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Geier über Deutschland



cajun:   Ein junger Bartgeier aus dem TP Goldau wurde ausgewildert:
"Der in Tschechien geschlüpfte und im Natur- und Tierpark Goldau aufgezogene Bartgeier wurde erfolgreich im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. Das junge, auf den Namen «Generl» getaufte Bartgeierweibchen leistet künftig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser majestätischen Vögel im Alpenraum.
Ein bewegender Moment für den Natur- und Tierpark Goldau: Der junge Bartgeier, der im Frühling 2025 vom erfahrenen Bartgeier-Paar Mascha und Hans grossgezogen wurde, konnte erfolgreich in den bayerischen Alpen ausgewildert werden. Die Auswilderung erfolgte im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts des bayerischen Naturschutzverbands LBV und des Nationalparks Berchtesgaden, unterstützt vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Bartgeier.
Das Jungtier stammt ursprünglich aus dem Zoo Ostrava in Tschechien. Nachdem das Ei von Mascha und Hans unbefruchtet geblieben war, wurde ihnen das Küken zur Aufzucht anvertraut. Dies entwickelte sich dank der erfahrenen und fürsorglichen Pflege von Mascha und Hans prächtig und konnte nun in die Wildbahn entlassen werden.
Wiederansiedlung in Alpen – ein internationaler Erfolg
Am 27. Mai 2025 war es soweit: Das in Berchtesgaden auf den Namen «Generl» getaufte junge Bartgeierweibchen wurde gemeinsam mit «Luisa», ebenfalls ein junges Bartgeierweibchen, in einer Felsnische im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. Generl und Luisa sind nun Teil eines Wiederansiedlungsprojekts, das die Rückkehr der einst in den Alpen ausgerotteten Greifvogelart ermöglicht. Die Tiere werden in den kommenden Wochen flügge und beginnen bald ihre ersten Flüge, dies unter Beobachtung von Kameras und GPS-Tracking.
Weiterer Meilenstein für Natur- und Tierpark Goldau
Für den Natur- und Tierpark Goldau ist die Auswilderung von Generl ein weiterer Höhepunkt im langjährigen Engagement für den Artenschutz. «Es erfüllt uns mit Stolz und Freude, dass wir erneut einen Bartgeier auswildern konnten, den wir bei uns aufgezogen haben», sagt Dr. Pascal Marty, Kurator des Natur- und Tierparks Goldau. «Mascha und Hans haben einmal mehr gezeigt, wie wertvoll die Goldauer Bartgeier für das internationale Artenschutzprojekt sind.»
Mit dieser Auswilderung leistet der Natur- und Tierpark Goldau einen weiteren wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts in den Alpen – und zeigt, wie Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg zu konkreten Erfolgen im Artenschutz führt. Neben Bildung, Forschung und Naturschutz zählt der Artenschutz zu den zentralen Aufgaben des Natur- und Tierparks Goldau."
Quelle:https://www.presseportal.ch/de/pm/100060288/100932245
(04.06.2025, 10:43)
cajun:   Schon ne Menge jedes Jahr... :
" Gänsegeier in Hessen: Seltener Besuch in Wildpark aufgenommen
Zwei Gänsegeier haben sich nach Hessen verirrt und wurden in einem Wildpark abgegeben. Das passiert jetzt mit den Vögeln.
Innerhalb weniger Tage sind in Hessen zwei Gänsegeier entdeckt worden. Die Tiere waren in einem schlechten Zustand, sodass sie derzeit in der Greifvogelwarte des WildtierParks Edersee aufgepäppelt werden. Am 22. Juli berichtet „HitRadio FFH“, dass der erste Vogel in Homberg (Schwalm-Eder-Kreis) gefunden wurde. Ein Ehepaar habe Tier am Rand einer Schafweide entdeckt und dort drei Tage lang beobachtet. Als der Geier nach einer Mäusebussard-Attacke einfach umkippte, wurde er von der Falknerin der Greifvogelwarte aufgenommen. Der geschwächte Vogel ließ sich ohne Gegenwehr einfangen und ist vermutlich zwischen sechs und acht Jahren alt. Einige Tage später wurde in Dillenburg (Lahn-Dill-Kreis) noch ein zweiter Gänsegeier entdeckt und in die Greifvogelwarte gebracht. Die beiden Vögel stammen vermutlich aus Spanien oder Südfrankreich und werden nun gemeinsam in einer Voliere gehalten und versorgt.
Das passiert mit den verirrten Geiern
Jedes Jahr verirren sich zwischen 200 und 250 Geier nach Deutschland. Problematisch für die Tiere sei jedoch, dass sie hier als Aasfresser nicht genug Nahrung finden. Außerdem können schlechte Wetterbedingungen dafür sorgen, dass die Tiere festsitzen. Der Zustand der beiden hessischen Vögel habe sich bereits deutlich verbessert. Die Segelflieger sollten nun zeitnah in ihren natürlichen Lebensraum zurückgebracht werden, da sich sonst die Flugmuskulatur zu stark zurückbilden könnte. Geplant sei es, die Tiere im August in eine große italienische Geierkolonie zu bringen. Dabei soll auch mithilfe einer DNA-Probe das Geschlecht der zwei Vögel festgestellt werden."
Quelle:https://www.pirsch.de/news/gaensegeier-hessen-seltener-besuch-wildpark-aufgenommen-39417
(23.07.2024, 20:29)
cajun:   Der Zoo Heidelberg stellt sein neues Zuchtprogramm vor. Die Nachzucht soll für Auswilderungsprojekte zur Verfügung gestellt werden- vielleicht sieht man sie ja auch wieder über BaWü.... :
" Die Gänsegeier – „Ureinwohner“ Baden-Württembergs
Greifvögel im Zoo Heidelberg als Botschafter ihrer Art zu sehen
Seit Oktober letzten Jahres bewohnen vier majestätische Gänsegeier die große Vogelvoliere im Zoo Heidelberg. Gänsegeier haben eine wichtige Funktion, sie sind für unser Ökosystem unverzichtbar. Ohne Aasfresser würden verendete Tiere liegen bleiben und dadurch viele Krankheitserreger verbreitet werden.

