
| IP66: | Der letzte kölner Biber mußte wegen der Einrichtung der Stelzvogelwiese ein paar Monate in der Robbenanlage verbringen, die jetzt die Zwergpinguine als Außenanlage nutzen. Hier war er ganz gut zu sehen. Erwar in der Tat weniger braun gefärbt als die alten wuppertaler oder gelsenkirchener Tiere, allerdings größer als die jetzt in Wuppertal befindelichen. (12.07.2006, 11:30) | ||
| Michael Mettler: | Der Unterart vistulanus gehörten auch die früheren Kölner Biber an, die dort Bjelorussische Biber genannt wurden. Habe ich leider nie zu Gesicht bekommen, das Gehege war immer gerade unbelebt, wenn ich davor stand. Eurasische und Kanadische Biber unterscheiden sich laut Wikipedia deutlich im Chromosomenbild, aber davon hat man als Betrachter natürlich nix... (11.07.2006, 12:42) | ||
| Karsten Vick: | Erstmal ist es mit den Bibern genau wie mit den Ottern. In den meisten Tierbüchern erfährt man zwar, dass Eurasier und Amerikaner "sehr ähnlich" sind, aber wo die feinen Unterschiede liegen, sagt einem keiner. In der Größe sollen sie sich nicht unterscheiden, so dass ich denke, dass die Wuppertaler noch nicht ausgewachsen sind. Was die Farbe betrifft, habe ich Fotos von trockenen Bibern gesehen, da waren die Elbebiber eher grau und die Kanadier eher braun. Ich weiß nicht, ob man das verallgemeinern kann und wenn sie nass sind, dürften sie sowieso gleich aussehen. Nehmen wir mal an, dass die Unterarten des Eurasiers noch gültig sind, dann ergibt sich folgendes Bild. In Ostdeutschland sowohl in Zoos als auch im Freiland Elbebiber (Castor fiber albicus). In Zoos gab es sie z. B. in Magdeburg, Halle und Schwerin, in freier Wildbahn die Urpopulation an Elbe, Saale und Nebenflüssen sowie eingebürgerte in MV (Peene, Warnow usw.), Brandenburg und auch die holländischen stammen von dieser Unterart. Die meisten Ansiedlungen in Europa gehen auf Tiere aus Schweden (fiber) und/oder Polen (vistulanus) zurück, Vermischung nicht ausgeschlossen. Die in Neumünster sind lt. ZOO-Magazin NO bayrische PROBLEMBIBER. Das Wort hab ich mir nicht ausgedacht, die heißen wirklich so. Bloß gut, dass da noch keiner auf die Idee kam, die würden mit gefletschten Zähnen und geschärften Krallen hinter Büschen auf Kinder und Kurgäste lauern. Über ihre ursprüngliche Abstammung ist nichts gesagt. Ganz früher gab es in der DDR auch Biber aus der Sowjetunion, sog. Woroneshbiber, die aber auch der UA vistulanus angehören. Es gab (jetzt wohl nicht mehr) eine Population am Schweriner See und ich kann mich aus meinen Kindertagen an einen Pelztierzoo in Plau-Appelburg erinnern, wo es auch welche gab. Dieser "Zoo" war einer Nerzfarm angegliedert. Die Biber hatten Gehege, die aus Wasserteil, Landteil und einer Kiste bestanden. Den Deckel der Kiste konnte man aufklappen und den Biber darin beim Schlafen stören. (11.07.2006, 12:26) | ||
| IP66: | Die Ursprungsmeldung stammte von mir, was irgendwie untergegangen sein muß. Als ich die Tiere sah, war mir sofort klar, daß sie neu sein mußten, eben weil sie kleiner und grauer waren. Aber es kann sich natürlich auch um noch nicht ausgewachsene oder eingestaubte Exemplare handeln. Allerdings sieht man die Tiere in dem kleinen wuppertaler Schlafkäfig recht gut, während man bei den meisten anderen Anlagen ja doch oft weit entfernt ist. (10.07.2006, 20:04) | ||
| Dirk K: | Neunkirchen hat für seine neue Biberburg auch eine komplette Biberfamilie aus dem Elbegebiet geholt. (09.07.2006, 11:43) | ||
| Dennis: | Normalerweise wird der Elbebiber als Form des europäischen Bibers gesehen. (09.07.2006, 09:15) | ||
| Camparso: | In Dessau halten wir den Elbebiber. Ganz klar, in der Nachbarschaft ist ja auch das Biosphären Reservat Mittlere Elbe. (09.07.2006, 02:06) | ||
| Michael Mettler: | Habe inzwischen Wikipedia bemüht. Dort heißt es, die Einteilung des Europäischen Bibers in Unterarten sei überholt. Ob allerdings auch Formen wie der Mongolische Biber zum Europäischen gerechnet werden, wird nicht erwähnt. Sonst müsste man ja konsequenterweise vom Eurasischen Biber sprechen. Und die in Europa angesiedelten Kanadier habe ich dort auch gefunden - allerdings in Finnland, nicht in Frankreich. War also doch was mit F... ;-) (09.07.2006, 00:34) | ||
| Michael Mettler: | Obwohl für den Kanadischen Biber schon seit längerer Zeit Artstatus diskutiert wird, sind meines Wissens sogar "Wiederansiedlungen" in Europa mit Kanadiern gemacht worden - wenn mich die Erinnerung nicht trügt, in Frankreich. Ist eigentlich der Europäische Biber inzwischen zu einer einzigen Unterart reduziert worden? Man unterschied ja sonst noch Elbebiber, Rhonebiber, Bjelorussischen Biber usw. - da bin ich nicht auf dem Laufenden. Der einzige Tierpark, in dem ich bisher sowohl Europäer als auch Kanadier gleichzeitig gesehen habe, war Neumünster. Aber ganz ehrlich: Ich hätte sie ohne Blick aufs Schild nicht auseinanderhalten können. (09.07.2006, 00:13) | ||
| Jelle: | Wenn mann die ISIS Bestaende durch schaut kommt mann nicht gelegentlich Europaeische Biber entgegen. Meistens sind die Biber Kanadier. Das ist ja sehr schade. Gerade im Westen Europas muesse mann doch die Europaeische Arten bevorzuegen weil sie nocht nicht recht re-etabliert sind. Wiedereinbuergerung gibt es momentan in Holland (Biesbosch, Meuse, Arnheim) und Schleswig Holstein. Ich waere ganz dafuer dass die EAZA sich fuer Europaeische Biber im Collection Planning stellt. (08.07.2006, 20:52) | ||
| Nagetiere: | Ich kann für Wuppertal einen Wechsel in der gehaltenen Biberunterart melden. Keine Kanadier mehr, sondern Europäer. Ich habe die Tiere nur im Bau schlafen gesehen, sie sind um ein erhebliches kleiner, das Fell wirkte dünner und eher graubraun. Ansonsten kann ich mich eigentlich immer nur an Kanadier erinnern, jedenfalls nicht an so kleine Tiere dieser Farbe. (08.07.2006, 20:19) |
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