
| cajun: | Kaum gefangen, schon tot- leider. Merkwürdig das zur Zeit der Meldung des Fanges eigentlich schon klar war, dass das Tier nicht überlebt...: "Javan-Nashorn Musofa stirbt und kann nicht gerettet werden. Hier die Chronologie… Die Bemühungen zum Schutz des Java-Nashorns durch Einzelumsiedlungen zur Stärkung der Population stehen erneut vor natürlichen Herausforderungen. Ein Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus) namens Musofa, das im Javan Rhino Study and Conservation Area (JRSCA) im Ujung-Kulon-Nationalpark (TNUK) intensivmedizinisch betreut wurde, konnte aufgrund einer langjährigen chronischen Erkrankung nicht mehr überleben. Laut einer Pressemitteilung des Nationalparkbüros Ujung Kulon, die UjungkulonFm erreichte, erklärte der Leiter des TNUK-Büros, Ardi Andono, dass Musofas Umsiedlung sorgfältig geplant worden war und Wildtierschutzexperten aus dem In- und Ausland, Tierärzte, die indonesischen Streitkräfte (TNI) sowie verschiedene Naturschutzpartner einbezogen waren. „Alle Maßnahmen wurden gemäß internationaler Naturschutzstandards durchgeführt, einschließlich Simulationen, ethischer Bewertungen sowie logistischer und sicherheitstechnischer Vorkehrungen. Musofa wurde unverletzt transportiert, doch seine langjährige chronische Erkrankung stellte eine unüberwindbare medizinische Herausforderung dar“, erklärte er. Ardi erläuterte weiter den Ablauf der Ereignisse, der damit begann, dass Musofa am 3. November 2025 erfolgreich in eine Fallgrube geriet. Der Transport erfolgte unter Berücksichtigung der extremen Wetterbedingungen und der Sicherheit des Tieres. Musofa erreichte das JRSCA am 5. November 2025 in stabilem Zustand und zeigte in der Anfangsphase eine gute Anpassungsreaktion. Das Veterinärteam überwachte und betreute ihn vom ersten Tag an engmaschig. Am 7. November 2025 verschlechterte sich Musofas Zustand jedoch. Das medizinische Team leitete umgehend eine Notfallbehandlung gemäß den Standards für Wildtierrettung ein. Leider wurde Musofa am Nachmittag desselben Tages für todkrank erklärt. Eine Nekropsie wurde vom Pathologieteam der Fakultät für Veterinärmedizin und Biomedizin (SKHB) der IPB-Universität durchgeführt, um die Todesursache von Musofa zu ermitteln. Die Untersuchung ergab eine langjährige chronische Erkrankung des Magens, des Darms und des Gehirns, einen erheblichen Parasitenbefall sowie Anzeichen von Gewebedegeneration. Es wurden auch alte Wunden von einem Kampf in freier Wildbahn gefunden, die zwar ein zusätzlicher Faktor, aber nicht die Hauptursache waren. Diese Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung des Gesundheitsmanagements von Java-Nashörnern in ihrem natürlichen Lebensraum. Das TNUK-Zentrum wird gemeinsam mit der IPB-Universität, weiteren Wissenschaftlern und Naturschutzpartnern umfassende Analysen durchführen, um die Früherkennung von Krankheiten, das Lebensraummanagement und die Überwachung der Populationsgesundheit zu optimieren." Quelle:https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=1931377544468958&id=100027901932454&rdid=PbrGqThjxwFH9btp (28.11.2025, 11:20) | ||
| cajun: | Ein Update zum Fang des ersten Javanashorns von gestern: "PRESSEMITTEILUNG Intensive Pflege und Eingewöhnungsphase für das Java-Nashorn Musofa im Behandlungsgebiet des JRSCA, Ujung-Kulon-Nationalpark Nach einem historischen Umsiedlungsprozess vom 3. bis 5. November 2025 traf das Java-Nashorn Musofa offiziell im Behandlungsgebiet (Gehege) des Java-Nashorn-Studien- und Schutzgebiets (JRSCA) im Ujung-Kulon-Nationalpark (TNUK) ein. Am Abend des 5. November 2025 begann eine entscheidende Eingewöhnungsphase, in der Musofas Bewegungen von einem medizinischen Team aus Tierärzten und Nashornpflegern in Acht-Stunden-Schichten im Behandlungsgebiet sorgfältig überwacht wurden, um eine 24-Stunden-Überwachung zu gewährleisten. Zusätzlich zur direkten Bewachung des Behandlungsgebiets wurde Musofa auch per Videoüberwachung (CCTV) im Behandlungsgebiet beobachtet.Sobald Musofa im Behandlungskäfig war, führte das Team aus Tierärzten und Tierpflegern unverzüglich eine Reihe von Standardverfahren durch: Füttern, Verabreichen von Medikamenten, Überprüfen seines körperlichen Zustands, Reinigen des Käfigs und Beobachten seines Verhaltens, um sicherzustellen, dass seine Stressreaktion in einem angemessenen Rahmen blieb.Die erste Nacht wurde von einem Team aus Tierärzten und Tierpflegern überwacht, die über Erfahrung in der Pflege von Sumatra-Nashörnern im Sumatran Rhino Sanctuary (SRS) im Way Kambas Nationalpark (TNWK) und in Naturschutzorganisationen in Indonesien verfügen. Sie sind sich der sensiblen Natur dieser großen Tiere bewusst und wissen um deren besonderen Schutz. Darüber hinaus absolvierten die Tierpfleger 2024 im SRS im TNWK ein intensives Nashornpflegetraining. Auch Tierärzte und Tierpfleger mit jahrelanger Erfahrung im Umgang mit Afrikanischen Breitmaulnashörnern waren anwesend. Ihre Expertise in der Pflege dieser Großtiere trug maßgeblich dazu bei, Musofas Sicherheit und Wohlbefinden während seiner Eingewöhnungsphase zu gewährleisten." Quelle:https://www.facebook.com/people/Taman-Nasional-Ujung-Kulon/100015604848022/ (25.11.2025, 09:44) | ||
| cajun: | Da es hier mit den Aufnahmen von Java Nashörner in situ begann. Nun gibt es ein erstes männliches Exemplar ex situ Weitere sollen folgen: "Historische Premiere: Java-Nashorn mit Unterstützung des KAPA K-61-Transportflugzeugs der indonesischen Marine umgesiedelt Der indonesische Naturschutz hat erneut Geschichte geschrieben. Erstmals wurde ein Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus) namens Musofa aus seinem natürlichen Lebensraum in das Java-Nashorn-Studien- und Schutzgebiet (JRSCA) im Ujung-Kulon-Nationalpark (TNUK) umgesiedelt. Die Umsiedlung, die den Namen „Operation Merah Putih“ trug, markierte einen Meilenstein im Kampf gegen die vom Aussterben bedrohte endemische Art Indonesiens. Die Maßnahme basierte auf einem Kooperationsabkommen (PKS) zwischen dem Forstministerium und den indonesischen Streitkräften. Die Beteiligung des III. Militärkommandos Siliwangi (Kodam III), des Marinestützpunkts Banten und die umfassende Unterstützung des 1. Marineinfanteriebataillons der indonesischen Marine waren entscheidend für den Erfolg dieser risikoreichen Naturschutzmission. Die Operation Merah Putih wird vom Einsatzleiter Brigadegeneral Edy Saputra, S.I.P., M.Han, Kommandeur des Militärstützpunkts 064/Maulana Yusuf Banten (Danrem), geführt. Stellvertretende Einsatzleiter sind Oberst Catur Yogiantoro, Kommandeur des Marinestützpunkts Banten, und der Leiter des Nationalparks Ujung Kulon. Vor dem Beginn der Operation Merah Putih wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um die optimale Einsatzbereitschaft des gesamten Teams sicherzustellen. Eine der wichtigsten Phasen war die Simulation des Einsatzes des Amphibienfahrzeugs KAPA K-61. Diese Simulation diente dazu, die Geländebedingungen für den Transport eines Transportkäfigs mit einem über eine Tonne schweren Java-Nashorn zu ermitteln." Quelle:https://www.instagram.com/p/DRSO0nTDwKA/?igsh=MThqeHp2aGc2OTljYg%3D%3D&img_index=2 (21.11.2025, 12:10) | ||
