Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Link zu anderen Medien:
Bitte anklicken, wenn Ihr Beitrag in erster Linie einen Link zu anderen Medien (Zeitungsmeldung etc.) darstellt.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Schuppentiere in Deutschland?



Gerrit Wehrenberg:   Nicht in Deutschland, aber im Herkunftsland der beiden deutschen Schuppentiere in Leipzig gab es Nachwuchs:
http://www.welt.de/videos/article134374395/Schuppentier-Junges-im-Zoo-von-Taipeh-geboren.html

Vllt gibt es ja nützliche Tipps für Leipzig aus Taipeh.
(16.11.2014, 10:39)
Ralf Wagner:   Na vielleicht klappts dann noch zuerst in Leipzig mit Fortpflanzung & Nachwuchs ;-) das wäre doch mal was!
Laut einer Pflegeraussage geht es beiden Tieren sehr gut, Toufeng war heute wieder sehr aktiv zu erleben & leerte auch sein Futterschälchen ziehmlich gierig. "Quesan" hat offenbar Ihr hygienisches Problem überwunden & es ist angedacht, sie in etwa zwei Wochen, wenn eine zweite Schlafbox(auch mit Kamera) auf der linken Seite des Geheges installiert ist, mit Toufeng zusammen zu lassen. Wenn dies reibungslos funktioniert, dann ist eine paarweise Haltung möglich, wenn nicht, kann man die beiden Gehegeteile trennen & sie würden einzeln gehalten & dann sicher nur zur Paarung zusammen geführt.
BG
(19.11.2009, 02:06)
Michael Amend:   Das schafft ohnehin Niemand....Wenn übrigens alle sklappt wie geplant, werd eich im kommenden Sommer die Gelegnehit ahben, den Zoo Teipeh zu besuchen, dort versucht man ja noch immer erfolglos, die Ohrenschuppentiere zur Forpflanzung zu bringen...
(02.11.2009, 19:19)
Sacha:   Aber Michael, Liz hat doch bestimmt nicht Deine POS beleidigen wollen...:)
(02.11.2009, 19:09)
Michael Amend:   Das Schuppentier ist mit Sicherheit kein Dreckschwein,denn kein Schwein legt sich freiwillig in seinen eigenen Kot. Es soll aber tatsächlich Tiere geben, die ihren eigenen Kot in die eigene Hand nehemn, ja manche fressen ihn sogar....Was müssen DAS denn dann für Tiere sein ?
(02.11.2009, 18:09)
Liz Thieme:   In der letzten ETC Folge wurde „Quesan“ [Schesan] nicht gezeigt. Aber bis dahin war sie in der Quarantäne-Box hinter den Kulissen, wo auch Tou Feng eingewöhnt wurde.
Sie scheint ein keines Dreckschwein zu sein, da sie sich immer wieder in ihren Kot reinlegt. Es werden Urintest durchgeführt, gewogen etc. Sie scheint auch recht lebhaft zu sein.
Sieht also recht gut aus.
(02.11.2009, 13:59)
Michael Mettler:   Wie läuft eigentlich die Eingewöhnung des zweiten Schuppentieres in Leipzig? Wird das Paar gemeinsam gehalten werden?
(01.11.2009, 22:24)
IP66:   Vielen Dank!
Das Haus wurde tatsächlich schon 1953 eröffnet und dürfte damit in seiner stilprägenden Wirkung nur wenigen Bauten in Europa, etwa der Bärenanlage in Gelsenkirchen, verglichen werden können. Da stellt sich aber immer noch die Frage, ob das Schuppentier im rückwärtigen verglasten Gehege oder im Elefantengraben gehalten wurde. Da ich davon ausgehe, daß die Art- bzw. Gattungsgenossen im Raritätenkabinett, das damals noch als Affenhaus diente, als Matertier und Unterbesatz dienten, scheint mir die zweite Vermutung wahrscheinlicher.
(20.04.2009, 12:25)
Holger Wientjes:   http://www.zoo-ag.de/projekte/70-jahre-duisburg/


(17.04.2009, 19:24)
IP66:   Da müßte ich das genaue Eröffnungsdatum des heutigen Elefantenhauses kennen - ich weiß nicht, ob jemand die in Lohnarbeit erstellten historischen Tafeln archiviert hat, wo man die Information finden könnte. Allerdings gab es, wenn ich recht informiert bin, auch keinen Vorgängerbau, so daß das heutige Haus auch das im Artikel erwähnte sein müßte - und wenn die Daten stimmen, so tritt man einem halbhundertjährigen Bauwerk wohl nicht zu nahe, wenn man es "alt" nennt.
(17.04.2009, 19:11)
Michael Mettler:   @IP66: Nein, es ist nur vom "alten Elefantenhaus" die Rede. War das womöglich ein ganz anderes Gebäude?
(17.04.2009, 12:45)
IP66:   Schreibt man irgend etwas darüber, wo das duisburger Riesenschuppentier im Elefantenhaus untergebracht war. In Frage kommen eigentlich nur der recht große verglaste rückwärtige Käfig oder der Graben vor den Elefanten. Die Haltung fand ja nicht unter Herrn Gewalt statt - aus der Zeit habe ich besagte Anlage ziemlich voll in Erinnerung - allerdings scheint es mir merkwürdig, einen so großen und vor allem hohen Käfig mit einer nachtaktiven zu besetzen. Allerdings gab es hinter dem Elefantenhaus eine Art Wirtschaftshof, einschließlich einiger Reservekäfige, die für Besucher zumindest in meiner Zeit nicht zugänglich waren - hier könnte ich mir eine Schuppentierhaltung besser vorstellen.
(17.04.2009, 11:13)
Michael Mettler:   Über diverse Schuppentierhaltungen der letzten Jahrzehnte gibt ein Artikel im "Zoologischen Garten" Bd. 72/Heft 5 (2002) interessante Informationen - z.B., dass der Zoo Antwerpen seit 1960 insgesamt 21 Schuppentiere aus 5 Arten im Bestand hatte. Für das Thema dieses Threads ist interessant (und war für mich neu), dass der Zoo Duisburg schon von 1955 bis 1957 ein Riesenschuppentier im Elefantenhaus hielt sowie etwa zur gleichen Zeit zwei Steppenschuppentiere im "Raritätenkabinett", von denen mindestens eines sogar zwei bis drei Jahre länger als das Riesenschuppentier im Zoo lebte!
(17.04.2009, 00:04)
WolfDrei:   Dann darf ich hier ein Bild einstellen Toufeng vor 4 Wochen
(22.09.2008, 09:53)
Ralf Wagner:   Für alle, die das seltene Tier bei Ihrem Besuch nicht oder schlecht zu Gesicht bekamen, gibt es jetzt eine offizielle Mehrbild-Ansichtskarte mit vier Motiven! Alle Bilder sind von Fr. Schwind fotografiert, die Quali ist so...naja..., allerdings sind zwei schon bekannten Bilder dabei, bei einem bin ich mir nicht sicher, ob es Toufeng ist, da das Foto in Taipeh gemacht wurde & das andere ziert die neue Panthera. Aber es gibt eine :-)!
VG
(21.09.2008, 22:13)
Ralf Wagner:   Ich muß mich korrigieren, hab es leider falsch verstanden, Toufeng wog am Montag, 30.06. nicht 5940g, sondern 5240g & eine Woche später, am 7.07. 5200g! Sorry ;) Diese Gewichtsschwankung ist aber relativ normal, sagte der Pfleger.
VG
(09.07.2008, 09:54)
Sven P. Peter:   War schon eine lustige Aktion.
Und das Bild ist doch gar nicht sooo schlecht :)
(02.07.2008, 00:15)
Ralf Wagner:   Bei der "öffentlichen Wiegung" von Toufeng an diesem Montag, bei der zwei Kuratoren+zwei Pfleger+einem Azubi anwesend waren, betrug sein Gewicht 5940g, laut Pflegeraussage hält er sein Gewicht & es geht ihm gut!
VG
(02.07.2008, 00:12)
Ralf Wagner:   Das Formosa-Schuppentier(Manis p. pentadactyla) heißt jetzt "TOUFENG", war am Gehegeschild angebracht.
VG
(30.03.2008, 15:04)
Ralf Wagner:   @BjörnN: Wenn, dann aber nicht von vornherein! Als ich heut Vormittag den Kurator fragte, sagte er erst, es stört das Tier nicht. Als dann bei der Fütterung der erste "Blitz" kam, war das Tier etwas verschreckt. Also scheint, zumindest i.M. wo das Pangolin noch in einer ihm neuen, ungewohnten Umgebung ist, ein Blitz der Kamera zu stören. Der Kurator & die Pfleger werden sicher, wenn Sie merken/wissen, es ist (auch nach Eingewöhnung) zu viel für das Tier, ein Blitzverbot empfehlen, was dann auch richtig wäre!
Anbei ein Bild aus der kameraübertragenen Schlafbox(keine gute Quali, da mit Videokamera aufgenommen, aber doch interessant :) VG
(21.03.2008, 00:10)
BjörnN:   Auf Anweisung des Kurators ist das Fotographieren des Schuppentieres im abgedunkelten Elefantenhauskeller nur ohne Blitz erlaubt.....
(20.03.2008, 22:44)
Ronny:   Langsam hat das aber nichts mehr mit dem Thema zutun aber, okay.

Im Tierpark Dessau ist es grundsätzlich Verboten mit Blitzlicht zu fotografieren und die Pfleger weisen auch darauf hin.
(19.03.2008, 21:36)
Michael Amend:   Natürlich ist es schon richtig,das man jetzt bei dem wertvollen Neuzugang kein Risiko eingehen wil, und das muß ja auch wirklich nicht sein. Da das Tier aber sicher schon häufig fotografiert wurde, glaube ich nicht, das es Schaden kommen wird, wenn es in seiner Anlage geblitzt wird.

Na ja, es ist klar, wenn ein Nachtaffe auf sehr kurze Distanz dirket angeblitzt wird, ist das sicher nicht so toll für das Tier.

Mal sehen, ob Leipzig überhaupt ein Blitzverbot für das Schuppentier verhängt, anzunehmen ist es.
@IP66. Ich denke, ganz früh am Morgen oder am späten Nachmittag werden die Chancen wohl am größten sein, das Tier aktiv zu sehen, aber da die Anlage ja abgedunkelt sein wird, ist es möglicherweise auch zu anderen Zeiten aktiv. Vermeiden würde ich einen Besuch beim Schuppentier,wenn der Zoo voll ist,
dann wird sich das Tier wohl eher zurückziehen...
(19.03.2008, 19:28)
BjörnN:   Ich meine ja nur, dass man es nicht darauf ankommen lassen muss.

(19.03.2008, 18:48)
Hannes Lüke:   Ich denke auch das es nicht alle Tiere stört aber bei mir hat es doch klick geacht als ich gesehen habe wie der Nachtaffe im Zoo Emmen, welcher sich bereitwillig von jedem streicheln lässt, sich verzweifelt die Augen gerieben hat nachdem sich eine nette alte dame durchgedrängelt hat und im die Kamera vor die Nase hielt....
(19.03.2008, 18:40)
Michael Amend:   @Im Grizmekhaus in Frankfurt ist das Blitzen erlaubt. ( ganz offiziell )Oder wie machen die Frankfurter Zoologen ihre Fotos für Zooführer etc. ?
Ich habe gewisse Erfahrungen im Umgang mit Tieren, auch Kleinsäugern, und habe die Erfahrung gemacht, das sich noch nie irgendein Tier hat vom Blitzlicht hat stören lassen. In den USA durfte ich in Anwesenheit von Tierpflegern in Nachttierhäusern fotografieren, darunter solche Nettigkeiten wie Aye-Aye, Bänderpalmenroller, Koboldmaki , Streifenkiwi usw. In einigen Fällen durfte ich dazu auch in die Anlagen. Nicht ein Tier hat sich in irgendeiner weise vom Blitzlich gestört gefühlt. Übrigens war auch in den USA das Blitzen in Nachttierhäusern erlaubt. ( das muß aber nicht in jedem Nachttierhaus drübens os ein )Und das Schuppentier in LA, das ich ebenfalls mit Blitzlicht fotografiert habe, hat sich nicht im geringsten davon beeindrucken lassen. Es wurde natürlich auch von den Besuchern mit Blitzlicht fotografiert.Im Dallas World Aquarium ist es sogar erlaubt, die kostbaren Fetzenfische, die ja angeblich durch Blitzlicht sterben, mit Blitzlicht zu fotografieren. Keiner der Fetzenfische dort ist wegen Blitzlicht zugrunde gegangen. Die haben dort sogar ausgesprochen gute Haltunserfolge.

Was das Blitzverbot bei Knut angeht. Wieviele Menschen haben sich das Tier angesehen ? 1 Millionen ? Jede Wette, die Hälfte davon hat sich nicht ans Blitzverbot gehalten. Ob's Knut geschadet hat, kann ich nicht sagen, auf Fotos und Videos sieht er jedenfalls putzmunter aus, aber das sagt ja nichts über seinen seelischen Gemütszustand aus.
(19.03.2008, 18:33)
Hannes Lüke:   Nur nebenbei: ich liebe es Menschen welche sich nicht ans Fotografieren ohne Blitz halten können meine Cam vors Gesicht zu halten und abzudrücken um denen mal nur einen Teil des gefühls welches die Tiere haben zu vermitteln.
Darus ergab sich schon ne nette Sammlung, seltsamerweise hauptsächlich von Menschen ab ca. 60 Jahren.
Wobei ich in Berlin noch von einem ca. 5 Jährigen Mädchen hingewiesen wurde das man im Nachttierhaus nicht fotografieren darf, da sieht man mal wer wem was vormacht...

P.S. Vor Knuts Gehege ist auch Blitzverbot
(19.03.2008, 17:58)
BjörnN:   Man muss ja das Tier nicht unnötig erschrecken und durch ständiges Blitzen Stress aussetzen.....
(19.03.2008, 09:04)
Michael Amend:   @Aus welchen Grund denn ? Im Grizmekhaus wird auch fleissig mit Blitzlicht fotografiert, und dort ist es komplett dunkel....
(19.03.2008, 06:44)
BjörnN:   Es wäre durchaus zu wünschen, dort unten ein Fotoblitzverbot auszusprechen....
(18.03.2008, 21:29)
Oliver Jahn:   Wird es denn überhaupt möglich sein, ein Foto vom Schuppentier zu machen, oder wird dort unten das Fotografieren mit Blitzlicht verboten sein?
(18.03.2008, 21:28)
Michael Amend:   @Stefefn Kohler. Das tut er ganz sicher nicht. Um die Diskussion abzuschließen, ich habe mich für den Scherz bereits entschuldigt.
(18.03.2008, 19:52)
Steffen Kohler:   @Michael Amend: Der Thread "Tierrechtler und Zoos" interessiert mich nicht, HoyWoys Ansichten sind so abwegig, dass sich darüber keine Diskussion lohnt.

Ihren Aussagen hier im Forum maß ich bisher eine höhere Relevanz zu. Davon werde ich in Zukunft absehen, ich weiß ja nicht, wann Ihnen wieder nach Scherzen zumute ist.

Ein solch dümmlicher Scherz - haha, das ganze Forum reingelegt - trifft in der Tat meinen Humor nicht.

Ich selbst schreibe nur dann etwas ins Forum, wenn ich von der Korrektheit meiner Aussagen überzeugt bin. So halten es sicher fast alle Forumsteilnehmer. Das gebietet schon allein der Respekt vor den anderen Forumsteilnehmern, der Ihnen offenbar völlig abgeht.
(18.03.2008, 19:37)
IP66:   Das sind doch grandiose Nachrichten! Ich überlege, ob ich meinen Berlin-Besuch im Mai neben einem Besuch in Halle auch um einen solchen in Leipzig erweitern soll - wobei mir Berichte von Schuppentierkennern sehr lieb wären, wann ich das Geschöpf möglichst aktiv antreffen kann - mit Herrn Kohler hat das bei einem Ziesel in Eberswalde ja auch funktioniert!
(18.03.2008, 18:38)
Michael Amend:   @Steffen Kohler.Wie können Sie sich sicher sein, hier nicht noch mehr bewußte Falschinformationen zu bekommen ? ( z.B im Thread"Tierrechtler und Zoos).Von unbewußten Falschinformationen wollen wir gar nicht erst reden. Mal sehen, wieviel bewußte Falschinformationen hier im Forum am 1.April auftauchen. Wohl nicht viele, denn das Forum ist ja nicht"Verstehen SIE SPAß ? " Mein Gott nochmal, ich hätte nicht gedacht,das es soviele humorlose Menschen gibt....
(18.03.2008, 18:29)
Ralf Wagner:   Ok, mal sehen, ob ichs die Woche nochmal schaffe, Schuppi einen Blitzbesuch abzustatten.
Vielen Dank für die Infos!
VG

(18.03.2008, 11:24)
Steffen Kohler:   Erwartet wurde eigentlich, dass sich das Tier erstmal in seiner Schlafkiste verkriecht.
Bilder habe ich keine gemacht, ich fotografiere weder gut noch gerne. Das Filmteam von ETC war aber die ganze Zeit dabei.
(18.03.2008, 11:19)
Ralf Wagner:   @Steffen Kohler: Mensch, und ich war am Sonntag erst im Zoo, habs sozusagen um Haaresbreite verpaßt *Ärger*! Klingt aber ganz gut, daß es nicht ängstlich oder gestreßt wirkte. Eigentlich ist es ganz verständlich, nach der Quarantänehaltung in einem (sterilen)Käfig, daß es erstmal ausgiebig sein natürlich gestaltetes Gehege erkundet :)
Hast Du evtl. Bilder/Aufnahmen machen können?
VG
(18.03.2008, 11:12)
Steffen Kohler:   Eigentlich habe ich die Lust am Forum nach Herrn Amends Scherz - bewusste Falschinformation ist wohl der passendere Begriff - verloren.
Dennoch möchte ich berichten, dass das Schuppentier ausgesprochen lebendig ist, wovon ich mich gestern überzeugen durfte. Es wirkt auch alles andere als ängstlich oder gestresst.
Gestern wurde es in seine Anlage gesetzt und erkundete sofort und ausdauernd jeden Winkel...
(18.03.2008, 10:59)
BjörnN:   So wurde das Tiere bei ETC genannt. Ich denke nicht, dass es sich dabei um einen richtigen Namen handelt, den wird sicher der Pate später bestimmen.....
(16.03.2008, 20:05)
Michael Amend:   Na, das klingt ja beruhigend. Vernünftig, das Tier noch nicht bei ISIS zu listen.
Ist " Schuppi" denn der offizielle Name des Tieres ?
(16.03.2008, 19:42)
BjörnN:   Nee, es war bisher noch nicht im ISIS gelistet....

Das Gehege befindet sich noch in der Testphase, ist schon komplett eingerichtet und macht einen sehr naturgetreuen Eindruck (Moos, Mulch, Äste, Höhlen, Grasbüschel etc.). Allerdings will man erst alle klimatischen Testreihen abschließen, bevor das Tier die Anlage bezieht.
Lt. Aussage der Pfleger geht es ihm gut, auch wurde für die nächste ETC-Folge das Auftauchen von "Schuppi" angekündigt....
(16.03.2008, 19:38)
Michael Amend:   Bei ISIS ist das Tier ( nicht ) mehr gelistet, Leipzig nimmt aber bei ISIS teil. Ich bin mir jetzt aber nicht 100 % ig sicher, ob es überhaupt schon von Leipzig ins ISIS System eingegeben wurde, ich glaube aber schon.
(16.03.2008, 18:31)
Michael Amend:   Gibt es Neuigkeiten vom Leipziger Schuppentier ? Ist das Tier inzwischen in die Schauanlage umgezogen ?
(16.03.2008, 18:27)
th.oma.s:   die frau Schwind wird in taipeh schon gesagt bekommen haben, wie sie das tier zu handeln hat...
(28.01.2008, 23:26)
Karsten Vick:   Zwecks Antwerpen:
http://antwerpen-zoo.pictura-dp.nl/
und hier die Kategorie schubdier wählen.
(28.01.2008, 23:17)
Karsten Vick:   Lt. Puschmann sind die heikle Ernährung und die hohen Raumklima-Ansprüche die schwachen Punkte der Schuppentiere im Zoo. Von besonderer Stressanfälligkeit steht da nichts.
Leider auch keine Empfehlung, wie man ein Schuppentier anfassen bzw. tragen soll. Das hätte mich schon interessiert, wobei ich wie Ralf Sommerlad das Tragen am Schwanz für eine gute Methode für alle Beteiligten halte.
Das ist ein Greifschwanz. Ich weiß zwar nicht, ob das Ohrenschuppentier wie die afrikanischen Urwaldarten gelegentlich beim Klettern am Schwanz hängt, aber jedenfalls benutzt es den Schwanz als Kletterhilfe. Das ist auf einem alten Bild aus dem Prager Zoo zu sehen.
Für das Tier wäre es viel stressiger, wenn der Pfleger versuchen wollte, es am Körper festzuhalten und sich mit dem sich wehrenden Tier rumzubalgen, immer in der Gefahr, von den scharfen Schuppen verletzt zu werden.

Ein paar Schuppentiertransportbilder aus Antwerpen hier:
http://antwerpen-zoo.pictura-dp.nl/index.php?option=com_memorix&mrx_mod=result&mrx_offset=1
Hier bemerkenswert, dass selbst das große Tier, das ich für eine der beiden großen afrikanischen, nun wirklich bodenbewohnenden Arten halte, seinen Schwanz als Kletterhilfe benutzt.

Ich denke, wir sollten hier den Fachleuten das Feld überlassen. Das man Meerschweinchen oder sagen wir mal Hunde nicht auf die Art trägt, ist uns allen klar.
(28.01.2008, 23:14)
Ralf Wagner:   Eigentlich hat Christina Schwind es ja auch erklärt & ich denke mal, daß Sie im Umgang mit dem wertvollen Pflegling bestens Bescheid weis, da Sie ja auch in Taipeh "zur Lehre" war! Sieht für uns jetzt bestimmt schlimmer aus als es ist!
VG
(28.01.2008, 22:55)
Ralf Sommerlad:   Sorry...ich wüsste jetzt grad nicht, wie das noch nicht vollständig eingewöhnte Tier anders gefahrlos für Pfleger und Tier zu handeln wäre
(28.01.2008, 22:38)
Shensi-Takin:   Man kann es mit der tierschützerischen Interpretation auch übertreiben...Medical training beim Schuppentier? Warum nicht...mir fielen gerade in Bezug auf tiermedizinische Eingriffe mancherlei ein, was weitaus streßvoller als das harmlose Hochheben am muskulösen Schwanz sein würde...
@Saya: Könnte ich bitte die Quelle(n) für die Angaben hinsichtlich Streßanfälligkeit/Kardiopathie haben? Danke im voraus.
(28.01.2008, 19:38)
Ronny:   Also ich kann da Sacha nur Recht geben, es sieht zwar recht brutal aus, aber das Tier sah nicht danach aus, als wäre es gestresst. Die Pflegerin hat selber gesagt, wenn es wollte könnte sich das Schuppentier am Schwanz hochziehen und sie böse mit den Krallen verletzen.
(28.01.2008, 18:50)
Saya:   Schuppentiere sind sehr stressanfällig bis zum zum Herzversagen. Gibt es für ein frisch eingetroffenes Schuppentier etwas NOCH stressvolleres als am Schwanz baumelnd mit dem Kopf nach unten durch die Gegend getragen zu werden? Ich würde gerne glauben dass die Pfleger fachkundig sind aber die Bilder sprechen eine ganz deutlich andere Sprache.
(28.01.2008, 17:06)
Sacha:   @Saya: Tut mir leid, ich kann die Entrüstung nur bedingt nachvollziehen. Was genau war denn brutal oder zumindest ungeheuer unsachgemäss? Die Erklärungen der Pflegerin erschienen mir logisch, wenn auch etwas unbeholfen. Ich gehe davon aus, dass der Zoo Leipzig Pfleger zur Ausbildung nach Taipeh geschickt hat resp. taiwan. Pfleger mit nach D gekommen sind oder man sich zumindest sehr eingehend über die richtige Behandlung informiert hat.
Aber ich gebe zu, schön anzusehen ist die Sache nicht. Wobei man - zumindest im meinem Fall - als Nichttierpfleger auch mal überlegen sollte, ob wir nicht gar empfindlich reagieren und das Tier in seiner Anatomie, seinem Schmerzempfinden vermenschlichen.
(28.01.2008, 16:41)
Saya:   http://www.mdr.de/elefanttigerundco

Hier ist besagte Szene auf Video zu sehen - ich kann`s nicht fassen. Mir fehlen die Worte.
(28.01.2008, 16:13)
BjörnN:   Auch auf mich wirkte die letzte Szene etwas befremdlich, doch denke ich, dass sich das Personal des Zoos dem Wert und der Empfindlichkeit dieses Tieres durchaus bewusst ist - immerhin sind es erfahrene Tierpfleger und keine unbeholfenen Laien.
Man wird deshalb wohl nicht ins Angriff nehmen, von dem man weiß, dass es dem Tier schadet.

