
| Marcell Buechner: | Die Schildkröten Ausstellung geht garnicht die Arme chinesische weichschildkröte (17.03.2016, 19:02) | ||
| Michael Mettler: | Ich habe seit gestern den neuen Flyer. Laut dem darin enthaltenen Plan scheint das vorherige Köhlerschildkrötengehege jetzt für Wasseragamen genutzt zu werden und es gibt einen neuen "Schildkrötentempel" rechts vom Piranhabecken; abgebildet ist eine Landschildkröte, vermutlich sind die Köhlerschildkröten also jetzt dort. Die Schildkröten-Sonderausstellung bleibt 2016 noch bestehen. (17.03.2016, 07:13) | ||
| Marcell Buechner: | In den neuen Terrarien sind jetzt carmälions eingezogen und da wo früher das Gehege der Schildkröten waren kommt jetzt wohl ein Becken hin (12.03.2016, 11:28) | ||
| Marcell Buechner: | Sind den die Terrarien jetzt neu besetzt und das Gehege von der Schildkröte neben den Aussichtsturm (26.02.2016, 20:52) | ||
| Marcell Buechner: | Ich hätte gerne dort feste und artgerechte Anlage statt immer diese wechselnden Ausstellungen (01.02.2016, 19:00) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Bei meinem letzten Besuch am 30.12.15 wurden neben der Chinesischen Weichschildkröte eine McCord schlangenhalsschildkröte, 2 Gelbwangen-Schmuckschildkröten und 2 Höckerschildkröten spec. in der Ausstellung zu sehen. (01.02.2016, 18:08) | ||
| Marcell Buechner: | Als ich da war war nur das Becken der weichschildkröte besetzt (01.02.2016, 16:03) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Das stereotype Verhalten der Weichschildkröte ist mir auch schon aufgefallen. Leider wird keine der Schildkröten in der Ausstellung gut gehalten, da alle Becken zu klein und schlecht strukturiert und eingerichtet sind.Es ist z.B. bei allen Arten viel zu wenig Landfläche vorhanden. (31.01.2016, 22:10) | ||
| Marcell Buechner: | Die chinesische weich Schildkröte wird sehr schlecht gehalten viel zu klein das Becken und keine Rückzugsmöglichkeig sie zeigt stereotypes Verhalten (31.01.2016, 14:35) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Für 2016 ist nach Aussage der Ranger wegen der Neueinrichtung der Tropenhalle keine neue Sonderausstellung geplant. Die Schildkrötenausstellung mit den leider sehr kleinen Becken / Terrarien soll verlängert werden. Da die beiden Wandterrarien gerade umgebaut werden kann ich mir gut vorstellen, dass eines von diesen zukünftig das Pantherchamäleon beherbergen wird. Für Insektenterrarien dürfte in der Halle auch noch genug Platz sein. Ich finde es schade, dass man sich vom Südamerikakonzept in der Tropenhalle abwendet und hätte einen südamerikanischen Besatz auch besser gefunden, aber Wasseragamensind wegen ihrer Größe und Färbung wohl publikumsattraktiver für Besucher als Basilisken, man hätte allerdings auch die passenden und ebenfalls populären Grünen Leguane nehmen können. Somit wird die Tropenhalle vermutlich in eine Urwaldhalle für Tiere verschiedenster Kontinente umgewandelt, was ihre Attraktivität allerdings nicht schmälern dürfte. Mir hat das Südamerika-Konzept allerdings auch sehr gut gefallen. (29.01.2016, 12:51) | ||
| Michael Mettler: | Um das im Zoo-Hannover-Thread begonnene Thema an passenderer Stelle fortzuführen: Laut heutigem Tageszeitungsbericht (NP) ist das in der Tropenhalle neu entstehende Terrarium für Wasseragamen gedacht. Damit würde dann die Südamerika-Thematisierung der Halle durchbrochen (man hätte eigentlich genauso gut Basilisken oder Grüne Leguane nehmen können...). Neu in die Schau kommen auch Pantherchamäleons und verschiedene Insekten, wobei es sich dabei um die nächste temporäre Ausstellung handeln dürfte. Ansonsten wird auch hier das Erlebniszoo-Konzept weiter ausgebaut: Die informierenden Mitarbeiter sind ab diesem Jahr "Ranger", eine Ranger-Station entsteht in der Tropenhalle, und die ausgestellten Insekten (alle?) soll man berühren dürfen (das Kribbel-Car aus dem Zoo lässt grüßen). (29.01.2016, 07:54) | ||
| Michael Mettler: | @Jennifer: Nein, ich habe aber auch nicht nachgehakt. Viel zu fotografieren gab es ja eh nicht ;-) (04.07.2013, 15:25) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Michael Wurde denn ein Grund für das Fotografierverbot genannt? Geht man da auf Nummer sicher und verbietet es gleich ganz um Blitzlichtgewitter zu vermeiden, oder was hat es damit auf sich? (04.07.2013, 14:05) | ||
| Michael Mettler: | Die Kopffüßerausstellung ist zumindest momentan recht unspektakulär. Sie umfasst insgesamt fünf Becken, davon war eins gestern unbesetzt; hier hätte eigentlich die spektakuläre Art Wunderpus (Wunderpus photogenicus) zu sehen sein sollen. Auch die zweite bunte Form, die Prachtsepie (Metasepia pfefferi) glänzte durch Abwesenheit; im so beschilderten Becken befand sich ohne weitere Erläuterung ersatzweise eine unscheinbare graubraune Sepie. Ein weiteres Becken ist mit "Riff-Oktopus" (Octopus spec.) beschildert und besetzt, desweiteren werden Perlboote (Nautilus) ausgestellt und natürlich der Star der Ausstellung, der Pazifische Riesenkrake (Octopus doefleini). Das gezeigte Exemplar wirkt durchaus beeindruckend, da es aber hinter einer gewölbten Scheibe präsentiert wird, dürfte der Vergrößerungseffekt mehr Kaliber vortäuschen als in natura vorhanden ist. Bei den beiden Octopus-Arten weisen große Schilder an den Scheiben darauf hin, dass das Fotografieren hier nicht erlaubt ist (auch ohne Blitz). Als ich an anderer Stelle in der Ausstellung Fotos machen wollte (Fotografieren ohne Blitz ist ja ansonsten im Sea Life gestattet), machte mich eine Aufsicht darauf aufmerksam, dass das Fotografierverbot für die gesamte Sonderausstellung gelte (worauf man allerdings beim Betreten des Raumes nicht durch entsprechende Beschilderung hingewiesen wird). Der normale Schaubereich des Sea Life ist derzeit kopffüßerfrei, das bisherige Krakenbecken (an dem es interessanterweise zumindest bis zu meinem letzten Besuch m.W. kein Fotografierverbot gab) ist u.a. mit Seepferdchen besetzt. Im Gegensatz zu meinem letztjährigen Besuch waren die Becken wieder dichter besetzt, dafür einige spektakuläre Tiere des Altbesatzes nicht mehr zu entdecken (z.B. Hammerhai und Geigenrochen). Nach der Formulierung im aktuellen Flyer zu urteilen ist nur noch eine einzelne Suppenschildkröte im Bestand (die habe ich auch gesehen). Neu für mich waren frei in der Tropenhalle laufende Anolis (zwei an weit voneinander entfernten Stellen gesehen). Die Krokodile sind auch noch da, auch diesmal befand sich jeweils ein Tier beiderseits des Besuchertunnels. Zwei Besuche innerhalb eines Jahres sind zwar nur marginale Momentaufnahmen, aber gestern fragte ich mich, ob die Anlage nicht sogar - unsichtbar für das Publikum - am Tunnel unterteilt sein könnte, damit immer beide Hälften schauattraktiv mit Krokodil gefüllt sind... Wer in Zoos und Aquarien viel fotografieren möchte, muss im Sea Life Hannover inzwischen einige Abstriche machen. Seit dem Eröffnungsjahr bin ich mit der selben Kamera und der selben Belichtungsautomatik dort unterwegs, aber meine Ergebnisse werden von Jahr zu Jahr schlechter in Belichtung und Schärfe und die Ausschussrate der Bilder lag beim jetzigen Besuch bei mittlerweile über 80% (ohne dass meine Hände zittriger geworden sind....). Einige der tropischen Meeresbecken sind dämmeriger beleuchtet als früher, und auf die zunehmende Verkratzung der Scheiben hatte ich ja schon in einem alten Beitrag hingewiesen; an der oben offenen Meereslagune z.B. ist ein Foto ohne Weichzeichnereffekt anscheinend kaum noch möglich. Das Verkratzen der Acrylscheiben ist übrigens nicht nur durch die Besucher bedingt, sondern auch an den Beckeninnenseiten festzustellen (wahrscheinlich durch bei der Scheibenreinigung "mitgeführte" Sandkörner); leicht daran erkennbar, dass sich dort in den Kratzern der Algenbelag erhält. Ebenfalls zur Freude des Fotografen ;-) (04.07.2013, 10:08) | ||
| Michael Mettler: | Die nächste Sonderausstellung ab März heißt "Octopus Garden" und widmet sich Kopffüßern. (19.02.2013, 18:16) | ||
| Michael Mettler: | Abschließend noch der Blick von oben. Mit dem Aussichtsturm im Hintergrund, der in seiner nackten Beton-Stahl-Konstruktion schon vor Sea Life (zu zeiten des Regenwaldhauses) in meinen Augen ein Illusionskiller war, bildet das Dach der Krokodilanlage jetzt ein denkwürdiges Ensemble. Sie reicht bis an das Gehege der Köhlerschildkröten heran, und man kann jetzt unten um den Turm ganz herum gehen und auch von oben zu den Krokodilen hinein sehen. Ansonsten neu für mich seit letzten Jahr: Im früheren Touch-Pool-Bereich zwei in die Wand eingelassene kleine Becken. In einem werden halbwüchsige Europäische Sumpfschildkröten gezeigt (Zusammenarbeit mit dem NABU zwecks Wiederansiedlung, wie die Schautafel daneben aussagt), im anderen die eigene Nachzucht von Korallen. Die Saisonausstellung von 2011 (Quallen) steht noch immer. Insgesamt kommt mir der Fischbestand im Vergleich zu den vergangenen Jahren recht ausgedünnt vor (wobei allerdings manche Becken vorher zeitweise extrem dicht besetzt waren, auch durch das Heranwachsen der Tiere). Deutlich zugenommen haben dagegen spielerisch-didaktische Elemente für Kinder. Ich würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Jahren in der Tropenhalle zusätzliche Terrarien entstehen würden - das Thema Südamerika gäbe ja von Schlange über Leguan bis Vogelspinne noch so einiges her, um werbewirksame neue Highlights zu setzen. (29.05.2012, 22:05) | ||
| Michael Mettler: | Und der Blick (fast) aus der Gegenrichtung. Laut Aquariumführer entstand diese Anlage "ganz im Stil kubanischer Sümpfe" - wenn es dort wirklich so aussieht, wundert es mich nicht, dass das Rautenkrokodil ausstirbt... Ich habe zwar schon deutlich nüchternere Krokodilanlagen gesehen, aber mit Ausnahme weniger Pflanzen und Baumstämme ist diese hier eine reine Kunstfelslandschaft und hat mitnichten irgendwelche Ähnlichkeit mit einem Sumpf. Das geht so weit, dass die Krokodile nicht mal eine Fläche mit weichem Substrat zum Liegen haben. (29.05.2012, 21:51) | ||
| Michael Mettler: | ...aber nach der leichten Linkskurve bietet sich dann dieser Anblick, und zumindest bei mir will dann die Illusion einer Tropenlandschaft einfach nicht mehr hinhauen. Zu sehen ist der so genannte "1. Croc-Walk Deutschlands": Den Glasboden können die Krokodile unterschwimmen, um von einem Anlagenteil in den anderen zu gelangen. Was geradeaus auf dem Bild zu sehen ist, gehört noch zum rechten Anlagenteil; dort befindet sich außer einem Pflegerzugang auch der unvermeidliche Mini-Wasserfall. Selbst wenn sich ein Kroko unter dem Glasboden befunden hätte, hätte ich es nur erahnen können, denn die Unterseite des Glases hängt voller Kondenswassertropfen, in der Oberseite spiegelt sich die Helligkeit der Tropenhalle, und der Wasserbereich darunter ist nicht etwa zusätzlich künstlich beleuchtet (zumindest nicht bei Tageslicht in der Halle). (29.05.2012, 21:45) | ||
| Michael Mettler: | Die neue Krokodilanlage befindet sich auf der Fläche des früheren Bananenhains in der Tropenhalle, zwischen dem Piranha- und dem Raubwelsbecken. Entfallen ist dafür das Hochwasser-Niedrigwasser-Doppelaquarium mit Diskusfischen etc., ansonsten "nur" Pflanzbereiche. In meinen Augen wirkt die Anlage allerdings wie ein Fremdkörper in der Halle. Das Entree ist ja noch relativ stimmig, mit einer Fortsetzung der "Maya-Ruine", in der sich ein kleiner Über-und-unter-Wasser-Einblick befindet (im Foto links), und der von einer "steinernen" Krokodilstatue bewacht wird. Rechts hinten ist ein weiterer Teil der Anlage zu sehen.... (29.05.2012, 21:38) | ||
| Ralf Sommerlad: | Bei den vorbereitenden Arbeiten zum ESB hat man schon erkennen müssen wieviele Kuba-Krokodile nicht reinerbig sind: Es ist vermutlich die Mehrheit der europäischen Zootiere!Die US-Amerikaner haben in jahrelanger Kleinarbeit unter der Federführung des Louisville Zoo einen guten, reinerbigen Bestand aufgebaut.So etwas kann dauern.Aber es ist die Arbeit und Geduld weiss Gott wert.Nur ändert das eben nichts an der Tatsache, dass die wissentliche Weitergabe und Zurschaustellung von Hybriden unter der Argumentation des Artenschutzes vorsichtig ausgedrückt "nicht in Ordnung" ist.Würde man darauf hinweisen, welcher immensen Bedrohungssituation die Krokodile auf Kuba durch Hybridisierung ausgesetzt sind, dass diese nicht zuletzt auf menschlichen Einfluß beruht, dass man diese Hybriden als schlechte Beispiele zeigt und die Identifikation auf rein morphologischer Basis ungeheuer schwierig und nahezu unmöglich ist.... (17.04.2012, 13:36) | ||
| Sacha: | Ralf Sommerlad: "genetisch versaut" würden aber höchstens deren Nachkommen (bei Verpaarung mit Hybriden) und nicht die reinerbigen Tiere selbst...;) Im Ernst, Gerrit und Ralf: Bin auch Eurer Meinung. (16.04.2012, 14:53) | ||
| Ralf Sommerlad: | Übrigens war Sealife Speyer im Vorfeld über die Tatsache informiert, dass es sich nicht um reinerbige Tiere handelt. Man hat sie dennoch angeschafft und m.E. damit den eigenen Anspruch der "ex-situ-Arterhaltung" ad absurdum geführt. (16.04.2012, 12:25) | ||
| Ralf Sommerlad: | Ja, ich ärgere mich auch masslos darüber!Ihre Vermutung, dass der Ursprung der Hybridenproduktion in Dänemark liegt, ist richtig.Hoffentlich bekommt man das alles in den Griff, wenn erst einmal das angestrebte ESB vom Paignton Zoo richtig etabliert ist.Zewischenzeitlich hat der Krokodilzoo Protivin munter reinerbige Tiere gezüchtet und gibt diese auch bis zur Etablierung des ESB nicht ab. Sehr gut, denn es wäre eine Schande, wenn auch diese Tiere wieder genetisch versaut würden. (16.04.2012, 12:21) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ich finde es sehr eigenartig, dass mit den Hybriden eine Zucht (im Sea Life Speyer sowie Hannover) unter dem Motto "Arterhaltung" geplant wird. Somal dies nicht der Arterhaltung dient, noch klar ist, ob mit den Hybriden überhaupt gezüchtet werden kann. Hier ein kurzer Videobeitrag: http://www.swr.de/landesschau-aktuell-rp/-/id=233240/did=9569660/pv=video/nid=233240/11qspuv/index.html Scheint aber in Europa eine größere Hybridendichte zu geben. Laut zootierliste.de sind es mindestens 4 Einrichtungen mit diesen Hybriden, Da Speyer die drei Schwestern 2011 und London 2010 (ein Beginn der Hybridenhaltung in Kent ist nicht vermerkt) erhielt und im dänischen Krokodille Zoo (Eskilstrup) eine Zooerstzucht für 2010 vermerkt ist, vermute ich, dass die Hybriden ihren Ursprung aus dieser Zucht haben. Ob hier schon Hybriden gezüchtet haben oder hier die Kreuzung statt fand, weiß ich nicht; beides ist nach den gegebenen Informationen auf zootierliste.de möglich. (16.04.2012, 01:00) | ||
| Niedersachse: | Keine Ahnung was dafür weichen musste, jedenfalls nicht die große Fisch, Schildkröten-Anlage. Kenne die Baustelle nur von Fotos. (13.04.2012, 14:40) | ||
| Michael Mettler: | @Niedersachse: Was ist denn dafür entfallen? (13.04.2012, 14:15) | ||
| Niedersachse: | Die Anlage ist komplett neu in der Tropenhalle entstanden. Das sieht eher nicht als temporär gedacht aus. (13.04.2012, 13:11) | ||
| Michael Mettler: | Heute wird eine neu errichtete Anlage für Kubakrokodile eröffnet. Bewohner sind zwei weibliche Exemplare, die aus dem Sea Life Speyer kamen. Ein Besuchersteg mit Glasboden führt über das Wasserbecken. Wo innerhalb des Hauses diese Anlage (laut Zeitungsbericht 60 qm groß, Wasserbecken mit 40.000 l) gebaut wurde, weiß ich noch nicht - der Übersichtsplan auf der HP ließ sich nicht aufrufen (liegt aber vielleicht an meinem PC). Da bisher nichts über eine neue Saisonausstellung zu lesen war, frage ich mich, ob es sich nur um eine temporäre Einrichtung im Sonderausstellungsraum handelt. (13.04.2012, 09:03) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Bei ZEBRAmuränen hätte sich doch eigentlich ein gestreifter Hintergrund angeboten... Das "Schachbrett" könnte ein Material-Recycling sein, bei der Sonderausstellung Seepferdchen gab es damals sowas als Boden in einem der Becken (sollte wohl auf die Ähnlichkeit eines Seepferdchens mit dem Springer beim Schach anspielen). (30.08.2011, 10:41) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Ersetze den Tsunami einfach durch das Abschmelzen der Polkappen, und deine Geschichte hätte eine didaktisch wertvolle ökologische Botschaft... Was für den Eisbären ein viel diskutiertes Problem ist, dürfte nämlich jeder Menge Meeresgetier vom Korallenfisch bis zum Wal neue Lebensraumflächen verschaffen, aber DARÜBER liest man nie etwas ;-) Stimmt übrigens mit den Storys, selbst der Vorgänger des Sea Life, das Regenwaldhaus, bemühte ja ein Forscherlager nebst Hubschraubersimulation zum Aufsuchen desselben. (30.08.2011, 10:37) | ||
| Sacha: | Nicht zu vergessen die Möglichkeiten, durch die man mit derartig gestalteten Aquarien spannende Geschichten "an den Mann bringen kann". z.B.: "Ein ehemaliger Schachweltmeister wollte auf einem Südseeatoll einen Ruhesitz bauen lassen. Die Rohre und Wände für sein künftiges Heim waren schon verlegt, als ein Tsunami über die Insel hereinbrach. Weil das Eiland wegen der globalen Klimaerwärmung schon zuvor nur knapp über dem Meeresspiegel lag, versank es nach der Monsterwelle mit ihren Kräften der Zerstörung im Meer. Glück im Unglück: Vielen Meereslebewesen bieten die menschlichen Bauten nun einen neuen Lebensraum". Da kann ein langweiliges, "naturnahes" Riffaquarium nicht mithalten, oder? Und gerade in Hannover sind solche Storys doch sehr beliebt...;) (30.08.2011, 09:58) | ||
| Jennifer Weilguni: | Wenn man bedenkt, dass absichtlich alte S-Bahnen im Meer versenkt werden, damit sich auf ihnen neue Korallenriffe bilden, ist das mit der "Natürlichkeit" ja ohnehin relativ. (29.08.2011, 13:39) | ||
| Michael Mettler: | Besagte Muränen-Installation. OK, z.B. Menschenaffen hinter Glas, vor Sichtbeton und mit Plastiktonnen als Beschäftigungselementen zu präsentieren, ist ja auch nicht "natürlicher"... (28.08.2011, 18:27) | ||
| Michael Mettler: | Von der optischen Aufmachung her finde ich die diesjährige Sonderausstellung mit Quallen recht gelungen. Durch einen Vorhang aus "Tentakeln" (transparente Gummistreifen) betritt man einen dunklen Tunnel, der mit UV-Licht ausgeleuchtet ist, so dass alle weißen Elemente blau "phosphoreszieren", was vor allem bei den an die Wand gemalten Quallen sehr interessant wirkt. Bis auf die bodenlebenden Mangrovequallen sind alle Arten (weitere vier) in den typisch runden Quallenaquarien, die mich immer an die Trommel einer Waschmaschine erinnern, untergebracht. Aus der letzten Sonderausstellung ist übrigens eins der Berührungsbecken am Standort verblieben, während der frühere Touchpool-Bereich (auf dem Rundgang nach der Meereslagune) nach wie vor mit Wandverkleidung abgeschirmt ist (und vielleicht gar nicht mehr existiert?). Auch den VW Bully mit dem Aquarium gibt es noch, der steht jetzt allerdings neben besagtem Lagunenbecken und das Aquarium ist derzeit leer. Im "etatmäßigen" Quallenbecken des Hauses sind derzeit junge Zebramuränen in einer etwas gewöhnungsbedürftigen Installation untergebracht. Zu den bemerkenswertesten Neuzugängen zählt ein Arowana in der Amazonas-Lagune - wobei ich die Haltung eines so sprunggewaltigen Fisches hinter einer den Wasserspiegel nur wenig überragenden Einfassung für etwas unfallträchtig halte. (28.08.2011, 18:22) | ||
| Michael Mettler: | Nach über einem Jahr war ich gestern mal wieder im Sea Life Centre, da es in den Winterferien um eine Stunde verlängerte Öffnungszeiten gab. So habe ich auch die seit letztem Frühjahr laufende Sonderausstellung "Expedition Küste" erst jetzt gesehen - und dabei bisher nichts verpasst. Ein paar kleine, teilweise auch von oben zu betrachtende Becken mit Fischen und Wirbellosen aus allen Klimazonen, darunter aber diverse Arten, die es auch anderswo im Haus zu sehen gibt. Das Highlight - wenn man es denn so nennen will - sind junge Seehasen. Zur Ausstellung gehört auch die nachgebaute Frontpartie eines alten VW Bully, dessen Frontscheibe Vorderseite eines kleinen Korallenbeckens bildet. Schon das zweite "Auto" in einer solchen Sonderausstellung (in der vorletzten befand sich ein Muränenbecken "in" einem Jeep) - irgendwann nutzt sich auch dieser Gag ab... Quasi zum Ausgleich für die Ausstellung ist die Nische mit den Touchpools im normalen Hausrundgang gesperrt und mit Stellwänden zugebaut. Vielleicht wollte man kein zusätzliches Aufsichtspersonal für die Sonderausstellung bezahlen...? Sparmaßnahmen auch andernorts: Statt wie in den vergangenen Jahren zusammen mit jeder Saison auch einen neuen Aquariumführer herauszugeben, hat man diesmal Restbestände des vorletzten per Einkleber im Rundgangplan "aktualisiert". Es liegt eine s/w-Fotokopie (!) eines Gutscheinbogens bei, mit den Bons erhält man Rabatte auf einen weiteren Eintritt, Souvenirs und Erfrischungen. Sehr billig gemacht, hier wird anscheinend kräftig gespart. Im Tierbestand entdeckte ich einige neue Fischarten, die ich aber erst noch bestimmen muss, da die Beschilderung noch immer auf dem Stand von vor zwei Jahren ist (und schon damals unvollständig oder sogar teilweise überholt war)... Im Vergleich zu meinem letzten Besuch schienen mir die Meereslagune (in deren Bereich noch immer Weihnachtsmusik gedudelt wird!) und die Amazonaslagune sehr viel dünner besetzt zu sein. Auch der einst eindrucksvolle Piranhaschwarm ist auf ein paar Tiere zusammengeschmolzen, dafür wurde das Becken mit Trauermantel- und anderen kleinen Salmlern aufgefüllt. Ich will nun nicht aus einer Momentaufnahme ein Untergangsszenario konstruieren, aber irgendwie hatte ich schon den Eindruck, dass im Centre Einiges "runtergefahren" wird. Da ich es nie zu Stoßzeiten besucht habe, kann ich natürlich auch nicht beurteilen, ob das Publikumsinteresse stark nachgelassen haben könnte. Es gibt natürlich baulich bedingt nur wenig Möglichkeiten, wirklich aufregende neue Attraktionen zu bieten (z.B. eine Pinguin- oder Zwergotteranlage wie in anderen Häusern der Kette). (06.01.2011, 19:35) | ||
| IP66: | Ich denke, daß sich in der Verkürzung der Öffenungszeiten auch ein Nachteil der kommerziell betriebenen Wildtieraustellungsbetriebe zeigt. Auch wenn mancher gemeinnützige Zoo seine Pforten im Winter früher schließt, so entscheiden da doch Kommune und Träger mit, und auch die Fördervereine können Einfluß nehmen. (06.11.2009, 10:59) | ||
