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von häufig auf selten und Umgekehrt



IP66:   Zu den Nasenbären: Ich habe den Eindruck, daß die Art weniger einen Wunsch von Zooleitung oder Pflegern verkörpert als vielmehr eine praktische Möglichkeit, allerlei ältere Anlagen zu bevölkern, die man nicht umbauen will. Ich kann mich nicht erinnern, in den 70er Jahren oft Nasenbären gesehen zu haben, wenn, dann nur als Besatz irgendwelcher kleiner Streukäfige.
Zu den nordischen Katzen: Die Heck'sche Freude an den nordischen Tieren stieß allerdings auf das Problem, daß die Arten in den herkömmlichen Raubtierhäusern nur sehr schlecht untergebracht werden konnten. Auf längere Sicht haben sie allerdings die Entstehung "kalter" Raubtieranlagen gefördert, zu deren älteren Beispielen die Anlage in München gehört.
(18.01.2008, 11:15)
Wolfgang Eggerking:   Noch mehr überrascht diese Entwicklung, weil "narica" eigentlich winterhärter und daher im Grunde leichter zu pflegen ist als "nasua=rufus". Schade um die putzigen Weißrüssler!!
(13.01.2008, 12:04)
Michael Mettler:   Da früher beide Nasenbärenarten in Umlauf waren, könnte sich die Entwicklung schlichtweg dadurch erklären, dass die Weißrüssler nicht so vermehrungsfreudig sind/waren wie die Gewöhnlichen Nasenbären. Denn ich glaube nicht, dass letztere optisch attraktiver für den Normalbesucher sind oder sonstige Vorteile für das "Casting" in die Waagschale werfen können. Oder?
(13.01.2008, 09:56)
Michael Amend:   Noch eine Art also, die klammheimlich ( fast ) verschwunden ist. München hatte auch welche, diese wurden aber abgegeben, weil sie ständig ausgebrochen sind. Auch gut, dafür kümmert sich ein " großer" Zoo noch um Ozelots, die immerhin zwei Anlagen zur Verfügung haben.
(13.01.2008, 07:30)
Oliver Jahn:   Ich habe eben gerade festgestellt, dass es ja in Deutschland nur noch einen Halter von Weißrüsselbären gibt, und zwar den kleinen Zoo in Braunhschweig Stöckheim. Wenn ich mir vorstelle, wie relativ häufig die gerade in den Zoos der DDR waren, dann kann man das kaum glauben. Und als was für eine absolute Rarität wurden die kleinen Pandas damals bezeichnet. Und von denen gibt es heut ein Deutschland 14 Halter!!! Wahnsinn!
(12.01.2008, 22:00)
Michael Mettler:   Sieh mal an, dann war wohl doch der eine oder andere damalige Tiger aus dem Handel singa-PUR :-) An anderer Stelle im Buch - ich glaube, es war beim Schabrackentapir - erwähnt Heck jedenfalls, dass durch den Tierhandel in Singapur zunehmend Tiere aus Hinterindien sowie von Sumatra und Borneo in die Zoos kämen; daher meine Vermutung, dass dort auch Tiger aus allen Himmelsrichtungen für den Export gesammelt wurden.
(05.01.2008, 18:03)
WolfDrei:   Zu Singapore eine Bemerkung: der letzte "echte Singaporetiger" ist 1920 oder 24 geschossen worden.
(05.01.2008, 16:46)
Michael Mettler:   Passt gerade so schön in diesen Thread: In seinem 1899 erschienenen "Lebende Bilder aus dem Reiche der Tiere" beklagte sich der alte Heck über den "langweiligen Raubtierhandel mit gezüchteten und Somali-Löwen, Bengal- und Singapore-Tigern, indischen und afrikanischen Leoparden" und freute sich, dass Hagenbeck durch die Einfuhr diverser "nordischer" Großkatzenformen mal Abwechslung in dieses Sortiment brachte... Da in Singapur der südostasiatische Tierhandel zusammenlief, dürften sich hinter "Singapore-Tigern" wohl die heutigen Unterarten corbetti, jacksoni und sumatrae verbergen. Bei den "nordischen" Großkatzen handelte es sich um Persische und Nordchinesische, vielleicht auch um Amurleoparden sowie um Amur- und Kaspitiger. Mal abgesehen vom Kaspitiger haben sich die Zeiten hinsichtlich des Großkatzensortimentes doch sehr gewandelt!
(05.01.2008, 16:26)
IP66:   Das war und ist sicherlich so. Ein anderer Grund dürfte aber auch darin liegen, daß die gängigen Arten sich gut vermehren und keine allzu hohen Haltungsanspruche stellen, weshalb in einem kleineren Tierpark die ein oder andere Rarität schnell ausstirbt, während sich Guanakos oder Sikahirsche sich aufgrund der Reproduktionsrate dauerhaft etablieren.
(03.01.2008, 18:17)
Zoochitect:   Eine noch nicht erwähnte Streifenhyänen-Haltung ist sicherlich die des Tierparks in Hamm. Soweit ich weiß, hat das Paar auch immer erfolgreich gezüchtet. De Haltung wurde dann aber zu Gunsten eines größeren Löwengeheges beendet.

Ein weiterer Grund weshalb man früher in großen Zoos häufig gesehene Tiere wie Hirschziegenantilopen, Meerkatzen, Makaken oder Pumas gerade in kleineren Einrichtungen wiederfindet ist vielleicht auch, dass die Zoos ihre „Ausschussware“ vorwiegend an die kleineren Parks abgegeben haben, die diese dann mit Kusshand genommen haben und somit die alten Zoopopulationen fortführen...

