
| Michael Mettler: | @Jennifer: Gibt's denn da irgendwo wenigstens gelbe Steine...? :-) (19.06.2009, 12:25) | ||
| Jennifer Weilguni: | Soll natürlich Koi heissen und nicht Kio :-) (19.06.2009, 09:38) | ||
| Jennifer Weilguni: | Vieleicht kein ganz so schwerer "Verstoss", aber die Kio-Karpfen in der Watvogelanlage des Tierparks Thüle stechen einem dank ihrer grellen Farben doch ganz besonders ins Auge. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig finde ich auch die Tatsache, dass im Yellowstone-Areal des Zoos Heidelberg überhaupt keine Nordamerikaner zu finden sind. Oder vieleicht doch unter den Enten ? (19.06.2009, 09:38) | ||
| Michael Mettler: | @Guddy: Da der Bennett-Bereich in Erfurt begehbar ist, vermute ich eher, dass man die Emus nicht auf die Besucher loslassen will. Für jedes Themengehege eine geografisch stimmige Schafrasse zur Landschaftspflege zu halten, wäre aber wohl selbst für einen auf Haustiere spezialisierten Zoo wie den Erfurter ganz schön schwierig :-) (16.06.2009, 21:58) | ||
| Guddy: | In Erfurt dürfen zur Zeit Ungarische Zackelschafe die Pflege des Rasens im Berberaffen-Berg übernehmen. Die Emus im "KangarooLand" sind mit den Grauen Riesenkängerus auf dem einen Teil der Anlage, die Bennetts haben einen Bereich für sich. (Keine Ahnung ob das Zufall ist, oder ob es Absicht war und die von Michael Mettler genannten Gründe hat.) (16.06.2009, 21:47) | ||
| Michael Mettler: | Bisher war mir das nie bewusst, aber im Grunde ist die Standard-Australien-Kombination Emu/Bennettkänguru auch eine Art Geo- oder zumindest Biotop-Fauxpas. Auf Tasmanien gibt es keine Emus mehr (und der ausgerottete Tasmanische Emu gilt ohnehin als eigene Art), und die Festlandsunterart des Rotnackenwallabys schließt sich vom Verbreitungsgebiet her so nahezu perfekt mit dem Emu aus, als hätten sich die beiden über Arealaufteilung abgesprochen... Das ist zumindest das Bild, das meine australischen Bestimmungsbücher über Vögel und Säugetiere abliefern, und die sollten es doch eigentlich am besten wissen. (16.06.2009, 18:21) | ||
| Michael Mettler: | ... und wieder habe ich was dazu gelernt, denn beim Googeln musste ich feststellen, dass diese Bezeichnung tatsächlich für Hystrix cristata gilt (obwohl die Hamburger Tiere nach ihren Körpermerkmalen trotzdem noch immer keine cristata sein dürften). Aber nebenbei stieß ich auch auf die Info, dass die kaukasische Stachelschweinform H. leucura hirsutirostris anscheinend jetzt als eigene Art "Haarnasiges Stachelschwein" betrachtet wird - sowohl in Wikipedia als auch hier: http://www.das-tierlexikon.de/stachelschweine-photos.htm DAS dürfte dann NOCH mehr Verwirrung in die Zoo-Populationen bringen (ändert aber an den geografischen Ausrutschern nichts)... (23.04.2007, 23:37) | ||
| Karsten Vick: | Auf der Hagenbeck-HP werden die bewussten Stachelschweine jetzt als Westafrikanische vorgestellt. (23.04.2007, 22:20) | ||
| Michael Mettler: | Zu einem Standard-Ausrutscher scheint es zu werden, Weißschwanz-Stachelschweine in Afrika-Themenbereichen zu halten. Neuere Beispiele sind Gelsenkirchen und Kronberg, die aber wenigstens die richtigen Namen ans Gehege schreiben. In Hannover und bei Hagenbeck sind die Weißschwänze als Nordafrikaner ausgeschildert... Apropos Hagenbeck: Laut Tropenaquarium-HP erwarten uns dort Fiji-Leguane in "Asien" und Gebirgsloris in einem madegassischen Dorf. (23.04.2007, 17:32) | ||
