
| IP66: | Man könnte den Bogen auch dahingehend schlagen, daß man eine Teutonenhalle mit Wisenten, frei fliegenden Raben, Bären und Auerochsen fordert - gleichsam eine Art Indoorwildpark. Immerhinhabe ich einmal einen Entwurf für einen Zoo in einem Hochhaus gesehen (aus den 70ern), den man dann allerdings doch nicht gebaut hat. (24.03.2007, 16:15) | ||
| Michael Mettler: | @? Die Erfahrung eines Zoos und die vorgegebenen Richtlinien müssen ja keineswegs übereinstimmen, deshalb frage ich. M.W. muss auch allen Tieren Trinkwasser zur Verfügung stehen, obwohl z.B. viele Wüsten bewohnende Kleinsäuger ihren Flüssigkeitsbedarf problemlos über das Grünfutter decken können. Auch in einer Wüstenhalle, um langsam den Bogen zurück zu kriegen :-) (23.03.2007, 19:14) | ||
| Hannes: | Was Ställe und Unterstände angeht gibt es ja die Richtlinien aber was Sicherheit angeht da weiß ich so auch nichts aber am Beispiel der Kamelhaltung, es gibt Zoos die welche in "Protected Contact" bzw "Hands Off" (Toll sowas mal über Kamele also Haustiere zu sagen) und andere die Ihre Tiere rumstehen lassen, wiederum welche die Ihre trainieren und welche die nur die Hengste besonders behandeln. (23.03.2007, 18:33) | ||
| ?: | Das weiß ich nicht, da müßtest du mal einen Zoomitarbeiter fragen. Ich kann es mir aber nicht vorstellen, jeder Zoo sollte eigentlich in der Lage dazu sein,selbst zu entscheiden, ob er winterharten Arten einen Stall oder nur einen Unterstand zur Verfügung stellt. (23.03.2007, 18:29) | ||
| Michael Mettler: | Gibt es eigentlich Vorschriften in Haltungsrichtlinien oder Sicherheitsbestimmungen darüber, für welche Zootiere trotz Winterhärte ein Stall vorhanden sein muss? Auch Wisente oder Bisons bräuchten doch vom Klima her eigentlich keinen. (22.03.2007, 20:12) | ||
| ?: | Dafür reicht doch ein Absperrgehege , natürlich benötigen die Tiere einen Unterstand , aber ein fester Stall ist nicht notwendig. (22.03.2007, 20:02) | ||
| Michael Mettler: | Um den Hengst oder eine fohlende Stute absondern zu können, dürfte ein Stall aber nützlich sein... Der fehlende Stallraum wurde mir auf Anfrage hin vom Zoo als Hauptargument genannt, warum keine der Großkamelformen im Zoo verblieb. (22.03.2007, 19:53) | ||
| ?: | Ja , ich meinte die Fläche, denn eventuell ist auch die Anlage zu felsig für Dromedare.Die Schieber sind nicht das Problem , denn Dromedare sind winterhart und brauchen keinen Stall. (22.03.2007, 19:18) | ||
| Michael Mettler: | Für die dürften aber die Schieber in den Stall zu klein sein :-) Was ? meint, ist wohl eher die FLÄCHE der jetzigen Bärenanlage... (22.03.2007, 18:46) | ||
| ?: | Die jetzige Bären-Anlage ist nach Tod der letzten Bärin für Dromedare vorgesehen. (22.03.2007, 17:52) | ||
| Michael Mettler: | Auch wenn es in der Außendarstellung immer heißt, mit Yukon Bay fehle nur noch eine der geplanten Erlebniswelten, heißt das ja noch nicht, dass der Zoo dann komplett umgebaut ist. Vom Dschungelpalast bis zur jetzigen Robbenanlage wartet noch ein sehr großes Areal auf seine spätere Nutzung, und der Australien-Antilopen-Bärenbereich ist ebenfalls noch da. Zudem dürfte in absehbarer Zeit das aus den 50er Jahren stammende Tropenhaus - unter heutigen Verhältnissen angeblich eine "Energieschleuder" abgängig sein. Selbst wenn dadurch keine eigentliche neue Erlebniswelt entstünde, ließen sich auf den entsprechenden Flächen durchaus Tropenhallen mit den bereits vorhandenen Themen Südostasien und Afrika schaffen. Der erstgenannte Bereich wäre sogar noch groß genug für eine weitere Erlebniswelt - vielleicht wird ja eines Tages mein Traum von einer Australienhalle wahr...? (22.03.2007, 13:30) | ||
| Sacha Beuth: | @IP66: Bei meinem letztjährigen Besuch in Leipzig habe ich in der Pongoland-Halle Schilder für drei oder vier freifliegenden Vogelarten gesehen (u. a. Turako), jedoch nicht die Vögel selbst. Ist das in diesem Fall nur ein Gag? (22.03.2007, 12:51) | ||
| Stefan Schubert: | Ich sehe durchaus Sinn in der Verfahrensweise in Hannover, denn ist einmal Alaska fertig, fehlen neue Grossprojekte, die man mit der Schaffung weiterer Huftiergehege am Sambesi nicht hat und eine Tropenhalle kommt als was ganz späktakuläres beim Gros der Besucher sicher an, sollten sich einmal "Ermüdungserscheinungen" breitmachen! (22.03.2007, 12:46) | ||
| IP66: | Ich finde es aber trotzdem interessant, daß man bis jetzt auf diese Halle verzichten zu können gemeint hat. Sicher gibt es Utopien und Pläne, und auch die sagen üebr die entsprechenden Absichten einiges aus - aber ich finde es auch immer interessant, welche Pläne dann verwirklicht werden und welche nicht. Und da wäre die einzige Halle in einem Erlebniszoo wohl das neue Menschenaffenhaus in Leipzig, das aber wohl das Freifliegerkriterium nicht erfüllt (22.03.2007, 11:53) | ||
| Michael Mettler: | Berichtigung: EINIGE Tiere hätte es heißen sollen, denn die für die Halle geplanten Krokodile, Tropenvögel und Schmetterlinge fehlen nach wie vor in Hannover. (21.03.2007, 13:37) | ||
