
| Klaus Schwarz: | Also ich kann nur dazu sagen, dass ich bei einem Aufenthalt in Australien das Erlebnis hatte, dass die dort wildlebenden Tiere in der größten Mittagshitze immer nur dort zu beobachten waren, wo irgendwie Schatten zu finden war. Ich gebe aber sofort und ohne jeden Vorbehalt zu, dass die Sonne in Ostwestfalen-Lippe nicht mit Australien zu vergleichen ist und ich mir vielleicht den einen oder anderen Baum/Busch nur für meine eigene Ästhetik wünschen würde! Ist wohl so ähnlich wie zum Beispiel Betonwände und Wänden aus Kunstfelsen! (20.04.2007, 21:08) | ||
| Michael Mettler: | "Mögen" mag vielleicht übertrieben sein, aber müssten nicht gerade Kamele bedingt durch ihre Herkunft daran bestens angepasst sein? Wieder mal so eine Frage, die mich als Zoobesucher dazu bringt, demnächst mal näher hinzuschauen. Spontan sage ich, dass mir von Kamelen - im Gegensatz zu vielen anderen Tieren, auch und gerade Huftieren - nicht das Bild vor dem geistigen Auge erscheint, dass sie sich bei starker Sonne unter Bäume, Vordächer usw. zurückziehen (z.B. zum Wiederkäuen). Lasse mich aber gern korrigieren! (20.04.2007, 17:00) | ||
| Klaus Schwarz: | Die Gepardenhaltung (6 Tiere) ist gut und die Zucht wohl wirklich erfolgreich. Das Gepardengehege besteht aus einer großen eingezäunten Wiese mit dem dazugehörigen Unterstand. Das Elenantilopenpaar lebt inzwischen auch getrennt. Ein Tier mit Watussirindern und ein Tier bei Dromedaren. Die Braunbäranlage scheint das jetzige Gehege der Rotluchse zu sein. Es gab kein Hinweisschild auf Bären! Es gibt also wirklich Säugetiere die es lieber mögen in der prallen Sonne zu stehen als sich in den Schatten zurückzuziehen? Na gut, man lernt nie aus! (20.04.2007, 15:46) | ||
| Jennifer Weilguni: | @Zooguidecollector Also ich sehe das auch so, dass Trampeltiere selbst Kamele sind. Was mich an Deiner Aussage etwas stört (ich kenne den Tierpark Nadermann auch noch nicht) ist aber die Aussage ".. aber züchten die nicht sehr erfolgreich Geparden nach?" Also selbst WENN dem so ist, ist das ja noch nicht gleich ein Zeichen für eine gute Haltung oder gar ein Qualitätsnachweis für einen Zoo oder Tierpark. Von der überholten Ansicht gute Zuchterfolge=gute Haltung sollte man meiner Meinung nach wohl doch eher Abstand nehmen. (20.04.2007, 08:32) | ||
| Zooguidecollector: | Wo ist denn der Unterschied zwischen Trampeltier und Kamel ? Die trostlosen Affenkäfige bei Nadermann entstanden dem Zooführer von 1972 nach in den 60iger Jahren, die trostlosen Affenkäfige im Tierpark Berlin im Jahr 2000.....( ohne den Tierpark Nadermann dadurch aufwerten zu wollen, ich kenne ihn nicht, aber züchten die nicht sehr erfolgreich Geparden nach ? ) (19.04.2007, 22:44) | ||
| Michael Mettler: | Da scheint sich seit meinem letzten Besuch nicht mehr viel geändert zu haben. Allerdings habe ich bei beiden Besuchen (2000 und 2003) jeweils eine sehr große Javaneraffenhorde (mehrere Dutzend in allen Altersstufen) auf der Freianlage gesehen und nicht bloß 9 Stück, und es sah mir nicht danach aus, als gäbe es in der Vergesellschaftung mit den Huftieren Probleme. Zwischen Affen und Servalen soll es laut Tochter des Inhabers ebenfalls keine gegeben haben, allerdings musste das ebenfalls in der Vergesellschaftung befindliche Paar Elenantilopen bei meinem Besuch 2003 abgesperrt werden, weil sich die Servale zu eindeutig für deren kleines Kalb interessiert hatten... Einer der Servale schien mir übrigens blind zu sein. Im Raubtierbereich des Parks war damals meiner Erinnerung nach eine Anlage für Braunbären im Bau (hinter der Tigeranlage), was wurde denn daraus? Neu ist mir übrigens, dass Kamele Schatten spendende Bäume brauchen sollen. Die haben sie doch in weiten Teilen ihrer viel sonnigeren Heimat auch nicht...? (19.04.2007, 22:17) | ||
| Linus Kampe: | @ Klaus hört sich sehr deprimierend an... (19.04.2007, 21:35) | ||
| Carsten: | @Klaus Schwarz: Guck mal auf die Website, da waren ein, zwei Fotos der Servale, dann hast Du die wenigstens mal gesehen... Ansonsten gibt die Website nicht allzuviel her... (19.04.2007, 21:27) | ||