| Ulli: | Ich will mein altes Regenwaldhaus zurück (06.11.2009, 10:24) | ||
| Sacha: | Vielleicht ist den meisten (= ONB) der Eintrittspreis im SL Hannover zu teuer und sie gehen - wenn sie denn überhaupt Fische gucken wollen - lieber ins Niedersächsische Landesmuseum? Kann Deinen Aerger übrigens sehr gut verstehen. So fördert man nicht gerade den Verkauf von Jahreskarten (insbesondere an erwerbstätige Einzelpersonen). (05.11.2009, 11:04) | ||
| Michael Mettler: | SL Hannover hat wochentags die Öffnungszeiten um eine weitere Stunde gekürzt. Für die Monate November bis Februar ist nun montags bis freitags nur noch bis 16 Uhr Einlass und um 17.30 Uhr Ende der Schauzeit. Lassen wir uns überraschen, ob das wie im Sommer 2008 womöglich nur ein Testballon für eine dauerhafte ÖZ-Verkürzung ist. Damals mussten ja zuerst die Fußball-EM und dann die Sommerferien als Begründung herhalten, bevor man einfach gänzlich bei der neuen ÖZ blieb. Diesmal hat sich SL eine Begründung gleich ganz geschenkt. Für mich ist dabei besonders ärgerlich (und wenig servicefreundlich), dass man nicht mal als Jahreskarteninhaber darüber vorab informiert wird, sondern schlichtweg vor verschlossenen Türen steht - und ich bin bestimmt nicht der Einzige, der nicht gerade um die Ecke wohnt. Insgesamt ist dabei natürlich bemerkenswert, dass offenbar nicht mal ein eigentlich wetter- und tageslichtunabhängiges Schauaquarium zu jenen Zeiten wirtschaftliche Besuchermengen anziehen kann, zu denen diese wegen langer Winterabende oder Sommerferien eigentlich GERADE Zeit haben müssten. (04.11.2009, 17:37) | ||
| Michael Mettler: | Die "Meereslagune", das oben offene Vieleck-Becken mit dem Hauptbesatz Rochen (Kuhnasen-, Peitschen- und Geigenrochen), wandelt sich immer mehr zu einem Korallenfischbecken. Nachdem auf den unten im Thread angeführten Artenlisten anfangs nur 5, später 16 Fischarten für die Lagune zu finden sind, komme ich nach den beiden kürzlichen Besuchen auf stattliche 33! Und damit erhebe ich noch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn ein paar Stellen sind schlecht einsehbar, und mittlerweile leben (trotz der Bambushaie!) selbst sehr kleine Arten im Becken, die sich gut "unsichtbar" machen können, z.B. der Langschnauzen-Büschelbarsch. Zum Besatz zählen inzwischen z.B. je 7 Arten von Doktor- und Lippfischen. Nach wie vor geht aber nichts ohne Bestimmungsbuch (dank der Digitalfotografie lohnen sich ja auch "schlechte" Aufnahmen, um zuhause nachschlagen zu können...), denn die Beschilderung geht über eine Handvoll Arten nicht hinaus und ist auch im Rest des Hauses nach wie vor sehr dürftig. Auch deshalb entdeckt man immer wieder neue oder umgesetzte Arten in den Becken. Erstmals überhaupt in einem Aquarium habe ich zwei Kraken im selben Becken gesehen. Zuchtversuch...? (23.06.2009, 21:39) | ||
| IP66: | Generell bietet das Seepferdchen eine gute Möglichkeit, an die Hippokampen, die in der antiken Kunst meist zusammen mit Meeresgöttern, Tritonen, Neptun selbst oder Amphitrite auftreten, zu erinnern - mit Rafaels Triumpf der Galathea gibt es sogar ein recht bekanntes Gemälde didaktisch verwertbaren Inhaltes. Wenn man sich schließlich der Moderne widmet, so kann man dies über Herrn Haeckels "Kunstformen der Natur" tun, wo das Seepferdchen nur noch für sich selbst steht, allerdings nunmehr im Kontext der Natur als wahrer Meisterin der Künste. Dergleichen hätte den von Michael Mettlers zitierten jungen Zoobesucher vielleicht mehr überzeugt ... (10.06.2009, 14:09) | ||
| Sacha: | @MM: Jaaaaahh, es ist noch nicht Hopfen und Malz verloren bei unseren Kindern!!! (12.05.2009, 11:30) | ||
| Michael Mettler: | Eigentlich schade, dass ich die Ausstellung zu einem besucherschwachen Zeitpunkt gesehen habe, mich hätten ein paar mehr Besucherreaktionen interessiert. Ausgerechnet das einzige anwesende Kind reagierte eher wie ein Zoofan und fragte seine Mutter sinngemäß, was denn das Westernfort im Aquarium zu suchen habe. (12.05.2009, 10:44) | ||
| Sacha: | Woah! Das haut di stärkstä Männä um.... ... wobei diese Präsentation nicht einmal neu ist. Als ich vor einigen Jahren im Haus des Meeres in Wien war, waren rund ein Dutzend kleiner Aquarien von "Sponsor" Lego "umdekoriert". (12.05.2009, 10:35) | ||
| Michael Mettler: | ...und die besagte Sonderausstellung habe ich mir beim heutigen SL-Besuch erstmals angesehen. Statt der Hintergrundmusik der vorherigen Sonderausstellungen läuft bei dieser ein Endlos-Tonband mit einem Text über Seepferdchen und über die Idee, die hinter einigen der Beckeneinrichtungen steckt. Denn die Ausstellung zeigt laut Ansage die Seepferdchen teilweise in ihrer natürlichen Umgebung, teilweise in "kreativ" gestalteten Aquarien. Erstere (drei Stück) kommen im Rundgang zuerst, deshalb war ich gespannt auf letztere (ebenfalls drei) - und die sind seeehr gewöhnungsbedürftig. In einem dieser drei Becken liegt vor einem Felsaufbau ein Schachbrett, mit ein paar Schachfiguren darauf - damit soll auf die optische Ähnlichkeit eines Seepferdchens mit dem Springer beim Schach hingewiesen werden. Auch das größte Becken der Sonderschau zielt in diese Richtung; auf seinem Boden ist ein Lego-Westernfort aufgebaut, natürlich mit ganz vielen "Pferdchen" - und in den Nischen der Felsrückwand sitzen zwei Playmobil-Geier... Becken Nummer Drei aus der "kreativen Ecke" ist dann m.E. eine Spur origineller: Zwar auch mit Lego bestückt und quietschbunt (siehe Foto), aber wenigstens mit Unterwasserthema - Sponge Bob & Friends... Zum Zoologischen: Je Becken eine Seepferdchen-Art, und zwar Hippocampus barbouri, H. abdominalis, H. erectus, H. fuscus, H. reidi und H. comes. Dazu gibt es überall nicht ausgeschilderten Nebenbesatz, hauptsächlich aus der Verwandtschaftsgruppe Grundeln, Schleim- und Leierfische, sowie einen Mirakelbarsch, eine junge Süßlippe und - den hätte ich nicht unbedingt in Vergesellschaftung mit Seepferdchen erwartet - einen jungen Paddelbarsch. (07.05.2009, 20:51) | ||
| Michael Mettler: | Für dieses Jahr sind als Sonderausstellung Seepferdchen angekündigt. (26.03.2009, 17:38) | ||
| Michael Mettler: | Nachdem ich gestern in der Tageszeitung gelesen hatte, dass Sea Life an Silvester normale Öffnungszeiten hat, habe ich noch einen Besuch ins Silvesterprogramm eingebaut - und war auf diese Weise der letzte Besucher des Hauses in 2008 :-) Ganz interessant war, wie man zum Toreschluss mit solchen Nachzüglern wie mir verfährt: Da gibt es kein "wir schließen gleich" oder so, sondern man wird regelrecht aus dem Haus geschmeichelt. Der Mitarbeiter, der Schließdienst hatte, bot mir an, ihn auf seiner Runde zu begleiten, weil er noch einen Kontrollblick in alle Pflegerbereiche werfen müsse und ich auf diese Weise kleine Einblicke hinter die Kulissen bekommen könne. Und während ich dann durch die eine und andere Tür spähte, wurde hinter mir der Besuchergang ganz dezent mit vorgehängten Ketten blockiert... Im Sonderausstellungsraum, der ja den Abschluss des (zoologischen) Rundganges bildet, waren dann gleich drei Mitarbeiter/innen sehr bemüht um ihren letzten Gast und geleiteten mich plaudernd "ganz nebenbei" bis zum Ausgang. Bei soviel Sonderbehandlung kommt man glatt in Versuchung, öfter mal der Letzte zu sein :-) Dabei war die Besuchszeit nicht mal ausgereizt: Sea Life gibt die Dauer eines Rundganges selbst mit 1,5 Stunden an und hat letzten Einlass um 17 Uhr. Als ich mit den besten Neujahrswünschen versehen den Ausgang passierte, war es gerade mal 18 Uhr - aber verpasst habe ich wirklich nichts und sogar noch ein paar interessante Einblicke gewonnen. Hinter den Aquarien gibt es keine durchgängigen Pflegerbereiche, sondern nur kleine Kammern, von denen aus jeweils ein oder zwei Becken bedient werden. Wie bei so vielen Blicken hinter Kulissen ist der Eindruck nüchtern: Betonwände, Stahlträger und Holzplattformen. Letztere nicht etwa in optisch gefälliger Variante, sondern aus sägerauen Brettern zusammenzugezimmert wie provisorische Baustellenpodeste. Der Blick von oben in die Becken ist schon ganz interessant, weil man dadurch z.B. einzuschätzen lernt, wie stark die gekrümmten Scheiben der Schauseite die wahren Größendimensionen verzerren. Der Einsiedlerkrebs im früheren Krakenbecken wird z.B. durch dessen viertelkugelige Frontscheibe zum fast vierfachen Volumen "aufgeblasen"! In den kleinen Pflegekammern herrscht übrigens durch die Maschinen und Beleuchtungen eine Wahnsinnshitze, weshalb ihre Türen außerhalb der Besuchszeit geöffnet werden müssen. Ein paar nette Anekdoten hörte ich bei dieser Gelegenheit auch noch; z.B. dass immer wieder Besucher beim Anblick einer aus dem "Schiffswrack" lugenden Muräne die Mitarbeiter alarmieren, dass da ein großer Fisch "eingeklemmt" sei und "ganz furchtbar nach Luft schnappe". Manche davon geben sich nicht mal mit der Erläuterung der Lebensweise und Atemtechnik von Muränen zufrieden, sondern entgegen darauf "Sie können mir noch so viel erzählen, das nehme ich Ihnen trotzdem nicht ab"... (01.01.2009, 11:09) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Ehrlich gesagt gefiel mir die Musik damals besser als Bo Derek :-) (16.12.2008, 13:43) | ||
| Sacha: | @MM: Auch zuviel "Ten - die Traumfrau" geguckt??:) (Bo Derek sah damals wirklich spitze aus) Sorry fürs Offtopic. (16.12.2008, 12:10) | ||
| Michael Mettler: | Nach fünf Monaten Pause war ich mal wieder im SL und kann berichten, dass es tatsächlich bei der verkürzten Öffnungszeit geblieben ist. Schade, damit sind mir Nach-Feierabend-Besuche unter der Woche endgültig nicht mehr möglich. Es hat sich Einiges getan im Besatz; diverse für die Becken recht groß gewordene Fische wurden ausgetauscht, so ist z.B. der große, aus zwei Arten bestehende Schwarm der relativ farblosen Grunzer in der Meereslagune weg, stattdessen tummeln sich dort diverse buntere Korallenfische und eine Gruppe junger Fledermausfische zwischen den Rochen. Auch die Zahl der Kuhnasenrochen schien mir geringer geworden zu sein. Ziemlich voll wirkt noch das "Kanonendeck", in dem die Feuerfische stattlich herangewachsen sind. Der Krake wird nun nicht mehr im halbkugelig verglasten Grottenbecken gehalten (das ist jetzt hell erleuchtet und beherbergt Demoisellen und einen großen Einsiedlerkrebs), sondern gegenüber in der "Waffenkammer" des Schiffswracks (vorher mit Langusten und Kardinälen besetzt). Er zieht sich aber in Verstecke zurück, wenn er sich zu sehr beobachtet fühlt; zweimal sah ich ihn an exponierter Stelle sitzen, aber sobald ich mich vor das Becken hockte und die Kamera in Anschlag brachte, ging er in Deckung. Auf vorbei schlendernde Besucher reagierte er dagegen nicht. In der Sonderausstellung habe ich diesmal zwei Seeschlangen gesehen; die Zahl der Röhrenaale scheint deutlich geschrumpft zu sein. Bin gespannt, welches Thema die nächste Ausstellung bringen wird. Statt Calypso-Musik erklingt übrigens im Haitunnel derzeit Weihnachtsmusik, laut Zeitungsmeldung angeblich, um die Haie zur Paarung zu stimulieren... Vielleicht sollten sie es doch lieber mit dem "Bolero" versuchen :-) (14.12.2008, 00:25) | ||
| Michael Mettler: | Im dritten Anlauf bin ich nun endlich mal wieder ins SL gekommen - und siehe da, die verkürzte Öffnungszeit (letzter Einlass 17 statt 18 Uhr) gilt entgegen der letzten Ankündigung und trotz Ferienbeginn noch immer - diesmal ohne zeitliche Einschränkung. Zum Glück war ich noch rechtzeitig da, sonst hätte ich zum dritten Mal vor verschlossenen Türen gestanden. Ich sprach eine Besucherbetreuerin darauf an, die mir nur sagen konnte, dass sie selbst jedesmal aufs Neue überrascht sei... Sieht also so aus, als könnten wir uns von der späteren Einlasszeit im Sommerhalbjahr endgültig verabschieden. Mal sehen, wie's im Winter wird... Nebenbei: Der Eintrittspreis wurde zwischenzeitlich von 12 Euro auf 13,95 Euro erhöht! (Wie liegt der eigentlich in den anderen Centres?) Im Besatz gab es zwar wieder einige Wechsel, doch nichts Weltbewegendes; die zeitweise etwas überfüllte Meereslagune ist deutlich ausgelichtet, wie auch andere Becken teilweise etwas leerer wirkten - was aber auch verständlich ist, da so manches als Jungfisch eingesetzte Exemplar längst stattlich herangewachsen war, so dass man sich wahrscheinlich von einigen getrennt hat (oder Verluste hatte). Wimpelfische, Imperator-Kaiserfische und Ohrenquallen fallen mir spontan als Neuzugänge ein, und das Krakenbecken ist auch wieder besetzt (mit einem Jungtier der selben Art). Was mir heute besonders auffiel: Bei vielen Becken sind die Acrylscheiben mittlerweile sehr stark verkratzt. Eine meiner bisherigen Lieblings-Kameraperspektiven an der Meereslagune war gar nicht mehr möglich, weil die Aufnahmen durch die verkratzte Scheibe sämtlich einen unerwünschten Weichzeichnereffekt bekamen. Das bloße Auge ist zwar weniger empfindlich, aber allzu lange kann das eigentlich nicht mehr so weitergehen, da sind wohl mal Politurarbeiten nötig. (16.07.2008, 00:25) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Michael Mettler Na, fairerweise muss ich noch dazu sagen, dass die "Freikarten", die man teilweise erhält daran geknüpft sind, dass eine weitere Person mitgeht, die dann voll bezahlt. Da ich ja aber ohnehin meistens in Begleitung bin, lohnt es sich dann schon solche Karten vorzulegen. (Auch im Serengeti-Park machen wir das immer so.) (07.07.2008, 09:07) | ||
| Michael Mettler: | @Jennifer: Vielleicht benutze ich die Freikarten ja noch selbst, falls ich meine Jahreskarte nicht verlängere :-) Rabattkarten liegen in Hannover im Moment auch reichlich aus, Freikarten habe ich allerdings noch nirgends gesehen. Interessanterweise gab es aber im Frühjahr eine Rabattaktion für Abendbesuche... Scheint ja nicht viel bewirkt zu haben. (04.07.2008, 22:12) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Michael Mettler Na, sammel doch mal schön weiter, dann wissen wir ja wenigstens, wohin uns das nächste Forumtreffen führt und Du kannst uns alle einladen :-) Wobei es ja nicht sonderlich schwierig ist, Frei- oder Rabattkarten für das SL zu bekommen. Ich habe die schon auf Waschmittelpackungen und Füssigseife gesehen, teilweise liegen sie in Zoofachgeschäften und Videotheken aus und in diversen Bekleidungsgeschäften bekommt man sie auch. Auch wenn es nett ist in solchen Fällen Freikarten zu verteilen, es ist schon ärgerlich, wenn man zum zweiten Mal vor verschlossenen Türen steht ! (04.07.2008, 20:51) | ||
| Michael Mettler: | Mal wieder was zum Thema Sea Life: Meine vor zweieinhalb Wochen geäußerte Vermutung scheint sich zu bestätigen - obwohl die damals als Begründung genannte Fußball-EM längst vorbei ist, stand ich heute am SL Hannover erneut vor verschlossenen Türen! Diesmal ersparte man sich am Aushang allerdings auch gleich die Begründung, warum nunmehr noch bis zum 12.7. verkürzte Öffnungszeiten gelten und bereits um 17 (statt 18) Uhr letzter Einlass ist. Ich habe mich umgehend bei der Mitarbeiterin im Shop (den man über den Ausgang erreichen kann) beschwert, die sich entschuldigte und sagte, dass aber ab Ferienbeginn (das wäre allerdings der 10.7.) wieder die alten Zeiten gelten. Auf meine Frage, ob man sich darauf verlassen könne, zuckte sie mit den Achseln. (Wie es dann nach den Ferien weitergeht, habe ich erst gar nicht gefragt.) Zwar habe ich nun zum zweiten Mal innerhalb drei Wochen eine Freikarte als Entschädigung erhalten, aber eigentlich fahre ich ja zum SL, um Fische zu sehen und nicht, um Karten zu sammeln. (04.07.2008, 18:30) | ||
| IP66: | Was den Rückbau auf einen Bruchteil von Ausstellungsfläche und Exponaten angeht, haben wir hier in Bonn das Museum König, von dem ich nicht einmal weiß, ob es durch diese Maßnahmen mehr Besucher anzieht. Interessant ist, daß man dergleichen Reduktionen im Bereich der Kunst- oder Geschichtsmuseen kaum erlebt. Ich sehe die Angelegenheit in Hannover allerdings weniger aussichtslos als die in Bonn: Zum einen reichen die Altmeisterbestände nicht wirklich aus, ein Kunstmuseum mit einigem Anspruch zu bestücken, zum anderen gibt es die naturkundlichen Exponate, das Aquarium und eine Ausstellung, die man nicht ersatzlos wird einmotten können. Schließlich habe ich den Eindruck, daß Hannover als Landeshauptstadt doch häufig über Ehrgeiz und Mittel verfügt hat, auch größere Projekte zu bewältigen. Im Grunde sind das Gewächshaus in Herrenhausen und die Einmietung des Aquarienbetreibers dort ja Anzeichen, daß man kulturelle Errungenschaften nicht aufgeben möchte. (04.07.2008, 10:44) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Der Beitrag, den ich meine, ist im vorliegenden Thread noch einsehbar (25.5.07, in Zusammenhang mit der Schilderung von meinem ersten SL-Besuch). @IP66: Prinzipiell ist es ja verständlich, wenn ein Museum mehr von seinen Schätzen ausstellen will (statt sie nur in den Kammern zu lagern) und dafür mehr Platz braucht; aber das gilt natürlich für die Naturkundeabteilung im Landesmuseum genauso. Der Umbau vor einigen Jahren kam ja einem Rückbau gleich, da sind etliche Exponate bis hin zum Entenwal-Skelett hinter den Kulissen verschwunden. Und das, obwohl es schon vor Jahrzehnten hieß, dass "auf dem Speicher" noch so viel Material lagere, für das in der voll besetzten Naturkundeabteilung kein Ausstellungsplatz zu finden sei. Über besagtes Walskelett war man z.B. seinerzeit nur durch Zufall gestolpert, das war vorher in Kisten eingelagert und in Vergessenheit geraten! Auf ähnliche Weise kam später noch das Geweih eines Schomburgk-Hirsches ans Tageslicht. Wer weiß, vielleicht liegt da irgendwo noch ein Beutelwolf rum... Durch die Existenz von Sea Life wäre der Ausbau der Aquaristik im Museum m.E. Geldverschwendung. Die vorhandenen Möglichkeiten sind ja keineswegs schlecht oder unzeitgemäß, nur erinnern sie eben deutlich mehr an das Aquarium zuhause als dies die Becken im SL tun. Ich würde behaupten, dass das bei Kindern nicht mal ein Grund für weniger Begeisterung ist; schließlich sind die wesentlich einförmigeren Aquarienwände von Zoogeschäften trotzdem für Kids interessant. Als Besucherklientel sind vielleicht eher die Hobbyaquarianer abgebröckelt, da ihnen der Beckenbesatz nicht mehr allzu viel Besonderes, zuhause nicht Haltbares bietet. Das mag auch der Grund dafür sein, dass moderne Schauaquarien heute mit ungewöhnlichen Beckenformen und -ausmaßen und Großfischen locken müssen, während es sich ein Werner Schröder im Berliner Aquarium seinerzeit noch leisten konnte, unter dem Beifall der Hobbyaquarianer mehrere Becken mit verschiedenen Guppy-Zuchtformen nebeneinander aufzustellen. Übrigens kann ich mich gar nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal einen Pressebericht über Ereignisse im Vivarium des Landesmuseums gesehen habe. Lange vor Sea Life las man hie und da mal was über das Eintreffen neuer Pfleglinge oder Zuchterfolge, aber seit Jahren herrscht da nur noch Schweigen - traurig. So kann man sich seine Besucherzahlen natürlich auch kaputt machen (vorsätzlich?). (03.07.2008, 19:20) | ||
| IP66: | Natürlich wird es nicht völlig unsinnig sein, ein als Kunstmuseum errichtetes Gebäude eben zur Ausstellung von Kunst zu nutzen. Auf der anderen Seite ist in die Aquarientechnik einiges investiert worden. Die Frage ist, ob das bestehende Tierhaltunssystem ausbaubar sein wird - und ob man seitens des Landes bereit ist, einen solchen Ausbau zu unterstützen. Ich persönlich halte eine Verbindung von Naturalien- und Artefaktensammlungen in einem Gebäude für nicht unsinnig und sehe das Auseinandernehmen jeglicher Sammlungen dieser Art, wie es momentan in Wiesbaden und Darmstadt geschieht, nicht immer als sinnvoll an, zumal das darmstädter Gebäude, ander als jenes in Hannover, die Verschiedenheit der Sammlungen auch architektonisch verdeutlicht. (03.07.2008, 17:17) | ||
| Ulli: | @Michael Mettler Hatte ich wohl etwas falsch in Erinnerung oder aus Versehen mit irgendwelchen Springer AquaWelt-Vorschlägen aus anderen Zusammenhängen usammengeworfen und so in Erinnerung behalten - deinen konkreten Vorschlag fand ich damals spontan gut - ich hatte diesen Beitrag noch im Foren-Archiv gesucht - der Beitrag war wohl damals beim Crash mit verlorengegangen. (03.07.2008, 16:28) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Danke für die Blumen, nur kann ich mich gar nicht daran erinnern, mal eine rein europäische Ausrichtung des Vivariums vorgeschlagen zu haben...? Mein Ansatz weiter unten im Thread war eigentlich, aus dem Vivarium ein reines Terrarium mit Reptilien, Amphibien und Wirbellosen zu machen (diese Nische ist in der Region Hannover bisher nur unzureichend mit den paar Terrarien in Zoo und Landesmuseum besetzt) und die heutigen Kaltwasserbecken für "kalte" Amphibien zu nutzen (wenn das technisch umsetzbar ist). Insgesamt dachte ich dabei aber schon an einen "weltweiten" und damit auch tropischen Besatz, also z.B. auch Publikumsmagnete wie Vogelspinnen, Großechsen und tropische Giftschlangen. Europäische bzw. überhaupt holarktische Reptilien und Amphibien haben den schautechnischen Nachteil, dass ihre Becken zeitweise unbesetzt wären - zur artgerechten Haltung gehörte dann nämlich eine Winterruhe. Müsste man das nur bei den paar Becken der heutigen Kaltwasserseite kompensieren (indem man statt der "Winterschläfer" solange einen Zweitbesatz präsentiert, ohne die Becken in dieser Zeit zu kühlen), ließe sich die Ruhezeit sicherlich einigermaßen überbrücken. Für das ganze Vivarium allerdings eine "B-Mannschaft" bereit zu halten, die drei Viertel des Jahres hinter den Kulissen verbringt, fände ich schon wegen des Arbeitsaufwandes nicht realisierbar. (03.07.2008, 13:51) | ||
