
| cajun: | Der Safari Zoo hat nun eine neue Besitzerin. Die Gruppe "Rain Forest", auch Eigentümerin u.A. des Bioparc Valencia, hat die umstrittene Einrichtung übernommen und will sie analog ihrer bewährten Konzepte und Maßnahmen zu einer zeitgemäßen Attraktion ausbauen. Der ganze Artikel unter der Quelle: https://www.mallorca-services.es/grupo-rain-forest-kauft-safari-zoo-sa-coma/ (30.03.2025, 15:12) | ||
| Michael Mettler: | Falls es denn noch immer die beiden selben Flusspferde sein sollten, sind beide 1968 geboren (1,0 in Berlin, 0,1 in Hannover) und kamen 1969 nach Mallorca. Und dann wären sie die Eltern der Frankfurter Flusspferdkuh Petra. (11.08.2006, 19:14) | ||
| Michael Mettler: | @Johannes P.: Ich würde mich nicht wundern, wenn Zoos auf diese Unterscheidung früher keinen Wert gelegt hätten, so dass möglicherweise beide Unterarten verkreuzt wurden. Als Unterartgrenze gilt ja das Great Rift Valley, womit z.B. die Gnus der Serengeti-Mara Westliche und die in Amboseli Östliche wären. Die früheren Wuppertaler Weißbartgnus ähneln auf meinen Fotos phänotypisch eher den Tieren, von denen ich Aufnahmen aus Amboseli gesehen habe (silbergrau, nicht bräunlich). Andererseits sehen wohl auch Südliche Streifengnus je nach Jahreszeit bzw. Fellwechsel mal bräunlicher, mal bläulicher ("Blaues Gnu"!) aus, so dass ich nicht weiß, ob die Momentaufnahmen täuschen. (25.07.2006, 14:37) | ||
| Johannes Pfleiderer: | Handelt es sich bei den angesprochenen Weißbartgnus um östliche (albojubatus) oder westliche (mearnsi)? (25.07.2006, 13:57) | ||
| cajun: | @Michael Mettler: Die ist im selben ZG. Und zwar direkt vor der Mallorca Safari! Ebenso der weiter unten genannte Löwenpark in Gelsenkirchen. (23.07.2006, 18:47) | ||
| Michael Mettler: | Auch die Antilopenzuchten im Zoo Hannover wurden von Ruhe in den 60ern nicht planmäßig aufgebaut, weil er dem Publikum unbedingt Antilopenbabys präsentieren wollte, sondern um von Importen unabhängiger zu werden und vor allem für amerikanische Zoos stets "Vorrat" zu haben. Das gilt genauso für den Ruhrzoo. Z.B. dürften die Vorfahren der in US-Zoos gehaltenen Buschböcke, Jackson-Hartebeeste und Jimelas ("Topis") sämtlich Wurzeln in Hannover bzw. Gelsenkirchen haben. Tiere aus Hannover gelangten auch nach Mallorca, z.B. die junge Pferdantilope aus der Welterstzucht von 1967. Wenn ich mich nicht täusche, beschreibt Ruhe in einer anderen Ausgabe des ZG auch die Erstbestückung des Safariparks von Thoiry - die war meiner Erinnerung nach ähnlich spektakulär. (23.07.2006, 18:27) | ||
| cajun: | @Niels : Danke. Habe gerade den Gründertierbestand von `69 durchgelesen und schlacker mit den Ohren, was alles so ausgesetzt wurde. U.A. drei afrikanische Elefanten und 2 Breitmaulnashörner, ebenso 2 Flußpferde, Addax-, Elen-, Rappen-,Impala-Antilopen. Weißschwanz und Blaue Gnus, Chapman-Zebras, Weißnacken-und Weißohr Antilopen. Ellipsen-Wasserböcke, Oryxantilopen, 40 (!) Kronenkraniche zweier Unterarten, mind. 27 Strauße in zwei Unterarten, Dorkas- und Soemmeringgazellen. Klippspringer, Kuttengeier, Kuhreiher, Blässböcke,Oribis, Mähnenschafe, Dromedare, 30 Flamingos, Riedböcke, Angola- und Massaigiraffen,Große Kudus und Kaama Hartebeeste.... (23.07.2006, 18:06) | ||
| Niels: | Zitat Dortmunder: "Sein Vater Siegfried hat den Safari-Zoo Anfang der 90er Jahre von dem deutschen Tierhändler Hermann Ruhe übernommen." Ich denke nicht, daß Ruhe in Mallorca 2 Safarizoos geleitet hat. (23.07.2006, 17:34) | ||
