
| Mulan: | Ich möchte den Zoo Kralove auf keinen Fall schlecht reden, um Gottes Willen, ich war noch nie dort, habe bisher aber nur Positives gehört. Letztes Jahr hatten Duisburg, Wuppertal, Nürnberg, Berlin und Stuttgart Bongo-Nachwuchs. Frankfurt darf im Moment nicht züchten, wie mir ein Pfleger erzählte, Magdeburg hatte eine Fehlgeburt und was Münster angeht, da weiß ich es nicht. So schreckhaft, wie immer wieder behauptet wird, sind Bongos gar nicht. Die Frankfurter Tiere lassen sich sogar von Besuchern streicheln und in Basel durften die Besucher sogar in den Stall, die Tiere haben sich von dem Kindergekreische darin nicht stören lassen. Da sind viele Gazellen wesentlich nervöser und neigen eher zu Panikreaktionen als Bongos. (24.09.2006, 06:41) | ||
| Mel: | wenn ich mich recht an das zuchtbuch 2005 erinnere gab es da bei fast allen zoo lange Zuchtpausen trotz gruppenhaltung außer in DK. Und man sollte nicht vergessen das es sich auch bei den Bongo um eine doch sehr schreckhafte Waldantilope handelt. aber eben auch die Nashornzucht und Haltung finde ich sehr bemerkens und lobenswert (23.09.2006, 20:21) | ||
| Mulan: | Zuchterfolge bei Bongos sind ja Beileibe nichts mehr Besonderes, sondern bei allen Bongo-Haltern sind sie normal. In England werden Bongos bereits in mehreren Safariparks gehalten. (23.09.2006, 20:18) | ||
| Mel: | Mein letzter Besuch in Dvur Kralove liegt zwar auch schon mehrere Jahre zurück (ich glaube über 10 oder 15), jedoch ist mir eins immer mehr aufgefallen, die Zuchterfolge von dort sind beachtlich, alleine die Haltung vieler arten ist dort nict wie bei uns gängig auf ein max. zwei Häuser plus Anlage begrenzt (siehe die Nashornanlagen und zucht) nicht z vergessen auch die sehr guten zuchterfolge bei Bongos. Hut ab, ist wirklich ein zoo der sich verdammt gut entwickelt hat. (23.09.2006, 20:02) | ||
| Jana: | Das ganze Safari hat 28ha, der erste Teil mit Junggesellengruppen von verschiedenen Wasserbock-Arten ist der kleinste, mit etwa 4-5ha, die zwei restliche koennten etwa 10-12ha gross sein. (23.09.2006, 19:58) | ||
| Karsten Vick: | Die ganze Safari ist 27 ha groß, für die Abteilungen hab ich keine Zahl gefunden. Aus der Erinnerung würde ich sagen, dass sie relativ ähnlich von der Größe sind, dazu gut strukturiert (hügelig und mit eingestreuten Wäldchen). (23.09.2006, 19:54) | ||
| Michael Mettler: | Wie groß sind diese einzelnen Teile der Safari in Dvur Kralove in etwa? (23.09.2006, 11:07) | ||
| Jana: | @Michael M. Wie schon Karsten Vick gesagt hat, leben in Safari-Teil in Dvur Kralove zusammen Junggesellengruppen und auch Zuchtgruppen (das Safari ist in 3 Teilen geteilt und die Arten-Kombinationen sehen gut überdacht aus). Es leben da etwa 15 Arten Huftieren, davon sind da als Zuchtgruppen nur "gewönliche" Arten wie Elenatilopen, Litchi-Wasserbocken (etwa 30-köpfige dicht-geschlossene Herde), Watussis und Weissschwanzgnus, bei den die potenzielle Verluste nicht so schmerzhaft wären. Das zwischen den Tieren ab und zu zu Agresion kommt ist warscheinlich, aber in keinem Artikel oder Jahresbericht habe ich über Verluste "dank" Junggeselle-Haltung nie etwas gelesen, und bei meinen Besuchen habe ich auch keine grosse Narben oder frische Verletzungen bei den Tieren gesehen. Am Anfang (1987 oder schon 1985?) waren da ausschlieslich nur Junggesellengruppen gehalten, erst später kamen auch einige Zuchtgruppen dazu, wegen Platzmangel. (23.09.2006, 10:29) | ||
| Michael Mettler: | @Karsten Vick: Dass die Arten ihre eigenen Wege gehen und allenfalls an Futterplätzen näheren Kontakt haben, konnte ich auch in Hodenhagen mehrfach beobachten. Nun ist das an sich nichts Ungewöhnliches - kenne ich von "Afrikasteppen" in den Zoos auch - war aber in Hodenhagen bei einem meiner Besuche deshalb für mich bemerkenswert, weil z.B. in den Gruppen der Südafrikanischen Spießböcke und Rappenantilopen zwar beide Geschlechter vorhanden waren, aber jeweils mit deutlichem Männerüberschuss. Trotzdem traten beide Gruppen relativ geschlossen auf, will heißen, die "überzähligen" Bullen gingen nicht eigene Wege oder vermischten sich gar zu artübergreifenden Junggesellentrupps. Natürlich war das nur eine "Momentaufnahme". (23.09.2006, 09:25) | ||
| Karsten Vick: | @Michael: Das stimmt nicht, im Safariteil in D. K. gibt es sowohl Junggesellen- als auch Zuchtgruppen. Bei den Safaribusfahrten sieht es so aus, als wenn jede Gruppe, egal ob ein- oder zweigeschlechtlich, ihr eigenes Ding macht. Hier triffst du eine Herde Elen oder Wasserböcke, da einen Gnubullen oder Zebrahengst. Keine Ahnung, ob es auch mal Zoff gibt. (23.09.2006, 00:24) | ||
| Michael Mettler: | Ausgelöst durch den Saiga-Thread habe ich eine Frage, die wir trotz ausgiebiger "Junggesellen"-Diskussion anscheinend noch nie im Forum hatten: Meines Wissens - ich war leider noch nie dort - ist doch der Safariteil in Dvur Kralove ausschließlich mit männlichen Antilopen und Einhufern bestückt, oder? Und das nunmehr seit etlichen Jahren, also scheint sich das Prinzip doch bewährt zu haben. Oder gibt es zwischen den Bewohnern häufig Schwierigkeiten? (22.09.2006, 23:14) | ||
