
| Gudrun Bardowicks: | Ich würde Ozeanien auch als sinnvoller als Südamerika ansehen und einer Ozeanienhalle, eventuell ergänzt um eine Anlage für Orangs und Schabrackentapire, den Vorang gegegenüber dem Südamerikahaus samt Außenanlagen geben, da die Südamerikahalle samt nötigen Außenanlagen für mich in den wirklich guten Afrikabereich einfach nicht passt. Ich wünschte mir dort weitere Anlagen und Häuser (eventuell Kongo- oder Wüstenhaus) für afrikanische Arten, vielleicht auch eine ins Geokonzept passend integrierte Anlage für die Brillenpinguine. Auch gibt es im weiteren und näheren Umfeld eine Reihe Zoos mit gelungenen Anlagen und Häusern für südamerikanische Arten (z.B. Magdeburg, Dortmund, Osnabrück), die in Konkurrenz zum neuen hannoveraner Südamerikateil mit wohl überwiegend häufiger gehaltenen Arten wie Capybaras, Flachlandtapiren, Nasenbären, Ameisenbären Tamanduas, Gürteltieren, Krallenäffchen, Faultieren und den geplanten Ozelots stehen würden. Ein Ozeanienteil mit dazugehörigem Haus wäre hingegen ein Alleinstellungsmerkmal im näheren Umfeld um Hannover und möglicherweise sogar deutschland- oder europaweit und daher auf Dauer bestimmt attraktiver als ein weiteres Südamerikahaus mit den üblichen Verdächtigen, die teilweise sogar in kleinen Tierparks gut vertreten sind. Koalas und Beutelteufel würden bestimmt auch ONB begeistern, wenn sie gut präsentiert würden. Hinsichtlich der Hallen im Masterplan des Zoos dachte ich zuerst auch, dass man entweder eine Südostasienhalle , die man in der Tat gut durch eine Ozeanienhalle ersetzen könnte, ODER eine Südamerikahalle im Bereich der jetzigen Lamaanlagen geplant hat, nach den veröffentlichten Plänen scheint es aber so zu sein, dass man wohl sowohl mit einer Südostasienhalle besonders für Orangs und Krokodile im aktuellen Südamerikateil wie auch mit einer Südamerikahalle im Bereich des aktuellen Antilopenrings plant, falls genügend Geld zusammengebracht werden könnte. (11.08.2015, 13:29) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: Sehe ich genauso, lieber den Australien/Ozeanien-Bereich auszubauen. Zumal es dann sogar eine sinnvolle Anbindung an den (Süd-)Asienbereich gäbe. Und vor Importarbeit schreckte der Zoo ja nie zurück. Stimmt, die Freiflug-Diskussion hatten wir ja schon mal, hatte ich vergessen. Prinzipiell finde ich es schon sinnvoll, begehbare Anlagen so zu gestalten, dass man die Tiere zumindest an einer Stelle auch von außerhalb der Anlage sehen kann. Wer Gründe hat, eine begehbare Anlage nicht zu betreten (Phobiker, Hundehalter, Eltern mit Kinderwagen usw.), sollte wenigstens auch von außen etwas von den Tieren haben. Selbst einen solchen Einblick kann man so gestalten, dass man in eine nicht von Besuchern durchlaufene Ecke blickt. (11.08.2015, 10:51) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Gudrun: Ja tatsächlich würde die geplante Elefantenerweiterung den Platz für eine solche Planung einengen. Ich bin von meinen Erweiterungsplänen ausgegangen. Folglich müssten Abstriche auf ozeanischer Seite in Kauf genommen werden. Hier liegt natürlich der Vorteil, dass viele Kleintiere die "Bevölkerung" stellen! Ich würde auch ein ausgebauten Ozeanienbereich mit einer ähnlichen Halle bevorzugen. @Michael: Ja genau wie bei den Flugdrachen, müsste man so etwas erproben. Leider wissen wir, dass gute und gut gemeinte Aufklärungsarbeit nicht immer alle erreicht. Aber auch die Kurzkopf-Gleitbeutler finden ein Platz in einer Oberetage einer Anlage. Auch möglicherweise als Platzhalter für eine schwierig zu bekommene Art. Wo wir beim zweiten Punkt wären: Tatsächlich habe ich schon darauf geachtet, eine verhältnismäßig gut erhältliche Besatzung zu bekommen. Wenn die Kupfernackentauben noch leben, komme ich auf 14 Arten die bereits im Zoo vorhanden sind und einziehen könnten.Mehr als 60 Arten könnten aus Deutschland oder anderen europäischen Ländern importiert werden. Mit Arten wie Borstenkopf, Bindenralle, Beutelteufel oder Grüne Spaltschwingentaube, die alle trotz aktueller Präsenz Neuimporte benötigen, komme ich auf 16 Arten, die wohl tatsächlich aus den Heimatländern kommen müssten. Das sind immernoch etwas weniger als 15% der Arten, aber eine verhältnismäßig überschaubare Menge. Wohl nur 10 Arten müssten aus Australien kommen. Und ein paar Kuskus wird man sicherlich auch gerne irgendwo los. Für Beutelteufel soll auch von den Aussies aus, eine Zweitpopulation außerhalb von Australien etabliert werden. Bei einigen Arten würden sicher auch andere Einrichtungen mitziehen. Z. B. Walsrode ist auch immer noch recht importfreudig und würde sich sicher über manch gefiedertes Schmankerl freuen. Für mich ist immer noch nicht klar, ob Hannover mit einer Südostasien- UND Südamerikahalle plant. Wenn ja würde ich mich gegen Südamerika entscheiden, da wie schon erwähnt Schabrackentapire die erwähnte Planstelle einnehmen könnten. Auch mit Südamerika kann man eine herausragenden Bestand aufbauen. Da es aber wohl eher auf Nasenbären, Flachlandtapire und Wasserschweine hinauslaufen wird, favorisiere ich klar Ozeanien. Und wenn man sich nicht nur aufs "Outback" konzentriert, kann man wie aufgezeigt, ein durchaus auch für den ONB interessanten und bunten Haufen an Arten präsentieren. Loris füttern bliebe erhalten, Koalas stehen für sich, Raubbeutler würden die anvisierten Kleinkatzen ersetzen, Krokodile fehlen noch und passen, außerdem würde Hannover aus keiner Anfängerposition bezüglich ozeanischer Arten beginnen. Allein ein wegfallen der Planstelle "Känguru" würde ich erstaunlich finden. Verwunderlicher als Vikunjas, Capybaras und ähnlichem. Wie gesagt: Ob Emu oder Nandu, Ozelot oder Beutelmarder, Ara oder Kakadu, Felsenhahn oder Paradiesvogel, Kaiman oder Freshie, Flachland- oder Schabrackentapir. Bei einem Entscheid würde für Hannover ein Down Under mehr Sinn machen. Das ist meine Meinung. (11.08.2015, 07:34) | ||
| Michael Mettler: | Schönes Planspiel! Was allerdings noch als Baulichkeit fehlt, ist der Stauraum für den langjährigen Papierkrieg, der den Importen von Tieren aus Australien immer vorweg gehen und schon bei Kleinimporten beachtlichen Umfang erreichen soll - was kommt dann wohl erst beim aufgeführten Artenbedarf dabei heraus... :-) Weniger aus eigener Sicht als vielmehr aus Rücksichtnahme auf andere Besucher würde ich allerdings auf Gleitbeutler als Freigänger/-flieger in einem Nachttierbereich eher verzichten. Es gibt nämlich auch Menschen, die es überhaupt nicht schätzen, wenn im Dunkeln etwas über sie hinweg huscht oder womöglich gar auf ihnen landet, das sie nicht kommen sehen können. Es wäre doch schade, wenn die dann auch auf die hinter Glas o.Ä. "sicher verwahrten" Nachttierarten verzichten müssten, weil sie sich wegen der "Freiflieger" nicht in den Nachttierbereich trauen. Ich habe solche Reaktionen z.B. früher am Eingang des damaligen Rotterdamer Nachttierhauses erlebt, in dem Malaiische Riesenflughunde frei fliegen durften. Und was haben die Besucher deshalb darin verpasst, denn da gab es tatsächlich damals u.a. noch Arten wie Beuteldachse, Beutelmarder, Haarnasenwombats (und auch zwei Unterarten Kurzkopf-Gleitbeutler, aber hinter Glas...). Abgesehen davon würde ich auch Schaden für die Tiere durch Abwehrschläge überraschter Besucher befürchten. Wiegt der Schaueffekt bzw. Erlebniswert des Gleitbeutler-"Freifluges" das wirklich auf...? (10.08.2015, 21:55) | ||
| Gudrun Bardowicks: | Mir gefällt das Konzept auch sehr gut. Eine Umsetzung wäre toll. Die Ozeanienhalle könnte gerne die im Masterplan des Zoos als Möglichkeit genannte Südostasienhaus ersetzen. Ich sehe bloß Platzprobleme hinsichtlich der geplanten Großvoliere und möglicherweise auch der Beutelteufelanlage, da die unbedingt notwendige Erweiterung der Elefantenhaltung zumindest den Platz der Bennettkänguruhanlage benötigt und der restliche freie Platz zwischen Dschungelpalast und bestehender großer Australienanlage für diese Pläne vermutlich nicht ausreichen dürfte. (10.08.2015, 21:11) | ||
| Michael Gradowski: | @Gerrit: Großartig! Also von mir gibt's nix zu mäkeln :-), gefällt mir ganz genauso. Gut durchdachtes Konzept, tolle Arten, schöne Vergesellschaftungen. Das darf sehr gerne umgesetzt werden. (10.08.2015, 12:37) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Collagen-Skizze: Begehbare Voliere. (10.08.2015, 08:30) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | 7. Down Under (Ozeanien (Australien, Neuguinea, Neukaledonien, Neuseeland weitere Südpazfikinseln)) • Ausbau des ozeanischen Tierbestandes • Bau neuer Außenanlagen und Volieren • Bau eines thematischen Tropenhauses (mit Nachttierabteilung) Die aktuelle Themenwelt Outback würde im Zuge des Einbeziehens der gesamten ozeanischen Fauna in Down Under umbenannt werden. Alle vier gehaltenen Sitticharten würden in einer begehbaren Voliere zusammen mit Rosakakadus, Schopftauben, Australischen Trielen, Spatelschnabelenten, Schwarzbindenkiebitzen, Ringelschwanz-Felskängurus und möglicherweise weiteren Sitticharten, wie Australischen Königssittichen, gezeigt werden. Die Wellensittiche würden optimal durch die Wildform ersetzt. Die Bennett-Kängurus würden durch die Felskängurus ersetzt, da diese eine kleinere Form sind und dank ihrer Kletterfähigkeiten die Anlage besser nutzen können, da diese zur Zoogrenze hin eine erklimbare Felswand bekäme, an der auch das Netz gespannt ist. Außerdem sind Bennetts erfahrungsgemäß nicht mit den Sumpfwallabies zu vergesellschaften. Durch diese Großvoliere verliefe ein etwas erhöhter Holzsteg, unter dem etwa die bodenbewohnenden Vögel sowie auch die Kängurus entlang könnten. Rundliche orangene Felsen bilden die Kulisse wobei Höhlen den Felsenkängurus Unterschlupf bieten. Die Stallungen für Vögel und Kängurus sind in Felsen versteckt und bekletterbar. Ein schmaler Wasserfall speist eine kleines Wasserloch zwischen den Felsen, die als Tränke und Wasserbad genutzt werden können. Direkt am Tropenhaus befinden sich je eine Voliere für Kakadus und Keas. Die Keas könnten möglicherweise mit Wekas vergesellschaftet werden. Ich konnte nicht genau klären, ob es solch eine Gemeinschaftshaltung bereits im Zoo in Auckland gibt/gab. Ein Stall bestünde natürlich auch. Die Voliere würde ein mit Naturfels und einem Bachlauf gestaltet werden. Eine optional bis zu dreiteilige Anlage würde für eine Kasuarart an der Nordseite der Down Under-Halle entstehen. Die Stallungen sind im Gebäude untergebracht. Als Unterbesatz könnten Neuseeland-Löffelenten, Spaltfuß-und Radjahgänse oder andere ozeanische Entenvögel, wie etwa die Mähnengans aus dem Bestand, zu sehen sein. Für Letztere aber auch die Kasuare sind Wasserflächen vorhanden. Für eine Zuchtgruppe Tasmanische Beutelteufel entstünde eine große Außenanlage sowie eine abtrennbare kleinere für etwa ein Männchen. Am Ende der ozeanischen Themenwelt würde ein begehbares Warmhaus für diese Raubbeutler entstehen, in dem verglaste Innenbereiche vorhanden sind. In diesem würde außerdem über den Beutelwolf, als vom Menschen ausgerottete Art informiert werden. Die Anlage für Rote Riesenkängurus, Emus und Südliche Sumpfwallabies würden bestehen bleiben. Allerdings durch einen kleinen Wasserteil bereichert. Ein Paar Hühnergänse könnten hier noch gezeigt werden. Die Anlage der Wombats würde durch eine Wombathöhle ergänzt, um die Tiere öfters für den Besucher sichtbar zu machen. Aus einem dunklem Raum würden Sichtscheiben den Blick auf die Plumpbeutler erlauben. Dafür würde der aktuelle Erdwall teilweise abgetragen und das Gang und Höhlensystem ersetzt. Die Zufahrt zum Betriebsweg würde weiter in Richtung Mullewapp verschoben werden. Dafür müsste der hintere Erdwall weiter an den kleinen Teich heran verschoben werden. Dadurch entstünde Platz für eine teilbare Voliere für Riesenbeutelmarder. Denkbar wären auch Flötenvögel, die leichter zu beschaffen wären. Diese Anlagen erreicht der Besucher auch durch den Eingang der Wombathöhle, wobei die beiden Bereiche aber getrennt in je eine Sackgasse verlaufen. 