Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Was nie gebaut wurde



W. Dreier:   Neuer Titel: Was gebaut wurde - nun aber nicht mehr.
Nach dem Platzen des "Aquadoms" (Zylinderaquarium mit Lift im Inneren) in Berlin mit einigen wüsten Zerstörungen, wurde nun mitgeteilt vom Gebäude-Besitzer, dass es keine Neuinstallation geben wird - unabhängig davon, ob die Ursachen "erforscht" werden können.
(08.05.2023, 19:21)
WolfDrei:   Der Thread-Titel stimmt nicht ganz, denn es gab einen Vorläufer: Terrarium Brandenburg (der Stadt).
Bei einer Durchsicht der Waranarten in deutschen Zoos stieß ich in der ZTL auf selbige Privatanlage , die auch ein umfangreiches Angebot tätigte: von der Aufnahme von ´´überzähligen`` Tieren bis hin zu Kursen und Praktika zur Reptilienhaltung und auch Schülerführungen- zunächst im web noch mit einer Stadtadresse, Nachrichten über diese nur bis 2011, dann die Mitteilung des Besitzers, dass eine Erweiterung angedacht wird und für ein vorgesehenes Gelände in einer eingemeindeten Gemeinde der Stadt Baugenehmigungen erteilt wurden. Da ich bei einem Besuch der Stadt gestern an der alten Adresse nichts fand, konnte mir google mitteilen, dass zum März 2016 dem Besitzer bezüglich der neuen Anlage gekündigt wurde und danach Tiere in verschiedene Zoos gegeben werden mußten. U.a. schrieb der Besitzer, dass für die relativ kleine Anlage 5 Brandschutztüren nachträglich gefordert wurden neben weiteren `` notwendigen`` Veränderungen, die er finanziell nicht mehr stemmen kann. Die Stadt gab keine Hilfe.
In der ZTL kann also die Artenliste des ``Terrarium Brandenburg``gestrichen werden - wenn nicht noch ein Wunder geschah.
(23.09.2016, 12:00)
Holger Wientjes:   @Michael M.: Jau, danke ! Werde ich dann seinerzeit wahrscheinlich sogar gelesen haben und mittlerweile vergessen... Man wird nicht jünger... ! ;-)
Aber WANN war denn Baubeginn ? In den 70ern ?
(10.07.2013, 09:32)
WolfDrei:   ps: Ausgeführt worden waren die Beton"halteböcke" und die darauf fußende Stahlträgerkonstruktion. Der Abbau der Betonblöcke machte dann gewisse Schwierigkeiten.
(09.07.2013, 22:18)
WolfDrei:   Ich hörte, daß sich der Architekt in den "goldenen" Westen absetzte". Für die technische Ausführung erschien es wohl auch als zu futuristisch und mit den damaligen Möglichkeiten der DDR nicht durchführbar (siehe dann Olympiastadion München)
(09.07.2013, 22:15)
Michael Mettler:   @Holger: Steht weiter unten im Thread (30.1.2007) - im Bereich der heutigen Tüpfelhyänenanlage.
(09.07.2013, 22:11)
Holger Wientjes:   Ja natürlich im TP ! Aber der ist gross...
(09.07.2013, 21:45)
Jan Jakobi:   Das sollte Tapirhaus heißen, nicht Taprihaus.

Wo = im Tierpark Berlin
(09.07.2013, 21:03)
Holger Wientjes:   Und um daraus eine Frage zu basteln: Wann und wo war Baubeginn des Tapirhauses und wann und warum gab es einen Baustopp ?
(09.07.2013, 20:50)
Jan Jakobi:   Es gibt im Schloss Friedrichsfelde eine Ausstellung historischer Bilder vom Zoo und Tierpark in Berlin.
Unter anderem ist auch das Taprihaus im Bau abgebildet sowie ein Bild des Modells.
(09.07.2013, 19:01)
Mel:   Hm, habe mich mal intensiv mit dem Perspektivplan'74 für Friedrichsfelde beschäftigt und mir ist als hätte ich mal im Laufe der Jahre eine Risszeichnung für das Tropicanum und das Flußpferdhaus gesehen, ich glaub ich muß doch mal versuchen das Archiv bzw. die Bibliothek vom TP Friedrichsfelde zu durchforsten. Alles sehr interessant, vor allem weil ich mich auch noch an einzelne unterhaltungen dunkel erinnern kann in denen von Flußpferden ja eben die Rede war.
(14.02.2007, 19:46)
Ingo Rossi:   @Karsten Vick: Ich habe zwei Architekturführer Leipzig und Dresden von 1974/78 (VEB Verlag für Bauwesen Berlin)
Im Leipziger habe ich auch den Plan, wobei, wie Du schon erwähnt hast, er doch dem beigelegten Plan in den Zooführern entspricht.
Im Dresdener ist der Zoo nur erwähnt, ohne Abbildung, im Zusammenhang mit dem Grossen Garten.
Da diese Führer anscheinend ein hohe Auflage hatten, sind sie eigentlich gut zu bekommen. Habe sie schon öfter in Antiquariaten/ZVAB gesehen.
(14.02.2007, 09:35)
Karsten Vick:   Diese Architekturführer scheinen teils für Zoofreunde wirklich interessant zu sein. Ich fand in der Bibliothek den vom Bezirk Leipzig und auch da gibt es eine Planzeichnung vom Rosentalpark inklusive Zoo. Das ist der Plan, den auch Niedersachse meint. Da er einigen Zooführerauflagen beilag, ist er leichter zu kriegen als der Berliner, aber ich kannte ihn vor dem bewussten Sonnabend nicht. Schon damals waren Freianlagen auf der Außenseite der Bärenburg geplant. Aber die historischen Tierhäuser im jetzigen Gründergarten hätten sie platt gemacht.
Für den der sich tiefer mit der Materie befassen will, gibt es Quellenangaben zu den Architekturzeitschriften.
Andere zoo-relevante DDR-Bezirke habe ich noch nicht gefunden.
(13.02.2007, 23:33)
Mel:   @Konstantin Ruske: Vielen Dank das Sie bereit sind mir den scan zu mailen.
(02.02.2007, 17:59)
Konstantin Ruske:   @Mel: Herr Schüling darf Ihnen meine e- Mail- Adresse geben, dann sende ich Ihnen auf Anfrage einen Scan vom Perspektivplan zu.
(02.02.2007, 13:01)
Niedersachse:   Vielleicht wurde es hier auch schon mal erwähnt, hab es aber nicht gefunden.
Anfang der 90er war in der Planung an der Außenseite der Leipziger Bärenburg große Anlagen für die Bären zu bauen.

