
| Manuel Malchin: | Im National Geographic Deutschland ,Ausgabe Februar 2000 geht es u.a. um Gorilla Waisen ,der Untertitel: Können sie in der Wildnis überleben? John Aspinall hat hier als Mentor des PPG die Auswilderung und Langzeitbetreuung von Gorillas in ihrer ursprünglichen Heimat gefördert. Leider kann ich nichts aktuelles darüber finden.Weiß hier vielleicht jemand was neues? Bei der Suche habe ich nur dies hier gefunden. Der britische Zoobesitzer John Aspinall (Zoos Howletts und Port Lympne) ist im Alter von 74 Jahren gestorben: Frankfurter Rundschau Vermischtes 30.6.2000. Leider aber nirgendwo was über dieses Auswilderungsprogramm. (29.12.2006, 09:25) | ||
| Johannes Pfleiderer: | Bei meinem Besuch in Howletts war ich vor allem von den Schlankaffen begeistert. Westliche Guerezas, Brillenlanguren, Javanische Languren, Mützenlanguren und Rote Languren in mehreren Unterarten. Gerade weil diese Primatengruppe in Deutschland bis auf Hulman und Javanischen Languren nur noch in einzelnen Restgruppen (ausgenommen die gut züchtenden Brillenlanguren in Wuppertal) vorhanden ist, war diese Fülle äußerst beeindruckend. Ich konnte dort übrigens bis auf die Fischkatzen alle Arten sehen, vielleicht hatte ich aber auch einen guten Tag erwischt. (01.07.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Der Gorillabestand ist beträchtlich! Die Gehege sind im Vergleich zu vielen anderen Haltungen riesig, wenngleich durch dicke Gitterstäbe nicht gerade ein Augenschmaus, und für mehrere Familiengruppen konzipiert! Desweiteren gibt es eine reine Männergruppe und ein Waisenhaus! Über beide Zoos, deren Tiere und unseren Eindrücken wurde vor langer Zeit bereits in einem England-Threat berichtet! (01.07.2006, 00:00) | ||
| Michael Amend: | Aspinall hatte zeitweise über 80 Gorillas im Bestand. (01.07.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Hab mal recherchiert und herausgefunden das im Gorillagehege zum beispiel normales Einstreu verwendet wird welches 120 cm dick ist und nur alle 3 Jahre gewechselt wird. Was Gorillas angeht habe ich nur von 40 gelesen (35 inn Howletts und 5 im anderen Park)Die Gorillaanlage hat auch nur 20000 Pfund gekostet. (01.07.2006, 00:00) | ||
| Michael Amend: | Insgesamt wurden in beiden Aspinall-Zoos 5 Pfleger getötet , drei durch Tiger , zwei durch Elefanten. Viele Jahre lang hielt sich in der Zoowelt hartnäckig das Gerücht, das Aspinall seine Pfleger dazu zwang, zu diesen Tieren in die Anlage zu gehen, aber das ist schlichtweg falsch, im Gegenteil. Er erlaubte dies nur einigen wenigen Pflegern, denen er durch ihren entsprechenden Umgang mit den Tieren und ihre sehr guten Vertrauensverhältnisse zu ihren Schützlingen zutraute, die Gehege in Anwesenheit der Tiere zu betreten. Zu den Elefantenbullen durfte allerdings kein Pfleger rein, der zweite getötete Elefantenpfleger wurde aber von einer im Umgang sehr schwierigen Kuh aus dem safaripark Gänserndorf getötet, den Unfallhergang kennt keiner, weil es dafür keine Zeugen gab.Bekannt sind die beiden Zoos aber vor allem durch ihre auÃergewöhnlichen Tierbestände und herausragenden Zuchterfolge. Noch heute wird in den beiden Zoso zusammen der gröÃte Gorillabestand der Welt gepflegt, so um die 70 Tiere....Ãberhaupt sind Primaten und Kleinkatzen sowie Elefanten die Schwerpunkte bei Aspinall.Ungewöhnlich ist auch die Unterbringung der Tiere, die in schlichten, scheinbar primitiven, aber groräumigen Holzvolieren leben, die reichlich bepflanzt bzw. natürlich bewachsen sind.