
| Adrian Langer: | https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/rote_pandas_tierpark_luxemburg_100.html Im Park Marvelleux kamen zwei Rote Pandas zur Welt. (06.08.2025, 08:51) | ||
| Liz Thieme: | Parc Merveilleux Der Zoo ist mit 25 ha der größte der vier zoologischen Einrichtungen Luxemburgs und größentechnisch vergleichbar mit dem Zoo Leipzig. Auch der Tierbestand von rund 200 Arten kann sich sehen lassen. Merveilleux - wunderbar, ich würde den Park eher wundersam nennen. Denn er ist nicht nur ein Tierpark, sondern auch ein Märchenpark. Immer wieder sind Märchenschlösser und andere Gebäude mit Märchenszenen aus Puppen zu finden, teilweise schon etwas gruselig. Nennenswerte Arten (u.a. nur für mich): Chilesteißhühner, Dingo, Fenneks, Fleckenuhu, fünf Rochenarten, leider nur eine Geckoart (Großer Taggecko), Großer Vasapapagei, Guirakuckuck, Hutiaconga, Jaguarundi, Kaninchenkauz, Kea, Mohrenmaki, Orinoko-Piranha, Perlsteißhühner, Pirapatinga, Prinz-Alfred-Hirsche (Männchen kommt aus Berlin), Rotflügel-Pampahuhn (Foto), Schabrackenschakal, Schwarzkopfmaki, St.-Vincent-Aguti, Tataupatinamu, Texaner, Venezuela-Blaukehlguan, Urson, Weißkopfmaki, Westlicher Kleiner Panda, Zitronen-Korallengrundel. Die beiden Tierhäuser öffnen erst um 11:00 Uhr, also 1,5 Stunden nach Parköffnung. Der Zoo teilt sich in verschiedene Bereiche auf: Haustierbereich mit Mini-Zoo (Streichelgehege), Asien, Australien, Amerika, Amazonia (Haus) und Mahajanga (Haus) mit bisschen sonstigem Afrika. Außen am Haus sind mehrere größere Anlagen für Kattas, die mir überhaupt nicht gefielen. Inzwischen gibt es viele schöne Beispiele für Lemuren-Anlagen. Dies ist leider eine sehr saubere, klinisch wirkende Käfighaltung mit Kletter-Baumstämmen. Für Kinder gibt es einen Barfußpfad sowie einige große Spielplätze inkl. Picknickplätze. Das Bistro am Amazonia-Haus versprach mehr als es halten konnte (mehrere Produkte waren schon/noch leer), so dass ich in den Self Service gegangen bin. Hier gibt es die üblichen Fast Food Produkte, aber auch richtige Gerichte (recht große Portionen). Wer gerne bedient wird, kann auch auf das Restaurant zurückgreifen. Mein Fazit: Auch wenn der Tierpark diese wundersame Mischung mit Märchenpark hat, so kann man da geflissentlich drüber hinweg sehen, wenn man sich die Gestaltung, den Bestand und die Entwicklung ansieht. Der Park ist einen Besuch wert! Bettembourg ist von den vier Einrichtungen jene mit den meisten seltenen Tieren. Ich habe für alles zusammen etwas mehr als vier Stunden benötigt, davon eine Stunde für das Amazonia-Haus und zwanzig Minuten für Mahajanga. Am Sanitärhaus hing die Besucherstatistik aus, die sehr viel über den Tierpark aussagt: er wurde 1956 gegründet und die Besucherzahlen begannen bei 110.000 Besuchern pro Jahr und stiegen innerhalb der nächsten zwanzig Jahre mit einigen Höhen und Tiefen auf ein Hoch von 220.000 Besuchern pro Jahr. Danach fielen die Zahlen kontinuierlich auf ein Tief von 70.726 Besuchern 1998. Der Park stand somit vor einer wirtschaftlichen Krise und wurde durch die Übernahme durch APEMH (Association des parents d'enfants mentalement handicapés) 1999 gerettet. Neben zoologischen Investitionen und Bereicherungen (Amazonia 2003, Mahajanga 2008, Polarwölfe & Fenneks 2010, Vergrößerung des afrikanischen Teichs 2012, Marabus 2013 und Berberaffen 2015) wurde auch personell einiges umgestellt. APEMH unterstützt die Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Schon im Jahr 2017 waren 85 Personen mit geistigen Behinderungen eingestellt, insgesamt hat der Park zu diesem Zeitpunkt 120 Mitarbeiter gehabt. Die gesamte Umstellung durch APEMH führte seit der Übernahme zu einem kontinuierlichen Anstieg der Besucherzahlen: nach zehn Jahren erreichten die Besucherzahlen wieder das