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Krokodile in Zoos



cajun:   Neuzugänge in Polen:
"Łódź: Sunda-Gaviale zogen in das Orientarium des Zoos Łódź ein.
Weitere Bewohner kamen in das im Bau befindliche Orientarium des Zoos in Łódź. Es handelt sich um ein Paar Sunda-Gaviale, die vom tschechischen Zoo in Dvůr Králové geschenkt wurden. Sie haben die Reise sehr gut überstanden, begleitet von ihrem Pfleger. Und jetzt haben die Reptilien ein Schwimmbecken und natürlich ein Stück Land mit üppiger Vegetation und einem Wasserfall im Teil des Orientariums, der den Sunda-Inseln gewidmet ist, zur Verfügung, und die Nachbarn der Krokodile werden Orang-Utans sein. Die Reptilien sind 32 Jahre alt und gelten als die größten Vertreter dieser Art in Zoos in Europa. Das Männchen namens Kraken hat fünf Meter Länge errreicht, seine Partnerin Penelope ist drei Meter lang. Vielleicht bekommt das Paar, das auch in Tschechien zusammengelebt hat, unter den neuen Bedingungen Nachwuchs, den es bisher noch nicht hatte."
Quelle:https://expressilustrowany.pl/lodz-krokodyle-gawialowe-zamieszkaly-w-orientarium-w-lodzkim-zoo-zdjecia/ar/c1-15851183
Übersetzung Zoopresseschau
(02.11.2021, 13:28)
Ralf Sommerlad:   Koh Samui Croodile Farm ist übrigens eine Einrichtung in deutschem Eigentum und unter deutscher Leitung. Dererlei Reptilienshows sind in ganz Asien sehr beliebt, und ja: Sie haben eigentlich keinen edukativen Wert. Die Farm auf Koh Samui ist übrigens viel zu klein, um als Häuteproduzent profitabel zu sein, es ist eine reine Schaueinrichtung.Arten-und Naturschutz werden in den meisten derartigen Einrichtungen weder propagiert noch hat man daran Interesse. Lediglich die beiden größten Krokodilfarmen Thailands sind wirklich in Artenschutzprojekte involviert.
(30.04.2013, 16:54)
Sacha:   Mit meiner Familie verbringe ich gerade den Frühlingsurlaub auf Koh Samui, Thailand (plus später noch ein paar Tage in Singapur). In erster Linie wollen wir hier baden (und haben das auch gemacht:)), aber irgendwie konnte ich es dann doch nicht lassen, auch eine zoologische Einrichtung auf der Insel zu besuchen. Da von den vorhandenen Einrichtungen die Crocodile Farm noch einigermassen am besten bei Tripadvisor und Co. bewertet wurde, beschlossen wir, dorthin zu fahren. Nun, von der Tierhaltung betrachtet ein grosser Fehler!

Die Crocodile Farm liegt in der Nähe des Internationalen Flughafens, jedoch etwas "versteckt" abseits der Hauptstrasse. Der Eintrittspreis ist weder auf der Homepage noch am Eingang selbst angegeben. Als erwachsener "Farang" wurden uns je 500 Bäht (ca. 28 Euro) abgeknöpft, die Kinder durften nach kurzer "Verhandlung" gratis rein.

Der Rundgang im Gegenuhrzeigersinn: Gleich hinter dem Eingang befindet sich rechts ein mittelgrosses Betonbecken mit Asiat. Weichschildkröten (Art?, 2 Exemplare gesehen) sowie Amboina-Scharnierschildkröten (2 Ex. gesehen). In der gleichen Ecke sind mehrere leere Käfige, gegenüber einige Aufzuchtbecken für Krokodilbabys und dann weiter bergauf Käfige (nicht Terrarien!) für Königskobras, Netzpythons, Tigerpythons sowie je ein Becken für Krokodilkaiman, Sunds-Gavial und diverse Krokodile (Art nicht angegeben) bis etwa 1,50 m. Nun steht man vor der Krokodil-Showarena mit rund 6 Leistenkrokodilen (davon ein etwa 4 m langes Exemplar mit einer üblen Verletzung an einem der Hinterbeine). Zwei Einheimische zerren für die Show die Krokodile auf den Landteil, holen mit der Hand Papiergeld aus dem Rachen der Reptilien oder stecken den Kopf ins Maul. Reine Unterhaltung, teilweise zugegebenermassen witzig und spannend (z.B. wenn ein Krokodil mit lauten Knall das Maul zuschnappt), aber ohne jegliche edukativen oder gar naturschützerischen Elemente. Direkt neben der Arena befindet sich das Gebäude für die Schlangenshow. Vorgeführt wurden bei unserem Besuch ein Tigerpython, 3 Monokelkobras, eine ziemlich übellaunige Mangroven-Nachtbaumnatter (der man die schlechte Laune nicht verübeln kann) und 2 Königskobras. Die Show selbst bot einerseits Nervenkitzel pur (einheimischer Schlangenmann küsst Kobras auf die Stirn, hält eine Monokelkobra am Schwanz und "wirft" sie Richtung Zuschauer oder fängt eine Kobra, öffnet ihr mit einem Metallstab das Maul und fordert die Besucher auf, sich die Giftzähne von nahem anzusehen. Das ganze wurde von einem DJ musikalisch begleitet (laute und scherbelnde Hitparadensongs). Edukativ war die Vorführung ebenfalls ultraschwach. Es wurde jeweils die Schlangenart vorgestellt und - falls giftig - wie lange man nach einem Biss überlebt. Hinterher hätte man sich noch - natürlich gegen Trinkgeld - mit einem Python fotografieren lassen können. Überhaupt wurde überall nach "Donations for food for the animals" gebettelt. Als ob der Eintrittspreis nicht schon überrissen genug wäre! (Ich nehme an, einheimische Besucher zahlen deutlich weniger).