| Michael Mettler: | Für Hannover war eine gewächshausartige Tropenhalle zum Thema Südostasien im ersten Entwurf des Erlebniszoos enthalten, die sich rückwärtig an den Dschungelpalast anschließen sollte. Zwar wurde sie bisher nicht verwirklicht und die Tiere anderweitig untergebracht (z.B. die Leoparden), aber m.W. ist das Thema noch nicht ganz vom Tisch, da für diese Bereich nach wie vor keine konkrete Zielplanung besteht und man sich somit alle Möglichkeiten offen hält. (21.03.2007, 12:10) | ||
| IP66: | Das berliner Aquarium unter den Linden würde ich eher mit der europäischen Grottenmode verbinden, die sich von barocken Beispiele (etwa Wilhelmshöhe und Wilhelmstal bei Kassel) über entsprechende Landschaftsgärten (kann man auch Wilhelmshöhe heranziehen, aber auch Schwetzingen, Ludwigsburg usf.) auch in die Zoos fortgesetzt hat, wobei reine Gottenanlagen eher selten sind - mir fallen jetzt nur die Bergtierfelsen in Köln und Hannover ein. Für Aquarien waren diese Dinge nahliegend, und es mag sein, daß das berliner Aquarium auch Hagenbecks stellinger Ideen beeinflußt hat. Zu den Gewächshaushallen scheint mir aber nur ein Umweg zu führen: Diese sind ja hier und da (nicht in Hannover, nicht in Gelsenkirchen, aber in Leipzig) Bestandteil der neuen Kunstfelsenzoos, und zwar deshalb, weil sie der Idee, eine "Natur" ohne Gitter, sichtbare Stallungen und Infrastruktur vorzuführen, verwirklichen helfen. Die hier vorhandenen Grotten sine ja oft auch ein Mittel zum Zweck: sie führen die Besucher in den gelsenkirchener Seelöwentunnel, führen die Besucher näher an das Bärengehege heran und schaffen bei den Bibern Schatten, damit man die Einsichten unter die Wasseroberfläche überhaupt nutzen kann. Atmosphärisch sind diese Grotten eher Behelfslösungen, nicht inszenierte Ereignisse, wie manche der Grotten des 19. Jahrhunderts (sinnfälligstes Beispiel wäre hier die Venusgrotte bei Schloß Linderhof in Oberbayern). Insofern habe Halle und Grotte gemein, daß man sie im Artenzoo nicht recht brauchen kann. (21.03.2007, 11:32) | ||
| Shensi-Takin: | Seltsam, an das alte Berliner Aquarium unter Brehm musste ich in diesen Zusammenhang auch denken; schenkt man zeitgenössischen Abbildungen davon allerdings Glaube, dürften dort nur ungebetene tierische Gäste wie Mäuse, Kakerlaken und Silberfischen "Freigänger" gewesen sein. (20.03.2007, 21:21) | ||
| Michael Mettler: | Wenn man sich beim Thema Landschafts-Illusion mal vom Idealbild einer reich bepflanzten Halle löst, müsste man dann nicht sogar die grottenartige Gestaltung des Berliner Aquariums Untern den Linden dazu zählen? Ich habe allerdings keine Ahnung, ob es dort "Freigänger" gab. Aber auch Höhlen sind schließlich Landschaftselemente - und seit einiger Zeit bei Zoo-Umbauten wieder schwer in Mode, wenn auch selten als geschlossene Halle. (20.03.2007, 18:31) | ||
| IP66: | Die Frage ist, ob die Besucherhalle in den Vogelhäusern in Köln oder Basel schon als Freiflugraum genutzt wurde. Über die Krokodilhalle in Berlin haben wir ja schon einmal nachgedacht. Sie ist m E. immer noch ein schwieriger Grenzfall. Freiflieger gab es dort nicht, und die Urwaldillusion beschränkte sich eigentlich immer auf die Brücke und die Bepflanzung. Nun gibt es aber romantische Bambusbrücken schon im englischen Garten des 18. Jahrhunderts, und bepflanzte Volieren, sogar mit urwaldartig bemalter Rückwand, gab es auch schon länger, Bodinus' Ibis-Voliere ist sicher nicht das älteste Beispiel. Man könnte sich also auf die Position zurückziehen, die berliner Krokodilhalle sei nicht viel mehr als ein begehbares Terrarium oder eine bepflanzte Version der Krokodilbänke des Jardin des Plantes. So weit würde ich aber auch nicht gehen, sondern eher eine organische Entwicklung konstatieren: Die berliner Krokodilhalle hat die entsprechenden Anlagen in Leipzig, Wuppertal und Duisburg beeinflußt, die Tatsache, daß in manchem Gewächshaus des frühen 19. Jahrhunderts eine Gruppe Mandarinenten herumlief, beförderte sicher die Ideen zu Freiflugräumen. Man darf auch die Palmenhalle im berliner Antilopenhaus, auch wenn sie nicht mit Tieren bevölkert war, in dieser Entwicklungslinie nicht vergessen. Allerdings brauchte es recht lange, um wirklich auf die Idee zu verfallen, Gewächshaus resp. Wintergarten und Tierhaus nicht nur, wie in Berlin, nebeneinanderzustellen, sondern als Einheit zu verwenden. Da sind die Freifluräume - die ersten ja samt und sonders keine echten Gewächshäuser - die berliner Krokodilhalle und auch die erwähnten Vogelhäuser nur Stufen auf dem Weg. Wenn ich es recht übersehe, sind dann erst die Urwaldhäuser für Menschenaffen der entscheidende Schritt zur Halle, und da sieht man ja selbst Krefeld noch an, daß der Architekt eigentlich sehr wohl zwischen Anlage und Pflanzenbeet unterschieden wissen wollte. Insofern war der Weg zu den heutigen Hallen wohl eher ein evolutionärer, und die Idee einer Naturillusion wohl die entscheidende Entstehungsursache - der klassische Artenzoo braucht diese Hallen nicht, und selbst Hagenbeck ist zu keinem Zeitpunkt dergleichen eingefallen, obschon er darauf hätte kommen können. (20.03.2007, 17:18) | ||
