachfragen oder Irritationen kommen (warum gerade diese Art, passen die Arten hier überhaupt hin, was war das noch gleich etc.) " Wirklich?
Gehen wir mal im Geiste das bestehende Konzept durch (mit meinen Vorschlägen in Klammern): Am Eingang "Asien" (Dhole/Urwalddingo, Kantschil & Prevosthörnchen, China-Voliere, Blaukrönchen)-nach rechts Amerika (bleibt-obwohl ich wie gesagt lieber Waldhunde statt der nun gehaltenen Mähnenwölfe sähe und den von Ihnen wertgeschätzten Pumas & Schneeleoparden-die mEn nach zwar wie Takhi und Kamel & Tiger besser in des Themenbereichs "Asien" gepasst hätten, aber was soll's-die Salzburger Takhis haben ja hinsichtlich Auswilderungsprojekt mit Prof. Walzer fast schon "Tradition"; die GKLT ;)& Totenkopfäffchen sind übrigens idT umgezogen). Nach links die Parmas (als Anschluß an die Neuguineadingos und Vertreter des in rel. nachbarschaft Asiens liegendem AUSs) und die übrige, bereits bestehende europäische Anlagen 8ggf. irgendwann Umbau der Steinbockanlage und Europäische Ziesel statt beschnittener Kraniche). Klingt das abwegiger & schwerer dem Geokonzept verständlich als Dscheladas in "Asien/Europa" und Yaks in "Amerika/Europa"?

Um aber ganz orginell zu sein-und das Felsenpanorama auszunutzen, hier meine neue Idee: alles abreißen & fluten, und entlang der Felsklippe (sozusagen als "Fjordlandschaft") z.B. ein paar Orcas, Schweinswale, Weißwale und Streifendelfine. Na? ;) Und keine Sorge: auch das ist nicht ernstgemeint. Freut mich wenigstens zu lesen, dass Ihnen mein Vorschlag "Neukaledonien-Haus" so gut gefallen hat...;)
@Michael Amend: Dös reicht hinsichtlich Wildziegen...mehr muss man
da nicht reinquetschen.;) Thare oder andere "gewöhnliche" Gebirgswiederkäuer wären ja ebenso wie Japanische Seraus für das Salzburger Szenario durchaus geeignet. Nur-es ist zzt. kein PLATZ dafür frei-und die meisten Besucher sind mit den 2 offenbar hochzufrieden. Jedenfalls habe ich noch keinen (jetzt mach' ich auch mal den "Deppen vom Dienst"): "Och, so'n Himalaya-Thar oder ne Schneeziege, das tät jetzt passen-und da noch ein bißchen Markhor mit einem Klecks Mähnenspringer-das wär schön."
(Eintrag vom 04.12.2007 zum Thema "Eure planung")
Ulli:   Vorweg: ich bin leicht irritiert, wenn ich mich als nun nicht gerade ausgewiesener Huftierfreak massiv für „gewöhnliche Gebirgshuftiere“ votiere und dafür Haue beziehe, weil die Arten nicht ausgefallen genug sind. Merkwürdig, merkwürdig.
@Shensi Takin
Ich war im Laufe der Jahre vier- oder fünfmal in Salzburg, der letzte Besuch datiert allerdings wirklich um das Jahr 2000 (komme leider aus Norddeutschland – andererseits habe ich den Zoo München auch so lange nicht besucht). Insofern kenne ich den aktuellen Stand tatsächlich nicht bzw. nur aus meinen Erinnerungen und aus den verfügbaren Informationen aus dem Internet.
Andererseits - ist es nicht bemerkenswert, dass ich mich in erster Linie an Gebirgssäugetiere und Großkatzen vor imposanten Kulissen erinnere. Gut man kann sagen – ich komme trotzdem nicht ständig nach Salzburg – halt alles eine Frage der Finanzen und der Zeit.
“Beutegreifer der Alpen“ – natürlich habe ich das auch geschrieben - ich sprach aber auch von Vielfraßen, Pumas und Schneeleoparden, die zweifelsfrei nicht in den Alpen freilebend vorkommen und trotzdem auch im Tierpark Salzburg gehalten werden sollen.
Ich habe mögliche „Wildziegen“ aufgezählt – man muss nicht alle gleichzeitig halten und man ist in Salzburg zweifellos auch schon heute damit gut bestückt. Jaks finde ich wirklich wichtig. Jaks gab es früher schon einmal im Tierpark und es gibt z.B. auch die Anlage für Trampeltiere oder die momentane (?) Anlage für Przewalskipferde Statt Guanacos gehen vielleicht auch Lamas… es gibt also auch schon heute Neuweltkamele in Salzburg. Also ist die Belehrung an der Stelle völlig überflüssig.
Natürlich habe ich auch an Berberaffen gedacht – die würde ich aber gerne in begehbaren Anlagen präsentieren – dafür halte ich das Salzburger Gelände für weniger geeignet. Die Rotgesichtmakaken habe ich schlichtweg übersehen. Dscheladas als Gebirgstiere kenne ich gut aus Rheine. Manchmal geht es aber auch nur exemplarische Beispiele für die Erschließung eines Lebensraumes – ein Primat der Bergregion soll es auf jeden Fall in einer Freianlage geben, streiten wir nicht um die Art, da bin ich offen – Bärenmakak, Berberaffe, Dschelada – allerdings nicht für Wolkenkuckucksheimarten.
Weiterhin habe ich geschrieben: „Haltung von Giraffen ausloten“ und nicht „anschaffen“. Ich weiß selbst, dass es schwierig wäre … andererseits hat(te) (?) der Tierpark Salzburg auf einer größeren und flachen Fläche Przewalskipferde gehalten – auch nicht gerade der Inbegriff von Felsgebirge-Bewohnern. Ich kann aber auch ohne Giraffen in Salzburg wunderbar leben – es gibt mit Löwen und Breitmaulnashörnern schon Charaktertiere der afrikanischen Steppe.
Spitzlippennashörner sind definitiv Einzelgänger und werden in jedem von mir in den letzten Jahren besuchten Zoo einzeln gehalten – also würden es auch in Salzburg eine Reihe von Einzelgehegen geben – keine so prickelnde Tierhaltung für das besagte Areal.
@Michael Mettler
Kleiner Nachtrag zu den Pumas: Da Pumas auch im Amazonasbecken vorkommen, hat man eine vortreffliche Verknüpfung zum Thema Regenwald und kann bei der Führung wunderbar darauf eingehen.
Selbstverständlich sind Lamas und die Jaks in europäischen Zoos Haustiere – aber sie leben tatsächlich in Felsformationen und haben für die dort ansässige Bevölkerung eine große Bedeutung und sind, zumindest bei den Jaks auch in der Wildform, typische Vertreter dieser
Regionen. Aber beide Arten verursachen bei den Forumsteilnehmern keinerlei Verzückung, wohl aber der Urwalddingo (sogar mehr Verzückung als Elefanten).
@Shensi Takin
Der Dingo (der Urwalddingo dürfte nichts anderes als eine besondere Ausprägung des eines verwilderten Haushundes sein, das andere ist auch nur reine Spekulation) ist in seinen Ansprüchen nicht wählerisch, und mag sich vielleicht auch mal in tatsächlich felsige Gebiete begeben. Übrigens sieht der afrikanische gemeine Haushund dem Dingo auch nicht so unähnlich. Am Mount Koupe in Kamerun gibt es auch diese Art (Haus)Hunde – Leute, lasst sie als Nyasoso-Hund in die deutsche Zoobestände einziehen (Satire !!!).

Nun lassen wir einmal ein paar Szenarien Revue passieren:
1. Eine Gruppe steht vor dem mutmaßlichen Urwalddingogehege, evetuell auch mit einer Führung:
- Dies sind Wildhunde aus Neuguina … ah ja Wölfe - sehen aber aus wie Hunde
- nein Wildhunde aus dem Regenwald … aber hier ist gar kein Regenwald
- nein, aber es sind ganz besondere Hunde, ein Zwischenglied … gibt es im Regenwald auch Felsen ?
- ja, Berge, die sind dicht bewaldet…es gibt sogar Felsen… mh, ja toll, das kenne ich – es gibt doch auch die Felseninseln aus Piratenfilmen…Neu-Guinea ist doch eine Insel…
- Die Dingos sind mit Wölfen verwandt und ein Zwischenglied … aber sind es nun Wölfe ?
- nein … warum gibt es die Wölfe hier nicht ?
Verwirrung pur !!!
Die ganze Wirkung hinsichtlich des Urwalddingos ist verpufft, beim Wolf kann man von vornherein darauf hinweisen, dass sie in der Alpenregion anzutreffen sind und das ganze Potential an Informationen ohne vorherige Irritationen „abrufen“.
…Dasselbe Szenario kann man auch für die Bongos entwickeln…
2. Ein Salzburger fährt vielleicht zum Zoo nach München, nicht weil er Steinböcke oder Mhorrgazellen oder Urwaldingos sehen will, sondern vermutlich die Elefanten und die Menschenaffen.
Umgekehrt fährt ein Salzburger sicher auch gerne wegen des schönen Areals und wegen der schönen Freianlagen in den eigenen Tiergarten.
Ein Münchner fährt auch als Tourist nach Salzburg oder auch zum Schloss Hellbrunn, hört vielleicht auch etwas vom Tiergarten, ist sehr wahrscheinlich von den imponierenden Kulisse der Gebirgshuftiere begeistert (haben wir so nicht in München !). Er erinnert sich gerne und vielleicht wehmütig oder sogar neidisch an die riesigen Großkatzenanlagen, wenn er sie mit den meisten Anlagen für Großkatzen in München (sieht man einmal von den Tigern in München-Hellabrunn ab) vergleicht. Und vielleicht fährt er gerade deshalb auch weitere Male mehr nach Salzburg – wegen der Pumas und der Steinböcke in der tollen Kulisse…egal, ob es sie auch in München gibt.
Auch fast jeder andere auswärtige Besucher (Touristenstadt !) wird sich bei Salzburg in erster Linie an die tollen Anlagen mit der Gebirgskulisse für Bergziege.spec und Großkatze.spec erinnern – und vermutlich erst dann an die konkrete Art erinnern. Aber er wird sich daran erinnern, dass es heute dort sehr viele Arten der Alpen (oder der anderen Gebirge der Welt) gibt, die man sonst nur unter Mühen im Freiland sehen würde und ist damit in der Regel einverstanden, da plausibel. Bei der von Shensi Takin bevorzugten Artenauswahl kann es vielleicht doch zu gewissen Nachfragen oder Irritationen kommen (warum gerade diese Art, passen die Arten hier überhaupt hin, was war das noch gleich etc.)
3. Der Zoo Salzburg ist eventuell mit der Unterstützung der chinesischen Regierung in der Lage, einen stabilen Bestand an Goldstumpfnasen zu erlangen und verkündet stolz, man habe den einzigen Bestand in ganz Europa – es treten womöglich Nachzuchten auf, die auch eine Abgabe der Tiere ermöglicht. Es werden sich große Zoos melden … Berlin … München. Schon ist man nur noch der einzige Halter in Österreich … Wien … nunmehr ist Salzburg nur noch ein Halter unter mehreren. Man kann jetzt nur noch die Qualität der Unterbringung bewerten … und für Salzburg sich an die imposante Kulisse dahinter erinnern …quod erat demostrandum.

So viel zum Thema Unterscheidbarkeit der Zoos und Eigencharakter der Zoos aufgrund der präsentierten Arten. Bongos sehen in ihrer Färbung ja zumindest beeindruckend aus. Großkantschile, Goldstumpfnasen oder Urwalddingos oder auch ein Neu-Kaledonienhaus sind etwas für Zoofreaks, von denen es einige gibt … aber halt auch nur einige wenige. Das Gros der Besucher wird diesen Enthusiasmus für diese Arten vermutlich gar nicht nachvollziehen können und ihnen wird es vermutlich auch egal sein. Es wird immer wieder in den Planungen von Volieren für Art x oder y gesprochen – ich sehe keinen Grund, die Kulisse unnötig mit Volieren zu bestücken und auch keine Gründe, an die Umfassungsmauer Volieren zu setzen. Dies beeinträchtigt nur den weitläufigen Gesamteindruck der an den Hang gelehnten Freianlagen. Ich brauche deshalb auch keine Steinadler, Kolkraben, Füchse oder Marder (auch wenn man Marder spannend auch ohne Voliere präsentieren könnte) – weil es gerade keine Gesamtübersicht der Alpenfauna sein soll, sondern ein Zoo mit Tierarten, die sich an den Lebensraum Felsengebirge angepasst haben. Ich kann nur wiederholen: Ein Zoo in Salzburg ohne Steinböcke und ohne Alpengämsen ausgerechnet an einer Felswand ist für mich schon grotesk. Steinadler dauerhaft in einer Voliere zu halten und über einen schweben die Gänsegeier ein – irgendwo grotesk und unsinnig. Salzburg ist in erster Linie prädestiniert für große Tiere der Gebirgsregionen (der Welt) und darauf muss auch in Zukunft das Hauptaugenmerk gelegt werden. Nur so hat er einen wirklichen Eigencharakter im Vergleich zu den deutlich größeren Zoos.

P.S. wenn es ich um einen reinen Innenstadtzoo in Salzburg oder um einen Zoo auf einer Wiese handeln würde, könnte ich mich mit derartigen Schwerpunktsetzungen durchaus anfreunden. Wenn es eine Erweiterung an das bestehende Haus der Natur in Form eines Urwaldhauses geben könnte, wäre ich von der Überlegung eines Neu-Kaledonien-Hauses oder einem Mangrovenhaus sogar begeistert ... hier geht es aber um den Tierpark Hellbrunn … und der hat dieses ganz andere von mir skizzierte Potential.
(Eintrag vom 04.12.2007 zum Thema "Eure planung")
Ralf Seidel:   IP66, nicht mal im Ruhrgebiet haben sie eine "Siedlung" wie Halle-Neustadt erlebt - glaube ich Ihnen gerne. HaNeu
wurde ab Anfang der Sechziger aus dem Boden gestampft - als eigenständige Stadt. Die erste "Sozialistische Großstadt der DDR" sollte hier entstehen - als Pendant zum alten Halle. Es stimmt, der Aufbau von HaNeu wurde von der Staatsführung festgelegt. Die 100000 Menschen die hier lebten fühlten sich aber in der von Ihnen ach so gescholtenen "Platte" wohl: Helle, moderne Wohnungen, Fernheizung, Schulen, Kindergärten, Krippen, großzügige Grünanlagen mit Spielplätzen, Schwimmhalle und Stadion. HaNeu verfügte über ein eigenes Rathaus nebst OB und einem eigenen Stadtzentrum. Währendessen verfiel die Stadt Halle leider weiter, erst in den Achtzigern begann ein Umdenken. Der "Zusammenschluss" beider Städte erfolgte 1990, damit wurde Halle nach Berlin, Leipzig und Dresden zur viertgrößten Stadt im Osten. Dass die deutsche Einheit gerade für die ostdeutschen Altstädte ein Segen und sicher auch die Rettung war, steht außer Frage, das trifft gerade auch für Halle zu. Aus der "Diva in Grau", wie sie nach der Wende gern bezeichnet wurde, entwickelte sich Halle wieder zu dem, was es in früheren Jahrhunderten schon war - eines der Zentren Mitteldeutschlands. Die Tatsache, daß die DDR-Führung kaum Geld in die Sanierung der Stadt steckte, erweist sich heute fast als Segen: Die Innenstadt gilt heute als Deutschlands größtes zusammenhängendes Flächendenkmal, vom längsten Fachwerkbau Europas bis zu wunderschönen Vierteln aus der Gründerzeit sind alle Stilrichtungen und Zeitepochen vertreten. Trotzdem sollte man aber die Neubauviertel nicht schlecht reden - sie sind oft viel besser als ihr Ruf !
@Michael Amend, letzten Samstag war ich im Zoo - die beiden Löwenbabys balgten und jagten mit ihrer 1 Jahr älteren Schwester durch die Außenanlage, die Eltertiere sahen gelassen dem Treiben zu - ihre Einwände betreffs des halleschen Raubtierhauses sind bekannt -nur machen mir die gehaltenenen Tiere eben doch einen recht entspannten und sehr aktiven Eindruck - ich meine bei aller subjektiven Bewertung - das ist es was zählt !!! Übrigens sprach ich bei meinem letzten Zoobesuch im September in Dresden mit einigen Tierpflegern:"...ihr habt doch in Halle dieses tolle Raubtierhaus", und auch bei der letzten GEZ-Tagung im Oktober in München habe ich viel positive Resonanz von Zooförderen aus dem deutschsprachigen Raum gehört. Es ist wie es ist - es gefällt oder es gefällt eben nicht.
@Alexander Fuchs, Schneeleoparden, wie auch Pumas, an den Hängen - das fände ich auch prima...
(Eintrag vom 03.12.2007 zum Thema "Zoo Halle")
Ulli:   @Shensi-Takin
Das Panorama von Hellbrunn ist derartig beeindruckend, dass es ein Frevel wäre, dieses Potential bei den Freianlagen nicht in erster Linie für Beutegreifer der Alpen (gehören da nun einmal hierher und sind für die Stadtbevölkerung auch sehr attraktiv – und nicht jeder fährt gleich nach Innsbruck), Schneeleoparden aus dem Himalaya, Pumas (Berglöwe), Gemsen, Schneeziegen, Alpensteinböcke und Himalaya-Thare sowie weitere Gebirgssäugetiere wie Lamas, Jaks und Dscheladas zu nutzen. Deshalb habe ich bei Jaguaren und Tigern schon eher Bauchschmerzen, die Option von Urwalddingos, Rothunden oder Mähnenwölfen kann ich thematisch überhaupt nicht nachvollziehen. Im Zweifel kann man die Wölfe (ggf. auch Luchse) aus Raumgründen auch in ggf. frei werdende und zusammenlegbare Großkatzenanlagen verlegen
Das die von mir genannten Tierarten zum größten Teil bereits gehalten werden, ist doch eher eine Bestätigung für sinnvolle Haltungsoptionen.
Die erwähnten Bergnyalas und Bergtapire sind wohl als Satire aufzufassen, Moschusochsen fallen wohl auch eher in diese Rubrik. Und was sollen Mendesantilopen am Steilhang ?
Dscheladas sind verfügbar, nur woher sollen die Goldstumpfnasenaffen kommen ?

Zusammengefasst: Der Tierpark Hellbrunn macht in diesem Bereich (Ursprungsareal) nur als Bergzoo wirklich Sinn – und Bären, Wölfe, Alpensteinböcke, Alpengämsen und Murmeltiere sind für die Alpenregion nun einmal derartige Charaktertiere – dass eine Haltung dieser Arten in Anbetracht dieser Panorama-Kulissee des Tierparks absolut unverzichtbar ist !!!

Zur Beruhigung: Allein schon durch die Kulisse unterscheidet sich der Tierpark Salzburg von München und Wien – mit der Artenauswahl wie bisher bzw. einer noch konsequenteren Verfolgung der (weltweiten) Bergtieroption wird dies nur noch einmal nachdrücklich untermauert. Ein willkürliches Aufpfropfen von biotopfernen Arten in dieses Areal oder eine Verbauung durch Volieren würde ich sogar als kontraproduktiv bezeichnen – weil dies aus schautechnischen Gründen für die normalen Zoobesucher aber auch aus zoodidaktischen Gründen schwer vermittelbar wäre.

Der Amazonienbereich (Amazonas: Tropischer Regenwald und sehr flaches Areal) ist nun schon einmal vorhanden, insofern kann er als Kontrast zu den Bergtieren in den Freigehegen am Berghang sinnvoll eingesetzt werden. Allerdings würde ich dann bei den Affeninseln aber auch konsequent bei südamerikanischen Formen bleiben – hier also Kapuzineraffen, Löwenäffchen und Totenkopfäffchen. Die Haltung der Gibbons macht hier wenig Sinn. Ob ich den Amazonienbereich allerdings jemals in diesem Bereich gebaut hätte, das steht auf einem anderen Blatt.

Der Afrikabereich ist räumlich und optisch so weit von der Bergkulisse abgetrennt, dass man
hier durchaus eine außereuropäische Option wählen konnte.

Die Haltung von Breitmaulnashörnern ist die einzig sinnvolle Nashornoption, weil nur diese in einer Gruppe bzw. in einer Gemeinschaftshaltung gehalten werden können. Warum soll man im Bereich der Nashornanlage großräumige Abtrennvorrichtungen verbauen, wenn man gleichzeitig die Option einer größeren Herde von Breitmaulnashörnern für das gesamte Areal hat? Spitzmaulnashörner würden bei mir nur Kopfschütteln verursachen.
Das kleine Afrikahaus ist eine sinnvolle Ergänzung im Afrikabereich, der gesamte flache Bereich hinter der Brücke soll ausschließlich für afrikanische Arten genutzt werden. Eine Giraffenoption wäre auszuloten.

Die Haltung von Zwergflusspferden würde ich als nachrangig betrachten – so weit ich das sehe, handelt es sich bei dem momentanen Afrikabereich um einen Steppen- und um einen wassernahen Sumpfbereich – Zwergflusspferde leben aber nun einmal eher in afrikanischen Regenwaldregionen…
also ein weiteres Biotop-Fass auf … und den Biotop Regenwald gibt es im Tierpark schon für Südamerika/Amazonien…und so groß ist der Tierpark Salzburg nun auch wieder nicht…

P.S. für eine Option eines Waldzoos wären Tierarten aus mehreren Regenwalregionen durchaus sehr sinnvoll und der Zoo in Randers lebt geradezu von dieser, dort konsequent verfolgten Option … aber hier geht es um den Berghang-Zoo in Salzburg …

(Eintrag vom 03.12.2007 zum Thema "Eure planung")
Ulli:   Ich würde mir für Salzburg im Bereich des Steilhanges eine konsequente Spezialisierung auf die Bergtiere oder die Tierwelt der Alpen im speziellen (wie in den Anfangsjahren) wünschen:
Alpensteinböcke, Alpengemsen, Mähnenspringer, Himalaya-Tahre, ggf. weitere Wildziege wie Markhor,
Jaks, Trampeltiere, Lamas oder Alpacas,
Murmeltiere, an Affen auf jeden Fall Dscheladas, an Beutegreifern Braunbär, Wolf, Luchs, Fischotter (Alpen), Vielfraß, Schneeleopard, Puma sowie natürlich die Gänsegeier - den flachen Bereich kann man nach wie vor für Afrika (Gepard, Breitmaulnashorn, Zebra, Sitatunga zusammen mit Stelzvögeln)nutzen, die Löwenanlage bietet einen schönen Übergang.
Auch der Südamerikateil am Fuß des Hanges bietet einen schönen Kontrast zu den Bergtieren.
Insofern unterscheiden sich meine Vorstellungen doch erheblich von denen anderer Forumsteilnehmer.
(Eintrag vom 01.12.2007 zum Thema "Eure planung")
Shensi-Takin:   Eine kleine Ergänzung zu meiner Salzburg-Planung (u.a. vom 24.09.2006): was halten die Forumsteilnehmer von folgenden Vorschlägen:
1. Wölfe weg-die Anlage stattdessen mit einem Rudel von Neuguinea-Dingos besetzen. Oder als Alternative: Besatz mit einem kleinen Rudel Dhole. Bei beiden Fällen nur ggrd. Ersatz/Umbau der Wolf-Infoanlage. Dabei würden sich etwa Tonbandaufnahmen des Dingogeheuls anbieten.
2. MWn sind die beiden Jaguare schon recht betagt; deren Alterstod abwarten und die Anlage für die Pumas mitnutzen, sodass so eventuell Platz bei späteren Zuchterfolgen vorhanden ist. Gleiches gilt auch für die ehemalige Leopardenanlage (die ohnehin bereits von den Pumas benutzt wird); sie kommt allerdings den Schneeleoparden zugute.
3. Ich weiß nicht, ob die Tigeranlage der Löwenanlage weichen wird-falls doch: OK; vielleicht nur ein weiterer männlicher Löwe zu "Stinky"-sozusagen eine Löwenmänner-WG...;)
4. Irgendwie bin ich mit der Mähnenwolfanlage nicht ganz zufrieden->mehr Sichtschutz für die Tiere. Statt der Mähnenwölfe hätten sich vielleicht auch Waldhunde angeboten; hier allerdings auf Grabtätigkeit zu achten.
5. Ein Zwergflusspferd zu den Sitatungas; frage mich allerdings, ob die fragliche Fläche in dieser Hinsicht noch baulich ausreizbar ist-und was etwaige zusätzl. Kotmengen für den Wasserbereich bedeuten...
6. Abfluß bei den POS verbessern-die armen Karpfen ersticken ja...;)
7. Wallabys weg; an ihrer Stelle ein diskussionswürdiger Besatz & Umbau: entweder a)Zwergflußpferd 2 und Serval, b) Zwergflußpferd 2 & Blau-oder eine andere Duckerart, c) einer der im Forum erwähnten rel. zahmen Bongo-Böcke und ein Paar Ducker, z.B. Schwarzrückenducker. c) würde vielleicht sogar kontrollierte Fütterung seitens der Besucher (vielleicht sogar zusätzl. Einnahmequellen-etwa Geburtstag im Zoo mit Option des Bongo-Fütterns) erlauben. Optionen a) & b) stelle ich mir hinsichtlich Hanglage & Bau schwierig vor.
8. Die große Afrika-Anlage: a) auf den Tod der Breitmaulnashörner warten, danach der Besatz mit 1,1 oder gar 1,2 Spitzmaulnashörnern (sozusagen konträr des Trends). Bei der Salzburger Anlage bestünde mW durchaus die Option der Abtrennung der Nashörner voneinander. b) Zoogeographisch zwar nicht ganz vertretbar, aber vielleicht ganz interessant & ggf. weniger konfliktträchtig: anstelle der Spießböcke Mendesantilopen (etwa die aus Stuttgart). c) Zusammenfassung der kleinen Terrarien im Nashorngebäude zu einem Terrarium mit z.B. einer Mullkolonie (allerdings nicht in Plastikröhrenhaltung).
9. Ein Vorschlag für alle Fans afrikanischer Kleinsäuger: auf der bislang freistehenden Fläche ggü. der Afrika-Anlage (mit Abhang) ein für Besucher auch zugängliches rel. kleines Afrika-Haus. Möglichst helle & nüchterne Farbgestaltung (weiß, "Namibia-rot", sandfarben etc.); beim Eintritt in das Gebäude zur rechten Seite hinter festem Panzerglas zwei voneinander trennbare, strukturierte, nach oben hin geschlossene Abteile für ein Paar Honigdachse, mit Kletterelementen, "künstlichen" befüllbaren Bienenstock als "Behavioural Enrichment", Kratzbäumen, Heizfläche, "Buddelecke" etc. Zur linken strukturierte Innenanlage für Gemeinschaftshaltung von Zwergmangusten & Klippschliefern. Abtrennung von Besuchern hier über 1,5m hohe Glastrennscheibe, sodass die Anlage nach oben hin offen ist (allerdings in Hinblick auf Sprungfähigkeit der Schliefer achten?!; vielleicht doch lieber geschlossen...). Dadurch Freiflug von Webervögeln & Mausvögeln (Bäume fussen in Mangustenanlage) möglich. Einfache Holzbänke laden zum Verweilen ein. An der Wand Gemälde der Lebensgemeinschaft in einer afrikanischen Kopjenlandschaft, ähnlich wie die Gemälde im Affenhaus des Tierpark Friedrichsfelde. Alle Arten haben Ausgang zu geräumigen, strukturierten Außenanlagen mit übereinander geschichteten & befestigten rotbraunen Felsen, Sandflächen, Baumstämmen etc.(Grabtätigkeit bei Bau beachten!) Abgrenzung zur Besucherseite hin über glatte, mind. 1,5m hohe Mauern und Glasscheiben sowie "Weidezaun". Zwergmangusten & Klippschliefer teilen sich die Außenanlage mit Klippspringern oder Dik-Diks, deren Innenställe (wie auch die übrigen Räume für das Tätigkeiten des Personals) für den Besucher nicht zugänglich auf der Rückseite des Gebäudes verborgen sind. Anstelle der Honigdachse auch Familiengruppe von Stachelschweinen, z.B. Gewöhnliches oder Weißschwanzst., denkbar.
10. Ungenutzter Hang links vom Eingang aus gesehen als begehbares Gehege für die Rotnackenwallabies; ggf. vorher etwas begradigen.
11. Anlage der Mandschu-Kraniche zur begehbaren Voliere mit europäischem Vogelbesatz (z.B. Schwarzstörche, Zwergsäger, etc.) oder Umbau als Anlage für Europäische Ziesel.
12. Als Besatz der ehemaligen Totenkopfäffchenanlage Prevosthörnchen & Großkantschil (aus Moskauer Zucht?). Ehemalige Zwergseidenäffchenanlage: Besatz mit Blaukrönchen

(Eintrag vom 30.11.2007 zum Thema "Eure planung")
BjörnN:   @ Oliver Jahn
Es wurde diskutiert, die Raubtierterrassen für die Schneeleoparden zu nutzen, indem man die Käfige modernisiert und zusammenlegt, die Wassergräben aufschüttet und die Terrassen mit Netzen überspannt, sodass man die Tiere auf felsigem Untergrund mit Naturboden im ehemaligen Graben halten kann. Dies waren Ideen von Zoofanatikern, nicht von Seiten der Verantwortlichen.
Aus den Plänen von Obermeyer und Albis ist nicht zu ersehen, ob die Terrassen komplett erhalten bleiben oder teilweise Substanz für den Zugang zum Gondwanaland von Zoo aus einbüßen müssen. Ich würde sie gern erhalten sehen und würde mich auch sehr über die Haltung der Irbisse dort freuen, immerhin sind sie Bewohner des felsigen Hochgebirges. Diese Illusion könnte man, ohne die Terrassen großartig zu verändern, herstellen. Einfach ein paar große Steine auf die Terrassen und Vegetation in den aufgeschütteten Graben und schon wird eine ansehnliche Anlage daraus. Zusätzlich könnte man ein Stück des Betonweges der Anlage einverleiben und das Gelände vom Grund der Betonterrassen bis zur heute bestehenden Bankreihe ansteigen lassen, sodass der Besucher von der Höhe der Bänke aus z.B. durch Glasscheiben wie in Nürnberg die Tiere optimal im Blick hat. Die Dreigliederung der Anlagen unterstützt die Raubtierhaltung noch zusätzlich.
Auch die Umwandlung in Flugkäfige für Geier oder Adler oder die Haltung von kleineren Säugern könnte ich mir durchaus vorstellen.

@th.oma.s
Das ist doch Schwachsinn, die Orangs jetzt in die Gondwanalandhalle zu stecken, wo man vor 7 Jahren für sie eine hochmoderne Anlage mit geräumiger Außen- und Innenanlage im eigenen Tropenhaus gebaut hat, das auch noch ihren Namen trägt, mal von der Meinung des MPI darüber abgesehen. Pongoland wäre nicht Pongoland ohne die "Pongos", mal darüber nachdenken...

Ich war etwas darüber geschockt, dass die Languren nicht ins Gondwanaland kommen sollen. Ich finde diese Tiere furchtbar faszinierend und war ganz begeistert, als ich auf den Plänen "Francois-Languren" las. Sicher wären Importe hilfreich und Leipzig hat auch beste Kontakte zu den Zuchtstationen in Vietnam, doch ist diese Art in Europa bereits vorhanden, in Rotterdam, London, Belfast und im Twycross Zoo und muss nicht neu etabliert werden. In Rotterdam läuft die Zucht momentan sehr gut, 2 Jungtiere wurden in diesem Jahr geboren und wachsen auch auf. Mal davon abgesehen, es müssen ja keine Francois-Languren sein, Hulmane und Kappenlanguren werden recht häufig gehalten und verzeichnen gute Zuchtergebnisse, z.B. in Berlin und in Stuttgart. Mir kommen in den Nachkorrekturen die asiatischen Affen im Gondwanaland etwas zu kurz. In Afrika ist diese Tierfamilie lt. Plan mit 2 Meerkatzenarten, Guerezas und einigen niederen Affenarten gut vertreten und auch aus der Angabe "Krallenaffen", Weißkopfsaki und Totenkopfaffe kann man viel machen.

Zum Sumatranashorn - ich habe mich inzwischen damit abgefunden, dass dies eine Utopie ist. Zu Beginn war ich begeistert und fest überzeugt, dass das der Burner wird. Nachdem allerdings ein Freund von mir im letzten Semester ein Praktikum für eine namenhafte deutsche Firma in Malaysia gemacht hat und unter anderem sich auch über die Rhinos dort informiert hat one sie allerdings zu sehen, bin ich nicht mehr so zuversichtlich. Seinen Aussagen zufolge leben in Gefangenschaft momentan nur 4 Weibchen in mehr oder weniger guten gesundheitlichen Zustand. Also ist die einzige Quelle für männliche Tiere die Zucht in Cincinnati und die werden besseres zu tun haben als ihre wertvollen Nachzuchten auf eine 14stündige Flugreise nach Europa zu schicken.
(Eintrag vom 24.11.2007 zum Thema "Zoo Leipzig")
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Wie gesagt, Dittrichs Artikel erschien vor 28 Jahren. Seitdem kann viel Melanismus die Aberdares hinab geflossen sein :-)

@IP66: Besagter Artikel listet belegte Schwärzlinge bei folgenden Kleinkatzenarten: Rohrkatze, Serval, Asiatische Goldkatze, Afrikanische Goldkatze, Rotluchs, Karakal, Salzkatze, Oncilla, Nachtkatze, Pampaskatze, Puma. Für Europäische Wildkatze, Falbkatze, Eurasischen Luchs und Ozelot sind die Belege nicht eindeutig oder zweifelhaft, eine angebliche schwarze Bengalkatze beruhte auf einer Verwechslung (womit?).

Da die Schwärzung durch unterschiedliche Gene erzeugt werden kann und schwarze Rohrkatzen nicht "richtig schwarz" sind, sondern eher meliert wirken, frage ich mich, ob man die Liste nicht durch den Jaguarundi ergänzen müsste; zumindest habe ich von diesem ein schwarzgraues, ähnlich meliertes Tier in den 80ern in Rhenen gesehen.

Als in Zoos bereits gehalten und z.T. gezüchtet werden aufgeführt: Pampaskatze (mit Foto aus Cincinnati), Salzkatze (mit Foto aus Chicago, Lincoln Park), Rohrkatze (ursprünglich in Cincinnati, von dort auch nach Hannover gelangt, Stuttgart und Köln dürften ihre von hier gehabt haben) und Asiatische Goldkatze (leider kein Hinweis auf den Zoo oder gar Foto).

Interessanterweise werden auch zwei Quellen aus dem 19. Jh. genannt, nach denen es Schwärzlinge vom Schneeleoparden gegeben haben soll.
(Eintrag vom 21.11.2007 zum Thema "Farbveränderungen bei Zootieren")
Sven P. Peter:   Hochmoderne Schneeleopardenanlage in Zürich, 1997
(Eintrag vom 03.11.2007 zum Thema "Zoofotografie")
Shensi-Takin:   @Johannes Pfleiderer: Vielen Dank für die hilfreichen Tipps; habe auch das Palmenhaus & Aquarium (deren Tierhaltung allerdings hinsichtlich gewisser Aspekte zu wünschen übrig lässt...) besucht. Bei Pardelroller, Feldhamster & Ziesel (jahreszeitenbedingt) kein Glück beschienen; ansonsten nahezu alle Arten rel. aktiv und lange beobachten können. Fazit: z.T. sehr interessanter Tierbestand mit origenellen Gemeinschaftshaltungen (z.B. Kantschil & Eule), z.T. gerade im neuen Zoo etwas antiquiert wirkende Haltungen (z.B. Schneeleopard, Seehund...).
(Eintrag vom 31.10.2007 zum Thema "Zoos in Polen")
LH:   Meine Liste

ungeordnet:

1. Kurzkopfgleitbeutler
2. Sumpfwallaby
3. Roter Vari
4. Kaiserschnurrbart-Tamarin
5. Mandrill
6. Silbergibbon
7. Sumatra-Orang-Utan
8. Prevost-Schönhörnchen
9. Amazonas-Delfin
10. Mähnenwolf
11. Waldhund
12. Brillenbär
13. Malaienbär
14. Kleiner Panda
15. Honigdachs
16. Buntmarder
17. Riesenotter
18. Zebramanguste
19. Streifenhyäne
20. Ozelot
21. Sumatra-Tiger
22. Schneeleopard
23. Borneo-Nebelparder
24. Amazonas-Jaguar
25. Kalifornischer Seelöwe
26. Afrikanischer Steppenelefant
27. Erdferkel
28. Nagel-Manati
29. Somali-Wildesel
30. Chapman-Zebra
31. Indisches Panzernashorn
32. Bairds Tapir
33. Bartschwein
34. Pinselohrschwein
35. Zwergflusspferd
36. Vikunja
37. Haustrampeltier
38. Moschustier
39. Prinz-Alfred-Hirsch
40. Okapi
41. Netzgiraffe
42. Bongo
43. Nilgauantilope
44. Java-Banteng
45. Rappenantilope
46. Südafrikanische Oryx
47. Hirschziegenantilope
48. Impala
49. Moschusochse
50. Blauschaf
51. Darwin-Nandu
52. Helmkasuar
53. Emu
54. Humboldt-Pinguin
55. Felsenpinguin
56. Meerespelikan
57. Brillenpelikan
58. Schuhschnabel
59. Sattelstorch
60. James-Flamingo
61. Zwergflamingo
62. Hühnergans
63. Mönchsgeier
64. Prachthaubenadler
65. Truthahngeier
66. Riesenseeadler
67. Harpyie
68. Geierperlhuhn
69. Prälatfasan
70. Satyrtragopan
71. Paradieskranich
72. Inkaseeschwalbe
73. Banks Rabenkakadu
74. Helmkakadu
75. Fächerpapagei
76. Hyazinthara
77. Spix-Ara
78. Nepal-Uhu
79. Runzelhornvogel
80. Geierschildkröte
81. Köhlerschildkröte
82. Bunte Regenbogenboa
83. Angola-Python
84. Roter Buntpython
85. Taiwan-Schönnatter
86. Schwarze Mamba
87. Nashornviper
88. Goulds Waran
89. Stumpfkrokodil
90. Chinesischer Riesensalamander
91. Zebrahai
92. Australischer Ammenhai
93. Arapaima
94. Zitteraal
95. Rotflossen-Antennenwels
96. Prachtkopfsteher
97. Pommes-Hechtcichlide
98. Tatia
99. Haiwels
100. Prachtschmerle

Ich habe mich bemüht Unterarten aufzuschreiben, allerdings sind Vögel un Säuger nich mein Spezialgebiet.
(Eintrag vom 24.10.2007 zum Thema "Die 100 "Pflichtarten eines Zoos"")
Michael Mettler:   Zeit für Folge 5 der Tschechien-Eindrücke: Liberec. Die chronologische Reihenfolge war übrigens anders als die hier geschilderte, Liberec war der erste tschechische Zoo auf unserer Tour. Folglich hatte ich auch hier die erste Begegnung mit dem Goldtakin bzw. einer ganzen Gruppe dieser zoologischen Kostbarkeit: 1,2 plus ein Jungtier mir nicht bekannten Geschlechts (wurde aber bestimmt schon irgendwo im Forum erwähnt). Mangels Erfahrung mit dieser Tierart weiß ich nicht, ob sich die Färbung im Jahresverlauf ändert, aber sie ist längst nicht so satt, wie man sie sich nach dem Namen vorstellt; "Messing-Takin" wäre eigentlich passender...

Die Anlagen für Huftiere und Elefanten befinden sich an den Höhenwegen des Zoos, der "Rest der Tierwelt" vor allem im zentralen Talkessel. Das Elefantenhaus nebst Außenanlagen lässt Erinnerungen an Gelsenkirchen oder Magdeburg aufkommen. Stefan Schubert erwähnte unten eine ehemalige Flusspferdanlage, in der Zoohistorie ist allerdings von Hippos keine Rede - dafür von einem Panzernashorn (das Oliver Jahn laut Mail selbst gesehen hat). In diesem Außengehege leben nun (bei trockengelegtem Wassergraben) Halsbandpekaris und - na? - Nasenbären, also auch hier als Nachnutzer. Die Elefantenanlage wird von einem offensichtlich für tschechische Zoos typischen Schattenspender optisch beherrscht: Drei Rohholzstämme tragen etwas, das an ein überdimensionales Storchennest erinnert. Laut Beschilderung leben die beiden Asiatenkühe zusammen mit Zwergziegen, die ich aber nicht auf der Anlage sah.

Leckerbissen sind natürlich die Gebirgshuftiere im weiteren Sinne, denn neben den Goldtakinen gibt es noch Kanadische Moschusochsen, Himalaya-Tahre, Turkmenische Markhore, Ostkaukasische Ture und Szechuan-Blauschafe, letztere in einer herrlichen Anlage: Nichts ahnend kommt man auf dem Rundweg um eine Kurve und steht plötzlich einem großen Steilhang gegenüber, gekrönt von einer dekorativen Klippe.

Weitere seltener zu sehende Huftiere sind Pferdeantilopen, Somali-Wildesel (stattliche Herde) und die "mähnenlose" Variante des Böhmzebras (in Vergesellschaftung mit Rothschildgiraffen, könen sich aber in ein eigenes Gehege - früher Breitmaulnashorngehege - zurückziehen), für die man in Tschechien noch immer Unterartstatus aufrecht erhält.

Auf den Wegen entlang des Hanges findet man diverse Katzen (China- und Schneeleopard, Luchs), Eulen und Greifvögel, unter letzteren eine besondere Zoorarität, nämlich zwei Gelbkopfkarakaras (auch Chimachima genannt). An anderer Stelle gibt es noch eine Reihe von Zuchtvolieren für Großgreife, die allerdings zur Zeit nur teilweise besetzt, da offensichtlich im Umbau oder in Renovierung begriffen ist. Hier wären z.B. Habichtsadler oder Riesenseeadler zu nennen. Kleinen Pandas kann man am Hang Auge in Auge in die Kletterbäume und auf den Schlupfkasten schauen, wobei letzterer Anblick nicht so lecker war, da der Kasten anscheinend für die Pfleger sehr schlecht zu erreichen ist: Neben den dösend zusammengerollten Tieren lag ein fast pandagroßer Haufen aus "Hinterlassenschaften"...

Was schon an den hangseitigen Katzenanlagen beginnt, setzt sich im Tal fort: Verglasung allorten. So schön Platz sparend Sichtscheiben sind und einen gelegentlich bis auf Zentimeter an ein Tier heranlassen, so gewöhnungsbedürftig ist es, wenn ein ganzen Zooteil aussieht wie eine Leistungsschau der Glasindustrie. Außer Spiegelungen sieht man nämlich erst mal nicht viel, das Abschatten der Scheiben mit den Händen wurde an diesem Tag unsere "typische Handbewegung". Da die Gebäude und Außenanlagen im Talkessel relativ eng stehen, erinnerte der Rundgang dort ein wenig an einen Schaufensterbummel. Fast sämtliche Metallteile sind zudem in jenem hellen Türkiston gestrichen, mit dem man früher bei uns betonierte Gartenteiche ausgemalt hat...

Aber weg von der Optik: Bemerkenswert fand ich eine oben offene, natürlich mannshoch verglaste Freianlage für eine Asiatische Goldkatze; das Tier wirkte allerdings recht senil (oder kränklich). Architektonisch interessant eine Art gläserne Schildkröte, die als Flamingostall dient. Alle Innen- und Außenkäfige des Affenhauses für Niedere Affen und Schopfgibbons sind verglast, natürlich auch die Schimpansenfreianlage, die direkt an die Mähnenrobbenanlage grenzt - natürlich nur durch eine Glasscheibe voneinander getrennt. Innen leben die Schimpansen in einer Anlage mit wenig Tiefe und Stufenstruktur, also quasi auf einer langgestreckten Treppe. An anderer Stelle befindet sich übrigens (noch?) eine unverglaste Affenanlage, ein sehr großer Käfig mit massiven Gitterelementen, besetzt mit Mantelpavianen. Im Tropenpavillon Krallenäffchen, Orangs, Reptilien und Vögel hinter Glas (bis auf ein paar Vogelvolieren außen). Besonderheiten: ein Feuer-Hornvogel und ein Paar Riesentukane, das möglicherweise Nachwuchs hat oder erwartet (Teil der - verglasten - Anlage mit Strohmatten abgeschirmt).

Bliebe noch der Raubtierpavillon: Natürlich mit komplett verglasten Innen- und Außenanlagen für Servale, (Zoo-)Löwen und weiße Tiger (auch die Trennung zwischen den Arten und Individuen besteht größtenteils aus Glas). Das Innere dieses Hauses ist einerseits eindrucksvoll, da der Besucherraum so klein ist, dass man sich mitten in einem Großkatzenrudel wähnt (siehe Foto); wenn andererseits für andere Zoos schon mal die Bezeichnung "Großkatzenaquarien bzw. -terrarien" geprägt wurde, dann kann man die Tiger-Unterkünfte in Liberec eigentlich nur noch als "Großkatzen-Goldfischgläser" bezeichnen....

Fazit: Vom Tierbestand her unbedingt sehenswert, von den Anlagen her teilweise sehr gewöhnungsbedürftig. Ich frage mich, wie das Gläsermeer an einem sonnigen Tag wirkt (bei unserem Besuch war es bedeckt), da hätte ich mich wahrscheinlich mancherorts im Zoo wie im Spiegelkabinett gefühlt.

Wir haben Liberec am selben Tag besucht wie Dresden, was eigentlich ohne Zeitnot möglich war; wegen diverser Straßenausbesserungsarbeiten zwischen den Zielen waren wir allerdings länger als geplant auf der Piste. Dummerweise wurden viele Tiere in Liberec bereits zwischen 16.00 und 16.30 Uhr aufgestallt bzw. in die Schauhäuser geholt, so dass wir auf der zweiten Runde viele Außengehege leer vorfanden.

Als Ortsunkundiger rauscht man übrigens an den Parkmöglichkeiten vor dem Zooeingang schnell versehentlich vorbei, was etwas ärgerlich ist, da man danach in eine Einbahnstraße gerät; man kommt aber automatisch zu einem großen Parkplatz am oberen Ende des Zoos. Nur muss man dann hangabwärts am Zoo entlang ein ganzes Stück zur Kasse hinab laufen, um nach dem Eintreten den selben Hang auf der anderen Seite des Zoozaunes wieder hinauf zu steigen.... Fast alle dort liegenden Großtiergehege (bis auf die Goldtakine...) sind auch von außerhalb des Zoos durch den Zaun einsehbar, das versüßt den Weg vom und zum Parkplatz etwas.
(Eintrag vom 27.09.2007 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Uakari:   Die schönen grossen Anoazuchtgehege in
Usti sind noch erwähnswert, Kasuar und Känguru gibts derzeit nicht.
Die Parzellen des Raubtierhauses hatten vor dem Umbau übrigens echte Knastatmosphäre: Kleine Grundfläche (aber extrem hoch), Holzliegebank, Grüne Wand, Gittertür... das wars schon. Den Besatz dieses Warmhauses mit Schneeleoparden (dort wird doch extra gekühlt oder nich?) und "kalten"
Leopardenunterarten find ich nicht optimal.
(Eintrag vom 24.09.2007 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Michael Mettler:   So, jetzt habe ich Zeit, meinen Reiseeindrücken Teil 4 nachzuschieben: Usti nad Labem.

Betritt man den Zoo durch den talwärtigen Eingang (es gibt einen weiteren am höchsten Punkt), wähnt man sich zunächst in einem Park der "Liga" Darmstadt (kleine Anlagen eng nebeneinander, keine Weiträumigkeit), aber je höher man am Hang kommt, desto mehr verfliegt dieser Eindruck - die Huftieranlagen im oberen Bereich haben z.T. Tierpark-Berlin-Maße. Darunter ein riesiges Gehege an einem waldigen Hang für Weißlippenhirsche sowie Huftierweiden für asiatische Arten, die man sich am besten als große Krals mit Beton-Fertigelementen als Gehegemauern vorstellt, von deren Krone man in die Gehege hinab blickt. Es gibt aber auch umgitterte, recht große Gehege für z.B. Litschis, Bergzebras und Hirschziegenantilopen. Im oberen Bereich finden sich auch sehr weitläufige Wiesenanlagen für Geparden und Kamele, Gehege für Giraffen, Nashörner, afrikanische Antilopen und Wildesel und das neue Elefantenhaus, an das sich laut aushängendem Plan in Zukunft zwei weitere Baukörper ähnlicher Form anschließen werden, in die u.A. die jetzt noch sehr konventionell untergebrachten Orangs aus dem Eingangsbereich umziehen werden.

Im unteren Bereich ist das Gehege, das laut Zooführer vorher Hirscheber beherbergte, gerade Baustelle; die vorherigen Bewohner sahen wir stattdessen im Kängurugehege, wo stattdessen keine Spur mehr von Beuteltieren war. Relativ neu muss die große, baumbestandene Vielfraßanlage sein. Das Weibchen hat sich als Lieblingsruheplatz eine Astgabel in geschätzt 5 bis 6 m Höhe ausgesucht (!), worauf eine Abbildung am Gehege extra hinweist. Außer Fischkatzen, die eine sehr große und reich strukturierte Voliere bewohnen, werden die meisten anderen Kleinraubtiere in eher konventionellen Anlagen gehalten. Krabbenwaschbär, Amurkatze, Rohrkatze, Ozelot und Fossa z.B. in einer fasanerieartigen Käfigreihe - Amur- und Rohrkatze schieben anscheinend derzeit Schichtdient, denn es gibt für die fünf Arten nur vier Außenkäfige.

In der Nähe befindet sich das Affenhaus. Zoologische Highlights waren hier für mich die Indischen Hutaffen und die Silberlanguren, letztere für mich ein "first". Es sind zwei Tiere, die mit einem Haubenlanguren (diese Art wird auch noch in eigener Gruppe gehalten) zusammen leben, so dass man die unterschiedlichen "Frisuren" gut vergleichen kann. (Die heute als Art auratus betrachteten Haubenlanguren waren bei ihrer Einfuhr damals verschiedentlich - so im Zoo Berlin - als Presbytis cristatus geführt worden; der wirkliche cristatus ist aber eben der Silberlangur oder Budeng). Auch eine Zuchtgruppe Weißwangen-Schopfgibbons ist - neben einem separat gehaltenen Einzeltier - bemerkenswert, dazu Weißschwanzguerezas (ssp. caudatus) und Hulmans. Neben Diana- und Brazza-Meerkatzen gibt es auch drei Tiere aus dem Diadem-Weißkehl-Arten/Unterartenkomplex. Das adulte Männchen verkörpert den Weißkehltyp und ist - falls es nicht zwischendurch einen Wechsel gab - gebürtiger Hannoveraner, das adulte Weibchen sieht mehr nach Diadem-Typ aus, und die beiden hatten ein halbwüchsiges Jungtier.

Weitere Primaten, nämlich Krallen- und Totenkopfäffchen sowie Lemuren, finden sich im Exotarium. Dieser Bau beherbergt in zwei getrennt begehbaren Etagen zudem Terrarien- und Aquarienbewohner, ein paar Vögel sowie weitere Kleinsäuger, deren Innen- und Außenkäfige noch sehr an ein Niederaffenhaus der "Badezimmer-Ära" erinnern. Immerhin können die Insel-Flughunde sogar einen Außenkäfig nutzen. Die Seilabsperrung zum Besucherweg vor den Außenkäfigen befindet sich so dicht am Gitter, dass man nicht mal besonders lange Arme haben und sich auch nicht vorbeugen muss, um durchs Gitter greifen und z.B. Erdmännchen kraulen zu können, da sich deren Bodenniveau auf bequemer Griffhöhe befindet. Auch die in der Käfigreihe untergebrachte zweite Fossa wäre auf diese Weise problemlos erreichbar. Schön für Fotografen (man kommt mit dem Objektiv problemlos ans Gitter), aber m.E. doch etwas gefährlich. Eine über Gitterlaufgang mit dem Haus verbundene Freianlage mit einem riesigen Baum war ursprünglich - siehe Reisebericht von Stefan Schubert unten in diesem Thread - für Varis gedacht, doch sitzen diese jetzt in den normalen Käfigen und die Anlage wird von DER Nachnutzer-Tierart schlechthin bewohnt: natürlich Nasenbären, was sonst.

Bemerkenswert ist das Raubtierhaus, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Bewohnt werden seine Anlagen von Amur- und Nordpersischen Leoparden (traditionelle, aber ungewöhnlich große Gitterkäfige), Schneeleoparden (sehr große, volierenartige Außenanlage), Angola-Löwen und Malaienbären (jeweils Freianlage). Die Innenräume der Tiere erinnern an das Affenhaus in Antwerpen, da gibt es Tempel-, Wald-, Fels- und sonstige Dekorationen. Der große Besucherraum wird reichhaltig für Didaktik genutzt. Die in den von uns besuchten tschechischen Zoos weit verbreitete Gewohnheit, Mauern bzw. kahle Käfig- und Gehegerückwände durch (für meinen Geschmack größtenteils sehr gelungene) Landschaftsmalereien mit naturnaher Gehegestruktur im Vordergrund in Einklang zu bringen, erreicht bei den drei größten Anlagen dieses Hauses ihren Höhepunkt, der allerdings hart an Kitsch grenzt (wobei eine graue Betonwand sicher auch nicht schöner wäre). Während die gelbliche Steppenlandschaft hinter den Löwen oder das vorwiegend bläuliche Himalaya-Panorama hinter den Schneeleoparden noch relativ unaufdringlich wirken, erinnert die Wald-Gebirgslandschaft hinter den Malaienbären (siehe Foto) sehr an die Illustrationen in einem Tieratlas für Kinder.... Gewöhnungsbedürftig. Das Gehege selbst ist ansonsten keineswegs schlecht, sondern groß und reich strukturiert, wenn auch - wie so viele Zoogehege für Waldbewohner - arm an Schatten; die Bären müssen sich dann in den voll nutzbaren, gut einsehbaren Graben zurückziehen. (Auch der Trockengraben der Löwenanlage ist für die Katzen nutz- und für die Besucher einsehbar.)

Ungewöhnlich ist auch die nahe dem Tal-Eingang gelegene Robbenanlage: Ein Paar Kalifornischer Seelöwen bewohnt hier ein relativ kleines Außenbecken, dazu aber noch einen geschlossenen Pavillon mit einer unterschwimmbaren Kunstfels-Plattform als Landteil. Dieser Pavillon ist von außen auf zwei Ebenen einsehbar (über und unter dem Wasserspiegel).

