
| Matthias: | Leipzig hat keine Impalas. Meinst du vielleicht die Thomsongazellen? (04.05.2007, 10:25) | ||
| Chris: | Mir fällt noch die Junggesellengruppe von Impalas des Leipziger Zoos ein. (04.05.2007, 10:10) | ||
| IP66: | Schon jetzt sind die Kuhreiher die meistgesehenen Vögel in der Halle, und sie hinterlassen auch die sichtbarsten Spuren. Das System würde sich auch beim roten Sichler anbieten. (03.05.2007, 20:35) | ||
| Michael Mettler: | Zufällig in einem alten Zoo-Magazin gefunden: Männchengruppe Grauer Mausmakis in Saarbrücken (bis 1998). (30.04.2007, 13:42) | ||
| Sacha Beuth: | @Shensi-Takin: Ja, die Rodriguez-Flughunde in der Zürcher Masoalahalle sind alle Männchen. Und m. W. auch die dortigen Kuhreiher. (30.04.2007, 13:16) | ||
| Michael Mettler: | Die Bemerkung von Hannes über die Syrischen Braunbären in Münster war noch ein Denkanstoß für mich: Verträglichkeit von männlichen Tieren kann ja auch genutzt werden, um Gruppen mit deutlichem männlichen Überhang zu halten (wie bei Wölfen in Zoos die Regel). Dafür scheint es aber weitaus weniger erfolgreiche Beispiele zu geben als für reine Männergruppen. Neben den Wölfen fielen mir spontan Nubische und Westkaukasische Steinböcke ein, bei denen es in München bzw. Halle wegen Geißenmangel zeitweise deutlichen Bock-Überhang gab; Rappenantilope und Südafrikanische Oryx sah ich in Hodenhagen in solchen Konstellationen (Oryx ca. 7,1!); im Tierpark Berlin traf/trifft es wegen "Drohnenbrütigkeit" auf die Rotscheitelmangaben zu; Köln hatte m.W. wegen Weibchenunverträglichkeit nur jeweils ein erwachsenes Vari-Weibchen in den Zuchtgruppen; und schließlich gab es früher die 2,1 Afrikanischen Elefanten in Kronberg, die in dieser Konstellation sogar züchteten. In Sachen Nagern kenne ich aus Privathaltung noch eine Konstellation aus 9,1 Degus (sehr ungewöhnlich, da selten so friedlich) und habe selber Campbell- und Chinesische Zwerghamster absichtlich in Gruppen mit Männchenüberhang gehalten, da bei ihnen die Weibchen zu Aggressivität gegenüber den Männchen neigen und sich der Druck bei größerer Männchenzahl besser (für die "Opfer") verteilte. (28.04.2007, 21:02) | ||
| Michael Mettler: | Die Manatis im Tierpark Berlin waren ebenfalls anfangs ein Männerpaar, und hatte Arnheim nicht auch anfangs nur Bullen? Wenn man Circushaltungen dazu zählt, ließe sich die Liste noch um Mähnenrobbe und Kalifornischen Seelöwen verlängern - kenne ich zumindest aus den Zoos meines Streifgebietes nicht. (28.04.2007, 14:01) | ||
| Shensi-Takin: | Sind die Rodrigues-Flughunde in der Züricher Masoala-Halle nicht auch ein reiner Männerverein? (28.04.2007, 13:37) | ||
| Shensi-Takin: | @Bongo: Richtig-doch trotz gelegentlich gegenseitig zugefügter Schnittwunden kommen die Burschen recht gut miteinander aus-wobei der eine nicht ungern kurz zum Besucherkucken innehält und im Stall gern für die Kamera posiert;). (28.04.2007, 13:35) | ||
| Bongo: | Topeka nur zwangsweise nach Ableben der letzten beiden Weibchen. (28.04.2007, 13:20) | ||
| Shensi-Takin: | Ausgezeichnet, da kommt ja richtig was zusammen; Danke für alle bisherigen Einträge. Weitere Bspe.: -Florida-Manatis in den meisten US-Einrichtungen -Gabelböcke(Topeka Zoo) (28.04.2007, 13:12) | ||
