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Sammlungen der Zoologischen Gärten



Michael Mettler:   Mir fällt da gerade was ein: Als sich in den Zoos das Fütterungsverbot durchsetzte, waren die Zooleitungen stolz darauf, wenn sich ihre Tiere NICHT mehr für die Besucher interessierten und "sich selbst genug waren".....

Sollten die Kölner Menschenaffen etwa wirklich "besser ausgelastet" sein und deshalb weniger als die Krefelder dazu neigen, sich die vor ihren Gehegen abspielenden "Besucher-Soaps" anzusehen? Auch bei ihren nächsten Verwandten ist es ja so, dass manche Familien lieber nebeneinander sitzend auf die Glotze starren statt gemeinsam etwas zu unternehmen....
(24.03.2006, 00:00)
IP66:   @Herr Mettler: Die kölner Scheiben sind allerdings nicht geneigt, und wenn die Affen hindurchsehen wollen, tun sie das auch. Ich habe eher den Eindruck, da der optische Reiz manchmal nicht ausreicht, um das Interesse eines Menschenaffen zu erregen, währen
(24.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Was meine Vermutung unterstützen würde, denn meines Wissens ist die Berliner Gruppe seit ihrer Gründung nicht durch fremde Tiere ergänzt worden, sondern auf natürliche Weise angewachsen.

In Hannover hingegen wurde mal ein neuer Zuchtmann, mal ein neues Weibchen geholt usw., eines der Männchen stellte sich als aggressiv gegenüber sämtlichen Weibchen heraus - zeitweise gab es zwei Gruppen im Zoo, da man die Tiere nicht zusammenbekam.
(24.03.2006, 00:00)
Karsten Vick:   Dann sind die Berliner Mangaben wohl aus anderem Holz. Dort lebten am 1.1.05 (da fast nur Männchen geboren wurden) 13,3 Tiere zusammen und das dürfte wohl im wesentlichen bis jetzt so geblieben sein. Und von Mord und Totschlag ist da nichts zu sehen.
(23.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Hannes: Dazu brauchen die Mangaben nicht mal Gorillas, das können sie untereinander auch... So würde ich jedenfalls verstehen, was als Begründung für die Abgabe der Rotscheitelmangaben aus Hannover (dort seitdem Haubenlanguren) gesagt wurde: Trotz langjä
(23.03.2006, 00:00)
Hannes:   Ich hab auch mal ne Frage wie das in Münster mit den Mangaben ist.
Also das sind echt wehrhafte Biester welche sich immer wieder mit den Gorillas anlegen. Ich konnte es erst einmal beobachten aber aber ich frage mich ob dort immer so ein stress und unruhe ist.
das kann doch auch nicht das wahre sein.
(23.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Vielleicht kann ein Tierpfleger diese Frage beantworten: Kann es sein, dass die Menschenaffen nicht so gut aus ihren verglasten Anlagen heraus schauen können wie die Besucher hinein? Wenn eine Scheibe zum Besucher hin geneigt ist, heißt das doch im Umkehrschluss, dass sich für die Tiere beim Blick von drinnen nach draußen die Decke bzw. das Gewächshausdach in der Scheibe spiegeln müsste - womit bei entsprechender Helligkeit ein Überstrahlungs- bzw. Blendeffekt verbunden sein dürfte.
(22.03.2006, 00:00)
IP66:   Richtigen Urwald haben die Menschenaffen ja eigentlich nirgendwo, im Grund bewohnen sie in das Gewächshaus eingebaute Käfige. Interessant ist allerdings, daß die krefelder Tiere sich sehr stärker für das Leben in ihrem Umfeld zu interessieren scheinen als die kölner. Die Häuser sind sich ähnlich, die krefelder Anlagen für Gorillas und Schimpansen allerdings dichetr besetzt, durch Gräben begrenzt, nicht durch Scheiben und Gitter. Außerdem gibt es in Krefeld ein paar gängige Vogelarten, die in der Halle herumfliegen. In Köln fliegen Spatzen, die allerdings in Menge. Es sind sicher nur graduelle Unterschiede, aber mir ist schon öfter aufgefallen, wie in Krefeld Vögel und Besucher fixiert werden, sobald etwas geschieht. In Köln ist es eher so, daß die Tiere sich für einzelne Besucher interessieren, und, natürlich, für besondere Aktivitäten. Man müßte natürlich auch die Zahl der Jungtiere, Zusammensetzung der Gruppen und einzelne Beschäftigungsmaßnahmen ins Auge fassen, dennoch drängt sich mir der Verdacht auf, daß Menschenaffen hinter Gräben sich intensiver für ihre Umgebung interessieren als Menschenaffen hinter Glas.
(22.03.2006, 00:00)
Klaus:   Wenn einzelne Zoos allerdings nicht in der Lage sind alte Tierhäuser auf einen modernen und großzügigeren Standard zu bringen so müssen die Tiersammlungen reduziert werden.

Wenn man einmal das Affenhaus im Zoo Muhlhouse (Elsass) besucht und die verschiedenen Meerkatzen in ihren Schuhkartons auf Eisengerüsten sitzen sieht, kann eine solche Haltung nicht mehr geduldet werden. In diesem Haus dürfte es allerdings auch nicht ausreichen, wenn die Tieranzahl reduziert und einzelne Käfige zusammengelegt werden würden.

Noch schlimmer ist es allerdings wieviele Besucher gerade vor solchen Gehegen stehen und sie absolut in Ordnung finden. Kommt man mit solchen Anlagen wirklich dem Lehrauftrag der Zoos nach?

Dieser Zoo zeigt allerdings bei anderen Gehegen z.B. bei den Krallenäffchen oder auch Tiger und Co., dass es auch eine andere Haltungsform gibt.

(22.03.2006, 00:00)
th.oma.s:   @IP66: in bezug auf menschenaffen bin ich so naiv, dass ich glaube, sie brauchen sehr viel wald zum glücklichsein, es sei den es handelt sich um savannenschimpansen...oder man
imitiert die funktionen eines waldes... ein okapi sieht`s vielleicht anders ode
(21.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Laut "Berliner Schnauzen" können es sich die Berliner Flusspferde sogar aussuchen, ob sie an Land oder im Wasser übernachten wollen - weil sie eh niemand aus dem Wasser zwingen kann.... Allerdings gibt's im Becken dann eben kein Abendbrot.

Ansonsten greifen wir hier wieder das Thema auf, das wir schon bezüglich Elefantenhallen hatten: Wenn man die Innenräume des Außengehegen anpassen würde, müsste man dies konsequenterweise auch bei Arten wie z.B. Steppenzebras tun, die ebenso wie Elefanten oder Menschenaffen in einer engen familiären Sozialstruktur leben und denen durch die Einzelaufstallung z.B. das Grooming verwehrt wird.

Wenn gestalterische Elemente für das psychische Wohlbefinden des Tieres wichtig sind (worüber es wahrscheinlich bisher nur wenige Erkenntnisse gibt), dürfen sie nicht auf den vom Besucher einsehbaren Bereich beschränkt sein. Um darüber mehr Kenntnisse zu sammeln, wäre es nötig, von der durch Zahlen beherrschten und den Bereich der Gefühle vermeidenden Verhaltensforschung wieder zu ihrem Vorgänger, der Tierpsychologie, zurück zu kehren.
(21.03.2006, 00:00)
Klaus:   Was mich an dieser ganzen Lebensraumsdarstellung dennoch absolut stört ist, dass diese Gehegestrukturen nur für den für die Besucher einsehbaren Bereich gelten. Nach Feierabend und bis zum nächsten Morgen stehen die Tiere aber nuneinmal hauptsächlich hinter den Kulissen in ihren Nachtställen. Was nutzt es, wenn zum Beispuel in Berlin tagsüber den Flußpferden ein riesiges Gehege zur verfügung steht sie aber über Nacht in einzelnen durch Gitter getrennten Plätzen untergestellt werden?

(21.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @IP66: Wer will eigentlich beurteilen, dass "ein Menschenaffe keinen Urwald zum Glücklichsein braucht?" Die Frage ist doch vielmehr, was "Urwald" für einen Menschenaffen bedeutet bzw. welche der dort vorhandenen Faktoren für sein psychisches (und daraus f
(21.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   @Matthias Papies: Wobei man da schon differenzieren muss zwischen der Darstellung eines Tieres in einer WIRKLICH seinem (durchschnittlichen) Lebensraum im Freiland ähnelnden Landschaft oder in einer, die ein falsches Bild vom natürlichen Lebensraum bietet
(21.03.2006, 00:00)
IP66:   @Herr Papies: Ich verstehe die Argumentation recht gut, und sie ist aus der Zoodiskussion in den 70ern und 80ern entstanden, die ja auch mit nicht ansprechenden Bauten argumentierte. Wenn man die Sache aber zum Ende denkt, kommt man nicht umhin, zuzugeben
(21.03.2006, 00:00)
Matthias Papies:   In der heutigen Zeit ist es auch aus edukativen Gruenden, Bildung ist schliesslich eine der vier Hauptaufgaben moderner Zoos, wichtig um dem Besucher "ansprechende" Gehege zu praesentieren. Das aus mehreren Gruenden:
Erstens ist es viel einfacher den Besucher ueber den Lebensraum des jeweiligen Tieres etwas zu erzaehlen, wenn das Gehege auch diesem Lebensraum nachempfunden ist.
Zweitens muss der Besucher auch Verstaendnis fuer Zoos aufbringen, so dass die Gehege schon aus diesem Grund so gestaltet werden muessen, dass der "Gefaengniskarakter" weitestgehend vermieden wird. Sicher ist das nicht ehrlich, zumal es dem Tier egal ist, aber Menschen sind nunmal eher subjektiv und entscheiden mit dem Bauch. Diese positive Einstellung der Besucher dem Haltung von Wildtieren gegenueber ist aeusserst wichtig. Denn damit steht und faellt der Erfolg von Bildung, die letztenendlich zur Unterstuetzung von Artenschutz (sowohl ideell als finanziell) fuehern soll.
Bildung ist letztendlich mehr als nur schoene bunte Schilder, auch wenn dass scheinbar selbst bei denen die Ahnung haben sollten, noch nicht recht angekommen ist, wie die Kritik am Zoo Hannover und seiner angeblich abwesenden Didaktik zeigt.
(21.03.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Damit wären wir wieder bei der Grundsatzfrage, ob ein Zoo eher für die Besucher oder eher für die Tiere gestaltet wird.

Ich unterstelle mal, dass es einem Elefanten schnuppe ist, ob er sich an einer sechseckigen Betonstele oder einem Pseudo-Termitenbau schubbert. Anders sieht es aus, wenn nicht zwei verschiedene Betonprodukte zur Auswahl stehen wie im genannten Beispiel, sondern z.B. die Entscheidung zwischen Holz auf der einen oder Metall/Kunststoff/Beton auf der anderen Seite gefällt werden muss. Da selbst Totholz noch "lebt", indem es Geruchsreize und Manipulationsmöglichkeiten bietet, würde ich es vorziehen, wo immer es machbar ist (manchmal sicher aus hygienischen Gründen nicht).

Man muss sich aber auch vor Augen halten, dass Einrichtungen wie Trocken- und Wassergräben oder Panzerglasscheiben ebenfalls nur für den Besucher benutzt werden, nämlich um freie Sicht zu bieten und "Gefängnischarakter" zu vermeiden. Vielen Tieren dürften Gitter nämlich völlig wurscht sein, und sie hätten teilweise sogar Vorteile: Klettermöglichkeit, bessere Belüftung, weniger akustischer Hall- und optischer Blendeffekt, geruchliche Verbindung zur Außenwelt (Umweltreize) und nicht zuletzt in vielen Fällen größere Gehegeflächen - wenn man den Platz, den die Gräben benötigen, noch den Gehegen zuschlagen würde. Aber der Besucher will ja die Illusion von Freiheit sehen, und da stören ihn die Gitter...

Es gibt aber auch durchaus Tierarten, bei denen die Haltung hinter Gräben ein Fortschritt auch für das Tier ist: Dazu zählen viele Steppenhuftiere, die sich bei Erschrecken an einem Gitter tödlich verletzten können. In einem früheren hannoverschen Jahresbericht wurde in diesem Zusammenhang mal erwähnt, dass in einem bestimmten Zeitraum diverse Huftiere (Zebras und Antilopen) durch Anrennen gegen rückwärtige oder die Gehege trennende Zäune verunglückt waren, während zur gleichen Zeit nicht ein einziges Tier an den Trockengräben zu Schaden kam, obwohl gerade panisch flüchtende Antilopen auch in diese hinuntersprangen und somit eine potenzielle Verletzungsgefahr bestand. In diesem Fall (und überall dort, wo sich Tiere ihre Hörner und Geweihe am Gitter beschädigen können) ist die Haltung hinter Gräben also nicht nur für den Besucher vorteilhafter.
(21.03.2006, 00:00)
Klaus:   Was war eigentlich ehrlicher, die älteren begehbaren Tierhäuser mit ihrer Kachelarchitektur oder die neuen Anlagen bei denen es keine Möglichkeit gibt die Innengehege zu betrachten, die aber von der Ausstattung genau gleich geblieben sind wie früher?

Wenn ich mich z.B. die vielen Zoo-Dokus im Fernsehen anschaue, fällt es mir immer wieder auf, wie schlicht und einfach die Innenkäfige gehalten werden aber dafür sind sie nicht mehr für die Besucher einsehbar.

Interessiert es Zootiere überhaupt, dass Gehegewände mit Kunstfelsen versteckt werden? Warum wird bei neuen Anlagen so wahnsinnig viel Aufwand getrieben um die Gestaltung um das Gehege herum für die Besucher aber eigentlich nicht viel mehr Aufwand für die Tiere?