Ich frage mich nur, warum das Tier zum Wiegen aus dem Käfig nehmen muss? Es wurde doch gesagt, dass der Käfig an einer Waage aufgehängt ist. Eventuell entnimmt man das Tier aus dem Käfig, um es gesundheitlich zu untersuchen und wiegt es gleich parallel dazu.

Ein durchaus positiver Aspekt: es frisst gut, trinkt und wird zunehmend zutraulich....
(12.01.2008, 14:29)
Saya:   Meerschweine könnte man an den Hinterbeinen baumeln lassen, wenn man das nachahmen möchte... die Szene ist übrigens in dem Clip nicht zu sehen, das ist ein Ausschnitt der Sendung von letzter Woche, das "am Schwanz baumeln" war in der Sendung von heute im Abspann als Vorschau auf die Folge nächste Woche (huch ist das kompliziert...)
(11.01.2008, 23:09)
Michael Mettler:   Ich habe auch noch nie ein Meerschweinchen am Schwanz hochgehoben - sorry, der musste jetzt sein... Wie geht man denn in Taipeh mit den Schupentieren um, ist das womöglich eien Art Sicherheitsgriff? (Kann den Clip leider nicht sehen, mein PC hinkt technisch hinterher.) Ich meine mal gelesen zu haben, dass es für die Finger sehr schmerzhaft sein kann, zwischen die Körperschuppen zu geraten - und da wird das Tier bei ungewohnten Pflegern sicher heftiger reagieren als bei gewohnten.
(11.01.2008, 21:30)
Saya:   Um Himmels Willen, im Abspann der heuten Folge (= Vorschau auf nächste Woche) war gerade eben ein Bild wie die das arme Viech am Schwanz mit dem Kopf nach unten hängen ließen. So bin ich nichtmal mit meinen neu erworbenen, verängstigten Meerschweinchen umgegangen und die kriegen bei derartigem Stress zwar auch einen Schock aber ohne dass tödliche Folgen zu erwarten sind. Was tun die leipziger da??????
(11.01.2008, 20:18)
BjörnN:   Dies war auch mein erster Gedanke, als ich ihn gesehen habe.

Eventuell bezweckt man damit, das Tier an Menschen möglichst früh zu gewöhnen, da es ja auch in die Schau kommen soll. Doch für den Erstkontakt war der Trubel doch um einiges zu groß....

Da das Tier an Gewicht zulegt, was ja wohl kein negatives Stresszeichen ist, und auch gut frisst, Kot und Urin ohne Durchfallanzeichen absetzt, scheint es sich recht gut erholt zu haben.
(11.01.2008, 19:21)
Michael Amend:   Dieser Viedeoclip schlägt dem fass dochd en Boden aus.Ich ahbe mich 2005 lange mit den beiden Pflegerinnen des Schuppenteirs unterhalten, udn erhielt die Information, das Schuppentiere empfindlich auf Störungen und Streß regieren, was tatsächlich auch den TOD zur Folge haben kann.Ob die Leipziger das nicht wissen ? Ich soltle diesen Clip mal nach Amerika schicken, die werden wahrscheinlich ungläubig den Kopf schütteln und das ganze für eine Fälschung halten, denn wer ist schon so blöd, und behandelt ein frisch eingetroffenes Schuppentier so...
(11.01.2008, 18:46)
Ralf Wagner:   Für alle Interessierten, die die letzte ETC-Folge nicht sehen konnten, der Clip der Woche:
http://www.mdr.de/elefanttigerundco
VG
(10.01.2008, 10:04)
ASH:   @Michael Amend: Die Anlage ist auf den Fotos noch nicht fertig. Nach und nach nimmt sie Gestalt an.
(06.01.2008, 12:08)
Michael Amend:   Schuppentier ist ja auch irgendwie furchtbar, wohl kein Crisan genommen, wie

Zurück zum Leipziger Schuppentier. Das Foto der Anlage unten wirkt sehr kahl, wurden die Baumstämme und die " Bepflanzung"daraus entfernt ??
(06.01.2008, 07:19)
Shensi-Takin:   @MM: Bzgl. "Ja nee is klar." Wieso wusste ich eigentlich schon vorher, dass genau das kommen würde?;) Da ja exakt dasselbe Szenario wie beim "Ducker"... Wie wär's, darf ich Sie ab jetzt "Atze" nennen? ;) jk
"Langfingertier" wäre doch auch nicht schlecht-obwohl das wohl besser zu diesem Genossen hier passt...
(05.01.2008, 22:15)
Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Ja nee is klar. Ich würde ja auch gar nichts sagen, wenn es "Langfingertier" hieße. Schließlich ist z.B. auch die Kopf- oder Maulform bei manchen Buntbarschen sehr auffallend, und trotzdem nennt man die nicht einfach "Kopfbuntbarsch" oder "Lippenbuntbarsch", sondern konkreter Buckelkopf- bzw. Wulstlippenbuntbarsch. "Lippfisch" gehört dagegen schon wieder auf meine Liste :-)
(05.01.2008, 20:55)
Shensi-Takin:   "Warum nur benennt man ein Tier nach einem Körperteil, den sämtliche Verwandten auch haben?" Weil in genannten Fällen dem Erstbeschreiber der jeweilige Körperteil besonders auffiel? "Fingertier" etwa wird von z.B. Tim Flannery in "Amazing Animals" als sehr passend empfunden...;)
(05.01.2008, 20:44)
Michael Mettler:   "Ohrenschuppentier" gehört eigentlich auf die Liste der unsinnigsten Artnamen - zusammen mit Nasenbär, Lippenbär, Fingertier usw. Warum nur benennt man ein Tier nach einem Körperteil, den sämtliche Verwandten auch haben...? Immerhin bleiben uns Fußaffen, Beinantilopen und Augenkatzen erspart :-)
(05.01.2008, 16:38)
krümmel:   Woher weiß man denn, dass das Tier in Prag keine Brücke genommen hat? (könnte ich mir Brücken mit Mauern als Brüstung nach dem Motto "immer an der Wand lang" besser vorstellen, als einen Strom im urbanen Raum zu durchqueren (Ausstieg, Hochwasserschutz, etc)?
Zur Beckentiefe in Leipzig: Tiefere Becken fassen mehr Wasser, dadurch läßt ich die Wasserqualität besser kontrollieren - regelmäßigen Austausch vorausgesetzt.
(05.01.2008, 12:40)
BjörnN:   Davon habe ich noch nie gehört, sehr interessant zu wissen, was die Tiere leisten können.
Wann war denn dieser Ausbruch, hatte man die Tiere in einem Außengehege im Winter???
(05.01.2008, 10:50)
Ralf Wagner:   Ups, war die Kamera im Gehege, jetzt nochmal das betonierte Becken :)
(05.01.2008, 00:25)
Ralf Wagner:   Heute war das Leipziger Schuppentier das erste mal bei ETC zu sehen, aber nur als Kugel eingerollt. Nächste Woche solls wieder mit von der Partie sein.
@BjörnN: m.W. sind Pangolins sehr gute Schwimmer & tun dies auch gern, aber warum muß das Wasserbecken in dem Gehege so tief sein??? Auf der rechten Anlagenseite ist das Becken zubetoniert worden(siehe Foto, bitte Qualität zu entschuldigen, ist mit Videokamera gemacht, ich hoffe, man kanns einigermaßen erkennen), weis jemand wieso? Hätte man ja auch gut zum Graben für das Tier lassen können, vielleicht nicht ganz so tief. Außerdem sind im Schaugehege auch Kameras angebracht.
Noch eine kleine Ergänzung zu den ausgebüchsten Ohrenschuppentieren(beide waren weg, nur wurde eines im Zoo selbst wiedergefunden) von Prag, das als Krokodil erschlagene Tier wurde 10km vom Zoo entfernt aufgegriffen, im November(!), es hatte für diesen Ausflug die kalte, beim Zoo ca. 40m breite Moldau durchschwommen(das nochmal Pangolins & schwimmen :) & danach einen gewaltigen Fußmarsch hingelegt.
VG
(05.01.2008, 00:23)
BjörnN:   Das Leipziger Exemplar entwickelt sich gut. Es nimmt am Morgen Futter auf, frisst mit anscheinend gutem Appetit und setzt regelmäßig physiologisch beschaffenen Stuhl und Urin ab.
Zu Beginn hatte man es am Nachmittag gefüttert, bemerkte dann aber schnell, dass es morgens fressen will.
Auch hat es im Vergleich zur Ankunft bereits ein wenig an Gewicht zugelegt und wird veraussichtlich Mitte Februar in die Schau kommen.
Das Gehege besitzt jetzt eine moderne Klimaanlage, Wärmestrahler, Luftbefeuchter an der Decke und das Becken ist mit Wasser befüllt worden (schwimmen die Tiere eigentlich gerne??)

Quelle: Peter Kockisch, Tierpfleger Asien
(03.01.2008, 20:36)
Michael Amend:   In München wurde im August 1953 ein Riesenschuppentier geboren, dessen Mutter trächtig importiert worden war. Das Jungtier kam aber zu früh zur Welt und starb kurz darauf.GRIZMEK schreibt ja in seinem Buch " Kein Platz für Wilde Tiere", das ihm während seiner Kongo-Expedition 1954 drei Schuppentiere gebracht wurden. Da er aber der Ansicht war, aufgrund der nur negativen Erfahrungen mit Schuppentieren in Zoos, das diese nicht lange leben würden,hat er sie nicht mitgenommen und ließ sie wieder laufen....Mit anderen schwierigen Arten, die er zuhauf " verheizt" hat, hatte er allerdings keine Skrupel, jedenfalls erklärt das, warum es nach 1945 nie wieder ein Schuppentier in Frankfurt gab.
(03.01.2008, 18:47)
Michael Amend:   @Tm Sagorski. Wahrscheinlich so, wie man einen Tapir mit einem Ameisenbär verwechseln kann.
(03.01.2008, 18:34)
Tim Sagorski:   Wie kann man denn, bitte schön, ein Schuppentier mit einem Krokodil verwechseln ?

Sowas würde ja noch nichtmal im "Prehistoric Park" passieren... ;o)
(03.01.2008, 10:06)
Michael Amend:   @IP66. Das erste für Leipzig vorgesehene Schuppentier soll schon etwas älter gewesen sein, so das es wahrscheinlich in Leipzig nicht lange gelebt hätte. Ich weiß aber nicht, wie alt das jetzige Tier ist.

Zu Schuppentieren in Zoos ahabe ich noch einige nette Sachen gefunden. 1940 lebte in Frankfurt für 4 Monate ein Weißbauch-Schuppentier, das nur lebende Ameisenpuppen fraß, jede Ersatznahrung verweigerte es. Um das Tier umzugewöhnen, mischte man Pillen in Puppenform drunter, die aus Rind oder Pferdefleich bestanden, die in pulversierten Weißwürmerhn eingepudert wurden. Funktioniert hat es nicht, das Schuppentier selektierte die Fleischpillen geschickt aus und fraß nur die Ameisenpuppen. Als diese nicht mehr beschafft werden konnten, ging das Tier ein. Unschön auch eine Geschichte, die sich in Prag zugetragen hat. Dort traf ein Paar Ohrenschuppentiere ein. Davon gelang einem Tier die Flucht aus dem Zoo, außerhalb des Zoogeländes wurde es als vermeintliches Krokodil von Passanten erschlagen und dem Zoo zurückgebracht...
(02.01.2008, 18:50)
IP66:   Wenn es stimmt, daß das eigentlich vorgesehene Tier in Taipeh eingegangen ist, macht das aber nicht unbedingt Hoffnung in Hinblick auf weitere Importe.
(28.12.2007, 10:49)
BjörnN:   @Tino Vogel
Vielen Dank für die Info, klingt wirklich interessant.

Wenn man Bienen im Winter Nektar oder Honig anbietet, dann legt die Königin sicher auch Eier in die Waben, die dann als Larvenfutter Verwendung finden können. Sind denn auch Arbeiterlarven geeinget oder nur Drohnenlarven. Sollten nur Drohnenlarven geeingnet sein, hätte der Zoo ein Problem, da die König nicht kontinuierlich unbefruchtete Eier legt, nur, wenn der Hochzeitsflug ansteht.

Dr. Bernhard ist meines Wissens nach Hobbyimker, er betreut auch die Bienestöcke am Jasondenkmal. Es wird sicher nicht so schwer für den Zoo sein, über den Zoo verteilt noch ein paar weitere Stöcke anzulegen und diese dann für die Ernährung des Schuppentiers "abzuernten" (bitte nicht falsch verstehen).
Ich denke auch, dass die Beschaffung von Bienenlarven weniger problematisch sein wird als die Beschaffung dieses Tieres an sich, woran der Zoo längere Zeit gearbeitet hat.

Ich hatte auch ein ausgewachsenes Tier erwartet und sah dann das Bild vom "Wiegeakt" auf Zoo-Homepage und war sicher, dass das dort gezeigte Tier noch nicht ausgewachsen ist.

Hoffen wir mal das beste, doch wenn das Tier die aus Taipeh mitgebrachte Nahrung verzehrt, dann dürfte es den Transport ganz gut verkraftet haben. Ich bin zuversichtlich, dass man diese Hürde meistern wird.
(27.12.2007, 23:19)
Shensi-Takin:   ...dass der Imker das in Hinblick auf die BienenseuchenVO überhaupt so ohne weiteres darf? Na denn... Winterliche Insektenknappheit & gewisse Schutzbestimmungen war auch der Aspekt (nebst Smiley), der mich v.a. an den Wahrheitsgehalt von BjörnNs Aussage bzgl. Waldameisenfestessen zweifeln ließ ;)
Das mit dem Schuppentier-Ersatz(mann?) lässt ja schon Gutes für die Zukunft erahnen... Ehe jetzt aber die Panik ausbricht: in einem Zoo wie Leipzig wird sich schon die eine oder andere Insektenmahlzeit finden lassen. Und wenn Zoos schon Bambus & Eukalyptus für bepelzte Feinschmecker heranschaffen, wird auch aus wärmeren Gefielden Bienenbrut zu importieren sein . Obwohl-kommt da nicht o.g. Problem der Bienenseuchen, etwa in Form des Kleinen Bienenbeutenkäfers, auf? ;)
(27.12.2007, 21:05)
Tino Vogel:   das schuppentier ist nicht das, welches ursprünglich nach leipzig kommen sollte. für leipzig war ein schon etwas älteres gedacht, welches jedoch kurz vor dem transport verstorben ist.

die ersten mahlzeiten wurden gleich aus taipeh mitgebracht, dürften aber mittlerweile aufgebraucht sein. die futtermischung im zoo leipzig sollte u.a. auch bienendrohnenlarven angedacht, entsprechende absprachen mit einem imker bestanden bereits. das problem ist aber, dass der imker seine larven lt. einer vetrerinärbehörde vernichten musste, da diese erkrankt waren. er hat sie, es darf gelacht werden, an seine hühner verfüttert! das geht ja richtig gut los. die frage ist auch, wo bekommt man im winter bienenlarven her? bin gespannt wie es weitergeht.
übrigens werden die alttiere in taipeh auch mit bienenlarven ernährt.
(27.12.2007, 20:48)
Michael Mettler:   Na, da ist man manchmal vor Überraschungen nicht sicher. Das frühere Riesenflughörnchen des Duisburger Zoos hat damals nach seinem Import sämtliche angebotene Nahrung verweigert, bis ihm ein Zoomitarbeiter teils aus Scherz, teils aus Verzweiflung sein Butterbrot anbot... Ich gehe mal davon aus, dass in Südostasien zwar alles Mögliche auf Bäumen wächst, aber bestimmt keine Stullen!
(27.12.2007, 19:12)
BjörnN:   Das war nur ein Scherz mit der Feier und den Waldameisen. Ich habe keine Ahnung, mit was man es füttert. Ich schätze mal, dass Christina Schwind einige Anregungen zur Futterzubereitung nebst Rezepturen aus Taiwan mitgebracht hat.

Es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass man es in Mitteleuropa mit lebenden Ameisen füttert, wobei diese Tiere selbst in ihrer Heimat nur einige wenige Arten fressen und andere verschmähen...
(27.12.2007, 18:25)
IP66:   Also war das seltsame Wesen eine Art Weihnachtsbaumersatz? Immerhin gibt man sich sehr viel Mühe, und vielleicht stehen die Chancen deshalb besser als bei anderen Importen dieser Art.
(27.12.2007, 17:41)
Sven P. Peter:   Was bekommt es denn sonst zu fressen?
(27.12.2007, 16:54)
BjörnN:   Nicht immer so pessimistisch schwarzsehen.. Es hat mit den Tierpflegern zusammen Weihnachten gefeiert und als eigenes Festmal einen großen Haufen Waldameisen bekommen... (-:
(27.12.2007, 11:06)
Tim Sagorski:   Und ? Lebt es noch ?
(27.12.2007, 09:52)
Ralf Wagner:   ...und hier nochmal nachzulesen:
http://www.lvz-online.de/special/42855.html
(22.12.2007, 21:55)
BjörnN:   Das Ohrenschuppentier ist in Leipzig eingetroffen.....
(22.12.2007, 21:33)
Shensi-Takin:   @MA: Bzgl. Singapur Schuppentier: nix freilaufende Ratte, das genannte aktuelle Tier ist vollwertiges Zootier mit allen drum & dran...;)
(22.12.2007, 09:09)
Michael Amend:   @Ralf Sommerald. In der Liste, die mir vorliegt, wird Nichts erwähnt,aber Singapur hält auch keine Schuppentiere wirklich, denn die laufen da frei im Park rum, ähnlich wie bei uns Ratten, und um deren Nachzucht bemühen sich die deutschen Zoos ja auch nicht..
@Björn N. Ich tippe mal auf das Rezept, das in dem Link von Shensi-Takin erwähnt wird.
(21.12.2007, 18:27)
Ralf Sommerlad:   @MichaelAmend: Hatte nicht auch mal Singapore Nachzuchten? Ich bin nicht sicher, by the way....
(21.12.2007, 18:07)
BjörnN:   Mit was wird denn das Schuppentier in Leipzig gefüttert werden, weiß das jemand, vielleicht ein Insider??

Lebende Ameisen werden es wohl kaum sein, oder??
(21.12.2007, 17:54)
Shensi-Takin:   Des weiteren ist der Begriff "Milu" die eigentliche chinesische Bezeichnung für den Sika-Hirsch, nur hat Herr Milne-Edwards das damals nicht gerafft und dementsprechend den Davidshirsch umbenannt...Na ja, "sze pu shiang" ist zwar sehr malerisch & irgendwie treffend in seiner Umschreibung des seltsamen Äußeres des Davidshirsches, aber wohl etwas zu lang für einen Zeitungsnamen...;)
(21.12.2007, 17:40)
Michael Mettler:   @BjörnN: MILU ist die Hauszeitschrift des Tierparks Berlin. Erscheint etwas unregelmäßig und ist nicht billig, aber für Interessierte sehr lesens- und empfehlenswert. Schwerpunkt der Artikel ist natürlich der Tierpark, aber es gibt auch immer wieder Reiseberichte aus Zoos in aller Welt - deshalb auch der Artikel über Japan.
(21.12.2007, 14:18)
Michael Amend:   Es gab einige Geburten verschiedener Schuppentierarten in verschiedenen Zoos, die meisten davon waren von trächtig importierten Weibchen. Echte Zoonachzuchten hatte Antwerpen 1967 ( Indisches Schuppentier ), Ohrenschuppentiere wurden bisher in Tokyo ( Ueno-Zoo)und Rochester ( Usa ) nachgezogen, alle Jungtiere starben früh. Taipei hatte noch keine eigene Nachzucht, nur Geburten von trächtig importierten Weibchen.Einige asiatische Zoso versuchten, ihre Schuppentiere mit verschiedenen Termiten,-und Baumameisenarten zu ernähren, trotzdem starben die Tiere wenige Monate später, denn Schuppentiere fressen , ähnlich wie Koalas mit dem Eukalyptus, längst nicht alle Termiten,-bzw. Ameisenarten,was ihre Ernährung im Zoo nicht einfacher macht.
(21.12.2007, 12:14)
BjörnN:   Darf ich fragen, was der "Milu" ist, abgesehen von einem chinesischen Davidshirsch?
(21.12.2007, 12:01)
Johannes Pfleiderer:   Sehr schön, dass es nun (im Gegensatz zu den Darwin-Nasenfröschen) endlich klappt! Hoffentlich ist das Schuppentier noch am Leben, wenn ich im nächsten Mai voraussichtlich wieder nach Leipzig komme.

@BjörnN
Im Milu Band 9 Heft 6 aus dem Jahr 1999, in dem ein Bericht über einige japanische Zoos veröffentlicht wurde, ist zu lesen, dass es im Ueno Zoo in Tokio schon mal eine Schuppentiergeburt gab, allerdings bereits 1967. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich damals um ein trächtig importiertes Muttertier gehandelt haben könnte.
(21.12.2007, 11:55)
BjörnN:   Hat denn Taipee überhaupt die Möglichkeit, Leipzig auch ein Weibchen zur Verfügung zu stellen, wenn sich das Männchen gut einleben sollte, was wir natürlich alle hoffen???

