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Haltbarkeit der Kunstfelsen



IP66:   Ich habe mir den frankfurter Felsen gestern gründlich angeschaut und sah kaum Verfallsspuren. Allerdings ist die Pavianhorde deutlich kleiner als die kölner (wie machen die das?) und aufgrund des Felsaufbau kann sich in kaum einer größeren Ritze Wasser sammeln. Wenn ich mir das Gebrösel an manchem Neufelsen anschaue, verstehe ich, warum auch Felsanlagen besser von begabten Architekten entworfen werden sollten, die wissen, das Wasser bergarb fließt und bisweilen gefriert.
(10.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Nur als Ergänzung, da ich gerade in den entsprechenden Frankfurter Jahresberichten danach gesucht habe: Der Frankfurter Pavianfelsen ist tatsächlich künstlich! Das Beton-Werk wurde allerdings unter fachlicher Anleitung eines Geologen errichtet und mit passendem Mineralsand auf "echt" gefärbt. Leider war nichts zu finden, ob der Kunstfels hohl oder massiv ist; tippe aber eher auf letztere Möglichkeit, mit der sich dann auch die gute Haltbarkeit der Anlage erklärt.
Die zweite Felsenanlage am Affenhaus, die bereits einige Jahre vorher fertiggestellt wurde, besteht allerdings aus echtem Gestein.
(01.01.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Meines Wissens ist der Pavianfelsen in Frankfurt ebenfalls künstlich (der frühere Rhesusfelsen dann wahrscheinlich auch). Stimmt das, und wie ist es da mit der Haltbarkeit?
(07.12.2005, 00:00)
Dirk L:   In Paris sind jetzt fast alle Felsen (und damit Häuser) wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt - Tiere weg. Nur der "Grand Rocher" wurde für Unsummen in den 90ern renoviert und bröckelt auch schon wieder.
Stimmt, Naturstein ist teils billiger, aber viel schwerer (Fundamente), und vor allem ist es sehr, sehr schwierig, aus echten Steinen einen naturnah wirkenden Felsen zu bauen. Meist sieht das Ergebnis aus wie eine Abbruchhalde mit Beton übergossen.
Bei Sandstein, der ja von Natur aus in Blöcken vorkommt, klappt das noch am besten (z.B. Nordhorn).
Das Problem mit Beton-Kunstfelsen ist meiner Meinung nach, daß die bei uns zu schnell zu billig mit nur wenigen cm Spritzbeton auf Plastik oder Draht gebaut werden. Das ist in sich nicht steif genug und bekommt leicht Sprünge.
Die frühen US-Kunstfelsen ("Gunnite") sind massiver und stehen (zum Ärger der Neuplaner) meist noch immer sehr dauerhaft, wie ich erst kürzlich sehen konnte...

(07.12.2005, 00:00)
Pommern:   Der Kölner Regenwald-"Fels" bröckelt vor allem rund um mehr oder weniger kaschierte Schlüssellöcher in Gehege-Türen, die ebenfalls mit "Fels" verkleidet sind. Für Belastungen ist das Material also sicher nicht gemacht.
(01.12.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Dürfte alles auch eine Frage der Oberflächenstruktur sein: In "natürlichen" Ritzen usw. stellen Wasser und Frost ein größeres Problem dar als an glatten (und damit nicht natürlich wirkenden) Flächen. Ich war noch nie in Paris-Vincennes, aber den dortigen Kunstfelsen scheint mir eine naturähnliche Struktur zu fehlen. Wie ist denn da der Erhaltungszustand?
Als ich übrigens auf der Suche nach Material für die eigene Gartengestaltung war, musste ich feststellen, dass Trockenmauersteine aus Naturstein (Sandstein) preislich günstiger sind als nachgebildete aus Beton.... Bei Großbauten dürfte der Unterschied allerdings in den Transportkosten liegen, und der Bau eines Monolithen vor Ort ist logistisch einfacher zu handhaben, als einen echten, mehrere Tonnen schweren Steinblock an den selben Platz hieven zu müssen (obwohl das mal ein interessantes "behavioural enrichment" für diverse Zooelefanten wäre...)
(01.12.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Auch die Leipziger Kunstfelsen sind in ihrer langen Geschichte mehr als einmal grundsaniert worden!
(01.12.2005, 00:00)
Sven P. Peter:   Also die Hagenbecker Felsen wurden und werden alle Nase lang nachgebessert.
(01.12.2005, 00:00)
IP66:   Gibt es schon Erfahrungen mit der Haltbarkeit der neuen Kunstfelsen aus Beton. Bei meinem letzten Besuch in Hannover hatte ich den Eindruck, daß es an einigen Stellen schon wieder bröckelt, auch im kölner Regenwaldhaus gibt es Ausbrüche? Die Hageneck'schen Betonfelsen haben so lange gehalten wie die Holzgerüste, die sie trugen, bei den neuen Anlagen scheint mir das nicht der Fall zu sein.
(01.12.2005, 00:00)

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