| Michael Mettler: | Wenn ich persönlich ein Kriterium dafür festlegen wollte, welches Zoohaus ich als Biotop-Halle bezeichnen würde, dann würde ich die Haltung frei laufender bzw. fliegender Tierarten (neben oder statt solcher in Gehegen) an erster Stelle sehen. Ob das Dortmund mit seinem einzelnen Freigänger-Tupaia erfüllt, ist eine amüsante Grenzfrage.... Als "erste" Tropenhallen mit Urwaldillusion fallen mir die Krokodilhalle im Berliner Aquarium und die frühere Freiflughalle in Zürich ein, welche die erste ihrer Art in Europa gewesen sein soll. Auch die Viktoria-Halle in Wassenaar (für Vögel und im Gewächshausstil) dürfte zu den Pionierbauten gehört haben - leider war sie schon geschlossen, als ich den Zoo zum ersten und einzigen Mal besuchte. (20.03.2007, 12:31) | ||
| IP66: | Leider kam der Gedanke nach dem Knopfdruck: Gehört denn Ihrer Meinung nach auch noch das dortmunder Orang-Tapir-Haus in die Welt der Hallen? Es ist ein Gewächshaus und es gibt auch Pflanzen, aber es zeigt herkömmliche Gehegebegrenzungen und verzichtet auf die Urwaldillusion. (20.03.2007, 11:52) | ||
| IP66: | Bleibt nur die Frage, welches Haus das erste war und deshalb die meisten Kinderkrankheiten entschuldigen darf ..? (20.03.2007, 11:49) | ||
| Matthias: | Rotterdam passt da durchaus in diese Beschreibung. Ähnlich wie in Menschenaffenurwaldhäusern sind dort im Besucherraum und im Hintergrund Pflanzen angeordnet. Besucherabsperrung ist ein Graben bzw. das Badebecken. Das Haus im Chester Zoo kann man mit Fotos auf www.zoolex.org finden. (19.03.2007, 10:55) | ||
| IP66: | @Matthias: Chester und Rotterdam kenne ich nicht - wobei ich zumindest für Rotterdam bald Besserung geloben kann. Ausgangspunkt war für mich das krefelder Menschenaffenhaus, und wenn ich das zur Grundlage einer Definition mache, würde die etwa so aussehen: Das Gebäude müßte ein Glashaus sein, in dessen Innenraum versucht wird, Gehege und Besucherraum einheitlich als Urwald zu inszenieren und auf Gitter und Zäune weitestgehend zu verzichten. Könnte man damit denn Rotterdam erfassen? Köln würde ich jedenfalls nicht dazu zählen, Wuppertal ebenfalls nicht. (19.03.2007, 10:43) | ||
| Sacha Beuth: | @Michael Mettler. Ein wenig abseits des Themas: Ein grosses Savannenhaus, dass ungefähr zu Deiner Beschreibung passt, gibt es im North Carolina Zoo in Asheboro. Dikdiks, Guerezas, Paviane, Steppenwaran plus div. andere Reptilien und Vögel. Drum herum Anlagen für Gaukler, Serval und Affenaussenanlagen sowie Panoramablick von oben auf die Afrikasavanne mit div. Antilopen. (19.03.2007, 10:21) | ||
| Michael Mettler: | Was ich im Dresdener Haus unschön finde, ist der asphaltfarbige Bodenbelag bei den Mandrills. In Verbindung mit seinen Kunstfels-Einfassungen erinnerte mich das irgendwie an eine Cart-Rennbahn für Kinder... Ähnlich irritierend finde ich auch den Boden im Dortmunder Orang-Tapir-Haus. Mag ja sein, dass er haltungstechnisch Vorteile bietet, aber kann man dieses Substrat nicht irgendwie einfärben...? (18.03.2007, 18:09) | ||
| Matthias: | Wie definierst du denn ECHTES Urwaldhaus für Elefanten? Seit 1994 gibt es im Zoo Rotterdam Taman Indah und im April 2006 wurde mit "Elephants of the Asian Forest" im Zoo Chester ein weiteres Urwaldhaus mit Elefanten eröffnet. (18.03.2007, 17:38) | ||
| th.oma.s: | @IP66: so hart war meine kritik doch gar nicht. das türprobleme wäre zu lösen. im übrigen teile ich Ihre einschätzung zur dresdner elefanten-halle durchaus. die bepflantung geht wohl auf den botansichen garten in dd zurück. (18.03.2007, 17:26) | ||
| IP66: | Zumindest sind die kölner Flizwände ein idealer Lebensraum für Hausmäuse - was Herrn Mettler als Nagetierspezialisten ja eigentlich freuen müßte. Ich vermute allerdings, daß man vor einer Auskleidung der Wände mit Kunstfels zurüschreckte und sich vielleicht auch eine Reduktion der Feuchte der Wände durch Kondenswasser versprach. @th.oma.s. Das dresdner Elefantenhaus würde ich ganz so hart nicht beurteilen, auch wenn ich Ihren Kritipunkten durchaus folgen kann. Der Bau scheint mir aber als Pionierbau und bisher einziges echtes Urwaldhaus für Elefanten "mildernde Umstände" zu verdienen. Der Vogelbesatz ist ja schon deshalb problematisch, weil große Elefanten große Türen brauchen, und ein Teil der Bretzelwege ist wohl dem Zwang geschuldet, genügend Besuchern gleichzeitig Blick auf die Elefantenanlage zu verschaffen. Die Beseitigung des Cafés wäre sicher sinnvoll, da zumindest ich meinen Kuchen beim letzten Besuch aktiv gegen besagte Spatzen verteidigen mußte. Zudem bietet sich von den entsprechenden Tischen kein Blick auf die Elefantenanlage. Die Bepflanzung scheint mir aber mit viel Sorgfalt und Liebe durchgeführt worden zu sein. das Problem, daß eine Elefantenanlage in eine solche Halle nie als Naturillusion integriert werden kann, ist aber wohl ein grundsätzliches, ebenso die platzraubende Gehegebegrenzung bei den Mandrills durch den Graben. Trotzdem finde ich den Einblick in die Innenanlage glücklicher als in dem späteren Neubau in Köln, wobei man allerdings einräumen muß, daß Dresden viel weniger Tiere und eben keinen Bullen hält. (18.03.2007, 11:33) | ||
