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Naturkundemuseen



cajun:   Vielleicht geht ja jemand mal hin? So als Tipp:
"Eines der berühmtesten Exponate des Frankfurter Senckenberg Naturmuseums kehrt zurück: die Würgeschlange mit Wasserschwein im Maul. Seit Februar 2023 wurde das rund 100 Jahre alte Präparat restauriert. Am Dienstag kehrt die fünf Meter lange Anakonda aus ihrem Wellnessurlaub zurück. Sie wird zu ihrem Schutz in einer neuen temperatur- und feuchtigkeitsregulierenden Vitrine gezeigt.
Die Präparatoren haben Risse ausgebessert, Verunreinigungen entfernt und Haare einzeln auf dem Hinterteil des Wasserschweins platziert, wie das Museum vorab berichtete. Hilfe bekamen die Restauratoren vom Zoo Frankfurt und aus anderen Museen – denn die Restaurierung des Objektes war laut Senckenberg "so vielschichtig wie bei einem Alten Meister".
Quelle:https://www.stern.de/gesellschaft/regional/hessen/rund-100-jahre-altes-praeparat--gefraessige-anakonda-kehrt-in-senckenberg-museum-zurueck-34885292.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
(16.07.2024, 11:04)
cajun:   Eine Zufallsentdeckung in Hamburg:
"Unser Schatz des Monats: Der Große Adjutant
Ein großer Vogel, der für unsere Präparatoren und Vogelexperten zu einer großen Überraschung wurde. Der Große Adjutant ist in diesem Monat unser Schatz, den wir aus unseren wissenschaftlichen Sammlungen vorstellen. Dass es sich um diesen seltenen Vogel handelt, war nicht von Beginn an klar…

Die Präparate kommen auf ganz unterschiedlichen Wegen in unsere wissenschaftlichen Sammlungen: Tiere wie Spinnen, Insekten oder Frösche werden in der Regel von Forschenden im Feld gefangen, während Säugetiere eher als Totfund oder bereits präpariert bei uns im Museum abgegeben werden. Diese kommen etwa von privaten Personen, andere Museen oder, wie im Falle des großen Vogels, von einer Hamburger Schule.

Marabu-Storch ist nicht gleich Marabu-Storch – zwar sind alle Vögel dieser Gattung sehr auffällig groß, dennoch unterscheidet sich beispielsweise die Farbe in ihren Gefiedern und ihrem Verbreitungsgebiet. Als das Präparat bei uns ankam, dachten unsere Expertinnen und Experten zunächst, dass es sich eine afrikanische Art eines Marabus (Leptoptilos crumeniferus) handelt. Matthias Preuß bekam den Auftrag das Präparat zu restaurieren: „Es kommt häufig vor, da sehr alte Objekte oft verunreinigt oder beschädigt sind“, sagt der Leiter der Präparation des Museums der Natur Hamburg.

Der Marabu besitzt ganz weiße Unterschwanzfedern, die bei diesem Vogel grau waren: „Es war für mich nicht erklärbar und ich begann zu recherchieren. Dabei fiel mir auf, dass auch die Flügeldecken nicht zum Marabu, sondern zum Großen Adjutanten passten“. Auch Vogelexperte Dr. Nicholas Friedman, Leiter der Sektion Ornithologie am Museum der Natur Hamburg, wurde zu Rate gezogen und bestätigte dabei die Vermutung von Matthias Preuß, dass es sich um eine sehr viel seltenere Art handelte, als angenommen: Einen Großen Adjutanten. Daraufhin begann eine aufwändige Restaurierung des Präparats. Die falsch gefärbten Augen wurden ausgetauscht, fehlende Luftsäcke im Nacken nachmodelliert und die Haut nachkoloriert.

Mittlerweile gibt es Schätzungen zufolge, nur noch etwa 1.000 Große Adjutanten in freier Wildbahn in Südasien. Der Mensch ist einmal mehr dafür der Grund, warum die Art von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als bedroht gilt: Zerstörung von Brut- und Futtergebieten durch Trockenlegung von Feuchtgebieten, Einsatz von Pestiziden sowie Bejagung und das Sammeln von Eiern führten zu einem rapiden Schrumpfen der Population.

„Alle Anerkennung dafür gebührt Matthias, der zuerst den Vogel gewaschen und dann den Unterschied zwischen dem Exemplar und dem, wie es aussehen sollte, bemerkt hat. Dies ist ein sehr besonderer und seltener Vogel, und ich hoffe, dass wir ihn den Besuchern bald einmal zeigen können“, fasst Friedman seine Entdeckung zusammen. Der etwa anderthalb Meter große Vogel ergänzt die Marabu-Sammlung im Museum der Natur Hamburg. Diese zählt nun insgesamt 17 Exemplare von Leptoptilos, 14 von ihnen sind Marabu-Störche."
Quelle:https://leibniz-lib.de/2024-02-21-schatz-des-monats-adjutant/
(11.04.2024, 11:07)
cajun:   Beim nächsten Amsterdam Besuch unbedingt einplanen:
"ARTIS eröffnet am 12. Mai ein neues Museum. Nachdem es 75 Jahre lang für die Öffentlichkeit geschlossen war, wird das Groote Museum am Artisplein mit einem völlig neuen Konzept wiedereröffnet. Im Groote Museum erleben die Besucher neben den Unterschieden und Gemeinsamkeiten vor allem die Verbindung zwischen allen Lebewesen: Menschen, Tieren, Pflanzen und Mikroben. Das Nationaldenkmal ARTIS-Groote Museum ist das älteste Museumsgebäude in Amsterdam und stammt aus dem Jahr 1855. Das monumentale Erbe wurde nachhaltig restauriert und erneuert. Die Wiedereröffnung ist ein wichtiger Schritt im Zukunftsplan von ARTIS, Besuchern zu ermöglichen, unsere Welt mit anderen Augen zu sehen.
Haig Balian, künstlerischer Leiter des Groote Museums: "In diesem Museum geht es um dich und darum, wie du mit allem, was lebt, verbunden bist. Viele Menschen haben das Gefühl der Verbundenheit, können es aber noch nicht konkretisieren. Im Groote Museum haben wir eine Form entwickelt, dass man die Verbundenheit und Abhängigkeit förmlich spüren kann. Erst wenn man versteht, was man ist und wie man mit anderem Leben verbunden ist, ist man kein Außenseiter mehr und kann nachdenken über die Zukunft."
Feierliche Eröffnung
Die Wiedereröffnung des ARTIS-Groote-Museums wird mit einem besonderen Programm für Besucher an den Eröffnungstagen von Donnerstag, 12. Mai bis Sonntag, 15. Mai 2022 gefeiert. Nach dem preisgekrönten ARTIS-Micropia wird das Groote-Museum das zweite ARTIS-Museum sein, in das Besucher bald gehen können. Der Eingang zum Museum befindet sich am frei zugänglichen Artisplein.
Zukunft von ARTIS
Rembrandt Sutorius, Direktor von ARTIS: "Bei ARTIS umfassen wir alles Leben. Vom unsichtbaren Leben in Micropia über die Tiere und Pflanzen im Zoo bis hin zum Unendlichen im Planetarium. Die Wiedereröffnung des Groote Museums ist ein wichtiger Schritt in unserem Plan für die Zukunft. Nach einem Besuch werden Sie alles, was in ARTIS lebt, mit anderen Augen betrachten: mit mehr Staunen und einem größeren Verbundenheitsgefühl. Damit inspirieren wir die Besucher, den Unterschied zu machen in den Herausforderungen von heute und morgen."
Das Programm während der festlichen Eröffnungstage vom 12. bis 15. Mai wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Behalten Sie die ARTIS-Website im Auge, um weitere Informationen zu erhalten, und folgen Sie dem Groote Museum in den sozialen Medien (Instagram, Facebook, Twitter, LinkedIn).
Die Entwicklung des Groote Museums wurde dank der Beiträge unserer Gönner und Unterstützer verwirklicht. Als anerkannter gemeinnütziger Verein ist diese Unterstützung für ARTIS unverzichtbar.
ARTIS besteht aus Zoo, Planetarium, ARTIS-Micropia, dem ARTIS-Groote Museum und dem botanischen Garten, der sich im historischen Stadtpark befindet:"
Quelle: https://www.artis.nl/nl/ontdek/nieuws/2022/02/23/ARTIS-opent-op-12-mei-het-Groote-Museum/
Übersetzung: Zoopresseschau
(01.03.2022, 16:17)
WolfDrei:   Dienstag fiel mir in der TP-Biblio eine vom Namen her merkwürdige Zeitschrift in die Hände: Vernate. Dann sah ich Naturkundemuseum Erfurt. Wahrscheinlich heißt das:: VER öffentlichungen des NA turkundemuseums E rfurt: also VERNATE. Aber darin eine Arbeit zur Schaffung eines Präparates des Dodo. Das Endergebnis sieht gelungen aus!
(25.03.2016, 09:06)
Michael Mettler:   Na ja, und die fragwürdige Herkunft "Namibia" stünde noch im Raum. Vielleicht ist die Trophäe lediglich dort präpariert worden ;-)
(23.10.2015, 20:31)
Patrick Marburger:   @ Michael Mettler: dann muss ich mich an dieser Stelle entschuldigen! Ich bin eben von dem ausgegangen was man beispielsweise in Wikipedia findet. Jetzt ist auch klar, dass dem Museum doch keine Fehlbestimmung unterlaufen ist, es fehlt nur die UA Bestimmung. Warum sich das Museum nicht dahingehend verteidigt hat??? P.S. der Lelwel ( ;
(23.10.2015, 18:23)
Michael Mettler:   Okay, Alcelaphus buselaphus kann allerdings auch für Kuhantilope/Hartebeest allgemein stehen, schließlich wurde in Deutschland über Jahrzehnte und wird noch heute überwiegend die Systematik verwendet, nach der alle Kuhantilopenformen nur Unterarten dieser Art wären und die Nordafrikanische Kuhantilope eben die Nominatform darstellt. So gesehen würde die Beschriftung theoretisch für eine Kaama genauso stimmen wie für den (die? das?) Lelwel.
(23.10.2015, 18:03)
Patrick Marburger:   @ Michael Mettler: Der Thar ist es (2002)! Schild der Antilope hoffentlich anbei. Schön, dass Petra im Museum ist, zu sehen ist sie leider nicht.
(23.10.2015, 17:06)
Michael Mettler:   Die Jahreszahl grenzte die Suche ein: Im Jahresbericht für 2007 sind unter den Sammlungszugängen 9 Trophäen aus Afrika von Dr. E. Rau angegeben - ohne weitere Spezifizierung. Das Museum hat laut den Jahresberichten sehr viele Sammlungsstücke aus Privathand, von Zoos (ein schwarzer Jaguar aus der Wilhelma wird ungewöhnlicherweise sogar mit Eigennamen Petra aufgeführt) und früher auch von Tierhändlern erhalten.