Außerdem gab es 1968 einen Perspektivplan, der aber bis auf die damaligen Rosenthalwiesen und dem Neuen Vogelhaus nicht realisiert worden ist.
(01.02.2007, 16:25)
Mel:   @Karsten Vick: Danke für die Info

@Konstantin Ruske: könnten Sie eventuell einen Scann oder eine Kopie von dem Plan machen? ich weiß nicht ob ich erwähnten buch noch ein exemplar auftreiben kann.
(30.01.2007, 23:46)
Karsten Vick:   Die hat Konstantin Ruske. Musst du mal hören was der dazu sagt. Das genannte Buch ist "Architekturführer DDR - Berlin" von 1974, ein schmaler Paperback. Der Plan darin ist ungefähr so groß wie... (ich guck mich gerade um)... eine normale Visitenkarte, aber mit Lupe seeeehr spannend.
(30.01.2007, 23:43)
Mel:   Karsten Vick: klingt verdammt interessant kannst du Kopien oder Scans von den Unterlagen (Planzeichnungen aus zeitungsartikeln und der Perspektivplan) machen??? Bezahle auf jedenfall die Kosten. Jetzt bin ich richtig neugierig und neidisch. PS ich glaube das fundament des tapirhauses kenne ich.
(30.01.2007, 23:37)
Karsten Vick:   @Mel: Ich hab mich beizeiten von Ochs und Esel (Grüne Woche!) getrennt und mit Konstantin und WolfDrei die alten Pläne bewundert. Genaue Bauzeichnungen gabs allerdings nicht, nur den Perspektivplan der 50er völlig unverhofft in einem Architekturführer aus den 70ern (hab sofort meine Flohmarkt-erfahrene Berliner Verwandtschaft in die Spur geschickt) sowie ein paar Planzeichnungen in Zeitungsartikeln. Das Tapirhaus war demnach im Grundriss viereckig, eine auf 2 Punkten ruhende schwebende Dachkonstruktion, eine Seite Innen- und Freianlagen für 2 Tapirarten, andere Seite das selbe für Zwergflusspferde, in der Mitte das Seekuhbecken. Stell dir das Elefantenhaus so vor wie es jetzt ist, auf der linken Seite einen halbkreisförmigen Allwettergang, am unteren Ende das besagte Tapirhaus am oberen Ende das Flusspferdhaus. Das letzte Fundament des Tapirhauses wurde vor 2 Wochen beim Bau der Hyänenanlage nicht ohne Mühe beseitigt.
(30.01.2007, 23:31)
Konstantin Ruske:   @Karsten Vick:Alles was von Interesse ist, und noch viel mehr, also die wirklich wahrste Waheit über Dickhäuerrondell und perspektivpläne verschiedenster Zoos kannst du am Sonnabend erfahren, und je eher Du dich von Ochs und Esel löst, um so ausführlicher!
(26.01.2007, 11:25)
Mel:   eine gute Idee, früher ging das aber heute??? Seid B: hat sich viel geändert.
(24.01.2007, 23:28)
Karsten Vick:   @Mel: Wir sollten mal beide die Bibliothek des Tierparks stürmen;-)
(24.01.2007, 23:24)
Mel:   Schade dieser Perspektivplan wäre sicher sehr interessant.
Definitiv weiß ich aber das in der Planung Flußpferde im Dickhäuterhaus vorgesehen waren. Von der Kombi Flußpferd-Panzernashorn-Haus hab ich aber auch schln gehört

