
| Holger Wientjes: | Vielen Dank für die Vorstellung des mir bis dato unbekannten Parks ! Die Anlagen auf Deinen Bildern sind sehr beeindruckend und brauchen einen Vergleich mit grossen Zoos nicht zu scheuen, im Gegenteil ! (22.09.2014, 15:37) | ||
| Michael Mettler: | ...und zum Abschluss die Uhuvoliere. (22.09.2014, 15:27) | ||
| Michael Mettler: | Wie angekündigt hier der freie Einblick in die Luchsanlage. (22.09.2014, 15:26) | ||
| Michael Mettler: | Für mich war es ein Erstbesuch: Tierpark Lange Erlen in Basel. War für mich immer gleichbedeutend mit einer artenreichen Hirschkollektion bis hin zu Sambar und Weißwedelhirsch, aber diese Zeiten sind vorbei: Seitdem im Frühjahr die letzten Wapitis abgegeben wurden, sind nur noch Europäischer Rothirsch, Europäischer und Mesopotamischer Damhirsch im Bestand. Es gibt sogar an mehreren Stellen im Gelände Infotafeln, die darüber informieren, dass man statt der früheren 10 Hirscharten zukünftig nur noch mit 4 plant (Elch, Reh, Rot- und Damhisch). Demnach stünden dann auch die Mesos auf der Streichliste, obwohl man laut letztem Jahresbericht (s.Homepage) erst in jüngerer Zeit Hirschkühe hinzugeholt hat. Trotzdem war der Besuch keineswegs enttäuschend, denn es ist einer der schönsten Parks dieser Art (europäische Wildtiere und Haustiere), die ich bisher gesehen habe. Hinter den Gehegegestaltungen des berühmteren Nachbarn, des Basler Zolli, muss sich der Tierpark Lange Erlen (übrigens älter und fast doppelt so groß wie der Zoo!) nicht verstecken, vor allem die künstlichen Nagelfluhfelsen gefallen mir (wie in allen bisher besuchten Schweizer Zoos) sehr gut - wirken natürlicher als so mancher Kunstfels in deutschen Haltungen. Die erste Überraschung wartet gleich neben dem Eingang: Eine Gemeinschaftshaltung Wildschwein/Rotfuchs, wobei die Füchse ein eigenes, großräumiges Waldgehege haben und durch Trennschieber das Wildschweingehege mitnutzen können. Überraschung Nummer zwei folgte noch zu Beginn des Rundgangs: Eine oben offene, an einer Stelle mit Wassergraben begrenzte, zweiteilige und optisch sehr schön gestaltete Anlage, in der ich alles Mögliche vermutet hätte, aber keine Wildkatzen (siehe Foto). Ähnlich aufgebaut, aber einige Nummern größer findet man das Prinzip auch beim ebenfalls mehrteiligen Luchsgehege. Dieses hat überwiegend Waldcharakter, aber an einer Stelle einen gitterfreier Einblick über Wassergraben, hinter dem sich u.a. eine Steilwand aus Nagelfluh befindet, die zur Krönung des Augenblicks von den beiden sich entspannt sonnenden und den Ausblick genießenden Luchsen besetzt war (Foto folgt). Weiterhin gibt es ein riesiges Rotwildgehege mit verschiedenen Einblickmöglichkeiten (vermutlich waren das früher mehrere getrennte Gehege?), eine Gämsenanlage aus Nagelfluh, bei der man selbst den rückwärtigen Pflegerbereich liebevoll in diese Gestaltung einbezogen und ein Terrarium für Feuersalamander integriert hat, und eine gewaltige Voliere für Uhus, die mich in ihrer Konstruktion an die Kölner Leopardenanlage erinnert hat (und vermutlich nicht viel kleiner ist). An den großen Schwimmvogelteichen findet man in einem hölzernen "Hide" mit Beobachtungsschlitzen auch drei Terrarien mit