| Zoosammler: | Die Antwort auf mich stammt selbstverständilch NICHT von mir, dann hätte ich mir ja die Frage sparen können. (15.07.2006, 23:22) | ||
| Kahuna: | Der giraffe in amersfoort ist ein antiquorum x peralta hybrid. (antwerpen hat zur zeit kein bulle. Nur 4 weibchen, 2 rein und 2 hybrid wie der amersfoort-bulle) In amersfoort ist noch 1 netz, de rest der gruppe ist rothschild. Und weiter in amersfoort haben sie auch ein junggesellengruppe hyenen. (neben der zuchtgruppe.) (15.07.2006, 22:47) | ||
| Niels: | Also in Ammersfoort gibt es noch einen Kordofanbullen aus Antwerpen, ob das letztendlich nur ein Hybrid ist, weiß ich natürlich nicht, aber eigentlich soll es ein reinrassiger Bulle sein. Denn in Antwerpen ist ja schon ein Männchen und nur zwei unterartreine Kühe. So kann er halt nicht zu Zuchtzwecken gebraucht werden. Weitere Kordofangiraffen gibt es ja nicht, weder im Zoo noch in der Wildnis. (15.07.2006, 22:08) | ||
| Michael Mettler: | Mir ist gerade eingefallen, dass in Springe die Wildschweinkeiler zeitweise von den Bachen getrennt gehalten werden (die Anlage ist ja ein Doppelgehege). Also scheint beim Wildschwein eine reine Männerhaltung zu funktionieren, und das sogar in Anwesenheit weiblicher Artgenossen, die von ihnen nur durch einen Drahtzaun getrennt sind. Wäre also vielleicht auch bei Bartschweinen mal einen Versuch wert - sofern sich ein Zoo findet, der ÜBERHAUPT welche halten will. (15.07.2006, 18:48) | ||
| Michael AMEND: | @Michael Mettler Die beiden bereits in dem Haustierpark lebenden Po-Schwein-Eber sind Wurgeschwister und natürlich aus Landau. @Frank-Walter Büschner Meine Wundertastatur ist noch da, ich schreibe nur etwas langsamer....Und um deine zweite Frage zu beantworten:Ganz einfach, weil wir keinen Abnehmer für das Schwein gefunden haben, wer will denn noch männliche Po-Schweine ? (15.07.2006, 17:41) | ||
| Zoosammler: | Es gibt in Amersfoort NOCH eine Hybride. Weiss nicht genau welche Unterarten .... (15.07.2006, 17:28) | ||
| Saya: | Ja, da ist auch noch eine dritte dabei, welche muss ich nachgucken. (15.07.2006, 16:48) | ||
| Zoosammler: | @Saya: Geht "verschiedene Unterarten" über Rothschild- und Netzgiraffe hinaus? (15.07.2006, 16:43) | ||
| Walter Koch: | Hat Amersfoort nicht auch eine Jungesel- innengruppe für Varis? (15.07.2006, 16:12) | ||
| Saya: | Amersfoort hat eine Junggesellengruppe Giraffenbullen verschiedener Unterarten. (15.07.2006, 11:38) | ||
| Karsten Vick: | Na, das Thema war ja schon fast was für menschliche Junggesellengruppen! Aber andererseits, als Tierzüchter sollten einem solche Sachen nicht fremd sein. (15.07.2006, 09:52) | ||
| Frank-Walter Büschner: | Ups, peinlich peinlich, und ich dachte ich wüsste wie die heissen ;-). Naja um mal wirklich zum Thema zurück zukehren, Wie sieht es eigentlich mit Männergruppen von Giraffenbullen aus? Hatte ich nicht mla irgendwo gelesen, das viele Zoos auf ihren jungen Bullen sitzen bleiben oder irre ich mich da? Wäre doch auch cool, so ein Zoo der ´ne Gruppe Giraffenbullen halten würde. Oder noch besser, wie wärs mit einem Zoo, der nur Männiche Tiere hält, und sozusagen als Gen"speicher" dient? Aber wahrscheinlich hattet ihr das Thema schon. So, und ich bin jetzt Rasenmähen, Planschbecken aufbauen, und was man so noch so im Garten macht. Schönen Tag auch noch allerseits ;-) (15.07.2006, 09:46) | ||
| Michael Mettler: | unguiculatus, Herr Kollege, nicht Ungulciatus.... Als Ex-Rennmauszüchter kann ich das nicht einfach unkorrigiert lassen. :-) Übrigens eine Tierart, die man prima in JUNGGESELLENGRUPPEN halten kann, um endlich wieder zum Thema zurück zu kommen.... (15.07.2006, 09:37) | ||
| Frank-Walter Büschner: | Ne, hier ein besser Name für IHN: Meriones Ungulciatus^^...Krieger mit Krallen. Der Name soll auf ihre Heldentat mit der Hacke und dem Schwein bezogen sein^^ Ist übrigens der Lat. Name der Mongolischen Rennmaus von der ich 11 Stück besitze ;-) (15.07.2006, 09:27) | ||
| Frank-Walter BÜSCHNER: | @Michaeli Amenis Wo ist deine Wundertastatur?! Und, warum hatte das Schwein denn überhaupt so lange die möglichkeit den Bullen zu beissen bzw. zu prvozieren? (15.07.2006, 09:22) | ||
| Michael AMEND: | @Michaeli Mettlerus Ja, das stimmt. Das kleien Biest hat dem Watussibullen solange in die Hinterbeine gebissen,das dieser sich nicht mehr wehren konnte und die Flucht angetrteten aht. Das Schwein hat ihn verfolgt(ein Bild für die Götter)und bei dieser Jagd ist der Bulle auf nassem Laub ausgerutscht und der länge nach zu boden gestürzt.Daraufhin ist das Schwein ihm sofort an den Hals und hat sich in seiner Halswamme verbissen( Das erinnert mich an Gary larson:"Jetzt hast du ihn, würg ihn , würg ihn!") Da ich da gerade im Gehege war, konnte ich dem Bullen zur Hilfe eilen und das Schwein hat im wahrsten Sinne des Wortes zu spüren bekommen, was 'ne Harke ist.... (15.07.2006, 06:42) | ||
| Dortmunder: | Hat der Münsteraner Giraffenbulle "Axel II" nicht genau das gleiche Problem wie der Hannoveraner ? Der hat sich auch an einer sehr pikanten Stelle wundgescheuert, da die Kuh um einiges größer ist als er... (14.07.2006, 20:29) | ||
