
| zollifreund: | @cajun: Michael hat natürlich recht - das Bild zeigt nur die Reste des Festmahles :-) die Kleines können schon ordentlich was verputzen... (30.06.2021, 17:32) | ||
| Michael Mettler: | @cajun: Genau. Ein neuer Blickwinkel auf die "Vierzehen-Manguste", wie sie einst in "Carl Hagenbecks Illustrierter Tier- und Menschenwelt" genannt wurde. "Hühnerfresser" ist ja schon anderweitig besetzt. (29.06.2021, 22:47) | ||
| cajun: | @Michael: Strebst du nach der Nominierung zum Insektenbeauftragten des Forums jetzt auch noch die Position des Surikatenerklärers an? :o) (29.06.2021, 17:42) | ||
| Michael Mettler: | @cajun: Das WAR eine Ganzkörperfütterung. Von der Henne guckt halt nur noch ein Fuß raus. Wie es im Titel des Threads heißt: Du kannst sie nicht mehr sehen! ;-) (28.06.2021, 18:10) | ||
| cajun: | @zollifreund: Auch wenn das Bild top ist: Nö. :-) Zum Thema Surikate als Raubtier: Da finde ich die Ganz-/ Teilkörperfütterungen mit Tauben und Kaninchen z,B, in Dortmund schon spektakulärer als so einen mickrigen Hühnerfuß (?).. (28.06.2021, 09:28) | ||
| zollifreund: | @cajun: niedliche Erdmännchen magst du ja nicht - wie sieht es mit richtigen Raubtieren aus ;-) (27.06.2021, 20:53) | ||
| Adrian Langer: | https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/hofgeismar-ort73038/frauenzuwachs-bei-den-publikumslieblingen-erdmaennchen-mara-ist-neu-im-beliebten-tierpark-sababurg-90119212.html Im Tierpark Sababurg ist ein neues Erdmännchen eingezogen. (15.12.2020, 14:12) | ||
| Sven P. Peter: | @Liz: Ja, war seine Argumentation, hatte ich zu spät gesehen. Sorry dafür. Die Rosa Flamingos in Hagenbeck leben schon lange auf dem Japanteich direkt hinter dem Nordeingang und das sogar ganzjährig. (14.04.2011, 17:53) | ||
| Jan Jakobi: | Ich kenne den Eingang nur unter dem Namen "Eingang Gazellenkamp" und dort habe ich keine Flamingos gesehen. Ich kenne nur die ganz vorne vom Afrika-Panorama sind. Das der Eingang Gazellenkamp nördlich des Tierparks ist weiß ich, ich komme immer durch den Südlichen (neuer Haupteingang) rein. Aber jetzt sollte die Diskussion in den Thread "Großflamingos in Zoos" bzw. "Zoo-Eingange" verlegt werden. (13.04.2011, 22:30) | ||
| Liz Thieme: | *eyesroll* guck dir mal den Tierpark auf der Landkarte an. Da wirst du sehen, dass der Gazellenkamp-Eingang im Norden liegt. Zwei Hagenbeckern erzählen zu wollen es gäbe keinen Nordeingang ist schon *kein Wort find* Sven, es war ja nicht meine Argumentation und ich habe sie noch nicht mal auf ihre Richtigkeit geprüft, es hat ja schon so gereicht, sie ins wanken zu bringen. (13.04.2011, 22:16) | ||
| Ingo Rossi: | Naja, in Köln stehen direkt im Eingangsbereich Kamele und Onager. Hinter den Kamelen ist dann der Flamingosee. (13.04.2011, 21:56) | ||
| Jan Jakobi: | Es gibt keinen Nordeingang bei Hagenbeck. Es gibt einmal den neuen Haupteingang neben dem Tropenaquaruim, dann gibt es den alten im Park stehenden Haupteingang und den Eingang Gazellenkamp. Es gibt noch andere Tierarten die man in fast jedem Zoo antrifft, Tierarten ohne die ein Zoo/Tierpark nicht vorstellbar wäre. (13.04.2011, 21:42) | ||
| Sven P. Peter: | @Liz: Zählen die Flamingos gleich hinter dem Nordeingang von Hagenbeck denn nicht? ;) (13.04.2011, 21:06) | ||
| Liz Thieme: | Ich wollte damit auch nur zeigen, dass durch eine Herleitung aufgrund deiner geschriebenen Daten keine aussagekräftige Argumentation möglich ist. Ich weiß, dass jeder, der sehr viel in Zoos unterwegs ist, irgendwann bestimmte Tiere nicht mehr so gerne sehen mag. Aber da liegen meist noch andere Dinge zu Grunde. Meines Erachtens sind 12 Flamingo-Zoos noch nicht viel. Dies ist aber relativ. Und zwar zu der Zahl der insgesamt besuchten Zoos. Dies habe ich versucht eben herauszufinden. Was stört dich denn an Flamingos, abgesehen davon, dass du sie scheinbar sehr häufig in Zoos gesehen haben musst? Denn ich gehe davon aus, dass es weitere Arten gibt, die du genauso häufig gesehen hast oder sogar noch häufiger. (13.04.2011, 20:54) | ||
| Jan Jakobi: | Ich habe mal bei zootierliste.de geguckt. Dem nach halten noch viel mehr Zoos Flamingos, die ich besucht habe. Es sind insgesamt 12 Zoos die Flamingos halten. Aber wie soll ich sagen ob ich die Tierart nicht mehr sehen kann oder nicht? (13.04.2011, 20:28) | ||
| Jan Jakobi: | @Liz Thieme: Ich habe natürlich noch mehr als fünf Zoos besucht, aber ich kann mich nicht an alle Flamingohaltungen erinnern. Zu nennen wäre da noch der Tierpark Essehof/Lehre in der nähe von Braunschweig. Da sind nur zwei Flamingos. In Köln sind die Flamingos etwas weiter vom Eingang entfernt. Wuppertal hat auch Flamingos und ich meine Münster hat keine. In Berlin (Zoo) gibt es auch Flamingos. Aber da sollten wir den Thread "Großflamingos in Zoos" benutzen. Ich habe 9 Zoos besucht die Flamingos halten, soweit ich mich an Flamingos erinnern kann. (13.04.2011, 20:17) | ||
