Forum

-> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)


Beitrag hinzufügen
Name: (= Nachname) Passwort: (= Kundennummer)
Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
Beitrag:
Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
Foto:
(gif/jpg/png / Dateigröße max. 2MB)

Wilhelma Stuttgart

Patrick Marburger :   Gestern pr√§sentierte sich die Titanenwurz l√§ngst nicht mehr so sehenswert.
(01.07.2018, 15:25)
Patrick Marburger :   ... und zum Berliner hoffentlich auch ein Bild des aktuellen Exemplars.
(26.06.2018, 21:51)
W. Dreier :   Dazu ein Bild aus dem Berliner Botanischen Garten vom Juni 2016 - sehr verkleinert
(26.06.2018, 17:03)
Patrick Marburger :   Die HP meldet: heute bl√ľht die Titanenwurz!
(26.06.2018, 16:06)
Patrick Marburger :   Neues:
-Nachwuchs bei den Steinböcken.
- Den Madagaskar Taggecko ersetze man durch einen T√ľrkisblauen Zwerggecko
- Neben Stichlingen und der Chimäre leben in dem Becken (ehem. Königspinguin-Klimakammer) nun auch viele Seehasen. Die Tiere sind allesamt ca. 4 cm lang.
- Mit der baldigen Bl√ľte der Titanenwurz ist zu rechnen, nach dem 2005 aufgestellten (und inzwischen √ľbertroffenen) Weltrekord wird es nun wohl ein europ√§ischer Negativrekord.
- Es gibt zwei neue m√§nnliche Br√ľllaffen, damit nun 2,2.
(24.06.2018, 14:58)
Adrian Langer :   Alles in allem finde ich aber, dass diese Pl√§ne sehr positiv klingen. Besonders √ľber das Leistenkrokodil freue ich mich doch ein wenig. Mal sehen, ob es auch mit den Quokkas klappt.
(17.06.2018, 18:36)
Patrick Marburger :   @ Adrikan Langer: genau das war die Aussage, klang aber unkonkreter als Koala und Bilby. Von weiteren Haltern sprach er nicht, mir scheint es also (im Gegenteil zum Bilby) nicht so, als w√§re geplant hier eine komplette und von einem Zuchtbuch koordinierte Reservepopulation f√ľr den Fall der F√§lle aufzubauen.

Die Koalas sollen wie gesagt aus Australien kommen, klang aber nicht so, als st√ľnde schon eine Einrichtung fest. Dr. K√∂lpin differenzierte √ľbrigens lediglich zwischen Viktoria und Queensland-Koala, wird die Unterart New-South-Wales also nicht mehr anerkannt? Bei den Tieren im Australian Reptile Park sprach er ausdr√ľcklich von Queensland-Koalas. Mit dem Australia Zoo f√ľhrt man √ľbrigens ernsthafte Gespr√§che bzgl. eines weiteren gro√üen Leistenkrokodils.
(17.06.2018, 11:13)
Adrian Langer :   Man plant mit Quokkas? Das w√§re ja ein Ding! Sollen dann noch andere Halter in Europa aquiriert werden?
(16.06.2018, 23:49)
Patrick Marburger :   Von der gestrigen Mitgliederversammlung des F√∂rdervereins:
- Man hat mittlerweile fast 35000 Mitglieder und ca. 10,5 Millionen auf der hohen Kante.
- Ende des Jahres zieht in das alte Gehege von Petra wieder ein Jaguar.
- Anstelle der bisher kommunizierten Bantengs und Sikas will man jetzt Yaks, Damhirsche (gemeint sind wohl Mesopotamier, hoffe ich) und Trampeltiere.
- Die drei ersten Asienanlagen (Tiger, Huftiere, Bauernhof) finanziert das Land. Voll!
- Bei den Elefanten nichts groß neues: mittlerer zweistelliger Millionenbetrag, 10 Million davon vom Förderverein.
- Zum Jahreswechsel erhöhen sich die "normalen" Jahreskarten und die Beiträge beim Förderverein um 10 Euro. Das tun sie (wenn ich es richtig gesehen habe) grundsätzlich, unabhängig von Stufen wie "Erwachsener" oder "Kind". Die normale Tageskarte erhöht sich auf 19 Euro. Hintergrund sind die geplanten Investitionen und der (trotz Inflation) immer gleiche Zuschuss des Landes.
- Bald wird eine Titanenwurz im Schmetterlingshaus bl√ľhen. Die Botaniker rechnen so mit dem 27./28. Juni.
- Das Kleins√§ugerhaus klingt hoch problematisch. Als √∂ffentlich Hand war man bei der Ausschreibung gezwungen den billigsten Bewerber f√ľr den Beton zu nehmen. Dieser war der Sache aber nicht gewachsen. Die Statik des Geb√§udes und die Qualit√§t des Betons machen Probleme. Der Architekt erkannte das nicht rechtzeitig. Wenn er das getan h√§tte w√§re Abreisen und mit einer neuen Firma komplett von vorne anfangen kl√ľger gewesen. Hat er aber nicht erkannt, also sitzt auf dem Beton schon ein Glasdach. Also muss saniert werden. Dar√ľber, wer die Sanierung zahlt streiten sich die Gutachter. Man hofft 2019 endlich er√∂ffnen zu k√∂nnen.
- Im November schließt das untere Restaurant, Wiedereröffnung mit Erlebnis-Gastronomie zu Ostern 2019.
- Und jetzt (Trommelwirbel...): ein gro√ües Thema war das Australienhaus. Es wird Tagbereiche, zwei Nachttierbereiche (f√ľr unterschiedliche Lebensraumtypen) und einige kleinere Au√üenanlagen geben. Rasbach plant, Wilhelma und F√∂rderverein zahlen. Er√∂ffnen will man bereits 2020. Einziehen sollen, Gleitbeutler, Schnabeligel, Goodfellow-Baumk√§ngurus (aus Europa), Kowaris, T√ľpfelbeutelmarder (aus Leipzig), Koalas (aus Australien), vielleicht Quokkas (aus Australien) und Bilbys (aus Australien).
(15.06.2018, 21:52)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.neues-im-alten-affenhaus-wie-niedlich-wilhelma-moechte-koalas-zeigen.d69d731e-23eb-4dd2-a82f-4fbcdcbfa4c3.html

Nun etwas konkreter. Sch√∂n, dass man weiterhin an T√ľpfelbeutelmardern festh√§lt. Bilbys werden nicht erw√§hnt, w√ľrde dem Leserkreis aber auch nichts sagen. Ob man bei den Baumk√§ngurus im Australien-Haus geografisch konsequent ist? Nein, wohl sicher nicht; aber tr√§umen wird man ja mal d√ľrfen...
(12.06.2018, 15:19)
Patrick Marburger :   Eine der Dscheladas tr√§gt aktuell ein totes Jungtier mit sich herum, eine entsprechende Info f√ľr Besucher h√§ngt auch aus.

Falls er das Bild nehmen sollte (was ich nicht glaube) anbei die umgestaltete Außenanlage der Tapire. Noch weiter zuschneiden macht dann wirklich keinen Sinn mehr.
(11.06.2018, 15:08)
Patrick Marburger :   Ja, in einem Artikel hie√ü es auch mal, dass Direktor Dr. K√∂lpin (oder doch jemand anderes aus der Wilhelma?) Zuchtbuchkoordinator ist. Der Artikel m√ľsste irgendwo verlinkt sein, ist aber schon eine Weile her.
(10.06.2018, 21:08)
Adrian Langer :   Hat Stuttgart nicht auch mit Bilbys geplant?
(10.06.2018, 21:00)
Patrick Marburger :   Die gestrige Ausgabe der Cannstatter Zeitung ziert als Titelbild ein Koala. Aus dem langen Artikel einige Notizen:
- Baubeginn der Elefanten Mitte 2021. Die Arbeiten sollen vier Jahre dauern, hängt aber auch vom Tunnel ab. Die alt bekannten Zahlen werden wiederholt.
- Ende 2018 Baustart f√ľr ein Gehege mit asiatischen Huftieren. Kosten 1,5 Millionen. Hier wird nichts konkreteres gesagt. Fr√ľher hie√ü es, dass Bantengs und Sikas auf das Areal Bison/Strau√ü ziehen. Fakten bzgl. neuem Bauernhof werden wiederholt.
- F√ľr die Elefanten gibt sich das Land was das liebe Geld an geht bedeckt. Die erste Zahl der Experten sagt 25 Millionen. Das ist doch- auch wenn man die √ľblichen satten Steigerungen kalkuliert- f√ľr die Verh√§ltnisse in Stuttgart viel zu wenig?! Der F√∂rderverein steuert 10 Millionen bei. Andere alte Pl√§ne (Tiger, Nash√∂rner, Eingang) werden wiederholt.
- Das alte Menschenaffenhaus soll f√ľr Australiens Tierwelt saniert werden. F√∂rderverein und Wilhelma k√∂nnen dies aus eigenem Etat stemmen. 2019 soll es los gehen. Von Koalas verspricht man sich viel, eine weitere Tierart wird nicht genannt. Er√∂ffnet werden soll vielleicht schon 2020.
- Bei den Zwergflusspferden nichts neues, nur die alten und unkonkreten √Ąu√üerungen.
- Eine eigentlich nötige Vergrößerung des Parkhauses ist aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich.

(10.06.2018, 18:36)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-junger-gorilla-muss-wilhelma-verlassen.7959fee7-045f-4003-8fa9-58f3287500cb.html

Gorilla "Kimbali" zieht in das polnische Opole.
(08.06.2018, 14:21)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-was-tun-wenn-ein-tiger-ausbricht.b611723e-02f2-4047-a05c-1fe5cbb1f2e9.html

Find ich gut- also bis auf den vorletzten Satz. Aber passiert ist meines Wissens tatsächlich noch nie was ernsthaftes.

Was sonst noch von den letzten Wochen?
- Da die Schneeleoparden auszogen ist es Abteil frei. Jetzt zogen Tiger und Leopard je eines nach oben. Damit ist das unterste Gehege (ehem. Jaguar "Petra") frei. Also der einzige K√§fig mit Wasser. Was wohl kommen soll? Die Ank√ľndigung eines melanistischen Jaguars ist schon sehr lange her...
- An der Voliere, die ich im September 2017 (!) erw√§hnte ist zwar immer noch nichts angeschrieben, jedoch sah ich k√ľrzlich mind. 5 Flugf√ľchse dort, Da sa√üen bisher die M√§nnchen hinter den Kulissen, da man nicht z√ľchten will.
- Am Gehege im Giraffenhaus wird gearbeitet, keine Ahnung. Der Leerstand zieht sich jetzt schon wieder seit einigen Monaten.
- Falls noch nicht erwähnt: es gibt ein Jungtier bei den Bongos.
- Im Innengehege der Tapire wurden auch die kleineren Abteile neu gestrichen. Bei hoffentlich vergleichsweise geringen Kosten eine starke optische Verbesserung.
- Aktuell sind die Bonsais wieder zu sehen (lt. PM bis zu den Ferien).
(05.06.2018, 19:43)
Patrick Marburger :   - Im kleinen K√§fig am Eingang des alten Menschenaffenhauses sind nun die Kaiserschnurrbarttamarine zu sehen, die waren seit der Schlie√üung des JAZ hinter den Kulissen im Amazonienhaus. Den bisher dort lebenden Springtamarin konnte man schon vor l√§ngerem abgeben und ein als Partner dienendes Goldkopfl√∂wen√§ffchen, das sich nicht mit den anderen vertrug, lebt mittlerweile bei Vari und Faultier.
- Die Chimäre hat seit einigen Wochen Mitbewohner: Pazifische Stichlinge. Leider sind Perlboot und Tannenzapfenfisch (hier europäische Erstzucht!) seit einiger Zeit nicht mehr zu sehen, in dem Becken lebt mittlerweile eine viel zu große Languste.
- Ein alter weiblicher Haubenlangur verstarb, m√ľsste "Geesa" gehei√üen haben.
(11.05.2018, 14:25)
Patrick Marburger :   Aktuell sieht das oberste (das gro√üe) Gehege der Bonobos mal wie so aus, ich dachte eigentlich, dass wenigstens hier alles in Ordnung sei. Jetzt ist aber immerhin gutes Wetter damit die Tiere raus k√∂nnen...

(07.05.2018, 15:05)
Patrick Marburger :   Etwas das man in Berlin wohl als "Gerenuk-Nachahmer" bezeichnen w√ľrde anbei. Die beiden sind immer noch getrennt, k√∂nnen mittlerweile aber sowohl innen als auch au√üen den oberen Bereich des Dickh√§uterhaus II nutzen.
(30.04.2018, 15:06)
Patrick Marburger :   - Die beiden √§lteren der vier Gibbons sind letztes Wochenende verstorben.
- Die Umgestaltung der Volieren im Landhaus erfolgte anlässlich einer EAZA Kampagne zum Thema Singvogelkrise in Asien. Bin wurden auch entsprechende Schilder aufgestellt, sehr informativ. Im ganzen Haus wurden kleine Vogelkäfige drapiert.
(28.04.2018, 14:22)
Adrian Langer :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-die-elefantenwelt-soll-wachsen.b17c6fc3-7d19-4627-81c6-ae4b12c0f122.html

In der Wilhelma wurde nun auch das Team Elefant begr√ľndet.
(04.04.2018, 09:54)
Patrick Marburger :   Die Volieren im Landhaus sind nach der bereits erw√§hnten Umgestaltung wieder besetzt. Seltenen Neuzugang anbei: eine von drei(?) Lauchgr√ľnen Papageiamadinen.
(31.03.2018, 18:04)
Rainer Hillenbrand :   @Patrick Marburger: Danke f√ľrs beantworten meiner Fragen!
(26.03.2018, 22:36)
Patrick Marburger :   @ Rainer Hillenbrand: Zum Schluss ging es bei den Schneeleoparden schneller als gedacht. Allerdings ist der Auszug der Tiere auch schon eine Weile her. M√ľsste 2016 gewesen sein(?).
Die Voliere ist die bereits vorhandene. Bisher Gänsesäger und ehemals Waldrapp.
Ja, es geht um die Voliere bei den Giraffen. Die Weberv√∂gel sollten raus da es zu wenig Tiere f√ľr eine artgerechte Gruppe waren und mehr Tiere aufgrund der Gr√∂√üe der Voliere nicht gewollt waren.
Kleinsäugerhaus wäre wirklich spannend. Keine Ahnung....
(26.03.2018, 21:43)
Rainer Hillenbrand :   @Patrick Marburger: Dann war der Umbau der Schneeleoparden-Anlage ja eine z√ľgige Angelegenheit! Ist mit der benachbarten Voliere eine Neue gemeint, oder die schr√§g gegen√ľberliegende, vor den Schneeziegen? Und sind mit den abgel√∂sten Weberv√∂geln die aus dem Giraffenhaus gemeint - denn diese Voliere f√§llt in meiner Erinnerung nicht besonders gro√ü aus? Zumindest f√ľr Tokos... Und gibts was neues bez√ľglich Vogel-, Kleins√§ugerhaus?

(26.03.2018, 21:26)
Patrick Marburger :   Doch mal wieder einige Neuigkeiten:
- Die Schneeleoparden sind umgezogen! Zugänglich ist die Anlage noch nicht. Vielleicht will man um Ostern herum eröffnen?! Mir gefällt die Anlage, die Gestaltung des Besucherbereiches ähnelt dem neuen Menschenaffenhaus.
- In der benachbarten Voliere zog ein Falklandkarakara ein.
- Das j√ľngste Jungtier der Languren ist nicht mehr angeschrieben... (eigentlich wirkte es auf mich zuletzt besser)
- Die Webervögel wurden durch zwei Von-der-Decken-Tokos ersetzt.
(25.03.2018, 16:28)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.print.0ce49ad0-0770-4f1c-848d-7bbeaf531ee0.presentation.print.v2.html

Nun also Marché statt Schuler.
(02.03.2018, 21:20)
Adrian Langer :   https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-gastronomie-das-provisorium-bleibt-laenger.72133ce4-18b4-408d-bb5f-2b075b2b9f21.html

Das Provisorium der Gastronomie bleibt länger erhalten.
(22.02.2018, 20:15)
Patrick Marburger :   http://www.roemerpartner.com/wettbewerbe/menschenaffenhaus-in-der-wilhelmina-stuttgart/

Ein Entwurf f√ľr das neue Menschenaffenhaus, interessant mal eine "Variation" zu sehen. Als absoluter Laie w√ľrde ich sagen, dass der Entwurf noch viel teurer aussieht.
(21.02.2018, 20:55)
Patrick Marburger :   https://www.tiergartengestaltung.de/aktuelles/artikel/2016-06-02-wilhelma-stuttgart?cHash=f072f5266ba6ba1e80e85d8d2583ba66

Habe ich zufällig gefunden. Einfach zur Kenntnis.
(21.02.2018, 20:48)
Patrick Marburger :   Auch wenn ich √ľberzeugt bin, dass das Projekt ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal f√ľr die Wilhelma w√§re und wenigstens die kleinen Flusspferde eine wichtige Erg√§nzung f√ľr den Bestand w√§ren so glaube ich an das Gelingen des Projekts doch fr√ľhestens wenn die Bagger rollen. Und bis dahin flie√üt noch viel Wasser den Neckar runter...
(20.02.2018, 19:30)
Adrian Langer :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.aufwertung-des-neckarufers-zwergflusspferde-im-schaufenster.26d09cde-d4a8-4d09-9007-b0e7bb745173.html

Ein Artikel zur geplanten Aufnahme der Zwergflusspferde. zumindest die stadtoberen scheinen interessiert. Kann man schon davon ausgehen, dass die Pläne damit konkreter werden?
(20.02.2018, 18:36)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
- Der Tapir aus Rotterdam hat scheint sich gut eingewöhnt zu haben. Allerdings sind die beiden noch getrennt. Der Neue schaut ziemlich "verschrammt" aus. Die Außenanlagen von Fluss- und Zwergflusspferd hat man verbunden, schaut gut aus. Eigentlich dachte ich ja, dass man die Möglichkeit will drei Tapire zu halten, schaut auf alle Fälle aber gut aus.
- Die Voliere der Tukane wurde mit den beiden (bisher frei im Haus lebenden) Guanen besetzt. Falls dies ein Provisorium ist gerne, dauerhafte w√ľrde ich diesen Besatz aber doch recht entt√§uschend finden. Anakondas sind seit l√§ngerem wieder nur noch zwei, vielleicht war Nummer drei nur zwecks Paarungsversuch o.a. drin. Den Br√ľllaffenmann habe ich schon lange nicht mehr gesehen,..
- Wie vor kurzem in einem Artikel angek√ľndigt ist der einzelne Springtamarin abgegeben wurde, sein Partner (ein einzelnes L√∂wen√§ffchen) ist noch da. Ob man die Anlage wohl f√ľr die Tamarine m√∂chte?
- Der ganz kleine Haubenlangur ist an Ohr und Hinterkopf verletzt, schaut ganz und gar nicht gut aus. "Täter" sind die recht rabiaten Geschwister, separieren erwies sich dennoch als kontraproduktiv.
- Bei der S√ľdamerika-Anlage und den Brillenpinguinen wurden weitere Sitzgelegenheiten erstellt.
- Im vorderen Teil des Gewächshauses wird saniert, betroffen ist die (vor einiger Zeit im Tiergarten vorgestellte) neue Voliere.
- Die Anlage vom Waran im Giraffenhaus steht weiterhin ohne irgendeinen Hinweis leer, schade drum.
(03.02.2018, 16:02)
Patrick Marburger :   http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/neues-elefanten-haus-54606816.bild.html

Und die Bild-"Zeitung" will schon die erste "Skizze" haben. Ob da nicht nur einer ihrer "Journalisten" malte...?
(27.01.2018, 10:58)
Adrian Langer :   So ein Zufall! :D Hoffentlich bekommt man in Stuttgart kein Problem mit dem Bullenstall ....... aber genug der √§tzenden H√§me! Ich hoffe sehr, dass alles glatt l√§uft! Vielleicht lag es seiner Zeit in Erfurt auch einfach an der Vorschreibung des Erfurter Stadtrats!
(23.01.2018, 19:42)
Patrick Marburger :   Nach fl√ľchtiger Suche:
Das besagte B√ľro hat wohl diverse Bauten in Schwerin, die Giraffenanlage und das Prof. Brandes-Haus in Dresden und den Elefantenpark in Erfurt(!) realisiert. Auch arbeiten sie an einer S√ľdamerikavoliere in Marlow und an den Elefanten in Augsburg.
(23.01.2018, 17:59)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-das-koenigliche-erbe-im-blick.86641c6b-995c-4877-892a-d2fd52934088.html

Geschichte.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.planungsauftrag-stuttgarter-buero-plant-elefantenhaus.f69b9ae0-0468-4e5c-b049-c3f5064946fe.html

Zukunft.

https://www.focus.de/regional/stuttgart/zoo-in-stuttgart-blick-in-die-vergangenheit-der-wilhelma-historische-bilder-der-fruehzeit-neu-erworben_id_8349216.html

Und nochmal Geschichte
(23.01.2018, 17:42)
Adrian Langer :   https://www.welt.de/regionales/baden-wuerttemberg/article172662334/Tierpark-bleibt-Besuchermagnet-im-Suedwesten.html

Ein √úberblick √ľber vorhaben und Bilanzen von Zoos im Raum Baden-W√ľrtemberg.
(20.01.2018, 11:44)
Patrick Marburger :   Im Aquarium wird saniert, schaut recht aufwendig aus.
Der Neue anbei, Interesse haben sie aneinander, sind aber noch getrennt.
Bei Gorilla und Haubenlangur scheint alles soweit in Ordnung.
(13.01.2018, 15:06)
Patrick Marburger :   https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nachwuchs-in-der-wilhelma-ein-gorilla-baby-erblickt-das-licht-der-welt.2625b584-b3ce-4523-a97e-50115e36c4ec.html

Und das Jungtier bei den Gorillas ist schon offiziell.
(12.01.2018, 19:17)
Klaus Schueling :   Pressemeldung der Wilhelma::

Neuzugang aus Rotterdam

Zweiter junger Schabrackentapir in der Wilhelma eingezogen

Ketiga bekommt Gesellschaft. In der Wilhelma hat gestern Morgen ein zweiter Schabrackentapir sein Gehege bezogen. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart macht damit den nächsten Schritt bei der wieder aufgenommenen Haltung dieser auffälligen und sehr seltenen Tierart. Die Wilhelma hatte Tapire zuletzt 2010 gehalten.

Tapire sind trotz ihres klobigen K√∂rpers und R√ľssels nicht mit Schweinen verwandt, sondern stehen Pferden und Nash√∂rnern nahe und tragen in ihrer asiatischen Unterart eine markante Schwarzwei√üf√§rbung. Penang, der aus dem Tiergarten Blijdorp im niederl√§ndischen Rotterdam stammt, ist nur acht Wochen j√ľnger als Ketiga, der Ende August aus dem Zoo Leipzig nach Stuttgart gekommen war. ?Mit den beiden 17 und 19 Monate alten Jungtieren haben wir jetzt zwei Bullen, von denen wir annehmen, dass sie harmonieren werden?, sagt Direktor Dr. Thomas K√∂lpin, der zugleich zoologischer Kurator f√ľr die Tapire ist. ?Zun√§chst muss sich Penang akklimatisieren. Dann entscheiden die Tierpfleger, ab wann sie einen Versuch wagen, die beiden zueinander zu lassen.? Heute bleibt das Tapirhaus f√ľr Besucher geschlossen, um dem Neuling noch etwas Zeit zu lassen, um zur Ruhe zu kommen. Ab morgen soll das Geb√§ude ge√∂ffnet werden, solange der Besucherbetrieb Penang nicht stresst.

Hintergrund ist die Entscheidung, den einzelnen Tieren mehr Raum zu geben und daf√ľr gegebenenfalls auf Tierarten zu verzichten. Wegen der beengten Platzverh√§ltnisse wollte die Wilhelma die Flusspferdhaltung an der Stelle nicht fortsetzen. Im vergangenen Sommer hat sie das letzte Flusspferd Mike in einen tschechischen Zoo vermittelt und die Anlage f√ľr die kleineren Tapire angepasst. Der Bestand der Schabrackentapire hat sich in Asien in den vergangenen 30 Jahren halbiert. Vor allem Palm√∂lplantagen verdr√§ngen die tropischen W√§lder, in denen sie leben. Der ihnen bleibende Lebensraum zerf√§llt in immer kleinere Gebiete. Zum Teil werden Tapire auch noch gejagt. Gemeinsam m√∂chten die Zoos verhindern, dass diese stark bedrohte Art ganz von der Bildfl√§che verschwindet. Im Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm leben derzeit rund 50 Schabrackentapire. Darunter ist jedoch kein Weibchen, das f√ľr die Wilhelma in Frage kommt. ?Ketiga ist in den letzten Monaten bei uns heimisch geworden?, berichtet K√∂lpin. ?Und aus dem Zoo in Singapur wissen wir, dass sich junge Tapir-M√§nner in kleinen Gruppen halten lassen. Die Gesellschaft beruhigt sie und, wenn es wirklich gut l√§uft, spielen sie miteinander. Daher ist es f√ľr uns eine gute Zwischenl√∂sung, einige Jahre zwei Jungbullen zu halten und einen davon sp√§ter f√ľr die Zucht gegen eine passende Tapirkuh zu tauschen.?

Diese Umnutzung des Flusspferdhauses passt in das Entwicklungskonzept der Wilhelma, stärkere regionale Schwerpunkte zu bilden. Statt der afrikanischen Flusspferde gliedern sich mit den Tapiren und den ebenfalls in dem Haus lebenden Hirschebern aus Indonesien asiatische Arten in die Kette der Asien-Anlagen ein, die entlang der Pragstraße in den nächsten Jahren entstehen sollen.
(11.01.2018, 09:45)
Adrian Langer :   Also plant die Wilhelma schon nicht mehr mit Bilbys? Kann man das Projekt im gesamtdeutschen Raum als beendet betrachten?
(11.01.2018, 09:38)
Patrick Marburger :   http://www.swp.de/ehingen/nachrichten/stuttgart/erstmals-koalas-im-stuttgarter-zoo_-24516830.html

Hier wir das Ganze auch noch einmal thematisiert.
(10.01.2018, 21:36)
Patrick Marburger :   Amurtiger sollen gem√§√ü einiger Artikel eine Anlage im Bereich von Bison und Takin bekommen. Damit w√§re die winterharte Art nicht (wie es fr√ľher geplant war) im beheizten Haus.
(10.01.2018, 21:27)
Sacha :   Wenn K√∂lpin ganz auf Tiger verzichten will, ist das m. E. ein Riesenfehler (Publikumsmagnet, mehr Zuschauer bei F√ľtterung als bei L√∂wen - zumindest war dies bislang so), zumal f√ľr die Amurtiger kein Warmhaus n√∂tig w√§re.
(10.01.2018, 20:24)
Patrick Marburger :   Am Sonntag kam ein weiterer Haubenlangur zur Welt, Bild stammt vom Sonntag.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-ausblick-auf-2018-schneeleoparden-in-exklusiver-hanglage.4dd19494-f27e-47df-9bd8-176d97fb2b25.html

Mal wieder ein Artikel zur baulichen Entwicklung und der Gastronomie.
(10.01.2018, 16:18)
Oliver Muller :   ... und offenbar sollen jetzt nicht mehr kalte Amurtiger und warme Asiatische L√∂wen sich das runderneuerte Raubtierhaus teilen.
(29.12.2017, 09:58)
Oliver Muller :   Der Artikel besagt ja, dass K√∂lpin das Orang Utan-Haus zum Australien-Haus umr√ľsten will, damit d√ľrfte der R√ľckumzug der Orangs vom Tisch sein, so dass sie bis zur Fertigstellung ihrer neuen Unterkunft im Asienbereich alle drei Menschenaffenarten dort zusammen gepfercht bleiben. Der Auszug d√ľrfte vermutlich dann deutlich nach 2023 erfolgen, weil ja die Elefanten Priorit√§t haben und kaum je ein solches Bauvorhaben in der geplanten Zeit fertig geworden ist.
(29.12.2017, 09:56)
Adrian Langer :   https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zoo-in-stuttgart-wilhelma-will-loewen-zuechten.48bf0797-8809-4efa-99a9-6456a3a70e5d.html

Infos zu den Bauvorhaben!
(29.12.2017, 09:06)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
- Die Gänsesäger sind von ihrer angestammten Voliere bei den Schneeziegen in das Gehege des Mandschurenkranichs umgezogen. Dieser wird hinter den Kulissen an ein neues Weibchen gewöhnt, klappt wohl noch nicht so wirklich, Nachzuchten sind aber ohnehin schwer absetzbar, irgendwie funktioniert das mit dem EEP nicht so richtig.
- Der Rotohrara hat ebenfalls ein Weibchen bekommen.
- Die Nachzuchten der Sonnensittich (in der alten Hyazintharavoliere) hat man mit einem Ara (dem ehem. Mitbewohner des Rotohraras) vergesellschaftet.
- Das mit dem neuen Tapir aus Rotterdam dauer wohl noch. Es stellte sich heraus, dass es im Winter kalt ist.
- Am nordamerikanischen Landschaftsaquarium ist nun ein Rotkehl-H√ľttens√§ger angeschrieben, die ZTL kennt keinen europ√§ischen Halter. Ich meine ein m√§nnliches Exemplar gesehen zu haben.
- Der kleine Kaiman ging an die Meereswelt B√ľsum.
- Bei den L√∂wen gibt es ein gro√ües Schild mit √ľber die normalen Schilder hinausgehenden Infos. Sehr ansprechend gemacht.
- Die Löwen bekamen im Innengehege ein mit Ausnahme des Kopfes ganzes Tier, Könnte ein Mesopotamier gewesen sein, zumindest aber was in die Richtung. Die Besucher reagierten zu meiner Überraschung sehr gelassen und erklärten ihren Kinder viel. Mal schauen, ob das jetzt in der Berichterstattung aufgegriffen wird, an Negativpresse mangelt es der Wilhelma (dem Restaurant sei dank) eigentlich ohnehin nicht.
(28.12.2017, 17:33)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
- Haiwelse sind es mittlerweile sogar zwei, beide deutlich kleiner und dunkler als der alte. Einem davon fehlt ein Auge.
- Anakondas sind es mittlerweile drei.
- Bisher sind keine Arbeiten im geschlossenen JAZ sichtbar.
- Das Jungtier der Bonobos zeigte sich gut, die Mutter ist wohl das wichtigste Exemplar des EEP. Hoffen wir mal, dass es klappt.
- Die Anlage der Schneeleoparden macht Fortschritte.
- Zus√§tzlich zu dem Transparent wurde nun auf der (noch recht neuen) Weltkarte eine Einzeichnung der M√ľllteppiche mit Gewichtsangabe vorgenommen. Der Schaukasten mit dem Mageninhalt verschiedener ehemaliger Bewohner der Wilhelma wurde entfernt, ein neuer zum Thema M√ľll in den Ozeanen errichtet. W√§re meiner Meinung nach auch gegangen ohne den alten zu entfernen.
- An vielen Stellen im Aquarium sieht man Wasser aus dem Beton dr√ľcken, mal hoffen, dass das keine gr√∂√üeren Probleme sind.
- Die F√ľtterung der Kaimane im Amazonienhaus ist sehr empfehlenswert, scheinen tats√§chlich nur noch 1,1 zu sein.
- In der Voliere der Kronentaube zog eine bunte WG ein. Sie besteht aus Reisfink (viele Exemplare, waren fr√ľher in der Australienvoliere im unteren Gew√§chshaus), Schmadrossel (fr√ľher JAZ), Elfenblauvogel (waren fr√ľher im JAZ und HdK im Amazonienhaus, wohl 1,1), Bartletts Dolchstichtaube (fr√ľher JAZ) und einer sehr panischen Henne des Palawan-Pfaufasans (fr√ľher 1. betretbares Abteil der Vogelfreiflugvoliere, war aber kaum zu sehen). Die Kronentaube scheint sich bei den beiden Balistaren gut eingelebt zu haben.
(23.12.2017, 15:00)
Patrick Marburger :   Nachtrag:
- Haiwels gibt es wieder einen, zum Gl√ľck nicht so gro√ü wie der alte.
Von heute:
- Den Innenbereich der Flusspferde hat man neu gestrichen.
- Das j√ľngste Mitglied der Gruppe der Haubenlanguren wird auch von einem seiner gro√üen Halb(?)geschwister getragen.
- Die Tukane sind nicht mehr, einer verstarb der andere musste k√ľrzlich eingeschl√§fert werden. U.a. da man im Haus Probleme mit Vogeltuberkulose hat will man keine neuen Tiere. Es ist noch nicht klar was in die Anlage kommt.
- Im Aquarium wird auf M√ľll in den Ozeanen mit einem riesigen Transparent aufmerksam gemacht.
(17.12.2017, 16:18)
Patrick Marburger :   https://www.esslinger-zeitung.de/cannstatt_artikel,-was-passiert-mit-den-tieren-des-schaubauernhofs-_arid,2168153.html

Mal wieder ein Artikel zum Schaubauernhof,, warum auch immer. Und ach ja die Wilhelma-Besucher werden in Zukunft aus einem Food Truck heraus gef√ľttert, warum auch immer.
(15.12.2017, 14:36)
Patrick Marburger :   - Am 05.12. gab es ein Jungtiere bei den Haubenlanguren. Ist wohl m√§nnlich, wird wohl Schwarz.
- Es gibt jetzt noch mehr Dekoration, solange es die Besucherzahlen steigert soll es recht sein. Die Kakas arbeiteten fleißig mit ihren Tannenbaumästen.
- Im alten Gehege der Flusspferde wird gearbeitet. Die massiven Stangen wurden entfernt bzw. verkleidet. √Ąhnlich wie zuvor in den kleinen Gehegen geschehen.
- Beim letzten mal vergessen: die Kronentaube sitzt nun bei den Balistaren.
(09.12.2017, 13:38)
Adrian Langer :   https://www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-50-millionen-euro-investition-karlsruher-zoo-will-mehr-qualitaet-_arid,321049.html

In der Wilhelma wurde vorläufig ein Datum zur Fertigstellung der Elefantenanlage vorgestellt!
(04.12.2017, 09:29)
Patrick Marburger :   Von heute:
Das JAZ ist zu, das alte Menschenaffenhaus wieder offen. Das Interimsquartier ist sch√∂n geworden, f√ľr viele sogar eine Verbesserung.
Es gibt ein zweites Jungtier bei den Säbelantilopen.
√úberall Weihnachtsdeko, wie an Halloween...
Im Gehege der Flusspferde wird Farbe ausprobiert, soll wohl gestrichen werden.
(02.12.2017, 12:18)
Patrick Marburger :   Von heute und den letzten Besuchen:
- Im JAZ wurde der Schaubr√ľter und die zugeh√∂rigen Anlagen ger√§umt, in anderen Gehegen stehen Transportboxen. Grund ist lt. Randnotiz der HP der baldige Umzug der Tiere ins Alte Menschenaffenhaus, damit das JAZ (neuerdings eigentlich S√ľdamerika-Haus) saniert werden kann. Australien wird also noch l√§nger dauern als gedacht. Aber die diesbez√ľgliche Informationspolitik ist aktuell eh unterirdisch,
- Bei den Katzenhaien und deren Mitbewohner sind gerade zahlreiche Jungtiere zu sehen.
- Es sind nur noch zwei Fetzenseenadeln zu sehen.
- Durch den heutigen Starkregen tr√∂pfelte es im Besucherbereich vor den Gorillas kontinuierlich, sodass sich eine kleine Pf√ľtze bildete.
- Forscher der Universitäten von Utrecht und Pisa beobachten aktuell Orangs, Gorillas und Bonobos.
- Panzernashorn Sani versuchte intensiv einem in ihrer Innenbox aufgehängtem Ball, den sie mit der Oberlippe bewegte, Futter zu entlocken.
(25.11.2017, 14:55)
Adrian Langer :   Und weil drei von 22000 Besuchern sich beschweren wird sofort auf einige Elemente verzichtet ....... ich glaube man kann es auch √ľbertreiben!
(13.11.2017, 19:03)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-halloween-soll-zahmer-werden.44147300-33b1-4150-9811-615971103e68.html

Probleme hat die Welt!
(13.11.2017, 17:56)
Rainer Hillenbrand :   Oje. Vielen Dank f√ľr die Aufkl√§rung. Vielleicht schaffens ja die Schneeleoparden n√§chstes Jahr schon ins vergr√∂√üerte Gehege, au√üerdem gibts etliche Tierarten in der Wilhelma die ich immer gern sehe, wie z.b. Schabrackentapire. Nachdem ich au√üer in Heidelberg anschlie√üend auch bei Freunden in Stuttgart bin, wird wohl ein Besuch f√§llig sein.
(02.11.2017, 21:57)
Patrick Marburger :   Schwierige Frage. In den letzten Monaten hat sich √ľberhaupt nichts getan, da der Beton Probleme macht. Welche Firma hier schuld ist (also zahlt) ist unklar, seitdem dieser Streit da ist wird nicht mehr gearbeitet. Die Wilhelma ist sich aber sicher nicht auf der Rechnung sitzen zu bleiben. Der (noch nicht begonnene) Innenausbau soll weitgehend in Eigenarbeit erfolgen. Dies spart Geld, kostet aber Zeit. Dass es trotzdem einen offiziellen Termin gibt (urspr√ľnglich m√ľsste das mal Fr√ľhjahr 2016 gewesen sein) w√ľsste ich nicht.
Ich hoffe mal Ihnen trotzdem etwas geholfen zu haben...
(01.11.2017, 22:18)
Rainer Hillenbrand :   Hallo Herr Marburger! Da Sie offensichtlich der Wilhelma-Experte vor Ort sind, h√§tte ich (wenn m√∂glich) gerne von Ihnen etwas zum aktuellen Stand des neuen Vogel- und Kleins√§ugerhauses erfahren. Nachdem ja schon eine ganze Weile gebaut wird, w√§re doch anzunehmen, da√ü es n√§chstes Jahr was wird mit der Er√∂ffnung? Nachdem ich zuletzt 2015 in der Wilhelma war, w√ľrde ich n√§chstes Jahr mal wieder √ľber die Schw√§bische Alb von Augsburg aus gen Stuttgart + Heidelberg ziehen. Vorausgesetzt man wird fertig, in Stuttgart...
(01.11.2017, 20:15)
Patrick Marburger :   Von heute:
Das letzte Weißgesichts-Seidenäffchen (0,1- schon sehr alt) verstarb, es hatte einen Tumor.
Im Gehege der Pinguine wird mit einem Presslufthammer der Boden des Landtteils aufgebrochen. Die Tiere sind dennoch im Gehege. Im Gegenteil zu den Kängurus wirkten sie sogar ganz entspannt.
(24.10.2017, 12:56)
Patrick Marburger :   Von heute:
F√ľr die neue Schneeleopardenanlage stehen bereits die "Masten" f√ľr eine Netzkonstruktion. Scheint die gleiche wie u.a. beim neuen Menschenaffenhaus zu sein (https://www.heinze.de/architekturobjekt/wilhelma-stuttgart-menschenaffenanlage/12524741/).
Bei Vikunjas und Fetzenseenadeln sah ich nur noch zwei Exemplare.
Es gibt nun eine weitere Anakonda, deutlich kleiner als das bereits vorhandene Exemplar.
Die Kleinen Kudus standen heute direkt an der Glaseinsicht, die nicht aus Glas ist. So mutig habe ich die Tiere noch nie erlebt.
Auch das neue S√ľ√üwasserkrokodil wird mutiger, erstmals sah ich es an Land und nicht nur im Wasser unter dem Besuchersteg,
(21.10.2017, 19:41)
Klaus Schueling :   Wilhelma - PM vom 18. Oktober:

Flusspferd-Haltung der Wilhelma endet nach 50 Jahren

Mike soll k√ľnftig in Tschechien f√ľr Nachwuchs sorgen

Nach 50 Jahren ist am Dienstagmorgen, 17. Oktober 2017, die Haltung von Flusspferden in der Wilhelma mit der Abreise des Bullen Mike zu Ende gegangen. Nachdem er sich zun√§chst in Ruhe mit seiner Transportkiste vertraut gemacht hatte, kam er am Abend wohlbehalten in der neuen Heimat an, wo einer seiner vertrauten Pfleger ihm die Eingew√∂hnung erleichtern wird. Das in Stuttgart nach dem Tod seiner langj√§hrigen Gef√§hrtin Rosi zuletzt alleinstehende Tier soll k√ľnftig in Tschechien weiter zur Erhaltung seiner Art beitragen. ?Auch wenn wir uns nur sehr ungern von ihm trennen, ist das die bestm√∂gliche Entscheidung f√ľr ihn selbst und die Flusspferde in Europa allgemein?, betonte die stellvertretende Wilhelma-Direktorin Marianne Holtk√∂tter. Der Koordinator f√ľr das Flusspferd-Zuchtprogramm in europ√§ischen Zoos hatte die Empfehlung gegeben, Mike in den Zoo Dv?r Kr√°lov√© zu geben. Dort haben die Flusspferde eine gro√üe Freianlage mit eigenem See zur Verf√ľgung. ?Mike soll in den n√§chsten Monaten schrittweise mit den beiden K√ľhen in Dv?r zusammengew√∂hnt werden?, sagt Holtk√∂tter. ?Am sogenannten Schmusegitter wird beobachtet, wie die Tiere aufeinander reagieren, wobei sie vorl√§ufig noch voneinander getrennt bleiben.? Mikes Gene sind in der europ√§ischen Flusspferdpopulation noch unterrepr√§sentiert, Nachwuchs ist daher f√ľr die Zukunft durchaus erw√ľnscht.

In den Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart waren 1967 zuerst die Zwergflusspferde Hannibal und Nelli eingezogen. 1968 kamen dann die Gro√üen Flusspferde Rosi und Egon hinzu. Nachdem der Bulle 1988 starb, folgte 1989 Mike aus dem Zoo von Antwerpen als Zuchtpartner. Vier Nachzuchten von Rosi und Mike wurden im Lauf der Jahre an andere Zoos abgegeben. Nachdem Rosi im vergangenen Dezember mit 49 Jahren altersbedingt einem multiplen Organversagen erlag, war Mike im Flusspferdhaus auf sich allein gestellt. Der freundliche Bulle genoss die Streicheleinheiten seiner Pfleger umso mehr. Da mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen √ľber die Lebensweise und Bed√ľrfnisse dieser geselligen Gro√üs√§ugetiere auch die Anforderungen an ihre Haltung im Zoo gewachsen sind, ist es der Wilhelma nicht mehr m√∂glich, in das 50 Jahre alte Haus neue Flusspferde aufzunehmen. Die logische Konsequenz war, Mike weiterzuvermitteln und das Geb√§ude f√ľr kleinere Tierarten zu nutzen. Ende August ist mit Ketiga ein erster Schabrackentapir eingezogen. Ein zweiter soll noch in diesem Herbst folgen.

Das Flusspferd-Kapitel ist f√ľr die Wilhelma damit bis auf weiteres abgeschlossen. Vielleicht gibt es eine Fortsetzung, falls die Idee der ?Flusspferde am Neckar? aufgegriffen werden sollte. Wenn nach der Inbetriebnahme des Rosensteintunnels die Neckartalstra√üe von vier auf zwei Spuren reduziert wird, k√∂nnte am Neckarufer gegen√ľber der Wilhelma gerade genug Platz f√ľr eine Anlage f√ľr Zwergflusspferde freiwerden. Diese √úberlegung ist bislang jedoch nur ein Gedankenmodell.
(18.10.2017, 11:57)
Patrick Marburger :   Mike ist jetzt schon auf dem Weg nach Tschechien. Gute Reise!
(17.10.2017, 10:07)
Oliver Muller :   @Sacha: Einverstanden, dann aber auch noch ein Aquarium mit Nemo und Dorie (oder wie immer das Vieh hei√üt) ;-)))
(15.10.2017, 23:46)
Sacha :   @Oliver M√ľller: :-) :-) Du hast noch die begehbare Katta-Anlage vergessen...
(15.10.2017, 20:32)
Oliver Muller :   @Sacha: Dann tu noch je eine Anlage f√ľr Erdm√§nnchen, Pinguine und Zwergotter dazu und schon machst du einem ?richtigen Zoo? ernsthafte Konkurrenz ;-)))
(15.10.2017, 19:28)
Sacha :   Jungs, ich nehme an, ihr macht Spass: Selbst ich als Elefantenfan gehe nicht in einen Zoo, NUR um Elefanten anzuschauen. Das funktioniert nicht, zumindest nicht in Europa. Meines Wissens kommt auch ein Wendell Huber mit seiner Elefantenshow gerade mal so durch. Die Wilhelma w√ľrde - zumindest an ihrem Hauptstandort - ein Zugpferd verlieren. Und wer schaut sich erst alle anderen Exoten an und reist dann mit der ganzen Familie noch kilometerweit nach JWD?- Eben. Der Bau (und Unterhalt) einer Elefantenanlage ist auch wesentlich kostspieliger (unabh√§ngig vom Architekten) als der eines Stalls f√ľr Hinterw√§lder-Rinder. Ein Schaubauernhof in einer Kleinstadt k√∂nnte selbstragend bewirtschaftet werden, eine MODERNE (=naturnah gestaltete) Elefantenanlage nicht. Nicht zu vergessen die Verkehrsanbindung in Klein-Hintertupfing. Die m√ľsste auch erst mal f√ľr riesige Betr√§ge erstellt werden, w√§hrend sie bei der Wilhelma schon besteht. Kurz: Es w√§re eine Lose-Lose-Situation.

Wenn Ihr aber meint, man sollte in Stuttgart generell etwas mehr auf die "Zoobau-Fähigkeiten" eines Architekten achten, habt Ihr meine vollste Zustimmung.
(15.10.2017, 10:21)
Oliver Muller :   Das w√§re doch mal was. Eine Au√üenstelle mit Elefanten-Zuchtanlage (vielleicht sogar f√ľr beide Arten), Ponyreiten, Streichelgehege, Spielplatz und Pommesbude irgendwo auf der Schw√§bischen Alb. Das k√∂nnte auch sicher Publikum anziehen.
(15.10.2017, 09:11)
Michael Mettler :   @Sacha: Doch, k√∂nnte man. Denn egal, ob in der Wilhelma oder in Klein-Hintertupfing, der neue Elefantenkomplex m√ľsste so oder so aus dem Boden gestampft werden, und wahrscheinlich bek√§me man f√ľr das gleiche Geld auf dem Lande sogar mehr (z.B. Fl√§che) als mitten in der Gro√üstadt, wo ein Teil der Investition zudem vermutlich auf dem Konto "Architektendenkmal" landen w√ľrde.

Warum also nicht die Haltung einer Elefanten-Zuchtgruppe aus der Wilhelma auf eine andere landeseigene Fl√§che auslagern? Ein solches Projekt im Stuttgarter Umland w√ľrde sicher mehr Publikum anziehen als ein "Schulbauernhof einer Kleinstadt", und m√∂glichst viel Publikum braucht man sowohl f√ľr Elefanten als auch f√ľr seltene Haustierrassen, um dem Anspruch der Wissensvermittlung gerecht werden zu k√∂nnen. Und der Wilhelma-Bauernhof veranschaulicht auf gleicher Fl√§che erheblich mehr Biodiversit√§t als eine Elefantenanlage....
(15.10.2017, 08:37)
Sacha :   Der Z√ľricher (wer sich nicht bei uns blamieren will, schreibt Z√ľrcher, ohne i) Zoo ist gem√§ss der Neckar Chronik also "gerade dabei, ein grosses neues Bauernhofareal zu errichten"? So, so. Also ich weiss von einer Lewa Savanne und einem Australienhaus, aber nichts von einem neuen Bauernhofareal. Oder ist das als Zusatz zur Savanne geplante Gehege f√ľr Dahomeyrinder gemeint? Das w√§re dann aber doch ein wenig √ľbertrieben....

Zur Wilhelma: Seltene Haustier-Rassen kann man auf jedem Schulbauernhof einer Kleinstadt zeigen. Elefanten nicht.
(14.10.2017, 22:29)
Adrian Langer :   http://www.neckar-chronik.de/Nachrichten/Kritik-an-Zoo-Plaenen-reisst-nicht-ab-349951.html

Inzwischen √ľben auch externe Beobachter Kritik an den Pl√§nen der Wilhelma!
(14.10.2017, 15:13)
Patrick Marburger :   @Michael Mettler: klar so wirklich macht meine Variante keinen Sinn. Ist mehr die Hoffnung, dass ich in einigen Jahren nicht von einem Banteng auf die H√∂rner genommen werde oder die Besucher den hundertsten Hirsch totgef√ľttert haben (;
(08.10.2017, 20:06)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Aber warum dann Fotos von Hirschen an Holzgatterz√§unen, sogar bei der F√ľtterung durch Besucher? An einer Stelle ist ja auch ein Rind (Yak? L√§sst sich leider nicht vergr√∂√üern) zu sehen, das gerade einen mit Holz umfriedeten Pferch verl√§sst. Was soll dieses Bild dann demonstrieren?

Allenfalls könnte ich mir noch vorstellen, da die Huftieranlage an einer Stelle durch einen scheinbar blind endenden Besucherweg "eingeschnitten" ist, dass diese Engstelle im Gehege durch ein Holzgatter so abgetrennt werden soll, dass die Rinder auf die eine Hälfte beschränkt werden und die Hirsche beliebig hin und her wechseln können. Dann könnte man tatsächlich das Hirschgehege begehbar machen, und der blind endende Weg wäre vielleicht die Zuwegung zur Zugangsschleuse.
(08.10.2017, 19:18)
Patrick Marburger :   Ich dachte (bei der Visualisierung mit der Person mit Mistgabel), dass man eine m√∂glichst unauff√§llige Abgrenzung w√ľnscht (vielleicht √§hnlich wie in Rotterdam).
(08.10.2017, 18:22)
Michael Mettler :   Eine begehbare Hirschanlage w√ľrde ich ja gar nicht anzweifeln, aber wenn die Hirsche mit gro√üen Rindern vergesellschaftet werden sollen, d√ľrfte das f√ľr den Besucher schon etwas kitzliger werden...
(08.10.2017, 17:58)
Gudrun Bardowicks :   Vielleicht will man ja nur Mesopotamische Damhirsche oder Vietnam-Sikahirsche zeigen. Diese Arten kann man mit Sicherheit auch in begehbaren Anlagen pr√§sentieren. Dar√ľberhinaus kenne ich aus den Niederlanden auch begehbare Anlage f√ľr Hirschziegenantilopen und Axishirschen bzw. Sikawild. So etwas sollte auch in der Wilhelma m√∂glich sein. Allerdings m√ľsste man dann wohl eine sehr viel gr√∂√üere Anlage f√ľr asiatische Hirsche und Antilopen planen als die auf der eingestellten Planungsskizze dargestellte. Dar√ľberhinaus bin auch ich der Meinung, dass die Huftieranlagen gr√∂√üer als die Tigeranlagen sein sollten, da Huftiere f√ľr ihr Bewegungsbed√ľrfnis sehr viel mehr Platz als Tiger ben√∂tigen. Auf der Planungsskizze wirken die Tigeranlagen riesig.
(08.10.2017, 17:35)
Michael Mettler :   Ich r√§tsele anhand der Fotos und Visualisierungen, ob das Gehege f√ľr Rinder und Hirsche begehbar angedacht sein soll. Vielleicht soll der Jugendliche mit der Mistforke im Vordergrund der Visualisierung auch nur einen Tierpfleger symbolisieren, aber es wurden ja auch Fotos benutzt, die Besucher beim F√ľttern von Hirschen an einem Holzgatter zeigen sowie Hirsche, die unter einem solchen Gatter hindurch zwischen Wiese und Weg (wirkt jedenfalls wie einer) wechseln k√∂nnen. Oder sollen die Fotos das Streichelgehege der asiatischen Haustiere illustrieren und die Architekten kennen den Unterschied zwischen Ziege/Schaf und Hirsch nicht...?

Im Vergleich mit bereits bestehenden Gehegen wäre die Tigeranlage ungefähr so groß (wenn nicht gar größer) wie Giraffen- und Zebra-Anlage zusammen.
(08.10.2017, 16:50)
Sacha :   Ich kann nur hoffen, dass das "nur einer der eingereichten Entw√ľrfe" ist und das er nicht den Zuschlag erh√§lt. Die Firma sprenger von der Lippe scheint mir jetzt nicht wirklich viel Erfahrung in Sachen Zoobauten zu haben...

(08.10.2017, 09:53)
Patrick Marburger :   Ist das jetzt eigentlich "nur" eine der eingerechten Entw√ľrfe oder soll das wirklich realisiert werden?

Nachtrag:
Warum auch immer ist die Nachzucht der Kaimane nicht mehr zu sehen, daf√ľr sind die beiden Fransenschildkr√∂ten wieder da.
(07.10.2017, 20:28)
Michael Mettler :   Verstehe ich den Entwurf richtig - die Tiger sollen mehr Gehegefl√§che bekommen als die Rinder und Hirsche?
(07.10.2017, 19:49)
Patrick Marburger :   http://www.sprengervonderlippe.de/projekte/neuer-asienteil-wilhelma-stuttgart/

Eben diese Planung des Asienteils zuf√§llig gefunden, schaut interessant aus. Das entsprechende B√ľro hat lt. der verlinkten Seite auch einiges in Artis (Amsterdam) realisiert.
(07.10.2017, 19:22)
Patrick Marburger :   Von heute:
Es gibt mal wieder neue Ferkel.
Bei den Stelzvogelwiesen kam auch ein großer Ast herunter, aber keinerlei Schäden.
Fetzenseenadeln sah ich heute nur noch drei (von urspr√ľnglich acht), ich hoffe mal, dass da noch was hinter den Kulissen sitzt.
So es denn klappt den Stuttgarter in spe mal anbei, die Aufnahme entstand im März.
(07.10.2017, 17:46)
Patrick Marburger :   Vorrausichtlich am 17.10 geht es f√ľr Maik nach CZ. Seit gestern steht die Kiste.
Die Orangs waren √ľbrigens sogar schon draussen.
(06.10.2017, 20:06)
Patrick Marburger :   Am 24.09. gab es ein Jungtier bei den Faultieren.
Es gibt ein 2.5 Wochen altes Jungtier bei den Säbelantilopen. Mutter ist Isis....
Der neue Tapir ist wohl noch sehr sch√ľchtern. Gerade die Stra√üe und die Besucher sind ein Problem. Bald kommt wohl eine 14 Monate alte Nachzucht aus Rotterdam. Ebenfalls 1.0; irgendwann sollen die beiden ein Weibchen bekommen.
Elefanten:
Der Wettbewerb ist um. Es gab 10 Bewerber. 5 von ihnen werden im Dezember eine Stegreifplanung vorlegen. Mit einem davon wird 2018 geplant. 2019 geht das Ganze in den Landtag. 2020 geht es los.
(06.10.2017, 18:19)
Adrian Langer :   https://www.zvw.de/inhalt.stuttgart-orang-utans-zu-gast-bei-den-gorillas-und-bonobos.a322580b-dea5-4ca9-91ee-09ac95a5a18d.html

Die Orang - Utans leben jetzt in einem der Gorillagehege! Auch ein neues Bonoboweibchen ist eingezogen!
(04.10.2017, 14:02)
Jana Mueller :   Nyota war mehrfach mit Shomari zusammen, Ibina habe ich mit ihm noch nicht gesehen, was aber auch nicht zwangsl√§ufig hei√üen muss, dass er nicht mit ihr zusammen war. Epena soll keine Jungtiere mehr bekommen soweit ich wei√ü.
(25.09.2017, 10:05)
Justus Bauer :   Haben Sie zuf√§llig ein Bild von den beiden.
Zur Identifizierung:
Ibina- Hellste und Größte
Nyota- Dunkel am Körper und kurze Beine
Epena- im Gesicht sehr dunkel
(24.09.2017, 10:17)
Patrick Marburger :   Ja, man sieht ihn regelm√§√üig mit weiblicher Gesellschaft. Aber mehr wei√ü ich leider nicht. Bin diesbez√ľglich mit den Individuen nicht fit.
(23.09.2017, 21:06)
Justus Bauer :   Im Fr√ľhling kam Okapibulle Shomari in den Zoo. Wei√ü jemand, ob und mit welchen K√ľhen er bisher Kontakt hatte?
(23.09.2017, 20:39)
Patrick Marburger :   Von heute:
Beim Krokodil kein Gl√ľck gehabt. Es lebt im (Bin Eingang aus gesehen) rechten Abteil.
Seit dem 22.09. sind die Orang-Utans im neuen Haus. Im oberen Gehege der Gorilla.
Geparden gesehen. Scheint alles okay zu sein.
(23.09.2017, 12:33)
Patrick Marburger :   Also unter der Pr√§misse, dass Freshi = S√ľ√üwasserkrokodil.
(18.09.2017, 21:18)
Patrick Marburger :   Gem√§√ü Bildern auf der HP und Ausschlussverfahren in einer der beiden schmalen Seitenabteile der Halle. Ob man (wenn es mal zwei sind) die beiden Abteile unter dem Steg hindurch verbinden k√∂nnte w√§re spannend.
(18.09.2017, 21:17)
Holger Wientjes :   Wo ist das Freshie denn untergebracht?
(18.09.2017, 21:13)
Patrick Marburger :   Bei Leistenkrokodile ist es wohl recht schwierig die Nachzuchten unterzubringen, da gro√ü und nicht wirklich bedroht. Dar√ľber ob mit denen nun gez√ľchtet werden soll h√∂rt man widerspr√ľchliches. Zitat bei Er√∂ffnung der umgestalteten Halle von Prof. Jauch: "Ich m√∂chte Krokodil in der Wilhelma schl√ľpfen sehen".
(18.09.2017, 20:27)
Adrian Langer :   Da im Artikel beschrieben wird, dass mit den S√ľ√üwasserkrokodilen gez√ľchtet werden soll und mir noch in den Ohren klingelt, dass auch bei den Leistenkrokodilen noch Neueinstellungen geplant sind, soll auch f√ľr diese Krokodile eine Zucht aufgebaut werden?
(18.09.2017, 19:39)
Patrick Marburger :   Das ging schneller als gedacht! Der urspr√ľnglich Plan (Sunda-Gavial) scheiterte mutma√ülich an der "draufsicht".
(18.09.2017, 16:27)
Adrian Langer :   https://www.zvw.de/inhalt.stuttgart-neues-australien-krokodil-in-der-wilhelma.b1d0e4e2-a309-461a-ab60-44a4c4c588b7.html

In der Wilhelma ist ein Australienkrokodil eingezogen!
(18.09.2017, 15:00)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Nach den beiden kleineren Innengehege der Bonobos könnte jetzt das größte an der Reihe sein. Zumindest ist es leer. Allerdings steht da nur etwas von "Sandstrahlarbeiten", vielleicht erfolgt die große Sanierung also erst nächsten Sommer. So viel ist mit dem Außengehege in den nächsten Monaten ja auch nichts.
Die kleine Au√üenanlage der Gorillas wurde mit einem Baumstamm aufgewertet. Vorzeichen f√ľr den Einzug der Orangs?
Irgendwas scheint bei den Geparden los zu sein, diese und letzte Woche sah ich keine. Es waren sogar alle Schieber zu.
Eine Voliere auf den Subtropenterrassen wird umgestaltet. Sieht fast mehr nach Affe als nach Vogel aus- w√§re aber echt klein. Langfristig m√ľssen die Volieren zwecks Sanierung eh weg, ob es also ein Interimsquartier f√ľr die Totenkopf√§ffchen gibt?
Falls noch nicht genannt: Zwillinge vom 24.08. bei den Zwergseidenäffchen. Die WG scheint gut zu laufen.
Seit vorgestern gibt es mal wieder Ferkel bei den Schwäbisch Hällischen.
(17.09.2017, 17:13)
Nikolas Groeneveld :   @Patrick Marburger: vielen Dank, f√ľr die zahlreichen Fotos
(06.09.2017, 18:45)
Patrick Marburger :   Die einzigen Informationen zum Tapir. Ich hoffe sehr, dass noch gr√∂√üere Tafeln und/oder Infos zum Individuum folgen.
(06.09.2017, 09:03)
Patrick Marburger :   Die andere Innenanlage, diesesmal schon nach Einzug des Tapirs.
(06.09.2017, 09:01)
Patrick Marburger :   Neuer Versuch
(06.09.2017, 08:58)
Patrick Marburger :   Au√üenanlage. Ich glaube eher nicht, dass er schon raus darf. Ist f√ľr ihn ja auch v√∂llig neu?! Der "Kratzbaum" ist neu.
(06.09.2017, 08:46)
Patrick Marburger :   Eines der beiden nahezu identischen Innengehege. Die Holzverkleidung ist neu, der mit Matten ausgelegte Bereich wurde vergr√∂√üert.
(06.09.2017, 08:41)
Patrick Marburger :   Detail
(06.09.2017, 08:39)
Patrick Marburger :   Besucherbereich im Haus
(06.09.2017, 08:38)
Patrick Marburger :   Eingangsbereich (Hirscheber-Seite)
(06.09.2017, 08:36)
Nikolas Groeneveld :   @Patrick Marburger: Danke, f√ľr das Foto vom Neuank√∂mmling.
Haben sie Fotos, die die Innen-und Au√üenanlage f√ľr den Tapir zeigen?
Ich kenne √§ltere Bilder der Anlage, falls da noch jemand welche greifbar hat, auch die w√§ren f√ľr mich interessant.
Besonders interessant w√§re f√ľr mich aber, ob der Bereich f√ľr die Tiere in irgendeiner Weise umgestaltet wurde.
Auch √ľber n√§here Infos zum umgestalteten Besucherbereich an der Tapir-Anlage w√ľrde ich mich sehr freuen.
(05.09.2017, 22:51)
Patrick Marburger :   Von heute:
Die Zahl der K√ľken bei den Flamingos hat sich auf 10 erh√∂ht. Ich rechne nicht mit weiteren Schlupfen.
Es gibt zwei Fohlen bei den Zebras, allerdings noch im Absperrgehege.
Der Tapir ist schon zu sehen und hat sich offensichtlich gut eingelebt.
(02.09.2017, 14:59)
Adrian Langer :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-in-stuttgart-letztes-flusspferd-verlaesst-zoo.bbe6b1bb-0b7f-4a15-85c8-734d79c03c33.html

Flusspferdbulle Mike zieht nach Tschechien (finde ich auch fast passender als den kleinen Bullen der dort ja leider getötet wurde)! Aber erst im Oktober! Laut Artikel sollen nächste Woche die Tapire einziehen!
(28.08.2017, 13:07)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ruehrende-szenen-in-stuttgarter-wilhelma-aeffin-macht-die-tagesmutter-fuer-goldkopfloewenaeffchen.253451f6-5650-46ba-be1f-1511c2a81f41.html

Neben der schirr unertr√§glich ausf√ľhrlichen Berichterstattung √ľber die Restaurants (man lerne, dass das Gondwanaland 2015 er√∂ffnete) auch mal was interessantes dank Sommerloch.
(26.08.2017, 15:53)
Patrick Marburger :   @ Maximilian Schulz: ich glaube eher nicht, dass die Tapire (oder erst einmal der Tapir) schon da sind. Die Anlagen und der Besucherbereich wurde extra umgestaltet und ein Hinweisschild angebracht, dass "nun der Transport geplant" werde.
Die Umbenennung des JAZ freut mich insofern, als dass das Geb√§ude dann ja wohl erhalten bleiben wird. Die Greifstachler sind leider nicht mehr. Bis zum Schluss gab es neben dem P√§rchen im jetzigen Gehege der Drills √ľbrigens ein Nachzuchttier hinter den Kulissen im JAZ. Wohin die Tiere abgegeben wurden habe ich nie richtig heraus bekommen. Zoos in Frankreich, Schweden und Deutschland hie√ü es einmal. Ganz s√ľdamerikanisch ist das JAZ noch nicht. Bei den V√∂geln sollte die Umstellung leicht sein, beim Vari wird man wohl das Ableben des Tieres abwarten und f√ľr die Drills hoffe ich ohnehin auf einen baldigen Aus- oder Umzug.
(26.08.2017, 11:03)
Maximilian Schulz :   @PatrickMarburger: Sind die Tapire schon da?
Im Newsletter der Freunde und Förderer findet sich hier (http://www.foerderer-der-wilhelma.de/wp-content/uploads/2017/08/17-08-14_Wilhelma_Plan_Seite_1.jpg) ein neuer Geländeplan, nach 2009/10 erstmals wieder mit Tapirbildchen auf betreffendem Gehege versehen.
Zudem: Hinweis, dass JAZ jetzt "offiziell" zum S√ľdamerikahaus wird (http://www.foerderer-der-wilhelma.de/newsletter-august-2017/). Da h√§tte man die drei Greifstachler gut behalten k√∂nnen (oder leben die noch "hinter den Kulissen")...?
(26.08.2017, 09:29)
Adrian Langer :   http://www.swp.de/ulm/nachrichten/stuttgart/zoo-gastronomie-vor-neuanfang-15627264.html

Es soll sogar europaweit eine Ausschreibung erfolgen! Mal sehen was dabei herauskommt!
(25.08.2017, 09:56)
Patrick Marburger :   http://www.bild.de/regional/stuttgart/zoo/zoff-52912218.bild.html

Der Pachtvertrag f√ľr die Gastronomie wird neu ausgeschrieben. Neben diesem Artikel gibt es auf der Wilhelma HP auch die offizielle PM.
Beim obigen Artikel entdeckt: "Volker Heß (52), der stellvertretende Zoo-Direktor". Weiß jemand was dazu?
(20.08.2017, 14:00)
Patrick Marburger :   http://www.swp.de/ulm/nachrichten/stuttgart/gefiederte-exoten-15578208.html

Baumkängurus in der Nachttierabteilung des Maurischen Landhauses?!

