Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Wilhelma Stuttgart

Adrian Langer :   So ein Zufall! :D Hoffentlich bekommt man in Stuttgart kein Problem mit dem Bullenstall ....... aber genug der Ă€tzenden HĂ€me! Ich hoffe sehr, dass alles glatt lĂ€uft! Vielleicht lag es seiner Zeit in Erfurt auch einfach an der Vorschreibung des Erfurter Stadtrats!
(23.01.2018, 19:42)
Patrick Marburger :   Nach flĂŒchtiger Suche:
Das besagte BĂŒro hat wohl diverse Bauten in Schwerin, die Giraffenanlage und das Prof. Brandes-Haus in Dresden und den Elefantenpark in Erfurt(!) realisiert. Auch arbeiten sie an einer SĂŒdamerikavoliere in Marlow und an den Elefanten in Augsburg.
(23.01.2018, 17:59)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-das-koenigliche-erbe-im-blick.86641c6b-995c-4877-892a-d2fd52934088.html

Geschichte.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.planungsauftrag-stuttgarter-buero-plant-elefantenhaus.f69b9ae0-0468-4e5c-b049-c3f5064946fe.html

Zukunft.

https://www.focus.de/regional/stuttgart/zoo-in-stuttgart-blick-in-die-vergangenheit-der-wilhelma-historische-bilder-der-fruehzeit-neu-erworben_id_8349216.html

Und nochmal Geschichte
(23.01.2018, 17:42)
Adrian Langer :   https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article172662334/Tierpark-bleibt-Besuchermagnet-im-Suedwesten.html

Ein Überblick ĂŒber vorhaben und Bilanzen von Zoos im Raum Baden-WĂŒrtemberg.
(20.01.2018, 11:44)
Patrick Marburger :   Im Aquarium wird saniert, schaut recht aufwendig aus.
Der Neue anbei, Interesse haben sie aneinander, sind aber noch getrennt.
Bei Gorilla und Haubenlangur scheint alles soweit in Ordnung.
(13.01.2018, 15:06)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nachwuchs-in-der-wilhelma-ein-gorilla-baby-erblickt-das-licht-der-welt.2625b584-b3ce-4523-a97e-50115e36c4ec.html

Und das Jungtier bei den Gorillas ist schon offiziell.
(12.01.2018, 19:17)
Klaus Schueling :   Pressemeldung der Wilhelma::

Neuzugang aus Rotterdam

Zweiter junger Schabrackentapir in der Wilhelma eingezogen

Ketiga bekommt Gesellschaft. In der Wilhelma hat gestern Morgen ein zweiter Schabrackentapir sein Gehege bezogen. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart macht damit den nÀchsten Schritt bei der wieder aufgenommenen Haltung dieser auffÀlligen und sehr seltenen Tierart. Die Wilhelma hatte Tapire zuletzt 2010 gehalten.

Tapire sind trotz ihres klobigen Körpers und RĂŒssels nicht mit Schweinen verwandt, sondern stehen Pferden und Nashörnern nahe und tragen in ihrer asiatischen Unterart eine markante SchwarzweißfĂ€rbung. Penang, der aus dem Tiergarten Blijdorp im niederlĂ€ndischen Rotterdam stammt, ist nur acht Wochen jĂŒnger als Ketiga, der Ende August aus dem Zoo Leipzig nach Stuttgart gekommen war. ?Mit den beiden 17 und 19 Monate alten Jungtieren haben wir jetzt zwei Bullen, von denen wir annehmen, dass sie harmonieren werden?, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin, der zugleich zoologischer Kurator fĂŒr die Tapire ist. ?ZunĂ€chst muss sich Penang akklimatisieren. Dann entscheiden die Tierpfleger, ab wann sie einen Versuch wagen, die beiden zueinander zu lassen.? Heute bleibt das Tapirhaus fĂŒr Besucher geschlossen, um dem Neuling noch etwas Zeit zu lassen, um zur Ruhe zu kommen. Ab morgen soll das GebĂ€ude geöffnet werden, solange der Besucherbetrieb Penang nicht stresst.

Hintergrund ist die Entscheidung, den einzelnen Tieren mehr Raum zu geben und dafĂŒr gegebenenfalls auf Tierarten zu verzichten. Wegen der beengten PlatzverhĂ€ltnisse wollte die Wilhelma die Flusspferdhaltung an der Stelle nicht fortsetzen. Im vergangenen Sommer hat sie das letzte Flusspferd Mike in einen tschechischen Zoo vermittelt und die Anlage fĂŒr die kleineren Tapire angepasst. Der Bestand der Schabrackentapire hat sich in Asien in den vergangenen 30 Jahren halbiert. Vor allem Palmölplantagen verdrĂ€ngen die tropischen WĂ€lder, in denen sie leben. Der ihnen bleibende Lebensraum zerfĂ€llt in immer kleinere Gebiete. Zum Teil werden Tapire auch noch gejagt. Gemeinsam möchten die Zoos verhindern, dass diese stark bedrohte Art ganz von der BildflĂ€che verschwindet. Im EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm leben derzeit rund 50 Schabrackentapire. Darunter ist jedoch kein Weibchen, das fĂŒr die Wilhelma in Frage kommt. ?Ketiga ist in den letzten Monaten bei uns heimisch geworden?, berichtet Kölpin. ?Und aus dem Zoo in Singapur wissen wir, dass sich junge Tapir-MĂ€nner in kleinen Gruppen halten lassen. Die Gesellschaft beruhigt sie und, wenn es wirklich gut lĂ€uft, spielen sie miteinander. Daher ist es fĂŒr uns eine gute Zwischenlösung, einige Jahre zwei Jungbullen zu halten und einen davon spĂ€ter fĂŒr die Zucht gegen eine passende Tapirkuh zu tauschen.?

Diese Umnutzung des Flusspferdhauses passt in das Entwicklungskonzept der Wilhelma, stĂ€rkere regionale Schwerpunkte zu bilden. Statt der afrikanischen Flusspferde gliedern sich mit den Tapiren und den ebenfalls in dem Haus lebenden Hirschebern aus Indonesien asiatische Arten in die Kette der Asien-Anlagen ein, die entlang der Pragstraße in den nĂ€chsten Jahren entstehen sollen.
(11.01.2018, 09:45)
Adrian Langer :   Also plant die Wilhelma schon nicht mehr mit Bilbys? Kann man das Projekt im gesamtdeutschen Raum als beendet betrachten?
(11.01.2018, 09:38)
Patrick Marburger :   http://www.swp.de/ehingen/nachrichten/stuttgart/erstmals-koalas-im-stuttgarter-zoo_-24516830.html

Hier wir das Ganze auch noch einmal thematisiert.
(10.01.2018, 21:36)
Patrick Marburger :   Amurtiger sollen gemĂ€ĂŸ einiger Artikel eine Anlage im Bereich von Bison und Takin bekommen. Damit wĂ€re die winterharte Art nicht (wie es frĂŒher geplant war) im beheizten Haus.
(10.01.2018, 21:27)
Sacha :   Wenn Kölpin ganz auf Tiger verzichten will, ist das m. E. ein Riesenfehler (Publikumsmagnet, mehr Zuschauer bei FĂŒtterung als bei Löwen - zumindest war dies bislang so), zumal fĂŒr die Amurtiger kein Warmhaus nötig wĂ€re.
(10.01.2018, 20:24)
Patrick Marburger :   Am Sonntag kam ein weiterer Haubenlangur zur Welt, Bild stammt vom Sonntag.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-ausblick-auf-2018-schneeleoparden-in-exklusiver-hanglage.4dd19494-f27e-47df-9bd8-176d97fb2b25.html

Mal wieder ein Artikel zur baulichen Entwicklung und der Gastronomie.
(10.01.2018, 16:18)
Oliver Muller :   ... und offenbar sollen jetzt nicht mehr kalte Amurtiger und warme Asiatische Löwen sich das runderneuerte Raubtierhaus teilen.
(29.12.2017, 09:58)
Oliver Muller :   Der Artikel besagt ja, dass Kölpin das Orang Utan-Haus zum Australien-Haus umrĂŒsten will, damit dĂŒrfte der RĂŒckumzug der Orangs vom Tisch sein, so dass sie bis zur Fertigstellung ihrer neuen Unterkunft im Asienbereich alle drei Menschenaffenarten dort zusammen gepfercht bleiben. Der Auszug dĂŒrfte vermutlich dann deutlich nach 2023 erfolgen, weil ja die Elefanten PrioritĂ€t haben und kaum je ein solches Bauvorhaben in der geplanten Zeit fertig geworden ist.
(29.12.2017, 09:56)
Adrian Langer :   https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zoo-in-stuttgart-wilhelma-will-loewen-zuechten.48bf0797-8809-4efa-99a9-6456a3a70e5d.html

Infos zu den Bauvorhaben!
(29.12.2017, 09:06)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
- Die GÀnsesÀger sind von ihrer angestammten Voliere bei den Schneeziegen in das Gehege des Mandschurenkranichs umgezogen. Dieser wird hinter den Kulissen an ein neues Weibchen gewöhnt, klappt wohl noch nicht so wirklich, Nachzuchten sind aber ohnehin schwer absetzbar, irgendwie funktioniert das mit dem EEP nicht so richtig.
- Der Rotohrara hat ebenfalls ein Weibchen bekommen.
- Die Nachzuchten der Sonnensittich (in der alten Hyazintharavoliere) hat man mit einem Ara (dem ehem. Mitbewohner des Rotohraras) vergesellschaftet.
- Das mit dem neuen Tapir aus Rotterdam dauer wohl noch. Es stellte sich heraus, dass es im Winter kalt ist.
- Am nordamerikanischen Landschaftsaquarium ist nun ein Rotkehl-HĂŒttensĂ€ger angeschrieben, die ZTL kennt keinen europĂ€ischen Halter. Ich meine ein mĂ€nnliches Exemplar gesehen zu haben.
- Der kleine Kaiman ging an die Meereswelt BĂŒsum.
- Bei den Löwen gibt es ein großes Schild mit ĂŒber die normalen Schilder hinausgehenden Infos. Sehr ansprechend gemacht.
- Die Löwen bekamen im Innengehege ein mit Ausnahme des Kopfes ganzes Tier, Könnte ein Mesopotamier gewesen sein, zumindest aber was in die Richtung. Die Besucher reagierten zu meiner Überraschung sehr gelassen und erklĂ€rten ihren Kinder viel. Mal schauen, ob das jetzt in der Berichterstattung aufgegriffen wird, an Negativpresse mangelt es der Wilhelma (dem Restaurant sei dank) eigentlich ohnehin nicht.
(28.12.2017, 17:33)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
- Haiwelse sind es mittlerweile sogar zwei, beide deutlich kleiner und dunkler als der alte. Einem davon fehlt ein Auge.
- Anakondas sind es mittlerweile drei.
- Bisher sind keine Arbeiten im geschlossenen JAZ sichtbar.
- Das Jungtier der Bonobos zeigte sich gut, die Mutter ist wohl das wichtigste Exemplar des EEP. Hoffen wir mal, dass es klappt.
- Die Anlage der Schneeleoparden macht Fortschritte.
- ZusĂ€tzlich zu dem Transparent wurde nun auf der (noch recht neuen) Weltkarte eine Einzeichnung der MĂŒllteppiche mit Gewichtsangabe vorgenommen. Der Schaukasten mit dem Mageninhalt verschiedener ehemaliger Bewohner der Wilhelma wurde entfernt, ein neuer zum Thema MĂŒll in den Ozeanen errichtet. WĂ€re meiner Meinung nach auch gegangen ohne den alten zu entfernen.
- An vielen Stellen im Aquarium sieht man Wasser aus dem Beton drĂŒcken, mal hoffen, dass das keine grĂ¶ĂŸeren Probleme sind.
- Die FĂŒtterung der Kaimane im Amazonienhaus ist sehr empfehlenswert, scheinen tatsĂ€chlich nur noch 1,1 zu sein.
- In der Voliere der Kronentaube zog eine bunte WG ein. Sie besteht aus Reisfink (viele Exemplare, waren frĂŒher in der Australienvoliere im unteren GewĂ€chshaus), Schmadrossel (frĂŒher JAZ), Elfenblauvogel (waren frĂŒher im JAZ und HdK im Amazonienhaus, wohl 1,1), Bartletts Dolchstichtaube (frĂŒher JAZ) und einer sehr panischen Henne des Palawan-Pfaufasans (frĂŒher 1. betretbares Abteil der Vogelfreiflugvoliere, war aber kaum zu sehen). Die Kronentaube scheint sich bei den beiden Balistaren gut eingelebt zu haben.
(23.12.2017, 15:00)
Patrick Marburger :   Nachtrag:
- Haiwels gibt es wieder einen, zum GlĂŒck nicht so groß wie der alte.
Von heute:
- Den Innenbereich der Flusspferde hat man neu gestrichen.
- Das jĂŒngste Mitglied der Gruppe der Haubenlanguren wird auch von einem seiner großen Halb(?)geschwister getragen.
- Die Tukane sind nicht mehr, einer verstarb der andere musste kĂŒrzlich eingeschlĂ€fert werden. U.a. da man im Haus Probleme mit Vogeltuberkulose hat will man keine neuen Tiere. Es ist noch nicht klar was in die Anlage kommt.
- Im Aquarium wird auf MĂŒll in den Ozeanen mit einem riesigen Transparent aufmerksam gemacht.
(17.12.2017, 16:18)
Patrick Marburger :   https://www.esslinger-zeitung.de/cannstatt_artikel,-was-passiert-mit-den-tieren-des-schaubauernhofs-_arid,2168153.html

Mal wieder ein Artikel zum Schaubauernhof,, warum auch immer. Und ach ja die Wilhelma-Besucher werden in Zukunft aus einem Food Truck heraus gefĂŒttert, warum auch immer.
(15.12.2017, 14:36)
Patrick Marburger :   - Am 05.12. gab es ein Jungtiere bei den Haubenlanguren. Ist wohl mĂ€nnlich, wird wohl Schwarz.
- Es gibt jetzt noch mehr Dekoration, solange es die Besucherzahlen steigert soll es recht sein. Die Kakas arbeiteten fleißig mit ihren TannenbaumĂ€sten.
- Im alten Gehege der Flusspferde wird gearbeitet. Die massiven Stangen wurden entfernt bzw. verkleidet. Ähnlich wie zuvor in den kleinen Gehegen geschehen.
- Beim letzten mal vergessen: die Kronentaube sitzt nun bei den Balistaren.
(09.12.2017, 13:38)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-50-millionen-euro-investition-karlsruher-zoo-will-mehr-qualitaet-_arid,321049.html

In der Wilhelma wurde vorlÀufig ein Datum zur Fertigstellung der Elefantenanlage vorgestellt!
(04.12.2017, 09:29)
Patrick Marburger :   Von heute:
Das JAZ ist zu, das alte Menschenaffenhaus wieder offen. Das Interimsquartier ist schön geworden, fĂŒr viele sogar eine Verbesserung.
Es gibt ein zweites Jungtier bei den SĂ€belantilopen.
Überall Weihnachtsdeko, wie an Halloween...
Im Gehege der Flusspferde wird Farbe ausprobiert, soll wohl gestrichen werden.
(02.12.2017, 12:18)
Patrick Marburger :   Von heute und den letzten Besuchen:
- Im JAZ wurde der SchaubrĂŒter und die zugehörigen Anlagen gerĂ€umt, in anderen Gehegen stehen Transportboxen. Grund ist lt. Randnotiz der HP der baldige Umzug der Tiere ins Alte Menschenaffenhaus, damit das JAZ (neuerdings eigentlich SĂŒdamerika-Haus) saniert werden kann. Australien wird also noch lĂ€nger dauern als gedacht. Aber die diesbezĂŒgliche Informationspolitik ist aktuell eh unterirdisch,
- Bei den Katzenhaien und deren Mitbewohner sind gerade zahlreiche Jungtiere zu sehen.
- Es sind nur noch zwei Fetzenseenadeln zu sehen.
- Durch den heutigen Starkregen tröpfelte es im Besucherbereich vor den Gorillas kontinuierlich, sodass sich eine kleine PfĂŒtze bildete.
- Forscher der UniversitÀten von Utrecht und Pisa beobachten aktuell Orangs, Gorillas und Bonobos.
- Panzernashorn Sani versuchte intensiv einem in ihrer Innenbox aufgehÀngtem Ball, den sie mit der Oberlippe bewegte, Futter zu entlocken.
(25.11.2017, 14:55)
Adrian Langer :   Und weil drei von 22000 Besuchern sich beschweren wird sofort auf einige Elemente verzichtet ....... ich glaube man kann es auch ĂŒbertreiben!
(13.11.2017, 19:03)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-halloween-soll-zahmer-werden.44147300-33b1-4150-9811-615971103e68.html

Probleme hat die Welt!
(13.11.2017, 17:56)
Rainer Hillenbrand :   Oje. Vielen Dank fĂŒr die AufklĂ€rung. Vielleicht schaffens ja die Schneeleoparden nĂ€chstes Jahr schon ins vergrĂ¶ĂŸerte Gehege, außerdem gibts etliche Tierarten in der Wilhelma die ich immer gern sehe, wie z.b. Schabrackentapire. Nachdem ich außer in Heidelberg anschließend auch bei Freunden in Stuttgart bin, wird wohl ein Besuch fĂ€llig sein.
(02.11.2017, 21:57)
Patrick Marburger :   Schwierige Frage. In den letzten Monaten hat sich ĂŒberhaupt nichts getan, da der Beton Probleme macht. Welche Firma hier schuld ist (also zahlt) ist unklar, seitdem dieser Streit da ist wird nicht mehr gearbeitet. Die Wilhelma ist sich aber sicher nicht auf der Rechnung sitzen zu bleiben. Der (noch nicht begonnene) Innenausbau soll weitgehend in Eigenarbeit erfolgen. Dies spart Geld, kostet aber Zeit. Dass es trotzdem einen offiziellen Termin gibt (ursprĂŒnglich mĂŒsste das mal FrĂŒhjahr 2016 gewesen sein) wĂŒsste ich nicht.
Ich hoffe mal Ihnen trotzdem etwas geholfen zu haben...
(01.11.2017, 22:18)
Rainer Hillenbrand :   Hallo Herr Marburger! Da Sie offensichtlich der Wilhelma-Experte vor Ort sind, hĂ€tte ich (wenn möglich) gerne von Ihnen etwas zum aktuellen Stand des neuen Vogel- und KleinsĂ€ugerhauses erfahren. Nachdem ja schon eine ganze Weile gebaut wird, wĂ€re doch anzunehmen, daß es nĂ€chstes Jahr was wird mit der Eröffnung? Nachdem ich zuletzt 2015 in der Wilhelma war, wĂŒrde ich nĂ€chstes Jahr mal wieder ĂŒber die SchwĂ€bische Alb von Augsburg aus gen Stuttgart + Heidelberg ziehen. Vorausgesetzt man wird fertig, in Stuttgart...
(01.11.2017, 20:15)
Patrick Marburger :   Von heute:
Das letzte Weißgesichts-SeidenĂ€ffchen (0,1- schon sehr alt) verstarb, es hatte einen Tumor.
Im Gehege der Pinguine wird mit einem Presslufthammer der Boden des Landtteils aufgebrochen. Die Tiere sind dennoch im Gehege. Im Gegenteil zu den KĂ€ngurus wirkten sie sogar ganz entspannt.
(24.10.2017, 12:56)
Patrick Marburger :   Von heute:
FĂŒr die neue Schneeleopardenanlage stehen bereits die "Masten" fĂŒr eine Netzkonstruktion. Scheint die gleiche wie u.a. beim neuen Menschenaffenhaus zu sein (https://www.heinze.de/architekturobjekt/wilhelma-stuttgart-menschenaffenanlage/12524741/).
Bei Vikunjas und Fetzenseenadeln sah ich nur noch zwei Exemplare.
Es gibt nun eine weitere Anakonda, deutlich kleiner als das bereits vorhandene Exemplar.
Die Kleinen Kudus standen heute direkt an der Glaseinsicht, die nicht aus Glas ist. So mutig habe ich die Tiere noch nie erlebt.
Auch das neue SĂŒĂŸwasserkrokodil wird mutiger, erstmals sah ich es an Land und nicht nur im Wasser unter dem Besuchersteg,
(21.10.2017, 19:41)
Klaus Schueling :   Wilhelma - PM vom 18. Oktober:

Flusspferd-Haltung der Wilhelma endet nach 50 Jahren

Mike soll kĂŒnftig in Tschechien fĂŒr Nachwuchs sorgen

Nach 50 Jahren ist am Dienstagmorgen, 17. Oktober 2017, die Haltung von Flusspferden in der Wilhelma mit der Abreise des Bullen Mike zu Ende gegangen. Nachdem er sich zunĂ€chst in Ruhe mit seiner Transportkiste vertraut gemacht hatte, kam er am Abend wohlbehalten in der neuen Heimat an, wo einer seiner vertrauten Pfleger ihm die Eingewöhnung erleichtern wird. Das in Stuttgart nach dem Tod seiner langjĂ€hrigen GefĂ€hrtin Rosi zuletzt alleinstehende Tier soll kĂŒnftig in Tschechien weiter zur Erhaltung seiner Art beitragen. ?Auch wenn wir uns nur sehr ungern von ihm trennen, ist das die bestmögliche Entscheidung fĂŒr ihn selbst und die Flusspferde in Europa allgemein?, betonte die stellvertretende Wilhelma-Direktorin Marianne Holtkötter. Der Koordinator fĂŒr das Flusspferd-Zuchtprogramm in europĂ€ischen Zoos hatte die Empfehlung gegeben, Mike in den Zoo Dv?r KrĂĄlovĂ© zu geben. Dort haben die Flusspferde eine große Freianlage mit eigenem See zur VerfĂŒgung. ?Mike soll in den nĂ€chsten Monaten schrittweise mit den beiden KĂŒhen in Dv?r zusammengewöhnt werden?, sagt Holtkötter. ?Am sogenannten Schmusegitter wird beobachtet, wie die Tiere aufeinander reagieren, wobei sie vorlĂ€ufig noch voneinander getrennt bleiben.? Mikes Gene sind in der europĂ€ischen Flusspferdpopulation noch unterreprĂ€sentiert, Nachwuchs ist daher fĂŒr die Zukunft durchaus erwĂŒnscht.

In den Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart waren 1967 zuerst die Zwergflusspferde Hannibal und Nelli eingezogen. 1968 kamen dann die Großen Flusspferde Rosi und Egon hinzu. Nachdem der Bulle 1988 starb, folgte 1989 Mike aus dem Zoo von Antwerpen als Zuchtpartner. Vier Nachzuchten von Rosi und Mike wurden im Lauf der Jahre an andere Zoos abgegeben. Nachdem Rosi im vergangenen Dezember mit 49 Jahren altersbedingt einem multiplen Organversagen erlag, war Mike im Flusspferdhaus auf sich allein gestellt. Der freundliche Bulle genoss die Streicheleinheiten seiner Pfleger umso mehr. Da mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen ĂŒber die Lebensweise und BedĂŒrfnisse dieser geselligen GroßsĂ€ugetiere auch die Anforderungen an ihre Haltung im Zoo gewachsen sind, ist es der Wilhelma nicht mehr möglich, in das 50 Jahre alte Haus neue Flusspferde aufzunehmen. Die logische Konsequenz war, Mike weiterzuvermitteln und das GebĂ€ude fĂŒr kleinere Tierarten zu nutzen. Ende August ist mit Ketiga ein erster Schabrackentapir eingezogen. Ein zweiter soll noch in diesem Herbst folgen.

Das Flusspferd-Kapitel ist fĂŒr die Wilhelma damit bis auf weiteres abgeschlossen. Vielleicht gibt es eine Fortsetzung, falls die Idee der ?Flusspferde am Neckar? aufgegriffen werden sollte. Wenn nach der Inbetriebnahme des Rosensteintunnels die Neckartalstraße von vier auf zwei Spuren reduziert wird, könnte am Neckarufer gegenĂŒber der Wilhelma gerade genug Platz fĂŒr eine Anlage fĂŒr Zwergflusspferde freiwerden. Diese Überlegung ist bislang jedoch nur ein Gedankenmodell.
(18.10.2017, 11:57)
Patrick Marburger :   Mike ist jetzt schon auf dem Weg nach Tschechien. Gute Reise!
(17.10.2017, 10:07)
Oliver Muller :   @Sacha: Einverstanden, dann aber auch noch ein Aquarium mit Nemo und Dorie (oder wie immer das Vieh heißt) ;-)))
(15.10.2017, 23:46)
Sacha :   @Oliver MĂŒller: :-) :-) Du hast noch die begehbare Katta-Anlage vergessen...
(15.10.2017, 20:32)
Oliver Muller :   @Sacha: Dann tu noch je eine Anlage fĂŒr ErdmĂ€nnchen, Pinguine und Zwergotter dazu und schon machst du einem ?richtigen Zoo? ernsthafte Konkurrenz ;-)))
(15.10.2017, 19:28)
Sacha :   Jungs, ich nehme an, ihr macht Spass: Selbst ich als Elefantenfan gehe nicht in einen Zoo, NUR um Elefanten anzuschauen. Das funktioniert nicht, zumindest nicht in Europa. Meines Wissens kommt auch ein Wendell Huber mit seiner Elefantenshow gerade mal so durch. Die Wilhelma wĂŒrde - zumindest an ihrem Hauptstandort - ein Zugpferd verlieren. Und wer schaut sich erst alle anderen Exoten an und reist dann mit der ganzen Familie noch kilometerweit nach JWD?- Eben. Der Bau (und Unterhalt) einer Elefantenanlage ist auch wesentlich kostspieliger (unabhĂ€ngig vom Architekten) als der eines Stalls fĂŒr HinterwĂ€lder-Rinder. Ein Schaubauernhof in einer Kleinstadt könnte selbstragend bewirtschaftet werden, eine MODERNE (=naturnah gestaltete) Elefantenanlage nicht. Nicht zu vergessen die Verkehrsanbindung in Klein-Hintertupfing. Die mĂŒsste auch erst mal fĂŒr riesige BetrĂ€ge erstellt werden, wĂ€hrend sie bei der Wilhelma schon besteht. Kurz: Es wĂ€re eine Lose-Lose-Situation.

Wenn Ihr aber meint, man sollte in Stuttgart generell etwas mehr auf die "Zoobau-FĂ€higkeiten" eines Architekten achten, habt Ihr meine vollste Zustimmung.
(15.10.2017, 10:21)
Oliver Muller :   Das wĂ€re doch mal was. Eine Außenstelle mit Elefanten-Zuchtanlage (vielleicht sogar fĂŒr beide Arten), Ponyreiten, Streichelgehege, Spielplatz und Pommesbude irgendwo auf der SchwĂ€bischen Alb. Das könnte auch sicher Publikum anziehen.
(15.10.2017, 09:11)
Michael Mettler :   @Sacha: Doch, könnte man. Denn egal, ob in der Wilhelma oder in Klein-Hintertupfing, der neue Elefantenkomplex mĂŒsste so oder so aus dem Boden gestampft werden, und wahrscheinlich bekĂ€me man fĂŒr das gleiche Geld auf dem Lande sogar mehr (z.B. FlĂ€che) als mitten in der Großstadt, wo ein Teil der Investition zudem vermutlich auf dem Konto "Architektendenkmal" landen wĂŒrde.

Warum also nicht die Haltung einer Elefanten-Zuchtgruppe aus der Wilhelma auf eine andere landeseigene FlĂ€che auslagern? Ein solches Projekt im Stuttgarter Umland wĂŒrde sicher mehr Publikum anziehen als ein "Schulbauernhof einer Kleinstadt", und möglichst viel Publikum braucht man sowohl fĂŒr Elefanten als auch fĂŒr seltene Haustierrassen, um dem Anspruch der Wissensvermittlung gerecht werden zu können. Und der Wilhelma-Bauernhof veranschaulicht auf gleicher FlĂ€che erheblich mehr BiodiversitĂ€t als eine Elefantenanlage....
(15.10.2017, 08:37)
Sacha :   Der ZĂŒricher (wer sich nicht bei uns blamieren will, schreibt ZĂŒrcher, ohne i) Zoo ist gemĂ€ss der Neckar Chronik also "gerade dabei, ein grosses neues Bauernhofareal zu errichten"? So, so. Also ich weiss von einer Lewa Savanne und einem Australienhaus, aber nichts von einem neuen Bauernhofareal. Oder ist das als Zusatz zur Savanne geplante Gehege fĂŒr Dahomeyrinder gemeint? Das wĂ€re dann aber doch ein wenig ĂŒbertrieben....

Zur Wilhelma: Seltene Haustier-Rassen kann man auf jedem Schulbauernhof einer Kleinstadt zeigen. Elefanten nicht.
(14.10.2017, 22:29)
Adrian Langer :   http://www.neckar-chronik.de/Nachrichten/Kritik-an-Zoo-Plaenen-reisst-nicht-ab-349951.html

Inzwischen ĂŒben auch externe Beobachter Kritik an den PlĂ€nen der Wilhelma!
(14.10.2017, 15:13)
Patrick Marburger :   @Michael Mettler: klar so wirklich macht meine Variante keinen Sinn. Ist mehr die Hoffnung, dass ich in einigen Jahren nicht von einem Banteng auf die Hörner genommen werde oder die Besucher den hundertsten Hirsch totgefĂŒttert haben (;
(08.10.2017, 20:06)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Aber warum dann Fotos von Hirschen an HolzgatterzĂ€unen, sogar bei der FĂŒtterung durch Besucher? An einer Stelle ist ja auch ein Rind (Yak? LĂ€sst sich leider nicht vergrĂ¶ĂŸern) zu sehen, das gerade einen mit Holz umfriedeten Pferch verlĂ€sst. Was soll dieses Bild dann demonstrieren?

Allenfalls könnte ich mir noch vorstellen, da die Huftieranlage an einer Stelle durch einen scheinbar blind endenden Besucherweg "eingeschnitten" ist, dass diese Engstelle im Gehege durch ein Holzgatter so abgetrennt werden soll, dass die Rinder auf die eine HÀlfte beschrÀnkt werden und die Hirsche beliebig hin und her wechseln können. Dann könnte man tatsÀchlich das Hirschgehege begehbar machen, und der blind endende Weg wÀre vielleicht die Zuwegung zur Zugangsschleuse.
(08.10.2017, 19:18)
Patrick Marburger :   Ich dachte (bei der Visualisierung mit der Person mit Mistgabel), dass man eine möglichst unauffĂ€llige Abgrenzung wĂŒnscht (vielleicht Ă€hnlich wie in Rotterdam).
(08.10.2017, 18:22)
Michael Mettler :   Eine begehbare Hirschanlage wĂŒrde ich ja gar nicht anzweifeln, aber wenn die Hirsche mit großen Rindern vergesellschaftet werden sollen, dĂŒrfte das fĂŒr den Besucher schon etwas kitzliger werden...
(08.10.2017, 17:58)
Gudrun Bardowicks :   Vielleicht will man ja nur Mesopotamische Damhirsche oder Vietnam-Sikahirsche zeigen. Diese Arten kann man mit Sicherheit auch in begehbaren Anlagen prĂ€sentieren. DarĂŒberhinaus kenne ich aus den Niederlanden auch begehbare Anlage fĂŒr Hirschziegenantilopen und Axishirschen bzw. Sikawild. So etwas sollte auch in der Wilhelma möglich sein. Allerdings mĂŒsste man dann wohl eine sehr viel grĂ¶ĂŸere Anlage fĂŒr asiatische Hirsche und Antilopen planen als die auf der eingestellten Planungsskizze dargestellte. DarĂŒberhinaus bin auch ich der Meinung, dass die Huftieranlagen grĂ¶ĂŸer als die Tigeranlagen sein sollten, da Huftiere fĂŒr ihr BewegungsbedĂŒrfnis sehr viel mehr Platz als Tiger benötigen. Auf der Planungsskizze wirken die Tigeranlagen riesig.
(08.10.2017, 17:35)
Michael Mettler :   Ich rĂ€tsele anhand der Fotos und Visualisierungen, ob das Gehege fĂŒr Rinder und Hirsche begehbar angedacht sein soll. Vielleicht soll der Jugendliche mit der Mistforke im Vordergrund der Visualisierung auch nur einen Tierpfleger symbolisieren, aber es wurden ja auch Fotos benutzt, die Besucher beim FĂŒttern von Hirschen an einem Holzgatter zeigen sowie Hirsche, die unter einem solchen Gatter hindurch zwischen Wiese und Weg (wirkt jedenfalls wie einer) wechseln können. Oder sollen die Fotos das Streichelgehege der asiatischen Haustiere illustrieren und die Architekten kennen den Unterschied zwischen Ziege/Schaf und Hirsch nicht...?

Im Vergleich mit bereits bestehenden Gehegen wĂ€re die Tigeranlage ungefĂ€hr so groß (wenn nicht gar grĂ¶ĂŸer) wie Giraffen- und Zebra-Anlage zusammen.
(08.10.2017, 16:50)
Sacha :   Ich kann nur hoffen, dass das "nur einer der eingereichten EntwĂŒrfe" ist und das er nicht den Zuschlag erhĂ€lt. Die Firma sprenger von der Lippe scheint mir jetzt nicht wirklich viel Erfahrung in Sachen Zoobauten zu haben...

(08.10.2017, 09:53)
Patrick Marburger :   Ist das jetzt eigentlich "nur" eine der eingerechten EntwĂŒrfe oder soll das wirklich realisiert werden?

Nachtrag:
Warum auch immer ist die Nachzucht der Kaimane nicht mehr zu sehen, dafĂŒr sind die beiden Fransenschildkröten wieder da.
(07.10.2017, 20:28)
Michael Mettler :   Verstehe ich den Entwurf richtig - die Tiger sollen mehr GehegeflĂ€che bekommen als die Rinder und Hirsche?
(07.10.2017, 19:49)
Patrick Marburger :   http://www.sprengervonderlippe.de/projekte/neuer-asienteil-wilhelma-stuttgart/

Eben diese Planung des Asienteils zufĂ€llig gefunden, schaut interessant aus. Das entsprechende BĂŒro hat lt. der verlinkten Seite auch einiges in Artis (Amsterdam) realisiert.
(07.10.2017, 19:22)
Patrick Marburger :   Von heute:
Es gibt mal wieder neue Ferkel.
Bei den Stelzvogelwiesen kam auch ein großer Ast herunter, aber keinerlei SchĂ€den.
Fetzenseenadeln sah ich heute nur noch drei (von ursprĂŒnglich acht), ich hoffe mal, dass da noch was hinter den Kulissen sitzt.
So es denn klappt den Stuttgarter in spe mal anbei, die Aufnahme entstand im MĂ€rz.
(07.10.2017, 17:46)
Patrick Marburger :   Vorrausichtlich am 17.10 geht es fĂŒr Maik nach CZ. Seit gestern steht die Kiste.
Die Orangs waren ĂŒbrigens sogar schon draussen.
(06.10.2017, 20:06)
Patrick Marburger :   Am 24.09. gab es ein Jungtier bei den Faultieren.
Es gibt ein 2.5 Wochen altes Jungtier bei den SĂ€belantilopen. Mutter ist Isis....
Der neue Tapir ist wohl noch sehr schĂŒchtern. Gerade die Straße und die Besucher sind ein Problem. Bald kommt wohl eine 14 Monate alte Nachzucht aus Rotterdam. Ebenfalls 1.0; irgendwann sollen die beiden ein Weibchen bekommen.
Elefanten:
Der Wettbewerb ist um. Es gab 10 Bewerber. 5 von ihnen werden im Dezember eine Stegreifplanung vorlegen. Mit einem davon wird 2018 geplant. 2019 geht das Ganze in den Landtag. 2020 geht es los.
(06.10.2017, 18:19)
Adrian Langer :   https://www.zvw.de/inhalt.stuttgart-orang-utans-zu-gast-bei-den-gorillas-und-bonobos.a322580b-dea5-4ca9-91ee-09ac95a5a18d.html

Die Orang - Utans leben jetzt in einem der Gorillagehege! Auch ein neues Bonoboweibchen ist eingezogen!
(04.10.2017, 14:02)
Jana Mueller :   Nyota war mehrfach mit Shomari zusammen, Ibina habe ich mit ihm noch nicht gesehen, was aber auch nicht zwangslĂ€ufig heißen muss, dass er nicht mit ihr zusammen war. Epena soll keine Jungtiere mehr bekommen soweit ich weiß.
(25.09.2017, 10:05)
Justus Bauer :   Haben Sie zufĂ€llig ein Bild von den beiden.
Zur Identifizierung:
Ibina- Hellste und GrĂ¶ĂŸte
Nyota- Dunkel am Körper und kurze Beine
Epena- im Gesicht sehr dunkel
(24.09.2017, 10:17)
Patrick Marburger :   Ja, man sieht ihn regelmĂ€ĂŸig mit weiblicher Gesellschaft. Aber mehr weiß ich leider nicht. Bin diesbezĂŒglich mit den Individuen nicht fit.
(23.09.2017, 21:06)
Justus Bauer :   Im FrĂŒhling kam Okapibulle Shomari in den Zoo. Weiß jemand, ob und mit welchen KĂŒhen er bisher Kontakt hatte?
(23.09.2017, 20:39)
Patrick Marburger :   Von heute:
Beim Krokodil kein GlĂŒck gehabt. Es lebt im (Bin Eingang aus gesehen) rechten Abteil.
Seit dem 22.09. sind die Orang-Utans im neuen Haus. Im oberen Gehege der Gorilla.
Geparden gesehen. Scheint alles okay zu sein.
(23.09.2017, 12:33)
Patrick Marburger :   Also unter der PrĂ€misse, dass Freshi = SĂŒĂŸwasserkrokodil.
(18.09.2017, 21:18)
Patrick Marburger :   GemĂ€ĂŸ Bildern auf der HP und Ausschlussverfahren in einer der beiden schmalen Seitenabteile der Halle. Ob man (wenn es mal zwei sind) die beiden Abteile unter dem Steg hindurch verbinden könnte wĂ€re spannend.
(18.09.2017, 21:17)
Holger Wientjes :   Wo ist das Freshie denn untergebracht?
(18.09.2017, 21:13)
Patrick Marburger :   Bei Leistenkrokodile ist es wohl recht schwierig die Nachzuchten unterzubringen, da groß und nicht wirklich bedroht. DarĂŒber ob mit denen nun gezĂŒchtet werden soll hört man widersprĂŒchliches. Zitat bei Eröffnung der umgestalteten Halle von Prof. Jauch: "Ich möchte Krokodil in der Wilhelma schlĂŒpfen sehen".
(18.09.2017, 20:27)
Adrian Langer :   Da im Artikel beschrieben wird, dass mit den SĂŒĂŸwasserkrokodilen gezĂŒchtet werden soll und mir noch in den Ohren klingelt, dass auch bei den Leistenkrokodilen noch Neueinstellungen geplant sind, soll auch fĂŒr diese Krokodile eine Zucht aufgebaut werden?
(18.09.2017, 19:39)
Patrick Marburger :   Das ging schneller als gedacht! Der ursprĂŒnglich Plan (Sunda-Gavial) scheiterte mutmaßlich an der "draufsicht".
(18.09.2017, 16:27)
Adrian Langer :   https://www.zvw.de/inhalt.stuttgart-neues-australien-krokodil-in-der-wilhelma.b1d0e4e2-a309-461a-ab60-44a4c4c588b7.html

In der Wilhelma ist ein Australienkrokodil eingezogen!
(18.09.2017, 15:00)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Nach den beiden kleineren Innengehege der Bonobos könnte jetzt das grĂ¶ĂŸte an der Reihe sein. Zumindest ist es leer. Allerdings steht da nur etwas von "Sandstrahlarbeiten", vielleicht erfolgt die große Sanierung also erst nĂ€chsten Sommer. So viel ist mit dem Außengehege in den nĂ€chsten Monaten ja auch nichts.
Die kleine Außenanlage der Gorillas wurde mit einem Baumstamm aufgewertet. Vorzeichen fĂŒr den Einzug der Orangs?
Irgendwas scheint bei den Geparden los zu sein, diese und letzte Woche sah ich keine. Es waren sogar alle Schieber zu.
Eine Voliere auf den Subtropenterrassen wird umgestaltet. Sieht fast mehr nach Affe als nach Vogel aus- wĂ€re aber echt klein. Langfristig mĂŒssen die Volieren zwecks Sanierung eh weg, ob es also ein Interimsquartier fĂŒr die TotenkopfĂ€ffchen gibt?
Falls noch nicht genannt: Zwillinge vom 24.08. bei den ZwergseidenÀffchen. Die WG scheint gut zu laufen.
Seit vorgestern gibt es mal wieder Ferkel bei den SchwÀbisch HÀllischen.
(17.09.2017, 17:13)
Nikolas Groeneveld :   @Patrick Marburger: vielen Dank, fĂŒr die zahlreichen Fotos
(06.09.2017, 18:45)
Patrick Marburger :   Die einzigen Informationen zum Tapir. Ich hoffe sehr, dass noch grĂ¶ĂŸere Tafeln und/oder Infos zum Individuum folgen.
(06.09.2017, 09:03)
Patrick Marburger :   Die andere Innenanlage, diesesmal schon nach Einzug des Tapirs.
(06.09.2017, 09:01)
Patrick Marburger :   Neuer Versuch
(06.09.2017, 08:58)
Patrick Marburger :   Außenanlage. Ich glaube eher nicht, dass er schon raus darf. Ist fĂŒr ihn ja auch völlig neu?! Der "Kratzbaum" ist neu.
(06.09.2017, 08:46)
Patrick Marburger :   Eines der beiden nahezu identischen Innengehege. Die Holzverkleidung ist neu, der mit Matten ausgelegte Bereich wurde vergrĂ¶ĂŸert.
(06.09.2017, 08:41)
Patrick Marburger :   Detail
(06.09.2017, 08:39)
Patrick Marburger :   Besucherbereich im Haus
(06.09.2017, 08:38)
Patrick Marburger :   Eingangsbereich (Hirscheber-Seite)
(06.09.2017, 08:36)
Nikolas Groeneveld :   @Patrick Marburger: Danke, fĂŒr das Foto vom Neuankömmling.
Haben sie Fotos, die die Innen-und Außenanlage fĂŒr den Tapir zeigen?
Ich kenne Ă€ltere Bilder der Anlage, falls da noch jemand welche greifbar hat, auch die wĂ€ren fĂŒr mich interessant.
Besonders interessant wĂ€re fĂŒr mich aber, ob der Bereich fĂŒr die Tiere in irgendeiner Weise umgestaltet wurde.
Auch ĂŒber nĂ€here Infos zum umgestalteten Besucherbereich an der Tapir-Anlage wĂŒrde ich mich sehr freuen.
(05.09.2017, 22:51)
Patrick Marburger :   Von heute:
Die Zahl der KĂŒken bei den Flamingos hat sich auf 10 erhöht. Ich rechne nicht mit weiteren Schlupfen.
Es gibt zwei Fohlen bei den Zebras, allerdings noch im Absperrgehege.
Der Tapir ist schon zu sehen und hat sich offensichtlich gut eingelebt.
(02.09.2017, 14:59)
Adrian Langer :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-letztes-flusspferd-verlaesst-zoo.bbe6b1bb-0b7f-4a15-85c8-734d79c03c33.html

Flusspferdbulle Mike zieht nach Tschechien (finde ich auch fast passender als den kleinen Bullen der dort ja leider getötet wurde)! Aber erst im Oktober! Laut Artikel sollen nÀchste Woche die Tapire einziehen!
(28.08.2017, 13:07)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ruehrende-szenen-in-stuttgarter-wilhelma-aeffin-macht-die-tagesmutter-fuer-goldkopfloewenaeffchen.253451f6-5650-46ba-be1f-1511c2a81f41.html

Neben der schirr unertrĂ€glich ausfĂŒhrlichen Berichterstattung ĂŒber die Restaurants (man lerne, dass das Gondwanaland 2015 eröffnete) auch mal was interessantes dank Sommerloch.
(26.08.2017, 15:53)
Patrick Marburger :   @ Maximilian Schulz: ich glaube eher nicht, dass die Tapire (oder erst einmal der Tapir) schon da sind. Die Anlagen und der Besucherbereich wurde extra umgestaltet und ein Hinweisschild angebracht, dass "nun der Transport geplant" werde.
Die Umbenennung des JAZ freut mich insofern, als dass das GebĂ€ude dann ja wohl erhalten bleiben wird. Die Greifstachler sind leider nicht mehr. Bis zum Schluss gab es neben dem PĂ€rchen im jetzigen Gehege der Drills ĂŒbrigens ein Nachzuchttier hinter den Kulissen im JAZ. Wohin die Tiere abgegeben wurden habe ich nie richtig heraus bekommen. Zoos in Frankreich, Schweden und Deutschland hieß es einmal. Ganz sĂŒdamerikanisch ist das JAZ noch nicht. Bei den Vögeln sollte die Umstellung leicht sein, beim Vari wird man wohl das Ableben des Tieres abwarten und fĂŒr die Drills hoffe ich ohnehin auf einen baldigen Aus- oder Umzug.
(26.08.2017, 11:03)
Maximilian Schulz :   @PatrickMarburger: Sind die Tapire schon da?
Im Newsletter der Freunde und Förderer findet sich hier (http://www.foerderer-der-wilhelma.de/wp-content/uploads/2017/08/17-08-14_Wilhelma_Plan_Seite_1.jpg) ein neuer GelÀndeplan, nach 2009/10 erstmals wieder mit Tapirbildchen auf betreffendem Gehege versehen.
Zudem: Hinweis, dass JAZ jetzt "offiziell" zum SĂŒdamerikahaus wird (http://www.foerderer-der-wilhelma.de/newsletter-august-2017/). Da hĂ€tte man die drei Greifstachler gut behalten können (oder leben die noch "hinter den Kulissen")...?
(26.08.2017, 09:29)
Adrian Langer :   http://www.swp.de/ulm/nachrichten/stuttgart/zoo-gastronomie-vor-neuanfang-15627264.html

Es soll sogar europaweit eine Ausschreibung erfolgen! Mal sehen was dabei herauskommt!
(25.08.2017, 09:56)
Patrick Marburger :   http://www.bild.de/regional/stuttgart/zoo/zoff-52912218.bild.html

Der Pachtvertrag fĂŒr die Gastronomie wird neu ausgeschrieben. Neben diesem Artikel gibt es auf der Wilhelma HP auch die offizielle PM.
Beim obigen Artikel entdeckt: "Volker Heß (52), der stellvertretende Zoo-Direktor". Weiß jemand was dazu?
(20.08.2017, 14:00)
Patrick Marburger :   http://www.swp.de/ulm/nachrichten/stuttgart/gefiederte-exoten-15578208.html

BaumkÀngurus in der Nachttierabteilung des Maurischen Landhauses?!

Von den letzten Besuchen:
Es gibt einen dritten Tigerpython, diesesmal ein wildfarbenes Exemplar von 3,25 m.
GemĂ€ĂŸ Aushang wird nun der Transport des Tapirs geplant.
Die Dscheladas sind schon wieder weg, hoffentlich sind sie gut in ihrer neuen Heimat angekommen.
Beim KleinsÀugerhaus tut sich seit LÀngerem absolut nichts.
(14.08.2017, 16:36)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Flamingos gibt es mehrere KĂŒken.
Der Welttigertag wurde heute mit InfostĂ€nden vor dem Tigertrakt des Raubtierhauses begangen. Informative Plakate, recht ansprechend wirkende Aktionen fĂŒr Kinder und passende Kleinigkeiten (Schokolade, Magnete, Postkarten) zum Erwerb zugunsten von Artenschutzprojekten.
Der Einzug eines Tapirs scheint unmittelbar bevor zustehen. Die Gestaltungen im Besucherbereich (innen) Ă€hnelt der der Löwen. Schaut also ansprechend aus (vor allem im Vergleich zum nackten Beton!), bietet allerdings nicht viel Platz fĂŒr Infoschilder. Außen hat sich nicht viel getan. Maik ist immer noch da.
Die Orang-Utans "verschob man um eins nach oben". Also steht jetzt der untere Bereich abgesehen von den Dscheladas leer, der mittlere und der obere (langjÀhrig Gorilla) wird von den beiden alten Damen bewohnt.
(29.07.2017, 18:17)
Patrick Marburger :   Aus den Stuttgarter Nachrichten zum Tot von Moritz: "Bekannt beim Stuttgarter Publikum ist auch die Gorillafrau Mimi. Auch sie gehört zu den Charakterköpfen und ist noch ein Wildfang. Man schĂ€tzt das Alter von Mimi auf etwa 54 Jahre. Die normale Lebenserwartung von Schimpansen liegt zwischen 50 und 60 Jahren."
Nun ja...
(20.07.2017, 17:15)
Wilhelma :   Orang-Utan Moritz mit 24 Jahren an schwerer Lungenerkrankung gestorben

Er gehörte zu den Charakterköpfen der Wilhelma in Stuttgart. Orang-Utan Moritz mit seinem durch die krĂ€ftigen BackenwĂŒlste kreisrunden Gesicht ist am Montag, 17. Juli 2017, gestorben. Zuletzt hatte er innerhalb kurzer Zeit sichtbar abgebaut. Er wirkte apathisch, zeigte am Sonntagabend Atembeschwerden und begann zu husten. ?Die Untersuchung mit einem Computer-Tomographen in einer Tierklinik hat eine schwere Lungenerkrankung ergeben, die nicht zu behandeln war?, erklĂ€rte ZootierĂ€rztin Dr. Annika Weigold. Um ein lĂ€ngeres Leiden zu vermeiden, ließen die VeterinĂ€re den Affen schweren Herzens nicht mehr aus der Narkose aufwachen. Die Obduktion am Dienstag bestĂ€tigte eine massive LungenfellentzĂŒndung und ergab Hinweise auf eine HerzschwĂ€che. Labortests sollen den genauen Ursachen auf den Grund gehen und abklĂ€ren, ob weitere Organe betroffen waren. Moritz wurde 24 Jahre und fast sieben Monate alt.

Geboren wurde er am 20. Dezember 1992 im MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Ein Jahr spĂ€ter kam Moritz in den Zoologisch-Botanischen Garten nach Stuttgart, zunĂ€chst zu anderen Orangkindern ins Jungtieraufzuchthaus. 1995 zog er ins Menschenaffenhaus nebenan um. Nach dem Tod des dominanten Orang-Utan-Mannes Buschi 2011 durchlief Moritz einen Entwicklungsschub, blieb jedoch ein ruhiger Typ, der den Weibchen viel Freiraum ließ.

Obwohl er mit mehreren Weibchen zusammenlebte, hat er nie Nachwuchs gezeugt. ?Das ist sehr bedauerlich, weil die Orang-Utans stark vom Aussterben bedroht sind?, sagte Dr. Marianne Holtkötter, die in der Wilhelma als zoologische Kuratorin fĂŒr die Menschenaffen zustĂ€ndig ist. ?Das hat uns im vergangenen Jahr bewogen, unsere beiden jĂŒngeren Weibchen Sinta und Conny mithilfe des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms an Zoos mit anderen MĂ€nnchen zu vermitteln ? in der Hoffnung, dass sie mit ihnen harmonieren und vielleicht doch zur Erhaltung der Art beitragen können.? Sinta ist 23, Conny 28 Jahre alt.

In der Wilhelma leben jetzt noch die beiden Ă€lteren Orang-Utans Moni (39) und Carolin (43). Sie sind Töchter vom legendĂ€ren Buschi, der mit 51 Jahren zu einem der Ă€ltesten Sumatra-Orang-Utans in Europa wurde. Die beiden verbliebenen Orang-Damen, die ĂŒber das zuchtfĂ€hige Alter hinaus sind, sollen ihren Lebensabend in der Wilhelma verbringen dĂŒrfen. DafĂŒr ziehen sie noch in diesem Jahr in das neue Menschenaffenhaus um, damit ihr bisheriges Domizil, das in die Jahre gekommene alte Menschenaffenhaus, grundlegend saniert werden kann.

Archivbild: Orang-Utan Moritz in der Wilhelma in Stuttgart. Foto: Hermann Vollmer
(19.07.2017, 10:38)
Patrick Marburger :   Der asiatische Bauernhof. Und in die Ecke (Strauß?) kommen auch Bantengs.
(17.07.2017, 18:26)
Oliver Muller :   Was wird eigentlich aus dem Areal zwischen Bauernhof und Bisongehege, wo jetzt der Rosensteintunnel gebaut wird?
(17.07.2017, 17:28)
Oliver Muller :   Zu ergĂ€nzen wĂ€re noch, dass ich trotz zwei "Besuchen" weder die Kakas, noch die Kune-Kunes gesehen habe, beides wĂ€ren fĂŒr mich (zumindest bewusst) Erstsichtungen gewesen.
(17.07.2017, 15:08)
Oliver Muller :   Vor einigen Tagen war ich - zum zweiten Mal nach meinem ersten Besuch in 2006 - in der Wilhelma und was mir am meisten auffiel war, dass sich dort mit Ausnahme des Baus des (schrecklich misslungenen) Hauses fĂŒr afrikanische Menschenaffen nichts wirklich Bemerkenswertes verĂ€ndert hat. Anderswo nennt man das wohl Sanierungsstau und es ist gerade bei einem Zoo, der vom steinreichen MusterlĂ€ndle betrieben wird, wirklich enttĂ€uschend (natĂŒrlich nicht ĂŒberraschend, denn ich verfolge ja die Medien). Bleibt zu hoffen, dass Herr Kölpin hier nun bald ans Umsetzen seiner PlĂ€ne gehen kann und die Wilhelma endlich im 21. Jahrhundert ankommt.
Das Menschenaffen-Haus finde ich ganz entsetzlich - nicht das Konzept, auch nicht die Freianlagen, aber die Umsetzung mit Glas, Sichtbeton und Metall. Eine Tierpflegerin, die ich ansprach, wirkte auch nicht wirklich begeistert vom Haus, beteuerte aber, dass es nur fĂŒr die Besucher "wenig ansprechend" sei, es den Affen aber ganz toll gefiele. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund der Fotos, die ich kannte, die Kritik hier im Forum ĂŒbertrieben fand, was sich aber, nachdem ich selbst in diesem merkwĂŒrdigen Bauwerk gestanden habe, eher ins Gegenteil verschoben hat. Dass es den Affen dort gut geht, glaube ich gerne, auch wenn ich mich frage, ob es nicht vielleicht doch auch einen psychologischen Effekt hat: wir wissen aus der Forschung, dass Farben einen erheblichen Einfluss auf die menschliche Psyche haben. Warum sollte das bei Menschenaffen grundlegend anders sein? Ich könnte mir schon vorstellen, dass auch Affen das grau in grau nicht wirklich als positiv erleben. Leider ist laut der Pflegerin auch keine Änderung in der Gestaltung des Hauses geplant.
Ansonsten ist ja wirklich auffĂ€llig, dass die Wilhelma baustiltechnisch quasi dreigeteilt ist: unten der wunderschöne historische Teil, in der Mitte und entlang der Pragstrasse der Betonteil und im oberen Teil das ewige Provisorium, das wirkt, als sei es gebaut worden, um notfalls ĂŒber Nacht abgebaut werden zu können. Ihr merkt schon, die Wilhelma ist nicht wirklich mein Lieblingszoo, auch wenn ich ihr natĂŒrlich nur das Allerbeste fĂŒr die Zukunft wĂŒnsche und fest die Daumen drĂŒcke, dass nun bald alles besser wird und sich rasch weiter entwickelt. Die Planungen finde ich im Großen und Ganzen zumindest sehr vielversprechend, jetzt kommt es dann auf die Umsetzung an.

(17.07.2017, 14:35)
Patrick Marburger :   Ein bedrohter Hirsch aus Asien soll zu den Bantengs. Sika hörte man schon (Presse?), vermutlich dann die Vietnam-Sikas.
Die Elefanten mit anderen Arten zu vergesellschaften wĂŒrde ich reizvoll finden, aber davon war noch nie die Rede.
(10.07.2017, 17:15)
W. Dreier :   Aber woher nehmen! Der Import dĂŒrfte unmöglich sein.
(09.07.2017, 22:36)
Michael Mettler :   @Oliver MĂŒller: Dann lieber Yaks, damit wenigstens auch Normalbesucheraugen Unterschiede finden... ;-) Wird ja offenbar - siehe Kaschmirziege/HĂ€ngebauchschwein - ohnehin ein "Asien-im-weitesten-Sinne-Bauernhof".

Ich bleibe dabei: Lieber nur ein SĂŒdostasien-Streichelgehege (z.B. HĂ€ngebauchschweine, HĂ€ngeohrziegen, HĂŒhner) an der angedachten Stelle, was besser zu den benachbarten Tierarten passt und dafĂŒr Verlegung des "richtigen" Bauernhofes auf die FlĂ€che der SĂŒdamerikawiese. Dann wĂ€re im Asienbereich durch Verzicht auf eine domestizierte Rinderform an dieser Stelle ggfs. noch Platz fĂŒr weitere Wildtiere, z.B. eine ebenfalls einigermaßen thematisch zum Umfeld passende tropische Hirschart (oder sollen Hirsche mit auf die Elefantenanlage?).
(09.07.2017, 22:34)
Oliver Muller :   Wie wĂ€re es mit Balirindern im Vergleich zum Banteng?
(09.07.2017, 21:54)
Patrick Marburger :   Zum Bauernhof: Ich fand das alte Konzept auch ansprechend. Wirklich konsequent war es aber nie und durch einige geplante/erfolgte Haltungsaufgaben wird es auch nicht besser. Ausschlaggebend war dies aber nie, Elefanten will man eben: koste es was es wolle! Frankfurt wird hier ĂŒbrigens stets als negativ Beispiel angefĂŒhrt. Ich sehe Frankfurt ja eigentlich eher als positives Beispiel, aber gut. (vergleichen kann man die beiden Zoos ohnehin nicht)
(09.07.2017, 19:29)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.projekt-fuer-wilhelma-in-stuttgart-erdwaerme-soll-es-elefanten-behaglich-machen.89067af3-549b-4adb-9891-3070e8ccde9c.html
(09.07.2017, 19:25)
Tom Schroeder :   Ah ja, Zebus soll man mit Banteng vergleichen können, aber das Konzept Wildtier/Haustier war veraltet und ĂŒberholt.... Ich mach mir die Welt, wiediewiediewiesie mir gefĂ€llt... Ich finde es immer noch saudumm, diesen vorbildlichen (im ursprĂŒnglichen, meines Erachtens keineswegs ĂŒberholten Konzept) Schaubauernhof zu opfern.
(09.07.2017, 18:01)
Patrick Marburger :   Die Frage zum Bauernhof hatte ich ganz vergessen:
Bei der ersten Berichterstattung zum Thema hieß es: "Kaschmirziegen und eine asiatische Schafart"
Bei der erwĂ€hnten Veranstaltung wurde gesagt, dass man ein Rind halten möchte. So soll man zwischen diesem und den wilden Bantengs (leben zukĂŒnftig in der Nachbarschaft) vergleichen können. Vielleicht werden es Zwergzebus. Auch ĂŒberlegt man HĂ€ngebauchschweine zu halten und zwar so, dass die Besucher ins Gehege können. HĂŒhner sollen wichtig sein, da diese ursprĂŒnglich aus Asien kommen. Man will keine Volieren mehr (wie aktuell) sondern freilaufende Tiere auf dem gesamten GelĂ€nde des Bauernhofes.
Heimische Rassen finden folgerichtig keinen Platz mehr. Auch das SchwĂ€bisch-HĂ€llische Landschwein nicht, obwohl es ein Halbasiate ist. (Ich glaube die Journalisten hielten das fĂŒr einen Witz...)
(09.07.2017, 15:21)
Hans-Werner von Liebich :   WAgG= WA-Wash.Artensch.generalGuidelines (keine offizielle Bezeichnung, zweisprachiges Mischwort, vor etwa 20 Jahren zu meiner Zeit noch durchaus gĂ€ngig) / IrW= Importregelungen fĂŒr Wildtier-/pflanzenimporte der Importkontrollgremien der LÄNDER! und des Bundes (hier vet.med. Bestimmungen, Seuchen- Neozoen-Schutz etc.).
Nur nicht als realen Fall ansehen! Verzeihung fĂŒr die Verwirrung, ist natĂŒrlich ein fiktives Bsp., hĂ€tte wohl besser formulieren sollen "ein Fall fĂŒr Drittstaatenregelung wĂ€re" o.Ä., da ja die Frage weiter unten aufkam, wie das denn geregelt wĂ€re, wenn.
(06.07.2017, 17:06)
Sacha :   @Hans-Werner von Liebich: Vielen lieben Dank fĂŒr die Infos. Allerdings kann ich einige KĂŒrzel nicht zuordnen. BfN ist das Bundesamt fĂŒr Naturschutz (soweit klar), doch was ist oder sind WBgG (im Internet fand ich dazu eine Radiostation) und IrW (Internet spuckt Institut fĂŒr Rechtslegung und WirtschaftsprĂŒfung aus)???

Falls ein Link zu besagtem Nashornfang in Indien zur Hand ist, wÀre ich (und ggf. andere) froh, wenn man diesen hier publizieren könnte.
(06.07.2017, 15:59)
Hans-Werner von Liebich :   Man kann ĂŒbrigens einige der Antworten auf div. parlament. kleine Anfragen der Fraktionen B90/GRN und LINKE wĂ€hrend schwarz-gelb und GroKo an das BMUB im Internet finden. Dort finden sich detaillierte AufzĂ€hlungen von Wildtierimporten ĂŒber DrittlĂ€nder (Fall: Fang Nashorn in Indien, Haltung dort im Zoo und Import nach EU), von welchen aus EU-Staaten und eine Auflistung aller Importe von Tieren/Pflanzen, die unters WA fallen.
(06.07.2017, 14:46)
Hans-Werner von Liebich :   @Hannes Lueke: Genau so ist es.
Deshalb verstehe ich auch nicht ganz die Formulierung von Ihnen, @Adrian Langer. ZunĂ€chst sollte nĂ€mlich bedacht werden, dass nach Abkommens- und Vertragskriterien internat. Klammern nach WBgG und IrW greifen, die in Deutschland vom BfN "betreut" werden. UnabhĂ€ngig von "Bestrebungen von GrĂŒnen und PETA", die ich fĂŒr erstgenannte gar nicht kenne und gerne einmal kennen lernen wĂŒrde... und die bei zweitgenannten lediglich potenziell lobbyistischen, jedoch keinen (direkt)politischen Einfluss auf Gestzgebung etc. in diesen Belangen haben, ist die Vermutung/Aussage also ziemlicher Quatsch.
Bzgl. Import der meisten Wildtierarten herrscht in D und der gesamten EU ein sog. Exklusivverbot. Heißt: Generell verboten, nach Genehmigung, sofern unter angefĂŒhrte "Klammern" internat. "Abmachungen" fallend, erlaubt.
NatĂŒrlich kann man nach Deutschland Nashörner und Elefanten importieren, so z.B. wenn ich mich recht entsinne auch Augsburg.
Die Bewertung fĂŒr Importgenehmigungen nimmt, wie bereits erwĂ€hnt, in D das BfN vor. Als abhĂ€ngige, zugleich beratende und dennoch kontrollierende Instanz zum BMin NatSchutz etc. ist dieses im eigentlichen Sinne, selbst wenn irgendeine Tierschutzpartei regierte, kaum zu "unterwandern".
Wie die einzelnen FĂ€lle fĂŒr Importgenehmigungen beurteilt werden, hĂ€ngt dann mit den Gesamt-Kriterien zusammen, die sich u.a. im Regelwerk des W. ArtenschutzĂŒbereinkommens finden. Da finden sich dann beispielsweise Formulierungen wie Austausch von Zootieren vor Importen etc. und Anordnungen von vet.-med. Untersuchungen und all der "Papierkram".
(06.07.2017, 14:41)
Hannes Lueke :   "Wild" muss auch immer definiert werden. In Afrika gibt es reichlich Gaming Farmen in denen die Tiere "wild" in eingezĂ€unten Bereichen leben. Wie ein Zoo nur eben so groß wie bei uns ganze Metropolen.

Gibt es Details zu den Haustierrassen im asiatischen Bauernhof?
(05.07.2017, 14:24)
Adrian Langer :   Laut Gesetz geht es ich habe mich da ja wahrscheinlich missverstĂ€ndlich ausgedrĂŒckt aber........

Versuch mal wilde Elefanten zu importieren! Und wenn ich mir die Bestrebungen von GrĂŒnen, PETA, etc. pp so ansehe könnte sowas wirklich auch gesetzlich kommen!
(05.07.2017, 13:14)
Sacha :   Ich bin wohl tatsĂ€chlich nicht auf dem neusten Stand. Also Wildimporte von Afrikanischen Elefanten nach Deutschland/EU-Raum sind verboten?

Von wem stammt das Importverbot (WAZA, EAZA, EU, nationale Gesetzgebung fĂŒr Deutschland?)
Und was ist, wenn beispielsweise wilde Afrikanische Elefanten von einem (EAZA-)Zoo im Nahen Osten erworben und - nach einer gewissen Zeit - an einen EU-Zoo weitergegeben bzw. -verkauft werden?
(05.07.2017, 12:34)
Adrian Langer :   Ich meine Wildimporte! Tiere aus Zoos aus Übersee dĂŒrften kein Problem sein! Zumindest hoffe ich das! Ich habe hier nur den falschen Schluss gezogen, da ich dachte die neuen Wilhelma - Elefanten kĂ€men aus einem Naturschutzgebiet!
(05.07.2017, 09:16)
Sacha :   Importverbot fĂŒr Afrikanische Elefanten? Habe ich da etwas nicht mitbekommen?
(05.07.2017, 07:40)
Adrian Langer :   Ah danke fĂŒr die Info! So klingt das schon anders! Ich dachte schon ein Importverbot gelte nur fĂŒr Afrikanische Elefanten!
Ich vermute fast, da Herr Kölpin in Erfurt schon eine Anlage fĂŒr Afrikanische Elefanten gebaut hat (und die Problematik zwecks Neuzusammenstellung von Herden kennt) will er diesmal eine fĂŒr Asiatische Elefanten bauen lassen (passt ja auch zum asiatischen Bauernhof :D)! Ich tippe hier tatsĂ€chlich immernoch auf die Elefanten aus Berlin Tierpark (bei deren schneller Umsetzung von neuen Anlagen könnte das zeitlig auch hinhauen! :D)!
Also ich freue mich sehr fĂŒr die Wilhelma, dass sie so einen angagierten Direktor bekommen haben! Viele meiner Bekannten in Erfurt vermissen ihn (da er hier viel fĂŒr den Zoo getan und vorangebracht hat) sehr! Ich denke aber er hat in der Wilhelma einen guten Platz gefunden! Vllt komme ich ja auch noch einmal zu einem Besuch in Stuttgart!
(04.07.2017, 16:24)
Patrick Marburger :   Da habe ich mich wohl missverstĂ€ndlich ausgedrĂŒckt. Der Reihe nach:
1. Es bleibt bei Asiaten. Keine Ahnung warum das nie zur Diskussion gestellt wurde, aber es ist so.
2. Man will mit einem Nationalpark in Sachen In-situ-Artenschutz kooperieren. Wohl so Ă€hnlich wie mit Kaeng Krachan in ZĂŒrich.
3. Aus einem Zoo (klang so als wenn in Europa. wenn nicht gar Deutschland- explizit gesagt wurde es nicht) kommt ein Familienverband Elefanten. Es gibt wohl Zoos (z.B. ZĂŒrich), die zwei solche Linien haben und ein Zoo muss/will eben eine seiner beiden VerbĂ€nde abgeben. Ich dachte die Forums-Mitglieder die mit jedem zweiten Elefant der Weltgeschichte per Du sind starten da bald mit Spekulationen (;
(04.07.2017, 15:54)
Adrian Langer :   @Patrick Marburger: Aber es soll weiter bei Asiatischen Elefanten geblieben werden? Ich finde es seltsam, dass Herr Kölpin hier anscheinend auf "Wildimporte" setzt! Bei Afrikanern wĂ€re das zwar sehr zu begrĂŒĂŸen aber ich denke doch unwahrscheinlich!
(04.07.2017, 15:42)
Patrick Marburger :   Endlich kein Monolog mal kein Monolog mehr (;

Ich war bei der Veranstaltung vor Ort. Es gibt bereits einen Nationalpark mit dem man fĂŒr den Elefantenpark kooperieren möchte und einen Zoo aus dem ein gewachsener Familienverband (wohl sechs KĂŒhe und ein Bulle) kommen wird. Beide sind noch geheim.
Die beiden Orang-Utan-Weibchen werden bleiben, dazu hielt Dr. Kölpin sich aber sehr bedeckt. Eine neue Info hÀngt dazu im Menschenaffenhaus, anbei.
Bilbys kommen auf Initiative der australischen Regierung definitiv bald im Rahmen eines EEPs in europÀische Zoos. Der erste Transfer ist dieses oder nÀchstes Jahr.
Bei den Tapiren war mein letzter halb-offizieller Stand, dass mittelfristig auch ein zweites Exemplar kommt. Ob MĂ€nnchen oder Weibchen war da noch nicht klar. UrsprĂŒnglich sollte Maik (Flusspferd) ĂŒbrigens bis Ende Juni abgereist sein, meine ich.
Ferner fĂŒhrte Dr. Kölpin aus das mit Corinna (EisbĂ€r) nicht mehr gezĂŒchtet werden darf/soll, sie ist zu alt.
Der asiatische Bauernhof soll von den Rassen her den hiesigen Àhneln, ein enger Kontakt zu den Tieren möglich sein. Kurzzeitig wird es vermutlich beide Bauernhöfe gleichzeitig geben.
(04.07.2017, 15:32)
Adrian Langer :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.miitendrin-in-der-wilhelma-eine-herde-elefanten-soll-einziehen.ce9dfd33-42d3-4ea4-abb4-470fa2727e33.html

Weitere Informationen zum Masterplan! Der Schaubauernhof soll in seiner jetzigen Zusammensetzung ausgelagert werden (nicht in der Wilhelma)! Der Bereich soll dann mit asiatischen Arten (neben den Elefanten) aufgefĂŒllt werden! Die EisbĂ€renhaltung soll auslaufen!?
@Patrick Marburger: Weißt du mehr darĂŒber?
(04.07.2017, 09:44)
Patrick Marburger :   Der erste Tapir kommt wohl aus Leipzig. Die Dscheladas gehen wenn ich nicht irre nach Magdeburg und Frankreich. Flusspferd Maik lebt aktuell alleine, Rosi verstarb.

(03.07.2017, 21:28)
Maximilian Schulz :   jetzt aber...datei war wohl zu groß
(03.07.2017, 21:21)
Maximilian Schulz :   Foto Flusspferdhaus
(03.07.2017, 21:20)
Maximilian Schulz :   Gestern nach lĂ€ngerer Zeit mal wieder in der Wilhelma: Ich war schon sehr erstaunt, wie schnell sich die ehemaligen Innengehege von Hannibal umbauen ließen.
BaumstĂ€mme abmontiert, die Öffnung zwischen den beiden Gehegen durch GitterschiebetĂŒr geschlossen. TĂŒren zum Gehege mit aufgeschraubten Holzbalken ausgestattet.
Auf Nachfrage: wenn's gut lÀuft, sollen noch in diesem Sommer! Schabrackentapire einziehen!
Darauf freu ich mich! Flusspferdhaus wirkt indes "tot" mit nur Rosi, die lethargisch ihren Heuhaufen verputzt und dann im Wasser liegt. Ganz im Gegenteil zu den Hirschebern: richtiges Gewusel der drei Tiere und einfach ungeheuer interessant zu beobachten, gerade durch die Gehegegestaltung!
Dann zum ersten Mal im Menschaffenhaus gleich links am Eingang das Innengehege (ehemaliges Drill?-/QuarantÀne-Gehege?) gesehen, das sonst immer durch einen Rollladen verdeckt war. Hier werden derzeit Dscheladas in QuarantÀne gehalten, die zur Abreise nach Wien und ? bestimmt sind.
Laut Wilhelma-Magazin sollen Japanmakaken (keine Zucht, da bereits gut im Genpool vertreten) einer MĂ€nnergruppe Dscheladas weichen...schade, dass man sich nicht fĂŒr einen Umzug der Makaken ins Menschenaffenhaus entschieden hat! Das ehemalige Gorilla-Gehege beispielsweise steht komplett leer.
(03.07.2017, 21:14)
Michael Mettler :   Die Wilhelma hat auf reale BesucherzĂ€hlung umgestellt und errechnet nicht mehr nach VdZ-SchlĂŒssel ihre Besucherzahlen. FĂŒr 2016 kamen auf diese Weise "nur noch" reale 1,3 Mio. Besucher zusammen, nach altem SchlĂŒssel mit geschĂ€tzter Jahreskartennutzung wĂ€ren es 2,2 Mio. gewesen.

Quelle: http://www.swr.de/swraktuell/bw/stuttgart/besucherrueckgang-in-der-stuttgarter-wilhelma/-/id=1592/did=18884328/nid=1592/j2su1h/index.html
(10.06.2017, 20:40)
Michael Mettler :   Ich dachte weniger an BeschĂ€ftigungsfutter, eher an GegenstĂ€nde. In Kea-Volieren sieht man ja öfter Kinderspielzeug wie BĂ€lle, Bauklötze usw., so auch bei meinem Besuch in der Wilhelma - in den dortigen Kaka-Volieren dagegen nicht.
(06.06.2017, 17:15)
Patrick Marburger :   @Michael Mettler: keine Ahnung ob man da schon Versuche angestellt hat. Bei den Kakas habe ich noch nie viel BeschĂ€ftigungsfutter gesehen, da gibt es nicht nur bei den Keas sondern auch bei manch anderen Vögeln (z.B. Aras) mehr.
(06.06.2017, 14:46)
Patrick Marburger :   Vergessenes und Informationen von heute:
Die beiden BrĂŒllaffen-Jungs hat man in eine MĂ€nnergruppe in einen "schönen Zoo in Belgien" abgegeben.
Das Trampeltier ist wieder bei den anderen.
Mindestens ein Jungtier bei den Steinböcken.
Corinna (EisbÀr) gefÀllt mir in letzter Zeit gar nicht, hoffentlich geht es ihr gut.
(06.06.2017, 14:43)
Michael Mettler :   Ist eigentlich bei den Kakas ĂŒberhaupt mal getestet worden, ob die Ă€hnlich spiel- und manipulationsbegeistert sind wie die nĂ€chstverwandten Keas? Mir fiel auf, dass in der Kea-Voliere einiges BeschĂ€ftigungsmaterial lag, wĂ€hrend den Kakas nichts Derartiges geboten wurde.
(03.06.2017, 23:03)
Patrick Marburger :   Vergessen: zusĂ€tzlich oder anstelle des Hyazinth-Aras leben Sonnensittiche. Ausgeschildert ist nur der Ara. Vor gar nicht allzu langer Zeit hieß es, dass man sich fĂŒr diesen um einen Partner bemĂŒht. Ein von den anderen Exemplaren separierter Kea ist ĂŒbrigens innerhalb der Terrassen umgezogen.
(03.06.2017, 21:26)
Patrick Marburger :   http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/familien-drama-bei-den-wilhelma-stoerchen-51975998.bild.html
Obwohl die Experten der Bild "Zeitung" es anders berichten waren die beiden Störche heute zu sehen. Kommentar ĂŒberflĂŒssig....
Ansonsten:
4 Jungtiere bei den Markohren. Weitere Jungtiere bei KĂŒhen und totenkopfĂ€ffchen. Seit langem mal wieder einen Atlasfalter gesehen. Den Schwarzstorch hat man abgegeben.
(03.06.2017, 17:51)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Die GÀnsesÀger-Voliere ist wieder besitzt mit GÀnsesÀgern.
Erstmals konnte ich Interaktion zwischen den Zebras und den SĂ€belantilopen beobachten. Als positiv wĂŒrde ich das nicht bewerten, wirkte aber harmlos.
Bei einer FĂŒhrung aufgeschnappt: fĂŒr die Elefanten wird mit 25 bis 30 Millionen kalkuliert, eher mehr. Durch Genehmigungen, Finanzministerium und Co muss mit bis zu 10 Jahren Planungs- und Bauphase gerechnet werden. Wenn eine der beiden KĂŒhe stirbt will man versuchen sie alleine zu halten. Wenn sie damit nicht gut zurechtkommen sollte will man sie evtl. doch abgeben oder einen Zirkuselefanten holen.
Die GoldkopflöwenÀffchen haben seit dem 14.05. zwei Jungtiere.
Das Terrarium der großen Tigerpythons (war zu letzt eh nur noch eine) ist nicht besetzt. "Wir sind aber bald wieder da"
Der Artenschutztag am Pfingstmontag wird intensiv beworben.
Das Trampeltier steht immer noch in der "QuarantÀne".
(27.05.2017, 16:40)
Patrick Marburger :   Nachtrag: die beiden kleineren der drei Innenanlagen der Bonobos werden saniert.
Von heute:
Das Aquarium ist Zwecks JubilĂ€um noch geschmĂŒckt. Girlanden hĂ€ngen an der Decke, schaut wie ein Kindergeburtstag aus. Neu ist ein Infomobil des Fördervereins.
Bei den Straußwachteln gibt es zwei noch sehr kleine KĂŒken.
Die Bongos haben ein weiteres Jungtier.
Fisch des Monats ist der Alligator-Knochenhecht.
Beim KleinsĂ€ugerhaus kann ich seit lĂ€ngerem keinen Fortschritt erkennen, dafĂŒr geht es bei den Schneeloparden voran.
Seit dem Auszug des Weisskehl-Warans hat sich dort nichts getan.
(07.05.2017, 14:24)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zooumbau-in-stuttgart-wut-und-trauer-ueber-die-wilhelma-plaene.707e77a9-0837-4ecc-845a-010445b8cb89.html
(03.05.2017, 17:41)
Michael Mettler :   P.S. Beste Aussichten hat vermutlich ein Bau mit viel Glas und Sichtbeton. Als ich den Eingangsbereich zum neuen Haus fĂŒr Gorillas und Bonobos sah, drĂ€ngte sich mir prompt das Wortspiel auf, dass die Wilhelma außerhalb des historischen Teils doch ein ziemlicher zoologisch-betonischer Garten ist.
(01.05.2017, 22:47)
Michael Mettler :   HĂ€ngt vielleicht davon ab, ob man einen möglichst preisgekrönten Architektenentwurf als Prestigeobjekt vorweisen kann oder nur ein schnödes ZweckgebĂ€ude errichten möchte ;-)
(01.05.2017, 22:06)
Sacha :   Zusammenfassend kann man also sagen, dass man sich in Stuttgart in Sachen Denkmalschutz zumindest "flexibel" zeigte...
(01.05.2017, 21:48)
Michael Mettler :   Okay, aber das war von Anfang an nicht konsequent. Dass man keine Auerochsen neben den Hausrindern prĂ€sentieren konnte, war zwangslĂ€ufig klar, aber deshalb hĂ€tte man noch lange nicht Wisente auf einen Bauernhof stellen mĂŒssen - die wohlgemerkt neu angeschafft wurden und nicht etwa nur innerhalb der Wilhelma ein besseres Gehege bekamen wie die Mesos.
(01.05.2017, 19:00)
Patrick Marburger :   Nicht das ich wĂŒsste. Hauptargument war die vom Wildtier zum Haustier Thematik, die hat sich aber mittlerweile erledigt...
(01.05.2017, 18:28)
Michael Mettler :   Wurde vielleicht die damalige Abtrennung des Bauernhof-GelĂ€ndezipfels vom Rosensteinpark auch schon damit argumentiert, dass Nutztierhaltung zu den historischen UrsprĂŒngen der Wilhelma gehörte, und nur deshalb bekam man den Zuschlag...? Vielleicht war ja der Ring aus grasbestandenen Koppeln um das GebĂ€udeensemble ursprĂŒnglich noch als Weidegatter fĂŒr die Rinder beantragt worden und wurde erst nach Zuschlag noch mit anderen Tierarten bestĂŒckt - quasi als moderne Fortsetzung der Schöchle-Schlitzohr-Taktik...
(01.05.2017, 17:22)
Patrick Marburger :   Unter anderem aufgrund des Denkmalschutzes war das Aquarium der Wilhelma ursprĂŒnglich an anderer Stelle geplant. Als man sich doch fĂŒr den heutigen Standort entschied sollte ursprĂŒnglich der Festsaal als Ruine erhalten bleiben. Ein Architekt Ă€ußerte die Idee der Krokodilhalle, und in einer Nacht-und-Nebel -Aktion wurde der Saal gesprengt und abgetragen.

Beim Shop wurde bei der Planung/Eröffnung stehts betont, dass die Planung sehr kompliziert war, da man auf die Wahrung des Charakters achten muss. Der Shop fĂŒgt sich voll in die bestehenden Gegebenheiten ein. Bemerkt habe ich das aber noch nie...

Der komplette Rosensteinpark muss als Englischer Park erhalten bleiben. War schon bei der IGA93 ein großes Problem.
(01.05.2017, 14:17)
Sacha :   Ist denn der Denkmalschutz so strikt, dass er keine "Anpassung" zulĂ€sst, sofern sie den historischen Charakter nicht zerstört? Darauf fusst nĂ€mlich meine Idee. Rein theoretisch mĂŒsste das doch gehen, da seinerzeit der Aquarien-Neubau (Krokodilhalle) und in neuerer Zeit Grossvoliere und Zooshop auch im historischen Teil der Wilhelma errichtet wurden (Und diese Anlagen entsprechen zumindest aus meiner Sicht nicht mal dem historischen Charakter).
(01.05.2017, 12:29)
Michael Mettler :   @Sacha: GrĂŒnanlagen in der Nachbarschaft von Zoos sind dir immer ein Dorn im Auge - auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras halt immer grĂŒner ;-) Aber: Nicht nur der historische Teil der Wilhelma, sondern auch der gesamte angrenzende Rosensteinpark steht unter Denkmalschutz (https://www.stuttgart.de/item/show/54346/1/dept/108940).

Kein Zweifel, dass die GaststĂ€tte Besucher in den entlegensten Zipfel des GelĂ€ndes zieht. Aber man weiß doch auch schon seit Hedigers Zeiten, dass ein Pony im Zweifelsfall fĂŒr den Zoobesucher attraktiver ist als ein Bongo. Die Zugwirkung von Haustieren ist nun mal enorm, soweit eine Möglichkeit direkten Kontaktes oder wenigstens der Betrachtung aus allernĂ€chster NĂ€he besteht (also nicht so, wie man es im Berliner Zoo links von der Scheune macht, mit doppelter Absperrung und breitem Pflanzstreifen wie bei Wildtieren - das empfinde ich als kontraproduktiv). Ich lasse mich gern eines besseren belehren, aber ich denke, die Wilhelma-Besucher wĂŒrden KĂŒhe und Pferde mehr vermissen als Vikunjas und Nandus - fĂŒr die Alpakas als BlickfĂ€nger der SĂŒdamerika-Anlage habe ich ja ein "HintertĂŒrchen" gelassen. Übrigens: Die "Ur-Wilhelma" aus Zeiten vor dem Zoologisch-Botanischen Garten hatte eine eigene Meierei. Milchvieh hat also sogar einen historischen Bezug zum GelĂ€nde, auch wenn die originale Stelle dafĂŒr nicht mehr nutzbar wĂ€re - darauf steht der Wirtschaftshof...

Soweit die Infrastruktur des Geheges dafĂŒr geeignet wĂ€re, gĂ€be es noch die Möglichkeit, auf die Alpensteinböcke zu verzichten und dort eine Herde Vikunjas unterzubringen, um auf diese Tierart nicht verzichten zu mĂŒssen. Mit den benachbarten BrillenbĂ€ren und MĂ€hnenwölfen bliebe dann ein kleiner SĂŒdamerika-Teil erhalten - auch wenn diese Ecke des GelĂ€ndes keinen eigentlichen Geo-Teil bildet.
(01.05.2017, 09:36)
Sacha :   @MM: Ist in Stuttgart und sagt zuvor keinen Ton (okay, war ohnehin in den USA).

Ich gebe Dir bez. der AttraktivitĂ€t des Schaubauernhofs in der Wilhelma recht, möchte aber zugleich anfĂŒgen, dass ein Teil der AttraktivitĂ€t dieses Bereichs auch der zweiten GaststĂ€tte zuzuschreiben ist.

Auch ich fĂ€nde einen neuen, vielleicht kleineren, dafĂŒr thematisch passenden Schaubauernhof (schwĂ€bischer Riegelhausstil, mit BadenwĂŒrtembergischen oder zumindest deutschen/europĂ€ischen Haustierrassen) sinnvoll. Allerdings wĂŒrde ich die Aufopferung der SĂŒdamerika-Wiesen nur zĂ€hneknirschend akzeptieren;)

Darum Frage an Wilhelma-Experten: Könnte man hierfĂŒr nicht doch etwas vom benachbarten ParkgelĂ€nde abzwacken? Vielleicht mit einer "wilhelminisch-maurischen" Anlage, so dass sie thematisch in den Park passt und die "Gesamtheit" nicht stört, kostenfrei zugĂ€nglich ist, aber direkt an die Wilhelma grenzt und ĂŒber einen Ein-Ausgang mit dieser verbunden wĂ€re?

An Trampeltiere und Mesopotam. Damhirsche in einer Anlage habe ich auch schon nachgedacht.

Flusspferde auf der Grosskatzenfreianlage fĂ€nde ich eine gute Idee. Wobei ich auch schon ĂŒberlegt habe, die (zumindest Innen) völlig missglĂŒckte neue Anlage fĂŒr afrikanische Menschenaffen abzureissen und an deren Stelle eine Afrikanische Sumpflandschaft Ă€hnlich Beauval (Fr) zu bauen, also mit Flusspferden (mit Unterwassereinblick), einer wasser-nahen Antilpenart, diversen Vögeln, Fischen und ggf. weiteren aquatischen Tieren. Die Gorillas und Bonobos wĂŒrden dann in eine neu zu errichtende Anlage anstelle der alten Menschenaffenanlage und des Aufzuchthauses umziehen, die Orangs ziehen sonstwohin um oder werden abgegeben.
Ich fand zwar anfangs die Idee einer Flusspferdanlage direkt am/im Neckar genial. Nach reiflicher Überlegung bin ich aber davon abgekommen. Einerseits ist diese Stelle schlecht kontrollierbar (Vandalen, UnfĂ€lle, MĂŒll), zudem besteht weitere Gefahr bei Hochwasser fĂŒr Tier und Mensch.
(01.05.2017, 00:21)
Michael Mettler :   Ich habe mir bei meinem Besuch am Samstag den Schaubauernhof noch mal genau angesehen, bevor er demnĂ€chst der Abrissbirne zum Opfer fĂ€llt (schließlich komme ich nur alle Jubeljahre mal nach Stuttgart). Dort war ĂŒbrigens mehr Publikum versammelt als an vielen Wildtieranlagen, und da frage ich mich durchaus, ob man auf eine solche Einrichtung verzichten bzw. sie auf ein Schaf- und Ziegengehege im Asienteil reduzieren sollte. Wobei ich wegen der GelĂ€ndesituation durchaus VerstĂ€ndnis dafĂŒr habe, dass ein großer Elefantenkomplex nur an der vorgesehenen Stelle umsetzbar ist. Aber trotzdem mĂŒsste man nicht auf einen Schaubauernhof verzichten. Wenn man sich auf die Arten und Rassen beschrĂ€nken wĂŒrde, die wirklich zum Thema Bauernhof passen, sprich Wisente, Trampeltiere, Mesopotamische Damhirsche außen vor ließe (und es können auch weniger HĂŒhnerrassen sein, dafĂŒr wĂŒrde ich eher Enten und GĂ€nse dazu nehmen), könnte man einen neuen Schaubauernhof problemlos auf der FlĂ€che der SĂŒdamerika-Anlage errichten. Da Alpakas mittlerweile in unseren Landen zu den immer beliebteren Nutztieren zĂ€hlen, wĂ€ren selbst diese in einem solchen neuen Bauernhofbereich nicht verkehrt untergebracht.

NatĂŒrlich werden jetzt wieder die Haustiergegner unter den Zoofans aufschreien, weil dann Vikunjas, Maras, Nandus, Pekaris und AmeisenbĂ€ren weichen mĂŒssten. Andererseits wird aber auch immer auf den Bildungsauftrag der Zoos gepocht, und dafĂŒr ist doch nun der Schaubauernhof mit seinem Konzept und seinen bedrohten Rassen eigentlich ein Paradebeispiel. Ja, natĂŒrlich könnte man die Tiere auch auf einem Arche-Hof irgendwo im Stuttgarter Raum halten. Aber dann zeigt mir doch bitte mal einen solchen Hof, der analog zur Wilhelma pro Jahr ein Potenzial von ĂŒber 2 Mio. Besuchern anhand von lebenden "Botschaftern" (wie das bei Wildtieren immer genannt wird) darĂŒber informieren kann, dass Schnitzel nicht in der Plastikfolie im Supermarkt heranwachsen und wie artgerechte Nutztierhaltung aussehen kann.

Statt des asiatischen Streichelzoos könnten genauso gut Trampeltiere und Mesos in den neuen Asienbereich umziehen - vielleicht sogar als vorderasiatische Gemeinschaftshaltung. WĂ€re schließlich auch nicht unstimmiger, als Vikunjas zusammen mit Großen AmeisenbĂ€ren als Pseudo-Lebensraumpartner zu prĂ€sentieren.

Angesichts der Flusspferdhaltung in der Wilhelma fĂŒhle ich mich in dem Gedanken bestĂ€tigt, dass es nicht unbedingt einen teuren Unterwassereinblick braucht, um Besucher fĂŒr Hippos zu begeistern. Auch an der klassischen Stuttgarter Anlage versammelte sich nicht wenig Publikum, mehr sehe ich z.B. in Hannover vor dem "Hippo-Aquarium" auch nicht stehen. Auch da ein wenig quergedacht: WĂŒrde man eine neue Anlage fĂŒr die Asiatischen Löwen auf der FlĂ€che des Flusspferdhauses und seiner Außenanlagen errichten, könnte man im Gegenzug nutzen, dass die jetzige Großkatzenfreianlage im Grunde ohnehin schon ein Becken ist und auf der FlĂ€che des Raubtierhauses ein neues Flusspferdhaus errichten. Wie gesagt, muss ja nicht mit Unterwassereinblick sein... Ließe sich an dieser Stelle sogar in den benachbarten Themenbereich Afrika einpassen.
(30.04.2017, 23:28)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-in-bad-cannstatt-flusspferde-am-neckar-bleiben-wohl-ein-traum.5b678ba6-2e04-47e9-8b91-4c1dab7a5844.html

Falls nicht schon berichtet: TotenkopfÀffchen und Tinamus haben Jungtiere.
Von heute:
Eingang und Ausgang vom Aquarium wurden mit großen Fotomotiven aufgewertet, schaut gut aus. Man feiert schließlich dieses Wochenende den 50. Geburtstag. (http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2017/26042017-50-jahre-aquarium.html)
Auf dem Schaubauernhof gibt es weitere Ferkel, LĂ€mmer und Zicklein.
Die Bongos haben ein Jungtier.
Ein Trampeltier ist wieder da, hoffentlich kommt es zum erhofften Nachwuchs. Noch ist das Tier nicht bei seinen Artgenossen.
(29.04.2017, 15:37)
Oliver Muller :   Also ich denke, der Asienkomplex ist jetzt einfach das nĂ€chste Projekt und hat nicht den Anspruch, alle asiatischen Arten zu beherbergen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass alle sonstigen Projekte damit abgehakt sind. Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Zoodirektor im letzten Jahr so ungeniert Details ausgeplaudert hĂ€tte, wenn alles völlig in den Sternen steht. Ich denke, das Fahrplan ist der aus dem vergangenen Jahr und das Land als TrĂ€ger hat jetzt erst mal die erste Tranche genehmigt.
(26.04.2017, 21:34)
Patrick Marburger :   Maik (weitere Flusspferde gibt es nicht mehr) soll zeitnah abgegeben werden, wohin weiß ich nicht. Von Planungen bzgl. einer Anlage auf dem GelĂ€nde der Wilhelma wĂŒsste ich nichts. (Der StZ-Artikel, der die offizielle Veröffentlichung vorweg nahm schrieb davon, widerspricht sich selbst aber) Es gibt noch die Idee, die Flusspferde am Neckar außerhalb des GelĂ€ndes der Wilhelma (also auch frei zugĂ€nglich) zu zeigen. In einem der Artikel wurde die Finanzministerin sinngemĂ€ĂŸ mit; "Das ist eine Idee, aber mehr derzeit nicht" zitiert. Das spricht BĂ€nde!
(26.04.2017, 17:24)
Adrian Langer :   Was soll jetzt eigentlich mit den Flusspferden werden? Ist deren Aufgabe jetzt beschlossen?
(26.04.2017, 16:47)
Patrick Marburger :   Vergessen: falls Asien wirklich auf dieses Areal (und Teile der mutmaßlich nicht geografisch geordneten Anlage fĂŒr BĂ€ren und Klettertiere) beschrĂ€nkt ist wird auch spannend was aus dem Rest des Raubtierhauses, der Haltung von Nordpersischen Leoparden (eh nur noch 1,0 Aman) und Japanmakaken (aussterbende Gruppe) wird,
(26.04.2017, 15:48)
Patrick Marburger :   In einem Artikel schrieb die Bild, dass das alte Menschenaffenhaus fĂŒr Orangs umgebaut wird. Aber das schrieb eben nur die Bild....
Falls das thematisierte Areal der ganze Asienteil ist (so hĂ€tte ich die Artikel verstanden) muss man hoffen, dass die Haubenlanguren (und die Gibbons) zu den Begleittierarten der Elefanten zĂ€hlen. FĂŒr diese sind ja alleine außen 243 Quadratmeter eingeplant, daher hoffe ich darauf. Auch hoffe ich, dass die Hirscheber im DickhĂ€uterhaus II (aktuell Flusspferd Maik, zukĂŒnftig Tapir) bleiben können.
(26.04.2017, 15:45)
Oliver Muller :   Klingt ja alles nicht schlecht, auch wenn es ja deutlich abgespeckt ist gegenĂŒber den Eckpunkten, die schon veröffentlicht wurden. Aber habe ich das ĂŒbersehen, oder was soll geschehen in Sachen Orang utan-Neubau und den anderen asiatischen Affen?
(26.04.2017, 15:15)
Patrick Marburger :   Hier noch ein Artikel mit noch mehr Infos. Aber ein richtiger Masterplan wĂ€re auch mal schön..
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.plaene-fuer-wilhelma-wilhelma-will-elefanten-und-tiger-zuechten.9edfc876-d4a3-4b98-a8ec-768a139ba66b.html
(24.04.2017, 18:55)
Patrick Marburger :   Hier gibt es einige Infos mehr:
http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/will-elefanten-zuechten-51427006.bild.html
(Tolle Quelle...)
(24.04.2017, 16:03)
Adrian Langer :   http://www.swr.de/swraktuell/bw/stuttgart/neues-grosses-elefantengehege-fuer-wilhelma/-/id=1592/did=19423628/nid=1592/16dlinn/

2020 soll die neue Elefantenanlage gebaut werden.
(24.04.2017, 15:43)
Patrick Marburger :   Zum "Sonderfall" des Schaubauernhofes habe ich gerade noch etwas gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Gartenbauausstellung_1993#Rosensteinpark

Ich hoffe, dass es daran nicht scheitert.
(21.04.2017, 17:45)
Patrick Marburger :   Ich muss gestehen, dass ich den Haustieren jetzt nicht besonders nachtrauere. Die Entscheidung (so es denn eine ist) finde ich sowohl ĂŒberraschend als auch nachvollziehbar. In der Wilhelma gibt es sehr wenige zusammenhĂ€ngende FlĂ€chen auf denen man bauen kann. Hier setzen Botanik und Historie sehr enge Grenzen. Von den 30 Hektar bleibt wenig GelĂ€nde ĂŒbrig, dass uneingeschrĂ€nkt bebaut werden darf. Dass der Schaubauernhof wohl abgerissen werden darf ĂŒberrascht mich. Die FlĂ€che erhielt die Wilhelma damals zur IGA93, damals wurde sehr betont, dass es um einen Bauernhof und nicht um ein klassisches Zoogehege geht. Wenn man damals das GelĂ€nde fĂŒr Elefanten (nur als Beispiel) gewollt hĂ€tte, kann ich mir nicht vorstellen, dass das geklappt hĂ€tte.
Über Individuen fĂŒr das neue Gehege der Elefanten ist mir nichts bekannt. DafĂŒr ist es mE auch noch viel zu frĂŒh. Der Artikel (auf welchen Quellen auch immer er fußt) gibt ja als frĂŒhesten(!) Termin fĂŒr Spatenstiche irgendwann in 2018 an. Das Projekt ist so viel ich weiß noch nicht einmal ausgeschrieben, von der Machbarkeitsstudie hört man auch nichts mehr, nun Ă€ndert sich scheinbar sogar der Standort, der mittlere Zweistelligemillionenbetrag klingt mehr als Vage, bzgl. der Finanzierung habe ich noch nie etwas gehört, auf Teilen des Areals stehen Tiere und GebĂ€ude, auf anderen wird gebaut. Daher hĂ€lt sich mein Optimismus stark in Grenzen, auch wenn ein baldiger Bau wĂŒnschenswert wĂ€re.

Ob die Flusspferde nun an den Neckar oder auf den Bauernhof kommen wird im Artikel nicht ganz klar. In der Einleitung steht das eine, im Text das andere.
(21.04.2017, 17:37)
Adrian Langer :   Ich persönlich finde es doch schade, dass Haustierrassen (besonders die berohten) fĂŒr Exoten weichen mĂŒssen. Daher begrĂŒĂŸe ich sehr die PlĂ€ne des Zoo Magdeburg. Aber ich hoffe, dass den Elefanten dadurch eine entsprechend große Anlage zugesprochen wird! Weiß jemand wo neue Tiere herkommen sollen? Ich könnte mir ja vorstellen, dass der Kewaclan von Berlin nach Stuttgart zieht!
(21.04.2017, 17:24)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-richtet-sich-neu-aus-heimische-tiere-muessen-exoten-weichen.1aa0dbed-923a-47df-a09d-03d2cb28c0f1.html
(21.04.2017, 17:16)
Patrick Marburger :   Die Sepien sind nicht mehr in der Schau!
(15.04.2017, 15:06)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Das Gehege der Bambusnattern wurde umgestaltet, schaut gut aus.
Bei den Sepien sah ich nur noch ein Tier.
Schneeziegen sind es wieder zwei, hoffentlich klappt es mit der Zucht.
Der Weisskehlwaran ist ausgezogen, ihn friert es! Er sitzt jetzt HdK im Terri, RĂŒckkehr ungewiss,
Die Löwen sind nun auch Innen zu sehen, Die vermeintlichen Tapeten sind zum Teil massive Tafeln. Ich will nicht wissen wie viel man dafĂŒr ausgegeben hat! Schaut gut aus aber an Infos sind jetzt nur die 0815-Schilder zu finden. Hoffentlich wird das noch mehr.
Bei Dumai hÀngen jetzt die alten Schilder wieder, auch neu ist eine Bildergalerie. Die beiden dazwischenliegenden Trakte (Schneeleo und Leopard) wirken im Besucherraum recht trostlos.
Von der Vogelgrippe ist nichts mehr zu spĂŒren. Einzig die Seeadler sitzen noch bei den GĂ€nsegeiern. Dort bleiben sie auch vorerst: einige Geier brĂŒten und man möchte sie durch eine Fangaktion nicht stören,
(11.04.2017, 10:24)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Sepien sah ich nur zwei Exemplare, aber dies will nichts heißen (hoffe ich zumindest). Der juvenile Felsleguan (bei Schmuckbaumleguan und Krötenechse) ist nicht mehr in der Schau, Der große Masken-Igelfisch wurde durch einen kleinen Langstachel-Igelfisch ersetzt. Der Landbereich der Nordamerikalandschaft wurde neu gestaltet, schaut gut aus. Summa summarum bleibt die Feststellung, dass sich in den letzten Monaten (und vor allem in jĂŒngster Zeit) viel im Aquarium/Terrarium getan hat und dieses dadurch weitaus attraktiver (in Sachen Anlagen) und exklusiver (in Sachen Bestand) ist. Hoffentlich klappt in der Krokodilhalle zeitnah etwas, die ist echt unterbesetzt. Fisch des Monats ist die Große Meersau. Etwas bedauerlich: am Aquarium selbst wird zwar auf die Aktion hingewiesen, welche Art aber gemeint ist erfĂ€hrt man erst dank einem Plakat am Ausgang.
Die WĂ€nde im Besucherbereich der Löwen im Raubtierhaus wurden mit einer Fototapete gestaltet, hoffentlich kommt da noch Beschilderung, die ĂŒber die normale hinausgeht. Nach außen dĂŒrfen die Tiere noch nicht, der Besucherbereich innen ist noch abgesperrt.
Am 15. MÀrz gab es Ferkel bei den SchwÀbisch-HÀllischen.
Die Weissnacken- und Mandschurenkraniche sind wieder da; sonst nichts neue bzgl. Vogelgrippe.
(18.03.2017, 16:55)
Patrick Marburger :   Von heute:
Neu im Aquarium sind mind. vier Sepien, die das erste Becken (ehemals Hummer) bezogen. Auch neu sind zwei EuropÀische Hornottern, die das seit lÀngerem in Umbau befindliche Terrarium bezogen. Der Zitteraal wurde durch ein deutlich kleineres Exemplar ersetzt. Ausgeschildert, aber offensichtlich nicht mehr vorhanden, ist der Masken-Igelfisch.
Fertig, aber (wohl aufgrund der Vogelgrippe) noch nicht besetzt, ist die Voliere der GĂ€nsesĂ€ger. Bei den GĂ€nsegeiern wurden die Schutzmaßnahmen aufgrund der Vogelgrippe demontiert, anderen Orts sind sie weiterhin vorhanden.
Wie unten beschrieben zogen jetzt die Raubtiere um, nur die beiden Hauptattraktionen fehlen noch. Deren Anlage wird innen und außen umgestaltet. Die gut gemachten Schilder ĂŒber Tiger wurden demontiert, hoffentlich werden die unten wieder aufgehĂ€ngt.
Eine Schneeziege und ein Kamel, die ich bereits vermisste, sind zum Decken ausgeliehen worden. WÀre schön wenn es bald Nachwuchs gibt.
Die Umgestaltungen am Ausgang des Amazonienhauses sind abgeschlossen (Kunstfels+Botanik), schaut gut aus. Wobei ich nicht behaupten könnte, dass es vorher schlechter wirkte.
Die Ausstellung der ZitrusfrĂŒchte ist wieder aufgebaut worden und noch grĂ¶ĂŸer als die letzten Male.
Die Außenanlage der Gorillas wurde wie schon beim Bau vorgesehen unterteilt, warum weiß ich nicht.
(12.03.2017, 15:13)
Patrick Marburger :   Jetzt ist es also offiziell: http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2017/09032017-rueckkehr-der-loewen.html
(10.03.2017, 14:27)
Justus Bauer :   Weiß zufĂ€llig jemand, wie groß die einzelnen Gehege im Raubtierhaus sind?

(19.02.2017, 12:25)
Patrick Marburger :   Raubtierhaus aktuell:
Trakt I: 1,0 Nordpersischer-Leopard
Trakt II: 1,0 Schneeleopard
Trakt III: 0,1 Schneeleopard
Trakt IV: 0,1 Sumatra-Tiger

Raubtierhaus in Naher Zukunft:
Trakt I: 0,1 Sumatra-Tiger (da es dort ein Wasserbecken gibt)
Trakt II: 1,0 Nordpersischer Leopard (kann durch Gittergang problemlos umziehen)
Trakt III: 1,1 Schneeleopard (separiert, kann durch Gittergang problemlos umziehen)
Trakt IV: 2,0 Asiatischer Löwe (da grĂ¶ĂŸte Außenanlage)

DafĂŒr wird mit Dumai bereits ein Kistentraining durchgefĂŒhrt. Man möchte aufgrund ihres Alters eine Narkose vermeiden. Gegen Ende des Jahres (wenn es so schnell geht) ziehen dann die Schneeleoparden aus. Ich nehme an, dass dann wie geplant ein schwarzer Jaguar kommt. Dies wird m.E. aber schwierig, da der eigentlich ja auch ein Wasserbecken braucht und beide belegt sind.
(18.02.2017, 20:39)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Nandus wurde offensichtlich der Weißling durch ein naturfarbenes Exemplar ersetzt.
Beim KleinsÀugerhaus und den Schneeleoparden wird gearbeitet, aber ob das (insb bei den Schneeleos) dieses Jahr was wird?
Das Terrarium des Kaiserskorpions wird umgestaltet. Ebenfalls umgestaltet wird der Bereich oberhalb des Ausganges des Amazonienhauses: die Bepflanzung und die FutterplÀtze wurden entfernt, dezenter Kunstfels angebracht. Mal schauen wie es fertig aussieht, hatte den Beton eigentlich nie als störend empfunden.

(18.02.2017, 20:30)
Patrick Marburger :   Auch in Stuttgart scheint die Aufstallpflicht aufgehoben zu sein: GeflĂŒgel auf dem Bauernhof, Strauße und HelmperlhĂŒhner (schon lange nicht mehr gesehen) waren draußen. Bei anderen Arten (Greifvogel, Kranich, Papageien) sind die Schutzmaßnahmen noch nicht demontiert.
Schon jetzt gibt es zwei kleine Kamerunschafe.
Fisch des Monats ist der Garibaldifisch.

@ Michael Mettler: interessante Infos, danke! Bin mal gespannt wohin man dann Maik bringt, hoffentlich sucht man wieder eine gute Unterbringung.
(06.02.2017, 15:40)
Michael Mettler :   Flusspferdbulle Mike hatte nicht nur ein Jungtier mit Rosi, wie es in diesem Artikel heißt, sondern mindestens sechs. Allerdings kamen zwei davon nicht auf und zwei zogen auf direktem oder indirektem Weg (nach zwischenzeitlicher Haltung in Magdeburg) in asiatische Zoos um.

Mikes Vater Gino soll in Antwerpen mindestens 18 KĂ€lber gezeugt haben, Mikes Mutter Hermien ist eine Tochter des enorm fruchtbaren Ex-ZĂŒricher Paares Kiboko und Hippa. Eigentlich bemerkenswert, dass Mike trotzdem ein genetisch wertvoller Bulle sein soll.
(03.02.2017, 22:32)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.was-plant-die-wilhelma-2017-der-loewe-feiert-sein-comeback.68147f06-6c61-4397-ba40-3f3c1abbd526.html

Und hier jetzt alle Infos, die man sich bisher ĂŒber die bereits erwĂ€hnten Artikel zusammen suchen musste. Klingt aus meiner Sicht erfolgsversprechend.
(26.01.2017, 19:13)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2017/24012017-rueckblick-und-ausblick.html

Wie verheize ich die Meldung eines Jungtiers bei den Hirschebern möglichst effektiv?
(24.01.2017, 19:25)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.jahresbilanz-2016-die-wilhelma-zaehlt-jetzt-richtig.8aef8ffa-cb02-4fdd-bdbd-1ddf57a56e2b.html

Also wird Maik (Flusspferd) die Wilhelma verlassen. Bedauerlich, aber bei den gegebenen UmstĂ€nden verstĂ€ndlich. Wird spannend wo man ihn unterbringt, Flusspferde gelten ja als nicht gerade leicht absetzbar(?). Ferner wird spannend was mit dem Haus passiert. Umbauen oder abreißen fĂŒr Schabrackentapire und Hirscheber hört man seit Jahren hier und da, aber ob aktuell dafĂŒr das Geld da ist? So viel ich weiß gelten mĂ€nnliche Schabrackentapire als recht schwer absetzbar und das Zwergflusspferd-EEP sucht doch auch neue Halter, da etwas in das (unverĂ€nderte) Haus aufzunehmen (am ehesten dann ohne Zucht) wĂ€re aus meiner Sicht auch nach heutigen AnsprĂŒchen möglich, aber ob man dies tun wird? Hoffentlich gibt es keinen langen Leerstand wie z.B. beim Gehege der Gorillas.
(24.01.2017, 19:19)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bilanz-der-wilhelma-in-stuttgart-zahl-der-besucher-ist-2016-zurueckgegangen.5b922565-dca3-4f3d-a456-f7e7016cf661.html

Kurzfassung: Besucherzahlen sanken von 2,3 Mio. auf 1,3 Mio. Insbesondere macht sich hier die Umstellung von SchĂ€tzung zu tatsĂ€chlicher Zahl bemerkbar. Nach alter Rechnung wĂ€ren es 2,2 Mio. FĂŒr diesen RĂŒckgang sollen Wetter (wie immer) und Verkehr verantwortlich sein. FĂŒr 2017 stehen nun KleinsĂ€ugerhaus, Schneeleo und evtl. Löwen auf der Agenda. Bin gespant was davon dann dieses Jahr auch wirklich etwas wird und ob es jetzt schlecht ist, dass die Sunda-Gaviale nicht erwĂ€hnt werden. (In der Fördervreinszeitschrift, die im Dezmber verschickt wurde, standen sie noch)
(24.01.2017, 16:46)
Patrick Marburger :   Von gestern:
Das Gehege der Geiselspinne wurde neu gestaltet, nun ist das der Ornamentvogelspinne nicht besetzt. Aufgrund leicht zugefrorener WassergĂ€ben durften Tiger, BĂ€ren und Co nicht nach draußen. Das "Vogelhaus" in der GewĂ€chshausreihe ist nun komplett eingerĂŒstet. Dadurch ist das Kamelienhaus eine Sackgasse und davor muss man zum Verlassen des Komplexes auch rĂŒckwĂ€rts zurĂŒck in den Wintergarten. Bei Hornotter, Zwergflusspferd, Schneeleopard, GĂ€nseseger und KleinsĂ€ugerhaus waren keine großartigen VerĂ€nderungen sichtbar. Bei den Limburgern gibt es ein Kalb, dieses lebt bei den Skudden.
(22.01.2017, 18:28)
Patrick Marburger :   Von heute:
Es gibt jetzt, anlĂ€sslich des 50. des Aquariums, einen Fisch des Monats. Dies ist fĂŒr den Januar die Fetzenseenadel. Diese sind jetzt in ein kleineres Becken gezogen. Wenn ich nicht irre sind es zwei weniger. Am Becken selber gibt es einen großen Aufkleber und auf einem Plakat zum Fisch des Monats wird ĂŒber JubilĂ€um, Seenadeln und die Möglichkeit fĂŒr diese eine Patenschaft zu ĂŒbernehmen informiert. 500 Euro wer ist dabei? (;
Bei den Straußwachteln scheint es nur noch ein KĂŒken zu sein.
Die Voliere der GÀnsesÀger und der erste Part der Subtropenterrassen wirken weitgehend fertig, hoffe das es nicht mehr lange dauert.
(14.01.2017, 16:12)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Kein Problem, die Informationen zur Vogelgrippe sind in offiziellen Texten nicht ganz eindeutig bzw. zoologische Denkweise und behördliche Formulierung passen nicht unbedingt zusammen. Die Stallpflicht bzw. die Absicherung von AußenauslĂ€ufen und -volieren sollen laut Verordnung dazu dienen, den Kontakt der gehaltenen Vögel mit "Wildvögeln" bzw. deren Ausscheidungen zu vermeiden, und auch das Futter muss geschĂŒtzt vor "Wildvögeln" aufbewahrt werden. Allerdings ist laut Verordnung nicht jeder wilde Vogel ein Wildvogel, sondern einige zoologische Ordnungen (HĂŒhnervögel, GĂ€nsevögel, Greifvögel, Eulen,
Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige, Schreitvögel) werden als "Wildvögel" definiert, wÀhrend alle anderen - obwohl wild lebend, wie z.B. eben auch Singvögel - nicht dazu gerechnet werden: https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/geflpestschv/gesamt.pdf

Wenn man die Sachlage etwas ĂŒberspitzt ausdrĂŒckt , dann muss selbst ich als Hobbyhalter von ZwerghĂŒhnern (also weder Schau- noch ProduktionsbetriebsstĂ€tte) wĂ€hrend der Stallpflichtzeit dafĂŒr sorgen, dass z.B. kein Haubentaucher Zugang zu meinem Körnerfutter hat, kein Steinkauz in meinen Stall eindringen und kein Kot eines den Garten ĂŒberfliegenden AlpenstrandlĂ€ufers im HĂŒhnerauslauf landen kann (weil u.a. Eulen, Regenpfeiferverwandte und Lappentaucher zu den "Wildvögeln" gerechnet werden), wĂ€hrend Sperlinge, KrĂ€hen und Stadttauben ebenso theoretisch darin ein und aus fliegen, sich am Futter bedienen und alles vollsch... dĂŒrften (weil Sperlingsvögel - wozu ja auch die Rabenvögel zĂ€hlen - und Tauben NICHT zu den "Wildvögeln" der Verordnung gerechnet werden).
(07.01.2017, 12:11)
Patrick Marburger :   Da habe ich offenbar tatsĂ€chlich falsche Informationen verbreitet, z.B. http://www.lbv.de/ratgeber/vogelschutz/voegel-fuettern/vogelgrippe-fuettern.html. Ich bitte um Entschuldigung, ist halt die Schwierigkeit wenn Informationen nicht aus erster Hand kommen. Naja, vielleicht bezog sich die Info auch einfach auf einen etwas Ă€lteren Fall: https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article8354341/Singvoegel-sind-gefaehrliche-Vogelgrippe-Verbreiter.html

In der Wilhelma wird ein Bionik-Lehrpfad geplant. Klingt noch nicht wirklich konkret: http://www.vdi-suedwest.de/wuerttembergischer-ingenieurverein/veranstaltungen/?tx_cas_event%5Bevent%5D=AA88595C7A054A7DAE047400A9C0C5FE&tx_cas_event%5Baction%5D=show&tx_cas_event%5Bcontroller%5D=Event&cHash=e2c52c5012c3c6e106093564c61b7f64
Zu dem Thema gab es vor Jahren in der Wilhelma mal eine Ausstellung. Damalige Pressemitteilung: http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2011/07062011-sonderausstellung-bionik.html
(07.01.2017, 10:36)
Michael Mettler :   Dass das Vogelgrippe-Virus fĂŒr Singvögel gefĂ€hrlich sein soll, fĂ€nde ich merkwĂŒrdig. In unserer Gegend (Raum Hannover) wurde in den Medien darauf hingewiesen, dass wilde Singvögel keine besondere Bedeutung in Zusammenhang mit der Vogelgrippe haben und tot aufgefundene Singvögel deshalb auch nicht gemeldet werden mĂŒssen (außer bei ungewöhnlicher HĂ€ufung).
(04.01.2017, 18:38)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zucht-im-zoo-wilhelma-als-tierische-heiratsvermittlerin.cd396f8f-c20d-4e11-bafb-7824cc07187e.html
Interessant ist insbesondere ein Nebensatz: die Wilhelma koordiniert das Bilby-EEP.
Von den letzten beiden Besuchen des Jahres:
Die HĂŒhnergĂ€nse haben vier Jungtiere, mĂŒssten eigentlich die ersten dieser Haltungsperiode sein.
Bei den Schneeleoparden tut sich nicht viel, es wurde abgesperrt und gerodet, richtige Bauarbeiten noch nicht.
Ich befĂŒrchte, dass es nur noch eine Schneeziege gibt.
Trotz der Vogelgrippe sind Pinguine und Tölpel draußen, eine Sondergenehmigung liegt vor. Man diskutierte die Pingus in das Gehege von Hannibal zu setzen, dies ist mittlerweile wieder vom Tisch. Der Virus ist wohl insbesondere fĂŒr Singvögel und NutzgeflĂŒgel gefĂ€hrlich, dennoch herrscht bekanntlich fĂŒr das gesamte Federvieh Aufstallpflicht.
Als ich ins Niedere Affenhaus kam und die Gibbons alle drei Gehege nutzen konnten und von den Haubenlanguren weit und breit nichts zu sehen war traf mich schirr der Schlag. Langer Rede kurzer Sinne: den Haubenlanguren geht es gut, damit die Gibbons mehr Abwechslung haben können diese stundenweise alle Gehege nutzen und die Haubenlanguren sitzen dann im rĂŒckwĂ€rtigen Bereich. Mittbekommen habe ich dies aber noch nie, ein zustĂ€ndiger Tierpfleger den ich belĂ€stigte ebenfalls nicht. Wie gut es ist, dass (als die Haubenlanguren wieder zurĂŒckkamen) Gibbonkot auf dem Boden lag und mit Freude deren Futter verzehrt wurde sei dahingestellt.
Im Kindergarten der Gorillas sind jetzt Infoschilder (Geschichte der Menschenaffenhaltung in Stgt und Mimi) aufgebaut. Diese sind zwar schön, allerdings dĂŒrfte dies wohl bedeuten, dass sobald keine mittlere Affenart (hĂ€tte ich mir fĂŒr die Drills gewĂŒnscht) einzieht. Vermutlich weil man eben im Falle eines Falles nicht weiß wohin der Interimsbesatz soll.
Wie es mit dem DickhĂ€uterhaus II nach dieser Serie an TodesfĂ€llen (stelle ich mir fĂŒr die Belegschaft schlimm vor, der Start in 2017 mĂŒsste aber eigentlich ganz gut gelingen) weitergeht ist unklar. Es wird ĂŒberlegt die Hirscheber nach oben zu holen, ein einsehbares Innengehege wĂ€re schon was. Maik wĂŒrde man gern abgeben, das in Frankfurt eine einzelne Flusspferdkuh steht hat man aber auch auf dem Schirm. Bautechnisch ist wohl zu beachten, dass die Wand zwischen Flusspferdbecken und ehem. Zwergflusspferdgehege statisch wichtig ist.
(31.12.2016, 15:42)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/23122016-fetzenseenadel.html
(24.12.2016, 09:54)
Oskar Schwitters :   Hannibal kommt in Museum, Rosi hingegen. Derzeit liegt Hannibal noch in einer Gefriertruhe.
(22.12.2016, 15:30)
Patrick Marburger :   Einen Beitrag einzufĂŒgen hat erst im dritten Versuch geklappt, daher der etwas lapidare Text. Vermutliche Ursache: Man darf sein Passwort nicht mittels Kopieren und EinfĂŒgen eingeben.

Zum Thema: Es gibt anstelle der Bestandsliste von 2011 nun eine neue von 2015. Beim Überfliegen sah ich, dass mindestens Nagetiere, Fledertiere und Primaten fehlen?

(18.12.2016, 20:10)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/fileadmin/pdf/Angebote/2016/Tierbestandsliste_2015.pdf
Neue Bestandsliste- keine Primaten mehr?!
(18.12.2016, 20:07)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Nach Hannibal ist nun auch Rosi (Flusspferd; Gestern; 49 Jahre) verstorben. Was im DickhÀuterhaus II dieses Jahr verstorben ist, ist schon eine bedauerliche Serie: 1 Flusspferd, 1 Zwergflusspferd, 3 Hirscheber! Aktuell leben im Haus also zwei Hirscheber und ein Flusspferd. Bin mal gespannt wie man jetzt weiter macht. Im alten Zwergflusspferdgehege war ein frischer Salzstein angebracht, ob man die Hirscheber oben zeigen will? Eine nicht vermittelbare, mÀnnliche Schabrackentapirnachzucht wÀre aus meiner Sicht ja eine gute Idee, aber ob man in dieses Haus noch neue Tiere holen will?
Die Vogelgrippe hat nun zur Folge, dass alle Vögel nicht oder nur unter Schutzmaßnahmen (Folien) zu sehen sind. Mit zwei Ausnahmen: Brillenpinguin und Basstölpel. Aus der Not heraus hat man nun ĂŒbrigens GĂ€nsegeier und Seeadler vergesellschaftet.
Zwei Jungtiere bei den Straußwachteln.
(17.12.2016, 14:51)
Patrick Marburger :   Von heute:
Vogelgrippe auch in Stuttgart. http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/kurzmeldungen/detail.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2016&tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1585
Allerdings mit fĂŒr den Laien unverstĂ€ndlichen Folgen: Weg sind Pelikane, die Stelzvogelwiesen, Marabu, Sudan-Hornrabe, die HĂŒhner auf dem Schaubauernhof, alle nicht betretbaren Volieren der Vogelfreiflugvoliere, sowie die asiatischen und afrikanischen Abteile letzterer. Folgerichtig noch da sind die Subtropenterrassen, Brillenpinguine, Tölpel, Pfaue, Greifvögel und Flamingos. ZusĂ€tzliche Schutzmaßnahmen an Volieren entdeckte ich nur an der Damaszenerhalle (und da bin ich mir nicht mal sicher).
Weiteres:
Der Weg an den Außenanlagen von Biber und (ehem.) Otter ist (wegen den Schneeleos) nicht zugĂ€nglich, das Innengehege nicht einsehbar, die Außenanlage nur schlecht. Dort zeigten sich die Bewohner allerdings so schön wie selten.
Ein Prachtsexemplar von Weißkehl-Waran ist in das alte Gehege der Fenneks gezogen.
Die 1,2 SÀbelantilopen (mit denen sich die Wilhelma, dank des Namens Isis einen lÀcherlichen Skandal ins Haus geholt hat; http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/aerger-um-zoo-tier-isis-48793200.bild.html;http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wirbel-um-antilopen-name-in-der-wilhelma-isis-bleibt-isis.0bc4968d-381a-44bf-9221-1ef9c3e8e84e.html ) sind nun auf der Anlage. Die Vergesellschaftung scheint gut verlaufen zu sein, ein beeindruckendes Bild. Beschildert sind sie noch nicht. Ihrer Aufgabe im Erhaltungszuchtprogramm gerecht zu werden versuchen sie bereits.
(19.11.2016, 16:22)
Patrick Marburger :   Der stellv. Revierleiter sprach explizit von einem (alleinigen) Besitzanspruch. Welche AnsprĂŒche wer hat wird immer im Vorfeld vertraglich festgelegt. Im Falle von Savita ist es wohl so, dass ihr erstes Jungtier der Wilhelma gehört. Da man ja einer der erfolgreichsten ZĂŒchter war und ist (außer Basel und Berlin fĂ€llt mir da im deutschsprachigen Raum auf die Schnelle niemand mit besseren Bilanzen ein) kommt so bestimmt einiges zusammen (insbesondere da bei Enkeln Ă€hnlich verfahren wird) einiges zusammenkommt ist klar, aber jedes dritte Tier in Gefangenschaft? Wie gut es ist, dass die Wilhelma-Gene so weit verbreitet sind ist eine andere Frage: die erste Zuchtkonstelation (Puri x Nanda) kam aus Basel, waren wohl Halbgeschwister. Mit Brunno hat man, als Partner der genetisch extrem wertvollen Sani, sich einen Sohn von Puri und Nanda- auf gut deutsch ein ingezĂŒchtetes Tier- in den Bestand geholt. Sprich wenn ich nicht irre sind alle in Stuttgart geborene Nashörner leicht ingezĂŒchtet, und das sind nicht gerade wenige. Merkt man davon eigentlich was? (Bin mir nicht ganz sicher, hieß es eigentlich nicht sogar mal, dass Inzucht Panzernashörnern ĂŒberhaupt nicht schaden kann?)