7.1 Down Under-Halle Der größte Teil des zweigeteilten Tropenhauses steht der Themenwelt Down Under zu Verfügung. Es sollten verschiedene Biotope wie Wüste, Feuchtgebiete und Eukalyptuswald und Regenwald angedeutet dargestellt werden. Freiflieger würden die im Bestand befindlichen Allfarb-Gebirgsloris, Kupfernackentauben, sowie Zebrafinken darstellen. Außerdem würden sich möglichst weitere Prachtfinken wie Gouldamadinen sowie Diamanttäubchen, Kragentauben, Elsterreiher und eine Krontaubenart in der Halle frei bewegen. Für die Reiher und Australische Wasseragamen gibt es einen länglichen Teich, der sich im größten stark bepflanzten Bereiche innerhalb der Halle befindet. Hier gibt es für die Reiher etwa genügend Brut- bzw. erhöhte Sitzplätze. Eine Anlage für eine Koalazucht mit maximal 1,2 + Nachwuchs würde einen wichtigen Punkt der Halle darstellen und eine werbeträchtige Charakterart zeigen. Hierbei gäbe es einen Anlagenabschnitt nur für das Männchen. Es würden verschiedene Volieren, Terrarien und Anlagen entstehen, die je für die Haltung verschiedener Arten ausgelegt sind. Aus dem bisherigen Bestand würde man hier Stachelschwanzwarane sowie Bartagamen und Blauzungenskinke vorfinden. Zu der weiterhin bestehenden Gemeinschaftshaltung der letzten beiden Arten würden noch Kragen- und Tannenzapfenechsen ziehen. Für Australien und Neuguinea: Womas, Inlandtaipane, Rotrückenspinnen, Australische Gespenstschrecken, Blaugefleckte Baumwarane und eine Flossenfußform würden Einzelterrarien bekommen. Eine Leierschwanzart bezögen eine Voliere in der Halle, genauso wie Moschussrattenkängurus mit Lachende Hänsen und Australischen Buschhühnern mit Fratzenkuckucks. Die Möglichkeit Numbats zu halten bestünde in der Halle auch. Eine teilbare Zuchtanlage für eine Baumkänguruform mit je Neuguinea-Edelpapageien und Borstenköpfe mit als Unterbesatz. In drei weiteren Volieren wäre je Platz für zwei Paradies- und eine Laubvogelart. Hier wäre eine Vergesellschaftung mit etwa Gelbbrust-Erdtauben sinnvoll. Schnabeligel(formen) wären auch hier als Bodenbesatz denkbar. Aus der neukaledonischen Fauna: Kagus und Grüne Spaltschwingentauben bezögen eine weitere Voliere. Hornsittiche sollen hier ebenfalls eine Zuchtvoliere bekommen Diesmal für Neuseeland bezögen aber auch eine Wetaart und Grüne Auckland-Geckos je ein Terrarium in der Halle. Wobei diese beiden Anlagen auch kühl temperiert werden könnten. Als Botschafter der Südsee: In der Halle würde eine Gemeinschaftsvoliere mit Gebänderten Fischileguanen, Saphirloris und Bindenrallen entstehen. Falls für die Leguane die Vergesellschaftung nicht funktioniert, wären sie gute Kandidaten für Freigänger. Wegen der Schwierigkeiten der Beschaffung einiger Wunscharten würden manche Arten mehrere Anlagen besetzten oder alternativen als Er(be)satz fungieren. Was mit wem in eine WG ziehen kann, wäre auch was fürs Forum. Je nach Besatz könnten bspw. Lachende Hänse entweder in Außen- oder in Innenanlagen in der Tropenhalle zu sehen sein. In einer zweigeteilten Anlage würden Australische Süßwasser- oder Neuguineakrodile gehalten werden. Als Unterbesatz werden hier Papua-Weichschildkröten, Regenbogenfisch- und Blauaugenarten gehalten. Die Beckentiefe verhindert, dass etwa die Elstereiher sich an dieser Stelle die Wasserflächen betreten, womit der Fischbestand nicht gefährdet. Die Becken sind auf dem Weg zum ozeanischen Noctarium einzusehen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Unterwassereinsichten sind ein längliches Palundarium mit Australischen Lungenfischen, einer australischen Schlangenhalsschildkrötenform und Kammblatthühnchen ebenso wie einige Süßwasseraquarien eingelassen. Letztere enthalten weiter Regenbogenfisch- und Blauaugen sowie Schläfergrundelformen. Auch Australische Flusskrebse (Cherax destructor), Australische Wüstengrundeln und andere ozeanische Süßwassertiere sind hier ausgestellt, womit der Besucher durch die Gewässer Ozeaniens in die nächtliche Unterwelt des Gebäudes vordringt. Ein optionales Krokodilbabybecken kann vorübergehend anders besetzt werden. 7.1.1 Nachttierabteilung Außerdem gibt es eine weitere Nachttierabteilung welche in einer Kelleretage bestünde, um mehr Platz zu schaffen. Für die Besucher wäre diese wieder durch eine Schräge erreichbar. Technikräume (ebenfalls im Kellergeschoss) haben hinter den Kulissen außerdem direkte Treppenzugänge vom Erdgeschoss aus, sind aber (auch mit der Nachttierabteilung) untereinander durch Gänge erreichbar. Auch Wasser- und Klimatechnik des Gebäudes würden in den Keller ziehen. So könnten die zwei Bereiche entsprechend mehr Platz für sich in Anspruch nehmen. Aus Australien und Neuguinea: Eine trennbare Doppelanlage mit Böschung und große, Wasserberreich würde für Schnabeltiere direkt hinter dem aquatisch thematisierten Zugang bereit stehen. An der Böschung gäbe es Zugänge zu den Boxen. Eine dritte rückwärtige Anlage wäre hauptsächlich für Zuchtzwecke gedacht und gäbe via Kamera Live-Bilder aus dem Bau auch in den Besucherbereich weiter. Für eine Haltung von Schnabeltieren würde rückwärtig eine Zucht mit etwa Marmorkrebsen entstehen. Benachbart würden Gelbbauch-Schwimmratten, als weitere nachtaktive und aquatische Australier sowie als einer der wenigen heimischen Plazentatiere, gezeigt werden. Ebenso Einzelanlagen bekämen Quolls und Kowaris, allerdings im Nachttierbereich. Ebenfalls im Nachttierbereich befänden sich eine Anlage für Große Streifenbeutler und Langnasenpotoroossos wie für eine Kuskusart und Woylies. Boobookkäuze und Eulenschwalme teilen sich je eine Anlage mit Schnabeligelformen. Durch benachbarte Anlagen und Beschilderung soll darauf hingewiesen werden dass der Eulenschwalm im Gegensatz zum Kauz keine Eule ist. Australische Zwerggleitbeutler leben zusammen mit einer Australischen Hüpfmausart. Für eine Kaninchennasenbeutlerhaltung mit einem weiteren Kletterbeutler bestünde ebenso Platz. Für Neukaledonien: Neukaledonische Riesengeckos sowie Kronengeckos hätten je ein Terrarium im Nachtierbereich. Neuseeland: Zumindest der Platz für eine Tuataraanlage wäre im Untergeschoss vorhanden. Nördliche Streifenkiwis stünden zwei Anlagen ebenfalls im Nachttierbereich sowie weiter rückwärtige Bereiche zu Verfügung. Von den Salomonen würden Wickelschwanzskinke in die Nachttierabteilung ziehen. Kurzkopf-Gleitbeutler sowie Korallenfinger-Laubfrösche sind Freiläufer im Nachttierbereich. Wieder sind Tümpel zum Ablaichen aufzufinden. Wieder der Link für höhere Auflösungen: http://s280.photobucket.com/user/diangeleo/media/MasterplanB_Down%20Under_Plan_Pfeil_Beschriftet_zpsfqxtask2.jpg.html (10.08.2015, 08:28) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Michael: Die Haltung wurde anscheinend bis zum Umbau beibehalten. Ich schätze die Tiergärtner und -pfleger diesbezüglich den Kranichen positiv gestimmt ein. Sonst wäre der Versuch schließlich abgebrochen worden. Ich war damals zu jung, um da irgendwas beurteilen zu können. Habe aber noch eine Erinnerung an die Gruppe Jungfernkraniche in der Mitte des Geheges in Erinnerung, worauf ich mit dem Namen dieser Vögel aufgrund ihres Aussehens nicht einverstanden war. Ich hatte "Greisenkraniche oder so" passender gefunden. Soviel dazu. :) Bei Goldschakalen wüsste ich nicht, wo die zusätzlichen Stallungen eingerichtet werden könnten. Für eine besucherattraktive Winternutzung wäre so ein Schichtdienst trotzdem durchaus überlegenswert. (21.06.2015, 00:07) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: In Erinnerung habe ich von den Jungfernkranichen im damaligen Hulman-/Barasingha-Gehege eigentlich nur das Bild, dass sich der kleine Trupp ganz rechts hinten, weitab vom Publikum in der Anlage herumdrückte, während Affen und Hirsche auch (oder sogar bevorzugt) die besuchernäheren Teile belebten. Allerdings weiß ich nicht (mehr), inwieweit sich die Kraniche mehr über die Anlage verstreut hatten, wenn die Affen aufgestallt waren. Wenn man den Aufwand eines Unterwühlschutzes und einer Absperr-/Rückzugsmöglichkeit hinter den Kulissen betreiben würde (im Vergleich zu deinen sonstigen Baumaßnahmen wären das allerdings Marginalien...), könnte ich mir im Schicht- und Saisonwechsel statt in Vergesellschaftung Hulmans und Goldschakale auf der Anlage vorstellen. Dann natürlich ohne Mandarinenten ;-) (20.06.2015, 17:05) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Sacha: Danke. Was du vllt anspielst, ist die aktuell tatsächlich geplante Vergesellschaftung der Elefanten mit Axishirschen. Ich empfand die damalige WG-Auflösung von Barasingha/Hulman auch sehr schade. Meine Planung entstand vor der Veröffentlichung des tatsächlichen Masterplans. Ich glaube wie viele, war ich wirklich positiv Überrascht über diese geplante Vergesellschaftung. Gerne hätte ich dies auch "realisiert", aber ich denke so wie ich die Anlage aufgestellt habe, ist eine ergänzende Hirschhaltung schlecht möglich. Um auch mal ein Verzicht aufzuzeigen. ;) :D @Michael: Man kann sich denken, dass ich in meinem Utopie-Plan auch nicht auf Ozeanien verzichtet habe (gelinde gesagt). Gerade nach den neuen tatsächlichen Ideen aus Hannover für die Elefanten (+ Axishirschen) und, wie du richtig sagst, im Hinblick auf potentiell noch folgender Haltungsrichtlinien, ist eine Erweiterung nach hinten zu den Bennetts (vllt auch zum Robbenrondell) nötig und logisch. Ich habe mit weiterhin nur einem Bullen geplant. Zwar bekäme dieser ein eigenes Badebecken auf einer größeren Außenanlage mit neuem Stall - aber kein eigenen Laufhallenbereich. Bei der Vergesellschaftung der Hulmans mit den Streifengänsen und Jungfernkranichen bin ich von der vorausgegangene Gemeinschaftshaltung ausgegangen. Wie verlief die denn für die Gruppe Kraniche? Von reiner Zierhaltung halte ich auch nichts, wobei ein Zoo auch heute vorsichtig mit diesem Begriff hantieren sollte. Bezüglich der Riesenhörnchen und der Pittas könntest du Recht haben. Pittas würden entfallen und für die Haltung in der Palasthalle würde ich vorschlagen eine Trennung der Anlage vorzunehmen. 1/3 Agame + Schildkröte und 2/3 Riesenhörnchen. Ich hatte auch zuerst nur die Idee der Perspektive aus einer begehbaren Voliere mit Flugdrachen. Im zweiten Schritt kamen dann die "gefährlichen" Besucher hinzu. Dennoch würde ich ein Versuch wagen - mit Zoolotsen. Bei einem Scheitern würde, wie gesagt, das Adjektiv "begehbar" entfallen. Bei den Pythons wäre die testweise Installation von einem gegebenen Astwerk für die Nattern vllt hilfreich. Wie reagieren die Tiere tatsächlich und langfristig darauf? Stören würden die Äste die Besucher schließlich nicht. Bei einem positiven Ergebnis könnten die Peitschennattern in das erprobte und möblierte Zimmer einziehen. Ansonsten finde ich einen "Oberbesatz" mit südasiatischen Faltern auch sehr reizvoll und umsetzbar. Zum Anstieg der Betriebskosten: Ja die würden ohne Zweifel steigen. Genauso wie der Schauwert. Eine weitere Steigerung der Eintrittspreise wird auch in Zukunft die Realität bestimmen. Nicht nur in Hannover. Man könnte zusätzliche Angebote wie Tauchen im Riff mit Haien, bei den Seekühen sowie Pinguinen oder Nachttouren anbieten. Einen weiteren Event-/Gastrobereich würde ich am Zooeingang im Aquarium etablieren (dazu später vllt mehr). Auch in der neuen hispanischen Show-Arena könnten neue (womöglich mediale) Events stattfinden. Den neuen Shop würde jeder Besucher beim Verlassen mit möglicherweise umsatzsteigernden Folgen durchlaufen müssen. Aber das alles würde möglicherweise immer noch nicht die zusätzlichen Kosten einholen. Das ist wie gesagt Utopie, die mit einem Lottogewinn, einem übergroßzügigen Mäzen oder einem Gold kackenden Esel auf Meyers Hof zu finanzieren wäre. ;) (20.06.2015, 15:08) | ||
| Michael Mettler: | Auch wenn mir ein großer Australienbereich gut gefällt: Wenn schon Erweiterung der Elefantenanlagen, dann angesichts der aktuellen Säugetier-Haltungsrichtlinien gleich richtig und auf Kosten der kompletten Bennettkänguru-Anlage samt rückwärtigem Hügel zu Gunsten eines neuen Herdengeheges (und, wie ohnehin vom Zoo geplant, mit Hirsch-Vergesellschaftung). Die jetzige Herdenanlage könnte dann zusammen mit dem jetzigen Bullengehege als Anlage für Zucht- plus Jungbullen dienen, die im Bedarfsfall voneinander separiert werden können (Schaffung eines zweiten Tores zwecks Rundlaufmöglichkeit wäre nötig). Kuh-Stall und Freilaufhalle würden dann Bullen- und Herdenbereich trennen, wobei die Halle m.E. so ausgestattet werden sollte, dass auch der Bulle zeitweise darin bei den Kühen sein kann. Im Idealfall sollten auch Bullen- und Kuhanlage über Rundlaufmöglichkeit so vernetzt sein, dass sie zeitweise von allen Tieren gleichzeitig genutzt werden können. Schon allein im Hinblick auf mögliche zukünftige Verschärfungen der Haltungsrichtlinien fände ich das wichtiger als manche zusätzliche Kleintieranlage in diesem Bereich, so gern ich die auch sehen würde! Zu ein paar tierhalterischen Punkten: - Für Jungfernkraniche, vielleicht sogar für die überwiegend Land bewohnenden Streifengänse finde ich die Hulman-Anlage wenig geeignet, da vor allem die jüngeren Affen viel Unruhe und damit Stress für die Vögel verbreiten und Bruterfolge verhindern dürften. Mehr als fragwürdigen Zierwert hätten die Kraniche und Gänse dann nicht, und von dieser Schiene sollte ein moderner Zoo allmählich wegkommen. - Riesenhörnchen verzehren u.a. Insekten und Eier, so dass ich ihnen durchaus zutraue, sich auch an vergesellschaften kleinen Echsen zu vergreifen. Und selbst wenn nicht, könnten sie diesen schlichtweg das Lebendfutter wegfressen. - Pittas sind definitiv Echsenfresser und hätten m.E. nichts in einer Flugdrachenanlage verloren - zur (hoffentlichen) Fortpflanzung müssten die weiblichen Echsen auf die Erde, und die dort schlüpfenden "Jungdrachen" wären ebenfalls hochgradig gefährdet. Die Anlage begehbar zu gestalten, finde ich eine reizvolle Idee, aber was die Besucher mit anfliegenden Echsen machen würden, wäre zumindest diskussionswürdig... - Tigerpythons sind keine reinen Bodenbewohner, und wie fast alle Schlangen können sie, aufrecht angelehnt an Wände und Gehegestrukturen, auch obere Bereiche erreichen, sich dort mit den Kinnbacken "anhaken" und per "Klimmzug" versuchen, den Körper nachzuziehen. Oben angebrachtes Astwerk für die Nattern würden sie durch ihr Gewicht dann sehr schnell zerstören (oder auf entsprechend starken Ästen selbst herumklettern). Wenn schon Belebung der oberen Zonen, dann eher durch große Geckos (dürften nicht ins Beuteschema fallen) - oder vielleicht sogar Schmetterlinge, wenn sich Fütterungsmöglichkeiten schaffen ließen, die für die Pythons unerreichbar wären? Auch in Hinblick auf die im vorherigen Abschnitt eingeplanten Walrosse und Seeotter, die extrem teuer im Unterhalt sind: Neben den Baukosten dieses Masterplans würde der Unterhalt der vielen zusätzlichen und teilweise aufwändigen Arten hinsichtlich Futter und Personal so immens steigen, dass der Masterplan erhebliche zusätzliche Event-, Gastronomie- und Shopbereiche sowie eine weitere Steigerung der Eintrittspreise bedeuten dürfte, um das alles finanzieren zu können ;-) (20.06.2015, 11:22) | ||
