
| cajun: | Eben kam die Nachricht: "DER WELTBEKANNTE AFRIKANISCHE ELEFANT EXPERTE, DR. IAIN DOUGLAS-HAMILTON, STIRBT IM ALTER VON 83 JAHREN Nairobi, Kenia – Dienstag, 9. Dezember 2025: Mit tiefer Trauer verkünden wir den Tod von Dr. Iain Douglas-Hamilton, renommierter schottischer Zoologe und Gründer und Präsident von Save the Elephants. Iain starb gestern Abend im Alter von 83 Jahren in Nairobi. Als Pionierkraft im Elefantenschutz revolutionierte Iain unser Verständnis afrikanischer Elefanten durch seine bahnbrechende Forschung. Mit nur 23 Jahren leistete er Pionierarbeit bei der ersten wissenschaftlichen Studie über das Sozialverhalten wilder Elefanten. Als die Herden, die er so gut kannte, für ihr Elfenbein getötet wurden, wurde er zum Elefantenschützer. Seine Arbeit legte den Grundstein für moderne Elefantenverhaltensstudien und Naturschutzpraktiken. Iain war maßgeblich daran beteiligt, die Elfenbein-Wilderei-Krise aufzudecken und dokumentierte die Zerstörung von mehr als der Hälfte der afrikanischen Elefanten in einem Jahrzehnt, die zu einer entscheidenden zwischenstaatlichen Entscheidung führte, den internationalen Handel mit Elfenbein 1989 zu verbieten. 1993 gründete Iain Save the Elephants, um eine Zukunft für wilde afrikanische Elefanten zu sichern, indem wir unsere Wertschätzung für ihre Intelligenz vertiefen, ihre Lebensräume schützen und die Harmonie zwischen Elefanten und den Menschen, die ihre Landschaften teilen, fördern. Sein innovativer Einsatz von GPS-Tracking-Technologie und Luftvermessungstechniken veränderte die Überwachungs- und Schutzstrategien von Elefanten und wurde zu Standardpraktiken im Bereich des Wildtierschutzes. Als eine neue Welle von Elfenbein-Wilderei über Afrika fegte und zwischen 2010 und 2012 schätzungsweise 100.000 Elefanten tötete, führte Iain erneut die Anklage an. Er sagte vor den USA aus. Der Senatsausschuss für auswärtige Beziehungen im Jahr 2012 und seine wissenschaftlich fundierte Befürwortung für einen stärkeren Schutz spielten eine wichtige Rolle in der globalen Bewegung, die zur Schließung der Inlandsmärkte auf der ganzen Welt führte, vor allem Chinas im Jahr 2018. Im Jahr 2013 war er Mitbegründer des Elephant Crisis Fund, der von Save the Elephants mit langjährigen Partnern des Wildlife Conservation Network betrieben wird, um einen effizienten, lokalen Naturschutz zu katalysieren. Bis 2025 hatte der Fonds 120 Partner in 44 Ländern mit über 40 Mio. USD unterstützt, um über 500 Projekte durchzuführen. Die Investitionen waren mächtige Aktionen gegen den Elfenbeinhandel und tragen nun dazu bei, das Zusammenleben zwischen Menschen und Elefanten auf einem zunehmend überfüllten Kontinent zu schmieden. Iain und seine Frau Oria waren Co-Autor zweier preisgekrönter Bücher, Among the Elephants (1975) und Battle for the Elephants (1992) und sein Werk war Gegenstand vieler Fernsehdokumentationen, darunter The Secret Life of Elephants (BBC 2008) und ein kürzlich erschienener Dokumentarfilm A Life Among Elephants (Maramedia 2024). Seine außergewöhnlichen Beiträge brachten ihm weltweite Anerkennung ein, darunter den Order of the Golden Ark (1988), den Order of the British Empire (1992), den Indianapolis Prize (2010), den Commander of the British Empire (2015) und den Esmond B. Preis der Martin Royal Geographical