(23.01.2007, 22:47)
Karsten Vick:   Nein Mel, so hab ich das nicht gemeint. In dieser Radiosendung sagte Dathe dass er in Zukunft noch ein Haus bauen wollte und da rein sollten die Hippos und die Panzernashörner. Das war seine Vision so um 1988. Den Drei-Haus-Komplex (ich glaube das schrieb Konstantin Ruske damals) findet man im Perspektivplan aus den 50ern, aber den kenne ich auch nicht.
(23.01.2007, 22:30)
Mel:   Das nach Dathe Fluß und zwergflußpferde mit ins Dickhäuterhaus sollten, ist mir bekannt, jedoch war im Forum auch die Rede von einem Drei-Haus-Komplex Dickhäuterhaus (Elefanten-Nashörner) - Flußpferdhaus - Tapirhaus. Von diesem Komplex ist mir nichts bekannt, mal abgesehen von diesem Dauerbau-Tapirhaus.
(23.01.2007, 22:25)
Karsten Vick:   @WolfDrei: Das wär auch ein interessantes Thema für Sonnabend!
(23.01.2007, 11:51)
WolfDrei:   Die Konstruktion stand etwa dort, wo heute die Hyänenanlage sich befindet. Es sollte eine futuristische Glasaufhängung werden, irgendwann hörte ich , dass der Statiker oder der Architekt in den "goldenen Westen" ging-oder es gab einen "Materialengpass". das wars dann!
(23.01.2007, 11:37)
Karsten Vick:   Dann kennst du (wie ich) den Tierpark wohl noch nicht lange genug;-)
Vom Flusspferdhaus weiß ich nur aus einer Folge von "Im Tierpark belauscht" (Radio), kurz vor Eröffnung des Elefantenhauses. Da sollten nach Dathe die Zwergflusspferde, Panzernashörner und dann auch Großflusspferde rein. Ob es dazu außerhalb des ganz alten Perspektivplans genauere Vorstellungen gab, weiß ich nicht.
Das Tapirhaus dagegen war real, das war schon angefangen. In den Tierparkwegweisern wird es regelmäßig erwähnt. Es ist auch als Baustelle auf den Lageplänen eingezeichnet, witzigerweise ab der 14. Ausgabe mit immer höher rankenden Blumen. Ich habe es nie bewusst gesehen, aber ich meine, dass es in Dathes "Tiermütter und ihre Kinder" im Hintergrund des Poitouesel-Fotos zu sehen ist. Im Tierpark gibt es jedenfalls Pläne dazu, ob sie irgendwo veröffentlicht wurden, weiß ich genauso wenig wie die Gründe für die Einstellung des Projektes oder den genauen Standort.
Das würde mich aber, wie ich schon mal schrieb, interessieren.
(23.01.2007, 11:10)
Mel:   Jetzt muß ich diesen thread mal aus der Versenkung holen, ich lese jetzt hier bestimmt schon zum xten mal von einem geplanten tapirhaus im TP Friedrichsfelde und habe auch schon xfach von einen Flußpferdhaus gehört. Ich kenne den TP nun schon seid einigen Jahrzehnten sowie vor und hinter den Kulissen habe aber noch nie etwas "handfestes" zu diesen zwei weiteren Häusern gehöhrt. Wo her kommen diese Informationen??? Gab es Pläne?
(23.01.2007, 02:13)
Oliver Jahn:   Nun, im Bauplan, der im Buch "Der Berliner Zoo im Spiegel seiner bauten" abgebildet ist, ist dieses Becken aber bereits als Seekuhbecken ausgewiesen. Mag sein, dass Dir. Klös erkannte, dass das vorhandene Becken für Seekühe nur nutzbar wäre, wenn man es vertiefen würde. Frau Heinroth ist da aber wohl von anderen Vorraussetzungen ausgegangen.
(09.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   In einem alten Band vom "International Zoo Yearbook" stieß ich zufällig auf eine Beschreibung der Berliner "Dickhäuterhäuser" aus der Feder von Heinz-Georg Klös. Da liest sich das mit dem Seekuhbecken geringfügig anders, nämlich dass an besagtem Platz im (damals schon bestehenden) Flusspferdhaus die Errichtung eines Becken für eine Seekuh geplant sei, der Platz jedoch vorerst für die Überwinterung von Flamingos genutzt werde. Also WAR das vorhandene Becken ganz links nicht als Seekuhbecken gedacht, sondern nahm nur dessen Platz bis zum (nie erfolgten) Bau eines "richtigen" Bassins ein. Das erklärt auch die geringe Tiefe.
(09.03.2006, 00:00)
IP66:   Das Seekuhbecken in Berlin ist ja schon von Frau Heinroth geplant worden. Ich habe den Nachweis nicht mehr, meine mich aber erinnern zu können, daß im Aquarium unter den Linden Seekühe gezeigt wurden. Im antwerpener Becken habe ich, noch sehr jung, Seekühe gesehen und geäußert, es handle sich nur um "Seekälber", da sie so klein seien. Es gab also offenbar ein Angebot im Tierhandel, oder Frau Heinroth hat auf Hoffnung gebaut, wobei meines Wissens das Becken nie eine Seekuh gesehen hat. So viel ich weiß, gab es bei der amsterdamer Haltung allerdings einmal Nachwuchs - ohne tauchen.
(06.03.2006, 00:00)
Hannes:   Es ist doch schon heute so das Zoos,Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sich heute schon solche Formulierungen und Verwendungszwecke für Genehmigungen ausdenken.Man nehme nur den Tierpark Rheine der keine Zuschüsse mehr für Tieranlagen bekommen sollte da ja für die Robbenanlage soviel geld gegeben wurde und heute haben wir zwei schöne,Bepflanzte Inseln mit senkrechten Baumstämmen drauf die einer Gibbonanlage sehr ähnlich sehen aber offiziel kein Gehege sind sondern eine Landschaftsgestaltung(oder so ähnlich) und deshalb solange noch nicht genutzt werden können bis der Bau ein wenig in Vergessenheit geraten ist.
(06.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Das hätte thematisch prima in den Film "Wilde Kreaturen" gepasst, findet ihr nicht...?

Aber keine Angst, auch im überlebenden Kapitalismus kommen wir vielleicht noch irgendwann an den Punkt, wo das Bleiberecht für Tierarten im Zoo davon abhängig gemacht wird, wieviele Besucher sich pro Stunde vor dem Gehege aufhalten....
(05.03.2006, 00:00)
Jana:   @Karsten Vick
Der alte Elefantenhaus (Baujahr 1933) hat noch einige Jahre nach der Eröffnung von neuen Haus als Karantäne und Notunterkunft gedient (auch z.B. für Tigern). Da waren warscheinlich einige von den Elefanten untergebracht, und weil die meisten noch Jungtiere waren, konnten auch 3 Bullen auf einmal gehalten sein (und das ohne separaten Gehegen). Das Bullen-Gehege war erst später (ende 70ern?) dazuzugebaut.

Und noch eine Bemerkung, die auch zu diese Thread "was nie gebaut war" passt. Seit den 70ern Jahren gilte für den Zoo (aus der Seite von Stadt) bis die Wende ein Investitionen-Stop. Das Stadtrat hat nicht die eine einzige Bau erlaubt. Und so hat der Direktor in die finanziele Pläne immer wieder verschiedene Reparaturen von nicht-existierenen Häuser eingesmuggelt. Und von diesen Mitteln konnten die Gebäude erst verwirklicht sein. Z.B. die meissten Tierhhäuser in dem oberen Teil waren nie officiel gebaut, sie waren einen Tag einfach da :-)
Einen Tag hat aber irgendeine Kontrolle dieses entdeckt. Und nicht nur dass, ausser anderen Mängeln haben sie festgestellt, das Prager Zoo nicht den sozialistisches Plan einhaltet - dass jeder Hün (in der Sinne jeder Vogel-Weibchen) muss 120 Eier (oder 160 - das weiss ich nicht sicher, hab die Memoare nicht bei mir) im Jahr legen. Als der Inspektor dieses "Fund" dem Direktor mitteilte, hatte er nur mit einem schuldigen Gesicht geantwortet. Er hatte in seine Kopf schon einen Plan, der dann wirklich klappte. Es war eine Kommision (auf hochste Partei-Ebene) zusamengerufen, um die Ergebnisse aus diese Kontrolle bewerten und die Konzequenzen daraus zu ziehen. Der Inspektor hat wirklich mit diesem (aus seiner Sicht wichtigstem) Argument angefangen (damals konnte man für mehrere Jahre in Gefängnis gehen, weil er nicht die sozialistische Normen erfühlen konnte). Der Direktor war aber vorbereitet - er hatte eine mehr-teilige Encyklopedie über Vogeln von einem sehr berühmten ruschischen Ornitologe bei sich. Er hat ihnen bewiesen, dass auch in der Sowjetunion diese Vogelarten nur begrenzte Zahl von Eiern haben. Er hat über die Auszeichnungen von diesem Ornitologe gesprochen, und hatte die Frage gestellt, ob die Kommision wirklich den sowjetischen Vorbild wiedersprechen will. Da haben sich die Leute in der Kommision erschreckt, und (trozt der Bemühung vom Inspektor auch andere Entdeckunge zu besprechen) die Ergebnisse der Inspektion als ungültig erklärt und die Sitzung schnell beendeten. Das hat dem Direktor das Platz gerettet.