| cajun: | Zur aktuellen Bestandssituation von Java- und Sumatranashorn: " Ein neuer Bericht der IUCN stellt fest, dass zwei der am stärksten gefährdeten Arten der Welt immer noch gefährlich nahe am Aussterben sind. Die Anzahl der Java-Nasenhörner (Rhinoceros sondaicus) ist um ein Drittel gesunken, von 76 auf nur 50, nachdem lokale Wildereigruppen angeblich 26 Tiere, meist Männchen, getötet haben. In der Zwischenzeit bleiben die Sumatra-Nashörner (Dicerorhinus sumatrensis) bei nur 34-47 Tieren, was sie zum am meisten bedrohten Nashorn und zu einem der am stärksten gefährdeten Tiere auf dem Planeten macht. Das Javanashorn -Problem Nina Fascione, die Geschäftsführerin der International Rhino Foundation, sagt, dass die Situation für keine der beiden Arten hoffnungslos sei. „Die Zahl der Javanashörner war schon früher niedrig“, sagt Fascione. 1967 ergab die erste Umfrage nur 26 Tiere. Java-Nashörner haben ein einziges Horn und sind meist näher an das größere, einhörnige Nashorn, das indische Nashorn (R. unicornis) verwandt. „Naturschützer, die Regierung Indonesiens ... haben alle sehr hart gearbeitet, um sie zurückzubringen. Es geht langsam, und Nashörner haben offensichtlich eine lange Tragzeit, aber es wurde schon früher gemacht“, sagt Fascione. „Wir können es wieder.“ Javanshörner sind heute in einem einzigen Nationalpark zu finden: Ujung Kulon. Die Population war in den letzten Jahrzehnten stetig, wenn auch langsam, gestiegen. Bis Wilderer kamen. Im Jahr 2023 entdeckten Ranger im Park laut dem Bericht fehlende Kamerafallen. „Footage von den restlichen Kameras zeigte später bewaffnete Personen im Park, anscheinend die Verfolgung von Nashörnern“, heißt es in dem Bericht. Schließlich verhaftete die Polizei 13 Wilderer und Händler aus einem nahe gelegenen Dorf, die an der Schlachtung der Nashörner wegen ihrer Hörner beteiligt waren. Die Wildermannschaft konzentrierte sich auf Bullen aufgrund ihrer größeren Hörner, verzerrte das Sexualverhältnis und setzte jahrelang die Erhaltungsbemühungen zurück. Die Vorfälle warf Fragen über die Sicherheit im Park auf. Wie konnten diese Wilderer so lange im Park handeln und so viele Nashörner angesichts der Ranger-Präsenz getötet haben? Fascione sagt, dass viele Sicherheitsänderungen vorgenommen wurden. „Es gibt viele neue Maßnahmen, die es vor ein paar Jahren nicht gab, als die Wilderei stattfand. ...Die Aufmerksamkeit der Welt liegt auf der Spezies. Ich bin zuversichtlich, dass wir an einem besseren Stand sind, als zur Zeit wenn die Wilderei stattfand“, sagt sie. Dennoch fügt Fascione hinzu, dass es kein narrensicheres Regime gegen Wilderer gibt, die "kreativ und mutig" sind, angesichts der Auszahlung für Nashornhorn. Rhino Horn wird in der chinesischen traditionellen Medizin und zunehmend als Statussymbol in Teilen Südostasiens verwendet. Aber es ist nicht alles düster für Javan-Nashörner. „Die gute Nachricht ist, dass in den letzten zwei Jahren sechs Java-Nashornkälber geboren wurden. ... Sie tun, was sie tun müssen“, sagt Fascione. „Wir müssen sie schützen.“ Die Regierung diskutiert auch die Einrichtung eines Zuchtprogramms für Java-Nashörner – ähnlich dem, was sie für Sumatra-Nashörner getan haben –, um ein Versicherungsprogramm für die Art bereitzustellen. Es gibt auch seit Jahrzehnten Gespräche über die Einrichtung einer zweiten wilden Population für Java-Nashörner, ohne dass Maßnahmen ergriffen wurden. Angesichts des Populationssrückgangs sei diese Idee im Moment keine Priorität, sagt Fascione. Am Rand: Sumatra-Nashörner Enttäuschenderweise bleiben die Schätzungen des Sumatra-Nashorns nach drei Jahren stabil: Es wird angenommen, dass nur 34-47 Tiere in freier Wildbahn bleiben. Von allen Nashornarten sind die Sumatra-Nashörnerzahlen am wenigsten sicher, angesichts der gleichen Anzahl von Tieren, dem rauen und abgelegenen Gelände und ihrer berühmten Elusivität. "[Die Zahlen sind] eine Schätzung, und das ist alles, was wir tun können", sagt Fascione. Sumatra-Nashörner, die kleinsten Nashörner, sind evolutionär am ältesten. Sie repräsentieren ihre eigene Gattung und sind die haarigsten aller Nashörner. Sie sind auch am engsten mit dem ausgestorbenen Wollnashorn (Coelodonta antiquitatis) verwandt, das vor etwa 14.000 Jahren verschwunden ist, wahrscheinlich aufgrund der menschlichen Jagd und des Klimawandels. Auf der positiven Seite steht ein sehr erfolgreiches Zuchtprogramm für Sumatra-Nashörner jetzt bei 11 Tieren und bleibt eine Versicherung gegen das totale Aussterben. Von den Wildtieren schätzt der Bericht, dass 2-3 Tiere in Borneo überleben könnten, was eine andere Unterart darstellt: D. s. harrissoni. Derzeit ist nur eine sicher bekannt: eine Kuh namens Pari. Seit Jahren versuchen Beamte, Pari zu fangen, um sie in das Zuchtprogramm aufzunehmen, da sie lebenswichtige neue Genetik in das Programm bringen würde. "Pari ist ziemlich heimlich schwer fassbar", sagt Fascione. Es wird angenommen, dass die überwiegende Mehrheit der wilden, überlebenden Nashörner im Norden von Sumatra leben. Es wurde angenommen, dass sie in den letzten zehn Jahren aus dem südlichen Sumattra ausgelöscht wurden. Die jüngsten Entwicklungen haben dies jedoch geändert. Hunde mit der gemeinnützigen Organisation Working Dogs for Conservation haben im südlichen Sumatra das erste direkte Zeichen von Nashörnern dort gefunden. „Unsere Hunde trainieren auf so harten Duftherausforderungen“, sagt Crystal Sharlow-Schaefer, Entwicklungsleiterin von Working Dogs for Conservation. Der Nashorn-Kot, der gefunden wurde, hat einen Test bestanden, der bestätigt, dass er vom schwer fassbaren Sumatra-Nashorn stammt. Es müssen zwei weitere passieren, bevor Naturschützer sicher sind, dass es Nashorn ist. „Die Information ist ganz neu. Buchstäblich sind die Hunde gerade im Dschungel“, sagt Fascione. Wenn das stimmt, könnte es sich als zusätzliche Rettungsleine für die Art erweisen. Fascione sagt, dass sie glaubt, dass jedes Nashorn im Süden von Sumatra gefangen und in das Zuchtprogramm in Gefangenschaft gebracht werden sollte, das dringend neue Mitglieder braucht, da alle Männchen direkt verwandt sind. Fascione sagt, dass es eine Reihe von Möglichkeiten gibt, Asiens letzten Nashörnern zu helfen: Die Beteiligung am Welt- Rhino-Tag (Sept. 22), besuchen Sie Zoos mit Nashörnern (da Zoos sehr aktiv im Nashornschutz sind) und erwägen Sie schließlich, für die Erweiterung des Sumatra-Nashornschutzgebiets zu spenden, in dem sich die Nashörner in Gefangenschaft befinden. Derzeit ist das Sanctuary voll ausgelastet. Der neue Bericht, der alle drei Jahre abfällt, wurde von der African Rhino Specialist Group der IUCN Species Survival Commission, der Asian Rhino Specialist Group und TRAFFIC zusammengestellt." Quellehttps://news.mongabay.com/2025/08/javan-rhino-numbers-plunge-sumatran-rhinos-remain-near-extinction-report/ (22.08.2025, 12:09) | ||
| cajun: | Keine guten Nachrichten. Im Udjong Kulon NP auf Java, der seit Herbst 2023 für Beucher geschlossen ist, wurden im Zeitraum von 2019 bis 2023 sieben Nashörner gewildert. Man hat nun die Schuldigen gefasst aber es gibt große Fragezeichen wie das passieren konnte und ob die offiziellen Bestandszahlen überhaupt stimmen. Die offizielle Zahl ging von 76 Tieren aus, von denen aber nur 34 per Kamerafalle bestätigt wurden. Zweifel daran sind ja bereits weiter unten im Thread eingestellt. Ein Hoffnungsschimmer bleibt. Seit 2022 wurden vier neue Kälber beobachtet. Die ganze Story unter: https://news.mongabay.com/2024/04/a-single-gang-of-poachers-may-have-killed-10-of-javan-rhinos-since-2019/ (26.04.2024, 10:59) | ||