| cajun: | Ich habe durch Zufall die Jahresausgabe des Magazins "Der Zoologische Garten" von 1970 geschenkt bekommen. Darin berichtet Hermann Ruhe jun. von der Gründung eines Safariparks auf Mallorca 4km von Monte Cristo entfernt an der Hauptstraße nach Cala Millor an der Ostküste. Ist das der gleiche Park aus dem hier berichtet wird? Der von Ruhe sollte der Zucht exotischer Tiere dienen, da schon damals aufgrund behördlicher Bestimmungen es immer schwieriger wurde Tiere aus Afrika zu importieren. Der Park wurde ab April 1969 mit Tieren u.A. aus deutschen Zoos besetzt. (23.07.2006, 16:35) | ||
| Dortmunder: | Also, zum Ende des Parks waren sowohl die Tiere, als auch die gesamte Anlage mal mehr als ungepflegt... Es heißt schon viel, wenn man das schon als Kind sieht und denkt ! (08.07.2006, 18:16) | ||
| Walter Koch: | Was hatte das Trauma ausgelöst?. Fläche war im Löwenpark genug da. Die dürftigen Ställe und Absperrgehege. Einige starke Mähnenspringer habe ich noch in Erin- nerung. (08.07.2006, 13:42) | ||
| Dortmunder: | Bin ja prinzipiell kein großer Freund von solchen Safari-Parks ! Die Bilder von Mallorca haben mich schon ziemlich geärgert, allerdings bevorzuge ich keinesfalls solche Etablissements wie den "Zoo" in Stuckenbrock, der sich ja jetzt tatsächlich so nennen darf ! Aber wer auf Disney meets Siegfried & Roy steht, bitte schön ! Dort wird meiner Meinung nach groß die Haltung der weißen Tiger und Löwen gepusht, während die Haltung der anderen Tiere (s. Rhinos) mal mehr als dürftig ist ! Hodenhagen kann ich nicht beurteilen, sieht aber im TV immer ganz okay aus und scheint auch beeindruckende Zuchterfolge (auch wieder bei Nashörnern / Elefanten) zu haben ! Mein Safaripark-Waterloo habe ich allerdings als Kind erlebt, und mich nie wieder davon erholt... Kennt jemand von euch noch den Löwenpark Graf Westerholt bei Gelsenkirchen... Echt ein Traum(a) (07.07.2006, 21:20) | ||
| Mowgli: | Richtig! Und deshalb sehe ich ein etwaiges Vorgehen von Tieschutzorganisationen gerichtet auf die Schließung des Parks auch eher wenig erfolgversprechend, zumindest den Safariteil betreffend. Einzig die Haltung der Schimpansen sowie der restlichen Affenarten dürfte gemessen an den gesetzlichen Vorgaben Anhaltspunkt für begründete Kritik sein. Dies wird aber nicht zur Parkschließung führen. Auch die Unterbringung der Großkatzen sowie der beiden Elefanten kann theoretisch mit verhältnismäßig geringem Aufwand verbessert werden, so dass im Zweifel bei konkretem Vorgehen gegen den Park nur Auflagen erzielt werden können. Für alle Gegener des Parks: in meinen Augen ist eine Schließung eher aus wirtschaftlichen Gründen zu erwarten. Hohe Eintrittspreise können geringe Besucherzahlen nicht auf Dauer ausgleichen. (06.07.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ohne den Park oder die Fotos zu kennen: Viele Antilopenarten leben auch in der Natur nicht auf sattgrünen Wiesen. Nilgau und Hirschziegenantilope dringen z.B. in Nordwestindien in Wüstengebiete vor, wo man gemeinhin nur die Indischen Halbesel erwarten würde. Und wenn man sich Bilder aus der Kalahari oder dem Amboseli-NP in Kenia zur Trockenzeit ansieht, dann ist die Landschaft da auch nicht grüner als das durchschnittliche Zoogehege. Und wie man an den Rappenantilopen in Rheine gesehen hat, kommen manche Wiederkäuer mit Heu besser zurecht als mit fettem Weidegras.... Das soll keine Entschuldigung für einen möglicherweise schlechten Park sein, sondern nur erklären, warum bestimmte Tiere unter solchen Bedingungen weniger leiden als andere. (06.07.2006, 00:00) | ||