(03.01.2008, 15:42)
IP66:   Muß ich mir das so vorstellen, daß es zwischen Raubtierhaus und Wirtschaftshof eine Art Zuchtstation gab, in der Käfige ähnlich wie bei den Bärenanlagen in Berlin um einen Innenhof angeordnet waren?
(08.11.2007, 18:03)
Maik Schilde:   Der Lichthof war nur vom Wirtschaftshof begehbar. Er war am neuen Raubtierhaus. Er existiert heute nicht mehr, genauso wie die daran angeschlossenen Leopardenkäfige.
(08.11.2007, 12:13)
IP66:   Insofern waren die duisburger Kleinraubtiergalerien also doch ein wenig anders besetzt als das leipziger Gebäude. Leider kenne ich den Besatz des berliner Hauses, das ich nicht mehr kennenlernen konnte, nicht. Es mag sein, daß das stuttgarter Haus ähnlich besetzt war, ich kann mich aber nur an Ozelots und Nasenbären erinnern. Obgleich ich in Kinderzeiten ähnlich oft in Stuttgart wie in Duisburg gewesen bin, erinnere ich mich an die duisburger Sammlungen deutlicher. In beiden Zoos könnte man aber kaum alle gehaltenen Arten sehen.
Wo befand sich eigentlich der Lichthof im alten leipziger Raubtierhaus?
(08.11.2007, 10:49)
Maik Schilde:   Die Käfige ohne Außenkäfig waren sehr klein und nur mit Kleinraubtieren besetzt. Auf der anderen Seite waren in den 70zigern und 80zigern ausschließlich Hyänen. Die letzte Braune Hyäne saß später hinter den Kulissen im Lichthof des neuen Raubtierhauses.
(08.11.2007, 09:16)
ASH:   @Oliver: Ende der 1980er-Jahre waren, soweit ich mich noch erinnere, links die letzten Braunen Hyänen (z. T. in zwei Boxen mit Verbindungsklappe), rechts in der schmalen Reihe kleine Säuger wie Waschbär und Skunk. Das Haus war gegen Ende der Nutzung sehr häufig verschlossen oder mit der erwähnten Kette versperrt. So war es nur noch selten zugängig.
(07.11.2007, 23:43)
Oliver Jahn:   Ich habe das Haus von Innen fast nie gesehen, da es sehr oft geschlossen war. Allerdings habe ich einmal sogar vom Inneren ein Foto gemacht. Was war denn auf der Seite ohne die Aussenkäfige drin? Ich kann mich da echt nicht mehr erinnern. Stand das alles leer? Am Ende war ja nur noch eine einzige Braune Hyäne da, lebte die ganz allein in dem ganzen Haus? Ich habe sie im ersten Käfig links noch fotografiert, aber das Haus war mit einer Kette geschlossen und ich hab mich einfach nur reingebeugt und ein Foto geschossen, ohne sehen zu können, was in den anderen Käfigen war.
(07.11.2007, 22:45)
ASH:   @Oliver: Klar, es waren auch Kleinraubtiere dort zu sehen, aber eben nicht ausschließlich. Damit hatte es keinen - so der Ausgangspunkt meiner Reaktion - ausschließlich "typischen Kleinraubtierhausbesatz".
(07.11.2007, 22:37)
Oliver Jahn:   @ASH, so ganz stimmt das nicht, was Sie schreiben. Das alte Raubtierhaus war die erste Zuchtstätte für Löwen und Tiger, aber sehr früh wurden auch schon etliche andere Tiere dort gehalten, auch viele Kleinraubtiere. Z.B.Zooführer 1909 gibt folgenden Besatz an:
Gestreifte und gefleckte oder Tüpfelhyäne
Wolf
Malaienbär
Serval
Ozelot
Rüsselbär und
indische oder echte Zibetkatze.
Und auch im Zoofüherer von 1939 findet man neben den Hyänen die Wölfe und "kleinere afrikanische Räuber, wie z.B. Civetkatze und Serval.
Meines Wissens hatte das Haus ja auch 14 Käfige, wovon nur die Hälfte korrespondierende Aussenkäfige hatte. Da mehrere Hyänen auch noch auf den Raubtierterassen untergebracht waren, gab es somit eben auch immer noch etliche Käfige für andere Tiere.
(07.11.2007, 20:56)
Tim Sagorski:   Nicht, dass ich wüsste... Kenne momentan aus Dortmund nur Sponsorenschilder von Ferrero...
(07.11.2007, 17:54)
Michael Mettler:   @Tim Sagorski: Nee, umgekehrt. Das in Duisburg waren die Exemplare, die nicht mal das Pelzhaus gebrauchen konnte :-)

Aber sag' mal: Gab es nicht solche Schilder - wenn auch nicht so viele - auch in Dortmund?? Irgendwie habe ich dunkel in Erinnerung, auch außerhalb Duisburgs welche gesehen zu haben.
(07.11.2007, 17:23)
Tim Sagorski:   Wollen wir vermuten, was aus den ganzen Tieren geworden ist, die ja, mit Ausnahme der Fossas nicht mehr in Duisburg gehalten werden ???
(07.11.2007, 16:43)
Michael Mettler:   ...und zwar ZWEI Arten Nasenbären (Gewöhnlicher und Weißrüssel-), für mich Anfang der 80er noch ein wirkliches Highlight der Sammlung...

Allerdings befremdete nicht nur mich, dass an jedem zweiten Kleinraubtierkäfig eine Schild hing "gespendet vom Pelzhaus Boecker" :-)
(07.11.2007, 14:57)
Tim Sagorski:   Ach, die Duisburger Kleinraubtierzeiten... Da fange ich ja an zu schwelgen ;o) Wie gesagt, es gab nicht nur das Raritätenkabinett, sondern auch die Kleinraubtieranlagen rechts hinterm Vogelhaus (an der Autobahn entlang) und zusätzlich noch welche auf Höhe von Raubtier- und Kamelanlage...

Wenn ich da an die gehaltenen Arten denke... Fossas, Wildkatzen, Bengalkatzen, Nasenbären (als sie noch nicht so häufig waren), Rotluchse, Schweinsdachse, Löffelhunde, Tayras, Karakals, und, und, und... Das waren noch Zeiten...
(07.11.2007, 12:14)
ASH:   IP66: Das alte Leipziger Raubtierhaus hatte keinen "typischen Kleinraubtierhausbesatz", da dort lange Zeit Löwen (Anfangszeit), später dann die Hyänen gehalten und vermehrt wurden. Erst spät kamen dann Säuger wie Waschbären, Skunks usw.
(07.11.2007, 11:14)
IP66:   Das klingt nach einem typischen Kleinraubtierhausbesatz, wie ich ihn nur noch aus Kinderzeiten in Stuttgart kenne. Es fällt auf, daß es sich in Leipzig um nicht sehr wärmebedürftige Arten gehandelt hat - ob es ähnliche Bestände im alten Kleinraubtierhaus im berliner Zoo gegeben hat, weiß ich nicht. Allerdings verfügte auch Duisburg über eine große Anzahl von Kleinraubtierkäfigen, nicht nur im alten Affenhaus, sondern auch zwischen Autobahn und Aquarium, wozu noch die teilweise erhaltenen Käfige an der Zoogrenze zum Stadtwald kamen.
(07.11.2007, 10:49)
Maik Schilde:   Wie gesagt, ich kenne den Bestand nur seit den 60zigern. Natürlich gab es im alten Raubtierhaus auch noch Krabbenwaschbären, Skunk und Nasenbären. Ich habe meine Antwort nur auf die größeren Tiere bezogen. Eine größere Anzahl der Krabbenwschbären wraen damals auch meist im Tierkindergarten.
(07.11.2007, 10:22)
Oliver Jahn:   @Maik Schilde, den Goldschakal findet man im alten Raubtierhaus in den Zooführern von 1955 bis 1959, dann auch den Schabrackenschakal und ab 1962 dann den Coyoten. Aber auch in den 80er Jahren und sogar am Anfang der 90er waren dort längst nicht nur die Hyänen. Ich habe bei meinen eigenen Besuchen selber noch notiert und gesehen: Skunk, Nasenbär und Krabbenwaschbär, letzterer ebenfalls heute aus allen deutschen Zoos verschwunden, allerdings war der zumindestens im Osten im Gegensatz zum Goldschakal nie sehr häufig.
(06.11.2007, 20:59)
IP66:   Wir können statt des Betriffes "Abrutschen" ja auch das Wort "Verlagern" benutzen. Ich denke, daß die Prozesse, auch bei den Stelzvögeln, letztlich auch mit der Reduktion der Artenzahl zu tun haben. Durch Mitläufer auf Huftieranlagen konnte man diese ohne großen Aufwand steigern, so wie es ja auch in Berlin lange üblich war, die Vogelartenzahl durch einen besonders üppigen Entenbestand auf den zahlreichen Teichen in die Höhe zu treiben. Als die Artenzahl kein Kriterium mehr für die Bedeutung einer Tierhaltung war, hat man vielerorts die Haltungen aufgegeben oder reduziert. Eigentlich müßten Anlagen wie Gelsenkirchen oder Hannover, die um geographische Panoramen bemüht sind, dergleichen wieder befördern, aber ich habe den Eindruck, daß in beiden Anlagen die Vögel eher eine Nebenrolle spielen.
(06.11.2007, 11:06)
Maik Schilde:   Übrigens gestern wurde zuerst nur ein Jungtier bei den Hyänen entdeckt, später war klar es sind doch wieder zwei. Dieses Mal wurden sie aber im Stall in einer Wurfbox geboren.
(06.11.2007, 09:24)
Michael Mettler:   @Tim Sagorski: Stimmt! Störche, große Reiherarten und Kraniche dienten (und dienen mancherorts noch) viel zu sehr als schmückendes Beiwerk auf Großtieranlagen, bei dem wenig Beachtung fand, welche Geschlechter vorhanden waren und ob die betreffende Art eventuell ein Koloniebrüter ist (und bei nur zwei "Quotenexemplaren" nicht in Brutstimmung kommt). Überlegt nur mal, wie verbreitet Kronenkraniche waren und sind, wie selten sie aber gezüchtet wurden (in Naturbrut wohl nur in reinen Vogelanlagen). Apropos: Hannover hat gerade zwei Südafrikanische Kronenkraniche in Naturaufzucht!
(06.11.2007, 09:21)
Maik Schilde:   @Oliver Jahn: Wann soll es die gegeben haben? Ich habe selbst in Leipzig gearbeitet und kenne den Tierbestand zu mindest seit den 60zigern gut. Im alten Raubtierhaus gab es nur Hyänen.
(06.11.2007, 09:00)
Tim Sagorski:   Bei MM´s Ausführungen über die Marabus und Nimmersatte fällt mir auf, dass es da eine ganze Reihe von Kandidaten gibt, auf die der Thread zutrifft... Vornehmlich fallen mir da noch indische Riesenstörche und vor allem der Jabiru ein... Alles aber wohl Arten, die aus den Beständen raussterben, weil sie sich in Menschenhand nur sehr schlecht fortpflanzen...
(06.11.2007, 08:58)
Karsten Vick:   Sowohl Dresden als auch Berlin TP haben ihre Musangs erst in der Wendezeit angeschafft; Leipzig, Halle (und Erfurt?) hatten vorher erfolgreiche Zuchten.
Bei mir in Rostock gab es sie übrigens alle nicht: Schakal, Musang und auch nicht den Manul, den Oliver in seinem Streifgebiet fast überall gesehen hat und auf den der Threadtitel wie die Faust aufs Auge passt.

