
| IP66: | Ich habe mir gestern das neue Flußdelphinhaus in Duisburg angeschaut und fand es recht gelungen. Innovativ ist der Einbau einer Kunst"glas"-Scheibe als Kreissegment, die kaum spiegelt und den Besucher in den Wasserraum hineinzieht. Erfreulich ist die Austattung des Beckens mit Absperranlagen und die mit Ausnahme des Einganges eher zurückhaltende Verwendung künstlicher Felsen. Die Bepflanzung muß freilich noch wachsen, dann wird sich zeigen, ob die Pflanzräume tief genug sind und die Belüftungsanlage den Bewuchs nicht beeinträchtigt. Der Krallenaffenkäfig, in dem neben den Rothandtamarinen auch noch Fischertukane und eine Tyrannenart (gelbe Brust, weißer Streifen am Kopf, etwa amselgroß lebt) leben, ist leider durch einen kulissenhaft über dem Besuchergitter angebrachten Baumstamm im oberen Bereich nur schwer einzusehen. Dem Augenschein nach war die Halle selbst noch nicht mit Vögeln besetzt, die große Wasserfläche dürfte - neben der Reaktion der Delphine - die Zahl der haltbaren Arten einschränken. Trotz dieser kleineren Nachteile dürfte das Haus den Zoo ganz entschieden bereichern. Bedauerlich finde ich, daß man den Außenbau dieses großen Komplexes architektonisch in keiner Weise gestaltet hat. Es handelt sich um einen Plexiglaskasten mit Satteldach, höher als das historische Aquarium und so hinter dem Ententeich gelegen, den auch noch so dichte Bambuspflanzungen nicht werden kaschieren können. Zwischen Fossa-Anlagen und Neubau führt schon jetzt ein breiter Weg sinnlos durch eine ziemlich öde Bambusplantage. Letzteres wird man vielleicht noch korrigieren können, an der Gesamterscheinung und ihrer Wirkung auf das Zoogelände, das ja ohnedies recht schmal ist und in diesem Bereich einigermaßen verbaut wirkt, kann man wohl wenig ändern. (04.10.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Vielen Dank für die Info. Das ist dann wohl der erste Schritt zur Umgestaltung des Sautergartens in einen Asienteil mit dem Schwerpunkt Panzernashorn/Großer Panda. Schade aber trotzdem, dass mit dem Zwergflußpferd eine Erfolgsgeschichte zu Ende geht in Basel. (28.09.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Mich hat in Basel erstaunt, das zwei Panzernashonmütter inklusive Nachwuchs eine Anlage gemeinsam bewohnen. Als ich da war gab es auch ein paar "Kämpfe" zwischen den ausgewachsenen Tieren. MfG Sven P. Peter (28.09.2005, 00:00) | ||
| Ingo Rossi: | In Basel ist die Haltung von Zwergflusspferden aufgegeben worden, die Panzernashornanlage wird erweitert und komplett neu gestaltet. Die Zebra/Nilpferdhaltung ist unverändert. (28.09.2005, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Also im Raubtierhaus in Halle gefällt mir der innen unter die Decke gehängte Stahlboden nicht. Auch wenn über den alten Tierpfelgerturm jetzt der Aufstieg möglich ist, so ist diese freischwebende Palttform aus meiner Sicht ein Bruch in der Betrachtung. Dieses Ding nimmt dem Haus die eigentliche "Weite" und Großzügigkeit und gerade der Blick vom heutigen Tigergehege aus verliert dadurch aus meiner Sicht. Was den Denkamlschutz angeht, so finde ich, man muss den alten bau von Jost schon sehr gut gekannt habe, um ihn in rudimantären Ansätzen, vor allem von Außen heute noch wiederzuerkennen. Dennoch finde ich den Umbau alle male besser als einen Abriß, oder eine Umwidmung zur "Entdeckerarche" ohne Tierhaltung. (28.09.2005, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Meine Aussage betreffs der andernorts geschaffenen Tieranlagen ohne in die Millionen zugehen bezieht sich auf die kleinen Parks, deren Innovationstalent hier im Forum bereits des öfteren gebührend gewürdigt wurden (u.a. Aschersleben, Nordhorn, Landau). Den Hallenser Zoo zähle ich hier aber auch dazu, seiner tollen Ideen wegen und wenn er einen guten Sponsor hat, ist es noch besser zur Realisierung weiterer gute Ideen. Beim dortigen Raubtierhaus finde ich den Kompromiss zwischen Denkmalschutz und moderner