| Sacha: | @Gerrit Wehrenberg: Dein Dschungelpalast gefällt mir sehr gut. Nahezu perfekt. Hätte es noch Platz für Axishirsche oder Barasinghas auf der Elefantenanlage? (19.06.2015, 23:24) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | 6. Dschungelpalast (Indischer Subkontinent und Himalaya) • Erweiterung der Elefantenanlagen • Südasiatische Dschungelpalast-Halle (Elefantenlaufhalle, weitere Tieranlagen, Nachttierabteilung) • Ergänzung durch kleinere Tieranlagen Eine unterartreine Zucht bei Asiatischen Elefanten und Hulmans wäre langfristig erstrebenswert. Gerade wo Hannover für diese beiden Formen eine so wichtige Zuchtstelle (und so auch Vorbild) ist und bei anderen (Unter-)Arten ungleich anders Wert auf Zucht gelegt wird. Man siehe allein schon die Diskussion um das Magdeburger Zootiger-Urteil. Die Bullenanlage wird vergrößert und bekommt ein Badebecken. Jungfernkraniche und Streifengänse würden mit den Hulmans vergesellschaftet, bräuchten als winterharte Vögel keine Ställe und wären neben den Mandarinenten ein Winterbesatz. Im alten Dschungelpalast-Shop entsteht eine durch Glasfronten einsehbare Anlage für eine Riesenhörnchenform, Sägerückenagamen und Sternschildkröten. Bei den Tigerpythons zögen in die bisher unbesetzte Oberetage Nasenpeitschennattern. Dafür müssten allerdings einige aber leicht zu installierende Klettermöglichkeiten entstehen. 6.1 Dschungelpalast-Halle 6.1.1 Elefantenlaufhalle Zusammen mit der Down Under-Halle bildet die Dschungelpalast-Halle ein Gebäudekomplex, was Platz spart und Konstruktionskosten senkt. So teilen sie sich die Hallentechnik, Untergeschoß und Versorgungsgänge. Die Halle entsteht auf dem jetzigen Gebiet der Mutter-Kind-Anlage der Elefanten, der Bennett-Anlage sowie dem Robbenrondell bis in etwa an die aktuelle Lamaanlage. Außerdem würde der Hügel mit samt ehemaligen Lauenroth-Pfad abgetragen. Dies brächte eine beträchtliche zusätzliche Fläche zur Bebauung. Das Gebäude hat auch ein zweigeteiltes transparentes Dach um die Lufträume zu trennen. Wünschenswert wären aber auch gläserne Abtrennungen an den oberen Rändern der Hallengrenzen wie an der leipziger Riesentropenhalle, um möglichst helle Räumlichkeiten zu schaffen. Der indische Teil der Tropenhalle nimmt unter anderem den Platz der Mutter-Kind-Außenanlage ein. Mit gleichen Zugängen zu Stallungen und Außenanlage würde hier eine Elefantenfreilaufhalle mit Badebecken entstehen, die im Moment bei diesen für den Zoo so wichtigen Tieren mit gerade den vielen Nachzuchten fehlt. Der Wirtschaftshof hinter dem Elefantenstall würde weiter bestehen und hat so auch Zugang in die Freilaufhalle und die Down Under-Halle. Auf der zur Down Under-Halle liegenden Seite der Elefanteninnenanlage ist eine als indische Tempelmauer getarnte Gebäudewand gezogen hinter der Wirtschaftswege verlaufen und zum Elefantenwirtschaftshof führen. Der entstehende Streifen oberhalb dieser Mauer unter dem Glasdach wäre, außer Rüsselreichweite, bepflanzt und diente so auch der botanischen Gestaltung an dieser, in dieser Hinsicht, schwierigen Lage bei den Elefanten. In der Anlage entstünde eine Rettungsinsel für Pfleger die oberhalb auch bepflanzt werden könnte. 6.1.2 Indische Tropenhalle Für ein Zuchtpaar Doppelhornvögel würde eine Voliere entstehen, welche eine als Baumstumpf gestaltete Bruthöhle enthalten würde. Eine begehbare große hohe Voliere, dessen Netz zwischen echten und künstlichen Baumstämmen gespannt ist würde ebenfalls errichtet. Auch innerhalb der Voliere stehen viele Stämme für Südliche Flugdrachen (Draco dussumieri) bereit. Für jedes der gehaltenen Männchen muss ein eigener Baumstamm vorhanden sein, damit es nicht zu ständigen Kämpfen kommt. Beneblungsanlagen sorgen für genügend Luftfeuchtigkeit und die Wasserversorgung der empfindlichen Pfleglinge. Die Besucher werden gebeten auf den Wegen zu bleiben und wenn sie angelandet werden nichts zu tun und abzuwarten bis die Echse wieder verschwindet. Die Machbarkeit einer begehbaren Anlage für diese Tiere muss so erprobt werden und vllt auch erst schrittweise eingeführt werden, nachdem die Pflege erfolgreich verläuft. Als Bodenbesatz könnte man Indische Kappenpittas und Laufhühnchen einsetzten. Wie bei vielen begehbaren Anlagen sind Zoolotsen ein wichtiges Element. In einigen verteilten Terrarien werden Indische Gottesanbeterinnen, Sechsstreifen-Langschwanzechsen, Indische Chamäleons, Indische Schmucknattern und Blutsaugeragamen mit Schwarznarbenkröten gezeigt. Oberhalb der Terrarien sind, wie im Rest der Halle, südasiatische Pflanzen gepflanzt. Hier aber auch in der Afrikahalle wäre eine kleine Anlage für Juwelwespen sehr interessant. Diese Insektenordnung ist in der Zootierhaltung stark unterrepräsentiert und Aussehen, aktives Auftreten sowie Biologie dieser Fortpflanzungsparasitoide durfte sehr attraktiv auch für ONB sein. In einer wegen den Freifliegern übernetzten Anlage können Indische Mungos beobachtet werden. In Nachbaranlagen werden Brillenschlangen sowie Königskobras gehalten und anschaulich auf den „Kampf um Leben und Tod“ hingewiesen, wenn die Schleichkatze die Schlange fressen will; außerdem auf die Räuber-Beute-Beziehung zwischen den beiden berühmten Kobras Indiens. Auch wird der Mythos um die indischen Schlangenbeschwörer gelüftet. Eine Anlage für Ganges-Gaviale mit Unterwassereinsicht und Landteil mit Zuchtmöglichkeit würde entstehen. Als Unterbesatz würden eine indische Weichschildkrötenart und Pfauenaugen-Messerfisch sowie Zebrabärblinge hinzukommen. Eine Infotafel thematisiert die Bedeutung der Zebrabärblinge als wissenschaftliche Modell- und Versuchsart. Rotohr- und Rußbülbüls, Smaragdspinte, Ganges-Brillen- und Sonnenvögel, Indische Glanzkäfertauben, Buntwachteln und Indische Riesenflugfüchse würden frei in der Halle anzutreffen sein. Ein nach oben offene Anlage für eine Herde Zwergwildschweine stände für eine anvisierte Erhaltungszucht mit vielen Versteckmöglichkeiten bereit. Beginnend mit der Schräge die den Unterwassereinblick erst zu dem Elefantenbadebecken und dann den Gavialen ermöglicht, führt der Weg an einigen in die Wände eingelassene Aquarien vorbei, in denen Zwergfadenfische, Bitterlingsbarben, Indische Zwergkugelfische, Zwergblaubarsche, Punktierte Buntbarsche, Streifenhechtlinge, Indische Algenfresser, Regenbogen-Schlangenkopf, Indische Süßwassernadeln, Riesenstachelaale und andere südasiatische Süßwassertiere gehalten werden, bis in die Nachttierabteilung vom Dschungelpalast. 6.1.3 Nachttierabteilung Hier werden eine Schuppentierform mit Tokehs, Kleine Zibetkatzen, Schlankloris, Riesengleithörnchen, Chinesische Riesensalamander, Indische Nacktsohlenrennmäuse, Leopardgeckos, Grüne Bambusottern, Sri-Lanka-Lanzenottern, Indische Ochsen- und verschiedene südasiatische Ruderfrösche, Krokodilmolche, Indische Mondspinner, Rostkatzen, Moschusspitzmäuse, und Hindu-Halsbandeulen gezeigt. Im Noctarium (Zugang siehe grauer Pfeil) sowie der Halle sind Indische Hausgeckos Freigänger. 6.2 Himalaya Gegenüber der Himalayaanlage der Kleinen Pandas und Muntjaks entstünde eine Voliere für Chinasittiche und Fasane wie Tragopane, Himalaya-Königsglanz- und/oder Goldfasane. Diese würde als ein buddhistischer Tempel thematisiert werden. Direkt am Weg könnten die Besucher hier an Gebetstrommeln drehen, während über dessen Bedeutung informiert würde. Weiterhin sollten Rhododendren die vorherrschende Bepflanzung an dieser Stelle bilden. Auf einem gestalteten Kunstfels rechts neben der Panda-Anlage erhebt sich eine kleine Stupa von der die tibetischen Gebetsfähnchen über den Besucherweg hin zu den Spitzen der Volierenanlage und weiter zu den bereits vorhandenen Fahnenstangen gespannt sind. Nochmal zur Erinnerung bezüglich der bescheidenen Bildqualitäten - hier in höherer Auflösung für Details: http://s280.photobucket.com/user/diangeleo/library/?sort=3&page=1 (19.06.2015, 23:08) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Aquarium im Eingangsgebäude zur Unterwasserwelt (14.06.2015, 23:03) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | 5. Yukon Bay (Nordamerika) • Bau weiterer kleinerer Außenanlagen und Volieren • kleine Erweiterungen für die Unterwasserwelt Die Voliere der Schneeeulen würde erweitert. Die Haltung der Kalifornischen Seelöwen würde aufgelöst. Zu den Nördlichen Seebären und den Ostsee-Kegelrobben würden stattdessen Pazifische Walrosse in den Bestand geholt. Den Show-Wert der Seelöwen sollen die anderen Robbenarten übernehmen. Damit würde man alle drei Robbenfamilien zeigen und könnte dies edukativ herausheben. Eine Anlage für Polarfüchse entstünde neben den Eisbären auf dem Platz der beiden Jahrmarktzelte. Diese wäre in Etagen gestaffelt und von der unteren Ebene (beim Blockhaus) durch Scheiben ebenfalls einsehbar. Ein Mammutschädel stellt einen Eyecatcher in dieser Anlage dar. Der Bau dieser Anlage müsste eine vor allem auf den Nutzen der Spielzelte schauende Auseinandersetzung vorausgehen. Da aber eine langfristige Materialbeständigkeit zu bezweifeln ist und ursprünglich hier bereits eine Polarfuchsanlage geplant war, ist es dennoch nahe liegend. Auch die Wegführung würde wie im Plan an dieser Stelle etwas verlegt werden. In die Voliere hinter den Kulissen die derzeit den jungen Weißkopfseeadler beherbergen zieht der Harris-Wüstenbussard. Dieser würde wie Weißkopfseeadler in der Robbenshow zu sehen sein oder auf dem Arm eines Zoo-Scouts durch Yukon Bay getragen, während dieser Fragen beantwortet. 4.1 Unterwasserstation Das bereits in früheren Planungen angestrebte Aquarium im Eingangsbereich der Unterwasserwelt würde erstellt werden. Mit Sicht auf die Kaltgewässer des Ostpazifiks, wäre unter den Knochenfischen unter anderen eine Stachelkopfart sinnvoll. Aber auch Gefleckte Pazifische Chimären, andere kleinere Fische und Weichtiere sind auch gut möglich. Zum Zugang der Unterwasserstation werden ebenfalls Aquarien mit passendem Besatz eingerichtet. Pazifische Riesenkraken sind ein Highlight. Arten wie Sanddollars, Seewölfe, Ohrenquallen und ähnliche sollen hier gezeigt werden. Zu den Stören wären Sonnensterne und/oder Königskrabben im Pinguinbecken auf der Yukon Queen diskutabel. Eine Anlage für ein Pärchen Seeotter würde auf dem Platz zwischen Robbenanlage und Eingangsgebäude der Unterwasserstation. Ein Großteil der Anlage besteht aus einem Salzwasserbecken mit Wasserstromanlage und einem Wasserstand von über einem Meter über dem Boden, sodass die Otter beim Tauchen beobachtet werden können. Der Beckenboden an sich bildet das direkte Dach der Unterwasserweltzugänge und ermöglicht durch einige Scheiben den Einblick in das Becken von unten. Thematische Holzanlegestege am Nord- und Ostende der Anlage dienen als Landteile und bieten so gleichzeitig mehr Wasserfläche. 4.2 Yukon Trail In den Hügel am Yukon Trail würde eine Flugvoliere für die Zucht von Weißkopfseeadlern entstehen. Nebenan eine kleine Teilanlage für Nachzuchten oder den „Show-Adler". Direkte Einsichten gäbe es durch den großen Holzaufsteller in Richtung des jetzigen Tropenhauses sowie neben der Ausfahrt vom Bullenstall. Nahe des nach hinten hin zum neuen verkleideten Elefantenbullenstalls entstünde eine umzäunte und übernetzte Zuchtanlage für das Paar Kanadakraniche. Diese hätten auch einen kleinen Stall im neuen Bullenhaus. (14.06.2015, 20:56) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ich dachte tatsächlich an die Outback-Anlage. IM NACHHIEIN ist es fast logisch: Die Sumpfwallabies haben hier einen Bereich "für sich". Die Wombats haben andere Aktivitätsphasen und wenn sie sich mal bewegen - dann langsam. Das Gestrüpp auf dem Wombathügel scheint ein weiterer Anreiz zu sein. Da die Sumpfwallabies durchaus auch oft auf der Großanlage sind, sehen sie das Wombatgehege vllt als "ihr" Rückzugsgebiet vor den dominanten Riesenkängurus und Emus. Ähnliches sollen unter anderen auch die Nasenaffeninseln erfüllen. Deshalb schrieb ich Boden-Wasser-Boden; man müsste die Affen zwingen, vor und nach dem Schwimmen jeweils erstmal Boden zu berühren. Füttern müsste man vielleicht auf beiden Anlagen gleichzeitig. Auf der Anlage Orang/Langur/Tapir sollte dann kein lohnenswerter Rest übrig bleiben. Außerdem gibt die Möglichkeit der Überquerung eine Option der Flucht bei Streitigkeiten in der Gruppe. Etwa bei Aggressionen zwischen Männchen. Aber du hast natürlich Recht - die Tiere entscheiden. Damit wäre die Anlage aber keineswegs passé. Wenn es zu gravierenden Problemen kommen sollte, könnte man nachträglich Absperrungen unter und Elektrodrähte über dem Wasser anbringen. Natürlich unschöner und auch die Tapire könnten die Nasenaffeninsel nicht mehr nutzen. Das mit den Hirschen überrascht mich jetzt dann doch etwas. Potenzial nicht nur für die Schau im Winter, sondern auch ein Anreiz für neue Halter, die keine großen Fördergelder bekommen für teure Warmhäuser und so trotzdem Exoten (ganzjährig!) zeigen könnten. (05.06.2015, 18:02) | ||