Von den letzten Besuchen:
Es gibt einen dritten Tigerpython, diesesmal ein wildfarbenes Exemplar von 3,25 m.
Gemäß Aushang wird nun der Transport des Tapirs geplant.
Die Dscheladas sind schon wieder weg, hoffentlich sind sie gut in ihrer neuen Heimat angekommen.
Beim Kleinsäugerhaus tut sich seit Längerem absolut nichts.
(14.08.2017, 16:36)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Flamingos gibt es mehrere K√ľken.
Der Welttigertag wurde heute mit Infost√§nden vor dem Tigertrakt des Raubtierhauses begangen. Informative Plakate, recht ansprechend wirkende Aktionen f√ľr Kinder und passende Kleinigkeiten (Schokolade, Magnete, Postkarten) zum Erwerb zugunsten von Artenschutzprojekten.
Der Einzug eines Tapirs scheint unmittelbar bevor zustehen. Die Gestaltungen im Besucherbereich (innen) √§hnelt der der L√∂wen. Schaut also ansprechend aus (vor allem im Vergleich zum nackten Beton!), bietet allerdings nicht viel Platz f√ľr Infoschilder. Au√üen hat sich nicht viel getan. Maik ist immer noch da.
Die Orang-Utans "verschob man um eins nach oben". Also steht jetzt der untere Bereich abgesehen von den Dscheladas leer, der mittlere und der obere (langjährig Gorilla) wird von den beiden alten Damen bewohnt.
(29.07.2017, 18:17)
Patrick Marburger :   Aus den Stuttgarter Nachrichten zum Tot von Moritz: "Bekannt beim Stuttgarter Publikum ist auch die Gorillafrau Mimi. Auch sie geh√∂rt zu den Charakterk√∂pfen und ist noch ein Wildfang. Man sch√§tzt das Alter von Mimi auf etwa 54 Jahre. Die normale Lebenserwartung von Schimpansen liegt zwischen 50 und 60 Jahren."
Nun ja...
(20.07.2017, 17:15)
Wilhelma :   Orang-Utan Moritz mit 24 Jahren an schwerer Lungenerkrankung gestorben

Er geh√∂rte zu den Charakterk√∂pfen der Wilhelma in Stuttgart. Orang-Utan Moritz mit seinem durch die kr√§ftigen Backenw√ľlste kreisrunden Gesicht ist am Montag, 17. Juli 2017, gestorben. Zuletzt hatte er innerhalb kurzer Zeit sichtbar abgebaut. Er wirkte apathisch, zeigte am Sonntagabend Atembeschwerden und begann zu husten. ?Die Untersuchung mit einem Computer-Tomographen in einer Tierklinik hat eine schwere Lungenerkrankung ergeben, die nicht zu behandeln war?, erkl√§rte Zootier√§rztin Dr. Annika Weigold. Um ein l√§ngeres Leiden zu vermeiden, lie√üen die Veterin√§re den Affen schweren Herzens nicht mehr aus der Narkose aufwachen. Die Obduktion am Dienstag best√§tigte eine massive Lungenfellentz√ľndung und ergab Hinweise auf eine Herzschw√§che. Labortests sollen den genauen Ursachen auf den Grund gehen und abkl√§ren, ob weitere Organe betroffen waren. Moritz wurde 24 Jahre und fast sieben Monate alt.

Geboren wurde er am 20. Dezember 1992 im M√ľnchener Tierpark Hellabrunn. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Ein Jahr sp√§ter kam Moritz in den Zoologisch-Botanischen Garten nach Stuttgart, zun√§chst zu anderen Orangkindern ins Jungtieraufzuchthaus. 1995 zog er ins Menschenaffenhaus nebenan um. Nach dem Tod des dominanten Orang-Utan-Mannes Buschi 2011 durchlief Moritz einen Entwicklungsschub, blieb jedoch ein ruhiger Typ, der den Weibchen viel Freiraum lie√ü.

Obwohl er mit mehreren Weibchen zusammenlebte, hat er nie Nachwuchs gezeugt. ?Das ist sehr bedauerlich, weil die Orang-Utans stark vom Aussterben bedroht sind?, sagte Dr. Marianne Holtk√∂tter, die in der Wilhelma als zoologische Kuratorin f√ľr die Menschenaffen zust√§ndig ist. ?Das hat uns im vergangenen Jahr bewogen, unsere beiden j√ľngeren Weibchen Sinta und Conny mithilfe des Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramms an Zoos mit anderen M√§nnchen zu vermitteln ? in der Hoffnung, dass sie mit ihnen harmonieren und vielleicht doch zur Erhaltung der Art beitragen k√∂nnen.? Sinta ist 23, Conny 28 Jahre alt.

In der Wilhelma leben jetzt noch die beiden √§lteren Orang-Utans Moni (39) und Carolin (43). Sie sind T√∂chter vom legend√§ren Buschi, der mit 51 Jahren zu einem der √§ltesten Sumatra-Orang-Utans in Europa wurde. Die beiden verbliebenen Orang-Damen, die √ľber das zuchtf√§hige Alter hinaus sind, sollen ihren Lebensabend in der Wilhelma verbringen d√ľrfen. Daf√ľr ziehen sie noch in diesem Jahr in das neue Menschenaffenhaus um, damit ihr bisheriges Domizil, das in die Jahre gekommene alte Menschenaffenhaus, grundlegend saniert werden kann.

Archivbild: Orang-Utan Moritz in der Wilhelma in Stuttgart. Foto: Hermann Vollmer
(19.07.2017, 10:38)
Patrick Marburger :   Der asiatische Bauernhof. Und in die Ecke (Strau√ü?) kommen auch Bantengs.
(17.07.2017, 18:26)
Oliver Muller :   Was wird eigentlich aus dem Areal zwischen Bauernhof und Bisongehege, wo jetzt der Rosensteintunnel gebaut wird?
(17.07.2017, 17:28)
Oliver Muller :   Zu erg√§nzen w√§re noch, dass ich trotz zwei "Besuchen" weder die Kakas, noch die Kune-Kunes gesehen habe, beides w√§ren f√ľr mich (zumindest bewusst) Erstsichtungen gewesen.
(17.07.2017, 15:08)
Oliver Muller :   Vor einigen Tagen war ich - zum zweiten Mal nach meinem ersten Besuch in 2006 - in der Wilhelma und was mir am meisten auffiel war, dass sich dort mit Ausnahme des Baus des (schrecklich misslungenen) Hauses f√ľr afrikanische Menschenaffen nichts wirklich Bemerkenswertes ver√§ndert hat. Anderswo nennt man das wohl Sanierungsstau und es ist gerade bei einem Zoo, der vom steinreichen Musterl√§ndle betrieben wird, wirklich entt√§uschend (nat√ľrlich nicht √ľberraschend, denn ich verfolge ja die Medien). Bleibt zu hoffen, dass Herr K√∂lpin hier nun bald ans Umsetzen seiner Pl√§ne gehen kann und die Wilhelma endlich im 21. Jahrhundert ankommt.
Das Menschenaffen-Haus finde ich ganz entsetzlich - nicht das Konzept, auch nicht die Freianlagen, aber die Umsetzung mit Glas, Sichtbeton und Metall. Eine Tierpflegerin, die ich ansprach, wirkte auch nicht wirklich begeistert vom Haus, beteuerte aber, dass es nur f√ľr die Besucher "wenig ansprechend" sei, es den Affen aber ganz toll gefiele. Ich muss gestehen, dass ich aufgrund der Fotos, die ich kannte, die Kritik hier im Forum √ľbertrieben fand, was sich aber, nachdem ich selbst in diesem merkw√ľrdigen Bauwerk gestanden habe, eher ins Gegenteil verschoben hat. Dass es den Affen dort gut geht, glaube ich gerne, auch wenn ich mich frage, ob es nicht vielleicht doch auch einen psychologischen Effekt hat: wir wissen aus der Forschung, dass Farben einen erheblichen Einfluss auf die menschliche Psyche haben. Warum sollte das bei Menschenaffen grundlegend anders sein? Ich k√∂nnte mir schon vorstellen, dass auch Affen das grau in grau nicht wirklich als positiv erleben. Leider ist laut der Pflegerin auch keine √Ąnderung in der Gestaltung des Hauses geplant.
Ansonsten ist ja wirklich auff√§llig, dass die Wilhelma baustiltechnisch quasi dreigeteilt ist: unten der wundersch√∂ne historische Teil, in der Mitte und entlang der Pragstrasse der Betonteil und im oberen Teil das ewige Provisorium, das wirkt, als sei es gebaut worden, um notfalls √ľber Nacht abgebaut werden zu k√∂nnen. Ihr merkt schon, die Wilhelma ist nicht wirklich mein Lieblingszoo, auch wenn ich ihr nat√ľrlich nur das Allerbeste f√ľr die Zukunft w√ľnsche und fest die Daumen dr√ľcke, dass nun bald alles besser wird und sich rasch weiter entwickelt. Die Planungen finde ich im Gro√üen und Ganzen zumindest sehr vielversprechend, jetzt kommt es dann auf die Umsetzung an.

(17.07.2017, 14:35)
Patrick Marburger :   Ein bedrohter Hirsch aus Asien soll zu den Bantengs. Sika h√∂rte man schon (Presse?), vermutlich dann die Vietnam-Sikas.
Die Elefanten mit anderen Arten zu vergesellschaften w√ľrde ich reizvoll finden, aber davon war noch nie die Rede.
(10.07.2017, 17:15)
W. Dreier :   Aber woher nehmen! Der Import d√ľrfte unm√∂glich sein.
(09.07.2017, 22:36)
Michael Mettler :   @Oliver M√ľller: Dann lieber Yaks, damit wenigstens auch Normalbesucheraugen Unterschiede finden... ;-) Wird ja offenbar - siehe Kaschmirziege/H√§ngebauchschwein - ohnehin ein "Asien-im-weitesten-Sinne-Bauernhof".

Ich bleibe dabei: Lieber nur ein S√ľdostasien-Streichelgehege (z.B. H√§ngebauchschweine, H√§ngeohrziegen, H√ľhner) an der angedachten Stelle, was besser zu den benachbarten Tierarten passt und daf√ľr Verlegung des "richtigen" Bauernhofes auf die Fl√§che der S√ľdamerikawiese. Dann w√§re im Asienbereich durch Verzicht auf eine domestizierte Rinderform an dieser Stelle ggfs. noch Platz f√ľr weitere Wildtiere, z.B. eine ebenfalls einigerma√üen thematisch zum Umfeld passende tropische Hirschart (oder sollen Hirsche mit auf die Elefantenanlage?).
(09.07.2017, 22:34)
Oliver Muller :   Wie w√§re es mit Balirindern im Vergleich zum Banteng?
(09.07.2017, 21:54)
Patrick Marburger :   Zum Bauernhof: Ich fand das alte Konzept auch ansprechend. Wirklich konsequent war es aber nie und durch einige geplante/erfolgte Haltungsaufgaben wird es auch nicht besser. Ausschlaggebend war dies aber nie, Elefanten will man eben: koste es was es wolle! Frankfurt wird hier √ľbrigens stets als negativ Beispiel angef√ľhrt. Ich sehe Frankfurt ja eigentlich eher als positives Beispiel, aber gut. (vergleichen kann man die beiden Zoos ohnehin nicht)
(09.07.2017, 19:29)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.projekt-fuer-wilhelma-in-stuttgart-erdwaerme-soll-es-elefanten-behaglich-machen.89067af3-549b-4adb-9891-3070e8ccde9c.html
(09.07.2017, 19:25)
Tom Schroeder :   Ah ja, Zebus soll man mit Banteng vergleichen k√∂nnen, aber das Konzept Wildtier/Haustier war veraltet und √ľberholt.... Ich mach mir die Welt, wiediewiediewiesie mir gef√§llt... Ich finde es immer noch saudumm, diesen vorbildlichen (im urspr√ľnglichen, meines Erachtens keineswegs √ľberholten Konzept) Schaubauernhof zu opfern.
(09.07.2017, 18:01)
Patrick Marburger :   Die Frage zum Bauernhof hatte ich ganz vergessen:
Bei der ersten Berichterstattung zum Thema hieß es: "Kaschmirziegen und eine asiatische Schafart"
Bei der erw√§hnten Veranstaltung wurde gesagt, dass man ein Rind halten m√∂chte. So soll man zwischen diesem und den wilden Bantengs (leben zuk√ľnftig in der Nachbarschaft) vergleichen k√∂nnen. Vielleicht werden es Zwergzebus. Auch √ľberlegt man H√§ngebauchschweine zu halten und zwar so, dass die Besucher ins Gehege k√∂nnen. H√ľhner sollen wichtig sein, da diese urspr√ľnglich aus Asien kommen. Man will keine Volieren mehr (wie aktuell) sondern freilaufende Tiere auf dem gesamten Gel√§nde des Bauernhofes.
Heimische Rassen finden folgerichtig keinen Platz mehr. Auch das Schw√§bisch-H√§llische Landschwein nicht, obwohl es ein Halbasiate ist. (Ich glaube die Journalisten hielten das f√ľr einen Witz...)
(09.07.2017, 15:21)
Hans-Werner von Liebich :   WAgG= WA-Wash.Artensch.generalGuidelines (keine offizielle Bezeichnung, zweisprachiges Mischwort, vor etwa 20 Jahren zu meiner Zeit noch durchaus g√§ngig) / IrW= Importregelungen f√ľr Wildtier-/pflanzenimporte der Importkontrollgremien der L√ĄNDER! und des Bundes (hier vet.med. Bestimmungen, Seuchen- Neozoen-Schutz etc.).
Nur nicht als realen Fall ansehen! Verzeihung f√ľr die Verwirrung, ist nat√ľrlich ein fiktives Bsp., h√§tte wohl besser formulieren sollen "ein Fall f√ľr Drittstaatenregelung w√§re" o.√Ą., da ja die Frage weiter unten aufkam, wie das denn geregelt w√§re, wenn.
(06.07.2017, 17:06)
Sacha :   @Hans-Werner von Liebich: Vielen lieben Dank f√ľr die Infos. Allerdings kann ich einige K√ľrzel nicht zuordnen. BfN ist das Bundesamt f√ľr Naturschutz (soweit klar), doch was ist oder sind WBgG (im Internet fand ich dazu eine Radiostation) und IrW (Internet spuckt Institut f√ľr Rechtslegung und Wirtschaftspr√ľfung aus)???

Falls ein Link zu besagtem Nashornfang in Indien zur Hand ist, wäre ich (und ggf. andere) froh, wenn man diesen hier publizieren könnte.
(06.07.2017, 15:59)
Hans-Werner von Liebich :   Man kann √ľbrigens einige der Antworten auf div. parlament. kleine Anfragen der Fraktionen B90/GRN und LINKE w√§hrend schwarz-gelb und GroKo an das BMUB im Internet finden. Dort finden sich detaillierte Aufz√§hlungen von Wildtierimporten √ľber Drittl√§nder (Fall: Fang Nashorn in Indien, Haltung dort im Zoo und Import nach EU), von welchen aus EU-Staaten und eine Auflistung aller Importe von Tieren/Pflanzen, die unters WA fallen.
(06.07.2017, 14:46)
Hans-Werner von Liebich :   @Hannes Lueke: Genau so ist es.
Deshalb verstehe ich auch nicht ganz die Formulierung von Ihnen, @Adrian Langer. Zun√§chst sollte n√§mlich bedacht werden, dass nach Abkommens- und Vertragskriterien internat. Klammern nach WBgG und IrW greifen, die in Deutschland vom BfN "betreut" werden. Unabh√§ngig von "Bestrebungen von Gr√ľnen und PETA", die ich f√ľr erstgenannte gar nicht kenne und gerne einmal kennen lernen w√ľrde... und die bei zweitgenannten lediglich potenziell lobbyistischen, jedoch keinen (direkt)politischen Einfluss auf Gestzgebung etc. in diesen Belangen haben, ist die Vermutung/Aussage also ziemlicher Quatsch.
Bzgl. Import der meisten Wildtierarten herrscht in D und der gesamten EU ein sog. Exklusivverbot. Hei√üt: Generell verboten, nach Genehmigung, sofern unter angef√ľhrte "Klammern" internat. "Abmachungen" fallend, erlaubt.
Nat√ľrlich kann man nach Deutschland Nash√∂rner und Elefanten importieren, so z.B. wenn ich mich recht entsinne auch Augsburg.
Die Bewertung f√ľr Importgenehmigungen nimmt, wie bereits erw√§hnt, in D das BfN vor. Als abh√§ngige, zugleich beratende und dennoch kontrollierende Instanz zum BMin NatSchutz etc. ist dieses im eigentlichen Sinne, selbst wenn irgendeine Tierschutzpartei regierte, kaum zu "unterwandern".
Wie die einzelnen F√§lle f√ľr Importgenehmigungen beurteilt werden, h√§ngt dann mit den Gesamt-Kriterien zusammen, die sich u.a. im Regelwerk des W. Artenschutz√ľbereinkommens finden. Da finden sich dann beispielsweise Formulierungen wie Austausch von Zootieren vor Importen etc. und Anordnungen von vet.-med. Untersuchungen und all der "Papierkram".
(06.07.2017, 14:41)
Hannes Lueke :   "Wild" muss auch immer definiert werden. In Afrika gibt es reichlich Gaming Farmen in denen die Tiere "wild" in eingez√§unten Bereichen leben. Wie ein Zoo nur eben so gro√ü wie bei uns ganze Metropolen.

Gibt es Details zu den Haustierrassen im asiatischen Bauernhof?
(05.07.2017, 14:24)
Adrian Langer :   Laut Gesetz geht es ich habe mich da ja wahrscheinlich missverst√§ndlich ausgedr√ľckt aber........

Versuch mal wilde Elefanten zu importieren! Und wenn ich mir die Bestrebungen von Gr√ľnen, PETA, etc. pp so ansehe k√∂nnte sowas wirklich auch gesetzlich kommen!
(05.07.2017, 13:14)
Sacha :   Ich bin wohl tats√§chlich nicht auf dem neusten Stand. Also Wildimporte von Afrikanischen Elefanten nach Deutschland/EU-Raum sind verboten?

Von wem stammt das Importverbot (WAZA, EAZA, EU, nationale Gesetzgebung f√ľr Deutschland?)
Und was ist, wenn beispielsweise wilde Afrikanische Elefanten von einem (EAZA-)Zoo im Nahen Osten erworben und - nach einer gewissen Zeit - an einen EU-Zoo weitergegeben bzw. -verkauft werden?
(05.07.2017, 12:34)
Adrian Langer :   Ich meine Wildimporte! Tiere aus Zoos aus √úbersee d√ľrften kein Problem sein! Zumindest hoffe ich das! Ich habe hier nur den falschen Schluss gezogen, da ich dachte die neuen Wilhelma - Elefanten k√§men aus einem Naturschutzgebiet!
(05.07.2017, 09:16)
Sacha :   Importverbot f√ľr Afrikanische Elefanten? Habe ich da etwas nicht mitbekommen?
(05.07.2017, 07:40)
Adrian Langer :   Ah danke f√ľr die Info! So klingt das schon anders! Ich dachte schon ein Importverbot gelte nur f√ľr Afrikanische Elefanten!
Ich vermute fast, da Herr K√∂lpin in Erfurt schon eine Anlage f√ľr Afrikanische Elefanten gebaut hat (und die Problematik zwecks Neuzusammenstellung von Herden kennt) will er diesmal eine f√ľr Asiatische Elefanten bauen lassen (passt ja auch zum asiatischen Bauernhof :D)! Ich tippe hier tats√§chlich immernoch auf die Elefanten aus Berlin Tierpark (bei deren schneller Umsetzung von neuen Anlagen k√∂nnte das zeitlig auch hinhauen! :D)!
Also ich freue mich sehr f√ľr die Wilhelma, dass sie so einen angagierten Direktor bekommen haben! Viele meiner Bekannten in Erfurt vermissen ihn (da er hier viel f√ľr den Zoo getan und vorangebracht hat) sehr! Ich denke aber er hat in der Wilhelma einen guten Platz gefunden! Vllt komme ich ja auch noch einmal zu einem Besuch in Stuttgart!
(04.07.2017, 16:24)
Patrick Marburger :   Da habe ich mich wohl missverst√§ndlich ausgedr√ľckt. Der Reihe nach:
1. Es bleibt bei Asiaten. Keine Ahnung warum das nie zur Diskussion gestellt wurde, aber es ist so.
2. Man will mit einem Nationalpark in Sachen In-situ-Artenschutz kooperieren. Wohl so √§hnlich wie mit Kaeng Krachan in Z√ľrich.
3. Aus einem Zoo (klang so als wenn in Europa. wenn nicht gar Deutschland- explizit gesagt wurde es nicht) kommt ein Familienverband Elefanten. Es gibt wohl Zoos (z.B. Z√ľrich), die zwei solche Linien haben und ein Zoo muss/will eben eine seiner beiden Verb√§nde abgeben. Ich dachte die Forums-Mitglieder die mit jedem zweiten Elefant der Weltgeschichte per Du sind starten da bald mit Spekulationen (;
(04.07.2017, 15:54)
Adrian Langer :   @Patrick Marburger: Aber es soll weiter bei Asiatischen Elefanten geblieben werden? Ich finde es seltsam, dass Herr K√∂lpin hier anscheinend auf "Wildimporte" setzt! Bei Afrikanern w√§re das zwar sehr zu begr√ľ√üen aber ich denke doch unwahrscheinlich!
(04.07.2017, 15:42)
Patrick Marburger :   Endlich kein Monolog mal kein Monolog mehr (;

Ich war bei der Veranstaltung vor Ort. Es gibt bereits einen Nationalpark mit dem man f√ľr den Elefantenpark kooperieren m√∂chte und einen Zoo aus dem ein gewachsener Familienverband (wohl sechs K√ľhe und ein Bulle) kommen wird. Beide sind noch geheim.
Die beiden Orang-Utan-Weibchen werden bleiben, dazu hielt Dr. Kölpin sich aber sehr bedeckt. Eine neue Info hängt dazu im Menschenaffenhaus, anbei.
Bilbys kommen auf Initiative der australischen Regierung definitiv bald im Rahmen eines EEPs in europäische Zoos. Der erste Transfer ist dieses oder nächstes Jahr.
Bei den Tapiren war mein letzter halb-offizieller Stand, dass mittelfristig auch ein zweites Exemplar kommt. Ob M√§nnchen oder Weibchen war da noch nicht klar. Urspr√ľnglich sollte Maik (Flusspferd) √ľbrigens bis Ende Juni abgereist sein, meine ich.
Ferner f√ľhrte Dr. K√∂lpin aus das mit Corinna (Eisb√§r) nicht mehr gez√ľchtet werden darf/soll, sie ist zu alt.
Der asiatische Bauernhof soll von den Rassen her den hiesigen ähneln, ein enger Kontakt zu den Tieren möglich sein. Kurzzeitig wird es vermutlich beide Bauernhöfe gleichzeitig geben.
(04.07.2017, 15:32)
Adrian Langer :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.miitendrin-in-der-wilhelma-eine-herde-elefanten-soll-einziehen.ce9dfd33-42d3-4ea4-abb4-470fa2727e33.html

Weitere Informationen zum Masterplan! Der Schaubauernhof soll in seiner jetzigen Zusammensetzung ausgelagert werden (nicht in der Wilhelma)! Der Bereich soll dann mit asiatischen Arten (neben den Elefanten) aufgef√ľllt werden! Die Eisb√§renhaltung soll auslaufen!?
@Patrick Marburger: Wei√üt du mehr dar√ľber?
(04.07.2017, 09:44)
Patrick Marburger :   Der erste Tapir kommt wohl aus Leipzig. Die Dscheladas gehen wenn ich nicht irre nach Magdeburg und Frankreich. Flusspferd Maik lebt aktuell alleine, Rosi verstarb.

(03.07.2017, 21:28)
Maximilian Schulz :   jetzt aber...datei war wohl zu gro√ü
(03.07.2017, 21:21)
Maximilian Schulz :   Foto Flusspferdhaus
(03.07.2017, 21:20)
Maximilian Schulz :   Gestern nach l√§ngerer Zeit mal wieder in der Wilhelma: Ich war schon sehr erstaunt, wie schnell sich die ehemaligen Innengehege von Hannibal umbauen lie√üen.
Baumst√§mme abmontiert, die √Ėffnung zwischen den beiden Gehegen durch Gitterschiebet√ľr geschlossen. T√ľren zum Gehege mit aufgeschraubten Holzbalken ausgestattet.
Auf Nachfrage: wenn's gut läuft, sollen noch in diesem Sommer! Schabrackentapire einziehen!
Darauf freu ich mich! Flusspferdhaus wirkt indes "tot" mit nur Rosi, die lethargisch ihren Heuhaufen verputzt und dann im Wasser liegt. Ganz im Gegenteil zu den Hirschebern: richtiges Gewusel der drei Tiere und einfach ungeheuer interessant zu beobachten, gerade durch die Gehegegestaltung!
Dann zum ersten Mal im Menschaffenhaus gleich links am Eingang das Innengehege (ehemaliges Drill?-/Quarantäne-Gehege?) gesehen, das sonst immer durch einen Rollladen verdeckt war. Hier werden derzeit Dscheladas in Quarantäne gehalten, die zur Abreise nach Wien und ? bestimmt sind.
Laut Wilhelma-Magazin sollen Japanmakaken (keine Zucht, da bereits gut im Genpool vertreten) einer M√§nnergruppe Dscheladas weichen...schade, dass man sich nicht f√ľr einen Umzug der Makaken ins Menschenaffenhaus entschieden hat! Das ehemalige Gorilla-Gehege beispielsweise steht komplett leer.
(03.07.2017, 21:14)
Michael Mettler :   Die Wilhelma hat auf reale Besucherz√§hlung umgestellt und errechnet nicht mehr nach VdZ-Schl√ľssel ihre Besucherzahlen. F√ľr 2016 kamen auf diese Weise "nur noch" reale 1,3 Mio. Besucher zusammen, nach altem Schl√ľssel mit gesch√§tzter Jahreskartennutzung w√§ren es 2,2 Mio. gewesen.

Quelle: http://www.swr.de/swraktuell/bw/stuttgart/besucherrueckgang-in-der-stuttgarter-wilhelma/-/id=1592/did=18884328/nid=1592/j2su1h/index.html
(10.06.2017, 20:40)
Michael Mettler :   Ich dachte weniger an Besch√§ftigungsfutter, eher an Gegenst√§nde. In Kea-Volieren sieht man ja √∂fter Kinderspielzeug wie B√§lle, Baukl√∂tze usw., so auch bei meinem Besuch in der Wilhelma - in den dortigen Kaka-Volieren dagegen nicht.
(06.06.2017, 17:15)
Patrick Marburger :   @Michael Mettler: keine Ahnung ob man da schon Versuche angestellt hat. Bei den Kakas habe ich noch nie viel Besch√§ftigungsfutter gesehen, da gibt es nicht nur bei den Keas sondern auch bei manch anderen V√∂geln (z.B. Aras) mehr.
(06.06.2017, 14:46)
Patrick Marburger :   Vergessenes und Informationen von heute:
Die beiden Br√ľllaffen-Jungs hat man in eine M√§nnergruppe in einen "sch√∂nen Zoo in Belgien" abgegeben.
Das Trampeltier ist wieder bei den anderen.
Mindestens ein Jungtier bei den Steinböcken.
Corinna (Eisbär) gefällt mir in letzter Zeit gar nicht, hoffentlich geht es ihr gut.
(06.06.2017, 14:43)
Michael Mettler :   Ist eigentlich bei den Kakas √ľberhaupt mal getestet worden, ob die √§hnlich spiel- und manipulationsbegeistert sind wie die n√§chstverwandten Keas? Mir fiel auf, dass in der Kea-Voliere einiges Besch√§ftigungsmaterial lag, w√§hrend den Kakas nichts Derartiges geboten wurde.
(03.06.2017, 23:03)
Patrick Marburger :   Vergessen: zus√§tzlich oder anstelle des Hyazinth-Aras leben Sonnensittiche. Ausgeschildert ist nur der Ara. Vor gar nicht allzu langer Zeit hie√ü es, dass man sich f√ľr diesen um einen Partner bem√ľht. Ein von den anderen Exemplaren separierter Kea ist √ľbrigens innerhalb der Terrassen umgezogen.
(03.06.2017, 21:26)
Patrick Marburger :   http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/familien-drama-bei-den-wilhelma-stoerchen-51975998.bild.html
Obwohl die Experten der Bild "Zeitung" es anders berichten waren die beiden St√∂rche heute zu sehen. Kommentar √ľberfl√ľssig....
Ansonsten:
4 Jungtiere bei den Markohren. Weitere Jungtiere bei K√ľhen und totenkopf√§ffchen. Seit langem mal wieder einen Atlasfalter gesehen. Den Schwarzstorch hat man abgegeben.
(03.06.2017, 17:51)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Die Gänsesäger-Voliere ist wieder besitzt mit Gänsesägern.
Erstmals konnte ich Interaktion zwischen den Zebras und den S√§belantilopen beobachten. Als positiv w√ľrde ich das nicht bewerten, wirkte aber harmlos.
Bei einer F√ľhrung aufgeschnappt: f√ľr die Elefanten wird mit 25 bis 30 Millionen kalkuliert, eher mehr. Durch Genehmigungen, Finanzministerium und Co muss mit bis zu 10 Jahren Planungs- und Bauphase gerechnet werden. Wenn eine der beiden K√ľhe stirbt will man versuchen sie alleine zu halten. Wenn sie damit nicht gut zurechtkommen sollte will man sie evtl. doch abgeben oder einen Zirkuselefanten holen.
Die Goldkopflöwenäffchen haben seit dem 14.05. zwei Jungtiere.
Das Terrarium der großen Tigerpythons (war zu letzt eh nur noch eine) ist nicht besetzt. "Wir sind aber bald wieder da"
Der Artenschutztag am Pfingstmontag wird intensiv beworben.
Das Trampeltier steht immer noch in der "Quarantäne".
(27.05.2017, 16:40)
Patrick Marburger :   Nachtrag: die beiden kleineren der drei Innenanlagen der Bonobos werden saniert.
Von heute:
Das Aquarium ist Zwecks Jubil√§um noch geschm√ľckt. Girlanden h√§ngen an der Decke, schaut wie ein Kindergeburtstag aus. Neu ist ein Infomobil des F√∂rdervereins.
Bei den Strau√üwachteln gibt es zwei noch sehr kleine K√ľken.
Die Bongos haben ein weiteres Jungtier.
Fisch des Monats ist der Alligator-Knochenhecht.
Beim Kleins√§ugerhaus kann ich seit l√§ngerem keinen Fortschritt erkennen, daf√ľr geht es bei den Schneeloparden voran.
Seit dem Auszug des Weisskehl-Warans hat sich dort nichts getan.
(07.05.2017, 14:24)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.zooumbau-in-stuttgart-wut-und-trauer-ueber-die-wilhelma-plaene.707e77a9-0837-4ecc-845a-010445b8cb89.html
(03.05.2017, 17:41)
Michael Mettler :   P.S. Beste Aussichten hat vermutlich ein Bau mit viel Glas und Sichtbeton. Als ich den Eingangsbereich zum neuen Haus f√ľr Gorillas und Bonobos sah, dr√§ngte sich mir prompt das Wortspiel auf, dass die Wilhelma au√üerhalb des historischen Teils doch ein ziemlicher zoologisch-betonischer Garten ist.
(01.05.2017, 22:47)
Michael Mettler :   H√§ngt vielleicht davon ab, ob man einen m√∂glichst preisgekr√∂nten Architektenentwurf als Prestigeobjekt vorweisen kann oder nur ein schn√∂des Zweckgeb√§ude errichten m√∂chte ;-)
(01.05.2017, 22:06)
Sacha :   Zusammenfassend kann man also sagen, dass man sich in Stuttgart in Sachen Denkmalschutz zumindest "flexibel" zeigte...
(01.05.2017, 21:48)
Michael Mettler :   Okay, aber das war von Anfang an nicht konsequent. Dass man keine Auerochsen neben den Hausrindern pr√§sentieren konnte, war zwangsl√§ufig klar, aber deshalb h√§tte man noch lange nicht Wisente auf einen Bauernhof stellen m√ľssen - die wohlgemerkt neu angeschafft wurden und nicht etwa nur innerhalb der Wilhelma ein besseres Gehege bekamen wie die Mesos.
(01.05.2017, 19:00)
Patrick Marburger :   Nicht das ich w√ľsste. Hauptargument war die vom Wildtier zum Haustier Thematik, die hat sich aber mittlerweile erledigt...
(01.05.2017, 18:28)
Michael Mettler :   Wurde vielleicht die damalige Abtrennung des Bauernhof-Gel√§ndezipfels vom Rosensteinpark auch schon damit argumentiert, dass Nutztierhaltung zu den historischen Urspr√ľngen der Wilhelma geh√∂rte, und nur deshalb bekam man den Zuschlag...? Vielleicht war ja der Ring aus grasbestandenen Koppeln um das Geb√§udeensemble urspr√ľnglich noch als Weidegatter f√ľr die Rinder beantragt worden und wurde erst nach Zuschlag noch mit anderen Tierarten best√ľckt - quasi als moderne Fortsetzung der Sch√∂chle-Schlitzohr-Taktik...
(01.05.2017, 17:22)
Patrick Marburger :   Unter anderem aufgrund des Denkmalschutzes war das Aquarium der Wilhelma urspr√ľnglich an anderer Stelle geplant. Als man sich doch f√ľr den heutigen Standort entschied sollte urspr√ľnglich der Festsaal als Ruine erhalten bleiben. Ein Architekt √§u√üerte die Idee der Krokodilhalle, und in einer Nacht-und-Nebel -Aktion wurde der Saal gesprengt und abgetragen.

Beim Shop wurde bei der Planung/Er√∂ffnung stehts betont, dass die Planung sehr kompliziert war, da man auf die Wahrung des Charakters achten muss. Der Shop f√ľgt sich voll in die bestehenden Gegebenheiten ein. Bemerkt habe ich das aber noch nie...

Der komplette Rosensteinpark muss als Englischer Park erhalten bleiben. War schon bei der IGA93 ein großes Problem.
(01.05.2017, 14:17)
Sacha :   Ist denn der Denkmalschutz so strikt, dass er keine "Anpassung" zul√§sst, sofern sie den historischen Charakter nicht zerst√∂rt? Darauf fusst n√§mlich meine Idee. Rein theoretisch m√ľsste das doch gehen, da seinerzeit der Aquarien-Neubau (Krokodilhalle) und in neuerer Zeit Grossvoliere und Zooshop auch im historischen Teil der Wilhelma errichtet wurden (Und diese Anlagen entsprechen zumindest aus meiner Sicht nicht mal dem historischen Charakter).
(01.05.2017, 12:29)
Michael Mettler :   @Sacha: Gr√ľnanlagen in der Nachbarschaft von Zoos sind dir immer ein Dorn im Auge - auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras halt immer gr√ľner ;-) Aber: Nicht nur der historische Teil der Wilhelma, sondern auch der gesamte angrenzende Rosensteinpark steht unter Denkmalschutz (https://www.stuttgart.de/item/show/54346/1/dept/108940).

Kein Zweifel, dass die Gastst√§tte Besucher in den entlegensten Zipfel des Gel√§ndes zieht. Aber man wei√ü doch auch schon seit Hedigers Zeiten, dass ein Pony im Zweifelsfall f√ľr den Zoobesucher attraktiver ist als ein Bongo. Die Zugwirkung von Haustieren ist nun mal enorm, soweit eine M√∂glichkeit direkten Kontaktes oder wenigstens der Betrachtung aus allern√§chster N√§he besteht (also nicht so, wie man es im Berliner Zoo links von der Scheune macht, mit doppelter Absperrung und breitem Pflanzstreifen wie bei Wildtieren - das empfinde ich als kontraproduktiv). Ich lasse mich gern eines besseren belehren, aber ich denke, die Wilhelma-Besucher w√ľrden K√ľhe und Pferde mehr vermissen als Vikunjas und Nandus - f√ľr die Alpakas als Blickf√§nger der S√ľdamerika-Anlage habe ich ja ein "Hintert√ľrchen" gelassen. √úbrigens: Die "Ur-Wilhelma" aus Zeiten vor dem Zoologisch-Botanischen Garten hatte eine eigene Meierei. Milchvieh hat also sogar einen historischen Bezug zum Gel√§nde, auch wenn die originale Stelle daf√ľr nicht mehr nutzbar w√§re - darauf steht der Wirtschaftshof...

Soweit die Infrastruktur des Geheges daf√ľr geeignet w√§re, g√§be es noch die M√∂glichkeit, auf die Alpensteinb√∂cke zu verzichten und dort eine Herde Vikunjas unterzubringen, um auf diese Tierart nicht verzichten zu m√ľssen. Mit den benachbarten Brillenb√§ren und M√§hnenw√∂lfen bliebe dann ein kleiner S√ľdamerika-Teil erhalten - auch wenn diese Ecke des Gel√§ndes keinen eigentlichen Geo-Teil bildet.
(01.05.2017, 09:36)
Sacha :   @MM: Ist in Stuttgart und sagt zuvor keinen Ton (okay, war ohnehin in den USA).

Ich gebe Dir bez. der Attraktivit√§t des Schaubauernhofs in der Wilhelma recht, m√∂chte aber zugleich anf√ľgen, dass ein Teil der Attraktivit√§t dieses Bereichs auch der zweiten Gastst√§tte zuzuschreiben ist.

Auch ich f√§nde einen neuen, vielleicht kleineren, daf√ľr thematisch passenden Schaubauernhof (schw√§bischer Riegelhausstil, mit Badenw√ľrtembergischen oder zumindest deutschen/europ√§ischen Haustierrassen) sinnvoll. Allerdings w√ľrde ich die Aufopferung der S√ľdamerika-Wiesen nur z√§hneknirschend akzeptieren;)

Darum Frage an Wilhelma-Experten: K√∂nnte man hierf√ľr nicht doch etwas vom benachbarten Parkgel√§nde abzwacken? Vielleicht mit einer "wilhelminisch-maurischen" Anlage, so dass sie thematisch in den Park passt und die "Gesamtheit" nicht st√∂rt, kostenfrei zug√§nglich ist, aber direkt an die Wilhelma grenzt und √ľber einen Ein-Ausgang mit dieser verbunden w√§re?

An Trampeltiere und Mesopotam. Damhirsche in einer Anlage habe ich auch schon nachgedacht.

Flusspferde auf der Grosskatzenfreianlage f√§nde ich eine gute Idee. Wobei ich auch schon √ľberlegt habe, die (zumindest Innen) v√∂llig missgl√ľckte neue Anlage f√ľr afrikanische Menschenaffen abzureissen und an deren Stelle eine Afrikanische Sumpflandschaft √§hnlich Beauval (Fr) zu bauen, also mit Flusspferden (mit Unterwassereinblick), einer wasser-nahen Antilpenart, diversen V√∂geln, Fischen und ggf. weiteren aquatischen Tieren. Die Gorillas und Bonobos w√ľrden dann in eine neu zu errichtende Anlage anstelle der alten Menschenaffenanlage und des Aufzuchthauses umziehen, die Orangs ziehen sonstwohin um oder werden abgegeben.
Ich fand zwar anfangs die Idee einer Flusspferdanlage direkt am/im Neckar genial. Nach reiflicher √úberlegung bin ich aber davon abgekommen. Einerseits ist diese Stelle schlecht kontrollierbar (Vandalen, Unf√§lle, M√ľll), zudem besteht weitere Gefahr bei Hochwasser f√ľr Tier und Mensch.
(01.05.2017, 00:21)
Michael Mettler :   Ich habe mir bei meinem Besuch am Samstag den Schaubauernhof noch mal genau angesehen, bevor er demn√§chst der Abrissbirne zum Opfer f√§llt (schlie√ülich komme ich nur alle Jubeljahre mal nach Stuttgart). Dort war √ľbrigens mehr Publikum versammelt als an vielen Wildtieranlagen, und da frage ich mich durchaus, ob man auf eine solche Einrichtung verzichten bzw. sie auf ein Schaf- und Ziegengehege im Asienteil reduzieren sollte. Wobei ich wegen der Gel√§ndesituation durchaus Verst√§ndnis daf√ľr habe, dass ein gro√üer Elefantenkomplex nur an der vorgesehenen Stelle umsetzbar ist. Aber trotzdem m√ľsste man nicht auf einen Schaubauernhof verzichten. Wenn man sich auf die Arten und Rassen beschr√§nken w√ľrde, die wirklich zum Thema Bauernhof passen, sprich Wisente, Trampeltiere, Mesopotamische Damhirsche au√üen vor lie√üe (und es k√∂nnen auch weniger H√ľhnerrassen sein, daf√ľr w√ľrde ich eher Enten und G√§nse dazu nehmen), k√∂nnte man einen neuen Schaubauernhof problemlos auf der Fl√§che der S√ľdamerika-Anlage errichten. Da Alpakas mittlerweile in unseren Landen zu den immer beliebteren Nutztieren z√§hlen, w√§ren selbst diese in einem solchen neuen Bauernhofbereich nicht verkehrt untergebracht.

Nat√ľrlich werden jetzt wieder die Haustiergegner unter den Zoofans aufschreien, weil dann Vikunjas, Maras, Nandus, Pekaris und Ameisenb√§ren weichen m√ľssten. Andererseits wird aber auch immer auf den Bildungsauftrag der Zoos gepocht, und daf√ľr ist doch nun der Schaubauernhof mit seinem Konzept und seinen bedrohten Rassen eigentlich ein Paradebeispiel. Ja, nat√ľrlich k√∂nnte man die Tiere auch auf einem Arche-Hof irgendwo im Stuttgarter Raum halten. Aber dann zeigt mir doch bitte mal einen solchen Hof, der analog zur Wilhelma pro Jahr ein Potenzial von √ľber 2 Mio. Besuchern anhand von lebenden "Botschaftern" (wie das bei Wildtieren immer genannt wird) dar√ľber informieren kann, dass Schnitzel nicht in der Plastikfolie im Supermarkt heranwachsen und wie artgerechte Nutztierhaltung aussehen kann.

Statt des asiatischen Streichelzoos könnten genauso gut Trampeltiere und Mesos in den neuen Asienbereich umziehen - vielleicht sogar als vorderasiatische Gemeinschaftshaltung. Wäre schließlich auch nicht unstimmiger, als Vikunjas zusammen mit Großen Ameisenbären als Pseudo-Lebensraumpartner zu präsentieren.

Angesichts der Flusspferdhaltung in der Wilhelma f√ľhle ich mich in dem Gedanken best√§tigt, dass es nicht unbedingt einen teuren Unterwassereinblick braucht, um Besucher f√ľr Hippos zu begeistern. Auch an der klassischen Stuttgarter Anlage versammelte sich nicht wenig Publikum, mehr sehe ich z.B. in Hannover vor dem "Hippo-Aquarium" auch nicht stehen. Auch da ein wenig quergedacht: W√ľrde man eine neue Anlage f√ľr die Asiatischen L√∂wen auf der Fl√§che des Flusspferdhauses und seiner Au√üenanlagen errichten, k√∂nnte man im Gegenzug nutzen, dass die jetzige Gro√ükatzenfreianlage im Grunde ohnehin schon ein Becken ist und auf der Fl√§che des Raubtierhauses ein neues Flusspferdhaus errichten. Wie gesagt, muss ja nicht mit Unterwassereinblick sein... Lie√üe sich an dieser Stelle sogar in den benachbarten Themenbereich Afrika einpassen.
(30.04.2017, 23:28)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-in-bad-cannstatt-flusspferde-am-neckar-bleiben-wohl-ein-traum.5b678ba6-2e04-47e9-8b91-4c1dab7a5844.html

Falls nicht schon berichtet: Totenkopfäffchen und Tinamus haben Jungtiere.
Von heute:
Eingang und Ausgang vom Aquarium wurden mit großen Fotomotiven aufgewertet, schaut gut aus. Man feiert schließlich dieses Wochenende den 50. Geburtstag. (http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2017/26042017-50-jahre-aquarium.html)
Auf dem Schaubauernhof gibt es weitere Ferkel, Lämmer und Zicklein.
Die Bongos haben ein Jungtier.
Ein Trampeltier ist wieder da, hoffentlich kommt es zum erhofften Nachwuchs. Noch ist das Tier nicht bei seinen Artgenossen.
(29.04.2017, 15:37)
Oliver Muller :   Also ich denke, der Asienkomplex ist jetzt einfach das n√§chste Projekt und hat nicht den Anspruch, alle asiatischen Arten zu beherbergen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass alle sonstigen Projekte damit abgehakt sind. Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Zoodirektor im letzten Jahr so ungeniert Details ausgeplaudert h√§tte, wenn alles v√∂llig in den Sternen steht. Ich denke, das Fahrplan ist der aus dem vergangenen Jahr und das Land als Tr√§ger hat jetzt erst mal die erste Tranche genehmigt.
(26.04.2017, 21:34)
Patrick Marburger :   Maik (weitere Flusspferde gibt es nicht mehr) soll zeitnah abgegeben werden, wohin wei√ü ich nicht. Von Planungen bzgl. einer Anlage auf dem Gel√§nde der Wilhelma w√ľsste ich nichts. (Der StZ-Artikel, der die offizielle Ver√∂ffentlichung vorweg nahm schrieb davon, widerspricht sich selbst aber) Es gibt noch die Idee, die Flusspferde am Neckar au√üerhalb des Gel√§ndes der Wilhelma (also auch frei zug√§nglich) zu zeigen. In einem der Artikel wurde die Finanzministerin sinngem√§√ü mit; "Das ist eine Idee, aber mehr derzeit nicht" zitiert. Das spricht B√§nde!
(26.04.2017, 17:24)
Adrian Langer :   Was soll jetzt eigentlich mit den Flusspferden werden? Ist deren Aufgabe jetzt beschlossen?
(26.04.2017, 16:47)
Patrick Marburger :   Vergessen: falls Asien wirklich auf dieses Areal (und Teile der mutma√ülich nicht geografisch geordneten Anlage f√ľr B√§ren und Klettertiere) beschr√§nkt ist wird auch spannend was aus dem Rest des Raubtierhauses, der Haltung von Nordpersischen Leoparden (eh nur noch 1,0 Aman) und Japanmakaken (aussterbende Gruppe) wird,
(26.04.2017, 15:48)
Patrick Marburger :   In einem Artikel schrieb die Bild, dass das alte Menschenaffenhaus f√ľr Orangs umgebaut wird. Aber das schrieb eben nur die Bild....
Falls das thematisierte Areal der ganze Asienteil ist (so h√§tte ich die Artikel verstanden) muss man hoffen, dass die Haubenlanguren (und die Gibbons) zu den Begleittierarten der Elefanten z√§hlen. F√ľr diese sind ja alleine au√üen 243 Quadratmeter eingeplant, daher hoffe ich darauf. Auch hoffe ich, dass die Hirscheber im Dickh√§uterhaus II (aktuell Flusspferd Maik, zuk√ľnftig Tapir) bleiben k√∂nnen.
(26.04.2017, 15:45)
Oliver Muller :   Klingt ja alles nicht schlecht, auch wenn es ja deutlich abgespeckt ist gegen√ľber den Eckpunkten, die schon ver√∂ffentlicht wurden. Aber habe ich das √ľbersehen, oder was soll geschehen in Sachen Orang utan-Neubau und den anderen asiatischen Affen?
(26.04.2017, 15:15)
Patrick Marburger :   Hier noch ein Artikel mit noch mehr Infos. Aber ein richtiger Masterplan w√§re auch mal sch√∂n..
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.plaene-fuer-wilhelma-wilhelma-will-elefanten-und-tiger-zuechten.9edfc876-d4a3-4b98-a8ec-768a139ba66b.html
(24.04.2017, 18:55)
Patrick Marburger :   Hier gibt es einige Infos mehr:
http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/will-elefanten-zuechten-51427006.bild.html
(Tolle Quelle...)
(24.04.2017, 16:03)
Adrian Langer :   http://www.swr.de/swraktuell/bw/stuttgart/neues-grosses-elefantengehege-fuer-wilhelma/-/id=1592/did=19423628/nid=1592/16dlinn/

2020 soll die neue Elefantenanlage gebaut werden.
(24.04.2017, 15:43)
Patrick Marburger :   Zum "Sonderfall" des Schaubauernhofes habe ich gerade noch etwas gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Gartenbauausstellung_1993#Rosensteinpark

Ich hoffe, dass es daran nicht scheitert.
(21.04.2017, 17:45)
Patrick Marburger :   Ich muss gestehen, dass ich den Haustieren jetzt nicht besonders nachtrauere. Die Entscheidung (so es denn eine ist) finde ich sowohl √ľberraschend als auch nachvollziehbar. In der Wilhelma gibt es sehr wenige zusammenh√§ngende Fl√§chen auf denen man bauen kann. Hier setzen Botanik und Historie sehr enge Grenzen. Von den 30 Hektar bleibt wenig Gel√§nde √ľbrig, dass uneingeschr√§nkt bebaut werden darf. Dass der Schaubauernhof wohl abgerissen werden darf √ľberrascht mich. Die Fl√§che erhielt die Wilhelma damals zur IGA93, damals wurde sehr betont, dass es um einen Bauernhof und nicht um ein klassisches Zoogehege geht. Wenn man damals das Gel√§nde f√ľr Elefanten (nur als Beispiel) gewollt h√§tte, kann ich mir nicht vorstellen, dass das geklappt h√§tte.
√úber Individuen f√ľr das neue Gehege der Elefanten ist mir nichts bekannt. Daf√ľr ist es mE auch noch viel zu fr√ľh. Der Artikel (auf welchen Quellen auch immer er fu√üt) gibt ja als fr√ľhesten(!) Termin f√ľr Spatenstiche irgendwann in 2018 an. Das Projekt ist so viel ich wei√ü noch nicht einmal ausgeschrieben, von der Machbarkeitsstudie h√∂rt man auch nichts mehr, nun √§ndert sich scheinbar sogar der Standort, der mittlere Zweistelligemillionenbetrag klingt mehr als Vage, bzgl. der Finanzierung habe ich noch nie etwas geh√∂rt, auf Teilen des Areals stehen Tiere und Geb√§ude, auf anderen wird gebaut. Daher h√§lt sich mein Optimismus stark in Grenzen, auch wenn ein baldiger Bau w√ľnschenswert w√§re.

Ob die Flusspferde nun an den Neckar oder auf den Bauernhof kommen wird im Artikel nicht ganz klar. In der Einleitung steht das eine, im Text das andere.
(21.04.2017, 17:37)
Adrian Langer :   Ich pers√∂nlich finde es doch schade, dass Haustierrassen (besonders die berohten) f√ľr Exoten weichen m√ľssen. Daher begr√ľ√üe ich sehr die Pl√§ne des Zoo Magdeburg. Aber ich hoffe, dass den Elefanten dadurch eine entsprechend gro√üe Anlage zugesprochen wird! Wei√ü jemand wo neue Tiere herkommen sollen? Ich k√∂nnte mir ja vorstellen, dass der Kewaclan von Berlin nach Stuttgart zieht!
(21.04.2017, 17:24)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wilhelma-richtet-sich-neu-aus-heimische-tiere-muessen-exoten-weichen.1aa0dbed-923a-47df-a09d-03d2cb28c0f1.html
(21.04.2017, 17:16)
Patrick Marburger :   Die Sepien sind nicht mehr in der Schau!
(15.04.2017, 15:06)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Das Gehege der Bambusnattern wurde umgestaltet, schaut gut aus.
Bei den Sepien sah ich nur noch ein Tier.
Schneeziegen sind es wieder zwei, hoffentlich klappt es mit der Zucht.
Der Weisskehlwaran ist ausgezogen, ihn friert es! Er sitzt jetzt HdK im Terri, R√ľckkehr ungewiss,
Die L√∂wen sind nun auch Innen zu sehen, Die vermeintlichen Tapeten sind zum Teil massive Tafeln. Ich will nicht wissen wie viel man daf√ľr ausgegeben hat! Schaut gut aus aber an Infos sind jetzt nur die 0815-Schilder zu finden. Hoffentlich wird das noch mehr.
Bei Dumai hängen jetzt die alten Schilder wieder, auch neu ist eine Bildergalerie. Die beiden dazwischenliegenden Trakte (Schneeleo und Leopard) wirken im Besucherraum recht trostlos.
Von der Vogelgrippe ist nichts mehr zu sp√ľren. Einzig die Seeadler sitzen noch bei den G√§nsegeiern. Dort bleiben sie auch vorerst: einige Geier br√ľten und man m√∂chte sie durch eine Fangaktion nicht st√∂ren,
(11.04.2017, 10:24)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Sepien sah ich nur zwei Exemplare, aber dies will nichts hei√üen (hoffe ich zumindest). Der juvenile Felsleguan (bei Schmuckbaumleguan und Kr√∂tenechse) ist nicht mehr in der Schau, Der gro√üe Masken-Igelfisch wurde durch einen kleinen Langstachel-Igelfisch ersetzt. Der Landbereich der Nordamerikalandschaft wurde neu gestaltet, schaut gut aus. Summa summarum bleibt die Feststellung, dass sich in den letzten Monaten (und vor allem in j√ľngster Zeit) viel im Aquarium/Terrarium getan hat und dieses dadurch weitaus attraktiver (in Sachen Anlagen) und exklusiver (in Sachen Bestand) ist. Hoffentlich klappt in der Krokodilhalle zeitnah etwas, die ist echt unterbesetzt. Fisch des Monats ist die Gro√üe Meersau. Etwas bedauerlich: am Aquarium selbst wird zwar auf die Aktion hingewiesen, welche Art aber gemeint ist erf√§hrt man erst dank einem Plakat am Ausgang.
Die W√§nde im Besucherbereich der L√∂wen im Raubtierhaus wurden mit einer Fototapete gestaltet, hoffentlich kommt da noch Beschilderung, die √ľber die normale hinausgeht. Nach au√üen d√ľrfen die Tiere noch nicht, der Besucherbereich innen ist noch abgesperrt.
Am 15. März gab es Ferkel bei den Schwäbisch-Hällischen.
Die Weissnacken- und Mandschurenkraniche sind wieder da; sonst nichts neue bzgl. Vogelgrippe.
(18.03.2017, 16:55)
Patrick Marburger :   Von heute:
Neu im Aquarium sind mind. vier Sepien, die das erste Becken (ehemals Hummer) bezogen. Auch neu sind zwei Europäische Hornottern, die das seit längerem in Umbau befindliche Terrarium bezogen. Der Zitteraal wurde durch ein deutlich kleineres Exemplar ersetzt. Ausgeschildert, aber offensichtlich nicht mehr vorhanden, ist der Masken-Igelfisch.
Fertig, aber (wohl aufgrund der Vogelgrippe) noch nicht besetzt, ist die Voliere der Gänsesäger. Bei den Gänsegeiern wurden die Schutzmaßnahmen aufgrund der Vogelgrippe demontiert, anderen Orts sind sie weiterhin vorhanden.
Wie unten beschrieben zogen jetzt die Raubtiere um, nur die beiden Hauptattraktionen fehlen noch. Deren Anlage wird innen und au√üen umgestaltet. Die gut gemachten Schilder √ľber Tiger wurden demontiert, hoffentlich werden die unten wieder aufgeh√§ngt.
Eine Schneeziege und ein Kamel, die ich bereits vermisste, sind zum Decken ausgeliehen worden. Wäre schön wenn es bald Nachwuchs gibt.
Die Umgestaltungen am Ausgang des Amazonienhauses sind abgeschlossen (Kunstfels+Botanik), schaut gut aus. Wobei ich nicht behaupten könnte, dass es vorher schlechter wirkte.
Die Ausstellung der Zitrusfr√ľchte ist wieder aufgebaut worden und noch gr√∂√üer als die letzten Male.
Die Außenanlage der Gorillas wurde wie schon beim Bau vorgesehen unterteilt, warum weiß ich nicht.
(12.03.2017, 15:13)
Patrick Marburger :   Jetzt ist es also offiziell: http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2017/09032017-rueckkehr-der-loewen.html
(10.03.2017, 14:27)
Justus Bauer :   Wei√ü zuf√§llig jemand, wie gro√ü die einzelnen Gehege im Raubtierhaus sind?