| Klaus Schwarz: | Auch bei meinem zweiten Besuch im Tierpark Nadermann (Delbrück)bin ich negativ überrascht! Schon im letzten Jahr war die Baustelle eines neuen Waschbärengeheges auf dem gleichen Stand wie in diesem Jahr. Die Waschbären (mind. 6 Tiere) und Marderhunde haben seit mindestens 12 Monaten einen Käfig von ca. 4m² zum im Freien austoben. Toll!! Weiter geht es zu einer meiner "Lieblingsanlagen" dem Löwengehege. Hier habe ich im letzten Jahr 1 Männchen + 2 Weibchen und 2 Jungtiere gesehen auf einer winzigen Sandfläche mit zwei Holzklötzen zur Unterhaltung, dazwischen lag noch ein komplett verrottetes Huhn als Futter (für die Fliegen). In diesem Jahr nur zwei Löwen und kein Huhn, die Ausstattung des Geheges hat sich allerdings null verändert. Das ebenfalls mit zwei Holzstämmen ausgestattete Jaguargehege sollte man direkt links liegen lassen. Der Jaguar (ein Schwärzling) hat auch eindeutige Verhaltensauffälligkeiten was bei der Unterbringung absolut kein Wunder ist. Trampeltiere und Kamele leben auf Weiden in größeren Gruppen zusammen, schattige Bäume allerdings Fehlanzeige, genauso bei den Zwergziegen. Was mich schon im letzten Jahr sehr gewundert hat, irgendwie darf man alle Tiere anfassen und mit Futter bewerfen (sogar Zebras) wann immer man möchte, scheint absolut keinen zu stören. Neu hinzugekommen sind 50 (oder 60) Javaneraffen die zur Zeit noch in der Innenanlage gehalten werden. Bisher hatte dieser Tierpark nur 9 Tiere und ich kann mir nicht vorstellen, wie die dort praktizierte Gemeinschaftshaltung mit Servalen (noch nie gesehen) Eseln und Zwergzebus weitergehen soll. Etwas besonders Schlimmes kommt jetzt, die Unterbringung von drei Schimpansen in einem unbeschreiblich überholten, kleinen und fantasielosen Käfig mit einem fast noch schrecklicherem Innenkäfig. Ich habe immer wieder gelesen, dass diese Tiere abgegeben werden sollen oder es für sie eine neue Anlage geben soll (siehe auch hier den Eintrag von 2005). Haha, es ändert sich überhaupt nichts und diese Tiere müssen weiterhin ihr Schicksal erdulden. Im letzten Jahr wurden sie auch noch zur allgemeine Belustigung von Besucher mit Eiscreme und sonstigen Müll beworfen. Niedlich auch noch die Perserkatzen im Schaufenster und ein einsamer Baumstachler in einer winzigen Glasvitrine. Eine wunderschöne Gemeinschaftshaltung wurde zwischen Rotluchsen und Nutrias eingerichtet. Das Gehege nennt sich Bärenmine (warum auch immer) und die Nutrias dienen wohl als lebendiger Zwischensnack oder wie soll man sich das sonst vorstellen. Heute waren allerdings beide Tierarten noch am Leben, wobei ich glaube, dass die Bedrohung der Luchse durch die Nutrias nicht so groß sein dürfte. Immerhin gibt es in der Freianlage für Tiger einen Wasserfall, einen Gummiball und einen alten Reifen damit die Tiere ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm nutzen können. Vielleicht sehe ich die Alange ja zu negativ und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren aber ich war dort jetzt endgültig zum letzten mal! (19.04.2007, 21:01) | ||
| Konstantin Ruske: | Die Einhuferanlagen und die Wüstenantilopenanlagen im tierpark berlin wurden mit trockengräben ausgestattet, die tierseitig zu stark geneigt sind. Fraßen tiere dort das aufgrund der guten Erde auf dem hang besonders hohen Grases, traten sie die Fläche zu stark ab ( selbst die Mohrrgazellen). Um weiteres abrustchen zu Verhindern, wurden die E- Zäune installiert. Ab den Anlagen für Afrikanische Büffel wurden die Gräben mit sanfterer Neigung gebaut, was zu einer Unversehrtheit von annähernd 100% führte. Zudem wirkt es gefälliger. Die Umrüstung der steilen Gräben, die den verzicht auf die E- Drähte iwder ermöglichen würde, steht zwar auf der Wunschliste, ist aber, der Haushaltslage geschuldet, nicht vordringlichstes Projekt.Auf den meist großen flächen dürften dürften Stromkontakte zum Glück eher selten sein. (24.10.