Fazit: Ein überwiegend sehr sehenswerter Zoo, der aufgrund seiner Größe und Hanglage (z.T. sehr steile Wege) körperliche Fitness erfordert. Der mit "Raritäten" gespickte Tierbestand darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch hier anscheinend nach dem Prinzip verfahren wurde "Wildkatze raus, Fossa rein" - sprich, gerade unter den Primaten und Kleinraubtieren leben diverse Arten in Unterkünften, wie man sie auch in Parks der Kategorie Bad Pyrmont oder Gettorf finden könnte.
(Eintrag vom 23.09.2007 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Michael Mettler:   Zu den Tierarten, bei denen noch Nachholbedarf in der Optimierung der Haltungsbedingungen nötig ist, scheint mir auch die Fossa zu gehören. Auf meiner kürzlichen Tour sah ich zwei Tiere in Usti, zwei in Chemnitz und eins in Dvur Kralove, und alle fünf zeigten eine mehr oder weniger deutliche Neigung zur Bewegungsstereotypie. Die Bedingungen waren dabei relativ unterschiedlich: In Chemnitz bewohnen die Fossas relativ dicht bepflanzte Außenkäfige in einem ruhigen, etwas abgelegenen Teil der neuen Fasanerie, in Dvur eine verglaste, eher kahle Anlage an einem Hauptweg, die mich in der Einrichtung ein wenig an die Krefelder Schneeleoparden-Zuchtanlage en miniature erinnerte. Usti hält eine Fossa in der Nachbarschaft von Kleinkatzen und Krabbenwaschbären in einem recht geräumigen, locker bepflanzten Käfig einer fasanerieartigen Galerie, eine zweite in einem eher konventionellen Kleinsäugerkäfig vom Mehrzwecktyp des Exotariums (in den vergleichbaren Nachbarkäfigen leben u.a. Mangusten und Lemuren), die hier ein wenig mehr als die anderen genannten auf dem Präsentierteller sitzt. Diese zeigte das ausgeprägteste Auf-und-ab- bzw. Rundenlaufen, mit nach kurzer Beobachtung vorhersehbaren Drehungen, Kopfreiben an einer bestimmten Gitterstelle usw.

Ich war ewig nicht in Duisburg und habe in der Zuchtanlage damals nur ein schlafendes Tier gesehen, wie sieht es denn dort unter den heutigen Haltungsbedingungen aus? Aus den alten Kleinraubtierkäfigen kannte ich ebenfalls ausdauerndes "Rundendrehen".
(Eintrag vom 22.09.2007 zum Thema "Schleichkatzen")
Michael Mettler:   Nachdem ich in den letzten Tagen mehrere tschechische Zoos besucht habe (Liberec, Dvur Kralove, Prag, Usti, Decin, Chomutov), will ich nun in loser Folge ein paar Eindrücke schildern - für ausführliche Reiseberichte waren es einfach zu viele neue Eindrücke auf einmal. Fragen kann ich aber gern beantworten, so lange aus Perspektive des Normalbesuchers (keine Blicke hinter die Kulissen) beantwortbar.

Den Anfang mache ich mit dem Zoopark Chomutov, der sich auf die paläarktische Fauna spezialisiert hat. Prädikat: Unbedingt empfehlenswert! Nicht, dass jetzt jemand meint, einen "gewöhnlichen" Wildpark vorzufinden; natürlich gehören auch Arten wie Wisent, Wildschwein oder Rothirsch zum Bestand, aber daneben eben auch Moschusochse, Gold- und Mishmi-Takin, Bucharahirsch, Steppenschaf, Milu, Mesopotamischer Damhirsch, Tigeriltis (leider nicht gesehen), Buntmarder, Manul, Schneeleopard.... Saigas - wie hier im Forum schon früher erwähnt - leider nicht mehr, sie sind aber auf Schautafeln und im elektronischen Informationssystem noch mit Bildern präsent. Die Anlagen für die großen Huftiere wirken optisch eher zoo- als wildparkmäßig und sind sehr weitläufig; auf manchen davon könnte man locker eine Herde Elefanten halten.

Es gibt ein kleines Terrarium mit einem Spektrum von der Erdkröte bis zum Hardun und Jemen-Chamäleon sowie ein kleines Nachttierhaus mit Großen und Kleinen Wüstenspringmäusen, Nilflughunden, Rennmäusen (wahrscheinlich Mongolen, aber nicht ausgeschildert und im Dämmerlicht schlecht identifizierbar), Sibirischen Gleithörnchen, Langohrigeln und Kleinfleck-Ginsterkatzen. Das Nachttierhaus findet sich allerdings thematisch etwas unpassend im rustikalen "Taiga"-Haus, das auch das Restaurant enthält. Im Nachttierhaus kann man auch die Höhlen der Marderhunde und Dachse einsehen, die daneben ihre Außenanlagen haben. In einer Taganlage im Haus leben Feuerwiesel, eine zweite stellt einen der wirklich wenigen Kritikpunkte dar: Eine kleine Vitrine, die sich als Raumteiler zwischen Restaurant und Besucherdurchgang befindet, knapp 40 cm tief und beiderseits mit einer ca einen qm großen Scheibe versehen: In diesem "lebenden Bild" muss ein Streifenhörnchen sein Dasein fristen.

Auf der Galerie des Gebäudes gibt es noch eine Freianlage für Bobaks und die von mir mit Spannung erwarteten Buntmarder, deren Unterbringung leider zumindest optisch den zweiten Kritikpunkt bildet: Ein langgestreckter, mannshoher Doppelkäfig mit wenig Tiefe und sehr massivem Gitter, wie man es von Ara-Zuchtvolieren kennt. Herrlich zum Klettern für die Tiere, das steht außer Zweifel, aber gegenüber den großzügigen Unterbringungen fast aller anderen Tierarten fällt dieser "Verhau" deutlich ab. Wie attraktiv wären diese Tiere in einer großzügigen, begrünten Volierenanlage....

Vielfraße bewohnen eine Freianlage, die in etwa so groß sein dürfte wie die Wuppertaler Kodiakbärenanlage. Den Braunbären in Chomutov steht wiederum eine Fläche von einem Hektar zur Verfügung, umfassend einen natürlichen Talausschnitt und ein Gewässer, das in der Größe zwischen Teich und See liegt. Wie unschwer erkennbar, nutzen die drei Bären den Naturboden sehr ausgiebig zum Graben eigener Höhlen.

Takine (1,0 Goldtakin und 1,1 Mishmis in sehr großen, benachbarten Gehegen) und Alpensteinböcke leben übrigens nicht auf nacktem Felsuntergrund, sondern in Hanglage auf Waldboden. Die Moschusochsen bewohnen eine riesige Wiese mit altem Baumbestand, die Anlagen der Wisente/Wildschweine (in Vergesellschaftung) und Bucharahirsche/Ziesel (dito) haben etwas offeneren Charakter. Die Steppenschafe (Ovis vignei arkal) leben in einer ebenfalls riesigen Anlage in leichter Hanglage mit Magots zusammen.

Daneben gibt es ausgedehnte Haustierweiden ("leider" mit auch hierzulande üblichen Rassen), Wasservogelteiche (u.a. mit einer großen, frei fliegenden Kolonie Graugänse), diverse Volieren mit Vögeln (darunter die zum Thema des Parks passenden Chinasittiche) und "üblichen" Kleinraubtieren und eine eher konventionelle Anlage für (immerhin!) Kegelrobben. Die benachbarte Biberanlage befindet sich gerade in Neugestaltung.

Bekannt ist Chomutov vor allem durch seine "Eurosafari", die zu dieser Jahreszeit nur noch an Wochenenden und feiertags angeboten wird - da hatten wir Glück. Das Gelände befindet sich außerhalb des eigentlichen Zooparks und ist durch einen öffentlichen Weg von diesem getrennt. Der "Safari-Express", ein großer Geländewagen mit mehreren Anhängern, fährt im Zentrum des Zooparks ab und auf seiner Tour auch an ein paar sehr abgelegenen Gehegen vorbei (z.B. für Elche und Rentiere), so dass man sich den Fußweg zu diesen gegebenenfalls sparen kann. Das Gelände der Eurosafari besteht aus sehr ausgedehnten Wiesenflächen, die tatsächlich den Eindruck einer Steppe erwecken (siehe Foto), und kleinen Waldbereichen. Es gibt zwei getrennte Bereiche: Im ersten werden Hausbüffel, Heck-Rinder, Schottische Hochlandrinder und Trampeltiere gehalten (zumindest sah ich nicht mehr Arten), im zweiten Wisente, Mufflons und Hengste verschiedener Einhufer (der Park hält keine Zuchtgruppen von ihnen). Wahrscheinlich stehen hier auch die Rot- und Damhirsche, haben wir aber nicht gesehen (im Wald?). Als Einhufer sahen wir zwei Przewalskipferde, einen Kiang (der im Imponiertrab das Fahrzeug begleitete und sich danach auf eine Auseinandersetzung mit den Przewalskis einließ) und in einem Absperrgehege zwei Halbesel, für die ich aus dem tschechischen Kommentar "Onager" heraushörte. Zum Schluss führt die Tour noch durch ein kleines, wohl noch im Ausbau begriffenes Freilichtmuseum. Es gibt auch Touren, bei denen das Schwergewicht auf der Besichtigung dieser Anlage liegt und der zoologische Teil nur verkürzt angeboten wird - das muss man auf dem Fahrplan gut beachten!

Für "Normalbesucher" ist die Safari-Tour (ca. 45 min) sehr eindrucksvoll; sie wird von einem "Zugbegleiter" übrigens laufend auf Tschechisch kommentiert, deutsche Besucher erhalten aber leihweise drei einlaminierte Textseiten, die den Inhalt der Führung auf Deutsch wiedergeben - toller Service, noch dazu unaufgefordert, denn wir wurden schlichtweg beim Ticketkauf als deutschsprachig entlarvt.... Dass ich den "Normalbesucher" in Anführungszeichen gesetzt habe, hat einen speziellen Grund, denn für fotografisch Interessierte ist die Tour praktisch unbrauchbar! Es gibt keinen asphaltierten Weg wie in einem normalen Safaripark, der Zug fährt im ersten Teil über einen splittbesäten Naturbodenweg und im zweiten Teil mitten über die Wiese, inklusiver aller Schlaglöcher - und das sind nicht wenige, man wird kräftig durchgerüttelt (nichts für zur Seekrankheit neigende Mägen!). Das gibt einem zwar ein viel echteres Safari-Gefühl, macht aber das Ruhighalten einer Kamera mit Tele praktisch unmöglich: Wenn man glaubt, sie einigermaßen gerade zu halten, hat man trotzdem im schnellen Wechsel nur Gras oder nur Himmel im Sucher.... Der Zug fährt zwar langsam, hält aber nur an, wenn Tiere die Fahrbahn blockieren (Nur dank dieses "Glücks" war das nebenstehende Foto möglich: Ein paar Hochlandrinder lagen auf der Piste...). Ist aber trotzdem ein Erlebnis.

Nicht zu vergessen: Auch der eigentliche Zoopark liegt in einer herrlichen Parklandschaft. Einen Zooführer gibt es derzeit nicht (auch nicht auf Tschechisch), man erhält am Eingang kostenlos eine Zeitschrift, auf deren Rückseite ein (nicht mehr ganz aktueller) Zooplan zu sehen ist.

Chomutov liegt grenznah und lässt sich relativ problemlos mit Chemnitz am selben Tag verbinden (da letzterer abends eine Stunde länger geöffnet hat, bietet es sich an, mit Chomutov zu beginnen). Es dürfte aber bei gutem Wetter kein Problem sein, auch den ganzen Tag im Zoopark zu verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt...
(Eintrag vom 17.09.2007 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Jennifer Weilguni:   @IP66
Noch eine Antwort zu Deiner Frage, ob es bei den Leistenkrokodilen zu Verlusten gekommen ist : Ja, eines der weissen Tiere ist an einem angeborenen Organschaden gestorben, zudem war das Tier durch einen aus Bangkok mitgebrachten Egelbefall zusätzlich geschwächt. Die anderen drei Tiere wurden daraufhin ebenfalls gegen den Egelbefall behandelt. Da sich inzwischen das andere weisse Tier nun doch ebenfalls als Männchen "geoutet" hat, versucht die Wilhelma nun noch neues Weibchen zu bekommen.



Trotz des hohen Besucherandrangs gab es gestern am Wilhelmatag wieder mal einige absolut einmalige Blicke hinter die Kulissen, wie etwa Futterküche, Bäreninnengehege, ect.
Die drei jungen Tiger sind inzwischen schon richtige Halbstarke und waren bei ihrem aktiven Spiel mit ihrer Mutter gut auf der Anlage zu sehen. Aber auch der kleine Schneeleopard war gut zu sehen und bei den Waldhunden war mal wieder überhaupt kein Besucherandrang, obwohl auch hier die Jungtiere sehr aktiv waren. Ehrlich gesagt war das sogar richtig herzig, wie die Kleinen immer wieder aus der Wurfbox kletterten um im Gehege auf Entdeckungsreise zu gehen, während die Mutter den Kampf gegen Windmühlen führte und versuchte ihre Kinder alle wieder zurückzutragen.. mit wenig Erfolg.
Erstaunlich zeigefreudig waren gestern auch die Klippspringer, die man sonst ja meistens auf ihrer Anlage im Giraffengehege suchen muss und das meistens ohne Erfolg.
Die neue Anlage für die Zebramangusten ist meiner Meinung nach wirklich sehr gelungen, liebevoll bepflanzt und mit zahlreichen Versteckmöglichkeiten versehen.
(Eintrag vom 17.09.2007 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
th.oma.s:   @Michael Mettler zu ergänzen wäre: goldkopflöwenäffchen, hulman, schneeschaf, kleiner panda, weißgesichtsseidenaffe, präriehund, visacha,faultier, goldaguti, nilflughund. seit mitte der 90iger fehlen dazu malayenbär, gorilla, tiger, mähnenwolf, flachlandtapir, siamang, monameerkatze, waschbär, totenkopf, weißkopfmaki.
aktuell gefährdet sind aus diversen gründen tur, mohrenmaki, dschelada, schabrackentapir, sandkatze, milu, bergrhesus, ziesel und hoffentlich nicht schneeleopard.
wenn man sich den masterplan ansieht, gilt dies auch für die bantengs,deren abschaffung war übrigens fast schon beschlossen.

für die nach Dr. Lücker weggang weggebenen wildwiederkäuer kamen lamas und zwergesel neu in den bestand, ansonsten nur die brazzas.
@michael mettler: niedergang bezog sich ausschließlich auf den tierbestand in bezug auf die artenanzahl. hinweisen möchte ich auf die in meinen augen hervorragende gärtnerische gestaltung
des zoos.
wirklich interessiern würde mich Ihr kommentar zur löwenanlage und zur elefantenpflegeranlage...

(Eintrag vom 11.09.2007 zum Thema "Dresden - Entwicklung und Perspektive")
Zooinsider:   Ich habe meine Liste noch einmal überarbeitet.

Ungeordnet:

1. Nordchinesischer Leopard
2. Sumatra-Tiger
3. Malaienbär
4. Kleiner Panda
5. Buntmarder
6. Mähnenwolf
7. Schneeleopard
8. Jaguar
9. Königsgeier
10. Teppichpython
11. Grüne Anakonda
12. Nashornviper
13. Netzgiraffe
14. Bongo
15. Chinesischer Riesensalamander
16. Riesenvogelspinne
17. Zwergflusspferd
18. Indisches Panzernashorn
19. Sumatra-Orang-Utan
20. Arapaima
(Eintrag vom 03.09.2007 zum Thema "Die 20 "Pflichtarten" eines Zoos")
Sven P. Peter:   Bis in die 40er wurde im deutschen auch der Schneeleopard "Schneepanther" genannt. Also ist Schwarzer Panther gar nicht so unrichtig.
Laut Duden ist beides erlaubt: Panther und Panter, wobei letzteres dumm aussieht.

Die beiden Leoparden in Staßfurt machten bei meinem Besuch einen sehr ausgeglichenen eindruck, nur das sie bis auf 2 ligende Baumstämme (somit 40 cm kletterhöhe) keinerlei nutzbare Stämme hatten, fand ich mehr als nur schade.
Interessant ist auch die Waschbärenanlage, die wie eine Miniaturversion, alter Kuchenteller-Bärenanlagen aussieht.
(Eintrag vom 28.08.2007 zum Thema "Tierpark Staßfurt")
Michael Mettler:   Ich vermute, dass es in den großen Zoos heutzutage mehr Pumas geben würde, wenn sich nicht die Schneeleoparden so weit verbreitet hätten, die eine ähnliche Planstelle besetzen. In Wuppertal gab es z.B. genau diesen Besatzwechsel.
(Eintrag vom 28.08.2007 zum Thema "Pumas")
Wilhelma: Irbisse:   Hurra - ein Kätzchen mehr in der Wilhelma!

In der Wilhelma liegen die asiatischen Hochgebirge gleich neben der Nordpolarregion, blicken die Irbisse gelassen zu den planschenden Eisbären hinüber (der populäre Name „Schneeleopard“ nimmt Bezug auf das gefleckte Fell, liegt verwandtschaftlich aber voll daneben). Während die Bären sich eher als Spaßgesellschaft oder als Relax-Spezialisten sehen, nehmen die Irbisse die Sache mit der Arterhaltung sehr ernst: Regelmäßig gibt es Nachwuchs bei den immer seltener werdenden Katzen aus Yetis Reich. Vom äußersten Westen Chinas über die Mongolei, Nepal und Indien bis Nordafghanistan stellen Wilderer den herrlichen gefleckten Katzen nach – als wäre das Leben in bis zu 5000 m Höhe an sich nicht schon hart genug. Keine 2000 Irbisse gibt es mehr in freier Wildbahn – ein internationales Zuchtbuch managt die wertvollen Bestände in den Zoos der Welt. Die Wilhelma freut sich daher besonders über das am 30.5. geborene Irbis-Mädchen „Lola“. Es ist bei den Raubkatzen in der Wilhelma en vogue, seinen Nachwuchs im Freien zu gebären – auch die kleine „Lola“ wurde draußen unter einem Felsvorsprung geboren. In der ersten Zeit hat sie sich blind durch das Fell von Mutter „Lea“ zur Milchquelle gewühlt, erst nach zwei Wochen hat sie die Augen geöffnet. Mittlerweile erkundet sie beherzt ihren Lebensraum – zum Leidwesen der Besucher mit Vorliebe am späten Nachmittag und Abend. Vater „Pir“ beobachtet das Treiben von seinem abgetrennten Aussichtspunkt aus – er hält nichts von Kindererziehung und bleibt daher vorsichtshalber getrennt, damit er nicht zur Gefahr für sein Töchterchen wird.
Kleine Irbisse genießen in der Wilhelma im Laufe ihrer Entwicklung ein besonderes Privileg: Solange sie klein genug sind, können sie raus. Seit sie sicher genug auf den Beinen ist, darf sich auch „Lola“ durch die weitmaschigen Gitter zwängen und auf Bäume klettern, Blätter und Käfer jagen und den einen oder anderen Besucher erschrecken, wenn sie aus dem Gebüsch heraus faucht. Lauter wichtige Sachen lernt sie so, trainiert die Muskeln und die Reflexe. Wenn Mutter „Lea“ der Meinung ist, es sei genug, ruft sie ihre Tochter zurück in die Sicherheit des Geheges. Für die Besucher ist die katzengroße Freigängerin übrigens ungefährlich, sie geht Menschen nämlich aus dem Weg.

(Eintrag vom 16.08.2007 zum Thema "Pressemeldungen der Zoos")
Michael Mettler:   @IP66: Sehe ich auch so. Wer achtet eigentlich unter natürlichen Verhältnissen darauf, dass keine Blutlinie überrepräsentiert ist, und wie hätte unter diesen Umständen Evolution funktionieren sollen...?

Es ist ja ein hehres Ziel, eine Häufung von Erbfehlern durch Umgehung von Inzucht vermeiden zu wollen, nur dürften diverse Erbfehler bereits mit den Gründertieren aus der freien Wildbahn geholt worden sein, denn die dortigen Tiere sind keineswegs "fehlerlos". Und auch anscheinend nicht näher verwandte Wildfänge können theoretisch die rezessiv vererbte Eigenschaft eines vor -zig Generationen lebenden gemeinsamen Vorfahren tragen. Wenn z.B. in bestimmten Gegenden immer mal wieder weiße Löwen, Tiger oder Wölfe, schwarze Leoparden oder Rehe auftauchen, dann entsteht ja mit ziemlicher Sicherheit die Mutation nicht ständig neu, sondern sie ist als rezessives Gen möglicherweise seit Jahrhunderten im Bestand, kann sich aber nur zeigen, wenn zwei Träger sich verpaaren (und auch dann ist die Wahrscheinlichkeit noch 3:1). Dieses Prinzip greift auch bei einem einfachen, also nicht durch Zusammenspiel mehrerer Erbfaktoren vererbbaren sonstigen "Fehler". Die Anführungszeichen sind Absicht, denn was überhaupt ein ErbFEHLER ist, darüber entscheidet die Evolution: Einige Zentimeter mehr Halslänge (Giraffengazelle!), Haarverlust (Nacktmull!), der Verlust gelben Pigmentes (Schneeleopard!) oder gar einer Fleckenzeichnung (Löwe!) können sich als Selektionsvorteil herausstellen, obwohl sie genauso auf eine Spontanmutation zurückgehen können wie Hornlosigkeit oder Albinismus.
(Eintrag vom 22.07.2007 zum Thema "Richtlinien für EEPs und Zuchtbücher")
Carsten:   Zoo Neuwied
Hab heute meinen ersten Besuch in Neuwied gemacht und möchte meine Eindrücke hier gerne weitergeben.

Der Zoo hat eine Fläche von ca. 13,5 ha, rund 1200 Tiere. Die Tiere sind größtenteils in großzügigen Freisichtanlagen.

Es gibt keine Dickhäuter Großbären sowie Giraffen, ansonsten ist alles vorhanden, was ONZ erwartet.

Am Eingang wird man zuerst von einer Flamingogruppe begrüßt, dahinter folgt die Afrikawiese mit Zebras, Watussirinder, einem Bleßbock und Hornraben (sogar gesichtet, nicht wie die unendliche Geschichte in GE). Auf der anderen Seite des Weges sind diverse Vogelvolieren mit Reihern, Gänsen, Papageien etc.

Dann folgt ein großer Spielplatz und der unvermeindliche Streichelzoo. Weiter geht es mit diversen Kranichen und Przewalskipferden sowie mehreren Käfigen für Schneeleoparden und Nasenbären, sogar mit Nachwuchs (irgendwie muß der Bedarf ja gedeckt werden, da die mitterweile jeder zweite Zoo hält oder halten will). War nett anzusehen, die quirlige Bande. Dann kommen einige Käfige für Waschbären und Stinktiere sowie ein großes Gehege für Mähnenwölfe.

Jetzt ändert sich das Bild vom Zoo und man fühlt sich mehr wie in einem Wildpark, sehr große Gehege mit Einfachzäunen. Zuerst kommt ein Gemeinschaftsgehege für Hirschziegenantilopen und Guanakos (da hat in Geographie wohl jemand gepennt, g) und dann das größte Gehege des Zoo mit 3,5 ha, in dem Graue Riesenkänguruhs, Benettkänguruhs und Emus vergesellschaftet sind. An dem Gehege gefiel mir, daß es zur Hälfte aus Wiese bestand und die andere Hälfte aus Wald (netter Anblick, Emu im Wald).

Anschließend kommen europäische Damhirsche, rund um dieses Gehege sind Volieren für Eulen und Greifvögel sowie eine Freisichtanlage für europäische Dachse (aktiv). Zum Abschluß folgt noch eine Großvoliere mit Gänsegeiern und Mäusebussarden.

Dann beginnt wieder der eigentliche Zoo mit Kleinen Pandas, beide mal nicht am Pennen sondern aktiv.

Jetzt folgt das Seehundbecken mit Unterwassereinblick und eine Anlage in der Humboldtpinguine mit Maras vergesellschaftet sind. Dahinter folgt das Gehege der Mähnenspringer.

Als nächstes folgt das Menschenaffenhaus (Schimpansenhaus wäre auch passend, denn mehr Menschenaffen gibt es nicht, g), ein sehr schöner Bau, der es erlaubt die Schimpansen aus zwei Etagen zu beobachten. Das Innengehege war komplett eingestreut und mit ausreichenden Beschäftigungsmöglichkeiten versehen. Die Aussenanlage wird durch einen Graben mit Elektrozaun begrenzt und ist ähnlich wie im Zoo, nur ohne den Hügel. Desweiteren gibt es noch eine Gemeinschaftshaltung von Springtamarinen und Zwergseidenäffchen, auch zweistöckig zu besichtigen.

Dann kommt der Raubtierbereich, ein großes Freigelände für Geparden mit Beutesimulator sowie große Volieren für Berberlöwen (mit halbjährigem Jungtier) und Amurtiger. Ob es so allerdings mit Gepardenzucht was wird, weiß ich nicht, ich dachte immer, Geparden müssen möglichst weit weg von anderen Raubtieren. Dann kommt der Pelikanteich und gegenüber das Haus für Neuweltaffen, welches gerade baulich erweitert wird. Auch ein Kaninnchen- und Meerschweinchendorf befindet sich in diesem Bereich. Vorbei an Trampeltieren und Elenantilopen (eigentlich auf der Afrikawiese ausgeschildert) geht es zu einem Guanakogehege, dahinter folgen diverse Volieren für Papageien etc. Dann folgt das neben dem Menschenaffenhaus zweite begehbare Tierhaus, ein kleines Exotarium im Untergeschoss des Restaurants mit diversen Schlangen, grünen Leguanen, etc. Highlight hier waren zwei Gelbe Anakondas.

Gegenüber des Exotariums befinden sich Freianlagen für Stachelschweine, Zebramangusten und eine Schnappschildkröte. sowie ein Lemurenhaus. Auf dem Rückweg zum Ausgang kommt dann noch ein Straußenhaus, in dem auch Marabus untergebracht sind.

Ein Lichtblick war, daß der Zoo neben einem Imbiss auch über ein richtiges (italienisches) Restaurant verfügt, wo es zu zivilen Preisen leckeres Essen gab. Ein Kiosk war auch vorhanden, aber geschlossen.

Der gesamte Zoo macht einen sehr gepflegten Eindruck und die lokale Bevölkerung bzw. Firmen scheinen sich im Zoo gut zu engagieren, gab verschiedene Bausteinaktionen und viele Hinweise auf Spender an den Gehegen.

Der Zooführer ist recht innovativ, es handelt sich nicht um ein gebundenes Werk, sondern um eine Mappe, in die Karten zu den einzelnen Tieren, Vorderseite Foto, Rückseite Tierbeschreibung und ein Plan des Zoos. Dadurch kann man schneller auf Änderungen des Tierbestandes reagieren, ohne gleich ein ganzes Druckwerk erneuern zu müssen, das wäre vielleicht generell eine Möglichkeit für den Zooführer der Zukunft. Fehlt nur noch ein Blatt mit Aktualitäten...

Der Eintritt von 7 Euro plus 1 Euro Ausbauspende ist angemessen, zumal keine zusätzlichen Parkentgelte anfallen.

Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Lauffaule ist der Zoo nur bedingt geeignet, es herrschen Wuppertaler Verhältnisse, zusätzlich noch mit teilweise unbefestigten Wegen (war aber zum Glück vorgewarnt).

Für Kinder sind neben dem Spielplatz und Streichelzoo vielfältige Betätigungsmöglichkeiten durch interaktive Gehegebeschilderungen und Zoorallys für verschiedene Altersstufen. Eine Zooschule ist ebenfalls vorhanden, es gibt auch einen extra Kinderzooführer.

Die Gehegebeschilderung stammte aus dem Hause Tukan, auch viele Bäume waren beschriftet.

Besucherseitig viel neben den üblichen Verwechselungen wie "guck mal ein Känguruh" zum Mara noch besonders ein Primitivling auf, der im Restaurant erst mal die Limopulle aus der Tasche holte und an den Hals setzte. Vielleicht waren da die alten Zeiten doch besser, als durch die Höhe des Eintrittspreises das einfache Volk von einem Zoobesuch ausgeschlossen wurde, g.

Insgesamt kann ich den Zoo empfehlen, allerdings nur, falls man sich in der Nähe aufhält, eine weitere Anreise lohnt sich nur als Fan eines bestimmten Tieres o. ä. Grunden...
(Eintrag vom 11.07.2007 zum Thema "Zoo Neuwied")
Carsten:   Hab es heute endlich mal geschafft, den letzten mir noch fehlenden Flußpferdhalter in D zu besuchen.

Mit den Flußpferden hab ich natürlich prompt "Glück" gehabt, das Aussenbecken wurde gereinigt, so daß sie nur im Haus waren. Die Gehege haben mir soweit gefallen, insbesondere daß sowohl innen und außen jeweils zwei Bereiche gibt, so daß bei notwendigen Trennungen trotzdem beide Tiere alles zur Verfügung haben. Im Haus wurde über ein Becken eine Besucherbrücke gebaut, sieht auf den ersten Blick nett aus, ist aber auf den zweiten Blick äußerst unpraktisch, da die Hippos sich gerne darunter aufhalten und dann für die Besucher nicht zu sehen sind. Generell sind drei von vier Teilbereichen ziemlich klein, die Landbereiche sind auch klein im Verhältnis zu den Wasserflächen und es gibt nirgendwo Naturboden. Dabei muß man aber bedenken, daß die Anlage schon fast 20 Jahre alt ist.

Im Dickhäuterhaus sind auch noch die Elefanten untergebracht, es werden zwei asiatische Kühe gehalten. Die Elefantenhaltung ist nicht mehr zeitgemäß, zwar wurden im Haus Seile vor den Graben gespannt, daß die Elefanten nicht angekettet werden müssen, aber ansonsten wirkt alles, auch die Außenanlage ziemlich klein. Ein Badebecken ist im Haus nicht vorhanden.

Interessant fand ich, das im Dickhäuterhaus eine Gruppe Zwergflamingos gehalten wurde in einem ansprechenden Gehege, das habe ich so in einem begehbaren Haus noch nicht gesehen.

Ansonsten bietet der Zoo soweit die Standardzootiere, afrikanische Löwen, Giraffen, Pinguine, kalifornische Seelöwen, Zebras, Schimpansen, eben alles das, was ONZ sehen will.

Als Besonderheiten, ist natürlich subjektiv, sind mir aufgefallen: Chinaleopard, Banteng, Magellanpinguine, persiche Kropfgazellen, , Säbelantilopen, Walchenschaf, Salzkatze...

An Anlagen hat mir besonders die Eisbärenanlage gefallen, sehr groß, verschiedene Höhenebenen, tlw. Naturboden und viel Wasserfläche. Ein Tier war die ganze Zeit sehr aktiv und nutze die vorhandenen Spielmöglichkeiten, daß andere war ziemlich verschlafen, aber besucherfreundlich direkt an der Scheibe...

Desweiteren hat mir das Giraffenhaus gefallen, sehr schlicht, aber die Tiere aufgesockelt, was sie noch imposanter macht...

In Karlsruhe ist mit der Gondoletta der Urahn aller Bootsafaris, allerdings ist die Fahrt nicht wie in anderen Zoos kostenlos, sondern eine Runde (ca. 40 min.) kost 3,50. Ob es spannend ist, nur über die zwei See und einen Kanal zu fahren, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, daß einzige Gehege, wo man zweimal vorbeifährt, ist das Außengehege der Elefanten, welches allerdings nicht auf Bootsebene, sondern höher liegt. Also ohne Kooperation der Elefanten nichts zu sehen. Interessant ist die Bootsfahrt vielleicht für den Wassergeflügelfreund? Ich bin nicht gefahren.

Im Zoo wurde ein künstlicher Berg aufgeschüttet, zur Tarnung eines Wasserbehälters. Von dort oben hat man einen guten Blick über Karlsruhe und die Region, vom Zoo selber ist aufgrund der dichten Vegetation fast nichts zu sehen.

Negativ aufgefallen ist mir noch, daß die Affengehege innen tlw. noch Badezimmerobtik (Fliesen und Edelstahl) aufweisen, außen hat man zumindest mit Farbe etwas Abhilfe geschaffen. Ans Affenhaus sind zwei Freianlagen angebaut, eine für Kattas und Geoffrey-Klammeraffen, die andere für Schimpansen (Käfig). Während in den Außenkäfigen zumindest Mulcheinstreu war, mußten die Tiere drinnen mit Steinboden auskommen, während die Besucher auf Holzboden bzw. Mulcheinstreu laufen durften. In einem Affenkäfig werden Stachelschweine gehalten, auf Beton und zum Graben nur einen Teil mit 10 cm Strohlage gefüllt.

Das Raubtierhaus war gut, die Löwen hatten eine Freianlage und einen großen Käfig, die Chinaleoparden einen großen hohen Käfig. Für die Schneeleoparden soll neu gebaut werden.

Der Zoo fimiert als Zoo / Stadtgarten und dementsprechend wird das Gelände auch genutzt, es gibt einige Bereiche ohne Tiere, z. B. diverse Gärten wie Japangarten, Rosengarten. Für mich wären das alles potentielle Erweiterungsflächen, aus denen man mehr machen könnte, kenne aber natürlich die finanzielle Situation und lokale Befindlichkeiten nicht.

Insgesamt macht der Zoo einen modernen Eindruck, nach dem Krieg war alles zerstört und mußte neu aufgebaut werden, einige Anlagen und Gebäude wurden in den letzten 10 Jahren neu erbaut oder renoviert.

Der Eintrittspreis von 5,50 ist ok.

Für den Ortsfremden ist der Zoo einfach zu finden, sofern bekannt ist, daß er sich am Hauptbahnhof befindet, dann dieser ist gut ausgeschildert.

Zwei Negativpunkte sind aber auch zu vermerken, zum einen die Parkgebühren, da fällt mir bei 15 Euro einfach nur "unverschämt" ein, zum anderen die Gastronomie im Zoo. Es gibt die (Schüler) Kantine mit Selbstbedinung, für den, der auf Mikrowellenspaghetti mit dauergewärmter Soße und ähnliches steht, vielleicht ganz angenehm, mir war jedenfalls nach nem halben Teller der Appetit vergangen. Der Rest in der Auslage war auch nicht gerade vertrauenserweckend. Es gibt auch noch eine Bedienungsgaststätte, leider aber nicht mit der vollen gastronomischen Auswahl, nur kleine Gerichte und Kuchen. Der hat aber wenigstens geschmeckt. Kioske mit moderaten Preisen sind ausreichend vorhanden.

Fazit: Wenn man vor Ort oder in der Nähe ist, lohnt sich sicher ein Besuch, ob eine weitere Anreise effektiv ist, muß jeder selber entscheiden, für mich war der Hauptgrund die Flußpferde und aus diesem Grunde werde ich sicher nochmal irgendwann hinfahren, ansonsten würde ich aber wahrscheinlich eher nicht fahren.

Den Tierpark Oberwald habe ich nicht besucht, wollte lieber mehr Zeit für die Hippos haben...
(Eintrag vom 10.07.2007 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Sacha Beuth:   Wie versprochen hier mein Thread über den Zoo San Diego (Seaworld folgt später). ACHTUNG, DER BEITRAG IST AUF WUNSCH AUSFUEHRLICH UND DARUM SEHR LANG!
Vorweg für alle, die diesen Tiergarten der Extraklasse noch nie besuchen konnten: Der Zoo liegt mitten in der Stadt auf einer Anhöhe im Balboa Park. Angrenzend finden sich mehrere Museen (u. a. Flugzeugmuseum), ein Kinderkarussel sowie eine Schule. Von Mission Beach und Hotel Circle (Hotelbezirke) ist er über die Freeways 8 und 163 in 10 bis 20 Minuten zu erreichen. Es fährt auch eine Sightseeing-Trolleybahn zum Zoo. Vor dem Zoo hat es einen riesigen Parkplatz, der (noch) gratis ist. Der normale Eintritt (Admission only) in den Tiergarten kostet für einen Erwachsenen gegenwärtig 22.75 US-Dollar (rund 18 Euro). Kinder bezahlen 15.50 Dollar. Ausserdem gibt es ein Best-Value-Ticket für 33 Dollar, das neben dem Eintritt auch unbegrenztes Mitfahren in einem Zoo-Bus (Infos auf Engl. oder Spanisch) und Benutzung des Skyfari Aerial Tram (=Gondelbahn quer über den Zoo) erlaubt. Das Ticket kann auch mit Kreditkarte bezahlt werden. Hierzu eine kleine Bemerkung: Der Eintrittspreis ist relativ hoch. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Zoo von einer privaten zoolog. Gesellschaft betrieben wird, also keine öffentlichen Gelder erhält. Angesichts dieser Tatsache und auch, weil man für das Geld viel geboten bekommt - Ueber 800 Tierarten (die rund 20 bis 30 Fischarten nicht mitgezählt) auf einer 40 ha grossen, wunderbar gepflegten und bepflanzten Anlage mit bis auf wenige Ausnahmen topmodernen Gehegen – halte ich den Preis für absolut gerechtfertigt. Ach ja, im Gegensatz zu Deutschland sind auch die Toiletten gratis und trotzdem tiptop gepflegt.

Die Oeffnungszeiten sind im Sommer von 9 bis 20 Uhr, im Herbst/Winter/Frühling meist nur bis 17 oder gar 16 Uhr. Der Zoo schliesst allerdings immer erst eine Stunde nach Kassenschluss (also im Sommer erst um 21 Uhr!!)
Ich empfehle dringend, sich mindestens 20 Minuten vor Kassenöffnung am Zooeingang einzufinden (ausser man ist schon im Besitz eines Tickets). Ansonsten kann man je nach Jahreszeit und Wochentag schon hübsche Menschenschlangen vor den Kassen antreffen.

Der Zoo ist übrigens im Anschluss an eine Panama-Expo auf dem heutigen Gelände entstanden. Zoogründer ist der deutschstämmige Harry Wegeforth. Ihm folgte Belle Benchley und anschliessend der ebenfalls deutschstämmige Charles Schroeder (dem der Zoo auch seine Aussenstelle, den Wild Animal Park in Escondido, verdankt).

Allgemeines zur Anlage: Der Zoo ist querdurch durch eine Vertiefung (kleiner Canyon) dreigeteilt. Auf dem dem Eingang gegenüberliegenden Plateau befinden sich MEHRHEITLICH die Gehege für Antilopen, Hirsche, Giraffen und Zebras (darum Horn & Hoof Mesa genannt). Auf dem Plateau rechts vom Eingang befinden sich u. a. die Elefanten (Elephant Mesa) und auf dem Plateau direkt vor dem Eingang sind MEHRHEITLICH Affen und Vögel untergebracht. Von den Plateaus (Mesa, span. für Tisch, genannt) führen mehrere breite wie schmale Wege in die Mitte der Vertiefung wo die Hauptattraktion des Zoos, die Panda Forschungsstation, liegt. Die Worte Canyon und Plateau dienen als Hilfe. Mit ersterem ist in diesem Fall keineswegs eine steile und tiefe Schlucht gemeint. Man kommt also auch ohne sich die Beine zu brechen auf geteerten Wegen rauf und runter. Und für die ganz Bequemen gibt es sogar jeweils eine Rolltreppe (kein Witz!) die von der Pandaanlage zur Hoof-Mesa resp. zu den Vögeln und Gorillas führt. man nicht zu ernst nehmen, sich also keines, wo die Hauptattraktion des Zoos, die Panda Forschungsstation, liegt.

Nun zum Rundgang: Von den Direkt vor dem Eingang liegt eine Flamingolagune mit Kubaflamingos und diversen Gänse- und Entenarten (vorab Arten aus Süd- und Nordamerika). Nun geht es rechts herum an der Busstation (die bei meinem Besuch gerade umgebaut wurde) und einem Mehrzweckgebäude mit Entenweiher (Besatz: Rotschnabelente, Mandarinente, Brautente, Schwarzkopfruderente und noch zwei andere Arten plus Koi-Karpfen) vorbei zu einer Reihe von Kleinkäfigen und Volieren mit australisch-asiatischen Vogel- und Säugerarten (z.B. Guamralle, Borneo-Binturong, Plumplori). Der Weg führt dann automatisch an die Koala-Anlage. Die besteht aus zwei Innen- und wenn ich richtig gezählt habe fünf Aussengehegen. Früher lebte hier auch ein Teil der Goodfellow-Baumkänguruhs (UA burgersi), inzwischen gehört die Anlage nur den Queensland-Koalas (habe mindestens 8 Stück gezählt) und einem Parmakänguruh. In jedem Gehege befindet sich mindestens ein senkrechter, rund zweieinhalb Meter hoher Kletterstamm, mit einer tellerförmigen Holzplattform. Plattform ist mit einem leicht kegelförmigen Flachdach versehen (ähnlich wie gewisse Vogelfutterstellen bei uns).
Direkt neben der Anlage befindet sich ein Shop mit Koala-Krims-Krams. Dahinter liegt eine netzüberspannte Afrika-Anlage für Angola-Guerezas, Fleckenotter und eine Meerkatzenart (ich glaube es waren Schmidts-Weissnasen, ohne Garantie).
Mit dem Rücken zur Anlagen hat man die Wahl: Entweder steigt man den Bear Canyon runter zu den Pandas oder man umrundet die Elefantenanlage oder man läuft den Weg rechts herum weiter Richtung Horn & Hoof Mesa. Im ersten Fall (Bear Canyon) folgen grottenartige und nicht mehr zeitgemässe Anlagen für Transvaal-Löwen, Kapotter!!!!!!(Nominatform), Binturongs, Brillenbären, Alaska-Braunbär sowie provisorische Käfige für Kikuyu-Guerzas, Brauner Dschelada und Vollbartmeerkatzen (überzählige resp. nicht integrierbare Tiere?) ehe ein geschwungener „Dschungelpfad“ (oben, links, rechts – überall trop. Pflanzen) in den Sun Bear Forest führt. Dort gibt es in einer ehemals von Kleideraffen (schnüff) bewohnten Anlage Gelbwangen-Schopfgibbons (Hohe Anlage mit Sichtscheiben und Maschenzaun), Volieren mit südostasiat. Vögeln, Borneo-Malaienbären und Bartaffen zu sehen. Letztere befinden sich am Schluss des Pfades gleich gegenüber der Pandas resp. des Pandashops und des Pandarestaurants (Canyon Cafe). Wählt man von den Guerzas den Weg zu den Elefanten, folgt linker Hand eine „Gartenrestaurant“ (Sydneys Grill) bis man direkt vor dem ovalen Elefantengehege steht (Bestand gegenwärtig drei Kühe, einmal Afrik. und zwei Asiat.). Geht man links herum, folgt eine Guanakoanlagen, dann eine Schabrackentapiranlage und dann eine Doppelanlage für gegenwärtig ein Panzernashorn (Mitte der 90er wurden dort Südafrik. Spitzmaulnashörner gehalten). Weiter geht’s mit einem Gehege für Gr. Ameisenbären zusammen mit Mittelamerik. Agutis, drei oder vier Kleinkatzenkäfige für Arab. Falbkatze, Manul, Amurkatze und allenfalls noch eine Art, dann Baird-Tapire zusammen mit Wasserschweinen. Nun kommt eine Erdmännchenanlage, hinter der ein schmaler Weg runter in den Kiwi Trail führt. Wer den runterläuft sieht rechts erst eine Flachlandanoa-Anlage, der gleich links eine Käfig mit Banks-Rabenkakadus folgt. Ein Schritt und man steht im Mini-Nachttierhaus, wo sich hinter einer Glasumschlossenen Anlage Nördl. Streifenkiwis verbergen (verbergen ist wörtlich zu nehmen. Ich habe noch nie einen gesehen und auch nicht die Besucher, die ich darauf ansprach). Weiter bergab erscheint ein Glaskäfig mit Fossas (mind. 4 Stück). Dieser Käfig war früher (90er) mit Pakaranas besetzt. Würde man den Kiwi Trail nun ganz hinunterlaufen, würde man in den Cat Canyon gelangen.
Für meinen Rundgang geht es jetzt aber wieder den Trail rauf zu den Erdmännchen. Oben angelangt ist gleich links des Trails ein Käfig für zwei Flughundarten, die zusammen mit Kap-Klippschliefern gehalten werden. Gegenüber erblickt man schon wieder den Ausgangspunkt bei den Angola-Guerezas.
Der Weg führt nun links herum an einer Freianlage für Parmakänguruhs, dem sich ein Gehege mit einer Gruppe Visaya-Mähnenschweine und kleinere Freianlagen für Baumkänguruhs (die erwähnten burgersi) sowie eine Glas nlage für eine Kleinantilopenart anschliessen (Die Kleinantilope wird zusammen mit einer afrik. Rackenart gehalten - hier waren früher die Tasman. Beutelteufel untergebracht). Vorbei an einem Trampeltiergehege und einen stufenartig angelegten und daher nicht gerade optimalen Gazellenanlage (ich glaube es waren Spekes-G.?) gelangt man vor die African Kopje. Geht man den Weg links runter in den Cat Canyon, kommt man an Gehegen für Mittelchin. Gorale und Japan. Seraus (die Anlagen sind klein und dürften noch aus der Gründerzeit stammen), Sudan-Streifenhyänen, Warzenschweinen (UA sundevalli), Sibir. Luchsen, Pumas, Jaguaren, Nordchin. Leoparden, Schneeleoparden, Honigdachsen, Fossas, Turkmen. Karakal und div. Hornvögeln vorbei zu den Pandas (Die Gehege für die Kleinraubtiere sind auch älteren Datums und einer der ganz wenigen Schandflecken des Zoos). In diesem Canyon befindet sich auch das Hunte Amphitheatre, in dem mehrmals täglich die unterschiedlichsten Tiere vorgeführt werden (und wo bei meinem vorletzten Besuch ein Amerikanischer Dachs einer Trainerin herzhaft in den Finger biss).
Nimmt man an der African Kopje den Weg „durch“ die Anlage, erblickt man eine grosse Gauklervoliere (früher Kaffernadler, schnüff), eine Kombi mit Klippspringern (andere UA als in Frankfurt) und Zwergmangusten, sowie ein, zwei Kleinvogelvolieren. Weiter geht’s links herum, an einer weiteren Erdmännchenanlage vorbei (früher Gemeinschaftshaltung mit Löffelhunden) zu div. Huftieren. Das wären u.A. Massaigiraffen!!!!, Rehantilope, Südafrik. Buschschweine, Angola-Rappenantilopen, Südafrik. Springböcken, Nubische Sömmeringsgazellen, Westl. Blaurückenducker, Südafrik. Blauducker, Flachlandanoas, Bucharahirsche, Mishmitakin, Zulu-Suni usw. Hier war auch das vermeintliche Riesenwaldschwein (das leider in Wahrheit eher ein Westafrik. Buschschwein sein dürfte) untergebracht. Jetzt ist mir aber gerade entfallen, wo sie das hingepackt haben. Verdammtes Alzheimer! Gesehen habe ich es jedenfalls noch.
Aufgelockert wird die Huftierreihe durch aneinandergereihte Zuchtkäfige für Raggis-Paradiesvögel, wobei auch ein Riesenturako hier ein Plätzchen fand.

PS: Ein Grossteil der Huftieranlage soll einer grossen Elefantenanlage weichen. Als Baubeginn ist der Herbst 2007 vorgesehen. Im Guestrelations/Security-Office haben sie mir mitgeteilt, dass die neue Anlage Platz für (Zucht?)Gruppen beider Elefantenarten, eine didaktischen Bereich von der Entstehung der urzeitlichen Elefantenformen Nordamerikas sowie ein Gehege für Gabelblöcke!!! beinhalten soll. Als Name schwirrt „Elephants of America“ rum.

Am Schluss der Mesa liegt die westliche Station der Eingangs erwähnten Gondelbahn. Der Weg führt nun abwärts. Rechts hinter der Gondelbahnstation liegt Polar Bear Plunge. Ein Nordland-Komplex mit Gehegen für Eisbären, Sibir. Rentieren, Kl. Pandas (vormals Buntmarder und Manul), nordischen Gänsen und Enten (z.B. Zwergschneegans) sowie einem Volierekomplex für Meeresgänsevögel (z.B. Prachteiderenten) inkl. Unterwassersicht und künstlichen Seesternen und Seeigeln in Kitschfarben. Der Weg führt weiter abwärts vorbei an grossen Raubvogelvolieren (Bartgeier, Harpyie, Riesenseeadler) und einem Weiher für afrik. Wasservögel sowie einem Gehege für Flussschweine zur Pandastation.
Biegt man bei den Flussschweinen rechts ab, gelangt man zur Ituri Forest Anlage.
Hier sind in einer Gemeinschaftsanlage Schmidts-Weissnasenmeerkatzen, Fleckenhalsotter sowie Fleckenhalsotter und Sumpfmeerkatzen untergebracht. Die Sumpfmeerkatzen-Anlage war früher statt denselbigen mit Brazza-Meerkatzen, Rotbüffeln und Fleckenhalsottern bewohnt. Eine Voliere gleich neben einen Shop zeigt Kongopfauen, eine Agapornis-Art, Schillerglanzstare und Riesenturkakos. Weiter bergauf führt der Weg zur Flusspferdanlage, die normalerweise von einem Pärchen bewohnt wird. Bei meinem Besuch war nur das Männchen Jabba (Name ist etwas für Star-Wars-Fans) in der Anlage, das Weibchen wurde separiert, da gemäss Auskunft von Pfleger John in den US-Zoos kein Bedarf an allfälligen Nachwuchs besteht. Dank der freundlichen Einladung von John durfte ich sogar hinter die Kulissen (jetzt platzt Carsten vor Neid), und Jabba fotografieren, wie er sich für einen „Snack“ aus dem Wasser bemühte. Ansonsten sind die Hippos in San Diego praktisch nur im Wasser zu beobachten. Den Landteil der Anlage finde ich etwas klein geraten. Den gefilterten Wasserbereich (mit Tilapias, Rotaugenenten und integrierter Mauldusche auf Knopfdruck des Pflegers) finde ich jedoch sehr gelungen.
Oberhalb der Hippoanlage liegt das Okapigehege, das zugleich das Ende des Ituri-Forest markiert.
Der Weg führt nun wieder bergauf und teilt sich nach einem kurzen Stück. Der linke Abzweiger führt über eine riesige begehbare Voliere für afrik. Vögel (Scripps Aviary) zu den Gorillas. Geradeaus (halbrechter Abzweiger) geht’s zum Tiger River, den ich nun weiter beschreibe. Tiger River ist der Regenwaldfauna Südostasiens gewidmet. Unzählichte, dichte tropische Pflanzen säumen den Weg, zwischendurch erklingt aus Lautsprechern Tigergebrüll und feine Wassernebelanlagen entlang des Weges erzeugen echtes Dschungelfeeling (in dieser Perfektion können das eben nur die Amis). Hauptattraktion dieses Zooteils sind natürlich die Tiger, genauer Indochina-Tiger, hier allerdings als Malaya-Tiger angegeben (allerdings wird als wissenschaftl. UA-Name weder corbetti oder jacksoni, sondern malayensis verwendet). Die Tigeranlage ist über zwei Sichtscheiben oder über einen Graben einsehbar. Die Tiger zeigen sich allerdings SEHR selten nahe am Publikum. Meist „tigern“ sie am oberen Rand der Anlage bei den Gitterverstrebungen hin und her oder liegen dort oben im Schatten. Vorbei an einer weiteren und tiergerechten Schabrackentapiranlage, mehreren Netz- und Glasvolieren für div. asiat. Vögel und einem Netzpython-Terrarium gelangt man zu einer Fischkatzen-Anlage, der gegenüber sich eine Voliere für asiat. Sumpfvögel befindet (u.a. mit Malay. Nimmersatt, Java-Teichreiher, früher auch Storm-Storch). Den Abschluss bildet die ehemalige und inzwischen umgebaute Anlage für Ganges-Gaviale. Nun befinden sich darin diverse Wasserschildkröten aus Südostasien und Australien sowie ein oder zwei Australienkrokodile (C. johnsoni). Der Weg führt nun weiter in den brandneuen Monkey-Trails-Bereich (vormals Heart of the Zoo). Hier befinden sich grossräumige, zum Teil als Tiergemeinschaften angelegte, modernste und reich bepflanzte Gehege: Aus der asiatischen Fauna gibt’s Nebelparder, eine weitere Visaya-Mähnenschwein-Gruppe und Borneo-Bartschwein. Aus Afrika Zwergflusspferd mit Westl. Blaurückenducker, div. Buntbarscharten und Wolfs-Meerkatze, Panzerkrokodil, Mandrill, Kleine Weissnasenmeerkatze, Mohrenmangabe, Vollbartmeerkatze, Schmidts-Weissnasenmeerkatze, Angola-Guereza und Goldbauchmangabe. Ausserdem eine Voliere für afrik. Kleinvögel der Savanne sowie Kleinterrarien für Stumpfkrokodile (diese Anlage ist allerdings viel zu klein und anhand des heutigen Wissenstandes eine Katastrophe), Pelomedusenschildkröten, Gürtelschweife und div. anderen Echsen, Gabunviper und zwei Skorpionarten.
Nun kann man sich entweder an den Kuba-Flamingos vorbei Richtung Aus-Eingang begeben oder links um die Flamingoanlage herum laufen. In diesem Fall erscheint als erstes ein halboffenes Gebäude, wo hinter Glas Tonkinlanguren gehalten werden (auch hier gab es früher mal Kleideraffen). Dann folgt Absolutely Apes, eine Kombianlage für Orang-Utans und Sunda-Siamangs. Weiter geht’s durch die begehbare Parker Aviary (mit austral-asiat. Vogelarten wie Krontauben, Fruchttauben, Fasantauben und Spechten, sowie abgetrennt Hornvögel) zu mehreren Kleinvolieren (Wings of Australasia) mit div. ornithologischen Kostbarkeiten (z.B. Zimtkopfliest, Borstenkopf und Kragenparadiesvogel). Durch das Owens-Rain-Forest-Aviary (ebenfalls mit SOA-Vogelarten und einem aquariumähnlichen Teich mit SOA-Fischen) würde der Weg nun wieder runter zu den Pandas führen. Zugleich ist beim Owens-Aviary auch der Endpunkt der nur aufwärts fahrenden Rolltreppe aus dem Panda-Canyon (wer diese übrigens benutzt sieht während der „Fahrt“ Westchin. Schopfhirsche sowie einen Bennettkasuar, der vorher im Wild Animal Park lebte).
Wenn man von den Wings of Australasia jedoch links herum weiterläuft, gelangt man an eine wunderbare Anlage für Westl. Flachlandgorillas. Geht man rechts herum, steht man direkt vor dem Treehouse. Darin sind ein Restaurant mit Aussensitzplätzen (Alberts) sowie ein grosser Shop integriert. Zu Fuss oder über einen Lift gelangt man von dort zu den Bonobos, einer weiteren Anlage für Angola-Guerezas, einer Kronenadlervoliere, div. Vogelvolieren (u.a. mit Riesenturakos und Haubenperlhühnern) bis zum bereits erwähnten Scripps Aviary. In diesem befinden sich Hammerkopf, Mähnenibis (ein Exemplar hatte es dabei auf meine Sandalen abgesehen), Klaffschnabelstorch, Schildturako, Afrik. Blatthühnchen und noch mind. 15 weitere Arten). Vom Scripps Aviary führt der Weg am Monkey Trail vorbei wieder zur Flamingoanlage. Steht man vor dieser und wendet sich nun nach links, gelangt man zum Reptilienhaus (wobei sich eigentlich nur die Reptilien darin befinden, während die Besucher – allerdings überdacht - an den einzelnen Terrarien vorbei darum herum laufen). Hier werden teilweise extrem seltene Arten gezeigt, so z.B. Mittelamerik. Buschmeister, eine moosartig aussehende Lanzenotter aus China oder die Boelenspython. Ebenfalls vorhanden sind Königskobra, Rote Speikobra und div. Klapperschlangenarten. Vorbei an einer integrierten Komodowaran-Anlage mit Aussengehege geht’s rechts rum zu einigen Freilandterrarien und einer Häuschenreihe für Schildkröten, Amphibien und Kleinstreptilien. Am Ende der Reihe liegt im Freien eine erst vor wenigen Jahren erstellte grosse Anlage für Ganges-Gaviale und grosse asiat. Wasserschildkrötenarten (vormals waren hier Mississippi-Alligatoren untergebracht). Rechts herum wieder zurück kommt man an einer Freianlage für Galapagos-Riesenschildkröten vorbei, der ein weiteres Amphitheater für Tiervorführungen folgt (Wegeforth Bowl). Etwas versteckt dahinter ist das Hummingbird Aviary, das seinen Namen allerdings kaum noch verdient (Gerade eine Kolibri-Art lebt noch darin). Dafür enthält es aber ein paar interessante andere Vögel wie z.B. Spatelschnabelenten. Ueber einen kleinen Platz gelangt man in den Kinderzoo (dieser kostet im Gegensatz zu einigen anderen US-Zoos wie z.B. Bronx NY KEINEN gesonderten Eintritt). Im Kinderzoo werden neben typischen Streicheltieren (Zwergziegen usw.) auch Springtamarine, Braunkopf-Klammeraffen, Zwergseidenäffchen, Waschbären, Cavendish-Zwergrüsseldikdik, Kleiner Panda, Kanadaotter, Nacktmulle und – vielleicht nur vorübergehend – Andenfelsenhähne gezeigt.
Verlässt man den Kinderzoo wieder, gelangt man an der Ost-Station der Gondelbahn (mit Weiher für Afrik. Schlangenhalsvögel) und diversen Shops vorbei zum Ausgang (rechte Seite).
Puh, das wars! Alle die bis hier durchgelesen haben, verdienen eine Tapferkeitsmedaille.