(19.02.2017, 12:25)
Patrick Marburger :   Raubtierhaus aktuell:
Trakt I: 1,0 Nordpersischer-Leopard
Trakt II: 1,0 Schneeleopard
Trakt III: 0,1 Schneeleopard
Trakt IV: 0,1 Sumatra-Tiger

Raubtierhaus in Naher Zukunft:
Trakt I: 0,1 Sumatra-Tiger (da es dort ein Wasserbecken gibt)
Trakt II: 1,0 Nordpersischer Leopard (kann durch Gittergang problemlos umziehen)
Trakt III: 1,1 Schneeleopard (separiert, kann durch Gittergang problemlos umziehen)
Trakt IV: 2,0 Asiatischer Löwe (da größte Außenanlage)

Daf√ľr wird mit Dumai bereits ein Kistentraining durchgef√ľhrt. Man m√∂chte aufgrund ihres Alters eine Narkose vermeiden. Gegen Ende des Jahres (wenn es so schnell geht) ziehen dann die Schneeleoparden aus. Ich nehme an, dass dann wie geplant ein schwarzer Jaguar kommt. Dies wird m.E. aber schwierig, da der eigentlich ja auch ein Wasserbecken braucht und beide belegt sind.
(18.02.2017, 20:39)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Nandus wurde offensichtlich der Weißling durch ein naturfarbenes Exemplar ersetzt.
Beim Kleinsäugerhaus und den Schneeleoparden wird gearbeitet, aber ob das (insb bei den Schneeleos) dieses Jahr was wird?
Das Terrarium des Kaiserskorpions wird umgestaltet. Ebenfalls umgestaltet wird der Bereich oberhalb des Ausganges des Amazonienhauses: die Bepflanzung und die Futterplätze wurden entfernt, dezenter Kunstfels angebracht. Mal schauen wie es fertig aussieht, hatte den Beton eigentlich nie als störend empfunden.

(18.02.2017, 20:30)
Patrick Marburger :   Auch in Stuttgart scheint die Aufstallpflicht aufgehoben zu sein: Gefl√ľgel auf dem Bauernhof, Strau√üe und Helmperlh√ľhner (schon lange nicht mehr gesehen) waren drau√üen. Bei anderen Arten (Greifvogel, Kranich, Papageien) sind die Schutzma√ünahmen noch nicht demontiert.
Schon jetzt gibt es zwei kleine Kamerunschafe.
Fisch des Monats ist der Garibaldifisch.

@ Michael Mettler: interessante Infos, danke! Bin mal gespannt wohin man dann Maik bringt, hoffentlich sucht man wieder eine gute Unterbringung.
(06.02.2017, 15:40)
Michael Mettler :   Flusspferdbulle Mike hatte nicht nur ein Jungtier mit Rosi, wie es in diesem Artikel hei√üt, sondern mindestens sechs. Allerdings kamen zwei davon nicht auf und zwei zogen auf direktem oder indirektem Weg (nach zwischenzeitlicher Haltung in Magdeburg) in asiatische Zoos um.

Mikes Vater Gino soll in Antwerpen mindestens 18 K√§lber gezeugt haben, Mikes Mutter Hermien ist eine Tochter des enorm fruchtbaren Ex-Z√ľricher Paares Kiboko und Hippa. Eigentlich bemerkenswert, dass Mike trotzdem ein genetisch wertvoller Bulle sein soll.
(03.02.2017, 22:32)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.was-plant-die-wilhelma-2017-der-loewe-feiert-sein-comeback.68147f06-6c61-4397-ba40-3f3c1abbd526.html

Und hier jetzt alle Infos, die man sich bisher √ľber die bereits erw√§hnten Artikel zusammen suchen musste. Klingt aus meiner Sicht erfolgsversprechend.
(26.01.2017, 19:13)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2017/24012017-rueckblick-und-ausblick.html

Wie verheize ich die Meldung eines Jungtiers bei den Hirschebern möglichst effektiv?
(24.01.2017, 19:25)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.jahresbilanz-2016-die-wilhelma-zaehlt-jetzt-richtig.8aef8ffa-cb02-4fdd-bdbd-1ddf57a56e2b.html

Also wird Maik (Flusspferd) die Wilhelma verlassen. Bedauerlich, aber bei den gegebenen Umst√§nden verst√§ndlich. Wird spannend wo man ihn unterbringt, Flusspferde gelten ja als nicht gerade leicht absetzbar(?). Ferner wird spannend was mit dem Haus passiert. Umbauen oder abrei√üen f√ľr Schabrackentapire und Hirscheber h√∂rt man seit Jahren hier und da, aber ob aktuell daf√ľr das Geld da ist? So viel ich wei√ü gelten m√§nnliche Schabrackentapire als recht schwer absetzbar und das Zwergflusspferd-EEP sucht doch auch neue Halter, da etwas in das (unver√§nderte) Haus aufzunehmen (am ehesten dann ohne Zucht) w√§re aus meiner Sicht auch nach heutigen Anspr√ľchen m√∂glich, aber ob man dies tun wird? Hoffentlich gibt es keinen langen Leerstand wie z.B. beim Gehege der Gorillas.
(24.01.2017, 19:19)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bilanz-der-wilhelma-in-stuttgart-zahl-der-besucher-ist-2016-zurueckgegangen.5b922565-dca3-4f3d-a456-f7e7016cf661.html

Kurzfassung: Besucherzahlen sanken von 2,3 Mio. auf 1,3 Mio. Insbesondere macht sich hier die Umstellung von Sch√§tzung zu tats√§chlicher Zahl bemerkbar. Nach alter Rechnung w√§ren es 2,2 Mio. F√ľr diesen R√ľckgang sollen Wetter (wie immer) und Verkehr verantwortlich sein. F√ľr 2017 stehen nun Kleins√§ugerhaus, Schneeleo und evtl. L√∂wen auf der Agenda. Bin gespant was davon dann dieses Jahr auch wirklich etwas wird und ob es jetzt schlecht ist, dass die Sunda-Gaviale nicht erw√§hnt werden. (In der F√∂rdervreinszeitschrift, die im Dezmber verschickt wurde, standen sie noch)
(24.01.2017, 16:46)
Patrick Marburger :   Von gestern:
Das Gehege der Geiselspinne wurde neu gestaltet, nun ist das der Ornamentvogelspinne nicht besetzt. Aufgrund leicht zugefrorener Wasserg√§ben durften Tiger, B√§ren und Co nicht nach drau√üen. Das "Vogelhaus" in der Gew√§chshausreihe ist nun komplett einger√ľstet. Dadurch ist das Kamelienhaus eine Sackgasse und davor muss man zum Verlassen des Komplexes auch r√ľckw√§rts zur√ľck in den Wintergarten. Bei Hornotter, Zwergflusspferd, Schneeleopard, G√§nseseger und Kleins√§ugerhaus waren keine gro√üartigen Ver√§nderungen sichtbar. Bei den Limburgern gibt es ein Kalb, dieses lebt bei den Skudden.
(22.01.2017, 18:28)
Patrick Marburger :   Von heute:
Es gibt jetzt, anl√§sslich des 50. des Aquariums, einen Fisch des Monats. Dies ist f√ľr den Januar die Fetzenseenadel. Diese sind jetzt in ein kleineres Becken gezogen. Wenn ich nicht irre sind es zwei weniger. Am Becken selber gibt es einen gro√üen Aufkleber und auf einem Plakat zum Fisch des Monats wird √ľber Jubil√§um, Seenadeln und die M√∂glichkeit f√ľr diese eine Patenschaft zu √ľbernehmen informiert. 500 Euro wer ist dabei? (;
Bei den Strau√üwachteln scheint es nur noch ein K√ľken zu sein.
Die Voliere der Gänsesäger und der erste Part der Subtropenterrassen wirken weitgehend fertig, hoffe das es nicht mehr lange dauert.
(14.01.2017, 16:12)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Kein Problem, die Informationen zur Vogelgrippe sind in offiziellen Texten nicht ganz eindeutig bzw. zoologische Denkweise und beh√∂rdliche Formulierung passen nicht unbedingt zusammen. Die Stallpflicht bzw. die Absicherung von Au√üenausl√§ufen und -volieren sollen laut Verordnung dazu dienen, den Kontakt der gehaltenen V√∂gel mit "Wildv√∂geln" bzw. deren Ausscheidungen zu vermeiden, und auch das Futter muss gesch√ľtzt vor "Wildv√∂geln" aufbewahrt werden. Allerdings ist laut Verordnung nicht jeder wilde Vogel ein Wildvogel, sondern einige zoologische Ordnungen (H√ľhnerv√∂gel, G√§nsev√∂gel, Greifv√∂gel, Eulen,
Regenpfeiferartige, Lappentaucherartige, Schreitvögel) werden als "Wildvögel" definiert, während alle anderen - obwohl wild lebend, wie z.B. eben auch Singvögel - nicht dazu gerechnet werden: https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/geflpestschv/gesamt.pdf

Wenn man die Sachlage etwas √ľberspitzt ausdr√ľckt , dann muss selbst ich als Hobbyhalter von Zwergh√ľhnern (also weder Schau- noch Produktionsbetriebsst√§tte) w√§hrend der Stallpflichtzeit daf√ľr sorgen, dass z.B. kein Haubentaucher Zugang zu meinem K√∂rnerfutter hat, kein Steinkauz in meinen Stall eindringen und kein Kot eines den Garten √ľberfliegenden Alpenstrandl√§ufers im H√ľhnerauslauf landen kann (weil u.a. Eulen, Regenpfeiferverwandte und Lappentaucher zu den "Wildv√∂geln" gerechnet werden), w√§hrend Sperlinge, Kr√§hen und Stadttauben ebenso theoretisch darin ein und aus fliegen, sich am Futter bedienen und alles vollsch... d√ľrften (weil Sperlingsv√∂gel - wozu ja auch die Rabenv√∂gel z√§hlen - und Tauben NICHT zu den "Wildv√∂geln" der Verordnung gerechnet werden).
(07.01.2017, 12:11)
Patrick Marburger :   Da habe ich offenbar tats√§chlich falsche Informationen verbreitet, z.B. http://www.lbv.de/ratgeber/vogelschutz/voegel-fuettern/vogelgrippe-fuettern.html. Ich bitte um Entschuldigung, ist halt die Schwierigkeit wenn Informationen nicht aus erster Hand kommen. Naja, vielleicht bezog sich die Info auch einfach auf einen etwas √§lteren Fall: https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article8354341/Singvoegel-sind-gefaehrliche-Vogelgrippe-Verbreiter.html

In der Wilhelma wird ein Bionik-Lehrpfad geplant. Klingt noch nicht wirklich konkret: http://www.vdi-suedwest.de/wuerttembergischer-ingenieurverein/veranstaltungen/?tx_cas_event%5Bevent%5D=AA88595C7A054A7DAE047400A9C0C5FE&tx_cas_event%5Baction%5D=show&tx_cas_event%5Bcontroller%5D=Event&cHash=e2c52c5012c3c6e106093564c61b7f64
Zu dem Thema gab es vor Jahren in der Wilhelma mal eine Ausstellung. Damalige Pressemitteilung: http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2011/07062011-sonderausstellung-bionik.html
(07.01.2017, 10:36)
Michael Mettler :   Dass das Vogelgrippe-Virus f√ľr Singv√∂gel gef√§hrlich sein soll, f√§nde ich merkw√ľrdig. In unserer Gegend (Raum Hannover) wurde in den Medien darauf hingewiesen, dass wilde Singv√∂gel keine besondere Bedeutung in Zusammenhang mit der Vogelgrippe haben und tot aufgefundene Singv√∂gel deshalb auch nicht gemeldet werden m√ľssen (au√üer bei ungew√∂hnlicher H√§ufung).
(04.01.2017, 18:38)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.zucht-im-zoo-wilhelma-als-tierische-heiratsvermittlerin.cd396f8f-c20d-4e11-bafb-7824cc07187e.html
Interessant ist insbesondere ein Nebensatz: die Wilhelma koordiniert das Bilby-EEP.
Von den letzten beiden Besuchen des Jahres:
Die H√ľhnerg√§nse haben vier Jungtiere, m√ľssten eigentlich die ersten dieser Haltungsperiode sein.
Bei den Schneeleoparden tut sich nicht viel, es wurde abgesperrt und gerodet, richtige Bauarbeiten noch nicht.
Ich bef√ľrchte, dass es nur noch eine Schneeziege gibt.
Trotz der Vogelgrippe sind Pinguine und T√∂lpel drau√üen, eine Sondergenehmigung liegt vor. Man diskutierte die Pingus in das Gehege von Hannibal zu setzen, dies ist mittlerweile wieder vom Tisch. Der Virus ist wohl insbesondere f√ľr Singv√∂gel und Nutzgefl√ľgel gef√§hrlich, dennoch herrscht bekanntlich f√ľr das gesamte Federvieh Aufstallpflicht.
Als ich ins Niedere Affenhaus kam und die Gibbons alle drei Gehege nutzen konnten und von den Haubenlanguren weit und breit nichts zu sehen war traf mich schirr der Schlag. Langer Rede kurzer Sinne: den Haubenlanguren geht es gut, damit die Gibbons mehr Abwechslung haben k√∂nnen diese stundenweise alle Gehege nutzen und die Haubenlanguren sitzen dann im r√ľckw√§rtigen Bereich. Mittbekommen habe ich dies aber noch nie, ein zust√§ndiger Tierpfleger den ich bel√§stigte ebenfalls nicht. Wie gut es ist, dass (als die Haubenlanguren wieder zur√ľckkamen) Gibbonkot auf dem Boden lag und mit Freude deren Futter verzehrt wurde sei dahingestellt.
Im Kindergarten der Gorillas sind jetzt Infoschilder (Geschichte der Menschenaffenhaltung in Stgt und Mimi) aufgebaut. Diese sind zwar sch√∂n, allerdings d√ľrfte dies wohl bedeuten, dass sobald keine mittlere Affenart (h√§tte ich mir f√ľr die Drills gew√ľnscht) einzieht. Vermutlich weil man eben im Falle eines Falles nicht wei√ü wohin der Interimsbesatz soll.
Wie es mit dem Dickh√§uterhaus II nach dieser Serie an Todesf√§llen (stelle ich mir f√ľr die Belegschaft schlimm vor, der Start in 2017 m√ľsste aber eigentlich ganz gut gelingen) weitergeht ist unklar. Es wird √ľberlegt die Hirscheber nach oben zu holen, ein einsehbares Innengehege w√§re schon was. Maik w√ľrde man gern abgeben, das in Frankfurt eine einzelne Flusspferdkuh steht hat man aber auch auf dem Schirm. Bautechnisch ist wohl zu beachten, dass die Wand zwischen Flusspferdbecken und ehem. Zwergflusspferdgehege statisch wichtig ist.
(31.12.2016, 15:42)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/23122016-fetzenseenadel.html
(24.12.2016, 09:54)
Oskar Schwitters :   Hannibal kommt in Museum, Rosi hingegen. Derzeit liegt Hannibal noch in einer Gefriertruhe.
(22.12.2016, 15:30)
Patrick Marburger :   Einen Beitrag einzuf√ľgen hat erst im dritten Versuch geklappt, daher der etwas lapidare Text. Vermutliche Ursache: Man darf sein Passwort nicht mittels Kopieren und Einf√ľgen eingeben.

Zum Thema: Es gibt anstelle der Bestandsliste von 2011 nun eine neue von 2015. Beim √úberfliegen sah ich, dass mindestens Nagetiere, Fledertiere und Primaten fehlen?

(18.12.2016, 20:10)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/fileadmin/pdf/Angebote/2016/Tierbestandsliste_2015.pdf
Neue Bestandsliste- keine Primaten mehr?!
(18.12.2016, 20:07)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Nach Hannibal ist nun auch Rosi (Flusspferd; Gestern; 49 Jahre) verstorben. Was im Dickhäuterhaus II dieses Jahr verstorben ist, ist schon eine bedauerliche Serie: 1 Flusspferd, 1 Zwergflusspferd, 3 Hirscheber! Aktuell leben im Haus also zwei Hirscheber und ein Flusspferd. Bin mal gespannt wie man jetzt weiter macht. Im alten Zwergflusspferdgehege war ein frischer Salzstein angebracht, ob man die Hirscheber oben zeigen will? Eine nicht vermittelbare, männliche Schabrackentapirnachzucht wäre aus meiner Sicht ja eine gute Idee, aber ob man in dieses Haus noch neue Tiere holen will?
Die Vogelgrippe hat nun zur Folge, dass alle V√∂gel nicht oder nur unter Schutzma√ünahmen (Folien) zu sehen sind. Mit zwei Ausnahmen: Brillenpinguin und Basst√∂lpel. Aus der Not heraus hat man nun √ľbrigens G√§nsegeier und Seeadler vergesellschaftet.
Zwei Jungtiere bei den Straußwachteln.
(17.12.2016, 14:51)
Patrick Marburger :   Von heute:
Vogelgrippe auch in Stuttgart. http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/kurzmeldungen/detail.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2016&tx_ttnews%5Bmonth%5D=11&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1585
Allerdings mit f√ľr den Laien unverst√§ndlichen Folgen: Weg sind Pelikane, die Stelzvogelwiesen, Marabu, Sudan-Hornrabe, die H√ľhner auf dem Schaubauernhof, alle nicht betretbaren Volieren der Vogelfreiflugvoliere, sowie die asiatischen und afrikanischen Abteile letzterer. Folgerichtig noch da sind die Subtropenterrassen, Brillenpinguine, T√∂lpel, Pfaue, Greifv√∂gel und Flamingos. Zus√§tzliche Schutzma√ünahmen an Volieren entdeckte ich nur an der Damaszenerhalle (und da bin ich mir nicht mal sicher).
Weiteres:
Der Weg an den Außenanlagen von Biber und (ehem.) Otter ist (wegen den Schneeleos) nicht zugänglich, das Innengehege nicht einsehbar, die Außenanlage nur schlecht. Dort zeigten sich die Bewohner allerdings so schön wie selten.
Ein Prachtsexemplar von Weißkehl-Waran ist in das alte Gehege der Fenneks gezogen.
Die 1,2 Säbelantilopen (mit denen sich die Wilhelma, dank des Namens Isis einen lächerlichen Skandal ins Haus geholt hat; http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/aerger-um-zoo-tier-isis-48793200.bild.html;http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wirbel-um-antilopen-name-in-der-wilhelma-isis-bleibt-isis.0bc4968d-381a-44bf-9221-1ef9c3e8e84e.html ) sind nun auf der Anlage. Die Vergesellschaftung scheint gut verlaufen zu sein, ein beeindruckendes Bild. Beschildert sind sie noch nicht. Ihrer Aufgabe im Erhaltungszuchtprogramm gerecht zu werden versuchen sie bereits.
(19.11.2016, 16:22)
Patrick Marburger :   Der stellv. Revierleiter sprach explizit von einem (alleinigen) Besitzanspruch. Welche Anspr√ľche wer hat wird immer im Vorfeld vertraglich festgelegt. Im Falle von Savita ist es wohl so, dass ihr erstes Jungtier der Wilhelma geh√∂rt. Da man ja einer der erfolgreichsten Z√ľchter war und ist (au√üer Basel und Berlin f√§llt mir da im deutschsprachigen Raum auf die Schnelle niemand mit besseren Bilanzen ein) kommt so bestimmt einiges zusammen (insbesondere da bei Enkeln √§hnlich verfahren wird) einiges zusammenkommt ist klar, aber jedes dritte Tier in Gefangenschaft? Wie gut es ist, dass die Wilhelma-Gene so weit verbreitet sind ist eine andere Frage: die erste Zuchtkonstelation (Puri x Nanda) kam aus Basel, waren wohl Halbgeschwister. Mit Brunno hat man, als Partner der genetisch extrem wertvollen Sani, sich einen Sohn von Puri und Nanda- auf gut deutsch ein ingez√ľchtetes Tier- in den Bestand geholt. Sprich wenn ich nicht irre sind alle in Stuttgart geborene Nash√∂rner leicht ingez√ľchtet, und das sind nicht gerade wenige. Merkt man davon eigentlich was? (Bin mir nicht ganz sicher, hie√ü es eigentlich nicht sogar mal, dass Inzucht Panzernash√∂rnern √ľberhaupt nicht schaden kann?)

Der m√§nnliche Gavial ist √ľbrigens mehr als vier Meter lang, man beabsichtigt Zucht. Wie das in der Halle aussehen soll wei√ü ich auch nicht: aufgrund ihrer Gr√∂√üe und dem nur dort vorf√ľhrbaren Sprung wird man Tong nicht in eines der Seitenabteile verbannen (vor allem da im Hauptteil keine M√∂glichkeit zur Eiablage), zwei Gaviale in einem der Seitenabteile w√§re aber auch nostalgisch, dass man die beiden Seitenabteile durchg√§ngig gestalten kann w√§re ideal, aber ob das m√∂glich ist? Vor allem hie√ü es bei der Abgabe der zwei kleineren Leistenkrokos, da man froh ist, dass man nun wieder weniger Tiere als Abteile hat damit man zum reinigen umsperren kann,

Beim zuk√ľnftigen Besatz des Raubtierhauses geht es mir √§hnlich. Aus meiner Sicht w√§re von Elefantenhaus nach Affenfelsanlage vern√ľnftig: gro√üe Freianlage gegenw√§rtig Tiger, zuk√ľnftig L√∂we (im neuen Haus will man auch z√ľchten), K√§fig I gegenw√§rtig Schneeleo, zuk√ľnftig Leopard od Tiger, K√§fig II gegenw√§rtig Schneeleo, zuk√ľnftig Leopard od Tiger, K√§fig III (mit Wasserbecken) gegenw√§rtig Leopard, zuk√ľnftig Jaguar.
(28.10.2016, 20:41)
Michael Mettler :   Formell muss doch aber irgendwer das Eigentum an den Tieren innehaben, selbst wenn sie zur "Verteilung" f√ľr Zuchtzwecke durch ein Zuchtmanagement zur Verf√ľgung stellt. Fr√ľher war es in Zuchtgemeinschaften zwischen zwei Zoos doch nicht un√ľblich, dass der Nachwuchs (und damit das Eigentum an ihm) untereinander aufgeteilt wurde. Erkl√§ren sich die 70 Nash√∂rner dann durch Eigentumsanspruch an Kindern, Enkeln, Urenkeln usw. der Stuttgarter Stammeltern?
(28.10.2016, 19:02)
WolfDrei :   @P. Marburger: ``70 Panzernash√∂rner ` geh√∂ren der Wilhelma``: das ist sicher zu interpretieren, zumal ja heute nicht mehr im eigentlichen Sinne Tiere verkauft oder eingekauft werden ( ich meine die EAZA-Zoos - was nicht bedeutet, dass es das nicht mehr gibt ): es wird ``eingestellt``.
Mein Wissen zu den Wilhelma-Rhinos: als ich erstmals die Wilhelma 1990 besuchte, gab es etwa 80 Panzernash√∂rner in Zoos weltweit mit geh√∂rigem M√§nner√ľberschuss. Das Wilhelma-Paar ``zeichnete`` sich gerade dadurch aus, dass es zu dem Zeitpunkt 8 Geburten hatte - alles Bullen. Offensichtlich wollte man die Zucht nicht auslaufen lassen, k√ľmmerte sich in San Diego um eine neue Kuh - das war Jhansi. Da aber offensichtlich zur gleichen Zeit die letzte und neunte Geburt ein Weibchen brachte und - oh Schreck - Jhansi ein nicht eingeplantes weibliches Baby bekam (die heutige Betty), verblieben Jhansi und Betty im Tierpark Berlin. Soweit ich mich noch erinnere, war die damalige Nashornanlage aus der ``Betonzeit`` keinesfalls f√ľr 4 - 5 Tiere ausgelegt. Das zu meiner Interpretation.
Möglich also, dass die Gene der Wilhelmabullen heute weltweit verbreitet sind - aber ``Eigentum``?

(28.10.2016, 18:46)
Patrick Marburger :   Vom Patentag:
0,2 Säbelantilopen aus Lissabon sind da (und bereits im Absperrgehege der Zebras, das Männchen lebt schon in Vergesellschaftung mit Grevy und Dorkas). Von den 200 weltweit in Zoos lebenden Panzernashörnern gehören 70 der Wilhelma?! Besatz des Kleinsäugerhauses: Rennkuckuck, Weißstirnspint, ein Kolibri, Nacktmull, Tamandua und Faultier. Eröffnung zu den Sommerferien nächsten Jahres. Bei den Schneeleoparden eröffnet man im Herbst. In die Krokodilhalle ziehen Ende diesen Jahres zusätzlich zum Leistenkrokodil (es bleibt beim Einzeltier) 1,1 Sunda-Gaviale, Zucht wird beabsichtigt. Welche Affenart in den Gorilla-KG zieht ist unklar, klang noch sehr theoretisch. Die Flusspferdanlage am Neckar ist wohl noch sehr unkonkret, das zuständige Revier erfuhr/erfährt davon nur aus der Presse. Nach dem die Schneeleos aus dem Raubtierhaus ausgezogen sind folgen Ende nächsten Jahres 2,0 Asiatische Löwen und ein schwarzer Jaguar nach.
Sonst von heute:
Die Voliere der Anlage f√ľr B√§ren und Klettertiere ist komplett einger√ľstet. Einem der Kakas fehlt ein Auge (wie lange schon?), die Zwergseiden√§ffchen sind vom 18, Oktober, es gibt weitere 4,4 Ferkel bei den Schw√§bisch-H√§llischen.
(28.10.2016, 17:20)
Patrick Marburger :   Von heute:
Seit dem 22.10 gibt es ein Haubenlangurbaby III! Das Muttertier ist schwarz, das Jungtier wird es wohl auch.
Der einzelne Springtamarin (bei Krallenaffe, Aguti. Faultier etc.) ist nicht mehr angeschrieben. Wieder streit mit dem männlichen Faultier?
In der gesamten Dschelada-Anlage war stellenweise eine rote Fl√ľssigkeit zu sein. Ich hoffe (insbesondere aufgrund der Menge) inst√§ndig, dass ich mich t√§usche...
Beim Kapwaran wird fleißig gearbeitet, das lässt auf einen baldigen Einzug hoffen.
(25.10.2016, 17:43)
Patrick Marburger :   Hundert Jahre sollst du leben!

Heute beging Hannibal, seines Zeichens mit ordentlichem Vorsprung das älteste Zwergflusspferd der Welt, beging heute seinen 50. Geburtstag. Neben der obligatorischen Torte waren auch zig Fernsehteams u.ä. (Cannstatter Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, ZDF, SWR, Regio-TV, Zoofreund etc. etc.) anwesend. Wie das in dem schmalen Besucherbereich zuging mag man sich vorstellen.

Ansonsten:
Geburt bei den Zwergseiden√§ffchen (sah noch recht klein aus); an dem Waran-Gehege wird gearbeitet; den Kaiman bereits mehrmals gesehen, nun erstmals gut; das Hirscheberweibchen, welches ich im Juni hier erw√§hnte verstarb vor 1,5 Wochen, auf den Obduktionsbericht wird noch gewartet; Savita ist nun in Lissabon; die S√§belantilope steht nun nicht mehr im gro√üen Absperrgehege hinten sondern in einem kleinen direkt an den zuk√ľnftigen Mitbewohnern, hoffentlich gelingt die Vergesellschaftung.
(19.10.2016, 16:45)
Patrick Marburger :   Nachtrag: bei den Schweinen gibt es seit dem 29.09. 5,5 Ferkel; das Kalb der Hinterw√§lder ist bei den Skudden. Im ganzen Zoo (wenn ich mich nicht t√§usche sogar in jedem Tierhaus) wird die Veranstaltung an Halloween beworben, auch mit zwei gro√üen Transparenten die dank Jahreszahl danach nicht mehr verwendbar sind.
(08.10.2016, 15:58)
Patrick Marburger :   Von heute:
Ich sah nur einen Brillenb√§ren, der "tigerte" immer nahe dem Separierungsbereich. Keine Ahnung was dahintersteckt. Die Dorkas-Gazellen nutzen immer √∂fter auch das vordere drittel der Anlage, sie ein Eichh√∂rnchen jagen sehen d√ľrfte zu den selteneren Anblicken geh√∂ren. Im Insektarium (genauer gesagt in der Schmetterlingshalle) lebt eine Ratte. Ein Prachtexemplar, hoffentlich h√§lt sich der Schaden in Grenzen. Es wird eine Besucherumfrage (man wird irgendwo im Zoo angesprochen) durchgef√ľhrt. Fragen waren es ca. 25. Neben den √ľblichen Fragen (Alter, Wohnort, Bildungsstand etc.) wurde z.B. die H√§ufigkeit des Besuches, das Beschilderungssystem (es wurde zwischen Orientierung und den eigentlichen Schildern an den Gehegen sogar differenziert), die Gastronomie, der Hauptgrund des Besuches, welchen der "Zoogrunds√§tze" man f√ľr am wichtigsten h√§lt, welche Tierarten man am liebsten besucht, welche Tierarten man vermisst, was einem an einem Zoof√ľhrer (Neuauflage geplant) am wichtigsten ist, wie man den Eintrittspreis einsch√§tzt und welchen Teil des "Dreiklangs" man f√ľr am wichtigsten h√§lt abgefragt. Durchgef√ľhrt wird die Umfrage vom Badischen Landesmuseum (also einer "Tochterfirma" o.√§.).
(08.10.2016, 15:29)
Patrick Marburger :   Vom Infostand √ľber das Vogel- und Kleins√§ugerhaus anl√§sslich des Wilhelma-Tages:
Den zuk√ľnftigen Besatz bilden (voraussichtlich): Zwergm√§use, Rennkuckuck (wird zusammen mit Vogelspinne und Schlange pr√§sentiert, Vergesellschaftung mit X), Nacktmull (abgedunkeltes R√∂hrensystem), Bienenfresser (Zucht beabsichtigt, aufw√§ndige Brutwand zu den Pflegerr√§umlichkeiten hin), Prachtfinken, Balistar (die im Maurischen Landhaus m√ľssen ja dem Australien-Haus weichen), "Asiatische V√∂gel", Tupaja, , Zwergfalken, "Kleinv√∂gel" und Tamanduas (Vergesellschaftung mit X). Die urspr√ľngliche Idee Faultier frei im Haus zu halten wurde verworfen, da zu aufw√§ndig. Erstmal bleiben diese im JAZ, perspektivisch sollen sie ins Amazonienhaus (ob freilebend oder nicht ist noch nicht fest).

Ansonsten:
In das Gehege der Fransenschildkr√∂ten zog ein juveniler Breitschnauzenkaiman. Geschl√ľpft am 3. August.
Im Amazonienhaus wurde √ľber dem Besucherweg (die Kurve zur Anakonda- ehemals Leguan- hin) ein Ast mit W√§rmelampe angebracht, vermutlich will man einen weiteren Stammplatz f√ľr die Leguane etablieren.
Schon länger sah ich keine Armmolche mehr, hoffentlich sind die noch da.
Die hinter Vogelvoliere im großen Gewächshaus (ehemals Viktoria-Regia-Haus) wurde abgerissen, in den nächsten Monaten wird sie saniert.
Bei den Schneeleoparden liegt noch keine Baugenehmigung vor. Man hofft nächstes Jahr eröffnen zu können. Die Innenanlagen können nicht genutzt werden.
(02.10.2016, 15:17)
Patrick Marburger :   Von heute:
Die Säbelantilope ist aus England.
Bei den K√ľhen gab es am Sa eine Geburt. Das Kalb ist an Besuchern √§u√üerst interessiert.
Die Pouitus lagen im hintersten Bereich der Anlage unter den Bäumen, da waren selbst die Hinterteile der beiden Przewalskis attraktiver.
(27.09.2016, 20:28)
Patrick Marburger :   Von heute:
Eine S√§belantilope steht im Absperrgehege der Zebras. Ein toller Neuzugang und (s.u.) sogar p√ľnktlich. Hoffentlich klappt die Vergesellschaftung mit Zebra und Dorkas.
Die beim letzten mal als neu genannte WG im JAZ ist wieder beendet.
Bei den Schneeleoparden geht es nun los: Bauzäune wurden aufgestellt, die Bäume mit Schutzvorrichtungen versehen.
Große Fortschritte auch beim Kleinsäugerhaus, es stehen bereits mehrere Wände. Nur zum Tierbestand nichts neues, ob man am Wilhelma-Tag (dort gibt es sogar einen passenden Infostand) mehr verrät?
Bei den Anlagen von Kap-Waran und dem Gorilla-KG keine Veränderung.
Wie bereits in den Zeitungen zu lesen sind die Bongos wieder da. Sie machen sich sehr gut auf der neuen Anlage.
Die Przewalskis sind weg, die Poitous dort eingezogen. Schade!
Mal schauen wann Wisent, Bison (angek√ľndigt) und Damhirsch (meine Vermutung) weg sind. Hier ist man dabei einige Musterbeispiele f√ľr Ex-situ Artenschutz abzugeben, die bereits erfolgte Beendigung der Haltung von Onager, Addax und (wenn auch etwas l√§nger her) Milus nicht zu vergessen. Aber gut mit S√§belantilope und McCourds-Schlangenhalsschildkr√∂te sind auch unter diesem Aspekt nennenswerte Arten in j√ľngster Zeit in den Bestand gekommen.
Laut neuem Wilhelma-Magazin wurde Hannibal operiert, das klang fast wie ein vorzeitiger Nachruf.
(24.09.2016, 14:29)
Patrick Marburger :   Von den letzten Besuchen:
Die Fenneks (US-Import) gingen nach Augsburg und werden durch einen Wei√ükehlwaran ersetzt. In Stuttgart mal wieder einen gro√üen Waran zu sehen h√§tte ich nicht f√ľr m√∂glich gehalten. Wie vor Monaten angek√ľndigt wurden nun die Springtamarine mit den Zwergseiden√§ffchen vergesellschaftet. Die Zwergseiden erkunden ihr neues Domizil ausgiebig, w√§hrend den Springtamarinen das Kleinzeug suspekt zu sein scheint: sie waren trotz Wetter alle im Au√üengehege. Die beiden Gehege sind auch durch einen bodennahen Durchgang verbunden, ob man endlich das Potential nutzt im JAZ mehr Unterbesatz zu zeigen? Bei den Kleins√§ugern wird ordentlich gearbeitet, mittlerweile sieht man schon einige W√§nde. Das Geb√§ude wird massiver als ich gedacht h√§tte. Die Breitschnauzenkaimane haben nachgezogen, die JUVs sitzen hdK im Terrarium, schaut nicht gut aus. Gorillas und Bisons k√∂nnen √ľbrigens schon l√§nger wieder das ganze Gehege nutzen. In den verwaisten Gorilla-KG soll eine "mittlere Affenart" einziehen. Allerdings nur so lange bis er wieder zur Aufzucht ben√∂tigt wird. Ich pers√∂nlich w√ľrde die Drills sch√∂n finden, die k√∂nnten ein gr√∂√üeres Gehege sehr gut vertragen und passen in das √ľberwiegend s√ľdamerikanische JAZ eh nicht so wirklich. Das Innengehege der Br√ľllaffen-Jungs ist zwar besser als ich gedacht h√§tte, die k√∂nnte ich mir aber im jetzigen Drill-Gehege (oder im alten Menschenaffenhaus) gut vorstellen. Die Dschelada-Quarant√§ne ist √ľbrigens beendet, mal schauen ob es wieder langen Leerstand gibt.
(18.09.2016, 17:50)
Patrick Marburger :   Gestern gab es eine Geburt bei den Vikunjas. Habe ich von Beginn bis Ende mitverfolgt. In dem Kontext war von "geboren" √ľbrigens weitaus seltener zu h√∂ren als von "geschl√ľpft"... Bei Interesse gibt es ein Video und weitere Bilder (aber nicht alle 900) der Geburt per We-Transfer.
(23.08.2016, 19:02)
Patrick Marburger :   Nachtrag:
Die Weissnackenkraniche sind wieder da, der Kronenkranich wieder weg.
Von heute:
Mittlerweile mind. sieben K√ľken bei den Flamingos. Warum auch immer ist der J√§gerlist in der Krokodilhalle nicht mehr da und auch nicht ausgeschildert. Vielleicht hatte das Leistenkroko lust auf einen Nachtisch. Die Sanierung wirkt bei den Gorillas fast abgeschlossen. Die Erdm√§nnchen haben zwei neue Jungtiere. Die Baustelle bei den Kleins√§ugern ist jetzt mittels zwei Scheiben einsehbar. Und man sieht nichts... Das Areal ist eine einzige Erdfl√§che, kein Fundament geschweige denn ein Geb√§ude vorhanden. Ob der Plan bis zum Winter das Gew√§chshaus zu bauen klappt wage ich zu bezweifeln.

(30.07.2016, 19:03)
Patrick Marburger :   Von heute:
Bei den Flamingos sind es mittlerweile mind. sechs K√ľken. Wie der Kurzohr-R√ľsselspringer und der 2. Damhirsch sind sie aber immer noch nicht angeschrieben.
Die Somali-Wildesel haben ein Jungtier. Da eine Stute seit zwei Besuchen nicht zu sehen war und aufgrund der Aufenthaltszeit des Hengstes ich mir Juli/August als Geburtstermin ausgerechnet hatte hoffte ich, nun habe ich es erstmals gesehen. Laut einer Besucherin kam die Meldung schon im Radio, da das Fohlen aber nur im Absperrgehege ist und am Gehege selbst kein Hinweis angebracht wurde könnte ich mir eine Verwechslung mit dem Pouito-Esel vorstellen. 11. Juli 2010 könnte der Geburtstag des letzten Fohlens gewesen sein.
An einigen Stellen (Insektarium, Vogelfreiflugvoliere, JAZ) wurde (schon im Zeitraum meines letzten Updates) begonnen die Beschilderung auf Vordermann zu bringen, mal schauen wenn man hier konsequent sein möchte hat man noch einiges zu tun.
(22.07.2016, 14:19)
Patrick Marburger :   Von gestern:
Die Kurzohr-R√ľsselspringer haben nur noch ein Jungtier.
Die Strauße und Hirscheber zeigen aneinander deutliches Interesse, vielleicht klappt es diesmal.
In das umgestaltete Terrarium der Spitzkopfnatter zog eine(?) Vietnamesische Langnasennatter. Hier hat man tolle Ergebnisse in Sachen Bestandsveredelung und Umgestaltung erzielt. Hoffentlich macht man weiter, noch haben die Mehrheit der Terrarien Betonwände.
Bei den Mesopotamiern gibt es ein zweites Jungtier.
(17.07.2016, 19:18)
Patrick Marburger :   Von heute:
Seit Dienstag haben die Kurzohr-R√ľsselspringer zwei Jungtiere.
Bei den Bongos ist der Besucherbereich eine einzige (betretbare) Baustelle. Wie gesagt die Anlage selbst ist schon fertig, nur die Bongos fehlen bis Herbst...
Die Umgestaltung bei der Spitzkopfnatter geht z√ľgig voran, schaut wie die anderen Umgestaltungen der letzten Zeit gut aus. Vielleicht braucht man diesmal nicht ganz so lang.
Die Flamingos haben mittlerweile mind. vier K√ľken, angeschrieben sind sie immer noch nicht.
Die Aufteilung der Kontinente in der Vogelfreiflugvoliere verfällt, blöden Besuchern sei dank, immer mehr.
Das tote Jungtier bei den Blutbrustpavianen ist nicht mehr da. Ich finde es toll, dass das Haus jetzt nicht mehr nur aus Leerstand besteht, hoffentlich schaut man dass dieser Zustand nicht nach dem Auszug der Dscheladas (bald; wie lange dauert in einem solchen Fall eigentlich eine Quarant√§ne?) und den drei Orangs (wohin damit?) wieder einkehrt. Gerade die Drills haben durch den JAZ-internen Umzug (der mit den Greifstachlern ein hohes Opfer forderte) nur geringf√ľgig profitiert.
Die Sanierung des Gorilla-Kindergartens scheint fast fertig zu sein, es ist jetzt nur noch ein Gehege. Mal schauen wie es mit dem weitergeht...
(09.07.2016, 16:58)
Patrick Marburger :   Kleines Update von heute:
Bei den Flamingos sind es mittlerweile mindestens drei Jungvögel.
Im Gehege der Klunkerkraniche war der Kronenkranich von gegen√ľber. Achja die Paradies br√ľten schon wieder, da ist die letzten male aber eh nichts bei herausgekommen.
Bei den Alpakas gibt es zwei Jungtiere, eines davon war schon bei meinem letzten Besuch da.
Die Biber haben Jungtiere. Gesehen habe ich nur eines, muss aber bei diesem Innengehege nichts heißen.
Einer der Brillenbären bewegte sich heute ausgiebig im Wasser, so noch nie gesehen.
Bei den Grevys laufen zZ vergesellschaftungsversuche mit dem neuen Hengst, man m√∂chte z√ľchten.
Bez√ľglich der Dscheladas war ich zu voreilig. Das Tier wurde immer noch von der Mutter getragen. Es hat schon etwas seltsames wenn das Tier bei der Fellpflege des toten Jungtiers beobachtet. Wird das langsam nicht gesundheitsgef√§hrlich? Wie wurde denn in vergleichbaren F√§llen gearbeitet (wie lange, auch vor den Kulissen)? Bin froh dass es dar√ľber keine Berichterstattung im Stil von Bild oder so gab, hoffentlich bleibt das so. Ich habe √ľbrigens keinen Besucher bemerkt der die Info oder gar das tote Jungtier entdeckt hat.
(01.07.2016, 15:53)
Nikolas Groeneveld :   Schlechte Nachrichten aus der Wilhelma.
Auch das zweite Hirscheberjungtier ist inzwischen an einem angeborenen Herzfehler gestorben.
Damit verbleiben drei Hirscheber in der Wilhelma.
(01.07.2016, 10:46)
Patrick Marburger :   Nachtr√§glich nachgetragene Nachtr√§ge im Monolog: Die Flamingos haben ein erstes K√ľken. Zahlreiche Tiere br√ľten. Ist aber noch nicht angeschrieben. Ebenfalls nicht angeschrieben ist das bereits erw√§hnte Hirscheber Jungtier und ein (vermutl. bereits etwas √§lteres) Jungtier der Kleinen Kudus. Bei letzteren erzielt man bzgl. der Vergesellschaftung deutliche Fortschritte. Wie kommts?
(25.06.2016, 18:57)
Patrick Marburger :   Das Gehege der Spitzkopfnatter ist "wegen Umbau zur Zeit nicht besetzt". Hoffentlich dauert das nicht wieder so lange... In jedem Fall wird bereits gearbeitet. Bei den Bongos habe ich mich zu fr√ľh gefreut: die Anlage ist zwar bereits fertig bis Herbst werden aber nur Hornrabe und Marabu dort sein. Die Au√üenanlagen des AS-Amazonienhauses habe ich heute erstmals (also seit dem Umbau versteht sich) besetzt gesehen. Moritz (Orang) hat man mit den beiden verbleibenden alten Weibchen vergesellschaftet. Die anderen beiden sind schon weg. Mal schauen was man mit den drei "Problemtieren" macht, vermitteln will man sie, aber welcher Zoo bietet hier schon freiwillig Asyl. Bei den Steinb√∂cken sind es nun mehr drei Jungtiere. Das Ferkel der Hirscheber sah ich, allerdings nur innen, sprich es gibt leider kein Bild. Bei den Dscheladas trug ein Tier einige Tage ein totes Jungtier. Mittels eines Infoschilds wurden die Besucher dar√ľber aufgekl√§rt. Um 15:00 dann Abbruch des Besuches, da es unwetterartig regnete, eine Viertelstunde sp√§ter schien die Sonne....
(25.06.2016, 15:38)
Patrick Marburger :   In der aktuellen Berichterstattung ist von dem toten Jungtier mal wieder nichts zu lesen, wahrscheinlich hat man nach dem Theater mit Corinna Angst vor noch mehr schlechter Presse. (Auch wenn sie in beiden F√§llen jeglicher Grundlage entbehrt.) Vielleicht ver√∂ffentlicht ein Frank Albrecht oder ein anderer guter Freund der Wilhelma die Sache mit dem 2. Jungtier, daher w√§re es aus meiner Sicht klug gewesen den Todesfall nicht zu verheimlichen. Zu den Bongos dieser Link:http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bongo-gehege-der-wilhelma-nimmt-formen-an-zoo-setzt-auf-afrikanische-kunst.5ca19892-ac14-4753-890c-cf8f5b1d93b2.html. Wie viele Millionen Frankfurt f√ľr die Umgestaltung gebraucht h√§tte? Was ich mich gefragt habe: w√§re es eigentlich m√∂glich in dem ganz schmalen (und unterhalb vom Absperrgehege kaum genutzten) Gehege der Okapis Ducker unterzubringen und diesen Zugang zu Bongos und Okapis (mittels kleinen √Ėffnungen im Zaun) zu gew√§hren?
(23.06.2016, 09:16)
Patrick Marburger :   Einige Neuigkeiten vom heutigen Besuch:
Das Leistenkrokodil "Deng" ist tot. Schuld sind in das Becken geworfene Gegenst√§nde, dabei gibt es schon immer gro√üe Warnschilder (die immer mehr werden). Hier bef√ľrchte ich, dass man sich bald √ľber eine millionenteure und g√§nzlich unattraktive Nachr√ľstung der Halle (bspw. mittels Glasscheiben) Gedanken machen muss. Aktuell lebt der Wei√üling also alleine in der Halle.
Von einigen l√§rmintensiven Bauarbeiten im Besucherbereich abgesehen wirkt die Anlage der Bongos weitgehend fertig. Da die Fertigstellung ja f√ľr Juni bzw. die Jahresmitte angek√ľndigt war, dachte ich dass das ein sch√∂nes Weihnachtsgeschenk gibt, aber die Variante ist sowohl ungew√∂hnlich, als auch besser. Marabus und Sudan-Hornrabe sind bereits eingezogen. Falls man (wie es aussieht) nicht zwischen der schmalen Anlage mit Wassergraben und der gro√üen Anlage der Gruppe trennt, w√ľrde dies bedeuten, dass die Weibchen erstmals mit den drei V√∂geln in Kontakt kommen w√ľrden. Bei der Infoh√ľtte bin ich mir nicht sicher, ob das (wie im Zoofreunde-Forum zu lesen war) wirklich eine wird, bisher sieht es nur nach einer Sitzgelegenheit aus, hoffentlich kommen doch noch Schilder.
Das weibliche Hirscheber Juv (Geburtsgewicht: unter 600 Gramm) hat es trotz Zuf√ľtterung im zwei Stundentakt nicht geschafft. Dem m√§nnlichen Juv (Geburtsgewicht: 700 Gramm, aktuell etwa 1 kg) geht es gut. Meine Vermutung in Bezug auf das neue Weibchen war richtig, es ist tats√§chlich der letztj√§hrige Nachwuchs aus Chester.
Bei den Dscheladas wird eine Verkleinerung der Gruppe vorgenommen. Die Tiere gehen nach Kalifornien bzw. Frankreich. Zur Zeit befinden sie sich in der Vorquarant√§ne im alten Menschenaffenhaus. Also geht es (wie bei den Klammeraffen auch) wenn es sein muss doch... Die Planungen f√ľr eine M√§nnergruppe (siehe altes Wilhelmamagazin) sind im Sande verlaufen. Gegangen w√§re es um die jetzige Anlage der Japanmakaken, da diese zu nah an der Zuchtgruppe ist w√§re dies schlecht.
Bei den Steinböcken gibt es zwei Jungtiere.
(17.06.2016, 15:47)
Patrick Marburger :   Aufnahme war zu gro√ü und wird vom zurecht schneiden auch nicht besser. Der Vater der Jungtiere m√ľsste √ľbrigens ein anderer sein, zum Muttertier kann ich nichts sagen.
(14.06.2016, 19:43)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: mit weiteren Bildern wird es schwierig, das Tier wird ja nicht in der Gruppe bleiben. Beobachten werde ich die Sache aber weiterhin. Hoffentlich anbei eine miserable Aufnahme von Juni 2014.
Noch ein Nachtrag zu meinem Bericht: die drei letztjährigen Juvs der Gänsegeier sind in Bulgarien, zur Auswilderung.
In Bezug auf Sani steht ja in Zoof√ľhrern usw., dass sie ein nepalesisches Staatsgeschenk war. Hat hier jemand weitere Infos? Spannend f√ľr mich w√§re bswps. an wen das Geschenk ging (idR ja an eine konkrete Person) und zu welchem Anlass. Auch w√§ren detailierter Infos als "Staatsgeschenk aus Nepal" (wie in den F√ľhrern steht) spannend, genauso wie das mit diesem Artikel zusammenpasst: http://old.himalmag.com/component/content/article/3080-Round-up-of-regional-news.html
(14.06.2016, 19:38)
Michael Mettler :   Meiner Erinnerung nach habe ich noch nie ein Markhorjungtier mit solchen wei√üen Abzeichen gesehen und f√§nde es interessant, irgendwann mal ein Foto von ihm in sp√§terem Alter sehen zu k√∂nnen. Eine schlichte Farbmutation ist ja nicht auszuschlie√üen, andererseits wurde anl√§sslich einer Studie in Wien vor einiger Zeit unerwarteterweise Hausziegen-Einkreuzung in Markhoren verschiedener, in der Zusammenfassung nicht namentlich genannter Zoos festgestellt - auch sowas kann sich nat√ľrlich irgendwann farblich "herausmendeln"...
(10.06.2016, 09:54)
Patrick Marburger :   Ich komme gerade von der Mitgliederversammlung des F√∂rdervereins:
Bei den Hirschebern gibt es seit Dienstag 1,1 Jungtiere. Das Weibchen ist etwas schw√§chlich. Daher hat man sich entschlossen etwas Milch zu zu f√ľttern. Man ist aber zuversichtlich, dass beide Jungtiere aufkommen.
Ab Herbst werden Säbelantilopen (Artenschutzauftrag!) die Gemeinschaftshaltung von Dorkas-Gazellen und Zebras bereichern.
Beim Kleins√§ugerhaus liegt das Baugesuch der Stadt Stuttgart vor. Bis Winter m√∂chte man bauen. Im Winter den Innenausbau vornehmen. Im Fr√ľhjahr er√∂ffnen. Die Mischung aus Zoologie (V√∂gel, Kleins√§uger) und Botanik (Insektivoren) wurde sehr hervorgehoben, zum Besatz allerdings kein Wort.
Bei der Schneeleopardenanlage möchte man bald (nur noch Kleinigkeiten) das Baugesuch einrechen. Man spricht nun davon dass die Fläche vervierfacht wird. Es wird drei Abteile geben. Die Eröffnung ist im Sommer 2017 vorgesehen. Der Förderverein zahlt 300.000 Euro.
Beim Elefantenpark ist die Machbarkeitsstudie fertig. Beim anstehenden Wettbewerb sollen nur Personen die bereits ein derartiges Projekt gebaut haben zugelassen werden. Die Mittel f√ľr das Projekt sollen im Doppelhaushalt 2020/21 stehen. Vorher kann auch nicht gebaut werden. Zum Thema Begleittierarten wurde nichts gesagt.
Der Masterplan wurde nun erneut dem Ministerium zur Pr√ľfung vorgelegt. Es wurde eine Priorit√§tenliste nachgereicht. Diese umfasst sechs Projekte und die n√§chsten 10-15 Jahre.
Das Maurische Landhaus muss aufgrund der Nutzung als Tropenhaus saniert werden. Das neue Thema hei√üt- immer noch- trockener Eukalyptuswald. Nachttiere, Beuteltiere, darunter Koalas: mehr wurde nicht gesagt. Der Verein steuert eine Million bei. Die Er√∂ffnung ist f√ľr 2019 vorgesehen. Eine Machbarkeitsstudie soll es vorher geben.
(09.06.2016, 21:34)
Patrick Marburger :   Suptropenterrasse kommt nicht von Suppe, sondern von Subtropen? Naja, auf die Rechtschreibung sollte es nicht ankommen...

Die j√ľngste Schraubenziege anbei,
(04.06.2016, 21:55)
Patrick Marburger :   Von heute: bei den Markohren sind es mittlerweile vier Jungtiere. Als weiteres Geburtsdatum ist der 29. angeschrieben. Ob das j√ľngste noch fehlt oder an einer der drei Termine es zwei Geburten (oder Zwillinge) gab kann ich nicht sagen. Das j√ľngste hat √ľbrigens- im Gegenteil zu seinen Halbgeschwistern- eine wei√üliche F√§rbung im Gesicht und insbesondere an den Beinen. Ist das etwas ungew√∂hnliches? Seit die Juvs da sind ist das M√§nnchen nicht mehr auf der Anlage. Die Poitou-Esel sind mit einer Ausnahme auf dem Tennhof. Ich konnte mit niemandem sprechen, daher kann ich nicht sagen warum. Der Auffenbergs-Waran ist nicht mehr angeschrieben. Traurig! Grund? Bei den Flamingos und Basst√∂lpeln wird gebr√ľtet, abwarten ob mit Erfolg. Letztes Jahr gab es bei den T√∂lpeln ein Jungtier, das nicht aufkam. Wie viele Jungtiere es bei den M√§hnenschafen und Dscheladas sind kann ich nicht sagen, in jedem Fall werden es bei jedem Besuch mehr. Ersteres freut Dumai, letzteres d√ľrfte dem Koordinator Kopf zerbrechen bereiten. Zus√§tzlich zu der Restaurierung im Maurischen Garten (schon l√§nger) wird nun auch an der unteren Suptropenterrasse gearbeitet. Ob es die gro√üen Bauma√ünahmen zur Stabilisierung werden?

Ein neuer Hirscheber anbei. Könnte es das letztjährige Ferkel aus Chester sein, oder ist das Tier schon älter?
(04.06.2016, 21:51)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: dann ist ja gut. Eine derartige Dachgestaltung kannte ich bisher nicht (nach Norddeutschland ist es von Stuttgart halt eine respektable Strecke) und war deshalb etwas skeptisch.
(27.05.2016, 21:44)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: In Norddeutschland nennt man solche D√§cher Reetd√§cher (Reet = plattdeutsch f√ľr Ried, Schilf). Das Material wird hier (und auch z.B. in D√§nemark) seit Jahrhunderten f√ľr Wohnh√§user, St√§lle, Scheunen usw. (auch f√ľr sehr gro√üe Dachfl√§chen) genutzt und h√§lt lange (wenn auch nicht ewig). Im Zoo Hannover sind diverse Geb√§ude und Schutzd√§cher im Afrika-Bereich seit anderthalb bis zwei Jahrzehnten damit in Gebrauch (sehr zur Freude der Haussperlingpopulation, die darin tolle Nistm√∂glichkeiten findet), Erneuerungen des Dachmaterials sind hier m.W. nur in gro√üen Abst√§nden n√∂tig.
(27.05.2016, 21:37)
Patrick Marburger :   Das j√ľngere der beiden Schraubenziegen hoffentlich anbei.
(27.05.2016, 16:04)
Patrick Marburger :   Nach l√§ngerer Abwesenheit einige Jungtiere: mehrere Totenkopf√§ffchen (14. 04.; 21. 04.; 02. 05.); weitere M√§hnenschafe; 2 Zwergseiden√§ffchen (22.05.); 2 Markohre (15.05. und 25.05.); Nilg√§nse; Wei√üst√∂rche und ein Mesopotamischer Damhirsch. Die Klammeraffen-Gruppe die im alten Menschenaffenhaus provisorisch untergebracht war lebt jetzt hinter den Kulissen. Die Vermittlung in andere Zoos erfolgt jetzt st√ľck f√ľr st√ľck. Hintergrund sind nicht nur (die damals angegeben) Rangk√§mpfe sondern auch die Gefahr von Inzucht. Bei den Okapis und Giraffen sind jetzt die Individuen beschildert. Portrait; Name; Geschlecht; Geburtsdatum; Geburtsort. Die Schilder hat man sinnvoller Weise nicht gesammelt sondern an der jeweiligen Box angebracht. Bei den Gorillas (unteres Gehege) und dem Gorillakindergarten werden gerade die Baum√§ngel behoben. Man ist also vermutl. ein Jahr hinter dem urspr√ľnglichen Zeitplan. Bei den Nasenb√§ren arbeitet man jetzt intensiver mit Besch√§ftigungsfutter. Die Anlage der Bongos ist fast fertig und sieht sehr gut aus. Auf so manche Spielerei (Mosaike an einer noch im Rohbau befindlichen Infoh√ľtte; aus Holz geschnitzte Masken an der Gehegebegrenzung etc.) h√§tte ich zwar verzichten k√∂nnen aber es ist ein deutlicher Gewinn f√ľr Besucher und Tier!

Die zuk√ľnftige Infoh√ľtte hoffentlich anbei. Mal schauen wie das Dach (so erfolgte die Gestaltung auch an drei anderen Stellen) einen Winter sp√§ter ausschaut. Ob es hier nicht M√∂glichkeiten bei denen nicht so oft nachgebessert werden muss gegeben h√§tte?
(27.05.2016, 16:00)
Oliver Muller :   Ich hoffe ja doch, dass irgendwann noch der komplette und offizielle Masterplan ver√∂ffentlicht wird...
(06.05.2016, 16:30)
Patrick Marburger :   http://www.cannstatter-zeitung.de/lokales/stuttgart_artikel,-pama-und-zella-muessen-sich-noch-gedulden-_arid,2043879.html
Aus dem langen aber inhaltslosen Artikel: Baustart Elefant nicht vor 2019 (da die Zeit davor f√ľr einen Architektenwettbewerb nicht reicht....); Baustart Kleins√§uger: August, Innenausbau: Winter, Er√∂ffnung Fr√ľhjahr 2017; Schneeleopard: Baugesuche bald, Er√∂ffnung Sommer 2017
(06.05.2016, 12:44)
Patrick Marburger :   @ Ottmar Muller: Seit l√§ngerem ist offiziell, dass die Faultier wieder einziehen werden. Beim Patentag (s.u.) wurden Tamanduas und Nacktmulle als weitere Bewohner genannt. Allerdings stand kurz danach in der Zeitung, dass der Tierbesatz noch nicht feststehe. Der Abriss des Flusspferdhauses ist mittlerweile geplant. Dies klingt mir allerdings nach sehr langfristig. Es geht darum dort einen Neubau f√ľr Hirscheber und Schabrackentapire (Quelle: F√ľhrung bei Zoohistorica) zu errichten.
(06.05.2016, 11:15)
Ottmar Muller :   Ich bin froh, dass man nicht warten muss, bis das Gro√üprojekt Elefantenhaus endlich in Angriff genommen werden kann, sondern dass auch kleinere Projekte verwirklicht werden. Ist denn auch schon bekannt, welche Arten in das neue Kleins√§ugerhaus einziehen sollen? Und das Flusspferdhaus wird dann wohl auch fr√ľher oder sp√§ter abgerissen?
(06.05.2016, 09:41)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: Aktuell ist die Nachttierabteilung zu meiner au√üerordentlichen Freude (Achtung ironisch) ja geschlossen. W√§re spannend ob/wie die gegenw√§rtig genutzt wird. Das Maurische Landhaus soll ja Australien-Haus werden. Hierf√ľr ist m.W. auch eine neue Nachttierabteilung geplant. Bei den im Zuge der Zoohistorica bzw. dem Patentag bereits genannten Teilen des Besatzes (Kowari, T√ľpfelbeutelmarder, Bilby, evtl. Schnabeligel) dr√§ngt sich dies auch auf. Klar kann man die Arten auch ohne Nachttierhaus halten, dies w√§re allerdings g√§nzlich unattraktiv. Ich meine dass es hie√ü, dass die gegenw√§rtige Substanz komplett heraus gerissen wird. Hier frage ich mich ob dies von N√∂ten ist: Beutelmarder in den Flugraum, Kowaris und Bilbys in die Gehege an die Stirnseiten und Zwerggleitbeutler (noch nie als Besatz genannt) in das schmale, zuletzt von Zwergschl√§fern genutztes Gehege. Den vorderen Raum k√∂nnte man dann wie die Treppe und die Volieren auf dem "Dach" des NTH abreisen. Dies w√ľrde es m√∂glich machen im dadurch vergr√∂√üerten Areal unten Koalas (Unterbesatz: Schnabeligel sowie Langnasenpotoroos oder Woylie) und einige Terrarien (bzgl. des Riesenwaransimport in die Staaten k√∂nnte man hier ins Tr√§umen kommen...) unterzubringen. Aber gut: vermutlich wird die Bausubstanz derartiges nicht zulassen.
(01.05.2016, 09:39)
Michael Mettler :   Eine neue Haltungsm√∂glichkeit f√ľr Leoparden so zu planen, dass man im Bedarfsfall auf eine w√§rmebed√ľrftigere Unterart umsteigen kann, finde ich allerdings gar nicht so falsch. Das w√ľrde ich mir dann allerdings auch f√ľr die Tiger w√ľnschen...