| Ulli: | Es geht wohl um eine bessere Präsentation der Mittelalter-Sammlung sowie die Werke von Liebermann, Slevogt und Corinth. Der Leiter des Landesmuseums kommt traditionell von der "Kunst", die anderen Abteilungen waren ihr immer eher unterstellt. Am Freitagnachmittag war ich in der Gemäldegalerie, da habe ich insgesmt fünf Besucher gezählt - es waren fast mehr Aufseher da. Ob die Kunstsammlung mit der überregionalen Bedeutung auch als solche von zusätzlichen Besuchern mit der entsprechenden Werbung wahrgenommen würde, kann ich nicht beurteilen. Ob ich das Gebäude selbst als passend für eine Präsentation mittelalterlicher Kunst finde, sei dahingestellt. Da würde ich persönlich ein kirchliches / klösterliches Umfeld für geeigneter halten - spontan fällt mir da Marienrode in Hildesheim ein. Auch mit so einer Verlegung würde man Raum für Liebermann, Slevogt und Corinth schaffen – und die verbliebenen Gemälde würden auch mit dem Gebäude mehr im Einklang stehen. Natürlich würde ich bedauern, wenn die Völkerkunde, die Naturkunde und das Vivarium verschwinden würden - dort sind die mit Abstand die meisten Besucher zu finden. Diese Bereiche finde ich auch richtig gut umgesetzt. Und eine Landeshauptstadt womöglich ohne Naturkundepräsentation finde ich etwas befremdlich. Den Vorschlag von Michael Mettler mit der europäischen Ausrichtung des Vivariums fand ich damals richtig gut !!! Als fakultative Ergänzung könnte ein abschließendes Korallenbecken beispielsweise im früheren Kinderbereich ein bewußter Kontrast und Hingucker sein – aber wie gesagt nicht zwingend. Außerdem muss man sicher abwarten, wie lange SeaLife tatsächlich seinen Standort in Hannover betreibt - vielleicht steht Hannover irgendwann dann ganz ohne Aquarium da. Mein Traum war eigentlich immer eher das Gegenteil – ein Anbau am Landesmuseum auf der benachbarten Wiese im Stil wie der Anbau an das Berliner Aquarium mit mehreren großen, dann auch tropischen Landschaftsbecken. Die Völkerkunde ist leider sehr klein und hat irgendwie von allem etwas - aber von nichts etwas konzeptionell Abgerundetes. Ein klare Beschränkung z.B. auf Indonesien, von wo die meisten Exponate stammen, würde ich ich in Anbetracht der Raumsituation begrüßen. (03.07.2008, 12:04) | ||
| IP66: | Welche Gemälde sollte Göttingen denn besitzen, die aus Hannover eine überregional bedeutende Altmeistergalerie machen würden? Das Vivarium im Landesmuseum war ja der Versuch, angesichts des historischen Museums und der ungleich bedeutenderen Altmeistersammlung in Braunschweig das Haus zu nutzen. Natürlich könnte das Land einen kapitalen Einkaufsetat bereitstellen, wie das seinerzeit Stuttgart mit gutem Erfolg getan und dadurch seine Altmeistersammlung entschieden ausgebaut hat. Alles andere scheint mir zu den obligaten Planspielen zu gehören, die in der Kulturbürokratie so regelmäßig auftauchen wie Grippewellen. Ich kenne allerdings die Lage der Naturkundemuseen im alten Königreich und in der Provinz Hannover zu wenig, als daß ich da ermessen könnte, ob die Entwicklung anch 1945 hier viel verändert hat. (03.07.2008, 11:21) | ||
| Michael Mettler: | In den Planspielen ist enthalten, die Exponate verschiedener Abteilungen in anderen Museen des Landes unterzubringen, um die einzelnen Häuser stärker zu spezialisieren und ihnen Alleinstellungsmerkmale zu verschaffen. So wird in der Presse erwähnt, dass die Völkerkundeabteilung vielleicht nach Göttingen verlegt wird und im Gegenzug Kunst von dort nach Hannover kommt. Ausgerechnet in der Landeshauptstadt keine Naturkundeabteilung mehr zu haben, weil die womöglich ebenfalls nach anderswo verlagert würde und man hier lieber mit Kunst glänzen möchte, fände ich etwas befremdlich - und das Vivarium fiele bei einem solchen Konzept verständlicherweise durchs Sieb. (02.07.2008, 14:07) | ||
| IP66: | Ich möchte nicht ausschließen, daß die Diskussion umd das Institut durch eine Art Renaissance der Landes- und Provinzialmuseen angeregt wurde. Allerdings wird diese Ausstellungsgattung in Hannover durch das historische Museum abgedeckt, so daß man sich fragt, wohin die Reise gehen soll und was man mit der Vor- und Frühgeschichte anstellt. Für ein reines Kunstmuseum, daß das ganze Landesmuseum erfüllen soll und nicht in die Befugnisse des Kestner-Museums eingreift, scheinen mir die Bestände nicht ausreichend, sowohl in Bezug auf die Menge wie auf die Qualität der Exponate. Auf der anderen Seite kommen die Gemäldegalerien in Dresden und München, aber auch die besser vergleichbaren Altmeistersammlungen in Frankfurt oder Stutgart, ohne Aquarium aus. Für problematisch halte ich aber ein Verhalten, in dem man zunächst eine bislang öffentlich betriebene Institution, das Urwaldhaus in Herrenhausen, privatisiert, um dann aufgrund dieses Rückzugs der öffentlichen Hand eine weitere Einrichtung aufzulösen, ohne dem Bürger erkennbare Entlastungen oder Verbesserungen anzubieten. (02.07.2008, 10:43) | ||
| Michael Mettler: | Hat zwar nur indirekt mit Sea Life zu tun, gehört aber trotzdem hierher: Der niedersächsische Kulturminister stellt den Fortbestand des Vivariums im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover in Frage, u.a. unter Verweis auf den Zoo und das Sea Life Centre als entsprechende Angebote. Laut seiner Aussage "muss nicht jedes Museum ein Aquarium haben", weil das ohnehin "nicht mehr zeitgemäß" sei. Im Herbst gibt es einen Direktorenwechsel im Museum, man darf gespannt sein, wie sich die Sache weiterentwickelt. Es steht die Idee im Raum, das Museum (wohl eher aus touristischen Gründen) in ein reines Kunstmuseum (Landesgalerie) umzuwandeln, womit man m.E. dann wohl Familien und Schulklassen als Besucher verlieren würde - denn die kommen nun mal in erster Linie wegen der "altmodischen Mischung" aus Zitteraal (gibt es übrigens merkwürdigerweise im SL nicht), Moorleiche, Dioramen und Dino-Modell. (02.07.2008, 09:14) | ||
| IP66: | Die Verkürzung der Öffnungszeiten paßt zu meiner Erfahrung mit der Filiale in Oberhausen, wo man sehr viel dafür tut, daß eine Schlange vor der Kasse bestehen bleibt. (19.06.2008, 11:03) | ||
| Michael Mettler: | Heute hatte ich spontan Lust auf einen Abendbesuch im SL, Einlass ist ja im Sommer bis 18 Uhr - und stand dann um 17.30 Uhr vor verschlossenen Türen. Ein Schild mit der großen Überschrift "Auch wir sind Fußballfans" wies darauf hin, dass das SL während der Fußball-EM ausnahmsweise schon um 17 Uhr die Kasse schließt... Als "Ausgeschlossener" könne man sich aber im SL-Bistro melden und bekomme als Entschädigung eine Freikarte. Die habe ich mir auch als Jahreskarteninhaber nicht entgehen lassen! Da mit dem Ende der EM-Vorrunde inzwischen keine Fußballspiele mehr um 18 Uhr beginnen, sondern alle um 20.45 Uhr, frage ich mich allerdings, ob die Ausdehnung der verfrühten Schließzeit auf die ganze Dauer der EM eine Art Testballon für eine dauerhaft verkürzte Öffnungszeit sein soll - über die Zahl der verteilten Freikarten hätte man ja einen ungefähren Überblick darüber, wie viele Interessenten den Abendbesuch überhaupt nutzen wollten. Schließlich ist das Haus zu dieser Zeit ohnehin (auch ohne Fußball-EM) immer ziemlich leer - was ich ja zu schätzen gelernt und schon oft genutzt habe. (18.06.2008, 21:47) | ||
| Michael Mettler: | Anscheinend "dürfen" jetzt auch Behelfsschilder im SL verwendet werden, um der Aktualität nicht hinterher zu hinken. Das Pultbecken, in dem bis vor kurzem die Skorpionfische gehalten wurden, wird nur als reines Wirbellosenbecken genutzt, in dem die Artenzahl die Platzierungsmöglichkeiten für die "richtigen" Schilder übersteigt. Und auf der Scheibe klebte ein Behelfsschild für die eingesetzte Zylinderrose mit dem Vermerk "Neu im Becken", deutschem und wissenschaftlichem Namen und Foto. Das nenne ich einen vernünftigen und besucherfreundlichen Ansatz. Das Krakenbecken ist derzeit unbesetzt (es war ja absehbar, dass das Krakenweibchen nach der Eiablage sterben würde), ansonsten gab es wie weiter unten im Thread angekündigt diverse Umbesetzungen - größtenteils, um herangewachsenen Fischen mehr Raum zu bieten. So schwimmen z.B. die Königsmakrelen jetzt im Haibecken und die Silberflossenblätter bis auf ein paar kleinere Exemplare in deren vorherigem Zylinderbecken. Interessant ist, dass den Vieraugen im Mangrovebecken der Auszug ihrer Mitbewohner gut zu gefallen scheint; während sie bei all meinen vorangegangenen Besuchen immer nur relativ eng beieinander im Flachwasserbereich zwischen den künstlichen Mangrovenwurzeln "standen", verteilten sie sich diesmal weit über das Becken, nutzten auch den Tiefwasserbereich und waren deutlich aktiver als sonst. Anscheinend war der große Schwarm der quirligen Flossenblätter ein Störfaktor für die Vieraugen. Die Meereslagune kam mir leerer vor als sonst, obwohl einige Neuzugänge aus anderen Becken darin schwammen; kann sein, dass die Zahl der Kuhnasen- und Peitschenrochen verringert wurde (oder sich verringert hat). (26.05.2008, 19:27) | ||
| IP66: | Ich kann ja durchaus verstehen, wenn man gelegentlich vor der Artenfülle einer Anlage beschilderungstechnisch kapituliert - ich finde es dennoch seltsam, daß Institute, die sich der ihrem Selbstverständnis nach als Vermittler von Biodiversität verstehen und Arterhaltung als einen der vornehmsten ihrer Daseinszwecke feiern, schwer tun, die für so unendlich wichtig erklärten Arten dem besucher mit Namen und Klassifikation vorzustellen. (04.04.2008, 17:24) | ||
| Michael Mettler: | Die SL-Website www.sealifeeurope.com glänzt nicht gerade durch Aktualität: Unter "News" ist die "neueste" Meldung von März 2007... Ganz nebenbei habe ich festgestellt, dass die Jahreskarte für Erwachsene inzwischen von 19,95 € (habe ich im Dezember bezahlt) auf 27,95 € erhöht wurde. Zur Beschilderung: Nicht nur die Aktualität ist in Schauaquarien ein Problem, oft mangelt es schlichtweg auch am Platz neben/zwischen den Becken, um alle Arten auszuschildern - oder die Schilder sind ungeschickt platziert. Im SL Hannover z.B. befinden sich die Schilder für die "Meereslagune" im Rücken der Besucher mehrere Meter vom Becken entfernt (mal ganz abgesehen davon, dass sie nur einen Bruchteil der im Becken gehaltenen Arten zeigen). Im Hamburger Tropenaquarium fiel mir an mehreren Stellen auf, dass man Schilder erst sah, wenn man das Becken bereits passiert hatte - finde ich bei einem vorgegebenen Rundgang auch nicht glücklich. Aber DIE Lösung scheint es eh nicht zu geben, wie man an den vielfältigen Versuchen zur Beschilderung in Aquarien sieht (in Kleinvogelhäusern und Freiflughallen gilt ja Ähnliches). (04.04.2008, 17:17) | ||
| IP66: | Ich finde es beruhigend, wenn man die königswinterer Konstruktion in Hannover verbessert hat. Auch dort habe ich eine der Seeschlangen auf dem Landteil gesehen und war überrascht, daß diese so hervorragenden Schwimmer und, wie ich bis dahin glaubte, Hochseetiere, dergleichen überhaupt tun, hielt es fast für ein Fehlverhalten. Gesehen habe ich in dem recht übersichtlichen Becken dort zwei Exemplare - ich möchte aber nicht ausschließen, daß sich weitere geschickt verborgen haben. Die Beschilderung von Aquarien ist selten wirklich befriedigend - Wuppertal wäre das Beispiel, das mir am zuverlässigsten vorkommt. Das Problem liegt wohl darin, daß man öfter umbesetzt, bei mancher Art länger braucht, um ein Bestimmungsbild vorliegen zu haben und die einzelnen Exemplare zum Teil recht kurzlebig sind. Ich denke, daß es in den meisten Aquarien einmal zu wenig Platz für Artenschilder, zum anderen aber ein zu kompliziertes System der Erstellung der Bestimmungstafeln gibt. Im Grunde sollte selbst ein Pfleger ohne PC-Hilfe ein Artenschild anbringen können. Ganz fatal sind monumentale didaktisch aufbereitete Artentafeln wie am kölner Rheinpanorama - die hinken dem Besatz immer hinterher. (04.04.2008, 10:19) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Bei meinem heutigen Abendbesuch im SL Hannover sah ich bei den Seeschlangen keinerlei Deckel oder Schieber, in den ein Besucher hätte reingreifen können; das muss wohl doch eine andere Konstruktion sein als in Königswinter. Heute sah ich sogar DREI Seeschlangen, und laut Auskunft einer Besucherbetreuerin waren alle drei auch von Anfang an im Becken. Es gibt allerdings wirklich gute Versteckmöglichkeiten für die Tiere; ich konnte selbst beobachten, wie sich die kleinste Seeschlange bauchaufwärts (!) unter den Kunstfelsüberhang "klebte" und aus einer dort hängenden, großen Luftblase atmete! Und sie gehen tatsächlich - wie vermutet - zum Trinken von Süßwasser an Land. Ansonsten gibt es mehrere Umbesetzungen herangewachsener Fische, z.B. ist die Braune Muräne jetzt im "Kanonendeck" untergebracht (dieses Becken "schrie" von Beginn an förmlich nach Muränen), in der ohnehin schon ziemlich vollen Rochenlagune schwimmen ebenfalls ein paar neue Umzügler aus anderen Aquarien usw., und es gibt auch wieder ein paar neue Arten, die "natürlich" nicht ausgeschildert sind - z.B. Feilenfische im Ankerbecken und knapp fingerlange Meeräschen im Zylinderbecken mit den Korallenwächtern. Falls Riffbarsche der Gattung Abudefduf ein ähnliches Fortpflanzungsverhalten zeigen wie substratbrütende Buntbarsche, dann würde ich behaupten, dass im Haibecken mindestens zwei Paare am "Riff" entweder schon Eier bewachen oder kurz vor der Ablage sind - die Unterlage ist jedenfalls blitzsauber geputzt, aber das an diesen Stellen herrschende Dämmerlicht erlaubte keine genaue Einsicht. Apropos Eier: "Krake" lebt noch. Für ein paar Fragen konnte ich auch endlich mal einen der Biologen von seiner Arbeit abhalten: Die großen Kammbuntbarsche in der Amazonaslagune sind tatsächlich Cichla spec. "Tapajos", und einen Rotflossen-Kaktuswels gibt es im Piranhabecken nicht und hat es dort nie gegeben. Die dort lebenden Schilderwelse sind sämtlich Geschenke von Aquarianern, und es gibt weitere, sogar NOCH größere im Raubwels-Pool und in der Amazonas-Lagune - nur bekommt man sie dort so gut wie nie zu Gesicht. Die Beschilderung aktuell zu halten ist aus Kostengründen ein großes Problem, das SL-Team ist damit selbst nicht sehr zufrieden... (03.04.2008, 21:54) | ||
| Michael Mettler: | Richtig vergleichbar sind die beiden Zahlen ohnehin nicht. Selbst mit EXPO-Bonus dürfte ein Pflanzenschauhaus trotz Entdeckercamps und Blattschneiderameisenkolonie deutlich weniger Normalinteressenten anlocken als ein Schauaquarium mit Haien und "Nemos". So gesehen finde ich die Besucherzahl des Regenwaldhauses sogar fast beachtlicher als die des SeaLife Centre... Zumindest für die von mir bevorzugten späten Besuchszeiten kann ich auch andere Wiederholungsbesucher bestätigen, denn man hört doch von Besucherfamilien häufiger Sätze wie "Letztes Mal haben wir den nicht gesehen" oder "Die sind aber inzwischen gewachsen". Auch hier sind wie im Zoo die Kinder meistens die besser Informierten bzw. die mit dem besseren Gedächtnis... Apropos wachsen: Da ich erstmals über längere Zeit regelmäßiger Besucher eines Schauaquariums bin, ist es für mich wirklich erstaunlich, das rasche Wachstum einiger Fischarten mitzuerleben. (18.03.2008, 11:09) | ||
| IP66: | Immerhin scheint das Sea-Life-Konzept mehr Besucher anzuziehen als das alte Urwaldhaus im Expo-Jahr - wobei man dieses Jahr wohl in zwei Richtungen sehen kann, da es einerseits viele Besucher in die Stadt lockte, andererseits es aber auch mehr zu sehen gab als in normalen Zeiten. Die Frage wird allerdings, ähnlich wie bei dem alten Urwaldhaus die sein, ob ein einmaliger Besuch dem Durchschnittskonsumenten ausreicht oder ob sich die Zahlen über die das nächste Jahrzehnt hinweg halten lassen. (18.03.2008, 10:29) | ||
| Michael Mettler: | Laut heutiger Zeitungsmeldung verzeichnete SeaLife Hannover im ersten Jahr 452.000 Besucher und übertraf damit die vorher angepeilte Zahl um rund 100.000 - wobei man sich darüber im Klaren ist, dass der Bonus des Neuen dabei eine wichtige Rolle spielte. Der Artikel sagt leider nicht aus, ob sich das "Jahr" auf das Kalenderjahr 2007 bezieht (SL eröffnete ja erst im Februar) oder auf ein Geschäftsjahr 2007/2008. Als Beispiel wird auch genannt, dass von den 9.000 Besuchern der vergangenen Woche immerhin 500 zum wiederholten Mal kamen. (SL nimmt übrigens bei Jahreskarten-Benutzern an der Kasse jeweils die Nummer der Karte auf - wenn auch zumindest kurz vor Einlassschluss nicht ganz konsequent...) Trotz des Starterfolges bezeichnet die Geschäftsführerin den Standort Hannover als "schwierigen Markt", da es eben kein klassisches Tourismusziel sei. Mit dem Ergebnis von Besucherbefragungen sei man sehr zufrieden (weil es die Besucher auch sind), allerdings habe man festgestellt, dass die durchschnittliche Verweildauer im Centre in der Anfangszeit kürzer als erwartet gewesen sei (also weniger als anderthalb Stunden). Durch die Schaffung von Sitzmöglichkeiten an einigen Stellen, das Anbieten zusätzlicher Mitmach- und Lernelemente und ausgiebigere Besucherbetreuung konnte man aber die durchschnittliche Verweildauer inzwischen über die angestrebte Zeit hinaus steigern. Auch Vergleichszahlen zum vorher im selben Gebäude befindlichen Regenwaldhaus werden genannt: Im Eröffnungsjahr 2000 (gleichzeitig Jahr der EXPO in Hannover) hatte dieses 385.000 Besucher, ein Jahr später 250.000. Wieviele es im letzten Jahr seines Bestehens waren (2004 wurde Konkurs angemeldet), wird nicht genannt. (18.03.2008, 09:59) | ||
| Michael Mettler: | Beim nächsten Besuch achte ich mal darauf. Übrigens gelten im SeaLife jetzt wieder die Sommeröffnungszeiten, letzter Einlass also 18.00 Uhr. Den Spätbesuch kann ich nur empfehlen; trotz Osterferien war die Besucherzahl am Donnerstagabend sehr überschaubar. Ich habe auch schon Wochenend-Spätbesuche gemacht (allerdings zur Winteröffnungszeit, da war letzter Einlass 17.00 Uhr), und auch da hatten sich die Massen längst verlaufen. (15.03.2008, 13:06) | ||
| IP66: | Das königswinterer Becken hatte auch eine Art Deckel, eine Fortsetzung der Dekoration, der aber beiseitegeschoben werden konnte. Es wäre für größere Besucher kein Problem gewesen, in das Becken hineinzugreifen. Anscheinend haben sich die Bestimmungen für die Haltung giftiger Tiere ohnesdies gelockert - im stellinger Troparium kann jeder, der es möchte, in die Krustenechsenanlage hineinsteigen. (15.03.2008, 10:07) | ||
| IP66: | Das königswinterer Becken hatte auch eine Art Deckel, eine Fortsetzung der Dekoration, der aber beiseitegeschoben werden konnte. Es wäre für größere Besucher kein Problem gewesen, in das Becken hineinzugreifen. Anscheinend haben sich die Bestimmungen für die Haltung giftiger Tiere ohnesdies gelockert - im stellinger Troparium kann jeder, der es möchte, in die Krustenechsenanlage hineinsteigen. (15.03.2008, 10:04) | ||
| Michael Mettler: | Ist mir nicht aufgefallen. Oben offen ist das Becken aber nicht! (14.03.2008, 18:46) | ||
| IP66: | Zumindest das Seeschlangenbehältnis ist dasselbe. Am oberen Rand war in Königswinter mit Klebeband ein Plexiglasstreifen befestigt, wobei sich das Konstrukt aufzulösen begann. Kann man diese hochprofessionelle Giftschlangensicherung auch in Hannover bewundern? Ich fand sie vergleichsweise gruselig. (14.03.2008, 18:28) | ||
| Michael Mettler: | Ein letztes Bild, ebenso technisch misslungen wie von der Wirkung her reizvoll: Sieht diese Seeschlange nicht aus, als würde sie sich zum Körperende hin in einen Holzbaukasten auflösen...? (14.03.2008, 14:08) | ||
| Michael Mettler: | ... und da isser nu, wahrscheinlich die Ausstattungsvariante "SL" :-) (14.03.2008, 14:06) | ||
| Michael Mettler: | Die Perspektive von der Gegenseite: Links die andere Seite des Raumteilers, geradeaus wieder die Seeschlangen und rechts das Röhrenaal-Becken. Hinter mir in diesem Fall der "Muränen-Jeep" (die Kamera stand für die Aufnahme auf seiner Motorhaube). (14.03.2008, 14:04) | ||
| Michael Mettler: | Die Qualität der Bilder ist zwar nicht berauschend, da der Sonderausstellungsraum sehr dunkel gehalten ist, erlaubt aber dennoch einen ungefähren Eindruck. Hier die Eingangsperspektive: Links ein Götzenbildnis mit integriertem Krabbeltunnel für Kinder, geradeaus das Seeschlangenbecken, rechts das mit einer Drachenmuräne besetzte Raumteilerbecken. (14.03.2008, 14:01) | ||
| Michael Mettler: | Ich nehme an, dass allein aus Kostengründen die gesamte Kulisse zusammen mit den Tieren auf Wanderschaft geht. (14.03.2008, 12:49) | ||
| IP66: | Ihre Beschreibungen erinnern an die Ausstattung des entsprechenden Raumes im Aquarium in Königswinter - wobei der Mummenschanz im Widerspruch zu der geringen Größe der ausgestellten Tiere stand, deren monströse Wirkung wohl durch die Gipsaccessoires gesteigert werden sollte. (14.03.2008, 10:54) | ||
| Michael Mettler: | Das kann ich ergänzen, ich war gestern Abend auch da: Es sind ZWEI Seeschlangen dieser Art sehr unterschiedlicher Größe im Becken. Da sich auf dem Landteil ein Wassernapf befindet, vermute ich, dass die Tiere dort Süßwasser zu sich nehmen können. Auch ich sah das größere Exemplar zeitweise an Land. Im Röhrenaal-Aquarium sind zwei Arten zu sehen, es ist allerdings nur die von Hongabonga genannte ausgeschildert: Heteroconger hassi, heißt in meinem Bestimmungsbuch Ohrfleck-Röhrenaal und kommt in der Karibik gar nicht vor! Die zweite Art ist orange-weiß geringelt und könnte laut Buch Gorgasia preclara (Pracht-Röhrenaal) sein. Ansonsten ist die jetzige Gestaltung des Ausstellungraumes selbst für einen bekennenden Anhänger der Erlebniszoo-Welle wie mich gewöhnungsbedürftig: eine Mischung aus Dschungelpalast en miniature und Geisterbahn - inklusive Götzenbildern und Totenköpfen neben dem Seeschlangenbecken. Mal sehen, ob eins meiner Fotos für das Forum brauchbar ist. Und auch der berühmt-berüchtigte Landrover darf nicht fehlen, das zweite Muränenbecken steht hinter seiner Windschutzscheibe... Die Brutpflege des Kraken wird fruchtlos bleiben, da er bzw. sie keinen Partner hatte, und in Kürze - wie bei diesen Tieren üblich - mit dem Eingehen des Muttertieres enden. Der Besucherbetreuer, der mir das erzählte, war sichtlich getrübter Stimmung deswegen. (14.03.2008, 09:15) | ||
