Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Neuausrichtung Tierpark Neumünster



Henry Merker:   @Holger Wientjes:
Na ja, es gibt Pleonasmen, die in der deutschen Sprache mittlerweile ein integraler Bestandteil geworden sind, so etwa "Düsenjet", "Pulsschlag" und eben auch "Raubkatze". Etymologisch betrachtet bedeutete "rauben" ursprünglich "reißen", "rupfen",
"zerbrechen", wobei ich die Wortentwicklung in Sachen Schreibweise und Aussprache mal außen vor lassen möchte. Nachlesen kann man das im Kluge (24. Auflage). Demnach macht die Bezeichnung "Raubkatzen" durchaus Sinn, da sie in der Tat rupfen, reißen und zerbrechen, wenn sie einen ihrer drei Triebe stillen möchten (gemeint ist der Hunger);)
Zudem ist der Oberbegriff "Katze" ein solcher, der bei den meisten Menschen die Assoziation "Hauskatze und alles, was dazu gehört" weckt.
Die ursprüngliche Bezeichnung für Wildkatzen, nämlich "Wiesel" (bedeutet so viel wie "Vogelfänger"), wieder einzuführen, würde nur unnötige Komplikationen hervorrufen:(
Da ist es doch einfacher bei "Raubkatze" oder eben "Wildkatze" zu bleiben; damit assoziieren die meisten Menschen die richtigen Tiere:)
(11.10.2009, 17:08)
Holger Wientjes:   Wobei der Begriff "Raubkatze" sowieso mal überdacht werden sollte wie ich finde ! Zum Einen wegen des Wortteils "Raub" und zum Anderen, weil es schon als Pleonasmus bezeichnet werden kann. Alle Katzen sind ja Beutegreifer/Raubtiere.
(11.10.2009, 15:10)
Sven P. Peter:   Sind Luchs und Wildkatze keine Raubkatzen mehr?
(11.10.2009, 14:38)
Liz Thieme:   > Tierische Freude in Neumünster. Der Zoo Berlin hat sich an die Abmachungen gehalten und die erste Rate für Eisbär Knut bezahlt.
350 000 Euro sind überwiesen, zweimal 40 000 Euro folgen in den nächsten zwei Jahren. "Das Geld ist da, es ist pünktlich auf unserem Konto eingegangen", bestätigt Neumünsters Tierpark-Vereinschef Knut Ebel. Vor allem die Tierparkfans von Neumünster freuen sich. "Denn jetzt bauen wir ein Gehege für Tiger, die komplettieren dann unseren Tierpark", so Direktor Peter Drüwa. Bisher gibt es in Neumünster keine Raubkatzen.Vor drei Monaten hatten sich Zoo Berlin und Tierpark Neumünster vor dem Gericht geeinigt. Für 430 000 Euro gehen die Eigentumsrechte von Knut an Berlin über. Knuts Vater Lars war eine Leihgabe aus Neumünster. Deshalb gehörte auch der erstgeborene Sohn den Holsteinern.<

ich hätte mir gewünscht, dass das Geld erstmal in die Verbesserung mancher Gehege gesteckt würde.
(11.10.2009, 12:18)
IP66:   Neumünster klingt ja richtig spannend! Ich kenne in der Gegend nur den Vogelpark in Timmendorf und das Sea-Life in Oberhausen. Die jüngste in eine Treppenkonstruktion integrierte Anlage, die ich kenne, ist nur wenige Lage alt und befindet sich im leipziger Elefantenhaus. Sie ist ebenfalls ziemlich unbrauchbar.
(04.04.2007, 12:27)
Sven P. Peter:   Ja, leider.
(31.03.2007, 22:32)
Michael Mettler:   Schön! Ist denn der Innenbereich noch da, wo ich ihn in Erinnerung habe?
(31.03.2007, 17:56)
Sven P. Peter:   Da muss ich wiedersprechen, soweit ich weiß ist mittlerweile eine Aussenanlage vorhanden.
(31.03.2007, 12:42)
Michael Mettler:   Und der besagte Krallenäffchen-Käfig ließ eine alte Tradition der Zoowelt wieder aufleben, die längst passe schien, denn er füllt im Haus meiner Erinnerung nach eine Lücke unter einer Besucherrampe oder-treppe (das heißt, die Besucher trampeln unmittelbar auf der Käfigdecke herum) und hat keine Außenanlage - in anderen Häusern würde man eine solche Ecke als Besenkammer oder Anschlussraum für Technik nutzen.
(31.03.2007, 09:59)
Karsten Vick:   Als Experte für Architektur und Gehegegestaltung findet IP66 in Neumünster garantiert was zum Lästern. Für die Eisbärenanlage haben sie sich damals so auf die Schulter geklopft, aber ihre vielleicht vorhandenen Artgerechtigkeits-Merkmale werden dermaßen von ihrer Hässlichkeit überlagert, dass eine objektive Beurteilung wirklich schwerfällt. Außenrum ein riesengroßer Knastzaun und mittendrin ein bemalter Beton-Eisbär, als hätte man schon vor Lars' Deckeinsatz in Berlin seinem Sprössling Knut ein Denkmal gesetzt. Bei meinem letzten Neumünster-Besuch habe ich auch Berberaffen hassen gelernt, denn die Biester da sind aufdringlich wie kaum irgendwo. Und wenn die noch ins Paläarktiskonzept passen, so konnten die Zooleute es sich nicht verkneifen, in diese Anlage noch einen Käfig für Krallenäffchen einzubauen.
Die Seehund- und die Fischotteranlage aber haben mir gut gefallen.
(30.03.2007, 23:33)
Michael Mettler:   Schleswig-Holstein ist ein El Dorado für Kleinzoo-Liebhaber, wenn es die Zeit ermöglicht! Neben den beiden genannten Wildparks wären da innerhalb eines relativ kleinen Streifgebietes noch Lübeck, Grömitz und Gettorf als "richtige" kleine Zoos, der Vogelpark Niendorf/Timmendorfer Strand (auch für die zweite Jahreshälfte zu empfehlen, weil erst dann die prächtigen Schilflandschaften ihre volle Wuchshöhe haben), das dortige Sea Life Centre, der Haustierpark Warder und - wenn man es auch an die Westküste schafft - der Westküstenpark St. Peter-Ording (letzteren kenne ich noch nicht). Einen negativen Eindruck hatte ich unter den besuchten Einrichtungen nur vom Lübecker Tierpark, aber mein Besuch dort liegt schon fünf Jahre zurück, und wie ich aus diesem Forum erfahren habe (durch Sven P. Peter), soll sich seitdem dort einiges getan haben.