Da Hornform und -struktur, Schädelform und Färbung durchaus zusammenpassen (Nur eben nicht für die auf der Beschriftung angegebenen Formen - steht da wirklich Alcelaphus buselaphus buselaphus als wissenschaftlicher Name?), denke ich nicht, dass es sich um eine Präparations-Chimäre handelt wie der Emmener Tahr mit dem Hausziegengehörn. Aber es lässt sich natürlich nur mutmaßen, wie und wo es zu der Benennung kam - anscheinend jedenfalls nicht durch sorgfältige Nachbestimmung im Museum....

Übrigens ist in den jüngeren Jahresberichten auch der Zugang eines Tahres aus Neuseeland zu finden. Vielleicht ist das sogar das Exemplar mit dem besonders dicken Fell im Magazin.
(23.10.2015, 16:50)
Patrick Marburger:   Irgendetwas habe ich falsch gemacht: bitte einen der Beiträge übersehen!
(23.10.2015, 15:51)
Patrick Marburger:   @ Michael Mettler: als in dem Schreiben stand, dass es eine Kaama ist habe ich mich gleich gewundert, dachte mir aber ein Museum wird ja Wissen was es hat. Gerade jetzt an dem Ducker vergleich wird deutlich, dass hier etwas nicht stimmt. Auf dem Schild das an der Antilope hing stand in der Rubrik Sammler "Dr. E. Rau 2000 Degerloch". Ich kenne mich mit der Präparatsbeschaffung von Naturkundemuseen nicht aus, falls das aber bedeut, dass die Antilope von Privat beschafft wurde und dort ggf. sogar Jahrzehnte hing wäre klar warum man dem Fundort augenscheinlich nicht traut und sich lieber auf die Optik verlässt. Allerdings passt die ja, siehe Duckervergleich, nicht- seltsam. Bei den Merkmalen zur Bestimmung (siehe Ihr Beitrag vom 18.10.) stimmt ja entweder die Hornform oder die Fellfarbe nicht. Ist es denkbar, dass ähnlich wie bei dem Thar in Emmen den Präparatoren ein ziemlich massiver Fehler unterlaufen ist?
(23.10.2015, 14:55)
Patrick Marburger:   @ Michael Mettler: als in dem Schreiben stand, dass es eine Kaama ist habe ich mich gleich gewundert, dachte mir aber ein Museum wird ja Wissen was es hat. Gerade jetzt an dem Ducker vergleich wird deutlich, dass hier etwas nicht stimmt. Auf dem Schild das an der Antilope hing stand in der Rubrik Sammler "Dr. E. Rau 2000 Degerloch". Ich kenne mich mit der Präparatsbeschaffung von Naturkundemuseen nicht aus, falls das aber bedeut, dass die Antilope von Privat beschafft wurde und dort ggf. sogar Jahrzehnte hing wäre klar warum man dem Fundort augenscheinlich nicht traut und sich lieber auf die Optik verlässt. Allerdings passt die ja, siehe Duckervergleich, nicht- seltsam. Bei den Merkmalen zur Bestimmung (siehe Ihr Beitrag vom 18.10.) stimmt ja entweder die Hornform oder die Fellfarbe nicht. Ist es denkbar, dass ähnlich wie bei dem Thar in Emmen den Präparatoren ein ziemlich massiver Fehler unterlaufen ist?
(23.10.2015, 14:55)
Michael Mettler:   Um meine Argumentation bezüglich des Ausbleichens zu verdeutlichen, habe ich ein altes Museumsfoto herausgesucht. Leider habe ich keine präparierte Kaama im Archiv, aber der hier zu sehende Blaurücken- = Rotflankenducker bietet mit rötlichgelber Körperfarbe und dunklen Abzeichen ähnliche Elemente - wobei "Blau" bei Säugetieren einer Verdünnung des schwarzen Pigmentes entspringt, also im Grunde selbst schon eine Aufhellung ist. Wie man hier sieht, sind trotz der ausstellungsbedingten Ausbleichung und sogar trotz leichter Überstrahlung durch das Blitzgerät noch die ursprüngliche Dunkelfärbung der Beine und der Stirn deutlich von der Körperfärbung unterscheidbar. Trotz der dafür ungünstigen Aufnahmeperspektive ist ein solcher Unterschied selbst noch bei der Rückenfärbung erkennbar.
(23.10.2015, 08:06)
Michael Mettler:   @Patrick Marburger: Hm. Sollte in einem Zoologischen Museum, weil Fundorte in der Taxonomie nun mal eine ganz besondere Rolle spielen, die Argumentation nicht eher umgekehrt lauten - "kommt definitiv aus Namibia, muss also eine Kaama sein"? Und eine derart dunkle Gesichtsmake - nebenstehend ein Porträt einer lebenden und definitiven Kaama - soll bei einem Museumspräparat quasi spurlos verschwinden können? Dann müssten Zebra-Präparate unter gleichen Bedingungen zu Schimmeln mutieren...

Ich bin zwar kein Profi, erlaube mir aber trotzdem, die Zuordnung des Museums anzuzweifeln. Ich habe schon eine ganze Menge ausgeblichener (teilweise SEHR ausgeblichener) Tierpräparate gesehen, aber (unter-)arttypische dunkle Abzeichen waren selbst bei denen noch als zumindest zu Braun verblasste Elemente sehr gut erkennbar (z.B. Zebrastreifen oder die Maske eines Dachses). Wenn die Bleichung so stark wäre, dass die Abzeichen komplett verschwänden, dann müsste auch der rötlichgelbe Ton des übrigen Felles zu einer sehr viel helleren Farbe (etwa gelblichem Weiß) ausgeblichen sein. Und selbst wenn man eine Farbmutation in Betracht zieht - immerhin gibt es z.B. Kaamas ohne dunkle Beinzeichnung, ich habe Fotos aus dem Addo-NP gesehen - wäre noch immer die Hornstruktur für diese UA merkwürdig. Typische Kaama-Hörner sind das jedenfalls nicht.
(21.10.2015, 17:09)
Patrick Marburger:   @ Michael Mettler: vielen Dank für die Infos über Kuhantilopen!!! Das Wissen hätte ich auch gerne ( ; Als ich das Tier eingestellt habe dachte ich da wirft ein Kenner einen kurzen Blick drauf und gut ist. Da es ganz so einfach leider doch nicht war habe ich das Museum angeschrieben und umgehend Antwort erhalten:

"kurze Info: der Name auf dem Etikett stimmt nicht. In unseren Verzeichnissen ist das Tier als Kaama aufgeführt, und dann passt auch Namibia als Fundort. Warum der Name nur auf der Karteikarte und im digitalen Verzeichnis geändert wurde und nicht auf dem Etikett, kann ich nicht sagen. Dies sollte natürlich nicht so sein. Von diesem Fehler abgesehen gibt es aber natürlich solche Unstimmigkeiten in nicht-öffentlichen Magazinen: vielfach wird die Systematik oder Taxonomie revidiert, und die Kuratoren können nicht alle Entwicklungen im Auge behalten. Dass beim Tag der offenen Tür Experten wie Sie vorbeikommen und Fehler entdecken, müssen wir dann in Kauf nehmen ;-) . Werden Präparate für Ausstellungen oder Leihen etc. verwendet, stellen wir aber natürlich sicher, dass alle Daten stimmen.

Ich gehe davon aus, dass die dunkle Gesichtsfärbung der Südlichen Kuhantilope bei diesem Präparat tatsächlich verblichen ist."

(21.10.2015, 11:25)
Gudrun Bardowicks:   Zum Landesmuseum Hannover: Die Dioramen mit den ausgestopften Tieren mussten angeblich entfernt werden weil sie giftig waren. Früher wurden Präparate häufig mit Arsen behandelt. Das war wohl auch bei den in der Tat sehr sehenswerten Dioramen und ausgestopften Tieren im Landesmuseum Hannover der Fall. Ich finde es auch schade, dass es sie nicht mehr gibt.
(18.10.2015, 19:45)
Michael Mettler:   Das ist kein Kongoni im Sinne der Form Alcelaphus (buselaphus) cokii, die Hornform passt nicht.

Von der ausgerotteten Nordafrikanischen Kuhantilope kenne ich nur wenige Abbildungen, auf denen zeigt diese Form aber einen deutlich offeneren Winkel zwischen beiden Hörnern als das Stuttgarter Tier. Noch weiter seitwärts geneigte Hörner haben die drei nordostafrikanischen Kuhantilopenformen Tora, Kongoni und Somali-Hartebeest, Letzteres zudem eine dunkle Gesichtszeichnung. Auch die Kaama als einzige in Namibia vorkommende Kuhantilope hat eine dunkle "Maske" und außerdem im Regelfall zwischen den feineren Ringen der Hornbasis und den Ringwulsten der oberen Krümmung eine Zone ohne Ringe (oder mit allenfalls leicht angedeuteten). Die Westafrikanische Kuhantilope kann es nicht sein, da diese wie die Hirola eine helle Brillenzeichnung trägt und ihre Hörner schon ab der Basis mit dicken Wulsten ausgestattet sind. Und Lichtensteins Hartebeest fehlt die Schädelverlängerung in Richtung Hornansatz, so dass die Hörner näher über den Augen sitzen, zudem ist die Hornform "gestaucht".

Bliebe nach dem Ausschlussverfahren eigentlich nur das Lelwel-Hartebeest, für das Farbe und Schädelform passen, die Hörner aber einen kleinen Schönheitsfehler haben: Gemäß Lehrbuch sollten sie eigentlich einen v-förmig spitzen Winkel bilden, das Stuttgarter Tier zeigt hier aber eher U-Form. Soweit zu den reinen Formen, denn wenn wir Freilandhybriden als Möglichkeit einbeziehen, dann gäbe es etwas, was sehr gut passen würde: Auf der Laikipia-Hochebene in Kenia lebt eine Hybridpopulation aus Lelwel und Kongoni, die im Englischen als Kenya Highland Hartebeest bezeichnet wird und teilweise wohl auch als Jackson-Hartebeest bezeichnet wurde, während andere Autoren Letzteres als Synonym für das Lelwel betrachten. Ich fand hier ein wunderbares Portrait eines solchen Laikipia-Hybriden:
http://safaritalk.net/topic/10608-show-us-your-hartebeests/
(scrollen zum Beitrag von Rainbirder vom 4.4.2013)
Kopfform, Hornform und -struktur passen zum Stuttgarter Exemplar, die hellere Farbe des Präparates kann durch Ausbleichung entstanden, aber auch individueller Variation geschuldet sein - das Kongoni (als eine der Elternformen der Hybridpopulation) variiert z.B. von kräftig ockerfarben bis blass hellbraun.