Lilfordkraniche gabs bei uns im Osten immer unter ihrem richtigen Namen, und öfter sogar zusammen mit der Nominatform.
(06.11.2007, 00:03)
Michael Mettler:   Wenn man erst mal Denkanstöße bekommt... Zum Argala fällt mir ergänzend noch der Indische Nimmersatt ein, und auf Afrika-Anlagen größerer Zoos gehörte früher die Sporengans zum Standard-Teichbesatz. Lilford-Kraniche habe ich auch schon länger nicht mehr gesehen, auch wenn die früher gern als Ersatz für die europäische Nominatform (in der BRD damals eine Zoorarität) schlicht als "Kranich" oder "Graukranich" beschildert waren.

War nicht früher der Fleckenmusang auch so ein typisches DDR-Standardzootier? Gab es in der BRD zumindest in den 80ern praktisch gar nicht (mehr).
(05.11.2007, 23:48)
Karsten Vick:   In Dresden wurde der letzte Goldschakal Anfang der 90er abgegeben, in Görlitz bestand die Zucht noch bis weit in die 90er. Aus meiner Kinderzeit kann ich mich dunkel an einen Goldschakal im Güstrower Tierpark erinnern, das kann aber auch ein Korsak gewesen sein.
Ansonsten ist von den "sowjetischen" Tieren am ehesten der Altaimaral verschwunden, wenn es von dem auch noch Restbestände gibt. Früher öfter gehalten, wenn auch nicht ganz so häufig wie der Schakal, aber heute völlig weg ist z. B. der Argala-Marabu.
(05.11.2007, 23:21)
Oliver Jahn:   @Michael Mettler, laut Hongabonga war in Kalletal 2005 Schluss mit den Goldschakalen.
(05.11.2007, 21:09)
Oliver Jahn:   Maik Schilde, es gab den Goldschakal in Leipzig im alten Raubtierhaus, der TP Berlin hatte ihn in den Provisorien bei den Dickhäutern und Halle hatte in noch Anfang der 90er im Alpinum. Alle drei große Zoos. Aber ein wenig beruhigt es nich ja schon, dass auf meine Frage nach anderen Arten hier nicht geleich 20 oder 30 weitere gepostet wurden.
(05.11.2007, 20:20)
Michael Mettler:   @IP66: Das "Abrutschen" finde ich zu negativ ausgedrückt. Manche Art, die in den großen Zoos vom Besucher nur als eine von vielen wahrgenommen wird (wenn überhaupt), bekommt in kleineren Haltungen vergleichsweise eine Star-Rolle geboten. Zumindest für den Emu behaupte ich, dass ich in großen Zoos nur selten spürbares Interesse bei den Besuchern wahrnehme, während er mir in kleinen Parks - als dort in der Regel größte Vogelart - durchaus beliebt erscheint. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass er dort meistens ein eigenes Gehege hat und nicht nur als "Beipack" für Kängurus (die ihm die Show stehlen) eingesetzt wird.
(05.11.2007, 20:06)
IP66:   Vielleicht doch noch eine Idee jenseits der Stelzvögel: Gibt es nicht auch eine Art Abrutschen von Arten in Kleinzoos? Ich denke da an Dam- und Rothirsche, Makaken und vielleicht sogar Meerkatzen, die Käfigvergrößerungen Platz machen mußten oder die jeweiligen Gehege wegen Neubauten oder Umbesetzungen verlassen mußten. Mir fällt jedenfalls auf, das bei Besuchen in Aachen, Mönchengladbach oder Hamm plätzlich Nandus und Emus auftauchen, die früher in fast jedem Zoo standen. Gerade der Bestandswandel von Wuppertal oder Dortmund vollzog sich auf diesem Weg.
(05.11.2007, 19:26)
IP66:   Fragt sich nur, wie alt die entsprechenden Kraniche in den kleinen Vogelparks sind - ich erinnere mich an ein Jungfernkranichexemplar, das noch vor einigen Jahren vorderen Flamingoweiher in Köln stand und den letzte Rest des Besatzes der alten Kranichwiese anstelle der Puduanlage verkörperte, die Nogge in seinen Anfangsjahren hat beseitigen lassen. Ich kenne mich leider mit Vogelbeständen des 19. Jahrhunderts wenig aus, frage mich aber, ob in den ja doch recht zahlreichen Stelzvogelhäusern und -wiesen auch schon Jungfernkraniche standen.
(05.11.2007, 19:22)
Johannes Pfleiderer:   @IP66
In großen Zoos mag der Jungfernkranich mittlerweile nicht mehr so häufig zu sehen sein, wobei Frankfurt die Art seit diesem Jahr als Ersatz für die Kronenkraniche zeigt.
Allerdings ist der Jungfernkranich in kleineren Parks eine der häufigsten Arten, in der Vogelbestandsliste sind 37 Haltungen gelistet und ich bin sicher, dass es noch viel mehr sind, da ich die Art in 4 von 7 kleineren Vogelpark im Rheintal vorfand, die ich im Frühjahr besucht habe, wobei es insgesamt über 50 Einrichtungen dieser Art gibt.
Auch vermeintlich selten gewordene Primatenarten wie den Rhesusaffen (22 Haltungen) oder die Grüne Meerkatze (21 Haltungen) findet man dort noch regelmäßig vor, wobei bei letzterer einige "letzte Mohikaner" enthalten sind.
(05.11.2007, 15:57)
Maik Schilde:   Übrigens noch zur Info es ist gerade in Leipzig wieder eine Tüpfelhyäne geboren worden.
(05.11.2007, 15:07)
Maik Schilde:   Leipzig hielt zumindest ab 1965 keine Goldschakal. Auch vorher ist mir die Haltung in Leipzig nicht bekannt. Eigentlich war diese Art auch in den großen Zoos der DDR nicht vertreten. kleine Tierparks hielten sie eher.
(05.11.2007, 11:18)
IP66:   Mir fällt als Vergleich der Jungfernkranich ein - auch er wurde in Massen importiert, tauchte meist in größeren Gruppen auf, wenn man eine Stelzvogelwiese billig besetzen wollte - allerdings taucht er heute ab und an noch auf, wobei mir hier im Rheinland nur Krefeld als derzeitiger Halter bekannt ist. Ich frage mich, ob diese Sowjetimporte eine Nachkriegsentwicklung waren, mit der man sich von devisenverschlingenden Tierhandelslieferungen unabhängig machen wollte, oder ob es die Arten auch schon in der Zwischenkriegszeit als leicht zu beschaffende Gehegefüller gegeben hat.
(05.11.2007, 11:08)
Michael Mettler:   War jemand in letzter Zeit in Kalletal? Dort habe ich 2002 meine bisher letzten Goldschakale gesehen, allerdings auch "nur" zwei weibliche Tiere und meiner Erinnerung nach laut Gehegeschild nicht mehr die jüngsten.
(04.11.2007, 23:10)
Oliver Jahn:   Wir hatten ja hier schon des öfteren das Thema, dass bestimmte Tierarten, die vor gar nicht allzu langer Zeit in den deutschen Zoos noch relativ häufig waren, heute echte Raritäten sind. Das Gnu sei hier mal als Beispiel genannt. Und dann gab es Tiere, die waren noch nie sehr häufig, und heute gibt es sie noch seltener oder gar nicht mehr.
Ich habe nun beim Lesen und aus einem Mailwechsel mit Michael Mettler mal eine Tierart gefunden, die gab es noch bis in die 80er Jahre hinein sehr häufig (zumindest in den Zoos der ehemaligen DDR) und heute ist sie KOMPLETT weg. Und zwar der Goldschakal. So krass ist mir das noch bei keiner anderen Art aufgefallen. Walrösser sind weg, es gab sie aber noch nie sehr häufig. Pumas waren mal sehr häufig, heute sind sie relativ selten, aber es gibt sie noch. Beim Goldschakal handelte es sich um eine Art, die in die Zoos der DDR aus der Sowjetunion kam, weil sie dort bis in die 70er sogar noch kräftig bejagt wurde. In den Großzoos war der Goldschakal nicht selten, Berlin, Leipzig und Halle hielten ihn auf jeden Fall. Aber auch kleinere Einrichtungen hatten ihn oft im Bestand. Ich habe allein 7 Haltungen aus dem Zeitraum von 1983-1985 gefunden, sicher waren es davor und danach noch einige mehr. Und heute findet man zwar gelegentlich den Schabrackenschakal, aber der Goldschakal ist weg. Gibt es noch andere Arten, bei denen die "Mode" so brutal zugeschlagen hat?