Society (2025). War nie glücklicher, als wenn ich mit einem jungen Wissenschaftler zusammensaß, der Karten von Elefantenspuren studierte und gemeinsam darüber spekulierte, was in den Augen des Dickhäuters vor sich gehen könnte. Er katalysierte unzählige Karrieren in Forschung und Naturschutz, sowohl aus Afrika als auch aus der ganzen Welt. „Iain hat die Zukunft nicht nur für Elefanten verändert, sondern auch für eine große Anzahl von Menschen auf der ganzen Welt. Sein Mut, seine Entschlossenheit und seine Strenge inspirierten alle, die er traf. Ob ruhig zwischen Elefanten sitzen, Karten ihrer Bewegungen durchblättern oder in seinem geliebten Flugzeug über eine Herde kreisen, dieser Glanz in seinem Auge war da. Er hat seine lebenslange Neugier nie mit dem verloren, was in den Köpfen einer der faszinierendsten Kreaturen unseres Planeten geschah ", sagte Frank Pope, CEO von Save the Elephants und Iains Schwiegersohn. Iain inspirierte zusammen mit seiner Frau Oria seine Töchter Saba und Dudu, ihr eigenes Leben der Arbeit für die Natur zu widmen. Er hinterlässt sechs Enkelkinder, von denen jeder davon träumt, seinem Beispiel auf die eine oder andere Weise zu folgen. Die Familie bittet um Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit.Iains Pioniergeist und unerschütterliche Hingabe, Afrikas berühmteste Spezies zu erhalten, inspirieren uns weiterhin alle." Quelle:https://savetheelephants.org/stories-and-news/press-releases/?filter_news_type=2&filter_submit_btn=Apply (09.12.2025, 14:46) | ||
| cajun: | Ich hätte sie gerne mal gesehen (gespottet) . Daraus wird leider nichts mehr. Jane Goodall, die große Verhaltensforscherin, ist heute im Alter von 91 Jahren verstorben: "Schimpansen-Forscherin Jane Goodall ist tot Ihre Beobachtungen von Menschenaffen machten sie berühmt, über Jahre setzte sie sich für den Schutz von Tieren und Umwelt ein. Nun ist Jane Goodall gestorben. Sie wurde 91 Jahre alt. Die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall ist tot. Sie sei »eines natürlichen Todes gestorben«, teilte das von ihr mitbegründete Jane-Goodall-Institut auf Instagram mit. Den Angaben zufolge befand sich Goodall auf einer Vortragsreise im US-Bundesstaat Kalifornien.Goodall, geboren 1934 in London, war der erste Mensch, der das Sozialverhalten von Schimpansen in freier Wildbahn erforschte. Mehr als 20 Jahre lang lebte sie mit ihnen im Dschungel von Tansania. Ihre Entdeckungen »revolutionierten die Wissenschaft«, heißt es in dem Beitrag des Instituts. Sie überwarf die wissenschaftlichen Normen ihrer Zeit, indem sie Schimpansen Namen statt Nummern gab und deren Beziehungen und Emotionen in ihre Forschung einfließen ließ.Schon als Kind hatte Goodall eigener Aussage nach eine Leidenschaft für Tiere. Nach der Schule ließ sie sich zunächst zur Sekretärin ausbilden, ein Studium konnte sie sich nicht leisten. Auf Einladung einer ehemaligen Mitschülerin reiste sie dann 1957 nach Kenia, wo sie den Wissenschaftler und Paläoanthropologen Louis Leakey kennenlernte. Dieser bot ihr an, im Gombe-Stream-Schutzgebiet in Tansania das Verhalten von Schimpansen zu beobachten. Goodall konnte durch ihre Forschung unter anderem zeigen, dass Schimpansen gezielt eigene Werkzeuge herstellen, um an Futter zu gelangen. Zudem tragen sie untereinander teils erbitterte