
| IP66: | Problematisch finde ich am Duisburger Giraffenhaus, daß der Besucher auf die Tiere hinabsieht und sie so, anders als in den Bauten von Köln und Frankfurt, aber auch anders als in der historischen Anlage in Berlin, nich in ihrer Höhe erfahren kann. Nachteilig ist wohl auch, daß man man kein Tier so isolieren kann, daß es nicht unmittelbar neben den anderen steht. Erfreulich scheint mir, daß der Bau als Architektur und nicht als simpler Glaskasten gestaltet ist und seine Innenstruktur nach außen spiegelt. Er übernimmt auch die überlieferte Form, die Proportionen der Giraffen als eine Art Hintergrund zu unterstreichen, wenn diese auf der Freianlage stehen. Ursprünglich war es geplant, die Stallanlage unterhalb der Besucher für Antilopen zu nutzen, die dann auch die Freianlage bevölkern, was bislang nicht umgesetzt wurde. Nachteilig finde ich auch die Felsverkleidung im Inneren: Die Futter- und Pflanztröge bedeuten eine Gefahr für die Tiere, und der felsartige Rauputz ist kaum zu säubern und könnte den Gedanken befördern, Giraffen lebten in Höhlen. (27.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Ollo: Lodergazelle ist ein anderer Name für die Dünengazelle (Gazella leptoceros), von der man früher eine Unterart "loderi" anerkannte. Die hannoverschen Dünengazellen waren vor meiner Zeit, deswegen kann ich zu ihrem Gehege nichts Definitives sagen. Di (27.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Man kann weder die Futtertröge runterlassen, noch die Giraffen im Winter, da das Haus eine Tiefgarage ist... (26.01.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | was ist eigentlich mit der giraffenanlage in duisburg. ich fand die gut höre aber oft kritik. besonders begeistert war ich von der innenanlage. (26.01.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun, aber da Michael Mettler sich so gut mit den Antilopen in Hannover auskennt, mal eine Frage. In einem Tierlexikon fand ich den Hinweis, daß eine Lodergazelle im hannoverschen Zoo besonders früh geschlechtsreif gewesen war. Gibt es für diese Art noch einen anderen Namen bzw. von welcher Art ist dies eine Unterart? Auf welcher Anlage standen die Tiere in Hannover? (26.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Obwohl Antilopen zu meinen Favoriten gehören, war ich früher nur selten im hannoverschen Giraffen-Antilopen-Haus, das damals noch in voller Länge für Besucher zugänglich war. Das lag tatsächlich daran, dass ich das Gefühl hatte, dass sich mehrere d (26.01.2006, 00:00) | ||
| IP66: | Die zu öffnenden Dächer gibt es auch im krefelder Menschenaffenhaus und gab es schon vorher im Menschenaffenhaus in Wuppertal. Ich meine, daß auch im Menschenaffenhaus in Stuttgart dergleichen vorgesehen war, ich weiß aber nicht, ob es eingebaut wurde. Dem Besucher einsehbare Innenanlagen scheinen mir sehr nützlich zu sein, da sie einerseits den Zoobesuch im Winter attraktiver machen, andererseits eine gewisse Kontrolle der Tierhaltung durch die Öffentlichkeit erlauben. Außerdem ergibt sich hier ein interessantes Betätigungsfeld für den Architekten. Man braucht aber auch den ein oder anderen uneinsehbaren Käfig, und bei manchen Antilopenarten habe ich den Eindruck, daß der Besuch im Haus sie doch stört. Ob die vielen großen Außenanlagen für Menschenaffen nötig sind, weiß ich nicht. Die Bonobo-Anlage in Köln wird nur sehr sporadisch genutzt, bei den Gorillas ist sie auch nur eine Art Ausflugsraum, während die Orangs bei gutem Wetter auf der Freianlage leben - ähnlich wie auf der neuen Außenanlage in Wuppertal, wo die Tiere zwar Luft und Sonne, aber eben keine Außenanlage kannten. (25.01.2006, 00:00) | ||
| Sitara: | @ Michael Mettler: Dem stimme ich sehr zu. Damit kann man auch Platzmangel, der oft (nicht immer!)in zoologischen Einrichtungen zu finden ist, sehr geschickt umgehen. Ein allerdings etwas "aufwendigeres" (!), kostenintensivers Beispiel dafür ist das neu (25.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ich frage mich schon länger, warum man diverse Tierhäuser nicht so konzipiert, dass ein Teil des Daches über reinen Innenanlagen geöffnet werden kann, um Sonne (oder auch mal Regen, was z.B. viele Vögel genießen) hinein zu lassen. Dafür bräuchte es nicht mal superaufwändige Konstruktionen wie in manchen modernen Sportstadien, eine simple Klappvorrichtung würde es auch tun. (25.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Ich wäre fast geneigt zu sagen, das die Innenanlage eigentlich genauso groß wie die Außenanlage sein sollte. Das wäre ein klasse Gehege. Vor allem bei Raubkatzen sehe ich immer wieder, das zwar gute FReigege vorhanden sind, doch nachts liegen die Tiere in ihren Mini-Käfigen. Während ihrer hauptaktivitätszeit... Bestes Innengehe für Katzen habe ich bisher in Frankfurt gesehen, nämlich das der Tiger. Das für die Löwen ist auch nicht schlecht. Beide bepflanzt, struckturiert und dem Lebensraum nachempfunden. (25.01.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Der Rundgang durch einen Tiergarten sollte sich meiner Meinung nach so weit wie möglich im Freien abspielen. Die Namen "Tiergarten" oder "Tierpark" besagen ja schon, daß man in einer parkartigen Anlage wandeln soll. Häuser gehören in diesem Sinne nicht dazu. Aus ökologischen Gründen ist auch die Flächenversiegelung zu vermeiden. Je größer ein Haus, desto höher auch die Heizkosten. Daß es für die Gesundheit aller Tiere wichtig ist, täglich an die frische Luft zu kommen, ist ja unstreitig. Andererseits ist es für die Besucher eine Abwechslung, auch einmal in ein Haus hineinzugehen. Auch im Falle schlechten Wetters sind Gebäude willkommen. Dann ist als Pluspunkt von Häusern noch zu nennen, daß hier eine exotischere Bepflanzung möglich ist. Letztendlich läuft es auf einen Mix hinaus. Logischerweise werden bei größeren Tieren die weiträumigen Ausläufe nicht unter Dach gebaut, aber je kleiner das Tier ist, desto mehr Anteil am gesamten Gehege wird das Innengehege besitzen. Es kann eigentlich gar nicht anders sein als so, wie wir es in den Zoos sehen. (24.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Ich halte Außenanlagen für unverzichtbar, jedenfalls für Säugetiere (mit Vögeln und Reptilien kenne ich mich nicht aus). Deshalb mag ich keine Nachttierhäuser. Wie groß die Innenanlage im Verhältnis zur Außenanlage ausfallen sollte hängt von den klimatischen Bedingungen und der Tierart ab; je kälteempfindlicher desdo mehr Platz ist drinnen nötig (finde ich jedenfalls). (24.01.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Ich bin durch mehrere Beiträge im Forum mich zu Fragen was Besser ist und wie sehr es von der tierart abhängig ist. Große innenanlagen ohne oder nur mit kleiner außenanlage (nachttierhäuser,tropenhallen,affenhaus in krefeld) oder große außenanlagen mit kleinen oder unbekannten innenanlagen(safariparks, elefantenanlagen) was meint das forum? (24.01.2006, 00:00) |
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