(05.03.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Da haben wir beide das gleiche geschrieben, Jana. Aber du hattest natürlich viel mehr Hintergrund-Informationen. Das war für mich auch interessant. Weißt du denn, wie der Waldelefanten bulle untergebracht war?
(05.03.2006, 00:00)
Jana:   @Michael Mettler
Der "Pachyderm house" in Prag war realiziert, aber erst im Jahr 1971, kleiner und mit andere Besetzung. Der junge Direktor Veselovský (er kam im Jahr 1959 als 31-jährig) hatte viele Pläne, die nie realiziert waren, vor allem weil die Stadt ihm nicht unterstützte. In seine Memoare sagt er, dass ihm am meiste leid ist, das er nicht eine Delfinarium bauen schaffte.

Aber zurück zu dem Haus - weil es von der Stadt finanziert war, haben die Leute im Radhaus das alles "in Hand genohmen" - sie haben sich einen eigenen Architekt gesucht, die Baufirmen, der Bauplane... Als der Direktor protestierte, haben sie ihm gesagt - sie wollten einen Elefantenhaus haben, ja? - dann bauen wir es für sie, und Basta. Der Resultat - eine Beton-Monstrum, dunkel und feucht, die für die Tiere und Pfleger biss heute ein Alttraum ist. Nur am Tag, als die Bau von Zoo übernahm war, hat der Direktor einen List mit über 300! Bau-Mangel geschrieben. Aber es war Herbst und die Tiere mussten rein. In nächten Jahren haben die nötige Reparaturen dreimal so viel gekostet, als die eigene Bau.

Zu Besetzung - es waren hier die Elefanten gehalten (jetzt 1,2 Asiaten, im Jahr 1972 7 Tiere auf einmal, in 2 Arten und 4 Unterarten, davon sogar 1,0 Waldelefant Jimbo - 1976 gestorben), Breitmaulnashorner (sie haben den Haus erst bei der Flut verlassen, jetzt in Poland und England), Zwergpflusspferde (haben die Flut nicht überlebt), Flusspferde (jetzt 1,1, aber ein Geburt gerade erwartet), Flachland-Tapire (seit 1 Jahr in neue Anlage im Wasserwelt), Schabrakentapir - nur 1 Weibchen lange Jahre gehalten (erst problemlos zusammen mit Rappenantilopen, dann in diesem Haus)- "Šosinka" war sehr berümt, sie hat bei ihre Hochzeit-Reise nach Deutschland einen Pfleger mit dem Biss "kastriert", die andere Nashornarten und Seekühe waren aus dem Plan gestrichen. Die Vitrine für Klippschiefern war schon für verschiedenste Arten verwendet, vor der Flut für Wildmeerschweinchen, jetzt sind da über 60 beschlagnahmte Strahlenschildkröten drin. Der Graben rund um Elefantenausenanlage waren ein Klippschliefer-Sommeraussengehege, jetzt sind da im Sommer die geschlagnahmte Testudo-Landschildkröten. Die Akvarien waren liquidiert, die nichtzugängliche Innenraume in diesem Haus dienten schon als provisorische Unterkunfte für die verschiedenste Tiere. Eine Terasse oben über die Elefanten war überbaut - jetzt sind da etwa 10 Terarien.

(05.03.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Das Prager Dickhäuterhaus wurde gebaut, allerdings hatten sie sowohl bezüglich der Bauzeit als auch des Tierbestands den Mund zu voll genommen. Der Bau begann 1963, die Eröffnung war 1972. Letztendlich gab es Groß- und Zwergflußpferde, Schabrackentapire, wahrscheinlich nie mehr als 1 Nashornart (Breitmaul) und Klipp- und Buschschliefer. Seekühe gab es nie, aber dafür irgendwann sogar 1 Elefantenform MEHR als auf dem Plan. Denn außer Steppen- und Indischen Elefanten und dem Ceylon-Bullen Kadira muss es auch mal einen Waldelefantenbullen gegeben haben (erwähnt im BONGO 1984). Ich hab aber keine Vorstellung, wo sie den untergebracht hatten, denn es gibt nur 2 Elefantenfreianlagen und 2 Innenanlagen. Wobei das ganze noch so verbaut ist, dass die Kühe, um auf die Freianlage zu kommen, durch den Bullenstall gehen müssen.
(05.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Dann war dieses Bassin aber meiner Erinnerung nach auch nicht tiefer als die Becken in Duisburg oder Antwerpen, oder täusche ich mich da? Scheint irgendwie, als hätte niemand den Seekühen das Tauchen zugetraut...

Waren denn Seekühe früher regelmäßig über den Tierhandel zu bekommen? Ohne Beschaffungsmöglichkeit wäre doch wohl weder Prag noch einer der Berliner Zoos auf die Idee gekommen, so ausgefallene Pfleglinge einzuplanen!

Schade eigentlich, dass das Bassin im Berliner Flusspferdhaus für die dauerhafte Haltung von Krokodilen wohl nicht geeignet war. Als damals kurzzeitig welche drin lebten, fand ich das unmittelbare Nebeneinander von Krokodil und Flusspferd nämlich recht reizvoll.
(04.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @Michael Mettler, genau das war das Becken, es maß 6 mal 4 Meter und diente in der gesamten Zeit, in der das Haus existiete als Überwinterungbecken für die Wasservögel.
(04.03.2006, 00:00)
Michael Görick:   Auch in der planung für das Tapirhaus des Tierpark Berlin war ein Seekuhbecken vorgesehen
(04.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wenn ich mir ansehe, in welch flachen und kleinen "Badewannen" Duisburg und Antwerpen früher ihre Seekühe hielten, scheint die Ansicht weit verbreitet gewesen zu sein, dass diese Tiere keine Bewegung brauchen.

War das besagte Berliner Becken das, was vom Besucherraum aus gesehen ganz links war? Das kenne ich nämlich nur als Überwinterungsanlage für Wasservögel bzw. vorübergehend (während des Aquarium-Umbaues) als Behelfsquartier für Krokodile.