Bis ins 18. Jahrhundert waren die mächtigen Gänsegeier in Baden-Württemberg eine heimische Vogelart. Dies belegen Knochenfunde. 2008 entdeckten Forscher in der Höhle Hohlefels bei Blaubeuren eine ca. 35.000 Jahre alte Knochenflöte. Diese gilt als das älteste bekannte Instrument der Menschheitsgeschichte und wurde aus dem Unterarmknochen eines Gänsegeiers geschnitzt. Somit gelten sie als die „Ureinwohner Baden-Württembergs“. Die unscheinbaren Aasfresser haben früher an vielen verschiedenen Stellen, wie z. B. auf der Schwäbischen Alb, im Kraichgau und Odenwald gebrütet. Obwohl immer wieder Tiere aus Spanien oder Frankreich auf der Suche nach Futter durch Deutschland ziehen, hat sich bislang noch kein Paar zum Brüten niedergelassen. Der Grund hierfür ist, dass es den Greifvögeln in der vorhandenen Landschaft an Nahrung bzw. Aas fehlt – verendete Wildtiere werden größtenteils eingesammelt und in Tierkörperbeseitigungsanlagen gebracht. Würde sich das ändern, könnten sich die Gänsegeier bei uns wieder dauerhaft niederlassen. Der Zoo Heidelberg hält die beeindruckenden Greifvögel, um aufzuzeigen, wie wichtig die Aasfresser für unser Ökosystem sind. In vielen Ländern Europas ist diese Vogelart leider verschwunden. Die Naturschutzorganisation „Vulture Conservation Foundation“, die vom Zoo Heidelberg finanziell unterstützt wird, bemüht sich um den Schutz der vier europäischen Geierarten und führt Auswilderungsprojekte durch. „In Zukunft hoffen wir, Gänsegeier erfolgreich zu züchten, sodass wir mit unseren Jungvögeln ebenfalls zur Auswilderung beitragen können“, so Dr. Eric Diener, Kurator für Vögel und Reptilien im Zoo Heidelberg. „Da Gänsegeier frühestens mit fünf Jahren geschlechtsreif werden, wird eine erfolgreiche Nachzucht in Heidelberg jedoch noch etwas auf sich warten lassen“.