Und dann gäbe es noch den Eselpark Nessendorf, der aber leider gar nicht den netten Bildern in seinen Faltblättern gerecht wird, da man als Besucher keine Eselherden auf grüner Weide zu sehen bekommt (wenigstens war das im genannten Jahr noch so), sondern nur eine Art Massentierhaltung in einem Stall und jede Menge mietbare Eselkutschen. Wie gesagt: Man sollte eigentlich alles mal gesehen haben, aber das war eine der Einrichtungen, bei der ich mir gesagt habe: Hier brauchst du nicht noch mal hinzufahren...
(30.03.2007, 14:03)
IP66:   Sie haben wohl recht - aber manchmal muß man seine Zeit halt aufteilen, und da sind Tips von Menschen, die die Anlage schon einmal besucht haben, schon hilfreich. Ich habe ja schon einmal bemerkt, daß die Nutzer dieses Forums bei mir das Interesse an manchen Kleinzoo geweckt haben - vielleicht brauche ich einfach mehr Anstöße.
(30.03.2007, 12:28)
Michael Mettler:   Meines Erachtens lohnt JEDER Tierpark einen Besuch, selbst wenn man hinterher entscheidet, dass es der erste und letzte gewesen ist :-)

Ich würde Neumünster nicht so sehr als Wildgehege titulieren, sondern eher als Zoo für (überwiegend) heimische Tiere. Das betone ich deshalb, weil nicht weit davon entfernt der Wildpark Eekholt zu finden ist, der die Bezeichnung Wildgehege viel eher verdient, weil seine Großtiergehege doch eher ein Stück umzäunte (und sehr reizvolle) Naturlandschaft darstellen als die in Neumünster. Mein Tipp: Beide am selben Tag besuchen (ist problemlos machbar, wenn man gut zu Fuß ist - gerade Eekholt ist sehr weitläufig) und den Vergleich selbst ziehen. Und gerade für Eekholt lohnt es sich, den Park im Herbst zur Rothirschbrunft zu besuchen, denn erstens gibt es dort enorm kapitale "normale" Rothirsche, zweitens zwei Farbvarianten davon (weiß und mit Blässe) und drittens alle diese in herrlichen Gehegen, die wirklich fast wie freie Wildbahn wirken.
(29.03.2007, 23:40)
IP66:   Lohnt der Tierpark denn einen Besuch, wenn man in der Gegend ist, oder handelt es sich um ein Wildgehege mit Eisbärenergänzung?
(29.03.2007, 16:23)
Michael Mettler:   Überlegungen in gewisse Richtungen muss es schon lange geben. Ich erinnere mich daran, schon in den 80ern gehört zu haben, man wolle sich thematisch auf ganz Europa ausweiten und deshalb auch Magots (ist ja später passiert) und Leoparden (wegen ihres Vorkommens in Anatolien, wurde nicht realisiert) in den Bestand aufnehmen.

Der Wildpark Lüneburger Heide war schon lange vor den Schneeleoparden über den reinen Heimattiergarten hinaus, immerhin sind/waren Mähnenschafe und Sibirische Steinböcke, Alaska-Elche udn Wapitis, Kodiakbären und Timberwölfe ebenfalls "Exoten".

Prinzipiell ist gegen eine Neuausrichtung nichts zu sagen. Viele der heutigen Großzoos begannen schließlich auch mal als Heimattiergärten!
(27.03.2007, 19:06)
Ollo:   Der Tierpark Neumünster war bisher ein klassischer Heimattiergarten. Seit einigen Jahren haben sich dort Eisbären niedergelassen, und früher soll es auch mal Saigas gegeben haben. Dies sollen nun keine Ausrutscher bleiben. Man plant mit weiteren Exoten wie Pinguinen und Tigern (siehe Zoopresseschau).
Was haltet Ihr von dieser Neuausrichtung? Also ich finde solch eine Entwicklung völlig in Ordnung. Ein strikter Themenzoo wäre zwar moralisch überlegen, aber wenn man dort im Zentrum Schleswig-Holsteins neue Chancen wittert, sollte man sie zu nutzen versuchen. Immerhin handelt es sich bei den angedachten Arten um Tiere der kälteren Zonen. Und zuletzt sei darauf hingewiesen, daß auch andere Wildparks punktuell Exoten einbauen, z.B. Sababurg mit Affen und Pinguinen, Lüneburger Heide mit Schneeleoparden und Häherlingen.
(27.03.2007, 18:28)

zurück zur Suchausgabe
alle Beiträge