| Liz Thieme: | @JJ: Um mal die Aussage zusammenzufassen: Flamingos befinden sich am Eingang: Leipzig, Osnabrück und Köln nicht am Eingang: Hannover und Hagenbeck vermutlich hast du noch ein paar Zoos besucht, die keine Flamingos halten - Annahme meinerseits, da es sonst bedeutet, dass du bisher nur in 5 Zoos warst. Allerdings dann zu sagen, dass man diese Tiere nicht mehr sehen kann, ist schon außergewöhnlich. (13.04.2011, 20:01) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Ja, über solche "Empfangskommitees" hatten wir schon mal irgendwo diskutiert, vielleicht sogar her im Forum. Zudem waren Flamingos in historischen Zeiten anscheinend auch eine Art Saison-Startsignal für Besucher: Als man den Trick noch nicht kannte, die Vögel durch entsprechende Fütterung "bei Farbe zu behalten", wurden wohl gern zum klassischen Saisonstart an Pfingsten neu eingekaufte, noch leuchtend gefärbte Flamingos präsentiert - so habe ich das jedenfalls mal gelesen. Übrigens gab es noch eine zweite Vogelgruppe klassischer "Aufmacher": Papageien - auf Bügeln oder auf Kletterbäumen. Beide Vogelgruppen hatten für die damalige Ansicht zur Schaustellung (das Wörtchen "artgerecht" war ja noch lange nicht erfunden) den Vorteil, dass sie nicht nur Exotik vermittelten, sondern sich auch gut in ein gärtnerisch gestaltetes Umfeld einfügen ließen. Was die Zuchterfolge betrifft: Hannover hatte seinerzeit Anstrengungen unternommen, die Flamingokolonie am Sambesi durch Rosaflamingos zu ersetzen, aber es waren zu dieser Zeit nur wenige zu bekommen (eine Handvoll wurde sogar aus Südostasien geholt), so dass letztlich doch zusätzlich die Chilenen im Zoo verblieben (plus ein Uralt-Kubaner und einige wahrscheinliche Mischlinge aus alter Zoozucht). Das "Angebot" schien also zumindest zeitweise nicht groß zu sein - anders gesagt, anscheinend wurden nicht viele "Überschüsse" produziert, von denen sich die Züchter trennen wollten. (13.04.2011, 19:45) | ||
| Jan Jakobi: | Flamingos befinden sich in folgenden von mir besuchten Zoos am Eingang bzw. in dessen Nähe: Leipzig, Osnabrück, Köln. (13.04.2011, 18:16) | ||
| Sacha: | Und dann gibt es auch Länder, bei denen Flamingos wegen strenger Importbeschränkungen in Zoos eine absolute Rarität sind: Australien und Neuseeland. Beim Schuhschnabel solltest Du (@Jan Jakobi) bedenken, dass es 1. von ihm nur eine Art/Form und nicht deren 5 bzw. 6 gibt (Du sprichst ja von Flamingos im Allgemeinen), dass er 2. erst seit kurzem in Zoos gezüchtet werden konnte und 3. Wildvögel nicht mehr so leicht zu bekommen sind wie früher (möglich ist es natürlich immer noch). Im Gegensatz zu den Flamingos zählt der Schuhschnabel auch nicht zu den Tieren, die ONB (also die Hauptkundschaft) in einem Zoo erwartet. Es gibt sicherlich mehrere Zoos, bei denen sich die Flamingos beim Eingang befinden. Ich weiss nicht, ob mir das mal jemand gesagt hat (MM?) oder ich es gelesen habe: Eine Begründung hierfür könnte sein: Flamingos gelten als Inbegriff der Tropenvögel (was nur teilweise zutrifft) und der Exotik und sollen den Besucher gleich zu Beginn auf eine "Weltreise" einstimmen. @MM: Die Nachzuchtrate bei den am häufigsten gehaltenen Flamingoformen ist zumindest gemäss ISIS gar nicht so schlecht (und die Zoopopulation könnte, gerade wenn man das mögliche hohe Alter der Vögel miteinbezieht, durchaus selbsterhaltend sein): Weltweite Schlupfergebnisse in ISIS-Zoos der letzten 12 Monate: Chileflamingo 96, Rosaflamingo 141, Roter Flamingo 109 bzw. 111. Selbst wenn nicht alle aufgezogen werden können, kann sich das Ergebnis mehr als nur sehen lassen. (13.04.2011, 18:01) | ||
| Michael Mettler: | Also, ich kenne etliche Zoos, in denen die Flamingos nicht (oder nicht mehr) in Eingangsnähe untergebracht sind... Wäre übrigens mal eine interessante Frage, inwieweit selbst die am häufigsten gehaltenen Flamingoformen überhaupt schon sich selbst erhaltende Zoopopulationen bilden. Da Flamingos über 50 Jahre alt werden können, dürften nicht wenige Zoovögel noch aus der Blütezeit des Zootierhandels stammen und zwangsläufig irgendwann entfallen. Und da man Flamingos nicht so einfach dutzendweise mit der Hand aufziehen kann wie manche anderen Vögel, sind die Zoos auf funktionierende Naturbruten angewiesen, was bei der weitgehend volierenlosen Haltung natürlich diverse Störfaktoren (z.B. Krähen) einschließt. Mal ganz abgesehen davon, dass die Tiere mancherorts noch immer als reine Ziervögel in Kleinst- und /oder Mischgruppen gehalten werden. (13.04.2011, 17:23) | ||
| Liz Thieme: | 1. stimmt deine letzte Aussage nicht 2. können Flamingos sehr interessant sein (wenn man gerne fotografiert) (13.04.2011, 17:22) | ||
| Jan Jakobi: | Es gibt eine Tierart die es in (fast) jedem Zoo gibt, die ich nicht mehr sehen kann: Flamingos. Habe den Eindruck das es überall Flamingos gibt, andere Wasser-Vögel in der Größe eines Flamingos sieht man selten. Ich spreche vom Schuhschnabel, die Haltung soll etwas schwierig sein. Und aus irgendeinem Grund befinden sich die Flamingos immer am Eingang des Zoos außer bei Hagenbeck und Hannover. (13.04.2011, 15:58) | ||
| Nils Kley: | Zu diesem Thema ein kleine Anmerkung: in Gesprächen mit US- und anderer Länder Zooleuten ist es interessant festzustellen, dass einige hier überaus häufig präsentierte Arten in den dortigen Zoos weitaus seltener vertreten sind. Dazu gehörten z.B. Zwergseidenäffchen oder Tiefland-Nyalas. Dennoch gibt es auch dort die üblichen Standardarten-wie u.g. -was auch einige der ausländischen "Zoofreaks" zu schwerem Augenrollen veranlasste...;) Was die Überpräsentation bestimmter Arten angeht: dieser Trend ist leider idT immer wieder zu erkennen; Australien ist mit "Bennett-Wallaby& Emu", Südamerika mit "Capybara, Mara & Nasenbär" und Robben mit "Kalifornischem Seelöwen" gleichzusetzen. Gewiss, dem durchschnittlichen Besucher mag dies nicht stören-und diese Arten haben durchaus die von ulli genannten Vorzüge-doch es drängt sich ein Gefühl ähnlich der beim anblick der in D gängigen Speisekarten auf: das Sortiment wird zunehmend ähnlicher und damit auch irgendwie schaler und einfalloser. Ein Zoo mag ohne die Publikumslieblinge nicht auskommen-doch ebensowenig sollte er zur bloßen Präsentation von Tierarten verkommen, die ich inzwischen selbst im Zoogeschäft überpräsentiert vorfinde. Was "Mauerblümchen" wie Kagus u.co. angeht: bei sachkundiger HEranführung des Publikums an die Art und guter Präsentation liesse sich da weitaus mehr bewirken-und käme auch dem hehren Ziel des Artenschutzes weitaus näher. (30.08.2006, 19:26) | ||