| Hongabonga: | Ich war heute im Sea Life Hannover um mir die Ausstellung anzusehen. Sie besteht aus 4 Becken. Das erste Becken befindet sich, wenn man von der Tropenhalle kommt auf der rechten Seite. Es ist von 2 gegenüberligenden Seiten aus einsehbar und beherbergt eine(?) Drachenmuräne(Enchelycore pardalis). Das nächste Becken beherbergt das Highlight, einen Nattern-Plattschwanz(Laticauda colubrina). Die Schlange nutzte die komplette Anlage, sie war auch eine ganze Zeit auf dem Landteil. Im darauf folgenen Becken trifft man auf alte Bekannte, nämlich die früher schonmal gehaltenen Karibik-Röhrenaale. Das Becken der Röhrenaale wirkt durch geschickt gestellte Spiegel größer als es eigentlich ist. Das letzte Becken wird von Zebramuränen(Gymnothorax zebra), Geistermuränen(Uropterygius concolor) und Geringelten Schlangenaalen(Myrichthys colubrinus) bewohnt. Der ganze Bereich ist Tropisch gestaltet , für kleinere Kinder gibts eine kleine Rutsche. Ich finde die Sonder-Ausstellung von der Gestaltung und von den Arten her nicht schlecht. Ansonsten hat das Zweipunktkraken-Weibchen Eier gelegt und bewacht diese jetzt. (13.03.2008, 22:23) | ||
| IP66: | Da werde ich schauen, ob die königswinterer Exemplare auch bei meinem nächsten Besuch noch im Schatten des Drachenfels' herumschwimmen ... (12.03.2008, 17:20) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Laut Aussage einer Besucherbetreuerin vor ein paar Wochen sollten die Seeschlangen "aus Spanien" kommen, wohinter ich das dortige SeaLife vermutete (der Ort fällt mir gerade nicht ein, ist aber auf der SL-Europakarte eingezeichnet). (12.03.2008, 13:33) | ||
| IP66: | Handelt es sich um die Seeschlangen aus Königswinter oder um Neuimporte? (12.03.2008, 10:40) | ||
| Michael Mettler: | In unserer heutigen Tageszeitung fand ich einen Bericht über die neue Sonderausstellung, die somit wohl inzwischen besuchbar ist. Erwähnt werden Seeschlangen, Röhrenaale und Muränen (mit Foto einer Drachenmuräne). (12.03.2008, 09:49) | ||
| Michael Mettler: | Neuzugänge im SL: Bambushaie in der Rochenlagune (habe leider nicht nach dem Artnamen gefragt, Foto war wegen ungünstigen Ruheplatzes nicht möglich) und Amphiprion perideraion im Korallenbecken. Mit der Nachbestimmung mancher Arten tun nicht nur wir als interessierte Besucher uns schwer: Laut Aussage einer Besucherbetreuerin sind die Süßwasserrochen im Laufe des vergangenen Jahres schon dreimal umbenannt worden, für die Piranhas ist die Zuordnung zu nattereri keineswegs gewiss, ebenso für die bei ihnen lebenden Schilderwelse als L25, und auch bei dem großen Raubwels gibt es mehr Vermutungen als Klarheit. Im Bereich der Sonderausstellung werden derzeit 7 Muränenarten eingewöhnt. Einige Fischarten werden demnächst innerhalb des Hauses umziehen, da sie für ihre jetzigen Becken zu groß geworden sind: Die Goldmakrelen (Königsmakrelen) kommen aus dem Mangrovenzylinder ins Haibecken, dafür ziehen die Silberflossenblätter größtenteils in den frei werdenden Zylinder um. Die Schützenfische in deren jetzigem Zuhause haben sich übrigens angewöhnt, Brillenträger zu "beschießen", da ihnen die Spiegelungen in den Gläsern Beute vortäuschen... Manche schon vor einiger Zeit vorgenommene Umsetzungen hatten übrigens den Hintergrund, dass sich die Fische in den vorherigen Becken offensichtlich nicht wohl fühlten, also z.B. ungewöhnlich nervöses Verhalten oder häufige bis ständige Schreckfärbung zeigten. Eines dieser Beispiele ist der Igelfisch, der ursprünglich im Haibecken untergebracht war, heute aber im Klippenbecken bei den Muränen lebt und dort besser zurechtkommt. Die Geophagus im Raubwels-Pool sind Nachzuchten der wahrscheinlichen surinamensis in der Amazonaslagune. Sie gelangten als Jungfische durch das am Anfang zu weitmaschige Schutzgitter und über den Wasserfall unfreiwillig in den Welspool und konnten sich dort tatsächlich behaupten! Die Rotkeil-Heros vermehren sich ebenfalls munter in der Lagune, alle anderen Buntbarsche hingegen noch nicht - und den genauen Namen des Cichla weiß ich trotz auskunftsfreudiger Betreuerin leider immer noch nicht, da die interne Süßwasser-Bestandsliste wohl gerade anderweitig kursierte, jedenfalls im Gegensatz zur Meerwasserliste nicht auffindbar war. Ansonsten: Drei Süßwasserrochenweibchen sind höchstwahrscheinlich trächtig. Vor dem Amazonas-Niedrigwasserbecken bin ich heute mal auf alle Viere gegangen, um genauer nach den Arten schauen zu können; dabei habe ich nun endlich auch die Spritzsalmler entdeckt sowie einige jüngere Apistogramma, die durchaus baenschi sein könnten. Sieht so aus, als würde diese Art in beiden benachbarten Becken leben. Habe heute auch mal wegen der Berührungsbecken gefragt, ob die Wasserqualität nicht unter Hautcremes usw. der Besucher leidet. Der gesamte Wasserinhalt der drei Touchpools erneuert sich im 30-Sekunden-Rhythmus (!), und die verschiedenen Krebstiere kommen mit den Verhältnissen angeblich gut zurecht. Laut Betreuerin kommt es im SL relativ selten vor, dass Besucherkinder gegen die Scheiben hämmern, wie man das aus vielen Aquarien kennt (Tatsächlich habe ich das bei meinen bisher schon zehn Besuchen im SL noch nicht ein einziges Mal erlebt!). Als Gründe vermutet sie die abwechslungsreiche Gestaltung und Form der Becken, die keine Langeweile erzeugt, und die vielfältigen interaktiven Lernelemente auf dem Rundgang, bei denen die Kinder nicht nur etwas sehen, sondern auch anfassen oder hören können. (Es kommen übrigens immer mehr solcher Elemente hinzu, z.B. in der Tropenhalle eine Tierstimmen-Station, bei der man Laute von Tapir, Wasserschwein usw. per Knopfdruck abrufen kann.) Trotzdem lässt sich Fehlverhalten nie ausschließen: Den Betreuern fiel eines Tages auf, dass der ganze Piranha-Schwarm sich verschreckt in den hintersten Winkel des Beckens drückte. Auslöser der Angst war ein Stück Salami, das ein Besucher ins Aquarium geworfen haben muss, um die Fische zu füttern... In dieser Saison soll es ein mobiles SL Centre in Cuxhaven geben, wo dann u.a. auch die aus Hannover abgezogenen Riesenkrabben zu sehen sein werden. (02.03.2008, 23:35) | ||
| IP66: | Zumindest in der Anfangszeit ergab sich aus der kritisierten Beschaffungspolitik der Sea-Life-Filialen, daß man dort eine Reihe von Arten aus den kälteren Meeren zu sehen bekam, die nach der Auflösung der entsprechenden Abteilungen in den öffentlich finanzierten Schauaquarien nicht mehr gezeigt wurden. Und da stellt sich dann doch die Frage, ob es so verwerflich ist, einen Kabeljau, den man ohne ethische Bedenken aufißt, sich in einem Aquarium auch einmal lebend anzuschauen. (26.02.2008, 10:39) | ||
| Sacha: | @HoyWoy: Den Eintrag hätte man sich sparen können (Gähn!).Die Wildfang-/Aufzuchtproblematik in den Sea Life Centern wurde in diesem Forum schon zu genüge durchgekaut und - für einen Tierrechtler wahrscheinlich schwer zu glauben - auch stark kritisiert. (26.02.2008, 10:08) | ||
| HoyWoy: | Interessant finde ich, um mal bei Sea Life Deutschland zu bleiben, dass Johannes Peschke (Displays Curator) auf der Zookunfttagung in Karlsruhe auf Anfrage bemerkte, dass es "üblich" sei (wenn ich es jetzt richtig wiedergebe), dass 99% der nm. Tiere, nach Um- oder Neubauten, Wildfänge sind. So viel zu Artenschutz. (25.02.2008, 16:01) | ||
| Michael Mettler: | Nach Internetrecherche würde ich den großen Raubwels für einen Leiarius marmoratus halten; siehe http://www.raubwelse.de/galerie/raubwelse/rw024.htm Die Gestalt kommt jedenfalls hin, auch der "Wimpel" an der Rückenflosse; die Färbung des SL-Exemplares ist allerdings deutlich kontrastärmer (Flecken sind nur bei genauem Hinsehen erkennbar). Leider lag der Wels im am besten abgeschatteten Bereich des Pools. (22.02.2008, 20:36) | ||
| Michael Mettler: | Diesmal habe ich im Froschterrarium auch die Bromelientrichter abgesucht und prompt die zweite Baumsteigerart "wiederentdeckt": junge Exemplare, die wirklich wie vittatus aussehen. Auch den vorgeblichen Kaktuswels im Piranhabecken konnte ich diesmal sehen und fotografieren, gleich zwei Exemplare; haben aber keine Ähnlichkeit mit dem Foto auf der Beschilderung. (Da hatte ich übrigens etwas verwechselt, auf dem Schild heißt er L 25 und im Mergus L24, nicht umgekehrt.) Die beiden Apistogramma aus dem Hochwasserbecken sind definitiv verschiedene Arten, konnte von beiden Paare beobachten. Eine davon dürfte der am Niedrigwasserbecken beschilderte A. baenschi (Inka-Zwergbuntbarsch) sein. Im zweiten Bullaugenbecken sind mindestens vier Crenicichla, davon ein offensichtlich revierbildendes Paar von C. regani; die beiden weiteren Fische drücken sich in Verstecke, um dem Paar nicht in die Quere zu kommen, und sind dementsprechend schwer anzusprechen. Einer könnte ein dritter regani sein, der zweite zeigt dagegen einen deutlichen dunklen Längsstreifen. Von den beiden Salmlerarten des Beckens nach wie vor keine Spur, die dienten wahrscheinlich den Cichliden längst als Beute... Auch den laut Schild angeblichen Clarias im Raubwels-Pool habe ich etwas genauer unter die Lupe bekommen: Das ist garantiert keiner, würde als altweltliche Gattung eigentlich auch schlecht in das Themengebiet passen. Ich tippe auf eine große Art aus der Familie Pimelodidae, aber mein Aquarienatlas bietet mir leider keine "passende" Art (allerdings sind von manchen großwüchsigen Arten auch nur Jungfische abgebildet, und groß ist der fragliche Wels nun wirklich...). Leider ist das Fotografieren an diesem Pool sehr schwierig, aber mit der Methode "lieber ein schlechtes Foto als gar keins" habe ich sowohl den Wels als auch die Buntbarsche nunmehr zwecks Nachbestimmung im Archiv. (22.02.2008, 20:14) | ||
| Michael Mettler: | Wieviele Calappa-Arten werden denn im "Krebs-Führer" behandelt? Laut Wikipedia gibt es rund vierzig... (21.02.2008, 18:58) | ||
| Johannes Pfleiderer: | Genauso sieht auch das Exemplar auf meinen Bildern aus. Laut den beiden Bildern im "Krebs-Führer" und der Beschreibung ist die Färbung von C. calappa zwar variabel, aber bei gefleckten Exemplaren sind die Flecken deutlich kleiner und regelmäßiger verteilt als bei den Schamkrabben in Hannover. (21.02.2008, 15:18) | ||
| Michael Mettler: | @Johannes Pfleiderer: Nein, nicht sicher, das übernahm ich mangels Nachschlagemöglichkeit in meinen Büchern von der Beschilderung. Die beiden Exemplare, die früher in der Krebs-Sonderausstellung zu sehen waren, waren die übrigens ziemlich unterschiedlich gefärbt, falls das für die Artbestimmung auch noch wichtig sein sollte. Leider habe ich nur vom dem "bunteren" Exemplar Fotos, das zweite Tier war meiner Erinnerung nach eher dunkelgrau als rötlich gemustert. Vielleicht bietet die beigefügte Aufnahme aus seitlicher Perspektive noch irgendein für die Bestimmung wichtiges Detail? (20.02.2008, 15:03) | ||
| Johannes Pfleiderer: | @Andreas Hg. Vielen Dank für die Liste zum Süßwasserbereich. @Michael Mettler Sicher, dass es sich bei den Schamkrabben um Calappa calappa handelt(e)? Ich habe meine Bilder mit denen im "Krebs-Führer" von Helmut Debelius verglichen und erkenne eher eine Ähnlichkeit mit Calappa granulata. (20.02.2008, 14:07) | ||
| Michael Mettler: | @Andreas Hg.: Hallo, Nachtschicht :-) In der letzten Zeit habe ich immer nur Dendrobates azureus gesehen, der als tinctorius ausgeschildert ist. Laut einem Bekannten, mit dem ich letztens dort war und der selbst Dendrobatenhalter ist, soll allerdings D. azureus mittlerweile dem Variantenkreis von D. tinctorius hinzugerechnet werden - da bin ich nicht auf dem Laufenden. Aber ich würde bei der anderen Art ebenfalls auf Phyllobates vittatus tippen. Zu den übrigen Becken: Der Schilderwels im Piranhabecken ist laut Beschilderung L24, im Mergus-Aquarienatlas wird der Name Rotflossen-Kaktuswels aber für L25 verwendet. Habe ich bisher nur einmal ganz kurz gesehen und kann ihn noch nicht beurteilen. Der Ancistrus im Hochwasserbecken entspricht dem im Mergus gezeigten Gelbsaumwels Baryancistrus spec. L18 = L177 (F). Von 1,1 Apistogramma aus diesem Becken habe ich ebenfalls Bilder, kann sie aber nicht zuordnen und weiß folglich nicht, ob sie überhaupt der selben Art angehören - oder die am Niedrigwasserbecken beschilderten baenschi sind. Dort habe ich bisher weder Carnegiella noch Copella und Crenicichla gesehen, aber auch noch nicht konzentriert gesucht (ist auch unbequem bei meiner Körpergröße!). Ergänzen kann ich hier mit einem flüchtig gesehenen Wels aus der Otocinclus-Verwandtschaft und Papiliochromis ramirezi. Im ersten Bullaugenbecken kann ich den Blattfisch seit dieser Woche als gesehen bestätigen, Corydoras panda habe auch ich nie entdecken können, und die jungen Stechrochen Potamotrygon motoro sind nun hier untergebracht. Aus dem zweiten Bullaugenbecken habe ich ein Bild des wahrscheinlichen männlichen Crenicichla regani, das gut zur Abbildung im Mergus passt. Außer diesem habe ich von einem zweiten Crenicichla nur dem Kopf sehen können sowie die Panzerwelse, alle anderen Arten nicht. In der Amazonaslagune sind die Terekayschildkröten (mindestens drei junge Exemplare) längst bei den Fischen. Panaque habe ich dort noch nicht gesehen, der Cichla könnte laut Internet-Recherche C. spec. "Tapajos" sein. Die Köhlerschildkröten im Nebengehege sind zwar wieder in der Schau, aber ich habe sie seitdem nie gesehen (wohl aber gefüllte Futterschalen, es gibt sie also wirklich). In der mittlerweile aufgelösten Krebsausstellung gab es zuletzt im Becken der Sesarma auch eine unbestimmte Winkerkrabben-Art. Ansonsten kann ich nur ergänzen, dass vor Monaten statt des Dardanus megistos die nunmehr vielleicht noch in den Touch Pools sitzenden Schamkrabben Calappa calappa in diesem Becken zu sehen waren. Eines meiner Fotos davon müsste im Thread "Zoofotografie" ziemlich weit unten zu finden sein. Momentan konzentriere ich mich vor allem auf den Seewasserbereich im SL, vor allem auf "Neuentdeckungen" im Haibecken. Nach und nach kommen auch ein paar bestimmungstaugliche Fotos von dort zusammen, obwohl man sogar mit 1600-ISO-Einstellung an fotografische Grenzen gerät. (19.02.2008, 00:59) | ||
| Andreas Hg.: | @MM: Was die Krabbe unten betrifft, das ist tatsächlich eine Schwammkrabbe (Dromiidae), gut möglich, dass es sich um eine tropische Dromia-Art handelt. Bei dem Crenicichla im Piranha-Becken bin ich mir nun mit C. lenticulata absolut sicher - das unscharfe Bild darf also endgültig entfernt werden ;-) Betreffs anderer Crenicichla muß ich mich korrigieren: Es sind nicht in einem der kleineren Süßwasserbecken noch zwei weitere unbeschilderte Crenicichla-Arten, sondern eine solche im Niedrigwasserbecken und eine weitere im Becken der ausgeschilderten C. regani, bei der es sich aber um einen männlichen C. regani gehandelt haben kann. Was mich vor allem noch interessieren würde: Welche weitere Pfeilgiftfroschart neben D. azureus hast du noch gesehen (s. dein Beitrag unten vom 25.05.) - nach meiner Erinnerung sah sie so aus wie der im Bild beigefügte - also Phyllobates vittatus. Auf alles weitere werde ich zu gegebener Zeit noch eingehen. Hier aber nun endlich der letzte Teil meiner Bestandsaufnahme, ab dem Regenwald: re sb Crenicichla lenticulata b Pseudacanthicus sp. L 25 b Pygocentrus nattereri ---------- re Hochwasser b Grüner Diskusfisch, Symphysodon aequifasciatus sb Apistogramma spec. (1-2 spec.) sb Panaque cf. nigrolineatus sb cf. Ancistrus spec. sb cf. Brochis splendens b Paracheirodon axelrodi ---------- re Niedrigwasser sb Crenicichla spec. n.x b Apistogramma baenschi (kann durchaus vorhanden gewesen sein) b Thayeria boehlkei b Hyphessobrycon eques b Carnegiella strigata b Copella arnoldi ---------- re sb Geophagus spec. oder Satanoperca spec. b Sorubim lima b Clarias spec. ---------- li sb Heros spec. n.x b Monocirrhus polyacanthus n.x b Corydoras panda sb Corydoras cf. arcuatus sb Hyphessobrycon spec. (H.-erythrostigma-Verwandtschaft, rotrückig, Art kenne ich, Foto wäre nett) ---------- li b Crenicichla regani sb Crenicichla spec. (evtl. Männchen von C. regani) n.x b Apteronotus albifrons sb Corydoras sterbai b Inpaichthys kerri n.x b Nannostomus mortenthaleri ---------- re b Rotrücken-Segelflosser, Pterophyllum scalare b Großfleckwels, Ancistomus sp. aus dem Rio Xingu in Brasilien (auf dem Schild Schreibfehler: Acistomus) b Sturisoma aureum b Petitella georgiae ---------- re n.x b Dendrobates tinctorius sb Dendrobates azureus sb (?) Phyllobates vittatus ---------- re b Podocnemis unifilis (abgetrennt) sb Cichla spec. b Heros sp. "Rotkeil" b Astronotus ocellatus (ich meine gelesen zu haben, dass die hierzulande gehaltenen Fische dieses Namens in Wirklichkeit einer anderen Art zuzuordnen sind) b Retroculus xinguensis sb Geophagus cf. surinamensis sb Panaque cf. nigrolineatus b Corydoras sterbai b Boulengerella lateristriga b Potamotrygon motoro b Potamotrygon hystrix ---------- re b Chelonoidis carbonaria (z. Zt. hinter den Kulissen) ---------- Sonderausstellung Riesenkrabben - Raubritter der Meere! (Alle folgenden Becken) li b? sb Odontodactylus scyllarus ---------- li sb Dromiidae (Dromia spec.?) b Scyllaridae sb Stenopus hispidus sb Thor amboinensis ---------- li b Einsiedlerkrebs (sehr große spec., wohl Dardanus megistos) ---------- li sb Lysmata debelius b Limulus polyphemus ---------- li b Macrocheira kaempferi ---------- re b Mangrovenkrabbe, Sesarma spec. ---------- (18.02.2008, 23:58) | ||
| Michael Mettler: | Die Nachbestimmung von Seesternen scheint mir ein sehr schwieriges Feld zu sein. Beim Googeln nach Pentaceraster fand ich diese HP mit Fotos der philippinischen Unterwasserwelt: http://www.poppe-images.com/images/search_results.php?category=Star%20fishes Unter Oreasteridae ist dort Pentaceraster alveolatus zu finden, und zwar in unzähligen Varianten in Färbung, Benoppung und Grundform. (16.02.2008, 10:59) | ||
| Michael Mettler: | Beim heutigen Abendbesuch habe ich nun extra auf Seesterne in allen Becken geachtet. Bis auf Protoreaster nodosus und linckii sowie den großen Seestern im Ankerbecken sehen alle anderen für mich relativ gleich aus, nämlich ähnlich dem vermutlichen Pentaceraster von meinem ersten Foto unten im Thread. Sie unterscheiden sich in der Zahl der hellen Noppen und variieren in der Grundfarbe von rötlich über lila bis blaugrau, zeigen aber alle auch das Netzmuster. Das betrifft Exemplare in der Mangrovengrotte, im Pultbecken, im Ankerbecken und im Kanonendeck. Ich konnte nirgends einen Seestern entdecken, der dem im Internet gefundenen Oreaster ähnelte. Beim Zackenbarsch in der Mangrovengrotte konnte ich heute am lebenden Exemplar unzweifelhaft die beiden schwarzen Schwanzstielflecken von C. fulva feststellen, da täuschte mir also mein kürzlich aufgenommenes Bild deren Fehlen nur vor. Ja, langsam schärft sich der Blick :-) Was ich für junge Graskarpfen hielt, sind offensichtlich die von Andreas Hg. bestimmten Döbel (Leuciscus cephalus). Mir scheint aber, als säßen im Karpfenbecken auch noch große Alands (Leuciscus idus, sonst eigentlich im Barschbecken untergebracht), denn diesen Tieren fehlten die dunkel abgesetzten Schuppenränder der Döbel. Leider bekam ich sie nicht vor die Linse (die Döbel dagegen schon). In den Touch Pools nun keine Stenopus mehr, dafür im Ankerbecken. Die Pools waren übrigens unbeaufsichtigt, als ich vorbeikam, es herrschte "Selbstbedienung"... Im Korallenbecken eventuell Chromis viridis UND atripectoralis, muss die Fotos noch auswerten. Von der Art, die ich für Pomacentrus philippinus halte, sind noch etliche Tiere hinzugekommen (vor zwei Wochen sah ich nur zwei). Nemateleotris habe ich auch heute dort nicht gesehen. Im Haibecken möglicherweise auch Abudefduf sexfasciatus; hatte früher schon anhand einer Aufnahme das Gefühl, dass ein Tier in der fotografierten Gruppe einen Scherenzeichnung in der Schwanzflosse hatte, schob das aber auf Gegenlicht. Heute sah und fotografierte ich aber wieder einen solchen Fisch, diesmal unter deutlich besseren Lichtbedingungen. Die Quallentrommel ist wieder besetzt, für meine Augen sehen die Quallen aus wie die im letzten Jahr dort gehaltene Art (also Catostylus mosaicus). Im Amazonasbereich sind die an Weihnachten in der Lagune geborenen Pfauenaugen-Stechrochen nun im Bullaugenbecken untergebracht (waren vorher m.W. hinter den Kulissen). Der Sonderausstellungsraum ist geschlossen, man gelangt nun auf direktem Weg von der Tropenhalle in den WWF-Gang. Laut Aushang heißt das Thema der nächsten Ausstellung "Echte und falsche Schlangen", also wird es neben den Seeschlangen wohl auch noch um Muränen usw. gehen; soll zu Ostern eröffnet werden. (12.02.2008, 23:29) | ||
| Michael Mettler: | Und noch einer aus dem Pultbecken. Ist das beim voherigen eigentlich die richtige Form, oder bilden die Arme gerade Regenerate? (11.02.2008, 22:31) | ||
| Michael Mettler: | Aus dem selben Becken. Pentaceraster? (11.02.2008, 22:29) | ||
| Michael Mettler: | Der vermutliche Knotige Walzenseestern Protoreaster nodosus aus dem Pultbecken (=Skorpionfischbecken). (11.02.2008, 22:28) | ||
| Michael Mettler: | So, Freunde der Seesterne, dann gibt es Bildmaterial. Den Anfang macht ein recht großes Exemplar aus dem Ankerbecken (= jetziges Seepferdchenbecken). Die kugelige Scheibe mag zwar mehr Größe vortäuschen, aber ich schätze ihn auf 25-30 cm Spannweite/Durchmesser. (11.02.2008, 22:24) | ||
| Michael Mettler: | Erst mal ein Foto einer nicht mehr gehaltenen Art aus der Krebsausstellung: Könnte dieses nur wenige Zentimeter große Tier eine Schwammkrabbe sein? Im Mergus-Meerwasseratlas Nr. 1 fand ich eine Art Dromia personata, die mich sehr an die Krabbe bei SL erinnerte, aber als Tier kühlerer Gewässer wohl nicht in Frage kommt (Mitbewohner waren nämlich Stenopus). Auch die Bärenkrebse im selben Becken sind für mich noch unbestimmt. (11.02.2008, 16:44) | ||