Ich war heute in der neuen Krokodilhalle in der Stuttgarter Wilhelma. Äh gut, der Waschbeton wurde durch rötlichen Beton ausgetauscht aber sonst?!?
(21.03.2006, 00:00)
Stefan Schubert:   Ich denke, die Prinz-Alfred-Hirsche in Landau sind nicht ohne Grund abseits des Besucherstromes dort "versteckt" worden, wo sie heute leben. Diese Tendenz findet man auch in anderen Zoos, wo scheuere Tiere abseits des Hauptstromes der Besucher untergebracht werden, wie die Okapis und Bongos der Wilhelma, die Kleinen Kudus können gar selber entscheiden, ob sie sich Besucherblicken aussetzen, was sie nur selten tun, zu einigen Bedauern! Manch einer Art gelingt es, den Stress im Zoo zu verdrängen, doch bedeutet für viele Huftiere das Angeschautwerden Gefahr, weil nur Beutegreifer musternd blicken! Wenn auch vielerorts eine vermeintliche Gleichgültigkeit der Tiere gegenüber der Zoogäste herscht, so lassen sich Urinstinkte nicht einfach ausschalten! Übrigens finde ich gut, dass es Prinz-Alfred-Hirsche inzwischen öfters in Zoos zu sehen gibt. Dies zeigt die erfolgreichen Bemühungen der Zoos um den Arterhalt, was manchmal zwar abgedroschen klingt, aber nicht nur für die Arterhaltung in den Zoos zu Eigenzwecken dienlich, sondern auch für eventuell künftige Auswilderungen und diesbezüglich bin ich sehr optimistisch!
(04.07.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Also ich habe Stefan Schubert nicht so verstanden, dass er sagen wollte, kleine Zoos haben die besseren Anlagen. Wo er aber absolut recht hat, ist, dass die kleineren Zoos eben oft nicht über die extrem hohen finanziellen Mittel verfügen, wie die großen Zoos. Ich habe mit Erstaunen gelesen, dass in Halle allein der Umbau des Raubtierhauses 10 Millionen € gekostet hat. Und da machen die kleinen Zoos mit ihren Fördervereinen eben noch sehr viel mehr in eigener Leistung für erheblich weniger Geld, und mitunter entstehen hier eben dann so auch Anlagen, die sich durchaus mit denen größerer Zoos messen lassen können! Vor allem geht es hier in erster Linie um das Tier und seinen Besucher! Und nicht um den ganzen Firlefanz drum herum. Ich muss eben nicht immer Amurtiger in indische Tempel stecken, mit einem Boot über den Sambesi fahren oder von einer Lodge aus auf Afrika schauen. (sorry, ich kanns nicht lassen!) Was man aber eben in den kleineren Einrichtungen ganz deutlich merkt, ist, dass man mit Fantasie und Engagement auch einiges erreichen kann. Für mich sind Aschersleben und Landau da durchaus selbstredende Beispiele dafür. Man muss eben in diesen Zoos nur bedenken, dass die Entwicklung dort eben auf grund finanzieller Mittel nicht so rasant vor sich geht, wie vielleicht in Leipzig oder Hannover. Unter diesem Aspekt ist eben auch die Prinz-Alfred-Hirsch-Haltung in Landau zu sehen. Und wenn ein Zoo heute nun nicht seinen ganzen Etat in eine Erdmännchen-Anlage steckt, dann bin ich dafür eher dankbar!
(04.07.2005, 00:00)
Zoofan:   Katzenfretts in Ascherleben ? Wow,wo sind die her ? Dachte, Frankfurt hätte die einzigen Katzenfretts in Deutschland.Nun, ich finde, Prinz-Alfred-Hirsche sind nicht mehr so selten in Zoos zu sehen wie vor einigen Jahren noch.Auch kann ich Herrn Schubert nicht zustimmen,das kleinere Zoos oft besser und innovativer sind und sich mehr MÜhe bei der Gestaltung ihrer Tiergehege geben.Beispiel dazu ist eben Landau.Die dortige,Anlage kann man es wohl nicht nennen,für die Prinz-Alfred-Hirsche ist eine Zumutung für die Tiere!(und Besucher)
Hirsche sind Fluchttiere,die man nicht in langen,engen ,schlauchförmigen Ausläufen hält,die dazu noch den Tieren kaum Bewegungsspielraum bieten.Auslaufen können sich die Hirsche in Landau nicht.Und auch optisch ist diese"Anlage"ein eher abschreckendes Beispiel.Nagelneu ist die kombinierte Afrika-Erdmännchen-Anlage.Diese finde ich optisch kein Highlight,zuviele Steine,Sand und Holz,und obwohl die Gestaltung einer artgerchten Erdmännchen-Anlage weiß Gott keine Herausforderung ist,so war man dazu in Landau nicht in der Lage,das Erdmännchen-Gehege sieht aus wie ein dunkle,verschmutzte Müllgrube!
Dagegegn ist die Anlage für Erdmännchen in Neunkirchen mit dem schönen roten Boden,den Büschen und den reichlichen Grabmöglichkeiten für die Tiere ein sehr positives Beispiel für die artgerechte und zugleich optisch ansprechende Gestaltung einer Erdmännchen-Anlage!Schlechte Tiergehege gibt es in allen Zoos,in den großen, wie in den kleinen,ob es neue Gehege sind oder alte!
(01.07.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Die Hyänen sind aus Friedrichsfelde, allerdings sind es nicht die Nachzuchttiere, sondern das Männchen ist ursprünglich aus Zürich, das Weibchen aus Tallin. Beide Tiere harmonierten in Berlin wohl weniger, nun aber, in Aschersleben, klappt es zwischen beiden sehr gut. Im Frühjahr gab es sogar schon den ersten Wurf, leider kam er nicht auf.
Aschersleben ist aber auch in manch andere Hinsicht noch recht interessant. Der Tierbestand hat sich spezialisiert und z.B. auch die Meerkatzen sind hier verstärkt in der Haltung und Zucht. Aber auch roter Vari, Katzenfrett, Riesentukan und Litschi-Moorantilope, Salzkatze und Ozelot sind Tiere, die man hier findet. Also wen es mal in diese Ecke verschlägt, der kann hier wirklich eine Einrichtung finden, deren Besuch man nicht bereut!!
(29.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Ich finde auch, dass oftmals die kleineren Tiergärten durch einen bemerkenserten Tierbestand glänzen und ihren Bemühungen, diese Tiere artgemäss unterzubringen, sollten allemals gewürdigt werden. Ihnen stehen meist nicht die finanziellen Polster der besucherstarken Zoos im Rücken, umso erstaunlich ist dann, wie in Eigenleistung und durch Innovation ein allemal sehenswertes Gehege entsteht! Stellvertretend sei hier nur die Nordhorner Anlage für Geier und Steinböcke genannt. Diese zeigt, das nicht unbedingt Millionen in neue Gehege fliesen müssen! Einst war ich erstaunt, in Magdeburg Japanischen Seraus und Borneo-Bartschweinen zu begegnen, von der Vielzahl der Krallenaffenarten ganz zu schweigen. In Chemnitz sieht man Fossa, Oman-Falb- und Amurkatzen und ein ordentliches Tropenhaus mit freifliegenden Vögeln. Hier überraschten mich auch die Prinz-Alfred-Hirsche, wie auch in Landau! Die Liste lässt sich fast ins Unendliche fortsetzen. Manchen kleinen Tierpark gelang es über die Jahre eine kleine Individuenzahl einer Tierart erfolgreich zu halten, wärend sie aus den grossen Zoos allmählich verschwanden und neuerdings springen sie oft auf, um aktiv im Artenerhalt mitzumischen. Die Streifenhyänen sind sicherlich die letztjährigen Nachzuchttiere aus Berlin-Friedrichsfelde. Es ist begrüssenswert, wenn kleine Tiergärten so verfahren und es steigert ihre Attraktivität!
(28.06.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Aber ich finde es wichtig, eben auch mal aufzuzeigen, dass den Trend der Artenverarmung in den deutschen Zoos eben nicht alle mitmachen!! Wie bereits unter dem Eintrag Zoo News erwähnt, hat der Tierpark Aschersleben seit Anfang 2005 ein Paar Streifenhyänen. Eine absolute Rarität, denn neben dem Tierpark Berlin die einzigen derzeit in Deutschland. Und keiner kann sich vorstellen, was vor dem Gehege los war! Ich habe mir echt viel Zeit dort genommen. Das Pärchen ist sehr aktiv, und auch wenn es noch im alten Käfig der Tiger untergebracht ist, fanden die Hyänen bald mehr Beachtung, als die Löwen in Leipzig in ihrer neuen und viel größeren und natürlicheren Anlage. Das lag nicht zuletzt auch daran, dass die Besucher hier die Tiere sehen konnten!!!Ein Schild, wie an der Leipziger Löwenanlage ist eben doch eher langweilig, das lebende Tier hingegen reizt den Besucher, sich mit ihm zu beschäftigen! Die Löwen in Leipzig, wenn man sie mal erahnen kann, waren vom Beobachtungspunkt eben so weit weg, wie am Fernseher auch!Allerdings waren bei den Hyänen in Aschersleben die Innenkäfige offen, so dass die Tiere bei Belieben sich auch zurückziehen konnten. Selbst einige Schulklassen standen lange davor, bestaunten die Tiere und fragten die Lehrerinnen (die leider nicht sehr viel über diese Tiere wußten) aber fast alle Kinder wußten, dass das Hyänen sind!!! Das hat mich echt gefreut und begeistert!
Für mich ein Lichtblick!!! Wer weiß, vielleicht sind es genau die kleineren Tiergärten, die oft gar nicht so viel Beachtung finden, die durch ihre Tierbestände uns irgendwann mal sehr angenehm überraschen! Landau, als keiner der ganz großen Zoos, hat ohne Elefanten und Löwen hier sicher trotzdem Maßstäbe gesetzt und andere Einrichtungen folgen dem. Mal sehen, wann wir in einem dieser Tiergärten vielleicht auch wieder Gnus und andere "vergessene" Tiere finden!!
(28.06.2005, 00:00)
Michael Amend:   Also,wenn es danach geht,ob Tierarten in der freien natur Berührungspunkte haben oder nciht,dann muß man sofort anfangen,sämtliche deutschen Afrika-Analgen zu säubern(Säbelantilopen wie in Leipzig werden wohl kaum auf Grevy-Zebras und Rothschild-Giraffen treffen),das gilt natürlich auch für Hannover,das Thema hatten wir ja schon ein paar Mal,und natürlich dürfte keien Südamerika-Analge in ihrer jetzigen Form in Deutschland bestehen bleiebn,denn ein Flachlandtapir trifft wohl kaum in freier Wildbahn auf Guanako,Alpaka oder Lama,und zu diesem Thema lassen sich zehntausend Beispiele aufführen.Z.B treffen auch hartmann-Bergzebars niemals auf Streifengnus und Rotducker,und doch werden alle drei Arten in landau zusammengehalten.
Nun,was das futuristische Regenwaldhaus in Dortmund angeht,ich kenne es ncoh nicht,aber ich veralsse mcih da ganz und gar auf das,was Werner Weyler schreibt. mMssratene Tierhäuser,die Diskussion hatte ja Zoofan begonnen,die wurde aber leider nie wietergeführt,gibt es ja genug in deutschen Zoos,und das das Nashornufo in München für die Tiere eien Katastrophe ist,das erkennen sogar Laien.
(25.06.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Also beim besten Willen, dieses Haus ist in meinen Augen kein Regenwaldhaus, eher ein ziemlich futuristisches Gebäude. Abgesehen von den imensen Kosten ( man rechne mal ganz einfach die Erstellungs- und Unterhaltungskosten zum gezeigten Tier hoch )frage ich mich, was dies werden soll? Bemühen sich die meisten Zoos um eine Präsentation in möglichst naturnaher Umgebung, so versucht man hier Tiere in einem Haus zusammen zu bringen, die in freier Wildbahn absolut nichts miteinander zu tun haben. Ich habe noch nie gehört, dass Orangs und Schabrackentapire im Regenwald Berührungspunkte hatten. Warum werden sie hier auf doch engem Raum zusammen geführt?

(24.06.2005, 00:00)
Klaus Schüling:   Zum Regenwaldhaus im Zoo Dortmund:
Der Zoo hat soeben zu einem Pressetermin Anfang der kommenden Woche eingeladen, um die Zusamenführung von Tapiren und Orangs zu verbreiten - hier der Originaltext:

Spannende Zusammenführung im Zoo Dortmund
Orang Utans und Schabrackentapire nun „Auge in Auge“ im Regenwaldhaus

Im April 2004 wurde das Regenwaldhaus Südostasien von Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter und Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer eröffnet. Hier bilden die vom Aussterben bedrohten Sumatra-Orang-Utans und die ebenfalls sehr seltenen Schabrackentapire eine weltweit einmalige tierische Wohngemeinschaft. Beide Arten besiedeln den Lebensraum des südostasiatischen Urwaldes und werden seit langem erfolgreich im Zoo Dortmund gehalten.
Nachdem nun auch die Außenanlagen fertiggestellt sind und sich beide Tierarten getrennt voneinander an die neue Umgebung und die Mitbewohner gewöhnt haben, können sie zusammengebracht werden. Bisher durch Netze voneinander getrennt, werden sie seid einigen Tagen stundenweise „Auge in Auge“ zusammengebracht. Spannend ist es allemal, denn im Urwald sind sie durch dichte Bäume und Sträucher optisch voneinander getrennt, die Tapire auf dem Boden, die Orang Utans auf den Bäumen.

(24.06.2005, 00:00)
Kai Perret:   Sehr geehrter Herr Jahn,
leider komme ich erst jetzt dazu Ihren Beitrag vom 7.6. zu lesen. In meinen Zeilen ging es nicht darum das Pro und Contra Elefanten versus Nashörner herauszustellen. Sie kennen sicherlich meine Einstellung zum Thema in-situ Artenschutz und den enormen Nachholbedarf der Zoos. Hier haben wir aber schon einen guten Weg beschritten und blicken zuversichtlich in die Zukunft, dass sich auch in Magdeburg in diesem Punkt einiges ändert. So haben wir nicht nur personell mit dem zweiten Artenschutzkurator in einem deutschen Zoo Zeichen gesetzt, sondern die Gründung eines Artenschutzzentrums und einer Auswilderungsstation ist ebenfalls in Planung.
Zum Thema Nashörner, Elefanten oder Nilpferde laufen Sie bei mir nur offene Türen ein. Natürlich wäre es aus zoologischer und edukativer Sicht hervorragend diese Tiere alle zu halten – aber der Kostendruck ist enorm und beschränkt uns auf eine Auswahl. Wie die Prioritäten dann gesetzt werden, ist sicherlich eine persönliche Einstellung/Entscheidung, die aber nicht aus dem hohlen Bauch heraus getroffen wird, sondern ein wohl abgestimmtes Wägen zwischen zahlreichen Punkten.

(20.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Das Dortmunder Regenwaldhaus ist zweigeschossig im Besucherbereich um die Tapire am Boden und die Orangs in den "Wipfeln" beobachten zu können. Hier befinden sich auch Pflanzen, aber nur im Publikumsbereich! Der Bodenbelag bei den Orangs ist Rindenmulch, eine Gemeinschaftshaltung war wohl angedacht, aber nichts davon zu sehen. Bei den Tapiren sollen Binturongs als Untermieter wohnen. Lobenswert ist nur die Aussenanlage mit grossen Bäumen!
(20.06.2005, 00:00)
Zoofan:   Ich kenne das neue"Regenwaldhaus"in Dortmund noch nicht, aber Herrn Weylers Bericht zu Folge hat sich wieder einmal ein Architekt so richtig schön austoben dürfen.Bauen für Tiere ? Wohl kaum.
(19.06.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Vielleicht geraten wir ja doch wieder in die Thematik schlechtestes und besten Tierhaus.
Ich glaube nicht, dass man alleine an einem Zweckbau eine Qualität ablesen kann.

Vergangene Woche habe ich mir mal wieder den Zoo Dortmund gegönnt und war sehr enttäuscht, dieses Regenwaldhaus " Rumah hutan " ist kein Regenwaldhaus und wird wohl auch nie eines werden.

Die Substanz des Baues zeigt sehr viel architektonische Substanz und weiterhin sehr viel a.... Substanz. Sehr viel futuristische Elemente, von Regenwald jedoch keine Spur. Ich sah in dem Riesenhaus nur zwei Orangs, die kaum Aktivität zeigten, sie schauten nur verstohlen immer wieder zu den Besuchern. Riesige Metallnetze, sehr störende Beleuchtungskörper, kaum Pflanzen, ein architektonisch alles überragendes Gebäude.

Kein natürlicher Gehegeboden, alles insgesamt äußerst steril und wenig artgerecht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Schabrackentapire auf Beton/ Schwarzdecke laufen möchten. Ich kann’s einfach nicht mehr sagen wie der Bodenbelag überhaupt war, weil ich nach kurzer Zeit das Haus verlassen habe.