Tierhaltung gelungen, bis auf den Dachsteg! (27.09.2005, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Entgegen mancher anderslautender Meinung finde auch ich die neuen Häuser in Halle sehr gelungen. Vor allem, weil hier eben oft die Berglage sehr viel Fantasie erfordert und ich etliche dieser Häuser noch aus der Zeit vor dem Umbau kenne. Allerdings verstehe ich den Satz von Stefan Schuber: "Andernorts zeigen die Tiergärten, dass eine moderne und zeitgemäse Haltung auch ohne millionenschwere Investitionen möglich ist, wie im nahen Halle/Saale." nicht so richtig. Halle hat einen sehr großzügigen privaten Sponsor und ein super interessiertes Arbeitsamt, welches unheimlich viel durch ABM im Zoo hilft. Das ändert aber nichst am Preis. Allein der Umbau des Raubtierhauses hat 10,4 Millionen gekostet. Und auch die anderen Häuser waren nicht billig. Was allerdings nichts daran ändert, dass ich dieses Geld als sinnvolle Investition empfinde. (26.09.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | "Gescheitert" ist relativ. Es hat jahrelang prima geklappt, Flusspferdbulle und Zebrahengst waren quasi "Spielgefährten". Das Zebra ist für Spielkämpfe sogar ins Wasser gestiegen... Eines Tages aber wurde aus dem Spiel Ernst, warum auch immer, und der Zebrahengst wurde vor den Augen der Besucher vom Flusspferdbullen so schwer verletzt, dass er starb. Ich würde das nicht als Scheitern ansehen, sondern als Unfall. Streit kommt schließlich auch innerartlich vor, und wahrscheinlich hat der Flusspferdbulle nur für einen Augenblick vergessen, dass er eben keinen ebenbürtigen Gegner vor sich hatte. (26.09.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Ich meine, hier im Forum gelesen zu haben, die Gemeinschaftshaltung in Basel sei gescheitert...? (26.09.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Wieso funktioniert hat?Jetzt nicht mehr? Ist es nicht so das sich mal ein flusspferdbulle ein zebra geschnappt hat? (26.09.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Sowie natürlich hervorragend züchtende Gruppen von Bongo, Somaliwildesel, Zwergflußpferd und Panzernashorn, sowie Massaigiraffen, Waldrapps, Bartgeier und Andenkondore, Malaienbären, bekannte Menschenaffenzuchtgruppen, Weißgesichtsakis, Wollaffen und bis vor kurzem auch noch Kleideraffen. Erwähnen will ich auch noch das Antilopen- und das Vogelhaus. Beide wunderbare Beispiele von stilvoller Zoo-Architektur vergangener Tage. Dann natürlich die einmalige Gemeinschaftshaltung von Zebra, Strauß und Flußpferd, die jahrelang mit viel Nachzuchten auf der 1ha großen Anlage funktioniert hat - und, beinahe hätte ich es vergessen: Die bekannte Okapi-Zucht. (26.09.2005, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Im Etoscha-Haus leben Erdmännchen, Kap-Klippschliefer, Borstenhörnchen und Siedelweber gemeinsam. In Terrarien gibt es Achatschnecken und Wanderheuschrecken und in einem Separee Scharlachspinte. Das Gamgoas-Haus ("Dort wo die Löwen wohnen") leben nicht sichtbar Angola-Löwen, die ihre Freianlage mit Fuchsmangusten teilen und in einer beachtliche Innenanlage Nilkrokodile. Auf einer zweiten Innenanlage wurden Termiten angesiedelt. Des weiteren findet man im Haus eine Ausstellung zum Zolli. Die Freianlagen zwischen den Häusern bevölkern Gepard, Grüne Meerkatze, Afrikanischer Wildhund und eine grosse Kolonie Flamingos, die meisten unkupiert! Bemerkenswert im Zolli ist auch ein Waldelefant im nahen Elefantenhaus! (26.09.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | ja wirkich schöne fotos. schade nur das man keine Tiere sehen kann. was für tiere sollten denn auf den anlagen sein? kenn die häuser nicht (26.09.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Wirklich schöne Fotos, die den Eindruck der Anlage gut rüberbringen. (25.09.