Gänsegeier gehören zur Familie der Habichtartigen. Sie werden bis zu einem Meter lang und ihre Flügelspannweite beträgt ca. 250 Zentimeter. Damit sind sie größer als ein Adler. Gänsegeier sind majestätische Flieger: Sie können mit nur einem Anlauf starten und sich elegant zum Segelflug in die Luft schwingen, ohne kaum die Flügel zu bewegen. Dank ihres hervorragenden Sehvermögens können sie aus sehr großer Höhe ihre Beute erkennen. Ihr Erkennungsmerkmal ist der spärlich befiederte Hals, der relativ lang und gänseartig ist – daher auch der Name ‚Gänsegeier‘. Da sie meistens in Gruppen unterwegs sind, können sie Tierkadaver innerhalb kurzer Zeit vollständig beseitigen, und verhindern so effektiv die Verbreitung von Krankheiten."
Quelle: https://www.zoo-heidelberg.de/die-gaensegeier-ureinwohner-baden-wuerttembergs/
(05.01.2024, 18:26)
Liz Thieme:   Ich würde am liebsten diese Tiere besendern. Finde es immer wieder spannend wie Arten/Individuen wandern.
(23.08.2023, 09:55)
cajun:   Neben den News zum Auswilderungsprojekt des Zoo Münster enthält der Artikel eine Info zum Erscheinen von 21 (!) Gänsegeiern im NP Eifel an einem ausgelegten Kadaver. Wow!

"Ausflug mit Happy End Erfolgreiches Auswilderungsprojekt mit Geschichte
Es ist wieder so weit. Eine weitere Gänsegeiernachzucht aus dem Allwetterzoo geht in die Auswilderung. „Es ist bereits das 14. Tier, das wir gemeinsam mit der Naturschutzorganisation Green Balkans auf die Auswilderung vorbereiten“, ist Senior-Kurator Marcel Alaze sehr glücklich über die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Zoo und NGO.

Die Klima- und Artenschutzeinrichtung an Münsters Aasee ist schon seit vielen Jahren erfolgreicher Partner, wenn es um die Auswilderung von Geiern geht. Marcel Alaze freut sich, dass es dieses Projekt mit Green Balkans gibt. „Im Zoo geschlüpften Tiere in die Auswilderung zu überführen, das ist mit das Wichtigste, was wir als Zoo machen können – aber leider nur selten realisierbar ist“, sagt der Senior-Kurator des Allwetterzoos. So sei es aufgrund der Lebensraumzerstörung und des Klimawandels sowie den damit jeweils einhergehenden Herausforderungen für Lebewesen oftmals gar nicht so einfach zu realisieren, dass Tiere oder Pflanzen in ihrem ursprünglichen Lebensraum wieder angesiedelt werden können. „Umso mehr freuen wir uns, dass nun schon mehrere Gänsegeier aus Münster ihre Kreise über Bulgarien ziehen. Die ersten von ihnen haben auch schon erfolgreich ihre ersten Küken großgezogen“, freut sich Alaze über den Erfolg des Vorhabens.
Der Gänsegeier zählt zu den großen Altweltgeiern. Die Körperlänge ausgewachsener Exemplare beträgt 110 cm und die Spannweite bis 269 cm. (Foto: Green Balkans)