| Michael Mettler: | @Andreas Hg.: Danke für die Liste, kann ich wunderbar mit meiner abgleichen. Um mir meine Notizen zu vereinfachen, habe ich für den Eigengebrauch für die einzelnen Becken Bezeichnungen vergeben, die sich auf Form und/oder Einrichtung sowie wichtige (Dauer-)Bewohner beziehen. Die gehe ich jetzt mal in deiner Reihenfolge durch. F = Foto verfügbar (teilweise qualitativ schlecht, aber trotzdem hilfreich). Wenn ich diese Bilder alle hier einstellen soll, wird's aber eine Foto-Orgie... 1. Karpfenbecken Zwei Welsarten vorhanden: Es gibt zwei Waller von gelbweißer Färbung und einen ganz weißen Wels, den ich nach den Körperproportionen für eine Katzenwels-Art halte. Für Ameiurus melas fand ich in Wikipedia die Anmerkung, es gebe eine Albino-Form; das Tier im SL hat allerdings normal pigmentierte Augen, ist also kein Albino, sondern allenfalls Leuzist (F). Eine weitere Fischart würde ich für Graskarpfen halten, habe aber noch nicht nachbestimmt (F). 2. Barschbecken Stimmt komplett mit deiner Liste überein. 3. Weißfischbecken Den Sterlet habe ich dort nicht gesehen, und laut Bestimmungsbuch über heimische Fische könnten einige, die ich erst für Brachsen hielt, in Wirklichkeit Güster (Blicca bjoerkna) sein, denn sie haben rötliche Flossen (F). 4. Mangrovenwald Stimmt mit deiner Liste überein. 5. Klippenbecken Habe Porträts von zwei unterschiedlichen Muränen und ein Körperstück von einer dritten nur gesehen, das mich an Echidna nebulosa erinnerte. Da bräuchte ich bei den Fotos Nachhilfe, denn die passen nicht so recht zu meiner Literatur. 6. Felsenzylinder Elacatinus, Emblemaria und Serranus habe ich noch nicht gesehen, dafür einen Lippfisch, der laut Literatur wohl die Jugendform von Halichoeres radiatus darstellt (F). Lysmata amboinensis kann ich bestätigen, die T-Zeichnung vor dem Schwanz war in allen Becken, wo ich diese Art vorfand, zu sehen (F). 7. Mangrovengrotte Den Cephalopholis habe ich anhand meiner Bücher als C. miniata nachbestimmt, da ihm die für fulva typischen zwei schwarzen Punkte auf dem Schwanzstiel fehlen - oder können die in Ruhefärbung verblassen? (F) 8. Rochenlagune Wie schon erwähnt, ist jetzt auch ein Palettendoktorfisch hinzugekommen, und den möglichen Naso brevirostris hatte ich unten im Thread schon zur Nachbestimmung eingestellt. 9. Touch Pools Lysmata debelius fand ich in allen Becken mit dieser Art ausschließlich in der indonesischen Form (ungetupfter Hinterleib). Seesterne und Schamkrabben habe auch ich nicht (mehr) dort gesehen, Stenopus aber doch. Der einzelne große Einsiedler scheint mir Dardanus megistos zu sein (wie auch in der Krebsausstellung). 10. Ankerbecken (= erstes Schiffswrack-Becken) Ophioderma und Lysmata bisher nicht gesehen, dafür einen großen Seestern, der nicht Oreaster sein dürfte (F). 11. Korallenbecken Nemateleotris und Chrysiptera nicht gesehen, dafür einen Riffbarsch, der laut Literatur Pomacentrus philippinus sein könnte (F). Bei Chromis viridis konnte ich ebenfalls mit einem Foto dienen, sieht jedenfalls nicht nach Schwarzachsel-Chromis aus. (Den Hai-Einblick zähle ich hier nicht.) 12. Pultbecken (F) von drei weiteren Seesternen (darunter der eventuelle nodosus) und einem Lanzen(?)seeigel. 13. Waffenkammer (wegen der "Musketen"-Dekoration) Diadema und Echinometra nicht gesehen, einzelnen Apogon vorläufig als townsendi nachbestimmt (F), aber sehr schlechtes Foto. 14. Krakenhöhle Keine Änderung. 15. Kanonendeck Bis auf den Seestern alles gesehen, wenn auch den Myripristis noch nicht nachbestimmt (F). 16. Haibecken Nicht gesehen bisher Caranx, Chaetodon, Halichoeres, Myripristis, Haemulon sciurus sowie eventuell Trachinotus blochii. Alle Holocentrus, die ich fotografiert habe, zeigen bei Nachbestimmung eher die Merkmale von H. adscensionis als des ausgeschilderten H. rufus (habe u.a. ein Bild mit voll aufgestellter Rückenflosse). Aus der Gattung Haemulon habe ich laut Literatur auch einen H. chrysargyreum (F) sowie H. plumieri gesehen. Außerdem haben einige Schweinsgrunzer einen nur blass ausgebildeten zweiten schwarzen Streifen, was laut einem meiner Bücher das Merkmal von Anisotremus taeniatus sein soll (F). 17. Quallentrommel Bei jedem meiner diesjährigen Besuche unbesetzt. 18. Statuenbecken Mindestens ein nicht geflecktes Dachsgesicht im Schwarm, möglicherweise Siganus vulpinus (F). Diadema antillarum nicht gesehen, von Amphiprion clarkii (F). 19. Nemos Höhle (die eigentliche...) Würde auch eher auf Amphiprion percula tippen (F), von clarkii ebenfalls (F). 20. Mangrovenzylinder Keine Änderung. Für die Becken in der Tropenhalle habe ich folgende Namen im Eigengebrauch: 21. Piranhabecken 22. Amazonas-Hochwasserbecken 23. Amazonas-Niedrigwasserbecken 24. Raubwels-Pool 25. Amazonas-Bullaugenbecken 1 26. Amazonas-Bullaugenbecken 2 27. Skalarbecken 28. Froschterrarium 29. Amazonaslagune 30. Schildkrötenanlage Dazu der Sonderausstellungsraum (ich gehe davon aus, dass die Beckenzahl von Thema zu Thema jährlich variieren wird) und ein neuerdings im Kassenraum aufgestelltes Becken mit jungen Katzenhaien (Art? F). Die Krebsausstellung müsste inzwischen abgebaut sein; laut Aussage eines Besucherbetreuers sollen einige Arten andernorts im Hause verbleiben, u.a. der Fangschreckenkrebs. (11.02.2008, 16:25) | ||
| Johannes Pfleiderer: | @Andreas Hg. Vielen Dank für die Liste! Dann kann ich meine eigene endlich ergänzen bzw. die fraglichen Arten klären. @IP66 Viel eingearbeitet werden muss da nicht mehr, da wir Wirbellose und kleinere Fischarten nicht verzeichnen und die größeren größtenteils schon eingetragen sind. @Michael Mettler Die Seesterne interessieren mich auch, also wenn möglich, bitte hier abwickeln! (11.02.2008, 16:23) | ||
| IP66: | Eine beeindruckende Liste, die nur noch in das allseits bekannte Artenverzeichnis eingearbeitet werden müßte ... (11.02.2008, 10:57) | ||
| Andreas Hg.: | Hier zunächst die Bestandsaufnahme vom Sea Life Hannover bis vor den Eintritt in den Regenwald - tropische Süßwasser- und Krebsaquarien folgen noch! b = beschildert, sb = selbst bestimmt, L = Name aus der Liste der Besucherbetreuerin, Bb = Aussage der Besucherbetreuerin, n.x = nicht gesehen, Art mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Becken vorhanden Natürlich standen auch die meisten selbstbestimmten und ausgeschilderten Arten auf der Liste, dies habe ich mir dann verständlicherweise nicht extra vermerkt li = linke Seite, re = rechte Seite des Rundgangs Deutsche Namen finden fast nur dann Verwendung, wenn sie die wissenschaftliche Artbezeichnung ergänzen und dadurch die mögliche Art/Unterart einschränken 03.12.2007 Das Süßgewässer (nächste 3 Becken) li b Esox lucius b Silurus glanis (komplett weiß) sb Leuciscus cephalus b Cyprinus carpio (sb 2 Formen: Wild- oder Schuppenkarpfen + Zeil- oder Spiegelkarpfen) ---------- li b Sander lucioperca b Perca fluviatilis sb Micropterus salmoides b Leuciscus idus b Barbus barbus b Acipenser ruthenus ---------- li sb Gymnocephalus cernua b Gasterosteus aculeatus b Chondrostoma nasus b Scardinius erythrophthalmus sb Carassius carassius b Abramis brama sb Acipenser ruthenus ---------- li Mangrovenwald b Periophthalmus barbarus b Toxotes jaculatrix b Monodactylus argenteus b Anableps anableps ---------- li b Chilomycterus antillarum FALSCH! = sb, L Diodon holocanthus b Melichthys niger b Sparisoma atomarium FALSCH! = L Sparisoma sp. b Gymnothorax miliaris b Gymnothorax moringa L Gymnothorax unicolor ---------- re L Elacatinus randalli (Gobiosoma randalli) b Emblemaria pandionis sb Oxycirrhites typus sb Neocirrhites armatus b Serranus tigrinus (bin für Bestätigung dankbar, habe die gesehene Art anders in Erinnerung) b Doryrhamphus excisus b Lysmata grabhami FALSCH! = sb Lysmata amboinensis (Foto?) ---------- re L Odonus niger b Bodianus rufus L Bodianus pulchellus L Microspathodon chrysurus b Hypoplectrus indigo L Cephalopholis fulva b Pseudanthias squamipinnis b Protoreaster linckii sb Protoreaster nodosus sb Diadema spec. sb Kreiselschnecke ---------- li Lagune b Aluterus scriptus sb Zebrasoma desjardinii L Acanthurus tennenti sb Labroides dimidiatus L Gomphosus varius L Thalassoma lunare b Lachnolaimus maximus sb Pomacanthus paru L Holacanthus bermudensis L Centropyge acanthops L Pseudupeneus maculatus b Haemulon sciurus L Haemulon plumieri b Rhinoptera bonasus b Dasyatis americana L Rhinobatos cemiculus b Limulus polyphemus L Naso vlamingii + L Naso brevirostris z. Zt. für dieses Becken in Quarantäne (hinter den Kulissen) ---------- re Korallenriff (Touch Pools = nächste 3 Becken) allgemeine Beschilderung: n.x b Seesterne n.x b Calappa calappa b Einsiedlerkrebse: Paguroidea n.x b Stenopus hispidus b Lysmata debelius b Lysmata amboinensis tatsächlich gesehen: 1. Pool (li) b Einsiedlerkrebse (2 spec.) ---------- 2. Pool (Mitte) b Lysmata debelius b Lysmata amboinensis ---------- 3. Pool (re) b Lysmata amboinensis ---------- re Schiffswrack sb Lactoria cornuta sb Chelmon rostratus L Chaetodon mertensii b Hippocampus erectus L Hippocampus reidi b Aeoliscus strigatus b Aulostomus maculatus b Ophioderma squamosissimus L Oreaster sp. sb Lysmata debelius ---------- li b Odonus niger b Zebrasoma flavescens Bb Nemateleotris decora sb Valenciennea strigata b Chromis cyanea sb (99 %) Chromis viridis L Chrysiptera parasema b Holacanthus ciliaris ---------- re Einblick in Karibisches Meer ---------- li b Scorpaena plumieri sb cf. Protoreaster nodosus sb Oreasteridae 1. weitere spec. (= sb (Foto) Pentaceraster cf. mammillatus?) sb Oreasteridae 2. weitere spec. (= L Oreaster sp.?) L Echinometra lucunter L Eucidaris tribuloides sb Einsiedlerkrebs ---------- re L Chrysiptera parasema b Centropyge loriculus sb Sphaeramia nematoptera sb Pterapogon kauderni L Apogon maculatus n.x b Echinometra viridis sb Diadema spec. b Panulirus argus ---------- li b Octopus bimaculoides ---------- li L Cantherhines macrocerus b Balistes vetula L Chrysiptera parasema b Pterois volitans L Myripristis jacobus sb Oreasteridae ---------- li/re (Tunnel) Karibisches Meer b Chelonia mydas sb, L Rhinecanthus aculeatus L Odonus niger sb, L Melichthys niger sb Balistes vetula sb Zebrasoma flavescens b Acanthurus coeruleus b Halichoeres garnoti sb, L Bodianus rufus L Bodianus pulchellus b Abudefduf saxatilis sb Pomacanthus paru b Chaetodon sedentarius b, L Haemulon flavolineatum L Haemulon sciurus b Anisotremus virginicus b Ocyurus chrysurus b, sb Selene vomer L ? Selene setapinnis L Trachinotus blochii L Trachinotus goodei L Caranx sexfasciatus L Cephalopholis fulva b, L Myripristis jacobus b, L Holocentrus rufus b Dasyatis americana b Sphyrna tiburo b Carcharhinus melanopterus b Ginglymostoma cirratum ---------- li Catostylus mosaicus ---------- li Nemo´s Höhle sb Siganus unimaculatus b Paracanthurus hepatus b Gomphosus varius L Amphiprion clarkii b Pseudanthias squamipinnis b Diadema antillarum ---------- li L Zebrasoma flavescens L Nemateleotris decora b Synchiropus splendidus L Amphiprion clarkii b Amphiprion percula / L Amphiprion ocellaris L Lysmata grabhami FALSCH! = sb Lysmata amboinensis sb Weichkorallen (3 spec.) b Heteractis magnifica ---------- re b Rhinecanthus aculeatus b Gnathanodon speciosus ---------- re Einblick in Karibisches Meer ---------- (11.02.2008, 03:15) | ||
| Andreas Hg.: | Hatte leider Probleme beim Einfügen der Liste, verschiebt sich doch auf heute... Sorry! (11.02.2008, 00:02) | ||
| Michael Mettler: | @Andreas Hg.: Fotos sind kein Problem, mittlerweile fotografiere ich bei jedem Besuch jeden Seestern, der mir vor die Linse kommt :-) Frage an alle: Interessiert das außer Andreas Hg. und mir noch jemand? Sonst können wir das auch untereinander auf dem Mailweg abwickeln. (10.02.2008, 19:47) | ||
| Andreas Hg.: | @Johannes Pfleiderer & MM: Zu den Seesternen: Kammsterne habe ich weder in der Liste noch in den Aquarien gesehen. Im Becken der Indigo-Hamletbarsche findet sich neben dem ausgeschilderten Protoreaster linckii auch noch Protoreaster nodosus (selbst bestimmt). Den Seestern auf dem unteren Foto konnte ich als Angehörigen der Gattung Pentaceraster identifizieren, mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit P. mammillatus; allerdings ist die Gattung recht vielgestaltig und mir fehlt eine sichere, komplette Artenübersicht, daher kann ich mich nicht genau festlegen. S. a.: http://www.meerwasser-lexikon.de/de/76/1075/0/info.htm Nach den Walzen-, Kissen- und Noppen-Seesternarten (Oreasteridae) hatte ich auch gefragt, da gab die Liste leider nicht sehr viel her: Im heutigen Seepferdchenbecken (Schiffswrack) leben Oreaster sp. (laut Liste). Ich hatte mir aus der Liste "14 Oreaster sp." notiert - das kann nur Becken Nummer 14 bedeuten; je nach Zählweise (ob man die drei Touch Pools als drei oder einen zählt und ob man den Haibecken-Vorabeinblick mitzählt oder nicht) komme ich bei Nr. 14 entweder auf den Haieinblick (kann nicht sein, keine Seesterne), das Skorpionsfischbecken, das Flammen-Zwergkaiser/Kardinalbarsch/Karibik-Langusten-Becken (kann auch nicht sein) oder das Krakenaquarium (dito). Demnach müßten bei den Skorpionsfischen ebenfalls Oreaster sp. sitzen; bei den Seepferdchen habe ich sie auf jeden Fall gesehen. Für das Skorpionsfischbecken habe ich mir selbst notiert: Eine Art, bei der ich nicht sicher war, ob es ebenfalls Protoreaster nodosus ist, sowie zwei weitere Oreasteridae-Arten; rein theoretisch müssten das der Pentaceraster von MMs Bild (von wann ist das genau?) und eben der Oreaster sp. sein... Desweiteren lebt noch im Rotfeuerfischbecken eine von mir nicht bestimmte Walzenseesternart. Wenn ich einen Fotowunsch äußern dürfte: Es wären Bilder aller fraglichen Seesternarten, vor allem jenen bei den Skorpionsfischen, zur weiteren Klärung hilfreich... In der Google-Bildersuche findet man bei Eingabe von "Oreaster" jede Menge aussagekräftige Bilder von Oreaster reticulatus. Meine komplette SL-Hannover-Liste folgt noch heute - versprochen!!! (10.02.2008, 15:50) | ||
| IP66: | Ich finde es sehr interessant, daß hier einmal der Bestand und Entwicklung einer SeaLife-Filiale näher beleuchtet werden. Allerdings habe ich auch in Zoos, die ich häufiger besuche, den Eindruck, daß der Tierbestand des Aquariums den sich am schnellsten verändernden vorstellt, und wer im Milu die Liste der neu gehaltenen Arten verfolgt, wird wissen, daß auch dort bei einem relativ kleinen Aquarienteil mehr Ersthaltungen vorgestellt werden als etwa im Säugerbereich. (07.02.2008, 18:31) | ||
| LH: | Kann bitte jemand die Besätze aller Becken im hannoverschen SeaLife auflisten!? (01.02.2008, 17:19) | ||
| Michael Mettler: | @Andreas Hg.: Ich wäre so oder so erfreut! Hatte schon angefangen, mir eine eigene Liste des Gesehenen aus der Erinnerung heraus zu machen, aber gerade im Haibecken habe ich wahrscheinlich viele Arten noch gar nicht bewusst wahrgenommen. Auch meine Fischliteratur, die ich z.T. seit -zig Jahren nicht mehr in der Hand hatte (weil ich schon länger keine Fische mehr fotografiert habe), habe ich nun wieder hervorgeholt und gleich ein paar "Bekannte" aus SL entdeckt - so auch den Crenicichla lenticulata. Naso vlamingii kann ich inzwischen bestätigen, aber der zweite Naso in der Rochenlagune hat schon wegen seiner Färbung (blau, keine Maserung) wenig Ähnlichkeit mit den N. brevirostris in meinen Büchern - anbei ein Foto. Bei meinem letzten Besuch waren die Fische in der Lagune nicht so hektisch unterwegs wie bei den vorherigen, dadurch konnte ich von einigen relativ brauchbare Fotos machen. (01.02.2008, 13:03) | ||
| Andreas Hg.: | @MM: Das Bild ist insofern hilfreich, als sich darauf rechts definitive S. vomer erkennen lassen; links könnten tatsächlich S. setapinnis dabei sein. Die Stachelmakrelen rechts oben sind die Trachinotus goodei. http://www.propesca.com.br/areas/peixes/a_salgada/imagens/peixe_galo.gif http://www.scottsbt.com/fishids/idmisc/moonfish.htm - hier auch eine Erklärung der Unterschiede zu S. vomer auf englisch Klar, meine Bestandsaufnahme vom Dezember kann ich dir nach Fertigstellung gerne auch per Mail schicken; ich kann sie aber auch hier in den Thread stellen, dann hätten alle etwas davon. Vorm Wochenende wird das aber nichts, dann und in der kommenden Woche werde ich mehr Zeit haben. Zu allem anderen dann ebenfalls mehr... (01.02.2008, 12:18) | ||
| Michael Mettler: | Nach einem denkbar besch... Arbeitstag brauchte ich heute unbedingt etwas zum Entspannen, also bin ich nach Feierabend ab ins SeaLife - wozu hat man 'ne Jahreskarte.... Hat seinen Zweck erfüllt, und ich konnte gleich noch ein paar aktuellen Fragen nachgehen, dabei habe ich mich allerdings fast ausschließlich im Seewasserbereich aufgehalten (also keine Crenicichla-News). @Andreas Hg.: Nach deiner Beschreibung sieht es tatsächlich so aus, als gäbe es beide Selene-Arten im Haibecken, denn es gibt Tiere mit sehr steilem und solche mit flacherem Kopfprofil, die für meinen Geschmack auch einen leichten Gelbschimmer haben. Zum Fotografieren herrschen im Haibecken ja leider ziemlich schlechte Bedingungen, trotzdem habe ich ein schlechtes Foto beigefügt, auf dem neben anderen Fischen beide Formen zu sehen sind. Im linken Bilddrittel ein paar "Spitzköpfe", rechts im hellen Bereich unter den Stachel(?)makrelen zwei "Steilköpfe". Besser ging es leider nicht. Die Naso in der Rochenlagune habe ich mir auch gleich angesehen, es sind zwei Exemplare verschiedener Arten: einer einfarbig blau mit "Einhorn", der zweite eher blaugrün mit olivgrünem Kopf und "Ramsnase". Habe Fotos, aber noch nicht nachbestimmt. Anscheinend muss ich wohl langsam mal meine Fischbücher in PC-Nähe unterbringen :-) Wärst du eigentlich bereit, mir deine SL-Checkliste zukommen zu lassen? Ich hatte mir schon vor ein paar Tagen die von Hongabonga im Startbeitrag des Threads eingestellte Artenliste vom 25.2.2007 ausgedruckt, um beim nächsten Besuch gezielt nach Tieren suchen zu können. Die habe ich natürlich heute mitgenommen - und schon ziemlich bald wieder weggepackt: Die Seewasserabteilung ist tatsächlich innerhalb des knappen Jahres fast völlig umgekrempelt worden, ein Großteil der Arten sitzt nicht mehr in den damaligen Becken, sondern woanders, manche scheinen auch nicht mehr vorhanden zu sein. Und es gibt immer etwas Neues: Wenn man den Raum mit den "Touch Pools" verlässt und den "Schiffswrack"-Bereich betritt, befindet sich doch gleich links ein größeres Riffbecken mit verschiedenen Demoisellen, Gelben Segelseebadern usw. - in dem wurden nun vor ein paar Tagen erste Korallen angesiedelt, damit wird sich das Gesicht dieses Beckens bald deutlich ändern. Das Quallenbecken ist nun schon seit Ende Dezember unbesetzt. (29.01.2008, 23:30) | ||
| Michael Mettler: | Und hier wäre für Andreas Hg. die Kopfstudie des Geigenrochens. (29.01.2008, 00:17) | ||
| Michael Mettler: | Zu dieser Frage hätte ich auch gleich ein "namenloses" Exemplar aus dem Becken der Skorpionfische zu bieten (siehe Bild). Aus dem früheren Seepferdchenbecken habe ich zudem Aufnahmen des (ausgeschilderten) Protoreaster lincki (Rotgrauer Walzenseestern). (28.01.2008, 16:13) | ||
| Johannes Pfleiderer: | So, um den Faden vom "Ich hab da mal ne Frage"-Thread wieder aufzunehmen, fange ich jetzt mal mit meinen Wirbellosenfragen an: welche Seestern-/Kammsternarten sind in der Liste verzeichnet? (28.01.2008, 14:09) | ||
| Michael Mettler: | Ab März sollen laut einer Besucherbetreuerin für die nächste Sonderausstellung u.a. "Seeschlangen und Muränen" ins SL Hannover kommen, bis dahin bleiben noch die Krebstiere. (23.01.2008, 20:41) | ||
| Michael Mettler: | Ich vergaß, die Quelle zu nennen: http://www.raubwelse.de/galerie/cichliden/cichliden.htm (31.12.2007, 15:05) | ||
| Michael Mettler: | Habe übrigens endlich mal eine Besucherbetreuerin nach dem Namen des unten von mir eingestellten Buntbarsches fragen können - aber die wusste ihn leider auch nicht... Nach einer Runde Googeln würde ich meinen, dass es sich um Cichla sp. "Tapajos" handeln könnte. (31.12.2007, 00:39) | ||
| Michael Mettler: | Ich nehme tatsächlich an, dass eine Erhebung gemacht wird, zu wievielen Besuchen die Jahreskarten genutzt werden - vielleicht mit dem Ziel, den Preis später zu erhöhen, falls sie (zu) gut ausgenutzt werden.... (30.12.2007, 15:31) | ||
| IP66: | Anscheineend rechnet man nicht damit, daß die Käufer eines Jahreskarte wiederkommen ... (30.12.2007, 14:31) | ||
| Michael Amend: | Schönes Bild, die Tropenwald-Stimmung wird nur etwas durch die beiden Menschen getrübt... (29.12.2007, 21:18) | ||
| Michael Mettler: | Da mich interessierte, wie die SeaLife-Tropenhalle wirkt, wenn es draußen dunkel ist, war ich heute am späten Nachmittag dort - und sehr angenehm überrascht: Die Gewächshauskuppel wird nicht vom Dach her mit Licht geflutet, sondern es gibt viele einzelne Lämpchen und Scheinwerfer an den Wegen und zwischen den Pflanzen, was zusammen mit den Aquarien in diesem Bereich für eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre sorgt - kann ich nur empfehlen. Ich hoffe, das Foto kann ein wenig davon vermitteln. Optimierungsbedarf besteht aber auf jeden Fall bei der Abwicklung der Dauer- und Vorverkaufskartenbesucher. Die Jahreskarte, die ich seit meinem letzten Besuch habe, enthält kein Foto, sondern nur Namen und Adresse. Für meine Frau holte ich gestern im Kartenvorverkauf ein Ticket, so dass wir heute an der Warteschlange vorbei gehen konnten - eine Art VIP-Gefühl, da wir die einzigen "Privilegierten" waren :-) Aber dann: Statt bei Vorzeigen von Jahreskarte und bezahltem Ticket einfach durchgewinkt zu werden, musste ich zusätzlich zur Jahreskarte noch meinen Ausweis vorzeigen, es wurde etwas in die Kasse eingetippt, wir bekamen einen ausgedruckten Kassenbon über 0,- Euro und danach noch jeder einen Einlass-Stempel auf die Hand - umständlicher geht's nun wirklich nicht. Die Besucher in der Warteschlange werden sich geärgert haben, denn da es nur eine Kassiererin gab und diese mit uns länger beschäftigt war als mit einem normalen Ticketverkauf, mussten sie natürlich NOCH länger warten... Trotzdem waren wir so natürlich erheblich schneller im Centre, als wenn wir uns für die Tickets hätten anstellen müssen. (29.12.2007, 19:39) | ||
| Michael Mettler: | Ich hab' seit heute eine... War übrigens trotz Samstag morgens um 10 Uhr noch erfrischend leer, eine Stunde später aber knüppelvoll. Und "dank" der engen Wege und mancher 180-Grad-Spitzkehre im Wegesystem sind Kinderkarren leider ein großer Staufaktor. Seit meinem Besuch im Mai sind diverse neue Arten hinzugekommen, von schon damals vorhandenen sind teilweise inzwischen mehr Individuen vorhanden. Noch immer ist aber nicht alles ausgeschildert, auch wenn zwischenzeitlich Artenschilder und Infotafeln hinzukamen. Daher gleich eine Frage: Kennt jemand die südamerikanische Buntbarschart auf dem beigefügten Foto? Die Tiere sind derzeit ca. 50-60 cm groß, damit schon ein wenig größer als im Mai, und sie haben seitdem auch an schwarzer Zeichnung verloren. Ich tippe auf die Gattung Cichla (falls es die noch gibt, ich verfolge die Fischsystematik nicht sonderlich), da der Fisch in der Gestalt sehr an Cichla ocellaris erinnert. Die kleine Krebstierausstellung mit u.a. den Japanischen Riesenkrabben soll übrigens 2008 durch eine andere temporäre Ausstellung ersetzt werden, die Krebse ziehen dann in ein anderes Centre um. (24.11.2007, 20:28) | ||