(Eintrag vom 10.07.2007 zum Thema "Zoos in den USA")
Bernhard:   Letzten Samstag war ich bei der Zolli-Nacht. Es war sehr interessant zu sehen, dass das Thema "Nachtaufstallung" in der Schweiz ganz anders wie in Deutschland gehandhabt wird. Bis auf manche Vögel (wegen Füchse) haben alle Tiere die Wahl zwischen den Innenkäfigen oder der Außenanlage. So waren die Bären, Löwen, Schneeleoparden und Wildhunde alle über Nacht draußen (anscheinend keine Angst - und damit Gesetzt - dass die ausbrechen könnten :-) Die Elefanten müssen sogar auf der Außenanlage bleiben.

Stichwortartig ein paar Neuigkeiten noch: die Rentiere haben die umgestaltete ehemalige Lamaanlage (gegenüber den Wölfen) nun bezogen; die chin. Muntjaks sind vorrübergehend in der alten Känguruanlage untergebracht; an der Außenanlage der Panzernashörner wird kräftig gebaut; Hornraben sind nun mit den Somali-Wildesel vergesellschaftet; von den letzten Jahren geborenen Nilkrokodile lebt nun nur noch eines ( der Rest wurde Opfer der eigenen Eltern); bei den Geparden gab es letzthin Nachwuchs, dieser wurde aber von der Mutter nicht angeommen (und Handaufzuchten werden vom Zolli generell abgelehnt).

die Gepardin ist anscheinend mittlerweile wieder gedeckt worden und in die "Außenstelle" des Zollis gebracht worden, damit sie mehr Ruhe hat. Kann mir jemand über diese "Außenstelle" mehr sagen? was für Tiere werden dort noch gehalten?

abschließend noch eine weitere Frage: die Prariehund- und Aguti-Gehegen (neben dem Etoscha-Haus) sahen sehr verlassen aus, sind die Anlagen nicht mehr besetzt?
(Eintrag vom 08.07.2007 zum Thema "Zoo Basel")
Frank Albrecht:   @Miss Moneypenny
Wenn wir großzügig sind, kommen wir also auf 30 Tierarten, die Zoos angeblich gerettet haben. Wenn man auf Details eingeht, sieht auch diese Zahl sehr wackelig aus. Aber das interessiert nicht wirklich.

OK! 30 Arten.
Täglich sterben 120 aus.

Toller Zooerfolg.
Hört ihr den Beifall.
Der Zoo Hoyerswerda gibt für diesen erfolg jährlich 2-4 Millionen Euro aus.
Der WWF hat auf der Zookunftagung in Köln solche sinnlos ausgegeben Summen kritisiert, anbetracht ihres Schneeleopardenprojekt in ursprünglichem Lebensraum.

Falls sie sich mal irgendeinen Geschäftsbericht zur Hand nehmen, werden sie bemerken, dass nicht Zoos "diesen" finanziellen Beitrag leisten, sonders sie und ich.

Und auf den Beitrag der Zoos zum Artensterben von frei lebende nichtmenschlichen Tieren, geht natürlich keiner ein.
Schon die Wildfangzahlen von Herrn Hagenbeck vergessen?

Natürlich.

Damit sieht diese Erfolgsstatistik noch düstere aus.
(Eintrag vom 04.07.2007 zum Thema "Tierrechtler und Zoos")
Klaus Schwarz:   In der Krokodilhalle waren gestern nur zwei Krokodile zu sehen.

Die drei jungen Tiger sind kräftig gewachsen und toben nun zusammen mit ihrer Mutter in der Auseenanlage umher.

Bei den Schneeleoparden gab es auch Nachwuchs.

Das alte Aussengehege der Riesenschildkröten wird umgebaut. Hat Jemand eine Information welche Tierart hier einziehen soll?
(Eintrag vom 27.06.2007 zum Thema "Wilhelma Stuttgart")
IP66:   Dort, wo sie schon immer waren - im Käfig vor dem kleinen Raubtierhaus. Ich fand den bisher immer ausreichend, hätte es aber schön gefunden, wenn man das Ganze so erweitert hätte, daß sich ein akzeptabler Absperrkäfig ergeben würde, und zwar sowohl für die Luchse wie für die Schneeleoparden.
(Eintrag vom 20.06.2007 zum Thema "zoo wuppertal Erweiterung")
Sven P. Peter:   Wuppertal soll wieder einen Schneeleoparden haben. Weiß jemand wo dieser untergebracht ist?
(Eintrag vom 19.06.2007 zum Thema "zoo wuppertal Erweiterung")
stoffel:   Wer mal erste Bilder vom Nachwuchs bei den Löffelhunden und Schneeleoparden im Krefelder Zoo gucken möchte, kann das unter Aktuelles bei www.zoofanskrefeld.de tun... :-)
(Eintrag vom 15.06.2007 zum Thema "ZOO NEWS 2")
Lea:   Nachdem ich hier schon lange mitlahs habe ich auch einmal was zu berichten.
Wie ich gestern sah, gibt es bei den Schneeleoparden im Krefelder Zoo Nachwuchs, ich konnte ein Kätzchen erkenen. Eine Pflegerin bestätigte mir auch, daß die Löffelhunde Babys haben.
(Eintrag vom 10.06.2007 zum Thema "ZOO NEWS 2")
Hamburgerdeern:   Ich habe kein Problem mit GEO-Zoos, allerdings würde ich die Übergänge fließend machen und so z.B. Tropenhäuser für mehrere Kontinente nutzen.
Leider kenne ich keinen deutschen Zoo der meinen Vorstellungen entspricht oder den man zu dem umbauen kann. Evtl noch ein Safari-Park da der am meisten Platz bietet. Aber ich will keine Autos in meinem Park. Ich werde trotzdem mal meine Idee präsentieren!
Auf was ich auf jeden Fall Wert legen würde, wären verschieden Arten an Katzen, da ich absoluter Katzen-Fanatiker bin. Daher wären die Gegebenheiten an diese angepasst.
Außerdem würde ich den Tierpark in zwei Hauptbereiche unterteilen, Tropenartiges Klima (Regenwald) evtl mit Wüstenteil und Warmes und Kühleres/Kaltes Klima. Für den ersten Bereich würde ich ein riesiges Tropenhaus bauen, wodrin sich die Tiere begegnen können, allerdings nur in so weit wie es ihr Lebensraum zulässt und das kein Beutetier direkt mit einem Jäger gegenübersteht, allerdings schon so dass sie sich riechen können. Die “Gehege” werden möglichst unsichtbar von einander getrennt. Der Besucher soll das Gefühl haben in ein fremdes Gebiet zu kommen, dass er ergründen muss. Eine Art Expedition durch den Zoo. Die Anlagen sollen so offen/versteckt gestaltet werden wie in der Natur, so dass es auch mal sein kann, dass man nichts sieht nur hört und riecht.
Die außen gelegenen Anlagen werden ebenfalls in dem Stil gehalten.
Teilweise würde ich es auch machen, dass der Besucher nur durch Glastunnel gehen kann und die Anlage über den Köpfen weiter läuft bzw mit Hängebrücken ein Gelände überquert wird.
Da ich den Schwerpunkt bei den Katzen lege, sind nur Tiere aus deren Lebensräumen wieder zufinden, so dass kein Aquarium mit Meeresfischen oder anderen Tieren zu finden sein wird (dafür würde ich dann noch einen Zoo mit Hauptthema Wasserwelten machen). Affen werden daher auch nur soweit es geht vorkommen, wer mehr sehen will müsste dann in den Zoo meiner Schwester gehen, die würde einen Affen-Zoo machen.
Wer mehr über die Anlagen wissen will wie ich sie mir vorstelle, der Burger Zoo wäre eine kleine Anregung. Aber hier dann erst einmal die Abschnitte:
Nord-Amerika Wüste und Gebirge (frei): Puma (Puma concolor), Rotluchs (Lynx rufus), Rentier, Nordamerikanischer Elch, Oppossums, Weißbartpekari, Halsbandpekari, Gürteltier
Süd-Amerika Tropen (Haus): Jaguar (normale und schwarze) (Panthera onca), Jaguarundi (Puma yaguarondi), Ozelot (Leopardus pardalis), Peludo (Leopardus wiedii), Flachlandtapir (Tapirus terrestris), Bergtapir (Tapirus pinchaque), Baird-Tapir (Tapirus bairdii), Halsbandpekari (Pecari tajacu), Chaco-Pekari (Catagonus wagneri)
Europäische Wälder (frei): Eurasischer Luchs (Lynx lynx), Wildschweine, Europäisches Reh, Marder, Kaninchen
Afrika Savanne und Steppe bis Wüste (frei): Löwe (Panthera leo bleyenberghi), Gepard (Acinonyx jubatus) evtl. mehrere Unterarten, Afrikanischer Leopard (Panthera pardus pardus), Karakal (Caracal caracal), Serval (Leptailurus serval), Antilopenarten, Tüpfelhyäne, Schabrackenhyäne, Erdwolf, Erdferkel
Asien Steppe, Tundra, Nadelwälder und Gebirge (frei): Löwe (Panthera leo persica), Amur-Leoparden (Panthera pardus orientalis), Nordchinesische-Leoparden (Panthera pardus japonensis), Schneeleoparden (Uncia uncia), Sibirischer Tiger (Panthera tigris altaica), Hirsche, Wildschweine, Elche, Goral, Streifenhyäne
Asien Tropen und andere Wälder (Haus): Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae), Südchinesischen Tiger (Panthera tigris amoyensis), Bengaltiger (Panthera tigris tigris), Nebelparder (Neofelis nebulosa), Iriomote Katze (Prionailurus iriomotensis), Marmorkatze (Pardofelis marmorata), Schabrackentapir (Tapirus indicus), Wasserreh (Hydropotes inermis), Antilopenarten und weitere Hirsche

Affen, Fische und Reptilien und Amphibien so wie sie passen, bei doppelt vorkommenden Arten, werden die Gehege so gelegt dass sie möglichst an die anderen zugehörigen anstoßen. Bei “Asien Tropen und andere Wälder” werden evtl doch noch Tiere ins Freie ausgegliedert.
(Eintrag vom 29.05.2007 zum Thema "Eure planung")
Medojed:   Hier nun wie versprochen mein Bericht zu Pilsen.Den Zoo besuchte ich mit hohen Erwartungen, da es allgemein heißt, in Pilsen gäbe es einen großen, bemerkenswerten Tierbestand.Zur Größe des Geländes kann ich nichts sagen, darüber liegen mir keine Informationen vor, geschätzt sind es wohl ca.15 ha.Der Zoo ist eine Kombination mit einem botanischem Garten und entsprechend wunderschön sind die Gartenanlagen und die Landschaft.Es ist eine Mischung aus Naturzoo im hinterem und oberem Zooteil, auch Pilsen ist leider sehr steil und bergig, und gepflegter, hübsch angelegter Gartenlandschaft mit vielen Steingärten.Die Gehege sind sehr schön in diese Landschaft eingebettet. Gleich am Eingang liegt die sehr nett gestaltete Anlage für ein Berberlöwenpaar , die leider auf der Löwenseite durch einen Stromzaun abgesichert ist. Der Innenraum für die Löwen liegt im Afrika-Kleinsäugerhaus. Ja, auch Pilsen hat ein solches, und ich frage mich, warum afrikanische Kleinsäuger so beliebt sind in Tschechien. Der Löweninnenkäfig ist klein, düster und fast komplett einrichtungslos. Minuspunkt. Im ersten Schauraum haben Schmalstreifenmungos aus Berlin die ehemalige Klippschliefer-Anlage bezogen. Diese sind in einen winzigen, verwinkelten Glaskäfig umgezogen, ich hoffe, nur übergangsweise. Die große, schöne Natur-Außenanlage für die Klippschliefer wird jetzt von Bobaks bewohnt, damit sie nicht leersteht.Bevor ich es vergesse, der Pilsener Zoo ist ein Geozoo und ein weiteres Beispiel, das dieses Konzept nicht funktioniert. Viele Arten sind in anderen Bereichen des Zoos untergebracht, und den Besuchern fällt es ohnehin nicht auf, das der Zoo geographisch gegliedert ist.
Im Südamerika-Bereich leben z.B Gorale mit Muntjaks zusammen, sowie Schneeleoparden und China-Leoparden.Zurück zum Afrika-Haus.Im Tagbereich leben noch Kattas, der Nachtbereich besteht zu 90% aus verschiedenen Mäusearten. Eine Gemeinschaftsanlage bewohnen Senegal-Galagos, Quastenstachler und Flughunde.Gabunviper und Rüsselspringer,Garnettgalago,Schabrackenschakal ,Zebramanguste und Löffelhund sind die weiteren Bewohner.Die drei letztgenannten Arten,im Hellbereich untergebracht, haben schöne Freianlagen.
Früher waren die Kapfüchse hier untergebracht , diese leben jetzt in einer uralten, ehemaligen Vogelvoliere im Eingangsbereich. Diese alten Volieren gehören zu den Altlasten und finden aufgrund der Vogelbewohner keine Beachtung. Hier leben auch noch Amur,-und Falbkatzen sowie Ozelots.Die Baumstachler siedeln demnächst um in eine neue Analge im Kanadabereich, wo sie mit Skunks vergesellschaftet werden.
Hier leben noch Luchse in einer zwar neuen, aber furchtbaren Anlage(zu klein,keine Deckung ),Zwerwapitis und Schneeziegen.Hinter dem Afrikahaus liegt das kombinierte Affen,-Reptilen,-Vogel,-und Kleinsäugerhaus. Eine Schimpansengruppe und Wanderus sowie Brazza-Meerkatzen sind die äffischen Bewohner, die alten Vogelvolieren mit 08/15 Besatz haben verschiedenen Kleinsäuger als Unterbesatz, erwähnenswert sind die Bergpakas.Die Terarrien sind größtenteils sehr klein und alt.Eine ehemalige Krokodilanlage wird nun von den Komodowaranen bewohnt, wobei das Männchen weit über 2 m lang ist und sehr beeindruckend ist.Eiablagen gab es zwar, aber die Jungen starben immer kurz vor dem Schlupf. Mehrere hübsche Affeninseln und eine Pinguinanlage sowie 4 Känguruharten ( Parma,-Derby,-Bennett,-Rotes Riesen )sowie ein großer Souvenierladen mit integrierter Katta-Anlage vervollständigen den Bereich. Die Katta-Außenanlage ist begehbar. Eine große Voliere für Sichler,Löffler und fliegende Pelikane liegt auf dem Weg Richtung Afrika. Den Anfang macht eine riesige Wald-Insel für eine Zuchtgruppe Angola-Guerezas. Der Innenraum ist auch hier winzig und dafür gibt es Minuspunkte. Es ist aber toll, die Guerezas in riesigen Bäumen herumspringen zu sehen.Eine Männergruppe lebt in der Sitatunga-Anlage.Es folgt eine riesige Natur-Anlage mit großem Teich für Pelikane, Elen,Chapman-Zebra,Litschis,Watussis und Strauße.An diese Anlage grenzt ein neugebauter Huftierstall, der noch um einen Anbau für Giraffen erweitert wird.
Vorbei an den Sitatungas und Affeninseln für Weißhandgibbons ( in Afrika ) und Roten Varis kommt man nach Eurasien. Eine neue Anlage für Wisente macht den Anfang, daneben liegt eine große, teils bergige Anlage für ein Moschusochsenpaar und Präriehunde(ich liebe Geozoos )In keinem anderem Zoo kommt man so nah an die Moschusochsen heran, bis auf ca.70 cm kommt man an die Tiere heran, die nur durch eine relativ niedrige Steinmauer mit Stromzaun von den Besuchern getrennt sind. Eine Braunbärengruppe bewohnt eine 1 ha große Waldanlage, und hier beginnt der sehr steile Aufstieg in den Bergteil.Oben angekommen liegt die Wolfsanalge, ohne zusaätzliche Absperrung kann man ohne weiteres die Wölfe streicheln. Der Zaun weist teilweise große Beschädigungen auf, also bin ich flugs weitergelaufen, das Hinweißschild an der Prager Wolfsanlage noch gut in Erinnerung.Ein Bauernhof mit vielen Schafsrassen schließt sich an,danach kommt man nach Kanada und von dort erfolgt der Abstieg in den Südamerikateil mit einer großen,sehr schönen Bergananlage für Guanakos, Nandus und Capybaras. Pekaris leben mit Nasenbären zusammen, in Extraanlagen leben Mähnenwölfe, Maras und nochmals Muntjaks.Im Asienbereich gibt es noch Sib. Tiger,Bobaks, eine Trampeltier-Anlage,Kiangs und eine Streichel-Anlage mit Nilgaus. Die Tiere und Besucher können direkt an den Zaun, der vieleicht 1,2 m hoch ist und die Besucher streicheln und füttern die Nilgaus.Verteilt im ganzen Zoo gibt es alte Vogelvolieren und Glaskästen für Vögel, alle mit mehreren Arten besetzt.Das war's.Laut dem Plan, den man an der Kasse bekommt, hält der Zoo 6000 Tiere in 1200 Arten, davon merkt man nichts.Ich habe alle Großtierarten aufgezählt,außer die Esel,ein Aquarium gibt es nicht, da frage ich mich, wie kommen 1200 Arten zusammen, nicht mal Stuttgart hat 1000 Arten, und die haben etliche Großtiere und ein Aquarium.In der Innenstadt unterhält der Zoo ein winziges Ein-Raum-Aquarium, Akwa-terra genannt.Ca 12 Terrarien und 4 Aquarien umfasst das ganze, das ganz nett aufgemacht ist, aber ungefähr den Charakter der Zooabteilung bei Kölle-Zoo hat und dementsprechend findet sich am Eingang auch ein Hinweisschild in Deutsch:Keine Verkaufsaustellung.Laut Prospekt werden hier 180 Vogelspinnenarten gehalten, fast alle davon in den winzigen Spinnenwürfeln.Ich weiß, das der Zoo hinter den Kulissen eine große Nagersammlung, vor allem Mäuseartige sowie eine große Vogelsammlung hat, dennoch bezweifele ich die Angabe von 1200 Arten.Vor allem in Anbetracht dessen, was der Zoo vor 20 Jahren noch hatte, in einem Antiquariat in der Stadt habe ich einen Zooführer von Pilsen von 1986 gefunden, es ist unglaublich, was der Zoo damals noch hatte:Neben einer großen Greifvogelsammlung noch Eis,-und Schwarzbären,Wildschweine,Mähnenspringer,Mufflon,Reh,Dybowskihirsch,Gepard,Wildkatze,Nordluchs,Sib.Luchs,Jaguar,Schwarzer Panther,Mantelpavian,Dschelada,Mandrill,Rotscheitelmangabe,Grüne Meerkatze,Husarenaffe,Magot,Spitzmaul,-Breitmaul,-und Panzernashorn,Flußpferd,Afrikanischer Elefant,Chapman,-Grevy,-Böhm,-Damara und Bergzebra,Springbock,Schwarzer Springbock,Buntbock,Kleiner Kudu,Kaffernbüffel,Rappen,-Pferde,-Addax,-Säbel,-und Elenantilope,Mrs.Grays-Wasserbock,Litschi,Ellipsen-wasserbock,Defassa-wasserbock,BongoWeißschwanz,-und Streifengnu,Rothschild-Giraffen,Afrik.Wildhund,Streifenhyäne,Alpaka,Lama,Guanako,Dromedar,Yak,5 Krokodilarten, eine große Papageien-Sammlung....Bemerkenswert ist, das man von der riesigen Huftiersammlung nicht mehr viel merkt, die meisten Anlagen und Gebäude gibt es nicht mehr.Es ist ja positiv, das aus Platzgründen der Tierbestand verkleinert wurde,warum man aber nicht einige der vorhanden Anlagen renoviert hat, ist mir schleierhaft, vermutlich mußte der Tierbestand auch aus finanziellen Gründen drastisch verkleinert werden.Der Zoo ist nett, und man sollte, wenn man in Prag ist, rausfahren,allein wegen der Kapfüchse, aber Parg ist bedeutend schöner mit einem ungleich bedeutsameren Tierbestand.Zooführer gibt es natürlich keinen.
(Eintrag vom 26.05.2007 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Zooguidecollector:   Ich habe eine Frage zu den neuen Zooführeren des Zoo Krefeld, die Ausgaben mit Ringbindung. Ich habe vorgestern die aktuelle Ausgabe, 5.Aufl. 2007 erhalten. Demnach müßte es also 5 Ausgaben mit Ringbindung geben, ich habe aber nur 4 :
2000-Blumenfledermaus,Schneeleopard
2005-Orang-Utans,Schneeleoparden
2006-Orang-Utans,Spitzmaulnashornkalb
2007-Baumkänguruh,Spitzmaulnashorn.
Demnach müßte es also zwischen 2000 und 2005 noch eine Ausgabe gegeben haben, ist das richtig ? Besitzt Jemand eine Ausgabe aus diesem Zeitraum, und was zeigt das Titelbild ? Recht herzlichen Dank für jede Hilfe!
(Eintrag vom 25.05.2007 zum Thema "Zoo Krefeld")
Zoosammler:   Wildpark Lüneburger Heide
Wie ich heute der Tagespresse entnehmen durfte, freut man sich im Wildpark Lüneburger Heide über zahlreichen Tier-Nachwuchs, unter anderem bei Nasenbären und Präriehunden.
Das hat mich zu Gedanken zurückgebracht, die mir, vor allem bei Lektüre mancher Forumsbeiträge, schon öfter vorgekommen sind.

Wie sieht es mit der Entwicklung dieses Wildparks aus?
Es handelt sich um eine bekannte Einrichtung mit Strahlkraft und Popularität weit über regionale Gefilde hinaus, in der deutschen Wildparkszene vielleicht allerhöchstens noch mit dem Wildpark Bad Mergentheim vergleichbar.
Trotz direkter Konkurrenz aus Rosengarten (mir persönlich gefällt der Wildpark Schwarze Berge sogar wesentlich besser) und Lauenbrück, im weiteren Sinne aber auch aus Walsrode, Soltau, Hannover, Hamburg und Hankensbüttel, scheint es dem Park blendend zu gehen.
Er besteht wohl seit ca. drei Jahrzehnten und ist seitdem eine feste Größe in Norddeutschland (ich schätze, das liegt daran, dass es sich beim WLH über die erste derartige Einrichtung im Norden handeln könnte), er verfügt über große Werbekapazität und bereichert seinen Tierbestand seit den 1990er Jahren immer stärker mit Arten, die ihn sowohl in der Fachwelt als auch beim Massenpublikum attraktiver machen (-> Schneeleoparden).
Neuerdings hat er sogar seine eigene Fernsehserie, die deutschlandweit ausgestrahlt wird.

Um den Bogen zurück auf die erwähnten Nasenbären und Präriehunde zu schlagen: Es hat den Anschein, als dass man in Hanstedt-Nindorf Tiere nicht mehr nach der Kategorie "passend für das Wald- und Wiesenkonzept", sondern "Hauptsache, es gefällt den Besuchern" auswählt, so dass sich immer mehr im landläufigen Sinne als exotisch definierte Tierarten in der Einrichtung wiederfinden. Ich meine, sogar von Plänen für eine Tigeranlage gehört zu haben und auch Elche, Moschusochsen, Kodiakbären und Irbisse sind ja nicht unbedingt Tiere des durchschnittlichen Wildgatter-Kalibers.
Als es hier im Forum um die Takin-Problematik ging, hat Michael Mettler vorgeschlagen, dem WLH die Takin-Haltung "schmackhaft zu machen", ein reizvoller und gar nicht mal so abwegiger Vorschlag wie ich finde.
Auch publikumsattraktive Arten für Kleinzoos wie Pinguine, Kängurus, Papageien, Neuweltkamele, Erdmännchen,... würden im WLH mittlerweile nicht weiter verwundern.

Glaubt ihr auch, hier bahnt sich still und leise eine interessante Entwicklung hin zu einem neuen "Groß-Tierpark" an?
Wenn ja, wäre der Wildpark Lüneburger Heide ein ganz interessanter und einzigartiger Zoo (oder könnte es werden): Ausgestattet mit viel (Erweiterungs?)-Fläche und der unverfälschten rustikalen Landschaftsatmosphäre der Lüneburger Heide würde er eines der größten klassischen Wildpark-Tiersortimente ausstellen (was städtische Großzoos kaum leisten können oder wollen) und gleichzeitig in neuen, modernen Anlagen immer mehr typische Zoo-Exoten halten.
Eine realistische Vision?
(Eintrag vom 24.05.2007 zum Thema "Wildpark Lüneburger Heide")
Shensi-Takin:   Schlecht finde ich die Münchner Anlagen für Schneeleopard & Vielfraß nicht-dafür schon eher das Dschungelzelt(1996). Ob sich die Elefantenhaltung wirklich sehr viel verbesset hat? Sagen wir mal: verbessert. Im übrigen: Wo soll da überhaupt Platz für eine Bootstour sein-auf dem angrenzenden Isarwehr etwa?




(Eintrag vom 16.05.2007 zum Thema "Projekte der Zoos")
Sven P. Peter:   Sowohl Schneeleopardenanlage als auch die der Vielfraße ist sehr minimalistisch eingerichtet, doch für die Tiere Ideal, besser als in den meisten anderen Zoos. Und ich mag es wenn man statt platzfressender Gräben Maschendraht nimmt.
Das Dschungelzelt müsste 1992 oder 1993 eröffnet worden sein und war schon damals nicht Zeitgemäß...
(Eintrag vom 16.05.2007 zum Thema "Projekte der Zoos")
Jennifer Weilguni:   Klar, aber Sumatratiger sind ja eben keine Schneeleoparden, während Chinchillas aber Hasenmäuse sind :-) Aber wir wollen ja nicht korinthenkacken, wie gesagt, wollte nur mal(wieder) frech sein :-)
Langschwanzchinchillas hatte ich übrigens auch mal aus schlechter Haltung übernommen, die Halter hatten sich in keinster Weise informiert und so stand weder ein Sandbad noch artgerechtes Futter zur Verfügung. Es hat etwa 3-4 Monate gedauert, bis sich das Fell der Tiere erholt hat. Man kann also sicher davon ausgehen, dass Chinchillas zu den Pfelglingen gehören, denen man eine schlechte Haltung auf den allerersten Blick ansieht. Demzufolge haben die Peruanischen Hasenmäuse in Halle wohl wirkich alles, was sie zum Leben brauchen, auch mir ist aufgefallen, in welch gutem Zustand sich diese befanden. In Gera wiederum das krasse Gegenteil. So wie sich das darstellte, werden die Chinchillas dort wohl nur in Aussenhaltung gezeigt ? Auf jeden Fall sahen sie ziemlich "heruntergekommen" aus und machten einen übernervösen, gestressten Eindruck.
(Eintrag vom 16.05.2007 zum Thema "Hasenmäuse")
Michael:   Ich bin nicht traurig um die Eisbärenanlage in München. Die Betonklötze sind nicht sehr schön anzusehen und für die Eisbären sicher auch nicht sehr attraktiv und angenehm. Allgemein benötigen die Eisbären dort mehr Auslauf, was derzeit nicht wirklich gegeben ist. Schöne Beispiele für die Eisbärenhaltung sind z.B. Nürnberg und Stuttgart. Zumindest was das Platzangebot betrifft.
Dringend nötig wäre meiner Meinung nach auch eine Neugestaltung der Raubkatzenanlagen nahe dem Asien-Teil. Finde die Anlagen doch sehr aneinander geschachtelt und einfallslos platziert, auch wenn die Einrichtung zumindest bei den Schneeleoparden und dem Vielfraß sehr schön ist.
(Eintrag vom 15.05.2007 zum Thema "Projekte der Zoos")
Michael Mettler:   @Jennifer: Na ja, Schneeleoparden sind auch Großkatzen und werden trotzdem anders gehalten als Sumatratiger :-)

Ich hatte einige Jahre lang Langschwanzchinchillas. Als ich - dazwischen lagen etliche Jahre - erstmals vor den Hasenmäusen in Halle stand, kamen diese mir in Bewegung, Aussehen usw. (einschließlich des beobachteten Sandbadens) doch sehr vertraut, weil chinchilla-artig vor. Begeistert hat mich vor allem der gute Pflegezustand; ich habe hie und da in Tierparks schon Chinchillas in Außenkäfigen gesehen, und deren Fellzustand sprach Bände darüber, dass die Haltung für sie alles Andere als optimal war.
(Eintrag vom 15.05.2007 zum Thema "Hasenmäuse")
Tinky Winky:   Besonders der Zuchterfolg mit der Tüpfelhyäne ist bemerkenswert, Schneeleoparden ja eher weniger,die züchten ja besser als so manches Nagetier.
(Eintrag vom 13.05.2007 zum Thema "ZOO NEWS 2")
Konstantin Ruske:   Im Tierpark Berlin sind 2,0 Schneeleoparden und 1,2 Chinaleoparden ( vom neuen Hamburger Kater), geboren worden, ebenso eine Tüpfelhyäne.
(Eintrag vom 13.05.2007 zum Thema "ZOO NEWS 2")
Zooguidecollector:   1stoffel.Krefeld hat was Neues ? lechz,Gier,Sabber, was ist denn auf dem Titelbild ? Lass mich raten: Kleiner Panda,Tiger,Schneeleopard,Jaguar oder ein Menschenaffe.
(Eintrag vom 09.05.2007 zum Thema "Neue Zooführer")
Michael Mettler:   Für mich fängt der Erlebniszoo schon damit an, dass eine Naturillusion erzeugt wird - womit auch immer. Ein Hirsch im Wildgatter (also im heimischen Umfeld) erzeugte keine Naturillusion, ein Löwe im Menageriezwinger ebenfalls nicht; aber als durch Hagenbeck Tiere erstmals vor "Theaterkulisen" präsentiert wurden, war nach meiner Einschätzung der Weg zum Erlebniszoo beschritten.

Zwischen der Präsentation von Großkatzen in einer "klassischen" (Hagenbeck) oder neueren (Hannover) Löwenschlucht oder in einer Schneeleoparden-Schlucht (Köln) kann ich trotz sehr unterschiedlicher Wertschätzung aller drei Zoos unter den Hardcore-Fans beim besten Willen keinen nennenswerten Unterschied finden: Alle drei zeigen das Tier in einem Bühnenbild, das der Betrachter für naturgetreu halten soll.

Und ob Kinder im Zoo nun auf nachgebildeten Walknochen herumklettern oder didaktisch wertvolle Klapptafeln bedienen, scheint mir vom "Erlebniswert" her eher für erstere Variante zu sprechen - wovon werden sie wohl eher ihren Schulkameraden erzählen, oder andersrum gefragt: Was hinterließ den nachhaltigeren Eindruck?
(Eintrag vom 04.05.2007 zum Thema "Bald keine "richtigen" Zoos mehr!?")
Michael Mettler:   Überlegungen in gewisse Richtungen muss es schon lange geben. Ich erinnere mich daran, schon in den 80ern gehört zu haben, man wolle sich thematisch auf ganz Europa ausweiten und deshalb auch Magots (ist ja später passiert) und Leoparden (wegen ihres Vorkommens in Anatolien, wurde nicht realisiert) in den Bestand aufnehmen.

Der Wildpark Lüneburger Heide war schon lange vor den Schneeleoparden über den reinen Heimattiergarten hinaus, immerhin sind/waren Mähnenschafe und Sibirische Steinböcke, Alaska-Elche udn Wapitis, Kodiakbären und Timberwölfe ebenfalls "Exoten".

Prinzipiell ist gegen eine Neuausrichtung nichts zu sagen. Viele der heutigen Großzoos begannen schließlich auch mal als Heimattiergärten!
(Eintrag vom 27.03.2007 zum Thema "Neuausrichtung Tierpark Neumünster")
Ollo:   Neuausrichtung Tierpark Neumünster
Der Tierpark Neumünster war bisher ein klassischer Heimattiergarten. Seit einigen Jahren haben sich dort Eisbären niedergelassen, und früher soll es auch mal Saigas gegeben haben. Dies sollen nun keine Ausrutscher bleiben. Man plant mit weiteren Exoten wie Pinguinen und Tigern (siehe Zoopresseschau).
Was haltet Ihr von dieser Neuausrichtung? Also ich finde solch eine Entwicklung völlig in Ordnung. Ein strikter Themenzoo wäre zwar moralisch überlegen, aber wenn man dort im Zentrum Schleswig-Holsteins neue Chancen wittert, sollte man sie zu nutzen versuchen. Immerhin handelt es sich bei den angedachten Arten um Tiere der kälteren Zonen. Und zuletzt sei darauf hingewiesen, daß auch andere Wildparks punktuell Exoten einbauen, z.B. Sababurg mit Affen und Pinguinen, Lüneburger Heide mit Schneeleoparden und Häherlingen.
(Eintrag vom 27.03.2007 zum Thema "Neuausrichtung Tierpark Neumünster")
?:   @Shensi-Takin. Glück gehabt mit den Tigern in Leipzig , wahrscheinlcih waren da immer genügend Praktikanten vorhanden..Scherz beiseite. Ich habe bisher erst einmal das Glück gehabt, die Tiger in der neuen Anlage zu sehen. Es ist mir auch klar , das es nicht auf die Größe des Geheges ankommt, ich vertrete aber die Meinung, je größer, dsto besser, wenn ein Zoo also die Möglichkeit hat, seinen Tieren größstmögliche Anlagen zur Verfügung zu stellen,dann soll er das auch bitte tun.
Die Löwen-Anlage in Basel ist für den nur 12 ha großen Zoo sehr großräumig ausgefallen. München mit seinen 30 ha dagegen ist peinlich. Soetwas darf es in heutigen Zeiten einfach nicht mehr geben. Von Magdeburg ganz zu schweigen, da ist es aber nicht nur die Löwen-Anlage. Das es dort aber auch anders geht, zeigen doch die Tiger,-und Schneeleoparden-Anlage. Es geht jetzt zwar ziemlich speziell in die Thematik " Großkatzen-Haltung " rein, aber nehmen wir doch mal den Tierpark Berlin als weiteres Negativbeispiel.Der Park verfügt über 160 ha Fläche. Und wie werden dort die Großkatzen gehalten ? In kleinen, relativ einrichtungs,-und strukturlosen Innen,-und Außenkäfigen. Kleine Freianlagen haben die Löwen und die Sibirischen Tiger.Der Park ist jetzt größtenteils komplett renoviert mit Ausnahme des Alfred-Brehm-Hauses. Wäre es nicht sinnvoll, dieses Haus für Vögel , Kleinsäuger und die Seekühe aus dem "Aquarium"im Elefantenhaus umzugestalten und einige wenige Katzen ( Tiger,Leopard,Löwe,Jaguar und die Kleinkatzen in großräumige, naturnah gestalteten Anlagen umzusetzen ? Es ist abslout nicht notwendig, je drei Tiger,-und Leoparden-Unterarten zu halten, erst Recht nicht, wo nun beide Zoos unter der selben Leitung sind.Und die Mehrheit der Zoobesucher sieht das ähnlich, lieber weniger Arten, diese aber entsprechend präsentiert. In Frankfurt vermisst Niemand die Panther , Jaguare oder Pumas.
(Eintrag vom 17.03.2007 zum Thema "Tiergarten Nürnberg")
Shensi-Takin:   Kann dem bereits gesagten nur zustimmen-diese Serie ist wirklich äußerst sehenswert. Allein die Goldstumpfnasen, die tauchenden Javaneraffen oder die Schneeleoparden-Jagd usw. usw...oft wünscht man sich da noch längere Szenen. Weiß irgendjemand schon, wann & auf welchem Sender die "Graswelten"-Episode wiederholt wird?
(Eintrag vom 13.03.2007 zum Thema "Zoo-Sendungen & Co")
Sven P. Peter:   Um bei der Anlieferung der Bauteile für Gondwana nicht einzustürzen wird grad die Brücke neben der Storchenanlage umgebaut:

http://img87.imageshack.us/img87/5460/klbrckelq2.jpg

Und die Käfige der Tigerfarm wurden nicht nur neu eingerichtet, sondern die Schneeleopardenkäfige bekommen vorne auch einen Laufgang, sondass ein Rundlauf entsteht:

http://img406.imageshack.us/img406/9208/klleopardengangfx9.jpg
(Eintrag vom 27.02.2007 zum Thema "Zoo Leipzig")
Wilhelma:   Schneeheeflöckchen, Weißröckchen ...
„Nanu, gibt’s doch noch Schnee?“ mag sich der eine oder andere Wilhelma-Bewohner gewundert haben über die unvermutete weiße Pracht, die seit Mittwochmorgen als flauschig-dicke Decke über dem Park liegt. Während die Parkpflege stundenlang Wege und Zufahrten räumt, müssen einige Tiere und Pflanzen etwas länger auf die gewohnte morgentliche Begrüßung warten, weil der Schnee so manchem Mitarbeiter lange Umwege aufgezwungen hat.
Den meisten Wilhelma-Tieren macht das Wetter als solches nichts aus, aber für den einen oder anderen haben Schnee und Frost doch Konsequenzen. So bekommen etwa die Giraffen Hausarrest, damit sie sich bei Schneeglätte nicht die Beine brechen. Elefanten, Nashörner, Zebras und Antilopen dürfen nur wenige Stunden ins Freie, damit sie sich nicht erkälten oder die Ohren abfrieren. Dickfelligen Naturen wie Bären, Bisons oder Schneeleoparden geht der Winter hingegen am pelzigen Hintern vorbei, die durch ihre Speckschicht gut isolierten Seelöwen spielen vergnügt im Wasser und die Königspinguine feiern bei sinkenden Temperaturen ein Fest nach dem anderen. Der schnatternden Schar der Flamingos reicht gegen die Unannehmlichkeiten des Winters ein Fußbad im 14°C warmen Mineralwasser. Die Piepmätze jedoch, die bei Minusgraden kalte Füße kriegen, sind von den Pflegern bereits vor Wochen ins warme Winterquartier gebracht worden. Die Störche, die ja in der Wilhelma nur zu Gast sind und nicht zum Inventar gehören, halten der guten Küche wegen auch bei Eis und Schnee am Neckar aus und verzichten auf den Trip gen Süden. Für die Bewohner von Amazonienhaus und Aquarium hingegen ist gar kein Winter. Und die Besucher? Nun, wenn sie es denn hoffentlich bis zur Wilhelma schaffen, können sie das Wechselbad zwischen üppigem Grün in tropischen Häusern und üppigem Schnee in heimischer Winterlandschaft genießen!

(Eintrag vom 24.01.2007 zum Thema "Pressemeldungen der Zoos")
Sven P. Peter:   Deja vu!

Ich würde die alten Schneeleopardengehege mit Manulen besetzen, und nicht abreißen. Ansonsten guter plan :)
(Eintrag vom 09.01.2007 zum Thema "Eure planung")
JT99:   ZOO KREFELD:

So ich habe mich auch mal mit dem Krefelder Zoo befasst und habe versucht, möglichst viele Arten im Zoo zu erhalten. Sie sollen ansprechendere Gehege bekommen und der ganze Zoo soll nachdem dieser „Masterplan“ umgesetzt wurde in besserem Licht dastehen :)
Ein paar meiner Änderungen stehen schon lange im Raum und ich habe sie größtenteils übernommen. Ich habe außerdem versucht, die Tiere ein kleines bisschen ihren Lebensräumen zuzuordnen.

(Ich beginne am Eingang und benutze den vom Zoo empfohlenen Rundgang)

Die drei Kamele am Eingang sowie die verschiedenen Haustiere bleiben bestehen. Die ersten Veränderungen gibt es beim Pavianfelsen und dem Stachelschweingehege. Auf der Paviananlage und dem sich dahinter befindenden freien Gelände entsteht ein Gehege für Große Ameisenbären. Das Haus kommt auf die Stachelschweinanlage, der Weg zwischen den beiden Anlagen wird überbaut. Das Haus ist begehbar und beherbergt in einem kleinen Terrarium noch Nasenfrösche. Die nächste Veränderung gibt es bei den Seelöwen. Diese ziehen aus und hier wird eine Anlage für Nasenbären gebaut, nach Duisburger Vorbild. Das Regenwaldhaus bekommt einen kleinen Anbau in welchem die Schwarzen- und Goldenen Löwenäffchen aus dem Menschenaffenhaus einziehen.
Die Indischen Elefanten ziehen aus dem Dickhäuterhaus aus und deren Anlagen werden komplett den Spitzmaulnashörnern vermacht. Auf der anderen Seite ziehen die Zwergflusspferde aus und deren Außengehege wird mit einem Zaun umrundet und übernetzt. Das Badebecken wird zugeschüttet und es werden Klettermöglichkeiten angebracht. Nun leben hier 1,1 Karakale.
Bei den Volieren ziehen die Bartkauze aus und die Schnee-Eulen bekommen die komplette erste Voliere. Die zweite wird vergrößert und die Uhus können bleiben, da diese ja so gut züchten.
Weiter geht’s zum Menschenaffenhaus. Hier ziehen die Gorillas in die beiden Orang Anlagen um und die Orangs in die Schimpansenanlage, während die Schimpansen den Zoo verlassen. Das Frei gewordene Gorilla Gehege wird von einer Gruppe Monameerkatzen bewohnt, die auch zu den Gorillas können. Auf der ehemaligen Ameisenbäranlage und der Hulman Insel entsteht nun eine großzügige Außenanlage für die Gorillas. Die Orangs bekommen ein Außengehege auf den Anlagen der Kängurus und Wallabys (welche den Zoo verlassen) und bekommen auch noch die Insel, welche z.zt. von den Goldenen Löwenäffchen bewohnt wird.
Mit den Orangs wird außerdem noch die Krefelder Siamang Gruppe vergesellschaftet.

Weiter geht’s zu den Babirussas, welche ausziehen und ein neues Gehege auf der Anlage der Pinselohrschweine finden. Das Babirussa Gehege wird den Berg Anoas zugeschlagen. Die Pinselohrschweine werden abgegeben. Auf der Kranichanlage und dem dahinter befindlichen kleinen Wald gegenüber dem Vogelhaus entsteht eine große Anlage für Kalif. Seelöwen mit einem tiefen Becken. Die Jungfernkraniche bekommen ein eigenes kleines Gehege in der Nähe des Sees an der Tigeranlage. Von der ehemaligen Elchanlage verschwinden die Axishirsche wieder. Stattdessen werden ein paar Bäume gefällt und es zieht eine Gruppe Bongos ein.








Das Zebragehege wird komplett der Afrikawiese zugesprochen und der marode Stall abgebaut. Die Zebras leben nun auch auf der Afrikawiese, die Art wechselt jedoch von Damara-Zebras zu Grevyzebras. Hinter dem Bongogehege werden auf dem noch vorhandenen Weg große Ställe für die Afrikawiese gebaut. Der Weg existiert nun nicht mehr.
Die Baumkänguru Anlage wird wie geplant auf das ehemalige Luchsgehege erweitert.
Die Gepardenanlage wird über den Weg auf die jetzige Kudu/Springbock/Hornraben Anlage erweitert. Dieser Weg ist nun auch Geschichte. Die Kudus und Springböcke ziehen mit auf die vergrößerte Afrikawiese. Nach dem Tod von Jaguar Männchen Jackson ziehen die Schneeleoparden in sein Gehege. Die alten Gitterkäfige werden vernichtet. Die Nyalas verlassen den Zoo, auf ihrer Anlage findet man nun Hirschziegenantilopen und Weißnackenkraniche.
Weiter geht’s zum alten Siamangkäfig. Dieser wird abgerissen und auf dessen Platz sowie der umliegenden Wiese entsteht ein begehbares Giraffenhaus. Dieses wird an die Afrikawiese angeschlossen. Der an der Afrikawiese vorbeigehende Weg wird diesmal NICHT weggesprengt, sondern führt nun durch das Haus. In diesem leben Rothschildgiraffen und in einer Vitrine werden noch Senegalgundis gezeigt. Neben dem Giraffenhaus entsteht eine kleine naturnahe Anlage für Zebramangusten.
Die jetzigen Anlagen für Löffelhunde und Zebramangusten werden zusammengelegt und beherbergen nun die Waldhunde, welche von ihrer alten Anlage am Giraffenhaus vertrieben wurden.
Nun kommt man an den Mähnenwölfen, den Flachlandtapiren, Wasserschweinen und Guanakos wieder zum Eingang des Zoos und befindet sich in einem kleinen Südamerikabereich.

Es ist kein strikter Geozoo, aber ich habe mal versucht, ihn ein bisschen zu ordnen;)
Obwohl das einigen von euch vielleicht nicht gefällt, mir würde der Zoo so gut gefallen. Und jetzt hoffe ich auf viel Kritik, aber seid nicht zu streng 

Neu:
Nasenfrösche, Nasenbären, Karakale, Monameerkatzen, Bongos, Grevyzebras, Hirschziegenantilopen, Rothschildgiraffen, Senegalgundis

Weg:
Mantelpaviane, Stachelschweine, Indische Elefanten, Zwergflusspferde, Bartkauze, Schimpansen, Riesenkängurus, Parma-Wallabys, Ceylon-Hulmane, Pinselohrschweine, Axishirsche, Damara-Zebras, Jaguar, Nyalas, Löffelhunde

Afrikasavannen Besatz:
Rothschildgiraffen, Grevyzebras, Ellipsen-Wasserböcke, Säbelantilopen, Springböcke, Große Kudus, Strauße & Sekretäre

(Eintrag vom 09.01.2007 zum Thema "Eure planung")
Sven P. Peter:   Münchner Tierpark Hellabrunn
So, ich war nun sowohl am 26.12. als auch am 05.01. in Hellabrunn und habe da einiges gesehen, was euch vielleicht auch interessiert.
- Der einzelne Luchs ist in das Schneeleopardennebengehege gezogen
- Anders als hier behauptet wurde (ich habe mich mal schlau gemacht) wurde kein Wildhund aus Platzgründen eingeschläfert. Die Wildhunde wurden mittlerweile auf 4 (!!!) Gehege verteilt. Die große Anlage am Dschungelzelt wurde zweigeteilt, auf der einen Seite ein alter Rüde auf der anderen mind. 2 andere Tiere, dann 2 Tiere in der alten Hyänenanlage und mind. 2 Tiere im Gepardennebengehege.
- Sowohl das ehemalige Pantherinnengehege als auch die Außenanlage sind nun zusätzlich für die Ozelote nutzbar. Nach dem Tod des alten Löwenkaters zog eins der jungen Männchen auf die Freianlage zu den Weibchen, das andere ging nach Augsburg.
- Nach dem Tod des Eisbärenmannes lebt „Lisa“ vorrübergehend alleine, aus Russland wird ein neues Männchen erwartet.
- Die erst vor wenigen Jahren eingerichteten Kieslandteile in der Robbenanlage wurden wieder zubetoniert, die Gründe hierfür kenne ich nicht.
- Im Urwaldhaus leben in dem ehemaligen Gehege des alten Gorillamannes nun die Dianameerkatzen zusammen mit Nördlichen Hornraben.
- Die umgebaute Gorillaanlage für die Orangs sieht recht nett aus, doch immer noch sehr steril innen. Die 6 (?) Tiere sind in zwei Gruppen aufgeteilt, spielen aber durchs Gitter viel miteinander.
- Am Rest der Menschenaffenstation wird noch viel gebaut, aber die Gehege für Mandrills und Meerkatzen sehen sehr gut aus.
- Zwischen den Känguruanlagen ist eine recht große und reich strukturierte Keavoliere entstanden.
- Die Schabrackentapire im Nashornhaus (UFO) sind getrennt (vielleicht bald Nachwuchs).
- Die Pumafamilie (nur noch Mutter mit 3 J
- ungtieren) hält sich meist in einem der Nebengehege auf, da sie sehr scheu sind, doch sie entwickeln sich prächtig. Sie haben rund um die Uhr das ganze Haus und alle 3 Außenanlagen zur Verfügung.
- Die Pferde zum Kinderreiten sind alle aneinandergebunden (hintereinander) und haben keine Möglichkeit sich abzulegen oder vor der Witterung zu schützen. Wenn kein Kind kommt stehen sie so Stundenlang in einer Reihe. Das ist nichts anderes als Anbindehaltung von Pferden wie sie in Deutschland verboten ist und auch in meinen Augen Tierquälerei. Insgesamt machte der Haustierpark wieder eine sehr schlechten Eindruck.
- Der neue Spielplatz vor dem Restaurant ist sehr gelungen (nein, ich habe nicht selbst dort gespielt ;) ) und auch ein behindertengerechter Spielplatz ist entstanden.
- Im alten Löwengraben leben nur noch Kleine Pandas (vorher waren da wie ich meine auch noch Waschbären und Nutrias).
- Die Elefanten stehen auch bei der Fütterung ohne Ankettung gemeinsam in der Herde (bis auf den Bullen, der das alte Flusspferdinnengehege bewohnt). Das neue Tier hat sich schon gut integriert. Das einzige Manko an der gesamten Elefantenanlage (die nun auch innen ein Badebecken hat) sind die Sturzgräben außen bei der Kuhanlage, die aber sicher auch noch weichen werden.
- Positiv fallen im Elefantenhaus die großen Innengehege für die Pinselohrschweine aus, die sehr natürlich eingerichtet sind (früher standen darin die Okapis). Dafür ist das Giraffeninnengehege für 3 Tiere geradezu winzig.
- In der Villa Dracula wurde gerade ein neues Gehege für Steppenlemminge eingerichtet. In einer Voliere in diesem Haus züchten Agaponieden (Rosenköpfchen etc), leider nur Unterartmischlinge.
- Sehr positiv in der Villa Dracula fallen die großen Gehege für Zebramangusten und für Costa Rica-Hörnchen

(Eintrag vom 06.01.2007 zum Thema "Münchner Tierpark Hellabrunn")
Shensi-Takin:   Mir fielen da u.a. noch die Pinnipeda ein-hinsichtlich Artenpräsentation engt sich da die Haltung zunehmend auf Kalifornischer Seelöwe, Seebären(meist Südafrikaner, selten Südamerikaner/Nördl.), Seehunde und Mähnenrobben ein.

Desgleichen bei den Muntjaks(wie bereits u. kurz erwähnt): v.a. der Indische Muntjak scheint zunehmend vom Chinesischen ersetzt worden zu sein. War richtig froh, in China noch ein paar andere Muntjakformen sehen zu können...

"In" sind des weiteren u.a. Kleiner Panda, Lar, Nasenbär, Kea, Königspython, Dendrobates-Fröschchen(meist D. auratus), Zebramanguste, Nilflughund, Schwarzschwanz-Präriehund, Nacktmull, Sumatra-Tiger, Schneeleopard und Amur-Leopard.
Gerade bei den Kleintieren/-vögeln habe ich zunehmend den Eindruck, dass sich die Haltung auf recht gängige, selbst im Privathaltung eher geläufige Arten reduziert(z.B. Reisfinken, Bartagamen, Streifengrasmäuse etc).


(Eintrag vom 28.12.2006 zum Thema "Haltungstendenzen")
Sacha Beuth:   Was mir mal so spontal eingefallen ist, habe ich kurz zusammengefasst:

Vor Jahrzehnten häufig(er), heute selten:
Meerkatzen und Mangaben, asiat. Languren, Kuhantilopen, Gazellen, Kaffernbüffel, Eisbär, Kragenbär, Malaienbär, Streifenhyäne, Reh, Giftnattern, Schimpansen, Dampfschiffenten, Rotschnabel-Madenhacker, Tropische Eulenarten, Bengaltiger (wenn auch selten Unterartenrein) und Schnabeligel.

Heute stark vertreten, früher selten:
Zwergotter, Erdmännchen, Kragenechse, diverse Krallenaffenarten, Mishmitakin, Schneeleopard und Indische Löwen.

Natürlich kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Bei weiteren Hinweisen in diesem Forum zu diesem Thema war Ronald Masell schon schneller....:)
(Eintrag vom 27.12.2006 zum Thema "Haltungstendenzen")
Michael Mettler:   Ist Plaho die Serie, die man auch im Tierpark Berlin z.B. neben der Kasse am Bärenschaufenster kaufen konnte?

Die Plastiktiere meiner Kindheit waren sämtlich "Made in Hong Kong" und zum größten Teil als billige Nachbauten der relativ teuren Britains-Figuren erkennbar. Im Gegensatz zu letzteren, die man - wie heute Schleich - einzeln kaufte und die in Kaufhäusern auch genauso in speziellen Regalen standen, gab es die Billigversionen tütenweise thematisch sortiert: Zootiere, Bauernhoftiere, Waldtiere... Natürlich nicht ohne zoologische Fauxpas. Die Rappenantilope z.B. - dem gewaltigen Gehörn nach eigentlich eine Riesenrappenantilope - war nicht nur in der Zoomischung enthalten, sondern auch im Bauernhof (wohl als "Ziegenbock") und bei den Waldtieren (dort wohl als "Steinbock"). Andere Figuren gab es einfarbig als Pferde und gestreift als Zebras - natürlich mit Pferdeschweif. Und dann die Delfine mit senkrechten Schwanzflossen...

Aber es gab auch zoologisch Exklusiveres. Z.B. mehrere verschiedene Schuppentiere, ein Erdferkel (nannte eine Spielkameradin immer den "Känguruvater", weil eine oberflächliche Ähnlichkeit bestand und das "richtige Känguru" ein Junges im Beutel hatte), Stinktiere oder eine Antilope, die - wahrscheinlich nicht mal beabsichtigt - einer Addax sehr nahe kam. Ein paar Tiere "machte" ich mir selbst zu etwas Besonderem. Z.B. wurde ein Leopard, der aus sehr hellem Material bestand, kurzerhand zum Schneeleoparden geadelt :-)
(Eintrag vom 10.12.2006 zum Thema "Schleichtiere")
Sabby:   War heute in Krefeld. Nach Ableben des Jaguars soll auf jeden Fall ein neues Jaguarpaar auf die Anlage. Man hat zwar noch keins "reserviert", aber geplant ist es so. Neue Anlagen für Schneeleoparden liegen wohl noch in weiter Ferne. Die beiden jungen Seelöwenbullen sind in zwei verschiedene ostdeutsche Zoos abgegeben worden. Von den ehemals neun Kaimanen ist nur noch ein paar im vorgesehenen Gehege. Ein Weibchen wurde rausgenommen und in ein seperates Gehege gesetzt, weil es ständig gemobbt wurde. Die restlichen Kaimane wurden alle abgegeben.
(Eintrag vom 03.12.2006 zum Thema "Zoo Krefeld")
Michael Mettler:   Ich kenne die Anlage zwar noch gar nicht, aber vielleicht kann man ja nach dem Ableben des Jaguars die Schneeleoparden vorübergehend reinsetzen, solange deren Anlage (die kenne ich) dann umgebaut wird.... :-) Die Jaguar-Anlage hat doch bestimmt heizbare Innenräume, das wäre doch schade, die nur noch für "kalte Katzen" zu nutzen. (Frage nebenbei: Gibts nicht allmählich mehr Schneeleoparden als Jaguare in unseren Zoos?)