Übrigens findet man auf der Homepage des Museums unter "Publikationen" Jahresberichte bis in die 1920er Jahre rückwärts! Ich habe mal die Ausgaben von den 60er bis frühen 80er Jahren durchgesehen, weil es in diesem Zeitraum Jackson-/Lelwel-Hartebeeste mit Ursprung Uganda in den Zoos von Hannover, Gelsenkirchen und Duisburg gab, aber es ist kein Zugang eines Exemplares von dort unter den zoologischen Neuerwerbungen verzeichnet (dafür aber mehrere Sammelzugänge afrikanischer Antilopentrophäen aus Privathand).
(18.10.2015, 18:52)
Patrick Marburger:   @ Gudrun Bardowicks: Ja es geht um Stuttgart, hatte ich ganz vergessen zu schreiben. Das angesprochene Magazin ist übrigens im Löwentormuseum im Rosenstein sind "nur" Vögel. Danke für die Bestimmung, wenn der Fundort stimmt müsste es in jedem Fall die sein.
(18.10.2015, 16:07)
Ulli:   es ist natürlich die Marktkirche und nicht die Markthalle
(18.10.2015, 14:50)
Ulli:   Zum Landesmuseum Hannover:
ich habe mir jetzt das neue Gesamtkonzept des Landesmuseums Hannover am Freitag angeschaut.
Man merkt deutlich, dass bei der Neugestaltung eine eingefleischte Kunstliebhaberin, die fühere Leiterin des Römer- und Pelizaeusmuseum in Hildesheim, die Federführung hatte.

Zur Naturkundeabteilung im Erdgeschoss:
Das Aquarium, der Bereich mit den Muschel- und Schnecken-Präparten, der Bereich mit den Terrarien, das Vogelmodellrondell und der Saurier-/Echsen-Bereich gefallen mir sehr gut - der Bereich der "Landwelten" erscheint mir leider wie ein ziemlich wahlloses Sammelsurrium.
Der 1. Stock mit der früheren Naturkundeabteilung war für mich eine ziemliche Enttäuschung.
Sämtliche Diorahemen sind nicht mehr vorhanden - dies war aber gerade der Reiz eines N i e d e r s ä c h s i s c h e n Landesmuseums.
Gefallen hat mir der erste Raum mit den Urmenschen - speziell auch das Modell mit dem menschen und den drehbaren Plättchen mit Fragen zu den Menschen (z.B. Gänsehaut, Blinddarm usw.) - nachahmenswert
Die Völkerkundeabteilung würde ich komplett an das Überseemuseum in Bremen abgeben. Damit würde wieder der Raum für die n i e d e r s ä c h s i s c h e n Landschaftsräume in einem niedersächsischen (!) Landesmuseum geschaffen.

Die Diorahmen könnten auch in den momentanen Ausstellungsbereich ziehen. Dieser Ausstellungsbereich kann dan in den 2. Stock ziehen - die Altäre können langfristig wieder in das fühere Foyer (gegnwärtig Ausweichquartier des Landtages) gegenüber der Markthalle ziehen - da gehören sie besser hin. Die Münzsammlung kann man besser in das August-Kestner.-Museum in der Nachbarschaft geben, Dieses Museum hat eh einen Schwerpunkt auf die Münzkunde.

Das Neukonzept wirkt insgesamt leider genauso langweilig und angestaubt wie in Hildesheim - ein Vitrinenmuseum ohne jeden Aha-Effekt. Zur Erläuterung: ich bin ein erklärter Fan des Museums am Schölerberg in Osnabrück mit einem dezidierten Regionalkonzept und einer Darstellung der nachvollziehbaren "Alltagswelt", die man auch außerhalb eines Museums nachvollziehen kann. In meinen Augen ist der "Lerneffekt" und "Wiedererkennungseffekt" ungleich größer als in der Nachvollziehung durch eine aufgeräumte und ausgeleuchtete Vitrinenwelt.

Zum Besucheraufkommen:
Das Erdgeschoss mit den Naturwelten ist immer gut besucht und ziemlich voll.
Der 1. Stock ist in überschaubarer Größe recht gut besucht.
Die Landesgalerie ist meistens sehr leer - um nicht zu sagen es gibt mehr Aufseher als Besucher.

Die Leitung des Landesmuseums hat aber immer grundsätzlich jemand aus dem Kunstbereich,

Ich trauere der alten Gestaltung wirklich nach.
(18.10.2015, 14:43)
Gudrun Bardowicks:   Ist hier vom Stuttgarter Naturkundemuseum die Rede.
Ich denke, dass es sich bei der abgebildeten Kuhantilope möglicherweise um ein Kongoni handelt, bin mir aber nicht sicher.
(17.10.2015, 20:57)
Patrick Marburger:   Die war jetzt sehr klein, versuch Nr. III.
(17.10.2015, 17:18)
Patrick Marburger:   Man sollte halt darauf achten wie groß ein Bild ist...
(17.10.2015, 17:13)
Patrick Marburger:   Letzten Sonntag war Tag der offenen Tür im Naturkundemuseum. Abgesehen von einem Koboldmakivortrag war ein zugänglicher Raum des Magazins für mich am interessantesten. Und wieder fragt man sich wie ein winziges Räumchen des riesigen Magazins interessanter sein kann wie das gesamte Museum. An Raritäten hätte ich im Angebot: Afrikanischer Leopard, Bergtapir, Beutelwolf, Dow Tapir (heute Bairds Tapir???), Gabelbock (1,1), Großer Panda, Indische Gazelle, Japanischer Serau (Juvenil), Kap- und Riesenotter, Kaplöwe (1,1) Kappler Gürteltier, Klippspringer, Koboldmaki, Königstiger, Kreishornschaf, Leierantilope, Moschustier, Nasenaffe, Riesenelen, Saiga, Sumpfhirsch, Thar und Zwergameisenbär (in Alkohol). Aus Lokalpatriotismus gehörten zu den Besonderheiten auch ein Leopardenschwärzling aus der Wilhelma (50-er Jahre) und Orang-Utan Buschi. Den Thar nahm ich mit in Liste auf da ich noch nie ein Exemplar mit derart dickem Fell sah. Liegt das an unserem milden Klima? Als Rätsel hätte ich noch die hoffentlich nebenstehende Antilope. Laut wissenschaftlichen Namen ist das eine Nordafrikanische Kuhantilope. Da ich kaum glaube, dass das Tier sehr schlecht in Geografie war passt hier etwas nicht. Als Fundort ist nämlich Namibia angegeben. Von allen genannten Arten kann ich auf Wunsch Bilder anbieten.
(17.10.2015, 17:04)
Jennifer Weilguni:   Meine Favoriten sind ganz klar Wien, Berlin, Göteborg und Frankfurt. Aber auch die Museen in Karlsruhe und Stuttgart, sowie in Braunschweig lohnen auf jeden Fall einen Besuch.
(02.02.2011, 19:53)
Kai Deuker:   Göteborg,Barcelona Lissabon verfügen über eine sehr große Artenvielfalt,die Präparate sind zwar sehr alt aber auch sehr seltene Stücke darunter.In Barcelona habe ich nach Schneeflocke gesucht ist aber leider nicht präpariert worden.Da er Hautkrebs hatte war es nicht möglich ihn zu Präparieren.Hannover (meine Heimatstadt) hat auch eine große Sammlung die leider der Öffendlichkeit nicht zugänglich ist.Da ich vom Fach bin hatte ich mal die möglichkeit sie in der Fössestraße(Magazin des Landesmuseeum)mir anzuschauen.
(31.01.2011, 19:55)
Michael Mettler:   Ganz vergessen, vor allem für Huftierfans interessant: Mainz (Quaggas, Javanashorn, große Gehörnsammlung).
(12.11.2010, 09:16)
krümmel:   Berlin, Wien, (Karlsruhe)
(11.11.2010, 21:20)
Michael Mettler:   Ich habe bisher leider nur wenige besucht (darunter auch das Museum Koenig vor dessen Umbau), aber das Frankfurter Senckenberg-Museum und das Zoologische Museum in Hamburg lohnen sich "vom Tierbestand her" auf jeden Fall.
(11.11.2010, 15:48)
Oliver Müller:   Wo gibt es in Deutschland große Zoologische Museen, die sehenswert sind , etwa in der Liga wie unser Bonner Museum Alexander König?
(11.11.2010, 14:41)
Liz Thieme:   Auf den Spuren von Goethe,... so könnte man meine zwei letzten Besuche in frankfurtischen Einrichtungen nennen, die ich vor einiger Zeit gemacht habe. Denn zum einen hat der Palmengarten eine Ausstellung Goethe gewidmet (aber nicht mein Besuchsgrund!), zum anderen wurde das Senckenberg-Museum von Goethe angeregt.
Das Senckenberg Museum gilt nach dem Berliner Museum für Naturkunde als zweitgrößtes Museums Deutschland dieser Art. Draußen wird man schon von Dinosaurier-Plastiken begrüßt und für viele mag der Dinosauerier-Saal faszinierend sein. Doch wirklich anders oder besonderer als meine bisherigen Dino-Ausstellungen war es keineswegs. Die Säugerabteilung hat einige besondere Arten im Repertoire, doch in der Menge gesehen recht wenige Tiere. Da hat so manches kleinere Museum eine bessere Ausstellung. Insgesamt waren es wohlproportionierte Präparate bis auf den Schneeleoparden und die Löwen, die aber typische Fehlpräparations-Tiere sind. Leider stand nicht überall dran, wann die Tiere präpariert waren. Aber ein Vogelliebhaber der wird ins Schwärmen geraten, auch ich fand so manches Präparat sehr besonders, wie zB die Paradiesvögel.
Schön finde ich den Amphibien- und Reptilienbereich. Manche Vitrine ist besser ausgestattet als so manches Terrarium, leider unbeschriftet.
Das Einzige was ich mir nicht genauer angeguckt habe, waren die Fossilien und was ich gar nicht angeguckt habe war die Geologie. Davon hat man in Museen wir in Holzmaden mehr und ich inzwischen genug.
Die Beschilderderung ist sehr wechselhaft. Mal sehr ausführlich, mal nur den Tiernamen. So wurde beim Flachlandtapir nur ein Jungtier gezeigt ohne dies zu vermerken.
Das Senckenberg-Museum ist eigentlich ganz gut, doch auch irgendwie enttäuschend. Ich finde Berlin da doch wesentlich besser (New York mal ausgespart). Der Shop ist typisch für die heutige Zeit, aber eine recht umfangreiche Buchabteilung. Eine Chronik oder Wegbeschreibung gibt es nicht bzw nicht auf deutsch und der englische Ausstellungsführer ist veraltet. So wie es aussieht wird es wohl in naher Zukunft auch kein neues solches Buch entwickelt.
Vorteil ist, dass man vom Museum zum Palmengarten innerhalb weniger Gehminuten kommt und dann auch von dort mit der U-Bahn innerhalb weniger Minuten bis zum Zoo durchfahren könnte. So dass man alle drei Einrichtungen an einem Tag angucken könnte. Extra fürs Museum anfahren würde ich nicht machen.
(01.08.2010, 20:43)
Anti-Erdmännchen:   Voila.
(30.12.2009, 20:37)
Michael Amend:   Und dieses Diorama ist wohl das schärfste,was ich diesbezüglich gesehen habe...Allein für den Saal für Afrikanische Säuger braucht man Stunden, wenn man sich die Dioramen in Ruhe ansehen möchte,nebenbei bemerkt gibt es noch Sääle für Asien und Amerika, Meeresäuger und Vögel,alle sehr umfangreich,von den ganzen anderen Säälen braucht man gar nicht erst zu reden, Dinofans finden hier ihr El Dorado, nämlich der Welt größte Sammlung an Dino-Fossilien...
(22.12.2009, 07:21)
Michael Amend:   Auch die Nil-Landschaft ist sehr beeindruckend. Ganz links steht noch ein Sitatungabock, der allerdings schon etwas ausgeblichen ist...
(22.12.2009, 07:18)
Michael Amend:   Getrickst wird eben überall, aber ein gutes Beispiel dafür, welch gute Arbeit die New Yorker Präparatoren geleistet haben...Hier noch weitere Beispeiel, eine Bergnyalagruppe, ebenfalls eine Art, die lebendig zu sehen nur im Ursprungsland möglich ist...
(22.12.2009, 07:16)
Anti-Erdmännchen:   Das Motiv mit den Bongos kommt mir bekannt vor. Genau diese Szene wurde als Illustration für eine Tierenzyklopädie benutzt (ich glaube, ein italienisches Produkt von ca. 1980 mit Orang-Utan vorne drauf). Und ich fragte mich immer, wie der Photograph die Tiere nur so schön auf der Bambushainlichtung erwischt haben konnte.
(22.12.2009, 05:28)
Liz Thieme:   da werden Erinnerungen wach :)
Es war eindeutig das beste Museum, dass ich je gesehen habe und ich bin quasi im Museum aufgewachsen.
Diese Vielfalt ist einfach genial, besser als jeder Zoo.
Nur braucht man mindestens zwei Tage um alles zu sehen besonders wenn man nicht alleine da ist.
(21.12.2009, 21:22)
Michael Amend:   Ich nutze die kalten Tage, meine USA-Fotos endlich zu sortieren und möchte die Gelegenheit nutzen, mal einige der phantastischen Dioramen des Naturkundemuseums in New York im Foto vorzustellen. Nirgendwo habe ich schönere Dioramen gesehen,und der Artenreichtum dieses Museums ist unglaublich, ich möchte gerne wissen, was da noch alles in den Magazinen steht...Das Foto zeigt den Blick in die Halle für Afrikanische Säugetiere, da gehen die Herzen aller Antilopenfans auf,denn da stehen etliche Raritäten...Und wo sieht man schon eine ganze Gruppe präparierter Elefanten ?
(21.12.2009, 19:05)
Michael Amend:   Ein kleines Weihanchts-Präsent für Antilopen-Fans, eine Gruppe Riesenrappenantilopen. Zwar nicht lebendig, aber präpariert sieht man sie eben auch nicht oft....Und dann auch noch in einem so großartigen Diorama.
(21.12.2009, 18:59)
Michael Amend:   Und hier noch das Bongo-Diorama, eines der schönsten Dioramen im Afrika-Saal. Leider sind nur die Bongos drin, Ducker hätten doch noch Platz gehabt...
(21.12.2009, 18:57)
Michael Amend:   Am Samstag war ich kurz im Giftshop des Senckenbergmuseums. Gleich nach Betreten steuerte ich das Regal mit den Dinofiguren an und erblickte dort, erstmals in Natura, den phänomenalen, megaverschäften, arielultrageilen Spinosaurus von Papo ( = französische Firma, Anmerkerkung. ) Ich nahm ihn in die Hände, um ihn näher zu begutachten ( Preis : läppische 26 Euro )als wirklich 10 Sekunden später die Verkäuferin neben mir erschien und meine Hände sanft, aber bestimmt, mit ihrer Hand zum Regal zurückführte( ähnlich wie es Tilly in der früherern Palmolive-Werbung tut, ältere Semester erinnern sich bestimmt noch an:"Tilly, ich hab Spülhände")und ich den Saurier ins Regal zurückstellte. Sie sagte dabei, und zeigte auf die diversen Saurier von Schleich und Bully," Schauen Sie sich doch mal diese Figuren an, die sind doch sehr schön" Ich antwortete darauf, das ich aber diese Figuren(Papo) wesentlich schöner, und vor allen realistsicher finde. Die junge Dame antwortete darauf" Ja, aber die von Schleich sind doch auch sehr schön, und vor allem sind es deutsche Produkte!" Als ich sagte, das mir das egal sei, sagte sie nur nochmal" Es sind deutsche Produkte" Ich entschied mich daraufhin, auch den Spinosaurus nicht zu kaufen(den man im Web für knapp 20 Euro kriegt )und verabschiedete mich.