An eine Planung für die Bebauung der Duisburger Brücke erinnere ich mich auch, da war allerdings von einem Fledermaus- bzw. Flughundhaus die Rede (mit einer Art "Batman"-Symbol dran, das zur Autobahn weisen sollte...).
(04.03.2006, 00:00)
IP66:   Ich kann für Köln von einem Ausbauplan unter Windecker berichten, der aus der Zeit des Ausbaus des Erweiterungsgeländes stammt: Neue Affenhäuser, Dickhäutergroßbau usf. - er wurde auch publiziert. Überhaupt war die kölner Menschenaffenhausplanung bis zur Errichtung der Krefeld-Kopie eine unendliche Geschichte, die sich zeitweise sogar mit zwei Häusern beschäftigte, je eines für die afrikanischen und für die asiatischen Arten. In Duisburg gab es am Ende der Amtszeit Gewalt große Pläne für ein Vogelhaus auf der Autobahnbrücke, und es wurde auch über eine geräumige Walanlage nachgedacht. Was Seekühe anbetrifft - im berliner Nachkriegsflußpferdhaus gab es in der Tat ein Becken, daß für eine Seekuh gedacht war, wobei ich bei Prüfung des Platzes doch meine Zweifel gehabt habe, ob die Seekuh hineingepaßt hätte. Frau Heinroth hielt das für möglich, Klös war da wohl realistischer.
(04.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Michael Mettler
Man muß doch nicht gleich übertreiben.....
Man könnte doch noch ein paar Wildschwein-Arten mitdazupacken,Hirscheber,Riesenwaldschwein,Po-Schwein,Flußschwein,Zwergwildschwein,alle Pekaris usw.
DAS wär ein Haus.....Könnte man ja einen eigen
(03.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Du vergisst, dass es mehrere Arten von Klippschliefern gibt...:-) Bei den Manatis steht übrigens nur "Trichechus spec.", man hatte sich also noch nicht auf die Art festgelegt (und auch da stehen ja inklusive des afrikanischen Lamantin DREI
(03.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   Ich vergass natürlich noch 1,1 Bergtapir und 1,1 Mittelamerikanischer Tapir, die Besucher sollen ja Vergleichsmöglichkeiten ahben, die nicht gegeben sind, wenn zwei von vier Arten fehlen...
(03.03.2006, 00:00)
Michael Amend:   @Michael Mettler

Hätten in der Auflistung des geplanten Tierbesatzes noch 1,1 Javanshörner, 1,1 Dugongs,1,1 Lamantins sowie Zuchtgruppen von Busch,-und Baumschliefern gestanden, hättest du den geplanten Besatz des Elefantenhauses im Tierpark Friedrichsfe
(03.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Auf meiner Nashorn-Spurensuche (siehe dortiger Thread) bin ich im International Zoo Yearbook, Band 2 (1960) auf einen interessanten Artikel gestoßen. Ich war zwar noch nie in Prag, aber ich würde behaupten, dass DIESE Planung nicht umgesetzt wurde...

"The projected Pachyderm House at Prague Zoo", geschrieben von Ing. Ant. Turek. Die einleitenden Sätze und der geplante Tierbesatz sagen schon alles:

"The plans für the new Pachyderm House in the Prague Zoological Gardens have just been completed. The building will be finished in three years. It is the fourth big building for animals in our zoo and was planned as follows" (Ich nehme jetzt mal die deutschen Tiernamen):

1,1 Afrikanische Steppenelefanten
1,1 Afrikanische Waldelefanten
1,2 Asiatische Elefanten
1,1 Panzernashörner
1,1 Spitzmaulnashörner
1,1 Sumatranashörner
1,1 Breitmaulnashörner
1,2 Flusspferde
1,2 Zwergflusspferde
1,2 Flachlandtapire
1,1 Schabrackentapire
1,2 Manatis
5,15 Klippschliefer

Eine Zeichnung der Pläne ist leider nicht beigefügt, es wird alles nur beschrieben. Interessant finde ich noch, dass man für drei Seekühe einen "Pool" von 12 (!)Quadratmetern "reserviert" hatte - die Bezeichnung "Etui" wäre bei dieser Fläche wohl passender gewesen....
(03.03.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Nun ja Ralf, Größe ist ja nicht immer Qualität. Und was die kleineren Bauten anging, da hast du schon die richigen genannt. Das ZWergflusspferd-Ameisenbären-Haus war sowohl baulich, als auch von seinem Besatz her damals wegweisend. Immerhin gab es dort die einzigen Ameisenbären zu diesem Zeitpunkt in der ganzen DDR. Und auch die Zwergflusspferde waren noch selten.
Kniesche schreibt in der Saale-zeitung von 1925 allerdings schon, was er alles für nötig erachtet. Und das sind neben Elefantenhaus auch ein Haus für Menshcneaffen, ein größeres Aquarium, ein großes Vogelhaus für die wertvolle Sammlung und am dringensten ein neues Raubtierhaus. Dieses als einziges gab es dann bereits ein Jahr später!!! Alles andere wurde eigentlich nie gebaut.
(27.02.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   Nochmals zu der Frage, welche Elefantenart nun in Halle Einzug halten wird: Es ist noch nichts entschieden.
Der Zoo möchte aber gern eine intakte junge Gruppe aufbauen, egal ob Afrikaner oder Asiaten. Und wer gerne
Waldelefanten oder auch reinrassige Sumatraner oder Malaien nach Halle holen will- Gerne. Aber ich denke, hier werden in erster Linie die EEP mit festlegen.
@Michael Mettler, stimmt Magdeburg hat noch eine "Mischhaltung", aber ich denke konzeptionell dort doch an Afrikaner, zumal die Spitzmaulnashörner ja auch neu untergebracht werden müssen und dort eben eine Tradition haben.
@Oliver Jahn, die Fertigstellung des Hauses ist für den Sommer dieses Jahres
geplant und wird wohl auch eingehalten.
Zoochef Jacob betont aber immer wieder,
daß das Haus dieses Jahr fertig wird, wobei:"Spätsommer ist auch noch Sommer",ob dann aber auch Elefanten schon darin leben, siehe oben.
Der Bullenstall ist im Haus integriert,
er wird von den 4 Boxen für die Kühe durch eine nach oben offene Betonwand
abgegrenzt sein. Der Besucher kann dann durch Fenster bzw. einen erhöht liegenden Antritt die Box einsehen.
Die Kühe und der Laufstall werden vom Besucherraum durch eine große Glasscheibe zu sehen sein, zwischen Scheibe und Laufstall befindet such das Innenbecken.
Die Außenanlage kann über ein Wasserbecken sowie eine Reihe von Fenstern in der Betonwand eingesehen werden, Trockengräben wird es nicht geben. Damit kann die vorhandene Fläche optimal genutzt werden. Wie für Halle typisch können die Außenflächen auch aus einer erhöhten Perspektive betrachtet werden, das begrünte und mit Lichtfeldern ausgestattete Dach des Hauses ist begehbar. Von dort kann man dann auch das separate Bullengehege einsehen.
Übrigens, Oliver Jahn, einige historische Fakten zum halleschen Bergzoo sind auch für mich neu. Und wenn man darüber nachdenkt, gab es in Halle vor der Wende wirklich wenig Großbauten, wie aber fast überall. Das Lamahaus einschließlich Anlagen als größeren Neubau zu betrachten hat schon was Kurioses an sich. Trotzdem muß man sagen, daß insbesondere zum 75jährigen Zoojubiläum 1976 relativ viel gebaut wurde, so der noch unverändert erhaltene Trakt Pinguine, alte Ameisenbäranlage und alte
Anlage Zwergflußpferde/Tapire mit dazugehörigem Warmhaus. Aber auch der schon besproche Umbau des Nilpferdhauses zum Menschenaffen-Affen-Flußpferdhaus (was für eine tolle Wortschöpfung)entstand damals. Und 1978 folgte das Kleine Raubtierhaus, heute Mähnenwölfe.
(27.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Kurz nach der Wiedervereinigung hörte ich mal das Gerücht, dass jemand quasi vor den Toren Berlins die Errichtung eines Vogelparks plane und der Berliner Zoo mit allen Mitteln dagegen anginge, um nicht Besucher an einen Konkurrenten zu verlieren. Leider habe nie wieder was davon gehört. Weiß jemand mehr, und könnte dieser Plan die Keimzelle des später entstandenen Vogelparks Marlow sein?