| Michael Mettler: | Mir fällt gerade auf, dass man den Begriff Junggesellengruppe eigentlich genauer definieren müsste. Schließlich macht es für den Erfolg dieser Haltungsform bei einigen Tierarten einen erheblichen Unterschied, ob man fremde Tiere zu einer Männergruppe zusammensetzen kann oder verwandte/einander bekannte Tiere schlichtweg ohne Weibchen hält. Beispiel Wolf: Wenn bei der zootypischen Haltungsform mit mehreren Rüden und nur einer geschlechtsreifen Fähe die letztere stirbt, bleibt eine "Junggesellengruppe" übrig, deren Hintergrund ohne Kenntnis der Vorgeschichte nicht ersichtlich ist. Dagegen dürfte es nur unter Schwierigkeiten (wenn überhaupt) gelingen, mehrere erwachsene Wolfsrüden zusammen zu gewöhnen. (28.04.2007, 12:48) | ||
| Chris: | Oder seit kurzem befinden sich sechs 6,0 Rotscheitelmangaben im Zoo Halle. (28.04.2007, 12:43) | ||
| Chris: | Mir fallen noch 4,0 Flachland-Gorillas aus dem Zoo Schmiding ein, oder die Asiatischen Elefanten-Jungbullen in Sevilla ein. (28.04.2007, 12:39) | ||
| Michael Mettler: | Da ich vorhin gerade Gelegenheit hatte, die hannoversche Thomsongazellen-Bockgruppe (6,0) bei Spielkämpfen "jeder gegen jeden" zu beobachten, muss ich feststellen, dass diese Haltungsform bei Thommys anscheinend besucherattraktiver ist als eine Zuchtgruppe. Als noch letztere vorhanden war, verteilten sich die Tiere meistens weit im Gehege und wurden von den Besuchern wenig beachtet. Die Bockgruppe zieht hingegen sehr viel geschlossener über die Afrika-Steppe, und ihre spielerischen Kämpfe finden einige Beachtung beim Publikum. Wie schon mal erwähnt fände ich es sehr schön (und wahrscheinlich ähnlich besucherwirksam), wenn sich ein Zoo zur Haltung einer Impala-Junggesellengruppe entschließen könnte! An "Material" dürfte es ja nicht mangeln... (28.04.2007, 12:35) | ||
| th.oma.s: | in dd -nur weiblich : nasenbären, zwergotter; nur männlich vicunja (gescheitert) (27.04.2007, 20:38) | ||
| Michael Mettler: | Habe mir zwecks Denkanstößen ein Tierlexikon gegriffen und bin die Säuger nochmal durchgegangen. Dabei fielen mir noch ein paar Arten ein: Totenkopfäffchen (Hannover, kurzzeitig; m.W. Kastraten darunter) Großer Mara (Zoo Berlin; da die Weibchen sehr viel stärker graben, hält man auf der Südamerika-Anlage nur Männchen) Waldhund (früher Wuppertal) Riesenotter (Duisburg, zeitweise m.W. 3,0) Südpudu (m.W. sind auf der Schauanlage am Vogelhaus zeitweise nur Böcke) Wo ich wiederum den Zoo nicht mehr weiß, mir aber ziemlich sicher bin, dass es solche Junggesellengruppen schon gab bzw. vielleicht noch gibt: Nilflughund Halsbandpekari (Arnheim?) Mesopotamischer Damhirsch (27.04.2007, 20:00) | ||
| IP66: | Im letzten Jahr ist die Rodriguez-Flughundgruppe im Regenwaldhaus in Köln auf eingeschlechtlich umgestellt worden. (27.04.2007, 19:03) | ||
| Hannes: | In Münster werden die kastrierten syrischen Bärenbrüder mit ihrer Schwester gehalten. Fast eine Junggesellengruppe weil hier die Tiere ja nicht zusammengehalten werden um natürliche Gleichgewichte zuschaffen oder vergleiche und schon garnicht zur Zucht. (27.04.2007, 18:57) | ||
| Niedersachse: | Hodenhagen hat laut http://amur-leopard.org/zoos-eep.htm 4,4 Amurleoparden, damit auch die größte Ansammlung in Europa. (27.04.2007, 18:09) | ||
| Carsten: | In Köln gibt es eine Junggesellengruppe Zebras, im alten Ruhrzoo wurden diverse Schaf- und Ziegenböcke sowie zeitweise ein Lamamann zusammen gehalten, um nur zu bestimmten Zeiten Nachwuchs zu bekommen. (27.04.2007, 16:52) | ||