| Michael Mettler: | @Michael Amend: Der Gerechtigkeit halber sollte man noch ergänzen, dass es dein Jungeber ja nicht nur auf "Kronjuwelen" abgesehen hatte, sondern deinem Watussibullen auch schon an die Kehle gegangen ist, wie du erzählt hast.... Sind eigentlich die beiden Eber, zu denen er sich nun gesellt, aus dem selben Ursprungszoo oder wurden die erst dort zusammengewöhnt? Interessiert mich nur mal wegen der Junggesellenhaltung. (14.07.2006, 19:48) | ||
| Michael Amend: | Wo wir schon beim Thema sind, Hannover kann beten, ob der Giraffenbulle jemals wieder decken wird, der hatte vor kurzem einen pikanten Unfall....Bei einem Deckversuch ist die Kuh weggelaufen, als er versuchte, aufzureiten, er hatte aber noch soviel Schwung,das er mit seiner noch ausgefahrenen "Möhre"gegen einen Baum gerannt ist...Autsch! Das hat sogar der Kollegin wehgetan, die den Vorfall beobachtet hat....Die"Möhre"ist jetzt wohl mehr eine Banane.....Ich bin gespannt, ob es noch zu Giraffenbabies kommt... (14.07.2006, 18:37) | ||
| Michael Amend: | @Dortmunder "Klötenbeißer"war kein Spitzname für das Schwein, der war wirklich einer, mein Watussibulle kann da ein Lied von singen(jetzt in hoher Stimmlage)Also ist es wirklich besser, das du dir dieses Schwein nicht in den Garten gestellt hast, sonst wäre die Hochzeitsnacht unter Umständen ausgefallen..... (14.07.2006, 18:33) | ||
| Dortmunder: | @ Karsten : Bei dem Spitznamen für das Schwein ist mir auch schon ganz anders geworden... Also ziehe ich mein Gebot ganz feierlich zurück... (14.07.2006, 18:07) | ||
| Michael Amend: | @Michael Amend Ja, der Klötenbeißer ist heute weg und wohlbehalten an seinem Zielort angekommen. Nun, und wenn die Klöten der dortigen Pfleger nicht so weit herunterhängen wie die des Watussibullen, sollten sie eigentlich kein Problem mit dem Schwein haben. @Dennis Aus Datenschutzgründen möchte ich diese Frage unbeantwortet lassen, aber es waren schon ein paar. (14.07.2006, 17:46) | ||
| dennis: | @Michael amend: In welchen zoos hast du schon als Tierpfleger gearbeitet und wo hat es dier am besten gefallen? (14.07.2006, 14:50) | ||
| Karsten Vick: | Dortmunder, pass auf, was du dir in den Garten holst. (13.07.2006, 22:42) | ||
| Michael Mettler: | Ach, dann ist das wohl der "Klötenbeißer"? Na, hoffentlich sind die neuen Pfleger vorgewarnt... (13.07.2006, 20:15) | ||
| Michael AMEND: | Zu spät, morgen geht das Schwein an den Bodensee, Juhuu ! Meine Watussis werden Freudentänze tanzen.... (13.07.2006, 20:08) | ||
| Dortmunder: | Wie gesagt, ich übernehme gerne ein Schwein für meinen Garten ! :o) (13.07.2006, 07:12) | ||
| Michael Amend: | Ja, der soll in den besagten Haustierpark, wenn das nicht klappt, habe ich ein wirklich saumäßiges Problem...So schnellw ird es Po-Schweien nicht in Tierheimen geben, erstmal müßen die besagten deutschen Zuchten wieder in Gang gebracht werden. (13.07.2006, 06:43) | ||
| Michael Mettler: | Und was macht ihr mit dem Sohnekeiler? Oder ist das Nr. Drei für den besagten Haustierpark? Schon irre: Vor zwanzig Jahren stand ich ehrfürchtig vor den Duisburger Pinselohrschweinen, und jetzt landen sie schon in Haustierparks.... Mal sehen, wann ich hier im Tierheim eins finde :-) (12.07.2006, 21:51) | ||
| Michael Amend: | @Dortmunder Ich hatte nach Duisburg die erfolgreichste Zucht von Po-Schweien, im Verhältniss gesehen sogar die erfolgreichste , weil ich nur mit einem Paar gezüchtet habe ( 39 Ferkel ! ), während Duisburg mit mehreren Säuen gezüchtet hat.Die neue Sau kommt aus Münster , und ist dort Mai 2005 geboren worden. Ein nettes Tier mit einem bescheuerten Namen, den ich baldmöglichst ändern muß....Ich muß abwarten, wie mein Zuchthahn auf die neue Geiß reagiert, ich bin aber guter Hoffnung, das er ein geiler Keiler ist, der nicht anspruchsvoll ist in der Auswahl seiner Liebsten... (12.07.2006, 19:33) | ||
| Dortmunder: | Nachdem ich ja gehört habe, das die Zucht bei den PO-Schweinen nicht wirklich erfolgreich läuft (Duisburg mal abgesehen), drück ich natürlich die Daumen, dass das bei euch besser läuft ! Wo habt ihr die Sau denn her ? (11.07.2006, 18:10) | ||
| Michael Amend: | Ja, in einem Haustierpark am Bodensee werden derzeit 2,0 Po-Schweine gehalten, und wenn alles gut geht, kommt am Freitag ein dritter Bock dazu. Ich halte ja seit über einem Jahr Vater und Sohn zusammen, seit Samstag habe ich aber endlich wieder eine Wutz! (11.07.2006, 17:46) | ||
| Michael Mettler: | Gibt es irgendwo schon Erfahrungen mit reinen Ebergruppen von Schweinen? (11.07.2006, 16:18) | ||