Bereits 13 Vögel hat der Allwetterzoo seit 2011 erfolgreich an Auswilderungsprojekte abgegeben. Nummer 14 wird voraussichtlich im September die Reise von Münster in den Balkan antreten. Dafür wird er nach einem finalen medizinischen Checkup in eine große, für den Transport per Flugzeug geeignete Box gesetzt. Dann geht es mit einem Transporter von Münster zum Frankfurter Flughafen. Mit den notwendigen behördlichen Genehmigungen ausgestattet, reist das Tier von dort per Flieger via Sofia nach Stara Zagora in die Auswilderungsstation der Naturschutzorganisationen Green Balkans. Dort gewöhnt sich dann der Gänsegeier zunächst in einer Voliere an sein neues Umfeld.

So geschehen auch bei dem weiblichen Tier, dass im vergangenen Jahr vom Allwetterzoo in die Auswilderungsstation gebracht worden ist. Der Gänsegeier konnte mittlerweile nach erfolgreicher Überwinterung in der Voliere in Sliven (Naturpark „Sinite kamani“) in die Anpassungs- und Auswilderungsvoliere im Nationalpark Zentralbalkan gebracht werden. Nachdem sie dort 2 Monate in der Voliere verbracht hatte, wurde der weibliche Gänsegeier mittlerweile erfolgreich ausgewildert. „Wie üblich verließ der Vogel bei seinem ersten Flug das Gebiet, kehrte aber innerhalb weniger Stunden in die Voliere zurück“, so Simeon Marin, Fieldwork Coordinator bei Green Balkans. Außerdem suchte der Geier anfänglich die Stellen auf, auf denen das Team von Green Balkans bereitgestelltes Futter ausgelegt hatte. „Wir hoffen, dass trotz des starken Wanderinstinkts der Jungvögel, der Geier aus Münster sich der Gruppe von bereits 6 weiteren Gänsegeiern bei uns anschließen wird, die seit 2022 an diesem Ort ansässig sind“, ergänzt Marin. Aber egal wo der Vogel sich niederlässt, es wird immer eindeutig zu erkennen sein. Denn das Tier ist markiert (Transponder: 999 000 000 667 652) und zukünftig an einem blauen Flügelanhänger mit den gelben Buchstaben EH überall identifiziert werden.
Ein in 2022 im Allwetterzoo Münster geschlüpfter Gänsegeier konnte erfolgreich ausgewildert werden. (Foto: Green Balkans)

Ob der Münsteraner Nachwuchs aus diesem Jahr neben der Markierung sogar mit einem Sender ausgestattet in die Natur entlassen wird, steht derweil noch nicht fest. Es gäbe aber auch noch andere Kontrollmöglichkeit für das Team von Green Balkan, um die Entwicklung der imposanten Vögel zu überprüfen. „Die Tiere werden auch weiterhin im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Projektes an einem Futterplatz versorgt“, erklärt der Senior-Kurator. „Die Geier werden immer eindeutig zu erkennen und zuzuordnen sein. Dafür ist die Markierung an den imposanten Schwingen angebracht, die die Tiere mit einer Spannweite von rund 260 Zentimeter in ihrem Fliegen und Agieren aber nicht behindern.“

Aber nicht nur der Allwetterzoo Münster und die NGO Green Balkans setzen sich erfolgreich für diese imposanten für die Ökosysteme enorm wichtigen Federträger ein. In Kooperation mit mehreren deutschen Nationalparks untersuchen unter anderem Forschende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) die Rolle von Aas in Deutschen Ökosystemen. Im Nationalpark Eifel bezeugten im Juni ungewöhnliche Gäste den Erfolg des Projekts, wie es in einer Pressemitteilung der bayrischen Universität heißt. Wildtierkadaver seien demnach ein Hotspot für die Artenvielfalt. In und an ihnen tummeln sich viele Organismen: von Bakterien über Pilze, Insekten, Säugetiere bis hin zu Vögeln wie dem Gänsegeier, einer in Mitteleuropa seit Jahrhunderten ausgestorbenen Art.
Gänsegeier konkurrieren auf der Dreiborner Hochfläche um einen ausgelegten Rehkadaver. (Bild: Sönke Twietmeyer / Nationalpark Eifel)