Zwergmäusen, Ringelnattern und Laubfröschen. Eher klassisch sind die Ausläufe für die beiden Damhirscharten gehalten, wobei ich mich angesichts eines historisch wirkenden Stalles fragte, ob der womöglich noch aus der Gründerzeit (Eröffnung 1871!) stammen könnte. Eine Volierenreihe enthält einheimische Vogelarten, aber keineswegs nur die übliche "Laufkundschaft" - Zwergrohrdommel, Rohrammer, Bartmeise, Zwergtaucher, Zwergohreule und Raufußkauz gehören u.a. zum Besatz. Wobei die massive, aber nicht störende Grundkonstruktion der Volieren die Vermutung nahelegt, dass dort früher größere Tiere gehalten worden sein könnten (Raubtiere?). Ein seitlicher Anbau an dieser Reihe beherbergt die einzigen Tropentiere des Parks, nämlich Haubenkapuziner. An der anderen Seite befand sich bis zum Frühjahr das Gehege der Wapitis, hier ist jetzt Großbaustelle für eine Wisentanlage. Laut Jahresberichten sieht das Zukunftsprojekt neben den schon erwähnten Zugängen auch noch Otter und Biber vor. Behält man den jetzigen Stil bei - und warum sollte man nicht? - dann werden die Anlagen sicher optische Schmuckstücke werden. Neben den Wildtieren ist noch ein großer Bauernhofbereich vorhanden, in dem einige Gehege in Größe und Struktur absolut konkurrenzfähig gegenüber vielen Zoo-Wildtieranlagen sind. Da wird einem dann schlagartig vor Augen geführt, dass auch Haustiere Verhalten ausleben wollen und mehr verdienen als eine öde Sandfläche mit Futterraufe, wie man es in vielen Zoos findet. In Zusammenarbeit mit Pro Specie Rara werden im Tierpark Lange Erlen u.a. Walliser Landschafe, Bündner Strahlenziegen, Schweizer Hühner, Appenzeller Spitzhauben, Schweizer Fehkaninchen und Dreifarben-Kleinscheckenkaninchen gezüchtet. An "fremdländischen" bedrohten Rassen sind u.a. Poitou-Esel, Diepholzer Gänse und Mangalitzaschweine im Bestand. Vermisst habe ich lediglich eine passende Rinderrasse. Für das stilvolle Ambiente sorgt ein altes Försterhaus, in dem eine Ausstellung mit "tierischen Mitbewohnern" (Ratten, Mäuse, Spinnen usw.) zu finden ist. Da wir früh morgens im Park waren und die Ausstellung erst um 10 Uhr geöffnet wurde, waren wir leider nicht drin. Der Tierpark Lange Erlen kostet keinen Eintritt, in der Sommersaison ist der Zugang schon ab 7 Uhr möglich. Wir waren um kurz nach 8 Uhr dort und haben bis auf Füchse und Wildkaninchen (Unterbesatz in einer Vogelvoliere) wohl alle gehaltenen Arten mehr oder weniger aktiv gesehen. (22.09.2014, 15:25) | ||
| Sacha Beuth: | Ich war am Samstag wieder im Papillorama/Nocturama in Kerzers. Zu den Greifstachlern: Es wimmelte (kurz nach 10 Uhr morgens) nur so von ihnen. Ebenfalls ein Erlebnis und mir nicht mehr so in Erinnerung: Die freifliegenden Brillenblattnasen, die einen umschwirren und denen man sich in einem grottenartigen Durchgang bis auf wenige Zentimeter nähern kann (den hängenden Exemplaren natürlich). Den Tamandua habe ich dagegen leider nicht gesehen. Noch nicht fertig ist der Dschungeltrek, die dritte von künftig vier Tropenhallen. Eigentlich hätte sie in diesem Jahr eröffnet werden sollen. Gespannt darf man auf den Tierbesatz sein. In Prospekten ist von Jaguarundis, Tayras, div. Affen, Vögeln und Tapiren die Rede. Da man sich an der Fauna von Belize orientieren will, kommen bei letzteren Bairds-Tapire in Frage. Falls dies zutrifft, bin ich gespannt, woher sie die bekommen. (03.01.2007, 11:32) | ||