| Togo: | Wenn ich mich Recht erinnere , wurde die Idee eines Zoos nur mit Junggesellengruppen schon vor vielen Monaten hier im Forum von einem anderen Teilnehmer vorgestellt. Ich denke aber, das dieser Zoo nach kurzer Betriebszeit unter Besuchermangel leiden würde , denn viele Besucher gehen auch in den Zoo , um Jungtiere zu sehen. Mal abgesehen davon das keiner der deutschen Zoos dieses Projekt finazieren würde. Es ist eine Tatsache, das sich die meisten Zoos um Junggesellenngruppen drücken, denn mit Jungtieren gewinnt man Besucher, auch wenn das die Zoos nicht zugeben wollen. Ich finde es sehr bedauerlich, das die flächenmäßig großen Zoos keine Eqiden-Hengstgruppen halten ( Ausnahme Köln ) und diese"Last"den kleinen Zoos aufbürden. Die Arbeit machen wollen sich die"Großen"nicht, und auch auf Zebrafohlen möchte Niemand verzichten, aber dann von den Hengstgrupppen in kleineren Zoos profitieren, soetwas nennt man im "Tierreich"Schmarotzer.... (07.05.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Mit der Begeisterung von Landräten und Sponsoren ist das leider eine Sache für sich - soweit ich weiß, sollte in diesem Landstrich auch schon mal ein Primatenpark nach Apeldoorner Vorbild entstehen, wobei wohl das Primatenzentrum in Göttingen und die Uni Bielefeld zu den Initiatoren zählten. Wie man sieht, kam es dazu nicht, auch nicht an anderen ins Auge gefassten Standorten (u.a. auf dem Gelände des Tierparks Kalletal). Was das "fröhliche Überproduzieren" betrifft, würde ich mir von der Idee das genaue Gegenteil erhoffen, denn schließlich bleiben die "abgeschobenen" Tiere im eigenen Verantwortungsbereich, da es sich nun mal nicht um einen externen Abnehmer handelt, sondern um ein Gemeinschaftsprojekt. Somit griffe dort vielleicht eine gewisse soziale Kontrolle unter den bestückenden Zoos. Und wieso "hat es seinen Sinn, dass dort kein Zoo ist"? Kassel dürfte in Sachen Einwohnerzahl ungefähr in einer Liga mit Erfurt spielen, wo es bekanntlich einen Zoo gibt. Und Göttingen ist nicht weit entfernt. Möglicherweise könnte man ein solches Projekt wegen seiner verkehrstechnischen Knotenpunkt-Lage auch für andere gemeinschaftliche Dinge nutzen, z.B. für Tierpfleger-Seminare, Azubi-Blockunterricht usw. Zudem müsste man eruieren, inwieweit die umliegenden Universitäten einen solchen Park nutzen könnten. Immerhin bieten Junggesellengruppen interessante Forschungsgebiete. Aber da geht der Traum schon viel zu sehr ins Detail.... (05.05.2006, 00:00) | ||
| Zoosammler: | Eine logische und konsequente Idee. Im von ihnen beschriebenen Viereck befinden sich natürlich kaum große Städte, es hat also durchaus seinen Sinn, dass dort kein Zoo ist, dennoch sieht man in Deutschland nirgends einen alternativen Standort. Natürlich stößt auch eine solche Außenstelle irgendwann an ihre Grenzen und hat vielleicht den negativen Effekt, die Zoos statt zu einem Umdenken in Artenauswahl und Zuchtpolitik zu einem fröhlichen Weitermachen und "Überproduzieren" zwecks Besucherattraktivität zu bewegen, man hat dann ja schließlich eine "Abschiebemöglichkeit". Dennoch überwiegen aber die Vorteile diesen Nachteil, nicht zuletzt entsteht ein neuer interessanter Zoo und ich denke es gibt schlichtweg leider eine Notwendigkeit sich mittelfristig über Lösungen der Überschusszucht- problematik Gedanken zu machen. Warum also nicht? Landräte und Sponsoren würden sicher begeistert sein, denen ist es egal, ob Männchen oder Weibchen gezeigt werden, Hauptsache es sind publikumswirksame Tiere. (05.05.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ausgelöst vom Flusspferd-Thread führe ich jetzt mal die Themen "Junggesellengruppen" und "Außenzoo" zusammen. Da sich die Zoos züchterisch betrachtet als Gemeinschaft verstehen, wäre es doch konsequent, gemeinschaftlich eine Außenstelle zu errichten und zu unterhalten, in der vor allem "überschüssige", aber zur Erhaltung der genetischen Vielfalt wichtige männliche Großsäuger gehalten werden können; und zwar je nach sozialer Veranlagung der Arten in Junggesellengruppen oder auch einzeln (auf Elefanten-Jungbullen bezogen hatte ich mich schon mal entsprechend geäußert). Ich würde mir sowas an einem zentral gelegenen Ort innerhalb Deutschlands vorstellen (wegen der möglichst kurzen Transportwege aus allen Himmelsrichtungen), der keinem Großzoo unmittelbar benachbart ist, damit die Anlage auch für ein zoomäßig unterversorgtes Publikum interessant und dadurch zu ihrer Finanzierung beitragen würde. So klafft ein riesiges "Zoo-Loch" im Viereck Hannover-Erfurt-Frankfurt-Dortmund, die Gegend um Kassel herum wäre also kein schlechter Standort (und per Autobahn aus allen Richtungen gut erreichbar). Da "zwangsläufig" fast alle vom Normalbesucher geforderten "Standard-Zootiere" vertreten wären - denn gerade bei diesen gibt es ja die Unterbringungsprobleme bei überzähligen Männchen - hätte ein solches "Kloster" auf jeden Fall Schauwert. Und ein paar publikumswirksame kleinere Arten ließen sich sogar noch in Zuchtgruppen unterbringen (z.B. Affen oder Mangusten). Aufwändige Architektur wäre hier allerdings aus Kostengründen fehl am Platz, ich denke da eher an Zweckbauten, die nicht so sehr auf dem Präsentierteller stehen sollten. Da mir mangels entsprechender Zootouren Vergleiche mit Dvur Kralove oder Whipsnade nicht möglich sind, nehme ich als "Grundmodell" mal den Opel-Zoo: Schlichte Stallungen und großflächige Anlagen ohne Betonwüsten. Nur etwas moderner als die meisten dortigen Anlagen sollte es schon sein.... An dieser Stelle möchte ich nun nicht weiterträumen, sondern die Diskussion eröffnen! (05.05.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Habe in "Grzimeks Enzyklopädie" nachgeschlagen, in der das Katzen-Kapitel von Leyhausen als speziellem Kenner der Materie geschrieben wurde: Löwenkater können sich im Freiland tatsächlich ungeachtet des Alters und der Verwandtschaft zu Junggesellengruppen von 2-6 Tieren zusammenschließen, die als "Kampfbund" versuchen, ein Löwinnenrudel und dessen Territorium zu übernehmen. (21.01.2006, 00:00) | ||