| Michael Mettler: | Na ja, über das "Warum" entscheiden letztlich erst die Bewohner selbst - war ja auch nicht unbedingt absehbar, dass sich die Sumpfwallabys der Outback-Anlage lieber im Wombatgehege aufhalten würden als in ihrer eigentlichen Anlage nebenan... Über Nasenaffen heißt es, dass sie im Freiland auch direkt von den Bäumen ins Wasser springen und nur gering territorial veranlagt sind. Ich weiß, sie werden andernorts auch auf Inseln gehalten, aber gibt es da einen erreichbaren Anreiz auf der anderen Grabenseite (auch deine Orangs und Languren müssten ja draußen Futter bekommen können)? Das mit der Winterhärte der PA-Hirsche habe ich auch erst kürzlich dazugelernt, wird in einer der Nürnberger Tiergartenzeitungen erwähnt: In einer (meiner Erinnerung nach österreichischen) Haltung schaffte man es im Spätherbst nicht, die Gruppe in den Stall zu locken und stellte dann erstaunt fest, dass die Tiere völlig problemlos draußen über den Winter kamen. Vergleichbares, in diesem Fall allerdings gezielt erprobt, hatten die Zoos von Hannover und Krefeld früher mit in Springe eingestellten Barasinghas festgestellt. Da schlummert also einiges Potenzial in Tropenhirschen. (05.06.2015, 08:31) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Ja ich habe mit Nasenaffen UND einer Langurenart geplant. Aber warum sollten sich die Nasenaffen sich hauptsächlich auf der Gemeinschaftsanlage aufhalten? Wie gesagt ist die Inselanlage von den Primaten nur für die Nasenaffen erreichbar und mit Respekt vor den anderen Arten ist sie ein, mit alleinigem Futterangebot versehener, exponierter Rückzugspunkt. Aufgrund ihrer erhöhten topografischen Lage können die Tiere die große Gemeinschaftsfläche auch gut einsehen. Außerdem sind sie hier nahe an ihren Innenanlagen. Außerdem müssten die Nasenaffen auf dem Boden, den Graben durchschwimmen und wären wieder auf (fremden) Boden. Der Anreiz in ihrem Territorium vorzüglich zu bleiben ist hoch. Ausflüge sind zur Verhaltensanreicherung durchaus gewünscht. Dass Bärenmakaken und Prinz-Alfred-Hirsche tatsächlich winterhart sind wusste ich noch nicht. Als zoologische Raritäten haben die Nasenaffen einen Platz in diesem (aktuell teils utopischen) Masterplan gefunden. Mit einer alternativen Variante Bärenmakaken + Prinz-Alfred-Hirsche könnte ich gut leben. So mal Hirsche in Hannover eher unterrepräsentiert sind. Allerdings müsste im Rahmen der Themenwelt dann der Fokus auf den Makaken liegen. (04.06.2015, 14:14) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: Ich hatte deinen Entwurf so verstanden, dass Languren (bei den Orangs) UND Nasenaffen vertreten sein sollen, die sich dann aber folglich auf der Hauptanlage begegnen würden, wenn die Nasenaffen den Graben durchschwimmen können. Weiß nicht, ob eine solche Affenkombi funktionieren würde. Eine Verwässerung des Südostasien-Themas mit einer winterharten Art wäre nicht zwangsläufig gegeben. Bärenmakaken kommen u.a. auf der Malaiischen Halbinsel vor, wo sich ihr Verbreitungsgebiet mit dem des Schabrackentapirs überschneidet. Auch Prinz-Alfred-Hirsche sind winterharte Südost-Asiaten. Und beide Arten sind zudem leichter beschaffbar als Nasenaffen ;-) (02.06.2015, 12:30) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Michael: Die erneuerte Gibbonanlage würde Teilbereiche des aktuellen Teiches nachnutzen. Ja die Außenanlagen der südostasiatischen Primaten ist sehr terrassiert. Die oberste Ebene stellt die der Nasenaffeninseln dar. Die Orang/Langur/Tapir-Anlage würde in Richtung der Nashornanlage herabfallen. Der angrenzende Weg am Orang-Gehege könnte teils überdacht und auch aus erhöhter Weg verlaufen (ähnlich wie hier für Chester geplant: http://www.danpearlman.com/wp-content/uploads/2012/03/DP_IMG_Chester-Zoo_02.jpg) Dennoch werden die Besucherwege in etwa den heutigen Höhenniveaus entsprechen. So sind auch Einsichten von erhöhten Standpunkten vorhanden, die bei kletternden Primaten aber auch Sinn machen. So bleiben die Besucherzugänge zum Urwaldhaus auch weiterhin nutzbar. Die Schieber aus dem Urwaldhaus zu den Anlagen, mit Klettermöglichkeiten verbunden, sind teils aus erhöhter Position angebracht. Dies setzt natürlich Erdbewegungen voraus. Tatsächlich ist hier keine einsehbare Innenanlage für die Schabrackentapire geplant. Der Stall befindet sich aber am nördlichen Teil des Geheges (Ich kann nur nochmal auf die höher auflösenden Bilder verweisen: http://i280.photobucket.com/albums/kk178/diangeleo/MasterplanB_Kibongo%20Plan_Beschriftung_Zuordnung2_zpsdhixi2gu.jpg). Neben dem Wirtschaftszugang zum Urwaldhaus anstelle des kleines Erdhügels neben des aktuellen Orang-Außenkäfigs würde die Stallung entstehen. Als mangrovenbewohnende Primaten können die Nasenaffen natürlich die Orangaußenanlage mitnutzen. Wichtiger ist hier die Abtrennung einer Anlage für die Nasenaffen auf der sie sich als alleinige Primaten zurückziehen können. Dort können sie sich hauptsächlich in ihrer Familienstruktur bewegen. Das Leere-Gehege-Problem ist ja auch ein großer Punkt in Hannover. Aber die schon strapazierte Auslegung der Biogeografie in dieser Version von Kibongo mit "einer Reise von den Tropenwäldern an der Westküste Afrikas, durch den Indik bis zur Inselwelt Südostasiens" anhand der Altweltprimaten würde dann noch wässriger werden. Ich denke mit guter Informationspolitik kann auf die immerhin zwei Tierhäuser in dieser Themenwelt hinweisen. Zumal kann sich der Besucher dann in den Tropen "zusammen mit den Tieren" in den Tropen aufwärmen. Im den hannoverschen feuchtkalten Wintern sind Tierbeobachtungen für die meisten wohl in der Wärme auch realistischer. Der zusätzliche Raum für die Orang-Innenanlagen bräuchten tatsächlich eine Änderung nicht nur im Innenbau, sondern auch wie du richtig sagst im Dachbau. So würden die Gebäudemauern genutzt - eine neue erhöhte Überdachung würde wintergartenartig angebaut werden. In wie weit der aktuellen Faultier- und zukünftigen Langurenanlage mehr Licht und Luftraum zugestanden werden kann, kann ich nicht beurteilen. Das Problem ist auch, dass die Dachkonstruktion mit dem Überbau zusammenhängt. Der Name Hermann-Ruhe-Haus wäre auch mein Favorit. (01.06.2015, 18:46) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: Ich staune immer wieder, welche Artenvielfalt du auf den gar nicht mal so großen Flächen unterbringst ;-) Hast du eigentlich bei deiner Planung für den jetzigen Gibbonbereich/Gorillaberg-Zugang die doch der ausgeprägte Hanglage berücksichtigt, die bei Verwendung von Wassergräben eine umfangreiche Terrassierung zum Niveau-Ausgleich erfordern würde? Ich vermisse eine Innenanlage für die Schabrackentapire und würde behaupten, dass ein für sie durchschwimmbarer Graben zu den Nasenaffen hin in umgekehrter Richtung auch von den gut schwimmenden Nasenaffen durchquert werden könnte. So reizvoll der Nasenaffen-Traum für mich auch ist: Aus Schaugründen würde ich statt der Nasenaffeninseln lieber eine auf andere Weise umgrenzte Anlage für eine winterharte asiatische Säugerart einplanen und so mit der Außenanlage der Orangs und Tapire vernetzen, dass diese bei temperaturbedingter Abwesenheit der Hauptbewohner von den robusteren Nachbarn mitgenutzt werden kann und der Besucher nicht einen langen Weg an leeren Tropentieranlagen entlang läuft (ich stehe noch immer unter meinem jüngsten Eindruck des Frankfurter Borgori-Waldes). Es gäbe eine ganze Reihe von Arten, die für die "Kälteschicht" in Frage kämen und zum Asien-Thema passen würden: Hirsche, Gorale, Rothunde, Makaken (z.B. Rhesus oder Bärenmakaken)... Insgesamt dürfte es allerdings ohnehin wegen der Form des Urwaldhaus-Daches schwierig sein, die linke Orang-Innenanlage zu vergrößern. Über der jetzige Faultieranlage ist z.B. nur wenig Luftraum, der Wegfall des unmittelbar vor dem Scheiben verlaufenden Besucherweges würde vermutlich eine deutliche Verbreiterung des höher gelegenen Wegbereiches bedeuten (und dadurch einen Wegfall von Pflanzbereichen und damit von Urwaldcharakter). Richtig gut gefällt mir der Vorschlag mit einer Hermann-Ruhe-Gedächtnisbenennung, womit gleich zwei Männer gleichen Namens (Vater und Sohn) geehrt wären, die als Zooleiter zusammen immerhin für mehr als ein Viertel der 150 Jahre Zoogeschichte stehen und in dieser Zeit auch baulich die Entwicklung erheblich beeinflusst haben. (30.05.2015, 14:12) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | 4. Kibongo (Altweltprimaten und Riesenschildkröten mit umliegender Fauna (Madagaskar, Seychellen und Maskarenen sowie zentralafrikanischer und südostasiatischer Tropenwald) • Neubau von Außenanlagen und Volieren • Ausbau des Urwaldhauses für bestehende und neue Arten • Umbau der Anlagen von Gibbons und Orang-Utans • Neubau des alten Tropenhauses primär für Tieraffen und Riesenschildkröten sowie weiteren Tieren (Innenanlagen für Tieraffen und Riesenschildkröten, Nachttierabteilung) Die Umbenennung der Themenwelt „Gorillaberg“ in das allgemeiner gehaltene „Kibongo“ wurde bereits getätigt, um den Schwerpunkt auf die gezeigten Primaten zu legen. Die Anlage der Gorillas bleibt der Gorillaberg. Kongo-Graupapageien würden wieder angeschafft und bekämen eine Voliere beispielsweise in der Umgebung der Schimpansenaußenanlage oder auf dem Weg zum Gorillaberg. Auch die Orang-Utans bekämen neue und größere Außenanlagen. Wie auch bei den Schimpansen könnte diese überkuppelt werden, um die Fläche und auch Höhe besser nutzen zu können. Aber auch eine durch verschiedene Ebenen mögliche oben offene Anlage wäre denkbar. Auf diese Außenanlage würden neben den Sumatra-Orang-Utans eine Langurenart und Schabrackentapire leben. Der Stall der asiatischen Tapire befände sich außerhalb des Urwaldhauses und von der Pflegerseite von dem heute schon existierenden westlichen Wirtschaftszugang begehbar sein. Zwischen Orang- bzw. Gibbonanlage entstünde eine Außenanlage für Nasenaffen. Auf zwei angedeuteten Inseln verbunden über viele Klettermöglichkeiten soll auch optisch auf ihr Lebensraum hingewiesen werden. Die Tapire könnten durch Schwimmen auch auf die Nasenaffeninseln gelangen. Die Anlage der Gibbons würde vergrößert. Zumindest größte Teile am Besucherweg würden Glasscheiben die Gehegebegrenzen darstellen, um auch hier den Platz auszuschöpfen. An der vom Besucherweg aus rechten Seite, bliebe ein Teil des Gewässers bestehen. Pustelschweine könnten zu den Gibbons als Untermieter ziehen. Für beide Anlagenbewohner würde in Anschluss an die neue Show-Arena ein neues Stallgebäude entstehen. 4.1 Urwaldhaus Das Urwaldhaus würde saniert sowie umstrukturiert und zu einem zentralafrikanisch-südostasiatischen Menschenaffenhaus mit verschiedenen anderen Kleintieren. Die Innenanlagen der Menschaffen müssten fertig gestaltet werden. Ich denke aber auch, dass beim Neubau der Innenanlagen von Schimpansen und Gorillas nicht das volle mögliche Potenzial genutzt wurde. Die aktuelle Anlage der Faultiere, Agutis und Weißbüschelaffen wird für eine Langurenart umgestaltet, welche auch Zugang zu der Orang-Utan-Außenanlage haben, also mit diesen vergesellschaftet werden. Ein Teil der Erweiterung des Urwaldhauses erstreckt sich in Richtung es aktuellen Orangkäfigs, wobei hier eine neue einsehbare Innenanlage für die Waldmenschen entstehen würde. Die linke aktuelle Oranginnenanlage würde vergrößert. Die Nasenaffen würden in die Rechte Innenanlage ziehen. Diese und die Innenanlage der Orang-Utans würden neu „dekoriert“. Die freie Fläche an der Ostseite des Gebäudes wird durch Wanddurchbrüche dem Innenraum ebenso zugeschlagen. Dafür wird die Wegeführung zum Gorillaberg etwas verlegt. Mit transparentem aber flacherem Dach könnten auch hier Pflanzen wachsen. In Volieren würden hier optimal einmal Kongopfauen mit Stelzenkrähen und Balistaren als Übergangsanlage zwischen Afrika und Asien gezeigt, sowie Tupaias mit Straußwachteln einziehen. Bei den Spitzhörnchen soll auf die Evolution von Primaten und ihren nächsten verwandten eingegangen werden. So steht etwa das Tupaia im krassen Gegensatz zum Gorilla usw.. Der jetzige Bachlauf wird zu einer Zuchtanlage für Goliathfrösche umstrukturiert und in den neuen Hallenteil erweitert sowie für die Bedürfnisse der neuen Bewohner eingerichtet. Dafür müssten zuerst alle Fische umziehen und möglicherweise auch eine Strömung erzeugt werden. Außerdem müssten zum Besucherweg andere Absperrungen angebracht werden. In Terrarien am Ausgang zu den Gibbons würden Goliathkäfer und Achatschnecken (Archachatina marginata würde hier gut passen) gehalten, um weitere Formen des beachtlichen Riesenwuchses Zentralafrikas zu präsentieren. Freiflieger wären die bereits vorhandenen Reisfinken sowie Turakos und Beos. Vögel wie die Webervögel, Glanzstare, Zebrafinken und Diamanttäubchen ziehen in je benannte Bereiche des Parks. 