Der mĂ€nnliche Gavial ist ĂŒbrigens mehr als vier Meter lang, man beabsichtigt Zucht. Wie das in der Halle aussehen soll weiß ich auch nicht: aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe und dem nur dort vorfĂŒhrbaren Sprung wird man Tong nicht in eines der Seitenabteile verbannen (vor allem da im Hauptteil keine Möglichkeit zur Eiablage), zwei Gaviale in einem der Seitenabteile wĂ€re aber auch nostalgisch, dass man die beiden Seitenabteile durchgĂ€ngig gestalten kann wĂ€re ideal, aber ob das möglich ist? Vor allem hieß es bei der Abgabe der zwei kleineren Leistenkrokos, da man froh ist, dass man nun wieder weniger Tiere als Abteile hat damit man zum reinigen umsperren kann,

Beim zukĂŒnftigen Besatz des Raubtierhauses geht es mir Ă€hnlich. Aus meiner Sicht wĂ€re von Elefantenhaus nach Affenfelsanlage vernĂŒnftig: große Freianlage gegenwĂ€rtig Tiger, zukĂŒnftig Löwe (im neuen Haus will man auch zĂŒchten), KĂ€fig I gegenwĂ€rtig Schneeleo, zukĂŒnftig Leopard od Tiger, KĂ€fig II gegenwĂ€rtig Schneeleo, zukĂŒnftig Leopard od Tiger, KĂ€fig III (mit Wasserbecken) gegenwĂ€rtig Leopard, zukĂŒnftig Jaguar.
(28.10.2016, 20:41)
Michael Mettler :   Formell muss doch aber irgendwer das Eigentum an den Tieren innehaben, selbst wenn sie zur "Verteilung" fĂŒr Zuchtzwecke durch ein Zuchtmanagement zur VerfĂŒgung stellt. FrĂŒher war es in Zuchtgemeinschaften zwischen zwei Zoos doch nicht unĂŒblich, dass der Nachwuchs (und damit das Eigentum an ihm) untereinander aufgeteilt wurde. ErklĂ€ren sich die 70 Nashörner dann durch Eigentumsanspruch an Kindern, Enkeln, Urenkeln usw. der Stuttgarter Stammeltern?
(28.10.2016, 19:02)
WolfDrei :   @P. Marburger: ``70 Panzernashörner ` gehören der Wilhelma``: das ist sicher zu interpretieren, zumal ja heute nicht mehr im eigentlichen Sinne Tiere verkauft oder eingekauft werden ( ich meine die EAZA-Zoos - was nicht bedeutet, dass es das nicht mehr gibt ): es wird ``eingestellt``.
Mein Wissen zu den Wilhelma-Rhinos: als ich erstmals die Wilhelma 1990 besuchte, gab es etwa 80 Panzernashörner in Zoos weltweit mit gehörigem MĂ€nnerĂŒberschuss. Das Wilhelma-Paar ``zeichnete`` sich gerade dadurch aus, dass es zu dem Zeitpunkt 8 Geburten hatte - alles Bullen. Offensichtlich wollte man die Zucht nicht auslaufen lassen, kĂŒmmerte sich in San Diego um eine neue Kuh - das war Jhansi. Da aber offensichtlich zur gleichen Zeit die letzte und neunte Geburt ein Weibchen brachte und - oh Schreck - Jhansi ein nicht eingeplantes weibliches Baby bekam (die heutige Betty), verblieben Jhansi und Betty im Tierpark Berlin. Soweit ich mich noch erinnere, war die damalige Nashornanlage aus der ``Betonzeit`` keinesfalls fĂŒr 4 - 5 Tiere ausgelegt. Das zu meiner Interpretation.
Möglich also, dass die Gene der Wilhelmabullen heute weltweit verbreitet sind - aber ``Eigentum``?

(28.10.2016, 18:46)
Patrick Marburger :   Vom Patentag:
0,2 SĂ€belantilopen aus Lissabon sind da (und bereits im Absperrgehege der Zebras, das MĂ€nnchen lebt schon in Vergesellschaftung mit Grevy und Dorkas). Von den 200 weltweit in Zoos lebenden Panzernashörnern gehören 70 der Wilhelma?! Besatz des KleinsĂ€ugerhauses: Rennkuckuck, Weißstirnspint, ein Kolibri, Nacktmull, Tamandua und Faultier. Eröffnung zu den Sommerferien nĂ€chsten Jahres. Bei den Schneeleoparden eröffnet man im Herbst. In die Krokodilhalle ziehen Ende diesen Jahres zusĂ€tzlich zum Leistenkrokodil (es bleibt beim Einzeltier) 1,1 Sunda-Gaviale, Zucht wird beabsichtigt. Welche Affenart in den Gorilla-KG zieht ist unklar, klang noch sehr theoretisch. Die Flusspferdanlage am Neckar ist wohl noch sehr unkonkret, das zustĂ€ndige Revier erfuhr/erfĂ€hrt davon nur aus der Presse. Nach dem die Schneeleos aus dem Raubtierhaus ausgezogen sind folgen Ende nĂ€chsten Jahres 2,0 Asiatische Löwen und ein schwarzer Jaguar nach.
Sonst von heute:
Die Voliere der Anlage fĂŒr BĂ€ren und Klettertiere ist komplett eingerĂŒstet. Einem der Kakas fehlt ein Auge (wie lange schon?), die ZwergseidenĂ€ffchen sind vom 18, Oktober, es gibt weitere 4,4 Ferkel bei den SchwĂ€bisch-HĂ€llischen.
(28.10.2016, 17:20)
Patrick Marburger :   Von heute:
Seit dem 22.10 gibt es ein Haubenlangurbaby III! Das Muttertier ist schwarz, das Jungtier wird es wohl auch.
Der einzelne Springtamarin (bei Krallenaffe, Aguti. Faultier etc.) ist nicht mehr angeschrieben. Wieder streit mit dem mÀnnlichen Faultier?
In der gesamten Dschelada-Anlage war stellenweise eine rote FlĂŒssigkeit zu sein. Ich hoffe (insbesondere aufgrund der Menge) instĂ€ndig, dass ich mich tĂ€usche...
Beim Kapwaran wird fleißig gearbeitet, das lĂ€sst auf einen baldigen Einzug hoffen.
(25.10.2016, 17:43)
Patrick Marburger :   Hundert Jahre sollst du leben!

Heute beging Hannibal, seines Zeichens mit ordentlichem Vorsprung das Àlteste Zwergflusspferd der Welt, beging heute seinen 50. Geburtstag. Neben der obligatorischen Torte waren auch zig Fernsehteams u.À. (Cannstatter Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, ZDF, SWR, Regio-TV, Zoofreund etc. etc.) anwesend. Wie das in dem schmalen Besucherbereich zuging mag man sich vorstellen.

Ansonsten:
Geburt bei den ZwergseidenĂ€ffchen (sah noch recht klein aus); an dem Waran-Gehege wird gearbeitet; den Kaiman bereits mehrmals gesehen, nun erstmals gut; das Hirscheberweibchen, welches ich im Juni hier erwĂ€hnte verstarb vor 1,5 Wochen, auf den Obduktionsbericht wird noch gewartet; Savita ist nun in Lissabon; die SĂ€belantilope steht nun nicht mehr im großen Absperrgehege hinten sondern in einem kleinen direkt an den zukĂŒnftigen Mitbewohnern, hoffentlich gelingt die Vergesellschaftung.
(19.10.2016, 16:45)
Patrick Marburger :   Nachtrag: bei den Schweinen gibt es seit dem 29.09. 5,5 Ferkel; das Kalb der HinterwĂ€lder ist bei den Skudden. Im ganzen Zoo (wenn ich mich nicht tĂ€usche sogar in jedem Tierhaus) wird die Veranstaltung an Halloween beworben, auch mit zwei großen Transparenten die dank Jahreszahl danach nicht mehr verwendbar sind.
(08.10.2016, 15:58)
Patrick Marburger :   Von heute:
Ich sah nur einen BrillenbĂ€ren, der "tigerte" immer nahe dem Separierungsbereich. Keine Ahnung was dahintersteckt. Die Dorkas-Gazellen nutzen immer öfter auch das vordere drittel der Anlage, sie ein Eichhörnchen jagen sehen dĂŒrfte zu den selteneren Anblicken gehören. Im Insektarium (genauer gesagt in der Schmetterlingshalle) lebt eine Ratte. Ein Prachtexemplar, hoffentlich hĂ€lt sich der Schaden in Grenzen. Es wird eine Besucherumfrage (man wird irgendwo im Zoo angesprochen) durchgefĂŒhrt. Fragen waren es ca. 25. Neben den ĂŒblichen Fragen (Alter, Wohnort, Bildungsstand etc.) wurde z.B. die HĂ€ufigkeit des Besuches, das Beschilderungssystem (es wurde zwischen Orientierung und den eigentlichen Schildern an den Gehegen sogar differenziert), die Gastronomie, der Hauptgrund des Besuches, welchen der "ZoogrundsĂ€tze" man fĂŒr am wichtigsten hĂ€lt, welche Tierarten man am liebsten besucht, welche Tierarten man vermisst, was einem an einem ZoofĂŒhrer (Neuauflage geplant) am wichtigsten ist, wie man den Eintrittspreis einschĂ€tzt und welchen Teil des "Dreiklangs" man fĂŒr am wichtigsten hĂ€lt abgefragt. DurchgefĂŒhrt wird die Umfrage vom Badischen Landesmuseum (also einer "Tochterfirma" o.Ă€.).
(08.10.2016, 15:29)
Patrick Marburger :   Vom Infostand ĂŒber das Vogel- und KleinsĂ€ugerhaus anlĂ€sslich des Wilhelma-Tages:
Den zukĂŒnftigen Besatz bilden (voraussichtlich): ZwergmĂ€use, Rennkuckuck (wird zusammen mit Vogelspinne und Schlange prĂ€sentiert, Vergesellschaftung mit X), Nacktmull (abgedunkeltes Röhrensystem), Bienenfresser (Zucht beabsichtigt, aufwĂ€ndige Brutwand zu den PflegerrĂ€umlichkeiten hin), Prachtfinken, Balistar (die im Maurischen Landhaus mĂŒssen ja dem Australien-Haus weichen), "Asiatische Vögel", Tupaja, , Zwergfalken, "Kleinvögel" und Tamanduas (Vergesellschaftung mit X). Die ursprĂŒngliche Idee Faultier frei im Haus zu halten wurde verworfen, da zu aufwĂ€ndig. Erstmal bleiben diese im JAZ, perspektivisch sollen sie ins Amazonienhaus (ob freilebend oder nicht ist noch nicht fest).

Ansonsten:
In das Gehege der Fransenschildkröten zog ein juveniler Breitschnauzenkaiman. GeschlĂŒpft am 3. August.
Im Amazonienhaus wurde ĂŒber dem Besucherweg (die Kurve zur Anakonda- ehemals Leguan- hin) ein Ast mit WĂ€rmelampe angebracht, vermutlich will man einen weiteren Stammplatz fĂŒr die Leguane etablieren.
Schon lÀnger sah ich keine Armmolche mehr, hoffentlich sind die noch da.
Die hinter Vogelvoliere im großen GewĂ€chshaus (ehemals Viktoria-Regia-Haus) wurde abgerissen, in den nĂ€chsten Monaten wird sie saniert.
Bei den Schneeleoparden liegt noch keine Baugenehmigung vor. Man hofft nÀchstes Jahr eröffnen zu können. Die Innenanlagen können nicht genutzt werden.
(02.10.2016, 15:17)
Patrick Marburger :   Von heute:
Die SĂ€belantilope ist aus England.
Bei den KĂŒhen gab es am Sa eine Geburt. Das Kalb ist an Besuchern Ă€ußerst interessiert.
Die Pouitus lagen im hintersten Bereich der Anlage unter den BĂ€umen, da waren selbst die Hinterteile der beiden Przewalskis attraktiver.
(27.09.2016, 20:28)
Patrick Marburger :   Von heute:
Eine SĂ€belantilope steht im Absperrgehege der Zebras. Ein toller Neuzugang und (s.u.) sogar pĂŒnktlich. Hoffentlich klappt die Vergesellschaftung mit Zebra und Dorkas.
Die beim letzten mal als neu genannte WG im JAZ ist wieder beendet.
Bei den Schneeleoparden geht es nun los: BauzÀune wurden aufgestellt, die BÀume mit Schutzvorrichtungen versehen.
Große Fortschritte auch beim KleinsĂ€ugerhaus, es stehen bereits mehrere WĂ€nde. Nur zum Tierbestand nichts neues, ob man am Wilhelma-Tag (dort gibt es sogar einen passenden Infostand) mehr verrĂ€t?
Bei den Anlagen von Kap-Waran und dem Gorilla-KG keine VerÀnderung.
Wie bereits in den Zeitungen zu lesen sind die Bongos wieder da. Sie machen sich sehr gut auf der neuen Anlage.
Die Przewalskis sind weg, die Poitous dort eingezogen. Schade!
Mal schauen wann Wisent, Bison (angekĂŒndigt) und Damhirsch (meine Vermutung) weg sind. Hier ist man dabei einige Musterbeispiele fĂŒr Ex-situ Artenschutz abzugeben, die bereits erfolgte Beendigung der Haltung von Onager, Addax und (wenn auch etwas lĂ€nger her) Milus nicht zu vergessen. Aber gut mit SĂ€belantilope und McCourds-Schlangenhalsschildkröte sind auch unter diesem Aspekt nennenswerte Arten in jĂŒngster Zeit in den Bestand gekommen.
Laut neuem Wilhelma-Magazin wurde Hannibal operiert, das klang fast wie ein vorzeitiger Nachruf.
(24.09.2016, 14:29)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Die Fenneks (US-Import) gingen nach Augsburg und werden durch einen Weißkehlwaran ersetzt. In Stuttgart mal wieder einen großen Waran zu sehen hĂ€tte ich nicht fĂŒr möglich gehalten. Wie vor Monaten angekĂŒndigt wurden nun die Springtamarine mit den ZwergseidenĂ€ffchen vergesellschaftet. Die Zwergseiden erkunden ihr neues Domizil ausgiebig, wĂ€hrend den Springtamarinen das Kleinzeug suspekt zu sein scheint: sie waren trotz Wetter alle im Außengehege. Die beiden Gehege sind auch durch einen bodennahen Durchgang verbunden, ob man endlich das Potential nutzt im JAZ mehr Unterbesatz zu zeigen? Bei den KleinsĂ€ugern wird ordentlich gearbeitet, mittlerweile sieht man schon einige WĂ€nde. Das GebĂ€ude wird massiver als ich gedacht hĂ€tte. Die Breitschnauzenkaimane haben nachgezogen, die JUVs sitzen hdK im Terrarium, schaut nicht gut aus. Gorillas und Bisons können ĂŒbrigens schon lĂ€nger wieder das ganze Gehege nutzen. In den verwaisten Gorilla-KG soll eine "mittlere Affenart" einziehen. Allerdings nur so lange bis er wieder zur Aufzucht benötigt wird. Ich persönlich wĂŒrde die Drills schön finden, die könnten ein grĂ¶ĂŸeres Gehege sehr gut vertragen und passen in das ĂŒberwiegend sĂŒdamerikanische JAZ eh nicht so wirklich. Das Innengehege der BrĂŒllaffen-Jungs ist zwar besser als ich gedacht hĂ€tte, die könnte ich mir aber im jetzigen Drill-Gehege (oder im alten Menschenaffenhaus) gut vorstellen. Die Dschelada-QuarantĂ€ne ist ĂŒbrigens beendet, mal schauen ob es wieder langen Leerstand gibt.
(18.09.2016, 17:50)
Patrick Marburger :   Gestern gab es eine Geburt bei den Vikunjas. Habe ich von Beginn bis Ende mitverfolgt. In dem Kontext war von "geboren" ĂŒbrigens weitaus seltener zu hören als von "geschlĂŒpft"... Bei Interesse gibt es ein Video und weitere Bilder (aber nicht alle 900) der Geburt per We-Transfer.
(23.08.2016, 19:02)
Patrick Marburger :   Nachtrag:
Die Weissnackenkraniche sind wieder da, der Kronenkranich wieder weg.
Von heute:
Mittlerweile mind. sieben KĂŒken bei den Flamingos. Warum auch immer ist der JĂ€gerlist in der Krokodilhalle nicht mehr da und auch nicht ausgeschildert. Vielleicht hatte das Leistenkroko lust auf einen Nachtisch. Die Sanierung wirkt bei den Gorillas fast abgeschlossen. Die ErdmĂ€nnchen haben zwei neue Jungtiere. Die Baustelle bei den KleinsĂ€ugern ist jetzt mittels zwei Scheiben einsehbar. Und man sieht nichts... Das Areal ist eine einzige ErdflĂ€che, kein Fundament geschweige denn ein GebĂ€ude vorhanden. Ob der Plan bis zum Winter das GewĂ€chshaus zu bauen klappt wage ich zu bezweifeln.

(30.07.2016, 19:03)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Flamingos sind es mittlerweile mind. sechs KĂŒken. Wie der Kurzohr-RĂŒsselspringer und der 2. Damhirsch sind sie aber immer noch nicht angeschrieben.
Die Somali-Wildesel haben ein Jungtier. Da eine Stute seit zwei Besuchen nicht zu sehen war und aufgrund der Aufenthaltszeit des Hengstes ich mir Juli/August als Geburtstermin ausgerechnet hatte hoffte ich, nun habe ich es erstmals gesehen. Laut einer Besucherin kam die Meldung schon im Radio, da das Fohlen aber nur im Absperrgehege ist und am Gehege selbst kein Hinweis angebracht wurde könnte ich mir eine Verwechslung mit dem Pouito-Esel vorstellen. 11. Juli 2010 könnte der Geburtstag des letzten Fohlens gewesen sein.
An einigen Stellen (Insektarium, Vogelfreiflugvoliere, JAZ) wurde (schon im Zeitraum meines letzten Updates) begonnen die Beschilderung auf Vordermann zu bringen, mal schauen wenn man hier konsequent sein möchte hat man noch einiges zu tun.
(22.07.2016, 14:19)
Patrick Marburger :   Von gestern:
Die Kurzohr-RĂŒsselspringer haben nur noch ein Jungtier.
Die Strauße und Hirscheber zeigen aneinander deutliches Interesse, vielleicht klappt es diesmal.
In das umgestaltete Terrarium der Spitzkopfnatter zog eine(?) Vietnamesische Langnasennatter. Hier hat man tolle Ergebnisse in Sachen Bestandsveredelung und Umgestaltung erzielt. Hoffentlich macht man weiter, noch haben die Mehrheit der Terrarien BetonwÀnde.
Bei den Mesopotamiern gibt es ein zweites Jungtier.
(17.07.2016, 19:18)
Patrick Marburger :   Von heute:
Seit Dienstag haben die Kurzohr-RĂŒsselspringer zwei Jungtiere.
Bei den Bongos ist der Besucherbereich eine einzige (betretbare) Baustelle. Wie gesagt die Anlage selbst ist schon fertig, nur die Bongos fehlen bis Herbst...
Die Umgestaltung bei der Spitzkopfnatter geht zĂŒgig voran, schaut wie die anderen Umgestaltungen der letzten Zeit gut aus. Vielleicht braucht man diesmal nicht ganz so lang.
Die Flamingos haben mittlerweile mind. vier KĂŒken, angeschrieben sind sie immer noch nicht.
Die Aufteilung der Kontinente in der Vogelfreiflugvoliere verfÀllt, blöden Besuchern sei dank, immer mehr.
Das tote Jungtier bei den Blutbrustpavianen ist nicht mehr da. Ich finde es toll, dass das Haus jetzt nicht mehr nur aus Leerstand besteht, hoffentlich schaut man dass dieser Zustand nicht nach dem Auszug der Dscheladas (bald; wie lange dauert in einem solchen Fall eigentlich eine QuarantĂ€ne?) und den drei Orangs (wohin damit?) wieder einkehrt. Gerade die Drills haben durch den JAZ-internen Umzug (der mit den Greifstachlern ein hohes Opfer forderte) nur geringfĂŒgig profitiert.
Die Sanierung des Gorilla-Kindergartens scheint fast fertig zu sein, es ist jetzt nur noch ein Gehege. Mal schauen wie es mit dem weitergeht...
(09.07.2016, 16:58)
Patrick Marburger :   Kleines Update von heute:
Bei den Flamingos sind es mittlerweile mindestens drei Jungvögel.
Im Gehege der Klunkerkraniche war der Kronenkranich von gegenĂŒber. Achja die Paradies brĂŒten schon wieder, da ist die letzten male aber eh nichts bei herausgekommen.
Bei den Alpakas gibt es zwei Jungtiere, eines davon war schon bei meinem letzten Besuch da.
Die Biber haben Jungtiere. Gesehen habe ich nur eines, muss aber bei diesem Innengehege nichts heißen.
Einer der BrillenbÀren bewegte sich heute ausgiebig im Wasser, so noch nie gesehen.
Bei den Grevys laufen zZ vergesellschaftungsversuche mit dem neuen Hengst, man möchte zĂŒchten.
BezĂŒglich der Dscheladas war ich zu voreilig. Das Tier wurde immer noch von der Mutter getragen. Es hat schon etwas seltsames wenn das Tier bei der Fellpflege des toten Jungtiers beobachtet. Wird das langsam nicht gesundheitsgefĂ€hrlich? Wie wurde denn in vergleichbaren FĂ€llen gearbeitet (wie lange, auch vor den Kulissen)? Bin froh dass es darĂŒber keine Berichterstattung im Stil von Bild oder so gab, hoffentlich bleibt das so. Ich habe ĂŒbrigens keinen Besucher bemerkt der die Info oder gar das tote Jungtier entdeckt hat.
(01.07.2016, 15:53)
Nikolas Groeneveld :   Schlechte Nachrichten aus der Wilhelma.
Auch das zweite Hirscheberjungtier ist inzwischen an einem angeborenen Herzfehler gestorben.
Damit verbleiben drei Hirscheber in der Wilhelma.
(01.07.2016, 10:46)
Patrick Marburger :   NachtrĂ€glich nachgetragene NachtrĂ€ge im Monolog: Die Flamingos haben ein erstes KĂŒken. Zahlreiche Tiere brĂŒten. Ist aber noch nicht angeschrieben. Ebenfalls nicht angeschrieben ist das bereits erwĂ€hnte Hirscheber Jungtier und ein (vermutl. bereits etwas Ă€lteres) Jungtier der Kleinen Kudus. Bei letzteren erzielt man bzgl. der Vergesellschaftung deutliche Fortschritte. Wie kommts?
(25.06.2016, 18:57)
Patrick Marburger :   Das Gehege der Spitzkopfnatter ist "wegen Umbau zur Zeit nicht besetzt". Hoffentlich dauert das nicht wieder so lange... In jedem Fall wird bereits gearbeitet. Bei den Bongos habe ich mich zu frĂŒh gefreut: die Anlage ist zwar bereits fertig bis Herbst werden aber nur Hornrabe und Marabu dort sein. Die Außenanlagen des AS-Amazonienhauses habe ich heute erstmals (also seit dem Umbau versteht sich) besetzt gesehen. Moritz (Orang) hat man mit den beiden verbleibenden alten Weibchen vergesellschaftet. Die anderen beiden sind schon weg. Mal schauen was man mit den drei "Problemtieren" macht, vermitteln will man sie, aber welcher Zoo bietet hier schon freiwillig Asyl. Bei den Steinböcken sind es nun mehr drei Jungtiere. Das Ferkel der Hirscheber sah ich, allerdings nur innen, sprich es gibt leider kein Bild. Bei den Dscheladas trug ein Tier einige Tage ein totes Jungtier. Mittels eines Infoschilds wurden die Besucher darĂŒber aufgeklĂ€rt. Um 15:00 dann Abbruch des Besuches, da es unwetterartig regnete, eine Viertelstunde spĂ€ter schien die Sonne....
(25.06.2016, 15:38)
Patrick Marburger :   In der aktuellen Berichterstattung ist von dem toten Jungtier mal wieder nichts zu lesen, wahrscheinlich hat man nach dem Theater mit Corinna Angst vor noch mehr schlechter Presse. (Auch wenn sie in beiden FĂ€llen jeglicher Grundlage entbehrt.) Vielleicht veröffentlicht ein Frank Albrecht oder ein anderer guter Freund der Wilhelma die Sache mit dem 2. Jungtier, daher wĂ€re es aus meiner Sicht klug gewesen den Todesfall nicht zu verheimlichen. Zu den Bongos dieser Link:http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bongo-gehege-der-wilhelma-nimmt-formen-an-zoo-setzt-auf-afrikanische-kunst.5ca19892-ac14-4753-890c-cf8f5b1d93b2.html. Wie viele Millionen Frankfurt fĂŒr die Umgestaltung gebraucht hĂ€tte? Was ich mich gefragt habe: wĂ€re es eigentlich möglich in dem ganz schmalen (und unterhalb vom Absperrgehege kaum genutzten) Gehege der Okapis Ducker unterzubringen und diesen Zugang zu Bongos und Okapis (mittels kleinen Öffnungen im Zaun) zu gewĂ€hren?
(23.06.2016, 09:16)
Patrick Marburger :   Einige Neuigkeiten vom heutigen Besuch:
Das Leistenkrokodil "Deng" ist tot. Schuld sind in das Becken geworfene GegenstĂ€nde, dabei gibt es schon immer große Warnschilder (die immer mehr werden). Hier befĂŒrchte ich, dass man sich bald ĂŒber eine millionenteure und gĂ€nzlich unattraktive NachrĂŒstung der Halle (bspw. mittels Glasscheiben) Gedanken machen muss. Aktuell lebt der Weißling also alleine in der Halle.
Von einigen lĂ€rmintensiven Bauarbeiten im Besucherbereich abgesehen wirkt die Anlage der Bongos weitgehend fertig. Da die Fertigstellung ja fĂŒr Juni bzw. die Jahresmitte angekĂŒndigt war, dachte ich dass das ein schönes Weihnachtsgeschenk gibt, aber die Variante ist sowohl ungewöhnlich, als auch besser. Marabus und Sudan-Hornrabe sind bereits eingezogen. Falls man (wie es aussieht) nicht zwischen der schmalen Anlage mit Wassergraben und der großen Anlage der Gruppe trennt, wĂŒrde dies bedeuten, dass die Weibchen erstmals mit den drei Vögeln in Kontakt kommen wĂŒrden. Bei der InfohĂŒtte bin ich mir nicht sicher, ob das (wie im Zoofreunde-Forum zu lesen war) wirklich eine wird, bisher sieht es nur nach einer Sitzgelegenheit aus, hoffentlich kommen doch noch Schilder.
Das weibliche Hirscheber Juv (Geburtsgewicht: unter 600 Gramm) hat es trotz ZufĂŒtterung im zwei Stundentakt nicht geschafft. Dem mĂ€nnlichen Juv (Geburtsgewicht: 700 Gramm, aktuell etwa 1 kg) geht es gut. Meine Vermutung in Bezug auf das neue Weibchen war richtig, es ist tatsĂ€chlich der letztjĂ€hrige Nachwuchs aus Chester.
Bei den Dscheladas wird eine Verkleinerung der Gruppe vorgenommen. Die Tiere gehen nach Kalifornien bzw. Frankreich. Zur Zeit befinden sie sich in der VorquarantĂ€ne im alten Menschenaffenhaus. Also geht es (wie bei den Klammeraffen auch) wenn es sein muss doch... Die Planungen fĂŒr eine MĂ€nnergruppe (siehe altes Wilhelmamagazin) sind im Sande verlaufen. Gegangen wĂ€re es um die jetzige Anlage der Japanmakaken, da diese zu nah an der Zuchtgruppe ist wĂ€re dies schlecht.
Bei den Steinböcken gibt es zwei Jungtiere.
(17.06.2016, 15:47)
Patrick Marburger :   Aufnahme war zu groß und wird vom zurecht schneiden auch nicht besser. Der Vater der Jungtiere mĂŒsste ĂŒbrigens ein anderer sein, zum Muttertier kann ich nichts sagen.
(14.06.2016, 19:43)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: mit weiteren Bildern wird es schwierig, das Tier wird ja nicht in der Gruppe bleiben. Beobachten werde ich die Sache aber weiterhin. Hoffentlich anbei eine miserable Aufnahme von Juni 2014.
Noch ein Nachtrag zu meinem Bericht: die drei letztjÀhrigen Juvs der GÀnsegeier sind in Bulgarien, zur Auswilderung.
In Bezug auf Sani steht ja in ZoofĂŒhrern usw., dass sie ein nepalesisches Staatsgeschenk war. Hat hier jemand weitere Infos? Spannend fĂŒr mich wĂ€re bswps. an wen das Geschenk ging (idR ja an eine konkrete Person) und zu welchem Anlass. Auch wĂ€ren detailierter Infos als "Staatsgeschenk aus Nepal" (wie in den FĂŒhrern steht) spannend, genauso wie das mit diesem Artikel zusammenpasst: http://old.himalmag.com/component/content/article/3080-Round-up-of-regional-news.html
(14.06.2016, 19:38)
Michael Mettler :   Meiner Erinnerung nach habe ich noch nie ein Markhorjungtier mit solchen weißen Abzeichen gesehen und fĂ€nde es interessant, irgendwann mal ein Foto von ihm in spĂ€terem Alter sehen zu können. Eine schlichte Farbmutation ist ja nicht auszuschließen, andererseits wurde anlĂ€sslich einer Studie in Wien vor einiger Zeit unerwarteterweise Hausziegen-Einkreuzung in Markhoren verschiedener, in der Zusammenfassung nicht namentlich genannter Zoos festgestellt - auch sowas kann sich natĂŒrlich irgendwann farblich "herausmendeln"...
(10.06.2016, 09:54)
Patrick Marburger :   Ich komme gerade von der Mitgliederversammlung des Fördervereins:
Bei den Hirschebern gibt es seit Dienstag 1,1 Jungtiere. Das Weibchen ist etwas schwĂ€chlich. Daher hat man sich entschlossen etwas Milch zu zu fĂŒttern. Man ist aber zuversichtlich, dass beide Jungtiere aufkommen.
Ab Herbst werden SĂ€belantilopen (Artenschutzauftrag!) die Gemeinschaftshaltung von Dorkas-Gazellen und Zebras bereichern.
Beim KleinsĂ€ugerhaus liegt das Baugesuch der Stadt Stuttgart vor. Bis Winter möchte man bauen. Im Winter den Innenausbau vornehmen. Im FrĂŒhjahr eröffnen. Die Mischung aus Zoologie (Vögel, KleinsĂ€uger) und Botanik (Insektivoren) wurde sehr hervorgehoben, zum Besatz allerdings kein Wort.
Bei der Schneeleopardenanlage möchte man bald (nur noch Kleinigkeiten) das Baugesuch einrechen. Man spricht nun davon dass die FlÀche vervierfacht wird. Es wird drei Abteile geben. Die Eröffnung ist im Sommer 2017 vorgesehen. Der Förderverein zahlt 300.000 Euro.
Beim Elefantenpark ist die Machbarkeitsstudie fertig. Beim anstehenden Wettbewerb sollen nur Personen die bereits ein derartiges Projekt gebaut haben zugelassen werden. Die Mittel fĂŒr das Projekt sollen im Doppelhaushalt 2020/21 stehen. Vorher kann auch nicht gebaut werden. Zum Thema Begleittierarten wurde nichts gesagt.
Der Masterplan wurde nun erneut dem Ministerium zur PrĂŒfung vorgelegt. Es wurde eine PrioritĂ€tenliste nachgereicht. Diese umfasst sechs Projekte und die nĂ€chsten 10-15 Jahre.
Das Maurische Landhaus muss aufgrund der Nutzung als Tropenhaus saniert werden. Das neue Thema heißt- immer noch- trockener Eukalyptuswald. Nachttiere, Beuteltiere, darunter Koalas: mehr wurde nicht gesagt. Der Verein steuert eine Million bei. Die Eröffnung ist fĂŒr 2019 vorgesehen. Eine Machbarkeitsstudie soll es vorher geben.
(09.06.2016, 21:34)
Patrick Marburger :   Suptropenterrasse kommt nicht von Suppe, sondern von Subtropen? Naja, auf die Rechtschreibung sollte es nicht ankommen...

Die jĂŒngste Schraubenziege anbei,
(04.06.2016, 21:55)
Patrick Marburger :   Von heute: bei den Markohren sind es mittlerweile vier Jungtiere. Als weiteres Geburtsdatum ist der 29. angeschrieben. Ob das jĂŒngste noch fehlt oder an einer der drei Termine es zwei Geburten (oder Zwillinge) gab kann ich nicht sagen. Das jĂŒngste hat ĂŒbrigens- im Gegenteil zu seinen Halbgeschwistern- eine weißliche FĂ€rbung im Gesicht und insbesondere an den Beinen. Ist das etwas ungewöhnliches? Seit die Juvs da sind ist das MĂ€nnchen nicht mehr auf der Anlage. Die Poitou-Esel sind mit einer Ausnahme auf dem Tennhof. Ich konnte mit niemandem sprechen, daher kann ich nicht sagen warum. Der Auffenbergs-Waran ist nicht mehr angeschrieben. Traurig! Grund? Bei den Flamingos und Basstölpeln wird gebrĂŒtet, abwarten ob mit Erfolg. Letztes Jahr gab es bei den Tölpeln ein Jungtier, das nicht aufkam. Wie viele Jungtiere es bei den MĂ€hnenschafen und Dscheladas sind kann ich nicht sagen, in jedem Fall werden es bei jedem Besuch mehr. Ersteres freut Dumai, letzteres dĂŒrfte dem Koordinator Kopf zerbrechen bereiten. ZusĂ€tzlich zu der Restaurierung im Maurischen Garten (schon lĂ€nger) wird nun auch an der unteren Suptropenterrasse gearbeitet. Ob es die großen Baumaßnahmen zur Stabilisierung werden?

Ein neuer Hirscheber anbei. Könnte es das letztjÀhrige Ferkel aus Chester sein, oder ist das Tier schon Àlter?
(04.06.2016, 21:51)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: dann ist ja gut. Eine derartige Dachgestaltung kannte ich bisher nicht (nach Norddeutschland ist es von Stuttgart halt eine respektable Strecke) und war deshalb etwas skeptisch.
(27.05.2016, 21:44)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: In Norddeutschland nennt man solche DĂ€cher ReetdĂ€cher (Reet = plattdeutsch fĂŒr Ried, Schilf). Das Material wird hier (und auch z.B. in DĂ€nemark) seit Jahrhunderten fĂŒr WohnhĂ€user, StĂ€lle, Scheunen usw. (auch fĂŒr sehr große DachflĂ€chen) genutzt und hĂ€lt lange (wenn auch nicht ewig). Im Zoo Hannover sind diverse GebĂ€ude und SchutzdĂ€cher im Afrika-Bereich seit anderthalb bis zwei Jahrzehnten damit in Gebrauch (sehr zur Freude der Haussperlingpopulation, die darin tolle Nistmöglichkeiten findet), Erneuerungen des Dachmaterials sind hier m.W. nur in großen AbstĂ€nden nötig.
(27.05.2016, 21:37)
Patrick Marburger :   Das jĂŒngere der beiden Schraubenziegen hoffentlich anbei.
(27.05.2016, 16:04)
Patrick Marburger :   Nach lĂ€ngerer Abwesenheit einige Jungtiere: mehrere TotenkopfĂ€ffchen (14. 04.; 21. 04.; 02. 05.); weitere MĂ€hnenschafe; 2 ZwergseidenĂ€ffchen (22.05.); 2 Markohre (15.05. und 25.05.); NilgĂ€nse; Weißstörche und ein Mesopotamischer Damhirsch. Die Klammeraffen-Gruppe die im alten Menschenaffenhaus provisorisch untergebracht war lebt jetzt hinter den Kulissen. Die Vermittlung in andere Zoos erfolgt jetzt stĂŒck fĂŒr stĂŒck. Hintergrund sind nicht nur (die damals angegeben) RangkĂ€mpfe sondern auch die Gefahr von Inzucht. Bei den Okapis und Giraffen sind jetzt die Individuen beschildert. Portrait; Name; Geschlecht; Geburtsdatum; Geburtsort. Die Schilder hat man sinnvoller Weise nicht gesammelt sondern an der jeweiligen Box angebracht. Bei den Gorillas (unteres Gehege) und dem Gorillakindergarten werden gerade die BaumĂ€ngel behoben. Man ist also vermutl. ein Jahr hinter dem ursprĂŒnglichen Zeitplan. Bei den NasenbĂ€ren arbeitet man jetzt intensiver mit BeschĂ€ftigungsfutter. Die Anlage der Bongos ist fast fertig und sieht sehr gut aus. Auf so manche Spielerei (Mosaike an einer noch im Rohbau befindlichen InfohĂŒtte; aus Holz geschnitzte Masken an der Gehegebegrenzung etc.) hĂ€tte ich zwar verzichten können aber es ist ein deutlicher Gewinn fĂŒr Besucher und Tier!

Die zukĂŒnftige InfohĂŒtte hoffentlich anbei. Mal schauen wie das Dach (so erfolgte die Gestaltung auch an drei anderen Stellen) einen Winter spĂ€ter ausschaut. Ob es hier nicht Möglichkeiten bei denen nicht so oft nachgebessert werden muss gegeben hĂ€tte?
(27.05.2016, 16:00)
Oliver Muller :   Ich hoffe ja doch, dass irgendwann noch der komplette und offizielle Masterplan veröffentlicht wird...
(06.05.2016, 16:30)
Patrick Marburger :   http://www.cannstatter-zeitung.de/lokales/stuttgart_artikel,-pama-und-zella-muessen-sich-noch-gedulden-_arid,2043879.html
Aus dem langen aber inhaltslosen Artikel: Baustart Elefant nicht vor 2019 (da die Zeit davor fĂŒr einen Architektenwettbewerb nicht reicht....); Baustart KleinsĂ€uger: August, Innenausbau: Winter, Eröffnung FrĂŒhjahr 2017; Schneeleopard: Baugesuche bald, Eröffnung Sommer 2017
(06.05.2016, 12:44)
Patrick Marburger :   @ Ottmar Muller: Seit lĂ€ngerem ist offiziell, dass die Faultier wieder einziehen werden. Beim Patentag (s.u.) wurden Tamanduas und Nacktmulle als weitere Bewohner genannt. Allerdings stand kurz danach in der Zeitung, dass der Tierbesatz noch nicht feststehe. Der Abriss des Flusspferdhauses ist mittlerweile geplant. Dies klingt mir allerdings nach sehr langfristig. Es geht darum dort einen Neubau fĂŒr Hirscheber und Schabrackentapire (Quelle: FĂŒhrung bei Zoohistorica) zu errichten.
(06.05.2016, 11:15)
Ottmar Muller :   Ich bin froh, dass man nicht warten muss, bis das Großprojekt Elefantenhaus endlich in Angriff genommen werden kann, sondern dass auch kleinere Projekte verwirklicht werden. Ist denn auch schon bekannt, welche Arten in das neue KleinsĂ€ugerhaus einziehen sollen? Und das Flusspferdhaus wird dann wohl auch frĂŒher oder spĂ€ter abgerissen?
(06.05.2016, 09:41)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: Aktuell ist die Nachttierabteilung zu meiner außerordentlichen Freude (Achtung ironisch) ja geschlossen. WĂ€re spannend ob/wie die gegenwĂ€rtig genutzt wird. Das Maurische Landhaus soll ja Australien-Haus werden. HierfĂŒr ist m.W. auch eine neue Nachttierabteilung geplant. Bei den im Zuge der Zoohistorica bzw. dem Patentag bereits genannten Teilen des Besatzes (Kowari, TĂŒpfelbeutelmarder, Bilby, evtl. Schnabeligel) drĂ€ngt sich dies auch auf. Klar kann man die Arten auch ohne Nachttierhaus halten, dies wĂ€re allerdings gĂ€nzlich unattraktiv. Ich meine dass es hieß, dass die gegenwĂ€rtige Substanz komplett heraus gerissen wird. Hier frage ich mich ob dies von Nöten ist: Beutelmarder in den Flugraum, Kowaris und Bilbys in die Gehege an die Stirnseiten und Zwerggleitbeutler (noch nie als Besatz genannt) in das schmale, zuletzt von ZwergschlĂ€fern genutztes Gehege. Den vorderen Raum könnte man dann wie die Treppe und die Volieren auf dem "Dach" des NTH abreisen. Dies wĂŒrde es möglich machen im dadurch vergrĂ¶ĂŸerten Areal unten Koalas (Unterbesatz: Schnabeligel sowie Langnasenpotoroos oder Woylie) und einige Terrarien (bzgl. des Riesenwaransimport in die Staaten könnte man hier ins TrĂ€umen kommen...) unterzubringen. Aber gut: vermutlich wird die Bausubstanz derartiges nicht zulassen.
(01.05.2016, 09:39)
Michael Mettler :   Eine neue Haltungsmöglichkeit fĂŒr Leoparden so zu planen, dass man im Bedarfsfall auf eine wĂ€rmebedĂŒrftigere Unterart umsteigen kann, finde ich allerdings gar nicht so falsch. Das wĂŒrde ich mir dann allerdings auch fĂŒr die Tiger wĂŒnschen...

"Warmhaus" ist natĂŒrlich relativ. Auch fĂŒr Indische Löwen ist kein Tropenklima nötig, also wird sich die Innentemperatur in Grenzen halten (und ausreichen, um den Besuchern im Winter eine AufwĂ€rmmöglichkeit zu bieten). Die bisherige Haltung der Persischen Leoparden findet m.W. ebenfalls in einem Warmhaus statt. Dass die Perser KĂ€lte vertragen, heißt schließlich im Umkehrschluss nicht, dass sie WĂ€rme nicht mögen.

@Patrick Marburger: Wenn im neuen Elefantenpark auch ein Nachttierbereich entstehen soll, wird vermutlich die Nachttierabteilung im Maurischen Landhaus verschwinden?
(01.05.2016, 08:48)
Patrick Marburger :   @ Oliver MĂŒller: Ja, so war das gemeint. Die Tiger Umstellung von Sumatra auf Amur war ja schon seit Monaten bekannt (s.u.). Kosten hin oder her sehe ich hier auch keine wirkliche Notwendigkeit. Michael Mettler spekulierte (ebenfalls s.u.), dass es darum geht nicht ein im Winter komplett verwaistes Areal zu haben. Diese wĂŒrde bedeutend mehr Sinn machen, als mit Kosten oder GrĂ¶ĂŸe (s.u.) zu argumentieren. Abwarten muss man aber so oder so: jetzt will man in den nĂ€chsten 20 Jahren 140 Millionen Euro investieren. Woher nehmen wenn nicht stehlen? Wenn man sich anschaut welche Summen in den letzten 20 Jahren in die Wilhelma investiert wurden scheint mir dies mehr als ambitioniert. Außer man glaubt an die Idee einen großen Sponsor zu finden. Aber warum sollte dies jetzt funktionieren und in den letzten Jahrzehnten nicht? Der Kreis der VerdĂ€chtigen (Daimler, Porsche etc.) bleibt ja gleich.
(01.05.2016, 08:41)
Oliver Muller :   @Patrick: Habe ich das richtig verstanden - kalte Nordpersische Leoparden im Warmhaus und die seltenen Sumatratiger mĂŒssen fĂŒr 08/15-Amurtiger weichen, vielleicht sogar, weil kein Platz im Warmhaus ist?
(01.05.2016, 07:42)
Patrick Marburger :   Gute Frage.... Zumal man auf Amur-Tiger umsteigt damit nur zwei Arten in das teuere Warmhaus ziehen.
(30.04.2016, 18:42)
Holger Wientjes :   Warum sollen die Perser in einem Warmhaus untergebracht werden ?
(30.04.2016, 18:11)
Patrick Marburger :   Inoffizielles bzgl. Baumaßnahmen und ZukunftsplĂ€nen der Wilhelma:

Volumen des Masterplans 140 Millionen Euro.

Beim KleinsÀugerhaus geht es schleppend voran. Die Baugenehmigung lÀsst auf sich warten. Aufgrund von Brandschutzauflagen musste komplett umgeplant werden. Der Abriss der alten Substanz gestaltete sich komplizierter: es war mehr Beton im Boden als kalkuliert. Der Termin (Ende 2016) beleibt.

Die Schneeleopardenanlage hat 600 Quadratmeter, dies entspricht circa einer Verdreifachung der FlĂ€che. Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen. Visualisierungen wurden diese Woche der Belegschaft prĂ€sentiert. DemnĂ€chst werden diese am neuen Infomobil ?Schneeleoparden? prĂ€sentiert. Unter den Architekten gab es auch einen der nur die aktuelle FlĂ€che umplante. BegrĂŒndung: Der Rest ist ja nur Hang? Es wird eine BrĂŒcke fĂŒr Besucher geben. Unter dieser können sich die Schneeleoparden zurĂŒckziehen. Damit sie dies nicht permanent tun werden beheizte LiegeflĂ€chen eingebaut. Kosten werden mit 1,5 Millionen kalkuliert.

Die Koalas im Maurischen Landhaus sollen noch vor Eröffnung des Elefantenparks einziehen. In Duisburg sollen bereits konkrete Individuen ?reserviert? sein. Kosten 3 Millionen.

Beim Elefantenpark soll ein Vortragsaal und eine Nachttierabteilung integriert werden. Pama und Zella werden nicht umziehen. Die Stadt beteiligt sich an den Kosten, da sie eigentlich das Bauareal des Rosensteintunnels wieder rekonstruieren mĂŒsste. Da dies aber nicht erwĂŒnscht ist wird das Geld in das Fundament des Hauses investiert. Kosten 24 Millionen+.

Im Raubtierbereich (exkl. Anlage fĂŒr BĂ€ren- und Klettertiere) werden kĂŒnftig drei Formen gehalten. In einem Warmhaus Asiatische Löwen und Nordpersiche Leoparden (toll, Halter werden ja gesucht). Ohne betretbares Haus leben die Amurtiger. Was ist mit den Geparden?

Niederes Affenhaus, JAZ, Altes Menschenaffenhaus und Schwingaffen-Insel werden abgerissen. Dies muss schnell geschehen, da ansonsten die GebĂ€ude z.T. unter Denkmalschutz gestellt werden und dies will man nicht. Langfristig soll eine große Halle fĂŒr Haubenlanguren, Orangs und mehr (?Vielzweckhaus?) entstehen.

Mit Ausnahme des DickhÀuterhauses I werden alle GebÀude der 68-er/73-er Generation abgerissen.

(30.04.2016, 17:48)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/26042016-koelpin-in-eaza-council-gewaehlt.html
(26.04.2016, 11:18)
Patrick Marburger :   Wie versprochen der neue Hardun
(19.04.2016, 18:19)
Patrick Marburger :   Bild wird nachgereicht, sorry.
(19.04.2016, 15:38)
Patrick Marburger :   Eine Mischung aus NachtrĂ€gen vom So. und Neuigkeiten von meinem heutigen Besuch:
Im Alten Menschenaffenhaus leben keine Klammeraffen mehr. Hier zog zuletzt ja eine Kleingruppe ein, da es Rangstreitigkeiten gab. Ich nehme an, dass man die Tiere abgegeben hat, wissen tue ich es aber nicht. Viele Tiere (Flusspferd mit Baby in rekordverdĂ€chtigem Alter; Hirscheber; Gorilla; Bonobo; Haubenlangur etc. etc.) nutzten beim heutigen Wetter die Außenanlagen ausgiebig. Meine Sichtungsbilanz in Bezug auf Nachwuchs bei den MĂ€hnenschafe kann ich nun auf drei Tiere aufstocken. In der bald endenden (zumindest wenn die obligatorische VerlĂ€ngerung ausbleibt) Sonderausstellung lebt wohl nicht nur ein Gecko. Sondern 1,1 Semi-Adult. Heute sah ich zwei Harduns, Foto hoffentlich anbei. Die ErdmĂ€nnchen mĂŒssten Junge haben. Im Afrikateil der Vogelfreiflugvoliere leben nicht beschilderte Gelbkehl-Frankoline (0,2 zzgl. der 1,1 in der Voliere im GewĂ€chshaus). In den Volieren an der Damaszenerhalle leben 1,0 Temnick-Tragopan (nicht beschildert) und ein nicht beschilderter Wiedehopf.
(19.04.2016, 15:36)
Patrick Marburger :   Und zu guter letzt der Faultiernachwuchs. Das letzte Jungtier lebt ĂŒbrigens nach wie vor bei den Sakis. Und wĂ€r ist der Herr im Haus? Das Faultier!
(18.04.2016, 11:07)
Patrick Marburger :   Beweisfoto des Nachwuchses der MĂ€hnenschafe hoffentlich anbei.
(18.04.2016, 11:05)
Patrick Marburger :   Einige wenige Neuigkeiten vom gestrigen Besuch.
Die Freilandterrarien sind wieder besetzt. In dem Neuen an der Krokodil-Halle sind wie in der obligatorischen PM verkĂŒndet Harduns eingezogen. Im deutschen sind sie auch nur als solche Beschildert. Allerdings ist als wissenschaftl. Name Stellagama stellio daani angegeben. Demzufolge mĂŒssten es sich um Angehörige des Daan-Harduns handeln. WĂ€ren gemĂ€ĂŸ ZTL dann die einzigen in Europa. Gesehen habe ich die Tiere- dem Wetter sei dank- noch nicht. Nach mehrmonatigem Leerstand ist das Terrarium der Greifschwanz-Lanzotter wieder besetzt. Eingezogen ist eine Ceylon-Lanzotter. Ich sah statt zwei nur eine ChimĂ€re. Die Verluste (falls es erneut ein solcher ist) sind mehr wie respektabel. Ist dies in anderen Haltungen (@ Berlin-Experten) ebenfalls der Fall? Der letzte (grundsĂ€tzlich unsichtbare) Otter wurde nach Bern abgegeben. Einziehen sollen die benachbarten Biber. Ob man die Idee von Ottern im Wassergraben der Steinböcke (s.u.) verworfen hat? Die Außenanlagen am Amazonienhaus sehen fast fertig aus. Wie ich bereits schrieb etwas höher, ansonsten Identisch. Den Bambus zwischen Hauptweg und Besucherbereich vor den Gehegen hat man jetzt entfernt. Grund? Da ich die letzten Monate ĂŒber am JAZ nur einen der beiden BrĂŒllaffen-MĂ€nner sah, fragte ich nach. Die beiden haben sich gestritten und schieben deshalb jetzt Schichtdienst. Ich kenne die Innengehege zwar nicht, aber schön stelle ich mir das nicht vor. An der Anlage der Bongos wird fleißig gearbeitet. Sogar am So waren Bauarbeiter vor Ort. Erneuerung der PalisadenwĂ€nde im Gehege, Bau von UnterstĂ€nden etc. Meine Vermutung, dass an einer der Stellen Glasscheiben zum Einsatz kommen ist falsch. Bild diesbezĂŒglich hoffentlich anbei. Die Handaufzuchten bei den Gorillas gingen ja nach Dublin. Jetzt ist der Kindergarten komplett abgeklebt. Man saniert. Ob MKs einziehen oder man fĂŒr den Fall der FĂ€lle auf Interims-Besatz verzichtet weiß niemand offensichtlich so genau. Hier fragt man drei Insider und hat fĂŒnf Antworten... Die MagnolienblĂŒte neigt sich dem Ende zu. Im Gegenzug sind jetzt die Beete wieder bepflanzt. Wirkt wesentlich aufwĂ€ndiger und prachtvoller wie die vergangenen Jahre. Im Wintergarten fehlen viele Bananenstauden und der Moosteppich ist extrem LĂŒckenhaft. Jahreszeitlich angemessen gibt es viele Jungtiere. Insbesondere auf dem Bauernhof, aber auch bei den MĂ€hnenschafe und Dscheladas (beide noch nicht angeschrieben) sowie alle Jahre wieder bei den Faultieren (02.04.16). Die Brillenpinguine brĂŒten fleißig.
(18.04.2016, 11:02)
Klaus Schueling :   Schwarm aus Augsburg verdoppelt den Bestand

Mit einem Mal war die beschauliche AtmosphĂ€re im Schmetterlingshaus der Stuttgarter Wilhelma verflogen: Quirliges Treiben brach gestern Nachmittag aus, als eine Kindergruppe entdeckte, dass die Pfleger nach und nach einen großen Schwarm der farbenfrohen Falter fliegen ließen ? gerade erst eingetroffen aus Augsburg. Dort waren die mehr als 300 fliegenden Gaukler die Stars einer Sonderausstellung in der Tropenhalle des Botanischen Gartens, die mit den Ferien zu Ende gegangen ist. Dessen Leiter Bernhard Winzenhörlein brachte die Tiere nach Stuttgart, wo sie den ĂŒblichen Bestand der Wilhelma fĂŒr einige Wochen verdoppeln.

Die Kinder waren völlig in den Bann gezogen. Denn die fĂŒr ihre Flatterhaftigkeit bekannten Falter wollten sich nach der Reise ausruhen und setzten sich zunĂ€chst auf alles in ihrer NĂ€he: auch Finger, Arme, Schultern, Köpfe und selbst Nasen von Besuchern. In der Wilhelma mit ihrem dauerhaften Schmetterlingshaus sind solche filigranen FlugkĂŒnstler das ganze Jahr ĂŒber zu bestaunen, doch nicht immer in dieser Zahl. Die Tiere kommen sonst als verpuppte Raupen in die Wilhelma, wo die Besucher deren Metamorphose zum Schmetterling in einer Vitrine betrachten können. So schlĂŒpfen die schillernden Schönheiten kontinuierlich, aber in grĂ¶ĂŸerem Zeitabstand. Ihre Lebensspanne reicht je nach Art von einigen Tagen und Wochen bis zu einem halben Jahr. Deshalb lohnt sich der Besuch in der Schmetterlingshalle durch den Zuwachs aus Augsburg vor allem im April besonders.

Auch die Mitbewohner der Schmetterlingshalle, die FlugfĂŒchse, dĂŒrften ĂŒberrascht gewesen sein. Plötzlich bevölkerten viele Falter die Fruchtspieße, die als Futter fĂŒr die Fledertiere aufgehĂ€ngt sind. Die Kinder sorgten sich, dass nun auch die Schmetterlinge zum Vesper fĂŒr die Flughunde werden. Doch Pflegerin Susanne Finckh-Friedrich konnte sie beruhigen: ?Anders als FledermĂ€use, die Insekten fressen, sind FlugfĂŒchse reine Vegetarier, die sich von FrĂŒchten ernĂ€hren. Sonst wĂ€re dies bald keine Schmetterlingshalle mehr.?

Bild: Der Flugfuchs und die neu eingetroffenen Schmetterlinge bildeten eine friedliche ?Tischgemeinschaft? an den Fruchtspießen. Foto: Wilhelma
(07.04.2016, 10:15)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-projekt-elefantenhauskoennte-in-zwei-jahren-starten.9604186f-fa59-40f6-b23e-8abf35913513.html

Klingt nicht gerade positiv. Und was mich schon wieder freut, ist dass indirekt schon wieder gegen Herrn Prof. Dr. Jauch gestichelt wird. Ist dass jetzt die Zeitung oder die Direktion? Wenn letzteres zutreffen sollte wÀre dies nicht gerade ideal. Zumal man aus dem Elefantenhaus Erfurt nicht nur Lobeshymnen hört...
(02.04.2016, 14:46)
Patrick Marburger :   @ Sacha: die AuerhĂŒhner sind tatsĂ€chlich weg. Man hat vor einiger Zeit (September?) die Volieren minimal umgestaltet und dabei verschwanden die AuerhĂŒhner. Dies obwohl man hier an einem Auswilderungsprogramm teilnahm. Soll verstehen wer will... Das neue Flusspferdhaus soll unmittelbar an den Neckar, also auf die andere Straßen- und Stadtbahnseite. Die Straße soll allerdings verschmĂ€lert werden. Am zukĂŒnftigen Standort befinden sich aktuell die gelben Container. Keine Sichtung bei den Kakas ist schade, da muss viel Pech dabei gewesen sein ): Die Info mit dem Salz- und SĂŒĂŸwasser kannte ich nicht, danke. Hier bin ich Wikipedia auf den Leim gegangen: "Leistenkrokodile sind die einzigen Krokodile, die im Salz- und SĂŒĂŸwasser leben."
(28.03.2016, 20:59)
Oliver Muller :   @Sacha: So wie ich es verstanden habe soll die Flusspferd-Anlage tatsĂ€chlich auf die andere Straßenseite - als eine Art Zooschaufenster.
(28.03.2016, 17:51)
Sacha :   @War am Ostersonntag mit Familie in der Wilhelma. BestĂ€uber-Ausstellung sehr interessant. FĂŒr mich neu waren nebst den von Patrick Marburger erwĂ€hnten Arten auch China-Bambushuhn (letztes Jahr nicht gesehen, obwohl gem. zootierliste schon im Bestand) und Schmuck-Taggecko. Kaka leider nicht gesehen. Dagegen fand ich an der Damaszenerhalle keine AuerhĂŒhner mehr. Hab ich da einen Abgang verpasst?
Wird meines Erachtens Zeit, dass die neue Elefantenanlage gebaut wird. Hoffentlich wird der Rosensteintunnel bald fertig.
Frage: Wo genau soll die - zumindest angedachte - kĂŒnftige Flusspferdanlage hinkommen? Ich habe immer mal was gelesen von "am Neckar". Aber da ist doch die Strassenbahnlinie (plus zumindest jetzt noch die Strasse) dazwischen. Und wie soll man dann kĂŒnftig von Zuffenhausen her kommend das Parkhaus erreichen?
@Patrick Marburger: Danke fĂŒr Deine News aus der Wilhelma, die ich immer gerne lese. Kleine Anmerkung zu den Krokodilen. Nebst dem Leistenkrokodil kann auch das Spitzkrokodil im Salz- und SĂŒsswasser leben. https://en.wikipedia.org/wiki/American_crocodile

(28.03.2016, 16:35)
Patrick Marburger :   Jungtiere aktuell bei Kurzohr-RĂŒsselspringern und Brillenblattnasen. Neu im Bestand- in der Afrika-Voliere im GewĂ€chshaus- sind 1,1 Gelbkehl-Frankoline. Die beiden zur Renovierung gerĂ€umten Becken im Bereich einheimisches SĂŒĂŸwasser sind wieder besetzt: alter Besatz. AusfĂŒhrlich wird das Thema Neozoen erlĂ€utert. Bei den Bongos wird fleißig gebaut. Ein Unterstand entsteht. Außerdem wurde an einer Stelle an der Gehegebegrenzung gearbeitet. Ich nehme an, dass man an dieser Stelle eine Scheibe einsetzen wird. An einem Teil der BaumstĂ€mme sind Schnitzereien zu finden, hoffentlich wird es nicht mehr an solchen "Extras" von denen die Tiere nichts haben.
Ein netter Dialog heute bei den Okapis: Kind: "Ist das ein Zebra?" Mutter: "Nein ein Tapir."

@ Michael Mettler: zum letzten Absatz volle Zustimmung. Was ich interessant finde ist, dass trotz diesem Trend in den letzten Jahren mind. vier Zoos im deutschsprachigen Raum respektable Summen fĂŒr die Haltung von Nilkrokodilen in die Hand genommen haben, aber nur ein Zoo dies fĂŒr Leistenkrokodile getan hat. Ich persönlich halte Leistenkrodile eigentlich fĂŒr interessanter: VorfĂŒhren eines Sprungs, die Möglichkeit ein Weißes Exemplar zu zeigen und didaktisches den Titel als vielleicht grĂ¶ĂŸtes Krokodil und als einziges Kroko das im Salz- und im SĂŒĂŸwasser leben kann.
(20.03.2016, 15:07)
Michael Mettler :   Die Entscheidung fĂŒr die Breitschnauzenkaimane ist allerdings schon sehr lange her, da ist es nicht so verwunderlich, wenn sich die Situation inzwischen geĂ€ndert haben sollte. Wer heute einen Besatz mit einer nicht allzu großen Krokodilart plant (und dabei nicht geo-gebunden ist), landet vermutlich eher als damals bei gefĂ€hrdeteren Arten wie Stumpf- oder Philippinenkrokodil.

Artenschutz hin oder her: Ich finde durchaus, dass auch groß- bis riesenwĂŒchsige Krokodilarten in Zoos vertreten bleiben sollten, wenn die baulichen Möglichkeiten bestehen bzw. geschaffen werden können. Es sind immerhin sehr beeindruckende Tiere, und wer als ONB mit den TV-Dokus ĂŒber gnu-fressende Krokodilriesen aufgewachsen ist, den reißt ein Stumpfkrokodil im Zoo vermutlich nicht so sehr vom Hocker. Ist ja ein bisschen so, als wĂŒrde man in Zoos auf RiesenkĂ€ngurus verzichten und nur noch Parmawallabys zeigen...
(14.03.2016, 07:53)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Frage ist idT interessant, und mit je mehr Personen man darĂŒber spricht desto mehr Antworten hat man. Eigentlich bestanden ja von Anfang an derartige Ambitionen. Prof. Dr. Jauch ließ sich ja bei der Eröffnung der Halle mit dem Satz zitieren: "Ich möchte Krokodile in der Wilhelma schlĂŒpfen sehen". Bei einer FĂŒhrung an der ich letztes Jahr teilnahm wurde erwĂ€hnt, dass man Nachzuchten nicht absetzen kann und auch keinerlei PlĂ€ne hegt. Jetzt kommt ein Mann, zur Zucht. Das soll verstehen wer will! Allerdings wĂŒrde ich mir da keine allzu großen Hoffnungen/Sorgen machen, sie mĂŒssen erst einmal miteinander harmonieren und dann auch noch zĂŒchten. Als gerade einfach gilt die Reproduktion bei Krokos (auch explizit bei Leisten?) ja nicht.
Bei den Breitschnauzen-Kaimanen ist die Situation Ă€hnlich unĂŒbersichtlich. Man hat sich fĂŒr diese Art entschieden, da Nachzuchten gut absetzbar sein sollen. Laut VdZ-Website hat die Wilhelma schon erfolgreich nachgezogen. Wenn die Kaimane jetzt Eier in einen BruthĂŒgel legen wĂŒrden, mĂŒsste man diese verfĂŒttern. Grund: Nachzuchten nicht absetzbar. (Letztere Info durch die gleiche FĂŒhrung)
(13.03.2016, 16:47)
Michael Mettler :   Gibt es denn in der Zoowelt tatsĂ€chlich potenzielle Abnehmer fĂŒr Leistenkrokodil-Nachzuchten? Der Trend geht doch schon lange zu kleinwĂŒchsigen und/oder viel stĂ€rker bedrohten Krokodilarten.
(12.03.2016, 20:10)
Patrick Marburger :   Drei kleine News von heute:
In der Krokodilhalle leben tatsĂ€chlich nur noch die zwei großen Weibchen, Die anderen beiden gingen in eine große Tropenhalle nach Belgien (Wo?). Man hat nun den Krokos eines der Seitenabteile zugeschlagen und hat nun auch ein Absperrgehege fĂŒr Reinigungsarbeiten. Man will als nĂ€chstes ein MĂ€nnchen aus Thailand importieren und evtl. auch zĂŒchten.
Das Wimmelbuch ĂŒber die Wilhelma ist im Shop erhĂ€ltlich. DafĂŒr konnte man sich auch malen lassen... Kleinformatig, 10 ? teuer und aus meiner Sicht scheußlich. Gut zugegebenermaßen darf ich mich auch nicht zur Zielgruppe zĂ€hlen. Solang es der Wilhelma Geld bringt soll es recht sein. Noch zum lĂ€stern: Zahllose baulich Ungenauigkeiten, Sichtscheibe fĂŒr das Unkraut vor dem Flusspferd-Außengehege, Rote BrĂŒllaffen (als FreigĂ€nger), Graue RiesenkĂ€ngurus und ein MĂ€hnenwolf den man problemlos als HyĂ€ne deklarieren könnte... (;
Am Gehege der BrĂŒllaffen und der Bongos/Okapis wird fleißig gebaut. Die fast fertig sanierte Außenanlage der BrĂŒllaffen gefĂ€llt mir gut, etwas höher als frĂŒher. Bei den Bongos hat man die Absperrgehege und die Sichtschutz-"Mauern" mit natĂŒrlich wirkenden Holzpfeilern kaschiert und einen Unterstand (?) gebaut.
(12.03.2016, 16:11)
Patrick Marburger :   Das seit Monaten leere Terrarium der Greifschwanz-Lanzotter wurde nun umgestaltet. Also Kunstfels an die RĂŒckwand etc. Hat man vor einer Woche schon beim Benachbarten Terrarium und vor lĂ€ngerem bei den Klapperschlangen gemacht. Sieht toll aus! Hoffentlich bearbeitete man so StĂŒck fĂŒr StĂŒck alle Terrarien. Nur einen Besatz hat das Landsotter-Terrarium immer noch nicht....
Die Kongopfauen bekamen außen zwei SandbĂ€der, wurden schon rege genutzt. Bei den Giraffen gibt es einen neuen Paten, schon wieder. Was an Großpatenschaften in den letzten zwei Jahren vermittelt wurde ist beeindruckend. Eine interessante Info (hoffentlich) anbei: auch Veranstaltungstechnisch tut sich mehr. Zur Zeit gibt mir die Krokodilhalle rĂ€tsel auf: bei den letzten beiden Besuchen sah ich nur die beiden großen Leistenkrokodile. Was ist mit dem Rest? Das große und eines der kleinen Abteile sind mittlerweile verbunden. Ein neues Auto im Giraffen-Look hat die Wilhelma ĂŒbrigens auch.
(05.03.2016, 18:40)
Patrick Marburger :   Noch einige NachtrĂ€ge: Abgesehen von dem seit Monaten leer stehenden Terrarium der Greifschwanz-Lanzotter sind nun auch 2 Aquarien im Bereich Kaltes SĂŒĂŸwasser unbesetzt, her wird umgestaltet. Nach mehreren Monaten (schon mehr als 1/2 Jahr?) ist wieder ein Kronenkranich im Gehege. SelbstverstĂ€ndlich war er wĂ€hrend der Abwesenheit (man wollte die Kraniche in Ruhe brĂŒten lassen) beschildert. Nach mehreren Wochen Leerstand sind die beiden Volieren im GewĂ€chshaus am Haupteingang wieder besetzt. Die Ausstellung zum Thema ZitrusfrĂŒchte wurde wieder aufgebaut, die wird jedesmal grĂ¶ĂŸer. Eventuell wird noch dieses Jahr einer der Orangs abgegeben. Mal schauen ob tatsĂ€chlich und wohin. Ich halte die Gruppe(n) ja nicht fĂŒr vermittelbar, aber abwarten... Bei den Schimpansen habe ich schließlich auch nicht geglaubt, dass man einen Abnehmer findet.
(27.02.2016, 20:03)
Patrick Marburger :   Heute morgen gab es eine Geburt bei den Bonobos. Die Serie ist schon toll: an diesem Samstag ein Bonobo, am letzten Samstag ein Haubenlangur und am vorletzten Samstag ein Bonobo. Mal schauen welcher Primat den nĂ€chsten Samstag ĂŒbernimmt... (; Beim Haubenlangur lief die letzte Geburt wohl etwas schwer. Am Dienstag musste man das Muttertier sogar in Narkose legen, man hatte Angst dass sich Teile der Nachgeburt noch im Mutterleib befinden. Das RĂ€tselraten bzgl. der Fellfarbe geht weiter: laut einer heutigen FĂŒhrung ist die Schwanzspitze von einem der Jungtier nun doch grau. Heute hatte man das GefĂŒhl, dass alle Tiere das frĂŒhlingshafte Wetter ausnutzen. Die BraunbĂ€ren sah ich schon Jahre nicht mehr baden. Bei den Nestorpapageien war heute auch viel los. Die Keas badeten und die Kakas zeigten sich- in der Voliere platziertem Futter sei Dank- ausgiebig. Von den Baumaßnahmen sind auch die Okapis betroffen. Die Außenanlagen sind fĂŒr den Besucher kaum einsehbar und die Tiere können diese nur eingeschrĂ€nkt nutzen. Wenn ich das was ich gesehen habe richtig interpretiert habe ging heute eine der Jungtiere der Seelöwen in den ZooParc de Beauval.
(27.02.2016, 15:09)
Patrick Marburger :   @ WolfDrei: ich habe mit einer Tierpflegerin gesprochen die meinte, dass wenn die Tiere sich nach dem Babyfell schwarz fĂ€rben die Schwanzspitze von Anfang an leicht grĂ€ulich ist. Ich meine (bin mir also nicht sicher) dass die FĂ€rbung nicht vererbt wird, also als GlĂŒcksspiel ablĂ€uft. Die gegenwĂ€rtige Gruppe in Stuttgart besteht aus 1,4 adulten Tieren sowie 0,1,1 juv Exemplaren. Der Vater der Jungtiere ist schwarz gefĂ€rbt, wĂ€hrend beide MĂŒtter blond sind. Die anderen beiden Weibchen sind schwarz. Bei einer könnte es noch ein Jungtier geben (was man den Tieren aber nicht ansieht und nicht ĂŒberprĂŒft), bei der anderen nicht. Letztere hat (wie das Gibbonweibchen) ein Hormonimplantat. Im Gegenteil zu den anderen Weibchen war sie schon Mutter, mehrmals sogar. Eine neue TrĂ€chtigkeit möchte man ihr nicht zumuten. Außerdem entstĂŒnden bei 4 Jungtieren Platzprobleme.
(20.02.2016, 17:17)
WolfDrei :   Na ja - anfangs sind ja alle blond. Wie steht es da eigentlich mit dem Herrn Gregor Mendel?- bzw. der Gruppenzusammensetzung schwarz - blond? Nach 2 Monaten wird es sich ja zeigen.
(20.02.2016, 16:03)
Patrick Marburger :   Heute morgen kam Haubenlangur Nr. II zur Welt. Vermutlich (!) sind beide Jungtiere blond. Jetzt gibt es noch ein Weibchen wo man auf ein Jungtier hoffen könnte.
(20.02.2016, 14:14)
Patrick Marburger :   Aufnahme war zu groß...
(06.02.2016, 14:55)
Patrick Marburger :   Die QualitĂ€t der Aufnahme bleibt zwar bescheiden, sollte aber besser als die gerade eben eingestellte sein.
(06.02.2016, 14:42)
Patrick Marburger :   Nach Besuch Nr. 4 in der neuen Ausstellung bleibt mein positiver Eindruck bestehen. Die Sichtungsbilanz kann ich bzgl. MĂ€use auf 0,0,3 aufstocken. Geckos sah ich noch nie.
Bei den Bongos steht ein Bagger in der Anlage. Auch deshalb nicht zu sehen sind Hornrabe und Marabu.
Die Klammeraffengruppe wurde aufgeteilt. Der Sohn startete einen erfolglosen Machtkampf gegen den Senior-Chef. Jetzt ist der Großteil der Gruppe auf der Insel und ein anderer Teil im untersten Gehege des alten Menschenaffenhauses.
Heute kam das m.W. erste Jungtier 2016 zur Welt. Und was fĂŒr eins: ein kleiner Bonobo. Geburt war heute circa zwischen 10 und 11 Uhr.
(06.02.2016, 14:36)
Patrick Marburger :   @ WolfDrei: gemeint sind keine Tiere sondern Fleischfressende Pflanzen. Die Wilhelma beherbergt eine der grĂ¶ĂŸten Sammlungen dieser Gruppe ĂŒberhaupt, und diese möchte man auch zeigen. Bisher gibt es sie ja nur vereinzelt im GewĂ€chshaus und den Suptropenterrassen. Ein Teil der Sammlung war vor circa zwei Jahren ĂŒbrigens im Wechselschauhaus ausgestellt. Ich persönlich wĂŒrde es ja begrĂŒĂŸen wenn man das neue GebĂ€ude rein zoologisch nutzen wĂŒrde; mĂŒsste auch mehr Besucher bringen. Ich vermute allerdings dass man im einzigen zoologisch-botanischen-Garten in Deutschland eben unter dem Druck steht diese beiden Komponenten so oft wie möglich miteinander vereinen zu können.
(31.01.2016, 13:37)
WolfDrei :   @Patrick Marburger: Was wĂ€re denn artlich unter "Vögel mit Insektivoren" zu verstehen? Insektivore Reptilien? Der Begriff "KleinsĂ€uger" wĂ€re ja schon begrifflich "abgedeckt".
(31.01.2016, 11:44)
Patrick Marburger :   Ich bin's schon wieder... Am 27.12. gab es einen Zuchterfolg der Klammeraffen. Heute erstmals fotografiert.
(30.01.2016, 16:35)
Patrick Marburger :   Ist im Laufe dieser Woche neu angebracht worden.
(30.01.2016, 15:18)
Patrick Marburger :   Die Bongos sind jetzt tatsĂ€chlich weg, getan hat sich noch nichts. Im Aquarium (letztes großes Becken: Korallenriff) ist ein neuer und nicht beschilderter Rochen eingezogen. Seit Wochen ist die neue (und im Tiergarten beworbene) Voliere nicht besetzt. Nun ist auch die 2. Voliere (australisch) leer. Bei beiden ist von "technischen Problemen" die Rede. Die neue Sonderschau gefĂ€llt mir gut, sie glĂ€nzt (wie immer) durch detailreiche Gestaltung. Zahlreiche Schilder sorgen fĂŒr die didaktische Komponente, kann ich auf Wunsch hier einstellen. Tierbestand:
0,0,2 StriemengrasmÀuse (evtl. mehr)
3,0 Kalongs (also nicht wie auf allen Schildern/Flyern/Plakaten abgebildet Flughunde)
0,0,X Hummeln (freilebend)
0,0,X Schmeißfliegen
0,0,X Taggecko (nicht gesehen)
1,0 Tacazzenektarvogel
1,1 RotfĂŒssiger Honigsauger
(30.01.2016, 15:15)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/26012016-sonderschau-bestaeubung.html

Kling toll, ich kenne die Schau allerdings noch nicht. MĂŒsste m.W, eine PrĂ€miere sein dass die Ausstellung nicht ausschließlich botanisch gestaltet ist. Hoffentlich nicht das letzte mal, eine zoologisch-botanische Ausstellung macht in einem zoologisch-botanischen-Garten durchaus sinn, und didaktisch lĂ€sst sich dadurch ohnehin viel mehr als bei einer rein zoologisch oder botanischen Ausstellung vermitteln.
(26.01.2016, 17:24)
Patrick Marburger :   Heute eine interessante HuftierfĂŒhrung mitgemacht: im großen und Gazen einige neue Erkenntnisse.
Bei den Giraffen herrscht Zuchtstopp GegenwĂ€rtig im Bestand sind 1,1 adult sowie 1,1 Nachzucht. Von letzterem soll 1,0 bald abgegeben werden ursprĂŒnglich in einen afrikanischen Zoo, ist aber aufgrund irgendwelcher Schwierigkeiten noch nicht sicher
Bei den Grevys (0,4) soll zeitnah ein Hengst kommen man möchte zĂŒchten,
Die Webervögel werden abgegeben da es zu wenige sind eine Erhöhung der Individuenzahl verbietet die VolierengrĂ¶ĂŸe, Nachfolger werden Turakos.
Die Bongos ziehen voraussichtlich (Wetter) nĂ€chste Woche auf den Tennhof. Die Anlage wird neu gemacht. TĂŒren austauschen, Fundament erneuern, Strukturierung ĂŒberarbeiten etc. Ich glaube nicht dass man eine starke Änderung feststellen wird. Von einem Teil der Stallungen kann ich gerne Bilder einstellen. Gerade die Dorkas-Gazellen ĂŒberraschten mich diesbezĂŒglich: zahlreiche Boxen (fĂŒr die Einzelaufstallung gedacht) die zu einer großen Einheit zusammengeschlossen sind. Wenn das Ganze einsehbar wĂ€re gĂ€be es wahrscheinlich Zoos die das Laufhalle nennen wĂŒrden.
(23.01.2016, 20:26)
Patrick Marburger :   Sind im Laufe dieser Woche neu ins JAZ gezogen. Leben in einer WG mit Unau, WeißgesichtsseidenĂ€ffchen, Goldkopf LöwenĂ€ffchen und ZwergseidenĂ€ffchen. Hintergrund: seit einigen Monaten ist der Boden der Anlage mit Rindenmulch bedeckt. Darin fĂŒhlen sich manch ungebetene GĂ€ste (Schaben etc.) wohl, diese sollen von den Vögeln gefressen werden. Zur Eingewöhnung wurde die Glasscheibe im unteren Drittel bemalt, damit die Vögel nicht gegen die Scheibe laufen.
(17.01.2016, 09:39)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-2016-loewenhaltung-wird-eine-wichtige-rolle-spielen.14d09702-929c-4e1a-8c5c-0f4f7359483f.html

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.veraenderungen-im-zoo-was-die-wilhelma-im-jahr-2016-plant.89f87cac-250e-4485-bfce-329348eb69fb.html

Die beiden Links sind m.E, interessant. Im Vergleich zu dem was ich hier im September/Oktober schrieb teils widersprĂŒchlich, mal schauen was davon jetzt gilt... Ich finde es um ehrlich zu sein etwas außergewöhnlich, dass im Rahmen von FĂŒhrungen ein zig faches mehr erzĂ€hlt wird, als der Presse gesagt wird.
(07.01.2016, 19:27)
Patrick Marburger :   Jetzt erst ist das Jungtier auch offiziell.

http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/04012016-haubenlanguren.html

Man beachte die Programmierfehler auf der Website, mal schauen wie lange die Behebung dauert (;
(04.01.2016, 19:04)
Patrick Marburger :   Ein Weihnachtsgeschenk wie es schöner kaum sein könnte: am 23. Dezember kam nach m.W. sechs Jahren Pause wieder ein Haubenlangur zur Welt. Heute konnte ich das Tier erstmals fotografieren. Am 19.12. gab es ĂŒbrigens Zwillinge bei den ZwergseidenĂ€ffchen.
(28.12.2015, 15:17)
Sacha :   Gut möglich, dass die Mehrzahl der Nacktnasenwombats NICHT aus eigener Zucht stammt. Zucht gibt es trotzdem (als Beispiel: http://www.wired.com/2012/11/zooborns-next-generation-gallery/)
Ausserdem wĂŒrde ja nichts dagegen sprechen, Nacktnasenwombat-Waisen und -Verkehrsopfer in EuropĂ€ische Zoos zu senden, wenn man sie ohnehin nicht wieder auswildert. Insofern verstehe ich die "Logik" der australischen Behörden nicht, warum sie es Duisburg, Hannover und Planckendael offenbar so schwer machten.

(04.10.2015, 22:23)
Michael Mettler :   @Sacha: In Zusammenhang mit dem Wombat-Sammelimport fĂŒr Duisburg, Hannover und Planckendael vor einigen Jahren hieß es in Hannover, es wĂ€re einfacher gewesen, zoogeborene Haarnasenwombats aus Australien zu bekommen (weil es fĂŒr diese ein Zuchtprogramm gebe) als Nacktnasenwombats (die dort normalerweise NICHT gezĂŒchtet wĂŒrden, weil ohnehin stĂ€ndig Waisen und Verkehrsopfer in die Zoos gelangen). Hat sich bei den Nacktnasen seither in den australischen Zoos etwas geĂ€ndert?
(03.10.2015, 11:59)
Sacha :   Ich will hier ja niemandem die Freude verderben, aber: Erst mĂŒssen sie mal hier sein.
Ist schon erstaunlich, dass die Aussies selbst bei Arten, die in deren Zoos weiter verbreitet sind und gut gezĂŒchtet werden (z.B. Haar- und Nacktnasenwombats, Beutelmarder und Beutelteufel) erst geklemmt haben bis zum geht nicht mehr und nun plötzlich auch Arten exportieren lassen, von denen der Zoobestand viel geringer ist. Fehlen nur noch Numbat und Schnabeltier...:)
(03.10.2015, 11:13)
WolfDrei :   Muss ich ja gar nicht nach Australien!!!! Das wĂ€re toll!
(02.10.2015, 20:00)
Michael Mettler :   Ich hĂ€tte nie gedacht, dass mal Bilbys in fĂŒr mich erreichbare Gefilde kommen wĂŒrden... Es gibt eben nicht nur den oft beklagten Artenschwund in unseren Zoos, sondern ab und zu auch mal erstaunliche Ausrufezeichen durch neu (oder nach langer Zeit wieder) importierte Arten.
(02.10.2015, 17:33)
Patrick Marburger :   Ich habe zwar nicht viel neues wollte es aber trotzdem erwĂ€hnen:

Jungtiere
Hirscheber und Okapi sind trÀchtig. Das gegenwÀrtige Hirscheberjungtier geht nach Berlin. Die Gillens-Waran Nachzuchten gingen nach Tschechien. Man tauschte die Tiere und hat jetzt 1,2.

Australien-Haus
Grund fĂŒr die Umwidmung ist nebst offensichtlichen GrĂŒnden, dass die hohe Luftfeuchtigkeit dem Sandstein zusetzt. Die TĂŒpfelbeutelmarder sind jetzt offiziell. Der Bestand soll außerdem Bilbys beinhalten. Diese gelangen durch eine Kooperation zwischen der EAZA und dem australischen Zoobestand nach Europa. Leipzig bekommt die Tiere auch, außerdem wird ein EEP eingerichtet. Besser spĂ€t als nie: bei der Zoohistorica-FĂŒhrung war auch von einem Comeback der Schnabeligel die Rede.

Elefantenpark
Machbarkeitsstudie liegt beim Ministerium. Baustart 2018. Bauzeit 2 Jahre.

Vogel- und KleinsÀugerhaus
Geplant wird mit u.a. Tamanduas, Faultieren und Nacktmullen. Abgebildet war ein Gelber-Tamandua. Baustart ist im FrĂŒhjahr 17. Ein halbes Jahr Bauzeit ist geplant.
(02.10.2015, 16:26)
Michael Mettler :   @Tim Meschke: Wenn es wirklich das im 1990er Jahresbericht zuletzt erwĂ€hnte Tier war, wĂ€re es zum Zeitpunkt meiner Aufnahmen (1982) bereits um 11 Jahre alt gewesen.
(14.09.2015, 21:57)
Tim Meschke :   Das GĂŒrteltier sieht wirklich sehr klein aus. Dass das Tier ein Jungtier ist, kann man wohl ausschließen, oder?
@Michael Mettler: Danke fĂŒr die Bilder. Die sind wirklich gut.
(14.09.2015, 19:41)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: Danke fĂŒr Bilder und Infos!!! Bei der Bestimmung kann ich als absoluter Laie nicht behilflich sein. Mal schauen ob man von jemandem im Forum eine 2. Meinung einholen kann. Falls- was ich nicht glaube- sich niemand findet könnte maneines der Bilder vielleicht an dieser Stelle einstellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Redaktion_Biologie/Bestimmung
(14.09.2015, 11:58)
Michael Mettler :   Hier ist die sehr auffĂ€llige Behaarung gut zu sehen.
(14.09.2015, 08:47)
Michael Mettler :   Hier nun die angekĂŒndigten Bilder des "historischen" GĂŒrteltiers. Wenn man die Dimensionen der frĂŒheren KleinsĂ€ugervitrinen kennt, ist aus dem nebenstehenden Foto schon etwas einschĂ€tzbar, wie klein das Tier war. Auch wenn ĂŒber dreißig Jahre Abstand natĂŒrlich die Erinnerung tĂ€uschen können, wĂŒrde ich behaupten, dass es in etwa die GrĂ¶ĂŸe eines EuropĂ€ischen Igels hatte.
(14.09.2015, 08:46)
Michael Mettler :   Und noch ein Schmankerl aus dem JB 1990: Dort hieß es, dass die Nachttierabteilung im Maurischen Landhaus veraltet sei (eröffnet 1962) und sich eine Sanierung nicht mehr lohne (weshalb man ĂŒbrigens im Untergeschoss des damals angedachten Amazonienhauses eine neue bauen wollte). Nicht nur, dass die Nachttierabteilung auch 25 Jahre nach dieser Äußerung noch besteht - jetzt soll sie sich sogar noch fĂŒr den Umbau zu einer Australienabteilung eignen...!
(12.09.2015, 20:14)
Michael Mettler :   Die "Pseudo-Chinchillaratte" taucht im JB 1990 nicht auf. Als Abgaben sind dort nur 8 Degus Octodon degus angegeben - interessanterweise eine genauere Angabe als in der Tierbestandsliste des selben Jahrgangs, da sind es "X" (also zahlenmĂ€ĂŸig nicht erfasste) AbgĂ€nge. Ist aber gut möglich, dass der O. lunatus in Privathand abgegeben wurde. Den hĂ€tte ich damals zu Vergleichszwecken auch gern ĂŒbernommen, vielleicht hĂ€tte er dann schon einige Jahre frĂŒher seinen deutschen Namen erhalten ;-)

ZufĂ€llig fiel mein Blick in der Rubrik "TodesfĂ€lle" des JB 1990 noch auf die Angabe "1,0 WeißborstengĂŒrteltier (19 Jahre alt)" - das könnte das fragliche Exemplar gewesen sein. Inzwischen habe ich mir in der ZTL noch die Fotos des Weißhaar-BorstengĂŒrteltiers (Chaetophractus vellerosus) angesehen, das genauso klein ist wie das ZwerggĂŒrteltier und ihm offenbar ziemlich Ă€hnelt - im Gegensatz zum erheblich grĂ¶ĂŸeren Weißborsten-GĂŒrteltier (Euphractus sexcinctus). Mit meiner damaligen Nachbestimmung bin ich mir jetzt gar nicht mehr so sicher. Ich werde mal versuchen, meine Dias von damals abzufotografieren (einscannen kann ich sie leider nicht), vielleicht hat jemand aus dem Forum mehr Erfahrung in der Bestimmung von GĂŒrteltieren.
(12.09.2015, 19:57)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Jahresberichte kenne ich. Bei Chinchillaratte hĂ€tte ich aber auch nicht reagiert. Wieder etwas gelernt- Danke! Den entsprechenden JB habe ich nicht, steht dort wohin das Tier abgegeben wurde? WĂ€re interessant, da die ZTL nur Stuttgart als ehemaligen Halter listet. Die Idee von weiteren KĂŒstendegus klingt interessant. Vielleicht steckt in dem ein oder anderen Degu in Europa noch ein kleines StĂŒckchen KĂŒste.
(12.09.2015, 19:23)
Michael Mettler :   Übrigens kann es sein, dass im gleichen Zeitraum auch anderswo, aber unerkannt KĂŒstendegus gehalten wurden (möglicherweise zusammen mit Gewöhnlichen Degus). Es gab damals eine Importwelle aus Chile in den deutschen Tierhandel, die neben Reptilien (z.B. diversen Erdleguanen und Chile-Tejus) auch einige KleinsĂ€ugerarten in Privathand und in Zoos brachte, darunter auch Degus und (wirkliche) Chinchillaratten.
(12.09.2015, 17:20)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Ist dir fĂŒr deine Nachsuche bekannt, dass die Wilhelma seit mindestens Berichtsjahr 1989 jĂ€hrlich Tierbestandslisten herausgibt, aus denen sich so einiges herausrecherchieren lĂ€sst? FĂŒr die JahrgĂ€nge 1989 bis 1994 erschienen zudem sogar Jahresberichte.

Ich habe in den fraglichen Tierbestandslisten nach dem KĂŒstendegu gesucht und die BestĂ€tigung gefunden: 1989/90 war ein einzelnes mĂ€nnliches Tier im Bestand, das 1990 abgegeben wurde. Da laut ZTL die Haltung schon 1988 begann, weiß ich natĂŒrlich nicht, ob es im ersten Jahr noch Artgenossen gab. Gelistet ist das Tier mit einem falschen deutschen Namen "Chinchillaratte" (der gehört eigentlich zur Gattung Abrocoma). O. lunatus hatte zu dieser Zeit m.W. noch gar keinen eigenen deutschen Namen, die deutsche Bezeichnung "KĂŒstendegu" dĂŒrfte es erst seit 2002 geben.
(12.09.2015, 17:09)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: Danke fĂŒr die ErklĂ€rung des ZwerggĂŒrteltieres. Wenn es als Weißborsten bestimmt war kann ich in den ZoofĂŒhrern lange suchen ( ; Ort und Zeit der WeiborsteneintrĂ€gen in den FĂŒhrern stimmen mit Ihrem Bericht eindeutig ĂŒberein- nochmals Danke.

Beim KĂŒstendegu mĂŒssten Sie ebenfalls richtig liegen. HĂ€tte mir eigentlich selber auffallen mĂŒssen...
(12.09.2015, 13:44)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Der Eintrag zum ZwerggĂŒrteltier könnte von mir und aus Zeiten stammen, in denen in der ZTL noch nicht mit ausgiebigen Quellenangaben gearbeitet wurde. Bei meinem ersten Wilhelma-Besuchen ab 1982 fand ich im KleinsĂ€ugerhaus ein (Einzel-?)Tier vor, das laut meinen Notizen als "WeißborstengĂŒrteltier" ausgeschildert war. Das war meine erste Begegnung mit dieser Art, deshalb glaubte ich dem Schild noch. Erst spĂ€ter kamen mir anhand meiner Dias Zweifel, denn das Stuttgarter GĂŒrteltier war im Vergleich zu anderen Weißborsten-GĂŒrteltieren winzig, und seine Ohren waren in der Relation zum Kopf grĂ¶ĂŸer; allerdings hatte es tatsĂ€chlich weiße Borsten (und zwar extrem lange). Anhand der mir damals zur VerfĂŒgung stehenden Literatur hatte ich es dann als ZwerggĂŒrteltier nachbestimmt. Passt auch zu den in der ZTL zu findenden Fotos dieser Tierart.

Zum KĂŒstendegu kann ich zwar nichts Definitives beitragen, aber die beiden Fotos in der ZTL könnten dem Hintergrund nach zu urteilen sogar in der Wilhelma entstanden sein. Die Boxen der (vom Eingang aus gesehen) linken Vitrinenreihe im KleinsĂ€ugerhaus bestanden aus solchem Eternit-Material.
(12.09.2015, 07:07)
Patrick Marburger :   Ich habe meine Recherchen zur Geschichte der Wilhelma mit der ZTL abgeglichen. Einige Arten kenne ich die nicht gelistet werden aber auch von der Haltung einiger Arten die in der ZTL gelistet werden kenne ich teile nicht. Mein grĂ¶ĂŸtes Interesse diesbezĂŒglich gilt ZwerggĂŒrteltier, Zwergbeutelmarder, SĂŒdliches Weißbartpekari, KĂŒstendegu, Rotscheitelmangabe und Ceylonleopard. Hat hier jemand Infos die ĂŒber das was in der ZTL steht hinausgehen? Kann jemand manche der Arten als GerĂŒcht widerlegen? Kann jemand die nicht belegten Infos der ZTL bestĂ€tigen? Schon mal danke im Voraus. Tut mir leid die Liste ist lĂ€nger geworden als mir lieb ist.
@ Holger Wientjes: gerne.
(11.09.2015, 19:40)
Holger Wientjes :   P.S.: Habe den Eintrag in der ZTL bezĂŒglich der Anoas geĂ€ndert. Danke fĂŒr die Info !
(08.09.2015, 19:59)
Holger Wientjes :   MerkwĂŒrdige Aussage bezĂŒglich der Vergesellschaftungen ! Dann dĂŒrfte die - anscheinend doch funktionierende - WG aus Grevys und Dorcas ja auch beendet werden. Macht fĂŒr mich keinen Sinn.
(08.09.2015, 19:52)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Anoas sind wieder eine der Arten wo die ZTL nicht aktuell ist. Pascal (letztes Anoa der Wilhelma) verstarb im Oktober 14 24-jĂ€hrig an Krebs. Nicht nur, dass Anoas keine Publikumslieblinge sind die Bedrohung spricht ebenfalls fĂŒr sie. Die vorgeschlagene WG habe ich in meinen Spinnereien in Ă€hnlicher Weise ebenfalls. Aber eben nur ich ( ; Dr. Kölpin erklĂ€rte, dass er eine bedrohte Art grundsĂ€tzlich nicht in einer Vergesellschaftung halten will. Dennoch plant er eine Brazza/Gorilla WG und die zahlreichen bestehenden WGs mit bedrohten Arten wird er ja wohl kaum beenden... Das man die Hannoveraner WG kopieren könnte liegt nahe. Passt aber mit der AnkĂŒndigung bzgl. Vergesellschaftung bedrohter Arten nicht zusammen.
(08.09.2015, 19:09)
Michael Mettler :   P.S. Anoa laut ZTL noch im Bestand, aber ebenfalls hinter den Kulissen. Eine Art, die ĂŒbrigens statt Schabrackentapiren thematisch gut neben die Hirscheber passen wĂŒrde, und wenn man deren Anlagen ĂŒbernetzen wĂŒrde, könnte man glatt noch Schopfmakaken darin halten... Aber Anoas sind nun mal leider auch keine "Publikumstiere".
(08.09.2015, 18:54)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Vielleicht lĂ€sst sich die Andeutung mit der Afrikasavanne, den Wildeseln und Dorkas so deuten, dass mit der mittelgroßen Antilopenart Addax gemeint sind und an eine WĂŒstenanlage nach hannoverschem Vorbild gedacht wird. Dort hatte ja die Kombi Wildesel/Addax/Dorkas funktioniert, die Gazellen sind aus anderen GrĂŒnden abgegeben worden - siehe unten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wilhelma auf Zebras verzichten wird.

Bei den Elefanten kommt vielleicht noch der Punkt hinzu, dass man bei diesen Tieren die Chance sieht, mit einem spektakulĂ€ren neuen GebĂ€ude/Architektendenkmal prunken zu können. Das ginge allerdings auch mit einem großen neuen Flusspferdhaus an gleicher Stelle, wenn man auf die RĂŒsseltrĂ€ger verzichten wĂŒrde. Wappentiere lassen sich Ă€ndern - siehe Köln...
(08.09.2015, 18:47)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Vikunjas sind nicht weg- hier irrt die ZTL. In ihrem Gehege hat man sich ein bisschen um den Rasen bemĂŒht, sie leben daher auf dem Tennhof. Ende September kommen sie wieder in die alte Anlage. Die Zwergflusspferde habe ich gezielt hinterfragt, nach dem Tod Hannibals war's das. Sehr schade! Anoas und Kretas gibt es in der Wilhelma aber ja bereits nicht mehr. Die Kretas vielleicht noch Hinter den Kulissen aber dies bezweifle ich massiv. Und selbst wenn fĂŒr den Besucher ist das herzlich egal. Bzgl. der Unterbringung der Hirscheber/Takine habe ich mich offensichtlich missverstĂ€ndlich ausgedrĂŒckt. Es geht nicht um eine UmrĂŒstung sondern um einen Neubau. Die Andeutung bzgl. einer eventuellen Afrikasavanne kann ich nicht einordnen. Er sicherte ja nur die Haltung von Dorkas und Somalis zu. Was das fĂŒr die anderen Arten bedeutet? Die Art wie Dr. Kölpin DIE und nicht EINE 3. BĂ€renart andeutete könnte man so interpretieren, dass es um Pandas geht. Die Haltungsaufgabe von Bison/Wisent ist auch wegen des Artenschutzes sehr Schade. Es gibt ja nicht viele bessere Beispiele, insbesondere nicht im Tierbestand der Wilhelma. Aber gut bei den Platzbedingungen der Wilhelma ist es nicht verwunderlich, dass platzintensive und nachrangig attraktive Arten wie Antilopen und Rinder zusammengekĂŒrzt werden.
Den Standort zwischen Elefant und Raubtier kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Kölpin meinte ohnehin, dass den Platz den man fĂŒr die Elefanten habe das Minimum fĂŒr eine artgerechte Unterbringung sei. Eigentlich wĂ€re es ja so einfach: Elefanten abgeben. Dann mĂŒsste man kaum Arten weg kĂŒrzen und ich glaube, dass die Besucher dies verzeihen wĂŒrden. Zumindest dann wenn man dort Publikumslieblinge hĂ€lt. Aber dank Wappentier und Starrsinn im Ministerium besteht diese ideale Option ja nicht.
(08.09.2015, 18:25)
Michael Mettler :   @Michael Gradowski: Zumindest bin ich mir sicher, dass der Normalbesucher keine Haustier-Wildtier-Apartheid betreibt, wie es manche Zoofans tun. DafĂŒr habe ich einfach zu oft etwas von "BĂŒffeln" vor den Gehegen von Watussirind, Yak, Hochlandrind & Co. gehört und meiner Erinnerung nach noch nie "das sind ja nur Haustiere". Spannend ist, was Eindruck macht. Der riesige weiße Yakbulle, den ich aus Erfurt in Erinnerung habe, hat viele Besucher bestimmt nicht weniger beeindruckt als der Bisonbulle!
(08.09.2015, 18:22)
Michael Gradowski :   @Michael Mettler: Ob Wildrinder von den Besuchern als spannender empfunden werden als Hochlandrinder, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall erlebe ich immer wieder ein großes Ah und Oh bei den Bisons. Gerade deren Bullen mit den mĂ€chtigen Köpfen machen beim Besucher schon mĂ€chtig Eindruck, vor allem wenn man sehr nah an sie rankommt. Erfurt ist dafĂŒr ein gutes Beispiel, wie begeistert Besucher von diesen Tieren sind, wenn der Bulle direkt am Zaun steht :-) Aber du hast recht, die großen Hörner von einigen Hausrassen fehlen ihnen natĂŒrlich. Ich bin ja selbst in Berlin immer wieder vom Steppenrindbullen begeistert. Und auch wenn das Hochlandrind sicher eine tolle und beeindruckende Rasse ist, ist es trotzdem schade, wenn die Wilhelma ganz auf Wildrinder verzichtet. Zumal es ja, wie du es in deiner AufzĂ€hlung gezeigt hast, um die Huftiere gar nicht gut bestellt ist, was wirklich traurig ist.
(08.09.2015, 17:43)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: FĂŒr eine asiatische BĂ€renart gĂ€be es ja noch einiges Überraschungspotenzial im Zuge der Neubauten von Raubtier- ĂŒber Tapir-/Hirscheber- bis Elefantenhaus. Unter dem Gesichtspunkt des "Winterprogramms", das ich in Bezug auf den Tiger-Wechsel angefĂŒhrt habe, wĂŒrde z.B. eine Anlage fĂŒr KragenbĂ€ren zwischen Tapiren und Elefanten durchaus Sinn machen - ggfs. sogar so, dass die BĂ€ren im Winter deren FlĂ€chen in Abwesenheit der "Hauptmieter" zeitweise nutzen können.
(08.09.2015, 17:10)
Michael Mettler :   Wenn die bisherigen Sumatratiger fĂŒr die Besucher nicht eindrucksvoll genug sein sollen, dann liegt das aber auch an deren PrĂ€sentation. Bei einem leichten Grubeneffekt und Blick ĂŒber einen breiten Wassergraben kommt natĂŒrlich nicht so gut rĂŒber, dass auch ein Sumatraner keineswegs ein "kleines KĂ€tzchen" ist.

Mit den Abgaben von Anoa, Wisent und Bison wĂ€re die Wilhelma dann komplett wildrinderfrei. Ob das Publikum Wisente und Bisons spannender findet als Hochlandrinder? Ich denke eher, dass die Besucher die Wildrinder gar nicht vermissen werden, wenn die Sparte "groß, zottig und mit Hörnern" neu besetzt wird.

Mein letzter Besuch in Stuttgart ist sechs Jahre her, ich habe gerade mal meine damaligen Notizen (WildsĂ€uger-Artenliste) mit dem aktuellen Bestand (Zootierliste) und den in diesem Thread erwĂ€hnten Planungen abgeglichen. Von den schon 2009 vorhandenen vier Einhuferarten sollen also zwei weg. Von den damals 25 Paarhuferarten (Mufflon und Kreta-Wildziege aus alter Gewohnheit als WildsĂ€uger gerechnet) sind 6 schon jetzt Geschichte (Wildschwein, Vikunja, Klippspringer, Mendesantilope, Defassa, Mufflon), wobei das im Fall des Klippspringers (war schon damals nur noch ein Einzeltier) allerdings mit der Gesamtsituation der Art in europĂ€ischen Zoos zusammenhĂ€ngt. Defassa und Mendesantilope wurden den Anlagen fĂŒr Gorillas und Bonobos "geopfert", Wildschwein und Mufflon der Neukonzeptionierung des Bauernhofes, fĂŒr das Vikunja kenne ich den Grund nicht. 5 weitere HorntrĂ€ger stehen jetzt auf der Abgabeliste (Bison, Wisent, Anoa, Takin, Kreta-Wildziege), hinter das Flusspferd setze ich unter den gegebenen UmstĂ€nden mal ein ganz dickes Fragezeichen, und wenn das Flusspferdhaus fĂŒr Tapire und Hirscheber umgerĂŒstet werden soll, dĂŒrfte wohl auch das letzte alte Zwergflusspferd keine Nachfolger mehr bekommen. Die Frage, was mit den Mesopotamischen Damhirschen passieren wird (immerhin die einzige Hirschart in der Wilhelma), die ja eigentlich noch nie zum Thema Bauernhof gepasst haben, wurde in diesem Thread schon in den Raum gestellt.

Was bleibt also (Haustiere nicht einbezogen)? Zwei Arten Einhufer (Grevyzebra und Somali-Wildesel), zwei Arten Schweine (Hirscheber und Halsbandpekari), Okapi, Netzgiraffe, drei Antilopenarten (Bongo, Kleiner Kudu, Dorkasgazelle), vier Arten GebirgswiederkĂ€uer (Schneeziege, MĂ€hnenschaf, Markhor, Alpensteinbock). Oder auch die nicht alle? Halsbandpekaris sind keine bedrohte Art und die SĂŒdamerika-Anlage steht zur Diskussion (s.u.), das Gehege der Markhore ist meiner Erinnerung nach schautechnisch nicht gerade ein SchmuckstĂŒck.

Auch ich freue mich ĂŒbrigens sehr, dass die Wilhelma an den Dorkasgazellen festhalten will. Offenbar hadert man in Stuttgart nicht so sehr mit dem Zuchtprogramm dieser Form wie in Hannover; hier wurde ja die (sehr erfolgreiche) Haltung beendet, weil man Ă€ußerst unzufrieden mit der EEP-Koordination war.
(08.09.2015, 17:00)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Vorbilder des Amazonienhaus sind mir selber auch nicht klar. Irgendwie glaube ich, dass es niemanden gibt der da noch durchblickt...
@ Michael Gardowski: die Wilhelma wĂ€re dann tatsĂ€chlich Wildrinder frei. Von drei auf null Formen in weniger als einem Jahrzehnt dĂŒrfte diesbezĂŒglich Seltenheitswert haben... Das im Zuge der Vage angedeuteten Afrikasavanne Wildrinder kommen kann ich mir nicht vorstellen. Die grĂ¶ĂŸten Rinder wĂ€ren dann die Hochlandrinder. Tiger und BrĂŒllaffen sind mir wie die Takine vollkommen unverstĂ€ndlich. Als es um die BrĂŒllaffen ging habe ich nur Teile verstanden bin mir aber zu 99% sicher, dass es so stimmt wie ich es geschrieben habe.

Bei der BĂ€renandeutung werde ich nicht so recht Schlau wo man das realisieren könnte. Unten ein Kombiniertes Orang/BĂ€renhaus kann ich mir genauso wenig vorstellen wie die aktuelle S-Amerikaanlage. Was Dr. Kölpin mit dieser plant? In meinem Bericht von der FĂŒhrung war das "eine" vor dem "die" durchgestrichen da hat sich Kölpin bei der FĂŒhrung selbst korrigiert.
(08.09.2015, 16:36)
Michael Gradowski :   @Patrick Marburger: Auch von mir danke fĂŒr deinen ausfĂŒhrlichen Bericht. Die Planungen klingen wirklich interessant, schön daß man auch weiterhin mit Hirscheber und Dorcas plant, sehr schade dagegen das Ende von Onager und Takin. Auch ĂŒberrascht bin ich, daß man die Haltung von Bison UND Wisent beendet, ich habe immer gedacht, daß wenigstens eine BĂŒffelart fast schon ein Muss ist fĂŒr einen Großzoo. Hat die Wilhelma denn ansonsten andere große Wildrindarten?
Deinen Unmut ĂŒber die BrĂŒllaffen kann ich sehr gut nachvollziehen, ist in meinen Augen völlig unverstĂ€ndlich. Ich bin bei deiner Meinung zu den Geokonzepten ganz bei dir; wenn RaritĂ€ten nur abgegeben werden, weil sie nicht ins Konzept passen, dann stimmt mM nach etwas ganz und gar nicht. Genau aus solchen GrĂŒnden bin ich auch kein großer Freund des Ganzen, zumal es langsam aber sicher ĂŒberhand nimmt. Man könnte meinen, ohne Geokonzept funktioniert heute gar nichts mehr. Auch die Aussage zu den Tigern ist gelinde gesagt etwas "merkwĂŒrdig". Die von Michael Mettler angesprochene WinterhĂ€rte ist sicher ein besseres Argument als die Art nur nach der GrĂ¶ĂŸe auszusuchen, denn das ist einfach nur lĂ€cherlich und in gewisser Weise widersprĂŒchlich. Bei den Katzen ist es wichtig eine möglichst spektakulĂ€re, große Art zu zeigen, gleichzeitig will man sich aber von solch beeindruckenden, großen Wildrindern wie Bison und Wisent verabschieden obwohl die beim Besucher doch eigentlich auch immer sehr gut ankommen?
Im Großen und Ganzen sind die PlĂ€ne auf jeden Fall spannend, vor allem das Australienhaus könnte was Tolles werden.
(08.09.2015, 13:15)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Also wird das Amazonienhaus jetzt von BERGregenwald (Angabe auf HP und in ZoofĂŒhrern) auf TIEFLANDregenwald umgestellt. Weil...???? Sofern die Weißkopfsakis und Goldkopf-LöwenĂ€ffchen noch im Haus sind, wĂŒrden die doch zu einem Thema Tapajos auch nicht mehr passen.

Ansonsten denke ich zu den Planspielen, dass ein neuer Zoodirektor heutzutage einfach mit großen Visionen antreten MUSS, wenn er EntscheidungstrĂ€ger und Geldgeber zu Neuem animieren will.

@Holger Wientjes: Amurtiger haben nun mal den Vorteil, auch bei kalten Temperaturen stĂ€ndig draußen gezeigt werden zu können. Wenn man sich den Tierbesatz dieses Teiles der Wilhelma und die dortigen Zukunftsplanungen anschaut, dann dominieren dort zukĂŒnftig noch stĂ€rker wĂ€rmebedĂŒrftige Arten, bei denen der Besucher bei kaltem Wetter serienweise vor leeren Außenanlagen steht. Amurtiger wĂŒrden das durchbrechen, somit könnte das auch ein Auswahlkriterium sein.
(07.09.2015, 21:19)
Gudrun Bardowicks :   Danke fĂŒr den ausfĂŒhrlichen Bericht. Die Aufgabe der BrĂŒllenaffenhaltung kann ich auch nicht nachvollziehen. Auch sehe ich keinen Sinn darin, Amutiger in einem heizbaren StallgbĂ€ude unterzubringen, aber vielleicht ist ja nur fĂŒr die Asiatischen Löwen und vielleicht die Geparden ein neues Warmhaus geplant und die Tiger bekommen einen nicht heizbaren Stall.

Die Abgabe von den bedrohten Anoas, Onagern und Takins finde ich schade, aber ansonsten klingen die PlÀne gut. Mal sehen, was davon umgesetzt wird. Gespannt bin ich auf das geplante Australienhaus.
(07.09.2015, 21:18)
Holger Wientjes :   Nun ja, da muss man ja froh sein, dass nicht alle Zoodirektoren ihre Tiere nach der Grösse aussuchen... Den "Zoo der grossen Tiere" hat er ja in Erfurt gehabt.
(07.09.2015, 20:29)
Patrick Marburger :   @ Holger Wientjes: bzgl. Sibirer hat Herr Dr. Kölpin erklĂ€rt, dass er wenn grundsĂ€tzlich Sibirer halten wĂŒrde, da sie aufgrund der GrĂ¶ĂŸe fĂŒr die Besucher spektakulĂ€r sind. Sie seien schon etwas anderes wie die gegenwĂ€rtigen KĂ€tzchen.
An eine vollstĂ€ndige Realisierung glaube ich leider nicht. Wenn man sich anschaut wie das Finanzministerium (FM) bisher mit der Wilhelma umgegangen ist wird man jetzt keinen 90% Neubau finanzieren. Der Förderverein kann viel, aber DAS im Alleingang ist zu viel. Das vielversprechende Planungen dank dem FM nicht realisiert werden können ist hĂ€ufig. Der Wilhelmaausbau (ab 1968) ist ein Bruchteil der Planungen. Wenn das FM erkennen wĂŒrde welches Potential in der Wilhelma steckt wĂ€re hier viel mehr möglich. Das in den 80er Jahren geplante Delfinarium wĂ€re ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Das Ministerium wird aber erst verstehen was die Sparsamkeit der letzten 50 Jahre bedeutet wenn die Wilhelma nicht mehr in der obersten Liga spielt.
Die Anoas mussten de facto auch aufgrund der Elefanten weg und die Hinter-den-Kulissen-Haltung war auch daher erforderlich. Beides geschah zwar wĂ€hrend der Bauphase des Menschenaffenhauses wĂ€re hierfĂŒr aber m.W. nicht erforderlich gewesen. Die BisonvergrĂ¶ĂŸerung auf dem Gebiet der beiden Arten wĂ€re auch nicht unbedingt erforderlich gewesen.
(07.09.2015, 20:09)
Holger Wientjes :   Warum man auf Amurtiger umstellen möchte, die sich dann anscheinend ein Warmhaus mit einer tropischen Art (Asiat. Löwen, sehr löblich) teilen werden, habe ich nicht so recht verstanden.

P.S.: Sorry fĂŒr die Rechtschreibfehler unten. Kann man leider nicht nachtrĂ€glich Ă€ndern.
(07.09.2015, 19:35)
Holger Wientjes :   Danke fĂŒr die umfangreiche Berichterstattung ! Bin sehr gespannt, ob das alles auch nur annĂ€hernd so umgesetzt werden wird.

Im Grossen und Ganzen gefallen mir die Planungen ziemlich gut. Vor allem das Festhalten an Arten wie Hirschebern, Somali-Wildeseln oder Dorcas. Weiterhin auch die Planungen mit australischen Tieren oder der Nachttierbereich. Sollte man letzteren wie geplant in ein neues Elefanten-Haus integrieren, entsteht vielleicht eine Neuaflage des alten Erfurter Hauses, was sehr wĂŒnschenswert wĂ€re.

Auf der anderen Seite steht aber auch einmal mehr der Verlust von Arten wie Onager oder Takin aufgrund eines Neubaus fĂŒr Elefanten, die anscheinend nach wie vor ein Prestigeobjekt darstellen und ohne die man kein "grosser" Zoo ist. Egal was es kostet...
Auch die geplante abgabe der BrĂŒllaffen kann nur KopfschĂŒtteln erzeugen ! Es wĂ€re, auch bei der kleinen Ausgangsbasis, sicherlich möglich Rote BrĂŒllaffen (gerade fĂŒr einen erfahrenen Halter) zu bekommen. Allein Köln zĂŒchtet ja regelmĂ€ssig.

Sympathisch und leider bezeichnend fĂŒr den Bau, finde ich die Aussage bezĂŒglich des Menschenaffen-Hauses. Mit diesem Backs hat man sich in Stuttgart wohl keinen gefallen getan.
Zu hoffen bleibt, dass die nicht weiter erwÀhnten Primaten im Zoo bleiben !
(07.09.2015, 19:30)
Patrick Marburger :   Zitat aus dem Wilhelmamagazin: "Den zu unseren Voraussetzungen passenden, immergrĂŒnen Tieflandregenwald fanden wir an einem Seitenarm des Amazonas: das 545.000 Hektar große Schutzgebiet "Floresta Nacional do Tapa-jos". Dies stand aber in einem recht neuen Magazin und wurde als neues Vorbild verkauft könnte sein, dass im ZG-Artikel den ich im Hinterkopf hatte noch ein anderes Vorbild gegeben war, muss ich noch suchen.
(07.09.2015, 16:38)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler:
Australische Kalongs sind mir auch schon ins Auge gestochen, sehe ich als nicht dramatisch. Aber die Abgabe der BrĂŒllaffen dadurch zu rechtfertigen ist dann natĂŒrlich geistreich.... Welcher Teil muss ich noch nachschauen dĂŒrfte damals im ZG gestanden haben.
Ob wenn wirklich der Bolivien her mĂŒsste ist mir nicht bekannt. Bei nur zwei europĂ€ischen seniculus ZĂŒchtern bin ich nicht ĂŒberzeugt, dass man die Tiere ohne weiteres bekommt.
Das die BÀren/Klettertieranlage nicht einem Kontinent zugeordnet wird finde ich gut- mir gehen die ganzen Geokonzepte inzwischen zu weit. Wenn man nur aufgrund eines solchen Konzeptes RaritÀten abgibt lÀuft meiner Ansicht nach etwas sehr schief. Gut ich muss zugeben, dass ich in meinen Spinnereien den Anlagenkomplex auch einem Kontinent (Nordamerika) zugeordnet habe, aber auch nur da es bei mir nicht auf die Beschaffbarkeit der Tiere ankommt...
Meine Formulierung bezĂŒglich des Bauernhofes ist in der Tat unglĂŒcklich. So hatte Dr. Kölpin seine Bestandsauswahl aber gerechtfertigt. Ein Entwicklungszwischenschritt wird bei den Arten ja gezeigt. Wenn auch nicht der große Schritt zwischen erster Domestikation und Perfektion. Die Bezoar mussten damals unabhĂ€ngig vom Konzept weg, da die Arbeiten fĂŒr den Rosensteintunnel begannen. Keine Frage ein Zoointernerumzug wĂ€re aber bestimmt möglich gewesen.

Noch zwei nachgetragene NachtrĂ€ge: FĂŒr den Elefantenpark mĂŒssen die Strauße an dieser Stelle weg. Außerdem fungiert der Elefant als Bindeglied zwischen der Wilhelma (Wildtiere) und dem Bauernhof (Haustiere).

P.S. fĂŒr das Überlesen von Rechtschreibfehlern u.Ă€. danke ich herzlich! ( ;
(07.09.2015, 15:32)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Danke, das war ja wirklich eine informationsgeladene FĂŒhrung!

Also, Schwarze BrĂŒllaffen sind unpassend fĂŒr ein Amazonienhaus, aber Malaiische Flughunde passen in ein Australienhaus? Hm. Welchen Teil Amazoniens soll denn das Haus zeigen? MĂŒsste wohl irgendwas in Richtung Bolivien sein, wenn die TotenkopfĂ€ffchen (in der Wilhelma Bolivianische) besser passen und Rote BrĂŒllaffen nicht zu bekommen sein sollen (das wĂŒrde nur auf den Bolivianischen Roten BrĂŒllaffen A. sara passen, denn A. seniculus wird ja in zwei europĂ€ischen Zoos gezĂŒchtet).

Die Notwendigkeit, eine europĂ€ische oder sĂŒdamerikanische BĂ€renart zu halten, sehe ich aus Ă€hnlichen GrĂŒnden nicht. Der BĂ€ren-/Bergtierbereich enthĂ€lt offenbar auch in den ZukunftsplĂ€nen weiterhin eine interkontinentale Artenmischung, da kĂ€me es auf eine nordamerikanische oder asiatische BĂ€renform nun auch nicht mehr an.

HinterwĂ€lder und Limpurger Rind sowie SH-Schwein sind aber alles andere als industrielle Hochzuchtrassen (genau deshalb werden sie ja als "alte Haustierrassen" in Zoos und auf Archehöfen "erhaltungsgezĂŒchtet"). Und wenn man Beispiele fĂŒr primitive Haustierrassen zeigen will, hĂ€tte man doch die Kreta-Wildziegen nicht entfernen mĂŒssen...?
(07.09.2015, 14:43)
Patrick Marburger :   Flusspferde
Sollen nach seinem Willen an den Neckar ziehen. Realisierungschance lt. ihm 50:50. Unterwassereinblick innen und außen geplant.

Noch ein Nachtrag: Dr. Kölpin befĂŒrchtet, dass die Schneeziege in Zoos (weltweit) aufgrund neuer Gesetze (Verbot von WildfĂ€ngen) ausstirbt. Um dies hinauszuzögern sollen die beiden Weibchen in Stuttgart mit einem eng verwandten MĂ€nnchen zĂŒchten.

Zum Schluss muss ich auch noch meinen Senf dazugeben: Planungen klingen toll (Australienhaus). Allerdings wĂ€re interessant was er mit Klammeraffen, Languren, Gibbons, dem JAZ-Besatz, den Affenfelsanlagen und dem Vogel- und KleinsĂ€ugerhaus vor hat. Die Haltung von BrillenbĂ€ren ist fĂŒr mich nicht nachvollziehbar, Herkunft der Nachbarn hin oder her. Die Haltungsaufgabe der Takine ist aus meiner Sicht unnötig: einfach die Steinböcke aufgeben oder die Greifvogelvoliere nicht bauen. Interessant wĂ€re natĂŒrlich was die spektakulĂ€ren Planungen bezĂŒglich Begleittierarten im Elefantenpark sind. Bei der Haltungsaufgabe von BrĂŒllaffen- nur wegen eines Geokonzeptes- hört bei mir das VerstĂ€ndnis auf!
(07.09.2015, 12:43)
Patrick Marburger :   Suptropenterrassen

Restaurierung in Kombi mit Neubau der Volieren und Artenreduktion. Vier Themenbereiche: Neuseeland (Kea, Kaka), SĂŒdamerika, SĂŒdostasien und Australien (Kookaburra).

Greifvögel

Kurzfristig: die Seeadler ziehen in die seit Monaten leere Bartgeiervoliere. Die Seeadlervoliere wird mit Kolkraben besetzt. Langfristig: Die GÀnsegeiervoliere wird um die Schmeeterlingswiese (Der Hang ohne Blumen und Schmetterlinge neben dran) erweitert. Bewohner in einer Vergesellschaftung: GÀnse-, Bart- und Schmutzgeier. (Angaben ohne GewÀhr)

Amazonienhaus

BrĂŒllaffen werden abgegeben, TotenkopfĂ€ffchen rĂŒcken nach. Grund: das Amazonienhaus zeigt einen ganz bestimmten Fleck Regenwald in dem Rote und nicht Schwarze BrĂŒllaffen leben. Die Roten bekommt man nicht, daher muss die Art ganz dran glauben. (Angaben ohne GewĂ€hr)

Neues Menschenaffenhaus

DafĂŒr könne er nichts, das habe er geerbt. Wenn die Aufzuchtstation leer steht sollen Brazza rein: Vergesellschaftungsversuch.

Altes Menschenaffenhaus

Neubau fĂŒr Orang-Utans. Kein Wort bezĂŒglich Gibbons, Languren, Klammeraffen, JAZ.

Gegen Ende der FĂŒhrung noch eine Andeutung: „Im Masterplan habe ich noch eine die 3. BĂ€renart, aber Mal schauen“.
(07.09.2015, 12:31)
Patrick Marburger :   Schaubauernhof

Urwildpferde und Wisent sollen gehen, Hochlandrinder kommen. Man will immer eine relativ ursprĂŒngliche Domestikation (Hochland, KuneKune) und eine industriell HochgezĂŒchtete Version (SchwĂ€bisch-HĂ€llische, HinterwĂ€lder, Limburger) zeigen.

Elefantenpark

Bisons, Onager und Takine weichen. Die Anlagen sind auf einen adulten und einen Jungbullen sowie auf sechs KĂŒhe mit Nachwuchs ausgelegt. Viele Begleittierarten seien angedacht (u.a. Nachttierabteilung). Was geplant ist sei spektakulĂ€r er wolle aber noch nicht konkret werden, da er nicht weiß ob das Finanzministerium mitspielt. Er liebĂ€ugle mit Königskobras.

Flusspferdhaus

Das Haus wird abgerissen. Dort entsteht ein Haus fĂŒr Schabrackentapire und Hirscheber. Allerdings nicht in Vergesellschaftung. Beide Arten sollen ganzjĂ€hrig zu sehen sein. Den Hirschebern scheint er sich eh verschrieben zu haben: demnĂ€chst kommen Tiere aus den Staaten und mit Indonesien sei man auch schon recht weit.

Elefanten- Nashornhaus

Umbau fĂŒr 1,2 Panzernashörner. Vier Anlagen entstehen, die Besucherbereiche werden innen verkleinert.

Raubtierhaus

Das Haus wird abgerissen, ein GebĂ€ude fĂŒr Asiatische Löwen und Sibirische Tiger entsteht. Auf die Wiese davor ziehen Geparde.
(07.09.2015, 12:15)
Patrick Marburger :   Ist ein bisschen viel geworden daher in Raten.

Maurisches Landhaus

Die GewĂ€chshĂ€user bleiben unverĂ€ndert erhalten. Das HauptgebĂ€ude wird zum Australienhaus. Im Tagtierbereich (wie der bisherige) werden u.a. Koalas gepflegt. Im Nachttierbereich (wie der bisherige) werden Kowaris und mĂ€nnliche Kalongs gehalten (Nachzuchtenreduktion da Absatzschwierigkeiten). Baustart 2017. Als einer der Teilnehmer „TĂŒpfelbeutelmarder“ in den Raum war widersprach Kölpin nicht- Grund zur Hoffnung???

Anlage fĂŒr BĂ€ren- und Klettertiere

Brillen- und BraunbĂ€ranlagen werden zusammengelegt, zuungunsten der BraunbĂ€ren. Man hatte den Eindruck, dass er die BrillenbĂ€ren gar nicht will allerdings aufgrund der S-Amerikaanlage und der Steinböcke eine sĂŒdamerikanische- oder europĂ€ische Art braucht. Die Otter ziehen in den Wassergraben der Steinböcke. Die Otteranlage wird von den Bibern genutzt. Die EisbĂ€renanlage wird vergrĂ¶ĂŸert, der Besucherbereich verkleinert. Die Besucher sollen: „durch die Anlage gefĂŒhrt werden“. Die Schneeleoanlage wird um den bisher nicht genutzten Hang erweitert. Eine leichte Terrassierung ist erforderlich. Die Anlage soll Naturboden haben und Kunstfels nur dezent eingesetzt werden. Es sind drei Anlagen vorgesehen. Kölpin deutete mit Verweis auf den Architektenwettbewerb etwas von einer HĂ€ngebrĂŒcke an.

SĂŒdamerika-Anlage

Diese steht wohl zur Diskussion, er wollte nur fĂŒr die AmeisenbĂ€ren garantieren.