Hoch von 1976, 2010 knackte der Tierpark erstmals die 250.000er-Marke, 2018 waren es über 255.000 Besucher. Mich würde es nicht wundern, wenn diese Zahlen noch weiter steigen, vor allem, wenn die Eigentümer weiterhin investieren und den Tierpark modernisieren. Dies sieht man auch schon an Kleinigkeiten wie den Infotafeln. Gerade auch die internationalen Besucher werden zukünftig eine wichtige Rolle spielen, denn auch jetzt sind diese die stärkste Gruppe: 30 Prozent Luxemburger, 70 Prozent ausländische Besucher (30 Prozent Deutsche, 30 Prozent Franzosen, 10 Prozent der Belgier und 5 Prozent Niederländer). Erwachsene: 10 ? (03.11.2020, 16:55) | ||
| Liz Thieme: | Deierepark in Esch-sur-Alzette Der kleine Tierpark (2 ha) bietet ungefähr 150 Tieren aus 25 Arten ein Zuhause und stellt eher einen Haustierpark mit Schalenwild als ein Wildgehege oder einen Wildpark dar. Besonders für Kinder bietet der Park viele Entdeckungsmöglichkeiten. Häufig sind Spielplatz und Gehege ineinander gebaut, so dass es wie ein Abenteuerspielplatz mit tierischer Umgebung wirkt. Der Bestand ist eine Mischung aus einheimischen Tieren und "Exoten". Leider sind gerade die Haustierrassen nicht genau beschriftet, sondern nur mit "Hausmeerschweinchen", "Ziegen", "Haushuhn" etc.. Da der Tierpark aber herausstellt, dass er sich um bedrohte Haustierrassen bemüht, ist dies sehr schade. Bei den Hühnern konnte ich mind. sechs Rassen plus Helmperlhühner zählen. Der Rundgang lässt sich gut erkennen, nur zu der einen Pferdekoppel muss man einen Stichweg gehen. Hier finden sich Konike und Huzule und laut Zooplan und Webseite auch Poitou-Esel. An anderer Stelle werden noch Shetland-Ponys gehalte. Ansonsten führt der Weg an Gänsen und Enten mit Unterbesatz von Gelb- und Rotwangen-Schmuckschildkröten vorbei sowie an den Waschbären, die zwei Anlagen mit Klettergang haben, zum Rotwild und den Meerschweinchen mit Nymphensittichen (Wild-/Zuchtform) und einem Bergsittich. Im Anschluss kommt dann das Bauernhofgebäude mit einem Teil der Ardennen-Rotschafe, Moorschnucken und Ouessantschafe sowie einer Picknick-Scheune, die aber wohl auch für pädagogische Zwecke genutzt wird. Zusätzlich werden Alpenmurmeltiere, Wildschweine und Blonde Wollschweine, Schottischen Hochlandrinder, Rotwild sowie Mufflons und Damwild gehalten. Bei den letzteren ist ein Hochsteg in das Gehege hinein gebaut worden. Kinder und gelenkige Erwachsene können am Ende in einem Gitterturm absteigen und unterhalb des Geheges durch einen Tunnel wieder nach draußen gelangen. Für alle anderen geht es den Steg zurück und um das Gehege herum zur Ziegenwiese (u. a. Afrikanische Zwergziege). Diese ist angeschlossen an den ersten Teil eines Baumhausbereichs. Kletterfreudige Besucher können durch die zweite Sittichanlage (Wellensittiche und Rosella) hinauf ins Café klettern. Hungrige Besucher nehmen sich entweder etwas mit, denn es gibt viele schöne Plätze zum Picknicken oder man geht ins Baumhauscafé, welches 30 Plätze im Haus und 16 Plätze auf 4 privaten Terrassen anbietet. Allerdings gibt es hier nur Süßes! Im Angebot waren zwei verschiedene Kastenkuchen, die je Stück 1,50 Euro gekostet haben. Ein Softdrink kostet 2,20 Euro. Ein Merkmal des Parks sind die drei Gästehäuser in Form von Baumhäusern, die jeweils vier bis sechs Personen beherbergen können. Zu denen gehören dann auch die privaten Terrassen. Als Fazit kann ich diesen Park auf alle Fälle empfehlen und das nicht nur, weil er kostenfrei ist. Der Park ist einfach mal was anderes, auch wenn der Bestand die "üblichen Verdächtigen" umfasst. Die Gehege sind meist groß, so dass die Tiere ausreichend Platz haben. Ich habe inklusive einem Kuchenstück und Getränk etwas mehr als eine Stunde benötigt, aber man kann sich hier auch noch länger aufhalten, vor allem, weil man sich hier schnell wohlfühlt, wenn man das Konzept annimmt. Foto: rechts das Ziegengehege und in dem Baumhaus das Café und unten drin die Sittichanlage (03.11.2020, 16:42) | ||