4.2 Neues „Tropenhaus“ Es würde ziemlich genau an der Stelle des heutigen Tropenhauses ein Neubau entstehen. Bei der Benennung des neuen Gebäudes wären Personenbezüge interessant, da es in der Themenwelt Kibongo dann zwei Tierhäuser geben würde und so zusätzlich eine bessere Unterscheidung für die Besucher möglich wäre. Nach dem Hauptinitiator der Zoo-Gründung vor über 150 Jahren: Hermann Schläger-Haus. Ein weiter Vorschlag wäre Hermann Ruhe-Haus, welcher auf den dritten Inhaber Hermann Ruhe (II und Enkel des Gründers der Firma) des Tierhandelunternehmens Ruhe abzielt. In Gedenken an die Rettung und langjährige Leitung des Zoos (1931-1972) durch das Familienunternehmen zunächst unter seiner Leitung. (Dieter) Oesterlen-Haus wäre ein Zugeständnis gegenüber dem Abriss seines Hauses. Bei den ersten beiden Vorschlägen sollten allerdings die Vornamen enthalten sein; Ruhe- bzw. Schläger-Haus könnten zu Missverständnissen führen. Wenn das erste Missverständnis den Tieren vllt sogar zugute käme… Es wären noch weitere Vorschläge absolut denkbar! Hierzu könnte es je eine Informationstafel geben. Für Drills, Weißkehlmeerkatzen und Lemuren würden je einsehbare Innen- und überkuppelte Außenanlagen erbaut. Die Primaten würden die jeweilige Anlage durch Laufgänge erreichen. Die Meerkatzen und Pinselohrschweine teilen sich eine Außenanlage, letztere würden aber einen nicht einsehbaren Stall beziehen. Die Haltung der Weißkehlmeerkatzen soll, solange an der Art festgehalten werden sollte, langfristig mit der Nominatform fortgeführt werden. Eine Aufnahme der zahlreichen bedrohten Meerkatzenarten wäre ebenso denkbar. Kattas und Rote Varis sowie Aldabra-Riesenschildkröten würden auf einer ebenfalls aber weitaus höher überkuppelten und begehbaren Außenanlage zusammen leben. Die Riesenschildkröten sind derzeit in Hamburg eingestellt und sollen als Publikumslieblinge tatsächlich zurückkehren. Zusätzlich würden hier zusätzlich Große Vasapapageien, Mähnenibisse und Hammerköpfe mit vergesellschaftet werden. Die Vogelställe sind in die nördliche Wand der Anlage, also südlich in den Hügel verbaut. Die Voliere ist so gestaltet, dass die verschiedenen Tierformen sich auch in der Höhe aus dem Weg gehen können. Jede der anderen Arten hat ein eigenen Innenbereich im Haus. Die Riesenschildkröten würden ausgewiesene Legestellen im Haus zur Verfügung bekommen, um die Option auf Zucht zu haben. Ein im Haus gelegenes beheiztes Badebecken für die Schildkröten soll das Eindringen der Lemuren durch den mit einem Plastikstreifenvorhang versehenen Durchgang verhindern. Bei für die Reptilien zu kalten Temperaturen wird der Schieber verschlossen. In der nach innen offenen Innenanlage der Riesenschildkröten und so auch im restlichen bepflanzten Haus könnten sich Freiflieger/-läufer Madagaskars, der Seychellen oder Maskarenen; wie Rallen (eine (zumindest) europäische Ersthaltung der Cuvier-Ralle wäre interessant), Rosen- und Madagaskar-Fruchttauben und/oder etwa Rodriguez-Flughunde; aber auch Pantherchamäleons und der Madagaskar-Taggecko aus dem Bestand + weitere Exemplare frei bewegen. Spinnenschildkröten und Querstreifen-Taggeckos bekommen ein Gemeinschaftsterrarium mit Trockenwaldthema, direkt neben dem Innenbereich der Riesenschildkröten, um ein Vergleich zwischen den beiden Schildkötenformen (und -größen) zu ziehen. Drei Terrarien mit je Goldfröschen und Mauritius-Taggeckos, Madagaskar-Fauchschaben und Pfauenaugen-Taggeckos sowie Bunten Goldfröschen und Aldabra-Taggeckos wären in den Wänden zur Nachttierabteilung zu finden. Weiterhin sollen die Königspythons in einem Aquaterrarium mit etwa Schmetterlingsfischen, Elefantenrüsselfischen und zentralafrikanischen Buntbarschart gezeigt werden. Ein Aquarium mit Fischen wie Indischen Glaswelsen, Keilfleckbärblinge, Prachtschmerlen und Labyrinthfischen als Südostasienbecken begleitet ebenfalls auf dem Weg in das Noctarium. Genau wie das Urwaldhaus und die begehbare Anlage für Lemuren und Riesenschildkröten kann auch dieses Tierhaus (z.b. Hundebesitzer) umgangen werden. Eine Brücke führt zwischen dem Haus und der begehbaren Voliere sowie über dem Schildkrötenschieber hinweg, weiter zum Hauptweg. Dieser führt an der neuen Drillaußenanlage, wie heute durch das Lehmhaus bei den Giraffen, zurück an den Sambesi. 4.2.1 Nachttierabteilung Ein weiterer Nachttierbereich mit dem Schwerpunkt auf nokturale Altweltprimaten und die umliegende Fauna würde sich in einem wieder über eine Rampe erreichbaren Untergeschoß befinden (Zugang siehe grauer Pfeil). Unter den nokturalen Primaten würden sich Pottos, Fingertiere sowie je eine Katzenmaki-, Plumplori-, Koboldmaki- und mindestens eine Mausmakiart gehalten. Ein Import von Bärenmakis wäre interessant. Die Mausmakis teilten sich eine Vitrine mit Großen Tanreks. An dieser Stelle könnte auch über die Arbeit des Instituts der Zoologie der TiHo Hannover informiert werden. Vielleicht wäre ein Gemeinschaftsprojekt in Forschung oder Artenschutz denkbar. Bei den Koboldmakis könnten Kleinkantschile als Bodenbesatz gehalten werden; bei den Katzenmakis Votsotsas und bei den Pottos Afrikanische Quastenstachler. Weiterhin würden hier Streifentanreks, Fleckenroller, Fanalokas, Westafrikanische Gabunvipern, eine Zipfel- und Tomatenfrosch-, Blattschwanzgecko-, Igelratten- sowie Riesenborkenrattenform gezeigt werden. Im Besucherraum leben madagassische Riedfrösche und Flugfrösche. Für die Lurche ist auch mindestens ein Gewässerchen vorhanden. Wie alle weiteren Nachttierbereiche wäre auch diese durch Türen vom Rest der Halle abgetrennt. Dies dient der besseren Abdunklung sowie der Trennung der Freiläuferräume. (22.05.2015, 22:57) | ||
| Michael Mettler: | Den Grund bei den Kiwis und die schriftliche Quelle habe ich gerade nicht auf dem Schirm, auf jeden Fall wurden zuletzt immer nur "Überschussvögel" in der Schauanlage gezeigt. Bei den Berliner Springhasen erfuhr ich es aus erster Hand von einem früheren Pfleger: Die Tiere gewöhnten sich zwar in ihrer allgemeinen Aktivität problemlos um, aber die Steuerung der Geburten blieb im natürlichen Rhythmus hängen. Dadurch wurden die Jungen immer während der taghellen Phase geboren, die Mütter wurden dadurch nervös und vernachlässigten die Kleinen, so dass diese mit der Flasche aufgezogen werden mussten. Ob das nur für die damalige Gruppe galt oder ein generelles Problem ist, entzieht sich meiner Kenntnis; aber selbst als Fallbeispiel zeigt es Probleme auf, über die man sich als reiner Betrachter keine Gedanken macht. Frankfurt hatte neben den Fenneks auch die Erdwölfe aus der Nachttierhaltung wieder rausgenommen, vielleicht nicht nur aus Platzgründen (die hatten in der Erdferkelanlage gar nicht so wenig Fläche). Bremerhaven hatte sogar wegen schlechter Haltungsergebnisse im vormaligen Nachttierhaus für heimische Arten Oberlichter in die Decken brechen lassen und daraus das "Nordlandhaus" gemacht, teilweise mit gleichen Arten und dann besseren Ergebnissen. Und ich habe schon diverse "Nachttiere" (einschließlich Eulen) in Zoos bei Taghaltung genüsslich Sonnenbäder nehmen sehen. Das Thema wäre also wirklich nähere Betrachtungen wert. (11.05.2015, 23:59) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Die "Dämmerungszeit-Idee" ist mir auch schön öfters gekommen, als ich in Frankfurt war. Lag es bei den Kiwis an den Besuchern? Woran bei den Springhasen? Den Terrarieneffekt würde ich für solche Anlagen auch abbauen wollen. Halboffene Nachttieranlagen, Freiflieger/-gänger (die von den in der Optik geschwächten Besuchern nicht gefährdet werden) etc. sind schließlich auch denkbar. Ich würde eher an "überdachte" anstatt übernetzte bspw. Kleinkatzen-, Hunde-, oder Schleichkatzenanlagen denken. Das ganze Repertoire der Außenanlagen könnte angewandt werden. Wenn du das so schreibst mit den Außenerfahrungen mit Fenneks - scheint einem das aus Laiensicht ganz logisch zu sein. Wie kalt wird es nachts in der Sahara? Ich kann mir vorstellen das bisherige Innenanlagen eine relativ konstante Temperatur vorweisen bzw. nicht an die natürlichen Temperaturschwankungen herankommen. Für die (z.B.) Fennekbiologie vllt nötige Änderungen in der Umwelt (nicht nur Temperatur) wurden vllt bisher unterschätzt. Eine Außenanlage kommt diesem Punkt der Tierhaltung ohne nachzuhelfen, aber eben auch ohne etwas zu tun, dem Optimum offensichtlich näher. Ein "Ausschnitt des Lebensraumes" beinhaltet eben mehr als die gestalterische Komponente. Ähnlich wie bei antarktischen Pinguinen muss man vllt solche Anlagen zukünftig auch zusätzlich als regulierte "Klimakammern" sehen. Somal heute mehr oder weniger tiefgründig bekannt ist, dass unzählige Organismen quer durch den Stammbaum des Lebens ihre Vermehrung an irgendwelchen Umweltveränderungen orientieren: Temperatur, Lichtstärke und Wellenlänge, Feuchte, Ernährung, Mond, wie auch immer. Dies bedarf dann tiergartenbiologischer Forschung ... ich suche im Übrigen noch ein Thema für meine Bachelorarbeit! :D (11.05.2015, 23:24) | ||
| Michael Mettler: | Ich erinnere mich nicht mehr an die genauen Faktoren beim Fennek, aber es könnten Akustik und letztlich auch Flächenangebot gewesen sein. Die erfolgreichsten Fennekzüchter unter den deutschen Zoos halten/hielten ihre Tiere m.W. sämtlich mit (im Verhältnis) großen Außenanlagen, und mir ist auch der Anblick sich sonnender Fenneks vertraut. Selbst trockene Kälte soll für sie kein Problem sein. Solche Tiere dann nur der Schauwirkung wegen in "Terrarien" zu stecken, empfinde ich als verschenktes Potenzial, dafür gibt es noch genug Arten, die bei uns klimaempfindlicher sind. Übrigens kann man auch Tamanduas mit Außenanlage halten, wie das Beispiel Dortmund zeigt. Bei einigen Tierarten gibt es übrigens auch Berichte darüber, dass die Haltung in Nachtanlagen für sie nicht optimal ist (z.B. aus Frankfurt für Kiwis, aus Berlin für Springhasen). Den Schaueffekt eines Nachttierhauses will ich gar nicht abstreiten (da gibt es übrigens deutliche Unterschiede in der Helligkeit der Beleuchtung, was sich natürlich auch auf die Wirkung niederschlägt - das Grzimekhaus kam mir besonders dunkel vor), aber die Bedürfnisse der Tiere sollten doch an vorderster Stelle stehen, und da ist die Eignung der Arten offenbar sehr unterschiedlich. Ich frage mich schon lange, ob es nicht schlichtweg möglich wäre, den Tag-Nacht-Rhythmus in einem Kleintierhaus nicht komplett, sondern nur teilweise umzukehren; wenn Zootiere z.B. aus Fernost zu uns kommen oder umgekehrt, müssen sie sich ja auch nur an ein paar Stunden Zeitverschiebung gewöhnen. Bei einem solchen Modell wäre dann innerhalb der Öffnungszeit des Zoos zur Hälfte "Tag", zur Hälfte "Nacht" im Haus. Mit verdunkelbaren Oberlichtern, die bei "Tag" natürliches Sonnenlicht hereinlassen, sollte sowas umsetzbar sein. Wer dann den ganzen Tag im Zoo bleibt, kann sogar beide "Schichten" in den selben Anlagen erleben, und viele Tiere sind ja eher dämmerungs- als nachtaktiv und hätten somit mittendrin ihre munterste Phase. Das ginge dann aber wirklich nur bei ebenerdiger Bauweise - oder bei Einrichtung der Abteilung im Obergeschoss statt im Keller eines Gebäudes. Falls es tatsächlich zu einem Stutzverbot für Vögel kommen sollte (In Bayern soll das Stutzen schon als Ordnungswidrigkeit gelten, Hellabrunn rüstet bereits die Pelikananlage um!), wären die Gedankenspiele um Sambesi-Geflügel ohnehin nur noch Makulatur. Aber dank "wilder", selbst einfliegender und im Zoo brütender Nilgänse bliebe trotzdem noch Afrika-Touch erhalten. (11.05.2015, 22:48) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Der Vergleich zum nürnberger Manatihaus wurde schon vorher gezogen - tatsächlich habe ich es, obwohl ich noch nie in Nürnberg war, als Vorbild genommen. Klar wäre eine Seekuhhaltung ein riesiger Aufwand! Genau wie das dazu gehörige Tropenhaus an sich auch. Auch für teils sehr hochgestochene Planungen die noch folgen gilt: Es ist ein absoluter Utopieplan! Bezahlbar wäre mein Masterplan unter den gegebenen Umständen niemals! Unter dem Aspekt würde ich auch auf die bisherige Flusspferdhaltung verweisen! Doch wenn ich als Zoo die Möglichkeit hätte ... komm wer nicht! ;) Zu den Nachttieranlagen: Über den Schaueffekt von Nachttieranlagen lässt sich streiten. Das spiegelt sich auch in den Meinungen zum Frankfurter Grzimek-Haus wieder, die ich bisher vernommen habe - die einen schätzen es als solches mit seinen "besonderen Tieren", andere umgehen es einfach, weil ja nur so kleine Pelztierchen im dunkeln zu sehen sind. Doch ich denke man kann eine solche Einrichtung sehr wohl extrem spannend gestalten. Ich habe schon den ein oder anderen mal durch den ein oder anderen Zoo geführt und der Effekt einer für sich "neu entdeckten Art", also einem Tier von dessen Existenz und auch Eigenartigkeit die Person vorher nicht wusste ist erheblich! Vergleichbar mit den ersten Menagerien! Oft vergessen die Leute dieses Tier mit Namen und einer Besonderheit nie wieder! Dies dürfte auf eine Menge Menschen zutreffen und mit Nachttierhäusern gut umsetzbar sein; damit könnte geworben werden, denn das wäre ein Erlebnis(-Zoo). Zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass die weltweite Tierwelt in den Köpfen der Leute aus der Kollektion ihres Heimatstadtzoos besteht. Einige von dir beispielsweise erwähnten Arten wie Tamandua und Stachelmaus (zuletzt ja auch in Hannover) würden in einer "Tagesschau" letztlich auch nur in Indooranlagen gezeigt. Bei etwa den Fenneks gemachten Erfahrungen, muss man sich meiner Meinung aber erst den tatsächlichen Grund für die Unterschiede in den Haltungen klar machen. Liegt es wirklich nur an dem Tag-/Nachtwechsel? Oder doch im einzelnen betrachtet an den Anlagen? Letztlich ermöglicht eine Nachtierhaltung im Untergeschoss solcher Häuser eine erhebliche Platzeinsparung. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch eine Geldersparnis darstellt, da nicht noch ein extra NachttierHAUS gebaut werden muss. Wohl sämtliche Haltungen des Noctariums in diesem Plan würden sonst entfallen. Ich rede hier auch nicht von "Innenboxen im dunkeln", sondern von tiergärtnerisch durchdachten und strukturierten Tieranlagen für auch im Freiland nocturnale Arten. Die Geschichte mit dem "Sambesigeflügel" kannte ich so noch nicht. Ich war mir diesbezüglich auch aus anderen Gründen unsicher. Schade, dass dies so nicht möglich ist - aber auch in Bezug zur Nähe zur Eilenriede (Stadtwald) wohl nicht realisierbar. Die Idee mit den Hybridflamingos in "Exil-Zoos" könnte tatsächlich zu einem besseren Zuchtmanagment dieser Vögel führen. Aber vllt können die dann "entschärften" Hybride auch durch ihre bloße Anwesenheit die Zuchtbedingungen der Gruppe verbessern. Ich beziehe mich auf die Gruppengröße. Zum Eingang: Dieser potenzielle Engpass ist mir auf besagten Postkarten auch schon aufgefallen. Deshalb habe ich weitere Zugangswege beibehalten (siehe Zooplan). Das Gebäude an sich könnte Büros beinhalten und "nur" das Tor zum Zoo sein. Etwa die Kassen sind von mir weiter hinten eingeplant. (11.05.2015, 20:50) | ||