| maloney8032: | Ich bin glaube ich ziemlich sicher das das "Polarium Basel" nun doch nicht in der alten Markthalle zu stand kommt 1. Weil die Regierung am Projekt des Einkaufszentrums in der Markthalle festhalten will 2. Weil die Regierung zwar bei Suche von alternativ Standorten helfen will, der Spender der einen grossen Teil des Polariums finaziert hätte aus irgendwelchen Gründen an die ;M,arkthalle gebunden ist. (01.01.2007, 15:14) | ||
| Zoosammler: | Falls man dort über Informationen stolpert: Mich würde sehr interessieren, was nun in Basel aus den Plänen für die Halle für Pinguine und Seeotter geworden ist, ob es schon konkrete Pläne für eine Panda-Anschaffung gibt und ob evtl. schon Entwürfe für die neuen Menschenaffen-Anlagen ausgestellt sind. (18.12.2006, 07:14) | ||
| Michael Mettler: | Vielleicht gäbe es ja in Genf die Möglichkeit, etwas über den ehemaligen Zoo zu erfahren und unsere in einem anderen Thread geäußerte Neugier diesbezüglich zu stillen...? Womöglich stehen da in irgendeinem Park noch ehemalige Zoogebäude? (17.12.2006, 21:42) | ||
| IP66: | Vielen Dank für die Empfehlungen!Leider ist es im Winter früh dunkel, und ich muß wohl jenden Abend in Zürich sein, lediglich am 30. werde ich wohl nach Genf fahren. Aber ich werde mir Kerzers auf jeden Fall für zootauglichere Jahreszeiten in der Schweiz vormerken. (17.12.2006, 20:44) | ||
| Sacha Beuth: | Verzeihung, es sollte heissen "DOCH noch da". Ich bin jetzt echt verunsichert und schaue erst mal in meinem Fotoarchiv nach. (14.12.2006, 16:14) | ||
| Sacha Beuth: | @Langhals: Gute Frage. Im Frühjahr waren sie noch da. Ich glaube, ich habe sogar noch ein Foto gemacht. Jedenfalls bringst Du mich da auf einen anderen Gedanken. Welcher Zoo in D, Europa, der Welt hält überhaupt noch Greifstachler (genauer C. prehensilis)? Und wie ist insgesamt die Gefangenschaftszucht zu beurteilen? - Ich suche mal den passenden Thread und bringe die Frage dort an. (14.12.2006, 15:41) | ||
| Langhals: | @Sacha Beuth. Kein Problem. Ich bin mir nur beim Katzenfrett sicher, das er der letzte in Kerzers war, der dann nach FFM kam. Wie schauts denn überhaupt mit den Wihlema-Greifstachlern aus ? Die sind definitiv nicht mehr in der Schau, weder im Kleinsäugerhaus, noch an anderer Stelle, in der Tierbestandsliste von 2005 tauchen sie aber noch auf. (14.12.2006, 14:54) | ||
| Sacha Beuth: | @Langhals: Kann absolut sein, dass Du recht hast. Ich habe sie zuletzt noch am alten Standort in Marin gesehen. Bei meinem letzten Besuch in Kerzers sah ich sie auch nicht mehr, dachte allerdings, die hätten sich verkrochen... Also sorry, falls das eine Fehlinfo war. (14.12.2006, 13:28) | ||
| Langhals: | Sind die Greifstachler noch dort ? Ich dachte, der letzte wäre, wie der Katzenfrett , nach Frankfurt gegangen. (14.12.2006, 13:19) | ||