"Warmhaus" ist nat√ľrlich relativ. Auch f√ľr Indische L√∂wen ist kein Tropenklima n√∂tig, also wird sich die Innentemperatur in Grenzen halten (und ausreichen, um den Besuchern im Winter eine Aufw√§rmm√∂glichkeit zu bieten). Die bisherige Haltung der Persischen Leoparden findet m.W. ebenfalls in einem Warmhaus statt. Dass die Perser K√§lte vertragen, hei√üt schlie√ülich im Umkehrschluss nicht, dass sie W√§rme nicht m√∂gen.

@Patrick Marburger: Wenn im neuen Elefantenpark auch ein Nachttierbereich entstehen soll, wird vermutlich die Nachttierabteilung im Maurischen Landhaus verschwinden?
(01.05.2016, 08:48)
Patrick Marburger :   @ Oliver M√ľller: Ja, so war das gemeint. Die Tiger Umstellung von Sumatra auf Amur war ja schon seit Monaten bekannt (s.u.). Kosten hin oder her sehe ich hier auch keine wirkliche Notwendigkeit. Michael Mettler spekulierte (ebenfalls s.u.), dass es darum geht nicht ein im Winter komplett verwaistes Areal zu haben. Diese w√ľrde bedeutend mehr Sinn machen, als mit Kosten oder Gr√∂√üe (s.u.) zu argumentieren. Abwarten muss man aber so oder so: jetzt will man in den n√§chsten 20 Jahren 140 Millionen Euro investieren. Woher nehmen wenn nicht stehlen? Wenn man sich anschaut welche Summen in den letzten 20 Jahren in die Wilhelma investiert wurden scheint mir dies mehr als ambitioniert. Au√üer man glaubt an die Idee einen gro√üen Sponsor zu finden. Aber warum sollte dies jetzt funktionieren und in den letzten Jahrzehnten nicht? Der Kreis der Verd√§chtigen (Daimler, Porsche etc.) bleibt ja gleich.
(01.05.2016, 08:41)
Oliver Muller :   @Patrick: Habe ich das richtig verstanden - kalte Nordpersische Leoparden im Warmhaus und die seltenen Sumatratiger m√ľssen f√ľr 08/15-Amurtiger weichen, vielleicht sogar, weil kein Platz im Warmhaus ist?
(01.05.2016, 07:42)
Patrick Marburger :   Gute Frage.... Zumal man auf Amur-Tiger umsteigt damit nur zwei Arten in das teuere Warmhaus ziehen.
(30.04.2016, 18:42)
Holger Wientjes :   Warum sollen die Perser in einem Warmhaus untergebracht werden ?
(30.04.2016, 18:11)
Patrick Marburger :   Inoffizielles bzgl. Bauma√ünahmen und Zukunftspl√§nen der Wilhelma:

Volumen des Masterplans 140 Millionen Euro.

Beim Kleinsäugerhaus geht es schleppend voran. Die Baugenehmigung lässt auf sich warten. Aufgrund von Brandschutzauflagen musste komplett umgeplant werden. Der Abriss der alten Substanz gestaltete sich komplizierter: es war mehr Beton im Boden als kalkuliert. Der Termin (Ende 2016) beleibt.

Die Schneeleopardenanlage hat 600 Quadratmeter, dies entspricht circa einer Verdreifachung der Fl√§che. Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen. Visualisierungen wurden diese Woche der Belegschaft pr√§sentiert. Demn√§chst werden diese am neuen Infomobil ?Schneeleoparden? pr√§sentiert. Unter den Architekten gab es auch einen der nur die aktuelle Fl√§che umplante. Begr√ľndung: Der Rest ist ja nur Hang? Es wird eine Br√ľcke f√ľr Besucher geben. Unter dieser k√∂nnen sich die Schneeleoparden zur√ľckziehen. Damit sie dies nicht permanent tun werden beheizte Liegefl√§chen eingebaut. Kosten werden mit 1,5 Millionen kalkuliert.

Die Koalas im Maurischen Landhaus sollen noch vor Eröffnung des Elefantenparks einziehen. In Duisburg sollen bereits konkrete Individuen ?reserviert? sein. Kosten 3 Millionen.

Beim Elefantenpark soll ein Vortragsaal und eine Nachttierabteilung integriert werden. Pama und Zella werden nicht umziehen. Die Stadt beteiligt sich an den Kosten, da sie eigentlich das Bauareal des Rosensteintunnels wieder rekonstruieren m√ľsste. Da dies aber nicht erw√ľnscht ist wird das Geld in das Fundament des Hauses investiert. Kosten 24 Millionen+.

Im Raubtierbereich (exkl. Anlage f√ľr B√§ren- und Klettertiere) werden k√ľnftig drei Formen gehalten. In einem Warmhaus Asiatische L√∂wen und Nordpersiche Leoparden (toll, Halter werden ja gesucht). Ohne betretbares Haus leben die Amurtiger. Was ist mit den Geparden?

Niederes Affenhaus, JAZ, Altes Menschenaffenhaus und Schwingaffen-Insel werden abgerissen. Dies muss schnell geschehen, da ansonsten die Geb√§ude z.T. unter Denkmalschutz gestellt werden und dies will man nicht. Langfristig soll eine gro√üe Halle f√ľr Haubenlanguren, Orangs und mehr (?Vielzweckhaus?) entstehen.

Mit Ausnahme des Dickhäuterhauses I werden alle Gebäude der 68-er/73-er Generation abgerissen.

(30.04.2016, 17:48)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/26042016-koelpin-in-eaza-council-gewaehlt.html
(26.04.2016, 11:18)
Patrick Marburger :   Wie versprochen der neue Hardun
(19.04.2016, 18:19)
Patrick Marburger :   Bild wird nachgereicht, sorry.
(19.04.2016, 15:38)
Patrick Marburger :   Eine Mischung aus Nachtr√§gen vom So. und Neuigkeiten von meinem heutigen Besuch:
Im Alten Menschenaffenhaus leben keine Klammeraffen mehr. Hier zog zuletzt ja eine Kleingruppe ein, da es Rangstreitigkeiten gab. Ich nehme an, dass man die Tiere abgegeben hat, wissen tue ich es aber nicht. Viele Tiere (Flusspferd mit Baby in rekordverd√§chtigem Alter; Hirscheber; Gorilla; Bonobo; Haubenlangur etc. etc.) nutzten beim heutigen Wetter die Au√üenanlagen ausgiebig. Meine Sichtungsbilanz in Bezug auf Nachwuchs bei den M√§hnenschafe kann ich nun auf drei Tiere aufstocken. In der bald endenden (zumindest wenn die obligatorische Verl√§ngerung ausbleibt) Sonderausstellung lebt wohl nicht nur ein Gecko. Sondern 1,1 Semi-Adult. Heute sah ich zwei Harduns, Foto hoffentlich anbei. Die Erdm√§nnchen m√ľssten Junge haben. Im Afrikateil der Vogelfreiflugvoliere leben nicht beschilderte Gelbkehl-Frankoline (0,2 zzgl. der 1,1 in der Voliere im Gew√§chshaus). In den Volieren an der Damaszenerhalle leben 1,0 Temnick-Tragopan (nicht beschildert) und ein nicht beschilderter Wiedehopf.
(19.04.2016, 15:36)
Patrick Marburger :   Und zu guter letzt der Faultiernachwuchs. Das letzte Jungtier lebt √ľbrigens nach wie vor bei den Sakis. Und w√§r ist der Herr im Haus? Das Faultier!
(18.04.2016, 11:07)
Patrick Marburger :   Beweisfoto des Nachwuchses der M√§hnenschafe hoffentlich anbei.
(18.04.2016, 11:05)
Patrick Marburger :   Einige wenige Neuigkeiten vom gestrigen Besuch.
Die Freilandterrarien sind wieder besetzt. In dem Neuen an der Krokodil-Halle sind wie in der obligatorischen PM verk√ľndet Harduns eingezogen. Im deutschen sind sie auch nur als solche Beschildert. Allerdings ist als wissenschaftl. Name Stellagama stellio daani angegeben. Demzufolge m√ľssten es sich um Angeh√∂rige des Daan-Harduns handeln. W√§ren gem√§√ü ZTL dann die einzigen in Europa. Gesehen habe ich die Tiere- dem Wetter sei dank- noch nicht. Nach mehrmonatigem Leerstand ist das Terrarium der Greifschwanz-Lanzotter wieder besetzt. Eingezogen ist eine Ceylon-Lanzotter. Ich sah statt zwei nur eine Chim√§re. Die Verluste (falls es erneut ein solcher ist) sind mehr wie respektabel. Ist dies in anderen Haltungen (@ Berlin-Experten) ebenfalls der Fall? Der letzte (grunds√§tzlich unsichtbare) Otter wurde nach Bern abgegeben. Einziehen sollen die benachbarten Biber. Ob man die Idee von Ottern im Wassergraben der Steinb√∂cke (s.u.) verworfen hat? Die Au√üenanlagen am Amazonienhaus sehen fast fertig aus. Wie ich bereits schrieb etwas h√∂her, ansonsten Identisch. Den Bambus zwischen Hauptweg und Besucherbereich vor den Gehegen hat man jetzt entfernt. Grund? Da ich die letzten Monate √ľber am JAZ nur einen der beiden Br√ľllaffen-M√§nner sah, fragte ich nach. Die beiden haben sich gestritten und schieben deshalb jetzt Schichtdienst. Ich kenne die Innengehege zwar nicht, aber sch√∂n stelle ich mir das nicht vor. An der Anlage der Bongos wird flei√üig gearbeitet. Sogar am So waren Bauarbeiter vor Ort. Erneuerung der Palisadenw√§nde im Gehege, Bau von Unterst√§nden etc. Meine Vermutung, dass an einer der Stellen Glasscheiben zum Einsatz kommen ist falsch. Bild diesbez√ľglich hoffentlich anbei. Die Handaufzuchten bei den Gorillas gingen ja nach Dublin. Jetzt ist der Kindergarten komplett abgeklebt. Man saniert. Ob MKs einziehen oder man f√ľr den Fall der F√§lle auf Interims-Besatz verzichtet wei√ü niemand offensichtlich so genau. Hier fragt man drei Insider und hat f√ľnf Antworten... Die Magnolienbl√ľte neigt sich dem Ende zu. Im Gegenzug sind jetzt die Beete wieder bepflanzt. Wirkt wesentlich aufw√§ndiger und prachtvoller wie die vergangenen Jahre. Im Wintergarten fehlen viele Bananenstauden und der Moosteppich ist extrem L√ľckenhaft. Jahreszeitlich angemessen gibt es viele Jungtiere. Insbesondere auf dem Bauernhof, aber auch bei den M√§hnenschafe und Dscheladas (beide noch nicht angeschrieben) sowie alle Jahre wieder bei den Faultieren (02.04.16). Die Brillenpinguine br√ľten flei√üig.
(18.04.2016, 11:02)
Klaus Schueling :   Schwarm aus Augsburg verdoppelt den Bestand

Mit einem Mal war die beschauliche Atmosph√§re im Schmetterlingshaus der Stuttgarter Wilhelma verflogen: Quirliges Treiben brach gestern Nachmittag aus, als eine Kindergruppe entdeckte, dass die Pfleger nach und nach einen gro√üen Schwarm der farbenfrohen Falter fliegen lie√üen ? gerade erst eingetroffen aus Augsburg. Dort waren die mehr als 300 fliegenden Gaukler die Stars einer Sonderausstellung in der Tropenhalle des Botanischen Gartens, die mit den Ferien zu Ende gegangen ist. Dessen Leiter Bernhard Winzenh√∂rlein brachte die Tiere nach Stuttgart, wo sie den √ľblichen Bestand der Wilhelma f√ľr einige Wochen verdoppeln.

Die Kinder waren v√∂llig in den Bann gezogen. Denn die f√ľr ihre Flatterhaftigkeit bekannten Falter wollten sich nach der Reise ausruhen und setzten sich zun√§chst auf alles in ihrer N√§he: auch Finger, Arme, Schultern, K√∂pfe und selbst Nasen von Besuchern. In der Wilhelma mit ihrem dauerhaften Schmetterlingshaus sind solche filigranen Flugk√ľnstler das ganze Jahr √ľber zu bestaunen, doch nicht immer in dieser Zahl. Die Tiere kommen sonst als verpuppte Raupen in die Wilhelma, wo die Besucher deren Metamorphose zum Schmetterling in einer Vitrine betrachten k√∂nnen. So schl√ľpfen die schillernden Sch√∂nheiten kontinuierlich, aber in gr√∂√üerem Zeitabstand. Ihre Lebensspanne reicht je nach Art von einigen Tagen und Wochen bis zu einem halben Jahr. Deshalb lohnt sich der Besuch in der Schmetterlingshalle durch den Zuwachs aus Augsburg vor allem im April besonders.

Auch die Mitbewohner der Schmetterlingshalle, die Flugf√ľchse, d√ľrften √ľberrascht gewesen sein. Pl√∂tzlich bev√∂lkerten viele Falter die Fruchtspie√üe, die als Futter f√ľr die Fledertiere aufgeh√§ngt sind. Die Kinder sorgten sich, dass nun auch die Schmetterlinge zum Vesper f√ľr die Flughunde werden. Doch Pflegerin Susanne Finckh-Friedrich konnte sie beruhigen: ?Anders als Flederm√§use, die Insekten fressen, sind Flugf√ľchse reine Vegetarier, die sich von Fr√ľchten ern√§hren. Sonst w√§re dies bald keine Schmetterlingshalle mehr.?

Bild: Der Flugfuchs und die neu eingetroffenen Schmetterlinge bildeten eine friedliche ?Tischgemeinschaft? an den Fruchtspießen. Foto: Wilhelma
(07.04.2016, 10:15)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-projekt-elefantenhauskoennte-in-zwei-jahren-starten.9604186f-fa59-40f6-b23e-8abf35913513.html

Klingt nicht gerade positiv. Und was mich schon wieder freut, ist dass indirekt schon wieder gegen Herrn Prof. Dr. Jauch gestichelt wird. Ist dass jetzt die Zeitung oder die Direktion? Wenn letzteres zutreffen sollte wäre dies nicht gerade ideal. Zumal man aus dem Elefantenhaus Erfurt nicht nur Lobeshymnen hört...
(02.04.2016, 14:46)
Patrick Marburger :   @ Sacha: die Auerh√ľhner sind tats√§chlich weg. Man hat vor einiger Zeit (September?) die Volieren minimal umgestaltet und dabei verschwanden die Auerh√ľhner. Dies obwohl man hier an einem Auswilderungsprogramm teilnahm. Soll verstehen wer will... Das neue Flusspferdhaus soll unmittelbar an den Neckar, also auf die andere Stra√üen- und Stadtbahnseite. Die Stra√üe soll allerdings verschm√§lert werden. Am zuk√ľnftigen Standort befinden sich aktuell die gelben Container. Keine Sichtung bei den Kakas ist schade, da muss viel Pech dabei gewesen sein ): Die Info mit dem Salz- und S√ľ√üwasser kannte ich nicht, danke. Hier bin ich Wikipedia auf den Leim gegangen: "Leistenkrokodile sind die einzigen Krokodile, die im Salz- und S√ľ√üwasser leben."
(28.03.2016, 20:59)
Oliver Muller :   @Sacha: So wie ich es verstanden habe soll die Flusspferd-Anlage tats√§chlich auf die andere Stra√üenseite - als eine Art Zooschaufenster.
(28.03.2016, 17:51)
Sacha :   @War am Ostersonntag mit Familie in der Wilhelma. Best√§uber-Ausstellung sehr interessant. F√ľr mich neu waren nebst den von Patrick Marburger erw√§hnten Arten auch China-Bambushuhn (letztes Jahr nicht gesehen, obwohl gem. zootierliste schon im Bestand) und Schmuck-Taggecko. Kaka leider nicht gesehen. Dagegen fand ich an der Damaszenerhalle keine Auerh√ľhner mehr. Hab ich da einen Abgang verpasst?
Wird meines Erachtens Zeit, dass die neue Elefantenanlage gebaut wird. Hoffentlich wird der Rosensteintunnel bald fertig.
Frage: Wo genau soll die - zumindest angedachte - k√ľnftige Flusspferdanlage hinkommen? Ich habe immer mal was gelesen von "am Neckar". Aber da ist doch die Strassenbahnlinie (plus zumindest jetzt noch die Strasse) dazwischen. Und wie soll man dann k√ľnftig von Zuffenhausen her kommend das Parkhaus erreichen?
@Patrick Marburger: Danke f√ľr Deine News aus der Wilhelma, die ich immer gerne lese. Kleine Anmerkung zu den Krokodilen. Nebst dem Leistenkrokodil kann auch das Spitzkrokodil im Salz- und S√ľsswasser leben. https://en.wikipedia.org/wiki/American_crocodile

(28.03.2016, 16:35)
Patrick Marburger :   Jungtiere aktuell bei Kurzohr-R√ľsselspringern und Brillenblattnasen. Neu im Bestand- in der Afrika-Voliere im Gew√§chshaus- sind 1,1 Gelbkehl-Frankoline. Die beiden zur Renovierung ger√§umten Becken im Bereich einheimisches S√ľ√üwasser sind wieder besetzt: alter Besatz. Ausf√ľhrlich wird das Thema Neozoen erl√§utert. Bei den Bongos wird flei√üig gebaut. Ein Unterstand entsteht. Au√üerdem wurde an einer Stelle an der Gehegebegrenzung gearbeitet. Ich nehme an, dass man an dieser Stelle eine Scheibe einsetzen wird. An einem Teil der Baumst√§mme sind Schnitzereien zu finden, hoffentlich wird es nicht mehr an solchen "Extras" von denen die Tiere nichts haben.
Ein netter Dialog heute bei den Okapis: Kind: "Ist das ein Zebra?" Mutter: "Nein ein Tapir."

@ Michael Mettler: zum letzten Absatz volle Zustimmung. Was ich interessant finde ist, dass trotz diesem Trend in den letzten Jahren mind. vier Zoos im deutschsprachigen Raum respektable Summen f√ľr die Haltung von Nilkrokodilen in die Hand genommen haben, aber nur ein Zoo dies f√ľr Leistenkrokodile getan hat. Ich pers√∂nlich halte Leistenkrodile eigentlich f√ľr interessanter: Vorf√ľhren eines Sprungs, die M√∂glichkeit ein Wei√ües Exemplar zu zeigen und didaktisches den Titel als vielleicht gr√∂√ütes Krokodil und als einziges Kroko das im Salz- und im S√ľ√üwasser leben kann.
(20.03.2016, 15:07)
Michael Mettler :   Die Entscheidung f√ľr die Breitschnauzenkaimane ist allerdings schon sehr lange her, da ist es nicht so verwunderlich, wenn sich die Situation inzwischen ge√§ndert haben sollte. Wer heute einen Besatz mit einer nicht allzu gro√üen Krokodilart plant (und dabei nicht geo-gebunden ist), landet vermutlich eher als damals bei gef√§hrdeteren Arten wie Stumpf- oder Philippinenkrokodil.

Artenschutz hin oder her: Ich finde durchaus, dass auch gro√ü- bis riesenw√ľchsige Krokodilarten in Zoos vertreten bleiben sollten, wenn die baulichen M√∂glichkeiten bestehen bzw. geschaffen werden k√∂nnen. Es sind immerhin sehr beeindruckende Tiere, und wer als ONB mit den TV-Dokus √ľber gnu-fressende Krokodilriesen aufgewachsen ist, den rei√üt ein Stumpfkrokodil im Zoo vermutlich nicht so sehr vom Hocker. Ist ja ein bisschen so, als w√ľrde man in Zoos auf Riesenk√§ngurus verzichten und nur noch Parmawallabys zeigen...
(14.03.2016, 07:53)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Frage ist idT interessant, und mit je mehr Personen man dar√ľber spricht desto mehr Antworten hat man. Eigentlich bestanden ja von Anfang an derartige Ambitionen. Prof. Dr. Jauch lie√ü sich ja bei der Er√∂ffnung der Halle mit dem Satz zitieren: "Ich m√∂chte Krokodile in der Wilhelma schl√ľpfen sehen". Bei einer F√ľhrung an der ich letztes Jahr teilnahm wurde erw√§hnt, dass man Nachzuchten nicht absetzen kann und auch keinerlei Pl√§ne hegt. Jetzt kommt ein Mann, zur Zucht. Das soll verstehen wer will! Allerdings w√ľrde ich mir da keine allzu gro√üen Hoffnungen/Sorgen machen, sie m√ľssen erst einmal miteinander harmonieren und dann auch noch z√ľchten. Als gerade einfach gilt die Reproduktion bei Krokos (auch explizit bei Leisten?) ja nicht.
Bei den Breitschnauzen-Kaimanen ist die Situation √§hnlich un√ľbersichtlich. Man hat sich f√ľr diese Art entschieden, da Nachzuchten gut absetzbar sein sollen. Laut VdZ-Website hat die Wilhelma schon erfolgreich nachgezogen. Wenn die Kaimane jetzt Eier in einen Bruth√ľgel legen w√ľrden, m√ľsste man diese verf√ľttern. Grund: Nachzuchten nicht absetzbar. (Letztere Info durch die gleiche F√ľhrung)
(13.03.2016, 16:47)
Michael Mettler :   Gibt es denn in der Zoowelt tats√§chlich potenzielle Abnehmer f√ľr Leistenkrokodil-Nachzuchten? Der Trend geht doch schon lange zu kleinw√ľchsigen und/oder viel st√§rker bedrohten Krokodilarten.
(12.03.2016, 20:10)
Patrick Marburger :   Drei kleine News von heute:
In der Krokodilhalle leben tats√§chlich nur noch die zwei gro√üen Weibchen, Die anderen beiden gingen in eine gro√üe Tropenhalle nach Belgien (Wo?). Man hat nun den Krokos eines der Seitenabteile zugeschlagen und hat nun auch ein Absperrgehege f√ľr Reinigungsarbeiten. Man will als n√§chstes ein M√§nnchen aus Thailand importieren und evtl. auch z√ľchten.
Das Wimmelbuch √ľber die Wilhelma ist im Shop erh√§ltlich. Daf√ľr konnte man sich auch malen lassen... Kleinformatig, 10 ? teuer und aus meiner Sicht scheu√ülich. Gut zugegebenerma√üen darf ich mich auch nicht zur Zielgruppe z√§hlen. Solang es der Wilhelma Geld bringt soll es recht sein. Noch zum l√§stern: Zahllose baulich Ungenauigkeiten, Sichtscheibe f√ľr das Unkraut vor dem Flusspferd-Au√üengehege, Rote Br√ľllaffen (als Freig√§nger), Graue Riesenk√§ngurus und ein M√§hnenwolf den man problemlos als Hy√§ne deklarieren k√∂nnte... (;
Am Gehege der Br√ľllaffen und der Bongos/Okapis wird flei√üig gebaut. Die fast fertig sanierte Au√üenanlage der Br√ľllaffen gef√§llt mir gut, etwas h√∂her als fr√ľher. Bei den Bongos hat man die Absperrgehege und die Sichtschutz-"Mauern" mit nat√ľrlich wirkenden Holzpfeilern kaschiert und einen Unterstand (?) gebaut.
(12.03.2016, 16:11)
Patrick Marburger :   Das seit Monaten leere Terrarium der Greifschwanz-Lanzotter wurde nun umgestaltet. Also Kunstfels an die R√ľckwand etc. Hat man vor einer Woche schon beim Benachbarten Terrarium und vor l√§ngerem bei den Klapperschlangen gemacht. Sieht toll aus! Hoffentlich bearbeitete man so St√ľck f√ľr St√ľck alle Terrarien. Nur einen Besatz hat das Landsotter-Terrarium immer noch nicht....
Die Kongopfauen bekamen au√üen zwei Sandb√§der, wurden schon rege genutzt. Bei den Giraffen gibt es einen neuen Paten, schon wieder. Was an Gro√üpatenschaften in den letzten zwei Jahren vermittelt wurde ist beeindruckend. Eine interessante Info (hoffentlich) anbei: auch Veranstaltungstechnisch tut sich mehr. Zur Zeit gibt mir die Krokodilhalle r√§tsel auf: bei den letzten beiden Besuchen sah ich nur die beiden gro√üen Leistenkrokodile. Was ist mit dem Rest? Das gro√üe und eines der kleinen Abteile sind mittlerweile verbunden. Ein neues Auto im Giraffen-Look hat die Wilhelma √ľbrigens auch.
(05.03.2016, 18:40)
Patrick Marburger :   Noch einige Nachtr√§ge: Abgesehen von dem seit Monaten leer stehenden Terrarium der Greifschwanz-Lanzotter sind nun auch 2 Aquarien im Bereich Kaltes S√ľ√üwasser unbesetzt, her wird umgestaltet. Nach mehreren Monaten (schon mehr als 1/2 Jahr?) ist wieder ein Kronenkranich im Gehege. Selbstverst√§ndlich war er w√§hrend der Abwesenheit (man wollte die Kraniche in Ruhe br√ľten lassen) beschildert. Nach mehreren Wochen Leerstand sind die beiden Volieren im Gew√§chshaus am Haupteingang wieder besetzt. Die Ausstellung zum Thema Zitrusfr√ľchte wurde wieder aufgebaut, die wird jedesmal gr√∂√üer. Eventuell wird noch dieses Jahr einer der Orangs abgegeben. Mal schauen ob tats√§chlich und wohin. Ich halte die Gruppe(n) ja nicht f√ľr vermittelbar, aber abwarten... Bei den Schimpansen habe ich schlie√ülich auch nicht geglaubt, dass man einen Abnehmer findet.
(27.02.2016, 20:03)
Patrick Marburger :   Heute morgen gab es eine Geburt bei den Bonobos. Die Serie ist schon toll: an diesem Samstag ein Bonobo, am letzten Samstag ein Haubenlangur und am vorletzten Samstag ein Bonobo. Mal schauen welcher Primat den n√§chsten Samstag √ľbernimmt... (; Beim Haubenlangur lief die letzte Geburt wohl etwas schwer. Am Dienstag musste man das Muttertier sogar in Narkose legen, man hatte Angst dass sich Teile der Nachgeburt noch im Mutterleib befinden. Das R√§tselraten bzgl. der Fellfarbe geht weiter: laut einer heutigen F√ľhrung ist die Schwanzspitze von einem der Jungtier nun doch grau. Heute hatte man das Gef√ľhl, dass alle Tiere das fr√ľhlingshafte Wetter ausnutzen. Die Braunb√§ren sah ich schon Jahre nicht mehr baden. Bei den Nestorpapageien war heute auch viel los. Die Keas badeten und die Kakas zeigten sich- in der Voliere platziertem Futter sei Dank- ausgiebig. Von den Bauma√ünahmen sind auch die Okapis betroffen. Die Au√üenanlagen sind f√ľr den Besucher kaum einsehbar und die Tiere k√∂nnen diese nur eingeschr√§nkt nutzen. Wenn ich das was ich gesehen habe richtig interpretiert habe ging heute eine der Jungtiere der Seel√∂wen in den ZooParc de Beauval.
(27.02.2016, 15:09)
Patrick Marburger :   @ WolfDrei: ich habe mit einer Tierpflegerin gesprochen die meinte, dass wenn die Tiere sich nach dem Babyfell schwarz f√§rben die Schwanzspitze von Anfang an leicht gr√§ulich ist. Ich meine (bin mir also nicht sicher) dass die F√§rbung nicht vererbt wird, also als Gl√ľcksspiel abl√§uft. Die gegenw√§rtige Gruppe in Stuttgart besteht aus 1,4 adulten Tieren sowie 0,1,1 juv Exemplaren. Der Vater der Jungtiere ist schwarz gef√§rbt, w√§hrend beide M√ľtter blond sind. Die anderen beiden Weibchen sind schwarz. Bei einer k√∂nnte es noch ein Jungtier geben (was man den Tieren aber nicht ansieht und nicht √ľberpr√ľft), bei der anderen nicht. Letztere hat (wie das Gibbonweibchen) ein Hormonimplantat. Im Gegenteil zu den anderen Weibchen war sie schon Mutter, mehrmals sogar. Eine neue Tr√§chtigkeit m√∂chte man ihr nicht zumuten. Au√üerdem entst√ľnden bei 4 Jungtieren Platzprobleme.
(20.02.2016, 17:17)
WolfDrei :   Na ja - anfangs sind ja alle blond. Wie steht es da eigentlich mit dem Herrn Gregor Mendel?- bzw. der Gruppenzusammensetzung schwarz - blond? Nach 2 Monaten wird es sich ja zeigen.
(20.02.2016, 16:03)
Patrick Marburger :   Heute morgen kam Haubenlangur Nr. II zur Welt. Vermutlich (!) sind beide Jungtiere blond. Jetzt gibt es noch ein Weibchen wo man auf ein Jungtier hoffen k√∂nnte.
(20.02.2016, 14:14)
Patrick Marburger :   Aufnahme war zu gro√ü...
(06.02.2016, 14:55)
Patrick Marburger :   Die Qualit√§t der Aufnahme bleibt zwar bescheiden, sollte aber besser als die gerade eben eingestellte sein.
(06.02.2016, 14:42)
Patrick Marburger :   Nach Besuch Nr. 4 in der neuen Ausstellung bleibt mein positiver Eindruck bestehen. Die Sichtungsbilanz kann ich bzgl. M√§use auf 0,0,3 aufstocken. Geckos sah ich noch nie.
Bei den Bongos steht ein Bagger in der Anlage. Auch deshalb nicht zu sehen sind Hornrabe und Marabu.
Die Klammeraffengruppe wurde aufgeteilt. Der Sohn startete einen erfolglosen Machtkampf gegen den Senior-Chef. Jetzt ist der Großteil der Gruppe auf der Insel und ein anderer Teil im untersten Gehege des alten Menschenaffenhauses.
Heute kam das m.W. erste Jungtier 2016 zur Welt. Und was f√ľr eins: ein kleiner Bonobo. Geburt war heute circa zwischen 10 und 11 Uhr.
(06.02.2016, 14:36)
Patrick Marburger :   @ WolfDrei: gemeint sind keine Tiere sondern Fleischfressende Pflanzen. Die Wilhelma beherbergt eine der gr√∂√üten Sammlungen dieser Gruppe √ľberhaupt, und diese m√∂chte man auch zeigen. Bisher gibt es sie ja nur vereinzelt im Gew√§chshaus und den Suptropenterrassen. Ein Teil der Sammlung war vor circa zwei Jahren √ľbrigens im Wechselschauhaus ausgestellt. Ich pers√∂nlich w√ľrde es ja begr√ľ√üen wenn man das neue Geb√§ude rein zoologisch nutzen w√ľrde; m√ľsste auch mehr Besucher bringen. Ich vermute allerdings dass man im einzigen zoologisch-botanischen-Garten in Deutschland eben unter dem Druck steht diese beiden Komponenten so oft wie m√∂glich miteinander vereinen zu k√∂nnen.
(31.01.2016, 13:37)
WolfDrei :   @Patrick Marburger: Was w√§re denn artlich unter "V√∂gel mit Insektivoren" zu verstehen? Insektivore Reptilien? Der Begriff "Kleins√§uger" w√§re ja schon begrifflich "abgedeckt".
(31.01.2016, 11:44)
Patrick Marburger :   Ich bin's schon wieder... Am 27.12. gab es einen Zuchterfolg der Klammeraffen. Heute erstmals fotografiert.
(30.01.2016, 16:35)
Patrick Marburger :   Ist im Laufe dieser Woche neu angebracht worden.
(30.01.2016, 15:18)
Patrick Marburger :   Die Bongos sind jetzt tats√§chlich weg, getan hat sich noch nichts. Im Aquarium (letztes gro√ües Becken: Korallenriff) ist ein neuer und nicht beschilderter Rochen eingezogen. Seit Wochen ist die neue (und im Tiergarten beworbene) Voliere nicht besetzt. Nun ist auch die 2. Voliere (australisch) leer. Bei beiden ist von "technischen Problemen" die Rede. Die neue Sonderschau gef√§llt mir gut, sie gl√§nzt (wie immer) durch detailreiche Gestaltung. Zahlreiche Schilder sorgen f√ľr die didaktische Komponente, kann ich auf Wunsch hier einstellen. Tierbestand:
0,0,2 Striemengrasmäuse (evtl. mehr)
3,0 Kalongs (also nicht wie auf allen Schildern/Flyern/Plakaten abgebildet Flughunde)
0,0,X Hummeln (freilebend)
0,0,X Schmeißfliegen
0,0,X Taggecko (nicht gesehen)
1,0 Tacazzenektarvogel
1,1 Rotf√ľssiger Honigsauger
(30.01.2016, 15:15)
Patrick Marburger :   http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/26012016-sonderschau-bestaeubung.html

Kling toll, ich kenne die Schau allerdings noch nicht. M√ľsste m.W, eine Pr√§miere sein dass die Ausstellung nicht ausschlie√ülich botanisch gestaltet ist. Hoffentlich nicht das letzte mal, eine zoologisch-botanische Ausstellung macht in einem zoologisch-botanischen-Garten durchaus sinn, und didaktisch l√§sst sich dadurch ohnehin viel mehr als bei einer rein zoologisch oder botanischen Ausstellung vermitteln.
(26.01.2016, 17:24)
Patrick Marburger :   Heute eine interessante Huftierf√ľhrung mitgemacht: im gro√üen und Gazen einige neue Erkenntnisse.
Bei den Giraffen herrscht Zuchtstopp Gegenw√§rtig im Bestand sind 1,1 adult sowie 1,1 Nachzucht. Von letzterem soll 1,0 bald abgegeben werden urspr√ľnglich in einen afrikanischen Zoo, ist aber aufgrund irgendwelcher Schwierigkeiten noch nicht sicher
Bei den Grevys (0,4) soll zeitnah ein Hengst kommen man m√∂chte z√ľchten,
Die Webervögel werden abgegeben da es zu wenige sind eine Erhöhung der Individuenzahl verbietet die Volierengröße, Nachfolger werden Turakos.
Die Bongos ziehen voraussichtlich (Wetter) n√§chste Woche auf den Tennhof. Die Anlage wird neu gemacht. T√ľren austauschen, Fundament erneuern, Strukturierung √ľberarbeiten etc. Ich glaube nicht dass man eine starke √Ąnderung feststellen wird. Von einem Teil der Stallungen kann ich gerne Bilder einstellen. Gerade die Dorkas-Gazellen √ľberraschten mich diesbez√ľglich: zahlreiche Boxen (f√ľr die Einzelaufstallung gedacht) die zu einer gro√üen Einheit zusammengeschlossen sind. Wenn das Ganze einsehbar w√§re g√§be es wahrscheinlich Zoos die das Laufhalle nennen w√ľrden.
(23.01.2016, 20:26)
Patrick Marburger :   Sind im Laufe dieser Woche neu ins JAZ gezogen. Leben in einer WG mit Unau, Wei√ügesichtsseiden√§ffchen, Goldkopf L√∂wen√§ffchen und Zwergseiden√§ffchen. Hintergrund: seit einigen Monaten ist der Boden der Anlage mit Rindenmulch bedeckt. Darin f√ľhlen sich manch ungebetene G√§ste (Schaben etc.) wohl, diese sollen von den V√∂geln gefressen werden. Zur Eingew√∂hnung wurde die Glasscheibe im unteren Drittel bemalt, damit die V√∂gel nicht gegen die Scheibe laufen.
(17.01.2016, 09:39)
Patrick Marburger :   http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wilhelma-2016-loewenhaltung-wird-eine-wichtige-rolle-spielen.14d09702-929c-4e1a-8c5c-0f4f7359483f.html

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.veraenderungen-im-zoo-was-die-wilhelma-im-jahr-2016-plant.89f87cac-250e-4485-bfce-329348eb69fb.html

Die beiden Links sind m.E, interessant. Im Vergleich zu dem was ich hier im September/Oktober schrieb teils widerspr√ľchlich, mal schauen was davon jetzt gilt... Ich finde es um ehrlich zu sein etwas au√üergew√∂hnlich, dass im Rahmen von F√ľhrungen ein zig faches mehr erz√§hlt wird, als der Presse gesagt wird.
(07.01.2016, 19:27)
Patrick Marburger :   Jetzt erst ist das Jungtier auch offiziell.

http://www.wilhelma.de/nc/de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/2016/04012016-haubenlanguren.html

Man beachte die Programmierfehler auf der Website, mal schauen wie lange die Behebung dauert (;
(04.01.2016, 19:04)
Patrick Marburger :   Ein Weihnachtsgeschenk wie es sch√∂ner kaum sein k√∂nnte: am 23. Dezember kam nach m.W. sechs Jahren Pause wieder ein Haubenlangur zur Welt. Heute konnte ich das Tier erstmals fotografieren. Am 19.12. gab es √ľbrigens Zwillinge bei den Zwergseiden√§ffchen.
(28.12.2015, 15:17)
Sacha :   Gut m√∂glich, dass die Mehrzahl der Nacktnasenwombats NICHT aus eigener Zucht stammt. Zucht gibt es trotzdem (als Beispiel: http://www.wired.com/2012/11/zooborns-next-generation-gallery/)
Ausserdem w√ľrde ja nichts dagegen sprechen, Nacktnasenwombat-Waisen und -Verkehrsopfer in Europ√§ische Zoos zu senden, wenn man sie ohnehin nicht wieder auswildert. Insofern verstehe ich die "Logik" der australischen Beh√∂rden nicht, warum sie es Duisburg, Hannover und Planckendael offenbar so schwer machten.

(04.10.2015, 22:23)
Michael Mettler :   @Sacha: In Zusammenhang mit dem Wombat-Sammelimport f√ľr Duisburg, Hannover und Planckendael vor einigen Jahren hie√ü es in Hannover, es w√§re einfacher gewesen, zoogeborene Haarnasenwombats aus Australien zu bekommen (weil es f√ľr diese ein Zuchtprogramm gebe) als Nacktnasenwombats (die dort normalerweise NICHT gez√ľchtet w√ľrden, weil ohnehin st√§ndig Waisen und Verkehrsopfer in die Zoos gelangen). Hat sich bei den Nacktnasen seither in den australischen Zoos etwas ge√§ndert?
(03.10.2015, 11:59)
Sacha :   Ich will hier ja niemandem die Freude verderben, aber: Erst m√ľssen sie mal hier sein.
Ist schon erstaunlich, dass die Aussies selbst bei Arten, die in deren Zoos weiter verbreitet sind und gut gez√ľchtet werden (z.B. Haar- und Nacktnasenwombats, Beutelmarder und Beutelteufel) erst geklemmt haben bis zum geht nicht mehr und nun pl√∂tzlich auch Arten exportieren lassen, von denen der Zoobestand viel geringer ist. Fehlen nur noch Numbat und Schnabeltier...:)
(03.10.2015, 11:13)
WolfDrei :   Muss ich ja gar nicht nach Australien!!!! Das w√§re toll!
(02.10.2015, 20:00)
Michael Mettler :   Ich h√§tte nie gedacht, dass mal Bilbys in f√ľr mich erreichbare Gefilde kommen w√ľrden... Es gibt eben nicht nur den oft beklagten Artenschwund in unseren Zoos, sondern ab und zu auch mal erstaunliche Ausrufezeichen durch neu (oder nach langer Zeit wieder) importierte Arten.
(02.10.2015, 17:33)
Patrick Marburger :   Ich habe zwar nicht viel neues wollte es aber trotzdem erw√§hnen:

Jungtiere
Hirscheber und Okapi sind trächtig. Das gegenwärtige Hirscheberjungtier geht nach Berlin. Die Gillens-Waran Nachzuchten gingen nach Tschechien. Man tauschte die Tiere und hat jetzt 1,2.

Australien-Haus
Grund f√ľr die Umwidmung ist nebst offensichtlichen Gr√ľnden, dass die hohe Luftfeuchtigkeit dem Sandstein zusetzt. Die T√ľpfelbeutelmarder sind jetzt offiziell. Der Bestand soll au√üerdem Bilbys beinhalten. Diese gelangen durch eine Kooperation zwischen der EAZA und dem australischen Zoobestand nach Europa. Leipzig bekommt die Tiere auch, au√üerdem wird ein EEP eingerichtet. Besser sp√§t als nie: bei der Zoohistorica-F√ľhrung war auch von einem Comeback der Schnabeligel die Rede.

Elefantenpark
Machbarkeitsstudie liegt beim Ministerium. Baustart 2018. Bauzeit 2 Jahre.

Vogel- und Kleinsäugerhaus
Geplant wird mit u.a. Tamanduas, Faultieren und Nacktmullen. Abgebildet war ein Gelber-Tamandua. Baustart ist im Fr√ľhjahr 17. Ein halbes Jahr Bauzeit ist geplant.
(02.10.2015, 16:26)
Michael Mettler :   @Tim Meschke: Wenn es wirklich das im 1990er Jahresbericht zuletzt erw√§hnte Tier war, w√§re es zum Zeitpunkt meiner Aufnahmen (1982) bereits um 11 Jahre alt gewesen.
(14.09.2015, 21:57)
Tim Meschke :   Das G√ľrteltier sieht wirklich sehr klein aus. Dass das Tier ein Jungtier ist, kann man wohl ausschlie√üen, oder?
@Michael Mettler: Danke f√ľr die Bilder. Die sind wirklich gut.
(14.09.2015, 19:41)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: Danke f√ľr Bilder und Infos!!! Bei der Bestimmung kann ich als absoluter Laie nicht behilflich sein. Mal schauen ob man von jemandem im Forum eine 2. Meinung einholen kann. Falls- was ich nicht glaube- sich niemand findet k√∂nnte maneines der Bilder vielleicht an dieser Stelle einstellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Redaktion_Biologie/Bestimmung
(14.09.2015, 11:58)
Michael Mettler :   Hier ist die sehr auff√§llige Behaarung gut zu sehen.
(14.09.2015, 08:47)
Michael Mettler :   Hier nun die angek√ľndigten Bilder des "historischen" G√ľrteltiers. Wenn man die Dimensionen der fr√ľheren Kleins√§ugervitrinen kennt, ist aus dem nebenstehenden Foto schon etwas einsch√§tzbar, wie klein das Tier war. Auch wenn √ľber drei√üig Jahre Abstand nat√ľrlich die Erinnerung t√§uschen k√∂nnen, w√ľrde ich behaupten, dass es in etwa die Gr√∂√üe eines Europ√§ischen Igels hatte.
(14.09.2015, 08:46)
Michael Mettler :   Und noch ein Schmankerl aus dem JB 1990: Dort hie√ü es, dass die Nachttierabteilung im Maurischen Landhaus veraltet sei (er√∂ffnet 1962) und sich eine Sanierung nicht mehr lohne (weshalb man √ľbrigens im Untergeschoss des damals angedachten Amazonienhauses eine neue bauen wollte). Nicht nur, dass die Nachttierabteilung auch 25 Jahre nach dieser √Ąu√üerung noch besteht - jetzt soll sie sich sogar noch f√ľr den Umbau zu einer Australienabteilung eignen...!
(12.09.2015, 20:14)
Michael Mettler :   Die "Pseudo-Chinchillaratte" taucht im JB 1990 nicht auf. Als Abgaben sind dort nur 8 Degus Octodon degus angegeben - interessanterweise eine genauere Angabe als in der Tierbestandsliste des selben Jahrgangs, da sind es "X" (also zahlenm√§√üig nicht erfasste) Abg√§nge. Ist aber gut m√∂glich, dass der O. lunatus in Privathand abgegeben wurde. Den h√§tte ich damals zu Vergleichszwecken auch gern √ľbernommen, vielleicht h√§tte er dann schon einige Jahre fr√ľher seinen deutschen Namen erhalten ;-)

Zuf√§llig fiel mein Blick in der Rubrik "Todesf√§lle" des JB 1990 noch auf die Angabe "1,0 Wei√üborsteng√ľrteltier (19 Jahre alt)" - das k√∂nnte das fragliche Exemplar gewesen sein. Inzwischen habe ich mir in der ZTL noch die Fotos des Wei√ühaar-Borsteng√ľrteltiers (Chaetophractus vellerosus) angesehen, das genauso klein ist wie das Zwergg√ľrteltier und ihm offenbar ziemlich √§hnelt - im Gegensatz zum erheblich gr√∂√üeren Wei√üborsten-G√ľrteltier (Euphractus sexcinctus). Mit meiner damaligen Nachbestimmung bin ich mir jetzt gar nicht mehr so sicher. Ich werde mal versuchen, meine Dias von damals abzufotografieren (einscannen kann ich sie leider nicht), vielleicht hat jemand aus dem Forum mehr Erfahrung in der Bestimmung von G√ľrteltieren.
(12.09.2015, 19:57)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Jahresberichte kenne ich. Bei Chinchillaratte h√§tte ich aber auch nicht reagiert. Wieder etwas gelernt- Danke! Den entsprechenden JB habe ich nicht, steht dort wohin das Tier abgegeben wurde? W√§re interessant, da die ZTL nur Stuttgart als ehemaligen Halter listet. Die Idee von weiteren K√ľstendegus klingt interessant. Vielleicht steckt in dem ein oder anderen Degu in Europa noch ein kleines St√ľckchen K√ľste.
(12.09.2015, 19:23)
Michael Mettler :   √úbrigens kann es sein, dass im gleichen Zeitraum auch anderswo, aber unerkannt K√ľstendegus gehalten wurden (m√∂glicherweise zusammen mit Gew√∂hnlichen Degus). Es gab damals eine Importwelle aus Chile in den deutschen Tierhandel, die neben Reptilien (z.B. diversen Erdleguanen und Chile-Tejus) auch einige Kleins√§ugerarten in Privathand und in Zoos brachte, darunter auch Degus und (wirkliche) Chinchillaratten.
(12.09.2015, 17:20)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Ist dir f√ľr deine Nachsuche bekannt, dass die Wilhelma seit mindestens Berichtsjahr 1989 j√§hrlich Tierbestandslisten herausgibt, aus denen sich so einiges herausrecherchieren l√§sst? F√ľr die Jahrg√§nge 1989 bis 1994 erschienen zudem sogar Jahresberichte.

Ich habe in den fraglichen Tierbestandslisten nach dem K√ľstendegu gesucht und die Best√§tigung gefunden: 1989/90 war ein einzelnes m√§nnliches Tier im Bestand, das 1990 abgegeben wurde. Da laut ZTL die Haltung schon 1988 begann, wei√ü ich nat√ľrlich nicht, ob es im ersten Jahr noch Artgenossen gab. Gelistet ist das Tier mit einem falschen deutschen Namen "Chinchillaratte" (der geh√∂rt eigentlich zur Gattung Abrocoma). O. lunatus hatte zu dieser Zeit m.W. noch gar keinen eigenen deutschen Namen, die deutsche Bezeichnung "K√ľstendegu" d√ľrfte es erst seit 2002 geben.
(12.09.2015, 17:09)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: Danke f√ľr die Erkl√§rung des Zwergg√ľrteltieres. Wenn es als Wei√üborsten bestimmt war kann ich in den Zoof√ľhrern lange suchen ( ; Ort und Zeit der Weiborsteneintr√§gen in den F√ľhrern stimmen mit Ihrem Bericht eindeutig √ľberein- nochmals Danke.

Beim K√ľstendegu m√ľssten Sie ebenfalls richtig liegen. H√§tte mir eigentlich selber auffallen m√ľssen...
(12.09.2015, 13:44)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Der Eintrag zum Zwergg√ľrteltier k√∂nnte von mir und aus Zeiten stammen, in denen in der ZTL noch nicht mit ausgiebigen Quellenangaben gearbeitet wurde. Bei meinem ersten Wilhelma-Besuchen ab 1982 fand ich im Kleins√§ugerhaus ein (Einzel-?)Tier vor, das laut meinen Notizen als "Wei√üborsteng√ľrteltier" ausgeschildert war. Das war meine erste Begegnung mit dieser Art, deshalb glaubte ich dem Schild noch. Erst sp√§ter kamen mir anhand meiner Dias Zweifel, denn das Stuttgarter G√ľrteltier war im Vergleich zu anderen Wei√üborsten-G√ľrteltieren winzig, und seine Ohren waren in der Relation zum Kopf gr√∂√üer; allerdings hatte es tats√§chlich wei√üe Borsten (und zwar extrem lange). Anhand der mir damals zur Verf√ľgung stehenden Literatur hatte ich es dann als Zwergg√ľrteltier nachbestimmt. Passt auch zu den in der ZTL zu findenden Fotos dieser Tierart.

Zum K√ľstendegu kann ich zwar nichts Definitives beitragen, aber die beiden Fotos in der ZTL k√∂nnten dem Hintergrund nach zu urteilen sogar in der Wilhelma entstanden sein. Die Boxen der (vom Eingang aus gesehen) linken Vitrinenreihe im Kleins√§ugerhaus bestanden aus solchem Eternit-Material.
(12.09.2015, 07:07)
Patrick Marburger :   Ich habe meine Recherchen zur Geschichte der Wilhelma mit der ZTL abgeglichen. Einige Arten kenne ich die nicht gelistet werden aber auch von der Haltung einiger Arten die in der ZTL gelistet werden kenne ich teile nicht. Mein gr√∂√ütes Interesse diesbez√ľglich gilt Zwergg√ľrteltier, Zwergbeutelmarder, S√ľdliches Wei√übartpekari, K√ľstendegu, Rotscheitelmangabe und Ceylonleopard. Hat hier jemand Infos die √ľber das was in der ZTL steht hinausgehen? Kann jemand manche der Arten als Ger√ľcht widerlegen? Kann jemand die nicht belegten Infos der ZTL best√§tigen? Schon mal danke im Voraus. Tut mir leid die Liste ist l√§nger geworden als mir lieb ist.
@ Holger Wientjes: gerne.
(11.09.2015, 19:40)
Holger Wientjes :   P.S.: Habe den Eintrag in der ZTL bez√ľglich der Anoas ge√§ndert. Danke f√ľr die Info !
(08.09.2015, 19:59)
Holger Wientjes :   Merkw√ľrdige Aussage bez√ľglich der Vergesellschaftungen ! Dann d√ľrfte die - anscheinend doch funktionierende - WG aus Grevys und Dorcas ja auch beendet werden. Macht f√ľr mich keinen Sinn.
(08.09.2015, 19:52)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Anoas sind wieder eine der Arten wo die ZTL nicht aktuell ist. Pascal (letztes Anoa der Wilhelma) verstarb im Oktober 14 24-j√§hrig an Krebs. Nicht nur, dass Anoas keine Publikumslieblinge sind die Bedrohung spricht ebenfalls f√ľr sie. Die vorgeschlagene WG habe ich in meinen Spinnereien in √§hnlicher Weise ebenfalls. Aber eben nur ich ( ; Dr. K√∂lpin erkl√§rte, dass er eine bedrohte Art grunds√§tzlich nicht in einer Vergesellschaftung halten will. Dennoch plant er eine Brazza/Gorilla WG und die zahlreichen bestehenden WGs mit bedrohten Arten wird er ja wohl kaum beenden... Das man die Hannoveraner WG kopieren k√∂nnte liegt nahe. Passt aber mit der Ank√ľndigung bzgl. Vergesellschaftung bedrohter Arten nicht zusammen.
(08.09.2015, 19:09)
Michael Mettler :   P.S. Anoa laut ZTL noch im Bestand, aber ebenfalls hinter den Kulissen. Eine Art, die √ľbrigens statt Schabrackentapiren thematisch gut neben die Hirscheber passen w√ľrde, und wenn man deren Anlagen √ľbernetzen w√ľrde, k√∂nnte man glatt noch Schopfmakaken darin halten... Aber Anoas sind nun mal leider auch keine "Publikumstiere".
(08.09.2015, 18:54)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Vielleicht l√§sst sich die Andeutung mit der Afrikasavanne, den Wildeseln und Dorkas so deuten, dass mit der mittelgro√üen Antilopenart Addax gemeint sind und an eine W√ľstenanlage nach hannoverschem Vorbild gedacht wird. Dort hatte ja die Kombi Wildesel/Addax/Dorkas funktioniert, die Gazellen sind aus anderen Gr√ľnden abgegeben worden - siehe unten. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Wilhelma auf Zebras verzichten wird.

Bei den Elefanten kommt vielleicht noch der Punkt hinzu, dass man bei diesen Tieren die Chance sieht, mit einem spektakul√§ren neuen Geb√§ude/Architektendenkmal prunken zu k√∂nnen. Das ginge allerdings auch mit einem gro√üen neuen Flusspferdhaus an gleicher Stelle, wenn man auf die R√ľsseltr√§ger verzichten w√ľrde. Wappentiere lassen sich √§ndern - siehe K√∂ln...
(08.09.2015, 18:47)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Vikunjas sind nicht weg- hier irrt die ZTL. In ihrem Gehege hat man sich ein bisschen um den Rasen bem√ľht, sie leben daher auf dem Tennhof. Ende September kommen sie wieder in die alte Anlage. Die Zwergflusspferde habe ich gezielt hinterfragt, nach dem Tod Hannibals war's das. Sehr schade! Anoas und Kretas gibt es in der Wilhelma aber ja bereits nicht mehr. Die Kretas vielleicht noch Hinter den Kulissen aber dies bezweifle ich massiv. Und selbst wenn f√ľr den Besucher ist das herzlich egal. Bzgl. der Unterbringung der Hirscheber/Takine habe ich mich offensichtlich missverst√§ndlich ausgedr√ľckt. Es geht nicht um eine Umr√ľstung sondern um einen Neubau. Die Andeutung bzgl. einer eventuellen Afrikasavanne kann ich nicht einordnen. Er sicherte ja nur die Haltung von Dorkas und Somalis zu. Was das f√ľr die anderen Arten bedeutet? Die Art wie Dr. K√∂lpin DIE und nicht EINE 3. B√§renart andeutete k√∂nnte man so interpretieren, dass es um Pandas geht. Die Haltungsaufgabe von Bison/Wisent ist auch wegen des Artenschutzes sehr Schade. Es gibt ja nicht viele bessere Beispiele, insbesondere nicht im Tierbestand der Wilhelma. Aber gut bei den Platzbedingungen der Wilhelma ist es nicht verwunderlich, dass platzintensive und nachrangig attraktive Arten wie Antilopen und Rinder zusammengek√ľrzt werden.
Den Standort zwischen Elefant und Raubtier kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. K√∂lpin meinte ohnehin, dass den Platz den man f√ľr die Elefanten habe das Minimum f√ľr eine artgerechte Unterbringung sei. Eigentlich w√§re es ja so einfach: Elefanten abgeben. Dann m√ľsste man kaum Arten weg k√ľrzen und ich glaube, dass die Besucher dies verzeihen w√ľrden. Zumindest dann wenn man dort Publikumslieblinge h√§lt. Aber dank Wappentier und Starrsinn im Ministerium besteht diese ideale Option ja nicht.
(08.09.2015, 18:25)
Michael Mettler :   @Michael Gradowski: Zumindest bin ich mir sicher, dass der Normalbesucher keine Haustier-Wildtier-Apartheid betreibt, wie es manche Zoofans tun. Daf√ľr habe ich einfach zu oft etwas von "B√ľffeln" vor den Gehegen von Watussirind, Yak, Hochlandrind & Co. geh√∂rt und meiner Erinnerung nach noch nie "das sind ja nur Haustiere". Spannend ist, was Eindruck macht. Der riesige wei√üe Yakbulle, den ich aus Erfurt in Erinnerung habe, hat viele Besucher bestimmt nicht weniger beeindruckt als der Bisonbulle!
(08.09.2015, 18:22)
Michael Gradowski :   @Michael Mettler: Ob Wildrinder von den Besuchern als spannender empfunden werden als Hochlandrinder, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall erlebe ich immer wieder ein gro√ües Ah und Oh bei den Bisons. Gerade deren Bullen mit den m√§chtigen K√∂pfen machen beim Besucher schon m√§chtig Eindruck, vor allem wenn man sehr nah an sie rankommt. Erfurt ist daf√ľr ein gutes Beispiel, wie begeistert Besucher von diesen Tieren sind, wenn der Bulle direkt am Zaun steht :-) Aber du hast recht, die gro√üen H√∂rner von einigen Hausrassen fehlen ihnen nat√ľrlich. Ich bin ja selbst in Berlin immer wieder vom Steppenrindbullen begeistert. Und auch wenn das Hochlandrind sicher eine tolle und beeindruckende Rasse ist, ist es trotzdem schade, wenn die Wilhelma ganz auf Wildrinder verzichtet. Zumal es ja, wie du es in deiner Aufz√§hlung gezeigt hast, um die Huftiere gar nicht gut bestellt ist, was wirklich traurig ist.
(08.09.2015, 17:43)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: F√ľr eine asiatische B√§renart g√§be es ja noch einiges √úberraschungspotenzial im Zuge der Neubauten von Raubtier- √ľber Tapir-/Hirscheber- bis Elefantenhaus. Unter dem Gesichtspunkt des "Winterprogramms", das ich in Bezug auf den Tiger-Wechsel angef√ľhrt habe, w√ľrde z.B. eine Anlage f√ľr Kragenb√§ren zwischen Tapiren und Elefanten durchaus Sinn machen - ggfs. sogar so, dass die B√§ren im Winter deren Fl√§chen in Abwesenheit der "Hauptmieter" zeitweise nutzen k√∂nnen.
(08.09.2015, 17:10)
Michael Mettler :   Wenn die bisherigen Sumatratiger f√ľr die Besucher nicht eindrucksvoll genug sein sollen, dann liegt das aber auch an deren Pr√§sentation. Bei einem leichten Grubeneffekt und Blick √ľber einen breiten Wassergraben kommt nat√ľrlich nicht so gut r√ľber, dass auch ein Sumatraner keineswegs ein "kleines K√§tzchen" ist.

Mit den Abgaben von Anoa, Wisent und Bison wäre die Wilhelma dann komplett wildrinderfrei. Ob das Publikum Wisente und Bisons spannender findet als Hochlandrinder? Ich denke eher, dass die Besucher die Wildrinder gar nicht vermissen werden, wenn die Sparte "groß, zottig und mit Hörnern" neu besetzt wird.