@IP66: Das beschriebene Problem mit dem Kamelgraben gab es meines Wissens in Rheine früher ebenfalls - auch da fassten es die Besucher wohl als Einladung auf, die Trampeltiere zu besuchen, also musste eine Besucherabsperrung her.
(Eintrag vom 01.12.2006 zum Thema "Zoo Krefeld")
JT99:   Auch ich bin von der Jaguaranlage begeiestert und habe mir bei meinem letzten Besuch ein paar Gedanken zu dieser gemacht. Jaguar Jackson ist ja doch schon sehr alt und wird wohl vermutlich(leider!) nicht mehr so lange leben. Wäre es nicht möglich nach seinem Ableben die Schneeleoparden in dessen Anlage unterzubringen? Von der Strukturierung her müsste man doch kaum was bis garnichts ändern und die Käfige der Schneeleoparden sind wirklich nicht das wahre!
(Eintrag vom 01.12.2006 zum Thema "Zoo Krefeld")
Stefan Schubert:   ESPACE ZOOLOGIQUE ST-MARTIN-LA-PLAINE; Im Umland der zweitgrössten Stadt Frankreichs findet man einige weitere Tierhaltungen, von dennen ich diese für einen Besuch auserkohren habe. Aller halbe Stunde verlassen Züge einen der beiden grossen Bahnhöfe Lyons nach Rive-de-Gier, welches mit St-Martin zusammenwechst. In die ca 4km entfernte Nachbargemeinde bestehen mehrere Busverbindungen in recht unterschiedlichen Abständen am Tag, der Zoo liegt einen Kilometer weiter und ist ausgeschildert!
Vom Charakter her erinnert mich dieser 12ha grosse private Zoo an den Hallenser mit am Hang liegenden Wegen. Er ist mit der Eröffnung 1972 jedoch deutlich jünger und unterscheidet sich auch im Tierbestand, da der Hauptaugenmerk auf Primaten liegt und hat da manche Perle zu bieten!
Der Eingang liegt im Tal und der Weg führt stetig bergan, vorbei an neumöblierten Gehegen für Schneeleopard, Sibierischer Luchs und Timberwolf. Das Wolfshaus ist im wahrsten Sinne des Wortes begehbar. Das Dach ist eine Aussichtsplattform mit Blick in obere Gehegebereiche. Ein Clou fand ich weidende Schafe und Ziegen hinter dem Zoo-Aussenzaun, quasi als Fernsehen. Ein weiteres Behavior Enrichment dürften die freilebenden Wildkaninchen in unmittelbarer Nachbarschaft darstellen. Am Zugang zur Dachterrasse findet man eine erste Affenfreianlage mit Drill und Weisskehlmeerkatze. Daneben liegt die heckenumsäumte Babirusa-Anlage. Leider hatten die Hirscheber keinen Ausgang. Diese dürften in Frankreich nur hier zu sehen sein. Die Ecke der Wegschleife war ursprünglich eine Kattavoliere und ist heute die wohl weltschönste Mandarinentenanlage! Eine weitere Freianlage gehört einer Gruppe Tonkeanmakaken, die schönste für diese Art, die ich bislang sah. Ein zweigeteiltes, miteinander verbundenes Gehege beherbergt die Binturongs und einen Malaienbären. Eine Grosszahl der Tieraffen lebt nch in Volieren und eine erste steht mit Monameerkatzen hinter der nächsten Rundgangwende, gefolgt von Freigehegen für Amurtiger, Sri Lanka-Leopard und Löwe. Gegenüber liegen Auskucke zu den Drills und Sitatungas. Das Löwenhaus durchschneitet mit Besuchergang die Anlage, gefolgt von einem kleinen zweigeschossigen Raubtierhaus. Der untere Bereich ist Unterkunft für Tiger und Leopard und der obere eine Besucherempore. Eine weitere Voliere ist mit Brazza´s besetzt. Ein erstes kleines Gorillahaus bildet den nächsten Eckpunkt. Hier lebt ein Paar Halbwüchsiger, deren Aussenkäfig mittels Laufbrücke verbunden ist. Nun folgen drei Volieren für Lar, Wauwau (Silbergibbon) und eine Meerkatzenart Ascagne à Nez Orange (Cercp. ascanius whitesidei) mit knallig orangener Nase, zu denen ich keinen deutschen Namen finde! Ein vermeindliches Scheunentor dorf durchgangen werden und verbirgt eine Art Tropenlandschaft mit Krallenaffenkäfigen. Nach Basler Vorbild liegen deren Aussenbereiche auf dem Dach! Nach diesem Bau folgen Volieren für Apella, Dunkle Weissnasenmeerkatze und Mantelmangabe, sowie eine Servalanlage am nächsten Schlenker. Der Weg bietet nun eine weitere Einsicht in die genannten Volieren, eine Magot-Freianlage und ein zweites Gorillahaus für eine Familiengruppe mit Schwarzwangen-Weissnasen als Untermieter, sowie dem Heim weiterer Zuchtgruppen von Drill und Mantelmangabe. Ein Zick-Zack lässt uns zur Gorilla-Aussenanlage kommen, die die Tiere durch einen Tunnel erreichen. Diese und die beiden folgenden Schimpansenanlagen sind recht gross, offen und mit Klettermöglichkeiten versehen. Die Schimpansenunterkünfte sind hinter den Kulissen, doch besucht werden darf ein drittes Gorillahaus und das ist der Hammer: Es ist riesig und sollte von jedem Zooplaner einmal in Augenschein genommen werden. Das dreiteilige Tonnengewölbe wurde aus Holz erstellt und überspannt in etwa 8-10m drei Innenanlagen. Diese sind in Hanglage und mit Bäumen und Büschen bepflanzt. Den Boden bildet Kunstrasen. Bachläufe, Versteckmöglichkeiten, Holztürme und Kletterseile ergänzen die Innenausstattung. Zum vorderen Besucherbereich sind die Gehege offen. Zwei werden von Singles bewohnt, die dritte von einer kleinen Gruppe. Gesellschaft bieten ihnen Guereza, Diana und eine weitere Gruppe "Orangenasen". Besucherrückseitig befinden sich Grossvitrinen mit Krallenäffchen, Singvögel und Landschildkröten. Im Untergeschoss ist ein Vivarium eingerichtet. Die zugehörigen Aussenanlagen werden demnächst erstellt. Ein Teich ist Zentrum der äussersten Wegschleife mit Freianlagen für Roten Panda, Bennettkänguru, Lama und Volieren für Lemuren, sowie Papageien. Restaurant und Souveniershop bilden das Ende des Rundgangs am ersten Gorillahaus.

@Carsten: Ich konnte aus familiären Gründen von den angedachten drei Wochen leider nur knapp zwei bleiben und musste ordentlich zusammenlegen und auch streichen, wie Beauval, Doue-la-Fontaine und Jersey. Dennoch habe ich tolle Tiergärten gesehen und möchte gern die Forumgemeinde an meiner Freude daran teilhabenlassen. Gerne werde ich abschliessend eine Kurzform anhängen! Danke für das Interesse! ;-)
(Eintrag vom 01.12.2006 zum Thema "Zoos in Frankreich")
Camparso:   Habe mit Interesse eure Diskusion im Dresden-Thread gelesen und schon vor einigen Wochen,mich daran gesetzt einen neuen Plan zu entwerfen.

Der „neue“ Dresdner Zoo“ wird ein Zoo wo nur Afrikanische Tier präsentiert werden. Außer den Orang Utans, die zum einen Tradion sind und weil es hier 1927 zur Welterstzucht kam, bleiben im Zoo.

So nun geht die Rundreise los.
Das Regenwaldhaus bleibt so wie es ist. Hier leben die Elefantenkühe der Herde. Allerdings wird an der Außenanlage der Kühe, die Bullenaußenanlage gebaut mit einem extra Bullenhaus. Zwischen den Außenanlagen befindet sich ein Schieber, der beide Anlagen verbindet. Ebenfalls bleiben im Haus die Mandrille, die bekommen nur ein größeres Aussengehege.
Gegenüber der Elefantenanlage war die ehemalige sehr felsige Bärenburg. Die wird so umgebaut, dass dort eine Gruppe Dscheladas mit einer Gruppe Mähnenspringer lebt (hoffentlich vertragen sie sich auch). Okay, passt nicht ganz, da Dscheladas im Äthiopischen Hochgebirge leben und Mähnenschafe im Atlas.
Danach kommen wir zum Raubtierhaus, welches unter Denkmalschutz steht. Hier fliegen die Pumas, die Löwen, Binturongs, Karakal und Fleckenmusang raus. Am Raubtierhaus werden noch einige Außenanlagen statt der Käfige gebaut. Als Besatz kommen Sandkatze, Schmalstreifenmungo, Zwergmanguste und Korask (Steppenfuchs) hinzu. Das Haus wird auf jeder Seite zweigeteilt. Für die Mangusten werden die Gehege so gebaut, dass sie auch buddeln können. Soll heißen, die Besucher-Reinschau höhe liegt bei ca. 1,30m.
Auf der freien Begrenzungswiese wird bis zum Zaun zwei Anlagen für Karakal und Serval gebaut. Beziehungsweise, dort wo jetzt die Buntmarder sind
Die Zebramangusten bleiben und die Präriehunde werden durch Erdmännchen ersetzt.
Das Aquarium bleibt natürlich auch, da es unter Denkmalschutz steht. Die Wiese vor dem Gebäude bleibt ebenfalls mit den Seychellen Riesenschildkröten besetzt. Aber es kommen noch Spornschuldkröten hinzu.
Aus der Felsanlage für Asiatische Ziegen, werden 2 geteilte Anlagen für Persische Leoparden. Klar Arabien ist nicht mehr Afrika, allerdings sind Perser leichter zu „besorgen“ als Afrikaner. Und zwei Anlagen sind für eine gute Zucht auch besser. Gegenüber der Anlage werden die Rothunde durch Tüpfelhyänen ersetzt und die daneben liegende Anlage der Mishmi-Takine wird zur Schabrackenschakal – Anlage. Als Nachbarn ziehen dann dort die Löwen ein. Welche Löwen soll hier erstmal keine Rolle spielen. Die ehemalige Anlage der Kängurus und Teile der alten Ostkaukasischen Steinbock Anlage bleiben erstmal leer, da mir dafür nix eingefallen ist. Der Rosengarten muss leider auch erhalten bleiben und auf der jetzigen Anlage ziehen, statt der Roten Pandas, die Kattas ein.
Die Tundranlage finde ich eine sehr gute Idee, da hier interessante Tiere eines Biotops gezeigt werden. Die Tundraanlage wird in eine Mangrovenanlage umgewandelt. Also werden die Eisfüchse durch Afrikanische Ginsterkatze ersetzt und als Vögel werden Ibisse, Reiher und Sichler gezeigt. Der Flugkäfig bleibt auch erhalten.

An Käfige für Einheimische Vögel wird durch eine Anlage für Webervögel ersetzt.
Und nun zum sehr maroden und engen Primatenhaus (steht auch unter Denkmalschutz). Die Faultiere, Krallenaffen, die Bartaffen und die Hulmans verlassen das Haus. Es bleiben nur die Guerezas als Traditionstiere im Haus. Im Foyer des Hauses werden Vitrinen für afrikanische Kleinsäuger eingerichtet. Im Hauptteil, wird ein Besuchertunnel aus Glas oder Maschendraht gebaut und die Guerezas könne sich dort frei bewegen. Das heißt maximale Ausnutzung des Hauses für die Tiere und nur Minimale für die Besucher. Außen wird die komplette Front entgittert und nach vorne gezogen und Tunnel führen über den Besucherweg zur gegenüberliegenden Wiese. Hier ist ebenfalls eine mit netzüberspannte Anlage. Daneben befindet sich eine Gruppe Flamingos und Sattelstörche. Das besagt Orang Haus bleibt, nur die Außenanlage wird erweitert.
Jetzt folgt eines der Herzstücke des Zoo, die Afrikasteppe 1. Sie besteht aus der ehemaligen Inienanlage, Kamelanlage und Zwergotteranlage. Als Tiere werden Rotschildgiraffen mit Chapman Zebra, Thomsongazellen, Blessböcke, Weißstorche Kronenkranich und Zwergflamingos gehalten. Ganz im Hannoveranischen Stil werden 3 Anlagen für Savannetiere gebaut. Also daneben ist dann Afrikasteppe 3 mit Hartmann Bergzebra, Impala, Kirk Dikdik, Perlhühner und Sekretär. Gefolgt von Afrikasteppe 2 mit Kaama Kuhantilope, Strauss , Marabu und eventuell noch ne Antilopen/Gazelle. Gegenüber liegt nun von der Steppe in Übergang zum tropischen Regenwald eine Okapianlage und Bongoanlage. Dahinter und am Oranghaus anschließend, an liegt der kleine Affenwald mit Grüne Meerkatzen, Brazzameerkatzen und Dianameerkatzen.

Am Ostende des Zoos werden die Humboldtpinguine durch Brillenpinguine ersetzt. Die Gepardenanlage wird umd die Bantenganlage erweitert und ein Beutesimulator eingebaut. Die Geparde bleiben an der Stelle, weil im Forum oft gesagt wurde, dass Geparde in der Nähe von anderen Katzen sich nicht paaren. Neben den Geparden bleiben die Rotbüffel herhalten. Der Streichelzoo bleibt allerdings kommen die Ponys weg und die Anlage wird so geteilt, dass Kinder zu den Kamerunschafe und Zwergziegen kommen, aber sich von den Watussirindern fernhalten. Aber die Schafe und Ziegen können zu den Watussis hinüber gehen. Der gegenüberliegende Rhesusaffenfelsen wird zum Berberaffenfelsen. Die frei Wiese wird zur Dromedaranlage, als Haustier der Bediunenvölker. Eigentlich wollte ich die Kamele behalten, aber die gehören leider zu Asien. Neben dem Streichelgehege liegt eine Anlage für Rotscheithelmangaben und Zwergflusspferde. Halle lässt grüssen. Neben der Anlage befindet sich das Verwaltungsgebäude mit einer Flugvoliere für Graupapageien. Von dort aus geht es zur Teichanlage für Afrikanische Enten und Gänse. Die jetzige Afrikanische Waldanlage für Nyalas, Pelikane und Strausse bleibt und wird nur durch Rotduckern und Grosser Kudu ergänzt. Aus der Südamerikaanlage wird zur Wüstenalge umgebaut und mit Dorkasgazellen und Somaliwildeseln besetzt.

So das war nun d Rundgang durch den „neuen“ Dresdner Zoo.
Denke mal es wurde einige zoologische Kostbarkeiten abgegeben, wie Ostkausischer Steinbock oder Takin, aber es kamen auch viele neue interessante Arten hinzu. Hier gibt es denke ich mal ein gute Mischung von klassischen Tierarten für den Zoolaien aber auch Arten für Experten. Ebenso habe ich darauf geachtet, dass die Tier recht einfach beschafft werden könnten.

Abgänge: Puma, Schneeleopard, Amurkatze, Binturong, Fleckenmusang, Fischkatze, Präriehund, Bundmarder, Baummarder, Steinmarder, Roter Panda, Rothund, Goral, Tahr, Ostkauk. Steinbock, Mishmi Takin, Sumpfwallaby, Rotes Riesenkänguru, Benettkänguru, Milu, Eisfuchs, Virkunja, Mara, Wasserschwein, Nandu, Aras, Keas, Zwergotter, Kamele, Ponys, Rhesusaffe, Hulam, Bartaffe, Krallenaffe, Faultier, Sikahirsch, Schweinshirsch, Nilgauantilope, Bentang, Humboldtpinguin, Schabrackentapir, diverse Vögel.

Zugänge: Sandkatze, Zwergmanguste, Schmalstreifenmungo, Steppenfuchs, Serval, Erdmännchen, Spornschildkröte, Perischer Leopard, Schabrakenschakal, Tüpfelhyäne, Afrikanische Ginsterkatze, Sattelstörchen, Okapi, Bongo, Netzgiraffe, Thomsongazelle, Blessbock, Grüne Meerkatze, Dianameerkatze, Brazzameerkatze, Kaama Kuhantilope, Brillenpinguin, Sekretär, Hartmann Bergzebra, Impala, Kirk Dikdik, Perlhühner, Sekretär, Berberaffen, Rotscheitelmagaben, Zwergflusspferd, Großer Kudu, Dorkasgazelle, Somaliwildesel

Bin mal gespannt was ihr dazu sagt.
(Eintrag vom 28.11.2006 zum Thema "Eure planung")
Sacha Beuth:   @Ronald Masell + Shensi-Takin: Schnüf! Ihr habt ja leider recht. Der Plan ist eine schöne Träumerei. Und ich darf eigentlich gar nicht erwähnen, dass ich noch einen Lebensraum vergessen habe: Die Bergwelt Chinas im Bereich Asien. Da wären dann Grosse und Kleine Pandas, Szetschuan-Takine, Kragenbären, China-Blauschaf, Schopfhirsch, Mittelchin. Goral, Goldstumpfnase, Schneeleopard, Himalaya-Tahr, div. Fasane und andere Vögel der Region. Aehnlich den Anlagen in Zürich und San Diego.
(Eintrag vom 19.11.2006 zum Thema "Eure planung")
Ulli:   Kleinere Ergänzungen vom Wochenende: Die beiden Kaiserschnurrbarttamarine sind aus der Tropenhalle ausgezogen und haben eine Anlage mit den Faultieren und Wildmeerschweinchen bezogen. Diese Anlage, die vorher aus zwei Teilen bestand und über eine Brücke verbunden war und von den Weißgesichtmarmosetten bewohnt wurde, ist geteilt worden. Die Weißgesichtmarmosetten bewohnen den anderen Teil.

Über die Weißkopfmakis ist schon manchmal etwas "gespottet" worden und dies ist eigentlich eine Übergangslösung, die aber schon erstaunlich lange besteht.

In die Tropenhalle sind inzwischen zwei grüne Leguane und ein Hokko eingezogen. Zur Zeit ist die südamerikanische Besetzung etwas von "Fremdbewohnern" unterwandert, ich habe Glanzfügeltaube(?) und Chinesische Zwergwachteln gesehen, darüber hinaus aber sicher Roter Kardinal, "Rotkopfkardinal" (eher graue Form), Silberschnabeltangare.

Die Agutis sind meines Wissens nur noch im Affenhaus bei den Rothandtamarinen untergebracht.

Das Tigerhaus stammt aus den 60er Jahren. Die Tigerhanlage ist angeblich 800 qm groß. Sie ist mir persönlich in der Optik etwas zu massiv geraten. Durch die dunklen Zäune kommen die Tiere etwas wenig zur Geltung. Da beide Tiere sehr alt sind, ist nach deren Ableben vielleicht eine Renovierung angesagt. Die Jaguaranlage war eine schnelle Herrichtung, da man beide Tiere vom Zoo Rostock geschenkt bekommen hat. Langfristig ist hier aber eine Schneeleoparden-Anlage, weiter nach vorne gezogen und dann sehr viel höher, vorgesehen.

Das Löwenhaus hat den Luxus von beheizbaren Panzerglasscheiben - beim Bau irrsinnig teuer - war vor der Ära Everts konzipiert und ist nur unter ihm zu Ende gebaut worden.

Ansonsten verlassen die Schimpansen Quattro und das Weibchen (Name fällt mir gerade nicht ein) in den nächsten Wochen den Zoo und gehen nach China - angeblich in eine vernünftige Unterbringung. Der Orang "Buschi" ist nach wie vor "einsamer" Witwer.

Die Benettkänguruhs sind abgegeben worden. Deren Anlage bildet ja den Übergang zum neuen Gelände für "Takamanda" - auf neue Informationen darüber warte ich immer noch sehr gespannt.

(Eintrag vom 09.11.2006 zum Thema "Osnabrück")
Mulan:   @sleipnir. Es freut mich, das Ihnen der Frankfurter Zoo gefällt, er gehört auch zu meinen persönlichen Favoriten, auch wenn er so langsam das Image eines Jahrmarktes bekommt, bestes Beispiel dafür ist die völlig missratene, "gruselige"Riesenplastikfledermaus, die seit kurzem den Eingang des Grizmekhauses krönt. Ist aber wohl Geschmackssache und für die Tiere nicht nachteilig. Von den alten Bären-Anlagen bleibt nur die Rückwand bestehen, der Rest fällt weg. Die Tiere werden dann auf Naturboden leben, mit Badebecken und Bachlauf und reichlich Klettermöglichkeiten. Sicher werden die Anlagen aber nicht sehr lange grün bleiben, siehe Lippenbärenanlage in Leipzig. Derzeit wird aber immer noch Geld gesammelt, einen konkreten Baubeginn gibt es noch nicht. Frühestens nach der kompletten Fertigstellung von Bonoboland. Sie finden die alte Löwenanlage in Frankfurt zu klein ? Kennen Sie schon die neuen Löwenanlagen in München, Karlsruhe,Magdeburg und Halle ? Die sind alle erst wenige Jahre alt und winzig, Frankfurt schlägt die alle um Längen, auch von der Struktur her, und die Tiere haben wesentlich mehr Deckung ! Außerdem leben nur zwei Löwen in der Anlage ! Frankfurt hat nach wie vor mit eine der besten Löwengehege in Deutschland. Der Katzendschungel ist längst nicht mehr so grün, wie er einmal war, trotzdem ist er nicht schlecht, besonders die Tigeranlage ist sehr gut geworden. Die dichte Bepflanzung ist für die Tiger sehr wichtig. Wenn man sie nicht sieht, einfach später nochmal hingehen. Meinen Sie mit ihrer Frage, welche Arten vorher im Raubtierhaus gehalten wurden, den Katzendschungel oder das alte Raubtierhaus ? In dem wurde eine sehr große Artenvielfalt gezeigt, natürlich nicht alles gleichzeitig.In den 80 iger Jahren lebten Sumatratiger, Berberlöwe, Amurleopard, Jaguar, Schwarzer Leopard, Mähnenwolf, Nebelparder und Waldhund darin. In den 70igern lebten zustätzlich Braune Hyänen noch im Raubtierhaus, und in den 50iger und 60iger Jahren waren es Tüpfelhyänen, Schneeleoparden, Afrikanische Leoparden,Serval,Fischkatzen, Streifenhyänen, Pumas, Geparden ( Löwe,Tiger und Gepard nutzten im Wechsel die große Freianlage, was zu mehreren Unfällen führte. Einmal gelangten die Löwen zu den Tigern und töteten beide Tiger sofort !) Jedenfalls war das Haus stets sehr voll. Erst ab Mitte der 80iger Jahre wurde es leerer.
(Eintrag vom 28.10.2006 zum Thema "Zoo Frankfurt")
Dortmunder:   Also, ich muss Krefeld auch mal ein Lob aussprechen... Zum einen, weil ohne Krefeld die Dortmunder Tamandua-Zucht anfangs nie ins Rollen gekommen wäre und zum anderen, weil ich da als verhältnismäßiger Knirps viele Arten zum ersten Mal "entdeckt" habe, z.B. Anoas, Pampashirsche, Moschusochsen, Blauducker und Schneeleoparden... Nicht zu vergessen, dass ich da wohl für längere Zeit meine letzten Erdwölfe gesehen habe...
(Eintrag vom 27.10.2006 zum Thema "Zoo Krefeld")
Helga:   Krefeld ist mein deutscher Lieblingszoo. Klein, fein und irgendwie mit Liebe gemacht. Das menschenaffenhaus ist vielleicht nicht mehr ganz up to date - aber war wegweisend in Deutschland. Hie rgibt es viele seit Jahren funktionierende Zuchtgruppen. Und uch was Schneeleoparden angeht, war Krefeld einer der ersten Zoos, die sich gekümmert haben.
(Eintrag vom 27.10.2006 zum Thema "Zoo Krefeld")
Sven P. Peter:   Erstmal muss ich auch sagen, dass ich beim Titel an Starwars denken musste^^

Als ich das letzte mal in Leipzig war (2004) waren in der Lippenbäreneinsicht noch stark gespannte Drähte, genau wie bei den Schneeleoparden in Zürch. Wurde da was verändert oder habe ich nicht ordentlich geschaut?
Generell finde ich Gitter sehr positiv für die Tiere aber es müssen nicht immer solche Eisenstangen sein wie früher. Lieber schicke Gitter wie an der Tigeranlage in hannover, die ja eher Gittertore sind.
(Eintrag vom 26.10.2006 zum Thema "Die Rückkehr der Eisengitter?")
Sven P. Peter:   Kreafeld ist sehr zwiespältig zu betrachten:

Negatives:

Pavianfelsen
Elefantenhaltung
Seelöwenbecken
Schneeleoparden-Gehege

Positives:

Regenwaldhaus
Neue Katzenanlagen für Jaguar und Sumatra-Tiger

Mehr fällt mir auf die schnelle grad nicht ein.
(Eintrag vom 25.10.2006 zum Thema "Zoo Krefeld")
Zoosammler:   Ich rechne spaßeshalber mit Hannes vielleicht etwas "hinkenden" Vergleich weiter, wenn eine Vergleichbarkeit aufgrund nicht nur veränderter Geldwerte, sondern auch veränderter politischer, wirtschaftlicher und tiervorkommender Situation nicht wirklich gegeben ist.
Spitzmaulnashorn: 318.500
Afrikanischer Elefant 0,1: 254.800
Giraffe: 152.880
Nilpferd: 114.660 oder 178.360
Kaama-Paar: 101.920
Asiat. Elefant (Kühe): 50.960-101.920
"Cokei": 44.590
Tiger: 25.480-89.180
Schneeleopard: 25.480
Flachlandtapir: -,,-
Schabrackentapir: -,,-
Kragenbär: 8.918
Leopard: 7.644-10.192
Schwarzer Schwan: 3.822
Mandarinente: 1.274
Meerkatze: 955,50
Marmoset-Äffchen: 254,80

Am Beispiel des Tigers wird es wohl besondes deutlich: Wer würde heute noch 25.000 Euro für einen Tiger hinlegen?
(Eintrag vom 19.10.2006 zum Thema "Was kosten Zootiere?")
Hannes:   Auszug aus einer Tierbestandsliste von H. Ruhe 1930
Tiger Nachzuchten und Importe zwischen 2000 und 7000 RM
Schneeleoparden 2000 RM
Leoparden 600-800 RM
Kragenbären 700 RM
Afr. Elefant 1,1m 20000 RM (Kuh)
Asiat. Elefant 1-2 m 4-8000 RM (Kühe)
Schabracken und Flachlandtapir 2000 RM
Nilpferd 1,0 9000 RM 0,1 14000 RM
Giraffe 12000 RM
Spitzmaulnashorn 25000 RM
Kaama Paar 8000 RM
Cokei 3500 RM
Moor Antilope 1000 RM
Wollt ich nur mal gesagt ham
(Eintrag vom 19.10.2006 zum Thema "Was kosten Zootiere?")
Hannes:   Was kosten Zootiere?
Ja, ich weiß, Zoos tauschen untereinander die Tiere für lau und per EEP etc.
Aber was ist mit Importen in Zoos.
Ja es gibt sie noch. Die wenigsten Gürteltiere sind Nachzuchten(als kommender Publikumsliebling) und die Nashörner für den Zoom wirds auch nicht für nen Händedruck gegeben haben.
Ich weiß das früher (zu Culling-Zeiten) ein Elefantenkalb ca. 4000 Mark bezahlt hat (für die Jüngeren, das sind umgerechnet 4500 € ;-) )
Im Netz fand ich einige Seiten über Afrikanische Großtiere die man auf Jagden gegen Gebühr erlegen durfte u.a. Kob (Kobus spec.,hab den Gag kapiert Michael) 350€
Waldelefantu.Steppenelefant 2800€
Rot und Gelbflankenducker 250/350 €
Riesenelen 2800 €
In einem Buch (ich glaub Münster Chronik?) stand das die teuersten Tiere Schneeleoparden und Walrösser seien. Bei David Taylor stand das Löwenbabys und Pumas nicht die Transportkisten wert waren.
Gut das waren andere Zeiten aber was zahlen und zahlten die Zoos für ihre Tiere?
Was kosteten Expeditionen?
Oder gibt es darüber kaum Infos?
Erzählt einfach mal und ja, ihr dürft auch Off-Topic gehn.
(Eintrag vom 19.10.2006 zum Thema "Was kosten Zootiere?")
Sven P. Peter:   Raubkatzen-Anlagen
Um den ZOO-NEWS-Thread ma etwas zu entlasten können wir hier ja mal die Raubkatzenhaltung besprechen.

Zu den schlechtesten Neubauten gehören in meinen Augen die Anlage in Halle und München, wobei München durch nicht einsehbare Boxen noch etwas weiter vorne liegt.
Hingegen kann man im nahen Ausland sehr gute Raubketzenhaltungen sehen, z.B. in Basel (Löwen, Geparden nicht so), Zürich (Schneeleoparden, Amur-Tiger, Löwen), Bern (Leoparden) oder auch Arnheim (Löwen, Geparden).
Auch in Deutschland gibt es einige Raubkatzenanlagen, die mir zusagen, darunter z.B. die Tigeranlage in Schwerin, oder die von Michael Amend kritisierte Erfurter Löwenanlage.

Also, was meint ihr, wo sind klasse Katzengehege und wo nicht?!
(Eintrag vom 18.10.2006 zum Thema "Raubkatzen-Anlagen")
IP66:   Wenn ich mich recht erinnere, wurde das Takin-Paar ausgetauscht, weil es keine Nachzuchten brachte. Beim neuen Paar wächst ein Jungtier heran. Den letzten Java-Leoparden meine ich im letzten Jahr noch im Absperrkäfig der Schneeleopardenanlage gesehen zu haben. Königsgeparde habe ich in Wuppertal zwei kennengelernt. Das erste Tier war in der Doppelanlage am Spielplatz, zwischen Zooschule und Affenhaus, untergebracht - beim ersten Besuch war es noch sehr scheu und ich war froh, wenigstens ein paar kurze Blicke auf das Exemplar erhaschen zu können. Das zweite ist das allseits bekannte aus Nürnberg, das man in der Anlage gegenüber den Okapis meist gut beobachten kann - wobei sich Geparden meiner Erfahrung nach allerdings bei feuchtkaltem Wetter gerne zurückziehen.
(Eintrag vom 13.10.2006 zum Thema "Chronik Zoo Wuppertal")
Sven P. Peter:   Entspricht die Schneeleopardenanlage überhaupt den Mindestanforderungen? Oder sollen die neuen Schneeleoparden den Platz der Löwen und Tiger im Raubtierhaus einnehmen?
(Eintrag vom 07.10.2006 zum Thema "ZOO NEWS 2")
Werner Weyler:   Der letzte Schneeleopard ist in Wuppertal vor Wochen gestorben. Es sollen jedoch wieder Schneeleoparden eingestellt werden.
(Eintrag vom 07.10.2006 zum Thema "ZOO NEWS 2")
Thomas W.:   @Herrn Weyler, gibt es jetzt eigentlich in Wuppertal noch den Schneeleoparden?
(Eintrag vom 07.10.2006 zum Thema "ZOO NEWS 2")
Dennis K.:   Nachdem wir nun die Savannen Afrikas bestaunt haben, gelangen wir zum Liberiahaus. Hauptbewohner: Eine gruppe westafrikanischer Schimpansen und Zwergflusspferde. Die schimpansen besitzen in der 12000 qm großen Halle zwei große, verglaste Innenanlagen + mehrere Absperrkäfige. Draußen besitzen sie eine leicht schräge Freianlage, teiols durch Scheiben, teils durch Wasserr begrenzt, eigentlich so wie die Münchner Anlage, nur etwas größer und eben mit unterartreinen Wessis.
Die anlage soll so ca. 1000 qm haben.
Die zwergflusspferde besitzen zwei Außengehege und sind mit einer westafrikanischen Meerkatzenart zusammen. (gibts da ne typische Art?)
Das Bullenbecken kann man über eine Hängebrücke durchqueren, als zweite Möglichkeit neben dem normalen Eingang in das Haus zu gelangen.
Innen befinden sich ebenfalls zwei Boxen für die Zwerge und eine Innenanlage der Meerkatzen.
Frei in der halle sind Turakos, Spinte, weißscheitelrötel und Webervögel sowie Flughunde zu sehen. Ein großes Becken dient Stumpfkrokodilen als Unterkunft. Weiterhin könnte man noch einige Kleintiere wie Grabfrösche, Rosenkäfer und Buntbarsche hier unterbringen.

Nun läuft man einen kleinern Hang hinauf zur äthiopienanlage mit der Stammbesetzung Mähnenschaf, dschelada und Klippschliefer. Damit sind wir in die Bergwelt eingestiegen.
Zuerst kommen Anlagen für asiatische Bergtiere: Hier sehen wir Schraubenziegen, Takine, Yaks zusammen mit Kamelen (ich weiß das sind keine Gebirgsbewohner) und einer Freiluftanlage ala Köln für Schneeleoparden. Aufgelockert wird der Bereich durch eine Voliere mit Fasanen ud enem Käfig mit Feuerwieseln.
Nun gelangt man i die Alpen wo man zuerst eine überspannte Anlage mit Steinböckn, Waldrappen und Gänsegeiern betritt. In diser Anlage befindet sich auch eine kleine Höhle wo man Wühlmäuse in einem tunnelsystem beobachten kann und ein aquaterrarium mit wsserspitzmäusen und wasseramseln, dazu noch ein Aquarium mit Forellen und Mühlkoppen (Forellen schwimmen natürlich auch in vielen anderen wassergräben der Berganlagen.
Dann folgt eine Luchsanlage und eibne Volieren für Auerhühner, stzeinadler, Uhus und Mauerläufer zu Ergänzung des Alpenbereichs.

Tiere in diesen Bereichen:

West. Schimpanse: 2,8
Zwergflusspferd: 1,2
Meeerkatze spec.: 2,8
Hartlaubturako: 1,1
Webervogel spec. 10,20
Weißscheitelrötel: 2,2
weißstirnspint: 4,4
Buntbarsche: 150
West. Grabfrosch: 1,1
Stumpfkrokodil: 1,2
Rosenkäfer: 20

Schraubenziege 2,6
Mishmi/ Sichuan ?) Takin: 1,1
Hausyak: 1,3
Trampeltier: 1,5
Schneeleopard: 1,1
kupferfasan: 1,2
himalayahäherling: 1,1
Feuerwieesel: 1,1

Alpensteinbock: 2, 10
Waldrapp: 4,4
Gänsegeier: 3,3
Wasserspitzmaus: 5
Wühlaus spec.: 10
Wasseramsel: 1,1
Bachforelle: 50
Regenbogenforelle: 50
Mühlkoppe: 4
Auerhuhn: 1,1
Steinadler: 1,1
Uhu: 1,1
Mauerläufer: 2,2
Nordluchs: 1,1

(Eintrag vom 03.10.2006 zum Thema "Eure planung")
Michael Mettler:   Na, wer weiß, irgendwo muss ja der Piranha abgeblieben sein, den ein Besucher mal im Urwaldhaus ausgesetzt hat *grins*

Aber da lege ich gern noch einen nach. Beim Besuch mit Oliver Jahn habe ich mir den neuen Maharadscha-Festsaal mal genauer angesehen. Neben den großen Wandgemälden gibt es noch unterhalb der Decke kleine, die diverse indische Tiere zeigen, von Hausrind über Elefant bis zum Schneeleopard. Da ist auch ein Zebra dabei :-)
(Eintrag vom 02.10.2006 zum Thema "Zoologische Fauxpas")
ulli:   Hallo zooinsider: Wie würde mein Geozoo aussehen ? Dies geht wieder sehr Richtung „Eure Planung“, deshalb stelle ich diesen Beitrag zusätzlich auch dort hinein.

Zunächst ist der Neubau eines weiteren Großzoos sicher nicht unbedingt sinnvoll. Die dort aufgewendeten Mittel sind für den unmittelbaren Arten- und Biotopschutz vor Ort besser angelegt.

Nach dieser Vorbemerkung zum Thema:

Ich bin von Haus aus gar nicht speziell festgelegt, es muss sich bei der Besichtigung eines Geländes jeweils ergeben.

Man muss dabei stark von den örtlichen Gegebenheiten ausgehen, insofern ist eine pauschale Planung eigentlich unsinnig. Die erste Frage ist natürlich die Größe und die Beschaffenheit des Areals an sich. Bei weniger als 5 ha braucht man z.B. eine Elefantenanlage gar nicht erst in Erwägung ziehen – es sei denn man gibt sich konkret mit diesem Schwerpunkt zufrieden und ergänzt es beispielsweise nur um ein Haustiergehege oder bei Asiatischen Elefanten um ein Tropenhaus. Wenn man ein waldnahes Terrain hat, bieten sich Waldbewohner an. Andererseits ist man in Hinblick auf Huftiere eingeschränkt. Wenn man nahe am Gewässer liegt, bietet sich ein Schwerpunkt Wassertiere an. In Salzburg, Halle oder Bern ist die Schwerpunktsetzung auf Gebirgstiere aufgrund des Areals geradezu offensichtlich geboten. Dabei muss man sich von vornherein gar nicht nur auf ausgefallene Arten stürzen. Zunächst würde ich (Alpen-) Steinbock, Gämse, zwei bis drei weitere Gebirgswiederkäuerarten, Murmeltier, Lama, Jak, Schneeleopard, Puma, Luchs, Wolf und Bär auswählen.

Darüber hinaus gibt es Traditionen, sei es in der Tierhaltung eines Zoos selbst oder in der Tradition der Stadt aufgrund der Historie, aufgrund von Handelsbeziehungen oder aufgrund von Städtepartnerschaften. Bären im Zoo Berlin sind zwingend, der Zoo Duisburg erhielt den
Chinesischen Garten als Geschenk der Stadt Wuhan. Auch hieran hat sich die Planung zu orientieren. In Hamburg keine Robben zu halten, wäre in meinen Augen ebenso grotesk.

Manchmal gibt es auch Sponsoren, die bestimmte Schwerpunkte sich wünschen. In Osnabrück ist es beispielsweise die Karmann-Stiftung mit der ausschließlichen Förderung für Südamerika, das Ehepaar Heinemann hat seine Stiftung von der Giraffen-Haltung abhängig gemacht. Hieraus ergeben sich auch für den gesamten restlichen Zoo Leitlinien. Osnabrück wird z.B. auf lange Sicht nie ein Zoo mit Schwerpunkt Asien werden können.

Darüber hinaus muss man sehen, welche Zoos in der Nachbarschaft Zoos liegen. Im Ruhrgebiet muss man ein klares Profil bieten; in Gebieten, wo ein Zoo räumlich weit entfernt von anderen großen Zoos liegt, ist ein größeres Spektrum an Großtieren seitens der Besucher erwünscht – so wird man vielleicht aufgrund der Erwartungshaltung vieler Besucher nach spektakulären Arten wie Giraffe, Zebra, Nashorn oder Elefant schnell auf die Afrika-Savanne kommen.

Die Größe einer Stadt spielt eine große Rolle. Kleinere Städte müssen mit geringeren Besucherzahlen kalkulieren – dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Auswahl des Tierbestandes. Wenn man hier beispielsweise Elefanten halten will, sind von vornherein finanzielle Ressourcen für andere Großprojekte eingeschränkt.

In einer kleineren Stadt (um die 50.000 Einwohner) bietet sich ein Querschnitt durch die Vielfalt der Haustierhaltung an (Südamerika – Lama / Zentralasien – Jak und Trampeltier / Europa beispielsweise durch Ungarn oder die Alpen oder Nordskandinavien oder Schottland / Afrika mit Watussirind, Schwarzkopfschaf und Zwergziege / Südostasien ) – in einer Großstadt kann dies aufgrund einer dort anders gearteten Erwartungshaltung schwerlich ein Hauptschwerpunkt sein.

Natürlich habe auch ich Vorlieben, die sich aus meiner persönlichen Prägung ergeben.
Ich bevorzuge hinsichtlich der Kontinente eher Afrika und Südamerika als Asien oder Nordamerika, bei den Klimazonen in Afrika eher den Regenwald als die Savanne oder
gar die Wüste, bei Gewässern bevorzuge ich eher Fluss-, Teich- und Sumpf-Landschaften als das Meer, bei den Arten eher Affen als Antilopen.

Hieraus ergeben sich auch bei mir Wunschvorstellungen, die ich gerne berücksichtigt sähe, wobei ich mich bei der konkreten Artenbenennung bewusst zurückhalte:

- eine begrünte Freianlage für Großkatzen, ergänzt um einen Abenteuerpfad (z.B. Hagenbeck)
- eine naturnahe Großbärenanlage
- wenn es von der Schwerpunktsetzung her passt: eine große Wolfanlage mit einer höher
gelegenen Besucherplattform
- wenn es das Areal von der Fläche hergibt (rund zehntausend qm aufwärts ): Elefanten
inklusive einem begehbarem Haus mit einer Informationsabteilung (wie z.B. in Münster)
- mindestens eine begehbare Affenanlage (Katta oder Totenkopfäffchen oder Guereza oder
Berberaffe)
- mindestens eine Inselanlage für Affen mit Holzsteg und Sumpfbiotop
- (mindestens) eine Menschenaffenart inklusive Haus mit einer Informationsabteilung (z.B.
Fähigkeiten und Intelligenz (auch mit interaktiven Spielen), Biotop, Gefährdung usw.)
- mehrere begehbare Vogelanlagen( eventuell auch Volieren), denkbar sind Störche,
Reiher, Limikolen, Eulen oder Loris (nicht zwingend alle)
- eine Freiflughalle mit klarem geographischen Schwerpunkt (es muss wirklich keine
gigantische Halle wie in Arnhem oder Zürich werden ! – damit wären in jedem Zoo die
finanziellen Ressourcen ohne edlen Spender erschöpft)
- ein weiteres Winterhaus (oder kombiniert mit der Freiflughalle) mit getrennten Anlagen
sowie einer Schwerpunktsetzung (egal ob Biotop-Volieren, Affen, Kleinsäuger, Reptilien).
Persönlich würde ich einen prägnanten geographischen Schwerpunkt (z.B. Insel) setzen –
in der Tierauswahl demnach ein breites Spektrum von Tierstämmen und Wirbeltierklassen
bevorzugen. Außerdem soll man sich hier auf gefährdete Arten im Bereich des EEP
konzentrieren. Nach den Erfahrungen von Zoodirektoren sollen es nicht weniger als vier
(„wie,dies ist schon alles“) und nicht mehr als acht größere Anlagen (Ermüdungsfaktor) sein.
- eine Höhle oder Grotte mit Fledermäusen oder einen unterirdischen Zoo wie demnächst
in Osnabrück
- die üblichen Verdächtigen (siehe den Thread „kann sie nicht mehr sehen“) :
Stachelschweine, Präriehunde, Erdmännchen, Nasenbären, Otter (möglichst Zwergotter)
- optional ein Aquarium (möglichst mit mehreren Biotopaquarien und Ufervegetation) mit
Cafe direkt an der Zoogrenze, das man auch abends besichtigen kann – angegliedert kann
auch eine Krokodilhalle sein
- ein großer Streichelbereich ….
- ein Abenteuerspielplatz
- eine Zooschule und (!)
- jeder Zoo soll sich zu mindestens einem Natur- oder Artenschutzprogramm verpflichten

… alles weitere ergibt sich.

Bei der Gestaltung würde ich eine zurückhaltende Architektur bevorzugen ( eventuell auch in den Boden abgesenkt) – nur wenn sich aus der Topographie (beispielsweise Hang oder Seeufer) eine exponierte Lage ergeben sollte, kann man auch architektonische Akzente setzen (denke hier z.B. an das Regenwaldhaus Hannover).

Die Wegführung soll leicht gewunden sein, Stolperfallen auf den Wegen sind möglichst zu vermeiden, es sei denn auf extra ausgewiesen „Abenteuerpfaden“ als Stilmittel beispielsweise bei Großkatzen oder Affenanlagen.

Bei den Tiergehegen soll eine Einbindung von Elementen des ursprünglichen Verbreitungsgebietes erfolgen: bei Haustieren in Hinsicht der Stallgestaltung, bei den Umzäunungen, in der Bepflanzung, gegebenenfalls auch durch Kulturgegenstände der Region (soweit verfügbar). Hier fand ich persönlich den Afrika-Gral in Gelsenkirchen gelungen.

… und bitte keine Mätzchen wie kaputte Landrover (höchstens auf dem Spielplatz), zerrissene Fallschirme, Adventure-Kinos oder Möchtegern-Forschungsstationen, wo ernsthafte Wissenschaftler Lachanfälle bekommen

… und bitte keine Delphinarien oder auch Walrösser, Klappmützen, See-Leoparden …, schon gar nicht im Binnenland ... Bei der Gelegenheit fallen mir auch Pamirschafe ein …

Es gibt Arten, da soll der Ehrgeiz nach Ausgefallenem ruhen. Lasst die Tiere wo sie sind und rettet dort lieber ihr Überleben.

(Eintrag vom 28.09.2006 zum Thema "Eure planung")
ulli:   Hallo zooinsider: Wie würde mein Geozoo aussehen ? Dies geht wieder sehr Richtung „Eure Planung“, deshalb stelle ich diesen Beitrag zusätzlich auch dort hinein.

Zunächst ist der Neubau eines weiteren Großzoos sicher nicht unbedingt sinnvoll. Die dort aufgewendeten Mittel sind für den unmittelbaren Arten- und Biotopschutz vor Ort besser angelegt.

Nach dieser Vorbemerkung zum Thema:

Ich bin von Haus aus gar nicht speziell festgelegt, es muss sich bei der Besichtigung eines Geländes jeweils ergeben.

Man muss dabei stark von den örtlichen Gegebenheiten ausgehen, insofern ist eine pauschale Planung eigentlich unsinnig. Die erste Frage ist natürlich die Größe und die Beschaffenheit des Areals an sich. Bei weniger als 5 ha braucht man z.B. eine Elefantenanlage gar nicht erst in Erwägung ziehen – es sei denn man gibt sich konkret mit diesem Schwerpunkt zufrieden und ergänzt es beispielsweise nur um ein Haustiergehege oder bei Asiatischen Elefanten um ein Tropenhaus. Wenn man ein waldnahes Terrain hat, bieten sich Waldbewohner an. Andererseits ist man in Hinblick auf Huftiere eingeschränkt. Wenn man nahe am Gewässer liegt, bietet sich ein Schwerpunkt Wassertiere an. In Salzburg, Halle oder Bern ist die Schwerpunktsetzung auf Gebirgstiere aufgrund des Areals geradezu offensichtlich geboten. Dabei muss man sich von vornherein gar nicht nur auf ausgefallene Arten stürzen. Zunächst würde ich (Alpen-) Steinbock, Gämse, zwei bis drei weitere Gebirgswiederkäuerarten, Murmeltier, Lama, Jak, Schneeleopard, Puma, Luchs, Wolf und Bär auswählen.

Darüber hinaus gibt es Traditionen, sei es in der Tierhaltung eines Zoos selbst oder in der Tradition der Stadt aufgrund der Historie, aufgrund von Handelsbeziehungen oder aufgrund von Städtepartnerschaften. Bären im Zoo Berlin sind zwingend, der Zoo Duisburg erhielt den
Chinesischen Garten als Geschenk der Stadt Wuhan. Auch hieran hat sich die Planung zu orientieren. In Hamburg keine Robben zu halten, wäre in meinen Augen ebenso grotesk.

Manchmal gibt es auch Sponsoren, die bestimmte Schwerpunkte sich wünschen. In Osnabrück ist es beispielsweise die Karmann-Stiftung mit der ausschließlichen Förderung für Südamerika, das Ehepaar Heinemann hat seine Stiftung von der Giraffen-Haltung abhängig gemacht. Hieraus ergeben sich auch für den gesamten restlichen Zoo Leitlinien. Osnabrück wird z.B. auf lange Sicht nie ein Zoo mit Schwerpunkt Asien werden können.

Darüber hinaus muss man sehen, welche Zoos in der Nachbarschaft Zoos liegen. Im Ruhrgebiet muss man ein klares Profil bieten; in Gebieten, wo ein Zoo räumlich weit entfernt von anderen großen Zoos liegt, ist ein größeres Spektrum an Großtieren seitens der Besucher erwünscht – so wird man vielleicht aufgrund der Erwartungshaltung vieler Besucher nach spektakulären Arten wie Giraffe, Zebra, Nashorn oder Elefant schnell auf die Afrika-Savanne kommen.

Die Größe einer Stadt spielt eine große Rolle. Kleinere Städte müssen mit geringeren Besucherzahlen kalkulieren – dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Auswahl des Tierbestandes. Wenn man hier beispielsweise Elefanten halten will, sind von vornherein finanzielle Ressourcen für andere Großprojekte eingeschränkt.

In einer kleineren Stadt (um die 50.000 Einwohner) bietet sich ein Querschnitt durch die Vielfalt der Haustierhaltung an (Südamerika – Lama / Zentralasien – Jak und Trampeltier / Europa beispielsweise durch Ungarn oder die Alpen oder Nordskandinavien oder Schottland / Afrika mit Watussirind, Schwarzkopfschaf und Zwergziege / Südostasien ) – in einer Großstadt kann dies aufgrund einer dort anders gearteten Erwartungshaltung schwerlich ein Hauptschwerpunkt sein.

Natürlich habe auch ich Vorlieben, die sich aus meiner persönlichen Prägung ergeben.
Ich bevorzuge hinsichtlich der Kontinente eher Afrika und Südamerika als Asien oder Nordamerika, bei den Klimazonen in Afrika eher den Regenwald als die Savanne oder
gar die Wüste, bei Gewässern bevorzuge ich eher Fluss-, Teich- und Sumpf-Landschaften als das Meer, bei den Arten eher Affen als Antilopen.

Hieraus ergeben sich auch bei mir Wunschvorstellungen, die ich gerne berücksichtigt sähe, wobei ich mich bei der konkreten Artenbenennung bewusst zurückhalte:

- eine begrünte Freianlage für Großkatzen, ergänzt um einen Abenteuerpfad (z.B. Hagenbeck)
- eine naturnahe Großbärenanlage
- wenn es von der Schwerpunktsetzung her passt: eine große Wolfanlage mit einer höher
gelegenen Besucherplattform
- wenn es das Areal von der Fläche hergibt (rund zehntausend qm aufwärts ): Elefanten
inklusive einem begehbarem Haus mit einer Informationsabteilung (wie z.B. in Münster)
- mindestens eine begehbare Affenanlage (Katta oder Totenkopfäffchen oder Guereza oder
Berberaffe)
- mindestens eine Inselanlage für Affen mit Holzsteg und Sumpfbiotop
- (mindestens) eine Menschenaffenart inklusive Haus mit einer Informationsabteilung (z.B.
Fähigkeiten und Intelligenz (auch mit interaktiven Spielen), Biotop, Gefährdung usw.)
- mehrere begehbare Vogelanlagen( eventuell auch Volieren), denkbar sind Störche,
Reiher, Limikolen, Eulen oder Loris (nicht zwingend alle)
- eine Freiflughalle mit klarem geographischen Schwerpunkt (es muss wirklich keine
gigantische Halle wie in Arnhem oder Zürich werden ! – damit wären in jedem Zoo die
finanziellen Ressourcen ohne edlen Spender erschöpft)
- ein weiteres Winterhaus (oder kombiniert mit der Freiflughalle) mit getrennten Anlagen
sowie einer Schwerpunktsetzung (egal ob Biotop-Volieren, Affen, Kleinsäuger, Reptilien).
Persönlich würde ich einen prägnanten geographischen Schwerpunkt (z.B. Insel) setzen –
in der Tierauswahl demnach ein breites Spektrum von Tierstämmen und Wirbeltierklassen
bevorzugen. Außerdem soll man sich hier auf gefährdete Arten im Bereich des EEP
konzentrieren. Nach den Erfahrungen von Zoodirektoren sollen es nicht weniger als vier
(„wie,dies ist schon alles“) und nicht mehr als acht größere Anlagen (Ermüdungsfaktor) sein.
- eine Höhle oder Grotte mit Fledermäusen oder einen unterirdischen Zoo wie demnächst
in Osnabrück
- die üblichen Verdächtigen (siehe den Thread „kann sie nicht mehr sehen“) :
Stachelschweine, Präriehunde, Erdmännchen, Nasenbären, Otter (möglichst Zwergotter)
- optional ein Aquarium (möglichst mit mehreren Biotopaquarien und Ufervegetation) mit
Cafe direkt an der Zoogrenze, das man auch abends besichtigen kann – angegliedert kann
auch eine Krokodilhalle sein
- ein großer Streichelbereich ….
- ein Abenteuerspielplatz
- eine Zooschule und (!)
- jeder Zoo soll sich zu mindestens einem Natur- oder Artenschutzprogramm verpflichten

… alles weitere ergibt sich.

Bei der Gestaltung würde ich eine zurückhaltende Architektur bevorzugen ( eventuell auch in den Boden abgesenkt) – nur wenn sich aus der Topographie (beispielsweise Hang oder Seeufer) eine exponierte Lage ergeben sollte, kann man auch architektonische Akzente setzen (denke hier z.B. an das Regenwaldhaus Hannover).

Die Wegführung soll leicht gewunden sein, Stolperfallen auf den Wegen sind möglichst zu vermeiden, es sei denn auf extra ausgewiesen „Abenteuerpfaden“ als Stilmittel beispielsweise bei Großkatzen oder Affenanlagen.

Bei den Tiergehegen soll eine Einbindung von Elementen des ursprünglichen Verbreitungsgebietes erfolgen: bei Haustieren in Hinsicht der Stallgestaltung, bei den Umzäunungen, in der Bepflanzung, gegebenenfalls auch durch Kulturgegenstände der Region (soweit verfügbar). Hier fand ich persönlich den Afrika-Gral in Gelsenkirchen gelungen.

… und bitte keine Mätzchen wie kaputte Landrover (höchstens auf dem Spielplatz), zerrissene Fallschirme, Adventure-Kinos oder Möchtegern-Forschungsstationen, wo ernsthafte Wissenschaftler Lachanfälle bekommen

… und bitte keine Delphinarien oder auch Walrösser, Klappmützen, See-Leoparden …, schon gar nicht im Binnenland ... Bei der Gelegenheit fallen mir auch Pamirschafe ein …

Es gibt Arten, da soll der Ehrgeiz nach Ausgefallenem ruhen. Lasst die Tiere wo sie sind und rettet dort lieber ihr Überleben.

(Eintrag vom 28.09.2006 zum Thema "geozoo oder anders")
Jana:   Neu in Usti ist der junge Schneeleopard-Kater Makan, der aus Pilsen kam.

In Decin kann man neben den alten perschischen Kater jetzt auch den 13-jährigen Amurleopard-Kater aus Prag sehen.