| Sacha Beuth: | Das Papillorama/Nocturama ist sogar sehr zu empfehlen. Grosse Schmetterlingshalle, die neben den wirbellosen Flatterern u.a. auch einige Vogelarten und einige Schildkröten zeigt. Dazu Nocturamahalle in künstlichem Mondlicht, mit nachtaktiver Fauna Südamerikas, in denen sich EINIGE Tiere frei bewegen, während andere hinter Vitrinen zu sehen sind. Im Bestand u. a. Greifstachler, Ozelot, Zweizehenfaultier, mind. eine Gürteltierart, Wickelbär und neu offenbar auch Tamandua. Nachteil: Kerzers ist ein gutes Stück von Zürich entfernt (Richtung Bern/Neuchatel). Mit dem Auto rund 2 Stunden. Das ist vermutlich nicht das, was sich IP66 unter "in der Region" vorstellt. (14.12.2006, 12:28) | ||
| jwer: | Vielleicht ist der Papiliorama Zoo ins Kerzers seherswert. Ich kenne nur die website aber es sieht schön aus... http://www.papiliorama.ch/default.asp?OrgID=5&Language=DE (13.12.2006, 18:52) | ||
| Sacha Beuth: | @IP66: Ein sehr naturnahes, grosses Gelände mit rund einem Dutzend europ. Arten (Wisent, Wolf, Luchs, Wildschwein, Przewalski-Wildpferd, Elch u. ä) bietet der Wildpark Langenberg (mit dem Auto ca. 15 min. von Zürich, auch mit Sihltalbahn erreichbar). Der Eintritt ist übrigens gratis, dafür Parkpauschale von 5 Franken. Der Walter-Zoo in Gossau (kleines Tropenhaus, Schimpansen, Tiger, Löwe, Zebra) liegt kurz vor St. Gallen (via Autobahn erreichbar). Fahrzeit von Zürich ca. 1 Stunde. Knies Kinderzoo in Rapperswil ist über den Winter geschlossen. (12.12.2006, 18:02) | ||
| Michael Mettler: | Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass bei Anmeldung die Möglichkeit besteht, die Stiftung für bedrohte Einhufer in Oberwil zu besuchen - ist das nicht auch in der Nähe? Zwar kein Zoo i.e.S., aber immerhin ein recht bedeutendes Zuchtzentrum. (12.12.2006, 13:45) | ||
| Langhals: | Im Wildpark Lange Erlen werden tatsächlich noch Weißwedelhirsche gehalten, und noch mindestens 9 weitere Hirschformen. Es gibt sogar eine eigene Broschüre nur über die Hirsche des Parkes ! Neu im Bestand sind ein Eisvogelpaar, und Wildkaninchen ! Die gibt es wild nämlich nicht mehr in der Region um Basel, ob man es glaubt oder nicht. Gut mit dem Zug von Basel und Zürich erreichbar ist Gossau, dort gibt es den Walter-Zoo, der vor allem für seine Trampeltiere bekannt ist. Ein Tulu müßte es dort auch noch geben. (10.12.2006, 18:53) | ||
| Klaus Blumer: | Der Wildpark Lange Erlen ist sehr empfehlenswert, mit zahlreichen Hirscharten, darunter auch Weißwedelhirsche. Auch die neue Anlage für Gehaubte Kapziner ist sehr sehenswert. In Zürich gibt es direkt am See noch die Voliere, eine Anlage für einheimische und fremdländische Vögel mit begehbarem Haus, welches jedoch bestimmte Öffnungszeiten hat. Auch diese Anlage - wie alle in der Schweiz - sehr gepflegt und auch vom Besatz her sehr sehenswert. (10.12.2006, 18:52) | ||
| Mulan: | In basel gibt es noch den Wildpark Lange Erlen, der könnte eventuell noch Weißwedelhirsche haben. Leider war ich noch nicht selbst in diesem Wildpark, weil man alleine für den Zoo schon einen ganzen Tag braucht. (10.12.2006, 18:41) | ||
| IP66: | Ich bin zwischen Weihnachten und Neujahr in Zürich. Der dortige Zoo und Basel stehen sicher auf dem Programm, so daß ich entsprechende Fragen vielleicht beantworten kann. Gibt es auch noch empfehlenswertere kleinere Anlagen in der Region? (10.12.2006, 18:31) |
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