| Matthias Papies: | Eine reine Maennchengruppe Loewen haelt auch der Zoo Dvur Kralove. Allerdings praesentiert man den Besuchern trotzdem den Schein einer "natuerlichen" Haremsgruppe. Zwei der drei Maennchen sind kastriert. So gehts natuerlich auch. :-) (19.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Reine Löwen-Männergruppen gab es in der Zoo- (und Circus-)Geschichte mehrfach, weil die Mähnenlöwen eben optisch "mehr hermachten". Wenn ich die Lebenserinnerungen verschiedener Raubtierdompteure richtig deute, haben die mit einen reinen Männergruppe bessere Erfahrungen gemacht, obwohl die Tiere ja in der Regel nicht alle verwandt waren; es kommt dann wohl nur zu relativ harmlosen Rangstreitigkeiten. Heftig wird es, wenn eine Löwin (oder notfalls sogar Tigerin) in der Gruppe ist und heiß wird, dann ist es wohl mit dem Frieden für einige Zeit vorbei. (18.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Ja, in Gelsenkirchen. (17.01.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Gibt es eigentlich auch eine Haltung von nur Löwenmännchen? (17.01.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Wenn wir so definieren kann ich noch Dromedare (leben die in Afrika noch wild oder ist das nur eine Trampeltierzuchtform, naja es gibt ja noch "wild" in australien)hinzufügen. diese bilden auch zusammengewürfelte jungesellengruppen (15.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | ... nach einer Rudelübernahme ist es aber keine Junggesellengruppe mehr! Wenn man die Arten einbezieht, bei denen Wurfgeschwister eines Geschlechtes zusammenbleiben, kommen tatsächlich noch etliche Varianten hinzu. Ich persönlich würde unter einer Junggesellengruppe allerdings eher eine "zusammengewürfelte" Gruppe verstehen (auch im Freiland). Und die von mir erwähnten Beispiele Elefant und Büffel betreffen wahrscheinlich keine engen Verwandten. (15.01.2006, 00:00) | ||
| Hannes: | Löwen und Gepardenbrüder bilden doch auch feste gruppen. Bei Löwen doch auch noch nach Übernahemn von Gruppen. (15.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Momentan weiß ich nur von der Gruppe im Loro Parque, und da scheint das schon einige Zeit zu funktionieren. Stabil im eigentlichen Sinn dürften die wenigsten natürlichen Junggesellengruppen sein, stellen sie meistens doch nur eine "Auffang- und Durchgangsstation" dar - ob saisonal wie beim Rotwild oder zwischen dem Vom-Vater-Vertriebenwerden und der Übernahme einer eigenen Herde wie bei manchen Antilopen. Gelegentliche stabile "Männerbündnisse" (im Sinn persönlicher Freundschaften) fallen mir aus dem Stegreif nur für Afrikanische Elefanten- und Kaffernbüffelbullen ein. (15.01.2006, 00:00) | ||
| Saya: | Soweit ich weiß bilden Berggorillas durchaus Junggesellengruppen, aber diese sind nicht sehr stabil, die meisten Männchen verlassen diese Gruppen wenn sie voll erwachsen sind. Dass mehrere voll ausgereifte unverwandte Gorillamänner wie in Junggesellengruppen in Zoos dauerhaft zusammenleben gibt es nicht. Weiß jemand, ob das in den Zoogruppen gut klappt? (15.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Eigentlich kann ich meine Frage erweitern: Gibt es ÜBERHAUPT eine Affenart, bei der sich unter natürlichen Bedingungen Junggesellengruppen bilden? (15.01.2006, 00:00) | ||
| Stefan Schubert: | Ich habe mal in einer Doku gesehen, dass ein alter Gorillamann zwei oder gar drei junge Männchen und ein Weibchen um sich geschart hat und mit diesen zusammenlebte! Mich hatte es erstaunt, dennoch weiss ich nicht mehr wo und bei welcher Art es war, glaube Berggorillas! (13.01.2006, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Möchte eine Wissenslücke füllen, da ich mich nie eingehend mit Menschenaffen befasst habe: Bilden freilebende Gorillas eigentlich auch Männergruppen? (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Wenn du so argumentierst kannst du ja gleich die Tierhaltung in Zoos in Frage stellen. Aber draußen leben die Tiere auch glücklich in Jungesellen Clans. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Woher wissen wir, daß den Tieren nichts fehlt? (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | In der natut leben die Arten die im Zoo in Jungesellengruppen gehalten werden, auch in Männchen-Gruppen. Und wenn man die Männchen töten würde wäre der Effekt der Erhaltung eines großen Genpools dahin. Da den Tieren in Männchengruppen nichts fehlt sage ich das das ein gutes Leben ist. (12.01.2006, 00:00) | ||
| Ollo: | Ist die Haltung in Männchengruppen Eurer Meinung nach alles in allem ein tiergerechtes Leben, oder wäre die Tötung überzähliger Männchen doch die bessere Lösung aus Sicht der Tiere? (12.01.2006, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | Du hast natürlich recht, ich hab mich vertan... (21.10.2005, 00:00) | ||