Aus London nach Dvur Kralove kamen zwei Gorilla-Weibchen (beide 36 Jahren alt), als Gesellschaft für den einsamen Tadao.
(Eintrag vom 25.09.2006 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Nils Kley:   Mir fällt da-neben den bereits genannten Bsp. des Münchner Zoos-auch Salzburgs' Zoo ein. Wenn man vom Eingang(Asien) aus rechts in Richtung "Südamerika" geht, finden sich auf einmal neben (süd)amerikanischen Tieren wie Jaguar und Puma Leoparden, Schneeleoparden, Tigern, Luchs und Löwe(Gehege letzteres im Umbau), dem anschließend ein Takhi/Trampeltier-Gehege, ehe es nach "Afrika " übergeht. Soviel zum Thema Linienführung....;)
(Eintrag vom 12.09.2006 zum Thema "Geokonzept-Ausrutscher")
sleipnir:   Der Steinzeitpark

Hier nun auch mal eine Planung meinerseits. Lange habe ich gezögert sie hier einzustellen, da M. Mettler weiter unten schon mal eine ganz ähnliche Planung für das Wisent-Gehege in Springe erstellt hat. Trotz einiger Überschneidungen, denke ich trotzdem, dass mein „Steinzeit-Park“ neue Aspekte beleuchtet und deshalb stelle ich ihn hier ein.
Ansiedeln würde ich diesen Park in der zootechnisch eher unterpriviligierten Gegend zwischen Nordhessen und Südniedersachsen. Ein Umbau des Tierparks Sababurg in einen Steinzeit-Park fiel mir ganz spontan ein, ansonsten würde sich evtl. auch ein kompletter Neubau anbieten.
Der Steinzeit-Park versucht die Veränderungen der Landschaft, die Entwicklung des Menschen sowie Flora und Fauna beginnend mit der letzten Eiszeit bis heute nachzuzeichnen.
Veranschlagt für dieses Projekt habe ich eine Fläche von 68 Hektar, auf der 176 Tierarten gehalten werden.
Beginnend mit dem Eingangsbereich, auf dessen Fläche eine kleine Dauerausstellung zum Thema „Eiszeiten in Deutschland“ untergebracht ist, führt der Weg über kleine Pfade und grob geschotterte Wege in den ersten Parkteil, der Tundra bzw. Mammutsteppe des Pleistozäns::
Hier befindet man sich gleich innerhalb eines Volierenkomplexes in dem Schnee-Eulen, Gerfalken, Berglemminge und Eisfüchse jeweils in großzügigen Einzelanlagen, Schneehasen und Alpen-Schneehühner in einer Gemeinschaftsanlage gezeigt werden. Daran anschließend: Eisbären in einem 3600 qm großem Landschaftsgehege mit durch Glasscheiben teilweise einsehbarem Wasserteil, die Saiga-Antilopen-Anlage, eine Gemeinschaftsanlage mit Moschusochse / Waldren und einem Tundrasee mit diversen Wasservögeln. Neben dem kleinen See befindet sich ein nachgebautes „Mammutjäger“-Lager, abgeschlossen von drei lebensgroßen Mammutnachbildungen. Auf großen Tafeln wird über die Lebensweise der damaligen Menschen aufgeklärt, über andere, heute ausgestorbene Großwildarten, wie Wollhaarnashorn und Riesenhirsch und die Verdrängung des Neandertalers durch den modernen Menschen. Der Tundra-Abschnitt endet mit einer eiszeitlichen Geröllhalde deren größerer Abschnitt von einer großen Gruppe sibirischer Steinböcke bewohnt wird. Schneeleoparden- und Vielfraß-Anlage schließen sich an. ( etwa 18 Arten)
Weiter geht es auf kleinen Pfaden in den nächsten Parkteil, der nacheiszeitlichen Waldsteppe, die in Deutschland ungefähr 10 000 v. Chr. die dominierende Landschaftsform war. Hier werden viele Tierarten gezeigt, die durch fortschreitende Bewaldung bzw. Bejagung des Menschen in Deutschland immer weiter zurückgedrängt wurden und teilweise heute weltweit ausgestorben sind. Einige ausgestorbene Arten z.B. Höhlenlöwen werden durch nah verwandte, rezente Arten ersetzt. Des Weiteren wird auf großen Info-Tafeln auf die Vermutung hingewiesen, dass ganz Deutschland, wären Mega-Herbivoren wie Waldelefanten, Auerochsen, Wildpferde usw. nicht in großem Stil von Menschen verdrängt und schlussendlich ausgerottet worden, evtl. auch heute noch aus einem kleinflächigen Mosaik aus Waldflächen und offenen Steppenflächen bestehen könnte und potentiell möglich gar nicht das Land der riesigen, geschlossenen Wälder wäre.
Der Rundgang beginnt auf einer begehbaren Anlage für Steppenmurmeltiere, noch innerhalb dieses Geheges eine Großvoliere für Europäische Ziesel, daran anschließend eine Gemeinschaftsvoliere (ähnlich der in Innsbruck) für Waldrapp / Alpendohle / Wiedehopf / Rosenstar / Ziegenmelker und Rothuhn. Während sich rechts die 1200 qm große Anlage für Persische Leoparden anschließt, befindet sich links die Gemeinschaftsanlage für Kulane und Argalis, gefolgt von einer Teichanlage für Krauskopfpelikane, Rostgänse und Jungfernkraniche, Seeadler leben in einer benachbarten Großvoliere. Przewalski-Pferde,
Heckrinder und Persische Kropfgazellen bewohnen die, mit 2,5 Hektar größte Anlage des gesamten Parks. Angrenzend die große Raubtieranlage mit Persischen Löwen (ersetzen die ausgestorbenen Höhlenlöwen), Tüpfelhyänen (ersetzen die ausgestorbenen Höhlenhyänen) und Goldschakalen. Während Löwen und Hyänen über sehr große Landschaftsgehege verfügen ist das Außengehege für Schakale mit 250 qm eher klein ausgefallen. Auf Hinweisschildern wird aber erklärt, dass alle Gehege miteinander vernetzt sind und die Schakale nachts, wenn sich Hyänen und Löwen in ihren Innenanlagen befinden auf allen drei Anlagen bewegen können. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich eine große Geiervoliere mit Mönchs- und Bartgeiern. Auch für den Besucher ist durch entsprechende Information ersichtlich, in welch enger Beziehung Geier und große Raubtiere in der nacheiszeitlichen Waldsteppe gelebt haben. Den Abschluss bilden hier Volieren für Großtrappe, Birkhuhn und Kaiseradler. (26 Arten)
Weiter geht es in die germanischen Wälder. Ein Parkteil, der Deutschland in frühgeschichtlicher Zeit, fast vollständig bewaldet zeigt.
Den Anfang machen hier Anlagen für Luchs und Wildkatze, gefolgt von der großen Rothirsch-Anlage, flankiert von Volieren für Uhus, Rauhfusskäuzen und Kolkraben schließt sich der Wolfswald an, der von einem Rudel europäischer Wölfe bewohnt wird, den Abschluss bildet hier eine Anlage für Baummarder. Über eine Brücke gelangt man in den „Bruchwald“, dessen größtes Gehege von Elchen bewohnt wird. Den benachbarten „Waldsee“ bevölkern Eurasische Biber, Fischotter, Europäische Nerze, Schwarzstörche, Kraniche, Graugänse und Krickenten in verschiedenen Anlagen. Begleitet von Freilandterrarien für diverse Reptilien und Amphibien (Europäische Sumpfschildkröte, Rotbauchunke, Moorfrosch und Waldeidechse) verlässt man den „Bruchwald“ und gelangt auf eine Rodungsfläche auf der ein „germanisches Dorf“ steht. Typische „primitive“ Haustierrassen wie Ungarische Steppenrinder, Sorraia-Pferde, Soay-Schafe und Weideschweine sind hier zu finden. Weiter gelangt man zum großen Wildschwein-Gehege, dessen gegenüberliegende Seite von der großen Anlage für Braunbären eingenommen wird. Auerhähne und Haselhühner bewohnen hier große Volieren, gefolgt von Volieren mit Steinadlern, Habichten und Wanderfalken. Zuletzt folgt hier noch die Gemeinschaftsanlage für Wisente und Tarpane. (32 Arten)
Der vorletzte Parkteil heißt Europa 2000 und versucht einen typischen Landschaftsausschnitt unserer Zeit zu zeigen, immer im Hinblick auf aktuelle Umweltproblematiken.
Den Anfang macht hier eine kleinere Anlage für Wildschweine. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich Gehege für Rotfüchse, Hermeline und Iltisse. Gefolgt von einer Reh-Anlage, die obwohl als relativ heikle Pfleglinge geltend, hier immer wieder erfolgreich nachgezüchtet werden, gelangt man in den Bereich der „Seen und Teiche“. Höckerschwäne, Graugänse, Stockenten, Reiherenten, Löffelenten, Spießenten, Kolbenenten, Haubentaucher und Blesshühner teilen sich einen Teich. An einer Glasscheibe entlang erhält man einen Einblick der „Welt unter Wasser“. Europäische Flusskrebse, Karpfen, Schleien, Welse, Barsche und Plötzen werden hier gezeigt. Weiter geht es zum 2. Teich, der überspannt mit einem freitragenden Netz von Graureihern und Kormoranen bevölkert wird, angeschlossen eine Voliere für Rotmilane. Ein kleiner Teich mit Europäischen Sumpfschildkröten und Ringelnattern sowie Freilandterrarien für Zauneidechsen, Laubfrösche und Kreuzottern beenden diesen Abschnitt. Man gelangt nun in die „Feldmark“. Den Anfang macht hier eine begehbare Voliere mit deutschen Singvögeln, Rebhühnern und Feldhasen. Anschließend Freilandvolieren für Feldhamster und Eurasischer Zwergmaus, gefolgt von Volieren für Mäusebussard und Saatkrähe. Auf einer kleinen Anhöhe liegt ein typischer nordhessischer Fachwerk-Hof mit einem vorgelagerten Bauerngarten an dessen Kopfseite sich ein Terrarium für Weinbergschnecken befindet. Das kleinere Stallgebäude ist fast komplett mit einem Netz überspannt, hier leben Weißstörche und Turmfalken in einer Gemeinschaftshaltung. Innerhalb dieses Stallgebäudes befinden sich, auf dem Dachboden, die Innengehege für Steinmarder und Schleier-Eule, sowie die Anlagen für Siebenschläfer und Hausratten, des weiteren ist hier eine „Fledermaus-Auffangstation“ untergebracht. Im umgebauten Wohnhaus des Hofes wird über „ungebetene“ Untermieter der Menschheit berichtet. Es gibt drei Anlagen für Wanderratten (Steppe, Dorf und Kanalisation einer Großstadt), eine Anlage für Hausmäuse und zahlreiche Terrarien typischer Vorratsschädlinge und Insekten. Natürlich dürfen auch Haustierrassen auf einem Typischen Bauernhof nicht fehlen. Der Steinzeitpark hat sich hier (allerdings nicht ausschließlich) auf alte, vom Aussterben bedrohte Rassen spezialisiert. Gehalten werden: Schwarzbuntes Niederungsvieh, Rotes Höhenvieh, Husumer Schweine, Bunte Bentheimer Schweine, Rauwollige Pommersche Landschafe, Skudden, Rhönschafe, Thüringerwald-Ziegen, Thüringer Kaltblut, Haflinger, Cröllwitzer Puten, Vorwerkhühner, Westfälischer Totleger, Pommerngänse, Pommernenten, Rouen-Enten, Meissner Widder und Deutsch Kleinsilber.( etwa 75 Arten)
Ein letzter Parkteil, der Neozoen-Park beschäftigt sich mit der Problematik der Einschleppung fremder Arten nach Deutschland.
Hier werden ausschließlich Tierarten gehalten, die ursprünglich nicht in Deutschland heimisch waren, sondern erst eingeführt wurden. Insgesamt wird auf die Problematik der Faunenverfälschung hingewiesen. Den Anfang macht hier eine Gemeinschaftshaltung von Damhirsch und Mufflon. Gegenüber werden Wildkaninchen und Fasane in einer begehbare Voliere gezeigt, es schließt sich an die Voliere für Alexandersittiche und die Anlage der Sika-Hirsche. Aga-Kröte, Amerikanischer Flusskrebs, Regenbogenforelle, Marderhund, Waschbär, Mink, Nutria, Bisamratte, Kanadagans und Mandarinenente werden in ihren aquatischen bzw. semi-aquatischen Lebensräumen gezeigt, beendet wird dieser Parkteil, in dem auch viele eingeschleppte Pflanzen gezeigt werden, mit einem kleinen Haus eingeführter Insekten und anderer Wirbelloser. ( 25 Arten)

(Eintrag vom 12.09.2006 zum Thema "Eure planung")
Thomas W.:   @Cajun ich war etwas spät dran und hatte nur wenig Zeit in Wuppertal, da das Raubtierhaus in fünf Minuten geschlossen worden wäre, aber das Gehege hatte noch ein Schild "Schneeleopard", nebenan waren Luchse.
(Eintrag vom 06.09.2006 zum Thema "Zoo-Korrespondent")
Zoosammler:   Mein erster und - vorerst - letzter Schwerin-Besuch lag im Frühjahr 2005, damals waren die Afrikagehege (ich sah eines für Strauße, sowie eines für Giraffen/Zebras und Wildhunde) meiner Meinung nach noch hoch umzäunt, ein wenig kahl und langweilig - es gab aber einen Ausblick vom Dach des Terrariums, eine nette Idee. Die Tiger-und die Bärenanlage, von denen ich vorher so viel Gutes gehört hatte, fand ich in Ordnung, aber nicht so spektakulär - die Bären "webten" und so dermaßen groß fand ich das schlecht einsehbare Tigergehege auch nicht. Zwischendurch erinnern einen viele Punkte im Zoo - so etwa die teilweise begehbaren Waldanlagen für heimisches Wild, der alte, hochvergitterte Mähnenschaffelsen, die Pinguinanlage etc., an die Vergangenheit des Zoos, bzw. daran, was Schwerins Tiergarten letztlich (noch) ist: ein wenig provinziell. Ich weiß, dass es gegenüber dieser couragierten Einrichtung ungerecht ist, das zu bemängeln, aber in mehr oder weniger direkter Nachbarschaft zu Hagenbeck, Hannover, Rostock und Berlin hatte ich mir etwas, schwer zu sagen, "Pompöseres" vorgestellt. Ich finde alles im Schweriner Zoo strahlt etwas Improvisation und enthusiasistische "Klein-aber-fein-Philosophie" (gutes Beispiel: Die Nashornanlage) aus. Großzootypische Anlagen findet man hier kaum, die völlig natürliche Wald-Teich-Anlage tut ihr Übriges dazu.
Das alles ändert aber nichts daran, dass die vielen guten Ideen in Schwerin und das provinzielle, aber doch recht sympathische Ambiente einen Zoobesuch in der mecklenburg-vorpommerischen Landeshauptstadt zu einem netten Tag machen. Wo sonst kann man so nah Fuchsmangusten (ja, und auch Erdmännchen...) beobachten, oder etwa Müller-Gibbons? Die Qualität der Tierhaltung ist schon lange auf einem, gerade für die neuen Länder, vorbildlichen Niveau, einzig und allein das Drumherum wirkt etwas rückständig. Und Tieranlagen wie der Schneeleopardenkäfig sollten in Zukunft der Vergangenheit angehören, bzw. nur noch als Absperrgelände dienen.
Vielleicht rührte meine ganz leichte Enttäuschung auch vom Tierbestand her - dieser ist ja doch recht klein, recht säugetierlastig und v.a. recht "normal" - in Schwerin sind tatsächlich beinahe alle Arten des "Ich-kann-sie-nicht-mehr-sehen"-Threads versammelt, nicht weiter verwunderlich, sind sie doch leicht zu halten und publikumsattraktiv für diesen Zoo, der es finanziell und medial sicher schwer hat, dennoch hätte man sich (gerade wenn man evtl. von weiter anreist) vielleicht noch die eine oder andere seltenere Tierart gewünscht, meine persönlichen (einzigen) Highlights in Schwerin waren in diesem Fall Müller-Gibbons und Rothunde.
(Eintrag vom 06.09.2006 zum Thema "Zoo Schwerin")
Thomas W.:   Also die Takine und Zebras waren schon weggesperrt, deswegen weiß ich nicht ob von denen was nicht zu sehen ist... die Kolibrihalle ist immer noch gesperrt. Den Schneeleoparden habe ich nicht gesehen, der Rest müßte sichtbar sein. Ist wirklich ein toller Zoo.
(Eintrag vom 05.09.2006 zum Thema "Zoo-Korrespondent")
Michael Mettler:   Seit dem Zoosammlertreffen habe ich nun auch den neuen Krefelder Zooführer (Titel: Nashornkalb + Orang mit Jungtier), in dem ich zu meinem Erstaunen die Angabe "4. Auflage" fand. Für mich ist es nämlich erst der dritte mit Spiralbindung: Bisher hatte ich die Ausgabe von 2000 (Titel: Blumenfledermaus + Schneeleoparden) und ca. 2005 (Orang mit Jungtier + Schneeleoparden). Welcher fehlt in der Reihe??
(Eintrag vom 05.09.2006 zum Thema "Neue Zooführer")
Michael Mettler:   Im Zusammenhang mit dem Zoosammlertreffen habe ich gestern den Augsburger Zoo nach langer Zeit (zuletzt 2000) wieder besucht.

Zur Leopardenhaltung: Die drei früheren "Freilandterrarien" sind inzwischen zu EINER Außenanlage zusammengefasst worden, recht gut strukturiert und begrünt. Auch wenn es dadurch längst keine neuzeitliche Anlage wurde, sind die beiden Amurleoparden nun relativ ordentlich untergebracht. Schneeleoparden sind nicht mehr vertreten. Offensichtlich ist die mittlere Innenanlage der Leopardenstall, allerdings nicht mehr für die Besucher einsehbar. Die beiden Innenanlagen rechts und links davon sind "naturähnlich" eingerichtet - im Gegensatz zu den Katzenanlagen auch mit Bodengrund - und beherbergen nun Kleinfleck-Ginsterkatze und Fennek.

Neu für mich war eine recht geräumige Seehundanlage rechts neben den Pinguinen, und die Anlage letzterer wurde deutlich erweitert (mehr Tiefe, mehr Struktur). Auch die Takinanlage kannte ich noch nicht (war bei meinem letzten Besuch Baustelle), ebensowenig die nach hinten vergrößerte Elefantenanlage. Optisch noch etwas unschön, da die vorherige Hintergrundbegrünung entfallen ist und man nun auf eine Häuserreihe mit Elefanten im Vordergrund blickt - aber da wird sich wahrscheinlich noch etwas tun. Im Bau befindet sich eine Anlage für - na was wohl - Erdmännchen, am Giraffenstall.

Das nächste größere Projekt soll ein Nashornstall werden, eine geplante Gruppe von bis zu sechs Breitmaulnashörnern soll dann den Antilopen/Watussi-Bereich des Afrikapanoramas mitbewohnen. Ich frage mich allerdings, ob nicht eine grundlegende Renovierung oder sogar ein Abriss und Neubau der sehr marode wirkenden Paviananlage vordringlicher wäre.

Um "neue Arten" kennen zu lernen, war das Vogelhaus gewohnt ergiebig, nur die Beschilderung lässt zu wünschen übrig; diverse Arten sind nicht in den Volieren untergebracht, an denen sie ausgeschildert sind, sondern nebenan, und wo sich die vielen an der Webervogelvoliere ausgeschilderten Kleinvogelarten versteckt haben sollen, ist mir schleierhaft. Übrigens: Viele Einzeltiere bei den Kleinvögeln.


(Eintrag vom 04.09.2006 zum Thema "Zoo Augsburg")
Nils Kley:   Zur der Leoparden-Anlage: inzwischen ist das "Aquarium" nur noch für die Amurleoaprden ausgelegt; des weiteren finden sich in kleinen Gehegen jeweils Pringtamarine und Ginsterkatze. Der Sumatra-Tiger ist hier nach der Tötung seiner Artgenossin allein untergebracht. Die Lage der Gepardenanlage zw. Tiger-und Löwengehege erscheint eher unglücklich. Auch die Reptilienhaltung ist verbesserungswürdig.
Ein weiterer Negativpunkt im Augsburger Zoo ist die Primatenhaltung, allen voran die der Schimpansen, Mantelpaviane und Mandrille. Die neue Seehund-Anlage ist im Vergleich zum vorherigen Zustand eine Verbesserung. Die neue Mähnenwolfanlage ist fertig, allerdings wirken die Tiere noch sehr scheu und die Anlage etwas karg.
In einem verbesserungswürdigen Zustand hinsichtlich Klauenpflege sind Ture und Markhore, deren Anlagen ansonsten recht interessant gestaltet sind.
Im Elefantenhaus sind neben Plumploris Kurzohrrüsselspringer untergebracht, zuletzt(Mitte 20069 mit Nachwuchs.
@Dennis: hinsichtlich der Raubtieranlagen muss ich Dir leider widersprechen-sie sind zwar vergleichsweise besser als ihre Pendants im Alfred-Brehm-Haus in Berlin, zeigen aber dennoch einige Schwächen hinsichtlich Tiergerechtheit; da gibt es bessere Anlagen(z.B. Zürich's Schneeleopardenanlage).

Nichtsdestotrotz-Augsburg hat einen durchaus schönen Zoo-s. u.g. Der Zoo mag durch Skandale und Fehlmanagement(u.a. Unterschlagung, das Afrika-Dorf)in letzter Zeit gelitten hat. Die Afrika-Anlage ist-mag sie manch einem altbacken erscheinen-doch recht schön anzusehen.
(Eintrag vom 30.08.2006 zum Thema "Zoo Augsburg")
Werner Weyler:   Das Haus der Raubtiere in Wuppertal ist zugänglich. Aktuelle Nachzuchten gibt es offensichtlich nicht. Derzeit wird die etwas provisorisch wirkende Anlage für Schneeleoparden überholt, da das letzte Tier verstorben ist. Neue Katzen sollen demnächst jedoch wieder Einzug halten.
(Eintrag vom 24.08.2006 zum Thema "Fotografieren in Aquarien und NT-Häusern")
Dortmunder:   @ Karsten :

Du hast in deiner Aufzählung noch die ehemalige Haltung in Dortmund (ohne Zuchterfolge, zum Schluß hinter den Kulissen) und die immer noch aktuelle Haltung in Wuppertal (diverse Zuchterfolge, momentan aber wohl nur noch ein Tier) vergessen !

Zur Systematik muss man aber sagen, dass in jüngerer Vergangenheit auch der Schneeleopard umgruppiert wurde, und zwar von Uncia uncia in Panthera uncia !
(Eintrag vom 23.08.2006 zum Thema "Nebelparder")
Sven P. Peter:   Mein Masterplan für Hagenbecks Tierpark:

Vorweg möchte ich sagen, dass mir diese Geo-Zoos auf den Keks gehen, daher ma viel kontinental vermischtes ;) Und ich mag neuerdings Volieren :D

Gehen wir vom Eingang aus. Troparium und Elefantenhalle lasse ich mal unbesehen so stehen, wobei ich an die linke Seite des Tropariums Affengehege mit Indischen Hutaffen, Javaneraffen und Rotgesichtsmakaken baue. Die Elefantenanlage wird etwas umgebaut, z.B. Entschärfung der Gräben und Anpflanzung von Pflanzinseln. Vergesellschaftung mit Kirk-Dikdiks und Zwergottern. Die Herde kann sämtliche Anlagenbereiche nutzen und links der Bullenanlage entsteht ein großer (Bade)Teich (Ausmaße der jetzigen Wiese neben den Elefanten). Dieser kann von den Elefanten genutzt werden (Bereich mit Pollern abgegrenzt). Nicht für die Elefanten zugänglich sind drei kleine Inseln auf denen sich Kletterbäume für die Orang-Utans und Weißhandgibbons befinden. Ihr Winterquartier haben die Zwergotter, Gibbons und Orangs im Oranghaus. Die Dikdiks haben ihr Winterquartier im Elefantenhaus. Die Asiatische Steppe darf in ihrer Form bleiben, nur die Onager werden mit einem ansehnlicheren Zaun von den Trampeltieren und Gazellen getrennt. In das Nasenbärengehege, das mit dem Pelikanteich zusammengelegt wird kommen Kragenbären.
Bei dem Oranghaus wird in Zukunft auf die Öffnung der Kuppel verzichtet, um hier diverse Tropische Vögel halten zu können. Rechts vom Oranghaus, vor dem neuen See, entstehen Volieren für Fischkatzen, Binturongs und Asiatische Goldkatzen.
Auf den Birmateich ziehen die Rosa Pelikane um den Rötel-Pelikanen Gesellschaft zu leisten. Auf die Kranichwiese am Teich kommen Schneekraniche dazu. Die alte Imbissbude auf der Birmainsel wird zu einem Gehege für Peruanische Hasenmäuse und Langschwanz-Ziesel, dafür wird sie nach vorne hin erweitert (Also die Anlage, nich die Insel, denn nur die Niesche von der Bude wäre mir zu klein).
Die Riesenschildkröten dürfen bei den Dinosauriern bleiben. Die Tiger fliegen bei mir aus dem Park raus. In die Freianlage kommen die Löwen (echte Zoolöwen, nix Unterartenreines) und in das Nebengehege ziehen Rotluchse.
In die Leopardenanlage kommen Srilanka-Leoparden und statt dem kleinen alten Haus für die Katzen entsteht ein großes, begehbares Warmhaus für die Leoparden. In einem anderen Gehege in diesem Haus leben Schönhörnchen. Die Schneeeulenvoliere bleibt unverändert.
Die Gehege der Wapitis und Bisons wird zusammengelegt. Neben den Kanadagänsen und Präriehunden leben hier nun auch Baumstachler.
Mit auf die Südamerikaanlage ziehen die Flachlandtapire, die genau wie heute schon die Wasserschweine den ganzen Birmateich nutzen können. Die Riesenotter bleiben, werden aber mit Margays vergesellschaftet. Auf die Paviananlage ziehen Brillenbären und Nasenbären. Das Gehege der HZA´s und Vietnam-Sikas wird für die Paviane umgestaltet. Das Arahaus bleibt unverändert, genau wie die Meerschweinchendörfer. In die Aravoliere kommen zwei Spinxaras dazu. Mit auf die Känguruanlage kommen Nacktnasenwombats.
Der Tahrfelsen wird komplett übernetzt und für die Haltung von Schneeleoparden genutzt. Die Mähnenschafe bleiben in ihrem Gehege, doch wird es nicht mehr nach links um den Felsen weitergehen, denn hier entstehen Volieren für Pumas und Vielfrasse. Die Rückseite des Felsens wird eine riesige Voliere für Waldrappen, Turmfalken und Bengalgeier. In die Löwenanlage ziehen Schabrackenhyänen. Ein Teil des Grabens wird mit Sand aufgeschüttet und für die Tiere zugänglich gemacht (Stichwort Strandwolf). Das Stachelschweingehege bleibt, wird aber nach links erweitert.
Die Mandrillanlage lasse ich genau wie die Savanne unverändert, doch zwischen den Gehegen entsteht eine nichteinsehbare Marabuzuchtstation. Die PO-Schweine fliegen raus und is das Gehege kommen Blaurückenducker.
Die Giraffenanlage bleibt bis auf die Vergrößerung des Giraffenhauses gleich. An der Rückseite des PO-Schwein represive Ducker-Stall-Felsens, also gegenüber der linken Einsicht der Giraffenanlage entsteht eine Voliere für Servale.
Die Haustierallee bleibt wie sie ist, außer das eine Zuchtgruppe Poitou-Esel angeschafft wird. Die Voliere am Schweinehaus wird begehbar, in das Tapirgehege ziehen Mähnenwölfe (mal wieder). Das Gehege für Muntjaks und Manschurenkraniche bliebt, auf die Storchenwiese kommen Springböcke. Am Vogelhaus nehme ich aus onithologischer Unkenntnis keine Veränderungen vor. Die Pinguinanlage wird eine Begehbare Voliere für Papageientaucher. Daran schließt die jetzige Seebärenanlage an, die ebenfalls eine begehbare Voliere für Seehunde, Humboldtpinguine und Basstölpel wird. Aus der großen Betonfläche wird ein bepflanzter Sandstrand.
Das jetzige Mähnenrobbengehege wird nach vorne um das doppelte vergrößert und für Stellers Seelöwen genutzt. Über einen Steg kommt man rechts an der Mauer (über den Seelöwen) an das alte Eisbärengehege. Dies wurde mit dem alten Rentierplateau verbunden und bietet einen Lebensraum für Tahre und Manule.
Den Afrikateich vergrößere ich mal bis an die Lodge heran, vor der nun ein Holzsteg entlang geht. Durch Verwendung von viel Holz verliert sie den Campingplatz-Zelt-Charakter.
Der Weg vom Afrikateich zum alten Haupteingang wird eine einzige große Voliere für afrikanische Vögel (natürlich begehbar). In die Bärenanlage kommen Syrische Braunbären zusammen mit Marderhunden.

Ich hoffe euch hat mein Hagenbeck-M
asterplan gefallen und freue mich auf Feedback!
(Eintrag vom 13.08.2006 zum Thema "Eure planung")
ZooFanKarlsruhe:   Nun hab ich etwas konkretere Informationen zu zukünftigen Projekten meines Heimatzoos herausgefunden:

Los gehts noch dieses Jahr mit dem Neubau der Huftierställe. Danach erhalten Schneeleoparden,Salzkatzen und Luchse bessere Bedingungen. Bis 2015 wird ausserdem eine neue Anlage für Löwen entstehen sowie ein neues Elefantenhaus gebaut. Darüber hinaus, und das ist jetzt für mich besonders interessant da neu, sollen Gehege für asiatische Tiere entstehen. Das lässt mich zum einen vermuten, dass wir auch in Zukunft asiatische Elefanten in Karlsruhe sehen werden (weil es dann geographisch passt) ,und wir zumindest die Orangs als weitere Menschenaffenart bekommen. Mit Dr.Becker als Primatenspezialist und Zuchtbuchführer für Orangs jedenfalls sehr wahrscheinlich bei dieser geplanten Ausrichtung.

Das heutige Dickhäuterhaus wird zum reinen Flussperdhaus umgebaut. Dann dürfte der Haltung von mehr als 2 Tieren auch nichts mehr im Wege stehen.
(Eintrag vom 12.08.2006 zum Thema "Zoologischer Garten Karlsruhe")
Oliver Jahn:   @Karsten, die Waldrentiere habe ich gesehen, leider nur in einer schattigen hinteren Ecke ihres Geheges, so dass sie nicht so gut zu erkennen waren. Die Steppenkatze gab es nicht mehr! Zumindestens habe ich sie weder gesehen, noch war sie ausgeschildert, ich habe wirklich jede einzelne Box sehr genau betrachtet. In der von dir beschriebenene Ecke waren etliche Kleinstkäfige für Amurkatzen, Rohrkatzen, einer für den Korsak, drei für die Luchse und noch einer für eine Streifenhyäne. (Alle im hinteren Bereich, im vorderen waren die Amurtiger und die Schneeleoparden.)
Allerdings muss ich dir wirklich noch mal sehr danken, denn erst durch deinen Beitrag und die Ergänzungen von Werner Weyler wusste ich bereits im Vorfeld, was mich dort erwartet und ich wusste bereits vor meiner Reise, welche raritäten dort zu finden sind. das sorgte bei mir dafür, dass ich natürlich viel gezielter auf die einzelnen Arten geachtet habe und direkt danach gesucht habe, bis ich sie fand, um dann zu wissen, diese Tiere gibt es sonst in keinem mir bisher bekannten Zoo!!! Das war wirklich sehr hilfreich, denn z.B. beim Kragenbären hätte ich mir das Schild auf Estnisch nie durchgelesen, um dann im letzten Satz den Hinweis auf die Unterart des Ussuri-Kragenbären zu finden. Dank deiner Beschreibung habe ich aber viel gezielter drauf geachtet und somit ist mir nichts entgangen!!! Vielen Dank!!! Ich weiss ja nicht, wann auch hier das neue Anspruchsdenken einsetzt, in dem der Besucher ganz viel erleben will, und dieses Erleben nebenbei noch gern mit ein paar Tieren schmücken möchte. Ich kann aber trotz mancher wirklich schlimmer Unterbringung jedem nur empfehlen, den Zoo vorher noch zu besuchen!! Die paar Hüpfburgen, die es bereits gibt, stören bei der riesigen Fläche des Zoos noch nicht, da sie sehr schön an Stellen plaziert sind, an denen es zur Zeit noch keine Tiergehege gibt!
Dazu fällt mir noch ein, die hier angesprochene Anlage mit Kunstfelsen für Schneeleoparden gibt es nicht!
(Eintrag vom 11.08.2006 zum Thema "Zoo Tallinn")
Oliver Jahn:   So, nun ein paar Eindrücke meines Zoo-Besuches in Tallinn.
Ich habe den Zoo an zwei Tagen besucht, an einem Sonntag und an einem Montag. Den Montag kann ich nicht empfehlen, denn von den drei Tierhäusern, die es gibt, ist das Elefantenhaus komplett geschlossen und die beiden neuen Tropenhäuser sind immer Montags zu.
Aber fange ich mal von vorn an. Also erst einmal etwas zum Tierbestand.
Fast alle Arten wurden hier schon aufgezählt, dennoch muss ich sie einfach noch mal wiederholen, weil es einfach nur faszinierend ist, solche Tiere einmal zu sehen, vor allem aber, viele von diesen Tieren in riesigen Herden mit unzähligem Nachwuchs.
Der Hauptschwerpunkt liegt bei den Gebirgswiederkäuern.
Zwei Mishmi-Takine gibt es.
Alle anderen Arten waren nicht zu zählen, da sie in Kleinstanlagen und in großen Gehegen in riesigen Familienverbänden gehalten werden, etliche kleiner Gehege aber auch nur mit Männchen-Gruppen besetzt sind.
Es gibt
Ost- und Westkaukasische Steinböcke,
Sibirische Steinböcke,
Nubische Steinböcke,
Kreta-Bezoarziegen,
Sichuan-Blauschafe,
Amur-Gorale,
Mähnenspringer,
Markhore,
Armenische Mufflons,
Transkaspische Uriale,
Buchara-Uriale.

Weiterhin gibt es in großen Herden Kulane, Yaks, Przewalski-Pferde, Buchara-Hirsche und eine riesige Herde Milus.
Einzeln oder in kleinen Gruppen werden gehalten
Axishirsche, Kaffernbüffel, Gauer, Banteng, Trampeltiere, Guanakos, Große Kudus, (ich sah nur einen) Pferdeantilopenbullen, Zwergzebu, Rentier, Wildschwein, Warzenschwein.

Schwarzbär, Eisbär, Kodiakbär, Ussuri-Kragenbär, Amurtiger, Puma, Amurleopard, Schneeleopard, Ind. Löwe, Streifenhyänen (mindestens 8 Tiere), Amurkatze, Rohrkatze, Fischkatze, Jaguarundi, Manul, Europ. und Amerik. Nerz, Rotfuchs, Mackenzie-Waldwolf, Mähnenwolf, Korsak, Streifenmanguste, Steinmarder, Luchs.

Mehrere Krallenaffenarten, Schimpanse, Grüne Meerkatze, Weisskopfmaki, Japanmakak, Bärenmakak, Schopfmakak, Husarenaffen, Halsbandmangabe,Gürteltier, Tupaia, Salzwasserkrokodile, Stachelschweine, Kegelrobben.

Grönland-Moschusochsen, zwei Afrik. Elefanten, einen Spitzmaulnashornbullen, zwei Zwergflusspferde, etliche Greifvögel, hier vor allem Riesenseeadler (mind. 10 Tiere) und einen große Eulenkollektion.

Über die Geschichte des Zoos steht hier schon etliches, was ich nicht wiederholen möchte. Was aber sehr augenscheinlich ist, das sind die "Altlasten" aus der Sowjet-Zeit und der fast 10jährige Ausgabenstopp für alle kulturellen Bauten nach der Olympiade in Moskau.
Im zentralen Bereich des Zoos entstehen nach und nach aus winzigen Verschlägen modernere Gehege, aber es geht hier sehr langsam voran. Jeder Komplex besteht aus einem zentralen Stall, ähnlich einem Kuhstall, mit handtuchschmalen Ausläufen, oft massig schwer oder doppelt klein vergittert. Die alten Anlagen der Gebirgswiederkäuer erinnern an kleine Fahrradschuppen mit Hinterhof. Aber in diesen schmalen Käfigen finden sich nicht nur die einzelnen Zuchtmännchen, sondern auch viele Weibchen mit reichlichem Nachwuchs.
Überhaupt habe ich noch NIE einen Zoo mit so vielen Jungtieren gesehen!!!)
Die Anlagen der Raubkatzen und Bären sind fast noch schlimmer, denn hier sind die Außenanlagen voll vergittert und nicht größer als 3 mal 5 Meter. Einige davon sind noch mittig geteilt, so dass sie nur 1,5 Meter schmal sind. Darin werden dann Luchse, Schneeleoparden oder Streifenhyänen gehalten.
Ein Eisbärenmännchen, so groß wie ich noch nie eines sah, lebte in einem dieser Zwinger und da ein Jungtier aus 2002 in einem Nebenzwinger gehalten wurde, muss dieser Riese auch teilweise mit dem Weibchen zusammen da drin leben.
Die Huftieranlagen der größeren Gruppen hingegen sind riesig, der Zoo hat knapp 90 ha.
Neu gebaut wurde das Alpinarium, in dem viele der seltenen Gebirgswiederkäuer in riesigen Familienverbänden untergebracht sind. Allerdings bestehen auch die Gehege lediglich aus aufgeschütteten Kieshaufen völlig ohne Struktur.
Aber es wird auch überall neu gebaut. Natürlich erst mal für die Elefanten, was sonst! Dabei hätten die es wirklich noch am wenigsten nötig! Neue Anlagen gibt es auch bereits für die Schimpansen und die asiatischen Löwen, so wie zwei Tropenhäuser mit Krokodilen und einigen Aquarien, hier sind auch Krallenaffen und Tukane, genau so wie einige der Jaguarundis. Eine neue, recht schmucklose Anlage gibt es noch für die Streifenhyänen, die man hier allerdings nicht, oder nur kaum zu sehen bekommt, da die Anlage keinen Schatten bietet und die Tiere so nur in den kleinen Eingängen liegen. Eine weitere neue Anlage gibt es für die Amurleoparden. Auch hier sieht man aber die Tiere nicht. Und so war es an zwei Tagen zu beobachten, dass die meisten Besucher an diesen Anlagen schnurstraks vorbei gingen, vor den winzigen Käfigen aber mit einer Begeisterung standen, wie ich sie selten erlebt habe. Hier ist nichts mit Erlebniszoo oder großartigen Events, hier stehen Menschen, alte wir junge Leute, aber auch sehr viele Familien mit Kindern unheimlich lange vor den Gehegen und erfreuen sich einfach nur an den Tieren. Eine ganze Reihe von Gebirgswiederkäuern mit sich oft wiederholenden Arten führt hier nicht zu Langerweile oder Meckerei. Man schaut sich im dritten Käfig den dritten Amur-Goral mit der gleichen Begeisterung an, wie die Löwen oder das Nashorn. Der größte Andrang ist allerdings an beiden Tagen immer bei den Bären gewesen. Estland ist Mitglied der EU und wenn die Haltungsrichtlinien der EU hier umgesetzt werden MÜSSEN, dann muss der Zoo ¾ seines Tierbestandes abgeben oder umsetzen.
Mich hat der Zoo dennoch auf das tiefste fasziniert und die kleinen, aber echten Mühen des Zoos, seinen Tieren artgerechtere Unterbringungen zu geben, haben meine Achtung verdient. Immerhin zahlt man umgerechnet keine 3 Euro Eintritt! In den neuen Bereichen gibt es eine sehr gute Beschilderung. Überall sieht man die Mühe und die Anstrengung der Verantwortlichen und die Freude der Besucher und ihr waches Interesse sind der Lohn dafür. Mir wurde wieder einmal klar, wie satt und abgehoben wir oft sind. Ich hoffe, der Zoo erfährt einen weiteren Aufwärtstrend und dieser einmalig erlesene Tierbestand lockt noch viele Touristen aus nah und fern dorthin.

(Eintrag vom 10.08.2006 zum Thema "Zoo Tallinn")
Flußpferdbaby:   Ich fühle mich nicht persönlich durch die Bezeichnung"Inzuchtkrüppel"beleidigt, ich finde es für ein Lebewesen einfach eine unmögliche Bezeichnung. Wie ich schon geschrieben habe, fast alle Haushundrassen sind "Inzuchtkrüppel", Z.B Schäferhund und Beagle. Zum Thema Streichelzoo. Ziegen und Schafe sind erstens recht wehrhafte Tiere und haben in den allermeisten Streichelzoos Rückzugsgehege, die für die Besucher gesperrt sind. Das haben die Seesterne nicht, die haufenweise von den Kindern aus dem Pool genommen und überall durch die Gegend geschleppt werden, unter den Augen des"Aufsichtspersonals". Der Besatz dieser Pools muß mehrfach im Jahr ersetzt werden, da die Verluste durch Stress enorm sind.
@Hannes
1. Ich rede nicht von einer von ominösen Tierschützern gemachten Unfallstatistik, sondern von einer aus der Zoobranche.Meine Quelle kann ich nicht preisgeben , und diese Statistik listet sowohl Tiere als auch verletzte, in zwei Fällen auch getötete Trainer.Tiere sind nicht in der Lage, Selbstmord zu verüben, ungeachtet dessen, was Sie vielleicht in der Boulevardpresse gelesen haben. Das Seaworld sich an Rehabillitatiosnprogrammen und auch Auswilderungsprogrammen beteiligt, ist als positiv zu vermerken, dient aber in erster Linie nicht dem Wohle der Tiere, sondern dem in die Kritik geratenem Unternehmen ein positiveres Image zu verschaffen. Anheuser Busch verdient mit seinen Freizeitparks mehr als das Dreifache von seinem Bierumsatz, Reingewinn.....
@Walter Koch
Um solche Kulturschocks zu erleben, müßen Sie doch nicht extra in die USA reisen, viel besser werden die Schneeleoparden in Stuttgart auch nicht gehalten. Größer ja, aber nicht besser.
(Eintrag vom 09.08.2006 zum Thema "Zoos in den USA")
Walter Koch:   Mein erster Besuch in einem US-Zoo
wurde von einem Kulturschock eingeleitet
Schneeleoparden auf ca. 12 qm in Colo-
rade Springs.
(Eintrag vom 08.08.2006 zum Thema "Zoos in den USA")
Dirk K:   Hier noch eine kleine Änderung:
Die Andenkatzen bekommen auch noch eine Anlage in Cuzco, das ehemalige Jaguarundigehege ist zu klein für sie. Der Käfig wird für Katzenfretts umgebaut.
Auch Andenschakale finden in Cuzco ein Zuhause (langsam wirds da voll)

Weiter im Text. Ins Blauduckergehege kommen Pudus, die Koritrappen werden durch Jaribus ersetzt.
Die europäischen Fischotter werden durch südliche Flussotter ersetzt, die Löffelhunde durch Krabbenwaschbären (Gehege muss umgestaltet werden), ins Servalgehege kommen Tayras.
Die Schneeleopardenkäfige kommen weg. Hier entstehen einige große Volieren, welche sich bis über die Muntjakanlage erstrecken. Sumpfohreulen, Kanincheneulen, Rostfußkauz, Carancho, Rabengeier und natürlich Andenkondor stelle ich mir so als Besatz vor.
Der Spielplatz muss nicht nochmal umgestaltet werden, es gibt ja schon einen Großen.
Auf der Stelzvogelwiese werden ab sofort nur noch Chile-Flamingos gehalten. Des weiteren gibt es Coscorobaschwäne, Falkland-Dampfschiffente, Gelbe Pfeifgänse, Schwarzhalsschwäne, Graukopfgänse, Andengänse, Pepsakaenten sowie eine große Schar Schwarzkopf-Ruderenten.
Auf der Nyalaanlage und der Watvogelvoliere entsteht ein Gehege für Brillenbären, wie hier vorgeschlagen mit Gehaubten Kapuzinern vergesellschaftet. Wie in Wien wird es auch hier ein "Bärenaquarium" geben.
Ins Tigergehege kommen die Jaguare, Pumas in die Jaguaranlage. In jeweils eine Gepardenanlage kommen Darwin- und Pampasfuchs. Ins Baumkänguru + ehem. Luchsgehege kommen Bergnasenbären.
Auf die Kudu- und die Zebraanlage kommt eine patagonische Küstenlandschaft. Zwei begehbare Anlagen mit Magellan (40 Tiere)- und Humboldtpinguinen (70 Tiere) stimmen den Besucher auf das große Mähnenrobbengehege ein. Vor einer Felskulisse und einem Kies/Sandstrand erstreckt sich ein riesiges Becken, ausgelegt für 1,10 Tiere + Nachwuchs. Auch ein kleineres, einsehbares Aufzuchtbecken wird es geben. Um die Tiere auch unter Wasser beobachten zu können, gibt es eine Grotte, mit großen Scheiben.
Jetzt gehts ins Hirschrevier. Dallschaf- und Moschusochsenanlage werden für Spieß- bzw. Pampashirsche umgebaut. In die Barasinghaanlage kommen Sumpfhirsche. Die ehemalige Elchanlage ist schwer zu besetzen, da der Boden im Herbst oft mit Eicheln übersäht ist und wenn Rentiere sich daran vergiften...? Eine Riesenrotte Weißbartpekaris passt da schon besser, vielleicht mit Zugang zum Sumpfhirschgehege(?) allerdings muss der Stall erheblich erweitert werden.

Der letzte Teil folgt dann demnächst.
(Eintrag vom 08.08.2006 zum Thema "Eure planung")
cajun:   Ich hatte Probleme mein Konzept einzufügen. "Cajuns Wuppertal" ist seit 2 Wochen fertig und jetzt kann man es auch hier lesen.

Zoo Wuppertal Neuplanung by cajun

Wuppertal ist ein Zoo mit 125jähriger Geschichte. Wichtig war es mir deshalb, den Charakter dieses Zoos, der neben der Schwebebahn einzigen Sehenswürdigkeit der bergischen Metropole, mit nicht limitierten finanziellen Mitteln ( Ich habe entdeckt, dass ich der uneheliche Bruder von den Hilton- Twins bin und kassiere Schweigegeld!) aufzupeppen, ohne dessen Originalität und Anziehungskraft für die Stadtbevölkerung und Touristen zu minimieren. Manchmal vielleicht etwas zu vorsichtig, manchmal etwas zu drastisch. Urteilt selbst und viel Spaß beim Lesen.

Beginnen wir nun mit dem Eingangsbereich. Zur Zeit entsteht ein neues Portal das in der Farbigkeit an den alten Saalbau anschließt, architektonisch aber wohl abweicht.
Ich würde es etwas im Stil des Saalbaus „modellieren“, so dass es sich nahtlos in die Front zur Straße einfügt. Da dieser Saalbau seit Jahren leersteht, würde ich, wie schon lange von der Stadt überlegt, kurzerhand das Fuhlrott- Museum mit seiner naturhistorischen Sammlung einziehen lassen. Mir gefällt der Gedanke, ähnlich den Niederlanden (Artis, Emmen) an einem Ort lebende und nicht mehr lebende Zeugen der Lebensvielfalt zu zeigen.
Wenden wir uns nun nach dem Eingang rechts und sehen den neu geplanten „Großen See“. Ihn umkränzt ein Schilf- und Bambusgürtel und das obere Drittel ist zu einem strukturierten Gehege für Kurzkrallenotter geworden. Wir sehen dort eine große Familiengruppe, die unter den Seilen der Weißhandgibbons den Tag kurzweilig vertreibt. Beide Arten teilen sich Innen- und Außenanlagen. Das begehbare Haus bildet die Rückseite der „Musikmuschel“. Besucher, die es betreten können in der ca. 10 Meter hohen Innenanlage das Wipfelleben der Gibbons von unten und oben (Hängebrücke für Kinder und fitte Erwachsene) bestaunen.
Das ehemalige Gibbonhaus am anderen Ende des großen Sees wurde über den Besucherweg großzügig erweitert und umgebaut und dient als begehbares Dschungelhaus für Schabrackentapire (1,2). Auch hier kann man in bewährte Wuppertaler Tradition die Tiere beim Schwimmen beobachten. Den Innenraum beleben freifliegend Balistare. Ein kleineres Gehege bevölkern Prevost- Schönhörnchen. Die Außenanlagen (drei an der Zahl)befinden sich seeseits aufgeschüttet und reichen bis zur ehemaligen Gibboninsel mitten im See und ebenso rechts bis zu der Insel mit der derzeitigen Hängebrücke. Die Gibbons können auch die Anlagen der Schabrackentapire über Baumstämme und Seile mit nutzen. Sie wechseln also quasi zwischen den Ottern und Tapiren nach belieben.
Zwischen den beiden Gehegen befindet sich weiterhin eine kleine Wasserfläche, die wie der verbliebene Rest des Sees von Streifengänsen, wilden Höckergänsen, Baers Moorenten und diversen frei fliegenden Entenarten (wie heute schon) bevölkert wird.
Wenden wir uns nun zum Haus für große Menschenaffen. Es hat den Themenschwerpunkt „Afrika“. Die Orangs sind ausgezogen und abgegeben, ebenso die letzten beiden Schimpansen (deren Haltung in Wuppertal damit endet). Das ehemalige Orang und Schimpansengehege bevölkern nun die Bonobos, die Gorillas erhalten den Innenraum links der Futterküche (ehemals Bonobos) ganz. Beide Innengehege werden bis zum oberen Besuchergang vorgebaut und die großen Sichtscheiben durch ausreichende Bepflanzung besucherseits zum Sichtschutz für die Tiere strukturiert. Die heutigen Außenanlagen werden flächenmäßig etwas ums Haus erweitert. Den geschrumpften Besucherraum bevölkern freifliegend afrikanische, tropische Vögel. Das ehemalige Gehege der Goldkopflöwenäffchen beherbergt eine Kolonie Nacktmulle.
Angrenzend liegt das Kleinaffenhaus. Die Junggesellengruppe Drills hat nun schon ein neues Außengehege erhalten und über einen Klettergang (ähnlich Köln) die Möglichkeit die Außenanlage der Gorillas, die ja angrenzt, mit zu nutzen. Direkt neben dem Eingang sehen wir die erfolgreiche Zuchtgruppe Goldbauchmangaben, die in den erweiterten und neu gestalteten Außenanlagen herumspielt. Die Wanderus sind ausgezogen und wurden abgegeben. Die neuen Außenanlagen links vom Eingang zum Haus beherbergen eine Weibchengruppe Roter Varis und die Zuchtgruppe Schwarzer Klammeraffen. Sie sind ebenso um den Besucherweg erweitert und nach oben vergrößert worden. Die alte Anlage der Brillenlanguren ist nicht mehr wieder zu erkennen. Sie erstreckt sich nun bis zum Ufer des Großen Sees (Asien- See)und ist über die alte Wegführung für Besucher begehbar und bezieht statt Kacheln und Fliesen verschiedene Bodenarten und Bäume mit in das Gehege ein. Der Besuchergang ist durch ein Holzgeländer beidseitig eingegrenzt.
Die Innenanlagen des Hauses werden ebenfalls in den ehemaligen Besucherraum erweitert, der zu einem S- förmigen Bambus- Dschungelpfad wird und die Einblicke durch Scheiben hinter der Bepflanzung ermöglicht. Die neuen Innengehege zeichnen sich durch zahlreiche Klettermöglichkeiten und Mulchboden aus.
Auf der Fläche der ehemaligen Anlagen der Zwergzebus und des Meerschweinchendorfs inklusive der ehemaligen Ponyreitbahn erstreckt sich nun ein großer Spielplatz bereich für Kinder. Die ebene Fläche des Rondells bietet einen Tunnelbereich (Alma Ata- Kinderland ;-) ). Die Flächen drum herum sind eingezäunt und mit Basaltfindlingen als Streichelgehege für Zwergziegen, Esel und Skudden gestaltet. Erwachsene haben keinen Zutritt, die Aufsicht teilen sich vom Zoo gestellte Honorarkräfte.
Die Gastronomie wechselt in einen Kioskbetrieb.
Die Zwergzebus sind abgegeben und stattdessen bevölkern Kerabaus, mit Mongolenschafen und Trampeltieren, den Bereich der heutigen Gepardenanlage und des Bienenstandes ein Gehege für asiatische Haustiere. Freilaufend halten wir Bankivahühner im Bereich um den Spielplatz.
Die Gelbrückenducker sind umgezogen, die Babirussas abgegeben. Ihre Fläche wurde der erweiterten Anlage für afrikanische Elefanten (Kleiner Kommentar: Ich gebe bestimmt keine funktionierende Gruppe gegen Asiatische ab!!) zugeschlagen. Das gesamte Haus und die ehemalige Bullenaußenanlage wird nun von der wachsenden Kuh/Kälber- Herde bewohnt. Neu ist, dass eine Gruppe Sphinx- Paviane sich dass Außengehege mit den Elefanten teilen. Ihre Ställe verbergen sich unter einer Felsanlage im ehemaligen Ducker- Bereich. Die Haltung der Elefanten ist nun „protected“ und das Haus innen dementsprechend umgebaut. Im Innenraum bevölkern den Luftraum Blutschnabel- Webervögel. Die Ausgänge sind vogelsicher umgebaut.
Der Besucherweg innen entlang der Scheiben zum Hang gewährt Blicke auf eine Kolonie Kap- Klippschiefer außen, die eine Kopje- Anlage bewohnen. Den Graben vor dem Elefantengehege (wo heute nur die Waage steht) beleben in mehreren, künstlichen Termitenhügeln Fuchsmangusten.
Der Elefantenbulle bewohnt nun ein separates Bullenhaus, das sich auf der eingeebneten Fläche der jetzigen Volieren für Raben etc. erhebt.
Da Wölfe und Kodiaks abgegeben wurden, kann hier eine neue separate Außenanlage für ihn entstehen. Das Herdengehege erreicht er über einen Grabengang (ähnlich der Nürnberger Verbindung Haus- Außenanlage).
Sein Haus ist nicht begehbar. Der Besucherweg vor dem Haus fällt dem Bullenhaus zum Opfer!
Die Bullenaußenanlage umrundend kommen wir nun zu den ehemaligen Kranichgehegen (die Tiere werden abgegeben). Hier ist ein Freigehege inklusive begehbarem Haus für Seychellen- Riesenschildkröten entstanden. Sie teilen sich ihr Gehege und Haus mit Spornschildkröten und Springhasen. Im Haus bestaunt man diverse afrikanische Schlangen und Insekten in entsprechenden Terrarien. Eine Dauerausstellung informiert über Bedrohung und Zerstörung von Insellebensräumen (Botschafterart Riesenschildkröte).
Der Weg folgt nun dem alten Verlauf und führt uns zu den neu gestalteten Gehegen für asiatische Huftiere. Rechts davon, auf der bisher unbebauten Fläche, erstreckt sich nun eine große Gebirgs- Voliere für Schneegeier. Die Rentiere wurden abgegeben und die gesamte Fläche in eine Gemeinschaftsanlage umgebaut.
Die Ställe verstecken sich mittig in einer Gebüschinsel. Unsererseits quasi als Halb-Rundkurs befindet sich ein ebener Bereich für Kiangs und Tibetantilopen. Dahinter erhebt sich ein Felsbereich für Mishmi- Takine. (Dauerausstellung Unterartenbildung bei Huftieren: Hirsche, Takine, Halbesel beschildert am Rand des Geheges).
Auf der anderen Seite des Felsens befinden sich zwei vergrößerte Gehege für Milus und Weißlippenhirsche. Beide Gehege enthalten als Mitbewohner Moschustiere und Silberfasane, die durch kleine Tore beliebig hin- und her wechseln können. Die Gehege sind von außen mit Bambus umpflanzt und bieten dem Besucher dadurch wechselnde Einblicke und gleichzeitig es den Tieren Sichtschutz.
Oberhalb dieses Bereiches erstrecken sich die (heute) neuen Anlagen für Amurtiger und afrikanische Löwen. Da sie dato noch nicht fertig sind nehme ich hier einfach an sie werden topp und übernehme sie in meine Planung (der geplante Tunnel in die Löwenanlage gefällt mir besonders gut). Ergänzt werden beide Anlagen jeweils um ein Kranichgehege. Bei den Amurtigern Schneekraniche, bei den Löwen Kronenkraniche. Die Wuppertaler Erdmännchen sind Mitbewohner der weitläufigen „Löwensavanne“ ( mal schauen, ob das funktioniert ;-) ).
Die Südamerika Pampa bleibt in der Vergesellschaftung Guanako, Nandu, Mara, Coscoroba- Schwan und Dampfschiffente bestehen. Das Gehege wird nur neu gestaltet und begehbar. Den Besucherweg schirmen Bentjeshecken ab, die Durchlässe für die kleineren Bewohner bilden. Die Guanakos und Nandus bewohnen daher nur einen Teil, den anderen (kleineren) teilen sich hin- und her wechselnde Maras mit Pudus und Großen Ameisenbären, die einen neuen Stall am oberen Hangende zu den Tigeranlagen teilen. Das gesamte Gehege wird mit verbisssicheren Bepflanzungen von Pampasgras strukturierter und exotischer gestaltet.
Die Greifvogelvolieren oberhalb des Raubtierhauses werden abgerissen und es entsteht eine einzige Großvoliere für Andenkondore und Bergkarakaras. Die Gaukler werden abgegeben.
Der letzte Schneeleopard ist längst gestorben und die Luchse verkauft, so dass an Stelle der Anlagen ein kleiner Baumspielbereich für Kinder entstehen kann.
Eine Hängebrücken- Hütten- Tour wie bei Robin Hood J, verbunden mit einem didaktischen „Krabbelgang“ durch den Stall des Schneeleoparden („… so hat man früher Großkatzen gehalten…“).
Das Kleinkatzenhaus wird modernisiert und auf drei Arten beschränkt.
Von außen sieht man in verglasten, biotopgetreuen Anlagen Schwarzfußkatzen, Oman Falbkatzen und Oncillas. Der Besuchergang innen wird hangaufwärts erweitert, so dass man auch bei schlechtem Wetter die Biotopausschnitte (Innengehege) einsehen kann. Die Fototafeln informieren weiterhin über die Forschungsprojekte an diesen Kleinkatzenarten.
Das Großkatzenhaus wird asiatisch. Es wird von Indischen Leoparden und Goldkatzen bevölkert. Der Besucherraum schrumpft auf einen kleinen Gang und bietet Einblick durch Glasscheiben auf deren lebensraumtypisch gestaltete Innenanlagen. Pflanzreihen vor den Scheiben bieten auch hier Sichtschutz.
Das Glasterrarium wird in ein Aquarium gewandelt und zeigt einen asiatischen Flussabschnitt mit typischen Fischarten. Die Außengehege werden ein Stück über den Besucherweg gezogen und zusammengelegt. Begehbar (Scherz!!!)
Eine Sprungstrecke lädt Kinder ein ihre Sprungkraft mit der eines Leoparden zu vergleichen.
Die afrikanischen Dromedare und Watussis werden abgegeben und auf deren Fläche plus den Pelikan-, Känguru-, Bongo- und Schweine-, Ibis- Anlagen entsteht ein neues „Kongo- Haus“, mit Okapis, Bongos, Pinselohrschweinen, Gelbrückenduckern und Weißnasen- Meerkatzen. Alle Tiere erhalten Innen- und Außenanlagen. Die Nachtställe sind nicht (!) einsehbar. Die Meerkatzen können über alle Gehege außen wechseln. Den Innenraum beleben frei fliegend afrikanische tropische Vögel. Es entsteht eine Dauerausstellung zum Thema Bushmeat. Kängurus und Pelikane werden abgegeben.
Böhm-Zebras und Elen- Antilopen werden auch abgegeben. Ihr Gehege wird den Sibirischen Steinböcken zugeschlagen, die mit Bobaks und, da die neue Anlage mit einem Netz überzogen ist, Bartgeiern vergesellschaftet werden. Auf dem oberen, ebenen Teil ziehen Saigas ein. Ihr Gehege weißt viele Sichtschutzmöglichkeiten auf. Der trennende Besucherweg fällt weg.
Vom Vogelhaus bleibt nur die Freiflughalle mit derzeitigem, weil funktionierendem Besatz. Die Vitrinen (gestaltet und eingerichtet) davor werden mit einer Schlangenkollektion besetzt und statt Küken sieht man kleine Schlangen schlüpfen. Tastkästen lassen verschiedene Häute und Häutungen von Schlangen be- greifen. ;-)
Das Königspinguinhaus wird gerade neu beauftragt (wie ich las u.A. mit einem Tunnel) und ich möchte an dieser Stelle nicht vorgreifen. Die neue Brillenpinguinanlage hat ebenso bestand.
Das „Tropenhaus“ behält seine Aquarien, aber wird modernisiert und aufgepeppt. Der Vorraum wird durch Lichteffekte auf „unter Wasser“ getrimmt. Die Tür zum jetzigen Reptilien- und Amphibienbereich wird geschlossen, alles rausgeschmissen und nach oben erweitert. Hier entsteht eine begehbare Freifluganlage (Flughund-Jungle)für Rodrigues- Flughunde als Dunkelhaus.
Im „Eisbärpanorama“ gehen die Seelöwen (Die Kurzkrallenotter sind ja schon umgezogen). Die gesamte Anlage wird den Eisbären zugeschlagen und miteinander verbunden. Im ehemaligen Seelöwenbereich entsteht eine Anlage mit Kies, Bäumen und Naturboden. Der Wasserfall der daraus hervorströmt (Brücke darüber für Besucher) durchließt auch eine kleine felsige und netzüberspannte Teichanlage (Ort ehemaliges Papageiengehege) für Meerenten (die Wuppertaler Arten!!).
Das ehemalige Elefantenhaus steht nun ohne Baird- Tapire da. Wieso? Ich habe sie nach Dortmund verschenkt, damit man dort alle drei Arten sehen kann und ich den Platz im Haus und außerhalb (auch ehemaliges Okapi- Gehege) brauche um Panzernashörner (die ersten in Wuppertal!) einziehen zu lassen. Das Haus wird innen dementsprechend für 1,1 umgebaut und ist nur über eine kleine Besucherkanzel einsehbar. Die Außenanlagen umschließen den ehemaligen Okapibereich. Ein Hochstand und Sichtscheiben in der Kunstfelseneinfriedung ermöglichen den Besuchern einen wechselnden Einblick.
Dauerausstellung Rhinos in Vergangenheit und Heute am Gehege.
Die Harpyien gehen und der gesamte Volierenkomplex wird zu einer Gebirgsvoliere für die Mönchsgeier inklusive ehemaliger Gepardenanlage.
Ich habe lange überlegt, ob ich die Geparde ganz abgebe aber ich frevle lieber bei den Vogelwiesen. Dort entsteht auf deren gesamten Komplex eine Gepardenanlage a la Münster. Die Vögel müssen leider gehen, bis auf die Zwergflamingos die beide ehemaligen Ententeiche unsichtbar abgetrennt von den Geparden bewohnen.
Der Vogelbereich (sorry Wuppertaler, ich bin kein Vogelfan) wird eingestampft.
Dort entsteht eine zweiteilige begehbare Voliere. Der erste Teil „Madagaskars Vögel“ mit den vorhandenen Arten Mähnenibisse, Bernierenten und Haubenseidenkuckucke. Der zweite Teil „Lemuren“ mit Sifakas und Kronenmakis. Ein kleineres Gehege an der Stelle des ehemaligen Schaugeheges der Pudus zeigt nun Fossas.
Ein „Endlosvideo“ am Ausgang „Madagaskar informiert über die Folgen von Brandrodung.
Der Platz vor der Musikmuschel bleibt wie er ist.
Der Gastronomiebereich mit den Terrassen bildet quasi die „lebende Rückwand“ des Museums und wird mit Vitrinen für Insekten und Amphibien aus aller Welt bestückt.
Es entsteht einer großer Zooshop im gleichen Gebäude.
Die Gastronomie in „meinem“ Wuppertal beschränkt sich auf verteilte Kioskstände mit Getränken und Snacks, da ich nicht glaube, dass Leute zum „wirklich- gut- Essen“ in einen Zoo gehen.
So, ich hoffe ich habe nichts vergessen und ihr hattet Spaß in „meinem Wtal“….