| Michael Mettler: | Sieht man mal davon ab, dass im "südostasiatischen" Regenwald Kölns auch Neuguinea eingemeindet wurde und von Anfang an Rodriguez-Flughunde gehalten werden, wird dort nun an der Vietnam-Hütte des Hauses mit dem Fleckenpython auch eine rein australische Schlangenart präsentiert. (03.02.2007, 12:58) | ||
| Frankfurter: | Natürlich können wir gerne das"Du"benutzen, von meiner Seite aus kein Problem. Nur sollten wir vielleicht das Thema in den Beitrag"Us-Zoos"verschieben. (12.09.2006, 19:08) | ||
| Sacha Beuth: | War das letzte Mal im Herbst 2004 da. Die Info über den Park deckt sich auch mit meinen Informationen. Beim Zoo haben Sie (Entschuldigung, habe hier eigentlich immer Du-Form verwendet, weil dies normalerweise in solchen Foren üblich ist, da viele Decknamen benutzen) die aktuelleren Infos. Abschaffung der Massaigiraffen auch meiner Meinung nach Blödsinn. Zoo und WAP haben sich hier wie bei anderen Arten/Unterarten eigentlich gut ergänzt. Und zum Buch: Müsste das Neue Testament sein (beim genauen Wortlaut war ich mir unsicher, darum Zusatz "so ungefähr"). (12.09.2006, 18:56) | ||
| Frankfurter: | @Sascha Beuth Wann waren Sie das letzte Mal in San Diego ? Soweit ich gehört habe, soll das Ostafrika-Gehege um die Hälfte verkleinert werden zugunsten der Asien-Anlage und im Zoo sollen fast alle Huftiere aus dem Horn and Hoof Mesa entweder in den Außenzoo gehen oder abgeschafft werden, da dort oben eine neue Elefantenanlage gebaut werden soll. Meiner Meinung nach absoluter Blödsinn, und Schade um die Massaigiraffen, die werden nämlich abgeschafft. Natürlich sind die Huftieranlagen dort veraltet, aber das ist kein Grund, gleich alle abzugegeben, nur um für Elefanten neu zu bauen. In welchem Buch steht dieser Spruch ? (12.09.2006, 18:44) | ||
| Sacha Beuth: | @Frankfurter: Kein Problem. Wie heisst es so schön in einem Buch (jedenfalls so ungefähr): Derjenige von uns, welcher ist frei von Schuld, der werfe den ersten Stein. (12.09.2006, 18:30) | ||
| Nils Kley: | Mir fällt da-neben den bereits genannten Bsp. des Münchner Zoos-auch Salzburgs' Zoo ein. Wenn man vom Eingang(Asien) aus rechts in Richtung "Südamerika" geht, finden sich auf einmal neben (süd)amerikanischen Tieren wie Jaguar und Puma Leoparden, Schneeleoparden, Tigern, Luchs und Löwe(Gehege letzteres im Umbau), dem anschließend ein Takhi/Trampeltier-Gehege, ehe es nach "Afrika " übergeht. Soviel zum Thema Linienführung....;) (12.09.2006, 17:28) | ||
| Frankfurter: | Ich war bisher auch mehrfach im Außenzoo von San Diego und bin aber noch nie mit der Monorail gefahren, da ich als Tierpfleger immer mit den Kollegen ( bessere"Guides"gibt es wohl nicht )direkt durch die Anlagen gefahren bin. Von daher weiß ich nicht, was die "Guides"in den Zügen erzählen, ich glaube aber kaum, das deren Hinweis auf"nördliches Breitmaulnashorn" Begeisterungsstürme bei den Zoobesuchern ausgelöst haben. Ich habe natürlich ein Foto von einem der Nördlichen gemacht, was ich soll auch 150 Fotos von einer Unterart machen, die sich gerade mal genetisch von der südlichen Variante unterscheidet ? Ich bedauere zutiefst, das ich den Beitrag nicht richtig gelesen habe und meine Beispiele aus San Diego nicht zutreffend sind. Ich bitte vielmals um Entschuldigung. (12.09.2006, 14:37) | ||