Hinter der Schlangenarena befinden sich weiter bergauf Eisen- und Betonverliesse für Bärenmakaken, Schweinsaffen und Javaneraffen (ein Weisshandgibbon ist ausgeschildert, wir haben ihn jedoch im fast kahlen "Knast" nicht entdeckt).
Vor den Affenkäfigen liegen Bananen herum, die man - mit dem Hinweis auf ein Trinkgeld - an die Affen verfüttern könnte (könnte darum, weil wir zugleich am Eingang davor gewarnt wurden, den Affen in den Käfigen zu nahe zu kommen).
Alle Käfige haben kaum natürliche Kletterelemente, die Affen leben praktisch in und auf Beton.

Wieder vorbei an Schlangen- und Krokodilarena finden sich weiter im Gegenuhrzeigersinn grössere Anlagen für Leisten- und Siamkrokodile (mittelgrosse bis grosse Exemplare) sowie für (einen?) Brillenkaiman. An den Anlagen sind Hediger-Schilder auf Englisch und teilweise auch auf Deutsch angebracht. Hinzu kommen humorvolle Warnschilder ("Werfen Sie keine Steine auf die Krokodile, sonst werfen wir Sie hinterher"). Die Anlagen sind ziemlich natürlich, scheinen jedoch teilweise etwas "überladen".
Nun zum Abschluss die schlimmste Ecke der Farm. Unterhalb der grossen Krokodilanlagen gibt es mehrere dunkle und kahle Käfige für Bärenmakaken, einen Edelpapagei, einen Bindenwaran auf Betonboden sowie eine Betongrube mit etwas natürlichem Substrat, aber nur einem einzelnen Zwergotter. Lichtblick ist einzig ein adäquates Gehege für Hauskaninchen. Geradezu gruselig ist der letzte Käfig. Der besteht rundum aus Maschendraht, ist etwa 1 m hoch, 70 cm Breit und rund 50 cm tief. Der Boden besteht ebenfalls aus Maschendraht, unter den - wohl zur erleichterten Säuberung - eine Metallplatte gezogen wurde. "Eingerichtet" ist diese Folterkammer mit einem unkenntlichen Stofftier und einer Art Vogel- oder Hamsterhäuschen. In diesem Käfig entdeckten wir einen einsamen Plumplori....

Nun bin ich relativ hart gesotten und ich sehe auch ein, dass man westliche Zoostandards von einem Zweitwelt-Land wie Thailand nicht erwarten kann (auch wenn man sich diese wünscht). Aber diese Anlage sollte (bis vielleicht auf die Krokodilzucht) geschlossen werden. Das ist reine Tierquälerei. Umso mehr verwundert es mich, dass auf deren Homepage der Link zu @Ralf Sommerlads Tommistoma.org zu finden ist. Ich kann mir nicht vorstellen, Ralf, dass dies in Deinem bzw. Eurem Sinne ist.
So, nach diesem Horrorerlebnis freue ich mich doppelt auf Singapur. Da war ich nämlich schon mal und die dortige Tierhaltung ist um Dekaden besser...
LG aus dem sonnigen und heissen (33 Grad) Koh Samui
Sacha
(28.04.2013, 10:47)
Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Bezüglich "je nach Temperatur und Wohlbefinden" - gilt das für Krokodile allgemein oder nur speziell für diese Art? Mir war bisher gar nicht bekannt, dass Krokodile zum Farbwechsel fähig sind.
(11.04.2013, 17:38)
Ralf Sommerlad:   Während die Philippinenkrokodile in Köln und Protivin/Tschechien gepaart haben und hoffentlich Eiablagen erwartet werden können klappt die Verpaarung der Leistenkrokodile in Protivin bislang nicht: Der einiges über 3 m lange Mann verträgt kein Weibchen in einer Anlage und verjagt diese sofort. Nun ist zwar die Erstzucht in Protivin aus Sicht des Zoos vielleicht wünschenswert, aus Artenschutzgründen aber nicht erforderlich.Das Gleiche gilt übrigens auch für das Sumpfkrokodil, von deren letztem Gelege wegen der kurzzeiigen Abwesenheit von Pflegepersonal aus Urlaubsgründen nur ein Ei gerettet und in den Inkubator verbracht werden konnte.Die Zucht reinerbiger Kuba-Krokodilen hat der Zoo in Protivin mangels Interesse europäischer Zoohaltungen zunächst eingestellt, in Privathand will man die Tiere aber nicht überlassen.Ich kann dieses mangelnde Interesse der Zoos nicht verstehen, immerhin ist die im Freileben hochbedrohte Art möglicherweise nur noch in Menschenobhut zu erhalten...zudem handelt es sich um eine sehr besucherattraktive und auch lebhafte Krokodilart.
(09.04.2013, 14:56)
Ralf Sommerlad:   @MM: Sorry, erst jetzt erspäht: Das ist sehr individuell, auch gelegentlich wechselnd, je nach Temperatur und Wohlbefinden des Krokodils.
(09.04.2013, 14:41)
Michael Mettler:   Bei den Kölner Philippinenkrokodilen fiel mir ein deutlicher Färbungsunterschied auf (sehr hell und sehr dunkel - allerdings lag ein Exemplar mit trockener Haut an Land, das andere im Wasser) - ist das geschlechtsbedingt, sind das zwei Farbmorphen, oder gibt es fließende Übergänge dazwischen?
(03.10.2012, 22:00)
Jennifer Weilguni:   Auch ich war schon in Zella Mehlis und muss sagen, dass ich in anderen Einrichtungen weitaus schlechtere und kleinere Anlagen gesehen habe.
(14.05.2010, 19:29)
Ralf Sommerlad:   @zollifreund: Alle kubanischen Farmen haben das gleiche Problem - sie wissen selbst nicht genau, was sie da haben. Hinzu kommt jetzt der Einfluss chinesischer Investoren, die gern möglichst schnell möglichst grosse Häute produzieren wollen, was dann neue Gefahren verheisst.
@Sacha: Platz und Ausstattung - beides überzeugt mich nicht