Sind Ohrenschuppentiere denn überhaupt schon einmal in einem Zoo gezüchtet worden oder sind die Exemplare im Zoo von Taipee Wildfänge??
(20.12.2007, 22:21)
IP66:   Also doch! Dann drücken wir 'mal sämtliche Daumen, daß das rare Geschöpf sich in Sachsen wohlfühlt und gut eingewöhnt!
(20.12.2007, 17:10)
Ralf Wagner:   Schuppentier kommt morgen nach Leipzig!!! Aber erstmal ein paar Wochen hinter die Kulissen zur Eingewöhnung!!!
VG
(20.12.2007, 16:39)
Dugong:   Richtig. Man muss sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellen, wenn eine zumindest leidlich passable Haltung und erfolgreiche Nachzucht für die allermeisten Zoos ausgeschlossen ist. Ohne Zuchtprogramm und gesundes Konzept zur Haltung würden die Tiere zu Sensatiönchen und bloßen Schauobjekten degradiert. Relikte aus einer Zeit, die in den Zoos vorbei sein sollte.
Wie ich bereits sagte: Unmöglich ist die Haltung keinesfalls! Es betreibt allerdings niemand den nötigen Aufwand. Was auch durchaus gerechtfertig ist, da das dafür benötigte Geld anderswo besser aufgehoben ist. Sollte es also auch in Zukunft nicht gelingen, Ersatznahrung bereitstellen zu können, sollte man tatsächlich, so bedauerlich es auch wäre, von einer Haltung gänzlich absehen.
(09.12.2007, 17:26)
Michael Amend:   Ich finde Schuppentiere ungemein faszinierend und bedaure es, das sich eine dauerhafte Haltung aufgrund deren Futterspezialisierung nicht verwirklichen läßt. Wenn sich aber etliche renomierte Zoos , z.B in den USA, trotz ihrer Haltungserfahrungen, die sie mit Schuppentieren und ähnlcihen Futterspezialisten gemacht haben,ihrer hervorragenden Tiermedizinischen Betreung und der sehr aufwendigen Ernährungsforschung Abstand von der Schuppentierhaltung nehmen, gibt mir das doch zu Denken, oder ? Ich werte die Entscheidung dieser Zoos als sehr positiv.
(09.12.2007, 17:11)
Dugong:   Wohl wahr! Wenn man sich für das Modell ''Zahlung pro Schuppentier'' entscheidet, dann sollte es konsequenterweise auch sofort umgesetzt werden. Ob es dann noch Interesse an der Haltung geben würde, müsste sich zeigen.
Kostspielig und extrem aufwändig wird die Haltung wohl immer sein, das Thema Ersatznahrung lässt sich ja weiß Gott nicht vielversprechend an. Ameisen und Termiten zu züchten und anzubieten wäre durchaus nicht unmöglich, wie Beispiele aus der Tarraristik zeigen. Den Aufwand und die finanzielle Belastung will und kann aber natürlich kaum ein Zoo auf sich nehmen.
(09.12.2007, 17:02)
Michael Amend:   Also wenn mit der jährlichen Zahlung für den Schuppentierschutz gewartet werden soll, bis sich in Zoos stabile Populationen gebildet haben, werden wahrscheinlich die ersten Arten ausgerottet sein, bevor es überhaupt zur ersten Zahlung kommt.
(09.12.2007, 16:28)
Dugong:   Die Frage ist doch auch, ob derartige ''Experimente'', wie sie in vergangenen Jahrzehnten sicherlich noch relativ problemlos möglich waren, heute noch auf Akzeptanz stoßen würden. Sicher- ohne Probieren klappt nichts, für eine erfolgreiche Haltung müssen zunächst Erfahrungen gesammelt werden. Dennoch dürfte die Schmerzgrenze schneller erreicht sein als früher, sind doch mittlerweile die Sinne der Öffentlichkeit in Sachen Natur- und Artenschutz geschärft. Schnell könnte es da (durchaus zurecht) zum Aufschrei kommen. Weil zoologische Einrichtungen das tunlichst vermeiden sollte, ist womögliches langwieriges ''Ausprobieren'' und die Hinnahme vieler Verluste kaum möglich.
Sinnvoller erscheint da tatsächlich die schon genannte Variante, sich zunächst einmal im Herkunftsgebiet an einer erfolgreichen Haltung zu versuchen, bevor Tiere abgegeben werden.
Bleibt die Frage ob hiesige Zoos bereit sind, für die nicht unbedingt massenwirksamen Schuppentiere derartigen Aufwand zu betreiben. Ich wage das nach einigen Erfahrungen zu bezweifeln.
(09.12.2007, 15:22)
IP66:   Mir schiene es sinnvoller, Schuppentiereingewöhnungsstationen für häufigere Arten einzurichten und, wie bei den Okapis, mit einer Fond-Lösung so lange zu warten, bis ienigermaßen stabile Bestände gehalten werden. Ich freue mich ja durchaus über die neuen Duckerhaltungen, würde aber vorsichtig sein, von stabilden Beständen zu sprechen. Allerdings gibt es bei einigen Arten Nachzuchten auch in zweiter Generation - da ist man sichtbar weiter. Ich sehe aber nicht recht, weshalb man in den 60er und 70er Jahren Erfahrungen in der Duckerhaltung sammeln durfte, auch wenn es da viele Verluste gab, dies aber im neuen Jahrtausend bei den Schuppentieren verboten sein soll.
(09.12.2007, 14:50)
Michael Amend:   Die Bilanz für Schuppentiere sieht wesentlich negativer aus, siehe den Artikel in der Arbeitsplatz Zoo, und da sind nur ein Bruchteil aller Verluste aufgezählt...Da Ducker nicht mehr importiert werden, beziehen sich Verluste auf Unfälle und Krankheiten,nicht wie im Falle von Schuppentieren, sind diese Verlsute also fütterunstechnisch bedingt.Immerhin lebt ja auch noch eines der Import-Tiere des Rotducker-Imports von 1996, die beiden anderen tieer sind durch Unfälle ums Leben gekommen. Nur were nstcheidet, wieviele Versuceh Leipzig unternehemn soll, um seine Schuppentierhaltung zu etablieren ? Solange wie es nötig ist, egal, wieviele Tiere dabei auf der Strecke bleiben ? Ist es das, was man unter Artenschutz versteht ? Vielelciht sollte mand as Schuppentier-Projekt ganz anders angehen, ähnlichw ie für Okapis. Die Schuppentierhalter verpflichten sich, für jedes gehaltene Schuppentier jährlcih einen gewissen Betrag an die Schuppentierschutzprojekte zu bezahlen, für jedes einzele Tier...Damit hätetn die Zoos ihre Schuppentiere, und mit dem Geld könnte viel für den Schutz der Tieer vor Ort erreicht werden. Falls es unter diesen Vorraussetzungen überhaupt noch Interessenten an der Haltung von Schuppentieern gibt.
(08.12.2007, 14:30)
Oliver Jahn:   @Michael Amend, wenn ich deinen Artikel im TR über die Ducker zur Hand nehme, dann verstehe ich nicht, warum der Vergleich von IP66 hier nicht greifen soll. Danach ist die Haltungs- und Zuchtbilanz von Duckern in Deutschland eigentlich ein Desaster gewesen. Es gab zwar temporär mal ein paar Ausreisser, aber die Gesamtbilanz in Deutschland und auch in Europa ist für mich noch kein Grund, von Etablierung zu sprechen. Ich stimme dir zu, dass es im Moment mal wieder etwas anders aussieht. Ob das aber für Deutschland und Europa schon der Durchbruch ist wird sich erst in etlichen Jahren zeigen.
(07.12.2007, 23:06)
Michael Amend:   @Tim Sagorski. Der Unterschied ist nur, das die Zeiten, in denen die genanten Tierarten " verheizt " wurden, im Falle von Elefanten , außer Bullen, diese aber aus anderen Gründen, unzutreffend, lange vorbei sind, bei den Schuppentieren eben nicht.
(06.12.2007, 18:17)
IP66:   Vielleicht ist ein medizinischer Vergleich hilfreich: Auch dort gibt es bei jeder Bilnddarmoperation ein Restrisiko, das auch Todesfälle einschließt. Dergleichen würde ich mir bei Importaktionen wünschen: Immerhin gibt es entsprechende Beispiele, etwa die Okapi-Exportstation im Kongo, durch die auch Frankfurt seine ersten Tiere bezog. Hier verbanden sich eine schonende Fangmethode mit einer Eingewöhnung vor Ort, schnellen und risikoarmen Transportmitteln und einer abschließenden Haltung in Gehegen, die möglichst viele der gewonnenen Erkenntnisse berücksichtigten. Mir scheint, daß man solche Importmethoden durchaus kommunizieren kann und daß etwa eine filmische dokumentarische Begleitung solcher Eingwöhnungen, gerade wenn man auch über Verluste und Probleme redet, die Eindrücke, die die Massenimporte bewirkt haben, relativieren würde.
(06.12.2007, 10:49)
Jennifer Weilguni:   @Tim Sagorski
Ja, das ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert. Um Tiere erfolgreich halten zu können, muss man eben Erkenntnisse über ihre Haltungsbedingungen sammeln und das kann man wohl nur, indem man sie eben hält. Wäre der Verschleiss allerdings noch immer so hoch, wie zu Anfangszeiten und würden die zoologischen Gärten ihre Tiere immer noch großteils aus Wildbeständen beziehen, dann wäre ich vieleicht heute kein so begeisterter Zoofreund. Wenn man nur bedenkt, dass früher etwa ganze Elefantenherden oder Gorillafamilien abgeschossen wurden, nur um an die Jungtiere zu kommen, so hatten die zoologischen Einrichtungen sicher keinen wirklich glücklichen Start in Sachen Jungtierbeschaffung. Schön, dass nach und nach sanftere Methoden gefunden wurden, um Wildtiere einzufangen und heutzutage auch viele Tiere in den Zoos selbst nachgezogen und sogar wieder ausgewildert werden können.
(06.12.2007, 07:55)
Tim Sagorski:   Ich glaub, ich muss meine Aussage da auch ein wenig relativieren... Wenn man immer Rücksicht auf den von mir genannten Standpunkt genommen hätte, wären unsere Zoos heute bestimmt um einige Attraktionen ärmer...

Man nehme als Beispiele nur Menschenaffen oder Okapis, mal abgesehen von all den Elefanten, Giraffen und Flusspferden, die am Anfang der Zoo-Historie "verheizt" wurden...
(06.12.2007, 07:39)
Michael Amend:   @Michael mettler. Das war sofort meine erster Gedanke, als ich Tim Sargorskis Beitarg gelesen habe. In dem Zuge fällt mir die Afrika-Savanne in Toledo ein, die mit reichlich Plastiktieren, vom Nilkrokodil bis zum erlegten Zebraducker in einer Astgabel, " dekoriert " wurde...

Was die Schuppentierdiskussion angeht, kommen wir keinen Schritt weiter. Ich habe meinen Standpunkt zu der Thematik klar zum Ausdruck gebracht.
@IP66. Tamanduas sind nach wie vor schwierige und empfindlcihe Pfleglinge, auch wenn die Zoos in deren haltung schon gute Fortschritte gemacht haben. Die Nachzuchten erhöhens ich erfreulcih, dennoch vergrößerst sich der Bestand nur sehr langsam, da die Verluste immer noch hoch sind. Deswegen ist es auch schwierig, für die heikle Art weitere Halter zu finden. Die Duckerebstände, gerade ind en USA , wahcsen sehr erfreulich, die Nachzuchten sind beträchtlich höhera ls die Verluste, die Tieer erreichen ein hohes Alter, und auf Wildimporte ist man, sieht man von einer Art ab, nicht mehr angewiesen. Für einige Arten gibt es sogar Zuchtstops, Gelbrückenducker werden derzeit nur für Europa nachgezogen ! Problematisch ist nur der Schwarzducker. Und auch in Europa entwickelt sich der Rotduckerbestand sehr erfreulich, ein Vergleich mit der Schuppentierhaltung schließt sich aus.
(05.12.2007, 18:30)
Jennifer Weilguni:   @Tim Sagorski
Na, ob da ein Aufschrei durch die Medien geht, hängt dann wohl maßgeblich davon ab, in welcher Zeit und an welchem Ort man lebt. "Menschentransporte" mitr mehr oder weniger hohen Verlusten gab es, gibt es und wird es wohl auch noch sehr lange Zeit gebe. Aber wie laut schreien denn heute die Medien darüber, obwohl es auch in unserer Zeit tagtäglich passiert ? Doch eher nur sehr selten.

(05.12.2007, 14:56)
Tim Sagorski:   Hmmm... Brisantes Thema ! Würde man Menschen irgendwo hin importieren, wenn man mit einem hohen Prozentsatz an Todesfällen kalkulieren müsste ? Ich glaube, ein Aufschrei würde durch sämtliche Medien gehen...

Das wäre ja, als ob man wissentlich Tiger oder Jaguare nach China schickt...
(05.12.2007, 13:04)
IP66:   Ob man bei der Duckerhaltung wirklich so viel weiter ist als bei der der Schuppentiere? Doch immerhin ist es so, daß es über mehrere Jahrzehnte etablierte Zoobestände ggab und gibt, allerdings auch nicht bei allen Arten. Auf der anderen Seite waren Tamanduas und manche Gürteltierart lange als schwierig verschrien, während mittlerweile gute Zoobestände existieren. Ich halte nur die sehr sporadischen Schuppentierimporte für nicht sonderlich zielführend und habe eigentlich wenig Bedenken, bei einer nicht bedrohten Schuppentierart einen größeren Versuch zu starten.
(05.12.2007, 10:45)
Michael Mettler:   Oder so: An der linken Gehegeseite gibt es doch eine verglaste Schlafbox. Da könnte man ein künstliches, zusammengerolltes Schuppentier hineinlegen - für Stammbesucher muss das natürlich regelmäßig gewendet werden, damit kein Verdacht aufkommt:-)
(05.12.2007, 09:23)
Tim Sagorski:   Bei der versteckten Lebensweise könnte man doch auch einfach ein Schild ans Gehege hängen und es gar nicht erst besetzen... ;o) Das regt die Fantasie der Interessierten an und wahrscheinlich gäbe es in kurzer Zeit eine Menge Leute, die das Tier gesehen haben, obwohl es eigentlich keins gibt... (Ironie)

Habe im übrigen den Verdacht, dass das in manchen Zoos ohnehin Sitte ist ;o)
(05.12.2007, 08:29)
Michael Amend:   Dafür wurdene xtra für mcih ALLe bergtapire aus der Schauanlage in ein nicht für die Besucher einsehbares Absperrgehege geholt, damit ich füttern und Streicheln konnte, und das, obwohl Besucher am Gehege standen....Ich ahbe mir dabei selbstverständlich viel Zeit gelassen. Leiderw ar 2002 Andalas noch nicht in L.A., dafür konnte ich ihn ja dann in Cincinnati " Knuddeln"

Kommt das Schuppentier überhaupt noch dieses jahr in Leipzig an ?
(05.12.2007, 07:30)
Shensi-Takin:   @Michael Amend: Na, wie Sie sehen war's in "-" gehalten-sozusagen nicht ganz ernst zu nehmen. Fand's ja übrigens auch nett, dass Sie darauf hinwiesen, dass nicht Ihretwegen das LA Exemplar aus dem Schlaf gerissen wurde...;)
Bei der "offenherzigen" Anlage wird man's sicher schon das eine oder andere Mal zu Gesicht bekommen.
(04.12.2007, 23:29)
Oliver Jahn:   Also ich werde auch versuchen, es mir anzuschauen. Allerdings soll man sie ja nur sehr schwer zu Gesicht bekommen.
(04.12.2007, 23:06)
Michael Amend:   @Oliver Jahn. Da habe ich dich wirklich mißverstanden und pflichte deinem letzten Beitrag bei.
@Shensi-Takin. Was heißt denn zu ihrer "Schande ? " Ich habe mir in los Angeels auchd as Schuppentiera ngesheen, bzw. eine Privataudienz bekommen,weil das Tier geschlafen hatte, aber e smoßte ja ohnehin gewogen werden ( es wurde also nicht extra für mich geweckt ).Hätte cihd as nicht tun sollen, bloß weil ich die Schuppentierhaltung kritisiere ? Mal abgesehen davon, war das Tier in L.A, der ebenfalls die Haltung von Schuppentieren in Zoos ablehnt,( nach reichlich vielen negativen Erfahrungen und verheizten Schuppentieren ), das Tierw urde aber in die USA geschmuggelt und beschlagnahmt, eienn ücktarnsport nach Afrika hätte es nicht überlebt ( die dortigen Wochenmärkte nach seiner Rückkehr wohl auch nicht )Wenn das Leipziger Schuppentier dort ist, und e slebt bei meinem nächsten Besuch in leipzig noch, werde ich auch nicht mit verbundenen Augen an der Anlage vorbeilaufen, aber extra deswegen fahre ich nicht nach Leipzig.
(04.12.2007, 22:59)
Shensi-Takin:   In-situ wär' schon zumeist die bessere Wahl...Muss aber zu meiner "Schande" gestehen, dass ich plane, mir das Leipziger Schuppentier doch mal dann anzusehen...;)
@Ralf Wagner: Das "Problem" mit den antarktischen Pinguinen (bzw. Antarktis-nahen) ist ihre nicht unbedingt an hiesige Lebensbedingungen angepasste "Körperausstattung" und die in ihrem dortigen Lebensraum rel. geringe Keimzahl (v.a. Pilzkeime)-und das Fehlen von Vogelmalaria übertragenden Stechmücken. Denen ergeht's hierzulande ungefähr so wie einem dickvermummten Inuit, der sich plötzlich im tiefsten Kongo wiederfindet. So gesehen kommen die Schuppentiere als Wald-/Buschlandbewohner nicht aus derart abweichenden Gebieten. Ob indes bei diesen Tieren ein ähnliches "von der Norm abweichendes" Thermoregulationsschema wie z.B. bei Tenreks vorliegt? Gute Frage.

(04.12.2007, 22:50)
Oliver Jahn:   Es ging doch jetzt nicht um Etablierung von Zootieren, sondern um den Schutz von bedrohten Tierarten. Und da ist es nun mal auch bei den andren Arten so, dass auch bei diesen Tieren zu ihrem Schutz und für ihr Überleben das Geld vor Ort sicher besser angebracht wäre. Denn die vielen Elefanten, die in Millionen teuren Anlagen in den Zoos gezüchtet werden, tragen m.E. recht wenig zum Schutz ihrer Art bei. Ich möchte da nicht falsch verstanden werden, dass ich somit Tierhaltung in Zoos ablehne. Aber für michist eben die Hauptaufgabe eines Zoos auch nicht der Schutz bedrohter Arten. Daran können Zoos sich mit Projekten vor Ort gern beteiligen, ihre Aufgabe aber ist es aus meiner Sicht nicht in erster Linie, bedrohte Tierarten durch Zucht vor dem Aussterben zu retten. Denn wäre das ihre Aufgabe in erster Linie, dann könnten sie viel Geld sparen, in dem sie keine Besucher reinlassen, sondern nur züchten. Da bliebe viel Geld für die Tiere über, wenn man nicht immer noch Besucher befriedigen müsste.
(04.12.2007, 22:25)
Michael Amend:   Der Unterschied ist nur der, das sich die Zoohaltungen von Duckern, Elefanten und den restlichen Prozenten längst etabliert haben, und die Bestände nicht ständig mit Wildimporten aufgefüllt werden müßen, so wie das bei Schuppentieren immer noch der Fall ist.
Auch nachzulesen in dem von Shensi-Takin angegebenen Link.
(04.12.2007, 22:09)
Oliver Jahn:   Das wäre sicher die erfolgversprechendste Variante. Allerdings nicht nur bei den Schuppentieren, sondern bei 90% der anderen Zootiere auch, vom Elefanten begonnen, bis hin zum Ducker.
(04.12.2007, 20:59)
Michael Amend:   Erfolgversprechend wäre auch die Variante, stattdessen die Energie, den Arbeitsaufwand und die Kosten für den Versuch, einige Dutzend Schuppentiere in Zoos zu halten ( diesen Versuch würden wahrscheinlich dreiviertel dieser Tiere kein Jahr überleben ) in den Schutz der Schuppentiere vor Ort zu investieren, beispielsweise durch Aufklärungsarbeit der Bevölkerung.Man muß doch nicht mit aller Gewalt ALLE Tiere dieser Welt in Zoos halten, oder ?
(04.12.2007, 18:26)
IP66:   Der erfolgversprechndste Weg bestünde wohl darin, einfach einige Dutzend Schuppentiere auf verschiedene Zoos dieser Welt zu verteilen und diese dann mit alten und neuen Rezepten werkeln zu lassen - anders hat man das mit den Gorillas nach 1915 ja auch nicht gemacht, wobei man die ersten erwachsenen Männer keine Generation später in der Zwischenkriegszeit schon bewundern konnte.
(04.12.2007, 18:12)
Ralf Wagner:   @Shensi-Takin: Feucht ja("Ping" kühlte seine KT auch in einer Wasserschale runter), aber gleichzeitig warm ist vielleicht nicht so günstig....!? Könnte man das nicht i.e. vergleichen mit der Haltung & Zucht von Königspinguinen(ich weis, eine ganz andere Art), natürlich nicht so kalt ;)??? Gabs da nicht auch Probleme mit KH-Keimen usw. wg. zu warmer Haltung & zusätzlicher Luftverschmutzung, bis dann die Klimahäuser(m. Luftfiltern usw.?)gebaut wurden & es klappte???
(04.12.2007, 13:29)
Shensi-Takin:   @Ralf Wagner: Könnte ein Faktor sein-obwohl: Singapur ist nicht unbedingt für trockenes & kühles Klima bekannt.
(04.12.2007, 13:10)
Ralf Wagner:   @Shensi-Takin: Könnte evtl. ein Grund für die mißglückten Haltungsversuche bei Pangolins AUCH eine zu hohe/"tropische"(feuchtwarm) Haltungstemperatur(neben der schwierigen Ernährung/Futterzusammensetzung), die dadurch verweigerte Futteraufnahme & eine höhere Anfälligkeit für Krankheitskeime/-erreger, sein??? Wie i.B. von "Ping"(Beitrag vom 24.11.2006), welches bei "höherer" Korpertemperatur die Futteraufnahme einstellte & erst nach einer Abkühlung der KT(auf 31,9°C!) wieder richtig gut fraß, wäre das doch MIT eine mögliche Ursache!?
VG
(04.12.2007, 13:04)
Shensi-Takin:   @Sagorski: Ganz einfach-weil Schuppentiere trotz Schreibfehler gewisser Journalisten KEINE Ameisenbären (oder Erdferkel) sind; was bei einer Tierart klappt, muss nicht zwangsläufig auch bei der anderen klappen (andere MaDa-Flora, andere Enzymausstattung etc.). Darüber hinaus kommt u.g. Problem der "vorgeschädigten Ware" bei bisher gehaltenen Schuppentieren...
(04.12.2007, 08:50)
Tim Sagorski:   Ist zwar vielleicht ne blöde Frage, aber warum machen Schuppentiere eigentlich so grosse Probleme in Haltung und Ernährung, wenn Zoos schon seit Jahrzehnten Ameisenbären oder Erdferkel halten und züchten, die sich auch nicht sooo großartig anders ernähren ???
(04.12.2007, 07:37)
Michael Amend:   Interessant, mal sehen, ob Leipzig das Rezept übernimmt. Und die Anfragen von Singapur und New York zeigen, das sich jetzt die Zoos den " Durchbruch " in der ANTEATER Fütterung erhoffen. Abwarten udn Tee trinken. Auch das ständig von"raised pangolins"in dem Artikel geschrieben wird, ists ehr mißverständlcih, denn Jungtiere wurden in Taipeh nicht geboren und aufgezogen, es handelt sich allesamt um Wildfänge.
(04.12.2007, 07:28)
Shensi-Takin:   Siehe auch:
http://www.taipeitimes.com/News/taiwan/archives/2006/04/20/2003303614