Mein letzter Besuch in Stuttgart ist sechs Jahre her, ich habe gerade mal meine damaligen Notizen (Wilds√§uger-Artenliste) mit dem aktuellen Bestand (Zootierliste) und den in diesem Thread erw√§hnten Planungen abgeglichen. Von den schon 2009 vorhandenen vier Einhuferarten sollen also zwei weg. Von den damals 25 Paarhuferarten (Mufflon und Kreta-Wildziege aus alter Gewohnheit als Wilds√§uger gerechnet) sind 6 schon jetzt Geschichte (Wildschwein, Vikunja, Klippspringer, Mendesantilope, Defassa, Mufflon), wobei das im Fall des Klippspringers (war schon damals nur noch ein Einzeltier) allerdings mit der Gesamtsituation der Art in europ√§ischen Zoos zusammenh√§ngt. Defassa und Mendesantilope wurden den Anlagen f√ľr Gorillas und Bonobos "geopfert", Wildschwein und Mufflon der Neukonzeptionierung des Bauernhofes, f√ľr das Vikunja kenne ich den Grund nicht. 5 weitere Horntr√§ger stehen jetzt auf der Abgabeliste (Bison, Wisent, Anoa, Takin, Kreta-Wildziege), hinter das Flusspferd setze ich unter den gegebenen Umst√§nden mal ein ganz dickes Fragezeichen, und wenn das Flusspferdhaus f√ľr Tapire und Hirscheber umger√ľstet werden soll, d√ľrfte wohl auch das letzte alte Zwergflusspferd keine Nachfolger mehr bekommen. Die Frage, was mit den Mesopotamischen Damhirschen passieren wird (immerhin die einzige Hirschart in der Wilhelma), die ja eigentlich noch nie zum Thema Bauernhof gepasst haben, wurde in diesem Thread schon in den Raum gestellt.

Was bleibt also (Haustiere nicht einbezogen)? Zwei Arten Einhufer (Grevyzebra und Somali-Wildesel), zwei Arten Schweine (Hirscheber und Halsbandpekari), Okapi, Netzgiraffe, drei Antilopenarten (Bongo, Kleiner Kudu, Dorkasgazelle), vier Arten Gebirgswiederk√§uer (Schneeziege, M√§hnenschaf, Markhor, Alpensteinbock). Oder auch die nicht alle? Halsbandpekaris sind keine bedrohte Art und die S√ľdamerika-Anlage steht zur Diskussion (s.u.), das Gehege der Markhore ist meiner Erinnerung nach schautechnisch nicht gerade ein Schmuckst√ľck.

Auch ich freue mich √ľbrigens sehr, dass die Wilhelma an den Dorkasgazellen festhalten will. Offenbar hadert man in Stuttgart nicht so sehr mit dem Zuchtprogramm dieser Form wie in Hannover; hier wurde ja die (sehr erfolgreiche) Haltung beendet, weil man √§u√üerst unzufrieden mit der EEP-Koordination war.
(08.09.2015, 17:00)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler: die Vorbilder des Amazonienhaus sind mir selber auch nicht klar. Irgendwie glaube ich, dass es niemanden gibt der da noch durchblickt...
@ Michael Gardowski: die Wilhelma w√§re dann tats√§chlich Wildrinder frei. Von drei auf null Formen in weniger als einem Jahrzehnt d√ľrfte diesbez√ľglich Seltenheitswert haben... Das im Zuge der Vage angedeuteten Afrikasavanne Wildrinder kommen kann ich mir nicht vorstellen. Die gr√∂√üten Rinder w√§ren dann die Hochlandrinder. Tiger und Br√ľllaffen sind mir wie die Takine vollkommen unverst√§ndlich. Als es um die Br√ľllaffen ging habe ich nur Teile verstanden bin mir aber zu 99% sicher, dass es so stimmt wie ich es geschrieben habe.

Bei der B√§renandeutung werde ich nicht so recht Schlau wo man das realisieren k√∂nnte. Unten ein Kombiniertes Orang/B√§renhaus kann ich mir genauso wenig vorstellen wie die aktuelle S-Amerikaanlage. Was Dr. K√∂lpin mit dieser plant? In meinem Bericht von der F√ľhrung war das "eine" vor dem "die" durchgestrichen da hat sich K√∂lpin bei der F√ľhrung selbst korrigiert.
(08.09.2015, 16:36)
Michael Gradowski :   @Patrick Marburger: Auch von mir danke f√ľr deinen ausf√ľhrlichen Bericht. Die Planungen klingen wirklich interessant, sch√∂n da√ü man auch weiterhin mit Hirscheber und Dorcas plant, sehr schade dagegen das Ende von Onager und Takin. Auch √ľberrascht bin ich, da√ü man die Haltung von Bison UND Wisent beendet, ich habe immer gedacht, da√ü wenigstens eine B√ľffelart fast schon ein Muss ist f√ľr einen Gro√üzoo. Hat die Wilhelma denn ansonsten andere gro√üe Wildrindarten?
Deinen Unmut √ľber die Br√ľllaffen kann ich sehr gut nachvollziehen, ist in meinen Augen v√∂llig unverst√§ndlich. Ich bin bei deiner Meinung zu den Geokonzepten ganz bei dir; wenn Rarit√§ten nur abgegeben werden, weil sie nicht ins Konzept passen, dann stimmt mM nach etwas ganz und gar nicht. Genau aus solchen Gr√ľnden bin ich auch kein gro√üer Freund des Ganzen, zumal es langsam aber sicher √ľberhand nimmt. Man k√∂nnte meinen, ohne Geokonzept funktioniert heute gar nichts mehr. Auch die Aussage zu den Tigern ist gelinde gesagt etwas "merkw√ľrdig". Die von Michael Mettler angesprochene Winterh√§rte ist sicher ein besseres Argument als die Art nur nach der Gr√∂√üe auszusuchen, denn das ist einfach nur l√§cherlich und in gewisser Weise widerspr√ľchlich. Bei den Katzen ist es wichtig eine m√∂glichst spektakul√§re, gro√üe Art zu zeigen, gleichzeitig will man sich aber von solch beeindruckenden, gro√üen Wildrindern wie Bison und Wisent verabschieden obwohl die beim Besucher doch eigentlich auch immer sehr gut ankommen?
Im Großen und Ganzen sind die Pläne auf jeden Fall spannend, vor allem das Australienhaus könnte was Tolles werden.
(08.09.2015, 13:15)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Also wird das Amazonienhaus jetzt von BERGregenwald (Angabe auf HP und in Zoof√ľhrern) auf TIEFLANDregenwald umgestellt. Weil...???? Sofern die Wei√ükopfsakis und Goldkopf-L√∂wen√§ffchen noch im Haus sind, w√ľrden die doch zu einem Thema Tapajos auch nicht mehr passen.

Ansonsten denke ich zu den Planspielen, dass ein neuer Zoodirektor heutzutage einfach mit großen Visionen antreten MUSS, wenn er Entscheidungsträger und Geldgeber zu Neuem animieren will.

@Holger Wientjes: Amurtiger haben nun mal den Vorteil, auch bei kalten Temperaturen st√§ndig drau√üen gezeigt werden zu k√∂nnen. Wenn man sich den Tierbesatz dieses Teiles der Wilhelma und die dortigen Zukunftsplanungen anschaut, dann dominieren dort zuk√ľnftig noch st√§rker w√§rmebed√ľrftige Arten, bei denen der Besucher bei kaltem Wetter serienweise vor leeren Au√üenanlagen steht. Amurtiger w√ľrden das durchbrechen, somit k√∂nnte das auch ein Auswahlkriterium sein.
(07.09.2015, 21:19)
Gudrun Bardowicks :   Danke f√ľr den ausf√ľhrlichen Bericht. Die Aufgabe der Br√ľllenaffenhaltung kann ich auch nicht nachvollziehen. Auch sehe ich keinen Sinn darin, Amutiger in einem heizbaren Stallgb√§ude unterzubringen, aber vielleicht ist ja nur f√ľr die Asiatischen L√∂wen und vielleicht die Geparden ein neues Warmhaus geplant und die Tiger bekommen einen nicht heizbaren Stall.

Die Abgabe von den bedrohten Anoas, Onagern und Takins finde ich schade, aber ansonsten klingen die Pläne gut. Mal sehen, was davon umgesetzt wird. Gespannt bin ich auf das geplante Australienhaus.
(07.09.2015, 21:18)
Holger Wientjes :   Nun ja, da muss man ja froh sein, dass nicht alle Zoodirektoren ihre Tiere nach der Gr√∂sse aussuchen... Den "Zoo der grossen Tiere" hat er ja in Erfurt gehabt.
(07.09.2015, 20:29)
Patrick Marburger :   @ Holger Wientjes: bzgl. Sibirer hat Herr Dr. K√∂lpin erkl√§rt, dass er wenn grunds√§tzlich Sibirer halten w√ľrde, da sie aufgrund der Gr√∂√üe f√ľr die Besucher spektakul√§r sind. Sie seien schon etwas anderes wie die gegenw√§rtigen K√§tzchen.
An eine vollst√§ndige Realisierung glaube ich leider nicht. Wenn man sich anschaut wie das Finanzministerium (FM) bisher mit der Wilhelma umgegangen ist wird man jetzt keinen 90% Neubau finanzieren. Der F√∂rderverein kann viel, aber DAS im Alleingang ist zu viel. Das vielversprechende Planungen dank dem FM nicht realisiert werden k√∂nnen ist h√§ufig. Der Wilhelmaausbau (ab 1968) ist ein Bruchteil der Planungen. Wenn das FM erkennen w√ľrde welches Potential in der Wilhelma steckt w√§re hier viel mehr m√∂glich. Das in den 80er Jahren geplante Delfinarium w√§re ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Das Ministerium wird aber erst verstehen was die Sparsamkeit der letzten 50 Jahre bedeutet wenn die Wilhelma nicht mehr in der obersten Liga spielt.
Die Anoas mussten de facto auch aufgrund der Elefanten weg und die Hinter-den-Kulissen-Haltung war auch daher erforderlich. Beides geschah zwar w√§hrend der Bauphase des Menschenaffenhauses w√§re hierf√ľr aber m.W. nicht erforderlich gewesen. Die Bisonvergr√∂√üerung auf dem Gebiet der beiden Arten w√§re auch nicht unbedingt erforderlich gewesen.
(07.09.2015, 20:09)
Holger Wientjes :   Warum man auf Amurtiger umstellen m√∂chte, die sich dann anscheinend ein Warmhaus mit einer tropischen Art (Asiat. L√∂wen, sehr l√∂blich) teilen werden, habe ich nicht so recht verstanden.

P.S.: Sorry f√ľr die Rechtschreibfehler unten. Kann man leider nicht nachtr√§glich √§ndern.
(07.09.2015, 19:35)
Holger Wientjes :   Danke f√ľr die umfangreiche Berichterstattung ! Bin sehr gespannt, ob das alles auch nur ann√§hernd so umgesetzt werden wird.

Im Grossen und Ganzen gefallen mir die Planungen ziemlich gut. Vor allem das Festhalten an Arten wie Hirschebern, Somali-Wildeseln oder Dorcas. Weiterhin auch die Planungen mit australischen Tieren oder der Nachttierbereich. Sollte man letzteren wie geplant in ein neues Elefanten-Haus integrieren, entsteht vielleicht eine Neuaflage des alten Erfurter Hauses, was sehr w√ľnschenswert w√§re.

Auf der anderen Seite steht aber auch einmal mehr der Verlust von Arten wie Onager oder Takin aufgrund eines Neubaus f√ľr Elefanten, die anscheinend nach wie vor ein Prestigeobjekt darstellen und ohne die man kein "grosser" Zoo ist. Egal was es kostet...
Auch die geplante abgabe der Br√ľllaffen kann nur Kopfsch√ľtteln erzeugen ! Es w√§re, auch bei der kleinen Ausgangsbasis, sicherlich m√∂glich Rote Br√ľllaffen (gerade f√ľr einen erfahrenen Halter) zu bekommen. Allein K√∂ln z√ľchtet ja regelm√§ssig.

Sympathisch und leider bezeichnend f√ľr den Bau, finde ich die Aussage bez√ľglich des Menschenaffen-Hauses. Mit diesem Backs hat man sich in Stuttgart wohl keinen gefallen getan.
Zu hoffen bleibt, dass die nicht weiter erwähnten Primaten im Zoo bleiben !
(07.09.2015, 19:30)
Patrick Marburger :   Zitat aus dem Wilhelmamagazin: "Den zu unseren Voraussetzungen passenden, immergr√ľnen Tieflandregenwald fanden wir an einem Seitenarm des Amazonas: das 545.000 Hektar gro√üe Schutzgebiet "Floresta Nacional do Tapa-jos". Dies stand aber in einem recht neuen Magazin und wurde als neues Vorbild verkauft k√∂nnte sein, dass im ZG-Artikel den ich im Hinterkopf hatte noch ein anderes Vorbild gegeben war, muss ich noch suchen.
(07.09.2015, 16:38)
Patrick Marburger :   @ Michael Mettler:
Australische Kalongs sind mir auch schon ins Auge gestochen, sehe ich als nicht dramatisch. Aber die Abgabe der Br√ľllaffen dadurch zu rechtfertigen ist dann nat√ľrlich geistreich.... Welcher Teil muss ich noch nachschauen d√ľrfte damals im ZG gestanden haben.
Ob wenn wirklich der Bolivien her m√ľsste ist mir nicht bekannt. Bei nur zwei europ√§ischen seniculus Z√ľchtern bin ich nicht √ľberzeugt, dass man die Tiere ohne weiteres bekommt.
Das die Bären/Klettertieranlage nicht einem Kontinent zugeordnet wird finde ich gut- mir gehen die ganzen Geokonzepte inzwischen zu weit. Wenn man nur aufgrund eines solchen Konzeptes Raritäten abgibt läuft meiner Ansicht nach etwas sehr schief. Gut ich muss zugeben, dass ich in meinen Spinnereien den Anlagenkomplex auch einem Kontinent (Nordamerika) zugeordnet habe, aber auch nur da es bei mir nicht auf die Beschaffbarkeit der Tiere ankommt...
Meine Formulierung bez√ľglich des Bauernhofes ist in der Tat ungl√ľcklich. So hatte Dr. K√∂lpin seine Bestandsauswahl aber gerechtfertigt. Ein Entwicklungszwischenschritt wird bei den Arten ja gezeigt. Wenn auch nicht der gro√üe Schritt zwischen erster Domestikation und Perfektion. Die Bezoar mussten damals unabh√§ngig vom Konzept weg, da die Arbeiten f√ľr den Rosensteintunnel begannen. Keine Frage ein Zoointernerumzug w√§re aber bestimmt m√∂glich gewesen.

Noch zwei nachgetragene Nachtr√§ge: F√ľr den Elefantenpark m√ľssen die Strau√üe an dieser Stelle weg. Au√üerdem fungiert der Elefant als Bindeglied zwischen der Wilhelma (Wildtiere) und dem Bauernhof (Haustiere).

P.S. f√ľr das √úberlesen von Rechtschreibfehlern u.√§. danke ich herzlich! ( ;
(07.09.2015, 15:32)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Danke, das war ja wirklich eine informationsgeladene F√ľhrung!

Also, Schwarze Br√ľllaffen sind unpassend f√ľr ein Amazonienhaus, aber Malaiische Flughunde passen in ein Australienhaus? Hm. Welchen Teil Amazoniens soll denn das Haus zeigen? M√ľsste wohl irgendwas in Richtung Bolivien sein, wenn die Totenkopf√§ffchen (in der Wilhelma Bolivianische) besser passen und Rote Br√ľllaffen nicht zu bekommen sein sollen (das w√ľrde nur auf den Bolivianischen Roten Br√ľllaffen A. sara passen, denn A. seniculus wird ja in zwei europ√§ischen Zoos gez√ľchtet).

Die Notwendigkeit, eine europ√§ische oder s√ľdamerikanische B√§renart zu halten, sehe ich aus √§hnlichen Gr√ľnden nicht. Der B√§ren-/Bergtierbereich enth√§lt offenbar auch in den Zukunftspl√§nen weiterhin eine interkontinentale Artenmischung, da k√§me es auf eine nordamerikanische oder asiatische B√§renform nun auch nicht mehr an.

Hinterw√§lder und Limpurger Rind sowie SH-Schwein sind aber alles andere als industrielle Hochzuchtrassen (genau deshalb werden sie ja als "alte Haustierrassen" in Zoos und auf Archeh√∂fen "erhaltungsgez√ľchtet"). Und wenn man Beispiele f√ľr primitive Haustierrassen zeigen will, h√§tte man doch die Kreta-Wildziegen nicht entfernen m√ľssen...?
(07.09.2015, 14:43)
Patrick Marburger :   Flusspferde
Sollen nach seinem Willen an den Neckar ziehen. Realisierungschance lt. ihm 50:50. Unterwassereinblick innen und außen geplant.

Noch ein Nachtrag: Dr. K√∂lpin bef√ľrchtet, dass die Schneeziege in Zoos (weltweit) aufgrund neuer Gesetze (Verbot von Wildf√§ngen) ausstirbt. Um dies hinauszuz√∂gern sollen die beiden Weibchen in Stuttgart mit einem eng verwandten M√§nnchen z√ľchten.

Zum Schluss muss ich auch noch meinen Senf dazugeben: Planungen klingen toll (Australienhaus). Allerdings w√§re interessant was er mit Klammeraffen, Languren, Gibbons, dem JAZ-Besatz, den Affenfelsanlagen und dem Vogel- und Kleins√§ugerhaus vor hat. Die Haltung von Brillenb√§ren ist f√ľr mich nicht nachvollziehbar, Herkunft der Nachbarn hin oder her. Die Haltungsaufgabe der Takine ist aus meiner Sicht unn√∂tig: einfach die Steinb√∂cke aufgeben oder die Greifvogelvoliere nicht bauen. Interessant w√§re nat√ľrlich was die spektakul√§ren Planungen bez√ľglich Begleittierarten im Elefantenpark sind. Bei der Haltungsaufgabe von Br√ľllaffen- nur wegen eines Geokonzeptes- h√∂rt bei mir das Verst√§ndnis auf!
(07.09.2015, 12:43)
Patrick Marburger :   Suptropenterrassen

Restaurierung in Kombi mit Neubau der Volieren und Artenreduktion. Vier Themenbereiche: Neuseeland (Kea, Kaka), S√ľdamerika, S√ľdostasien und Australien (Kookaburra).

Greifvögel

Kurzfristig: die Seeadler ziehen in die seit Monaten leere Bartgeiervoliere. Die Seeadlervoliere wird mit Kolkraben besetzt. Langfristig: Die Gänsegeiervoliere wird um die Schmeeterlingswiese (Der Hang ohne Blumen und Schmetterlinge neben dran) erweitert. Bewohner in einer Vergesellschaftung: Gänse-, Bart- und Schmutzgeier. (Angaben ohne Gewähr)

Amazonienhaus

Br√ľllaffen werden abgegeben, Totenkopf√§ffchen r√ľcken nach. Grund: das Amazonienhaus zeigt einen ganz bestimmten Fleck Regenwald in dem Rote und nicht Schwarze Br√ľllaffen leben. Die Roten bekommt man nicht, daher muss die Art ganz dran glauben. (Angaben ohne Gew√§hr)

Neues Menschenaffenhaus

Daf√ľr k√∂nne er nichts, das habe er geerbt. Wenn die Aufzuchtstation leer steht sollen Brazza rein: Vergesellschaftungsversuch.

Altes Menschenaffenhaus

Neubau f√ľr Orang-Utans. Kein Wort bez√ľglich Gibbons, Languren, Klammeraffen, JAZ.

Gegen Ende der F√ľhrung noch eine Andeutung: ¬ĄIm Masterplan habe ich noch eine die 3. B√§renart, aber Mal schauen¬ď.
(07.09.2015, 12:31)
Patrick Marburger :   Schaubauernhof

Urwildpferde und Wisent sollen gehen, Hochlandrinder kommen. Man will immer eine relativ urspr√ľngliche Domestikation (Hochland, KuneKune) und eine industriell Hochgez√ľchtete Version (Schw√§bisch-H√§llische, Hinterw√§lder, Limburger) zeigen.

Elefantenpark

Bisons, Onager und Takine weichen. Die Anlagen sind auf einen adulten und einen Jungbullen sowie auf sechs K√ľhe mit Nachwuchs ausgelegt. Viele Begleittierarten seien angedacht (u.a. Nachttierabteilung). Was geplant ist sei spektakul√§r er wolle aber noch nicht konkret werden, da er nicht wei√ü ob das Finanzministerium mitspielt. Er lieb√§ugle mit K√∂nigskobras.

Flusspferdhaus

Das Haus wird abgerissen. Dort entsteht ein Haus f√ľr Schabrackentapire und Hirscheber. Allerdings nicht in Vergesellschaftung. Beide Arten sollen ganzj√§hrig zu sehen sein. Den Hirschebern scheint er sich eh verschrieben zu haben: demn√§chst kommen Tiere aus den Staaten und mit Indonesien sei man auch schon recht weit.

Elefanten- Nashornhaus

Umbau f√ľr 1,2 Panzernash√∂rner. Vier Anlagen entstehen, die Besucherbereiche werden innen verkleinert.

Raubtierhaus

Das Haus wird abgerissen, ein Geb√§ude f√ľr Asiatische L√∂wen und Sibirische Tiger entsteht. Auf die Wiese davor ziehen Geparde.
(07.09.2015, 12:15)
Patrick Marburger :   Ist ein bisschen viel geworden daher in Raten.

Maurisches Landhaus

Die Gew√§chsh√§user bleiben unver√§ndert erhalten. Das Hauptgeb√§ude wird zum Australienhaus. Im Tagtierbereich (wie der bisherige) werden u.a. Koalas gepflegt. Im Nachttierbereich (wie der bisherige) werden Kowaris und m√§nnliche Kalongs gehalten (Nachzuchtenreduktion da Absatzschwierigkeiten). Baustart 2017. Als einer der Teilnehmer ¬ĄT√ľpfelbeutelmarder¬ď in den Raum war widersprach K√∂lpin nicht- Grund zur Hoffnung???

Anlage f√ľr B√§ren- und Klettertiere

Brillen- und Braunb√§ranlagen werden zusammengelegt, zuungunsten der Braunb√§ren. Man hatte den Eindruck, dass er die Brillenb√§ren gar nicht will allerdings aufgrund der S-Amerikaanlage und der Steinb√∂cke eine s√ľdamerikanische- oder europ√§ische Art braucht. Die Otter ziehen in den Wassergraben der Steinb√∂cke. Die Otteranlage wird von den Bibern genutzt. Die Eisb√§renanlage wird vergr√∂√üert, der Besucherbereich verkleinert. Die Besucher sollen: ¬Ądurch die Anlage gef√ľhrt werden¬ď. Die Schneeleoanlage wird um den bisher nicht genutzten Hang erweitert. Eine leichte Terrassierung ist erforderlich. Die Anlage soll Naturboden haben und Kunstfels nur dezent eingesetzt werden. Es sind drei Anlagen vorgesehen. K√∂lpin deutete mit Verweis auf den Architektenwettbewerb etwas von einer H√§ngebr√ľcke an.

S√ľdamerika-Anlage

Diese steht wohl zur Diskussion, er wollte nur f√ľr die Ameisenb√§ren garantieren.

Afrikanische Huftieranlage

Nicht viel konkretes, ehr Ausweichman√∂ver. Dorkas und Somalis sollen bleiben. Andeutung bez√ľglich einer Afrikasavanne und einer mittleren Antilopenform.
(07.09.2015, 12:03)
Michael Mettler :   @Patrick Marburger: Da ich am Treffen nicht teilnehmen konnte, w√ľrden mich die Planungen schon interessieren.
(07.09.2015, 10:24)
Patrick Marburger :   Herr Dr. K√∂lpin hielt bei der Zoohistorica am Samstag eine tolle F√ľhrung- Masterplanpr√§sentation w√§re treffender gewesen. Falls Interesse besteht k√∂nnte ich versuchen zu skizzieren was er sagte.
(07.09.2015, 09:59)
WolfDrei :   Habe gesucht: eine helle Gruppe aus Dortmund.
(02.08.2015, 18:41)
R√ľdiger Krichel :   Sollten das in einen anderen Treat verlegen sorry
(02.08.2015, 16:00)
R√ľdiger Krichel :   sorry ist eine Massaigiraffe aus Basel zum Vergleich mit der Fellmaserung !
(02.08.2015, 15:58)
R√ľdiger Krichel :   eine hellere Form aus Dortmund im Vergleich dazu !
(02.08.2015, 15:56)
R√ľdiger Krichel :   irgendwas gelingt mir nicht !
(02.08.2015, 15:54)
R√ľdiger Krichel :   so ein Test
(02.08.2015, 15:52)
R√ľdiger Krichel :   hier ein paar Angolabilder
(02.08.2015, 15:50)
WolfDrei :   @Holger Wientjes: Mag auch so sein. Da der Name des Forum-Teilnehmers so oft bisher nicht auftauchte, nahm ich an , "Beistand" leisten zu wollen.
Zu den Illustrationen im HMW: Das ist ja eine Heidenarbeit mit hoher Abstraktionsfähigkeit, aus einer ganzen Bandbreite "das Tier" in der Fleckenvariabilität und der Farbe zu treffen. Bisher scheint das durchaus gelungen. Ich erinnere mich aber auch an ein besonderes helles Tier von angolensis aus der Anfangsgruppe des TP. Die Dortmunder habe ich nicht so sehr vor meinem "geistigen" Auge.
(02.08.2015, 12:39)
Holger Wientjes :   @WolfDrei: Ich hatte die Frage von Justus Bauer eher so verstanden, dass er die einzelnen Individuen in der Wilhelma auseinanderhalten m√∂chte !?

Aber davon ab, finde ich die abgebildete angolensis sehr dunkel. Ich kenne live nur die Tiere aus Dortmund. Dort habe ich noch nie auch nur ein annähernd so denkles Exemplar gesehen. Auch von Bildern/Filmaufnahmen kenne ich die UA nur deutlich heller.
(02.08.2015, 11:17)
WolfDrei :   2. Abbildung, etwas beschnitten
(02.08.2015, 08:14)
WolfDrei :   2. Abbildung
- westafrikanische Giraffe G. c. peralta: Niger
- Tippelskirch-oder Massaigiraffe, auch Weinblattgiraffe G. c. tippelskirchi: S√ľdkenia und Tansania
- Kap- Giraffe G. c. giraffa: Mozambique, Simbabwe, S√ľdafrika

Aus nicht verst√§ndlichen Gr√ľnden sind nicht abgebildet worden die Nubische Giraffe (G. c. camelopardalis), die Tschadgiraffe (G. c. antiquorum) und, manchmal als eigene Unterart genannt, die Thornicroft-Giraffe aus Sambia

(02.08.2015, 08:06)
WolfDrei :   @Justus Bauer: Wenn auch ¬ďmoderne¬Ē Untersuchungen behaupten, dass genetisch gesehen sich die verschiedenen Arten/Unterarten nicht sehr unterscheiden, so sind sie doch hinsichtlich ihres Aussehens je nach Vorkommensgebiet in der F√§rbung sehr unterschiedlich. Man sollte aber nicht verkennen, dass es kaum noch √úberschneidungsgebiete einzelner Unterarten gibt und so die Tiere eines Vorkommensgebietes immer ¬ďeinheitlicher¬Ē im Aussehen werden. Gesch√§tzt wird eine Gesamtbestand von 100 000 Tieren, die seltenste ist die nordwestliche Unterart peralta mit ca. 400 Tieren, die nur im Staate Niger leben und die vor 25 Jahren mit ca. 50 Tiere den Tiefststand erlebten.

In der 1. Abbildung aus dem ¬ďHandbuch der S√ľugetiere der Welt¬ď sehen wir von links beginnend:
- Netzgiraffe Giraffa camelopardalis reticulata; S√ľdsomalia, Kenia
- Angolagiraffe G. c. angolensis: Namibia, Botswana
- Ugandagiraffe G. c. rothschildi: Uganda, Kenia

(02.08.2015, 08:03)
Patrick Marburger :   Die Kune-Kune sind seit April da. Im Dezember 14 kamen deshalb die Wildschweine weg. Genauergesagt wachte schon einige Monate zuvor das M√§nnchen aus einer Narkose nicht auf. Die Jungtiere konnte man m.W. abgeben und das Weibchen wurde get√∂tet, Die Wildschweine mussten weg, da es ja ein Bauernhof ist. Der Wisent und die Przewalskis m√ľssen deshalb auch noch weg. In Bezug auf die frei werdenden Anlagen h√∂rt man etwas als Erweiterung der Reitbahn. Hochlandrinder waren f√ľr das Gehege auch schon im Gespr√§ch. Was davon aktuell ist und warum die Mesopotamischen bleiben k√∂nnen?
(01.08.2015, 16:32)
Tim Meschke :   Auf dem Gel√§nde der ehemaligen Gehege der Wildschweine, Mufflons und Bezoarziegen leben jetzt √ľbrigens ein Kune-Kune-Schwein und nicht rassenzugeordnete Schafe und ein Ziegenbock.
(01.08.2015, 13:02)
Patrick Marburger :   @ Holger Wientjes ich w√ľrde mich da nicht zu fr√ľh freuen. Tanreks und Viscachas sind schon weg. Im neuen Bau sind als absolutes Alleinstellungsmerkmal (; bereits Faultiere eingeplant. Die kosten wie die neuen Insektivoren Platz. Sprich das gibt einen Artenkahlschlag. Hier einen vern√ľnftigen Tierbestand zu zeigen br√§uchte eine gr√∂√üere Version. Von mehr Platz war aber leider nie die Rede. Vielleicht h√§lt man sich damit aber auch nur zur√ľck- w√§re fast zu sch√∂n um wahr zu sein.
(27.07.2015, 18:15)
Patrick Marburger :   @ Tim Meschke: die Bezoar werden vor den Kulissen nicht gehalten. Die mussten ja vor einiger Zeit wegen den Vorbereitungsarbeiten vom Rosensteintunnel weg. Damals hie√ü es, dass sie hinter die Kulissen ziehen. W√§re interessant ob sie da noch sind. M.E. kommen nur zwei Standorte in Betracht und an beiden sind sie nicht. Das es noch einen 3. potentiellen Ort gibt wo die Wilhelma die Bezoar unterbringen k√∂nnte bezweifle ich. Ich bef√ľrchte ehr, dass man sie doch abgegeben hat, oder sich das Ganze biologisch gel√∂st hat. Letzteres w√§re bei der Zuchtgruppe aber verwunderlich.
(27.07.2015, 11:03)
Justus Bauer :   Hallo,
kann mir jemand vielleicht sagen, wie man die Giraffen unterscheidet ?
(26.07.2015, 08:51)
R√ľdiger :   23.06.15
Neuer Zuchterfolg bei den seltenen Okapis

Erneute Freude im Giraffenhaus der Wilhelma: Wie bei der viel beachteten öffentlichen Geburt der Netzgiraffe Dschibuto Ende Januar kam jetzt auch eine kleine Waldgiraffe am späten Samstagnachmittag im Beisein der Tierpfleger auf die Welt. Damit Okapi-Kuh Ibina und ihr Kälbchen in Ruhe eine gute Bindung aufbauen können.
Jetzt fehlt nur der Name ???
(25.07.2015, 08:29)
R√ľdiger :   Okapijunges geboren im Juni , die Zucht geht weiter , jedes Jungtier z√§hlt.
Weiss jemand das Geschlecht und Name ?
(25.07.2015, 08:27)
Tim Meschke :   Wei√ü jemand, ob die Bezoarziegen wirklich hinter den Kulissen sind? Ich m√∂chte n√§mlich in der n√§chsten Woche in die Wilhelma und f√§nde es wirklich schade, sie nicht zu sehen. Dann w√§re damit eine weitere Art aus den deutschen Gro√üzoos verschwunden...
(24.07.2015, 16:44)
Heidemarie Busch :   Das sagt Herr K√∂lpin zu den 'Problemen' bei den Menschenaffen und zu den Zukunftspl√§nen

http://www.bild.de/regional/stuttgart/wilhelma-zoo/wilhelma-will-elefanten-zucht-40704304.bild.html


(27.04.2015, 10:39)
Jana M√ľller :   Die Wilhelma geh√∂rt dem Land Baden-W√ľrttemberg, dieses ist auch verantwortlich f√ľr die Neubauten. Die Wilhelma hat dieses Menschenaffenhaus sich nicht selbst ausgesucht, es war das Land, die den Architekten den Zuschlag gegeben haben. Weder Verwaltung noch Tierpfleger konnten bei der Planung und Gestaltung des Hauses mitwirken.

Ich finde vor allem die Au√üenanlagen sehr gelungen, innen sieht es durch den Beton f√ľr das menschliche Auge nicht gerade sch√∂n aus, aber den Affen scheint es zu gefallen. Sie halten sich viel lieber drinnen auf als drau√üen, auch bei sch√∂nem Wetter. Manche Gorillas gehen auch nur sehr ungerne nach drau√üen.

Bez√ľglich des Mulchbodens innen: Dieser wird auch so gut es geht von den Gorillas gemieden, sie gehen lieber auf dem Beton. Man kann beobachten, dass sich manche Tiere nur mit Holzwolle unter den F√ľ√üen auf dem Mulchboden fortbewegen, um diesen nicht zu ber√ľhren.
(26.04.2015, 20:23)
Sacha :   @Maximilian Schulz: Also im ersten Moment dachte ich wirklich, dass Du das mit der Innenanlage ERNST gemeint hast bzw. diese in positivem Licht siehst...

Ich hoffe inst√§ndig, dass die Architekten Hascher und Jehle NIE MEHR eine Zooanlage bauen (und auch als Mensch w√ľrde ich wohl kaum freiwillig in eine ihrer Bauten ziehen, wenn die √§hnlich aussehen wie das Haus f√ľr Afrikanische Menschenaffen in der Wilhelma). Wenn man das gesehen hat, schimpft man nicht mehr √ľber den "Einheitsbrei" von Rasbach.
(08.04.2015, 22:50)
Maximilian Schulz :   @Michael Mettler: Mir f√§llt au√üerdem gerade ein, dass die Architekten, die das Projekt realisiert hatte, keine Zooarchitekten waren - was nicht allzu ungew√∂hnlich ist - geschweige denn bisher ein zooarchitektonisches Projekt realisiert hatten.
Allerdings, wenn ich mir ihre Homepage und die darauf präsentierten realisierten Projekte anschaue, wird mir schnell klar, warum das Affenhaus so aussieht; offenbar haben die Herren Hascher und Jehle einen Drang zum "Betonmassiv". Den Größenwahn haben sie passend in das Haus integriert aber die Liebe zur Massivität, viel Glas und viel Beton konnten sie offenbar nicht ablegen.
Link: http://www.baunetz.de/architekten/HASCHER_JEHLE_Architektur_projekte_1332855.html

(08.04.2015, 11:49)
Maximilian Schulz :   @Michael Mettler: Stimmt, aber war nur ironisch gemeint.
Auch Ihren Erkenntnisse in "punkto Hygiene" kann ich nur zustimmen.
Ich vermute das hatte Kostengr√ľnde?
Wom√∂glich l√§sst sich ein Kletterger√ľst aus Baumst√§mmen nach ein paar Jahren, wenn die Rinde weg ist und der Stamm dementsprechend demoliert ist, schlechter austauschen bzw. teurer. Ich gebe Ihnen auch voll Recht, dass Frankfurt und Leipzig ihre Primaten (insb. Menschenaffen) viel besser halten.
Selbst in M√ľnchen kann man im "Urwaldhaus" Gorillas und Schimpansen im Gr√ľn (!) finden - und das ganzj√§hrig. (Wobei hier der Platzfaktor zu bem√§ngeln ist.)
Ich hoffe, dass zumindest der Neubau f√ľr die asiatischen Primaten besser wird und die Tiere auch im Haus Gr√ľn sp√ľren und nicht nur sehen l√§sst.
(08.04.2015, 11:38)
Michael Mettler :   @Maximilian Schulz: Das "Sitzpolster" ist allerdings auf weibliche Bonobos w√§hrend ihrer Empf√§ngnisbereitschaft beschr√§nkt. Alle anderen Hausbewohner m√ľssen "ohne" auskommen.

Aus diversen anderen Zoos ist und war zu h√∂ren, dass die Fortschritte der vergangenen 30, 40 Jahre in punkto Hygiene und Krankheitspr√§vention heutzutage die Nutzung nat√ľrlicherer Materialien und Strukturen bei vielen Tierarten und vor allem bei Primaten erlauben, was sich ja besonders auff√§llig in Menschenaffenanlagen wie in Leipzig und Frankfurt niederschl√§gt. Diesbez√ľglich vertritt die Wilhelma offenbar einen gegenteiligen Standpunkt...?
(08.04.2015, 10:51)
Maximilian Schulz :   @Sacha: Das neue Menschenaffenhaus -besser: das neue Affenhaus f√ľr afrikanische Menschenaffen- war, wie du vermutet hast, Prof. Jauchs letztes Projekt.
Ich kann dir nur bedingt zustimmen, was das neue Haus anbelangt. Nat√ľrlich wirkt viel Beton auf den ersten Blick nicht sch√∂n. Auch die Tatsache, dass zus√§tzlich viel Metallstangen und ordentlich Glas verbaut wurden, fand ich nicht immer sch√∂n. Keine Frage: das Haus ist √§u√üerst modern.
Man sieht eben sehr gut, dass wir im 21. Jh. der Zooarchitektur angelangt sind; zum einen sind da der viele Beton und die recht funktionelle Instandhaltung des Geb√§udes - der Beton, die Glasscheiben und das viele verzinkte Metall sorgen f√ľr eine sehr einfach bereitstellbare Hygiene und erm√∂glichen den Pflegern recht schnell, Gehege zu reinigen etc.: dadurch erm√∂glicht man Krankheiten - bzw. den verursachenden Erregern - eine geringere Chance, die Tiere krank zu machen. Zus√§tzlich besitzt das Haus weitere moderne Einrichtungen: das Dach ist bepflanzt, um die Energiekosten zu regeln, es gibt extra R√ľckzugsgehege f√ľr alle Tiere, es stehen verschiedene Personalr√§ume und ein OP-/Behandlungs-Zimmer zur Verf√ľgung...
Nun zur Frage:
Das Substrat, das man in beiden Tiergehegen (bei Bonobo und Gorilla) finden kann, ist eine Pinienrindenmulchschicht. Sie stellt einen geeigneten Bioflor dar, der richtig lebt und auch Urin verdaut...und noch weich ist, allerdings denke ich, dass der viele Beton mit der Zeit unangenehm zum Sitzen und Liegen wird - auch wenn man Holzwolle etc. verteilt. Effektiv stellt er den gr√∂√üten Bereich dar und h√§tte wohl besser mit einer Art Linolgummiboden oder Hartgummiboden, den man √ľbrigens auch gut reinigen kann, ausgestattet werden sollen.
Auch was die Au√üenanlagen betrifft, kann ich die neuen Konzeptionen nur loben. Die Gehege sind √§u√üerst gut strukturiert, nicht nur f√ľr den Besucher (Zooarchitektur des 20. Jh. und davor) sondern auch f√ľr Tier und vor allem f√ľr Pfleger ¬Ąbenutzerfreundlich¬ď, die Anlagen sind von den hauseigenen Botanikern genial bepflanzt worden - diese M√∂glichkeit hat nat√ľrlich nur die Wilhelma; auch die neue Aufzuchtstation f√ľr die Menschenaffenbabys ist mit ihrer N√§he zu den Artgenossen sehr fortschrittlich. Gro√ü und Klein k√∂nnen nicht nur Blickkontakt aufnehmen. Auch Ber√ľhrung, Spielen und gemeinsames Herumtoben wird erm√∂glicht.
Was ich pers√∂nlich kritisiere, ist die Gr√∂√üe des Hauses, die mit dem neuen Gutachten an die Mindestanforderung an die Haltung von S√§ugetieren vom Mai 2014 gerade √ľbereinstimmt - wenn ich richtig gerechnet habe.
Auch finde ich, lie√üe sich in manchen Bereichen, z.B. im Mittelteil des Geb√§udes, ruhig ein h√∂heres Gehege, vor allem f√ľr die Bonobos, einrichten.
Sehr gut hat das, wie ich finde, Leipzig in seinem "Pongoland" geregelt. Auch die Au√üengehege der Bonobos gefielen mir in der Wilhelma, w√§ren sie noch h√∂her, besser. Allerdings denke ich, dass bei 15m+ die Netzkonstruktion nicht mehr ganz so gut funktioniert h√§tte und man es dann mit einem Graben (Wasser) h√§tte regeln m√ľssen (wie in Leipzig) - wozu allerdings, wie ich vermute, der Platz fehlte.
Ansonsten kann und muss ich einfach nur sagen, dass ich vom neuen Menschenaffenhaus begeistert bin, weil ich der Meinung bin, dass es wirklich ein Meilenstein in der Wilhelmageschichte darstellt und - zumindest was die Modernität betrifft - ganz neue Maßstäbe setzt.
@Sacha: dieser Link ist vielleicht noch n√ľtzlicher als mein Geschwafel oben...http://www.wilhelma.de/fileadmin/images/neuigkeiten/Menschenaffenhaus/Brosch%C3%BCre_Affenhaus_2013.pdf
Bild: Bonobo scheint vom "Sitzpolster" gegen die H√§rte des Betons gesch√ľtzt zu sein.

(08.04.2015, 09:18)
Sacha :   Ich w√ľrde ja gerne √ľber Deinen Scherz lachen, wenn der Umstand nicht so traurig w√§re...;):(

sollte √ľbrigens "habe IHN" heissen.
(06.04.2015, 22:37)
Michael Mettler :   Na Sacha, das siehst du aber zu eng ;-) Schlie√ülich laufen die Innenr√§ume des neuen Hauses unter dem Motto "Mehr Natur":
http://www.wilhelma.de/fileadmin/images/neuigkeiten/Menschenaffenhaus/Brosch%C3%BCre_Affenhaus_2013.pdf (siehe Seite 10)

Und das gesamte Haus "schafft die Illusion eines Naturraumes":
http://www.guggenberger-ott.de/docs/projekte_wilhelma.html

(06.04.2015, 21:14)
Sacha :   Ich nutzte das trockene Wetter am Ostersonntag zu einem Familienausflug in die Wilhelma.

Der Bestand ist an vielen Stellen ziemlich ausged√ľnnt, was - wie ich zu meinem Leidwesen zugegeben muss - nicht √ľberall schlecht ist.

Aber da wir gerade von schlecht reden. Wie um Himmels Willen ist diese schreckliche neue Menschenaffenhaus zu erkl√§ren?!! Bei meinem Besuch im letzten Jahr fielen mir die dunklen Innenr√§ume auf, die mit rein k√ľnstlichen, meist metallenen Kletterstrukturen vollgestopft sind. Dieses Mal trat dies noch deutlicher in Erscheinung, wohl weil sich auch in den schmalen Besucherg√§ngen die Leute dr√§ngten.
Bei den Gorilla gibt es wenigstens etwas nat√ľrliches Substrat (Rindenmulch?), sonsten sowohl bei denen wie bei den Bonobos Beton so weit das Auge reicht. Und das in einem Zooneubau des 21. Jahrhunderts!!!!! Auch meine Frau, die sich normalerweise nicht so um Zooarchitektur k√ľmmert, fiel dies auf und sie war gelinde gesagt entsetzt. Zitat: "Sieht im Prinzip genau gleich aus wie das alte Haus, mit ein wenig gr√∂sseren Gehegen". Dem ist nichts hinzuzuf√ľgen. Bei einem Wettbewerb um die misslungenste Neuanlage in einem Zoo w√ľrde die Wilhelma damit locker den ersten Preis gewinnen - und das weltweit!
Fairerweise sei gesagt, dass die Aussenanlage wesentlich besser sind, mit vielen nat√ľrlichen Elementen (Gras, Baumst√§mme, B√ľsche etc.) und die Gitternetzkonstruktion bei dem Bonobos relativ "leicht" daherkommt.
Trotzdem: Wie konnte so etwas passieren? Und wie konnte man diesen Bau absegnen? Ich hoffe, dass nicht Ex-Direktor Jauch daf√ľr der Hauptverantwortliche ist (f√ľrchte allerdings, es ist so). W√ľrde es echt bedauern, habe ich als sehr anst√§ndige und h√∂fliche Person kennengelernt.
Kennt jemand die Details?
(06.04.2015, 20:05)
Sacha :   Ich weiss zwar nicht unbedingt mehr, bin mir aber trotzdem sicher, dass das nur eine vor√ľbergehende L√∂sung ist, bis das Geld f√ľr einen Neubau vorhanden ist. In der Wilhelma stehen ja noch einige Bauprojekte an, namentlich eine neue Elefantenanlage. Die gibt es leider auch nicht gratis;)
(26.05.2014, 13:18)
Oliver M√ľller :   @Zollifreund: Mir war auch nicht klar, dass Stuttgart im Schwarzwald liegt...;-)

@alle: Es hiess doch urspr√ľnglich mal, dass das alte Menschenaffenhaus nach dem Auszug der Afrikaner "f√ľr die Orang Utans umgebaut" werden sollte. Das ist doch aber etwas anderes als K√§fige umnutzen. Weiss da jemand mehr?
(26.05.2014, 10:40)
zollifreund :   Da schon lange kein Up-Date mehr aus Stuttgart erfolgt ist, hier ein paar Neuerungen, die mir diese Woche aufgefallen sind:
- das Bisongehege wird durch das alte Onager- und das Anoagehege erweitert
- die Onager sind nun hinter die Takinen gezogen ( und daher leider nicht direkt zu besuchen)
- die Beozarziegen und Mufflons mussten der Baustellen "Rosensteintunnel" weichen
- neu war eine Anlage f√ľr europ√§ische Schildkr√∂ten am Aquarium
- im Raubtierhaus leben nun Sumatratiger, Persischer Leopard, Schneeleopadin mit Nachwuchs und nochmals ein Perser ( dessen Innenanlage gerade saniert wird)
- die Gorillakäfige stehen leer, die alten Bonobakäfigen wurden den Orangs zugeschlagen
- und dann gab es ein chin. Riesensalamander im Aquarium - " er macht Erhohlungsurlaub im Schwarzwald " so das entsprechende Hinweisschild am Becken :-) Mir war aber gar nicht bewusst, dass die Wilhelma einen chin. Riesensalamander hat. Im Nachtierhaus war der Salamander doch immer als Japaner ausgeschildert( oder irre ich mich da?). Dieses Becken wird jetzt √ľbrigens von Axolotl bewohnt.
(25.05.2014, 23:03)
Ottmar M√ľller :   Die ehemaligen Serval- und Jaguark√§fige wurden zusammengelegt und werden nun von einem der beiden Persischen Leoparden bewohnt.
(19.05.2014, 12:35)
J√∂rn Hegner :   h√§lt die wilhelma jetzt keine servale mehr . was ist daf√ľr heute drin in diesen k√§fig beim raubtierhaus .
(18.05.2014, 16:42)
Jan Jakobi :   Das darf doch nicht wahr sein!
Eine Seltenheit ist es leider nicht, wenn auch nicht unbedingt in den letzten Jahren.
(10.02.2014, 18:06)
Wilhelma :   Anton ist tot:
Eisbär stirbt an verschluckter Besucherjacke

In der Nacht auf Montag ist in der Wilhelma der Eisbär Anton gestorben. Todesursache war ein Fremdkörper. Gefunden wurden Teile einer verschluckten Jacke oder auch Tasche, die einem Besucher vermutlich aus Unachtsamkeit ins Gehege gefallen war. Anton wurde 25 Jahre alt.

Wildtiere neigen dazu, sehr lange Leiden und Krankheiten zu verbergen, da jedes Anzeichen voSchw√§che in der Wildbahn sofort von Feinden ausgenutzt wird. Dass mit Anton etwas nicht stimmte, wurde jedenfalls erst klar, als er sich seltsam verhielt und anfing, Gewebest√ľcke zu erbrechen. Tierarzt und Tierpfleger verabreichten ihm daraufhin sofort Abf√ľhrmittel, wodurch er schlie√ülich weitere Teile des Fremdk√∂rpers ausschied. Offenbar jedoch nicht alles, Anton starb schlie√ülich an schweren Darmverletzungen und -entz√ľndungen, wie erste Untersuchungen im Veterin√§runtersuchungsamt am Montagvormittag ergaben. Warum der Eisb√§r die Tasche samt Jacke √ľberhaupt gefressen hat, anstatt sie nur zu zerlegen, wie er es schon mit anderen Fundst√ľcken in seinem Gehege getan hat, ist auch den Tierpflegern ein R√§tsel. ¬ĄEs muss etwas sehr Leckeres darin gewesen sein, dem Anton nicht widerstehen konnte¬ď, vermuten seine Pfleger Andreas W√∂ssner und J√ľrgen Deisenhofer.

Leider ist es keine Seltenheit in Zoos, auch in der Wilhelma nicht, dass Besucher versehentlich oder leichtfertig Gegenst√§nde in Wasserbecken und Gehege fallen lassen. Bei den Eisb√§ren hat auch ein Elektrozaun an einem Gro√üteil der Gehegescheiben nicht verhindern k√∂nnen, dass in den letzten 20 Jahren rund 200 Kinderschuhe im Wasser landeten, ebenso wie rund 50 Schnuller pro Jahr, zahllose M√ľtzen, Fotoapparate, Handys und Brillen. Nur wenn Besitzer oder Beobachter rechtzeitig den Vorfall oder Verlust melden, besteht eine Chance, vor allem die gr√∂√üeren Gegenst√§nde rechtzeitig zu entfernen. ¬ĄH√§tten wir gewusst, dass etwas im Gehege war, h√§tten wir Anton vielleicht noch retten k√∂nnen¬ď, so Tierarzt Tobias Knauf-Witzens. ¬ĄDenn dann h√§tte eventuell ein Brechmittel noch die restlichen Teile zum Vorschein bringen k√∂nnen. Wir bitten die Besucher daher dringend, auf ihre Sachen sehr gut zu achten, auf keinen Fall etwas in die Gehege zu werfen und jeden Verlust sofort zu melden.¬ď

Sicher ist: Anton ist nicht das erste Opfer von Fremdk√∂rpern in Gehegen, die hier am Ende in den Tierm√§gen landen. Vor vielen Jahren starb Flusspferd Egon an einem Darmverschluss, verursacht durch einem Tennisball, und auch den letzten See-Elefant der Wilhelma, Charly, kostete ein verschlucktes Stofftier das Leben. Ohne den Vorfall mit der Jacke h√§tte Anton noch gut zehn bis 15 Jahre leben k√∂nnen. Er wurde am 13.12.1989 im Karlsruher Zoo geboren und war 1992 gemeinsam mit drei anderen jungen Eisb√§rinnen in der neu er√∂ffneten Anlage f√ľr B√§ren und Klettertiere der Wilhelma eingezogen. 2007 wurden er und die Eisb√§rin Corinna die Eltern von Wilb√§r, der heute im Orsa-Park in Schweden lebt.

(10.02.2014, 16:51)
Wilhelma :   Laternen-Workshop aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Mit selbstgebastelten Tier-Laternen abends durch die Wilhelma

Am Freitag, dem 1. November, und am Sonntag, dem 3. November 2013, l√§dt die Wilhelmaschule in ihrer Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď kleine wie gro√üe Besucher erstmals zu einem herbstlichen Laternen-Workshop ein. An beiden Tagen k√∂nnen die Teilnehmer ab 14 Uhr im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere Laternen mit Tier- und Pflanzen-Motiven basteln ¬Ė ob unter fachlicher Einleitung oder nach eigenen kreativen Ideen. Das Bastelmaterial wird gegen einen Unkostenbeitrag von 2 Euro zur Verf√ľgung gestellt, solange der Vorrat reicht (ein Set pro Kind). Eine Anmeldung f√ľr den Workshop ist nicht erforderlich.

Ab 17.15 Uhr kann dann jeder sein Kunstwerk gleich vor Ort ausprobieren und bei einem gemeinsamen, rund halbst√ľndigen Laternen-Umzug durch die abendliche Wilhelma tragen ¬Ė zu den Eisb√§ren, durch das Mammutbaumw√§ldchen, am Aussichtspavillon Belvedere vorbei, durch die Subtropenterrassen und den Maurischen Garten wieder zur√ľck. Beim Umzug sollte jedes Kind von einem Erwachsenen begleitet werden. Und nat√ľrlich darf jeder seine Laterne anschlie√üend mit nach Hause nehmen.
(29.10.2013, 12:56)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Schneeleoparden
Aller guten Dinge sind drei

Gleich drei h√ľbsche, gestreifte Wollkn√§uel k√∂nnen die Besucher seit Kurzem in ihrem Gehege nahe der Eisb√§ren beim Spielen, Schmusen und Schlafen beobachten: Denn drei Schneeleoparden auf einen Streich, ein K√§tzchen und zwei Kater ¬Ė von den Tierpflegern Laila, Karim und Kamal genannt ¬Ė, brachte Mutter Kailash im Juli zur Welt. Die ersten Monate blieb das Trio in der unterirdischen Wurfbox, doch nun, p√ľnktlich zum ersten gr√∂√üeren K√§lteeinbruch des Jahres, haben sie diese verlassen. Aber keine Sorge: Mutter Natur hat die Kleinen f√ľr ein Leben in Schnee und Eis ja bestens ausgestattet ...
Die urspr√ľngliche Heimat der Schneeleoparden oder Irbisse, wie sie auch hei√üen, sind die unwirtlichen Hochgebirge Zentralasiens. Ein extremer Lebensraum, an den die Tiere hervorragend angepasst sind: Ihr sehr dichtes Fell sch√ľtzt sie wirkungsvoll vor Winterk√§lte wie Sommerhitze, und gro√üe Pfoten ¬Ė die beim Nachwuchs geradezu riesig wirken ¬Ė verhindern wie Schneeschuhe, dass die rund 40 Kilogramm schweren Tiere im Schnee einsinken. Frieren werden Laila, Karim und Kamal im kommenden deutschen Winter also ebenso wenig wie ihre Eltern: die Katze Kailash und der Kater Ladakh, die im Sommer 2010 in Z√ľrich bzw. Amn√©ville zur Welt kamen. Als die beiden Anfang 2012 in der Wilhelma erstmals aufeinander trafen, sah es allerdings gar nicht so aus, als w√ľrden sie jemals gemeinsam Eltern werden. Im Gegenteil: Sie konnten sich partout nicht riechen, Ladakh biss Kailash durchs Gitter sogar eine Ohrspitze ab. Doch damals waren die zwei ja noch pubertierende, zickige Teenager. Zudem sind Irbisse eher Einzelg√§nger und suchen in der Natur nur zur Paarungszeit die N√§he des anderen Geschlechts. Und so hat sich mit Erreichen der Geschlechtsreife auch die Abneigung zwischen Kailash und Ladakh recht rasch in Zuneigung verwandelt, das Flirten und Schmusen wollte gar kein Ende mehr nehmen ¬Ė und blieb nicht ohne Folgen. Die entpuppen sich derzeit als rechtes ¬ĄTrio Infernale¬ď, dessen raue Spiele sogar den Eltern mitunter zu viel werden. Besonders beliebt: Wilde Attacken auf die buschigen langen Schw√§nze von Mama und Papa. Um ihre Ruhe zu haben, bleibt diesen dann oft nur die Flucht auf h√∂her gelegene, f√ľr die kleinen ¬ĄPlagen¬ď (noch) unerreichbare Liegefl√§chen. W√ľrfe von ein bis vier Jungtieren sind bei Irbissen √ľblich, meist sind es zwei. Anfangs sind diese dunkel behaart, blind und wiegen etwa 450 Gramm. Nach sieben bis zehn Tagen √∂ffnen sie die Augen, nach etwa zwei Monaten verlassen sie erstmals ihre Wurfh√∂hlen, auch in der Wildnis. Allerdings ist dort ihre √úberlebenschance deutlich geringer als im Zoo, mit gesch√§tzten 2.000 Tieren geh√∂ren Irbisse zu den seltensten Arten der Erde. Trotz strengem Schutz in ihren Heimatl√§ndern werden sie weiter gewildert, ihr Lebensraum schrumpft. Im Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) erfasst sind derzeit rund 220 Schneeleoparden, etwas √ľber 400 Tiere leben in Zoos weltweit. Die Wilhelma h√§lt die Art seit 20 Jahren und f√ľnf Jungtiere wuchsen hier auf, bevor Kailash und Ladakh die Zahl jetzt auf acht erh√∂ht haben.
√úbrigens: Vom kuscheligen Outfit der drei Raubk√§tzchen sollte man sich nicht t√§uschen lassen: Auch ihre Krallen sind schon scharfe Waffen, Streichelversuche w√§ren gef√§hrlich. Ein respektvoller Abstand ist zum Schutz von Mensch wie Tier daher angesagt und wird derzeit vorsichtshalber durch eine zus√§tzliche Absperrung vor dem Gehege unterst√ľtzt. Ob man Laila, Karim und Kamal wach oder schlafend antrifft, ist zudem Gl√ľckssache. Aber gerade junge Katzen brauchen nach dem Toben ja schlie√ülich auch wieder eine t√ľchtige M√ľtze voll Schlaf ...

Foto: Wilhelma
(11.10.2013, 08:16)
Wilhelma :   Vikunja-Fohlen in Wilhelma geboren
Marie bringt Leben in die S√ľdamerika-WG

Die S√ľdamerika-Wohngemeinschaft der Wilhelma hat Zuwachs bekommen: Am 23. September 2013 erblickte Marie das Licht der Welt. Sie ist der j√ľngste Nachwuchs der nun f√ľnf Tiere umfassenden Vikunjaherde und dazu auch noch ein ganz besonderer. Denn seit langem ist Marie das erste, weibliche Vikunja-Fohlen, welches in der Wilhelma geboren wurde.
Ihre Mutter Xenia und ihre beiden Tanten Lara und Lima haben immer ein wachsames Auge auf Marie. Dabei haben sie ziemlich viel zu tun. Denn Marie tollte schon kurze Zeit nach ihrer Geburt ausgelassen auf der S√ľdamerikaanlage herum. Ganz zur Freude von Churo, dem im Februar gebornen, m√§nnlichen Artgenossen. Auch f√ľr die Alpakas, unter deren gro√üe Herde sich die Vikunjas derzeit mischen, ist Marie eine willkommene Abwechslung. Nur Vater Casper hat Marie noch nicht kennen gelernt. Dieser lebt vor√ľbergehend auf dem Tennhof, der nicht√∂ffentlichen Wilhelma-Au√üenstelle, bis das Vikunjagehege renoviert ist. Nur so k√∂nnen Marie und die anderen Vikunjas gemeinsam mit den eng verwandten Alpakas gehalten werden. Casper w√ľrde f√ľr viel Unruhe sorgen und sich nicht nur f√ľr seine Weibchen interessieren. Mischlinge zwischen dem Wildtier Vikunja und dem Haustier Alpaka sind aber nicht erw√ľnscht.
Auch wenn die Vikunjas in der deutlichen Unterzahl sind, stechen sie mit ihrer zierlicheren Statur und ihrem hellbraunen, golden schimmernden Fell aus der Herde hervor. Einer s√ľdamerikanischen Sage nach, bekam die wundersch√∂ne Jungfrau Vikunja von einem h√§sslichen K√∂nig einen goldenen Mantel geschenkt, als Dank daf√ľr, dass sie ihn heiratete. Noch heute tr√§gt das Vikunja dieses Vlies, welches f√ľr die wildlebenden Vikunjas Fluch und Segen zugleich ist. Zum einen brachte es die Vikunjas fast bis an den Rand der Ausrottung, denn Vikunjawolle ist die teuerste Wolle der Welt. Die kleinsten Neuweltkamele wurden deswegen lange Zeit erbarmungslos gejagt und an den Rand der Ausrottung gebracht. Zum anderen sch√ľtzt das dichte Fell die Vikunjas vor den kalten Bergwinden in ihrem Lebensraum, dem s√ľdamerikanischen Andenhochland in H√∂henlagen von 3500 bis 5500 Metern. Au√üerdem sichert ihre begehrte Wolle heute ihr √úberleben. Denn in einigen Landstrichen werden die wildlebenden Vikunjaherden wieder auf traditionelle Art alle zwei Jahre zusammengetrieben, die eingefangenen Tiere geschoren und anschlie√üend wieder frei gelassen. Pro Tier k√∂nnen so gerade einmal 150 Gramm gewonnen werden. Das Geld, welches durch den Verkauf der kostbaren Wolle eingenommen wird, bleibt gr√∂√ütenteils vor Ort in der Heimat der Vikunjas. Hierdurch ist bei der Bev√∂lkerung das Interesse sehr gro√ü, die Andenkamele zu sch√ľtzen. So haben sich in den letzten Jahren die Best√§nde der Vikunjas erholt und es streifen nun wieder um die 200.000 Tiere durch die Hochlagen der Anden.