| Michael Mettler: | Eine Halle a la Burgers' Desert, die zum Thema aber den afrikanischen Trockenbusch hätte, wäre sicher mal interessant - also quasi die Mega-Version der von IP66 genannten Anlage im Berliner Vogelhaus. Dafür stünde eine große Auswahl an Tierarten zur Verfügung, vom Dikdik bis zum Kleinen Kudu, vom Toko bis zum Glanzstar, vom Buschschliefer bis zur Streifenhyäne, dazu diverse Reptilien.... Und außen herum würden Netzgiraffe, Grevyzebra & Co. wunderbar zum Thema passen. (18.03.2007, 10:26) | ||
| th.oma.s: | @?: zum haussperling:"kümmern um den haussperlinng" ist in bezug auf die dresdner elefantenhalle bestimmt nicht der richtige ausdruck..., das cafe war eben in der planung nicht in der halle selbst vorgesehen... (18.03.2007, 10:19) | ||
| ?: | Ist doch in Ordnung, wenn sich die Zoos auch um die einheimischen Arten kümmern, der Bestand des Haussperlings ist nämlich extrem rückläufig.Und das ein Teil der Halle als Cafe " missbraucht " wird, halte ich für eine verkehrte Wortwahl , denn das Cafe war von Anfang an in der Planung vorgesehen und dürfte wohl kaum Einfluß auf die Elefantenhaltung in dem Haus haben. (17.03.2007, 18:08) | ||
| th.oma.s: | das elefantenhaus in dreden hat zwei probleme: 1. ein teil der halle wird als cafe missbraucht 2. luftfeuchtigkeit. die verstrebungen mussten nach vier jahren ausgetauscht werden. weitere reparaturen sind nach Herrn Ukrena erforderlich. die bepflanzung in dd (großbäume) wurden über den botansichen garten realisiert. vogelbesatz sind 99% haussperlinge. insofern ist die dd - elefantenhalle übrigens ein echter artenschutzbeitrag für großstadtsingvögel. (17.03.2007, 17:58) | ||
| Michael Mettler: | Die Filzwände im Kölner Haus fielen mir schon bei meinem Besuch kurz nach der Eröffnung auf. Sind die vielleicht als Pflanzvlies gedacht, auf dem Kletterpflanzen wie Ficus pumila ihre Haftwurzeln verankern können? Die Bevorzugung feuchter Tropenwälder als Hallenthema könnte daran liegen, dass großblättrige Pflanzen für mehr "Dschungel-Feeling" sorgen - und die findet man eben eher in feuchten Biotopen. (17.03.2007, 13:53) | ||
| IP66: | Die Idee an sich ist sicher klug, und es scheint ja auch, daß die Befplanzung in Dresden ganz gut aushält. Es gibt im Vogelhaus in Berlin ja auch einen kleinen Savannenraum, der auch ganz gut besetzt ist und anscheinend ebenfalls bepflanzungstechnisch keine Probleme stellt. Allerdings gibt es am Vogelhaus in Wuppertal eine Regenwaldfreiflughalle, in der es weder die Lüftungs- noch die Bepflanzungsprobleme gibt, die hier beklagt werden. Es kommt halt darauf an, daß man sowohl den Besatz wie die Befplanzung einer Halle sorgfältig auswählt, ein Belüftungssystem installiert, das seinen Namen verdient und - das scheint mir der Fehler in Dresden zu sein - ein vernünftiges Verhältnis zwischen Besucherweg und Pflanzfläche anstrebt. Als recht gelungen empfinde ich auch das Urwaldhaus in der Wilhelma, auch wenn der Vogelbesatz ein wenig dünn ist. Köln dagegen wirkt ein wenig wie eine Billigversion, vor allem die Filzbekleidung der Wände und die unglückliche Wegführung sowie die wenig engagierte Bepflanzung fallen hier auf. (17.03.2007, 11:19) | ||
| Niels: | Eine interessante Alternative ist meiner Meinung nach, solche Hallen nicht als Regenwald zu gestalten sondern mit Galeriewaldpflanzen zu besetzen, wie im Elefantenhaus Dresden. Es dauert zwar etwas länger bis die Bepflanzung eingewachsen ist, aber man hat nicht das Problem, daß die Feuchtigkeit den Bau schädigt. Das Klima zu halten ist auch billiger. Es riecht nicht so stark nach "Gewächshaus". Man kann ja auch besser lüften, da die Feuchtigkeit nicht gehalten werden muß. Auch wenn mir das Elefantenhaus nicht generell nicht sooo super gefallen hat. Vom Bewuchs her ist doch eine gute Abwechslung zum zehntausendsten Regenwaldhaus. (17.03.2007, 11:06) | ||
| IP66: | Die kölner Regenwaldhalle leidet auch unter Feuchtigkeit in den Wänden, dagegen scheint mir das krefelder und im Grunde auch das kölner Affenhaus recht stabil. Im übrigen gab es schon im 19. Jahrhundert Probleme mit der Bepflanzung des Palmenhalle im berliner Antilopenhaus, die dann erst wieder in den 80er Jahren als solche genutzt wurde. Ich habe ja schon öfter an anderer Stelle gefragt, ob die Besucher dieses Urwalderlebnis überhaupt wollen. Dem steht allerdings entgegen, daß auch Vogelhäuser klassischen Typs nicht alle Besucher ansprechen - was man vor allem in Frankfurt nachvollziehen kann. Die Lösung scheint mir darin zu liegen, daß man den - dünn besetzten Urwald mit mehr oder weniger konventionellen Einzelanlagen umgibt - Köln hat da das Prinzip des Brehm-Hauses übernommen, während Zürich, wenn auch ohne Kunstfelsen, letzlich einen puristsichen Urwald gebaut hat. Zürich verträgt aufgrund seiner Größe Besuchermassen besser als Köln. Das gelsenkirchener Flußpferd-Schimpansenhaus würde ich nicht unter die Hallen dieses Typs rechnen, weil es ja kaum Bepflanzung aufweist und letztlich Abuten der 70er zum Vorbild hat. (14.03.2007, 18:31) | ||