| Michael Mettler: | @Ulli: Wahrscheinlich ist in diesem Thread im Laufe der Zeit untergegangen, dass er eigentlich ironisch gemeint war. Mit "Allerweltsarten" ist es doch ähnlich wie mit manchen Werbespots: Mancher, der sie immer und immer wieder präsentiert bekommt, findet sie irgendwann lästig. Aber bei der Mehrzahl der Menschen kommen sie eben trotzdem (oder gerade deswegen) an. Und für die Zoos sind Tiere vom Typ "everybody's darling" schon allein aus werblichen/wirtschaftlichen Gründen unverzichtbar, auch wenn wir paar Fachidioten lieber Bergnyala & Co. sehen würden.... (11.07.2006, 12:52) | ||
| ulli: | Beim Durchlesen der einzelnen Foren bin ich auf eine Rubrik gestoßen : Ich kann sie nicht mehr sehen. Dabei wurden genannt: Erdmännchen, Nasenbären, Zwergotter, Benett-Kängurus, einige Krallenaffenarten, Totenkopfäffchen, Kattas, Präriehunde und Nyalas. Warum sollen gerade diese Tierarten aus deutschen Zoos verschwinden ? Erstens handelt es sich um sehr attraktive Arten sowohl für den Schaubereich als auch für die Zoopädagogik. Zweitens lässt die Anziehungskraft von Zoos jenseits eines Einzugskreises von fünfzig Kilometer nach. In der Regel besuchen die Besucher in erster Linie den Zoo in ihrer Umgebung und eher nur sporadisch andere Anlagen aufgrund von Empfehlungen oder während der Urlaubszeit besuchen. (Ausnahme bildet hier sicher das Ruhrgebiet). Dies bedeutet, dass sie häufig auch nur ihren Heimatzoo intensiv kennen. Diese Besucher wollen aber auch gerne die oben erwähnten Tiere sehen. Dieses hat auch nichts mit Mainstream-Gestaltung zu tun. Ein Zoo kann sich sicher in einem Bereich spezialisieren und auch ungewöhnlichere Arten präsentieren halt die Tierarten, die Zoofreaks gerne sehen würden. Aber dieser Personenkreis nimmt auch gerne Reisen in Kauf, um Ducker oder Kagus sehen zu können. Die meisten Besucher werden aber gerade solche Arten eher nicht registrieren. Selbst die Koalas verursachen bei den meisten Besuchern eher eine Enttäuschung, wenn sie meist eingerollt als Fellknäuel im Ast hocken. Die oben genannten Arten erregen aufgrund ihrer Aktivität demgegenüber die Aufmerksamkeit der Besucher. Außerdem bieten gerade diese Tierarten eine gute Möglichkeit, naturnahe und vergleichs- weise preiswerte, leicht zu gestaltende Anlagen bauen zu können. Die Anlagen ziehen meist die kleinen Besucher und in ihrem Schlepptau ihre Eltern an, die wiederum die ökonomische Basis des Zoos vergrößern und so auch die Möglichkeiten vergrößern, die von diesem Forum so heiß geliebten Arten präsentieren zu können. Gerade der Naturzoo Rheine bildet ein gutes Beispiel dafür, dass man auch mit Allerwelts- Tieren einen vorbildlichen Zoo bauen kann und ganz nebenbei bemerkenswerte Bestände an Dscheladas und Waldrappen aufbauen kann falls Waldrappen nicht inzwischen auch unter diesen merkwürdigen Index kann sie nicht mehr sehen fallen. Ansonsten pflichte ich den Forumsteilnehmern durchaus bei, wenn sie die Frage aufwerfen, ob man jede Großtierform, alle Menschenaffenarten oder eine Vielzahl von Großkatzen halten muss. Andererseits sei die Frage aber auch bei Antilopen und Hirschen erlaubt ! Bei der konkreten Auswahl kann sich ein Zoo bei nah verwandten Arten sicher eher für die seltenere Art entscheiden. Für eine umfassende Arterhaltung ist aber eine gewisse Bestandsgröße als Basis erforderlich, die wiederum die Häufigkeit dieser Art in Zoos erhöht und diese Art vielleicht dann auch unter diesen Index kann sie nicht mehr sehen fällt. Im Übrigen sind die eigentlichen Zuchtstationen in Deutschland oder im Ursprungsland häufig sehr funktional gestaltet und in der Regel auch nicht der Öffentlichkeit zugänglich und die größten Erhaltungserfolge basierten meist auf der Initiative einzelner Personen oder einzelner Vereine. (11.07.2006, 11:49) | ||
| Dortmunder: | Huskies, bzw. Alaskan Malamutes wurden oder werden ja auch noch über nen längeren Zeitraum in Duisburg gehalten und gezüchtet (24.06.2006, 00:00) | ||
| Muckel Putz: | Seit einem Jahr gibt es doch im Zoo Magdeburg eine Gruppe Huskies, die in einem Gehege bei den Schneeleoparden leben. (24.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Als sich kurz nach dem Mauerfall die westlichen Großunternehmen in Goldgräbermanier auf den deutschen Osten stürzten, soll ein bekannter Futterhersteller dem Tierpark Berlin das Angebot gemacht haben, auf der Fläche der Freilichtbühne ein Katzenhaus zu errichten. Die wollten da Rassekatzen ausstellen und natürlich kräftig für ihre Produkte werben, und nach Ablauf einer gewissen Zeit hätte der Tierpark das Haus dann für kleine Wildkatzen nutzen dürfen... Erzählte mir ein damaliger Mitarbeiter. Siamkatzen wurden übrigens sogar in manchen BRD-Zoos gezüchtet, hatte ich gerade wieder in einem Jahresbericht gesehen (aber wieder vergessen, wo). Aber warum eigentlich auch nicht? Ich habe in einem Tierheim mal Außen- und Innengehege für Katzen gesehen, da hätte sich so manche (wilde) Kleinkatze im Zoo alle Zehen nach geleckt... (23.06.