| Michael Mettler: | @Gerrit: Ja, da sind ein paar interessante Sachen dabei :-) Gerade weil meine Eindrücke aus dem Nürnberger Manatihaus noch so frisch sind, könnte mir ein hannoversches Äquivalent durchaus gefallen... Allerdings stelle ich am selben Beispiel auch mal wieder fest, wie oft bei mir mittlerweile persönliche Wünsche und Vorlieben in Planspielen mit einer pragmatischen Denke kollidieren. So würde ein Manatihaus in Hannover bedeuten, dass auch noch an dritter Stelle nach dem Hippo-Canyon und Yukon Bay ein riesiger und entsprechend teurer technischer Aufwand zur Wasseraufbereitung betrieben werden, sprich ein drittes "Wasserwerk" gebaut werden müsste. Und da frage ich mich, ob der Effekt den Aufwand wert wäre. Den Job des "dicken Unterwasserballetts" haben ja bereits die Hippos, und auch andernorts in Europa ist diese Planstelle in der Regel nicht doppelt vergeben: Seekuh-Halter verzichten dafür auf Flusspferde, nur Wroclaw macht eine Ausnahme. Mehr Kleintiere: Liebend gern! Allerdings fällt mir auf, dass eine ganze Reihe der von dir für die beiden Nachtabteilungen genannten Arten auch problemlos in Tagpräsentation unterzubringen wäre, ohne weniger Schaueffekt zu bringen (z.B. Oncilla, Tamandua, Stachelmaus, Sandkatze), und dort womöglich sogar bessere Bedingungen für die Zucht finden (wie die Haltung von Fenneks zeigt, die aus guten Gründen kaum noch in Nachtabteilungen untergebracht werden). Selbst Nilflughunde habe ich mehrfach in "Tagunterbringung" gesehen (früher z.B. in Köln oder Gelsenkirchen), wo der Besucher von den Tieren mehr Einzelheiten erkennen kann als in amorphen Massen und herumhuschenden Schatten einer Nachtanlage. So gern ich die bisherigen Nachttierhäuser noch immer besuche (da ist er wieder, der Zwiespalt), würde ich vielen ihrer Bewohner doch gern auch mal den Zugang zu natürlichem Sonnenlicht und - zumindest im Falle von Nicht-Pflanzenfressern - echter Bepflanzung gönnen. Und das ist nun mal in einem "Nachttierkeller" nicht machbar. Zu den Afrikavorschlägen: Den Sambesi mit afrikanischen Enten zu besetzen, wäre nach den bisherigen Erfahrungen nicht sinnvoll. Genau das wurde in den Anfangsjahren in mehreren Schüben gemacht, und dabei sind buchstäblich Dutzende von Kap-, Hottentotten-, Rotschnabel- und Witwenenten nebst anderen Arten schlichtweg verschwunden (also wohl Räubern zum Opfer gefallen). Die jetzige Lösung, hauptsächlich größere Schwimmvögel wie Gänse und Kasarkas zu halten, scheint der einzig brauchbare Kompromiss zu sein. Zwar wurden auch immer wieder überzählige Enten aus einer Zucht übernommen, aber über eine solche Kanonenfutter-Haltung kann man trefflich diskutieren. Die von selbst kommenden Stockenten und Teichhühner beleben ja auch die Wasserfläche. Wenn du bei den Reptilien wie Oman-Eidechse & Co. die Zucht in den Vordergrund stellen möchtest, würde ich bei ihnen lieber weitgehend auf Vergesellschaftungen verzichten. Meinen Beifall findet der Flamingo-Vorschlag. Allerdings fände ich für Mischlinge eine Lösung besser, bei der sich ein Zoo mit ohnehin für die Zucht wenig geeigneter Anlage und ohne Geo-Anspruch als "Auffangstelle" für Hybriden aus anderen Zoos betätigt und diesen dafür seine artreinen Vögel zur Verfügung stellt. Gut gefällt mir auch die Idee, das historische Eingangsgebäude nachzuempfinden; während seines Bestehens war das alte Gebäude immerhin das am häufigsten für Ansichtskarten verwendete Bildmotiv und stünde heute zweifellos unter Denkmalschutz, wenn es noch existieren würde. Ich fürchte nur, es wäre heute ein ziemlicher Engpass, da das historische Vorbild nun mal für deutlich weniger Besucherandrang angelegt war...! (11.05.2015, 19:41) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | 1,99MB is auch zu groß ;) (08.05.2015, 07:16) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | erweitertes Sahara-Panorama (Nordafrikanischer Strauß/Addax/Somali-Wildesel/Dromedar/Damagazellenform) (08.05.2015, 07:11) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Es geht weiter... 3. Sambesi (Afrikas Busch, Savannen, Steppen und Wüsten) • Haltungsumlegungen und Artenwechsel • Sambesi-Erweiterung mit neuen Freianlagen und Volieren sowie Afrikahaus (Giraffenlaufhalle, Afrikahalle, afrikanische Nachttierabteilung, Huftierstallungen) Foto: Übersichtsplan vom neuen insgesamten Sambesibereich. Aufgrund der verschlechterten Qualität beim hochladen hier möchte ich euch nochmal den Link für alle Grafiken geben: http://s280.photobucket.com/user/diangeleo/library/?sort=3&page=1 Dort werden alle Grafiken bezüglich des Masterplan zu finden sein. Von den Pakaris und Nasenbären kommend wird man in Zukunft die Themenwelt Sambesi als zweites betreten. Es wäre ebenfalls eine Schleife durch Kibongo, ohne eine Unterbrechung im Sambesi möglich gewesen, allerdings ist am Sambesi eine Gastronomie vorhanden die ab diesem Zeitpunkt des Besuchs von vielen Besucher wohl gerne genutzt werden wird. Diesbezüglich wäre eine gastronomische Einrichtung im optionalen Aquarium erwägenswert. Auf dem etwas erweiterten Bereich der ehemaligen Paradieskranichanlage würde in Zukunft eine Zebramangustengruppe das afrikanische Begrüßungskomitee bilden. Auf die aktuelle Straußenanlage würden eine Kuhantilopenart und Warzenschweine gehalten; vorausgesetzt die Vergesellschaftung funktioniert. Auf der Ostseite des Geheges entstünde eine kleine neue Einsicht in einen künstlichen Warzenschweinbau, der oberhalb bepflanzt und sonst als Erdaufschüttung getarnt ist. Die Nordafrikanischen Strauße kommen auf die bestehende Sahara-Anlage zu den Addax und Somali-Wildeseln. Die dazugehörigen Ställe würden erneuert. So sind die Zuchttiere nahe der potenziellen Aufzuchtanlage am Kamelmarkt. Weißbauchkormorane würden die Eurasischen Kormorane ersetzten; weitere Rosa- sowie Zwergflamingos die Kuba-und Chileflamingos, die an andere Zoos gehen würden. Dies soll nicht nur biogeografisch korrigieren, sondern die leider immer noch vorhandene Hybridenzucht vermeiden. Artbastarde könnten in der Gruppe bleiben, müssten aber zur Sicherheit sterilisiert werden. Das den Sambesi bevölkernde Wassergeflügel soll auf ein rein afrikanischen Bestand umgestellt werden. Graukopfkasarkas, Gelbschnabelenten, Nil-und Blauflügelgänse bleiben dabei im Bestand. Alle weiteren Formen würden in ihrer Haltung umverteilt, auslaufen oder abgegeben. Beispielsweise Sporengänse, Afrikanische Zwergglanz-, Hottentotten-, Kap-, Südafrikanische Löffel-, Rotschnabel-, Südafrikanische Schwarz-, Hartlaub-, Afrikanische Rotaugen- sowie Maccao-Ruderenten, Hauben-und/oder Schwarzhalstaucher wären als Besatz denkbar. Inwieweit welche Art winterhart ist bzw. welche Tiere temporär ins Winterquartier müssten wäre zu klären. 3.1 Sambesi-Erweiterung Auf dem Gebiet des Antilopenrings, des Giraffenhauses, der aktuellen Show-Arena mit ehemaligem Bärenstall und der ehemaligen Australienanlage würde eine auch ursprünglich im Gespräch befindliche Sambesi-Erweiterung entstehen. Zu Gunsten des Bestandes würde ich auf eine Erweiterung der Bootsfahrt verzichten. Dennoch würde ein neues Gehege von der aktuellen Route einsehbar sein. Eine Huftieranlage für die Pferdeantilopen sowie Kaffernbüffel und einer Gruppe Kirk-Dikdiks würde entstehen. Eben diese wäre auch von der Bootsfahrt einsehbar. Für die Dikdiks müssten Ausweichbereiche sowie angepasste Gehegebegrenzungen geschaffen werden. Vor allem wegen der Büffel müsste ähnlich derer der Nashörner ein Abgrenzungsbereich im Wasser entstehen. So könnten die Tiere ein Wasserbad nehmen. Die Stallungen der Paarhufer liegt unter einer neuen Aussichtsplattform unterhalb der Brücke, wobei der Hang abgetragen und durch das Gebäude ersetzt wurde. Wie oftmals auch an anderen Stellen sollen solche topografischen Unterschiede von direkt aneinander grenzenden Bereichen durch Spundwände gelöst werden. In meinen Planungen würden auf der Fläche der ehemaligen Wohnanlagen neue Tieranlagen entstehen. Aktuell wurde zugunsten rückwärtiger Bauten sogar die Fläche der Tieranlagen verkleinert, wobei an dieser Stelle neue Personalbauten entstehen. Meine Planungen sehen vor, dass auf dem jetzigen Gebiet der Personalbauten Neubauten im Süden des Zoos entstehen. Die rückwärtige Showtierhaltung würde entfallen und die Aufzuchträumlichkeiten sowie Tierklinik müssten an anderer Stelle neu entstehen. Dies könnte durch Neubauten auf dem jetzigen Personalgelände geschehen, nachdem einige Personalien an den Zooeingang gezogen sind. Direkt neben dem Kamelmarkt würden neue Anlagen nach dem Hannoverschen Grabenprinzip für für verschiedene afrikanische Huftiere entstehen. Beginnend mit einer Oryxart zusammen mit den bisher schichtschiebenden Marabus. In einer weiteren Huftieranlage wären die Kleine Kudus und eine Zweitgruppe Kirk-Dikdiks vergesellschaftet. Die Tieflandnyalas und Rotducker würden die dritte Anlage belegen. Die Stallungen dieser letzten Anlage bestünden, wie auch die Neuen der Giraffenanlage, im Afrikahaus auf der Südseite direkt am Betriebshof. Die beiden andernen Antilopenanlagen erhielten ein gesondertes Stallgebäude an der Westseite. Gegenüber der Huftieranlagen bestünde Freihaltefläche die man etwa für eine Kleinkatzen- oder Vogelvoliere, eine hier passende weitere Huftieranlage oder ähnliches. 3.1.1 Kamelmarkt Im Anbetracht der nordafrikanischen Ausrichtung wäre es nur logisch den dies bezüglich thematisierten Bereich zu erweitern. Außerdem könnte so eine thematische Aufzuchtanlage für junge Nordafrikanische Strauße integriert werden und die Rückseite der aktuellen Sahara-Anlage mit Addax und Somali-Wildeseln genutzt werden. Als Großkamele würde man wieder Dromedare anschaffen. Die dazugehörige Anlage könnte durch Absperreinrichtungen mit der Straußaufzuchtanlage zusammengeschlossen werden und so auch anderweitig individuell genutzt werden. Beispielsweise für abzugebende Tiere aus der Addaxzucht. Als weitere dauerhafte Bewohner der Anlage wären vllt. Mhorr- oder Rothalsgazellen zu überlegen. Angepasste Stallungen würden im gleichen Gebäude wie die der Sahara-Anlage entstehen. Ein Durchbruch der Kashba-Rückwand auf der Ostseite der Sahara-Anlage ermöglicht eine optische Zusammenführung beziehungsweise ein Panorama mit Dromedaren von der bisherigen Einsicht und vom Boot. Hier wird mit Trockengräben gearbeitet. Da es sich um ein „Kamelmarkt“ handelt, sind im Bereich der abtrennbaren Jungstraußenanlage massive Stützzäunen, die optisch angepasst werden, die Gehegebegrenzung. Auf der Seite zu Sahara-Anlage soll ein Graben entstehen, sodass beim Blick auf diese ein grenzenlose Kulisse ergibt. Auch der Graben nutzt das Hannoversche Grabenprinzip, um die für die Altweltkamele nutzbare Fläche zu maximieren. Die zur Zoogrenze gelegene Rückwand des Dromedargeheges ist ebenfalls als Kashba thematisiert und schließt über das verkleidete Stallgebäude an die vorhandene Kulisse an. Das bestehende Sahara-Conservation-Visitorcenter würde sich gut in die Thematisierung einfügen. Geparden würden wieder in den Bestand geholt. Im Zuge der Nordafrikanisierung wären Sudan-Geparden oder gar Nordafrikanische Geparden wünschenswert und zoologisch mit dem Kamelmarkt zufriedenstellender integrierbar. Eine Innenanlage der Geparde könnte einsehbar gemacht werden. Ebenfalls in den Kamelmarkt integriert wäre eine Anlage für Streifenhyänen. Beide Stallungen wären in einem gemeinsamen Gebäude zwischen den beiden Anlagen untergebracht. Direkt zwischen der Rückwand der Kasbah und dem Dromedargehege verläuft ein Weg bis zu einem im nordafrikanischem Stil erbauten Stallgebäude der Sahara-Anlagen. Auf einer Schräge an der Kasbah-Rückseite können die Besucher das teilweisebegehbare Dach erreichen. Von dort kann in das Dromedargehege geschaut werden. Dort wäre noch eine Voliere für die Lannerfalken entstehen, die von da aus auch für Besucher einsehbar wäre. Während der kommentierten Fütterung in den Wüstenanlagen würden die Vögel fliegend vorgeführt. In dem Zuge würde auf die Nutzung der Dromedare und Falken einiger Wüstenvölker eingegangen werden können. Außerdem könnte auf die wohl für die meisten Besucher neue Tatsache hingewiesen werden, dass Dromedare keine Wild- sondern Nutztiere mit bisher nicht geklärter Herkunft sind. 3.1.2 Afrikahaus 3.1.2.1 Giraffen-Laufhalle Ein Hauptpunkt der Sambesi-Erweiterung wäre ein neues Giraffenhaus mit Freilaufhalle für diese. Das Gebäude würde allein durch diese Tatsache flächenmäßig größer ausfallen, als das aktuelle Haus. Im gleichen Gebäude, allerdings weiterhin nicht