(Eintrag vom 07.08.2006 zum Thema "Eure planung")
Michael Mettler:   Da dieser bisher hochinteressante Thread schon seit einer Woche schläft, will ich euch mal wieder wachrütteln und gleich einen dicken Brocken zu lesen geben. Statt meines angedachten Themenzoos "Wüste", für den ich mir noch gar keinen Ort ausgesucht hatte, habe ich nun doch erstmal eine alte Idee wieder rausgeholt. Nachdem ich Frankfurt schon zum reinen Afrika-Zoo umgepolt habe, folgt nun Hagenbeck als reiner Asien-Zoo. Viel Spaß beim Lesen -nehmt euch am besten den Lageplan vom Zooführer zur Hand!

Hagenbeck – Wunderwelt Asien

Angesichts vieler asiatischer Elemente und Highlights in Hagenbecks Tierpark habe ich ein komplett asiatisches Zookonzept für den Park entwickelt. Dabei hatte ich nicht nur den Tierbestand im Auge, sondern auch die Historie der Firma Hagenbeck, denn die drei geografischen Zooteile – Südostasien, Nordostasien und der Mittlere Osten - waren früher Schwerpunkte der Fangexpeditionen.

Die Auswahl der Tierarten erfolgte in keiner Weise puristisch. So können durchaus Tierarten benachbart oder auch zusammen untergebracht sein, die sich im Freiland nicht begegnen. Das ist allerdings auch heute schon so (z.B. Hirschziegenantilope/Vietnam-Sika, Mähnenrobben vor Eisbären, Tahre und Kubaflamingos in „Afrika“) und stört jetzt auch niemand. Auch war es für mein Konzept zwar wichtig, aber nicht immer entscheidend, wie bedroht eine Tierart ist. Beim Blick auf das Artenspektrum wird trotzdem deutlich, dass sich reichlich Arten aus Zuchtprogrammen darunter befinden.

Ich habe viele alte Strukturen bis auf den Besatz unverändert gelassen und andere möglichst „sanft“ umgewandelt sowie einige neue bauliche Highlights hinzugefügt. Wichtig war mir auch eine möglichst geschickte Verteilung der Publikumsmagnete. Eins bleibt auf jeden Fall beim Alten: Auch „mein“ Hagenbeck bleibt zum Großteil ein Großtierzoo.

Mit Blick auf den aktuellen Wegeplan im Zooführer sähe mein Tierpark-Rundweg etwa so aus:

Wir betreten als Erstes den Parkteil „Tropisches Asien“. Zuerst sehen wir das Mutter-und-Kind-Gehege der Asiatischen Elefanten. Ihm gegenüber liegt die riesige Freianlage der Elefantenkühe; sie umfasst die vordere Hälfte der jetzigen Anlage, den Besucherweg davor und die jetzigen Anlagen der Kamele, Onager, Nasenbären und Pelikane (mit dem vertieften Pelikanteich als Badebecken). Dort, wo sich das jetzige Badebecken befindet, senkt sich der Besucherweg in die Anlage hinein, wo er im ersten Teilstück als Tunnel innerhalb einer Bodenwelle UNTER den Elefanten verläuft. Durch schmale, verglaste Sehschlitze ist es möglich, die Elefanten beiderseits des Tunnels aus der Froschperspektive zu erleben. Etwa ab Mitte der Anlage steigt der Weg wieder an und führt in Richtung jetziger Bullenanlage. Oberhalb des Tunnels verläuft nun einen trennende Mauer, denn der hintere Teil der alten Anlage für die Kühe ist nun als Kral für einen zweiten Bullen eingerichtet. Eine Aussichtskanzel aus Panzerglas, vor welcher sich das Badebecken des Bullen befindet (die Idee stammt aus dem Hallenser Haus), ermöglicht den Ausblick in den Kral. Auf der gegenüber liegenden Seite des Tunnelweges befindet sich eine ähnlich Kanzel, jedoch ohne Becken dahinter und mit einer Besonderheit: Hier können die Elefantenkühe in Abständen unter Aufsicht gefüttert werden. Neben der Kanzel befinden sich „Rüssellöcher“ in der Mauer, vor denen innen gläserne Futterkästen angebracht sind, die von den Besuchern bestückt werden können. Es kommt so nicht zu direktem Kontakt zwischen Rüssel und Hand, und die Elefanten können von außen nicht erkennen, hinter welchem Loch sich gerade etwas Leckeres verbirgt. Außer dieser Möglichkeit gibt es an allen drei Elefantenanlagen Futterkatapulte, mit denen z.B. eine Handvoll Pellets weit in die Anlage hinein geschleudert werden kann, so dass sich die Elefanten bei der Futtersuche verteilen.

Dort, wo große Anlage und alte Bullenanlage am früheren Besucherweg aneinanderstoßen, kommt der Besucher wieder ans Tageslicht zurück und sieht nun rechts den zweiten Bullen, links aus einer neuen Perspektive die riesige Anlage der Kühe. Alle Elefanten werden nun „hands-off“ gehalten und können von den Besuchern nicht mehr über den Graben hinweg gefüttert werden – außer mit den Katapulten. Aus Münster kommen Chamundi, Ratna und Corny zurück; mit den Kühen werden die alten Mutter-Tochter-Bande wiederhergestellt, mit Chamundi steht ein nicht mit Hussein verwandter Bulle als Partner für Husseins Töchter zur Verfügung. Die beiden Bullen werden separat gehalten, können aber durch ein massives Trenngitter Kontakt pflegen oder in entspannter Stimmung sogar zueinander gelassen werden. (Die Elefanten-Spezialisten werden mir schon erzählen, was an diesem Konzept alles nicht funktionieren kann, aber in der Fantasie ist es doch schön, oder?) Als nervenstarke Mitbewohner können Borneo-Bartschweine beliebig zwischen den Bullenanlagen hin und her wechseln.

Auch die Elefantenkühe sind nicht allein; ihr Gehege ist durch mehrere schmale Durchlässe mit dem benachbarten und stark vergrößerten Antilopengehege verbunden. Hier entfällt der trennende Weg zum Affenfelsen und in Richtung Teich, das Antilopengehege zieht sich nunmehr in Halbmondform um den Affenfelsen herum. Es wird bewohnt von Hirschziegen- und Nilgauantilopen, die nach Belieben auf die Elefantenanlage wechseln können.

Von ihrem Gehege aus geht es in Richtung Orangs. (Da ich dieses Haus noch nicht kenne, belasse ich es unverändert.) Zwischen Orang-Haus und Sauriergarten befindet sich eine Voliere für Tupaias. Sie stehen hier als Modelltiere für jene Ursäuger, die schon zu Zeiten der Saurier lebten und aus denen sich später die Primaten entwickelten, und verbinden so auf didaktische Weise Saurier und Orangs. Von der gegenüber liegenden Birma-Insel aus blicken wir über den Teich auf neue Gehege (siehe unten).

Der Weg führt nun zu den Tigern, die aus Gründen der Geografie auf eine südliche Unterart (Indochinesen oder Sumatraner) umgestellt wurden. Danach kommen wir zu einer völlig neuen Anlage. Auf der Fläche des Wapiti-Geheges ist ein „Erdhaus“ nach Berliner Vorbild entstanden, dessen Außenanlage sich über den Bereich der bisherigen Leopardenvoliere, bisherige Besucherwege und Grünflächen hinweg bis an den Birma-Teich erstreckt. Der Besucherweg verläuft auf dem Dach des Erdhauses entlang. Hier leben in Gemeinschaft Java-Bantengs, Vietnam-Sikas und Schabrackentapire. Eine inmitten der Anlage stehende Gruppe aus Kletterbäumen dient einem Gibbon-Paar (Art beliebig) als Zuhause; über Schwingseile erreichen die Affen eine Innenanlage am Besucherweg.

Eines der größten Highlights erwartet uns danach: Auf der Fläche des Bisongeheges ist eine große Tropenhalle entstanden, deren Idee ich aus Berlin geklaut habe – sie dient nämlich als Innenanlage für Panzernashörner. Der Besucherweg führt vorerst außen an der Halle entlang, und zwar in Form einer hölzerner Plattform wie vor Leipzigs „Ganesha Mandir“. Unter der Plattform befinden sich die Stalltore. Die Außenanlage schließt die jetzigen Flächen für Riesenotter und Alpakas bis hin zu den Schnee-Eulen ein und erstreckt sich wie die vorige Anlage, mit der sie eine optische Einheit bildet, bis an den Birma-Teich. Diesen können die Nashörner – wie im Nachbargehege auch die Tapire – im Sommer zum Baden nutzen; Unterwasserpoller verhindern ein zu weites Vordringen ins Gewässer. Die Panzernashörner teilen sich ihre Außenanlage mit Barasinghas (oder Leierhirschen), die aber einen eigenen Stall haben. Im Inneren der Tropenhalle gibt es einen Besucherbereich. Ausschließlich drinnen lebt ein großer Schwarm Riesenflughunde, dazu diverse Reiher, Mainas und Wasservögel. Dem Nashornpaar stehen getrennte Innengehege sowie ein „Gemeinschaftsbereich“ zur Verfügung, beide Tiere können jederzeit tiefe Badebecken nutzen.

Von der Tropenhalle kommend biegen wir in Richtung Affenfelsen ab, der nun mit dem unmittelbar dahinter und daneben angrenzenden Antilopengehege ein neues Panorama bildet. Auf dem Felsen lebt eine Horde Hutaffen (oder Javaner). Die frühere Riesenotter-Innenanlage beherbergt nun Tiger- oder Netzpythons. Der weg führt uns nun noch einmal an den indischen Antilopen vorbei, und wir sehen aus einer nochmals neuen Perspektive den gesamten Elefantenkomplex in seiner vollen Tiefe, bevor wir in Richtung Bären den Parkteil „Tropisches Asien“ verlassen.

Auf der Bärenanlage lebt nun ein Paar Kragenbären; diese Bärenart kommt in allen drei geografischen Themenbereichen Hagenbecks vor und symbolisiert somit den gemeinsamen Nenner des Asien-Konzeptes. Mit ihnen zusammen lebt ein Paar Goldschakale auf der Anlage.

Der Weg führt nun durch das historische Eingangstor nach links in Richtung Flamingos. Hier beginnt der Parkteil „Altes Persien“, der bisher der Tierwelt Afrikas vorbehalten war. Wir finden nun Tierarten vor, die im Mittleren Osten heimisch waren oder sind.

Eine ganz neue Anlage befindet sich nun vor uns: Eine große Voliere, die von einem gläsernen Besuchertunnel durchzogen wird und sich in die Grünanlagen rechts und links des Weges kurz vor dem Flamingohaus erstreckt. Hier lebt ein Paar Persischer Leoparden, eine Hagenbecksche Traditionsart. Der Eingang zum Besuchertunnel wird von einer Nachbildung des Ishtar-Tores gebildet und stimmt auf den Orient ein. Nach Verlassen der Leoparden kommen wir zu einem weiteren Neubau, in diesem Fall ein ganzer Baukomplex: Der gesamte Eckbereich, auf dem sich jetzt die Flamingo-Lodge befindet, ist mit einem persischen Palast bebaut (Idee geklaut aus der „Stadt des Altertums“ in Amersfoort). In Richtung Panorama befindet sich ein Gebäudeflügel mit Restaurant, großem Saal und großer Außenterrasse; dahinter, im an die Straßen angrenzenden Gebäudekern, befindet sich ein Vivarium mit Kleinsäugern und Reptilien des Mittleren Ostens (Renn- und Springmäuse, Langohrigel, Schlangen, Echsen, Schildkröten) und einem kleinen Indoor-Abenteuerspielplatz für kleine Kinder. In Richtung Eismeerpanorama schließt sich ein „Palastgarten“ an, der von einem Paar weißer Tiger (wie in Amersfoort als „Prestigetiere eines Herrschers“) bewohnt wird und durch Glasscheiben auch von innen einsehbar ist. Der gesamte Palast ist auch nach den Öffnungszeiten des Parks von außen zugänglich, um mit dem Restaurant und dem Festsaal weitere Einnahmen zu erschließen.

Wir stehen nun vor dem bisherigen Afrika-Panorama, das bis auf seine nunmehr orientalischen Bewohner unverändert blieb, und folgen dem alten Serpentinenweg. Die Teichanlage wird bewohnt von Rosaflamingos und größeren Schwimmvögeln wie Rostgänsen. Auf der „Steppe“ leben nun Onager und Kropfgazellen, im benachbarten Schweinegehege nunmehr ein Paar Streifenhyänen. Die deutlich vergrößerte Mandrill-Voliere beherbergt nun Schmutzgeier und Adlerbussarde. Die Stachelschweine behalten ihren Platz (sind sowieso entgegen der Beschilderung Weißschwanz-Stachelschweine und keine Nordafrikaner), auf der Löwenanlage leben nun Asiatische Löwen. Statt Giraffen und Antilopen warten im nächsten Gehege Bucharahirsche und Kreishornschafe, auf den Bergtieranlagen Markhore und Nubische Steinböcke (oder Bezoarziegen, auch wenn die „verfügbaren“ zur falschen Unterart gehören).

Weiter geht es zur ehemaligen Känguruanlage, die nun mit Mesopotamischen Damhirschen und Jungfernkranichen besetzt ist, und zur Großvoliere. Hier leben neben kleineren Entenarten Nacht- und Seidenreiher, Jagdfasane, Felsentauben und Halsbandsittiche. An dieser Stelle verlassen wir das „Alte Persien“ und gelangen nun „Auf den Spuren Marco Polos“ nach Ost- und Nordostasien.

Nach der Umrundung oder Durchquerung des Japanischen Gartens, von dem ein Teilbereich für Mandschurenkraniche abgegrenzt ist, stoßen wir auf den Affenkäfig, der nun mit einer ostasiatischen Eulenart besetzt ist. Die alte Papageien-Allee bleibt ein Haustierbereich, allerdings wird sie mongolisch: Sie beginnt mit einem Streichelgehege mit Mongolenschafen. Es folgt ein großes Gehege mit Trampeltieren, hornlosen Yaks und Mongolenponys, dessen Bewohner aber nicht nur angesehen werden können; das Gehege bildet einen Karawanenhof, von dem aus in regelmäßigen Abständen ein Teil der Tiere (abwechselnd) als halftergeführte Karawane auf Rundkurs am alten Eismeerpanorama entlang bis zum Persischen Palast und von dort an Flamingos, Hyänen und Vogelhaus vorbei zurück zum Karawanenhof führt. Die Kamele und Ponys werden geritten, die (zur Unfallvermeidung hornlosen) Yaks haben Tragsättel für kleinere Kinder.

An Stelle des zweiten Haustiergeheges und der Südamerika-Voliere ist eine begehbare Ostasien-Großvoliere mit Fasanen, Häherlingen und anderen Vogelarten sowie Chinesischen Muntjaks entstanden. Hinter dem Karawanenhof wartet zudem eine neue Anlage für Kleine Pandas und Moschustiere. Die früheren Gehege für Tapire, Kraniche und andere Großvögel sind nun zusammengefasst zu einer Großanlage für Altai-Marale (und – falls zu bekommen – Argalis). Sie leiten thematisch über zu den Gebirgen Zentralasiens, deren Bewohner nun das bisherige Eismeerpanorama und das Vogelhaus besiedeln.

Im Vogelhaus leben nun Kleinvögel aus dem Nordosten Asiens sowie kleine Säuger wie Hörnchen oder Renn- und Wühlmäuse. Über der ehemaligen, nunmehr mit Naturboden versehenen und begrünten Pinguinanlage erstreckt sich eine Großvoliere bis auf die Felskulissen hinauf, die von Schneeleoparden bewohnt wird. Gleich nebenan leben auf den Felspartien im Hintergrund ihre natürlichen Beutetiere, nämlich Sibirische Steinböcke (oder Blauschafe). Das lang gestreckte Robbenbecken davor wurde um die doppelte Ausdehnung nach vorn erweitert und bekam einen Tiefwasserbereich mit Unterwassereinblick; hier lebt eine Kolonie Baikalrobben zusammen mit Krauskopfpelikanen. Das vorherige Eisbären-Robbenpanorama mit dem Nebenbecken ist nunmehr zu einer Großanlage zusammengefasst, die von Tahren und Rhesusaffen bewohnt wird – vielleicht passen sogar noch Takine dazu?

Durch ein Tor verlassen wir nun wieder „Zentralasien“, kommen noch einmal zum Persischen Palast und gehen dann auf geradem Weg an Greifvögeln (vorher Mandrills) und Bären vorbei Richtung Ausgang, wo wir noch einmal einen abschließenden Blick über die große Elefantenanlage werfen können.

Und auf Wiedersehen in der Wunderwelt Asien!

(Eintrag vom 04.08.2006 zum Thema "Eure planung")
Dirk K:   Da Irlandzoos hier ja wohl auch erlaubt sind, gebe ich mal meine Impressionen aus Dublin Zoo kund:

Mit dem Bus Nr. 10 ist der Zoo vom City Centre aus gut zu erreichen. Von der Endhaltestelle aus leiten Schilder den Besucher zum Zoo.
Der Zoo liegt mitten im Phoenix Park, laut Aussage der Iren der größte Stadtpark der Welt. Man könnte also problemlos das Gelände erweitern.
Der Park ist in zwei Grundabschnitte gegliedert, den alten Teil und die 2003 eröffneten African Plains. Der alte Zooteil gliedert sich in die "World of Cats", die "World of Primates", "Fringes of the Artic", einen wirklich alten Zooteil^^ und zukünftig der neuen Elefantenanlage.

Nach Betreten des Zoos hat man erstmal einen schönen Ausblick auf einen langgezogen See. Auf diesem befinden sich Inseln für verschiedene Primaten. Die Inseln sind meist schön gestaltet, auch viele Lebendbäume werden verwendet. Die recht kleinen und durch Glasfenster einsehbaren Innenanlagen können die Tiere über Brücken erreichen. Auf der ersten Anlage sind Celebes Makaken, dann kommt eine kleine Schimpansengruppe. Ausgeschildert sind drei 42jährige Weibchen, auf der Anlage war jedoch noch ein älteres Jungtier zu sehen. Weiterhin werden Siamangs, rote Varis, Guerezas und Spinnenaffen!!! gehalten. Letztere waren für mich eine Premiere. Außerdem gibt es noch Anlagen für Borneo-Orangutans (mit Jungtier) und Gorillas. Die Gorillagruppe besteht aus einem Zuchtpaar (!), zwei bereits älteren männlichen Nachzuchten, einem Neugeborenen und einem weiteren fast adulten Tier. Die Innenanlagen sind in kleine begehbare Häuser integriert.
Hält man sich nach dem Eingang links führt die "World of Cats" an den Primatenanlagen entlang bis zur Oranganlage. Anlagen für Jaguare, Sumatra-Tiger und Schneeleoparden sind sehr groß, manchmal aber ein wenig karg gestaltet. Ein Innenkäfig ist immer durch Glasscheiben einsehbar, Absperranlagen jedoch nicht. Zweischneeleopardenjungtiere waren mit ihrer Mutter gut im Innenkäfig zu sehen. Die Gehege sind komplett mit hohen Stahlzäunen eingefriedet in die an manchen Stellen Glasscheiben eingesetzt sind.
Vorbei an den Menschenaffenanlagen kommt man zu "Fringes of the Artic". Sehr schöne Anlagen für Grauwölfe und Polarfüchse bilden den Auftakt. Die kernsanierte Eisbärenanlage bewohnen jetzt Amurtiger (der Zoo hält also zwei Tigerformen). Auch dieses Gehege gefällt auch wenn es von außen an ein Jurassick-Park-Gehege erinnert. Vorbei an einem großen, unbewohnten und nicht mehr einsehbaren Käfig kommt man an eine kleine Seelöwenanlage, welche aber außenherum ganz nett gestaltet ist. Außerdem gibt es noch ein kleines Areal für Humboldtpinguine.

Dann durchschreitet man eine Pforte, die in die "African Plains" führt. Die 2003 eröffnete Landschaft hatte ich mir vorher als bunte Erlebniswelt vorgestellt, doch eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Auf Kunstfelsen wird komplett verzichtet, nur hin und wieder findet man ein paar Hütten im Afrikastil. Der ganze Komplex ist abermals von einem langgezogenen See geprägt. Im ganzen Afrikabereich gibt es keine einziges begehbares Haus, dafür ist fast jeder Stall durch Scheiben einsehbar. Wendet man sich rechts herum kommt man zuerst zu einem kleinen Bongogehege. Vorbei an Löwen, Pinselohrschweinen, Marabus, Hornvögeln (?) und einem schönen Rudel afrikanischer Wildhunde kommt man zu zwei Affeninseln. Auf der ersten leben Weißkronenmangaben (ist das die richtige Übersetzung). Ihre Anlage ist sehr schön beplanzt. Weiter geht es zu einer sehr großen Schimpanseninsel. Auch dieses Gehege fand ich sehr schön, die Innenanlagen war jedoch sehr langweilig. Folgt man dem Hauptweg kommt man zu den Nashorngehegen. gibt ein sehr großes Gehege, ein weiteres ungefähr so groß wie das im Allwetterzoo und einige Absperrgehege. Es werden zwei Gruppen à 1,2 gehalten. Eine Gruppe besteht aus jungen Tieren aus der freien Wildbahn, in der anderen sind wahrscheinlich beide Kühe trächtig. Die Nashornhaltung halte ich für optimal. In Zukunft kann man sich auf viel Nachwuchs gefasst machen, wenn der zweite Bulle auch noch ins zeugungsfähige Alter kommt, was wahrscheinlich bald der Fall sein wird. Im gleichen Stallgebäude wie die Nashörner findet man auch noch Flusspferde. Die Innengehege sind sehr schlicht, jedoch recht groß. Gleiches gilt für das Außengehege. Es werden 1,1 + Jungtier gehalten. Auf der anderen Seite des Weges ist eine große Savanne auf der 1,3 Giraffen, Säbelantilopen, Zebras und Strauße gehalten werden. Es gibt eine große Weide und ein Winterareal mit einer kleineren Außenanlage und mehreren Absperrgehege. Alle Innenställe sind einsehbar.

Danach verlässt man die "African Plains". Ein sehr großer Bereich wird gerade zur neuen Elefantenanlage umgebaut. Nach der Fertigstellung 2007 soll auch ein Bulle gehalten werden. Zudem gibt es eine neue Anlage mit für Waldrappen mit massig Kunstfelsen. Entlang kleiner Anlagen für kl. Pandas und Nasenbären kommt man in einen wirklich alten Teil des Zoos. Ein furchtbarer Streichelzoo, genannt City Farm zeigt, Kaninchen, Meerschweinchen, Ponys, Esel, Schweine, Kühe und Hunde!!! in teilweise winzigen Betonlöchern. Desweiteren findet man in diesem Bereich des Zoos einige begehbare Häuser: Südamerikahaus, Vogelhaus, Reptilienhaus. Früher gab es auch eine Flughundhaus. Dies fällt aber dem Bau der Elefantenanlage zum Opfer. Rodriguez-Flughunde sind jetzt in einer Voliere im Vogelhaus untergebracht. Zudem gibt es noch Erdmännchen, Kattas, Flamingos und eine kleine Vogelwiese.


Insgesamt ist der Zoo für die Tiere sehr schön, der Besucher kommt aber oft zu kurz. Kaum begehbare Häuser und schlechte Sicht auf die Tiere lassen das Erlebnis ein wenig in den Hintergrund treten.
(Eintrag vom 01.08.2006 zum Thema "England-Zoos")
th.oma.s:  
hier kommt mein konzept für dresden und zuerst mal ein bulldozer:
stehen bleiben das afrikahaus, der kinderzoo, der zookasper, das rosarium, terrarium und das pflegerfunktions-gebäude, das pinguincafe wird die einzige zoogaststätte

baustart ist außerhalb vom zoo auf dem zooparkplatz: hier entsteht zunächst der neue wirtschaftshof und ein parkhaus.

der 13 ha große zoo wird „eventmäßig“ in 10 gehegeeinheiten zwischen 2 und 0,5 ha größe aufgeteilt, diese einheiten werden streng nach biotop ausgerichtet (in klammern immer in etwa die gegenwärtige nutzung der fläche; „+“ kündigt unterbesatz an ) die reihenfolge orientiert sich am gegenwärtigen rundgang.

1. das tal der grauen riesen (ca 2 ha im bereich elefantenhaus, biergarten seelöwenteich und raubtierhaus) bildet ein afrikanisches flusstal in der trockenzeit nach, die anlage öffnet sich optisch zur bürgerwiese mit vier abteilungen:

- afrikanischer elefant (mutterfamilie im bestehenden elefantenhaus und bestehender freianlage)
- afrikanischer elefant + mandrill (bullenstallneubau im bereich des ehem. Raubtierhauses und vorderer teil des ehem. seelöwenteiches als außengehege + mandrillinnanlage aus dem raubtierfelsen her einsehbar)
- rotbüffel + kronenkranich + guereza (hinterer teil des ehemaligen seelöwenteiches (stallneubau an Elefantenbullenstall)
- einbau gorillainnenanlage + weisnasenmeerkatze (modell zürich in afrikahaus an stelle mandrillanlage und außenanlage im jetzigen biergarten
- auf dem alten raubtierfelsen klippschiefer freilaufend mit besucherkontakt
2. das kameliental (ca 2 ha im bereich ehemaliges terrarium , ziegenweg bis zebra 2 ha
mit dem alten terrarium) bestehend aus vier neuen anlagen vor umlaufenden felsenkulissen mit sandsteinverblendung außen, herstellung einer durchgehenden felsverbindung zwischen altem robbenfelsen und geierfelsen) :

- mishmi – takin + hulman (schaufensterartig vom großen garten her einsehbar)
- rothund
- kragenbär + hulman und
- schneeleopard

das alte terrarium behält sein leistenkrokodilabteil und erhält an der gegenüberliegenden seite ein gleich-großes abteil für komodos, alle terrarienvitrinen bis auf eine für netzpythons werden abgebaut und es werden schmetterlinge eingesetzt. die felsenkulissen sind im anschluss an das terrarium canonartig um eine schlucht gruppiert, sie bilden mit ihrer rückwand eine innen liegende begehbare gebirgsvoliere mit chinesischen vögeln, kleinen pandas und zwergmuntyaks, der canon kann mit schiebeglasdach zum teil abgedeckt werden, dementsprechende bepflanzung mit kamelien, tee, citrus und nicht winterhartem bambus (besuchereffekt kamelienblüte im februar und märz),vor der gebirgsschlucht entsteht zwischen rotüffelanlage und elefantenbullenstall (1) und dem ehemaligen terrarium eine vom großen garten her einsehbare

-sumpfwiesenanlage für milus und mandschurenkraniche (umgeben von einem riesenchinaschilfröhrricht)

3. die felsenschlucht von eden (ca 1ha tundravoliere, geierfelsen ehemaliges affenhaus flamingoteich)

in diesem bereich wird das müchener modell für nahöstliche gebirgstiere nachgebaut: in der begehbaren großvoliere werden bartgeier, waldrappen, steinhühner,kretabezoare und ziesel frei gehalten; eine nicht begehbare anlage für westkaukasische ture und zwei anlagen für persische leoparden werden einbezogen, ebenfall einbezogen wird die bestehende flamingoanlage (diese wird mit rosaflamingos besetzt, kann auch alternativ 8 zugeordnet werden)

4. der wald derer die nicht sprechen wollten (ca 1 ha oranganlage + stelzvogelwiese + zwergesel)

das bestehende oranghaus wird repariert und als schlafhaus genutzt, die bestehende außenanlage wird in ein gewächshaus eingefügt und als tagesinnenanlage genutzt: unterbesatz südostasiatische kleinvögel) die neue orangaußenanlage entsteht auf der jetzigen stelzvogelwiese aus auf mehreren ebenen angeordneten naturstammrosten, unterbesatz: schweinshirsche, pfauen und javaneraffen (s. 7). Im bereich schneeleopardenvoliere, zwergeselanlage entsteht eine anlage für sumatratiger mit von außen einsehbarem winterquartier (die tigeranlage ist nur an beobachtungspunkten einsehbar).

5. das tal der weisen riesen (ca. 1ha pinguine +baulager)
hier entsteht eine eisbärenanlage + polarfuchs mit drei außenanlagen, tundracharakter, salz- und süßwasserbassins mit unterwassereinsicht (alle mit sonnensegel) sowie begehbare tundravoliere und süßwasserrobbenanlage (ladogasee), die bestehende pinguinanlage wird für asiatische zwergotter genutzt.

6. odins hain: ca 1ha (zur Zeit strauße watussi und geparden)

hier ist eine wisentanlage + luchs (charakter: lichter eichenhain) vorgesehen

7. brahmaputra (ca . 1ha banteng, rotbüffel, lama bis sika)

der bantengstall wird als solcher genutzt, zwischen bantengstall und alten rotbüffelstall wird ein nashorntropenhaus im gewächshausstil (ähnlich TP- krokodilhaus aber auf zwei ebenen begehbar und drei nashornabteilen mit einsehbaren wasserbecken) gebaut, unterbesatz bei nashörnern: borneoflussschildkröten, fische, flughunde,tupaia,kleinkantschil und vögel) im anschluss gemeinschaftsaußenanlage für panzernashorn, banteng, vietnam- sika, und javaneraffen mit besucherkontakt (die gesamtanlage ist einschließlich der besucherwege affensicher eingezäunt.) sowie externer siamang-insel (in richtung orang)

8. pharaosgarden cirka 3,5 ha (von sikagehege – zoo unter der erde – flamingoteich antilopenhaus südamerikawiese bis rosarium) mit 2 huftiergemeinschaftsanlagen und einer löwenanlage

- onager, arab. oryx , urial und jungfernkranich;
- eingefügt und als verbindung zur folgenden anlage wirkende (aus dem zoo unter der erde und der kamelanlage) bestehende löwenanlage (asiat. oder berber) und
- somali-wildesel, addax, husarenaffe und mähnenschaf

die drei anlagen bilden ein langes schmales band und sind durch trockengräben bzw. an bestimmten kurzen abschnitten mit gehölzenverblendeten zäunen getrennt, sie sind dem nil-
bzw. euphratufer nachempfunden, beide huftieranlagen werden durch die löwen getrennt,
die einsicht erfolgt von verschiedenen aussichtspunkten die mit einem rundweg verbunden sind. die stallanlagen sind hinter den kunstfelsenkulissen von 2 und 3 verborgen.

9. montezumas wald (1,0 ha zwischen zookasper, tierkindergarten und antilopenhaus einschl. graben und teich)

die zweite münchen nachempfundene begehbare großvoliere, auf zwei etagen begehbar (mit wipfelpfad) und eingefügter klammeraffeninsel dazu wasserschwein, rotbauchtamarin (großfamilie), roter sichler, hyazinthara, hoko und div.südamerik. vögel)

die rhesusaffeninsel wird zur seevogel-voliere mit humboldpinguinen, inkasseschwalben, felsensittichen und wildmeerschweinen umgebaut (begehbar mit unterwassereinblick und tunnel angelehnt an die großvoliere)

10. samburubush (ca. 0,5 ha haupteingang bis halbe höhe jetzige nyalaanlage (stall kommt an stelle des alten wohnhauses)

netzgiraffen + böhmzebra + südafrikanische strauße

der zoobesuch ist auf 2 – 3 stunden ausgelegt, es handelt sich um einen innenstadtzoo,

hinweis:

- die erdmännchen sind hinter den elefanten und die nasenbären im zooschaufenster

und um kritische hinweise wird ausdrücklich gebeten, soweit möglich werde ich auf kritik antworten

(Eintrag vom 24.07.2006 zum Thema "Eure planung")
Stefan Schubert:   Noch eines drauf: Meinen letzten Tag in Tschechien widmete ich dem Zoo Usti nad Labem! Dies ist ein Tierpark der sich auf 29ha über einen Hang über die Elbe ausstreckt und auch einige interessante Tiere aufweisst.
Vom Hauptbahnhof (Strecke Dresden-Prag) fahren zwar Busse direkt zum Eingang, der Weg ist aber auch in ca 20min elbabwärts zu Fuss zurückzulegen. Der Park öffnet in der Hauptsaison (April-Oktober) bereits um 08:00 und lässt sich durchaus mit dem Zoo im benachbarten Decin kombinieren! Bei meinem ersten Besuch 2003 habe ich das aber nicht geschafft!
Betritt man den Zoo durch den unteren Eingang, beginnt gleich im Anschluss die Steigung und man gelangt zu Anlagen für Kalifornische Seelöwen und Zwergotter, denen sich rechter Hand Babirusa-Gehege, Flamingowiese und Aligator-Freianlage anschliessen. Ein Volierenkomplex beherbergt Karakal, Rohrkatze und Ozelot. Dannach erreicht man bereits das Affenhaus, ein älterer Bau mit verschiedengrossen Käfigen und erlesenen Besatz: Silber-, Hanuman- und Haubenlangur, Hutaffe, Wanderu, Diana- und Diademmeerkatze. Bei fast allen Gruppen sah man auch Nachwuchs. Bemerkenswert an dem Affenhaus finde ich allerdings, dass es keinen Besucherinnenbereich gibt und wohl auch nie gab! Vor dem Bau steht eine einzelne grössere Voliere, in der ich letztes Mal eine grössere Gruppe Silberlanguren sah, diesmal aber Guerezas. Am gegenüberliegenden Luchskäfig wurde mir klar, das der 2003 gesehene umfassende Kleinkatzenbestand auch einen Teil des ausgelagerten Besatzes des Zoo Prags geschuldet war, sah ich hier doch damals eine Fischkatze. Um das Tieflandanoa-Gehege herum gelangen wir zum Raubtierhaus. Der Bau entspricht vielen Gebäuden diesen Zweckes in den Zoos der Welt: Recht gross, eine Aussenkäfigreihe und zwei Freianlagen an den Flanken. Die linke gehört den Malaienbären und die rechte ursprünglich den Mandrills. Statt derer empfing mich eine weiträumige Savannenszenerie und nur die Giebelkonturen des Hauses holten mich zurück, bevor die Blicke in der Ferne entflohen! Ich war fasziniert, mit wie wenig Aufwand, etwas Gehegestruktur und Farbe eine soh tolle Tiefenwirkung erlangt wird! Statt der Affen schaute mich hier ein Angolalöwe an! Ein Plus des Zoos sind bei fast allen Säugern Hinweisschilder mit Lebensdaten der Individuen und so erfuhr ich, dass das Tier mit seiner Schwester aus dem Zoo Halle stammt. Ähnlich wie besagte Aussenanlage wurden auch die klassischen Innenanlagen gestaltet: Es entstanden plastische Strukturen, die mit Farbe aufgewertet wurden und den Tieren bieten sich so auch Ecken, wo sie sich den Besucheraugen entziehen können. Hinter dem Haus entstand eine neue Voliere für Schneeleoparden. Unweit des Raubtierhauses findet der Besucher das Exotarium, ein zweigeschossiger Bau mit grösseren Krallenaffenvitrinen und älteren Säugergehegen innen und Aussenkäfigen in der oberen, sowie Aquarien, Terrarien und Biotopvitrinen in der unteren Etage. Neben Fossa, Katta und Varis leben hier auch Krabbenwaschbären! Den Varis hat man neu eine Freianlage davor erstellt. Diese besteht aus einem grossen Baum mit Strickleitern und Futterstellen behangen und über einen Gittergang erreichbar. Leider stand die Tür der Umfriedung offen. Wie ich noch trauerte keines der Tiere im neuen Gehege sehen zu werden, holte mich das markerschütternde Varigeschrei in die Gegenwart zurück und das kam aus dem Wald! Doch mehr als Schatten gab es nicht zu sehen! Weiter ging es bergauf vorbei an den Bergzebraanlagen und den Somali-Wildeseln zu einer neuen grossflächigen Gepardenzuchtanlage. Teilweise nch in der Erstellung, waren auch die ersten Tiere schon zu sehen. Grossflächig sind auch die Huftieranlagen im Anschluss. Ihre Einfriedung sind aber Betonplatten auf denen die Besucherwege verlaufen und so den Gehegen eher den Charakter grosser Löcher verleihen. Doch gibt es Brücken unter den Wegen und somit können die Flächen unterschiedlich beweidet werden. Der Besatz ist hauptsächlisch asiatisch: Nilgai, Hirschziegenantilope, Sika und Gänsegeier. Einen Teil dieser Weiden wurde allerdings dem neuen Elefantenhaus geopfert, im Vergleich zu anderen Zoos aber ein eher verschwindend kleiner Teil!
Das neue Haus entstand als halbrunde Halle und bietet Platz für drei Tiere. Unterteilt kann die Innenanlage, wie auch in Dvur Kralove, durch versenkbare Boller werden. Zwei Innenvolieren beherbergen Balistare und Kronentauben. Bis 2008 soll das Haus zu einem Asien-Komplex erwachsen mit einem Tropenhaus und einer Orang-Anlage. Die Aussenanlage der Rüsseltiere blieb bestehen und bildet den oberen Zoobereich. Gegenüber findet man Mendesantilopen, Breitmaulnashörner und Giraffen. Nun geht es wieder bergab vorbei am Kinderzoo und einer urwüchsigen Minigolfanlage mit reichlich Skulpturen und einem "Jurasic Park aus Holzsauriern. In bewaldeter Hanglage trifft man auf ein Rudel Weisslippenhirsche und dem letzten Dickhornschaf. Leider war zu diesem Tier kein Stammbaumschild zu finden! Hier traf ich auch endlich auf die Freigänger-Varis, vier schwarzweisse und ein roter. An den nahen Eulenvolieren begegneten mir die beiden Elefanten auf ihren täglichen Rundgang. Diese haben mit der Topografie weit weniger Probleme! Linkerhand des Weges erstreckt sich ein kleines Tal mit weiteren Holzsauriern, einer Uhuvoliere, Halsbandpekaris und Japanischem Serau -Wow! Wieder im Tal besuchte ich noch die Orangs und fand nebenan in der ehemaligen Hulman-Anlage die Mandrills aus dem Raubtierhaus!

Durch die frühe Öffnungszeit lag ich gut im Rennen und beschloss noch in Decin vorbeizuschauen. Die Bahnverbindungen sind bestens und so stand ich am frühen Nachmittag dort vorm Eingang. Busse zum Zoo gibt es keine und so bewältigt der erwartungsvolle Besucher die Steigung zum Park in etwa 20min spielend zu Fuss! Was erwartet ihn oder was erwartet ihn nicht? Es gibt keine Elefanten, Giraffen, Menschenaffen, Eisbären, Robben und auch keine Pinguine! Doch der Reihe nach:
Das erste Gehege wird von Berganoas bewohnt, auf die der Zoo bekanntlich sehr stolz sind. Gegenüber liegt eine erste "Altlast", ein kleiner dunkler Käfig mit Jaguarundis! Diese sind aber nur übergangsweisse hier einquartiert, da sie sich bestens vermehren! Ein Bärenpfad lädt Kinder ein an sechs Punkten den Tagesablauf eines Bären nachzuspielen. Die Aufgaben stehen in tschechisch, deutsch und englisch auf kleine Tafeln. Überhaupt sind hier alle Hinweistafeln auch umfassend in Deutsch und so hört man diese Sprache allenorts. Der Park wurde von vielen jenseits der Grenze zum Heimatzoo auserkoren! Am Ende des Bärenpfades gelangt man zu einer Grizzly-Freianlage mit zwei alten Tieren aus Leipziger Zucht! Gegenüber liegt ein kleines Vogelhaus mit begehbaren Innenraum. Neben Balistar findet der Besucher hier auch drei Bülbülarten und separiert drei Kakaduformen unter anderem Brillenkakadus! Im Anschluss an die Bärenanlage stösst man auf eine weitere "Altlast", die Leopardenkäfige und dahinter verstecktein Streichelgehege. Der Rundgang führt vorbei an einer grossflächigen Fischkatzenvoliere und dem Gehege der Babirusas mit zweckmässigen Stall, aber reichhaltiger Ornamentierung. Hinter der Fischkatze liegt ein Gehege für Saruskranich und einer aus dünnen Netzen gebildeten Fasanerie, die sich harmonisch in den Wald einfügt. Den Anschluss zu den Babirusas bilden die Prinz-Alfred-Hirsche in einer kopfstarken Herde. Hier hat ein recht junger Komplex seinen Ausgang: Tiere der Böhmisch-sächsischen Schweiz. Die Volieren sind ähnlich der Fasanerie erstellt, verlieren sich optisch trotz ihrer Häufung aber gut in der Umgebung! Der Besatz überrascht auch hier: Dachs, Wildkatze, Auer-, Birk- und Haselhuhn, sowie Wespenbussard um nur einige zu nennen! Eine Wildschweinanlage überquert der Besucher auf einem Steg. Den Abschluss diesen Rundweges bilden Wolf und Gemeinschaftshaltung Reh mit Wildkaninchen. Talwärts liegen die Bergtieranlagen für Japanischen Serau im Birkenwald, Lamas und Schneeziegen inmitten Fingerhutes, ein farblich sehr hübscher Kontrast! Nahe den Hirschen liegt die alte Bärenanlage, deren ursprünglicher Zweck nicht mehr zu erahnen ist. Von oben und unten einsehbar zeigen sich hier Urson und Prairiehündchen. Im Hirschstall wurde ein von aussen einsehbares Innengehege für Kleinkantschil, Zwergplumplori und Eulenschwalm eingerichtet. Vorbei an Capybaras gelangt man in den Südamerikateil mit Totenkopfaffe, Margay, der Jaguarundi-Hauptanlage und Halsbandtschajas. Gegenüber gibt es Parmawallabies und eine Wasservogelvoliere mit Nachtreiher und Schwarzstorch. Den Anschluss stellt die dritte "Altlast" des Zoos dar, das Affenhaus. Nicht begehbar und mit dicken Käfiggittern findet man auch hier einige Besonderheiten: Schopfmakak, Schopfmangabe und Schwarzwangenmeerkatze! Es ist anzunehmen, das sich die rührige Zoomannschaft auch hier zu einer baldigen Änderung des Zustandes hinreisst, wobei dann wohl eher dem Besucher Rechnung getragen wird. Den Tieren machte es weniger Probleme, sie genossen es, aus dem Verborgenen den Menschen zuzuschauen! Den Weg zum Ausgang flankieren noch einige Gehege mit Haustieren, doch bevor ich den Park verliess, besuchte ich nochmals den Saruskranich und letztendlich zeigte sich auch der Hauptbewohner: Das Moschustier! Ein krönender Abschluss einer wirklich tollen Zooreise in ein Land, das hier leider noch viel zu sehr im Schatten liegt. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen und startete daher diesen Threat!
(Eintrag vom 18.07.2006 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Sven P. Peter:   @Dennis: Wann warst das letzte mal in Augsburg? Da gibt es seit ca. 2000 keine Schneeleoparden mehr, da man für die Amurleos mehr platz schaffen wollte ;)
(Eintrag vom 16.07.2006 zum Thema "Eure planung")
Zoosammler:   Basel:

Hauptprobleme: alte, teilweise denkmalgeschützte Gehege, architektonisch und historisch erhaltenswert, für Tiere aber zum Großteil nicht mehr zeitgemäß. Wichtigster Bestandteil des Zoos zahlreiche Traditionsgroßtierarten und Menschenaffen, beide allerdings sehr platzintensiv, Platz aber kaum vorhanden (es ist die Frage, ob Etoscha und Gamgoas nicht ausgesprochen kurzsichtig waren, denn sie haben den letzten Platz verbaut und so naiv, zu glauben, dass für Tiere wie Giraffen, Elefanten und Primaten nicht auch einmal Erneuerungen anstehen, kann die Zooleitung wohl kaum gewesen sein).