Was für einen Gegensatz fand ich anschleißend in Otter- Haus vor, einfach S p i t z e .
(19.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Da Habe ich mich wohl falsch ausgedrückt! Ein Zweckbau ist in meinen Augen ein Gebäude, das nur einen Zweck erfüllt und ohne jeglichen Zierrat, Schnickschnack und Stilelementen, wie Supermärkte oder Tierställe. Sind Häuser in Zoos fürs Publikum zugänglich, bemühen sich die Verantwortlichen zumeist um eine ansprechende Ausgestaltung, die das Auge erfreuen könnte (Holzverkleidung, Infotafeln, Bildergalarien, Grünpflanzen etc.) und schon geht es in meinen Augen über den eigentlichen Zweck der Tierhaltung hinaus! Stimmen die Voraussetzungen zur Befriedigung ihrer Ansprüche, fühlen sich viele Zootiere hinter Gitter ebenso wohl wie zwischen Kacheln oder einer naturnah gestalteten riesigen Freianlage! Die Errichtung stillisierter Tierhäuser in den "alten" Zoos hatten denselben Hintergrund wie der Bau grosser Anlagen mit viel Grün, Wasserfall und Kunstfels, dem Besucher zu gefallen. Was den Zuspruch reizt, sieht man im Vergleich der Besucherzahlen beider Berliner Zoos!
(18.06.2005, 00:00)
Oldzooboy:   Das man mit reinen Zweckbauten keine Besucher in den Zoo holt , ist Quatsch. Kein 08/15 Zoobesucher geht wegen der Tierhäuser in einen Zoo,und es gibt genügend Zoos ausschließlich mit Zweckbauten,Whipsnade z.B, die trotzdem Besucher haben...Es gibt auch Zoos ohne begehbare Tierhäuser,auch die haben ihre Besucher..Der Zoo Landau hat nur ein einziges begehbares Tierhaus,ebenfalls ein Zweckbau,und auch dorthin kommen viele Besucher.
(17.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Bei der Gemeinschaftshaltung von Löwen und Mangusten hatte ich in erster Linie die neue Basler Anlage im Auge. Die in Schwerin war für beide Arten wohl zu klein und die Zahl der Fluchtbauten zu gering, was bei den Löwen einen "Freizeitspass" ausgelöst hat. Dennoch hat man hier dieses Projekt nicht aus den Augen verloren. Andernorts gab es auch Rückschläge in der Gemeinschaftshaltung von Mangusten und anderen Arten (Dresden- Mandrill und Zebramanguste; Heidelberg- Weissschwanzmanguste im Affenhaus). Meine Kritik richtet sich nicht gegen die klassischen Tierhäuser schlechthin, sondern an die Artenvielfalt darin. Es ist nichts dagegen einzuwenden, eine grosse Zahl Tiere in Häusern zu zeigen, doch sollten nicht viele Grosse nebeneinander auf engen Raum zu sehen sein, sondern kleinere Tiere in für sie grossen Anlagen. Besonders die Nager sind in Zoos verhältnismässig unterrepräsentiert, auch wenn sie für die meisten Mitmenschen nur Ratten und Mäuse oder evtl. noch Meerschweinchen sind!:-) Eine ansprechende Ästhetik ist bei Tierhäusern nur für Menschen wichtig und dass das Wuppertaler Kleinkatzenhaus für die Bewohner ganz andere Massstäbe setzt zeigen doch die Haltungserfolge! Allerdings holt man mit reinen Zweckbauten keine Besucher in einen Tierpark! Der Verlust einiger seltener Arten in deutschen Zoos ist aber sicherlich eher auf zu geringe Individuenzahlen zurückzuführen, als auf absichtliche Weggabe wegen fehlenden Platzes. Welcher Zoo rühmt sich nicht gerne mit dem Superlativ "nur hier zu sehen"? :-)
(16.06.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Also wie schon gesagt, die Geschmäcker sind hier sicher unterschiedlich und es wird sich einfach zeigen, wann der jetzige Trend wieder kippt. Denn gerade die Entwicklung der alten Zoos zeigt ja sehr deutlich, dass Zoos lebendig sind und so ziemlich NIE fertig, es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die in die Haltungsbedingungen einfließen, Gott sei Dank!! Standen noch vor einigen Jahren die Halter von einzelnen Spitmaulnashörnern in der Kritik, und wurden deshalb fast überall diese Tiere paarweise gehalten, so ist es eben heute normal geworden, das Bulle und Kuh den größten Teil des Jahres einzeln stehen, weil es sonst nie Nachwuchs gibt. Wenn hier allerdings von der Gemeinschaftshaltung "Großer" und "Kleiner" Tiere die Rede ist, die sich bestens untereinander vertragen, und im gleichen Satz Löwen und Mangusten genannte werden, dann bitte ich aber mal den Blick nach Schwerin zu richten. Die meisten hier haben den Bericht im Tiergarten-Rundbrief sicher gelesen! Also gerade bei Raubtieren ist das nun doch nicht so ganz eitel Sonnenschein! Aber seis drum, ich erfreue mich an guten Südamerika-Wiesen mit etwas erlesenem Tierbestand genau so, wie an den wenigen Spezialitätenhäusern, die es noch gibt. Und auch wenn deren Architektur mitunter wirklich eine herausragende Rolle gespielt hat, so ist eben selbst das nicht immer der Fall, denn das Kleinkatzenhaus in Wuppertal war wohl zu keiner Zeit eine Perle der Architektur in der deutschen Zoolandschaft! :-)
(15.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Zweifellos haben auch die klassischen "Sammlungshäuser" ihren Reiz, doch ist dieser in meinen Augen zumeist ihre Architektur. Doch sind sie häufig zu einer Zeit entstanden, als der Zoo ein Raritätenkabinet lebender Tiere war, die dann zur besseren Vergleichbarkeit in engen Gehegen und oft auch noch einzeln gehalten wurden. So gab es im Zoo des 19./frühes 20.Jh eine vielzahl Antilopen- und Hirschformen, aber meist nur die repräsentativeren Männchen! Hätten nicht beizeiten beherzte Zoologen und Tierfreunde begonnen Zuchtgruppen aus den wenigen verbliebenen Einzeltieren zu bilden, könnten wir uns heute sicherlich nicht mehr an imposanten Tieren wie den Milu oder Wisent erfreuen und hätte man schon früher damit begonnen, gäbe es vieleicht auch noch das Quagga oder auch die Wandertaube! Ich muss nicht drei verschiedene Leoparden-Unterarten in einem Haus vergleichen können, wenn der Platz sinnvoller mit mehreren Individuen einer Spezies gefüllt werden kann um vor Ort eine ausreichende genetische Vielfalt zu erhalten. Trotz Zuchtprogramme und vieler daran teilnehmender Halter ist die Konzentration mehrerer gleichartiger Tiere an einem Ort sicherlich besser, als sie bedarfsweise von A nach B zu karren. Solche Transporte sind für Tiere ein ungeheuerlicher Stress und sollten eher die Ausnahme darstellen! Das Hannover seine Amurtiger im Tempel präsentiert, sehe ich noch als vertretbaren Kompromiss, wenn ich auch nicht glaube, dass sie irgendwann einmal eine eigene "Tigertaiga" erhalten und stattdessen Bengaltiger in den Dschungelpalast einziehen, den meisten Besuchern ist Tiger gleich Tiger! Bei der dortigen Gemeinschaftshaltung der Antilopen finde ich noch genügend Möglichkeiten zum Vergleich verschiedener Vertreter der Hornträger. Viele grosse und kleine Arten vertragen sich bestens untereinander, so das sie auf einer grossen Anlage zusammen gezeigt werden können (Rappenantilope u. Dikdik, Nilgai u. Hirschziegenantilope, Löwe und Fuchsmanguste)! Dies zeigt in meinen Augen ausreichend Möglichkeiten eines Vergleich verwandter Arten. Auch ich suche in Zoos Besonderheiten im Tierbestand, doch ist die besondere Präsentation in Gemeinschaften mir lieber und finde immer wieder die fast allgegenwärtigen Südamerika-Wiesen als einen kleinen Höhepunkt meines Zoobesuchs!
(11.06.2005, 00:00)
Zoofan:   Das Geo-Zoo-Konzept wird von allen Zoos,die dieses haben,nie konsequent durchgesetzt.In München Hellabrunn findet man im"Polarium"etliche Arten,die nicht von den Pol-Regionen kommen,im Parkteil"Amerika"werden europäische Wölfe und Wisente gehalten,
bei den asiatischen Großkatzen europäische Luchse(früher Pumas)usw.Im Hannoveranischen ,indischen Dschungelpalast leben ja nicht nur Amur-Tiger,sondern auch noch Persische Leoparden, während am"Sambesi"Chile-Flamingos,Dorcas-Gazellen,Mendesantilopen und Somali-Wildesel zuhause sind....Natürlich fällt das dem Otto Normalverbraucher nicht auf,von daher ist es völlig gleichgültig.Nun,wenn auch die Meisten sytematsichen Tierhäuser langsam verschwinden,einige wird es immer geben,wie die Antilopenhäuser in Berlin und Basel,wobei ich das in Basel noch schöner finde als das Berliner.Schließlich leben hier noch Massai-Giraffen,dazu Okapis und Kleine Kudus!Diese lassen sich nicht in geringster Weise von den Besuchern stören,was man von den Stuttgarten nicht behaupten kann.Ich habe die Wilhelma bestimmt schon über 20 Mal besucht und noch nie habe ich die Kleinen Kudus auf der Giraffen-Anlage gesehen,immer stehen sie hinten in ihrem Extra-Gehege, das für Besucher leider nicht einsehbar ist!
Sehr schön finde ich auch den Ägytischen Tempel in Antwerpen,wohl eines der letzten Tierhäuser,in dem man Giraffen und Elefanten zusammen sieht.Außerdem haben die da noch Arabische Oryx drin,die in ihren Aussenanlagen hinter Glas leben!Sehr gewagt für Antilopen!
Und mit eines der schönsten Dickhäuterhäuser der Welt steht in Budapest, wenn auch nur noch Elefanten und Flußpferde darin leben,aber das Haus ist einfach phantastisch.( allerdings haben alle diese alten Häuser auch ihre Mängel in der Tierhaltung,diese sind aber nie so graviernd wie in den meisten Neubauten!)
(11.06.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Und pädagogisch haben auch beide Formen der Tierhaltung ihre Reize! Die geografische Form versucht Lebensraum zu vermitteln (z.B. Amur-Tiger in Indientempeln) sorry ;-) und die andere Form der Spezialitätenhäuser gibt oft die Möglichkeit zum Vergleich sehr unterschiedlicher Arten einer Gattung. Für Kinder ist es oft in Raubtierhäusern kaum zu fassen gewesen, dass Löwe und Ozelot zu einer Gattung gehören, in Antilopenhäusern Elen und Dik-Dik usw. Von daher hat Zoofan schon recht, beides hat etwas für sich, nur leider gehen eben bei Auflösung der Spezialitätenhäuser etliche Arten oft ganz verloren.
(10.06.2005, 00:00)
Zoofan:   Wuppertal hat 137 Schwarzfusskatzen aufgezogen ? Nicht schlecht,und wo sind die jetzt alle,bitteschön ? Ich denke, die wenigstens davon dürften das fortpflanzungsfähirge Alter erreicht haben.Ich finde es auch sehr bedauerlich,das die sytematischen Tierhäuser zunehmend verdrängt werden.Affenhäuser,Vogelhäuser sowie Aquarien und Reptilienhäuser wird es wohl immer geben,aber wie Oliver Jahn schon geschrieben hat,"Dickhäuterhäuser"mit Elefanten, Nashörnern und Flußpferden findet man tatsächlich fast Nirgends mehr.Auch klassische Raubtierhäuser werden selten.
Allerdings muß ich gestehen,das ich auch nach geographischen Gesichtspunkten sortierte Zoos zu schätzen weiß.Es hat eben Beides etwas für sich.Soweit ich weiß,soll das Wuppertaler Raubtierhaus nach Auszug der Löwen und Tiger dann für die Leoparden genutzt werden.Vielleicht ziehen dort ja auch noch die Kleinkatzen aus ihrem alten Haus ein.Jedenfalls sich die Wupperatler durchaus im Klaren,das sie eine hervorragende und sehr wertvolle Kleinkatzen-Collection ihr Eigen nennen,die sie bestimmt nicht so leichtfertig auseinanderreissen werden!
(10.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Ich finde die Tierhaltung in entsprechenden Spezialitätenhäusern unzeitgemäss. Die vielerorts angestrebte GeoZoo-Form finde ich besser, wo Tiere (und auch Pflanzen) einer Region zusammen gezeigt werden, Löwe und afrik. Antilopen, Tiger und asiat. Hirsche usw, um dem Besucher auch geografische Zusammenhänge vermitteln zu können! Hier gibt es bei vielen Zeitgenossen noch starke Defizite und wo lernt man leichter als nebenbei mit Spass! Wenn die Gemeinschaftshaltung verschiedener Arten nicht möglich ist, dann können Volieren, Terrarien und Schauvitrinen die Athmosphäre auflockern und für Ablenkung sorgen, wenn der "Hauptakteur" sich gerade einmal wieder empfielt!
(10.06.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Die Wuppertaler Katzenhaltung ist gleich nach den Bairds-Tapiren und Gelbrückenduckern das Highlight des Zoos! Zumal im Raubtierhaus auch Graumulle untergebracht sind. Nun bleibt zu hoffen, das mit Fertigstellung der neuen Löwen- und Tigerfreianlagen im kommenden Jahr die etwas beengte Haltung aufgelockert werden kann und vor allem die bislang meist hinter den Kulissen gepflegten Schwarzfusskatzen in die Austellung zurückbringt. Bei dieser Art ist auch zu erwähnen, dass drei neue Tiere aus Südafrika importiert werden konnten! Dies ist umso bedeutender, da die Frankfurter Haltung zu erlöschen droht!
(10.06.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Nach dem wir hier im Forum schon den Frankfurter Rundbau und das Duisburger Raritätenkabinett zum Thema hatten, kann ich Werner Weyler bzgl. des Hauses für Kleinkatzen in Wuppertal nur zustimmen. Eine echte Fundgrube, wenn auch nicht mehr ganz zeitgemäß. Von daher meine befürchtung, wann wohl hier die Abrißbirne zuschlägt. Denn eines haben uns ja die letzten Jahre deutlich gezeigt, Wenn solche artenreichen Häuser verschwinden, dann wird ein Teil dieser Tiere in anderen Gehegen des Zoos untergbracht oder auf andere Gehege verteilt. Ein anderer Teil der Tiere aber verschwindet einfach so, und das meistens auf sehr lange oder immer! Die Zoos bauen solche Häuser nicht mehr, weil es nicht mehr zeitgemäß ist, die Tiere nach diesen tiergärtnerischen Gesichtspunkten zu "ballen"! Dickhäuterhäuser, Raubtierhäuser, Huftierhäuser, all das ist nicht mehr angesagt! Allenfalls noch Affenhäuser gibt es. Bei den anderen Tierarten werden einige "lose" im ganzen Zoo verstreut gezeigt, andere verschwinden ganz. Was ist heute vom Bestand der beiden alten Leipziger Raubtierhäuser noch im Zoo zu sehen? Wie immer Löwen, wie immer Tiger, wie so oft Leoparden in noch einer gezielten Unterart, und???? Schluss!
Nicht nur in Sachen Katzenartige ist da Wuppertal wirklich nur zu empfehlen!
(10.06.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Zum Thema Artenreduzierung und selten gehaltene Arten ( also wenig publikumswirsame ) möchte ich Folgendes einbringen. Der Zoo Wuppertal hat seit 1952 ein Haus alleine für Kleinkatzen. Es ist zwar nicht mehr so schön, aber Haltungserfolge und Nachzuchten sprechen für sich. Insgesamt hat Wuppertal in meinen Augen einen sehr schönen Bestand an Felidae.

Gestern fand ich dort folgende katzenartige Raubtiere: afrikanischer Löwe, Sumatra- Tiger, Indischer Leopard, Schwarzer Panther, Schneeleopard, Nebelparder, Gepard ( auch einen Königsgeparden ), sibirischer Luchs, asiatische Goldkatze, Sandkatze, Salzkatze, Oman- Falbkatze, Oncila und Schwarzfußkatze. Letztere hat bis zum Jahr 2000 in Wuppertal 137 Jungtiere aufgezogen. Ein absoluter Rekord wenn man sich ansieht, wieviele Tiere der Art überhaupt in Zoos gehalten werden.
(09.06.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Herr Dr. Perret,
alles was Sie hier geschrieben haben, leuchtet mir ein und sicher den meisten anderen auch. Und ich habe ja nun zu diesem Thema auch Stellung bezogen. Nur alles das, was Sie schreiben, trifft doch eben auf die asiatischen und afrikanischen Nashörner nicht weniger zu. Im Gegenteil, ich glaube gelesen zu haben, dass gerade bei den Arten, die überhaupt mal in Zoos gehalten wurden, die Bedrohung als sehr viel kritischer angesehen wird, als bei den Elefanten. Vom Java-Nashorn will ich gar nicht sprechen. Von daher stellt sich dann doch immer wieder die Frage, warum müssen so oft die Nashörner den Elefanten weichen, oder warum tun die Zoos nicht annähernd so viel für die Nashörner, wie für die Elefanten. Beispiele dafür habe ich weiter oben mehrere benannt (Halle, Dresden). Und was die Flusspferde angeht, da sehen Sie mir meinen Patriotismus bitte nach, ich habe schon als Kind Flusspferde einfach nur geliebt und ich bin praktisch mit dem Magdeburger Paar Negus und Berolina groß geworden. Von daher fehlen sie mir ganz persönlich eben besonders, auch wenn sie vielleicht (und hoffentlich noch recht lange!!!) nicht ganz so bedroht sind, wie Nashorn und Elefant.
(07.06.2005, 00:00)
Kai Perret:   Ich freue mich sehr, dass so engagierte Zoofans in diesem Form diskutieren. Einen Punkt sollten Sie in jedem Fall noch berücksichtigen: wenn Sie sich gegen eine Verarmung in der Zoolandschaft stellen, gehen Sie mit Ihrem Ansinnen an die zuständigen Verantwortlichen (Stadträte etc.). Diese entscheiden über Zuschüsse, Investitionen etc.. Die Magdeburger sind insofern schon wachgerüttelt, dass sie bemerkt haben, dass es in diesem Jahr um entscheidende Weichenstellungen für uns geht. Aber auch „Auswärtige“ sollten ihren Einfluss nicht unterschätzen, denn ein Zoo ist eben nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Stadt, sondern ist eine kulturelle Einrichtung mit überregionaler Wirkung.
Die Diskussion Afrikanische versus Asiatische Elefanten halte ich für nicht zweckmäßig. Sinn und Zweck der Zuchtprogramme ist der Aufbau einen genetisch stabilen Population in Menschenobhut. Festzuhalten ist dabei, dass derzeit deutlicher weniger Afrikanische Elefanten in den EEP angeschlossenen Zoos gehalten werden als Asiatische Elefanten. Es ist ebenfalls Fakt, dass bei beiden Arten bei weitem noch keine Entwarnung gegeben werden kann und das Ziel im Sinne des EEP erreicht ist. Damit gilt es für beide Arten potentielle Haltungen auszubauen und zu fördern. Nicht umsonst fordern die EU-Haltungsrichtlinien und der Maßnahmenkatalog des EEP Komitees für eine zeitgemäße Haltung die Pflege von Bullen und mehreren Kühen. Aber nicht jeder Zoo kann diesen Ansprüchen gerecht werden und wird in Zukunft Elefanten halten.
Die recht hohen Bestandszahlen beider Arten in den Ursprungsländern suggerieren nur eine stabile Population und ein gesichertes Überleben in den Ursprungsländern.
Ein Bestehen der Elefanten wird jedoch nur noch in Reservaten ermöglicht und die Zukunft wird von der Einrichtung weiterer Schutzgebiete abhängen. Um einer genetischer Verarmung entgegenzuwirken und einen natürlichen Austausch von Tieren zu gewährleisten, wäre es essentiell, getrennte Reservate miteinander zu verbinden sowie zu vergrößern. Dieses Vorgehen ist jedoch nur in seltenen Fällen möglich. Die räumliche Entfernung zwischen Schutzgebieten, die fehlenden finanziellen Mittel, sowie der Druck durch das immense Bevölkerungswachstum in diesen Regionen stehen dieser Notwendigkeit entgegen. Als Vorteil für den Asiatischen Elefant ist zumindest die Haltung als Arbeitstier, die tiefe Verwurzelung in Religion und Kultur, aber auch die Einbindung in Ökologie und Wirtschaft zu bewerten, welches das Überleben dieser Art in Menschenobhut sichern kann. Dies alles trifft aber nicht für den Afrikanischen Elefanten zu!
Das Ausmaß der Wilderei ist eng mit dem Handelsverbot für Elfenbein verbunden. In den vergangenen Jahren wurde schon mehrfach versucht das Verbot zu lockern. Nur die Ankündigung, dass auf den Konferenzen ein eingeschränkter Handel mit Elfenbein diskutiert wird, hatte einen sprunghaften Anstieg der illegalen Jagd zur Folge. Welche Auswirkungen eine Freigabe hätte, kann nur erahnt werden; Schätzungen aus dem vergangenen Jahrhundert beziffern jährlich 60.000 gewilderte Elefanten ausschließlich für den Europäischen Markt. Dabei ist der Afrikanische Elefant weitaus mehr betroffen als der Asiatische Elefant.
Im Ergebnis und trotz vieler Schutzbemühungen sowohl in Asien als auch Afrika ist das Überleben der Elefanten mittelfristig als äußerst problematisch zu bewerten.

(07.06.2005, 00:00)
Zoofan:   Die Zoos von Heute brauchen Besucher,um überleben zu können,das leuchtet ein und sollte Jedem klar sein.Das heißt aber noch lange nicht,das man die Zoos nur noch nach Besucherwünschen gestalten darf und vorwiegend nur noch Arten gehalten werden,die dem Massengeschmack entsprechen.Wenn ich nur nach diesem Kriterium einen Zoo betreibe,reicht es doch völlig,20-30 Tierarten zu halten,Elefanten,Flußpferde,Nashörner,Löwen,(vielleicht in der weißen Farbvariante?)Tiger,Leoparden,Jaguar,Schwarzer Panther,Waschbär,Erdmännchen,Seelöwe,Eisbär,Braunbär,Wolf,Gorilla,Schimpanse,irgendeinen Makak,Giraffen,Zebras und Strauße,dazu noch natürlich einen Streichelzoo,vielleicht noch mit Hauskatzen und Wellensittichen,denn was die Leute zuhause haben,ist auch im Zoo sehr beliebt,das Ganze garniere man mit eienm Erlebnis-Restaurant im Safarilook,
die Bootchenfahrt und den liegengebliebenen Jeep nicht zu vergessen und natürlich ein riesiger Abenteuer-Spielplatz( fragt man Kinder nach dem Zoobesuch,was ihnen denn am Besten gefallen hat,so heißt es fast immer"Der Spielplatz!)und fertig ist der perfekte Besucher-Zoo,der garantiert ein Renner wird, und zudem noch sehr konstengünstig ist,da ja keine publikumsunattraktive Arten gehalten werden , die man finazieren muß.Sieht so der Zoo der Zukunft aus ? Wie gesagt,mir ist klar,das ein Zoo den Besuchern gefallen muß,aber das gelingt ihm auch,wenn er neben einigen Arten,die die Leute sehen wollen,eben auch andere Arten hält.Warum sind denn früher die Leute in den Zoo gegangen,zu Zeiten,als diese noch herrvorgande,vielseitige Tierbestände zu bieten hatten ? Wenn ein Zoodirektor vor der Wahl steht,eine von zwei Tierarten abzugeben,er wird sich auf jeden Fall für die Art entscheiden,die beim Publikum weniger Zuspruch findet.
(31.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Auf den ersten Blick ist es wirklich so, dass ein streitbarer "Geist" wie ich bei dem Beitrag von Werner Weyler versucht ist, einen Sturm der Entrüstung losbrechen zu lassen! :-) Aber eben nur auf den ersten Blick, denn beim genauen lesen der Zeilen finde ich da gar nicht so viel Widersprüche zu dem, was hier schon geschrieben worden ist. Dennoch wäre es wohl etwas langweilig hier im Forum, wenn nun jeder schreiben würde: "Da hat Werner Weiler recht, und alle stimmen dem zu!" Also melde ich mal meinen leisen Widerspruch an, in den Punkten, in denen ich nun ganz andere Meinung bin. Ich bin 1967 geboren, ich kenne nur noch Zoos, mit absolutem Fütterungverbot, auch bei Flusspferden, und dennoch waren sie Publikumsmagnete. Meine Tochter ist heute 2 und sie steht mit Begeisterung bei den Flußpferden(was auf Grund der wenigen Haltungen sehr selten geworden ist!), weil es für ein Kind total spannend ist, wenn ein Tier abtaucht, ohne dass man genau weiß, wann und wo es wieder auftaucht. Sie lacht dann laut auf, wenn irgendwo ein Flusspferd auftaucht, mit der Nase Wasser prustet und die Ohren rollt, dass die Tropfen fliegen. Ich bekomme sie dort schwer wieder weg. Zugegeben, sie steht mit der gleichen Begeisterung in Braunschweig Stöckheim so vor dem Gehege der Zwergotter. Aber es stimmt schon, wir "Zoobegeisterte" sind garantiert eine Minderheit mit unseren Wünschen und Vorstellungen, aber wer sonst, wenn nicht wir, sollte dann auch mal "Kritik" üben! Die Masse der Besucher findet das Abenteuerland Hannover toll, trotz Amurtigern im Indienpalast, Löwen in Schluchten, Flusspferden (wenigstens gibt es hier noch welche!) in Grotten und Sambesi-Riesen-Burgern für 5,20 €! Und auch wenn ich den Wuppertaler Weg, was das alte Elefantenhaus angeht, ganz grandios finde, schon wegen der so seltenen Bairds-Tapire, so wird die Masse der Besucher dieses Kleinod nicht erkennen. Allerdings hat Wuppertal ja eben genau das gemacht, was viele Zoos nicht machen, es hat das Flusspferd ersetzt!!!!! Und das nicht mit Tieren, die man überall sehen kann!! Aber die Xte Elefantenanlage zu bauen, und dann auch noch für Afrikaner, das genau versteh ich dann nicht. Müssen Zoos in Deutschland und auch anderswo auf der Welt unter Einsatz von Millionen € Tiere züchten, die in ihrer Heimat bereits wieder in begrenztem Maße zum Abschuß freigegeben sind, weil ihre Populationen Überhand nehmen?
"Man stelle sich nur mal vor, Dr. Schürer hätte hier eine artgerechte Anlage für eine Flusspferdherde bauen wollen und die Elefanten abgeschafft ? Ne, Ne- dies hat nichts mit Laune zu tun."
Diesen Satz versteh ich nun gar nicht!!!!!!! Einen Beitrag vorher sind doch von dir, lieber Werner Weyler, die Beispiele selber lobend erwähnt! Frankfurt hat es geschafft, trotz Protesten, und die Liebe und Verbundenheit der Frankfurter zu ihrem Zoo ist bis heute ungebrochen!Der Ruhr-Zoo hat es vor, also geht es doch!!!
Ich weiß, auch Ratschläge sind Schläge, aber ich äußere hier eigentlich weniger belehrende Ratschläge (an wen auch, Herr Dr. Perret ist der erste und sicher auch letzte Zoodirektor, der sich hier mal zugeschaltet hat!), als viel mehr WÜNSCHE! Und zu diesen Wünschen zählt für mich auch, dass mancher Direktor mehr Mut hat, auch mal für die ein oder andere "unpopuläre" Entscheidung, und sich nicht nur dem breiten Volkswillen unterzieht. Halle hat zur Zeit weder Elefanten, noch Flusspferde, noch Nashörner. Alle drei Arten gab es dort aber mal. Warum muss nun auch hier, so zwischen Berlin, Magdeburg, Dresden und Leipzig, noch eine Elefantenanlage gebaut werden? Wenn in Halle überhaupt solche "Großen" Tiere gehalten werden müssen, warum dann nicht Flusspferde oder Nashörner? Die gleiche Frage stellt sich bei mir in Dresden. Ganz früher gab es hier auch mal alle drei Arten, später dann wenigstens noch Nashörner und Elefanten. Wieder wurde für Elefanten neu gebaut. Hier hat es beim Bau nicht mal zur Bullen-Haltung gereicht, also auch keine Zucht-Chancen, die sich ja aber bei Afrikaner-Haltung aus meiner Sicht eh nicht als notwendig erwiesen hätte!
Und das gilt für mich bei Tierhaltung genau so, wie bei Vermarktung des Zoos. Lieber lese ich einen älteren Zoo-Führer, der gut gemacht ist und qualitativ anspruchsvoll, dafür aber schon ein paar Jahre alt, als einen permanent erneuerten, der dann aber kaum noch Qualität hat. Wenn Berlin jedes Jahr einen neuen Zooführer herausbringt, ihn dann aber nicht abändert, sondern auf dem Stand von 1998 beläßt, dann ist es doch schade ums Geld! Einige hier schon genannte Zoos, auch in Deutschland sind doch mit ihren Tieren und ihren Publikationen ein sprechender Beweis für den alten Spruch: "Manchmal ist eben weniger mehr!"
(31.05.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Eigentlich hatte ich mit dem Hinweis auf den Zeitungsartikel mehr Resonanz erwartet, ich habe mich aber auch etwas ungeschickt ausgedrückt. Gibt man z. B. bei www.google.com den Namen Kai Perret ein, so findet man die Internetseite. Ich habe mich jedenfalls über die Attacken der Kommunalpolitiker aufgeregt, in welcher Form hier mit Herrn Dr. Perret umgegangen wurde. Sein vorgetragenes Anliegen dient schließlich nicht persönlichen Belangen, sondern der Förderung einer Kultureinrichtung.