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Nochmal zu Hunden und Katzen ! In Hankensbüttel im Otterzentrum werden ja auch passend die Otterhunde gehalten und gezüchtet... Und die Katzen in Dortmund gehören durchaus zum "Inventar" des Bauernhofes und des Giraffenhauses... Sie werden ja sogar im Zooführer genannt ! Rassekatzen und ausgefallene Hunderassen (wie z.B. Nackthunde) wurden auch sehr oft in den ehemaligen DDR-Zoos gehalten, wie ich einem Buch über alle Zoos und Tiergärten der DDR entnehmen kann, das ich schon seit Zeiten des eisernen Vorhangs in meinem Besitz habe... (23.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Nun, wie schon mal in Forum zu lesen war, will Hagenbeck doch seinen Bestand an Ovamboziegen runterschrauben - eine für meinen Geschmack höchst attraktive, großwüchsige Rasse. Die würde sich in Wuppertal gut machen... Das Pendant zu den Zwergziegen sind die ebenfalls allgegenwärtigen Kamerunschafe. Aber bei exotischen und gerade afrikanischen Schafrassen gibt es noch weniger greifbare Alternativen als bei den Ziegen. (23.06.2006, 00:00) | ||
| IP66: | @Herr Mettler. Leider erst jetzt gelesen, aber Sie sind durchaus im Recht. Niedere Affen hat es im Südamerikahaus zu Menschenaffenzeiten kaum gegeben, und in meinen berliner Zooführern sind für das Tropenhaus auch die von Ihnen genannten Arten erwähnt, die wohl immer auf der Antilopenhausseite untergebracht worden waren. @Christian: Das Haustierpotential scheint mir in manchem Zoo, insbesondere angesichts der Zwergziegenschwemme, noch nicht ganz ausgenutzt. Auf Wuppertals Heufresserwiese würde sich ja eine andere afrikanische Ziegenart gut machen, und manch historisches Gehege würde zur Haustierhaltung ja durchaus taugen. (23.06.2006, 00:00) | ||
| Christian: | Das mit den "alten" Hunderassen in Hannover ist auch eine sinnvolle Angelegenheit:-)! Man muss ja bei der Haltung von Haus- bzw. Nutztieren in Zoologischen Gärten zwei Dinge unterscheiden. Haustiere wurden schon immer in Zoos gehalten, ich denke beispielsweise an Alt- und Neuweltkamele, Zwergziegen oder Shetlandponies beispielsweise. Auf sogenannten "Heufresserwiesen" wurden schon recht früh "exotische" Nutztiere gehalten oder aber solche die durch ihr Aussehen besonders markant waren, z. B. Yaks, Poitou-Esel oder auch Walliser Ziegen. Erst in den achtziger und neunziger Jahren wurde das Bewusstsein geschärft, sich im Rahmen des Schutzes alter Kulturgüter auch um die Erhaltung "alter" Haus- und Nutztierrassen zu kümmern. Die "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen" mit ihrem Gründer Prof. Dr. Sambraus hat hier enorme Pionierarbeit geleistet. Seit dieser Zeit kümmern sich nunmehr viele Zoologische Gärten auch um die Erhaltung alter Nutztierrassen und das ist eine neue Aufgabe der Tiergärtnerei, an der Erhaltung alten Kulturgutes mitzuwirken. Fast jeder Zoo im deutschsprachigen Raum kümmert sich heute um eine oder mehrere in ihrem Bestand gefährdete Nutztierrasse, die sich auch durchaus attraktiv in Streichelzoo oder Schaubauernhöfe einstellen lassen. Ich denke, dass hier viele Tiergärten sich noch umfangreicher engagieren sollten, denn auch mit "Nutztieren" lassen sich Zoobesucher begeistern und gleichzeitig wird etwas sinnvolles für den Kulturschutz getan. (23.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Dennis: Doch, gibt es, wenigstens mit Hunden: "Meyers Hof" im Zoo Hannover. Und die Hunde sind sogar etwas Besonderes, denn sie repräsentieren zwei Schläge des vom Aussterben bedrohten Altdeutschen Hütehundes, nämlich den Harzer Fuchs und den Schafpudel (hat mit dem "echten" Pudel nichts zu tun). Sie sind in Hannover allerdings nicht ständig zu sehen, da sie - wie es sich gehört - die Pfleger begleiten und deshalb mal hier und mal dort vor den Koppeln und Häusernzu finden sind, aber eben nicht immer. Ein dritter Schlag der Altdeutschen Hütehunde, der Westerwälder Kuhhund, wurde zumindest unter der früheren Leitung in Warder gehalten. Zwar nicht in Zoo-Bauernhöfen, aber immerhin in Zoos gab (gibt?) es auch Hunde in den Elefantenhäusern von Hagenbeck und Münster. Und frei durch den Zoo stromernde Katzen sind mir zumindest aus Leipzig, Dortmund und Rheine in Erinnerung, wobei ich natürlich nicht weiß, ob die auch wirklich zum Zoobestand gehören... Katzen im Gehege kenne ich sonst nur noch aus Nadermanns Tierpark (Perserkatzen), passenderweise mit Ozelots und Amurtigern als Nachbarn. (23.06.2006, 00:00) | ||
| dennis: | Wißt ihr welche Tiere ich nicht mehr sehen kann ? zwergziegen und Shetlandponys !!!!! Wißt ihr welche tiere aber in keinem schaubauernhof eines zoos zu sehen sind ? hund und Katzen ! (23.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Johannes Pfleiderer: Das hätte ich nicht gedacht, dass es soviele "Zooluchse" gibt. Die Bezeichnung "Arktischer Wolf" für die weißen Wölfe kam interessanterweise erst Jahrzehnte nach Gründung des Zuchtstammes in Frankfurt auf. Frankfurt selbst hat die Wölfe immer nur als Kanadische oder Timberwölfe geführt, und auch ihre Nachkommen in Duisburg (vor dem jetzigen Stamm) und Berlin (noch vorhanden) wurden und werden nicht anders genannt. Irgendwann muss jemand die Schlussfolgerung gezogen haben, dass jeder weiße Wolf ein Arktischer oder Polarwolf sein muss, und seitdem heißen sie in den Zoos so.... Dabei hat Frankfurt mit verschieden gefärbten (auch schwarzen) Kanadischen Wölfen angefangen und anscheinend später auf Weiß selektiert. @Jelle: Laut einem EEP-Jahrbuch lassen sich übrigens auch Netz- und Rothschildgiraffe genetisch nicht unterscheiden! (22.06.2006, 00:00) | ||