(04.11.2007, 22:27)
Dortmunder:   Wobei man sagen muss, dass Köln heute noch einen leichten asiatischen "Schlag" hat... Übrigens hab ich gelesen, dass der Zoo wohl mal gleichzeitig Elch-Paare von drei verschiedenen Unterarten hielt und auch züchtete...
(19.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Auch Bucharahirsche und Persische Leoparden - damals noch als Afghanische Leoparden bezeichnet - als noch heute bestehende Zuchtstämme gehen auf die Verbindung Köln-Kabul zurück.
(19.06.2006, 00:00)
Ingo Rossi:   Soweit ich mich erinnere, kamen die Streifenhyänen aus Kabul durch Prof. Nogges grossens Engagement - bis heute - für den Zoo Kabul. Daher auch die ehemaligen Wölfe.
(19.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Dortmunder: Danke für die Nachhilfe. Da ich die Zeitschriften vorrangig wegen der Primaten und See-Elefanten "gescannt" habe und alles Andere nur "Abfallprodukte" dieser Recherche waren, habe ich den Tüpfelhyänenzugang mit Sicherheit überlesen.
(19.06.2006, 00:00)
IP66:   Ich habe in Köln als Kind, mithin in den frühen 70ern, einmal zwei Streifenhyänen in einem Käfig gesehen, der auch über zwei Schlafboxen verfügte. Sie befanden sich aber nicht im Raubtierquartier, sondern im Einzelkäfig im Grünstreifen zwischen dem heutigen Kinderzoo und der damaligen Wapiti-, heute Okapianlage. Der Käfig wurde in der Anfangszeit Nogges abgerissen und war bis zum Schluß mit Streifenhyänen besetzt. Das war wohl das Exemplar, was dann in das neue Raubtierhaus nach Duisburg ging.
(19.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   @ Michael :

Ein Glück, dass ich meine Kölner Zooführer in den letzten paar Tagen um zwei Exemplare (1965 und 1968) aufstocken konnte... In beiden wird nämlich ein Paar Tüpfelhyänen erwähnt, die der Zoo aus Pretoria erhalten hat ! Außerdem wird in dem 1968er auch nur eine Streifenhyäne aus dem Zoo von Kabul erwähnt... Genau wie ein persischer Leopard
(19.06.2006, 00:00)
dennis:   In der Wilhelma war neben den Jaguaren mal kurze Zeit eine tüpfelhyäne zu sehen, die dann nach München ging
(19.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Zu den Kölner Hyänen: Weder die Schabracken- noch die Afghanischen Streifenhyänen scheinen sich je vermehrt zu haben. Falls von Letzteren überhaupt 1,1 gehalten wurden, denn als Zugang wurden 1967 nur "2 Streifenhyänen" genannt. Die Abgänge finden überhaupt keine Erwähnung, kurioserweise wurde jedoch für 1983 der Verlust von 0,1 Tüpfelhyäne genannt. Sollte dies ein Schreibfehler sein? Ich bin nirgendwo darauf gestoßen, dass Köln zeitgleich alle drei Hyänenarten gehalten haben soll, und bei meinem ersten Besuch habe ich auch nur die beiden "sicheren" gesehen.
(17.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Und das war unter den dortigen Haltungsbedingungen auch gut so. Eigentlich eine Schande, dass Köln seine - wahrscheinlich nicht mehr junge - Hyäne in dieses "Loch" abgegeben hat, wodurch es ja NOCH enger wurde. Vielleicht sollte man auch lieber sagen, "abgeschoben" - schließlich musste man in Köln mehrfach Raubtiere relativ schnell loswerden, um die alten Käfige abreißen zu können. Der letzte Jaguar wurde meines Wissens an einen Privathalter abgegeben... Müsste glatt mal anhand meiner Besuchs-Artenlisten und der Kölner Jahresberichte recherchieren, ob die Gelsenkirchener Schabrackenhyänen eventuell die früheren Kölner waren. In der zeitlichen Abfolge käme das durchaus hin.
(17.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Also, ich kenne aus Duisburg immer nur ein Hyänen-Trio und kann mich nicht dran erinnern, das Köln zu der Zeit als die Tiere nach Duisburg kamen, überhaupt noch Hyänen hatte... Die einzigen Hyänen, die ich, Mitte der 80er überhaupt mal in Köln gesehen habe, waren die Schabrackenhyänen, da wo jetzt die Gepardenanlage ist... Die Duisburger Tiere, sind aber, meines Wissens, alle gestorben, und da sich der Plan, sie mit den Löwen zu vergesellschaften wohl zerschlagen hatte, hat Duisburg auch keine Anstalten gemacht, nachzurüsten...
(16.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @Karsten, gerade bei Leipzig, aber auch bei Halle und Erfurt gehe ich davon aus, dass die meisten Tiere zu DDR-Zeiten aus der Sowjetunion kamen. In den beiden größeren Artikeln im Panthera 1982 und 1978 ist über diese Thematik nichts zu lesen. Und auch in den Tierbestandslisten ist immer nur die Streifenhyäne genannt. Lediglich im Hallenser Zooführer von 1961 ist von einem Tiertransport aus Asien die Rede, denn mit den Sreifenhyänen kam noch ein Lippenbär in den Zoo. Und Köln hatte seine Streifenhyänen vom Zoo Kabul.
(16.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Damit ich nicht NOCHMAL die Duisburger Jahresberichte wälzen muss: Weiß jemand zufällig auch so, was aus den dortigen Streifenhyänen wurde? Man begann ja mit drei Tieren aus Zürich und erhielt dazu noch die letzte Afghanische Streifenhyäne aus Köln.