(14.05.2010, 14:18)
zollifreund:   @Ralf Sommerlad: eine Frage zu den Kubakrokodilen: ich war letzten Monat auf Kuba unterwegs und da habe ich auch von einer Krokodilfarm im Süden Kubas, in der Provinz Matanzas, gehört, die angeblich sehr erfolgreich Krokodile züchtet. Kennen Sie oder haben Sie schon von dieser Farm gehört und sind das wirklich Kuba-Krokodile ? Dann könnten vielleicht von dort ja ein paar Tiere nach Europa exportiert werden. ein paar Exemplare habe ich auch im Zoo von Havanna gesehen.
(04.05.2010, 19:54)
Sacha:   Danke. Ja, das kann ich soweit nachvollziehen. Bleibt allerdings noch die Frage, was in Zella-Mehlis nicht oder weniger sachgemäss ist (wenn man bei beiden Institutionen von den gegebenen Platzverhältnissen ausgeht).
(04.05.2010, 16:56)
Ralf Sommerlad:   @sacha: Ich seh das keinewegs als Angriff und ich würde auch lieber Siam-oder Kubakrokodile in Erfurt sehen. Aber: Wie das nun mal ist, muss so ein kleiner Privatzoo auch wirtschaftlich überleben und da ist es eben erforderlich, entweder wenige riesengrosse oder möglichst viele Krokodile ( nicht Arten) zu zeigen. Zudem sind die bedrohten Formen auch für Zoos nicht gerade einfach zu erhalten: Denn die CITES-Bestimmungen machen es Zoos nicht einfacher, Tiere zu importieren als Privathaltern.
(04.05.2010, 16:45)
Sacha:   @Ralf Sommerlad: Stimmt, ONB interessiert sich nicht für x-Arten. Ich wollte damit nur einen Unterschied zwischen den beiden Haltungen hervorheben.
Was ist denn Deiner Meinung nach in Zella-Mehlis "weniger sachgemäss"? Ich war vor ein paar Wochen da und habe mich mit einem sehr freundlichen Krokodilpfleger unterhalten, der - nach meiner Laienmeinung - durchaus Ahnung von seinem Job hatte. Ausserdem werden in Zella-Mehlis nach seiner Aussage nur "Ueberschusstiere" resp. zu grosse "Heimtiere" gehalten, die man andernorts nicht mehr wollte resp. man sonst wohl mangels geeignetem Abgabeplatz getötet hätte. Ein solches "Waisenheim" verdient m.E. eigentlich Lob für diese Aufgabe. Zwar hatte auch ich den Eindruck, dass die Anlage nicht den heutigen Anforderungen entspricht (z.B. Mangel an Naturlicht), dass liegt aber wohl eher an baulichen Fehlern resp. fehlenden Möglichkeiten. Zella-Mehlis hat eben dieses Grundstück.

Das edukative Element kommt bei den Krokodilen in Zella-Mehlis allerdings etwas zu kurz, das stimmt. Darüber können auch die künstlichen Tierfiguren (z.B. Anakonda) IN den Abteilen nicht hinwegtäuschen...:)

Trotzdem muss ich mich jetzt ein wenig wundern. Einerseits beklagst Du Dich bei einigen Zoos, wenn sie neue Anlagen für Krokodile bauen, die weniger bedroht sind, aber bei Crocworld ist das in Ordnung. Biologie und Schutz könnte man auch bei der Haltung von bedrohteren Krokodilarten als Nil- und Leistenkrokodil vermitteln.