einsehbar, befänden sich die Ställe der Bergzebras, Spring- und Blessböcke (und wie erwähnt, der Nyalas und Rotducker). Außerdem würden afrikanische Kleintiere in einem abgetrennten Bereich des Hauses gehalten werden, welches darüber hinaus zu einem Afrikahaus würde. Dieser Bereich wäre abgetrennt, um keine Einschränkungen bei der Haltung von Freifliegern oder -läufern bezüglich der Giraffenschleusen zu haben. Allerdings werden Heilige Pillendreher noch in der Giraffenhalle gehalten, die mit frischen Dung versorgt werden und entsprechende edukative Infotafeln erhalten. Zum Beispiel könnten immer ein Schild aufgehängt werden von welchem Tier der aktuelle Haufen ist. 3.1.2.2 Afrikahalle Die bereits in der Haltung befindlichen Nordafrikanischen Dornschwänze, Spaltenschildkröten und Feuchtgebiets-Striemenmäuse würden hier in Terrarien unterkommen. Die immerhin zum gleichen faunengeografischen Bereich der Afrotropis gehörenden Oman-Eidechsen würde ich, gerade wegen der Zucht, hier ebenfalls zeigen wollen. Die erneute Aufnahme einer Haltung von Rüsselspringern wäre logisch. Weiterhin wären in weiteren Terrarien Türkiszwerggeckos, Stummelschwanzchamäleons, Apothekerskinke sowie Wüstenhornvipern zu sehen. In zwei Kleinanlagen am Südende der Halle wären Gundis mit Rotschnabeltokos sowie Rüsselhündchen mit Webervögeln zu sehen. Auch mindestens ein Aquarium für afrikanische Buntbarsche wäre pädagogisch gut nutzbar. Da denke ich an die Malawibarsche aus dem Bachlauf im Urwaldhaus sowie an Tilapien, welche sich mittlerweile auch in Deutschland als Speisefisch einen Namen machen. In weiteren Becken könnten etwa Flösselaale, Lungenfische und Krallenfrösche gezeigt werden. Ob und wie die Kleintiere in den Terrarien des Hauses vergesellschaftet werden, ist relativ offen. Wie bereits in der Vergangenheit könnten die Dornschwänze mit den Rüsselspringern vergesellschaftet werden. Spaltenschildkröten kämen mit den Omaneidechsen zusammenziehen. Zuchtbemühungen spielen hier die wichtigste Rolle. Für Freiflieger wären unter den bereits gehaltenen Vögeln im Gegensatz zu den Webervögel die Glanzstararten prädestiniert. Die aktuelle Haltung im Urwaldhaus hat gut gezeigt, dass unbeschadete Hallenbepflanzung und Webervögel nicht einhergehen. Ich denke hier z.B. an thematisch passende Palmen, die nicht unter dem Brutmaterialkonsum der Vögel leiden sollen. Daher wäre es auch sinnvoll die Webervögel in einer Anlage, wie bei den Rüsselhündchen, zu halten. Als weitere Freiflieger sind auch Witwen-, Lärm-, Schmuckbart-und Mausvögel, Bülbüls, Madenhacker, Kiebitzverwandte, Tauben oder/und andere denkbar. Freiläufer wären Afrikanische Hausgeckos, Dreihorn-Chamäleons und bis vor kurzem bereits gehaltene Siedleragamen. Eine Brutwand für etwa die Bartvögel würde an der Hallenseite über den Terrarien entstehen und so gleichzeitig eine blanke Betonwand verkleiden. Gegen Kotfall auf die Besucher und Verspiegelungen an den Beckenscheiben sind über den Aquarien und Terrarien Strohdächer angebracht. Ein transparentes Dach sowie biogeografisch passende Bepflanzung wären für den Giraffen- sowie Kleintierbereich vorgesehen. Am Rande des Afrikahauses befänden sich eine Warmanlage für Erdbeerköpfchen und Buschschliefer sowie eine weitere baulich gleiche, aber teilbare Indoor-Voliere je mit Scheibeneinsichten aus der Afrikahalle und von draußen. Die Voliere ist mit reichlich Buschwerk versehen, dies kann auch mit totem Astwerk geschehen. Die Höhe der Anlagen würde bis zur Traufe des Gebäudes reichen. In der Voliere könnte man optional Schuhschnäbel, Trappen, Hagedasche, Krokodilwächter oder/und ähnliche afrikanische Vogelformen halten. Primär würden vielleicht die Afrikanischen Nimmersatte hier herziehen, um die Bedingungen für eine Zucht zu verbessern. Falls die neue Anlage tatsächlich diesbezüglich positive Auswirkungen haben sollte, würden diese Storche dauerhaft hier gehalten. 3.1.2.3 Nachttierabteilung In einer unterirdischen Nachttierabteilung (Zugang siehe grauen Pfeil) würden Erdferkel mit Springhasen, Weißbauchigel mit einer Galagoart, eine Weißgesichtseulen-, Eierschlangen- sowie Mullform, erneut eine Stachelmausform, Wüstenschläfer, erneut Nilflughunde, Pardelroller, Sandkatzen, Fenneks, Namibgeckos, Nachtskinke, Afrikanische Ochsenfrösche sowie Höhlengrillen, Geißelspinnen (Damon diadema wäre hier passend und leicht zu bekommen), Walzenspinnen und eine Skorpionform gehalten. Bei letzterem könnte es eine installierte Schwarzlichtlampe geben, die von Besuchern angeschaltet werden kann – ein interaktives und, mit einer Erklärung, lehrreiches Anlagenelement. Außerdem würden Westafrikanische Stumpfkrokodile mit Nachtreihern gezeigt werden. Fortsetzung folgt... (08.05.2015, 07:06) | ||
| Carsten Horn: | @Gerrit: Danke schön... Interessante Ideen hast Du da entwickelt, :-) Kleine Anmerkung: Manatis gehören in die Kategorie "Erneut zeigen", die gab es schon mal in Hannover... (07.05.2015, 23:51) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | @Tim: Danke. Das denke ich auch. Nachttierabteilungen werden ein wiederkehrendes Konzept in meinem masterplan. Das Nachttierabteilungs-Konzept wird sich noch mehrmals in meinem Masterplan finden. Man könnte es für den Besucher als erkennbar wiederkehrendes Element gestalten. Dies vereint eine übersichtliche Strukturierung der Tiervorstellung, das Geo-Konzept und ein wohl einmaliges Herrausstellungsmerkmal mit der erwähnten Platzersparnis. Auch auf das gerade für Hannover bedeutende Antilopenthema komme ich noch zusprechen. Im Zoofreundeforum (wo der Masterplan zuerst veröffentlicht ist) wurde aus diesem Grund auch eingewandt eine bedrohte Kuhantilopenart auszuwählen. (07.05.2015, 22:26) | ||
| Tim Meschke: | @Gerrit Wehrenberg: Ich finde den ersten Teil des Masterplan richtig gut. Gerade das eingebundene Nachttierhaus finde ich toll. Mehr Nachttierhäuser brauchen die Zoos! Zu dem Wunsch von einer Kuhantilopenhaltung würde ich nur etwas hinzufügen. Ich fände es sehr toll, wenn es wieder Kuhantilopen (und vor allem Zucht) in europäischen Zoos geben würde, dafür sollten aber mindestens mehrere Zuchtpaare/-gruppen zur Verfügung stehen, um die Zucht auf möglichst breite Basis zu stellen. Trotzdem: wenn ich mir die Situation bei anderen Antilopenarten ansehe, fällt mir nur ein: alarmierend! Bevor neue Arten in die Zoos geholt werden, sollten erst einmal die vorhandenen Arten in ihrem Zoobestand gesichert werden. Vor allem die Pferdeantilopen- und Gnuarten, der Bergriedbock und die Gazellenarten brauchen alle weitere Haltungen, damit die Bestände nicht verschwinden so wie es zum Beispiel bei den Kuhantilopen passiert ist. Ich hoffe, dass ich das jetzt einigermaßen verständlich ausgedrückt habe und mein Argument auch nachvollzogen werden kann. (07.05.2015, 21:42) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Neben den Übersichten habe ich mich um ein paar ausgewählte Fotocollagen für eine mehr oder weniger ungenaue Visualisierung bemüht (mit nichten professionell!). Hier ist die Andenvoliere dargestellt. (Vikunja/Großer Mara/Nandu/Andenkondor) Ich würde gerne eure Kommentare, Ideen und Meinungen zu dieser Utopieplanung hören! :) (07.05.2015, 20:19) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Hier eine Übersicht über die Themenwelt Neotropis. Hier ein Link zum noch unbeschrifteten Gesamt-Zooplan - der zu detailliert ist um ihn hier hochzuladen: http://s280.photobucket.com/user/diangeleo/media/MasterplanB_2.4.zwischenstand15_zps29mobjyg.jpg.html (07.05.2015, 20:11) | ||
| Gerrit Wehrenberg: | Zoo Hannover: Masterplan B - Teil 1 Der Zoo Hannover wurde am 4. Mai 2015 150 Jahre! Herzlichen Glückwunsch! Das sollte für mich Anlass genug sein, mein seit langen nebenbei laufenden Utopie-Masterplan zu veröffentlichen. auf Wunsch nun auch im tiergarten-Forum. Im Folgenden werde ich detaillierte Ausführungen nach und nach einfügen. Die Reihenfolge soll den Rundgang entsprechen. Ich beginne mit einer Einleitung, dem neuen Eingangsbereich und der ersten Themenwelt. Auch Details des Zooplans noch werden hinzugefügt, damit die Anordnung nachvollziehbar ist. Bin an Fragen, Kommentaren, Gedanken und vllt einer kleinen Diskussion interessiert – aber bitte behutsam zerreißen. Wink ___ Beschreibung Schon mehrere Male wurden hier und an anderer Stelle mehr oder weniger umfangreiche Ideen und Wünsche zu den noch zu behandelnden Stellen im Zoo Hannover in Form von Neubauten oder Sanierungen und im gleichen Zuge Artabgänge sowie -zugänge vorgestellt und besprochen. Die Grundzüge des realen neuen Masterplans sind nun bekannt, dennoch möchte ich meine nicht auf Zeitpläne oder Kosten schauende Version an dieser Stelle mal eurem Urteil überlassen. Diese hat auch nicht den Anspruch einer realistischen Planung, da ich natürlich zahlreiche fachliche Wissenslücken habe. Über die Zeit sind immer mehr Ideen und Details dazu gekommen und so ist schließlich ein ziemliches Stück Text entstanden, den ich hier mal rein werfen möchte. Ein neuen Thread habe ich aufgrund der höheren Komplexität eröffnet. Einige Ideen und Aspekte aus Foren sind auch hier ganz klar mit eingeflossen. Es soll an dieser Stelle ein Gedankenexperiment und Diskussionsanstoß unter dem Motto ”Was kommt nach dem Expo-Zoo 2000?” sein. So könnten nur Einzelbestandteile dieser Überlegungen in eigene Planungen nicht nur für Hannover mit einfließen. Diese Beschreibung ist auch eine Vollversion, was meint, dass eine abgespeckte Variante denkbarer wäre. Selbes würde bezüglich der Tierhaltung gelten: Wenn man ein wenig Realismus einbezieht, wird man sobald keine volle Besetzung zusammen bekommen. Allerdings würde auch dieser Plan nicht mit einem Schlag, sondern nach und nach umgesetzt werden. Dies ist eine Überlegung vom Zoo in Hannover, die bestimmte Wertveränderung inne hat, welche natürlich hauptsächlich persönlicher Natur sind. Dies spiegelt sich oft in der Artenwahl wieder. Aber auch in den Ideen einer Artenvermehrung, vor allem durch die vermehrte Präsentation von Kleintieren sowie im Bau von begehbaren Tierhäusern ohne das aktuelle Konzept und Bild des Zoos komplett aus den Augen zu verlieren. Dennoch habe ich versucht darauf zu achten, dass der Park für das breite Publikum attraktiv bleibt, und andernorts geäußerte Überlegungen mit einbezogen werden sowie versucht derzeitige Schwachstellen zu schließen. Viele grobe Einzelheiten finden sich auch im realen Masterplan 2025+ wieder. Außerdem geht es von der Prämisse aus, Bauvorschriften im Bezug auf Schneelasten verändert würden und so bspw. Eben mehr Volieren entstehen könnten. Mit Hilfe eines von mir etwas aktualisierten Planes habe ich meine Überlegungen, natürlich unprofessionell, eingezeichnet. So kamen mir neue Ideen und andere bewiesen ihre Unmöglichkeit. Fotokollagen sollen einen ungefähren Eindruck bieten. Sanierungen und Bau von Personalbauten habe ich außen vor gelassen. Diese werden gerade am aktuellen Antilopenring umgesetzt, wobei meine Planungen wohl eine andere Anordnung erfordern würden. Allerdings würde meine Planung theoretisch eine leichte Umordnung ermöglichen. Der Zooaufenthalt würde durch diese Planungen teilweise erheblich verlängert. Vielleicht wären Mehrtages-Karten oder Wochentickets sinnvoll – gerade für Besucher von Außerhalb. Vergleichbares gibt es in Disneyland (hier erlaube ich mir mal den Vergleich). Zusätzlich würde ich, wie bereits mehrere Einrichtungen, einen Smartphone-Zoofüher anbieten. Kernpunkte wären ein Zooplan mit aktuellem Standpunkt sowie ortsbezüglichen Informationen zu Themenwelt, Tierarten und -individuen, Historie usw. Meine Grafiken sind noch mit dem alten Zoologo entstanden, dieses würde eben ersetzt. Wenn die aktuelle Darstellungsweise des Zooplans beibehalten würde, würde ich auf jeden Fall endlich den Icon der seit 2001 nicht mehr im Bestand befindlichen Sitatungas (auch aus der aktuellen Version) herausnehmen. Ein Icon für Kleine Kudus bestand bereits. So viel zu den kleinen Details... Big Grin Ziele Übergeordnete Ziele - Weiterentwicklung des Geozoo-Konzepts - Erneuerung bzw. Sanierung noch zu behandeln der Bereiche und Anlagen - Mehr für Besucher einsehbare/begehbares Tierhäuser - Ausbau des Tierbestandes und möglichst weitreichender Erhalt des bestehenden Bestandes - Durch Etagenbau auch in der Tierhaltung kann ein Tierbestand unabhängiger von der beschränkten Zoofläche aufgebaut werden. Zielarten Diese kleine anfängliche Liste spiegelt Must-have- und Traditionsarten wieder. Erneut zeigen: - Gepard - Großkamel - Hyäne - Krokodilform - Kuhantilopenart - Nasenbär - Riesenschildkröte - Tapir - tropisches Wildrind - Walross Neu etablieren: - Manati - Schmetterlinge - ozeanische Fauna ausbauen und so starkes tiergärtnerisches Herausstellungsmerkmal - Kleintiere (Volieren, Terrarien, Aquarien etc.) Hinter jede der Themenweltnamen sind die geografisch beinhalteten Gebiete beschrieben. 