Ist hier inzwischen ein ausgesprochener Hyänen-Thread geworden, nicht wahr..?
(16.06.2006, 00:00)
Dirk K:   @IP66: Aus dem Bericht über den Masterplan lese ich das so, dass afrikanische Tiere um die Afrikawiese positioniert werden sollen. Hier soll auch ein Giraffenhaus, Außenanlage wird die umgestaltete Savanne sein und eine Schimpansenanlage entstehen. Ich fürchte, der Standort wird die Barasingha/Elch-Anlage sein.
(16.06.2006, 00:00)
Karsten Vick:   @Oliver: Bei den Streifenhyänen würde mich (natürlich) die Herkunft der Ursprungstiere interessieren, da wurde doch bestimmt auch Afrika und Asien vermischt. Die Tallinner Zucht begann mit einem Paar aus Mittelasien, ich glaube aus dem Zoo Jerewan.
(16.06.2006, 00:00)
IP66:   Wo will man die im engen Krefeld denn unterbringen? Auch im Stadion?
(16.06.2006, 00:00)
Zoosammler:   @Oliver Jahn: Übrigens sind für Krefeld jetzt auch Hyänen (welche ist nicht näher bekannt) geplant. Es geht sozusagen aufwärts.
(16.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Das werde ich sicher mal machen, denn ich habe da schon etwas "Blut" geleckt!!! Nur wissen wir ja nur zu gut, dass viele Tiere in diesen ESB`s oder EEP`s gar nicht auftauchen. Die beiden Aschersleber Tiere kamen auch nicht direkt vom Tierpark Berlin!!!
(16.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Tja, Oliver, dann musst du jetzt nur noch EINE Anfrage schreiben, nämlich nach Amersfoort... :-)
(16.06.2006, 00:00)
Matthias Papies:   Raymond van der Meer (DierenPark Amersfoort) führt die ESBs für Tüpfel-, Schabracken- und Streifenhyäne. Auf www.eaza.net nachzulesen.
(16.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver: Die Bereitschaft der Zoos, auf Anfragen zu antworten, ist immer unterschiedlich; das habe ich mehrfach festgestellt, egal ob ich nun fachliche Fragen hatte oder einfach nur nach Zooführern usw. anfragte. Meinem persönlichen Empfinden nach haben E-Mails bei sowas sogar einen Nachteil: Der Empfänger kann sie leichter ignorieren! Ein Brief ist auf dem Schreibtisch (dem richtigen, nicht dem virtuellen...)optisch präsenter.

Ich habe meine Anfragen immer in Englisch verschickt, und da ich das keineswegs alltagstauglich kann, lag beim Schreiben immer das Wörterbuch daneben. Überraschenderweise kamen manche Antworten auf Deutsch (fand ich sehr freundlich), aber auch ein altes Klischee wurde bestätigt: Paris antwortete in Französisch, und das kann ich nicht mal mit Wörterbuch... Habe ich mir von einem Bekannten übersetzen lassen. Kurioserweise hieß es in dem Schreiben auch noch, in Paris sei nie eine Pferdeantilope gehalten wurden, obwohl der dortige Bulle sogar fotografisch belegt ist! Ergo: Nicht alles, was Zoos antworten, muss auch stimmen, manche haben nicht einmal selbst eine komplette Sammlung ihrer Jahresberichte. Und mit dem Füllen SOLCHER Lücken wird die Datensucherei erst richtig spaßig!
(16.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Habe schon mal etwas gestern Abend angefangen, die Jahresberichte aus Leipzig auszuwerten. Den 2005 Nachwuchs habe ich noch nicht. Also bis 31.12.2004 sind in Leipzig
283 Tüpfelhyänen
77 Streifenhyänen und
28 Schabrackenhyänen geboren.
Die letzte Nachzucht war 1982. Dann lies man die Hyänenhaltung auslaufen. Das letzte Tier, eine Braune Hyänen, starb 1994. dann wurden mit den Tüpfelhyänen erst 2004 Hyänen wieder in den Bestand genommen, das Weibchen, welches als Männchen ausgewiesen war, kam bereits trächtig in den Zoo.
Ich glaube, mehr hat es wohl bisher in keinem anderen Zoo gegeben. Gerade was Tüpfelhyänen angeht, so war das auch zu DDR-Zeiten wohl der Exportschlager aus Leipzig, nicht nur in den Osten! Es gab wohl auch kaum einen Zoo in Westdeutschland, der seine Tüpfelhyänen nicht aus Leipzig bezog.
Michael, meinst du, die können dort mit meinen deutschen Briefen etwas anfangen? An den Zoo Poznan habe ich mal eine Mail und einen Brief geschrieben, den eine Freundin sogar ins polnische übersetzt hat, leider habe ich nie Antwort erhalten!
(16.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Es gibt da so eine ganz tolle Erfindung, die nennt sich "Briefe schreiben", und die kennt man auch in slawischen Ländern.... :-)

Aber ich habe auch nicht behauptet, dass das Datensammeln ein Zuckerschlecken ist, ich habe seitdem eine Hochachtung vor jedem, der sich das antut. Und "meine" Tierart war ja noch relativ einfach, da sie nie häufig in Zoos gehalten und auch erst ab 1967 gezüchtet wurde. Also kein Vergleich z.B. zu Tigern oder anderen "Standardtieren".
(15.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Gut, ich oute mich hier mal, ich bin Beamter, von daher dürfte das mit der Zeit kein Problem sein!!!!!!!!!
;-)
Aber mal ganz im ernst, das problem daran ist, dass man so wenig in Erfahrung bringen kann, welcher Zoo tatsächlich was hat! Allein bei der Suche nach den aktuellen Streifenhyänenhaltern in Europa bin ich ganz schnell an meine Grenzen gestoßen. Da gibt es eben leider auch nicht viel zu er"googlen", denn etliche Zoos gerade in Süd- und Osteuropa haben nicht mal eine HP, oder eine, die seit Jahren nicht mehr gepflegt wurde, oder ich bin deren Sprache nicht mächtig. Jetzt weiß ich, dass auf slowakisch die Streifenhyäne "Hyena pásavá" heißt!! Aber es ist mir z.B. nicht gelungen, den Verbleib der Aschersleber Tiere herauszufinden, denn selbst bei der Eingrenzung auf italienische Seiten war jede Suche erfolglos. Dennoch ist es ein spannendes Feld und von daher freu ich mich besonders auf den August und meine Reise nach Tallinn, auch (aber nicht nur) wegen der Streifenhyänen!!
(15.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Muss ja nicht gleich ein EEP sein. Und europäische Zuchtbücher gibt es auch für Arten, die - von wenigen Regionen abgesehen - nicht mal am Rande der Bedrohung stehen, z.B. für den Blässbock oder den Großen Kudu. Zuchtbuch heißt ja erst mal nur, dass man die Daten sammelt, um Blutlinien verfolgen zu können. Meines Wissens gibt es auch noch eine Vorstufe dazu, die sich dann "Monitoring" nennt und wohl nur Tendenzen im Auge behält; so etwas gibt es, glaube ich, sogar schon für Steppenzebras.

