
| W. Dreier: | Eine "schöne" Namens-Rotation erlebte ich in Johannesburg: dort gab es ja auch "Kaffernadler", später wurden sie zu Schwarzadlern, dann ging es zurück zu den wissenschaftlichen Wurzeln: "Verreaux"-Adler - was kein Mensch aussprechen kann. Die ZTL bietet noch Klippen und Felsenadler an. In Berlin gibt es immer noch den jahrelangen Streit um die Mohrenstraße - scheinbar juristisch vor 3 Tagen gelöst - aber nur scheinbar. Und als der TP vor 3-4 Jahren aus dem Mohrenmaki Schwarzmaki machte, wurde das mit einem Bild des ganz hellen Weibchens auf dem Schild manifestiert. "Zum Glück" gibt es sie nicht mehr im TP ! Nur gut, dass es eine Prioritätenregel gibt. (31.07.2025, 11:43) | ||
| Sacha: | Ich erlaube mir, einen Thread zu einem Thema zu eröffnen, das in verschiedenen anderen Threads (von mir, aber auch anderen) angeschnitten wurde. Es geht um die Anpassung von (deutschen) Tiernamen bzw. Bezeichnungen von Tierarten, die in gewissen Kreisen als nicht mehr zeitgemäss angesehen werden, da sie tatsächlich oder vermeintlich diskriminierend sind. Hier möchte ich die Diskussion fortführen (und versachlichen), die am 23. 7. 25 im Thread "Zoo Krefeld" begonnen wurde. Konkret ging es dabei um den Kaffernbüffel, für den teilweise inzwischen der Begriff "Schwarzbüffel" vorgezogen wird. Mein Ansatz im "Zoo-Krefeld-Thread" war, dass nebst meiner Verärgerung über m. E. vorauseilenden Gehorsam gegenüber bestimmten Politideologien die neue Bezeichnung nicht präzise genug ist (das die Kurzversion, Näheres im Krefeld-Thread). Nun steht sogar für mich ausser Frage, dass der Begriff "Kaffer" für sich allein GRUNDSÄTZLICH diskriminierend und abwertend GEGENÜBER einem Menschen gemeint ist. In seinem Ursprung war er das aber offenbar nicht (siehe = https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffer), vor allem nicht, wenn es um Tierbezeichnungen ging. Hinzu kommt, dass wissenschaftliche (latein/altgriechische) Tiernamen ebenfalls abschätzige Bezeichnungen und/oder die Namen von "Kolonialherren" beinhalten können, eine Aenderung AUS DIESEM GRUND m. W. aber nicht in Frage kommt (siehe auch Anophthalmus hitleri bzw. "Hitler-Käfer"). Würde man hier konsequent vorgehen, würde kein Stein mehr auf dem anderen bleiben, nicht nur bei den deutschen und wissenschaftlichen Bezeichnungen, sondern auch in vielen anderen Sprachen ("Grant's zebra"). Selbst lokale Bezeichnungen wären mit Vorsicht zu geniessen, da etwa auch in Afrika die herrschenden Völker nicht selten wechselten... Kurz: Ich halte Namenswechsel in der Regel für unnötig und verwirrend, habe aber nichts dagegen, wenn jemand diese in den Kontext stellen will. (29.07.2025, 14:57) |
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