| cajun: | Aus dem aktuellen Namibia- Magazin: Bis März 2024 sind bereits 28 Nashörner in Namibia gewildert worden. Verteilt auf die Arten: Breitmaulnashörner 9, Spitzmaulnashörner 19. Allein 19 Tiere davon im Etosha NP, einem der meistbesuchtesten und daher gut überwachten Schutzgebiete des Landes. Wenn die Wilderei so weiter geht lautet die Prognose mind. 112 Tiere bis Jahresende. 2023 wurden gesamt 67 Nashörner gewildert. Im Jahr 2022 sogar 92. Offtopic: Die Elefantenwilderei ist im Land 2024 bisher bei null Exemplaren, lag 2023 bei acht Tieren und 2022 bei gesamt vier Elefanten. Vielleicht braucht es doch mehr Haltungskapazitäten und schnellere Zuchterfolge für alle vorhandenen Nashornarten in Zoos..... (18.04.2024, 16:17) | ||
| cajun: | In der Gazella 49, JG 2023 des Prager Zoos gibt es einen Artikel über Zukunftsprognosen und Empfehlungen bezüglich der Erhaltung des Java Nashorns. Basierend darauf ist ein Artikel auf der Plattform Mongabay erschienen, der im Nachgang, übersetzt, eingefügt ist. Zusammenfassung des Mongabay Artikels: Die einzige verbleibende Population von Java-Nashörnern, etwa 70 Individuen, lebt in einem einzigen Nationalpark in Indonesien. In einem neuen Papier wird argumentiert, dass Naturschützer einige Bereiche des Parks räumen sollten, um die Futterflächen für Nashörner zu vergrößern und ein Zuchtprogramm für die Art in Gefangenschaft zu schaffen. Jüngsten Regierungsberichten zufolge weisen 13 der verbliebenen Java-Nashörner angeborene Defekte auf, die wahrscheinlich auf Inzucht zurückzuführen sind. Trotz intensiver Überwachung durch Kamerafallen wissen Wissenschaftler relativ wenig über das Fortpflanzungsverhalten und die Fortpflanzungsmuster der Art. Inhalt des Mongabay Artikels: Das Java-Nashorn, das einst durch Südostasien streifte, lebt heute auf einer einzigen Halbinsel vor der westlichsten Küste Javas auf Indonesisch. Dort, im Ujung-Kulon-Nationalpark, überleben etwa 70 Java-Nashörner (Rhinoceros sondaicus). Ein Tsunami, eine Krankheit oder eine entschlossene Wilderergruppe könnten sie endgültig auslöschen. Um die Sache noch komplizierter zu machen, behauptete die örtliche NGO Auriga Nusantara in diesem Jahr, dass die Nashörner im Park schlecht verwaltet würden, was zahlreiche Bedenken aufkommen ließ – unter anderem, dass tote Nashörner offiziell als lebend gezählt würden. In einem neuen Artikel in der Zeitschrift Gazella wird nun argumentiert, dass Naturschützer damit beginnen sollten, große Bäume im Park zu fällen, um mehr Nahrungsgebiete für Nashörner zu schaffen, und aufgrund zunehmender Bedenken hinsichtlich möglicher Inzucht eine in Gefangenschaft brütende Population gründen sollten. „Genetische Studien, die am Java-Nashorn durchgeführt wurden, haben auf eine geringe genetische Vielfalt innerhalb der Population hingewiesen“, sagt Studienmitautor Francesco Nardelli von der Asian Rhino Specialist Group bei der IUCN, der globalen Naturschutzbehörde. „Geringe genetische Diversität wird häufig mit Inzuchtdepressionen in Verbindung gebracht, die zu verminderter Fitness und erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten führen können.“ Tatsächlich erwähnt ein staatliches Managementprogramm für das vom Aussterben bedrohte Java-Nashorn, das Pläne für 2023–2029 enthält, 13 Java-Nashörner, die „angeborene Defekte“ aufweisen, die wahrscheinlich auf die jahrzehntelange Fortpflanzung innerhalb einer so kleinen Gruppe zurückzuführen sind. Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Bevölkerung in Bezug auf das Geschlecht einseitig ist. In der Population gibt es deutlich weniger erwachsene Weibchen als Männchen. Nardelli sagt, dass möglicherweise nur noch ein „Dutzend“ brütende Weibchen übrig sind. Und obwohl sie weiterhin Kälber produzieren, geschieht dies möglicherweise nicht schnell genug, um die Populationszahl zu erhöhen oder sie überhaupt über Wasser zu halten. Ein paar Bäume fällen? Der beste Weg, genetischen Problemen entgegenzuwirken, sei die Schaffung einer größeren Population, so der andere Co-Autor der Studie, Jan Robovský, ein Biologe an der Südböhmischen Universität in Tschechien. Doch die derzeitige Population scheint sich auf rund 70 Tieren eingependelt zu haben, und viele befürchten, dass der aktuelle Lebensraum nicht mehr in der Lage ist, weitere Tiere zu beherbergen. Robovský vergleicht das Java-Nashorn mit anderen lebenden Nashornarten derselben Gattung: dem Großen Einhornnashorn (Rhinoceros unicornis), auch Panzernashorn genannt. Während sich das Große Einhornnashorn nach der Eindämmung der Wilderei schnell erholte, hat die Java-Nashornpopulation nicht zugenommen. Ob dies an der anhaltenden Wilderei im Park oder an Platz- und Nahrungsmangel liegt, bleibt offen. Um das potenzielle Problem der Nahrungsversorgung anzugehen, schlagen Nardelli und Robovský vor, einige große Bäume im Ujung-Kulon-Nationalpark zu fällen, um neue Lichtungen für die Nahrungsaufnahme der Nashörner zu schaffen. „Javan-Nashörner sind in erster Linie Grasfresser und ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern“, sagt Nardelli. „Durch die Schaffung von Lichtungen wird versucht, das Wachstum von Setzlingen anzuregen und den Nashörnern eine reichhaltigere und zugänglichere Nahrungsquelle zu bieten. Dies ist besonders wichtig im Zusammenhang mit begrenzten geeigneten Lebensräumen innerhalb des Parks.“ Parkmanager haben bereits jahrelang daran gearbeitet, eine schnell wachsende Palme im Schutzgebiet, die Arenga-Palme (Arenga obtusifolia), zu beseitigen, um mehr Platz für das Wachstum der bevorzugten Pflanzenart der Nashörner zu schaffen. Nardelli und Robovský argumentieren jedoch, dass die Baumrodung in Gebieten erfolgen sollte, in denen sich die Palme nicht durchgesetzt hat. Im Nashorn-Managementplan 2023–2029 der Regierung wird die Schaffung eines „neuen Managementdesigns zur Optimierung der Tragfähigkeit des Java-Nashorn-Lebensraums“ erwähnt, geht jedoch nicht näher darauf ein. Nina Fascione, Leiterin der International Rhino Foundation (IRF), die mit der indonesischen Regierung beim Schutz von Nashörnern in Ujung Kulon zusammenarbeitet, sagt, dass „zusätzliches Habitatmanagement … hilfreich wäre“, fordert jedoch genauere Einzelheiten zu den Forschern vorschlagen. Robovský schlägt außerdem vor, dass Parkmanager darüber nachdenken sollten, einige Banteng (Bos javanicus), eine wilde Rinderart, aus dem Park zu entfernen, da sie mit dem Java-Nashorn um Nahrung konkurrieren könnten. Banteng sind auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet aufgeführt. Dennoch sagt Fascione, dass derzeit „die größte Priorität für die wildlebende [Nashorn-]Population der Schutz ist – wir wissen, dass sie sich auf natürliche Weise fortpflanzen, daher ist die Sicherheit dieser Tiere unserer Meinung nach die wichtigste Schutzmaßnahme.