| Michael Mettler: | Und gleich noch ein Nachtrag für die Artenliste: Große Rohrratten, früher in in Hannover. (27.04.2007, 16:24) | ||
| Michael Mettler: | Nachtrag zu den Nagern: Hier ist der Erfolg bei vielen Arten davon abhängig, ob sich die Tiere bereits als gruppenzugehörig kennen. Soll heißen, man kann aus einer gewachsenen, zu groß gewordenen Zuchtgruppe reine Männchengruppen separieren, aber nicht unbedingt einander fremde Männchen zu ganz neuen Gruppen zusammenfügen. (27.04.2007, 16:23) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Für "Bastarde" brauchte ich nur in meine Fotokartei zu schauen; wovon ich schon eingeschlechtliche Gruppen gesehen habe (soweit mir das überhaupt auffiel), steht da leider nicht drin :-) Habe eben selbst nochmal in den alten Thread geschaut, welche Beispiele wir schon hatten. Als spontane Ergänzungen fallen mir noch die Bockgruppen für Thomsongazellen in Hannover und Leipzig ein sowie Alpensteinböcke in Innsbruck (wegen saisonaler Trennung von den Geißen). Der Berliner Zoo versuchte in den 80ern, Bockgruppen von Tahren und Mähnenschafen auf den Felsenanlagen des Affen-Tropenhauses zu halten (Tahre mit Rhesus, Mähneschafe mit Japanmakaken), was jedoch scheiterte - aber wohl eher wegen Problemen zwischen den Arten als zwischen den Böcken. Zur gleichen Zeit gab es auch eine Bockgruppe Hirschziegenantilopen im Antilopenhaus. Dann gibt/gab es da noch 2,0 Moschusochsen im Wildpark Lüneburger Heide, 7,0 (oder inzwischen mehr?) Springböcke in Gelsenkirchen, Nubische Steinböcke in München, eine Gruppe kastrierter Amurleopardenkater in Hodenhagen (falls noch existent - man beachte die Pikanterie bezüglich des Ortsnamens...), ebenfalls dort früher zeitweise männliche Arabische Oryx (Erfolg ist mir unbekannt), Große Tümmler in Münster, Jacobitas und Toninas in Duisburg, ganz aktuell 2,0 Weißwangen-Schopfgibbons in Frankfurt, Weißkehl-Meerkatzen in Thüle und Aschersleben, Guerezas in Köln, Europäische Otter in Rostock, Nordluchse in Landau. Bin mir sicher, auch schon über rein männliche Gruppen von Bennettkängurus, Hulmans, Seehunden, Wölfen und Kanadischen Bibern gelesen zu haben, aber mir fallen die zugehörigen Zoos nicht ein. Da Haustiere in der Eingangsfrage nicht ausgeschlossen sind, dürfen auch die in vielen Zoos für sich gehaltenen Böcke von Hausschaf und -ziege (oft in gemischter Haltung) nicht fehlen. Bin mir gerade nicht sicher, meine aber im Laufe der Jahre auch schon reine Männergruppen von Drill und Prinz-Alfred-Hirsch gesehen zu haben (als "Probetiere" für eine spätere Zuchtgruppenhaltung). Bei diversen Nagern sind reine Männchengruppen möglich bzw. problemlos, z.B. bei Rennmäusen der Gattung Meriones, bei Degus und Cururos, Stachelmäusen, Streifenmäusen, Australischen Scheinmäusen (Pseudomys australis), Bergwühlmäusen, diversen Zwerghamstern, usw. - von domestizierten Formen wie Meerschweinchen, Mongolischer Rennmaus, Farbmaus und -ratte ganz zu schweigen; alles bereits in eigener Haltung praktiziert. Dürfte hie und da auch in Zoos so gehandhabt werden (Zuchttiere hinter den Kulissen, Männchengruppe in der Schau), ist aber häufig für den Betrachter nicht problemlos als eingeschlechtliche Haltung erkennbar. Das war jetzt zugegebenermaßen unsystematisch in der Reihenfolge, aber im Rückblick doch ergiebiger, als ich noch zu Beginn meines Beitrages vermutet hätte! Was mir partout nicht einfallen will: Eine