Außerdem hörte ich etwa Anfang der 90er, dass unter Mitwirkung der Uni Bielefeld Pläne für einen Primatenpark à la Apeldoorn in Deutschland bestanden. Das Problem war, ein passendes Gelände zu finden; selbst der Tierpark Kalletal stand meiner Erinnerung nach mal dafür zur Debatte. Der Plan scheint aber eingeschlafen zu sein...
(27.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Zürück zum Thema. Gab es eigentlich neben den Frankfurter Außenzoos auch andere ganze Zoos, die mal geplant, und dann nie gebaut wurden? Ich erinnere mich an die Planung für Magdeburg in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts für den heutigen Rote Horn Park. Meines Wissens überlegte Hagenbeck, ob er in Hamburg oder in Magdeburg baut.
Und dann findet man noch einen Hinweis in einem Schreiben von Stadtbaurat Jost aus Halle, an den Magistrat, um Verlängerung des Anstellungsvertrages für Direktor Kniesche. Er schreibt dort: "Da Bremen einen Zoo plant und in dieser Frage schon auf Kniesche zugekommen ist, sollten dessen Vertrag verlängert werden, damit man ihn nicht an die neue Einrichtung in Bremen verlieren würde."
War das der Zoo Bremen, der heute nicht mehr existiert?
(27.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Konstantin Ruske: Habe eben den Thread nochmal durchgelesen und nirgends etwas darüber gefunden, dass der Tierpark Berlin sich auf eine Elefantenart beschränken sollte. Missverständnis? Falls sich das auf meine persönliche Meinung zu Waldelefant vs. Step
(27.02.2006, 00:00)
Konstantin Ruske:   Etwas mehr Bedacht bei manchen Äußerungen wird nicht schaden: Nova und Cynthia bleiben im Tierpark Berlin. Sie haben sich mittlerweile nach durchaus nicht ganz einfachem Start in die Herde integriert, werden durch ihre Kälber besser akzeptiert, kommen mit den Pflegern gut aus ( und andersrum) und sind beim Bullen außerordentlich beliebt. warum bitte sollen diese beiden Kühe aus ihrer Zuchtherde genommen werden? Die Eigentumsfrage ist dagegen nicht so sicher, wie dargestellt, der tierpark hatte sich nur von Anfang an zur ( räumlichen )Übernahme bereiterklärt. Viel wahrscheinlicher ist bei solch einer Zuchtgemeinschaft ( denn dazu sind die hallenser Kühe gekommen) die spätere Übernahme von aus dieser Zucht entstandenen Tieren( sind ja bereits vorhanden). So könnte eine unverwandte Gruppe aufgebaut werden. In Halle wird für mindestens einen Bullen gebaut. warum sollte der tierpark mit seinen Haltungskapazitäten auf eine Elefantenart verzichten ( die kooperation wird übrigens enger werden, wie immer man das bewerten mag). Jede haltung mit Zucht ist wichtig, wo für zwei arten vorhanden, sollte sie weiter betrieben werden, und von bedien Arten sind gute, große zuchtherden da. Afrikanische elefanten sind überhaupt nicht schwerer zu züchten, sogar oftmals leichtere und schnellere Erstgeburten, weniger Todgeburten bei den ersten Kälbern.Die jungen gruppen bei den afrikanern brauchten nur ein paar Jahre, um jetzt voll in das Zuchtgeschehen einzusteigen.
(27.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   @ Ralf Seidel, weiß man schon, wann mit der Eröffnung des Elefantenhauses zu rechnen ist?
Übrigens war bereits in den 20er Jahren auch für Halle ein Vogelhaus geplant, welches die Fasanerie ersetzen sollte. Dieses ist wohl aber zusammen mit dem Elefantenh
(26.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Hannes: Nee, meine ích schon wirklich so. Würde man die Prioritätenliste nach dem Status im Freiland und den in Menschenhand gehaltenen Tieren ausrichten, müsste eigentlich der Afrikanische Waldelefant an erster Stelle stehen (zwar möglicherweise höherer
(26.02.2006, 00:00)
Hannes:   @Michael Mettler
Du meinst an erster Stelle oder hab ich deinen Beitrag falsch gelesen.
(26.02.2006, 00:00)
th.oma.s:   @niels: noch gibt es kein aktzeptabels "modell dresden" ... was dort in bezug auf elefantenhaltung betrieben wird, ist leider nichts ganzes und nicht halbes... noch
(25.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Niels: Stopp, ich habe nicht gesagt, dass ich Afrikaner sinnvoller fände! Meine Meinung zum Sinn von Afrikanerzuchten habe ich schon anderweitig im Forum geäußert: Wenn schon Afrikaner, dann sollten sich die Zoos lieber um den Waldelefanten kümmern. Und
(25.02.2006, 00:00)
Niels:   Die Eigentumsverhältnisse waren so, das beide Kühe TP Friedrichsfelde gehörten, und nur an Halle zwecks Aufzucht (sie waren ja halbwüchsig) verborgt wurden. Es wäre natürlich sinnvoll wenn diese Kühe zu denen die Hallenser eine Beziehung aufgebaut haben, zurückkehren würden, gerade im Hinblick auf die Konkurrenz mit Leipzig. Dahingehende Pläne oder Bemühungen sind mir nicht bekannt. Im übrigen teile ich Ihre Meinung Herr Mettler, bezüglich des Überangebotes an Asiaten in Deutschland und der Region. Gerade um sich von Leipzig abzusetzen wären Afrikaner besser gewesen. Aber sie gelten wohl als schwieriger zu züchten, und wenn es im Allgemeinen mit dem sich Ergänzen oft nicht mal bei den Berliner Zoos klappt...
Mal ne andere Frage. Hält Halle eigentlich noch an der Bullenhaltung fest oder orientieren sie sich bei dem ohnehin knapp bemessenen Platz am Modell Dresden? In Dresden haben sie ja auch erst ganz kurz nach Baubeginn auf die Bullenhaltung verzichtet.
(25.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wenn Magdeburg mit einer (!) Kuh für Afrikaner mitgezählt wird, kann man den Zoo (und Dresden gleich auch noch) aber neben Leipzig auch den Asiatenhaltern zuordnen :-) Und die sind zudem in Berlin gleich doppelt und reich an Stückzahl vertreten...
Wie sind eigentlich die Eigentumsverhältnisse bei Cynthia und Nova - würden die beiden Kühe denn aus Berlin nach Halle zurückkehren, wenn man sich für Asiaten entscheidet?
(25.02.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   @Michael Mettler, im Moment steht nach Aussagen der Zooleitung noch alles offen, da werden die EEPs noch mitreden. Favorisiert werden aber wohl Asiaten, zumal 3 der 5 Elefantenhalter in Mitteldeutschland ja Afikaner zeigen
(Dresden, Erfurt und Magdeburg).
(25.02.2006, 00:00)
Sven P. Peter:   @Hannes: Die Pläne sowie eine Spendenbox stehen im Delfinarium. ABer abgespeckt, also nur ein aussenbecken für die Delfine und Seelöwen.
(25.02.2006, 00:00)
Hannes:   Was ist eigentlich mit dem letzten Abschnitt von dem der Allwetterzoo geträumt hat. Nachdem ja die Affen und Pferde realisiert wurden wollte man doch noch nen Meeressäugerpark bauen. Wie sahen dazu die Pläne aus?