1.) Eingangsbereich/Vivarium:
- viele Terrarientiere sind auf Australis, Etoscha und Gamgoas verteilt, ob man wirklich den Millionsten Stirnlappenbasilisken halten muss, ist auch eine Frage. Es kommt also zu einer völligen Umstrukturierung des Artenbestandes bei den Reptilien. Hier Teilnahme an wichtigen Artenschutzprojekten, z.B. für asiatische Schildkröten oder einheimische Amphibien und Schlangen. Ansonsten ist das Vivarium zwar nicht eines der modernsten, aber eines der schönsten Aquarienhäuser Europas und bleibt so erhalten, wie es ist, es gibt größere Problemanlagen in Basel. Allerdings wird die Königspinguinhaltung aufgegeben.
- Der Souvenirshop wird vergrößert und umgebaut
- Die Bärenanlagen werden zusammengefasst und abwechslungsreicher gestaltet. Der Besatz besteht künftig nur noch aus Malayenbären (evtl. zusammen mit Binturongs, Zwergotter, Wanderus oder Schweinsaffen). Die Fischotteranlage wird für Europäische Nerze umgestaltet.
- Die Afrikaanlage bedarf keiner Umgestaltung, allerdings wäre es möglich, durch einen unspektakulären Anbau den Flusspferden mehr Innenraum zu schaffen.
- Das Menschenaffenhaus wird abgerissen und an seiner Stelle ein Afrikanisches Primatenhaus „Kima Asili“ erbaut. Die Orang-Utans werden abgegeben. Die Anlagen für Kattas und Javaneraffen werden zusammengelegt und hier künftig Drills und Weißscheitelmangaben gehalten. Eine art/unterartreine Gruppe Schimpansen wird aufgebaut und die legendäre Traditionsgruppe Gorillas weiterhin gehalten. Sie erhalten lichte, naturhane Innengroßkäfige, die vom Besuchergang aus durch eine Glaswand einsehbar sind. Das Haus insgesamt wird nicht größer sein, als das alte Affenhaus. Ihm werden für Außenanlagen die bisherigen Affenanlagen und –käfige, Teile von Besucherwegen, kleine Teile von Parkanlagen und der Pelikanteich, der auf einen größeren Wassergraben zurückgebaut wird (die Pelikane werden in Gemeinschaft mit den Gorillas gehalten) zugeschlagen. Das Gelände um den Mehrzweckpavillon wird Teil einer naturnahen, in die Gartengestaltung eingepassten Schimpansenfreianlage. Wechseln zwischen den Anlagen der Schimpansen und Gorillas können Husarenaffen, inwieweit Guerezas zu halten sind, ohne dass sie flüchten und ob man sie ggf. den ganzen Zoo bewohnen lassen kann und dessen Grenzen entsprechend sichert, muss geprüft und ausprobiert werden. Ansonsten werden die Guerezas wieder abgegeben. Repräsentieren die Kleintiere Etoshas die Steppen- und Wüstenlandschaften Australiens ist in den Vitrinen von „Kima Asili“ genügend Platz für tropische Tiere: Ölpalmenhörnchen, Sonnenhörnchen, Afrikanische Zwerghörnchen, Uganda-Fleckenhalsotter (mit weiterer Anlage am Kleintierfelsen und der ehemaligen Nutria-Anlage)
- Die Nutriaanlage wird für Fleckenhalsotter umgestaltet
- Das Vogelhaus repräsentiert künftig für Basel Südamerika, so dass hier Silberäffchen und Löwenäffchen einziehen und künftig in Gemeinschaft mit Aras und anderen tropischen Vögeln Südamerikas in der Großvoliere vor dem Haus gezeigt werden. Mit Kolibris hat man in Basel bereits Erfahrungen, nicht südamerikanische Volieren werden umgestellt. Möglich ist auch eine Nutzung der Großvoliere für Dreizehenfaultiere, vielleicht kann man sich ja in Dallas beraten lassen.
2.) Mittelteil
- Das Elefantenhaus wird renoviert, die Gruppe langsam aber sicher zurückgestellt, solange noch Tiere vorhanden sind, können jedoch für Abgegebene alte „Gnadenbrotelefanten“ nachkommen. Nach Auslaufen der Haltung wird das Haus umgenutzt. Es wird um einen großen verglasten Vorbau erweitert und zum Südostasienhaus umgebaut. Denkbar wären hier z.B. Müllergibbons, Komodowarane, Schabrackentapire und u.U. erneut Orang-Utans. Platz für eine Tapiranlage wäre, ebenso für eine verglaste Außenanlage für die Warane, da die Känguruanlage leer steht, ist es durchaus denkbar eine, wenn auch nicht ganz so große Inselanlage für Gibbons und Orang-Utans, ggf. durch das umgebende Wasser mit der Tapiranlage verbunden, zu schaffen.
Eine völlig andere Möglichkeit wäre es, besser in den räumlichen Kontext passend, künftig aus dem Elefantenhaus ein Giraffenhaus zu machen und es dafür leicht umzubauen. Ein Korridor durch die Gartenanlage kann diese neu entstandene Anlage problemlos mit dem Rappenantilopengehege verbinden und so eine interessante Gemeinschaftsanlage entstehen lassen. Unter Einbezug von Teilen der Parkanlage, könnte eine zweite Afrikaanlage entstehen, bspw. unter dem Thema „Angola“ mit Angolagiraffen, weitere Ideen für dieses Gehege wären erneut Zwergflusspferde, oder aber Honigdachse, Ducker oder erneut Bongos. Möglich wäre also z.B.: Angolagiraffe, Rappenantilope, Zwergflusspferd, Honigdachs. Eine Vergesellschaftung, die in Europa ihres gleichen suchte. Es wäre sicher ebenso reizvoll, von der Restaurantterrasse eine solche Angolalandschaft zu betrachten, wie eine lebhafte Orang-Utan-Insel. Auf großen Informationstafeln und interaktiven Infopoints kann über politische, soziale und Umweltprobleme Angolas und Südafrikas berichtet werden und über die Riesenrappenantilope (auch als Perspektive für einen möglichen Import nach Basel).
- Das Antilopenhaus ist erhaltenswert, wenn auch für Tierhaltung nicht besonders gut geeignet, hier muss ein Mittelweg gefunden werden. Dieser besteht in einer Abgabe der Giraffen, die aber dafür demnächst ja in Zürich in den Bestand aufgenommen werden sollen. Dies ist allerdings kein Grund, den Orang-Utans für das Elefantenhaus den Vorzug zu geben, da diese ebenso in Zürich leben. Würde man das Elefantenhaus nach dem zweiten Vorschlag umgestalten, wäre Basel sowieso kein giraffenloser Zoo. Die Kleinen Kudus ziehen aus dem Haus aus, dass so vollständig für die Okapis zur Verfügung steht, auch die Außenanlagen. Eine Vergesellschaftung mit Stelzvögeln und Duckern wäre sinnvoll, auch Schuhschnäbel wären interessant für das Haus, allerdings nur, wenn die Zürcher Haltung erlischt.
- Die Seelöwenanlage ist nicht besonders modern, aber kaum anders, als für Robben nutzbar. Hier kann Basel Kontakte nach Italien knüpfen und eventuell ein Mönchsrobbenprojekt initiieren. Solange bleiben aber die publikumsattraktiven Seelöwen.
- Der Kleintierfelsen wird für Fleckenhalsotter umgebaut, ggf. können in diesen Bereich auch Baumschliefer einziehen.
- Die Wolfsanlage wird für Rot- oder Waldhunde eingerichtet.
- Der bisherige Bisonanlagenkomplex nimmt in Zukunft die Kleinen Kudus auf, ebenso wie neu anzuschaffende Südliche oder Chanler-Bergriedböcke und Giraffengazelllen. Die Wildschweine werden durch Visayas-Pustelschweine aus Rotterdam ersetzt und leiten so geographisch in den asiatischen Sautergarten über.
3.) Sautergarten
- Hier stütze ich mich auch auf das, was bislang wage vom Zoo verlautbart wurde. Die Panzernashörner bleiben, ihr Haus wurde modernisiert. Ihre Anlage wird auch auf den jetzigen Besucherweg, der direkt an die Unterführung anschließt, die Rentieranlage und das ehemalige Gehege der Zwergflusspferde ausgedehnt. Mit ihnen vergesellschaftet werden Sambars und Wasserbüffel. Der Anlage fallen auch die jetzigen Greifvogelvolieren zum Opfer. Das Lorihaus wird in ein Haus für Paradiesvögel umgestaltet, für Pandas und Schneeleoparden wird völlig neu gebaut. Was heute Tharfelsen, Zufahrt und Brillenpinguinanlage ist, wird komplett neu gestaltet, dabei wird der Tharfelsen umbaut und verkleinert und ihm ein Platz sparendes modernes Haus vorgelagert, das die Innenanlagen der Schneeleoparden und Großen Pandas beherbergt. Die Außenanlagen gruppieren sich im hinteren Zooteil um den Felsen herum, wobei der Felsen den Schneeleoparden zugeschlagen wird, die außer ihm nur noch einen geräumigen Käfig erhalten, so dass sie einerseits artgerecht untergebracht werden und den Pandas andererseits genügend Platz bleibt. Es führen lediglich schmale Besucherwege durch diesen Komplex hindurch, die zwischen Wasserläufen und Bambusabsperrungen tiefer liegen als die Pandaanlage, es kommt sozusagen „Bambuswaldflair“ auf und die Tiere haben ihre Ruhe. Der zweite Zooeingang wird geschlossen. Im Nashornhaus werden, das entwickelt sich zu einem Markenzeichen des Zoos, Vitrinen mit asiatischen Hörnchen, Mardern und Reptilien eingerichtet, die später, sollte es in Europa zu Haltungserfolgen kommen, für Schuppentiere umgestaltet werden können. Ebenso werden kleinere Volieren (wo heute Schneeeulen sind und im Paradiesvogelhaus) für Fasane errichtet.
Folgende Ziele würden damit verwirklicht:
- Komplettmodernisierung der Baseler Tierhaltung, damit Vermeidung großer Umbauten für die nächsten ein, zwei Jahrzehnte -> Sicherung des Park- und Gebäudebestandes
- Die heute schon vorbildlichen Anlagen (Zebras, Flamingos, Somaliwildesel, Etoscha, Gamgoas, Australis, Vivarium bleiben unangetastet)
- Alte Anlagen werden erhalten und sinnvoll umgenutzt, so dass der Zoo ein lebendiges Baudenkmal bleibt (sinnvolle Lösungen für Nashorn-, Antilopen-, Elefanten- und Vogelhaus, sowie Robbenfelsen), einziges Opfer, das muss ich zugeben, ist das bisherige Affenhaus
- Vergrößerung des Tierbestandes durch wertvolle, bedrohte Arten, die Basel zu einem Raritätenkabinett machen, das es schafft, gleichzeitig alle seine „must have“-Arten zu behalten und auf kleinstem Raum artgerecht große Tiere (außer Elefanten, tut mir Leid für alle Elefantenfans, aber nachdem mit Etoscha und Gamgoas so viel Platz verbraucht wurde, sehe ich keine Perspektive für diese Art in einem engen Stadtzoo wie Basel, die Schweiz bräuchte noch mal einen großen Aussenzoo/Safaripark mit wenigen, aber dafür großen Tierarten). Beispiele: Asiatische Schildkröten, Binturongs, Wanderus, Nerze, Drills, Weißscheitelmangaben, Ölpalmenhörnchen, Zwerghörnchen, Fleckenhalsotter, Silberäffchen, Dreizehenfaultiere, (Komodowarane, Schabrackentapire/Angolagiraffen, Honigdachse), Mönchsrobben, Baumschliefer, Waldhunde, Bergriedböcke, Gerenuks, Pustelschweine, Sambars, Große Pandas
- Erhaltung und Wiederbeschaffung aller Traditionsarten (Somaliwildesel, Okapi, Gorilla, Zwergflusspferd, Panzernashorn, ggf. auch Orang-Utans und Bongos)
- Besonders Augenmerk auf Kleinsäuger und Huftiere
- Keine Benachteiligung irgendwelcher Tiergruppen (außer Halbaffen und Rüsseltiere), wird eine Art abgeschafft, kommt eine vergleichbare hinzu (Bsp.: alter Besatz Affenhaus/Drills, Mangaben, Wanderus, Bsp.: Rentiere/Sambars, Bsp.: Bison/Wasserbüffel, Bsp.: Nutria/Fleckenhalsotter)
- Außer Tiger und Elefanten werden alle Startiere gehalten
- Durch Bestandsveränderungen deutlich größere Akzentsetzung auf Artenschutz
- Durch Raritäten und Publikumsattraktionen (Pandas (wiegen Elefanten locker auf), Komodowarane,…) Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit
- Deutlichere Abgrenzung zu Zürich, bessere Aufteilung des Tierbestandes und Vermeidung von Dopplungen, Auslassung wichtiger Zürcher Bereiche wie Madagaskar und Amerika (größtenteils)

(Eintrag vom 12.07.2006 zum Thema "Eure planung")
Johannes Pfleiderer:   Wie angekündigt nun der letzte Teil der Planung für den Tierpark Berlin:
-auf den Anlagen für asiatische Bergtiere Tiere Tibets, Mittelchinas und des Himalajas: Kiang, Weißlippenhirsch, Blauschaf, Goral, Rothund, Goldtakin, Schneeleopard, Tahr (aus dem Zoo), Kleiner Panda, Schneeleopard
-im Affenhaus Primaten, Vögel und Kleinsäuger Indochinas, insbesondere Vietnams: u.a. Assam-Makak, Tonkin-Langur, Nördlicher Weißwangen-Schopfgibbon, Haubenlangur (Trachypithecus cristatus)
-in den jetzigen Büffelanlagen Vietnam-Sikahirsche, Hinterindische Sambars und Gayale
-im Bereich der Greifvogel- und Papageienanlagen Anlagen für asiatische Großvögel, z.B. Bengalgeier, Silberklaffschnabel, Schwarzgesichtlöffler
-in der Takin-Anlage um gegenüber Tiere Myanmars: Mishmi-Takin, Burma-Leierhirsch
-im Bereich der jetzigen Kiang-, Moschusochsen- und Wasserbüffelanlagen sowie der Gehege für asiatische Rinder und Hirsche ein Indien-Bereich: Indischer Elefant, Panzernashorn, Indischer Löwe, Indischer Lippenbär (aus dem Zoo), Axis-, Schweins- und Barasingha-Hirsche sowie Nilgau- und Hirschziegenantilopen
-in der Umgebung der Cafeteria und einem Teil der Kleinkamelanlagen kommen Tiere der Nikobaren sowie der indonesischen Inseln unter: neben zahlreichen Vögeln und Reptilien (Erweiterung des Schildkrötenbestandes) Schweinsaffe, Weißhandgibbon, Sumatra-Orang-Utan (aus dem Zoo), Malaienbär, Schabrackentapir, Sumatra-Tiger, Nebelparder, Tonkeana-Makak, eine Anoa-Art und Timor-Hirsch
-auf dem anderen Teil der Kleinkamelanlagen sowie dem Areal zwischen derzeitiger Gibbon- und Wasservogelanlage entsteht ein Australien-/Ozeanien-Bereich: Neuguinea repräsentiert durch Baumkängurus, Kasuare und andere Vögel und Reptilien; Australien mit Koalas, Kängurus (auf keinen Fall Bennett- oder Rote Riesenkängurus) und Wombats, Neuseeland mit Keas und weiteren endemischen Vögeln und Reptilien; außerdem ein kleines Aquarium mit pazifischen Fischen und eine Partula-Zuchtstation
-Richtung Karl-Förster-Garten sind die Philippinen mit Calamian-Schweinshirschen, Feuerhornvögeln und Borkenratten vertreten
-im Bereich der jetzigen Przewalski-/Kulan-Anlagen ein China-Bereich mit Milu, Schopfhirsch, Muntjak, Kragenbär, Kranichen und natürlich zahlreiche Fasanen und Kleinvögeln in der Fasanerie
-die Krokodilfarm wird zum Zuchtzentrum für China-Alligatoren (die anderen Arten sind in den jeweiligen Geozoo-Bereichen untergebracht) und chinesische Schildkröten umfunktioniert
-die Schlangenfarm bietet einen Überblick über ostasiatische Schlangen, Echsen und Amphibien
-nun im Gebiet von der heutigen Malaienbäranlage bis zu den Hirschanlagen eine Amur-Anlage mit Amur-Tiger, Amur-Leopard, Kranichen, Schwarzschnabelstorch, Wasservögeln und Dybowski-Hirsch
-danach eine Kamtschatka-/Beringmeer-Anlage im Bereich der heutigen Schweine- und Kamelgehege mit Kamtschatka-Bär, Kamtschatka-Schneeschaf, Pazifischem Walross, Riesenseeadler, Pazifischem Seehund, Stellerschem Seelöwe (beide, aus Zuchten in Japan), Seeotter und Alken sowie als Abschluss einer neuen Eisbären-Anlage
-es folgen im Bereich der heutigen Anlage für indische Antilopen Gehege für sibirische Tiere (Altai-Maral, Altai-Luchs, Schneekranich, einige Enten und Gänse)
-als Abschluss auf den südlichen Hirsch- und den Wisent- und Bisonanlagen nordosteuropäische Tiere: Wisent, Vielfraß, Finnisches Waldren, Europäischer Nerz, Wolf, Wildkatze und Eulen

Nach dieser Planung wären folgende bedeutende Tierarten nicht mehr im Tierpark vertreten (Haltúng im Zoo):
-Dromedar (Zoo)
-Präriebison (Zoo)
-Brillenbär (Zoo)
-Mufflon
-Wildschwein
-Hausrentier
-Bennettkänguru
-Grevy-Zebra (Zoo)
-Humboldtpinguin (Zoo)
-Sichuan-Takin (Abgabe an den Zoo)
-Vikunja (Zoo)
-Säbelantilope (Zoo)
-Rotbüffel (Zoo)
-Alpaka (Zoo)
-Roter Vari (Zoo)
-einige Haustierformen
(Eintrag vom 12.07.2006 zum Thema "Eure planung")
Konstantin Ruske:   Der neue "Wegweiser durch den Tierpark Berlin" ( nicht mehr Berlin- Friedrichsfelde) ist da, ebenso der neue " Milu" mit interessanten Berichten über die gesamte Schneeleoparden -und Häherlinghaltung im Tierpark.
(Eintrag vom 11.07.2006 zum Thema "Zoo news")
Dirk K:   Hier mal meine Veränderungen für Krefeld.

- Abgabe der Guanakos, dafür die gr. Ameisenbären auf die Südamerikaanlage, so wie in Dortmund.
- Umgestaltung der Esel/Pony-Anlage für Alpakas, damit wengistens eine Neuweltkamelart gehalten wird.
- Abriss des Pavianfelsen. Neubau einer Anlage für die Ceylon-Hulmans (mit einsehbarer Innenanlage.
- Bau einer großen Anlage für Seelöwen und eines Restaurants auf Fläche des alten Wirtschaftshofes und der anderen Haustieranlagen.
- Auffüllen der Robben/Pinguin-Becken. Die Zebramangusten kommen in die alte, umgestaltete Pinguinanlage, auf der Fläche der alten Robbenanlage+Zuchtbereich kommt eine große Siamangvoliere.
- nötige Sanierung des Regenwaldhauses
- Abgabe der Elefanten, die Elefantenanlage wird den Nashörnern zugeschlagen. Auf der Innenstandfläche der Elefanten entsteht eine große Schaubox, das Badebecken wird mit Erde oder Rindenmulch aufgefüllt, darüber ein UV-Strahler und fertig ist der Wellnessbereich. Erweiterung der Zwergflusspferdanlage um das Blauduckergehege (Flusspferde, Ducker und Trappen werden vergesellschaftet, der Besucher würd über eine Brücke geleitet)
- Bau neuer Ställe für die Afrikawiese und Umgestaltung der Anlage.
- Abriss der Eulenvolieren, laut Masterplan soll da der neue Wirtschaftshof hin (wie das auch immer gehen soll, also mach ichs auch so^^)
- Bau einer Außenanlage, die für Gorillas und Orangs nutzbar ist auf der Fläche der Ameisenbär/Hulman-Gehege. Bau einer kleinen Außenanlage für Schimpansen auf einem Teil des Australiengeheges.
- Umquatierung der Parma-Wallabys auf die trockengelegte und umgestalte Babirusaanlage, die Babirusas dafür ins Pinselohrschweingehege. Abgabe der Pinselohrschweine.
- Bau einer Gesellschaftsanlage für kl. Pandas und Muntjaks neben den Jungfernkranichen
- Irgendeine Hirschart in die ehemalige Elchanlage oder Bau eines großen Reptilienhauses, welches mit dem Vogelhaus verbunden wird (hat da jemand andere Ideen?)
- Bau einer Außenanlage für die Baumkängurus auf Fläche des alten Luchskäfigs. Die erste Außenanlage der Baumkängurus wird zum beheizten Glaspavillion für die Tiere, damit man sie öfters sieht.
- Die Kudus und Springböcke kommen auf die Savanne, dafür kommen die Nyalas in ihr Gehege, in umgestalteter Form.
- Bau einer Anlage für tropische Bären auf der Fläche des Nyalageheges und der Watvogelvoliere.
- Erweiterung des Spielplatzes bis an die Raubtieranlagen. Das ganze unter ein spezielles Thema stellen, Inkadorf oder so was...
- Umgestaltung der Vogelanlagen um die Tiere vor weiteren Fuchsattacken zu schützen. Bau eines weiteren nicht einsehbaren Gebäudes+Zuchtbereich zur Haltung von Wassergeflügel und Flamingos.
- Bau einer großen Anlage für Schneeleoparden auf Fläche der alten Käfige, Nepalanlage, Siamangkäfig, ehem. Reptilienhaus. Erweiterung der Anlage für Waldhunde.
- hat jemand Ideen für die Zebramangustenanlage?
- Umgestaltung der Guerezaanlage.
- Erneuerung der Kanalisation, um Geld zu sparen.

Das wars erstmal, hoffe ich bin im Budget geblieben ;-)
(Eintrag vom 09.07.2006 zum Thema "Eure planung")
Dennis:   Gut meine Verbesserungen:

1.Die blessböcke werden abgegeben, die Grevyzebras mit ihnen und den straußen vergesellschjaftet.
2. Im bergtierkomplex soll es nur kleine Veränderungen geben z.b natürlichere Gestaltung der eisbärenanlage, Bau eines großen Landschaftskäfigs für die schneeleoparden und eben eine neue Takinanlage.
3.Die dscheladas, Mähnenschafe, Klippschliefer und Makaken bleiben wo sie sind, vieleicht ersetzt man die Schafe durch Nubische steinböcke
4.die Papageiensammlung bleibt!
die Keas besetzen momentan drei Volieren,
wenn man dann noch zwei, drei häufige Arten abgibt, hat man wieder 6 Volieren die leer sind. So könnte man die Keavolieren zu einer großen Voliere für aras zusammenfassen, so das deren Käfige für kleine Arten frei werden.
5. Nachttierhaus: Die kleinen Papageien erhalten größere Landschaftsvitrinen, der Bestand an amphibien und fischen bleibt, die Mittelanlage beziehen nun
erdferkel und weißgesichtseulen,
Nilflughunde werden abgegeben, Indische Flugfüchse und kleinkantschills ziehen in eins der asienhäuser(Elefanten-Raubtier-oder Oranghaus) um.
Die wüstenschläfer und die Mausmakis bleiben. Dann erweitert man den Nachttierkomplex nach Norden und baut die Nachttierabteilung mit afrikanischen Arten aus . (Riesengalagos, springhasen, Großohrigel, Hornvipern, Berberskinke,
Skorpione)
(Eintrag vom 09.07.2006 zum Thema "Eure planung")
Jana:   Entschuldigung, ich meinte natürlich Schneeleoparden und nicht Sri-Lanka-Leoparden.
(Eintrag vom 07.07.2006 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Stefan Schubert:   Mal wieder eine Meldung meinerseits zu meiner zurückliegenden Tschechien-Tour. In Prag traf ich drei deutsche Zoofans, die sich auch gut in dieser Materie des Landes auskanten und diese meinten allgemein zu den tschechischen Zoos, dass man nich so leichtfertig in das Kästchen jugendlichen Vokabulars greifen soll, "aber die Zoos hier sind geil!" In diesem Sinne zur nächsten Etape:
Als nächstes Ziel wurde ein Park ausgewählt, den ich bislang noch nicht kannte, durch dieses Forum aber erst richtig aufmerksam wurde: Liberec. Von Prag her sind morgentliche Bahnverbindungen nicht gerade toll, dafür später und auch von Deutschland her. Der Zoo erstreckt sich auf etwa 13 ha und wurde 1919 gegründet. Erreichbar vom Hauptbahnhof ist er mit den Strassenbahnlinien 2 und 3.
Er ist waldreich und erstreckt sich über einen Hang. Schon der Eingangsweg liegt in einer ordentlichen Steigung bis zum Dickhäuterhaus. Dieser Bau beherbergt eine Zuchtgruppe Rothschildgiraffen und zwei Asiatische Elefanten. Die Nashörner wurden scheinbar vor nicht allzulanger Zeit abgegeben. In der ehemaligen Flusspferdanlage leben nun Nasenbär und Pekaris. Doch auf dem Weg dahin begegnet man der ersten zoologischen Kostbarkeit hier: Ein Unterstand im asiatischen Pagoden-Stil weisst dezent auf die Goldtakine hin. Das Zuchtpaar hat wieder ein Kälbchen und zeigte sich am Nachmittag recht aktiv! Danneben liegt das Moschusochsengehege und die ziegenartige Verwandschaft bildet einen Schwerpunkt im Sortiment, denn weiter begegneten mir Blauschaf (!), Markhor, Ostkaukasischer Steinbock und Himalaya-Thar. All diese wurden in Gruppen mit Nachwuchs angetroffen! Dem gegenüber standen nur drei Antilopenformen: Bongo, Blesbock und Pferdeantilope. Der Rundweg führt geschwungen nun talwärts zu einer ersten Grosskatzenanlage. Ein grosses Schild offerierte Schneeleoparden, zu sehen war aber eine tropische Leopardenform, wahrscheinlich aus Sri Lanka, die hier nur vorübergehend untergebracht ist. Das Gehegeschild dazu war leider abgerissen. Auf der anderen Seite des Baus findet man dann in älteren Hangkäfigen die Irbisse und Luchse. Vorbei an neuen, der geschwungenen Wegeführung angepassten Eulenvolieren gelangt der Besucher ins Tal mit Gastronomie und Tierhäusern. Sehr alt ist der Käfig der Mantelpaviane und sehr neu die Anlagen für Fuchsmangusten, Spornschildkröten, Flamingos und die Asiatische-Goldkatzen-Voliere. Der Mähnenrobben-Pool wurde saniert und weisst auch ein paar Kunstfelsen aus Glasfiber auf. Etwas älter dürfte das Affenhaus mit Schimpansen, Bartaffen und Weisswangengibbons sein. Gegenüber liegt der neue Tropenpavilion, eher ein Exotarium mit Aquarien, Terrarien und Vitrinen, sowie einem bepflanzten Besucherbereich mit einigen Vögeln. Nicht so spektakulär wie Zürich´s Masoala aber sehr hübsch. Daneben liegt eine Orang-Utan-Anlage und gegenüber ein weiteres Raubtierhaus, vermutlich aus den Siebzigern. Nach lauter farbigen Tieren wie Blauschaf, Goldtakin und Goldkatze darf man hier Weisse Tiger anschauen! Ich war ein wenig überrascht, dennoch möchte ich dem Park nicht seine zoologischen Bemühungen absprechen, da wegen dieser Form andernorts im Forum heiss diskutiert wurde. Wie an anderen Gehegen auch findet der Besucher hier ebenfalls eine grosse Infotafel, zwar in tschechisch aber Namen zumeist auch in deutsch und englisch und hier ist zu lessen: Weisser Tiger- Mutation des Königstigers. Der weitere Weg führt zu einer Greifvogelvoliere mit abermaligen Schätzen: Kaiseradler, Falkland- und Haubenkarakara, sowie zwei Riesenseeadlerpaaren mit je zwei Kücken! Am Pelikanweiher teilt sich der Weg, rechts geht es zum Ausgang und linkerhand vorbei an den Tharen, Geparden und den Pferdeantilopen kommt man wieder zu den Giraffen und kann zu einer weiteren Runde durch das Gelände starten.
Ein kleiner aber feiner Zoo, der durchaus weiterempfohlen werden kann!
(Eintrag vom 07.07.2006 zum Thema "Zoos in Tschechien und der Slowakei")
Michael Amend:   Ja, die Bezeichnung Abu Markub gibts noch.
Sollte es jetzt wirklich mit der Zucht losgehen und sich in ein paar Jahren Schuhschnäbel ausbreiten wie einst Takine oder Schneeleoparden, dann haben bald einige Zoos tolle Schuhschnabel-Anlagen in ihren"Sambesis",Kiawaras,Samburus,Massai Maras, Timbuktuks,Okavangos, und wie die Anlagen alle heißen,die dann natürlich "Abu Markub"Sumpf heißen werden.
(Eintrag vom 05.07.2006 zum Thema "Zoo news")
Oliver Jahn:   Ganz neu ist dieses Thema ja hier im Forum nicht und es ist reichlich kontrovers auch schon diskutiert. Wenn die Zoos ehrlich in ihr Programm schreiben, dass sie für Menschen da sind, und für Menschen bauen, dann sollten sie auch Tiere ZEIGEN, im Wortsinn. Es wird immer Besucher geben, die werden sich über die Natürlichkeit der Gehege freuen und auch Verständnis haben, mal ein Tier nicht zu sehen. Schreite ich aber für 15 Euro an leeren Anlagen vorbei, dann ist das vielen Besuchern einfach zu teuer. Und für Eltern mit kleinen Kindern auch zu mühselig, denn ich kann mit meiner dreijährigen Tochter keine halbe Stunde nach einer Schwanzspitze eines Leoparden suchen. Dafür hat sie noch nicht die Geduld. Für sie waren die größten Faszinationen bisher ein Nashorn IM Nashornhaus Berlin, der Tapir IM Haus in Hannover, der Fischotter in Rostock, der wirklich hinter der Scheibe auf uns zuschwamm, uns durch das Glas unter Wasser anschaute, drehte und wieder weg schwamm und die Bären und Raubkatzen in Halle, letztere auch im Inneren, so Auge in Auge. Für mich persönlich liegt das auch immer ein wenig daran, wie oft ich einen Zoo besuchen kann, oder nicht. Wenn ich in Aschersleben, Halle, Berlin oder Magdeburg mal ein oder zwei Tiere nicht sehe, na und, dann vielleicht beim nächsten mal. Wenn ich aber 500 Kilometer weit fahre, um einen Zoo zu besuchen, den ich evtl. in den nächsten 20 Jahren nicht wieder sehen werde, dann möchte ich natürlich alles sehen! Ich wäre sicher sehr enttäuscht, wenn ich im August nach Tallinn fliege und dann dort vielleicht tolle Gehege sehen würde, aber kaum Tiere. Es gibt da mittlerweile so einige Phantom-Tiere. Keiner von etlichen Leipzig-Besuchern hat je einen Löwen zu Gesicht bekommen. Die Schneeleoparden in Magdeburg und Rostock sind ebenfalls fast ausschließlich über das Gehegeschild zu bewundern. Den Großen Ameisenbären in Magdeburg sieht man wenigsten mit etwas Glück durch die unentspiegelte Scheibe im Innengehege. Und Braunschweig hatte jahrelang ein Schild "Baumstachler" an einem Gehege, für den es bis 2005 sogar noch eine Patenschaft nach der aktuellen Liste gab, aber ich habe ihn bei ca. 40 Besuchen nicht ein einziges mal gesehen. Letzte Woche war dann auch das Schild von Gehege weg! ;-)Auch das hatten wir gerade erst vor kurzem hier, der Elefantenbulle in Hannover war im alten Haus die totale Faszination, wenn man vor ihm stand, ihn sah, hörte, roch, und seine kompletten Ausmaße mal begreifen konnte. Dennoch kann ich nicht sagen, dass das Haus schön war. Es ist wie mit allem, sicher wieder eine sehr subjektive Ansichtssache. Aber die Zahl der Besucher, die das nicht toll finden, meckern und nicht wiederkommen, die steigt in den Zoos, in denen zu viele dieser Anlagen sind. Selbst im engen Frankfurter Zoo habe ich nicht wenige Leute gehört, die unbedingt nun mal einen Löwen oder Tiger sehen wollten und recht enttäuscht von dannen zogen. Ach ja, hat schon jemand aus dem Forum die Frankfurter Nebelparder live GESEHEN? ;-)
So das reicht erst mal... ich geh jetzt schlafen!!
(Eintrag vom 03.07.2006 zum Thema "Tierpräsentation")
Dirk K:   Die Kölner Schneeleoparden habe ich bei meinen letzten beiden Besuchen relativ aktiv erlebt (könnte auch an dem schon etwas älteren Nachwuchs liegen). Die persischen Leoparden habe ich jedoch im Prinzip nicht gesehen. Die Freiflugvoliere war dagegen wie leergefegt (war nicht bei der Show).
(Eintrag vom 03.07.2006 zum Thema "Tierpräsentation")
Michael Mettler:   Tierpräsentation
Als Ableger des "Schweizer Zoos"-Threads, da es ja beileibe nicht nur Zürich und die Schweiz betrifft:

Wenn man es mal genau betrachtet, gerät die Tierpräsentation in den Zoos immer mehr in einen Konflikt zwischen dem Wunsch des Besuchers, Tiere "hautnah" zu erleben und dem Bestreben vieler Zoos, sie in möglichst großen, naturähnlichen Anlagen zu halten, wo sie dann auch mal NICHT zu sehen sind. Und das ist keineswegs zwingend mit den Konzepten "klassischer Zoo" und "Erlebniszoo" verbunden, sondern beides ist in beiden Konzeptionen zu finden.

Wird sich der zahlende Normalbesucher damit zufrieden geben, bei immer höheren Eintrittspreisen immer "weniger Tier" (wohlgemerkt nicht im Sinne von "weniger Arten") zu sehen, wenn der "naturähnliche" Weg beschritten wird? Ist die ergänzende Vorführung zahmer Tiere wie bei einer Greifvogel-Flugshow ein ausreichender Ausgleich für die fehlende Nähe zu den sonstigen Zootieren? Beispiel Köln, dort sogar unmittelbar nebeneinander: Eben noch hat der Besucher mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit KEINE Leoparden und Schneeleoparden entdecken können, und ein paar Meter weiter zeigen dafür handzahme Schmutzgeier, wie sie ein Plastik-Straußenei knacken.

Moderne Tierpräsentation soll ja das Tier als Teil seiner Umwelt und beides über den Denkanstoß als schützenswert darstellen. Aber denkt ein Kölner Besucher, der soeben vergeblich den Persischen Leoparden gesucht hat, angesichts des "leeren" Geheges wirklich "Mensch, so ein iranischer Waldhang ist toll, da spende ich doch gleich mal was für die Erhaltung"....?

Ich will mich hier keineswegs an Köln
(Eintrag vom 03.07.2006 zum Thema "Tierpräsentation")
Johannes Pfleiderer:   @Dennis
Mit den beiden häufigen Großkatzenarten waren Amur-Tiger und Schneeleopard gemeint. Mit der etwas selteneren Indische Löwen, zumindest reinrassige wie die in Zürich.
@Dennis
Im April diesen Jahres war das Raubtierhaus doch noch im Umbau. Ich war Ende Mai 2005 zum ersten Mal in Zürich, ein Jahr später nochmal. Beide Male war das Raubtierhaus wegen der Bauarbeiten gesperrt. Es wurde ja erst jetzt vor kurzem wieder eröffnet. Die Rostkatzen sind auch schon eine Weile nicht mehr im Tierlexikon auf der Zoo-Website.
(Eintrag vom 03.07.2006 zum Thema "Schweizer Zoos in der Zukunft")
Michael Mettler:   Die Cremefärbung erklärt sich dadurch, dass der hervorrufende Erbfaktor nicht zu einem Pigmentverlust (wie bei einem Albino), sondern nur zu einer Pigmentverdünnung führt. Daher auch die blauen Augen, da in ihnen ein Rest Pigmentierung erhalten blieb (Albino-Augen SIND nicht rot, sondern ERSCHEINEN nur optisch so; eigentlich sind sie farblos und lassen deswegen die rote Färbung der Blutgefäße im Augenhintergrund durchschimmern). Dabei wird das gelbe Pigment stärker verdünnt als das schwarze; bei anderen Tierarten entsteht auf diese Weise die Fellfärbung "silberagouti" bzw. "chinchilla". Die Streifen weißer Tiger sind von Nahem betrachtet auch nicht "richtig schwarz", sondern dunkel anthrazitfarbig bis dunkelbraun. Ein ähnlich wirkendes Gen dürfte z.B. auch für die natürliche Färbung des Schneeleoparden verantwortlich sein.

Beim "weißgoldenen" alias Golden-Tabby-Tiger sorgt ein anderes rezessives Gen für den gegenteiligen Effekt: Das gelbe Pigment bleibt ganz oder fast unverdünnt, die schwarze Streifung wird dagegen eliminiert bzw. bleibt als rostfarbene Streifung erhalten. Auch hier gibt es "Wildfarben", die diesem Prinzip entsprechen, z.B. beim Karakal oder der Asiatischen Goldkatze.

Kombiniert man züchterisch beide rezessiven Gene miteinander, erhält man den "Schneetiger", denn wo sowohl das schwarze als auch das gelbe Pigment starken Verdünnungseinflüssen unterliegen, kann schließlich nur noch (Fast-)Weiß übrig bleiben.

Farbverdünnungen und viele andere Färbungsmutationen sind nicht nur unter Wildtieren weithin verbreitet, sondern werden bei vielen (den meisten?)als "Normalfärbung" betrachtet. So ist die Fellfarbe des Syrischen Braunbären nichts weiter als eine genetische Aufhellung der "üblichen" Braunbärfärbung. Wenn man es drastisch vergleichen will, ist der Syrische Braunbär sozusagen eine "Fehlfarbe", die sich in der Natur etablieren konnte. Hätte man die ersten hellen Bären in Kleinasien früher regelmäßig weggefangen oder getötet wie die weißen Tiger, würden dort heute vielleicht "normal" gefärbte Braunbären leben und nicht mal als eigene Unterart betrachtet werden. Farbmutationen gehören eben zum natürlichen Evolutionsprozess (sonst hätten noch heute alle Tierarten, die von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, die selbe - nämlich seine - Färbung), und wenn man sie lässt, entscheidet die Natur selbst, was eine "Fehlentwicklung" und was ein "Fortschritt" ist.
(Eintrag vom 03.07.2006 zum Thema "Weißer Tiger in Aschersleben")
dennis:   auch mir haben die sogenannten Himalayaanlagen (mit Amurtigern und Mongolischen Wölfen!) nicht gefallen
sie sind unübersichtlich und be..scheiden strukturiert
und wenn die Tiere mal im Haus sind sieht man sie nicht.
Ich habe bei den drei Besuchen nie die schneeleoparden oder mal mehr als einen Wolf gesehen!
(Eintrag vom 03.07.2006 zum Thema "Schweizer Zoos in der Zukunft")
Johannes Pfleiderer:   Mir gefällt der Zürcher Zoo von der Tierhaltung her auch sehr, allerdings hatte der Tierbestand sehr unter den letzten Neubauten im alten Zoobereich zu leiden. Etwa besteht der Katzenbestand nur noch aus zwei recht häufigen und einer etwas selteneren Art (Amur-Tiger, Schneeleopard, Indischer Löwe). Baumozelot, Nebelparder, Rostkatze und Manul - das ist alles Geschichte, dazu die Streifenhyänen. Nun wird demnächst die wertvolle Zuchtgruppe Westafrikanischer Schimpansen abgegeben, zugunsten der viel häufigeren Gorillas und Sumatra-Orang-Utans. So gesehen "verspielt" die Schweiz viele ihren alten zoologischen Raritäten, während neue hinzukommen (s.u.). Das mit der Bergtapirhaltung in Zürich glaube ich nicht. Das im Zoo zu sehende Ausbaumodell zeigte eine südamerikanische Sumpflandschaft für Tapire, Wasserschweine und andere Arten. Bei den Tapiren hierfür wird es sich sicherlich um die vorhandenen Flachlandtapire handeln. Und eine Haltung zweier Arten halte ich angesichts der allgemeinen Reduzierung des Tierbestandes für unwahrscheinlich.
(Eintrag vom 02.07.2006 zum Thema "Schweizer Zoos in der Zukunft")
Karsten Vick:   @Dortmunder: Was macht ein Dortmunder 1988 in Rostock?

@Zoosammler: Wenn "Ostblock-Flair" = Altlasten, dann ist es kein Wunder, dass Rostock mehr davon hat als Schwerin, denn Schwerin hatte nie Menschenaffen und Elefanten und das ist in Rostock bei weitem der größte Klotz am Bein. Was aber wohl wirklich Ostblockflair hat (ich bitte IP66 um ein architekturgeschichtliches Statement), das ist die Eisbärenanlage, die ja seinerzeit im STERN-Zootest etwas gehässig mit einem Marine-Ehrenmal verglichen wurde. Ich finde, bei einer Umgestaltung der Bärengehege sollte wenigstens die Rückwand erhalten bleiben.

Die neuen Anlagen finde ich fast alle sehr gelungen. Viel Fläche, Mut zum Gitter, richtige Bäume, Kunstfelsen nur dort wo sie hingehören (Schneeleoparden und Gerfalken). Die Einzäunung der Kapuzineraffen mit hüfthohem Wildgatterzaun plus Weidezaun ist schon fast genial.

An Flusspferde, Nashörner und Giraffen hat in Rostock wohl nie jemand gedacht. Es ist im Gegensatz zu anderen Ostzoos (speziell Magdeburg und Dresden) sogar auffällig, dass fast nur die Haltung bereits vorhandener Arten verbessert wurde, statt neue anzuschaffen. Hyänenhund, Fischotter und die unvermeidbaren Erdmännchen sind so ziemlich die einzigen Säuger, für die nach der Wende neu gebaut wurde.
(Eintrag vom 28.06.2006 zum Thema "Zoo Rostock")
Muckel Putz:   Seit einem Jahr gibt es doch im Zoo Magdeburg eine Gruppe Huskies, die in einem Gehege bei den Schneeleoparden leben.
(Eintrag vom 24.06.2006 zum Thema "Ich kann sie nicht mehr sehn!")
Michael Amend:   @Dennis
Die"neuen"Raubtieranlagen sind toll ? Für wen ? Bestimmt nicht für die Tiere. Diese Anlagen waren schon bei ihrer Eröffnung veraltet. Sicher , die Außenanlgen für Tiger und Löwen sind geräumig und strukturiert, dennoch fehlt es an Schatten und Rückzugsmöglichkeiten. Die Leopardenhaltung in den "Vollglasaquarien"ist indiskutabel , unvorstellbar, da wurden früher 5 Amurleoparden und zwei Schneeleoparden gepflegt, die Innenräume gehören mit zu den schlechtesten , die ich kenne. Die Großkatzenhaltung in Augsburg ist unzeitgemäß , nicht tiergerecht und von daher stark verbesserungswürdig.
(Eintrag vom 21.06.2006 zum Thema "Zoo Augsburg")
Michael Mettler:   Sehe ich ähnlich. Außerdem sieht man ja, welch tolle "Erfindung" hohe Intelligenz ist, sind doch Mensch und Schimpanse die einzigen Säugetiere, die planmäßig Vernichtungskrieg gegen Artgenossen führen...

Die Schlussfolgerung "ich bin ein Mensch - Menschen sind intelligent - also sind intelligente Tiere für den Menschen wichtiger als andere" finde ich fürchterlich. Nicht, dass ich etwas gegen geistig hochentwickelte Tiere und emotionale Bindungen zu ihnen hätte; meine eigenen Hunde halte ich ja z.B. genau deswegen und nicht etwa aus wirtschaftlichen, arterhaltenden oder sonstwelchen Gründen. Aber wer eine Meinung wie Saya vertritt, sollte sich schon darüber bewusst sein, dass es sich um eine Form einseitiger Selektion handelt. Überspitzt ausgedrückt, könnte man genausogut statt der Intelligenz die Körperfärbung zum Kriterium erklären und sagen "ich finde Rot faszinierend, also kümmere ich mich besonders um Orang-Utans, Sumpfhirsche und Pinselohrschweine und finde sie wichtiger als Gorillas, Zebras und Schneeleoparden".

Dass Zoos (leider?) nicht nur für bedrohte Arten bauen können, haben wir ja schon mehrfach diskutiert, denn sie sind vom Massenbesuch abhängig, und der kommt nur durch Publikumsmagneten zustande, von denen wiederum einige nicht bedroht sind.

Yukon Bay in Hannover ist allerdings ein schlechtes Beispiel für die "Anklage". Gerade erst kürzlich war zu lesen, dass der Lebensraum des Eisbären im wahrsten Sinne des Wortes dahinschmilzt und man damit rechnet, dass die Art mittelfristig an den Rand des Aussterbens gerät. Riesige Pipelines zerschneiden die Wanderwege der Karibus, die sich unter den Monster-Röhren nicht hinwegtrauen. Viele Robbenarten werden durch die Überfischung der Meere ihrer Nahrungsgrundlage beraubt oder sterben in den Netzen. Robben, Eisbären und Karibus werden die "Hauptmieter" in Yukon Bay sein.

Sollen sich die Zoos denn wirklich nur noch um Elefanten und Affen kümmern, nur weil die besonders intelligent sind? Nebenbei bemerkt: DASS diese Tiere intelligent sind, erlebt Otto Normalbesucher, der sich mit Tierverhalten nicht auskennt und sich auch nicht stundenlang zur Beobachtung vor ein und dasselbe Gehege setzt, sogar eher bei einer Circusvorstellung als im Zoo, denn für die meisten Menschen ist Intelligenz und Lernfähigkeit (also auch Dressurfähigkeit) das Selbe. Selbst die heute schon fast religiös verehrten Delfine verdanken ja die allgemeine Bekanntheit ihrer Intelligenz ein paar dressierten "Flippern", die vor wenigen Jahrzehnten lebten - bis dahin waren sie einfach nur Fleisch- und Tranlieferanten und unliebsame Konkurrenz der Fischer. Was doch eine (Wasser-)Circuskarriere bewirken kann...
(Eintrag vom 17.06.2006 zum Thema "Zirkuselefant nach Heidelberg")
Dortmunder:   @ Michael :

Hoffe ja nicht, dass damals mit Tropenhalle schon der Rio Negro gemeint war, dann wäre die Haltungsprognose doch sehr optimistisch gewesen... *g*

Aber in alten Duisburger Zooführern finden sich eh immer Andeutungen für interessante Anlagen wie Walroß-Bassin, Schneeleoparden-Anlage oder deutscher Wald, die wohl nie wirklich realisiert wurden... Und die heutige Vielfraß-Anlage war wohl auch schon Anfang der 80er geplant...

Vielleicht kriegt Duisburg ja doch noch irgendwann eine "vernünftige" Manati-Haltung auf die Kette... Obwohl dafür ja dann wohl die letzten Inia´s in Deutschland verschwinden würden...
(Eintrag vom 16.06.2006 zum Thema "Seekühe in europäischen Zoos")
Dirk K:   Nachdem jetzt der Masterplan für den Krefelder Zoo fertig ist, wurde mir mitgeteilt, dass man wahrscheinlich die Dallschafe und möglicherweise Moschusochsen für Eulen, Otter, Schneeleoparden und Eisfüchse opfert :-( Auch die Zwergflusspferde werden zu Gunsten der Elefantenhaltung abgegeben. Welch ein Schwachsinn!!!!, was ich dabei betonen möchte.
(Eintrag vom 13.06.2006 zum Thema "Enttäuscht")
Togo:   Auch aus Magdeburg gibt es Neues zu berichten , ich war am Montag dort. Es gibt das 7. Seraukitz in Folge zu sehen , ca. 7-14 Tage alt , leider wurde das voherige nicht aufgezogen, weil das Vorjahresjungtier zu lange in der Gruppe verblieb. Die Vielfraße haben ihren zweiten Wurf , am 24. 02 geboren und am Nachmittag sehr gut im Spiel mit den Eltern zu beobachten. Baumstachler gibt es keine mehr, deren Anlage bei den Vielfraßen ist unbesetzt und wird eventuell als Absperranlage für die Järve genutzt. Drittes Highlight bei den diesjährigen Jungtieren ist ein Großer Ameisenbär , am 08. Mai geboren , wahrscheinlich weiblichen Geschlechtes. Es ist besonders gut zur Fütterungszeit um 15 Uhr 30 zu sehen. Bereits das dritte Jungtier in Folge, das erste , 2004 geborene Jungtier wurde allerdings tot aufgefunden. Das 2005 er Jungtierw urde abgegeben. Doppelten Nachwuchs haben auch die Spießböcke , ein weiteres Weib ist hochtragend. Bei den Flachlandtapiren gibt es ein ca. halbjähriges Kalb. Das Tapirmännchen wurde aus mir nicht bekannten Gründen abgegeben. Angeblich sollen viele Tierarten in Magdeburg nicht mehr gezüchtet werden, da es angeblich erhebliche Probleme mit der Abgabe des Nachwuchses gibt. Feuerwiesel werden nicht mehr gehalten , im Bau ist eine Anlage für die Tigeriltisse , diese befindet sich gegenüber des Schneeleoparden, davon wird nur ein sehr altes Tier gehalten. Anstelle der alten Leopardenkäfige gibt es jetzt eine Husky-Anlage ( wozu ? ) Die Bartschweine werden endlich auf Naturboden ( Sand und Rindenmulch )gehalten. Die Großen Kudus wurden abgegeben und gegen ein Paar Elenantilopen ausgetauscht. Diese können nicht mit den Grevy-Zebras zusammengehalten werden, da es zu schweren Auseinandersetzungen beider Arten kam. Die Grevy's stehen jetzt auf der( noch )grünen Kudu-Anlage, zusammen mit einem Paar Strauße und Marabus. Strauße und Marabus vertragen sich nicht und es gibt ständig Konflikte auf der Anlage. Das Bongo-Paar ist getrennt , das Weib hatte im März eine Schwergeburt, das Jungtier lag gewichtsmäßig weit über dem Maximalgewicht für Bongokälber.Aus Augsburg wurde ein sehr kurzbeiniges Wasserbockweib erworben. Bis auf eins wurden alle Ponies abgeschafft , die Riesenohrspringmäuse waren leider nicht zu sehen, dafür steht in deren Anlage ein Monitor und man kann die Tiere im Fernsehen bewundern. Im Menschenaffenhaus hat sich nicht viel getan, Zwergseidenäffchen werden dort nicht mehr gehalten, die beiden Schimpansen können beide Anlagen nutzen.Obwohl das Haus ein Sanierungsfall und größtenteils baufällig ist , sollen die Außenanlagen gebaut werden. Der zukünftige Besatz steht noch nicht fest. Vom Elefantenhaus gibt es nichts Neues zu berichten. Seltsamerweise wurde das ehemalige Flußpferd-Außenbecken nicht zugeschüttet , und ist somit für den Nashornbullen nicht nutzbar. Die neue Löwenanlage ist nicht nur extrem klein, sondern weist außer Sandboden , kleineren Büschen und einer lächerlichen Wurzel keine Einrichtung auf. Die Löwen haben keine Rückzugsmöglichkeiten. Auch der Innenraum weist so gut wie keine Einrichtung auf, die Tiere liegen auf strukturiertem Betonboden. Laut EEP für den asiatischen Löwen gab es zunächst ein Zuchtverbot für Magdeburg , eine Katze bekommt die Pille. Der Zoo darf jetzt aber mit der zweiten Katze züchten, diese läßt sich nicht vom Kater decken , der die meiste Zeit im kleinem Absperrkäfig gehalten wird. Guerezas werden ebenfalls nicht mehr gehalten, deren kleine Außenvoliere ist jetzt für die Kattas nutzbar. Anstelle der jetztigen Kitta-Voliere am Rothund-Gehege soll eine Mähnenwolf-Anlage gebaut werden. Die Zwergmangusten züchten reglmäßig , leider beißt das Weibchen allen seinen Jungen nach einer gewissen Zeit die Schwänze ab. Die Jungtiere wirken so wie Klippschlieferjungtiere. Der Pinselohrschwein-Eber wird immer noch allein gehalten, der Zoos sucht seit zwei Jahren eine Sau ( wozu eigentlich, wenn es ohnehin keine Abnehmer für Jungtiere jeglicher Art gibt ? ) An neuen Drucksachen gibt es weder einen neuen Zooführer, noch eine zweite Ausagbe der Felis-News und die neue Felis ( warum heißt die Zeitschrift noch so, es werden mit Luchsen und Manulen doch nur noch zwei Kleinkatzenformen gehalten ) ist auch noch nicht da. Fazit ist, das sich der Magedeburger Zoo beim derzeitigen Stand der Dinge nicht sehr positiv weiterentwickeln wird. Fast alle Vögel waren natürlich noch weggesperrt.
(Eintrag vom 17.05.2006 zum Thema "Zoo news")
Hannes:   Mich würde auch interessieren was solche Tiere die Zoos gekostet haben (also auch iin relation zu dem was das Geld heute wert währe).
Ich hab zum beispiel mal gelesen das die zu den kostbarsten immer Walrösser und Schneeleoparden gezählt haben und in einem Buch von David Taylor das Pumas "Ladenhüter" währen und Junge Löwen seien nicht so viel Wert wie die Kisten in denen sie Transportiert werden.
(Eintrag vom 08.05.2006 zum Thema "Haltungsbedingungen")
Zoosammler:   Im Wildpark Lüneburger Heide ist nun der Schneeleopardennachwuchs zu bewundern.
(Eintrag vom 24.04.2006 zum Thema "Zoo news")
Michael Mettler:   In meiner Sammlung habe ich 13 verschiedene Zooführer ab 1963, wobei sich einige der sechs letzten, "dünnen" Ausgaben inhaltlich kaum unterscheiden. Aus diesem Zeitraum sind mir bisher auch keine Zooführer bekannt, die mir fehlen.

@Werner Weyler: Den von 1955 kenne ich noch nicht. Welches Titelmotiv hat der? Und gab es bis 1963 weitere?

Außerdem habe ich einen Jahresbericht für 1986 sowie neben dem von Oliver Jahn genannten Buch noch ein weiteres: "Das Karlsruher Zoobuch" von 1987, Herausgeber Klaus E. R. Lindemann, INFO Verlag. Ein Bildband mit sehr wenig Text, in dem Tiere ungewöhnlicherweise nicht nur als Art, sondern sogar teilweise als Individuen dokumentiert sind (Netzgiraffe Florian, weibliche Mähnenrobbe Pia usw.).

Von den genannten Sachen habe ich aber leider nichts abzugeben.

Was Tierbestände betrifft: Ich schreibe nach meinen Zoobesuchen Artenlisten der gesehenen Wildsäugetiere (also z.B. auch ohne Hauskamele, -rentiere oder -yaks). Für meinen ersten Karlsruhe-Besuch vom 8. November 1986 hatte ich notiert (die mit x gekennzeichneten Arten habe ich damals auch fotografiert):
Bennettkänguru
Katta, Geoffroy-Klammeraffe (x), Flinke Mangabe (x), Sumpfmeerkatze, Schwarznasen-Husarenaffe, Schimpanse
Nordafrikanisches Stachelschwein (x)
Timberwolf, Fennek, Marderhund, Braunbär, Eisbär, Waschbär, Roter Nasenbär (x), Zebramanguste, Graue Kapmanguste (x), Salzkatze, Nordluchs, Gepard, Schneeleopard (x), Javaleopard (x), Schwarzer Panther, Jaguar, Amurtiger, Afrikanischer Löwe (x)
Mähnenrobbe, Kalifornischer Seelöwe, Seehund
Asiatischer Elefant (x)
Böhm-Steppenzebra
Axishirsch, Netzgiraffe, Banteng, Mendesantilope, Säbelantilope, Südafrikanischer Spießbock, Defassa-Wasserbock, Blässbock, Persische Kropfgazelle

Zudem gab es damals im Gehege neben den Timberwölfen am Lauterberg auch Australische Dingos, darunter Albinos (x). Die Grauen Kapmangusten lebten übrigens in einer Vitrine im Raubtierhaus.