| Michael Mettler: | Die Indonesienhalle in Walsrode ist ein gutes Stichwort - als EXPO-Projekt müsste sie eigentlich Jahrgang 2000 sein. In ihr war nämlich sehr schön zu beobachten, wie das Wachstum der großen Pflanzen (Bäume, Palmen) im Laufe der Zeit dazu führte, dass der dekorative Unterwuchs zunehmend unter Lichtmangel litt und dementsprechend stellenweise ärmlich aussah. Lichtet man die Bäume zu Gunsten der Bodenpflanzen kräftig aus, geht wiederum das Wald-Feeling verloren. Bemerkenswert auch, dass die aus Indonesien importierten, hölzernen Götzenfiguren durch die hohe Luftfeuchtigkeit schon vorletztes Jahr so morsch waren, dass man mit dem Finger tiefe Löcher reindrücken konnte. (Womit man nicht mal großen Schaden anrichtete, da die Vögel die Entdeckung schon vorher gemacht hatten - eine der Figuren zeigte eine halbfertig gemeißelte Nisthöhle...) Abgesehen davon dürfte der Kot des dichten Vogelbesatzes ein Problem darstellen. Für herkömmliche Volieren wie z.B. Fasanerien gilt m.W. der Grundsatz, dass alle paar Jahre wegen Keimüberlastung der Bodengrund möglichst komplett ausgetauscht werden sollte. Das ist in einer dicht bepflanzten Halle natürlich nicht möglich. (14.03.2007, 15:45) | ||
| WolfDrei: | Und noch ein anderer Aspekt (oder zwei)für eine derartige Halle am Beispiel des Brehmhauses im TP: Wie lange hält wohl eine Stahl-(Holz-) konstruktion die Feuchtigkeit aus? Die Brehmhalle wurde ca 25 Jahre nach Eröffnung für viele Millionen saniert. Und dann wachsen dort Arten, denen die Luftfeuchtigkeit nicht gerade zuträglich wäre-bei höherer Feuchte fingen z.B. die Palmen an zu schimmeln. Eine Dschungelatmosphäre kommt dort durchaus nicht auf. Wie ist also der Kompromiß zwischen Purismus (Vegetation und Feuchtigkeit inklusive Temperatur) und der Beständigkeit der Konstruktion? Bei meinem Besuch in Walsrode 2006 tropfte die Indonesienhalle gewaltig-aber nicht vom Tropenregen im Inneren sondern durch den mitteleuropäischen-und die steht wohl erst 4-5 Jahre. (14.03.2007, 15:03) | ||
| Michael Mettler: | Na, die Windstille im Arnheimer Desert hat aber auch den Vorteil, dass man ohne Flugsand-Schutz vor dem Mund auskommt und nicht alle paar Schritte über rollendes Gebüsch stolpert :-) Machen wir uns nix vor: Ob Urwald-, Wüsten-, Mangroven- oder sonstwelche Halle, letztlich sind das alles genau solche Illusionskulissen wie die Kunstfelslandschaften, Alaskadörfer oder verfallenen indischen Tempel "draußen". Eine Urwaldhalle, welche das von Ulli zitierte Szenario (dunkel, Tiere nur zu hören statt zu sehen) 1:1 wiedergäbe, würde wohl die wenigsten Besucher zufriedenstellen. Denn eigentlich stelt man sich ja den Dschungel - verwöhnt durch Tieratlas und Tarzanfilm - als undurchdringliches Grün voller exotischer Blüten vor, wo alle Nase lang irgendein Tier den Weg kreuzt. Und wir brauchen nicht mal in die Exotenkiste zu greifen, um den Unterschied zu sehen: Auch trotz Wellenanlage kam bei mir in den Strandvogelvolieren von Walsrode und Berlin noch nie das Gefühl auf, am Meer zu stehen - und das lag nicht nur an den allgegenwärtigen Inka-Seeschwalben. Da fehlt eben die Seebrise, der Geruch nach Salz und angespültem Tang usw. (14.03.2007, 14:49) | ||
| Sven P. Peter: | Auch da wo der Dschungel sehr von hohen Bäumen dominiert wird, gedeihen unten massen an kleinen Pflanzen, da das Licht nicht komplett geschluckt wird. Wobei ich hierbei nur die erfahrung vom Küstenregenwald habe. Und zum Thema Muff im Desert. Mein Großvater war schon in den großen Wüstengebieten Amerikas und war von den Luftverhältnissen in der Halle eher negativ beeindruckt, was wohl auch an der permanenten Windstille lag. An die Masoalahalle hatte ich gar nicht mehr gedacht, bei der muss man aber erst sehen wie es sich entwickelt, da der Bewuchs ja noch sehr jung ist. (14.03.2007, 14:23) | ||
| Michael Mettler: | Vielleicht entspringt das Bild, dass man sich auf einer "Dschungelexpedition" nur mit der Machete seinen Weg bahnen kann, schlichtweg der Tatsache, dass frühere Expeditionen sich bevorzugt entlang der Wasserläufe bewegt haben dürften, wo die Vegetation unterwuchsreicher ist? Wenn es im Kongo auch so aussieht wie in Kamerun, verwundert es weniger, dass ein Tier wie das Okapi dort leben kann. Immerhin ist es weder ein Buschschlüpfer wie die Waldantilopen noch ein Dickichtbrecher wie Elefant und Büffel, und zudem geht es auch noch im Passgang, der eigentlich eine Anpassung an das Gehen auf ebenen, offenen, hindernisarmen Flächen darstellt. Übrigens dürfte ein in den deutschen Wald gestellter Kameruner an vielen Stellen ebenfalls Schwierigkeiten haben, zwischen "Wildwuchs" und Schonung klar zu unterscheiden :-) (14.03.2007, 11:31) | ||