| Jelle: | Michael, dass ist ja sehr interessant! Ich habe ofteres gelesen dass sich innen den Schimpansen in 4 Unterarten verzeichnen laesse. Beim letzteres durch dass EEP durchgefuehrte DNA genetische Proben hat sich heraus gestellt dass nur den West Afrikaner deutlich unterschiedlich sind. Von den anderen 3 Unterarten koennen die Fachleute nicht eigenartige genetische Merkmale verzeichnen. Durchaus waere ich doch dafuer wachen demnaechst alle 3 Unterarten als nicht unterschiedlich zu gleichen. Da mache mann vielleicht dieselbe Fehler als bei den Wildesel (z.B. iranische Onagern vs. zentral-asiatische Kulane. Die letzten leben heute in sehr divers voneinander durch mehrere natuerliche Abgrenzungen wie Fluesse und Bergen voneinander getrennte Biotope und werden daher als genetisch unterschiedliche Units voneinander getrennt). (22.06.2006, 00:00) | ||
| Johannes Pfleiderer: | @Michael Mettler In der Bestandsliste 2005 des ESB für den Nordluchs waren für etwa die Hälfte der Haltungen unter "mixed origin" oder "unknown origin" verzeichnet. Die reinrassigen Tiere verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf die Unterarten lynx, wrangeli und carpathicus (mit einzelnen Ausnahmen wie die Unterart wardi im TP Berlin). Sicher sind zahlreiche Haltungen in Wildparks dort nicht verzeichnet. Doch ich bin skeptisch, ob diese immer reinrassige Tiere halten. Außerdem sind hier bestimmt auch einige Sibirer oder Karpatenluchse vertreten. Somit wäre keine der Unterarten deutlich überrepräsentiert. Bei den Wölfen sind Hybriden sicher nicht so häufig, aber es lassen sich oft die Unterarten nicht mehr genau bestimmen, etwa bei den vielen Arktischen Wölfen. (22.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | "Auskennen" ist relativ, aber meines Wissens wird doch für den Westafrikanischen Schimpansen genau deswegen sogar Artstatus diskutiert, WEIL er sich genetisch erheblich von den anderen Schimpansen unterscheidet. Daraus war leider nicht herauszuhören bzw. zu lesen (ich weiß die Quelle nicht mehr definitiv, ich glaube vor Jahren in der "BBC Wildlife"), ob dafür die beiden anderen (Zentral- und Ostafrikaner) nicht mehr getrennt werden sollen. In dem Zusammenhang hieß es übrigens auch irgendwo, dass die Genvielfalt innerhalb der Angehörigen einer zentralafrikanischen Schimpansenhorde größer sein soll als zwischen allen Menschen, also z.B. einem Eskimo und einem Aborigine. Angesichts dessen wäre es ja nicht weiter verwunderlich, wenn sich alte Unterarteinteilungen beim Schimpansen nicht mehr aufrechterhalten lassen. (21.06.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | ich find den thread einfach unangebracht und auch problematisch, als ob rothunde in gesicherten beständen repräsentiert sind oder nur genetisch "reine" schimpansen existenzrecht hätten... übrigend habe ich aus nicht bestätigter quelle erfahren, dass die s.g. schimpansenunterarten genetisch nicht differenzierbar sein, kennt sich jemand aus? (21.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | P.S. Meine Aussage vom Berliner Tropenhaus bezieht sich auf den Zeitraum, in dem ich es selbst kenne, also ab 1981. Und wenigstens eine "größere" Primatenart habe ich dort doch gesehen, nämlich Mongozmakis. (21.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Die Südafrikanischen Seebären - nicht nur in Frankfurt - hatte ich absichtlich "vergessen", da ja schon Dennis auf die Art hingewiesen hatte (Zwergseebär). Die Krallenäffchenanlagen in Berlin wurden vorher nicht von größeren Primaten bewohnt! Vorgänger waren vielmehr diverse Nagetiere wie Schönhörnchen, Riesenhörnchen, Greifstachler und Kuba-Ferkelratten. (Und in den jetzigen Innenanlagen der Varis neben dem Tropenhauseingang wurden seinerzeit zwei Arten Baumkängurus gehalten - OHNE den jetzigen Außenkäfig.) Und in Köln haben die Krallenäffchen doch überwiegend vormalige Vogelvolieren und Menschenaffenkäfige bezogen? (21.06.2006, 00:00) | ||
| Christian: | Michael Mettler und Dennis, danke für den Hinweis, hatte leider die südamerikanischen und südafrikanischen Seebären vergessen, wie konnte mir so etwas nur passieren:-)) Gerade weil die Restbestände der Mittelmeer-Mönchsrobben so instabil sind und nur noch einige hundert Tiere wohl existieren (Nordafrika, Türkei, Griechenland), wäre es notwendig, durch "sanfte" Entnahme aus der Natur, entsprechende Zoopopulationen aufzubauen, um parallel zu den Erhaltungsmassnahmen am Mittelmeer, stabile Bestände in Tiergärten zu bilden. Die Zoos sollten sich eben nicht auf ihren bisherigen Zuchtprogrammen und Zuchtbüchern "ausruhen" sondern neue Programme in Angriff nehmen. (21.06.2006, 00:00) | ||