Singapur pflegt laut eigenen Angaben seit einem Jahr ein Malaiisches Schuppentier.
(03.12.2007, 22:54)
Shensi-Takin:   Was die Diskussion Schuppentierhaltung-Vergleich Menschenaffenhaltungsschwierigkeiten angeht, möchte ich mir es nicht nehmen lassen, eine Aussage von William Hornady, dem damaligen Direktor des heutigen "Bronx Zoos" (er hasste diese Bezeichnung;) zu zitieren:
"There is not the slightest reason to hope that an adult gorilla, either male or female, ever will be seen living in a zoological park or garden." - "Es gibt nicht den geringsten Anlass zur Hoffnung, dass jemals ein erwachsener Gorilla, sei es Männchen oder Weibchen, lebend in einem Zoo beobachtet werden wird." Diese Aussage machte Hornady 1915.
(06.11.2007, 17:07)
IP66:   Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie viele gute und interessante Informationen hier in diesem Forum zusammenfinden!
(30.10.2007, 16:53)
Ralf Wagner:   Mit dem Schuppentier in Leipzig wird es wohl noch etwas länger dauern, auf Nachfrage an einen Tierpfleger gibt es immer noch Probleme wegen Ausfuhrgenemigungen, Quarantänebestimmungen usw. Er sagte, vielleicht klappt es bis Ende des Jahres, daß das Tier nach Leipzig kommt. Derweil sind die Bauarbeiten in dem zukünftigen Gehege laut Aussage des Pflegers größtenteils abgeschlossen (auf dem Foto, leider etwas verschwommen(!) weil der Akku fast leer war & ich ohne Blitz fotografiert hab, ist der rechte Teil der Anlage zu sehen, noch ohne Einrichtung).
Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich berichten.
VG
(30.10.2007, 11:41)
Ralf Wagner:   @Michael Mettler: Sehr Schade, trotzdem danke.
(30.07.2007, 12:47)
Michael Mettler:   @Ralf Wagner: Nein, es gab im Jahresbericht weder Fotos noch nähere Angaben über die Haltung.
(30.07.2007, 12:36)
Ralf Wagner:   @Michael Mettler: Steht vielleicht etwas über das Riesengürtel- & Schuppentier, ob sie in der Schau waren & sind sie evtl. mit Fotos in dem Jahresbericht dokumentiert?
Meistens wurden/werden ja solche "außergewöhnlichen Raritäten" doch (erstmal) hinter den Kulissen gehalten, siehe auch die Wuppertaler Schuppentiere.
Deshalb darf man gespannt sein, ob das angekundigte Schuppentier für Leipzig gleich in der Schauanlage zu sehen ist.
VG
(30.07.2007, 11:57)
IP66:   Was Krefeld so alles gesammelt hat! Dabei war die Infrastruktur ja äußerst mäßig, denn 1970 stand noch nicht einmal das heutige Schildkrötenhaus auf dem Erweiterungsgelände. Wo hätte man so etwas denn untergebracht?
(30.07.2007, 11:15)
Michael Mettler:   Bei meiner Gibbon-Suche entdeckte ich zufällig in einem Jahresbericht, dass auch der Krefelder Zoo schon mal ein Schuppentier ungenannter Art hielt. Es kam 1970 an, im selben Jahr wurden übrigens auch Große und Kleine Ameisenbären, Kugelgürteltiere und ein Riesengürteltier angekauft (Die hattten sich wohl gedacht: Wenn schon Ersatznahrung anrühren, dann soll es sich auch lohnen...). Während der verlust des Riesengürteltieres noch für das selbe Jahr erwähnt ist, konnte ich über den Verbleib des Schuppentieres noch nichts finden.
(30.07.2007, 09:44)
Jimbo J.:   @Ralf Wagner.Mach ich ! Ich hoffe es klappt, weil bei mir Anfang September ein Umzug ins Haus steht.
(08.07.2007, 13:54)
IP66:   Das klingt doch so, als ob man hoffen dürfte und bald nach Leipzig fahren muß.
(07.07.2007, 21:12)
Ralf Wagner:   @Jimbo J: Sag einfach Bescheid, wenn Du nach Leipzig kommst, wenn ich`s einrichten kann, könnte man vielleicht zusammen das Schuppentier in Augenschein nehmen, natürlich nur, wenn`s Recht ist?
VG
(07.07.2007, 20:48)
Jimbo J.:   Hmm, abwarten, was in der kommenden Zeit so in Berlin passiert, der neue Direktor ist ja leidenschaftlicher Sammler.
(07.07.2007, 13:19)
Michael Schulz:   Naja bei mir ist es ein bisschen weiter, nach Leipzig, aber das Schuppentier will ich auch sehen, wer weiß, wann ich wieder mal die Gelegenheit dazu bekomme, falls (und das will ich nicht hoffen) es mit der Haltung nicht funktioniert.
(07.07.2007, 12:39)
Jimbo J.:   Wow, das liest sich nicht schlecht. Werde Sie mir wohl bestellen.Und eins ist sicher, im Herbst fahre ich nach Leipzig, sind ja nur knapp 2 Stunden Autofahrt von meinem Wohnort.
(07.07.2007, 12:33)
Ralf Wagner:   @Jimbo J: Kann ich verstehen :) Ich denke der Zoo importiert erstmal nur ein Tier, weil man sich auch nicht ganz sicher ist, ob denn alles so klappt, wie man sich das so vorstellt mit einer erfolgreichen Haltung.
Ja, die Mitarbeiterin absolvierte natürlich wegen der/des Schuppentiere/s, es soll übrigens erstmal ein Männchen nach Leipzig kommen, ein Praktikum in Taipeh.
Ich finde die neue Panthera viel besser als die Jahre zuvor!!! Es sind wieder mehr Berichte über das Zoogeschehen des vorigen Jahres enthalten, z.B. Ganesha Mandir mit Daten, Skizze(wenn auch sehr klein)& sogar einen Hinweis auf die Schuppentierhaltung, noch mit Angabe "...wahrscheinlich ab Sommer 2007..."; Natürliche Aufzucht; Giraffengeburt; Straußenhaltung; Rotducker; Baugeschehen erste Maßnahmen zu Gondwanaland usw...(kann nicht alles aufzählen) + ausführliche Tierbestandsliste! Kann die neue Panthera nur empfehlen!!!
(07.07.2007, 00:35)
Jimbo J.:   @Ralf Wagner. Ich zähle schon die Tage. Ich freue mich schon sehr auf das Schuppentier ( auch wenn die Haltung von Schuppentieren hier sehr kritisiert wird )Ich nehme an, die Tierpflegerin macht des Schuppentieres wegen ein Praktikum in Taipei ? Lohnt sich der Kauf der Panthera ? Was sind noch für Artikel drin ?
(06.07.2007, 23:46)
Ralf Wagner:   @Jimbo J: Habe letztens wieder einen Tierpfleger, der auch Bescheid wissen müßte, da er "Kleinsäugerexperte" ist, daraufhin angesprochen, der sagte mir, daß nun endlich im Herbst EIN Ohrenschuppentier aus Taipeh kommen soll, da die zukünftige Anlage jetzt erst nochmal umgebaut wurde. Leider konnte ich nicht mehr in Erfahrung bringen, da der Pfleger wahrscheinlich aus Zeitgründen sehr kurz angebunden war. Also wieder warten, warten, warten....kennen wir ja schon.
Aber in der neuen Panthera ist ein interessanter, wenn auch nur sehr kurzer, Bericht drin über ein Praktikumsbesuch einer Leipziger Zoomitarbeiterin im Zoo Taipeh!!!
VG
(06.07.2007, 23:27)
Jimbo J:   Gibt es Neues zum Leipziger Schuppentier ?
(05.07.2007, 19:16)
IP66:   Leider komme ich recht spät in diese Diskussion zurück. Zum Beispiel Menschenaffen nur noch so viel: Bevor das frankfurter Haus so vorbildlich gebaut wurde, hat man mit vielen Menschenaffenjungtieren experimentiert, wobei die Hinter-Glas-Haltung von Affen ja schon im 19. Jahrhundert praktiziert wurde. Das franfurter Haus markiert somit einen Wissensstand, der bei Schuppentieren erst noch erreicht werden muß.
Zum großen Ameisenbären, den Herr Mettler erwähnte: Gab es nicht eine Erstzucht im Nil'schen Privatzoo in Stuttgart, und die eben schon im 19. Jahrhundert?
Man könnte aber auch an große Kudus erinnern, die noch um 1900 ernährungstechnisch große Probleme stellten, an Okapis oder, wie schon geschehen, Koalas - nicht zu vergessen die Walhaltung, die ja auch erst seit der Zwischenkriegszeit erste Erfolge gezeigt hat.
Zudem darf man nicht ganz vergessen, daß die Kenntnisse zur Großkatzenhaltung großenteils im 19. Jahrhundert gewonnen wurden und sich bei den Absperrkäfigen in entsprechenden Anlagen die Modelle nur unwesentlich weiterentwickelt haben.
Abschließend der Hinweis, daß in Puschmanns Säugetierband vermutet wird, asiatische Schuppentierarten seien leichter zu halten als afrikanische - was in Leipzig jetzt zu beweisen ist.
(31.05.2007, 20:01)
Michael Mettler:   @Michael: Fatalisten würden jetzt sagen: Das bejagte Schuppentier ist wenigstens gleich tot, das lebend gefangene braucht zum Sterben einfach nur länger... Der vorliegende Thread spiegelt doch die Zerrissenheit von Zoofans angesichts dieser Tiergruppe deutlich wider.
(30.05.2007, 23:55)
Michael:   und eben da ist mein Ansatz wieder. Wieso das Schuppentier bejagen, anstatt in Zoos zu importieren um etwas über die Lebensweisen in Erfahrung zu bringen und Haltungsbedingungen zu verbessern bzw. zu optimieren. Lieber ein totes Schuppentier wegen falscher Haltung als eines für die Füße. Selbstverständlich lieber kein totes, aber was wäre wohl das kleinere Übel?
(30.05.2007, 23:37)
Michael Mettler:   @Michael: Zum Thema Polarwölfe schau mal in den Thread "Wölfe" - sämtliche Zoo-"Polarwölfe" sind nämlich gar keine, somit wäre da auch durch Einkreuzung von Wildfängen nichts zu retten...

Aber zum Thema Schuppentiere und Jagd: Ist das eigentlich immer noch so, dass Schuppentiere bejagt werden, um aus ihnen besonders exquisite Westernstiefel zu machen? Stand vor Jahren im STERN, in einem Artikel über Westernstiefel und die von Liebhabern bevorzugten Materialien dafür. Nach Entfernen der Schuppen bleibt nämlich eine interessante Narbenstruktur auf dem Leder, deshalb die (nur damalige?) Beliebtheit. Ein entsprechender Stiefel war sogar abgebildet. Wenn DAS immer noch der Fall sein sollte (Wieviele TTiere braucht(e) man wohl pro Stiefel?), käme es auf ein paar bei Haltungsversuchen auf der Strecke gebliebene Schuppentiere wirklich nicht an....
(30.05.2007, 23:20)
Shensi-Takin:   @Michael: Ersetze mein "sinnvoll" durch "wichtig"-es ändert nichts an meiner Aussage. Zurück zum Thema "Schuppentiere"(wie oft habe ich das eigentlichs chon geschrieben?;)
(30.05.2007, 23:01)
Michael:   Zum einen sprach ich nicht von "sinnvoll" sondern von "wichtig". Das ist ein Unterschied, wobei ich auch sinnvoll für dieses Thema verbuchen würde, was eigentlich wie gesagt nur bedingt hier her gehört. Aber einen letzten Standpunkt dazu möchte ich doch noch abgeben. Ich denke es wäre auf jeden Fall sinnvoll im Sinne von Erhaltungszuchtprogrammen und wird meines wissens ja auch teilweise wenn auch nur selten praktiziert. Denn wie will ich eine Art erhalten und züchten, wenn ich nur verwandte Tiere in Zoos halte, damit trage ich eher zum Aussterben (wenn auch teilweise nur im zoologischen Bereich) einer Art bei als dazu diese in einer gesunden Zoopopulation zu erhalten.
(30.05.2007, 22:45)
Shensi-Takin:   @Michael: Sinnvoll-in Falle des Artenschutzes? Nur z.T.-und eher weniger bei Polarwölfen.
Sinnvoll im Sinne der Zoos (Publicity, Profit)? Auch hier nur z.T., ja eher weniger-und dann schon eher bei den Polarwölfen(da recht beliebt bei den Besuchern). Und zw. "sinnvoll"(was mitunter sehr subjektiv aufgefasst wird) und machbar liegen mitunter Welten...
Passt allerdings nicht unbedingt in dieses Thread; wurde mW schon in anderen Thread behandelt.
(30.05.2007, 22:02)
Michael:   Ich denke aber, dass es grade bei stark inzüchtigen Zoopopulationen oder inzuchtgefährdeten sehr wichtig wäre, Wildfänge zu importieren und zu integrieren. Im besonderen denke ich da beispielsweise an die stark ingezüchteten Polarwölfe, aber das gehört nicht in diesen Thread, obwohl das Thema durchaus interessant ist.
(30.05.2007, 21:54)
Shensi-Takin:   @Michael: Wenn man es sinnvoll anstellt, dienen derartige Trophäenjagden durchaus einem gute Zweck: die z.T. recht hohen Preise/Tier können für den Artenschutz vor Ort verwendet werden; für die Einheimischen bietet sich eine lukrative Einnahmequelle an, die auch einiges an Jobs schafft und die den Wert der Tiere für die "Natives" auch steigert: anstatt alles abzuknallen und in den Kochtopf zu stecken werden die Bestände langfristig gehegt - man will ja den Touristen auch in Zukunft kapitale Trophäen anbieten. Das klappt weltweit z.T. recht gut(z.B. Mongolei & Araglis, Antilopen in Afrika usw.).
Die meisten Zoos haben weder das Interesse noch das Geld/den Platz, die Mühen & Kosten des Transports mit seinen 1001 Auflagen, Seuchenbestimmungen, Quarantäne-/Ausfuhrgenehmigungen etc. etc. auf sich zu nehmen. Und selbst wenn sie es tun, müssen sie befürchten, dass die heimischen Tierschützer ihnen deswegen die Hölle heißmachen...
(30.05.2007, 21:03)
Michael:   Das Thema passt zwar nur bedingt hierher, aber ich habe dennoch eine Frage, die mir sehr auf den Lippen brennt. An vielen Stellen konnte ich schon lesen und hören, dass der Import von Wildtieren in Zoos bei vielen Arten untersagt ist. WAB usw... Nun aber eine doch recht kritische Frage dazu. Wieso dürfen Jäger in Afrika und sonst wo auf der ganzen Welt diese Tiere dann abschießen? Ich verstehe den Sinn der Sache nicht ganz. Bevor ich sie sinnlos töte um eine "tolle" Trophäe an der Wand zu haben, kann ich sie doch genausogut an Zoos abgeben. Auch wenn sich das jetzt makaber anhört, aber wenn sie dort sterben braucht sich dann auch keiner aufregen, zumal es dann nicht vorsätzlich geschieht. mal überspitzt gesagt.
(30.05.2007, 20:52)
Ralf Wagner:   Habe mal wieder direkt beim Zoo Leipzig angefragt & folgende Antwort per E-Mail erhalten: "...Wir werden ein Ohrenschuppentier aus dem Zoo Taipeh erhalten, und es wird zunächst nur ein Tier sein. Zum genauen Ankunftstermin können wir derzeit leider noch nichts sagen!..."
Die Umbauarbeiten an der zukünftigen Schuppentieranlage im Keller des Elefantentempels sollen jetzt abgeschlossen sein. Leider konnte mir der "Elefantenpfleger" keine nähere Auskunft geben, was verändert wurde oder umgebaut, da dies nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fällt, sagte er. Die Anlage war noch kompett dunkel, also nicht beleuchtet, so daß nicht viel zu erkennen war. Habe ein paar Fotos gemacht, konnte aber keine großartigen Veränderungen erkennen. Da sie noch nicht eingerichtet war, konnte man aber sehen, daß im vorderen Bereich zwei tiefere Stellen (getrennt durch eine Glasscheibe)sind(schätzungsweise 1-1,5m tief), evtl. zum graben? Außerdem sieht es so aus, daß die im Bodenbereich in zwei Gehege unterteilte Anlage im hinteren Teil durch ein PVC-Rohr(Durchmesser ca. 30cm)ein "Verbindungstunnel" eingebaut bekam.
Auf dem Gehegeschild stand: "Dieses Gehege ist nicht besetzt. Wir bauen das Gehege derzeit für die Haltung von einem Schuppentier(Manis ssp.) um."
VG
(28.05.2007, 23:37)
Shensi-Takin:   @Medojed: (Seufz)-das ist mir bekannt. "Baumschuppentier" ist jedoch nur die Eindeutschung des englischen Begriffs; der korrekte dt. Artname für Manis tricuspis ist immer noch Weißbauchschuppentier.

Siehe auch: Königspython(dt.)<->Ball-Python(engl.)
(28.05.2007, 20:19)
Mel:   Die Idee von MM mit den Ameisen, finde ich gar nicht mal so verkehrt, und wenn die "Schokostreussel" nicht ausreichend zur Verfügung gestellt werden können, warum nicht auch wie folgt:

Ich kenne eine Fütterungsvariante die Ähnlichkeiten aufweisen könnte. Großen Ameisenbären wird in ihrer Futterration Ameisensäure beigefügt. Bedenkt man das 1/4 - 2/4 des Ameisengewichtes auf die Säure verfallen eine interessante Angelegenheit. Mit ein bissel Lesen habe ich folgendes gefunden, AS ist eine einfache Carbonsäure (CH2O2)die eine abtötende Wirkung auf Bakterien hat, auch wird sie in der Medizin als Mittel gegen Rheuma eingesetzt und hat durch ihre polaren Bindungen der Atome (expli. der Carboxylgruppe) eine stark reduzierende Wirkung, also warum könnte sie nicht auch für einige Verdauungsvorgänge wichtig seien (Aufspaltung bestimmter Eiweiße usw.) Ich kann nicht sagen das die Beimischung von AS ins Futter negative Auswirkung auf die A-Bären im Zoo Berlin zeigt.
(28.05.2007, 20:18)
Medojed:   Weißbauch,-und Baumschuppentier ist die Gleiche Art.Im Englischen ist der Name Tree Pangolin gebräuchlich.
(28.05.2007, 19:35)
Shensi-Takin:   Aha-also das Weißbauchschuppentier (Manis tricuspis). Danke.
@MM: wirklich sehr schöne Fotos-und v.a. nicht nur von den üblichen Standardzootieren.
(28.05.2007, 18:50)
Michael Mettler:   Und hier ist ein sehr schönes Foto eines der Pariser Tiere (Manis tricuspis), aufgenommen im Februar:
http://www.photozoo.org/Europe/France/JDP/Manis+tricuspis+16.jpg.html
In der Galerie findet sich noch ein weiteres Bild sowie ein netter Überblick über die im Jardin des Plantes gehaltenen Tierarten!
(28.05.2007, 17:25)
Medojed:   Paris hielt das afrikanische Baum-Schuppentier. Über Google habe ich Fotos vom letzten Tier und von der Anlage gefunden, in der sie lebten. Diese war sehr klein, aber immerhin recht nätürlich eingerichtet.
(28.05.2007, 17:18)
Shensi-Takin:   @Kahuna: Danke-aber welche?
Immer wieder erstaunlich, was man im Internet finden kann: am Ende des Artikels eine Anleitung zur Schuppentierzubereitung(...):
http://environment.guardian.co.uk/conservation/story/0,,2088590,00.html
(28.05.2007, 16:07)
Kahuna:   Die Pariser tieren gehörten de afrikanischen art. (jetzt beide tot glaube ich)
(28.05.2007, 15:54)
Michael Mettler:   Und hier finden sich dazu ein paar Gedanken, offensichtlich eines Mitarbeiters des Zoos:
http://blogging.la/archives/2005/10/requiem_for_a_pangolin.phtml
(28.05.2007, 14:39)
Medojed:   Laut Google war das Tier in L.A ein Langschwanz-Schuppentier.
(28.05.2007, 14:28)
Shensi-Takin:   @Medojed: Danke, sehr freundlich, aber mir persönlich reicht "Shensi-Takin" als Anrede...

Leipzig wird ja allen Anschein nach, sollte es ein Tier aus Taiwan bekommen, ein Chinesisches Schuppentier , also Manis pentadactyla, halten. Aus reiner Neugier: welcher Art/welchen Arten waren die Pariser Tiere bzw. das LA-Schuppentier zuzurechnen?



(28.05.2007, 14:04)
Medojed:   Oh mein Gott......
(28.05.2007, 13:48)
Shensi-Takin:   @Medojed: Donnerwetter, jetzt bekomme ich sogar noch eine Definition mitgeliefert! Ob ich das vielleicht schon vor Verwendung des Begriffs wusste? Hmm? Auch wenn man es kaum glauben mag: die meisten Leute in diesem Forum haben schon ihre sieben Sinne zusammen und wissen, wie "Horst Schlämmer"(auch dazu eine Definition?) sich ausdrücken würde, Bescheid. Auf die macht das stolze Präsentieren altbekannter Fakten("Zwergameisenbär schwer zu halten". Kollateralschaden-Def.)nicht wirklich Eindruck-weisse Bescheid?...
Jedes Zootier ein Todeskandidat? Von der Logik her ist eigentlich jedes Lebewesen(einschließlich mir und jedem anderen Forumsteilnehmer)-ob innerhalb eines Zoos oder außerhalb-ein "Todeskandidat". Na, das nenne ich mal eine lebensbejahende Einstellung!

Zu den Vögeln: siehe "Honigdachse, 26.05.2007 O-Ton: "Auch wenne smir um die Vögel Leid täte, aber man muß Prioritäten setzen, zumal die dortigen Vögel ja unter die Kategorie 08/15 fallen." Zitat aus wikipedia:
"Im umgangssprachlichen Gebrauch wird der Begriff Kollateralschaden auch oft in Situationen verwendet, die zwar keine Toten oder Verletzen fordern, jedoch Unschuldige in irgendeiner Weise "stören"(was im genannten Fall die "Straf"versetzung der Vögel bedeutet...)". Ist die Anwendung dieses Begriffs meinerseits verständlich geworden-oder bedarf es erneuter Erklärung und der Drapierenung weiterer Wörter auf der Goldwaage(inkl. "notwendiger" Definition)?

Zurück zum Thema "Schuppentiere". Ohne Vorkenntnisse der Tatbestände würde ich mich fragen: wie kann(bzw. "darf") man ein Schuppentier im Zoo ansehen, wenn dessen Haltung nicht möglich ist? Wenn letzeres nicht möglich ist, dann dürfte man doch folgerichtig keines sehen können(da es ja nicht da ist). Beisst sich irgendwie rein von der Logik her, oder? ;) Aber ich denke mal, es war von der längerfristigen Haltung die Rede...
(28.05.2007, 10:44)
Medojed:   Natürlich hätte ich mich gefreut, das Schuppentier in Paris zu sehen.Das Tier lebte nun mal bereits in Gefangenschaft, und nur weil ich die Schuppentierhaltung für nicht möglich halte, muß das ja nicht bedeuten, das ich mir keine Schuppentiere im Zoo ansehen darf. Ich verurteile eben nur jeden Versuch der Schuppentierhaltung, weil ünötigerweise Tiere dafür sterben müssen.Es wäre interessant zu wissen, ob die Pariser Schuppentiere auch beschlagnahmt wurden, ich vermute das.Und genaugenommen ist doch jedes Zootier ein Todeskandiat, welches Lebewesen ist denn unsterblich ? Ich kann mich nicht daran erinnern, 08/15 Vögel als " Kollateralschaden " abgetan zu haben, sondern habe geschrieben, diese Vogelarten zu Gunsten von Honigdachsen abzugeben.Mit Kollateralschaden hat das nichts zu tun.Soweit ich informiert bin, findet dieser Ausdruck nur in millitärischer Hinsicht Anwendung.Damit werden Verluste von Unbeteiligten Personen bezeichnet.
(27.05.2007, 23:11)
Shensi-Takin:   @Medojed: Ein recht interessanter "Speziesismus" tut sich hier auf: die hehren Schuppentiere sind unantastbar, wohingegen "08/15 Vögel" als Kollateralschaden abgetan werden...Keiner hat hier den Massentransport von Schuppentieren für Zoos gefordert-ebensowenig wie Leipzig 50 Millionen für Schuppentiere ausgibt. Vielleicht einfach mal die Beiträge besser durchlesen-dann kann man sich sein Gekränktsein und den zwanghaften Spott für bessere Gelegenheiten aufsparen.

Handzuchten waren und sind immer wieder problematisch; zur der individuellen Differenzierung und Abwägung habe ich in diesem Forum schon an anderer Stelle meine Meinung kundgetan. Was die "normalen" Tierpfleger angeht(und das gilt ebenso für Tierärzte, Biologen und private Tierhalter): "leider" steht derlei Vernachlässigung mit dem dt. Tierschutzgesetz §2 Abs.1 im Widerspruch...Was das ominöse "Jungtier einer sehr seltenen Hirschart" angeht: so blasiert sich das anhören mag-tja, dann hätte man vorausplanen und vorher bzw. binnen kürzester Zeit Kolostrum bereit haben sollen. Im übrigen ist da noch nicht das letzte Wort gesprochen: manch ein "Kümmerling" entwickelt sich später prächtig-und das gilt ebenso für manches "Flaschenkind", inklusive des Millioneheers an Hausrindern, die mutterlos aufwachsen(und über deren Schicksal sich noch kein "Tierrechtler" medienwirksam erregt hat...bis auf gelegentliche Kälbermast-Beschwerden)
Doch ich schweife ab-bleiben wir bei den Schuppentieren; zur Handaufzucht im Allgemeinen finden sich bei Bedarf hier im Forum auch andere Threads.
Wobei-das mit dem Biestmilch bei Schuppentieren hat mich neugierig gemacht; mal sehen, ob ich beizeiten mal was darüber nachlesen kann.;)

PS: Und wie sieht's mit den Hygieneunterlagen aus? ;)
(27.05.2007, 20:03)
Michael Mettler:   @Medojed: Dass nach den von mir geäußerten Gedanken keineswegs "problemlos massenweise Schuppentiere importiert" werden können, liegt eigentlich auf der Hand, warum also die eingeschnappte Überreaktion? Der ganze Aufwand wäre schließlich reichlich teuer - ZU teuer, um "mal eben" Schuppentiere in den Bestand aufzunehmen. Man könnte es auch so ausdrücken: Ein Zoo, der sich damit befassen will, braucht das Geld anscheinend gerade nicht für wichtigere Zwecke...

Im Übrigen schriebst du unten, du habest dich schon auf das Schuppentier in Paris gefreut. Bei deiner Einstellung zum Thema recht makaber - freut man sich darauf, einen vermeintlich sicheren Todeskandidaten zu sehen...? War wohl nur Ironie.
(27.05.2007, 18:44)
Medojed:   Na gut, das sind alles Argumente, denen ich mich nich mehr verschließen kann. Also, von mir aus können jetzt problemlos massenweise Schuppentiere importiert werden, und ich kann ich mir , den Argumenten zufolge,wildgefangene Schuppentiere in Zoos ansehen,ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müßen und Strichliste führen. Wann kommen die Leipziger Tiere ? Nur frage ich mich nur, warum von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Zoos auf die Haltung von Schuppentieren verzichten, das wird doch ein Grund haben ?
@Shensi-Takin. Zu Frage 2 : Ja. Und jeder " normale "Tierpfleger wird Ihnen auch sagen können, warum. Jedenfalls die Tierpfleger, die zwangsweise schon Handaufzuchten durchführen mußten oder ihren " Spaß " mit verschiedenen Handaufzuchten schon hatten.Wenn eine Mutter ihre Jungen nicht annimmt, hat das immer einen Grund. In einem Zoo wurde vor kurzem ein Jungtier einer sehr seltenen Hirschart künstlich aufgezogen, das heute als erwachsnes Tier zwergenwüchsig ist und ständig rumkränkelt, weil es kein Kolostrum bekommen hat. Insofern ist es aber durchaus sinnvoll, so ein Tier aufzuziehen und noch damit zu züchten, es handelt sich schließlich um eine seltene Art.Es ist doch sehr praktisch,wenn die Tiere immer kleiner werden, braucht man nicht mehr soviel Platz für sie.
(27.05.2007, 17:37)
Michael Mettler:   Ach ja, auch noch zur Handaufzucht und zu Medojeds Frage "Hätte man es sterben lassen sollen?": Nach seiner Ansicht zur Schuppentierhaltung müsste die Antwort eigentlich definitiv "ja" lauten. Wenn man Medojed zufolge ein solches Tier ohnehin nicht pflegen kann, wäre es nach dieser Argumentation richtiger gewesen, es noch auf dem Bushmeat-Markt zu erlösen - da wäre Mitleid dann nämlich ebenso fehl am Platze gewesen wie beim Anblick eines nicht angenommenen Bären- oder Gorillababys.