| Sacha Beuth: | Von meinen Regenwald-Tripps in Venezuela (beim Rio Apure), in Südostasien (Borneo, Festland-Malaysia) und Nordostaustralien kann ich sagen: Es ist wirklich unterschiedlich, wie schwer, bzw. muffig der Urwaldduft ist. Kommt u.a. darauf an wie dicht die Vegetation ist, ob ein (fliessendes) Gewässer in der Nähe ist, ob es gerade stark geregnet hat und in welcher Höhe man sich befindet (sicher gibt es noch andere Punkte). Jedenfalls kann ich Sven P. Peter insofern zustimmen, dass m. E. in allen grossen Tropenhallen durch die geballte Ladung an feuchtheisser Luft, Tier- und Pflanzengerüchen (wie hier schon beschrieben wegen mangelnder Lüftungsmöglichkeiten) der Regenwald-Effekt oft "übertrieben" rüberkommt. Ich schreibe darum "oft", weil z. B. die Masoalahalle im Zoo Zürich sehr gut belüftet wird. Ausserdem hat man dort die Möglichkeit, die Temperaturen anzupassen. Sprich im Sommer die "Klimakammer" zu kühlen und im Winter zu heizen. Deshalb riecht dort die Luft auch weniger "muffig" als z.B. im Stuttgarter Amazonashaus oder im Kölner Regenwald. (Die Frage ist natürlich, inwieweit neben der Belüftung auch die jeweilige Dimension der Halle eine Rolle spielt). Mal abgesehen davon hat einer eben die empfindlichere Nase als der andere. Die Eindrücke dürften zum Teil also auch subjektiv sein. (14.03.2007, 11:27) | ||
| Ulli: | @ Michael: Deine Information kann ich zumindest für den Bereich am Mount Koupe in Kamerun bestätigen. Eine Ausstellung zum Regenwald hat es treffend auf den Punkt gebracht - schöner kann ich es auch nicht beschreiben. Zitat: "Wer zum ersten Mal einen nährstoffarmen Regenwald betritt, ist oft beeindruckt und enttäuscht zugleich. Da sind keine Vögel zu sehen, keine Affen schwingen durch die Äste, nirgends eine Schlange, ein Jaguar (für Kamerun natürlich der Leopard - falls noch vorhanden) oder ähnliches. Auch die Pflanzenpracht entspricht nicht der erwarteten Vielfalt. Alles erscheint gleichförmig grün und düster, denn nur wenig Licht dringt durch das dichte Blätterdach. Eine unheimliche Stille herrscht. Nur ab und zu kreischt irgendwo ein Affe oder ein Vogel und verstärkt dann eher noch das Gefühl der Einsamkeit. Es ist kein Problem, im Regenwald spazieren zu gehen. Am Boden ist es zu dunkel, als dass hier noch viel wachsen würde. Einige junge Bäume warten im Dämmerlicht darauf, dass einer der alten Bäume umstürzt. Innerhalb kürzester Zeit schießen sie dann in die Höhe, um als erster den Platz an der Sonne zu erreichen. Wer es nicht schafft, stirbt ab und hat umsonst viele Jahre hindurch bei 100 % Luftfeuchtigkeit und 1 % des auf die Kronen einstrahlenden Lichtes gewartet. Fest auftreten soll man aus Eigenschutz trotzdem - die meisten Schlangen verziehen sich, leider nicht die Gabunviper (die ist dafür umso giftiger). An Lichtungen sieht es anders aus dort ist eine Machete durchaus angebracht. Etwas verwundert als Europäer ist man schon, wenn man von Einheimischen darauf hingewiesen wird, dass man vor einer Plantage steht. Für Europäer ist der Übergang manchmal etwas schwer nachzuvollziehen - die Nutzpflanzen selbst sehen schon exotisch aus. Den "schweren" Geruch in der Luft kann ich auch bestätigen. Affenforscher haben sich deshalb auch aus gutem Grund verstärkt der akkustischen Spracherforschung gewidmet - die "Erfolgsaussichten" sind aufgrund der enormen Reichweite der Rufe einfach besser - und die Rufe der Meerkatzen kann man mit etwas Übung wirklich auseinander halten (leider wieder verlernt). (14.03.2007, 10:14) | ||
| Michael Mettler: | @Sven: Irgendwo habe ich mal gelesen, dass unberührter Regenwald so ähnlich aussehen soll wie ein Buchenforst (dessen Wuchsform man auch als "Hallenwald" bezeichnet): Hohe Bäume und praktisch kein Unterwuchs, weil die Baumkronen kein Licht bis zum Boden durchlassen. Nur an Waldrändern, an Flussufern und vorübergehend in Lichtungen (bis neue Bäume nachgewachsen sind) soll dichte, niedrige Vegetation gedeihen - also das Bild bieten, das in der durchschnittlichen Zoo-Regenwaldhalle dargestellt wird. Ist das wirklich so? Würde jedenfalls die Luftverhältnisse erklären: An Waldrändern oder in einem luftigen, wenn auch dunklen "Hallenwald" herrscht sicher mehr Luftbewegung als in einer Zoo-Halle. Und den Muff-Effekt durch die Ausdünstungen der Zoobesucher darf man sicher nicht unterschätzen. (14.03.2007, 09:11) | ||
| Ollo: | Das mit dem lauen Lüftchen hätte ich jetzt nicht gedacht. Die drückende Schwüle in den Häusern/Hallen kam mir schon authentisch vor. (14.03.2007, 01:58) | ||
| Sven P. Peter: | @Ollo: Es riecht eben nicht nach Muff, sondern nach nassen Bäumen (riech mal nach einem Regen an einem Baum, denn weißt was ich meine ;) ) aber auch andere schwer zu beschreibende Gerüche. Und die meiste Zeit weht auch ein laues Lüftchen. (14.03.2007, 01:53) | ||
| Carsten: | In der Afrikahalle im ZOOM herrschte am Sonntag auch ein "apparter" Duft, großer Andrang und kein Fenster geöffnet... (14.03.2007, 01:31) | ||
| Ollo: | In Reichshof-Eckenhagen gab es schon immer einen Hallenspielplatz. @ Sven P. Peter Kann man beschreiben, wie es im tropischen Regenwald riecht? (13.03.2007, 23:43) | ||
| Michael Mettler: | Fing das etwa alles mit dem Bälle-Bad im ehemaligen hannoverschen Flusspferdhaus an...? Das jedenfalls soll in das im Bau befindliche Familienrestaurant umziehen, aber an die genannten Dimensionen reicht es bei weitem nicht heran :-) (13.03.2007, 23:41) | ||