| IP66: | @Herr Mettler. Sie haben - was bei Ihnen ja selten vorkommt - die Seebären in Frankfurt vergessen. Krallenaffen sind die klassischen Bewohner kleinerer Käfige von Affenhäusern, die zuvor von mittelgroßen Arten bewohnt wurden - etwa dem Tropenhaus in Berlin oder Südamerikahaus Köln. Hier gibt es jedoch auch häufigere und seltenere Arten, wobei ich subjektiv die Löwenäffchen im Rückzug sehe. (21.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Dennis: "Das" Walross hat nur noch eine Chance auf einen geruhsamen Lebensabend, denn es ist das einzige und somit letzte in Deutschland (die Kuh Tanja in Hannover, über 30 Jahre alt). @Christian: Vom Südamerikanischen Seebären befinden sich anscheinend die meisten "europäischen" Tiere in deutschen Zoos (Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Halle, Landau, Hamburg - habe ich einen vergessen?), und es existiert ein Zuchtprogramm (Zuchtbuchführer Dortmund). Zu der Mittelmeer-Möchsrobbe: Bisher scheinen die Haltungserfahrungen bei dieser Art ja nur wenig über das Aufpäppeln verwaister und verletzter Notfalltiere hinauszugehen - ist vielleicht ist das Risiko zu groß, die kleine Freilandpopulation durch Einfangen mit ungewissem Ausgang noch zu schwächen? @Johannes Pfleiderer: Was heißt denn z.B. bei Wolf und Nordluchs "Unterarten ausgenommen"? Die wenigsten Zoowölfe und -luchse sind doch Unterartmischlinge! Da in der Liste auffallend viele einheimische Arten enthalten sind, grenzt das eher an die Frage, ob Zoos i.e.S. (also keine Wildparks) überhaupt "Europäer" halten sollten (was ja in der Regel aus didaktischen Gründen gemacht wird, so dass eine "Überrepräsentierung" nicht verwunderlich ist). Für Luchs und Alpensteinbock gibt es immerhin Wiederansiedlungsprogramme, für den Uhu gab es zumindest eins (oder werden immer noch Uhus ausgewildert, obwohl doch alle geeigneten Brutreviere inzwischen wieder besetzt sein sollen?). (21.06.2006, 00:00) | ||
| Johannes Pfleiderer: | Die unten genannten Rothunde und erst recht Amur-Leoparden finde ich noch längst nicht überrepräsentiert, da könnten gerne noch ein paar Zoos dazu kommen. Dagegen finde ich noch folgende Arten überrepräsentiert: -Kurzohr-Rüsselspringer -Lisztaffe -Weißhandgibbon -Schimpanse (ausgenommen reinrassige Zuchten, etwa in Krefeld) -Eurasische Zwergmaus -Weißschwanz-Stachelschwein -Degu -Wolf (Unterarten ausgenommen) -Braunbär (Unterarten ausgenommen) -Nordluchs (Unterarten ausgenommen) -Löwe (Unterarten ausgenommen) -Amur-Tiger -Przewalski-Pferd -Wildschwein -Guanako -Rothirsch (Unterarten ausgenommen) -Europ. Damhirsch -Wisent -Alpensteinbock -Mufflon -zahlreiche Haustierrassen -Nandu -Emu -Rosapelikan -Kormoran -Weißstorch -Marabu -Rosaflamingo -Roter Flamingo -Chile-Flamingo -zahlreiche Entenarten (ich will sie jetzt nicht alle aufzählen) -Chin. Zwergwachtel -Jungfernkranich -Gelbbrustara -Dunkelroter Ara -Europäischer Uhu -Schnee-Eule -Bartkauz -Griechische Landschildkröte -Maurische Landschildkröte -Abgottschlange -Dunkler Tigerpython -Königspython -Kornnatter -Stirnlappenbasilisk -Grüner Leguan -Bartagame -Leopardgecko -Großer Madagaskar-Taggecko -Brillenkaiman -Nilkrokodil Bei vielen, darunter vielen Krallenaffen, ist die "Schmerzgrenze" erreicht. (21.06.2006, 00:00) | ||
| Dennis: | auch verschiedene seebären werden öfters gehalten, besonders der "zwerg"seebär. hat das Walroß in deutschen zoos eigentlich noch ne Chance? (21.06.2006, 00:00) | ||
| Christian: | Jennifer hat wohl nicht Unrecht, wenn Sie von einem Einheitsbrei in den deutschen Zoos schreibt. Beispiel: Robben! In den Zoo finden wir recht oft Kalifornische Seelöwen und Seehunde, selten Mähnenrobben und noch seltener Kegelrobben oder Baikalrobben, andere Arten fallen mir nicht ein, beziehungsweise werden wohl auch nicht in deutschen Zoos gehalten. Natürlich ist es richtig und notwendige stabile Zuchtbestände beispielsweise von Kal. Seelöwen zu haben, keine Frage! Aber es gibt unzählige bedrohte Robbenarten, um die sich die Tiergärten bemühen sollten, beispielsweise die Mittelmeer-Mönchsrobbe, hier wäre es sicherlich dringend geboten, ein Erhaltungszuchtprogrammm zu starten, um diese schönen Tiere vor dem Ende zu bewahren. Deswegen sollten sich die deutschen und europäischen Zoodirektoren einmal grundsätzlich hierzu Gedanken machen, das wäre wirklich wünschenswert, um den Arten- und Naturschutzauftrag der Tiergärten zu untermauern. (21.06.2006, 00:00) | ||
| Jennifer Weilguni: | Ein freundliches hallo erstmal an Euch Zoofreunde ! Schön, eine Seite gefunden zu haben auf der man sich mit anderen Zoobegeisterten austauschen kann. Wer "nur" seinen Heimatzoo besucht, wie es der Otto-Normal-Zoobesucher in der Regel tut, wird sich sicher nicht dran stören, dass die Tiergärten immer mehr zum "Einheitsbrei" verfallen und eine gewisse Standartausstattung mittlerweile zu fast jedem Zoo gehört. Wer allerdings wie ich ( und die meisten von Euch sicher auch) möglichst viele Zoos besucht, sollte sich wirklich am Besten VOR seinem Besuch informieren, welche ganz besonderen Leckerbissen bzw Raritäten es dort zu sehen gibt, oft muss man wirklich sehr danach suchen. ( Ging mir zum Beispiel mit den Fossas in Frankfurt so und mit den Saigas in Nürnberg). Satt gesehen an den "alten Bekannten" habe ich mich allerdings dennoch nie, denn Tiere sind ja eben auch Lebewesen, die uns ja auch durch ihre Verhaltensmuster immer wieder überraschen können. Irgendwie doch immer wieder spannend. Wunder mich auch immer wieder über neue Eigenheiten an meinen Haustieren und die sehe ich nun wirklich jeden Tag :-) (16.06.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Der münchner Graben war auch insofern typisch für seine Zeit, als er zwar denkbar schmal war, man aber alles getan hatte, damit man auf ihn aufmerksam wurde: Die Begrenzungsmauern ragten über den kurz geschorenen Rasen hinaus und waren aufwendig aus Sichtbeton gegossen. Allerdings war die Anlage wenig in die Neubebauung integriert - der Raubtierhof nebenan spiegelt ja noch heute ein wenig von der Atmosphäre des NS-Zoos und ist neben Urwildpferd-Anlage und dem Horten-Haus von den Großerneuerungen regelrecht umbaut worden. Ansonsten ist man mit dem historischen Bestand in München ja immer sehr rücksichtslos verfahren. (08.06.2006, 00:00) | ||