Wobei ich mich übrigens frage, warum ein junges Schuppentier nicht von den Einheimischen gegessen wird - das Fleisch müsste doch noch viel zarter sein als das der Mutter. Sollte es etwa einen "Markt" für junge Schuppentiere geben und sich mit ihnen über Mitleidskäufe Geld machen lassen...?
(27.05.2007, 16:56)
Michael Mettler:   Wie lange hatte denn die besagte "ahnungslose" Frau das Jungtier, und wie lange war es schon vorher von seiner Mutter getrennt? Das sind doch bereits beides Zeiträume, in denen eine Vorschädigung/Mangelernährung eingetreten sein kann. Und woher weiß man, dass das Tier nach dem Schmuggel kerngesund war? Liegen denn Vergleichsdaten vor, die eine Beurteilung überhaupt erlaubten? Weiß man z.B., welche normale Körpertemperatur ein Schuppentier-Säugling haben sollte usw.? Will sagen: Der Fall ist m.E. in einigen Punkten zu spezifisch, um verallgemeinert werden zu können.

Ich spinne jetzt mal ein bisschen herum, mit Blick auf andere Tierarten: Für die Überführung in Menschenhand könnte es bedeutsam sein, die richtige Altersstufe zu erwischen. Möglicherweise sind ja Schuppentiere in einem bestimmten Alter "experimentierfreudiger" in der Wahl ihrer Nahrung und spezialisieren sich erst später viel enger. Schließlich darf man nicht vergessen, dass die Tiere wohl kaum seit ihrem evolutiven Ursprung bei exakt der selben Ameisen/Termitenart geblieben sind - ein gewisse Anpassungsfähigkeit muss also vorhanden sein. Selbst von einem weitaus weniger spezialisierten Tier wie dem Königspython kennt man das Problem, dass erwachsene Wildfänge nur schwer an die hierzulande gebräuchlichen Futtertiere zu gewöhnen sind, weil sie sich längst auf eine bestimmte - individuell unterschiedliche! - Nagerart "spezialisiert" haben. Jüngere Artgenossen lassen sich hingegen noch "prägen". Unmittelbar nach der Entwöhnung ist der Zeitpunkt vielleicht ebenfalls schlecht, weil das Verdauungssystem noch zu sehr mit der Umnstellung beschäftigt sein könnte. Nach diesen Überlegungen würden also Säuglinge, gerade entwöhnte und voll adulte, also "eingefahrene" Exemplare vielleicht die schlechtesten Kandidaten für eine Haltung sein. Aber ausgerechnet erstere und letztere dürften den Großteil der bisherigen Zoo-Schuppentiere gestellt haben: Jungtiere, die als "Abfallprodukte" der Jagd auf die Märkte der Einheimischen gelangten; ausgewachsene Tiere, bei denen erstens die statistische Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass man ein Tier aus dieser Altersstufe findet (weil das nun mal die längste Lebensphase ist), und die zweitens möglicherweise schon als Wildtiere vorgeschädigt waren und sich nur deshalb aufgreifen ließen (da erinnere ich mal an die Herkunft fast sämtlicher Klappmützen in Zoos - in der Regel krank oder geschwächt aufgefundene Tiere). Sollten die wenigen Positivbeispiele zufälligerweise in einer günstigen Lebensphase in die Zoos gekommen sein...?
(27.05.2007, 16:48)
Shensi-Takin:   @Medojed: noch einmal, ganz einfach:
1. Schuppentiermilchzusammensetzung ? Ergo: Ersatzmilch in Zusammensetzung wahrscheinlich nicht optimal => Spätfolgen(Immundefizienz, schlechtere Nahrungsverwertung?)
2. Dann ist es also OK, ein von der Mutter nicht angenommene Jungtier sterben zu lassen?

3. Laborbedingungen sind nicht zwangsläufig ein Garant für gesunde Tiere. Des weiteren stellt sich die Frage ob der Standards in Taiwan; ohne die selbst gesehen zu haben, ist da keine Beurteilung ob deren Kompetenz/Ausstattung zu treffen.

4. Letzteres wage ich zu bezweifeln; die Zahl der Schuppentiere, die im Kochtopf bzw. in der TCM u.ä. finsteren Kanälen landen/gelandet sind dürfte beträchtlich höher liegen.
(27.05.2007, 16:40)
Medojed:   Es ist doch ein deutlicher Unterschied, ob ich von der Mutter nicht angenommene Jungtiere künstlich großziehe oder ein Schuppentier, das als Opfer des Bushmeathandels auf dem Wochenmarkt gelandet ist, dort von einer ahnungslosen Frau gekauft und in die USA eingeführt wird. Hätte man es sterben lassen sollen ? Nein. Einen Widerspruch in "kerngesund und Flaschenernährung"sehe ich nicht.Oder werden etwa nur kranke Menschenbabies oder Tierkinder mit der Flasche ernährt ? Die Taiwaner Verluste ihrer Schuppentiere selbst unter Laborbedingungen ( trotz jahrelanger Haltung sterben dort ständig Schuppentiere, und werden durch Wildfänge ersetzt!)beweisen doch, das die Art nicht in den Griff zu bekommen ist. Wieviele Schuppentiere müßen noch sterben, bis einige wenige Zoos das begreifen ? Viele haben es schon begriffen, und verzichten auf Schuppentiere ,Gott sei Dank. Durch die Versuche, die Art im Zoo zu halten, sind ja fast mehr Schuppentiere zugrunde gegangen, als durch Bushmeat und Lebensraumzerstörung zusammen.( etwas übertrieben, aber es trifft schon fast zu )
(27.05.2007, 16:14)
Shensi-Takin:   @Medojed: Zum letzten Satz: solange es den(angestammten Lebensraum) noch gibt.
Allein das "kerngesund" in der Kombination mit der Flaschenernährung im selben Satz stellt in gewisser Weise einen kleinen Wiederspruch dar(und das nicht nur in Hinblick auf gewisse Äußerungen über die ach so greulichen Flaschenaufzuchten): soweit ich weiß, hat sich noch keiner groß daran gemacht, Schuppentiermilch zu analysieren. Insofern stellt sich die Frage, inwieweit da die optimale nutritive (und natürlich peinlichst hygienische!) Versorgung im kritischen Wachstumsalter gewährleistet war. "Och," mag manch einer denken, "das ist 8 Monate doch pumperl/kerngesund gewesen"-trotz/dank peinlichster Hygiene. Gewiss-doch wir wissen nicht, ob diese Tiere ggf. für die optimale Funktion des GIT einen gewissen Stimulus in jungen Jahren(wie sieht's überhaupt bei Schuppentieren hinsichtlich Bedeutung des Kolostrums aus?) z.B. in Form bestimmter Mikroorganismen benötigen-der durch die Flaschenernährung ggf. fehlt und sich in späteren Jahren durch eine reudzierte Nährstoffabsorptionsfähigkeit oder reduzierte Immunlage rächt. Des weiteren würde mich an Sektionsberichten interessieren, ob irgendwelche Veränderungen festgestellt wurden(Ulzera, übermäßige/unzureichende Kalzifikation,etc), die ggf. Hinweise auf chronische Erkrankungen aufgrund unzureichender Nahrungszusammenstellung liefern könnten.
"Laborbedingungen" bedeuten übrigens nicht zwangsläufig eine bessere Immunität ggü. Krankheitserreger(ich erinnere da an keimfrei aufgezogene Labortiere); in den letzten Jahren wird sogar eher der Mangel an einer konstanten Reizstimulation schon in frühen Jahren mit einer gesenkten Abwehrfähigkeit(bzw. Überreaktion -siehe Allergien) in Zusammenhang gebracht. Die genannten "Laborbedingungen" dürften indes rein experimentell interessant sein, lassen sich so jedenfalls versuchsweise die zum Mißerfolg beitragenden Faktoren ggf. getrennt voneinander untersuchen.
Ob solche Ameisenzuchten wirklich so immens aufwändig wären? Wenn ich mir da so die florierenden Formicarien eines Kumpels ankucke...
Die Idee von Herrn Mettler ist so falsch nicht: eine Stück für Stück ermittelte Ersatznahrung mit Ameisen/Termitenbeilage als "Schokostreusel".;)

Könnte ich ggf. eine Kopie der einzelnen Hygienebestimmungen haben? TIA
(27.05.2007, 16:00)
Medojed:   Das Tier in Los Angeles kam als kerngesundes Jungtier in den Zoo und mußte sogar noch mit der Flasche ernährt werden, es war nicht"vorgeschädigt". Laut Google wurde das Tier geschmuggelt,und kam nicht als Import des Zoos nach L.A. , da der Zoo es schon seit den 80iger Jahren ablehnt, Schuppentiere zu halten.( übrigens, wie alle alle anderen Us-Zoos mittlerweile auch .Quelle : Eine Mitarbeiterin der zoologischen Abteilung eines texanischen Zoos per E-Mail )Von dieser Person weiß ich auch über die Hygienebestimmungen,-und Zustände in den Nutrition Departments in verschiedenen Us-Zoos Bescheid )Wie ich schon geschrieben habe, die Tiere in Taiwan leben unter Laborbedingungen und sterben trotzdem weg. Der Aufwand, eine Ameisenzucht von den Ausmaßen, die notwendig sind, mehrere Schuppentiere zu ernähren, ist so immens, das es allein vom finanziellen Standpunkt gesehen nicht realsierbar ist. Im Gegensatz zu Koala und Bambusbär sind Schuppentiere sicher keine Publikumsrenner. Also lohnt sich dafür der Aufwand nicht.Lasst die Schuppentiere doch dort, wo sie sich am Wohlsten fühlen, in ihrem angestammten Lebensraum.
(27.05.2007, 14:27)
Michael Mettler:   Käme auf die Größe der Ameisenzucht an :-) Nein, eigentlich war meine Idee nur, die Original-Beutetiere als Appetitanreger zusammen mit einer Ersatznahrung zu präsentieren. Wenn ich nicht irre, hat man früher aus ähnlichen Gründen die als Futter käuflichen "Ameiseneier" auf die Ersatzdiät von Ameisenbären, Erdferkeln und Gürteltieren gestreut, und auch in Bezug auf Krötenechsen habe ich sowas schon mal gelesen.

Zur Fangmethode: Ich weiß ja nicht, wie die Taiwanesen ihre Tiere bekommen, aber vielleicht wäre die Bongo-Fangmethode von Alan Root ein Vorbild: Einzäunen eines Areals im natürlichen Lebensraum, in dem die natürliche Nahrung zu finden ist, und gleichzeitiges Anbieten von Ersatznahrung, auf die dann allmählich umgestellt wird. Da Wald bewohnende Schuppentiere relativ langsame Tiere zu sein scheinen, dürften sie wohl auf der Nahrungssuche keine Riesen-Areale durchstreifen (das Steppen-Schuppentier habe ich dagegen in einer Doku als recht agiles Tier gesehen). Daraus folgt, dass ihre Futtertiere in relativ großer Dichte im Biotop vorhanden sein dürften und dass demnach das Eingewöhnungsgehege nicht unbedingt riesig sein müsste. Nur: Es wäre ein Heidenaufwand. Andererseits sind und waren Bongos für Zoobesucher auch nicht viel interessanter als Schuppentiere....
(27.05.2007, 11:10)
Shensi-Takin:   @MM: Guter Ansatz! Vielleicht liegt in der "Vorschädigung" mit ein wichtiger Grund des bisherigen Scheiterns verborgen. Was die Ersatznahrung bzw. Lebendnahrung angeht: könnte man aber mit einer Ameisenzucht überhaupt den Bedarf eines einzelnen Schuppentiers decken?
(27.05.2007, 07:57)
Michael Mettler:   Ich will mal weg vom der Ersatznahrung: Vielleicht wäre es ja ein brauchbarer Ansatz, als Grundlage vorab die Zucht der im Freiland bevorzugten Futtertiere zu probieren? Für Koalas oder Pandas werden hektarweise Futterpflanzen angebaut, warum also nicht eine Großzucht mit tropischen Baumameisen oder Termiten? Womöglich reicht ja schon das Hinzufügen einer gewissen Menge dieser Insekten, um einem Schuppentier die restliche Diät interessanter erscheinen zu lassen. Und wer weiß, vielleicht munden ihm ja auch geografisch falsche Arten wie Blattschneiderameisen...