Afrikanische Huftieranlage

Nicht viel konkretes, ehr Ausweichmanöver. Dorkas und Somalis sollen bleiben. Andeutung bezĂŒglich einer Afrikasavanne und einer mittleren Antilopenform.
(07.09.2015, 12:03)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Da ich am Treffen nicht teilnehmen konnte, wĂŒrden mich die Planungen schon interessieren.
(07.09.2015, 10:24)
Patrick Marburger :   Herr Dr. Kölpin hielt bei der Zoohistorica am Samstag eine tolle FĂŒhrung- MasterplanprĂ€sentation wĂ€re treffender gewesen. Falls Interesse besteht könnte ich versuchen zu skizzieren was er sagte.
(07.09.2015, 09:59)
WolfDrei :   Habe gesucht: eine helle Gruppe aus Dortmund.
(02.08.2015, 18:41)
RĂŒdiger Krichel :   Sollten das in einen anderen Treat verlegen sorry
(02.08.2015, 16:00)
RĂŒdiger Krichel :   sorry ist eine Massaigiraffe aus Basel zum Vergleich mit der Fellmaserung !
(02.08.2015, 15:58)
RĂŒdiger Krichel :   eine hellere Form aus Dortmund im Vergleich dazu !
(02.08.2015, 15:56)
RĂŒdiger Krichel :   irgendwas gelingt mir nicht !
(02.08.2015, 15:54)
RĂŒdiger Krichel :   so ein Test
(02.08.2015, 15:52)
RĂŒdiger Krichel :   hier ein paar Angolabilder
(02.08.2015, 15:50)
WolfDrei :   @Holger Wientjes: Mag auch so sein. Da der Name des Forum-Teilnehmers so oft bisher nicht auftauchte, nahm ich an , "Beistand" leisten zu wollen.
Zu den Illustrationen im HMW: Das ist ja eine Heidenarbeit mit hoher AbstraktionsfÀhigkeit, aus einer ganzen Bandbreite "das Tier" in der FleckenvariabilitÀt und der Farbe zu treffen. Bisher scheint das durchaus gelungen. Ich erinnere mich aber auch an ein besonderes helles Tier von angolensis aus der Anfangsgruppe des TP. Die Dortmunder habe ich nicht so sehr vor meinem "geistigen" Auge.
(02.08.2015, 12:39)
Holger Wientjes :   @WolfDrei: Ich hatte die Frage von Justus Bauer eher so verstanden, dass er die einzelnen Individuen in der Wilhelma auseinanderhalten möchte !?

Aber davon ab, finde ich die abgebildete angolensis sehr dunkel. Ich kenne live nur die Tiere aus Dortmund. Dort habe ich noch nie auch nur ein annÀhernd so denkles Exemplar gesehen. Auch von Bildern/Filmaufnahmen kenne ich die UA nur deutlich heller.
(02.08.2015, 11:17)
WolfDrei :   2. Abbildung, etwas beschnitten
(02.08.2015, 08:14)
WolfDrei :   2. Abbildung
- westafrikanische Giraffe G. c. peralta: Niger
- Tippelskirch-oder Massaigiraffe, auch Weinblattgiraffe G. c. tippelskirchi: SĂŒdkenia und Tansania
- Kap- Giraffe G. c. giraffa: Mozambique, Simbabwe, SĂŒdafrika

Aus nicht verstĂ€ndlichen GrĂŒnden sind nicht abgebildet worden die Nubische Giraffe (G. c. camelopardalis), die Tschadgiraffe (G. c. antiquorum) und, manchmal als eigene Unterart genannt, die Thornicroft-Giraffe aus Sambia

(02.08.2015, 08:06)
WolfDrei :   @Justus Bauer: Wenn auch “moderne” Untersuchungen behaupten, dass genetisch gesehen sich die verschiedenen Arten/Unterarten nicht sehr unterscheiden, so sind sie doch hinsichtlich ihres Aussehens je nach Vorkommensgebiet in der FĂ€rbung sehr unterschiedlich. Man sollte aber nicht verkennen, dass es kaum noch Überschneidungsgebiete einzelner Unterarten gibt und so die Tiere eines Vorkommensgebietes immer “einheitlicher” im Aussehen werden. GeschĂ€tzt wird eine Gesamtbestand von 100 000 Tieren, die seltenste ist die nordwestliche Unterart peralta mit ca. 400 Tieren, die nur im Staate Niger leben und die vor 25 Jahren mit ca. 50 Tiere den Tiefststand erlebten.

In der 1. Abbildung aus dem “Handbuch der SĂŒugetiere der Welt“ sehen wir von links beginnend:
- Netzgiraffe Giraffa camelopardalis reticulata; SĂŒdsomalia, Kenia
- Angolagiraffe G. c. angolensis: Namibia, Botswana
- Ugandagiraffe G. c. rothschildi: Uganda, Kenia

(02.08.2015, 08:03)
Patrick Marburger :   Die Kune-Kune sind seit April da. Im Dezember 14 kamen deshalb die Wildschweine weg. Genauergesagt wachte schon einige Monate zuvor das MĂ€nnchen aus einer Narkose nicht auf. Die Jungtiere konnte man m.W. abgeben und das Weibchen wurde getötet, Die Wildschweine mussten weg, da es ja ein Bauernhof ist. Der Wisent und die Przewalskis mĂŒssen deshalb auch noch weg. In Bezug auf die frei werdenden Anlagen hört man etwas als Erweiterung der Reitbahn. Hochlandrinder waren fĂŒr das Gehege auch schon im GesprĂ€ch. Was davon aktuell ist und warum die Mesopotamischen bleiben können?
(01.08.2015, 16:32)
Tim Meschke :   Auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Gehege der Wildschweine, Mufflons und Bezoarziegen leben jetzt ĂŒbrigens ein Kune-Kune-Schwein und nicht rassenzugeordnete Schafe und ein Ziegenbock.
(01.08.2015, 13:02)
Patrick Marburger :   @ Holger Wientjes ich wĂŒrde mich da nicht zu frĂŒh freuen. Tanreks und Viscachas sind schon weg. Im neuen Bau sind als absolutes Alleinstellungsmerkmal (; bereits Faultiere eingeplant. Die kosten wie die neuen Insektivoren Platz. Sprich das gibt einen Artenkahlschlag. Hier einen vernĂŒnftigen Tierbestand zu zeigen brĂ€uchte eine grĂ¶ĂŸere Version. Von mehr Platz war aber leider nie die Rede. Vielleicht hĂ€lt man sich damit aber auch nur zurĂŒck- wĂ€re fast zu schön um wahr zu sein.
(27.07.2015, 18:15)
Patrick Marburger :   @ Tim Meschke: die Bezoar werden vor den Kulissen nicht gehalten. Die mussten ja vor einiger Zeit wegen den Vorbereitungsarbeiten vom Rosensteintunnel weg. Damals hieß es, dass sie hinter die Kulissen ziehen. WĂ€re interessant ob sie da noch sind. M.E. kommen nur zwei Standorte in Betracht und an beiden sind sie nicht. Das es noch einen 3. potentiellen Ort gibt wo die Wilhelma die Bezoar unterbringen könnte bezweifle ich. Ich befĂŒrchte ehr, dass man sie doch abgegeben hat, oder sich das Ganze biologisch gelöst hat. Letzteres wĂ€re bei der Zuchtgruppe aber verwunderlich.
(27.07.2015, 11:03)
Justus Bauer :   Hallo,
kann mir jemand vielleicht sagen, wie man die Giraffen unterscheidet ?
(26.07.2015, 08:51)
RĂŒdiger :   23.06.15
Neuer Zuchterfolg bei den seltenen Okapis

Erneute Freude im Giraffenhaus der Wilhelma: Wie bei der viel beachteten öffentlichen Geburt der Netzgiraffe Dschibuto Ende Januar kam jetzt auch eine kleine Waldgiraffe am spÀten Samstagnachmittag im Beisein der Tierpfleger auf die Welt. Damit Okapi-Kuh Ibina und ihr KÀlbchen in Ruhe eine gute Bindung aufbauen können.
Jetzt fehlt nur der Name ???
(25.07.2015, 08:29)
RĂŒdiger :   Okapijunges geboren im Juni , die Zucht geht weiter , jedes Jungtier zĂ€hlt.
Weiss jemand das Geschlecht und Name ?
(25.07.2015, 08:27)
Tim Meschke :   Weiß jemand, ob die Bezoarziegen wirklich hinter den Kulissen sind? Ich möchte nĂ€mlich in der nĂ€chsten Woche in die Wilhelma und fĂ€nde es wirklich schade, sie nicht zu sehen. Dann wĂ€re damit eine weitere Art aus den deutschen Großzoos verschwunden...
(24.07.2015, 16:44)
Heidemarie Busch :   Das sagt Herr Kölpin zu den 'Problemen' bei den Menschenaffen und zu den ZukunftsplĂ€nen

http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/wilhelma-will-elefanten-zucht-40704304.bild.html


(27.04.2015, 10:39)
Jana MĂŒller :   Die Wilhelma gehört dem Land Baden-WĂŒrttemberg, dieses ist auch verantwortlich fĂŒr die Neubauten. Die Wilhelma hat dieses Menschenaffenhaus sich nicht selbst ausgesucht, es war das Land, die den Architekten den Zuschlag gegeben haben. Weder Verwaltung noch Tierpfleger konnten bei der Planung und Gestaltung des Hauses mitwirken.

Ich finde vor allem die Außenanlagen sehr gelungen, innen sieht es durch den Beton fĂŒr das menschliche Auge nicht gerade schön aus, aber den Affen scheint es zu gefallen. Sie halten sich viel lieber drinnen auf als draußen, auch bei schönem Wetter. Manche Gorillas gehen auch nur sehr ungerne nach draußen.

BezĂŒglich des Mulchbodens innen: Dieser wird auch so gut es geht von den Gorillas gemieden, sie gehen lieber auf dem Beton. Man kann beobachten, dass sich manche Tiere nur mit Holzwolle unter den FĂŒĂŸen auf dem Mulchboden fortbewegen, um diesen nicht zu berĂŒhren.
(26.04.2015, 20:23)
Sacha :   @Maximilian Schulz: Also im ersten Moment dachte ich wirklich, dass Du das mit der Innenanlage ERNST gemeint hast bzw. diese in positivem Licht siehst...

Ich hoffe instĂ€ndig, dass die Architekten Hascher und Jehle NIE MEHR eine Zooanlage bauen (und auch als Mensch wĂŒrde ich wohl kaum freiwillig in eine ihrer Bauten ziehen, wenn die Ă€hnlich aussehen wie das Haus fĂŒr Afrikanische Menschenaffen in der Wilhelma). Wenn man das gesehen hat, schimpft man nicht mehr ĂŒber den "Einheitsbrei" von Rasbach.
(08.04.2015, 22:50)
Maximilian Schulz :   @Michael Mettler: Mir fĂ€llt außerdem gerade ein, dass die Architekten, die das Projekt realisiert hatte, keine Zooarchitekten waren - was nicht allzu ungewöhnlich ist - geschweige denn bisher ein zooarchitektonisches Projekt realisiert hatten.
Allerdings, wenn ich mir ihre Homepage und die darauf prĂ€sentierten realisierten Projekte anschaue, wird mir schnell klar, warum das Affenhaus so aussieht; offenbar haben die Herren Hascher und Jehle einen Drang zum "Betonmassiv". Den GrĂ¶ĂŸenwahn haben sie passend in das Haus integriert aber die Liebe zur MassivitĂ€t, viel Glas und viel Beton konnten sie offenbar nicht ablegen.
Link: http://www.baunetz.de/architekten/HASCHER_JEHLE_Architektur_projekte_1332855.html

(08.04.2015, 11:49)
Maximilian Schulz :   @Michael Mettler: Stimmt, aber war nur ironisch gemeint.
Auch Ihren Erkenntnisse in "punkto Hygiene" kann ich nur zustimmen.
Ich vermute das hatte KostengrĂŒnde?
Womöglich lĂ€sst sich ein KlettergerĂŒst aus BaumstĂ€mmen nach ein paar Jahren, wenn die Rinde weg ist und der Stamm dementsprechend demoliert ist, schlechter austauschen bzw. teurer. Ich gebe Ihnen auch voll Recht, dass Frankfurt und Leipzig ihre Primaten (insb. Menschenaffen) viel besser halten.
Selbst in MĂŒnchen kann man im "Urwaldhaus" Gorillas und Schimpansen im GrĂŒn (!) finden - und das ganzjĂ€hrig. (Wobei hier der Platzfaktor zu bemĂ€ngeln ist.)
Ich hoffe, dass zumindest der Neubau fĂŒr die asiatischen Primaten besser wird und die Tiere auch im Haus GrĂŒn spĂŒren und nicht nur sehen lĂ€sst.
(08.04.2015, 11:38)
Michael Mettler :   @Maximilian Schulz: Das "Sitzpolster" ist allerdings auf weibliche Bonobos wĂ€hrend ihrer EmpfĂ€ngnisbereitschaft beschrĂ€nkt. Alle anderen Hausbewohner mĂŒssen "ohne" auskommen.

Aus diversen anderen Zoos ist und war zu hören, dass die Fortschritte der vergangenen 30, 40 Jahre in punkto Hygiene und KrankheitsprĂ€vention heutzutage die Nutzung natĂŒrlicherer Materialien und Strukturen bei vielen Tierarten und vor allem bei Primaten erlauben, was sich ja besonders auffĂ€llig in Menschenaffenanlagen wie in Leipzig und Frankfurt niederschlĂ€gt. DiesbezĂŒglich vertritt die Wilhelma offenbar einen gegenteiligen Standpunkt...?
(08.04.2015, 10:51)
Maximilian Schulz :   @Sacha: Das neue Menschenaffenhaus -besser: das neue Affenhaus fĂŒr afrikanische Menschenaffen- war, wie du vermutet hast, Prof. Jauchs letztes Projekt.
Ich kann dir nur bedingt zustimmen, was das neue Haus anbelangt. NatĂŒrlich wirkt viel Beton auf den ersten Blick nicht schön. Auch die Tatsache, dass zusĂ€tzlich viel Metallstangen und ordentlich Glas verbaut wurden, fand ich nicht immer schön. Keine Frage: das Haus ist Ă€ußerst modern.
Man sieht eben sehr gut, dass wir im 21. Jh. der Zooarchitektur angelangt sind; zum einen sind da der viele Beton und die recht funktionelle Instandhaltung des GebĂ€udes - der Beton, die Glasscheiben und das viele verzinkte Metall sorgen fĂŒr eine sehr einfach bereitstellbare Hygiene und ermöglichen den Pflegern recht schnell, Gehege zu reinigen etc.: dadurch ermöglicht man Krankheiten - bzw. den verursachenden Erregern - eine geringere Chance, die Tiere krank zu machen. ZusĂ€tzlich besitzt das Haus weitere moderne Einrichtungen: das Dach ist bepflanzt, um die Energiekosten zu regeln, es gibt extra RĂŒckzugsgehege fĂŒr alle Tiere, es stehen verschiedene PersonalrĂ€ume und ein OP-/Behandlungs-Zimmer zur VerfĂŒgung...
Nun zur Frage:
Das Substrat, das man in beiden Tiergehegen (bei Bonobo und Gorilla) finden kann, ist eine Pinienrindenmulchschicht. Sie stellt einen geeigneten Bioflor dar, der richtig lebt und auch Urin verdaut...und noch weich ist, allerdings denke ich, dass der viele Beton mit der Zeit unangenehm zum Sitzen und Liegen wird - auch wenn man Holzwolle etc. verteilt. Effektiv stellt er den grĂ¶ĂŸten Bereich dar und hĂ€tte wohl besser mit einer Art Linolgummiboden oder Hartgummiboden, den man ĂŒbrigens auch gut reinigen kann, ausgestattet werden sollen.
Auch was die Außenanlagen betrifft, kann ich die neuen Konzeptionen nur loben. Die Gehege sind Ă€ußerst gut strukturiert, nicht nur fĂŒr den Besucher (Zooarchitektur des 20. Jh. und davor) sondern auch fĂŒr Tier und vor allem fĂŒr Pfleger „benutzerfreundlich“, die Anlagen sind von den hauseigenen Botanikern genial bepflanzt worden - diese Möglichkeit hat natĂŒrlich nur die Wilhelma; auch die neue Aufzuchtstation fĂŒr die Menschenaffenbabys ist mit ihrer NĂ€he zu den Artgenossen sehr fortschrittlich. Groß und Klein können nicht nur Blickkontakt aufnehmen. Auch BerĂŒhrung, Spielen und gemeinsames Herumtoben wird ermöglicht.
Was ich persönlich kritisiere, ist die GrĂ¶ĂŸe des Hauses, die mit dem neuen Gutachten an die Mindestanforderung an die Haltung von SĂ€ugetieren vom Mai 2014 gerade ĂŒbereinstimmt - wenn ich richtig gerechnet habe.
Auch finde ich, ließe sich in manchen Bereichen, z.B. im Mittelteil des GebĂ€udes, ruhig ein höheres Gehege, vor allem fĂŒr die Bonobos, einrichten.
Sehr gut hat das, wie ich finde, Leipzig in seinem "Pongoland" geregelt. Auch die Außengehege der Bonobos gefielen mir in der Wilhelma, wĂ€ren sie noch höher, besser. Allerdings denke ich, dass bei 15m+ die Netzkonstruktion nicht mehr ganz so gut funktioniert hĂ€tte und man es dann mit einem Graben (Wasser) hĂ€tte regeln mĂŒssen (wie in Leipzig) - wozu allerdings, wie ich vermute, der Platz fehlte.
Ansonsten kann und muss ich einfach nur sagen, dass ich vom neuen Menschenaffenhaus begeistert bin, weil ich der Meinung bin, dass es wirklich ein Meilenstein in der Wilhelmageschichte darstellt und - zumindest was die ModernitĂ€t betrifft - ganz neue MaßstĂ€be setzt.
@Sacha: dieser Link ist vielleicht noch nĂŒtzlicher als mein Geschwafel oben...http://www.wilhelma.de/fileadmin/images/neuigkeiten/Menschenaffenhaus/Brosch%C3%BCre_Affenhaus_2013.pdf
Bild: Bonobo scheint vom "Sitzpolster" gegen die HĂ€rte des Betons geschĂŒtzt zu sein.

(08.04.2015, 09:18)
Sacha :   Ich wĂŒrde ja gerne ĂŒber Deinen Scherz lachen, wenn der Umstand nicht so traurig wĂ€re...;):(

sollte ĂŒbrigens "habe IHN" heissen.
(06.04.2015, 22:37)
Michael Mettler :   Na Sacha, das siehst du aber zu eng ;-) Schließlich laufen die InnenrĂ€ume des neuen Hauses unter dem Motto "Mehr Natur":
http://www.wilhelma.de/fileadmin/images/neuigkeiten/Menschenaffenhaus/Brosch%C3%BCre_Affenhaus_2013.pdf (siehe Seite 10)

Und das gesamte Haus "schafft die Illusion eines Naturraumes":
http://www.guggenberger-ott.de/docs/projekte_wilhelma.html

(06.04.2015, 21:14)
Sacha :   Ich nutzte das trockene Wetter am Ostersonntag zu einem Familienausflug in die Wilhelma.

Der Bestand ist an vielen Stellen ziemlich ausgedĂŒnnt, was - wie ich zu meinem Leidwesen zugegeben muss - nicht ĂŒberall schlecht ist.

Aber da wir gerade von schlecht reden. Wie um Himmels Willen ist diese schreckliche neue Menschenaffenhaus zu erklĂ€ren?!! Bei meinem Besuch im letzten Jahr fielen mir die dunklen InnenrĂ€ume auf, die mit rein kĂŒnstlichen, meist metallenen Kletterstrukturen vollgestopft sind. Dieses Mal trat dies noch deutlicher in Erscheinung, wohl weil sich auch in den schmalen BesuchergĂ€ngen die Leute drĂ€ngten.
Bei den Gorilla gibt es wenigstens etwas natĂŒrliches Substrat (Rindenmulch?), sonsten sowohl bei denen wie bei den Bonobos Beton so weit das Auge reicht. Und das in einem Zooneubau des 21. Jahrhunderts!!!!! Auch meine Frau, die sich normalerweise nicht so um Zooarchitektur kĂŒmmert, fiel dies auf und sie war gelinde gesagt entsetzt. Zitat: "Sieht im Prinzip genau gleich aus wie das alte Haus, mit ein wenig grösseren Gehegen". Dem ist nichts hinzuzufĂŒgen. Bei einem Wettbewerb um die misslungenste Neuanlage in einem Zoo wĂŒrde die Wilhelma damit locker den ersten Preis gewinnen - und das weltweit!
Fairerweise sei gesagt, dass die Aussenanlage wesentlich besser sind, mit vielen natĂŒrlichen Elementen (Gras, BaumstĂ€mme, BĂŒsche etc.) und die Gitternetzkonstruktion bei dem Bonobos relativ "leicht" daherkommt.
Trotzdem: Wie konnte so etwas passieren? Und wie konnte man diesen Bau absegnen? Ich hoffe, dass nicht Ex-Direktor Jauch dafĂŒr der Hauptverantwortliche ist (fĂŒrchte allerdings, es ist so). WĂŒrde es echt bedauern, habe ich als sehr anstĂ€ndige und höfliche Person kennengelernt.
Kennt jemand die Details?
(06.04.2015, 20:05)
Sacha :   Ich weiss zwar nicht unbedingt mehr, bin mir aber trotzdem sicher, dass das nur eine vorĂŒbergehende Lösung ist, bis das Geld fĂŒr einen Neubau vorhanden ist. In der Wilhelma stehen ja noch einige Bauprojekte an, namentlich eine neue Elefantenanlage. Die gibt es leider auch nicht gratis;)
(26.05.2014, 13:18)
Oliver MĂŒller :   @Zollifreund: Mir war auch nicht klar, dass Stuttgart im Schwarzwald liegt...;-)

@alle: Es hiess doch ursprĂŒnglich mal, dass das alte Menschenaffenhaus nach dem Auszug der Afrikaner "fĂŒr die Orang Utans umgebaut" werden sollte. Das ist doch aber etwas anderes als KĂ€fige umnutzen. Weiss da jemand mehr?
(26.05.2014, 10:40)
zollifreund :   Da schon lange kein Up-Date mehr aus Stuttgart erfolgt ist, hier ein paar Neuerungen, die mir diese Woche aufgefallen sind:
- das Bisongehege wird durch das alte Onager- und das Anoagehege erweitert
- die Onager sind nun hinter die Takinen gezogen ( und daher leider nicht direkt zu besuchen)
- die Beozarziegen und Mufflons mussten der Baustellen "Rosensteintunnel" weichen
- neu war eine Anlage fĂŒr europĂ€ische Schildkröten am Aquarium
- im Raubtierhaus leben nun Sumatratiger, Persischer Leopard, Schneeleopadin mit Nachwuchs und nochmals ein Perser ( dessen Innenanlage gerade saniert wird)
- die GorillakÀfige stehen leer, die alten BonobakÀfigen wurden den Orangs zugeschlagen
- und dann gab es ein chin. Riesensalamander im Aquarium - " er macht Erhohlungsurlaub im Schwarzwald " so das entsprechende Hinweisschild am Becken :-) Mir war aber gar nicht bewusst, dass die Wilhelma einen chin. Riesensalamander hat. Im Nachtierhaus war der Salamander doch immer als Japaner ausgeschildert( oder irre ich mich da?). Dieses Becken wird jetzt ĂŒbrigens von Axolotl bewohnt.
(25.05.2014, 23:03)
Ottmar MĂŒller :   Die ehemaligen Serval- und JaguarkĂ€fige wurden zusammengelegt und werden nun von einem der beiden Persischen Leoparden bewohnt.
(19.05.2014, 12:35)
Jörn Hegner :   hĂ€lt die wilhelma jetzt keine servale mehr . was ist dafĂŒr heute drin in diesen kĂ€fig beim raubtierhaus .
(18.05.2014, 16:42)
Jan Jakobi :   Das darf doch nicht wahr sein!
Eine Seltenheit ist es leider nicht, wenn auch nicht unbedingt in den letzten Jahren.
(10.02.2014, 18:06)
Wilhelma :   Anton ist tot:
EisbÀr stirbt an verschluckter Besucherjacke

In der Nacht auf Montag ist in der Wilhelma der EisbÀr Anton gestorben. Todesursache war ein Fremdkörper. Gefunden wurden Teile einer verschluckten Jacke oder auch Tasche, die einem Besucher vermutlich aus Unachtsamkeit ins Gehege gefallen war. Anton wurde 25 Jahre alt.

Wildtiere neigen dazu, sehr lange Leiden und Krankheiten zu verbergen, da jedes Anzeichen voSchwĂ€che in der Wildbahn sofort von Feinden ausgenutzt wird. Dass mit Anton etwas nicht stimmte, wurde jedenfalls erst klar, als er sich seltsam verhielt und anfing, GewebestĂŒcke zu erbrechen. Tierarzt und Tierpfleger verabreichten ihm daraufhin sofort AbfĂŒhrmittel, wodurch er schließlich weitere Teile des Fremdkörpers ausschied. Offenbar jedoch nicht alles, Anton starb schließlich an schweren Darmverletzungen und -entzĂŒndungen, wie erste Untersuchungen im VeterinĂ€runtersuchungsamt am Montagvormittag ergaben. Warum der EisbĂ€r die Tasche samt Jacke ĂŒberhaupt gefressen hat, anstatt sie nur zu zerlegen, wie er es schon mit anderen FundstĂŒcken in seinem Gehege getan hat, ist auch den Tierpflegern ein RĂ€tsel. „Es muss etwas sehr Leckeres darin gewesen sein, dem Anton nicht widerstehen konnte“, vermuten seine Pfleger Andreas Wössner und JĂŒrgen Deisenhofer.

Leider ist es keine Seltenheit in Zoos, auch in der Wilhelma nicht, dass Besucher versehentlich oder leichtfertig GegenstĂ€nde in Wasserbecken und Gehege fallen lassen. Bei den EisbĂ€ren hat auch ein Elektrozaun an einem Großteil der Gehegescheiben nicht verhindern können, dass in den letzten 20 Jahren rund 200 Kinderschuhe im Wasser landeten, ebenso wie rund 50 Schnuller pro Jahr, zahllose MĂŒtzen, Fotoapparate, Handys und Brillen. Nur wenn Besitzer oder Beobachter rechtzeitig den Vorfall oder Verlust melden, besteht eine Chance, vor allem die grĂ¶ĂŸeren GegenstĂ€nde rechtzeitig zu entfernen. „HĂ€tten wir gewusst, dass etwas im Gehege war, hĂ€tten wir Anton vielleicht noch retten können“, so Tierarzt Tobias Knauf-Witzens. „Denn dann hĂ€tte eventuell ein Brechmittel noch die restlichen Teile zum Vorschein bringen können. Wir bitten die Besucher daher dringend, auf ihre Sachen sehr gut zu achten, auf keinen Fall etwas in die Gehege zu werfen und jeden Verlust sofort zu melden.“

Sicher ist: Anton ist nicht das erste Opfer von Fremdkörpern in Gehegen, die hier am Ende in den TiermĂ€gen landen. Vor vielen Jahren starb Flusspferd Egon an einem Darmverschluss, verursacht durch einem Tennisball, und auch den letzten See-Elefant der Wilhelma, Charly, kostete ein verschlucktes Stofftier das Leben. Ohne den Vorfall mit der Jacke hĂ€tte Anton noch gut zehn bis 15 Jahre leben können. Er wurde am 13.12.1989 im Karlsruher Zoo geboren und war 1992 gemeinsam mit drei anderen jungen EisbĂ€rinnen in der neu eröffneten Anlage fĂŒr BĂ€ren und Klettertiere der Wilhelma eingezogen. 2007 wurden er und die EisbĂ€rin Corinna die Eltern von WilbĂ€r, der heute im Orsa-Park in Schweden lebt.

(10.02.2014, 16:51)
Wilhelma :   Laternen-Workshop aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Mit selbstgebastelten Tier-Laternen abends durch die Wilhelma

Am Freitag, dem 1. November, und am Sonntag, dem 3. November 2013, lĂ€dt die Wilhelmaschule in ihrer Reihe „Wilde Wochenenden“ kleine wie große Besucher erstmals zu einem herbstlichen Laternen-Workshop ein. An beiden Tagen können die Teilnehmer ab 14 Uhr im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere Laternen mit Tier- und Pflanzen-Motiven basteln – ob unter fachlicher Einleitung oder nach eigenen kreativen Ideen. Das Bastelmaterial wird gegen einen Unkostenbeitrag von 2 Euro zur VerfĂŒgung gestellt, solange der Vorrat reicht (ein Set pro Kind). Eine Anmeldung fĂŒr den Workshop ist nicht erforderlich.

Ab 17.15 Uhr kann dann jeder sein Kunstwerk gleich vor Ort ausprobieren und bei einem gemeinsamen, rund halbstĂŒndigen Laternen-Umzug durch die abendliche Wilhelma tragen – zu den EisbĂ€ren, durch das MammutbaumwĂ€ldchen, am Aussichtspavillon Belvedere vorbei, durch die Subtropenterrassen und den Maurischen Garten wieder zurĂŒck. Beim Umzug sollte jedes Kind von einem Erwachsenen begleitet werden. Und natĂŒrlich darf jeder seine Laterne anschließend mit nach Hause nehmen.
(29.10.2013, 12:56)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Schneeleoparden
Aller guten Dinge sind drei

Gleich drei hĂŒbsche, gestreifte WollknĂ€uel können die Besucher seit Kurzem in ihrem Gehege nahe der EisbĂ€ren beim Spielen, Schmusen und Schlafen beobachten: Denn drei Schneeleoparden auf einen Streich, ein KĂ€tzchen und zwei Kater – von den Tierpflegern Laila, Karim und Kamal genannt –, brachte Mutter Kailash im Juli zur Welt. Die ersten Monate blieb das Trio in der unterirdischen Wurfbox, doch nun, pĂŒnktlich zum ersten grĂ¶ĂŸeren KĂ€lteeinbruch des Jahres, haben sie diese verlassen. Aber keine Sorge: Mutter Natur hat die Kleinen fĂŒr ein Leben in Schnee und Eis ja bestens ausgestattet ...
Die ursprĂŒngliche Heimat der Schneeleoparden oder Irbisse, wie sie auch heißen, sind die unwirtlichen Hochgebirge Zentralasiens. Ein extremer Lebensraum, an den die Tiere hervorragend angepasst sind: Ihr sehr dichtes Fell schĂŒtzt sie wirkungsvoll vor WinterkĂ€lte wie Sommerhitze, und große Pfoten – die beim Nachwuchs geradezu riesig wirken – verhindern wie Schneeschuhe, dass die rund 40 Kilogramm schweren Tiere im Schnee einsinken. Frieren werden Laila, Karim und Kamal im kommenden deutschen Winter also ebenso wenig wie ihre Eltern: die Katze Kailash und der Kater Ladakh, die im Sommer 2010 in ZĂŒrich bzw. AmnĂ©ville zur Welt kamen. Als die beiden Anfang 2012 in der Wilhelma erstmals aufeinander trafen, sah es allerdings gar nicht so aus, als wĂŒrden sie jemals gemeinsam Eltern werden. Im Gegenteil: Sie konnten sich partout nicht riechen, Ladakh biss Kailash durchs Gitter sogar eine Ohrspitze ab. Doch damals waren die zwei ja noch pubertierende, zickige Teenager. Zudem sind Irbisse eher EinzelgĂ€nger und suchen in der Natur nur zur Paarungszeit die NĂ€he des anderen Geschlechts. Und so hat sich mit Erreichen der Geschlechtsreife auch die Abneigung zwischen Kailash und Ladakh recht rasch in Zuneigung verwandelt, das Flirten und Schmusen wollte gar kein Ende mehr nehmen – und blieb nicht ohne Folgen. Die entpuppen sich derzeit als rechtes „Trio Infernale“, dessen raue Spiele sogar den Eltern mitunter zu viel werden. Besonders beliebt: Wilde Attacken auf die buschigen langen SchwĂ€nze von Mama und Papa. Um ihre Ruhe zu haben, bleibt diesen dann oft nur die Flucht auf höher gelegene, fĂŒr die kleinen „Plagen“ (noch) unerreichbare LiegeflĂ€chen. WĂŒrfe von ein bis vier Jungtieren sind bei Irbissen ĂŒblich, meist sind es zwei. Anfangs sind diese dunkel behaart, blind und wiegen etwa 450 Gramm. Nach sieben bis zehn Tagen öffnen sie die Augen, nach etwa zwei Monaten verlassen sie erstmals ihre Wurfhöhlen, auch in der Wildnis. Allerdings ist dort ihre Überlebenschance deutlich geringer als im Zoo, mit geschĂ€tzten 2.000 Tieren gehören Irbisse zu den seltensten Arten der Erde. Trotz strengem Schutz in ihren HeimatlĂ€ndern werden sie weiter gewildert, ihr Lebensraum schrumpft. Im EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) erfasst sind derzeit rund 220 Schneeleoparden, etwas ĂŒber 400 Tiere leben in Zoos weltweit. Die Wilhelma hĂ€lt die Art seit 20 Jahren und fĂŒnf Jungtiere wuchsen hier auf, bevor Kailash und Ladakh die Zahl jetzt auf acht erhöht haben.
Übrigens: Vom kuscheligen Outfit der drei RaubkĂ€tzchen sollte man sich nicht tĂ€uschen lassen: Auch ihre Krallen sind schon scharfe Waffen, Streichelversuche wĂ€ren gefĂ€hrlich. Ein respektvoller Abstand ist zum Schutz von Mensch wie Tier daher angesagt und wird derzeit vorsichtshalber durch eine zusĂ€tzliche Absperrung vor dem Gehege unterstĂŒtzt. Ob man Laila, Karim und Kamal wach oder schlafend antrifft, ist zudem GlĂŒckssache. Aber gerade junge Katzen brauchen nach dem Toben ja schließlich auch wieder eine tĂŒchtige MĂŒtze voll Schlaf ...

Foto: Wilhelma
(11.10.2013, 08:16)
Wilhelma :   Vikunja-Fohlen in Wilhelma geboren
Marie bringt Leben in die SĂŒdamerika-WG

Die SĂŒdamerika-Wohngemeinschaft der Wilhelma hat Zuwachs bekommen: Am 23. September 2013 erblickte Marie das Licht der Welt. Sie ist der jĂŒngste Nachwuchs der nun fĂŒnf Tiere umfassenden Vikunjaherde und dazu auch noch ein ganz besonderer. Denn seit langem ist Marie das erste, weibliche Vikunja-Fohlen, welches in der Wilhelma geboren wurde.
Ihre Mutter Xenia und ihre beiden Tanten Lara und Lima haben immer ein wachsames Auge auf Marie. Dabei haben sie ziemlich viel zu tun. Denn Marie tollte schon kurze Zeit nach ihrer Geburt ausgelassen auf der SĂŒdamerikaanlage herum. Ganz zur Freude von Churo, dem im Februar gebornen, mĂ€nnlichen Artgenossen. Auch fĂŒr die Alpakas, unter deren große Herde sich die Vikunjas derzeit mischen, ist Marie eine willkommene Abwechslung. Nur Vater Casper hat Marie noch nicht kennen gelernt. Dieser lebt vorĂŒbergehend auf dem Tennhof, der nichtöffentlichen Wilhelma-Außenstelle, bis das Vikunjagehege renoviert ist. Nur so können Marie und die anderen Vikunjas gemeinsam mit den eng verwandten Alpakas gehalten werden. Casper wĂŒrde fĂŒr viel Unruhe sorgen und sich nicht nur fĂŒr seine Weibchen interessieren. Mischlinge zwischen dem Wildtier Vikunja und dem Haustier Alpaka sind aber nicht erwĂŒnscht.
Auch wenn die Vikunjas in der deutlichen Unterzahl sind, stechen sie mit ihrer zierlicheren Statur und ihrem hellbraunen, golden schimmernden Fell aus der Herde hervor. Einer sĂŒdamerikanischen Sage nach, bekam die wunderschöne Jungfrau Vikunja von einem hĂ€sslichen König einen goldenen Mantel geschenkt, als Dank dafĂŒr, dass sie ihn heiratete. Noch heute trĂ€gt das Vikunja dieses Vlies, welches fĂŒr die wildlebenden Vikunjas Fluch und Segen zugleich ist. Zum einen brachte es die Vikunjas fast bis an den Rand der Ausrottung, denn Vikunjawolle ist die teuerste Wolle der Welt. Die kleinsten Neuweltkamele wurden deswegen lange Zeit erbarmungslos gejagt und an den Rand der Ausrottung gebracht. Zum anderen schĂŒtzt das dichte Fell die Vikunjas vor den kalten Bergwinden in ihrem Lebensraum, dem sĂŒdamerikanischen Andenhochland in Höhenlagen von 3500 bis 5500 Metern. Außerdem sichert ihre begehrte Wolle heute ihr Überleben. Denn in einigen Landstrichen werden die wildlebenden Vikunjaherden wieder auf traditionelle Art alle zwei Jahre zusammengetrieben, die eingefangenen Tiere geschoren und anschließend wieder frei gelassen. Pro Tier können so gerade einmal 150 Gramm gewonnen werden. Das Geld, welches durch den Verkauf der kostbaren Wolle eingenommen wird, bleibt grĂ¶ĂŸtenteils vor Ort in der Heimat der Vikunjas. Hierdurch ist bei der Bevölkerung das Interesse sehr groß, die Andenkamele zu schĂŒtzen. So haben sich in den letzten Jahren die BestĂ€nde der Vikunjas erholt und es streifen nun wieder um die 200.000 Tiere durch die Hochlagen der Anden.

Foto: Wilhelma
(01.10.2013, 15:47)
Wilhelma :   Spannende KurzvortrĂ€ge in der Wilhelma-Schule

Tierisch schlau – verblĂŒffende Geistesleistungen im Tierreich

Am Sonntag, dem 29. September 2013, können die Besucher im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere wieder Erstaunliches und Wissenswertes ĂŒber die Denk- und Geistesleistungen von Tieren lernen – ob von Affen, KrĂ€hen, Kraken oder sogar von Bienen. In einem kurzweiligen Vortrag prĂ€sentiert die Diplombiologin Sabine Ratzel großen wie kleinen Wilhelma-Besuchern echte „Schlaumeier“ unter den Tieren und erzĂ€hlt unter anderem von tĂŒftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die GebĂ€rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

(23.09.2013, 14:59)
Klaus Schueling :   UnterstĂŒtzung gesucht

Wir schaffen es nicht mehr, die große Anzahl der eintreffenden Pressemeldungen zeitnah ins Forum zu ĂŒbernehmen, daher:

Wer sich vorstellen könnte, das Einstellen von Pressemeldungen aus der Wilhelma in das Forum zeitnah zu ĂŒbernehmen, möge sich bitte bei mir per E-Mail (mail@schueling.de) oder telefonisch (0251 311523) in Verbindung setzen.
(19.09.2013, 14:52)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Faultieren
Erfolgreiche Faulpelze

Was Faultierdame Marlies seit Ende Juni auf dem Bauch herumtrÀgt, ist das Ergebnis einer echten Erfolgsgeschichte: Ihr bereits neuntes Jungtier in der Wilhelma. Seit ihrem ersten Rendezvous vor zwölf Jahren sind die Zweifingerfaultiere Marlies und Mike, zumindest in Sachen Nachwuchs, keineswegs faul gewesen.
Wenn Marlies kopfĂŒber durch ihr Gehege zwischen KleinsĂ€uger- und Vogelhaus hangelt oder auch faul in einer der Ecken liegt, ist das noch namenlose Jungtier schon gut zu erkennen. In den ersten Monaten nach der Geburt lĂ€sst es sich kaum vom dichten Pelz der Mutter unterscheiden. Seine Namenlosigkeit rĂŒhrt daher, dass sich das Geschlecht bei Faultieren nicht so einfach erkennen lĂ€sst und einer tierĂ€rztlichen Nahuntersuchung bedarf. Und so lange Marlies ihren Nachwuchs fĂŒrsorglich durch das Gehege trĂ€gt, werden die beiden nicht getrennt, um Stress zu vermeiden. Ob es ein MĂ€nnchen oder Weibchen ist, wird erst wichtig, wenn fĂŒr den Nachwuchs ein neues Zuhause gefunden werden muss, denn mit den Eltern Marlies und Mike ist der Platz in der Wilhelma schon belegt. Mit ungefĂ€hr eineinhalb Jahren wird das Jungtier die Wilhelma verlassen und in einem anderen Zoo einen guten Platz zum Faulenzen sowie einen passenden Partner finden.
Faultiere sind tatsĂ€chlich die Erfinder der Langsamkeit. Dies hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern Methode. Wer sich vor allem von BlĂ€ttern, BlĂŒten und Knospen ernĂ€hrt, muss eben schauen, wie er die wenigen NĂ€hrstoffe aus den schwer verdaulichen Zellulose-Snacks optimal nutzt. Sprich, regelmĂ€ĂŸige VerdauungsschlĂ€fchen und ein konsequentes Energiesparprogramm sind unerlĂ€sslich, rund 16 Stunden Siesta pro Tag sind keine Seltenheit. Im Urwald hat das Zeitlupentempo aber noch einen weiteren Vorteil: Da Greifvögel vor allem schnelle Bewegungen wahrnehmen, ĂŒbersehen sie die trödelnden Faultiere im Blattwerk leicht. Zumal diese einen Tarnumhang tragen, bestehend aus grĂŒnen Algen, die sich im immerfeuchten Fell ansiedeln. Der entschleunigte Lebensrhythmus der Faultiere spiegelt sich zudem in ihrer geringen Körpertemperatur wider, die eher an Reptilien erinnert, sowie in einer der niedrigsten Stoffwechselraten im SĂ€ugetierreich: Nur etwa alle acht Tage steigen Faultiere vom Baum, um ihre GeschĂ€fte zu erledigen. Heimisch fĂŒhlen sie sich auf dem Boden allerdings nicht. Denn mit ihren langen Gliedmaßen und krĂ€ftigen, hakenartigen Klauen finden sie zwar an jedem Ast Halt, am Boden aber kommen sie damit nur mĂŒhsam vorwĂ€rts. Selbst im Wasser geht es da flotter, denn Faultiere sind recht gute Schwimmer.
UrwaldflĂŒsse durchschwimmen wird das kleine Wilhelma-Faultier wohl nie. DafĂŒr kann es aber auch die nĂ€chsten Monate ein sicheres, beschauliches Dasein im „Hotel Mama“ fĂŒhren, wachsen, gedeihen und schließlich in einen anderen Zoo umziehen. Dann ist auch wieder Platz auf Marlies Bauch fĂŒr das nĂ€chste Faultierchen.

(19.09.2013, 14:52)
Wilhelma :   Save the Rhinos:
Nashorntag in der Wilhelma

Am Sonntag, dem 22. September 2013, ist „Welt Nashorntag“ und auch die Wilhelma beteiligt sich mit einem Infostand im Nashornhaus daran. Von 10 Uhr bis 16 Uhr informieren die Tierpfleger ĂŒber die Bedrohung der Nashörner in freier Wildbahn. Es werden Bilder aus dem indischen Kaziranga Nationalpark gezeigt, wo die Wilhelma seit 2005 ein Schutzprojekt zur Erhaltung der letzten Panzernashörner Indiens unterstĂŒtzt. HierfĂŒr werden auch am diesjĂ€hrigen „World Rhino Day“, der von der Naturschutzorganisation „Save the Rhino International“ ins Leben gerufen wurde, Spenden gesammelt. Insgesamt wurden fĂŒr die wildlebenden Nashörner von der Wilhelma bisher fast 60.000 EUR gesammelt. Ziel ist es, am Nashorntag diese Marke zu ĂŒberschreiten. Jeder kann die Wilhelma dabei unterstĂŒtzen: Entweder durch direkte Spenden oder den Kauf des exklusiven „Nashornweins“ vom Weingut Gerhard Aldinger. Hier fließt ein Teil des Erlöses direkt in den Schutz der Indischen Panzernashörner. Der Wein kann direkt beim Weingut Gerhard Aldinger bezogen werden.
Weltweit sind alle Nashornarten vom Aussterben stark bedroht. Hauptgrund ist die in den letzen Jahren wieder zunehmende Wilderei. Vor allem in Asien blĂŒht der Schwarzmarkt fĂŒr das begehrte Horn, welches in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Mittel gegen Fieber oder Schmerzen eingesetzt wird. Mit fatalen Folgen fĂŒr die Nashörner. Denn die Tiere werden in Afrika und Asien zur leichten Beute von kriminellen Banden, die oftmals besser ausgerĂŒstet sind, als die WildhĂŒter, die die Nashörner schĂŒtzen.

(18.09.2013, 19:53)
Wilhelma :   Aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ der Wilhelma-Schule:
Ein kulinarischer Rundgang zu essbaren Wildpflanzen

Am Sonntag, dem 22. September 2013, lĂ€dt der Experte und Buchautor Dr. Markus Strauß jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem kleinen „kulinarischen“ Rundgang zu essbaren Wildpflanzen und „wildem SommergemĂŒse“ in der Wilhelma ein.
Denn in unseren heimischen Wiesen und WĂ€ldern – und auch im Wilhelma-Park – wachsen erstaunlich viele Wildpflanzen, die zum Verzehr geeignet sind. Welche der GewĂ€chse genießbar oder sogar besonders gesund sind und wie sie auf leckere Art den Speiseplan bereichern können – das und mehr lernen die Teilnehmer des Rundgangs.

Treffpunkt ist das WilhelmaschulgebÀude unterhalb der Geiervoliere;
die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

(16.09.2013, 22:02)
Wilhelma :   Was Sie schon immer ĂŒber die Wilhelma wissen wollten ...
20. Wilhelma-Tag – Einblicke erhalten, fragen, mitmachen

Am 15. September findet – wie jedes Jahr eine Woche nach Ende der Sommerferien – wieder ein großer „Wilhelma-Tag“ statt, und das bereits zum 20. Mal. Auch diesmal erhalten die Besucher spannende Einblicke in Bereiche hinter den Kulissen des Zoologisch-Botanischen Gartens, von der FutterkĂŒche ĂŒber die AnzuchthĂ€user bis hin zur Krankenstation. Außerdem können vor allem die Kinder auf vielerlei Weise selbst aktiv werden, ob beim Basteln von BeschĂ€ftigungsmaterial fĂŒr Affen, beim Baumklettern oder Pflanzentopfen.
Zu verdanken ist der Wilhelma-Tag dem Verband der Zoo-Tierpfleger in Deutschland, die vor 20 Jahren einen „Zoo-Tag“ anregten. In der Wilhelma wurde daraus die einzige zoologisch-botanische Spielart, gestaltet wird der Tag von Tierpflegern, GĂ€rtnern und Parkpflegern, Azubis und Wilhelma-PĂ€dagogen in Eigenregie. Nur am Wilhelma-Tag können die Besucher beispielsweise die botanischen AnzuchthĂ€user hinter den Kulissen besichtigen und Blicke in die FutterkĂŒche oder den Behandlungsraum des Tierarztes werfen. Zudem finden sie an den Info-StĂ€nden der Tierpfleger, GĂ€rtner und Parkpfleger reichlich Anschauungsmaterial rund um Tiere, Pflanzen, Futtermittel und Co. und können den Mitarbeitern nach Herzenslust Fragen stellen. Was frisst ein Flamingo, was ein Flusspferd? MĂŒssen Elefanten auch zum Zahnarzt? Wie schnell wĂ€chst eine Palme und wann blĂŒhen Kakteen? Am Ende des Tages verstehen die Besucher dann viel besser, wie ein Zoologisch-Botanischer Garten funktioniert – und wie aufwĂ€ndig sein Betrieb ist. In der Wilhelmaschule können sich die Kinder Motive auf die Gesichter schminken lassen und an einem Info-Stand viel ĂŒber Raubtiere lernen, bevor sie nebenan, am Stand der Parkpflege, beim Baumquiz teilnehmen, Baumscheiben schneiden oder unter professioneller Anleitung der Firma Blattwerk einen Baum erklimmen. Eine feste GrĂ¶ĂŸe am Wilhelma-Tag ist inzwischen außerdem der beliebte Tierpfleger-Eignungstest, den die Auszubildenden auf der Ginkgo-Wiese bei den Flamingos durchfĂŒhren und bei dem die Besucher sowohl ihr zoologisches und botanisches Wissen, als auch ihr Geschick am Schubkarren unter Beweis stellen mĂŒssen. Nicht zuletzt gibt es im Betriebshof wieder ĂŒberzĂ€hlige Pflanzen Marke Wilhelma-Eigenanbau zu kaufen – praktische Tipps fĂŒr ihre Pflege inklusive. Auch die Wilhelma-Begleiter des Fördervereins tragen mit Info-Mobilen und kostenlosen FĂŒhrungen ihren Teil zum Programm bei und die Kinderturnstiftung bietet fĂŒr Kinder und ihre Eltern eine FĂŒhrung durch die Bewegungsstationen der Kinderturnwelt in der Wilhelma an.
Das komplette Programm gibt es als PDF zum Download unter www.wilhelma.de/wilhelmatag und es wird am Wilhelma-Tag als Faltblatt am Eingang verteilt. Der Eintritt kostet ĂŒbrigens trotz der zusĂ€tzlichen Einblicke, Attraktionen und Aktionen nicht mehr als an einem ganz „normalen“ Wilhelma-Tag: Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder die HĂ€lfte.

(11.09.2013, 10:18)
Zoo OsnabrĂŒck :   Das Quartett ist komplett:
Auch das vierte Bonobo-Baby ist auf der Welt

Im MĂ€rz, Mai und Juli waren bereits drei Bonobo-Babys in der Wilhelma geboren worden, am 15. August erblickte nun auch „Nummer vier“ das Licht der Welt. Damit ist die Bonobo-Truppe innerhalb von nur fĂŒnf Monaten um vier Tiere auf 16 angewachsen. Und die Besucher können in den Innen- und Außengehegen der neuen Menschenaffenanlage gleich vier MĂŒtter samt ihren unterschiedlich alten Babys bobachten. WĂ€hrend dabei der fĂŒnf Monate alte Erstgeborene, Lubao, schon neben Mama Liboso im Gras umherkrabbelt und neugierig an KleeblĂ€ttchen knabbert, ist das jĂŒngste Kind hinter den schĂŒtzenden Armen seiner Mutter Haiba bislang kaum zu sehen. Da sich somit sein Geschlecht noch nicht bestimmen ließ, hat es bislang auch noch keinen Namen erhalten.
Im Gegensatz zu den hierarchisch organisierten Gorillas, bei denen ein SilberrĂŒcken der Chef und alleiniger Vater allen Nachwuchses in der Familie ist, sieht das bei Bonobos anders aus. Bei diesen herrscht eher ein Matriarchat und damit in gewisser Weise auch Damenwahl – jeder Mann in der Gruppe könnte somit der Vater sein. WĂ€hrend bei den drei zuletzt geborenen Bonobo-Babys wohl noch eine Weile im Dunkeln bleiben wird, wer jeweils der Vater ist, wurde dieser bei dem Ende MĂ€rz geborenen Lubao schon identifiziert: Es ist Kasai, der Sohn von Chipita, und mit achteinhalb Jahren der jĂŒngste Mann bei den Wilhelma-Bonobos. Weitere AnwĂ€rter auf die noch nicht geklĂ€rten Vaterschaften sind die jeweils etwa 33-jĂ€hrigen MĂ€nner Mobikisi und Zorba.
Dass bei Lubao der Vater schon ermittelt werden konnte, ist allerdings nur dem Umzug ins neue Affenhaus zu verdanken. Da die erwachsenen Tiere fĂŒr diesen ohnehin in Narkose gelegt werden mussten, bot sich die Chance, dem Sohn der schlafenden Liboso unbemerkt ein paar Haare samt Wurzeln fĂŒr einen DNA-Test zu stibitzen – sprich, auszureißen. WĂ€re die Mutter wach gewesen, hĂ€tte sie den kurzen Wehschrei ihres Babys den Pflegern als Vertrauensbruch ĂŒbelgenommen. Außerdem wurden bei den Untersuchungen damals auch Ultraschallaufnahmen von allen Tieren erstellt – und so die Schwangerschaften drei weiterer Bonobofrauen entdeckt. Nach fĂŒnf Jahren Kinderlosigkeit kĂŒndigte sich in der Gruppe also ein regelrechter Babyboom an. Jetzt, vier Monate nach dem Umzug, ist das erwartete Baby-Quartett endlich komplett. Dabei sind alle vier Kleinen offenbar nicht nur gesund, sondern haben auch GlĂŒck mit ihren MĂŒttern: Alle vier kĂŒmmern sich bestens um ihren Nachwuchs – jede auf ihre Art abhĂ€ngig von der jeweiligen Erfahrung als Mutter und dem Alter des Babys. Liboso etwa, deren Ă€ltere Tochter Nayembi ebenfalls in Stuttgart lebt, lĂ€sst ihrem fĂŒnf Monate alten und immerhin schon acht ZĂ€hne tragenden Lubao mittlerweile recht viel Spielraum. Auch Hermien, der Mutter des im Juli geboren Bobali, merkt man durch ihre gelassene Art an, dass sie bereits mehrere Kinder aufgezogen hat. Die frischgebackenen Erst-MĂŒtter, die beiden elf- und zwölfjĂ€hrigen Frauen Banbo und Haiba dagegen, sind noch deutlich vorsichtiger und tragen ihre Kinder, die kleine Alima und das noch namenlose Kind, sichtbar enger am Körper.

Foto: Haiba und ihr noch namenloses Baby. Meist presst sie es schĂŒtzend so eng an den Körper, dass es weder leicht zu sehen, geschweige denn gut zu fotografieren ist. (Foto: Hermann Vollmer)
(27.08.2013, 14:55)
Wilhelma :   Lange „Wilde Wochenenden“ in der Wilhelmaschule:
Dia-Vortrag ĂŒber „Fleischfressende Pflanzen“ und Figurentheater fĂŒr Kinder

Am kommenden Wochenende hat die Wilhelmaschule zwei Angebote aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ in petto: Am Samstag, dem 31.8., dreht sich in einem Dia-Kurzvortrag alles um Fleischfressende Pflanzen. Jeweils um 15 und 16 Uhr stellt der Insektivoren-Experte und Buch-Autor Thomas Carow verschiedene Vertreter dieser außergewöhnlichen Pflanzengruppe vor und zeigt Fotos von den Naturstandorten. Auch auf die Pflege und Kultur der heiklen GewĂ€chse geht er ein.

Am Sonntag, dem 01.09. fĂŒhrt dann das Orpheus-Theater um 15.30 Uhr das FigurentheaterstĂŒck „Die kleine Meerjungfrau“ nach dem MĂ€rchen von Hans-Christian Andersen fĂŒr Kinder ab 4 Jahren auf. Die Kinder werden dabei aktiv in einzelne Szenen des etwa 50 Minuten dauernden StĂŒcks einbezogen, das von Schauspielern und mit Stabpuppen aufgefĂŒhrt und mit Live-Musik untermalt wird. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist wie immer im Eintrittspreis enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.
(27.08.2013, 09:20)
Wilhelma :   Artenreiche SĂŒdamerika-WG:
Von Andenkamel bis AmeisenbÀr

Besonders artenreich prĂ€sentiert sich derzeit die tierische Wohngemeinschaft auf der großen SĂŒdamerika-Anlage oberhalb der BĂ€rengehege. Hier leben in der Regel Alpakas, Nandus und Maras zusammen. Derzeit sind jedoch als zweite Kleinkamelart die Vikunjas vorĂŒbergehend eingezogen, die sonst ein eigenes Gehege bewohnen. Und sogar einen der eher zurĂŒckgezogen lebenden AmeisenbĂ€ren bekommt man jetzt hin und wieder zu Gesicht – nĂ€mlich eine neue junge AmeisenbĂ€rin namens „Colada“.
Seit Juni dieses Jahres verstĂ€rkt sie die SĂŒdamerika-WG der Wilhelma – die erst einjĂ€hrige AmeisenbĂ€rin Colada aus dem Zoo Duisburg. Ihre Wurzeln liegen jedoch in Stuttgart: Denn hier ist ihre Mutter geboren, lebt aber seit Ende 2011 als Zuchtleihgabe der Wilhelma im Ruhrpott und ihr Name „Pina“ lieferte den dortigen Tierpflegern die Steilvorlage, die im Juni 2012 geborene Tochter „Colada“ zu taufen. In der Wilhelma ist zudem nach wie vor Coladas Großmutter, die 14-jĂ€hrige Daniela, zu Hause. Und weil die Enkelin noch jung ist und bislang nicht ganz so viel Wert auf Ruhe und feste Schlafenszeiten zu legen scheint wie ihre ĂŒbrige, eher nachtaktive Verwandtschaft, können nun auch die Wilhelma-Besucher mit etwas GlĂŒck mitunter einen AmeisenbĂ€r durchs Gehege streifen sehen.
Dieses Gehege teilen die beiden außergewöhnlich gebauten SĂŒdamerikanerinnen mit den langen Schnauzen und buschigen SchwĂ€nzen mit jeder Menge Mitbewohner. Zum Beispiel mit 16 Alpakas, einer domestizierten Art, sowie vier Vikunjas als einer Wildform der Neuweltkamele. Außerdem hoppeln aktuell drei Maras – große, auch Pampashasen genannte Nagetiere – durchs Gras, das obendrein zwei Nandus als sĂŒdamerikanische Vertreter der Laufvögel durchschreiten. Zeitweilig sind hier ĂŒberdies die Halsbandpekaris los, eine kleine, aber sehr umtriebige Nabelschweinart. Zu umtriebig fĂŒr die schon Ă€lteren Nandus und die ruhebedĂŒrftigen AmeisenbĂ€ren, weshalb diese auch nicht gleichzeitig mit den Pekaris auf die große Anlage gelassen werden. Ansonsten sind Ă€hnliche Gemeinschaftshaltungen wie die SĂŒdamerika-WG der Wilhelma aber in vielen Zoos verbreitet und haben sich bewĂ€hrt. Denn obwohl es in tierischen wie in menschlichen WGs auch mal „Knatsch“ geben kann, bedeutet die Art der Haltung immer auch Unterhaltung fĂŒr die Bewohner – von den Zoologen „Behavioural Enrichment“ genannt. Und zur „Verhaltensbereicherung“ der Tiere ebenso wie zur Unterhaltung der Besucher tragen sicher auch die erfrischenden Duschen aus dem Wasserschlauch der Tierpfleger bei, welche vor allem die Alpakas und Vikunjas jetzt, wĂ€hrend der heißen Sommertage, sichtlich genießen.

Foto: Wilhelma
(22.08.2013, 14:56)
Wilhelma :   Splish splash ...!
Spritziger Badespaß fĂŒr die Keas

Die nĂ€chste Hitzewelle kann ruhig kommen – zumindest aus der Sicht der Keas! Diese neuseelĂ€ndischen Papageien leben auf den Subtropenterrassen, dem im Sommer eindeutig heißesten Ort in der Wilhelma. Und wenn die Temperaturen gar zu sehr steigen, hilft auch bei Vögeln mitunter nur ein „Sprung“ ins kĂŒhle Nass. Ein spritziges VergnĂŒgen, denn die Keas pflegen dann oft genĂŒsslich ihr – bis auf die rötlichen FlĂŒgelunterseiten – olivgrĂŒnes Federkleid. Dabei schĂŒtteln sie sich krĂ€ftig, um das frische Wasser wie unter der Dusche ĂŒber den ganzen Körper zu verteilen. Ein kĂŒhles Bad nehmen können die vier Wilhelma-Keas dabei immer, wenn ihnen danach ist: Die Tierpfleger sorgen dafĂŒr, dass die Vogel-Planschbecken stets gut gefĂŒllt sind.

Foto: Marco Cini
Spritzige Kea-Dusche: Wenn die neuseelÀndischen Vögel baden, bleibt kein Federchen trocken.
(16.08.2013, 15:06)
Wilhelma :   Kostenlose SonderfĂŒhrungen zu „Fleischfressenden Pflanzen“:
Insektivoren hautnah – vor und hinter den Kulissen

Ob Kobralilie, Sonnenkrug, Schrecklicher Tau oder Gelbe Schlauchpflanze: Die Welt der Insektivoren oder Fleischfressenden Pflanzen ist so eigenartig wie vielfĂ€ltig. Kostenlose FĂŒhrungen durch die aktuelle Sonderausstellung ĂŒber diese Pflanzengruppe bieten die Wilhelma-GĂ€rtner JĂŒrgen RĂŒhle und Thomas Lehnen an. Vier Termine stehen zur Wahl: der 22.8. (14.30 Uhr), der 23.8. (15.30 Uhr), sowie am 28.8. und 5.9. (jeweils 16 Uhr). Die Teilnehmerzahl pro FĂŒhrung ist auf maximal 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung daher unbedingt unter der Rufnummer 0711/5402-0 erforderlich.
Jede der FĂŒhrungen dauert ca. 1,5 Stunden und beinhaltet sowohl einen Rundgang durch die Sonderausstellung als auch durch die AnzuchthĂ€user fĂŒr Insektivoren hinter den Kulissen. Dabei erfahren die Besucher aus fachkundiger erster Hand viel Spannendes ĂŒber die Pflanzen, die Insekten jagen und verzehren, und warum sie dies tun. Außerdem dĂŒrfen die Teilnehmer einen Blick ins Innere von Fallen werfen und schauen, wie viel und welche Beute die jeweilige Pflanze schon gemacht hat. Treffpunkt fĂŒr die angemeldeten Teilnehmer ist rechtzeitig vor FĂŒhrungs-Beginn beim entsprechenden Schild unter dem Ginkgo-Baum, dieser ist vom Haupteingang aus kommend nach der Flamingowiese gegenĂŒber des Wintergartens zu finden.

Thomas Lehnen, Eva Augart und JĂŒrgen RĂŒhle (v.l.) haben die neue Sonderausstellung gestaltet, Lehnen und RĂŒhle bieten Wilhelma-Besuchern nun auch kostenlose SonderfĂŒhrungen durch die Welt der Insektivoren an. (Foto: Wilhelma)
(13.08.2013, 14:08)
Wilhelma :   Langes „Wildes Wochenende“ in der Wilhelmaschule:
Dia-VortrĂ€ge ĂŒber Blindenhunde und schlaue Tiere

Am kommenden Wochenende können die Besucher sowohl am Samstag als auch am Sonntag in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere einen Dia-Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ besuchen: Am 17.8. wird der anspruchsvolle Job des Blindenhundes vorgestellt, am 18.8. widmet sich ein weiterer Vortrag den erstaunlichen Denkleistungen von Tieren. Weitere Infos und Termine gibt es unter “www.wilhelma.de“ in der Rubrik „Wilhelmaschule“.
Den Kurzvortrag ĂŒber die Blindenhunde am 17.8. hĂ€lt der Wilhelma-Tierpfleger Mathias Roese, der selbst BlindenfĂŒhrhunde ausbildet. Schier Unglaubliches leisten diese Tiere, wenn es darum geht, das Augenlicht ihrer Frauchen und Herrchen zu ersetzen und sie sicher von A nach B zu geleiten. Schier unglaublich ist auch, was die Biologin Sabine Ratzel dann am 18.8. in ihrem Kurzvortrag vorstellt: nĂ€mlich echte tierische „KĂ€pseles“, wie Schlaumeier, Intelligenzbestien und Co. im Schwabenland genannt werden. Und die gibt es nicht etwa nur unter den Menschenaffen oder bei den Delphinen, sondern auch KrĂ€hen, Kraken und Bienen haben erstaunliche Denkleistungen vorzuweisen. Die VortrĂ€ge finden an den beiden Tagen jeweils um 15 und um 16 Uhr statt, die Teilnahme ist wie immer im Eintrittspreis enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto: Dass Blindenhunde intelligent sind, ist bekannt. Aber auch viele andere Tiere bis hin zu den Bienen haben erstaunlich viel „auf dem Kasten“ – wie die VortrĂ€ge der Wilhelmaschule am Wochenende verraten.
(12.08.2013, 14:54)
Wilhelma :   Die Gorillafamilie entdeckt ihr Außengehege:
Gorillas im GrĂŒnen

Seit Anfang Juli nutzen die Bonobos ihre Außengehege in der neuen Anlage fĂŒr Afrikanische Menschenaffen, seit wenigen Tagen ist nun auch fĂŒr die Gorillas der Weg nach draußen frei. Aber erst nach und nach wagten die Mitglieder der Gorillafamilie den Vorstoß ins Unbekannte. Nach erstem großen Staunen ĂŒber die unendlichen grĂŒnen Weiten lockte und beschĂ€ftigte die Tiere – genau wie die Bonobos – aber vor allem eines: das saftige neue Nahrungsangebot in Form von GrĂ€sern, Klee, KrĂ€utern und ganzen StrĂ€uchern voller leckerer BlĂ€tter. Beim Umherstreifen, Futtern und Genießen ihres neuen Lebensraums in den Außengehegen können die Besucher die Gorillas und Bonobos derzeit tĂ€glich von 10 Uhr bis 15 Uhr beobachten – danach wieder im Haus –, und die handaufgezogenen Gorillakinder sind tĂ€glich von 10 bis 11 Uhr und von 14 bis 15 Uhr in ihrem Freiluftspielplatz.
Dass die Gorillas etwas lĂ€nger auf ihren ersten Ausflug warten mussten, hatte einen guten Grund, und der heißt Tuana: Die Gorillafrau kam im Juni aus Hannover nach Stuttgart und wurde in den letzten Wochen in die Gruppe integriert. So eine EinfĂŒhrung in die Gesellschaft ist in Gorillakreisen allerdings mit einigen Turbulenzen, jeder Menge Imponiergehabe bis hin zu PrĂŒgel- und Beißattacken verbunden, durch die der SilberrĂŒcken seine Vormachtstellung als Chef und die anderen Damen ihren Rang im Harem deutlich machen. ZunĂ€chst musste also wieder Ruhe in der Familie eingekehrt und die Lage stabil sein, bevor die nĂ€chste große Unbekannte, das Außengehege, in Angriff genommen werden konnte. Besonders spannend: Wie unterschiedlich doch die „matriarchalisch-anarchistisch“ organisierten Bonobos und die hierarchisch strukturierten Gorillas diese Herausforderung annahmen. WĂ€hrend bei den Bonobos Anfang Juli fast alle gleichzeitig und sehr rasch aus dem sicheren Innengehege nach draußen strebten und das Terrain sondierten, ließen sich die Gorillas viel mehr Zeit – und die Frauen warteten zunĂ€chst, was der Chef tun wĂŒrde. Als Kibo durch die Last seiner Verantwortung fĂŒr Frauen und Kinder aber zögerte, nahm die emanzipierte alte Dame Undi das Zepter in die Hand. Nach erstaunten Blicken auf den freien Himmel ĂŒber ihr und die grĂŒne Weite unter ihr, spazierte sie als erste durch die offenen Schieber nach draußen, drehte ein bis zwei Runden, kostete vom GrĂŒn und zog sich dann vorerst wieder ins Innengehege zurĂŒck. Die anderen Frauen warteten weiter, dass Kibo den ersten Schritt tun wĂŒrde, und hielten auch ihre vorwitzigen Kinder energisch zurĂŒck, wenn diese ihre Nasen zu weit hinaus streckten. Der Bann war erst gebrochen, als Kibo bei ersten kurzen ErkundungsgĂ€ngen die Lage sondiert hatte und schließlich mit der alten Mimi losgezogen war, um draußen die StrĂ€ucher das FĂŒrchten zu lehren und mit blĂ€tterreicher Beute in Form abgebrochener Äste zurĂŒckzukehren. ZusĂ€tzliche Sicherheit vermittelte den Tieren ein FĂŒhrungsseil, das die Pfleger zwischen der Ausstiegsluke und einem Baum gespannt hatten. Sich an dieser Schnur entlang hangelnd konnten die Tiere immer weiter in den fremden „Dschungel“ vordringen, aber notfalls sofort den Weg zurĂŒck in die vertraute Umgebung finden – ein Angebot, dass einige kleine wie große Gorillas gerne nutzten, selbst der SilberrĂŒcken. Jetzt, drei Tage vorsichtigen Herantastens spĂ€ter, genießen alle Tiere – bis auf Mutasi, der die Außenanlage immer noch nicht geheuer ist – bereits sichtlich die neuen Weiten und Weiden des großen Naturgeheges, wie ihr wiederholtes „WohlfĂŒhl-Brummeln“ zeigt. Und die Besucher können endlich auch die Gorillafamilie, vom SilberrĂŒcken Kibo bis zur kleinen Milele, auf der grĂŒnen Wiese spazieren gehen sehen.

Foto (Wilhelma): Bevor SilberrĂŒcken Kibo nicht das Terrain sondiert hatte, wagten sich die MĂŒtter mit Kindern nicht ins unbekannte GelĂ€nde.
(06.08.2013, 16:08)
Wilhelma :   Bilder, Infos und mehr ĂŒber Gorillas, Orang-Utans und Co.:
Thementag „Menschenaffen“ in der Wilhelmaschule

Am kommenden Sonntag, dem 4. August 2013, dreht sich in der Wilhelmaschule alles um unsere nĂ€chsten Verwandten, die Menschenaffen. Von 11 bis 16 Uhr werden Bilder aus den LebensrĂ€umen von Orang-Utan, Gorilla und Co. gezeigt und ĂŒber ihr Leben, ihre Bedrohung und ihre Besonderheiten berichtet. Die großen und kleinen Wilhelma-Besucher können außerdem Futterboxen fĂŒr die Menschenaffen der Wilhelma basteln. Dazu werden leere Schuhkartons mit Holzwolle gefĂŒllt und darin kleine Leckerein, wie Rosinen, NĂŒsse oder Sonnenblumenkerne, versteckt. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger ĂŒberreichen den Gorillas, Orang-Utans und Bonobos der Wilhelma dann die kleinen „Geschenke“ bei nĂ€chster Gelegenheit. Um an die versteckten Leckereien zu gelangen, sind die Menschenaffen einige Zeit beschĂ€ftigt und es kann keine Langeweile im Zooalltag aufkommen. Als weiteres Highlight werden Kunstwerke verkauft, die von Orang-Utan-Dame Caroline gemalt wurden. Die Erlöse kommen einem Schutzprojekt des Vereins „Orang-Utans in Not“ auf Borneo zugute. Außerdem stellen die Wilhelma-PĂ€dagoginnen weitere von der Wilhelma unterstĂŒtzten Schutzprojekte vor. Die Teilnahme am Thementag ist im Eintrittspreis enthalten, Spenden sind aber wie immer willkommen.

Foto: H. Vollmer
Orang-Utan Dame Caroline: Von ihr gemalte Kunstwerke werden beim Thementag verkauft, der Erlös soll dem Schutz ihrer bedrohten Verwandten auf Borneo zugute kommen.
(30.07.2013, 12:32)
Wilhelma :   Seelöwennachwuchs in der Wilhelma:
Kalifornische Badenixen am Cannstatter Mineralwasserstrand

Bei den derzeitigen Temperaturen könnte man neidisch auf die Seelöwen in der Wilhelma werden. Sie rĂ€keln sich am Rand ihres Schwimmbeckens oder suchen AbkĂŒhlung im feinsten, stets 15 Grad kĂŒhlen Cannstatter Mineralwasser. Wenn zweimal am Tag ein Tierpfleger mit den Eimern voller Heringe und Makrelen vorbei kommt, muss allerdings etwas „gearbeitet“ werden. Doch die tĂ€glichen SchaufĂŒtterungen – um 11 und 15 Uhr – sind eine willkommene Abwechslung und nicht nur fĂŒr die Besucher unterhaltsam. Nur Emma und Mara, der jĂŒngste Nachwuchs bei den Seelöwen, schauen auch dann den Alttieren bei ihrem bunten Treiben gelassen zu. Denn sie bekommen ihre tĂ€gliche Milchration ohne große Anstrengungen von ihren MĂŒttern Evi und Mercedes frei Haus.
Emma und Mara erblickten am 14. und 17. Juni 2013 das Licht der Welt und wurden, ganz wie es sich fĂŒr Seelöwen gehört, in den ersten Tagen intensiv von ihren MĂŒttern umsorgt. Mittlerweile sind sie relativ selbststĂ€ndig und erkunden meistens zu zweit ihre Umgebung. Die MĂŒtter kommen nur noch zum SĂ€ugen vorbei. Dies ist auch in den großen Seelöwenkolonien an den StrĂ€nden Kaliforniens zu beobachten. WĂ€hrend sich der Nachwuchs in GrĂŒppchen zusammentut, begeben sich die MĂŒtter auf die Jagd. Sie mĂŒssen viel Energie sammeln, um fettreiche Milch produzieren zu können, dank derer die Jungtiere gleich im ersten Monat ihr Geburtsgewicht von etwa sieben Kilogramm verdoppeln. Mit sechs bis acht Monaten werden sie von ihren MĂŒttern entwöhnt und mĂŒssen sich dann selbststĂ€ndig ernĂ€hren. In der Wilhelma gehen sie bei den Tierpflegern in „Lehre“ und lernen, wie man Hering und Makrele frisst.
Vater des jĂŒngsten Seelöwennachwuchses ist der siebenjĂ€hrige Unesco. Da kurz nach der Geburt der Jungtiere bei Seelöwen die Paarungszeit beginnt, zeigt er schon wieder großes Interesse fĂŒr seine Weibchen. Auch die beiden MĂŒtter werden nicht verschont. Bei der Paarung von Seelöwen kann es, aus menschlicher Sicht, sehr ruppig zugehen. Darum sind derzeit auch die Weibchen Lucy und Suzan von der Gruppe abgetrennt, um sich von den amourösen AnnĂ€herungen Unescos zu erholen.
Solange Emma und Mara nicht geschlechtsreif sind, interessiert sich Unesco nicht fĂŒr sie. Mit ungefĂ€hr einem Jahr werden sie jedoch in einem anderen Zoo ein Zuhause finden mĂŒssen. Da Seelöwen in Haremsstrukturen – mit einem erwachsenen Bullen und mehreren Weibchen – leben, wird die Suche nach einem Platz fĂŒr Emma und Mara erleichtert. Denn Weibchen sind in der Zoowelt meist gefragter.

Foto: Wilhelma
Sommer, Sonne und Mineralwasser: Was könnte ein Seelöwenleben noch schöner machen? Emma und Mara rÀkeln sich am Rand des Seelöwenbeckens der Wilhelma.
(24.07.2013, 13:15)
Wilhelma :   Rothalsstrauß in der Wilhelma:
Bedrohter Rothals aus Nordafrika

Wenn der Straußenhahn durch sein Gehege stolziert, hat er nicht nur seine beiden Weibchen fest im Auge. Auch die Besucher, auf dem Weg vom Affenhaus zum Schaubauernhof, kommen kaum an ihm vorbei, ohne scharf von der Seite beĂ€ugt zu werden. Dass es sich bei dem großen Vogel um eine wahre RaritĂ€t handelt, ist auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Denn der neue Hahn in der Wilhelma trĂ€gt noch nicht den fĂŒr seine Art typischen roten Hals zur Schau. Noch ist er eher blassrosa, was sich aber mit zunehmendem Alter Ă€ndern wird.
Strauß ist nicht gleich Strauß. Einstmals fast in ganz Afrika zu finden – zumindest dort, wo sich die weiten Grassteppen und HalbwĂŒsten erstrecken –, sind Strauße heute aus dem Norden des Kontinents fast vollkommen verschwunden. Woher ein Straußenhahn stammt, sieht man ihm sehr leicht an seinem Halse an. WĂ€hrend die sĂŒdafrikanische Strauße einen grau-blĂ€ulichen Hals vorweisen, zeigen ihre nordafrikanischen Verwandten eine rötliche FĂ€rbung. Ganz nach dem Motto: Zeig mir deinen Hals und ich sage dir, woher du kommst.
WĂ€hrend die blauhĂ€lsige Verwandtschaft im sĂŒdlichen Afrika heute relativ hĂ€ufig ist und außerdem gerne in Straußenfarmen gehalten wird, sind die rothalsigen Vertreter Nordafrikas in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht. Einst auch nördlich der Sahara weit verbreitet, fielen die Strauße der Modewelt des 18. und 19. Jahrhunderts in weiten Teilen zum Opfer. Wegen ihrer begehrten Federn wurden sie gejagt und fast vollstĂ€ndig ausgerottet. Nur noch kleine RestbestĂ€nde der Rothalsstrauße haben diesen Modetrend in unzugĂ€nglichen Gegenden bis ins 21. Jahrhundert ĂŒberlebt. Da aber in diesen Gegenden immer wieder bĂŒrgerkriegsĂ€hnliche ZustĂ€nde herrschen, wurde entschieden, eine Zoopopulation des seltenen Vogels aufzubauen.
Koordiniert vom Erlebniszoo Hannover, wurden 2011 mit staatlicher Genehmigung insgesamt 24 Eier aus freier Wildbahn in einem marokkanischen Nationalpark entnommen und in Hannover kĂŒnstlich ausgebrĂŒtet. 15 Jungvögel schlĂŒpften und wurden auf verschiedene Zoos in Europa und den USA verteilt. Auch die Wilhelma beteiligt sich seit kurzem an dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr die vom Aussterben bedrohten Rothalsstrauße.
Da jedoch derzeit nur ein einzelnes MĂ€nnchen ein Zuhause suchte, wurde es vorĂŒbergehend mit zwei aus einer Straußenfarm stammenden Blauhalsstraußen vergesellschaftet, damit er nicht vereinsamt, bis neue Rothalsstrauße aus Nachzuchten des EEP oder aus Afrika zur VerfĂŒgung stehen.

Foto: Wilhelma
(18.07.2013, 11:31)
Wilhelma :   KurzvortrĂ€ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Alles ĂŒber FledermĂ€use, die Schatten der Nacht

Um die "Schatten der Nacht", die FledermĂ€use, geht es am Sonntag, dem 21. Juli 2013, in einem spannenden Dia-Kurzvortrag der Wilhelmaschule (unterhalb der Geiervoliere) aus der Reihe „Wilde Wochenenden“. Er findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. In dem Vortrag stellt die Fledermausexpertin und ZoopĂ€dagogin Ewa Paliocha verschiedene Arten von Fledertieren vor und erzĂ€hlt von den erstaunlichen FĂ€higkeiten, Jagdtechniken und besonderen BedĂŒrfnissen der dĂ€mmerungs- und nachtaktiven InsektenjĂ€ger. Die Teilnahme am Vortrag ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto (Martin Paliocha): Eine Zweifarbfledermaus: Wie alle heimischen Arten steht sie aufgrund von Wohnungsnot, Insektiziden und VerÀnderungen ihres Lebensraums unter Naturschutz.
(16.07.2013, 08:20)
Wilhelma :   Wilde Wochenenden am 14.7. der Wilhelmaschule:
Kurzweiliger Dia-Vortrag ĂŒber einheimische Amphibien

Am kommenden Sonntag, dem 14.7.2013, können die Besucher der Wilhelma erneut einen Dia-Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ besuchen, bei dem die Teilnahme bereits im Eintritt enthalten ist. Diesmal dreht sich alles um unsere einheimischen Amphibien – um Frösche, Lurche und ihre besondere Lebensweise, die das feuchte Element und das Land gleichermaßen als Lebensraum einschließt. Welche Eigenschaften Feuersalamander, Wasserfrosch und Co. mitbringen, um an Wasser, Erde und Luft gleich perfekt angepasst zu sein, verrĂ€t der Biologe Michael Eick bei seinem Dia-Vortrag um 15 und um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Die Besucher erfahren ĂŒberdies, welche Arten es bei uns gibt, aber auch, warum viele davon zunehmend vom Aussterben bedroht sind. Außerdem werden einige lebende Amphibien anwesend sein – zum Beispiel die Korallenfinger-Laubfrösche aus den Terrarien der Wilhelmaschule.

Zwar keine einheimische Amphibie, aber in der Wilhelmaschule zu Hause – ein Korallenfinger-Laubfrosch aus Australien. (Foto: Wilhelma)
(12.07.2013, 08:03)
Wilhelma :   Nach dem ersten Bonobo-Ausflug:
Das Abenteuer Außengehege geht ab dem Wochenende weiter

Premiere in den Außenanlagen des neuen Menschenaffenhauses: Am 3.7.2013 durften erstmals sieben von derzeit 14 Wilhelma-Bonobos eines der Außengehege erkunden – und nahmen es bei leichtem Regen „in Betrieb“. Nach einem Tag Pause werden sie ab morgen nun bei gutem Wetter öfter draußen zu sehen sein. Zumindest werden die Schieber offen sein, ob die Tiere dann lieber im Freien oder drinnen sein möchten, entscheiden diese selbst. Auch die vier Gorillakinder aus der Aufzuchtstation sind bei guter Witterung kĂŒnftig um 11 und 14 Uhr fĂŒr jeweils rund eine Stunde auf ihrem Freiluft-Spielplatz zu beobachten. Nur die Gorillas mĂŒssen mit dem Bezug ihrer Außenanlage noch warten, bis die neue Gorillafrau Tuana integriert und in die Gruppe wieder Ruhe einkehrt ist.
Beinahe schien es, als solle der gestrige „Stapellauf“ der Bonobos nicht nur etwas verregnet werden, sondern ganz ins Wasser fallen, denn trotz geöffneter Durchgangsschieber ließ sich zunĂ€chst kein Affe blicken. Die Spannung des Publikums vor dem Gehege stieg. Doch nach zehn Minuten siegte die Neugier der Tiere, der erste Bonobo streckte den Kopf heraus – zog ihn allerdings schnell wieder ein. Ob er drinnen nur kurz Bescheid sagte, dass es was Neues zu entdecken gibt, bleibt sein Geheimnis. Kaum zwei Minuten spĂ€ter jedenfalls sprudelte dann auch der Rest der siebenköpfigen Vorhut und „Gehegetester“ aus dem InnenrĂ€umen an die frische Luft, Regen hin oder her. Bonobo-Frau Haiba erklomm sofort die Innenseite des Stahldaches, das sich an den höchsten Stellen fast 16 Meter hoch ĂŒber das Gehege spannt. Andere hatten insbesondere das reichhaltige Angebot an Gras, KrĂ€utern, Klee und anderen Pflanzen sogleich zum Fressen gern und langten beherzt zu. Vor allem Bonobo-Mann Mobikisi konnte sich kaum satt essen – und auch die anderen nahmen das neue Nahrungsangebot spĂ€ter gleich bĂŒschelweise mit, um es im Innengehege in Ruhe zu verzehren. Dort endete der erste Ausflug in die Außenanlage an diesem Tag denn auch bereits um 13 Uhr. Zu heftig war der Regen geworden, die Tiere sollten sich nicht gleich am ersten Tag erkĂ€lten. Und den ebenfalls sehr feuchten Donnerstag nach dem DebĂŒt durften die Bonobos ebenfalls in den trockenen Innengehegen verbringen. Doch schon am kommenden Wochenende wird das Abenteuer Außengehege fĂŒr sie eine Fortsetzung finden. Und spĂ€testens ab Mitte Juli wird voraussichtlich auch der Rest der Bonobo-Gruppe in den Genuss von Himmel, Gras und frischer Luft kommen.

Foto: Wilhelma
Bonobo-Frau Liboso und ihr Sohn Lubao gehörten heute zu den ersten Bonobos, die das neue Außengehege erforschen durften.
(04.07.2013, 15:11)
Wilhelma :   Eine neue Generation im ErdmĂ€nnchen-Clan:
Da waren es plötzlich acht ...

Glatt verdoppelt hat sich in kĂŒrzester Zeit die Zahl der Wilhelma-ErdmĂ€nnchen, die erst Anfang April in ihre runderneuerte und erweiterte Anlage nahe der Netzgiraffen eingezogen waren. Denn Ende Mai brachte das dominante Weibchen im bis dato vierköpfigen Rudel der sĂŒdafrikanischen Schleichkatzen, gleich vier Jungtiere auf einen Streich zur Welt.
Sie sind jung, frech und haben vor allem eines im Sinn: Wie komme ich an Mamas leckere Milchquelle ran? FĂŒr dieses ĂŒbergeordnete Ziel kleben die vier ErdmĂ€nnchen-Kids ihrer Mutter oft Ă€ußerst hartnĂ€ckig an den Fersen. Diese aber hat durchaus nicht rund um die Uhr Lust, als Milchbar herzuhalten, und lĂ€uft vor ihrer nimmersatten Brut auch mal davon oder legt sich platt auf den Bauch, die begehrten Zitzen unter sich begrabend. Doch da hat sie die Rechnung ohne die Durchschlagskraft der ErdmĂ€nnchen-Gene gemacht! Die Veranlagung zum Buddelmeister wird den Schleichkatzen schließlich in die Wiege gelegt, was heißt, dass die Kleinen in dem Fall kurzerhand versuchen, im Sand kleine Tunnel unter den Bauch und zur mĂŒtterlichen Zitze zu graben. Weit kommen sie allerdings nicht, denn Mama muss ja nicht liegen bleiben. Also beginnt die Jagd von vorn. Dabei sind sie in der Tat Ă€ußerst putzig anzuschauen, die Mini-ErdmĂ€nnchen. Kein Wunder, kann sich kaum ein Besucher am Gehegerand den Ausruf „Oh wie sĂŒĂŸÂ“ verkneifen.
Die ersten drei Wochen nach ihrer Geburt waren die Kleinen allerdings nicht zu sehen, sondern lagen noch nackt und blind in der geschĂŒtzten, warmen ErdmĂ€nnchen-Höhle unter Tage. Erst dann begannen die vier erwachsenen Tiere, sie ab und zu an die frische Luft zu schleppen, erste kurze Sichtungen des Nachwuchses wurden ab 16. Juni gemeldet. WĂ€hrend dieser anfangs aber meist nur kurz und tollpatschig auf der Anlage umhertaumelte, sind die Kleinen mittlerweile putzmunter und fidel. Selbst das „MĂ€nnchen machen“, das fĂŒr den spĂ€teren Job als Wachtposten wichtig ist, klappt inzwischen ohne umzufallen, und das Herumflitzen mit steil erhobenen SchwĂ€nzchen sowieso. Mitunter zeigen die Kleinen sogar bereits ZĂ€hne und balgen ein wenig um die Rangfolge im ErdmĂ€nnchen-Kindergarten, bevor sie wieder einen Erwachsenen erklimmen und zur Matratze fĂŒr die nĂ€chste kleine Siesta umwidmen. Die Älteren nehmen es gelassen, schließlich sind Kinder das A und O im Clan und werden immer von allen wie der eigene Augapfel gehĂŒtet. Im matriarchalisch strukturierten Familienverband der Surikaten, der in der Wildnis bis zu 40 Tiere umfassen kann, zeugen nĂ€mlich immer nur das dominante Weibchen und der ranghöchste Mann Nachwuchs, die anderen Mitglieder spielen Babysitter – Weibchen springen teils sogar als Ammen ein – und steigern so gemeinsam die Überlebenschancen der Kleinen. Chemische Botenstoffe des dominanten Paares verhindern die ZeugungsfĂ€higkeit der ĂŒbrigen Clan-Mitglieder, solange es selbst zuchtfĂ€hig ist. Wer aber von den zwei in Stuttgart geborenen MĂ€nnchen der neue Vater und welches der beiden Weibchen aus Warschau die neue Mutter der kleinen ErdmĂ€nnchennation werden wĂŒrden, war anfangs noch unklar, als die vier sich im Winterquartier hinter den Kulissen kennen lernten, stritten und flirteten. Erst der Nachwuchs, der dort schon gezeugt worden sein muss und nach elfwöchiger Tragzeit zur Welt kam, brachte nun ans Licht, wer die „Ersten unter Gleichen“ im neu gegrĂŒndeten ErdmĂ€nnchenstaate der Wilhelma sind.

Foto: Wilhelma
Zwei und Zwei: Erwachsene ErdmÀnnchen mit zwei der vier Jungtiere.
(03.07.2013, 09:58)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Netzgiraffen:
Bei Giraffenjunge „Nabil“ ist der Name Programm

Er wurde Ende Mai geboren, ist bildhĂŒbsch und noch ein wenig schĂŒchtern: Nabil, der jĂŒngste Nachwuchs in der Giraffenherde der Wilhelma. Inzwischen ist er jedoch mit Mama Kiburi im Vorgehege zu sehen, und bald wird er auch gemeinsam mit seiner Ă€lteren Halbschwester Anna und deren Mutter Kitale durchs große Freigehege streifen.
„Nabil“ – dieser Name klingt fast wie das bei uns gebrĂ€uchliche Wort „nobel“, das aus dem Französischen stammt. Und tatsĂ€chlich bedeutet es auch in der afrikanischen Sprache aus der Heimat der Netzgiraffen so viel wie „edel“. Ein durchaus passender Name jedenfalls fĂŒr den gutgewachsenen kleinen Bullen, der am 30. Mai auf giraffentypische Weise zwar nicht vom Himmel aber immerhin aus ĂŒber zwei Metern Höhe fiel, weil GiraffenkĂŒhe im Stehen gebĂ€ren. Bei der Geburt war Nabil mit rund 1,60 Metern Höhe und geschĂ€tzten 60 Kilogramm – ausgewachsene Netzgiraffen werden bis 5,5 Meter groß und 900 Kilo schwer – dabei etwas kleiner und leichter als seine Halbschwester Anna, als diese Mitte Februar 2013 auf die Welt kam. Auch im Wesen unterscheiden sich die beiden: WĂ€hrend Anna eher dem frechen „Hallo-hier-bin-ich-Typ“ entspricht und von Anfang an neugierig und unerschrocken die Welt eroberte, hĂ€lt sich Nabil bislang vornehm zurĂŒck. Das liegt aber wohl weniger an seinem Namen als am Geschlecht, wie Tierpfleger Matthias Berndt beobachtet hat: „Unserem Eindruck nach treten weibliche KĂ€lber insgesamt mutiger und forscher auf, wĂ€hrend die Buben eher vorsichtige Mamakinder sind.“
Auch in puncto Bewegungsfreude hat Anna gegenĂŒber dem Halbbruder die Nase vorn, was aber sicher nicht an dessen schlechterer Grundausstattung liegt, denn lang und krĂ€ftig sind Nabils Beine auch. Abgesehen davon ist eine gewisse Faulheit – oder nennen wir es „Energiesparprogramm“ – bei GiraffenkĂ€lbern sogar gesund. Auch in der Wildnis sieht man sie nicht wie andere Tierkinder stĂ€ndig herumtollen, sondern eher gemessenen Schrittes hinter ihren MĂŒttern herschreiten oder im Schatten herumstehen. Gerade in der Savanne brauchen die KĂ€lber jede Kalorie, um möglichst schnell zu wachsen und damit als Appetithappen fĂŒr Löwen, HyĂ€nen und Co. uninteressant zu werden. Und sie brauchen wachsame, wehrhafte GiraffenmĂŒtter –- was diese deshalb in hohem Maße von Natur aus sind, sogar im sicheren Zoo. Schon deshalb darf jede Giraffenmutter mit ihrem Neugeborenen in der Wilhelma mindestens eine Woche lang ein ungestörtes Mutter-Kind-Dasein im vorĂŒbergehend geschlossenen Giraffenhaus fĂŒhren. Danach ist ihre Bindung ausreichend gefestigt und selbst die fĂŒrsorgliche Kiburi soweit entspannt, dass das Publikum nicht lĂ€nger draußen bleiben muss. Jetzt, ĂŒber drei Wochen nach Nabils Geburt, wird es zudem nicht mehr lange dauern, bis er und Kiburi zusammen mit Anna und Kitale ins große Freigehege gelassen werden. Um die MĂŒtter vor mĂ€nnlichen AnnĂ€herungsversuchen zu schĂŒtzen, bleiben der Vater der KĂ€lber, der 13-jĂ€hrige Bulle Hanck, sowie die beiden Halbstarken Casper und Malik dann jedoch im Vorgehege – und dĂŒrfen die Außenanlage in nĂ€chster Zeit nur im Wechsel mit den KĂŒhen und ihrem Nachwuchs nutzen.

Foto (Wilhelma): Ein hĂŒbscher Kerl - der knapp vier Wochen alte Giraffenbulle Nabil.
(27.06.2013, 11:39)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Mandschurenkranichen:
Doppeltes GlĂŒck bei den GlĂŒcksbringern

Fast kann schon von einer kleinen Tradition gesprochen werden: PĂŒnktlich Ende Mai sind bei den Mandschurenkranichen der Wilhelma erneut KĂŒken geschlĂŒpft. In diesem Jahr erkunden gleich zwei Jungvögel das Gehege nahe der Damaszenerhalle. Dabei werden sie von ihren Eltern mit Argusaugen bewacht. Bis sie so groß sind wie diese, wird es aber noch einige Monate dauern. Sind sie ausgewachsen, verlassen die Jungvögel die Wilhelma, um in einem anderen Zoo hoffentlich selbst fĂŒr Nachwuchs zu sorgen.
Als vor vier Jahren in der Wilhelma zum ersten Mal Mandschurenkraniche das Licht der Welt erblickten, war die Überraschung groß. Niemand hatte bei dem damals noch sehr jungen Kranichpaar, das 2008 aus der lettischen Hauptstadt Riga nach Stuttgart gekommen war, so schnell mit Nachwuchs gerechnet. Mittlerweile ziehen die Mandschurenkraniche, die im Gehege an der Lindenallee zwischen Damaszener Halle und Seelöwenbecken leben, bereits das vierte Jahr in Folge erfolgreich Nachwuchs auf. Kein Wunder, dass die Altvögel diesen zusehends routinierter betreuen – ein Job, den stets beide Elternteile gemeinsam erledigen.
In ihrer fernöstlichen Heimat gelten Mandschurenkraniche als GlĂŒcksbringer. Sie stehen fĂŒr eheliche Treue sowie fĂŒr ein langes Leben. In Japan werden daher bei Krankenbesuchen aus Papier gefaltete Kraniche verschenkt. Im Japanischen heißen die Vögel zudem „Tanchō“, was so viel wie „RotkĂ€ppchen“ bedeutet. Den Namen verdanken die Tiere ihrem roten Kopfschmuck, der sich von dem ansonsten schwarz-weißen Gefieder deutlich abhebt. Neben ihrem beeindruckenden Erscheinungsbild – sie werden 1,5 Meter groß, bis zu zehn Kilogramm schwer und haben eine FlĂŒgelspannweite von bis zu 2,5 Metern – begeistern Mandschurenkraniche mit ihren aufwendigen BalztĂ€nzen. Ihr „Kranichballett“ lĂ€sst sich in freier Wildbahn jedoch leider nur noch selten beobachten. Denn dort macht den Vögeln vor allem die Zerstörung ihrer LebensrĂ€ume zu schaffen. Ihre Population brach in den 1980er Jahren massiv ein, in Japan wurden nur noch 33 Tiere gezĂ€hlt. Heute haben sich die BestĂ€nde dank intensiver SchutzbemĂŒhungen etwas stabilisiert und umfassen weltweit immerhin wieder rund 2000 Brutpaare. Doch gerade in China und Russland sind ihre LebensrĂ€ume nach wie vor sehr gefĂ€hrdet. Wegen ihrer Bedrohung und Seltenheit wird die Zucht der Mandschurenkraniche bereits seit 1987 in einem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert. Mit ĂŒber 400 Vertretern dieser Vogelart verstĂ€rken die europĂ€ischen Zoos derzeit den weltweiten Bestand; die Wilhelma trĂ€gt seit 2010, als der erste Nachwuchs schlĂŒpfte, zur Erhaltung der schönen Kranich-Art bei.

Foto: Wilhelma
(20.06.2013, 14:34)
Wilhelma :   „Wilde Wochenenden“ in der Wilhelmaschule:
Dia-Vortrag „Rettet den Tiger!“

Am Sonntag, dem 23. Juni 2013, lĂ€dt die Wilhelmaschule die Besucher zu einem Kurzvortrag des Fotografen Jörg Edelmann ein – mit beeindruckenden Bildern aus den natĂŒrlichen LebensrĂ€umen der Tiger in Indien. Zudem berichtet der NaturschĂŒtzer ĂŒber die zahlreichen Gefahren, die das Überleben der letzten Tiger auf unserer Erde bedrohen. Der Vortrag findet um 15 Uhr und um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto (Wilhelma): Ein Sumatratiger in der Wilhelma. Auch diese Art ist wie mittlerweile alle Tigerarten sehr bedroht.
(17.06.2013, 15:21)
Wilhelma :   Sonderausstellung in der Wilhelma:
Insektivoren – wenn Pflanzen jagen

Fleischfressende Pflanzen ĂŒben nicht nur auf HobbygĂ€rtner eine gewisse Magie aus. Ihre erstaunlichen Anpassungen an fĂŒr Pflanzen zum Teil sehr unwirtliche LebensrĂ€ume, machen sie so faszinierend. Auch der Gruselfaktor kommt natĂŒrlich nicht zu kurz. Die ausgeklĂŒgelten Fallen, mit denen Insektivoren – wie Fleischfressende Pflanzen wissenschaftlich genannt werden – auf Insektenjagd gehen, lassen so manchem Betrachter einen Schauer ĂŒber den RĂŒcken laufen. Die Sonderausstellung „Insektivoren – wenn Pflanzen jagen“ widmet sich vom 12. Juni bis zum 15. September 2013 im Wechselschauhaus, welches vom Wintergarten aus erreicht werden kann, dieser Pflanzengruppe.
Fleischfressende Pflanzen gibt es fast ĂŒberall auf der Welt. Ob in den Hochmooren des Schwarzwaldes oder auf den Tafelbergen Mittelamerikas; in der australischen WĂŒste oder dem asiatischen Regenwald. Die Landschaften, die von den Wilhelma-GĂ€rtnern nachgebaut wurden, sind wie Suchbilder. Manche Fleischfressende Pflanzen stechen sofort ins Auge, sei es wegen ihrer BlĂŒten, den farbenprĂ€chtigen Fallen oder ihrer GrĂ¶ĂŸe. Viele dieser Pflanzen sind aber recht klein. So sieht man den einheimischen RundblĂ€ttrigen Sonnentau zwischen Torfmoosen versteckt nur bei genauem Hinschauen. Mit seinen klebrigen BlĂ€ttern fĂ€ngt er Insekten und verdaut sie ĂŒber seine BlattoberflĂ€chen.
In den Biotopen, in denen sich Insektivoren wohl fĂŒhlen, haben andere Pflanzen wenig Chancen zum Überleben. Licht und Wasser gibt es zwar meistens im Überfluss, doch die nötigen NĂ€hrstoffe fehlen. Diese holen sich die Insektivoren, indem sie Insekten und anderen Kleinlebewesen Fallen stellen. Neben den Klebefallen des Sonnentaus, werden diese Fallentypen allesamt in der Wilhelma-Sonderausstellung vorgestellt: Seien es die Fallgruben der Kannenpflanzen, die gefĂŒllt mit VerdauungssĂ€ften, tausenden von Ameisen auf einmal zum VerhĂ€ngnis werden können. Oder die wie Mundwerkzeuge aussehenden Klappfallen der Venusfliegenfalle, die sich bei BerĂŒhrung durch ein Insekt schließt, dieses verdaut und nach der Mahlzeit die unverdaulichen Reste regelrecht wieder „ausspuckt“. Aber auch die schnellste Pflanze der Welt zeigt die Sonderausstellung: den Wasserschlauch. Diese artenreichste Gattung Fleischfressender Pflanzen kann in ihren Fangblasen, die sich an ihren Wurzeln befinden, einen Unterdruck erzeugen und so blitzschnell – in weniger als zwei Millisekunden – ihre Beute ansaugen.
Normalerweise zeigt die Wilhelma einen Teil ihrer Insektivorensammlung im Sommer auf der Subtropenterasse in vier SchaukĂ€sten. In diesem Jahr werden im Laufe der Sonderausstellung ĂŒber 100 verschiedene Arten in Nachbildungen ihrer natĂŒrlichen LebensrĂ€ume im Wechselschauhaus prĂ€sentiert. Die Sammlung Fleischfressender Pflanzen der Wilhelma umfasst insgesamt 300 Arten und Sorten. Mit der Sonderausstellung „Insektivoren – wenn Pflanzen jagen“ knĂŒpft der Fachbereich Botanik an eine lange Tradition der Wilhelma an. Sie geht auf den ersten Wilhelma-Direktor Albert Schöchle, der 1949 einen großen Erfolg mit der „Aquarienschau“ feierte. Heute sind es vor allem botanische Themen, mit denen die Sonderausstellungen die Wilhelma-Besucher erfreuen.
(13.06.2013, 08:07)
Wilhelma :   Spannende KurzvortrĂ€ge in der Wilhelma-Schule:
Tiere als unsere Freunde und Helfer

Am Sonntag, dem 16. Juni 2013, können die Besucher im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere Erstaunliches und Wissenswertes ĂŒber Tiere erfahren, die uns Menschen im Alltag unterstĂŒtzen. Jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr berichtet die Diplombiologin Nicola Hoffmann in einem rund halbstĂŒndigen Vortrag zum Beispiel ĂŒber Assistenzhunde fĂŒr Diabetiker und Delfine, die brasilianischen Fischern beim Fischfang helfen, außerdem ĂŒber MinenspĂŒrratten, die Landminen aufspĂŒren können, oder auch ĂŒber Fische, die Ärzte bei der Behandlung von Hautkrankheiten unterstĂŒtzen. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Eine MinenspĂŒrratte in Tansania, die von der dort ansĂ€ssigen gemeinnĂŒtzigen Organisation „Apopo“ fĂŒr humanitĂ€re Einsatzzwecke ausgebildet wurde. (Bildnachweis: Apopo /Tansania)
(10.06.2013, 16:22)
Wilhelma :   Neues aus dem Affenhaus:
Babyboom bei den Bonobos und Neuzugang bei den Gorillas

Es tut sich was im neuen Menschenaffenhaus: Am Freitag, den 24. Mai, kam bei den Bonobos der erste Nachwuchs im neuen Domizil zur Welt, und am Dienstag, dem 4. Juni, die achtjĂ€hrige Gorillafrau „Tuana“ aus dem Erlebnis-Zoo Hannover an. WĂ€hrend die Besucher die kleine Tochter der Bonobo-Frau „Banbo“ bereits sehen können, wird Tuana die erste Zeit in QuarantĂ€ne hinter den Kulissen verbringen mĂŒssen – aber dank der Konstruktion des Hauses immerhin von Anfang an mit Sichtkontakt zu ihrer zukĂŒnftigen Familie.
Das erste Bonobo-Baby, das im neuen Haus geboren wurde, ist ein MĂ€dchen – vom Tierpflegerteam wurde es Alima genannt. Die Mutter ist Banbo: Alima ist ihr erstes Kind und sie selbst wurde ursprĂŒnglich in Twycross, England zusammen mit ihrer Schwester von Hand aufgezogen. Trotzdem hat sich Banbo von Anfang an anstandslos und sehr fĂŒrsorglich selbst um ihren Nachwuchs gekĂŒmmert. Die kleine Alima ist zudem die Erstgeborene von drei Bonobo-Babys, die wĂ€hrend des Umzugs ins neue Affenhaus beim Gesundheits-Check auf Ultraschallbildern entdeckt wurden. Zwei weitere werden somit folgen und hoffentlich ebenfalls gesund zur Welt kommen. Bereits kurz vor dem Umzug hatte Bonobofrau Liboso zudem ihren Sohn Lubao zur Welt gebracht. Ein kleiner Baby-Boom also, der umso spannender erscheint, als es bei den Bonobos davor fĂŒnf Jahre lang gar keinen Nachwuchs gegeben hatte – als hĂ€tten alle damit bis zum Umzug in ein grĂ¶ĂŸeres Zuhause gewartet. Wer jeweils die VĂ€ter der Babys sind, lĂ€sst sich nur per DNA-Analyse herausfinden. In Frage kommen drei MĂ€nner: Mobikisi, Zorba oder gar der jĂŒngste im Bunde, Chipitas neunjĂ€hriger Sohn Kasai.
Auch bei den Gorillas gab es Zuwachs, allerdings ist dieser schon erwachsen und kam am 4.6. wohlbehalten aus Hannover an: die achtjĂ€hrige Gorillafrau Tuana. Etwa zehn bis 14 Tage muss sie im QuarantĂ€nebereich bleiben, bevor die Integration in die Familie beginnen kann. Die Eingliederung erfolgt Schritt fĂŒr Schritt – vom ersten Schnupperkontakt durchs Gitter bis zur ZusammenfĂŒhrung mit einzelnen Familienmitgliedern. Ihr Wechsel nach Stuttgart kam auf Empfehlung des EEP (EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm) fĂŒr Gorillas zustande. Da Tuana bereits geschlechtsreif ist, musste in Hannover zuletzt verhĂŒtet werden, um Inzucht mit Vater Buzandi zu vermeiden. Auf ihrer Reise in die Wilhelma begleitet haben die Gorillafrau drei vertraute Pfleger, darunter Klaus Meyer, der Tuana von klein auf kennt. Er und seine Kollegen attestieren Tuana ein ruhiges, freundliches und kinderliebes Wesen, das auch bei Kibo und seinen Damen hoffentlich schnell auf Gegenliebe und weniger auf Eifersucht stoßen wird. Und noch einen Vorteil hat Tuana im GepĂ€ck: Im Gegensatz zu den meisten Stuttgarter Gorillas kennt sie Freiluftgehege mit Grasboden und Wassergraben bereits, sie könnte also bei der Gewöhnung der anderen an die neue Außenanlage eine vertrauensbildende Vorreiterrolle einnehmen. Bevor die Gruppe aber dieses „Neuland“ betritt, sollte Tuana integriert sein. Zudem hat die feuchtkalte Witterung im Mai das Anwachsen der Neupflanzungen verzögert – es wird also noch dauern, bis die Gorilla-Außenanlage in Betrieb genommen werden kann. Etwas schneller gehen könnte es dafĂŒr bei den Bonobos und den Handaufzuchten. Aber auch sie werden in ihren Außenanlagen voraussichtlich nicht vor Ende Juni zu sehen sein.

Foto (H. Vollmer): Alima, das jĂŒngste Mitglied der Bonobo-Gruppe, geboren am 24. Mai, mit ihrer Mutter Banbo.
(05.06.2013, 14:39)
Wilhelma :   KurzvortrĂ€ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Vom guten Bienenhonig, der aus der Stadt kommt

Am Sonntag, dem 9. Juni 2013, bietet die Wilhelmaschule zwei Dia-KurzvortrĂ€ge rund um Bienenzucht und Honigproduktion in der Stadt an – einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Gehalten werden die VortrĂ€ge von Richard Odemer: Er ist Imker aus Leib und Seele und betreut auch in der Wilhelma vier Bienenvölker, deren Stöcke rund um das Natur-Info-Center der Umweltakademie nahe des Schaubauernhofs zu finden sind. In Bild und Text erzĂ€hlt der Bienenexperte den Wilhelma-Besuchern, warum Bienenzucht gerade in der Stadt erstaunlich erfolgreich ist und wie Honig entsteht – kleine Kostproben inklusive. Die Teilnahme an einem der VortrĂ€ge ist wie immer im Eintrittspreis enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen. (Weitere Infos zum Bienenexperten und seiner Arbeit: www.filderhonig.de)

Foto (Richard Odemer): Honigbienen im Anflug an den Bienenstock
(04.06.2013, 15:42)
Wilhelma :   Australien-Ausstellung in der Wilhelma:
Kurztripp nach „Down Under“

Ganz Baden-WĂŒrttemberg ist fest in der Hand von Wolken, Regen und kalten Winden. Ganz Baden-WĂŒrttemberg? Nein, in der Wilhelma trotzen die unbeugsamen Mitarbeiter der Fachbereiche Parkpflege und Botanik dem trĂŒben Wetter und sorgen fĂŒr blĂŒhende Landschaften. Die Botanik bietet bei ihrem Griff in die Trickkiste dabei auch dieses Jahr wieder eine Rundreise durch den Australischen Kontinent an – ohne dafĂŒr Tausende von Flugmeilen zurĂŒcklegen zu mĂŒssen. Vom tropischen Queensland bis zur SĂŒdkĂŒste: Die Pflanzenvielfalt von Down under und zwei Vertreter aus dessen Tierreich können die Besucher bis zum 15. September 2013 in den GewĂ€chshĂ€usern bestaunen.
Australien ist mehr als nur rote WĂŒste und EukalyptuswĂ€lder: Üppige, tropische und subtropische RegenwĂ€lder, Heidelandschaften und SanddĂŒnen in den KĂŒstenregionen bilden Kontraste zum typischen Australienbild. Über 100 Arten aus der vielfĂ€ltigen, australischen Pflanzenwelt zeigt die Ausstellung in nachgebildeten LebensrĂ€umen im GewĂ€chshaus, das sich an den Wintergarten anschließt. In der Vielfalt des tropischen Regenwaldes sticht eine Pflanze hervor, die man normalerweise nur in verarbeiteter Form kennt: Rattan. Kaum einer weiß, dass diese Schlingpflanze zu den PalmengewĂ€chsen zĂ€hlt. Die bis zu 200 Meter langen Triebe der Rattanpalme haken sich mit ihren Stacheln bei anderen Pflanzen ein und finden so Halt. Am auffĂ€lligsten sticht aber die WĂŒstenerbse mit ihren feuerroten BlĂŒten ins Auge. Die mit unseren Erbsen verwandte Blume wĂ€chst neben einem kĂŒnstlichen TermitenhĂŒgel und streckt ihre einzige, lange Wurzel im Boden nach Wasser aus.
Fast wie eine Pflanze sehen auch die Tiere aus, die es das erste Mal in die Australienausstellung geschafft haben. Gute getarnt sitzen die Australischen Gespenstschrecken auf Brombeerzweigen im Terrarium kurz vor dem GewĂ€chshausausgang. Auf den ersten Blick sehen sie selbst wie vertrocknete BrombeerblĂ€tter aus. Bei genauerer Betrachtung machen sie zudem ihrem Namen alle Ehre: Zum Schutz vor Fressfeinden sind sie stachelbewehrt und wirken tatsĂ€chlich gespenstisch. Ihr Terrarium teilen sich die Schrecken mit einer Seidenspinne, die hier in ihrem riesigen Netz sitzt. FĂŒr noch mehr AuthentizitĂ€t der australischen Landschaften sorgen Wandmalereien, die an die traditionelle Kunst der australischen Ureinwohner erinnern. Hier schlĂ€ngelt sich eine Schlange ĂŒber die rote Wand, dort hĂŒpft ein KĂ€nguru neben den Besuchern einher. NatĂŒrlich haben die Wandmalereien in der Wilhelma nicht den Anspruch, die Vielschichtigkeit der traditionellen Kunst der Aborigines darzustellen. Sie gehört zu den Ă€ltesten Kunstformen der Welt und steckt voller mystischer Symbolik, die sich nur den australischen Ureinwohnern erschließt.
Mit dieser vielfĂ€ltigen Kombination aus Pflanzen, Tieren und Kultur bietet die kleine Ausstellung das ideale Kontrastprogramm zum trĂŒben, nasskalten Wetter draußen. Um nach Australien zu reisen muss derzeit also nicht die halbe Welt umrundet werden. Denn „Australien“ liegt gar nicht so weit entfernt – in der Wilhelma am Neckar.

100 australische Pflanzenarten, TermitenhĂŒgel, Traumbilder der Aborigines und Gespensterschrecken: Die Australien-Ausstellung zeigt ein StĂŒck „Down under“ auf kleinstem Raum. (Fotograf: Th. Hörner)
(31.05.2013, 09:56)
Ottmar MĂŒller :   Ich habe kĂŒrzlich eine Mail an die Wilhelmaverantwortlichen geschrieben und Fragen bezĂŒglich der anstehenden Projekte gestellt: Das mit dem Elefantenhaus wird noch eine ganze Weile dauern, da zuerst der Rosensteintunnel unter dem geplanten Standort gebaut werden soll; dieser wird frĂŒhestens 2019 fertig!

Davor sollen, je nach Finanzierungsmöglichkeit, andere Bauvorhaben realisiert werden. Genaueres wurde mir nicht beschrieben, aber sollen wohl u.a. tatsÀchlich die Gehege der Orangs und der Raubkatzen modernisiert/neu gabaut werden.

NĂ€chstes Jahr kommt der neue Direktor,wahrscheinlich wird man dann konkreter planen.
(29.05.2013, 22:25)
Jana MĂŒller :   Es soll wohl erst dann umgebaut werden, wenn das neue Elefantenhaus gebaut wurde.
(29.05.2013, 21:39)
Oliver MĂŒller :   Mit dem Auszug der Afrikaner sollte ja das alte Menschenaffen-Haus zum Orang-Utan-Haus umgebaut werden. Weiß man da schon NĂ€heres?
(29.05.2013, 14:24)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Goldstirnklammeraffen:
Kleine Kletten im mĂŒtterlichen Fell

Zwei kleine Klammeraffen vergrĂ¶ĂŸern die Affenbande auf der Affeninsel gegenĂŒber des alten Menschenaffenhauses: ein Junge namens Itsch und ein MĂ€dchen namens Paru. Der bereits Ende Januar vom Affenweibchen Siesta geborene Itsch ist dabei inzwischen groß und aktiv genug, um von den Besuchern sofort entdeckt zu werden. Die erst einen Monat alte Paru dagegen klammert sich nach Art aller kleiner Klammeraffen noch fest an den Bauch ihrer Mutter Sophie und ist daher leichter zu ĂŒbersehen.
Meister im Klammern – das mĂŒssen kleine Klammeraffen schon von ihrer Geburt an sein. FĂŒr sie ist sie ĂŒberlebenswichtig, denn AbstĂŒrze können fatal enden, vor allem wenn sie aus den Wipfeln hoher Urwaldriesen erfolgen. Zudem sind die Baumakrobaten mit dem langen Greifschwanz oft sehr schwungvoll unterwegs – ob in ihrer Heimat, dem sĂŒdamerikanischen Dschungel, oder in ihrem Kletterparcours in der Wilhelma. Der Schwanz mit der haarlosen, lederartigen InnenflĂ€che an der Spitze ist dabei ihre fĂŒnfte Hand: Diese leistet beim Ausbalancieren grĂ¶ĂŸerer SprĂŒnge ebenso gute Dienste wie als Greifwerkzeug und Sicherheitsleine, die sich schnell und fest um jeden Ast wickeln lĂ€sst. Selbst die Kleinsten setzen den Schwanz schon eifrig ein, um in jeder Lage fest mit Mama verbunden zu bleiben: Dazu winden sie ihn als zusĂ€tzlichen Klammerhaken hinten um den mĂŒtterlichen Schwanzansatz. WĂ€hrend die kleine Paru diese Technik noch intensiv anwendet und sich auf ihre Rolle als Klette konzentriert, ist Itsch schon weiter: Er löst sich auch schon mal aus der Umklammerung, wechselt die Position und reitet bei Mama auf dem RĂŒcken. Einige Lebensmonate und Trainingseinheiten spĂ€ter werden aber sicher beide mit den anderen Artisten auf der Anlage mithalten können: Neben den MĂŒttern Sophie und Siesta leben hier Vater Beppo, die Weibchen Fudge und Speedy sowie Ă€ltere Geschwister und Halbgeschwister von Itsch und Paru – elf Tiere gehören derzeit zur Goldstirnklammeraffenbande.
Im Englischen heißen Klammeraffen wegen ihrer langen, sehnigen Gliedmaßen – wobei die Arme deutlich lĂ€nger sind als die Beine – ĂŒbrigens „Spinnenaffe“. Die indigenen Ureinwohner dagegen nennen die Tiere wegen ihrer langen HĂ€nde und der, bis auf den weit zurĂŒckgebildeten Daumen, extrem langen Finger „Maquisapa“, was „Langhandaffe“ bedeutet. Den Namenszusatz „Goldstirn“ verdankt die in der Wilhelma lebende Unterart wiederum dem hellen Dreieck auf der Stirn, das bei jedem Tier anders aussehen oder ganz fehlen kann. Bei Jungtieren wie Itsch und Paru sucht man den Fleck ohnehin noch vergeblich. Rund ein Jahr werden sie gesĂ€ugt, mit rund zwei Jahren sind sie selbststĂ€ndig. Im Zoo werden Klammeraffen bis zu 35 Jahre alt, in der Natur verhindern Raubtiere und Menschen ein so hohes Alter. Da obendrein ihr Lebensraum, der Regenwald Venezuelas, Kolumbiens, Ecuadors, Perus und Brasiliens, zunehmend den MotorsĂ€gen zum Opfer fĂ€llt, ist ihr Bestand gefĂ€hrdet.

Foto: Wilhelma
(29.05.2013, 08:42)
Wilhelma :   Thementag „Reptilien“ aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Von einzigartigen Echsen und schuppigen Schönheiten

Wie sehen eigentlich Krokodil-Eier aus? Oder eine Schildkröte von innen? Und warum fahren Schlangen regelmĂ€ĂŸig aus der Haut? Antworten darauf erhalten große und kleine Wilhelma-Besucher beim Thementag „Reptilien“ am Sonntag, dem 2. Juni 2013 zwischen 11 und 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Dort warten die pĂ€dagogischen Mitarbeiter mit Infos und jeder Menge Anschauungsmaterial – wie etwa Skeletten, SchĂ€del und Schlangenhaut – auf, das betrachtet, erforscht oder auch angefasst werden kann. Wer von Reptilien bereits fasziniert ist, wird voll auf seine Kosten kommen. Wer sie bislang eher unheimlich findet, wird anschließend mit mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr ihre Lebens- und Verhaltensweisen nach Hause gehen. Die Teilnahme am Thementag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto: Glenn Bartoletti/Wikimedia
Schuppige Schönheiten wie diese Königsnatter werden beim Thementag auch „persönlich“ anwesend sein.
(29.05.2013, 08:22)
Wilhelma :   Zwei Kleine Kudus geboren:
Schön, selten und schnell mal auf der Flucht

Zwei KĂ€lber kamen dieses FrĂŒhjahr bei den Kleinen Kudus zur Welt – das weibliche Tier nannten die Tierpfleger „Naska“, das Böckchen „Kiti“. Wer nun aber nicht weiß, dass Kudus schöne, schlanke Antilopen aus Ostafrika sind und es sie auch in der Wilhelma gibt, dem sei beim nĂ€chsten Besuch ein genauer Blick ins Giraffengehege empfohlen. Denn hier streifen die Kleinen Kudus zeitweilig als WG-Mitglieder umher, sofern sie sich nicht gerade in ihr „Privatgehege“ direkt dahinter zurĂŒckgezogen haben. Die besten Chancen, die grazilen Tiere zu Gesicht zu bekommen: am frĂŒhen Vormittag, am frĂŒhen Abend – oder auch zwischendurch, je nach Geduld, Aufmerksamkeit und scharfem Auge des Betrachters.
Schon seit 1983 leben Kleine Kudus in der Wilhelma im Gehege unmittelbar hinter den Giraffen, und mit dem jĂŒngsten Nachwuchs Naska und Kiti wurden bereits 70 Jungtiere hier geboren. Doch wĂ€hrend die erwachsenen Tiere ĂŒber eigens eingerichtete DurchgĂ€nge immer mal wieder im Giraffengehege nebenan auftauchen – mit Vorliebe etwa, um bei den großen Nachbarn von deren Luzerne und Laub zu naschen – bleiben die KĂ€lber in den ersten Lebenswochen fĂŒr die Besucher unsichtbar. Denn in der Natur wie im Zoo warten die Nestablieger anfangs in ein Versteck geduckt auf die RĂŒckkehr ihrer MĂŒtter samt nĂ€chster Milchmahlzeit. Erst, wenn sie krĂ€ftig genug sind, um bei einer mutmaßlich nötigen Flucht mit der Herde mitzuhalten, werden sie in die Kudu-Gemeinschaft eingefĂŒhrt. Auch Naska und Kiti haben mittlerweile die ReifeprĂŒfung bestanden und dĂŒrfen die Herde begleiten. Damit können die Besucher die KĂ€lber nun ebenfalls zeitweilig mit ihren MĂŒttern Nala und Maya sowie der Kuh Chiara – alle drei selbst gebĂŒrtige Stuttgarterinnen – im und hinter dem Giraffengehege umherziehen sehen. Zur Kudu-Population der Wilhelma gehört ĂŒberdies der Bock Samurai, zwei Weibchen aus anderen Zoos sollen im Laufe des Jahres die Herde verstĂ€rken.
Die ursprĂŒngliche Heimat der schlanken Antilopen sind die Dornbuschsavannen und AkazienwĂ€lder Ostafrikas. Auch hier ziehen sich die vorwiegend nacht- und dĂ€mmerungsaktiven Tiere tagsĂŒber meist ins schĂŒtzende Dickicht zurĂŒck und suchen offene FlĂ€chen nur zur Futtersuche auf – Laub, Gras, KrĂ€uter und FrĂŒchte stehen auf dem Speisezettel. Dabei bleiben die Kleinen Kudus stets wachsam, fangen mit ihren großen, beweglichen Ohren wie mit Parabolantennen selbst das leiseste GerĂ€usch ein und sind allzeit bereit, ihr Heil in der Flucht zu suchen. Zumal es an Feinden in ihrer Umgebung nicht mangelt: Neben Raubkatzen, HyĂ€nen, Pavianen gehören natĂŒrlich auch menschliche JĂ€ger dazu. Auf der Flucht vollbringen die Tiere wahre Höchstleistungen: Bis zu acht Meter weite und zwei Meter hohe SĂ€tze sind nicht selten. Dabei zeigen sie die weiße Unterseite ihres Schwanzes – ein weithin sichtbares Warnsignal fĂŒr Artgenossen. Zu einer Herde gehören meist vor allem MĂŒtter und ihr Nachwuchs, erwachsene Böcke stoßen in der Regel nur zur Paarungszeit zu ihnen. Sie sind deutlich grĂ¶ĂŸer als die Weibchen, werden bis zu 100 Kilo schwer und tragen lange, geschraubte Hörner, die Weibchen sind hornlos. Im Gegensatz zu den verwandten Großen Kudus ist bei den Kleinen Kudus auch das Verbreitungsgebiet klein: Es beschrĂ€nkt sich auf Tansania, Kenia, Somalia, Äthiopien und den Jemen, die Art ist zudem als schutzbedĂŒrftig eingestuft.