| Torben: | @Michael Mettler: Das habe ich schon richtig verstanden ;). Natürlich wünscht man sich mehr Abwechslung im Besatz. Wenn es überall "nur noch" Erdmännchen, Katta & Co. (eigentlich ein schöner Titel für eine Doku-Soap aus allen Zoos, oder? *g*) zu sehen gib, könnte sich dass ja auch nachteilig auf den "Zoo-Tourismus" auswirken. Dann nämlich, wenn - wie zum Beispiel in NRW - die Besucher keinen Grund mehr sehen, die Tierparks der benachbarten Städte zu besuchen, weil es ja doch nichts anderes zu sehen gibt, als "zuhause". Überdrüssig bin ich aber allenfalls den tonnenweise aufgetürmten Kunstfelsformationen (*gähn*). Da würde ich mir bei der Gehegegestaltung mehr Abwechslung wünschen. Was Kamele betrifft, so ist auch der Graben im Krefelder Zoo kaum als solcher wahrnehmbar. (08.06.2006, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | @ IP66, dahin passen noch sehr schön die Kamelwiese aus der Erweiterungsphase in Leipzig durch Prof. Seifert im Rosental und die Unterbringung der Kamele (geschichtlich wechselnd immer mal wieder) in Halle im historischen Antilopenhaus. Selbst in Magdeburg wurde die Anlage zwar erneuert, aber die Kamele befinden sich noch immer an genau der Stelle, wo sie immer waren! (08.06.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | o.k. historisch sind die in Landau und Karlsruhe auch nicht gerade aber beide nur so ungefähr 30 x 40 cm (07.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Den Landauer Graben habe ich nicht in Erinnerung, ist der wirklich nur so klein? Ich habe den Münchener damals extra fotografiert und müsste mir das Bild raussuchen, aber der scheint mir aus der Erinnerung heraus mal gerade zwanzig Zentimeter "breit" und "tief" gewesen zu sein.... In Braunschweig gibt es auch noch eine Kamelanlage mit einem Graben aus Beton-U-Steinen, aber die ist nicht historisch. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | @Michael Mettler: Kamelanlagen mit Graben Marke Regenrinne gibt es noch in Landau und im rückwärtigen Bereich in Karlsruhe... und in Karlsruhe ist der Graben zum Besucher hin auch nur so tief wegen der Besucher... (07.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Stimmt, das mit den Kamelanlagen ist mir so noch nie bewusst gewesen. Ich fand nur immer schade, dass die alte Münchener Anlage dem Nashornhaus weichen musste, denn deren Beton"graben", der nicht viel größer dimensioniert war als eine Regenrinne, hat mich damals tief beeindruckt. Bei den Menschenaffen meinte ich übrigens nicht die Häuser als Ganzes, sondern die einzelnen Käfige. Antwerpen durfte ich gerade noch im Urzustand, also mit den wassergrabenbegrenzten "Konzertmuscheln" erleben, und Innenkäfige, die nicht von durchgehenden Panzerglasscheiben, sondern von "Sprossenfenstern" begrenzt wurden, waren damals auch neu für mich. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Nicht zu vergessen, die Kamel-Anlage in Dortmund, die, glaub ich, seit der Zoo-Eröffnung 1953 nicht mehr verändert wurde... (07.06.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Ganz so einheitlich waren die alten Menschenaffenhäuser ja nun auch nicht: Berlin eine gebogene Galerie, Stuttgart eine äußerst geräumige Kastenfolge, Antwerpen wundervoll nach dem Muster des Nierentisches verschwungen. Interessant ist, daß die allgegenwärtigen Kamele meist Anlagen im Urzustand bewohnen: In Köln eines der wenigen seit Windeckers Tagen unveränerten Gehege, in Hannover ein solches der großen Ausbauphase, in Wuppertal die Heufresserwiese der 50er, in Duisburg wohl auch eine der am besten erhaltenen Anlagen der Nachkriegszeit. In Berlin zeigt das Kamelhaus, die Vicugnas abgerechnet, auch noch sehr schön, wie die Neubauten der frühen Ära Klös so wirkten, und in Friedrichsfelde läßt sich der Zoocharakter der Eröffnungszeit zumindest in seiner weniger gitterseligen Form auch am besten an den Camelidenanlagen studieren. Vielleicht bin ich deshalb sogar ein wenig dankbar für die Dauerpräsenz der Arten. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Es ist nicht zu übersehen, dass die bisher aufgezählten Tierarten beinahe deckungsgleich mit jenen sind, für die in letzter Zeit bevorzugt Neuanlagen gebaut werden. Daraus folgt: Was des Zoobesuchers Liebling, ist des Zoofans Schreckgespenst - ist das so? Interessanterweise scheinen es viele "niedliche" Tierarten zu sein, die wir nicht mehr sehen mögen, sonst müssten Zebra, Giraffe & Co. eigentlich ebenfalls Nennung finden. Würde ich mich nicht speziell für Steppenzebras interessieren, müsste ich eigentlich das Böhm/Grantzebra ganz oben auf meine Liste setzen, man kann ihm einfach nicht entkommen... Wenn ich im Gegensatz zu Tom Schröder keine Gorillas mehr sehen mag, dann liegt das wahrscheinlich nicht nur an meinem geringeren Interesse an Menschenaffen, sondern daran, dass plötzlich überall neue Anlagen für Gorillas entstehen (was ja eigentlich positiv ist), die sich aber doch untereinander ziemlich ähneln (was sie "gesichtsloser" macht). Okay, die gekachelten "Zellen" von früher