“ Sie fügt hinzu, dass Inzuchtprobleme zumindest kurzfristig nicht die größte Sorge darstellen. Zucht in Gefangenschaft Nardelli und Robovský schlagen außerdem die Einrichtung eines Zuchtzentrums für Java-Nashörner in Gefangenschaft vor, ähnlich dem für Sumatra-Nashörner (Dicerorhinus sumatrensis), das erfolgreich durchgeführt wurde. Die Aussicht auf Zucht in Gefangenschaft steht laut Managementplan der Regierung auf der Tagesordnung, doch Experten sagen, dass sie nicht damit rechnen, dass dies in absehbarer Zeit geschehen wird. „Die Zucht in Gefangenschaft könnte sich durchaus als wesentliches Instrument im Arsenal der Schutzmaßnahmen für Java-Nashörner erweisen“, sagt Fascione und fügt hinzu: „Tatsächlich könnte ein Erhaltungszuchtprogramm, bei dem die Genetik sorgfältig verwaltet werden kann und die Population schnell wächst, eines davon sein.“ die besten Lösungen.“ Die indonesische Regierung ist mitten im Bau eines neuen Komplexes innerhalb des Parks, der als Javan Rhino Study and Conservation Area (JRSCA) bekannt ist. Sobald dies abgeschlossen ist, sieht der Regierungsplan vor, eine „Umsiedlung ausgewählter Individuen“ in Betracht zu ziehen. Laut Nardelli könnte die Aufnahme einiger Nashörner in ein halbwildes Zuchtprogramm in Gefangenschaft auch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen führen, die das Überleben der Art verbessern könnten. „Programme zur Zucht in Gefangenschaft bieten einzigartige Möglichkeiten für wissenschaftliche Forschung und Beobachtung“, sagt er. „In einer kontrollierten Umgebung können Forscher das Fortpflanzungsverhalten genau überwachen, die Fortpflanzungsphysiologie untersuchen und wertvolle Daten sammeln, die als Grundlage für Schutzbemühungen sowohl in Gefangenschaft als auch in der Wildnis dienen können – Daten, die derzeit fehlen.“ Obwohl das Sumatra-Nashorn wahrscheinlich stärker bedroht ist als das Java-Nashorn, da seine Population wahrscheinlich weniger als 50 Tiere beträgt, wissen wir mehr über das Sumatra-Nashorn, da Wissenschaftler Jahrzehnte Zeit hatten, es in Gefangenschaft zu untersuchen. Seit mehr als einem Jahrhundert hat es kein Java-Nashorn mehr in Gefangenschaft gegeben. Nardelli sagt, das Java-Nashorn „könnte wissenschaftlich als die am wenigsten bekannte Nashornart charakterisiert werden“. In seiner Arbeit wird beispielsweise berichtet, dass ein totes Exemplar eines Java-Nashorns in Italien lange Zeit fälschlicherweise mit dem eines Panzernashorns verwechselt wurde, eine Fehlidentifizierung, die nach Ansicht der Autoren weit verbreitet ist und zu einer Neubewertung aller Exemplare in den Museen der Welt führen sollte und Sammlungen. „Detaillierte Kenntnisse über das Fortpflanzungsverhalten, die Brutmuster und die Faktoren, die ihre Fortpflanzung beeinflussen, fehlen noch“, sagt Nardelli. „Diese Informationen sind für die Entwicklung wirksamer Erhaltungsstrategien von entscheidender Bedeutung und können nur durch ein Ex-situ-Zuchtprogramm [in Gefangenschaft] bewertet werden.“ Seit Jahrzehnten drängen Naturschützer auch auf die Einrichtung eines zweiten Java-Nashorn-Standorts in freier Wildbahn in Indonesien, um die Population über einen einzigen Standort hinaus zu vergrößern. Es könnte in Java oder Sumatra sein. Trotzdem muss die indonesische Regierung noch einen Standort auswählen. Ihr aktueller Plan weist auf die Notwendigkeit „anderer Gebiete“ außerhalb von Ujung Kulon hin und fordert eine „Bewertung der Habitateignung“. Laut einem hochrangigen Regierungsbeamten liegt die Suche jedoch seit 2019 „auf Eis“, und es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass sie wieder aufgenommen wird.“ Quelle: https://news.mongabay.com/2023/12/to-help-beleaguered-javan-rhinos-study-calls-for-tree-felling-captive-breeding/ Das PDF der Gazella findet ihr unter folgendem Link: https://www.zoopraha.cz/component/joomdoc/Gazella/GAZELLA_49_2023_09_NOSOROZCI.pdf/JOOMDOC_ROUTE_DOWNLOAD Titel:Nardelli, F., & Robovský, J. (2022). New data on the ecology and conservation of the Javan rhinoceros Rhinoceros sondaicus Desmarest, 1822 (Perissodactyla, Rhinocerotidae). Gazella, 49, 182-205 (03.01.2024, 13:25) | ||
| cajun: | African Parcs hat auch ein eigenes Statement dazu heraus gegeben. https://www.africanparks.org/ Auf der Seite kann man auch über alle Projekte, Erfolge und Misserfolge nachlesen. Dieses Jahr gehen nochmal Spitzmaulnashörner in den Tschad. (05.09.2023, 09:52) | ||
| Simon Kirchberger: | Ah danke! Die NGO ist ja sehr aktiv, gerade im Erneuern und Modernisieren von Nationalparks, da kommen die Nashörner bestimmt recht… (05.09.2023, 09:45) | ||
| cajun: | @Simon: steht auch im Spiegel. Kannst du hier nochmal dem Link folgenhttps://www.spiegel.de/panorama/suedafrika-naturschutzorganisation-kauft-weltgroesste-nashornfarm-mit-2000-tieren-a-6db20371-67ff-4bed-9170-c0c98dbd215a?sara_ref=re-so-app-sh African Parcs hat gerade südliche BM nach Garamba / DRC zurück gebracht und auch in den Akagera Park in Ruanda. Die werden schon Verwendung für die 2000 Zuchtiere haben. (05.09.2023, 08:40) | ||
| Simon Kirchberger: | Nachdem die Zuchtfarm für Nashörner in Südafrika versteigert wurde, wurde gestern bekannt, dass „African Parks“, eine NGO, die auch zahlreiche Nationalparks verwaltet, den Bestand erworben hat. Die über 2.000 Südlichen Breitmaulnashörner sollen in den nächsten Jahren ausgewildert werden. Einen Link hab ich noch nicht, das ZDF hat es jedoch auf Social Media gepostet. (05.09.2023, 08:23) | ||
| cajun: | Der Artikel ist bereits vom April diesen Jahres, allerdings ging das Thema komplett an mir vorbei. Also die Zahlen des Bestandes des Java Nashorns im letzten Verbreitungsgebiet werden anscheinend seit einigen Jahren nicht "richtig gezählt". Es herrscht daher Unklarheit über das, angenommene, Wachstum der Population. Das macht es natürlich schwierig, den "Erfolg" der Schutzbemühungen durch nachvollziebare Zahlen zu untermauern... wenn das so stimmt, dann könnte es um die Java Nashörner nicht gut bestellt sein.... "Flawed count puts ‘glorified’ Javan rhinos on path to extinction, report says JAKARTA — Every time a new Javan rhino calf is spotted, Indonesia’s environmental authorities issue an update of the precise population number for the near-extinct species. The rhino’s entire population is confined to a single national park, filled with hundreds of camera traps that allow conservationists to monitor sightings of known, named adult rhinos as well as any new births. Since 2011, when officials started installing the camera traps, the government has reported steady growth from 35 to 72 individual Javan rhinos (Rhinoceros sondaicus). According to a new investigative report, however, the seeming precision of these numbers belies serious problems with transparency, poor management of the species, and indications that the population may in fact be declining. Among the key revelations in the report published April 11 by Indonesian nonprofit environmental NGO Auriga Nusantara is that 18 rhinos (nine females and nine males) that have not been spotted alive for years (some since 2019) are still included in the most recent population counts. Further investigation by Auriga Nusantara found that three of these 18 “missing” rhinos have died: one female in 2019 and a female and a male in 2021. None of these missing and dead Javan rhinos were publicly announced by either the agency that manages Ujung Kulon National Park or the Indonesian environment ministry. By contrast, the government has regularly publicized news of Javan rhino births, signaling a stable population growth. “It’s an unfair glorification from the government for not publishing these losses as well,” Timer