| Aguti: | Dass in Neuwied Vikunjas leben ist mir neu, weiß, das zwei Gruppen Guanakos gehalten werden, Zuchtgruppe und Hengstherde. (21.10.2005, 00:00) | ||
| Sven P. Peter: | In Neuwied leben zwei Vicunja-Hengste in einer riesigen Anlage, mit Hirschziegen-Antilopen. Die Weibchen leben am anderen Ende des Parkes. (20.10.2005, 00:00) | ||
| Susanne: | Normalerweise würde ich bvermuten, daß es Probleme gibt, wenn in der Nachbarschaft Weibchen anderer Kleinkamele sind. Aber das wäre sicher in Zh und K der Fall gewesen. Für Dresden kann ich es nicht sagen. (20.10.2005, 00:00) | ||
| IP66: | In Köln gab es eine Zeit lang auf dem Gelände des heutigen Elefantenparks zwei Vicunja-Hengste, die viel Platz hatten und kaum Besucher sahen, sich aber augenscheinlich vertrugen. (20.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Meines Wissens hat es in Zürich mal eine Vikunja-Junggesellengruppe gegeben (in München auch?). Tiere sind nun mal Individuen, mal klappt es, mal nicht. Außerdem spielen sicherlich auch die äußeren Umstände eine Rolle, darunter nicht zuletzt auch der Pfleger. (Das soll jetzt keine Kritik am Dresdener Pfleger sein, sondern eine allgemeine Aussage, dass Erfolg und Misserfolg jeweils viele Faktoren haben.) (19.10.2005, 00:00) | ||
| Karsten Vick: | Dresden wollte Mitte der 90er eine Vicuna-Hengstherde aufbauen, aber das ging bös nach hinten los. Nach Erreichen der Geschlechtsreife gingen die dermaßen aufeinander los, dass sie einen einschläfern und die anderen auseinandersperren und größtenteils abgeben mussten. Nachzulesen in den Jahresberichten. (18.10.2005, 00:00) | ||
| Aguti: | Soweit ich informiert bin, sollen die beiden Emmener Nachwuchsbullen abgegeben werden und nur zwei adulte Bullen (Bindu & Sang-Raja) gehalten werden, für mehr als zwei adulte Bullen ist der Elefantenpark nicht ausgerichtet. (16.10.2005, 00:00) | ||
| Tom: | zoo-koeln :ist es geplant im zoo koeln eine bullengruppe aufzubauen,da zurzeit vier bullen dort leben / 3 jungbullen und 1 adulter bulle (15.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Übrigens war die Kölner Vergesellschaftung Grevyzebra / Somali-Wildesel auch nicht die erste ihrer Art. Als ich vor einigen Jahren bei einem Besuch des Berliner Zoos auch mal den außerhalb der Zoogrenze gelegenen Kanalweg ablief, um zu den damals noch lebenden letzten deutschen Weißschwanzgnus zu gelangen, entdeckte ich in einem Absperrgehege hinter dem Einhuferhaus eine WG aus je einem Hengst beider Arten, die dem Zoobesucher allerdings unsichtbar blieb. (15.10.2005, 00:00) | ||
| Ingo Rossi: | Zwei männliche Somal-Wildesel lebeten eine Zeitlang auch in der Kölner Grevy-Zebra-Junggesellengruppe zusammen mit Straussen. Für das EEP-Programm mussten sie leider wieder abegegeben werden. (15.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Ich kenne mich zwar - meinem speziellen Interesse für Antilopen entspringend - mit Hornträgern besser aus als mit Geweihträgern, aber ich behaupte mal, dass männliche Hirsche des Rothirschkomplexes (also auch Wapitis, Marale, Bucharahirsch usw.) für eine Einzelhaltung wenig geeignet sein dürften, da sie in der Brunft ein zu hohes Aggressionspotenzial haben. Wenn dann ein "lebendes" Ventil fehlt, dürften sie wohl völlig durchdrehen. (Ist jemand im Forum, der das bestätigen oder widerlegen kann?) Man müsste ihnen schon allein zum Selbstschutz (gegen Abbrechen beim Forkeln der Bausubstanz) das Geweih absägen. "Kopfkastrierte" Hirsche finde ich furchtbar, leider wird dies schon in einigen Zoos praktiziert, um die Hirschkühe zu schützen. In meinen Augen ein unhaltbarer, weil einfach nur bequemer Eingriff, statt die Haltungsbedingungen zu verbessern. (Würde irgendein Zoo z.B. einem Tiger, der seiner Katze gegenüber aggressiv ist, Eckzähne und Krallen ziehen?) Und außerdem erinnere ich an einen wichtigen Punkt in meiner Argumentation: Manche Arten sind aufgrund ihrer Sozialstruktur geeignet für eine Einzelhaltung, andere nicht. Rothirsche z.B. kehren nach der Brunft in einen Männertrupp zurück, die von mir als Beispiel angeführte Pferdeantilope nie wieder, wenn sie ihn einmal verlassen hat - selbst wenn sie bzw. er "frauenlos" bleibt. Also müsste man erst mal die Sozialstruktur aller Huftierarten durchleuchten. Und noch eins gebe ich zu bedenken, auch wenn die Idee reizvoll ist, kleine alte Anlagen mit Einzeltieren zu bestücken: Warum sollte ein Einzeltier weniger Platz benötigen? Paare oder Gruppen beschäftigen sich viel untereinander, Einzelgänger haben dafür nur die Gehegeeinrichtung, und die Struktur eines Geheges verlangt den selben Platz, ob sie nun von einem Tier benutzt wird oder von mehreren! Das wird m.E. auch und gerade bei den Elefantenbullenanlagen übersehen, die leider oft völlig strukturlos sind und somit eher zur Hälterung als zur Haltung geeignet. (14.10.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Mir sind noch kölner Affen ins Gedächtnis gesprungen: Im Südamerikahaus gibt es eine Männergruppe Weißkopfsakis - optisch attraktiv und im übrigen auch eine Art, die noch vor 15 Jahren recht selten gezeigt und gezüchtet wurde. an Herrn Mettler: Glauben Sie, daß die Einzelhaltung bei Hirschen oder Antilopenböcken langfristig möglich ist? Ich denke an manche Kleinanlage, womöglich historisch, die man mit männlichen Rothirschen diverser Unterarten besser bestücken könnte, ohne sie durch einen massiven Umbau denkmalpflegerisch zu ruinieren. (14.10.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Mir sind noch kölner Affen ins Gedächtnis gesprungen: Im Südamerikahaus gibt es eine Männergruppe Weißkopfsakis - optisch attraktiv und im übrigen auch eine Art, die noch vor 15 Jahren recht selten gezeigt und gezüchtet wurde. (14.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Wieder was gelernt! (13.10.2005, 00:00) | ||