| Ulli: | Das ist wirklich ein Schnäppchen ... ich werde mir wohl eine Jahreskarte zulegen. (21.11.2007, 15:00) | ||
| Michael Mettler: | Wie ich heute erfahren habe, bietet SeaLife Hannover nun auch eine Jahreskarte an, die sich für Jeden lohnt, der mehr als einmal im Jahr "Fische gucken" will: Einzelkarte Erwachsener 12 Euro, Jahreskarte 19,95 Euro! Dazu der angenehme Nebeneffekt, an der Warteschlange vorbei marschieren zu können... Ich überlege ernsthaft. (20.11.2007, 20:08) | ||
| IP66: | Seit ich in Oberhausen gesehen habe, wie man bei mäßigem Besuch eine Schlange vor der Kasse am Leben erhält, werde ich mit Angaben zur Besucherzahl bei diesen Institutionen nach den Methoden der Quellenkritik verfahren und davor warnen, sie für empirisch ermittelte Vergleichswerte zu halten. (12.10.2007, 11:21) | ||
| Michael Mettler: | Für einen laut Pressebericht sehr gut besuchten Tag wurde übrigens kürzlich für SL Hannover eine Besucherzahl von 2.200 genannt. (11.10.2007, 21:53) | ||
| IP66: | Der Eindruck in Hannover - wie gesagt, nur ein Besuch - war aber der, daß es erheblich übler ausah als in Altbauten in vielen kleinen und unter Personalmangel leidenden botanischen Gärten. (06.09.2007, 11:59) | ||
| Ulli: | Schädlingsbefall ist in Tropenhäusern immer schwer kontrollierbar. (05.09.2007, 11:00) | ||
| IP66: | Ich kenne das ursprüngliche Tropenhaus nur von einem Besuch, was vielleicht nicht ausreicht, um die Situation zu beurteilen. Zwei Dinge sind mir jedoch aufgefallen: Zum einen war die gesamte Bepflanzung in einem bedauernswerten Zustand, Schädlingsbefall war fast überall erkennbar, zum anderen war ein Teil der Gehege und Beete nicht besetzt bzw. nicht bepflanzt. Zum zweiten waren, obgleich es sich um einen Samstagnachmittag im Herbst handelte und viele Menschen im Park spazierten, außer mir keinerlei Besucher im Haus. Mir kam damals der Gedanke, daß das Tropenhaus für die Haltung tropischer Pflanzen leider nicht geeignet sein könnte, zumal die kritische Zeit in Warmhäusern für Pflanzen eigentlich nicht der Herbst sondern der Spätwinter und Frühling ist. Allerdings handelte es sich lediglich um einen punktuelle Beobachtung, die auch durch den krassen Widerspruch zwischen Einrichtungen für Massenbetrieb und uns beiden Besuchern hervorgerufen wurden. (05.09.2007, 10:42) | ||
| Michael Mettler: | Vielleicht kommt bei der genannten Laufzeit auch noch ein anderer limitierender Faktor ins Spiel. Wer weiß schon, wie sich in den nächsten Jahren Haltungsrichtlinien verändern werden; vielleicht wird für die Hai-Arten in den Hauptbecken in 10-15 Jahren die doppelte Wassermenge verlangt. Das kann SeaLife an den jetzigen Standorten kaum umsetzen, und ohne Riffhai & Co. wäre das Tunnelbecken (und damit die größte Marketingattraktion) vermutlich kein Publikumsmagnet mehr. Man muss sich ja nur mal vor Augen halten, wie sich die Maßstäbe bei anderen Tierarten in den LETZTEN 10-15 Jahren verändert haben. (05.09.2007, 09:20) | ||
| Ulli: | ich finde es auch interessant,wenn das SEALIFE trotz anderslautender Verträge wirklich nur 10-15 Jahre bleiben will. Auf die Frage,was dann passieren soll ist die Antwort einfach - Rückbau zum alten Regenwaldhaus, die Konzeption war genial, es war eine sinnvolle Ergänzung zum Herrenhäuser garten, ich habe nur positive Resonanz zum Haus gehört und als die Preise auf moderates Niveau gesenkt wurden, gab es eine Steigerung der Besucherzahlen. Leider hatte die Stadt dort schon den neuen Vertrag geschlossen. Neue Attraktionen haben immer am Anfang einen enormen Zulauf, der sich schnell legt. Der Allwetterzoo hatte im Eröffnungsjahr 1974 in sieben Monaten 1,2 Millionen Besucher, in den nächsten Jahren dümpelte die Besucherzahl bei 750.000, erst in jüngster Zeit ist man sich wieder nahe der Millionengrenze. Ganz nebenbei - das alte Regenwaldhaus fand ich persönlich spannender als das SEALIFE und das SEALIFE kann mit dem neuen Tropenaquarium von Hagenbeck und auch mit dem alten Regenwaldhaus nicht mithalten. Richtig gelungen finde ich im SEALIFE den Leinebereich und das Mangrovenaquarium sowie das Rochenbecken, anschließend legt sich eher meine Begeisterung. Um nicht falsch verstanden zu werden, für jemanden der das alte Regenwaldhaus nicht kannte, ist das SEALIFE sicher hervorragend. (05.09.2007, 09:07) | ||
| Michael Mettler: | Na ja, das mit viel Ballyhoo zur EXPO 2000 eröffnete Regenwaldhaus in Hannover hatte ja nicht mal annähernd 10 Jahre Laufzeit, so gesehen wäre SeaLife mit 10-15 Jahren schon eine erhebliche Steigerung.... (31.08.2007, 12:50) | ||
| IP66: | Ich möchte ja nichts böses bemerken - aber wußten die hannoveraner oder oberhausener Sea-Life-Einkäufer, daß sie sich eine Art Wegwerf-Aquarium einhandeln, dem nach Meinung seiner Betreiber keine halbe Generation Lebenszeit zugestanden werden kann? Damit stellt sich doch zumindest in Herrenhausen die Frage, was man mit der Expo-Altlast anstellen soll, in absehbarer Zeit neu. (31.08.2007, 12:07) | ||
| Michael Mettler: | Die geplante Laufzeit der Häuser von 10-15 Jahren finde ich sehr interessant. Woraus ergibt sich dieser Zeitraum? Geht man davon aus, dass sich dann das Publikumsinteresse verlaufen hat, oder ist die Ausstellungs- und Haltungstechnik (inkl. der Acrylscheiben) nach diesem Zeitraum so verschlissen, dass die Renovierungskosten praktisch einem Neubau gleich kämen? (17.08.2007, 18:37) | ||
| Andreas Hartung: | Recht interessant der Wikipedia-Artikel zu Sea Life, besonders der Hinweis auf Laufzeiten und die Zusammenfassung der SL Centres in Deutschland mit ihren Schwerpunkten: http://de.wikipedia.org/wiki/Sea_Life_Centre (17.08.2007, 17:47) | ||
| IP66: | Tatsächlich finde ich es schwierig, wenn man sich dergestalt hartnäckig als Zuchtstation propagiert, dann aber in den großen Tropenbecken doch deutlich mehr Fische "verbraucht" als konventionelle Schauaquarien. Ich glaube sogar, daß ein Konzept mit nichttropischen Fischen aufgehen kann, wenn man, wie das Haus der Natur in Salzburg, sich um eine auf die Fischgestalt hin gerichtete Präsentation bemüht. Aber auch bei den Seewölfen ist es so, daß die in Berlin viel beeindruckender präsentiert werden als in Oberhausen. Was mich wundert, ist die Bereitschaft, einen Betrag für ein solches Aquarium auszugeben, mit dem man auch einen durchschnittlichen Zoobesuch finanzieren könnte. Offensichtlich ist es hier gelungen, eine Marke zu etablieren, was allerdings auch mehrfache Besuche einschließen müßte. (31.07.2007, 18:58) | ||
| Sacha Beuth: | Das Konzept "Von Europas Bächen bis ins Europäische Meer" ist gescheitert resp. wird "tropisiert", nicht die Sealife Center an sich (noch nicht). Und Expansion findet zwar in Deutschland statt, dafür schliessen die Center in Grossbritannien (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Ich hoffe sogar, dass die SL Center gewisse strukturelle Bereiche von der Hannover-Filiale übernehmen (aber eben nicht alles). Vielleicht bringt man ja mit der Zeit auch ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis zu stande. Würden sich die Center zu echten Grossaquarien verwandeln, würde ich es sogar begrüssen. Im Moment ist aber eben noch das meiste 08/15 (Tierbestand, Präsentation, Schnellbau). Natürlich ist es so, das schlussendlich der Besucher abstimmt. Sobald also das erste SL in Deutschland dicht macht, komme ich darauf zurück (Oder wie ein prominentes austro-amerikanisches Geburtstagskind sagen würde: I'll be back!)...:) (31.07.2007, 09:47) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha Beuth: Ich kann ja deinen Ausführungen durchaus folgen. Aber Otto N. (und für den werden die SeaLife-Filialen gebaut) besucht mit ziemlicher Sicherheit nicht mehrere davon (du bist ja sogar der Meinung, dass er ohnehin nur EINMAL ins SL geht) und somit ist es ihm schnuppe, ob die alle gleich aussehen... Dafür, dass das Konzept deiner Meinung nach gescheitert ist, hält sich SL schon ziemlich lange "am Markt" und expandiert noch immer. Da es sich um ein kommerzielles Unternehmen handelt, dürfte das wohl nicht möglich bzw. wirtschaftlich unsinnig sein, wenn das Besucherinteresse wirklich nachgelassen hätte. Ich glaube es schon mal gesagt zu haben: Vielleicht werden die Erfahrungen mit dem von der alten Linie abweichenden SL in Hannover die Betreiber dazu bringen, zukünftig auch andernorts auf das Tropenhallenkonzept zu setzen. Aber die sehen dann natürlich ebenfalls alle gleich aus ;-) (30.07.2007, 19:25) | ||
| Sacha Beuth: | Aber genau um den Etikettenschwindel gehts. In anderen Branchen würde der eine oder andere gar von unlauterem Wettbewerb sprechen. Es ist/war die Geschäftspraxis von SL, die mich auf die Palme bringt. Mit dem Finger auf andere zeigen, aber selber nicht besser machen. Bis auf wenige Ausnahmen haben die meisten der von Dir angesprochenen ehem. Heimattiergärten in erster Linie aus finanziellen Ueberlegungen auf die Haltung von exotischen Tieren verzichtet (Beim groben Ueberfliegen der sogenannten Heimattiergärten würde ich allerdings behaupten, dass die meisten schon von Anfang an Exoten wie Pfaue, Affen, Waschbären, fremdländische Hirsche oder Fasane zeigten). Es ist m.E. schon ein Unterschied, ob man sagt: Wir halten nur heimische Tiere, weil wir aus Kostengründen keine Exoten halten können und dann bei einer sich auftuenden Finanzquelle die Richtung ändert oder ob man sagt: Wir zeigen nur heimische Fische, weil exotische Fische alles Wildfänge sind und man Grosshaie nicht korrekt halten kann (und einem dann die heimischen Marder- und Hundshaie wegsterben) und dann eben eine Kehrtwende macht. Nebenbei bin ich immer noch der Meinung, dass auch Unvoreingenomme nach dem Besuch verschiedener SLs (Hannover können wir mal als Einziges ausklammern, da ursprünglich ja Tropenhaus) zum Schluss kommen muss: Die sehen alle gleich aus. Das kann man von den Zooaquarien und Grossaquarien wahrlich nicht behaupten. Jedenfalls habe ich noch nie jemanden so etwas sagen hören. Darum finde ich es auch ein Stück weit Besucherverarsche, wenn man für den "Hamburger" gleich viel oder sogar mehr bezahlt als für das "Rinderfilet".:) (30.07.2007, 16:35) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha Beuth: Nun, das Kriterium erfolgreicher Vermehrung dürfte wohl nicht nur SL, sondern auch so gut wie alle sonstigen Schauaquarien in punkto Meeresfische durchs Sieb rutschen lassen - und da macht es letztlich wenig Unterschied ob es nun einen "kalten" Seewolf oder einen tropischen Doktorfisch betrifft - in dieser Hinsicht sind sämtliche Aquarien noch immer überwiegend "Verbraucher". Wenn wir mal den beklagten "Etikettenschwindel" mit der Verwechslungsmöglichkeit Zucht/Aufzucht außen vor lassen und die SeaLife-"Zentrale" einfach Eingewöhnungsstation nennen, finde ich an dem Prinzip wenig auszusetzen. SeaLife fängt Meerestiere (oder lässt fangen), gewöhnt sie ein und verteilt sie auf seine Filialen; ein paar werden wohl auch in der Station gezüchtet (Seepferdchen). Andere Aquarien beziehen ihre Fische vom Handel, der sie wiederum irgendwo eingewöhnt hat, und auch diese Fische wurden gefangen (bis auf ein paar züchtbare Arten, die man von Züchtern besorgen kann - aber das kann SeaLife auch). Wo ist der Unterschied? Naturentnahme (ob nun verantwortbar oder nicht) ist es so oder so. Und was den Etikettenschwindel betrifft: Auch im Sprachjargon der Zoos hört und liest man immer mal wieder von "Zuchtpaaren", "Zuchtgruppen" und "Zuchtanlagen", selbst wenn noch nicht ein einziges Jungtier darin erzeugt wurde.... Ob in der SeaLIfe-Zentrale Zuchtbemühungen betrieben werden (von den schon zitierten Seepferdchen mal abgesehen), entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings fand ich auch noch keine definitive Aussage, dass das NICHT der Fall ist. Der Tatsache, dass ein ursprüngliches Konzept versagt hat und man auf einen anderen Zug aufsprang, verdanken wir übrigens einen ganzen Teil unseres Hobbys: Auch viele Zoos wurden seinerzeit als Heimattiergärten gegründet und hatten dann schnell Löwen, Affen und andere Exoten im Sortiment, weil die für mehr Interesse sorgten... (30.07.2007, 15:28) | ||
| Sacha Beuth: | @Michael Mettler: Dann ist wohl mit Qualität des Hauses die Bauqualität gemeint....okay, da können wahrscheinlich einige McDonalds-Filialen nicht mithalten.:) Bezüglich Aquazoo und der Robben und Pinguine gebe ich Dir grundsätzlich recht. Allerdings waren die bei meinen Besuchen dort (war erst 3mal da) KEINESFALLS die Besucherrenner. Die Leute stauten sich vielmehr vor den Korallenriff- und Haibecken, was aber auch an der Präsentation/Haltung der Pinguine und Robben in Düsseldorf liegen könnte (aber das ist wieder ein anderes Thema). Und zur Aussage "Seltene Aenderungen würde man andernorts als Konstanz bezeichnen" kann ich sagen: Davon könnte man nur reden wenn das Haltungskonzept sich über einen längeren Zeitraum bewährt (Nachweis noch nicht erbracht) und die gezeigten Arten ein langes Leben vorweisen und sich auch vermehren (und nicht nur aus AUFZUCHT-Stationen stammen!). Leider hält sich SL ziemlich bedeckt, was die Mortalitätsrate ihrer Pfleglinge anbelangt. Letzteres trifft leider auch auf viele andere Grossaquarien zu, nur täuschen diese nicht (bewusst?) den Besucher mit den begriffen Aufzucht/Nachzucht. Ob Zoos tatsächlich vermehrt heimische Tiere den Exoten "opfern", lasse ich mal offen. Es fallen mir nämlich auch einige Zoos ein, wo man in der jüngeren Vergangenheit zugunsten der heimischen (europäischen) Tiere entschieden hat: z.B. im Zoo Berlin eine grösser Gemeinschaftsanlage von Wölfen und Braunbären zu Lasten von Kragenbär/Schwarzbär/Mähnenwolf?/Erdwolf, in München bewohnen die Nordluchse doch die alten Leopardenkäfige und in Bern mussten die Sibirischen Tiger den Braunbären weichen (okay, die Bären sind genau genommen Syrer, aber bleiben wir auf dem Teppich). Selbst wenn die Zoos sich tatsächlich vermehrt für Exoten entscheiden, sehe ich, sofern es sich in erster Linie um Erhaltungszuchtüberlegungen (also nicht Nasenbären und Erdmännchen) handelt, für begrüssenswert. Dann gibts Platz für bedrohte Exoten und die bez. Unterkunft meist weniger kostspieligen heimischen Arten können die Wildparks zeigen. Könnte Sealife seine Konzeptumstellung AUCH mit Zuchtbemühungen (nicht nur AUFZUCHT) begründen, würde die Sache auch anders aussehen. So aber ist die Umstellung für mich nur ein Eingeständnis, dass das EIGENE Konzept versagt hat und man jetzt noch schnell auf den "Tropenzug" aufspringen muss. (30.07.2007, 14:20) | ||
| Ulli: | @Michael Mettler: Die Überlegungen zur Umgestaltung des Vivariums im Landesmuseum haben mir gefallen (kleine Ausnahme: das Amazonas-Landschaftsbecken möchte ich in der bestehenden Form gern beibehalten - ansonsten Daumen hoch). (30.07.2007, 13:23) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha Beuth: Der Vergleich mit McD hinkt ebenfalls. Denn ich sprach von der Qualität des Hauses und nicht davon, ob die angebotenen Speisen dem persönlichen Geschmack entsprechen :-) Mit einem Zooaquarium lässt sich SeaLife ohnehin nicht vergleichen. Die Anzahl der Besucher, die einen Zoo wie Wuppertal oder Stuttgart nur wegen des Aquariums aufsucht (und das wiederholt), dürfte sehr überschaubar sein. Hätte SeaLife nebendran noch Affen und Elefanten zu bieten, wäre der Wiederholungswunsch sicher auch größer. In diesem Zusammenhang möchte ich anmerken, dass die Besucherzahl und die Zahl der Wiederholungsbesucher im Aquazoo Düsseldorf wahrscheinlich niedriger wäre, wenn es dort keine Robben und Pinguine gäbe - es wird schon seinen Grund haben, dass im Laufe der Jahre mit Zwergmangusten und Zwergottern weitere beliebte Säugerarten auf Kosten der Reptilienhaltung hinzu kamen. Dass SeaLife von den eher farbarmen "kalten" Fischarten auf die bunteren Tropenfische umstellt und damit auf schauattraktivere Arten, ist für mich nachvollziehbar. Auch das ist aber in der Zoolandschaft nicht außergewöhnlich. So verschwindet die heimische Tierwelt ja auch immer mehr aus den Sortimenten der Zoologischen Gärten, und so manche Waldvogelvoliere (als Äquivalent zum Gesellschaftsaquarium) musste spektakuläreren Arten weichen. Seltene Änderungen im Artbestand würde man übrigens andernorts als Konstanz bezeichnen und positiv werten.... (30.07.2007, 12:35) | ||
| IP66: | Ich erinnere mich noch - aus den 70ern??? - an einen "Riesenwels aus dem Glienicker See. (30.07.2007, 11:08) | ||
| Sacha Beuth: | Ich kann mich den Aussagen von IP66 bez. Artenspektrum nur anschliessen. Und wie von mir bereits erwähnt ist es wohl nicht ohne Grund, dass die SL Centers, die Anfangs beinahe ausschliesslich nur Fische des gemässigten und nördl. Atlantiks sowie europ. Süsswasserfische zeigten, nun immer mehr auf tropische Arten umsteigen resp. mit diesen ihren Bestand ergänzen. Das Konzept ist offenbar mit der Zeit doch etwas langweilig und/oder die eher blassen europ. Arten und die kleinen Haie können beim Besucherinteresse nun mal nicht mit dem bunteren trop. Arten mithalten. Darum hat wohl Disney auch einen Anemonenfisch (Nemo) zum Helden gemacht und nicht irgendeine Felsgrundel oder Aalmutter. @Michael Mettler: Der Vergleich mit der Qualität des Hauses (Beitrag vom 26. 7.) hinkt. Demnach müsste ja die Ware von McDonalds mit einem 5-Sterne-Restaurant mithalten können, wenn ich sehe, welche Schlangen sich um die Mittagszeit vor einer Filiale bilden.:) Generell muss man wohl wie bei McDonalds (ich liebe diesen Vergleich!) schauen, ob sich das SL-Konzept durchsetzt. Zweifel sind erlaubt, da m.E. eben wegen der Eintönigkeit und weil es abgesehen von den Wanderausstellung selten Aenderungen im Artbestand gibt, die Besucher selten wiederkommen (Wohingegen nach meiner Erfahrung Zooaquarien und Grossaquarien öfter wieder besucht werden). Zweifel am Erfolg sind erlaubt, da - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - jemand in diesem Forum darauf hingewiesen hat, dass einige SL-Filialen wieder dicht machen mussten. Hannover ist vielleicht auch ein Spezialfall, da es 1. in der Präsentationsform doch mehr oder weniger stark von den übrigen SL abweicht und b. auch einen - nach Beschrieb in diesem Forum - unterschiedlicheren Besatz aufweist. PS: Grosse Europ. Welse gab/gibt es doch auch im Berliner Zooaquarium. (30.07.2007, 10:57) | ||
| IP66: | Wenn ich einmal die Aquarien, die ich etwa viermal im Jahr besuche (Düsseldorf, Wuppertal, Duisburg, Bochum, Dortmund) und jenes in Köln, daß ich noch ein wenig öfter sehe, vergleiche, ist die Zahl der Artüberschneidungen weniger groß als bei den einzelnen Sea-Lifes, wobei man in der Tat andere Schwerpunkte hat und gerade im tropischen Süßwasser, aber auch im warmen Seewasser, das Atrenspekturm größer ist. Auf der anderen Seite hat keine dieser Anlagen ein so spektakuläres Großbecken wie Oberhausen, und es werden am Rhein außerhalb Düsseldorfs praktisch keine kälteliebenden Seewasserarten mehr gezeigt, weshalb das Sea-Life eben doch einzigartig ist. Die Unterschiede bei den einheimischen Süßwasser- und den kalten Seewasserfischen wischen Timmendorf und Oberhausen scheinen mir aber marginal zu sein, und selbst bei den Seepferdchen dürften die Differenzen begrenzt bleiben. Außerdem sind die Anlagen für einheimische Süßwasserfische in Düsseldorf, Köln und Bochum deutlich attraktiver und besser beschildert als in Oberhausen, die Tiere wirken dort auch erheblich gesünder. Insofern frage ich mich schon, ob sich ein Besuch in Königswinter lohnen wird. (29.07.2007, 20:03) | ||
| Michael Mettler: | Waller großer Kaliber (in meiner Erinnerung ca. 2 Meter) habe ich früher in Köln gesehen, wo eines der Großaquarien an den Enden der einzelnen Gänge für heimische Riesen eingerichtet war (z.B. auch äußerst kapitale Karpfen enthielt). Allerdings kann ich mich nicht erinnern, wann ich sie zuletzt sah. SeaLife Hannover hält einen goldfarbenen Waller, allerdings von (noch) deutlich geringeren Ausmaßen. (29.07.2007, 19:29) | ||
| Marco: | Ein richtiger Hinweis! Damit begeben wir uns allerdings wieder in die Nähe der bereits geführten Diskussion um die "Normierung" des Artenspektrums der Zoos, die die Aquarien möglicherweise noch stärker betreffen könnte. Zudem sind die meisten Fische, die in Zoos gehalten werden, auch im Fachhandel erhältlich, wenn es sich nicht gerade um Arapaimas u.ä. handelt. Könnte sich hieraus nicht als Konsequenz eine mögliche Neuausrichtung von Zooaquarien hin zu (beispielsweise) besonders großen Fischen ergeben? Wirklich große Waller sieht man z.B. selten. Ich meine, in Hellabrunn ein Exemplar von über einen Meter gesehen zu haben. Ein Tier mit 2-3m Länge in einem 10m-Aquarium würde die Menschen sicherlich ebenso faszinieren wie ein Arapaima, mit dem Bonus, dass es sich beim Waller um eine heimische Art handelt, die gelegentlich als Dackelfresser in die Presse kommt ;-) Um zurück zu SeaLife zu kommen: Hält nicht irgendein deutsches Center einen solchen Waller? Es sind ja auch weniger die konkreten Arten, bei denen sich die SeaLife-Center so stark ähneln, als die Gestaltung der Becken und der Rundgänge (wobei das den Normalmenschen sicherlich weniger interessiert). (29.07.2007, 17:11) | ||