Manurung, the founder and director of Auriga Nusantara and lead author of the report, told Mongabay in an exclusive interview on April 7. “There’s a political factor at play, especially when the environment ministry has a population increase target for priority species like the Javan rhinos.” Male Javan rhino calf named Luther with his mother. Image courtesy of Indonesia’s Ministry of Environment and Forestry. Timer said he believes it’s highly unlikely that live, healthy rhinos would go undetected by camera traps, considering the systematic setup of the devices throughout Ujung Kulon and the fact that rhinos typically frequent the same spots within their home range. But he said he would be glad if it turns out the rest of the missing rhinos are alive and have simply been staying out of view of the camera traps. Timer added that his concerns were shared by multiple whistleblowers involved in Javan rhino conservation, who alerted his organization to problems in Ujung Kulon and prompted his team to begin the investigation in September 2022. “This is the only remaining population of Javan rhinos and we are in danger of losing this species,” he said. Muhamad Ali Imron, the director for forest and wildlife at WWF-Indonesia, which was deeply involved in the Javan rhino conservation project in Ujung Kulon National Park until 2019, said it was still possible the camera traps had missed some living rhinos. He said the network of camera traps didn’t cover all of the park back when his organization was still involved in the program. The environment ministry ended its partnership with WWF-Indonesia in late 2019, and the latter has since not been involved with the program. “We would give the camera trap records to the environment ministry (until end of 2019) and the ministry has the authority to decide and release/announce the population number of the Javan rhinos,” Imron told Mongabay in a written statement on April 10. The list of missing and dead Javan rhinos reported by Auriga Nusantara. Image courtesy of Auriga Nusantara. ‘Misleading’ population count Auriga’s report also showed that, every year from 2011 to 2022, with the exception of 2014, the environment ministry reported more rhinos living in Ujung Kulon than the camera traps had actually recorded for that year. Timer said this discrepancy was due to the official population count including any previously recorded rhino as long as it hadn’t been found dead. “It’s misleading,” Timer said, adding that the camera trap recordings on their own indicated a declining population trend of the Javan rhinos — a far cry from the stable growth claimed by the government. By accounting for all rhino deaths — the majority of which were never publicized by the ministry — the investigation came up with an annual death rate of 1.1 Javan rhinos per year, with a particularly concerning mortality rate among females. This, Timer said, could put the species on the path to extinction within a decade without any meaningful intervention by conservation authorities and experts. Auriga’s report also highlighted worrying indications that intentional rhino poaching has resumed in Ujung Kulon since 2018, following three decades without reported incidents. The paper showed images of snares found by field officers, a hole found in a rhino skull, and deep wounds in the upper body of a living rhino. The report said Auriga’s sources suspected the wounds were caused by bullets, though park officials have disputed this, saying instead that the wounds could have been caused by bamboo or other sharp objects. Auriga also highlighted the discovery of a snare positioned specifically to catch a large mammal like a rhino or banteng (Bos javanicus), adding that sightings of people carrying firearms and other illegal activities have been increasing all over the park. Imron of WWF-Indonesia confirmed that communities and partner organizations in the Ujung Kulon area have reported seeing poachers entering the coastal park from the sea. Auriga says that there’s a huge discrepancy between the Javan rhinoceros population reported by the Indonesian environment ministry and the camera trap recordings of the animal. Image courtesy of Auriga Nusantara. Timer attributed the recent indications of rhino poaching in Ujung Kulon to lax security in parts of the park, coupled with poachers shifting their attention to the park due to the dearth of Sumatran rhinos, a different critically endangered species, in Lampung province, across the Sunda Strait from Ujung Kulon. The return of poaching could also explain the missing and dead rhinos, Timer said, although other concerns include the spread of parasites or infectious disease. “But rhino deaths have hardly ever been thoroughly investigated by the Ujung Kulon park agency,” Timer said. “If rhino poaching has truly returned, this species could go extinct in just a year.” Auriga’s report also raised other concerns about the management of the park and the Javan rhinos, such as why most of the funding goes into the development of the Javan Rhino Sanctuary and Conservation Area, at the expense of addressing more pressing needs like a second habitat for the rhinos, which has been put on hold. A plan for the expansion of the Javan Rhino Study and Conservation Area (JRSCA) in Ujung Kulon National Park. Image courtesy of the Ministry of Environment and Forestry. Official response Auriga requested confirmation of its findings from the environment ministry in January, but received a response saying that the ministry couldn’t provide the requested data because it was considered to be “documentation belonging to the state.” The environment ministry, however, issued a circular letter, which Mongabay has reviewed, dated March 21 and signed by the ministry’s secretary-general, in which it confirmed that 15 of the Javan rhinos included in the population count have not recently been spotted on camera, as well as the indications of targeted rhino poaching. Mongabay sought further comment from the Ujung Kulon park agency and the environment ministry, but did not receive a response by the time this article was published. Nina Fascione, executive director of the International Rhino Foundation, which has long been involved in the Javan rhino conservation program, said rhino numbers had been increasing over the decades, but that the trend highlighted by Auriga was worrying. “The numbers in this report, which are also mentioned in [the circular letter] are very concerning,” she said in a statement to Mongabay. “IRF stands ready to help the government of Indonesia determine the exact number of rhinos and take steps to conserve them, and are already supporting Ujung Kulon National Park and other partners on increased Javan rhino monitoring and security measures.” The IRF’s local affiliate, Yayasan Badak Indonesia (YABI), declined to comment, saying that Java rhino population figures could only be confirmed with the Ujung Kulon park agency. Mongabay also contacted Save the Rhinos, another NGO involved in the conservation program, but it referred all questions to the IRF. A park ranger examines the male Javan rhino found dead on April 23, 2018. Image courtesy of the Ujung Kulon National Park Agency Timer said the relevant stakeholders were already aware of