(24.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Steht denn schon fest, welche Elefantenart man halten will?
(24.02.2006, 00:00)
Ralf Seidel:   @Oliver Jahn, nach meinem Kenntnisstand gab es in Halle eigentlich nie konkrete
und ausgereifte Pläne für eine künftige Elefantenhaltung, neben finanziellen spielten dabei natürlich die räumlichen Probleme eine Rolle. Bis vor wenigen Jahren war man sich w
(24.02.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Genau so einen Plan gibt es auch von Rostock von Anfang der 60er Jahre. Außer dem Ententeich am Eingang, Eichenallee, Rhododendronhain und Wirtschaftshof ist darauf überhaupt nichts so wie in der Wirklichkeit. Was die da alles geplant haben, ist unglaublich. Auffallend das Fehlen von Meeressäugern. Die sollten ja bekanntlich ihre Anlagen in Warnemünde kriegen. Nachdem das vom Tisch war, wurde auf dem Zoogelände für diese Arten geplant. Wo heute Robbenanlage und Seevogelvoliere stehen, waren ursprünglich weitere 3 Robbenbecken, noch eine Vogelhalle, Volieren und Teiche, Delphinarium und Aquarium vorgesehen.
(23.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Genau den Plan meine ich!!!! Wahnsinn, was Leipzig alles mal plante!!! Was besonders auffällt, alle historischen Bauten fehlen auf diesem Plan, also von Denkmalschutz keine Spur!
(23.02.2006, 00:00)
Dennis:   Ich habe einen Zooführer vom Zoo Leipzig von 1974.
Darin ist ein Perspektivplan für das Jahr 2000 beigeheftet.
Es waren Dinge wie ein riesiges Ozeanium mit Delphinarium und Hairundbau
ein riesiger Eingangsbereich (dort wo heute der Kinderzoo ist), ein riesiges Palmen und Wüstenhaus mit Löwenanlage,
ein Hyänen-Tigerhaus, ein Bärenland,
ein Giraffenhaus mit angeschlossenen
Abteilungen für Antilopen,Einhufer und Hirsche und ein großes Affenparadies mit Tropenhalle(was in der Form von Pongoland dann ja auch so ähnlich entsand) geplant.
(23.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Wobei mir bei dem Wort "vorübergehend" noch einfällt, dass Prof. Dathe in den Berliner Tierpark-Wegweisern immer von einem "temporären" Menschenaffenhaus sprach - auch da ist nie etwas Endgültiges entstanden, wenn man mal davon absieht, dass die heutige Dschelada- und zwischenzeitliche Wasservogelanlage ursprünglich für Schimpansen gedacht war....
(23.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Ich habe mir gestern noch mal den Perspektiv-Plan für den Leipziger Zoo aus den 70er Jahren angesehen. Er war in etlichen Zooführern von Leipzig hinter dem aktulellen Plan angeheftet.
Also da kann man wohl ruhigen Gewissens sagen, 90% davon sind NIE gebaut worden.
Ganz ähnlich sieht es in Magdeburg mit der Erweiterung in den Vogelgesang hinein aus. Dafür gab es schon so viele Pläne, den letzten nach Auschreibung erst vor kurzem. Nichts ist bisher davon realisiert.
Was mich in diesem Zusammenhang mal sehr interessieren würde, wo hatte eigentlich Halle ein Elefantenhaus geplant, welches jetzt nach ganz neuen Plänen erst gebaut wurde. Die Unterbringung der Elefanten im Huftierhaus, und damit im heute ältesten Bau des Zoos (welcher leider nicht mehr für Besucher zugänglich ist)nach Abriß des alten Elefanten-Raubtierhauses wurde in fast jeder Veröffentlichung als Provisorium angegeben. Früher waren ja in diesem Haus, welches über 70 Jahre den Elefanten als Unterkunft diente, mal Huftiere, Rinder, Zebras, auch ein Dschiggetai. Später wurde das Haus dann für einen Elefanten umgebaut. Als es kurz nach dem Krieg keinen Elefanten mehr in Halle gab, zogen dort wieder Rinder ein. Später dann wieder Elefanten, zeitweise bis zu drei Tiere, Afrikaner und Inder. Aber dennoch war auch zu diesen Zeiten immer von einer VORÜBERGEHENDEN Unterbringung die Rede. Gab es da irgendwann mal etwas ausgereiftere Pläne?
(23.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Ollo: Stimmt, das war eine spätere Idee. Die Anlage für Afrikanische Wildhunde hätte eine ganze Senke einnehmen sollen und wäre wohl fast einen Hektar groß gewesen! Warum das Projekt nun genau gescheitert ist, entzieht sich meiner Kenntnis, ich vermute j
(22.02.2006, 00:00)
Dennis:   Ja ein Delphinarium wäre ein Knaller gewesen. Aber auch das mit dem Aquarium höet sich gut an . Warum diese Pläne woll in weite Ferne rückten?
(22.02.2006, 00:00)
Zoosammler:   Was Hannover betrifft: Wären all diese Gebäude und Gehege gebaut worden, hätte das die Attraktivität des Zoo ganz beträchtlich erhöht (Delfinarium) und die Krise Anfang der 90er Jahre vielleicht verhindert. Der Charakter des "Antilopenzoo" wäre vermutlich etwas verschwunden, da all die geplanten Bauten andere, aber für das Publikum hochiniteressante Tierarten vorsahen. Delfine hätte man dann z.B. höchstwahrscheinlich nicht in Hamburg und Soltau, sondern nur in Hannover sehen können. Der Zoo Hannover wäre damit auf alle fälle "weltstädtischer" und prestigereicher geworden, was aber auffällt, ist die erneute Auslassung großer Vogelhaltungen: Michael Mettler erwähnt zwar ein Kleinvogelhaus, jedoch scheint das nicht mit besonderem Enthusiasmus geplant worden zu sein, wenn nicht mal ein Standort angegeben wurde.
(22.02.2006, 00:00)
Dennis:   In der Wilhelma Stuttgart war lange Zeit mal ein Australienhaus mit Koalas,Kiwis,Baumkänguruhs und Kusus sowie Waranen und australischen Kleinvögeln geplant. An die Stelle wurde jedoch dann das Insektarium entstanden. Die Pläne der Anlage sind wohl später als Grillanzünder benutzt worden. Sehr schade.
(22.02.2006, 00:00)
Oliver Jahn:   Mir fallen da drei Bauten sofort ein.
1) Das Delfinarium in Warnemünde.
2) Das Flusspferd- und Giraffenhaus in Heidelberg neben dem Menschenaffenhaus
3) Das Flusspferdhaus in Frankfurt
Letzteres sollte ja da entstehen, wo heute die Vogelbüsche sind. Auf einigen Plänen älterer Nachkriegszooführer ist es sogar schon eingezeichnet. Es sollte nach Fertigstellung des Affenhauses gebaut werden.
(22.02.2006, 00:00)
Ollo:   Ich hatte mal von Herrn Busch gehört, daß auf dem Trümmerberg eine Anlage für Afrikanische Wildhunde sowie Käfige für Marder entstehen sollten. Das war aber wahrscheinlich etwas später, oder?
(22.02.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Durch das Stichwort "Masterplan" kam ich auf die Idee für dieses Thema: Pläne sind ja schön und gut, aber viele davon sind doch schlichtweg versandet. Und dabei denke ich nicht mal nur an Einzelfälle wie das berühmte Friedrichsfelder Tapirhaus oder das (über Jahrzehnte hängende?) Schild in Duisburg "Hier entsteht demnächst eine Anlage für Tapire und Zwergflusspferde" (kenne ich auch nur vom Hörensagen).