| Michael Mettler: | Ich könnte mir vorstellen, dass die vielen gewölbten Scheiben auch den Zweck haben sollen, SeaLife auf den ersten Blick von einem "normalen" Schauaquarium zu unterscheiden. Denn bei vielen - wenn nicht gar den meisten - Becken täte es eine gerade Scheibe genauso. Nur wäre dann eben nicht der futuristische Effekt gegeben... Beim Lesen von Marcos Beitrag schoss mir spontan durch den Kopf, dass sich allerdings die "normalen" Schauaquarien ebenfalls untereinander in gewisser Weise ähneln, wenn auch die Reihenfolge des Rundganges nicht so genormt ist wie in SeaLife. Heimische Fische (am liebsten die großwüchsigen Arten und daraus folgend auch kaum bis keine Bepflanzung), Nordseefische (gern mal mit einem Anker o.Ä. als Dekoration und auf jeden Fall Plattfische und Katzenhaie), die unvermeidlichen afrikanischen Seenbuntbarsche, ein Amazonasbecken mit Diskus oder Skalaren plus Roten Neons und Harnischwelsen (gern als großes Rundum- bzw. Vieleckaquarium), ein Piranhabecken, mindestens ein "lebendes" Korallenriff (mit echten Korallen) und ein künstliches (mit Korallenfischen vor Felsaufbauten), ein Brackwasserbecken mit Schützenfisch und Silberflossenblatt, ein oben offenes Bassin mit Koi.... Ist SeaLife da wirklich SO viel langweiliger? (29.07.2007, 15:21) | ||
| Marco: | Mich stören ähnliche Punkte wie IP66. Die vielen runden Scheiben verzerren das Bild extrem. Der künstlich-billige Eindruck, den die Beckeneinrichtung oft erzeugt, wird (für mein Empfinden) durch das ständige Gedudel eingespielter Musik noch unterstützt. Ein Naturerlebnis stellt sich jedenfalls nicht ein. Schade finde ich, dass die SeaLife Center alle sehr ähnlich aufgebaut sind: ein kurzer Süßwasserbereich (meist mit Fischen der Region), dann viel Seewasser mit Hafenkulisse, Streichelbecken, Rundbecken, Tunnel, fertig. Sogar die Beschilderung und die interaktiven Elemente sind oft identisch (amüsant ist das kleine Schiebe-Schild zu den Folgen der globalen Erwärmung...) Unterschiede machen - neben der Besetzung der Großaquarien - zum großen Teil die Wanderaustellungen aus, es sei denn, man hat das "Pech", in aufeinanderfolgenden Jahren in unterschiedlichen SeaLifes zu sein, aber die gleiche Ausstellung zu sehen... Die Ausstellungen, die ich gesehen habe, haben mich übrigens verwundert bis enttäuscht. Die Seepferdchen werden in "normalen" Aquarien präsentiert, die den Normalbesucher kaum vom Hocker reißen werden (v.a. im Vergleich mit der üblichen Tierpräsentation im Sealife). Die "Krabben"ausstellung besticht durch imposante Tiere, allerdings ist hier die Beckeneinrichtung z.T. regelrecht lächerlich (erinnert an Lego-Technik und lässt sich wohl von den Arthropoden-"Funktionen" inspirieren). Das vorgegaukelte Engagement im Naturschutz ist natürlich ärgerlich, immerhin schafft es SeaLife aber, viele Besucher mit den Problemen der Überfischung etc zu konfrontieren. Vielleicht schafft die Kooperation mit dem WWF (der Greenpeace abgelöst hat) positive Effekte. In einer Warteschlange habe ich bei SeaLife übrigens noch nie gestanden ;-) (29.07.2007, 13:55) | ||
| Michael Mettler: | Wenn die Warteschlange tatsächlich konzeptionell erwünscht wäre, würde ich aber als kommerzielles Unternehmen entlang dieser schon mal Schaukästen aufstellen, in denen die später käuflichen Souvenirs vorab besichtigt werden können... (28.07.2007, 22:09) | ||
| IP66: | Ich wollte keinen neuen Thread eröffnen und habe mich deshalb entschlossen, ein paar Beobachtungen meines heutigen Besuches im Sea-Life in Oberhausen hier anzuschließen, zumal manches Argument aus der hier geführten Diskussion mir wieder vor Augen getreten ist. So arg viel Erfahrung mit dieser Kette habe ich noch nicht, mein bislang einziger Besuch eines Hauses fand in Timmendorfer Strand statt, und insofern war ich überrascht, daß selbst in vielen Arten und dem Alterszustand von Einzelexemplaren gleiche Programm in Oberhausen vorzufinden, auch wenn alles ein wenig geräumiger ausgefallen ist. Der wesentliche Unterschied besteht in dem neuen großen Haibecken, dem man anmerkt, daß es in ein bestehendes System implantiert wurde und das auch mit seinem tropischen Besatz für das Konzept neu ist. So trifft dort im Besatz alles das, was der tropische Seewasserhandel hergibt, in beeindruckender Fülle, aber nicht ganz leicht bestimmbar. Ansonsten sind die eher dem Atlantik entstammenden Arten solche, die man anderenorts kaum zu sehen bekommt, gerade Seehasen, Seewölfe, die Kabeljau-Verwandschaft, fast ein Dutzend Arten Brassen, mehrere Seewasserrochenarten faszinieren schon und lohnen den Besuch, zumal alles für ein deutsches Aquarium eher überdurchschnittlich gut ausgeschildert wird. Ich persönlich finde die fast immer gerundeten Scheiben eher hinderlich, weil sie die Proportionen der Tiere verzerren und Größenvergleiche erschweren, auf der anderen Seite bekommt man, die Riesenbecken abgerechnet, die meisten Arten auch zu sehen. Die Dekoration wirkt an vielen Stellen billig, aber die Tunnel und Rundumbecken beeindrucken trotzdem. Die Kommerzialisierung ist bermerkbar, doch kann man sie übersehen, die große Naturschutzemphase paßt aber nicht ganz zu den vielen Wildfängen tropischer Arten, die man zeigt. Bei den Seepferdchen kommen dafür sogar die Artensammler auf ihre Kosten. Ich würde durchaus wieder ein solches Haus besuchen, finde aber, daß man in einem großen Zooaquarium (Aqua-Zoo, Köln, Frankfurt) mehr neue Arten kennenlernt, die durch die Sea-Life-Häuser, die ich kennengelernt habe, eher ergänzt werden. Und noch ein Detail: Ich hatte den Eindruck, daß die Warteschlange bewußt in einer bestimmten Länge gehalten wurde, jedenfalls war es im Haus manchmal brechend voll, manchmal sehr leer, während sich an der Menge der Wartenden über einen halben Tag nichts änderte. (28.07.2007, 21:15) | ||
| Michael Mettler: | @Hongabonga: Wie vertreibst du dir denn die Wartezeit? Ich wollte nach meinem Erstbesuch schon zweimal mit Bekannten hin, beide Male ganz bewusst am sehr späten Nachmittag, und wir haben jeweils kehrt gemacht, weil angesichts der Warteschlange mindestens anderthalb Stunden Wartezeit zu erwarten waren (und das in einem Fall sogar mitten in der Woche). Vielleicht sollten die es so einrichten, dass man am Tor eine Nummer zieht, sich dann wenigstens gemütlich irgendwo hinsetzen kann (z.B. in das angegliederte Cafè) und aufgerufen wird, wenn man eintreten darf... :-) Trotz allem (oder gerade deswegen) scheint der Laden zu brummen. Wahrscheinlich greift da das gleiche Prinzip wie bei Gaststätten: Wenn alles besetzt ist, kommen die Gäste wieder, auch wenn sie keinen Platz bekommen haben - denn wenn es so voll ist, spricht das für die Qualität des Hauses... (26.07.2007, 13:40) | ||
| Hongabonga: | Ich war am 24. Juli mal wieder im Sea Life Hannover. Die warte Zeit war sehr hoch(ca. 2 Stunden), aber es hat sich gelohnt. In der Süßwasserlagune leben jetzt auch Terekay-Schienenschildkröten(Podocnemis unifilis) und die Beschilderung wurde dort vervollständigt, so sind nun auch Hechtsalmler und co. ausgeschildert. Insgesamt wurde versucht die Beschilderung zu Vervollständigen, aber noch nicht überall, so sind beim Seepferdchenbecken immer noch nicht alle Arten ausgeschildert. MfG Hongabonga (26.07.2007, 11:56) | ||
| Michael Mettler: | Ich war nur ein einziges Mal im Regenwaldhaus, und das war einige Jahre vor dem Umbau zu Sealife. Die einzigen Tiere, die m.W. übernommen worden sein könnten, sind die Pfeilgiftfrösche (wenn es denn die selben wie vorher sind...). Es gibt keine Vögel, Regenbogenboas, Blattschneiderameisen und Blumenfledermäuse mehr - allerdings kann ich mich an einen eventuellen Fischbesatz im "alten" Regenwaldhaus nicht erinnern. (29.05.2007, 13:23) | ||
| Sacha Beuth: | Sehe es bez. SL Hannover wie Shensi-Takin. Dieses SL unterscheidet sich deutlich von den übrigen SL-Filialen - nicht zuletzt deshalb, weil der Bau und m. W. auch ein kleiner Teil des Tierbestandes vom Vorgänger übernommen wurde, also kein typisches SL-Center ist (was ich hier mal als positiv auslegen möchte). Uebrigens so nebenbei und eigentlich ausserhalb des Themas (weil andere und ich den Vergleich McDonalds/SeaLife herangezogen haben): Auch in den McDonalds-Filialen gibt es von Land zu Land Unterschiede. So fehlt in der Schweiz der in D übliche McRib und in Asien ass ich zum ersten Mal den McPepper. Diese marginalen Angebotsunterschiede machen m. E. (wie bei den meisten SeaLife) den Hamburger nicht fett resp. den Tankbesatz nicht abwechslungsreicher....:) (29.05.2007, 12:35) | ||
| Michael Mettler: | @Zooguidecollector: Ja, es gibt einen SL-Führer. Der scheint allerdings das SL-Konzept im Kleinen wider zu spiegeln: Ein kleines Bisschen Lokales (hauptsächlich der Wegeplan), der Rest scheint in allen Ausgaben der Gleiche zu sein... Was ich vergaß zu erwähnen: Eintrittspreis SL Hannover für Erwachsene 12 Euro, für Kinder ab 4 Jahren 9 Euro. Die Besuchergruppe vor mir an der Kasse (vier Erwachsene) kritisierte interessanterweise den hohen Kinder-Eintrittspreis, aber nicht den für Erwachsene. Für das hier Gebotene fand ich die 12 Euro nicht überteuert (ich weiß, dass ich mir mit der Aussage Feinde mache). Zumal ich ja die Tageskarte weidlich ausgenutzt und das Centre gleich zweimal am selben Tag besucht habe, morgens und spätnachmittags - somit übrigens eine doppelte Premiere für mich, denn meiner Erinnerung nach habe ich noch nie eine Tierhaltung zweimal am selben Tag besucht. Kann ich aber für das SL empfehlen, wenn man die zeit dazwischen sinnvoll nutzen kann (habe ich als ortsansässiger natürlich leicht): andere Lichtverhältnisse in der Tropenhalle, andere Tiere aktiv usw. Vielleicht mache ich das beim nächsten Besuch wieder so. Als kleines Rechenexempel: 12 Euro Eintritt für anderthalb Stunden in Sealife (das war mein erster Besuch, diese Zeit braucht man; der zweite war Zugabe); danach 4 Euro Eintritt im Landesmuseum für eine halbe Stunde im Vivarium (länger braucht man nicht). Macht also in beiden Fällen jeweils 4 Euro pro halber Stunde Fischegucken, bei deutlich besserem Angebot in SL :-) (26.05.2007, 01:16) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Ehrlich: Gern würde ich nach Hannover kommen-doch lässt das mein Terminkalender nicht zu-bin bis mind. November "ausgebucht"... Wie gesagt, ich glaube von den Beschreibungen her zu erkennen, dass die Anlage in Hannover mehr zu bieten hat als die üblichen Center-seien es Tierbestand oder Präsentation. Die Diskussion Erlebniszoo-"richtiger" Zoo ist nur bedingt mit unserer Unterhaltung über SL- Großaquarium zu vergleichen. Die Großaquarien z.B. nutzen durchaus "Erlebnis"-Eindrücke und das häufig nicht zu knapp! Es ist vielleicht eher der Unterschied in der Qualität & Quantität, worin sich SL und nämliche Großaquarien voneinander abheben. Und auch hier zw. den einzelen Sl-Centeren differenzieren. (26.05.2007, 00:41) | ||
| Michael Mettler: | @Shensi-Takin: Wobei ich dick unterstreichen möchte, dass mir das Centre keineswegs nur wegen des Tierbestandes gefiel! Ich hätte mich auch mit weniger Arten zufrieden gegeben, für mich spielt das "Feeling" mittlerweile eine ebenso große Rolle. Als bekennender Anhänger der Erlebniszoo-Idee findet man natürlich auch schneller Zugang zum SL-Konzept als Traditionalisten - letztlich ist die Diskussion SL/"richtiges" Aquarium ja im Prinzip die gleiche wie Erlebniszoo/"richtiger" Zoo. Vielleicht sollten Sie demnächst mal einen Trip nach Hannover einplanen...? Nein, ich bekomme dafür KEIN Geld von Sealife :-) (26.05.2007, 00:30) | ||
| Zooguidecollector: | Hat das Sealife Hannover schon einen Zooführer ? (26.05.2007, 00:26) | ||
| Shensi-Takin: | @MM: Wenn ich mir Ihren Beitrag und den von Hongabonga so durchlese, weiß ich, warum Ihnen das SeaLife Center in Hannover so gut gefallen hat-das ist ein deutlich größerer Tierbestand als in den meisten SeaLife-Center, die ich bisher besucht habe... (25.05.2007, 23:42) | ||
| Michael Mettler: | Heute war ich erstmals im Sealife Centre Hannover – siehe auch der „Großaquarien“-Thread, weshalb ich hier versuchen will, mich auf die Hannover-spezifischen Sachen zu beschränken und nicht die dort geführte Diskussion über Sealife allgemein auf einen zweiten Thread auszubreiten. Hoffentlich gelingt mir das... Als Grundlage für den Tierbesatz nehme ich die von Hongabonga im Startbeitrag dieses Threads vorgelegte Liste und Reihenfolge der Anlagen. Offensichtlich sind inzwischen einige Becken mit weiteren Arten besetzt worden. Es ist aber längst nicht alles ausgeschildert, was in den Becken zu sehen ist (wie in den meisten Schauaquarien). Der erste Raum mit den Becken für Leine-Fische ist per Wandbemalung und Dekoration (künstliche Bäume) als Uferlandschaft gestaltet; als Untermalung gibt es Vogelgezwitscher vom Band. Der relativ lange und tierleere Weg von dort zum Mangrovebecken ist im Stil einer Fischerhütte dekoriert – wegen der düsteren Atmosphäre erinnert es mich allerdings eher an den Minenstollen in Arnheim... Leider regt die relativ niedrige Scheibe des oben offenen Mangrovebeckens dazu an, hinein zu fassen. Als ich meine erste Runde machte, war gerade ein Schüler dabei, mit den Fingern nach den Köpfen der Vieraugen zu schnipsen. Dem hielt ich meine Finger schnipsbereit vor eins seiner Augen und fragte nur breit grinsend „Auch mal?“, dann war das Thema auch ohne große Standpauke erledigt, und er wurde von seinen Kameraden ausgelacht. Im Seepferdchenbecken gibt es weitaus mehr als die beiden ausgeschilderten und von Hongabonga gelisteten Seepferdchen-Arten; manche Tiere sah ich erst auf den späteren Runden. Darunter mindestens Gewöhnlicher Pinzettfisch, Mandarinfisch, Schnepfenmesserfisch und ein Paar Falterfische sowie Schlangensterne und Seeigel. Die Rochen-Lagune ist KEIN Touch-Pool, der Beckenrand ist relativ hoch und weit nach innen gewölbt, auch unerlaubter Kontakt zu den Fischen also schon dadurch fast unmöglich. Hier übrigens Instrumentalmusik-Untermalung, aber unaufdringlich. Bei den wirklichen Touch-Pools herrschte großes Gedränge. Da die Wassermenge in diesem „Tümpeln“ sehr klein ist, frage ich mich, ob die Wasserchemie nicht innerhalb eines Tages durch Hautcremes, Schweiß, Sonnenmilch u.a. menschliche Einflüsse völlig dahin ist – aber das gilt natürlich für den durchschnittlichen Ostsee-Badestrand im Sommer ebenfalls... Der nächste Sektor mit diversen Becken ist das „Schiffswrack“. Der Besucherbereich ist so dekoriert, als befände man sich im Inneren eines hölzernen Wracks und schaue in Schiffsräume oder durch Lecks nach draußen. Dementsprechend befinden sich in den Becken auch Deko-Gegenstände wie Anker, Trossen, Flaschen oder eine Bordkanone. Im Krakenbecken reichte das anscheinend nicht als behavioral enrichment, der Zweipunkt-Krake hat große Lego-Steine als Spielzeug.... Na ja, schlimmer als Plastik-Kanister für Menschenaffen oder Eisbären ist das eigentlich auch nicht. (Für Legoland liegen übrigens im Hause an mehreren Stellen Flyer aus, und es gibt auch ein Lego-Piraten-Gewinnspiel.) Auch im „Wrack“ gibt es Musikuntermalung, die ich hier sogar als besonders passend empfand: „Das Boot“ (das Original von Klaus Doldinger, nicht die Techno-Version von U96!). Im Tunnel des großen Beckens „Karibisches Meer“ dann entsprechend karibische Klänge. Da weite Bereiche des Beckens im Dämmerlicht versinken, ist es schwierig, die genaue Zahl der Haie zu ermitteln; ich lege mich mal fest auf mindestens fünf Schwarzspitzen-Riffhaie, zwei Karibische Ammenhaie und anscheinend nur einen Mützen-Hammerhai, alle schätzungsweise 1,0-1,5 m lang. Die beiden Suppenschildkröten scheinen Weibchen zu sein (kurze Schwänze, keine Hakenkrallen an den Vorderflossen). Das Quallenbecken erinnert mich wie einige seiner „Artgenossen“ in anderen Aquarien irgendwie an eine Waschmaschinentrommel... In der Tropenhalle („Amazonasgebiet“) beherrscht ein „vom Urwald eroberter“ Maya-Tempel die Szenerie, um den herum sich der Weg immer weiter nach oben windet. (Schon in den Karibik-Aquarien einschließlich des Haibeckens gab es die buchstäblich „versunkene“ Maya-Kultur in Form von Statuen usw. zu sehen.) Bei den Meeresfischen müsste ich nachschlagen, ob die wirklich konsequent karibisch sind, aber die nun folgenden Süßwasserfische und anderen Tiere sind tatsächlich sämtlich Südamerikaner. Statt Musik erwartete mich hier Lori-Gezeter, was mich sehr verblüffte; kam aber nur vom Band. Laut einer Mitarbeiterin würde man sehr gern wieder Vögel ansiedeln (wie bei der vorigen Nutzung als Regenwaldhaus), hat aber das Problem, dass man an viele Bereiche zu schlecht heran kommt, um sie von Vogelkot zu säubern. Die Bepflanzung der Tropenhalle ist übrigens nach wie vor beschildert; ich habe aber nicht darauf geachtet, ob sie rein südamerikanisch ist. Am Terrarium der Pfeilgiftfrösche ist zwar der Färberfrosch als „Großer Baumsteiger“ ausgeschildert, gesehen habe ich jedoch zwei andere Arten (Blauer Baumsteiger und eine, die ich erst nachschlagen muss). Zu meinem Bedauern hat man den Umbau nicht genutzt, den in meinen Augen grottenhässlichen und zur Umgebung damals wie heute nicht passenden Aussichtsturm zu verkleiden. Noch immer prangt er in glattem, grauem Sichtbeton – wo ist der Kunstfels, wenn man ihn braucht? In der großen Süßwasserlagune tummeln sich neben den von Hongabonga genannten Arten inzwischen noch drei weitere große Buntbarsch-Arten, Hechtsalmler und Panzerwelse. Die schöne große Sandbank dahinter ist inzwischen leider tierleer; für die Haltung der zuerst dort untergebrachten Köhlerschildkröten erwies sie sich als ungeeignet, die Tiere sollen dort sehr unruhig gewesen sein (Auskunft einer Mitarbeiterin). Wundert mich zwar nicht, wenn sie als Waldbewohner auf eine fast nackte Sandfläche gesetzt wurden – aber auch da habe ich schon Vergleichbares in anderen Haltungen gesehen... Inzwischen wurde eine Pflanzung links neben der Lagune nachträglich mit einer niedrigen Holzbarriere umgeben und die vier Schildkröten dorthin umgesetzt, und seitdem sollen sie sich wohl fühlen. Hier leben sie auf Erde und haben diverse Pflanzen, unter denen sie sich verstecken können – obwohl die Fläche nicht mal besonders groß ist, muss man die Schildkröten tatsächlich suchen. Schade wegen der Sandbank, mein geistiges Auge sah da gleich Schienenschildkröten oder Kaimane – geht nur nicht, erstens wegen der Fische und zweitens wegen der zu niedrigen Scheiben im Vordergrund und zu niedriger rückwärtiger Mauern. Ein schönes Stück Land für irgendwelche Limikolen... Zum Krebs-Raum habe ich mich schon im Thread „Riesenkrabben“ geäußert. Zum Allgemeinen: Die Gänge sind an manchen Stellen definitiv zu eng. Im Hai-Tunnel wollte sich eine Rollstuhlfahrerin in Ruhe die Szenerie betrachten – die Besucherin hinter ihr mit Kinderkarre passte daran schon nicht mehr vorbei, blockierte aber an anderen Stellen selbst den Verkehr, da sie im Zickzack fuhr, um ihrem Kind alles zu zeigen. Bei allen ausgeschilderten Arten beschränkt sich die Information nicht auf Namen/Herkunft/Abbildung wie in den meisten Schauaquarien, sondern liefert auch einen kurzen Text – und zwar in Deutsch und Englisch. Dazu gibt es zu jedem der dargestellten Lebensräume eine ebenfalls zweisprachige Informationstafel, auf der auch fast immer auf Gefährdungsfaktoren durch menschlichen Einfluss hingewiesen wird. Dazu kommen interaktive didaktische Elemente, unterhaltsam aufgemacht und für jede Altersstufe geeignet, sowie ein kleiner eigener Raum mit Hinweisen auf die Gefährdung der Meere und Umweltprobleme, in dem z.B. auch Mitnahmezettel mit „meeresfreundlichen“ Einkaufstipps ausliegen. In dieser Form von Didaktik übertrifft Sealife locker alles, was ich bisher in meinem Streifgebiet an Aquarien besucht habe – erinnert ein wenig an den Kölner Zoo. Dazu gibt es noch mehrere Besucherbetreuer, die jederzeit für Fragen bereit stehen und auch Fütterungen kommentieren (z.B. bei den Piranhas – sehr sachlich und kein bisschen marktschreierisch). Der – im wahrsten Sinne des Wortes - unumgängliche Souvenirshop ist voll mit dem üblichen Trallala, aber wieder gilt: Zooshops sind auch nicht kleiner. Zum Abschluss, da das Thema ja hier schon Niederschlag fand: Angesichts dessen, was Sealife bietet (im Stil übrigens eine perfekte Ergänzung zum hannoverschen Erlebniszoo-Konzept), muss sich das Vivarium im Landesmuseum GANZ warm anziehen. Völlig unverständlich übrigens, dass dieses keinerlei Medienarbeit zu leisten scheint, um der neuen Konkurrenz eine eigene Duftmarke entgegen zu setzen – sieht fast so aus, also wäre man dort in Lethargie verfallen. Und um Ollos Frage noch mal aufzugreifen: Doch, heute habe ich mir erstmals Gedanken um eine Umgestaltung des Vivariums im Landesmuseum gemacht. Nachdem Sealife weitaus spektakulärer und attraktiver ausgefallen ist als ich erwartete, würde ich behaupten, dass das Vivarium sich gravierend umorientieren muss, um seinem Namen gerecht am Leben zu bleiben. Ein ebenso einfacher wie spektakulärer Weg wäre es, sich zu einem Schauterrarium umzuwandeln (ggfs. Aus Gründen der Tradition und Didaktik mit einzelnen Aquarien darin), denn diese „ökologische Nische“ ist in der Region Hannover weitgehend unbesetzt. Vielleicht ließen sich die jetzigen Kaltwasserbecken für Amphibien der gemäßigten Zonen nutzen (wegen der vorhandenen Kühltechnik), der jetzige Terrarienraum könnte zum Aquarienbereich mit einer großen Scheibe abgetrennt und als Großterrarium genutzt werden, für ein weiteres Großterrarium bietet sich die Wandfläche an, wo sich früher das Kinder-Aquarium befand. Das jetzige Landschaftsbecken würde sich für Wasserschildkröten eignen. Ein paar kleine Wirbellosen-Terrarien dazu und ein attraktives Sortiment von Gift- bis Riesenschlange, von Leguan bis Gecko, von Ochsenfrosch bis Baumsteiger und von Vogelspinne bis Gottesanbeterin – ich könnte mir vorstellen, dass das ein Publikumsmagnet werden würde. (25.05.2007, 22:48) | ||
| Michael Mettler: | Ich finde es gar nicht so schlecht, dass es kein Aquarium im Zoo Hannover gibt. Man muss sich mal vor Augen halten, welch gut gefächertes und sich größtenteils ergänzendes Angebot in Hannover und Umgebung besteht: Zoo, Wildpark (Springe), Vogelpark (Walsrode), Safaripark (Hodenhagen), Aquarium (Sea Life), Vivarium (im Landesmuseum). Hätten wir hier den Tierbestand aller dieser Einrichtungen (Hodenhagen mal ausgenommen wegen der Durchfahrmöglichkeit) an einem Platz versammelt wie im Berliner Zoo, würde vielleicht jeder der Teilbereiche weniger Aufmerksamkeit beim Publikum erreichen als bei der Aufsplitterung, da wahrscheinlich viele Besucher bestrebt wären, den Eintrittspreis "abzuarbeiten" und alle Gehege/Häuser dementsprechend schnell abzuhaken. Anders ausgedrückt: Die Schauwert-Konkurrenz im eigenen Hause (Elefanten vs. Haie usw.) wäre vielleicht größer als zwischen den getrennten Einrichtungen, was Lerneffekte usw. beim Besucher betrifft. (01.03.2007, 12:26) | ||