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Hier ein paar Bilder, die ich in Basel im Sommer gemacht habe: Etoscha-Haus: http://img6.imageshack.us/img6/3007/etoscha11df.jpg http://img111.imageshack.us/img111/4782/etoscha25sf.jpg http://img111.imageshack.us/img111/8924/etoscha37eb.jpg Und hier das Gamagoas-Haus: http://img111.imageshack.us/img111/2838/gamagos14xh.jpg http://img111.imageshack.us/img111/8117/gamagos24og.jpg http://img111.imageshack.us/img111/9684/gamagos33bx.jpg http://img111.imageshack.us/img111/769/gamagos49oi.jpg (24.09.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Ich finde es schön, daß mit dem Brehm-Haus im Tierpark und dem Raubtierhaus im Zoo zwei sehr ambitionierte und auch wichtige Tierhäuser genannt wurden, die jetzt sehr kritisch betrachtet werden. Beiden ist anzumerken, daß sie in Konkurrenz zueinander errichtet wurden, konkret reagierte der Westen auf den Osten. Ich finde beide auch atmosphärisch sehr schön, und ich denke, daß vielleicht nicht in allen Anlagen, aber doch zumindest prinzipiell dort Großkatzenhaltung möglich ist. Architektonisch finde ich unter den aktuellen Bauten eigentlich das Urwaldhaus in Stuttgart recht gelungen, gerade weil es sich nicht hinter etwelchen Kulissen versteckt. Dafür wurden aber historische Tierhäuser, nämlich Remisen und Ställe der alten Wilhelma-Anlage, geopfert. (23.09.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Im Ausland halte ich auf alle Fälle "Etosha" und "Gamgoas" (richtig?) im Zoo Basel für die besten Tierhäuser. Hier wird solide Tierhaltung mit hervorragendem "Edutainment" vernüpft, und auch einige selten gezeigte Arten findet man. In wunderbarem Kontrast dazu steht dann das ebenfalls nur mit Afrikanern besetzte Antilopenhaus, dass tiergärtnerisch zwar nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, aber ein wunderbares architektonisches und geruchliches *g* Flair hat. Auch die Zuchterfolge (Okapi!) sprechen ja für sich. (22.09.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Was ist mit den Häusern in Burgers Zoo oder geht es nur um deutsche Zoos dann sag ich aus historischen Gründen das Alfred-Brehm haus und das raubtierhaus im Zoolologischen Garten berlin (22.09.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Schade, daß sich Halle so sehr von seinen Ursprüngen entfernt. Ich habe den Zoo zuletzt vor einigen Jahren besucht und fand die Atmosphäre recht ansprechend, wobei zu diesem Zeitpunkt die Bärenburg allerdings schon im Zerfall begriffen war. Unter den umgenutzten Altbauten gefällt mir das Tapirhaus in Wuppertal am besten - der Altbaubestand ist sehr weitgehend erhalten, die frühere Besetzung nachvollziehbar, die Einbauten stilvoll und durchaus modern, und die Tiere fühlen sich auch wohl. Mit den Wasserschweinen und den Barids-Tapiren kommt allerdings nur auf zwei Arten, und ein ursprünglich in Aussicht genommener Besatz mit Vögeln wurde nicht verwirklicht - es stellt sich ja auch hier das Problem, wie man die daran hindert, durch die Tapirtore hinauszufliegen. (22.09.2005, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Schade nur, dass durch das neue Krokodilhaus das alte Elefante- (und ganz früher mal Rinder- und Einhufer)haus völlig verbaut wird. Ursprünglich sollte es, ähnlich wie die Bärenburg, in das neue Haus integriert werden. Nach Abriß der Bärenburg ist es schließlich jetzt das älteste Haus im Zoo Halle und erst vor wenigen Jahren von Grund auf restauriert. (22.09.2005, 00:00) | ||
| Konstantin Ruske: | Das neue Krokodilhaus im Zoo Halle wird sicherlich wieder so ein Tierhaus mit " Charakter" in daß, in heutigen Zeiten fast schon als sammlung zu betrachten, immerhin drei Arten einziehen werden. (22.09.2005, 00:00) | ||