| Michael Mettler: | Ich hatte ganz bewusst den "falschen Kontinent" zum Maßstab gemacht. Wenn wir nämlich nach exaktem Verbreitungsgebiet innerhalb einer tiergeografischen Zone gehen, müsste man wahrscheinlich den größten Teil aller Zoo-Gemeinschaftshaltungen wegen "Fehlpassung" auflösen (ich sag' nur mal: Vikunja/Capybara). Aber da wir Neuguinea nun schon am Wickel haben: Baumkängurus sind in einem Südostasien-Haus fehl am Platz (Köln). Ginge man nach den politischen statt den tiergeografischen Grenzen, weil Neuguinea zur Hälfte zu Indonesien gehört, könnte man genausogut Guam-Rallen in einem Nordamerika-Parkteil unterbringen. Noch was eher Unauffälliges: Kanadischer Otter in Europa (Springe - als Europäer ausgeschildert!). Kanadische Biber gibts auch in Neumünster, wo eigentlich ebenfalls nur europäische Tiere gehalten werden sollen; aber im Gegensatz zum Otter sind Kanadische Biber tatsächlich in Europa angesiedelt worden, also kann man das gelten lassen... :-) (12.09.2006, 14:23) | ||
| Sacha Beuth: | @Frankfurter: Michael hat bei der Eröffnung dieses Threads eigentlich daraufhingewiesen, dass es ihm um "völlig falsche" Platzierung geht, also wenn Tiere verschiedener Kontinente miteinander vergesellschaftet werden. Insofern sind die Beispiele des Wild Animal Parks San Diego nicht zutreffend. Auch beim Thema Baumkänguruh ist der Fehler nicht so gravierend, da Neuguinea und die umliegenden Inseln TIERGEOGRAFISCH (und egal welche Trennlinie der Naturforscher man gelten lässt) zu Australien gehören. Uebrigens: Ich scheine bei meinen Monorailfahrten durchs Wild-Animal-Park-Gelände die besseren Guides gehabt zu haben. Ich war bislang in fünf verschiedenen Jahren dort (teilweise mehrere Besuche pro Jahr) und IMMER, wenn ein Nördliches Breitmaulnashorn zu sehen war, hat der Guide auch auf die Besonderheit dieser Tierart in freier Wildbahn und im Zoo hingewiesen. Aber wie gesagt, vielleicht hatte ich auch nur Glück. (12.09.2006, 13:46) | ||
| Frankfurter: | Im Außenzoo von San Diego werden in der Südafrika-Anlage Nördliche Breitmaulnashörner und Netzgiraffen gehalten. Beides finde ich wenig dramatisch, da sich die Nördlichen Breitmaulnashörner von in der gleichen Anlage untergebrachten südlichen Form äußerlich nicht unterscheiden. Somit stehen womöglich unzählige Zoofans vor einer zoologischen Rarität ohne es zu wissen, und beim Anblick des Nashornes nur sagen"Oh toll, ein Breitmaulnashorn"und nach kurzer Zeit weitergehen. Würde aber im gleichen Augenblick Jemand sagen, das es ein nördliches Breitmaulnashorn ist, würden die Leute völlig ausflippen und Fotos bis zum Umfallen machen. Könnte ich mich königlich amüsieren darüber.Aber ich bin vom Thema abgekommen. Die Netzgiraffen leben in der Südafrika-Anlage, weil in der Ostafrika-Anlage schon die Rothschild-Giraffen untergebracht sind. In der Asien-Anlage leben z.B auch Armenische Mufflons, die haben dort an für sich auch nichts zu suchen. Aber Herschaftszeiten, man muß es ja nicht immer so genau nehmen. Mich haben die Mufflons dort in keinster Weise gestört, und auffallen tut es niemandem. Oder was haben Baumkänguruhs in Australienhäusern zu suchen ? Siehe Duisburg. (12.09.2006, 13:21) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha Beuth: Ja, aber das Antwerpener Gehege stand unter dem Thema "fremdländische Haustiere". (Deswegen war auch das Nebengehege mit Hausrentieren besetzt, die sich wohl nicht für die Vergesellschaftung eigneten.) So gesehen eigentlich kein Geo-Ausrutscher. Bin zwar Hannover-Fan, habe ich aber schon mehrfach hier geäußert, dass ich die Pinguine in Yukon Bay ebenfalls deplatziert finde und lieber in "Afrika" untergebracht sähe - sind schließlich Brillenpinguine! Bei Hagenbeck wären noch die Tahre im Afrika-Panorama Fremdlinge - wenn auch mit Abstrichen, denn in Südafrika gibt es eine kleine verwilderte Population. Aber darauf wird meines Wissens in Hamburg nicht hingewiesen :-) Wie siehts denn in dieser Hinsicht überhaupt außerhalb Deutschlands aus? Für die hiesigen Zoos hatten wir ja wie gesagt schon hie und da dieses Thema, deswegen finde ich die Bemerkung über Miami interessant. Bin da nicht auf neuerem Stand, aber früher hatten Boras (Schweden) und ein dänischer Zoo (Aalborg?) Hirschziegenantilopen auf ihren Afrika-Anlagen. (12.09.2006, 11:57) | ||
| Karsten Vick: | Meine Heimatzoos haben sich eigentlich nicht dem Geozoo-Prinzip verschrieben, bis auf den Vogelpark Marlow, wo die einzelnen Anlagen, bis auf die Greifvögel, immer ein geografisches Motto haben. Und der einzige größere Ausrutscher dort war ein Rebhuhn in der Nordamerika-Voliere. (12.09.2006, 11:55) | ||
| Sacha Beuth: | Auch wenn es den Hannover-Fans nicht schmecken wird und wohl auch schon in anderen Threads einige Male angeführt wurde: Unschlagbarer Negativ-Hammer in dieser Beziehung ist in der geplanten Yukon-Anlage das in einem Schiffswrack eingebaute Pinguingehege. Hoffentlich wird dieser Mist nie realisiert (nicht die Yukon-Anlage als ganzes, nur der Pinguinteil versteht sich). Weitere Beispiele: Hagenbeck: Amerik. Flamingos und anderes Geo-fremdes Wassergeflügel vor dem Afrikapanorama. Metrozoo Miami: Guanako, Nandu, Bairdtapir und Andenkondor im Parkteil Afrika. Afrik. Wildhund und Kubakrokodil im Parkteil Asien. In München hat und hatte es bestimmt noch weitere Geo-Fehler. Und wenn man Einzelgehege dazu nimmt: Gab oder gibt es nicht in Antwerpen eine Gemeinschaftshaltung von Yaks und Lamas und noch anderen Huftieren? (12.09.2006, 10:49) | ||
| Michael Mettler: | Was wir unter einzelnen Zoos immer mal anreißen, finde ich angesichts sich verbreitender Geozoo-Konzepte ein eigenes unterhaltsames Thema wert: Wo sind welche Tierarten geografisch völlig falsch platziert? Wobei ich mit "völlig falsch" schon den Kontinent meine und nicht z.B. eine Gemeinschaft Orang/Wanderu, die sich in der Natur nicht begegnen können, aber wenigstens beide aus Asien kommen. Spontan vorangeschoben: Chileflamingo in Afrika (Hannover) Nasenbär in Asien (Hagenbeck) Schneeziege in Europa (München - im Parkführer übrigens unter "Parkteil Amerika" aufgeführt!!) Ist zwar ein wenig anders gelagert und auch schon Geschichte, kann ich mir aber in diesem Zusammenhang nicht verkneifen: Im Aquarium des "alten" Bremerhavener Zoos hatten die Piranhas einen "abgenagten" Schädel im Becken liegen - von einer Elenantilope... :-) (11.09.2006, 23:25) |
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