Zweifelsfrei hat Oliver Jahn recht, wenn er den Rückgang der Flusspferdhaltung bedauert. Sie waren früher ein Publikumsmagnet, als noch gefüttert werden durfte und die Tiere bettelnd das riesige Maul aufrissen. Aber zumeist waren die Haltungsbedingungen eher schlecht als recht. Zu einer artgerechten Haltung fällt mir spontan nur der Zoo in Emmen/ NL ein, in dem die Tiere in einer Herde gehalten werden.

Dass Wuppertal keine Flusspferde hält, finde ich konsequent und artgerecht. Das Elefantenhaus wurde im Jahre 1927 eingeweiht. In ihm befanden sich ( so weit ich mich erinnere ) bis zu drei Elefanten, Flachlandtapire und das Flusspferd " Lina ". Diese lebte in Wuppertal von 1950 - 1991 und erreichte ein sehr hohes Alter. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob sie jemals einen Partner hatte. Eine Anschaffung und Unterbringung von neuen Flusspferden in dem alten Haus wäre unsinnig gewesen. Das Haus war sanierungsbedürftig und für die Elefanten mußte auch ein neues Domizil gefunden werden. Welch einen Kraftakt Dr. Schürer unternehmen musste, um seine Kommunalpolitiker zu überzeugen wird deutlich wenn man weiß, dass Wuppertal 375.000 Einwohner hat und der Haushaltsetat immer knapp ist. Hier gelang es, ein Großprojekt in Form einer sehr schönen Anlage für eine afrikanische Elefantenherde durch zu bringen, wobei ich den Wuppertalern beide Daumen drücke, dass sich bald Nachwuchs einstellt. Man stelle sich nur mal vor, Dr. Schürer hätte hier eine artgerechte Anlage für eine Flusspferdherde bauen wollen und die Elefanten abgeschafft ? Ne, Ne- dies hat nichts mit Laune zu tun. Ein sehr engagierter Zoologe ( wie viele seiner Kollegen auch ), der seit seinem Amtsantritt viel in Wuppertal bewegt hat. Den Umbau zu einem Tapirhaus finde ich super gelungen, es ist ein sehr ansprechendes Haus. Wenn auch keine Flusspferde mehr vorhanden sind, so kann man Baird's Tapire !! bewundern und diese einzigen Vertreter ihrer Art in Europa fühlen sich in Wuppertal s..wohl und ich sehe sie auch nicht als einen Ersatz für nicht mehr gehaltene Flusspferde an.

Ich denke, dass wir " Zoobegeisterten " manchmal etwas schnell mit Kritik und gut gemeinten Ratschlägen sind. Wir stellen aber nur einen Bruchteil der Besucher dar und eine Zooleitung kann sich nun mal nicht nach einer Minderheit richten. Bei der derzeitigen Wirtschaftslage handelt bestimmt kein Direktor(in) nach Laune. Ich sehe es eher so, als wenn man ein Schiff durch stürmische See steuern will. Als kleines Beispiel kann ein neuer Zooführer nicht finanziert werden und wir kritisieren, dass ein herausgebrachtes Heft nicht unseren Vorstellungen entspricht. So, provoziert habe ich jetzt glaube ich genug. Getreu dem Motto " wer den Wind säht ..... " - haut drüber.
(30.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ich finde es sehr gut, dass Sie, Herr Dr. Perret, sich hier in unserem Forum selber mal geäußert haben, denn das gibt uns hier wirklich das Gefühl, als Zoo-Besucher und überzeugte Zoo-Freunde mit unseren Sorgen ernst genommen zu werden. Magdeburg ist allerdings einer der Zoos, der hier mehrfach schon erwähnt wurde, weil er diesen Trend der Artenverarmung eben nicht so "gnadenlos" mitmacht! Ich glaube auch, die meisten hier haben begriffen, dass durch Haltungsrichtilinien oft nicht mehr jede Art in einem Zoo zu halten ist. Viele sorgenvolle Anmerkungen aber beziehen sich auch eher darauf, dass dann, wenn eben genau diese Haltungsrichtlinien die Artenzahl reduziert, es eben immer die selben Tierarten trifft. Und das sieht eben schon mitunter nach einer "Laune" der Direktoren aus. Leider! Denn etliche Beispiele sind hier bereits genannt worden! Michael Amend hat stellvertreten die Antilopen und die Marderartigen genannt, speziell die Gnus erwähnt. Und ich bleibe mal bei den "Dickhäutern". In der alten Form wurden früher eben nicht selten Elefanten, Flusspferde und Nashörner gehalten. Das alle drei Tierarten oft nicht mehr gehalten werden können, das ist begreiflich. Nur eben warum sind es immer zuerst die Flusspferde, die gehen müssen, dann die Nashörner und wenn neu gebaut wird, dann oft in erster Linie für die Elefanten. Münster, München, Halle, Leipzig, Wuppertal und auch Magdeburg zählten vor gar nicht all zu langer Zeit noch zu den Haltern von Flusspferden. Bis auf Leipzig hat keiner dieser Zoos heute mehr Flusspferde, noch nicht mal in der Planung. Von daher wünsche ich Ihnen ganz viel Glück und noch mehr Erfolg im Stadtrat, damit Magdeburg auch in Zukunft nicht nur Elefanten, sondern auch seine Spitzmäuler behalten kann.
(30.05.2005, 00:00)
Werner Weyler:   Wenn ich auch nur Laie bin, so kann ich den Ausführungen von Herrn Perret nur zustimmen. Nur Kinder und romantisch verklärte Zeitgenossen sehen in einem Zoodirektor einen Menschen, der streichelnd und fütternd durch seinen Zoo geht. Ein Zoodirektor sitzt mehr als zwischen zwei Stühlen und dies lässt sich eindrucksvoll im Internet nachvollziehen. Ich möchte hier auf den Artikel in der " Volksstimme " hinweisen, der eindrucksvoll die Auseinandersetzung zwischen Stadtrat und Herrn Perret dokumentiert. Ich glaube nicht, dass die Leitung eines zoologischen Institutes aus einer Laune heraus handelt. Vielmehr scheint es sehr schwierig zu sein, die verschiedensten Interessenlagen unter einen Hut zu bringen.

Das Abschaffen populärer Tierarten führt unweigerlich zu Protesten. Dies nicht nur bei den Besuchern, sondern auch in der Bürgerschaft. Es gehört ganz schön viel Fingerspitzengefühl dazu, eine solche Maßnahme den Kritikern klar zu machen ( ich erinnere an die Abschaffung der Elefanten in Frankfurt ).

Im Ruhrzoo zeigt der Masterplan große Anlagen für Spitzmaul- und Panzernashorn, die gebaut werden sollen. Eine Anlage für Elefanten findet man nicht. Ich finde dies sehr vernünftig, denn in den umliegenden Zoos ( Duisburg, Wuppertal, Münster u.a. ) werden bereits sehr schöne Gruppen gehalten.
(29.05.2005, 00:00)
Kai Perret:   Ich bin auf Ihre Zeilen durch Herrn Schüling aufmerksam gemacht worden. Für den Zoo Magdeburg möchte ich daher etwas ganz Entscheidendes richtig stellen. Wir haben nicht geplant weder die Haltung der Elefanten noch der Nashörner aufzugeben. In unserem neuen Konzept „Visionen 2004+“ spielen sie sogar eine ganz herausragende Rolle. Dabei muß aber bedacht werden, dass es hier nicht um eine Sanierung der alten Gebäude geht, sondern um eine Großinvestition. Ob diese nun kommt, entscheidet der Stadtrat im September. Wir halten aber an diesem Konzept eisern fest. Sollte sich der Stadtrat gegen diese Investitionen aussprechen, werden sich Tierabgaben jedoch nicht vermeiden lassen. Es wäre jetzt aber viel zu früh, sich über diese Horrorszenarien Gedanken zu machen.
Ein Wort noch zur sog. Artenverarmung, die Sie bitte auch noch aus einer anderen Blickweise sehen sollten. Die Fülle der Richtlinien zur Haltung der Zootiere hat enorm zugenommen und treibt uns auch zu manchmal unpopulären Tierabgaben. Es wäre sicherlich verkehrt die Direktoren dazu zu verdammen, dass Sie aus einer Laune heraus, gerne die Tierarten aus ihren Einrichtungen entfernen. Dem ist nicht so! Wesentlich ist aber dabei, dass die Haltungsbedingungen nach den neusten Erkenntnissen erfüllt werden, wir mit attraktiven Gehegegestaltungen einen wirklich attraktiven Zoobesuch ermöglichen und die Besucher immer wieder gerne in unsere Zoos kommen. Es gehören noch weitere Bedingungen zu einem ganzheitlichen Zoobesuch, aber hier darauf einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Aber ich bin mir sicher, dass sie wissen, was ich damit meine.