the missing rhinos, but that none of them wanted to come forward and call out the government for fear of retaliation from the environment ministry. The ministry has previously sanctioned NGOs, conservation scientists and officials who refuse to toe the official line. Timer said the current situation with Javan rhinos is similar to what’s happening with other priority species, like Sumatran elephants, orangutans, and Sumatran rhinos: official population figures for all of these species are either far more optimistic than most estimates by scientists or aren’t published at all. “This has been the talk among conservationists, but they can’t do anything about it because they’re under the pressure of the current political situation. We’re just amplifying them,” Timer said. Auriga proposed several measures to improve the overall management of Ujung Kulon National Park and the protection of Javan rhinos. These include using a population census technique that complies with academic standards and that’s led by a free and fully independent scientific authority. The NGO also called for a restructuring of the park agency and fund management to prioritize the search for and establishment of a second habitat where some individuals can be relocated. It also recommended conducting investigations into every unnatural death and potential diseases. “Our only focus must be the interest of the species itself instead of the ego of the managing institution,” Timer said." Quelle:https://news.mongabay.com/2023/04/flawed-count-puts-glorified-javan-rhinos-on-path-to-extinction-report-says/ (22.06.2023, 19:45) | ||
| cajun: | Update zu den Spitzmäulern: Im Jahresbericht 2022 wird erwähnt, dass in Südafrika bereits sechs neue Tiere eingefangen wurden, die 2023 nach Zakouma gebracht werden. Den beiden überlebenden Rhinos, beides Weibchen, von 2018 geht es gut. (14.06.2023, 09:55) | ||
| Tim Sagorski: | Garamba sollte, im Zusammenhang mit Nördlichen Breitmaulnashörnern, all denen ein Begriff sein, die das großartige "Die Letzten ihrer Art" von Douglas Adams gelesen haben... Für immer eines meiner Lieblingsbücher! Falls es jemand nicht gelesen hat, dringende Empfehlung :o) (14.06.2023, 09:45) | ||
| cajun: | Wer mehr über das von Liz gepostete Projekt im Garamba NP erfahren will, der kann hier https://www.africanparks.org/white-rhino-return-garamba-national-park nachlesen. Wie immer ein ehrgeiziges Rewilding- Projekt der NGO. (14.06.2023, 09:05) | ||
| cajun: | Ich hoffe, dass "African Parcs", die Organisation, die das alles "bewegt", im Kongo mehr Glück hat mit dem Projekt als mit den Spitzmäulern im Tschad: "https://www.africanparks.org/campaign/rhinos-return/newsroom". Da hört man seit 2018 nichts neues mehr: "The Governments of the Republic of South Africa and Chad Together with African Parks and SANparks Confirm the Discovery of two Additional Black Rhino Carcasses in Zakouma National Park In Chad The Governments of the Republic of South Africa, Republic of Chad, African Parks and SANParks confirm that an additional two black rhino carcasses have been discovered in Zakouma National Park in Chad, bringing the total mortalities to four, of the six that were reintroduced in May this year. We can confirm that none of these rhinos were poached. Post-mortems have been conducted on the rhino carcasses and various samples of blood, tissue and fecal matter were sent to specialist pathology laboratories in South Africa. Histopathological results thus far have not indicated infectious diseases and plant toxicity as cause of death. Serological evidence has however indicated exposure to trypanosomes, a blood-borne parasite transmitted by tsetse flies, but at this stage it is not suspected to be the cause of the mortalities. Low fat reserves suggest that maladaptation by the rhinos to their new environment is the likely underlying cause, although tests to be undertaken on brain and spinal fluid may shed additional light on the exact cause of deaths. On the advice of a team of veterinarians experienced in working with black rhinos, the remaining two animals are being recaptured and placed in holding facilities in order to facilitate closer management. To this end, a SANParks veterinarian was dispatched to Zakouma National Park to assist with the process, and one rhino has already been recaptured and is doing well in their enclosure. Engagements between the Governments of the Republic of South Africa and the Republic of Chad, including SANParks and African Parks remain active as efforts continue to be made to establish clarity around the exact cause of deaths of the four rhinos, and to safeguard the remaining two animals." Quelle:https://www.africanparks.org/press-release/rhinos-zakouma-chad (14.06.2023, 09:01) | ||
| Liz Thieme: | In den letzten Tagen/Wochen wurden 16 Südliche Breitmaulnashörner aus Südafrika in den Garamba NP, Kongo, gebracht, wo das Nördliche BMN seit rd. 15 Jahren ausgestorben ist. Weitere 70 Tiere sollen in den kommenden Jahren folgen, wenn die jetzigen Neuen sich eingelebt haben. (14.06.2023, 07:55) | ||
| W. Dreier: | "John Hume betreibt in Südafrika die größte Nashorn-Farm der Welt – und „Jetzt bin ich pleite“, klagt Hume." Da war von 1600 die Rede (31.03.2023, 15:12) | ||
| W. Dreier: | Nur "fast in-situ": Und nun das Aus. Es kriselte ja schon einige Jahre. Die private Breitmaulnashornhaltung in Südafrika zum Zwecke des Horngewinns ist nun pleite. Irgendwo las ich das vor ca. 2 Wochen. Ich kannte einen Bestand von etwa 1200 - jetzt schrieb man sogar von 2000 Tieren. Die Tiere werden meistbietend verkauft - ganz billig! Wer also in seinem Garten ein Tier haben möchte - besser 4-5 - möge sich melden! (31.03.2023, 15:08) | ||
| cajun: | Das kann Transfers und Austausch von Tieren im Rahmen von Naturschutzprogrammen erheblich erschweren: "Jedes siebte Nashorn im Krüger Nationalpark ist mit dem Rinder-TB-Erreger infiziert Die größte Studie, die jemals an einer freilaufenden Population von Nashörnern durchgeführt wurde, zeigte, dass etwa jedes siebte Nashorn im Krüger-Nationalpark in Südafrika mit Mycobacterium bovis, dem Erreger der Rindertuberkulose, infiziert war. Das Vorhandensein in wilden Populationen stellt eine zusätzliche potenzielle Bedrohung für Gesundheits- und Naturschutzprogramme dar, schreiben die Autoren in der Studie." Übersetzung Zoopresseschau Link zur Studie: https://www.nature.com/articles/d44148-022-00155-z?fbclid=IwAR34g7q-EF3tds0IL7SAuW6BxXfFfx2cieIICJLOdAYfIarpdk1EjW9sDTw (08.11.2022, 11:39) | ||
| cajun: | Diese Entwicklung ist echt erschreckend. Als ich 2015 vor Ort war, gab es im Krüger NP Nashörner noch und nöcher. Man blickte sich kaum noch um, zumindest nach den allgegenwärtigen BMs. Und nun das ..... "Kruger rhino poaching update: 75% population reduction in 10 years Despite back-breaking work from a dedicated and passionate SANParks team, Kruger National Park rhino populations have continued to plummet – as per the latest population count from 2020. Recently published research estimates that there are about 2,607 white rhinos remaining in the Kruger National Park, while black rhinos are estimated to number just 202. This represents a population decline of 75% for white rhinos since 2011 (from 10,621) and 51% for black rhino since 2013 (from 415). Quelle: https://africageographic.com/stories/kruger-rhino-poaching-update-75-population-reduction-in-10-years (22.02.2022, 13:41) | ||