unterschieden sich auch nicht sonderlich von Zoo zu Zoo, aber da waren wir auch noch anspruchsloser... Und die ständige Präsenz von Menschenaffen in allen möglichen Folgen von "Abenteuer Zoo" hat da bei mir bestimmt ebenfalls eine Rolle gespielt. Ich schaue relativ selten in die Zoo-Soaps rein, aber durch die zufällige Abfolge Münster-Berlin-Köln bin ich nun sogar schon etwas Malaienbär-übersättigt.... (07.06.2006, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Tierarten, die "subjektiv überrepräsentiert" (man muss ja nicht "nervtötend" sagen) sind, müssen in der Tat nicht nur Kleinsäuger oder Haustiere sein. Schon allein wegen des allgegenwärtigen Elefantenhypes habe ich einen gewissen Oppositionsautomatismus gegen diese Tierart. Ich kann mich natürlich auch für Elefanten begeistern, aber ich gehöre nicht zu den Leuten, die ihren ganzen Zoobesuch vor dem Elefantengehege verbringen. Ehrlich gesagt, früher fand ich es teilweise spannender, z.B. im alten Haus in Hannover, es war irgendwie mehr Atmosphäre, innen bei Hagenbeck gibt es das auch noch und in Basel - die Tiere sind näher, man riecht sie, hört sie und ist nicht auf das Sehen in einer unermesslich großen Kunstlandschaft beschränkt. Natürlich ist mir schon bewusst, dass letztere im Normalfall artgerechter sind und ich will das auch keineswegs zum Dogma erheben. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Berberaffen. Und mir fällt wahrscheinlich noch mehr ein... Eigentlich traurig. Selbst auf meinem Lieblingsgebiet Antilopen könnte ich mit der Nyala eine Art nennen, die ich zwar noch immer wunderschön, aber schlichtweg zu alltäglich geworden finde. Blässböcke waren's auch schon, aber die sind ja schon wieder im Rückgang begriffen. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Rein unter Verdrängungsaspekten sind es für mich wirklich die Elefanten, bzw. ihre Anlagen, die ungeheuer viel Geld kosten, oft sehr groß sind, überall gebaut werden und allein durch ihre Größe oft sehr viele andere Arten "kosten". Da wo früher Dickhäuterhäuser waren, gehen Nashörner, Flusspferde und Tapire. Da wo neu gebaut wird, viele andere Arten. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Tom Schröder: | Keas (finde die weit weniger spaßvögelig als sie stets beschrieben werden, gähnende Langeweile bei mir :-)) und Rothunde muß ich nicht unbedingt sehen in Zoos. Bei den Gorillas lege ich Veto ein, dort kann ich Stunden verbringen... (07.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Torben: Hatten wir schon mal unter einem anderen Thema: Eigentlich ist man ja gar nicht auf die jeweilige Tierart "sauer" (die kann ja nichts dafür, und weite Verbreitung kann auch ein Zeichen für gelungene Erhaltungszucht sein), sondern auf die Zoos, denen zur Besetzung ihrer Anlagen anscheinend nichts Neues mehr einfällt, als - gerade bei kleineren Säugetieren - dem Mainstream zu folgen. Wenn in einer Anlage "was los ist", wird wohl auch der eingefleischteste Artensammler noch vor Nasenbären oder Muntjaks stehen bleiben, aber an aufrecht Ausschau haltenden Erdmännchen gibt es halt wenig Neues zu sehen.... (07.06.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Okay, meine Freundin kann ich auch stundenlang vor nem Schaubrüter oder nem Meerschweinchendorf abstellen... Dafür kann ich sie nicht für Ducker oder Kagus erwärmen, wenn wir z.B. in Wuppertal sind... ;o) Wenigstens meine Vorlieben für Okapis, Großkatzen und Dickhäuter teilt sie... *grins* (07.06.2006, 00:00) | ||
| Torben: | Also ich weiss gar nicht, was ihr habt. Ich kann mich nie an einer Tierart satt sehen, weil man jedesmal was neues entdeckt, was einem vorher (noch) nicht aufgefallen ist oder was man noch nicht wusste und so weiter. Selbst ordinären Mongolischen Rennmäusen kann ich stundenlang zuschauen :) (07.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Hab' noch Maras vergessen (besonders in Kombi mit Neuweltkamelen). Aber die nehmen im Gegensatz zu einigen genannten keiner vergleichbaren Art die Planstelle weg. Und wenn ich es mir genau überlege, finde ich Chinesische Muntjaks inzwischen ebenfalls überrepräsentiert (dafür würde ich lieber mal wieder Wasserrehe sehen). Bei den Vogelarten: Frei laufende Pfaue... (07.06.2006, 00:00) | ||
| delphi: | Also es gibt da eine Vogelart die superselten ist aber fast in jedem zoo gezeigt wird der Waldrapp den gibt es sogar in vielen kleinen Parks (07.06.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Fühle mich durch Hannes' und Zoosammlers Sortiment schon gut repräsentiert (vielleicht bis auf die Amurleoparden).... Würde ich noch ergänzen durch Geparden und Gorillas. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Dortmunder: | Elefanten ;o) Nee, mal im Ernst... Hab auch so eine leichte Trampeltierphobie... (07.06.2006, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Hatten wir schonmal, oder? Ich kann noch Zwergotter und Totenkopfäffchen hinzufügen, auch Präriehunde. (07.06.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Wir reden ja oft genug über Tierarten welche verschwinden oder häufig waren und verschwinden. Aber welche Tiere könnt ihr einfach nicht mehr sehen weil ihr euch einfach eine andere nicht so h#ufig gezeigte Art wünschen würdet. Mir geht es so bei Erdmännchen, Nasenbäre, Waschbären, Benettkänurus einigen Krallenaffenarten, Kattas und Amur-Leoparden. (07.06.2006, 00:00) |
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