Sowas hab ich noch nie erlebt, eigentlich sollte ich den Vorfall Papo melden. Vor allem, will die keinen Umsatz machen ? Die Paposaurier sind allesamt teurer als die Schleich-Teile... Sachen gibts....

Übrigens, der neue Allosaurus von Papo, sieht ebenfalls unverschämt gut aus, ist um etliches kleiner als der Spino, kostet aber auch 26 Euro....Schade, das Papo nur einen neuen Dino dieses Jahr herausgebracht hat. Und Schade, das die bei den Säugern seltsamerweise längst nicht so gut sind wie bei den Dinos...

Freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Senckenbergshop, schaue dann mal bei den Büchern....Die läßt mich bestimmt nur zu den deutschen Autoren...
(10.08.2008, 22:30)
IP66:   @Anti-Erdmännchen: Kulturelle Angelegenheiten wie Museen fallen in der Bundesrepublik in die Zuständigkeit der Länder, und manches Naturkundemuseum in Deutschland wird sogar von einer Kommune betrieben, etwa jenes in Frankfurt, und ich denke, daß man gerade dort serh an den Instituten hängt, die dem Landesstatus vor 1866 entsprungen sind. Ich persönlich find ediese Vielfalt eher positiv, weil Ausstellungsreduktionen wie zuletzt in Bonn nicht alle Institute betreffen, wie das der Fall wäre, wenn es nur ein Zentralinstitut gäbe. Zudem können mehrere Einrichtungen um Besucher konkurrieren - wobei allerdings die Besucherzahlen fast überall unter den Kunst- oder Geschichtsmuseen mit vergleichbarer Bedeutung liegen ...
(10.07.2008, 10:54)
Onca:   hab das Ganze hier mal überflogen und es kam ja die Frage ob es weitere Zootiere im Hamburger Museum gibt. Und es gibt sie, ja.

es gibt garantiert noch mehr, aber ich habe nur eine kleine Auflistung bekommen.

- Onager (274) kommt aus Hagenbeck
- Kodiakbär (481) kommt aus Hagenbeck, 1991
- Sibirischer Tiger (482) kommt aus Hagenbeck, 1991
- Europ. Luchs (511) kommt aus WP Lüneburger Heide, geb. 30.5.1993, gest. 11.6.1997, seit Dez 1998 im Museum
- Orang Utan names Babu aus Berlin Zoo
- Waross namens Antje aus Hagenbeck, 2004
- Amur-Leopard, Zoo Berlin, 2006

wer sich hinter dem Tiger verbirgt, ist schwer zu sagen. Ich vermute einen zweijährigen Kater, der im Juni 1987 geboren wurde und 1989 dann verstorben ist. Andere Tiere kommen eigentlich nicht in Frage.


welches Museum ich euch sonst noch empfehlen kann, ist das Naturkunde Museum in Coburg. Es ist sehr vielseitig und hat immer wieder neue Ausstellungen, die langfristig bleiben, sowie Sonderausstellungen. Neben Zoologie, werden verschiedene Kulturen mit ihren Lebensweisen dargestellt. Verschiedene Evolutionsbereiche der Menschen, aber auch von anderen Tieren.
und auch stark vertreten ist die Geologie, mit Vulkannachbauten und auch bisschen Chemie und Physik. Das Museum ist für die ganze Familie was, da es für die Kids auch verschiedene aktive Sachen gibt, ua Streichel-Tierpräparate.
(10.07.2008, 10:49)
Shensi-Takin:   EDIT: Sorry, da fehlt nebst "und nach(...)" auch "(...)" bei "Baelge(r)"...;)
(09.07.2008, 21:08)
Shensi-Takin:   Von Zentralisierung halte ich in diesem Bezug recht wenig. V.a. in Hinblick auf potentielle Grossschaeden waere derlei fatal-ich erinnere da an WW2 oder, noch viel weiter zurueck, die Bibliothek Alexandriens...
Zudem wuerde die Frage nach den Auswahlkriterien kommen ("Warum wir nicht?" koennte bei der vorgeschlagenen Stadtwahl z.B. aus der Ecke Dresden, Heidelberg oder Muenchen usw. kommen), dem durchaus wahrscheinlichen Stellenabbau, der Finanzierung usw. aufkommen. Und ich bezweifle, dass die jeweiligen Verantwortlichen sich so einfach ihre "Schaetze" entreissen lassen...

Warum sind die Baelger ausgestorbener Arten (nicht immer) so begehrt? Weil ihre Stueckzahl meist weitaus staerker begrenzt ist, verfallsbedingt stetig sinkt-und nicht mehr ersetzbar ist.