Also, Oliver, ran an dein Lieblingsgebiet. Eben hast du noch geschrieben, da hättest du wohl nicht viel zu tun, und jetzt auf einmal weißt du nicht, ob deine Zeit dir das erlaubt...? Also wirklich!
(15.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @ Michael, das wäre eine sehr reizvolle Aufgabe, bei der ich nur nicht weiss, ob meine Zeit und meine Familie mir das gestatten würden!
;-)
Aber unabhängig davon, gibt es denn EEP nicht nur für bedrohte Arten? Ich dachte immer, dass die Streifenhyäne in der Natur noch gar nicht bedroht wäre? Bei dem riesigen Verbreitungsgebiet gibt es sicher einige Stellen, wo das der Fall ist, aber generell dachte ich immer, sie zählt noch nicht zu den bedrohten Arten!


(15.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich fürchte eher das Letztere, denn das EEP existiert bestimmt schon 10 Jahre oder länger. Und von den 18 Anfangstieren stammten 12 aus Heidelberg... Vielleicht sind die beiden später vom Zoo Münster importierten Weibchen die einzigen Gründertiere, die hinzugekommen sind. Die Anzahl der Halter war und ist offensichtlich klein, und anscheinend wird ja auch immer nur ein Junges pro Wurf geboren?
(15.06.2006, 00:00)
Jana:   @Michael M. Wie lange ist schon das Goldkatze EEP gefürt? Liberec hat vor kurze Zeit einem Karter aus Heidelberg geholt und in dem Artikel über ihm hat gestanden, das es 2004 nur 20 Elemplare in Europa gehalten waren. Ist diese EEP so neu, oder hat sich das Anzahl von gehatenen Tieren seitdem dem Beginn nicht geändert?
(15.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver: Für die Asiatische Goldkatze ist damals sogar ein EEP gegründet worden, obwohl (oder gerade weil?) es nur 18 lebende Individuen in Europa gab... Fang doch einfach mal an, Daten zu sammeln. Habe ich mit meinen Pferdeantilopen damals ja auch gemacht, in der Hoffnung, durch meine Vorarbeit ein "richtiges" Zuchtbuch oder gar EEP zu provozieren, und das hat ja tatsächlich geklappt. Und wäre es nicht dazu gekommen, so hatte ich doch immerhin durch die entstandenen Kontakte einiges Interessantes über meine damaligen Favoriten erfahren.
(15.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @Michael, das wär ne feine Sache, aber ich glaube mal, da hätte ich nicht allzuviel zu tun!!! :-( Ich fand es schon enttäuschend, dass Dietmar Reisky für seinen Nachwuchs in Deutschland keinen einzigen Interessenten gefunden hat!!!!
(15.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Oliver: Falls mal ein Zuchtbuchführer für Streifenhyänen gesucht wird, solltest du dich unbedingt melden! (Oder gibt es womöglich schon eins?)
(15.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Bratislava hält auch noch Streifenhyänen.
(15.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Das Juntierpaar aus Ascherleben (Nachzucht aus 2005) wurde an einen italienischen Zoo abgegeben. Also muss es da irgendwo ein junges Geschwisterpaar geben, nach Aussagen des Tierparkleiters in Aschersleben.
(15.06.2006, 00:00)
Dennis:   In zürich gibt es schon seit dem Bau der himalayaanlage keine Hyänen mehr.
Und die Tiere in Tallin sind tatsächlich guZuchttiere.
Die sh aus Italien stammen vermutlich aus rom, dort hält man momentan aber nur noch ein altes Männchen.
(15.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   So sehr bewandert bin ich bei europäischen Zoos nicht, aber Streifenhyänen gibt es (sogar mit sehr guter Zucht) noch in Zürich und Tallinn, in Italien muss es sie jetzt noch geben (da sind die Aschersleber Jungtiere hingegangen) und Spanien hat damals zur Zucht die Hallenser Tiere aufgenommen, ohne dass ich bei beiden letzteren genau sagen kann, wo sie sind und ob es die Haltung in Spanien noch gibt.
(15.06.2006, 00:00)
Dennis:   @Oliver jahn. Stimmt gewissermaßen schon aber es gibt in Europa noch mehrere andere zoos, die Tüpfelhyänen haben, aber wo findet man noch die anderen beiden Artenß
Ich kenne nur Streifenhyänen aus Moskau und Schabrackenhyänen in Prag
(15.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @ Dennis, ich will nicht wieder anfangen mit "Früher war alles besser...", aber es gibt nach dem Ausscheiden von München nur noch drei Zoos mit Tüpfelhyänen, die auch züchten können, nämlich den Tierpark Berlin, Gelsenkirchen und Leipzig. Die alte "Patze" im Zoo Berlin erhält nur noch ihr Gnadenbrot und soll auch nicht ersetzt werden. Dagegen gibt es zwei Halter von Schabracken- und zwei Halter von Streifenhyänen. Drei zu zwei ist aus meiner Sicht nicht unbedingt ausreichend. Erdwölfe hatten wir ja schon mal, in Deutschland gibt es sie gar nicht mehr, die letzten gab es in Krefeld und die vorletzten in Frankfurt.
(14.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich meine, irgendwo von etwa 35 Jungtieren bei den Leipziger Schabrackenhyänen gelesen zu haben? Das müsste dann eigentlich der Chronik "Auf der Spur des Löwen" entstammen, die hatte ich kürzlich in der Hand.
(14.06.2006, 00:00)
Dennis:   In meinem zooführer von 1974 steht, sie hätten vierma´l gezüchtet. Natürlich könnten sie auch später noch gezüchtet worden sein.
(14.06.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   @dennis, ich bin mir ziemlich sicher, daß die Schabracken in Leipzig weitaus öfter als nur viermal gezüchtet haben.
Deren Haltung und Zucht, wie auch die von von Streifen-und Tüpfelhyänen hatte in Leipzig lange Tradition. Neben Löwen und Amurtigern dürfte auch die Zucht von Hyänen in Leipzig Weltrekord sein. Die Haltungsbedingungen im Alten Raubtierhaus allerdings wohl auch. In den Neunzigern hatte ich mal die Möglichkeit das Haus von innen zu sehen,
war normalerweise nicht zugänglich.
Dagegen nahmen sich die Käfige im Neuen Raubtierhaus (heute "Entdeckerarche" geradezu großzügig aus.
(14.06.2006, 00:00)
dennis:   ja Leipzig hatte viermal nachswuchs bei den schabrackenhyänen
Ich finde den Zoobestand an Tüpfelhyänen ausreichend, aber die anderen drei arten könnte man ruhig öfters zeigen !
PS: Gibts irgentwo in Europa noch Erdwölfe ?
(14.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Kann mich aus dem alten Ruhrzoo eigentlich nur noch gut an das Affenhaus, das Raubtierhaus und das Elefantenhaus erinnern... Und die Erinnerungen sind alle nicht wirklich positiv, was die Tierhaltung angeht...

Und an einige, seltene oder besonders schöne Tiere kann ich mich erinnern... Jentinkducker, die Tüpfelhyänen, Rappenantilopen, Bergzebras, Wildesel und diverse Antilopen
(14.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Die Schabrackenhyänen in Gelsenkirchen waren zwar zeitweilig auf dem alten Wirtschaftshof untergebracht, aber ich habe sie auch im Schaugehege gesehen (da, wo auch schon Afrikanische Wildhunde gehalten wurden).
(14.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Aus Gelsenkirchen kenne ich nur Tüpfelhyänen... Aber der damalige Ruhr-Zoo hat ja beinahe alles gehabt... Hätte ja auch Ruhe-Zoo heißen können !
(14.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Dortmunder: Bisher hatte meines Wissens weder Berlin noch Kronberg Nachwuchs.