(29.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Und genau das tut die Elefanten-Show in Hannover nicht.Die Tiere sitzen in einer Reihe auf einem Baumstamm,machen Kopfstand,und dergleichen.Widerlich!
(23.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   War ein kleiner Schreibfehler: Der Landeplatz galt den Breitmäulern und soll wohl auf den baldigen Ausbau zur bestehenden Anlage hinweisen! Die beiden Tiere standen noch separiert, sicherlich zur Eingewöhnung.
Wenn ich Dressuren bei Robben und auch Delfinen sehe, habe ich oft den Eindruck, das hier nichts unter Zwang geschieht und die Tiere auch ihren Spass daran haben. Sehe ich Elefanten, die bei Dressuren einzeln die Füsse heben, dann sehe ich auch die Notwendigkeit zu tiergärtnerischen Zwecken, doch die Zeiten wo die Grauen Riesen Männchen machen, sollten einfürallemal der Vergangenheit angehören. Irgendwann essen die Menschenaffen wohl sonst wieder mit Löffel vom Teller! Tierdressuren sollen sinnvolle Beschäftigung und keine Zurschaustellung sein, sie sollen die natürlichen Fähigkeiten der Tiere veranschaulichen!
(22.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   2003 hatte Dvur noch 3,4 Nördliche Breitmäuler, drei davon sind dort geboren.2 weitere Tiere stehen in San Diego.Das dürfte relativ das Aus für diese Unterart bedeuten.Was heißt denn Landeplatz für Spitzmäuler?Ich glaube,eines der beiden Spitzmäuler ist doch wohl schon anch Frankreich gegangen,oder?Dann sind die Breitmäuler jetzt in der ehamligen Spitzmaul-Analge,nehme ich an.Und wo soll dann die ganz neue Nashorn-Anlage hin?
Ich habe Nichts gegen gutgemachte,vernünftige Tierdressuren,die sich die natürlichen Verhaltensweisen der Tiere zu NUtze machen.Dazu gehört auf keienn fall die Elefantenshow in Hannover,die ich einfach zum Kot..en finde.Zirkus pur.In keinem anderen Zoo habe ich jemals so angespitzte Elefantenharken gesehen wie in Hannover.......
(22.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Die Breitmaulnashörner in Dortmund sind schon da und nahe dem Sommereingang ist gegenüber der bisherigen Anlage ein "Landeplatz für Spitzmaulnashörner"(Originaltext) geplant! Mit der Wilderung der letzten beiden Nördlichen Breitmäuler wird dieser Unterart das Wunder verwehrt bleiben, welches der südlichen Form auch unter massgeblicher Mitwirkung der Zoos wiederfahren ist. Trotz der gelegentlichen Nachzuchten im Zoo Dvur Kralove ist die Uhr für sie abgelaufen. Die Zeit wird nicht mehr ausreichen, um die Hoffnung mittels künstliche Besamung einen stabilen Bestand aufzubauen, zu realisieren! Die Abkehr von der Nashornhaltung in Magdeburg halte auch ich für den falschen Weg. Die oben aufgeführten Fakten sprechen doch für eine Beibehaltung der Nashörner statt der Elefanten. Beugt man sich zu sehr dem Publikum, haben wir in den Zoos bald wieder Schimpansen-Shows a la "Charly". Mir stiess es auf, als ich im Heidelberger Zoo Elefantendressuren mit der neuen Kuh sah, nur weil sie diese von Hannover her kannte!
(22.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Berlin hat ein Spitzmaul mit drei Hörnern. Das Dritte Horn wächst aus der Stirn heraus. Also warum mit Steinen werfen! :-)
(22.05.2005, 00:00)
Walter Koch:   Krefeld hat den Bau einer neuen Nashorn-
anlage mit 3 Außengehegen angedacht(auf
der ehemaligen Elch und noch Barasingha-
anlage. -Etwas abseits vom Thema:Im
Greater Vancouver Zoo sah ich ein Breit
maulnashorn mit vier!!!! Hörner. Bitte
nicht mit Steinen werfen, ich habe nur
mit dem Pfleger gesprochen, aber kein
Foto gemacht(März 2OO5).
(21.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Nun,das ist ja auch kein Kunsstück,schließlich züchten ja nur Berlin, Frankfurt,hannover und Magdeburg Spitzmaulnashörner.Köln,Krefeld und Dortmund haben das ja noch nicht geschafft.Dortmund hatte wohl mal eine Totgeburt,das was's.leider ersetzten die im Moment ihre Spitzmäuler gegen Breitmäuler,die dann in einer kleinen Herde gehaltenw erden sollen.Im Dortmunder ZF 2005 stehen schon die Breitmäuler drin.Apropos Breitmäuler.Leider sind vor kurzem die letzten beiden freilebenden Nördlichen Breitmäuler in der Wildbahn gewildert worden.Damit gibt es diese Unterart nur noch in zwei Zoos,Dvur Kralove und San Diego Wild Animal park.Tja,das Ende ist nahe.....Ist euch übrigens einmal aufgefallen,wie die Nashornarten ind eutschen Zoos aufgeteilt sind?So sind im Süden Deutschlands keien Spitzmäuleranzutreffen,Frankfurt ist der"südlichste"Dafür gibt es außer in den beiden Berliner Gärten im Norden keien Panzernashörner,die man im Süden in Nürnberg,Stuttgart und München sieht.
Breitmüler gibt es auch nur noch in eienm süddeutschen Zoo,in Augsburg.
Hagenbeck möchte ja auch wieder
Nashörner haben, Breitmaulnashörner.
(21.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Nun ja, auch wenn das nicht die erste Nashornkuh wäre, die trächtig an einen anderen Zoo abgegeben wird, so bleibt zu hoffen, dass man in Magdeburg erkennt, welch gutes Händchen man hier doch für die Spitzmäuler hat! Meines Wissens wäre das dann das vierte Kalb in Magdeburg! Mal sehen, wann die Frankfurter da wieder nachlegen! Auf jeden Fall sorgt es dafür, dass unter den deutschen Zoos Magdeburg, was Spitzmaulnashörner angeht, auch weiterhin mit Berlin und Frankfurt in einem Atemzug genannt wird!! Super!!!
(20.05.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Habe gerade gelesen, dass die Magdeburger für September oder Oktober die Geburt eines Spitzmaulnashorns erwarten. Für die nächste Zeit ist eine Aufgabe der Nashornhaltung also eher nicht zu erwarten.
(20.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Auch ich finde die Umgestaltung des Kölner Zoos sehr viel besser, als die Wandlung vom Zoo Hannover zum Deutschen Disney-Land, und Köln geht da wirklich gute neue Wege, aber ich vermisse auch hier die Planung für die Nashörner und Flusspferde, wieder sind es auch da die Elefanten. Und in dieser Hinsicht geht es dann selbst da nur um das "Besucherbedürfnis" nach den Grauen Riesen. Ich glaube auch immer, dass das mit der Stadt (bzw. ihren Bewohnern) und ihrer Verbundenheit zu ihren Zootieren zu tun hat. Nicht immer spielt das eine Rolle, manchmal aber schon. Nach der absoluten Berühmtheit des Flusspferdbullen Knautschke in Berlin und der Kuh Lieschen Binding in Frankfurt hätten diese beiden Städte sicher größere Probleme, sich von ihren Flusspferden zu trennen. Mit den Elefanten hingegen in Frankfurt hat es trotz anfänglicher Proteste geklappt. Die Leipziger, die ja nun mit ihrer Grete auch eine Flusspferdpersönlichkeit hatten, haben hier recht ruhig reagiert, was mich erstaunte. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass in Leipzig feststeht, dass Hippos zurückkommen werden. Allerdings war die Empöhrung schon recht groß, als bekannt wurde, dass das Leipziger Weibchen den Stress der Verbringung nach Afrika nicht überlebt hat! Ich hoffe sehr, den Magdeburgern sind ihre Nashörner so wichtig, dass sie sie nicht ohne Protest hergeben!
(18.05.2005, 00:00)
Christian Remenyi:   Ich befürchte, dass problem ist das Magdeburger Zoo-Konzept, das unter dem Motto "TIERISCH NAH" zusammengefasst ist. Tierisch nah kann man halt nur Elefanten kommen, die im direkten Kontakt gehalten werden (evtl. auch mit Dressurshows, Elefantenreiten, Besucherfütterung). Da können Nashörner, selbst wenn es alle 2-3 Jahre eine kleines Nashörnchen zu sehen gibt, nun mal nich mithalten...
(18.05.2005, 00:00)
Sturmfest und erdverwachsen:   Oh, oh, oh, oh. Also das würde ich ja stark bezweifeln. Natürlich ist es im Interesse der meisten Besucher, was in Hannvoer "geschehen" ist und ich gehöre auch nicht zu denen, die das schlichtweg ablehnen.
Aber z.B. wie der Zoo Köln umgestaltet wird, völlig anders, viel besser als der hannoveraner Weg, finde ich, ist das etwa an den Bedürfnissen der Besucher vorbei?
Niemand in diesem Forum wünscht sich doch einen Beton- oder Zwingerzoo oder ein vollgestopftes Universalgebilde. Aber alles kann man auf verschiedene Weise machen.
(18.05.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Nashörner sind ja nun keine Tiere, die keiner sehen will, sondern für Besucher eine der attraktivsten Tierarten! Man sollte auch bedenken, dass Elefantenhaltungen und auch Elefantenzuchten in einigen Jahren mehr oder weniger alltäglich sein werden. Eine schlechte Haltung wie die in Magdeburg wird da kaum eine Attraktion sein, züchtende Nashorngruppen dagegen schon.
Natürlich haben die ersten Elefanten für Zoos eine wichtige Rolle gespielt, sie bedeuteten ja oft den "Aufstieg in die erste Liga" unter den zollogischen Einrichtungen. Heute sollte ein Zoo auch ohne auskommen können.
Und wenn ein Zoo wie ein Schuhverkäufer sich nur an den angeblichen Bedürfnissen der Kundschaft orientiert, kommt das dabei heraus, was viele hier am Zoo Hannover kritisieren!
(18.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Tja Christian, das war eigentlich auch die Frage, die ich mir die ganz Zeit stelle. Aber bei den EU-Haltungsrichtlinien geht es wohl um die nakte Quadratmeterzahl. Also das Flusspferdbecken wurde mit Beton ausgegossen und dient zur Zeit als Innenstall für die Nashörner. Das geht gerade noch so. Das Außenbecken der Hippos steht leer, aber vielleicht darf hier im Sommer immer mal ein Nashorn baden. Aber für die Elefanten sind die Innenanlagen wohl kaum nutzbar. Allein die Türen zwischen Innen- und Außengehegen sind viel zu klein. Des weiteren ist ein Übergang im Inneren des Hauses zwischen den Gehegen kaum möglich, da die beiden Bereiche durch das Badebecken der Elefanten getrennt sind. Ich nehme also eigentlich an, eine Umgestaltung des Dickhäuterhauses nur für die Elefanten würde erhebliche Baumaßnahmen nach sich ziehen, die sehr teuer wären und das für einen Bau, der eh abgerissen werden soll????. Zum anderen sind es ja nur noch zwei Elefanten, was wollen die mit vier Innenställen und neuerdings sogar 4 Außenanlagen (die Flusspferdaußenanlage wurde ja getrennt in zwei separate Bereiche!)Ich schätze also, es geht wirklich nur darum, 2 Elefanten bedeuten nach EU-Richtlinie gleich xxx qm!!! Und das erfüllt wohl Magdeburg zur Zeit eben nicht. Vielleicht sollen die Nashörner ja auch nur vorübergehend ausgelagert werden. So wie in Halle!!!! ha ha ha . Echt, das ist kein Witz, es gibt noch einen Jahresbericht des Zoo Halle, in dem steht: "Unsere Nashörner werden VORÜBERGEHEND in anderen Zoos eingestellt, bis zum Abschluss des Umbaus des Nashornhauses." Ein Jahr später (damals gab es in Halle noch jedes Jahr ein Jahresberichtsheft!) las man dann: "Das alte Antilopenhaus, das zwischenzeitlich mal der Haltung unserer Nashörner diente, wurde nun komplett renoviert und neu gestaltet und so seinem ursprünglichen Zweck der Antilopenhaltung wieder übereigent!!!" Und nun rate mal, wieviel Antilopenarten heute dort gehalten werden!!!! ;-) Über Nashörner wollen wir dort gar nicht sprechen!
(18.05.2005, 00:00)
Christian Remenyi:   Mal eine ganz praktische Frage: Selbst wenn der Zoo Magdeburg die Spitzmaulnashörner zugunsten der Elefanten abgeben will - die Nashornboxen im Dickhäuterhaus sind meiner meinung nach äußerst schwer zu Elefantenboxen umzubauen (das gleiche gilt für das Aussengehege!) Die einzige logische Entscheidung wäre, den Elefantenbereich für die Nashörner zu nutzen und nicht umgekehrt!
(18.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ich weiß nicht, ob das wirklich immer am Rückgrat der Zoodirektoren liegt. Wir dürfen nicht vergessen, dass Eintrittsgelder eine wichtige Größe im Haushalt eines Zoos sind. Ohne Besucher kann die beste Einrichtung nicht leben. Und wer am Montag um 21.15 Uhr auf MDR die Sondersendung "Elefant, Tiger und Co" gesehen hat, über die Geschichte des Zoo Dresden, der konnte einmal bildhaft erleben, welche wahnsinnig wichtige Rolle der erste Elefant, der nach dem Krieg ins noch stark zerstörte Dresden kam, für den Aufbau des Zoos und die Stadt gespielt hat. Und schon bei Gründungen der Zoos waren die Einzüge der ersten Elefanten in die Einrichtungen immer etwas ganz besonderes, fast eine Art Volksfest. Das kann man in der Literatur zu allen alten Zoos verfolgen. Von daher finde ich es absolut nicht schön, wenn die Spitzmäuler in Magdeburg gehen müssen, aber Herrn Perret kann ich da schon ein Stück weit verstehen. Ein Schuhgeschäft stellt sich auch keine Schuhe ins Regal, die keiner tragen will, weil sie nicht "modern" sind, egal, aus was für gutem Leder und wie qualitativ hochwertig sie gearbeitet sind!
(18.05.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Wie kann man nur für eine solche Elefantenhaltung wie in Magdeburg die Zuchtgruppe Spitzmaulnashörner abgeben? Manchen Zoodirektoren fehlt es wohl einfach an Rückgrat, um auch mal unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Warum baut Magdeburg nicht die Nashornhaltung weiter aus, regelmäßige Nashornzuchten wären in einer vor Elefanten bald überquellenden Gegend (Leipzig und Halle sind ja nicht weit, und Dresden auch nicht) sicher auch eine große Attraktion.
(17.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Wenn man die Magdeburger Bürger fragen würde,welche Art sie lieber behalten würde,Elefanten oder Nashörner,da liegt die Antwort wohl auf der Hand.....Nun,was Magdeburger Spezialitäten angeht,was ist denn aus der Andren geworden,den Kleinkatzen????Immerhin heißt ja der Jahresbericht noch"Felis" und erinnert daran,das es einst einmal Kleinkatzen in Magdeburg gab.Was ist davon übrig ?
(17.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Der Artikel in der Magdeburger Volkstimme war vom Anfang Mai. Soweit ich Dr. Perret verstanden habe, muss er wohl oder übel die Auflagen der EU-Haltungsrichtlinien erfüllen, ob er will, oder nicht. Und das bedeutet, dass bis zum Bau einer neuen Anlage für die Dickhäuter auf der jetzigen Anlage beide Arten nicht mehr gehalten werden DÜRFEN!!! Na und nachdem, was in Magdeburg abgegangen ist, nach dem bereits Arusha (die damals älteste Afrikanerdame unter den Elefanten) gehen musste und die halbe Stadt sich maßlos empörte und mit teilweise sehr unsachgemäßen Leserbriefen den Zoo versuchte unter Druck zu setzen, da wird Herrn Perret gar nichst anders übrig bleiben, als die Nashörner zu gunsten der Elefanten abzugeben. Was für mich das tragische daran ist, dass der Zoo Magdeburg, der ja wirklich lange so dahindämmerte, und sich nur unwesentlich von einem zu groß geratenen Heimattierpark unterschied, gerade mit seiner Spitzmaulnashorn-Zucht europaweit für Aufsehen sorgte. Magdeburg hat so viel getan in den letzten Jahren und hat die Anlagen und den Tierbestand wirklich ganz erheblich verbessert. Schade, dass nun gerade diese Magdeburger Spezialität dann gehen muss!
(17.05.2005, 00:00)
Klaus Schüling:   Die letzten Abstimmungen und Korrekturen von Dr. Perret erfolgten am 26. April ...
(17.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Nein!
Was hat denn der Beitrag von Walter zu bedeuten? Den tierpark Wissel kenne ich(einer der besten unter den"Kleinen"),das der verlegt werden soll, weiß ich auch,aber was hat das mit den Duckern zu tun?Woher weißt du,Walter,das die diese Arten halten WOLLEN ? Die Betonung liegt auf wollen,denn ahlten wollen und die Tiere bekommen,sind zwei Paar Schuhe,ich denke,Brownsville wird sich schon nochmal um Jentinkducker bemüht haben,sicher erfolglos,und zur Zeit aus Liberia Tiere rauszubekommen,dürfte so gut wie unmöglich sein,villeicht aus einem der anderen staaten,wo es Jentink,-und Zebraducker gibt.Aber eher unwahrscheinlich.
(17.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Michael, du hast dort einen Zoo beschrieben, wie ich ihn mir wünschen würde! Aber das scheint wirklich ein Traum zu bleiben. Zumindestens in Deutschland! Auch ich habe das Interview mit Kai Perret sehr interessiert gelesen. Ich gehe aber mal davon aus, dass es schon etwas älter ist. Denn wenige Tage vor dem Erscheinen des Tiergarten-Rundbriefes stand ein Artikel in der Magdeburger Volksstimme, in dem Herr Perret mitteilte, dass das jetzige Dickhäuterhaus den Haltunsbedingungen so großer Tiere nicht mehr entspricht und es wohl alles darauf hinaus laufen wird, dass er sich, zu gunsten der Elefanten, von den Spitzmaulnashörnern trennen muss! Muss ich dem noch etwas hinzufügen?
(17.05.2005, 00:00)
Walter Koch:   Zukunftsperspektiven?!? Der Zoo von
Wissel wird verlegt. Vorgesehen an
neuen Arten sind u.a. Zebra-,Jentink-
und Maxwellduckern,sowie Zwergböcke(?)
und Honigdachse. (www.pangeaparc.nl -
Pangea Parc -Animal Resort - Parc -
Sapo - ).
(16.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Stimmt.Ich hatte in Hannover mal einen Scout gefragt,was die denn mit ihren Kaama-Nachzuchten machen.Leidre wußte der junge Mann nicht,was Kaamas sind....
Und ein anderer Scout,im Dschungelpalast,wußte nicht mal annährend soviel über die Lebensgeschichte von Siporex als die meisten langjährigen Dauerbesucher.....
Und was den Artenschwund angeht,was erwarten wir eigentlich von den nachfolgenden,jungen Zoodirektoren-Generation? Alle die haben die Glanzzeiten,in denen es noch Tiere und somit Artenvielfalt in den deutschen Zoos gab,nicht mehr erlebt.Da iste s kein Wunder,das die auch noch die wenigen,seltenen Arten zu Gunsten von Publikumswirksameren Arten rausschmeißen.Sobald die letzten übrigen Zoodirektoren der alten Garde weg sind,werden wir überwiegend nur noch das in den Zoos sehen,was der normale Besucher sehen will.Gutes Beispiel ist das Interview mit Kai perret,Direktor des Magdeburger Zoos,in der aktuellen Ausgabe des Tiergarten-Rundbriefes.Da antwortet er auf die Frage,ob es Änderungen im Tierbestand geben wird und ob es Wunscharten des Direktors gibt,natürlich mit"menschenaffen und Elefanten",und natürlich,obwohl Berlin nicht allzufern ist,müßen auch in magdeburg Elefanten gezüchtet werden,denn Elefantenbabies locken Besucher an,siehe Berlin.Es wäre in Wunder gewesen,hätte die Antwort gelautet"Ich möchte mich verstärkt den Arten annhehmen,die in den letzten jahren zunehmend aus den deutschen Zoobeständen verschwunden wird.Um der magdeburger Hausszeitschrift"Felis"gerecht zu werden,möchte ich die Kleinkatzen wieder zurückholen,ich denke da an Serval und Karakal,aber auch Ozelot,Margay und Jaguarundi.Auch den Schleichkatzen möchte ich mich annehmen und werde neben Bänderpalmenroller aauch Zibetkatzen zeigen.Natürlich möchte ich den Besuchern auch mehr Antilopen zeigen.Für die geplante Afrika-Savanne werde ich Gnus zurückholen,das afrikanischeCharaktertier schlechthin,das auf keiner Afrika-Savanne fehlen darf.Denn in der afrikansichen Savanne gibt es keine Säbelantilopen, die seltsamerweise in mehreren zoos in den Afrika-Savannen gehaltenw erden.Auch Kronenducker werden darin zu sehen sein,danebven natürlich Thomsongazellen und Schirrantilopen.Kaffernbüffel dürfen nciht fehlen und natürlich auch Hyänen,die natürlich einen eigene Anlage bewohnen werden.Nun,und für die neuen Primatenbereich fallen mir Meerkatzen ein,und dazu noch die immers eltener gezeigten Schweinsaffen,Rhesusaffen und Javaner.In Planung ist außerdem eine Anlage für Tiere des Himalaya,doort werden neben Schneeleoparden und Kleinen Pandas auch Kragenbären,Moschustiere,Blauschafe und das wichtigste Haustier im Himalaya,der yak,zu sehens ein.Himalaya-Thare nicht zu vergesesen.Sie sehen,an ideen mangelt es nicht"
Tja,aus der traum.Das werden wir NIE in einem Interview über Zukunftsperspektiven eines Zoos lesen....Höchtesn,wenn Grizmek geklont wird.....