| Matthias Papies: | Somali-Wildesel werden in Hannover nicht erstmalig vergesellschaftet. In Dvur Kralove besteht schon seit Jahren eine grosse Gemeinschaftsanlage mit Addaxantilopen und Somali-Wildeseln. (13.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Genau in diese Richtung zielte mein Vorschlag. Voraussetzung wäre natürlich, dass dem Zoobesucher die Einzelhaltung durch entsprechende Beschilderung erläutert wird. Einen einzelnen Antilopenbullen oder -bock würde ich nicht unbedingt mit einer Antilopenart vergesellschaften, von der Kühe bzw. Geißen auf der Anlage leben. DAS gibt schon in üblichen Gemeinschaftsanlagen eventuell Stress. Aber es wäre mal einen Versuch wert, eine "Afrika-Anlage" mit ausschließlich männlichen Antilopen (und Zebras bzw. Giraffen?) zu bestücken. Ansätze dazu gab es im Berliner Zoo, wenn auch notgedrungen, als damals keine weiblichen Springböcke und Kudus aufzutreiben waren. (Laut Gespräch mit einem Zoomitarbeiter erwog Berlin sogar, Kudu-Kühe aus Afrika zu importieren, da angeblich kein Zoo welche abzugeben habe. Auf meine Frage, ob man denn schon in Hannover nachgefragt habe, wo damals noch eine Zuchtgruppe mit regelmäßigem Nachwuchs lebte, erntete ich ein erstauntes Gesicht, da war man noch gar nicht drauf gekommen.... Darüber kann man als "Laie" ruhig mal den Kopf schütteln.) Ein Männertrupp Impalas oder gar Große Kudus hat auch optisch seinen Reiz für Zoobesucher - schließlich interessieren sich die meisten nur für Antilopen, wenn diese auffallende Hörner tragen. Außerdem sähe ich in der (je nach Art und Alter der Tiere) Einzel- oder Junggesellentrupp-Haltung eine Chance, neue Vergesellschaftungsmöglichkeiten zu testen - natürlich unter Schaffung von Rückzugsmöglichkeiten für die jeweils "schwächere" Art. So sollte man mal ausprobieren, ob sich z.B. in ausreichend geräumigen Wildrinder- oder Nashornanlagen "überzählige" männliche Schweine, Hirsche oder Antilopen etablieren ließen (wobei ich bei den Hirschen nicht unbedingt an die Rothirschverwandtschaft denke, die in der Brunft auch artfremde Tiere attackiert, sondern eher an Axis, Sika & Co.). Bei entsprechender Strukturierung könnte ich mir Pinselohrschweine auf dem Landbereich der hannoverschen Flusspferdanlage vorstellen (Stallung und gleichzeitig Zuflucht dann im alten Afrikastall, der direkt hinter der Anlage steht.) Habe ich dem Zoo auch schon vorgeschlagen - warum nicht mit überzähligen Ebern, die früher oder später anfallen werden, ausprobieren? Die erstmalige Gemeinschaftshaltung von Somali-Wildeseln mit Antilopen funktioniert entgegen allen bisherigen Expertenmeinungen schließlich auch schon eine Weile, es gibt sogar freundschaftliche Interaktionen. (13.10.2005, 00:00) | ||
| IP66: | Eigentlich wäre die Einzelhaltung von Antilopenböcken doch eine wunderbare Möglichkeit, zu klein gewordene Gehege zu füllen und auch noch eine Art vorzuführen. Auch bei Hirschen finde ich die Sache interessant. Klös besaß ja im berliner Hirschrevier Kleingehege für Nachwuchsmänner, die man im Zeitalter der EEP's wohl nicht nötig zu haben glaubt. Vielleicht kann man solche Tiere ja auch auf den zahlreichen Afrikaanlagen mitlaufen lassen - Frag wäre allerdings, ob der Antilopenbock nicht versucht, sich seine Herde bei den Zebrastuten oder einer Antilopenart zu suchen. (13.10.2005, 00:00) | ||
| Sitara: | Ich hab noch mal recherchiert und unter http://www.canaries-live.com/D/gorillas.php gefunden, dass es anscheinend (?) doch eine Junggesellengruppe von 6 Gorillamännern im Loro Parque gibt... (12.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @Dirk: Die Hartmann-Bergzebras in Hannover sind eine (potenzielle) Zuchtgruppe von 1,2. Definitiv überschüssige Jungtiere zu töten und zu verfüttern halte ich persönlich für besser, als sie unter zunehmend engeren Platzverhältnissen heranwachsen zu lassen und später womöglich in fragwürdige Haltungen abzugeben. Die Sache ist natürlich zweischneidig, man betrachtet da ein Impalakitz doch sehr viel nüchterner als ein Gorillababy..... Gerade bei DEN Zootierarten aber, die auf der Beliebtheitsskala der Besucher nicht ganz oben stehen, müssten sich mehr Gelegenheiten zu Junggesellenhaltungen bieten - denn bei solchen Arten ist das Publikum auch weniger traurig wegen fehlender Jungtiere! Natürlich lassen sich nun nicht alle Tierarten in