An die Kölner kann ich mich auch noch erinnern, die waren in den alten Raubtieranlagen auf der Fläche des jetziges Gepardengeheges untergebracht, und gleich daneben gab es noch die letzte Afghanische Streifenhyäne, Java-Leoparden und einen Westafrikanischen Geparden - nettes Sortiment...

Ansonsten weiß ich von früheren Haltungen in Leipzig, Basel (am Raubtierhaus, später durch Mähnenwölfe ersetzt), Frankfurt (im alten Raubtierhaus), Hannover, Zoo Berlin (2x je 1 Paar) und Gelsenkirchen. In Hannover (in den 70ern) sind sie allerdings, soweit ich weiß, nie hinter den Kulissen hervorgekommen. Gezüchtet haben sie definitiv und vielfach in Leipzig, eventuell auch in Basel?
(14.06.2006, 00:00)
cajun:   Es sind 2 Tiere in Friedrichsfelde. Waren auch beide zusammen im Innengehege zu sehen. Laut Jahresbericht sind sie gerade zusammengewöhnt worden.Und eines ist, hab es an Pfingsten auch gesehen, wirklich ganz kahl. Da eine neue Anlage für Tüpfelhyänen gebaut wird, ziehen die beiden dieses Jahr auf deren Anlage um und aus dem Brehm-Haus aus.

(14.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Das klingt ja nicht wirklich gut... Wie viele Braune Hyänen hält Berlin denn ? Nur ein Paar ??? Und wie siehts in den beiden Zoos mit Zuchterfolgen aus ?

Kann mich auch noch an eine ehemalige Haltung in Köln erinnern... Aber Hyänen sind meiner Meinung nach eh stark unterrepräsentiert...
(14.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Kein Wunder, es gab bisher auch nur einen Film über den "Strandwolf" und in deutschland gibt es sie nur noch im Tierpark Berlin, dort in Wehcselschicht im Brehm-Haus. Allerdings sah das eine Tier bei meinem letzten Besuch zu Ostern sehr ungesund aus. Es war fast völlig nackt und hatte gar keinen Schulterumhang mehr. Auch der Schwanz war ganz nackt.
(13.06.2006, 00:00)
dennis:   Ich habe mal Bekannte gefragt was sie am Kronberger Zoo am besten fänden und sie sagten: Die schabrackenhyänen, die hätten sie nämlich weder in einem anderen Zoo noch in einem Dokumentarfilm gesehen
(13.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Nochmal zu den Kagus zurück: Frankfurt hatte auch schon welche, und zwar in den 60ern.
(10.06.2006, 00:00)
giraffenmichel:   Auch ein Beispiel für eine Tierart die erst häufig gehalten wurde und dann zu einer selten zu sehenden Art wurde ist das Banteng...
Hier ist wohl das Problem das die Tiere sich "zu gut" vermehren und bald kein Bedarf mehr bestand, daraufhin haben etliche Zoos ihre Bantenghaltung aufgegeben. Nach dem Motto was soll ich damit, wenn ich sie eh nicht losbekomme...
Ich finde das echt schade weil es so hübsche und liebe Tiere sind...
Die beiden Karlsruher Banteng sind im Umbauplan auch nicht mehr berücksichtigt :-( und gelten als Auslaufmodell
(07.06.2006, 00:00)
IP66:   Was Gehege und deren Beurteilung durch ihre Bewohner angeht, hatte ich ein Erlebnis in Nürnberg. Es gab eine Zeit, da tauchten allenthalben dort nachgezüchtete Kori-Trappen auf, und als ich nach ein paar Jahren Nürnberg besuchte, fand ich keine Trappen, bis ich dann vor der Kranich-Grube im oberen Teil des Zoos stand: Mehr Matsch als Wiese im dichten Wald, nationalsozialistisch-germanisch ummauert resp. ins Erdreich vertieft, feucht und in jeder Hinsicht unerfreulich. Den Trappen aber gefiel das, obgleich sie doch so empfindlich gegen Staunässe, Kälte und das Grubendasein insgesamt sein sollten.
(07.06.2006, 00:00)
Stefan Schubert:   Die Leipziger Hyänen haben sicherlich einen Besucherbonus durch ET&C! So kommentiert der Pfleger die Schaufütterung immer auch auf dem Vorwissen der Zuhörer aus der TV-Sendung basierend! Doch die Anlage hat sicherlich ebenfalls ihren Anteil an der hohen Publikumsgunst!
(07.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Bei meinem kürzlichen Besuch in Leipzig stand viel Publikum vor der Hyänenanlage (und ich längere Zeit zum Fotografieren), und da habe ich nicht ein einziges Mal gehört "sind die hässlich" oder Vergleichbares. Nun gut, inzwischen sind ja - dank Disney - auch Warzenschweine Publikumslieblinge; vielleicht gelten Hyänen wegen des selben Trickfilms inzwischen als lustig??

Ich weiß nicht, ob das was mit einer veränderten Einstellung zur Hyäne zu tun hat, aber: Früher galten Hyänen wegen ihres abfallenden Rückens als unproportioniert. Genau dieses Körpermerkmal zählt heute (aus gesundheitlichen Gründen: leider) bei Deutschen Schäferhunden zum Schönheitsideal.... So gesehen ist die "typische Hyänengestalt" in unserem Straßenbild inzwischen alltäglich geworden.
(06.06.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Es gab einmal Zeiten, (oder gibt es sie noch?) da haben die Zoos ihre Besucher befragt, welche der gesehenen Tiere sie "schön" und welche sie nicht so "schön" finden! Bei fast allen Umfragen dieser Art kamen dann die Hyänen immer ganz schlecht weg. Und damit haben die Zoos nach und nach ihre Hyänenbestände auslaufen lassen. Ich habe das ja mal in meinem Artikel im TG-Rundbrief geschildert. Allerdings hege ich die Hoffnung, dass nach einer Zeit, in der es tatsächlich nur noch Hyänen in 3 deutschen Zoos gab, nun wieder einige Halter dazukommen. Auch wenn ich hier gelesen habe, dass München die Haltung beendet hat, sind ja zu den beiden Berliner Zoos immerhin noch Kronberg, Gelsenkirchen, Leipzig (wieder) und Aschersleben hinzugekommen. Das sind bei weitem keine Zahlen, wie man sie von früher her kennt, aber es ist irgendwo ein "Hoffnungsschimmer" für Hyänen-Fans wie mich. Und gerade in Aschersleben habe ich es regelmäßig erlebt, dass sowohl Erwachsenen, als auch Kinder oft bei den Hyänen länger stehen, als bei den Jaguaren! Und gerade bei den so extrem seltenen Streifenhyänen staune ich immer wieder, welch hohen Wiedererkennungswert die Tiere doch beim Publikum haben.
(06.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ein schönes Beispiel für Aufs und Abs sind meines Erachtens die Krallenäffchen. Als ich Ende der 70er, Anfang der 80er begann, andere Zoos zu besuchen, stand ich noch fast ehrfürchtig vor Krallenäffchen, weil mein Heimatzoo Hannover damals keine hielt. Meine ersten Lisztäffchen sah ich in Emmen (!), Rotbauchtamarine und Zwergseidenäffchen kannte ich nur aus Frankfurt (letztere eventuell auch aus Duisburg, kann ich mich aber nicht genau erinnern), und an manche Arten war noch gar nicht zu denken. Am häufigsten waren noch Weißbüscheläffchen - und die sind heute weitgehend auf Privathalter beschränkt... Dagegen kann ich Lisztäffchen langsam nicht mehr sehen (ich weiß, das ist ungerecht und spricht eigentlich für eine erfolgreiche Erhaltungszucht), selbst kleine und kleinste Tierparks haben welche. Bin gespannt, ob auch bei den Krallenäffchen in nächster Zeit ein "Pillenknick" kommt. Hannover hat seine Lisztäffchen kürzlich gegen Kaiserschnurrbarttamarine ausgetauscht, und mir scheint, als sei die große Schwemme der Goldkopf-Löwenäffchen schon vorbei...?
(06.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Auch Basel hatte früher Kagus, aber damit und mit den schon erwähnten Zoos sind womöglich schon alle Zoos der deutschsprachigen Länder abgedeckt, die in den letzten Jahrzehnten Kagus hielten.