| Liz Thieme: | Wasserbillig - Gestreifter Kugelfisch und Soldatenfisch (03.11.2020, 16:35) | ||
| Liz Thieme: | Die Fotos wollen also nicht mit.... Grevenmacher (03.11.2020, 16:34) | ||
| Liz Thieme: | Das Aquarium besteht seit 1975 und umfasst drei Räume: den Eingangsbereich mit Theke und Souvenirverkauf, den Salzwasserbereich und einen Raum für die Süßwasserfische. Neben einem kleinen Würfel auf der Theke für Clownfische, gibt es noch vier weitere Salzwasserbecken. Zwei von ihnen stellen Korallenriffe dar, eines ist besetzt mit einer Gelbkopfmuräne und das vierte schien recht frisch und ohne Besatz zu sein. In dem ersten der beiden Korallenriffbecken fand ich zu meiner Freude Kugelfische. Der eine wollte sich partout nicht zeigen und huschte immer nur hinter der Deko umher, so dass ich ihn nicht wirklich sehen und identifizieren konnte. Der Süßwasserbereich besteht aus 15 Becken. Die meisten Becken sind kleine Kuben für Salmler und Barben und nur mit zwei, max. drei Arten besetzt. Auch die Anzahl der Individuen ist sehr gering, so dass bei einigen Becken kein Tier zu sehen war. Drei etwas größere Becken hatten Diskusbuntbarsche Rote Piranhas mit Wabenschilderwels als Besatz sowie einen Gemeinen Argusfisch, der mit einem Schwarm von Seba-Silberflossenblättern zusammen lebt. Große Becken, die aus gegossenem Beton mit Glasscheiben bestehen und nicht aus einem reinen Glasbehälter, finden sich nur bei der Kombination Koi und Goldfisch sowie den einheimischen Fischen. Sehr voll hingegen wirkt das Becken der Cichliden, in dem ich nicht alle Fische identifizieren konnte mit einer Haibarbe und einem Haiwelsals Unterbesatz. Laut den Informationen des Aquariums fassen die 20 Becken,zwischen 300 und 40.000 Liter Inhalt, zusammen sollen es 90.000 Liter sein. Insgesamt ist es ein sehr kleines Aquarium, das eher wie ein Vereins-Aquarium wirkt, v. a. weil es auch in einem Wohnviertel steht. Trotz der Foto-Versuche an den einzelnen Becken habe ich nur eine knappe halbe Stunde dort verbracht. Leider spiegeln sich die Einrichtung und Pflanzen des ganzen Gebäudes sowie die Becken selbst immer wieder in den Becken, so dass es nur wenige Stellen gibt, an denen man ungehindert fotografieren kann. Eine Begleitung mit einem großen schwarzen Tuch oder Umhang wäre hilfreich. Hinzu kommt, dass die beiden Becken der Kois und der einheimischen Fische extrem dunkel sind und man schon mit bloßem Auge die Fische kaum erkennen kann. Die Beschilderung ist in Ordnung, aber nicht vollständig (was man im Grunde bei Aquarien gewöhnt ist). Einige Fische fehlen, andere, die gelistet sind, finden sich nicht. Dies finde ich immer sehr schade, da es gerade bei kleineren Aquarien eigentlich einfacher sein müsste, die Beschilderung aktuell zu halten. Ich selber leide dann vor allem immer bei den Cichliden, die ich mir einfach nicht merken kann. Hinzu kommen natürlich noch die tierischen "Untermieter" wie Seesterne, Seeigel, Garnelen und Schnecken sowie natürlich die Anemonen (die sogar beschriftet waren). Neben dem Tierischen gibt es noch ein Restaurant und draußen einen großen Spielplatz. Wer möchte kann auch noch einen Spaziergang an der Sauer machen, an deren Ufer das Aquarium liegt. Der dazugehörige Parkplatz kann für zwei Stunden mit Parkscheibe genutzt werden. Man kommt aber auch mit dem Bus ab Trier (25 Minuten) zum Aquarium und hat dann noch zwei Minuten Fußweg. Oder man fährt ab Trier mit der Bahn (16 Min.) und geht 8 Minuten zum Aquarium. Mein Fazit ist: wer in der Gegend ist, kann mal reinschauen. Eine extra Fahrt dahin ist, meiner Meinung nach, nicht nötig, außer man ist ein Fisch-Fan und freut sich auf einige seltenere Arten. Da gibt es andere Aquarien, die mehr zu bieten haben, zoologisch sowie architektonisch (also die Anordnung der Becken zu einander). Erwachsene: 3,00 ? Foto: Gestreifter Kugelfisch und Soldatenfisch (03.11.2020, 16:31) | ||