(16.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Leider ersetzen aber auch hier einige Zoodirektoren, die ja eher Betriebswirte sind, als Zoologen, die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder,die sich jahrelang für ihre Zos aufgeopfert haben, immer mehr durch sogenannte Scouts, denen nicht nur Wissen über Artenvielfalt fehlt,sondern vor allem auch, Wissen über den Zoo. Das sind nämlich sehr oft Studenten aus ganz anderen Städten, die den Zoo gar nicht kennen.
(14.05.2005, 00:00)
Klaus Schüling:   Artenkenntnis wird an den Universitäten auch nicht mehr gelehrt. In Münster schlummert seit Jahrzehnten eine sehr schöne Säugetiersammlung ungenutzt in den Regalen. Und das gilt nicht nur für angehende Molekularbiologen, sondern genauso auch für angehende Lehrkräfte!
Also: Wenn nicht in Zoos, wo kann sonst noch Artenkenntnis vermittelt werden?
Eine Aufgabe besonders für Zooschulen und für Freiwilligen-Aktionen, wie in den USA üblich.
An von den Fördervereinen ehrenamtlich betreuten Infoständen könnten (auch anhand von Bildern und Fellen, Präparaten, Schädeln, etc) Zusammenhänge vermittelt werden.
(14.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Dieses Manko beginnt doch bereits in den Medien. Da werden ausländisch Tierdokus gekauft, weil diese nun mal Quote bringen und die Synchronisation übernehmen Fremdfirmen für den Sender. Diese arbeiten dann mit den Originaltexten, dann kommt es zu Übersetzungsfehlern und aus einem Totenkopfäffchen wird ein Eichhörnchenäffchen (Squirrel monkey)! Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen. Das Fernsehen ist heute Bildungsfaktor Nr.1 und zum Biounterricht im Zoo haben die wenigsten Lust. Artenvielfalt und Herkunft spielt für diese keine Rolle, wenn es Löwen, Giraffen und Eisbären gibt. "Wieso frisst der Eisbär keine Pinguine?", dies war eine ernsthafte Auseinandersetzung deren Ohrenzeuge ich wurde!
(14.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Wenn nun schon die Tierpfleger nur noch wenige Arten kennen, wie wollen wir dann von den Besuchern mehr erwarten? Michael, wir hatten es ja schon, bei Jauch brechen fast alle Kandidaten bei den Tierfragen zusamnmen, für mich auch ein Zeichen dafür, dass eben viele Zoos ihrem Bildungsauftrag nicht mehr so gerecht werden, wie vor einigen Jahren!
(13.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Du sagst es.......Na ja,ich kenne auch einige Tierpfelger,deren Artenkenntnisse derart miserabel sind,das sie nciht mal wissen,was ein Wapiti oder ein Arni ist.......Kein Scherz.Was nicht mehr in deustchen Zoos gehalten wird,kennen die jungen Leute nciht mehr.......Das ist nämlich eine der Folegnd es dramatsichen Artenschwundes.Ich kenne einen Tierpfleger,der arbeitet mit Duckern,und hat davor noch nie etwas von diesen Tieren gehört,da weiß man nciht mehr,was man sagen soll.
(13.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Also dass der normale Zoo-Besucher, der vielleicht nicht gerade aus Hannover oder Alfeld/Leine kommt (wobei letztere Einrichtung ja geschlossen ist!) Ruhe nicht kennt, dass mag ich ja noch glauben, aber dass ein Tierpfleger auch heute nicht mehr weiß, dass mehr als die Hälfte aller deutschen Zoos nur deshalb existiert, weil es Ruhe gab, das ist schon recht traurig!!!
(12.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Zwei Kollegen von mir,die letztes Jahr in Rente egagngen sind,haben zig Jahre für Ruhe gearbeitet,der eine in Gelsenkirhcne,dera ndere vor allem in den neu aufgeabuten Safariparks,außerdem haben sie überall in die Welt TIertransporte begleitet....
Tja,die beiden können ncoh Geschcihten erzählen,das kann man heute als junger Tierpfleger kann nciht mehr nachvollziehen....Und was der hammer ist,und das wollte ich Oliver nämlich in landau erzählen,als er da war,wir hatten in Landau einen Tierpflgere aus Köln,der als Oberpflger bei uns arbeiten sollte,30 Jahre alt,und als einmal einer der beiden Ruhe-Kollgeen zu Besuch war,sagte ich zu ihm,"der hat noch für Ruhe gearbeitet".Und weißt du,wie die Antwort lautete:"Ruhe ? Wer ist das?"Die Tierpfleger,die heute lernen,kennen diesen Mann bzw.Firma wohl erst recht nicht mehr......
(12.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Ich denke auch, das in Dvur Kralove mit den Zahlen etwas geschummelt wird. Wo der üppige Nachwuchs landet ist unschlüssig, zumal die tschechischen Zoos nach der Wende auch rapide ihre Artenfülle reduzierten und in vielen Gärten auch das "Übliche" gezeigt wird. Dennoch sind hier auch noch viele Raritäten zu finden, wie mehrere Angola-Guereza-Haltungen, Anoas und auch Fossas! So glaube ich das die Chemnitzer Tiere auch von dort stammen. Das RuheIII Antilopenfreund war, wusste ich bislang noch nicht, aber es ist der Sinn dieses Forums etwas dazuzulernen!
(11.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Das Hannover ein Antilopenzoo war, lag daran, das Herman Ruhe 3 ein absoluter Antilopenfan war,das ist der Hauptgrund dafür.Die Zoos in den USA waren auch die Hauptabnehmer für Ruhes Antilopen und deren Nachwuchs.
Hartebeeste waren allerdings nie sehr häufige Zoogäste.Klar,wor 1945 hgab es diese wesentlcih häufiger zu sehen,aber da die meisten Kuhantilopens ehrs chwierig zu fangen sind,kamen diese eben etwas weniger in den Tierhandel.
Was mit dem ganzen seltenem Antilopen-nachwuachs in Kralove passiert ist,weiß ich auch nciht,aber mit solchen zahlen wird häufig geschummelt,da wreden nicht aufgezogene Jungtiere eben mitaufgeführt,oder sogar Totgeburten.Einiges wurde natürlich auch abgegeben ,vieles ist auch schnell über die Klinge gesprungen.
(11.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Das ist schon möglich, das Ruhe nicht planlos seine Gehege mit Antilopen füllte, doch in der Zeit nach dem Krieg bis in die 70er entstanden auch viele neue Parks, vorwiegend auf privater Basis wie Jadeberg, Kronberg oder Neuwied mit teils beachtlichen Gelände, andere mauserten sich vom kleinen Tiergarten zum Grosszoo (Duisburg) und auch der neue Tierpark Berlin zählte zu den Ruhe-Kunden! So war die "Lagerhaltung" nur ratsam und viele gestandene Zoos lächzten immer noch nach neuen tierischen Besonderheiten. Hagenbeck hat 1954 letztmalig eine Tierfangexpedition ausgestattet und mit zunehmender politischer Unabhängigkeit der ehemaligen Kolonien war der Erwerb aus den Herkunftsländern nicht mehr so einfach wie zu Kaisers Zeiten. Heute verwundert es umsomehr, dass der tschechische Zoo Dvur Kralove in den 70ern noch 8(!)Fangexpeditionen nach Afrika ausrichten konnte und etwa 2000 Tiere importierte! Sind diese alle an die Elbe gekommen oder auch andernorts hin und vor allem züchten viele dieser Arten und wo landet dieser Nachwuchs? Im ZF2000 werden 28 Kaama und 270 Pferdeantilopen genannt! Das der Zoo Hannover auf Antilopen eingestellt war, verraten die vielen immernoch vorhandenen Freianlagen, doch Wingst war auf Tierbabies eingestellt und Gelsenkirchen auch auf irgend was und vieles stand ja auch ausserhalb der öffentlichen Blicke am Stammsitz der Firma! Schon zu Zeiten der Heck-Brüder beklagte man den Überschuss einiger Antilopenarten in den Zoos, wie Hartebeest- und Hirschziegenantilopen!
(11.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Also ich glaube nicht, dass so ein alter Fuchs wie Ruhe sich überhaupt Tiere in seinen Zoo gestellt hätte, die nicht "gehen"! Viel mehr liegt das aus meiner Sicht daran, dass die Direktoren früher stolz waren, wenn man von IHREM Zoo als DEM Antilopenzoo oder Dickhäuterzoo oder Raubtierzoo in Deutschland sprach!
(10.05.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Die Kaama´s hatten mich im letzten Jahr veranlasst, in Hannover einen Zwischenhalt einzulegen. Zunächst war ich vom Umfang der gezeigten Arten recht angetan. Doch befasst man sich mit der Haltungsgeschichte des Zoos, trauert man der vergangenen Artenfülle erst richtig nach! Die Hauszeitschrift des Parks macht einen erst auf dieses Dilemma aufmerksam. Doch historisch kann dies auch mit der Funktion als Handelszoo erklärt werden, was schlecht ging blieb und sicherlich war auch damals die Frage nach Antilopen nicht so stark, wie nach Löwen, Affen und Elefanten! Sieht jemand Parallelen?
(10.05.2005, 00:00)
Michael Amend:   Tja,zu Zeiten von Buschgetrommel vom Tonband, Bootchenfahrten und nur noch schlecht skizzierten Gehegebeschilderungen kann man das wohl vergessen.....Diese Zeiten sind vorbei.
Wir werden uns wohl damit begnügen müssen,in den Zoos nur noch einen Einheitsbrei vergesetzt zu bekommen,oder ,wer mehr sehen will,fährt ins Ausland.Was ist denn von Hannovers einstigen Antilopen-Sammlung übrig geblieben? Nichts!
(09.05.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Zu Michaels beitrag möchte ich noch ergänzen, dass auch ich finde, dass die Schwerpunktbildung, die es früher mal in den deutschen Zoos gab, und die es teilweise heute auch noch vereinzelt gibt, für den besucher eine gute Sache war! Auch der eher unkundige Besucher wusste so, nach welchen Kriterien er einen Zoo auswählen konnte. fast jeder Zoo stand für ein Programm! Köln war der Zoo der Affen. Hannover hatte die vollständigtse Antilopensammlung in einem deutschen Zoo. Roßtock stand für nordische Tiere, Halle für Bergtiere, Seltenheiten aus Südamerika und kleine Raubtiere. Berlin und Frankfurt standen für ausgewählte Artenvielfalt. Duisburg war berühmt für seine Wale. Leipzig für seine großen Raubtiere (Katzen, Bären und Hyänen. Der Tierpark Berlin stand für Huftiere. München war ein exellenter Geozoo, die Tiuerwelt Südamerikas war fast vollständig in Dortmund zu sehen und Wuppertal und Dresden hatten den Schwerpunkt auf Asien gesetzt. Stuttgart auf Dickhäuter! Erfurt auf besondere Haustiere und sehr seltene Affen. Und das auch immer noch zu Zeiten, als Tiere nicht mehr aus der Natur entnommen wurden! Und das ganze ist keine 50 Jahre her. Nein, nicht mal 10 Jahre.
(25.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Da auch ich meine Zoobesuche früher nach den Tierarten plante, kann ich nur bestätigen, dass, ohne hier Besucherschelte betreiben zu wollen, eben solche Typen wie wir "Zoobesessene" doch eher selten sind. In Deutschland ist der Besucher aus meine Sicht einfach zu satt. Auch ich habe mit meine nun über 80 Zoos, die ich gesehen habe, immer wieder gemerkt, dass die Deutschen da doch anders mit dieser Einrichtung Zoo umgehen! Mir ist das besonders deutlich in Polen und Tschechien geworden. Alle Besucher, junge Paare, ältere Menschen, allein, in Gruppen, vor allem aber die Kinder, sie waren so voller echter Freude und Begeisterung, dass sie JEDES Tier als etwas besonderes angesehen haben. Ich wünsche mir, dass mit dem Einzug einer großen Gastronomie-Kette mit so einem ganz großen gelben M den Menschen dort nicht auch diese Freude verloren geht! Mich hat das fasziniert und die Eltern, die haben ihren Kindern an jedem Gehege etwas über die Tiere erzählt!!! Ich weiß nicht, ob das zoologisch alles in Ordnung war, was die Eltern da erzählten, aber die Kinder hingen gebannt an ihren Lippen und sie alle hatten bei den Tieren ausnahmslos glänzende Augen. Und das ganz ohne Abenteuer-Spielplätze, Hoppel-Poppel-Länder, Hüpfburgen und all den Plunder, der unsere Zoos heute so verdammt nah in Richtung Freizeitpark mit ein ganz klein wenig Tier dabei bringt!! Und wenn auch das sicher wieder den einen oder anderen "Gegenruf" bringt, so nenne ich hier doch noch mal wieder einen deutschen Zoo, der aus meiner Sicht hier positiv auffällt. Und das ist Krefeld. Hier finde ich sehr viel, was ich HEUTE anderswo selten oder gar nicht finde. Auch wenn es Gnus hier ebenfalls nicht mehr gibt, so ist mit Blauduckern, Erdwölfen, Waldhunden, Anoas, Moschusochsen, Baumkänguruhs, Hirschebern, Großen und Kleinen Ameisenbären, Jaguarundis und einigem anderen mehr der Tierbestand noch so, dass er einen Zoofan wie mich immer wieder erfreut. Löwen gibt es dort keine!!!!! Aber eine neue Anlage für Schneeleoparden! Keine Erdmännchen, aber Zebramangusten, keine Nasenbären, aber Löffelhunde! Keine Waschbären, aber Servale! Wasserböcke, Dorkas-Gazellen, Dallschafe und Nyalas runden das Bild ab! Und wo sieht man heute noch Elche?
(24.04.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Vor einigen Jahren führte mich eine Zoo-Tour über die britischen Inseln. Auch dort gab es in vielen Gärten oftmals gleiche Arten, die aber bei uns selten oder gar nicht mehr zu sehen sind, aber dort Bestandteil landesweiter Zuchtbemühungen! Sehr auffälig waren die vielen Silberäffchen und Weisse Oryx, aber auch sogenante "Collared Pecaris", eine Unterart der Halsband- Pekaries deren deut.Name mir nicht geläufig ist, oder Schopfmakaken und Borneo-Orang Utans. Viele Arten sind auch im EEP und ESB eingebunden, die Mehrzahl aber nur in brit.Zuchten. Hier liesen sich doch sicherlich auch für Besucher attraktive neue Arten gewinnen, wenngleich es den meisten egal ist ob sie vor einem Halsband- oder Weissbartpekari oder Vietnames. Hängebauchschwein stehen. Es gibt aber ja auch die Zooverrückten, die ihre Besuche nach den Tierbestandslisten planen (wie ich oft auch), die aber auch häufig auch die zoomüde Verwandtschaft/ Bekanntschaft zu einem schönen Tag verhilft und so auch mithilft, das "Tiere gucken gehen" wieder Mode wird und dies mit einem Bewustsein, welches die Kreatur Tier verdient! Doch bei diesem Trip gab es noch vieles andere zu sehen: Edinburgh hatte seine Elefantenhaltung aufgegeben um den Giraffen mehr (wenn auch nicht viel) Platz einzuräumen und aus der Eisbärenanlage wurde eine Waldrappvoliere! Doch wurde mir dort auch bewusst, wie fortschrittlich die deutsche Tierhaltung und -präsentation teilweise schon ist! Es gibt sicherlich auch da nachahmenswerte Inspirationen, wie der Fota Wildlife Park nahe Cork in Irland mit seiner grossflächigen Giraffenhaltung nur durch Steineinfriedung und zahlreichen freilaufenden Tieren. Hier vermisst keiner Elefant, Löwe oder Gorilla! Übrigens waren die Belfaster Zooleute damals ganz stolz auf ihre neuen Asiatischen Goldkatzen aus Heidelberg und in Colchester auf die einzigsten Dscheladas der Inseln!
(23.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Dem kann ich fast komplett zustimmen ! Es ist tatsächlich ein Vorteil, das der herkömliche Besucher(ich klinge schon wie eine Waschmittelwerbung!)den seltenen Arten kaum Aufmerksamkeit schenkt,man kan als Interessierter die Tiere in aller Ruhe beobachten und fotografieren.Dabei habe auch ich die Erfahrung gemacht,das so mancher Besucher tatsächlich länger an diesem Gehege verweilt oder mich auch anspricht.Ich erinnere mcih ncoh ganz genau an meine Beobachtungen im Frankfurter Rundbau. Dort lebten mit verschiedenen Duckern, Klippspringern,Baumkänguruhs,Erdwölfen, Rotbauchfilandern,Hirschebern und Ameisenbären gleich Reihenweise unpopuläre Arten und zudem hat es in dem haus entsprechend gerochen.Die Besucher sind ausnahmslos im Eiltempo durch das Haus gerannt,nur die wenigsten sind vielelicht mal beim Ameisenbär oder Hirscheber stehengeblieben,wenn denn diese aktiv waren.Und im Winter hatte man den Rundbau sowieso ganz für sich allein,und das stundenlang....Natürlich kanna uch ich sehr,sehr gut mit Takin,Okapi und Bongo leben,klar,ich bin Huftierpfleger,und ich möchte natürlich keine Schwarzmarkt illegaler Tiere um Gottes Willen.Es wär esehr sinnvoll,würden die Zoos sich ein klein wenig mehr untereinander verständigen.Es müssen nciht vier deutsche Zoos alle vier menschenaffenarten ahben und es müßen auch nicht unzählige Zoos Elefanten züchten.jeder zoo sollte sich eben eine Schwerpunkte setzen,z.B auf bestimmte Tiergruppen oder nach Geografie,was ja schon der eine oder andere Zoo tut.Und das ohne Eleafnten geht,beweisen einige Bespiele in Deutschland.Leidre werden ja immer mehr neue Elefanten-Analgen gebaut,und oft müssen dazu andere Arten verschwinden.Ob irgendwann mal ein Zoos eine Elefanten abgibt für eine neue Antilopen-Anlage ?
Die Tierpräsentation in bad Mergentheim gefällt mit übrigens auch ganz hervorragend.
(23.04.2005, 00:00)
Stefan Schubert:   Interessant sind die Ausführungen zu den Besuchern, da sie sich auch mit meinen Beobachtungen decken. Doch finde ich ihr Verhalten insofern gut, dass mir dann Zeit bleibt, die "unpopulären" Tiere ausreichend und in Ruhe zu betrachten und zu beobachten. Viele Gäste werden durch mein Tun auf die Tiere aufmerksam und lesen auch einmal das zugehörige Schild oder stellen eine Frage. Doch jene, die Tiere nur nach menschlichen Massstäben sehen( Oh wie hässlich, Is´das süss etc.) sollten den Grund ihres Zoobesuchs nochmals überdenken, jedenfalls geschah er nicht in der Absicht eine Bildungsstätte zu betreten und ein Rummelplatz ist für diese ebenso interessant! Freilich vereinheitlicht sich die Zoolandschaft zunehmend und auch deren Einwohner, ist dies auch abhängig von Zuchterfolgen, da aus der Natur nur noch in Ausnahmefällen Tiere entnommen werden können. Wollen wir einen Schwarzmarkt sogenannter Liebhaber dulden, nur in der Hoffnung, dass der Zoll illegal gefangene Tiere beschlagnahmt und sie dann in Tiergärten einstellt? Ich für mein Teil kann gut mit Takin, Okapis, Bongos und auch Erdmännchen leben! Mich reizen gut gestaltete Anlagen, die die Bewohner mit Leben erfüllen und wenn sie in zwei benachbarten Zoos ähnlich sind! In Bad Mergentheim kann der Interessierte feststellen, dass eine durchdachte Tierpräsentation auch Laien gefallen kann!
(22.04.2005, 00:00)
Kleideraffe:   In weiten Teilen hast du natürlich Recht. Aber oft spielen da auch noch andere Faktoren mit rein, z.B. in Walsrode der Besitzerwechsel, vorher war der Zoo Jahrzehnte ohne Säugetiere erfolgreich!
(22.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Die Schweizer mit den Deutschen Zoobesuchern z8 vergleichen,ist ein fehler.Meine Erfahrung ist,das sowohl die Schweizer als auch die Niederländer auch unpopulären Arten weitaus mehr Aufmerksamkeit schecken als die Deustchen,einafch weil sie da viel aufgeschlossener sind.Die Deutschen sind in ihrer Meinung einfach festgefahren(die Meisten,nicht alle!)Deswegen erwarten sie ja nicht nur Löwen im Zoo,sie erwarten natürlich uch,das diese gearde brüllen,wenn sie vorbeilaufen.Die Niederländer und Schweizer tun das meiner Erfahrung anhc nciht.Immerw enn ich von einer Tour durch niederländische Zoos in Deutschland einen Zoo besuche,trifft mcih dieser Kulturschock wie ein Faustschlag ins Gesicht!Nicht nur,das die Zoos dort wesentlcih besser sind,nein,auch die Zoobesucher dort verhalten sich richtig zivilisiert und vernünftig,selbst die Kinder.Gute Vergleichsmöglichkeiten hat man in Emmen,Arnheim und Apeldoorn.Die deutschen zoobesucher erkennt man von weitem,ohne diese sprechen gehört zu haben.Aber ich weiche vom Thema ab.Zumindestens kann man in Deutschland versuchen,auch unbeliebtere Arten den Besuchern nahezubringen,sei es durch kommentierte Schaufütterungen odre durch eine entsprechende Gehegegestaltung.Der reine Verzicht gewisser Arten,wie Erdmännchen und stattdessen z.B Zebramangusten zu halten,hat zu Folge,das die Leute einfach anch Erdmännchen fragen,so war es in Landau,bis wir deswegen wieder Erdmännchen angeschafft haben.Ducker und andrer Antilopen,Tanreks oder Fossa werden aber niemals zu Publikumsrennern werden.Selbst wenn man Zoos bauen würde,die komplett auf alle Publikumslieblinge verzcihten,also weder Großkatzen,Bären,Robben,Zebras,Elefanten;Nashörner,Flußpferde,Affen,speziell Menschenaffen,Pinguine,Kamele,Papageien,Erdmännchen und Waschbären.Dieser Zoo würde sehr schnell geschlossen werden.Ich bin mir auch sicher,das spezielle Zoos,wie Apenheul mit nur Affen,in Deutschland nicht funktionieren würden.Oder warum halten plötzlich fast alle deutschen Vogelparks auch plötzlich bliebte Säugerarten ? Walsrode hat sogar einen Streichelzoo! Wuppertal hält z.B seine wertvollen Gelbrückenducker in unmittelbarer Nähe zu den Elefanten.Die Ducker ahben keien Chance,von den Besuchern wahrgenommen zu werden,da die Leute alle zu den Elefanten rennen.Aber selbst wenn die Ducker an anderer Stelle im Zoo leben würden,die Besucher können mit einem solchen Tier ncihts anfangen.Man müßte ihn umbenennen in"Gelbrücken-Reh",dann würden die Leute hinschauen."Guck Mal,wie süß,ein Reh....."
(22.04.2005, 00:00)
kleideraffe:   Michael, auch wenn ich deine Meinung nicht hundertprozentig teile, du hast natürlich Recht, du arbeitest im Zoo und bringst mehr oder weniger schockierende Beispiele. Ich kann das, was ich vorher gesagt habe, nicht so stehen lassen, du hast mich zum Nachdenken gebracht. Aber im Grunde glaube ich schon, dass man Interesse beim Besucher WECKEN kann! und dass man den Schauwert von Tieren nicht zu sehr überbewerten darf. In einer Umfrage werden sicher alle Besucher als beliebtestes Zootier Löwe, Tiger, Bär, Elefant,etc... angeben, aber doch auch weil sie andere Tiere nicht KENNEN!
Meine These unterstützt ja vielleicht das Beispiel Basel. Die Okapis dort sind sehr populär und die Basler lieben ihren Zolli und seine zahlreichen Raritäten. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich einmal der einzige war, der sich das Okapibaby mit Mutter angesehen hat, während vor den im gleichen Haus gehaltenen kleinen Kudus eine Menschentraube stand. Aber Basel kam auch jahrelang ohne Tiger und Löwen aus, Eisbären wurden abgeschafft. In der Zeit hat mir der Zoo hervorragend gefallen udn ich glaube nicht, dass den Besuchern irgendetwas gefehlt hat.
Ich gebe dir natürlich Recht, dass die Popularität von typischen Zootieren sehr hoch ist, die Erdmännchen (ich kann sie bald nicht mehr sehen) machen mir sehr zu schaffen, vor allem weil sie in vielen Zoos teure, neue Riesenanlagen erhalten haben, doch ich glaube, dass es Wege gibt, dass Interesse auf AUSGEFALLENE Tierarten zu LENKEN!
Wenn der Besucher ohne Zusatzinformation und Werbung die Wahl zwischen Erdmännchen und Ringelschwanzmungos hat, wird er das Erdmännchen vorziehen.
Stattdessen könnte man dem Besucher aber auch nur den Mungo vorsetzen.
Der ZOo Rheine geht einen guten Weg, indem er fast gänzlich auf "Populärtierarten" verzichtet, auch Jersey, doch ein berühmter und erfolgreicher Zoo, macht das gut.
Andere Vorzeigezoos schaffen es leider nicht, siehe Doue-la-Fontaine oder Moulhouse.
(21.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Ja,Basel hatte auch Mal Kleideraffen.
Diese uieren sogar das Titelbild des Basler Zooführers von 1974.Kleideraffen wurden noch in den 70iger Jahren in meherern europäischen Zoos gehalten.Die Kölner Gruppe ist am Aussterben,außerhalb Indonesiens hat nur ncoh san Diego Kleideraffen,in phantastischen Schauanlagen.Das Artenstereb in deutschen Zoos hat nur bedingt mit dem EEP zu tun.Vielmehr hat es eben mit der problem des Schauwerets für Besucher zu tun.Arten,die uns Interesssierte eben ansprechen,sind uninteressant für die Zoobesucher.Das hilft auch kein Hinweiß auf dem gehegschild"Einamlig in Europa",wie es Grizmek sienerzeit in Frankfurt getan hat.Ob selten im Zoo oder selten in der Natur,das interssiert die herkömlichen Besucher herzlich wenig.In werde in landau sehr,sehr oft nach Löwen,Tigern,Eisbären,Elefanten,Giraffen,Wölfen und Eseln gefragt.....Das sind die Tiere,die die Leute einfach in einem Zoo erwarten,ob der jetzt 4 ha groß ist wie Landau,oder 160 wie Fredrichsfelde,danach fragen die Leute nicht.Und obwohl das Gnu eines DER afrikanischen Charktertiere schlechthin ist,kaum keine Afrika-Doku im Fernsehen ohne Gnuaufnahmen,vor allem"Gnus durchqueren Fluß,und werden von Krokodilen gefressen-Sznenen"fehlen nie....Und trotzdem ist die Art aus Deutschland fast verschwunden.Kindre können sich mit GNus noch,Disney sei Dank,identiefieren,Erwachsenen nicht,die halten die für Büffel oder Bisons.Die Krönung habe ich vor vier Jahren erlebt.Da kam ein Kalb in meiner Gruppe zur Welt,Samstag Mittags,bei gutem Wetter,in der Außenanlage.Obwohl der Zoo gut besucht war,blieb kein Menschs tehen,um sich die Geburt eines gNus anzusehen.Einer sagte sogar"das sieht man doch im fernsehen viel besser"
Ich hatte schon mehrere Dromedargeburten in der Außenanlage,da blieben die Leute massenweise stehen....Da fehlem einem die Worte....Dieses Desinteresse der Besucher ist meiner meinung nach mit einer der hauptgründe für das Vesrchwinden vieler Tierarten aus deutschen Zoobeständen.Ich finde es sehr seltsam,das so mancher deustcher Großzoo plötzlich mit der Haltung von Waschbären! beginnt,und diese in wunderschönen,großen Neuanlagen hält.Auch Erdmännchen gibt es in so gut wie jedem deutschen Zoo,warum bloß?
(21.04.2005, 00:00)
Kleideraffe:   Ich meine mich zu erinnern, vor Jahren einmal in Basel Kleideraffen gesehen zu haben.