Zur Sicherheit: Bitte das jetzt nicht als Angriff zu verstehen, sondern als eine rein sachliche Frage. Ebenfalls soll damit in keinster Weise die Qualifikation von Herrn Jensch in Frage gestellt werden.
(27.04.2010, 17:29)
Ralf Sommerlad:   ONB interessiert sich nicht für x Arten, denke ich - und Jensch hat eben dieses Grundstück. Ich bin sicher, dass er das alles auch sachgemässer macht wie die Krokodilhaltung in Zella-Mehlis.Jensch möchte zusätzlich vor allem Kenntnis vermitteln: Über Biologie aber auch über Schutz und Nutzung. Und da passen die gezeigten Arten dann auch wieder, die ja vor allem durch nachhaltige Nutzung ziemlich gesichert sind.
(27.04.2010, 16:10)
Sacha:   Grundsätzlich gefällt mir die Idee und das Projekt sehr gut. Allerdings frage ich mich, ob der Standort ("im Herzen Erfurts") gut gewählt ist. Das Meeres-Aquarium in Zella-Mehlis ist nur etwa 45 Autominuten entfernt und zeigt ebenfalls eine - wenn auch im Vergleich nicht so grosse, dafür artenreichere - Krokodilhalle. Diese soll bis Ende Jahr noch vergrössert werden.
(27.04.2010, 11:06)
Liz Thieme:   Dann hoffe ich, dass er sein Wissen gut einsetzen wird. Die Pläne die ich bisher gesehen habe gefallen mir gut, auch wenn ich mir paar andere Krokodilarten wünschen würde.
(27.04.2010, 10:33)
Ralf Sommerlad:   Ja, Liz, ich kenne Bernd Jensch als sachkundigen Tierarzt und verantwortungsvollem Halter. BJ ist auch Mitautor der im Zool. Garten (2009) jüngst veröffentlichten Vorschläge zu neuen Haltungsrichtlinien.
(27.04.2010, 10:30)
Liz Thieme:   Ist euch, im Speziellen aber dir Ralf, der im Aufbau bestehende "Krokodilzoo" "Crocworld" bekannt der dieses oder kommendes Jahr eröffnen soll?!
Gründer scheint der Veterinär Bernd Jensch aus Stotternhein zu sein, der auch der Zuchtbuchführer des DGHT-Zuchtbuchs der China-Alligatoren ist.
http://crocworld.de/
(23.04.2010, 21:08)
Ralf Sommerlad:   @Henry Merker:Nichts Neues, sorry
(21.04.2010, 13:39)
Henry Merker:   @Ralf Sommerlad:
Vielen Dank für die Auskunft. Wissen Sie schon etwas zu den in ihrer Zuordnung umstrittenen Krokodilen Madagasskars (siehe Diskussion weiter unten)?
(19.04.2010, 18:10)
Ralf Sommerlad:   @Liz Thieme: Ja, sehr erfreulich - allein der ganze Papierkram hat fast 2 Jahre in Anspruch genommen. Beide Tiere stammen aus Malaysia ( Sarawak).
(19.04.2010, 13:08)
Liz Thieme:   Im Rahmen des Austauschprogramms kam am Freitag ein Tomistoma Weibchen von Ahmedabad zur Madras Crocodile Bank in Tamil Nadu (Indien).
(18.04.2010, 13:09)
Ralf Sommerlad:   @Henry Merker: C.raninus ist noch nicht als gute Art anerkannt, vermutlich auch mit Recht.Die vorhandenen Belege reichen bei Weitem nicht aus. Mittlerweile wissen wir auch, dass das Siam-Krokodil in Borneo zumindest an einer bekannten Stelle, am Danau Mesangat in Ost-Kalimantan, vorkommt. Somit haben wir schon mal 3 belegte rezente Arten in Borneo.