| Matthias: | Dierenpark Emmen wird auch dieses Jahr einen großen Indoor-Spielplatz eröffnen. Und zwar in diesem "Wasser"-Pavillon auf dem Erweiterungsgelände. (13.03.2007, 22:35) | ||
| Walter Koch: | Vielleicht nicht ganz das Thema treffend Es scheint als gäbe es eine Entwicklung hin zu Hallenspielplätzen in Zoos. Rhenen (NL) hat eine 4000 qm große der- artige. Zoom plant einen 800qm Spiel- platz in der neuen Asienhalle. GaiaPark will in 2008 eine Halle (Dome) mit dem Thema Dino für Kinder bauen. (13.03.2007, 21:47) | ||
| Sven P. Peter: | Ich war schon in einem echten Regenwald und da herrscht mit nichten ein solcher Muff. Burgers hat ja am Desert einige große Flügeltüren mit Netzen vor, die im Sommer offen sind. Da lüftet die Wüste dann mal. (13.03.2007, 21:18) | ||
| Ollo: | Mir ist mal aufgefallen, daß es zumindest für mich in den Tropen-, Urwald- und Regenwald-Häusern und -Hallen oft nicht gut riecht. Es ist nicht unbedingt ein Geruch von tierischen Ausscheidungen, sondern ein allgemeiner undefinierbarer Muff. Zwar war ich noch nie im echten tropischen Regenwald, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß es dort auch so riecht. Vielleicht könnten die entsprechenden Tiergärten den Aufenthalt in diesen Gebäuden etwas angenehmer gestalten, wenn sie sich in diesem Punkt mal etwas einfallen ließen. Abgesehen von der Frage der Durchlüftung könnte man vielleicht entlang der Wege natürliche oder auch pseudonatürliche Reize für die Nase anbieten. Unbekannte Gerüche sind doch nun auch etwas, was man mit exotischer Natur verbindet. Was meint Ihr? (13.03.2007, 21:02) | ||
| cajun: | Einen Binturong sah ich letztes jahr in Dortmund über den Schabrackentapiren. Im Sommer konnte ich mehrweils Interaktionen der Orangs mit den Tapiren beobachten( Außengelände). Momentan scheinen sie getrennt, da die Tapire Nachwuchs (1,0 Lombok) haben und sich dei Leipziger Orangs noch eingewöhnen. (21.03.2006, 00:00) | ||
| Tom: | Die Binturongs in Dortmund leben in den ALTEN Orang-Käfigen, seit die Orang-utans im Regenwaldhaus sind. @Stefan Schubert: Bei dem sich-groomen-lassenden Orang in Münster hat es sich nach meinen Beobachtungen immer um das ehemals Berliner Weibchen Sari gehandelt, die von den alteingesessenen Münsteraner Orangs dominiert wird. Vielleicht besser Wanderu-Kontakt als gar kein Kontakt? Seit die beiden jungen Orang-Männchen in Münster leben, habe ich den Kontakt zwischen Wanderu und Sari übrigens nicht mehr beobachtet... (21.03.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Okay, das erklärt es dann wohl. (21.03.2006, 00:00) | ||
| Jana: | @Michael Mettler Als in Jihlava ein Mänchen bei den Gelbwangen-Schopfgibbons geboren war, hatte sich der Director sehr gefreut, weil "im europeischen Zuchtprogramm ein Weibchen-Überschuss herscht". Dass in Leibzig sogar 2 Mänchen gestorben sind, ist umso (21.03.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Warum wird das Leipziger Gibbonweibchen eigentlich nicht abgegeben? Gelbwangen-Schopfgibbons sind doch nicht allzu häufig in Zoos, da wäre ein zuchtfähiges Weibchen doch interessant! Oder ist das arme Tier "genetisch überrepräsentiert"? Eines der verstorbenen Männchen soll übrigens Gerüchten zufolge nicht ertrunken sein, sondern am feuchten Uferrand zwei parallel laufende Stromdrähte gleichzeitig angefasst haben... (21.03.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Im Leipziger Pongoland leben die Orangs ebenfalls mit einem Gibbonweibchen zusammen. Zwei Männchen starben allerdings hier kurz aufeinander im Wassergraben und so nahm der Zoo Abstand von einem neuen Partner für das Einzeltier! Die Arnhemer Siamangs sah ich auch schon mit den Orang Utans zusammen! Die Binturongs im neuen Dortmunder Haus waren schon kurz nach dessen Eröffnung und noch vor der Vergesellschaftung mit den Tapiren als Untermieter der "Waldmenschen" ausgeschildert, gesehen habe ich sie jedoch auch nicht! In der Münsteraner Gruppe sah ich einmal einen Wanderu beim Groomen eines Orangs, scheint beiden Arten doch etwas zu geben, solch eine Gemeinschaft! (21.03.2006, 00:00) | ||
| Jana: | @IP66 Im Prag, da sind Sumatra-Orangs 1,0 Kama (*1971 Prag), 0,1 Upita (*1985 Moscow), 1,0 Filip (*2000 HodonÃn) und 1,0 Pagi (*2002 HodonÃn) zusammen mit dem Gibonenpaar. (21.03.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Gibt es denn überhaupt eine Gemeinschaftshaltung ausgewachsener Orangs mit Mann und Affen außerhalb von Münster? Binturong und Orangs in einem Käfig habe ich in Dortmund auch noch nicht gesehen. (21.03.2006, 00:00) | ||
| Dirk K: | Hat mit den Tapiren und den Orangs wohl noch nicht so ganz geklappt. Allerdings muss man auch jetzt wieder ganz neu anfangen, da ja neue Orangs hinzugekommen sind. (18.03.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | @IP66: Wollte damit auch eher auf eine Halle mit Tieren des asiatischen Regenwalds hinaus. (18.03.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | @IP66: stimmt schon, daß es in Dortmund nicht wirklich eine Halle ist, aber die Vergesellschaftung find ich schon interessant. Als ich letztes Mal da war waren die Orangs mit einem Binturong zusammen und die Zusammenführung mit den Tapiren wurde vorbereit (18.03.2006, 00:00) | ||