Foto: Wilhelma
Die Kleinen Kudus sind selbst in der sicheren Wilhelma naturgemĂ€ĂŸ stets auf der Hut, wie ihre Körpersprache inklusive der gespitzten Ohren auf den Bildern zeigen – und ergreifen bei mutmaßlicher Gefahr sogleich die Flucht.
(24.05.2013, 07:56)
Wilhelma :   „Wilde Wochenenden“-Kurzvortrag in der Wilhelma-Schule:
Die bemerkenswerten Leistungen der Blindenhunde

Am Sonntag, dem 26. Mai 2013, stellt der Wilhelma-Tierpfleger und Ausbilder von BlindenfĂŒhrhunden, Mathias Roese, den Besuchern in einem Kurzvortrag seine spannende Arbeit vor. Er berichtet, wie man die richtigen Welpen fĂŒr den anspruchsvollen Job als BlindenfĂŒhrhund auswĂ€hlt, wie man sie trainiert und welche erstaunlichen FĂ€higkeiten diese Hunde entwickeln können. Manche finden beispielsweise sogar in StĂ€dten, die sie nie zuvor betreten haben, zuverlĂ€ssig die richtige Bankniederlassung fĂŒr ihren blinden menschlichen Begleiter! Die VortrĂ€ge finden jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere statt. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto: S. Reska
(23.05.2013, 11:44)
Wilhelma :   Wilde Wochenenden und erstes Besucherwochenende im neuen Affenhaus:
Thementage und Aktionen fĂŒr den Gorillaschutz

Am 14. Mai hat Minister Nils Schmid der Wilhelma die neue Anlage fĂŒr afrikanische Menschenaffen feierlich ĂŒberantwortet, seit dem 15. Mai ist sie fĂŒr die Besucher geöffnet. Das kommende lange Pfingstwochenende bietet somit reichlich Gelegenheit, sich die Anlage anzuschauen, ihre Bewohner kennen zu lernen – und die vielen neuen Informationsangebote im und am Haus zu nutzen: ob die Schautafeln, interaktiven Medienstationen, das Besucher-Kino oder das Info-Mobil der Wilhelma-Begleiter. Aber auch in der Wilhelmaschule dreht sich an Pfingsten alles um die Menschenaffen: Hier sind zum zweiten Mal Ranger aus dem Virunga-Nationalpark zu Gast, um ĂŒber ihre schwierige Arbeit vor Ort zu berichten.
WĂ€hrend vor dem neuen Affenhaus an Pfingsten Bananen und Tombola-Lose zugunsten des Gorillaschutzes im Virunga-Nationalpark verkauft werden, erfahren die Besucher in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere, warum jede Hilfe fĂŒr die Gorillas dringend benötigt wird. Denn in der Wilhelmaschule sind von Samstag, dem 18.5., bis Montag, dem 20.5., tĂ€glich von 11 bis 16 Uhr zwei Park-Ranger zu Gast, die von ihren EinsĂ€tzen zur Rettung der bedrohten Berggorillas in der Demokratischen Republik Kongo berichten. Mit von der Partie sind auch ihre „Congohounds“ sowie deren Ausbilderin, Marlene ZĂ€hner. Diese Congohounds sind Bluthunde und spielen mittlerweile eine wichtige Rolle beim Schutz der Berggorillas: Sie werden eigens ausgebildet, damit sie den Rangern als BeschĂŒtzer und SpĂŒrhunde beim Kampf gegen die Wilderei zur Seite stehen. Jeweils um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr zeigt das Team aus dem Virunga-Park in einem 30-minĂŒtigen Film zunĂ€chst eindrucksvolle Bilder von ihrer Arbeit vor Ort und beantwortet im Anschluss daran die Fragen der Besucher.
Die Teilnahme am Thementag ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden sind aber wie immer willkommen. Denn vor allem solche Spenden ermöglichen es der Wilhelma, Artenschutzprojekte wie den Gorillaschutz im Virunga-Park unmittelbar zu unterstĂŒtzen. Allein im Jahr 2012 kamen dank verschiedener Sammelaktionen und des Handyrecycling-Projekts 10.000 Euro zusammen, die direkt an die Helfer im Kongo ĂŒberwiesen werden konnten. Weitere Infos zum Virunga-Park und Congohoundprojekt finden sich im Internet unter „www.gorillacd.org“.


Foto: gorilla.cd/ZĂ€hner
Der Minister fĂŒr Finanzen und Wirtschaft Dr. Nils Schmid vor dem Gorillakindergarten mit den Handaufzuchten im „ZwiegesprĂ€ch“ mit dem Gorillajungen Tebogo.
(23.05.2013, 10:16)
Wilhelma :   Volles Programm am kommenden Wilhelma-Wochenende:
Botanische Muttertagsaktion, Mundartlesung und essbare Wildpflanzen

Am kommenden Sonntag ist Muttertag – wie wĂ€re es da mit einem selbst gestalteten Pflanzentöpfchen? Kinder, die ihre MĂŒtter damit ĂŒberraschen möchten, können auch dieses Jahr wieder bei der Aktion „Pflanzentopfen zum Muttertag“ der Wilhelma-GĂ€rtner mitmachen. Die Aktion findet am 11. Mai vor dem Wintergarten gegenĂŒber der Flamingowiese statt. Dabei können die Kinder verschiedene BlĂŒh- und GrĂŒnpflanzen unter kompetenter Anleitung der Wilhelma-GĂ€rtner selbst eintopfen, phantasievoll schmĂŒcken und die Ergebnisse am nĂ€chsten Tag stolz ihren MĂŒttern ĂŒberreichen. Das Angebot gilt wĂ€hrend des gesamten Samstags ab 10 Uhr – so lange der Vorrat reicht.
Wer sich anschließend noch auf lehrreiche Weise amĂŒsieren möchte, kann ebenfalls am Samstag, dem 11. Mai, eine der heiteren Mundart-Lesungen der Biologin und Reutlinger Autorin Petra Zwerenz mit dem Titel „Mo dr Aff no Mensch sei derf“ besuchen. Der jeweils rund 20-minĂŒtige Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ widmet sich verschiedenen tierischen Fragen und beantwortet sie hintergrĂŒndig, verblĂŒffend und mit schwĂ€bischem Humor gewĂŒrzt. Die VortrĂ€ge finden um 15 Uhr und um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere statt.
Am Sonntag, dem 12. Mai, wird es bei den „Wilden Wochenenden“ dann kulinarisch. Welche WildkrĂ€uter bei uns jetzt im FrĂŒhjahr wachsen und welche davon essbar sind, das erfahren die Wilhelma-Besucher von dem Wildpflanzenexperten und Buchautor Dr. Markus Strauß. Er lĂ€dt jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem „Crashkurs“ in Sachen essbare Wildpflanzen ein, bestehend aus einem kurzen Dia-Vortrag und einem kleinen botanischen Rundgang in der Wilhelma. Veranstaltungsort ist ebenfalls das WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervolieren.
Eine Anmeldung ist fĂŒr keine dieser Veranstaltungen und Angebote erforderlich, die Teilnahme ist jeweils im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten!

Foto: Wilhelma
„Pflanzentopfen zum Muttertag“: Die Aktion der Wilhelma-GĂ€rtner hat mittlerweile Tradition und findet bei jedem Wetter statt – notfalls unter einem Zeltdach wie auf diesem Foto von 2012.
(08.05.2013, 14:30)
Wilhelma :   KurzvortrĂ€ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Alles ĂŒber FledermĂ€use, die Schatten der Nacht

Um die "Schatten der Nacht", die FledermĂ€use, geht es am Sonntag, dem 5. Mai 2013, in einem spannenden Dia-Kurzvortrag der Wilhelmaschule (unterhalb der Geiervoliere) aus der Reihe „Wilde Wochenenden“. Er findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. In dem Vortrag stellt die Fledermausexpertin und ZoopĂ€dagogin Ewa Paliocha verschiedene Arten von Fledertieren vor und erzĂ€hlt von den erstaunlichen FĂ€higkeiten, Jagdtechniken und besonderen BedĂŒrfnissen der dĂ€mmerungs- und nachtaktiven InsektenjĂ€ger. Die Teilnahme am Vortrag ist im Eintritt in die Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: E. Paliocha
(03.05.2013, 12:40)
Wilhelma :   Der Umzug ins neue Affenhaus ist komplett:
Die Gorillafamilie und die Handaufzuchten haben ihr Heim eingeweiht

Am 30.4. war die Gorillafamilie der Bonobogruppe gefolgt und ins neue Menschenaffenhaus eingezogen, am 1. Mai wurde sie nun erstmals in ihre neuen Innengehege gelassen: Zuerst betrat die 50-jĂ€hrige Seniorin Mimi ohne zu zögern das neue Reich, dann folgten die ĂŒbrigen Gorillafrauen samt Nachwuchs und zuletzt SilberrĂŒcken Kibo. Ruhig und zĂŒgig ging am 2. Mai auch der Umzug der „Nachhut“ ĂŒber die BĂŒhne – der vier handaufgezogenen Gorillakinder aus dem Aufzuchthaus. Die Kleinen wurden auf den Armen ihrer Pflegerinnen mit dem Auto ins neue Heim chauffiert, was vor allem den drei Gorillajungs sichtlich Spaß machte.
Normalerweise sagt man ja, dass VerĂ€nderungen im Alter schwerer fallen als in jungen Jahren. FĂŒr Mimi, die mit 50 Jahren Ă€lteste Gorilladame der Gruppe und dreifache Ur-Ur-Großmutter, scheint das nicht zu gelten. BedĂ€chtig aber zielstrebig und Ă€ußerlich völlig cool durchstreifte sie die neuen Gehege und sammelte zufrieden brummelnd die von den Pflegern verteilten Leckereien auf: hier ein StĂŒck Fenchel, da ein BĂŒschel Petersilie. Und wĂ€hrend die anderen Familienmitglieder den noch unbekannten Naturboden aus Pinienrinde zunĂ€chst etwas vorsichtiger erkundeten, hatte Mimi diesen lĂ€ngst betreten, beschnuppert und sogar abgeschmeckt. „Es ist so erstaunlich wie erfreulich, dass sich gerade Mimi als die Selbstbewussteste erweist“, kommentiert dies die Primatologin Dr. Iris Weiche, die die Wilhelma-Gorillas seit Jahren beobachtet und auch ihre Eingewöhnung begleitet. Wie ĂŒblich wurde dabei zuletzt der Schieber fĂŒr Haremchef Kibo geöffnet, damit er alle seine Frauen schon vorfindet. Da er sich zudem in viel grĂ¶ĂŸeren Gehegen wiederfand, hatte er plötzlich jede Menge zu tun, um von A nach B zu gelangen und seine „SchĂ€fchen“ im Auge zu behalten, was ihn anfangs beunruhigte und sichtlich beschĂ€ftigte. „Er wird seiner Rolle als SilberrĂŒcken in der neuen Situation aber völlig gerecht und verteidigt seine Frauen sofort vor jeder mutmaßlichen Gefahr“, erklĂ€rt Dr. Iris Weiche. Zu beobachten und normal sei daher auch, dass sich vor allem die Weibchen mit Kindern wĂ€hrend der ersten Zeit eng an Kibo halten. Doch insgesamt schien das neue Gehege der ganzen Familie auf Anhieb zu gefallen: Gemeinsam erkundeten die Tiere jeden Winkel, wobei immer wieder leises Brummeln zu hören war, ein Laut, mit welchem die Gorillas sich verstĂ€ndigen, Kontakt halten und auch Zufriedenheit ausdrĂŒcken. Solche Laute können im Haus dank der offenen, vergitterten GehegedĂ€cher auch die Besucher kĂŒnftig hören.
„Besonders freut mich, dass Mimi nun wĂ€hrend ihrer letzten Lebensjahre noch den grĂ¶ĂŸeren Komfort im neuen Affenhaus genießen kann“, sagt die Menschenaffenkuratorin Dr. Marianne Holtkötter. Immerhin war es fĂŒr Mimi und die nur wenig jĂŒngere Undi schon der zweite Umzug innerhalb der Wilhelma. Der erste liegt genau 40 Jahre zurĂŒck: 1973 ging es von einer provisorischen Unterkunft in das damals noch als modern geltende alte Menschenaffenhaus.
Wie im Abenteuerland fĂŒhlten sich in ihrem neuen Gehege offenbar sofort die Gorillajungs Tano, Okanda und Tebogo – turnend, kraxelnd, tobend und herumalbernd nahmen sie den Raum samt den vielen Klettergelegenheiten in Beschlag. Nur Vana blieb die erste Stunde nach der Ankunft lieber im sicheren Arm der Pflegerin, bekam ein wenig Angstdurchfall und schaute sich schĂŒchtern um, bevor die Neugier auch bei ihr die Oberhand gewann. Ansonsten verlief der Umzug der europĂ€ischen Aufzuchtstation fĂŒr Gorillakinder, die von ihren MĂŒttern nicht angenommen wurden, eindeutig am schnellsten. In zwanzig Minuten war er vorbei, denn diesmal gab es keine Narkosen und Untersuchungen hinter den Kulissen, sondern es ging vom Umzugstaxi direkt in die Gehege. Hier wird kĂŒnftig der Sicht- und Schnupperkontakt durch Fenster und Gitter zur Gorillafamilie nebenan das Leben der Kleinen grundlegend verĂ€ndern – und die spĂ€tere Eingliederung in eine eigene Gorillafamilie mit Sicherheit erleichtern.

Foto: Wilhelma/M. Holtkötter
Blick auf die nun endlich belebten Gorilla-Innengehege - mit SilberrĂŒcken Kibo rechts oben auf einer „Aussichtsplattform“.
(03.05.2013, 12:18)
Wilhelma :   Zweiter Umzug erfolgreich beendet:
Die Gorillafamilie ist den Bonobos ins neue Affenhaus gefolgt

Zwei Wochen nach den Bonobos sind in einer rund neunstĂŒndigen Aktion nun auch die Gorillas ins neue Menschenaffenhaus umgezogen. WĂ€hrend die Bonobos sich dort bereits richtig heimisch zu fĂŒhlen scheinen und ihre großen Gehege genießen, werden die Gorillas ihr neues Domizil erstmals morgen, am 1. Mai, erkunden – und es hoffentlich ebenso gut annehmen wie ihre kleineren Verwandten. Der geplanten feierlichen Übergabe und Einweihung der Anlage durch Minister Nils Schmid am Nachmittag des 14. Mai steht somit nichts mehr im Wege. FĂŒr die Besucher ist das neue Menschenaffenhaus dann am Tag nach der offiziellen Einweihung, also ab dem 15. Mai, geöffnet.
Wie bereits bei den Bonobos so begann auch der Umzug der Gorillas morgens frĂŒh um 5 Uhr, der Kreis der Helfer war erneut groß: Er bestand vor allem aus 18 Tierpflegern und sechs VeterinĂ€rmedizinern, wobei das von den Wilhelma-TierĂ€rzten Tobias Knauf-Witzens und Annika Krengel geleitete Umzugsteam diesmal zusĂ€tzlich VerstĂ€rkung von drei Kardiologen sowie dem frĂŒheren Wilhelma-Tierarzt Wolfram Rietschel erhielt. Das Zusammenspiel klappte dank der Erfahrung und Routine aus dem ersten Umzug dabei fast noch besser und schneller. „Wir sind sehr erleichtert, dass wir nun auch die gesamte Gorillafamilie wohlbehalten nach oben, ins neue Haus, bringen konnten“, sagt Menschenaffenkuratorin Marianne Holtkötter aufatmend. „Alles ist dank der vielen konzentrierten Helfer wieder reibungslos und ruhig abgelaufen..“
Zwar galt es diesmal nur sieben statt zwölf Tiere – jeweils ein Affenbaby nicht mitgerechnet – in Narkose zu legen, zu untersuchen, in gepolsterte Kisten zu betten und mit Hilfe von Gabelstaplern und Transportfahrzeug in die neue Heimat zu bringen. Doch der Kraftakt war deshalb keineswegs geringer, zumal die Gorillas deutlich grĂ¶ĂŸer und schwerer sind als die Bonobos. WĂ€hrend diese im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Kilogramm auf die Waage bringen, wiegen die erwachsenen Gorillafrauen rund 70 bis 90 Kilo und Kibo wiegt sogar 160 Kilogramm. FĂŒr den SilberrĂŒcken haben die Wilhelma-Schreiner und -Schlosser deshalb eigens eine stabile XXL-Kiste gebaut, die allein schon 344 Kilogramm schwer ist. Mit Kibo darin erhöhte sich das Gesamtgewicht somit auf rund 500 Kilogramm. Als erste heil das neue Domizil erreichte jedoch Mimi, die GruppenĂ€lteste, gefolgt von Mawenzi und Mutasi mit ihrer jĂŒngsten Tochter Milele, die ohne Narkose auf Mutters Bauch liegend befördert wurde. Dann kamen Kolo und Kimbali dran, bevor Kibo und Gorillafrau Undi den Abschluss bildeten. Im neuen Haus angekommen, wurde jedes Tier im Behandlungsraum untersucht und dann in die Abtrenngehege hinter den Kulissen gelegt, wo vertraute Tierpfleger sie beim Aufwachen betreuten. „Jetzt sind wir gespannt, ob den Gorillas ihre neue Umgebung ebenso gut gefĂ€llt wie den Bonobos“, sagt Marianne Holtkötter. „Und wie beide Gruppen jeweils ihre großen begrĂŒnten Außengehege annehmen werden, wenn sie diese in ein paar Wochen betreten können. Das eigentliche Abenteuer beginnt ja jetzt erst.“

Foto: Wilhelma/Th. Bauer
Sie zogen als eine der ersten um: Gorillafrau Mutasi – hier unter Narkose noch schlafend – und die etwa einjĂ€hrige Milele, die auf Mamas Bauch reiste, betreut von Revierleiterin Bea Jarczewski.
(02.05.2013, 08:43)
Wilhelma :   Florierende Poitouesel-Zucht auf dem Schaubauernhof:
Frischer Wind dank Hengstfohlen und neuer, französischer Rassestute

Die Zucht der bedrohten Poitouesel hat in der Wilhelma mittlerweile Tradition. Seit 1993 gibt es diese Riesenesel mit dem kastanienbraunen, zotteligen Fell auf dem Schaubauernhof zu bewundern. RegelmĂ€ĂŸig sorgen sie fĂŒr Nachwuchs und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Rasse. So kam in diesem Jahr, ausgerechnet am 1. April, das Hengstfohlen Dominique zur Welt. Er ist aber nicht der einzige Neuzugang bei den aus Frankreich stammenden Eseln. Die erstklassige Zuchtstute mit dem adelig klingenden Namen „Aleboune du Genet“ bringt frischen Wind und vor allem frisches Blut in die Herde der Wilhelma.
Wie alle Eselfohlen, so verzaubert auch der kleine Dominique mit seinen großen Ohren, den zierlichen Beinen und der weißen Schnauze derzeit Besucher und Tierpfleger. Er ist das 21. Fohlen, das in der Wilhelma geboren wurde, seine Mutter ist die mittlerweile 18-jĂ€hrige Stute Hamrah. Insgesamt umfasst die Herde derzeit sechs Tiere. Dominiques Vater Nepomuk steht dabei meistens abseits und abgetrennt von den Stuten und beobachtet seine kleine Herde aufmerksam. Bis Dominique die stattliche GrĂ¶ĂŸe seines Vaters erreicht, wird noch etwas Zeit vergehen. Poitouesel werden nicht umsonst mitunter auch als „Riesenesel“ bezeichnet. Sie können eine Schulterhöhe von bis zu 1,5 Meter erreichen und bis zu 450 Kilogramm schwer werden.
Seit dem 10. Jahrhundert ist diese Eselrasse aus dem Westen Frankreichs bekannt. Sie wurde ausschließlich zur Zucht von Maultieren gebraucht. Aus ihrer Kreuzung mit großen Kaltblutpferden gingen krĂ€ftige und widerstandsfĂ€hige Maultiere hervor, die in der Landwirtschaft und als Transporttiere beim MilitĂ€r eingesetzt wurden. Der Bedarf an Maultieren ging mit dem Aufkommen von Maschinen in der Landwirtschaft allerdings drastisch zurĂŒck und damit auch der Bestand der Poitouesel. Bis auf 44 Tiere war er in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gesunken. Heute gibt es wieder ĂŒber 450 Tiere, die im Zuchtbuch in Frankreich erfasst sind. Als in ihrem Bestand gesichert kann die Rasse trotzdem noch nicht gelten. Zudem gab es erstklassige „Baudet du Poitou“, wie die Rasse offiziell heißt, bisher fast ausschließlich in Frankreich. Um erstklassig zu sein, sprich zum so genannten „Livre A“ zu gehören, muss ein Poitouesel einen einwandfreien Stammbaum haben, der sich bis mindestens zur siebten Generation zurĂŒckverfolgen lĂ€sst. Dank der langen und guten Zusammenarbeit mit dem französischen Zuchtverband ist es nun der Wilhelma gelungen, eines dieser hochklassigen Tiere nach Stuttgart zu holen: die von den Pflegern kurz „Allie“ genannte Stute. Ihr offizieller Zuchtbuch-Name lautet „Aleboune du Genet“, wobei „Aleboune“ im Altfranzösischen „sie ist gut“ bedeutet. Bleibt also zu hoffen, dass ihr Name Programm ist, sie der Wilhelma-Zucht der bedrohten Haustierrasse Auftrieb verleiht und Dominique bald viele weitere Fohlen folgen werden.

Foto: Wilhelma
Der jĂŒngste Poitouesel-Nachwuchs "Dominique" acht Tage nach der Geburt mit Pflegerin bzw. mit Mutter Hamrah. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die großen hĂŒbschen Ohren des Hengstfohlens noch nicht gĂ€nzlich "entfaltet" und aufgerichtet.
(26.04.2013, 10:04)
Wilhelma :   Neues von der Anlage fĂŒr Afrikanische Menschenaffen:
Die Bonobos haben sich bereits ĂŒberraschend gut eingelebt
Die offizielle Eröffnung der Anlage durch Minister Nils Schmid ist am 14. Mai

Vor sieben Tagen sind die Bonobos als erste Affenart in ihr kĂŒnftiges Zuhause in der neuen Anlage fĂŒr Afrikanische Menschenaffen eingezogen. Alle hatten den Eindruck, dass sie ihr Domizil auf Anhieb sehr gut annahmen. Dieser erste Eindruck hat nicht getrogen: Jetzt, eine Woche spĂ€ter, wirken die Bonobos schon ĂŒberaus entspannt. In KĂŒrze können somit auch die Gorillas umziehen. Sobald sich diese ebenfalls eingelebt haben, steht der offiziellen Eröffnung des Hauses nichts mehr im Wege. Ein Termin dafĂŒr wurde nun festgelegt: Am Nachmittag des 14. Mai wird der Minister fĂŒr Wirtschaft und Finanzen und oberster Dienstherr der Wilhelma, Dr. Nils Schmid, die neue Anlage persönlich und feierlich eröffnen. Den Besuchern steht die Anlage dann ab 15. Mai offen.
Dass sich die Bonobos im neuen Heim wohlfĂŒhlen, steht inzwischen weder fĂŒr die Tierpfleger und Zoologen der Wilhelma außer Frage, noch fĂŒr die junge Primatologin Nicky Staes von der UniversitĂ€t Antwerpen, Belgien. Sie kennt den Bonobo-Clan der Wilhelma, eine der grĂ¶ĂŸten Gruppen Europas, bereits von frĂŒheren Besuchen und beobachtet die dreizehn Tiere im Zuge ihrer Promotion derzeit von morgens bis abends: „Die Wilhelma-Truppe war schon immer eine der spielfreudigsten und fröhlichsten Gruppen in einem Zoo, die ich kenne – sicher auch wegen der guten BeschĂ€ftigungsprogramme der Tierpfleger. Und auch im neuen Haus waren sie nach nur vier Tagen schon ĂŒberaus entspannt“, sagt Nicky Staes. AuffĂ€llig ist zudem, dass es seltener zu lautstarken Streitigkeiten unter den Tieren kommt als im alten Haus. „Wir denken, dass einerseits die noch nicht so vertraute Umgebung den Zusammenhalt stĂ€rkt, sich andererseits aber auch das grĂ¶ĂŸere Angebot an Platz und Ausweichmöglichkeiten schon positiv auswirkt“, erklĂ€rt die Menschenaffen-Kuratorin Dr. Marianne Holtkötter. „Denn die Bonobos können sich in den drei Innengehegen besser verteilen und aus dem Weg gehen, wenn sie wollen, dabei kleine Untergruppen bilden, wie sie das auch in der Natur tun, und sich wieder alle zusammenschließen, wenn sie es mögen. Das wird in der Fachsprache auch ‚Fission-Fusion-Sozialsystem’ genannt.“ Gerade solchen natĂŒrlichen Sozialstrukturen und BedĂŒrfnissen der beiden Menschenaffenarten noch besser Rechnung tragen zu können, war auch eines der wesentlichen Anliegen der Wilhelma beim Neubau.
Nun gilt es als nĂ€chstes, auch die Gorillas wohlbehalten in ihr kĂŒnftiges Zuhause zu bringen. Rund 15 Stunden dauerte der Umzug bei den Bonobos, ein 18-köpfiges Tierpflegerteam, ein sechsköpfiges Tierarztteam, zwei Kardiologen, zwei Reproduktionsexperten sowie weitere Helfer waren dabei. Sicher ist: Auch bei den acht grĂ¶ĂŸeren und schwereren Gorillas werden der Aufwand und das Aufgebot an Umzugshelfern und medizinischen Betreuern nicht kleiner sein. Doch wenn das Zusammenspiel aller Beteiligten wieder mit der gleichen Ruhe und Konzentration erfolgt, wie beim Umzug der Bonobos, dĂŒrfte auch bei den Gorillas nichts schief gehen.

Auch die Seniorin der Gruppe, die etwa 47-jĂ€hrige Bonobofrau Kombote, hat den Umzug gut ĂŒberstanden und liegt hier ganz entspannt auf einer „Holzbank“. (Foto: M. Schneider)
(23.04.2013, 15:57)
Wilhelma :   Kurzvortrag aus der Reihe Wilde Wochenenden:
Eulen – Auf leisen Schwingen durch die Nacht

Nachts, wenn die meisten Menschen schlafen, schlĂ€gt die Stunde der Eulen. Im Schutz der Dunkelheit gehen sie auf Nahrungssuche und sind wahre Meister der nĂ€chtlichen Jagd. Doch wie finden sie bei wenig Licht ihre Beute? Warum kann man sie beim Fliegen nicht hören? Und welche Arten leben bei uns? Diese und mehr Fragen werden am kommenden Sonntag, dem 21. April 2013, bei einem Dia-Kurzvortrag aus der Veranstaltungsreihe "Wilde Wochenenden" beantwortet. Der Vortrag des Biologen Michael Eick ĂŒber Eulen und KĂ€uze findet einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervolieren statt. Michael Eick ist den interessanten Vögeln der Nacht schon seit vielen Jahren auf der Spur und berichtet mit beeindruckenden Bilden von seinen Beobachtungen. Die Teilnahme am Vortrag ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Michael Eick
Die beeindruckenden Augen eines Uhu.
(19.04.2013, 07:42)
Michael Mettler :   Ist schon lustig: In anderen Zoos ist man froh darĂŒber, wenn der Sichtbeton aus der Brutalismus-Ära zwecks Naturillusion endlich verbrĂ€mt wird, und im Stuttgarter Menschenaffenhaus feiert er fröhliche Wiederauferstehung...
(18.04.2013, 18:43)
Wilhelma :   Liboso und Baby im neuen Haus (Foto: M. Schneider)
(18.04.2013, 09:22)
Wilhelma :   Umzug auf Raten ins neue Menschenaffenhaus:
Die Bonobos sind in ihrem kĂŒnftigen Zuhause wohlbehalten gelandet

Die ersten Pflanzen und Tiere sind ins neue Menschenaffenhaus eingezogen: Die Vorhut bildeten in den letzten beiden Wochen rund 70 tropische Pflanzenarten, gestern folgte als erste Affenart die Bonobos. Von zwölf zu transportierenden Tieren war man ursprĂŒnglich ausgegangen – doch am Umzugstag waren es dreizehn! Der Grund: Bonobofrau Liboso hatte der Wilhelma als kleine OsterĂŒberraschung ein Baby beschert – und damit fĂŒr eine weitere Verzögerung im Zeitplan gesorgt, damit sich Mutter und Kind gut zwei Wochen in gewohnter Umgebung und stressfrei miteinander vertraut machen konnten.
Von morgens um 5.30 Uhr bis abends um 19 Uhr dauerte der Umzug. Das klingt nach viel Zeit, doch tatsĂ€chlich klappte alles wie am SchnĂŒrchen und viel schneller als gedacht – durchschnittlich rund eine Stunde pro Tier wurde benötigt. Zu verdanken war dies neben einer guten Organisation dem 18-köpfigen Tierpflegerteam, einem sechsköpfigen, durch externe KrĂ€fte verstĂ€rktem Tierarztteam, zwei Kardiologen, zwei Reproduktionsexperten sowie weiteren Helfern unter Leitung der Wilhelma-TierĂ€rzte Tobias Knauf-Witzens und Annika Krengel. In einem zunehmend routinierten Zusammenspiel legten die professionellen Umzugshelfer die Tiere in Narkose – denn ohne die sind die krĂ€ftigen Bonobos nicht zum Umzug zu bewegen –, untersuchten jedes Tier, verstauten es in Transportkisten, fuhren es zur neuen Anlage, luden es wieder aus, brachten es zum Ultraschall und dann in sein mit Namensschild versehenes Aufwachgehege. Dort konnten sich die Tiere unter den wachsamen Augen der Pfleger in Ruhe ausschlafen, dann langsam mit der Umgebung vertraut machen und ihre Artgenossen in den NachbarkĂ€figen begrĂŒĂŸen. Bald wurden die ersten Verbindungsschieber geöffnet, um gegenseitige Besuche zu ermöglichen. Intensiv betreut von ihren vertrauten Pflegern nahmen auch die Tiere den Umzug ruhig und gelassen hin – dabei wĂ€ren sie durchaus in der Lage, ihrem Unmut lautstark Luft zu machen. „Wir sind sehr froh, dass unsere Bonobos die ganze Aktion so gut verkraftet haben und vor allem, dass sie alle wohlbehalten in ihrem neuen Heim angekommen sind“, so Dr. Marianne Holtkötter, Wilhelma-Kuratorin fĂŒr Menschenaffen. „Es hĂ€tte wirklich nicht besser laufen können.“ Zudem bot der Umzug die wohl einmalige Gelegenheit, alle Tiere auf Herz und Nieren zu untersuchen – und gleichzeitig ein paar nötige zahnĂ€rztliche Eingriffe vorzunehmen. Nicht zuletzt konnte das Geschlecht von Libosos Baby auf diese Weise schneller bestimmt werden: ein Junge! Jetzt wird ein Name fĂŒr ihn gesucht.
Und da alle, samt Mutter und Kind, den Umzug gut ĂŒberstanden hatten, stand auch dem Plan nichts im Wege, die Bonobos gleich am nĂ€chsten Tag die großen Innengehege erkunden zu lassen. Schon frĂŒh morgens saßen sie an den DurchgĂ€ngen und lugten neugierig in die unbekannten RĂ€ume, um neun Uhr gingen erstmals die Schieber auf. Nur wenige Tiere zögerten kurz, dann nahmen alle das neue Zuhause in Beschlag, durchstreiften und durchturnten es auf allen Ebenen, schrien dabei Bonobo-typisch vor Aufregung, untersuchten den neuen Naturboden aus Pinienrinde und taten bald alles, was einen Bonobo-Tag so ausmacht: das ausgelegte Futter verspeisen, sich gegenseitig das Fell pflegen, Nester aus Holzwolle bauen, ausruhen. Alle sind zuversichtlich, dass sich die Tiere bald eingelebt haben werden. Bis die Bonobos in ihre Außenanlagen können, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Denn die neu gepflanzte Vegetation braucht mindestens vier bis sechs Wochen, um richtig anzuwachsen und grĂŒn zu werden. Als nĂ€chstes werden nun die Gorillas umziehen – wobei hoffentlich alles ebenso glatt ĂŒber die BĂŒhne gehen wird wie bei den Bonobos. Auch darĂŒber wird die Wilhelma zeitnah berichten – und spĂ€testens dann ĂŒberdies einen definitiven Eröffnungstermin fĂŒr das neue Menschenaffenhaus nennen können.

Foto (M. Schneider): Die Bonobos nehmen am Tag nach dem Umzug ihr neues Heim in Besitz.
(18.04.2013, 09:20)
Wilhelma :   Spannende KurzvortrĂ€ge in der Wilhelma-Schule

Tierisch schlau – verblĂŒffende Geistesleistungen im Tierreich
Am Sonntag, dem 14. April 2012, können die Besucher im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere wieder Erstaunliches und Wissenswertes ĂŒber die Denk- und Geistesleistungen von Tieren lernen – ob von Affen, KrĂ€hen, Kraken oder sogar von Bienen. In einem kurzweiligen Vortrag prĂ€sentiert die Diplombiologin Sabine Ratzel großen wie kleinen Wilhelma-Besuchern echte „Schlaumeier“ unter den Tieren und erzĂ€hlt unter anderem von tĂŒftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die GebĂ€rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Wilhelma / L. Siermann
Auch Kraken sind zu manchen verblĂŒffenden Leistungen fĂ€hig – zum Beispiel schrauben sie mit viel Geschick einen Dosendeckel auf, um an die Leckerei in der Dose zu gelangen.
(10.04.2013, 14:17)
Wilhelma :   Die umgebaute Anlage ist wieder „in Betrieb“:
Das Comeback der ErdmÀnnchen

Ende November 2012 begann der Umbau der ErdmĂ€nnchenanlage, Anfang April 2013 war sie bezugsfertig. Vier der sĂŒdafrikanischen Schleichkatzen sind jetzt in die runderneuerte Anlage eingezogen: zwei in Stuttgart geborene MĂ€nnchen sowie zwei Weibchen aus Warschau. Sich kennen lernen, um die Rangfolge streiten und flirten durfte das Quartett aber schon im Winterquartier hinter den Kulissen. Somit konnten sie sich beim Einzug ganz auf die Eroberung ihres neuen Reviers nach ErdmĂ€nnchen-Art konzentrieren: alles erkunden und ausgiebig markieren, Probegrabungen durchfĂŒhren, Verstecke suchen – und vor allem, sich immer wieder aufwĂ€rmen oder im Innengehege von den vielen neuen EindrĂŒcken erholen. Dann sind die Tiere trotz ihrer RĂŒckkehr auf die Anlage fĂŒr Besucher zeitweilig nicht zu sehen. Das gilt auch fĂŒr einen der Tage zwischen 18. und 23.4.: Dann ist der Weg bei den ErdmĂ€nnchen wegen Asphaltarbeiten voraussichtlich gesperrt. (Zeitnahe Hinweise dazu gibt’s auf www.wilhelma.de).
Brrr, ist das kalt da draußen – fanden die ErdmĂ€nnchen, als sie ihre runderneuerte Außenanlage erstmals betraten. Und schwupp, waren sie wieder durch eine der drei Verbindungsröhren in den beheizten InnenrĂ€umen verschwunden. Kein Wunder, denn so ein winterlicher FrĂŒhling, wie ihn Mitteleuropa derzeit erlebt, ist nicht gerade nach dem Geschmack der Sonnenanbeter aus SĂŒdafrika. Doch lange hielt es die neugierigen Tiere nicht in ihrem Unterschlupf. Und schon bald fanden sie, was ihnen am meisten behagt: eine kuschelige Kuhle direkt unter einem tĂŒchtig einheizenden WĂ€rmestrahler. Gleich unter vier solcher kĂŒnstlicher WĂŒstensonnen sowie auf einer „Heizplatte“ können es sich die Bewohner der neuen Anlage gemĂŒtlich machen. Angebracht wurden diese in halboffenen Höhlen, unter FelsvorsprĂŒngen und ĂŒber offenen LiegeflĂ€chen, so dass die Tiere auch bei Regen im Trockenen sitzen können, ohne dass ihnen die Sicht nach oben ganz versperrt ist. Denn ErdmĂ€nnchen sind von Natur aus immer auf der Hut, wobei die Gefahr in ihrer WĂŒstenheimat meist von oben droht, durch Greifvögel. Auch erhöhte Aussichtsplattformen gehören deshalb unbedingt in jedes artgemĂ€ĂŸe ErdmĂ€nnchenheim. In der runderneuerten Anlage, deren Umbaukosten von rund 250.000 Euro der Wilhelma-Förderverein ĂŒbernahm, bieten sich Felsen, BaumstĂ€mme und eine große Eichenwurzel als WachtĂŒrme an. Von diesen aus hĂ€lt immer mindestens ein Tier Ausschau nach Feinden, und das oft in der bei Besuchern beliebtesten Pose: MĂ€nnchen machend. Den Hintergrund der Anlage, die beim Umbau zudem um 40 Prozent auf 120 Quadratmeter gewachsen ist, bilden nun rötliche Kunstfelsen im gleichen Look wie in der Zebra- und der Elefantenanlage nebenan sowie im neuen Gorilla-Außengehege. Ein weiteres Highlight im ErdmĂ€nnchen-Reich: der etwa 12 Quadratmeter große und eigens mit einer dickeren Schicht Substrat aufgefĂŒllte Buddelplatz: Hier können die Tiere selbst Architekt spielen und nach Herzenslust eigene Bauten anlegen. Und falls sie damit nicht zu sehr beschĂ€ftigt sind, dĂŒrfen sie natĂŒrlich auch fĂŒr Nachwuchs sorgen. DafĂŒr ist in einem ErdmĂ€nnchenclan stets nur ein dominantes Paar zustĂ€ndig, die anderen spielen Babysitter, was in der Natur die Überlebenschancen der Kleinen erhöht. Zudem verhindern chemische Botenstoffe des zĂŒchtenden Paares, dass die im Clan lebenden Nachkommen geschlechtsreif werden. Wer in der neu formierten Gruppe dieses Elternpaar stellen wird, dĂŒrfte sich bald zeigen. Und vielleicht gibt es ja schon im Sommer den ersten Zuwachs im neuen Heim ...

Foto: Wilhelma
Vom Sandboden, ĂŒber Totholz bis zu Kunstfelsen im Hintergrund prĂ€sentiert sich die Anlage jetzt noch wĂŒstenartiger.
(10.04.2013, 08:46)
Wilhelma :   Thementag „Insekten und Co.“ in der Wilhelmaschule:
Begegnungen mit KĂ€fern, Spinnen und anderen GliederfĂŒĂŸern

Am Sonntag, dem 7. April 2013, widmet die Wilhelmaschule einen Thementag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ den Insekten und anderen GliederfĂŒĂŸern. Dabei erfahren die Besucher unter anderem, dass nicht alles, was auf mehr als vier Beinen umher krabbelt, automatisch ein Insekt ist. Zwar sind sage und schreibe 80 Prozent aller beschriebenen Tierarten Insekten bzw. Kerbtiere. Auch stellen diese innerhalb des Stammes der GliederfĂŒĂŸer die grĂ¶ĂŸte und artenreichste Klasse dar. Aber zu den GliederfĂŒĂŸern gehören auch die achtbeinigen Spinnentiere sowie TausendfĂŒĂŸer und Krebstiere. Von 11 Uhr bis 16 Uhr bringen die Biologen der Wilhelmaschule großen und kleinen Besuchern diese riesige, vielfĂ€ltige Welt der GliederfĂŒĂŸer nahe – hautnahe Begegnungen mit Wandelnden BlĂ€ttern, dicken KĂ€fern, fauchenden Schaben und sanften Vogelspinnen inklusive. Außerdem werden am Thementag einige von Insekten gefertigte „Kunstwerke“ zu sehen sein – und zwar in Form der Nester etwa von Hornissen und Wespen. Ort des Geschehens ist die Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Der Besuch des Thementags ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch willkommen.

Foto (Wilhelma): Schmetterlinge, wie dieser Scharlachrote Schwalbenschwanz, gehören zu den Insekten, die schon ihrer Schönheit wegen beliebt sind. Aber auch andere Insekten und GliederfĂŒĂŸer sind keineswegs eklig, sondern ĂŒberaus faszinierend – wie die Besucher des Thementags ĂŒber Insekten selbst erleben können.
(05.04.2013, 09:15)
Wilhelma :   Osterstimmung in der Wilhelma:
Eier ohne Ende und freier Eintritt fĂŒr „Oster“ und „Hase“

Eier und Ostern: Das gehört einfach zusammen wie – Oster und Hase. Deshalb dreht sich in der Wilhelmaschule am Osterwochenende alles ums Ei. Wer schon immer wissen wollte, was ein Straußenei wiegt oder wie ein Schlangenei aussieht: Hier wird er es endlich erfahren. „Eiei machen“ können Kinder wĂ€hrend der Ostertage zudem bei „OsterkĂŒken“ im Jungtierauf-zuchthaus und natĂŒrlich bei Schafen und Ziegen im Streichelzoo. Nur der Osterhase wird vermutlich zu beschĂ€ftigt sein, um persönlich vorbeizuschauen. Also lĂ€dt die Wilhelma eben alle seine menschlichen Namensvettern ein: Wer mit Nachnamen „Oster“ oder „Hase“ heißt, der genießt an Ostersonn- und Ostermontag gegen Vorlage seines Ausweises freien Eintritt.
Das Osterprogramm beginnt bereits am Karfreitag mit den Thementagen „Rund ums Ei“ in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Dort können die Besucher bis einschließlich Ostermontag jeweils von 11 bis 17 Uhr Spannendes, Wissenswertes und Kurioses ĂŒber die vielfĂ€ltige Welt der Eier erfahren. Denn nicht nur sprichwörtlich gleicht kein Ei dem anderen: Jede Vogelart setzt bei seinen Gelegen auf ein eigenes Design und auch die Eier von Reptilien, Fischen, Insekten gibt es in allen Farben und Formen. Außerdem können Kinder und Eltern unter fachlicher Anleitung Osterschmuck basteln und an einer Osterlotterie zugunsten der bedrohten Gorillas teilnehmen. Im Jungtieraufzuchthaus haben Kinder am Ostersonn- und -montag jeweils von 11 bis 12 Uhr, 13 bis 14 Uhr sowie 15 bis 16 Uhr die Gelegenheit KĂŒken zu kraulen. Auch die Skudden, Kamerunschafe und Zwergziegen im Streichelzoo des Schaubauernhofs nehmen gerne Streicheleinheiten entgegen – am liebsten in Kombination mit Snacks aus dem Futterautomaten. Die ersten Zicklein des Jahres wurden hier bereits geboren; und auch bei den Wildschweinen gegenĂŒber tollen Frischlinge umher. Bei diesen sollte man wegen der bissigen Eltern Streichelversuche durch den Zaun jedoch tunlichst unterlassen! Zwar keine Osterhasen, dafĂŒr aber echte Kaninchen mit ihrem niedlichen Nachwuchs gibt es zudem im KleinsĂ€ugerhaus zu bestaunen.
WĂŒrden im Park obendrein schon Magnolien, Tulpen und Narzissen blĂŒhen – die Osterstimmung wĂ€re perfekt. Doch der lange, kalte Winter hat einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Immerhin halten rund 60.000 bunte StiefmĂŒtterchen im Park die Stellung, die ĂŒbrigen FrĂŒhblĂŒher stehen in den Startlöchern und lauern auf wĂ€rmende Sonnenstrahlen. Eine farbenfrohe EntschĂ€digung gibt es zudem in den GewĂ€chshĂ€usern: Hier stehen die Kamelien in voller BlĂŒte und auch die Zitrus-Ausstellung im Wintergarten wird noch ĂŒber die Feiertage mit frischen Farben und DĂŒften aufwarten. Zudem kann man wieder rund um den Seerosenteich flanieren: Die Sanierung wurde rechtzeitig vor Ostern abgeschlossen.
Übrigens: Der österliche Thementag „Rund ums Ei“ bildet den Auftakt fĂŒr neue Folgen aus der Reihe „Wilde Wochenenden“, welche die Wilhelmaschule 2012 ins Leben gerufen hat. Im Angebot sind auch 2013 wieder spannende Thementage, KurzvortrĂ€ge und Workshops zu Tier-, Pflanzen und Naturschutz-themen, die wieder vor allem sonntags, teilweise aber auch samstags stattfinden. Die Teilnahme ist im Eintritt inklusive; alle Termine gibt’s auf www.wilhelma.de in der Rubrik „Wilhelmaschule“. Und zuletzt ein wichtiger Hinweis fĂŒr alle, die mit dem PKW zur Wilhelma anreisen: Das Wilhelma-Parkhaus ist geöffnet, das Parkhaus Mahle derzeit aber wegen Sanierung geschlossen. Weitere Informationen zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder PKW finden sich auf www.wilhelma.de unter „Besuch“.

Foto: Wilhelma
Alles rund ums Ei“: Passend zu Ostern bietet die Wilhelmaschule spannende Einblicke in die vielfĂ€ltige Welt der Eier.
(27.03.2013, 08:23)
Wilhelma :   Wellness fĂŒr KurzohrrĂŒsselspringer:
Komm auf die Schaukel, Luise!

Sie sind winzig, haben kreisrunde Knopfaugen, eine kleine bewegliche RĂŒsselnase und einen sehr langen Namen: KurzohrrĂŒsselspringer. In der Wilhelma lebt je ein Paar von ihnen im KleinsĂ€ugerhaus sowie in einem Terrarium im Giraffenhaus. Dort haben die Tierpfleger ins Heim der WĂŒstenbewohner ein neues MöbelstĂŒck und SpielgerĂ€t eingebaut: eine „Schaukel“.
Bislang hatten die Kurzohr-RĂŒsselspringer der Wilhelma keine Namen. Doch seit das im Giraffenhaus lebende PĂ€rchen sich in ihrem eigens fĂŒr sie aufgehĂ€ngten Holzkistchen gerne mal ein wenig „verschaukeln“ lĂ€sst, heißt das Weibchen passend zum altbekannten Schlager nun „Luise“, das MĂ€nnchen „Luis“. Folgerichtiger wĂ€re fĂŒr Luis allerdings der Name „Hans“ gewesen – nach Hans Albers, der das im Dreivierteltakt und in eindeutiger VerfĂŒhrungsabsicht vorgetragene Lied „Komm auf die Schaukel Luise“ ab 1931 bekannt gemacht hatte. Um Luise oder Luis – im wirklich-wahren RĂŒsselspringerleben schaukeln die beiden selten gemeinsam – in ihrer „Hollywoodschaukel“ zu sehen, braucht man etwas GlĂŒck. Denn die Tiere machen es sich darin vor allem morgens und gegen Abend gemĂŒtlich, wenn es im Haus ruhiger ist. Trubel mögen die Winzlinge mit den röhrenförmigen NĂ€schen und den kĂ€nguruartig verlĂ€ngerten Hinterbeinen nĂ€mlich nicht besonders.
Zwar erinnert das Aussehen der RĂŒsselspringer an MĂ€use, mit Nagetieren haben sie aber nichts zu tun. Sie sind in mehreren Arten in ganz Afrika zu Hause und bilden eine eigene SĂ€ugetier-Ordnung. Ihr grĂ¶ĂŸter Vertreter ist das von Kopf bis Hinderteil 30 Zentimeter lange RĂŒsselhĂŒndchen, das in den UrwĂ€ldern des östlichen Afrika lebt. Die KurzohrrĂŒsselspringer dagegen sind die kleinsten ihrer Ordnung. Sie werden nur 22 bis 24 Zentimeter lang – gut die HĂ€lfte davon entfĂ€llt auf den Schwanz – und 30 bis 50 Gramm leicht. Ihre Heimat sind die WĂŒsten und HalbwĂŒsten des sĂŒdwestlichen Afrika. Hier leben die wuseligen Tiere einzeln oder paarweise in bis zu einen Quadratkilometer großen Streifgebieten, wo sie hĂ€ufig auf immer gleichen Pfaden umherflitzen – und auf diesen kleinen „Schnellstraßen“ bis zu 20 Stundenkilometer erreichen. Auf ihrer Speisekarte stehen in der Natur vor allem Insekten, Wurzeln und Pflanzensamen, in der Wilhelma gibt es vorwiegend Salat, GemĂŒse, Körner und Obst, aber auch mal Hackfleisch, MehlwĂŒrmer, Heuschrecken und Krebse. Und wĂ€hrend die RĂŒsselspringer in der Wildnis selbst auf dem Speiseplan von Greifvögeln, Schlangen und Kleinraubtieren stehen und dort daher selten Ă€lter als ein bis zwei Jahre werden, können sie im sicheren Zoo bis zu sieben Jahre lang leben. In der Natur dienen ihnen unterirdische Bauten als Unterschlupf, in den wĂŒstenartig eingerichteten Wilhelma-Gehegen bieten kleine Felsspalten RĂŒckzugs- und Versteckmöglichkeiten. Luis und Luise haben nun ĂŒberdies eine Schaukel – etwas, das sie in der WĂŒste sicher nicht finden wĂŒrden. Doch zu gefallen scheint es ihnen darin. Wer weiß, vielleicht regt die Schaukel ja, ganz im Sinne von Hans Albers, auch ihr Liebesleben ein wenig an. Und sie fĂŒgen den 150 Nachzuchten, die es seit 1989 in der Wilhelma bereits gab, im nĂ€chsten Sommer noch zwei Winzlinge hinzu. Denn typisch fĂŒr die Art sind vor allem ZwillingswĂŒrfe.

Foto: Wilhelma
(25.03.2013, 09:22)
Wilhelma :   Nachtrag zur Meldung vom 13.3. bezĂŒglich der WĂŒsten-Krötenechsen. Passend dazu wĂ€re dieses Bild gewesen.
(25.03.2013, 09:16)
Joshua Förg :   Man möchte wohl am BONOBO-TV festhalten. Am Dach des Hauses wurde extra eine SatellitenschĂŒssel angebracht ...
(23.03.2013, 12:13)
Sascha Möller :   ĂŒberschnitten:-)
(13.03.2013, 17:39)
Sascha Möller :   @ Sacha: Das Foto dĂŒrfte aus dem Wuppertaler zoo stammen.
(13.03.2013, 17:38)
Holger Wientjes :   Das Bild ist aus Wuppertal.
(13.03.2013, 17:38)
Sacha :   Wobei mich noch interessieren wĂŒrde, woher das Bild stammt. Scheint mir nĂ€mlich nicht ein Wilhelma-Gehege zu sein (und wenn es dort ĂŒberhaupt je die Kombi Königspinguin/Eselspinguin - oder muss ich sagen "WĂŒsten-Krötenechse und Malachit-Zaunleguan"?:) - gab, muss das schon Ewigkeiten her sein.
(13.03.2013, 17:09)
Regina Nieke :   @ Ottmar MĂŒller und Patrick Kalscheuer:
Ihr habt nicht richtig gelesen: Das IST die "gute Tarnung" der Echsen :-)
(13.03.2013, 14:34)
Ottmar MĂŒller :   Das sind aber komische Reptilien, mit Schnabel und Federn. Aber fĂŒr das riesige Terrarium hat man bestimmt ganz schön was springen lassen :D
(13.03.2013, 14:07)
Patrick Kalscheuer :   Wow, wieder was gelernt - mir war gar nicht klar, das Krötenechsen so lange SchnĂ€bel haben :-)
(13.03.2013, 14:04)
Wilhelma :   WĂŒsten-Krötenechsen im Terrarium:
Kleine, stachelige „Monster“

Lange galten die auf Ameisen-Nahrung spezialisierten WĂŒsten-Krötenechsen als Ă€ußerst schwierige Pfleglinge und wurden folglich nur sehr selten in Terrarien gehalten. Einfach ist ihre Haltung immer noch nicht, aber heutzutage ist das Futterproblem lösbar, und die Tiere lassen sich auch zĂŒchten. Seit Kurzem sind nun im Terrarium der Wilhelma zwei Paare dieser bizarren Reptilien zu sehen.

Krötenechsen sind rundliche, stark abgeplattete Vertreter aus der Familie der Leguane. Charakteristisch fĂŒr die Bewohner steiniger HalbwĂŒsten: die großen Stachelschuppen am Hinterkopf und der kurze Schwanz. Die Stachelschuppen reichen bei den bis 13 Zentimeter langen Tieren als Schutz aber nicht aus – bei Gefahr drĂŒcken sich die tarnfarbenen Echsen daher platt an den Boden. GenĂŒgt das immer noch nicht, so können sie aus den Augenwinkeln BlutflĂŒssigkeit verspritzen: ein fĂŒr die meisten Gegner durchaus abschreckendes Verhalten, das man im Terrarium allerdings nicht zu Gesicht bekommt.
WĂŒsten-Krötenechsen (ihr wissenschaftlicher Name lautet Phrynosoma platyrhinos) stammen ursprĂŒnglich aus dem Westen und SĂŒdwesten der USA sowie aus Mexiko. Die kleinen „Monster“ in der Wilhelma kennen die amerikanischen HalbwĂŒsten allerdings bestenfalls vom Hörensagen – sie sind in Baden-WĂŒrttemberg geschlĂŒpfte Nachzuchten. Damit sie sich auch in Menschenobhut rundum wohl fĂŒhlen, brauchen die Sonnenanbeter richtig viel Licht. Und auch das „Catering“ muss stimmen: Krötenechsen haben sich auf den Verzehr von Ameisen spezialisiert. In der Natur hat das Vorteile: Ameisen sind hier als Futtertiere reichlich vorhanden und werden den kleinen Echsen von anderen RĂ€ubern kaum streitig gemacht. Auch im Terrarium mĂŒssen folglich Ameisen auf dem Speiseplan stehen. Falls diese nicht in ausreichender Menge verfĂŒgbar sind, stĂ€ubt man ersatzweise andere kleine Futterinsekten mit einem Pulver aus AmeisensĂ€ure und entsprechenden Spurenelementen ein.
Noch sind die WĂŒsten-Krötenechsen der Wilhelma nicht ausgewachsen. Doch wenn alles gut geht, legen sie im nĂ€chsten Jahr Eier, aus denen hoffentlich die nĂ€chste Generation kleiner stacheliger Monster schlĂŒpfen wird ...

Foto: Ob auf Felsen, Sandboden oder Totholz: Die bizarr anmutenden WĂŒsten-Krötenechsen sind in ihrem Lebensraum gut getarnt – und auch im Wilhelma-Terrarium. (Quelle: Wilhelma)
(13.03.2013, 13:00)
Wilhelma :   Die Gestaltung des Außengeheges geht weiter:
Knorrige Eichen zum Klettern fĂŒr die Gorillas

Die Ende Januar im Forstrevier Sauhag bei Unterensingen geschlagenen EichenstĂ€mme, die schon damals fĂŒr das neue Gorilla-Außengehege ausgewĂ€hlt wurden, sind heute mit einem Schwerlastkran an ihren neuen Stammplatz in der entstehenden Anlage fĂŒr afrikanische Menschenaffen „eingeflogen“ worden: drei bis zu 15 Meter lange knorrige StĂ€mme mitsamt einigen AststĂŒmpfen und Zweigen, jeweils knapp zwei, drei und vier Tonnen schwer.
Die Platzierung der StĂ€mme war Maßarbeit im Zusammenspiel zwischen KranfĂŒhrern, Helfern der Spezialfirma und Mitarbeitern der Wilhelma: Einer der Eichenkolosse liegt jetzt quer ĂŒber dem Bachlauf wie eine BrĂŒcke, der zweite wurde aufrecht in einen zwei Meter tiefen Betonschacht versenkt, darin verkeilt und mit mineralischem Beton eingegossen, und ein dritter Stamm zwischen diesen beiden platziert. Die StĂ€mme und ihre Lage mĂŒssen hohen statischen Anforderungen genĂŒgen, schließlich sollen sie spĂ€ter nicht nur als Zierde dienen. Vielmehr sollen die bis zu 270 Kilo schweren Gorillas sie aktiv nutzen können, darauf klettern, balancieren oder einfach sitzen. Die EichenstĂ€mme kommen also dem Bewegungs- und BeschĂ€ftigungsbedĂŒrfnis der Tiere entgegen und runden das kĂŒnftige Freiluftangebot aus Gras, KrĂ€utern, BĂŒschen, schattigen BĂ€umen, BachlĂ€ufen und Planschbecken ab. Obwohl bei den Gorillas, im Gegensatz zu den Bonobos im Nachbargehege, fast nur die Jungtiere echte Klettermaxen sind, so nutzen doch auch erwachsene Tiere erhöhte SitzplĂ€tze gerne als Aussichtsplattformen. Und fĂŒr diese Aufgabe kamen letztlich nur Eichen in Frage, da ihr Holz am stabilsten ist. Nicht als Klettergelegenheit zur VerfĂŒgung stehen dagegen die bereits in der Anlage wachsenden lebenden Eichen. Damit diese auch weiterhin ĂŒberleben, werden sie durch ElektrozĂ€une geschĂŒtzt – sonst wĂŒrden bald ihre Rinden und damit wichtige Versorgungsadern leiden. In Besitz nehmen können die Tiere ihre neuen KletterbĂ€ume wohl frĂŒhestens im April, der genaue Zeitpunkt der Eröffnung ist noch offen, derzeit wird ein Termin noch vor Pfingsten angestrebt.

Foto: Wilhelma
(01.03.2013, 11:57)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den afrikanischen Hoheiten:
Das GiraffenmÀdchen Anna ist da

Nach dreijĂ€hriger Babypause kam bei den Netzgiraffen am frĂŒhen Morgen des 17. Februar wieder ein Jungtier zur Welt – ein MĂ€dchen, das die Pfleger „Anna“ tauften. Seine Mutter ist die elfjĂ€hrige Kitale, sein Vater der 13-jĂ€hrige Wilhelma-Zuchtbulle Hanck.
Morgens kurz nach 6.45 Uhr waren erstmals ihre VorderfĂŒĂŸe und die Nase zu sehen – und schon rund eine halbe Stunde spĂ€ter, um 7.20 Uhr, war Anna auf der Welt. Im halbstĂŒndigen Takt machte sie von nun an Fortschritte: Um 8.00 Uhr stand sie erstmals auf allen Vieren, um 8.35 Uhr trank sie die ersten Schlucke aus Mamas Milchquelle, um 9.00 Uhr stakste Klein Anna bereits munter umher. Um 9.40 Uhr schließlich – so verrĂ€t der Geburtsbericht der Tierpfleger weiter – wird der kleine Neuankömmling von der ĂŒbrigen Herde begutachtet und „begrĂŒĂŸt“. Der Rest der ersten Lebenswoche verlief dann ruhig, unspektakulĂ€r – und unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Damit Kitale und ihr Nachwuchs ungestört ihre Mutter-Kind-Bindung festigen können, blieb das Giraffenhaus einige Tage geschlossen. Doch inzwischen ist die hĂŒbsche Anna auch fĂŒr die Besucher zu sehen.
In seiner ersten Lebenswoche hat sich das GiraffenmĂ€dchen prĂ€chtig entwickelt. Nicht nur ihrem Namen, der „anmutig“ bedeutet, macht Anna alle Ehre. Sondern sie ist auch Ă€ußerst aufgeweckt, neugierig und wenig schĂŒchtern: Aus einer fĂŒr ihr zartes Alter beachtlichen Höhe von 1,70 Metern blickt sie in die Welt und findet sie offenbar ziemlich spannend – selbst dem fremden Fotografen nĂ€herte sie sich unerschrocken und versuchte, die Kamera abzuschlecken. Die nötige Selbstsicherheit vermittelt ihr in allen Lebenslagen natĂŒrlich Mama Kitale, die wie alle GiraffenmĂŒtter gewissenhaft ĂŒber ihren Nachwuchs wacht. Kommt man ihrer Kleinen zu nahe, schnaubt sie warnend. Hilft das nichts, schreitet sie entschlossen auf den Störenfried zu – und bei fast viereinhalb Metern Gesamthöhe kann man durchaus von einer beeindruckenden Drohkulisse sprechen. In der Wildbahn ist dieser ausgeprĂ€gte BeschĂŒtzerinstinkt dringend nötig. Sobald die KĂ€lber aus zwei Metern Höhe ins Leben geplumpst sind – denn ihre MĂŒtter gebĂ€ren stehend – droht höchste Gefahr. Den Sturzflug und die Landung selbst ĂŒberstehen die Jungtiere zwar stets schadlos. Doch mĂŒssen sie schnellstmöglich auf die Beine kommen, damit JĂ€ger wie Löwen, HyĂ€nen und Co. ihre hilflose Lage nicht schamlos ausnutzen und sich den Leckerbissen unter die Kralle reißen. Allerdings sollten sich sogar diese RĂ€uber vor den krĂ€ftigen Hufen einer wĂŒtenden Giraffenkuh in Acht nehmen. Selbst im Zoo bleiben GiraffenmĂŒtter immer auf der Hut – auch Kitale. Doch lĂ€sst sie es bei ihrem vierten Jungtier schon deutlich entspannter angehen. Vermutlich spĂŒrt sie, dass die Überlebenschancen ihrer Tochter hier viel besser sind als in der Wildbahn: Dort erreichen 50 bis 75 Prozent der Giraffenkinder nicht einmal ihr erstes Lebensjahr. Das einzige Mittel, um möglichst schnell dem „Leichte-Beute-Schema“ der Raubtiere zu entwachsen: rasch an Höhe gewinnen. Rund 0,3 Zentimeter legt ein Giraffenkind daher pro Tag zu, einen Meter im ersten Jahr. Damit jede Kalorie ins Wachstum investiert werden kann, sind Giraffen relativ ruhige Kinder, die wenig umhertollen. Und selbst die aufgeweckte Anna gönnt sich somit immer wieder eine schöne lange Siesta ...
(27.02.2013, 15:48)
Wilhelma :   Brillenpinguine in der Wilhelma:
Nachwuchs bei den FracktrÀgern

Sie sind zwar schon fast so groß wie ihre Eltern, den obligatorischen Frack tragen sie aber noch nicht. Blaugrau ist die Trendfarbe des Winters, zumindest wenn man ein BrillenpinguinkĂŒken ist. Erst mit mehr als einem Jahr legen sie das typische schwarz-weiße Federkleid der Altvögel an und sind dann von diesen fast nicht mehr zu unterscheiden. Nur das geschulte Auge des Tierpflegers sieht die individuellen Unterschiede. Vor allem die einzelnen schwarzen Punkte auf der sonst weißen Brust sind bei jedem Vogel einzigartig angeordnet, so zu sagen der „Fingerabdruck“ der Brillenpinguine.
Insgesamt drei KĂŒken schlĂŒpften im November und verstĂ€rken die 38-köpfige Brillenpinguinschar der Wilhelma. Noch sitzen sie die meiste Zeit in den sicheren Bruthöhlen. Gut bewacht von ihren Eltern. Hin und wieder schauen sie aber auch schon, was es außerhalb ihrer Höhle zu entdecken gibt. Ihren deutschen Namen verdanken Brillenpinguinen einem weißen Überaugsteifen, welches zusammen mit den rosaroten Hautpartien um die Augen entfernt an eine Brille erinnert. Anders als viele vermuten, leben Brillenpinguine nicht in der Antarktis. Ihr Lebensraum sind die KĂŒsten des sĂŒdlichen Afrika, von Namibia bis SĂŒdafrika. Hier versorgt sie der kalte Benguelastrom mit reichlich Nahrung. In der Wilhelma ĂŒbernehmen dies natĂŒrlich die Tierpfleger. TĂ€glich um 7:00 und um 14:30 Uhr bekommen die Wilhelma-Pinguine ihren Fisch – vor allem Heringe – frei Haus serviert. Nur die drei KĂŒken werden noch von ihren Eltern mit vorverdautem Fisch versorgt. Aber nicht mehr lange. Denn mit etwa einem halben Jahr fangen die jungen Brillenpinguine selber an Fisch zu fressen.
Brillenpinguine sind, wie alle Pinguine, hervorragend an ein Leben im Wasser angepasst. Ihre FlĂŒgel sind zu Flossen umfunktioniert, mit denen sie unter Wasser auf bis zu 25 km/h beschleunigen können. Dabei von Nutzen ist auch ihr spindelförmiger Körper, der dem Wasser wenig Widerstand bietet. Auch wenn sie bei Brillenpinguinen etwas dĂŒnner ausfĂ€llt als bei ihren antarktischen Verwandten, so wird ihr Körper doch von einer ein bis zwei Zentimeter dicken Fettschicht vor Temperaturschwankungen geschĂŒtzt. Diese ist auch namensgebend fĂŒr die gesamte Vogelfamilie. Denn das lateinische Wort pinguis, wovon sich Pinguin ableitet, bedeutet nichts anderes als „fett“.
Dieses Fett wurde den Brillenpinguinen, wie auch ihren antarktischen Verwandten, zum VerhĂ€ngnis. Denn WalfĂ€nger nutzten sie – aus Mangel an Alternativen – als „Brennmaterial“ fĂŒr das Auskochen des Lebertrans. Darum gingen ihre BestĂ€nde drastisch zurĂŒck, in den letzten 100 Jahren um 80 Prozent. In ihrer afrikanischen Heimat werden deshalb Brillenpinguine heute als gefĂ€hrdet eingestuft. Wobei heute vor allem die Überfischung und die Ölverschmutzung ihrer LebensrĂ€ume fĂŒr den BestandsrĂŒckgang verantwortlich sind. In der Wilhelma ist der Brillenpinguinbestand hingegen nicht bedroht. Hier gibt es sehr regelmĂ€ĂŸig Nachwuchs. Dieser wandert aber bei Geschlechtsreife in einen anderen Zoo aus, da die Kolonie der Wilhelma ihre KapazitĂ€tsgrenze erreicht hat.

Foto: Wilhelma
(21.02.2013, 12:26)
Wilhelma :   Bunte Vögel auf Brautschau – oder:
Valentinstag nach Mandarinenten-Art

Nein, es sind keine verkleideten Narren, die Aschermittwoch verpasst haben und nun das Wilhelma-Gehege der Mandschurenkraniche unsicher machen. Vielmehr sind die farbenfrohen Gesellen, die auf dem kleinen Teich ihre Pirouetten drehen, mĂ€nnliche Mandarinenten auf Brautschau. Passend zum Valentinstag – dem Fest der Verliebten – haben sie ihr prĂ€chtiges Federkleid angelegt und buhlen um die Gunst der unscheinbar gefĂ€rbten Weibchen.
Dass die Mandarinenten gerade in bester Balzstimmung sind, passt nicht nur gut zur Symbolik des christlich geprĂ€gten Valentinstags. In ihrer fernöstlichen Heimat stehen die Vögel fĂŒr ein Ă€hnliches Thema – fĂŒr eheliche Treue. Doch wie das mit der Symbolik mitunter eben ist, so hinkt sie auch hier ein wenig. Zwar halten sich Mandarinenten, einmal gefunden, zunĂ€chst die Treue, und die MĂ€nnchen verteidigen ihre Weibchen vehement gegen Nebenbuhler. Zur nĂ€chsten Paarungszeit jedoch ist es mit der Treue meist wieder vorbei. Dann treten die MĂ€nnchen erneut in Konkurrenz um die weibliche Gunst. Nichtsdestotrotz war es bei chinesischen Hochzeiten lange Zeit Brauch, dem Brautpaar als dezenten Hinweis auf das Treuegelöbnis ein zahmes Mandarinentenpaar zu schenken. Daneben landeten die Vögel wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches regelmĂ€ĂŸig im Kochtopf – ob auch bei Hochzeitsgesellschaften, ist nicht ĂŒberliefert. Zu Zeiten der chinesischen Kaiserdynastien waren die Mandarinenten ĂŒberdies das Symbol fĂŒr den siebten Rang der Zivilbeamten, der so genannten „Mandarine“. Ihnen verdankt die Ente auch ihren Namen: Ihr farbenfrohes Federkleid erinnert an die GewĂ€nder dieser chinesischen Staatsdiener.
In der Wilhelma leben derzeit vier MĂ€nnchen und zwei Weibchen dieser symboltrĂ€chtigen Entenart, die lĂ€ngst auch in Europa als beliebtes ZiergeflĂŒgel gilt. Vor allem wegen des Aussehens wird sie von manchen ZĂŒchtern gar als schönste Ente der Welt bezeichnet. Haben sich in der Wilhelma die PĂ€rchen zusammengefunden, sorgen sie jedes Jahr zuverlĂ€ssig fĂŒr Nachwuchs. Zum BrĂŒten möchten Mandarinenten am liebsten hoch hinaus. In der Wildbahn bevorzugen sie hohle BaumstĂ€mme, oft mitten im Wald, als Nistplatz. Das Weibchen brĂŒtet ungefĂ€hr 30 Tage. Sobald die KĂŒken geschlĂŒpft sind, verlassen sie das sichere Nest. Dabei springen sie aus teilweise ĂŒber zehn Meter Höhe und suchen sofort das nĂ€chste GewĂ€sser auf. Ihr geringes Gewicht und die biegsamen Knochen schĂŒtzen sie vor Verletzungen bei dem Sturz aus luftiger Höhe.
Die wilden BestĂ€nde der Mandarinente sind in den letzten Jahrzehnten stark zurĂŒck gegangen. Wie so oft, ist hieran vor allem der Verlust geeigneter LebensrĂ€ume Schuld. Dagegen ist die bereits 1745 in Großbritannien eingefĂŒhrt Ente in Gefangenschaft sehr hĂ€ufig zu finden. Verwilderte Parkvögel haben in Europa außerdem recht stabile Populationen gegrĂŒndet – und außer in der Wilhelma brĂŒten die auffĂ€lligen Entenvögel beispielsweise auch regelmĂ€ĂŸig an den Stuttgarter BĂ€renseen.

Foto (Wilhelma):
Die mĂ€nnlichen Mandarin-Enten haben pĂŒnktlich zum Valentinstag ihr prĂ€chtigstes Federkleid angelegt, um die eher unscheinbar gefiederten Weibchen zu beeindrucken. Nach der Paarungszeit tragen auch die Erpel bald wieder ein schlichteres Outfit.
(14.02.2013, 11:10)
Wilhelma :   Von Okapi-Amme und Tierpflegern aufgezogen:
Die Okapi-Waise Nyota ist ĂŒber den Berg

Das im Juni 2012 geborene Okapi-Kalb Nyota hatte einen schweren Start – nur 16 Tage nach seiner Geburt war seine Mutter Kabinda gestorben. GlĂŒck im UnglĂŒck: Die Kuh Ibina sprang als Amme ein, zusĂ€tzlich erhielt Nyota Milchnahrung aus der Flasche. Der in einem Zoo bis dahin einmalige Versuch gelang. Inzwischen wiegt Nyota 108,4 Kilogramm – wie eine neue Großtierwaage aufs Gramm genau belegte – und ist somit aus dem Gröbsten heraus.
„Wenn Nyota ein Jahr alt ist, feiern wir eine Party“, erklĂ€rt der Revierleiter fĂŒr Afrikanische Huftiere, Daniel Wenning. Einen Grund zu feiern gibt es dann in der Tat. Denn erstens ist die Geschichte Nyotas bislang einmalig. Zweitens haben das Pflegerteam, die Kuratorin und die Wilhelma-TierĂ€rzte viel Arbeit in das Überlebensprogramm des wertvollen Jungtiers investiert – und sogar externe Experten einbezogen. Zum Beispiel in Sachen Spezialmilch. Um eine solche zu entwickeln, hat das Chemische VeterinĂ€runtersuchungsamt Stuttgart (CVUA) zunĂ€chst die Zusammensetzung der letzten Muttermilch von Kabinda sowie die der Amme Ibina ermittelt. Die Milupa-Forschungsabteilung ertĂŒftelte auf dieser Basis ein individuelles Ersatzmilchrezept. Und die Pfleger servierten das nahrhafte Ergebnis Nyota mehrmals tĂ€glich aus der Flasche. Damit sollte die Amme Ibina entlastet werden – schließlich hatte diese direkt vor der „Adoption“ bereits ein eigenes Kalb aufgezogen. ZusĂ€tzlich klĂŒgelten die TierĂ€rzte gemeinsam mit einer ErnĂ€hrungsberaterin der Uni Hohenheim fĂŒr Ibina einen Speiseplan aus, der sie bei KrĂ€ften halten sollte. Das Zusammenspiel gelang, Nyota wuchs und gedieh. Zwei Monate nach der Geburt dann ein weiteres gutes Zeichen: Nyota hatte Kot abgesetzt – zum ersten Mal! Diese erstaunlich spĂ€te Produktion von Hinterlassenschaften in einem Alter zwischen 26 und 74 Tagen ist fĂŒr Okapi-KĂ€lber normal, allerdings nur von diesen bekannt und selbst der Wissenschaft noch ein RĂ€tsel. Die Vorteile fĂŒr in der Wildnis geborene Okapis allerdings liegen auf der Hand: Ohne Ausscheidungen gibt es auch weniger GerĂŒche, die Fressfeinde anlocken.
Bei Nyota hat das ausgeklĂŒgelte ErnĂ€hrungsprogramm, das ab dem dritten Monat durch feste Nahrung wie Luzerne, GemĂŒse und BlĂ€tter ergĂ€nzt wurde, jedenfalls gut angeschlagen. Sehr gut sogar: „FĂŒr ihr Alter ist Nyota mit ĂŒber 100 Kilo ganz schön krĂ€ftig. Aber ein paar Reserven schaden in der WinterkĂ€lte ja nichts“, erklĂ€rt Daniel Wenning. Denn KĂ€lte vertragen Okapis, die aus den tropischen WĂ€ldern Zentralafrikas stammen, nicht besonders. Bei Frost sind die Tiere daher meist im beheizten Giraffenhaus anzutreffen, wo sie jedoch aus grĂ¶ĂŸerer NĂ€he zu sehen sind als im Freigehege. Auch Nyota hat hier jetzt eine eigene Schaubox, wo die Besucher sie in Ruhe betrachten können. Und das lohnt sich, denn Nyota ist „ein Bild von einem Okapi“, da sind sich Pfleger und Zoologen einig. Auch werde es langsam Zeit, dass Nyota sich abnabelt und wie ein „normales“ Okapi behandelt wird, so Wenning. Von der Milchflasche habe sie sich quasi selbst schon entwöhnt, und auch bei Ibina werde sie wohl nicht mehr lange nuckeln, zumal kaum mehr Milch fließen dĂŒrfte. Außerdem hat sich Nyotas Lebensretterin eine Babypause nun redlich verdient. Wenn weiterhin alles gut geht und das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm zustimmt, darf Nyota in der Wilhelma bleiben. Dann kann sie in rund drei Jahren mit Vitu, dem zweiten Bullen neben Nyotas Vater Xano, selbst zur Erhaltung ihrer bedrohten Art beitragen. (Infos zur aktuellen Lage der Okapis im Kongo unter www.wilhelma.de bei „Pressemitteilungen“ und auf www.okapiconservation.org)

Foto (Wilhelma): Einmal pro Woche kontrollieren die Pfleger mithilfe einer flachen, gut begehbaren Großtierwaage, ob und wie viel Nyota zu- oder abnimmt. Da Nyota MenschenhĂ€nde gewöhnt ist, macht sie die Prozedur anstandslos mit
(01.02.2013, 12:44)
Jana MĂŒller :   Oder eine Verletzung vom Kater? Es könnte sein, dass die beiden letztens zusammen waren, da der Kater kurzzeitig direkt neben Mescheds Gehege untergebracht war, jedoch getrennt von ihr, als ich da war. Nun ist Aman wieder in seinem "alten" Gehege.
(28.01.2013, 20:15)
Joshua Förg :   In der zweiten Voliere von links im maurischen Landhaus ist nun ein Paar Braunkopflieste untergebracht.

Zudem scheint Leopard Mesched derzeit Probleme mit ihrem linken Auge zu haben, es sieht sehr entzĂŒndet und vertrĂ€nt aus.

(26.01.2013, 18:28)
WolfDrei :   Trotz aller Jongliererei bei den Eintrittspreisen: 17% bleiben 17% Erhöhung! Und seit wann ist die Wilhelma der einzig Zoologisch-botanische Garten Europas? 100 km weiter z.B. liegt Mulhouse und Plzen ist auch nicht so weit - ich wiil da garnicht weiter suchen.
(24.01.2013, 15:54)
Wilhelma :   Wilhelma-Bilanz 2012 und Ausblick auf 2013:
2,24 Millionen Besucher im Jahr 2012 und neue Eintrittspreise ab MĂ€rz

Trotz nicht immer perfektem „Zoowetter“ und Baustellen im oberen Parkteil kann die Wilhelma in puncto Besucherzahlen auf ein zufriedenstellendes Jahr 2012 zurĂŒckblicken: Rund 2,24 Millionen Menschen kamen 2012 in den einzigen zoologisch-botanischen Garten Europas. Das sind rund drei Prozent mehr als im „Schlechtwetter-Jahr“ 2010 (2,17 Millionen) und rund 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr, das unter anderem dank gĂŒnstiger WetterverhĂ€ltnisse der Wilhelma ihre bislang zweitbeste Besucherbilanz bescherte.
Die AttraktivitĂ€t der Wilhelma fĂŒr die Besucher scheint ungebrochen – nach wie vor gehört die Wilhelma zu den deutschen Zoos mit den höchsten Besucherzahlen. Die Bilanz 2012 bleibt mit 2,24 Millionen Besuchern dabei ebenfalls auf fast konstant hohem Niveau. „Damit können wir summa summarum zufrieden sein“, so Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, „zumal wir mit geringeren Besucherzahlen gerechnet hatten. Deutlich mehr Publikum erwarten wir jedoch erst nach der Eröffnung der neuen Menschenaffenanlage.“ Wann diese stattfinden kann, ist nach wie vor offen, die Baumaßnahmen sind im Verzug – der Wunschtermin der Wilhelma vor Ostern wird somit nicht klappen. Fertig wurden im letzten Jahr dafĂŒr die rund eine Million Euro teure Runderneuerung des Elefanten-Außengeheges und die neue Felsen-Umrandung des Zebra-Geheges, die aktuellen Arbeiten an der neuen ErdmĂ€nnchenanlage und die Sanierung des Seerosenteichs sollen bis Ostern abgeschlossen sein. FĂŒr das Jahr 2013 werden nun möglichst wenige neue Baustellen angestrebt. DafĂŒr werden zwei neue Spielelemente die Angebote fĂŒr Kinder erweitern: ein neuer Kletterelefant beim Elefantengehege und ein Holzgorilla samt HĂ€ngematte bei der Menschenaffenanlage. ErgĂ€nzt und optimiert wird ĂŒberdies das Wegweisersystem im Park.
Neue Eintrittspreise ab 1. MĂ€rz 2013 – bis dahin gilt der bisherige ermĂ€ĂŸigte Wintertarif
So lange wie möglich wurde eine Erhöhung der Eintrittspreise hinausgezögert – trotz stetig steigender Kosten fĂŒr Unterhalt, Material und Energie. Doch nach vier Jahren PreisstabilitĂ€t wurde eine Tariferhöhung unumgĂ€nglich: Ab 1. MĂ€rz kostet der Wilhelma-Besuch fĂŒr einen Erwachsenen im Normaltarif daher 14 statt wie bisher 12 Euro, fĂŒr ein Kind ab sechs Jahren 7 statt 6 Euro. Einen um ca. 30 Prozent ermĂ€ĂŸigten Tarif können die Besucher auch kĂŒnftig in der Hauptsaison abends ab 16 Uhr und im Winter ganztĂ€gig nutzen: Bis Ende Februar gilt dabei noch der bisherige Wintertarif, ab 1. MĂ€rz zahlt ein Erwachsener dann 10 statt 8 Euro, ein Kind 5 statt bislang 4 Euro. „Auch wenn wir unseren Besuchern diesen Preisanstieg nicht ersparen können“, sagt Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, „so gehören wir doch weiterhin zu den preisgĂŒnstigen unter den vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland.“ Bei diesen reichen die Preise derzeit von relativ gĂŒnstigen 12 Euro pro Erwachsenem im MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn ĂŒber 17 Euro im Leipziger Zoo bis hin zu 23 Euro in Hannover. Kostet der Aquariumsbesuch extra, wie bei Hagenbeck in Hamburg, werden pro Kombi-Ticket sogar bis zu 30 Euro fĂ€llig. Familienfreundlich sind in der Wilhelma zudem die ermĂ€ĂŸigten Tarife: Sie gelten erst fĂŒr Kinder ab sechs Jahren und bei SchĂŒlern und Studenten sogar bis 28 Jahre – in anderen Zoos zahlen Kinder meist frĂŒher, SchĂŒler und Studenten oft eigene Tarife. Um nur rund 5,7 Prozent steigt der Preis fĂŒr treue Stammbesucher mit Jahreskarten: Sie kosten kĂŒnftig 55 statt 52 Euro, fĂŒr SchĂŒler und Studenten 28 statt 26 Euro, der Preis fĂŒr eine zusĂ€tzliche Kinder-Jahreskarte kostet weiterhin nur 15 Euro. Bei Jahreskarten fĂŒr Rentner, Schwerbehinderte und Partner steigen die Preise auf Forderung des Landesrechnungshofs dagegen stĂ€rker: um 25 Prozent von 32 auf 40 Euro. Auf eine Tageskarte zum Normaltarif erhĂ€lt zudem wie bislang jeder Erwachsene einen „Bonus“ von einem Euro – bei Kindern sind es 50 Cent –, der umweltfreundlich mit einem Tagesticket des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) unterwegs ist und dieses an der Wilhelma-Kasse vorlegt.

Foto: Wilhelma
Ab 1. MĂ€rz 2013 gelten in der Wilhelma höhere Eintrittspreise – ob sie an den Kassen wie dem historischen Pavillon am Haupteingang oder ĂŒber den Online-Ticketshop auf www.wilhelma.de erworben werden.
(24.01.2013, 15:11)
Wilhelma :   Wilhelma, ein WintermĂ€rchen – oder:
Wie die Zootiere wohlbehalten durch Eis und Schnee kommen

Auch in der kalten Jahreszeit versinkt die Wilhelma nicht in tiefem Winterschlaf – und das nicht nur dank der beheizten GewĂ€chshĂ€user, dank Aquarien- und Amazonienhaus. Vielmehr sind auch fast alle Tiere im Winter zu sehen: ob sie gerade in den Außengehegen frische Luft tanken oder sich in ihren beheizten HĂ€usern aufwĂ€rmen. Und wenn frischer Schnee gefallen ist, steigt nicht nur fĂŒr Menschenkinder, sondern auch fĂŒr manche Tiere der Spaßfaktor.
Selbst die meisten Tiere aus tropischen Regionen kommen mit dem mitteleuropĂ€ischen Winter besser zurecht, als mancher glaubt. Besonders kĂ€lteempfindliche Kandidaten dĂŒrfen eben nur fĂŒr begrenzte Zeit ins Freie, um Frischluft und Sonne zu tanken. FĂŒhrt VĂ€terchen Frost ein allzu strenges Regiment, bleiben daher beispielsweise die Okapis in ihren Gehegen im Giraffenhaus, wo bei Glatteis auch die Netzgiraffen aus nĂ€chster NĂ€he zu sehen sind. Wegen ihres weit oben liegenden Schwerpunkts und der langen Beine rutschen die afrikanischen Hoheiten leicht aus, das Verletzungsrisiko bei StĂŒrzen ist groß. Aber auch fĂŒr andere Huftiere, etwa Antilopen, sind Eisplatten riskant: Sie warten daher ebenfalls im Stall, bis ihr Außengehege wieder eisfrei ist. Vor klirrender KĂ€lte mĂŒssen zudem tropische Tiere mit sehr großen oder dĂŒnnhĂ€utigen Ohren geschĂŒtzt werden, wie Grevy-Zebras, Bongo-Antilopen und vor allem Elefanten. Zwar sind solche Ohren hervorragende KĂŒhlanlagen, da sie ĂŒberschĂŒssige WĂ€rme ableiten. Doch bei Frost drohen schnell Erfrierungen. FrostgefĂ€hrdet sind auch die Gliedmaßen tropischer Affen, die somit bei EiseskĂ€lte im Warmen bleiben. Die Wilhelma-Flamingos dagegen schĂŒtzen sich selbst vor FrostschĂ€den: durch FußbĂ€der im konstant 14 Grad warmen Cannstatter Mineralwasser ihres Teichs.
Viele Tierarten können dank beweglicher TĂŒrklappen selbst wĂ€hlen, wie viele Grade unter dem Gefrierpunkt sie sich zumuten wollen. So wechseln etwa die Dscheladas und Rotgesichtsmakaken auf der Felsenanlage nach Belieben ins Warme oder an die frische Luft. Nur ĂŒberheizt darf es innen nicht sein: Krasse Temperaturwechsel bedeuten auch fĂŒr Tiere erhöhte ErkĂ€ltungsgefahr. Bei den Sonnenanbetern aus WĂŒsten und Tropen, wie ErdmĂ€nnchen und Zebramangusten, helfen bei Frost Fußbodenheizungen oder Solarien an geschĂŒtzten PlĂ€tzen im Freien. Nur wenige Tiere mĂŒssen den Winter unsichtbar in beheizten InnenrĂ€umen verbringen, etwa die tropischen Vögel in der Freifluganlage: Bei ihnen ist kein Verlass darauf, dass sie sich selbst vor dem Nachtfrost in Sicherheit bringen. Auch die Flusspferde sind bei klirrender KĂ€lte ausschließlich im Haus zu finden, da der Hippo-Pool im Freien schnell auskĂŒhlt. Und die Sumatra-Tiger bleiben vorsichtshalber drinnen, wenn das Wasser im Gehegegraben zufriert – damit sie sich nicht aufs Eis wagen und einbrechen.
Bei gemĂ€ĂŸigten Temperaturen sind die meisten Tiere also auch im Winter draußen anzutreffen – und bieten nicht selten einzigartige Einblicke. Etwa, wenn frischer Schnee gefallen ist. Darin wĂ€lzen sich Raubkatzen ebenso gerne wie MĂ€hnenschafe, Vikunjas und Alpakas. Die Japanmakaken rollen SchneebĂ€lle, die Elefanten formen welche mit dem RĂŒssel und vernaschen sie. Die Brillenpinguine als SĂŒdafrikaner mögen das weiße Zeug dagegen nicht sehr und verschwinden öfter in ihren Höhlen. Und eines schĂ€tzen Zootiere im Winter gar nicht: wenn mangels Besuchern die Unterhaltung fehlt. Sie belohnen daher jeden Gast mit umso mehr Aufmerksamkeit. Dieser wiederum kann Flora und Fauna der Wilhelma derzeit in aller Ruhe genießen – und das bis Ende Februar zum gĂŒnstigen Wintertarif.

Foto: Wilhelma/Hörner
(16.01.2013, 16:11)
Wilhelma :   30 kleine GlĂŒcksbringer auf dem Schaubauernhof: Viel Schwein im neuen Jahr!

Was fĂŒr eine herrliche Sauerei: Gleich 30 Ferkel aus drei WĂŒrfen quieken, grunzen, toben und rennen derzeit auf dem Schaubauernhof um die Wette. Wenn so viele kleine GlĂŒcksschweine nicht ein gutes Zeichen fĂŒr das kommende Jahr sind! Dabei scheint gerade das SchwĂ€bisch-HĂ€llische Schwein wie geschaffen fĂŒr die Rolle als GlĂŒcksbringer. Hat es doch selbst schon echt „Schwein gehabt“ und konnte der Welt als wertvolles Nutztier erhalten werden.
Der SchwĂ€bisch HĂ€lllische Eber „Rapper“ und die drei Sauen „Ina“, „Liesel“ und „Lissi“ haben diesen Herbst ganze Arbeit geleistet: Mehr als 30 Ferkel in zwei Alters- und GrĂ¶ĂŸenklassen setzten sie gemeinsam in die Welt – so groß war der Sauhaufen auf dem Schaubauernhof zuletzt 2006! Seit dem Sommer 2011, seit der dreijĂ€hrige Rapper und seine GefĂ€hrtinnen fĂŒr die Erhaltung ihrer Rasse sorgen, wurden im Saustall der Wilhelma somit schon ĂŒber 80 Ferkel geboren. Der imposante Eber mit der dekorativen weißen Schwanzquaste kommt bei den Damen also offenbar nicht nur gut an, sondern seine BemĂŒhungen tragen auch reichlich FrĂŒchte. Was nebenbei gut fĂŒr die schlanke Linie zu sein scheint, denn trotz seiner stattlichen 360 Kilogramm macht Rapper eine gute Figur. Aber auch die Sauen können es kurz vor der Geburt eines großen Wurfs auf ĂŒber 300 Kilogramm bringen – allerdings specken sie wĂ€hrend des SĂ€ugens gleich wieder rund 50 Kilogramm ab. Kein Wunder, denn bis zu 16 Ferkel auf einmal können auf dem Schaubauernhof an den Zitzen der Sauen hĂ€ngen.
Die Zucht der Wilhelma floriert also. Aber das scheint nur gerecht. Schließlich war es der GrĂŒnder der Wilhelma, König Wilhelm I, der auch das SchwĂ€bisch HĂ€llische „erfand“: Er ließ chinesische Maskenschweine aus England einfĂŒhren und in wildschweinĂ€hnliche Landrassen einkreuzen. Bis in die 1950er Jahre war die Neuschöpfung des Königs „der Renner“ im LĂ€ndle. Danach wĂ€re sie jedoch ums Haar von modernen mageren Modellen verdrĂ€ngt worden, 1970 galt es gar als ausgestorben. Doch einige sture Bauern retteten die robusten, auch „Mohrenköpfle“ genannten Schweine quasi in letzter Minute und starteten mit wenigen Tieren eine neue Zucht. Dass das Comeback klappte, ist aber auch den Feinschmeckern zu verdanken. Weil sie das fette, schmackhafte Fleisch sehr goutierten, wurde die Zucht wirtschaftlich wieder interessant. Als Mitglied der „ZĂŒchtervereinigung SchwĂ€bisch HĂ€llisches Schwein“ trĂ€gt die Wilhelma ebenfalls dazu bei, die steigende Nachfrage zu befriedigen. Sprich, der Schaubauernhof zĂŒchtet die Tiere wie ein richtiger Bauernhof auch fĂŒr den Verzehr. Sind die Ferkel alt genug, werden sie an kleine Nebenerwerbsbetriebe abgegeben, wo sie bei guter Haltung gemĂ€stet werden, bis sie etwa 100 Kilogramm wiegen. Davor fĂŒhren die rosa-schwarzen GlĂŒcksbringer auch in der Wilhelma ein angenehmes Leben bei Vollpension und vielseitigem Wellness-Angebot vom hauseigenen Schlammbad bis zum Solarium. Und erfreuen dabei kleine wie große Besucher – bis Ende Februar 2013 ĂŒberdies noch zum gĂŒnstigen Wintertarif.

Foto (Wilhelma): 14 Ferkelchen auf einen Streich: Rund eine Woche nach der Geburt Anfang November fanden noch alle Winzlinge locker Platz an den Zitzen.
(03.01.2013, 15:07)
Wilhelma :   Die FĂŒtterung der Leistenkrokodile:
Tong macht große SprĂŒnge

Jeden Montag um 14 Uhr ist „Showtime“ in der Krokodilhalle des Aquariums. Dann steht die FĂŒtterung der Krokodile auf dem Programm. Es gibt Huhn, und zwar fĂŒr jede der vier Panzerechsen eines. Aber aus dem Wasser springt fĂŒr das Huhn nur eine: Tong, das weiße Leistenkrokodil.
Sechs Jahre und viel Geduld hat der Tierpfleger Harald Aberle gebraucht, bis sich Tong das Huhn im Sprung schnappte – was selten zu beobachten sein dĂŒrfte, zumal nur wenige Zoos Leistenkrokodile halten. Immer höher schraubte sich die Echse von Mal zu Mal, inzwischen ragt sie mitunter bis zu den Hinterbeinen aus dem Wasser. Tongs drei Mitbewohnerinnen in der Krokodilhalle lassen es bequemer angehen: Sie strecken lediglich den Kopf heraus, reißen das zahnstarrende Maul auf und verschlingen das hineingeworfene Huhn quasi am StĂŒck. Das war’s dann fĂŒr diese Woche. Auch in ihrer Heimat in SĂŒdostasien, Indien und Australien sind die Echsen nicht gefrĂ€ĂŸiger. Im Gegenteil: Bis zu einem Jahr kommen Leistenkrokodile notfalls ohne Nahrung aus. Bei guter Versorgungslage wachsen sie zu den grĂ¶ĂŸten lebenden Reptilien der Erde heran: Weibchen werden fast vier, MĂ€nnchen bis zu sechs Meter lang und eine Tonne schwer. „Salzwasserkrokodil“ wird die Echse auch genannt, da sie in kĂŒstennahen FlĂŒssen und SĂŒmpfen ebenso wie im Meer vorkommt. Auf der Reise in neue JagdgrĂŒnde wurden einige Exemplare schon 1000 Kilometer vom Land entfernt gesichtet. Aber egal wo ein Leistenkrokodil auftaucht: Kaum ein Beutetier ist vor ihm sicher, große BĂŒffel ebenso wenig wie unvorsichtige Menschen. Trotzdem ist der Mensch fĂŒr Tongs wilde Verwandte gefĂ€hrlicher als umgekehrt: Die Art gilt als bedroht – zu begehrt war und ist ihre schön gemusterte Haut.
In der Wilhelma hat die Haltung von Leistenkrokodilen Tradition: Ein großes weißes Exemplar lebte hier von 1967 bis 2000, maß zuletzt viereinhalb Meter, wog 500 Kilogramm und war weit ĂŒber Stuttgart hinaus als „Der Weiße“ bekannt. In der Wildnis kommt die weiße oder gelbliche Farbe kaum vor – so auffĂ€llige Tiere fallen frĂŒhzeitig Fressfeinden zum Opfer. In Farmen dagegen ĂŒberleben sie: Von Millionen dort geborenen Krokodilen ist angeblich jedes 20.000ste weiß. Auch die Wilhelma-Tiere stammen von thailĂ€ndischen Farmen und heißen entsprechend Deng, „die Rote“, Sue, „die HĂŒbsche“, Nunu, „die Kleine“ und Tong, „die Goldene“. Alle vier wurden 2000 geboren, sind heute zwischen 60 und 130 Kilo schwer und zwischen 2,40 und 3,20 Meter lang, die grĂ¶ĂŸte – und damit meist Chefin im Ring – ist Deng. Vom sicheren Steg in der Krokodilhalle aus können die Besucher das Quartett tĂ€glich beim Schwimmen, DĂŒmpeln, Sonnenbaden erleben – und natĂŒrlich montags bei Harry Aberles Krokodil-Show, nach der die Besucher ihn zudem persönlich befragen können.
RegelmĂ€ĂŸige FĂŒtterungen vor Publikum mit und ohne solche Tierpflegersprechstunden gibt es auch im Winter bei weiteren Tieren, etwa bei Seelöwen, Pinguinen, Raubkatzen und Piranhas. Und wer die Wilhelma bei der FĂŒtterung, Unterbringung und Haltung ihrer Tiere unterstĂŒtzen möchte, kann die meisten auch „paten“. Alle FĂŒtterungstermine sowie Infos zu den Patenschaften gibt es unter www.wihelma.de!

Foto: Harald Löffler
Das weiße Leistenkrokodil Tong auf dem Sprung nach dem Huhn in Tierpfleger Harald Aberles HĂ€nden.
(13.12.2012, 11:17)
Wilhelma :   Die neue Menschenaffenanlage der Wilhelma:
Positive Resonanz der Tierschutzbeauftragten und des Fördervereins
Genauer Eröffnungstermin ist noch ungewiss

Der Bau der neuen Anlage fĂŒr Afrikanische Menschenaffen der Wilhelma strebt seiner Vollendung entgegen, auch die Gestaltung der Außenanlagen ist weit gediehen. Allerdings liegen die Maßnahmen laut einer Baubesprechung am Montag, dem 4.12., derzeit zwei Monate hinter dem bisherigen Zeitplan zurĂŒck. Eine Eröffnung im FrĂŒhjahr wird trotzdem weiterhin angestrebt, ob sich der ursprĂŒngliche Wunschtermin vor Ende des ersten Quartals 2013 einhalten lĂ€sst, ist jedoch ungewiss. Derweil hat die Anlage bei gefĂŒhrten BesichtigungsrundgĂ€ngen sowohl von der Baden-WĂŒrttembergischen Landesbeauftragten fĂŒr Tierschutz als auch von den Mitgliedern des Wilhelma-Fördervereins viel Lob geerntet.
„Gut Ding will Weile haben – dieser Spruch bestĂ€tigt sich auch bei unserer Menschenaffenanlage“, so Prof. Dr. Dieter Jauch. „Aber wir haben von Anfang an gesagt, dass wir im Hinblick auf die FunktionalitĂ€t – zum Wohl der Tiere, aber auch der Pfleger und Besucher – in keiner Bauphase Kompromisse eingehen werden, auch am Ende der Bauzeit nicht.“ Die PrioritĂ€ten-Reihenfolge der Wilhelma, bei der „das Tier in punkto Gehegegestaltung an erster Stelle steht“, begrĂŒĂŸte auch die TierĂ€rztin und Landesbeauftragte fĂŒr Tierschutz Dr. Cornelie JĂ€ger, als sie sich bei einem Besuch selbst ein Bild von der Anlage machte. Zudem seien „in die Anlage enorm viele DetailĂŒberlegungen eingeflossen, die ein Außenstehender so leider gar nicht alle sehen und nachvollziehen kann“. Ihr Fazit: „Mit dieser Anlage kommt die Wilhelma ihrer Vorbildfunktion nach.“
Wie Dr. JĂ€ger, so erhielt auch der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma, der immerhin die HĂ€lfte der Kosten fĂŒr die Anlage trĂ€gt, vorab die Gelegenheit zu einer exklusiven Besichtigung der Anlage. Über 3300 Mitglieder nahmen das Angebot wahr und zeigten sich von der KomplexitĂ€t des GebĂ€udes und ihrer Infrastruktur beeindruckt, wie die zahlreichen positiven Eintragungen im GĂ€stebuch des Fördervereins belegen: „Schön zu sehen, wo das viele Geld hinfließt – es ist jeden Euro wert“, lautete ein Kommentar, „die langen Planungen und die bisherige bauliche Umsetzung wirken sehr, sehr wohlĂŒberlegt zum Wohle der Affen und Menschen“, besagte ein anderer. Zwei weitere Fördermitglieder brachten es auf ihre Weise auf den Punkt: „Es wird so schön. Im nĂ€chsten Leben will ich Affe in der Wilhelma werden.“ Und: „Haltet mir ein Zimmer frei!“
Die Aussichten, dass die Anlage am Ende auch bei allen anderen Besuchern und insbesondere bei den Tieren großen Anklang finden wird, stehen also gut. Umso mehr fiebert die Wilhelma der Fertigstellung entgegen. Dass sich diese nochmals verzögern könnte, ist ein kleiner Wehrmutstropfen – noch ist nicht absehbar, ob sich die aktuell zwei Monate Verzug noch hereinholen lassen. Sicher dagegen ist, dass die Gorillas und Bonobos erst dann einziehen werden, wenn alles funktionsfĂ€hig und wohnlich eingerichtet ist. Sobald es soweit ist, will die Wilhelma zeitnah darĂŒber informieren, ebenso, sobald ein Termin fĂŒr die feierliche Eröffnung genannt werden kann.

Das kĂŒnftige Gorilla-Innengehege (Foto: K. Molthagen)
(04.12.2012, 15:35)
Wilhelma :   Es weihnachtet in der Wilhelma:
Von NikolĂ€usen, WeihnachtsgewĂŒrzen und anderen Advents-Aktionen

Am bevorstehenden Nikolaustag und an den Adventssonntagen will die Wilhelma ihre Besucher mit vorweihnachtlichen Angeboten und Aktionen auf die Festtage einstimmen. Das Programm reicht von Besuchen des Weihnachtsmanns ĂŒber InfostĂ€nde rund um WeihnachtsgewĂŒrze bis hin zur Advents-Tombola zugunsten der bedrohten Berggorillas. Und wer mit Vor- oder Nachnamen „Nikolaus“ oder „Nikola“ heißt, genießt am 6. Dezember sogar freien Eintritt in die Wilhelma. Der Wintertarif macht einen Besuch jedoch derzeit fĂŒr alle preiswert: Von November bis Ende Februar gibt es Tagestickets rund 35 Prozent gĂŒnstiger als im Sommer, etwa im Online-Ticketshop auf der Wilhelma-Internetseite.
Alle Adventssonntage wieder kommt dieses Jahr der Weihnachtsmann in die Wilhelma, wo er jeweils von 12.30 Uhr bis 15 Uhr im Schuler-Restaurant gastiert. Hier beglĂŒckt er Kinder mit Geschichten und kleinen Geschenken, wĂ€hrend die Erwachsenen WeihnachtsspezialitĂ€ten wie GlĂŒhwein und GebĂ€ck genießen können. Am 6. Dezember ab 11 Uhr kann es zudem passieren, dass die Besucher dem Nikolaus ganz unvermittelt irgendwo im Wilhelma-Park begegnen – was sich lohnen könnte, denn natĂŒrlich trĂ€gt er einen gut gefĂŒlltem Sack ĂŒber der Schulter.
Wer schon immer wissen wollte, welche GewĂŒrze unsere WeihnachtsplĂ€tzchen so lecker machen, wo diese GewĂŒrze wachsen, wie sie aussehen, riechen und schmecken, kommt ĂŒberdies am Advents-Infomobil im Nutzpflanzenhaus auf seine Kosten. Betreut wird das Mobil an den Adventssonntagen von 11 bis 15 Uhr von freiwilligen Helfern des Vereins der Freunde und Förderer, den Wilhelma-Begleitern. Jeweils um die gleiche Zeit ist im Menschenaffenhaus eine Advents-Tombola aufgebaut. Zu gewinnen gibt es neben Sachpreisen eine Tierbegegnung mit Flusspferd oder Faultier sowie Wilhelma-Eintrittskarten. Der Erlös kommt den letzten Berggorillas im Virunga-Nationalpark zugute – und den Menschen, welche die Tiere dort unter Einsatz ihres Lebens schĂŒtzen.
Wer es in der Adventszeit trotz allem nicht schafft, die Wilhelma zu besuchen, kann sich ein StĂŒck von ihr nach Hause holen: in Form eines Adventskalenders zum selbst Basteln, hinter dessen 24 TĂŒrchen sich natĂŒrlich Tiere und Pflanzen aus der Wilhelma verstecken. Den von der Wilhelmaschule gestalteten Kalender gibt’s samt Bastel-Anleitung unter www.wihelma.de. Falls zudem noch jemand ein Weihnachtsgeschenk sucht: Im Online-Ticketshop auf der Wilhelma-Internetseite kann man neben Tagestickets auch Wertgutscheine fĂŒr Jahreskarten komfortabel bestellen und ausdrucken. Und am Stand von „Weihnachtsmann & Co.“ auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt verkauft der Direktor der Wilhelma, Prof. Dieter Jauch, am 12. Dezember von 11 Uhr bis 14 Uhr auch dieses Jahr wieder eigenhĂ€ndig BlĂŒhpflanzen zugunsten von Hilfsprojekten.

Foto (Wilhelma):
Am 6. Dezember und an den Adventssonntagen gastiert der Weihnachtsmann in der Wilhelma – den Pinguinen hat er bereits vorab einen Höflichkeitsbesuch abgestattet.
(04.12.2012, 07:55)
Jana MĂŒller :   Schade, das andere wohl auch, denn es hĂ€ngt auch kein Schildchen mehr ĂŒber die Jungtiere vom Juni am Gehege, nur noch das vom letzten Dezember und der jetzige Wurf.
(29.11.2012, 17:13)
Ottmar MĂŒller :   Eines der Jungtiere vom Juni ist auf jeden Fall verstorben :(
(28.11.2012, 18:46)
Jana MĂŒller :   Was ist denn mit den Jungtieren vom Juni??

(28.11.2012, 18:26)
Wilhelma :   Affennachwuchs im Miniformat:

Zwillinge bei den ZwergseidenÀffchen

Wie fast jedes Jahr haben die ZwergseidenÀffchen der Wilhelma rechtzeitig vor Weihnachten
wieder zwei kleine Geschenke beschert: Am 8. November kamen Zwillinge zur Welt. Da bereits
die Eltern Chico und Ica echte Zwerge sind – schließlich gilt die Art als die kleinste unter den
echten Affen – muss man die anfangs daumengroßen Zwergenkinder beinahe mit der Lupe
suchen. Zu finden sind die tagaktiven KrallenĂ€ffchen aus SĂŒdamerika im Jungtieraufzuchthaus
zwischen Amazonien- und Menschenaffenhaus.
Vier Tiere zÀhlt der unbedarfte Betrachter auf den ersten Blick im ZwergseidenÀffchen-Gehege. Aber
was ist das? Eines der Äffchen sieht etwas unförmig aus, irgendwie – ausgebeult. Doch plötzlich
bewegt sich eine der kleinen „Beulen“, bekommt Beine und einen Schwanz und schließlich taucht aus
dem beige-gelb-grĂŒnlichen Fell ein winziges, zerknautschtes Gesicht auf. Jetzt erkennt man auch den
zweiten kleinen Wicht im seidigen Fellkragen von Papa Chico. Denn er ist es, der seine beiden
JĂŒngsten huckepack – eins vorn rechts, eins hinten links – spazieren trĂ€gt. Bei ZwergseidenĂ€ffchen
ist Babysitting nÀmlich keinesfalls reine Frauensache. Immer nur das ranghöchste Weibchen pro
Gruppe bekommt Nachwuchs, meist zweieiige Zwillinge, und bis auf das SĂ€ugen kĂŒmmert sich
anschließend die ganze Familie um die NesthĂ€kchen. Oft reichen die MĂŒtter die kleinen „BĂ€lger“
sogar unmittelbar nach der Geburt an Papa und Co. weiter. Nicht so Ica, die seit 2011 die neue Frau
an Chicos Seite ist: Sie zaudert immer ein wenig, bevor sie ihre Babys anderen anvertraut. Doch
inzwischen scheint sie sich auf ihren erfahrenen Partner Chico voll und ganz zu verlassen. Der lebt
seit 2001 in der Wilhelma und hat hier immerhin schon 22 Äffchen gezeugt, die letzten vier mit Ica.
Ihre beiden Erstgeborenen, Emma und Emilia, sind inzwischen fast ein Jahr alt und es ist nur eine
Frage der Zeit, bis auch sie als Babysitter einspringen. Bislang haben die beiden damit aber noch
wenig am Hut. Lieber turnen sie kopfĂŒber und kopfunter durchs GeĂ€st, naschen MehlwĂŒrmer und
geben sich der gegenseitigen Fellpflege, dem „Grooming“, hin.
Dass sich bei ZwergseidenĂ€ffchen immer mehrere Verwandte um den Nachwuchs kĂŒmmern, das hat
Mutter Natur schlau eingefĂ€delt, denn dadurch steigen die Überlebenschancen der Kleinen. Gut
behĂŒtet wachsen sie heran, bis sie ein Gewicht von etwa 140 Gramm und eine KörperlĂ€nge von rund
15 Zentimeter erreicht haben, der Schwanz misst bis zu 23 Zentimeter. Nach drei Monaten sind die
Jungtiere entwöhnt, weitere drei Monate spÀter kommen oft schon die nÀchsten Geschwister. Nach
wenigen Wochen futtern die Kleinen bereits dasselbe wie die Eltern: In der Natur sind es BlĂŒten,
FrĂŒchte, Insekten und Spinnen, vor allem aber BaumsĂ€fte. Um an diese heranzukommen, bohren die
Äffchen mithilfe ihrer spitzen unteren EckzĂ€hne Zapflöcher in die Rinde. In der Wilhelma ist ihr MenĂŒ
ebenfalls abwechslungsreich: SĂŒĂŸer Akaziensaft, Heuschrecken und MehlwĂŒrmer, SĂŒĂŸobst, Paprika,
Tomaten und Sellerie stehen auf der Speisekarte. Serviert wird mehrmals tÀglich: Denn je kleiner das
Tier, desto höher ist in der Regel der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht.

Bild: ZwergseidenÀffchen-Papa Chico trÀgt seine zwei Kinder huckepack durchs GeÀst. Dank
gleicher Fellfarbe sind die beiden Affenbabys gut getarnt. (Quelle: Wilhelma)
(28.11.2012, 08:18)
Jana MĂŒller :   3. Versuch
(24.11.2012, 21:58)
Jana MĂŒller :   Huch, mal sehen ob das Foto jetzt kommt
(24.11.2012, 21:57)
Jana MĂŒller :   Die ErdmĂ€nnchen-Baustelle heute
(24.11.2012, 21:55)
Oliver MĂŒller :   Ich wusste gar nicht, dass es fuchsgroße Riesen-ErdmĂ€nnchen gibt. Oder dann doch eher ErdmĂ€nner? ;-))
(24.11.2012, 15:21)
Wilhelma :   Neuer Bulle bei den seltenen Bongo-Antilopen:
Tambo – der neue starke Typ auf der Afrika-Anlage

Die kleine Herde Bongo-Antilopen der Wilhelma hat nach dreijĂ€hriger Pause endlich wieder ein mĂ€nnliches Mitglied bekommen: Der neue Bulle im Ring heißt „Tambo“, was auf Suaheli „StĂ€rke“ bedeutet, ist keine zwei Jahre alt und kam Ende Oktober aus Duisburg an den Neckar. Mittlerweile ist er auf der Anlage fĂŒr afrikanische Huftiere auch fĂŒr die Besucher zu sehen und dank seinem dunkleren Fell von den helleren, rotbraunen KĂŒhen gut zu unterscheiden.
Noch haben die Bongo-Damen Asante, Cindy, Britta und deren Tochter Wilma mit dem „Neuen“ nicht viel am Hut. NĂ€hert er sich ihnen, weichen sie aus oder rennen gar davon. Das ist jedoch kein Wunder, denn seit dem Tod des letzten Zuchtbullen vor drei Jahren sind die KĂŒhe keine mĂ€nnliche Gesellschaft mehr gewöhnt – und in der Wildbahn bleiben KĂŒhe samt Nachwuchs ohnehin meist unter sich. Dabei will der junge Bulle bislang gar nicht viel von den Damen, sondern eigentlich nur spielen, wie Revierleiter Daniel Wenning erklĂ€rt. Genau genommen ist der im Februar 2011 geborene Tambo nĂ€mlich noch ein Teenager, erst mit zwei Jahren gelten Bongos als geschlechtsreif. Es kann also ein paar Monate dauern, bis es zwischen Tambo und den KĂŒhen „funkt“ – und endlich wieder mit Nachwuchs zu rechnen ist. Rund 50 KĂ€lber wurden bereits in Stuttgart geboren, seit die Wilhelma 1980 mit der Haltung und Zucht der östlichen Unterart der Waldantilopen begonnen hat.
In ihrer ursprĂŒnglichen Heimat Kenia kommt die Bongo-Antilope nur noch in vier voneinander isolierten Gebieten vor, ein genetischer Austausch zwischen den Populationen ist daher nicht möglich. Aufgrund von Wilderei und wachsendem Druck auf den verbliebenen Lebensraum schrumpfte der Bestand stetig, 2008 ging man von nur noch 60 bis 130 Tieren in allen vier Gebieten aus. Allerdings sind Bongos auch schwer zu finden und damit zu zĂ€hlen, denn sie sind sehr scheu und durch die weiße Streifen- und Fleckenzeichnung auf ihrem braunen Fell im Spiel von Licht und Schatten des Waldes gut getarnt. Die Population in den Zoos dagegen ist in einer internationalen Datenbank erfasst: Rund 370 Vertreter der östlichen Bongo-Art leben hier weltweit, also vermutlich deutlich mehr als in der Wildbahn.
Dem natĂŒrlichen BedĂŒrfnis nach RĂŒckzugsorten und Sichtschutz der schreckhaften Tiere kommt die Wilhelma mit Holzpalisaden im Gehege entgegen – ein Kompromiss, um die Antilopen den Augen der Betrachter nicht völlig zu entziehen. Diesen wĂŒrde in der Tat etwas entgehen, denn Bongos sind ausgesprochen schöne Tiere. Im Gegensatz zu ihren nĂ€chsten Verwandten, den Kudu- und Nyala-Antilopen, tragen bei ihnen auch die KĂŒhe Hörner. Sie sind aber schmaler als die der Bullen und liegen enger beieinander, teils gabeln sich die Spitzen sogar wie bei der Kuh Cindy. Bis zu einem Meter lang werden die leicht gewundenen Hörner, die von Tambo können somit noch ein gutes StĂŒck wachsen. Immerhin durchwĂŒhlt er damit schon tĂŒchtig den Boden des Außengeheges, um sein Revier zu markieren. Es ist also sicher nur eine Frage der Zeit, bis der junge Bulle es schafft, dass ihm die KĂŒhe nicht mehr nur die kalte Schulter zeigen – und Tambo seine wahren StĂ€rken ausspielen kann.

Foto: Wilhelma
NĂ€her als ein bis zwei Meter sind sich die KĂŒhe – wie hier im Vordergrund Cindy – und der neue Bulle Tambo bislang nicht gekommen.
(23.11.2012, 08:01)
Michael Mettler :   Die zoologisch-systematische Zuordnung des ErdmĂ€nnchens scheint allerdings bei der Modernisierung nicht Schritt zu halten ;-)
(21.11.2012, 08:25)
Wilhelma :   Die ErdmĂ€nnchen ĂŒberwintern unter Ausschluss der Öffentlichkeit:
Mission „Schöner Wohnen“ fĂŒr afrikanische Sonnenanbeter

Die ErdmĂ€nnchen gehören zu den beliebtesten Bewohnern jedes Tierparks, auch in der Wilhelma. Wer sie hier derzeit besuchen möchte, wird sie allerdings nicht am bekannten Ort hinter dem Giraffengehege vorfinden. Sie ĂŒberwintern nĂ€mlich dieses Jahr hinter den Kulissen. Der Grund: Die Anlage der kleinen WĂŒstenbewohner wird ab sofort vergrĂ¶ĂŸert, runderneuert und umgestaltet. Bis spĂ€testens zum FrĂŒhjahr 2013 sollen die Schleichkatzen aus SĂŒdafrika jedoch in ihr Gehege zurĂŒckgekehrt sein.
ErdmĂ€nnchen sind als typische Bewohner der Kalahari sehr wĂ€rmeliebend. Die umgebaute Anlage wird nach ihrer Fertigstellung mit 120 Quadratmetern daher nicht nur etwa 40 Prozent grĂ¶ĂŸer sein als bisher, sondern den kleinen Sonnenanbetern noch mehr Freiluftsolarien bieten als bisher: Drei WĂ€rmestrahler und eine „Heizplatte“ sind als WĂ€rmequellen geplant. Diese sind in halboffenen Höhlen, unter FelsvorsprĂŒngen und ĂŒber offenen LiegeflĂ€chen angebracht, damit die Besucher die Tiere auch bei völlig unafrikanischer, mitteleuropĂ€ischer Witterung sehen können. Außerdem wird das Gehege dem natĂŒrlichen Lebensraum der WĂŒstentiere noch sichtbarer nachempfunden, sehr offen gestaltet sein und wĂŒstentypisch nur spĂ€rliche Vegetation aufweisen. SelbstverstĂ€ndlich wird es darin fĂŒr die vorsichtigen Tiere genĂŒgend Versteckmöglichkeiten geben – sowie AussichtsplĂ€tze, damit die jeweiligen WĂ€chter der Gruppe von einer erhöhten Warte aus die Umgebung gut im Argusauge behalten und nach potenziellen Beutegreifern absuchen können. Den Hintergrund werden Kunstfelsen im gleichen Design bilden, wie sie auch in der umgestalteten Zebraanlage direkt nebenan, im runderneuerten Elefanten-Außengehege und in der kĂŒnftigen Gorilla-Außenanlage zu finden sind. Auf einem Teil ihrer Anlage dĂŒrfen die Tiere nach ihrem Einzug sogar selbst Architekt und Baumeister spielen und sich mit eigenen Pfoten einen Bau nach ihrem Geschmack anlegen.
Einziehen werden nach dem Umbau zwei in Stuttgart geborene MĂ€nnchen und zwei neue Weibchen aus Warschau. Denn als das dominante Weibchen des vorherigen Clans aufhörte, Nachwuchs zu bekommen, verlor die Gruppe ihren Zusammenhalt, einzelne Tiere vertrugen sich plötzlich nicht mehr. Das ist bei den sozialen Strukturen von ErdmĂ€nnchen jedoch normal: In jedem Trupp sorgt nĂ€mlich nur ein Paar fĂŒr Nachkommen, alle anderen Gruppenmitglieder spielen Babysitter und erhöhen so gemeinsam die Überlebenschancen der Kleinen. Bricht das „Alpha-Paar“ auseinander, etwa weil das Weibchen nicht mehr fruchtbar ist oder stirbt, zerfĂ€llt oft die gesamte Gemeinschaft. In der Natur wandern Tiere dann ab, andere zu, die Gruppen formieren sich neu – in Zoos geht das natĂŒrlich nur mit menschlicher Hilfe. In der Wilhelma warten die beiden Weibchen und MĂ€nnchen nun hinter den Kulissen darauf, das neue Heim gemeinsam beziehen zu können. Und dann ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis sich bei den beliebten Schleichkatzen auch wieder Nachwuchs einstellt.

Abbildung:
Planungsentwurf fĂŒr die neue ErdmĂ€nnchenanlage, die von den Freien Landschaftsarchitekten Möhrle und Partner, Stuttgart, gestaltet wird. (Foto: Möhrle und Partner Stuttgart)
(21.11.2012, 07:58)
Ottmar MĂŒller :   Hier mal alle Maße fĂŒr die Anlage. Das Bonobogehege ist also doch recht hoch (oder wenigstens die höchste Stelle davon).
(14.11.2012, 18:37)
Gudrun Bardowicks :   So groß wirken die Bonobo-Anlagen auf mich nicht. Ich hĂ€tte mir eine Innenanlage Ă€hnlich wie in Köln oder Leipzig gewĂŒnscht und keine Anlage, die doch sehr an die hier im Forum hĂ€ufig kritisierte Bonoboanlage in Wuppertal erinnert. Ich vermisse eine vernĂŒnftige Höhe von mind. 6 -7 m. Zumindest wirkt die Anlage auf den Bildern recht niedrig.
(14.11.2012, 18:14)
Joshua Förg :   BezĂŒglich der Drills und Geparden konnte mir keiner der Tierpfleger genaue Auskunft geben, aber die Drills könnten theoretisch hinter den Kulissen des neuen Menschenaffenhauses untergebracht werden; die Außenanlage könnten sie dann mit den Gorillas teilen.
Anbei versuche ich hochmal, das Bild hochzuladen.
(14.11.2012, 14:08)
Sacha :   Bez. Geparde: Der von Ottmar MĂŒller erwĂ€hnte Grund (mangelnde Zuchtmöglichkeit) fĂŒr das Auslaufen der Haltung ist fĂŒr mich nicht wirklich zufriedenstellend. Schliesslich MUESSEN nicht alle Zoos zĂŒchten. Manche sind froh, wenn sie nicht mehr zuchtfĂ€hige Tiere gut unterbringen können. Und dafĂŒr ist m. E. die Anlage in der Wilhelme immer noch gut geeignet.
(14.11.2012, 11:18)
Ottmar MĂŒller :   Kannst du bitte nochmal versuchen die Fotos hochzuladen?
Und hast du etwas Neues ĂŒber die Zukunft der Geparden- und Drillhaltung in Erfahrung gebracht?
(13.11.2012, 20:44)
Joshua Förg :   Hier noch ein Bild der drei Bonobo-Anlagen.
(13.11.2012, 18:00)
Joshua Förg :   Wie bereits angekĂŒndigt war am 10. und 11. November Baustellenbesichtigung der Menschenaffenanlage fĂŒr Vereinsmitglieder der Freunde und Förderer.
Das Haus hat mir gefallen, ein wenig dominant sind die Decken- und Wandkonstruktionen.
Die Bonobos bekommen drei Anlagen von 120, 80 und 60 Quadratmetern, den Gorillas hat man deutlich mehr Platz zugesprochen: Die kleine Innenanlage ist 200 Quadratmeter groß, am anderen Gehege waren leider keine Informationsschilder angebracht. Es zieht sich jedoch sehr in die LĂ€nge, geschĂ€tzt 300 Quadratmeter.
Was mich sehr gewundert hat - bei der FĂŒhrung erklĂ€rten Pfleger, man wolle versuchen, den Handaufzuchten Zugang zur Zuchtgruppe zu gewĂ€hren. Diese können sich aber auch jederzeit zurĂŒckziehen und Blickkontakt mit der Zuchtgruppe durch eine große Scheibe aufnehmen. BezĂŒglich des Zugangs zur Zuchtgruppe bin ich mir jedoch selbst nicht sicher, eine solche Aktion wĂ€re mit sehr vielen Risiken verbunden. Neben der fĂŒr Besucher sichtbaren Innenanlage gibt es hinter den Kulissen noch Unterbringungsmöglichkeiten fĂŒr weitere jungen Gorillas.
Im Haus intigriert ist ein Notstrom-Generator, der die komplette Wilhelma im Notfall versorgen kann.
Des Weiteren gibt es im Haus auch ein Besucherkino.
(13.11.2012, 17:55)
Wilhelma :   GĂ€nse in der Wilhelma:
Die schöne, seltene Verwandtschaft der Martinsgans

Eines sei vorweg klargestellt: Anders als viele ihrer Verwandten unter den HausgĂ€nsen ĂŒberstehen die Wilhelma-GĂ€nse den Martinstag am 11. November jedes Jahr unbeschadet. Doch bietet vielleicht gerade dieser traditionelle Gedenktag eine gute Gelegenheit, um zwei in der Wilhelma gezeigte Arten, die Rothals- und die Hawaiigans, einmal nĂ€her vorzustellen. Denn erstens wird diesen Tieren im Vergleich zu EisbĂ€r, Affe und Co. ohnehin zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Und zweitens ist ihr Überleben durch ganz andere UmstĂ€nde als Martinstage stark bedroht, die Hawaiigans gilt sogar als eine der seltensten GĂ€nse der Welt.
Schon rein Ă€ußerlich haben Rothals- und HawaiigĂ€nse nicht viel mit den grauen oder weißen Haus- und „MartinsgĂ€nsen“ gemeinsam. RothalsgĂ€nse gehören mit ihrem charakteristischen rotbraunen Brust- und Halsgefieder zweifelsfrei zu den schönsten GĂ€nsen. Daneben sind ihre brĂ€unlich und grau gefĂ€rbten Verwandten aus Hawaii zwar viel unauffĂ€lligere, aber trotzdem nicht weniger elegante Erscheinungen. Beide Arten teilen sich in der Wilhelma derzeit mit den Kranichen ein Gehege, zeitweise sind sie auch in der begehbaren Freifluganlage zu finden. Rothals- wie Hawaiigans gehören zu den so genannten MeergĂ€nsen und sind etwa gleich groß – mit einem Gewicht von eineinhalb bis zwei Kilogramm zĂ€hlen sie zu den kleineren GĂ€nsearten. Eine weitere Gemeinsamkeit: MĂ€nnchen und Weibchen sehen fast gleich aus, und haben sie sich gefunden, bleiben sie sich ein Leben lang treu. Was jedoch den Lebensraum angeht, könnten die zwei GĂ€nsearten unterschiedlicher nicht sein.
WĂ€hrend RothalsgĂ€nse im arktischen Sibirien brĂŒten und weite Strecken zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet zurĂŒcklegen, leben HawaiigĂ€nse ganzjĂ€hrig im tropischen Klima Hawaiis, vor allem in Bergregionen von 1500 bis 2500 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel. Ganz gĂ€nseuntypisch sind sie nicht an Wasser gebunden. In ihren LebensrĂ€umen regnet es zwar recht viel, aber stehende oder fließende GewĂ€sser sind Mangelware. Ihren Wasserbedarf decken sie ĂŒber ihre Nahrung, die wie bei allen MeergĂ€nsen rein vegetarisch ist und aus GrĂ€sern und GrĂŒnpflanzen besteht. Leider steht die Hawaiigans selbst auf der Speisekarte der vielen Hunde, Katzen und Ratten, die von den Menschen auf den Inseln eingeschleppt wurden. Weil ĂŒberdies ihr Lebensraum schrumpft, war die Hawaiigans Mitte des 20. Jahrhunderts so gut wie ausgestorben. Nur 30 Tiere ĂŒberlebten. Durch Nachzucht, unter anderem in Zoos, und Auswilderung stieg ihr Bestand auf heute wieder rund 2000 Tiere an.
Von der Rothalsgans gibt es zwar immerhin noch etwa 40.000 Vertreter, aber auch sie gehört zu den bedrohten Arten. Diese GĂ€nse ĂŒberwintern vorwiegend in einem sehr kleinen Gebiet an der WestkĂŒste des Schwarzen Meeres. TagsĂŒber durchstreifen sie Wiesen und Felder nach Nahrung. Sobald es dunkel wird, suchen sie zum Schlafen sichere GewĂ€sser auf. Dann fĂ€rben Tausende GĂ€nse den Himmel dunkel. Vor allem die Zerstörung ihrer LebensrĂ€ume, aber auch die illegale Jagd in den begrenzten Überwinterungsgebieten sind schuld, dass auch die Zahl der RothalsgĂ€nse seit Jahren stetig sinkt.