Junggesellengruppe von Großbären. (27.04.2007, 16:16) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Verzeihung, ich hatte unter "Sonstiges" nur die erste Seite geöffnet und daher übersehen, dass Ollo(bzw. andere) auch dazu Threads eröffnet hatte. Falls diese Doppelnennung dementsprechend stört, kann dieser Thread auch gern gelöscht werden; ich wollte jedoch-und das wurde in den beiden genannten Threads in dem Maße nicht erreicht-auf eine Auflistung von Haltungsbeispielen heraus. Da fällt mir ein-hätten Sie nicht auch was dazu beizutragen, etwa in ähnlich umfassender Form wie bei den "Bastarden"? ;) Besten Dank im voraus! (27.04.2007, 15:32) | ||
| Michael Mettler: | Ich möchte an die bereits existierenden Threads "Junggesellengruppen" und auch "Weibchengruppen" erinnern! (27.04.2007, 15:01) | ||
| Shensi-Takin: | Erst einmal danke für die bisherigen Beiträge. Mir fielen noch Lemuren(Rheine) und Erdmännchen(Honolulu) ein-wobei bei letzteren die Männer-WG eher eine Vorsichtmaßnahme ist, um der zufälligen Ausbreitung eines potentiellen Neozoen entgegenzuwirken;). Bei Tigern & Löwen habe ich u.a. des öfteren erlebt, dass Brüderpaare zusammengehalten wurden-und das ganz gut hinnahmen. Dazu fällt mir auch eine lustige Begebenheit ein: in einem amerikanischen Zoo wurde ein Sumatratiger-Brüderpaar mit recht unterschiedlichen Naturellen zusammengehalten. Wenn nun der eine-ein waschechter Choleriker- sich wegen irgendetwas banalem zu sehr aufregte, ging der ruhige Bruder zu ihm rüber, ohrfeigte ihn einmal kurz und ging dann wieder seiner vorherigen Beschäftigung(Schlafen, Fressen etc.) nach; der Gemaßregelte murrte zwar, beruhigte sich aber schlagartig...;) (27.04.2007, 14:03) | ||
| Ralf Seidel: | In Halle, wie Sven P. Peter schon erwähnte, eine Junggesellengruppe Südamerikanischer Seebären als Genreserve für das Europäische Zuchtbuch, im Moment 6 Tiere. Der älteste ging vor kurzem nach Hamburg zur Zuchtauffrischung, ein vorwitziger Jüngling kam vor 4 Wochen aus Südengland dazu. Außerdem eine ebenfalls 6-köpfige Gruppe Rotscheitelmangaben aus der Zucht des Tierpark Berlin, die gehen auch recht pfleglich miteinander um. Fazit: es ist wie im wahren Leben, Kerle untereinander vertragen sich - so lange keine Frau dazwischen kommt... (27.04.2007, 13:37) | ||
| Sven P. Peter: | Löwenjungesellengruppe (3,0) lebt im ZOOM, Grevyzebra-Männertrupp lebt in Köln. In Halle leben nur männliche Seebären zusammen und in Neuwied 2 Amurtiger. Alle diese Haltungen klappen ohne größere Probleme. (27.04.2007, 12:37) | ||
| Matthias: | In der ersten 2007 Ausgabe von Zoo Biology (Volume 26, Issue 1) ist ein Artikel ueber eine Junggesellengruppe Weissscheitelmangaben im Zoo Valencia. Der Abstract ist hier zu finden: http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/114029702/ABSTRACT (27.04.2007, 12:26) | ||
| Shensi-Takin: | Mich würde interessieren, bei welchen Tierarten in Zoos bereits die Haltung reiner Männergruppen versucht wurde und welche Erfahrungen-ob positive oder negative-dabei gemacht wurden. Als Bspe. fielen mir spontan ein: -Gorillas(z.B. Loro Parque, Zoo Victoria, Louisville Zoo ) -Wildeinhufer(z.B. Takhi, Zebras) -Löwen u.a. Großkatzen -Mantelpaviane & Dscheladas -Pinguine Hierzu auch: http://www.louisvillezoo.org/conservation/stories/con-bachelor.htm (27.04.2007, 12:15) |
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