Jungmännergruppen halten, eine soziale Veranlagung ist schon nötig. Und dennoch können dann noch Schwierigkeiten auftauchen. Ich habe mich ausgiebig mit dem Verhalten von Pferdeantilopen befasst, deren Sozialstruktur ein wenig an die von Afrikanischen Elefanten erinnert. Pferdeantilopen-Jungbullen schließen sich zwar im Freiland zu Junggesellentrupps zusammen, verlassen diese aber in einem bestimmten Alter bzw. Entwicklungszustand und versuchen, sich einer "Zuchtherde" anzuschließen (Bullen sind bei dieser Art eher "Begleiter" und "Polizisten" einer Herde, Leittier ist immer eine Kuh). Kommen sie nicht zum Zuge, kehren sie allerdings nicht in einen Bullentrupp zurück, sondern leben fortan als Einzelgänger. Es entspräche also durchaus natürlichen Verhältnissen, einen adulten Pferdeantilopenbullen im Zoo einzeln zu halten (bzw. mit artfremden Tieren zusammen) - auch wenn dies einem seit Hediger bestehenden Grundsatz moderner Zoos widerspräche. In solchen Fällen wäre es natürlich noch einfacher, Reservemänner unterzubringen, denn z.B. ein Pferdeantilopenbulle könnte auf einer Zebra- oder Giraffenanlage untergebracht werden - man müsste nur wollen! @Sitara: Ich kenne die aktuellen Verhältnisse auf Teneriffa nicht, hatte aber früher Kontakt zu einer Menschenaffenpflegerin aus Gelsenkirchen, die nach ihrer dortigen Tätigkeit "Starthilfe" im Loro Parque leistete. Nach ihrer Aussage war die Anlage von vornherein für eine Junggesellengruppe konzipiert, der Anfangsbestand betrug jedoch damals 3,1, weil noch ein Weibchen aus einer nicht optimalen Haltung (Rostock? Weiß ich nicht mehr genau.) dringend ein besseres Zuhause suchte. (12.10.2005, 00:00) | ||
| Dirk: | Bei manchen Tieren haben die Zoos kaum eine Wahl außer sie zu verfüttern wenn man bedenkt, dass z.B Köln 1.13 oder Emmen sogar 1.25 Impalas halten jedoch genausoviele Böcke wie Weibchen geboren werden. (12.10.2005, 00:00) | ||
| Sitara: | Mir hat jemand erzählt, dass im Loro Parque auf Teneriffa auch eine Gruppe männlicher Gorillas (6?)gehalten wird. Habe sie aber nicht selber gesehen. (12.10.2005, 00:00) | ||
| Dirk: | Köln hat auch eine Grevyjunggesellengruppe? Osnabrück hat doch auch eine, scheint ja ein großer Überschuss an Hengsten zu geben. Eine andere Frage, die drei Zebras die jetzt in Hannover auf der Anlage für Giraffen etc. gehalten werden, sind das auch alles Männchen oder eine Zuchtgruppe? (12.10.2005, 00:00) | ||
| Ralf Ließ: | @Aguti: die Somali-Wildesel sind leider schon seit einigen Monaten nicht mehr in Köln. Die Tiere wurden wieder abgegeben, da sie ein andere Zoo (in den USA glaube ich) für die Zucht brauchte... (12.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | @IP66: Gerüchteweise war mal zu hören, dass überschüssige Impalas in Köln "der Verwertung zugeführt werden". Keine Ahnung, ob das stimmt. Es ist aber nicht nur bei Impalas, sondern auch bei anderen Horntieren sowie Hirschen augenfällig, dass in den Zoos sehr viel weniger männliche Tiere zu finden sind als zur Welt kommen dürften. Hodenhagen hat übrigens eine Junggesellengruppe Pferdeantilopen, die bei meinen Besuchen in den letzten Jahren kopfzahlmäßig sehr schwankte. Auch habe ich dort nur männliche Blässböcke gesehen. (12.10.2005, 00:00) | ||
| Sitara: | @ Michael Mettler: Leider habe ich die einzig mir bekannte Elefantenbullengruppe in Europa/Spanien noch nicht beobachtet. Das geht auch mit der Frage los: Welches ist die Mindestanzahl für eine "Gruppe"? Ich gehe mal von drei Tieren aus(?). Demzufolge habe ich in diesem Jahr eine (12.10.2005, 00:00) | ||
| Aguti: | In Köln leben neben der Grevy-Zebra-Hengstgruppe in der gleichen Anlage auch zwei Somali-Wildeselhengste seit letztem Jahr. Giraffenbullengruppen leben z.B. in Amnéville (4.0) oder Amersfoort. (12.10.2005, 00:00) | ||
| Hannes: | Rheine hat eine Junggesellengruppe Rote und weiße Varis (12.10.2005, 00:00) | ||
| IP66: | In Köln fallen in jedem Jahr doch einige Bockkälber bei den Impalas - wo bleiben die, wenn nicht in einer entsprechenden Gruppe? (12.10.2005, 00:00) | ||
| Michael Mettler: | Leider habe ich bisher wenig Lesbares über Junggesellengruppen aller Art gefunden, im Moment fällt mir nur ein Grevyzebra-Artikel der Kölner Zoo-Zeitschrift ein. Ich kann mir aber vorstellen, dass z.B. Huftier-Junggesellentrupps wegen ihrer spielerischen Kämpfe durchaus schauattraktiv sind und damit auch dem Publikum etwas bieten. Z.B. wünsche ich mir mal eine Impala-Bockgruppe - nach dem Verhaltensrepertoire dieser Art zu urteilen dürfte das völlig problemlos sein. Hat jemand Literaturtipps für mich, und hast du, Sitara, schon mal an einer reiner Elefantenbullengruppe Verhaltensbeobachtungen gemacht? (12.10.2005, 00:00) | ||
| Dirk: | Gelsenkirchen hat eine Junggesellengruppe Löwen. (12.10.2005, 00:00) | ||
| Oliver Jahn: | Halle hat eine Junggesellengruppe bei den Südamerikanischen Seebären, die einen Genpool im Europäischen Zuchtpro- gramm bilden. Ob es darüber schon Publikationen gibt, weiss ich allerdings nicht. Eventuell müsste man dort mal nachfragen. (12.10.2005, 00:00) |
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