@Liz Thieme: Ich habe schon auf direktem Weg geantwortet, aber: Ja, die Philippinen-Krokodile waren von Anfang an für die Nilkrokodilanlage in Köln geplant. Das ist auch vernünftig und weitblickend, wenn ein Zoo sich an wesentlichen Erhaltungszuchtprogrammen beteiligt, anstatt eine Art sehr erfolgreich zu pflegen, die zwar schön gross und beeindruckend ist, aber massenhaft gehalten und gezüchtet wird. Ich bedauere noch heute, dass die Wilhelma einen solchen mutigen Schritt mit dem Neubau der Krokodilhalle nicht tat..
(08.04.2010, 11:20)
Liz Thieme:   Bericht zu den Arbeiten in Köln aus dem Kölner Stadtanzeiger:
>Spätestens im Sommer steht den Nilkrokodilen im Zoo der Umzug in den Hippodom ins Haus. Doch wenn Panzer-Echsen umziehen, dann ist Vorarbeit gefragt. Sowohl bei den Pflegern als auch bei den Echsen. 39 Jahre lang hatten Stammhalter Fritz und seine drei Krokodildamen Shona, Nyanda und Chipo im Aquarium des Kölner Zoos ihre Ruhe. Doch seit einer Woche weht in dem alten Gehege ein anderer Wind, die alten Echsen müssen quasi die Schulbank drücken. Ihr Lehrer ist „Krokodil-Papst“ Ralf Sommerlad aus Frankfurt, und seinen Zeigestock hat er auch gleich mitgebracht. Der Tiertrainer bereitet Fritz und seinen Harem auf den Umzug vor. Per Targettraining, also zielführenden Übungen, mit Hilfe eines langen Stocks. [...] Zweck der Übung im Kölner Aquarium: Im Sommer sollen die Nilkrokodile per Targetstab in Kisten gelockt werden, um sie sicher in ihr neues Reich im Hippodom zu transportieren. Sommerlad hat sich auf das Training mit Krokodilen spezialisiert und ist Mitglied der Crocodile Specialists Group der IUCN, der International Union for Conversation of Nature, eine der größten Tierschutzorganisationen der Welt. [...] In Köln ist die Zoo-Leitung stolz auf das gelungene Training, das ähnlich bisher nur im Hamburger Zoo praktiziert wird. Dabei hat die Übung zwei Vorteile: Die Tiere werden beschäftigt und die Pfleger, die bald im Hippodom mit seinem weit größeren Krokodilreich auch ins Gehege steigen müssen, gewinnen bessere Kontrolle über die Tiere. Zoodirektor Theo Pagel: „Wir planen, unseren Besuchern die Krokodile bei täglichen Trainingseinheiten zu zeigen. Weil das Gehege so riesig ist, könnte es sonst sein, dass die Tier nur von weitem zu sehen wären.“ In das alte Reich der Nilkrokodile werden im Sommer die Mindoro-Krokodile einziehen. Auch sie genießen bereits Targettraining. Allerdings bisher hinter den Kulissen. <

Finde das immer wieder beeindruckend, hab das Training in Hamburg im TIERPARK/Troparium (HH hat keinen Zoo mehr *schnüf*) schon öfters gesehen. Finde das wesentlich faszinierender als Training mit Elefanten oder so.

Hat man die Philippinen-Krokodile damals gekauft im Bewusstsein, dass sie das Nilkrokodilbecken irgendwann übernehmen oder war die Haltung hinter den Kulissen geplant gewesen und man nutzt nun die Chance?
(05.03.2010, 17:48)
Henry Merker:   @Ralf Sommerlad:
Seit wann genau wird eigentlich das Borneo-Leistenkrokodil, C. raninus, als eigenstänige Art anerkannt?
Ferner würde ich gerne wissen, ob es diese eine Krokodilart aus Madagaskar, die hier im Forum mal Thema war, noch existiert...so viel ich weiß, wollten Sie wohl Nachforschungen anstellen, oder?
(03.03.2010, 19:58)
Liz Thieme:   wenn die Planungen noch so sind wie vor ca einem Jahr, dann will man die Gruppe natürlich um ca 2 Tiere anwachsen lassen.
Aber erstmal warten wie es zukünftig da weiter geht.
(23.11.2009, 15:30)
Ralf Sommerlad:   @Liz Thieme: Einerseits erfreulich, andererseits: Was will man mit Nilkrokodil-Nachzuchten anfangen, die im Tierhandel heute für 150,--Euro angeboten werden?
(23.11.2009, 14:18)
Liz Thieme:   dieses Jahr gab es auch das erste Gelege bei den Hamburger Nilkrokodilen. Aus 6 Eiern sind 2 geschlüpft, die leider zum Futter für einen der Adulten wurden.
(21.11.2009, 12:34)
Henry Merker:   @Ralf Sommerlad:
Genau darum ging es mir; ich wollte wissen, ob es sich vielleicht auch um Tiere der Form chamses handeln könnte.
(28.10.2009, 16:37)
Ralf Sommerlad:   Ich weiss nicht, woher genau die Tiere stammen, die dann über Pierrelatte den Weg in die Zoos fanden. Stammen sie von Farmtieren, dann ist das schon fraglich, denn eine Menge der Tiere aus südafrikanischen Farmen stammen in Wahrheit aus Zimbabwe. An der taxonomischen Unterartzugehörigkeit ändert das allerdings nichts.
(28.10.2009, 10:04)
Henry Merker:   @Liz:
Vielen Dank für deine Informationen.
(27.10.2009, 18:28)
Michael Mettler:   Siehe den Beitrag von Ralf Sommerlad vom 8.5.2009.
(27.10.2009, 17:12)
IP66:   Der Tierhändler hat sich gewissermaßen im Handel bedient - nur daß Gehege hat die Stadt bezahlt. Die Frage ist allerdings, ob die Zuchtfarmen, etwa jene in Namibia, auf unterartenreine Produktion achten - und ob die Zoos nicht besser daran täten, bedrohte oder zumindest doch unterartenreine Exemplare auszustellen und zu züchten, vor allem dann, wenn die öffentliche Hand die Gebäude spendiert ...
(27.10.2009, 10:49)
Liz Thieme:   lies mal ;)