| Ralf Wagner: | Ich kann Stefan Schubert nur zustimmen, was Leipzig & Halle/Saale betrifft. Gerade die Tierhäuser in Halle sind für einen so relativ kleinen Zoo sehr gelungen, da sie so abwechslungsreich von ihrem Tierbesatz(Halt nicht immer nur eine Tiergruppe für ein ganzes Haus!!!) her sind. Das macht das Ganze doch viel interessanter! Außerdem sind sie größtenteils sehr natürlich gestaltet & wirken daher richtig "gemütlich". Ich hoffe ja, daß es in Zukunft mehr solche Tierhäuser(müssen ja auch nicht immer gleich gigantisch groß sein!) mit verschiedenen Tieren gibt, als nur "Einzeltierart-Häuser"! VG Ralf (21.09.2005, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Zu den besten Tierhäusern Deutschlands zähle ich zur Zeit Pongoland in Leipzig mit seinen geräumigen Innenanlagen und den vwergleichbar riesigen Aussenanlagen! Es hat etwas Tolles Orang Utans in den Baumwipfeln beim Toben zuzuschauen, wenngleich es fraglich ist, wie lange diese der Beanspruchung widerstehen! Auch andernorts findet man in Leipzig gute Umsetzung zur Gestaltung und Nachnutzung unzeitgemäser Tierhäuser, wie das Entdeckerhaus oder das Grosse Hirschhaus! Ich sehe den Leipziger Zoo mit seinem Umbau zum "Zoo der Zukunft" auf dem richtigen Weg, wie viele Leipziger und ihrer Gäste, die Besucherzahlen sprechen für sich! Andernorts zeigen die Tiergärten, dass eine moderne und zeitgemäse Haltung auch ohne millionenschwere Investitionen möglich ist, wie im nahen Halle/Saale. Hier gefiel mir das Schimpansenhaus mit Grünpflanzen im Innengehege, den Aquarien und dem Tropenfeeling im Besucherbereich! Auch die Modernisierung des Raubtierhauses finde ich geglückt, wenngleich den Tieren Rückzugsmöglichkeiten fehlen. Doch die Bewohner stört dies scheinbar weniger, wie die vier Jungtiere zeigen. Hier fand ich vor allem aber die Terrarien gegenüber der Innengehege originell, eine Haltungsform, die besser ist, dem Besucher sogenante Igitt-Tiere nahezubringen, als endlos lange Glasbeckenreihen in Vivarien! Die ZoOrangerie mit ihrer (bisher) einmaligen Lebensgemeinschaft finde ich auch bestens geglückt, wie viele andere Anlagen im Zoo Münster auch, auf dem Weg weg vom Betonzoo. Eine Entwicklung, die ich mir für Stuttgart nur wünschen kann! (27.04.2005, 00:00) | ||
| Zoofan: | Eines der besten Tierhäuser in Deutschland,meiner Meinung nach,ist das Urwaldhaus für Menschenaffen in Köln,gerade 20 Jahre alt,und immer noch das beste Haus für Menschenaffen in Deutschland. Gut finde auch das Flußpferdhaus in Berlin,wenn auch der Landteil innen etwas knapp bemessen ist und die Außenanlgen ebenso etwas größer hätten ausfallen dürfen.Dennoch, eine echte Verbesserung für die Tiere. Und auch die Orangerie in Münster ist sehr sehenswert. Und unter den Vogelhäusern ist wohl die Tropenwaldhalle in Walsrode das Highlight. (18.04.2005, 00:00) | ||
| Ralf Ließ: | Ok, mein Vorschlag: Zoo Köln: - das ALTE Elefantenhaus, aus Zoo-Historischen Gründen. Dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude zeigt, wie Zoo als Menagerie vor über 100 Jahren gesehen wurde (jaja, ich weiss, früher waren dort keine Elefanten sondern u.a. Giraffen untergebracht..) - das NEUE Elefantenhaus, weil es die neuesten Erkenntnisse zum Thema Elefantenhaltung aufgreift. Wie z.B. verschiedene Bodenbeläge, genug Rückzugsmöglichkeiten, Bullenhaltung, viel Wasser, Beschäftigungsmöglichkeiten usw. (18.04.2005, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Ich schlage das Wuppertaler Tapirhaus vor, da hier mit sehr viel Fantasie und Liebe zum Detaill aus einem historischen Bau durch Umgestaltung und die Entscheidung für eine andere Tierart ein aus meiner Sicht wirklich toller Bau entstanden ist. Besonders die Besetzung mit Mittelamerikanischen Tapiren, die ich dort das erste mal in meinem Leben gesehen habe, finde ich super. (18.04.2005, 00:00) | ||
| Austria: | Ich schlage den TirolerHof in Schönbrunn vor, wenn der als Tierhaus gezählt wird und das ältere Etoscha-Haus in Basel. (18.04.2005, 00:00) | ||
| Klaus Schüling: | Aus Gründen der ausgewogenen Symmetrie: Wie wärs mit einer Hitliste der besten Tierhäuser der letzten zwanzig Jahre? Als Lokalpatriot schlage ich die Orangerie in Münster (Orangs, Otter, Bartaffen) vor! (18.04.2005, 00:00) |
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