Foto: Wilhelma
(01.10.2013, 15:47)
Wilhelma :   Spannende Kurzvortr√§ge in der Wilhelma-Schule

Tierisch schlau ¬Ė verbl√ľffende Geistesleistungen im Tierreich

Am Sonntag, dem 29. September 2013, k√∂nnen die Besucher im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere wieder Erstaunliches und Wissenswertes √ľber die Denk- und Geistesleistungen von Tieren lernen ¬Ė ob von Affen, Kr√§hen, Kraken oder sogar von Bienen. In einem kurzweiligen Vortrag pr√§sentiert die Diplombiologin Sabine Ratzel gro√üen wie kleinen Wilhelma-Besuchern echte ¬ĄSchlaumeier¬ď unter den Tieren und erz√§hlt unter anderem von t√ľftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die Geb√§rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

(23.09.2013, 14:59)
Klaus Schueling :   Unterst√ľtzung gesucht

Wir schaffen es nicht mehr, die gro√üe Anzahl der eintreffenden Pressemeldungen zeitnah ins Forum zu √ľbernehmen, daher:

Wer sich vorstellen k√∂nnte, das Einstellen von Pressemeldungen aus der Wilhelma in das Forum zeitnah zu √ľbernehmen, m√∂ge sich bitte bei mir per E-Mail (mail@schueling.de) oder telefonisch (0251 311523) in Verbindung setzen.
(19.09.2013, 14:52)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Faultieren
Erfolgreiche Faulpelze

Was Faultierdame Marlies seit Ende Juni auf dem Bauch herumträgt, ist das Ergebnis einer echten Erfolgsgeschichte: Ihr bereits neuntes Jungtier in der Wilhelma. Seit ihrem ersten Rendezvous vor zwölf Jahren sind die Zweifingerfaultiere Marlies und Mike, zumindest in Sachen Nachwuchs, keineswegs faul gewesen.
Wenn Marlies kopf√ľber durch ihr Gehege zwischen Kleins√§uger- und Vogelhaus hangelt oder auch faul in einer der Ecken liegt, ist das noch namenlose Jungtier schon gut zu erkennen. In den ersten Monaten nach der Geburt l√§sst es sich kaum vom dichten Pelz der Mutter unterscheiden. Seine Namenlosigkeit r√ľhrt daher, dass sich das Geschlecht bei Faultieren nicht so einfach erkennen l√§sst und einer tier√§rztlichen Nahuntersuchung bedarf. Und so lange Marlies ihren Nachwuchs f√ľrsorglich durch das Gehege tr√§gt, werden die beiden nicht getrennt, um Stress zu vermeiden. Ob es ein M√§nnchen oder Weibchen ist, wird erst wichtig, wenn f√ľr den Nachwuchs ein neues Zuhause gefunden werden muss, denn mit den Eltern Marlies und Mike ist der Platz in der Wilhelma schon belegt. Mit ungef√§hr eineinhalb Jahren wird das Jungtier die Wilhelma verlassen und in einem anderen Zoo einen guten Platz zum Faulenzen sowie einen passenden Partner finden.
Faultiere sind tats√§chlich die Erfinder der Langsamkeit. Dies hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern Methode. Wer sich vor allem von Bl√§ttern, Bl√ľten und Knospen ern√§hrt, muss eben schauen, wie er die wenigen N√§hrstoffe aus den schwer verdaulichen Zellulose-Snacks optimal nutzt. Sprich, regelm√§√üige Verdauungsschl√§fchen und ein konsequentes Energiesparprogramm sind unerl√§sslich, rund 16 Stunden Siesta pro Tag sind keine Seltenheit. Im Urwald hat das Zeitlupentempo aber noch einen weiteren Vorteil: Da Greifv√∂gel vor allem schnelle Bewegungen wahrnehmen, √ľbersehen sie die tr√∂delnden Faultiere im Blattwerk leicht. Zumal diese einen Tarnumhang tragen, bestehend aus gr√ľnen Algen, die sich im immerfeuchten Fell ansiedeln. Der entschleunigte Lebensrhythmus der Faultiere spiegelt sich zudem in ihrer geringen K√∂rpertemperatur wider, die eher an Reptilien erinnert, sowie in einer der niedrigsten Stoffwechselraten im S√§ugetierreich: Nur etwa alle acht Tage steigen Faultiere vom Baum, um ihre Gesch√§fte zu erledigen. Heimisch f√ľhlen sie sich auf dem Boden allerdings nicht. Denn mit ihren langen Gliedma√üen und kr√§ftigen, hakenartigen Klauen finden sie zwar an jedem Ast Halt, am Boden aber kommen sie damit nur m√ľhsam vorw√§rts. Selbst im Wasser geht es da flotter, denn Faultiere sind recht gute Schwimmer.
Urwaldfl√ľsse durchschwimmen wird das kleine Wilhelma-Faultier wohl nie. Daf√ľr kann es aber auch die n√§chsten Monate ein sicheres, beschauliches Dasein im ¬ĄHotel Mama¬ď f√ľhren, wachsen, gedeihen und schlie√ülich in einen anderen Zoo umziehen. Dann ist auch wieder Platz auf Marlies Bauch f√ľr das n√§chste Faultierchen.

(19.09.2013, 14:52)
Wilhelma :   Save the Rhinos:
Nashorntag in der Wilhelma

Am Sonntag, dem 22. September 2013, ist ¬ĄWelt Nashorntag¬ď und auch die Wilhelma beteiligt sich mit einem Infostand im Nashornhaus daran. Von 10 Uhr bis 16 Uhr informieren die Tierpfleger √ľber die Bedrohung der Nash√∂rner in freier Wildbahn. Es werden Bilder aus dem indischen Kaziranga Nationalpark gezeigt, wo die Wilhelma seit 2005 ein Schutzprojekt zur Erhaltung der letzten Panzernash√∂rner Indiens unterst√ľtzt. Hierf√ľr werden auch am diesj√§hrigen ¬ĄWorld Rhino Day¬ď, der von der Naturschutzorganisation ¬ĄSave the Rhino International¬ď ins Leben gerufen wurde, Spenden gesammelt. Insgesamt wurden f√ľr die wildlebenden Nash√∂rner von der Wilhelma bisher fast 60.000 EUR gesammelt. Ziel ist es, am Nashorntag diese Marke zu √ľberschreiten. Jeder kann die Wilhelma dabei unterst√ľtzen: Entweder durch direkte Spenden oder den Kauf des exklusiven ¬ĄNashornweins¬ď vom Weingut Gerhard Aldinger. Hier flie√üt ein Teil des Erl√∂ses direkt in den Schutz der Indischen Panzernash√∂rner. Der Wein kann direkt beim Weingut Gerhard Aldinger bezogen werden.
Weltweit sind alle Nashornarten vom Aussterben stark bedroht. Hauptgrund ist die in den letzen Jahren wieder zunehmende Wilderei. Vor allem in Asien bl√ľht der Schwarzmarkt f√ľr das begehrte Horn, welches in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Mittel gegen Fieber oder Schmerzen eingesetzt wird. Mit fatalen Folgen f√ľr die Nash√∂rner. Denn die Tiere werden in Afrika und Asien zur leichten Beute von kriminellen Banden, die oftmals besser ausger√ľstet sind, als die Wildh√ľter, die die Nash√∂rner sch√ľtzen.

(18.09.2013, 19:53)
Wilhelma :   Aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď der Wilhelma-Schule:
Ein kulinarischer Rundgang zu essbaren Wildpflanzen

Am Sonntag, dem 22. September 2013, l√§dt der Experte und Buchautor Dr. Markus Strau√ü jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem kleinen ¬Ąkulinarischen¬ď Rundgang zu essbaren Wildpflanzen und ¬Ąwildem Sommergem√ľse¬ď in der Wilhelma ein.
Denn in unseren heimischen Wiesen und W√§ldern ¬Ė und auch im Wilhelma-Park ¬Ė wachsen erstaunlich viele Wildpflanzen, die zum Verzehr geeignet sind. Welche der Gew√§chse genie√übar oder sogar besonders gesund sind und wie sie auf leckere Art den Speiseplan bereichern k√∂nnen ¬Ė das und mehr lernen die Teilnehmer des Rundgangs.

Treffpunkt ist das Wilhelmaschulgebäude unterhalb der Geiervoliere;
die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

(16.09.2013, 22:02)
Wilhelma :   Was Sie schon immer √ľber die Wilhelma wissen wollten ...
20. Wilhelma-Tag ¬Ė Einblicke erhalten, fragen, mitmachen

Am 15. September findet ¬Ė wie jedes Jahr eine Woche nach Ende der Sommerferien ¬Ė wieder ein gro√üer ¬ĄWilhelma-Tag¬ď statt, und das bereits zum 20. Mal. Auch diesmal erhalten die Besucher spannende Einblicke in Bereiche hinter den Kulissen des Zoologisch-Botanischen Gartens, von der Futterk√ľche √ľber die Anzuchth√§user bis hin zur Krankenstation. Au√üerdem k√∂nnen vor allem die Kinder auf vielerlei Weise selbst aktiv werden, ob beim Basteln von Besch√§ftigungsmaterial f√ľr Affen, beim Baumklettern oder Pflanzentopfen.
Zu verdanken ist der Wilhelma-Tag dem Verband der Zoo-Tierpfleger in Deutschland, die vor 20 Jahren einen ¬ĄZoo-Tag¬ď anregten. In der Wilhelma wurde daraus die einzige zoologisch-botanische Spielart, gestaltet wird der Tag von Tierpflegern, G√§rtnern und Parkpflegern, Azubis und Wilhelma-P√§dagogen in Eigenregie. Nur am Wilhelma-Tag k√∂nnen die Besucher beispielsweise die botanischen Anzuchth√§user hinter den Kulissen besichtigen und Blicke in die Futterk√ľche oder den Behandlungsraum des Tierarztes werfen. Zudem finden sie an den Info-St√§nden der Tierpfleger, G√§rtner und Parkpfleger reichlich Anschauungsmaterial rund um Tiere, Pflanzen, Futtermittel und Co. und k√∂nnen den Mitarbeitern nach Herzenslust Fragen stellen. Was frisst ein Flamingo, was ein Flusspferd? M√ľssen Elefanten auch zum Zahnarzt? Wie schnell w√§chst eine Palme und wann bl√ľhen Kakteen? Am Ende des Tages verstehen die Besucher dann viel besser, wie ein Zoologisch-Botanischer Garten funktioniert ¬Ė und wie aufw√§ndig sein Betrieb ist. In der Wilhelmaschule k√∂nnen sich die Kinder Motive auf die Gesichter schminken lassen und an einem Info-Stand viel √ľber Raubtiere lernen, bevor sie nebenan, am Stand der Parkpflege, beim Baumquiz teilnehmen, Baumscheiben schneiden oder unter professioneller Anleitung der Firma Blattwerk einen Baum erklimmen. Eine feste Gr√∂√üe am Wilhelma-Tag ist inzwischen au√üerdem der beliebte Tierpfleger-Eignungstest, den die Auszubildenden auf der Ginkgo-Wiese bei den Flamingos durchf√ľhren und bei dem die Besucher sowohl ihr zoologisches und botanisches Wissen, als auch ihr Geschick am Schubkarren unter Beweis stellen m√ľssen. Nicht zuletzt gibt es im Betriebshof wieder √ľberz√§hlige Pflanzen Marke Wilhelma-Eigenanbau zu kaufen ¬Ė praktische Tipps f√ľr ihre Pflege inklusive. Auch die Wilhelma-Begleiter des F√∂rdervereins tragen mit Info-Mobilen und kostenlosen F√ľhrungen ihren Teil zum Programm bei und die Kinderturnstiftung bietet f√ľr Kinder und ihre Eltern eine F√ľhrung durch die Bewegungsstationen der Kinderturnwelt in der Wilhelma an.
Das komplette Programm gibt es als PDF zum Download unter www.wilhelma.de/wilhelmatag und es wird am Wilhelma-Tag als Faltblatt am Eingang verteilt. Der Eintritt kostet √ľbrigens trotz der zus√§tzlichen Einblicke, Attraktionen und Aktionen nicht mehr als an einem ganz ¬Ąnormalen¬ď Wilhelma-Tag: Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder die H√§lfte.

(11.09.2013, 10:18)
Zoo Osnabr√ľck :   Das Quartett ist komplett:
Auch das vierte Bonobo-Baby ist auf der Welt

Im M√§rz, Mai und Juli waren bereits drei Bonobo-Babys in der Wilhelma geboren worden, am 15. August erblickte nun auch ¬ĄNummer vier¬ď das Licht der Welt. Damit ist die Bonobo-Truppe innerhalb von nur f√ľnf Monaten um vier Tiere auf 16 angewachsen. Und die Besucher k√∂nnen in den Innen- und Au√üengehegen der neuen Menschenaffenanlage gleich vier M√ľtter samt ihren unterschiedlich alten Babys bobachten. W√§hrend dabei der f√ľnf Monate alte Erstgeborene, Lubao, schon neben Mama Liboso im Gras umherkrabbelt und neugierig an Kleebl√§ttchen knabbert, ist das j√ľngste Kind hinter den sch√ľtzenden Armen seiner Mutter Haiba bislang kaum zu sehen. Da sich somit sein Geschlecht noch nicht bestimmen lie√ü, hat es bislang auch noch keinen Namen erhalten.
Im Gegensatz zu den hierarchisch organisierten Gorillas, bei denen ein Silberr√ľcken der Chef und alleiniger Vater allen Nachwuchses in der Familie ist, sieht das bei Bonobos anders aus. Bei diesen herrscht eher ein Matriarchat und damit in gewisser Weise auch Damenwahl ¬Ė jeder Mann in der Gruppe k√∂nnte somit der Vater sein. W√§hrend bei den drei zuletzt geborenen Bonobo-Babys wohl noch eine Weile im Dunkeln bleiben wird, wer jeweils der Vater ist, wurde dieser bei dem Ende M√§rz geborenen Lubao schon identifiziert: Es ist Kasai, der Sohn von Chipita, und mit achteinhalb Jahren der j√ľngste Mann bei den Wilhelma-Bonobos. Weitere Anw√§rter auf die noch nicht gekl√§rten Vaterschaften sind die jeweils etwa 33-j√§hrigen M√§nner Mobikisi und Zorba.
Dass bei Lubao der Vater schon ermittelt werden konnte, ist allerdings nur dem Umzug ins neue Affenhaus zu verdanken. Da die erwachsenen Tiere f√ľr diesen ohnehin in Narkose gelegt werden mussten, bot sich die Chance, dem Sohn der schlafenden Liboso unbemerkt ein paar Haare samt Wurzeln f√ľr einen DNA-Test zu stibitzen ¬Ė sprich, auszurei√üen. W√§re die Mutter wach gewesen, h√§tte sie den kurzen Wehschrei ihres Babys den Pflegern als Vertrauensbruch √ľbelgenommen. Au√üerdem wurden bei den Untersuchungen damals auch Ultraschallaufnahmen von allen Tieren erstellt ¬Ė und so die Schwangerschaften drei weiterer Bonobofrauen entdeckt. Nach f√ľnf Jahren Kinderlosigkeit k√ľndigte sich in der Gruppe also ein regelrechter Babyboom an. Jetzt, vier Monate nach dem Umzug, ist das erwartete Baby-Quartett endlich komplett. Dabei sind alle vier Kleinen offenbar nicht nur gesund, sondern haben auch Gl√ľck mit ihren M√ľttern: Alle vier k√ľmmern sich bestens um ihren Nachwuchs ¬Ė jede auf ihre Art abh√§ngig von der jeweiligen Erfahrung als Mutter und dem Alter des Babys. Liboso etwa, deren √§ltere Tochter Nayembi ebenfalls in Stuttgart lebt, l√§sst ihrem f√ľnf Monate alten und immerhin schon acht Z√§hne tragenden Lubao mittlerweile recht viel Spielraum. Auch Hermien, der Mutter des im Juli geboren Bobali, merkt man durch ihre gelassene Art an, dass sie bereits mehrere Kinder aufgezogen hat. Die frischgebackenen Erst-M√ľtter, die beiden elf- und zw√∂lfj√§hrigen Frauen Banbo und Haiba dagegen, sind noch deutlich vorsichtiger und tragen ihre Kinder, die kleine Alima und das noch namenlose Kind, sichtbar enger am K√∂rper.

Foto: Haiba und ihr noch namenloses Baby. Meist presst sie es sch√ľtzend so eng an den K√∂rper, dass es weder leicht zu sehen, geschweige denn gut zu fotografieren ist. (Foto: Hermann Vollmer)
(27.08.2013, 14:55)
Wilhelma :   Lange ¬ĄWilde Wochenenden¬ď in der Wilhelmaschule:
Dia-Vortrag √ľber ¬ĄFleischfressende Pflanzen¬ď und Figurentheater f√ľr Kinder

Am kommenden Wochenende hat die Wilhelmaschule zwei Angebote aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď in petto: Am Samstag, dem 31.8., dreht sich in einem Dia-Kurzvortrag alles um Fleischfressende Pflanzen. Jeweils um 15 und 16 Uhr stellt der Insektivoren-Experte und Buch-Autor Thomas Carow verschiedene Vertreter dieser au√üergew√∂hnlichen Pflanzengruppe vor und zeigt Fotos von den Naturstandorten. Auch auf die Pflege und Kultur der heiklen Gew√§chse geht er ein.

Am Sonntag, dem 01.09. f√ľhrt dann das Orpheus-Theater um 15.30 Uhr das Figurentheaterst√ľck ¬ĄDie kleine Meerjungfrau¬ď nach dem M√§rchen von Hans-Christian Andersen f√ľr Kinder ab 4 Jahren auf. Die Kinder werden dabei aktiv in einzelne Szenen des etwa 50 Minuten dauernden St√ľcks einbezogen, das von Schauspielern und mit Stabpuppen aufgef√ľhrt und mit Live-Musik untermalt wird. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist wie immer im Eintrittspreis enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.
(27.08.2013, 09:20)
Wilhelma :   Artenreiche S√ľdamerika-WG:
Von Andenkamel bis Ameisenbär

Besonders artenreich pr√§sentiert sich derzeit die tierische Wohngemeinschaft auf der gro√üen S√ľdamerika-Anlage oberhalb der B√§rengehege. Hier leben in der Regel Alpakas, Nandus und Maras zusammen. Derzeit sind jedoch als zweite Kleinkamelart die Vikunjas vor√ľbergehend eingezogen, die sonst ein eigenes Gehege bewohnen. Und sogar einen der eher zur√ľckgezogen lebenden Ameisenb√§ren bekommt man jetzt hin und wieder zu Gesicht ¬Ė n√§mlich eine neue junge Ameisenb√§rin namens ¬ĄColada¬ď.
Seit Juni dieses Jahres verst√§rkt sie die S√ľdamerika-WG der Wilhelma ¬Ė die erst einj√§hrige Ameisenb√§rin Colada aus dem Zoo Duisburg. Ihre Wurzeln liegen jedoch in Stuttgart: Denn hier ist ihre Mutter geboren, lebt aber seit Ende 2011 als Zuchtleihgabe der Wilhelma im Ruhrpott und ihr Name ¬ĄPina¬ď lieferte den dortigen Tierpflegern die Steilvorlage, die im Juni 2012 geborene Tochter ¬ĄColada¬ď zu taufen. In der Wilhelma ist zudem nach wie vor Coladas Gro√ümutter, die 14-j√§hrige Daniela, zu Hause. Und weil die Enkelin noch jung ist und bislang nicht ganz so viel Wert auf Ruhe und feste Schlafenszeiten zu legen scheint wie ihre √ľbrige, eher nachtaktive Verwandtschaft, k√∂nnen nun auch die Wilhelma-Besucher mit etwas Gl√ľck mitunter einen Ameisenb√§r durchs Gehege streifen sehen.
Dieses Gehege teilen die beiden au√üergew√∂hnlich gebauten S√ľdamerikanerinnen mit den langen Schnauzen und buschigen Schw√§nzen mit jeder Menge Mitbewohner. Zum Beispiel mit 16 Alpakas, einer domestizierten Art, sowie vier Vikunjas als einer Wildform der Neuweltkamele. Au√üerdem hoppeln aktuell drei Maras ¬Ė gro√üe, auch Pampashasen genannte Nagetiere ¬Ė durchs Gras, das obendrein zwei Nandus als s√ľdamerikanische Vertreter der Laufv√∂gel durchschreiten. Zeitweilig sind hier √ľberdies die Halsbandpekaris los, eine kleine, aber sehr umtriebige Nabelschweinart. Zu umtriebig f√ľr die schon √§lteren Nandus und die ruhebed√ľrftigen Ameisenb√§ren, weshalb diese auch nicht gleichzeitig mit den Pekaris auf die gro√üe Anlage gelassen werden. Ansonsten sind √§hnliche Gemeinschaftshaltungen wie die S√ľdamerika-WG der Wilhelma aber in vielen Zoos verbreitet und haben sich bew√§hrt. Denn obwohl es in tierischen wie in menschlichen WGs auch mal ¬ĄKnatsch¬ď geben kann, bedeutet die Art der Haltung immer auch Unterhaltung f√ľr die Bewohner ¬Ė von den Zoologen ¬ĄBehavioural Enrichment¬ď genannt. Und zur ¬ĄVerhaltensbereicherung¬ď der Tiere ebenso wie zur Unterhaltung der Besucher tragen sicher auch die erfrischenden Duschen aus dem Wasserschlauch der Tierpfleger bei, welche vor allem die Alpakas und Vikunjas jetzt, w√§hrend der hei√üen Sommertage, sichtlich genie√üen.

Foto: Wilhelma
(22.08.2013, 14:56)
Wilhelma :   Splish splash ...!
Spritziger Badespa√ü f√ľr die Keas

Die n√§chste Hitzewelle kann ruhig kommen ¬Ė zumindest aus der Sicht der Keas! Diese neuseel√§ndischen Papageien leben auf den Subtropenterrassen, dem im Sommer eindeutig hei√üesten Ort in der Wilhelma. Und wenn die Temperaturen gar zu sehr steigen, hilft auch bei V√∂geln mitunter nur ein ¬ĄSprung¬ď ins k√ľhle Nass. Ein spritziges Vergn√ľgen, denn die Keas pflegen dann oft gen√ľsslich ihr ¬Ė bis auf die r√∂tlichen Fl√ľgelunterseiten ¬Ė olivgr√ľnes Federkleid. Dabei sch√ľtteln sie sich kr√§ftig, um das frische Wasser wie unter der Dusche √ľber den ganzen K√∂rper zu verteilen. Ein k√ľhles Bad nehmen k√∂nnen die vier Wilhelma-Keas dabei immer, wenn ihnen danach ist: Die Tierpfleger sorgen daf√ľr, dass die Vogel-Planschbecken stets gut gef√ľllt sind.

Foto: Marco Cini
Spritzige Kea-Dusche: Wenn die neuseeländischen Vögel baden, bleibt kein Federchen trocken.
(16.08.2013, 15:06)
Wilhelma :   Kostenlose Sonderf√ľhrungen zu ¬ĄFleischfressenden Pflanzen¬ď:
Insektivoren hautnah ¬Ė vor und hinter den Kulissen

Ob Kobralilie, Sonnenkrug, Schrecklicher Tau oder Gelbe Schlauchpflanze: Die Welt der Insektivoren oder Fleischfressenden Pflanzen ist so eigenartig wie vielf√§ltig. Kostenlose F√ľhrungen durch die aktuelle Sonderausstellung √ľber diese Pflanzengruppe bieten die Wilhelma-G√§rtner J√ľrgen R√ľhle und Thomas Lehnen an. Vier Termine stehen zur Wahl: der 22.8. (14.30 Uhr), der 23.8. (15.30 Uhr), sowie am 28.8. und 5.9. (jeweils 16 Uhr). Die Teilnehmerzahl pro F√ľhrung ist auf maximal 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung daher unbedingt unter der Rufnummer 0711/5402-0 erforderlich.
Jede der F√ľhrungen dauert ca. 1,5 Stunden und beinhaltet sowohl einen Rundgang durch die Sonderausstellung als auch durch die Anzuchth√§user f√ľr Insektivoren hinter den Kulissen. Dabei erfahren die Besucher aus fachkundiger erster Hand viel Spannendes √ľber die Pflanzen, die Insekten jagen und verzehren, und warum sie dies tun. Au√üerdem d√ľrfen die Teilnehmer einen Blick ins Innere von Fallen werfen und schauen, wie viel und welche Beute die jeweilige Pflanze schon gemacht hat. Treffpunkt f√ľr die angemeldeten Teilnehmer ist rechtzeitig vor F√ľhrungs-Beginn beim entsprechenden Schild unter dem Ginkgo-Baum, dieser ist vom Haupteingang aus kommend nach der Flamingowiese gegen√ľber des Wintergartens zu finden.

Thomas Lehnen, Eva Augart und J√ľrgen R√ľhle (v.l.) haben die neue Sonderausstellung gestaltet, Lehnen und R√ľhle bieten Wilhelma-Besuchern nun auch kostenlose Sonderf√ľhrungen durch die Welt der Insektivoren an. (Foto: Wilhelma)
(13.08.2013, 14:08)
Wilhelma :   Langes ¬ĄWildes Wochenende¬ď in der Wilhelmaschule:
Dia-Vortr√§ge √ľber Blindenhunde und schlaue Tiere

Am kommenden Wochenende k√∂nnen die Besucher sowohl am Samstag als auch am Sonntag in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere einen Dia-Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď besuchen: Am 17.8. wird der anspruchsvolle Job des Blindenhundes vorgestellt, am 18.8. widmet sich ein weiterer Vortrag den erstaunlichen Denkleistungen von Tieren. Weitere Infos und Termine gibt es unter ¬ďwww.wilhelma.de¬ď in der Rubrik ¬ĄWilhelmaschule¬ď.
Den Kurzvortrag √ľber die Blindenhunde am 17.8. h√§lt der Wilhelma-Tierpfleger Mathias Roese, der selbst Blindenf√ľhrhunde ausbildet. Schier Unglaubliches leisten diese Tiere, wenn es darum geht, das Augenlicht ihrer Frauchen und Herrchen zu ersetzen und sie sicher von A nach B zu geleiten. Schier unglaublich ist auch, was die Biologin Sabine Ratzel dann am 18.8. in ihrem Kurzvortrag vorstellt: n√§mlich echte tierische ¬ĄK√§pseles¬ď, wie Schlaumeier, Intelligenzbestien und Co. im Schwabenland genannt werden. Und die gibt es nicht etwa nur unter den Menschenaffen oder bei den Delphinen, sondern auch Kr√§hen, Kraken und Bienen haben erstaunliche Denkleistungen vorzuweisen. Die Vortr√§ge finden an den beiden Tagen jeweils um 15 und um 16 Uhr statt, die Teilnahme ist wie immer im Eintrittspreis enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto: Dass Blindenhunde intelligent sind, ist bekannt. Aber auch viele andere Tiere bis hin zu den Bienen haben erstaunlich viel ¬Ąauf dem Kasten¬ď ¬Ė wie die Vortr√§ge der Wilhelmaschule am Wochenende verraten.
(12.08.2013, 14:54)
Wilhelma :   Die Gorillafamilie entdeckt ihr Au√üengehege:
Gorillas im Gr√ľnen

Seit Anfang Juli nutzen die Bonobos ihre Au√üengehege in der neuen Anlage f√ľr Afrikanische Menschenaffen, seit wenigen Tagen ist nun auch f√ľr die Gorillas der Weg nach drau√üen frei. Aber erst nach und nach wagten die Mitglieder der Gorillafamilie den Vorsto√ü ins Unbekannte. Nach erstem gro√üen Staunen √ľber die unendlichen gr√ľnen Weiten lockte und besch√§ftigte die Tiere ¬Ė genau wie die Bonobos ¬Ė aber vor allem eines: das saftige neue Nahrungsangebot in Form von Gr√§sern, Klee, Kr√§utern und ganzen Str√§uchern voller leckerer Bl√§tter. Beim Umherstreifen, Futtern und Genie√üen ihres neuen Lebensraums in den Au√üengehegen k√∂nnen die Besucher die Gorillas und Bonobos derzeit t√§glich von 10 Uhr bis 15 Uhr beobachten ¬Ė danach wieder im Haus ¬Ė, und die handaufgezogenen Gorillakinder sind t√§glich von 10 bis 11 Uhr und von 14 bis 15 Uhr in ihrem Freiluftspielplatz.
Dass die Gorillas etwas l√§nger auf ihren ersten Ausflug warten mussten, hatte einen guten Grund, und der hei√üt Tuana: Die Gorillafrau kam im Juni aus Hannover nach Stuttgart und wurde in den letzten Wochen in die Gruppe integriert. So eine Einf√ľhrung in die Gesellschaft ist in Gorillakreisen allerdings mit einigen Turbulenzen, jeder Menge Imponiergehabe bis hin zu Pr√ľgel- und Bei√üattacken verbunden, durch die der Silberr√ľcken seine Vormachtstellung als Chef und die anderen Damen ihren Rang im Harem deutlich machen. Zun√§chst musste also wieder Ruhe in der Familie eingekehrt und die Lage stabil sein, bevor die n√§chste gro√üe Unbekannte, das Au√üengehege, in Angriff genommen werden konnte. Besonders spannend: Wie unterschiedlich doch die ¬Ąmatriarchalisch-anarchistisch¬ď organisierten Bonobos und die hierarchisch strukturierten Gorillas diese Herausforderung annahmen. W√§hrend bei den Bonobos Anfang Juli fast alle gleichzeitig und sehr rasch aus dem sicheren Innengehege nach drau√üen strebten und das Terrain sondierten, lie√üen sich die Gorillas viel mehr Zeit ¬Ė und die Frauen warteten zun√§chst, was der Chef tun w√ľrde. Als Kibo durch die Last seiner Verantwortung f√ľr Frauen und Kinder aber z√∂gerte, nahm die emanzipierte alte Dame Undi das Zepter in die Hand. Nach erstaunten Blicken auf den freien Himmel √ľber ihr und die gr√ľne Weite unter ihr, spazierte sie als erste durch die offenen Schieber nach drau√üen, drehte ein bis zwei Runden, kostete vom Gr√ľn und zog sich dann vorerst wieder ins Innengehege zur√ľck. Die anderen Frauen warteten weiter, dass Kibo den ersten Schritt tun w√ľrde, und hielten auch ihre vorwitzigen Kinder energisch zur√ľck, wenn diese ihre Nasen zu weit hinaus streckten. Der Bann war erst gebrochen, als Kibo bei ersten kurzen Erkundungsg√§ngen die Lage sondiert hatte und schlie√ülich mit der alten Mimi losgezogen war, um drau√üen die Str√§ucher das F√ľrchten zu lehren und mit bl√§tterreicher Beute in Form abgebrochener √Ąste zur√ľckzukehren. Zus√§tzliche Sicherheit vermittelte den Tieren ein F√ľhrungsseil, das die Pfleger zwischen der Ausstiegsluke und einem Baum gespannt hatten. Sich an dieser Schnur entlang hangelnd konnten die Tiere immer weiter in den fremden ¬ĄDschungel¬ď vordringen, aber notfalls sofort den Weg zur√ľck in die vertraute Umgebung finden ¬Ė ein Angebot, dass einige kleine wie gro√üe Gorillas gerne nutzten, selbst der Silberr√ľcken. Jetzt, drei Tage vorsichtigen Herantastens sp√§ter, genie√üen alle Tiere ¬Ė bis auf Mutasi, der die Au√üenanlage immer noch nicht geheuer ist ¬Ė bereits sichtlich die neuen Weiten und Weiden des gro√üen Naturgeheges, wie ihr wiederholtes ¬ĄWohlf√ľhl-Brummeln¬ď zeigt. Und die Besucher k√∂nnen endlich auch die Gorillafamilie, vom Silberr√ľcken Kibo bis zur kleinen Milele, auf der gr√ľnen Wiese spazieren gehen sehen.

Foto (Wilhelma): Bevor Silberr√ľcken Kibo nicht das Terrain sondiert hatte, wagten sich die M√ľtter mit Kindern nicht ins unbekannte Gel√§nde.
(06.08.2013, 16:08)
Wilhelma :   Bilder, Infos und mehr √ľber Gorillas, Orang-Utans und Co.:
Thementag ¬ĄMenschenaffen¬ď in der Wilhelmaschule

Am kommenden Sonntag, dem 4. August 2013, dreht sich in der Wilhelmaschule alles um unsere n√§chsten Verwandten, die Menschenaffen. Von 11 bis 16 Uhr werden Bilder aus den Lebensr√§umen von Orang-Utan, Gorilla und Co. gezeigt und √ľber ihr Leben, ihre Bedrohung und ihre Besonderheiten berichtet. Die gro√üen und kleinen Wilhelma-Besucher k√∂nnen au√üerdem Futterboxen f√ľr die Menschenaffen der Wilhelma basteln. Dazu werden leere Schuhkartons mit Holzwolle gef√ľllt und darin kleine Leckerein, wie Rosinen, N√ľsse oder Sonnenblumenkerne, versteckt. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger √ľberreichen den Gorillas, Orang-Utans und Bonobos der Wilhelma dann die kleinen ¬ĄGeschenke¬ď bei n√§chster Gelegenheit. Um an die versteckten Leckereien zu gelangen, sind die Menschenaffen einige Zeit besch√§ftigt und es kann keine Langeweile im Zooalltag aufkommen. Als weiteres Highlight werden Kunstwerke verkauft, die von Orang-Utan-Dame Caroline gemalt wurden. Die Erl√∂se kommen einem Schutzprojekt des Vereins ¬ĄOrang-Utans in Not¬ď auf Borneo zugute. Au√üerdem stellen die Wilhelma-P√§dagoginnen weitere von der Wilhelma unterst√ľtzten Schutzprojekte vor. Die Teilnahme am Thementag ist im Eintrittspreis enthalten, Spenden sind aber wie immer willkommen.

Foto: H. Vollmer
Orang-Utan Dame Caroline: Von ihr gemalte Kunstwerke werden beim Thementag verkauft, der Erlös soll dem Schutz ihrer bedrohten Verwandten auf Borneo zugute kommen.
(30.07.2013, 12:32)
Wilhelma :   Seel√∂wennachwuchs in der Wilhelma:
Kalifornische Badenixen am Cannstatter Mineralwasserstrand

Bei den derzeitigen Temperaturen k√∂nnte man neidisch auf die Seel√∂wen in der Wilhelma werden. Sie r√§keln sich am Rand ihres Schwimmbeckens oder suchen Abk√ľhlung im feinsten, stets 15 Grad k√ľhlen Cannstatter Mineralwasser. Wenn zweimal am Tag ein Tierpfleger mit den Eimern voller Heringe und Makrelen vorbei kommt, muss allerdings etwas ¬Ągearbeitet¬ď werden. Doch die t√§glichen Schauf√ľtterungen ¬Ė um 11 und 15 Uhr ¬Ė sind eine willkommene Abwechslung und nicht nur f√ľr die Besucher unterhaltsam. Nur Emma und Mara, der j√ľngste Nachwuchs bei den Seel√∂wen, schauen auch dann den Alttieren bei ihrem bunten Treiben gelassen zu. Denn sie bekommen ihre t√§gliche Milchration ohne gro√üe Anstrengungen von ihren M√ľttern Evi und Mercedes frei Haus.
Emma und Mara erblickten am 14. und 17. Juni 2013 das Licht der Welt und wurden, ganz wie es sich f√ľr Seel√∂wen geh√∂rt, in den ersten Tagen intensiv von ihren M√ľttern umsorgt. Mittlerweile sind sie relativ selbstst√§ndig und erkunden meistens zu zweit ihre Umgebung. Die M√ľtter kommen nur noch zum S√§ugen vorbei. Dies ist auch in den gro√üen Seel√∂wenkolonien an den Str√§nden Kaliforniens zu beobachten. W√§hrend sich der Nachwuchs in Gr√ľppchen zusammentut, begeben sich die M√ľtter auf die Jagd. Sie m√ľssen viel Energie sammeln, um fettreiche Milch produzieren zu k√∂nnen, dank derer die Jungtiere gleich im ersten Monat ihr Geburtsgewicht von etwa sieben Kilogramm verdoppeln. Mit sechs bis acht Monaten werden sie von ihren M√ľttern entw√∂hnt und m√ľssen sich dann selbstst√§ndig ern√§hren. In der Wilhelma gehen sie bei den Tierpflegern in ¬ĄLehre¬ď und lernen, wie man Hering und Makrele frisst.
Vater des j√ľngsten Seel√∂wennachwuchses ist der siebenj√§hrige Unesco. Da kurz nach der Geburt der Jungtiere bei Seel√∂wen die Paarungszeit beginnt, zeigt er schon wieder gro√ües Interesse f√ľr seine Weibchen. Auch die beiden M√ľtter werden nicht verschont. Bei der Paarung von Seel√∂wen kann es, aus menschlicher Sicht, sehr ruppig zugehen. Darum sind derzeit auch die Weibchen Lucy und Suzan von der Gruppe abgetrennt, um sich von den amour√∂sen Ann√§herungen Unescos zu erholen.
Solange Emma und Mara nicht geschlechtsreif sind, interessiert sich Unesco nicht f√ľr sie. Mit ungef√§hr einem Jahr werden sie jedoch in einem anderen Zoo ein Zuhause finden m√ľssen. Da Seel√∂wen in Haremsstrukturen ¬Ė mit einem erwachsenen Bullen und mehreren Weibchen ¬Ė leben, wird die Suche nach einem Platz f√ľr Emma und Mara erleichtert. Denn Weibchen sind in der Zoowelt meist gefragter.

Foto: Wilhelma
Sommer, Sonne und Mineralwasser: Was könnte ein Seelöwenleben noch schöner machen? Emma und Mara räkeln sich am Rand des Seelöwenbeckens der Wilhelma.
(24.07.2013, 13:15)
Wilhelma :   Rothalsstrau√ü in der Wilhelma:
Bedrohter Rothals aus Nordafrika

Wenn der Strau√üenhahn durch sein Gehege stolziert, hat er nicht nur seine beiden Weibchen fest im Auge. Auch die Besucher, auf dem Weg vom Affenhaus zum Schaubauernhof, kommen kaum an ihm vorbei, ohne scharf von der Seite be√§ugt zu werden. Dass es sich bei dem gro√üen Vogel um eine wahre Rarit√§t handelt, ist auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Denn der neue Hahn in der Wilhelma tr√§gt noch nicht den f√ľr seine Art typischen roten Hals zur Schau. Noch ist er eher blassrosa, was sich aber mit zunehmendem Alter √§ndern wird.
Strau√ü ist nicht gleich Strau√ü. Einstmals fast in ganz Afrika zu finden ¬Ė zumindest dort, wo sich die weiten Grassteppen und Halbw√ľsten erstrecken ¬Ė, sind Strau√üe heute aus dem Norden des Kontinents fast vollkommen verschwunden. Woher ein Strau√üenhahn stammt, sieht man ihm sehr leicht an seinem Halse an. W√§hrend die s√ľdafrikanische Strau√üe einen grau-bl√§ulichen Hals vorweisen, zeigen ihre nordafrikanischen Verwandten eine r√∂tliche F√§rbung. Ganz nach dem Motto: Zeig mir deinen Hals und ich sage dir, woher du kommst.
W√§hrend die blauh√§lsige Verwandtschaft im s√ľdlichen Afrika heute relativ h√§ufig ist und au√üerdem gerne in Strau√üenfarmen gehalten wird, sind die rothalsigen Vertreter Nordafrikas in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht. Einst auch n√∂rdlich der Sahara weit verbreitet, fielen die Strau√üe der Modewelt des 18. und 19. Jahrhunderts in weiten Teilen zum Opfer. Wegen ihrer begehrten Federn wurden sie gejagt und fast vollst√§ndig ausgerottet. Nur noch kleine Restbest√§nde der Rothalsstrau√üe haben diesen Modetrend in unzug√§nglichen Gegenden bis ins 21. Jahrhundert √ľberlebt. Da aber in diesen Gegenden immer wieder b√ľrgerkriegs√§hnliche Zust√§nde herrschen, wurde entschieden, eine Zoopopulation des seltenen Vogels aufzubauen.
Koordiniert vom Erlebniszoo Hannover, wurden 2011 mit staatlicher Genehmigung insgesamt 24 Eier aus freier Wildbahn in einem marokkanischen Nationalpark entnommen und in Hannover k√ľnstlich ausgebr√ľtet. 15 Jungv√∂gel schl√ľpften und wurden auf verschiedene Zoos in Europa und den USA verteilt. Auch die Wilhelma beteiligt sich seit kurzem an dem Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) f√ľr die vom Aussterben bedrohten Rothalsstrau√üe.
Da jedoch derzeit nur ein einzelnes M√§nnchen ein Zuhause suchte, wurde es vor√ľbergehend mit zwei aus einer Strau√üenfarm stammenden Blauhalsstrau√üen vergesellschaftet, damit er nicht vereinsamt, bis neue Rothalsstrau√üe aus Nachzuchten des EEP oder aus Afrika zur Verf√ľgung stehen.

Foto: Wilhelma
(18.07.2013, 11:31)
Wilhelma :   Kurzvortr√§ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Alles √ľber Flederm√§use, die Schatten der Nacht

Um die "Schatten der Nacht", die Flederm√§use, geht es am Sonntag, dem 21. Juli 2013, in einem spannenden Dia-Kurzvortrag der Wilhelmaschule (unterhalb der Geiervoliere) aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď. Er findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. In dem Vortrag stellt die Fledermausexpertin und Zoop√§dagogin Ewa Paliocha verschiedene Arten von Fledertieren vor und erz√§hlt von den erstaunlichen F√§higkeiten, Jagdtechniken und besonderen Bed√ľrfnissen der d√§mmerungs- und nachtaktiven Insektenj√§ger. Die Teilnahme am Vortrag ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto (Martin Paliocha): Eine Zweifarbfledermaus: Wie alle heimischen Arten steht sie aufgrund von Wohnungsnot, Insektiziden und Veränderungen ihres Lebensraums unter Naturschutz.
(16.07.2013, 08:20)
Wilhelma :   Wilde Wochenenden am 14.7. der Wilhelmaschule:
Kurzweiliger Dia-Vortrag √ľber einheimische Amphibien

Am kommenden Sonntag, dem 14.7.2013, k√∂nnen die Besucher der Wilhelma erneut einen Dia-Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď besuchen, bei dem die Teilnahme bereits im Eintritt enthalten ist. Diesmal dreht sich alles um unsere einheimischen Amphibien ¬Ė um Fr√∂sche, Lurche und ihre besondere Lebensweise, die das feuchte Element und das Land gleicherma√üen als Lebensraum einschlie√üt. Welche Eigenschaften Feuersalamander, Wasserfrosch und Co. mitbringen, um an Wasser, Erde und Luft gleich perfekt angepasst zu sein, verr√§t der Biologe Michael Eick bei seinem Dia-Vortrag um 15 und um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Die Besucher erfahren √ľberdies, welche Arten es bei uns gibt, aber auch, warum viele davon zunehmend vom Aussterben bedroht sind. Au√üerdem werden einige lebende Amphibien anwesend sein ¬Ė zum Beispiel die Korallenfinger-Laubfr√∂sche aus den Terrarien der Wilhelmaschule.

Zwar keine einheimische Amphibie, aber in der Wilhelmaschule zu Hause ¬Ė ein Korallenfinger-Laubfrosch aus Australien. (Foto: Wilhelma)
(12.07.2013, 08:03)
Wilhelma :   Nach dem ersten Bonobo-Ausflug:
Das Abenteuer Außengehege geht ab dem Wochenende weiter

Premiere in den Au√üenanlagen des neuen Menschenaffenhauses: Am 3.7.2013 durften erstmals sieben von derzeit 14 Wilhelma-Bonobos eines der Au√üengehege erkunden ¬Ė und nahmen es bei leichtem Regen ¬Ąin Betrieb¬ď. Nach einem Tag Pause werden sie ab morgen nun bei gutem Wetter √∂fter drau√üen zu sehen sein. Zumindest werden die Schieber offen sein, ob die Tiere dann lieber im Freien oder drinnen sein m√∂chten, entscheiden diese selbst. Auch die vier Gorillakinder aus der Aufzuchtstation sind bei guter Witterung k√ľnftig um 11 und 14 Uhr f√ľr jeweils rund eine Stunde auf ihrem Freiluft-Spielplatz zu beobachten. Nur die Gorillas m√ľssen mit dem Bezug ihrer Au√üenanlage noch warten, bis die neue Gorillafrau Tuana integriert und in die Gruppe wieder Ruhe einkehrt ist.
Beinahe schien es, als solle der gestrige ¬ĄStapellauf¬ď der Bonobos nicht nur etwas verregnet werden, sondern ganz ins Wasser fallen, denn trotz ge√∂ffneter Durchgangsschieber lie√ü sich zun√§chst kein Affe blicken. Die Spannung des Publikums vor dem Gehege stieg. Doch nach zehn Minuten siegte die Neugier der Tiere, der erste Bonobo streckte den Kopf heraus ¬Ė zog ihn allerdings schnell wieder ein. Ob er drinnen nur kurz Bescheid sagte, dass es was Neues zu entdecken gibt, bleibt sein Geheimnis. Kaum zwei Minuten sp√§ter jedenfalls sprudelte dann auch der Rest der siebenk√∂pfigen Vorhut und ¬ĄGehegetester¬ď aus dem Innenr√§umen an die frische Luft, Regen hin oder her. Bonobo-Frau Haiba erklomm sofort die Innenseite des Stahldaches, das sich an den h√∂chsten Stellen fast 16 Meter hoch √ľber das Gehege spannt. Andere hatten insbesondere das reichhaltige Angebot an Gras, Kr√§utern, Klee und anderen Pflanzen sogleich zum Fressen gern und langten beherzt zu. Vor allem Bonobo-Mann Mobikisi konnte sich kaum satt essen ¬Ė und auch die anderen nahmen das neue Nahrungsangebot sp√§ter gleich b√ľschelweise mit, um es im Innengehege in Ruhe zu verzehren. Dort endete der erste Ausflug in die Au√üenanlage an diesem Tag denn auch bereits um 13 Uhr. Zu heftig war der Regen geworden, die Tiere sollten sich nicht gleich am ersten Tag erk√§lten. Und den ebenfalls sehr feuchten Donnerstag nach dem Deb√ľt durften die Bonobos ebenfalls in den trockenen Innengehegen verbringen. Doch schon am kommenden Wochenende wird das Abenteuer Au√üengehege f√ľr sie eine Fortsetzung finden. Und sp√§testens ab Mitte Juli wird voraussichtlich auch der Rest der Bonobo-Gruppe in den Genuss von Himmel, Gras und frischer Luft kommen.

Foto: Wilhelma
Bonobo-Frau Liboso und ihr Sohn Lubao gehörten heute zu den ersten Bonobos, die das neue Außengehege erforschen durften.
(04.07.2013, 15:11)
Wilhelma :   Eine neue Generation im Erdm√§nnchen-Clan:
Da waren es plötzlich acht ...

Glatt verdoppelt hat sich in k√ľrzester Zeit die Zahl der Wilhelma-Erdm√§nnchen, die erst Anfang April in ihre runderneuerte und erweiterte Anlage nahe der Netzgiraffen eingezogen waren. Denn Ende Mai brachte das dominante Weibchen im bis dato vierk√∂pfigen Rudel der s√ľdafrikanischen Schleichkatzen, gleich vier Jungtiere auf einen Streich zur Welt.
Sie sind jung, frech und haben vor allem eines im Sinn: Wie komme ich an Mamas leckere Milchquelle ran? F√ľr dieses √ľbergeordnete Ziel kleben die vier Erdm√§nnchen-Kids ihrer Mutter oft √§u√üerst hartn√§ckig an den Fersen. Diese aber hat durchaus nicht rund um die Uhr Lust, als Milchbar herzuhalten, und l√§uft vor ihrer nimmersatten Brut auch mal davon oder legt sich platt auf den Bauch, die begehrten Zitzen unter sich begrabend. Doch da hat sie die Rechnung ohne die Durchschlagskraft der Erdm√§nnchen-Gene gemacht! Die Veranlagung zum Buddelmeister wird den Schleichkatzen schlie√ülich in die Wiege gelegt, was hei√üt, dass die Kleinen in dem Fall kurzerhand versuchen, im Sand kleine Tunnel unter den Bauch und zur m√ľtterlichen Zitze zu graben. Weit kommen sie allerdings nicht, denn Mama muss ja nicht liegen bleiben. Also beginnt die Jagd von vorn. Dabei sind sie in der Tat √§u√üerst putzig anzuschauen, die Mini-Erdm√§nnchen. Kein Wunder, kann sich kaum ein Besucher am Gehegerand den Ausruf ¬ĄOh wie s√ľ√ü¬ď verkneifen.
Die ersten drei Wochen nach ihrer Geburt waren die Kleinen allerdings nicht zu sehen, sondern lagen noch nackt und blind in der gesch√ľtzten, warmen Erdm√§nnchen-H√∂hle unter Tage. Erst dann begannen die vier erwachsenen Tiere, sie ab und zu an die frische Luft zu schleppen, erste kurze Sichtungen des Nachwuchses wurden ab 16. Juni gemeldet. W√§hrend dieser anfangs aber meist nur kurz und tollpatschig auf der Anlage umhertaumelte, sind die Kleinen mittlerweile putzmunter und fidel. Selbst das ¬ĄM√§nnchen machen¬ď, das f√ľr den sp√§teren Job als Wachtposten wichtig ist, klappt inzwischen ohne umzufallen, und das Herumflitzen mit steil erhobenen Schw√§nzchen sowieso. Mitunter zeigen die Kleinen sogar bereits Z√§hne und balgen ein wenig um die Rangfolge im Erdm√§nnchen-Kindergarten, bevor sie wieder einen Erwachsenen erklimmen und zur Matratze f√ľr die n√§chste kleine Siesta umwidmen. Die √Ąlteren nehmen es gelassen, schlie√ülich sind Kinder das A und O im Clan und werden immer von allen wie der eigene Augapfel geh√ľtet. Im matriarchalisch strukturierten Familienverband der Surikaten, der in der Wildnis bis zu 40 Tiere umfassen kann, zeugen n√§mlich immer nur das dominante Weibchen und der rangh√∂chste Mann Nachwuchs, die anderen Mitglieder spielen Babysitter ¬Ė Weibchen springen teils sogar als Ammen ein ¬Ė und steigern so gemeinsam die √úberlebenschancen der Kleinen. Chemische Botenstoffe des dominanten Paares verhindern die Zeugungsf√§higkeit der √ľbrigen Clan-Mitglieder, solange es selbst zuchtf√§hig ist. Wer aber von den zwei in Stuttgart geborenen M√§nnchen der neue Vater und welches der beiden Weibchen aus Warschau die neue Mutter der kleinen Erdm√§nnchennation werden w√ľrden, war anfangs noch unklar, als die vier sich im Winterquartier hinter den Kulissen kennen lernten, stritten und flirteten. Erst der Nachwuchs, der dort schon gezeugt worden sein muss und nach elfw√∂chiger Tragzeit zur Welt kam, brachte nun ans Licht, wer die ¬ĄErsten unter Gleichen¬ď im neu gegr√ľndeten Erdm√§nnchenstaate der Wilhelma sind.

Foto: Wilhelma
Zwei und Zwei: Erwachsene Erdmännchen mit zwei der vier Jungtiere.
(03.07.2013, 09:58)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Netzgiraffen:
Bei Giraffenjunge ¬ĄNabil¬ď ist der Name Programm

Er wurde Ende Mai geboren, ist bildh√ľbsch und noch ein wenig sch√ľchtern: Nabil, der j√ľngste Nachwuchs in der Giraffenherde der Wilhelma. Inzwischen ist er jedoch mit Mama Kiburi im Vorgehege zu sehen, und bald wird er auch gemeinsam mit seiner √§lteren Halbschwester Anna und deren Mutter Kitale durchs gro√üe Freigehege streifen.
¬ĄNabil¬ď ¬Ė dieser Name klingt fast wie das bei uns gebr√§uchliche Wort ¬Ąnobel¬ď, das aus dem Franz√∂sischen stammt. Und tats√§chlich bedeutet es auch in der afrikanischen Sprache aus der Heimat der Netzgiraffen so viel wie ¬Ąedel¬ď. Ein durchaus passender Name jedenfalls f√ľr den gutgewachsenen kleinen Bullen, der am 30. Mai auf giraffentypische Weise zwar nicht vom Himmel aber immerhin aus √ľber zwei Metern H√∂he fiel, weil Giraffenk√ľhe im Stehen geb√§ren. Bei der Geburt war Nabil mit rund 1,60 Metern H√∂he und gesch√§tzten 60 Kilogramm ¬Ė ausgewachsene Netzgiraffen werden bis 5,5 Meter gro√ü und 900 Kilo schwer ¬Ė dabei etwas kleiner und leichter als seine Halbschwester Anna, als diese Mitte Februar 2013 auf die Welt kam. Auch im Wesen unterscheiden sich die beiden: W√§hrend Anna eher dem frechen ¬ĄHallo-hier-bin-ich-Typ¬ď entspricht und von Anfang an neugierig und unerschrocken die Welt eroberte, h√§lt sich Nabil bislang vornehm zur√ľck. Das liegt aber wohl weniger an seinem Namen als am Geschlecht, wie Tierpfleger Matthias Berndt beobachtet hat: ¬ĄUnserem Eindruck nach treten weibliche K√§lber insgesamt mutiger und forscher auf, w√§hrend die Buben eher vorsichtige Mamakinder sind.¬ď
Auch in puncto Bewegungsfreude hat Anna gegen√ľber dem Halbbruder die Nase vorn, was aber sicher nicht an dessen schlechterer Grundausstattung liegt, denn lang und kr√§ftig sind Nabils Beine auch. Abgesehen davon ist eine gewisse Faulheit ¬Ė oder nennen wir es ¬ĄEnergiesparprogramm¬ď ¬Ė bei Giraffenk√§lbern sogar gesund. Auch in der Wildnis sieht man sie nicht wie andere Tierkinder st√§ndig herumtollen, sondern eher gemessenen Schrittes hinter ihren M√ľttern herschreiten oder im Schatten herumstehen. Gerade in der Savanne brauchen die K√§lber jede Kalorie, um m√∂glichst schnell zu wachsen und damit als Appetithappen f√ľr L√∂wen, Hy√§nen und Co. uninteressant zu werden. Und sie brauchen wachsame, wehrhafte Giraffenm√ľtter ¬Ė- was diese deshalb in hohem Ma√üe von Natur aus sind, sogar im sicheren Zoo. Schon deshalb darf jede Giraffenmutter mit ihrem Neugeborenen in der Wilhelma mindestens eine Woche lang ein ungest√∂rtes Mutter-Kind-Dasein im vor√ľbergehend geschlossenen Giraffenhaus f√ľhren. Danach ist ihre Bindung ausreichend gefestigt und selbst die f√ľrsorgliche Kiburi soweit entspannt, dass das Publikum nicht l√§nger drau√üen bleiben muss. Jetzt, √ľber drei Wochen nach Nabils Geburt, wird es zudem nicht mehr lange dauern, bis er und Kiburi zusammen mit Anna und Kitale ins gro√üe Freigehege gelassen werden. Um die M√ľtter vor m√§nnlichen Ann√§herungsversuchen zu sch√ľtzen, bleiben der Vater der K√§lber, der 13-j√§hrige Bulle Hanck, sowie die beiden Halbstarken Casper und Malik dann jedoch im Vorgehege ¬Ė und d√ľrfen die Au√üenanlage in n√§chster Zeit nur im Wechsel mit den K√ľhen und ihrem Nachwuchs nutzen.

Foto (Wilhelma): Ein h√ľbscher Kerl - der knapp vier Wochen alte Giraffenbulle Nabil.
(27.06.2013, 11:39)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Mandschurenkranichen:
Doppeltes Gl√ľck bei den Gl√ľcksbringern

Fast kann schon von einer kleinen Tradition gesprochen werden: P√ľnktlich Ende Mai sind bei den Mandschurenkranichen der Wilhelma erneut K√ľken geschl√ľpft. In diesem Jahr erkunden gleich zwei Jungv√∂gel das Gehege nahe der Damaszenerhalle. Dabei werden sie von ihren Eltern mit Argusaugen bewacht. Bis sie so gro√ü sind wie diese, wird es aber noch einige Monate dauern. Sind sie ausgewachsen, verlassen die Jungv√∂gel die Wilhelma, um in einem anderen Zoo hoffentlich selbst f√ľr Nachwuchs zu sorgen.
Als vor vier Jahren in der Wilhelma zum ersten Mal Mandschurenkraniche das Licht der Welt erblickten, war die √úberraschung gro√ü. Niemand hatte bei dem damals noch sehr jungen Kranichpaar, das 2008 aus der lettischen Hauptstadt Riga nach Stuttgart gekommen war, so schnell mit Nachwuchs gerechnet. Mittlerweile ziehen die Mandschurenkraniche, die im Gehege an der Lindenallee zwischen Damaszener Halle und Seel√∂wenbecken leben, bereits das vierte Jahr in Folge erfolgreich Nachwuchs auf. Kein Wunder, dass die Altv√∂gel diesen zusehends routinierter betreuen ¬Ė ein Job, den stets beide Elternteile gemeinsam erledigen.
In ihrer fern√∂stlichen Heimat gelten Mandschurenkraniche als Gl√ľcksbringer. Sie stehen f√ľr eheliche Treue sowie f√ľr ein langes Leben. In Japan werden daher bei Krankenbesuchen aus Papier gefaltete Kraniche verschenkt. Im Japanischen hei√üen die V√∂gel zudem ¬ĄTanchō¬ď, was so viel wie ¬ĄRotk√§ppchen¬ď bedeutet. Den Namen verdanken die Tiere ihrem roten Kopfschmuck, der sich von dem ansonsten schwarz-wei√üen Gefieder deutlich abhebt. Neben ihrem beeindruckenden Erscheinungsbild ¬Ė sie werden 1,5 Meter gro√ü, bis zu zehn Kilogramm schwer und haben eine Fl√ľgelspannweite von bis zu 2,5 Metern ¬Ė begeistern Mandschurenkraniche mit ihren aufwendigen Balzt√§nzen. Ihr ¬ĄKranichballett¬ď l√§sst sich in freier Wildbahn jedoch leider nur noch selten beobachten. Denn dort macht den V√∂geln vor allem die Zerst√∂rung ihrer Lebensr√§ume zu schaffen. Ihre Population brach in den 1980er Jahren massiv ein, in Japan wurden nur noch 33 Tiere gez√§hlt. Heute haben sich die Best√§nde dank intensiver Schutzbem√ľhungen etwas stabilisiert und umfassen weltweit immerhin wieder rund 2000 Brutpaare. Doch gerade in China und Russland sind ihre Lebensr√§ume nach wie vor sehr gef√§hrdet. Wegen ihrer Bedrohung und Seltenheit wird die Zucht der Mandschurenkraniche bereits seit 1987 in einem Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert. Mit √ľber 400 Vertretern dieser Vogelart verst√§rken die europ√§ischen Zoos derzeit den weltweiten Bestand; die Wilhelma tr√§gt seit 2010, als der erste Nachwuchs schl√ľpfte, zur Erhaltung der sch√∂nen Kranich-Art bei.

