
| Michael Mettler: | Wenn man mal davon absieht, dass den Tieren die Dekoration relativ egal sein dürfte, sieht mir zumindest das Gehege nicht schlechter aus als die durchschnittliche Zoo-Robbenanlage (und in Sachen verfügbare Landfläche/Wasservolumen sogar besser als manche Anlage, die ich in "normalen" Zoos gesehen habe). (05.08.2008, 12:17) | ||
| Anna Lena Stephan: | Hier ein Foto der Gemeinschaftshaltung. Das Becken war nach rechts etwa noch mal so groß und hatte dahinter einen kleinen Absperrbereich ohne Wasserbecken. Ich hoffe, ich habe mich jetzt nicht blamiert und das Tier auf dem Steeg ist eine Kegelrobbe... Ein normaler Seehund ist es aber nicht. Ich habe auch noch Fotos aus der Nähe, falls Zweifel aufkommen. (05.08.2008, 10:21) | ||
| Sacha: | @Michael Amend: Ja, die Merlin Entertainements Group ist seit kurzem auch Betreiber des Heideparks Soltau (http://www.merlinentertainmentsbiz/de/brands/heidepark.aspx) Betreiber des Parc Astérix ist meines Wissens die französische Gesellschaft Grévin & Cie die zur Compagnie des Alpes (CdA) gehört. Zu deren Gruppe gehören auch noch andere Parks mit Delfinarien. (05.08.2008, 09:42) | ||
| Hannes Lüke: | Da muss ich gerade an den Fernsehbericht denken in dem der Aufbau dieses Aquariums gezeigt wurde. Da wurde gesagt, das man hofft das tote Fische gefressen werden und man davon ausgeht, das aus dem Grund dort evtl. NIE etwas nachgezogen wird. Zum Heidepark. Ich meine die Gruppe betreibt auch den Asterix Park in Paris und der hat auch Delfine welche abgegeben werden sollen. (04.08.2008, 18:29) | ||
| Michael Amend: | Hab das Foto vergessen, stelle es aber besser in einem anderen Thread ein. (04.08.2008, 18:22) | ||
| Michael Amend: | @Sascha. Habe ich das richtig verstanden, das Merlin auch den Heidepark Soltau betreibt ? Haben die jetzt tatsächlich keine Delphine mehr ? Im Berliner Sealife erklärte mir die nette junge Dame vom Aquadom(das Aquarium, durch das der Lift fährt ) das die meisten der darin lebenden Korallenfischarten bereits im Aquadom selbst geboren und aufgezogen wurden, was übrigens auch die nette junge Dame in Speyer von den dort lebenden Korallenfischarten behauptete, allerdings sind die in alle in der Zuchtstation in England geboren worden. Wow, was Sealife schon heimlich alles nachzieht, im Keller auch Blauwale ? Das sind zwei Beispiele,was Sealife für eine verlogene Politik betreibt.... Hier ein Bild aus dem Aquadom, besonders die Gestaltung des Hintergrundes gefällt mir, Hotelfenster sind mal was originelles... (04.08.2008, 18:21) | ||
| Sacha: | @MM: Stimmt. Ich hätte bei "eigene Anlagen" noch ein "grössere" hinzufügen müssen... (04.08.2008, 16:52) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Ich gebe dir Recht darin, dass etwas noch lange nicht gut sein muss, nur weil es gemacht wird. Die Haltung bei Hagenbeck WAR früher getrennt. Als ich den Park Anfang der 80er kennen lernte, lebte Antje in dem Beckenteil links neben der Pinguinanlage, der unterhalb des Felsenbogens zum heutigen hinteren, damals mit Seebären besetzten Beckenbereich abgetrennt war, so dass es zwei Gehege statt des durchgehenden heutigen gab (und noch bzw. zeitweise keine Seehunde). Später kamen dann Seehunde zusätzlich ins Walrossbecken (sowie zeitweise Artgenossen für Antje), und irgendwann wurde die Trennung der beiden Beckenbereiche aufgehoben. Wenn da also etwas schiefgegangen wäre bei der Gemeinschaftshaltung, hätte man im einfachsten Fall das Trenngitter wieder reinziehen können... Aber ob die dortige Haltung Nachteile für eine der Arten mit sich bringt, kann natürlich eher ein Ortskenner beurteilen. (04.08.2008, 16:33) | ||
| Sacha: | Das mit den "vielen Jahren" ist kein Argument. Wieviele Jahre lebten denn Geparde neben Löwen und Tigern? Oder Breitmaulnashörner als Paar? Und an der "modernen" Gemeinschaftshaltung von Wolf und Braunbär wird ja auch schon Kritik laut. Ich denke, dass man auch bei Hagenbeck Seebär, Seehund und Walross getrennt gehalten hätte (denn soviel mehr Platz hat(te) man in Hamburg auch nicht), wenn man Geld und Raum für eigene Anlagen gehabt hätte resp. hätte ausgeben/schaffen wollen. Abgesehen davon ist das Polarium dort - siehe Eisbären und ungenügende (ehemalige) Haltung von Königspinguinen - trotz seiner schönen Panoramabauweise nicht gerade ein Meisterstück der Tierhaltung. Die Gemeinschaftshaltung von Hundsrobben an sich habe ich auch nicht kritisiert, mir allerdings bisher wegen deren Seltenheit auch