| steven: | im rotterdam hat man das Oceanium. (18.03.2006, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | Als ich 1998 in Arnheim war, lebten die Orangs mit den Siamangs zusammen. (17.03.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Zoosammler: Nein, Ungka und Siamang sind schon jeweils eigene Arten. Aber in Arnheimer Haus gab (gibt?) es ein Abteil für Siamangs direkt neben den Orangs, ohne dass sich die Arten gegenseitig besuchen können. (17.03.2006, 00:00) | ||
| th.oma.s: | orang mit gibbons habe ich schon öfters gesehen, nicht aber mit siamangs, ich glaub die stressen auch zu sehr .. (17.03.2006, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Hatte Arnheim nicht auch Orang-Utans mit Siamangs vergesellschaftet? Oder habe ich nur eine Wissenslücke und Ungka ist das gleiche wie Siamang? (17.03.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | In Arnheim lebte früher ein einzelner Ungka-Gibbon bei den Orangs. Hannover hatte die Kombination Orangs/Weißwangen-Schopfgibbons vor vielen Jahren zwar für das Urwaldhaus angedacht, aber nie umgesetzt. (17.03.2006, 00:00) | ||
| Jana: | @IP66 Für eine Vergesellschaftung eignen sich zB die Gibone sehr gut. Im Prag sind die Besucher von den andauerrnden Spielen zwischen jungen Orang-Utans und Weisshandgibonen wirklich begeistert. Eine "hybride" Troppenhalle (Yucatan) wird gerade in tschec (17.03.2006, 00:00) | ||
| IP66: | @Giraffenmichel. Man muß den Hallenbegriff recht weit fassen, wenn man das dortmunder Haus hinzuzählen will: Bislang befinden sich alle Tierarten in Gehegen, die Verbindung zu den klassichen Hallen ergibt sich lediglich durch die Errichtung des Bauwerks a (17.03.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | Auch eine interessante Kombination ist die Halle für Schabrakentapire und Orangs in Dortmund... Wäre noch ausbaufähig mit Asiatischen Vögeln und Kleinsäugern... (16.03.2006, 00:00) | ||
| Ralf Seidel: | @Michael Mettler, wie in den vergangenen Tagen der Regionalpresse zu entnehmen war, geht das Projekt Gondwana ab 2006 in die heiße Phase. Noch dieses Jahr soll Baubeginn sein, aber wie schon mehfach diskutiert an einem anderen Standort als früher geplant. (07.03.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Auf Entwurfskizzen des Leipziger Gondwana-Hauses wurden unter anderen Okapis im Innenraum dargestellt, was mich zu Träumen verleitete, einer riesigen afrikanischen Urwaldhalle in Form einer Saline mit Bongos, Ducker, Okapis und Zwergflusspferde, sowie Menschen- und Tieraffen und Schwärmen von Graupapageien! Da der neue Standort der Leipziger Anlage nun am Rand des Parkteils Asien sein wird, dürfte die Aufteilung als Bindeglied der Kontinente nicht zu halten sein. Aber mal schauen, die Leipziger sind in findigen Ideen nicht verlegen und so bleibt es spannend! (07.03.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Hat Leipzig nicht eine Gondwana-Halle in Planung? Ein früherer hannoverscher Plan gehört bislang noch in das Thema "Was nie gebaut wurde" - obwohl die angedachte Fläche noch verfügbar ist, und man weiß ja nie... Im ersten Plan des Erlebniszoos hätte sich nämlich an den Dschungelpalast rückseitig (jetzt Geparden, Eulen usw.) ein "Palastgarten" in Form einer Tropenhalle für südasiatische Tiere anlehnen sollen. In der damaligen Planskizze wurden u.a. Leoparden, Kleine Pandas, Krokodile, Vögel und Schmetterlinge aufgezählt. Schade, dass es dazu nie kam - aber wie gesagt, ginge ja noch zu machen... (07.03.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | es muss ja keine Reine Innenhaltung sein.Es wäre ja auch möglich für Großtiere große Innenanlagen zu bauen mit den Üblichen Außenanlagen und die Kleintiere und Vögel könnte man ja auf die Innenanlagen beschränken.Gut das Umsperren würde kompliziert aufgrund der Vögel werden aber es würde sich auch dafür eine Lösung ergeben.Auch eine Innenanlage für Flusspferde wäre an dieser Stelle interessant. (07.03.2006, 00:00) | ||
| Giraffenmichel: | Wie im Arnheim-Threat schon gesagt: Afrikanische Savanne wäre ein Thema, mit Giraffen, Zebras, Antilopen, Hornraben, Perlhühnern, Madenhackern, Kuhreihern, Erdmännchen, Meerkatzen, Erdferkel, Geparden usw. (träum...) Ich denke das Hauptproblem wäre die Weitläufigkeit. Mit ein Grund warum es meist Regenwaldhallen gibt ist denke ich das die Tiere sich eher aus dem Weg gehen können, weil alles so unübersichtlich ist... Sieht man ja in Arnheim das die Tierdichte im Bush viel höher ist als in der Desert-Halle... (06.03.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Aus dem Arnheim-Threat: Welche Hallen (wie in Burges Zoo)kennt ihr noch, bzw, welche sollen ma gebaut werden? (06.03.2006, 00:00) |
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