Für einen anderen Thread habe ich dieser Tage fast gleichzeitig erschienenen Bücher "100 Jahre Zoo Hannover" und "Hannovers Zoo und seine Tiere" durchgeblättert. In beiden wird auf dem Bauboom der vorangegangenen Jahre eingegangen und geschildert, wie sich dieser in den nächsten Jahren fortsetzen sollte (Stand: 1965). In Neudeutsch würde man sowas ja Masterplan nennen. Für den damaligen Zeitpunkt war die Realisierung durchaus realistisch, wurde doch der Zoo im Prinzip komplett umgebaut - warum also sollte es nicht so weitergehen?

Ich lasse jetzt mal die Anlagen weg, die tatsächlich noch in der Folgezeit entstanden und nenne nur die "Luftnummern":

- Anlagen für Gebirgstiere (Steinböcke, Bezoarziegen, Mähnenspringer und Tahre) auf dem "Trümmerberg" (heute z.T. Gorllaberg, Dschungelpalast und Meyers Hof)

- "Indische Steppe" (heute Meyers Hof)

- Schweineanlagen (dito)

- Anlagen für Schneeleoparden, Hyänen, Kleine Pandas und Luchse (dito)

- Otter- und Biberbecken (dito)

- Kinderzoo und Bauernhof (ebenfalls dort); die Streichelwiese, ein völlig anderes Konzept, wurde erst 1973 eingerichtet

- Bärenfreianlagen als "Schaufenster" an der Zoogrenze für Kodiak- und Eisbären (heute Greifvogelvolieren und Meyers Hof)

- Anlagen für Malaien- und Waschbären (dito)

- Pavianfelsen (heute Schimpansen-Außenanlagen)

- Greifvogelvoliere (heute Gorillaberg)

- Haus und öffentliche Dressurschule für junge Raubtiere (dito)

- neues Affenhaus (auf dem Standort des alten, heute Urwaldhaus)

- Kleinsäugerhaus mit Nachttierabteilung (auf der Fläche des alten Antilopenhauses, heute Australienanlage)

- Aquarium mit getrenntem Eingang (auf der früheren Papageienwiese am Eingang, heute Sambesi)

- Kleinvogelhaus (Standort nicht angegeben)

Eine stattliche Reihe von Projekten, die nicht in die Tat umgesetzt wurden (Kinderzoo und Bauernhof zwar schon, aber in völlig abweichender Form bzw. Jahrzehnte später erst)! In einer späteren Planung tauchte sogar noch ein Delphinarium auf (neben Ottern und Bibern auf der damaligen Streichelwiese geplant; eine spätere Idee kombinierte es mit dem Aquarium am Eingang) sowie das Projekt "Erlebniszoo" (! Der Name ist viel älter als die spätere Gesamtentwicklung): Ein Haus, in dem der Besucher mit technischen Hilfsmitteln wie Richtmikrofonen oder Restlichtverstärkern seine Umwelt mit den Sinnen bestimmter Tiere erleben können sollte (z.B. wie ein Fennek hören - die Fenneks wurden prophylaktisch schon angeschafft!), Standort: jetzige Greifvogelvolieren/Meyers Hof.


(22.02.2006, 00:00)

zurück zur Suchausgabe
alle Beiträge