Foto (Wilhelma): RothalsgÀnse fallen durch ihre markante, schöne Zeichnung sofort ins Auge.
(09.11.2012, 08:25)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

Thementag mit Dia-Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Alles ĂŒber Orang-Utans, ihr Leben – und ihren Kampf ums Überleben

Am Sonntag, dem 11. November, dreht sich bei einem Thementag im WilhelmaschulgebĂ€ude gegenĂŒber der Geiervoliere von 11 Uhr bis 16 Uhr alles um Orang-Utans. Eine Dia-Show zeigt die „Roten Waldmenschen“ in ihrer Heimat Borneo – teils in der Wildnis, teils in Auffangstationen, die fĂŒr viele Orang-Utans zur letzten ZufluchtstĂ€tte werden. Denn um immer neue Plantagen anzulegen, etwa fĂŒr Palmöl, wird der Urwald und damit der Lebensraum der Menschenaffen und vieler anderer Arten zunehmend zerstört. Beim Thementag erfahren die Besucher daher nicht nur, wie Orangs leben, sondern auch, wie sehr ihr Überleben als Art auf der Kippe steht. Und wie jeder ein wenig zu ihrem Schutz beitragen kann – zum Beispiel indem man beim Einkauf Produkte meidet, die Palmöl enthalten. Mehr darĂŒber verraten auch die Info-Materialien von Schutzorganisationen wie der „Borneo Orangutan Survival (BOS)“ oder „Orangs in Not e.V.“, die am Thementag ausliegen. Außerdem können die Besucher an diesem Tag den Lauten der Orangs lauschen, Orang-Haare berĂŒhren und an einem großen „Orang-Utan-Buffet“ gegen eine Spende ab drei Euro sogar von den Lieblingsspeisen der „Waldmenschen“ kosten. Diese bestehen vor allem aus tropischen FrĂŒchten, wobei die absolute Lieblingsfrucht der Orangs die Durian ist, die aus gutem Grund auch „Stinkfrucht“ genannt wird. Wer mutig genug ist, von dieser Durian zu probieren, nimmt an einer Verlosung von fĂŒnf Orang-Utans aus PlĂŒsch teil. Der Besuch des Thementags ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, jede Spende fĂŒr die Orang-Utans ist jedoch herzlich willkommen.

Foto: Orang-Utans in einer Auffangstation auf Borneo – solche Stationen sind oft die letzten ZufluchtsstĂ€tten fĂŒr die Menschenaffen in einem schrumpfenden Lebensraum. (Foto: Martin Dölling)
(06.11.2012, 16:24)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

Thementag mit Filmvortrag in der Wilhelmaschule:
Die Congohounds – Wie Hunde helfen, die Berggorillas zu retten

Am Sonntag, dem 28. Oktober 2012, widmet sich die Veranstaltungsreihe „Wilde Wochenenden“ der Wilhelmaschule einem Schutzprojekt fĂŒr die bedrohten Berggorillas im Virunga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Eine wichtige Rolle dabei spielen die „Congohounds“. Das sind Bluthunde, die eigens ausgebildet werden, um die Virunga-Ranger als Begleiter, BeschĂŒtzer und Spurensucher im Kampf gegen die Wilderei zu unterstĂŒtzen. Der Thementag beginnt um 10 Uhr, Veranstaltungsort ist das WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere. Ab 11 Uhr vermittelt hier jede Stunde ein rund 30-minĂŒtiger Film den Besuchern einen Eindruck von der Ausbildung und der schwierigen Arbeit der Ranger und ihrer Hunde. Zwei dieser Virunga-Ranger sowie die Projektleiterin des Congohoundprojekts, Marlene ZĂ€hner, sind persönlich vor Ort und beantworten im Anschluss an die FilmvortrĂ€ge die Fragen der Besucher.
Die Teilnahme am Thementag ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden sind aber wie immer willkommen. Denn Spenden wie sie ermöglichen der Wilhelma, die Gorillaschutzprojekte des Virunga Parks unmittelbar zu unterstĂŒtzen. Allein in den letzten zwölf Monaten kamen dank verschiedenster Spendensammelaktionen und des seit Herbst 2009 laufenden Handyrecycling-Projekts rund 8000 Euro zusammen und konnten direkt an die Helfer im Kongo ĂŒberwiesen werden. Weitere Infos zum Congohoundprojekt gibt es im Internet unter „www.congohounds.gorillacd.org “.

Foto (gorilla.cd/ZÀhner): Die Bluthunde sind treue GefÀhrten der Virunga-Ranger (hier mit Projektleiterin Marlene ZÀhner) beim Kampf gegen Wilderer und beim Schutz der letzten Berggorillas.
(23.10.2012, 08:58)
Wilhelma :   Der Persische Leopard Aman aus Köln:
Ein neuer Partner fĂŒr Mesched

„Aman“ heißt der neue Persische Leopard der Wilhelma – was in seinen vorderasiatischen HerkunftslĂ€ndern unter anderem „vertrauenswĂŒrdig“ bedeutet. Und großes Vertrauen setzt die Wilhelma nun in die Talente von Aman als kĂŒnftigem Zuchtkater: In Abstimmung mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm soll er mit der seit 2002 in Stuttgart lebenden Leopardenkatze Mesched fĂŒr Nachwuchs sorgen. Dieser ist dringend notwendig. Denn Persische Leoparden sind in der Wildbahn fast ausgestorben, in Zoos leben weltweit gerade einmal 112 Tiere dieser Unterart des Leoparden.
Mit Aman hat die Wilhelma nicht nur einen hoffnungsvollen Nachfolger fĂŒr den im Januar 2012 verstorbenen Zuchtkater Saracen bekommen, der 2006 in Köln geborene Leopard hat sogar familiĂ€re Wurzeln im SchwabenlĂ€ndle: Aman ist nĂ€mlich der Sohn von Chadang, der in der Wilhelma 1994 zusammen mit zwei Geschwistern als Drilling das Licht der Welt erblickte. Im September traf Aman in der alten Heimat seines Vaters ein, wo er sich seither in Ruhe einleben konnte. Inzwischen ist er fĂŒr die Besucher im mittleren der Raubtiergehege zu sehen. Mit seiner zukĂŒnftigen Partnerin Mesched wird er aber wohl erst im FrĂŒhjahr direkt und hautnah zusammentreffen. Zumindest durchs Gitter dĂŒrfen sich die beiden aber schon vorher sehen und beschnuppern – wobei sie hoffentlich feststellen, dass sie sich gut riechen können.
In der Wildbahn leben Leoparden als strikte EinzelgĂ€nger und nur wenn sie „rollig“, also paarungsbereit ist, duldet die Katze hier einen Kater in ihrer NĂ€he. Bei Leoparden dauert die „heiße Phase“ etwa sieben Tage, wĂ€hrend derer sich die Tiere mehrmals tĂ€glich paaren. Bei erfolgreicher Zeugung trĂ€gt die Katze rund drei Monate lang ein bis drei Jungtiere aus, die sie nach der Geburt alleine aufzieht – der Vater wĂ€re dabei auch wenig hilfreich, hĂ€tte er doch seinen eigenen Nachwuchs eher „zum Fressen gern“. Die Jungen bleiben im Schnitt 13 bis 18 Monate bei ihrer Mutter.
Leoparden gehören zu den Großkatzen mit dem grĂ¶ĂŸten Verbreitungsgebiet. Dieses reicht vom sĂŒdlichen Afrika bis ins östliche Asien und umfasst heiße Steppen ebenso wie dichte WĂ€lder und kĂŒhle Bergregionen. Der Persische Leopard ist dabei die grĂ¶ĂŸte Unterart und ursprĂŒnglich im nördlichen Iran, Afghanistan und dem Kaukasus zu Hause. An das Leben in deren Hochlagen bis ĂŒber 3000 Meter Höhe ist er gut angepasst. So ist etwa sein Fell dichter und lĂ€nger als das seiner Artgenossen aus warmen Regionen, strenge KĂ€lte kann ihm nichts anhaben. Auf dem Speiseplan der bis zu 80 Kilogramm schweren Raubkatzen stehen in ihrer vorderasiatischen Heimat vor allem Bezoarziegen, Wildschweine, Rehe – und zur Not auch Nutztiere des Menschen. Nicht nur wegen ihres schönen Fells wurden und werden sie daher gejagt. Außerdem schrumpft und verĂ€ndert sich ihr Lebensraum. Der Restbestand dieser schönen Tierart ist daher sowohl sehr klein, als auch sehr zersplittert – was ihre Überlebenschancen leider weiter vermindert.

Foto: Wilhelma
(19.10.2012, 07:55)
Michael Mettler :   @Jana MĂŒller: Ja, dann meinte ich diesen Tunnel. Da ich das nur ganz oberflĂ€chlich und aus der Ferne verfolgt hatte, hatte ich es offenbar missverstanden und gedacht, das ALTE Elefantenhaus solle untertunnelt werden.

Tja, was die vielen Baustellen betrifft: Das ist eben der Nachteil, wenn große Teile eines Zoos baulich aus der selben Ära stammen. Dann altern eben die Baumaterialien ebenso gleichzeitig auf großer FlĂ€che wie die Ansichten darĂŒber, wie man Tiere halten und prĂ€sentieren sollte.
(15.10.2012, 22:09)
Jana MĂŒller :   Ja, es gibt ĂŒberall viele kleine Baustellen, es sieht fast so aus als wĂŒsste man nicht, wo man anfangen soll.

@Michael: Meinst du jetzt den Rosensteintunnel? Der soll mal dort gebaut werden, wo die neue Elefantenanlage mal hin soll.. bevor der Tunnel nicht gebaut ist können sie mit dem Neubau der Anlage nicht beginnen.

Bin ja echt mal gespannt, was so als nÀchstes (um)gebaut wird.

Dass das Klippspringergehege noch steht - so ein Abriss wÀre doch sicher recht schnell gemacht, und das Gehege steht schon soo lange leer...
(15.10.2012, 17:54)
Michael Mettler :   Wenn man alle in den letzten BeitrĂ€gen genannten Baumaßnahmen zusammennimmt, ist das doch nicht mehr und nicht weniger als ein Umbau der halben Wilhelma, oder? Da sollte man wohl eher in Jahrzehnten rechnen.

Ich bin in der Materie nicht ganz drin, aber war da nicht noch was mit einer Untertunnelung der Randbereiche (DickhĂ€uter, Raubtiere etc.) wegen der benachbarten VerkehrsfĂŒhrung? Gibt es das inzwischen, oder steht es noch bevor? Denn wenn das Plateau schon durch das neue Menschaffenhauses unerwarteterweise in Bewegung gerĂ€t, dann könnten doch bei einem solchen Bauprojekt auch noch unangenehme Überraschungen lauern.
(15.10.2012, 10:35)
Matthias Schramm :   Bei den Geparden gibt es ein kleineres zweites Gehege. Wenn man am Gehege vorbei zum alten Belvedere Pavillon geht, kann man es zwischen BĂŒschen und Hecken erahnen. Es ist aber fĂŒr die Besucher nicht weiter einsehbar. Ansonsten klingen die WilhelmaplĂ€ne alle ein bisschen vage, einen "Masterplan" scheint es nicht wirklich zu geben. Vielleicht (und das soll nicht böse gemeint sein) wartet man ja auch den in der FĂŒhrungsebene anstehende Wechsel ab.
(15.10.2012, 09:59)
Jana MĂŒller :   Ja genau, war da nicht davon die Rede, dass man die Meerkatzen dann zusammen mit den Gorillas vergesellschaftet? Allerdings war das wohl ein Gedanke, bevor die 4 Gorillawaisen einzogen. Man plante ja mit Claudia in der Familiengruppe und einer evtl. "leeren" Aufzuchtstation.

Wurde Tana nicht mal bei "EisbĂ€r, Affe & Co" in einem seperaten Gehege gefĂŒttert (wegen ihrer Krankheit?)

Petra ist schon uralt (wird in 10 Tagen 22 Jahre alt), theoretisch könnte da jeder Tag der letzte sein...
Zwischen den GitteraußenkĂ€figen wurden ĂŒberall Gitterelemente angebracht, sodass die Tiere auch außen von KĂ€fig zu KĂ€fig wechseln können. Hoffe, dass das nicht der ganze Umbau war. In den GitterkĂ€figen lebt ja nun nur das LeopardenpĂ€rchen und Petra. HĂ€tte man nun keinen Leopardenkater geholt, hĂ€tte man darin nur 2 Tiere gehalten - nach Petras ableben nur noch die Lopardin. Mit so wenigen Tieren hĂ€tte man perfekt umbauen können, aber nun holte man sich ja den Kater (ich nehme ja mal stark an zur baldigen Zucht). Dann kanns auch wieder voller werden...

Ja, die BĂ€ren sind auch alle schon alt (zw. 22 und 27 Jahren) und die beiden BĂ€renanlagen sollen zusammengelegt werden sobald eine der Arten "in der Wilhelma ausgestorben" ist.

Soll die Flusspferdanlage nicht auch mal dem Bau des neuen Elefantenhauses zum Opfer fallen? Die Flusspferdhaltung soll soweit ich weiß ja auch auslaufen, das Zwergflusspferd und die Flusspferdkuh sind schon sehr alt. Dann wĂ€re noch der Flusspferdbulle ĂŒbrig sowie die Babirusas. Was mit denen dann wohl geschieht?
(14.10.2012, 21:09)
Ottmar MĂŒller :   Es hieß, dass die Gorilla-Aufzuchtstation im neuen Haus fĂŒr eine Meerkatzenart genutzt werden kann, wenn mal keine Gorillababies aufgepĂ€ppelt werden mĂŒssen. Wie das genau organisiert werden soll kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen, da die Wilhelma ja nicht voraussagen kann, ob und wann Affenbabies verstoßen weden.

Die Geparden können in ihrem derzeitigen Gehege nicht zĂŒchten (kein Absperrbereich), deshalb soll ihre Haltung auslaufen.

Ich vermute, dass am Raubtierhaus erst etwas verÀndert wird, wenn der letzte Jaguar "Petra" verstorben ist. Genauso wird man es vermutlich beim Zwergflusspferd und den BÀren handhaben.
(14.10.2012, 20:47)
Joshua Förg :   Herr Jauch hat am Patentag einen Vortrag im Wilhelma-Restaurant gehalten. Da ich ein Totenkopfaffe als Patentier habe, war ich geladen.

Am 10. und 11. November können alle Mitglieder der Freunde und Förderer zur Baustellenbesichtigung in die Menschenaffenanlage, da werde ich mich mal erkundigen, wie es mit Drills, Geparden und Makaken weitergeht. Vielleicht erscheint dort noch jemand aus dem Forum :)
(14.10.2012, 11:18)
Jana MĂŒller :   @Joshua Förg: Gibts denn irgendwo einen Link zu Jauchs Äußerungen oder woher stammen die Infos?
(14.10.2012, 10:54)
Jana MĂŒller :   Bei den Subtropenterassen soll nicht nur die Wand gerichtet werden, man will wohl auch neue, vor allem grĂ¶ĂŸere Volieren fĂŒr die Vögel haben. Dazu mĂŒssen sie aber dann auch die Arten reduzieren.

Soweit ich weiß war irgendwann mal auch nich die Rede von einer Meerkatzenart im neuen Menschenaffenhauskomplex...?
Und ganz ehrlich.. fĂŒr mich sieht es nicht so aus, als wĂ€re die Anlage im Dezember schon nutzbar/fertig.

Wann soll denn nun eigentlich wieder der Weg bei den Somali-Wildeseln frei werden? Eigentlich hieß es ja mal, Dezeber 2011.

Das Jungtieraufzuchthaus soll sĂŒdamerikanisch werden - da wĂŒrden ja die Totenkopfaffen dann schon gut reinpassen.

Zum jetzigen (alten) Menschenaffenhaus - das woll wohl schon nach und nach umgebaut werden bzw modernisiert werden und ein Haus fĂŒr asiatische Affen werden. Evtl. kommen die Haubenlanguren dann mal in dieses Haus mit herein?

Das mit den Drills hab ich auch mal schon irgendwo gelesen, wĂ€re wirklich sehr wĂŒbschenswert!
Die Japanmakaken wĂŒrden dann natĂŒrlich auch gut ins alte Menschenaffenhaus passen (asiatische Affen).. aber was passiert mit den Geparden??

Auf der Giraffenanlage soll das Gehege der Klippspringer abgerissen werden, sodass der Platz auch von den Giraffen genutzt werden kann.

Die ErdmÀnnchenanlage soll wie zuvor erwÀhnt auch neu gestaltet werden, derzelit leben dort nur noch 2 (ich glaube mÀnnliche?) Tiere.

Was passiert denn nun mit den RaubkatzenkĂ€figen? Wollte man die nicht auch mal vergrĂ¶ĂŸern? Innen wurden sie ja mit neuen Ästen usw. gestaltet, aber vergrĂ¶ĂŸert wurde nix - anstatt man erstmal umbaut, holt man sich nen neuen Leopardenkater...
Und Löwen will man ja glaube ich auch wieder anschaffen - weiß gar nicht wo sie die dann noch reinquetschen wollen.

(14.10.2012, 10:07)
Ottmar MĂŒller :   Die Drills sollen anscheinend ein Freigehege auf der FlĂ€che der jetzigen Geparden- und Makakenanlagen erhalten, zuvor aber ins ehemalige Bonobogehege ziehen. Das JAZ soll dann nur noch sĂŒdamerikanische Arten beherbergen.

Wieso legt man nicht die Zebra- und die Giraffenanlage zu einer großen Afrikasavanne zusammen? Außerdem gibt es meiner Meinung nach wichtigere Projekte (Raubkatzen, asiatische Affen, KleinsĂ€uger...)
(13.10.2012, 17:01)
Michael Mettler :   @Joshua Förg: Ich kann mir nicht vorstellen, wie man den Wilhelma-Besuchern nach Eröffnung der neuen Anlagen fĂŒr afrikanische Menschenaffen klar machen will, dass das alte Haus ohne weitere VerĂ€nderungen noch ein ganz tolles Heim fĂŒr die Orangs sein soll. Mit den Neuanlagen werden doch auch neue MaßstĂ€be fĂŒr die Besucher gesetzt und im direkten Vergleich zu den Altanlagen neue AnsprĂŒche geweckt.
(13.10.2012, 16:21)
Joshua Förg :   Die Drills dĂŒrfen entweder die alten Anlagen fĂŒr die Gorilla-Handaufzuchten nutzen, oder sie kommen ins neue Menschenaffenhaus. Dort ist wohl noch Platz vorhanden.
Ich denke eher nicht, dass man am alten Menschenaffenhaus viel umbauen wird, die Orangs bekommen lediglich mehr Platz.

Die ErdmÀnnchen bekommen wie die Zebras eine Anlage mit Kunstfels.
Was ich vergessen habe: FĂŒr die nahe Zukunft ist auch noch die Umgestaltung der Giraffen-Anlage geplant.
(13.10.2012, 15:47)
Matthias Schramm :   Was geschieht ĂŒberhaupt in der Wilhelma nach dem Umzug der Gorilas und Bonobos? Die Orangs sollen ja im alten Haus bleiben, aber ein Umbau mĂŒsste doch trotzdem stattfinden? Auch die weitere Nutzung des Jungtierhauses ist mir unklar. Große AnwĂ€rter auf eine neue Unterkunft wĂ€ren hier ja dringend die Drills! In der Wilhelma selber gibt es nur Infos zum neuen Haus aber ĂŒber die Entwicklung der alten HĂ€user ist nichts zu finden.
(13.10.2012, 15:16)
Matthias Schramm :   Doch die ErdmĂ€nnchen neben der Giraffenanlage gibt es noch (am Mittwoch gesehen). Aber der Trend zu grĂ¶ĂŸeren, teureren und aufwĂ€ndigeren ErdmĂ€nnchenanlagen scheint wohl ungebrochen.
Man kann nur hoffen, dass nicht wirklich zig Millionen fĂŒr den Erhalt der Terrassen benötigt werden sollten. Mit Sicherheit fehlt das Geld dann fĂŒr den weiteren Umbau der Wilhelma und es werden noch mehr Bauvorhaben auf ungewisse Zeit verschoben!
(13.10.2012, 14:48)
Michael Mettler :   Nicht, dass das neue Menschenaffenhaus noch hangabwĂ€rts wandert... Eine Stabilisierung der Subtropenterrassen dĂŒrfte keine leichte Aufgabe (und damit teuer) werden.

Gibt es die ErdmÀnnchenanlage neben den Giraffen gar nicht mehr? Warum muss eine neue gebaut werden?
(13.10.2012, 11:34)
Joshua Förg :   Die Schildkrötenanlage wird wohl dieses Jahr nicht mehr entstehen, da ein Termin beim Denkmalschutz erst noch ansteht.

Was die Volieren betrifft, so drĂŒcken die WĂ€nde an den Terrassen so stark gegen die Massen, die vom Menschenaffenhaus drĂŒcken an, dass sie mittlerweile 18 cm verschoben wurden. Daran hat beim bau der Anlage wohl niemand gedacht. Noch ist nicht klar, ob ĂŒberhaupt neu gebaut werden soll. Die Totenkopfaffen sollen wahrscheinlich ins Jungtieraufzuchtshaus kommen.
(13.10.2012, 11:23)
Ottmar MĂŒller :   Ich denke auch, dass man das Geld lieber zur Verbesserung (nicht zur Verschönerung) der Tierhaltung nutzen sollte. Allerdings schön, dass ein Zoo auch mal in ErdmĂ€nnchengehege investiert, diese Tiere sind bis jetzt in deutschen Zoos viel zu kurz gekommen...

Wo soll denn die Schildkrötenanlage entstehen? Und ist schon NÀheres zum Neubau der Volieren bekannt?
(13.10.2012, 11:15)
Matthias Schramm :   Warum soll denn die Zebraanlage mit zusĂ€tzlichem Kunstfeld ausgestattet werden? Eine Seite ist bereits mit "mittelschönem" Fels eingefasst und der Zaun um die Baumgruppe ist eher unauffĂ€llig. Die anderen Gehege in diesem Bereich sind auch nur mit Zaun umgeben! Das Geld könnte mit Sicherheit auch sinnvoller investiert werden!
(13.10.2012, 10:05)
Joshua Förg :   NatĂŒrlich kostet die Anlage 22/23 Millionen Euro :)
(13.10.2012, 09:38)
Joshua Förg :   Gestern hat sich Dieter Jauch zu den zukĂŒnftigen Projekten geĂ€ußert.
Die Anlage fĂŒr afrikanische Menschenaffen soll voraussichtlich im Dezember fertig gestellt sein, die Bonobos sollen als erste Affenart im Januar einziehen. Offizielle Eröffnung soll im MĂ€rz sein. Insgesamt kostet die Anlage nicht, wie geplant, 13 Millionen, sondern ca. 23/23 Millionen Euro.
Das Gehege fĂŒr Zebras und Dorcas-Gazellen soll weiter mit Kunstfels verkleidet werden, der Zaun im Vordergrund und um die Baumgruppe sollen verschwinden. Daneben wird eine neue Anlage fĂŒr ErdmĂ€nnchen entstehen.
Vom Förderverein wird eine Anlage fĂŒr mediterrane Landschildkröten spendiert, quasi als Gegenleistung, da er keine neuen Gelder in die Menschenaffenanlage stecken will.
Der geplante Abriss und Neubau der Volieren auf den Subtropen-Terrassen erfolgt 2012 nicht mehr und wurde auf ungewisse Zeit verschoben.
(13.10.2012, 09:37)
Jana MĂŒller :   Naja, sie sind schon seit mind. 2 Monaten zu sehen.
(12.10.2012, 07:00)
Moritz Jochum :   Sie sind fĂŒr die Besucher neu weil sie jetzt erst zu sehen sind.
(11.10.2012, 21:07)
Jana MĂŒller :   Ich frage mich, was jetzt noch an den Tieren "neu" ist, immerhin sind sie nun schon ein halbes Jahr im Zoo!
(11.10.2012, 08:28)
Wilhelma :   Neue Waldhunde in der Wilhelma:
Ein ungleiches Paar

Wenn es Futter gibt, dann hat Kesara meistens die Nase vorn. Obwohl deutlich kleiner als ihr neuer Partner Pero, ist sie beim Finden der tĂ€glichen Fleischration klar schneller. Die beiden neuen Waldhunde der Wilhelma bringen Leben in das ĂŒber den Sommer verwaiste Gehege zwischen Elefantenhaus und Tigeranlage. Bereits im April kamen die im dĂ€nischen Jesperhus geborene Kesara und der aus dem englischen Port Lympne stammende Pero nach Stuttgart. Nach ihrer QuarantĂ€ne- und Eingewöhnungszeit, die Kesara und Pero hinter den Kulissen verbrachten, setzen sie in der Wilhelma eine kleine Tradition fort. Bereits seit 1986 werden hier Waldhunde gehalten.
Damit gehört die Wilhelma zu den wenigen Zoos in Europa, die diese kleinen, sĂŒdamerikanischen Wildhunde zeigen. Nachdem 2010 das alte Weibchen Sabana starb, lebten zuletzt nur drei mĂ€nnliche Waldhunde in der Wilhelma. Sie wurden im MĂ€rz nach Leeuwarden in den Niederlangen abgegeben. Die ZusammenfĂŒhrung der beiden neuen Waldhunde, die auf Empfehlung des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Stuttgart kamen, klappte problemlos. Nun sollen Kesara, was die Junggebliebene bedeutet, und Pero die Zucht fortfĂŒhren.
Bemerkenswert bei Waldhunden ist ihr Sozialverhalten. Sie leben in einem engen Familienverband zusammen; meist ein Paar mit seinem Nachwuchs. An der Aufzucht der Jungen beteiligen sich die MĂ€nnchen stĂ€rker, als dies bei anderen Hundeverwandten der Fall ist. Nicht nur, dass der RĂŒde bei der Geburt hilft und die Nabelschnur durchtrennt, er sĂ€ubert die Kleinen auch. Zudem versorgt er die Mutter und nach ein paar Wochen ebenfalls die Jungen mit Nahrung. Auch auf den von seinem Verhalten her eher zögerlichen Pero werden diese Vaterpflichten hoffentlich bald zukommen. Übrigens brachte ihm seine vorsichtige Wesensart – die sich gut mit „Ich wĂŒrde ja so gerne, aber...“ beschreiben lĂ€sst – seinen Namen ein. Dieser bedeutet auf Spanisch „aber“.
Die Mitglieder der bis zu zehn Tiere umfassenden Waldhundrudel suchen immer wieder Körperkontakt. Mit Lauten, die an das Fiepen junger Hundewelpen erinnern, halten sie außerdem stĂ€ndig akustischen Kontakt. In den dicht bewachsenen LebensrĂ€umen der Waldhunde – WaldrĂ€nder und Uferbereiche von GewĂ€ssern – ist dies sehr wichtig fĂŒr den Zusammenhalt der Familiengruppe. Sehr auffĂ€llig ist ihr Körperbau, der eher an einen Marder oder BĂ€ren erinnert als an einen Hund. Mit ihrem gedrungenen und krĂ€ftigen Körper gehören Waldhunde zu den kleineren Vertretern ihrer Familie. Ihr kurzes, rotbraunes Fell und der rundliche Kopf mit den kleinen, runden Ohren sind charakteristisch fĂŒr sie. Die sĂŒdamerikanischen Wildhunde sind außerdem hervorragende Schwimmer.

Foto: Wilhelma
(11.10.2012, 08:17)
Joshua Förg :   Seit dem 18. September lebt auch wieder ein mĂ€nnlicher Leopard in der Wilhelma: Kater Aman kam aus dem Zoo Köln nach Stuttgart.
(07.10.2012, 08:49)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den JemenchamĂ€leons der Wilhelma:
Kleine Meister der Entschleunigung

Sie sind zwar erst wenige Tage alt, aber die jungen JemenchamĂ€leons im Wilhelma-Terrarium beherrschen bereits perfekt, was hektische Börsianer und gestresste Manager ihr ganzes Berufsleben lang nicht schaffen: Sie eilen mit Weile durch die Welt, bedĂ€chtig im Wiegeschritt einen Klammerfuß vor den anderen setzend, dabei zu jeder Zeit gesichert gegen AbstĂŒrze aller Art durch ihren beweglichen Greifschwanz. Aber der Schein trĂŒgt – ihre unabhĂ€ngig voneinander beweglichen Teleskopaugen sind hellwach. Ihnen entgeht keine noch so kleine Bewegung, und wenn die klebrige, fast körperlange Schleuderzunge zum Einsatz kommt, geht alles blitzschnell.
Dabei zeichnen sich die Winzlinge schon jetzt durch eine erstaunlich hohe Trefferquote aus. Aber wer innerhalb weniger Monate vom kleinfingerlangen BabychamĂ€leon zu einer halbmeterlangen Echse heranwachsen will, benötigt tĂ€glich eine ordentliche Portion Insekten und kann sich nicht allzu viele FehlschĂŒsse leisten!
ChamĂ€leons bewohnen die Tropen- und Subtropengebiete Afrikas, SĂŒdeuropas und Vorderasiens. Bisher sind rund 160 Arten beschrieben, aber angesichts ihrer perfekten Tarnung und ihrer unauffĂ€lligen Bewegungsweise ist damit zu rechnen, dass noch eine ganze Reihe Arten darauf warten, von der Wissenschaft entdeckt zu werden. Eines der grĂ¶ĂŸten und bekanntesten ChamĂ€leons ist das im SĂŒden der arabischen Halbinsel lebende JemenchamĂ€leon, Chamaeleo calyptratus. Die Artbezeichnung leitet sich ab vom lateinischen Wort `calyptraÂŽ (= MĂŒtze, Haube, Schutzhelm) und nimmt Bezug auf den bei ausgewachsenen MĂ€nnchen bis zu 6 cm hohen, helmartigen Kopfaufsatz.
JemenchamĂ€leons werden im mĂ€nnlichen Geschlecht bis zu 60 cm lang, die Weibchen erreichen etwa 40 cm GesamtlĂ€nge. Im Terrarium bleiben die Tiere in der Regel etwas kleiner. Wie alle ChamĂ€leons sind JemenchamĂ€leons ausgesprochene Individualisten, die auf den Anblick von Artgenossen mit intensiven Farbwechseln, drohendem Fauchen und PrĂ€sentieren des seitlich abgeflachten Körpers reagieren. Lediglich zur Paarung kommt es zu einer Art „befristetem Waffenstillstand“ zwischen den Geschlechtern.
Bis dahin ist es fĂŒr unsere JungchamĂ€leons noch ein weiter Weg. Zwar beherrschen auch sie schon die hohe Kunst des stimmungsabhĂ€ngigen Farbwechsels. Aber auf dem Kopf tragen sie noch keinen Helm, sondern bestenfalls ein HĂ€ubchen, und auch von innerartlicher Aggression ist noch nichts zu bemerken. Vorerst klettern sie friedlich durchs GeĂ€st ihres kleinen Terrariums gegenĂŒber dem Eingang zur Krokodilhalle und konzentrieren sich auf die gemeinsame Jagd nach Fliegen, kleinen Heuschrecken und anderen Insekten, immer schön nach dem Motto: „NĂŽ net hudle .....“.
(05.10.2012, 08:33)
Joshua Förg :   Gestern wurde in der Wilhelma in einem Kiosk eingebrochen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.blaulicht-aus-stuttgart-26-september-in-wilhelma-kiosk-eingebrochen.af602598-89f0-418f-99d4-4eab0a394885.html
(27.09.2012, 18:22)
Wilhelma :   Gundis – nach schwieriger FamilienzusammenfĂŒhrung zurĂŒck in der Schau:
Das Comeback der Kammfinger

Bei den Besuchern sind sie nicht zuletzt wegen der possierlichen „Stapel“, die sie beim gemeinsamen Kuscheln unter der WĂ€rmelampe bilden, beliebt: die „Gundis“, auch „Kamm-finger“ genannt. Mehrere Wochen waren die nordafrikanischen Nager nicht zu sehen, jetzt sind sie ins KleinsĂ€ugerhaus beim Wintergarten zurĂŒckgekehrt. Der Grund fĂŒr ihre Abwesenheit: die nicht ganz einfache ZusammenfĂŒhrung zweier Grundigruppen hinter den Kulissen.
Im Gegensatz zur Wildnis, wo es zwischen Tierherden und -gruppen einen natĂŒrlichen Austausch von Geschlechtspartnern und somit von Genen gibt, muss im Zoo nachgeholfen werden. So eine genetische Auffrischung stand vor Kurzem auch bei den Gundis an. Doch die ZusammenfĂŒhrung von zwei fremden Gruppen ist bei diesen Tierchen gar nicht so leicht. In der eigenen Familiengruppe, die in Afrika bis zu 20 Tiere umfassen kann, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel, fremde Artgenossen aber sind in der Regel nicht willkommen, werden gerne attackiert und fortgejagt. Daher waren bei dem Plan, aus zwei kleinen Gruppen eine neue, grĂ¶ĂŸere Zuchtgruppe zu machen, viel FingerspitzengefĂŒhl und eine gute Strategie gefragt. Schritt eins der FamilienzusammenfĂŒhrung: die wechselseitige Gewöhnung an die GerĂŒche der jeweils anderen Gruppenmitglieder – denn diese spielen fĂŒr das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl innerhalb einer sozialen Gundi-Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Dazu mussten die beiden Gruppen immer wieder die Boxen tauschen und in diejenige umziehen, in der vorher die „Fremden“ ihre Duftspuren hinterlassen hatten. Schritt zwei: Das Zusammenbringen beider Gruppen in einem „geruchsneutralen“ Gehege, damit keine einen Heimvorteil hatte. Den Durchbruch brachte aber erst eine Idee der Tierpfleger: Sie verteilten KnĂ€uel aus Zeitungspapier im ganzen Gehege, die somit als Sichtschutz und raschelnde Puffer ĂŒberall im Weg lagen. Das lenkte die Tiere ab und erschwerte es ihnen, sich gegen rangniedere Artgenossen zu verbĂŒnden, sie anzugreifen oder in die Ecke zu drĂ€ngen. Es klappte: Inzwischen sind fĂŒnf Tiere – drei MĂ€nnchen und zwei Weibchen – glĂŒcklich vereint, rĂ€keln und stapeln sich nach Gundi-Art gemeinsam unter der WĂ€rmelampe. Denn die Nager lieben Sonne und Trockenheit. Daher faulenzen sie auch in ihrer Heimat, den WĂŒsten Nordafrikas, den Großteil des Tages, ziehen sich vor der grĂ¶ĂŸten Hitze in Felsspalten und Höhlen zurĂŒck und gehen nur in den kĂŒhleren Abend- und Morgenstunden auf die Suche nach Essbarem: alle Arten von Pflanzen, Samen und Wurzeln. Selbst stehen die genĂŒgsamen Vegetarier auf der Speisekarte von Greifvögeln, Schakalen oder Schlangen. Wie bei den ErdmĂ€nnchen schiebt daher auch bei den Gundis immer ein Tier Wache und warnt die anderen mit schrillen Alarmpfiffen vor nahender Gefahr. Dieser Eigenheit verdankt die Tierart den Namen „Gundi“, der auf Arabisch „WĂ€chter“ bedeutet. Bei uns heißt das Gundi auch „Kammfinger“ – wegen der kleinen BorstenkĂ€mme, die ĂŒber den Zehen der HinterfĂŒĂŸe sitzen. Diese nutzen die kleinen WĂŒstennager, um sich hingebungsvoll Sand und Schmutz aus dem seidigen Fell zu bĂŒrsten.

Foto: Wilhelma
Typisch Gundi: Haufenweise zusammenkuscheln, gerne auch gestapelt, und zusammen genĂŒsslich ein Sonnenbad nehmen. In europĂ€ischen Zoos sind Gundis ĂŒbrigens erst seit 1996 zu sehen, die Wilhelma hĂ€lt die Nager seit dem Jahr 2000.
(20.09.2012, 15:19)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

Aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ der Wilhelma-Schule:
Ein kulinarischer Rundgang zu essbaren Wildpflanzen

In unseren heimischen Wiesen und WĂ€ldern wachsen erstaunlich viele Wildpflanzen, die man
essen kann. Welche zu den genießbaren Arten gehören und wie sie auf gesunde, leckere Art den Speiseplan bereichern können, das erfahren die Wilhelma-Besucher am Sonntag, dem 23. September 2012, von dem Experten und Buchautor Dr. Markus Strauß. Er lĂ€dt an diesem Tag jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem kleinen „kulinarischen“ Rundgang durch die Wilhelma ein. Aufgesucht werden gezielt diejenigen Wildpflanzen, die jetzt, im FrĂŒhherbst, wachsen und fĂŒr den Verzehr geeignet sind. Der Rundgang wird in der Reihe „Wilde Wochenenden“ von der Wilhelmaschule angeboten, Treffpunkt fĂŒr den Rundgang ist das WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervolieren. Die Teilnahme kostet nur den ĂŒblichen Wilhelma-Eintritt, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind willkommen.
(19.09.2012, 14:44)
Wilhelma :   Der „Wilhelma-Tag“ als großes Fest im JubilĂ€umsjahr des Landes Baden-WĂŒrttemberg:
Minister Nils Schmid eröffnet Wilhelma-Tag mit erweitertem Besucher-Programm

Am 16. September 2012 ist wieder großer „Wilhelma-Tag“. An diesem erhalten die Besucher traditionell Einblicke in Bereiche hinter den Kulissen, die ihnen sonst verborgen bleiben. Diesmal gibt es ĂŒberdies etwas zu feiern: das 60-jĂ€hrige JubilĂ€um Baden-WĂŒrttembergs, dessen Dienstleistungseinrichtung die Wilhelma ist. Daher erwarten die Besucher zusĂ€tzliche Höhepunkte – darunter eine BĂŒhnenshow der bekannten SWR-Kindersendungen „OLI’s Wilde Welt“ und „Tigerenten Club“. Um 10.30 Uhr wird auf der SWR-BĂŒhne zudem der Minister fĂŒr Finanzen und Wirtschaft Dr. Nils Schmid als oberster Dienstherr der Wilhelma die Besucher persönlich willkommen heißen. Das volle Programm gibt es unter „www.wilhelma.de“.

Zu verdanken ist der Wilhelma-Tag dem Verband der Zoo-Tierpfleger in Deutschland, die vor 19 Jahren einen „Zoo-Tag“ anregten. In der Wilhelma wurde daraus die einzige zoologisch-botanische Spielart, gestaltet wird der Tag von Tierpflegern, GĂ€rtnern und Parkpflegern, Azubis und Wilhelma-PĂ€dagogen: An fast 30 Stationen im Park bieten sie den Besuchern anschauliche Einblicke und Informationen. Nur am Wilhelma-Tag können die Besucher beispielsweise die botanischen AnzuchthĂ€user hinter den Kulissen besichtigen und Blicke in die FutterkĂŒche oder den Behandlungsraum des Tierarztes werfen. Außerdem können sie die Pfleger und GĂ€rtner nach Herzenslust befragen und diesen teils sogar bei ihrer Arbeit helfen – ob beim Basteln von BeschĂ€ftigungs-materialien fĂŒr die Affen oder beim Pflanzentopfen. Am Ende des Tages verstehen die Besucher dann viel besser, wie ein zoologisch-botanischer Garten funktioniert – und wie aufwĂ€ndig sein Betrieb ist.
AnlĂ€sslich des LandesjubilĂ€ums wurde das Programm dieses Jahr um einige Attraktionen erweitert, die Bedeutung des Tags wird durch den Besuch des Ministers zusĂ€tzlich unterstrichen. Mit dabei sind ĂŒberdies die bekannten Stars aus den SWR-Kindersendungen „OLI’s Wilde Welt“ und „Tigerenten Club“, die auch in der Wilhelma schon oft Fernseh-Folgen gedreht haben. AnlĂ€sslich des JubilĂ€ums wird es zudem ein gemeinsames Gewinnspiel von SWR und Wilhelma geben.
Im Park treffen die Besucher auf Zauberer und Magier, auf wandelnde „BĂ€ume“, „Blumen“ und „Tiere“ und sogar auf „Zeitzeugen“, Königin Olga und Wilhelma-Architekt Karl Ludwig von Zanth, die aus ihrem Leben erzĂ€hlen. Im Insektarium dĂŒrfen die Besucher Spinnen und auf dem Schaubauernhof Schafe, Ziegen und Kaninchen streicheln – unter anderem kompetent unterstĂŒtzt von KaninchenzĂŒchter Holger Kimmerle, der von SWR und „Tourismus Marketing Baden-WĂŒrttemberg“ zum „Gesicht Baden-WĂŒrttembergs“ gewĂ€hlt wurde. Es gibt Kinderschminken und Baumklettern und einige ĂŒberzĂ€hlige Pflanzen aus eigenem Wilhelma-Anbau können die Besucher im Betriebshof sogar kaufen – praktische Tipps fĂŒr die Pflanzenpflege geben die freundlichen GĂ€rtnerinnen und GĂ€rtner umsonst dazu. Der Eintritt kostet trotz des zusĂ€tzlichen Programms nicht mehr als an einem ganz „normalen“ Wilhelma-Tag: Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder die HĂ€lfte.

Foto: NatĂŒrlich darf auch die beliebte Seelöwen-Show im anlĂ€sslich des LandesjubilĂ€ums besonders bunten Programm nicht fehlen. (Bildnachweis: Marco Cini)

(12.09.2012, 13:02)
Wilhelma :   Spannende KurzvortrĂ€ge in der Wilhelma-Schule:
Tiere als unsere Freunde und Helfer

Am Sonntag, dem 9. September 2012, können die Besucher im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere viel Wissenswertes und Erstaunliches ĂŒber Tiere erfahren, die uns Menschen auf besondere Weise im Alltag unterstĂŒtzen oder helfen. Jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr berichtet die Diplombiologin Nicola Hoffmann in einem rund halbstĂŒndigen Vortrag ĂŒber Assistenzhunde fĂŒr Diabetiker sowie Delfine, die brasilianischen Fischern beim Fischfang helfen, ĂŒber MinenspĂŒrratten, die Landminen aufspĂŒren können, oder auch ĂŒber Fische, die Ärzte bei der Behandlung von Hautkrankheiten unterstĂŒtzen. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Eine MinenspĂŒrratte in Tansania, die von der dort ansĂ€ssigen gemeinnĂŒtzigen Organisation „Apopo“ fĂŒr humanitĂ€re Einsatzzwecke ausgebildet wurde. (Bildnachweis: Apopo /Tansania)
(04.09.2012, 14:15)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Roten RiesenkĂ€ngurus:
KĂ€ngurumann „Pepe“ macht das Dutzend voll

Bei den Roten RiesenkĂ€ngurus gibt es dieses Jahr bereits den zweiten Nachwuchs, ein Weibchen, und KĂ€ngurumann Pepes insgesamt zwölfter „Streich“. Anfang August verließ das Kleine erstmals den Beutel seiner Mutter: Erst dann wird ein KĂ€nguru offiziell als geboren ins Geburtenregister der Wilhelma eingetragen.
Jedes KĂ€nguru wird genau genommen zwei Mal geboren. Den Mutterleib verlĂ€sst der Nachwuchs schon 33 Tage nach der Befruchtung der Eizelle – als unfertiger „Embryo“ und nicht grĂ¶ĂŸer als ein Fingernagel. Trotz seiner Winzigkeit krabbelt das Wesen aus eigener Kraft und instinktiv direkt in Mutters Beutel, dockt dort an der Milchquelle an und trinkt sich fortan stetig grĂ¶ĂŸer und krĂ€ftiger. Nach etwa vier Monaten riskiert das Jungtier den ersten vorsichtigen Blick aus dem Beutel, aber einen Ausflug wagt es frĂŒhestens nach rund einem halben Jahr: Durch den damit einhergehenden Erstkontakt zu Mutter Erde ist dann auch der zweite Teil der KĂ€ngurugeburt vollzogen. So auch beim jĂŒngsten Nachwuchs im Wilhelma-Gehege nahe der Brillenpinguine. Er hat die Zahl der Gruppe auf derzeit acht KĂ€ngurus erhöht und ist in den letzten Wochen mĂ€chtig gewachsen: Damit wachsen aber auch die Probleme, den Körper samt langen „Haxen“ wieder ordentlich in der mĂŒtterlichen Tragetasche zu verstauen. Doch auf die zeitweilige RĂŒckkehr in diesen kuscheligen Teil von Hotel Mama, zumal mit eingebauter Milchbar, will das kleine KĂ€nguru nicht so schnell verzichten. Wie gut, dass die Tasche Ă€ußerst dehnbar ist – allerdings sieht Mutter KĂ€nguru mit dem stark ausgebeulten Beutel allmĂ€hlich doch recht unförmig aus.
Dabei ist es nicht unwahrscheinlich, dass bereits der nĂ€chste Winzling an einer ihrer Zitzen hĂ€ngt. Denn Babypausen gibt es bei KĂ€ngurus meist nicht: Oft sĂ€ugt die Mutter eine ganze Zeitlang zwei Jungtiere parallel: einen unfertigen, winzigen Embryo und ein grĂ¶ĂŸeres Jungtier. Bis zu 15 Jahre leben KĂ€ngurus, ein ausgewachsener Roter RiesenkĂ€nguru-Mann kann anderthalb Meter groß und 90 Kilo schwer werden. Anlegen solle man sich mit ihm auch als Mensch nicht, denn bei einem Boxkampf wĂŒrde das Tier gleich vier FĂ€uste in den Ring werfen können – besonders die krĂ€ftigen Hinterbeine sind gefĂ€hrliche Schlag- und Stoßwaffen. Zum GlĂŒck gilt der KĂ€ngurumann der Wilhelma, Pepe, als friedlich. Er wurde 2007 in Stuttgart geboren, sorgt seit 2009 selbst regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Nachwuchs – und hat mit dem jĂŒngsten Sprössling innerhalb von nur drei Jahren jetzt sein persönliches Dutzend voll gemacht.

Foto: Wilhelma
Ganz schön ausgebeult: Fast schon zu groß fĂŒr Mutters Tragetasche wirkt der jĂŒngste Nachwuchs bei den Roten RiesenkĂ€ngurus der Wilhelma.
(30.08.2012, 07:47)
Wilhelma :   Thementag „Insekten und Co.“ in der Wilhelmaschule:
Begegnungen mit KĂ€fern, Spinnen und anderen GliederfĂŒĂŸern

Am Sonntag, dem 2. September 2012, widmet sich ein Wilhelma-Thementag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ den Insekten und anderen GliederfĂŒĂŸern. Denn nicht alles, was auf vielen Beinen daherkrabbelt, ist ein Insekt! Zwar sind die Insekten bzw. Kerbtiere die grĂ¶ĂŸte und artenreichste Klasse im Stamm der GliederfĂŒĂŸer, die insgesamt sage und schreibe rund 80 Prozent aller beschriebenen Tierarten stellen. Aber zu den GliederfĂŒĂŸern gehören auch die achtbeinigen Spinnentiere sowie TausendfĂŒĂŸer und Krebstiere. Von 11 Uhr bis 17 Uhr bringen die Biologen der Wilhelmaschule großen und kleinen Besuchern diese riesige, vielfĂ€ltige Welt der GliederfĂŒĂŸer nahe – hautnahe Begegnungen mit wandelnden BlĂ€ttern, dicken KĂ€fern, fauchenden Schaben und sanften Vogelspinnen inklusive. Ort des Geschehens ist die Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Der Besuch des Thementags ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch willkommen.

Foto: Schmetterlinge, wie dieser Mormone oder Scharlachrote Schwalbenschwanz, gehören zu den Insekten, die bei uns Menschen schon wegen ihrer Schönheit einen Beliebtheitsbonus erhalten – doch faszinierende Eigenschaften haben auch andere GliederfĂŒĂŸer, wie der Thementag der Wilhelma zeigen wird. (Foto: Wilhelma)
(29.08.2012, 11:55)
Wilhelma :   Winzige Landschildkröten im Wilhelma-Terrarium:
Kleine RaritĂ€ten aus Ägypten
Die Erwachsenen haben auf einer HandflĂ€che Platz, die Jungen in einem Pralinenförmchen: Ägyptische Landschildkröten gehören mit einer PanzerlĂ€nge von bis zu 14 Zentimetern zu den kleinsten Landschildkröten der Welt. Im Terrarium der Wilhelma ist eine kleine Gruppe aus erwachsenen Schildkröten und ihrem Nachwuchs zu sehen.
Wie alle Schildkröten legen auch die Ägyptischen Landschildkröten Eier, und zwar meist zwei bis drei Gelege pro Jahr mit – je nach GrĂ¶ĂŸe des Weibchens – ein bis vier Eiern. Bei Bruttemperaturen von 31 bis 32 Grad Celsius schlĂŒpfen die Jungen nach etwa 90 bis 100 Tagen. Eine frisch geschlĂŒpfte „Testudo kleinmanni“ wiegt nur etwa sechs Gramm. Die Jungschildkröten in der Wilhelma sind zwischen Februar und April geschlĂŒpft und seither schon krĂ€ftig gewachsen. Doch erst vor Kurzem konnten sie ihre Kinderstube hinter den Kulissen verlassen und zu den Verwandten ins Schauterrarium ziehen, wo die Besucher die Winzlinge nun bewundern können.
In der Natur erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Ägyptischen Landschildkröte (Testudo kleinmanni) nur ĂŒber einen etwa 50 Kilometer breiten mediterranen KĂŒstenstreifen von Libyen bis SĂŒdisrael. Die Art ist hochgradig gefĂ€hrdet, da es in ihrem ursprĂŒnglichen Verbreitungsgebiet nur noch inselartige Vorkommen gibt, und immer noch Tiere illegal der Natur entnommen werden. Die Aufnahme in den Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens ist ein deutliches Alarmsignal, und ohne Schutzmaßnahmen ist die Ägyptische Landschildkröte unmittelbar vom Aussterben bedroht.
Die Schildkröten sind zwar an das Leben in der wĂŒstenartigen Landschaft gut angepasst, aber im Sommer wird es selbst ihnen zu heiß – sie verbringen diese Zeit eingegraben in der Sommerruhe. Ansonsten sind die Tiere ganzjĂ€hrig aktiv, auch im Winter und in den kĂŒhlen WĂŒstennĂ€chten wird es ihnen nicht zu kalt. Ein Minimum an Feuchtigkeit ist aber auch fĂŒr diese Schildkröten wichtig: Wo nicht wenigstens 50 Millimeter Niederschlag im Jahr fallen, können sie nicht existieren.

Foto (Wilhelma/A. Mendoza):
Eine rund eine Woche alte Ägyptische Landschildkröten im direkten GrĂ¶ĂŸenvergleich mit einer Original-MĂŒnze aus ihrer Heimat.
(22.08.2012, 15:35)
Wilhelma :   „Wilde Wochenenden“ und Sommerferienprogramm der Wilhelmaschule:
Vortrag „Rettet den Tiger!“

Am Sonntag, dem 26. August 2012, lĂ€dt die Wilhelmaschule die Besucher wieder zu einem Kurzvortrag ein. Diesmal zeigt der Fotograf und NaturschĂŒtzer Jörg Edelmann beeindruckende Bilder aus den natĂŒrlichen LebensrĂ€umen der Tiger in Indien. Zudem berichtet er ĂŒber die zahlreichen Gefahren, die das Überleben der letzten Tiger auf unserer Erde bedrohen. Der Vortrag findet um 15 Uhr und um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto (Wilhelma): Ein Sumatratiger in der Wilhelma. Auch diese Art ist wie mittlerweile alle Tigerarten sehr bedroht.
(21.08.2012, 09:44)
Wilhelma :   Umzug von Stuttgart nach Dublin:
Das dreijÀhrige GorillamÀdchen Claudia lebt jetzt in Irland

Das GorillamĂ€dchen Claudia, das seit 2010 in der Wilhelma-Aufzuchtstation fĂŒr verwaiste oder von ihren MĂŒtter nicht angenommene Gorillakinder lebte, ist vergangenen Montag in den Zoo von Dublin umgezogen, um in die dortige Gorillafamilie integriert zu werden. Da Claudia seit Anfang 2011 im Stuttgarter Menschenaffenhaus nahe der Gorillafamilie untergebracht war, wo sie von dieser lernen konnte, ist sie auf den Schritt gut vorbereitet.
Der bisherige Lebensweg von Claudia war nicht ganz leicht: Geboren wurde sie am 2. August 2009 im Allwetterzoo in MĂŒnster. Leider starb ihre Mutter nur fĂŒnf Monate spĂ€ter und so kam Claudia nach Stuttgart in die offizielle Aufzuchtstation des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) fĂŒr Gorillas. Dort gab es allerdings bald darauf keine geeigneten SpielgefĂ€hrten mehr. Nach einem erfolglosen Versuch, Claudia im Affenpark von Romagne in Frankreich von einer Gorillafrau adoptieren zu lassen, zog das GorillamĂ€dchen ins Menschenaffenhaus der Wilhelma. Hier wurde sie weiterhin von Tierpflegern betreut, konnte aber gleichzeitig in unmittelbarer NĂ€he zur Gorillafamilie leben, von dieser lernen und Kontakt halten – ein Konzept, das sich kĂŒnftig, in der neuen Menschenaffenanlage, noch besser umsetzen lassen wird.
Dabei hat Claudia vieles gelernt, was fĂŒr das Zusammenleben in einer Gorillafamilie wichtig ist: Sie hatte stĂ€ndigen Blick-, Geruchs- und seit einem Jahr auch direkten Kontakt zu den Gorillafrauen und -kindern. Sie weiß nun, wie man als Gorilla spielt, streitet und sich versöhnt, wie man ausweicht oder sich wehrt und dass es mitunter auch etwas rauer zugehen kann, ohne dass sie sich gleich Ă€ngstigen muss. Dabei hat sich Claudia sehr gut entwickelt, die Gorillafrauen haben sie zunehmend akzeptiert und vor allem in Kolos zweijĂ€hrigem Sohn Kimbali hatte Claudia zuletzt einen guten SpielgefĂ€hrten gefunden. HĂ€tte auch SilberrĂŒcken Kibo das GorillamĂ€dchen toleriert, hĂ€tte dieses die nĂ€chsten Jahre in der Wilhelma bleiben können. Doch leider ging dieser Teil des Plans nicht auf: Zwar war Kibo anfangs sanft und freundlich zu ihr, attackierte Claudia aber bei weiteren Kontaktversuchen im Familiengehege mehrfach heftig. Eine einfache ErklĂ€rung fĂŒr dieses Verhalten gibt es nicht, Ă€hnliche FĂ€lle sind jedoch aus andern Zoos bekannt. Um das GorillamĂ€dchen keinem zu großen Risiko auszusetzen, wurde gemeinsam mit dem EEP daher eine andere Gruppe fĂŒr sie gesucht und im Dubliner Zoo gefunden. Am Montag ist Claudia mit Revierleiterin Bea Jarczewski nun via Auto und Flugzeug nach Irland gereist, wo sie Schritt fĂŒr Schritt in ihre neue Familie integriert wird. Diese besteht aus dem als sehr tolerant bekannten SilberrĂŒcken Harry, seinen Frauen Lena und Mayani und deren Kindern. Vielleicht ein gutes Zeichen: Mayani stammt ebenfalls aus Stuttgarter Handaufzucht, wurde 2005 erfolgreich in Dublin eingegliedert und zieht derzeit ihr erstes Kind, Kambiri, selbststĂ€ndig auf. Auch die ersten Berichte von Bea Jarczewski aus Dublin stimmen optimistisch: „Claudia fĂŒhlt sich offensichtlich wohl hier, isst, trinkt und wirkt ganz entspannt“, erzĂ€hlt sie. „Und bei den ersten Kontakten durchs Gitter reagierten die anderen Gorillas sehr freundlich und gelassen – vor allem auch Harry.“

Foto: Hermann Vollmer
(17.08.2012, 08:16)
Wilhelma :   Spannende KurzvortrĂ€ge in der Wilhelma-Schule
Tierisch schlau – verblĂŒffende Geistesleistungen im Tierreich

Am Sonntag, dem 19. August 2012, können die Besucher im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere Erstaunliches und Wissenswertes ĂŒber die Geistesleistungen von Tieren lernen – ob von Affen, Kraken oder sogar von Bienen. In einem kurzweiligen Vortrag erzĂ€hlt die Diplombiologin Sabine Ratzel großen wie kleinen Wilhelma-Besuchern unter anderem von tĂŒftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die GebĂ€rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ findet um 15 Uhr und um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.
(14.08.2012, 14:22)
Wilhelma :   Neues, komfortables Ticket-System fĂŒr Besucher:
Keine Wartezeiten an der Kasse dank Online-Tickets

KĂŒnftig können die Besucher der Wilhelma ihre Tageseintrittskarten vorab komfortabel im Internet erwerben, ausdrucken und damit – ohne Umweg ĂŒber die KassenhĂ€uschen – direkt zum Eingang gehen. Besonders jetzt, an den besucherstarken Tagen in den Sommerferien, kann dies unnötige Wartezeiten an der Kasse ersparen.
Ob fĂŒr Erwachsene, Kinder oder ganze Familien, ob zum Sommer- oder ermĂ€ĂŸigten Wintertarif –im neuen Online-Ticketshop auf der Internetseite der Wilhelma „www.wilhelma.de“ kann das komplette Angebot an Tageseintrittskarten bestellt werden. Zum Ticketshop gelangt man ĂŒber einen sogenannten „Quicklink“ direkt auf der Startseite oder ĂŒber den MenĂŒpunkt „Besuch & Tickets“. Die Kartenbestellung erfolgt ĂŒber das bekannte Warenkorbsystem, bezahlt wird per Giropay oder mit Kreditkarten der Marken VISA, Master und Maestro. Das ausgedruckte Online-Ticket kann beim Wilhelma-Besuch dann direkt am Eingang dem Aufsichtspersonal ĂŒbergeben werden, der Gang zur Kasse erĂŒbrigt sich.
Neben Tageseintrittskarten lassen sich auch Wertgutscheine fĂŒr Jahreskarten aller verfĂŒgbaren Kategorien – ob einzeln, mit Partnerkarte, als SchĂŒler- oder Familienkarte – online erwerben und sogar selbst „gestalten“: fĂŒnf verschiedene Tier- und Pflanzenmotive stehen zur Wahl. Die TicketkĂ€ufer können die ausgedruckten Gutscheine entweder selbst nutzen oder verschenken, an den Wilhelma-Kassen (außer an der Kasse Pragstraße) erhĂ€lt man gegen Vorlage eines Gutscheins dann eine personalisierte gĂŒltige Jahreskarte. Nicht zuletzt sind auch Wertgutscheine fĂŒr den ĂŒber 150-seitigen WilhelmafĂŒhrer, der die Tiere und Pflanzen des Zoologisch-Botanischen Gartens in Text und Bild ausfĂŒhrlich vorstellt, online erhĂ€ltlich.
Mehrere Monate lang wurde das neue Online-Ticketsystem ausfĂŒhrlich getestet und optimiert, bevor es offiziell in Betrieb ging. Mit Erfolg, wie bereits die ersten drei Wochen seit der Inbetriebnahme zeigen. Denn obwohl weder im Internet noch in der Presse bislang auf den Ticketshop hingewiesen wurde, wird das System schon sehr gut angenommen: Derzeit werden tĂ€glich Karten im Wert von 300 bis 500 Euro ĂŒber den Ticket-Shop erworben.
(08.08.2012, 16:12)
Wilhelma :   Thementag „Raubtiere“ aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ der Wilhelmaschule:
EisbĂ€r, Tiger & Co. – Spannende Einblicke ins Reich der Raubtiere

Am Sonntag, dem 5. August 2012, dreht sich beim Thementag der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ alles um Raubtiere – vom Mauswiesel bis zum Sibirischen Tiger. Von 11 Uhr bis 17 Uhr werden die PĂ€dagoginnen der Wilhelmaschule die Besucher ins Reich der Landraubtiere entfĂŒhren und ihnen die Anatomie und Lebensweise von Löwe und Co. nahe bringen. Der Besuch des Thementags im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch sehr willkommen.
Wer weiß, dass auch ErdmĂ€nnchen Raubtiere sind – oder sogar der bambusfressende Große Panda? Und welche Tierarten außerdem in die Ordnung „Carnivora“ gehören und was sie von Pflanzenfressern unterscheidet? Wer es genau wissen möchte und ĂŒberdies herausfinden will, wie weit ein Tiger springen kann, was ein Marderhund ist und wie ein Wieselgebiss aussieht – der ist beim Thementag „Raubtiere“ am 5. August goldrichtig. Hier erfahren die Besucher an den Info-StĂ€nden der Wilhelmaschule und mithilfe von reichlich Anschauungsmaterial von der Klaue bis zum SchĂ€del alles Wissenswerte ĂŒber Stammbaum, Systematik, Verbreitung und Artenvielfalt der Karnivoren – und leider auch so manches ĂŒber die weltweite Bedrohung vieler Raubtierarten.
(01.08.2012, 08:19)
Wilhelma :   Jungtiere bei den Alpakas:
Zuwachs in der SĂŒdamerika-WG

Die Wohngemeinschaft auf der SĂŒdamerika-Anlage der Wilhelma ist grĂ¶ĂŸer geworden. Richard, Sandro und Manu sorgen mit den anderen Alpakas immer fĂŒr kurzen Rasen auf der Anlage. Die beiden gleichaltrigen Richard und Manu erblickten am 6. Juni 2012 das Licht der Welt. Aber auch NachzĂŒgler Sandro, geboren am 26. Juni, bringt viel Leben in die SĂŒdamerika-WG, die sich die Alpakas mit Maras, AmeisenbĂ€ren, Nandus und zeitweise Halsbandpekaris teilen.
Die Zucht von Alpakas hat in der Wilhelma eine lange Tradition. Ziel ist es, möglichst viele, verschiedene Farbvarianten dieser Haustiere zu zeigen. Von weiß, beige und grau, ĂŒber alle Brauntöne bis hin zu schwarz gibt es die verschiedensten Kombinationen. Der jĂŒngste Nachwuchs passt sich farblich bestens in die Herde der Neuweltkamele ein. In dieser Saison sind Braun, Schwarz und Weiß, gerne auch gemischt, die Trendfarben. WĂ€hrend das weibliche Fohlen Manu langfristig die derzeit insgesamt 17 Tiere umfassende Alpakaherde verstĂ€rken wird, mĂŒssen die beiden Hengstfohlen Richard und Sandro mit zehn bis zwölf Monaten abgegeben werden. Die Herde der Wilhelma besteht, von den Fohlen einmal abgesehen, ausschließlich aus Weibchen.
Um Inzucht zu vermeiden, sorgt jedes Jahr ein anderer Hengst fĂŒr Nachwuchs. Dieser wird von anderen ZĂŒchtern ausgeliehen und bereichert zumeist einen Monat lang die Herde der Wilhelma. Im Juni des vergangenen Jahres war CĂ€sar von einer Alpakazucht aus dem Eisbachtal bei der Wilhelma-Herde. Das Ergebnis dieses Besuches sind Richard, Sandro und Manu.
Alpakas sind im Grunde die Schafe SĂŒdamerikas. Denn schon seit mehreren Jahrtausenden werden sie in den Anden zur Wollgewinnung gezĂŒchtet. Die Fasern sind sehr weich und halten besonders gut warm. Es gibt zwei Alpakatypen, die sich in Form und LĂ€nge ihrer Haare unterscheiden. In der Wilhelma wird nur das so genannte Huacaya gehalten, welches sich durch ein feine, gleichmĂ€ĂŸig gekrĂ€uselte Faser auszeichnet. Lange, ungekrĂ€uselte Haare hingegen haben die so genannten Suri-Alpaka. Diese sind sehr selten. Nur etwa 4 Prozent der Weltpopulation weisen diese Haarform auf.
Wie Schafe, werden auch Alpakas ein Mal im Jahr geschoren. Bis zu sechs Kilo Wolle trĂ€gt ein Alpaka mit sich herum. In der Wilhelma entstehen daraus keine Pullover oder MĂŒtzen. Vielmehr wird sie betriebsintern verwertet - als Nistmaterial in den Vogelrevieren, zur BeschĂ€ftigung bei den Raubkatzen oder auch als Bastelmaterial in der Wilhelmaschule.

Foto: Wilhelma
Viel Bewegung bringt der Nachwuchs in die Alpakaherde.
(19.07.2012, 10:10)
Jana MĂŒller :   Seelöwen:
Jea *14.06.12 von Evi
Nele *20.06.12 von Lucy
Rija *23.06.12 von Mercedes
Vater aller Jungtiere ist "Unesco"

Okapi Kabinda war erst 9, sie wurde am 04.09.2002 in Rotterdam geboren.
Kabinda war wohl nie wirklich gesund und immer das "Sorgenkind" im Giraffenhaus.
Epena und Vitu waren letzten Monat ĂŒbrigens wieder zusammen auf der mittleren Anlage...
(17.07.2012, 19:57)
Wilhelma :   Weiblicher Nachwuchs bei den Robben:
Das Trio vom Seelöwensee

Aller guten Dinge sind drei: Wie bereits im letzten Jahr, so kamen auch im Juni 2012 wieder drei Seelöwen zur Welt – innerhalb von nur zehn Tagen. Die drei Kleinen sind diesmal durchweg weiblich und wurden von den Pflegern Jea, Nele und Rija getauft. FĂŒr den Nachwuchs gesorgt haben Seelöwenbulle Unesco und seine drei GefĂ€hrtinnen Lucy, Evi und Mercedes in mittlerweile bestens bewĂ€hrter „Teamarbeit“.
Kaum 14 Tage nachdem der Bulle Siku als letzter der drei 2011 geborenen Jung-Seelöwen nach Hamburg abgereist war, um dort spĂ€ter selbst fĂŒr Nachwuchs zu sorgen, brachte Seelöwin Evi die kleine Jea zur Welt. Wenige Tage spĂ€ter folgten Nele und Rija, die Töchter von Lucy und Mercedes – schon war die diesjĂ€hrige Kindergartengruppe komplett. Bei Seelöwen genießen die Jungtiere etwa eine Woche lang ein mĂŒtterliches Rundumsorglospaket, um die Mutter-Kind-Bindung zu festigen. Danach bilden die Jungtiere Cliquen und sind meist unter sich – die MĂŒtter schauen nur noch hin und wieder zum SĂ€ugen vorbei. Das ist nun aber nicht etwa als Verhalten Ă  la „Rabenmutter“ zu verstehen, sondern bei Robben ĂŒblich. Mit gutem Grund: Die MĂŒtter mĂŒssen jede Menge nahrhafte, fette Milch produzieren – und dafĂŒr darf das eigene leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Um genug Fisch zu erbeuten, sind im Meer lange, anstrengende JagdausflĂŒge nötig. In der Wilhelma ist es einfacher: Hier mĂŒssen die Damen samt Unesco nur zweimal eine Viertelstunde bei den SchaufĂŒtterungen „arbeiten“, um sich ihren tĂ€glichen Fisch zu verdienen: Springen, Singen, Hering Stibitzen und aus dem Wasser Schnellen stehen unter anderem auf dem Show-Programm. Dabei baut der Seelöwentrainer nur Verhaltensweisen spielerisch ein, die ohnehin zum Repertoire der cleveren, aufgeweckten Robben gehören.
Derweil liegt der Nachwuchs auf der faulen Haut, aalt sich beim Sonnenbad auf dem Aussichtsfelsen, planscht ein wenig im stets 15 Grad kĂŒhlen Cannstatter Mineralwasser oder kabbelt ein wenig miteinander. Sollen sie doch nebenan spritzen, springen und singen, soviel sie wollen. Hauptsache die MĂŒtter vergessen nicht, nach der eigenen Schlemmerei die nĂ€chste Milchmahlzeit abzuliefern. Die ist schließlich die beste Garantie, dass die Seelöwenkinder ihr Geburtsgewicht von sechs bis acht Kilogramm in nur einem Monat verdoppeln können, rund und mollig werden. Bei Robben ist ein guter SpeckgĂŒrtel ĂŒberlebenswichtig: als Schutz vor kaltem Wasser und als Fettpolster fĂŒr Fastenzeiten. In der Natur mĂŒssen die Jungtiere nach sechs bis acht Monaten ganz ohne Lehrmeister die Kunst des Fischfangs erlernen. In der Wilhelma dagegen bringen die Pfleger den kleinen Robben bei, statt Muttermilch Hering und Makrele anzunehmen. Ein knappes Jahr bleiben die Kleinen hier, dann ziehen sie in andere Zoos um. Ein „MĂ€delĂŒberschuss“ entpuppt sich dabei als Vorteil: Da bei Seelöwen immer ein Bulle und mehrere Damen in einer Haremsgruppe leben, sind Weibchen naturgemĂ€ĂŸ gefragter.

Foto: Die drei jungen Seelöwen bilden schon kurz nach der Geburt eine Kindergartengruppe.
(11.07.2012, 14:20)
Matthias Schramm :   @Jörn Hegner: die Klippspringeranlage ist nicht mehr besetzt. Die sonst genannten Anlagen existieren nicht mehr. Dieser Bereich wird gerade durch das neue Meschenaffenhaus ĂŒberbaut. Die Wasserböcke waren vorĂŒbergehend neben den Bongos untergebracht, die Tiere sind inzwischen verstorben.
(10.07.2012, 21:56)
Jörn Hegner :   demnĂ€chst habe ich mal wieder geplant die wilhelma zu besuchen . einige tiere sind dort auch nicht mehr . wie diese klippspringer in der giraffen-anlage mit drin . was ist denn darin jetzt untergebracht . ansonsten sind auch bei der afrika-anlage die blessböcke , mendesantilopen , defassa-wasserböcke und warzenschweine nicht mehr . ist stattdessen jetzt etwas anderes . in den alten gehege von den warzenschweinen waren ja zuletzt stachelschweine habe ich gesehen vor drei bis vier jahren .
(10.07.2012, 19:40)
Wilhelma :   KurzvortrĂ€ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Schatten der Nacht – FledermĂ€use

Am Sonntag, dem 15. Juli 2012, bietet die Wilhelmaschule wieder spannende KurzvortrĂ€ge fĂŒr die Wilhelma-Besucher an – einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Diesmal geht es um die „Schatten der Nacht“, die FledermĂ€use. In Bild und Wort stellt die Fledermausexpertin und ZoopĂ€dagogin Ewa Paliocha bei ihrem Vortrag verschiedene Fledertier-Arten vor und erzĂ€hlt von den erstaunlichen FĂ€higkeiten und besonderen BedĂŒrfnissen der dĂ€mmerungs- und nachtaktiven InsektenjĂ€ger. Der Vortrag ist frei, jeder Besucher mit Eintrittskarte kann teilnehmen, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Eine Zweifarbfledermaus: Wie alle heimische Arten steht sie aufgrund von Wohnungsnot, Insektiziden und VerÀnderungen ihres Lebensraums unter Naturschutz. (Foto: Martin Paliocha)
(10.07.2012, 14:44)
Gudrun Bardowicks :   Ich hoffe, dass das Okapikalb bei der Adoptivmutter weiterhin gut aufwĂ€chst.
(05.07.2012, 23:15)
Wilhelma :   Thementag „Reptilien“ aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Von einzigartigen Echsen und schuppigen Schönheiten

Wie sieht wohl eine Schildkröte von innen aus? Welche Art Eier legen eigentlich Krokodile? Und warum hĂ€uten sich Schlangen? Antworten darauf erhalten große und kleine Wilhelma-Besucher beim Thementag „Reptilien“ am Sonntag, dem 8. Juli 2012 zwischen 11 und 17 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Dort warten die pĂ€dagogischen Mitarbeiter mit Infos und jeder Menge Anschauungsmaterial – wie etwa Skeletten, SchĂ€del und Schlangenhaut – auf, das betrachtet, erforscht oder auch angefasst werden kann. Wer von Reptilien bereits fasziniert ist, wird voll auf seine Kosten kommen. Wer sie bislang eher unheimlich findet, wird anschließend mit mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr ihre Lebens- und Verhaltensweisen nach Hause gehen. Und fest steht: Wer die schuppigen Schönheiten erst einmal nĂ€her kennen gelernt hat, kann sich ihrer Faszination nicht entziehen. Die Teilnahme am Thementag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Bild: Schuppige Schönheiten wie diese Königsnatter – die beim Thementag auch „persönlich“ anwesend sein wird – faszinieren eigentlich jeden Menschen, wenn dieser sie nĂ€her kennen lernt. Foto: Glenn Bartoletti/Wikimedia
(05.07.2012, 13:03)
BjörnN :   "Kabinda" war gerade 11 Jahre alt.
(05.07.2012, 11:30)
Holger Wientjes :   Ich hoffe, dass das Kalb aufwĂ€chst !! Wie alt war das Zuchtweibchen ? War sie schon lĂ€nger krank ?
(05.07.2012, 10:52)
Wilhelma :   GlĂŒck im UnglĂŒck bei den seltenen Waldgiraffen:
Okapi-Kuh Ibina adoptiert das verwaiste Kalb von Kabinda

Nur 16 Tage nach der Geburt eines weiblichen Okapi-Kalbs ist in der Wilhelma dessen Mutter Kabinda ĂŒberraschend gestorben – ein großer Verlust, der obendrein zum denkbar ungĂŒnstigsten Zeitpunkt kam: Auch das Leben des Nachwuchses war nun bedroht. Doch das Kalb und die Wilhelma hatten GlĂŒck im UnglĂŒck: Eine der beiden anderen Okapi-KĂŒhe der Wilhelma, Ibina, hat das verwaiste Okapi-MĂ€dchen anstandslos adoptiert.
ZunĂ€chst war die Freude groß ĂŒber den Nachwuchs in der florierenden Okapi-Zuchtgruppe – zumal bei so seltenen Arten wie den Waldgiraffen weibliche Tiere fĂŒr die Arterhaltung besonders wertvoll sind. Und so wurde das am 7. Juni geborene Kalb „Nyota“ getauft – afrikanisch fĂŒr “Stern“. Doch die Freude wĂ€hrte nur 16 Tage, dann fanden die Pfleger Okapi-Mutter Kabinda tot in ihrer Box: Sie war einem chronischen Nierenleiden erlegen. Erste Versuche, das neue Sternchen am Okapi-Himmel mit der Flasche aufzupĂ€ppeln, scheiterten – schließlich wusste dieses schon genau, wie ein mĂŒtterliches Euter auszusehen hat. Als letzte Hoffnung blieben nur die Kuh Ibina und ihr halbjĂ€hriger Sohn Obasi, der bereits groß und krĂ€ftig genug war, um eine vorzeitige Entwöhnung von der Muttermilch zu verkraften. Aber wĂŒrde Ibina die Rolle als Leihmutter und Amme spielen? Sie tat es: Ohne Umschweife nahm sie das fremde Kalb an, sĂ€ugte es und leckt und pflegt es seither wie ihr eigenes. „In der Natur kommt dies bei Okapis höchstwahrscheinlich nie vor, denn dort fĂŒhren Waldgiraffen ein Dasein als EinzelgĂ€nger und begegnen sich kaum“, erklĂ€rt Zoologin Dr. Ulrike Rademacher. „Auch in Zoos gab es so eine Adoption bei Okapis bislang nicht. Bei Steppengiraffen im Zoo dagegen lĂ€sst sich öfter beobachten, dass manche KĂŒhe fremde, manchmal auch mehrere KĂ€lber trinken lassen.“
„Ohne Ibina wĂ€ren wir aufgeschmissen gewesen“, lobt Pfleger Matthias Bernd die elfjĂ€hrige Okapi-Kuh. Das Pflegerteam im Giraffenhaus ist heilfroh, dass Ibinas Milchfluss bislang ausreicht, um Nyota satt zu kriegen – und zwar mit bester Original-Okapimilch. Als Entlastung fĂŒr die Amme und als Training fĂŒr den Notfall, dass die Quelle doch noch vorzeitig versiegt, fĂŒttern die Pfleger inzwischen vier Mal am Tag 200 Milliliter Kuhmilch aus der Flasche zu. Dank sanfter Überredungskunst akzeptiert Nyota mittlerweile auch den kĂŒnstlichen Sauger aus Menschenhand – was ihre Überlebenschancen zusĂ€tzlich steigert. Und Obasi, der ersatzweise noch etwas Milchpulver unters Obstfutter erhĂ€lt, hat sich bereits recht gut damit abgefunden, dass er frĂŒher selbststĂ€ndig werden musste.
Bei den Okapis zĂ€hlt jedes Tier, die Zukunft der Art steht in ihrer Heimat Zentralafrika auf der Kippe. Den Gesamtbestand von max. 20.000 bis 30.000 Tieren und ihren Lebensraum zu erhalten, ist daher Ziel eines Okapi-Projekts, das von vielen Zoos inklusive der Wilhelma unterstĂŒtzt wird. Doch die politische Wirren sorgen fĂŒr schwere RĂŒckschlĂ€ge: KĂŒrzlich wurde die kongolesische Okapistation Epulu ĂŒberfallen und zerstört, sechs Menschen und 13 Okapis starben. In Tierparks sind Waldgiraffen selten zu finden: In Europa leben derzeit 56 Okapis, davon sieben in Stuttgart: Epena und Ibina, ihre Söhne Kivu und Obasi, Nyota und die Bullen Xano und Vitu. Seit 1998 kamen hier zehn Okapis zur Welt, darunter vier Weibchen. FĂŒr die Besucher zu sehen ist das jĂŒngste Kalb, Nyota, bisher kaum – wie alle Okapi-KĂ€lber verbringt es die ersten Lebenswochen meist zurĂŒckgezogen in einem Versteck.

Foto:
Adoptivmama Ibina kĂŒmmert sich rĂŒhrend um die Waise, sĂ€ugt Nyota und leckt sie sauber. Bei guter Versorgung durch Muttermilch legen Okapi-KĂ€lber ca. 2,5 Kilo pro Woche zu.
(05.07.2012, 08:20)
Wilhelma :   Sommerferienprogramm 2012 der Wilhelmaschule:
Außergewöhnliche Ferienerlebnisse fĂŒr Kinder

Spielzeuge fĂŒr die Wilhelma-Gorillas basteln, einen eigenen kleinen KrĂ€utergarten anlegen, Malen wie die australischen Ureinwohner oder nachtaktive Tiere besuchen und anschließend in der Wilhelmaschule ĂŒbernachten: Von Juli bis September bietet die Wilhelma zum 5. Mal ein spannendes und vielseitiges Sommerferienprogramm fĂŒr Kinder von sechs bis vierzehn Jahren an. Und das Beste: Es sind noch PlĂ€tze frei, die bei Martina Russ von der Wilhelmaschule jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0711/5402-136 gebucht werden können. Das gesamte Angebot 2012 mit insgesamt neun verschiedenen Programmen gibt es zum Herunterladen auch unter www.wilhelma.de in der Rubrik der „Wilhelmaschule“. Weitere Infos zu Terminen, Anmeldung und Kosten erteilt ebenfalls Frau Russ. Die Anmeldung ist unbedingt erforderlich und Voraussetzung fĂŒr die Teilnahme.

Bild: Ebenfalls ein Angebot im Sommerferienprogramm der Wilhelma: Das Basteln von BeschĂ€ftigungsspielzeug fĂŒr Tiere. Auf dem Bild befördern die Kinder gerade gemeinsam mit einer Tierpflegerin Popcorn in BĂ€lle mit Löchern. Um ans Popcorn heranzukommen, nutzen die Menschenaffen oft Stöckchen als Werkzeuge - was Köpfchen und Geschick erfordert und sie beschĂ€ftigt. Foto: Wilhelma
(03.07.2012, 08:13)
Holger Wientjes :   Da wĂ€re ich mir gerade bei Menschenaffen gar nicht so sicher, ob ihnen das egal ist. WĂ€re mal interessant herauszufinden, welche Materialien sie bevorzugen, wenn sie eine Wahlmöglichkeit bekommen. Vielleicht wĂ€re auch gerade diese Abwechslung nicht verkehrt. Ich kann verstehen, dass man nicht alles was sich bewĂ€hrt hat aufgeben möchte. Aber fortschrittlich oder innovativ sieht ja dann auch anders aus. Und andere Zoos, die in letzter Zeit fĂŒr Menschenaffen neu gebaut haben, sind ja auch neue Wege gegangen. Warum hat man dann in Stuttgart solche Bedenken ?
(29.06.2012, 10:14)
Moritz Jochum :   Als ich eine FĂŒhrung mit dem Tierarzt der Wilhelma gemacht habe sagte er dass alles was sich im alten Menschenaffenhaus bewĂ€hrt hat ĂŒbernommen wird und ich denke dass es einem Gorilla oder Bonobo egal ist ob seine Klettermöglichkeiten im Naturlook sind oder aus Metall
(29.06.2012, 09:55)
BjörnN :   Die Kölner Anlage ist inzwischen auch schon 27 Jahre in betrieb und dort gibt es einen linoleumartigen Fußboden, der aber stark strukturiert ist, sodass die Tiere Zeit aufwenden mĂŒssen, um in den Wellen und Nieschen Leckereien zu finden.

Mit persönlich gefallen weder das Plantschbecken noch die Metallelemente in Stuttgart, schon gar nicht die wuchtige Betonarchitektur, die man sich wohl von der alten Anlage abschaut, aber das ist Ansichtssache.

Ich sehe darin keinen Unterschied zu vielfach bescholtenen Kunstfels.

Andere Zoos lösen die BeschÀftigungsmöglichkeiten mit hohen Anlagen, Seilen, Netzen etc. weitaus besser.
(28.06.2012, 18:42)
Matthias Schramm :   "Nicht alles wird anders in der neuen Anlage – was sich im alten Haus bewĂ€hrt hat, wird ĂŒbernommen. Die Innengehege werden auch kĂŒnftig hygienisch und sicher durch GlaswĂ€nde zum Besucherbereich hin abgetrennt sein und mit altbewĂ€hrten Einrichtungen wie Karussells, Planschbecken, festen und flexiblen Kletterstrukturen sowie HĂ€ngematten ausgestattet. Neu ist, dass die Tiere im neuen Haus in den Genuss eines Bodens mit Tiefstreu aus Rindenschrot („biofloor“) kommen werden. Und neben vielfĂ€ltigen BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten, die ihnen weiterhin angeboten werden, sollen den Tieren zeitweise sogar FilmvorfĂŒhrungen an der Gehegewand Abwechslung bieten!" Homepage Wilhelma

Die "Karussells" sind tatsÀchlich die drehbaren Metalstangen, die auch bereits in den alten KÀfigen montiert sind.

In anderen Zoos, auch mit neuen Menschenaffenanlagen fĂ€llt mir auf, dass dort die Fußböden sehr hĂ€ufig auch nicht aus Naturmaterialien beschaffen sind z.B. Köln oder irre ich mich da!?
(28.06.2012, 15:42)
Jana MĂŒller :   Gorilla Außenanlage
(27.06.2012, 20:37)
Jana MĂŒller :   Netz bei der Gorillakindergartenanlage
(27.06.2012, 20:36)
Jana MĂŒller :   Blick zur Bonobo-Anlage
(27.06.2012, 20:30)
Jana MĂŒller :   @Holger:
wie gesagt, im Innenraum soll Rindenschrot als Untergrund dienen, nicht Beton.

Das mit dem TV fĂŒr die Tiere soll laut einem Bericht von swr.de "auch Impulse fĂŒr die Verhaltensforschung bringen." In Twycross wurde laut diesem Bericht die FilmvorfĂŒhrungen getestet und die Tieren hatten wohl Spass dabei. Dort wurde der Fernseher auch bei Tieren in QuarantĂ€ne eingesetzt, die somit ohne Sozialkontakt lebten.
Im ĂŒbrigen soll der TV auch nur zeitweise "freigeschaltet" sein.

Heute wurde auf der Bonobo-Außenanlage begonnen, das Netz ĂŒber die Außenanlage zu legen. Auch ĂŒber einem Teil des Gorilla-Kindergartens ist ein solches Netz angebracht worden.
(27.06.2012, 20:04)
Ottmar MĂŒller :   @Michael Mettler: Ich bin dafĂŒr, die Scheiben anzustreichen und die Tiere nur nachts auf die Außenanlagen zu lassen.

Nein, im Ernst: Besucher sind fĂŒr einen Zoo nunmal unvermeidlich, "Bonobo-TV" schon.
(27.06.2012, 19:48)
Michael Mettler :   @Ottmar MĂŒller: Und was ist mit der stundenlangen Reality-Soap, welche die die Bonobos Tag fĂŒr Tag durch die Scheiben ihrer Anlage ansehen können? Wieviel Ähnlichkeit hat die denn mit ihrem Leben im Kongo...? ;-)
(27.06.2012, 17:01)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

KurzvortrĂ€ge aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ in der Wilhelma:
„Tierisch Schlau“ – die ĂŒberraschenden Geistesleistungen der Tiere

Am Sonntag, dem 1. Juli 2012, können die Besucher im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere viel Erstaunliches und Wissenswertes ĂŒber die Geistesleistungen von Tieren erfahren.
In einem kurzweiligen Dia-Vortrag erzĂ€hlt die Diplombiologin Sabine Ratzel großen wie kleinen Wilhelma-Besuchern beispielsweise von tĂŒftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die GebĂ€rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ wird am 1. Juli zwei Mal gehalten – um 15 Uhr und um 16 Uhr. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Bild: Der zahme GrĂŒnzĂŒgelpapagei Lilly aus der Wilhelmaschule ist beim „Puzzlespielen“ mit Spaß und Köpfchen dabei. Foto: Wilhelma / L. Cadd
(27.06.2012, 16:08)
Ottmar MĂŒller :   In Twycross wird das mit den FilmvorfĂŒhrungen anscheinend schon lĂ€nger praktiziert. Ich halte die Idee, den Bonobos zusĂ€tliche visuelle Reize zu bieten an sich nicht fĂŒr schlecht. Jedoch nur, wenn das zeitlich sehr begrenzt geschieht und wenn die Tiere Landschaften und andere Arten aus ihrem natĂŒrlichen Lebensraum zu sehen bekommen (ich glaube nicht, dass im Kongo MĂ€use mit Hosen herumlaufen).
(27.06.2012, 15:54)
Holger Wientjes :   Sehe ich auch so. Die Aussenanlagen scheinen ja wirklich gut zu werden. Innen wirdÂŽs wohl zumindest kein Kunstfelspalast, was ich aber auch nicht gerade schlimm finde. Solange die Tiere nicht auf blankem Beton laufen mĂŒssen, wovon ich nicht ausgehe, sollÂŽs wohl was werden. Nur das "Karussell" und das "Affen-TV" macht mir nach wie vor etwas Kopfschmerzen
(27.06.2012, 14:42)
Ulli :   Zweifelsohne eine sehr sehr große Verbesserung ... aber irgendwo auch Architekten-Selbstverwirklichung.
(27.06.2012, 14:33)
Ottmar MĂŒller :   Noch mehr Bilderhttp://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bauarbeiten-in-der-wilhelma-am-see-begegnen-besucher-den-gorillas.4274d70e-31f8-414d-a6b0-6f9c1fa39ae2.html
(27.06.2012, 13:39)
Jana MĂŒller :   In den Innengehegen gibt es dann "biofloor" als Untergrund, das ist ein Tiefstreu aus Rindenschrot.
Bildmaterial gibt es immer auf der Wilhelma-HP unter "Ereignis-TagebĂŒcher" --> "Menschenaffenanlage".
Bin heute wieder in der Wilhelma, kann dann ein paar aktuelle Fotos vom Baufortschritt machen (wobei man von innen allerdings nichts sehen wird).
(27.06.2012, 06:58)
Michael Mettler :   @BjörnN: Naturboden kann auch aus Felsen bestehen...
http://www.hascherjehle.de/de-projekte/anlage-fuer-afrikanische-menschenaffen-wilhelma-stuttgart.html

Ich bin gespannt.
(26.06.2012, 22:29)
Jan Beensen :   Gibt es schon Bildmaterial?
Ich kann es nÀmlich kaum fassen...
(26.06.2012, 21:55)
Ottmar MĂŒller :   Wenn die ganzen BetonwĂ€nde in ihrem jetzigen Zustand belassen werden (Fotos SZ) wird das weder fĂŒr Menschen noch fĂŒr Tiere ein schöner Ort. Ich denke doch, dass so hoch entwickelte Tiere wie Menschenaffen sehr wohl zwischen grauem Beton und hĂŒbsch bemalten WĂ€nden unterscheiden können.

Mit den "Karussells" sind möglicherweise auch die drehbaren Metallstangen gemeint, die es schon im alten Haus gibt.
(26.06.2012, 21:36)
BjörnN :   Innen werden die Anlagen gestalterisch sich wohl kaum von den jetzigen abheben. Das Konzept maximaler Hygiene scheint Programm in Stuttgart zu sein, man ist damit bislang auch nicht so schlecht gefahren.

Ich teile aber die Empfindungen meiner Vorredner, das ist weder fortschrittlich noch zeitgemĂ€ĂŸ. Den Sinn von Zeichentrickserien soll mal einer verstehen.

Zumindest außen wird es Naturboden geben, den manche Stuttgarter Menschenaffen noch nie oder ĂŒber 40 Jahre nicht spĂŒren durften.
(26.06.2012, 20:49)
Silke Kollrich :   Heute ist doch nicht der 1. April! Soll das wirklich ernst gemeint sein?
(26.06.2012, 20:43)
Holger Wientjes :   Wirkt in der Tat etwas befremdlich ! Da bin ich ja mal gespannt.
(26.06.2012, 20:39)
Liz Thieme :   Habe gerade in der Stuttgarter Zeitung Infos zur Menschenaffenanlage gelesen. Bisher dachte ich (aufgrund von Bildern), dass die recht naturnah gebaut werden soll.
Nun lese ich solche Sachen wie: >Jehle unterstrich, dass die Anlage vor allem den hygienischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an die Tierhaltung gerecht werde. „Das ist ein sehr funktionales GebĂ€ude – wir wollten kein Disneyland schaffen mit Fototapete von einer Regenwaldlandschaft.“<
Und >In den Innengehegen können die Tiere kĂŒnftig in Becken planschen, auf einem Karussell herumtoben und sich anschließend in HĂ€ngematten ausruhen. Eine zusĂ€tzliche Bereicherung fĂŒr die Affen soll außerdem das Bonobo-TV werden. Dabei können die Tiere kĂŒnftig selbst aussuchen, was sie im Gehege anschauen wollen – Tierdokumentationen oder bunte Zeichentrickfilme.<

Ich bin etwas geschockt von der Idee mit dem Fernsehen. Da wird ĂŒber Eltern geschimpft, die ihre Kinder zur BeschĂ€ftigung vor den Fernseher hocken und bei den Affen wirds gemacht.
Und auch das mit dem Karussel kommt mir etwas fremdartig vor.
(26.06.2012, 20:34)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Markhoren:
Die Ziegen mit den „Schlangenhörnern“

WĂ€hrend Harry, der Markhor-Bock der Wilhelma, in der Sonne döst und genĂŒsslich wiederkĂ€ut, springt sein jĂŒngster Nachwuchs munter ĂŒber die Kletterfelsen unterhalb der BĂ€renanlage. Vor rund einem Monat erblickten die drei kleinen Markhore, auf deutsch „Schraubenziegen“ genannt, das Licht der Welt. Seither gehen sie am liebsten gemeinsam, als Kindergartentrupp, auf Entdeckungsreise. Dabei bewegen sie sich schon fast so elegant und trittsicher ĂŒber Stock und Stein wie die erwachsenen Herdenmitglieder.
Um so imposante Hörner zu tragen wie sein Vater Harry, muss das Böckchen unter den drei jungen Markhoren wohl noch eine ganze Weile warten beziehungsweise wachsen. Bis zu beachtliche 1,6 Meter LĂ€nge können die schraubenförmigen Hörner der Böcke im Laufe ihres Lebens erreichen. Bei Markhoren tragen die Weibchen in der Regel ebenfalls Hörner, die allerdings kleiner bleiben. Ihrem markanten Kopfschmuck verdanken die aus Zentralasien stammenden Markhore auch ihren deutschen Namen „Schraubenziege“, der zudem ihre nahe Verwandtschaft zu unseren Hausziegen anzeigt. Die Bezeichnung „Markhor“ dagegen leitet sich von zwei persischen Wörtern ab: von mar fĂŒr „Schlange“ und khor fĂŒr „Esser“ – Markhor bedeutet also „Schlangenesser“. Da sich Schraubenziegen nicht von Schlangen, sondern rein pflanzlich ernĂ€hren, muss es eine andere ErklĂ€rung fĂŒr den Namen geben. Auf der Suche danach stĂ¶ĂŸt man auf eine Sage, in der ein Markhor eine Schlange tötet und verspeist. Und es gibt den Aberglauben, dass der Schaum, der den Tieren beim WiederkĂ€uen aus dem Mund tropft, in getrockneter Form als Gegengift bei Schlangenbissen helfen soll. Eine einfachere ErklĂ€rung liefern vielleicht die Hörner selbst, die an sich windende Schlangen erinnern.
Wie alle Ziegenartigen sind auch Markhore an das Leben im Hochgebirge ihrer Heimat, die von Afghanistan bis Indien reicht, hervorragend angepasst. Mit Leichtigkeit erklimmen sie die steilsten Felsen, und das bis in Höhen von 3600 Metern. Anders als ihre Verwandten – etwa die Steinböcke – scharren Markhore ihre Pflanzennahrung nicht mit den Hufen unter dem Schnee hervor. Sie bevorzugen andere Methoden, um auf ihre Kosten zu kommen: Sie suchen zunĂ€chst die tiefer gelegenen, immergrĂŒnen LaubwĂ€lder auf, wo vor allem die Jungtiere und leichteren Geißen geschickt im GeĂ€st von StrĂ€uchern und niederen BĂ€umen umherklettern und das Laub abknabbern. Da sich unter ihrem Gewicht die Äste zu Boden biegen, kommen unten aber auch die Böcke und schwereren Geißen zu ihrem tĂ€glich Brot. Zerren die am Boden gebliebenen Herdenmitglieder jedoch zu stark an den Ästen, kommt es schon mal vor, dass ihre oben balancierenden Artgenossen wie reife Äpfel vom Baum fallen – dabei aber natĂŒrlich geschickt und unverletzt landen.
In ihren natĂŒrlichen Verbreitungsgebieten sind Markhore heute leider eine seltene Erscheinung. Jagd und Lebensraumzerstörung haben sie an den Rand des Aussterbens gebracht. In Zoos findet man Schraubenziegen ebenfalls nur selten. Die zwei weiblichen und das mĂ€nnliche Zicklein, welche nun die Wilhelma-Herde verstĂ€rken, sind also nicht nur niedlich, sondern auch seltene Kostbarkeiten.
(21.06.2012, 07:51)
Ottmar MĂŒller :   Zu den Waldhunden: Die neuen Tiere sind zur Zeit hinter den Kulissen in der QuarantĂ€ne, wohin die alten sind weiß ich nicht.
(11.06.2012, 17:35)
Wilhelma :   WICHTIGER VERANSTALTUNGSHINWEIS

Geschlossene Veranstaltung „Dreamnight“ am 15. Juni:
Ein abendlicher Wilhelma-Besuch exklusiv fĂŒr kranke Kinder

Am 15. Juni wird die Wilhelma ihre Pforten fĂŒr die breite Öffentlichkeit ausnahmsweise schon um 17.30 Uhr anstatt wie ĂŒblich um 20 Uhr schließen. Denn an diesem Abend findet ab 18 Uhr eine geschlossene Abendveranstaltung exklusiv fĂŒr kranke und behinderte Kinder statt: die „Dreamnight“. Rund 500 Kinder sowie ihre Familien erhielten eine Einladung dafĂŒr, rund 2000 GĂ€ste werden erwartet. FĂŒr ein paar Stunden haben dann die kranken Kinder und ihre Begleiter die Wilhelma ganz fĂŒr sich.
Ins Leben gerufen wurde die „Dreamnight“ 1996 vom Zoo Rotterdam, mittlerweile wurde eine globale Bewegung daraus: 248 Zoos weltweit fĂŒhren sie inzwischen durch, 85.000 Familien besuchten allein 2011 die „Traumnacht im Zoo“, also rund 350.000 Besucher. Ziel der Veranstaltung ist es, behinderten und chronisch kranken Kindern einen Zoo-Besuch zu ermöglichen, bei dem sie Tiere und Pflanzen in geschĂŒtzter AtmosphĂ€re ungestört und bedĂŒrfnisgerecht erleben können. In der Wilhelma findet am 15. Juni die mittlerweile vierte Dreamnight statt; sie beginnt um 18 Uhr und dauert bis etwa 22 Uhr – die ĂŒbrigen Besucher werden daher gebeten, die Wilhelma ausnahmsweise bereits um 17.30 Uhr zu verlassen.
Eingeladen wurden die Kinder gemeinsam von der Wilhelma, dem Olga-Kinderhospital sowie verschiedenen Förderkreisen, die sich jeweils um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern wie Herz- und Nierenkrankheiten, Krebs oder Down-Syndrom kĂŒmmern. FĂŒr sie alle haben sich die Wilhelma-Mitarbeiter wieder ein buntes Programm ausgedacht – mit FĂŒhrungen, FĂŒtterungen und Tierbegegnungen, Malen, Basteln und Spielen. Möglich macht die Veranstaltung vor allem der ehrenamtliche Einsatz der Wilhelma-Mitarbeiter, unterstĂŒtzt von Mitgliedern des Wilhelma-Fördervereins sowie von zahlreichen Unternehmen, Institutionen und KĂŒnstlern, die ihre Leistungen oder Produkte der guten Sache kostenfrei zur VerfĂŒgung stellen.
(11.06.2012, 15:32)
Jana MĂŒller :   Der Wasserbock starb im April.
Schön, dass die Bongos nun auch in das Gehege dĂŒrfen. Hoffentlich zieht bald ein neuer Zuchtbock ein.
(08.06.2012, 07:19)
Ottmar MĂŒller :   Der letzte Wasserbock ist wohl weg. Er ist nicht mehr ausgeschildert und die Bongos können diesen Gehegeteil nun auch nutzen.
(07.06.2012, 14:54)
Joshua Förg :   Bei den Schwarzstörchen schlĂŒpfte auch mindestens ein Jungvogel, man kann das Nest jedoch aufgrund einer Absperrung leider nur aus einiger Entfernung betrachten.
(06.06.2012, 22:01)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Mandschurenkranichen:
ElternglĂŒck bei den GlĂŒcksbringern

Bereits im dritten Jahr nacheinander hat das junge Mandschurenkranich-Paar der Wilhelma Nachwuchs bekommen: Das KĂŒken schlĂŒpfte Ende Mai auf der Stelzvogelwiese und folgt seitdem den wachsamen Eltern auf Schritt und Tritt. FĂŒr die Wilhelma ist dies sehr erfreulich – zumal die seltene asiatische Vogelart erst seit 2008 in Stuttgart gehalten wird.
In ihrer fernöstlichen Heimat gelten Mandschurenkraniche als die GlĂŒcksbringer schlechthin und stehen fĂŒr ein gesundes, langes Leben. Trotzdem – oder gerade deshalb – wurden sie noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark bejagt. In Japan galt ein Kranich als besondere Delikatesse, die vor allem zum Neujahrsfest auf den Tisch kam. Erst nachdem die BestĂ€nde fast vollstĂ€ndig erloschen waren, wurde die Jagd strikt verboten, so dass es heute zumindest auf der japanischen Insel Hokkaido wieder eine stabile Population der Mandschurenkraniche gibt. Auf dem Festland, in China, der Mongolei und auf der koreanischen Halbinsel hingegen ist es um die Art nicht so gut bestellt: Hier macht den Vögeln vor allem der Verlust ihres Lebensraums zu schaffen. Sie sind auf große Sumpfgebiete angewiesen, in denen sie ungestört ihre Jungen groß ziehen können. Zudem werden ihre Überwinterungsgebiete immer hĂ€ufiger trocken gelegt, um NutzflĂ€chen fĂŒr die Landwirtschaft zu gewinnen. So wurde der Mandschurenkranich zu einem der seltensten Kraniche weltweit.
Umso erfreulicher ist, dass die Zucht dieser imposanten Vögel in Gehegen, unter anderem in der Wilhelma, gut funktioniert. Dabei legen Mandschurenkraniche in der Regel zwei Eier, die von Henne zu Henne ganz anders gefĂ€rbt sein können: von blĂ€ulich, ĂŒber braun gesprenkelt – wie beim Wilhelma-Weibchen – bis hin zu schneeweiß. Dies ist einzigartig: Normalerweise haben innerhalb einer Kranichart alle Eier die gleiche FĂ€rbung. Keine Farbunterschiede gibt es bei den geschlĂŒpften KĂŒken – sie tragen alle ein braunes Dunenkleid, mit dem sie hervorragend getarnt sind. ZusĂ€tzlich werden sie von den Eltern mit Argusaugen bewacht und vor Feinden mutig verteidigt. Bereits mit drei Monaten sind die jungen Mandschurenkraniche so groß wie ihre Eltern und haben ihre Dunen gegen „richtige“ Federn getauscht. WĂ€hrend der ersten zwei Lebensjahre verrĂ€t jedoch ihr brĂ€unliches Federkleid ihr Alter, erst danach tragen sie rein weiße und schwarze Federn. FĂŒr eigenen Nachwuchs sorgen sie ab drei bis vier Jahren, wenn sie den passenden Partner gefunden haben. Diesem bleiben sie – wie alle Kraniche – ein Leben lang treu. Um die Paarbindung zu stĂ€rken, veranstalten Mandschurenkraniche jedes Jahr aufs Neue atemberaubend schöne TĂ€nze mit ausgefeilter, besonders figurenreicher Choreografie. Und klangvoll geht es beim Balzen ebenfalls zu: Ihre trompetenden Rufe schallen dank der gebogenen Form ihrer Luftröhre dann kilometerweit.
Sobald das in der Wilhelma geborene KranichkĂŒken groß genug ist, wird es in einem anderen Zoo ein neues Zuhause finden und dort mit einem passenden Partner eines Tages selbst Junge aufziehen. Damit diese bedrohte Vogelart auch in Zukunft ĂŒberleben kann.
(06.06.2012, 10:16)
Wilhelma :   Aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ der Wilhelma-Schule:
Ein kulinarischer Rundgang zu essbaren Wildpflanzen

In unseren heimischen Wiesen und WĂ€ldern wachsen erstaunlich viele Wildpflanzen, die man essen kann. Welche zu den genießbaren Arten gehören und wie sie auf gesunde, leckere Art den Speiseplan bereichern können, das erfahren die Wilhelma-Besucher am Sonntag, dem 10. Juni 2012, von dem Experten und Buchautor Dr. Markus Strauß. Er lĂ€dt an diesem Tag jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem kleinen „kulinarischen“ Rundgang durch die Wilhelma ein. Aufgesucht werden gezielt diejenigen Wildpflanzen, die jetzt, im FrĂŒhsommer, wachsen und fĂŒr den Verzehr geeignet sind. Der Rundgang wird in der Reihe „Wilde Wochenenden“ von der Wilhelmaschule angeboten, Treffpunkt fĂŒr den Rundgang ist das WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervolieren. Die Teilnahme kostet nur den ĂŒblichen Wilhelma-Eintritt, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind willkommen.
(05.06.2012, 07:58)
Jana MĂŒller :   Die Waldhunde (3,0) sind schon seit Ende Februar weg, wohin sie kamen weiß ich nicht. Seitdem steht das Gehege leer.
Scheinbar soll ein neues Zuchtpaar kommen... aber wann, keine Ahnung.

Giraffenjungulle Leon (*2009) hat den Zoo Mitte Mai Richtung NĂŒrnberg verlassen.
(01.06.2012, 12:35)
Joshua Förg :   @Ottmar MĂŒller: Was mit den Waldhunden geschehen ist, weiß ich nicht, aber der Zoo in Landau plant derzeit die Haltung von Waldhunden im ehemaligen Luchsgehege. Eventuell wurden die Waldhunde der Wilhelma schon nach Landau gebracht bzw. sind noch in der Wilhelma hinter den Kulissen, um in absehbarer Zeit nach Landau abgegeben zu werden.
(31.05.2012, 14:22)
Wilhelma :   Zweifingerfaultiere:
Nachwuchs bei den fleißigsten Faulpelzen der Wilhelma

Die Zweifingerfaultiere gehören, man glaubt es kaum, zu den fleißigsten tierischen Mitarbeitern der Wilhelma: Denn jedes Jahr seit ihrem ersten Rendezvous 2004 schenkt das Zuchtpaar Marlies und Mike dem zoologisch-botanischen Garten zuverlĂ€ssig ein kleines Faultierchen. Ihr achter Nachwuchs, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 14. Mai direkt vor den Augen einiger begeisterter Besucher zur Welt.
Geduldig und gemĂ€chlich trĂ€gt Faultiermutter Marlies ihr Jungtier durchs Gehege im KleinsĂ€uger- und Vogelhaus: Wie alle erwachsenen Tiere ihrer Art bewegt sie sich dabei kopfĂŒber vorwĂ€rts, Bauch an Bauch mit ihrem Kleinen, dessen RĂŒcken in den ersten Lebensmonaten somit noch nach oben zeigt. Bei ihrem langsamen Gehangel machen die Faultiere ihrem Namen alle Ehre. Alles funktioniert bei ihnen in Zeitlupe: von der Fortbewegung bis zur Verdauung. Doch mit „Faulheit“ hat dies ebenso wenig zu tun wie der Umstand, dass die Tiere bis zu 16 Stunden des Tages verschlafen. Vielmehr sind sie als Wunderwerke der Evolution bestens an ihren Lebensraum, die Baumkronen des mittel- und sĂŒdamerikanischen Regenwaldes, angepasst. So begnĂŒgen sich Faultiere in Sachen Nahrung mit schwer verdaulichen BlĂ€ttern, Knospen und BlĂŒten. Um diese möglichst effektiv verwerten zu können, verdauen die Tiere extrem langsam und brauchen entsprechend viel Ruhe und Schlaf. Nur etwa einmal pro Woche suchen sie den Boden auf, um ihr GeschĂ€ft zu verrichten. Warum sie dieses Risiko eingehen, ist bis heute nicht endgĂŒltig beantwortet. Eine Vermutung: Die Faultiere dĂŒngen mit ihrem Kot gezielt „ihren“ Futter- und Schlafbaum mit wertvollen NĂ€hrstoffen, die im Regenwald ansonsten Mangelware sind.
Ein weiterer Vorteil des Faultierlebens in „Slow motion“: Die langsamen Bewegungen machen die Tiere fĂŒr ihre Fressfeinde, wie Harpyien – eine Greifvogelart – und Jaguare, fast unsichtbar. UnterstĂŒtzt wird die perfekte Tarnung im BlĂ€tterwald durch die Algen, die im Faultierpelz siedeln und ihn grĂŒn fĂ€rben. MĂŒssen sie sich dennoch einmal verteidigen, setzen die Faultiere ihre krĂ€ftigen, bis sieben Zentimeter langen Krallen ein, die ihnen aber vor allem beim Hangeln durch die BĂ€ume beste Dienste leisten. Die Zahl der Krallen an den Vorderbeinen ist dabei namensgebend: So besitzt das Zweifingerfaultier – im Gegensatz zum Dreifingerfaultier – vorne nur zwei Krallen.
Und noch eine eigenartige Anpassung an die Lebensweise im feuchten Regenwald fĂ€llt bei Faultieren ins Auge: Ihren „Scheitel“ tragen sie auf dem Bauch. Der Vorteil: Das Regenwasser kann problemlos abfließen. Marlies und Mikes JĂŒngstes allerdings wird seinen Scheitel wie alle kleinen Faultiere noch ein Weilchen auf dem RĂŒcken tragen. Erst wenn es selbststĂ€ndig durchs GeĂ€st hangelt, wird er auch bei ihm auf den Bauch wandern.

Foto: Wilhelma
Kleine Klette: Bequem auf den Bauch gebettet, trÀgt Faultiermama Marlies ihr Jungtier durchs GeÀst.
(31.05.2012, 10:20)
Ottmar MĂŒller :   Laut der Zootierliste leben in der Wilhelma keine Waldhunde mehr. Weiß jemand, was mit denen geschehen ist?
(26.05.2012, 14:53)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Bezoarziegen:
Seltene KletterkĂŒnstler aus Griechenland

Seit Kurzem erobern zwei Zicklein das Gehege der Bezoarziegen. Trittsicherheit ist bei den wilden Stammeltern unser Hausziegen angeboren – und so tollen auch die beiden JĂŒngsten bereits ĂŒbermĂŒtig ĂŒber Stock und Stein. Und wenn die Elterntiere einmal im Weg liegen, werden auch sie als willkommenes Hindernis gesehen, das es zu ĂŒberwinden gilt.
Die beiden Zicklein sind echte Seltenheiten. Waren Bezoarziegen frĂŒher im westlichen Asien weit verbreitet, gibt es heute nur noch kleine RestbestĂ€nde von ihnen. Einer davon hat sich glĂŒcklicherweise auf Kreta erhalten. Von dort stammen auch die Bezoarziegen der Wilhelma. Das Besondere an diesen Tieren ist, dass sie heute vermutlich die einzigen Wildziegen sind, die sich noch nicht mit verwilderten Hausziegen vermischt haben.
Noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Bezoarziegen auf Kreta weit verbreitet. Doch vor allem wegen ihres begehrten Fleisches und der attraktiven Hörner wurden die Tiere stark verfolgt. Daneben ist aber auch ein Aberglaube schuld daran, dass die Bezoarziegen in ihrem ursprĂŒnglichen Verbreitungsgebiet so selten geworden sind. In den MĂ€gen der Wildziegen bilden sich nĂ€mlich mit der Zeit unverdauliche Ballen aus verfilzten Haaren, die durch Abschlecken aufgenommen und mit der Zeit steinhart werden. Diese so genannten Bezoare – denen die Wildziegen nicht nur ihre Seltenheit sondern auch ihren Namen verdanken – galten schon im Mittelalter als Wunderheilmittel, vor allem gegen Vergiftungen.
Die scheuen, kretischen Bezoarziegen, deren Bestand auf ungefĂ€hr 1000 Tiere geschĂ€tzt wird, bekommt heute kaum noch jemand zu Gesicht. Sie haben sich in die unzugĂ€nglichen Höhenlagen der Gebirge zurĂŒckgezogen, wo sie mit schwindelerregender Leichtigkeit auch die steilsten HĂ€nge erklimmen. In den BergwĂ€ldern suchen die bergtĂŒchtigen Paarhufer Schutz und Nahrung, die vor allem aus GrĂ€sern, KrĂ€utern und frischen Trieben besteht. Zur Paarungszeit messen die bis zu 70 Kilogramm schweren MĂ€nnchen mit ihren mĂ€chtigen Hörnern, Ă€hnlich wie Steinböcke, in RivalenkĂ€mpfen ihre StĂ€rke. Denn nur die stĂ€rksten Böcke dĂŒrfen sich mit den Weibchen paaren. Sonst streifen MĂ€nner- und Mutter-Kindgruppen von bis zu 25 Tieren meist getrennt durchs Gebirge. Im Mai kommen die Jungen zur Welt. Drei Tage liegen sie in versteckten Felsnischen, dann folgen sie den MĂŒttern ĂŒber Stock und Stein. Rund sechs Monate werden sie gesĂ€ugt, bis zu zwölf Monate bleiben sie bei den MĂŒttern.
Die beiden in der Wilhelma geborenen Zicklein werden spÀter in anderen Zoos zum Arterhalt beitragen, denn die BestÀnde der Bezoarziegen schrumpfen weiter: wegen des Holzeinschlags in ihren LebensrÀumen und der mittlerweile riesigen Konkurrenz durch ihre eigenen Nachfahren, die Hausziegen.

Foto: Wilhelma
Eine Bezoarziege mit ihrem Zicklein.
(24.05.2012, 08:03)
Wilhelma :   Veranstaltungshinweis

KurzvortrĂ€ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Vom guten Bienenhonig, der aus der Stadt kommt

Am Sonntag, dem 27. Mai 2012, bietet die Wilhelmaschule zwei KurzvortrĂ€ge rund um Bienenzucht und Honigproduktion in der Stadt an – einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Gehalten werden die VortrĂ€ge von Richard Odemer: Er ist Imker aus Leib und Seele und betreut auch in der Wilhelma vier Bienenvölker, deren Stöcke rund um das Natur-Info-Center der Umweltakademie nahe des Schaubauernhofs zu finden sind. In Bild und Text erzĂ€hlt der Bienenexperte den Wilhelma-Besuchern, warum Bienenzucht gerade in der Stadt erstaunlich erfolgreich ist und wie Honig entsteht – kleine Kostproben inklusive. Die VortrĂ€ge sind wie immer frei, jeder Besucher mit Eintrittskarte kann teilnehmen, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen. (Weitere Infos zum Bienenexperten und seiner Arbeit: www.filderhonig.de)

Foto: Richard Odemer
"Honigbienen im Anflug an den Bienenstock"
(23.05.2012, 12:21)
Jana MĂŒller :   Die Betontreppe auf der Anlage wird man spĂ€ter wohl nicht sehen, da genau an dieser Stelle der Pool der Elefanten sein wird. Hier ist nur noch kein Wasser drin. Die Elefanten können dann entscheiden, ob sie die Treppen oder die "Rampen" nutzen, um in den Pool zu kommen.
(18.05.2012, 15:23)
Jonas Homburg :   Irgendwie kann ich der Elefantenanlage auch nix abgewinnen. Eine naturnahe Landschaft mit Betontreppe? Das hĂ€tte man sicher geschickter lösen können.
(18.05.2012, 12:58)
Wilhelma :   KurzvortrĂ€ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Alles ĂŒber FledermĂ€use, die Schatten der Nacht

Am Sonntag, dem 20. Mai 2012, bietet die Wilhelmaschule wieder spannende KurzvortrĂ€ge fĂŒr die Wilhelma-Besucher an – einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Diesmal geht es um die "Schatten der Nacht", die FledermĂ€use. In Bild und Wort stellt die Fledermausexpertin und ZoopĂ€dagogin Ewa Paliocha bei ihrem Vortrag verschiedene Fledertier-Arten vor und erzĂ€hlt von den erstaunlichen FĂ€higkeiten und besonderen BedĂŒrfnissen der dĂ€mmerungs- und nachtaktiven InsektenjĂ€ger. Der Vortrag ist frei, jeder Besucher mit Eintrittskarte kann teilnehmen, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Martin Paliocha
Eine Zweifarbfledermaus: Wie alle heimische Arten steht sie aufgrund von Wohnungsnot, Insektiziden und VerÀnderungen ihres Lebensraums unter Naturschutz.
(16.05.2012, 15:45)
Holger Wientjes :   Dann warte ÂŽmal ab, bis das Beet im Vordergrund grĂŒn geworden ist... ;-)
(16.05.2012, 12:29)
Michael Mettler :   Das angebliche "Bild einer naturnahen Landschaft" will bei mir bei diesem Anblick nicht so recht entstehen... Trotzdem natĂŒrlich eine haltungstechnische Optimierung.
(16.05.2012, 10:23)
Wilhelma :   Das umgestaltete Außengehege der Elefantenanlage:
Mehr „Wellness“ fĂŒr Elefanten, schönere Einblicke fĂŒr Besucher

Die Elefantenanlage der Wilhelma ist ĂŒber 40 Jahre alt und besaß einen Absperrgraben, der fĂŒr die betagten Elefantendamen zu gefĂ€hrlich geworden war. Dieser Graben ist nun verschwunden, denn das Außengehege wurde umgebaut, ist seit Ende April bezugsfertig – und die beiden Elefantendamen Pama und Zella können darin kĂŒnftig deutlich mehr Komfort genießen. Finanziert wurde der Umbau vom fĂŒr die Wilhelma zustĂ€ndigen Ministerium fĂŒr Finanzen und Wirtschaft, die Bauleitung lag beim Stuttgarter Amt von ’Vermögen und Bau Baden-WĂŒrttemberg’, beteiligt am Umbau waren ĂŒberdies Landschaftsarchitekten, Ingenieure und Gartengestalter.
Von November 2011 bis Ende April 2012 dauerte der Umbau, dann konnten die Elefanten einziehen – und sie nahmen ihre neue Außenanlage sichtlich begeistert in Besitz. Auch fĂŒr den Besucher sind die VerĂ€nderungen auf den ersten Blick sichtbar: Die neue Form und die verwendeten Materialien lassen nun das Bild einer naturnahen Landschaft entstehen. Die Einfassungsmauern bestehen aus regionalem Travertin und Betonstein, weitere Travertin-Findlinge sowie eine der asiatischen Heimat der Tiere nachempfundene Bepflanzung mit Bambus und GrĂ€sern unterstĂŒtzen den natĂŒrlichen Eindruck. Die Gehegegrenzen wurden fast rundherum neu festgelegt und durch den Wegfall des Grabens hat sich die nutzbare FlĂ€che von vorher 620 auf 830 Quadratmeter vergrĂ¶ĂŸert. Die Anlage besitzt jetzt großteils einen fĂŒr die Schwergewichte angenehmen Sandboden, zur KĂŒhlung im Sommer und ganzjĂ€hrigen Hautpflege dient eine Lehmsuhle von rund 50 Quadratmetern. Außerdem enthalten sind zwei Becken mit austauschbarem Substrat und acht SchubberbĂ€ume, die das Gehege gleichzeitig rĂ€umlich unterteilen. Zwei in Travertin-Felsen eingelassene FutterkĂ€sten dienen auch der BeschĂ€ftigung: Sie fordern das Geschick der ElefantenrĂŒssel heraus und bieten sich ebenfalls als SchubberflĂ€che an. Ein weiteres Highlight: das neue und fast doppelt so große Elefantenbad mit ca. 85 Quadratmetern WasserflĂ€che und 65 Kubikmetern Fassungsvermögen. Ins Bad steigen können die Elefantendamen wahlweise ĂŒber Rampen oder Stufen. Das Badewasser wird durch eine moderne, nachhaltige Wiederaufbereitungsanlage gereinigt, die den Wasser- und Energieverbrauch optimiert. Auch die Besucherbereiche rund um die Elefantenanlage wurden aufgewertet. Auf der Ostseite gibt es nun einen grĂ¶ĂŸeren Zuschauerbereich sowie ein „Fenster“ und an der SĂŒdgrenze sogar eine richtige BesuchertribĂŒne: Sie bietet den Besuchern einerseits Sitzgelegenheiten und andererseits den direkten Blick auf den Elefantenpool.
Wenn die Elefanten, wie geplant, dann eines Tages in eine ganz neue Anlage umziehen, sollen die Indischen Panzernashörner das Gehege erben, das deshalb beim Umbau bereits die Haltungsanforderungen beider Tierarten berĂŒcksichtigte. Die rund eine Million Euro, die das Ministerium fĂŒr Finanzen und Wirtschaft Baden-WĂŒrttemberg fĂŒr die Maßnahme bereitstellte, wurde somit ökonomisch sinnvoll und zukunftsorientiert investiert.
(Unter www.wilhelma.de finden Sie auch die „Langfassung“ der Meldung, die z.B. weitere Details zum Komfort fĂŒr die Elefanten enthĂ€lt.)

Foto (Wilhelma): Die umgestaltete Elefanten-Außengehege, von der neuen BesuchertribĂŒne aus betrachtet.
(16.05.2012, 10:14)
Liz Thieme :   Weiß jemand wie viele Kanadische Biber die Wilhelma hat?
Die wollen ein mÀnnliches Tier abgeben.
(15.05.2012, 13:09)
Wilhelma :   Neues Leben in der KleinbĂ€ren-Anlage:
Die NasenbÀrinnen sind los!

Im NasenbĂ€ren-Gehege neben dem Amazonienhauses geht es rund: Denn vor Kurzem sind vier junge, weibliche NasenbĂ€ren aus Belgien und DĂ€nemark eingetroffen. Und die sorgen nun mit allerhand Kapriolen und sportlichen Einlagen dafĂŒr, dass wieder Leben in die kleine Felslandschaft kommt.
Seit von der alten NasenbĂ€ren-Generation der Wilhelma nur noch der alte Dag ĂŒbrig ist, war es auf der Anlage der NasenbĂ€ren recht ruhig geworden. Dabei sind die KleinbĂ€ren aus SĂŒd- und Mittelamerika bei den Besuchern gerade wegen ihrer munteren, verspielten Art sehr beliebt. Die quirlige Samba, die dunkle Salsa und die freche BĂ€rtha tun nun ihr Bestes, um diesem Ruf ihrer Gattung gerecht zu werden und machen bereits die Außenanlage unsicher. Derweil leistet die vierte Neue namens Rumba dem alten Dag in einem Innengehege Gesellschaft – denn sie vertrĂ€gt sich mit dem kastrierten MĂ€nnchen am besten, wĂ€hrend die anderen drei MĂ€dels ihn bislang eher triezten.
TatsĂ€chlich hat das temperamentvolle „Trio Infernale“ nichts als Blödsinn im Kopf und treibt im Außengehege einen Schabernack nach dem anderen – zur Freude der Besucher. Die aktuelle LieblingsbeschĂ€ftigung der NasenbĂ€rinnen: BĂ€ume zerlegen und die RindenstĂŒcke im Verbindungsgang zu ihrem Innengehege verteilen, wo die menschlichen „ReinigungskrĂ€fte“ kaum hingelangen. Offenbar sehen NasenbĂ€ren in unseren Augen nicht nur wie kleine, verwegene Gauner aus, sie haben es wirklich faustdick hinter den Ohren. Ziemlich sportlich sind sie obendrein: Zu den tĂ€glichen Trainingseinheiten der NasenbĂ€rinnen gehören beispielsweise so anspruchsvolle Disziplinen wie Weitsprung, Felsenklettern, GipfelstĂŒrmen, auf Schwebebalken balancieren oder exzessives Bodenumgraben.
In der Natur kommen NasenbĂ€ren vom SĂŒden der USA bis nach Argentinien vor, und hier im tropischen Dschungel ebenso wie in WĂŒstenrandgebieten. Am liebsten sind sie aber im Wald unterwegs, und das im Gegensatz zu den anderen nachtaktiven KleinbĂ€ren-Arten vor allem am Tage. Ihren Namen verdanken die Allesfresser natĂŒrlich ihren langen und Ă€ußerst beweglichen RĂŒsseln, die sie auch gerne ĂŒberall hineinstecken – es könnte ja sein, dass eine leckere Mahlzeit oder wenigstens etwas zum Spielen fĂŒr sie drin ist. Ihren Schwanz tragen sie gern steil aufgerichtet, wenn sie oft in ganzen TrĂŒppchen spazieren gehen. Meist leben aber nur Weibchen und Jungtiere zusammen, MĂ€nnchen fĂŒhren ein Singledasein. Lediglich zur Paarungszeit dĂŒrfen sie sich nĂ€hern und versuchen dann, die Weibchen mit Fellpflege und anderen Liebesdiensten zu umgarnen. Aber kaum haben sie ihre Aufgabe erfĂŒllt, ist Schluss mit lustig und die MĂ€nner werden wieder vertrieben. Im Zoo werden daher oft reine Frauengruppen oder kastrierte MĂ€nnchen mit Weibchen zusammen gehalten.