| cajun: | African Park hat es mal wieder geschafft. Dreißig BM- Rhinos aus Südafrika gingen nach Ruanda in den Akagera Park. Nachdem 2017 schon Spitzmaulnashörner aus dem EEP und Südafrika ankamen, ist dies nun der zweite große Schritt. Quelle:https://www.news24.com/news24/southafrica/news/30-south-african-white-rhinos-relocated-to-rwanda-in-a-boeing-747-20211129?fbclid=IwAR1TQ2RdNZhq7LUPMyHr65qQXD009NfoDbz6pNhUwdxV_5vNxO-Z3-diNq4 (07.12.2021, 17:08) | ||
| cajun: | Ok, Ok... hier kommt dann mal ein "richtiges" in-situ .... Two new Javan rhino calves spotted in the species’ last holdout Indonesia has announced sightings of two Javan rhino calves this year in Ujung Kulon National Park, the last place on Earth where the critically endangered species is found. The new additions bring the estimated population of the species to 73; conservationists have recorded at least one new calf a year joining the population since 2012. Despite the stable population growth, the rhinos remain under the looming threat of disease, natural disaster, and a resurgence in encroachment. The calves, a female and a male, were spotted on different occasions in March by camera traps in Ujung Kulon National Park on the western tip of Indonesia’s Java Island, the Javan rhino’s (Rhinoceros sondaicus) last habitat on Earth. The addition of the two calves brings the species’ total population to 73 individuals, comprising 40 males and 33 females. There has been at least one newborn Javan rhino calf recorded every year since 2012, according to the International Rhino Foundation (IRF). “The steady natural birth of the Javan rhinoceros in Ujung Kulon National Park indicates the success of the full protection policy implemented across its habitat in the park,” the Indonesian environment ministry said in a statement issued June 12. The ministry added that the female calf, estimated to be 3-5 months old, appeared to be the second offspring of a rhino known as Ambu, who was known to have first given birth in 2017. The male calf, estimated to be 1 year old, was seen with his mother, whom conservationists have named Palasari. The species once ranged north through mainland Southeast Asia, as far as eastern India. But its population was hammered by poaching and human encroachment into its habitat. The Javan rhino’s last safe haven is Ujung Kulon, where strict protection has meant there have been no reported poaching attempts in more than 20 years. This is thanks largely thanks to the work of patrol teams known as rhino protection units. However, rhino experts have highlighted other threats to the habitat, such as illegal fishing and lobster trapping in the protected waters of the park. The Indonesian government in May 2020 resumed the catching of lobster larvae from the wild for export, effectively opening up the shores of Ujung Kulon to fishers. Ujung Kulon also sits in the shadow of Anak Krakatau, the active volcano left over from the historic eruption of 1883. In December 2018, a massive eruption tore off part of the slope and sent it sliding into the sea. This generated a tsunami that hit Ujung Kulon and nearby areas, killing more than 400 people, including two park officials. The rhinos were far inland and unharmed during the incident. But the prospect of a single catastrophic event wiping out the last remaining population of the species, whether a tsunami or a disease outbreak from neighboring livestock herds, has led to calls for finding another suitable habitat in which to establish a new Javan rhino population. While these plans have been discussed for years, no alternative site has been chosen, with the Indonesian government instead opted to expand the usable habitat within Ujung Kulon. A decade ago, the Javan rhino population was estimated at fewer than 50 individuals. The last of the species outside Java were believed to occur in Vietnam, but were declared extinct there in 2010 due to poaching. Quelle: https://news.mongabay.com/2021/06/two-new-javan-rhino-calves-spotted-in-the-species-last-holdout/ Übersetzen könnt ihr ja selbst :-) (28.06.2021, 16:21) | ||
| Michael Mettler: | @Sacha: Nee, geht nicht nur auf deine Kappe, der ganze Thread heißt ja eigentlich "Nashörner in situ"... ;-) Nennen wir es einfach mal "Rekonstruktion einer ökologischen Nische", wenn die ursprünglich heimische Form nicht mehr verfügbar ist und nur durch eine nahe verwandte mit vergleichbarer "Funktion" ersetzt werden kann. Dann gehen wir da ziemlich konform mit unseren Kriterien. Ähnlich gehandhabt wurde das ja auch beim Spitzmaulnashorn, wo Ostafrikaner im südafrikanischen Verbreitungsgebiet der ausgerotteten Nominatform angesiedelt wurden und dort ex situ an der Erhaltungszucht ihrer Unterart teilnehmen. Ob man in Kenia bei der erfolgten Ansiedlung Südlicher Breitmaulnashörner (Meru-Nationalpark) gesundheitliche Probleme bekämpfen musste (oder immer noch muss), ist mir übrigens auch nicht bekannt. (29.05.2021, 17:53) | ||
| Sacha: | Der Begriff "In-situ" geht auf meine Kappe. Im Artikel ist davon m. W. nicht die Rede. Bekanntlich bin ich ja ein Anhänger von "tiergeografischem Purismus". Hier aber liegt der Fall so, dass es ja gar keine Möglichkeit mehr gibt, auf die "Originale" zurückzugreifen. Ein solches Projekt wie in Uganda ist natürlich nur zu lancieren, wenn die Ersatz-Unterart "biologisch" passt bzw. ohne menschliche Hilfe (ausgenommen Schutz vor menschlichen Einflüssen wie Wilderei und Lebensraumzerstörung) der dortigen Natur anpassen kann. Sollte das wie von Dir geschildert nicht der Fall sein, dann muss man das Projekt in der Tat überdenken, denn dann ist der "In-situ"-Schutz ("In situ" hier im weitgefassten Sinne von "in freier Wildbahn, im korrekten Kontinent und im theoretisch korrekten Biotop") und wohl auch der Nutzen für das betreffende Ökosystem fragwürdig. Grundsätzlich finde ich aber den Versuch der Wiederansiedlung einer ART als solche durchaus erstrebenswert und hätte auch überhaupt kein Problem mit Chapman-Zebras in Uganda, SOFERN die oben genannten Parameter zutreffen, keine Gefahr der Unterarten-Mischung besteht und die Art im ausgesuchten Besiedlungsgebiet auch mal vorgekommen ist. Hierzu eine Bemerkung am Rande, die ein ähnliches, wenn auch nicht genau vergleichbares Ereignis behandelt: Der Zoo Singapur musste seine Gorillahaltung Ende der 80er/Anfang 90er aufgeben, nachdem mehrere Tiere einer Krankheit erlagen, die durch Bakterien/Mikroben aus dem Erdreich ausgelöst wurde. Derweil gab bzw. gibt es diesbezüglich im Zoo Jakarta/Schmutzer Primatenzentrum seit Jahrzehnten offenbar keine Probleme. (27.05.2021, 13:36) | ||
| Michael Mettler: | Ich will den Erfolg des Projektes nicht schmälern, aber was ist denn daran "in situ", in Uganda Südliche Breitmaulnashörner anzusiedeln? Da spielt dann der tiergeografische Purismus keine Rolle und es wird doch mal die reine ökologische Funktion anerkannt? Im Grunde ist es doch so, als würde man in Uganda z.B. ein Ansiedlungsprojekt mit Chapmanzebras durchführen. Ich erinnere mich an eine Folge der TV-Serie "Abenteuer Zoo" über den Zoo Entebbe, in der gesagt wurde, dass das dort gehaltene Südliche Breitmaulnashornpaar regelmäßig medizinisch behandelt werden musste, weil die Südlichen im Gegensatz zu Nördlichen Breitmaulnashörnern nicht auf natürliche Weise gegen eine in Uganda heimische Krankheit resistent seien. Muss das in Ziwa auch so gemacht werden? (26.05.2021, 22:26) | ||