| Mowgli: | Ja eine Giraffe war tatsächlich vorhanden, jedenfalls war sie vor zwei Wochen noch da. Muss ein relativ altes Tier sein, welches einzeln in einem extra Gatter das an den Safariteil grenzt gehalten wurde. Die beiden Elefanten wurden jedenfalls auf einer "normalen" aber völlig trostlosen Anlage gehalten. Stahlträger als Absperrungen waren nicht mehr da. Die Flusspferde hatte auch Wasser in ihrem Becken, aber auch hier ließ die Anlage einiges an Wünsche offen! Was die Huftiere im Safariteil angeht, so schienen sie mir rein optisch gesund zu sein, also nicht wie auf einigen anderen mir bekannten Fotos im ausgemergelten Zustand. Insbesondere die Weißbartgnus, die Nigauantilopen und Hirschziegenantilopen sowie die Kudus züchten auch. Es waren mehrere Jungtiere von diesen Arten auf der Safarianlage zu sehen. (06.07.2006, 00:00) | ||
| Frank-Walter Büschner: | @ Saya: Ja allerdings, sehr schockierend sogar. Übrigens, dort gibt es auch einen großes Afrikanischen Plastik-Elefanten. Davon habe ich sogar noch ein Bild mit meinen kindern, wo sie auf den Stoßzähnen sitzen. Ich meine mich noch waage an eine Giraffe (05.07.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Die Elefantenkühe sind Anka und Raja aus Rotterdam. Schockierend dass Rotterdam die Tiere dahin gegeben hat. (05.07.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Die Elefantenkühe kommen beide aus Holland, wenn ich mich recht erinnere... Eine dürfte "Sanja" (bin mir nicht ganz sicher) aus Rotterdam sein ! Bin echt immer entsetzt über solche Tierhaltungen... Wobei die Gnus auf den Fotos noch den besten Eindruck machten... Erinnere mich auch noch an ein Foto der Flußpferd-"Anlage", auf dem die Tiere im ausgetrockneten und mit Kot bedeckten Wasserteil des Verschlages liegen ! (05.07.2006, 00:00) | ||
| Frank-Walter Büschner: | Ich war in dem Park auch schon einmal, das war 1997. Ich erinnere mich noch an die Haltung eines Löwen-Weibchen und eines Tiger-Männchen, in einem vllt. max. 20x10 Meter Gitterkäfig. Einem Elefanten der hinter Stahlträgern die in die Erde gerammt wurden gehalten wurde, und vielen Freilaufenden anderen Tieren. (05.07.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Weißbartgnus? Das wäre ja glatt einen Tipp nach Arnheim wert, die suchen welche... (05.07.2006, 00:00) | ||
| Mowgli: | War vor 2 Wochen dort. Die Haltungen insbesondere im sogenannten Baby-Zoo sind tatsächlich nicht wirklich ideal. Der Safari-Teil, naja würd sagen is ok. Die Tiere haben jedenfalls viel Platz. Schön ist der Safariteil nun auch nicht gerade, was aber sicher auch an der Witterung liegt, sprich die Pflanzen sind halt recht ausgetrocknet wodurch ein recht trostloser Anblick sich bietet. Trotzdem hatten die Tiere alle frisches Grün zum Fressen. Im Safari-Teil gab es eine Herde Weissbartgnus, Nilgau- und Hirschziegenantilopen, Kudus, Elenantilopen, Watussi-Rinder, Strauße und eine recht große Bande Paviane. Zudem befindet sich ein Flußpferdgehege im Safariteil, welches für 2 Tiere allerdings zu wünschen übrig ließ. Ein altes Nashorngatter ist noch vorhanden (Ohne Nashörner) mit dem Hinweis, dass dort noch 2006 ein 5.000qm großes neues Nashornareal entstehen soll (Bauaktivitäten waren jedoch nicht zu sehen). Angrenzend an den Safariteil befindet sich ein Gatter für Ellipsenwasserböcke und eines für 2 Hartmann-Bergzebras. Diese mit Maschendraht umzäunten Areale waren auch ganz ok (mit kleinen Palmen besetzt, welche auch Schatten spenden konnten). Von den dort angegeben Lechwe-Antilopen war nichts zu sehen. Eine einsame