(09.07.2008, 20:40)
Anti-Erdmännchen:   Wie hier im Forum zu lesen war, hat das eine oder andere Naturkundemuseum keine Zukunft mehr. Ich habe zu dem Thema folgende Gedanken:

Naturkundemuseen mögen zwar interessante und nützliche Angebote für die Bürger darstellen, aber sie sind nicht wirklich unabdingbar. In diesem Forum dürfte ich wohl wenig Widerspruch ernten, wenn ich behaupte, daß ein Tiergarten mit lebenden Tieren wertvoller ist. Anders als ein Tiergarten reizt ein Naturkundemuseum die Menschen nicht zum regelmäßigen Besuch. Man könnte ihnen deshalb einen längeren Anfahrtsweg zumuten. Falls es so ist wie ich glaube, daß alle deutschen Naturkundemuseen von der öffentlichen Hand betrieben werden, dann könnte man doch einen Strukturplan für ganz Deutschland entwerfen. Die ganzen Schätze, die an den einzelnen Standorten bisher oft keine allzu umwerfende Sammlung bildeten, könnten zu wenigen Standorten zusammengezogen werden. Ich schlage dafür die bisher führenden Einrichtungen Berlin, Frankfurt, Bonn und Bremen vor. Die dortigen Ausstellungen würden dann durch das Material von den anderen Standorten noch deutlich verbessert. Riesenalken, Wandertauben usw. ließen sich dann sogar als Schwarm in Dioramen ausstellen. Oder besser noch: Wenn sich herausstellt, daß bestimmte Exponate zahlreich vorhanden sind, könnten sie im Ausland gegen Exponate getauscht werden, die es zur Zeit in Deutschland noch gar nicht gibt.

Nochmal eine philosophische Frage, die ich für mich nicht klären kann: Warum sind Präparate ausgestorbener (Vogel-)Arten so begehrt, obwohl vergleichbare lebende Arten für die Tiergärten nicht von geringstem Interesse sind (Beispiel: Riesenalk - Tordalk)?
(09.07.2008, 19:58)
Shensi-Takin:   Klar, kein Problem:
Japanisches Palais
Palaisplatz 11
01097 Dresden

http://globiz.sachsen.de/snsd/ausstellungen.htm#megather

Die Ausstellung ist wie gesagt hinsichtlich Zahl der Exponate eher bescheiden, die Qualität dafür recht gut. Tipp: ggf. mit Völkerkunde-Museums-besuch koppeln-ist im selben Gebäude.
(14.03.2008, 20:02)
Jennifer Weilguni:   @Shensi-Takin
Hast Du zufällig die Adresse des Museums in Dresden zur Hand ? Bin ja bald in der Ecke, da könnte ich ja mal mein Navi mit füttern, scheint ja interessant zu sein.
(14.03.2008, 07:51)
Shensi-Takin:   Und nochmal Dresden: Stellersche Seekuh
(13.03.2008, 21:43)
Shensi-Takin:   Dresden: Riesenbiber im Schädelvergleich
(13.03.2008, 21:40)
Shensi-Takin:   Dresden: Thyalcine
(13.03.2008, 21:38)
Michael Mettler:   Ich weiß nicht, ob die Museen wirklich Geld für die Kadaver bezahlt haben...

Schade, ich hätte vor dem Museumsbesuch noch mal in die Hagenbeck-Bücher schauen sollen. Denn eben ist mir beim Nachblättern aufgefallen, dass das im Museum stehende Panzernashorn-Ganzpräparat ebenfalls (wie Antje) eine frühere Hagenbeck-Persönlichkeit ist: Es handelt sich um Nepali, die seinerzeit den 2. Weltkrieg im Park überlebte und sich dank eines Tricks ihres Pflegers (der Tigerkot in die Transportkiste schmierte) der von den Engländern angeordneten Deportation nach London erfolgreich widersetzte!
(12.02.2008, 20:31)
IP66:   Stellingen gehörte ja bis 1937 nicht zu Hamburg, aber ich weiß nicht, ob dergleichen Territorialfragen beim möglichen Verkauf von Präparaten eine so große Rolle spielten. Auf der anderen Seite dürften die Tierhändler ja an einer gewinnbringenden Nutzung ihrer Kadaver noch stärker interessiert gewesen sein als mittlerweile von Kommunen betriebene Zoos.
(12.02.2008, 17:48)
Michael Mettler:   Der Verdacht liegt zumindest beim Riesenwaldschwein nahe, denn Hagenbeck hatte ja vor dem 2. Weltkrieg welche importiert. Hinweise an den Präparaten finden sich allerdings nicht. Auch aus Hannover hatte das Museum mehrere eingegangene Tiere übernommen, z.B. den Stammvater der hiesigen Pferdeantilopenzucht und die Spitzmaulnashornkuh Suse; beide fand ich aber in der Schausammlung nicht wieder (Suse wäre gut an ihrer Hormform erkennbar). Zum Walross Antje gibt es allerdings eine Schautafel mit einem "Lebenslauf".
(12.02.2008, 11:48)
IP66:   Weiß man denn, ob das Museum Präparate aus dem alten hamburger Zoo und vielleicht sogar aus den stellinger Beständen besitzt? Immerhin hat Hagenbeck ja bis zu seinem Tierparkneubau seinen Tierhandel auf althamburger Gebiet betrieben.
(12.02.2008, 10:27)
Michael Mettler:   Am Sonntag habe ich erstmals das Zoologische Museum der Universität Hamburg besucht. Wo ich mir im Geiste ein altehrwüdiges Gemäuer vorgestellt hatte, stieß ich auf einen Flachdach-Betonkasten mit dem Charme einer Schulbiologiesammlung... Na egal, schließlich zählte ja der Inhalt.

Neben der üblichen großen Sammlung einheimischer Tiere bis hin zu Wisent und Elch findet man in dem gar nicht mal großen Museum auch eine Reihe bemerkenswerter "Exoten". Lokalkolorit kommt durch das Hagenbeck-Walross Antje in Spiel, der die Präparatoren zusätzlich einen mächtigen Walrossbart verpasst haben, den sie ja im Leben schon lange nicht mehr hatte...

Es gibt eine recht umfangreiche Walkollektion, darunter den Schädel eines Narwals mit zwei Stoßzähnen, einige sehr gut gestaltete große Katzen einschließlich Amurleopard (da nicht ausgeblichen, offensichtlich aus jüngerer Zeit) und - da freut sich der Huftierfan - reichlich "Paarhufer-Material". Darunter eine sehenwerte Gehörnsammlung inklusive Bergnyala, Riesenelen, Rehantilope und Riesenrappenantilope (die Rappenantilopen-Dermoplastik ist allerdings nicht, wie von mir erhofft, ebenfalls eine Riesen-) sowie sehr gute Ganzpräparate von Okapi (siehe Foto), Bongo (Dreiergruppe), Gerenuk, Moschusböckchen und mehr - und ein Riesenwaldschwein, allerdings ein wohl junges Exemplar, kleiner als das benachbarte Europäische Wildschwein und noch ohne die schwammartigen Auswüchse unter den Augen. Manche Tiergruppen wie etwa Hirsche, Primaten oder Wildhunde sind dagegen unterrepräsentiert, dafür ist eine Reihe interessanter, wenn auch sehr stark ausgeblichener Schleichkatzen zu sehen. Auf dem Vogelsektor fand ich besonders die Kiwi-Vitrine bemerkenswert (Streifen- und beide Fleckenkiwis nebst Kiwi-Skelett und -Ei) sowie ein Paar des ausgestorbenen Lappenhopfes.

Fazit: Durchaus sehenswert, also zoologisch interessantes Beiprogramm für einen Hamburg-Trip. Der Eintritt ist frei!
(12.02.2008, 10:01)
Michael Amend:   @IP66.Die Hirsch-Sammlungen in Berlin und München waren aber nicht darauf zurückzuführen,das die Hecks Jäger waren.
@Drac. Der von Ihnen erwähnte Kiosk war früher eines von zwei Geweihhäusern, das zweite stand dort, wo heute die Damwild-Streichelanlage ist.
(29.11.2007, 18:19)
Michael Mettler:   Die "Villa" in Dvur Kralove hat Ähnliches zu bieten - ich nehme an, alles ehemalige Zoobewohner...
(29.11.2007, 18:18)
Ronny:   Aber Trphäen in so mancher Afrika Logde in unseren Zoos wären auch sehr Stimmungsvoll.
In der Prager Lodge hängen auch einige Gehörne und präparierte Kleinräuber.
(29.11.2007, 16:40)
Drac:   Im Europateil gibt es auch heute noch einen Kiosk/Schnellrestaurant, indem verschiedenste Trophäen an der Wand hängen. Etwas skurill, aber nicht unbedingt störend
(29.11.2007, 14:53)
Michael Mettler:   Nicht nur das: Es gab früher sogar im Tierpark selbst entsprechende Trophäen-Galerien!
(29.11.2007, 14:05)
IP66:   Ich stelle mir Herrn Hecks münchner Zoo als echten Jägerzoo vor, mit vielen Hirschen und Hornträgern, dem Direktor mit Jägerhut und Gamsbart, und die Trophäengalerie in der Staatssammlung paßt sehr gut zu dieser Vision.
(29.11.2007, 11:08)
Michael Amend:   Hier die Riesenelen aus Berlin, die Kuh ist klar als Steppenelen identifizierbar ( Hörner ! )
(29.11.2007, 07:36)
Michael Amend:   Und hier noch das allseits beliebte Rüsselhündchen, in dem Fall ein Rotschulter-Rüsselhündchen. Kap-Bergzebra, Moschusochse, Okapi, diverse Schuppentiere und ein Beutelwolf sind weitere Highlights.
(28.11.2007, 18:47)
Michael Amend:   In München gibt es außerdem noch die Zoologische Staatssammlung, die aber nur einmal im Jahr beim " Tag der offenen Tür " für das Publikum geöffnet ist. Hier ein Foto der sehr umfangreichen Gehörn-Sammlung, auf vielen davon steht " gestorben im Tierpark Hellabrunn"...
(28.11.2007, 18:45)
Jennifer Weilguni:   @Ulli
Ein Karolina-Sittich ist auch im Braunschweiger Museum zu sehen.
(28.11.2007, 17:53)
Michael Mettler:   @IP66: Ich war hauptsächlich wegen der Quaggas in Mainz, die zusammen mit einer sehr umfangreichen Kollektion weiterer Wildeinhufer in einer besonderen Klimakammer stehen, und erinnere mich ansonsten hauptsächlich an das Javanashorn und eine große Wand mit Antilopengehörnen. Da ich von den Aufsehern schon sehr argwöhnisch beobachtet und auch angesprochen wurde, weil ich Fotos machte (ohne Blitz), werde ich mich vorsichtshalber hüten, hier irgendeines davon einzustellen - das private Interesse an den seltensten Exponaten nahm man mir nicht so recht ab. Zum didaktischen Aufbau des Museums kann ich nichts sagen, der hat mich bei meinem Besuch schlichtweg nicht interessiert.