| IP66: | Sind wirklich keinerlei Zuschüsse geflossen? Und was ist mit den Investoren wie Herrn Flebbe - wurde er entschädigt, ist das ganze Unternehmen zahlungsunfähig... Ich finde die Sache nach wie vor undurchsichtig. Allerdings steht auf einem anderen Blatt, daß es große Aquarienneubauten in öffenticher Trägerschaft in Deutschland ja nicht gegeben hat - darüber wurde schon im Hai-Thread diskutiert. Isnofern könnte Sea-Life hier für eine Belebung sorgen, zumal Groß-Aquarien als Zoobestandteil oft ein Stiefkind bei der Besucherschaft sind. (01.03.2007, 12:12) | ||
| Ulli: | das steht weitgehend alles in dem Link ! Das Problem mit dem Preis-Leistungsverhältnis im Regenwaldhaus hatte ich bereits erwähnt ebenso die verstärkte Akzepztanz bei den gesenkten Eintrittspreisen. Ob das Preis-Leistungsverhältnis im neuen SeaLife trägt, muss die Zukunft zeigen. (01.03.2007, 11:33) | ||
| Michael Mettler: | Das Regenwaldhaus war doch aber von Beginn an - also auch schon zur Expo - ein kommerzielles Unternehmen? Zu den Betreibern gehörte damals u.a. der "Kino-König" Flebbe. Der Eintritt war für damalige Verhältnisse ebenfalls happig - wenn ich mich recht erinnere, 16 DM für Erwachsene, für die man letztendlich nur den Besuch eines Gewächshauses mit ein paar Terrarien, einem "Forschercamp" und einem als Flugsimulator fungierenden Aufzug als Gegenleistung bekam. Die Aufenthaltsdauer dürfte im Schnitt kürzer gewesen sein als in einem Schauaquarium. (01.03.2007, 09:19) | ||
| Ulli: | Genauer Text unter: https://e-government.hannover-stadt.de/lhhSIMwebdd.nsf/B53BFED85DDA0E29C1257163001E982A/$FILE/Druckversion.pdf (01.03.2007, 08:40) | ||
| Ulli: | Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat am 8. Juni 2006 den Vertrag über die Verpachtung des Regenwaldhauses in den Herrenhäuser Gärten an die SeaLife Deutschland GmbH beschlossen. SeaLife pachtet das Gebäude für zunächst 30 Jahre. (01.03.2007, 08:36) | ||
| IP66: | Handelt es sich bei dem Sea-Life um das Expo-Regenwaldhaus. Mich würde der Mietvertrag interessieren, da Sea-Life ja ein kommerzielles Unternehmen ist, das Haus aber doch wohl durch Bundes- und EU-Mittel finanziert wurde, der Baugrund zudem ja der Stadt gehört. Und da finde ich den Eintritt doch auch ein wenig problematisch, schließt er doch einen Teil der diese Kosten bezahlt habenden Bevölkerung aus. (28.02.2007, 18:06) | ||
| Michael Mettler: | Auf der Sea Life-HP ist der neue Standort Hannover lustigerweise noch gar nicht aufgeführt: http://www.sealifeeurope.com/sea_life_centres_germany.html Hinweise auf das Fotografieren findet man dort nicht. Interessant ist der Hinweis bei einigen Häusern, dass das Mitbringen von Hunden aus veterinärrechtlichen Gründen untersagt ist. Wer soll denn da wen womit anstecken können? :-) (Ich würde meine Hunde aus ganz anderen Gründen nicht mitnehmen...) Im Vorfeld hieß es ja, Sea Life und der Zoo Hannover strebten eine Kooperation an (gegenseitige Werbung usw.) - bin mal gespannt, was daraus wird. (26.02.2007, 17:08) | ||
| Jennifer Weilguni: | Ist das Fotografieren in Sea-Life-Centren nicht generell verboten..? Oder gibt es hierbei Ausnahmen ? (26.02.2007, 15:52) | ||
| Hongabonga: | Achja, habe ich ganz vergessen. Die Tickets gelten den ganzen Tag und man kann so oft wie man will raus und reingehen. Es gibt auch ein Kombiticket für Berggarten und Sea Life. MfG Hongabonga (26.02.2007, 15:50) | ||
| Hongabonga: | @Sacha Beuth - Im SL Hannover ist das fotografieren mit Blitz verboten. Das mit der langen wartezeit ist wohl nur am Anfang so. Die zwei Stunden warten im Regen waren nicht so schön, aber das Aquariumpersonal hat unteranderem kostenlos Bonbons, "einweg" Regenjacken und teilweise Kaffee verteilt, was ich als sehr positiv empfand. In der Tropenhalle, ist auch weiterhin dieser große Turm, wenn man auf ihm steht hat man auch einen guten Blick auf das Süßwasserrochenbecken, nur die Bäume sind nicht so groß, als das man in die Baumkronen gucken kann. Für Botanikfans ist das Sea Life teilweise(Tropenhalle) sehr schön, und die Pflanzen sind auch weiterhin in einer großen Pflanzenvielfalt vertreten(mehrere hundert Arten). MfG Hongabonga (26.02.2007, 15:47) | ||
| Ulli: | Ich war weitaus öfter seit 2001 im Landesmuseum, allein dreimal letztes Jahr, und das Vivarium erfreut sich immer noch reger Anziehungskraft. Die meisten Kinder schauen immer fasziniert in die Aquarien - unabhängig von der Größe der Becken. Allerdings bleiben die wenigsten Besucher länger als 30 Minuten. Insofern wird das Vivarium unabhängig vom SeaLife auch weiterhin seine Anziehungskraft behalten - zum einen, weil es im Museum noch anderes außer Fischen zu entdecken gibt und zum anderen wegen des günstigeren Preises im Vergleich zum SeaLIfe. SeaLife wird immer etwas Besonderes bleiben, ins Museum geht man sicher schon mal spontaner. Es wäre schön, wenn das SeaLife selbst wieder mehr in den Diskussionsmittelpunkt rücken würde. (26.02.2007, 15:29) | ||
| Matthias: | Meines Wissens sind die Kaltwasserbecken gekuehlt, was ich aus eigener Anschauung hinter den Kulissen kenne. Ueber artgerechte Haltung kann man sich natuerlich streiten, allerdings sind die Becken im Landsmuseum genauso gross oder klein wie in anderen klassischen Aquarienhaeusern. Fuer die Bewohner aber allesamt ausreichend, zumindest war das mein Eindruck bei meinem letzten Besuch in 2004 so. (26.02.2007, 14:05) | ||
| Michael Mettler: | Mein letzter Besuch ist ähnlich lange her. Das Iguanodon-Modell dient tatsächlich heute als Anschauungsmaterial dafür, was man früher über Dinosaurier wusste bzw. wie man sie darstellte; es wird nämlich einer neuzeitlicheren Darstellung gegenüber gestellt und die Entwicklung des Wissens auf Schautafeln erläutert. Ich gebe dem Vivarium im Landesmuseum gerade deswegen eine Zukunft, weil das Haus eben nicht nur Fische & Co. bietet, sondern auch die genannten nicht-aquaristischen Attraktionen - das kann SeaLife nicht bieten. Was die Kaltwasserbecken betrifft: Ich meine mich zu erinnern, dass in den Scheiben der Kaltwasser-Meeresbecken Heizdrähte verlaufen, damit sie nicht außen beschlagen. Da sie dies nur täten, wenn die Raumtemperatur auf der Besucherseite deutlich über der Wassertemperatur läge, müssten die Becken doch folglich gekühlt sein? Für die kalten Süßwasserbecken ist mir dergleichen nicht in Erinnerung, doch kann ich mir aufgrund der Keller-Lage gar nicht vorstellen, dass die sich zu stark aufwärmen (lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen). Von Problemen dieser Art hörte ich vor -zig Jahren nur aus dem Terrarienbereich, wo ursprünglich Kühle bevorzugende Arten wie Feuersalamander praktisch direkt neben wärmeliebenden Arten wie Eidechsen und Sumpfschildkröten gehalten wurde. M.W. wurde aus diesem Grund die Haltung einheimischer Lurche weitgehend (oder inzwischen sogar ganz?) aufgegeben. (26.02.2007, 13:49) | ||
| Ollo: | Ich war ca. 2001 das letzte Mal da. Seitdem habe ich den Schilderungen nicht entnehmen können, daß sich großartig etwas verändert hätte. Falls doch, würde es mich interessieren. Übrigens bin ich mir nicht so sicher, ob das Vivarium auch in Zukunft noch ein Anziehungspunkt sein wird, wo man in der Stadt nun erstmals mit moderner Schauaquaristik Bekanntschaft macht. Da nutzt es eventuell auch nicht viel, wenn das Vivarium immer noch spannender als die anderen Abteilungen des Museums sein sollte. @ Ulli Auch in den großen Zoos waren immer schon Fachleute angestellt, und dennoch wurden früher und werden auch heute noch Tiere nicht artgerecht gehalten. (26.02.2007, 12:23) | ||
| Ulli: | Ich bin kein Aquarianer, es wundern mich Ollos plausible Erläuterungen zu den Sozialverbänden, der Überfüllung der Becken und der Kaltwasser-Aquatechnik nur umso sehr, weil im Landesmuseum mehrere Fachaquarianer und Wissenschaftler angestellt sind. Ansonsten stimme ich mit Michael überein. Das Vivarium ist einer der drei Anziehungspunkte, deshalb kann es sich das Landesmuseum kaum erlauben, dass Vivarium ganz zu schliessen. Als das Vivarium eine Weile aus Umbaugründen geschlossen war, hatte man gleich einen rapiden Besucherschwund im Landesmuseum. Natürlich hätte ich mir auch für das Landesmuseum einen Aquarien-Anbau ähnlich wie im Zoo Berlin gewünscht - Platz genug auf der benachbarten Rasenfläche in Richtung Staatskanzelei gäbe es ja und ein Übergang im Bereich der Terrarien wäre (auch ohne eventuelle Denkmalschutzvorbehalte)problemlos durchzuführen. (26.02.2007, 12:01) | ||
| Matthias: | @Ollo Wann warst du denn das letzte Mal im Vivarium im Landesmuseum? (26.02.2007, 11:57) | ||
| Ollo: | Das ist schon klar. Meine Kritik bezieht sich auf die unzeitgemäße Präsentation und die nicht-artgerechte Haltung (viel zu kleine Becken, unpraktische Beckenformen, falsche Sozialverbände, überfüllte Becken, ungekühlte Kaltwasseraquarien). Dient die Iguanodon-Nachbildung heute nicht sogar explizit als Beispiel für ein fehlerhaftes Modell? (26.02.2007, 11:34) | ||
| Michael Mettler: | Ich glaube, dass das Vivarium im Landesmuseum auch weiterhin sein Publikum haben wird, nicht nur wegen des günstigeren Eintrittspreises. Außerdem ist es ein wichtiges Element, um Besucher ins Museum zu locken; ohne diese Attraktion würden die Besucherzahlen des Museums wahrscheinlich deutlich sinken. Ich weiß nicht, wie das die aktuelle Besuchergeneration sieht, aber früher waren es hauptsächlich drei Anziehungspunkte, das Landesmuseum zu besuchen: die Moorleiche, der Dinosaurier (Iguanodon-Nachbildung) und der Zitteraal im Vivarium... Das war natürlich vor "Findet Nemo" :-) (26.02.2007, 10:42) | ||
| Sacha Beuth: | @Hongabonga: Ist eigentlich im neuen SL Hannover fotografieren mit Blitz erlaubt? (26.02.2007, 09:59) | ||
| Ulli: | Vorweg: Ich mag Aquarien und gehe gerne hinein! Einerseits finde ich schön, dass es jetzt auch ein SeaLife in Hannover gibt, Andererseits bedauere ich, dass es das alte Rgenwaldhaus nicht mehr gibt. Das erste SeaLife war ja bereits zur EXPO2000 geplant Großbritannien hat diese Planung dann aber für seinen damaligen Pavillon verworfen. Das Besondere am Regenwaldhaus war ja das schrittweise Höhersteigen in die Baumkronen - ich hoffe dies ist beim Neubau wenigstens in Teilen erhalten geblieben. In botanischer Hinsicht war der Bestand auf einen Bergregenwald in Küstennähe ausgerichtet. Ich bin durchaus gespannt darauf, wie man dies mit der SeaLife-Neuausrichtung in Einklang gebracht hat. Besonders schön fand ich auch den unteren Bereich in der Regenwaldhalle, wo Angestellte speziell Kindern den Regenwald erklärt haben. Dieser Bereich ist nun vermutlich leider verloren gegangen. Als der Eintritt im Regenwaldhaus auf fünf Euro reduziert worden war, ist die Besucherzahl deutlich angestiegen, ich habe immer mehr Leute gesprochen, die mit ihrer Familie aufgrund des reduzierten Eintrittspreises gerne und dann auch öfter ins Regenwaldhaus gegangen sind. Speziell Kindergärtnerinnen haben das Angebot für Ausflüge gerne angenommen. Leider hatte die Stadt Hannover kein Durchhaltevermögen und hat meiner Ansicht nach zu voreilig das Projekt Regenwaldhaus begraben. Bei solchen Häusern ist die Verweildauer immer das Problem - länger als zwei Stunden war kaum jemand im bisherigen Regenwaldhaus, bei SeaLife dürfte die Verweildauer vermutlich nicht wesentlich höher liegen (meine Erfahrung mit anderen Aquarien). Wenn ich aber nur zwei Stunden bleibe, darf der Eintrittspreis nicht zu hoch sein. Fünf Euro pro Person im Regenwaldhaus war in meinen Augen ein annehmbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei zwölf Euro ist meine Neigung, dies zu bezahlen, eher gering - ich warte erst einmal die Entwicklung ab, ob es nicht doch noch Rabattaktionen gibt. Ich befürchte, dass diese Überlegung viele Personen anstellen werden und durchaus auch bei SeaLife somit die Gefahr besteht, dass es wie in der Anfangszeit des Regenwaldhauses eine "Pleite" wird. Dies hat absolut nichts mit der Qualität der neuen Anlage an sich zu tun - nur vierzig Euro für eine vierköpfige Familie ist sehr happig - da bezahle ich lieber etwas mehr und bekomme eine Familien-Zoojahreskarte ... Erschwerend in Hinblick auf die Verweildauer im SeaLife selbst kommt hinzu, dass man laut HAZ eine dreiviertel Stunde, laut Hongabonga sogar zwei Stunden (!), anstehen musste. Dies mag sicher nur für die Anfangszeit gelten nur ist dies nicht unbedingt besucherfreundlich und damit besucherförderlich. Ach ja, im (preisgünstigen) Landesmuseum gibt es ein, wenn auch absolut nicht vergleichbares Vivarium. Viele Kinder und Erwachsene möchten durchaus (bunte) Fische sehen und da ist bei manchen vielleicht das Bedürfnis bereits durch das Angebot im Landesmuseum gedeckt. So viele Zweifel an der Artgerechtigkeit habe ich übrigens nicht, man hat sich zunehmend auf kleine Vertreter konzentriert also keine Grünen Leguane oder Riesenschlangen mehr Haie und Meeresschildkröten hat es eh nie gegeben. Und kleine Aquarien scheint es auch in SeaLife zu geben. Der Stern hatte vor einigen Wochen über den großen Zulauf in Aquarien geschrieben. Ich hoffe der Stern behält auch bei SeaLife Hannover Recht, allein mir fehlt etwas der Glaube. (26.02.2007, 09:43) | ||
| Ollo: | Ich meinte eigentlich das Landesmuseum, aber die Antwort hast Du trotzdem schon gegeben. (26.02.2007, 09:10) | ||
| Michael Mettler: | @Ollo: Nein, mit dem Regenwaldhaus habe ich nie Gedankenspielerei betrieben - das beschränke ich auf "richtige" Zoos :-) (26.02.2007, 08:56) | ||
| Hongabonga: | @Ollo - Die Bepflanzung wurde während des Umbaus aus der Halle rausgenommen und ist erst in den letzten Wochen wieder eingepflanzt worden. Alle Pflanzen sind stark zurück geschnitten worden und von den vielen Orchideen in der Halle blühen noch nicht viele. Ich wundere mich wieso der große Flugraum nicht mit irgendwelchen kleinen Vögeln besetzt wurde, aber vllt. kommt das noch... MfG Hongabonga (25.02.2007, 21:10) | ||
| Ollo: | Danke für die exakte Beschreibung. Schade, daß dieses Aquarium nicht im oder am Zoo steht, denn es würde den dortigen Tierbestand optimal ergänzen. Etwas merkwürdig finde ich, daß die Tropenhalle wie eine Kahlschlagsfläche daherkommt, wo die Bepflanzung doch schon ein paar Jährchen alt sein soll. Meiner Meinung nach sollte man nun das veraltete und ganz und gar nicht artgerechte Vivarium im Landesmuseum schließen. Mich würde übrigens mal interessieren, ob sich Michael Mettler für diese Einrichtung auch mal Umbaupläne im Kopf zurechtgebastelt hatte. Bei mir war es nämlich so. Diese Pläne mündeten allerdings darin, daß nur noch zwei, drei sehr große Aquarien übrigblieben. Mir war halt damals schon unklar, warum man nach dem General-Umbau Ende der 90er Jahre von einem "optimalen Ist-Zustand" faselte. (25.02.2007, 20:49) | ||
| Hongabonga: | Also trotz der langen warte Zeit lohnt es sich. Man sieht trotz der vielen Menschen alles und man kommt an jedes Aquarium gut ran, durch den Stufenweisen Einlass. @Michael Mettler - Es werden zur Zeit 2 Schildkröten gehalten, eine hat sich gut eingelebt und frisst, die andere frisst noch nicht. Habe ein paar Bilder : Ein Leine-Becken http://img253.imageshack.us/img253/8593/sg1s2121ws3.jpg Das Seepferdchenbecken http://img258.imageshack.us/img258/5295/sg1s2148mj6.jpg Die tropische Bucht http://img338.imageshack.us/img338/2310/sg1s2176yq5.jpg Der Geigenrochen http://img355.imageshack.us/img355/2566/sg1s2173gi5.jpg Becken für Segelflosser http://img441.imageshack.us/img441/1010/sg1s2296sr8.jpg Suppenschildkröte http://img398.imageshack.us/img398/6453/sg1s2261gy3.jpg Hammerhai http://img337.imageshack.us/img337/8580/sg1s2259jy1.jpg http://img381.imageshack.us/img381/866/sg1s2215tr0.jpg In der Tropenhalle http://img410.imageshack.us/img410/8269/sg1s2328xa0.jpg http://img254.imageshack.us/img254/172/sg1s2357de8.jpg http://img300.imageshack.us/img300/5452/sg1s2331cf4.jpg Ein Süßwasserrochen http://img253.imageshack.us/img253/664/sg1s2336un1.jpg Das Becken für die Süßwasserrochen(die Sandfläche dahinter ist die Anlage für Landschildkröten) http://img511.imageshack.us/img511/3766/sg1s2350bv1.jpg http://img442.imageshack.us/img442/7334/sg1s2358fn4.jpg Pfeilschwanzkrebs http://img250.imageshack.us/img250/6983/sg1s2364op5.jpg MfG Hongabonga (25.02.2007, 19:28) | ||
| Michael Mettler: | Zwei Stunden Wartezeit!? So fing das damals mit der ursprünglichen Nutzung des Hauses als Regenwaldhaus auch an.... Dann mache ich es doch wie damals und warte, bis sich die Massen etwas verlaufen haben :-) Wieviele Suppenschildkröten werden denn gezeigt? (25.02.2007, 19:01) | ||
| Marco: | Danke für den Bericht! Klingt nach Standard-Sealife-Programm. Ein Plus ist sicherlich die Tropenhalle, die Sealife sicher gerne übernommen hat, aber nie im Leben selbst gebaut hätte. (25.02.2007, 15:39) | ||
| Hongabonga: | Hallo, ich war heute im Sea Life Hannover. Das Aquarium wurde gestern eröffnet. Nach fast 2 Stunden warte Zeit an der Kasse, ist man "Portionsweise"(ca. 10 Personen) in einen Raum gekommen, wo einem ein kleiner Überblick und allgemein über Sea Life Centren informiert wird. Wenn man sich das ganze Angehört hat, öffnet sich eine Tür. Hier im ersten Raum geht es um das Thema Leine. In drei Becken werden die typischen Fische vorgestellt. Im ersten Becken : - Brachsen - Europäischer Wels - Hechte Im zweiten Becken : - Barbe - Sterlet - Aland - Äsche Im dritten Becken : - Flussbarsch - Rotfeder - Nase - Zander Wenn man den Raum verlässt, muss man eine Treppe oder mit dem Fahrstuhl eine Etage tiefer. Hier kommt man zu dem Mangrovenbecken, hier leben in einem schönen Becken : - Schlammspringer - Silberflossenblatt - Gebänderter Schützenfisch - Vierauge Dann geht es in die tropischen Meere über. Im ersten Becken in der Region leben : - Gelbschwanzmuräne - Blaue Demoiselle - Schwarzer Drückerfisch - Zwergpapageifisch Im zweiten Becken, ein Zylinder Aquarium - Blaustreifen-Seenadel - Goldstirnkieferfisch Dann kommt man zu einem großen Becken für Seepferdchen - Gepunktetes Seepferdchen - Linien-Seepferdchen Der Weg führt weiter in einen größeren Raum, in der mitte befindet sich das "Tropische Lagune"-Becken, es ist Kreisrund, damit die Rochen denken, sie würden immer gerade aus Schwimmen. Hier leben - Peitschenrochen - Kuhnasenrochen - Wimpel Ritterfische - Gefleckte Meerbarbe - Geigenrochen (nicht ausgeschildert) Hinter dem Becken befindet sich eine kleine Höhle für Kinder. Im nächsten Raum finden sich die Sea Life typischen berührungs Becken, hier leben - Rotgrauer Walzenseestern - Roter Karibik-Schlangenseestern - Gebänderte Scherengarnele - Feuergarnele - Indo-Pazifische Weißbandputzergarnele Weiter geht es wieder mit Aquarien mit hauptsächlich Karibischenarten. Im ersten Becken - Karibik-Languste - Gelbschwanz Demoiselle - Indigo-Hamletbarsch - Gelbrücken-Zwergkaiserfisch - Harlekin-Sägebarsch Durch ein, als Schiffswrack gestalltete Ecke kann man das erste mal ins große Karibikbecken gucken, dazu später mehr. Bevor mann zum Unterwassertunnel kommt, kommt man zu ein paar weiteren Korallenbecken, hier leben im ersten - Karibische Langnasen-Falterfisch - Clown-Junker - Scheuer Hamletbarsch - Felsenschönheit im zweiten - Flammen-Zwergkaiserfisch - Königsfeenbarsch - Roter Kardinalbarsch - Karibische Spinnenkrabbe dann folgt ein Becken für - Karibik-Röhrenaal und ein Becken für - Kalifornische Zweipunktkrake ein weitere Becken beherbergt - Kuba-Schweinslippfisch - Riff-Falterfisch - Gelbkopfjunker - Diadem-Kaiserfisch Jetzt kommt das Highlight, der Unterwassertunnel, der durch das 300000 lieter Karibik-Becken geht. Hier leben mehrere besondere Arten - Peitschenrochen - Franzosen-Grunzer - Jacobus-Soldatenfisch - Mützen-Hammerhai - Spätblauer Doktorfisch - Schwarzspitzen-Riffhai - Atlantischer Ammenhai - Suppenschildkröte - Bodengucker-Stachelmakrele - Igelfisch Wenn man den Tunnel verlassen hat, kommt man in einen Gang, wo sich ein Aquarium für Quallen befindet - Kleine Seegrasqualle In einem schönen Becken leben - Blaumasken-Kaiserfisch - Paletten-Doktorfisch - Vogel-Lippfisch - Juwelen-Fahnenbarsch Das vor letzte Becken vor der Tropenhalle bewohnen - Gelber Segeldoktorfisch - Clown Anemonenfisch und das letzte Becken der Karibikabteilung, ein Zylinderaquarium, lebt ein Schwarm - Königsmakrele Man kommt nun in die Tropenhalle, welche viele vers. seltene Pflanzenarten beherbergt, welche das Aquarium vom Regenwaldhaus übernommen hat. In die Landschaft sind mehrere große und kleine Aquarien integriert. Wenn man den Rundweg folgt kommt man zuerst zu einem großen Becken für - Roter Piranha - Rotflossenkaktuswels In den beiden darauf folgenen Aquarien leben - Roter Neon - Grüner Diskusfisch - Schrägschwimmer - Blutsalmler In einer als Felswand gestallteten Wand leben in vers. Becken - Panda-Panzerwels - Gemeiner Nadelwels - Purpur-Ziersalmler - Amerikanischer Weißstirn-Messerfisch - Agila-Bachling - Panduros-Zwergbuntbarsch - Rotrücken-Segelflosser - Inka-Zwergbuntbarsch - Goldbartelwels - Rotkopfsalmler Der Weg führt weiter, ein wenig "Bergauf" in der Tropenhalle, man kommt zu einem Terrarium für - vers. Pfeilgiftfrösche Von der Aussichtplattform, die vom ehemaligen Regenwaldhaus übernommen hat, sieht man das Aquarium für - Pfauenaugen-Stechrochen - Marmorierter Süßwasserrochen - Süßwasserrochen - Rotkei-Augenfleckbuntbarsch hinter diesem großen Aquarium ist eine Anlage für - vers. Landschildkröten (ich konnte keine genaue Art bestimmen, da sie sich unter Pflanzen versteckten) Zum Ende des Aquariumrundgangs kommt man zur Ausstellung über Krebse. In vers. Aquarien und Terrarien leben - Fangschreckenkrebs - Bärenkrebse - Pfeilschwanzkrebs - Japanische Riesenkrabbe So, das war der Rundgang. Ich hoffe ich konnte eine kleine Artenübersicht geben. Ich finde ein Besuch lohnt sich sehr. Auch wenn man sehr lange am Eingang anstehen muss. MfG Hongabonga (25.02.2007, 15:14) |
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