Foto: Wilhelma
(20.06.2013, 14:34)
Wilhelma :   ¬ĄWilde Wochenenden¬ď in der Wilhelmaschule:
Dia-Vortrag ¬ĄRettet den Tiger!¬ď

Am Sonntag, dem 23. Juni 2013, l√§dt die Wilhelmaschule die Besucher zu einem Kurzvortrag des Fotografen J√∂rg Edelmann ein ¬Ė mit beeindruckenden Bildern aus den nat√ľrlichen Lebensr√§umen der Tiger in Indien. Zudem berichtet der Natursch√ľtzer √ľber die zahlreichen Gefahren, die das √úberleben der letzten Tiger auf unserer Erde bedrohen. Der Vortrag findet um 15 Uhr und um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto (Wilhelma): Ein Sumatratiger in der Wilhelma. Auch diese Art ist wie mittlerweile alle Tigerarten sehr bedroht.
(17.06.2013, 15:21)
Wilhelma :   Sonderausstellung in der Wilhelma:
Insektivoren ¬Ė wenn Pflanzen jagen

Fleischfressende Pflanzen √ľben nicht nur auf Hobbyg√§rtner eine gewisse Magie aus. Ihre erstaunlichen Anpassungen an f√ľr Pflanzen zum Teil sehr unwirtliche Lebensr√§ume, machen sie so faszinierend. Auch der Gruselfaktor kommt nat√ľrlich nicht zu kurz. Die ausgekl√ľgelten Fallen, mit denen Insektivoren ¬Ė wie Fleischfressende Pflanzen wissenschaftlich genannt werden ¬Ė auf Insektenjagd gehen, lassen so manchem Betrachter einen Schauer √ľber den R√ľcken laufen. Die Sonderausstellung ¬ĄInsektivoren ¬Ė wenn Pflanzen jagen¬ď widmet sich vom 12. Juni bis zum 15. September 2013 im Wechselschauhaus, welches vom Wintergarten aus erreicht werden kann, dieser Pflanzengruppe.
Fleischfressende Pflanzen gibt es fast √ľberall auf der Welt. Ob in den Hochmooren des Schwarzwaldes oder auf den Tafelbergen Mittelamerikas; in der australischen W√ľste oder dem asiatischen Regenwald. Die Landschaften, die von den Wilhelma-G√§rtnern nachgebaut wurden, sind wie Suchbilder. Manche Fleischfressende Pflanzen stechen sofort ins Auge, sei es wegen ihrer Bl√ľten, den farbenpr√§chtigen Fallen oder ihrer Gr√∂√üe. Viele dieser Pflanzen sind aber recht klein. So sieht man den einheimischen Rundbl√§ttrigen Sonnentau zwischen Torfmoosen versteckt nur bei genauem Hinschauen. Mit seinen klebrigen Bl√§ttern f√§ngt er Insekten und verdaut sie √ľber seine Blattoberfl√§chen.
In den Biotopen, in denen sich Insektivoren wohl f√ľhlen, haben andere Pflanzen wenig Chancen zum √úberleben. Licht und Wasser gibt es zwar meistens im √úberfluss, doch die n√∂tigen N√§hrstoffe fehlen. Diese holen sich die Insektivoren, indem sie Insekten und anderen Kleinlebewesen Fallen stellen. Neben den Klebefallen des Sonnentaus, werden diese Fallentypen allesamt in der Wilhelma-Sonderausstellung vorgestellt: Seien es die Fallgruben der Kannenpflanzen, die gef√ľllt mit Verdauungss√§ften, tausenden von Ameisen auf einmal zum Verh√§ngnis werden k√∂nnen. Oder die wie Mundwerkzeuge aussehenden Klappfallen der Venusfliegenfalle, die sich bei Ber√ľhrung durch ein Insekt schlie√üt, dieses verdaut und nach der Mahlzeit die unverdaulichen Reste regelrecht wieder ¬Ąausspuckt¬ď. Aber auch die schnellste Pflanze der Welt zeigt die Sonderausstellung: den Wasserschlauch. Diese artenreichste Gattung Fleischfressender Pflanzen kann in ihren Fangblasen, die sich an ihren Wurzeln befinden, einen Unterdruck erzeugen und so blitzschnell ¬Ė in weniger als zwei Millisekunden ¬Ė ihre Beute ansaugen.
Normalerweise zeigt die Wilhelma einen Teil ihrer Insektivorensammlung im Sommer auf der Subtropenterasse in vier Schauk√§sten. In diesem Jahr werden im Laufe der Sonderausstellung √ľber 100 verschiedene Arten in Nachbildungen ihrer nat√ľrlichen Lebensr√§ume im Wechselschauhaus pr√§sentiert. Die Sammlung Fleischfressender Pflanzen der Wilhelma umfasst insgesamt 300 Arten und Sorten. Mit der Sonderausstellung ¬ĄInsektivoren ¬Ė wenn Pflanzen jagen¬ď kn√ľpft der Fachbereich Botanik an eine lange Tradition der Wilhelma an. Sie geht auf den ersten Wilhelma-Direktor Albert Sch√∂chle, der 1949 einen gro√üen Erfolg mit der ¬ĄAquarienschau¬ď feierte. Heute sind es vor allem botanische Themen, mit denen die Sonderausstellungen die Wilhelma-Besucher erfreuen.
(13.06.2013, 08:07)
Wilhelma :   Spannende Kurzvortr√§ge in der Wilhelma-Schule:
Tiere als unsere Freunde und Helfer

Am Sonntag, dem 16. Juni 2013, k√∂nnen die Besucher im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere Erstaunliches und Wissenswertes √ľber Tiere erfahren, die uns Menschen im Alltag unterst√ľtzen. Jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr berichtet die Diplombiologin Nicola Hoffmann in einem rund halbst√ľndigen Vortrag zum Beispiel √ľber Assistenzhunde f√ľr Diabetiker und Delfine, die brasilianischen Fischern beim Fischfang helfen, au√üerdem √ľber Minensp√ľrratten, die Landminen aufsp√ľren k√∂nnen, oder auch √ľber Fische, die √Ąrzte bei der Behandlung von Hautkrankheiten unterst√ľtzen. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Eine Minensp√ľrratte in Tansania, die von der dort ans√§ssigen gemeinn√ľtzigen Organisation ¬ĄApopo¬ď f√ľr humanit√§re Einsatzzwecke ausgebildet wurde. (Bildnachweis: Apopo /Tansania)
(10.06.2013, 16:22)
Wilhelma :   Neues aus dem Affenhaus:
Babyboom bei den Bonobos und Neuzugang bei den Gorillas

Es tut sich was im neuen Menschenaffenhaus: Am Freitag, den 24. Mai, kam bei den Bonobos der erste Nachwuchs im neuen Domizil zur Welt, und am Dienstag, dem 4. Juni, die achtj√§hrige Gorillafrau ¬ĄTuana¬ď aus dem Erlebnis-Zoo Hannover an. W√§hrend die Besucher die kleine Tochter der Bonobo-Frau ¬ĄBanbo¬ď bereits sehen k√∂nnen, wird Tuana die erste Zeit in Quarant√§ne hinter den Kulissen verbringen m√ľssen ¬Ė aber dank der Konstruktion des Hauses immerhin von Anfang an mit Sichtkontakt zu ihrer zuk√ľnftigen Familie.
Das erste Bonobo-Baby, das im neuen Haus geboren wurde, ist ein M√§dchen ¬Ė vom Tierpflegerteam wurde es Alima genannt. Die Mutter ist Banbo: Alima ist ihr erstes Kind und sie selbst wurde urspr√ľnglich in Twycross, England zusammen mit ihrer Schwester von Hand aufgezogen. Trotzdem hat sich Banbo von Anfang an anstandslos und sehr f√ľrsorglich selbst um ihren Nachwuchs gek√ľmmert. Die kleine Alima ist zudem die Erstgeborene von drei Bonobo-Babys, die w√§hrend des Umzugs ins neue Affenhaus beim Gesundheits-Check auf Ultraschallbildern entdeckt wurden. Zwei weitere werden somit folgen und hoffentlich ebenfalls gesund zur Welt kommen. Bereits kurz vor dem Umzug hatte Bonobofrau Liboso zudem ihren Sohn Lubao zur Welt gebracht. Ein kleiner Baby-Boom also, der umso spannender erscheint, als es bei den Bonobos davor f√ľnf Jahre lang gar keinen Nachwuchs gegeben hatte ¬Ė als h√§tten alle damit bis zum Umzug in ein gr√∂√üeres Zuhause gewartet. Wer jeweils die V√§ter der Babys sind, l√§sst sich nur per DNA-Analyse herausfinden. In Frage kommen drei M√§nner: Mobikisi, Zorba oder gar der j√ľngste im Bunde, Chipitas neunj√§hriger Sohn Kasai.
Auch bei den Gorillas gab es Zuwachs, allerdings ist dieser schon erwachsen und kam am 4.6. wohlbehalten aus Hannover an: die achtj√§hrige Gorillafrau Tuana. Etwa zehn bis 14 Tage muss sie im Quarant√§nebereich bleiben, bevor die Integration in die Familie beginnen kann. Die Eingliederung erfolgt Schritt f√ľr Schritt ¬Ė vom ersten Schnupperkontakt durchs Gitter bis zur Zusammenf√ľhrung mit einzelnen Familienmitgliedern. Ihr Wechsel nach Stuttgart kam auf Empfehlung des EEP (Europ√§isches Erhaltungszuchtprogramm) f√ľr Gorillas zustande. Da Tuana bereits geschlechtsreif ist, musste in Hannover zuletzt verh√ľtet werden, um Inzucht mit Vater Buzandi zu vermeiden. Auf ihrer Reise in die Wilhelma begleitet haben die Gorillafrau drei vertraute Pfleger, darunter Klaus Meyer, der Tuana von klein auf kennt. Er und seine Kollegen attestieren Tuana ein ruhiges, freundliches und kinderliebes Wesen, das auch bei Kibo und seinen Damen hoffentlich schnell auf Gegenliebe und weniger auf Eifersucht sto√üen wird. Und noch einen Vorteil hat Tuana im Gep√§ck: Im Gegensatz zu den meisten Stuttgarter Gorillas kennt sie Freiluftgehege mit Grasboden und Wassergraben bereits, sie k√∂nnte also bei der Gew√∂hnung der anderen an die neue Au√üenanlage eine vertrauensbildende Vorreiterrolle einnehmen. Bevor die Gruppe aber dieses ¬ĄNeuland¬ď betritt, sollte Tuana integriert sein. Zudem hat die feuchtkalte Witterung im Mai das Anwachsen der Neupflanzungen verz√∂gert ¬Ė es wird also noch dauern, bis die Gorilla-Au√üenanlage in Betrieb genommen werden kann. Etwas schneller gehen k√∂nnte es daf√ľr bei den Bonobos und den Handaufzuchten. Aber auch sie werden in ihren Au√üenanlagen voraussichtlich nicht vor Ende Juni zu sehen sein.

Foto (H. Vollmer): Alima, das j√ľngste Mitglied der Bonobo-Gruppe, geboren am 24. Mai, mit ihrer Mutter Banbo.
(05.06.2013, 14:39)
Wilhelma :   Kurzvortr√§ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Vom guten Bienenhonig, der aus der Stadt kommt

Am Sonntag, dem 9. Juni 2013, bietet die Wilhelmaschule zwei Dia-Kurzvortr√§ge rund um Bienenzucht und Honigproduktion in der Stadt an ¬Ė einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Gehalten werden die Vortr√§ge von Richard Odemer: Er ist Imker aus Leib und Seele und betreut auch in der Wilhelma vier Bienenv√∂lker, deren St√∂cke rund um das Natur-Info-Center der Umweltakademie nahe des Schaubauernhofs zu finden sind. In Bild und Text erz√§hlt der Bienenexperte den Wilhelma-Besuchern, warum Bienenzucht gerade in der Stadt erstaunlich erfolgreich ist und wie Honig entsteht ¬Ė kleine Kostproben inklusive. Die Teilnahme an einem der Vortr√§ge ist wie immer im Eintrittspreis enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen. (Weitere Infos zum Bienenexperten und seiner Arbeit: www.filderhonig.de)

Foto (Richard Odemer): Honigbienen im Anflug an den Bienenstock
(04.06.2013, 15:42)
Wilhelma :   Australien-Ausstellung in der Wilhelma:
Kurztripp nach ¬ĄDown Under¬ď

Ganz Baden-W√ľrttemberg ist fest in der Hand von Wolken, Regen und kalten Winden. Ganz Baden-W√ľrttemberg? Nein, in der Wilhelma trotzen die unbeugsamen Mitarbeiter der Fachbereiche Parkpflege und Botanik dem tr√ľben Wetter und sorgen f√ľr bl√ľhende Landschaften. Die Botanik bietet bei ihrem Griff in die Trickkiste dabei auch dieses Jahr wieder eine Rundreise durch den Australischen Kontinent an ¬Ė ohne daf√ľr Tausende von Flugmeilen zur√ľcklegen zu m√ľssen. Vom tropischen Queensland bis zur S√ľdk√ľste: Die Pflanzenvielfalt von Down under und zwei Vertreter aus dessen Tierreich k√∂nnen die Besucher bis zum 15. September 2013 in den Gew√§chsh√§usern bestaunen.
Australien ist mehr als nur rote W√ľste und Eukalyptusw√§lder: √úppige, tropische und subtropische Regenw√§lder, Heidelandschaften und Sandd√ľnen in den K√ľstenregionen bilden Kontraste zum typischen Australienbild. √úber 100 Arten aus der vielf√§ltigen, australischen Pflanzenwelt zeigt die Ausstellung in nachgebildeten Lebensr√§umen im Gew√§chshaus, das sich an den Wintergarten anschlie√üt. In der Vielfalt des tropischen Regenwaldes sticht eine Pflanze hervor, die man normalerweise nur in verarbeiteter Form kennt: Rattan. Kaum einer wei√ü, dass diese Schlingpflanze zu den Palmengew√§chsen z√§hlt. Die bis zu 200 Meter langen Triebe der Rattanpalme haken sich mit ihren Stacheln bei anderen Pflanzen ein und finden so Halt. Am auff√§lligsten sticht aber die W√ľstenerbse mit ihren feuerroten Bl√ľten ins Auge. Die mit unseren Erbsen verwandte Blume w√§chst neben einem k√ľnstlichen Termitenh√ľgel und streckt ihre einzige, lange Wurzel im Boden nach Wasser aus.
Fast wie eine Pflanze sehen auch die Tiere aus, die es das erste Mal in die Australienausstellung geschafft haben. Gute getarnt sitzen die Australischen Gespenstschrecken auf Brombeerzweigen im Terrarium kurz vor dem Gew√§chshausausgang. Auf den ersten Blick sehen sie selbst wie vertrocknete Brombeerbl√§tter aus. Bei genauerer Betrachtung machen sie zudem ihrem Namen alle Ehre: Zum Schutz vor Fressfeinden sind sie stachelbewehrt und wirken tats√§chlich gespenstisch. Ihr Terrarium teilen sich die Schrecken mit einer Seidenspinne, die hier in ihrem riesigen Netz sitzt. F√ľr noch mehr Authentizit√§t der australischen Landschaften sorgen Wandmalereien, die an die traditionelle Kunst der australischen Ureinwohner erinnern. Hier schl√§ngelt sich eine Schlange √ľber die rote Wand, dort h√ľpft ein K√§nguru neben den Besuchern einher. Nat√ľrlich haben die Wandmalereien in der Wilhelma nicht den Anspruch, die Vielschichtigkeit der traditionellen Kunst der Aborigines darzustellen. Sie geh√∂rt zu den √§ltesten Kunstformen der Welt und steckt voller mystischer Symbolik, die sich nur den australischen Ureinwohnern erschlie√üt.
Mit dieser vielf√§ltigen Kombination aus Pflanzen, Tieren und Kultur bietet die kleine Ausstellung das ideale Kontrastprogramm zum tr√ľben, nasskalten Wetter drau√üen. Um nach Australien zu reisen muss derzeit also nicht die halbe Welt umrundet werden. Denn ¬ĄAustralien¬ď liegt gar nicht so weit entfernt ¬Ė in der Wilhelma am Neckar.

100 australische Pflanzenarten, Termitenh√ľgel, Traumbilder der Aborigines und Gespensterschrecken: Die Australien-Ausstellung zeigt ein St√ľck ¬ĄDown under¬ď auf kleinstem Raum. (Fotograf: Th. H√∂rner)
(31.05.2013, 09:56)
Ottmar M√ľller :   Ich habe k√ľrzlich eine Mail an die Wilhelmaverantwortlichen geschrieben und Fragen bez√ľglich der anstehenden Projekte gestellt: Das mit dem Elefantenhaus wird noch eine ganze Weile dauern, da zuerst der Rosensteintunnel unter dem geplanten Standort gebaut werden soll; dieser wird fr√ľhestens 2019 fertig!

Davor sollen, je nach Finanzierungsmöglichkeit, andere Bauvorhaben realisiert werden. Genaueres wurde mir nicht beschrieben, aber sollen wohl u.a. tatsächlich die Gehege der Orangs und der Raubkatzen modernisiert/neu gabaut werden.

Nächstes Jahr kommt der neue Direktor,wahrscheinlich wird man dann konkreter planen.
(29.05.2013, 22:25)
Jana M√ľller :   Es soll wohl erst dann umgebaut werden, wenn das neue Elefantenhaus gebaut wurde.
(29.05.2013, 21:39)
Oliver M√ľller :   Mit dem Auszug der Afrikaner sollte ja das alte Menschenaffen-Haus zum Orang-Utan-Haus umgebaut werden. Wei√ü man da schon N√§heres?
(29.05.2013, 14:24)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Goldstirnklammeraffen:
Kleine Kletten im m√ľtterlichen Fell

Zwei kleine Klammeraffen vergr√∂√üern die Affenbande auf der Affeninsel gegen√ľber des alten Menschenaffenhauses: ein Junge namens Itsch und ein M√§dchen namens Paru. Der bereits Ende Januar vom Affenweibchen Siesta geborene Itsch ist dabei inzwischen gro√ü und aktiv genug, um von den Besuchern sofort entdeckt zu werden. Die erst einen Monat alte Paru dagegen klammert sich nach Art aller kleiner Klammeraffen noch fest an den Bauch ihrer Mutter Sophie und ist daher leichter zu √ľbersehen.
Meister im Klammern ¬Ė das m√ľssen kleine Klammeraffen schon von ihrer Geburt an sein. F√ľr sie ist sie √ľberlebenswichtig, denn Abst√ľrze k√∂nnen fatal enden, vor allem wenn sie aus den Wipfeln hoher Urwaldriesen erfolgen. Zudem sind die Baumakrobaten mit dem langen Greifschwanz oft sehr schwungvoll unterwegs ¬Ė ob in ihrer Heimat, dem s√ľdamerikanischen Dschungel, oder in ihrem Kletterparcours in der Wilhelma. Der Schwanz mit der haarlosen, lederartigen Innenfl√§che an der Spitze ist dabei ihre f√ľnfte Hand: Diese leistet beim Ausbalancieren gr√∂√üerer Spr√ľnge ebenso gute Dienste wie als Greifwerkzeug und Sicherheitsleine, die sich schnell und fest um jeden Ast wickeln l√§sst. Selbst die Kleinsten setzen den Schwanz schon eifrig ein, um in jeder Lage fest mit Mama verbunden zu bleiben: Dazu winden sie ihn als zus√§tzlichen Klammerhaken hinten um den m√ľtterlichen Schwanzansatz. W√§hrend die kleine Paru diese Technik noch intensiv anwendet und sich auf ihre Rolle als Klette konzentriert, ist Itsch schon weiter: Er l√∂st sich auch schon mal aus der Umklammerung, wechselt die Position und reitet bei Mama auf dem R√ľcken. Einige Lebensmonate und Trainingseinheiten sp√§ter werden aber sicher beide mit den anderen Artisten auf der Anlage mithalten k√∂nnen: Neben den M√ľttern Sophie und Siesta leben hier Vater Beppo, die Weibchen Fudge und Speedy sowie √§ltere Geschwister und Halbgeschwister von Itsch und Paru ¬Ė elf Tiere geh√∂ren derzeit zur Goldstirnklammeraffenbande.
Im Englischen hei√üen Klammeraffen wegen ihrer langen, sehnigen Gliedma√üen ¬Ė wobei die Arme deutlich l√§nger sind als die Beine ¬Ė √ľbrigens ¬ĄSpinnenaffe¬ď. Die indigenen Ureinwohner dagegen nennen die Tiere wegen ihrer langen H√§nde und der, bis auf den weit zur√ľckgebildeten Daumen, extrem langen Finger ¬ĄMaquisapa¬ď, was ¬ĄLanghandaffe¬ď bedeutet. Den Namenszusatz ¬ĄGoldstirn¬ď verdankt die in der Wilhelma lebende Unterart wiederum dem hellen Dreieck auf der Stirn, das bei jedem Tier anders aussehen oder ganz fehlen kann. Bei Jungtieren wie Itsch und Paru sucht man den Fleck ohnehin noch vergeblich. Rund ein Jahr werden sie ges√§ugt, mit rund zwei Jahren sind sie selbstst√§ndig. Im Zoo werden Klammeraffen bis zu 35 Jahre alt, in der Natur verhindern Raubtiere und Menschen ein so hohes Alter. Da obendrein ihr Lebensraum, der Regenwald Venezuelas, Kolumbiens, Ecuadors, Perus und Brasiliens, zunehmend den Motors√§gen zum Opfer f√§llt, ist ihr Bestand gef√§hrdet.

Foto: Wilhelma
(29.05.2013, 08:42)
Wilhelma :   Thementag ¬ĄReptilien¬ď aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Von einzigartigen Echsen und schuppigen Schönheiten

Wie sehen eigentlich Krokodil-Eier aus? Oder eine Schildkr√∂te von innen? Und warum fahren Schlangen regelm√§√üig aus der Haut? Antworten darauf erhalten gro√üe und kleine Wilhelma-Besucher beim Thementag ¬ĄReptilien¬ď am Sonntag, dem 2. Juni 2013 zwischen 11 und 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Dort warten die p√§dagogischen Mitarbeiter mit Infos und jeder Menge Anschauungsmaterial ¬Ė wie etwa Skeletten, Sch√§del und Schlangenhaut ¬Ė auf, das betrachtet, erforscht oder auch angefasst werden kann. Wer von Reptilien bereits fasziniert ist, wird voll auf seine Kosten kommen. Wer sie bislang eher unheimlich findet, wird anschlie√üend mit mehr Verst√§ndnis f√ľr ihre Lebens- und Verhaltensweisen nach Hause gehen. Die Teilnahme am Thementag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto: Glenn Bartoletti/Wikimedia
Schuppige Sch√∂nheiten wie diese K√∂nigsnatter werden beim Thementag auch ¬Ąpers√∂nlich¬ď anwesend sein.
(29.05.2013, 08:22)
Wilhelma :   Zwei Kleine Kudus geboren:
Schön, selten und schnell mal auf der Flucht

Zwei K√§lber kamen dieses Fr√ľhjahr bei den Kleinen Kudus zur Welt ¬Ė das weibliche Tier nannten die Tierpfleger ¬ĄNaska¬ď, das B√∂ckchen ¬ĄKiti¬ď. Wer nun aber nicht wei√ü, dass Kudus sch√∂ne, schlanke Antilopen aus Ostafrika sind und es sie auch in der Wilhelma gibt, dem sei beim n√§chsten Besuch ein genauer Blick ins Giraffengehege empfohlen. Denn hier streifen die Kleinen Kudus zeitweilig als WG-Mitglieder umher, sofern sie sich nicht gerade in ihr ¬ĄPrivatgehege¬ď direkt dahinter zur√ľckgezogen haben. Die besten Chancen, die grazilen Tiere zu Gesicht zu bekommen: am fr√ľhen Vormittag, am fr√ľhen Abend ¬Ė oder auch zwischendurch, je nach Geduld, Aufmerksamkeit und scharfem Auge des Betrachters.
Schon seit 1983 leben Kleine Kudus in der Wilhelma im Gehege unmittelbar hinter den Giraffen, und mit dem j√ľngsten Nachwuchs Naska und Kiti wurden bereits 70 Jungtiere hier geboren. Doch w√§hrend die erwachsenen Tiere √ľber eigens eingerichtete Durchg√§nge immer mal wieder im Giraffengehege nebenan auftauchen ¬Ė mit Vorliebe etwa, um bei den gro√üen Nachbarn von deren Luzerne und Laub zu naschen ¬Ė bleiben die K√§lber in den ersten Lebenswochen f√ľr die Besucher unsichtbar. Denn in der Natur wie im Zoo warten die Nestablieger anfangs in ein Versteck geduckt auf die R√ľckkehr ihrer M√ľtter samt n√§chster Milchmahlzeit. Erst, wenn sie kr√§ftig genug sind, um bei einer mutma√ülich n√∂tigen Flucht mit der Herde mitzuhalten, werden sie in die Kudu-Gemeinschaft eingef√ľhrt. Auch Naska und Kiti haben mittlerweile die Reifepr√ľfung bestanden und d√ľrfen die Herde begleiten. Damit k√∂nnen die Besucher die K√§lber nun ebenfalls zeitweilig mit ihren M√ľttern Nala und Maya sowie der Kuh Chiara ¬Ė alle drei selbst geb√ľrtige Stuttgarterinnen ¬Ė im und hinter dem Giraffengehege umherziehen sehen. Zur Kudu-Population der Wilhelma geh√∂rt √ľberdies der Bock Samurai, zwei Weibchen aus anderen Zoos sollen im Laufe des Jahres die Herde verst√§rken.
Die urspr√ľngliche Heimat der schlanken Antilopen sind die Dornbuschsavannen und Akazienw√§lder Ostafrikas. Auch hier ziehen sich die vorwiegend nacht- und d√§mmerungsaktiven Tiere tags√ľber meist ins sch√ľtzende Dickicht zur√ľck und suchen offene Fl√§chen nur zur Futtersuche auf ¬Ė Laub, Gras, Kr√§uter und Fr√ľchte stehen auf dem Speisezettel. Dabei bleiben die Kleinen Kudus stets wachsam, fangen mit ihren gro√üen, beweglichen Ohren wie mit Parabolantennen selbst das leiseste Ger√§usch ein und sind allzeit bereit, ihr Heil in der Flucht zu suchen. Zumal es an Feinden in ihrer Umgebung nicht mangelt: Neben Raubkatzen, Hy√§nen, Pavianen geh√∂ren nat√ľrlich auch menschliche J√§ger dazu. Auf der Flucht vollbringen die Tiere wahre H√∂chstleistungen: Bis zu acht Meter weite und zwei Meter hohe S√§tze sind nicht selten. Dabei zeigen sie die wei√üe Unterseite ihres Schwanzes ¬Ė ein weithin sichtbares Warnsignal f√ľr Artgenossen. Zu einer Herde geh√∂ren meist vor allem M√ľtter und ihr Nachwuchs, erwachsene B√∂cke sto√üen in der Regel nur zur Paarungszeit zu ihnen. Sie sind deutlich gr√∂√üer als die Weibchen, werden bis zu 100 Kilo schwer und tragen lange, geschraubte H√∂rner, die Weibchen sind hornlos. Im Gegensatz zu den verwandten Gro√üen Kudus ist bei den Kleinen Kudus auch das Verbreitungsgebiet klein: Es beschr√§nkt sich auf Tansania, Kenia, Somalia, √Ąthiopien und den Jemen, die Art ist zudem als schutzbed√ľrftig eingestuft.

Foto: Wilhelma
Die Kleinen Kudus sind selbst in der sicheren Wilhelma naturgem√§√ü stets auf der Hut, wie ihre K√∂rpersprache inklusive der gespitzten Ohren auf den Bildern zeigen ¬Ė und ergreifen bei mutma√ülicher Gefahr sogleich die Flucht.
(24.05.2013, 07:56)
Wilhelma :   ¬ĄWilde Wochenenden¬ď-Kurzvortrag in der Wilhelma-Schule:
Die bemerkenswerten Leistungen der Blindenhunde

Am Sonntag, dem 26. Mai 2013, stellt der Wilhelma-Tierpfleger und Ausbilder von Blindenf√ľhrhunden, Mathias Roese, den Besuchern in einem Kurzvortrag seine spannende Arbeit vor. Er berichtet, wie man die richtigen Welpen f√ľr den anspruchsvollen Job als Blindenf√ľhrhund ausw√§hlt, wie man sie trainiert und welche erstaunlichen F√§higkeiten diese Hunde entwickeln k√∂nnen. Manche finden beispielsweise sogar in St√§dten, die sie nie zuvor betreten haben, zuverl√§ssig die richtige Bankniederlassung f√ľr ihren blinden menschlichen Begleiter! Die Vortr√§ge finden jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere statt. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto: S. Reska
(23.05.2013, 11:44)
Wilhelma :   Wilde Wochenenden und erstes Besucherwochenende im neuen Affenhaus:
Thementage und Aktionen f√ľr den Gorillaschutz

Am 14. Mai hat Minister Nils Schmid der Wilhelma die neue Anlage f√ľr afrikanische Menschenaffen feierlich √ľberantwortet, seit dem 15. Mai ist sie f√ľr die Besucher ge√∂ffnet. Das kommende lange Pfingstwochenende bietet somit reichlich Gelegenheit, sich die Anlage anzuschauen, ihre Bewohner kennen zu lernen ¬Ė und die vielen neuen Informationsangebote im und am Haus zu nutzen: ob die Schautafeln, interaktiven Medienstationen, das Besucher-Kino oder das Info-Mobil der Wilhelma-Begleiter. Aber auch in der Wilhelmaschule dreht sich an Pfingsten alles um die Menschenaffen: Hier sind zum zweiten Mal Ranger aus dem Virunga-Nationalpark zu Gast, um √ľber ihre schwierige Arbeit vor Ort zu berichten.
W√§hrend vor dem neuen Affenhaus an Pfingsten Bananen und Tombola-Lose zugunsten des Gorillaschutzes im Virunga-Nationalpark verkauft werden, erfahren die Besucher in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere, warum jede Hilfe f√ľr die Gorillas dringend ben√∂tigt wird. Denn in der Wilhelmaschule sind von Samstag, dem 18.5., bis Montag, dem 20.5., t√§glich von 11 bis 16 Uhr zwei Park-Ranger zu Gast, die von ihren Eins√§tzen zur Rettung der bedrohten Berggorillas in der Demokratischen Republik Kongo berichten. Mit von der Partie sind auch ihre ¬ĄCongohounds¬ď sowie deren Ausbilderin, Marlene Z√§hner. Diese Congohounds sind Bluthunde und spielen mittlerweile eine wichtige Rolle beim Schutz der Berggorillas: Sie werden eigens ausgebildet, damit sie den Rangern als Besch√ľtzer und Sp√ľrhunde beim Kampf gegen die Wilderei zur Seite stehen. Jeweils um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr zeigt das Team aus dem Virunga-Park in einem 30-min√ľtigen Film zun√§chst eindrucksvolle Bilder von ihrer Arbeit vor Ort und beantwortet im Anschluss daran die Fragen der Besucher.
Die Teilnahme am Thementag ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden sind aber wie immer willkommen. Denn vor allem solche Spenden erm√∂glichen es der Wilhelma, Artenschutzprojekte wie den Gorillaschutz im Virunga-Park unmittelbar zu unterst√ľtzen. Allein im Jahr 2012 kamen dank verschiedener Sammelaktionen und des Handyrecycling-Projekts 10.000 Euro zusammen, die direkt an die Helfer im Kongo √ľberwiesen werden konnten. Weitere Infos zum Virunga-Park und Congohoundprojekt finden sich im Internet unter ¬Ąwww.gorillacd.org¬ď.


Foto: gorilla.cd/Zähner
Der Minister f√ľr Finanzen und Wirtschaft Dr. Nils Schmid vor dem Gorillakindergarten mit den Handaufzuchten im ¬ĄZwiegespr√§ch¬ď mit dem Gorillajungen Tebogo.
(23.05.2013, 10:16)
Wilhelma :   Volles Programm am kommenden Wilhelma-Wochenende:
Botanische Muttertagsaktion, Mundartlesung und essbare Wildpflanzen

Am kommenden Sonntag ist Muttertag ¬Ė wie w√§re es da mit einem selbst gestalteten Pflanzent√∂pfchen? Kinder, die ihre M√ľtter damit √ľberraschen m√∂chten, k√∂nnen auch dieses Jahr wieder bei der Aktion ¬ĄPflanzentopfen zum Muttertag¬ď der Wilhelma-G√§rtner mitmachen. Die Aktion findet am 11. Mai vor dem Wintergarten gegen√ľber der Flamingowiese statt. Dabei k√∂nnen die Kinder verschiedene Bl√ľh- und Gr√ľnpflanzen unter kompetenter Anleitung der Wilhelma-G√§rtner selbst eintopfen, phantasievoll schm√ľcken und die Ergebnisse am n√§chsten Tag stolz ihren M√ľttern √ľberreichen. Das Angebot gilt w√§hrend des gesamten Samstags ab 10 Uhr ¬Ė so lange der Vorrat reicht.
Wer sich anschlie√üend noch auf lehrreiche Weise am√ľsieren m√∂chte, kann ebenfalls am Samstag, dem 11. Mai, eine der heiteren Mundart-Lesungen der Biologin und Reutlinger Autorin Petra Zwerenz mit dem Titel ¬ĄMo dr Aff no Mensch sei derf¬ď besuchen. Der jeweils rund 20-min√ľtige Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď widmet sich verschiedenen tierischen Fragen und beantwortet sie hintergr√ľndig, verbl√ľffend und mit schw√§bischem Humor gew√ľrzt. Die Vortr√§ge finden um 15 Uhr und um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere statt.
Am Sonntag, dem 12. Mai, wird es bei den ¬ĄWilden Wochenenden¬ď dann kulinarisch. Welche Wildkr√§uter bei uns jetzt im Fr√ľhjahr wachsen und welche davon essbar sind, das erfahren die Wilhelma-Besucher von dem Wildpflanzenexperten und Buchautor Dr. Markus Strau√ü. Er l√§dt jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem ¬ĄCrashkurs¬ď in Sachen essbare Wildpflanzen ein, bestehend aus einem kurzen Dia-Vortrag und einem kleinen botanischen Rundgang in der Wilhelma. Veranstaltungsort ist ebenfalls das Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervolieren.
Eine Anmeldung ist f√ľr keine dieser Veranstaltungen und Angebote erforderlich, die Teilnahme ist jeweils im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten!

Foto: Wilhelma
¬ĄPflanzentopfen zum Muttertag¬ď: Die Aktion der Wilhelma-G√§rtner hat mittlerweile Tradition und findet bei jedem Wetter statt ¬Ė notfalls unter einem Zeltdach wie auf diesem Foto von 2012.
(08.05.2013, 14:30)
Wilhelma :   Kurzvortr√§ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Alles √ľber Flederm√§use, die Schatten der Nacht

Um die "Schatten der Nacht", die Flederm√§use, geht es am Sonntag, dem 5. Mai 2013, in einem spannenden Dia-Kurzvortrag der Wilhelmaschule (unterhalb der Geiervoliere) aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď. Er findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. In dem Vortrag stellt die Fledermausexpertin und Zoop√§dagogin Ewa Paliocha verschiedene Arten von Fledertieren vor und erz√§hlt von den erstaunlichen F√§higkeiten, Jagdtechniken und besonderen Bed√ľrfnissen der d√§mmerungs- und nachtaktiven Insektenj√§ger. Die Teilnahme am Vortrag ist im Eintritt in die Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: E. Paliocha
(03.05.2013, 12:40)
Wilhelma :   Der Umzug ins neue Affenhaus ist komplett:
Die Gorillafamilie und die Handaufzuchten haben ihr Heim eingeweiht

Am 30.4. war die Gorillafamilie der Bonobogruppe gefolgt und ins neue Menschenaffenhaus eingezogen, am 1. Mai wurde sie nun erstmals in ihre neuen Innengehege gelassen: Zuerst betrat die 50-j√§hrige Seniorin Mimi ohne zu z√∂gern das neue Reich, dann folgten die √ľbrigen Gorillafrauen samt Nachwuchs und zuletzt Silberr√ľcken Kibo. Ruhig und z√ľgig ging am 2. Mai auch der Umzug der ¬ĄNachhut¬ď √ľber die B√ľhne ¬Ė der vier handaufgezogenen Gorillakinder aus dem Aufzuchthaus. Die Kleinen wurden auf den Armen ihrer Pflegerinnen mit dem Auto ins neue Heim chauffiert, was vor allem den drei Gorillajungs sichtlich Spa√ü machte.
Normalerweise sagt man ja, dass Ver√§nderungen im Alter schwerer fallen als in jungen Jahren. F√ľr Mimi, die mit 50 Jahren √§lteste Gorilladame der Gruppe und dreifache Ur-Ur-Gro√ümutter, scheint das nicht zu gelten. Bed√§chtig aber zielstrebig und √§u√üerlich v√∂llig cool durchstreifte sie die neuen Gehege und sammelte zufrieden brummelnd die von den Pflegern verteilten Leckereien auf: hier ein St√ľck Fenchel, da ein B√ľschel Petersilie. Und w√§hrend die anderen Familienmitglieder den noch unbekannten Naturboden aus Pinienrinde zun√§chst etwas vorsichtiger erkundeten, hatte Mimi diesen l√§ngst betreten, beschnuppert und sogar abgeschmeckt. ¬ĄEs ist so erstaunlich wie erfreulich, dass sich gerade Mimi als die Selbstbewussteste erweist¬ď, kommentiert dies die Primatologin Dr. Iris Weiche, die die Wilhelma-Gorillas seit Jahren beobachtet und auch ihre Eingew√∂hnung begleitet. Wie √ľblich wurde dabei zuletzt der Schieber f√ľr Haremchef Kibo ge√∂ffnet, damit er alle seine Frauen schon vorfindet. Da er sich zudem in viel gr√∂√üeren Gehegen wiederfand, hatte er pl√∂tzlich jede Menge zu tun, um von A nach B zu gelangen und seine ¬ĄSch√§fchen¬ď im Auge zu behalten, was ihn anfangs beunruhigte und sichtlich besch√§ftigte. ¬ĄEr wird seiner Rolle als Silberr√ľcken in der neuen Situation aber v√∂llig gerecht und verteidigt seine Frauen sofort vor jeder mutma√ülichen Gefahr¬ď, erkl√§rt Dr. Iris Weiche. Zu beobachten und normal sei daher auch, dass sich vor allem die Weibchen mit Kindern w√§hrend der ersten Zeit eng an Kibo halten. Doch insgesamt schien das neue Gehege der ganzen Familie auf Anhieb zu gefallen: Gemeinsam erkundeten die Tiere jeden Winkel, wobei immer wieder leises Brummeln zu h√∂ren war, ein Laut, mit welchem die Gorillas sich verst√§ndigen, Kontakt halten und auch Zufriedenheit ausdr√ľcken. Solche Laute k√∂nnen im Haus dank der offenen, vergitterten Geheged√§cher auch die Besucher k√ľnftig h√∂ren.
¬ĄBesonders freut mich, dass Mimi nun w√§hrend ihrer letzten Lebensjahre noch den gr√∂√üeren Komfort im neuen Affenhaus genie√üen kann¬ď, sagt die Menschenaffenkuratorin Dr. Marianne Holtk√∂tter. Immerhin war es f√ľr Mimi und die nur wenig j√ľngere Undi schon der zweite Umzug innerhalb der Wilhelma. Der erste liegt genau 40 Jahre zur√ľck: 1973 ging es von einer provisorischen Unterkunft in das damals noch als modern geltende alte Menschenaffenhaus.
Wie im Abenteuerland f√ľhlten sich in ihrem neuen Gehege offenbar sofort die Gorillajungs Tano, Okanda und Tebogo ¬Ė turnend, kraxelnd, tobend und herumalbernd nahmen sie den Raum samt den vielen Klettergelegenheiten in Beschlag. Nur Vana blieb die erste Stunde nach der Ankunft lieber im sicheren Arm der Pflegerin, bekam ein wenig Angstdurchfall und schaute sich sch√ľchtern um, bevor die Neugier auch bei ihr die Oberhand gewann. Ansonsten verlief der Umzug der europ√§ischen Aufzuchtstation f√ľr Gorillakinder, die von ihren M√ľttern nicht angenommen wurden, eindeutig am schnellsten. In zwanzig Minuten war er vorbei, denn diesmal gab es keine Narkosen und Untersuchungen hinter den Kulissen, sondern es ging vom Umzugstaxi direkt in die Gehege. Hier wird k√ľnftig der Sicht- und Schnupperkontakt durch Fenster und Gitter zur Gorillafamilie nebenan das Leben der Kleinen grundlegend ver√§ndern ¬Ė und die sp√§tere Eingliederung in eine eigene Gorillafamilie mit Sicherheit erleichtern.

Foto: Wilhelma/M. Holtkötter
Blick auf die nun endlich belebten Gorilla-Innengehege - mit Silberr√ľcken Kibo rechts oben auf einer ¬ĄAussichtsplattform¬ď.
(03.05.2013, 12:18)
Wilhelma :   Zweiter Umzug erfolgreich beendet:
Die Gorillafamilie ist den Bonobos ins neue Affenhaus gefolgt

Zwei Wochen nach den Bonobos sind in einer rund neunst√ľndigen Aktion nun auch die Gorillas ins neue Menschenaffenhaus umgezogen. W√§hrend die Bonobos sich dort bereits richtig heimisch zu f√ľhlen scheinen und ihre gro√üen Gehege genie√üen, werden die Gorillas ihr neues Domizil erstmals morgen, am 1. Mai, erkunden ¬Ė und es hoffentlich ebenso gut annehmen wie ihre kleineren Verwandten. Der geplanten feierlichen √úbergabe und Einweihung der Anlage durch Minister Nils Schmid am Nachmittag des 14. Mai steht somit nichts mehr im Wege. F√ľr die Besucher ist das neue Menschenaffenhaus dann am Tag nach der offiziellen Einweihung, also ab dem 15. Mai, ge√∂ffnet.
Wie bereits bei den Bonobos so begann auch der Umzug der Gorillas morgens fr√ľh um 5 Uhr, der Kreis der Helfer war erneut gro√ü: Er bestand vor allem aus 18 Tierpflegern und sechs Veterin√§rmedizinern, wobei das von den Wilhelma-Tier√§rzten Tobias Knauf-Witzens und Annika Krengel geleitete Umzugsteam diesmal zus√§tzlich Verst√§rkung von drei Kardiologen sowie dem fr√ľheren Wilhelma-Tierarzt Wolfram Rietschel erhielt. Das Zusammenspiel klappte dank der Erfahrung und Routine aus dem ersten Umzug dabei fast noch besser und schneller. ¬ĄWir sind sehr erleichtert, dass wir nun auch die gesamte Gorillafamilie wohlbehalten nach oben, ins neue Haus, bringen konnten¬ď, sagt Menschenaffenkuratorin Marianne Holtk√∂tter aufatmend. ¬ĄAlles ist dank der vielen konzentrierten Helfer wieder reibungslos und ruhig abgelaufen..¬ď
Zwar galt es diesmal nur sieben statt zw√∂lf Tiere ¬Ė jeweils ein Affenbaby nicht mitgerechnet ¬Ė in Narkose zu legen, zu untersuchen, in gepolsterte Kisten zu betten und mit Hilfe von Gabelstaplern und Transportfahrzeug in die neue Heimat zu bringen. Doch der Kraftakt war deshalb keineswegs geringer, zumal die Gorillas deutlich gr√∂√üer und schwerer sind als die Bonobos. W√§hrend diese im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Kilogramm auf die Waage bringen, wiegen die erwachsenen Gorillafrauen rund 70 bis 90 Kilo und Kibo wiegt sogar 160 Kilogramm. F√ľr den Silberr√ľcken haben die Wilhelma-Schreiner und -Schlosser deshalb eigens eine stabile XXL-Kiste gebaut, die allein schon 344 Kilogramm schwer ist. Mit Kibo darin erh√∂hte sich das Gesamtgewicht somit auf rund 500 Kilogramm. Als erste heil das neue Domizil erreichte jedoch Mimi, die Gruppen√§lteste, gefolgt von Mawenzi und Mutasi mit ihrer j√ľngsten Tochter Milele, die ohne Narkose auf Mutters Bauch liegend bef√∂rdert wurde. Dann kamen Kolo und Kimbali dran, bevor Kibo und Gorillafrau Undi den Abschluss bildeten. Im neuen Haus angekommen, wurde jedes Tier im Behandlungsraum untersucht und dann in die Abtrenngehege hinter den Kulissen gelegt, wo vertraute Tierpfleger sie beim Aufwachen betreuten. ¬ĄJetzt sind wir gespannt, ob den Gorillas ihre neue Umgebung ebenso gut gef√§llt wie den Bonobos¬ď, sagt Marianne Holtk√∂tter. ¬ĄUnd wie beide Gruppen jeweils ihre gro√üen begr√ľnten Au√üengehege annehmen werden, wenn sie diese in ein paar Wochen betreten k√∂nnen. Das eigentliche Abenteuer beginnt ja jetzt erst.¬ď

Foto: Wilhelma/Th. Bauer
Sie zogen als eine der ersten um: Gorillafrau Mutasi ¬Ė hier unter Narkose noch schlafend ¬Ė und die etwa einj√§hrige Milele, die auf Mamas Bauch reiste, betreut von Revierleiterin Bea Jarczewski.
(02.05.2013, 08:43)
Wilhelma :   Florierende Poitouesel-Zucht auf dem Schaubauernhof:
Frischer Wind dank Hengstfohlen und neuer, französischer Rassestute

Die Zucht der bedrohten Poitouesel hat in der Wilhelma mittlerweile Tradition. Seit 1993 gibt es diese Riesenesel mit dem kastanienbraunen, zotteligen Fell auf dem Schaubauernhof zu bewundern. Regelm√§√üig sorgen sie f√ľr Nachwuchs und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Rasse. So kam in diesem Jahr, ausgerechnet am 1. April, das Hengstfohlen Dominique zur Welt. Er ist aber nicht der einzige Neuzugang bei den aus Frankreich stammenden Eseln. Die erstklassige Zuchtstute mit dem adelig klingenden Namen ¬ĄAleboune du Genet¬ď bringt frischen Wind und vor allem frisches Blut in die Herde der Wilhelma.
Wie alle Eselfohlen, so verzaubert auch der kleine Dominique mit seinen gro√üen Ohren, den zierlichen Beinen und der wei√üen Schnauze derzeit Besucher und Tierpfleger. Er ist das 21. Fohlen, das in der Wilhelma geboren wurde, seine Mutter ist die mittlerweile 18-j√§hrige Stute Hamrah. Insgesamt umfasst die Herde derzeit sechs Tiere. Dominiques Vater Nepomuk steht dabei meistens abseits und abgetrennt von den Stuten und beobachtet seine kleine Herde aufmerksam. Bis Dominique die stattliche Gr√∂√üe seines Vaters erreicht, wird noch etwas Zeit vergehen. Poitouesel werden nicht umsonst mitunter auch als ¬ĄRiesenesel¬ď bezeichnet. Sie k√∂nnen eine Schulterh√∂he von bis zu 1,5 Meter erreichen und bis zu 450 Kilogramm schwer werden.
Seit dem 10. Jahrhundert ist diese Eselrasse aus dem Westen Frankreichs bekannt. Sie wurde ausschlie√ülich zur Zucht von Maultieren gebraucht. Aus ihrer Kreuzung mit gro√üen Kaltblutpferden gingen kr√§ftige und widerstandsf√§hige Maultiere hervor, die in der Landwirtschaft und als Transporttiere beim Milit√§r eingesetzt wurden. Der Bedarf an Maultieren ging mit dem Aufkommen von Maschinen in der Landwirtschaft allerdings drastisch zur√ľck und damit auch der Bestand der Poitouesel. Bis auf 44 Tiere war er in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gesunken. Heute gibt es wieder √ľber 450 Tiere, die im Zuchtbuch in Frankreich erfasst sind. Als in ihrem Bestand gesichert kann die Rasse trotzdem noch nicht gelten. Zudem gab es erstklassige ¬ĄBaudet du Poitou¬ď, wie die Rasse offiziell hei√üt, bisher fast ausschlie√ülich in Frankreich. Um erstklassig zu sein, sprich zum so genannten ¬ĄLivre A¬ď zu geh√∂ren, muss ein Poitouesel einen einwandfreien Stammbaum haben, der sich bis mindestens zur siebten Generation zur√ľckverfolgen l√§sst. Dank der langen und guten Zusammenarbeit mit dem franz√∂sischen Zuchtverband ist es nun der Wilhelma gelungen, eines dieser hochklassigen Tiere nach Stuttgart zu holen: die von den Pflegern kurz ¬ĄAllie¬ď genannte Stute. Ihr offizieller Zuchtbuch-Name lautet ¬ĄAleboune du Genet¬ď, wobei ¬ĄAleboune¬ď im Altfranz√∂sischen ¬Ąsie ist gut¬ď bedeutet. Bleibt also zu hoffen, dass ihr Name Programm ist, sie der Wilhelma-Zucht der bedrohten Haustierrasse Auftrieb verleiht und Dominique bald viele weitere Fohlen folgen werden.

Foto: Wilhelma
Der j√ľngste Poitouesel-Nachwuchs "Dominique" acht Tage nach der Geburt mit Pflegerin bzw. mit Mutter Hamrah. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die gro√üen h√ľbschen Ohren des Hengstfohlens noch nicht g√§nzlich "entfaltet" und aufgerichtet.
(26.04.2013, 10:04)
Wilhelma :   Neues von der Anlage f√ľr Afrikanische Menschenaffen:
Die Bonobos haben sich bereits √ľberraschend gut eingelebt
Die offizielle Eröffnung der Anlage durch Minister Nils Schmid ist am 14. Mai

Vor sieben Tagen sind die Bonobos als erste Affenart in ihr k√ľnftiges Zuhause in der neuen Anlage f√ľr Afrikanische Menschenaffen eingezogen. Alle hatten den Eindruck, dass sie ihr Domizil auf Anhieb sehr gut annahmen. Dieser erste Eindruck hat nicht getrogen: Jetzt, eine Woche sp√§ter, wirken die Bonobos schon √ľberaus entspannt. In K√ľrze k√∂nnen somit auch die Gorillas umziehen. Sobald sich diese ebenfalls eingelebt haben, steht der offiziellen Er√∂ffnung des Hauses nichts mehr im Wege. Ein Termin daf√ľr wurde nun festgelegt: Am Nachmittag des 14. Mai wird der Minister f√ľr Wirtschaft und Finanzen und oberster Dienstherr der Wilhelma, Dr. Nils Schmid, die neue Anlage pers√∂nlich und feierlich er√∂ffnen. Den Besuchern steht die Anlage dann ab 15. Mai offen.
Dass sich die Bonobos im neuen Heim wohlf√ľhlen, steht inzwischen weder f√ľr die Tierpfleger und Zoologen der Wilhelma au√üer Frage, noch f√ľr die junge Primatologin Nicky Staes von der Universit√§t Antwerpen, Belgien. Sie kennt den Bonobo-Clan der Wilhelma, eine der gr√∂√üten Gruppen Europas, bereits von fr√ľheren Besuchen und beobachtet die dreizehn Tiere im Zuge ihrer Promotion derzeit von morgens bis abends: ¬ĄDie Wilhelma-Truppe war schon immer eine der spielfreudigsten und fr√∂hlichsten Gruppen in einem Zoo, die ich kenne ¬Ė sicher auch wegen der guten Besch√§ftigungsprogramme der Tierpfleger. Und auch im neuen Haus waren sie nach nur vier Tagen schon √ľberaus entspannt¬ď, sagt Nicky Staes. Auff√§llig ist zudem, dass es seltener zu lautstarken Streitigkeiten unter den Tieren kommt als im alten Haus. ¬ĄWir denken, dass einerseits die noch nicht so vertraute Umgebung den Zusammenhalt st√§rkt, sich andererseits aber auch das gr√∂√üere Angebot an Platz und Ausweichm√∂glichkeiten schon positiv auswirkt¬ď, erkl√§rt die Menschenaffen-Kuratorin Dr. Marianne Holtk√∂tter. ¬ĄDenn die Bonobos k√∂nnen sich in den drei Innengehegen besser verteilen und aus dem Weg gehen, wenn sie wollen, dabei kleine Untergruppen bilden, wie sie das auch in der Natur tun, und sich wieder alle zusammenschlie√üen, wenn sie es m√∂gen. Das wird in der Fachsprache auch ¬āFission-Fusion-Sozialsystem¬í genannt.¬ď Gerade solchen nat√ľrlichen Sozialstrukturen und Bed√ľrfnissen der beiden Menschenaffenarten noch besser Rechnung tragen zu k√∂nnen, war auch eines der wesentlichen Anliegen der Wilhelma beim Neubau.
Nun gilt es als n√§chstes, auch die Gorillas wohlbehalten in ihr k√ľnftiges Zuhause zu bringen. Rund 15 Stunden dauerte der Umzug bei den Bonobos, ein 18-k√∂pfiges Tierpflegerteam, ein sechsk√∂pfiges Tierarztteam, zwei Kardiologen, zwei Reproduktionsexperten sowie weitere Helfer waren dabei. Sicher ist: Auch bei den acht gr√∂√üeren und schwereren Gorillas werden der Aufwand und das Aufgebot an Umzugshelfern und medizinischen Betreuern nicht kleiner sein. Doch wenn das Zusammenspiel aller Beteiligten wieder mit der gleichen Ruhe und Konzentration erfolgt, wie beim Umzug der Bonobos, d√ľrfte auch bei den Gorillas nichts schief gehen.

Auch die Seniorin der Gruppe, die etwa 47-j√§hrige Bonobofrau Kombote, hat den Umzug gut √ľberstanden und liegt hier ganz entspannt auf einer ¬ĄHolzbank¬ď. (Foto: M. Schneider)
(23.04.2013, 15:57)
Wilhelma :   Kurzvortrag aus der Reihe Wilde Wochenenden:
Eulen ¬Ė Auf leisen Schwingen durch die Nacht

Nachts, wenn die meisten Menschen schlafen, schl√§gt die Stunde der Eulen. Im Schutz der Dunkelheit gehen sie auf Nahrungssuche und sind wahre Meister der n√§chtlichen Jagd. Doch wie finden sie bei wenig Licht ihre Beute? Warum kann man sie beim Fliegen nicht h√∂ren? Und welche Arten leben bei uns? Diese und mehr Fragen werden am kommenden Sonntag, dem 21. April 2013, bei einem Dia-Kurzvortrag aus der Veranstaltungsreihe "Wilde Wochenenden" beantwortet. Der Vortrag des Biologen Michael Eick √ľber Eulen und K√§uze findet einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervolieren statt. Michael Eick ist den interessanten V√∂geln der Nacht schon seit vielen Jahren auf der Spur und berichtet mit beeindruckenden Bilden von seinen Beobachtungen. Die Teilnahme am Vortrag ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Michael Eick
Die beeindruckenden Augen eines Uhu.
(19.04.2013, 07:42)
Michael Mettler :   Ist schon lustig: In anderen Zoos ist man froh dar√ľber, wenn der Sichtbeton aus der Brutalismus-√Ąra zwecks Naturillusion endlich verbr√§mt wird, und im Stuttgarter Menschenaffenhaus feiert er fr√∂hliche Wiederauferstehung...
(18.04.2013, 18:43)
Wilhelma :   Liboso und Baby im neuen Haus (Foto: M. Schneider)
(18.04.2013, 09:22)
Wilhelma :   Umzug auf Raten ins neue Menschenaffenhaus:
Die Bonobos sind in ihrem k√ľnftigen Zuhause wohlbehalten gelandet

Die ersten Pflanzen und Tiere sind ins neue Menschenaffenhaus eingezogen: Die Vorhut bildeten in den letzten beiden Wochen rund 70 tropische Pflanzenarten, gestern folgte als erste Affenart die Bonobos. Von zw√∂lf zu transportierenden Tieren war man urspr√ľnglich ausgegangen ¬Ė doch am Umzugstag waren es dreizehn! Der Grund: Bonobofrau Liboso hatte der Wilhelma als kleine Oster√ľberraschung ein Baby beschert ¬Ė und damit f√ľr eine weitere Verz√∂gerung im Zeitplan gesorgt, damit sich Mutter und Kind gut zwei Wochen in gewohnter Umgebung und stressfrei miteinander vertraut machen konnten.
Von morgens um 5.30 Uhr bis abends um 19 Uhr dauerte der Umzug. Das klingt nach viel Zeit, doch tats√§chlich klappte alles wie am Schn√ľrchen und viel schneller als gedacht ¬Ė durchschnittlich rund eine Stunde pro Tier wurde ben√∂tigt. Zu verdanken war dies neben einer guten Organisation dem 18-k√∂pfigen Tierpflegerteam, einem sechsk√∂pfigen, durch externe Kr√§fte verst√§rktem Tierarztteam, zwei Kardiologen, zwei Reproduktionsexperten sowie weiteren Helfern unter Leitung der Wilhelma-Tier√§rzte Tobias Knauf-Witzens und Annika Krengel. In einem zunehmend routinierten Zusammenspiel legten die professionellen Umzugshelfer die Tiere in Narkose ¬Ė denn ohne die sind die kr√§ftigen Bonobos nicht zum Umzug zu bewegen ¬Ė, untersuchten jedes Tier, verstauten es in Transportkisten, fuhren es zur neuen Anlage, luden es wieder aus, brachten es zum Ultraschall und dann in sein mit Namensschild versehenes Aufwachgehege. Dort konnten sich die Tiere unter den wachsamen Augen der Pfleger in Ruhe ausschlafen, dann langsam mit der Umgebung vertraut machen und ihre Artgenossen in den Nachbark√§figen begr√ľ√üen. Bald wurden die ersten Verbindungsschieber ge√∂ffnet, um gegenseitige Besuche zu erm√∂glichen. Intensiv betreut von ihren vertrauten Pflegern nahmen auch die Tiere den Umzug ruhig und gelassen hin ¬Ė dabei w√§ren sie durchaus in der Lage, ihrem Unmut lautstark Luft zu machen. ¬ĄWir sind sehr froh, dass unsere Bonobos die ganze Aktion so gut verkraftet haben und vor allem, dass sie alle wohlbehalten in ihrem neuen Heim angekommen sind¬ď, so Dr. Marianne Holtk√∂tter, Wilhelma-Kuratorin f√ľr Menschenaffen. ¬ĄEs h√§tte wirklich nicht besser laufen k√∂nnen.¬ď Zudem bot der Umzug die wohl einmalige Gelegenheit, alle Tiere auf Herz und Nieren zu untersuchen ¬Ė und gleichzeitig ein paar n√∂tige zahn√§rztliche Eingriffe vorzunehmen. Nicht zuletzt konnte das Geschlecht von Libosos Baby auf diese Weise schneller bestimmt werden: ein Junge! Jetzt wird ein Name f√ľr ihn gesucht.
Und da alle, samt Mutter und Kind, den Umzug gut √ľberstanden hatten, stand auch dem Plan nichts im Wege, die Bonobos gleich am n√§chsten Tag die gro√üen Innengehege erkunden zu lassen. Schon fr√ľh morgens sa√üen sie an den Durchg√§ngen und lugten neugierig in die unbekannten R√§ume, um neun Uhr gingen erstmals die Schieber auf. Nur wenige Tiere z√∂gerten kurz, dann nahmen alle das neue Zuhause in Beschlag, durchstreiften und durchturnten es auf allen Ebenen, schrien dabei Bonobo-typisch vor Aufregung, untersuchten den neuen Naturboden aus Pinienrinde und taten bald alles, was einen Bonobo-Tag so ausmacht: das ausgelegte Futter verspeisen, sich gegenseitig das Fell pflegen, Nester aus Holzwolle bauen, ausruhen. Alle sind zuversichtlich, dass sich die Tiere bald eingelebt haben werden. Bis die Bonobos in ihre Au√üenanlagen k√∂nnen, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Denn die neu gepflanzte Vegetation braucht mindestens vier bis sechs Wochen, um richtig anzuwachsen und gr√ľn zu werden. Als n√§chstes werden nun die Gorillas umziehen ¬Ė wobei hoffentlich alles ebenso glatt √ľber die B√ľhne gehen wird wie bei den Bonobos. Auch dar√ľber wird die Wilhelma zeitnah berichten ¬Ė und sp√§testens dann √ľberdies einen definitiven Er√∂ffnungstermin f√ľr das neue Menschenaffenhaus nennen k√∂nnen.