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | Da fallen mir im Süden gleich mehrere Parks ein: Bad Mergentheim: Hier war es ein Besitzerwechsel, der den Park total neu ausgerichtet hat. Echt klasse! Poing, Irgenöd&Ortenburg, Bretten, Schwaigern, ... lauter kleine Privatparks, die mehr oder weniger komplett eingeschlafen sind, weil der Besitzer einfach so weiterwurschtelt wie er es seit dem 70ern oder 80ern getan hat. In Abensberg wärs fast schiefgegangen (neue Leitung), in Viechtach hat der Vogelpark letztlich geschlossen. Grömitz und Braunschweig: Das sind zwar Brüder, haben aber recht wenig miteinander zu tun... Nein, in Braunschweig + Essehof gibts keine Nachfolge-Querelen, da ziehen alle ein einem Strang. Der "Alte" (sorry) ist aber auch eines der wenigen Beispiele, wo Alter nicht vor Innovationsfreude schützt! (Ein weiteres, s.o., Bad Mergentheim) (24.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Tierpark Nadermann, Delbrück: Ist zwar schon wieder eine Weile her, dass ich dort war, doch befanden sich z.B. die alten Zwinger für Großkatzen und Bären teilweise im Umbau in "moderne" Unterbringungen. Für die drei alten Schimpansenweibchen suchte man laut Auskunft der Tochter des Inhabers bereits ein neues Zuhause, um auch da die rückständige Haltung zu beenden. Eine große, naturnah gestaltete Gepardenanlage war bereits fertig (und es gab schon den ersten Nachwuchs!). Die weiteren Zukunftspläne (z.B. große Afrikaweide) klangen viel versprechend. Sehr innovativ - habe ich unter einem anderen Beitrag schon erwähnt - sind auch die drei der selben Familie gehörenden Parks in Braunschweig-Stöckheim, Lehre-Essehof und Grömitz, wo z.B. Murmeltiere, Nasen- und Waschbären in Freianlagen mit allenfalls kniehohen E-gesicherten Zäunen gehalten werden. In beiden Fällen ist mir nichts über Nachfolge-Querelen bekannt. (22.10.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Wildfreigehege Ladbergen: Kennt hier bestimmt kein Schwein ist aber ganz nett da wenn man sonst nix besseres zu tun hat. Jedenfalls als dort noch Vater Brüggemann Chef war lebten die wölfe in nem kleinen Zwinger aus massivem beton und Stahl und die Luchse in einer kleinen Voliere.Beide arten haben jetzt sehr große schön bewachsenen Naturanlagen die bestimmt nicht viel gekostet haben denn sie sind nur mit machendraht und e-zäunen gemacht. bei den wölfen gibt es nicht einmal einen eingang ins gehge(ich weiß nicht ob man das positiv sehen kann finds aber irgendwie erstaunlich) Waschbären marderhund und Füchse lebten in Volieren in denne ich grad mal nen kanarienvogel halten würde jetzt haben sie schöne vergrößerte anlagen. P.S. vor zwei jahren hatten die Wölfe nachwuchs trotz zuchtverbots aber das hat sich von selbst geregelt da die jungen abgehauen sind und laut gerüchten erst nach monaten von nem Bauern geschossen wurden. kam nur nie an die öffentlichkeit (22.10.2005, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Dabei könnte man aus Ströhen so viel machen...Immerhin leben dort mitten im niedersächsischen Wald u.a. Tapire, Vollbartmeerkatzen und Afrikanische Elefanten. Aber pauschal zu sagen, dass ein Seniorchef sterben muss, um einen Park auf Vordermann zu bringen, finde ich falsch, aber so hast du das sicher auch nicht gemeint. Bei Hagenbeck scheint der Wechsel zwischen Carl-Claus und Stephan ja hervorragend geklappt zu haben, und was Herr Hering-Hagebeck in der Presse so sagt, gefällt mir sehr gut, auch dass er mit Herrn Roocroft so eng zusammenarbeitet. (22.10.2005, 00:00) | ||
| Dirk L: | Ableger des Eifelzoo-Themas: Das übliche Problem bei Privatparks: Solange der Alt-Chef noch aktiv ist, sind eine modernere (günstigere) Gestaltung, z.B. Einsatz von E-Draht, Co-Haltungen usw. nicht machbar; es wird wie immer schon in Beton und Baustahlgitter gebaut. Auch Eckstein in Detmold konnte erst Freifluganlagen und Biotopvolieren bauen, als sein Vater gestorben war und seine langen geliebten sterilen Volierenreihen nicht mehr verteidigen konnte. Makaber, aber wahr. In Ströhen sieht es wohl ähnlich aus: Clanchef Holger läßt seinen Söhnen Marc und Nils kaum Spielraum, den fast bankrotten Park wieder auf neuen Kurs zu bringen. Weitere Beispiele "familiärer Blockaden" wären vielleicht eine Diskussion wert - wer weiß mehr? (22.10.2005, 00:00) |
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