Giraffe war in einem separaten Gatter zu sehen, ein etwas trauriger Anblick. Der Baby-Zoo enthielt zum einen weitere Anlagen für Antilopen (Säbelantilopen, Blessböcke). Auch hier gilt: von der Größe ok, der lieblose Maschendrahtzaun ist jedoch nicht wirklich ideal. Ferner werden 2 asiatische Elefanten gehalten. Sind 2 relativ alte Weibchen aus anderen europäischen Zoos, die Namen fallen mir grad nicht ein. Diese Elefantenanlage ist auch alles andere als ideal: kein Wasserbecken, kein Unterstand, kein Sandboden etc. Das nicht begehbare Elefantenhaus ließ auch von außen nichts gutes ahnen. Die Raubkatzen (Löwen, Tiger, Puma, Leopard) sind zwar in recht großen Käfigen (jedenfalls größer als z.B. im Tierpark Berlin), jedoch ausnahmslos ohne größeren Schattenspender, Kratz- oder Kletterbaum usw. Die Affenhaltung war katastrophal. Dies gilt nicht nur für die Schimpansen, sondern auch für Mandrill und Klammeraffen. Eine Gruppe von 6 Kattas drängelte sich dicht im hinteren Käfigwinkel um der Hitze wenigstens etwas zu entgehen. Als Show-act gibts ne Zaubershow mit Leopard, Schlange usw. Ich persönlich gebe dem Park keine allzugroße Zukunft unabhängig vom Eingreifen etwaiger Tierschützer. Besucherzahlen halten sich in Grenzen, was sicher auch am Eintritt von 13 Euro liegt. Weißlippenhirsche waren bis dato noch nicht im Park, jedenfalls nicht im Besucherteil. (05.07.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Das mit den Weißlippenhirschen war nur eine Anmerkung, weil der Safarizoo, anstatt endgültig und berechtigt dichtzumachen, immer noch mehr, und seltene Arten bekommt... Übrigens handelt es sich bei den Mallorquiner Zebras, laut Foto, auch um Bergzebras... (05.07.2006, 00:00) | ||
| Michael Amend: | Wo ist denn jetzt der Unterschied zwischen einem Weißlippenhirsch und einem Gnu ? Also ein Park wie der Mallorca Safaripark darf zwar Gnus und andere Tiere beschissen halten, Weißlippenhirsche aber nicht, weil diese"selten"sind ? Das Zebras und Gnus sich nicht verstehen, kann natürlich passieren, denn es gibt natürlich große individuelle Unterschiede zwischen den Tieren. Vor allem Zebras sind oft Problemtiere auf Gemeinschaftsanlagen, das bekommt der Besucher nur nie so mit. Der ältere meiner beiden Bergzebras, der vor Landau nie in einer Gemeinschaftsanlage lebte,hat von Anfang an die Gnus angestänkert und tut das immer noch, obwohl er vor einigen Monaten ein Gnuhorn in den Hintern bekommen hat, was sehr schmerzhaft für ihn war. Trotzdem zeigt er ständig den Gnus, wer der Boss auf der Anlage ist, auch wenn er mittlerweile etwas mehr Abstand zu den Gnus hält.Der kleine Hengst kennt Antilopen und zeigt, außer den Duckern gegenüber, kein Interesse an seinen Gehegemitbewohnern. (05.07.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Zu den Weißlippenhirschen: Ich fürchte fast, dass die nur deswegen da landen, weil sich sonst niemand dafür interessiert hat. Wir sehen ja, wie "groß" die "Begeisterung" für Hirsche in den Zoos noch ist. (05.07.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Ach so, und seit wann verstehen sich Zebras und Gnus nicht ? (05.07.