>Die Hamburger stammen aus einer Zuchtfarm in Namibia. Die Linie kommt ursprünglich aus Kwa Zulu Natal in Südafrika. Die Tiere sind schon als Schlüpflinge nach Spanien und dann nach Frankreich gekommen, von wo sie dann nach HH sind.
(07.05.2009)<

es sind also keine Namibianer!!!!
(26.10.2009, 23:18)
Henry Merker:   Ist jemanden bekannt, aus welchem Teil Namibias die Nilkrokodile Hamburgs stammen?
(26.10.2009, 21:29)
Ralf Sommerlad:   Ach ja..Quelle des Nickel-Aufsatzes von 2004 ist kein Buch, sondern ein Sonderheft Krokodile der Zeitschrift "Draco", erschienen im NTV-Verlag.
(28.09.2009, 14:34)
Ralf Sommerlad:   Danke, Liz: Hervorragende Vorarbeit, dem ist nichts hinzu zu fügen. Ergänzend vielleicht noch ( ohne Eigenwerbung machen zu wollen)TRUTNAU & SOMMERLAD (2006):Krokodile
(28.09.2009, 10:52)
Liz Thieme:   ich glaube da ist Ralf der bessere Ansprechpartner.
Hatte die Infos eben nur auf die Schnelle gegooglet.
(27.09.2009, 19:13)
Henry Merker:   @Liz:
Aha. Unterscheiden sich denn diese Krokodile von den anderen Krokodilen Afrikas?
(27.09.2009, 19:03)
Liz Thieme:   2004 kam ein Buch raus mit dem Titel "Neues zum Status von Crocodylus suchus GEOFFROY, 1807, dem Nordwestafrikanischen Krokodil" von Hemmo Nickel
weiter gibt es diese Beschreibungshinweise
Crocodylus suchus — SCHMITZ et al. 2003
Crocodylus suchus — NICKEL & AULIYA 2004
Crocodylus suchus — NICKEL 2004
Crocodylus suchus — PADIAL 2006

vorher war es ja
Crocodylus niloticus suchus - GEOFFROY, 1807
(27.09.2009, 18:43)
Henry Merker:   Seit wann werden denn die Nordwestafrikanischen Krokodile als eigenständige Art, Crocodylus suchus, angesehen? Weiß das jemand?
(27.09.2009, 18:33)
Ralf Sommerlad:   @IP66:Diese Lasten sind aber tragbar. Es handelt sich ja nicht um Wahnsinnsbeträge. Einerseits wird der Artenschwund in den Zoos bedauert, andererseits will man alles umsonst und nichts in-situ tun. Warum zum Teufel sollten denn beispielsweise die Venezolaner Tiere an deutsche Zoos geben, wenn es andernorts auf der Welt zoologische Einrichtungen gibt, die gern bereit sind, sich in-situ zu engangieren. Nein - benefit für alle Beteiligten lautet die Devise. Und "Geiz ist geil" ist leider allemal aktueller als "Eine Hand wäscht die Andere"...
(30.06.2009, 13:51)
IP66:   Die Mohrenmakis waren eine Fehlleistung - Herr Freud würde vermutlich auf eine ganz erhebliche Störung meiner Persönlichkeit wegen des kölner Lemurenschwunds schließen ...
In Sachen Zwangsabgaben bei Tiervermittlung scheint sich mir die Katze in den Schwanz zu beißen - auf der einen Seite bedauert man die, wie man im Tiergartenrundbrief nachlesen kann, nachgerade inflationstreibend erhöhten Zooeintrittspreise, auf der anderen Seite bürdet man den sich der Zucht bedrohter Arten widmen wollenden Nichtspaßzoos weitere Lasten auf, die den Besucherzuspruch senken und die Arterhaltung verteuern.
(29.06.2009, 17:35)
Ralf Sommerlad:   Die Frankfurter Australien-Krokodile kommen aus einem Export des Crocodylus Park in Darwin, solche Exporte sind auf Zooebene auch immer möglich, wenngleich langwierig, gewesen. Mohrenkaimane waren immer seltene Schautiere in deutschen Zoos - vielleicht auch, weil sie den einfacher und billiger zu beschaffenden Mississippi-Alligatoren so ähnlich sehen und die Haltung heikler ist. Mittlerweile gelangten aber eine ganze Anzahl Mohrenkaimane nach Europa.Und auch ich unterstütze den Grundgedanken einer Förderung von sinnvillen in-situ-Projekten bei schutzbedürftigen Arten sehr - in USA fordert das übrigens der US Fish & Wildlife Service schon vor der Erteilung einer Importerlaubnis. Das wäre mal wieder ein gutes Beispiel für eine zu praktizierende europäische Richtlinie...
(29.06.2009, 12:52)
Sacha:   @IP66: Jaaah, Mohrenmakis gehören schon in einen anderen Thread, nur schrieb Henry Merker von MohrenKAIMANEN!!! Die passen schon hier rein, sofern mit dem Threadnamen nicht nur "ECHTE Krokodile" gemeint sind....:)
(29.06.2009, 12:43)
IP66:   Mohrenmakis gehören ja eigentlich ein einen anderen Thread, doch ist die Art schwerer zu vergesellschaften als Kattas und auch in Sachen Ernährung, vor allem Verfettung, kein ganz so einfacher Haltungskandidat, weshalb gerade kommerziell orientierte Einrichtungen lieber auf die verbreiteteren Formen zurückgreifen.
(29.06.2009, 11:43)
Henry Merker:   @Sacha:
Ihren Ausführungen stimme ich weitgehenst zu, zumal ich auch der Meinung bin, dass der Naturschutz irgendwie finanzieren muss. In manchen Ländern macht man dies etwa, indem man manche Tiere zur Jagd frei gibt. Da wäre die Situation in puncto "Abgabe von Tieren an Zoos" nun doch etwas besser, da so lebende Tiere als Botschafter auftreten können.