Kämpfe aus. »Wir haben festgestellt, dass es letztlich keine scharfe Grenze zwischen Menschen und dem Rest des Tierreichs gibt«, sagte Goodall Anfang der Nullerjahre in einem Vortrag. Der Sender National Geographic berichtete über Goodalls Arbeit im Dschungel, mit Material ihres damaligen Ehemanns, dem niederländische Tierfilmer Hugo van Lawick. Die Bilder machten sie weltberühmt. Nach ihrer Rückkehr engagierte sie sich weiterhin für den Schutz von Tieren und Umwelt. Dazu gründete sie unter anderem das Jane-Goodall-Institut mit weltweit 27 Niederlassungen, eine Organisation für Kinder und Jugendliche sowie eine Stiftung. Ihr Schwerpunkt verlagerte sich zunehmend auf den Klimaschutz – eigenen Angaben zufolge, weil sie die Zerstörung des Lebensraums der Schimpansen hautnah miterlebt hatte." Quelle:https://www.spiegel.de/panorama/leute/jane-goodall-beruehmte-schimpansen-forscherin-ist-tot-a-54981cf6-241b-4570-a423-663a6730dd83 (01.10.2025, 21:20) | ||
| Michael Mettler: | Demnächst bei Schüling erhältlich: Der Sprachführer "Elefantisch - Deutsch / Deutsch - Elefantisch" für den Ele-Fan-Tisch :-D (05.12.2008, 09:51) | ||
| Sven P. Peter: | Da das Arahaus heute geschlossen war, kann ich nur mit einem kleinen Schild an der Elefantenanlage aufwarten, welches aber auch sehr interessant ist :) (04.12.2008, 22:48) | ||
| Sven P. Peter: | Jawoll, so aus dem Kopf weiß ich nur, dass da was zur Gruppendynamik von den Hutaffen und zum Aufzuchtsverhalten von Eisbären und Seebären hing. Bei den Mandrills hing bis letztes Jahr auch noch was über die Vergesellschaftung der Löwen. Für genauere Infos muss ich Donnerstag mal gucken. (02.12.2008, 16:03) | ||
| Klaus Schüling: | @Sven P.: Ich denke, dass würde noch mehr hier im Forum interssieren: Dann berichte doch demnächst bitte mal, was da so hängt ... (02.12.2008, 11:59) | ||
| Sven P. Peter: | In Hagenbeck sind immer einige von denen Unterwegs. Die interessantesten Ergebnisse hängen auf großen Plakaten im Arahaus. (02.12.2008, 11:34) | ||
| Klaus Schüling: | Dieser Thread ist einer Subpopulation gewidmet, die bislang (auch) an dieser Stelle unterrepäsentiert ist: Dem Wissenschaftler im Zoo. Jeder von uns kennt Diplomanden/Doktoranden, die neben einem Gehege hocken und tagelang das Zoogeschehen protokollieren. In der Regel möchte/darf man diese angestrengt wirkenden Menschen ja nicht stören - ergibt sich dennoch die Gelegenheit zum Gespräch, erfährt man möglicherweise Thema, Deisziplin und manches mehr. Dann ist man natürlich neugierig auf ein Ergebnis - in aller Regel dringt aber keinerlei Information aus den Universitäten, in den die Diplom- oder Doktorarbeiten dann nach Fertigstellung verschwinden. Zur Würdigung der (Jung-)wissenschaftler, aber auch aus Neugierde auf die Resultate der Forschungen bitten wir darum, solche Sichtungen von Wissenschaftlern an dieser Stelle zu melden: Am besten mit Einrichtung, Name, Tierart, Fragestellung und aussendender Einrichtung (meistens Unis, bzw. Institute). Auch Zoos und Tiergärten sind herzlich eingeladen, hier Besuche von Wissenschaftlern mitzuteilen - wir werden versuchen, bei interessanten Themen Ergebnissen diese hier bzw im Tiergarten Rundbrief oder im Schüling Verlag zu veröffentlichen. (02.12.2008, 08:13) |
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