Leider ist es so, dass Plunder-Tiere im Moment eine Renaissance haben, zwar wurden sie früher auch schon gehalten, doch jetzt erhalten sie NEUE Gehege. Ist das im Sinne von modernen Zoos und "Zuchtprogrammen"?
Ich glaube, dass Besucher genauso gerne Okapis sehen, wie Lamas oder Schneeleoparden wie Löwen. Ich habe immer wieder erlebt, wie erfolgreich es sein kann, eher unbekannte und/oder unscheinbare Tiere zu halten. Sicherlich muss man beim Besucher ein wenig Interesse für sei wecken, aber wenn man liest, dass bspw. die Kleideraffen, oder Seekühe oder Erdwölfe,... die EINZIGEN in Europa sind, dann macht das auf den Besucher auch sehr viel Eindruck. Ich persönlich, vielleicht aber auch, weil ich ein "routinierter", interessierter Zoobesucher bin, langweile mich schrecklich vor Löwenanlagen. Seltene, ausgefallene Tiere, und seien sie noch so klein und harmlos, fesseln mcih dagegen.
Die Zoodirektoren, obwohl größtenteils Zoologen und nicht Marketing-Berater, verspekulieren sich bei den Besuchern oft, denke ich. Siehe Zooführer-Diskussion!
(20.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   In fast allen Punkten kann ich da zustimmen, und natürlich vermitteln Tiere in Familienverbänden und in Gehegen, die den Betrachter das Biotop erahnen lassen, einen besseren Eindruck, als in enger Käfighaltung.(dem Tier ist das wohl sicher oft egal, nur wir fühlen uns besser damit!?!) Nur ist es ja gerade mal am Hallenser Raubtierhaus sehr schön zu sehen, dass, egal wie umstritten dieses Haus auch sein mag (letztlich spielte auch der Denkmalschutz hier eine nicht zu verachtende Rolle), es dennoch möglich ist, das Tier auch zu ZEIGEN! Wenn auch die Geräusch- und Geruchsöffnungen im Glas so hoch sind, dass selbst ich, mit 1,98 Meter nicht daran riechen kann, und das Glas, wie in fast allen Zoos, selbst mit Polfilter die Zoofotografie immer unmöglicher macht, so kann ich doch dennoch hier wenigstens das Tier betrachten. Vor der Leipziger Löwenanlage standen Schüler, mit einem Auftragsbogen in der Hand, den sie ausfüllen mussten. Die Löwen haben sich ihren Ruheplatz, den Löwen ja nun mal 20 Stunden am Tag auch nutzen, hinter dem Hügel gesucht. Die Schüler schauten also eine ganze Weile, nichts passierte, dann fragten sie mich, füllten danach ihren Bogen aus und gingen wieder, ohne das Tier überhaupt gesehen zu haben. Nun sind wir aber schon wieder bei Anlagen, gar nicht bei selten gezeigten Tieren. Und da finde ich eben gerade das Beispiel von Michael mit den Gnus sehr typisch. Über kaum ein Tier wurden in Afrika mehr Filme gedreht, als über die Gnus. Fast jedes Kind kennt sie. Keiner will glauben, dass es bei den riesigen Herden der wandernden Gnus sich um Tiere handelt, die in einigen Unterarten kurz vor dem Aussterben stehen. (Das hat beim Quagga auch keiner geglaubt!) Und nun, auf die Frage, wo kann ich denn mal ein Gnu in echt sehen, da erschöpfen sich unsere Angebote in Deutschland sehr schnell. Viele, der von dir genannten Gründe sind ja nachvollziehbar, nur meine Frage ist eben die, warum ist das, so wie ich es beobachtet habe, ein fast NUR deutsches Problem? Egal, ob ich da nach Osten blicke, oder nach Westen, diese Einspurigkeit sehe ich in kaum einem anderen Land. Machen diese Länder nun etwas falsch, oder sind deren Zoo-Direktoren nicht mehr zeitgemäß, wie man ja über die beiden berliner Kollegen ebenfalls oft lesen kann, oder ist es vielleicht doch mal wieder, wie so oft in der Geschichte, ein typisch deutsches Phänomen?
(20.04.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   Das Problem der Inzucht ist sicherlich bei allen Tieren existent, aber weitverzweigte Zuchten haben ein höheres genetisches Potential als kleine Zuchten. Es ist bestimmt schwierig dies in griff zu bekommen und es wird bestimmt nicht ohne Gen-Auffrischung, wenn nötig aus freier Wildbahn gehen.
Artgerechte Gehege gibt es sicherlich nur sehr bedingt, aber es gibt Gehege, die das Tier nicht bloßstellen, sondern den Betrachter erahnen lassen, was ein Biotop ausmacht. Der Zoo Hannover geht da eher den Weg des Freizeitparks, die neuste entstehende Kreation, ein gesunkenes Schiff, ist ja nun kein klassisches Biotop für Pinguine. Sicherlich sollte dieser Zoo nicht als Beispiel neuer Zoogestaltung gelten.
Dagegen geht Halle, in dem optisch und inhaltlich fragwürdigen Raubtierhaus zumindest etwas neue Wege. Haben die Außengehege neben Glasscheiben auch Geruchs- und Geräuschfenster.
Und auch die neuen Anlage für Flusspferde im Zoo Antwerpen hat keine Grotten und vermittelt trotzdem einen guten Eindruck der großen Tiere.
Doch denke ich, dass eine große Chimpansengruppe wie in Arnheim bestimmt mehr von dem Affen zeigt, als ein Paar in einem kleineren Käfig, in dem ich sie allerdings besser sehen und riechen und hören kann.
Wie die Innengehege aussehen, da kann man nur auf das Tierverständnis der Architekten hoffen und es gibt auch neuere Anlagen mit großen Innengehegen. Jedoch erscheint mir die Anlage mit abwechslungsreichen Außengehegen und kleinen Innengehege immer noch besser als alles in Kleinformat.
In Köln vermisse ich auch das direkte gegenüberstehen vor dem Elefanten. Aber die Beobachtung des kleinen Familienverbandes, der spielenden Nachwuchs entschädigt doch für vieles.
In Köln halte ich auch die Architektur des neuen Elefantenhaus zumindest in soweit gelungen, dass es sich dem Zoo und dem Gelände anpasst und kein „ Klein-Indien“ darstellt.

(19.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Aber genau in den hier beschriebenen Beispielen zeigt sich doch das Problem. Viele der gezüchteten Arten finden keine Abnehmer mehr, weil jeder Zoo sie bereits hat. Was dann mit Löwen und Bären passiert, haben uns Zookritiker immer wieder unter die Nase gerieben. Und weil eben alle Zoos die gleichen Tiere halten, weil diese gerade mal modern sind, verlieren die wenigen Zoos, die den Trend nicht mitmachen, Partner für den Austausch von Zuchttieren. Weiterhin darf man nicht vergessen, dass diese Populationen, die plötzlich so viele Zoos mit ein und der selben Rarität dann "überschwemmen", oft von einigen ganz wenigen Zuchttieren ausgehen! Die Dresdener können ein Lied davon singen, welche Probleme man mit Takin-Nachzuchten hat, wenn alle Tiere in Deutschland von ein oder zwei Zuchtpaaren des Tierparks Berlin abstammen. Was das Zeigen der Tiere als Bestandteil ihrer Umwelt angeht, so kann ich nur sagen, dass das ja wohl so gut wie in keinem Zoo der Fall ist! Die Gehege sind neu, nach den heutigen Kriterien vielleicht auch modern und das, was man eben gerade mal heute als artgerecht bezeichnet, aber sind sie das wirklich? Die im Hintergrund befindlichen Innengehege unterscheiden sich von denen, von vor 100 Jahren so gut wie gar nicht! Und das was der Fordergrund zeigt, ist das denn ein Tier als Bestandteil seiner wirklichen Umwelt? Davon abgesehen, dass bei der erhöhten Verweildauer sicher keiner mal Eltern mit Kindern befragt hat, habe ich vor den neuen Anlagen nicht nur mit der Ungeduld der Kinder zu tun, die neugierig sind und dennoch oft genug gar nichst sehen, sondern auch damit, ihnen nach dem Zoobesuch zu erklären, dass eben, wie z.B. in Hannover, Elefanten, Tiger (schon gar keine vom Amur!!) und Leoparden NICHT in Tempeln leben, auch wenn Mogli dort die Curry-Wurst für 6 Euro serviert, (das Dschungelbuch läßt grüßen!), Flusspferde nicht in Grotten und Löwen nicht in Schluchten. Gerade erst habe ich in einem topaktuellen Zooführer von einem Zoodirektor gelesen, wie wichtig es ist, unseren Kindern in den Zoos das Tier mit allen Sinnen zu vermitteln. Nicht nur im Fernsehen sollen die Kinder die Tiere kennenlernen, sondern sie sollen staunend an der echten Größe eines Elefanten aufblicken, Tiere riechen, fühlen, eben mit allen Sinnen begreifen. Werden die Zoos mit ihren immer weniger Arten und den immer entfernteren Anlagen diesem Anspruch noch gerecht?
(19.04.2005, 00:00)
Ingo Rossi:   Zugegeben, der Verlust der Artenvielfalt im Zoo trifft mich auch. Liest man alte Zooführer, erstaunt mich die damalige Vielfalt der Zoos, und so manche Art würde ich gerne mal (wieder)sehen. Jedoch ist es nicht auch eine logische Folge des Zuchtprogramms der Zoos? Ich denke da an die Elefantenhaltung: immer mehr Zoos bauen große Gruppen auf und werden hoffentlich langfristig auch genug Nachwuchs haben, der dann an andere Zoos abgegeben werden muss, die genetisch Wertvollen und auch die sogenannten Überzähligen. Also werden mehr Zoos mehr Elefanten haben und austauschen können aber auch großflächig unterbringen müssen, mit und ohne Zucht und vor allem ohne große Importe aus den Heimatländern der Tiere. Das geht dann natürlich zu lasten andere Arten. Aber für ein gut funktionierendes Zuchtprogramm ist es sicherlich unerlässlich.
Und genau daran scheitert ja auch zum Beispiel die Kleideraffengruppe in Köln. Der Nachwuchs stellte sich zuletzt nicht in der gewünschten Form ein, neue Affen sind aus anderen Zoos nicht zu bekommen, die Gruppe überaltert und wird ja wohl vorrausichtlich im Kölner Zoo "aussterben". Gäbe es ein größeres Potential in anderen Zoos (würden also alle Zoos die gleichen Tiere halten) wäre das nicht geschehen.
Wollte man ein optimalen Austausch unter den Zoos haben, dann müssten wohl alle Zoos die gleichen Tiere halten. Einzelne, seltene Tierarten sind doch eigentlich kaum noch zu rechtfertigen, zumal nicht, wenn es um Zuchtprogramme geht.
Als häufiger Zoobesucher haben auch mich die großen Tierhäuser mit vielen Arten fasziniert, aber ist das noch zeitgemäß? Ist es nicht viel besser, das Tier als Bestandteil seiner Umwelt zu zeigen, auch mit der Gefahr, es mal nicht zu sehen? Zumal, nach vielen Untersuchungen zufolge, die Verweildauer der Besucher vor dem einzelnen Gehege damit länger wird und gleichzeitig ein besseres Umweltbewusstsein bei den Besuchern für Lebensräume geschaffen wird.
Die letzten Hyänen in Köln lebten noch in Käfigen, mein damals kindlicher Eindruck von diesen schönen Tieren, war ein ewiges Hin- und Herlaufen, und trotz der Zoobegeisterung die bleibende Frage: Ist diese Haltung richtig? In Leipzig habe ich die Hyänen nur von weitem gesehen, aber der negative Eindruck stellte sich nicht ein.
Und will der seltene Zoobesucher nicht auch gerade die für ihn wichtigen Tiere sehen? Löwe, Giraffe, Menschenaffe etc.. Ein Tanrek oder ein Ducker oder ein Kleinkantschill würden sicherlich weniger Begeisterung hervor rufen. Nur so kann ich mir z.b. die momentane Löwenbegeisterung erklären bei Neubauten.
Der richtige Mittelweg scheint da noch nicht gefunden zu sein. Die Notlösung, Nasenbären in ehemalige Tigeranlagen oder Bärengräben zu halten, ist sicherlich nicht befriedigend. Aber was sollte sonst, bei fehlenden Geldmitteln, mal soeben damit passieren? Leerstand? Auch nicht gut.

(19.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Kleiner Nachtrag.Es ist doch seltsam, das,wenn ein Zoo schon seine Menschenaffenarten-Sammlung um eine Art reduziert, dann trifft es immer die Schimpansen.Das ist in Frankfurt passiert,Stuttgart möchte es wohl auch so,und in Berlin hat man es auch versucht.Warum müßen immer Schimpansen gehen? Die sind im Freiland mittlerweile auch schon bedroht. Wenn das so weitergeht, sieht man Schimpansen bald nur noch in kleinen Tierparks.Ob jemals ein Zoo seine Gorillas zugunsten von Schimpansen abgibt ? Ich denke,das wäre in etwa so,wenn Berlin seine Großen Pandas zugunsten von Braunbären abgeben würde....
(17.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Neubauten müssen nicht zwangsläufig eine Vebessereung der Tierhaltung bedeuten.......Im Falle von Halle denke ich aber,das die neuen Anlagen eine Verbesserung zu den früheren Anlagen darstellen.
Was Stuttgart angeht, es wäre sehr emphelnswert,auf mindestens zwei Mesnchenaffenarten zu verzichten und diese nach Umbau des alten Hauses (und Errichtung entsprechender Aussenanlagen) dort zu halten,und auf den neubau zu verzcihten,der garantiert das Aus der haltung einiger Huftierarten bedeutet.Das gilt natürlich auch für den geplanten Neubau des Elefantenhauses,dem Anschein anch kann ein Zoo wohl nicht ohne Elefanten existieren(er kann, siehe Dortmund, Frankfurt oder Rheine),dem denkbarerweise die Onager zum Opfer fallen werden.Übrigens ebenfalls eine Art,die zunehmend aus den Zoos verschwunden ist,womit wir wieder beim Thema wären.Die Anoas werden bestimmt im Bestand verbleiben.