In einem seiner Tierfangbücher schrieb auch Gerald Durrell über (afrikanische) Schuppentiere. Er erwähnte dabei, dass es damals sehr schwierig war, unverletzte Exemplare zu bekommen, da die Einheimischen aufgesammlten Schuppentieren schlichtweg einen langen Nagel durch den Schwanz hämmerten, um sie während der "Bevorratungszeit" am Weglaufen zu hindern. Es muss ja nicht gleich eine solche brachiale Methode sein, aber vielleicht sind manche/viele Schuppentiere schon durch wenig schonenden Fang vorgeschädigt. Sind die Tiere womöglich Kleinmengen-Dauerfresser, so dass zu lange Futterpausen und danach zu konzentrierte Nahrung den Stoffwechsel beeinträchtigen?
(27.05.2007, 00:01)
Shensi-Takin:   @Medojed: Peinlichste Hygiene: woher dieses genaue Wissen? Etwa dank Einsicht in die dortigen Hygienekontrollenunterlagen? Oder durch eigene Durchführung der Hygienekontrolle? "Peinlichste" Sauberkeit wird in einem Zoo vielleict gerade mal im OP des Tierhospitals erreicht-wenn überhaupt. Des weiteren: schon vergessen, wie das Tier gehalten wurde, bevor es in den Zoo kam? Ein in diesen Zeitraum zugezogener Infekt bzw. dessen chronisch-pathologischen Folgen(z.B. GIT-SH-Ulzera) lässt sich im Nachhinein auch mit noch so viel "peinlichster Hygiene" nicht ausbügeln.
(26.05.2007, 23:39)
Medojed:   In den Usa wird das Futter unter peinlichster Hygiene zubereitet und trotzdem ist das Schuppentier in Los Angeles nach 8 monatiger Haltung eingegangen.
(26.05.2007, 23:15)
Shensi-Takin:   Ach ja, ehe ich es vergesse: auch wenn dies hier mehrfach betont wurde: das Scheitern der Ursprungsländer bei der Suche nach der Schuppentierersatzdiät vor Ort muss nicht zwangsläufig das Aus bedeuten. Um es mal so zu sagen: in manchen Teilen Asiens sieht's man mit der Hygiene, auch was die Nahrungszubereitung angeht, nicht ganz so eng wie hierzulande. Ein Blick in die bisherigen Sektionsberichte der Schuppentiere wäre interessant; vielleicht war mitunter "nur" eine bakterielle Darminfektion durch unsauber zubereitetes Essen ein Grund für das fatale Siechtum. Wobei es auch hierzulande mehr als genug Hygienesünder gibt-da will ich keinesfalls den Asiaten gänzlich die Schuld zuschieben. Vielleicht wäre dementsprechend eine genauere Kontrolle der Nahrungszubereitung & -darreichung hilfreich.
(26.05.2007, 20:30)
Shensi-Takin:   @Medojed: Menschenaffen ein generell höhere Krankheitsanfälligkeit zu unterstellen ist gelinde gesagt nicht korrekt. Vielmehr haben sie einfach das Pech, einen nah verwandten, sehr invasiven Vetter ihr eigen zu nennen, in dessen stetig wachsenden & weltweit expandierenden 6 Milliarden Population es vor den unterschiedlichsten Krankheiten nur so gärt und diese auch mehr oder minder zufällig großzügig weitergegeben werden. Hinzu kamen bei den ersten Menschenaffen in Zoos weitere krankheitsfördernde Faktoren zusammen: der streßvolle Fang unter Abschuß der Mutter und dementsprechend nicht selten zwangsweise viel zu frühes Absetzen, falsche/mangelhafte Ernährung, teils erhebliche Klima/Luftfeuchtigkeitsschwankungen, Transportstreß, Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen(sowohl Infektionen via Aerosol, Körperkontakt etc.) usw. Da werden auch ganz andere krank.
Wenn's um spezialisierte Ameisen-und Termitenfresser geht, muss man nicht unbedingt das altbekannte Bsp. des Zwergameisenbärs nennen; auch die bereits erwähnten Reptilien wie Krötenechsen, Flugdrache, Moloch u.a. beweisen, wie derlei Feinschmeckerei die Haltung erheblich erschwert. Vielleicht finden die Erfinder der "Schlangenwurst" ja die Lösung des Ernährungsproblems in Form einer "Ameisenwurst"-solange aber würde ich aber von der Schuppentierhaltung ohne futterfeste Tiere absehen.
(26.05.2007, 20:22)
Medojed:   Mit Tamanduas auf jeden Fall, seit Mitte der 70 iger Jahre hat man sie aber recht erfolgreich auf Ersatzfutter umgestellt und die Haltungs,-und Zuchterfolge haben deutlich zugenommen.Große Ameisenbären konnten dagegen wesentlich schneller an Ersatznahrung gewöhnt werden, zu ersten erfolgreichen Zuchterfolgen kam es m.W.n bereits vor dem zweiten Weltkrieg.Sehr heikle Pfleglinge sind Zwergameisenbären, die lassen sich überhaupt nicht auf Ersatznahrung umstellen,selbst in Südamerika wird die Art nicht dauerhaft gehalten.
(26.05.2007, 18:18)
Michael Mettler:   Ich kann ganz gut ohne Schuppentiere in Zoos leben - aber gab es ähnliche Anlaufschwierigkeiten nicht auch bei Tamanduas (und vielleicht vor Generationen auch bei Großen Ameisenbären)?
(26.05.2007, 18:00)
Medojed:   Der Unterschied zwischen Menschenaffen und Schuppentieren liegt darin, das Menschenaffen wesentlich krankheitsanfälliger sind und viele Tiere durch Parasiten ums Leben kamen.Außerdem steckten sich viele Tiere durch Menschen an, vor allem waren die Tiere durch den Transportstreß schon arg geschwächt und von daher noch anfälliger. Außerdem starben etliche Tiere durch Fütterunsgfehler.Diese Probleme hat man alle in Griff bekommen, Frankfurt schützte als erster Zoo bereits im Jahre 1933 durch eine Teilverglasung seine Menschenaffen vor Ansteckung durch Besucher. Das führte zu einer längeren Lebenserwartung und 1938 zur ersten Geburt eines Menschenaffen in Frankfurt.Durch das Verschwinden von sämtlichen Hölzern aus den Menschenaffenanlagen und die Kachelung erreichte man eine optimale Hygiene und reduzierte somit die Gefahr einer Neuansteckung durch Parasiten. Auch auf dem medizinischen Sektor hat sich viel getan so das die Tiere geimpft und prophylaktisch behandelt werden können. Das alles führte zu langen Haltungs,-und Zuchterfolgen. Das Schuppentier dagegen ist nicht nur sehr empfindlich und ist voll mit Parasiten, die zwischen den Schuppen sitzen, was sehr schwer in den Griff zu bekomen ist,ist darüber hinaus ein extremer Futterspezialist. Viele Schuppentiere lassen sich nicht erfolgreich auf Ersatzfutter umstellen und sterben.Seit Beginn der Schuppentierhaltung haben sich kaum Haltungserfolge erzielen lassen.Von daher macht es meiner Meinung nach keinen Sinn, weitere Versuche durchzuführen. Vor allem, für was ? Es sind nachtaktive Tieer, die kaum bei den Besuchern für Interesse sorgen dürften. Eigentlich müßten diese Tiere, wie z.B Erdferkel auch, in Anlagen mit Zugang zu Außenanlagen gehalten werden,Prag hält seine Erdferkel mit Außenanlage ( und hatte in den 70 iger Jahren auch ein Schuppentier,das schnell starb )
(26.05.2007, 17:39)
IP66:   Leider habe ich nicht genau formuliert: Meine Bemerkung über den Zuschuß bezog sich auf den Gesamtbau in Leipzig und die Konsequenzen. Herr Mettler hat einmal bemerkt, daß die Lage um 1890 bei den Menschenaffenähnlich war: Die Importe lebten nicht wirklich lange, die herkömmlichen Anlagen funktionierten nicht recht, aber weil man unbedingt Menschenaffen halten wollte, stellten sich dann doch Erfolge ein: die Tiere wurden älter, die ersten Zuchterfolge, etwa in Nürnberg und Berlin, machten selbst bei Orangs Hoffnung, und nach einigen Jahrzehnten entwickelten sich die Arten zu Standard-Zootiere.n Das selbe, mit einer gewissen Zeitverschiebung, ereignete sich bei den Gorillas. Es ist die Frage, ob man dergleichen probieren will und ob es gelingt, die Verluste der ersten Jahre zu minimieren, und ich kann verstehen, wenn Medojed oder Shensi-Takin dies ablehnen. Wenn Schuppentiere jedoch so populär würden wie Erdmännchen, würde ich den Menschenaffen vergleichbare Haltungserfolge nicht ausschließen - eine entsprechende Zahl von Importen nebst der Bereitschaften, in Anlagen zu investieren, wäre allerdings entscheidend
(26.05.2007, 14:37)
Shensi-Takin:   @Medojed: Also von 50 Mille für Schuppentiere war hier ja nicht die Rede-da scheint etwas falsch verstanden worden zu sein. Wenn schon Schuppentierhaltungsversuche, dann erst einmal eine stabile, erfolgreiche Haltung über einen längeren Zeitraum vor Ort, ehe man Exemplare den Reisestreß aussetzt. So eine experimentelle Tierverschleißung liefert nur neues Wasser für die ohnehin in letzter Zeit emsig drehenden Wasserräder der Zoogegner.
(26.05.2007, 13:21)
Medojed:   @IP66.Dem Beitrag von ? nach vom 13.05 hat das Kölner Tier den Import nicht lange überlebt.Durch Google habe ich herausgefunden, das das Tier in Los Angeles nur 8 Monate gelebt hat.In Taiwan werden die Tiere in klinisch sterilen Inneboxen gehalten, nicht größer als 10 qm pro Tier,und trotzdem sterben pro Jahr mehrere Tiere.Es gab zwar Geburten, aber die Jungtiere starben nach wenigen Monaten.Und Tiere in klinisch sterilen Gehegen zu halten, kann doch nicht das Ziel eines Tiergärtners sein, oder ? 50 Millionen Euro kostet die Schuppentierhaltung garantiert nicht, die Gondwanahalle wird ja nicht für die Schuppentiere speziell gebaut. Außerdem sollen die doch in das Elefantenhaus.Trotzdem ist die Haltung teuer genug, und dass Geld dafür wäre in einem Schutzprojekt besser angelegt.
(26.05.2007, 12:23)
IP66:   Schon ein stolzer Betrag für ein Tierhaus, für die man auch die noch fehlenden Eckbauten am Kunstmuseum errichten hätte lassen können. Ich weiß nicht, ob durch solche Investitionen im deutschen Südosten eine ähnliche Situation entsteht wie im Südwesten, wo mit Stuttgart ein Zentralzoo entstanden ist.
Um zu den Schuppentieren zurückzukehren: bei Puschmann sind ja durchaus Haltungserfolge verzeichnet, und das kölner Tier ist ein Beispiel dafür, daß man das Überleben des Imports ja auch schon in den 60er Jahren bewerkstelligen konnte. Mir scheint aber auch die Zahl der importierten Tiere einfach zu klein, um wirklich Erfahrungen sammeln zu können, und ich befürchte auch in Leipzig eher einen Fehlschlag. Auf der anderen Seite ist es ja bei manchem Nahrungsspezialisten gelungen, eine stabile Haltung aufzubauen, wenn einmal genügend Exemplare und Haltungserfahrungen beisammen waren.
(26.05.2007, 11:55)
Shensi-Takin:   @th.oma.s: Schön & gut-aber werden die fast 50 Millionen gänzlich für ein Tierhaus verwendet??? Ich weiß, ich weiß: auch andere Zoos geben Unsummen für Tierhäuser aus-siehe Omahas "Desert Dome", ZOOM oder die Münchner baulichen Verfehlungen; doch wird "Gondwana-Land" wirklich zwangsläufig den ersehnten Erfolg bringen? Ich lasse mich mal überraschen...Falls Leipzig es sich anders überlegen sollte: die Zahlen auf meinem Konto hätten nichts dagegen, wenn sich ihnen fast 50 Millionen zugesellen würden...;)
(26.05.2007, 11:32)
th.oma.s:   @Shensi-Takin: die 49,5 mio € sind primär als wirtschaftsförderung für eine überregionale tourismusdestination
in leipzig gedacht, erst das engagement von Dr. Junhold lenkt diese gelder (50 % sind fördermittel aus dem haushalt des sächsischen wirtschafts-ministeriums) in den zoo.in diesem sinn nutzen die verantwortlichen in leipzig jede chance um einen zoo von europaweiter bedeutung zu etablieren.
ob sie auf dauer erfolg haben, wird sich in der zeit beweisen.
(26.05.2007, 10:50)
Shensi-Takin:   @Medojed: richtig-und dafür könnte man z.B. einen winzigkleinen Teil von den 49,5 Millionen €(!!!-bei solchen Geldmengen für ein Tierhaus krieg ich immer nur notorisches Dauerkopfschütteln) abzweigen.
(26.05.2007, 00:51)
Medojed:   Oh, und ich wollte im Juli eiegntlich nach Paris und hatte mich schon auf das Schuppentier gefreut. Der Tod des zweiten Tieres, beide Tiere lebten nur wenige Monate in Paris, bestätigt die extrem schwierige Haltung dieser Tiere in Menschenobhut.Das Tier in Los Angeles starb einige Wochen vor meinem Besuch.Leipzig sollte mit guten Beispiel vorangehen und auf die Haltung verzichten.Warum nicht das Geld dafür in ein Schutzprojekt für Schuppentiere in deren Heimat investieren ?
(26.05.2007, 00:37)
Saya:   Sorry, Quelle vergessen: Forum der franz. Homepage leszoosdanslemonde.com
(25.05.2007, 22:05)
Saya:   So, das letzte der beiden afrikanischen Schuppentieren im Pariser Zoo Jardin de Plantes ist nun auch tot.
(25.05.2007, 22:04)
?:   Das Tier lebte im sogeannten Rundhaus, allerdings nicht sehr lange, wie bei Schuppentieren in Gefanegnschaft so üblich.Es hat nicht einmal solange gelebt, das es in einem Zooführer aufgetaucht ist.
(13.05.2007, 14:29)
Michael Mettler:   Die Nachsuche war leider erfolglos...
(13.05.2007, 09:35)
Michael Mettler:   Habe heute einen deutschen Ex-Halter von Schuppentieren entdeckt: Köln! In der hauseigenen Zeitschift, die damals noch "Freunde des Kölner Zoo" hieß, ist in Heft 1 von März 1962 (habe ich gerade heute erhalten) ein Schuppentier abgebildet, das der Zoo anlässlich des Eröffnungsfluges der Lufthansa nach Dakar als Geschenk erhielt; dem Aussehen nach wahrscheinlich ein Langschwanz-Schuppentier. Und damit nicht genug: Am 2. Tag in Köln (15.3.1962) brachte dieses Tier auch noch ein Junges zur Welt, von dem ebenfalls ein Foto im Heft abgedruckt ist. Ich muss wohl mal in den nachfolgenden Ausgaben nachschauen, ob sich die Haltungsdauer herausfinden lässt.
(13.05.2007, 00:28)
Shensi-Takin:   @Ralf Wagner: Vielen Dank für die hochinteressante Info!
(21.04.2007, 12:16)
Ralf Wagner:   @Shensi-Takin: Habe per E-Mail Neuigkeiten betreffs des Schuppentier-Jungtieres "Ping" erhalten. Es hat mit einer Antwort etwas länger gedauert, da es laut dem damaligen Projektleiter einige personelle Veränderungen gab. Er schreibt: "Dem Schuppentier geht es soweit immer noch gut, es ist seit der Aufnahme ein ganzes Stück gewachsen (nahe 4 kg!), wurde zwischenzeitlich einmal gestohlen, wurde aber von der Polizei rechtzeitig vor dem Verkauf nach Thailand wieder gefunden, ein kleines Wunder hierzulande. Weitere Tiere haben sich aufgrund der Veränderungen bislang noch nicht angefunden, jedoch ist es definitiv geplant, weitere Tiere aufzunehmen, um ihre Bedürfnisse besser kennen zu lernen und zu züchten. Einen weiteren solchen Versuch hat das Small Carnivore Programme in Cuc Phuong, Nord Vietnam unternommen, wo inzwischen mehrere Tiere zu Hause sind. Die Langfristigsten Bemühungen laufen in Taipeh im Zoo, aber auch dort ist man noch weit von Zuchterfolgen und souveräner Haltung entfernt."
Das Letztere klingt ja nicht gerade vielversprechend im Bezug auf die zukünftige Haltung in Leipzig, da der Zoo die Tiere aus Taipeh erhalten soll. Habe heute erfahren, daß die Schuppentiere ca. zum Sommeranfang im Zoo Leipzig eintreffen sollen (ist aber nicht offiziell bestätigt, der "Haltungsstart" wurde ja schon mehrfach angekündigt & immer wieder verschoben). Im Moment wird jedenfalls die geplante Schuppentieranlage im Keller des Elefantentempels umgebaut(kann leider keine genaueren Angaben machen, was verändert wird!). Übrigens, das eine Graue Riesenhörnchen, welches die Anlage bis jetzt bewohnte, soll ins Vogelhaus umziehen & zwar in die Voliere der Zwergseidenäffchen (diese sollen dann in einer der größeren Vitrine im Vorraum Einzug halten) in der "Freiflughalle".
Wenn ich etwas Neues erfahre, werd ich es Euch wissen lassen!
VG Ralf
(21.04.2007, 01:26)
Langhals:   @Ralf Seidel. Die Wetten werden in Zookreisen abgeschlossen, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich bin mir nicht bewußt, mit meiner Äußerung im Zoo Frankfurt Thema Jemand zu nahe getreten zu sein oder beleidigt zu haben. Wenn dem so ist, Bitte ich hiermit in aller Form um Entschuldigung. Ich hoffe aber auch, das es mir Niemand übel nimmt, das ich an dem Treffen in Frankfurt , sollte es denn zustande kommen, nicht teilnehmen werde. Es ist nicht persönlich gemeint, das ich Forumsbekanntschaften nicht persönlich treffen möchte.
(26.01.2007, 18:32)
Shensi-Takin:   Weiß eigentlich jemand, was aus dem in einer ZGAP-Ausgabe 2006 erwähnten Schuppentier-Jungtier geworden ist?
(26.01.2007, 18:03)
Ralf Seidel:   @Langhals, Frage an den Kenner der Szene: WO UND VON WEM werden denn solche makabren Wetten abgeschlossen ?
Sie sind ja ein Meister der unglücklichen Bemerkungen, wundert Sie es immer noch, wenn andere Forumsteilnehmer mit Ihren Meinungen nicht so glücklich sind ? Mit anderen Zoofreunden durch Tiergärten streifen ist nicht Ihr Ding, das ist legitim und durchaus ein Standpunkt. Wenn Sie aber meinen, eventuell enttäuscht zu werden -Sie sollen die Leute ja nicht gleich ehelichen. Haben Sie sich schon mal gefragt, wen Sie mit Ihren Meinungen ständig enttäuschen ???
Sachlicher Streit ist okay, aber Ihre Bemerkung ist blumig gesprochen geschmacklos.
Wirklich gutgemeinter Rat, suchen Sie sich andere Hobbys. Kochschulen sind angesagt und Kurse für sorbische Volkstänze absolut in...
Tier- und Zoofreunde diskutieren anders...
(26.01.2007, 17:51)
Langhals:   Für die Schuppentiere ist die Kleinsäuger-Anlage im Kellergeschoss des Elefantenhauses vorgesehen.
(25.01.2007, 19:14)
Niedersachse:   Wo sollen denn die Tiere überhaupt leben in Leipzig??
(25.01.2007, 19:03)
Sarkasmo:   Sie sind ein richtiger Tierfreund, stimmts , Langhals ? Ihre Wette bezüglich der Schuppentiere ist ja an Zynismus kaum noch zu überbieten.Sie werden schon sehen, das sich die Tiere in Leipzig sehr gut eingewöhnen werden und die Betreung wird dort nicht schlechter sein als im gelobten Los Angeles.
(25.01.2007, 17:45)
Langhals:   Die Schuppentieer sollen aus Teipei kommen. Es werden schon Wetten abgeschlossen,wie lange die Tiere leben werden (kein Scherz ). Trotz optimalster Betreung hat das Schuppentier in Lso Angeles gerade einmal 10 Monate geschafft. Ichw ette daruf, sollten die Tieer im Frühjahr kommen, das sie es nicht solange schaffen, das sie in der nächsten Zooführer-Ausgabe erwähnt werden können...
(25.01.2007, 17:42)
Kahuna:   Entschuldigung. sehe jetzt das dieses thread ein schuppentiere-thread ist ;)
Ist schon bekannt von woher die leipziger tieren kommen mussen? Ich bin gespannt wie lange die tieren im leben bleiben :s
(25.01.2007, 17:14)
Kahuna:   stimmt. Kimdu von Blijdorp/rotterdam soll umziehen nach leipzig. Er ist geboren am 11 Mai 2005 (mutter Kamina, vater Tom) Er hat schon verzucht seine mutter zu decken, also es wird zeit das er blijdorp verlasst.
(25.01.2007, 17:11)
Niedersachse:   @?: Es soll kein Okapiweibchen sondern, der 2-jährige? Bulle Kimdu aus Holland (Rotterdam?) kommen. Der steht auch schon bereit, aber wegen der Blauzungenkrankheit darf er nicht transportiert werden.
(25.01.2007, 15:21)
?:   @Ralf Wagner. Soweit ich weiß, sollen die Tiere erst im Frühjahr kommen. Ich dachte nur, vielleicht weiß ja Jemand etwas Neues und Aktuelles zu dem Thema. Neuigkeiten zu den Duckern und dem kommenden Okapiweibchen nach Leipzig interessieren mich auch.
(25.01.2007, 07:18)
Ralf Wagner:   @?: Bei Deiner Fragestellung könnte man ja denken, daß die ("...Leipziger")Schuppentiere schon in Leipzig sind :-))) Hab ich da etwa was verpaßt oder übersehen?!? Bei meinem letzten Besuch am 21.1.07 waren noch keine zu sehen. Leider traf ich an diesem Tag keinen Pfleger an, den ich hätte fragen können, wie denn der neueste Stand ist, aber ich hab ja ne Jahreskarte & werd sicher berichten, wenns Neuigkeiten gibt! VG Ralf
(24.01.2007, 23:36)
?:   Gibt es etwas Neues zu den Leipziger Schuppentieren und lebt das zweite Tier in Paris noch ?
(23.01.2007, 19:32)
Michael Mettler:   Deswegen ja meine Wortwahl "für eine REINE Innenanlage". Wenn ich mir anschaue, wieviel Platz viele andere Zoos ihren kleineren Säugetieren bei reiner Innenhaltung bieten, ist die Leipziger Anlage tatsächlich geräumig. Dass ich auch kleineren Tieren (einschließlich "Nachttieren") wenigstens zeitweise Außenluft und Sonne wünsche, habe ich schon in verschiedensten Threads erwähnt. Und "vielfältig nutzbar" würde für mich nicht nur Kleinsäuger einschließen - warum nicht z.B. Tigerpythons?
(26.11.2006, 19:49)
IP66:   Ohne Außenanlage und Absperrgehe, ohne Licht, Luft und Sonne? Sie sind ja der Kleinsäugerexperte ...
(26.11.2006, 18:46)
Michael Mettler:   Wobei die Anlage für eine reine Kleinsäuger-Innenanlage sehr geräumig ist - und vielfältig nutzbar, falls es mit den Schuppentieren nicht klappt.
(25.11.2006, 19:21)
IP66:   Ich habe mir vor einer Woche die potentielle Schuppentieranlage im Keller des alten (!) Elefantenhauses in Leipzig angeschaut. Es ist eine größere Kleinsäugervitrine im Keller, durch eine Türe vom Besucherraum zu betreten. Im Keller herrscht oft Durchzug, weil es zwei Zugänge gibt. Man weiß ja nie, aber so richtig erfolgversprechend sah mir die Sache nicht aus.
(25.11.2006, 19:13)
Ralf Wagner:   Übrigens gibt es einen interessanten Artikel in den ZGAP-Mitteilungen ( Nov. 05) über eine künstliche Aufzucht eines Javanischen Schuppentieres(Manis javanica), welches in Kambodscha beschlagnahmt wurde & ins Angkor Centre for Conservation of Biodiversity( kurz ACCB)überführt wurde. Dort steht z.B., daß das Jungtier anfangs eine Mischung aus angerührtem Vollmilchpulver, Eidotter & Lachsöl aufnahm, nach ca. 70 Tagen diese Milchmischung zunehmend ablehnte & begann, nur noch Ameisen( Termiten?)zu fressen. Das Gewicht des Tieres hatte sich von ursprünglich 660 g auf 1450 g erhöht. Eine Umstellung auf eine alternative Futtermischung lehnte das Schuppentier ab, auch das Beimischen von Ameisensäure führte nur zu einer geringfügig besseren Akzeptanz, so daß Ameisen die Hauptnahrung blieben. Sehr interessant ist noch zu erwähnen, daß die Körpertemperatur des Tieres höchstens 34,3 C° betrug & bei Körpertemperaturen über 33,8 C° das Tier jegliche Nahrungsaufnahme einstellte & versuchte, Abkühlung in der Wasserschüssel zu finden. Während eines mehrstündigen abendlichen Bades sank die Körpertemperatur um volle 2 C° von 33,9 auf 31,9 C°, worauhin das Tier begeistert Termiten aus dem mitgebrachten Teil eines Baues ausgrub & verzehrte. Vielleicht ist ja auch eine zu hohe Haltungstemperatur bei gleichzeitig relativ hoher Luftfeuchte EIN Grund( neben des Futters...) für die hohen Verluste beim Versuch von Haltungen in Zoos, da ja bekanntlich bei relativ hoher Wärme & Luftfeuchte(Krankheits)keime, Parasiten & Bakterien bessere Bedingungen haben, um sich zu vermehren & die Tiere zu befallen, als wenn es etwas kühler ist(War das nicht auch ein ähnliches Problem z.B. bei Königspinguinen?). Nur eine eventuelle Möglichkeit oder ist der Temperaturunterschied zu gering?. Leider kann ich nicht sagen, was aus dem Schuppentier geworden ist, da der Artikel wie schon erwähnt vom November 2005 ist.
Wenn Leipzig Schuppentiere bekommen sollte, dann sind es sicher Chinesische(M. pentadactyla), da in dem Artikel auch steht, daß in Taipeh erfolgreich diese Art gehalten wird, auch mit Ersatzfutter ( Hauptkomponente ist Seidenraupenmehl)& der Zoo Leipzig die Tiere aus Taipeh beziehen soll.
(24.11.2006, 16:02)
Matthias:   @Mulan:
Natuerlich nicht viel, aber du selbst wolltest schliesslich auch Informationen dazu haben, woher ich dieses "Geruecht" nehme.
(20.11.2006, 10:25)
Mulan:   Und was hat die Fütterung von Großkatzen in den USA mit " SCHUPPENTIEREN IN DEUTSCHLAND " zu tun ? Gibt es diesbezüglich Neuigkeiten ?
(17.11.2006, 19:36)
Shensi-Takin:   Ich kann die Fütterung von kommerziellen Futter/ Hackfleisch an Raubtiere in Zoos in den USA aus eigener Erfahrung bestätigen; argumentiert wurde mit dem Argument der höheren Wirtschaftlichkeit dieser Fütterungsform.
Dortige kommerzielle Anbieter bieten nebst derlei Produkten auch Würste für Schlangen an...für die Nagerfreunde & sensible Naturen unter den Schlangenhaltern.
(17.11.2006, 19:18)
Matthias:   @Mulan:
Im aktuellen BIAZA Research Newsletter (unter http://www.biaza.org.uk/public/pages/research/newsletters.asp erhaeltlich) ist ein Artikel ueber Ganzkoerperfuetterung erschienen (Vicky Melfi & Kathy Knight: To carcass or not?). In Figure 2 ist deutlich erkennbar, dass US-Zoos hauptsaechlich kommerzielles Futter an ihre Raubtiere verfuettern. Dies ist also eine Tatsache und kein Geruecht. Bemerkenswert ist ausserdem, dass aus dieser Grafik hervorgeht, dass sogar oefter Ganzkoerper als Fleisch verfuettert wird. Wobei Ganzkoerper in diesem Artikel von Babymaus bis ganzes Pferd reicht.
(17.11.2006, 17:11)
th.oma.s:   @mulan...danke für die infos - dies alles unbestritten...unterm strich zählen aber die ergebnisse und da halte ich leipzig in bezug auf haltungs-erfolge von "anspruchsvollen pfleglingen" unter "schwierigen bedingungen" eben international nicht zweitrangig.
(27.10.2006, 19:23)
Mulan:   @ Matthias. Da werde ich mich mal erkundigen,im Bronxzoo habe ich eine Kontaktperson.Kann aber ein paar Tage daueren, derjenige ist permanent im Stress.
(27.10.2006, 15:19)
Matthias:   Bronx Zoo. Ich habe mich mit Pflegern unterhalten die dort waren.
Weiterhin wird es auch in einigen Artikeln immer wieder erwaehnt. Siehe z.B. den Artikel ueber tiermedizinische Aspekte bei der haltung von Katzen im aktuellen Arbeitsplatz Zoo.
(27.10.2006, 15:12)
Mulan:   @Matthias Ich selbst konnte mich davon überzeugen, das in den meisten amerikanischen Zoos Großkatzen nicht anders gefüttert werden als in Europa,( ich kenne San Diego, Chicago, L.A, San Francisco und Cincinnati und habe mich mit vielen Zooleuten unterhalten, auch was die Fütterung von Großkatzen angeht, weil ich eben auch geglaubt habe, die Tiere würden so gefüttert, das Fleisch nicht als Fleisch erkennbar ist-Falsch ! )die Tiere erhalten Fleischportionen und Felltiere. Der einzige Unterschied ist, das in den Staaten keine überzähligen Hirsche und Antilopen geschlachtet und verfüttert werden. Es gibt ein paar Zoos, die das Fleisch sehr klein portionieren, dies aber nur für die Schaufütterungen, das sind aber wenige Ausnahmen. Wurst allerdings wird in den USA nicht verfüttert. Meines Wissens jedenfalls nach nicht. Können Sie mir einen Zoo nennen, der das tut ? Viele Gerüchte die amerikanischen Zoos betreffend sind eben nur Gerüchte, die mit der Realität nichts gemein haben.
(27.10.2006, 14:04)
Matthias:   Na ja, ob an artgerechter Fuetterung in den USA geforscht wird wage ich zu bezweifeln. Es wird in der Tat viel geforscht was die Zusammenstellung des Futters angeht, so dass dort die Naehrstoffverhaeltnisse viel naeher an den in der Natur sind. Aber, das geht oft zu lasten einer artgerechten Fuetterung, wenn Raubtier ausschliesslich mit Wurst (aehnlich der hier erhaeltlichen Hundewurst) gefuettert werden.
(27.10.2006, 13:38)
Mulan:   @ Thomas. Ich bin mal so frei und übernehme die Antwort aus meinem Kenntnisstand. Ganz einfach, in Los Angeles wurde schon mehrfach (vergeblich) versucht, Schuppentiere auf Dauer zu halten.( für Leipzig ist es der erste Versuc)Alle Versuche endeten mit einem sehr frühen Tod der Tiere. In Amerika ist die Zootierforschung wesentlich weiterentwickelter als in Europa, schon allein was dort an Forschung für eine artgerchte Ernährung der Tiere getan wird, ist sehr beeindruckend. Viele Us-Zoos haben eine eigene Abteilung, die sich nur damit beschäftigt. Auch in dieser Hinsicht sind die Amerikaner den Europäern weit überlegen. Und nicht zuletzt verfügen viele Us-Zoos über derart moderne Tierkrankenhäuser, die vielen Human-Krankenhäusern in "ärmeren" Ländern überlegen sind.In der Tiermedizin wird in den USA ebenfalls mehr geforscht als hierzulande. Damit möchte ich aber nicht sagen, das Leipzig ein schlechter Zoo wäre, im Gegenteil, Leipzig spielt in Europa in der Oberliga mit. Vielelichtw äre es aber wirklich besser, die Schuppentiere nicht im Elefantenhaus unterzubringen, sondern an einer gesonderten, ruhigeren Stelle im Zoo , und zwar mit Außenanlage.
(27.10.2006, 13:11)
th.oma.s:   @?: warum gehört leipzig bei tiergärtnerischer gesamtbetrachtung Ihrer meinung nach in eine schlechtere kategorie als z. B. los angeles ? ich glaube sie unterschätzen da den zoo leipzig, insbesondere auch die dortigen erfahrungen und traditionen in bezug
auf haltungserfolge von "problemtieren" auch unter schwierigen bedingungen.
(26.10.2006, 22:16)
Klaus Schüling:   Mir hat Dr. Encke vor einigen Wochen erzählt, dass vorerst nicht an Schuppentiere gedacht ist. Die Frage nachdem wohin stellt sich also einstweilen nicht.
(26.10.2006, 16:14)
?:   @Konstantin Ruske
Ich habe nicht die Leipziger Schuppentierhaltung im Vorfeld kritisiert, sondern die Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft, die vielerorts unter großen Verlusten gescheitert ist, im Allgemeinen. Mit meiner kritischen Bemerkung wollte ich zum Nachdenken darüber anregen. Ich bin sehr gespannt, wie das Experiment in Leipzig, Schuppentiere zu halten verlaufen wird. Scheitert ist, werde ich bestimmt nicht jubeln und rufen "He Leute, ich hab es gewußt !", sondern werde die Tiere bedaueren. Ferner bin ich kein Kritiker einer gewissen"Diskretion",Herr Ruske. Wenn verschiedene Zoos weniger Auskunfstfreudig sind als Leipzig, dann hat das andere Gründe als kritische Bemerkungen in einen öffentlichten Zooforum. Zoos mußten sich schon weitaus heftigeren Attacken stellen und sind deswegen nicht weniger auskunftsfreudig geworden. Abgesehen davon, wünsche ich dem Zoo Leipzig viel Erfolg mit den Schuppentieren und wünsche und hoffe, das es gelingt, diese interessanten Tiere auf Dauer in Gefangenschaft halten zu können, denn ich habe auch noch kein Schuppentier lebend gesehen und warte erstmal ab, wie Leipzig mit den Tieren klarkommt.Wie schon zu lesen war, sind bereits ganz andere Zoos an der Schuppentierhaltung gescheitert, zuletzt Los Angeles.
(26.10.2006, 15:27)
Michael Mettler:   Mir ist spontan eigentlich nur das Menschenaffenhaus eingefallen - die Innenanlage der Braunen Makis wäre denkbar.
(25.10.2006, 09:01)
Sven P. Peter:   Vieleicht im zugeschütteten Seekuhgehege, wenn die nach Duisburg gehen (nur spinnerei, aber wäre eine möglichkiet ;) )
(24.10.2006, 23:58)
Michael Mettler:   Was bei mir die Frage aufwirft: Wo würden eigentlich die Nürnberger Schuppentiere untergebracht, falls der Tiergarten wirklich einen Haltungsversuch machen will? Die Haltungsmöglichkeiten für kleinere tropische Tiere sind doch in Nürnberg spärlich gesät.
(24.10.2006, 23:38)
Sven P. Peter:   Was ich nicht verstehe ist, warum diese Tiere in den KELLER vom Elefantenhaus kommen. Für solche seltenen und wertvollen Tiere würde ich eine eigene Anlage, ausserhalb irgendeines Tierhauses bauen. Das Elefantenhaus ist doch sehr gut besucht, was starken stress für die Tiere bedeutet.
(24.10.2006, 15:11)
Konstantin Ruske:   Kommentatoren wie " ?" ht man es zu verdanken, wenn nicht jeder Zoo so aiskunftsfreudig ist wie Leipzig, wobei dieser sich darüber vielleicht schon ärgert... Die größten Kritiker einer gewissen Diskretion sind dann wieder Leute namens " ?".
(24.10.2006, 13:56)
?:   Der Countdown läuft.Ob es die Leipziger Schupptentiere sogar in die Schau schaffen ? Die beiden Wuppertaler haben es nicht geschafft.
(24.10.2006, 06:47)
Ralf Wagner:   Habe mal per E-Mail beim Zoo Leipzig angefragt wegen der Schuppentiere, da sie ja eigentlich schon für dieses Jahr angekündigt waren, und hab auch eine Antwort(!!!) erhalten, ein Kurator des Leipziger Zoos schreibt:"...wir bemühen uns zur Zeit um Schuppentiere. Es gibt gute Chancen, im Frühjahr 2007 Tiere zu erhalten, für die übrigens im neuen Elefantentempel (Kellerbereich) bereits Gehege geschaffen wurden. Bitte verstehen Sie, daß wir Ihnen zu dieser Frage zur Zeit keine weiteren Informationen geben können." Na mal sehen :| werde weiter dranbleiben und wenn sich etwas tuen sollte, berichten. VG Ralf


(24.10.2006, 01:28)
Lollo:   Oder irgendwelche Neuigkeiten, was die geplante Schuppentier-Haltung in Leipzig betrifft ? Ist hier nicht ein Leipziger Tierpfleger im Forum, der das beantworten kann ? Ich möchte unheimlich gerne endlich einmal ein lebendes Schuppentier sehen.( es dürfen natürlich auch zwei sein )
(29.08.2006, 20:15)
Dortmunder:   Gibts eigentlich schon Neuigkeiten, was die geplante Nürnberger Etablierung der Schuppentiere in Deutschland angeht ?
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Kleines Fundstück älteren Jahrgangs aus dem "Zoologischen Garten": Am 11.10.1953 erhielt der Zoo Basel ein weibliches Schuppentier aus Afrika, das nach seinem Eintreffen als Steppenschuppentier bestimmt wurde. Nach dreiwöchiger Haltung fand man überraschend ein Neugeborenes vor; das Junge lebte allerdings nur eine Woche, und drei Wochen nach seinem Tod starb auch das mittlerweile stark abgemagerte Muttertier.
(26.06.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Ich habe heute die Anlage im Leipziger Elefantentempel "Ganesha Mandir" gesehen, die als mögliche Schuppentierunterkunft in Frage kommt und derzeit "nur" mit dem einzigen Riesenhörnchen in Deutschland besetzt ist. An der linken Außenseite der Anlage befindet sich ein "Schneewittchensarg", also eine längliche Nestbox, die mit einem Glasdeckel abgedeckt und vom Gehege her durch eine Schieberöffnung erreichbar ist (momentan unbenutzt). Das Gehege selbst ist mittig durch eine Kunstfelswand im unteren Bereich unterteilt, so dass kletternde oder fliegende Tiere beide Hälften nutzen können, reine Bodenbewohner jedoch nicht.