1. Eingangsbereich • Verwaltung, Service, Shops und Kassen aus dem Zoozentrum an den Rand verlegen, um Platz zu gewinnen Um mehr Platz für die Zootierhaltung zu schaffen würde das aktuelle Eingangsgebäude abgerissen und ersetzt werden. Der neugestaltete Eingangsbereich würde wieder (wenn es mich nicht täuscht) im Stil der Hannoverschen Architekturschule gestaltet. Dies ist ein regionaler, zur Gründung des Zoos auch verwendeter Baustil – ob dies auch im Zoo so ist – dafür hab ich keine Fachkenntnisse. Hierbei soll sich tatsächlich an den historischen Bauten des Zoos aus jener Zeit orientiert werden. So könnten einzelne Bauten wieder entstehen. Dies würde den Eingang des Parks nicht nur attraktiver machen, sondern auch auf die lange Vergangenheit des immerhin fünftältesten Zoos Deutschlands hinweisen. Dies sollte auch durch Infotafeln für die Besucher ersichtlich gemacht werden. Im entstandenen Bereich sind Kassen, Durchgänge, die Serviceräume für Zoo und Gastronomie, Büroräume, Schulungsräume, Besuchertoiletten und der Zooshop enthalten. Neben dem Zooshop sind außerdem weiterhin Buden für Eis, Donuts und Brezeln zu finden, die auch an Passanten z.B. aus der Eilenriede verkaufen können. Die Gedenktafel, die Sponsorenskulpturen, und andere Staturen und eine in diesem Zuge renovierte ZOOFREUNDE-Schaubox würde angepasst an das neugestaltete Gelände sinnvoll platziert werden müssen. Dieser ganze Bereich würde durch eine Veränderung der Anordnung weiter nach vorne in den Ein-/Ausgangsbereich verschoben werden. Vor den Durchlässen ist wieder eine Anlage für Meerschweinchen als 'Schloss Neuschweinstein' eingerichtet. Außerdem soll in diesem Bereich eine thematisch passende Bepflanzung angelegt werden. 2. Neotropis (Mittel- & Südamerika) • Freianlagen und Außenvolieren • Tropenhaus mit Regenwald- und Mangrovenhalle, Nachttierabteilung sowie einsehbaren Innenanlagen für Großtiere • neue thematisch integrierte Show-Arena mit neotropischen Tieren [Bild: Neotropis_Plan_zuordnung2_zpspbnl2rlx.jpg] 2.1 Neotropis-Haus 2.1.1 Tropenhalle Direkt am Eingangsgebäude ist das Neotropis-Haus angeschlossen. Ein Hauptpunkt der Halle ist die Anlage für Karibik-Manatis und die umgebende Bepflanzung durch in der Neotropis vorkommende Mangrovenarten. Die Bäume stehen in unterschiedlich flach überfluteten Becken unter anderem auch direkt am Rand der Tierbecken. Neben einem großen Hauptbecken für die Seekühe gibt es ein optional abtrennbares kleineren Tank, dessen Schieber unter einer Besucher Brücke verborgen ist. Im Becken sind die Manatis mit den bereits vorhanden Schwarzen Pacus und Rotflossen-Antennenwelsen zusammen. Dazu kommen z.B. Gabelbärte und Arapaimas. Frei in der Halle an den Uferbereichen angesiedelt sollen etwa Kahnschnäbel, Rosa Löffler, Sichler, kleinere Reiher, eine Eisvogelart und möglicherweise Schlangenhalsvögel angesiedelt sein. Die Halle kann neben dem „Erdgeschoss“ vom Besucher auch von erhöhten Brückenpfaden begangen werden, um in die späteren Baumwipfel (braun umrandet) betrachten und von oben in die Becken der Seekühe schauen zu können. Durch Fenster aus im Eingangsgebäude befindlichen Tagungs- und Lehrräumen hat man von höheren Etagen eine erhöhte und direkte Sicht in die Halle. Von diesen beiden Ebenen sind ebenso zwei hohe Anlagen für Weißschulterkapuziner sowie Hutiacongas mit Kuba-Amazonen, Utila-Leguanen und Diamantschildkröten einzusehen. Beide enthalten künstliche Mangrovenbäume als Klettermöglichkeiten; letztere auch ein Wasserbereich. Am zum betreffenden Gehege grenzenden Bereich würden einsehbare Innenanlagen für Tapire und Große Ameisenbären entstehen. Für beide gibt es beheizte Wasserbecken. In der oben transparenten Halle sind neotropische Pflanzen gepflanzt und sollen zwischen den Anlagen für einen „kleinen Dschungel“ sorgen. In diese Bepflanzung ist ein längeres Becken für die vorhandenen Gelb- und Rotwangen-Schmuckschildkröten sowie den Mississippi-Höckerschildkröten mit Fransenschildkröten und Krokodiltejus eingelassen. Ebenfalls tropisch bepflanzte Volieren für je eine Art von Kolibris, Trogonen, Stirnvögeln, Felsenhähnen, einer anderen Schmuckvogelart und Tukanen sind in der Halle vorzufinden. Als Bodenbesatz für die größeren dieser Volieren sind Trompetervögel, (Gold-)Agutis und Köhler- oder Waldschildkröten. Ein oder zwei Volieren würden auch ein zum Besucher befindlichen Becken mit Guppys, Piranhas, Süßwasserrochen, mittelgroßen Welsen oder ähnlichen. Als weitere Unterbesatz könnten Schnurrvögel gehalten werden. Einige Vögel könnten allerdings auch Freiflieger in einer der beiden Hallen des Hauses darstellen. Eine Gemeinschaftsanlage für die Zweifingerfaultiere, Kaiserschnurrbarttamarine, Sechsbinden-Gürteltiere mit Grünen Leguanen besteht außerdem. Die Grünen Leguane würden aus Auffangstationen bezogen, um diese zu entlasten. Aus dem selben Grund würden diese nicht gezüchtet. Die Weißbüscheläffchen würden abgegeben werden. Die Blattschneiderameisenkolonie zieht ebenfalls in die Halle und kann durch verzweigte Röhren beobachtet werden. Freiflieger/-läufer sind Schmetterlinge, Antillen-Pfeiffrösche und mindestens eine Tangarenart, Kubafinken sowie Schreipihas. 2.1.2 Nachttierabteilung Der Zu- und Ausgang befindet sich in der Neotropishalle (grauer Pfeil). Die Besucher betreten diese und auch folgende Nachtierabteilungen wie in der Unterwasserwelt in Yukon Bay durch eine Schräge. Erstmal wird so den Rollstuhlfahrern gerecht; außerdem können sich so die Augen an das Dämmerlicht besser gewöhnen. Ich bin bei der Weglänge und Notausgängen (der benötigten Fläche) auch aller folgenden Nachttierabteilungen in etwa von derer der Unterwasserstation in Yukon Bay ausgegangen und habe damit geplant. Einige kleinere Anlagen könnten ähnlich wie im Grzimek-Haus in Frankfurt schon in den Wänden des Zuganges eingelassen sein. Hier sind in Terrarien Abgottschlangen mit Hundskopfboas, Pfeilgift-, Horn-, Stummelfuß- und Breitmaulfrösche, eine Vogelspinne und ein Riesenläufer zu beobachten. Sämtliche Anlagen in der Nachttierabteilung sind hinter Glas. Ab dem Punkt an dem der Gang in seiner Höhe unter das Bodenniveau fällt können etwa andere Anlagen oder Bepflanzung auf der Decke angelegt werden, um den Platz oberhalb ausnutzen zu können. Gehalten werden noch mehr oder weniger zu konkretisierende Formen von je Nachtaffen mit Pakas sowie Oncillas, Wickelbären, Greifstachlern, Südliche Tamanduas, Viscachas, Beutelratten, Antillen-Ochsenfrösche, Brillenkäuzen und Anakondas. Eine Etablierung von Spitzrüsslern soll angestrebt werden. Außerdem werden etwa Rotaugen-Laub- und Maki-Frösche sowie weitere Arten in Terrarien gehalten. Etwa Glasfrösche wären interessante und tiergärtnerisch zu erforschende Arten. Durch die Haltung im Noctarium können die Besucher die Lurche aktiv beobachten. Um das Terrarienklima leichter zu erhalten und das Gesundheitsrisiko für die Tiere zu verringern sind die Anlagen nicht durch Öffnungen sondern durch Lautsprecher mit dem Besucherraumverbunden um die Quackkonzerte präsentieren zu können. In einem als Höhle gestalteten Bereich wird ein Schwarm nektivorer Fledermäuse im Besucherraum gehalten; z.B. Brillenblattnasen. Außerdem werden Vampirfledermäuse und Blinde Höhlensalmler in abgetrennten Anlagen hier gezeigt. Tropfsteine bilden dekorative Elemente, wobei über deren natürlich Entstehung informiert werden könnte. Während gerade durch die Nachttieranlagen die Kleintier- und gerade Kleinsäugerartenvielfalt gesteigert wird, wird die Haltung der Degus aufgegeben. 2.1.3 Optionales Aquarium Neben dem Pfaden und Brücken durch den Dschungel stellt die Unterwassereinsicht zu den Manatis eine Dritte Ebene dar. Der Zugang (blauer Pfeil) wird ebenso gehalten wie der zu den Noktarien, wobei aber ein seperater Zugang durch das Eingansgebäude und die Halle möglich ist. So könnte man Einzelkarten nur für das Aquarium anbieten. Nur mit einer Kombikarte könnte der restliche Zoo besucht werden. In den unter dem Bodenniveau liegenden Wänden des Zugangs sind etwa Aquarien und Palundarien mit z.B. je einer Mangrovenquallen- und Halloweenkrabbenform zu sehen. Aber auch Süßwasserbecken mit Schwimmwühlen, Panzer- und Harnischwelsen, Skalaren, Diskussen, Salmlern, Blatt-und Messerfischen und weiteren neotropischen Kleinfischen befänden sich ebenfalls an dieser Stelle. Bei der unterirdischen Beckeneinsicht zum großen Manatibecken sind Sitzmöglichkeiten vorhanden. Außerdem ist hier ein großes Palundarium mit einer Vieraugenform als einzige neotropische Art mit Mangroven-Pfeilschanzkrebsen, Schützenfischen, Schlammspringern, Silberflossenbättern und Argusfischen vergesellschaftet, um zum einen die vielfältigen Anpassungen an die marinen Bewohner der Mangroven aufzuzeigen und zum optionalen Zugang eines weltweit gehaltenen Zoo-Aquariums überzuleiten, welches hier folgen würde. Auf dieses mit einer Kollektion mit weltweiter Herkunft werde ich später weiter ausmalen. Für dieses muss allerdings im Vorfeld (ähnlich wie in Bremerhaven), ein Tiefbau entstehen, welcher zusammen mit dem vom neotropische Noctarium entstehen soll. Ein Schwerlastenaufzug mit den Ausmaßen eines Schiffercontainers soll spätere Installationen und Unterhaltung gewährleisten. 2.2 Außenanlagen Nach dem Verlassen des Neotropis-Hauses findet der Besucher drei Volieren vor in denen den bereits im Bestand befindlichen Blaubussard und Falkland-Karakara sowie zusätzlich eine kleinere Neuweltgeierform enthalten. Eine gegenüberliegende Freianlage beherbergt Große Ameisenbären, eine neotropische Tapirart, Capybaras sowie Tschajas und stellt das tropisch feuchte Südamerika dar. Dieses Gehege hat einen direkten Anschluss an das Neotropis-Haus, womit einsehbare Innenanlagen für Ameisenbär und Tapir ermöglicht werden. Ställe für die Wasserschweine und Wehrvögel befinden sich im hinteren Teil der Anlage und sind nicht einsehbar. Ein großes Wasserbecken steht für die Bedürfnisse der Bewohner bereit. Außerdem kann ein Großteil des alten Baumbestandes hier erhalten bleiben und integriert sich gleichzeitig gut in das Gehegekonzept. Südamerikanisches Wassergeflügel könnte als Unterbesatz die Anlage mitnutzen. Gegenüber wäre eine hoch überspannte und mit Ebenen ansteigende Anlage mit hoher Rückwand, an der auch das Netz befestigt ist. Hier sind die vorhandenen Vikunjas, Großen Maras und Nandus mit Anden-Kondoren vergesellschaftet. Die Kondore können für die anderen nicht zu erreichende Etagen an der Rückwand und erhöhte Äste nutzen. Stallungen sind unter den befestigten Tribünen der angrenzenden Show-Arena und vertieft eingelassen unter den höher gelegenen Etagen der Anlage. Die Außenwand der Arena stellt eine Gehegebegrenzung dar und ist wie andere Teile der Anlage als Inka-Bau, ähnlich Machu Pichu, verkleidet. Auch die verschiedenen Ebenen könnten als Inka-Terassen dargestellt sein. Durch die verschiedenen Ebenen, welche durch eine ebenliegende große Hauptebene unterbrochen sind, auf der sich die Tier hauptsächlich aufhalten, entsteht zu der Besucherseite ein für die Tiere nutzbarer Trockengraben, sodass die Besucher von einem anscheinend erhöhtem Standpunkt in die Anlage schauen und der „Andencharakter“ verstärkt wird. Die Anlage muss grabsicher gegen Ausbrüche durch die Pampashasen und Einbrüche von einheimischen Raubtieren gemacht werden. Durch an seinen Rändern mit Steinen versehenen Trockengraben ist ein kleineres Gehege für die beim Besucher beliebten Nasenbären und, als Bodenbesatz, eine Pekariart, von der Großanlage mit Tapir und Ameisenbär getrennt. Den Kleinbären sind viele Klettermöglichkeiten und Plattformen geboten auf denen sie auch länger verweilen sowie ihre Stallungen erreichen können. Die neuen Themenwelt, inklusive der Neotropis-Halle und der Show-Arena ist im hispanischen Kolonial- sowie anscheinend vergehenden indigenen Stil gestaltet. Es wäre interessant Volieren, Becken oder Käfige zumindest teilweise in Anlehnung an die derer im aztekischen Tenochtitlán zu gestalten. Hier sollen Freiflugvolieren für Vögel und Käfige mit Gürteltieren, Affen, Schlangen, Pumas und Jaguaren mit teilweise bronzenen Gittern bis zur spanischen Eroberung existiert haben. In tiefen Kupferkesseln und Teichen sollen Salz-sowie Süßwasserfische gehalten worden sein. An den Teichen soll es auch Wassergeflügel gegeben haben. So könnte auch auf frühe Tierhaltungen in der Geschichte hingewiesen werden. Beispielsweise die Greifvogelvolieren könnten diesbezüglich gestaltet werden. 2.3 Show-Arena Die neue lateinamerikanisch gestaltete Show-Arena wird in die Erlebniswelt „Neotropis“ integriert. Der Eingang stellt ein nach histpanoamerikanischem Vorbild erbauten Glockentor dar. Diese kann etwa zum Ankündigen einer weiteren Show erklingen. Neben für die Vorstellung nötige Objekte ist ein Wasserbecken in der Arena vorhanden. So rückt die Arena auch näher an den zooeingang und lässt sich auch anderweitig nutzen. Neben der Arena ist eine größere Voliere vorhanden. Hier sind die vorhandenen Aras zusammen mit Rotfußseriemas und einer Hokkoart untergebracht. Die Ställe verbergen sich unter den nicht mehr provisorisch erbauten Tribünen. Zumindest der Blaubussard, der Karakara, die neuen Neuweltgeier, die Aras, Nasenbären und die im Tropenhaus gehaltenen Agakröten, Grünen Leguane, Abgottschlangen, Sechsbindengürteltiere könnten den Besucher im Programm vorstellt werden. Denkbar wären auch gewöhnte/trainierte Rotfußseriemas, Andenkondore oder Amazonen. Dabei sollten die Tiere nicht in der Nachttierabteilung leben oder mit störungsempfindlichen Tieren vergesellschaftet sein, was sich etwa bei den Vergesellschaftungen im Neotropis-Haus wiederspiegelt. Alle weiteren bisherigen Tiere der Show-Arena würden abgegeben werden, womit die rückwärtige Tierhaltung in diesem Bereich entfallen würde. Fortsetzung folgt... (07.05.2015, 20:08) |
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