Letzteres bestätigte sich jüngst auf der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel. Wenige Stunden nach der gezielten Auslegung eines Wildunfall-Rehkadavers landeten dort am 6. Juni 2023 insgesamt 21 Gänsegeier, die von einer Kamerafalle eindrucksvoll dokumentiert wurden. Rehkadaver und Kamerafalle wurden im Zuge des ersten deutschlandweiten kadaverökologischen Großprojektes installiert. Projektbetreuer und Wildtierforscher Sönke Twietmeyer von der Nationalparkverwaltung Eifel konnte anhand der Beringung dreier Individuen Spanien und Frankreich als Herkunftsländer der Geier ausmachen. Die 21 Geier verspeisten das ausgelegte Reh innerhalb weniger Stunden bis auf wenige Knochen. Am folgenden Mittag verließen sie den Nationalpark wieder und flogen in südwestliche Richtung.

Das spektakuläre Ereignis demonstriert laut der Universität eindrucksvoll den Wert toter tierischer Biomasse auch für den Erhalt streng geschützter und sehr seltener Arten – wie etwa den Gänsegeier: „Ein erstaunlich geringer Aufwand – Auslegung eines ansonsten in gängiger Praxis schnell beseitigten Wildunfallkadavers unter Kamerafallenbeobachtung – kann selbst diese zunächst unerwarteten Arten in hoher Individuenzahl in unsere Schutzgebiete zurückführen“, erläutert Projektkoordinator Dr. Christian von Hoermann von der Universität Würzburg. Das Projektteam der Universität Würzburg ist begeistert über diese Reaktion auf das Projektaas: „Man sieht, die Natur ist bereit für mehr Prozessschutz, es liegt oft nur an uns“, so Projektleiter Professor Jörg Müller vom Lehrstuhl Zoologie III.
Um das Geschlecht eines Jungtiers zu erfahren, müssen die Tiere flügge werden. Erst wenn sie den Horst verlassen und es möglich ist eine Federprobe zu nehmen kann das Geschlecht bestimmt werden. (Foto: Allwetterzoo Münster)

Ob es auch einmal Münsterländer Unikate in die Wildtierkameras der Uni Würzburg schaffen bleibt abzuwarten. Aber mit jedem weiteren im Allwetterzoo geschlüpften Tier erhöht sich die Chance. So wurde im Jahr 2015 das erste Geierjungtier von ausgewilderten Vögeln, auch aus Münster, aufgezogen und auch in den folgenden Jahren ging der Bruterfolg weiter. „Die Tiere legen bei der Nahrungssuche große Strecke zurück, wie das Beispiel aus der Eifel zeigt. Ganz unwahrscheinlich ist das also nicht“, sagt Marcel Alaze, der selbst in seiner Zeit beim Naturzoo Rheine mit dem dortigen Team vor vielen Jahren einmal einen wilden Gänsegeier aufgegriffen hat. „Das Tier war damals recht schwach. Wir haben es versorgt und dann wieder entlassen. Aber das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wo überall Gänsegeier anzutreffen sind – theoretisch.“

Das es nur eine von zwei Nachzuchten aus diesem Jahr in das Auswilderungsprojekt schafft hat einen konkreten Grund, wie Alaze erklärt: „Es ist immer auch wichtig, eine genetisch stabile Zoopopulation zu haben, aus der dann die Tiere in die Auswilderung gehen. Zu groß ist die Gefahr, dass durch illegale Jagd und Giftköder, die Folgen des Klimawandels oder Epidemien wie die Vogelgrippe eine Population im Ursprungsgebiet wegstirbt und wir dann vor dem Nichts stehen“, so der Kurator des Allwetterzoo Münster zu der getroffenen Entscheidung.
So sieht ein Geierrestaurant aus, wenn es von Green Balkans ausgerichtet wird. (Foto: Allwetterzoo Münster)