( die Elefanten leben natürlich nicht in Käfigen...)Rein optisch machen diese Käfige nicht viel her, aber für die Tiere sind sie phantastisch, wenn auch die Winterräume für die Primaten oft zu klein sind, das wird jetzt aber wohl geändert. In vielen Fällen stehen diese Volieren auch einige Meter entfernt vom Besucherweg , und gerade bei den Kleinkatzen hat man kaum eine Chance , sie zu sehen. Sie danken es mit reichlicher Nachzucht,Nebelparder werden bei Aspinall wie Luchse gezüchtet.Der alte Aspinall war aber beileibe kein einfacher Mensch,er verhielt sich seinen Mitmenschen egegnüber nicht gerade sozial und war oft sehr unfair gegenüber seinen Tierpflegern. Einen Elefantenpfleger hat er im Beisein eines Fernsehteams gefeuert....Aspinall konnte besser mit Tieren,er ging selbst zu seinen Silberrücken in die Anlagen rein, kraulte sie, lieà seine Enkelkinder auf den Rücken von Gorillamüttern reiten, ging mit Tigern baden, schmuste mit Elefantenbullen...Auf EEPs und Zusammenarbeit mit anderen Zoos pfiff er ,und viele Zoos wollten von Aspinall Tiere haben.München hat ihm mal einen Silbergibbon-Mann überlassen. Mit diesem hat er sehr gut gezüchtet, aber als München sein Zuchtweib verlor und bei Aspinall diese Tiere dutzendweise rumsaÃen, weigerte er sich, München ein Weibchen zu geben...Jahre nach Aspinalls Tod hat München endlich ein Weib von Aspinall Junior bekommen und hat mittlerweile das erste Jungtier.Das war Aspinall live, fast genau die gleiche Geschichte hat sich mit Rostkatzen ereignet, zwischen Aspinall und Frankfurt. Aspinalls Motto war wohl"Nehmen-Ja, Geben-Nein!"Da man in beiden Zoos kaum Tiere sieht, vor allem in Howletts , wo die meisten Primaten udn Kleinkatzen untergebracht sind, steht gleich am Eingang ein Schild, das Besucher zwar willkommen, aber eben nur Gäste sind und keinen Anspruch darauf haben, alle Tiere zu sehen. Leider hat Aspinall , trotz vieler Zuchterfolge, nicht mit allen Arten Glück gehabt. Die Zucht der Vierhornantilopen ist zusammengebrochen und auch die Sumatra-Nashörner züchteten nicht. Nach dem Tod der beiden Kühe stellte man fest, das die eine zu alt war zum züchten und die andere war unfruchtbar. Das war einfach nur Pech, die Anlage selbst muà toll gewesen sein, mitten in einem Wald gelegen, mit Schlammsuhlen, Pfützen, Teiche...Der Stall soll aber nur eine umgebaute Garage gewesen ein....Ãbrigens hat Damien Aspinall die konplette Streifengnu-Gruppe aus Gänserndorf übernommen. Somit sind beide Parks für Katzen,-Huftier,-Affen und Elefantenfans ein Paradies, nur Vogel-Fans schauen dumm aus der Wäsche, davon gibts nämlich so gut wie gar nichts...Und noch was, beide Zoos geben in Ihre Zooführer auch in deutscher Sprache raus.... (30.06.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Innerhalb weniger Wochen hat eine Sibirerin zwei Pfleger getötet! Im Park Howlett´s bei Bekesbourne weisst ein Denkmal auf dieses Ereignis hin und ich fand toll, dass dies so erfolgt und nicht einfach totgeschwiegen wird! (30.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Nachtrag: Ein Buch von John Aspinall ist auch auf Deutsch erschienen und auf jeden Fall lesenswert, wenn auch nur noch antiquarisch erhältlich: "Unsere besten Freunde" von 1978. Darin findet sich ein wenig über die Entstehungsgeschichte der beiden Zoos, etliches über deren Philosophie und zwei lange Kapitel über Aspinalls Lieblingstiere, Gorillas und Tiger (zeitweise wurden über 70 Tiger gehalten!). (30.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Die Zoos sind aber leider auch gleichermaßen bekannt dafür, dass die Tiere nicht immer so "freundschaftlich" mit den Pflegern umgingen. Soweit ich weiß, sind als Folge des "direct contact" dort mehrere Pfleger von Tigern getötet oder lebensgefährlich verletzt worden. (30.06.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Die Zoos sind bekannt für den "freundschaftlichen" Umgang der Pfleger mit den Tieren und die (damals) größte Gorillagruppe Europas... Außerdem für Haltung und Zucht extrem bedrohter Arten wie Sumatra-Nashörnern und diversen Lemuren (30.06.2006, 00:00) | ||
| Johannes Pfleiderer: | Er starb 2000, mittlerweile führt sein Sohn Damian die Zoos. (30.06.2006, 00:00) | ||
| R. Masell: | John Aspinall war ein englischer Casinobesitzer, der mit dem "erspielten" Geld den Howlett`s Zoo und den Zoopark Port Lympne gegründet hat. (30.06.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Nur mal zwischendurch: Wer ist Aspinall? Ich habe den Namen hier zwischendurch ab und an mal gelesen und wollte nun wissen wer Aspinall ist. (30.06.2006, 00:00) |
| alle Beiträge |