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Habe hier grade einen interessanten Artikel gefunden ! Kennt jemand den Park ? Und lief der nicht auch mal über das Ruhe-Unternehmen ??? Safari-Zoo bei Sa Coma: 60 Tierarten auf 25 Hektar Benutzung auf eigene Gefahr heißt es auf einem großen Schild. Es ist am Anfang des riesigen Freigeheges des Safari-Zoos bei Sa Coma aufgestellt. Auf einem 25 Hektar großen Areal kann der Besucher bis zu 60 Tierarten, insgesamt 500 Tiere, betrachten. Allerdings sollte er zu seiner eigenen Sicherheit nicht aus dem Auto steigen, denn einige Spezies könnten dem Besucher zu nahe kommen. Von Gina Pellarini Paviane könnten durch offene Autofenster springen, wenn sie Essen riechen. Hier gilt Vorfahrt" für die Tiere. So muss ein Pärchen, das mit seinem dreijährigen Sohn in einem Ford Fiesta gerade die Abenteuertour beginnt, nach kurzer Zeit anhalten. Der Kleine bekommt plötzlich ganz große Augen, der Schnuller fällt aus dem Mund. Eine Antilopenherde überquert in mäßigem Tempo die asphaltierte Straße, die sich durch das Freigehege schlängelt. Spezies aus fast allen Kontinenten, aus Afrika, Asien, Australien und Südamerika leben nebeneinander. Mitunter findet man Nilpferde, Flamingos, Zebras, Giraffen und Wasserböcke vor. Manche Arten laufen nicht frei herum. Sie leben in abgetrennten Gehegen, wie die Zebras, denn sie verstehen sich nicht mit den Gnus, eine Tierart, die sich hier im Freien aufhält. Dieses Jahr wird der Zoo noch weitere Spezies erhalten: sieben chinesische Weißlippenhirsche und zwei Nyalas, eine Antilopenart aus Afrika. Allerdings sind die meisten Tiere hier geboren", erklärt Henning Mentz. Sein Vater Siegfried hat den Safari-Zoo Anfang der 90er Jahre von dem deutschen Tierhändler Hermann Ruhe übernommen, der die Touristenattraktion vor mehr als 35 Jahren in Sa Coma gegründet hatte. Ruhe fing mit einer Quarantäne- und Eingewöhnungsstation für wilde Tiere an, später wurde sie für das Publikum geöffnet. Aus dieser Zeit stammt noch der so genannte Babyzoo, der sich am Ende des Freigeheges befindet. Dieser Teil kann zu nur Fuß besichtigt werden. Javaneraffen tummeln sich auf einer von einem Wassergraben umgebenen Insel. Dahinter fängt die Käfigabteilung mit Stachelschweinen, Meerkatzen, Klammeraffen und Raubtieren an. Besonders beeindruckend ist die Tigerpython, eine Schlange, die eine Länge von fast drei Metern hat. Des Weiteren gibt es zwei Schimpansen zu sehen. Einer klammert sich an Gitterstäbe, schaut den Besucher apathisch an. Zeitweise stand der Zoo gerade wegen der Schimpansen in der Kritik. Besucher beklagten, der Käfig sei zu klein, die Tiere hätten einen tieftraurigen Blick. Das hat hiesige Tierschutzvereine und Veterinäre auf den Plan gerufen. Erst im vergangenen Sommer haben die Tierfreunde vom Verein Sociedad Protectora de Animales zwei Inspektionen in dem Park durchgeführt. Die Käfige waren sauber, den Tieren geht es den Umständen entsprechend gut", sagt Toñina Bordoy vom Tierschutzverein auf Mallorca. Was die Käfiggrößen betrifft, macht das balearische Tierschutzgesetz keine Vorgaben. Und auch in Deutschland gibt es für Zoos keine rechtlich verbindlichen Vorschriften hinsichtlich der Käfiggrößen", sagt Torsten Schmidt, wissenschaftlicher Leiter beim Deutschen Tierschutzbund. Deutsche Zoos hielten sich in der Regel an das Säugetiergutachten. Für zwei Schimpansen sind 25 Quadratmeter vorgesehen, im Park bei Sa Coma leben die beiden Menschenaffen auf einer Gehegefläche von 35 Quadratmetern. Allerdings wirkt der Käfig auf den Besucher kleiner. Dabei gibt sich Spaniens Regierung tierfreundlich. Sie hat sich dafür ausgesprochen, sich stärker für den Schutz von Menschenaffen zu engagieren. Finde es ein bisschen bedenklich, dass ein Park, von dem ich neulich erschreckende Fotos gesehen habe, Tiere wie Weißlippenhirsche erhält, oder wie sehr ihr das ? (05.07.2006, 00:00) |
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