@Ulli: Schade finde ich, dass im hannoverschen Landesmuseum viele gerade bei Kindern beliebte Exponate verschwunden sind, darunter nicht nur der besagte Entenwal, sondern auch die Dioramen mit der menschlichen Evolution. Da ist das (sehr gelungene) Urpferddiorama nur ein schwacher Trost. Auch das frühere Iguanodon-Diorama fiel ja der Umgestaltung zum Opfer.

Im Osnabrücker Museum war ich nur einmal kurz nach der Eröffnung, habe aber so gut wie keine Erinnerungen daran. Allerdings interessierten mich damals auch fast ausschließlich fremdländischen Wildtiere in Museen.
(28.11.2007, 11:48)
Ulli:   @IP66
Das Mainzer Naturkundemuseum kenne ich leider nicht.

Aber um die Fragestelling zu bleiben Was haltet ihr von dem Osnabrücker Naturkundemuseum ?

Vorweg: ich bin vom Konzept mit der stark regionalen Orientierung mit umfassenden Mitmachstationen (u.a. Telefonzelle mit Lärmpegel) begeistert. Für mich ist es wichtiger, Anregungen zur eigenen Beobachtung vor der Haustür zu erhalten als irgendwelche exotischen Exoponate in Glasvitrinen zu sehen.

Wenn es schon ausgestopfte Exponate sein sollen, dann bitte in Dioramen wie im Landesmuseum Hannover, auch wenn man dort nur die vermeintlich langweiligen "Feld, Wald- und Wiesen-Arten" zu Gesicht bekommt.
Sehr gelungen finde ich im Landesmuseum Hannover auch den neuen Bereich mit dem Urpferdpanorama oder auch die didaktische Einbindung der Sauriermodelle. So stehen diese Exponate nicht nur luftleer im Raum herum.
(28.11.2007, 11:16)
IP66:   Was ist eigentlich von dem mainzer Naturkundemuseum zu halten?
(28.11.2007, 10:30)
Michael Mettler:   War schon mal jemand im Naturkundemuseum in Leiden/NL? (Der exakte Name will mir gerade nicht einfallen.) Auch da muss es einen Blaubock geben, falls er in der Schau steht. M.W. gibt es weltweit nur ganze vier Dermoplastiken dieser Antilope.
(27.11.2007, 20:50)
WolfDrei:   noch zu einigen Seltenheiten:
Wien: letzter Syrischer Halbesel, Beutelwolf, Zahntaube, Karolina-Sittich, Elfenbeinspecht, Eulenpapagei
Paris: Wildjak, Haiti-Solenodon, Riesenrappenantilope
(27.11.2007, 20:26)
Michael Amend:   Ich wußte gar nicht, das das Leisetnkrokodil präpariert wurde, wie schön,da sehe ich ja einen alten Bekannten wieder, bewegt hat es sich ja auch lebend nicht viel ( konnte es ja auch kaum ).Wird es immer noch so eifrig mit Münzen beworfen ?

Paris hört sich toll an, und 6,50 sind doch für ein solches Museum beileibe nicht zu viel. Viel weniger zahlt man im Senckenberg oder Berlin auch nicht.
(27.11.2007, 19:46)
Stefan Schubert:   Die Tierpräperate inkl. Beutelwolf, Kaplöwen und Riesenalk sind im Schloss Rossenstein (und auch das Weisse Krokodil) im Park! Das Museum am Löwentor (am Nordbahnhof) ist bis anfang 2008 geschlossen, da die Dino-Landesschau zurückgebaut wird!
Der Pariser Blaubock ist farblich sehr intensiv gefärbt, etwa taubenblau. Freihändig zu fotografieren ist er schwer, da es sehr dunkel ist, wohl eben dass die Balge ihre Farbe behalten! Die Quer-geh-durch-die-Halle-Szene ist sehr eindrucksvoll und wird den Antilopenfreund begeistern. Diese steht unter dem Thema Savanne. Weniger geglückt ist die Darstellung einer südamerikanischen Regenwaldszenerie, da sich hier die kleinen Exponate in der Höhe verlieren! Witzig fand ich eine in der oberen Etage aufgestellte Giraffe, die sehnsuchtsvoll von der Galerie auf die Savannen-Cavalcade niederblickt! Der Eintritt in die "Gallerie der Evolution" kostet € 6,50. Dafür gibt es dann an einer der Tierparkkassen (Menagerie oder Zoo) € 2,- Rabbatt!
Bei den Londoner Riesenlemur muss ich nochmal nachschauen, er steht fotografisch ungünstig, so spiegelt in allen Richtungen das Glas oder die Fenster. Nachzutragen für London wäre evtl noch die Anwesenheit vieler kleiner Antilopenformen (u.a. Suni und Hirschferkel) im Schatten des Blauwales. In Edinburgh hingegen finden sich viele Thermoplastiken verschiedener Fluss- und Meeresdelfine.
(27.11.2007, 19:37)
Michael Amend:   @Stefan Schubert und Jennifer Weilguni. Danke für die Info, aber in WELCHEN Museum gibt es denn nun den Beutelwolf ?

Wow, Paris hat den Blaubock sogar in der Ausstellung ? Wie war denn der gefärbt, wahrscheinlich auch schon total verblichen, tja, früher gab es eben noch kein Dash 3 Superkonzentrat...Hat Paris nicht in einem riesigen Saal die " An Bord-Geh-szene " der Arche Noah nachgestellt ? Hab mal irgendwo ein Foto davon gesehen, sah schon sehr beeindruckend aus.
Menschen essen ? Wuäh...Warum wohl spukt uns der Weiße Hai immer wieder aus, wenn er kraftvoll in uns reingebissen hat ? Schön, das er uns Menschen nicht mag, nur schade, das wir den ersten Biss meistens nicht überleben...
@Drac. Das Frankfurter Quagga ist das besterhaltenste und am schönsten präparierte Exemplar in Deutschland, deustchlich besser als Darmstadt, das läßt sich wunderbar auf dem Quagga-Poster vergleichen, auf dem alle Quagga-Präparate der Welt abgebildet sind und das man im Naturmuseum Mainz kaufen kann. München hat auch ein schönes Exemplar.
(27.11.2007, 18:36)
Shensi-Takin:   @Michael Amend: Nein, keinerlei Skelette vorgefunden.
Ein nettes Buch zu dem Thema (das mich bescheidene 1.95 gekostet hat): "Unter Menschenfressern" von Philip Caputo; nicht sonderlich fachmännisch, aber durchaus lesbar.
(27.11.2007, 18:32)
Michael Amend:   @Shensi-Takin. Oh, da war das Buch wohl schon etwas älter....müßen die so'en ollen , unaktuellen Kram im Buchshop verkaufen ?
Wurden in der Höhle denn tatsächlich Menschenskelette gefunden ? Stimmt, im Field Museum gibt es noch einen Menschenfresser. Vieleicht nehmen die iregndwann auch mal den Tierpfleger-killenden Ameisenbären aus Buenos Aires ? Würde man aber jeden Elefanten-Mankiller aus den Zoos ausstopfen, Ei,Ei,ei, soviele Naturmuseen gibts gar nicht auf der Welt...
(27.11.2007, 18:20)
Shensi-Takin:   Mensch als Speise? Wenn man sich so anschaut, wie die meisten leben & zu sich nehmen-nee, dann doch lieber lecker Antilope...;)
Die Präparate der beiden Tasvo-Löwen sind kleiner als die Orginale, weil sie ursprünglich anders präpariert waren (u.a. als Bettvorleger) und auf die heutige Form "hingebogen" werden mussten. Die Höhle haben Forscher vor fast 10 Jahren wiederentdeckt-Patterson hatte die Lokalisation offenbar falsch wiedergegeben.
http://www.fieldmuseum.org/museum_info/press/press_tsavo.htm
Was den Film (der 2. zu dem Thema) angeht: in mancherlei Aspekt hält er sich durchaus an das Buch-und die Aufnahmen...;) Das Field Museum hat im Untergeschoß noch einen weiteren, riesigen Löwen: den "Menschenfresser von Mfuwe".

(...)gorillagrossen Riesenlemur" Archaeoindris, oder?
@Drac: Na, reinschaun lohnt sich; darunter auch ein besonderes Jagdgewehr...;)
(27.11.2007, 18:06)
Jennifer Weilguni:   Also eines ist sicher.. wenn ich ein Löwe wäre, dann wären Menschen auch meine bevorzugte Beute.. leichter kommt man ja kaum an ein Mittagessen :-) Aber Spaß beseite... Ich finde es gerade gut, mal ausgestopfte Löwen zu sehen, die eben den lebenden Exemplaren doch so ähnlich sind. Meistens werden Großkatzen ja mit offenem, Maul dargestellt. Mit blitzenden Zähnen und furchterregend funkelnden Augen um ihre Gefährlichkeit zu unterstreichen.
@Michael Mettler
Fakt ist, dass meine Katzen auch so eine Art Menschenfresser sind, denn erstens fressen sie mir die Haare vom Kopf und zweitens zehren sie manchmal sehr an meinen Nerven. Vor allem eben dann, wenn das Futter nicht pünktlich anrollt und die Miezen dann lautstark ihren Unmut darüber kundtun.. Sonntag früh.. halb sechs in Deutschland.. und sie KENNEN kein Wochenende *gääääääääääähn*
(27.11.2007, 16:27)
Michael Mettler:   @Jennifer: Wer weiß, wo deine Katzen ihre "Höhle" haben...