Auf dem Vogelsektor gibt es in Sachen Zucht bestimmt nicht nur bei den spektakulären Arten Nachholbedarf. Häherlinge z.B. sind in fast jeder Fasanerie zu finden, oft in mehreren Arten, aber in den Jahresberichten liest man selten was über Nachzuchten.

Und bei den Reptilien sind es z.B. die Warane, die seit jeher in Terrarien gezeigt werden, aber bis vor zehn Jahren in unseren Zoos nur sehr selten gezüchtet wurden (und dann am ehesten die kleinsten Arten wie der Stachelschwanzwaran). Die Reptilienzucht hat ohnehin für meinen Geschmack den größten Quantensprung gemacht, nicht zuletzt auch ausgelöst durch die Erfolge privater Züchter, die den Zoos da noch immer um Längen voraus sind.
(06.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Na ja, so häufig waren zumindest die Kagus nicht... Hab, wie gesagt, meinen ersten lebenden Kagu im April 06 in Wuppertal gesehen, obwohl ja auch welche über lange Zeiträume in Walsrode und Berlin gehalten wurden... Aber mit der Zucht hat es ja (trotz diverser Ansätze in Berlin) wirklich erst in der Neuzeit geklappt... Felsenhähne hab ich aber damals sehr regelmäßig gesehen (z. B. in der Aguti-Grotte im alten Duisburger Elefantenhaus und in Münster)
(06.06.2006, 00:00)
Stefan Schubert:   In Sachen Europäischer Fischotter hatte ich mein Aha-Erlebnis: Im Glauben an naturnahen und offenen Anlagen als Optimum für Zootiere fuhr ich nach Hoyerswerda, dem Zoo, dem es als erstes im Ostblock gelang Fischotter nachzuziehen, kurz nach dem Alpenzoo, und war im wahrsten Sinne des Wortes schockiert, als ich vor deren KÄFIG stand! Es ist ein schlichter, dunkler Zweckbau mit dicken Gittern, aber einer Einrichtung, wie es den Tieren wohl zusagte, da sich hier die Zucht seit 1985 ja wiederholte. Seither bin ich nicht mehr ganz so skeptisch, wenn ich Käfige sehe, ich beurteile nun nach dem, was darin ist und welche Möglichkeiten die Bewohner haben, ihre Bedürfnisse auszuleben!
Schaut man Zooführer der Sechziger bis frühen Achziger an, findet man schnell, dass einst auch Kagus und Felsenhähne beider Arten fast schon zum "Muss" eines grossen Zoos gehörten, jedenfalls waren sie in mehreren Einrichtungen zu sehen. Ich brauch wohl nicht zu erwähnen, wann es bei diesen Arten erstmals mit der Nachzucht klappte!
(06.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Gute Frage. Ich vermute, dass die Gehegestruktur eine wichtige Rolle gespielt hat. Früher hielt man Otter - egal welcher Art - oft wie Robben: Großes Wasserbecken, kleiner bis winziger Landteil (bzw. Felshaufen oder Betonplattform). Wenn man sich ansieht, wieviel Zeit Europäische oder Zwergotter an Land verbringen, dürften sie sich in der alten Haltungsform nicht allzu wohl gefühlt haben, zumal sie ständig auf dem Präsentierteller saßen. Gerade bei Eurpäischen Ottern scheint jedenfalls die Möglichkeit zu einer eher heimlichen Lebensweise ihre Fortpflanzungswilligkeit zu beeinflussen.
(05.06.2006, 00:00)
Hannes:   Warum kam es denn plötzlich zu Zuchten bei den Ottern?
Was wurde geändert
(05.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Viele Vogelarten fallen in diese Kategorie, wobei das oft daran liegen dürfte, dass sie nur als dekoratives Beiwerk gehalten werden, ohne auf ihre speziellen Lebensansprüche einzugehen. Beispiel: Marabus, Kronenkraniche, Sattelstörche, Sporengänse. Beliebt für Afrika-Themenbereiche, aber falls sie nicht ohne Zutun brüten (und das tun sie selten), wird oft auch wenig dafür getan. Cottbus hat wahrscheinlich mehr Marabus gezüchtet als alle anderen Zoos auf der Welt zusammen....

Bei den Säugern fallen mir spontan die Kleinraubtiere ein. Die meisten Marderarten sind relativ problemlose Pfleglinge, aber mit der Zucht hapert es deutlich - da kann auch die Zwergotter-Schwemme nicht drüber hinweg täuschen. (Und auch bei dieser Art ist erst vor gar nicht so langer Zeit "der Knoten geplatzt".)
(04.06.2006, 00:00)
Dortmunder:   Ich glaube, einer dieser Fälle könnte der Elch (mit einigen Ausnahmen) sein, genau wie ein lapidares Tier wie der Feldhase... Also, man sieht, es sind nicht immer die "Exoten", die Zoos vor Probleme stellen... Ein exotisches Beispiel ist aber, zum Beispiel, der Schuhschnabel... (hatten wir aber, glaub ich, schon mal), oder auch Languren und "Blätteraffen" (Nasen- und Kleideraffe, z.B.)
(04.06.2006, 00:00)
Hannes:   Nie häufig
naja hab ich mich vertan.
Ja darum geht es ja auch! Teilweise werden die Arten einfach nicht gezüchtet.
See-Elefanten scheitern an der Haltng genau wie Wale und somit auch häufig die vermehrung aber was ist mit Tierarten bei den man denken könnte die Haltung sei nicht schwer, oder sie auch in Menschenobhut lange leben aber nicht nachziehen.
Gibt es beispiele für solche Arten?
(04.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Der Quetzal war aber nie häufig. Nur Importtiere, gezüchtet haben sie in Deutschland (oder in ganz Europa?) nie. Walsrode dürfte der letzte deutsche Halter gewesen sein.
(04.06.2006, 00:00)
Klaus Schüling:   Ähnliche Threads:
"Die Letzten Ihrer Art"
"Sammlungen der Zoologischen Gärten"
(04.06.2006, 00:00)
Hannes:   Ich hab mal drücer nachgedacht wie die Bestände vieler Tierarten i den Zoos aussieht und Aussah.
Meerkatzen, Pottos zum Beispiel waren einst so weit verbreitet das sie sogar beliebte Haustiere wurden wobei diese durch die Übersättigung dann in den Zoosausstarben (mehr oder weniger).Auch in vielen Threads wie Bären, Kängurus und Rinder haben wir schon darüber geredet.
Die Zoos behaupten zwar das sie auch bei Häufigen Arten darauf achten das die Bestände stabil bleiben aber kaum bekommt der Zoo ne seltene Art sterben wieder häufige aus.
Was ist der grund dafür das viele einst häufige Arten verschwinden und was sind Beispiele?
Ich denke da an See-Elefant, Quetzal, Meerkatzen, Gnus...
Gibt es eventuell auch Arten die in Zoos einst häufig, dann verschwunden und dann wieder aufgetaucht sind wie z.B. der Kampläufer.
Ach ja kann es sein das ich schon mal (oder jemand anders) einen ähnlichen Thread eröffnet hat.
Hab kaum noch nen Überblick.


(04.06.2006, 00:00)

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