Gibt es eigentlich spezielle Gründe, warum die Anzahl der Mohrenkaimanhalter in Europa so schnell gesunken ist? Hatte die Zoos nur Einzelexemplare?

Wie sind eigentlich die derzeitigen Halter des Australienkrokodils wie etwa Frankfurt an ihre Tiere gekommen, wo doch bekannt ist, dass Australien strengstens darauf achtet, kaum Tiere aus "down under" zu exportieren.
(28.06.2009, 20:16)
Sacha:   @IP66: Da bin ich grösstenteils anderer Meinung.

Erstens stellt sich überhaupt mal die Frage, ob man Venezuela als reiches Land bezeichnen kann. Gemessen an vielen anderen lateinamerikanischen Ländern eher ja, gemessen an europäischen Ländern eher nein. Das BSP hängt dort vielfach vom Oelpreis und von Chavez' Launen und Ideen ab...

Zweitens brauchen kleinere (finanzschwächere) Zoos nicht unbedingt Orinokokrokodile zu halten. Meistens haben sie dazu auch keinen Platz. Besser man baut in Grosszoos - sofern es die Begebenheiten erlauben - die Anlagen für Orinokos und andere bedrohte Grosskrokodilarten um - und überlässt den Kleinzoos dafür die Haltung von Stumpfkrokodilen ("Ich kann sie nicht mehr sehen"), Augenbrauen-Glattstirnkaimanen oder ggf. auch Krokodilkaimanen.

Drittens halte ich die Finanzierung von Naturschutzprojekten vor Ort über exportierte Tiere für eine hervorragende Idee, sprich eine win-win-Situation. Die Naturschützer und Parkverwalter bekommen Geld, die ex-situ-Zoos seltene Tiere. Ich wünschte, dass würde mit noch mehr Tiere gemacht werden. Ich denke da an Kleideraffen, Nasenaffen, viele australische Tiere, usw.

Viertens bestünde für Kleinzoos rein theoretisch die Möglichkeit, junge Orinokos (Stichwort: "Oh wie süss, Babykrokodile") aufzuziehen und - spätestens bei eintretenden Platzproblemen - wieder abzugeben.
(09.06.2009, 14:42)
IP66:   Das Problem scheint mir darin zu liegen, daß man die Tiere wegen der geforderten Subventionierung von Naturschutzprojekten im reichen Venezuela gewissermaßen kaufen muß - das wird für kleinere Zoos, die über Krokodilanlagen verfügen und interessiert sind, ein Hindernis vorstellen und den Erwerb und die Haltungs preiswerter Arten fördern. Wäre es nicht klug, wenigstens bei Arten, deren Lebensräume in Ländern mit kapitalem Bruttosozialprodukt liegen, auf derartige Zwangsabgaben zur Legitimation der Arche-Ideologie zu verzichten?
(09.06.2009, 14:23)
Ralf Sommerlad:   Erfreulich Brandneues: Es könnte sein, dass wir bald Orinoko-Krokodile auch in europäischen Zoos sehen! Rund 20 NZ-Tiere aus Dallas könnten an akkreditierte Zoos ausserhalb der USA, die sich finanziell und ideell am Artenschutzprojekt in Venezuela beteiligen wollen, abgegeben werden.
Insbesondere für grössere Zoologische Gärten, die über ausreichende Haltungsmöglichkeiten für die sehr grosswüchsige Art verfügen, dürften Orinoko-Krokodile - die in ihrer Heimat in Kolumbien und Venezuela kritisch bedroht sind - eine hochinteressante Bereicherung darstellen.