Soweit ich weiß, sind alle asiatischen Schuppentierarten kletterfähig oder sogar baumbewohnend, also wäre die Trennwand für sie kein Hindernis. Ist da etwa sogar eine Gemeinschaftshaltung mit rein bodenlebenden Säugern (welchen?) geplant?
(14.05.2006, 00:00)
Klaus Schüling:   ... Danke, ich habe die Angaben korrigiert. Es waren nur zwei Einträge für Oklahoma (zwei Tiere M. crassicaudata).
(20.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Drei Schuppentiere in Oklahoma City, die exakt gleich alt geworden sind...?
(20.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   Dabei vergisst man allzuleicht, wieviele Schuppentiere importiert wurden und wieviele davon nicht mal die ersten 3 Monate in Menschenobhut überlebt haben....
Altersrekorde sind für mich kein Indiz dafür, ob jemand Ahnung von Tieren aht oder nicht. Ein Tier kann auch bei schlechter Haltung sehr alt werden, Beispiele dafür gibts genügend.Ich kenne einen Schäferhund in der Nachbarschaft, der kommt zweimal am Tag für ein paar Minuten raus in den Garten,ist zu fett, weil er mit allem möglichem Kram gefüttert wird und ist schon sage und schreibe 15 Jahre alt....
(19.04.2006, 00:00)
Klaus Schüling:   Folgende Höchstalter listet Richard Weigl in seinem Buch:

Manis crassicaudata:
0,1 Oklahoma City, 19 Jahre, 3 Monate
0,1 Oklahoma City, 12 Jahre, 5 Monate

Manis gigantea:
0,0,1 Antwerpen, mind. 4 Jahre, 7 Monate
0,1 Fort Worth, 4 Jahre, 1 Monate

Manis javanica:
0,1 Antwerpen, 6 Jahre,1 Monat

Manis pentadactyla:
1,0 Nagoya/Tokio, 15 Jahre, 3 Monate
M. p. pentadactyla:
0,1 Taipeh, im Zoo seit Juni 1996, am 9. August 2004 noch am leben
M. p. aurita:
1,0 Audubon, New Orleans, 11 Jahre, 9 Monate, kam als Wildfang im vermuteten Alter von 3 ½ Jahren in Gefangenschaft, wurde also vermutlich mehr als 15 Jahre alt

Manis temminckii:
0,0,1 Milwaukee, 3 Jahre, 2 Monate

Manis tetradactyla ssp.:
0,0,1 Bronx Zoo, 19 Tage (im Jahre 1949)

Manis tetradactyla longicaudata:
0,1 Toronto, 5 Jahre, 4 Monate

Manis triscuspis.:
1,0 Rotterdam/Arnhem, 4 Jahre, 2 Monate

- Wir sind also nicht ganz so ahnungslos, wie whäufig angenommen wird.

Tatsächlch geht es doch im Grunde um die Frage, ob ein Zoo bereit ist, den erheblichen Aufwand, den eine Gattung wie die Schuppentiere mit sich bringt, auf sich zu nehmen, ohne ein attraktives Tier zur Schau stellen zu können (denn man wird die Tiere so gut wie nie sehen).
Sollte dies der Fall sein, hat er meinen Segen, egal auf welchem Kontinent.

(19.04.2006, 00:00)
Michael Amend:   Ich habe heute erfahren, das das Langschwanz-Schuppentier im Zoo von Los Angeles im Otober 2005 nach nur 8 monatiger Haltung gestorben ist.Es kränkelte ein paar Tage, verhielt sich sonst normal, ehe es starb. Die Tierärzte und Kuratoren des Zoos sagten zu Vertretern der Presse,"man wisse einfach noch zu wenig über die Lebsnweise und Ernährung von Schuppentieren im Freiland und das die Haltung dieser Tiere extrem schwierig ist, das L.A nicht ohne Grund keine Schuppentiere mehr hält.Das Tier, das ausgestellt war, wurde von einer Frau in die USA geschmuggelt.Wenn ein renomierter Zoo wie L.A betont, das Schuppentiere im Zoo nur extrem schwierig zu halten sind und davon Abstand nimmt, so zweifele ich daran,ob es in Deutschalnd besser klappen wird.Der Unterschied zu amerikanischen Zoos ist, das dort die medizinische Versorgung der Tiere besser ist, es wird mehr geforscht, vor allem was die Ernährung der Tiere im Zoo anbelangt.Ich sehe der Haltung von Schuppentieren in Leipzig sehr skeptisch entgegen und bin schon sehr gespannt, wie lange die Tiere überleben werden.
(19.04.2006, 00:00)
Ralf Wagner:   Also, aktueller Stand in Leipzig: nach Eröffnung des Elefantentempels sind die Schuppentiere noch nicht da. Laut Aussagen einiger Zootierpfleger & -lotsen sollen sie aber noch in diesem Jahr/demnächst( genauer Termin steht noch nicht fest, Probleme mit der Ausfuhr & Einigung über die Abgabe der Tiere) in einem Gehege im Tempelkeller, welches i.M. mit einem Riesenhörnchen besetzt ist, Einzug halten! Die Tiere sollen aus dem Zoo in Taipeh kommen. Aber mal abwarten, in der Kiwara-Savanne waren auch Erdferkel angekündigt & dann wurde dieses Vorhaben nicht realisiert. Beim Nachfragen klangen einige Pfleger & Lotsen nicht gerade begeistert wg. der Haltung der Schuppentiere in Leipzig, was sicher mit der heiklen Pflege zu tun hat, obwohl die Tiere in Taipeh sehr gut eine spezielle Futtermischung annehmen sollen. VG Ralf
(12.04.2006, 00:00)
Michael Mettler:   Nach einigen Griffen ins Bücherregal:
Puschmann nennt in "Zootierhaltung" für drei Arten ein Höchstalter in Menschenobhut. Indisches Schuppentier (Manis crassicaudata) 13,5 Jahre; Steppenschuppentier (M. temmincki) fast 3,5 Jahre; Riesenschuppentier (M. gigantea) 4 Jahre.

Kingdon nennt in seinem "Field Guide to African Mammals" die unterschiedlichen Nahrungsansprüche der vier afrikanischen Arten. So lebt das Schwarzbauch-Schuppentier (M. tetradactyla) überwiegend von Baumameisen zweier nur in waldigem Sumpfland vorkommender Gattungen, das ebenfalls baumbewohnende Weißbauch-Schuppentier (M. tricuspis) dagegen überwiegend von bodenlebenden (!) Termiten. Das bodenbewohnende Riesenschuppentier, das ich vorhin fälschlicherweise als Steppenbewohner bezeichnet habe (ist aber ein Waldtier), ist dagegen sehr vielseitig: Termiten, Ameisen, aber auch andere Insekten und deren Larven, sogar Wasserkäfer. Ähnliches gilt für das Steppenschuppentier, das vorrangig Ameisen, aber auch Termiten und andere Kleininsekten zu sich nimmt.

Für die asiatischen Arten fehlt mir leider ähnlich spezifische Literatur. In "The Book of Indian Mammals" erwähnt Prater "a pangolin kept in semi-captivity" (leider ohne genaue Artangabe, in Frage kommen M. crassicaudata und M. pentadactyla), das zwar bei der Nahrungssuche Termitenhaufen aufbrach, aber sich für die Termitenarten, die unter Baumstubben und Steinen zu finden waren, überhaupt nicht interessierte. Auch bei den Ameisenarten war es wählerisch und zog zudem die Ameiseneier den erwachsenen Insekten vor. Besonders beliebt war eine rote Baumameise.
Bei solch speziellen Vorlieben sollte es nicht verwundern, wenn ein Schuppentier dieser Art schwierig zu halten ist. Ich denke schon, dass eine weniger spezialisierte Art eher für Haltungsversuche geeignet ist.

Abgesehen von der Ernährung mag auch artspezifischer Parasitenbefall ein Grund für schlechte Haltungserfolge sein. Ich erinnere daran, dass bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fast alle Zoo-Okapis relativ früh dem artspezifischen Wurm Monodontella zum Opfer fielen, bis man dahinter kam, dass eine Bodenheizung in den Ställen dessen Fortpflanzung unterbindet. Vielleicht fehlt ein solcher Durchbruch einfach noch bei den Schuppentieren.
(29.11.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Und wovon ernähren sich Ameisenbären und Erdferkel...? Allein schon im Unterschied zwischen Ameise und Termite mag ein Ernährungsproblem begründet sein. Nahrungsspezialisten heißen nun mal nicht ohne Grund so. Man muss sich nur mal vor Augen halten, dass viele Menschen genetisch bedingt Probleme mit Milchprodukten haben, weil ihnen irgendein Enzym fehlt, das für die Verwertung notwendig ist. Würde man solche Menschen vorwiegend mit Milchprodukten "füttern", weil Milch ja bekanntlich gesund ist, würden sie vielleicht auch kein hohes Alter erreichen....
(29.11.2005, 00:00)
Oldzooboy:   Ich denke,die Art spielt keien Rolle, da alle Schuppentiere sich von Ameisen und Termiten ernähren, und es somit keinen Unterschied macht.Es wäre aber durchaus interessant, Informationen über die Schuppentierhaltung in Taipeh zu bekommen,was sicher nicht einfach ist.Es mag ja sein, das das Schuppentier in Arnheim ein paar Jahre gesund gelebt hat,es hätte in der Natur aber sicher ein paar Jahre länger gelebt.
(29.11.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Es wäre für diese Diskussion vielleicht mal ganz interessant, die Schuppentiere nicht alle über einen Kamm zu scheren. Immerhin handelt es sich um mehrere Arten bzw. je nach Systematiker verschiedenen Gattungen, darunter zwei bodenbewohnende Arten aus der afrikanischen Steppe und kletternde Arten aus Afrika und Asien. Vielleicht sind die beiden Steppen-Arten ja "einfacher" zu halten oder Afrikaner leichter als Asiaten? Dazu müsste man mal die bisherigen Haltungsdaten nach Arten aufgeschlüsselt zusammenstellen. Anscheinend sind ja auch Große Ameisenbären einfacher zu halten als Tamanduas oder gar Zwergameisenbären, und auch unter den Gürteltieren gibt es einfache (Borstengürteltiere) bis sehr schwierige (Riesengürteltier) Arten.
(29.11.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Keiner derjenigen, die gegen die sicher schwierigen, aber nicht unmöglichen versuche, eine verantwortungsvolle Schuppentiereingewöhnung und Haltung zu etablieren, ereifern, konnte bisher etwas zu Taipeh sagen. Fehlen da die Informationen. Wenn jemand wie Herr Encke mit Taipeh kooperieren will, wird er sich doch keine zweifelfhaften Partner ausgesucht haben. Im übrigen hat das Schuppentier in Arnheim Anfang der 90er einige Jahre ganz gesund gelebt.
(29.11.2005, 00:00)
Oldzooboy:   Details zu diesem Schuppentier hat Herr Amend in seinem Beitrag vom 07.10 geschrieben,er hat ja das Tier gesehen und geschrieben,das auch der auf schwierig zu haltende Arten spezialisierte Zoo Los Angeles KEINE Schuppentiere mehr halten will,weil sie eben für eine Zoohaltung ungeeignet sind.Das eine Tier wird eben nur gehalten, weil es ins Land geschmuggelt wurde.Da es erst seit Februar im Bestand des Zoos ist,bleibt abzuwaten,wie lange es am Leben gehalten werden kann.Vieleicht stehen die Chancen ja nicht schlecht, da das Tier extrem jung in den Zoo kam.
@Susanne
Wenn ein erfahrener Tierpfleger schreibt, das Schuppentiere für eine Zoohaltung nicht geeignet sind, dann glaube ich ihm das mehr als einem Laien,sie brauchen also nicht versuchen,mit irgendwelchen Argumenten eine Haltung von Schuppentieren zu rechtfertigen.Die beiden Tiere in Wuppertal kamen in einem sehr guten Gesundheits,-und Ernährungszustand an und sind trotzdem nach wenigen Monaten eingegangen.Es entspricht nicht den Tatsachen,das alle in Zoos gelangten Schuppentiere"todgeweihte"Tiere waren.Sie sollten einmal das "Gutachten über die Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren"lesen, da finden Sie die Information"Die Haltung von Schuppentieren ist wegen ihrer Pflegeansprüche nur unter bestimmten Vorraussetzungen und Bedingungen möglich" Seltsam finde ich, das Schuppentiere selbst in den Zoos ihrer Ursprungsländer nicht gehalten werden.Das Buch"Zootierhaltung"schreibt über die Haltung von Schuppentieren:"Ähnlich wie Ameisenbären,doch bisher wenig erfolgreich.Haltungsergebnisse bei allen Arten noch unbefriedigend,Fütterung und vor allem rechtzeitige Umstellung auf Ersatzfutter noch nicht zufriedenstellend gelöst"Das sind für mich genügend Argumente,auf diese Tiere im Zoo zu verzichten.Der Schutz von Schuppentieren muß vor Ort geschehen und nicht in Zoos.Es kann doch nicht sein,das angebliche Zoofreunde un Tierfreunde aus purem Egoismus,um seltene Tiere in Zoos zu sehen,in Kauf nehmen,das eine Haltung derer nur mit großen,ständigen Verlusten geschehen kann.Das nenne ich "Tierfreund"
@Zoosammler 17.09 Ich habe mir endlich mal die Folge Chieng Mai von Abenteuer Zoo angesehen.Das hätten Sie vor dem Verfassen Ihres Beitrages auch tun sollen,denn die Schuppentiere laufen dort nicht einfach frei im Park herum.Es handelt sich um ein Tier,das im Zoo abgegeben wurde und das entsprechend seines Zustandes später in der Umgebung des Zoos wieder ausgewildert wurde,weil laut Aussage eines Zoomitarbeiters Schuppentiere im Zoo wegen ihrer Futterspezialisierung nicht gehalten werden können.Und das,obwohl in Thailand Schuppentiere frei leben....Das sollte einem doch zu denken geben.Ich fände es sehr negativ von Nürnbeg und Leipzig, in Anbetracht dieser unbestreitbaren Tatsachen Schuppentiere zu halten(und zu "verheizen")
(28.11.2005, 00:00)
Klaus Schüling:   Leider haben wir bei der unserer Kalifornien-Rundreise im Zoo von Los Angeles nicht das dort gehaltenen Schuppentier zu Gesicht bekommen.
Hier wurde ein von einme Touristen aus Afrika mitgebrachtes angeblich nur wenige cm großes Jungtier "aus dem Stand" erfolgreich auf eine Länge von ca. 40 cm (zzgl. Schwanz) gebracht.
Man sollte also nicht einfach sagen, dass diese Tiere dem Tode geweiht sind.
Offensichtlich ist eine Haltung prinzipiell möglich.
Wir werden versuchen, Details zu diesem LA Schuppentier herauszubekommen.
(18.10.2005, 00:00)
Susanne:   Ein Nachtrag zur Schuppentier-Diskussion.
Ich möchte hier mal ein paar Fakten und Gedanken einstreuen, die bisher noch nicht geäußert wurden.
- Schuppentiere kamen früher eben total ohne jede Eingewöhnung in den Handel
- auch in den letzten Jahren waren das meist stark geschwächte Tiere von lokalen Märkten und aus dem Bushmeat-Handel
- Schuppentiere werden zu hunderttausenden u. a. für die Chinesen gefangen und umgebracht
- dadurch sind einige Arten vor allem in SO-Asien extrem bedroht
- die Tiere, die beschlagnahmt werden, sterben fast immer, entweder weil die staatlichen Auffangstellen sie nicht am Leben halten können, weil sie in die lokalen Zoos ohne Haltungserfahrung gelangen, oder weil sie schlicht freigelassen werden - in ungeeigneten Habitaten
- die lebenden Tiere im illegalen Handel in Asien sind zudem meist Jungtiere - die Erwachsenen wurden dann schon „verarbeitet“
- jetzt gibt es mehrere neue Ansätze. Einer geht vom Zoo Taipeh aus, der sicherlich die meiste Erfahrung hat, und mit dem mehrere eur. Zoos kooperieren werden
- das andere sind die Auffangstationen vor Ort, wie das EPRC in Vietnam und das ACCB in Kambodscha.
Das ist eine Auffangstation mit Artenschutz-Hintergrund: http://www.zgap.de/accb.html
Zur Zeit befindet sich dort ein Schuppentier in Handaufzucht, Gehege für Beschlagnahmungen wurden gerade fertig. So werden die Behörden unterstützt und newben ganz praktischen Tierschutz auch Aufklärung und Grundlagenforschung betrieben.
- Also: Hier werden keine Tiere für Haltungsversuche „verheizt“, sondern an sonst ohnehin todgeweihten beschlagnahmten Schuppentieren der „einfacheren“ Arten die Haltungsbedingungen optimiert, um mittelfristig auch gefährdete Arten halten und züchten zu können.
- aus diesen Bewständen könnten dann Tiere nach Europa kommen, und im Gegenzug Unterstützung für die Arbeit vor Ort. Eben jede Form vom Artenschutz-Engagement, das von Zoos heute gefordert wird.
- die gewonnenen Erkenntnisse dienen dann natürlich auch der Unterstützung der Behörden, dem Schutz der freilebenden Tiere und bei der Haltung von Beschlagnahmungen.

Das Ganze ist also mal wieder viel komplizierter als die einfache Frage „Sind Schuppentiere für Zoos geeignet“!

(18.10.2005, 00:00)
Michael Amend:   Ich bin nicht der Meinung,das man die fruheren Verluste bei Importen einger Tierarten,wie z.B Orangs,mit den von heute vergleichen kann.Die vErluste bei Orangs sind weitgehenst nicht auf Futterumstellung zuruckzufuehren,sondern auf Krankheiten oder falsche UNterbringung.Das Schuppenteir ist ein extremer Futterspezialist und eben anfaellig fuer Krankheiten und Fuetterungsfehler.Die extreemn Verluste von Schuppenteiern in den vergangenen Jahren sprechen eben fuer sich,und wenn selbsr die Amerikaner,die bei der Eingewoehnung ,Haltung und Zucht sehr grosse Erfolge erzielt haben,z.B beim Papaeigeitaucher,den ich in allen drei Arten in meheren Zoos in sehr erfolgreichen Zuchtgruppens ehen konnte,die FInger vom SChuppenteir lassen,das spricht das nicht egrade fuer eienn Neuanfang ind eren Haltung in Europa.Los Angels hat mehrfach verschiedene Schuppentierarten gehalten,alle Tiere starben innerhalb kuerzester Zeit.Und wie ichs chon geschrieben ahbe,es macht keienn Sinn,wenn ZWEI Zoo versuchen wollen,Schuppentiere zu halten.
(15.10.2005, 00:00)
IP66:   Verzeihung! Das Okapi ist mir in die Aufzählung gerutscht, weil es ein schönes Beispiel ist, daß ein ausgeprägter Wille, die Tiere in Europa zu halten, zum Aufbau einer Fangstation in Zaire resp. Kongo/Kinshasa geführt hat und am Ende ja auch zu einem relativ stabilen Bestand in den USA und Europa. Als Angriff habe ich die Kritik nicht empfunden, da ein solches Forum ja die Möglichkeit gibt, Meinungen auszutauschen, selbst wenn sie bisweilen etwas prononcierter formuliert werden. Die Schuppentierhaltung scheint mir zudem reizvoll, weil ich schon erlebt habe, daß das Publikum - auch solches, das sich nicht so häufig in Zoos aufhält - sich durchaus für Tierarten interessiern, die ungewähnlich aussehen, wenn diese einigermaßen sichtbar und aktiv sind. Dortmund ist ein Zoo, der an mancher Stelle auf den Effekt setzt - Riesenotter, Ameisenbären - aber man kann auch im duisburger Äquatorium erleben, daß die Faultiere einen Menschenauflauf verursachen und den so beliebten Affen die Schau stehlen.
(14.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Ich frage mich, ob die Etablierung von Schuppentieren in Europa nicht sogar eine Aufgabe für engagierte Privathalter sein könnte. Bevor jetzt der Aufschrei der Entrüstung kommt, meine Begründung: In der Terraristik ist in Privathänden schon die Haltung und sogar Nachzucht vieler Nahrungsspezialisten gelungen, an denen selbst große Zoo-Terrarienhäuser gescheitert sind. Bei z.B. hauptsächlich von Ameisen lebenden Arten denke ich dabei an Krötenechsen, Flugdrachen oder Baumkröten. Irgendetwas müssen diese Privathalter besser machen als die Zoos - und sei es nur, dass sie sich auf die Pflege einer einzigen Tierart konzentrieren und deren Bedürfnisse viel intensiver studieren können.
(13.10.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Selbst der Rotterdamer Zoo mußte schon mehrmals neue Papageitaucher importieren, und die ganz optimale Haltung ist da wohl auch noch nicht gefunden ( die Tiere im Loropark sahen auch nicht "glänzen" aus). Die Schopflunde im Bronx Zoo und Central Park Zoo New York dagegen halten sich prächtig und züchten gut. Es ist fast immer eine Frage der Zeit und eben auch des probierens.Dafür unternehmen Zoos aber sicher keine Bestandsgefährdenden Massenimporte mit hohen Verlustquoten schon beim Transport ( wie etwa bei Vogel- und reptilienschmuggel).Entnahmen von Tieren aus der natur für Zoos werden wohl nie ganz aufhören und würden wohl bei weniger Bürokratie vor allem bei Huftieren öfter vorkommen. Das muß aber niemand stören, so lange er Zoohaltung bei aller Anerkennung ihrer Bemühungen nicht doch a priori als etwas der " Freiheit" gegenüber negativeres bewertet. Ambitionierte Zoohaltung mit allen Anstrengungen, und das ist doch das Ziel der meisten Zoos, sollten nicht "weniger wert" sein als die " Freiheit".