Immer auf dem Sprung: Impressionen aus dem bewegten Leben der jung-dynamischen NasenbÀrinnen, die vor Kurzem in ihr neues Heim neben dem Amazonienhaus eingezogen sind. Foto: Wilhelma
(10.05.2012, 15:24)
Michael Mettler :   Die Wilhelma hat diesmal den Parkscout-Award "Bester Zoo 2011/12" gewonnen, Platz 2 ging an ZOOM Gelsenkirchen, Platz 3 an Hannover. Scheint aber der Gewinnerin - wenn ich es nicht ĂŒbersehen habe - noch nicht mal eine Meldung auf der eigenen HP wert zu sein...?
(10.05.2012, 09:57)
Wilhelma :   Veranstaltungshinweis

Spannende KurzvortrÀge in der Wilhelma-Schule
Tierisch schlau – verblĂŒffende Geistesleistungen im Tierreich

Am Sonntag, dem 13. Mai 2012, können die Besucher im WilhelmaschulgebĂ€ude unterhalb der Geiervoliere Erstaunliches und Wissenswertes ĂŒber die Geistesleistungen von Tieren erfahren. In einem kurzweiligen Dia-Vortrag erzĂ€hlt die Diplombiologin Sabine Ratzel großen wie kleinen Wilhelma-Besuchern beispielsweise von tĂŒftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die GebĂ€rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der neuen Reihe „Wilde Wochenenden“ findet am 13. Mai zweimal statt – um 15 Uhr und um 16 Uhr. Die Veranstaltung selbst ist kostenlos: Wer dabei sein möchte, zahlt nur den normalen Wilhelma-Eintritt, kleine Spenden fĂŒr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Wilhelma / L. Siermann
Auch Kraken sind zu manchen verblĂŒffenden Leistungen fĂ€hig: Orakeln und Fußballergebnisse vorhersagen können sie zwar nicht wirklich – mit viel Geschick einen Dosendeckel aufschrauben dagegen schon.
(08.05.2012, 15:57)
Matthias Schramm :   Die umgebaute Elefantenaussenanlage ist eröffnet und die neue Schlammkuhle wird von den beiden Damen gut angenommen. Da der Weg um die Aussenanlage herum aufgrund des Neubaues fĂŒr die Menschenaffen gesperrt ist, ist leider der Blick auf die Elefanten zur Zeit nicht optimal.

Wo sind die Gundis geblieben? Die Anlage war heute mit ein paar Kaninchen besetzt!

Die roten Varis, die frĂŒher einmal Kaninchen zum Spielen hatten, haben jetzt ein paar HaushĂŒhner in der Anlage.
(08.05.2012, 15:24)
WolfDrei :   @ O. MĂŒller: Nach dem Bild werden es wohl ChimĂ€ren/"Seeratten" (Knorpelfische) werden
(06.05.2012, 14:31)
Ottmar MĂŒller :   Als ich neulich in der Wilhelma war, wurde gerade das ehemalige Königspinguin-Innengehege umgebaut. Weiß jemand, welche Tiefseeetiere dort einziehen werden bzw. wann das Aquarium fertig ist?
(05.05.2012, 14:26)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den GĂ€nsegeiern:
Vom Neckar auf den Balkan – der Geschichte 2. Teil

Eigentlich sollten die beiden 2011 in Stuttgart geborenen GĂ€nsegeier schon in Bulgarien sein, wo auf sie ein wildes Leben in den Bergen des Balkan wartet. So zumindest war es geplant und so wurde es letztes Jahr verkĂŒndet. Doch Wintereinbruch und Schneemassen hatten die Reise vereitelt: „Buli“ und „Gari“, wie die Pfleger sie tauften, sind daher noch in der Wilhelma – und haben jetzt zwei Geschwister bekommen: „Rila“ und „Pirin“. Somit können im Herbst, beim zweiten Anlauf in Richtung Balkan, nun gleich vier Junggeier teilnehmen.
„GeierkĂŒken-Watching“ in der Wilhelma ist nicht leicht: Gut versteckt und anfangs oft bewegungslos, liegen die KĂŒken in ihrem Horst. Zumindest in eine der beiden Geierkinderstuben können die Besucher jedoch vom Weg oberhalb der Voliere aus hinein spĂ€hen. Wie verschieden die GeschmĂ€cker in Sachen Wohnraumgestaltung doch sein können! Unsereiner jedenfalls findet die chaotischen HĂ€ufen aus Federn und Ästen, kurz Geierhorst genannt, wohl ziemlich ungepflegt. Mag sein. DafĂŒr sind die GĂ€nsegeier Profis in Sachen Landschaftspflege: Wie alle Geierarten ernĂ€hren sie sich von toten Tieren, reinigen Berg und Tal von Aas und ĂŒbernehmen im Ökosystem somit die wichtige Rolle einer Gesundheitspolizei – Seuchenhygiene auf natĂŒrliche Art, sozusagen. Doch die Menschen dankten den Geiern ihre Dienste schlecht. Mangels besserem Wissen stellten sie ihnen als mutmaßlichen Nahrungskonkurrenten nach oder hungerten sie aus, indem sie totes Vieh – spĂ€ter dem Seuchenschutzgesetz gehorchend – selbst beseitigten, etwa auf der SchwĂ€bischen Alb. Zwar hat der IUCN (International Union for Conservation of Nature) den GĂ€nsegeier weltweit noch nicht als gefĂ€hrdet eingestuft. Zumindest in Europa aber geht es dem großen Vogel mehr schlecht als recht. Selbst in Spanien, wo die meisten Geierpaare brĂŒten, schrumpfen die BestĂ€nde enorm, seit eine EU-Verordnung europaweit verbietet, Kadaver fĂŒr die Geier liegen zu lassen. Oft irren die Vögel auf der Suche nach NahrungsgrĂŒnden dann umher – und landen mitunter sogar einen Treffer: So hat es einige GĂ€nsegeier auf die Insel Mallorca verschlagen, wo auch die noch grĂ¶ĂŸeren Mönchsgeier zu Hause sind, und brĂŒten hier nun im Tramuntana-Gebirge.
Auf dem Balkan waren die GĂ€nsegeier bis vor 50 Jahren heimisch. Als man hier jedoch vergiftete Köder fĂŒr Wölfe auslegte, ging es auch den Geiern an den Kragen. Mittlerweile ist die Organisation „Balkan Vulture Action Plan“ dabei, das Balkanmassiv als Heimat fĂŒr die Geier wiederzubeleben. 2010 ließ sie die ersten 26 Vögel frei, weitere folgten. Dieses FrĂŒhjahr kommen 25 GĂ€nsegeier aus Frankreich dazu und, wenn alles klappt, im Herbst auch vier „junge Wilde“ aus Stuttgart.
Bis dahin hat das Elternpaar aber noch alle SchnĂ€bel voll zu tun, um den gemeinsam ausgebrĂŒteten Nachwuchs im Teamwork aufzupĂ€ppeln: anfangs mit vorverdautem Speisebrei aus eigenem Kropf, spĂ€ter mit ganzen Fleischbrocken. Ab etwa August verlassen die Jungen den Horst, im Herbst sind sie völlig selbststĂ€ndig – und bereit fĂŒr ihren großen Ausflug auf den Balkan.

Foto: Wilhelma
(03.05.2012, 13:22)
Wilhelma :   Thementag „Einheimische Amphibien“ in der Wilhelmaschule:
Hautnahe Begegnungen mit Froschkönig und Co.

Am Sonntag, dem 6. Mai 2012, dreht sich beim Thementag der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“ alles um Frösche, Salamander und Co. – kurz um unsere heimische Amphibienwelt. Von 11 Uhr bis 17 Uhr als Amphibienexperte vor Ort ist an diesem Tag Ernst Frey, der viele Jahre lang das Ökomobil der Bezirksstelle fĂŒr Naturschutz und Landschaftspflege in Karlsruhe betreute. Ort des Geschehens ist wieder die Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Der Besuch des Thementags ist wie immer kostenlos; jeder Wilhelma-Besucher mit gĂŒltiger Eintrittskarte kann daran teilhaben.
Ob Gras- oder Moorfrosch, Feuersalamander oder Erdkröte: Unter fachkundiger Anleitung von Ernst Frey können Kinder wie Erwachsene den verschiedensten Amphibienarten nĂ€her kommen, die der Experte fĂŒr die VorfĂŒhrung selbst mitgebracht hat. Dabei wird so mancher wohl auch Arten begegnen, die ihm bislang unbekannt waren, und außerdem erfahren, was Amphibien so besonders macht. Denn diese fĂŒhren von Natur aus eine Art „Doppelleben“: Sie starten als Wasserwesen ins Leben, erobern spĂ€ter das Land und können dann dort und im Wasser gleichermaßen existieren. Mit viel Hintergrundwissen und EinfĂŒhlungsvermögen prĂ€sentiert der Experte Ernst Frey seinem Publikum die verschiedenen Vertreter aus dem Reich der Lurche und beantwortet gerne alle Fragen zu Froschkönig und Co.
(02.05.2012, 15:08)
Tom Schröder :   @O. MĂŒller: Nein.
(01.05.2012, 23:01)
Ottmar MĂŒller :   Wurde das Elefantengehege jetzt fertiggestellt?
(01.05.2012, 21:47)
Wilhelma :   Nachwuchs bei urwĂŒchsigen Wildschafen:
Die kleinen „Muffel“ vom Schaubauernhof

Zwei mĂ€nnliche und ein weibliches LĂ€mmlein kamen dieses Jahr bei den Mufflons auf dem Schaubauernhof zur Welt. Damit leben derzeit sieben Vertreter dieser Wildschafe in der Wilhelma – darunter auch ein Widder, der an seinen schön geschwungenen Hörnern sofort zu erkennen ist.
Mufflon – dieser Name bezeichnet gleich mehrere Unterarten dieses Wildschafs. In der Wilhelma zu Hause ist die kleinste und westlichste Unterart, das EuropĂ€ische Mufflon, in der JĂ€gersprache auch Muffelwild oder kurz „Muffel“ genannt. Gehalten wird die Art seit der Eröffnung des Schaubauernhofs zur IGA 1993. Da dort Haustierarten und verwandte Wildformen gleichermaßen zu sehen sein sollen, durfte auch das Mufflon als einer der mutmaßlichen Vorfahren unserer Hausschafe nicht fehlen. Uneinig ist sich die Fachwelt allerdings, ob es nicht möglicherweise umgekehrt – also das Mufflon der verwilderte Nachfahr einer alten Hausschafrasse – ist. Ebenso rĂ€tseln die Experten, ob Korsika und Sardinien die ursprĂŒngliche Heimat des EuropĂ€ischen Mufflons sind oder nur seine letzten Refugien waren, als es im ĂŒbrigen Europa ausgerottet wurde. Fest steht, dass die Art nur auf diesen Inseln (noch) wild vorkam, bevor man vor rund 200 Jahren begann, sie vor allem als Jagdwild in weiten Teilen Europas anzusiedeln, auch in Deutschland und Österreich. Die östlichen Unterarten sind vom Kaukasus bis zu den Karpaten verbreitet – und auf Zypern, wo das Mufflon besonders gewĂŒrdigt wird: Hier findet man es auf Cent-MĂŒnzen ebenso wie als geflĂŒgeltes Mufflon im Logo der Cyprus Airways.
MĂ€nnlein und Weiblein unterscheiden sich beim Mufflon deutlich. WĂ€hrend die Schafe in ein unscheinbares, kaum gezeichnetes Braun gekleidet sind, tragen die Widder ein dunkleres, fuchsbraunes Fell mit hellem Sattelfleck, einen fast schwarzen Brustbehang und imposante, schneckenförmig gedrehte Hörner. Was nicht heißt, dass die Weibchen grundsĂ€tzlich hornlos durchs Leben gehen. Die Mufflonschafe auf Korsika etwa besitzen kleine, nach hinten gebogene Hörner, wĂ€hrend sie bei ihren Nachbarinnen in Sardinien fehlen. FĂŒr die Widder sind die Hörner nicht nur ein schöner Kopfschmuck, sondern auch Waffen, die sie bei ihren RivalenkĂ€mpfen donnernd aufeinander krachen lassen. Dieses vor allem in der Brunftzeit hĂ€ufig vernehmbare GerĂ€usch ist aber nicht der einzige Laut, der von Mufflons zu hören ist, denn die Tiere sind keinesfalls „maulfaul“: Schafe und LĂ€mmer rufen sich gegenseitig mit lautem Meckern, ein durch die NĂŒstern ausgestoßener Zischlaut dient bei Gefahr als Alarmruf – untermalt von krĂ€ftigem Hufescharren – und die Widder versuchen die Schafe durch röchelnde und schnarrende Laute zu betören.
In der Natur bilden die reviertreuen Tiere meist Mutterfamilien mit einem Leitschaf, die Widder stoßen nur zur Paarungszeit dazu. In der Wilhelma lebt der Mufflonmann jedoch dauerhaft bei seinen Damen und senkt jedes Mal drohend die Hörner, wenn sich diesen ein Unbefugter zu nĂ€hern wagt. Der – wie alle Wilhelma-Mufflons – namenlose dreijĂ€hrige Widder kam erst 2010 aus dem Wildpark Potzberg nach Stuttgart, wo er nun bereits das zweite Jahr erfolgreich fĂŒr Nachwuchs gesorgt hat.

Die kleine Mufflon-Herde der Wilhelma besteht derzeit aus drei Schafen, drei LĂ€mmern und dem Widder. Foto: Wilhelma
(26.04.2012, 08:36)
Wilhelma :   Viertes Gorillababy in der Aufzuchtstation eingetroffen:
Vanas Halbbruder Tebogo ist ihr nach Stuttgart gefolgt

Er kam nur sechs Tage nach dem GorillamĂ€dchen Vana im Zoo Wuppertal zur Welt und wie bei Vana so nahm auch seine Mutter, die 29-jĂ€hrige Ukiwa, ihn nicht an: Der Gorillajunge Tebogo (sĂŒdafrikanisch fĂŒr „Geschenk“) ist daher ebenfalls in der offiziellen Aufzuchtstation des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) fĂŒr Gorillas in der Wilhelma eingezogen.
UngefĂ€hr eine Woche nach ihrer letzten rund vierstĂŒndigen Autofahrt nach Stuttgart trafen die Wuppertaler Tierpfleger erneut mit einem Gorilla-SĂ€ugling in der Wilhelma ein. Auch der kleine Tebogo kam warm eingepackt und wohlbehalten an und kann nun die QuarantĂ€nezeit zusammen mit seiner Halbschwester Vana hinter den Kulissen verbringen – und spĂ€ter auch gemeinsam mit ihr im Wilhelma-Gorillakindergarten heranwachsen.
In Wuppertal waren Grace und Ukiwa vor rund zehn Monaten offenbar fast gleichzeitig schwanger geworden, Vater beider Kinder ist das Oberhaupt von derzeit vier Gorillafrauen, der 17-jĂ€hrige SilberrĂŒcken Vimoto. Wie bereits Vanas Mutter Grace so hatte auch Ukiwa bislang keine Gelegenheit, von einer erfahrenen Gorillafrau das Einmaleins der SĂ€uglingspflege zu erlernen, wusste daher mit ihrem Neugeborenen nichts anzufangen und ließ es links liegen. Weil SĂ€uglinge jedoch schnell unterkĂŒhlen und auch Ukiwa trotz Nachhilfeversuchen der Pfleger ihr Kind nicht beachtete, nahm Revierleiter Thomas Hammes nach Vana nun auch deren 2,2 Kilogramm schweren Halbbruder unter seine Fittiche und fĂŒtterte ihn wĂ€hrend dessen erster Lebenswoche selbst mit der Flasche.
Diese Aufgabe hat nach Tebogos Ankunft in Stuttgart nun das Pflegerteam der Wilhelma ĂŒbernommen, das kĂŒnftig somit zwei fast gleichaltrige Gorillababys und Halbgeschwister parallel aufziehen wird – ein Fulltime-Job, Nachtschichten inklusive. Zwei Pflegerinnen sind in nĂ€chster Zeit ausschließlich fĂŒr Vana und Tebogo da und dĂŒrfen wĂ€hrend deren QuarantĂ€ne auch keinen Kontakt zu den zwei Ă€lteren Gorillajungs Tano und Okanda haben. Diese werden von zwei weiteren ErsatzmĂŒttern bzw. -vĂ€tern betreut, brauchen aber glĂŒcklicherweise beide nur noch tagsĂŒber das FlĂ€schchen, denn auch Tano schlummert mittlerweile nachts durch.
Der Zoo Wuppertal sucht nun zusammen mit dem Gorilla-EEP eine Lösung, um die Chancen fĂŒr Aufzuchten durch die eigenen MĂŒtter innerhalb der Wuppertaler Gruppe zu verbessern. Solch eine Lösung kann etwa die Integration eines erfahrenen Gorillaweibchens sein, das den ĂŒbrigen Frauen als Vorbild in Sachen Babysitting dient.

Foto: Wilhelma, Th. Bauer
Tierpfleger Thomas Hammes (li.) hat Gorillajunge Tebogo heil nach Stuttgart gebracht, wo sie von Tebogos neuer Ersatzmutter Margot Federer (re.) und Halbschwester Vana begrĂŒĂŸt werden.
(02.04.2012, 15:14)
Wilhelma :   Weiteres Gorillababy in der Aufzuchtstation:
Vier Tage altes GorillamÀdchen Vana aus Wuppertal eingetroffen

In der Aufzuchtstation der Wilhelma ist erneut ein kleiner SchĂŒtzling eingezogen: das vier Tage alte MĂ€dchen „Vana“ aus dem Zoologischen Garten Wuppertal. Es kam am Freitag, dem 16.3.2012, zur Welt – als erstes Baby der 20-jĂ€hrigen Gorillafrau „Grace“, der Vater ist der 17-jĂ€hrige Gorillamann „Vimoto“. Leider ist Grace in Sachen Geburt und SĂ€uglingspflege unerfahren, zeigte sich von der neuen Aufgabe ĂŒberfordert und nahm ihr Neugeborenes nicht an. Es blieb somit nur der Weg nach Stuttgart.
Nach Tano aus Prag und Okanda aus England nun also die kleine Vana aus Wuppertal: Sie kam am Dienstag Vormittag nach viereinhalb Stunden Autofahrt, die sie fast komplett verschlief, zusammen mit zwei Pflegern heil in der Wilhelma an. Hier wird sie nun die nĂ€chsten Wochen in QuarantĂ€ne und unsichtbar fĂŒr die Besucher hinter den Kulissen verbringen, von den Pflegerinnen und Pflegern in Wechselschicht rund um die Uhr betreut, gewĂ€rmt und gefĂŒttert.
Die Wuppertaler Gorillagruppe besteht aus fĂŒnf Tieren: Zu Vimotos Harem gehören neben Grace, die 1993 in Dublin geboren und danach selbst in Stuttgart handaufgezogen worden war, noch die 40-jĂ€hrige Lomela, die 37-jĂ€hrige Roseli und die 29-jĂ€hrige Ukiwa, eine Tochter der frĂŒheren Stuttgarterin Dina und ebenfalls Handaufzucht. Leider hatte Grace bislang keine Gelegenheit, bei einer Ă€lteren Gorillafrau eine Geburt und Aufzucht mitzuerleben und daraus zu lernen. FĂŒr Gorillas ist dieser Anschauungsunterricht jedoch sehr wichtig, damit sie spĂ€ter ihre eigenen Kinder annehmen und sich richtig um sie kĂŒmmern – ein aktuelles Beispiel dafĂŒr findet sich in der Gorillagruppe der Wilhelma, wo die dreijĂ€hrige Mawenzi derzeit von ihrer Mutter Mutasi und ihrer kleinen Schwester Milele das Einmaleins des Babysittens lernt. Gorillafrau Grace fehlte diese Erfahrung. Da sie sich somit nicht um ihr Baby kĂŒmmerte, es weder trug, wĂ€rmte noch sĂ€ugte, nahm sich der Wuppertaler Reviertierpfleger Thomas Hammes des rund zwei Kilogramm schweren, gesunden MĂ€dchens an und gab ihm den Namen „Vana“, was in Afrika „ErfĂŒllung“ bedeutet. Zum GlĂŒck fĂŒhlte sich Vana bei ihm sofort wohl und nahm alle eineinhalb bis zwei Stunden ein FlĂ€schchen mit Ersatzmilch fĂŒr Neugeborene von ihm an.
Einen Zweistunden-Rhythmus werden auch ihre neuen ZiehmĂŒtter und -vĂ€ter in der Wilhelma zunĂ€chst beibehalten – was neuerliche Nachtschichten fĂŒr das Pflegerteam bedeutet. Dabei war der kleine Tano aus Prag gerade soweit, dass er durchschlief und nachts keine FlĂ€schchen mehr benötigte. Nun hieß es, die DienstplĂ€ne neu zu schreiben, bereits eingeplanten Urlaub zu verschieben, um den nunmehr dritten Pflegling der Gorillakinderstube ebenso gut versorgen zu können wie bereits Tano und Okanda. Aber fĂŒr solche NotfĂ€lle wurde die Aufzuchtstation der Wilhelma vor fast 30 Jahren schließlich eingerichtet, ihre Dienste können seither alle Zoos, die am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr Gorillas teilnehmen, nutzen. Der Vorteil einer gemeinsamen Kinderstube statt einzelner Handaufzuchten in den Herkunftzoos: Die Gorillakinder, die von ihren MĂŒttern und Familien getrennt aufwachsen mĂŒssen, können so trotzdem von Anfang an mit Artgenossen zusammensein, eine ausschließliche PrĂ€gung auf Menschen wird verhindert.

Fotos: Zoo Wuppertal
(21.03.2012, 08:19)
Jana MĂŒller :   Das Gorillababy "Vana", welches am Freitag (16.03.12) in Wuppertal geboren wurde, kommt heute nach Stuttgart. Mutter "Grace" wollte es weder tragen noch sĂ€ugen.
(20.03.2012, 11:50)
Jana MĂŒller :   Die beiden Elefanten sind im Haus und mittags dĂŒrfen sie wohl auch mal auf die Nashornanlage (natĂŒrlich nicht gemeinsam mit den Nashörnern).
(18.03.2012, 21:02)
Jan Beensen :   Wo sind die Elefanten eigentlich wĂ€hrend der Bauarbeiten?
Die/diese Aussenanlage dĂŒrfte ja wohl kaum von den Tieren betreten werden.
(18.03.2012, 20:48)
Jana MĂŒller :   Hier ein Foto vom 15.03.12
(hoffe es klappt mit dem Hochladen)
(18.03.2012, 19:25)
Jana MĂŒller :   Nein so wie es dort zur Zet aussieht denke ich nicht, dass das klappt. Es wurden nun neue BaumstĂ€mme aufgestellt.. aber der Boden fehlt noch, Außenmauer und vom Pool hab ich auch noch nichts gesehen.
(18.03.2012, 19:16)
Ottmar MĂŒller :   Wie sieht's denn zur Zeit beim Elefantengehege aus? Wird der Umbau wohl bis Ostern abgeschlossen sein?
(18.03.2012, 14:48)
Jana MĂŒller :   Weiterer Nachwuchs:
Wildschweine
6 Zwergziegen
1 Kamerunschaf
1 Vikunja

Im Tupaiagehege sind nun auch große Tanreks zu sehen.

Neue Art: BindenlaufhĂŒhnchen jetzt im ehemaligen Chin. Zwergwachtelgehege im Aufzuchthaus zu sehen.
(15.03.2012, 16:51)
Wilhelma :   Poitoueselfohlen auf dem Schaubauernhof geboren:
Kleiner Prinz von altem französischem Esel-Adel

Er heißt Chiron, ist der 20. in der Wilhelma geborene Poitouesel und Vertreter einer alten gefĂ€hrdeten Nutztierrasse aus der westfranzösischen Grafschaft Poitou. Sein Vater ist der elfjĂ€hrige Zuchthengst Nepomuk, seine Mutter die 13-jĂ€hrige Stute Laika. Rund eine Woche nach seiner Geburt hat das hĂŒbsche Hengstfohlen nun den Stall verlassen und stakst und springt fĂŒr die Besucher sichtbar durchs Gehege auf dem Schaubauernhof.
Auf die Welt kam Chiron am 3. MĂ€rz – vielleicht ein wenig zu frĂŒh, wie die Tierpfleger aufgrund seiner zierlichen Statur vermuten. Wie alle Poitou-Fohlen ist er anfangs in schwarzes PlĂŒsch gekleidet, erst mit ungefĂ€hr einem halben Jahr wird er den charakteristischen braunlockigen Zottellook der erwachsenen Poitouesel annehmen. Als Hengst hat er zudem gute Chancen, einmal das Stockmaß (Schulterhöhe) von rund 1,50 Meter zu erreichen, das den Poitouesel zu einer der grĂ¶ĂŸten Eselrassen der Erde macht. Nur der Katalanische Riesenesel und der Mammoth Jack Stock aus den USA ĂŒberragen ihn noch. Mit bis zu 450 Kilogramm gilt der Poitou jedoch als der schwerste Esel der Welt.
Eigentlich lautet der korrekte, standesgemĂ€ĂŸe Name der Rasse ja „Baudet du Poitou“, kurz „BDP“. Zwar ist „Baudet“ einfach das französische Wort fĂŒr „Esel“, doch nur die einzig wahren Vertreter des alten Esel-Adels dĂŒrfen sich mit diesem Namen schmĂŒcken. Einen ĂŒber sieben Generationen lĂŒckenlosen Stammbaum mĂŒssen sie vorweisen, damit sie in die BĂŒcher des französischen Zuchtverbands Einlass finden, einen Nummernchip und ihre Identifikationspapiere erhalten. Der Vater muss eine Zuchtzulassung der französischen Zuchtkommission besitzen und bei den Fohlen sind genetischer Abgleich und Bluttest vorgeschrieben – nur ein einziges Labor in Frankreich darf die Blutprobe untersuchen. Trotz alledem sind wirklich reinrassige Nachfahren der Tiere kaum noch zu finden. Ihre Zucht begann im 10. Jahrhundert in der Grafschaft Poitou, vom 13. bis ins 18. Jahrhundert waren sie im ganzen SĂŒdwesten Frankreichs beliebt, da sie mit Kaltblutpferden gekreuzt große leistungsfĂ€hige Maultiere hervorbrachten. Als eines Tages anstatt Esel- und Muli-StĂ€rken aber nur noch die PS unter der Motorhaube zĂ€hlten, gerieten die Poitous aufs Abstellgleis. 1977 waren lediglich 44 Esel ĂŒbrig – die Stammeltern aller heutigen Nachzuchten durch Eselliebhaber, Tierparks und Zoos. Heute kann der 1988 gegrĂŒndete Zuchtverband immerhin wieder rund 450 registrierte „Baudet de Poitou“ vorweisen. Dabei gehört die Wilhelma zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die sich an der stark reglementierten Reinzucht beteiligen, um die bedrohte Nutztierrasse und ihre besonderen Eigenarten zu erhalten.
Von alldem wissen die echten „BDPs“ auf dem Schaubauernhof natĂŒrlich nichts. Sie leben hier wie „Gott in Frankreich“ und trugen seit der Eröffnung des Hofs mit 20 Nachkommen zur Erhaltung ihrer Rasse bei. Neben Chiron und seiner 13-jĂ€hrigen Mutter Laika gehören derzeit Chirons 17-jĂ€hrige Oma Hamrah und deren einjĂ€hriger Sohn Benito sowie die 18-jĂ€hrige Stute Garie zur Wilhelma-Herde – und natĂŒrlich Chirons Vater Nepomuk, der allerdings meist ein eigenes Gehege bewohnt.

Foto: Wilhelma
Ein Bild von einem Esel ist Chiron – sprich: bildhĂŒbsch. Den Namen teilt der Poitou-Prinz ĂŒbrigens mit einem Helden der griechischen Mythologie, dem Zentauren Chiron, und einem nach diesem benannten Asteroiden.
(15.03.2012, 10:26)
Wilhelma :   32. Gorillababy in der Wilhelma geboren:
Milele – fĂŒr immer eine waschechte Stuttgarterin

Am Sonntagmorgen des 26. Februar hat in der Wilhelma das 32. Stuttgarter Gorillababy das Licht der Welt erblickt – ein MĂ€dchen. Die Tierpfleger tauften es „Milele“, was auf Suaheli soviel heißt wie „fĂŒr immer“. Seine frisch gebackene Mutter ist die 18-jĂ€hrige Gorillafrau Mutasi. Und die scheint eine Vorliebe fĂŒr Sonntagskinder zu haben: Auch Mileles dreijĂ€hrige Schwester Mawenzi kam vor drei Jahren an einem Sonntag zur Welt.
Kaum mehr als eine Woche ist es alt und sieht schon perfekt frisiert aus, mit seinem Mittelscheitel im auffĂ€llig langen Kopfhaar: das GorillamĂ€dchen Milele. Vor allem aber wirkt es putzmunter und gesund, trinkt viel und schaut auch sonst sehr zufrieden aus seinen großen, dunklen Augen. Mit Recht, denn Mutasi – mit nunmehr drei Kindern eine erfahrene Mutter – kĂŒmmert sich vorbildlich um ihre JĂŒngste. Dabei klappte das Zusammenspiel zwischen den beiden von Beginn an wie am SchnĂŒrchen: Nach der Geburt und einem kleinen Vollwaschgang mithilfe der Zunge nahm Mutasi sich ihr Baby zur Brust, dieses begann brav zu nuckeln – und lĂ€sst sich seither von der Mama herumtragen, den Körper pflegen und nach Strich und Faden verwöhnen. Obwohl Mutasi nicht zu den MĂŒttern gehört, die ihre Kinder ĂŒbermĂ€ĂŸig lange und intensiv „pampern“, so ist es fĂŒr ihre dreijĂ€hrige Tochter Mawenzi derzeit trotzdem nicht ganz leicht, zurĂŒckstecken und zuschauen zu mĂŒssen, wie das neue NesthĂ€kchen das Alleinrecht auf Mutters MilchvorrĂ€te und Arme genießt. Andererseits findet Mawenzi die kleine Konkurrentin ja selbst durchaus spannend. Und das ist gut so, denn fĂŒr die DreijĂ€hrige ist die neue Situation ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden: Von Mutasi und Milele lernt sie vieles, was sie spĂ€ter selbst als Mutter ĂŒber Geburt, Pflege und Erziehung wissen sollte.
Wie Milele und Mawenzi sowie deren achtjĂ€hrige Schwester Shira, die mittlerweile in Frankfurt lebt und dort schon erfolgreich den SilberrĂŒcken Viatu erobert hat, so ist auch Mutter Mutasi eine waschechte Stuttgarterin: Sie wurde 1994 geboren, als Tochter des frĂŒheren SilberrĂŒckens Banjo und der heute etwa 50-jĂ€hrigen Mimi – die StammesĂ€lteste ist elffache Mutter, 17-fache Groß- und 15-fache Urgroßmutter und hat auch bereits einen Ururenkel! Ebenfalls zum Clan gehören die Frauen Kolo und Undi sowie Kolos dreijĂ€hriger Sohn Kimbali; unangefochtenes Oberhaupt der Familie ist SilberrĂŒcken Kibo. Somit leben – und das ist das Schöne an der Gorillafamilie der Wilhelma – drei Generationen unter einem Dach. Außerdem versuchen die Zoologen und Pfleger derzeit, die rund zweieinhalbjĂ€hrige Waise Claudia vorsichtig in die Familie zu integrieren. Ein Geduldspiel, denn alles hĂ€ngt davon ab, ob Kibo das GorillamĂ€dchen tolerieren wird. Bei ersten Kontakten durchs Gitter und im separaten Gehege schien er sie zwar zu mögen. Aber das heißt noch lange nicht, dass er den kleinen Fremdling als vollwertiges Mitglied in seinem Clan haben will. Damit die Eingewöhnung unter sorgfĂ€ltiger Beobachtung und mit der nötigen Ruhe erfolgen kann, ist der Bereich direkt vor dem Gorillagehege unter der Woche derzeit vormittags fĂŒr Besucher gesperrt. Doch tĂ€glich ab 13.30 Uhr – FĂŒtterungszeit! – und am Wochenende gibt es genĂŒgend Gelegenheiten, die Familie, das neue Baby sowie die verschiedenen Facetten des Zusammenlebens im Gorillaclan live zu erleben.

Schwester Mawenzi schaut neugierig zu, wenn Milele bei Mutasi trinkt. Foto: Wilhelma
(08.03.2012, 08:22)
Jana MĂŒller :   Spitzhörnchen werden ja auch Tupaia genannt.
Mich wundert es eben, dass sie das Schild am Gehege wieder weg gemacht haben. Denn die Schilder sind ja auch vor wenigen Monaten erst neu gemacht worden.

(06.03.2012, 14:56)
Ottmar MĂŒller :   Laut Zootierliste gibt es auch noch Spitzhörnchen.
(06.03.2012, 13:32)
Jana MĂŒller :   @Ottmar MĂŒller:
War heute in der Wilhelma, im Tupaiagehege stand ein Futternapf, allerdings habe ich kein Tier gesehen und es ist kein Tier am Gehege ausgeschildert.

Das Gorillababy von Mutasi ist jetzt da.
3 MĂ€hnenschafe wurden geboren und ein Poitouesel.
(05.03.2012, 19:52)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Roten RiesenkĂ€ngurus:
Wenn Sprungweltmeister ihre ersten HĂŒpfer tun

Es erinnert schon etwas an Yoga, wenn der jĂŒngste Nachwuchs bei den Roten RiesenkĂ€ngurus versucht, in den schĂŒtzenden Beutel seiner Mutter zurĂŒck zu klettern. Besonders die langen Beine stören dabei und es braucht seine Zeit, bis eine bequeme Position gefunden ist. Gut nur, dass der Beutel von Crimson, so heißt die frisch gebackene KĂ€ngurumutter, sehr elastisch ist und auch ihrem ĂŒber einen halben Meter großen Jungtier noch genĂŒgend Platz bietet.
Ganz so frisch ist das MutterglĂŒck von KĂ€nguruweibchen Crimson eigentlich gar nicht. Zwar wagt sich ihr Nachwuchs erst seit einigen Tagen fĂŒr kleine HĂŒpfausflĂŒge aus dem mĂŒtterlichen Beutel. Aber ungefĂ€hr sieben Monate ist es her, dass das junge KĂ€nguru noch unbekannten Geschlechts tatsĂ€chlich das Licht der Welt erblickte – nach nur 33 Tagen Schwangerschaft und gerade mal so groß wie ein menschlicher Daumennagel. Mit Hilfe ihres Geruchssinns und den bereits entwickelten Vorderbeinen finden die KĂ€nguru-Embryos eigenstĂ€ndig den Weg in den Beutel der Mutter. Hier saugen sich die rosigen Winzlinge an einer der zwei Milchzitzen fest und lassen diese knapp zwei Monate nicht mehr los. Mit fĂŒnf Monaten strecken sie das erste Mal ihren Kopf aus dem Beutel.
In der Wilhelma wird ein KĂ€ngurubaby jedoch erst dann als Neuzugang gezĂ€hlt, wenn es das erste Mal den Beutel seiner Mutter verlĂ€sst. Danach dauert es nochmals knapp einen Monat, bis es ihm dort zu eng wird und es fortan selbststĂ€ndig herumhĂŒpfen muss. Doch zum Trinken kann es auch noch bis zu einem Alter von einem Jahr immer wieder den Kopf in die Bauchtasche seiner Mutter stecken, selbst wenn dort mittlerweile schon das nĂ€chste Jungtier heranwĂ€chst. Denn in der Regel gebĂ€ren KĂ€ngurus erneut, kurz nachdem der letzte Nachwuchs den Beutel verlassen hat.
Rote RiesenkĂ€ngurus machen ihrem Namen alle Ehre. Sie sind die grĂ¶ĂŸten Beuteltiere, die derzeit auf der Erde leben. MĂ€nnchen können, auf den Hinterbeinen stehend, bis zu 1,80 Meter aufragen und bis zu 90 Kilogramm schwer werden. Weibchen sind in der Regel nur halb so groß. Da KĂ€ngurumĂ€nner untereinander ritualisierte BoxkĂ€mpfe um die Gunst der Weibchen austragen, wird in Zoos normalerweise immer nur ein KĂ€ngurumann gehalten. Manchmal kommt es allerdings vor, dass dieser dann seine Tierpfleger als Rivalen betrachtet und versucht, mit ihnen zu boxen. Leider ist der Mensch aber kein geeigneter Sparringspartner fĂŒr ein KĂ€nguru, dessen starke Hinterbeine könnten ihn sogar schwer verletzen. Zum GlĂŒck ist „Klein Pepe“, der KĂ€ngurumann der Wilhelma, ein sanftmĂŒtiger Geselle, der in seinen Pflegern keine Konkurrenz sieht, sondern sich ganz entspannt seinen sechs Weibchen und der Arterhaltung widmet. Und so wird auch der jĂŒngste Nachwuchs in der Gruppe wohl nicht mehr lange allein seine HĂŒpfrunden durchs Gehege drehen: Zwei weitere Jungtiere strecken seit wenigen Tagen bereits vorsichtig das Köpfchen aus den Beuteln der KĂ€ngurufrauen Sonja und Jennifer.

Gar nicht so einfach, die langen Beine nach dem Ausflug wieder komplett in Mamas Tragebeutel zu verstauen. Und so lugen meist neben dem Köpfchen auch noch ein oder zwei FĂŒĂŸe heraus. Dennoch ist das Kleine stets sicher verstaut. Foto: Wilhelma
(29.02.2012, 16:02)
Ottmar MĂŒller :   Ist das Tupaia-Gehege im KleinsĂ€ugerhaus wieder besetzt?
(24.02.2012, 15:59)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Dscheladas:
MutterglĂŒck in der Felsen-WG

Auf der Felsenanlage in der Wilhelma rast die 44-köpfige Affenbande jeden Tag – nicht durch den Wald, aber ĂŒber Stock und Stein und MĂ€hnenschaf! Distanzierte Beobachter der munteren Tollerei sind die Klippschliefer – sie könnten zwar auch ĂŒber Stock und Stein, wollen aber nicht. Sie suchen sich meist ein SonnenplĂ€tzchen, das nicht direkt auf der Rallyestrecke der Affen und Schafe liegt.
Ihren Lebensraum im Hochgebirge Äthiopiens teilen die Dscheladas mit den vom Aussterben bedrohten Walia-Steinböcken. Die gibt es in der Wilhelma nicht – ihren Platz nehmen hier die MĂ€hnenschafe aus dem Atlasgebirge ein. Eine sportliche Wohngemeinschaft, denn die MĂ€hnenschafe sind auf den Felsen ebenso gewandt unterwegs wie die Dscheladas. Den Jungtieren dienen sie gelegentlich als Reittier oder Aussichtsplattform, und ganz geschickten Äffchen manchmal sogar als Milchbar.
Das Sozialleben der Dscheladas ist sehr interessant: Nicht die imposanten MĂ€nnchen mit der langen MĂ€hne und dem auffĂ€lligen unbehaarten Dreieck auf der Brust haben das Sagen, sondern die Weibchen. Sie suchen sich das MĂ€nnchen aus, in dessen Gruppe sie leben möchten. In der Wilhelma gibt es derzeit zwei Dscheladagruppen, wobei der Harem von „Francois“ deutlich grĂ¶ĂŸer ist als der seines Nebenbuhlers „JĂŒrgen“. Die beiden jĂŒngsten Mitglieder im Affenclan sind im Januar und Februar geboren. Sie sind noch ganz von ihren MĂŒttern abhĂ€ngig, werden von ihnen gewĂ€rmt, gesĂ€ugt und herumgetragen. Bis jetzt ist noch nicht einmal das Geschlecht der beiden JĂŒngsten bekannt, so gut verstecken die MĂŒtter den Nachwuchs in ihrem dichten Fell. Die Vaterschaft ist allerdings geklĂ€rt – beide sind Kinder von „Francois“.
In freier Wildbahn gehören Dscheladas bisher nicht zu den bedrohten Arten, doch der Klimawandel am Horn von Afrika und das dadurch bedingte Vordringen der Menschen in ihre LebensrĂ€ume macht den Dscheladas zu schaffen. Stabile Populationen in Zoos sind daher wĂŒnschenswert – und so freut sich die Wilhelma ĂŒber jeden Zuwachs in der „Affenbande“.
(24.02.2012, 09:09)
Wilhelma :   Sonderausstellung ĂŒber ZitrusfrĂŒchte:
Mediterraner Augen- und Nasenschmaus

Mit der langweiligen und sauren „Einheitszitrone“ aus dem Supermarkt hat die Vielfalt der ZitrusfrĂŒchte in der Wilhelma nur wenig zu tun. Was sich hinter „Buddhas Hand“, der Römischen Limette oder Sorten wie Chinotto und Bizzaria verbirgt, zeigt eine kleine Sonderausstellung der Wilhelma-GĂ€rtner, die dieses Jahr zum dritten Mal im Wintergarten zu sehen ist. Die teils sehr seltenen Zitrusfruchtpflanzen verstecken sich normalerweise hinter den Kulissen und werden nur zur HauptblĂŒtezeit, im Februar und MĂ€rz, herausgeholt.
Ihrem Namen alle Ehre macht die wohl auffĂ€lligste Frucht in der kleinen Sonderschau: Buddhas Hand. Die aus Ostasien stammende Zitrusfrucht Ă€hnelt mit etwas Fantasie tatsĂ€chlich einer Hand – oder auch an einen gelben, am Baum hĂ€ngenden Oktopus. In ihrer asiatischen Heimat wird Buddhas Hand schon seit Jahrhunderten kultiviert und ihre kuriosen FrĂŒchte werden traditionell Buddha als Gabe dargeboten. Sie schmecken sehr sĂŒĂŸ und können roh verzehrt werden, eignen sich aber auch hervorragend zur Herstellung von Marmeladen und erfĂŒllen mit ihrem frischen Zitrusduft das ganze Haus. Buddhas Hand gehört zu den fast fruchtfleischlosen „Zitronatzitronen“, aus deren intensiv schmeckender Schale frĂŒher das in jeder Backstube bekannte Zitronat gewonnen wurde. Sie waren wohl auch die ersten ZitrusfrĂŒchte, die aus Asien nach Europa kamen und die schon Alexander der Große kannte und schĂ€tzte.
Ebenfalls bemerkenswerte FrĂŒchte trĂ€gt die Bizzaria, eine wahre Kostbarkeit. Sie galt lange Zeit als ausgestorben und wurde erst vor etwa 30 Jahren in der NĂ€he von Florenz wiederentdeckt. Ihre mit Höckern ĂŒbersĂ€ten gelben, orangefarbenen und grĂŒnen FrĂŒchte vereinen die Eigenschaften der Bitterorange und der sĂŒĂŸen, stark duftenden Zedrat-Zitrone. Bis heute ist nicht geklĂ€rt, wie dieses „FrĂŒchtchen“ genau entstanden ist.
Besonders in Italien als Zutat fĂŒr Magenbitter wie Campari oder Limonaden heiß begehrt ist der Saft der Bitterorangen. In der Wilhelma-Ausstellung wird diese Gruppe durch die Chinotto vertreten, aus der auch die gleichnamige, dunkel-rote und bitter-sĂŒĂŸe Limonade hergestellt wird. Ihren Namen verdankt die Chinotto ĂŒbrigens ihrer chinesischen Herkunft.
Dass Limetten nicht immer sauer sein mĂŒssen, beweist die Römische Limette. Sie zĂ€hlt daher auch zu den so genannten SĂŒĂŸlimetten und besitzt ein hellgrĂŒnes, aromatisches Fruchtfleisch, das sich – wen wundert’s – durch seinen sĂŒĂŸen Geschmack auszeichnet. Die Römische Limette wurde schon im 17. Jahrhundert in Italien kultiviert und ihre gelben, kugeligen, an den Enden abgeflachten FrĂŒchte reifen das ganze Jahr hindurch an dem kleinen Strauch.
Noch bis Ende MĂ€rz sind diese und viele andere ZitrusbĂ€ume und -bĂŒsche im Wintergarten zu bestaunen. Und da sie gleichzeitig FrĂŒchte tragen und blĂŒhen können, versĂŒĂŸt auch der Duft ihrer BlĂŒten hier jeden kalten Wintertag.

Foto (Wilhelma): Die ostasiatische Zitrusfrucht „Buddhas Hand“.
(09.02.2012, 08:33)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Weißhandgibbons:
Kindersegen im Klettergarten

Auch wenn Kedua schon das neunte Jungtier der Weißhandgibbondame Domino ist, könnte sein indonesischer Name, welcher „Zweitgeborene/r“ bedeutet, nicht passender sein. Denn das Zweitgeborene ist Kedua derzeit tatsĂ€chlich. Seit dem 13. Dezember 2011 muss sich nĂ€mlich Narumol, Dominos 2010 geborener Sohn, die mĂŒtterliche Brust mit seinem kleinen Geschwisterchen Kedua teilen.
Welches Geschlecht Kedua hat, bleibt vorerst noch sein Geheimnis – zu eng krallt sich das Gibbonbaby die ganze Zeit an den wĂ€rmenden Bauch von Mama Domino. Mit dem Nachwuchs hat diese jetzt alle HĂ€nde voll zu tun, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auch der 2010 geborene Narumol bekommt noch Muttermilch zu trinken und sucht ebenfalls immer wieder den schĂŒtzenden Bauch von Domino auf. Kleiner, positiver Nebeneffekt: Bei den derzeitigen Minusgraden wird Kedua doppelt gewĂ€rmt. FĂŒr Narumol bedeutet diese Situation aber, dass er schneller selbststĂ€ndig werden muss. Normalerweise werden Jungtiere bis zu einem Alter von zwei Jahren von der Mutter gesĂ€ugt, bleiben aber meist noch bis zur Geschlechtsreife im Alter von rund acht Jahren im Familienverband. Dieser besteht aus einem monogam lebenden Gibbonpaar und seinen Nachkommen. In der Wilhelma sind dies die Eltern Domino und Porgy, ihre JĂŒngsten Kedua und Narumol sowie die bereits halbstarken Söhne Manis und Jambie. Diese beiden sind auch das beste Beispiel dafĂŒr, dass fĂŒr die erfahrene Domino die gleichzeitige Betreuung von zwei Jungtieren kein Problem ist. Denn auch der 2007 geborene Manis ist nur knapp zehn Monate Ă€lter als Bruder Jambie.
Neben der rasanten Fortbewegungsweise der Gibbons – sie bewegen sich mit Hilfe ihrer langen Arme meist hangelnd und schwingend durch den kĂŒnstlichen Kletterwald – ist vor allem ihre Fellfarbe interessant. Denn diese kann stark variieren: von schwarz ĂŒber braun bis hin zu sandfarben. WĂ€hrend Gibbonmutter Domino und Narumol „blond“ sind, trĂ€gt Kedua, genau wie sein Vater und die beiden Ă€lteren BrĂŒder, ein schwarzes Fell. Nur die HĂ€nde sind bei allen Weißhandgibbons hell, wie der Name schon sagt, auch bei schwarzen Tieren. Über das Geschlecht verrĂ€t die Fellfarbe also nichts.
Was die wenigsten Menschen wissen: Gibbons werden gemeinhin zu den Menschenaffen gezĂ€hlt. Mit ihren großen Verwandten – Gorilla, Orang-Utan und Co. – verbindet sie der Körperbau und vor allem das Fehlen eines Schwanzes. Neben dem Schwinghangeln durch die Baumwipfel können sich Gibbons auch auf zwei Beinen laufend fortbewegen. Nur meiden sie den Boden in der Regel und springen lieber, in bis zu zwölf Meter weiten SĂ€tzen, von Ast zu Ast.
Weißhandgibbons sind in ihren natĂŒrlichen, ostasiatischen LebensrĂ€umen bislang noch nicht selten. Ihre BestĂ€nde nehmen aber stĂ€ndig ab, vor allem durch Jagd und Lebensraumzerstörung. Zumindest aus dem sĂŒdlichen China ist die Art daher bereits verschwunden.

Foto (Wilhelma):
Unzertrennlich: Gibbonfrau Domino und ihr jĂŒngster Nachwuchs noch unbekannten Geschlechts, Kedua.
(02.02.2012, 10:07)
Frithjof Spangenberg :   Tierkörperbeseitigung ist selten wĂŒrdevoll (alllein schon das Wort ...). Ein guter PrĂ€parator beschĂ€ftigt sich wenigstens noch einmal ernsthaft mit dem Tier - im Idealfall sogar mit dessen Persönlichkeit.
(29.01.2012, 15:45)
Jana MĂŒller :   Trotzdem, irgendwie finde ich das nicht wĂŒrdig.
(29.01.2012, 15:27)
Liz Thieme :   Warum bist du kein "Fan" von prĂ€parierten Tieren? Sie sind fĂŒr die Wissenschaft extrem wichtig und daher oft auch sehr sinnvoll.
(29.01.2012, 15:11)
Jana MĂŒller :   Hat jemand von euch folgende Wilhelma-Magazine und könnte mal ein Foto vom Cover reinstellen?
- 2/93
- 1/94
- 2/94
- 2/95
- 3/01
(29.01.2012, 12:33)
Jana MĂŒller :   Ja, nun steht das ja auch auf der HP.

Bin ja kein Fan von prÀparierten Tieren :-(
(28.01.2012, 11:25)
Liz Thieme :   Er hatte Polyserositis. Also

Was interessant ist, was hier ja schon der Grund fĂŒr eine Diskussion ĂŒber ihn war:
>Da Saracen eine fĂŒr Leoparden untypische, besondere Fellzeichnung besaß, hat sein Besitzerzoo in Bristol gewĂŒnscht, dass er nach dem Tod zurĂŒck nach England kommt, um dort voraussichtlich prĂ€pariert zu werden.<
(27.01.2012, 19:52)
Jana MĂŒller :   Auf dem Schild am Gehege steht, dass sich sein Gesundheitszustand trotz intensiver Ă€rztlicher Behandlung immer verschlechterte, er wurde 17,5 Jahre alt.
(23.01.2012, 13:39)
Ottmar MĂŒller :   Woran ist er gestorben und wie alt war er? :(
(23.01.2012, 13:29)
Jana MĂŒller :   Leopardenkater Saracen ist tot.
(19.01.2012, 16:05)
Wilhelma :   Neuzugang im Jungtieraufzuchthaus:
Gesellschaft fĂŒr Gorillababy Tano

In der europĂ€ischen Aufzuchtstation fĂŒr verwaiste oder von ihren MĂŒttern nicht ausreichend versorgte Gorillababys in der Wilhelma ist ein weiterer Bewohner eingezogen: der neun Monate alte Okanda aus dem Twycross Zoo in Großbritannien. Er ist bereits das 60ste hier aufwachsende Gorillakind. Die Wilhelma begrĂŒĂŸte den kleinen Neuling gestern mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Denn einerseits ist es immer bedauerlich, wenn ein Menschenaffenkind nicht bei seiner leiblichen Mutter aufwachsen kann. Andererseits bekommt nun der bereits in der Station betreute Gorillajunge Tano aus Prag Gesellschaft.
Sechs Monate lang war alles gut gegangen: Okandas Mutter Ozala versorgte und sĂ€ugte ihr am 17. April 2011 geborenes Baby vorbildlich. Doch plötzlich wurde Okanda zusehends schwĂ€cher. Die Pfleger nahmen Ozala den Kleinen vorsorglich ab, pĂ€ppelten ihn auf und gaben ihn einen Tag spĂ€ter zurĂŒck. Erneut verschlechterte sich Okandas Zustand. Eine Untersuchung ergab, dass Ozalas Milch nicht mehr genug NĂ€hrstoffe enthielt. Somit blieb nur die Handaufzucht, wollte man das Leben des Gorillakindes nicht riskieren. ZunĂ€chst ĂŒbernahmen dies die Pfleger in Twycross und versuchten dabei, den Kontakt zwischen Okanda und seiner Mutter durch tĂ€gliche Besuche aufrechtzuerhalten. Doch die recht neue, noch instabile Kleingruppe aus SilberrĂŒcken Oumbie und den Weibchen Ozala und Asante reagierte darauf zunehmend nervös, eine Wiedereingliederung schien somit aussichtslos. Das EuropĂ€ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr Gorillas empfahl deshalb den Umzug in die Aufzuchtstation der Wilhelma – zumal hier mittlerweile Gorillababy Tano eingezogen war, Okanda also gemeinsam mit einem Artgenossen aufwachsen kann.
Nach fast 24-stĂŒndiger Autofahrt trafen Okanda und sein Pfleger John Buchan am Dienstag wohlbehalten in Stuttgart ein. Überraschend schnell wurde der Kleine mit seinen neuen ErsatzmĂŒttern im Aufzuchthaus warm, lachte, turnte umher und erkundete fröhlich sein neues Heim. Da Okanda zudem noch in seinem Heimatzoo grĂŒndlich untersucht wurde, darf er mit Erlaubnis des Tierarztes auch von Anfang an auf Tano treffen. Die ersten AnnĂ€herungen zwischen den Gorillakindern können die Besucher ebenfalls in KĂŒrze „live“ im Schaugehege erleben. Zumal auch Tano hier ĂŒber die tĂ€gliche „Showtime“ von 11.30 bis 12 Uhr hinaus nun hĂ€ufiger zu sehen ist, ob bei FĂŒtterungen oder beim Spielen – allerdings weiterhin zu unregelmĂ€ĂŸigen Zeiten und je nach Tanos Rhythmus.
Damit die beiden Jungs das Einmaleins des sozialen Gorillalebens frĂŒhzeitig kennen lernen, werden sie ĂŒberdies bald die Familiengruppe regelmĂ€ĂŸig besuchen. Tano hat seine ersten Visiten schon hinter sich und kam bei SilberrĂŒcken Kibo gleich gut an: In einer Art spontaner Sympathiekundgebung schleckte ihm der Gorillamann ĂŒbers ganze Gesicht. Dass die Aufzuchtstation im neuen Menschenaffenhaus direkt neben dem Gehege der Gorillafamilie liegen wird, erleichtert spĂ€ter solche Kontaktanbahnungen; zudem werden die Besucher sie besser beobachten können. Weitere Infos zu den Gorillakindern gibt es auch unter „www.wilhelma.de“, etwa in den „EreignistagebĂŒchern“.

Foto (Wilhelma/Siermann): Okanda bei der Ankunft in Stuttgart auf dem Arm seines englischen Pflegers John Buchan
(19.01.2012, 10:56)
Jana MĂŒller :   Es gibt keine Acouchis mehr, und wohl auch keine Tupaias mehr. Ins Acouchigehege zogen ja die RĂŒsselspringer, die beiden Tupaiagehege sehen noch unverĂ€ndert aus, allerdings sind keine Tiere mehr drin. (Das eine Gehege war ja schon lĂ€nger leer). Bei meinen letzten beiden Besuchen wurde auch kein Futter mehr ins Tupaiagehge gestellt - deshalb denke ich, das letzte Tier ist nun auch verstorben.
(18.01.2012, 21:18)
Ottmar MĂŒller :   @Jana MĂŒller: Welche VerĂ€nderungen gab es noch bei den KleinsĂ€ugern?
(18.01.2012, 21:01)
Jana MĂŒller :   Gestern zog ein weiteres Gorillababy ("Okanda", 9 Monate) aus Twycross in die Wilhelma - somit hat Tano nun VerstĂ€rkung.

(18.01.2012, 20:52)
Jana MĂŒller :   Gab auch noch weitere Änderungen im Tierbestand die letzten Wochen/Monate, vor allem im Vogel- KleinsĂ€ugerhaus.

Die neuen Schneeleoparden wurden nun zusammengefĂŒhrt.
(18.01.2012, 11:19)
Jana MĂŒller :   Neu im KleinsĂ€ugerhaus:
Mattheys Knirpsmaus
(im ehemaligen RĂŒsselspringergehege)
(17.01.2012, 20:42)
Niedersachse :   Keine Ahnung. Ich bin da nur nicht unbedingt ein Freund von.
(16.01.2012, 23:23)
Oliver Jahn :   Ja, nach diesem Plan sind Bulle und KĂŒhe in einem Haus. War denn was anderes geplant?
(16.01.2012, 20:34)
Niedersachse :   Bulle und KĂŒhe in einem Haus?
(16.01.2012, 20:11)
Michael Mettler :   Optisch nett filigran, aber das Konzept ĂŒberzeugt mich nicht. Es scheint noch immer nicht bei allen Architekten angekommen zu sein, dass spitze Winkel in Außen- wie in Innenanlagen fĂŒr eine Tierhaltung alles andere als optimal sind, weil sich dort Artgenossen bei einer Auseinandersetzung wunderbar in die Ecke treiben lassen. Und die Abgrenzung durch den "Elefanten-Stop" (wenn ich die kleine Schrift richtig entziffere, sollen das wohl parallel verlaufende, oben spitze Betonkanten sein) halte ich fĂŒr in jeder Hinsicht unfalltrĂ€chtig (und fĂŒr einen RĂŒckfall in die Zeit, als man in Ă€hnlicher Form Eisenkanten oder Nagelreihen einsetzte). Falls z.B. ein Elefant von einem Artgenossen auf diese Dinger gerempelt wird, könnte er sich nicht nur selbst verletzen, sondern auch stolpern, hinfallen und dann zur anscheinend nicht zusĂ€tzlich gesicherten Besucherseite hin aussteigen.

Falls DAS gebaut werden sollte, bin ich wirklich auf die Folgen gespannt.
(16.01.2012, 19:40)
Ottmar MĂŒller :   Hier sind ein paar EntwĂŒrfe fĂŒr das Elefantenhaus, das dann vielleicht in 7 Jahren gebaut werden kann:

http://www.archikubus.de/cms/website.php?id=/de/index/referenzen/national.htm&sid=605bcb4cc1380455610dd548d46fa330
(16.01.2012, 18:52)
Wilhelma :   Schneeleoparden in der Wilhelma:
Bedrohte Samtpfoten aus dem Hochgebirge

Seit Ende Dezember ist die Anlage der Schneeleoparden in der Wilhelma nicht mehr verwaist. Denn eingezogen ist ein junges, neues Zuchtpaar: der Kater Ladakh und die Katze Kailash. Und obwohl das Wetter derzeit nicht wirklich zu ihrem Namen passt, haben sich die beiden mittlerweile gut eingelebt. In die Wilhelma kamen sie auf Empfehlung des EuropÀischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Bevor jedoch mit erstem gemeinsamem Nachwuchs zu rechnen ist, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen.
Nachdem 2011 der alte Kater Bob gestorben und Lola als zuletzt in Stuttgart geborene Schneeleopardin im belgischen Tierpark Planckendael ein neues Zuhause und einen neuen Partner gefunden hatte, stand das Gehege nahe der EisbĂ€renanlage ein paar Monate leer. Doch seit einigen Tagen können der Kater Ladakh und die Katze Kailash nicht nur ihr Domizil, sondern auch sich gegenseitig inspizieren. Bislang allerdings hĂ€lt sich das Interesse fĂŒreinander stark in Grenzen: „Das ist normal, denn Kailash und Ladakh sind sozusagen noch Teenager und erst in etwa einem Jahr geschlechtsreif“, erklĂ€rt Revierleiter JĂŒrgen Deisenhofer. Zurzeit gibt jedenfalls die 2010 in ZĂŒrich geborene Kailash klar den Ton an, denn sie ist deutlich neugieriger, verspielter und lebhafter als der fast gleichaltrige Ladakh aus dem französischen AmnĂ©ville. „Ladakh ist ein echter Stubenhocker und versteckt sich oft im Innengehege vor den Blicken der Besucher“, berichtet Deisenhofer. „Aber das wĂ€chst sich mit der Zeit aus.“ Da SchneeleopardenmĂ€nnchen im Schnitt grĂ¶ĂŸer werden als die Weibchen, werden zudem die KrĂ€fteverhĂ€ltnisse spĂ€ter neu verteilt.
In ihrem natĂŒrlichen Lebensraum, den Hochgebirgen Zentralasiens, leben Schneeleoparden, auch Irbisse genannt, die meiste Zeit des Jahres als EinzelgĂ€nger. An das Leben in diesem extremen Lebensraum sind sie bestens angepasst. Die großen Pfoten verhindern, Ă€hnlich wie Schneeschuhe, dass sie im Schnee versinken, in der extremen KĂ€lte wĂ€rmt sie ein dichtes, langes Fell. ZusĂ€tzlichen Schutz vor Wind, Schnee und Frost bietet, um Körper und Kopf geschlungen, der lange, buschige Schwanz. Er dient obendrein bei den bis zu 15 Meter weiten SprĂŒngen der Irbisse von Fels zu Fels als praktisches Steuerruder.
Schneeleoparden gehören zu den seltensten Arten unserer Erde. Ihr Bestand wird auf etwa 4000 bis 6000 Tiere geschĂ€tzt. Obwohl sie in allen ihren HeimatlĂ€ndern streng geschĂŒtzt sind, fallen sie weiterhin Wilderern zum Opfer. Zudem macht ihnen der Verlust ihres Lebensraumes zu schaffen. Die schönen Großkatzen sind somit auch als Zoo-Bewohner besonders wertvoll: Im EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm erfasst sind derzeit rund 220 Schneeleoparden. Auch die Wilhelma hĂ€lt und zĂŒchtet seit 20 Jahren Irbisse, fĂŒnf Jungtiere sind in Stuttgart bislang aufgewachsen. Und wenn die Zeit dafĂŒr reif ist, werden sich bestimmt auch bei Kailash und Ladakh noch FrĂŒhlingsgefĂŒhle einstellen – auf dass es mit weiterem Nachwuchs fĂŒr diese hochbedrohte Art klappt.

Foto (Wilhelma/Sillack): Kailashs Mitbewohner, der Irbiskater Ladakh, erblickte im Juli 2010 in Amnéville in Frankreich das Licht der Welt.
(12.01.2012, 16:27)
Wilhelma :   Bilanz 2011 – Ausblick 2012:
Mit 2,28 Millionen Besuchern ein gutes Wilhelma-Jahr

Auch ohne neuen „Tierstar“ wie EisbĂ€r WilbĂ€r im Jahr 2008 und trotz zahlreicher Baustellen kann die Wilhelma auf ein gutes, besucherstarkes Jahr 2011 zurĂŒckblicken: Rund 2,28 Millionen Menschen kamen 2011, um die einmalige Kombination aus Zoo, botanischem Garten und historischem Park zu sehen, das sind rund 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr (2,17 Millionen). Neben der ungebrochenen Beliebtheit der Wilhelma, insbesondere bei ihren StammgĂ€sten, dĂŒrften dazu auch die gĂŒnstigen WetterverhĂ€ltnisse vor allem im FrĂŒhjahr und Herbst 2011 einen Gutteil beigetragen haben.

„Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, so Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch. „Zumal wir mit höheren Besucherzahlen eigentlich erst fĂŒr die Zeit nach der Eröffnung der neuen Menschenaffenanlage gerechnet hatten, also etwa ab der zweiten JahreshĂ€lfte 2012.“ Doch nun besuchten die Wilhelma bereits 2011 rund 5,4 Prozent mehr Menschen als 2010 – und sogar 3 Prozent mehr als im besuchstarken Jahr 2009 (ca. 2,22 Mio.). Lediglich der Rekord von 2,42 Millionen Besuchern im Ausnahmejahr 2008, der wohl vor allem WilbĂ€r zu verdanken war, bleibt weiter unerreicht. Einen hohen Beitrag zur Besucherbilanz leisteten dabei erneut die Stammbesucher der Wilhelma: Die Zahl der verkauften Jahreskarten (Preis: 52 Euro) stieg 2011 gegenĂŒber 2010 um 7,6 Prozent, in den letzten zehn Jahren hat sich die Verkaufszahl mehr als verdoppelt. Auch der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma, dessen Mitglieder fĂŒr 57 Euro ein Jahr lang die Wilhelma besuchen können, ist stetig angewachsen – Ende 2011 zĂ€hlte er nunmehr 27.075 Mitglieder. Wie zu erwarten, gingen parallel dazu in den vergangenen Jahren die Verkaufszahlen bei Tageskarten eher zurĂŒck. Positiv zu bewerten ist deshalb, dass 2011 auch fast 8 Prozent mehr Tageskarten verkauft wurden als im Vorjahr.

2011 gab es im Wilhelma-Park so viele Baustellen wie selten zuvor. Zumindest das neue WilhelmaschulgebĂ€ude am Rand des Maurischen Gartens konnte dabei noch Ende 2011 fertiggestellt und eröffnet werden. In seinen RĂ€umen sollen etwa ab Ostern 2012 neue Angebote und Veranstaltungen auch fĂŒr breitere Besuchergruppen stattfinden. Dagegen werden vor allem im ersten Halbjahr 2012 zwei Baustellen weiterhin das Bild im oberen Park mit prĂ€gen: Der Bau der Menschenaffenanlage soll bis Mitte des Jahres, der Umbau der Elefantenanlage mit neuem DickhĂ€uter-Pool und BesuchertribĂŒne bis etwa Ostern abgeschlossen sein. Auch in die Instandhaltung der teils denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€ude und die Gehegeoptimierung, etwa von Zebra- und ErdmĂ€nnchenanlage, soll 2012 wieder investiert werden, insgesamt sind rund 3,8 Millionen Euro dafĂŒr veranschlagt.
(12.01.2012, 16:16)
Wilhelma :   OrchideenblĂŒte in der Wilhelma:
Wo Pflanzen mitten im Winter wundersame BlĂŒten treiben

Eine grĂŒndliche Inventur und Artenbestimmung bei der grĂ¶ĂŸten Pflanzensammlung der Wilhelma, den Orchideen, ist erfolgreich abgeschlossen. Die Bilanz: Derzeit umfasst die Sammlung rund 8000 Pflanzen in 1261 Arten und Sorten. Und das Beste: Auch mitten in der kalten Jahreszeit blĂŒhen viele Orchideenarten, bewundert werden können die rund hundert Pflanzen im Warmhaus, Wintergarten und Kakteenschauhaus. Ein farbenfroher Balsam fĂŒr jede vom Wintergrau geplagte Seele ...
Regen, KĂ€lte und Schmuddelwetter mĂŒssen leider draußen bleiben aus den SchaugewĂ€chshĂ€usern der Wilhelma. Denn hier herrschen selbst im Winter mollige Temperaturen und es grĂŒnt und blĂŒht an allen Ecken und Enden. Gerade auch die Orchideen treiben derzeit vielgestaltige bis bizarre BlĂŒten in allen Farben: von Schneeweiß und Zitronengelb ĂŒber Bonbonrosa bis Lilablassblau. Auf 1261 Arten und Sorten bringt es die Orchideensammlung laut aktueller ZĂ€hlung, bei der jede einzelne Wild- und Zuchtform unter die Lupe genommen, bestimmt und erfasst wurde. FĂŒr die Besucher zu sehen sind allerdings immer nur diejenigen Pflanzen, die gerade blĂŒhen. Die meisten Vertreter der Sammlung verbringen die langen blĂŒtenfreien Ruhepausen als unscheinbare Blattpflanzen hinter den Kulissen.
Doch selbst die große Sammlung der Wilhelma ist nichts im Vergleich zum Reichtum von Mutter Natur: Mit rund 20.000 Wildformen gehören Orchideen zu den grĂ¶ĂŸten Familien im Pflanzenreich und sie sind auf allen Kontinenten – außer der Antarktis – sowie bis in Höhen von 4000 Metern zu Hause. Und jede Orchideenart bringt andere wundersame Phantasiegebilde als BlĂŒten hervor. Doch die Pracht ist nicht verschwendet, denn sie dient einem klaren Lebenszweck, der Fortpflanzung. Dabei versucht jede Art, durch die besondere Architektur ihrer Röhren-, SchlĂŒsselloch- oder FallenblĂŒten bestimmte Spezialisten als BestĂ€uber anzulocken: von Bienen, Fliegen, Ameisen, KĂ€fern und Schmetterlingen bis zu Kolibris. Auch bei der Entwicklung vom Samen zur Pflanze sind Orchideen auf Hilfe angewiesen: Sie benötigen die Ammendienste eines Bodenpilzes, damit die Samen ĂŒberhaupt keimen und mit NĂ€hrstoffen versorgt werden. Ohne diese EinschrĂ€nkung wĂ€re die Welt womöglich mit Orchideen Â„ĂŒbersĂ€t“. Denn tropische Arten bergen satte vier bis fĂŒnf Millionen winziger Samen, hiesige Arten immerhin bis zu 7000 Samen in jeder Kapsel – ein enormes Verbreitungspotenzial.
In der Wilhelma sorgen weder Bienen noch Pilze fĂŒr die Vermehrung der Orchideen, sondern die GĂ€rtner hegen und pflegen sie in vier unterschiedlich klimatisierten GewĂ€chshĂ€usern. Weitere Pflanzen in neuen Arten und Sorten kommen durch den Austausch mit anderen botanischen GĂ€rten dazu. Denn GĂ€rtner weltweit haben aus den Wildformen lĂ€ngst zusĂ€tzlich Hunderttausende von Zuchtformen hervorgebracht. Kein Wunder, denn Orchideen faszinieren die Menschen seit langer Zeit, dienen ihnen als Dekoration und Heilmittel. Und zu ihrem Namen haben die Botaniker wohl die beiden Wurzelknollen des Knabenkrauts inspiriert, denn „Orchis“ ist das griechische Wort fĂŒr Hoden.

Foto (Wilhelma)
(04.01.2012, 15:48)
Wilhelma :   Quiekende GlĂŒcksbringer in der Wilhelma:
Jede Menge Schwein zum Jahreswechsel

Schweine – normalerweise die AusfĂŒhrung in rosa Marzipan, in der Wilhelma jedoch die schwarz-rosa „SchwĂ€bisch-HĂ€llischen“ – gelten traditionell als GlĂŒcksbringer zum Jahreswechsel. Diese ehrenvolle Aufgabe teilen sie sich unter anderem mit vierblĂ€ttrigen KleeblĂ€ttern und Schornsteinfegern. Die beiden letztgenannten sind in der Wilhelma kaum anzutreffen, Schweine hingegen reichlich: Zwei WĂŒrfe Ferkel quieken auf dem Schaubauernhof um die Wette!

Auf dem Schaubauernhof der Wilhelma sind zum Jahreswechsel bei den hĂŒbschen schwarzweißen SchwĂ€bisch-HĂ€llischen Schweinen 20 Ferkel in zwei Alterstufen zusammen mit ihren MĂŒttern zu beobachten: Das grunzende, quiekende Familienleben zeigt glĂŒckliche Schweine der alten wĂŒrttembergischen Rasse in allen GrĂ¶ĂŸen- und Gewichtsklassen. Selbst bei diesen kĂŒhlen Temperaturen suhlen sie sich draußen in ihrem geliebten Matsch, stöbern mit ihren großen und kleinen RĂŒsseln in allen Ecken nach Fressbarem, jagen sich laut schreiend ĂŒber den Hof und holen sich ab und an eine Streicheleinheit bei den Besuchern ab ... eine herrliche Sauerei eben!

Diese Rasse ist fĂŒr die Rolle als GlĂŒcksschwein nahezu prĂ€destiniert, hat sie doch selbst buchstĂ€blich „Schwein gehabt“: Entstanden vor ĂŒber 100 Jahren zur Zeit Wilhelms I. und bis in die 50-ger Jahre die hĂ€ufigste Rasse in Baden-WĂŒrttemberg, war sie um 1970 von den modernen mageren Schweinerassen vollstĂ€ndig verdrĂ€ngt worden und galt als ausgestorben. Liebhaber alter Haustierrassen bauten mit wenigen Tieren ein Zuchtprogramm wieder auf und retteten diese robusten und friedlichen, auch „Mohrenköpfle“ genannten Schweine sozusagen in letzter Minute. Auch die Zuchtgruppe in der Wilhelma ist der bĂ€uerlichen Erzeugergemeinschaft angeschlossen und trĂ€gt zur Erhaltung der alten Haustierrasse bei. Ohne die Feinschmecker wĂ€re das Experiment aber wohl nicht geglĂŒckt – nur dank der RĂŒckkehr in die KĂŒche sind die fetten, aber schmackhaften Tiere wieder sehr beliebt und ihre Zucht wirtschaftlich interessant.

Mit dieser quiekenden Meute GlĂŒckbringer wĂŒnscht die Wilhelma allen ihren Freunden nah und fern GlĂŒck, Gesundheit und einen guten Start in ein friedliches, erfolgreiches Neues Jahr 2012!
(28.12.2011, 14:59)
Jana MĂŒller :   Es sind Blaukrönchen, keine Blauköpfchen. Es kamen die selben Vögel wieder in die Volieren, die auch vorher in den Vitrinen waren.
Auf der anderen Seite standen ja auch Volieren, die aber schon seit ca. einem Jahr nicht mehr da sind. So wie es aussieht, kommen da auch keine mehr hin. Weiß jemand, was aus den Allfarbloris geworden ist, die drt untergebracht waren?

Im Vogelhaus wurden endlich neue Schilder angebracht. Im KleinsÀugerhaus daneben sind ja schon seit einiger Zeit neue Schilder.
Das Zwergaguti gibts nicht mehr (gestorben?), vor kurzem war die Vitrine leer, nun ist sie neu gestaltet und die KurzohrrĂŒsselspringer sind eingezogen. Sie haben nun also mehr als doppelt so viel Platz als vorher. Das ehemalige RĂŒsselspringerheim steht nun leer.

Es gab Nachwuchs bei den Weißhandgibbons :-)
(27.12.2011, 18:38)
Michael Mettler :   @Gudrun: Du meinst demnach das BlaukĂ€ppchen alias Blaukappenlori. Wenn es diese Art ist, wĂ€re sie neu fĂŒr die Wilhelma. Blaukrönchen sind hingegen laut Zootierliste schon im Bestand.
(27.12.2011, 17:11)
Gudrun Bardowicks :   Bei den "Blauköpfchen" dĂŒrfte es sich um eine farbenprĂ€chtige Zwergloriform mit dem Namen Blauköpfchen handeln, die es auch im Loropark auf Teneriffa und im Vogelpark Walsrode zu sehen gibt, nicht um Blaukrönchen.
(27.12.2011, 13:38)
Joshua Förg :   Sorry, vorher waren es Vitrinen.
(26.12.2011, 18:14)
Michael Mettler :   Das sind doch aber keine Vitrinen, sondern Volieren aus einem handelsĂŒblichen Modulsystem...?

Interessant konzipierter Besatz: Vier "Zwergpapageien" ("Blauköpfchen" = Blaukrönchen?) aus vier verschiedenen zoogeografischen Bereichen.
(26.12.2011, 14:55)
Joshua Förg :   Okay, wie versprochen das Bild.
(25.12.2011, 21:54)
Ottmar MĂŒller :   Mich interessiert es! ;)
(25.12.2011, 21:31)
Joshua Förg :   Im Maurischen Landhaus sind wieder einige Vogelvitrinen aufgestellt; sie wirken aber weit ansprechender als die vorherigen.
Der Besatz: Schönlori, Blauköpfchen, Augenringsperlingspapagei und Pfirsichköpfchen.

Falls es jemanden interessiert, kann ich auch ein Foto der Vitrinen reinstellen.
(25.12.2011, 07:53)
Niedersachse :   Der Kater soll aus ZĂŒrich sein und somit genetisch wertvoll.
(21.12.2011, 19:43)
Ottmar MĂŒller :   In der Wilhelma leben wieder mindestens 2 Schneeleoparden. Weiß jemand, woher sie kommen und warum das Gehege nicht vorher umgebaut wurde?
(21.12.2011, 19:01)
Wilhelma :   Bereits zweiter Okapi-Nachwuchs des Jahres 2011:
Willkommene Bescherung am Nikolaus-Tag

Von so seltenen Tieren wie den Okapis kann ein Zoo gar nicht genug Nachwuchs bekommen: Umso grĂ¶ĂŸer die Freude in der Wilhelma, dass dieses Jahr schon das zweite Okapi-Kalb das Licht Stuttgarts erblickt hat. Mutter Ibina brachte es am 6. Dezember, also am Nikolaustag, auf die Welt. Bereits Ende Mai hatte die Okapi-Kuh Epena ein Bullenkalb geboren, das „Kivu“ getauft wurde. Bei Ibinas jĂŒngstem Nachwuchs stehen bislang weder Geschlecht noch Name fest, denn es fĂŒhrt derzeit noch ein recht heimliches, zurĂŒckgezogenes Leben. Bis auf Weiteres können die Besucher es daher nur mit GlĂŒck in den Stallboxen des Giraffenhauses entdecken. Kivu dagegen folgt seiner Mutter auch ins Außengehege lĂ€ngst auf Schritt und Tritt – zumindest an frostfreien Tagen.
Der mitteleuropĂ€ische Winter ist fĂŒr die aus den tropisch-heißen UrwĂ€ldern des Kongo stammenden Waldgiraffen nicht gerade die liebste Jahreszeit – im Gegenteil, sie gehören wohl zu den kĂ€lteempfindlichsten Pfleglingen der Wilhelma. Kein Winterfell und keine Unterwolle schĂŒtzt sie, ihr Fell ist immer gleich dĂŒnn und samtig. Daher verbringen sie in der kalten Jahreszeit nur wenige Stunden am Vormittag an der frischen Luft, den Rest des Tages bleiben sie lieber in ihren warmen Stallboxen im Giraffenhaus. Ausschließlich hier wird sich auch Ibinas mittlerweile viertes Kalb in den nĂ€chsten Wochen aufhalten und seinen Bewegungsradius immer nur gerade so sehr erweitern, wie es das Erreichen von Mutters Milchquelle erfordert. Die ĂŒbrige Zeit rollt es sich im Stroh einer Box zusammen und wartet geduldig auf die nĂ€chste Mahlzeit. In der Heimat im Kongo ist dieses frĂŒhkindliche Dasein als „Ablieger“ Teil der Überlebensstrategie. Die Mutter entfernt sich dort bei ihrer tĂ€glichen Futtersuche sogar absichtlich weit von ihrem Kalb, damit es keine Raubtiere auf das Kleine aufmerksam macht. Selbst in der feindfreien Zone der Wilhelma harrt ein Okapi-Kalb jedoch instinktiv in seinem Versteck aus. Hier lassen es selbst die Pfleger so weit als möglich in Ruhe – weshalb bislang noch nicht einmal das Geschlecht sicher bestimmt ist. Und die Besucher bekommen kleine Waldgiraffen aus diesem Grund oft erst mehrere Wochen nach der Geburt erstmals richtig zu Gesicht.
Allerdings ist es nicht selbstverstĂ€ndlich, dass man Okapis ĂŒberhaupt in einem Zoo zu Gesicht bekommt. In Deutschland halten neben der Wilhelma nur vier weitere Zoos die seltenen Waldgiraffen, in den Tierparks weltweit leben insgesamt gerade mal knapp 150 Okapis. Davon sind derzeit allein sieben in Stuttgart zu Hause: die KĂŒhe Epena und Ibina samt ihrem Nachwuchs, die Kuh Kabinda, der Bulle Vitu sowie der Vater von Ibinas jĂŒngstem Kalb, der Bulle Xano.
Doch jedes Okapi zĂ€hlt, denn fĂŒr die Zukunft dieser Tierart sieht es in ihrer zentralafrikanischen Heimat dĂŒster aus. Der vor zehn Jahren noch auf etwa 10.000 Tiere geschĂ€tzte Bestand im Ituri-Wald beispielsweise dĂŒrfte mittlerweile auf die HĂ€lfte geschrumpft sein. Die Restpopulation zu erhalten, ist nun Ziel eines Okapi-Projekts, das auch die Wilhelma im Zuge des internationalen Artenschutzprogramms unterstĂŒtzt.

Fotoquelle: Wilhelma
(21.12.2011, 12:31)
Wilhelma :   Der kleinste Affennachwuchs der Welt:
Zwillinge bei den ZwergseidenÀffchen geboren

Vermutlich kamen die beiden ZwergseidenĂ€ffchen am 4. Dezember zur Welt, denn entdeckt haben die Tierpfleger die neu geborenen Zwillinge am Morgen des 5. Dezember – was angesichts der Winzigkeit dieser Tiere gar nicht so leicht ist. Schließlich sind sie die kleinsten echten Affen der Welt und nach der Geburt gerade mal daumengroß und 15 Gramm leicht. Auch fĂŒr die Besucher ist es daher eine kleine Herausforderung, die dank ihres gelb-braunen Fells obendrein gut getarnten Zwerge in ihrem nachgebildeten Urwald im Jungtieraufzuchthaus zu erspĂ€hen.
Zwillinge sind bei ZwergseidenĂ€ffchen die Regel, ein einziges Kind eher die Ausnahme. So auch bei dem MĂ€nnchen Chico und Ica, der neuen Frau an Chicos Seite nach dem Tod seiner GefĂ€hrtin Jasper, mit der er sechs Jahre zusammengelebt und 18 Junge aufgezogen hat. FĂŒr die zweijĂ€hrige Ica aus dem Zoo in Krefeld dagegen ist es der erste Nachwuchs und entsprechend ĂŒberĂ€ngstlich ist sie um den Schutz ihrer Kinder bemĂŒht. Ja, nicht einmal den erfahrenen Vater Chico, der sich als emanzipierter Zwergseidenaffenmann sogleich in gewohnter Manier um seine Kinder kĂŒmmern wollte, ließ Ica anfangs an ihre Kleinen heran. Inzwischen hat sie jedoch gemerkt, dass die Zwillinge auch bei Papa in den besten HĂ€nden sind, und ĂŒberlĂ€sst ihm das Babysitten gerne. Bei ZwergseidenĂ€ffchen ist es normal, dass sich der Vater und Ă€ltere Geschwister von Beginn an mit um den Nachwuchs kĂŒmmern und ihn abwechselnd auf ihren RĂŒcken spazieren tragen. Das kommt nicht von ungefĂ€hr: In der Natur steigert die gemeinsame Übernahme von Verantwortung die Überlebenschancen der Jungtiere. Allerdings funktioniert das harmonische Familienleben inklusive Arbeitsteilung nur bei Paaren und ihrem gemeinsamen Nachwuchs, nicht mit „Stiefkindern“. Daher mussten Chicos und Jaspers Kinder nach der Ankunft von Ica auch bereits aus dem Gehege aus- oder in andere Zoos umziehen, wo sie nun selbst Nachwuchs bekommen können.
So klein ZwergseidenĂ€ffchen nach der Geburt auch anfangen, so schnell entwickeln sie sich weiter: Schon nach wenigen Wochen beginnen sie, neben der Muttermilch auch neugierig vom Futter der Eltern zu naschen. In der Natur gehören dazu BlĂŒten, FrĂŒchte, Insekten und Spinnen, vor allem aber BaumsĂ€fte. In der Wilhelma gibt es ersatzweise Gummi-Arabicum, also den sĂŒĂŸen Saft von Akazien, dazu werden Heuschrecken und MehlwĂŒrmer, SĂŒĂŸobst, Sellerie, Paprika und Tomaten gereicht. Kein Wunder, dass bei diesem abwechslungsreichen Speiseplan die Jungen rasch zu vollwertigen Mitgliedern ihrer Familie heranreifen – um hier beim nĂ€chsten Nachwuchs, der schon wenige Monate nach ihrer eigenen Geburt kommen kann, dann selbst zum Babysitter zu werden.

Foto (Wilhelma): Vater Chico trĂ€gt die Zwillinge huckepack. Auf dem Bild zu sehen ist das Gesicht des einen und die RĂŒckenansicht des zweiten Jungtiers, das zur anderen Seite schaut.
(14.12.2011, 15:41)
Ottmar MĂŒller :   Komisch, dass das Schneeleopardengehege genau dann umgebaut wird, wenn Karlsruhe ein neues Gehege fertigstellt...
(13.12.2011, 15:55)
Jana MĂŒller :   Na, wurde ja auch Zeit, dass das Okapi endlich kommt. Hoffe man bekommt es in ein paar Monaten hĂ€ufiger zu Gesicht als den kleinen Kivu.

Das Schneeleogehege ist schon seit Wochen leer und es hÀngt ein Zettel am Gehege, dass das Gehege umgebaut wird. Es wird dann mit neuen Schneeleos besetzt.
(12.12.2011, 08:36)
Joshua Förg :   Der Nachwuchs ist vom 6 Dezember und die Mutter ist Ibina.
(12.12.2011, 06:23)
BjörnN :   Wer ist denn die Mutter des aktuellen Nachwuchses??
(11.12.2011, 21:00)
Joshua Förg :   Bei den Okapis im Giraffenhaus gibt es auch wieder Nachwuchs...

Die Anlage der Schneeleoparden war heute nicht besetzt, laut Zootierliste wurde das letzte Exemplar nach Belgien abgegeben. Hat jemand Infos, was mit den beiden KĂ€figen passiert?
(11.12.2011, 20:15)
Wilhelma :   Gorillababy zeitweise im Aufzuchthaus zu sehen:
Tano zeigt sich erstmals den Besuchern

Seit 14. November ist der Gorillajunge Tano aus Prag in der Aufzuchtstation der Wilhelma, jetzt hat er seine QuarantĂ€nezeit erfolgreich beendet. Daher wird er nun auch fĂŒr die Besucher zeitweilig zu sehen sein. Gelegenheiten dazu bieten sich ab 8.12. tĂ€glich zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr sowie wĂ€hrend der FĂŒtterungen, fĂŒr die es allerdings keinen festen Zeitplan gibt.
Immer wenn Tano hungrig ist und sein FlĂ€schchen bekommt, können die Besucher kĂŒnftig daran teilhaben. Dies kann zwei bis drei Mal wĂ€hrend der Öffnungszeit des Aufzuchthauses (9 Uhr bis 16.45 Uhr) der Fall sein, findet in einem der Schaugehege statt und dauert rund eine Viertelstunde. Feste Zeiten lassen sich dafĂŒr nicht angeben, alles richtet sich nach Tanos Rhythmus. Daher wurde zusĂ€tzlich ein fester Termin eingerichtet, an dem sich eine Pflegerin mit dem Gorillababy auf jeden Fall im Schaugehege aufhalten wird: tĂ€glich zwischen 11.30 und 12 Uhr. Allerdings kann es passieren, dass die Besucher Tano das eine oder andere Mal dann nur schlafend antreffen.
Seit rund drei Wochen wird Tano von mittlerweile drei ErsatzmĂŒttern, den Pflegerinnen Bea Jarczewski, Margot Federer und Thali Bauer, rund um die Uhr in Wechselschicht umsorgt. Das derzeit Wichtigste im Leben des AffensĂ€uglings: viel Schlaf, WĂ€rme, Körperkontakt, Kuscheln und Ansprache sowie natĂŒrlich das MilchflĂ€schchen, wann immer der Hunger plagt. Seit seiner Ankunft hat Tano rund 800 Gramm zugelegt, etwa 3300 Gramm bringt er mittlerweile auf die Waage. Überhaupt sei Tano sehr fit und krĂ€ftig fĂŒr sein Alter, finden seine PflegemĂŒtter. „Den Kopf kann er bereits seit ĂŒber zwei Wochen allein halten, auch das Sitzen geht mit ein wenig Hilfe schon recht gut und inzwischen zieht er sich sogar fĂŒr kurze Momente auf die FĂŒĂŸe“, berichtet Margot Federer. „Ein Menschenbaby wĂ€re in dem Alter dazu lĂ€ngst nicht in der Lage.“ DafĂŒr plagt Tano auch bereits das, was bei MenschensĂ€uglingen „Dreimonatskoliken“ genannt wird. Treten sie auf, tragen die Pflegerinnen den Kleinen beruhigend umher und helfen mit kleinen Massagen, die Milchnahrung leichter zu verdauen.
Tano ist das 59. Menschenaffenkind, das in der Aufzuchtstation aufwĂ€chst – und momentan hier der einzige Zögling. Doch sollten von Hand aufgezogene Menschenaffen so frĂŒh wie möglich den Kontakt zu Artgenossen bekommen. Sofern also kein weiteres Gorillakind in die Station kommt, wird Tano baldmöglichst in die NĂ€he seiner Verwandten im Menschenaffenhaus umziehen. Dort kann er Sicht- und Schnupperkontakt zu Mitgliedern der Gorillafamilie aufnehmen und wird außerdem auf die zweijĂ€hrige Claudia treffen, die in die Familie integriert wird, sofern Kibo sie als neues Mitglied akzeptiert. Die Bedingungen fĂŒr solche ZusammenkĂŒnfte werden in der neuen Menschenaffenanlage deutlich besser sein: Da die Aufzuchtstation dort direkt neben dem Gehege der Gorillagruppe liegen wird, können die Handaufzuchten von Anfang ihre Verwandten beobachten und arttypische Verhaltensweisen lernen. Abgesehen davon, dass das neue Haus auch den Besuchern bessere Einblicke in diese VorgĂ€nge ermöglichen wird.
Neues zu Tano gibt es bereits seit seiner Ankunft regelmĂ€ĂŸig unter www.wilhelma.de in den „EreignistagebĂŒchern“ zur Gorillakinderstube. Hier wird die Wilhelma auch zeitnah informieren, falls die Orte und Zeitpunkte, an denen Tano zu sehen ist, geĂ€ndert oder erweitert werden.
(08.12.2011, 11:03)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Wickelschwanzskinken:
Echsen mit Familiensinn

Sie sind die grĂ¶ĂŸten Vertreter aller Skink-Arten der Welt, stammen von den Salomonen-Inseln und haben in der Wilhelma erneut Nachwuchs bekommen: die Wickelschwanzskinke. Sehr außergewöhnliche Reptilien sind diese unter anderem wegen ihrer intensiven Brutpflege: Skinke bilden nĂ€mlich eine richtige kleine Familie, in der Mutter, Vater und Nachwuchs lange Zeit eintrĂ€chtig zusammen leben. Und ziemlich gemĂŒtlich hat es das Jungtier in Hotel Mama obendrein: Nicht selten trĂ€gt es die Mutter auf ihrem RĂŒcken huckepack durchs GeĂ€st. Trotz ihrer GrĂ¶ĂŸe sind die dĂ€mmerungsaktiven Echsen im naturnah gestalteten Terrarium allerdings nicht leicht zu entdecken, denn mit ihrer grau-grĂŒn gefleckten Haut sind sie stets gut getarnt.
Bereits seit 1975, also schon seit ĂŒber 35 Jahren, hĂ€lt die Wilhelma die KletterkĂŒnstler aus den KĂŒsten- und BergregenwĂ€ldern der Salomonen. Ihre Urahnen kamen einst aus den Zoos von ZĂŒrich und Berlin nach Stuttgart, wo sie seither regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Nachwuchs sorgen. FĂŒr die Weibchen der Wickelschwanzskinke heißt das, einmal im Jahr nach sechs Monaten Tragzeit ein Junges, seltener auch zwei, lebend zu gebĂ€ren. Und das ist kein Pappenstiel, denn schon bei der Geburt sind Skinke 20 Zentimeter lang – immerhin ein Drittel ihrer spĂ€teren KörpergrĂ¶ĂŸe von bis zu 75 Zentimetern – und bringen 100 Gramm auf die Waage. Meist in der DĂ€mmerung kommen sie zur Welt, was bedeutet, dass der Nachwuchs im Wilhelma-Terrarium in der Regel frĂŒhestens am Tag danach entdeckt wird. Bei anderen Echsen könnte es dann schon zu spĂ€t und um den Nachwuchs geschehen sein, denn einige Arten haben ihre eigenen Jungen zum Fressen gern. Nicht so die Wickelschwanzskinke, die als Vegetarier ohnehin nur BlĂ€tter und FrĂŒchte verzehren. DafĂŒr scheinen die Skinke an ihren Jungen einen ausgesprochenen Narren gefressen zu haben: Obwohl diese vom ersten Moment an selbststĂ€ndig sind, bleiben sie ganze sechs Monate lang nah bei der Mutter, werden von ihr gehegt, gepflegt und manchmal auch auf dem RĂŒcken spazieren getragen – eine intensive, lange und damit außergewöhnliche Brutpflege fĂŒr eine Reptilienart. So verwundert es vielleicht nicht, dass diese Tiere auch erst mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif sind und im sicheren Terrarium durchaus 20 Jahre alt werden können. Allerdings sind auch im Regenwald lebende, erwachsene Wickelschwanzskinke nicht ganz wehrlos: Sie kratzen, fauchen und beißen notfalls krĂ€ftig zu, wenn Feinde und unliebsame Artgenossen ihnen in die Quere kommen. DafĂŒr können sie anschließend auch wieder entspannt relaxen: Denn neben den Schlangen und ChamĂ€leons sind sie die einzigen Reptilien, die gemĂŒtlich abhĂ€ngen können – dank ihres praktischen Greifschwanzes, dem sie ihren Namen verdanken. Dieser dient ihnen bei den Klettertouren durchs GeĂ€st als fĂŒnfte Hand, als Ankerhaken und Zugseil und sorgt somit in jeder Lage fĂŒr sicheren Halt.

Foto (Wilhelma): Auf Mutters RĂŒcken durchs GeĂ€st. So lĂ€sst es sich leben.
(01.12.2011, 15:25)
Wilhelma :   Nachwuchs im Doppelpack bei den Grevyzebras:
Gestreifte HoffnungstrÀger einer bedrohten Art

Die Grevyzebra-Stuten Lady und Leonie haben der Wilhelma ein schönes vorweihnachtliches PrĂ€sent beschert – und brachten am 1. und 7. November zwei hĂŒbsche, gesunde Hengstfohlen zur Welt – Hakon und Harry. Ein Geschenk ist jedes Grevyzebrafohlen auch deshalb, weil die Art in ihrer ostafrikanischen Heimat hoch bedroht ist. Ab sofort kann die Wilhelma nun die Besucher an den zwei gestreiften „Geschenken“ teilhaben lassen: Wann immer es die Witterung zulĂ€sst, werden MĂŒtter und Söhne kĂŒnftig im großen Außengehege zu sehen sein.

Dass auch Zebras vom Aussterben bedroht sein können, weiß vermutlich nicht jeder. Und doch ist es so: Weniger als 2500 Grevyzebras gibt es laut ZĂ€hlungen noch in Kenia, in Äthiopien leben vielleicht weitere 100. Dazu kommen unter 500 Tiere in 114 Zoos weltweit. Immerhin ist der Freilandbestand in letzter Zeit weitgehend stabil geblieben, doch gebannt ist die Gefahr lĂ€ngst nicht: Wilderei, DĂŒrre und von Weidevieh ĂŒbertragene Krankheiten machen den Tieren weiterhin zu schaffen, nur in streng geschĂŒtzten Reservaten besteht somit eine Überlebenschance.

Zur Erhaltung dieser seltenen Art haben die Grevyzebras der Wilhelma seit 1958 und inklusive der beiden JĂŒngsten, den Hengstfohlen Hakon und Harry, mit immerhin bereits 67 Fohlen beigetragen. Vor allem Lady gilt als eine der genetisch wichtigsten Zuchtstuten im europĂ€ischen Zoobestand. Im Jahr 2009 hatten sie und Leonie jeweils ein Stutfohlen geboren: Sissi und Nele, die ebenfalls noch in der Wilhelma leben und zu ihren MĂŒttern und jĂŒngeren Geschwistern stoßen dĂŒrfen, sobald die Kleinen sich mit dem Außengehege vertraut gemacht haben. Doch diesmal waren offenbar nur mĂ€nnliche Nachkommen „im Angebot“. Mit dafĂŒr verantwortlich ist natĂŒrlich der Vater: Er heißt Menelik – wie der erste Ă€thiopische Kaiser –, kam nach Grevyhengst Lutz’ Tod im August 2010 als neuer Zuchthengst aus dem französischen Le Pal in die Wilhelma, fĂŒhrt aber meist ein Single-Dasein hinter den Kulissen. In der Natur wĂ€re das ebenso, denn Grevyzebras leben nicht wie andere Zebraarten in „Haremsgruppen“ mit einem Hengst und mehreren Stuten, sondern sie halten es eher wie die Wildesel: Die Hengste besetzen feste Reviere und bandeln mit den durchziehenden Stuten an. Diese wiederum bilden oft lose VerbĂ€nde, wirklich enge Bande existieren nur zwischen MĂŒttern und ihrem Nachwuchs. Grevyzebras sind zudem die grĂ¶ĂŸte der drei Zebraarten und ihr Streifenmuster ist besonders fein – aber wie bei jedem Zebra von Geburt an so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Dieser individuelle „Barcode“ der Zebras ist daher auch bei BestandszĂ€hlungen im Freiland sehr hilfreich, um einzelne Tiere auseinander halten zu können.

Auch wenn gerade die Fohlen mit ihren schlanken langen Beinen und den riesigen TĂŒtenohren ein reizender Anblick sind: Über die Wintermonate werden die Grevyzebras nicht immer von morgens bis abends im Außengehege zu sehen sein, denn als Tiere der Tropen schĂŒtzt sie keine Unterwolle vor Frost. Bei Glatteis besteht obendrein Beinbruchgefahr. Daher bleiben die Grevys an manchen Tagen vorsichtshalber im Stall oder werden tĂ€glich nur fĂŒr wenige Stunden an die frische Luft entlassen.

Foto (Wilhelma): Grevyzebra-Mutter Lady und Sohn Hakon im Vorgehege, wo sie fĂŒr die Besucher seither noch nicht zu sehen waren. Je nach Wetterlage wird sich das jetzt Ă€ndern.
(25.11.2011, 10:12)
Jana MĂŒller :   ach und... die Elefantenanlage ist nur noch ein TrĂŒmmerhaufen
(22.11.2011, 19:02)
Jana MĂŒller :   Ja, nur noch ein Wasserbock...

Es gab doppelten Nachwuchs bei den Grevy-Zebras...
(22.11.2011, 19:01)
Joshua Förg :   Lebt in der Wilhelma eigentlich nur noch ein Wasserbock?
(20.11.2011, 17:35)
Wilhelma :   Das neue WilhelmaschulgebĂ€ude:
Mehr Raum fĂŒr pĂ€dagogische Angebote und Naturbildung

Nach rund einjĂ€hriger Bauzeit ist das neue WilhelmaschulgebĂ€ude bezugsfertig, die Wilhelma-PĂ€dagogen können es gemeinsam mit den Schulen und KindergĂ€rten der Region in Betrieb nehmen. Mit der Eröffnung des GebĂ€udes eröffnen sich auch neue Möglichkeiten, das Bildungsangebot der Wilhelmaschule weiter auszubauen: mit neuen Programmen fĂŒr den außerschulischen Biologieunterricht ebenso wie mit Veranstaltungen zu Naturschutzthemen.
Rund 1200 FĂŒhrungen fĂŒr Schulklassen und KindergĂ€rten fĂŒhrt das zwölfköpfige Team der Wilhelmaschule pro Jahr durch, bis zu 16 an einem Tag, dazu kommen seit 2009 Fortbildungen fĂŒr Lehrer und Erzieher. Alle diese Programme finden im Park, in den Tier- und PflanzenhĂ€usern statt. Ein GebĂ€ude fĂŒr ihre Vor- und Nachbereitung fehlte jedoch, geschweige denn fĂŒr wetterunabhĂ€ngige, ergĂ€nzende Veranstaltungen unter einem Dach: Das frĂŒhere WilhelmaschulgebĂ€ude, eine Ă€ltere Holzbaracke, war dafĂŒr nicht mehr geeignet. „Mit dem neuen GebĂ€ude wird sich dies nun Ă€ndern“, freut sich Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch. „Geplant sind beispielsweise neue Kurse, bei denen die SchĂŒler Tieren und Pflanzen nĂ€her kommen und dabei konzentriert arbeiten können – Erleben und Lernen lassen sich optimal verbinden.“ FĂŒr den Unterricht stehen im neuen GebĂ€ude moderne Medien und Beamertechnik ebenso zur VerfĂŒgung wie schnell greifbare zoologische Anschauungsmaterialien von Fell und Krallen bis zu Tiermodellen. Sogar lebende Vertreter der Tierwelt sind bei Bedarf mit von der Partie: In den Tierraum des GebĂ€udes ziehen dafĂŒr zwei Papageien, Ratten, Fische, Frösche sowie Insekten und Gliedertiere ein. Doch auch zusĂ€tzliche Stippvisiten zu Pflanzen und Tieren im angrenzenden Park sind von der Schule aus jederzeit möglich.

Ein weiterer Vorteil: Im neuen GebĂ€ude lassen sich kĂŒnftig auch Veranstaltungen und VortrĂ€ge durchfĂŒhren, insbesondere zu Natur- und Artenschutzthemen und fallweise mit Beteiligung von Naturschutzorganisationen und Artenschutzexperten. „Naturkundliche Bildung muss heute immer auch Naturschutz einschließen“, sagt die Leiterin der Wilhelmaschule Stefanie Reska. „Unser Ziel ist es daher nicht nur, biologische Fakten zu prĂ€sentieren, sondern wir möchten Kinder wie Erwachsene fĂŒr die Natur insgesamt begeistern und sie als Mitstreiter beim Einsatz fĂŒr deren Erhaltung gewinnen.“

Das neue pavillonartige SchulgebĂ€ude liegt in nĂ€chster Nachbarschaft zum denkmalgeschĂŒtzten Maurischen Garten und Landhaus und fĂŒgt sich dank seiner niederen Bauhöhe und vielen Glasfronten harmonisch in den Park ein. HerzstĂŒck des GebĂ€udes ist ein Vortragsraum fĂŒr bis zu 100 Personen, der dank flexibler Trennwand in zwei „Klassenzimmer“ unterteilt werden kann. Außerdem gibt es VorbereitungsrĂ€ume fĂŒr das Lehrpersonal, eine TeekĂŒche und natĂŒrlich WCs. Das GebĂ€ude ist ebenerdig zugĂ€nglich, behindertengerecht gebaut und nicht unterkellert. Der Außenbereich enthĂ€lt einen kleinen Hof, auf dem im Sommer ebenfalls einzelne Klassen betreut werden können. Die Planung des Außenbereichs der Wilhelmaschule und seine Bepflanzung, also die gesamte Landschaftsarchitektur rund ums GebĂ€ude, ĂŒbernahm der Fachbereich Parkpflege der Wilhelma.
(17.11.2011, 15:12)
Wilhelma :   Gorillababy Tano aus Prag:
Urenkel der ersten Wilhelma-Gorillas in Stuttgarter Aufzuchtstation eingetroffen

Die Aufzuchtstation der Wilhelma hat einen neuen SchĂŒtzling aufgenommen: den erst vor einer Woche, am 8. November, im Prager Zoo geborenen Gorillajungen Tano (Suaheli fĂŒr „der FĂŒnfte“). Weil seine unerfahrene Mutter Bikira sich um ihren Erstgeborenen nicht richtig kĂŒmmerte, brachte ihn der Prager Zoo in Abstimmung mit dem EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in die Wilhelma, wo sich die offizielle Aufzuchtstation fĂŒr Gorillas befindet. Zumindest der Herkunft nach ist Stuttgart fĂŒr den kleinen Tano dabei keine absolute Fremde: Denn er ist ein Urenkel der frĂŒheren Stuttgarter Gorillas Dina und Banjo – und seine Mutter Bikira wurde 1995 bis 1998 ebenfalls in Stuttgart von Hand aufgezogen. Seine erste Nacht hat Tano im Schwabenland bereits gut ĂŒberstanden – trinkend und schlafend.
Einige Monate lang war die Aufzuchtstation der Wilhelma verwaist: Die dreijĂ€hrigen Gorillajungs Monza und Upala zogen nach Romagne in eine MĂ€nner-WG, die zweijĂ€hrige Claudia lebt im Menschenaffenhaus bei der Gorillafamilie, in die sie behutsam integriert wird. Doch nun ist wieder ein Neugeborenes in die Aufzuchtstation eingezogen – das 59ste, das hier aufwĂ€chst. „Leider können wir es noch nicht im neuen Haus unterbringen, wo die Aufzuchtstation direkt neben dem Gehege der Gorillafamilie liegen wird und auch die Besucher alles beobachten können“, sagt Marianne Holtkötter, die Menschenaffenkuratorin der Wilhelma. „Am besten wĂ€re es natĂŒrlich, wenn Babys wie Tano bei ihren MĂŒttern aufwachsen können. Aber mitunter bleibt keine Wahl.“ Weil es diese bei Tano nicht mehr gab, brachten ihn sein Tierpfleger, Tierarzt und Direktor nach Stuttgart. Hier ist er nun zunĂ€chst in QuarantĂ€ne hinter den Kulissen, fĂŒr die Besucher also nicht zu sehen. DafĂŒr wird er seine zwei ErsatzmĂŒtter Margot Federer und Bea Jarczewski in der nĂ€chsten Zeit gut auf Trab halten: Diese betreuen ihn in Wechselschicht rund um die Uhr, geben ihm alle zwei bis drei Stunden das FlĂ€schchen. 2500 Gramm wog der Kleine bei der Ankunft, ein normales Gewicht fĂŒr sein zartes Alter. Da er ĂŒberdies einen altersgemĂ€ĂŸen Appetit besitzt und von der Pflegerin schon kurz nach der Ankunft problemlos das FlĂ€schchen annahm, sind alle zuversichtlich, dass er schnell wĂ€chst und gedeiht.
Doch ein Gorilla braucht nicht nur Muttermilch, sondern vor allem anfangs auch die KörperwĂ€rme seiner Mutter. Da Bikira ihren Sohn jedoch nach der Geburt liegen ließ, drohte Tano zu unterkĂŒhlen und wurde vorsichtshalber in den Brutkasten gelegt. Versuche, Tano danach der Mutter zurĂŒckzugeben, scheiterten. Es blieb nur noch der Weg in die Handaufzucht, wollte man nicht den Tod des Kleinen riskieren. In der Aufzuchtstation erhĂ€lt er von den erfahrenen Pflegerinnen nun neben Milch auch so viel Körperkontakt wie möglich, zwischendurch sorgt eine WĂ€rmflasche fĂŒr mollige Temperaturen, ein Klammertuch dient als Ersatz fĂŒrs Mutterfell und ein „Herzsimulator“ ahmt Mamas Herzschlag beruhigend nach. Warum Bikira sich nicht selbst um ihr Kind kĂŒmmerte, kann mehrere GrĂŒnde haben: Zum einen hat sie in ihrer vorigen Heimat Belfast offenbar von anderen GorillamĂŒttern bislang nichts ĂŒbers Mutterdasein lernen können – ein Anschauungsunterricht, der fĂŒr junge Gorillafrauen wichtig ist. Zum anderen kam sie erst im Dezember 2010 nach Prag und ihre Stellung in der Gruppe war noch nicht gefestigt. Als sich nach der Geburt andere Gruppenmitglieder neugierig nĂ€herten, war sie daher wohl nicht selbstbewusst genug, um sich ungerĂŒhrt weiter ihrem Kind zu widmen, sondern ließ es liegen.
Einer der großen Vorteile der europaweiten Aufzuchtstation fĂŒr Menschenaffenkinder in der Wilhelma ist, dass die Kleinen von Anfang an mit Artgenossen zusammen sein können – was in der neuen Menschenaffenanlage auch im Hinblick auf die erwachsenen Tiere noch besser umgesetzt werden kann. Noch ist es aber nicht soweit: Sofern Tano daher weiterhin der einzige SchĂŒtzling im Aufzuchthaus bleibt, was nie vorhersehbar ist, wird er jedoch baldmöglichst ins alte Menschenaffenhaus und in die NĂ€he von Claudia und der Gorillafamilie umziehen. Wann und wie oft die Besucher ihn also in Zukunft sehen können, ist noch offen. Die Wilhelma wird die Besucher dazu per Internet und AushĂ€nge jedoch weiter auf dem Laufenden halten.

Foto: Wilhelma/T. Bauer
(v.l.n.r.: Prager Zoodirektor Miroslav Bobek, Wilhelma-Pflegerin Margot Federer, Prager Pfleger Mirek, Revierleiterin Bea Jarczewski)
(16.11.2011, 09:20)
Liz Thieme :   @Anna, noch ist er hinter den Kulissen in QuarantĂ€ne. Soll aber so bald es geht vom Aufzuchtshaus ins Menschenaffenhaus umziehen, um dann in der NĂ€he von Claudia und den anderen zu sein.
(15.11.2011, 19:34)
Wilhelma :   Der Umbau der Elefantenanlage hat begonnen:
Mehr Wohnkomfort fĂŒr die Elefantendamen

Der Umbau der Elefantenanlage hat begonnen: Obwohl gleich nebenan noch an der neuen Menschenaffenanlage gebaut wird, wollte die Wilhelma mit der Umgestaltung des Elefanten-Außengeheges, inklusive Beseitigung des gefĂ€hrlichen Absperrgrabens, nicht lĂ€nger warten und den besucherĂ€rmeren Winter dafĂŒr nutzen. Die Bauleitung liegt bei der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-WĂŒrttemberg. Bis Ostern 2012 soll der Umbau abgeschlossen sein; voraussichtliche Baukosten: eine Million Euro.
Die Elefantenanlage ist mittlerweile ĂŒber 40 Jahre alt, nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ und besitzt zudem einen Absperrgraben, der durch den zweimaligen Grabensturz der Elefantenseniorin Vilja und deren Tod den Verantwortlichen wie den Besuchern zum Dorn im Auge wurde. Daher wird das Außengehege derzeit so umgebaut, dass der Graben verschwindet und ihre Bewohner, die beiden rund 46-jĂ€hrigen Elefantendamen Pama und Zella, kĂŒnftig mehr Komfort genießen können.
Dazu wird das komplette Außengehege abgerissen, die Betonplattform entfernt und dann der Gehegeboden so angelegt, dass möglichst wenige Steigungen entstehen – angesichts der Hanglage eine echte technische Herausforderung. Das verbleibende geringe GefĂ€lle erlaubt es den beiden betagten Elefanten, sich ĂŒberall gut bewegen zu können. Einfassungsmauern aus Travertin und Betonstein sowie eine neue „asiatische“ Bepflanzung sorgen fĂŒr eine naturnahe Gestaltung des Geheges. FĂŒr „Wellness“ werden ein weicher Sandboden, eine Lehmsuhle, zwei Becken mit austauschbarem Substrat, wie z.B. Rindenmulch, Torf und Kiesel, sowie ein grĂ¶ĂŸerer, mit nachhaltig sparsamer Wassertechnik ausgestatteter „Badepool“ sorgen. Dieser liegt dann direkt vor einer neuen TribĂŒne mit Sitzstufen, die den Besuchern nach dem Umbau schöne Einblicke ins Elefantendomizil bieten wird. Bis es soweit ist, mĂŒssen die Wilhelma-GĂ€ste allerdings ein paar EinschrĂ€nkungen in der WegefĂŒhrung in Kauf nehmen. Informations- und Umleitungsschilder werden vor Ort aufgestellt, zum Schaubauernhof fĂŒhrt wĂ€hrend der Bauarbeiten nur der Weg entlang des Rosensteinparks.
Rund eine Million Euro hat das Land Baden-WĂŒrttemberg fĂŒr den Umbau eingeplant und bereitgestellt, die Projekt- und Bauleitung liegt beim Stuttgarter Amt von Vermögen und Bau Baden-WĂŒrttemberg, die Planung erfolgte gemeinsam mit GlĂŒck Landschaftsarchitektur.
Beim Umbau des alten Elefantengeheges soll es jedoch nicht bleiben: Nach wie vor ist geplant, eine komplett neue, großzĂŒgigere Anlage zu errichten, die auch eine Herdenhaltung ermöglicht. Wann gebaut werden kann, hĂ€ngt jedoch weiterhin von den Entwicklungen in Sachen Rosensteintunnel ab – vor dessen Fertigstellung kann die Elefantenanlage nicht entstehen. Sobald diese jedoch Wirklichkeit ist, profitieren auch die langjĂ€hrigen Nachbarn der Elefanten, die indischen Panzernashörner, vom aktuellen Umbau: Dann werden sie das umgestaltete Gehege erben – und damit Wohn- und Lebensraum hinzugewinnen.

Foto (Wilhelma): Entwurf zum Umbau der Elefantenanlage
(15.11.2011, 08:40)
Jana MĂŒller :   Die Wilhelma hat einen neuen Gorilla zur Handaufzucht: Tano wurde vor einer Woche in Prag geboren und von seiner Mutter verstoßen.

Bin gespannt, wie die Wilhelma das nun handhabt, Claudia lebt ja bereits hinter den Kulissen des Menschenaffenhauses und wird auf die ZusammenfĂŒhrung mit der Familiengruppe vorbereitet.
Das ehemalige Aufzuchtgehege im Aufzuchthaus steht leer.. da wÀre der Kleine sonst ja auch der einzigeste Gorilla...

(14.11.2011, 20:33)
Jana MĂŒller :   War heute wieder im Zoo, der Umbau der Elefantenanlage hat nun begonnen.


(11.11.2011, 16:37)
Wilhelma :   Nachwuchs auf dem Schaubauernhof der Wilhelma:
Eine Kuh macht muh, viele KĂŒhe machen MĂŒhe

In der Wilhelma findet allerlei mehr oder minder bedrohtes Getier eine Heimat, darunter auch heimische Nutztierrassen, die heutzutage ebenso exotisch anmuten wie Nashörner oder Tiger und ebenso stark vom Aussterben bedroht sind. Die frĂŒher zahlreichen regionalen Rinderrassen werden auf dem Schaubauernhof reprĂ€sentiert durch das Limpurger Rind aus dem Welzheimer Wald und das HinterwĂ€lder Rind aus dem Schwarzwald. Und bei beiden Rassen gibt es derzeit Nachwuchs.
Das HinterwĂ€lder Rind ist eine kleine leichtgewichtige Rasse, die frĂŒher als einzige mit den Steillagen im LĂ€ndle zurecht kam. GelĂ€ndegĂ€ngig und wenig bodenzerstörend – so muss ein Rind fĂŒr Schwarzwaldwiesen gebaut sein. Bei den HinterwĂ€ldern in der Wilhelma wird Mutterkuhhaltung betrieben. Das bedeutet, die KĂ€lber bleiben die ersten sechs Monate bei den MĂŒttern in der Herde – und die insgesamt sechs MutterkĂŒhe passen gut auf den Nachwuchs auf. Eins können aber weder wehrhafte MĂŒtter noch Pfleger verhindern: die wenig kleidsamen, riesigen, gelben Ohrmarken! Dieser Personalausweis der Rinderunion Baden-WĂŒrttemberg bleibt keinem Rindvieh erspart – ob es nun beim Bauern im Stall lebt, auf der Wiese oder im Zoo. Zur Zeit schauen gleich zwei entzĂŒckend gefleckte KuhkĂ€lbchen neugierig in die herbstlich nebelige Welt.
Vom einfarbig braunen Limpurger Dreinutzungsrind stehen fĂŒnf MutterkĂŒhe im Schaubauernhof der Wilhelma. Limpurger dienten frĂŒher der Produktion von Fleisch und Milch und zogen auch noch den Wagen – solche Multitalente sind gegenĂŒber modernen TurbokĂŒhen und reinen Fleischrindern nicht mehr konkurrenzfĂ€hig. Der Wert der alten Genreserven ist aber gar nicht hoch genug einzuschĂ€tzen. Daher ist auch das KuhkĂ€lbchen bei dieser Rasse ein höchst erfreuliches Ereignis. Bei den als Milchvieh gehaltenen Limpurgern wachsen die KĂ€lber getrennt von ihren MĂŒttern auf – somit sind auf dem Schaubauernhof beide gĂ€ngigen Haltungsformen reprĂ€sentiert. Die VĂ€ter der KĂ€lber leben ĂŒbrigens nicht auf dem Schaubauernhof: Wie in der Rinderzucht ĂŒblich, schickt der Zuchtverband tiefgefrorene Samenportionen zum Tierarzt, der die kĂŒnstliche Besamung ĂŒbernimmt. Nach einem halben Jahr wechseln die KĂ€lber dann zum Bauern und bereiten sich auf die Karriere als Milchkuh vor. Wagen ziehen ist heute in der Landwirtschaft nicht mehr gefragt, aber die Limpurger KĂŒhe der Wilhelma halten die Tradition aufrecht: beim alljĂ€hrlichen Umzug zum Cannstatter Volksfest.

(09.11.2011, 16:07)
Jana MĂŒller :   Genau, der Graben soll weg, das hieß es aber auch schon letztes Jahr.
Der Umbau hat noch nicht begonnen (es sei denn, die fingen in den letzten Tagen damit an).

Zur Zeit wird das Schneeleopardengehege umgebaut/saniert (wie auch immer).

Ach ja und der JĂ€gerliest auf den Vogelterassen hat nun endlich sein Weibchen bekommen.

(07.11.2011, 14:59)
Michael Mettler :   @Carsten Horn: An der jetzigen Anlage soll m.W. der Graben "entschĂ€rft" werden, was gleichzeitig fĂŒr die spĂ€tere Nachnutzung als Nashornanlage nĂŒtzlich ist.
(07.11.2011, 08:22)
Carsten Horn :   Wird fĂŒr die RĂŒsselmulle nicht neu gebaut oder hab ich da was falsches im Kopf?
(06.11.2011, 21:03)
Ottmar MĂŒller :   Hat der Umbau der Elefantenanlage schon begonnen?
(06.11.2011, 14:22)
Wilhelma :   Vikunja-Hengst in der Wilhelma geboren:
Casimir, das kleine Andenkamel

Vikunja-Fohlen sind stets echte „Hingucker“ mit ihren großen, dicht bewimperten Augen, den langen, zierlichen Beinen und dem kuschelweichen, hellbraunen „Wollpullover“. Auch das am 19. Oktober geborene, jĂŒngste Mitglied der kleinen Andenkamel-Herde der Wilhelma trĂ€gt dieses entzĂŒckende Outfit – und gleichzeitig die passende Kleidung fĂŒr die kommenden kalten Herbst- und Wintertage. In Anlehnung an den Namen seines Papas „Casper“ wurde der kleine Neuankömmling „Casimir“ getauft .
Zur Welt kam Klein Casimir an einem schmuddeligen Mittwoch FrĂŒhnachmittag im Vikunja-Stall der SĂŒdamerikaanlage oberhalb des Felsenreviers der BĂ€ren und Klettertiere – eine ruhige, unauffĂ€llige Geburt. Und so fanden die Tierpflegerinnen die Vikunjastute Lara samt ihrem kleinen Sohn eher unverhofft, aber wohlauf in der Stallbox. Als sie den Kleinen fĂŒr einen ersten, kurzen Gesundheitscheck an sich nahmen, sah Mama Lara dies jedoch gar nicht gern und wurde sehr nervös – offenbar befĂŒrchtete sie hinterlistigenen Kindsraub. Doch kaum eine Minute spĂ€ter war Casimir schon wieder bei ihr, nach einer weiteren Stunde stand er auf seinen dĂŒnnen Beinchen und genoss erstmals Muttermilch.
Mittlerweile ist das Vikunja-Hengstfohlen der Sonnenschein der kleinen Herde, zu der noch die „Tanten“ Lima und Xenia sowie Papa Casper gehören. Morgens lĂ€uft Klein Casimir brav hinter den anderen her ins Außengehege, wĂ€lzt sich oder tobt erstmal eine Runde und lĂ€sst sich ansonsten von Mama und seinen anderen weiblichen Fans verwöhnen. Nur Papa Casper, der nach Casimirs Geburt vorsichtshalber vier Tage getrennt von seinen MĂ€dels verbrachte, interessiert sich nicht besonders fĂŒr seinen Stammhalter. Der Harmonie tut das keinen Abbruch: Immerhin wird der Leithengst seinen Sprössling nun rund ein Jahr lang dulden, bevor er ihn als potenziellen Rivalen aus der Herde zu drĂ€ngen versucht. Bei Xenias Nachwuchs von 2010, Xano, ist dies bereits geschehen. Dieser wartet deshalb momentan hinter den Kulissen, bis die Wilhelma eine neue Zoo-Heimat fĂŒr ihn gefunden hat.
Die ursprĂŒngliche Heimat der Vikunjas, die mit Guanakos, Lamas und Alpakas zu den vier Neuweltkamelen gehören, ist das sĂŒdamerikanische Andenhochland. FĂŒr das Leben in Höhenlagen bis 5500 Meter sind sie perfekt gerĂŒstet: Ein extrem großes Herz und besonders viele rote Blutkörperchen fĂŒr den Sauerstofftransport (ĂŒber 14 Mio. pro Kubikmillimeter, der Mensch hat rund 5 Mio.) sorgen dafĂŒr, dass Vikunjas trotz der dĂŒnnen Höhenluft nicht aus der Puste kommen. Das kurze, störrische Hochlandgras kriegen sie dank ihres starken Gebisses klein, zumal ihre unteren SchneidezĂ€hne wie bei Nagetieren stĂ€ndig nachwachsen – unter Paarhufern eine einzigartige Sache. Und vor Wind und der kalten Höhenluft schĂŒtzt die Kleinkamele ihr dichtes, weiches Fell, das schon zu Zeiten der Inkas bei den Menschen Begehrlichkeiten weckte. Ohne die strengen Schutzmaßnahmen Perus wĂ€ren auch die letzten Vikunjas daher wohl lĂ€ngst ausgerottet. Heute gilt ihr feines Haarkleid als die seltenste und teuerste Wolle der Welt.
(26.10.2011, 15:20)
Jana MĂŒller :   Tarika ist im MĂ€rz 2010 gestorben.
(19.10.2011, 19:54)
Niedersachse :   Was ist denn aus der dritten erwachsenen Kuh Tarika geworden?
(19.10.2011, 19:00)
Wilhelma :   Es ist wieder ein Junge:
Zweite kleine „Hoheit“ im Giraffenhaus geboren

Am Mittwoch, den 12. Oktober, kam im Giraffenhaus der Wilhelma endlich der lĂ€ngst erwartete zweite Nachwuchs des Jahres 2011 zur Welt: Und es ist erneut ein kleiner Bulle! Bereits im Juli war mit „Kasper“ ebenfalls ein Giraffenjunge geboren worden, mit der Frauenquote sieht es dieses Jahr also schlecht aus. Seit heute hat Kaspers kleiner Halbbruder auch einen Namen: „Malik“ – in der afrikanischen Sprache Swahili bedeutet das „König“. Ein passender Name fĂŒr die jĂŒngste kleine „Hoheit“, die ab sofort zusammen mit ihrer siebenjĂ€hrigen Mutter Kiburi im Giraffenhaus, im Vorgehege und bald sicher auch in der Außenanlage bewundert werden kann.
Schöne große Augen mit langen Wimpern, ein weiches MĂ€ulchen mit vorwitzig langen Lippen und ein leicht verwundert wirkender Gesichtsausdruck – auch Kiburis zweiter Nachwuchs mit Herdenchef Hanck ist wieder ein Bild von einer Netzgiraffe geworden. Nur die Hörnchen stehen noch leicht schrĂ€g vom Kopf des kleinen Malik ab: Damit sie wĂ€hrend der Geburt nicht störend im Weg herumstehen, liegen sie nĂ€mlich zunĂ€chst vollstĂ€ndig an, um sich dann Tag fĂŒr Tag ein StĂŒckchen weiter aufzurichten. Bei Malik ist dieser Vorgang fast abgeschlossen, sprich in wenigen Tagen werden die Hörnchen vollends aufgerichtet sein, wie es sich gehört. Es lĂ€uft also bislang alles ganz normal und giraffentypisch ab: von der Geburt am Morgen des 12. Oktober, die nach rund zwei Stunden und einem gebremsten freien Fall aus zwei Metern Höhe erfolgreich beendet war, ĂŒber das schnelle Aufrappeln des Kleinen und seine ersten wackligen Balanceakten auf den langen Stelzen bis hin zum ersten krĂ€ftigen Schluck aus Mutters Milchquelle. Damit diese reichlich fließt, bekommt Mutter Kiburi von den Tierpflegern derzeit besonders große Portionen Luzerne, Heu, Laub und GemĂŒse serviert.
Nun muss der Kleine also nur noch wachsen und gedeihen, was bei Giraffen jedoch unwahrscheinlich schnell gehen kann: Bei der Geburt sind sie rund 60 Kilogramm schwer und etwa 1,70 Meter groß – und gleich im ersten Jahr legen sie einen weiteren Meter an Höhe zu. In der Wildnis ist dies ein wichtiger Überlebensfaktor: Denn mit jedem Zentimeter wachsen dort auch die Chancen, nicht im Rachen eines hungrigen Raubtieres zu enden. Trotzdem erreichen „dank“ Beutegreifer, Krankheiten und Co. in den afrikanischen Savannen bis zu 75 Prozent der Junggiraffen nicht einmal das erste Lebensjahr. Zwar drohen in der Wilhelma keine Gefahren durch Raubtiere, dennoch bleibt nach einer Geburt das Giraffenhaus in der Regel zunĂ€chst einige Tage geschlossen – damit Mutter und Kind unter Ausschluss der Öffentlichkeit erst einmal in Ruhe ihre Bindung festigen können. Erst dann stoßen auch Malik und Kiburi zum Rest der Herde in der großen Anlage: zu Maliks Ă€lterer Schwester, der 2009 geborenen Leonie, zu der zweiten Giraffenkuh Kitale, ihrem Sohn Kasper und dessen Ă€lterem Bruder Leon sowie zu Vater Hanck.
(19.10.2011, 14:40)
Wilhelma :   Buschkrokodile in der Wilhelma:
Panzerechsen im Miniformat

Die Marketingstrategen eines großen Industriekonzerns hĂ€tten es nicht besser machen können: Weil der „offizielle“ deutsche Name `Orangeaugen-HelmskinkÂŽ eher etwas holprig daher kommt, wird das kleine Reptil in Terrarianerkreisen meist als `BuschkrokodilÂŽ bezeichnet. Das klingt ungleich spannender, und jeder denkt sofort an outback, Dschungelcamp und Lebensgefahr fĂŒr unvorsichtige Schwimmer!
Inspiriert wurde dieses Pseudonym durch vier Reihen großer, gezackter RĂŒckenschuppen, die an die RĂŒckenpanzerung eines Krokodils erinnern. Damit sind die Gemeinsamkeiten aber auch erschöpft. Ein ausgewachsenes Buschkrokodil wird nicht mehrere Meter, sondern mit viel Wohlwollen vielleicht 20 cm lang! Es kann weder fauchen noch brĂŒllen, sondern gibt nur eigenartige Quaklaute von sich. Sein Schwanz, der gut die HĂ€lfte der GesamtlĂ€nge einnimmt, dient auch nicht dazu, mit peitschenden SchlĂ€gen große Beutetiere von den Beinen zu bringen. Er wird als letzter Rettungsanker in akuten Notsituationen einfach abgeworfen.
Wer seinen Fressfeinden so wenig entgegenzusetzen hat, tut gut daran, ihnen möglichst ganz aus dem Weg zu gehen. Buschkrokodile fĂŒhren ein heimliches Leben im Unterwuchs der feuchten RegenwĂ€lder der Tropeninsel Neuguinea. In aller Regel verlassen sie ihr Versteck erst bei Einbruch der DĂ€mmerung. Dann entgeht den großen, von einem breiten orangefarbenen Ring umgebenen Augen selbst bei völliger Dunkelheit keine noch so kleine Bewegung. Ein jagendes Buschkrokodil bringt Tod und Verderben ĂŒber RegenwĂŒrmer, Nacktschnecken, Insektenlarven und andere kleine Bewohner des Urwaldbodens...
Offensichtlich ist diese Lebensweise recht erfolgreich, denn Buschkrokodile zeichnen sich durch eine recht geringe Fortpflanzungsrate aus. Nur alle 9 bis 10 Wochen wird ein einziges Ei gelegt, aus welchem nach etwa 55 bis 70 Tagen ein etwa 2 bis 3 Gramm schweres „Babykrokodil“ schlĂŒpft. Ihren Nachwuchs behelligen die Eltern in der Regel nicht, erwachsene Buschkrokodile können untereinander aber recht aggressiv sein.
Die Wilhelma-Buschkrokodile leben in einem kleinen Glasterrarium gegenĂŒber dem Eingang zur Krokodilhalle – also ganz in der NĂ€he ihrer großen Namensvettern. Als Besucher muss man schon sehr genau hinschauen, um eines der Tiere in seinem Versteck zu entdecken. Leichter zu finden sind die weißen Eier, die immer wieder einmal im feuchten Bodensubstrat abgelegt werden. Sie werden entweder im Terrarium belassen oder in einem Brutapparat hinter den Kulissen erbrĂŒtet. Als Ergebnis dieser BemĂŒhungen wĂ€chst derzeit eine neue Generation der Miniatur-Panzerechsen im Wilhelma-Terrarium heran.
(12.10.2011, 15:46)
Joshua Förg :   Lebt das Stachelschwein (oder die Stachelschweine?), das vor dem Neubau der Anlage fĂŒr Menschenaffen das ehemalige Warzenschweingehege bewohnte, noch in der Wilhelma hinter den Kulissen??
(09.10.2011, 13:18)
Jana MĂŒller :   Ja, Petra kann nun beide Anlagen nutzen.