Wie hätte man denn eurer Meinung nach die beiden Löwen sonst präsentieren sollen? Über die künstliche Leiche eines indischen Bahnarbeiters gebeugt? Oder so, dass nur ihre Hinterteile aus einem Zelt herausschauen und man sich ausmalen kann, was darin gerade passiert? Hm. Ich finde, gerade WEIL die Tiere erstens unspektakulär dargestellt sind und zweitens mangels Mähne nicht dem landläufigen Löwenbild entsprechen, können sie viel mehr dazu anregen, sich mit ihrer Geschichte zu befassen. Sowie mit dem Gedanken, dass wir Menschen die Bewertung eines Deliktes auch immer ein wenig davon abhängig machen, ob der Täter in unseren Augen eine Verbrechervisage hat (oder in anderer Form unheimlich wirkt)oder aussieht wie der nette Nachbar - und das projizieren wir auch auf Tiere (siehe Kampfhund-Hysterie)...
(27.11.2007, 09:48)
Jennifer Weilguni:   @Michael Amend
Das mit der Höhle im Film "Der Geist und die Dunkelheit" halte auch ich für vollkommenen Unsinn, macht sich aber wohl aber gut bei den Zuschauern und soll wohl einfach nur für eine Gänsehaut sorgen. Die Größe der Präparate lässtsich ja auf dem Foto nicht ganz nachvollziehen, aber ich meinte auch eher die Posen, in denen die Löwen dargestellt werden. Die eine liegt genauso da, wie sich meine Hauskatzen immer in der Sonne räkeln :-)
Das Museum am Löwentor sowie das Rosenstein Museum sind beide zu Fuß von der Wilhelma aus sehr gut zu erreichen. Die Eintrittskarte gilt heweils für beide Museen, Mittwoch nachmittags ist der Eintritt sogar frei, wenn ich nicht irre.
(27.11.2007, 08:00)
IP66:   "Nicht lohnen" würde ich für das Museum König nicht sagen. Es stellt halt keine taxonomische Sammlung mehr vor, sondern ein nicht sehr großes, geographisierendes und begehbares Diorama.
(26.11.2007, 18:45)
Stefan Schubert:   @ Michael Anend: Das Stuttgarter Museum liegt etwa 5 Fussminuten von der Wilhelma entfernt, vom Haupteingang her rechts hoch in den Park und man läuft genau darauf zu. Das zweite Naturkundemuseum am Nordbahnhof beherbergt die Dino- und Ichtiosaurierskelette.
In diesem Jahr war ich in Paris und London. Ersteres hat einen Raum der bedrohten und ausgestorbenen Arten mit Wandertaube, Riesenalk, Huja, aber auch Schomburgkhirsch und Blaubock! Das Fotografieren in diesem dunklen Raum ist ohne Blitzlicht erlaubt, von einem Stativverbot ist mir nichts bekannt. Bemerkenswertestes Exponat in London ist für mich ein Skelett eines gorillagrossen Riesenlemur. Java- und Sumatranashorn sind im Säugersaal zu besichtigen, wie auch Nachbildungen der Elefantenahnen! Bei den Dinos gibt es einen animatronischen T-Rex! Nahe dem Café findet der Interessierte zudem eine ehemalige Berlinerin: Nach ihrem Ableben fand die Pandabärin "Chi-Chi" im Museum Aufstellung!
Eine ebenfalls interessante Naturschau gibt es im Royal Museum of Scotland in Edinburgh. Neben Whiskybrennerei und Ägyptischen Sarkophargen findet man hier einen Saal der ausgestorbenen Tiere mit Moa-Nachbildung und Quagga. Mit sehr alten Präperaten bestückt ist das Dubliner Museum, unter anderen einen Riesenhai, den man allerdings kaum als solchen erkennt!
(26.11.2007, 17:06)
Drac:   @Shensi-Takin
Wenn ich mich in München aufhalte, komme ich regelmäßig am Jagdmuseum vorbei, bisher habe ich es aber leider noch nicht besucht, was gibt es denn außer Wolpertingern für Tiere die mein Interesse wecken können ;)
In München gibt es dazu das paläontologische Museum, das zwar nicht besonders groß ist, aber dafür umsonst - zu sehen bekommt man u.a. Placodus, Tanystropheus, Archaeopteryx, Mastodon, Megaloceros

In Darmstadt habe ich ganz schwache Erinnerungen aus Kindertagen, kleinere zoologische Sammlung, u.a. der letzte hessische Wolf, das erwähnte Quagga (mEn in einem besseren Zustand als das Frankfurter Exemplar) und Mutationen (janusköpfige Schweine etc.)
dazu ein größerer Bereich über Messel

In Senckenberg bin ich immer mal wieder gerne, nicht nur wegen der Saurier, auch Saigadiorama und diverse Schmuckstücke wie Kaplöwen, Zwergelefanten, Wandertaube, Zwergameisenbär und Beutelwolf sehe ich immer wieder gerne

Wien wurde hier mehrfach gelobt, leider kenne ich es nicht aus eigener Anschauung, was gibt es dort für Schmuckstücke zu bewundern?
(26.11.2007, 16:12)
Michael Amend:   @Jennifer Weilguni. Die Antwort auf deine Frage hat ja schon Shensi-Takin gegeben. Laut ihm sind die Tsavo-Löwen in Chicago auch nicht in ihrer Originalgröße präpariert worden, sondern kleiner ,den Grund dafür kann ich mir nicht vorstellen, vieleicht, damit die Leute sagen"Was, SO kleine Löwen haben SO viele Menschen auf dem Gewissen ? " Übrigens halte die Zahl, weit über 100, der angeblich von diesen beiden getöteten Menschen für stark übertrieben.Laut dem Film wurden deren Skelette in einer Höhle gefunden, einen Beweis dafür gibt es aber nicht, da diese angebliche Höhle nie gefunden wurde. Im Buchshop des Museums wird natürlich ein Buch über die Tsavo-Löwen verkauft ( nebst T-Shirts und ähnlichem Schnickschack ), das ich durchgeblättert habe. Demnach wurden mehrfach Suchaktionen nach der besagten Höhle durchgeführt, jeweils erfolglos.
Das Naturmuseum in Stuttgart steht schon Lange auf meinem Programm, kann man es denn zu Fuß von der Wilhelma aus erreichen ?
@Ip66. Also lohnt sich wohl ein Besuch in diesem Erlebnismuseum nicht ( mehr )

Wie sind denn die Sammlungen von Darmstadt und Wiesbaden, dort gibt es übrigens auch ein Quagga... ?

Und hat das Museum in Berlin endlich mal einen Führer veröffentlicht ?
(26.11.2007, 15:38)
Michael Mettler:   Selbst das vorwiegend auf die heimische Fauna spezialisierte Niedersächsische Landesmuseum Hannover besitzt ein paar wertvolle Stücke, die aber seit dem Umbau der Naturkundeabteilung nicht mehr ausgestellt werden.... In der Schau ist m.W. nur noch der Riesenalk nebst Ei, zu den weggeräumten Exponaten zählen neben dem Skelett eines Entenwals (früher einer DER Anziehungspunkte für Kinder!) auch eine Zahntaube, ein Diadem-Sifaka sowie von den "Unwiederbringlichen" mindestens das Geweih eines Schomburgk-Hirsches, das Ei eines Madagaskarstraußes sowie eine Hawaiiralle.

Mitte der 80er besuchte ich ein kleines Naturkundemuseum in Kiel, nicht weit entfernt vom dortigen Aquarium. Damals beinhaltete es mehrere Walskelette (u.a. Grönlandwal) und -schädel (u.a. Narwal) sowie diverse interessante Dermoplastiken aus aller Welt, z.B. Schuppentier, Schnabeltier und Kurzschnabeligel. Ich war seitdem leider nie wieder dort.
(26.11.2007, 10:54)
Shensi-Takin:   @Jennifer Weilguni: Die weitverbreiteteste Version ist, dass diese zwei Männchen die Haupttäter waren, und nach ihrer Erlegung die Angriffe aufhörten. Tatsächlich gab es davor und danach weiterhin in der Umgebung Löwenangriffe auf Menschen, sodass von mehreren Löwen ausgegangen wird. Überhaupt haben die Löwen in Tsavo, was Aggressivität ggü. Menschen angeht, einen schlechten Ruf; einige Fachleute führen dies nebst der lokalen rauhen Naturumstände auf eine "Tradition der Menschenfresserei", basierend auf die "Strasse des Todes" der Sklavenkarawanen zurück. Bei den Angriffen in Tsavo könnte zudem der damals erst rezent zurückliegende Rinderpestausbruch & eine anhaltende Dürre durch Reduzierung der natürlichen Beutetiere mit zu der Menschenjagd beigetragen haben.
Das Lohn über Wien scheint allgemein zu sein-und deckt sich auch mit der weltweiten Plazierung des Museums unter den allerbesten seiner Art.
(26.11.2007, 10:50)
IP66:   Das bonner Museum König ist in der Tat zum Erlebniszoo der toten Tiere umgestaltet worden, mit einer Afrika-Steppe im Lichthof und ein paar geographischen Inseln mit wenigen Präparaten. Dadurch wurde die Zahl der ausgestellten Präparate auf einen Bruchteil reduziert und die Struktur des Gebäudes dergestalt ignoriert, daß der Ausstellungsraum auf den Galerien ungenutzt bleibt.
Darmstadt bietet - noch - ein Naturkundemuseum im Urzustand. Der Bau von Alfred Messel, der Grund, ihn in Berlin das Pergamon-Museum bauen zu lassen, ist auch in den Abteilungen für Kunst und Landesgeschichte noch ganz gut beieinander, am besten kann man eine solche Ausstellung aber in der naturkundlichen Abteilung nachvollziehen.
(26.11.2007, 10:37)
Jennifer Weilguni:   @Michael Amend
Waren es nicht ursprünglich drei Löwen die in Tsavo für eine Art Blutbad sorgten, von denen aber einer relativ schnell den Tod fand ? Bin ich da auf dem Holzweg ? Oder sind einfach nur diese zwei Tiere präpariert worden ? Ich muss aber ehrlich sagen, wenn man nicht genau wüsste,was damals in Tsavo passiert ist, würde es einem garantiert nicht eiskalt den Buckel runterlaufen, die beiden Gesellen sehen irgendwie gar nicht furchteinflößend aus.


Das bisher schönste Naturkundemuseum, das ich besucht habe war in Wien. Aber es gibt auch einige kleinere Museen die durchaus sehenswert sind, zum Beispiel gefällt mir das in Braunschweig sehr gut, dass unter anderem ja auch das Skelett einer Stellerschen Sehkuh und die Dermoplastik eines Riesenalks ausstellt. Auch die beiden kleineren Museen in Stuttgart finde ich äusserst sehenswert (Mammut, Kaplöwe, Quagga, Beutelwolf).
Etwas enttäuschend ist meiner Meinung nach Berlin, zumindest was die Dermoplastiken anbelangt. Das machen natürlich aber die Großsaurier wieder wett, die ja nun glücklicherweise wieder zu sehen sind.
(26.11.2007, 10:09)
Michael Amend:   @MM. Stimmt natürlich, Darmstadt, wie komme cih auf Darmstadt ß Im dortigen Museumw ar ich noch nie, aber ein Quagga gibts dort auch. Ha, grad fällt es mir ein, ich habe eine Vorkriegs-Ak vom Darmstädter Museum, und da sind ebenfalls drei Tiere zu sehen, aber nur eins hat den Krieg " überlebt ". Sorry für die Verwechslung !
(25.11.2007, 19:29)
Michael Mettler:   @Michael Amend: Kleine Korrektur - die drei Quaggas (Hengst, Stute, Fohlen), das Java-Nashorn ("old-fashioned" präpariert - sieht eher aus wie ein aufgeblasenes Schwimmtier) und der Java-Tiger stehen nicht in Darmstadt, sondern in Mainz (und dazu ein Beutelwolf). Darmstadt hat allerdings auch ein Quagga. Eins der Mainzer Quaggas wurde übrigens früher zuerst als Burchellzebra geführt, was - ebenso wie sein Phänotyp - verdeutlicht, dass die Unterscheidung der Steppenzebra-Unterarten nach Aussehen eben nicht so einfach ist, wie uns das die Tierlexika weismachen wollen.