| Liz Thieme: | Angelegt und nix eingefügt? Das sollte man mal ändern. Die zoologischen Einrichtungen in Luxemburg: * Bettembourg - Parc Marveilleux * Esch sur Alzette - Deirepark * Wasserbillig - Aquarium Centre de loisirs Wasserbillig * Grevenmacher - Jardin des Papillons Päiperleksgaart - Jardin des papillons in Grevenmacher Auf ca. 600 m² finden sich 30 bis 40 Schmetterlingsarten in den Häusern. Vergleichbar also mit dem Schmetterlingspark von Bismarcks in Friedrichsruh und etwas kleiner als die Schmetterlingshäusern von Alaris. Ich konnte diese genannte Anzahl der Arten nicht nachvollziehen. Es erschien mir, als ob etwa nur die Hälfte von ihnen anwesend ist. Allerdings ist dies natürlich saisonbedingt, wobei der August einen der artenreichsten Monate in der Schmetterlingshaltung darstellt. Leider werden die Arten auch nicht alle gelistet. Wenige haben ein eigenes Schild, auf denen sie vorgestellt werden. Weitere Artnamen kann man im Puppenschrank an den aufgehängten Puppen und Kokons finden sowie in der Zuchtstationen bei den Raupen. Zusätzlich neben den Schmetterlingen sind auch die üblichen Chinesischen Wachteln zu finden. Des Weiteren umfasst die Haltung Jemen- und Pantherchamäleons, Große Madagaskar-Taggeckos, Kronengecko, Gelbwangen-Schmuckschildkröten, Kois, Japanische Mövchen, Gouldamadinen und Zebrafinken, Graukappen-Glanztaube sowie Cranwells Schmuckhornfrosch und Korallenfinger-Laubfrosch. Außerdem einige Insektenarten und Achatschnecken. Wie zu erwarten muss man hier die tropischen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit aushalten (27°C, 70-80 %), was für geübte Zoobesucher keine Probleme darstellen sollte. Pullover also gleich im Auto lassen. Eine Garderobe gibt es zwar, aber unbewacht. Neben dem Gewächshaus umfasst das Gelände einen Shop mit nachhaltigen Produkten (z. B. Schreibwaren, Getränke, Kosmetik, Taschen) und eine Fairtrade-Brasserie sowie einen Veranstaltungsraum. Wie das Essen in der Brasserie ist, kann ich nicht beurteilen, da ich nur Napfkuchen gesehen habe und zu dem Zeitpunkt keinen Appetit auf Kuchen hatte. Das Besondere an dieser zoologischen Einrichtung ist, dass sie von der Yolande Coop Genossenschaft getragen wird und ein Mitglied der sozialen Elisabeth Gruppe ist. Der Garten wurde 1989 von den Eigentümern der Sektkellerei Caves Bernard-Massard gegründet und wurde 2011 von der Genossenschaft übernommen und in eine Inklusionswerkstatt umstrukturiert. Mein Fazit hier: Ganz hübsch gemacht, schön eingewachsenes Haus, mit vielen zusätzlichen Tierarten. Jedoch fand ich die Anzahl an Schmetterlingen etwas gering. Trotzdem ist der Schmetterlingspark sehr gut besucht (vielleicht auch, weil ein Campingplatz gleich nebenan ist), was sich manchmal auf die Schrittgeschwindigkeit auswirkt. Leider war ich dieses Jahr in so vielen Schmetterlingsparks, dass ich nun sehr viele Vergleichsmöglichkeiten habe. Die deutschen Einrichtungen sind Grevenmacher hinsichtlich des Artenreichtums doch einen Schritt voraus. Wobei ich die Beschilderung, die vorhanden ist, besser als in den meisten anderen Einrichtungen finde. Ein Besuch lohnt sich trotz allem. Ich habe auch hier eine knappe halbe Stunde benötigt. Eintritt Erwachsene: 8,00 ? (03.11.2020, 16:30) | ||
| Adrian Langer: | https://m.volksfreund.de/nachrichten/luxemburg/luxemburgs-einziger-zoo-in-bettenburg-oeffnet-nach-der-winterpause_aid-37738207 In Luxemburgs ?einzigem? Zoo sind neue Tiere angekommen. (29.03.2019, 14:34) |
| alle Beiträge |