Im ĂŒbrigen sind noch ein paar Tiere umgezogen:
Tibor (Somali-Wildesel)
Xano (Vikunja)
Shira (Gorilla)
(07.10.2011, 14:30)
Joshua Förg :   Kann dann Petra beide Anlagen gleichzeitig bewohnen?
(07.10.2011, 13:32)
Jana MĂŒller :   War vorhin im Zoo und haben ein paar News:
- Die Wilhelma hat (mind.3) neue Nandus.
- Die Servalkatze Joke ist im September eingeschlÀfert worden.
- Neue Beschildererung im KleinsÀugerhaus.
- Im ehemaligen Tukangehege sind die Seidenturakos eingezogen. Die Ypecaharallen, die auch in dem Gehege waren sind nun bei den Roten Sichlern untergebracht.

(06.10.2011, 17:10)
Wilhelma :   Nachwuchs beim Hartlaub-Turako:
Große Freude ĂŒber zwei noch „hĂ€ssliche Entlein“:
Der afrikanische Hartlaub-Turako gehört zur Ordnung der Kuckucksvögel, ist also mit unserem einheimischen Kuckuck entfernt verwandt. Im Gegensatz zu ihm baut er aber ein Nest, wenn auch ein schlampiges, legt zwei Eier dort hinein und brĂŒtet sie gut zweieinhalb Wochen lang selbst aus. In der Freiflugvoliere der Wilhelma hat jetzt ein Paar sein BrutgeschĂ€ft so unauffĂ€llig gestaltet, dass alle angesichts der ausgeflogenen Jungvögel angenehm ĂŒberrascht waren.
Die Jungvögel verlassen das Nest bereits nach etwa 17 Tagen, sind dann wenig entwickelt und können zwar recht und schlecht im GeĂ€st herum klettern, aber nicht fliegen. Vom prĂ€chtigen Gefieder der Altvögel ist da noch nicht viel zu erkennen – die Jugend kommt großteils in schlichtem Braun daher. Die roten Handschwingen sind allerdings bereits ein Hinweis auf spĂ€tere Farbenpracht. Das Rot entsteht durch einen speziellen Farbstoff, das Turacin, Ă€hnlich unserem roten Blutfarbstoff. Auch das hĂŒbsche GrĂŒn der Erwachsenen ist kein „normales“ VogelfarbengrĂŒn, sondern wiederum ein spezieller Farbstoff, genannt Turacoverdin, der mit unserem Gallenfarbstoff verwandt ist. Jung- und Altvögel lassen sich an der Gefiederfarbe unterscheiden, MĂ€nnchen und Weibchen hingegen nicht – bei den Turakos sind beide Geschlechter gleich hĂŒbsch gefĂ€rbt.
Die Waldvögel mit der seidigen Federtolle auf dem Kopf können hauptsĂ€chlich mit ihren Farben punkten. Der Gesang verdient seinen Namen definitiv nicht: Wegen ihrer unmelodischen LautĂ€ußerungen werden einige Turakoarten auch „LĂ€rmvögel“ genannt! Der alte, aus dem NiederlĂ€ndischen ĂŒbernommene Name „Pisangfresser“ (Bananenfresser) umschreibt etwas ungenau die ErnĂ€hrungsgewohnheiten: Die Vögel ernĂ€hren sich zwar von FrĂŒchten, allerdings nicht ausschließlich von Bananen!
(06.10.2011, 12:18)
Wilhelma :   Groß, grĂŒn & gelassen:
Riesen - Makifrösche im Amazonienhaus in der Wilhelma

Eigentlich sind Frösche nachtaktive, bisweilen sehr scheue Wesen, die dem tagaktiven Zoobesucher oft nur wenig Freude machen. Nicht so die Riesen-Makifrösche: Ihre GrĂ¶ĂŸe macht es nahezu unmöglich, die grĂŒnen Riesen zu ĂŒbersehen. Ihre sprichwörtliche Gelassenheit lĂ€sst sie auch bei großem GetĂŒmmel ruhig auf ihrem Sitzplatz verharren. Hektisches Wegspringen ist nicht ihr Ding – wenn ein Makifrosch den Platz wechseln möchte, tut er das mit majestĂ€tischer Ruhe. Kurzum: Der ideale Frosch fĂŒr den öffentlichen Dienst!
Der Riesen-Makifrosch ist der grĂ¶ĂŸte Vertreter der zu den Laubfröschen gehörenden Makifrösche. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich nahezu ĂŒber das gesamte Amazonienbecken – dort tummelt er sich in den BĂ€umen des Regenwaldes, meist in Höhen deutlich oberhalb von 8 m. In BodennĂ€he findet man die grĂŒnen Riesen nur wĂ€hrend der Fortpflanzungszeit: Dann paaren sich die Frösche auf BlĂ€ttern knapp 1 m ĂŒber der WasseroberflĂ€che und legen auf diesen BlĂ€ttern auch die bis zu 250 Eier ab. Die bis zu 5 cm großen Kaulquappen können sich dann nach dem SchlĂŒpfen direkt ins Wasser fallen lassen und entwickeln sich dort langsam zu Fröschen. Wir hoffen natĂŒrlich sehr, dass die beeindruckenden Frösche auch in der Wilhelma Lust auf Nachwuchs bekommen – selbstverstĂ€ndlich ist es auf jeden Fall nicht, denn Makifrösche sind da etwas heikel.
Frösche interessieren sich nur fĂŒr lebende Beute – im Regenwald wie auch im Terrarium sind dies allerlei Insekten und Spinnentiere. Im Gegensatz zu den kleinen Pfeilgiftfröschlein lĂ€sst sich ein solch stattlicher Makifrosch natĂŒrlich nur ungern mit einer kleinen Fruchtfliege abspeisen lĂ€sst – es sollte dann schon eine ordentliche Heuschrecke, Grille oder Schabe sein!
Froschfreunde finden die Riesen-Makifrösche im Schlangenterrarium im Amazonienhaus in Gesellschaft mit den Regenbogenboas und den Stirnlappenbasilisken.
(04.10.2011, 08:18)
Jana MĂŒller :   Ich habe es seitdem nicht mehr gesehen.
(25.09.2011, 12:35)
Joshua Förg :   DafĂŒr ist das Jungtier aber sehr klein... Oder tĂ€usche ich mich da?
(25.09.2011, 12:02)
Jana MĂŒller :   Woher kommt diese Info? Finde das gar nicht auf der HP...

Nochmal zum Takin-Jungtier: Habe gestern meine Fotos angeschaut und ein Foto vom 21.03. gefunden, da war das Jungtier schon da... ist also nun schon mind. ein halbes Jahr alt.
(25.09.2011, 08:59)
Wilhelma :   Höllisch scharfe FrĂŒchtchen:
Chilis im Wintergarten der Wilhelma

Die Liebhaber scharfer KĂŒche haben eine spezielle Einteilung der feurigen FrĂŒchtchen in unterschiedliche SchĂ€rfe- bzw Schmerzgrade (Scoville-Einheiten). Verantwortlich fĂŒr die extreme geschmackliche Vielfalt der Chilis ist das Capsaicin, ein weder durch Kochen, Einfrieren oder Trocknen zerstörbarer sekundĂ€rer Pflanzenstoff. Den produzieren die zu den Paprikapflanzen gehörenden scharfen Schoten eigentlich zur Feindabwehr. Wem das alles zu heiß ist, muss Chilis aber nicht unbedingt essen - man kann die Pflanzen mit den vielen bunten FrĂŒchten auch einfach schön finden.

Aus diesem Grund haben die GĂ€rtner der Wilhelma im Wintergarten eine kleine Auswahl der verschiedenen Sorten ausgestellt: Sonnengelb, feuerrot, saftorange oder schokoladenbraun glĂ€nzen die verfĂŒhrerischen FrĂŒchte der NachtschattengewĂ€chse in den leuchtenden Farben des Herbstes. Die weltweit verbreitete große Familie der NachtschattengewĂ€chse enthĂ€lt vorwiegend giftige Pflanzen, darunter viele Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Tabak und Paprika sowie auch Rausch- und Medizinalpflanzen wie etwa Tollkirsche, Alraune, Bilsenkraut und Stechapfel. Das Gift Solanin kann in allen Pflanzenteilen enthalten sein, es wird durch Hitze aber zerstört. Die FrĂŒchte der Paprikapflanzen enthalten kein Solanin und können daher problemlos auch roh gegessen werden. GemĂŒsepaprika ist noch dazu nicht einmal scharf, aber Chili wehrt sich gegen Verzehr. Paprika ist ĂŒbrigens eine sehr alte Nutzpflanze, die offenbar schon um 2500 v. Chr. in Bolivien und Peru kultiviert wurde.

Die Naschkatzen unter den Besuchern der Wilhelma seien gewarnt – die meisten gezeigten Sorten im Wintergarten sind tatsĂ€chlich höllisch scharf und fĂŒr normale Gaumen eine ausgesprochen schmerzhafte Erfahrung. Allerdings nur fĂŒr SĂ€ugetiere – Vögel sind gegen die SchĂ€rfe des Capsaicins unempfindlich. Sie fressen die FrĂŒchte mit den Samen, scheiden die Samen mit dem Kot wieder aus und sorgen so fĂŒr die Verbreitung der Chilis.
(23.09.2011, 16:00)
Jana MĂŒller :   Von der Wilhelma-HP:

Diese Woche (ab 19.9.) werden im Seelöwensee Bau- und Sanierungs- maßnahmen durchgefĂŒhrt. Die Robben sind daher derzeit nicht zu sehen, auch die SchaufĂŒtterungen mĂŒssen leider wĂ€hrend der Sanierung ausfallen. Danke fĂŒr Ihr VerstĂ€ndnis.

(19.09.2011, 16:34)
Joshua Förg :   Nun habe ich gestern beim Wilhelma-Tag nachgefragt: Die Wilhelma hĂ€lt tatsĂ€chlich noch hinter den Kulissen des Nachttierhauses den Plumplori "Elsbeth". Diese hat aber nur noch einen Zahn (!) und bewegt sich anscheinend kaum noch. Soviel dazu.
(19.09.2011, 16:00)
Wilhelma :   Was Sie schon immer ĂŒber die Wilhelma wissen wollten ...
Blicke hinter die Kulissen am Wilhelma-Tag der „offenen TĂŒr“

Am 18. September ist – wie jedes Jahr eine Woche nach Ende der Sommerferien – wieder großer „Wilhelma-Tag“. Dann erhalten die Wilhelma-Besucher Einblicke in Bereiche hinter den Kulissen des zoologisch-botanischen Gartens, die ihnen sonst verborgen bleiben: ob in FutterkĂŒche, Krankenstation oder Pflanzen-AnzuchthĂ€user.

Jedes Jahr am Wilhelma-Tag erscheint der Park wie verwandelt: An vielen Stellen sind dann Info-StĂ€nde aufgebaut – mit reichlich Anschauungsmaterial rund um Pflanzen, Tiere, Futter und Co. Im Terrarium können Schlangen, im Jungtieraufzuchthaus KĂŒken und Kaninchen gestreichelt werden. Und an einigen Stationen laden die Tierpfleger und GĂ€rtner die Besucher auch zum Helfen und Mitmachen ein, was vor allem bei den Kindern immer großen Anklang findet: ob es darum geht, BeschĂ€ftigungsmaterial fĂŒr die Affen zu basteln, den „Eignungstest“ als kĂŒnftiger Tierpfleger zu bestehen, beim Pinguin-Quiz zu punkten oder den GĂ€rtnern beim Pflanzentopfen zu helfen. Zudem kann das Publikum den Wilhelma-Mitarbeitern an den Info-StĂ€nden, bei den FĂŒtterungen und Aktionen nach Herzenslust Löcher in den Bauch fragen: Was frisst ein Flamingo, was ein Flusspferd? MĂŒssen Elefanten auch zum Zahnarzt? Wie bringt man Oleander heil ĂŒber den Winter und Kakteen zur BlĂŒte? Am Ende des Tages verstehen die Besucher dann viel besser, wie ein zoologisch-botanischer Garten funktioniert – von der Aquarientechnik, ĂŒber die FutterkĂŒche und die Krankenstation bis hin zur Anzucht Tausender von Pflanzen pro Jahr. Einige ĂŒberzĂ€hlige GewĂ€chse Marke Eigenanbau können die Besucher am Wilhelma-Tag im Betriebshof sogar kaufen – praktische Tipps fĂŒr die Pflanzenpflege durch die freundlichen GĂ€rtnerinnen und GĂ€rtner nicht selten inklusive.

Der Wilhelma-Tag ist bundesweit die einzige zoologisch-botanische Spielart des so genannten „Zootags“, den der Verband der Berufstierpfleger vor ĂŒber 18 Jahren aus der Taufe gehoben hat. Tierpfleger, GĂ€rtner und Parkpfleger gestalten ihn stets in Eigenregie und auch Wilhelmaschule und Förderverein tragen einen Teil zum Programm bei. Die ausfĂŒhrlichen Programme sind im Internet unter www.wilhelma.de/wilhelmatag zu finden und werden zudem am Wilhelma-Tag an EingĂ€ngen, GewĂ€chs- und TierhĂ€usern ausgehĂ€ngt. Der Eintritt kostet trotz der zusĂ€tzlichen Einblicke, Attraktionen und Aktionen nicht mehr als an einem ganz „normalen“ Wilhelma-Tag: Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder die HĂ€lfte.

Foto (Wilhelma): Auch die ErdmĂ€nnchen finden den Wilhelma-Tag spannend – schon deshalb, weil ihr Einsatz als Fotomodels mit einer Extra-Portion MehlwĂŒrmer honoriert wurde.
(13.09.2011, 16:00)
Michael Mettler :   @Bernhard Brehmer: Zu den Antilopen der 80er zĂ€hlten auch noch die als SchwarzrĂŒckenducker ausgeschilderten Tiere bei den Nyalas und neben den RiesenkĂ€ngurus/Kasuaren, die aber wahrscheinlich BlaurĂŒckenducker waren.
(13.09.2011, 14:28)
Jana MĂŒller :   Das Gehege der Klippspringer steht leer.
(13.09.2011, 08:11)
Bernhard Brehmer :   Laut Zootierliste hat die Wilhelma keine Klippspringer mehr. Weiß jemand, was nun den stilisierten Mini-Tafelberg inmitten der Giraffen-Anlage bewohnt?

Damit ist die Wilhelma nun um eine weitere (Klein-)Antilopenart ärmer. Zu meiner Wilhelma-Phase in den 1980ern (nach Einweihung der Afrika-Anlage) gab es immerhin noch Südafrikanische Spießböcke, Addax-Antilope, Bleßbock, Rappenantilope, Elenantilope, Impala und Tiefland-Nyala, zudem noch die Weißschwanz-Gnus in den provisorischen Huftieranlagen...
(13.09.2011, 01:24)
Bernhard Brehmer :   @ Joshua Förg: Zum ehemaligen Gehege der Plumploris: Das war nicht dort, wo heute (zumindest bei meinem letzten Besuch) die Mausmakis sind, sondern in dem einzigen hohen Gehege an der rechten Wand (gegenüber dem Flugkäfig der Fledertiere, gleich nachdem man beim Riesensalamander um die Ecke biegt). Bei meinem letzten Besuch (ist schon ein paar Jahre her) lebten dort die Wüstenschläfer. Die Gehegefront bei den Mausmakis war Mitte der 1980er Jahre wie folgt besetzt: Senegal-Galagos, Wickelbären, Katzenfrett und Nachtaffe (letzterer dann später abgelöst durch einen einzelnen Fuchskusu und dann noch später durch den Makibären)
(13.09.2011, 01:15)
Ottmar MĂŒller :   @Michael Mettler: Ich denke, wenn nochmal Menschenaffenjungtiere kommen, ziehen diese ins alte Menschenaffenhaus.
(11.09.2011, 20:55)
Jana MĂŒller :   Habe heute die drei Greifstachler sehen können. Zwar nicht wirklich gut, aber immerhin.
Das JAH zum SĂŒdamerikahaus?
Ach ja, bei den Goldagutis leben jetzt nachdem die GoldkopflöwenÀffchen ausgezogen sind 2 Kaiserschnurrbarttamarine drin, die aus der Gruppe verdrÀngt wurden. Allerdings ist die Gruppe von Malou&Ant noch komplett, also mit den beiden Jungtieren vom letzten Jahr und die diesjÀhrigen. D scheint es dann wohl noch ne 2. Zuchtgruppe hinter den Kulissen zu geben.

Also - ein ehemaliger GorillaaufzuchtkÀfig ist ja noch leer.
Allerdings denke ich nicht, dass da wieder ein Tier aufgezogen wird, es wÀre ja dann ganz alleine ohne Sichtkontakt zu Artgenossen. Claudia wurde aus diesem Grund ja ins Menschenaffenhaus geholt.
(11.09.2011, 19:10)
Michael Mettler :   Ist es denn so ausgeschlossen, dass die RĂ€ume noch mal zur Menschenaffenaufzucht genutzt werden? Wenn irgendwo in Europa plötzlich eine entsprechende Notsituation entstĂŒnde, bevor das neue Haus in Stuttgart fertig wird? Dann könnten doch die Greifstachler schnell wieder hinter den Kulissen landen.
(11.09.2011, 16:06)
Ottmar MĂŒller :   HĂ€tte nicht gedacht, dass die Wilhelma so schnell mit der Umstrukturierung des JAH zum SĂŒdamerikahaus anfĂ€ngt. Was glaubt ihr welche Tierarten noch einziehen werden?
(11.09.2011, 14:57)
Joshua Förg :   Hier das Greifstachlergehege...
(11.09.2011, 11:19)
Ottmar MĂŒller :   Könnte vielleicht jemand ein Foto vom Greifstachlergehege hier reinstellen? Ich komme in nĂ€chster Zeit wohl nicht in die Wilhelma.
(11.09.2011, 10:47)
Jana MĂŒller :   Ja, das denke ich ja auch, denn sonst hĂ€tte man ja gleich eine große Vitrine draus machen können. Ist ja quasi so wie bei den RaubtierkĂ€figen ;-)

Und nochmal zu den Bongos:
Im Wilhelmamagazin 2/99 steht von einem Kalb namens Butterfly. Im Bongozuchtbuch ist aber nichts ĂŒber ein Bongo namens Butterfly bekannt, es steht nicht drin. Hm, jemand ne ErklĂ€rung dafĂŒr?
(10.09.2011, 09:56)
Michael Mettler :   Da es offenbar um das Nachttierhaus geht: Alle Vitrinen waren ursprĂŒnglich einzeln mit unterschiedlichen Tierarten besetzt, so habe ich es bei meinen ersten Besuchen in den 80er Jahren noch erlebt.
(10.09.2011, 09:21)
Jana MĂŒller :   Hier die beiden Youtube-Links zu Elsbeth, von EisbĂ€r, Affe & Co.
http://www.youtube.com/watch?v=ZaHOr6k6RVU
http://www.youtube.com/watch?v=5RC2y9uJkjE

Ob die beiden Vitrinen mal getrennt waren weiß ich nicht, könnte es mir aber gut vorstellen.

Was ist eigentlich aus den Allfarbloris geworden? Ihre Vitrine ist ja schon seit lÀngerem weg. Die Papualoris sind umgezogen auf die Terrassen, in den KÀfig, in dem mal die Australischen Königssittiche waren. Diese sind in den KÀfig des Gelbwangenkakadus gezogen. Dieser ist wohl nicht mehr da...
Die Vitrine von den Blaukrönchen war ja auch schon lĂ€nger unbesetzt. Was ist aber mit den Vitrinen auf der andern Seite? Die sehen seit dem Umbau dort auch leer aus und viel GrĂŒnzeug ist da nun drin. Oder verstecken sich die ganzen Vögel da drin immer wenn ich da bin? ^^


Ach ja, die GoldkopflöwenĂ€ffchen leben nun wohl wieder im Amazonienhaus bei den Weißkopfsakis.
(10.09.2011, 09:10)
Joshua Förg :   Jetzt habe ich mich mal schlau gemacht: Der Plumplori hieß Elsbeth (BĂ€rbel ist wohl aus meiner Fantasie entsprungen :D)und lebte mit Otto bei den Mausmakis. Otto starb und Elsbeth lebte als Einzeltier in der Wilhelma. Nach einer Krankheit wurde sie in die FutterkĂŒche "verlagert" und wieder aufgepĂ€ppelt. Als Elsbeth wieder gesund war scheiterte die Wiedereingewöhnung, sie war aggressiv und biss die Mitbewohner. So wurde Elsbeth wieder zurĂŒck in die FutterkĂŒche versetzt.

Ich hoffe, die "Geschichte" stimmt grĂ¶ĂŸtenteils, die Infos habe ich einer privaten Homepage entnommen.

Lebten vor dem Tod Ottos die beiden Plumploris in einem der beiden Gehege, in denen heute die Mausmakis alleine lebten? Oder waren die beiden Vitrinen schon immer zusammen?
(09.09.2011, 22:18)
Jana MĂŒller :   Hm... kann mich echt an keine BĂ€rbel erinnern. Bei youtube gibts aber n Video von EisbĂ€r, Affe & Co von nem Plumplori. Da wird auch der Name genannt. Kann das ja morgen mal raussuchen.

Ja, das ists eben. Bei den Bongos ist man sie sicher, obs alle sind oder ob noch irgendwo versteckt eins liegt. Habe auch schon 4 auf einmal gesehen (vor ca. 2 Wochen), aber weiß eben nicht ob da n Zuchtbock dabei ist. Xento starb ja schon 2009. Ob nun wieder ein Nachfolger da ist, weiß ich eben nicht.

Die Takine hatten im FrĂŒhjahr dieses Jahr Nachwuchs. Das Kleine dĂŒrfte nun schon ein halbes Jahr alt sein.
(09.09.2011, 22:05)
Joshua Förg :   Ich meine, der Lori hieß BĂ€rbel...
Zu den Bongos: Die Wilhelma hÀlt meines Wissens einen Zuchtbock, den Namen von ihm kenne ich nicht. Bei meinem letzten Besuch sah ich drei Weibchen (es könnten auch mehr sein). Ich glaube, in der Gruppe ist auch ein Àlteres Jungtier.

Gestern sah ich hinter dem Baustellenzaun auch noch zwei Takins mit einem Jungtier.
(09.09.2011, 20:06)
Jana MĂŒller :   BĂ€rbel? BĂ€rbel sagt mir gar nix, weiß nur dass es mal nen Plumplori namens Elsbeth gab. Aber die Wilhelma hĂ€lt wohl seit 2007 keine Plumploris mehr.

Ne andere Frage: Weiß wer, ob die Wilhelma gerade einen Bongo-Zuchtbock hat und dessen Name? Auch die Weibchen, wie heißen die uns wie viele ham die eigentlich gerade?
(09.09.2011, 09:47)
Joshua Förg :   HĂ€lt Stuttgart eigentlich noch den Plumplori "BĂ€rbel"?
(08.09.2011, 21:27)
Michael Mettler :   Im - ĂŒbrigens sehr lesenswerten - Buch "Der Fisch, der aus der Urzeit kam" von Hans Fricke ist zu lesen, dass sich die Wilhelma Mitte der 80er Jahre kurzzeitig erhoffte, zwei Quastenflosser zu bekommen. Fricke hatte eine Fang- und Ausfuhrgenehmigung der Komoren erhalten, und die Wilhelma hatte ihm bereits TransportbehĂ€lter zur VerfĂŒgung gestellt. Das Vorhaben wurde dann aber fallengelassen, weil man Ärger aus Naturschutzkreisen befĂŒrchtete, falls die Fische nicht ĂŒberleben wĂŒrden.

Fricke machte dann ĂŒbrigens von seiner Fanggenehmigung auch anderweitig keinen Gebrauch und kĂ€mpfte spĂ€ter gegen die Vorhaben amerikanischer und vor allem japanischer Großaquarien, Quastenflosser fĂŒr Schauzwecke zu fangen.
(08.09.2011, 10:05)
Wilhelma :   Greifstachler in der Wilhelma:
Stachlige SchlafmĂŒtzen mit Knubbelnasen

Sie sehen aus wie wundersame Fabelwesen und tragen dicke, wie von Loriot persönlich gemalte Knollennasen: die Greifstachler. Nur zwei Zoos in Deutschland halten sie, einer davon ist die Wilhelma. Zu sehen sind die dĂ€mmerungs- und nachtaktiven SĂŒdamerikaner aber auch deshalb so selten, weil sie ihre hĂŒbschen NĂ€schen tagsĂŒber nur selten publikumswirksam aus ihren Schlafkisten strecken. Zudem lebte das Stuttgarter Greifstachler-Trio die letzten Jahre hinter den Kulissen. Doch jetzt sind Esperanza, Margerite und Herbie in einem der frei gewordenen Gehege im Jungtieraufzuchthaus eingezogen – wo zumindest der frĂŒhe und der spĂ€te Besucher nun mit etwas GlĂŒck eines der drolligen Tiere erspĂ€hen kann.

Vermutlich liegt es gerade an den schönen rosa Knollennasen, dass wir Menschen Greifstachler spontan als ĂŒberaus sympathisch empfinden. „Sehr weich sind diese Nasen außerdem“, wie Revierleiterin Manuela Krön-Folkers weiß, weil die Tiere ihre „Riechkölbchen“ gerne von den Pflegern streicheln lassen. „Was besonders drollig ist: Mit ihren sehr langen Barthaaren umschließen und betasten die Tiere dabei die ganze Hand.“ Auch die bedĂ€chtige Art, mit der sich die Greifstachler bei der Nahrungssuche durchs GeĂ€st bewegen, hat Charme und Stil. Doch warum unnötig Hektik verbreiten: BlĂ€tter und FrĂŒchte muss man schließlich nicht jagen, sondern braucht sie nur abzuernten. Dass die Ernte in der luftigen Höhe von UrwaldbĂ€umen stattfindet, ist fĂŒr die mit den Meerschweinchen verwandten Nagetiere dank krĂ€ftiger Krallen und langem Greifschwanz kein Problem.

Stachelig sind Greifstachler ĂŒbrigens von Geburt an. Allerdings sind die Spießchen anfangs weich, biegsam und werden noch von den rötlichen Haaren des Babyfells ĂŒberragt. Nur vier Wochen spĂ€ter aber haben die Stacheln „den Spieß umgedreht“, sind nun deutlich lĂ€nger als das Fell und dienen dem Greifstachler fortan als fast unerschöpfliches Waffenarsenal. Die Stacheln sitzen dabei recht locker und somit schnell einsatzbereit am Körper. DafĂŒr sitzen sie bei Angreifern, die mit ihnen unliebsame Bekanntschaft schließen, aufgrund ihrer Widerhaken umso hartnĂ€ckiger fest.

Die Wilhelma hĂ€lt diese interessante Tierart schon seit 1988, den letzten Nachwuchs gab es 2006. An diesem beteiligt war auch Herbie, der 2003 aus Buffalo, USA, nach Stuttgart kam. Esperanza stieß 2007 aus Französisch Guayana dazu und Margerite 2009 aus Frankfurt, dem zweiten deutschen Zoo, der die Art hĂ€lt. Eigentlich sind diese Tiere Eigenbrötler, untereinander gelten sie als streitsĂŒchtig. TatsĂ€chlich kommt es auch bei Herbie und Esperanza, die fast wie ein Paar leben, hin und wieder vor, dass der eine oder andere kurzfristig aus der gemeinsamen Schlafkiste auszieht. Dann kann man plötzlich und unerwartet selbst am helllichten Tag eines der Tiere in ganzer Schönheit, wenn auch völlig verschlafen, auf dem Dach der Kiste sitzen sehen. Damit die Besucher auch sonst wenigstens Teile der stachligen SchlafmĂŒtzen erspĂ€hen können, erhalten die drei baldmöglichst neue Kisten, die etwas bessere Einblicke bieten. DarĂŒber hinaus gilt: Wer das Jungtieraufzuchthaus gleich nach der Öffnung um 9 Uhr oder nicht lange vor seiner Schließung um 18.15 Uhr besucht, hat die besten Karten, die charmanten Knubbelnasen einmal außerhalb ihres Bettes anzutreffen.

Foto: Wilhelma
Schlafzimmerblick - Esperanza hÀlt heute auf dem Kistendach ihr Nickerchen.
(07.09.2011, 15:57)
Joshua Förg :   Vielen Dank, ich werde die Wilhelma im Laufe der Woche einmal besuchen :-)
(07.09.2011, 08:57)
Jana MĂŒller :   Nein, sie sind nun im Jungtieraufzuchthaus untergebracht, an der Schmalseite wo frĂŒher mal die Gorillas drin waren und nach deren Umzug ins Menschenaffenhaus dann die Schwarzen BrĂŒllaffen kurzzeitig eingezogen sind. Diese sind nun aber mittlerweile in einen anderen Zoo gegangen, sodass Platz fĂŒr die Greifstachler ist.
Auf der "langen Seite" neben den Goldagutis sind seit einiger Zeit auch schon Meißner Widderkaninchen eingezogen. Das Gehege daneben ist noch leer. Darin sitzt ein PlĂŒsch-Gorilla mit dem Hinweis, dass die jungen Gorillas ins Menschenaffenhaus gezogen sind.
(06.09.2011, 16:53)
Joshua Förg :   Wo sind die Greifstachler denn untergebracht? Im Nachttierhaus bei den Fledertieren?
(06.09.2011, 14:20)
Jana MĂŒller :   Die Wilhelma hat nun auch Greifstachler.
(03.09.2011, 18:25)
Wilhelma :   Afrikanische Juwelen:
Blaue Zwergtaggeckos im Terrarium

Viele Vertreter der Gecko-Familie sind nachtaktiv und daher wenig attraktiv gefĂ€rbt. Anders ist es bei den tagaktiven Arten: Die MĂ€nnchen der Zwergtaggeckos leuchten azurblau auf dem RĂŒcken und orange am Bauch – jetzt auch in den FroschkĂ€sten im Terrarium der Wilhelma.

Trotz seiner auffÀlligen FÀrbung wurde der Blaue Zwergtaggecko (Lygodactylus williamsi) erst Mitte des letzten Jahrhunderts entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. Das auffÀllige Prachtkleid tragen dabei nur die dominanten MÀnnchen: Weibchen und nicht dominante MÀnnchen sind unauffÀllig brÀunlich oder oliv gefÀrbt. Die Tiere verhalten sich untereinander kaum aggressiv, so dass sie in kleinen Gruppen zusammenleben können.

Das Verbreitungsgebiet der nur knapp acht Zentimeter großen Geckos ist besorgniserregend begrenzt: Sie kommen nur im Tieflandregenwald des Naturreservats Kimboza Forest in Tansania vor. Das Klima dort verwöhnt die kleinen InsektenjĂ€ger mit tropischen 25 bis 32 Grad Celsius Tagestemperatur (nachts ist es kĂŒhler) und 50 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die geschickten Kletterer leben nahezu ausschließlich auf SchraubenbĂ€umen der Gattung Pandanus. Haftlamellen an den Zehen und an der Schwanzspitze sorgen fĂŒr sicheren Halt auch auf den glatten BlĂ€ttern. Auf den BĂ€umen legen sie auch ihre Eier – jeweils im Zweierpack – ab, gut zwei Monate spĂ€ter schlĂŒpfen daraus die Jungen. Auch in der Wilhelma hatten die hĂŒbschen Zwerge hinter den Kulissen schon Nachwuchs.

FĂŒhlt sich ein Zwergtaggecko bedroht, kann er seinen Schwanz abwerfen und das Weite suchen, wĂ€hrend sich der Verfolger auf das zappelnde GeckoschwĂ€nzchen stĂŒrzt. Die grĂ¶ĂŸte Gefahr droht dem hĂŒbschen Gecko in den letzten Jahren aber nicht durch Fressfeinde, sondern durch den Menschen, da in dem Naturreservat unkontrolliert und illegal fĂŒr den Handel gesammelt und die Population so stark dezimiert wird. Da man den Blauen Zwergtaggecko regelmĂ€ĂŸig zĂŒchten kann, sollten Liebhaber dieser Art auf Nachzuchten zurĂŒckgreifen und WildfĂ€nge meiden. Das hilft, die Art in freier Wildbahn zu erhalten.

Foto: Wilhelma / Koch
(01.09.2011, 08:45)
Jana MĂŒller :   Habe mir am Wochenende mal die MĂŒhe gemacht, diesen Thread komplett durchzulesen.

Die Elefantenanlage hÀtte eigentlich schon letzten Winter umgebaut werden sollen (Graben weg), keine Ahnung wieso der Graben immernoch da ist. Bin gespannt, wann der nun wirklich weg kommt.

Von dem Bau eines neuen Drillgeheges wusste ich noch gar nix, wĂ€re schade, wenn die Geparden weg mĂŒssten, so lange sind die beiden ja noch gar nicht da.
Dennoch wĂŒrde ich mich sehr ĂŒber ein neues Drillgehege freuen, denn ihr jetziges kann man als Zumutung bezeichnen.

Soweit ich informiert bin, soll wohl auch ein Außengehege fĂŒr Fenneks entstehen. Kann mir das aber noch gar nicht vorstellen, wo das noch angebaut werden soll.
Außerdem sollen noch die Papageienterassen neu gemacht werden, dass sie Tiere auch mal grĂ¶ĂŸere Strecken fliegen können, nicht nur im Kreis. Allerdings erst nach Vollendung des Elefantenhausneubaus ist dies geplant.

Ach ja, da die Frage nach den Okapis aufkam: Zur Zeit leben 2 erwachsene Bullen in der Wilhelma, 3 KĂŒhe und ein mĂ€nnliches Jungtier. Es gibt auch noch OkapistĂ€lle neben dem Giraffenhaus.

Übrigens ist die Seelöwin "Mercedes" nicht tot und auch nicht alt. Sie ist die jĂŒngste der SeelöwenmĂ€dels und 9 Jahre alt.
Eine Frage hÀtte aber auch noch bzgl. der Seelöwen:
Gab es mal einen Bullen Namens "Escalon" aus einem anderen Zoo als Zuchtbulle fĂŒr die Wilhelma ODER hieß ein Seelöwenbaby (*2009?) "Escalon"?
3. Variante: Es gab beides. Den Zuchtbullen Namens Escalon und sein Jungtier, das den gleichen Namen bekam.


(29.08.2011, 16:02)
Wilhelma :   Zwillinge bei den Kaiserschnurrbarttamarinen:
Ein Fall fĂŒr die ganze Familie

Die Affenzwerge mit dem langen, umstĂ€ndlichen Namen „Kaiserschnurrbarttamarine“ haben winzigen Nachwuchs bekommen. Gleich zwei Affenbabys gilt es nun aufzuziehen. FĂŒr „die Tamarins“ kein Problem: Das Babysitten erledigen Mutter Malou, Vater Ant und der Rest der Familie in bewĂ€hrter Teamarbeit. Denn bei diesen Äffchen sind auch VĂ€ter vollwertige MĂŒtter – bis aufs SĂ€ugen natĂŒrlich. Und dem beeindruckenden Damenbart von Malou nach zu urteilen, gilt das irgendwie auch umgekehrt ...

Die knapp drei Wochen alten Zwillinge des Kaiserschnurrbarttamarin-Paars Malou und Ant könnten fĂŒr lĂ€ngere Zeit der letzte Nachwuchs dieser Art in Stuttgart gewesen sein. Denn die Koordinatorin des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms hat der Wilhelma einen Zuchtstopp fĂŒr diese KrallenĂ€ffchen verordnet. Der Grund: Die europĂ€ische Zoopopulation dieser Art ist mittlerweile groß genug, alle ZooplĂ€tze sind weitgehend belegt, so dass in nĂ€chster Zeit nur noch die Tiere weiter zĂŒchten dĂŒrfen, deren Gene im Gesamtbestand bisher selten vertreten und damit fĂŒr die Auffrischung wertvoll sind. Gerade das Wilhelma-MĂ€nnchen hat seine Gene jedoch schon zu genĂŒge weitergegeben – fĂŒr den mehrfachen Vater ist mit dem diesjĂ€hrigen Nachwuchs nun das Dutzend voll. Wer die beiden possierlichen Winzlinge mit den imposanten Kaiser-Wilhelm-BĂ€rten also gerne bei der Jungenaufzucht beobachtet, hat diesmal in Stuttgart vielleicht fĂŒr lange Zeit die letzte Chance dazu. Doch Tierbabys nur um deren AttraktivitĂ€t willen zu produzieren, ist eben nicht das Ziel moderner Zoos. Also wird bei Tierarten mit ausreichendem Bestand notfalls verhĂŒtet: indem EinzelgĂ€nger auch zur Paarungszeit getrennt bleiben, in Gruppen oder Paarbindungen lebende Tiere ein Hormonimplantat erhalten oder in EinzelfĂ€llen auch sterilisiert werden.

Noch ist es bei den Tamarinen der Wilhelma jedoch nicht soweit. Vielmehr halten die beiden NesthĂ€kchen derzeit die ganze Familie ordentlich auf Trab, wobei auch die Ă€lteren Geschwister schon fleißig einspringen. Auch zwischen MĂ€nnlein und Weiblein herrscht in Sachen „Kindererziehung“ absolute Gleichberechtigung – ob im brasilianischen Tieflandregenwald oder in der Wilhelma. Bei diesen KrallenĂ€ffchen pflegen mĂ€nnliche und weibliche Tiere keine festen Zweierbeziehungen, sondern nur das dominante Weibchen einer Gruppe paart sich, das aber in der Regel mit mehreren MĂ€nnchen – ihrem Nachwuchs zuliebe. Denn so kĂŒmmern sich echte wie potenzielle VĂ€ter um die Kleinen, man weiß ja nie, tragen diese huckepack und halten den MĂŒttern im wahrsten Wortsinn den RĂŒcken frei. Diese können sich dadurch ganz der Nahrungssuche widmen und die Winzlinge mit reichlich Milch versorgen. Was nicht schaden kann, denn direkt nach der Geburt misst so ein kleiner Kaiserschnurrbarttamarin ohne SchwĂ€nzchen gerade mal fĂŒnf Zentimeter und wiegt kaum mehr als eine Ansichtskarte. DafĂŒr ist das besondere Kennzeichen und Alleinstellungsmerkmal dieser Art schon bei den Allerkleinsten zu sehen: der Bartansatz.

Foto: Wilhelma
(25.08.2011, 15:41)
Mirko Schmidkunz :   Sollte ein Eintrag in NĂŒrnberg-Thread werden. Sorry.
(19.08.2011, 10:10)
Mirko Schmidkunz :   Kann mir jemand eine möglichst vollstĂ€ndige Liste ĂŒber die neu gehaltenen Tierarten geben, um sie dann in die Zootierliste aufzunehmen.
(19.08.2011, 10:07)
Joshua Förg :   Okay, also nach dem NĂŒrnberger Prinzip :-)
(18.08.2011, 22:32)
Tom Schröder :   Das Außengehege der Elefanten wird so umgebaut, dass es nachher auch fĂŒr die Nashornhaltung tauglich ist, denn diese Tierart wird das Haus und die anliegenden Anlagen dann allein nutzen.
(18.08.2011, 22:28)
Joshua Förg :   Warum baut die Wilhelma dann de Außenanlage um, wenn doch ein neues Haus entstehen soll? Nur als Übergangslösung oder sollen dann kĂŒnftig vielleicht andere Tiere einziehen?! Oder ein Bullenbereich fĂŒr die spĂ€tere Zuchtgruppe?
(18.08.2011, 21:25)
Ottmar MĂŒller :   Noch eine Frage: Wie soll eigentlich die Gehegebegrenzung nach dem UMbau des Elefantengeheges aussehen? Wird Panzerglas zum Einsatz kommen?
(18.08.2011, 21:25)
Ottmar MĂŒller :   Nein, ich meinte den NEUbau der Elefantenanlage vor dem Schaubauernhof.
(18.08.2011, 21:15)
Joshua Förg :   Die Außenanlage fĂŒr Elefanten soll ja schon ab Oktober umgebaut werden. GrĂ€ben sollen verschwinden, eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che wird entstehen.
(18.08.2011, 20:17)
Ottmar MĂŒller :   Und die HĂ€user sollen noch vor dem Elefantenhausneubau umgebaut werden?
(18.08.2011, 10:54)
Mirko Schmidkunz :   Der Name wurde von mir selbst gewĂ€hlt. Gemeint war damit ein neues Urwaldhaus fĂŒr Orangs, Languren und Gibbons, das den vollstĂ€ndigen Abriss der alten BetonaffenhĂ€user vorsah. Diese Planungen sind gestorben. Jetzt soll das alte Menschenaffenhaus nur umgebaut werden.
(18.08.2011, 09:49)
Joshua Förg :   Kann mir jemand etwas genaueres ĂŒber das Tropenhaus sagen? Ich höre davon zum ersten Mal.
(17.08.2011, 17:34)
Ottmar MĂŒller :   Wieso sollte das Tropenhaus nicht gebaut werden? Die Elefantenanlage kann ja nicht in den nĂ€chsten 5 Jahren gebaut werden und bis dahin steht ja kein Großprojekt an.
(17.08.2011, 17:12)
Jennifer Weilguni :   Die neuen Geparden sind ja noch gar nicht so lange da. WÀre ja wirklich schade, wenn man die schon wieder abgegen wĂƒÂŒrde. Allerdings sollten natĂƒÂŒrlich bei solchen Tieren schon gute Voraussetzungen zur Zucht vorhanden sein. Und den Drills wĂƒÂŒrde ich eine neue Anlage wirklich von ganzem Hezen gönnen. In ihrer momentanen Anlage kommen sie ja fast gar nicht richtig zur Geltung.
(17.08.2011, 11:47)
Mirko Schmidkunz :   Ich kann es leider nicht sagen. Vielleicht auch aus der Zoosoap. Ich kann mich noch erinnern, wie dort Herr Jauch ĂŒber den Neubau eines Tropenhauses auch fĂŒr die Orangs und dass dann diese alten HĂ€user abgerissen werden. Aber aus diesen PlĂ€nen wird nichts werden.
(17.08.2011, 11:19)
Ottmar MĂŒller :   @Mirko Schmidkunz: Woher hast du die Informationen ĂŒber die Drillanlage? Nicht, dass ich dir nicht glaube, aber ich interessiere mich sehr fĂŒr die ZukunftsplĂ€ne meines Heimatzoos :)
(16.08.2011, 21:01)
Joshua Förg :   Die Wilhelma hat aber 2 Anlagen. Die zweite (wenn auch sehr kleine) Anlage kann auch der Besucher sehen. Wenn man Richtung Belvedere geht und dann links zu der kleinen Baumgruppe geht, kann man duch die BĂŒsche die Anlage sehen. Die Geparden können diese Anlage jederzeit nutzen; habe aber die Tiere nur einmal zur Zusammengewöhnung gesehen.

Warum die Wilhelma die Tiere nicht zeitweise von einander trennt, ist mir nicht klar. Ich weis, dass die Geparden bei lĂ€ngerem Zusammenleben ein geschwisterĂ€hnliches VerhĂ€ltnis zueinander haben und nicht zĂŒchten.
(16.08.2011, 19:36)
Mirko Schmidkunz :   Die Geparden werden auch abgegeben. Heute gilt es wohl als Standard, dass Zoos, die Geparden zĂŒchten wollen, zwei getrennte Anlagen haben. FrĂŒher war da noch anders. Auch Augsburg hat ausdrĂŒcklich betont, dass sie nicht genug Platz haben fĂŒr zwei getrennte Anlagen und deswegen haben sie ihre Geparden schon abgegeben.

(16.08.2011, 19:08)
Joshua Förg :   Und die Geparden? Soll fĂŒr sie eine neue Anlage gebaut werden? Das sehe ich eigentlich als Verschwendung; Die Anlage ist doch schön und genĂŒgt den heutigen AnsprĂŒchen, oder nicht?!
(16.08.2011, 18:12)
Mirko Schmidkunz :   Die Japanmakaken sollen abgegeben werden. Es wurde ausdrĂŒcklich gesagt, dass die Drillanlage auf den Areal der Geparden und Makaken entstehen soll. Ich habe mich auch schon gefragt, ob man dort nicht ,ob vergesellschaftet oder nicht, eine weitere Affenart unterbringen könnte.
(16.08.2011, 17:15)
Joshua Förg :   Werden dann die Makaken im Betsand bleiben bzw. werden sie anderorts ausgestellt?
(16.08.2011, 16:34)
Ottmar MĂŒller :   Soll die Drillanlage wirklich auf dem GelĂ€nde beider Gehege entstehen? Werden dann auch noch andere Affen dort einziehen?
(16.08.2011, 12:35)
Liz Thieme :   Nur dass das ein Artikel aus 2009 ist und wir wissen selber, wie viel sich in wenigen Jahren tun kann.
(16.08.2011, 11:39)
Mirko Schmidkunz :   In dem Artikel steht, dass man Nebelparder halten will. Das hört sich sehr gut an und war einer meiner Favoriten fĂŒr die Position der asiatschen Kleinkatze. Auf der Geparden- und Makakenanlage soll doch eine neue Anlage fĂŒr Drills entstehen.
(16.08.2011, 10:40)
Ottmar MĂŒller :   In diesem Artikel steht einiges zum neuen Raubtierhaus:
http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2115871_0_9223_-die-wilhelma-im-jahr-2020-grosse-haie-kleine-fische.html
Ich denke, dass das bisherige GelÀnde, auch wenn man die Wiesen davor mit einbezieht, zu klein ist um vier Katzenarten zu halten. Vielleicht wird ja auch das Geparden- und/oder das Makakengehege mit einbezogen.
(16.08.2011, 10:12)
Liz Thieme :   Es scheint was aktuelleres dahinter zu stecken, der Beitrag ist aus dem Mai diesen Jahres.

Bis dahin hieß der Beitrag so: >Bis etwa 2010 soll das Raubtierhaus umgestaltet werden, bis dahin wird es in der Wilhelma keine neuen Löwen mehr geben.<
Nun so: >Bis etwa 2010 wurde das Raubtierhaus fĂŒr verbleibende Katzenarten umgestaltet. Bis zu einem Neubau wird es in der Wilhelma keine neuen Löwen mehr geben.<

Gehe aber davon aus, dass das langfristige Planungen sind und dies eine Reaktion auf Besucheranfragen bezĂŒglich Löwen ist.
(15.08.2011, 19:05)
Joshua Förg :   http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelma

Auf Wikipedia steht, es soll einen Neubau geben. Sind dies Fehlinformationen?
(15.08.2011, 18:12)
Liz Thieme :   Steht das mit den Löwen inzwischen fest? Mir wurde gesagt, es ist nur der Wunsch der Revierpflegerin, dass wieder Löwen kommen.
(15.08.2011, 14:10)
BjörnN :   Das Raubtierhaus soll fĂŒr asiatische Großkatzen umgenutzt werden. Die Persischen Leoparden sind schon da, Asiatische Löwen sollen irgendwann folgen.
(15.08.2011, 13:30)
Joshua Förg :   Was passiert eigentlich mit dem Raubtierhaus? In Wikipedia steht, es soll saniert werden. Die Besetzung ist sowieso ser alt (Servalkater Joke, Jaguarkatze Petra)... Werden die Anlagen leerstehen, falls ein es einen Todesfall geben wird? Die beiden Leoparden bewohnen ja beide schon jeweils zwei Anlagen...
(15.08.2011, 13:08)
Wilhelma :   Okapi-Nachwuchs in der Wilhelma:
Ein kleiner „Heimlichtuer“ zeigt sich endlich

Das Licht der Welt hat das Okapi-Kalb zwar schon Ende Mai erblickt, aber erst seit Kurzem haben die Wilhelma-Besucher die Chance, ihrerseits das kleine Okapi zu erblicken. Denn die ersten Lebenswochen fĂŒhren Waldgiraffen ein sehr heimliches Leben – in der Natur wie im Zoo. WĂ€hrend sich also bei der langhalsigen Verwandtschaft nebenan der kleine Giraffenbulle Kasper schon nach wenigen Tagen dem Publikum prĂ€sentierte, verbarg sich das Okapi-Kalb geschlagene zehn Wochen in einer Stallbox hinter den Kulissen des Giraffenhauses. Doch ab sofort ist jetzt auch „Kivu“ mit etwas GlĂŒck im Außengehege zu sichten.
Ein krĂ€ftiger Rumpf auf langen Beinen und riesige Ohren an einem markanten Kopf: Auf den ersten Blick erinnert das Okapi-Kalb fast an einen Elch. Doch Waldgiraffen haben nun mal eine etwas eigenwillig proportionierte Gestalt – selbst ohne den langen Hals, der ihre Verwandten in den afrikanischen Savannen auszeichnet. DafĂŒr tragen schon die Kleinsten neben einem samtig-braunen Fell hĂŒbsche, schwarz-weiße Muster an den Beinen, was einen kindlichen Wilhelma-Besucher zu der phantasievollen Art-Bezeichnung „Strumpfhosentiere“ inspirierte. Das jĂŒngste Okapi im Bund der nunmehr sechsköpfigen Herde ist mĂ€nnlich, heißt nach einem Gebiet im Kongo „Kivu“ und ist der Sohn von Okapi-Kuh Epena und dem Bullen Vitu. Letzterem ist sein eigener Nachwuchs jedoch mehr oder weniger schnuppe: Mit der Zeugung hat er seine Schuldigkeit getan, der Rest ist Frauensache.

Aber auch Okapi-MĂŒtter betĂŒtteln ihren Nachwuchs nicht etwa rund um die Uhr, sondern sind im Dschungel oft stundenlang allein auf Nahrungssuche unterwegs, und das möglichst weit weg von ihren KĂ€lbern. Doch nicht aus NachlĂ€ssigkeit oder GleichgĂŒltigkeit, im Gegenteil: Dass Okapis ihre ersten Lebensmonate tief im Urawalddickicht versteckt als so genannte „Ablieger“ verbringen, dient ihrer Sicherheit. Zudem sorgen die MĂŒtter dafĂŒr, dass Raubtiernasen ihre KĂ€lber nicht wittern können, indem sie diese bei jedem Besuch mit ihrem langen Zungen-Waschlappen penibel sauber schlecken. Auch Epena ließ ihr Kalb von Anfang an öfter allein, was dieses stets gelassen hinnahm, sich ablegte und wartete, bis Mama zwei bis dreimal am Tag zurĂŒck kam und fĂŒr jeweils etwa fĂŒnf Minuten die Milchbar öffnete. Dieses Verhalten behĂ€lt ein Okapi-Kalb instinktiv auch in der feindfreien Wilhelma bei, wobei das Versteck hier statt aus GestrĂŒpp aus Stroh und StallwĂ€nden besteht. Die Folge: Auch die Besucher bekommen kleine Waldgiraffen hier erst lange nach deren Geburt erstmals zu Gesicht.
So gut wie nie zu Gesicht bekommt man die scheuen Okapis dagegen in ihrer Heimat, dem Kongo. Von rund 10.000 Tieren, die noch vor zehn Jahren hier beispielsweise im Ituri-Wald lebten, ist vermutlich nur noch die HĂ€lfte ĂŒbrig. Diesen Restbestand zu erhalten, ist Ziel eines Okapi-Projekts, das auch die Wilhelma im Rahmen des internationalen Artenschutzprogramms unterstĂŒtzt. Auch die Zoopopulation ist mit weltweit rund 150 Tieren klein, sechs Tiere davon leben derzeit in der Wilhelma: neben Vitu, Epena und ihrem Nachwuchs sind es der Bulle Xano sowie die KĂŒhe Kabinda und Ibina. Das letzte in der Wilhelma geborene Kalb, die im MĂ€rz 2009 geborene Zawadi, ist im April 2011 nach Leipzig umgezogen. Auch Kivu wird noch rund ein Jahr von der Mutter gesĂ€ugt und frĂŒhestens mit eineinhalb Jahren an einen anderen Zoo abgegeben werden.
(11.08.2011, 09:16)
Joshua Förg :   Oh, ich vergaß: Die Flusspferde können jetzt auch das Tapirgehege betreten.. Es wird als Gehegeerweiterung ausgeschrieben; betreten können sie die "Erweiterung" durch den Laufgang fĂŒr Pfleger. FĂŒr mich eine deutliche Aufwertung des alten Geheges!
(08.08.2011, 14:51)
Joshua Förg :   Hatte ein wenig das GefĂŒhl, dass der Pfleger nicht richtig informiert war.. Aber er meinte, dass ideses Projekt direkt anch der Fertigstellung der afrikanischen Menschenaffenanlage aufgegriffen werden soll. Er meinte, dass das Amazonienhaus in seiner ursprĂŒnglichen Form bleiben soll.. Vielleicht kennt jemand den Pfleger; Er ist etwas Ă€lter und arbeitet im Menschenaffenhaus - dort habe ich ihn jedenfalls öfter gesehen und sehe ihn heute noch.. Vielleicht kann jemand anders ihn noch fragen.
(07.08.2011, 22:01)
Ottmar MĂŒller :   Also irgendjemand in der Wilhelma hat keine Ahnung von den ZukunftsplĂ€nen...:)
Hat der Pfleger auch gesagt wann das realisiert wird und ob das JAH davor umgebaut wird? FĂŒr Menschenaffen ist es ja viel zu niedrig und meiner Meinung nach auch von der FlĂ€che zu klein.
(07.08.2011, 21:45)
Joshua Förg :   Also ich habe heute in der Wilhelma einmal nachgefragt.. Der Pfleger antwortete mir, dass nicht das Amazonienhaus, sondern das Menschenaffenhaus mit dem JAH zusammengebaut werden soll; die Orang-Utans werden dann auch im JAH untergebracht sein.. Mit dem Amazonienhaus liegt laut des Pflegers eine Verwechslung vor.
(07.08.2011, 21:20)
Ottmar MĂŒller :   Die Klammeraffen könnte man zwischen das Amazonienhaus und das JAH umquartieren, dieser Bereich soll ja fĂŒr sĂŒdamerikanische Arten benutzt werden. Oder gab es schon mal eine Vergesellschaftung von Klammeraffen und BrillenbĂ€ren?
(07.08.2011, 18:29)
Mirko Schmidkunz :   Und was soll dann aus den Klammeraffen werden, die hoch bedroht sind und deren Zoobestand es eigentlich nicht zulĂ€sst, dass eine Haltung aufgegeben wird.
(07.08.2011, 16:24)
Ottmar MĂŒller :   Ich denke mal, dass eine Außenanlage auf dem GelĂ€nde der Klammeraffen entsteht. Jedoch sollen das alte Menschenaffenhaus und das JAH erstmal saniert werden. Ich weiß nicht, ob in diesem Zug auch ein grĂ¶ĂŸeres Außengehege fĂŒr die Orangs entsteht.
(07.08.2011, 15:59)
Mirko Schmidkunz :   Wenn alle drei AffenhĂ€user erhalten werden, wie kann man dann eine ansprechend große Außenanlage fĂŒr die Orangs schaffen. Ich dachte das zumindest durch den Abriss eines Hauses man den Platz dafĂŒr bekommt.
(07.08.2011, 12:39)
Joshua Förg :   Daran habe ich nicht gedacht, klingt aber interessant.. Gab es eine solche Vergesellschaftung schon in einem anderen Zoo?
(06.08.2011, 18:04)
Ottmar MĂŒller :   Kann man die Languren nicht mitvergesellschaften?
(06.08.2011, 17:37)
Joshua Förg :   Die BrĂŒllaffen leben ja schon im Jungtieraufzuchtshaus (Jungtiere der Zuchtgruppe, fĂŒr die keine Abnehmer gefunden wurden..)

Wenn ich eine Andeutung eines Beitrages im Zoomagazin richtig verstanden habe, soll ja auch das Haus fĂŒr niedere Affen mit dem heutigen Menschenaffenhaus verbunden werden. Ich gehe also davon aus, dass eine Vergesellschaftung von Orang-Utans und Weißhandgibons geplant ist - Bleiben im Zuge dieser VerĂ€nderungen die Haubenlanguren im Bestand?
(06.08.2011, 17:17)
Mirko Schmidkunz :   Einige VerĂ€nderungen im Vogelbestand: Der Dotter- und Fischertukan, die die Voliere im zweiten Pflanzenhaus bewohnt haben, sind verkauft worden. Zwei Hartlaubturakos haben ihr neues Domizil in Besitz genommen. Das Schild beim Motmot ist weg. Ich vermute mal das das Tier nicht mehr da ist. Die drei ersten Kleinvolieren auf dem Weg zum Nachttierhaus waren ganz abgebaut. Die Papualoris waren in eine Voliere auf der Subtropenterrasse umgezogen. In den anderen Volieren waren Allfarbloris und Blaukrönchen untergebracht. Die Zwergtimalien im Vogelhaus wurde durch Brillenvögel mit grĂ€ulchen Gefieder ersetzt. Die Paradies- und TĂŒrkistangare waren auch nicht mehr da.

(06.08.2011, 12:12)
Gudrun Bardowicks :   Mit Viscachas, Hutiakongas, Goldagutis, Chinchillas und Zweizehenfaultieren fallen mir gleich mehrere Arten aus dem KleinsĂ€ugerhaus ein, die man sicherlich gut im umgebauten Jungtieraufzuchthaus als Vertreter der sĂŒdamerikanischen Fauna zu den dort lebenden Krallenaffen setzen könnte.
(06.08.2011, 00:46)
Ottmar MĂŒller :   Ich habe eine E-Mail an die Wilhelma geschrieben mit der Frage, was aus dem Jungtieraufzuchtshaus wird. Es soll erstmal saniert werden und spĂ€ter mit dem Amazonienhaus verbunden und fĂŒr sĂŒdamerikanische Arten nutzbar gemacht werden. Ich rechne mit den jetzt schon dort lebenden Krallenaffen, vielleicht kommen ja auch einige Tiere aus dem KleinsĂ€ugerhaus.
(05.08.2011, 22:17)
Wilhelma :   Neues Leben im Giraffenhaus:
Giraffe Kitale und ihr kleiner Kasper
Nach einem wahren Babyboom mit gleich drei Giraffen-Geburten im Jahr 2009 und darauf folgender einjÀhriger Babypause stakst ab sofort wieder ein Giraffenkind durchs Wilhelma-Gehege: der kleine Kasper, der am 21. Juli das Licht der Wilhelma-Welt erblickte.
Ein hĂŒbscher Kerl ist Kasper mit seinen langen Beinen, dem schönen Fellmuster nach Netzgiraffenart, seinen schwarzen buschigen Hörnchen und großen, dunklen Augen mit langen Wimpern. Ganz die Mama eben. Und die heißt Kitale, ist zehn Jahre alt und kam erst 2009 aus Köln nach Stuttgart. Da ihre ebenfalls 2009 geborene Tochter Amelie leider mit nur sieben Monaten an einem Darmverschluss gestorben war, ist es umso erfreulicher, dass Kitale nun wieder ein Kalb geboren hat. Zumal sie als vorbildliche Mami gilt: Ihren Nachwuchs bewacht sie mit Argusaugen und mĂŒsste sie ihr Junges gegen einen Feind verteidigen, dann tĂ€te es sie mit fliegenden Hinterhufen und ohne Pardon.
In den afrikanischen Savannen vermag eine Giraffe mit krĂ€ftigen Beintritten selbst Löwen, Leoparden und HyĂ€nen in die Flucht zu schlagen. In der Wilhelma nehmen sich selbst die Tierpfleger vor einer Giraffenmutter in Acht, wenn sie ihr das tĂ€gliche Brot in Form von Luzerne, Heu, Laub und GemĂŒse in der Mutter-Kind-Box servieren. Doch keine Sorge: Die Besucher, die Kitale und Kasper derzeit zwar noch nicht auf der großen Anlage, aber im Giraffenhaus oder Vorgehege bewundern können, können den Giraffen ohnehin nicht zu nahe kommen. Und wer ĂŒberdies von sich aus respektvoll ein wenig Abstand hĂ€lt, hilft mit, dass sie Giraffenmutter gar nicht erst in nervöse Alarmbereitschaft versetzt wird. Kasper ist ĂŒbrigens bereits das vierte Kind von Kitale, aber das erste, das sie gemeinsam mit dem Wilhelma-Zuchtbullen Hanck zeugte.
Wie alle kleinen Giraffen kam auch Kasper im gebremsten freien Fall aus zwei Metern Höhe zur Welt, denn Giraffen gebĂ€ren ihre Jungen nach 14 bis 15 Monaten Tragzeit im Stehen. Kein Problem fĂŒr die langbeinigen Afrikaner, die solche extremen FĂ€lle stets schadlos ĂŒberstehen – zumal die Tierpfleger den Giraffen-Kreißsaal mit Stroh immer gut auspolstern. Da Kasper beschlossen hatte, pĂŒnktlich zum Dienstbeginn der Tierpfleger anzukommen, konnten diese das faszinierende Ereignis live mitverfolgen. Bereits 30 Minuten nach der Geburt stand Klein-Kasper auf seinen noch wackligen Stelzen und drĂ€ngte zur Milchquelle. Dieses Tempo behalten die Jungtiere auch beim Wachstum bei: Bei der Geburt sind sie rund 60 Kilogramm schwer und etwa 1,70 Meter groß – was auch schon kein Pappenstiel ist – und gleich im ersten Jahr legen sie einen weiteren Meter an Höhe zu. In der Wildnis ein wichtiger Überlebensfaktor: Denn mit jedem Zentimeter wachsen dort die Chancen, nicht im Rachen eines hungrigen Raubtieres zu enden. Trotzdem erreichen wegen Beutegreifern, Krankheiten und Co rund 50 bis 75 Prozent der Junggiraffen nicht einmal das erste Lebensjahr.
Vor Raubtieren braucht sich Kasper in der Wilhelma nicht zu fĂŒrchten. Und falls ihm ohne die Gefahren und Abenteuer einer echten afrikanischen Savanne sogar etwas langweilig werden sollte: Wer weiß, vielleicht bekommt er ja bald einen SpielgefĂ€hrten ...
Bild: Kasper mit seiner fĂŒrsorglichen Mutter Kitale. Fotos: Wilhelma

(04.08.2011, 07:48)
Wilhelma :   Ein munteres Trio:
Jetzt geht’s rund im Seelöwen-Kindergarten
Der Juni 2010 war offenbar ein sehr fruchtbarer Monat fĂŒr die Seelöwen-Truppe der Wilhelma, denn jetzt, zwölf Monate spĂ€ter, kamen gleich drei Tiere im Abstand von je einer Woche zur Welt: ein Junge und zwei MĂ€dels. Damit hat sich Unesco, der seit 2007 Chef im Seelöwenring und gerade fĂŒnf Jahre jung ist, endgĂŒltig als erfolgreicher Zuchtbulle eingefĂŒhrt. Schon 2009 hatte er als DreijĂ€hriger – und damit ganze zwei Jahre vor der ĂŒblichen Geschlechtsreife – mit Seelöwin Evi den kleinen Eddy gezeugt.
WĂ€hrend der 2010 geborene Eddy, der mittlerweile in England lebt, sich anfangs am liebsten in den kĂŒhlen Keller verkrochen hatte, ist das neue Nachwuchs-Trio im Seelöwensee aus anderem Garn gestrickt. Wenn sie gerade nicht von ihren MĂŒttern gesĂ€ugt werden, rĂ€keln sich „Siku“ und „Maha“ entweder gemeinsam auf den sonnenwarmen Steinen am Beckenrand, oder sie planschen und tauchen wie die Großen im erfrischenden, stets 15 Grad kĂŒhlen Cannstatter Mineralwasser des Seelöwenpools. Lediglich die kleine „Kitai“ zieht sich manchmal mit Mutter „Lucy“ in die verborgenen unterirdischen GemĂ€cher zurĂŒck. Ansonsten stört es die Kleinen keinen Deut, wenn es bei den SeelöwenfĂŒtterungen hoch her geht – im Gegenteil. Sie scheinen das ganze Gespritze, Gespringe und Gesinge fast so interessiert zu verfolgen und zu genießen wie das menschliche Publikum. Mit den frischen Fischen, die dabei immer in rauen Mengen fĂŒr die Seelöwentruppe abfallen – ob ehrlich verdient oder auch mal heimlich aus den Eimern geklaut – schlagen sich derweil ihre MĂŒtter Evi, Lucy und Mercedes die BĂ€uche voll. Schließlich mĂŒssen sie fĂŒr ihre Jungen jede Menge nahrhafte, fett- und eiweißhaltige Milch produzieren, damit ihre Babys möglichst bald schön rund und mollig werden. Bei der Geburt wiegen die Kleinen etwa sechs bis acht Kilogramm, verdoppeln dieses Gewicht dann aber schon im ersten Lebensmonat.
In der Natur ist das ĂŒberlebenswichtig, da Jungrobben ausreichend Fettpolster fĂŒr Fastenzeiten anlegen mĂŒssen. Denn nach sechs bis acht Monaten, wenn Mutters Milchbar endgĂŒltig fĂŒr sie schließt, mĂŒssen sie selbst lernen, wie man Fische erbeutet, SeelöwenmĂŒtter stehen als Lehrerinnen dabei nicht zur VerfĂŒgung. In der Wilhelma ĂŒbernehmen es allerdings die Pfleger, den Seelöwennachwuchs an Hering und Makrele als kĂŒnftige Nahrung zu gewöhnen. Und hinter den Kulissen werden bereits PlĂ€tze in anderen Zoos gesucht, wo die Jungseelöwen ab nĂ€chsten Sommer zuhause sein sollen – Reisetermin ist der Mai, bis dahin können sich die Wilhelmabesucher an dem munteren Trio erfreuen.

Fotos: Das Seelöwen-Trio (Wilhelma)

(27.07.2011, 12:50)
Joshua Förg :   Ich habe keine Tiere mehr auf der Außenanlage gesehen (nichts besonderes, Otter und Bieber lassen sich oft nicht blicken), aber ich denke, dass nur das Haus sarniert wird..
(21.07.2011, 11:35)
Ottmar MĂŒller :   @Joshua Förg: Da das mit dem Bild vom Otterhaus nicht geklappt hat: Werden nur die Innen- oder auch die Außengehege saniert?
(20.07.2011, 19:06)
Wilhelma :   Unter Affen und Schafen:
Nachwuchs bei den Klippschliefern

Viele Besucher glauben, dass auf der Felsenanlage nur zwei Tierarten leben: Die MÀhnenschafe und die Dscheladas. Aber es gibt es noch heimliche Mitbewohner, die sich einfach nicht so aufdrÀngen, sondern sich nur dem aufmerksamen Beobachter zeigen: Klippschliefer! Zur Zeit haben die niedlichen Moppel Nachwuchs, und bei schönem Wetter kann man die ganze Familie beim Sonnenbad sehen.

Klippschliefer sind in den felsigen Trockengebieten Afrikas weitverbreitet. Die etwa hasengroßen Schliefer sind hervorragende Kletterer und sehr gesellig: Eine oder mehrere Familien bilden Kolonien mit bis zu 50 Tieren. Die Familien bestehen aus einem MĂ€nnchen und mehreren Weibchen mit ihren Jungtieren. Die MĂ€nnchen sind territorial – fĂŒr die geruchliche IdentitĂ€t der ganzen Gruppe sorgt ein öliges Sekret aus einer DrĂŒse am RĂŒcken der Tiere. Die Kolonie leistet sich einen Wachdienst (meist ein erwachsenes MĂ€nnchen), der mit gellendem Ruf vor Gefahren warnt – eine fĂŒr wehrlose und schmackhafte Kleintiere durchaus sinnvolle Einrichtung! Der Wachdienst kann auf der Suche nach Greifvögeln sogar stundenlang den Himmel absuchen ohne von der Sonne geblendet zu werden – eine dunkel pigmentierte Schicht an der Iris kann ĂŒber die Pupille ausgedehnt werden und fungiert so als natĂŒrliche Sonnenbrille.

Klippschliefer ernĂ€hren sich von diversen Pflanzen, die ihnen gleichzeitig genug FlĂŒssigkeit liefern: Sie mĂŒssen nicht trinken. Die Tiere verbringen am Tag nur etwa 1 Stunde mit Fressen – eine fĂŒr reine Pflanzenfresser sehr kurze Zeit! Vom Ă€ußeren Erscheinungsbild her ist man vielleicht versucht, die kleinen SympathietrĂ€ger bei den Nagern oder den Hasenartigen anzusiedeln. Ein genauerer Blick auf die Anatomie und die DNS stellt die Schliefer aber in die Verwandtschaft der Elefanten und SeekĂŒhe!

Die Wilhelma-Familie besteht zur Zeit aus einem MĂ€nnchen, fĂŒnf Weibchen und drei Jungtieren vom 23. Juni 2011. Wie ihre wild lebenden Verwandten mögen auch die Wilhelma-Klippschliefer die WĂ€rme: Bei Sonne aalen sie sich auf der Felsenanlage zwischen MĂ€hnenschafen und Dscheladas, bei KĂ€lte und Regen jedoch bleiben sie im Innenstall und lassen sich nicht blicken.
(20.07.2011, 15:22)
Joshua Förg :   Eigentlich sollte ein Bild kommen..
(20.07.2011, 13:44)
Joshua Förg :   Hier noch der Beweis
(20.07.2011, 13:42)
Joshua Förg :   Ich wusste garnichts von der Renovierung des Bieber/Otterhauses... Werden womöglich neue Tiere einziehen?
(20.07.2011, 13:40)
Sacha :   @MM: Wenn ich nichts ĂŒberlesen, dann höchstens in Ă€hnlicher Form. Und mit den Jahren können sich ja die einen oder anderen VerhĂ€ltnisse Ă€ndern;)
(16.07.2011, 00:25)
Ottmar MĂŒller :   @Joshua Förg: Die Wilhelma darf nicht weiter in den Rosensteinpark eindringen, die Wiesen gehören meines Wissens nach der Stadt und werden nur von der Wilhelma genutzt. Es wĂ€re möglich, dass die Wilhelma zusĂ€tzliches (Bau)Land bekommt wenn S21 realisiert wird, denn dann entstehen in anderen Stadtteilen neue GrĂŒnflĂ€chen und der Rosensteinpark wird nicht mehr so dringend benötigt. Aber das ist nur eine Theorie.
(15.07.2011, 21:58)
Michael Mettler :   @Joshua Förg: Habe ich zwar nicht, aber kann nun nach Blick in das Buch "Die Wilhelma" von Neugebauer den Standort der Großraubtiere an der von mir unten beschriebenen Stelle bestĂ€tigen. In diesem Buch ist ein Wegeplan der Wilhelma von 1953 abgedruckt, und schon da sind die Großraubtiere in einem ehemaligen MagazingebĂ€ude links von der Wagenremise (= damaliger Elefanten- und Giraffenstall) untergebracht; erwĂ€hnt werden Tiger und schwarze Panther als "Überbleibsel" einer Indienschau sowie die schon lĂ€nger vorhandenen Löwen. Im Wandelgang des Maurischen Gartens gab es zwar damals tatsĂ€chlich Tiere, aber nur Kleinvögel, Aquarien- und Terrarientiere (das heutige Aquarium wurde ja erst spĂ€ter gebaut).
(15.07.2011, 18:24)
Joshua Förg :   Hat eventuell jemand ein Bild des alten Raubtierhauses oder des frĂŒheren BĂ€renzwingers?
(15.07.2011, 17:52)
Joshua Förg :   BezĂŒglich der "Frage am Rande":
Die Wilhelma besitzt ja schon Wiesen im Rosensteinpark fĂŒr die Futterherstellung. den Besuchern ist es strengstens untersagt, die Wiesen zu betreten. Könnte mir vorstellen, dass auf diesen Wiesen sich ein ErweiterungsgelĂ€nde gut finden wird.

Einen Teil der Wiesen wird schon seit kurzem genutzt! Der Durchgang bei den Takins Richtung Schaubauernhof ist ja sein lÀngerem gesperrt, seit kurzem auch der Durchgang bei dem Giraffen. Man wird nun vom Mammutbaumwald um das Somalia-Wildeselgehege gelotst.
(15.07.2011, 17:27)
Michael Mettler :   @Sacha: Bin mir ziemlich sicher, dass du deine "Frage am Rande" viel weiter unten im Thread schon mal gestellt hattest, zumindest kommt mir das Thema/die Problematik bekannt vor ;-)

Ich glaube ebenfalls nicht an eine lĂ€ngere Abwesenheit von Elefanten, eher an eine möglichst kurze Haltungsunterbrechung als öffentliches "Druckmittel". Vielleicht folgt man ja auch dem Heidelberger Modell. Wenn es zwischen den beiden verbliebenen KĂŒhen Probleme gibt, könnte man ja immerhin auch nur eine (falls möglich) umsiedeln und es fĂŒr die andere mit einer neuen (alten) GefĂ€hrtin versuchen - zumindest so lange, bis eine neue Anlage steht.
(15.07.2011, 15:47)
Sacha :   @Frithjof Spangenberg: Und ich hoffe instĂ€ndig, dass Du recht hast.

Mal 'ne Frage am Rande (auch weil eine neue Elefantenanlage Platz braucht): Was mĂŒsste geschehen, damit die Wilhelma noch weiter in den Rosensteinpark "reinwachsen" könnte. Der Schaubauernhof war ja im Zusammenhang mit einer Gartenausstellung ein solcher GelĂ€ndegewinn. Kann man da noch mehr "abzwacken"?
(15.07.2011, 15:12)
Frithjof Spangenberg :   Ich glaube nicht an eine lange elefantenfreie Zeit in Stuttgart, zumal ja die Wilhelma das ElefĂ€ntle als Symboltier nutzt.
(15.07.2011, 14:43)
Michael Mettler :   @Ottmar MĂŒller: Eine elefantenlose Phase (oder auch nur die EventualitĂ€t einer solchen) ließe sich natĂŒrlich vorzĂŒglich dazu nutzen, die Öffentlichkeit hinter sich zu bringen und zu Spenden zu animieren, um in einem Neubau baldmöglichst doch wieder RĂŒsseltiere zu zeigen... Warum muss ich nur gerade an MĂŒnster denken ;-)
(15.07.2011, 13:40)
Ottmar MĂŒller :   Das heißt, es wird in den nĂ€chsten Jahren wohl keine Elefanten in der Wilhelma geben. Dann bekommen die Panzernashörner wie in NĂŒrnberg mehr Platz und vielleicht merkt die Wilhelma, dass es auch ohne Elefanten geht und baut lieber fĂŒr andere Tiere.
(15.07.2011, 12:09)
Joshua Förg :   Ich vermute, dass die Tiere in andere Zoos abgegeben werden, auch aufgrund der UnvertrĂ€glichkeit beider Tiere, wie unten schon erwĂ€hnt. Die zwei alten Weibchen in eine Zuchtgruppe zu intigrieren wĂ€re sowieso schwierig.
(14.07.2011, 19:13)
Ottmar MĂŒller :   Ich wusste gar nicht, dass es Molly so schlecht ging :-(. Glaubt ihr, dass sich bis zum Neubau des Elefantenhauses nur Zella und Pama das Gehege teilen?

Hier die Tiere in der Damaszenerhalle 1965:
Tigerkatze, Schleichkatze, Ichneumon, Weißschwanzmanguste, MarderbĂ€r, Sumpfluchs, sibirischer Luchs, Ozelot Serval und Fennek, spĂ€ter auch u.a. NasenbĂ€ren, Korsaks und Nebelparder.. Muss furchtbar eng gewesen sein. Das Haus beherbergt seit etwa 1990 keine Raubtiere mehr.
(14.07.2011, 15:23)
Michael Mettler :   Wenn ich die PM richtig interpretiere, scheinen die beiden verbliebenen KĂŒhe alles andere als dicke Freundinnen zu sein. Dann wĂ€re der letzte Satz des Artikels womöglich eine Andeutung darauf, dass sich ihre Wege sogar noch trennen könnten...?
(14.07.2011, 14:36)
Jan Jakobi :   Oje schon wieder ein Elefant weg...

@Jennifer Weilguni: "Vilja" sieht auf den Bildern im Internet auch dĂŒnn aus, war aber ca. 20 Jahre Ă€lter als "Molly".

Jetzt sind nur noch "Pama" und "Zella" da,
"Vilja" starb letztes Jahr.

Vor genau (gestern) drei Jahren musste ebenfalls ein Elefant wegen unheilbaren Fußleiden eingeschlĂ€fert werden: "Rhani" aus dem Zoo Leipzig.




(14.07.2011, 14:19)
Jennifer Weilguni :   So traurig...
Am 12 Juli habe ich die drei Damen noch besucht und auch wenn Molly sehr dĂŒnn aussah, hĂ€tte ich nicht gedacht, dass es jetzt so schnell vorbei sein könnte. Immer mehr Urgesteine verschwinden aus der Wilhelma.
Im neuen ZoofĂŒhrer stehen noch alle vier Elefantendamen, inklusive Vilja.
(14.07.2011, 13:45)
Joshua Förg :   Mein herzliches Beileid an die Tierpfleger und Herrn Jauch. Ich werde Molly nicht vergessen!
(14.07.2011, 13:38)
Wilhelma :   Elefantenkuh Molly ist tot:
Nach langer Krankheit von ihrem Leiden erlöst
Am Abend des 13. Juli musste die Elefantenkuh Molly eingeschlĂ€fert werden: Seit Jahren litt sie an einer schmerzhaften EntzĂŒndung der VorderfĂŒĂŸe, die immer schlimmer wurde, diverse tierĂ€rztliche Behandlungen brachten keine nachhaltige Besserung mehr. In den letzten vier Wochen hatte Molly stark abgebaut. Nach einer weiteren Untersuchung unter Narkose gestern Abend wurde entschieden, ihr weitere Schmerzen zu ersparen. Jetzt trauert die Wilhelma um den Verlust des zweiten Elefanten innerhalb kurzer Zeit – fast genau vor einem Jahr war die 61-jĂ€hrige Elefantengreisin Vilja gestorben. Molly wurde 45 Jahre alt und gehörte mit Pama und Zella ebenfalls schon zu den Ă€ltesten Zoo-Elefanten Europas.
„Wir sind sehr unglĂŒcklich, dass wir Molly nicht mehr helfen konnten“, so Wilhelma-Direktor Dieter Jauch. „Aber in letzter Zeit ging es ihr zunehmend schlechter, und wer Molly kannte, sah, wie sehr sie litt.“ Seit rund 15 Jahren war die Elefantenkuh wegen ihrer entzĂŒndeten VorderfĂŒĂŸe Dauerpatientin der ZootierĂ€rzte gewesen – mancher befĂŒrchtete sogar, sie könne noch vor Vilja sterben. Dank intensiver tierĂ€rztlicher Betreuung, regelmĂ€ĂŸiger Fußpflege, FußbĂ€dern und weichen Fußmatten konnte das Fortschreiten der Krankheit zwar aufgehalten, aber nie geheilt werden. Seit Jahresbeginn hatten sich die Fußprobleme verstĂ€rkt, in den letzten Wochen hatte Molly deutliche Anzeichen von starken Schmerzen gezeigt und war immer schwĂ€cher geworden. Die letzte Untersuchung am Mittwoch Abend, an der mehrere tierĂ€rztliche Experten beteiligt waren, ergab, dass keine erfolgversprechende Behandlung mehr möglich war – man hĂ€tte Mollys Leid nur verstĂ€rkt und verlĂ€ngert.
Bekannt und beliebt wurde Molly unter anderem durch ihre Mitwirkung bei Kindergeburtstagen, BlindenfĂŒhrungen und dem Elefantenreiten, bei dem sie und ihre „Kollegin“ Zella die Besucher durch den Park trugen. Vor rund drei Jahren, als sich der Zustand ihrer FĂŒĂŸe trotz eigens fĂŒr sie gefertigter, schĂŒtzender Schuhe verschlechterte, wurde das Elefantenreiten eingestellt – zum großen Bedauern der Besucher. Überhaupt hatte nicht nur Vilja als Altersrekordhalterin und schlitzohrige Seniorin viele Fans. Gerade Molly, die als haarigste unter den ElefantenkĂŒhen auch liebevoll „das Mammut“ genannt wurde, war eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen in der Öffentlichkeitsarbeit des DickhĂ€uterreviers. Geduldig ließ sie sich bei den Elefantenbegegnungen streicheln und betasten, und wegen ihrer ruhigen, lieben Art konnte sie bei FĂŒhrungen fĂŒr Blinde oder behinderte Kinder eingesetzt werden. Wie alle Elefanten hatte sie natĂŒrlich ihren eigenen Charakter und „Dickkopf“. So galt sie etwa als ziemlich „schleckig“: Was sie nicht mochte, fraß sie nicht. Außerdem war sie von allen Elefanten die technisch Begabteste: Immer mal wieder ĂŒberprĂŒfte sie mit ihrem RĂŒssel „die Tauglichkeit“ technischer Vorrichtungen – von der AufhĂ€ngung der Absperrseile im Elefantenhaus bis hin zu den Bremsen der Rollstuhlfahrer bei den Elefantenbegegnungen. In den letzten Jahren hatte sie als Nachfolgerin der altersbedingt geschwĂ€chten Vilja die Rolle der Leitkuh ĂŒbernommen. Noch bis vor Kurzem sorgte sie in der Damen-Herde fĂŒr Ordnung. Doch seit ihre KrĂ€fte nachließen, verstĂ€rkten sich die Rangeleien um die Vorherrschaft unter den Elefanten wieder.
Als schwergewichtige ZehenspitzengĂ€nger haben Elefanten sehr empfindliche FĂŒĂŸe, eine intensive Fußpflege ist daher fester Teil des Haltungsprogramms im Zoo. Warum gerade Molly an einer solch schweren FußentzĂŒndung litt, ist unklar, dĂŒrfte aber mehrere Ursachen gehabt haben. Beteiligt war vielleicht auch der per Röntgenbild entdeckte Fremdkörper im Fuß, wahrscheinlich eine Bleikugel, die sie schon als junge Elefantenkuh aus Indien mitgebracht haben muss und die sich operativ nicht entfernen ließ. Zumal verletzte ElefantenfĂŒĂŸe schlecht heilen: Leider können die schweren Tiere ihre FĂŒĂŸe nie so schonen, wie es ein erfolgreicher Heilungsprozess erfordern wĂŒrde.
Nach Mollys Tod mĂŒssen nun zunĂ€chst alle wieder zur Ruhe kommen: Pama und Zella ebenso wie ihre trauernden Pfleger. Noch im Herbst soll dann der Umbau der alten Außenanlage inklusive Beseitigung des Grabens starten. Und gemeinsam mit dem Artkoordinator des EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wird ĂŒberlegt, wie es mit der Elefantengruppe der Wilhelma insgesamt weitergeht.

Bild v. l. n. r.: Zella, Pama und die deutlich dĂŒnnere Molly.
Fotos: Wilhelma

(14.07.2011, 11:16)
Michael Mettler :   @Joshua Förg: Ich habe die Wilhelma erstmals 1982 besucht, und da gab es im Maurischen Garten einschließlich des Wandelganges mit der FlĂŒstergalerie an Tieren lediglich die beiden runden Bassins mit Seehunden und Pinguinen/Möwen. Als altes (Groß-)Raubtierhaus habe ich ein (fĂŒr Besucher nicht begehbares) altes GebĂ€ude links vom heutigen Insektarium in Erinnerung. Laut meinen Notizen von 1982 waren Sibirische Tiger im Bestand, im "neuen" Raubtierhaus lebten jedoch auch damals schon Sumatratiger (allerdings nicht auf der Freianlage, die war mit Löwen besetzt).

Nun sind ja in der Historie der Wilhelma viele Tiere im Zuge von Sonderausstellungen in den vorher rein botanischen Garten gekommen und wurden mehr oder weniger provisorisch untergebracht (wobei sich manche der Provisorien ĂŒber Jahrzehnte hinweg hielten), da wĂŒrde ich nicht ausschließen, dass auch im Maurischen Garten mal RaubtierkĂ€fige standen... Das mĂŒsste sich aber durch Ă€ltere ZoofĂŒhrer usw. klĂ€ren lassen. In der Damaszenerhalle, die damals als Kleinraubtierhaus diente, waren m.W. immer nur Arten bis PumagrĂ¶ĂŸe untergebracht.

@Ottmar MĂŒller: Bin mir nicht ganz sicher, aber es könnte im Kiwi-Nachthaus zu den genannten Arten auch noch Kurzkopf-Gleitbeutler gegeben haben - zusammen mit den Kuskusen und Kurzschnabeligeln untergebracht.

@Sacha/WolfDrei: Habe nachgesehen, meine "Begegnung mit dem MakibÀren" war im Mai 1992.
(14.07.2011, 09:29)
Joshua Förg :   @ Ottmar Nein, der Tierpfleger versicherte mir, dass die Raubtiere in der heutige FlĂŒstergallerie untergebracht waren...
(13.07.2011, 21:16)
Ottmar MĂŒller :   Ich meinte Schwimmratten...
(13.07.2011, 21:05)
Ottmar MĂŒller :   @Joshua Förg: Ich glaube du meinst das Kleinraubtierhaus, also die Damaszenerhalle, die heute von einheimischen Vögeln bewohnt wird.

@Michael Mettler: Im Nachthaus lebten außer den Kiwis Ameisenigel, Wasserratten und (Gleichfarb?)Kuskusse.
(13.07.2011, 20:56)
Michael Mettler :   War das Kiwi-Nachthaus nicht in der historischen Wagenremise untergebracht, in der sich vorher der Stall der Trampeltiere (und ganz frĂŒher der ersten Elefanten) befand? Bilder davon habe ich nicht, meine mich aber zu erinnern, dass es drei Nachttieranlagen beinhaltete, die als Lebensraumillusionen gestaltet waren (im Kontrast zum alten Nachttierhaus, in dem die Anlagen immer sehr funktional wirkten).

@Joshua Förg: Sibirische Tiger kann ich fĂŒr das alte Raubtierhaus bestĂ€tigen, in anderen KĂ€figen des Komplexes saßen m.E. zeitweilig Schnee-Eulen, Kleine Pandas und Kattas.

@Sacha: Die Vorgaben der letzten Jahre kenne ich nicht, da ich in jĂŒngerer Zeit nur Ă€ußerst selten in Stuttgart war und im Nachttierhaus schon lange nicht mehr fotografiert habe, aber frĂŒher bestand ein Blitzverbot meiner Erinnerung nach nur vor dem Aquarium der Laternenfische im vorderen Raum).
(13.07.2011, 18:37)
Joshua Förg :   Das alte raubtierhaus war aber meines Wissens der heutige Garten-Bereich mit dem Magnolien-BlĂŒten, dort waren laut des Ă€lteren Raubtierpflegers mehr als 8 Raubkatzen untergebracht- anscheinend auch Ozelots uund Nebelparder. Von sibirischen Tigern weiß ich nichts, doch ich besitze noch ein "uraltes" Souvenir mit bengalischen Tigern, im Hintergrund eine begrĂŒnte Teichlandschaft.
(13.07.2011, 18:19)
Ottmar MĂŒller :   Hat jemand Fotos vom alten Kiwi-Haus?
(13.07.2011, 17:24)
Sacha :   @MM: Dann hast Du das Foto sicher mit Blitz gemacht. - Und keiner hat Dich angeschnauzt??? Wenn(!) ich es richtig in Erinnerung habe, besteht dort schon seit langem (= mindestens 15 Jahre) ein Blitzverbot:)

Joshua Förg: Richtig, das Nachttierhaus mit den Streifenkiwis (und auch anderen Australiern wie z.B. Schwimmratten) sowie das alte Raubtierhaus (mit Sibir. Tigern) lagen in der Ecke, in der heute das Amazonienhaus und das Insektarium stehen.
(13.07.2011, 17:02)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Bei mir blieb es ebenfalls eine (im doppelten Sinne) einmalige Begegnung, aber wenigstens konnte ich ihn im Ganzen sehen und sogar fotografieren... In der selben Vitrinenreihe wurden ĂŒbrigens frĂŒher auch Katzenfretts gehatlten.
(13.07.2011, 16:43)
WolfDrei :   So wars auch schon bei meinem 1. Besuch im Mai 90 ĂŒberhaupt in Stuttgart nach dem Fall der Mauer: ein Loch mit einem geahnten Tier, Schwanz nach hinten. Der 1. und letzte MakibĂ€r fĂŒr mich.
(13.07.2011, 16:36)
Michael Mettler :   @Joshua Förg: Die MakibĂ€ren (Oder der MakibĂ€r? Ich hatte damals jedenfalls nur einen gesehen) waren im noch bestehenden Nachttierhaus untergebracht. Wenn ich mich richtig erinnere, in der letzten Anlage vor dem Ausgang.
(13.07.2011, 16:15)
Joshua Förg :   Noch eine andere Frage: Ich bin 13 Jahre alt und besuche die Wilhelma seit 8 Jahren mit einer Jahreskarte. Ich frage mich immer wieder, an welcher Stelle frĂŒher MakibĂ€ren und Kiwis ausgestellt wurden. Meine Vermutungen liegen auf dem GelĂ€nde des heutigen Amazonien-Hauses, doch diese Vermutung ist vage. Könnte mit da jemand helfen? WĂ€re sehr nett...
(13.07.2011, 14:35)
Joshua Förg :   Das hört man gerne :)

@Ottmar bezĂŒglich des Außengeheges: Bis jetzt habe ich das Zwergflusspferd nur auf der kleinen, alten Anlage gesehen, es könnte aber sein, dass es auch wahlweise in das andere Gehege darf.
Die Gehege sind aber zur Zeit noch seperat, ĂŒber einen möglichen Zusammenschluss liegen mir keine Informtionen vor.
(13.07.2011, 14:29)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Poitoueseln:
Ein bildhĂŒbscher „PlĂŒschesel“ namens Benito
„Benito“ – schon der fröhliche Klang dieses italienischen Namens sorgt fĂŒr gute Laune, auch wenn sein tierischer TrĂ€ger eigentlich Franzose ist: ein Poitouesel. Noch bessere Laune bekommt, wer das dunkelhaarige, plĂŒschige Hengstfohlen mit seinen langen Ohren und langen, staksigen Beinen ausgelassen durchs Gehege galoppieren oder mit seiner Mutter kuscheln sieht. Zum Dahinschmelzen ...
Selbst wer spĂ€ter zur grĂ¶ĂŸten Eselrasse der Welt gehören will, fĂ€ngt einmal klein an. So auch Benito, der am 16. Juni in der Wilhelma von der Stute Hamrah geboren wurde. Bis er einmal das Stockmaß (Schulterhöhe) von ĂŒber 1,50 Metern eines ausgewachsenen Poitoueselhengstes erreicht hat, wird es wohl noch ein Weilchen dauern. Noch ist Benito ganz in samtiges, dunkelbraunes PlĂŒsch gekleidet; das lockige, lange Fell, das seine Mutter trĂ€gt, wĂ€chst ihm erst als JĂ€hrling. Gerade die langen Zottelhaare sind neben der GrĂ¶ĂŸe das besondere Markenzeichen dieser seltenen Eselrasse. GezĂŒchtet wurde sie vermutlich schon vor dem 11. Jahrhundert, ihre BlĂŒtezeit erreichte sie zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert und benannt wurde sie nach der Grafschaft Poitou im Westen Frankreichs. Im ganzen SĂŒdwesten des Landes war die Eselrasse damals verbreitet und beliebt. Denn je grĂ¶ĂŸer die Esel, desto grĂ¶ĂŸer werden auch die Maultiere, die beim Kreuzen mit Pferden entstehen. Um besonders große, leistungsfĂ€hige Maultiere fĂŒr Zug- und Tragedienste zu erhalten, wurden Poitouesel und Kaltblutrösser „kombiniert“. HĂ€ufig wurden Poitouesel auch in andere LĂ€nder und sogar in die USA exportiert, um dortige Eselrassen zu verbessern. Dann jedoch folgten Zeiten, in denen die Motorkraft die Pferde- und EselstĂ€rken und somit deren natĂŒrliche Lieferanten allmĂ€hlich verdrĂ€ngte. Zum GlĂŒck waren jedoch einige französische Bauern selbst stur wie Esel und keinesfalls bereit, ihre zottigen Freunde aufzugeben. Dank ihnen, einem 1988 gegrĂŒndeten Zuchtverband, PrivatzĂŒchtern und Zoos gibt es heute wieder rund 400 Tiere – wirklich gesichert ist der Bestand damit nicht.
Die Wilhelma hĂ€lt die charmanten Zotteltiere seit Eröffnung des Schaubauernhofs 1993; 18 Fohlen wurden seither hier geboren – Benito ist somit die Nummer 19. Neben ihm und seiner Mutter Hamrah gehören zur Herde natĂŒrlich Benitos Vater Nepomuk, die Stute Garie sowie Hamrahs Tochter Laika mit deren letztjĂ€hriges Fohlen Amy. Über 30 Jahre alt können diese Esel werden und bis ins hohe Alter Nachwuchs bekommen. Gegen weitere niedliche „PlĂŒschtiere“ wie Benito hĂ€tte jedoch keiner etwas einzuwenden, auch die ebenfalls in der Herde mitlaufende Maultierstute Viska nicht: Sie ist die Folge des Seitensprungs eines VorgĂ€ngers von Nepomuk mit einer Shetlandponystute und als „Muli“ unfruchtbar. DafĂŒr versucht sie mitunter, eines der hĂŒbschen Fohlen ihrer Herdengenossinnen zu adoptieren. Doch diese bleiben lieber bei ihren MĂŒttern – schon der leckeren Milch wegen.

Bild: Der kleine dunkelhaarige Poitouesel Benito und seine Mutter Hamrah
Fotos: Wilhelma

(13.07.2011, 14:23)
Ottmar MĂŒller :   Sind auch die Außengehge verbunden?
(13.07.2011, 13:49)
Joshua Förg :   Das ehemalige Innengehege des Tapirs wurde jetzt mit dem Zwergflusspferd-Gehege verbunden; Der Bulle kann jetzt beide Gehege gleichzeitig betreten.
(13.07.2011, 13:18)
Ottmar MĂŒller :   Ich schreibe es hier jetzt zum dritten Mal ( ;) ): Das jetzige Flusspferdhaus soll spĂ€ter (je nach finanzieller Lage) nur noch fĂŒr Schabrackentapire genutzt werden. Ich bezweifle, dass vor dem Umbau neue Tapire einziehen. Da jedoch der Zwergflusspferdbulle schon 46 ist, und damit das Ă€lteste Tier dieser Art weltweit in einem Zoo, wird sich die Wilhelma schon in BĂ€lde etwas einfallen lassen mĂŒssen, denn zwei leerstehende Gehege nebeneinander sind natĂŒrlich nicht optimal.

Was die Seelöwen angeht, bei denen gibt es ja auch jetzt noch andere, zuchtfÀhige Tiere.
(12.07.2011, 21:46)
Henry Merker :   Zumindest bei den Elefanten muss man sich wohl bis zum Bau des neuen Hauses gedulden.
(12.07.2011, 18:12)
Joshua Förg :   Hallo; Ich abe eine Frage... In der Wilhelma sterben zur Zeit sehr viele alte Tiere. Thai (Tapir), Vilja(Elefant), Mercedes(Seelöwe)... Die Liste ist lang und ich nenne nur einige Beispiele - Meine Frage: Wird die Wilhelma die Tiere durch neue, zuchtfĂ€hige Tiere ersetzen, solange noch die alten Sichtbeton-Gehege vorhanden sind, oder werden erst neue Arten in den Zoo kommen, sobald eine "artgerechte" Haltung wieder möglich ist?
(12.07.2011, 17:45)
Ottmar MĂŒller :   Hey, hat einer zufĂ€llig Fotos vom alten Kiwi-Nachthaus oder kann dieses wenigstens ein bißchen beschreiben? :)
(10.07.2011, 15:00)
Mirko Schmidkunz :   Ich habe in der Zootierliste festgestellt, dass in der Wilhelma vier Tangarenarten verschwunden sind. Die Paradiestangare war vor kurzem noch im Vogelhaus. Die anderen Arten werden wohl im Amazonienhaus gelebt haben. Die Anzahl der freilebenden Vögel nimmt dort weiter ab und ich finde, dass man als Besucher nicht mehr von einer bunten, vielgestaltigen Vogelfauna dort fasziniert wird. Sind die Zuchtanlagen hinter den Kulissen eigentlich schon fertig? Wer ist fĂŒr die großen Verluste verantwortlich? Könnte man nicht Kassiken dort halten, die hoch attraktiv wĂ€ren und mehr Leben in das Haus brĂ€chten?
(05.07.2011, 12:15)
Wilhelma :   Die Mandschurenkraniche haben Nachwuchs:
Zwei KĂŒken bei Familie „RotkĂ€ppchen“

Letztes Jahr sorgte das Mandschurenkranich-Paar der Wilhelma deutlich frĂŒher als erwartet erstmals fĂŒr Nachwuchs, dieses Jahr legte es nach: Erneut sind zwei KĂŒken geschlĂŒpft, die auf ihren langen Stelzen nun gemeinsam mit den Eltern ĂŒber die Stelzvogelwiese stolzieren.

Noch gleichen die beiden Ende Mai geschlĂŒpften KĂŒken ihren Eltern nicht gerade aufs Haar beziehungsweise die Feder: Flauschig sind sie und hellbraun – wohl der besseren Tarnung wegen – und ihre Beine und FĂŒĂŸe wirken mindestens noch drei Nummern zu groß. In den nĂ€chsten Wochen und Monaten werden sich die KĂŒken jedoch zu ebenso schönen, anmutigen Vögeln mausern, wie es ihre Eltern bereits sind. Auch diese fingen schließlich mal klein und braun an, und zwar 2007 im Zoo der lettischen Hauptstadt Riga, von wo sie 2008 nach Stuttgart kamen. Die eigentliche Heimat der Vogelart liegt jedoch viel ferner: in Japan und China. Dort gelten sie als Symbol fĂŒr ein gesundes, langes Leben und landauf und landab ziert kein Tiermotiv hĂ€ufiger Kimonos, Wandschirme oder Holzschnitte. Auch beim traditionellen japanischen Papierfalten, dem „Origami“, sind die Kraniche als Models sehr begehrt. Oft werden sie als gefaltete Papier-Vögel Kranken geschenkt, um diesen gute Besserung zu wĂŒnschen. Die Vögel bewachen außerdem den Kaiserthron in der Verbotenen Stadt und tragen angeblich sogar die Seelen Verstorbener auf ihren RĂŒcken in den Himmel. Damit nicht genug der mĂ€rchenhaften Beschreibungen, nennen die Japaner sie wegen des roten Stirnflecks auch „Tancho“ – RotkĂ€ppchen. Allerdings wĂŒrde „Schneewittchen“ ebenso gut passen, ist ihr Federkleid doch weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz.

Besonders eindrucksvoll stellen die Kraniche ihre Schönheit bei der Balz zur Schau: Wie BalletttĂ€nzer erheben sie sich auf die Zehenspitzen, umkreisen sich, spreizen Federn und FlĂŒgel und biegen Hals und Kopf bis auf den RĂŒcken. Klangvoll untermalt wird das Schauspiel mit fanfarenartigen Rufen. Damit wollen die Kraniche nicht etwa einen neuen Partner erobern, vielmehr machen sie sich die ganze MĂŒhe fĂŒr den bestehenden GefĂ€hrten – die Vögel leben in Dauerehe, die Balz dient dazu, die Paarbindung zu festigen. Auch bei der Brutpflege halten sie zusammen: Die Henne brĂŒtet, bis das erste KĂŒken schlĂŒpft, dieses wird dann schon mal von Papa babygesittet, bis ein oder zwei Tage spĂ€ter Nummer zwei kommt. Kaum aus dem Ei schlĂŒpft, folgen die NestflĂŒchter ihren Eltern bereits auf Schritt und Tritt und teilen auch rasch deren kulinarische Vorlieben. Anfangs lassen sie sich die Happen noch schnabelgerecht servieren: ob saftige Heuschrecke oder sich windender Wurm. Doch nach wenigen Tagen picken sie auch selbst eifrig nach Insekten und Co. Außerhalb der Brutzeit wird weniger geschlemmt: Dann ziehen die Vögel vegetarische Kost wie Körner, GrĂ€ser und Knollen vor.
Dass Mandschurenkraniche als Symbol fĂŒr langes Leben gelten, hilft ihnen selbst nur wenig. Sie gehören zu den am meisten bedrohten Kranicharten, auch wenn sich der Bestand dank strenger Schutzmaßnahmen etwas erholt hat. Schon seit 1987 gibt es fĂŒr sie ein EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), in dem derzeit ĂŒber 400 in Zoos lebende Vertreter erfasst sind.

Foto (Wilhelma): Da KranichkĂŒken NestflĂŒchter sind, stelzen sie schon kurz nach der Geburt mit ihren Eltern durchs Revier – in der Wilhelma ein dank Elektrozaun fuchssicheres Gehege – und teilen auch bereits deren Lieblingsspeisen von der Grille bis zum Regenwurm.
(01.07.2011, 08:52)
Wilhelma :   Neue „Diva-Show“ in der Wilhelma erwartet:
Die Titanenwurz putzt sich heraus – fĂŒr den nĂ€chsten BlĂŒten-Rekord?
Jetzt ist es sicher: Die Titanenwurz der Wilhelma ist „guter Hoffnung“, sprich, sie bildet einen neuen BlĂŒtenstand aus. Die Pflanzenart aus Sumatra ist fĂŒr ihre RiesenblĂŒten berĂŒhmt und die Stuttgarter Titanenwurz hatte gleich bei ihrem DebĂŒt im Jahr 2005 den Weltrekord im BlĂŒtenhochbau geknackt – und hĂ€lt ihn bis heute. Zum zweiten Mal erblĂŒhte sie 2008, der neue BlĂŒtenstand ist somit ihr dritter Streich. Entsprechend gespannt kann man sein, in welche Höhen er diesmal emporwĂ€chst – und mit welchen Überraschungen die launische Titanenwurz ihrem KĂŒnstlernamen „La Diva“ erneut alle Ehre machen wird.
Derzeit gibt die Diva richtig Gas: Seit der ersten Messung am 22. Juni ist der BlĂŒtenstand der grĂ¶ĂŸten Blume der Welt auf 1,67 Meter angewachsen und legt aktuell tĂ€glich satte 17 Zentimeter zu. Ob sich also ein neuer Rekord ankĂŒndigt? Bei einer echten Diva weiß man nie! DafĂŒr fit gemacht hat sie sich offenbar schon im letzten Winter: Eine Wiegeaktion ihrer Knolle im Januar 2011 ergab, dass die amtierende Rekordhalterin auf DiĂ€t war, zwölf Kilo abgenommen und mit 44 Kilo fast wieder ihr „Kampfgewicht“ aus dem Rekordjahr 2005 erreicht hatte. Damals war die BlĂŒte der Amorphophallus titanum, wie die Pflanze mit botanischen Namen heißt, mit 2,94 Meter auf Anhieb um ganze 18 Zentimeter höher gewachsen als der vormalige Weltrekordhalter aus dem botanischen Garten in Bonn. Weil sie sich vor ihrem großen Auftritt aber reichlich zierte, erhielt sie den Titel „La Diva“. Ihre zweite „Diva-Show“ drei Jahre spĂ€ter fiel kaum weniger glamourös aus: 2008 wurde die BlĂŒte zwar nur 2,34 Meter hoch, doch dafĂŒr ĂŒberraschte die kapriziöse Pflanze mit einem zweiten kleineren BlĂŒtenstand, genannt „Wurzele“. Die Vergabe von „KĂŒnstlernamen“ ist ĂŒbrigens keineswegs eine exklusive Marotte der Wilhelma, sondern in den botanischen GĂ€rten weltweit Usus. Andernorts erhielten die Riesenblumen beispielsweise so illustre Zweitnamen wie Mr. Stinky, Big Jack, Titan 2 oder auch Baby, Waldo, King Richard und Titania.
Bei allen Titanenwurzen ist es jedoch stets das gleiche Spiel: Ob und wann sie blĂŒhen, ist offen. Und auch wenn die geheimnisvolle Knolle keimt, ist noch lange nicht klar, ob sich da gerade ein Blatt oder eine BlĂŒte herausarbeitet. Denn nur eines von beidem entwickelt sich pro Jahr. Bei der Diva steht seit 22. Juni fest, dass es eine BlĂŒte wird. Ab diesem Moment dauert es meist noch ziemlich genau 14 Tage bis zum eigentlichen BlĂŒh-Akt: Dieser hĂ€lt dann rund 48 Stunden an, und erst am Ende entfaltet La Diva fĂŒr eine einzige Stunde ihre BlĂŒtenblĂ€tter ganz – sie gleichen dann einem blutroten, umgedrehten PlissĂ©rock – und zeigt sich in voller stinkender Pracht. Ja, stinkend, denn leider hat die Diva in puncto ParfĂŒm merkwĂŒrdige Vorlieben: Aasgeruch muss es sein. In der Natur lockt die Titanenwurz damit Fliegen und KĂ€fer an, auf dass diese ihr als BestĂ€uber zu Diensten sind.
Diesmal wird der BlĂŒtenhöhepunkt zwischen 5. und 7. Juli erwartet, der Count-down lĂ€uft also. Doch wann immer die Show beginnt, sicher ist: Notfalls wird die Wilhelma die Pforten ausnahmsweise auch abends öffnen. Damit die Diva-Fans das grandiose Schauspiel mit eigenen Augen – und Nasen – genießen können.

Daten und Fakten zu La Diva und zum aktuellen Stand des BlĂŒtenstands:
Die Knolle
Die Titanenwurz besitzt eine unterirdische Knolle, aus der sich abwechselnd entweder ein einziges Blatt oder ein BlĂŒtenstand entwickelt. La Diva befindet sich seit 1994 in der Wilhelma. Damals wog ihre Knolle nur 2,5 Kilogramm. Im Rekordjahr 2005 wog die Knolle 40 Kilogramm, im April 2008 brachte sie 52,5 Kilogramm auf die Waage, beim Umtopfen im Januar 2011 waren es 44 Kilogramm.
La Divas Residenz
Die Titanenwurz steht im Maurischen Landhaus der Wilhelma. Zugang zur Titanenwurz ĂŒber das Kakteenkuppelhaus (nicht barrierefrei).
Erwartete BlĂŒtezeit
Wahrscheinlich zwischen dem 5. und 7. Juli – oder frĂŒher oder spĂ€ter.
Aktuelle Höhe und Gewicht
BlĂŒtenstandshöhe am 27. Juni 2011 morgens: 1,67 Meter, am 28.6. morgens: 1,80 Meter.

Öffnungszeiten
Zu besichtigen zu den normalen Öffnungszeiten. Über die verlĂ€ngerten Öffnungszeiten zur BlĂŒtenstandsöffnung informiert die Wilhelma kurzfristig vorab via Presseinformation und Internet.
Homepage und Webcam
Die Entwicklung von „La Diva“ kann auf der Homepage der Wilhelma tagesaktuell unter „www.wilhelma.de > EreignistagebĂŒcher > Titanenwurz“ verfolgt werden. In der Schlussphase auch „live“ ĂŒber eine Webcam!
Bild: Die Titanenwurz Montag, den 27.06.11, bei einer Höhe von rund 1,67 Metern. Am Morgen des 28.06.11 zeigte das Maßband bereits 1,80 Meter an (Wilhelma).

(29.06.2011, 07:55)
Ottmar MĂŒller :   Der Tapir hieß Thai und ist am 4. Nov. im Alter von 26 Jahren gestorben. Laut einem Arikel der StZ soll das Haus spĂ€ter nur noch fĂŒr Schabrackentapire genutzt werden.
(27.06.2011, 18:18)
Wilhelma :   Vier Gorilla-Jungs werden flĂŒgge:
Die „Junggesellen-WG“ zieht nach Frankreich um

Seit MĂ€rz dieses Jahres teilen die beiden handaufgezogenen Gorilla-Jungs Monza und Upala das ehemalige Schimpansengehege im Menschenaffenhaus mit den „Halbstarken“ Meru und Lengai, die in der Gorillafamilie der Wilhelma aufwuchsen und Söhne von SilberrĂŒcken Kibo sind. Nachdem das Quartett mehrere Monate Zeit hatte, sich aneinander zu gewöhnen, ist am 28. Juni nun der Moment des Abschieds gekommen. Auf Empfehlung der EuropĂ€ischen Artkommission fĂŒr Gorillas ziehen die vier jungen Gorilla-MĂ€nner – begleitet von vertrauten Wilhelma-Pflegern – nach Frankreich in den Affenpark La VallĂ©e des Singes in Romagne um. Hier sollen sie mit dem SilberrĂŒcken Ya Kwanza zusammengewöhnt werden und mit ihm gemeinsam eine neue Junggesellen-WG „begrĂŒnden“.
Monza ist bereits fast vier und Upala ist drei Jahre alt: Damit haben die beiden das Alter erreicht, in dem junge Menschenaffen ĂŒblicherweise die Aufzuchtstation und ihre menschlichen Ersatzeltern verlassen mĂŒssen und in die Familie oder Junggesellengruppe eines anderen Zoos integriert werden. Gleichzeitig war fĂŒr die Gorilla-JĂŒnglinge Meru und Lengai der Tag immer nĂ€her gerĂŒckt, an dem es zu ersten RivalitĂ€ten mit Vater Kibo gekommen und eine Trennung von der Familie unvermeidlich geworden wĂ€re. Es bot sich daher an, die beiden HalbwĂŒchsigen mit Monza und Upala in einer „Junggesellengruppe“ zusammen zu bringen. Solche MĂ€nnerclubs bilden Gorillas auch in der Wildnis – wenn sie als angehende SilberrĂŒcken ihre Stammfamilien verlassen mĂŒssen, bevor sie einen eigenen „Harem“ erobern oder aber gerade von einem Rivalen als Haremschef abgelöst wurden. Geeigneten Raum fĂŒr den Plan bot das leer stehende Schimpansengehege: Hier konnten die vier Gorillas in vertrauter Umgebung und mithilfe vertrauter Pfleger schrittweise und behutsam zusammengewöhnt werden, was den mit jeder Neuerung verbundenen Stress in Grenzen hielt.
Eine Dauerlösung stellt die Unterkunft im alten Menschenaffenhaus jedoch nicht dar und auch die neue Anlage ist nicht fĂŒr eine zusĂ€tzliche Junggesellengruppe ausgelegt. Als geeignete spĂ€tere Heimat fĂŒr Meru, Monza und Co. hat das EEP (EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm) jedoch eine neue Anlage identifiziert, die derzeit im französischen AmnĂ©ville eigens fĂŒr Junggesellen gebaut wird und bis zum FrĂŒhjahr 2012 fertig sein soll. Der Affenpark in Romagne, in den die Gorillas nun umziehen, ist also nur eine Zwischenstation. Der Vorteil: Hier kann die junge „Viererbande“ aus Stuttgart durch in puncto Gorillas und Junggesellengruppen erfahrene Pfleger mit ihrem spĂ€teren Mitbewohner und Oberhaupt, dem 27-jĂ€hrigen SilberrĂŒcken Ya Kwanza aus Jersey, zusammen-gewöhnt werden, bevor dann 2012 alle gemeinsam ihr Domizil in AmnĂ©ville beziehen. Pfleger von dort werden wĂ€hrend dessen ĂŒberdies in Romagne in die Gorillapflege intensiv eingelernt.
Weitere positive Nebeneffekte: Die 14-köpfige Bonobo-Gruppe der Wilhelma kann dank des nun wieder frei werdenden Schimpansengeheges, in das dann die Orang-Utans aufrĂŒcken, mehr Platz bekommen – und so ihr natĂŒrliches BedĂŒrfnis nach wechselnden sozialen Gruppierungen besser ausleben. Da zudem unsere letzte Handaufzucht, Claudia, derzeit in die Gorillafamilie der Wilhelma integriert wird, können die Gehege im Jungtieraufzuchthaus bis auf Weiteres ebenfalls anderweitig genutzt werden, aktuell beispielsweise als Ausweichquartier fĂŒr junge BrĂŒllaffen.

Bilder / Steckbriefe (Fotos: Hermann Vollmer) Upala: geb. 27.5.08 in Heidelberg; weil seine Mutter Chuma sich zu wenig um ihn kĂŒmmerte, lebt er seit 18.11. in der Stuttgarter Aufzuchtstation

(27.06.2011, 08:30)
Gudrun Bardowicks :   @Liz Thieme: Möglicherweise hast du doch recht und es war als Todesdatum auf dem Schild Ende Oktober 2010 angegeben. Ich habe das Schild leider nicht fotografiert. Aber es war um den Dreh herum.
(20.06.2011, 23:51)
Liz Thieme :   Danke, aber auch komisch, wenn der Zoo sich nicht einig ist. Denn die Bestandsliste des Zoos vom 1.11.2010 enthĂ€lt keinen Tapir mehr. Oder er ist am selbigen gestorben.
(20.06.2011, 20:15)
Gudrun Bardowicks :   Er ist laut Anschlag am Flußpferdhaus im November 2010 an AltersschwĂ€che gestorben. Bei meinem Besuch in der Wilhelma am 18.6.11 lebten somit in diesem Haus noch 1 Zwergflußpferd, 2 Flußpferde und ein Paar Hirscheber. Über eine Umgestaltung oder Nachnutzung dieses Hauses war noch nichts zu erfahren. Auch mindestens 1 Mishmi-Takin und die alte Steppenzebrastute zusammen mit einer Somaliwildeselstute konnte ich hinter den Kulissen entdecken. Auch gibt es dort noch Defassa-Wasserböcke, die aber im aktuellen ZoofĂŒhrer schon nicht mehr aufgefĂŒhrt sind. Als weitere Antilopenarten sind nur noch Bongos, Kleine Kudus (mit 4 Jungtieren)und die neuen Sahara-Dorcasgazellen in der Wilhelma vorhanden.
Frischen Nachwuchs gibt es bei den Kalifornischen Seelöwen (1 Jungtier).
Gorillawaise Claudia ist bisher noch nicht richtig in die Gruppe integriert. Ich sah sie nur mit einer Pflegerin bei der Vorbereitung zur FĂŒtterung in der Gorillainnenanlage. Als diese mit den Vorbereitungen fertig war, nahm sie Claudia wieder mit heraus. Die Gorillawaisen Upali und Monza schienen sich in der Junggesellengruppe mit den beiden Stuttgarter NachzuchtmĂ€nnchen allerdings mittlerweile recht wohl zu fĂŒhlen.
(20.06.2011, 00:27)
Liz Thieme :   Hab ich es hier ĂŒberlesen oder steht es wirklich noch nicht hier?!

Der Schabrackentapir ist letzten Oktober (?) verstorben.
(17.06.2011, 21:52)
Wilhelma :   Wer kennt schon den Australischen Triel:
Wilhelmas next Top-Vogel

Es hat fast endlos lange Beine, das KĂŒken des Australischen Triels, und fĂŒr die Kamera posiert es fast schon wie ein professionelles „Top-Model“. Dabei sieht es nicht nur aus wie aus dem Ei gepellt, sondern ist tatsĂ€chlich erst vor acht Tagen aus einem solchen geschlĂŒpft. AusgebrĂŒtet wurde das Vögelchen allerdings nicht von seiner Mutter, sondern von einem Brutapparat hinter den Kulissen der Wilhelma. Jetzt wird es von den Pflegerteam aufgepĂ€ppelt, damit das Kleine bald zu seinen Regenpfeifer-Verwandten in die Freiflugvoliere – oder auch einen anderen Zoo – umziehen kann.

Australische Triele sind weder eine seltene, bedrohte Art, noch haben sie ein schillerndes Gefieder oder besonders wohl tönende Rufe vorzuweisen. Im Gegenteil: Aus den krĂ€ftigen SchnĂ€beln kommen nur klagende Flötentöne und auch das braun-weiße Federkleid ist eher unauffĂ€llig. (Aber schließlich sehen selbst menschliche Topmodels ungeschminkt meist ziemlich unscheinbar aus.) Trotzdem hat der Triel das gewisse Etwas ... nicht nur wegen dieser krĂ€ftigen langen Beine und den ausdrucksstarken großen Augen. So tragen die ausgewachsenen und dann von der Zehenspitze bis zum Scheitel rund 60 Zentimeter hohen Vögel beispielsweise auch einen schönen langen Schwanz, weswegen ihr zweiter Name auch „Langschwanztriel“ lautet.

FĂŒr seine AktivitĂ€ten bevorzugt der Australische Triel DĂ€mmerung und Nacht. Dann sucht er nach all den Leckereien, die auf seinem persönlichen Speiseplan ganz oben stehen: nach Spinnen, Insekten und kleinen Wirbeltieren. In der Wilhelma darf’s aber gerne auch die schnabelgerechte Futtermischung mit Hackfleisch, kleinen Fischchen und MehlwĂŒrmern aus dem Kochstudio der Pfleger sein. Obwohl der Triel zu den Regenpfeiferartigen gehört, lebt er in „Down under“ nicht etwa in regenreichen Regionen, sondern er bewohnt dort vor allem trockenes Grasland und Buschsavannen. Seine Nester baut der BodenbrĂŒter seinem genetischen Programm entsprechend einfach auf dem Boden, wo die nach 25 Tagen geduldigen Herumsitzens ausgebrĂŒteten Eier leider auch schnell mal zur leichten Beute von Eierdieben werden.