(16.04.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Zu Stuttgart: die Schimpansenhaltung soll meines Wissens beendet werden, in dem neuen Haus - für das im übrigen noch keine Mittel bewilligt wurden - sollen nur Gorillas und Bonobos gehalten werden. Dafür werden sicher einige Arten im Afrika- Bereich abgegeben werden.
Und was aus Onagern und Anoas wird, wenn an der Stelle ihrer Anlagen ab 2012 ein neues Elefantenhaus gebaut wird, ist auch fraglich.
(14.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Also zu den Bauten in Halle, da hast du sicher recht, wenn du sagst, sie sind noch nicht das gelbe vom Ei, aber wenn ich mir genau diese Anlagen von früher her noch mal anschaue, dann sind die neuen alle male besser! Ich denke nur an den riesigen Kohlenhaufen vor dem Raubtierhaus, die abgeplatzten Fliesen im Seelöwenbecken und das wirklich unmögliche Haus für Flußpferde und Schimpansen!
(14.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Dresden müßte meines Wissens anch zumindestens noch einen turkmenischen Karakal haben,desweiteren werde afrikansiche Karakale noch im Zoo Berlin(ein Tier),seit neuestem wieder in Friedrichsfelde!(sehr lobenswert)und in Stralsund gehalten.Eventuell gibt es noch mehr,vielleicht in kleinern Parks in den neuen Bundesländern,aber wenn man bedenkt,das diese Art früher fast überall gehalten wurde,ist das herzlich wenig........Übrigens,achte mal darauf,wo noch Yaks gehalten werden......In einer Handvoll Zoos,selbst Haustiere verschwinden aus den Zoobeständen,und jetzt soll mir mal ein Zoodirektor erzählen,AYaks seien nicht publikumswirksam.Ich ahbe selbst mit Yaks gearbeitet,die kamen her´vorragend bei den Besuchern an.Immer,wenn ich das gehge betretetn ahbe,fragten mich massig Leute"Tun die Ihen Nichts?"Potenziell gefährliche Tierarten kommen IMMER bei den Besuchern an.In den letzten Jahren ahben etlcihe "Große"Zoos ihre Yaks abgegeben und nur noch wneige Großzoos ahlten dieses eindrucksvolle Rind.Sehr traurig.Was aber den Zoo halle angeht,so kann ich Olivers Meinung nciht teilen.Die Neuanlagen,inklusive Raubtierhaus,sind weder für die Tiere,noch für die Besucher ansprechend und verderben mit ihrer furchtbar aufdringlcihen Architektur den landschaftlcihs ehr reizvollen Charakter des Zoos.Nicht immer verschwinden auch Tierarten aus den Zoso,weil diese das Interesse daran verlieren,sondern auch weil sie nciht artgerecht gehalten werden können.Giraffen leben nun mal in lockeren Sozialverbänden,die aus mehr als nur zwei oder drei Tieren´bestehen.Um Giraffen in Großgruppen halten zu können, braucht man Platz, den halle diesen Tieren nciht bietetn kann,wie fast alle deutschen Zoos.Ich keinen einzigen deutschen Zoo mit einer ach nur annährend artgerechten Giraffenhaltung.
Wenn ich da degen an san Diego denke oder das Fossil Rim Wildlife Center in Texas,da werden Giraffen herden weise in günstigsten Klima in unverschämt riesigen Anlagen gehalten.......
Da ist es besser,man verzichtet auf die Haltung dieser Tiere,wenn ich sie nciht vernünftig ahlten kann.Von daher sollte auch Dresden auf den Neubau einer Giraffenanlage verzichten.Das Halle aber seine Pumas behalten ist,ists ehr erstaunlich und gleichzeitig begrüßenswert,denn auch der Puma ist nahezu aus den deutschen Zoobeständen verschwunden,die Besucher wollen eben nur gefleckte Katzen sehen.Tierarten vesrchwinden auch,weil sie derart selten geahltenw erden,das Verlsute nciht ausgeglcihenw erden können.Das End eder Kölner Kleideraffenhaltung ist abzusehen,um ein Beispiel zu nennen.Halle hatte keine Chance,zu seinem einzelnen Dschiggetai weiter Tiere dazuzubekommen.Aus den gleichen Gründen scheiterte Frankfurt auch seinen Gerenuks oder zebraduckern.Unzählige Beispiele lassen sich anführen.Anderer Tiere bekommt man auch nciht mehr aus den herkunfstländern,wie zum Beispiel Wombats.Es ist fast schier unmöglich,aus Australien Tiere zu bekommen.Halle sollte sich auf die Haltung von Gebirgstieren undkleinersn Säugern beschränken,und auch auf die Elefantenanlge sollte getrost verzcihtet werden.Leipzig ist nciht weit entfernt......Die Zoos sollten wesentlcih besser ihre Bestände aufeinander abstimmen.Halle und Leipzig müssen nicht beide Elefanten haben......
Ebensowenig ist es zu vertreten,das ein Zoo alle vier menschaenaffenarten ahlten muß,wenn er nicht einmal in der lage ist,eine davon artgerecht zu halten,so wie in Stuttgart.Ja,dort plant man beretits ein zweites,neues Haus für die afrikansichen Menschaenaffen,damit man ja nicht eine davon abgegeben muß.Und wo wird das haus gebaut?Auf dem Platz,wo derzeit noch Huftiere gehalten werden.....Das bedeutet mit Sicherheit das End eder wasserbockhaltung in Stuttgart,auch die Warzenschweine werden wohl gehen müßen und höchstesn die Grev-Zebras können aus Traditionsgründen bleiben.Nur damit man alle vier Menschenaffenarten halten kann.....Nun,und wenn nun ein Zoo selten gehaltene Arten hat,wie z.B Rotducker oder Bartschweine,so ist des sehr schwierig,Abnehmer dafür zu finden,aufgrund mangelnden Interesses der Zoos,denen es reicht,einfach zu haltende Arten zu zeigen oder eben nur publikumsattraktive Tiere.Warum schießen zur Zeit Löwenanlagen wie Pilze aus dem Boden ? Und was Friedrichsfelde angeht,der Tierbestand,gerade im Huftierbereich,ist wirklich grandios,aber wie die Tiere präsentiert werden,darüber braucht man sich wohl kaum zu unterhalten.Das"Affenhaus"für afrikanische Primaten zum Beispiel.Wie wär's mit einem Spendenaufruf zum Bau eines neuen Affenhauses in Friedrichsfelde? Oder man sammelt mal ein Paar Äste,um sie nach Berlin zu schicken.Beim Anblick solcher"Neubauten"verzichte ich gerne auf die Beobachtung noch so selten geahltener Primaten.
(14.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Noch eine Frage an Michael. In Dresden gab es doch (bis vor kurzem???) noch turkmensiche Karakale, man war dort so besonders stolz darauf, weil sie in das "asiatisch" geprägte Raubtierhaus so gut passen und extrem selten gezeigt werden. Nun schreibst du, du musstest extra in die USA, um mal wieder einen Karakal zu sehen. Sind die in Dresden nicht mehr da? Wäre ja echt schade!
(14.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Auch ich möchte noch einmal sagen, dass ich kein Freund von wilder Sammelleidenschaft bin. Und Einzelhaltung, nur um ein Tier zu zeigen, die finde ich auch nicht so toll. Und artgerecht, wie immer, dem Zeitgeist gehorchend, man dieses definiert, sollte die Tierhaltung auch sein. Aber wenn ein Zoo seine Anlagen auf hervorragende Weise umbaut, und artgerecht gestaltet, diese Anlagen dann aber z.B. mit Haustieren füllt, dann kann ich das nicht gut finden. Mir wird das am deutlichsten, wenn ich in den Zoo nach Halle komme. Dieser wirklich schöne Zoo in seiner landschaftlich einmaligen Lage auf dem Reilsberg hat in den letzten Jahren unzählige neue Anlagen bekommen, die jeden Zoofreund begeistern. Schaue ich mir aber den Tierbestand an, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Artenreduzierung, gerade in einem Innenstadtzoo ist sicher unumgänglich. Aber wenn ich Streifenhyänen, und Ozelots und Palmroller abgebe, Löwen und Pumas behalte, dann frage ich mich, warum? Giraffen weg, dafür ein Spielplatz! Da, wo früher die Breitmaulnashörner waren, sind heute Zackelschafe. Statt Banteng habe ich Steinesel, statt Andenkondor, Gänsegeier! In einer Anlage wurden nebeneinander Przewalskipferde, Hartmann-Bergzebras und der letzte, in Deutschland gezeigte Dschiggetai gehalten. Heute sind dort Ponys!!!
Urson, Vielfraß, Manul, Nebelparder, Helmkasuar, Goral und Flußpferd sind weg! Halle war vor dem Krieg so berühmt für seine Haltung und Zucht von Wombats! Lang lang ist her!
Was also nutzen die schönsten und modernsten Gehege in einem Zoo, wenn ich sie nicht anspruchsvoll mit Leben fülle? Auch ich weiß um die europäischen Haltungsrichtlinien, genau deshalb habe ich mir die Zoos in Posen und Breslau bewußt noch angesehen, vor dem EU-Beitritt Polens, denn ich wollte diese Zoos gern noch einmal MIT Tieren sehen! Aber Zoos wie Magdeburg und auch der Tierpark Berlin zeigen ja, dass es auch anders geht! Schade, dass diesen Direktoren dann oft genug vorgeworfen wird, sie seien nicht mehr zeitgemäß, nicht modern, sondern sammelwütig und von "Gestern"!
(14.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Sorry für die vielen Tippfehler,meine Tastatur ist nicht mehr die beste,schnellschreiben klappt nicht mehr....Aber 5 von 4 Affenarten, das geht natürlich nicht, also nehmen wir noch Bären,-und Rotgesichtsmakaken dazu, dann stimmt's wieder.....
(13.04.2005, 00:00)
Michael Amend:   Tja, und der Artenschwund nimmt kein Ende.....Einstige "Allerweltsarten",also Arten,die in also wirklich in jedem noch so kleinem Klitschen-Tierpark gehalten wurden,z.B das Streifengnu,sind spurlos verschwunden,und die einstigen"Raritäten",Bespiel Bongo,sind mittlerwile bei wietem häufigre in(deutschen)Zoos zus ehen als Gnus....Tatsächlich werden Streifengnus derzeit nur noch in den Zoos Landau und Münster,sowie in den beiden safariparks Hodenhagen und Stukenbrock gehalten,das war's.Berlin hat vor zwei jahren seine beiden letzten Weißschwanzgnus geschlachtet......Mit Bongso wäre das bestimmt nicht passiert,die immerhin in Berlin, Magdeburg,Duisburg,Wuppertal,Münster,Frankfurt,Nürnberg und Stuttgart gezeigt werden, also ein paar mehr als Gnus...Antilopen sind anscheinend nicht publikumsattaraktiv, denn viele andere Arten verschwanden oder verschwinden gerade,momentan sind es die ganzen Wasserböcke, die alngsam verdrängt werden,Gazellen gibts es auch nochs ehr wenige,mit Ausnahme von Blessböcken und Impalas sind auch sämtliche Kuhantilopen versschwunden,Ducker sowieso.In den nächsten Jahren wird es nur noch Große Kudus, Elenantilopen und Mendesantilopen geben, ein paar Springböcke noch.Bleiben wird doch bei Huftieren.Gebirgswiederkäuer verschwinden,Mähnenschafe sind schons ehr selten in deutschen Landen,während Mishmi-Takine explosionsartig über Europa verstreut werden....Um aber kurz Stellung zum ersten Eintrag zu machen,einige der darin erwähnten Arten warens chon immer sehr selten in den Zoos vertreten, Beutelteufel zum beispiel, wurden in Deutschland nur in Köln,Duisburg und Neuwied gehalten und vereinzelt auch gezüchtet.Klappmützen agbs es nur kurz hinteeinander zwei in Bremerhaven,die nur sehr kurz gelebt haben und eine im Berliner Zoo.Takine werden erst seit 1978 in Europa kontinuierlcih gehalten und seit 1980 gezüchtet.Erst ab den 90iger jahren gings es dann rapide bergauf,und mittlerweile sind Takine längst keien rarität mehr,sieht man von den beiden Unterarten Gold,-und Sichuantakin ab.Orcas waren ebenfalls sehr seltene Pfleglinge und sind es in Europa nach wie vor.Die Delphinhaltung begann in Deutschland in den 60iger jahren und hatte ihre große Zeit in 70 und 80iger Jahren.Viele Delphinarien sind mittlerweile verschwunden und übrig sind nur MÜnster,Nürnberg und Duisburg.
Gabelböcke wurden nur wenige Jahre iN ahnnover und Friedrichsfelde gehalten,selbst in US-Zoos sind sie sehr selten,da sie extrem schwierig zu halten sind.Erdferkel gab es ebenfalls nur wenige deutsche Zoso,die sie gehalten haben,aufgrund fehlender Nachttierhäuser.See-elefanten waren aber in der tat häufig zu sehen,kaum ein Zoo,der ins einem Robbenbecken nciht mindestens einen Bullen mit herumschwimmen ließ.In diesem fall muß ich sagen,ist es aber besser,das diese Art nciht gepflegt wird,deren lebensansprüche kann man im Zoo nicht erfüllen.Nun,das Thema Artenschwund beschäftigt mich ebenso,aber wenn man es anprangert,das heißt es gleich,man möchte die alte Menagerie zurück.Dem ist aber nicht so.Ich bin 2002 extra in die USA geflogen,um längst aus Europa verschwundene Arten wieder,-oder zum ersten mal zu sehen,Schade,das man nach Amerika reisen muß,um wieder einaml einen karakal zu sehen,oder Spanische Steinböcke.....Kleinkatzen gibt es nämlich auch kaum noch,Seval,Karakal,Ozelot,Bengalkatze,Salzkatze,alles bis auf ganz wenige Ausnahmen,weg.....Kommen wir zu den Primaten.Wer schafft es,auf Anhieb 10 deutsche Zoos zu nennen,die noch Rhesusaffen,Schweinsaffen,Hutaffen oder Javaneraffen pflegen? Und wer schafft es,auch nur einen Zoo zu nennen,der 5Arten davon pflegt? Alle davon hat eh keiner mehr.Hmm, und wo zum sind bloß all die ganzen Meerkatzen hin ? Schlägt man einaml nur so zum Spass einen alten Duisburger Zooführer auf,nehmen wir mal die Ausgabe von 1986,so wird man seinen Augen nicht trauen,was man da liest:Es wurden gehalten:Sumpf-,Kronen-,Rotnasen-,Mona-,Blaumau-,Weißnasen-,Diana-,Roloway-,Brazza-,Elenkopf,-und Grüne Meerkatze!!!!!!! Ungalublich, aber wahr.
Kaum ein Zoo in Deutschland, der noch die gewöhnlichen meerkatzenformen hält,Sumpfmeerkatzen gibt's nur ncoh in karlsruhe,einge der oben erwähnetn Arten werden gar nicht mehr gehalten.Und für diesen Artenschwund gibts noch zig Beispiele.Der Tierbestand in den deutschen Zoso ist sich unglaublcih ähnlich. warum baut Duisburg eine begehbare Katta-Analge,wo es in Münster schon eine solche gibt ?Und das,wo im Duisburger Affenhaus viele Arten darauf warten,eine neue Anlage zu bekommen....Und warum züchten plötzlich soviele deutsche Zoos Eleafnetn und auen tolle neue Anlagen für sie, Panzernashörnera ber weiterhin fast überall echt besch..en gehalten werden? Warum ahben diese Tiere überall extreme Probleme mit den Füßen ? Weil sie auf zu harten Boden gehalten werden.
Tja, traurigerweise genügt es heute,sich in einem Zoo den Zooführer zu kaufen, und diesen beim Besuch im nächsten wiederzu verwenden......Haut hundertprozentig hin.....So,jetzt reicht es aber erstmal.
(13.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Ich möchte zu diesem Thema mal lobend den Zoo in Magdeburg erwähnen! Entgegen dem "Artenverarmungswahn" hat der Zoo in Magdeburg seit Mitte der 90er Jahre seinen Tierbestand in der Artenvielfalt deutlich verbessert! Und das eben auch um Arten, die HEUTE kaum noch gezeigt werden. Seraus, Borneo-Bartschweine, Große Ameisenbären, Tamanduas, Vielfraße, Baumstachler, Manule und Rothunde sind einige Arten, die da nennenswert und sehenswert sind!
(13.04.2005, 00:00)
Seltengezeigt?:   Sehe ich ähnlich. Artenreduzierung (wenns sein muß- es muß leider sein) JA, aber dann bitte sinvoll!
Statt dass in jedem Zoo Lamas, Alpakas, Präriehunde, Erdmännchen, Nasenbären, Waschbären, und sonstiger Mist (tut mir leid) leben, sollte man lieber wieder dazu übergehen, "Spezialitäten" zu haben, wie z.B. in Duisburg früher Beutelteufel oder in Leipzig Bergtapire.
(12.04.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Also wenn es verwerflich ist, dann zähle auch ich zu den "verwerflichen" Zoofreunden. Ich denke da an die Haltung von Bergtapiren in Frankfurt, Leipzig und Stuttgart, aber auch an die Haltung von Walroß, Binturong und vor allem, an die Haltung von allen drei Hyänenarten. Genau diesem Thema der Hyänen möchte ich auch gern mal einen Artikel widmen, den ich für den Tiergartenrundbrief schreiben will. Denn es sind ja nicht nur die "seltenen" Tiere, die, aus welchen Gründen auch immer, aus den deutschen Zoos verschwinden. Heute ist es leichter, mal ein Okapi oder ein indisches Panzernashorn in einem deutschen Zoo zu sehen, als eine Streifenhyäne. Und so wie dem Dingo, ging es auch der Nilgau-Antilope und in letzter Zeit auch zunehmend den Flußpferden. Ich habe mal einen sehr interessanten Bericht von einem Mitarbeiter des Zoos in Hannover gehört, darüber, dass früher in sehr vielen Zoos Drill und Mandrill nebeneinander gehalten wurden. Dann stellte man irgendwann mal fest, die Gehege sind zu klein. Also gab man eine Tierart ab. Fast alle Zoos behielten den farbenprächtigeren und damit besucherwirksameren Mandrill. Und irgendwann später stellte man mit Entsetzen fest, es gibt so gut wie keine züchtende Drill-Gruppe mehr.
Leider haben die Zoos wohl aus diesem Beispiel nicht gelernt.
(12.04.2005, 00:00)
Seltengezeigt?:   Mit gemischten Gefühlen sehe ich, wie selten gezeigte, oft schwer zu haltendende, Tierarten aus unseren Zoos verschwinden. Vor ein paar Jahrzehnten noch fand man Gabelböcke, Takins, Beutelteufel, Erdferkel, Delfine, Orcas (!), Seeelefanten, Klappmützen, Schuhschnäbel,... (die Liste darf gerne erweitert werden) beinahe "flächendeckend" in deutschsprachigen Zoo-Gefilden. Natürlich weiß ich, dass es keinen Sinn macht, Exotenausstellungen zu betreiben, sondern man sich auf Erhaltungszucht und andere Kernaufgaben eines Zoos beschränken sollte, doch ist es verwerflich, wenn mich manchmal Wehmut an die Kollektionen vergangener Tage erinnert und ich sie mir zurückwünsch?
(11.04.2005, 00:00)

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