Seit März 2016 informiert der Allwetterzoo seine Besucher in einer interaktiven Ausstellung „Geier-Restaurant“ zum Thema Geier und Geierschutz. Die Auswilderung, der im Zoo geschlüpften Geier-Jungtiere in das Projekt in Bulgarien wird dort ebenso thematisiert wie die Artenschutzarbeit des ACCBs in Kambodscha (Angkor Centre for Conservation of Biodiversity), wo ein Geierrestaurant betrieben wird, das mittlerweile von zahlreichen Vögeln besucht wird.

Das Besondere an der Ausstellung ist die Nähe zu den im Allwetterzoo lebenden Mönchs- und Gänsegeiern sowie die ebenfalls dort lebenden Sekretär-Vögel. Diese kann der Besucher durch Fenster im Ausstellungsraum beobachten, da sie in einer Voliere direkt neben dem „Geier-Restaurant“ untergebracht sind.

Das Geier-Projekt in Bulgarien startete erstmals im Jahr 2010. Es wird in Zusammenarbeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der Stiftung zum Schutz der Geier gemeinsam mit den bulgarischen Naturschutzorganisationen Green Balkans und Fund for Wild Flora and Fauna organisiert und finanziert!
Quelle:https://www.allesmuenster.de/ausflug-mit-happy-end/
(23.08.2023, 09:40)
Liz Thieme:   Umso schöner die Nachricht vom Alpenzoo. Die diesjährige Nachzucht "Maxi" (0,1) kann seit heute im Nationalpark Berchtesgaden ihre Runden am Himmel ziehen.
(25.05.2023, 18:15)
cajun:   Oh, ein Update: Die eingefangene Geierdame wird nicht nach Rotterdam zurückkehren. sondern ist nun in den Tierpark Berlin gekommen. Dort wird sie, nach Quarantäne, in die große Flugvoliere einziehen. Tiertransfer (fast) Co2 neutral :0)
Quelle:https://www.mdr.de/video/mdr-videos/a/video-725026.html
(25.05.2023, 09:14)
cajun:   Der aus dem Tiergarten Blijdorp in Rotterdam entflogene Sperbergeier konnte in Pöppschen im Altenburger Land wieder eingefangen werden und wartet nun in Plauen auf die Abholung. Ganz schön rum gekommen der Gute :-)
Quelle:https://www.bild.de/regional/leipzig/leipzig-news/tierpark-ausbruch-in-rotterdam-geier-landet-bei-dieter-in-thueringen-83872126.bild.html
(11.05.2023, 12:40)
cajun:   Lange keine Neuigkeiten in diesem Thread :-)
Vielleicht bleiben die Gäste ja....
"Gänsegeier in Oberbayern gesichtet
Ungewöhnlicher Wintergast: Ein Gänsegeier ist bei Bad Reichenhall (Berchtesgadener Land) gesichtet worden. Das teilte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) am Freitag mit. Es ist bereits das zweite Mal, dass in diesem Winter ein unmarkierter Gänsegeier in Bayern gemeldet wurde. Im Dezember flog ein Geier durch den Landkreis Lindau.

Zwar flögen zwei Gänsegeier aus dem Zoo Salzburg auch ab und zu durch das Berchtesgadener Land, heißt es in der Mitteilung des LBV. Unmarkierte Vögel seien zu dieser Jahreszeit aber ungewöhnlich. Das liegt vermutlich am Wetter. "In einem schneereichen und kalten Winter hätte es ein Gänsegeier in den bayerischen Breiten sehr schwer, da der ungefährliche Aasfresser bisher vor allem in wärmeren Gebieten südlich der Alpen beheimatet ist", sagte LBV-Geierexperte Toni Wegscheider. Die Geier, die in diesem Winter in Bayern gesichtet wurden, kommen möglicherweise aus Italien oder Kroatien.