| Sacha: | Einfach nur traurig. Leider zeigt es auch, auf was für wackeligen Füssen In-situ-Projekte stehen können und dass eben (zusätzliche) Ex-situ-Haltung und -Zucht fast immer Sinn macht. Auch wenn das in Uganda die Breitmäuler betraf, so blicke ich an dieser Stelle mit Sorge auf den Umstand, dass viele europ. Zoos in den letzten Jahren die Haltung der wesentlich bedrohteren Spitzmaulnashörner (meist zugunsten der Breitmäuler) eingestellt haben... (26.05.2021, 21:23) | ||
| cajun: | Wie schnell erfolgreiche Projekte scheitern können, hier in einer Meldung aus Uganda- übrigens im Norden zur sudanesischen Grenze hin, lag früher eines der Verbreitungsgebiete des Nördlichen BMs. Auch durch Umsiedlungsbemühungen in den 60igern in die südlichen ugandischen NPs , war es nicht zu retten. Uganda Erfolgreiches Nashorn-Projekt scheitert an Streit um Land Breitmaulnashörner waren in Uganda seit 1983 ausgerottet. Im Ziwa Rhino Sancutary war der Bestand zuletzt auf 33 Tiere angewachsen Vom Ziwa Rhino Sanctuary in Uganda haben alle profitiert: der Arten- und Naturschutz ebenso wie die lokale Bevölkerung. Nun steht das Projekt vor dem Aus Das Ziwa Rhino Sanctuary in Uganda ist für den Artenschutz in Afrika ein Leuchtturmprojekt. Denn es ist nicht nur gelungen, Breitmaulnashörner erstmals nach ihrem Aussterben 1983 wieder in Uganda anzusiedeln. Das Ziwa Rhino Sanctuary unter der Führung des Rhino Fund Uganda ist auch eine beispielhafte Verbindung von Natur- und Artenschutz und Ökotourismus, von dem auch die lokale Bevölkerung profitiert. Jetzt ist das international gefeierte Projekt offenbar Geschichte. Wie lokale Medien berichten, ist ein lange schwelender Streit mit dem Besitzer des knapp 65 Quadratkilometer großen Areals eskaliert. Der Pachtvertrag wurde gekündigt, die 33 Breitmaulnashörner müssen umgesiedelt werden. Alle 144 hoch qualifizierten Nashorn-Ranger, die die Tiere pflegten und rund um die Uhr vor Wilderern schützten, mussten entlassen werden. Roland Gockel und Rosie Koch sind entsetzt. Die beiden Tierfilmer hatten zu Beginn des Jahres sechs Wochen vor Ort an einer Tierdoku für den NDR gearbeitet - und wurden nun vom Ende des erfolgreichen Projekts überrumpelt. "Fast zu gut, um wahr zu sein" Gockel spricht von einem "perfekt organisierten, communitybasierten und leidenschaftlich geführten Schutz- und Zuchtprojekt" des Rhino Fund Uganda: "Ein Paradies, in dem die einzigen 33 Nashörner Ugandas zwischen tausenden Antilopen und einer unglaublichen Diversität von Wildtieren und Vögeln umherlaufen. Es war fast zu gut, um wahr zu sein." Besonders beeindruckt zeigten sich die Tierfilmer von den Rangern. "Sie sind den Tieren seit 15 Jahren so nahe, dass sie jeden Laut und die kleinste Geste 'ihrer' Rhinos verstehen. Diese tiefe Vertrautheit führt zu einem gegenseitigen Respekt, den wir nirgendwo sonst in der Welt erlebt haben", schreiben Gockel und Koch in einem Augenzeugenbericht. Müssen die Nashörner einer Zuckerrohrplantage weichen? Der Eigentümer des Landes, erklärt Gockel, wollte offenbar am Erfolg des Projekts beteiligt werden, habe zuletzt immer höhere Geldforderungen an den Rhino Fund gestellt. Nun hat er den Pachtvertrag – und ein im Beisein den ugandischen Präsidenten unterschriebenes Memorandum of Understanding von 2020 – für null und nichtig erklärt. Medienberichten zufolge plant der Eigentümer die Errichtung einer Zuckerrohrplantage. "Es für uns sehr schwer zu verstehen, wie man so eine perfekte Situation einfach vor die Hunde gehen lassen kann", sagt Gockel, "und warum die Regierung nicht einschreitet". Die 33 Rhinozerosse, zur Zeit sich selbst überlassen, sollen nun von der Uganda Wildlife Authority (UWA) in Schutzgebiete umgesiedelt werden – bis geeignetes Land für ein neues Reservat gefunden ist. Doch die UWA, sagt Roland Gockel, hat weder Erfahrung mit Rhinozerossen noch mit dem Rhino-Tourismus. Und sowohl die Umsiedlung selbst als auch die Finanzierung seien noch "beängstigend offen". Quelle: https://www.geo.de/natur/tierwelt/uganda--nashorn-projekt-endet-wegen-landstreitigkeiten-30535452.html (26.05.2021, 21:13) | ||
| WolfDrei: | Im "International Zoo News" wird ein Artikel aus einer südafrikanischen Zeitung zitiert, in der es um die Rechtfertigung des Einfanges eines verletzten Spitzmaulnashornes ging. Ich habe das im November noch äußerst scheue Tier im Zoo von Johannesburg gesehen. Das Phila genannte noch junge weibliche Nashorn lebte offensichtlich in einer Farm der Limpopoprovinz im äußersten Norden , angrenzend an Simbabwe. Insgesamt wurde es 9 Mal durch Wilderer verletzt, nach den 2 letzten Versuchen mit Verletzung wurde es eingefangen und nach Jo-burg zur Genesung transportiert. Auf dem Foto sieht man , daß wohl auch schon die Hörner "abgesetzt" wurden. (04.01.2011, 20:48) | ||
| cajun: | Etosha NP November '10: Spitzmaulnashorn. ca. 8 Tiere zu unterschiedlichen Tageszeiten gesehen.Alle weiblichen Tiere führten Nachwuchs. Problematisch: es kommt ab und an vor, dass ansässige Löwenrudel gerade selbstständig gewordene, fast erwachsene Kälber reißen.Breitmäuler weniger häufig gesehen,aber wenn, dann alle Kühe ebenso mit Nachwuchs. Bei der Interaktion an den Wasserlöchern, haben stets die Spitzmäuler den Vortritt vor den Breitmäulern gehabt. (20.12.2010, 20:08) | ||
| WolfDrei: | und nochmals Pilanesberg-NP: Breitmaulnashörner - so an die 15 Tiere haben wir gesichtet. (01.12.2010, 22:11) | ||
| WolfDrei: | In den Spekulationen der letzten Zeit gab es immer wieder Hoffnung, daß wenige Spitzmaulnashörner der "nördlichen Art" D. longipes in Nordkamerun noch leben könnten. 2 französische Veterinäre haben von Januar bis Juni 2006 Untersuchungen in allen Gebieten gemacht , wo es historisch Nachweise gegeben hat. Kein einziger Nachweis! Es wird angenommen, daß die Parkwächter falsche Angaben gemacht haben, um ihren Job zu behalten. Longipes sei definitiv ausgerottet. (23.09.2008, 19:00) | ||
| WolfDrei: | Habe aus dem Link von Herrn Amend die Altersstruktur der nördlichen Breitmäuler aus Dvur herausezogen: Sudan (M)Import 1975; Nesari (W) Import 1975; Suni (M) geb. 1980; Nabire (W) geb. 1983; Najin (W) geb. 1989; Fatu (W) geb. 2000. Die Tiere in San Diego haben mit Sicherheit auch ihre 35 Jahre. Alles nicht so günstig! (23.09.2008, 07:09) | ||
| nurmichael: | Und noch ein ganz aktueller Link: www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/120101/. (03.06.2008, 22:23) | ||
| nurmichael: | So nett das Filmchen mit den Java-Nashörnern auch ist, hier die Bestätigung einer auch hier oft geäußerten Befürchtung (idw-online.de/pages/de/news261390). (03.06.2008, 22:04) | ||
| Rüdiger: | Eine faszinierende Filmdoku. Vor allen Dingen bin ich erfreut über die Jungtiere der Javas. Jede Nachzucht ist riesig! Hoffentlich bleiben die neuen Kameras verschont. (03.06.2008, 19:31) | ||
| Klaus Schüling: | Spiegel Online zeigt aktuelle (?) Aufnahmen aus Video-Fallen auf Java: http://www.spiegel.de/video/video-31017.html (30.05.2008, 09:09) |
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