noch keine Gedanken darüber gemacht. (04.08.2008, 16:00) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Vielleicht ist es ja eine Platzfrage (und eine Frage der Fütterungsmethode), ob die Kombi Hunds-/Ohrenrobbe ohne Nachteil für die Hundsrobbe (in der Regel ist das ja der Seehund) funktioniert. Bei Hagenbeck leben Seehunde und Südamerikanische Seebären schon seit vielen Jahren zusammen (zeitweise noch mit Walross Antje als dritter Art im Bunde) - da würde ich doch hoffen, dass man das schon längst geändert hätte, wenn es für die Seehunde von Nachteil wäre. Die Hundsrobben-Kombi Kegelrobbe/Seehund kenne ich aus Harderwijk, habe aber bei meinem Besuch damals keine Beobachtungen gemacht, die dafür oder dagegen sprächen. (04.08.2008, 15:13) | ||
| Sacha: | @MM: Gut möglich. Wie gesagt resp. geschrieben, war mir die genaue Aussage ja nicht mehr vergegenwärtig. Einer Gemeinschaftshaltung von Hunds- und Ohrenrobben stehe ich skeptisch gegenüber. So habe ich früher in Augsburg mehrmals beobachten können, dass die wesentlich flinkeren Seebären die Seehunde bei der Fütterung sehr drangsalierten. Auch sonst schien es mir, als würden die Seehunde den Seebären so gut wie möglich aus dem Weg gehen (Angst? Stress?). Insofern kann man eine derartige Haltung wie in Blankenberge nicht als artgerecht bezeichnen (Obwohl sich natürlich in freier Wildbahn durchaus z.B. Seelöwen und Seehunde treffen können - nur mit ganz anderen Ausweichsmöglichkeiten). (04.08.2008, 14:11) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Siehe "Walartige in Europa", Beitrag von Ulli vom 28.6.08. Allerdings galt die Äußerung Merlins nicht für Meeressäuger allgemein, sondern in Zusammenhang mit den Delfinen für "diese walartigen Meeressäuger". Zumindest in den Außendarstellungen der Sea Life Centres in Hannover und Timmendorfer Strand (andere habe ich noch nicht besucht) war auch immer nur von "Walen und Delfinen" die Rede - und außerhalb der Säuger von Sandtigerhaien - die für für nicht geeignet für die Haltung betrachtet. Vielleicht hattest du noch meinen Beitrag zum Ozeaneum Stralsund im Hinterkopf, wo ich gemutmaßt hatte, dass wegen der Beteiligung von Greenpeace zwar Pinguine, aber keine Robben gehalten werden, weil Greenpeace laut TV-Sendung zur Eröffnung die Haltung von Meeressäugern ablehne...? Um dabei aber zur Ursprungsfrage von Anna Lena Stephan zurück zu kommen: Gemeinschaftshaltungen von verschiedenen Robbenarten sind und waren in der Zoowelt zumindest nichts Ungewöhnliches. Die Faktoren bezüglich der "Artgerechtheit" dürften die gleichen sein wie bei jeglicher anderer Gemeinschaftshaltung von Tierarten auch. Dagegen frage ich mich, ob nicht eher die Haltung von nur fünf Humboldtpinguinen - einer immerhin in Kolonien lebenden Vogelart - fragwürdig ist (falls die Gruppe nicht gerade neu zusammengestellt wird oder aktuelle zusammengeschmolzen ist). (04.08.2008, 13:32) | ||
| Sacha: | Moment mal. In Blankenberge gibt es drei Robbenarten??? Stand hier nicht irgendwo im Forum, dass Merlin (Betreiber der Sealife-Center) die Delfinhaltung in Soltau aufgab, weil man angeblich Meeressäuger nicht adäquat in Gefangenschaft halten kann? Sehr interessant. Offenbar sind bei Merlin wie bei Orwell einige Meeressäuger "gleicher" als andere.... (04.08.2008, 09:41) | ||
| Michael Mettler: | @Anna Lena Stephan: Wenn du Sea Life von anderswoher kennst ("sealife-gewohnt"), was hast du dann in Blankenberge erwartet...? Wem "bunte Fische" in einem SchauAQUARIUM zu langweilig sind, der sollte doch einfach keins besuchen :-) Zu deiner abschließenden Frage gibt es jede Menge Antworten in den Threads "Sea Life Hannover" und "Großaquarien". (04.08.2008, 09:34) | ||
| Anna Lena Stephan: | Ich war vor einer Woche im belgischen Blankenberge im Sea-Life-Center, da es in dieser gegend keinen anderen Zoo gibt und zwei Wochen ohne geht ja nicht... Die Eintrittspreise sind eine Schweinerei: 15,50 für einen "Zoo", den man in 15 Minuten durchquert hat. Der Rest war Sealife-gewohnt mehr Show als alles andere. In einem Schowbecken mit Tribüne davor eine "interessante" Gemeinschaftshaltung: Mehrere Kalifornische Seelöwen, mindestens zwei Seehunde und eine Kegelrobbe (Bild kann ich nachliefern). Ist das eigentlich artgerecht? Ansonsten nichts spektakuläres: 5 Humboldtpinguine, Otter und bunte Fische. Und noch eine Frage: Welche Rolle spielen Sea-Life-Centres in Europa für Tierschutz und Arterhalt in Zoos? (04.08.2008, 09:19) |
| alle Beiträge |