Mein nächster Besuch erfolgte erst elf Jahre später, also nach dem gesuchten Zeitraum.
(Eintrag vom 20.04.2006 zum Thema "Suche älteres Informationsmaterial über den Karlsruher Zoo")
IP66:   Ich kann nicht feststellen, daß sich die Raubtieranlagen in Friedrichsfelde von denen im Rest der Welt deutlich unterscheiden. Auch die kölner Katzenanlagen (persische und Schneeleoparden), die niemand dergestalt kritisiert, werden im Schichtdienst genutzt, die Käfige hinter den Anlagen sind weniger geräumig als die in Berlin, werden dem Besucher aber nicht gezeigt. Verfügt Hannover über geräumige Absperrkäfige für Löwen und Leipzig für Tiger? Vorteilhaft finde ich in Berlin auch die Möglichkeit für die Tiere, die Besucher geruchlich wahrzunehmen und Fremdkäfige einzusehen. Problematischer sind die Vogelvitrinen. Sie werden zwar zusehends mit kleineren Arten besetzt und es stimnt auch, daß in zu tiefen Anlagen die Vögel bei jedem Besucher Fluchtreaktionen zeigen. Doch mir scheint der Besatz der Käfige doch an einigen Stellen zu dicht und die Arten zu groß. Die Zuchterfolge Friedrichsfeldes bei den Elefanten müssen andere Anlagen, die neue Konzepte probieren, erst einmal erreichen - insofern fände ich es falsch, erfolgreiche Konzepte zu ändern, bevor es objektiv erkennbare Gründe dafür gibt.
(Eintrag vom 10.04.2006 zum Thema "Zoo Berlin vs. Tierpark Berlin")
Johannes Pfleiderer:   Auch ich halte beide Einrichtungen für sehenswert und neben Walsrode (OK, nicht ganz vergleichbar) und Frankfurt für die besten in Deutschland. Vor allem sind sie so ziemlich die letzten, die regelmäßig neue, seltene Tierarten in den Bestand aufnehmen (z.B. Tayras im Zoo). Außerdem sind sie nicht so sehr dem derzeitigen Wahn verfallen, die Artenzahl radikal abzusenken. Das Alfred-Brehm-Haus im TP mit 3 Tiger-UAn, Asiatischen Löwen, 3 Leopard-UAn, Jaguaren, Pumas, Schneeleoparden und verschiedenen Kleinkatzen ist einfach klasse, auch wenn die Anlagen veraltet und viel zu klein sind.
Wer sich für Kleinsäuger interessiert, sollte v.a. wegem dem Nachttierhaus lieber in den Zoo, aber auch der TP hält hier zahlreiche Arten.
Bei Huftiere gilt das Gleiche, nur andersrum (die Pampas- und Sumpfhirsche im Zoo sind leider nicht mehr da).
Bei Vögeln liegen beide Einrichtungen gleichauf, die Kiwis im Zoo sieht man jedoch nie, da sie i normalen Volieren gehalten werden.
Reptilien sind im Tierpark besser repräsentiert und in Fische natürlich im Zoo-Aquarium.
(Eintrag vom 05.04.2006 zum Thema "Zoo Berlin vs. Tierpark Berlin")
Dirk K:   Tiere im Himalaya
Welche Tierarten, die im Himalaya beheimatet sind, findet man in Zoos? Gibt es neben Schneeleopard, Tahr und Yak keine weiteren Arten?
(Eintrag vom 29.03.2006 zum Thema "Tiere im Himalaya")
Sven P. Peter:   Die Löwen können ja auch noch die alte Jaguar-Anlage (voll vergittert) nutzen. Und wie ich in Duisburg lernte schwimmen Löwen auch sehr gerne. Genau wie ich schon Schneeleoparden baden sah.
(Eintrag vom 23.03.2006 zum Thema "Wassergräben bei Tigeranlagen")
Sven P. Peter:   @Michael: Jaguare gibt es in Rio auf einer Freianlage. Und wenn man es in München und in der Heide schafft sogar Schneeleoparden auf na oben offenen Anlagen zu halten dann jaguare erst recht. Ich muss ma nachforschen, aber ich meine ein Bild von Jaguaren
(Eintrag vom 19.03.2006 zum Thema "Zoo Berlin")
Michael Mettler:   Wenn wir "exotisch" mal mit "nicht einheimisch" gleichsetzen, hat der Wildpark Lüneburger Heide sogar etliche Exoten zu bieten: Bei den Säugern neben den schon erwähnten Schneeleoparden, Schneeziegen und Kodiakbären immerhin noch Sibirische Steinböcke, Felsengebirgs-Wapitis, Grönland-Moschusochsen, Timber- und Arktische Wölfe, Dybowskihirsche, Wasserbüffel.... Zudem darf man nicht vergessen, dass die Haltung von Tieren auf Naturboden schwieriger ist als auf Sand oder gar Beton, d.h. es ist bei vielen Arten dafür eine gewisse tiergärtnerische "Kunst" notwendig.
(Eintrag vom 17.03.2006 zum Thema "Zoo-Sendungen & Co")
Zoosammler:   Nun steht es also fest: Die Redaktion NDR Naturfilm beginnt im Wildpark Lüneburger Heide mit Dreharbeiten für eine weitere Nachmittagszoosoap für die ARD. Angeblich hat Nindorf den Zuschlag gegen alle möglichen anderen norddeutschen Tierparks erhalten, da wundert es mich doch, dass die ARD davon spricht, aus den "rennomiertesten Zoologischen Gärten" berichten zu wollen. Bei allem Respekt vor dem überregionalen Ruf und der für einen Wildpark hohen Professionalität, sowie einigen sehr interessanten Arten (Schneeleopard, Kodiakbär, Schneeziege, Andenkondor), ist der Wildpar Lüneburger Heide für mich beim besten Willen kein "rennomierter Zoologischer Garten".
(Eintrag vom 16.03.2006 zum Thema "Zoo-Sendungen & Co")
Michael Mettler:   @th.oma.s: Schon klar, schließlich hat es auf Mittelmeerinseln auch mal Zwergelefanten gegeben, und die wurden wahrscheinlich nicht von Menschen angesiedelt. Aber davon gibt es auch entsprechende Fossilien, und von den Mufflons und Ziegen anscheinend nicht! Und wie ich gerade gelesen habe, wird eine Ansiedlung durch Menschen sogar für den korsischen Rothirsch zur Diskussion gestellt. Vielleicht war mein Vergleich mit Hochseeinseln nicht ganz passend, aber warum sollen unsere Vorfahren nicht ungeachtet der Größe der Inseln halbzahme Huftiere als potenzielle Jagdbeute angesiedelt haben? Nur aus diesem Grund gibt es schließlich in unseren Breiten auch Mufflons, Damhirsche, Sikahirsche, Fasane, Wildkaninchen usw.

Was die Mähnenschafe betrifft: In einem alten Thread hatte mal jemand nach Kordofan-Mähnenschafen in San Diego (?) gefragt - mehr wüsste ich spontan auch nicht (wobei Almeria zumindest einige wenige Halter bestückt haben müsste, wahrscheinlich vorzugsweise in Spanien?).

Verschwunden sind Mähnenschafe jedenfalls innerhalb der letzten 20 Jahre aus diversen Zoos, spontan fallen mir ein: Frankfurt (gegen Takine ausgetauscht), Basel (Schneeleoparden), Emmen (Elefanten), Nordhorn (erst den Steinböcken zugeschlagen, heute Waldbisons), Gänserndorf (Park geschlossen) - hatte Rotterdam nicht auch früher welche? Wie man sieht, wurde von diesen Beispielen nur Frankfurt "branchenintern" besetzt, also mit anderen Gebirgswiederkäuern.

@Ralf Seidel: Wenn ich mir die Angaben über Wildschafbiotope so ansehe, müsste man für manche Ovis-Arten nicht mal Felsenanlagen aufbieten - nicht ohne Grund heißt Ovis vignei ja "Steppenschaf". Das würde den Bau einer Anlage für z.B. Kreishornschafe in Halle doch erheblich erleichtern!

(Eintrag vom 02.03.2006 zum Thema "Gebirgswiederkäuer")
Ingo Rossi:   Der Zoo von Buenos Aires wurde 1888 gegründet, ist 18 Hektar gross und liegt heute Mitten in der Stadt, dicht umsäumt von Häusern, Strassen und dem Botanischen Garten der Stadt, der gegenüber dem Haupteingang liegt.
Ich besuchte ihn zuletzt an einem Sonntag früh morgens, ab Mittags stehen unendliche Schlangen vor den Kassen und man kann sich die im International Zoo Yearbook angegebene Besucherzahl von 2,5 Mill. ohne weiteres vorstellen.
Das Besucherticket kann den ganzen Zoo beinhalten oder, für weniger Geld, auch nur Teile.
Das Dschungelhaus, Terrarium und Aquarium mit Robbenshow kosten zusätzlichen Eintritt.
Begehbare Tierhäuser gibt es fast nicht, wird es im Winter doch auch seltener Kälter als 15 Grad.
In den letzten Jahren scheint der Zoo sich sehr zu wandeln, viele alte Häuser wurden aufgegeben oder umgewandelt . Teilweise gibt es eine sehr gute Beschilderung, an manchen Gehegen fehlt sie aber auch ganz.
Für die Freunde klassischer Zooarchitektur ist er ein Paradies. Stehen doch noch das alte grosse (Raubtier?)Haus (denke 20ger Jahre), heute genutzt als Austellungsgebäude, aber unverändert nur ohne Besatzt und ein riesiges Tierhaus im Stiel einer Burg mit gotischen Ambiente. Dieses wurde bei meinem Besuch 1999 noch als Ausweichgehege für alle Arten von Tieren genutzt (Von Affen zu Seelöwen). Jetzt ist es behutsam umgebaut worden und beherbergt im überdachten Innenhof eine mehr oder weniger gelungen südamerikanische Dschungel-Landschaft und in den zum Teil noch erhalten Originalkäfigen an den Aussenwänden Klammeraffen, Fledertiere, Papageien etc.
Dort gibt es übrigens auch eine Freianlage für Kaimane, eine weitere Freianlage für Krokodile gibt es am Terraium.
Fast alle weiteren Tiergebäude sind im jeweiligen Herkunftsland, oder zumindest wie man es sich vorstellte, der Tiere errichtet. Ein arabisches Haus für Giraffe und Strausse, eine indischer Tempel für die drei Elefanten (ein ind., zwei afrik. Elefanten ), ein Azteken-Tempel für Guanakos, Lamas und Vikunjas, für Altweltkamele ein afrikanisches Haus.
Der alten Zooepoche entsprechen auch noch ein recht grosses Vogelhaus mit rundumlaufenden, kleinen Volieren, zwei kleinere Affenhäuser, beide mit südamerikanischen Affen und ein Katzenhaus mit Kleinfleckkatzen.
Die Anlage für Grizzly- und Brillenbären entspricht dem hagenbeckschen gitterlosen Freianlage, in der Eisbärenanlage sind die Gitter durch Glasscheiben ersetzt.
Die Robbenanlage wurde neu errichte, ein kleines Pool mit Felsen auf der Rückseite der Vorführarena. Sie gehört zu dem Teil Aquarium und ist extra zu bezahlen.
Für Pumas, Bengaltiger, Schneeleoparden und Jaguare sind recht moderne Anlagen in den letzten Jahren geschaffen worden. Eine leicht grubenähnliche Anlage gibt es auch für Löwen. Gerade da fällt der in Südamerika übliche private Sicherheitsdienst auf, der ständig auf Trillerpfeifen pfeifend die Besucher ermahnt Abstand zu halten.
Ein altes Terrariumhaus mit an den Aussenwänden liegenden Terrarien wurde geschickt umbaut und kostet nun auch extra Eintritt.
Es gibt viele südamerikanische Arten zu sehen, Flachlandtapiere, Ozelot, Ameisenbär und anstellen von Seeelefanten nun Wasserschweine im selben Gehege und auch ein Päärchen argentinischer Graufüchse und Mähnenwölfe.
Maras leben frei im ganzen Park. Indische Antilopen gab es auch gleich in einer mindestens zwanzig köpfigen Herde.
Eine riesige alte Voliere ist der Kondorzucht gewidmet, der sich der Zoo besonders widmet. Bei meinem Besuch war allerdings keiner zusehen, allerdings gibt es auf einer im Zoo gelegene Insel eine weitere, nicht zugängliche Voliere, für Kondors.
Auf anderen Inseln leben Lemuren und Kapuzieneraffen, ein Boot fährt um eine Insel herum (Extra zu bezahlen!)
Im Afrika-Teil lebt eine recht grosse Herde Flusspferde, mindestens sechs, und Zwegflusspferde, Steppenzebras, Elendantilopen, ein Paar Breitmaulnashörner und Streifenhyänen. Eine grosse Anlage wird von Mandrills bewohnt.
Neu ist eine chinesische Pagode mit dem kleinen Pandabären und einer kleinen Herde Pater-Davids-Hirschen. Auch eine Australienanlage mit Emus und Wallabys ist neu.
Grosse Beliebtheit, man durfte sie auch füttern, erfreuten sich Mufflons und Rothirsche )hier fremdländischeTiere!) und Sikahirsche. Auch Bisons durfe man über eine Futterrutsche mit dem dort gekauften Futter beglücken. Was aber auch zur Folge hatte, das die Ameisenbären mit dem selben Futter versucht zu füttern wurden und die geringe Resonanz erstaunen hervor rief.
Pavinane und Schweinsaffen leben in einer vergitterten Tempelruinenanlage und für Menschenaffen gibt es eine neuere, nicht sehr grosse Anlage mit Innen- und Aussengehegen, beide durch Glasscheiben vom Besucher getrennt. Schimpanse und Orang-Utan scheinen sich aber regelmässig zu vermehren.
Ein Kinderbauernhof ist sehr ähnlich den europäischen Pedanten und, in einem kleinen schön renovierten, ägyptischen Tempel leben auch hier Erdmännchen.
Alles in allen wirk der Zoo sehr gepflegt, manche Gehege sind überraschen gross andere, gerade sie in den alten schönen Häusern und Rundbauten entsprechen bestimmt nicht mehr den neuen europäischen Richtlinien.

(Eintrag vom 01.03.2006 zum Thema "außereuropäische Zoos")
Michael Mettler:   Ergiebige Quellen für Erstzuchten sind die Bücher "Zooführer" von Manfred Bürger (1980), "Das Buch vom Zoo" (Autorenkollektiv, 1978) und mit Abstrichen "Seltene Tiere stellen sich vor" von Ullrich/Tylinek (1971). Leider fehlen allerdings bei etlichen Tierarten Angaben darüber, in welchem Jahr die Erstzucht stattfand und für welches Gebiet.

Ich beschränke mich der Übersichtlichkeit wegen wieder auf Säugetiere (die Vogel-, Reptilien- und sonstigen Fans mögen es verzeihen, können ja aber auch Listen erstellen!), bisher noch nicht aufgeführte Formen und die deutschen Zoos.

Frankfurt:
Welterstzucht Mönchsaffe, Schwarzducker, Rostkatze (mit Fragezeichen)
Europa-Erstzucht Roter Uakari, Kikuyu-Guereza, Kleideraffe, Waldhund, Zebraducker
Deutsche Erstzucht Roter Brüllaffe, Klippspringer
(alle ohne Jahreszahlen)
sowie ohne Angabe des Gebietes Erdferkel und Moschustier (beide 1962)

Zoo Berlin:
Welterstzucht Berganoa (1972)
Europa-Erstzucht Dallschaf (1968)
Deutsche Erstzucht Brillenbär (1960), Eulenkopfmeerkatze (1960), Vollbartmeerkatze (1960, war wohl ein gutes Jahr...) und Silbergibbon (1965)

Köln:
Welterstzucht Weißnasensaki (?? Meines Wissens hatten die immer nur Weibchen davon, die mehrfach mit einem Rotrückensaki Artbastarde brachten!)
Europa-Erstzucht Weißkopfsaki und Kaiserschnurrbarttamarin
(alle ohne Jahreszahlen)

Duisburg:
Europa-Erstzucht Löffelhund und Rotluchs (o. J.)

Wuppertal:
Europa-Erstzucht Schwarzfußkatze (und aus neuerer Zeit natürlich Mittelamerikanischer Tapir!)
Deutsche Erstzucht Zwergotter
(o.J.)

Hagenbeck:
Welterstzucht Schneeleopard (1906)
Deutsche Erstzucht Panzernashorn (o.J., aber in Basel gedeckt)
dazu - ebenfalls in Kooperation, diesmal mit Münster - Nordpersischer Leopard (1959, vermutlich Welterstzucht?)

Stuttgart:
Welterstzucht Südlicher See-Elefant (1965 - gab es nicht vorher schon in Berlin Geburten ohne Aufzucht?)

Krefeld:
Jaguarundi (o.J. + Bereich)

Leipzig:
Europa-Erstzucht Lippenbär (o.J.)

Tierpark Berlin:
Europa-Erstzucht Moschusochse (1969)
sowie Malaienbär (war das nicht sogar Welterstzucht?)
Der Tierpark dürfte mindestens für Deutschland aber etliche weitere Erstzuchten innehaben.

Und obwohl ich es nie unter diesem "Titel" gelesen habe, müsste doch Kronberg die Welterstzucht des Mesopotamischen Damhirsches gelungen sein?
(Eintrag vom 24.02.2006 zum Thema "Erstzuchten")
Karsten Vick:   Ist unbedingt empfehlenswert, wenn auch mit einem Kulturschock verbunden.
Zoo Tallinn wurde 1939 gegründet und zog 1983 auf das jetzige 87-ha-Gelände um. Das war allerdings ein falscher Zeitpunkt, denn 10 Jahre nach der Olympiade in Moskau 1980 gab es keine Mittel für Kulturbauten. Also blieb ihnen nichts übrig als an die in Reih und Glied stehenden giftgrün gestrichenen Baracken mit allen möglichen und unmöglichen Baustoffen Tierunterkünfte ranzubasteln. Was dabei rauskam und teilweise heute noch steht, gehört eigentlich in das Thema "Schrecklichstes Gehege". Zu ihrer Ehre muss man allerdings sagen, dass sie nach Kräften dabei sind, die Zustände zu ändern. So wie auch die Esten allgemein jetzt mit aller Gewalt modern und europäisch sein wollen. Die ganze Stadt ist sehr sympathisch.
Als erstes wirklich neues Haus entstand ein Dickhäuterhaus und dann in den 90ern ein Tropenhaus, Luchs- und Greifvogelvolieren, Steppentiergehege, Wasservogelanlage. Nach meinem Besuch 2003 wurde das "Alpinaarium" für Gebirgswiederkäuer und eine Anlage für die dort gut züchtenden Streifenhyänen fertig. Und wer den letzten Tiergartenrundbrief bis ganz zu Ende gelesen hat, der weiß, dass dort jetzt auch die Zeit der Kunstfelsen anbricht (Schneeleoparden).
Besondere Tiere, die mir so spontan einfallen, sind Waldrentier, Gaur, Ussuri-Kragenbär, Euro-Nerz, Bucharahirsch, Steppenkatze (F. s. caudata), mehrere Zuchtpaare Riesenseeadler, Schrei- und Schelladler. Und als Spezialität die Gebirgswiederkäuer: Mähnenspringer, Bezoarziege, Blauschaf, Markhor, Ostkaukasischer Tur, Amurgoral, Armenischer Mufflon (O. orientalis gmelini), Transkaspischer Urial (O. vignei arkal) und Buchara-Urial (O. v. bochariensis).
(Eintrag vom 23.02.2006 zum Thema "Zoo Tallinn")
Michael Mettler:   Was nie gebaut wurde
Durch das Stichwort "Masterplan" kam ich auf die Idee für dieses Thema: Pläne sind ja schön und gut, aber viele davon sind doch schlichtweg versandet. Und dabei denke ich nicht mal nur an Einzelfälle wie das berühmte Friedrichsfelder Tapirhaus oder das (über Jahrzehnte hängende?) Schild in Duisburg "Hier entsteht demnächst eine Anlage für Tapire und Zwergflusspferde" (kenne ich auch nur vom Hörensagen).

Für einen anderen Thread habe ich dieser Tage fast gleichzeitig erschienenen Bücher "100 Jahre Zoo Hannover" und "Hannovers Zoo und seine Tiere" durchgeblättert. In beiden wird auf dem Bauboom der vorangegangenen Jahre eingegangen und geschildert, wie sich dieser in den nächsten Jahren fortsetzen sollte (Stand: 1965). In Neudeutsch würde man sowas ja Masterplan nennen. Für den damaligen Zeitpunkt war die Realisierung durchaus realistisch, wurde doch der Zoo im Prinzip komplett umgebaut - warum also sollte es nicht so weitergehen?

Ich lasse jetzt mal die Anlagen weg, die tatsächlich noch in der Folgezeit entstanden und nenne nur die "Luftnummern":

- Anlagen für Gebirgstiere (Steinböcke, Bezoarziegen, Mähnenspringer und Tahre) auf dem "Trümmerberg" (heute z.T. Gorllaberg, Dschungelpalast und Meyers Hof)

- "Indische Steppe" (heute Meyers Hof)

- Schweineanlagen (dito)

- Anlagen für Schneeleoparden, Hyänen, Kleine Pandas und Luchse (dito)

- Otter- und Biberbecken (dito)

- Kinderzoo und Bauernhof (ebenfalls dort); die Streichelwiese, ein völlig anderes Konzept, wurde erst 1973 eingerichtet

- Bärenfreianlagen als "Schaufenster" an der Zoogrenze für Kodiak- und Eisbären (heute Greifvogelvolieren und Meyers Hof)

- Anlagen für Malaien- und Waschbären (dito)

- Pavianfelsen (heute Schimpansen-Außenanlagen)

- Greifvogelvoliere (heute Gorillaberg)

- Haus und öffentliche Dressurschule für junge Raubtiere (dito)

- neues Affenhaus (auf dem Standort des alten, heute Urwaldhaus)

- Kleinsäugerhaus mit Nachttierabteilung (auf der Fläche des alten Antilopenhauses, heute Australienanlage)

- Aquarium mit getrenntem Eingang (auf der früheren Papageienwiese am Eingang, heute Sambesi)

- Kleinvogelhaus (Standort nicht angegeben)

Eine stattliche Reihe von Projekten, die nicht in die Tat umgesetzt wurden (Kinderzoo und Bauernhof zwar schon, aber in völlig abweichender Form bzw. Jahrzehnte später erst)! In einer späteren Planung tauchte sogar noch ein Delphinarium auf (neben Ottern und Bibern auf der damaligen Streichelwiese geplant; eine spätere Idee kombinierte es mit dem Aquarium am Eingang) sowie das Projekt "Erlebniszoo" (! Der Name ist viel älter als die spätere Gesamtentwicklung): Ein Haus, in dem der Besucher mit technischen Hilfsmitteln wie Richtmikrofonen oder Restlichtverstärkern seine Umwelt mit den Sinnen bestimmter Tiere erleben können sollte (z.B. wie ein Fennek hören - die Fenneks wurden prophylaktisch schon angeschafft!), Standort: jetzige Greifvogelvolieren/Meyers Hof.


(Eintrag vom 22.02.2006 zum Thema "Was nie gebaut wurde")
Martin:   Vor 1 1/2 Jahren ist im Tierpark Hellabrunn ein Schneeleopard ausgebrochen. Es war allerdings noch ein halbjähriges Schneeleopardenkind.

Niemand weiß genau, wie dies geschehen ist, aber die Hellabrunner Schneeleopardenanlage ist oben offen. Ziemlich dicht am Zaun stand ein Baum. Dieser war natürlich mit Elektrodraht gesichert, aber ich denke, jeder wird mir zustimmen, wenn ich feststelle, dass solche Feinheiten ein Schneeleopardenkind in keiner Weise interessieren.

Das Schneeleopardenkind wollte natürlich nicht 'abhauen', sondern zurück zu seiner Mama. Reinkommen war allerdings schwieriger als raus, so lief es die ganze Nacht bei Regen am Gehege hin und her und konnte am Morgen, schwer erschöpft, ganz einfach zurückgebracht werden.

Der Baum wurde sicherheitshalber natürlich gefällt.
(Eintrag vom 18.02.2006 zum Thema "Unfälle/Ausbrüche im Zoo")
Sven P. Peter:   In Stuttgart können die jungen Schneeleoparden sich frei im Park bewegen, da die Gitterabstände so groß sind. Natürlich die Besucherattraktion und für die jungen Tiere bei ihrer geistigen Entwiklung sicher förderlich.
(Eintrag vom 15.02.2006 zum Thema "Unfälle/Ausbrüche im Zoo")
karsten:   Java Leoparden in Wuppertal gibt es nicht mehr. Der letzte war nach dem Einzug der Inder in einem kleinen Gehege neben dem letzte Schneeleoparden untergebracht.
@ Sitara Vielen Dank für die sehr interessante und ausführliche Beantwortung meiner Frage an sie!
(Eintrag vom 14.02.2006 zum Thema "Junge Elefantenbullen")
Michael Mettler:   Und da wir ohnehin bei hannoverschen Altbeständen waren, nebenbei eine Liste des hannoverschen Raubtierhauses Ende der 70er bis in die 80er:
Afrikanischer Löwe, Amur-, Sumatra- und Bengaltiger, Jaguar, Schwarzer Jaguar (hier wenigstens für Deutschland erstmals nachgezüchtet), Chinaleopard (Einzeltier, als "Asiatischer Leopard" augeschildert), Schwarzer Panther, Schneeleopard (bis Anfang der 80er), Nebelparder (ab ca. 1981, nicht allzu lange), Südamerikanischer Puma (ohne genaue Unterartangabe). Später waren noch Nordpersische Leoparden und Fenneks in den Käfigen.
Ab Ende der 80er zusätzlich Nagerterrarien im Raubtierhaus, besetzt z.B. mit folgenden Arten (nicht alle zeitgleich) Degu, Langschwanz-Chinchilla, Graues Wieselmeerschweinchen, Busch-Hamsterratte, Große Rohrratte, Wanderratte (domestizierte Form), Hausmaus (Wild- und domestizierte Form), Sinai-Stachelmaus, Schwarze Nil-Stachelmaus (die früher noch als angebliche "Kreta-Stachelmaus" betrachtet wurde), Europäische Zwergmaus, Brandts Steppenwühlmaus, Silbergraue Bergwühlmaus, Roborowski-, Dsungarischer und Campbell-Zwerghamster, Nordafrikanischer Gerbil (Art unbestimmt), Blasser Gerbil, Roter Pakistan-Gerbil, Mongolische Rennmaus, Indische Nacktsohlen-Rennmaus, Vielstreifen-Grasmaus.... Fast schon Friedrichsfelder Verhältnisse.
(Eintrag vom 13.02.2006 zum Thema "Der "alte" Zoo Hannover")
Michael Mettler:   Wenn selbst für eine Schneeleopardenanlage als wohl am wenigsten aufwändiges Projekt unter den genannten kein Geld da ist, wie will die Stadt dann bitte den Rest finanzieren??
(Eintrag vom 05.02.2006 zum Thema "Flusspferde")
ZooFanKarlsruhe:   Man spielt mit dem Gedanken, dass jetzige Elefantenhaus komplett für die Flusspferde zu nutzen und strebt für die Elefanten an anderer Stelle einen kompletten Neubau an. Allerdings ist dies alles noch nichts definitives, da vorerst noch die Bewilligung der Stadt über ein Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro in trockenen Tüchern sein muss.Der Zoo hat auch noch nicht bereits ältere Planungen komplett abgeschlossen. So sollte im Rahmen des Projekts "Lebensraum Wasser", neben der Eisbärenanlage auch eine neue Seelöwenanlage entstehen, die aber aus Kostengründen ebenso zurückgestellt werden musste, wie einen Umzug der Schneeleoparden in ein artgerechteres Gehege. Nun wacht man ziemlich spät auf. Hoffentlich nicht zu spät. Klar ist aber, dass der Karlsruher Zoo nur eine Zukunft hat, wenn nun sehr bald ein konkretes Konzept für die Zukunft vorstellt.
(Eintrag vom 05.02.2006 zum Thema "Flusspferde")
Ralf Seidel:   Überlegungen, den mittlerweile ja auch schon über 55jährigen Zoo Magdeburg zu verlegen, halte ich für absurd und unrealistisch. Eine wunderschöne Parkanlage mit nach wie vor viel Gestaltungsspielraum - was soll das und wer soll das bezahlen? Gerade nach der Wende herrschte in den großen Zoos in Mitteldeutschland Dornröschenschlaf, nur in Magdeburg bewegte sich was - es war eine Freude, jährlich die Entwicklung zu verfolgen. Ich kann der Meinung von Konstantin Ruske und Oliver Jahn nur zustimmen, na ja Konstantin, über die Entwicklung in den letzten Jahren dort haben wir ja schon oft miteinander gesprochen und wenn jetzt derartige Ziele verfolgt werden, heißt das für die kommenden Magdeburger Jahre weiter Stagnation. Die Stadt soll sich endlich zu ihrem Zoo bekennen, Umwandlung Eigenbetrieb und dann realistische Konzepte. Menschenaffenhaus, neue "Dickhäuteranlagen", Umgestaltung der Huftierbereiche, Weiterführung der wunderschönen Bebauung am Schrotehang -
der jetzige Zoo hat enormes Potential. Was ist mit den Plänen die Grusonschen Gewächshäuser dem Zoo zuzuschlagen, in Verbindung mit Aquarien, Terrarien und kleineren Anlagen für Tropenbewohner(Krallenaffen, Vögel) doch sichlich ideal. Stattdessen als letzte neue Errungenschaft eine Anlage für Huskies, dafür verzichten wir schon gern mal auf die China-Leoparden. Wie war das mal mit Artenschutzzentrum und so? Was kommt als Nächstes - statt Schneeleoparden eine begehbare Anlage für Perserkatzen?
(Eintrag vom 25.01.2006 zum Thema "Zoo Magdeburg")
Jana:   Der grösste Problem von Ústí ist das niedrige Besucherzahl - im Jahr 2004 waren es nur 124! t.Besucher (und jedes Jahr sind es weniger) Dieses Region ist der ärmste in tsch. Republik, mit grösste Arbeislösigkeit.
Davon könnte diese zoo nie überleben, zum Glück zählt die Stadt 75% von Betrieb-Kosten.
Das zoo selbst (30ha) hat viele "klassische Besucher-Magneten" wie Elefanten, Nashorner, Giraffen, Antilopen, Malaienbäre, Leoparde, Gepard, Seehunde, kal. Seelöwe, Tapiren, grosse Amaisenbäre, Orang-utans, Gibone, Raubvögeln usw. (und bald sollen auch z.B. schwarz-Jaguare, Schneeleoparden, Tiegern kommen) aber es funkzioniert einfach nicht, mehr Leute zu locken.
(Eintrag vom 06.01.2006 zum Thema "Zoo news")
Konstantin Ruske:   hatte Verona außer dem etwas außerhalb bei bussolengo gelegenem Zoo noch einen anderen, älteren in der Stadt? Bussolengo nämlich ist nicht geschlossen, sondern mit Brillenbären, schneeleoparden und Gnus ziemlich ambitioniert.
(Eintrag vom 16.12.2005 zum Thema "Phantom-Zoos")
Oliver Jahn:   Ich war heute in Magdeburg. Ich habe mir die Affen angesehen. Auf dem Schild steht Mantelaffe oder Zweifarbaffe. Es sind Krallenaffen. Gegenüber der Schneeleoparden- und Tigeranlage entsteht eine neue Anlage für Tigeriltisse.
(Eintrag vom 05.12.2005 zum Thema "Zoo news")
Aguti:   Im Karlsruher Raubtierhaus leben nur noch zwei Schneeleoparden (auch schon relativ alt) und die Salzkatzen. Die ehemalige Löwen-Innenanlage wurde meinen Infos nach für Fenneks umgestaltet. Es werden keine neuen Großkatzen mehr in das Haus aufgenommen.
(Eintrag vom 06.11.2005 zum Thema "Zoo news")
Oldzooboy:   Ich habe gehört,das der Zoo karlsruhe keine Löwen mehr hat und das auch der letzte Jaguar gestorben ist.Dann müßte ja das Raubtierhaus jetzt fast leer sein,oder ? Ich glaube,ein Javaleopard,zwei Salzkatzen,und zwei Schneeleoparden leben jetzt noch darin.Weiß jemand,welche Zukunftspläne der Zoo mit diesem Haus hat,zumal der Zoo jetzt auch einen Masterplan hat,der einen kompletten Umbau und einen eventuelle Erweiterung des Zoos bis 2015 vorsieht.Wollen die neue Löwen dort drin halten ? Das würde ich nicht begüßen,die Löwenanlage ist ja winzig!
(Eintrag vom 05.11.2005 zum Thema "Zoo news")
Michael Mettler:   Tut mir ja leid, wenn ich die "Gegenwehr" einfach nicht aufgebe...

Auf der ersten Planung für Yukon Bay standen noch weitere Arten wie Walross, Polarfuchs und Papageitaucher(!). Die Haltung von zwei Robbenarten auf der Fläche des Alaskateils hätte aber wegen der Größe artgerechter Gehege zu Platzproblemen bei anderen Arten geführt, und auf Ohrenrobben will man nicht verzichten. Der durch den Wegfall der Walrosse frei gewordene Raum kommt nun den Eisbären zugute, die sich sonst die Fläche mit den Walrossen hätten teilen müssen. Die Polarfüchse stehen noch immer auf der Kippe, da - wie schon erwähnt - noch eine Fläche für eine Präriehund-Freianlage in Option gehalten werden soll. Warum auf die Papageitaucher nunmehr verzichtet wird, weiß ich nicht, vielleicht ist es aber angesichts der Haltungsprobleme bei dieser Art auch besser so.

@Zoosammler: Was die Bemerkungen zum Artenspektrum betrifft, wird die Diskussion allmählich albern! Ich wüsste z.B. nicht, wo Arnhem Wombats, Sinai-Stachelmäuse, Drills, Somali-Wildesel, Kaffernbüffel usw. hält... Aber ich möchte hier sachlich bleiben.

Arnhem hatte im Gegensatz zu Hannover schon lange ein Nachttierhaus, das gegen Ende seines Bestehens dringend renovierungsbedürftig war. Also war es doch folgerichtig, eine neue Nachttierabteilung einzuplanen, und zwar eingebunden in das Konzept der Ökodisplays. Somit wurde aus dem vorherigen internationalen Besatz ein Nordamerika-Besatz, und dafür brauchte man eben Kitfuchs, Katzenfrett & Co., die vorher nicht vorhanden waren. Wegrationalisiert wurden dafür so interessante Arten wie Lyles Flughund, Potto, Riesengalago, Nachtaffe, Zweifinger-Faultier, Sechsbinden-Gürteltier, Bergpaka, Azara-Aguti.

Und auch im restlichen Zoo Arnhem verschwanden zu Gunsten des Umbaues seit 1985 Arten wie Drill, Husarenaffe, Ungka-Gibbon, Braun- Eis- und Malaienbär, Europäischer Dachs, Streifenhyäne, Puma, Schneeleopard, Jaguar, Przewalskipferd, Wisent. Natürlich kamen auch neue hinzu - aber wo nicht?

Hannover hatte wie viele andere Zoos nie ein Nachttierhaus, stand also auch nicht vor der Entscheidung, eine den Besucher gewohnte Einrichtung anderweitig unterbringen zu müssen.

Die Anmerkung mit den Eulen ist ebenfalls albern, denn in Hannover wurde schließlich schon mehrfach "für Eulen gebaut", sonst stünden wohl kaum entsprechende Anlagen. Man muss eben auch mal Seitenwege entlang gehen :-) Und zur Beruhigung: Auch das Thema Schnee-Eule ist für Yukon Bay noch nicht vom Tisch, allerdings leider nicht in einem Kloster, falls das als neuer Haltungsstandard gilt....

NATÜRLICH gibt es jede Menge interessante Arten, aber das gilt für jedes beliebige Zookonzept, und wer kann schon alle halten?

Außerdem: Wie passt die Forderung nach zusätzlich passenden Arten mit der zusammen, erst einmal die vorhandenen besser unterzubringen - wo soll der Zoo denn die Prioritäten setzen? Sambesi z.B. ist noch längst nicht fertig, noch blockieren Australien- und Bärenanlage einen Teil des Geländes. So wurde z.B. schon über Hyänen nachgedacht oder sogar über eine Gemeinschaftshaltung Geparde/Kaffernbüffel! Auch in den anderen Zoobereichen steckt noch Potenzial - nur gab es eben bisher Wichtigeres. So ist es durchaus möglich, dass auch die eine oder andere "gewöhnliche" Tierart noch durch eine "edlere" ersetzt wird. Man träumt in Hannover z.B. von Nördlichen Seebären statt der Kalifornischen Seelöwen, und das Karibu-Thema ist auch noch nicht vom Tisch.



(Eintrag vom 28.10.2005 zum Thema "Bald keine "richtigen" Zoos mehr!?")
Michael Mettler:   So nah dran und doch so weit weg... Dass Alfeld inzwischen geschlossen ist, ging an mir vorbei. Nach der Übernahme durch Fliegenpilz war ich nur ein einziges Mal dort und fand zu meinem Erstaunen u.a. auch einen Schneeleoparden, Barasinghas und Halbesel (Kulane? Onager?) vor.
Nun ja, kein besonders großer Verlust für die Zoowelt, obwohl die Käfige und Anlagen ja in gewissem Sinne auch "historisch" waren....
(Eintrag vom 19.10.2005 zum Thema "Flusspferde")
Oliver Jahn:   Der Berg war nicht begehbar. Das Raubtierhaus hatte vorn und hinten einen großen Eckkäfig. Von dort waren jeweils zwei Felsentore zum Berg hin gezogen, so dass der "Kuchenteller" wie ein Innenhof wirkte. Auf diesem "Teller" wurden Malaien-,Lippen und junge Braunbären gehalten. Über die beiden Felstore führten Laufgänge für die Raubtiere, als Art Rundgang. Auf der Rückseite des Berges war von Anfang an der Seelöwenteich. Ging man am Raubtierhaus vorbei durch diesen Innenhof folgte an der hinteren Querseite des Berges noch ein Käfig, hier wurden winterharte Katzen gehalten, kurz vor dem Krieg der damals noch sehr seltene Schneeleopard. Später dann, nach dem Krieg waren hier erst die Wölfe, später dann Uhus untergebracht. Auf dem Teller erst Brillen- später dann Waschbären. Die Käfige waren die Innenanlagen für die Bären und Katzen. Mein letzter Stand aus 2000 war der, dass in dem Berg ein Zoomuseum errichtet werden sollte. Danach war ich nicht mehr da.
(Eintrag vom 04.10.2005 zum Thema "Malaienbären")
Stefan Schubert:   In Basel gibt es nur einen Waldelefanten, der aber nicht als solcher ausgewiesen ist, aber anhand seiner markanten Erscheinung als solcher zu erkennen! Ansonsten finde ich die Schweizer Zoolandschaft auch als sehr aufstrebend. Ich kenne aus eigener Ansicht zwar nur zwei Zoos, doch diese sind sehr massgeblich! Das Umbauprojekt in Zürich ist beachtlich und die Basler Realisierungen verdienen einer Hervorhebung! Das Masoala-Haus bedarf einiges an Geduld, aber lassen sich für geübte Beobachter auch Taggekkos und Tomatenfrösche sehen! Schade ist es, dass es bislang noch nicht mit den Tanreks geklappt hat. Den Lemuren soll sich erst mit der Ausbreitung der Vegetation das ganze Haus erschliessen und auch die Vogelwelt erfährt sicherlich noch Zuwächse. Die Irbis-Anlage finde ich als Geröllfeld gelungen und es lässt mich verschmerzen, die Schneeleoparden bislang nur schlafend gesehenzuhaben, ein Phänomen was mir auch in Köln und Salzburg wiederfuhr! ;-)
(Eintrag vom 29.09.2005 zum Thema "Schweizer Zoos in der Zukunft")
Zoosammler:   Schweizer Zoos in der Zukunft
Die Schweizer Zoos werden meines Erachtens hier im Forum noch viel zu wenig gewürdigt. Gerade in den nächsten Jahren wird sich hier sehr viel tun - in Zürich sieht man den Anfang mit Masoala, in Basel mit Etosha.
Zürich will seinen Zoo ja bis 2020 komplett umgestalten, stimmt es in diesem Zusammenhang eigentlich, dass dort Bergtapire einziehen sollen?
Wenn ja, wäre die Schweiz ein Land voller zoologischer Kostbarkeiten:
Panda, Somaliesel, Panzernashorn, neu entdeckte Mausmakiart, Schuhschnabel, Waldelefant, Indischer Löwe, Bergtapir.
Dieses kleine Land hat eine bemerkenswerte Zoolandschaft, und muss den Vergleich mit Deutschland (umgerechnet auf die Größenverhältnisse) nicht scheuen.
Und gerade wenn man es mal mit seinem Nachbarland Österreich vergleicht, hat die Schweiz zoomäßig die Nase vorn.
Die Tradition des großen Schweizers Hediger wird also fortgesetzt.
Nicht vergessen darf man, dass es ja auch noch interessante kleine Tierparks dort gibt, Bern, Eichberg (u.a. Schneeleopardenzucht), Gossau, Rapperswil, Goldau, Langenberg oder St. Gallen.
(Eintrag vom 28.09.2005 zum Thema "Schweizer Zoos in der Zukunft")
Dirk:   Hi,
Krefeld finde ich auch sehr schön und bin oft da. Auch wenn der Zoo einige Mängel ( Schneeleoparden, Paviane, Dickhäuter, Siamangs und die Seelöwenanlage ist auch nicht so dolle). Doch gibt es auch sehr viel positves zu berichten. Zum einen die vielen selten gehaltenen Arten wie z.B Jaguarundis, Goodfellow-Baumkängeruhs, Tamamanduas, Berganoas und Löffelhunde. Dazu seien nochmals die ja leider abgeschafften Erdwölfe erwähnt. Zudem wird auch viel um- oder neugebaut: Die Jaguarundi- und die Kaimananlage wurden umgebaut.(die Jaguarundis haben z.Z zwei Jungtiere). Auch wurden die Grosskatzenanlagen völlig neugebaut, sodass jetzt endlich die nicht mehr zeitgemäßen Käfige durch große Freianglagen ersetzt werden. Auch die drei großen Tropenhäuser tragen zum positiven Bild dieses Zoos bei.

Ps: Hat vielleicht jemand Informationen über die Pläne zum Bau der Gorillaaussenanlage und des neuen Nashorngehege?
(Eintrag vom 29.08.2005 zum Thema "Beste deutsche Zoos")
Stefan Schubert:   In Ermangelung neuer Anlagen lässt es sich aus der Stuttgarter Wilhelma nur über Nachwuchs berichten: Die beiden Tigerjungen beleben die Freianlage bis etwa 14:30h, dannach toben sie im Innenbereich. Ein kleines Kätzchen gibt es auch bei den Schneeleoparden. Für das junge Okapi wurde der untere Teil des Giraffenhauses für Besucher abgesperrt. Es liegt in einer hinteren Innenbox. Weiteren Nachwuchs gibt es bei den Addax und Bongos, sowie diversen Affenarten und den Markhoren!
(Eintrag vom 17.08.2005 zum Thema "Zoo news")
R. Masell:   In Köln wurden Anfang Mai 2 Saigas geboren. Das war auch mal wieder niemandem eine Schlagzeile, geschweige denn einen Fernsehbericht wert. Außerdem Schneeleopardennachwuchs in Köln. 2 Junge, die aber noch nicht zu sehen sind. Im WDR waren Kodiakbären in Gelsenkirchen auf Ihrer Anlege zu sehen.
(Eintrag vom 07.07.2005 zum Thema "Zoo news")
Michael Amend:   Krefeld hat auch was neues,Orang und Schneeleoparden auf dem Titelbild,der vom diesen Jahr sein müßte.Rheine hat Ende letzten jahres einen neuen Zooführer herausgegeben.Wenn Osnabrück seinen 6 Jahre alten Zooführer verschenckt,könnte es vielelicht bald endlich mal einen neuen Führer geben.
Stuttgart bringt seit 1998 jedes Jahr seinen Führer in überarbeiteter Form heraus,so wird es bestimmt auch deises jahr eine neue Ausgabe geben.Meistens kommen die so im Sommer raus,vor den großen Ferien.
Weiß jemand,ob der Tropical Zoo Randers in Dänemark,derzeit einen Führer verkauft und ob der überhaupt schon mal einen Zooführer hatte ?
(Eintrag vom 11.06.2005 zum Thema "Neue Zooführer")
Werner Weyler:   Zum Thema Artenreduzierung und selten gehaltene Arten ( also wenig publikumswirsame ) möchte ich Folgendes einbringen. Der Zoo Wuppertal hat seit 1952 ein Haus alleine für Kleinkatzen. Es ist zwar nicht mehr so schön, aber Haltungserfolge und Nachzuchten sprechen für sich. Insgesamt hat Wuppertal in meinen Augen einen sehr schönen Bestand an Felidae.

Gestern fand ich dort folgende katzenartige Raubtiere: afrikanischer Löwe, Sumatra- Tiger, Indischer Leopard, Schwarzer Panther, Schneeleopard, Nebelparder, Gepard ( auch einen Königsgeparden ), sibirischer Luchs, asiatische Goldkatze, Sandkatze, Salzkatze, Oman- Falbkatze, Oncila und Schwarzfußkatze. Letztere hat bis zum Jahr 2000 in Wuppertal 137 Jungtiere aufgezogen. Ein absoluter Rekord wenn man sich ansieht, wieviele Tiere der Art überhaupt in Zoos gehalten werden.
(Eintrag vom 09.06.2005 zum Thema "Sammlungen der Zoologischen Gärten")
Werner Weyler:   Im Mai gab es im Krefelder Zoo Nachwuchs bei den Schneeleoparden.

Wuppertal hat ( unter anderem )Nachwuchs bei Königspinguin, Gaukler, Mönchsgeier und als europäische Erstzucht bei den Anden- Felsenhähnen.
(Eintrag vom 09.06.2005 zum Thema "Zoo news")
Oldzooboy:   Hallo Frank,

in Leipzig wird das internationale Tigerzuchtbuch geführt,in dem alle Tigerunterarten aufgeführt sind.Dieses kann man über den Zoo käuflich erwerben.
Das internationale Leoparden-Zuchtbuch wird im Columbus Zoo in den USA geführt.
Dieses habe ich leider nicht,ich weiß nicht,ob da alle in Menschenobhut gehaltenen Unterarten verzeichnet sind.
Das Zuchtbuch für den Schneeleopard führt der Zoo Helsinki.Für den Amur-Leopard gibt es ein europäisches Zuchtbuch,das von London geführt wird, und ein internationales,das der Riverbanks Zoo in den USA führt.Das Nebelparder Zuchtbuch,international,ist im John Ball Zoo in den USA,und die Geparden-Zuchtbücher werden in Dubai(Europa)und Washington(international)geführt.Mit den Zoos müßtest du dich in Verbindung setzen,viele Zoos in den USA sind eigentlich sehr freundlich und verschicken ihre Zuchtbücher auch an private Interessierte,sofern genügend Kopien verhanden sind.Andere Zoos in den Staaten reagieren nicht auf Anfragen und einige geben ihre Zuchtbücher gar nicht mehr in gedruckter Form heraus sondern nur noch auf Cd-Rom.Ich hoffe, dir damit weitergeholfen zu haben!
(Eintrag vom 04.06.2005 zum Thema "Zuchtbücher")
Michael Amend:   Stimmt.Ich hatte in Hannover mal einen Scout gefragt,was die denn mit ihren Kaama-Nachzuchten machen.Leidre wußte der junge Mann nicht,was Kaamas sind....
Und ein anderer Scout,im Dschungelpalast,wußte nicht mal annährend soviel über die Lebensgeschichte von Siporex als die meisten langjährigen Dauerbesucher.....
Und was den Artenschwund angeht,was erwarten wir eigentlich von den nachfolgenden,jungen Zoodirektoren-Generation? Alle die haben die Glanzzeiten,in denen es noch Tiere und somit Artenvielfalt in den deutschen Zoos gab,nicht mehr erlebt.Da iste s kein Wunder,das die auch noch die wenigen,seltenen Arten zu Gunsten von Publikumswirksameren Arten rausschmeißen.Sobald die letzten übrigen Zoodirektoren der alten Garde weg sind,werden wir überwiegend nur noch das in den Zoos sehen,was der normale Besucher sehen will.Gutes Beispiel ist das Interview mit Kai perret,Direktor des Magdeburger Zoos,in der aktuellen Ausgabe des Tiergarten-Rundbriefes.Da antwortet er auf die Frage,ob es Änderungen im Tierbestand geben wird und ob es Wunscharten des Direktors gibt,natürlich mit"menschenaffen und Elefanten",und natürlich,obwohl Berlin nicht allzufern ist,müßen auch in magdeburg Elefanten gezüchtet werden,denn Elefantenbabies locken Besucher an,siehe Berlin.Es wäre in Wunder gewesen,hätte die Antwort gelautet"Ich möchte mich verstärkt den Arten annhehmen,die in den letzten jahren zunehmend aus den deutschen Zoobeständen verschwunden wird.Um der magdeburger Hausszeitschrift"Felis"gerecht zu werden,möchte ich die Kleinkatzen wieder zurückholen,ich denke da an Serval und Karakal,aber auch Ozelot,Margay und Jaguarundi.Auch den Schleichkatzen möchte ich mich annehmen und werde neben Bänderpalmenroller aauch Zibetkatzen zeigen.Natürlich möchte ich den Besuchern auch mehr Antilopen zeigen.Für die geplante Afrika-Savanne werde ich Gnus zurückholen,das afrikanischeCharaktertier schlechthin,das auf keiner Afrika-Savanne fehlen darf.Denn in der afrikansichen Savanne gibt es keine Säbelantilopen, die seltsamerweise in mehreren zoos in den Afrika-Savannen gehaltenw erden.Auch Kronenducker werden darin zu sehen sein,danebven natürlich Thomsongazellen und Schirrantilopen.Kaffernbüffel dürfen nciht fehlen und natürlich auch Hyänen,die natürlich einen eigene Anlage bewohnen werden.Nun,und für die neuen Primatenbereich fallen mir Meerkatzen ein,und dazu noch die immers eltener gezeigten Schweinsaffen,Rhesusaffen und Javaner.In Planung ist außerdem eine Anlage für Tiere des Himalaya,doort werden neben Schneeleoparden und Kleinen Pandas auch Kragenbären,Moschustiere,Blauschafe und das wichtigste Haustier im Himalaya,der yak,zu sehens ein.Himalaya-Thare nicht zu vergesesen.Sie sehen,an ideen mangelt es nicht"
Tja,aus der traum.Das werden wir NIE in einem Interview über Zukunftsperspektiven eines Zoos lesen....Höchtesn,wenn Grizmek geklont wird.....

(Eintrag vom 16.05.2005 zum Thema "Sammlungen der Zoologischen Gärten")
Oliver Jahn:   Da auch ich meine Zoobesuche früher nach den Tierarten plante, kann ich nur bestätigen, dass, ohne hier Besucherschelte betreiben zu wollen, eben solche Typen wie wir "Zoobesessene" doch eher selten sind. In Deutschland ist der Besucher aus meine Sicht einfach zu satt. Auch ich habe mit meine nun über 80 Zoos, die ich gesehen habe, immer wieder gemerkt, dass die Deutschen da doch anders mit dieser Einrichtung Zoo umgehen! Mir ist das besonders deutlich in Polen und Tschechien geworden. Alle Besucher, junge Paare, ältere Menschen, allein, in Gruppen, vor allem aber die Kinder, sie waren so voller echter Freude und Begeisterung, dass sie JEDES Tier als etwas besonderes angesehen haben. Ich wünsche mir, dass mit dem Einzug einer großen Gastronomie-Kette mit so einem ganz großen gelben M den Menschen dort nicht auch diese Freude verloren geht! Mich hat das fasziniert und die Eltern, die haben ihren Kindern an jedem Gehege etwas über die Tiere erzählt!!! Ich weiß nicht, ob das zoologisch alles in Ordnung war, was die Eltern da erzählten, aber die Kinder hingen gebannt an ihren Lippen und sie alle hatten bei den Tieren ausnahmslos glänzende Augen. Und das ganz ohne Abenteuer-Spielplätze, Hoppel-Poppel-Länder, Hüpfburgen und all den Plunder, der unsere Zoos heute so verdammt nah in Richtung Freizeitpark mit ein ganz klein wenig Tier dabei bringt!! Und wenn auch das sicher wieder den einen oder anderen "Gegenruf" bringt, so nenne ich hier doch noch mal wieder einen deutschen Zoo, der aus meiner Sicht hier positiv auffällt. Und das ist Krefeld. Hier finde ich sehr viel, was ich HEUTE anderswo selten oder gar nicht finde. Auch wenn es Gnus hier ebenfalls nicht mehr gibt, so ist mit Blauduckern, Erdwölfen, Waldhunden, Anoas, Moschusochsen, Baumkänguruhs, Hirschebern, Großen und Kleinen Ameisenbären, Jaguarundis und einigem anderen mehr der Tierbestand noch so, dass er einen Zoofan wie mich immer wieder erfreut. Löwen gibt es dort keine!!!!! Aber eine neue Anlage für Schneeleoparden! Keine Erdmännchen, aber Zebramangusten, keine Nasenbären, aber Löffelhunde! Keine Waschbären, aber Servale! Wasserböcke, Dorkas-Gazellen, Dallschafe und Nyalas runden das Bild ab! Und wo sieht man heute noch Elche?
(Eintrag vom 24.04.2005 zum Thema "Sammlungen der Zoologischen Gärten")
Kleideraffe:   Ich meine mich zu erinnern, vor Jahren einmal in Basel Kleideraffen gesehen zu haben.

Leider ist es so, dass Plunder-Tiere im Moment eine Renaissance haben, zwar wurden sie früher auch schon gehalten, doch jetzt erhalten sie NEUE Gehege. Ist das im Sinne von modernen Zoos und "Zuchtprogrammen"?
Ich glaube, dass Besucher genauso gerne Okapis sehen, wie Lamas oder Schneeleoparden wie Löwen. Ich habe immer wieder erlebt, wie erfolgreich es sein kann, eher unbekannte und/oder unscheinbare Tiere zu halten. Sicherlich muss man beim Besucher ein wenig Interesse für sei wecken, aber wenn man liest, dass bspw. die Kleideraffen, oder Seekühe oder Erdwölfe,... die EINZIGEN in Europa sind, dann macht das auf den Besucher auch sehr viel Eindruck. Ich persönlich, vielleicht aber auch, weil ich ein "routinierter", interessierter Zoobesucher bin, langweile mich schrecklich vor Löwenanlagen. Seltene, ausgefallene Tiere, und seien sie noch so klein und harmlos, fesseln mcih dagegen.
Die Zoodirektoren, obwohl größtenteils Zoologen und nicht Marketing-Berater, verspekulieren sich bei den Besuchern oft, denke ich. Siehe Zooführer-Diskussion!
(Eintrag vom 20.04.2005 zum Thema "Sammlungen der Zoologischen Gärten")
Oliver Jahn:   Auch ich diskutiere wirklich gern über solche Dinge und wie man den Beiträgen von Michael und mir zum Frankfurter Rundbau entnehmen kann, habe auch ich ganz subjektive Empfindungen zu dem einen oder anderen Zoogebäude. Für eine Ranking-Liste aber, gerade was die neueren Bauten angeht, da fehlt mir als Laie einfach das Fachwissen. Ich kann fast ausschließlich aus Besuchersicht sprechen, da der tierhalterische Aspekt sich so oft ändert, dass ich nicht immer auf dem neusten bin, was nun tatsächlich "gut" oder artgerecht ist. (Lange Zeit war Kachelarchitektur, schon wegen der Hygiene in allen Fachkreisen für das TIER das non plus ultra!!!!)
Für den Zoobesucher ist es doch so, dass KLEIN immer schlecht und GROSS immer gut und artgerecht ist. Besucher stehen vor vergitterten Affenkäfigen und sagen: "Die armen Tiere müssen hinter Gittern leben!" Affen hinter Glas hingegen führen oft zu der Aussage: "Ach ist das eine schöne Anlage, so modern und artgerecht!" Tatsächlich ist es doch wohl so, dass Affen oft mit Gittern viel besser zurechtkommen, da sie sie als Klettermöglichkeit eben viel besser nutzen können! Glas eben nicht! Und um dem noch einen drauf zu setzen, hier mal ein Beispiel, was eben mitunter der "Nachteil" einer artgerechten Haltung sein kann. Ich bin oft mit Kindern im Zoo. Passiert ist das ganze in Roßtock, vor der neuen Anlage der Großkatzen. Wir stehen vor dem Gehege der Schneeleoparden. Was im Gehege ist, erfahren wir nur durch die Beschilderung. Denn im Gehege ist nichts zu sehen. Nach 15 Minuten, die Kinder werden schon sehr ungeduldig, kommt ein Pfleger. Er sagt mir: "Wenn Sie sich hier mal hinhocken, ganz nach unten auf den Boden, und dann unter dieser Baumwurzel mal durchschauen, dann sehen Sie hinten einen weißgrauen Fleck. Das ist unser Irbiskater. Das Weibchen sieht man nie!"
Und dann erzählt er mir, dass gerade, wenn Kinder im Zoo waren, er eigentlich die alte Anlge gar nicht so schlecht fand, denn er konnte den Kindern immer die Tiere zeigen und die Kinder konnten das Tier eben mal wirklich in echt erleben. Viele neue Gehege hingegen hätten nur den gleichen Blcik auf das Tier, wie eben die "freie" Wildbahn! Da sagen schon manche Besucher, da würden sie das Tier im Fernsehen bessser sehen!
Ich bin wirklich nicht gegen artgerechte Tierhaltung oder moderne Gehege, aber wenn gerade die Kinder heute in einem Zoo als größten Eindruck den Abenteuerspielplatz mitnehmen, und nicht mehr das Tier, dann stelle ich mir schon die Frage, ob unsere Zoos dem Anspruch, die größte Bildungseinrichtung, gerade für unsere Kinder zu sein, noch gerecht werden.

(Eintrag vom 18.04.2005 zum Thema "Die schlechtesten Tierhäuser Deutschlands")