Der LBV ruft dazu auf, Sichtungen von Gänsegeiern zu melden. "Die Geier sind sehr groß, größer als alles, was sonst bei uns rumfliegt", sagte Wegscheider auf Nachfrage. "Außerdem hat der Vogel kurze Schwanzfedern und einen markanten Hell-Dunkel-Kontrast an den Federn."
Quelle:https://www.stern.de/gesellschaft/regional/bayern/natur--gaensegeier-in-oberbayern-gesichtet-33119210.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
(20.01.2023, 11:48)
Patrick Marburger:   Einen Lappengeier konnte ich tatsächlich auch schon fotografieren...
(Paris)

Weiterhin herzlichen Dank fürs Bilderzeigen... !
(07.04.2020, 21:51)
W. Dreier:   Den letzten Lappengeier gab es im Zoo Bln - hier noch im Tierpark 1971
(07.04.2020, 16:30)
W. Dreier:   Dem Ohrengeier geht es in Afrika auch nicht besser
(07.04.2020, 16:29)
W. Dreier:   Keine Geier über DE, sondern in DE - in Zoos etc.
Langsam (oder längst und schnell) geht es bergab - auch dank Diclofenac in Südostasien.
Bengalgeier im Tierpark - 1980
(07.04.2020, 16:26)
Karsten Vick:   Augenblicklich kreisen sie über nordrhein-westfälischen Mülldeponien.
(30.06.2007, 12:34)
Jennifer Weilguni:   Oder eben beav hinter Gittern im Zoo, damit die bösen Problembären und die garstigen Greifvögel und Menschen auch ja nicht zu nahe treten. Ausnahme wäre natürlich wenn sie derart niedlich aussehen wie KNUT, den würde komischerweise sogar fast jeder gerne mit nach Hause nehmen.
(14.04.2007, 20:48)
Michael Mettler:   Der gemeine Deutsche (man achte auf den Doppelsinn des Wortes..) schätzt Großtiere eben nur dann wirklich, wenn er sie in ANDEREN Ländern besichtigen und den dortigen Menschen vorschreiben kann, dass sie diese gefälligst zu schützen haben. In der eigenen Landschaft ist das natürlich gaaanz was Anderes....(Ironie)
(14.04.2007, 08:59)
Jennifer Weilguni:   Also hier sind kreisende Geier (und auch Adler) ja schon fast nichts besonderes mehr. Haben wir doch die Greifenwarte "Burg Guttenberg" in unmittelbarer Nähe. Da entfliegen des öfteren auch mal Tiere, die dann irgendwo wieder eingesammelt werden. Auch (oder GERADE) mit denen hat es ja auch schon den einen oder anderen Vorfall gegeben, der darauf schliessen lässt, das man in Deutschland seinen Lebensraum nicht gerne mit den Greifen teilt :-(
(13.04.2007, 21:05)
Michael Mettler:   Die haben bemerkt, dass bei uns die Motorradsaison losgeht. Essen auf Rädern...
(13.04.2007, 18:34)
Karsten Vick:   Es geht wieder los. Lt. diversen Ornithologen-Foren wurden dieses Frühjahr schon wieder 4-5 Geier über Deutschland beobachtet.
(13.04.2007, 15:48)
Michael Mettler:   Vielleicht sitzen die Geier ja alle in den Schilfdickichten auf Rügen und vertilgen die Opfer der nächsten Vogelgrippewelle... (Ironie) Sind doch schließlich GÄNSEgeier :-)
(31.12.2006, 15:24)
Karsten Vick:   Die Geier lassen mich nicht los. Ein Bekannter von mir, den ich für einen verlässlichen Zeugen halte, will noch Anfang November einige Gänsegeier auf einem Feld bei Waren/Müritz gesehen haben. Aus Ornithologenkreisen hört man dagegen nicht viel neues. Da werden immer noch die Beobachtungen vom Sommer ausgewertet. Wie Yeti und Große Seeschlange verstecken sich also die Geier, wenn Wissenschaftler in ihre Nähe kommen.
(31.12.2006, 11:49)
Michael Mettler:   Weiß jemand, was nun aus der Gänsegeier-Problematik geworden ist? Die EU-Bestimmung, dass in Spanien keine entsorgten Tierkadaver mehr herumliegen dürfen, wird ja wohl weiterhin gelten, also mangelt es nach wie vor an Nahrung für die Geier. Haben sich die "Wandergeier" irgendwo ansiedeln können, sind sie zurückgekehrt und inzwischen verhungert, wurden Futterplätze angelegt, oder bricht jetzt gar auch die "ortstreue" Population in Spanien zusammen?
(31.12.2006, 10:04)
Michael Mettler:   Alle in Bayern heimlich abgeschossen... (Ironie)
(21.08.2006, 16:20)
Karsten Vick:   Wenigstens ein Geier, nämlich Fulvio der in Hessen aufgepäppelt wurde, hat den Weg zurück über die Pyrenäen gefunden. Der wurde mit Peilsender auf einem Truppenübungsplatz in Rheinland-Pfalz freigelassen.
Neulich auf einer Geburtstagsfeier flog ein großer Greifvogel am Himmel. Der entpuppte sich dann als junger Seeadler, aber ich hab erstaunt festgestellt, dass die meisten Gäste wenigstens über Geier Gonzo Bescheid wussten.
Von den anderen 198 Geiern gibt es keine neuen Nachrichten.
(21.08.2006, 16:15)
Michael Mettler:   Gibt's eigentlich was Neues von den Großvögeln mit Migrationshintergrund? Kreisen sie noch über Deutschland, sind sie zurückgeflogen in den Süden, oder erschrecken sie jetzt die Rentierzüchter in Finnland?
(19.07.2006, 10:06)
Michael Mettler:   Das kann ich dir sagen: Irgendeiner der Geier wird an einem toten Schaf gesichtet, worauf hin dann der Liquidationsbefehl erlassen wird. Vielleicht wird auch der eine oder andere einem Jäger zum Opfer fallen, entweder weil der ihn "für eine Krähe gehalten hat" oder "aus Notwehr". Die Heimatmuseen "geiern" vielleicht schon nach Belegexemplaren. Und die Mütter werden Angst um ihre kleinen Kinder haben. "Bruno" ist tot, es lebe "Gonzo" - so wurde nämlich der Hildesheimer Geier getauft.