Insofern hat unser kleiner Triel doppelt GlĂŒck: Sein Geburts-Ei war die ganze Zeit in einem warmen Safe sicher verstaut. Und als er dann endlich vom Eidotter zum KĂŒken herangereift war und die Eierschale zu knacken begann, warteten statt hungriger Feinde nur freundliche Pfleger auf seine Ankunft.

Foto: Wilhelma
Zeigt dieses KĂŒken des Australischen Triels nicht echte Model-QualitĂ€ten? Man beachte vor allem das possierlich ausgestellte linke Bein. DafĂŒr gibt es heute ein Foto von uns und die Teilnahme als einziger Kandidat im Finale von „Wilhelmas next Top-Vogel“.
(09.06.2011, 16:08)
Wilhelma :   Wer kennt schon den Australischen Triel:
Wilhelmas next Top-Vogel

Es hat fast endlos lange Beine, das KĂŒken des Australischen Triels, und fĂŒr die Kamera posiert es fast schon wie ein professionelles „Top-Model“. Dabei sieht es nicht nur aus wie aus dem Ei gepellt, sondern ist tatsĂ€chlich erst vor acht Tagen aus einem solchen geschlĂŒpft. AusgebrĂŒtet wurde das Vögelchen allerdings nicht von seiner Mutter, sondern von einem Brutapparat hinter den Kulissen der Wilhelma. Jetzt wird es von den Pflegerteam aufgepĂ€ppelt, damit das Kleine bald zu seinen Regenpfeifer-Verwandten in die Freiflugvoliere – oder auch einen anderen Zoo – umziehen kann.

Australische Triele sind weder eine seltene, bedrohte Art, noch haben sie ein schillerndes Gefieder oder besonders wohl tönende Rufe vorzuweisen. Im Gegenteil: Aus den krĂ€ftigen SchnĂ€beln kommen nur klagende Flötentöne und auch das braun-weiße Federkleid ist eher unauffĂ€llig. (Aber schließlich sehen selbst menschliche Topmodels ungeschminkt meist ziemlich unscheinbar aus.) Trotzdem hat der Triel das gewisse Etwas ... nicht nur wegen dieser krĂ€ftigen langen Beine und den ausdrucksstarken großen Augen. So tragen die ausgewachsenen und dann von der Zehenspitze bis zum Scheitel rund 60 Zentimeter hohen Vögel beispielsweise auch einen schönen langen Schwanz, weswegen ihr zweiter Name auch „Langschwanztriel“ lautet.

FĂŒr seine AktivitĂ€ten bevorzugt der Australische Triel DĂ€mmerung und Nacht. Dann sucht er nach all den Leckereien, die auf seinem persönlichen Speiseplan ganz oben stehen: nach Spinnen, Insekten und kleinen Wirbeltieren. In der Wilhelma darf’s aber gerne auch die schnabelgerechte Futtermischung mit Hackfleisch, kleinen Fischchen und MehlwĂŒrmern aus dem Kochstudio der Pfleger sein. Obwohl der Triel zu den Regenpfeiferartigen gehört, lebt er in „Down under“ nicht etwa in regenreichen Regionen, sondern er bewohnt dort vor allem trockenes Grasland und Buschsavannen. Seine Nester baut der BodenbrĂŒter seinem genetischen Programm entsprechend einfach auf dem Boden, wo die nach 25 Tagen geduldigen Herumsitzens ausgebrĂŒteten Eier leider auch schnell mal zur leichten Beute von Eierdieben werden.

Insofern hat unser kleiner Triel doppelt GlĂŒck: Sein Geburts-Ei war die ganze Zeit in einem warmen Safe sicher verstaut. Und als er dann endlich vom Eidotter zum KĂŒken herangereift war und die Eierschale zu knacken begann, warteten statt hungriger Feinde nur freundliche Pfleger auf seine Ankunft.

Foto: Wilhelma
Zeigt dieses KĂŒken des Australischen Triels nicht echte Model-QualitĂ€ten? Man beachte vor allem das possierlich ausgestellte linke Bein. DafĂŒr gibt es heute ein Foto von uns und die Teilnahme als einziger Kandidat im Finale von „Wilhelmas next Top-Vogel“.
(09.06.2011, 16:06)
Wilhelma :   Wer kennt schon den Australischen Triel:
Wilhelmas next Top-Vogel

Es hat fast endlos lange Beine, das KĂŒken des Australischen Triels, und fĂŒr die Kamera posiert es fast schon wie ein professionelles „Top-Model“. Dabei sieht es nicht nur aus wie aus dem Ei gepellt, sondern ist tatsĂ€chlich erst vor acht Tagen aus einem solchen geschlĂŒpft. AusgebrĂŒtet wurde das Vögelchen allerdings nicht von seiner Mutter, sondern von einem Brutapparat hinter den Kulissen der Wilhelma. Jetzt wird es von den Pflegerteam aufgepĂ€ppelt, damit das Kleine bald zu seinen Regenpfeifer-Verwandten in die Freiflugvoliere – oder auch einen anderen Zoo – umziehen kann.

Australische Triele sind weder eine seltene, bedrohte Art, noch haben sie ein schillerndes Gefieder oder besonders wohl tönende Rufe vorzuweisen. Im Gegenteil: Aus den krĂ€ftigen SchnĂ€beln kommen nur klagende Flötentöne und auch das braun-weiße Federkleid ist eher unauffĂ€llig. (Aber schließlich sehen selbst menschliche Topmodels ungeschminkt meist ziemlich unscheinbar aus.) Trotzdem hat der Triel das gewisse Etwas ... nicht nur wegen dieser krĂ€ftigen langen Beine und den ausdrucksstarken großen Augen. So tragen die ausgewachsenen und dann von der Zehenspitze bis zum Scheitel rund 60 Zentimeter hohen Vögel beispielsweise auch einen schönen langen Schwanz, weswegen ihr zweiter Name auch „Langschwanztriel“ lautet.

FĂŒr seine AktivitĂ€ten bevorzugt der Australische Triel DĂ€mmerung und Nacht. Dann sucht er nach all den Leckereien, die auf seinem persönlichen Speiseplan ganz oben stehen: nach Spinnen, Insekten und kleinen Wirbeltieren. In der Wilhelma darf’s aber gerne auch die schnabelgerechte Futtermischung mit Hackfleisch, kleinen Fischchen und MehlwĂŒrmern aus dem Kochstudio der Pfleger sein. Obwohl der Triel zu den Regenpfeiferartigen gehört, lebt er in „Down under“ nicht etwa in regenreichen Regionen, sondern er bewohnt dort vor allem trockenes Grasland und Buschsavannen. Seine Nester baut der BodenbrĂŒter seinem genetischen Programm entsprechend einfach auf dem Boden, wo die nach 25 Tagen geduldigen Herumsitzens ausgebrĂŒteten Eier leider auch schnell mal zur leichten Beute von Eierdieben werden.

Insofern hat unser kleiner Triel doppelt GlĂŒck: Sein Geburts-Ei war die ganze Zeit in einem warmen Safe sicher verstaut. Und als er dann endlich vom Eidotter zum KĂŒken herangereift war und die Eierschale zu knacken begann, warteten statt hungriger Feinde nur freundliche Pfleger auf seine Ankunft.

Foto: Wilhelma
Zeigt dieses KĂŒken des Australischen Triels nicht echte Model-QualitĂ€ten? Man beachte vor allem das possierlich ausgestellte linke Bein. DafĂŒr gibt es heute ein Foto von uns und die Teilnahme als einziger Kandidat im Finale von „Wilhelmas next Top-Vogel“.
(09.06.2011, 16:06)
Wilhelma :   Sonderausstellung 2011 der Wilhelma zur „Bionik“ - oder:
Was die Technik von Pflanzen lernen kann

Warum werden Lotos-BlĂ€tter niemals schmutzig, wieso ĂŒberstehen Grashalme selbst Orkane ohne umzuknicken, wie reparieren Lianen sich selbst – und vor allem: Was können wir aus alldem fĂŒr die menschliche Produkt- und Technikwelt lernen? Antworten auf diese Fragen gibt vom 8. Juni bis 18. September eine Sonderausstellung der Wilhelma, in der sich alles um die Bionik dreht – und um die Rolle der Pflanzenwelt als unerschöpfliche Inspirationsquelle dieser jungen Wissenschaft.

Gerade die Pflanzenwelt bietet reichlich Anschauungsmaterial fĂŒr TĂŒftler und Erfinder, Ingenieure und Architekten, die aus der Biologie fĂŒr die Technik lernen wollen – was botanische GĂ€rten zu wahren Schatztruhen fĂŒr die Bionik macht. In welch vielfĂ€ltiger Hinsicht, das zeigt die diesjĂ€hrige Sonderausstellung der Wilhelma. Zu finden ist sie im so genannten „Wechselschauhaus“, das sich vom Wintergarten kommend links an das historische Fuchsienschauhaus anschließt, fĂŒr die Besucher geöffnet ist sie vom 8. Juni bis 18. September tĂ€glich von 9 bis 18 Uhr. FĂŒr die Sonderschau haben die Botaniker und GĂ€rtner 18 Schautafeln aus der bundesweiten Ausstellung des Verbands der botanischen GĂ€rten durch lebende Exponate vom Bambus bis zum stachligen Osagedorn phantasievoll ergĂ€nzt: So veranschaulichen beispielsweise von der Decke hĂ€ngende Mobiles die Flugeigenschaften von Pflanzensamen, perlen Wassertropfen in Kaskaden von grĂŒnen LotosblĂ€ttern oder demonstrieren Bananen-Stauden und Kakteen, wie raffiniert Pflanzen es schaffen, stabil und flexibel gleichzeitig zu sein.
Auch die fast gleichzeitig startende „Woche der botanischen GĂ€rten“, die bundesweit vom 11. bis 19. Juni statt findet, steht diesmal ganz im Zeichen der Bionik. Traditionell bietet die Wilhelma in dieser Woche Mitmach-Aktionen fĂŒr Jung und Alt an, diesmal konzentrieren sich diese auf Pfingstsonn- und -montag sowie auf das Wochenende des 18. und 19. Juni. Dann können Kinder jeweils zwischen 10 und 18 Uhr spielerisch die Bionik entdecken: beim Klettenwurf, Lotos-Hindernislauf oder Basteln von Flugsamen. Wichtig: Diese Aktionen können nur bei trockener Witterung statt finden. UnabhĂ€ngig vom Wetter dagegen stehen die GĂ€rtnerinnen und GĂ€rtner an diesen vier Tagen von 10 bis 17 Uhr in der Sonderausstellung bereit, um die Besucher auf bionisch besonders interessante Pflanzenmerkmale hinzuweisen, kleine Experimente anzuleiten und Fragen zu beantworten. Bei großem Interesse an diesen Angeboten sollen sie im August wiederholt werden. DarĂŒber hinaus haben die Besucher jedoch bis Mitte September die Gelegenheit, die Sonderausstellung auf eigene Faust zu erkunden, die Pflanzen einmal mit den Augen eines Bionikers zu betrachten und dabei manchem ihrer besonderen Talente und Patente auf die Spur zu kommen. Nicht zuletzt können Lehrer und SchĂŒler, fĂŒr die das Thema Bionik ebenfalls lĂ€ngst auf den LehrplĂ€nen steht, die Ausstellung als außerschulischen Lernort und anschauliche Fundgrube fĂŒr den Unterricht nutzen.

Foto:
Erste GĂ€ste in der Sonderausstellung „Bionik“: Hier können die Besucher unter anderem beobachten, wie Wasser und Schmutz an LotosblĂ€ttern einfach abperlen. Foto: Wilhelma
(08.06.2011, 07:51)
Wilhelma :   Erst eins, dann zwei ... Steinböckchen in der Wilhelma geboren:
Erstklassige Klettermaxe von Kindesbeinen an

Im Felsenrevier der Alpensteinböcke bahnt sich ein kinderreiches FrĂŒhjahr an. Bereits zwei Jungtiere kamen nach jeweils 170 Tagen Tragzeit auf die Welt – das erste am 24. Mai, das zweite just, als diese Zeilen entstanden – zwei weitere werden noch erwartet. Derweil demonstriert das Erstgeborene, ein quicklebendiges Weibchen, schon durch halsbrecherische SprĂŒnge ĂŒber Stock und Stein, wie gelĂ€ndegĂ€ngig selbst die JĂŒngsten unter diesen Kletterakrobaten sind.

Die Nabelschnur hĂ€ngt dem Geißlein noch als verschnurzeltes Band am BĂ€uchlein, aber von hilflosem SĂ€ugling weit und breit keine Spur. Im Gegenteil: Steinböckchen trinken zwar ein Jahr lang bei der Mutter, aber laufen können sie bereits vom ersten Tag an. Und nicht nur das: Wie die jĂŒngsten Mitglieder der nunmehr zehnköpfigen Wilhelma-Herde zeigen, können es selbst die JĂŒngsten schon richtig „rocken“ lassen! Kein Fels scheint ihnen zu steil, kein Abhang zu tief, kein Vorsprung zu schmal – mit Leichtigkeit meistern sie jede Schikane im steinigen Revier. Kein Wunder bei diesen Tieren, die im Freiland schon dabei beobachtet wurden, wie sie fast senkrechte Staumauern so mĂŒhelos hinauf- und hinunterlaufen, als wĂ€ren unsichtbare Treppen darin eingebaut. Ihre grandiose LeichtfĂŒĂŸigkeit verdanken die Alpenbewohner, die oberhalb der Baumgrenze in kargen Höhen zischen 1600 und 3500 Metern vor allem von GrĂ€sern und KrĂ€utern leben, insbesondere ihren gespaltenen Hufen: Die beiden Hufzehen sind einzeln beweglich und passen sich jeder Unebenheit an, verhornte scharfe SchalenrĂ€nder sorgen fĂŒr Trittsicherheit und die weichen, gummiartigen Innenballen verhindern das Abrutschen fast so gut, als wĂ€ren sie SaugnĂ€pfe.

Die Wilhelma hĂ€lt Steinböcke schon seit 1964 und rund 110 Tiere wurden hier geboren. So manches dieser Böckchen und Geißlein wurde spĂ€ter aber nicht an einen anderen Zoo oder Wildpark abgegeben, sondern in den Alpen ausgewildert. Dort waren die Steinböcke bereits Anfang des 19. Jahrhunderts fast ausgerottet worden. Nur dank eines kleinen Restbestands von 100 Tieren, Nachzuchten in Zoos, strengen Schutzmaßnahmen und einem gezielten Wiederansiedlungsprojekt
konnte das Ruder gerade noch rechtzeitig herumgerissen werden. Heute leben in den Alpen wieder 30.000 bis 40.000 Steinböcke. Interessant ist, dass diese Tiere schon sehr frĂŒh ein Ă€hnlicher Aberglaube an den Rand des Artentods gebracht hatte, wie er heute noch Nashörnern, Tigern und Co. zu schaffen macht. So wie deren Horn und Krallen, so sagte man einst auch vielen Körperteilen der Steinböcke wundersame HeilkrĂ€fte gegen alle möglichen Zipperlein bis hin zur schwindenden Manneskraft nach. Vor allem Bezoarsteine waren begehrt, die nichts anderes sind, als im Magen zu Kugeln verklebte Haare. Fast verwunderlich, dass die bis zu einem Meter langen, prĂ€chtigen Hörner der mĂ€nnlichen Steinböcke – die der Geißen erreichen nur 35 Zentimeter – nicht das Hauptobjekt der Begierde waren. Als Medizin taugen sie aber ebenso wenig wie Nashorn – oder NĂ€gelkauen.
(01.06.2011, 13:06)
Ottmar MĂŒller :   Bisher dachte ich immer, in der Wilhelma wĂ€hren nur die Kakas einzigartig in Europa. Jetzt habe ich in der Zootierliste im Bereich "GrĂ¶ĂŸere Fische" 20 deutschlandweit nur in der Wilhelma gehaltenen Arten gefunden, mit * markierte Fische sind sogar europaweit einmalig:
WeißmaulmurĂ€ne
Goldflecken-Schlangenaal*
Segelantennenwels*
Alligator-Knochenhecht
FĂ€hnchenmesserfisch
Dreibartelige Seequappe
Atlantischer Flughahn
Seekuckuck
Kupferrotbarsch
Schlanker Drachenkopf
GrĂŒner Lippfisch
Pfauenlippfisch
Elefantenohrgurami*
Marmorbrasse
Spitzbrasse
Quoys Papageifisch
Gelbsattel-Meerbarbe
Strichpunkt-Meerbarbe*
Großer Kelpfisch*
DoppelrĂŒckenflosser
Macht das doch auchmal mit eurem Heimatzoo(v.a. Leipzig und Berlin haben viele Einmaligkeiten)! :)
(29.05.2011, 17:57)
Wilhelma :   Sommerferienprogramm 2011 der Wilhelmaschule:
Spannende Ferienaktionen fĂŒr Kinder zum Mitmachen und Staunen

Auch dieses Jahr bietet die Wilhelma wĂ€hrend der Sommerferien wieder ein spannendes und vielseitiges Ferienprogramm fĂŒr Kinder von 6 bis 14 Jahren an. Das Angebot reicht vom abendlichen Besuch bei den FledermĂ€usen des Wilhelma-Parks ĂŒber einen mehrtĂ€gigen „EinfĂŒhrungskurs“ in die ErnĂ€hrung der Zootiere bis hin zum gemeinsamen GĂ€rtnern und Basteln, etwa einer Miniatur-Wilhelma fĂŒr die eigene Fensterbank. Das gesamte Ferienprogramm 2011 zum Nachlesen und Herunterladen gibt es ab sofort im Internet auf der www.wilhelma.de in der Rubrik der „Wilhelmaschule“. Weitere Informationen zu den einzelnen Terminen, zu Anmeldung und Kosten erteilt ĂŒberdies Martina Russ jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0711/5402-136.

(27.05.2011, 15:34)
Wilhelma :   Nachwuchs beim „König der Nacht“:
Drei graue WollknÀuel mit orangeroten Augen

Drei Eier hat das Uhu-Paar der Wilhelma dieses Jahr gelegt und erfolgreich ausgebrĂŒtet. Anfang Mai schlĂŒpfen daraus flauschige, graue Uhu-KĂŒken. Mutter und Vater Uhu bewachen sie seither mit Argus-Augen und plustern sich mĂ€chtig auf, wenn ihrer Brut ein Fremdling zu nahe kommt.
BrĂŒten ist bei Familie Uhu reine Frauensache. 34 Tage saß Mutter Uhu auf dem Gelege, bevor sich das erste KĂŒken aus dem Ei pellte. Auch das FĂŒttern ĂŒbernimmt anfangs die Mutter, wĂ€hrend der Vater in gebĂŒhrendem Abstand ein wachsames, orangerotes Auge auf seine Familie hat. Erst wenn die Jungen etwas grĂ¶ĂŸer sind, serviert auch er ihnen die tĂ€glichen Happen direkt in den Schlund. In der Wilhelma stammen die MĂ€use, KĂŒken und Fleischstreifen fĂŒr das Uhu-MenĂŒ in der Regel aus der FutterkĂŒche. Doch wehe ein kleines Tier, etwa eine Maus, kommt den Uhus versehentlich ins Gehege: Kurzerhand dient auch dieses als willkommenes Zubrot. Denn den scharfen Augen und Krallen der nĂ€chtlichen JĂ€ger entgeht so leicht nichts – zumal sie ihren Kopf fĂŒr eine perfekte Rundumsicht um bis zu 270 Grad drehen können. Menschliche Eindringlinge im Revier sind weniger willkommen: Wer das traute FamilienglĂŒck zu stören wagt, kann es ebenfalls mit Krallen und SchnĂ€beln der Uhu-Eltern zu tun bekommen.
Mit einer Höhe von bis zu 70 Zentimetern und einer FlĂŒgelspannweite von fast zwei Metern ist der Uhu (Bubo bubo) ein imposanter Vogel – und die grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Eulenart. Unverwechselbare Kennzeichen sind die FederbĂŒschel an den Ohren und die riesigen Augen mit der orangerot leuchtenden Iris. Auch die KĂŒken dieser Vögel sind von Anfang an recht groß – und schauen, so scheint’s, stets ein wenig missmutig aus der grau-fusseligen WĂ€sche. „SĂŒĂŸÂ“ ist irgendwie anders. „So etwas kann wohl nur eine Mutter lieben“, scherzten sogar schon die Tierpflegerinnen des Greifvogel-Reviers. Bis aus den drei PlĂŒschkĂŒken ordentliche, gefiederte Uhus werden, dauert es etwa drei bis vier Monate. Dann wird das diesjĂ€hrige Nachwuchs-Trio wohl an einen anderen Zoo abgegeben.
In der Vergangenheit wurden Jung-Uhus aus der Wilhelma immer wieder ausgewildert, etwa im Schwarzwald oder auf der SchwĂ€bischen Alb. Denn im Freiland war es lange Zeit gar nicht gut um die Art bestellt, weshalb die BestĂ€nde durch Wiederansiedlungsprogramme gestĂŒtzt werden mussten. Heute soll es immerhin wieder etwa 1200 bis 1500 Brutpaare der riesigen Eule in Deutschland geben – die Population gilt derzeit als stabil, aber wegen schwankender Bruterfolge und schrumpfender LebensrĂ€ume weiterhin als gefĂ€hrdet. Vor allem ausgerĂ€umte Landschaften, schwindendes Nahrungsangebot und tödliche Gefahren wie Autoverkehr und Strommasten machen dem „König der Nacht“ das Leben schwer.

Bild: Mama Uhu mit ihrem flaumigen Trio: Noch gleichen die grauen KĂŒken ihren Eltern nicht gerade aufs Haar beziehungsweise auf die Feder

(25.05.2011, 14:15)
Wilhelma :   Zwei KĂŒken bei den GĂ€nsegeiern:
Born to be wild – von der Wilhelma in die Berge des Balkans
Das Schicksal der zwei jungen GĂ€nsegeier, die sich im MĂ€rz und April aus ihren Eiern schĂ€lten, ist vorherbestimmt: Sobald sie flĂŒgge sind, werden sie an einem Auswilderungsprojekt teilnehmen und eines Tages frei ĂŒber den Bergen Bulgariens kreisen. Eine Berufung, die ihnen von den Tierpflegern die Namen „Buli“ und „Gari“ eingebracht hat. Damit Nomen auch wirklich ein gutes Omen ist ...
Der Einblick in die Geier-Kinderstube in der hohen Voliere unterhalb des KoniferentĂ€lchens ist fĂŒr die Besucher nicht ganz einfach. Immerhin gibt es dieses Jahr zwei KĂŒken in den großen Geierhorsten zu sichten. Dabei steigen die Chancen, je grĂ¶ĂŸer die KĂŒken werden und je höher sie ihre SchnĂ€bel ĂŒber den Horstrand hinaus recken, um an den vorverdauten – aber aus Geiersicht durchaus leckeren – Fleischbrei aus Mamas Kropf zu gelangen. Das BrutgeschĂ€ft beginnt in der Regel Ende Januar: Dann legen die Geierfrauen je ein Ei, bebrĂŒten es im Wechsel mit ihren GeiermĂ€nnern fast zwei Monate lang und ab Mitte MĂ€rz schlĂŒpft pro Paar ein KĂŒken. Das wiegt bei der Geburt rund 200 Gramm und ist anfangs ganz auf die Futterlieferungen aus der elterlichen Kropf-KĂŒche angewiesen. Je Ă€lter das KĂŒken, desto weniger nehmen die Eltern ihm die Arbeit durch Vorverdauen ab. Schließlich muss der Jungvogel lernen, spĂ€ter selbststĂ€ndig große Fleischbrocken zu verschlingen. Den Speiseplan bestimmen bei Geiers ausschließlich tote Tiere – ob im Zoo oder in der Natur. Im Freiland spielten die riesigen Vögel mit FlĂŒgelspannweiten bis zu 2,80 Metern dadurch als „Gesundheitspolizisten“ lange Zeit eine bedeutende Rolle. Kein Aas blieb in ihrem Hoheitsgebiet liegen, sondern wurde von den Geiern noch aus 3000 Metern Höhe geortet, angeflogen und dann „weggeputzt“, was die Ausbreitung von Seuchen wirkungsvoll verhinderte. Doch der Mensch dankte den Bestattungsunternehmern aus der Luft ihren Service schlecht und rottete sie vielerorts aus – beziehungsweise entzog den Geiern durch die Beseitigung von Viehkadavern ihre Nahrungsgrundlage, wie etwa auf der SchwĂ€bischen Alb. Die meisten der rund 20.000 Brutpaare Europas brĂŒten heute in Spanien, zumal dort bis vor einigen Jahren totes Vieh an bestimmten PlĂ€tzen noch fĂŒr sie liegen bleiben durfte. Aufgrund der tierseuchenhygienischen EU-Verordnungen ist es damit heute vorbei, so dass fĂŒr die Geier der Tisch auch in Spanien nicht mehr reich genug gedeckt ist. Auf der Suche nach Nahrung schwĂ€rmen sie in andere LĂ€nder aus – doch da es dort nicht anders aussieht, droht ihnen nicht selten der Hungertod.
Auch im Balkan waren die GĂ€nsegeier bis vor etwa 50 Jahren heimisch, dann machten vor allem vergiftete Köder fĂŒr Wölfe auch ihnen den Garaus. Die Organisation „Balkan Vulture Action Plan“ möchte das Balkanmassiv nun als Heimat fĂŒr die Geier zurĂŒckgewinnen. Bereits 2010 hat sie die ersten 26 Vögel dort wieder in die LĂŒfte entlassen. Weitere werden folgen. Und mit ihnen werden auch Buli und Gari aus der Wilhelma eines Tages ĂŒber die Berge und TĂ€ler Bulgariens kreisen ...

Bild: Blick in die Geierkinderstube: Die Horste der GĂ€nsegeier kann man nicht gerade als sauber und gepflegt bezeichnen. Aber dafĂŒr sind die großen Vögel Profis in Sachen Landschaftspflege. Denn sie beseitigen Aas und leisten damit wertvolle Dienste als Seuchenschutzbeauftragte. (Fotos: Wilhelma)

(19.05.2011, 08:40)
Wilhelma :   Geschlossene Abendveranstaltung „Dreamnight“ am 20. Mai 2011:
Ein bunter Wilhelma-Abend exklusiv fĂŒr kranke Kinder

Am 20. Mai 2011 wird die Wilhelma ihre Pforten fĂŒr die breite Öffentlichkeit ausnahmsweise zweieinhalb Stunden frĂŒher schließen als ĂŒblich – statt um 20 Uhr schon um 17.30 Uhr. Denn an diesem Abend findet im Wilhelma-Park zum dritten Mal nach 2009 und 2010 eine geschlossene Veranstaltung exklusiv fĂŒr kranke und behinderte Kinder statt: die „Dreamnight“. Eine Veranstaltung, die sich mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung entwickelt hat: Bereits 227 Zoos in 37 LĂ€ndern auf fĂŒnf Kontinenten fĂŒhren sie einmal im Jahr durch. Die Wilhelma hat diesmal rund 600 Kinder sowie ihre Familien dazu eingeladen, rund 2200 GĂ€ste werden erwartet. Diese haben den zoologisch-botanischen Garten dann ein paar Stunden lang ganz fĂŒr sich und können hier ein buntes Programm genießen, das die Tierpfleger und GĂ€rtner ehrenamtlich fĂŒr sie gestalten.

Ins Leben gerufen wurde die „Dreamnight“ ursprĂŒnglich vom Zoo Rotterdam. Den Anstoß dazu gab die Erkenntnis, dass behinderten und chronisch kranken Kindern nur ein Zoo-Besuch unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermöglicht, Tiere und Pflanzen wirklich ungestört und bedĂŒrfnisgerecht zu erleben. 2009 schloss sich auch die Wilhelma der wachsenden Dreamnight-Partnergemeinde an. Dieses Jahr hat sie rund 600 Kinder eingeladen, unterstĂŒtzt vom Olga-Kinderhospital sowie mehreren Förderkreisen, die sich jeweils um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern kĂŒmmern – von Herzkrankheiten ĂŒber Autismus bis Down-Syndrom. FĂŒr diese Kinder haben sich die Wilhelma-Mitarbeiter erneut ein buntes Programm ausgedacht: mit FĂŒtterungen und Tierbegegnungen, Malen, Basteln und Spielen, Zauberei und Musik – und sogar einer Schatzsuche ist geplant. Möglich macht die Veranstaltung vor allem der ehrenamtliche Einsatz der Wilhelma-Mitarbeiter, unterstĂŒtzt wird die Dreamnight ĂŒberdies von lokalen Unternehmen, Institutionen und KĂŒnstlern, die ihre Leistungen oder Produkte der guten Sache ebenfalls kostenfrei zur VerfĂŒgung stellen.

Weitere Infos zur Dreamnight: www.dreamnightatthezoo.nl

(17.05.2011, 08:58)
Jennifer Weilguni :   Ich könnte ja jetzt sagen, dass ich alle Daten von jedem Tier der Wilhelma im Kopf habe und auf Abruf aufsagen kann --- aber das ist natĂŒrlich Quatsch (obwohl es Eindruck machen wĂŒrde:-)).

TatsĂ€chlich aber habe ich einfach ganz bequem die Suchfunktion hier im Forum benutzt und bin ĂŒber die entsprechende Pressemitteilung der Wilhelma gestolpert.
(13.05.2011, 20:02)
Ottmar MĂŒller :   Vielen Dank! Woher weißt du das eigentlich?
(13.05.2011, 13:08)
Ottmar MĂŒller :   Vielen Dank! Woher weißt du das eigentlich?
(13.05.2011, 13:08)
Jennifer Weilguni :   Tana kommt ĂŒbrigens aus MĂŒnster, falls das auch interessieren sollte?!?
(13.05.2011, 09:27)
Jennifer Weilguni :   @Ottmar
Kater "Twist" wurde am 22.04.2005 in Warschau geboren, Katze "Tana" am 18.03.2003.
(13.05.2011, 09:25)
Wilhelma :   Fledermaus-Aktionstag in der Wilhelma am 15. Mai 2011

FledermĂ€use kennen lernen – und schĂŒtzen helfen
Am 15. Mai 2011 erhalten die bedrohten FledermĂ€use in der Wilhelma ein eigenes Forum. Denn dann bringt die Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz (AGF) den Wilhelma-Besuchern an einem Info-Stand beim Maurischem Landhaus diese Flugakrobaten der Nacht nahe. Die Experten informieren mithilfe einer kleinen Ausstellung ĂŒber die heimischen Fledermausarten, ihre Eigenheiten, BedĂŒrfnisse und Lebensweisen, aber auch ihre GefĂ€hrdung. Bei zwei kostenlosen SonderfĂŒhrungen durchs Nachttierhaus – um 11 Uhr und 13 Uhr, Treffpunkt am Info-Stand – werden zudem die hier lebenden exotischen Verwandten unserer nĂ€chtlichen InsektenjĂ€ger besucht: Brillenblattnasen, Nilflughunde und FlugfĂŒchse. FĂŒr die Kinder steht zudem ein Basteltisch bereit, an dem sie unter fachlicher Anleitung selbst FledermĂ€use basteln können.

In Deutschland gibt es 23 Fledermausarten, die jedoch leider alle als gefĂ€hrdet auf der „Roten Liste“ stehen. Denn FledermĂ€use finden bei uns hĂ€ufig keine Nahrung oder keine ruhigen SchlafplĂ€tze und Winterquartiere mehr. Helfen kann man ihnen beispielsweise, indem man Dachluken fĂŒr sie offen lĂ€sst, alte BĂ€ume nicht fĂ€llt, FledermauskĂ€sten als Ersatzquartiere anbietet kein Insektengift im Garten versprĂŒht, das ihre Nahrung tötet. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.agf-bw.de

(12.05.2011, 17:35)
Ottmar MĂŒller :   Kann mir jemand sagen wie viele Geparde zur Zeit in der Wilhelma leben und wie alt die sind?
(12.05.2011, 15:38)
Wilhelma :   „Familie Nilsson“ hat Nachwuchs:
Babyboom bei den TotenkopfÀffchen
In der Gruppe der TotenkopfĂ€ffchen der Wilhelma gab es im Laufe des Aprils einen kleinen Babyboom: Vier Jungtiere wurden geboren, das letzte am 21. April. Alle Affenbabys sind nicht nur wohlauf, sondern auch immer „oben auf“. Wie kleine Jockeys reiten die vier Äffchen auf den RĂŒcken ihrer MĂŒtter, Tanten oder Schwestern durchs Gehege.
FĂŒr TotenkopfĂ€ffchen liegt das GlĂŒck der Erde in den ersten vier Lebenswochen auf dem RĂŒcken ihrer MĂŒtter – und danach auch auf dem der anderen weiblichen Gruppenmitglieder. Denn bei den Bewohnern der sĂŒdamerikanischen RegenwĂ€lder teilen sich die Affenfrauen das Babysitten. Die Tanten entlasten dadurch die sĂ€ugenden MĂŒtter. Und die Ă€lteren Schwestern und Kusinen des Nachwuchses können schon mal fĂŒr den spĂ€teren eigenen „Ernstfall“ proben – ab etwa drei Jahren sind die Weibchen geschlechtsreif. Nur die MĂ€nner sind außen vor: Sie kĂŒmmern sich in der Regel nicht um den Nachwuchs, sondern nur um dessen Entstehung. Welches MĂ€nnchen dabei zum Zuge kommt, bestimmen allerdings die Frauen. Wie so eine Damenwahl nach Affenart aussehen und ausgehen kann, zeigte sich 2010, als nach dem Tod des letzten Zuchtmannes Bollie gleich zwei neue AnwĂ€rter auf die Nachfolge eintrafen: Eubie und Elmo. WĂ€hrend sich Eubie als echter „Womanizer“ und Frauentyp entpuppte, hatte Elmo bei den Damen leider gar keine Schnitte und wurde kurzerhand „weg gemobbt“. Eubie dagegen kam, sah und siegte – auch bei den Tierpflegerinnen: „Eubie ist ein echter GlĂŒcksgriff,“ schwĂ€rmt Revierleiterin Claudia Hilke. „Die MĂ€dels mögen ihn, er ist lieb zu den Kleinen und auch fĂŒr uns Pfleger sehr umgĂ€nglich.“ So gut hat sich Eubie in der Frauengruppe eingefĂŒhrt, dass er sogar außerhalb der Paarungszeit mit dieser zusammenbleiben darf – was nur wenigen MĂ€nnern dieser Affenart vergönnt ist. Kein Wunder also, dass fast alle der sechs geschlechtsreifen Weibchen Eubie sogleich zum mehrfachen Vater machten: Vier Jungtiere brachten die TotenkopfĂ€ffinnen Jessi, Clarissa, Clara und Cindy im April gesund zur Welt, ein weiteres wurde leider tot geboren, ein Baby wird noch erwartet. Aber nur das Geschlecht des Erstgeborenen steht schon fest: Es ist ein Junge, den die Pfleger „Janosch“ tauften.
Dank der jĂŒngsten Nachkommenschaft ist die „Familie Nilsson“ der Wilhelma – in Anlehnung an Pippi Langstrumpfs „Herrn Nilsson“, dem diese Affenart ihre große Bekanntheit verdankt – nun auf 14 Tiere angewachsen. In ihrer Heimat SĂŒdamerika umfassen die „Affenbanden“ manchmal sogar ĂŒber hundert Tiere. Als Erkennungszeichen der Mitglieder untereinander dient ein Duftausweis, fĂŒr den sich die Affen Urin in Fell und Schwanz reiben. Ihr Speiseplan ist vielseitig: Darauf stehen Insekten ebenso wie Schnecken, Frösche, Eier, Vögel, FrĂŒchte und SĂ€mereien. Besonders interessant: Im VerhĂ€ltnis zu ihrem Körper haben TotenkopfĂ€ffchen von allen Primaten – inklusive Mensch – das grĂ¶ĂŸte Gehirn. Leider sind heute alle 13 Arten und Unterarten sehr bedroht. Daher gibt es auch fĂŒr die in der Wilhelma gehaltenen Schwarzkappen-TotenkopfĂ€ffchen seit dem Jahr 2000 ein EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

Bild: Huckepack: Die weiblichen TotenkopfĂ€ffchen tragen den Nachwuchs wie RucksĂ€ckchen auf dem RĂŒcken – ob als MĂŒtter, Tanten oder Ă€ltere Schwestern. (Fotos: Wilhelma)

(11.05.2011, 12:17)
Michael Mettler :   Kingdon hat in "Arabian Mammals" die Geschichte dieser Entdeckung wiedergegeben: Ein Einheimischer erlegte im Gebirge Jebel Halmeyn einen Bock und ĂŒbergab die Hörner am nĂ€chsten Tag einem Captain der British Army, der sie nach seiner RĂŒckkehr nach Großbritannien vom Museumsexperten untersuchen ließ. Sie wurden als Hörner eines Kleinen Kudus identifiziert, zeigen aber kleine (und nicht weiter geschilderte) Unterschiede zu Hörnern dieser Art aus Ostafrika. Kingdon selbst war bis zur Veröffentlichung des Buches 1990 keine detaillierte Beschreibung, kein Foto und kein komplettes Exemplar eines Kleinen Kudus aus dem Jemen bekannt. Er beschreibt lediglich aufgrund seiner Erfahrungen aus Ostafrika den Lebensraum im Jemen als prinzipiell gut geeignet fĂŒr diese Antilopenart.

Laut dem englischen Zootierarzt David Taylor gibt es ĂŒbrigens auch vor der arabischen KĂŒste Inseln, auf denen Scheichs afrikanische Großtiere bis hin zu Giraffen angesiedelt haben.
(04.05.2011, 20:12)
th.oma.s :   Vermutlich wird es so sein. Allerdings kann m.E. auch ein autochtones Vorkommen nicht ganz ausgeschlossen sein. Es gab ja wohl auch am horn von afrika mal eine landverbindung (vor ca. 10000 jahren ?).
(04.05.2011, 20:06)
WolfDrei :   Tierschenkungen der Scheichs untereinander mit Tieren gerade auch des Horns von Afrika sind so ungewöhnlich nicht (auch in der Historie)- das dĂŒrfte eher die Quelle sein. Dennoch interessant: man denke an die "Zwergelefanten" auf Borneo, möglicherweise an Bawean- und Calamianschweinshirsch. Und auf den Calamianinseln hat Marcos afrikanische Steppentiere "ausgewildert" und Tito lĂ€ĂŸt auch grĂŒĂŸen.
(04.05.2011, 19:55)
th.oma.s :   @WolfDrei: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Kudu
(04.05.2011, 18:33)
WolfDrei :   Nanu - kleine Kudus im Jemen?
(04.05.2011, 17:55)
Wilhelma :   Vier Kleine Kudus geboren:
Schön, scheu – und selten zu sehen

Bei den Kleinen Kudus erblickten dieses FrĂŒhjahr gleich vier Jungtiere das Licht der Wilhelma. Da diese hĂŒbschen Antilopen aus Ostafrika jedoch von Natur aus sehr scheu sind, bekommen die Besucher sie leider eher selten und nur mit GlĂŒck zu sehen.

Die Kleinen Kudus sind etwas fĂŒr echte Wilhelma-Kenner. Denn sie fĂŒhren ein recht heimliches, zurĂŒckgezogenes Leben in einem Gehege hinter der Giraffenanlage. Diese können sie dank kleiner DurchlĂ€sse im Zaun zwar mit nutzen, sich aber nach Belieben wieder in ihr eigenes Reich zurĂŒckziehen – was fĂŒr die Ă€ußerst scheuen Tiere sehr wichtig ist. Nur der aufmerksame Besucher bekommt die Kleinen Kudus daher mit etwas Geduld zu Gesicht. Am besten stehen die Chancen dafĂŒr am Morgen und in den frĂŒhen Abendstunden. Auch in ihrer Heimat Ostafrika halten die eher nacht- und dĂ€mmerungsaktiven Bewohner von Dornbuschsavannen und AkazienwĂ€ldern tagsĂŒber meist Siesta im Schutz des Dickichts, um sich erst abends wieder auf die Pirsch nach Laub, Gras, KrĂ€utern und FrĂŒchten zu machen.

Auch wenn sie in der Wilhelma also oft unbemerkt bleiben: Kleine Kudus gibt es hier schon seit 1983 und bereits ĂŒber 60 Jungtiere wurden in Stuttgart geboren. Genau gesagt, handelt es sich bei den jĂŒngsten Sprösslingen um Nummer 61 bis 64. Man kann also durchaus von einer sehr erfolgreichen kleinen Zuchtgruppe sprechen. Die Jungen bleiben in der Natur wie in der Wilhelma als Nestablieger anfangs in ein Versteck geduckt und warten, bis die Mutter zum SĂ€ugen vorbei kommt. Erst wenn sie sicher genug auf den Beinen sind, stoßen sie zur Herde. Zu dieser gehören in der Wilhelma die vier frisch gebackenen MĂŒtter Nala, Chiara, Maya und Inka – alle selbst in Stuttgart geboren – und ihr Nachwuchs sowie der Bock Samurai. Ein weiteres MĂ€nnchen und das Weibchen Lea leben derzeit in der Wilhelma-Außenstation, dem Tennhof.

Kleine Kudus sind im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Großen Kudus, in einem eher begrenzten Verbreitungsgebiet zu finden: in Tansania, Kenia, Somalia, Äthiopien und dem Jemen. Nur die deutlich grĂ¶ĂŸeren, bis 100 Kilo schweren MĂ€nnchen tragen lange, geschraubte Hörner, die Weibchen sind hornlos und wiegen maximal 80 Kilo. Meist bleiben die MĂŒtter und ihr Nachwuchs unter sich, junge MĂ€nner bilden eigene Junggesellengruppen und erwachsene Böcke stoßen als EinzelgĂ€nger normalerweise nur in der Paarungszeit zu einer Herde. Auf der Flucht machen die Tiere nicht selten bis zu zwei Meter hohe und acht Meter weite SĂ€tze, wobei sie die weiße Unterseite ihres Schwanzes prĂ€sentieren, um den anderen Herdenmitgliedern die Gefahr zu signalisieren. Zu ihren Hauptfeinden gehören Raubkatzen, HyĂ€nen, Paviane und natĂŒrlich der Mensch. Die Art gilt heute als von „Schutzmaßnahmen abhĂ€ngig“.

Bild: Kleine Kudus: Alle neun Tiere – fĂŒnf Erwachsene und vier Jungtiere – der aktuellen Wilhelma-Herde auf ein Bild zu bekommen, ist unmöglich. Zumal die eleganten Antilopen aus Ost-Afrika stets auf der Hut

(04.05.2011, 15:00)
Ottmar MĂŒller :   Vor ca. einem Jahr stand in der Stuttgarter Zeitung, dass zwar ein neues Elefantenhaus gebaut werden soll, das Flusspferdhaus jedoch erhalten und fĂŒr Schabrackentapire genutzt wird.

Weiß jemand etwas ĂŒber PlĂ€ne mit asiatischen Affen, Großkatzen oder Drills?
(04.05.2011, 14:12)
Wilhelma :   Fleißige Faultiereltern:
Mikes und Marlies’ siebter Streich
Er kam an einem helllichten Nachmittag Anfang April und direkt vor den Augen zweier Tierpfleger und eines Besuchers im KleinsĂ€ugerhaus zur Welt: der siebte Nachwuchs von Marlies und Mike. Damit gehört ausgerechnet das Faultierpaar mit zu den fleißigsten Zuchttieren der Wilhelma ...
In aller GemĂŒtsruhe und wie in Zeitlupe Arme und Beine voreinander setzend hangelt sich Marlies, das Zweifingerfaultier, kopfunter durchs GeĂ€st im KleinsĂ€ugerhaus. Aus ihrem Bauchfell lugt ein winziges Gesicht: das ihres mittlerweile siebten Sprösslings. Ob er Junge oder MĂ€dchen ist, bleibt vorerst ein Geheimnis. Doch das Geschlecht wird ohnehin erst dann wichtig, wenn das Kleine alt genug ist, um an einen anderen Zoo vermittelt zu werden – wie die im letzten Jahr geborene Schwester des neuen Faultierchens, die seit Kurzem im Leipziger Zoo lebt. Insgesamt fĂŒnf Töchter und einen Sohn haben Marlies, die 2001 aus British-Guyana in die Wilhelma kam, und der seit 1994 in Stuttgart lebende Mike bereits bekommen, bevor nun ihr gemeinsamer „siebter Streich“ das Licht der Welt erblickte.
Dieser Fleiß in Sachen Nachwuchs scheint nun gar nicht so recht zu einer Tierart zu passen, die „Faultier“ heißt. In der Tat lassen es Faultiere ansonsten eher ruhig angehen – ob in der Wilhelma oder in ihrer ursprĂŒnglichen Heimat, den RegenwĂ€ldern Mittel- und SĂŒdamerika. Doch „Entschleunigung“ ist bei diesen Tieren Programm, Kraft sparen schlicht ĂŒberlebenswichtig. Da sie sich von nĂ€hrstoffarmen, schwer verdaulichen BlĂ€ttern und BlĂŒten ernĂ€hren, mĂŒssen sie mit ihrer Energie gut haushalten: Nicht selten kommen sie auf 16 Stunden VerdauungsschlĂ€fchen pro Tag. Ihre Körpertemperatur können sie fast wie Reptilien auf ein Minimum absenken und auch ihr Stoffwechsel ist einer der langsamsten im SĂ€ugetierreich: Nur etwa alle acht Tage erledigen Faultiere ihr GeschĂ€ft, fĂŒr das sie eigens vom Baum steigen. Allerdings fĂŒhlen sie sich am Boden ganz und gar nicht wie zu Hause. Wer ihre langen Gliedmaßen und hakenartigen Klauen betrachtet, sieht sofort, wieso. Denn diese sind zwar zum Hangeln wie geschaffen. Aber darauf zu laufen, muss sich Ă€hnlich anfĂŒhlen wie auf Stöckelschuhen mit verbogenen AbsĂ€tzen zu balancieren. Zudem mĂŒssen die Entdecker der Langsamkeit am Boden kurzzeitig ihre geliebte Kopfunter-Haltung aufgeben. Dieser verdanken erwachsene Faultiere ĂŒbrigens auch den Umstand, dass der Scheitel bei ihnen auf dem Bauch statt auf dem RĂŒcken sitzt.
FĂŒr das kleine Faultier in der Wilhelma steht die Welt noch nicht Kopf und auch seinen Scheitel trĂ€gt es vorerst auf dem RĂŒcken. Erst spĂ€ter, wenn es nicht mehr auf Mutters Bauch reitet, sondern selbst kopfunter durchs GeĂ€st hangelt, wird der Scheitel dem Gesetz der Schwerkraft folgend auch bei ihm auf den Bauch wandern.

Bild 4: Der siebte Nachwuchs des Faultierpaares Marlies und Mike auf dem Bauch seiner Mutter. (Fotos: Wilhelma)

(27.04.2011, 12:51)
Wilhelma :   Volles Osterprogramm in der Wilhelma:
KĂŒken streicheln, Osterhasen kraulen – und Menschenaffen retten
Rechtzeitig vor Ostern haben zwei Kea-KĂŒken ihre Bruthöhle verlassen und die tropischen Vögel endlich wieder ihre Sommerresidenz in der Freiflugvoliere bezogen; auf den Rabatten sorgen Hunderte von Narzissen, Tulpen und StiefmĂŒtterchen fĂŒr eine bunte Osterkulisse und im Streichelzoo tummeln sich jede Menge OsterlĂ€mmer und Osterzicklein. Kurzum: Die Wilhelma ist bereit, Ostern kann kommen! Und die Besucher erwartet ein volles Programm – von österlichen Überraschungen fĂŒr Klein und Groß bis hin zu Bastel- und Mitmachaktionen, deren Erlös dem Schutz der Menschenaffen zugute kommen.
Wer hat schon einmal eigenhĂ€ndig einen Osterhasen gekrault? An Ostersonntag und -montag haben vor allem die kleinen Wilhelma-Besucher die Gelegenheit dazu – jeweils zwischen 11 und 15 Uhr im Wintergarten. Wen kĂŒmmert es da schon, dass die Osterhasen eigentlich Kaninchen sind, solange das Fell so schön weich ist ... Flauschig und streichelzart sind auch die „OsterkĂŒken“, die am Osterwochenende zwischen 10 bis 16 Uhr im Jungtieraufzuchthaus auf sanfte KinderhĂ€nde warten. Von den vielen LĂ€mmern der Skudden und Kamerunschafe sowie den Zicklein, die pĂŒnktlich vor Ostern im Streichelzoo beim Schaubauernhof auf die Welt kamen, ganz zu schweigen.
Doch eigentlich beginnt das Osterprogramm der Wilhelma bereits am Karfreitag: Ab dann können die Kinder an einem Info-Stand unter dem Ginkgobaum vor dem Wintergarten alles ĂŒber die großen und kleinen Eier aller möglicher Tierarten lernen, wie sie aussehen und wie sie im Körper entstehen. An einem anderen Stand dĂŒrfen sie selbst Ostergrastöpfchen dekorieren – und gegen eine kleine Spende mit nach Hause nehmen. Der Erlös kommt wie alle Osterspenden dieses Jahr dem Schutz der Menschenaffen zugute. Zumal am Karfreitag in der Wilhelma gleichzeitig die „Ape Week“ beginnt, die Auftakt-Woche zur Artenschutzkampagne 2011 der europĂ€ischen Zoos (wir berichteten am 5.4.). Ein Zusammentreffen, das den Besuchern diese Ostern umso mehr Aktionen zum Mitmachen und Spaßhaben beschert – vom Futterboxen-Basteln fĂŒr die Wilhelma-Affen bis hin zum Kinderschminken. Zudem sind vom Ostersonntag an jeden Sonntag Infomobile vor dem Gorilla-Gehege stationiert, an denen ehrenamtliche Helfer Anschauliches und Wissenswertes rund um die Menschenaffen zeigen. Im Inneren des Menschenaffenhauses finden die Besucher weitere Infos und einen großen Gorilla, der Spenden gerne persönlich entgegennimmt. An einer Fotowand können die Besucher sich gemeinsam mit Orang-Utans und Co. fĂŒrs Familienalbum ablichten lassen und bei SonderfĂŒhrungen – wĂ€hrend der Ape-Week tĂ€glich, danach jeden 2. und 4. Sonntag im Monat – jede Menge ĂŒber Menschenaffen lernen. Und darĂŒber, was jeder von uns tun kann, um sie und ihre LebensrĂ€ume zu schĂŒtzen, beispielsweise allein durch bewusstes Einkaufen. Tipps und Infos dazu erhalten die Besucher am Osterwochenende auch von Greenpeace-Mitarbeitern: Zu finden ist ihr Info-Stand ebenfalls beim Ginkgobaum gleich nach der Flamingowiese.

Bild: Oster-„KĂŒken“ made in Neuseeland: Zwei Keas haben just zu Ostern erstmals – und fast schon ausgewachsen – ihre Bruthöhle verlassen

(20.04.2011, 09:13)
Wilhelma :   Klettern, rennen und springen wie die Tiere:
Die neue „Kinderturn-Welt in der Wilhelma“ wird eröffnet

Ab Freitag, den 15. April 2011, gibt es fĂŒr die jungen Wilhelma-Besucher eine Menge Neues zu entdecken – und vor allem: zu tun. Denn an diesem Tag wird die neue Kinderturn-Welt eröffnet. Sie besteht aus neun Bewegungsparcours, an denen die Kinder nach dem Vorbild von Tieren wie Affen, KĂ€ngurus, Hasen und Co. klettern, springen, rennen und hangeln – und dabei obendrein Wissenswertes ĂŒber die Tiere lernen können. Sechs dieser Spiel- und Bewegungsparcours, darunter zwei Doppelstationen, wurden eigens fĂŒr die Kinderturn-Welt konzipiert und gebaut, zwei Stationen konnten in bestehende Wilhelma-SpielplĂ€tze integriert werden. Entstanden ist die Kinderturn-Welt als gemeinsames Projekt der Kinderturnstiftung Baden-WĂŒrttemberg – als Initiator und Hauptförderer – des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma e. V. – als zweitem großen Förderer – sowie der Wilhelma, die den Bau und die Umsetzung vor Ort maßgeblich betreut hat und mit der Eröffnung die Spielstationen ĂŒbernimmt.

BehĂ€nde wie Echsen klettern die Kinder ĂŒber schwingende Netze, hangeln sich durchs BalkengeĂ€st wie die Affen, hĂŒpfen dank Trampolinen fast so hoch wie die KĂ€ngurus, springen, balancieren, rennen, krabbeln um die Wette: In der neuen Kinderturn-Welt in der Wilhelma sind dem kindlichen Bewegungsdrang keine Grenzen gesetzt. Und welches Kind eher zu den Bewegungsmuffeln gehört, findet hier jede Menge Anregungen, das zu Ă€ndern. Motivierend und anregend sollen dabei einerseits die Zootiere selbst wirken, die in den Gehegen neben den Stationen zu sehen sind, und andererseits ihre kleinen „Stellvertreter“: die Echse Carlos, das Mufflon Mona und sieben weitere tierische Comic-Helden. Diese vermitteln auf je einer Informationstafel direkt an der Spielstation Wissen ĂŒber jede Tierart, deren besondere körperliche FĂ€higkeiten und wie diese ihnen helfen, sich in ihren LebensrĂ€umen zu behaupten. Zudem fordern die Comic-Tiere die Kinder auf, es ihnen gleichzutun und ihre typischen Bewegungen an der Station nachzuahmen.

DarĂŒber hinaus begleitet ein so genanntes „Reiseheft“ die Kinder auf ihrer Reise durch die Kinderturn-Welt – erhĂ€ltlich sind diese am Startpunkt beim Brillenpinguin-Gehege, wo sie in Selbstbedienungs-Boxen zum Mitnehmen bereit liegen. Neben kindgerechten Informationen zu den Tieren und ihrer Bewegungsformen enthĂ€lt das Reiseheft auch zahlreiche Spiele, RĂ€tsel und Ausmalbilder sowie jeweils eine praktische Testaufgabe pro Station. FĂŒr jeden bewĂ€ltigten Test kann sich das Kind mit einem Stempel ins Reiseheft belohnen; wer alle Stempel beisammen hat, darf sich als stolzer Inhaber des Kinderturn-Diploms fĂŒhlen. Den Erwachsenen ermöglicht die Testaufgabe ĂŒberdies, die individuellen motorischen FĂ€higkeiten ihrer Kinder zu ĂŒberprĂŒfen und Fortschritte direkt vor Ort zu messen. Und nicht zuletzt gibt das Reiseheft den Eltern Tipps, wie sie generell mehr Bewegung in den Alltag ihrer Kinder bringen können, zum Beispiel indem sie Kinderturn-Angebote in ihrer NĂ€he nutzen.

Die UrsprĂŒnge des Konzepts zur Kinderturn-Welt in der Wilhelma
Die grundlegende Idee zu dem neuen Bewegungsangebot inmitten des zoologisch-botanischen Gartens Stuttgart geht insbesondere auf das Projekt „Kinderturnen on Tour“ zurĂŒck, der seit 2008 aktiven mobilen Kinderturn-Welt der Kinderturnstiftung. Auch hier werden Tiere von allen sieben Kontinenten zum Vorbild genommen. Deshalb lag es nahe, mit dem Konzept nun auch dort hin zu gehen, wo Kinder und Tiere sich direkt begegnen. Die Idee passte zudem ideal zu den Spielkonzepten, welche auch die Mitarbeiter der Wilhelma in den Jahren davor fĂŒr ihren Park erarbeitet hatten. Einer Verwirklichung des Projekts stand dank des Einsatzes der Kinderturnstiftung als Initiator und Projektleiter sowie der UnterstĂŒtzung des Fördervereins der Wilhelma somit nichts mehr im Weg, im Jahr 2010 begannen die ersten Planungen und Vorbereitungen. Eine weitere Besonderheit des Konzepts: Es ist mit dem Bildungsplan fĂŒr Grundschulen und dem Orientierungsplan der KindergĂ€rten eng verknĂŒpft und wird in Abstimmung mit dem Ministerium fĂŒr Kultus, Jugend und Sport und dem Landesinstitut fĂŒr Schulsport, Schulkunst und Schulmusik umgesetzt. Der ganzheitliche pĂ€dagogische Ansatz schließt demzufolge auch die Lehrer und Erzieher in den Schulen, Vorschulen und KindergĂ€rten ein. Diese können sich zusĂ€tzliche Informationen und Anregungen fĂŒr ihren Sport- und „MeNuK“-Unterricht (MeNuK = Mensch, Natur und Kultur) in Form von Handreichungen auf der Homepage der Kinderturnstiftung herunterladen unter www.kinderturnstiftung-bw.de.

Und die Wilhelma? Diese kann sich ĂŒber eine neue Attraktion freuen. Und ihren jungen Besuchern neben einem anschaulichen Biologie- und Naturkundeunterricht nun auch ein bewegungsorientiertes Lernprogramm und viele zusĂ€tzliche Gelegenheiten zum Spielen und Austoben bieten.

Die Philosophie der Kinderturnstiftung: Neue Wege beschreiten
Die Kinderturn-Welt ist ein deutschlandweit einzigartiges Spielplatzkonzept, in dessen Mittelpunkt das Üben und Erproben motorischer FĂ€higkeiten steht. Teil des Konzepts ist es darĂŒber hinaus, gleichzeitig kindgerechtes Wissen ĂŒber die Funktionsweise der Motorik und ĂŒber die Tiere zu vermitteln. Damit beschreitet die Kinderturnstiftung neue Wege in der BewegungspĂ€dagogik und setzt einen nachhaltigen Impuls fĂŒr richtige und regelmĂ€ĂŸige Bewegung im Alltag von Kindern. Weitere Informationen unter: www.kinderturnstiftung-bw.de

Foto: Kinderturn-Welt in der Wilhelma
(14.04.2011, 07:36)
Wilhelma :   Kampagne zur Rettung der Menschenaffen in der Wilhelma:
Unsere nÀchsten Verwandten brauchen unsere Hilfe
Mit Beginn des Monats April startet in der Wilhelma und in anderen Mitgliederzoos des EuropĂ€ischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA) eine neue Artenschutz-Kampagne. Sie ist den Menschenaffenarten der Erde, unseren nĂ€chsten Verwandten, gewidmet. Das Ziel der Kampagne: die Besucher ĂŒber die brisante Lage dieser Arten aufklĂ€ren und Spenden sammeln, um eine Stiftung grĂŒnden und Schutzprojekte dauerhaft unterstĂŒtzen zu können. Die Wilhelma wird durch zahlreiche Mitmach- und Spendenaktionen sowie viel AufklĂ€rungsarbeit dazu beitragen, dass dieses Ziel erreicht wird – ab 10. April beispielsweise auch durch sonntĂ€gliche SonderfĂŒhrungen.
Eine Million Euro wollen die ĂŒber 300 europĂ€ischen Zoos und Teilnehmer an der EAZA-Kampagne bis September zusammenbekommen, die Wilhelma möchte mindestens 6.666 Euro dazu beitragen. Ein Ziel, das sie nur mit UnterstĂŒtzung ihrer Besucher erreichen kann. Diese werden nun im Park immer wieder auf Spuren der Kampagne stoßen. Zum Beispiel auf Infotafeln im Menschenaffenhaus: Diese stellen unter anderem die verschiedenen Menschenaffenarten und die Situation in ihrer Heimat vor, zeigen aber auch auf, wie wir durch unser Verbraucherverhalten ihre LebensrĂ€ume bewahren helfen können – Stichworte sind hier etwa Palmöl und Tropenholz. Zudem können sich jeweils bis zu vier Personen im trauten Familienkreis aller Menschenaffenarten ablichten lassen: mit Schimpansen und Bonobos teilen wir immerhin zwischen 98 und 99 Prozent unserer Erbsubstanz DNS. Auch SonderfĂŒhrungen zu den Menschenaffen, zur Kampagne und den geplanten Schutzprojekten startet die Wilhelma bereits ab Sonntag, den 10. April. Die etwa 90-minĂŒtigen FĂŒhrungen finden dann fortan jeden 2. und 4. Sonntag im Monat jeweils um 11 Uhr statt und sind kostenlos – Spenden fĂŒr die Kampagne dagegen sind sehr willkommen, eine Anmeldung unter der Rufnummer 5402-131 (zwischen 10 und 12 Uhr) ist erforderlich.
Richtig Fahrt aufnehmen wird die Kampagne dann ab Karfreitag wĂ€hrend der so genannten „Ape Week“ (Menschenaffen-Woche) vom 22. bis 29. April mit zahlreichen Aktionen fĂŒr Jung und Alt vom gemeinsamen Futterboxen basteln bis zum Kinderschminken. Der Erlös daraus kommt komplett den Menschenaffen zugute. Ab dieser Woche werden außerdem jeden Sonntag von ehrenamtlichen Helfern betreute „Menschenaffen-Infomobile“ vor dem Gorilla-Gehege stationiert sein und eine Menge Wissens-wertes und Anschauliches rund um die Menschenaffen und ihre Bedrohung vermitteln.*
Artenschutz-Kampagnen wie diese fĂŒhrt der europĂ€ische Zoo- und Aquarienverband EAZA seit 2000 fast jedes Jahr durch. Die erste widmete sich dem „Bushmeat“ (illegaler Handel mit Wildtierfleisch, darunter auch Affen), weitere den Tigern (ab 2002) und den Nashörnern (ab 2005). An allen war und ist die Wilhelma beteiligt und sammelt auch fĂŒr diese Schutzprojekte weiterhin Spenden. Weitere Infos zur Kampagne und die Aktionen der Wilhelma gibt es auch unter www.wilhelma.de .

Bild: Junger Orang-Utan: Diese Art ist durch die Abholzung fĂŒr Palmöl-Plantagen besonders bedroht (Ch. Matzke)

(11.04.2011, 07:46)
Wilhelma :   Erster Nachwuchs bei den blauen Skudden auf dem Schaubauernhof:
Vom schwarzen Lamm zum blauen Schaf
Erst seit Kurzem gibt es in der Wilhelma die alte ostpreußische Schafrasse der Skudden nicht nur in Weiß, sondern auch in „Blau“ – dank zweier neuer Schafe dieses seltenen, alten Farbschlags. Wie gewĂŒnscht hatten die beiden Damen zudem schon bei ihrer Ankunft im November etwas Kleines „im GepĂ€ck“. Und Anfang MĂ€rz, nach rund 155 Tagen Tragzeit, haben sie den Nachwuchs bekommen: drei schwarze LĂ€mmer. Ob auch sie einst blaugrau werden wie ihre MĂŒtter, ist allerdings noch offen.
Am Anfang sind blaue Skudden mehr oder weniger schwarz – wie die drei wenige Wochen jungen LĂ€mmer der Wilhelma, von denen zwei auch ein paar weiße Flecken auf ihren schwarzen Wollwesten besitzen. Es ist also noch lĂ€ngst nicht heraus, was aus den drei LĂ€mmern farblich einmal werden wird. Sicher ist dagegen: Das Trio – ein gemischtgeschlechtliches ZwillingspĂ€rchen und ein weiteres Weibchen – bringt derzeit ordentlich Leben in die kleine Herde. Eine ihrer LieblingsbeschĂ€ftigungen: die Ă€lteren Schafe als Kletterfelsen nutzen und ihnen aufs wollige Dach steigen. Selbst vor dem Widder machen die Kleinen nicht Halt. Zum GlĂŒck sind die Skudden-MĂ€nner als friedliche Typen und lammfromme VĂ€ter bekannt, trotz ihrer beeindruckenden schneckenförmigen Hörnerpracht.
Die Wilhelma hofft nun, dass sich in vier bis fĂŒnf Monaten, wenn sich die LĂ€mmer umfĂ€rben, mindestens eines davon als blau entpuppt. Denn dieser Farbschlag ist im Bestand der ohnehin seltenen Nutztierrasse heute die weitaus seltenste Variante – obwohl gerade er bei dem ostpreußischen Landschaf einst besonders hĂ€ufig vorkam. Weil sich die ZĂŒchter aber auf die steigende Nachfrage nach leichter zu fĂ€rbender weißer Wolle einstellten, verschwanden die blauen Vertreter nach und nach fast völlig. Und mit ihnen nach dem 2. Weltkrieg beinahe die ganze Rasse, weil den Menschen ihr Schlachtgewicht jetzt offenbar zu gering und die Wolle zu minderwertig war. Nur HobbyschĂ€fer und Zoos haben verhindert, dass die Rasse ausstarb. So gehen alle heute lebenden Skudden vermutlich auf einen kleinen Bestand zurĂŒck, den der MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn ab 1941 hielt – auch die Herde des ZĂŒchters in Nord-WĂŒrttemberg, aus der die blauen Skudden der Wilhelma stammen. Heute ist die Rasse weitgehend „rehabilitiert“: Die Heideschafe werden nun als Mitarbeiter in der Landschaftspflege und in Streichelgehegen geschĂ€tzt, ihr Fleisch als Delikatesse gehandelt. Seit 1984 fĂŒhrt sie zudem ein Zuchtverband als eigene Herdbuchrasse und setzt sich fĂŒr ihre Erhaltung ein. Damit sieht die Zukunft fĂŒr diesen alten preußischen Schafadel wieder deutlich rosiger aus – und vielleicht ja auch die seiner besonders seltenen blauen Vertreter.

(24.03.2011, 09:30)
Wilhelma :   „Feuerwehraktion“ der Robert Bosch GmbH in Feuerbach:
Wilhelma sammelt Handys fĂŒr Gorillaschutz – Bosch steuert 1507 GerĂ€te bei
Rund 4800 ausgediente Mobiltelefone hat die Wilhelma seit dem Start der Handy-Recycling-Aktion zum Schutz der letzten Gorillas bereits gesammelt – und dafĂŒr im Herbst 2010 den Umweltpreis der Stadt Stuttgart erhalten. Letzte Woche stieg die Zahl nun schlagartig auf ĂŒber 6300 GerĂ€te an: dank 1507 Handys, welche die Belegschaft der Robert Bosch GmbH in Stuttgart-Feuerbach gesammelt hat. Dazu „angestiftet“ hat sie der Werkfeuerwehrmann Udo Geiger. Gemeinsam mit Kollegen hat er letzte Woche – unter „notarieller Aufsicht“ der Gorillafamilie im Menschenaffenhaus – den Handy-Berg der Wilhelma ĂŒbergeben.
Dass das Recyceln alter Mobiltelefone gleichzeitig den letzten Gorillas hilft, hatte Udo Geiger vor einem dreiviertel Jahr durch den Aushang im Wilhelma-Menschenaffenhaus erfahren: Dieser klĂ€rt auf, dass Teile der Handys das Metall Tantal enthalten, welches wiederum aus dem Roherz Coltan gewonnen wird. Coltan aber wird in Zentralafrika abgebaut – oft unter Einsatz von Kinderarbeit und teils mitten in der Heimat der letzten Berggorillas. Konsequentes Recycling kann also dazu beitragen, Ressourcen, Lebensraum und Gorillas zu schonen. Ohnehin auf der Suche nach einer Lösung fĂŒr die alten Handys der Werkfeuerwehr von Bosch, brachte Geiger diese Information auf die Idee, in der gesamten Firma Bosch Mobiltelefone zu sammeln. UnterstĂŒtzt von seinem Kollegen Rainer Strietter von der Abteilung Entsorgung und mit Erlaubnis der Werkleitung brachte er an den vier Haupttoren Sammelboxen an. Im Mai 2010 startete die Aktion, seither wuchs der Handy-Berg stetig. Mit dem Ergebnis, dass Geiger und Strietter der Wilhelma jetzt 1507 GerĂ€te ĂŒbergeben konnten. Das bedeutet aber nicht das Ende der Aktion. Vielmehr wollen die beiden Initiatoren sie nun auf weitere Standorte von Bosch ausdehnen.
Die Wilhelma selbst sammelt seit September 2009 ausgediente Mobiltelefone und leitet sie an eine Recyclingfirma weiter. Anstatt ĂŒberschĂŒssigen Elektroschrott zu produzieren, werden die Handys also entweder wieder flott gemacht – die direkteste Form des Recyclings – oder die wertvollen Bestandteile inklusive des Metalls Tantal recycelt. Außerdem geht der Restwert der gespendeten GerĂ€te zu 100 Prozent an die Berggorilla & Regenwalddirekthilfe, die damit Schutzprojekte vor Ort fördert.
Jede UnterstĂŒtzung – wie von der Firma Bosch sowie mittlerweile auch von vielen Schulen und der BW-Bank, die in ihren Filialen sammelt – ist dabei willkommen. Und natĂŒrlich können die Wilhelma-Besucher, denen bislang ĂŒber 4000 Handy-Spenden zu verdanken sind, ebenfalls weiterhin ihre alten GerĂ€te in der Wilhelma abgeben: entweder durch einen Wurf in die Sammelbox im Menschenaffenhaus oder direkt an der Hauptkasse. Weitere Infos zur Aktion gibt es außerdem unter www.wilhelma.de/handys-spenden

Bild: Werkfeuerwehrmann Udo Geiger (3. von links) und sein Kollege Rainer Strietter (2. von links) ĂŒbergeben der Wilhelma 1507 Handys – gesammelt von der Bosch-Belegschaft in Feuerbach. Wilhelma-schulleiterin Stefanie Reska (links) und Revierleiterin Bea Jarczewski (rechts) nehmen den Handy-Berg unter „notarieller Aufsicht“ der Gorillafamilie im Menschenaffenhaus entgegen. (Fotos: Wilhelma)

(03.03.2011, 07:57)
Wilhelma :   Kinderturn-Welt in der Wilhelma
Neuer Bewegungsparcours ab 15. April 2011 fest in der Wilhelma verankert

Die Echse Carlos, das Mufflon Mona und Feli, die HĂ€sin – das sind drei von acht tierischen Comic-Helden, welche die kleinen Wilhelma-Besucher ab Mitte April durch die neue "Kinderturn-Welt in der Wilhelma" begleiten werden. Diese besteht aus acht, direkt bei den Gehegen angelegten Bewegungsarealen, an denen die Kinder die Bewegungen der Tiere spielerisch und sportlich nachahmen können. Die Kinderturn-Welt entsteht als gemeinsames Projekt der Kinderturnstiftung Baden-WĂŒrttemberg, des zoologisch-botanischen Gartens Wilhelma und des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma e.V. Mit dem Bau der Stationen wurde vor Kurzem planmĂ€ĂŸig begonnen, ab dem 15. April 2011 sollen die Kinder die Bewegungsareale der Kinderturn-Welt „in Betrieb nehmen“ können.


Tiere als Bewegungsvorbilder
Die Grundidee stammt von dem Projekt „Kinderturnen on Tour“, der bereits seit 2008 aktiven mobilen Kinderturn-Welt der Kinderturnstiftung. Diese nimmt auf sieben Kontinenten Tiere zum Vorbild, und lĂ€sst Kinder zum Beispiel springen wie ein KĂ€nguru oder klettern wie ein Affe. Was liegt da nĂ€her, als mit diesem Konzept genau dorthin zu gehen, wo sich Kinder und Tiere direkt begegnen? Denn im Zoo können die kleinen Besucher die tierischen Vorbilder zunĂ€chst genau beobachten, und das Gesehene dann sofort in eigene Bewegungen umsetzen. Die vorerst acht Stationen befinden sich aus diesem Grund stets unmittelbar neben den Tiergehegen, an jeder Station wird eine andere motorische FĂ€higkeit nach tierischem Vorbild geschult. Kindgerecht aufbereitete Informationstafeln liefern eine Bewegungsanleitung dazu und vermitteln Wissenswertes ĂŒber die jeweiligen Tiere, ihre körperlichen Eigenschaften und LebensrĂ€ume.

VerantwortungstrÀger erreichen
FĂŒr die Kinderturnstiftung ist die Wilhelma mit ĂŒber zwei Millionen Besuchern jĂ€hrlich – darunter viele Familien, Schulklassen und KindergĂ€rten – der ideale Ort, um Kindern spielerisch Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Gleichzeitig gilt es, den Eltern, Verwandten, Lehrer/innen und Erzieher/innen bewusst zu machen, wie wichtig die richtige Bewegung fĂŒr die gesunde, körperliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern ist.

Mit BildungsplÀnen der Schulen und KindergÀrten vernetzen
Eine Besonderheit an der Kinderturn-Welt ist, dass ihr Konzept direkt mit dem Bildungsplan fĂŒr Grundschulen und dem Orientierungsplan der KindergĂ€rten verknĂŒpft ist und in enger Abstimmung mit dem Ministerium fĂŒr Kultus, Jugend und Sport und dem Landesinstitut fĂŒr Schulsport, Schulmusik und Schulkunst umgesetzt wird. Die Wilhelma, die bereits einen attraktiven außerschulischen Lernort fĂŒr den Biologie- und Naturkundeunterricht darstellt, wird mit der Kinderturn-Welt um ein zusĂ€tzliches, bewegungsorientiertes Lernprogramm bereichert.

Kinder als Entdecker
Ein sogenanntes „Reiseheft“ begleitet die Kinder durch die Kinderturn-Welt in der Wilhelma. In diesem Heft werden die Themen Bewegung und Tiere kindgerecht aufgearbeitet. Gleichzeitig erhalten die Erwachsenen Tipps, wie sie mehr Bewegung im Alltag ihrer Kinder verankern können und wo sie Angebote rund um das Kinderturnen finden. Außerdem enthĂ€lt das Reiseheft eine praktische Testaufgabe fĂŒr jede Station. Diese ermöglicht, die individuelle motorische FĂ€higkeit der Kinder zu ĂŒberprĂŒfen und Fortschritte gleich direkt vor Ort zu messen.

Start zur Saison 2011
Bis zum FrĂŒhjahr 2011 entwickeln und bauen die Kinderturnstiftung und die Wilhelma gemeinsam mit der Agentur spiel & sport team GmbH die Bewegungsareale. Die Eröffnung der Kinderturn-Welt ist fĂŒr 15. April 2011 geplant. Dann können die kleinen Wilhelma-Besucher endlich mit KĂ€nguru, Affe und Co um die Wette turnen!

(28.02.2011, 08:42)
Wilhelma :   “Yara, Myles and more”:
BrĂŒllĂ€ffchen Nummer Neun ist geboren

Ein freudiges Ereignis gibt es aus der Familie der Schwarzen BrĂŒllaffen zu vermelden. Es heißt Filipe und ist bereits der neunte Sprössling von Oberhaupt Myles und seiner GefĂ€hrtin Yara. Eine hervorragende „Quote“: Seit 2002, seit das Paar zusammenlebt, kam bislang jedes Jahr ein kleines BrĂŒllĂ€ffchen hinzu. Vielleicht liegt es ja am stressfreien Dasein – denn anstatt sein Revier im Amazonienhaus gegen Rivalen verteidigen zu mĂŒssen, kann Myles entspannt seinen Hobbys frönen: futtern, Siesta halten und Nachwuchs produzieren.
Mit dem jĂŒngsten Ergebnis ihrer fruchtbaren Partnerschaft können Myles und Yara einmal mehr sehr zufrieden sein. Denn Filipe ist ein sehr aufgeweckter BrĂŒllaffenjunge. Vor rund einem Monat kam er auf die Welt – am Tag mit dem schönen Datum 11.1.11 – und schon zwei Wochen spĂ€ter verließ er erstmals Mutters sicheres Bauchfell und erklomm ihren RĂŒcken. Von hier hat der neugierige Kerl einfach den besten Ausblick auf seine Heimat, den Amazonaswald im Schwabenland. Außer ihm und Yara leben hier noch Vater Myles und drei Ă€ltere Geschwister von Filipe: die zweieinhalbjĂ€hrige Dominga, die knapp ein Jahr jĂŒngere Montega sowie der im MĂ€rz 2010 geborene Chepe. Diesen hat Filipe nun als Mamas Liebling Nummer eins abgelöst, was auch im Leben eines BrĂŒllaffen keinen angenehmen Einschnitt bedeutet. Zum GlĂŒck hat dafĂŒr die zierliche Montega Bruder Chepe als liebsten SpielgefĂ€hrten adoptiert, was diesen sicher ein wenig darĂŒber hinweg tröstet, dass nun ein anderer das Alleinrecht auf Mutters Milchbar genießt. Die Ă€lteste Schwester Dominga hingegen entwickelt selbst bereits erste MuttergefĂŒhle und wĂŒrde das neue Baby ganz gerne mal zum Üben ausleihen. Doch noch hĂ€lt Yara ihre Tochter offenbar fĂŒr zu ungestĂŒm, um ihr Filipe anzuvertrauen. Und Myles findet Yaras kleine AnhĂ€ngsel ohnehin erst interessant, wenn sie aus dem Gröbsten heraus sind. Dann spielt er jedoch gerne den liebevollen Papa, lĂ€sst seinen Nachwuchs geduldig auf sich herumhĂŒpfen und kuschelt mit ihm. Wer in der BrĂŒllaffenfamilie wer ist, können die Besucher leicht erkennen: MĂ€nner wie Myles tragen ihr Fell grundsĂ€tzlich schwarz, Frauen sind blond und der Nachwuchs startet ebenfalls blond ins Leben – wobei sich das Fell der Jungs im Laufe der drei ersten Lebensjahre allmĂ€hlich schwarz fĂ€rbt.
BrĂŒllaffen fallen weder im Schwabenland noch in ihrer alten Heimat SĂŒdamerika durch ĂŒbertriebene Hektik auf. Gelassen bewegen sich die Vegetarier durchs GeĂ€st und verspeisen BlĂ€tter in rauen Mengen. Keine leicht verdauliche Kost, weshalb rund 80 Prozent der Tageszeit effektiven VerdauungspĂ€uschen gewidmet wird. Nur Fremde im Revier können die Affen aus der Ruhe bringen. Dann heißt es: Auf sie mit GebrĂŒll! Dieses BrĂŒllen genĂŒgt aber glĂŒcklicherweise meistens, um Eindringlinge abzuschrecken, denn die Rufe dieser Affenart gelten mit als die lautesten Laute im Tierreich. In der Wilhelma allerdings brĂŒllt die Affenbande mangels Rivalen so gut wie nie. Lediglich das GerĂ€usch, wenn die Pflegerinnen die Putzeimer ausspritzen, animiert vor allem zwei Tiere, ihre Stimmen zu trainieren: die beiden drei- und vierjĂ€hrigen Söhne Santiago und Rodrigo, die wegen innerfamiliĂ€rer UnvertrĂ€glichkeiten bereits ein eigenes Gehege bewohnen. Nicht selten stimmen Myles und Yara dann in den Chor ein. Wer ihre BrĂŒll-GesĂ€nge einmal live erleben will, sollte also rechtzeitig zur tĂ€glichen „Putzete“ vor Ort sein: kurz nach 13.30 Uhr im schwĂ€bischen Urwald.

Foto: BrĂŒllaffenfrau Yara mit Filipe, ihrem neunten Kind (Wilhelma)
(16.02.2011, 15:22)
Wilhelma :   Eine FlĂŒstergalerie in der Wilhelma:
Seltenes akustisches PhÀnomen im Wandelgang entdeckt
FĂŒr ihre historischen Bauwerke im maurischen Stil ist die Wilhelma seit langem bekannt. Noch nicht lange bekannt ist dagegen, dass sie eine „FlĂŒstergalerie“ besitzt. Eine kleine Sensation, denn FlĂŒstergalerien sind selten. Entdeckt hat sie der Wilhelma-Besucher und Physiker Uwe Laun im Wandelgang rund um den Maurischen Garten.
Nur sehr wenige Bauwerke der Welt beherbergen eine „FlĂŒstergalerie“. Zu finden ist eine Spielart davon, ein FlĂŒstergewölbe, zum Beispiel in der St. Paul's Cathedral in London. Ihren Namen verdanken FlĂŒstergalerien ihrer außergewöhnlichen Akustik: Diese erlaubt, dass sich zwei Personen nahezu im FlĂŒsterton ĂŒber eine grĂ¶ĂŸere Entfernung hinweg unterhalten und trotzdem laut und deutlich verstehen können.
Die neu entdeckte FlĂŒstergalerie der Wilhelma befindet sich in den WandelgĂ€ngen des Maurischen Gartens, die rund um den Magnolienhain und Seerosenteich fĂŒhren. Genau genommen handelt es sich sogar um vier FlĂŒstergalerien, denn jede der vier Ă€ußeren Kurven des Wandelgangs weist die akustische Eigenartigkeit auf. Besonders gut funktioniert die ungewöhnlich weite SchallĂŒbertragung in der Kurve zwischen dem Durchlass beim Aquarienhaus-Eingang und dem Durchlass in Richtung Menschenaffenhaus sowie in der Kurve genau gegenĂŒber. Hier können sich zwei GesprĂ€chspartner in normaler LautstĂ€rke ĂŒber eine Distanz von ungefĂ€hr 30 bis 40 Metern hinweg unterhalten und dennoch jedes Wort verstehen. Am besten klappt die VerstĂ€ndigung, wenn sich je ein GesprĂ€chspartner auf eine Bank direkt bei den DurchgĂ€ngen setzt, der Sprecher in Richtung Wand spricht und der Zuhörer sein Ohr ebenfalls in der NĂ€he der Mauer platziert. Neben einer dieser BĂ€nke, am Durchgang zum Aquarienhaus, weist die Besucher kĂŒnftig auch eine Info-Tafel auf die FlĂŒstergalerie hin.
Und wie lĂ€sst sich das PhĂ€nomen physikalisch erklĂ€ren? Die fachmĂ€nnische Antwort darauf gibt der Entdecker der FlĂŒstergalerie und Akustik-Experte Uwe Laun: „Durch die gewölbte Form der Galerie können sich die Schallwellen nicht gleichmĂ€ĂŸig in der Umgebung verteilen und damit abschwĂ€chen. Der grĂ¶ĂŸte Teil des Schalls wird statt dessen an der gewölbten Wand der Galerie entlang geleitet und auch mithilfe von Decke und Boden immer wieder so reflektiert, dass er die Galerie seitlich nicht verlassen kann. So ĂŒberwindet der Schall mit geringerem Streuverlust als ĂŒblich eine grĂ¶ĂŸere Distanz als ĂŒblich.“
Übrigens: Am besten lassen sich die akustischen Eigenheiten der FlĂŒstergalerie testen, wenn es im Wandelgang ruhig ist, ihn also nur wenige Besucher wĂ€hrend des „Sound-Checks“ bevölkern – sprich, jetzt im Winter. Noch bis Ende Februar gilt dabei ĂŒberdies der gĂŒnstige Wintertarif ...

(09.02.2011, 12:03)
Wilhelma :   Nachwuchs im Jungtieraufzuchthaus:
Kleine Springteufel vom Amazonas

Seit neun Jahren gab es bei den Springtamarinen, einer kleinen Affenart aus dem Amazonasgebiet, keinen Nachwuchs mehr in der Wilhelma. Jetzt hat das neue Zuchtpaar Carmen und Diabolo sein erstes Baby bekommen: ein kleines, schwarzhaariges „Teufelchen“, das seinen Eltern wie aus dem Gesicht und Fell geschnitten ist.

Wer dieser Tage das Jungtieraufzuchthaus besucht, kann beim Anblick des Springtamarin-Weibchens Carmen durchaus kurz ins GrĂŒbeln geraten: Hat die schwarze Äffin etwa zwei Köpfe? Nein, das hat sie natĂŒrlich nicht. Aber ein rund zwei Wochen altes Baby. Und das trĂ€gt sie derzeit fast rund um die Uhr huckepack. Da beide pechschwarz sind, ist das kleine RucksĂ€ckchen in Mutters Fell im ersten Moment leicht zu ĂŒbersehen. Bis es das schwarze Wuschelköpfchen hebt und aus großen Mandelaugen neugierig herĂŒber schaut ...

Bei seinen Eltern Diabolo und Carmen war es Liebe auf den ersten Blick, als sie Anfang 2010 in der Wilhelma zusammentrafen – was bei diesen eigenwilligen Äffchen nicht selbstverstĂ€ndlich ist. Seither leben die beiden eintrĂ€chtig miteinander, ein echtes Traumpaar. Jetzt, gut ein Jahr spĂ€ter, sind sie Eltern geworden – fĂŒr beide Tiere ist es der erste Nachwuchs, den sie aufziehen. „Carmen war als unerfahrene Mutter anfangs ziemlich zickig, wenn wir ihr und dem Kind nahe kamen“ erzĂ€hlt Revierleiterin Manuela Krön-Folkers. „Dann hieß es, gut auf der Hut zu sein.“ Denn die Äffchen sehen nicht nur aus wie schwarze Teufelchen, ein wenig von diesen steckt ihnen tatsĂ€chlich im Leib. Notfalls springen sie vermeintliche oder echte Feinde blitzschnell an: Ihre spitzen ZĂ€hne und scharfen Krallen sind dann nicht zu unterschĂ€tzen. Mittlerweile hat sich Carmen jedoch beruhigt, sĂ€ugt und pflegt ihr Kind sehr fĂŒrsorglich, so dass dieses sein Geburtsgewicht von rund 60 Gramm mittlerweile sicher schon verdoppelt hat. Kein Wunder, denn Springtamarine haben als Einzelkinder Mutters Milchbar grundsĂ€tzlich fĂŒr sich allein. Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Krallenaffen, spielen die VĂ€ter beim KinderhĂŒten anfangs keine aktive Rolle, sondern springen erst nach einigen Wochen als Babysitter ein.

In ihrer Heimat, dem Oberlauf des Amazonas samt seinen NebenflĂŒssen, halten sich die Springtamarine vorwiegend in den unteren Baumwipfeln auf. Ihr großes Sprungtalent beweisen sie hier durch teils bis zu vier Meter weite SĂ€tze von Ast zu Ast. Sie ernĂ€hren sich von Insekten und FrĂŒchten, leben in Kleingruppen eng zusammen und verstĂ€ndigen sich durch Schreie, Pfeifen und schrille Alarmrufe. Die grĂ¶ĂŸte Gefahr droht ihnen neben der Jagd durch das Abholzen der WĂ€lder, die Art gilt als gefĂ€hrdet. Geht alles gut, werden Springtamarine 15 bis 18 Jahre alt, so heißt es. Doch hinter den Kulissen der Wilhelma lebt – gemeinsam mit ihrem elfjĂ€hrigen Sohn Mephisto – noch das frĂŒhere Springtamarin-Zuchtweibchen „Nudel“, das dies ganz anders sieht: Stolze 24 Jahre alt ist es schon – der Altersrekord in Europa. Und dabei ist die betagte schwarze Signora so fit und wehrhaft wie eh und je.
(02.02.2011, 15:58)
Wilhelma :   Exklusive Freiflugvoliere fĂŒr „Kooki“:
Ein Kookaburra unter Krokodilen
Die Leistenkrokodile der Wilhelma haben einen neuen Mitbewohner bekommen: allerdings kein weiteres Krokodil, sondern einen australischen Eisvogel der Art „Lachender Hans“ – auch „Kookaburra“ genannt. Das Besondere: „Kooki“ darf in der Krokodilhalle wie in einer großen Voliere frei umherfliegen. Wer ihn hier also beim nĂ€chsten Besuch gemĂŒtlich auf einem GelĂ€nder sitzend antrifft: Bitte weder wundern, noch zu streicheln versuchen! Denn Kookis Schnabel ist nicht nur groß, sondern auch scharf. Und dauerhaft in der Halle bleiben kann Kooki nur, wenn auch die Besucher mit der ungewöhnlichen NĂ€he respektvoll umgehen.
Eigentlich sollte ja alles ganz anders kommen: Denn geplant war, dass Kooki als neue Partnerin des seit 2010 in der Wilhelma lebenden Artgenossen „Hansi“ auf den Subtropenterrassen einzieht. Auf dass sie fortan im Duett lachend den singenden Gibbons Konkurrenz machen und viele kleine „Lachenden HĂ€nse“ aufziehen wĂŒrden. Kooki war dafĂŒr letztes Jahr als passende Kandidatin in Krakau gefunden worden. Doch als das Paar vereint werden sollte, leistete es heftigen Widerstand. Eine Überraschung, denn Kookaburras gelten in Partnerfragen nicht eben als wĂ€hlerisch. Warum gab es in diesem Fall dann aber nur Zoff statt Balz? Ein DNA-Test brachte es an den Tag: Kooki war ebenfalls ein MĂ€nnchen!
Nun ist es so, dass sich bei vielen Vögeln das Geschlecht nur per DNA-Test sicher bestimmen lĂ€sst. Allerdings nicht immer, IrrtĂŒmer kommen vor. Wie bei Kooki, bei dem das RĂ€tsel nun zwar gelöst war, aber nicht das Problem, wo er fortan bleiben sollte. Der Zoo in Krakau versprach zwar, eine jĂŒngere Schwester bald als „Ersatz“ zu schicken, konnte Kooki aber nicht zurĂŒcknehmen. Und so kam eines Tages die Idee auf, den Vogel, wenn schon nicht bei einem Artgenossen, so wenigstens bei Landsleuten aus Australien unterzubringen: in der Krokodilhalle. Hier konnte zudem ein wenig Leben in der Bude nicht schaden, denn die gepanzerten Mitbewohner sind eher statisch veranlagt. Ein Rest Besorgnis blieb, denn die Echsen mögen GeflĂŒgel und könnten angesichts des kleinen gefiederten Imbisses plötzlich sehr lebendig werden – zumal Kooki, kaum in seiner neuen Luxusvoliere eingetroffen, ganz ungeniert PlanschbĂ€der im Kroko-Pool nahm. Doch alles ging gut. Die nĂ€chste Herausforderung war daher die GlastĂŒr zum Terrarium, die per Lichtschranke gesteuert automatisch öffnet und schließt. Bald hatte Kooki kapiert, wie er den Mechanismus auslöst, und wurde im Terrarium nebenan bei einem Schaufensterbummel gesichtet – vermutlich auf der Suche nach geeigneten Snacks. Dank fester FĂŒtterungszeiten in der Krokohalle mit MĂ€usen, einer der Lieblingsspeisen auch seiner Verwandten in Australien, und weil die GlastĂŒr per Schattiervorhang weitgehend „Kooki-dicht“ gemacht wurde, ließen sich weitere AusflĂŒge verhindern. Damit der schlaue Vogel aber aus Sehnsucht nach einer Braut nicht erneut in die Ferne zu schweifen versucht, soll er nun eine GefĂ€hrtin bekommen: Eine Lachende HĂ€nsin aus Herborn sitzt schon in den Startlöchern und wird, wenn alles klappt, nĂ€chste Woche eintreffen. Bleiben die beiden dann trotzdem nicht in der sicheren Krokohalle, sondern bĂŒxen kĂŒnftig eben gemeinsam aus, mĂŒssen sie am Ende wohl doch in eine Voliere, oder notfalls in einen anderen Zoo, umziehen. Es bleibt also spannend – und Fortsetzung folgt, etwa auf der Internetseite der Wilhelma.

Foto: Geschickt schleudert Kooki die Maus in seinen Rachen, um sie am StĂŒck zu verschlucken
(24.01.2011, 11:12)
Wilhelma :   Orang-Utan „Buschi“ ist tot

Die Wilhelma hat eine beliebte Tierpersönlichkeit und gleichzeitig ihren dienstĂ€ltesten tierischen „Mitarbeiter“ verloren: den Orang-Utan-Mann „Buschi“. Er lebte bereits seit 1962 in der Wilhelma – also ĂŒber 48 Jahre! – und wurde hier Vater von sieben Kindern. Wegen eines inoperablen, bösartigen Tumors im Oberkiefer musste er heute eingeschlĂ€fert werden, um ihm weiteres Leid zu ersparen.
UngefĂ€hr drei Jahre alt war Buschi, als er vor 48 Âœ Jahren, am 1. Juli 1962, in die Wilhelma kam. Damals war der Handel mit Menschenaffen noch erlaubt (seit dem ab 1973 eingefĂŒhrten Washingtoner Artenschutzabkommen ist er das zum GlĂŒck nicht mehr), und auch Buschi wurde als Jungtier in Sumatra gefangen. Als er jetzt im Alter von ĂŒber 51 Jahren starb, war er einer der vier letzten mĂ€nnlichen Sumatra-WildfĂ€nge Europas (EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm EEP), alle anderen 150 heute im EEP erfassten Vertreter dieser Art wurden bereits in Zoos geboren. Mit Buschis Tod sind nur noch drei der einst wild gefangenen Orangs ĂŒbrig, darunter der etwa ein Jahr Ă€ltere „Charly“ in Frankfurt, der bis 1978 ebenfalls in der Wilhelma zu Hause war. Charly und Buschi hielten auch den Altersrekord im EEP, nur ein Weibchen wurde Ă€lter: Es starb 2007 53-jĂ€hrig im Zoo OsnabrĂŒck.
Heute musste Buschi nun eingeschlĂ€fert werden, da gegen den wuchernden, bösartigen Tumor im Oberkiefer auch eine Operation nichts mehr ausrichten konnte. Die gesamte Belegschaft der Wilhelma wird den langjĂ€hrigen „Kollegen“ im Menschenaffenhaus jedenfalls sehr vermissen, ebenso viele Besucher. Gleichzeitig ist die Wilhelma froh, dass Buschi so lange – und bis auf altersbedingte Zahnprobleme auch stets gesund – im Menschenaffenhaus gelebt hat. „Er war ein lieber Typ“, versucht einer der trauernden Tierpfleger ihn kurz zu beschreiben. „Buschi war einfach Buschi, mehr braucht man ĂŒber ihn nicht zu sagen.“
Sieben Kinder hat Buschi im Laufe seines Lebens in der Wilhelma gezeugt, sechs davon mit Suma, die bis zu ihrem Tod 1994 Buschis GefĂ€hrtin war. Insgesamt sind aus seiner direkten Nachkommenschaft heute noch zwei Töchter, vier Enkel und zwei Urenkel in Zoos weltweit zu finden. Seine beiden Töchter Moni und Carolin sowie die Enkelin Conny leben nach wie vor in Stuttgart. In ihnen wird Buschi also in gewisser Weise weiterleben. Und vielleicht klappt es ja, dass der 15-jĂ€hrige zweite Orang-Mann der Wilhelma, Moritz, bald gemeinsam mit der 18-jĂ€hrigen Conny ein weiteres Urenkelkind von Buschi zeugt. Zudem wird das Rosensteinmuseum zumindest Buschis Körper fĂŒr die Nachwelt erhalten. Bleibt nur die Hoffnung, dass die schwer bedrohten Orang-Utans nicht eines Tages nur noch in Zoos oder Museen existieren werden.

(21.01.2011, 19:56)
Wilhelma :  
Die Titanenwurz bei der Vorsorgeuntersuchung:
„La Diva“ auf DiĂ€t – Macht sie sich fit fĂŒr den nĂ€chsten Weltrekord?
„La Diva“, die berĂŒhmte Titanenwurz der Wilhelma im Maurischen Landhaus, hat offenbar eine Schlankheitskur gemacht und dabei deutlich an Gewicht verloren: Das ergab die jĂŒngste „Vorsorgeuntersuchung“ ihrer Wurzelknolle. Rund 44 Kilogramm bringt diese derzeit auf die Waage. Damit hat „La Diva“ – nach 52,5 Kilo in 2008 – nun fast wieder ihr Kampfgewicht von 40 Kilogramm im Jahr 2005, als sie erstmals den Weltrekord im BlĂŒtenhochbau holte. Macht sie sich womöglich „fit“ fĂŒr den nĂ€chsten Rekordversuch?
Nur 2,5 Kilo wog die Knolle der Titanenwurz, als sie 1994 in die Wilhelma kam, 2005 waren es bereits 40 Kilo bei einem Durchmesser von 55 Zentimetern: Damit hatte sie ihr bestes blĂŒhfĂ€higes Alter, oder besser Gewicht, erreicht – und gab sofort ein triumphales DebĂŒt. Mit einer gigantischen BlĂŒte knackte sie die damalige Weltrekordmarke von 2,76 Metern und erreichte am Ende stolze 2,94 Meter. Weil sie sich vor ihrem großen Auftritt aber reichlich zierte, erhielt sie den Spitznamen „La Diva“. Doch mit Überraschungen ist bei einer launischen Diva jederzeit zu rechnen, sogar wĂ€hrend einer simplen Routineuntersuchung, die immer nach dem Einzug des Laubblattes erfolgt. Und so war am 12. Januar die Spannung groß, als die GĂ€rtner „La Diva“ aus ihrem erdigen Bett im Maurischen Landhaus herausschĂ€lten und auf das vorbereitete Tragetuch legten. War sie gewachsen? Schwerer geworden? Schon der erste Blick sprach dagegen – obwohl von Ihresgleichen bekannt ist, dass sie von BlĂŒte zu BlĂŒte ihr Gewicht oftmals sogar verdoppeln. Nicht so die eigenwillige Stuttgarter Diva: Die derzeit blatt- und blĂŒtenlose, nackte Knolle der Titanenwurz wirkte ranker und schlanker denn je. Das rasch gezĂŒckte Maßband ermittelte einen Knollenumfang von 1,83 Zentimetern. Gewachsen war sie also in der Tat kaum. Bei einem sanften „Peeling“ mit dem Kehrbesen wurde die Diva nun von weiterer Erde befreit, um sie eingehender zu untersuchen. Die zufriedene Diagnose ihrer „Ärzteschar“: Gesund wirkende Knolle und guter Gesamteindruck. Die große Waage in der FutterkĂŒche offenbarte schließlich auch ihr Gewicht: Fast zehn Kilo hat die Diva gegenĂŒber der Untersuchung von 2008 abgespeckt – und wiegt nun mit 44 Kilogramm fast so wenig wie in ihrem Rekordjahr 2005.
Doch die Diva wĂ€re nicht die Diva, könnte man dies nun als gezielte Vorbereitung auf einen neuen BlĂŒtenrekordversuch werten. Zwar ist in der Mitte der Knolle bereits ein winziger Austrieb zu sehen, aus dem bald die nĂ€chste BlĂŒte emporwĂ€chst – oder aber wieder nur ein riesiges Blatt wie letztes Mal. Vorerst wird das wohl das sĂŒĂŸe Geheimnis der Diva bleiben. Denn jetzt geht es erst einmal zu einer einwöchigen „Kur“ an einen warmen, trockenen Ort hinter den Kulissen, wo auch kleinere Verletzungen behandelt werden, bevor sie in ihr Domizil im Maurischen Landhaus zurĂŒckkehrt. Und dann bleibt ihren Fans nichts weiter ĂŒbrig, als mindestens bis zum April abzuwarten – bis es wieder heißt: Blatt oder BlĂŒte?

(13.01.2011, 14:25)
Wilhelma :   Blaue Skudden auf dem Wilhelma-Schaubauernhof:
Alter preußischer Landadel im blauen Wollkleid
Bislang weideten nur weiße Skudden auf dem Schaubauernhof, doch jetzt haben sich auch zwei „blaue“ Vertreter dieser alten preußischen Schafrasse unter die Herde gemischt. Die beiden Neulinge sind aber nicht etwa in den Farbtopf gefallen – ihre Wollkleider zeigen lediglich einen ursprĂŒnglichen, fast verschwundenen Farbschlag der selten Nutztierrasse.
Schafe sind nicht unbedingt von Natur aus weiß. Weil aber die TuchfĂ€rber die leichter zu fĂ€rbende weiße Wolle stets bevorzugten, passten die SchafzĂŒchter im Laufe der Zeit ihr Angebot der Nachfrage an. So auch bei den Skudden. Obwohl in deren ursprĂŒnglicher Heimat Ostpreußen und Masuren gerade blaue Vertreter einst sehr hĂ€ufig vorkamen, ist diese Farbe heute nahezu verschwunden. Die zwei blauen Skudden, die seit Kurzem die kleine Herde im Streichelzoo bereichern, fand die Wilhelma bei einem ZĂŒchter in Nord-WĂŒrttemberg, dessen 200-köpfige Herde noch alle bei Skudden möglichen FarbschlĂ€ge aufweist: Weiß, Braun, Schwarz und eben auch Blau – das wir unserem Farbempfinden nach aber wohl eher als „Graublau“ bezeichnen wĂŒrden.
Erstmals namentlich erwĂ€hnt wurde die Skudde, die zur Gruppe der mischwolligen, kurzschwĂ€nzigen Heideschafe gehört, im Jahr 1884. Im 19. Jahrhundert war sie das Landschaf Ostpreußens schlechthin, denn sie ist widerstandsfĂ€hig, anspruchslos und fruchtbar. Dennoch fanden sich im Jahr 1945 nur noch 1000 Skudden in diesem Landstrich – und auch diese fielen schließlich den Nachkriegswirren zum Opfer. Somit galt die Schafrasse in ihrer alten Heimat als ausgestorben. Gesunken war ihr Stern als landwirtschaftliches Nutztier in der Nachkriegszeit wohl vor allem wegen ihres geringen Schlachtgewichts und der eher mĂ€ĂŸigen WollqualitĂ€t. Nur dank einiger HobbyschĂ€fer und zoologischer GĂ€rten ĂŒberlebte die Rasse: Alle heutigen Skudden dĂŒrften auf eine kleine Herde zurĂŒckgehen, die der MĂŒnchener Tierpark Hellabrunn ab 1941 hielt.
Erst in den 90er Jahren stieg das Interesse an den Skudden wieder: Zwar ist mit ihrer Wolle nach wie vor kein Staat zu machen, dafĂŒr gilt ihr mageres Fleisch bei Liebhabern mittlerweile als Delikatesse. Auch leisten die Heideschafe gute Dienste in der Landschaftspflege und in Streichelgehegen, zumal selbst die Böcke sehr friedlich sind. Skudden sind daher heute wieder in allen BundeslĂ€ndern zu finden. Seit 1984 fĂŒhrt sie ĂŒberdies ein eigener Zuchtverband als Herdbuchrasse in den FarbschlĂ€gen Weiß, Braun und Schwarz. Mit den blauen Vertretern bewahrt die Wilhelma nun nicht nur die Rasse selbst, sondern auch ein StĂŒck ihrer Geschichte vor dem Vergessen. Und wer weiß: Wenn im FrĂŒhjahr die nĂ€chsten LĂ€mmer kommen, werden sich vielleicht auch die blauen Farbtupfer in der nunmehr weiß-blauen Herde des Streichelzoos weiter vermehren.
________________________________________________________________________
Bilder 1/2: Ob weiß oder blau: Skudden sind mit ihren schmalen Köpfen und kleinen, spitzen Öhrchen nicht nur eine alte und seltene, sondern auch eine sehr hĂŒbsche Schafrasse. WĂ€hrend die weiblichen Tiere keine Hörner oder nur kurze Hornstummel tragen, entsprechen die Böcke dank ihrer schön gewundenen Schneckengehörne geradezu dem Urbild des stolzen Widders. (Fotos: Wilhelma)

(06.01.2011, 08:01)
Wilhelma :   Mit Schwung ins Neue Jahr:
Nachwuchs bei den Meistern im Schwinghangeln
Man muss schon genau hinschauen, um das rund einen Monat junge NesthĂ€kchen der Weißhandgibbons zu entdecken. Denn das Äffchen ist ebenso „blond“ wie Mama Domino, noch sehr klein und meist lugt nur sein winziges, zerknautschtes Gesicht aus dem Bauchfell der Mutter hervor. Der thailĂ€ndische Name des neuen ErdenbĂŒrgers und kĂŒnftigen Luftakrobaten: „Narumol“.
Ob der am 17. November geborene kleine Gibbon ein Junge oder MĂ€dchen ist, wird wohl noch eine Weile im Dunkeln bleiben. Denn um das Geschlecht bei diesen Primaten sicher bestimmen zu können, mĂŒsste man Domino das Baby wegnehmen. Ein Stress, dem man Mutter und Kind aber nicht zumuten will, nur um nach dem kleinen Unterschied zu fahnden. Entsprechend „geschlechtsneutral“ fĂ€llt daher eine frĂŒhzeitige Namenswahl der Tierpfleger aus. Narumol ist es gleich, fĂŒr sie/ihn gibt es ohnehin erst einmal Wichtigeres als die Namens- und Geschlechterfrage: viel leckere Muttermilch trinken, das noch spĂ€rlich behaarte BĂ€uchlein mithilfe von Mutters warmem Fell vor der WinterkĂ€lte schĂŒtzen und immer gut festhalten, wenn Domino artistische Luftnummern am „Trapez“ des Schwingaffenhauses vollfĂŒhrt. Erst mit etwa vier bis sechs Monaten wird der Nachwuchs AusflĂŒge jenseits von Mamas Fellzipfel unternehmen – vielleicht lĂ€sst sich dann ja eher erkennen, ob Domino diesmal Sohn oder Tochter geboren hat. Bis zu zwei Jahre betreuen GibbonmĂŒtter ihre Jungen, erst mit sieben Jahren werden die virtuosen Schwinghangler aus den RegenwĂ€ldern Chinas, Malaysias, Thailands und Sumatras geschlechtsreif.
FĂŒr die erfahrene 27-jĂ€hrige Domino ist Narumol schon das achte Kind – und der erste blonde Nachwuchs seit sechs Jahren: Ihre ebenfalls noch in der Familie lebenden, 2007 und 2008 geborenen Söhne Manis und Jambi sind beide schwarzhaarig wie Papa Porgy. Doch ĂŒber das Geschlecht sagt auch die Fellfarbe nichts aus, bei mĂ€nnlichen wie weiblichen Weißhandgibbons kommen alle möglichen Farbvarianten vor. Domino wurde 1983 in der Wilhelma geboren und lebt hier seit 1996 mit dem rund sechs Jahre Ă€lteren Porgy in einer festen Paarbeziehung, auch in der Wildnis bleiben die Partner lebenslĂ€nglich beieinander. Ihren familiĂ€ren Zusammenhalt und ihre RevieransprĂŒche pflegen die auch „kleine Menschenaffen“ genannten Gibbons vor allem morgens und abends lautstark aber melodisch zu verkĂŒnden. Dann erklingt ihr oft im Duett vorgetragener Reviergesang, in deren Genuss vor allem frĂŒhe und spĂ€te Wilhelma-Besucher kommen – und dasim Sommer wie im Winter.
____________________________________________________________________

Foto: Domino und ihr noch recht zerknautscht in die Welt blickendes JĂŒngstes namens Narumol: Selbst jetzt, in der WinterkĂ€lte, ist die Gibbonmutter mit ihrem Baby fast den ganzen Tag im Außengehege des Schwingaffenhauses unterwegs.
(03.01.2011, 13:53)
Wilhelma :   Bilanz 2010 – Ausblick 2011:
2,14 Millionen Besucher und wichtige Bauten fĂŒr die Zukunft

Stuttgart, 15.12.2010. Ein langer Winter, ein verregnetes FrĂŒhjahr, ein mĂ€ĂŸiger Sommer: Welchen Einfluss das Wetter auf die Besucherzahlen von Einrichtungen wie der Wilhelma ausĂŒbt, hat sich im Jahr 2010 erneut gezeigt. Insgesamt haben 2,14 Millionen Menschen 2010 die Wilhelma besucht, die Besucherzahl sank gegenĂŒber dem Vorjahr (ca. 2,22 Mill. Besucher) um rund 3,45 Prozent. Somit setzte sich der BesucherrĂŒckgang nach dem Rekordjahr 2008 fort, fiel jedoch schwĂ€cher aus als 2009 gegenĂŒber 2008 (7,86 Prozent). Doch trotz dieser Einbußen hatte das Jahr auch seine guten Seiten fĂŒr die Wilhelma, denn zwei fĂŒr ihre Zukunft wichtige Bauprojekte gingen an den Start: der Bau der neuen Menschenaffenanlage und des neuen WilhelmaschulgebĂ€udes.
Die gute Nachricht: Ohne ihre treuen Stammbesucher hĂ€tte die Besucherbilanz der Wilhelma angesichts der oft ungĂŒnstigen WetterverhĂ€ltnisse im Jahr 2010 deutlich schlechter ausfallen können. Denn die Gesamtzahl von immerhin wieder gut ĂŒber zwei Millionen Besucher ist dem fast gleich bleibend hohen Anteil der Jahreskartenbesitzer und der weiter wachsenden Zahl der Fördervereinsmitglieder zu verdanken. So sank der Verkauf von normalen Jahreskarten im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um ca. ein Prozent, die Zahl der Fördermitglieder mit Jahreskarten stieg zwischen November 2009 und November 2010 um rund 4,5 Prozent auf mittlerweile ĂŒber 25.900 Mitglieder. Die schlechte Nachricht und Wermutstropfen dabei: Der fĂŒr die Einnahmen der Wilhelma besonders wichtige Verkauf von Tageskarten ging gegenĂŒber dem Vorjahr um rund 7 Prozent zurĂŒck. (Von 2008 auf 2009 betrug der RĂŒckgang ĂŒber 13 Prozent.)
Schwaches 1. Halbjahr
Wie bereits im Jahr 2009 blieben die Besucherströme vor allem im ersten Quartal, das mit viel Schnee und KĂ€lte aufwartete, sehr verhalten. Danach bescherte zwar der April ein kleines Zwischenhoch pĂŒnktlich zu Ostern und einer herrlichen MagnolienblĂŒte, doch dafĂŒr fiel der sonst recht besucherstarke Wonnemonat Mai diesmal fast komplett „ins Wasser“. Entsprechend bescheiden sah die Zwischenbilanz zur Jahresmitte aus: Die Besucherzahlen waren im Vergleich zum ebenfalls schwachen ersten Halbjahr 2009 nochmals um 11,7 Prozent gesunken. Allerdings hatten auch die meisten anderen deutschen Zoos zu diesem Zeitpunkt sinkende Besucherzahlen zu vermelden: Die des Allwetterzoos MĂŒnster waren im ersten Halbjahr um 9,78 Prozent, die des Leipziger Zoos um 20,88 Prozent und die des Wuppertaler Zoos sogar um 35,22 Prozent zurĂŒckgegangen. Im generell besucherstĂ€rkeren zweiten Halbjahr hat sich dieser AbwĂ€rtstrend glĂŒcklicherweise abgeschwĂ€cht – wie die Wilhelma, so dĂŒrften daher auch die anderen Zoos wieder etwas „Boden gut gemacht“ haben. Bergauf ging es im Sommer jedoch erst im August, der dank der Sommerferien mit 382 862 Besuchern wieder der stĂ€rkste Monat des Jahres war (August 2009: 355.506 Besucher). Im September und November ĂŒberflĂŒgelten die Besucherzahlen die von 2009 ebenfalls leicht, so dass sich der BesucherrĂŒckgang bis zum Ende des Jahres voraussichtlich bei ca. 3,45 Prozent einpendeln wird.
Instandhaltung, Sanierung und Baumaßnahmen 2010
Ein nicht unerheblicher Teil der Aufwendungen fließt jedes Jahr in die Instandhaltung, also die Erhaltung der GebĂ€udesubstanz im teils denkmalgeschĂŒtzten, historischen Park. HierfĂŒr hat die Wilhelma 2010 rund 3,4 Millionen Euro ausgegeben, im Vorjahr waren es ca. 3,3 Millionen Euro. Am 21. April dieses Jahres erfolgte zudem der erste Spatenstich fĂŒr den Bau der neuen Menschenaffenanlage – und damit der Startschuss fĂŒr eines der wichtigsten Bauprojekte der Wilhelma seit dem Amazonienhaus vor ĂŒber zehn Jahren. Der Bau schreitet seither sichtlich voran, so dass nach aktuellem Stand der Dinge der geplanten Eröffnung der Anlage im MĂ€rz 2012 nichts im Wege stehen dĂŒrfte. Seit Mitte September entsteht am Rand des Maurischen Gartens auf 275 Quadratmetern zudem ein neues Wilhelma-SchulgebĂ€ude aus Beton und Glas. Nach Fertigstellung soll es zwei KlassenrĂ€ume beinhalten, die sich zu einem Vortragsraum fĂŒr rund 100 Zuhörer kombinieren lassen und mit moderner Medientechnik ausgestattet sein werden. Zudem enthĂ€lt das GebĂ€ude einen Vorbereitungsraum, ein Materiallager sowie einen Raum, in dem Tiere fĂŒr den Unterricht gehalten werden können; ein kleiner Hof samt Schulgarten runden die neue Wilhelmaschule ab. Erwartete Gesamtkosten fĂŒr das GebĂ€ude ohne Inneneinrichtung und Außenanlagen: rund 870.000 Euro.
Ausblick auf 2011: Umbau der Elefantenanlage geplant
In Planung befindet sich derzeit zudem der Umbau der Elefantenanlage, ein Entwurf liegt vor und soll diesen Winter vollendet werden. Umgebaut wird dann im Herbst und Winter 2011/2012, also bewusst in der besucherarmen Zeit, zumal sich diese Baustelle direkt neben derjenigen der neuen Menschenaffenanlage befinden wird. Die wichtigsten Ziele bei der Umgestaltung der Elefantenanlage: Sie soll erstens keinen Graben mehr besitzen – ein Punkt, der seit dem Tod der alten Elefantenkuh Vilja mehr denn je unter den NĂ€geln brennt. Zweitens soll die Anlage den Elefantendamen mehr Raum bieten. Und drittens soll sie spĂ€ter ohne weitere große VerĂ€nderung von ihren Nachbarn, den Panzernashörnern, genutzt werden können, sobald die Elefanten in eine komplett neue Anlage umgezogen sind. Diese ist seit lĂ€ngerem geplant, ein Baubeginn aber leider erst nach Fertigstellung des Rosensteintunnels möglich. Zudem sind 2011 weitere Investitionen in die Infrastruktur notwendig, etwa in Wege, Gehege (z.B. Klammeraffeninsel), DĂ€cher, Heizanlage, Elektrik, GewĂ€chshĂ€user etc. Die Wilhelma hat daher rund 3 Millionen Euro fĂŒr Instandhaltungen im Jahr 2011 veranschlagt.

(15.12.2010, 12:58)
Wilhelma :   Erstmals Riesentukane in der Wilhelma zu sehen:
Die Vögel mit dem KĂŒhler-Schnabel

Erstmals in der Wilhelma zu sehen sind ab sofort die Riesentukane, prĂ€chtige Vögel mit gewal-tigen SchnĂ€beln aus SĂŒdamerika. Zu finden sind sie an einem angesichts des winterlichen Schmuddelwetters derzeit besonders attraktiven Ort: im ĂŒppig grĂŒnen, kuschelige 28 Grad warmen Amazonienhaus.
Sie sind Geschwister, am 28. Mai in Wuppertal aus ihren Eiern geschlĂŒpft und damit etwa ein halbes Jahr alt, die beiden neuen Riesentukane in der Wilhelma. Im November kamen sie als Leihgabe des Wuppertaler Zoos nach Stuttgart, wo sie nach kurzer QuarantĂ€ne ihre Voliere im Amazonienhaus bezogen. In der Wilhelma leben auch Fischer- und Dottertukan, doch Riesentukane sind noch einen „Tick“ grĂ¶ĂŸer als diese: Bis zu 60 Zentimeter lang und mehr als 800 Gramm schwer werden die MĂ€nnchen – die optisch identischen Weibchen bleiben etwas kleiner. Noch ist unklar, ob die beiden Neulinge mĂ€nnlich oder weiblich sind, denn das bringt nur der DNA-Test einer Federprobe ans Licht.
Das auffĂ€lligste Merkmal der ĂŒberwiegend schwarz gefiederten Riesentukane ist natĂŒrlich ihr Schnabel: knallgelb-orange gefĂ€rbt und von wahrhaft beeindruckender GrĂ¶ĂŸe. Bis zu 23 Zentimeter lang wird er bei Tukan-MĂ€nnchen, bei Weibchen ist er wenig kĂŒrzer. Beim „SchnĂ€beln“ brauchen diese Vögel mit Materialeinsatz also nicht zu geizen. TatsĂ€chlich spielt der Schnabel bei Balz und Partnerwahl eine Rolle – aber er kann noch mehr: Gute Dienste leistet er auch als eingebaute Klimaanlage, denn ĂŒberschĂŒssige WĂ€rme wird ĂŒber feine Äderchen unter seiner OberflĂ€che abgeleitet. Keine schlechte Einrichtung so ein KĂŒhler-Schnabel, wenn man im tropisch heißen Dschungel zu Hause ist ...
Die ursprĂŒngliche Heimat der Riesentukane sind die WĂ€lder und Baumsavannen im Osten SĂŒdamerikas. Dank eher mĂ€ĂŸiger FlugkĂŒnste hĂŒpfen die Wipfelbewohner lieber ihrer Wege, anstatt zu fliegen, und wenn sie sich einmal aufschwingen, setzen sie auf Gleitflug. Den Boden suchen sie selten auf. Tukane bilden gern kleine Familiengruppen, die gemeinsam in Baumhöhlen ĂŒbernachten – um dabei Platz zu sparen, wird der Schwanz am RĂŒcken hochgeklappt. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem FrĂŒchte, doch auch Insekten, Frösche, Echsen, Eier und Jungvögel sind als Imbiss willkommen. GrĂ¶ĂŸere FrĂŒchte pflĂŒckt, zerquetscht und „entsaftet“ der Tukan mithilfe des Schnabels, kleine FrĂŒchte schluckt er am StĂŒck. Ein kleines KunststĂŒck vollbringt er stets, um Leckerbissen aus der Schnabelspitze in die Kehle zu befördern: kurzes Rucken des Kopfes nach oben, eleganter Wurf rĂŒckwĂ€rts und schwupp ist der Fall erledigt. Nur beim Bau einer Bruthöhle ist der große Schnabel etwas hinderlich, weshalb sich der Riesentukan gerne in vorgefertigte Baumhöhlen anderer Vögel, etwa seiner kleineren Spechtverwandtschaft, einmietet. Den anfangs federlosen, blinden Nachwuchs ziehen die Tukan-Eltern gemeinsam auf. Nach etwas weniger als zwei Monaten sind die Jungen flĂŒgge – und wenn alles gut geht, können sie etwa 20 Jahre alt werden.

Foto: Riesentukan (Wilhelma)
(09.12.2010, 08:09)
Wilhelma :   Wickelschwanzskinke:

Echsen mit fĂŒnfter Hand

Im Terrarium der Wilhelma lĂ€sst sich derzeit die ungewöhnliche Brutpflege der Wickelschwanzskinke, einer Echsenart von den Salomonen-Inseln, am lebenden Beispiel beobachten. Denn seit rund zwei Wochen teilt sich ein Jungtier mit Mutter und Vater Skink das Terrarium – und darf mitunter sogar huckepack auf Mutters RĂŒcken reiten.
Mit bis zu 75 Zentimetern LĂ€nge sind Wickelschwanzskinke die grĂ¶ĂŸten Skinke der Welt und kommen ursprĂŒnglich nur in den KĂŒsten- und BergregenwĂ€ldern auf den Salomonen-Inseln vor. Neben den Schlangen und ChamĂ€leons sind sie die einzigen Reptilien, die gemĂŒtlich abhĂ€ngen können – dank Greifschwanz, einer fĂŒr tropische Baumbewohner durchaus nĂŒtzlichen Einrichtung: Beim Herumklettern im GeĂ€st sorgt diese „fĂŒnfte Hand“ nicht nur fĂŒr sicheren Halt, sondern ermöglicht es auch, sich nach dem AbhĂ€ngen wieder am Ast emporzuziehen.
Seit 1975 lebt im Terrarium der Wilhelma eine Gruppe dieser tarnfarben grau-grĂŒn gescheckten, dĂ€mmerungsaktiven KletterkĂŒnstler. Die StammvĂ€ter kamen aus den Zoos von ZĂŒrich und Berlin nach Stuttgart und sorgten in der Wilhelma alsbald regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Nachwuchs. Dabei sind Wickelschwanzskinke lebend gebĂ€rend: Einmal im Jahr bringen die Weibchen nach sechs Monaten Tragzeit ein bis zwei Junge zur Welt, die bei der Geburt bereits 20 Zentimeter lang und 100 Gramm schwer sind. Die Geburt findet in aller Regel in der DĂ€mmerung statt, so dass der Neuzugang im Terrarium auch diesmal erst am nĂ€chsten Tag bemerkt wurde. Bei diesen Echsen ist das nicht weiter dramatisch, da sie sich vegetarisch von allerlei BlĂ€ttern und FrĂŒchten ernĂ€hren und – im Gegensatz zu manch anderer Echsenart – kein kulinarisches Interesse am eigenen Nachwuchs haben. Im Gegenteil: Obwohl das Jungtier von Anfang an selbststĂ€ndig ist, bleibt es etwa sechs Monate lang nah bei der Mutter, wird von ihr beschĂŒtzt und teilweise auch auf dem RĂŒcken durchs GeĂ€st getragen – eine fĂŒr Reptilien durchaus ungewöhnliche Brutpflege!
Erst mit drei bis vier Jahren werden Skinke geschlechtsreif, in Menschenobhut können sie durchaus 20 Jahre alt werden. Erwachsene Wickelschwanzskinke sind wehrhafte Tiere, die kratzen, fauchen und krĂ€ftig zubeißen können, wenn unliebsame Artgenossen oder Feinde ihren Weg kreuzen.



(01.12.2010, 14:43)
Wilhelma :   OrchideenblĂŒte in der Wilhelma:
Etwas Farbe braucht der Mensch

Unser mitteleuropĂ€isches Novemberwetter ist nicht jedermanns Sache und kann schon gewaltig auf die Stimmung drĂŒcken. Gegen ein Zuviel an Regen, Dunkelheit und KĂ€lte helfen aber Licht, WĂ€rme und bunte Farben. Eine gute Dosis davon kann man sich bei einem Besuch der Wilhelma gönnen.
Ein Gang durch die GewĂ€chshĂ€user der Wilhelma wĂ€rmt nicht nur die kalten HĂ€nde und FĂŒĂŸe, sondern erfreut zudem die Sinne mit Farben und DĂŒften! Winterzeit ist unter anderem Orchideenzeit – die Wilhelma besitzt mit ĂŒber 5000 Pflanzen aus 1200 Arten und Sorten eine der grĂ¶ĂŸten Orchideensammlungen in Deutschland, aber andererseits nur einen kleinen Ausschnitt aus den ĂŒber 18.500 Arten und Tausenden von Zuchtformen, die eine der grĂ¶ĂŸten Familien im Pflanzenreich insgesamt zu bieten hat. FĂŒr die Besucher ist allerdings immer nur eine Auswahl der herrlichen Pflanzen zu sehen: In ihrer oftmals langen Ruhephase zwischen den BlĂŒtezeiten sind Orchideen eher unattraktiv und verbringen diese Zeit daher bei sorgfĂ€ltiger Pflege hinter den Kulissen. Im SchaugewĂ€chshaus wetteifern die Schönheiten mit den klangvollen Namen in einem Farbenrausch von porzellanweiß ĂŒber sonnengelb, bonbonrosa, bordeauxrot, zartviolett und dunkelpurpur um die Gunst der Besucher. Auch das LieblingsgewĂŒrz der GutslebĂ€cker gehört zu den Orchideen und rankt ĂŒber den Vitrinen - Vanilleduft erwartet man allerdings vergebens, denn es duften nicht die BlĂŒten, sondern nur die FrĂŒchte mit den winzigen Samen.
Dass OrchideenblĂŒten uns Menschen bezaubern, ist biologisch gesehen ein ungewollter, ĂŒberflĂŒssiger Nebeneffekt. Die bizarren BlĂŒten sollen vor allem die BestĂ€uber anlocken, damit die Fortpflanzung gewĂ€hrleistet ist. In der Natur erfĂŒllen je