Ist die Schuppentierhaltung in Taipeh denn nicht so erfolgreich, wie in letzter Zeit von ihr vermittelt wurde? Nur dann ergäben sich ja ernste Bedenken bezüglich der generellen Machbarkeit der Haltung. Weiß da jemand mehr. Warum will Nürnberg extra mit Taipeh kooperieren, wenn die nicht wirklich Fortschritte gemacht hätten?
(13.10.2005, 00:00)
Matthias Papies:   Erstmal moechte ich mich bei ihnen bedanken, dass sie, im Gegensatz zu Steffen Kohler, meinen Beitrag nicht als "Angriff" verstehen. Das ist es naemlich auch nicht. Ich war nur von ihrer Wortwahl ("wer nicht wagt", etc.) erschuettert und deshalb war dann meine Wortwahl auch etwas zugespitzt.
Ich gebe ihnen Recht, dass das Wildfangthema bei anderen Tierklassen (und nich nur bei den Fischen) relativ undogmatisch behandelt wird. Aber dort gibt es dann trotzdem relativ gute Haltungserfolge, mittlerweile auch bei Korallenfischen.
Und zu der Bemerkung von Herrn Kohler, dass man es doch Versuchen muss, wenn das Risiko kalkulierbar ist, kann ich mich nur wiederholen. In asiatischen und auch westlichen Zoos gab es bereits zahlreiche Versuche Schuppentiere zu halten, aber die Ernaehrung ist dann leider doch komplizierter als bei Ameisenbaeren. Solange es also nichtmal in den Ursprungslaendern funktioniert, diese Tiere zu erhalten und zu zuechten, ist dieses Risiko keineswegs kalkulierbar.
Aber vielleicht kommt ja noch der "Durchbruch" in asiatischen Zoos. Dann waere ich auch bereit zu erwaegen, Schuppentiere in westlichen Zoos zu halten. Solange es aber noch nicht soweit ist, eben nicht.

@IP66: Bei ihrer Aufzaehlung von wiedereingebuergerten Tierarten steht auch das Okapi. Das hat sich doch da sicherlich aus Versehen eingeschlichen, oder?
(13.10.2005, 00:00)
IP66:   Ich kann ihre Bedenken durchaus verstehen, frage mich aber, ob das Verbot jeglicher Entnahme von Tieren aus freier Wildbahn mehr als ein modisches Dogma vorstellt. Zum einen genügt ein Besuch in einem beliebigen Aquarium, um festzustellen, daß dies zumindest bei den Korallenfischen sehr undogmatisch gehandhabt wird, zum anderen gäbe es keine wiederausgesiedelten Przewalski-Pferde, Okapis oder Mhorr-Gazellen, wenn nicht zuvor bei Fang und Eingewöhnung das ein oder andere Tier geopfert hätte werden müssen - da steht sich das Dogma denn selbst im Wege. Bei bedrohten Arten würde ich mich Ihrer Haltung allerdings vollständig anschließen. Was die Tötung von Zootieren angeht, hat es mich auch erschreckt, als man sich in Wuppertal entschloß, einen Bonobo zu euthanasieren. Es handelte sich um ein arg zurückgebliebenes Nachwuchsmännchen, und man hat die Sache im Jahresbericht sehr ehrlich und offen behandelt. Für mich ergab sich daraus der Schluß, daß Tierhaltung immer auch irgendwo Tiertötung bedeuten wird, ob man nun bei männlichem Antilopen- und Hirschnachwuchs reguliert oder eben Schuppentiere eingewöhnt.
(13.10.2005, 00:00)
Steffen Kohler:   Ihre Angriffe auf IP66 kann ich nicht nachvollziehen, Herr Papies.
Wenn europäische Zoos in Kooperation mit z. B. Taipeh versuchen, Schuppentiere erfolgreich zu halten und zu züchten, halte ich das für begrüßenswert. Dass man dabei mit Verlusten rechnen muss zeigt die Haltungs- Geschichte anderer Arten, aber wenn dieses Risiko kalkulierbar ist, kann man es doch versuchen. Das ist doch kein zynisches Verheizen von Tierleben im Geiste von vorgestern! Solange man es nicht versucht, wird man auch nicht wie von Ihnen gefordert eine Zucht garantieren können.
(12.10.2005, 00:00)
Matthias Papies:   In der Zwischenkriegszeit und in den 60er Jahren herrschten auch noch andere Mentalitaeten. Nachschub konnte immer aus der Wildbahn besorgt werden. Die Fuetterung von Schuppentieren ist aber nunmal was anderes als Menschenaffen gegen Krankheiten zu schuetzen oder fuer Blaetteraffen Blaetter einzufrieren/zu trocknen.
Wenn sie der Ansicht sind, dass das Eingewoehnen von neuen Tieren "kostet", dann sollten sie sich mal fragen, inwieweit sie in der heutigen Zeit angekommen sind. Zoos nehmen nicht mehr so ohne weiteres Tiere aus der Wildbahn.
Eingewoehnungsstationen fuer Schuppentiere in den Herkunftslaendern gab es de facto schon immer. Naemlich die Zoos dort. Doch das hat dort auch eher weniger geklappt.
Also warum sollten dann Zoos in Europa oder Amerika sich an diesen Tieren versuchen? Das sich einige Arten "heraus kristallisieren" wuerde dann natuerlich bedeuten, dass andere Arten ueber die Klinge springen. Scheinbar haben sie kein Problem damit, ich schon! Schliesslich geht es hier erstens um Lebewesen, die zweitens in den meisten Faellen bedroht. Solange man keine Zucht garantieren kann, muessen solche Arten ohne ex-situ-Unterstuetzung geschuetzt werden.
(12.10.2005, 00:00)
IP66:   Ich würde auch im Fall Schuppentierhaltung behaupten: Wer nicht wagt ...! Mit dem gleichen Argument hätte man sich auch in der Zwischenkriegszeit nicht Menschanaffen und in den 60er an Blätteraffen oder Walartige herantrauen dürfen. Und im 19. Jahrhundert hatte man noch gigantische Probleme mit Kudus und Wasserböcken, wobei man mit Gazellen wohl besser zurechtkam als heute. Sicherlich "kostet" die Eingwöhnung einige Tiere, und ich denke, daß auch nicht alle Schuppentierarten sich werden problemlos halten lassen, aber meist kristallisieren sich ja ein paar Arten heraus, die haltbar sind. Wenn ich den Puschmann-Artikel richtig lese, sieht es bei den Schuppentieren nicht so extrem anders aus. Vielleicht kann man es ja so handhaben wie bei den Okapis, mit Eingewöhnungsstation im Heimatgebiet und dem Versand futterfester und halbwegs zahmer Tiere. Ein Publikum dafür müßte es geben, wenn man an das Besucherinteresse an Ameisenbären in Dortmund oder an Koalas in Duisburg denkt.
(12.10.2005, 00:00)
Michael Amend:   Sollten Leipzig und Nuernberg tatsaechlich Schuppenteiere bekommen,dann kann ich beiden Zoos nur sehr viel Glueck und ERfolg wuenschen.....Es gibt Tierarten,die sich fuer ein Zoohaltung nicht eignene,dazu gehoeren Schuppentiere,die selbst in ihren Ursprungslaendern nicht erfolgreich im Zoo zu halten sind.Und mit Erfolg meien nich,nicht nur eien dauerhafte Haltung und die Tiere gerade mal so am Leben zu erhalten,sondern,eine erfolgreiche Haltung ist,die Tiere in einem sich ueber Generatioenn selbst zu erhaltendem Bestand zu pflegen,ohne eben staendig die Verluste durch Wildfaenge auszugleichen.Dsa wird beim Schuppenteir nie passier,da kein Zoo der WElt Schuppenteier jemals gezuechtet hat,ich Rede in diesem Fall von Zucht,nicht von ein paar vereinzelten Geburetn,eine einzelne Geburt,im Falle der Schuppenteier sind einige TIere schon traechtig in den Bestand gekommen,ist keine Zucht.
(11.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   @Karsten Vick: Was KLEINE Säugetierarten betrifft, mag das stimmen, aber wegen der "außergewöhnlichen und selten gehaltenen" empfehle ich mal einen Blick über den aktuellen Artenbestand in Hannover - man darf nicht nur immer auf "Klassiker" wie Okapi & Co. gucken, sondern auch mal auf Sumpfwallaby, Pferdeantilope usw.! Bei Bedarf zähle ich den Bestand gern mal auf, es gehört nur nicht in den Schuppentier-Beitrag....
(10.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Nun ja, wenn man sich die ehemalige Artenvielfalt des Leipziger Zoos einmal ansieht, dann wird es Zeit, dass nach dem massiven Abbau an kleinen und großen seltenen Arten der Trend mal wieder ganz leicht in die andere Richtung weist!
(10.10.2005, 00:00)
Karsten Vick:   Die eigentlich positive Botschaft in der Meldung über Leipzig ist für mich, dass Leipzig scheinbar als einziger der 3 selbst ernannten Erlebniszoos richtig Interesse an außergewöhnlichen, selten gehaltenen und kleinen Säugetieren hat.
(10.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   @Sitara, ja, das habe ich auch gelesen und es wären dann schon zwei Zoos in Deutschland! Wäre doch vielleicht ein Anfang!!
(10.10.2005, 00:00)
Sitara:   @ Oliver Jahn: Vielleicht besteht ja doch eine Möglichkeit in ferner (?) Zukunft auch mal ein Schuppentier in Deutschland zu Gesicht zu bekommen... Im neuen TG-Rundbrief, den man vorab ja hier schon lesen kann, kündigt der leider bei einem Unfall schwer verletzte Direktor des Nürnberger Zoos, Dr. Dak Encke (von dieser Stelle beste Genesungswünsche!)an, dass er vorhabe, in Kooperation mit Taipeh Schuppentiere in Nürnberg zu etablieren.
(10.10.2005, 00:00)
Konstantin Ruske:   Der Artikel über die schuppentierhaltung im zoo Taipeh im Arbeitsplatz Zoo / und auch die resonanz vieler Zoomitarbeiter in verschiedensten Jahresberichten und Zeitschriften nach der WAZA- Konferenz 2004 dort vermittelte eigentlich ein recht erfolgreiches Bild.
(10.10.2005, 00:00)
Michael Amend:   Ich kann es sehr,sehr gut verstehen,das du gerne mal ein Schuppenteirs ehen willst,wollte ich auch immer,jetzt habe iche s,und ich bin ganz begeistert von diesen Tieren.Es waere toll,wenn es moeglich waere,diese Tiere dauerhaft im Zoo zu halten,zu erhalten und eien Erhaltungszucht aufzunauen,denn leder sind afst alle Schuppentierarten in ihrer Existens ernsthaft gefaehrdert,sowohl die afrikansichen,als auch die asiatsichen Arten.Es macht doch aber absolut keienn Sinn,wenn ein einzelner Zoo diese Tieer versucht zu halten,oder?Siehe die Zebraducker oder Giraffengazellen in Frankfurt,und auch die Rotducker und Gelbrueckenduckerhaltungen in Europa sind zum Scheitern verurteilt.Sorry,das ich da wenig optimistisch binn,aber eine Founderpoupaltion von nur dreri Tieren ist zu gering,um damit einen aus sich selbst herauswachsenden,slbsterhaltenn Bestand aufzubauen.Die Zoos sollten die Hende von den Schuppentieren alssen,in ganz Asien zuechtet kein Zoo Schuppenteier,es wurden hin und wieder Mal Tiere geboren,von eienr Zucht sind die Zoos noch Lichtjahre entfernt.
(10.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Es gibt einige asiatische Zoo-Populationen, in denen die Tiere wirklich prächtig gedeien! Sie laufen dort herum, wie in unseren Zoos manchmal die Kaninchen oder Maras. Zoosammler hat das ja in seinem Beirag schon erwähnt. Warum also sich nicht mit diesen Zoos in Verbindung setzen? Aber du hast schon recht Michael, ich glaube nicht, dass das so laufen wird!Und dennoch, sehen würde ich schon mal sehr gerne eines, ohne dafür in die Staaten oder nach Indien oder China zu müssen.
(08.10.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Dazu sollte man aber mit einer größeren Zahl von Schuppentieren in ihrem Herkunftsgebiet entsprechende Versuche zur Umstellung auf in Deutschland verfügbares Ersatzfutter machen und dann nur die problemlosesten Individuen importieren (und die anderen wieder an Ort und Stelle ins Freiland zurücklassen). Ob das wirklich so laufen wird? Ich melde Zweifel an! (Hat schon zu Blütezeiten des Tierfanges nicht recht funktioniert...)
(08.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Da hast du natürlich Recht, Michael, die meisten in Menschenhand gehaltenen Schuppentiere starben im ersten halben Jahr und davon wiederum die meisten im ersten Monat, nur einige wenige wurden bis zu 2 1/2 Jahre gehalten. Ein Schuppentier im Zoo Kalkutta soll mal 30 Jahre gelebt haben. Aber in Europa waren die Haltungen immer von sehr kurzer Dauer. Nur hoffe ich, dass sich das ja vielleicht auf Grund neuer Kenntnisse und Möglichkeiten mal ändert. Bei der Haltung von Menschenaffen sah es am Anfang genau so aus. Und heute denkt kaum noch jemand daran. Also wer weiß, vielleicht haben ja die Leipziger die Chance, es anders und evtl. besser zu machen.
(08.10.2005, 00:00)
Michael Amend:   So toll ich Schuppentiere finde,ich hoffe nciht,das Leipzig diese Tiere bekommt.Schuppenteire sind nun mal fuer eien Zoohaltung wenig geeeignet und werden kaum mehr als ein paar jahre alt,wenn ueberhaupt.Die Zoos sollten auf deren haltung verzichten,denn was soll das,wenn egrade mal ein Zoo in Europa Schuppenteier hat ?Die sterben nach kurzer Zeit und das war"s dann,siehe Wuppertal.Das Tier in L.A lebt nur dort,weil es,wie ich egschrieben habe,von einer Frau unwissentlich geschmuggelt wurde.Die Zoos in den USa wollen keien Schuppenteire mehr halten.
(08.10.2005, 00:00)
Sitara:   Siehe dazu, wen´s interessiert:
http://www.zooelefant.de/zoos_deutsch/leipzig/ganesha_mandir/ganeshamandir.htm
(07.10.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Na das wäre ja mal was, da bin ich aber gespannt. Ich dachte, das Haus ist nur noch für die Elefanten. Sicher wird es ein sehr modernes Haus. Ob aber nach Köln nun Leipzig wirklich das modernste wird, das wird man sehen. Ich hoffe nur, dass der für den Leipziger Zoo so typische sächsische rot-blaue Klinker dieses wunderschönen denkmalgeschützten Hauses nicht komplett mit Spritzbeton zu einer indischen Tempelkulisse zugekleistert wird!!!!
(07.10.2005, 00:00)
Friedhelm Funkel:   soweit ich weiß sollen schuppentiere bald im zoo leipzig zu sehen sein,sollen im neuen und modernsten elefantenhaus europas gezeigt werden.

(07.10.2005, 00:00)
Michael Amend:   Hallo Herr Wagner,
um Ihre Frage nach deutsprachiger Literatur ueber Nebengelenktiere zu beantworten,ich glaube kaum,das Sie da beid er Suche Erfolg habenw erden,Sie werden zwar mit deutschen Buechern ueber Affen,Wale,Haie,Pferde,Hunde,Katzen,Grosskatzen,Pinguine und Baeren foermlich erschlagen,aber Buecher ueber speziellere Tiere sind extrem selten.Zu Los Angeles,deieser alte und von der Bausubstanz her eher unattrivtive und interesannte Zoo wnadlet sich in den naechsten Jahren in das amerikansiche"Hannover"um,sprich"Erlebeniswelten",in denen die Tiere zur Nebensache werden.Glueklicherweise ein Konzept,das ind en USa in der extreemn uebertriebenen Form wie in Hannover,Leipzig oder Gelsenkirchen nicht einmal zu finden ist......Dafuer glaenzt der Zoo mit einem erlesenen Tierbetsand,wenn auch der lezte Rote Uakari nicht mehr lebt,so gibt es dennoch mit Sumatranashorn,Gerenuk,Schwarzducker,Spekes Gazelle,Visaya-Pusteschwein,die sich explosoinsartig in den USA ausbreiten,Chaco-Pekaris(ebenfalls explosinsartige Ausbreitung),Sifakas,Bergtapir,Kurzschnabeligel,Koala,Gelbfuss-Felsenkaenguruhs usw.eienn erlesenenen Tierbestand.Das afrikanische Baumschuppentier stellt das Sahnehaeubchen auf dem Kuchen da.ES ist zwar fure die Besucher ausgestellt,aber niemals sichtbar,da es ausnahmslos nachtaktiv ist,ich ahbe aber eien Privatvorstellung geniessen duerfen und es ist ein wunderwchoenes,unbeschreibliches Erlebnis,diese Zoologishce Raritaet live und in voller Aktin erleben zu duerfen.Naturelcih habe ich Fotos gemacht,zwei ganze Filem,nur ein einziges Tier,aber wer weiss,wan ich das naechste Mal ein Schuppentier zu sehen bekomme.Los Angeles wird nciht versuchen,eienn Partner fuer das Tier zu bekommen,das waer Bloedsinn,zumal die Tiere derat schwierig zu halten sind,das das Tier wahrscheinlich nicht lange leben wuerde.Das derzeitige Tier wurde von eienr Frau im KOngo fuer drei Dollar gekauft,die Mutter wurde zu Bushmaet verarbeitet,das baby verkauft.Die Frau konnte das Schuppentier problemlos uber Frankreich in die Sttaten bringen,zu Haus ehat sie dann geemrkt,das sie das Tier nicht halten kann und hat es in den Zoo gebracht..........Das Tier war gerade malw enige Wochen alt und nicht groesser als eien kleien Ratte.Im Uebrigen hab eich in Dalals eine weitere Raritaet unter den Nebengelenktieren live erleebn durfeen,naemlich Dreizehenfaultiere,die einzigen in eienm Zoo ausserhalb Suedamerikas,ich durfte eiens der Tiere sogar auf den Arm nehmen!Faszienierdne Tiere,die aber extreme Nahrungsspezialisten sind,die man nur sehr schwer im Zoo ernaehren kann,deswegn sieht man sie sonst nirgends.Die ebdien anderen Faultierarten sind wesentlich einfacher zu ernaeheren und zuechten ja auch mittlerweile in vielen Zoos sehr gut nach.
(07.10.2005, 00:00)
Ralf Wagner:   Danke erstmal für die vielen Infos, wäre super wenn Michael Amend über seinen Besuch in Los Angeles(vor allem wegen Rarität Schuppentier!!!) hier im Forum berichten würde! Gibt es denn eigentlich gute & spezielle deutschsprachige(mein Englisch ist nicht gerade besonders :/)Literatur über Nebengelenktiere, Schuppentiere & Co.? Evtl. eine Frage an Klaus Schüling? VG Ralf
(21.09.2005, 00:00)
Zoosammler:   In Asien hat man damit naturgemäß natürlich weniger Probleme, so kann ich mich an "Abenteuer Zoo-Chieng Mai" erinnern: Dort laufen die Schuppentiere frei im Park herum und ernähren sich dementsprechend.
(17.09.2005, 00:00)
Michael Amend:   Leider ja, da Schuppentiere nahrungsspezialisten sind die nur sehr schwierig auf Ersatznahrung umzustellen sind.Trotzdem gab es ein paar mehrjaehrige Haltungserfolge in verschiedenen Zoos,und in einigen davon wurden auch verschiedne Schuppentierarten vereinzelt zur Fortpflanzung gebracht.Ein ausfuehrlicher Artikel ueber Schuppentiere in Zoos findet sich in der vorletzten Ausgabe der"Arbeitsplatz Zoo"Naechste Woche bin ich in Los Angeles,dort wird derzeit das einzige Schuppentier in einem amerikanischen Zoo gezeigt,ich freue michs chons ehr darauf,diese Raritaet zu sehen.
(17.09.2005, 00:00)
Ralf Wagner:   Danke erstmal für die Info`s.Laut Zooführer 1998 von Wuppertal & der dort enthaltenen Tierbestandsliste war noch 1,0 Ohrenschuppentier(Manis pentadactyla) geführt, dann leider verstorben. Sehr schade, dass in keinem deutschen Zoo mehr solch interessanten Tiere gehalten, geschweige denn gezüchtet werden!!! Ist denn die Haltung der Schuppentiere so schwierig? Gruß Ralf
(17.09.2005, 00:00)
Michael Amend:   Die letzten Schuppentiere in einem deutschen Zoo(und die ersten seit vielen,viele Jahren)wurden in den 9oiger Jahren in Wuppertal gehalten,starbe aber beide nach kurzer Zeit.Ich bin mir ueber die Art nicht mehr sicher,auf jeden fall stammten sie aus Asien,leider starben beide Tiere nach kurzer Zeit und waren wohl nie fuer die Zoobesucher zu sehen.
(16.09.2005, 00:00)
Dirk:   Nochmals zu den Okapis. Sieht das 2006-Konzept des Wuppertaler Zoos eigentlich auch eine neue Okapianlage vor?
(15.09.2005, 00:00)
Michael Mettler:   Okapis sind ja wieder auf dem Vormarsch, davon gibt es in deutschen Zoos inzwischen mehr als z.B. Pferdeantilopen (nach denen merkwürdigerweise keiner fragt, obwohl ihre Bestände im Freiland schmelzen wie Butter in der Sonne). Ich warte schon darauf, dass der erste "genetisch überrepräsentierte" Okapibulle in Hodenhagen landet... O.k., war nur ein Scherz - hatten wir aber bei Arabischen Oryx auch schon.
Die von Ralf Wagner genannten Arten sind ja seit Jahrzehnten quasi die "mythischen" Zootiere, dabei ist längst zu spüren, dass mittlerweile altgewohnte Arten Seltenheitswert bekommen.
Über den Artenschwund bei Antilopen und Meerkatzen wurde ja schon diskutiert, aber ich erinnere mal an Kleinkatzen und Hirsche.
Die Liste der deutschen Zoos, welche in den letzten zwanzig Jahren die Haltung von Flusspferden aufgegeben haben, dürfte mittlerweile auch länger sein als die aktuelle Halterliste. Könnte übrigens mit Schimpansen und Jaguaren auch passieren!
Schnabeligel und Wombats hatte vor noch gar nicht langer Zeit auch praktisch jeder Zoo mit einem Interesse an kleinen Säugern bzw. einem Nachttierhaus. Der Berliner Zoo z.B. hatte bei meinem ersten Besuch 1981 noch einen Haarnasenwombat (und Nacktnasenwombats!), Beutelmäuse usw. Die australische Fauna ist aber allseits im Rückgang begriffen: Erstens züchten viele Arten kaum, und zweitens hält sich das Interesse der Zoos offensichtlich in Grenzen. Manche verzichten bei ihrer neuen Geo-Ausrichtung sogar komplett auf diesen Erdteil (Gelsenkirchen!), andere begnügen sich mit der typischen "Australienwiese" (Bennettkänguru, Emu, Hühnergans).
(15.09.2005, 00:00)
Oliver Jahn:   Schuppentiere und Bergtapire gibt es in keinem deutschen Zoo (mehr!) Bei den vielen anderen Arten sei auch hier noch mal auf den Beitrag "Wo in Deutschland..." verwiesen.
(15.09.2005, 00:00)
Ralf Wagner:   Hallo, wo in Deutschen Zoo`s findet man eigentlich Schuppentiere? Ich meine, dass diese & andere außergewöhnlichen, "urzeitlich"wirkenden Tiergruppen viel zu wenig Beachtung in den Zoos finden! Elefanten, Tiger, Löwen, Zebras (ohne solche Tiere abwerten zu wollen!)usw. gibt es fast in jedem Zoo, aber was ist mit z.B. Ameisenbären, Riesengürteltier& Andere, Erdferkel, Schabracken-& Bergtapir, Erdferkel, Okapi, Baumstachler, Hirscheber, Wombats, Schnabeligel, Schuppentierarten usw.??? Wenn überhaupt sind Sie glaub ich nur wenig oder gar nicht vertreten??? Gruß Ralf
(14.09.2005, 00:00)

alle Beiträge