(13.05.2009, 10:13)
Ralf Sommerlad:   @Johannes Pfleiderer: Das wäre auch ganz gut und richtig, davon ausgehend, dass es sich um reinerbige Tiere aus dem Ursprungsland handelt.
(11.05.2009, 14:39)
Johannes Pfleiderer:   @Ralf Sommerlad
Vielen Dank für die Infos.
Auf cowiei kam ich, weil der Zoo Halle seine 5 Exemplare aus Pierrelatte im ISIS demnentsprechend ausweist.
(11.05.2009, 13:43)
Ralf Sommerlad:   @Johannes Pfleiderer:Pierrelatte hat auch Tiere nach Protivin/Tschechien und auch an den dänischen Krokodilzoo gegeben.Aber alle Tiere aus Pierrelatte stammen aus südafrikanischen Farmen was heisst: Die Krokodile müssen nicht unbedingt auch reinerbige Südafrikaner sein.So hat man vor jahren auf manchen Farmen versucht, ostafrikanische Tiere, die grösser werden, einzukreuzen, um schneller wachsende und grössere Tiere zur Häutegewinnung zu erhalten.Ich gehe daher bei südafrikanischen Farmkrokodilen erst mal nicht von Unterartreinheit aus, wobei die exakte Bestimmung lebender Tiere auf rein morphologischer Basis in der Tat sehr schwierig ist.
An die Pariser Krokodile kann ich mich nicht mehr erinnern.
Auch weiss ich nicht, welcher europäische Zoo in historischer Zeit reinerbige Orinokokrokodile pflegte.
(08.05.2009, 14:41)
Onca:   Die Hamburger stammen aus einer Zuchtfarm in Namibia. Die Linie kommt ursprünglich aus Kwa Zulu Natal in Südafrika. Die Tiere sind schon als Schlüpflinge nach Spanien und dann nach Frankreich gekommen, von wo sie dann nach HH sind.
(07.05.2009, 19:04)
IP66:   Ich halte es für sehr schwierig, die Herkunft eines Krokodils in einem Zoo eindeutig zu bestimmen. Jungtiere der Formen wurden ja in großen Mengen importiert, und die Zoos kauften gerne Großexemplare auf, die ihnen von Händlern oder Privatleuten angeboten wurden. Schließlich ist es kaum möglich, die entsprechenden Karteivermerke mit Indiviuen zu verbinden, und wenn auch noch mehrere Exemplare auf der Anlage waren und man die Eier aus dem Becken fischte, wird es auch noch schwierig, die Jungtiere ihren Eltern zuzuordnen. Am ehesten funktioniert das noch, wenn ein Zoo ein Krokodilpaar über Jahrzehnte hielt und gezüchtet wurde, doch auch dann muß man dessen Herkunft sicher ermitteln.
(07.05.2009, 19:02)
Johannes Pfleiderer:   Sind neben der Unterart cowiei aus dem südlichen Afrika noch weitere Unterarten des Nilkrokodils in europäischen Zoos bekannt oder ist deren Herkunft größtenteils unklar? Gerade bei den Tieren in Paris könnte ich mir vorstellen, dass sie eher aus den ehemaligen französischen Kolonialgebieten in Westafrika stammen.
An cowiei-Haltungen sind mir derzeit Halle, Hamburg (laut TERRARIA-Artikel schlüpften die Tiere dort in Namibia) und Pierrelatte bekannt. Zudem glaube ich mich zu erinnern, dass die Baseler Tiere ebenfalls aus Pierrelatte stammen. An welche anderen Einrichtungen gingen noch Nachzuchten aus Pierrelatte?

Außerdem (da wir die Diskussion über die Orinoko-Krokodile nun schon oft hatten): aus welchen europäischen Zoos sind nachweislich ehemalige Haltungen von Orinoko-Krokodilen bekannt?
(07.05.2009, 15:00)
Ralf Sommerlad:   In den US-Zoos ist ein gutes genetisches Management gewährleistet - es existiert ein SSP für die kritisch bedrohte Art. Wir Europäer haben uns zu einem EEP nicht durchringen können, was bedauerlich ist.
(23.04.2009, 13:49)
Sacha:   @Ralf Sommerlad: Demzufolge ist die Reinheit bei den Tieren in z.B. Barcelona, Colchester und Warschau fraglich.
Wie steht es denn mit den Kubakrokodilen in US-Zoos (Miami, Houston, Bronx usw.)?
(23.04.2009, 09:52)
Ralf Sommerlad:   @Sacha:Genetisch überprüft sind die Tiere in Protivin und - soweit mir bekannt ist - die Kuba-Krokodile in Paington.
(23.04.2009, 09:44)
Shensi-Takin:   @Sacha: Zu 1.: Spitzkrokodil (Crocodylus acutus)
(21.04.2009, 11:31)
Sacha:   1. Mit welcher Art sind denn die nicht-reinerbigen Kubakrokodile vermischt?

2. Welche Exemplare in den europäischen Zoos sind wirklich reinerbig?

(21.04.2009, 10:18)
Ralf Sommerlad:   Nachzuchterfolg im Krokodilzoo Protivin

Mit 8 befruchteten Eiern des Siam-Krokodils und 25 befruchteten Eiern des Kuba-Krokodils setzt der Krokodilzoo Protivin seine erfolgreiche Zuchtarbeit mit kritisch bedrohten Krokodilarten fort.Übrigens sind die Kuba-Krokodile des tschechischen Krokodilzoos die einzigen nachgewiesen reinerbigen Zuchttiere in Europa. Alle weiteren Zuchten in Dänemark und Schweden haben zumindest 1 nicht reinerbiges Elterntier aufzuweisen ( wobei dies hinsichtlich der Zucht im Skansen Zoo noch nicht abschliessend geklärt ist).
(21.04.2009, 09:51)

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