Im Überseemuseum Bremen gibt es neben einigen anderen Spezialitäten ein Kopfpräparat eines Java-Nashorns sowie ein Tasmanien-Diorama mit einem Beutelwolf - der am schönsten präparierte, den ich bisher gesehen habe.
(25.11.2007, 18:04)
Shensi-Takin:   @Michael Amend: Die Aussies? Im Gegenteil-als die Mädels uns nachher
abgeholt haben, konnten wir vor Lachen kaum mehr laufen...;)
Und die Katholiken-ausgerechnet die die Zahnseide-Bikini-Brasilianerinnen, die "feurigen" Latin Lovers, die feschen boarischen Madeln oder die glutäugigen Spanierinnen?!? ;)
Nicht ganz ein Naturkundemuseum, aber doch ganz interessant: das Münchner Jagd-und Fischereimuseum.
Rel. positiv überrascht war ich vom Naturkundemuseum in Peking, auch wenn die meisten Leute irgendwie immer bei den Dinosauriern oder den Spiritus-Menschenleichen hängenblieben...

(25.11.2007, 16:45)
Michael Amend:   @Das kann ich mir vorstellen, sind die Australier nicht genauso prüde wie die Amis ? Und ob Katholiken die Ausstellung besuchen,wage ich zu bezweifeln, höchstens mit Scheuklappen...
(25.11.2007, 16:26)
Shensi-Takin:   @Michael Amend: In der Salzburger Sex-Ausstellung war ich auch, allerdings mit ein paar australischen Kumpels-DAS war mal 'ne witzige Angelegenheit:).
Was die Museums-Sets angeht-ist doch bei manchem Film-Zoo doch auch nicht anders-s. den von Ihnen mal erwähnten "Eraser" oder "Wilde Kreaturen". Doch dass das Raubtierhaus in New Orleans nur als Set existierte, machte mich in Hinblick auf die Haltung irgendwie froh.
Ein im strengeren Sinne nicht (nur) Museum: Das Arizona Desert Museum ;)
Bei meinem nächsten Urlaub(wann?) muss aber auf jeden Fall das NYer Naturkundemuseum dran glauben;)!
(25.11.2007, 16:15)
Michael Amend:   @Shensi-Takin. Danke für die Links. Das Museum in Paris sieht ja toll aus, fast noch " klassischer " als Wien. Ein Riesenfaultier-Skelett habe ich, wissentlich , noch nicht gesehen. Das Museum " Mensch und Natur " kenne ich auch, sehr nett gemacht, vor allem wurde das Quagga schön restauriert und wird entsprechend " präsentiert", nicht so öde wie in Frankfurt oder Berlin...Für Kinder ist das Museum wirklich toll, dank dem interaktiven " Spielzeug". Etwas Ähnliches für Adulte gibt es in Salzburg in der Ausstellung über die menschliche Sexualität, dort gibt es Kästen mit den Abbildern von 10 Frauen und 10 Männern, ( angezogen natürlich ) die durchnummeriert sind. Der Benutzer kann sich dann die Person aussuchen, die seinem persönlichem Geschmack am Nächsten kommt und mit dem Ergebnis der anderen Museumsbesucher vergleichen, auf die Weise erfährt man, ob man einen exklusiven Geschmack hat, oder doch nur mit dem Massenstrom schwimmt...Die Warteschlange an den Dingern war mir zu lang, außerdem hat mir KEINE der abgebildeten Frauen gefallen. Natürlich ist das Ergebnis nicht aussagekräftig, wer weiß, wieviele Männer bei den Männern stehen,wenn gerade keiner hinsieht...Oh, ich bin etwas vom Thema abgekommen. Darmstadt ist noch nett, weil es dort gleich drei Quaggas, ein Javanashorn und ein Javatiger zu bestaunen gibt.

Und das das Museum in " Das Relikt"auch nur eine Kulisse ist, enttäuscht mich, warum sind die "Film" Museen immer so toll ?
(25.11.2007, 16:07)
Shensi-Takin:   Was die Innenaufnahmen für "Das Relikt" angeht:
http://www.imdb.com/title/tt0120004/locations
(25.11.2007, 15:47)
Shensi-Takin:   @Michael Amend: Hätte ich nicht besser sagen können; haargenaue diesselbe Meinung über die genannten Museen.;) Das Berliner Naturkundemuseum hat mich "ein wenig" enttäuscht-v.a. weil ich vergessen hatte, mir einen Termin zur Privatbesichtigung der Sammlungen geben zu lassen...die öffentlich zugänglichen Abteile mit dem tollen High-Tech-Schnickschnack oder die "Super"-Riesenelen waren aber auch nicht schlecht. Ein kleines Naturkundemuseum mit Thylacine & Quagga ist das "Mensch & Natur" in München-gerade bei Kindern recht beliebt. Für Paris habe ich noch einen "Geheimtipp", den ich leider selbst noch nicht besucht habe:
"Les Galeries de Paléontologie et d'Anatomie comparée"
http://bp2.blogger.com/_m6sVhskT_Fs/Rq5NJy7PbJI/AAAAAAAAApA/qI71UCCeIWc/s1600-h/paris_palaeo_mammals.jpg
(25.11.2007, 15:01)
Michael Amend:   Ja, Wien finde ich auch phantastisch, nicht nur wegen der hervorragenden Schausammlung ( im Magazin durfte ich sogar den Blaubock sehen, der seltsamerweise nicht in der Schau steht, und inzwischen eigentlich auch in " Gelbbock " oder " Bleichbock " umgetauft werden müßte ), sondern auch wegen der einmaligen Architektur, eben ein richtig schön altes, klassisches Schaumuseum. Die Antilopen-Kollektion ist auch dort gut bestückt, und das es im Vivarium des Museums auch "lebendes" Inventar zu sehen gibt, macht das Museum noch sehenswerter. Was das Senckenbergmuseum angeht, bin ich vom Umbau etwas enttäuscht. Der große Lichtssal mit den Dinos ist zwar sehr schön geworden,aber die Säuger,-und Vogel-Ausstellungen sind so langweilig wie eh und je.( nicht, was die Sammlung betrifft, sondern deren Präsentation )Das dürfte aber sicher am fehlenden Platz liegen. Sehr zu empfehlen ist auch das " Haus der Natur " in Salzburg, das ich erst kürzlich wieder besucht habe. Dort gibt es auch ein Aquarium und einen Reptilienzoo ( immerhin mit schwarzer und grüner Mamba.) Faszinierend ist auch Karlsruhe. Diese Stadt verfügt meiner Meinung nach nicht nur über den langweiligsten und uninteressantesten Zoo Deutschlands, sondern auch über das langweiligste und uninteressanteste Naturmuseum Deutschlands, sieht man vom Vivarium einmal ab. Eines der ganz großen europäischen naturmuseen ist natürlich London, in dem man Wochen verbringen kann. Sehenswert sollen auch Paris und Straßburg sein, in beiden war ich leider noch nicht.
(25.11.2007, 13:37)
Shensi-Takin:   Und dabei sind die zwei Präparate der Löwen aus Tsavo kleiner als die ursprünglichen "Besitzer".
Was Naturkundemuseen angeht, so hat es mir v.a. das Naturkundemuseum in Wien angetan. Aus einem anderen, nämlich den Senckenberg in Frankfurt, stammt dieses hochinteressante Präparat; es handelt sich um das Zwergflußpferd, das Hans Schomburgk damals um 1912 in Liberia schoß.
(25.11.2007, 13:08)
Michael Amend:   Jetzt aber etwas wirklich Besonderes aus dem Chicagoer Field-Museum, oder wo sonst sieht man mal eine ganze Gruppe Dibatags ?
Der Antilopen-Saal ist sowieso genial, Dioramen, Vitrinen, voll mit Raritäten, darunter Kuhantilopen bis zum Abwinken inklusive eine Gruppe Bergnyalas...
(25.11.2007, 12:59)
Michael Amend:   Das sind die beiden " Übeltäter " von Tsavo, sehen furchterregend aus, oder ? Da läuft's einem eiskalt den Buckel runter...
(25.11.2007, 12:57)
Michael Amend:   Hat ja eigentlich nicht soviel mit Zoos zu tun, aber Naturmuseen waren ja schon kurzzeitig Thema hier,ich denke, das die meisten Zoofreunde auch solche besuchen.In eigigend avon stehen ja auch berühmte Tierpersönlichkeiten aus Zoos, z.B "Bobby"in Berlin oder das Panzernashorn in Frankfurt, das im Zoo von 1896 bis 1909 lebte.
Da ich noch nie dort war, würde mich konkret interessieren, wie das Museum Alexander König jetzt umgestaltet wurde, ich habe mal ein Foto gesehen und es scheint sich tatsächlich am Konzept eines Erlebniszoos zu orientieren. Nach den Infos hier im Forum sind wohl einige der Raritäten aus der Schausammlung verbannt worden, und wundern würde es mich nicht, wenn man dort nun wirklich Erdmännchen und Co antrifft....

Gestern Abend habe ich erstmals den Hollywood-Schinken" Nachts im Museum " gesehen. Dieser spielt in einem fiktiven New Yorker Naturmuseum, das ohne Frage sehr phantasievoll und publikumsattraktiv gestaltet wurde, die Dioramen waren schon sehr schön. Der Film hat schon sehr nette Ideen,( T-Rex-Skelett adoptiert schwanzwedelnd seinen eigenen Rippenknochen,niedlich )und tricktechnisch ist er perfekt, aber das museum selbst hat wohl nur unfähige Wissenschaftlera ngestellt, wie kommt es esonst,das sich in einem Regenwald-Diorama im Saal für Afrikanische Säuger nicht nur eine Gruppe KAPUZINERAFFEN wiederfinden, sondern auch noch ein Albino-Tigerphyton und ein Gepard (da stimmt wenigstens der Kontinent )Ganz zu schweigen von der schlampig recherchierten Römischen Geschichte.

Weiß Jemand zufällig, in welchem Naturmuseum die Innenaufnahmen im Film " Das Relikt " entstanden ? Das können unmöglich Kulissen sein. Die Außenaufnahmen entstanden in Chicago, übrigens ein sehr sehesnwertes Naturmuseum, ( steht direkt neben dem Shedd-Aquarium, aber beides schafft man nicht an einem Tag ! )dort stehen ja die berühmten " Menschenfresser"von Tsavo.


(25.11.2007, 12:08)

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