Obwohl: Vielleicht werden ja vermisste Personen in Zukunft schneller gefunden. Wo die Wärmebildkamera versagt, ist auf kreisende Geier noch Verlass....
(01.07.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Tja, Michael der Artikel umfasst alles, was ich mir in den letzten Wochen zusammengestückelt habe, in wenigen Sätzen. Von den spanischen Abdeckereien bis zum Club300. Ich freue mich, dass die ganzen Einzelbeobachtungen der letzten Zeit endlich ausgewertet und die Ergebnisse veröffentlicht werden. Mal sehen, was noch kommt.
(30.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Neuer Thread, um diese Thema von den "Flugschauen" zu lösen: In den T-Online-News von heute findet sich was über die eingeflogenen Gänsegeier. Weit über Deutschland verteilt sind bisher 199 Stück (!) gesichtet worden, wobei es sich natürlich teilweise um Mehrfachsichtungen eines Vogels bzw. einer Gruppe an verschiedenen Stellen handeln kann. Der bei Hildesheim aufgegriffene Geier ist inzwischen wieder auf "freiem Fuß", versehen mit einem Peilsender, und wurde nach dem Freilassen u.a. bei Hamburg und dann in Schleswig-Holstein geortet.

Falls die Vögel irgendwann wieder südwärts wandern, will ich ich hoffen, dass sie nicht in Bayern landen...
(30.06.2006, 00:00)

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