Foto (M. Schneider): Die Bonobos nehmen am Tag nach dem Umzug ihr neues Heim in Besitz.
(18.04.2013, 09:20)
Wilhelma :   Spannende Kurzvortr√§ge in der Wilhelma-Schule

Tierisch schlau ¬Ė verbl√ľffende Geistesleistungen im Tierreich
Am Sonntag, dem 14. April 2012, k√∂nnen die Besucher im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere wieder Erstaunliches und Wissenswertes √ľber die Denk- und Geistesleistungen von Tieren lernen ¬Ė ob von Affen, Kr√§hen, Kraken oder sogar von Bienen. In einem kurzweiligen Vortrag pr√§sentiert die Diplombiologin Sabine Ratzel gro√üen wie kleinen Wilhelma-Besuchern echte ¬ĄSchlaumeier¬ď unter den Tieren und erz√§hlt unter anderem von t√ľftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die Geb√§rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Wilhelma / L. Siermann
Auch Kraken sind zu manchen verbl√ľffenden Leistungen f√§hig ¬Ė zum Beispiel schrauben sie mit viel Geschick einen Dosendeckel auf, um an die Leckerei in der Dose zu gelangen.
(10.04.2013, 14:17)
Wilhelma :   Die umgebaute Anlage ist wieder ¬Ąin Betrieb¬ď:
Das Comeback der Erdmännchen

Ende November 2012 begann der Umbau der Erdm√§nnchenanlage, Anfang April 2013 war sie bezugsfertig. Vier der s√ľdafrikanischen Schleichkatzen sind jetzt in die runderneuerte Anlage eingezogen: zwei in Stuttgart geborene M√§nnchen sowie zwei Weibchen aus Warschau. Sich kennen lernen, um die Rangfolge streiten und flirten durfte das Quartett aber schon im Winterquartier hinter den Kulissen. Somit konnten sie sich beim Einzug ganz auf die Eroberung ihres neuen Reviers nach Erdm√§nnchen-Art konzentrieren: alles erkunden und ausgiebig markieren, Probegrabungen durchf√ľhren, Verstecke suchen ¬Ė und vor allem, sich immer wieder aufw√§rmen oder im Innengehege von den vielen neuen Eindr√ľcken erholen. Dann sind die Tiere trotz ihrer R√ľckkehr auf die Anlage f√ľr Besucher zeitweilig nicht zu sehen. Das gilt auch f√ľr einen der Tage zwischen 18. und 23.4.: Dann ist der Weg bei den Erdm√§nnchen wegen Asphaltarbeiten voraussichtlich gesperrt. (Zeitnahe Hinweise dazu gibt¬ís auf www.wilhelma.de).
Brrr, ist das kalt da drau√üen ¬Ė fanden die Erdm√§nnchen, als sie ihre runderneuerte Au√üenanlage erstmals betraten. Und schwupp, waren sie wieder durch eine der drei Verbindungsr√∂hren in den beheizten Innenr√§umen verschwunden. Kein Wunder, denn so ein winterlicher Fr√ľhling, wie ihn Mitteleuropa derzeit erlebt, ist nicht gerade nach dem Geschmack der Sonnenanbeter aus S√ľdafrika. Doch lange hielt es die neugierigen Tiere nicht in ihrem Unterschlupf. Und schon bald fanden sie, was ihnen am meisten behagt: eine kuschelige Kuhle direkt unter einem t√ľchtig einheizenden W√§rmestrahler. Gleich unter vier solcher k√ľnstlicher W√ľstensonnen sowie auf einer ¬ĄHeizplatte¬ď k√∂nnen es sich die Bewohner der neuen Anlage gem√ľtlich machen. Angebracht wurden diese in halboffenen H√∂hlen, unter Felsvorspr√ľngen und √ľber offenen Liegefl√§chen, so dass die Tiere auch bei Regen im Trockenen sitzen k√∂nnen, ohne dass ihnen die Sicht nach oben ganz versperrt ist. Denn Erdm√§nnchen sind von Natur aus immer auf der Hut, wobei die Gefahr in ihrer W√ľstenheimat meist von oben droht, durch Greifv√∂gel. Auch erh√∂hte Aussichtsplattformen geh√∂ren deshalb unbedingt in jedes artgem√§√üe Erdm√§nnchenheim. In der runderneuerten Anlage, deren Umbaukosten von rund 250.000 Euro der Wilhelma-F√∂rderverein √ľbernahm, bieten sich Felsen, Baumst√§mme und eine gro√üe Eichenwurzel als Wacht√ľrme an. Von diesen aus h√§lt immer mindestens ein Tier Ausschau nach Feinden, und das oft in der bei Besuchern beliebtesten Pose: M√§nnchen machend. Den Hintergrund der Anlage, die beim Umbau zudem um 40 Prozent auf 120 Quadratmeter gewachsen ist, bilden nun r√∂tliche Kunstfelsen im gleichen Look wie in der Zebra- und der Elefantenanlage nebenan sowie im neuen Gorilla-Au√üengehege. Ein weiteres Highlight im Erdm√§nnchen-Reich: der etwa 12 Quadratmeter gro√üe und eigens mit einer dickeren Schicht Substrat aufgef√ľllte Buddelplatz: Hier k√∂nnen die Tiere selbst Architekt spielen und nach Herzenslust eigene Bauten anlegen. Und falls sie damit nicht zu sehr besch√§ftigt sind, d√ľrfen sie nat√ľrlich auch f√ľr Nachwuchs sorgen. Daf√ľr ist in einem Erdm√§nnchenclan stets nur ein dominantes Paar zust√§ndig, die anderen spielen Babysitter, was in der Natur die √úberlebenschancen der Kleinen erh√∂ht. Zudem verhindern chemische Botenstoffe des z√ľchtenden Paares, dass die im Clan lebenden Nachkommen geschlechtsreif werden. Wer in der neu formierten Gruppe dieses Elternpaar stellen wird, d√ľrfte sich bald zeigen. Und vielleicht gibt es ja schon im Sommer den ersten Zuwachs im neuen Heim ...

Foto: Wilhelma
Vom Sandboden, √ľber Totholz bis zu Kunstfelsen im Hintergrund pr√§sentiert sich die Anlage jetzt noch w√ľstenartiger.
(10.04.2013, 08:46)
Wilhelma :   Thementag ¬ĄInsekten und Co.¬ď in der Wilhelmaschule:
Begegnungen mit K√§fern, Spinnen und anderen Gliederf√ľ√üern

Am Sonntag, dem 7. April 2013, widmet die Wilhelmaschule einen Thementag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď den Insekten und anderen Gliederf√ľ√üern. Dabei erfahren die Besucher unter anderem, dass nicht alles, was auf mehr als vier Beinen umher krabbelt, automatisch ein Insekt ist. Zwar sind sage und schreibe 80 Prozent aller beschriebenen Tierarten Insekten bzw. Kerbtiere. Auch stellen diese innerhalb des Stammes der Gliederf√ľ√üer die gr√∂√üte und artenreichste Klasse dar. Aber zu den Gliederf√ľ√üern geh√∂ren auch die achtbeinigen Spinnentiere sowie Tausendf√ľ√üer und Krebstiere. Von 11 Uhr bis 16 Uhr bringen die Biologen der Wilhelmaschule gro√üen und kleinen Besuchern diese riesige, vielf√§ltige Welt der Gliederf√ľ√üer nahe ¬Ė hautnahe Begegnungen mit Wandelnden Bl√§ttern, dicken K√§fern, fauchenden Schaben und sanften Vogelspinnen inklusive. Au√üerdem werden am Thementag einige von Insekten gefertigte ¬ĄKunstwerke¬ď zu sehen sein ¬Ė und zwar in Form der Nester etwa von Hornissen und Wespen. Ort des Geschehens ist die Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Der Besuch des Thementags ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch willkommen.

Foto (Wilhelma): Schmetterlinge, wie dieser Scharlachrote Schwalbenschwanz, geh√∂ren zu den Insekten, die schon ihrer Sch√∂nheit wegen beliebt sind. Aber auch andere Insekten und Gliederf√ľ√üer sind keineswegs eklig, sondern √ľberaus faszinierend ¬Ė wie die Besucher des Thementags √ľber Insekten selbst erleben k√∂nnen.
(05.04.2013, 09:15)
Wilhelma :   Osterstimmung in der Wilhelma:
Eier ohne Ende und freier Eintritt f√ľr ¬ĄOster¬ď und ¬ĄHase¬ď

Eier und Ostern: Das geh√∂rt einfach zusammen wie ¬Ė Oster und Hase. Deshalb dreht sich in der Wilhelmaschule am Osterwochenende alles ums Ei. Wer schon immer wissen wollte, was ein Strau√üenei wiegt oder wie ein Schlangenei aussieht: Hier wird er es endlich erfahren. ¬ĄEiei machen¬ď k√∂nnen Kinder w√§hrend der Ostertage zudem bei ¬ĄOsterk√ľken¬ď im Jungtierauf-zuchthaus und nat√ľrlich bei Schafen und Ziegen im Streichelzoo. Nur der Osterhase wird vermutlich zu besch√§ftigt sein, um pers√∂nlich vorbeizuschauen. Also l√§dt die Wilhelma eben alle seine menschlichen Namensvettern ein: Wer mit Nachnamen ¬ĄOster¬ď oder ¬ĄHase¬ď hei√üt, der genie√üt an Ostersonn- und Ostermontag gegen Vorlage seines Ausweises freien Eintritt.
Das Osterprogramm beginnt bereits am Karfreitag mit den Thementagen ¬ĄRund ums Ei¬ď in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Dort k√∂nnen die Besucher bis einschlie√ülich Ostermontag jeweils von 11 bis 17 Uhr Spannendes, Wissenswertes und Kurioses √ľber die vielf√§ltige Welt der Eier erfahren. Denn nicht nur sprichw√∂rtlich gleicht kein Ei dem anderen: Jede Vogelart setzt bei seinen Gelegen auf ein eigenes Design und auch die Eier von Reptilien, Fischen, Insekten gibt es in allen Farben und Formen. Au√üerdem k√∂nnen Kinder und Eltern unter fachlicher Anleitung Osterschmuck basteln und an einer Osterlotterie zugunsten der bedrohten Gorillas teilnehmen. Im Jungtieraufzuchthaus haben Kinder am Ostersonn- und -montag jeweils von 11 bis 12 Uhr, 13 bis 14 Uhr sowie 15 bis 16 Uhr die Gelegenheit K√ľken zu kraulen. Auch die Skudden, Kamerunschafe und Zwergziegen im Streichelzoo des Schaubauernhofs nehmen gerne Streicheleinheiten entgegen ¬Ė am liebsten in Kombination mit Snacks aus dem Futterautomaten. Die ersten Zicklein des Jahres wurden hier bereits geboren; und auch bei den Wildschweinen gegen√ľber tollen Frischlinge umher. Bei diesen sollte man wegen der bissigen Eltern Streichelversuche durch den Zaun jedoch tunlichst unterlassen! Zwar keine Osterhasen, daf√ľr aber echte Kaninchen mit ihrem niedlichen Nachwuchs gibt es zudem im Kleins√§ugerhaus zu bestaunen.
W√ľrden im Park obendrein schon Magnolien, Tulpen und Narzissen bl√ľhen ¬Ė die Osterstimmung w√§re perfekt. Doch der lange, kalte Winter hat einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Immerhin halten rund 60.000 bunte Stiefm√ľtterchen im Park die Stellung, die √ľbrigen Fr√ľhbl√ľher stehen in den Startl√∂chern und lauern auf w√§rmende Sonnenstrahlen. Eine farbenfrohe Entsch√§digung gibt es zudem in den Gew√§chsh√§usern: Hier stehen die Kamelien in voller Bl√ľte und auch die Zitrus-Ausstellung im Wintergarten wird noch √ľber die Feiertage mit frischen Farben und D√ľften aufwarten. Zudem kann man wieder rund um den Seerosenteich flanieren: Die Sanierung wurde rechtzeitig vor Ostern abgeschlossen.
√úbrigens: Der √∂sterliche Thementag ¬ĄRund ums Ei¬ď bildet den Auftakt f√ľr neue Folgen aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď, welche die Wilhelmaschule 2012 ins Leben gerufen hat. Im Angebot sind auch 2013 wieder spannende Thementage, Kurzvortr√§ge und Workshops zu Tier-, Pflanzen und Naturschutz-themen, die wieder vor allem sonntags, teilweise aber auch samstags stattfinden. Die Teilnahme ist im Eintritt inklusive; alle Termine gibt¬ís auf www.wilhelma.de in der Rubrik ¬ĄWilhelmaschule¬ď. Und zuletzt ein wichtiger Hinweis f√ľr alle, die mit dem PKW zur Wilhelma anreisen: Das Wilhelma-Parkhaus ist ge√∂ffnet, das Parkhaus Mahle derzeit aber wegen Sanierung geschlossen. Weitere Informationen zur Anfahrt mit √∂ffentlichen Verkehrsmitteln oder PKW finden sich auf www.wilhelma.de unter ¬ĄBesuch¬ď.

Foto: Wilhelma
Alles rund ums Ei¬ď: Passend zu Ostern bietet die Wilhelmaschule spannende Einblicke in die vielf√§ltige Welt der Eier.
(27.03.2013, 08:23)
Wilhelma :   Wellness f√ľr Kurzohrr√ľsselspringer:
Komm auf die Schaukel, Luise!

Sie sind winzig, haben kreisrunde Knopfaugen, eine kleine bewegliche R√ľsselnase und einen sehr langen Namen: Kurzohrr√ľsselspringer. In der Wilhelma lebt je ein Paar von ihnen im Kleins√§ugerhaus sowie in einem Terrarium im Giraffenhaus. Dort haben die Tierpfleger ins Heim der W√ľstenbewohner ein neues M√∂belst√ľck und Spielger√§t eingebaut: eine ¬ĄSchaukel¬ď.
Bislang hatten die Kurzohr-R√ľsselspringer der Wilhelma keine Namen. Doch seit das im Giraffenhaus lebende P√§rchen sich in ihrem eigens f√ľr sie aufgeh√§ngten Holzkistchen gerne mal ein wenig ¬Ąverschaukeln¬ď l√§sst, hei√üt das Weibchen passend zum altbekannten Schlager nun ¬ĄLuise¬ď, das M√§nnchen ¬ĄLuis¬ď. Folgerichtiger w√§re f√ľr Luis allerdings der Name ¬ĄHans¬ď gewesen ¬Ė nach Hans Albers, der das im Dreivierteltakt und in eindeutiger Verf√ľhrungsabsicht vorgetragene Lied ¬ĄKomm auf die Schaukel Luise¬ď ab 1931 bekannt gemacht hatte. Um Luise oder Luis ¬Ė im wirklich-wahren R√ľsselspringerleben schaukeln die beiden selten gemeinsam ¬Ė in ihrer ¬ĄHollywoodschaukel¬ď zu sehen, braucht man etwas Gl√ľck. Denn die Tiere machen es sich darin vor allem morgens und gegen Abend gem√ľtlich, wenn es im Haus ruhiger ist. Trubel m√∂gen die Winzlinge mit den r√∂hrenf√∂rmigen N√§schen und den k√§nguruartig verl√§ngerten Hinterbeinen n√§mlich nicht besonders.
Zwar erinnert das Aussehen der R√ľsselspringer an M√§use, mit Nagetieren haben sie aber nichts zu tun. Sie sind in mehreren Arten in ganz Afrika zu Hause und bilden eine eigene S√§ugetier-Ordnung. Ihr gr√∂√üter Vertreter ist das von Kopf bis Hinderteil 30 Zentimeter lange R√ľsselh√ľndchen, das in den Urw√§ldern des √∂stlichen Afrika lebt. Die Kurzohrr√ľsselspringer dagegen sind die kleinsten ihrer Ordnung. Sie werden nur 22 bis 24 Zentimeter lang ¬Ė gut die H√§lfte davon entf√§llt auf den Schwanz ¬Ė und 30 bis 50 Gramm leicht. Ihre Heimat sind die W√ľsten und Halbw√ľsten des s√ľdwestlichen Afrika. Hier leben die wuseligen Tiere einzeln oder paarweise in bis zu einen Quadratkilometer gro√üen Streifgebieten, wo sie h√§ufig auf immer gleichen Pfaden umherflitzen ¬Ė und auf diesen kleinen ¬ĄSchnellstra√üen¬ď bis zu 20 Stundenkilometer erreichen. Auf ihrer Speisekarte stehen in der Natur vor allem Insekten, Wurzeln und Pflanzensamen, in der Wilhelma gibt es vorwiegend Salat, Gem√ľse, K√∂rner und Obst, aber auch mal Hackfleisch, Mehlw√ľrmer, Heuschrecken und Krebse. Und w√§hrend die R√ľsselspringer in der Wildnis selbst auf dem Speiseplan von Greifv√∂geln, Schlangen und Kleinraubtieren stehen und dort daher selten √§lter als ein bis zwei Jahre werden, k√∂nnen sie im sicheren Zoo bis zu sieben Jahre lang leben. In der Natur dienen ihnen unterirdische Bauten als Unterschlupf, in den w√ľstenartig eingerichteten Wilhelma-Gehegen bieten kleine Felsspalten R√ľckzugs- und Versteckm√∂glichkeiten. Luis und Luise haben nun √ľberdies eine Schaukel ¬Ė etwas, das sie in der W√ľste sicher nicht finden w√ľrden. Doch zu gefallen scheint es ihnen darin. Wer wei√ü, vielleicht regt die Schaukel ja, ganz im Sinne von Hans Albers, auch ihr Liebesleben ein wenig an. Und sie f√ľgen den 150 Nachzuchten, die es seit 1989 in der Wilhelma bereits gab, im n√§chsten Sommer noch zwei Winzlinge hinzu. Denn typisch f√ľr die Art sind vor allem Zwillingsw√ľrfe.

Foto: Wilhelma
(25.03.2013, 09:22)
Wilhelma :   Nachtrag zur Meldung vom 13.3. bez√ľglich der W√ľsten-Kr√∂tenechsen. Passend dazu w√§re dieses Bild gewesen.
(25.03.2013, 09:16)
Joshua F√∂rg :   Man m√∂chte wohl am BONOBO-TV festhalten. Am Dach des Hauses wurde extra eine Satellitensch√ľssel angebracht ...
(23.03.2013, 12:13)
Sascha M√∂ller :   √ľberschnitten:-)
(13.03.2013, 17:39)
Sascha M√∂ller :   @ Sacha: Das Foto d√ľrfte aus dem Wuppertaler zoo stammen.
(13.03.2013, 17:38)
Holger Wientjes :   Das Bild ist aus Wuppertal.
(13.03.2013, 17:38)
Sacha :   Wobei mich noch interessieren w√ľrde, woher das Bild stammt. Scheint mir n√§mlich nicht ein Wilhelma-Gehege zu sein (und wenn es dort √ľberhaupt je die Kombi K√∂nigspinguin/Eselspinguin - oder muss ich sagen "W√ľsten-Kr√∂tenechse und Malachit-Zaunleguan"?:) - gab, muss das schon Ewigkeiten her sein.
(13.03.2013, 17:09)
Regina Nieke :   @ Ottmar M√ľller und Patrick Kalscheuer:
Ihr habt nicht richtig gelesen: Das IST die "gute Tarnung" der Echsen :-)
(13.03.2013, 14:34)
Ottmar M√ľller :   Das sind aber komische Reptilien, mit Schnabel und Federn. Aber f√ľr das riesige Terrarium hat man bestimmt ganz sch√∂n was springen lassen :D
(13.03.2013, 14:07)
Patrick Kalscheuer :   Wow, wieder was gelernt - mir war gar nicht klar, das Kr√∂tenechsen so lange Schn√§bel haben :-)
(13.03.2013, 14:04)
Wilhelma :   W√ľsten-Kr√∂tenechsen im Terrarium:
Kleine, stachelige ¬ĄMonster¬ď

Lange galten die auf Ameisen-Nahrung spezialisierten W√ľsten-Kr√∂tenechsen als √§u√üerst schwierige Pfleglinge und wurden folglich nur sehr selten in Terrarien gehalten. Einfach ist ihre Haltung immer noch nicht, aber heutzutage ist das Futterproblem l√∂sbar, und die Tiere lassen sich auch z√ľchten. Seit Kurzem sind nun im Terrarium der Wilhelma zwei Paare dieser bizarren Reptilien zu sehen.

Kr√∂tenechsen sind rundliche, stark abgeplattete Vertreter aus der Familie der Leguane. Charakteristisch f√ľr die Bewohner steiniger Halbw√ľsten: die gro√üen Stachelschuppen am Hinterkopf und der kurze Schwanz. Die Stachelschuppen reichen bei den bis 13 Zentimeter langen Tieren als Schutz aber nicht aus ¬Ė bei Gefahr dr√ľcken sich die tarnfarbenen Echsen daher platt an den Boden. Gen√ľgt das immer noch nicht, so k√∂nnen sie aus den Augenwinkeln Blutfl√ľssigkeit verspritzen: ein f√ľr die meisten Gegner durchaus abschreckendes Verhalten, das man im Terrarium allerdings nicht zu Gesicht bekommt.
W√ľsten-Kr√∂tenechsen (ihr wissenschaftlicher Name lautet Phrynosoma platyrhinos) stammen urspr√ľnglich aus dem Westen und S√ľdwesten der USA sowie aus Mexiko. Die kleinen ¬ĄMonster¬ď in der Wilhelma kennen die amerikanischen Halbw√ľsten allerdings bestenfalls vom H√∂rensagen ¬Ė sie sind in Baden-W√ľrttemberg geschl√ľpfte Nachzuchten. Damit sie sich auch in Menschenobhut rundum wohl f√ľhlen, brauchen die Sonnenanbeter richtig viel Licht. Und auch das ¬ĄCatering¬ď muss stimmen: Kr√∂tenechsen haben sich auf den Verzehr von Ameisen spezialisiert. In der Natur hat das Vorteile: Ameisen sind hier als Futtertiere reichlich vorhanden und werden den kleinen Echsen von anderen R√§ubern kaum streitig gemacht. Auch im Terrarium m√ľssen folglich Ameisen auf dem Speiseplan stehen. Falls diese nicht in ausreichender Menge verf√ľgbar sind, st√§ubt man ersatzweise andere kleine Futterinsekten mit einem Pulver aus Ameisens√§ure und entsprechenden Spurenelementen ein.
Noch sind die W√ľsten-Kr√∂tenechsen der Wilhelma nicht ausgewachsen. Doch wenn alles gut geht, legen sie im n√§chsten Jahr Eier, aus denen hoffentlich die n√§chste Generation kleiner stacheliger Monster schl√ľpfen wird ...

Foto: Ob auf Felsen, Sandboden oder Totholz: Die bizarr anmutenden W√ľsten-Kr√∂tenechsen sind in ihrem Lebensraum gut getarnt ¬Ė und auch im Wilhelma-Terrarium. (Quelle: Wilhelma)
(13.03.2013, 13:00)
Wilhelma :   Die Gestaltung des Au√üengeheges geht weiter:
Knorrige Eichen zum Klettern f√ľr die Gorillas

Die Ende Januar im Forstrevier Sauhag bei Unterensingen geschlagenen Eichenst√§mme, die schon damals f√ľr das neue Gorilla-Au√üengehege ausgew√§hlt wurden, sind heute mit einem Schwerlastkran an ihren neuen Stammplatz in der entstehenden Anlage f√ľr afrikanische Menschenaffen ¬Ąeingeflogen¬ď worden: drei bis zu 15 Meter lange knorrige St√§mme mitsamt einigen Astst√ľmpfen und Zweigen, jeweils knapp zwei, drei und vier Tonnen schwer.
Die Platzierung der St√§mme war Ma√üarbeit im Zusammenspiel zwischen Kranf√ľhrern, Helfern der Spezialfirma und Mitarbeitern der Wilhelma: Einer der Eichenkolosse liegt jetzt quer √ľber dem Bachlauf wie eine Br√ľcke, der zweite wurde aufrecht in einen zwei Meter tiefen Betonschacht versenkt, darin verkeilt und mit mineralischem Beton eingegossen, und ein dritter Stamm zwischen diesen beiden platziert. Die St√§mme und ihre Lage m√ľssen hohen statischen Anforderungen gen√ľgen, schlie√ülich sollen sie sp√§ter nicht nur als Zierde dienen. Vielmehr sollen die bis zu 270 Kilo schweren Gorillas sie aktiv nutzen k√∂nnen, darauf klettern, balancieren oder einfach sitzen. Die Eichenst√§mme kommen also dem Bewegungs- und Besch√§ftigungsbed√ľrfnis der Tiere entgegen und runden das k√ľnftige Freiluftangebot aus Gras, Kr√§utern, B√ľschen, schattigen B√§umen, Bachl√§ufen und Planschbecken ab. Obwohl bei den Gorillas, im Gegensatz zu den Bonobos im Nachbargehege, fast nur die Jungtiere echte Klettermaxen sind, so nutzen doch auch erwachsene Tiere erh√∂hte Sitzpl√§tze gerne als Aussichtsplattformen. Und f√ľr diese Aufgabe kamen letztlich nur Eichen in Frage, da ihr Holz am stabilsten ist. Nicht als Klettergelegenheit zur Verf√ľgung stehen dagegen die bereits in der Anlage wachsenden lebenden Eichen. Damit diese auch weiterhin √ľberleben, werden sie durch Elektroz√§une gesch√ľtzt ¬Ė sonst w√ľrden bald ihre Rinden und damit wichtige Versorgungsadern leiden. In Besitz nehmen k√∂nnen die Tiere ihre neuen Kletterb√§ume wohl fr√ľhestens im April, der genaue Zeitpunkt der Er√∂ffnung ist noch offen, derzeit wird ein Termin noch vor Pfingsten angestrebt.

Foto: Wilhelma
(01.03.2013, 11:57)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den afrikanischen Hoheiten:
Das Giraffenmädchen Anna ist da

Nach dreij√§hriger Babypause kam bei den Netzgiraffen am fr√ľhen Morgen des 17. Februar wieder ein Jungtier zur Welt ¬Ė ein M√§dchen, das die Pfleger ¬ĄAnna¬ď tauften. Seine Mutter ist die elfj√§hrige Kitale, sein Vater der 13-j√§hrige Wilhelma-Zuchtbulle Hanck.
Morgens kurz nach 6.45 Uhr waren erstmals ihre Vorderf√ľ√üe und die Nase zu sehen ¬Ė und schon rund eine halbe Stunde sp√§ter, um 7.20 Uhr, war Anna auf der Welt. Im halbst√ľndigen Takt machte sie von nun an Fortschritte: Um 8.00 Uhr stand sie erstmals auf allen Vieren, um 8.35 Uhr trank sie die ersten Schlucke aus Mamas Milchquelle, um 9.00 Uhr stakste Klein Anna bereits munter umher. Um 9.40 Uhr schlie√ülich ¬Ė so verr√§t der Geburtsbericht der Tierpfleger weiter ¬Ė wird der kleine Neuank√∂mmling von der √ľbrigen Herde begutachtet und ¬Ąbegr√ľ√üt¬ď. Der Rest der ersten Lebenswoche verlief dann ruhig, unspektakul√§r ¬Ė und unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit: Damit Kitale und ihr Nachwuchs ungest√∂rt ihre Mutter-Kind-Bindung festigen k√∂nnen, blieb das Giraffenhaus einige Tage geschlossen. Doch inzwischen ist die h√ľbsche Anna auch f√ľr die Besucher zu sehen.
In seiner ersten Lebenswoche hat sich das Giraffenm√§dchen pr√§chtig entwickelt. Nicht nur ihrem Namen, der ¬Ąanmutig¬ď bedeutet, macht Anna alle Ehre. Sondern sie ist auch √§u√üerst aufgeweckt, neugierig und wenig sch√ľchtern: Aus einer f√ľr ihr zartes Alter beachtlichen H√∂he von 1,70 Metern blickt sie in die Welt und findet sie offenbar ziemlich spannend ¬Ė selbst dem fremden Fotografen n√§herte sie sich unerschrocken und versuchte, die Kamera abzuschlecken. Die n√∂tige Selbstsicherheit vermittelt ihr in allen Lebenslagen nat√ľrlich Mama Kitale, die wie alle Giraffenm√ľtter gewissenhaft √ľber ihren Nachwuchs wacht. Kommt man ihrer Kleinen zu nahe, schnaubt sie warnend. Hilft das nichts, schreitet sie entschlossen auf den St√∂renfried zu ¬Ė und bei fast viereinhalb Metern Gesamth√∂he kann man durchaus von einer beeindruckenden Drohkulisse sprechen. In der Wildbahn ist dieser ausgepr√§gte Besch√ľtzerinstinkt dringend n√∂tig. Sobald die K√§lber aus zwei Metern H√∂he ins Leben geplumpst sind ¬Ė denn ihre M√ľtter geb√§ren stehend ¬Ė droht h√∂chste Gefahr. Den Sturzflug und die Landung selbst √ľberstehen die Jungtiere zwar stets schadlos. Doch m√ľssen sie schnellstm√∂glich auf die Beine kommen, damit J√§ger wie L√∂wen, Hy√§nen und Co. ihre hilflose Lage nicht schamlos ausnutzen und sich den Leckerbissen unter die Kralle rei√üen. Allerdings sollten sich sogar diese R√§uber vor den kr√§ftigen Hufen einer w√ľtenden Giraffenkuh in Acht nehmen. Selbst im Zoo bleiben Giraffenm√ľtter immer auf der Hut ¬Ė auch Kitale. Doch l√§sst sie es bei ihrem vierten Jungtier schon deutlich entspannter angehen. Vermutlich sp√ľrt sie, dass die √úberlebenschancen ihrer Tochter hier viel besser sind als in der Wildbahn: Dort erreichen 50 bis 75 Prozent der Giraffenkinder nicht einmal ihr erstes Lebensjahr. Das einzige Mittel, um m√∂glichst schnell dem ¬ĄLeichte-Beute-Schema¬ď der Raubtiere zu entwachsen: rasch an H√∂he gewinnen. Rund 0,3 Zentimeter legt ein Giraffenkind daher pro Tag zu, einen Meter im ersten Jahr. Damit jede Kalorie ins Wachstum investiert werden kann, sind Giraffen relativ ruhige Kinder, die wenig umhertollen. Und selbst die aufgeweckte Anna g√∂nnt sich somit immer wieder eine sch√∂ne lange Siesta ...
(27.02.2013, 15:48)
Wilhelma :   Brillenpinguine in der Wilhelma:
Nachwuchs bei den Frackträgern

Sie sind zwar schon fast so gro√ü wie ihre Eltern, den obligatorischen Frack tragen sie aber noch nicht. Blaugrau ist die Trendfarbe des Winters, zumindest wenn man ein Brillenpinguink√ľken ist. Erst mit mehr als einem Jahr legen sie das typische schwarz-wei√üe Federkleid der Altv√∂gel an und sind dann von diesen fast nicht mehr zu unterscheiden. Nur das geschulte Auge des Tierpflegers sieht die individuellen Unterschiede. Vor allem die einzelnen schwarzen Punkte auf der sonst wei√üen Brust sind bei jedem Vogel einzigartig angeordnet, so zu sagen der ¬ĄFingerabdruck¬ď der Brillenpinguine.
Insgesamt drei K√ľken schl√ľpften im November und verst√§rken die 38-k√∂pfige Brillenpinguinschar der Wilhelma. Noch sitzen sie die meiste Zeit in den sicheren Bruth√∂hlen. Gut bewacht von ihren Eltern. Hin und wieder schauen sie aber auch schon, was es au√üerhalb ihrer H√∂hle zu entdecken gibt. Ihren deutschen Namen verdanken Brillenpinguinen einem wei√üen √úberaugsteifen, welches zusammen mit den rosaroten Hautpartien um die Augen entfernt an eine Brille erinnert. Anders als viele vermuten, leben Brillenpinguine nicht in der Antarktis. Ihr Lebensraum sind die K√ľsten des s√ľdlichen Afrika, von Namibia bis S√ľdafrika. Hier versorgt sie der kalte Benguelastrom mit reichlich Nahrung. In der Wilhelma √ľbernehmen dies nat√ľrlich die Tierpfleger. T√§glich um 7:00 und um 14:30 Uhr bekommen die Wilhelma-Pinguine ihren Fisch ¬Ė vor allem Heringe ¬Ė frei Haus serviert. Nur die drei K√ľken werden noch von ihren Eltern mit vorverdautem Fisch versorgt. Aber nicht mehr lange. Denn mit etwa einem halben Jahr fangen die jungen Brillenpinguine selber an Fisch zu fressen.
Brillenpinguine sind, wie alle Pinguine, hervorragend an ein Leben im Wasser angepasst. Ihre Fl√ľgel sind zu Flossen umfunktioniert, mit denen sie unter Wasser auf bis zu 25 km/h beschleunigen k√∂nnen. Dabei von Nutzen ist auch ihr spindelf√∂rmiger K√∂rper, der dem Wasser wenig Widerstand bietet. Auch wenn sie bei Brillenpinguinen etwas d√ľnner ausf√§llt als bei ihren antarktischen Verwandten, so wird ihr K√∂rper doch von einer ein bis zwei Zentimeter dicken Fettschicht vor Temperaturschwankungen gesch√ľtzt. Diese ist auch namensgebend f√ľr die gesamte Vogelfamilie. Denn das lateinische Wort pinguis, wovon sich Pinguin ableitet, bedeutet nichts anderes als ¬Ąfett¬ď.
Dieses Fett wurde den Brillenpinguinen, wie auch ihren antarktischen Verwandten, zum Verh√§ngnis. Denn Walf√§nger nutzten sie ¬Ė aus Mangel an Alternativen ¬Ė als ¬ĄBrennmaterial¬ď f√ľr das Auskochen des Lebertrans. Darum gingen ihre Best√§nde drastisch zur√ľck, in den letzten 100 Jahren um 80 Prozent. In ihrer afrikanischen Heimat werden deshalb Brillenpinguine heute als gef√§hrdet eingestuft. Wobei heute vor allem die √úberfischung und die √Ėlverschmutzung ihrer Lebensr√§ume f√ľr den Bestandsr√ľckgang verantwortlich sind. In der Wilhelma ist der Brillenpinguinbestand hingegen nicht bedroht. Hier gibt es sehr regelm√§√üig Nachwuchs. Dieser wandert aber bei Geschlechtsreife in einen anderen Zoo aus, da die Kolonie der Wilhelma ihre Kapazit√§tsgrenze erreicht hat.

Foto: Wilhelma
(21.02.2013, 12:26)
Wilhelma :   Bunte V√∂gel auf Brautschau ¬Ė oder:
Valentinstag nach Mandarinenten-Art

Nein, es sind keine verkleideten Narren, die Aschermittwoch verpasst haben und nun das Wilhelma-Gehege der Mandschurenkraniche unsicher machen. Vielmehr sind die farbenfrohen Gesellen, die auf dem kleinen Teich ihre Pirouetten drehen, m√§nnliche Mandarinenten auf Brautschau. Passend zum Valentinstag ¬Ė dem Fest der Verliebten ¬Ė haben sie ihr pr√§chtiges Federkleid angelegt und buhlen um die Gunst der unscheinbar gef√§rbten Weibchen.
Dass die Mandarinenten gerade in bester Balzstimmung sind, passt nicht nur gut zur Symbolik des christlich gepr√§gten Valentinstags. In ihrer fern√∂stlichen Heimat stehen die V√∂gel f√ľr ein √§hnliches Thema ¬Ė f√ľr eheliche Treue. Doch wie das mit der Symbolik mitunter eben ist, so hinkt sie auch hier ein wenig. Zwar halten sich Mandarinenten, einmal gefunden, zun√§chst die Treue, und die M√§nnchen verteidigen ihre Weibchen vehement gegen Nebenbuhler. Zur n√§chsten Paarungszeit jedoch ist es mit der Treue meist wieder vorbei. Dann treten die M√§nnchen erneut in Konkurrenz um die weibliche Gunst. Nichtsdestotrotz war es bei chinesischen Hochzeiten lange Zeit Brauch, dem Brautpaar als dezenten Hinweis auf das Treuegel√∂bnis ein zahmes Mandarinentenpaar zu schenken. Daneben landeten die V√∂gel wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches regelm√§√üig im Kochtopf ¬Ė ob auch bei Hochzeitsgesellschaften, ist nicht √ľberliefert. Zu Zeiten der chinesischen Kaiserdynastien waren die Mandarinenten √ľberdies das Symbol f√ľr den siebten Rang der Zivilbeamten, der so genannten ¬ĄMandarine¬ď. Ihnen verdankt die Ente auch ihren Namen: Ihr farbenfrohes Federkleid erinnert an die Gew√§nder dieser chinesischen Staatsdiener.
In der Wilhelma leben derzeit vier M√§nnchen und zwei Weibchen dieser symboltr√§chtigen Entenart, die l√§ngst auch in Europa als beliebtes Ziergefl√ľgel gilt. Vor allem wegen des Aussehens wird sie von manchen Z√ľchtern gar als sch√∂nste Ente der Welt bezeichnet. Haben sich in der Wilhelma die P√§rchen zusammengefunden, sorgen sie jedes Jahr zuverl√§ssig f√ľr Nachwuchs. Zum Br√ľten m√∂chten Mandarinenten am liebsten hoch hinaus. In der Wildbahn bevorzugen sie hohle Baumst√§mme, oft mitten im Wald, als Nistplatz. Das Weibchen br√ľtet ungef√§hr 30 Tage. Sobald die K√ľken geschl√ľpft sind, verlassen sie das sichere Nest. Dabei springen sie aus teilweise √ľber zehn Meter H√∂he und suchen sofort das n√§chste Gew√§sser auf. Ihr geringes Gewicht und die biegsamen Knochen sch√ľtzen sie vor Verletzungen bei dem Sturz aus luftiger H√∂he.
Die wilden Best√§nde der Mandarinente sind in den letzten Jahrzehnten stark zur√ľck gegangen. Wie so oft, ist hieran vor allem der Verlust geeigneter Lebensr√§ume Schuld. Dagegen ist die bereits 1745 in Gro√übritannien eingef√ľhrt Ente in Gefangenschaft sehr h√§ufig zu finden. Verwilderte Parkv√∂gel haben in Europa au√üerdem recht stabile Populationen gegr√ľndet ¬Ė und au√üer in der Wilhelma br√ľten die auff√§lligen Entenv√∂gel beispielsweise auch regelm√§√üig an den Stuttgarter B√§renseen.

Foto (Wilhelma):
Die m√§nnlichen Mandarin-Enten haben p√ľnktlich zum Valentinstag ihr pr√§chtigstes Federkleid angelegt, um die eher unscheinbar gefiederten Weibchen zu beeindrucken. Nach der Paarungszeit tragen auch die Erpel bald wieder ein schlichteres Outfit.
(14.02.2013, 11:10)
Wilhelma :   Von Okapi-Amme und Tierpflegern aufgezogen:
Die Okapi-Waise Nyota ist √ľber den Berg

Das im Juni 2012 geborene Okapi-Kalb Nyota hatte einen schweren Start ¬Ė nur 16 Tage nach seiner Geburt war seine Mutter Kabinda gestorben. Gl√ľck im Ungl√ľck: Die Kuh Ibina sprang als Amme ein, zus√§tzlich erhielt Nyota Milchnahrung aus der Flasche. Der in einem Zoo bis dahin einmalige Versuch gelang. Inzwischen wiegt Nyota 108,4 Kilogramm ¬Ė wie eine neue Gro√ütierwaage aufs Gramm genau belegte ¬Ė und ist somit aus dem Gr√∂bsten heraus.
¬ĄWenn Nyota ein Jahr alt ist, feiern wir eine Party¬ď, erkl√§rt der Revierleiter f√ľr Afrikanische Huftiere, Daniel Wenning. Einen Grund zu feiern gibt es dann in der Tat. Denn erstens ist die Geschichte Nyotas bislang einmalig. Zweitens haben das Pflegerteam, die Kuratorin und die Wilhelma-Tier√§rzte viel Arbeit in das √úberlebensprogramm des wertvollen Jungtiers investiert ¬Ė und sogar externe Experten einbezogen. Zum Beispiel in Sachen Spezialmilch. Um eine solche zu entwickeln, hat das Chemische Veterin√§runtersuchungsamt Stuttgart (CVUA) zun√§chst die Zusammensetzung der letzten Muttermilch von Kabinda sowie die der Amme Ibina ermittelt. Die Milupa-Forschungsabteilung ert√ľftelte auf dieser Basis ein individuelles Ersatzmilchrezept. Und die Pfleger servierten das nahrhafte Ergebnis Nyota mehrmals t√§glich aus der Flasche. Damit sollte die Amme Ibina entlastet werden ¬Ė schlie√ülich hatte diese direkt vor der ¬ĄAdoption¬ď bereits ein eigenes Kalb aufgezogen. Zus√§tzlich kl√ľgelten die Tier√§rzte gemeinsam mit einer Ern√§hrungsberaterin der Uni Hohenheim f√ľr Ibina einen Speiseplan aus, der sie bei Kr√§ften halten sollte. Das Zusammenspiel gelang, Nyota wuchs und gedieh. Zwei Monate nach der Geburt dann ein weiteres gutes Zeichen: Nyota hatte Kot abgesetzt ¬Ė zum ersten Mal! Diese erstaunlich sp√§te Produktion von Hinterlassenschaften in einem Alter zwischen 26 und 74 Tagen ist f√ľr Okapi-K√§lber normal, allerdings nur von diesen bekannt und selbst der Wissenschaft noch ein R√§tsel. Die Vorteile f√ľr in der Wildnis geborene Okapis allerdings liegen auf der Hand: Ohne Ausscheidungen gibt es auch weniger Ger√ľche, die Fressfeinde anlocken.
Bei Nyota hat das ausgekl√ľgelte Ern√§hrungsprogramm, das ab dem dritten Monat durch feste Nahrung wie Luzerne, Gem√ľse und Bl√§tter erg√§nzt wurde, jedenfalls gut angeschlagen. Sehr gut sogar: ¬ĄF√ľr ihr Alter ist Nyota mit √ľber 100 Kilo ganz sch√∂n kr√§ftig. Aber ein paar Reserven schaden in der Winterk√§lte ja nichts¬ď, erkl√§rt Daniel Wenning. Denn K√§lte vertragen Okapis, die aus den tropischen W√§ldern Zentralafrikas stammen, nicht besonders. Bei Frost sind die Tiere daher meist im beheizten Giraffenhaus anzutreffen, wo sie jedoch aus gr√∂√üerer N√§he zu sehen sind als im Freigehege. Auch Nyota hat hier jetzt eine eigene Schaubox, wo die Besucher sie in Ruhe betrachten k√∂nnen. Und das lohnt sich, denn Nyota ist ¬Ąein Bild von einem Okapi¬ď, da sind sich Pfleger und Zoologen einig. Auch werde es langsam Zeit, dass Nyota sich abnabelt und wie ein ¬Ąnormales¬ď Okapi behandelt wird, so Wenning. Von der Milchflasche habe sie sich quasi selbst schon entw√∂hnt, und auch bei Ibina werde sie wohl nicht mehr lange nuckeln, zumal kaum mehr Milch flie√üen d√ľrfte. Au√üerdem hat sich Nyotas Lebensretterin eine Babypause nun redlich verdient. Wenn weiterhin alles gut geht und das Europ√§ische Erhaltungszuchtprogramm zustimmt, darf Nyota in der Wilhelma bleiben. Dann kann sie in rund drei Jahren mit Vitu, dem zweiten Bullen neben Nyotas Vater Xano, selbst zur Erhaltung ihrer bedrohten Art beitragen. (Infos zur aktuellen Lage der Okapis im Kongo unter www.wilhelma.de bei ¬ĄPressemitteilungen¬ď und auf www.okapiconservation.org)

Foto (Wilhelma): Einmal pro Woche kontrollieren die Pfleger mithilfe einer flachen, gut begehbaren Großtierwaage, ob und wie viel Nyota zu- oder abnimmt. Da Nyota Menschenhände gewöhnt ist, macht sie die Prozedur anstandslos mit
(01.02.2013, 12:44)
Jana M√ľller :   Oder eine Verletzung vom Kater? Es k√∂nnte sein, dass die beiden letztens zusammen waren, da der Kater kurzzeitig direkt neben Mescheds Gehege untergebracht war, jedoch getrennt von ihr, als ich da war. Nun ist Aman wieder in seinem "alten" Gehege.
(28.01.2013, 20:15)
Joshua F√∂rg :   In der zweiten Voliere von links im maurischen Landhaus ist nun ein Paar Braunkopflieste untergebracht.

Zudem scheint Leopard Mesched derzeit Probleme mit ihrem linken Auge zu haben, es sieht sehr entz√ľndet und vertr√§nt aus.

(26.01.2013, 18:28)
WolfDrei :   Trotz aller Jongliererei bei den Eintrittspreisen: 17% bleiben 17% Erh√∂hung! Und seit wann ist die Wilhelma der einzig Zoologisch-botanische Garten Europas? 100 km weiter z.B. liegt Mulhouse und Plzen ist auch nicht so weit - ich wiil da garnicht weiter suchen.
(24.01.2013, 15:54)
Wilhelma :   Wilhelma-Bilanz 2012 und Ausblick auf 2013:
2,24 Millionen Besucher im Jahr 2012 und neue Eintrittspreise ab März

Trotz nicht immer perfektem ¬ĄZoowetter¬ď und Baustellen im oberen Parkteil kann die Wilhelma in puncto Besucherzahlen auf ein zufriedenstellendes Jahr 2012 zur√ľckblicken: Rund 2,24 Millionen Menschen kamen 2012 in den einzigen zoologisch-botanischen Garten Europas. Das sind rund drei Prozent mehr als im ¬ĄSchlechtwetter-Jahr¬ď 2010 (2,17 Millionen) und rund 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr, das unter anderem dank g√ľnstiger Wetterverh√§ltnisse der Wilhelma ihre bislang zweitbeste Besucherbilanz bescherte.
Die Attraktivit√§t der Wilhelma f√ľr die Besucher scheint ungebrochen ¬Ė nach wie vor geh√∂rt die Wilhelma zu den deutschen Zoos mit den h√∂chsten Besucherzahlen. Die Bilanz 2012 bleibt mit 2,24 Millionen Besuchern dabei ebenfalls auf fast konstant hohem Niveau. ¬ĄDamit k√∂nnen wir summa summarum zufrieden sein¬ď, so Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, ¬Ązumal wir mit geringeren Besucherzahlen gerechnet hatten. Deutlich mehr Publikum erwarten wir jedoch erst nach der Er√∂ffnung der neuen Menschenaffenanlage.¬ď Wann diese stattfinden kann, ist nach wie vor offen, die Bauma√ünahmen sind im Verzug ¬Ė der Wunschtermin der Wilhelma vor Ostern wird somit nicht klappen. Fertig wurden im letzten Jahr daf√ľr die rund eine Million Euro teure Runderneuerung des Elefanten-Au√üengeheges und die neue Felsen-Umrandung des Zebra-Geheges, die aktuellen Arbeiten an der neuen Erdm√§nnchenanlage und die Sanierung des Seerosenteichs sollen bis Ostern abgeschlossen sein. F√ľr das Jahr 2013 werden nun m√∂glichst wenige neue Baustellen angestrebt. Daf√ľr werden zwei neue Spielelemente die Angebote f√ľr Kinder erweitern: ein neuer Kletterelefant beim Elefantengehege und ein Holzgorilla samt H√§ngematte bei der Menschenaffenanlage. Erg√§nzt und optimiert wird √ľberdies das Wegweisersystem im Park.
Neue Eintrittspreise ab 1. M√§rz 2013 ¬Ė bis dahin gilt der bisherige erm√§√üigte Wintertarif
So lange wie m√∂glich wurde eine Erh√∂hung der Eintrittspreise hinausgez√∂gert ¬Ė trotz stetig steigender Kosten f√ľr Unterhalt, Material und Energie. Doch nach vier Jahren Preisstabilit√§t wurde eine Tariferh√∂hung unumg√§nglich: Ab 1. M√§rz kostet der Wilhelma-Besuch f√ľr einen Erwachsenen im Normaltarif daher 14 statt wie bisher 12 Euro, f√ľr ein Kind ab sechs Jahren 7 statt 6 Euro. Einen um ca. 30 Prozent erm√§√üigten Tarif k√∂nnen die Besucher auch k√ľnftig in der Hauptsaison abends ab 16 Uhr und im Winter ganzt√§gig nutzen: Bis Ende Februar gilt dabei noch der bisherige Wintertarif, ab 1. M√§rz zahlt ein Erwachsener dann 10 statt 8 Euro, ein Kind 5 statt bislang 4 Euro. ¬ĄAuch wenn wir unseren Besuchern diesen Preisanstieg nicht ersparen k√∂nnen¬ď, sagt Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch, ¬Ąso geh√∂ren wir doch weiterhin zu den preisg√ľnstigen unter den vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland.¬ď Bei diesen reichen die Preise derzeit von relativ g√ľnstigen 12 Euro pro Erwachsenem im M√ľnchener Tierpark Hellabrunn √ľber 17 Euro im Leipziger Zoo bis hin zu 23 Euro in Hannover. Kostet der Aquariumsbesuch extra, wie bei Hagenbeck in Hamburg, werden pro Kombi-Ticket sogar bis zu 30 Euro f√§llig. Familienfreundlich sind in der Wilhelma zudem die erm√§√üigten Tarife: Sie gelten erst f√ľr Kinder ab sechs Jahren und bei Sch√ľlern und Studenten sogar bis 28 Jahre ¬Ė in anderen Zoos zahlen Kinder meist fr√ľher, Sch√ľler und Studenten oft eigene Tarife. Um nur rund 5,7 Prozent steigt der Preis f√ľr treue Stammbesucher mit Jahreskarten: Sie kosten k√ľnftig 55 statt 52 Euro, f√ľr Sch√ľler und Studenten 28 statt 26 Euro, der Preis f√ľr eine zus√§tzliche Kinder-Jahreskarte kostet weiterhin nur 15 Euro. Bei Jahreskarten f√ľr Rentner, Schwerbehinderte und Partner steigen die Preise auf Forderung des Landesrechnungshofs dagegen st√§rker: um 25 Prozent von 32 auf 40 Euro. Auf eine Tageskarte zum Normaltarif erh√§lt zudem wie bislang jeder Erwachsene einen ¬ĄBonus¬ď von einem Euro ¬Ė bei Kindern sind es 50 Cent ¬Ė, der umweltfreundlich mit einem Tagesticket des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) unterwegs ist und dieses an der Wilhelma-Kasse vorlegt.

Foto: Wilhelma
Ab 1. M√§rz 2013 gelten in der Wilhelma h√∂here Eintrittspreise ¬Ė ob sie an den Kassen wie dem historischen Pavillon am Haupteingang oder √ľber den Online-Ticketshop auf www.wilhelma.de erworben werden.
(24.01.2013, 15:11)
Wilhelma :   Wilhelma, ein Winterm√§rchen ¬Ė oder:
Wie die Zootiere wohlbehalten durch Eis und Schnee kommen

Auch in der kalten Jahreszeit versinkt die Wilhelma nicht in tiefem Winterschlaf ¬Ė und das nicht nur dank der beheizten Gew√§chsh√§user, dank Aquarien- und Amazonienhaus. Vielmehr sind auch fast alle Tiere im Winter zu sehen: ob sie gerade in den Au√üengehegen frische Luft tanken oder sich in ihren beheizten H√§usern aufw√§rmen. Und wenn frischer Schnee gefallen ist, steigt nicht nur f√ľr Menschenkinder, sondern auch f√ľr manche Tiere der Spa√üfaktor.
Selbst die meisten Tiere aus tropischen Regionen kommen mit dem mitteleurop√§ischen Winter besser zurecht, als mancher glaubt. Besonders k√§lteempfindliche Kandidaten d√ľrfen eben nur f√ľr begrenzte Zeit ins Freie, um Frischluft und Sonne zu tanken. F√ľhrt V√§terchen Frost ein allzu strenges Regiment, bleiben daher beispielsweise die Okapis in ihren Gehegen im Giraffenhaus, wo bei Glatteis auch die Netzgiraffen aus n√§chster N√§he zu sehen sind. Wegen ihres weit oben liegenden Schwerpunkts und der langen Beine rutschen die afrikanischen Hoheiten leicht aus, das Verletzungsrisiko bei St√ľrzen ist gro√ü. Aber auch f√ľr andere Huftiere, etwa Antilopen, sind Eisplatten riskant: Sie warten daher ebenfalls im Stall, bis ihr Au√üengehege wieder eisfrei ist. Vor klirrender K√§lte m√ľssen zudem tropische Tiere mit sehr gro√üen oder d√ľnnh√§utigen Ohren gesch√ľtzt werden, wie Grevy-Zebras, Bongo-Antilopen und vor allem Elefanten. Zwar sind solche Ohren hervorragende K√ľhlanlagen, da sie √ľbersch√ľssige W√§rme ableiten. Doch bei Frost drohen schnell Erfrierungen. Frostgef√§hrdet sind auch die Gliedma√üen tropischer Affen, die somit bei Eisesk√§lte im Warmen bleiben. Die Wilhelma-Flamingos dagegen sch√ľtzen sich selbst vor Frostsch√§den: durch Fu√üb√§der im konstant 14 Grad warmen Cannstatter Mineralwasser ihres Teichs.
Viele Tierarten k√∂nnen dank beweglicher T√ľrklappen selbst w√§hlen, wie viele Grade unter dem Gefrierpunkt sie sich zumuten wollen. So wechseln etwa die Dscheladas und Rotgesichtsmakaken auf der Felsenanlage nach Belieben ins Warme oder an die frische Luft. Nur √ľberheizt darf es innen nicht sein: Krasse Temperaturwechsel bedeuten auch f√ľr Tiere erh√∂hte Erk√§ltungsgefahr. Bei den Sonnenanbetern aus W√ľsten und Tropen, wie Erdm√§nnchen und Zebramangusten, helfen bei Frost Fu√übodenheizungen oder Solarien an gesch√ľtzten Pl√§tzen im Freien. Nur wenige Tiere m√ľssen den Winter unsichtbar in beheizten Innenr√§umen verbringen, etwa die tropischen V√∂gel in der Freifluganlage: Bei ihnen ist kein Verlass darauf, dass sie sich selbst vor dem Nachtfrost in Sicherheit bringen. Auch die Flusspferde sind bei klirrender K√§lte ausschlie√ülich im Haus zu finden, da der Hippo-Pool im Freien schnell ausk√ľhlt. Und die Sumatra-Tiger bleiben vorsichtshalber drinnen, wenn das Wasser im Gehegegraben zufriert ¬Ė damit sie sich nicht aufs Eis wagen und einbrechen.
Bei gem√§√üigten Temperaturen sind die meisten Tiere also auch im Winter drau√üen anzutreffen ¬Ė und bieten nicht selten einzigartige Einblicke. Etwa, wenn frischer Schnee gefallen ist. Darin w√§lzen sich Raubkatzen ebenso gerne wie M√§hnenschafe, Vikunjas und Alpakas. Die Japanmakaken rollen Schneeb√§lle, die Elefanten formen welche mit dem R√ľssel und vernaschen sie. Die Brillenpinguine als S√ľdafrikaner m√∂gen das wei√üe Zeug dagegen nicht sehr und verschwinden √∂fter in ihren H√∂hlen. Und eines sch√§tzen Zootiere im Winter gar nicht: wenn mangels Besuchern die Unterhaltung fehlt. Sie belohnen daher jeden Gast mit umso mehr Aufmerksamkeit. Dieser wiederum kann Flora und Fauna der Wilhelma derzeit in aller Ruhe genie√üen ¬Ė und das bis Ende Februar zum g√ľnstigen Wintertarif.

Foto: Wilhelma/Hörner
(16.01.2013, 16:11)
Wilhelma :   30 kleine Gl√ľcksbringer auf dem Schaubauernhof: Viel Schwein im neuen Jahr!

Was f√ľr eine herrliche Sauerei: Gleich 30 Ferkel aus drei W√ľrfen quieken, grunzen, toben und rennen derzeit auf dem Schaubauernhof um die Wette. Wenn so viele kleine Gl√ľcksschweine nicht ein gutes Zeichen f√ľr das kommende Jahr sind! Dabei scheint gerade das Schw√§bisch-H√§llische Schwein wie geschaffen f√ľr die Rolle als Gl√ľcksbringer. Hat es doch selbst schon echt ¬ĄSchwein gehabt¬ď und konnte der Welt als wertvolles Nutztier erhalten werden.
Der Schw√§bisch H√§lllische Eber ¬ĄRapper¬ď und die drei Sauen ¬ĄIna¬ď, ¬ĄLiesel¬ď und ¬ĄLissi¬ď haben diesen Herbst ganze Arbeit geleistet: Mehr als 30 Ferkel in zwei Alters- und Gr√∂√üenklassen setzten sie gemeinsam in die Welt ¬Ė so gro√ü war der Sauhaufen auf dem Schaubauernhof zuletzt 2006! Seit dem Sommer 2011, seit der dreij√§hrige Rapper und seine Gef√§hrtinnen f√ľr die Erhaltung ihrer Rasse sorgen, wurden im Saustall der Wilhelma somit schon √ľber 80 Ferkel geboren. Der imposante Eber mit der dekorativen wei√üen Schwanzquaste kommt bei den Damen also offenbar nicht nur gut an, sondern seine Bem√ľhungen tragen auch reichlich Fr√ľchte. Was nebenbei gut f√ľr die schlanke Linie zu sein scheint, denn trotz seiner stattlichen 360 Kilogramm macht Rapper eine gute Figur. Aber auch die Sauen k√∂nnen es kurz vor der Geburt eines gro√üen Wurfs auf √ľber 300 Kilogramm bringen ¬Ė allerdings specken sie w√§hrend des S√§ugens gleich wieder rund 50 Kilogramm ab. Kein Wunder, denn bis zu 16 Ferkel auf einmal k√∂nnen auf dem Schaubauernhof an den Zitzen der Sauen h√§ngen.
Die Zucht der Wilhelma floriert also. Aber das scheint nur gerecht. Schlie√ülich war es der Gr√ľnder der Wilhelma, K√∂nig Wilhelm I, der auch das Schw√§bisch H√§llische ¬Ąerfand¬ď: Er lie√ü chinesische Maskenschweine aus England einf√ľhren und in wildschwein√§hnliche Landrassen einkreuzen. Bis in die 1950er Jahre war die Neusch√∂pfung des K√∂nigs ¬Ąder Renner¬ď im L√§ndle. Danach w√§re sie jedoch ums Haar von modernen mageren Modellen verdr√§ngt worden, 1970 galt es gar als ausgestorben. Doch einige sture Bauern retteten die robusten, auch ¬ĄMohrenk√∂pfle¬ď genannten Schweine quasi in letzter Minute und starteten mit wenigen Tieren eine neue Zucht. Dass das Comeback klappte, ist aber auch den Feinschmeckern zu verdanken. Weil sie das fette, schmackhafte Fleisch sehr goutierten, wurde die Zucht wirtschaftlich wieder interessant. Als Mitglied der ¬ĄZ√ľchtervereinigung Schw√§bisch H√§llisches Schwein¬ď tr√§gt die Wilhelma ebenfalls dazu bei, die steigende Nachfrage zu befriedigen. Sprich, der Schaubauernhof z√ľchtet die Tiere wie ein richtiger Bauernhof auch f√ľr den Verzehr. Sind die Ferkel alt genug, werden sie an kleine Nebenerwerbsbetriebe abgegeben, wo sie bei guter Haltung gem√§stet werden, bis sie etwa 100 Kilogramm wiegen. Davor f√ľhren die rosa-schwarzen Gl√ľcksbringer auch in der Wilhelma ein angenehmes Leben bei Vollpension und vielseitigem Wellness-Angebot vom hauseigenen Schlammbad bis zum Solarium. Und erfreuen dabei kleine wie gro√üe Besucher ¬Ė bis Ende Februar 2013 √ľberdies noch zum g√ľnstigen Wintertarif.

Foto (Wilhelma): 14 Ferkelchen auf einen Streich: Rund eine Woche nach der Geburt Anfang November fanden noch alle Winzlinge locker Platz an den Zitzen.
(03.01.2013, 15:07)
Wilhelma :   Die F√ľtterung der Leistenkrokodile:
Tong macht gro√üe Spr√ľnge

Jeden Montag um 14 Uhr ist ¬ĄShowtime¬ď in der Krokodilhalle des Aquariums. Dann steht die F√ľtterung der Krokodile auf dem Programm. Es gibt Huhn, und zwar f√ľr jede der vier Panzerechsen eines. Aber aus dem Wasser springt f√ľr das Huhn nur eine: Tong, das wei√üe Leistenkrokodil.
Sechs Jahre und viel Geduld hat der Tierpfleger Harald Aberle gebraucht, bis sich Tong das Huhn im Sprung schnappte ¬Ė was selten zu beobachten sein d√ľrfte, zumal nur wenige Zoos Leistenkrokodile halten. Immer h√∂her schraubte sich die Echse von Mal zu Mal, inzwischen ragt sie mitunter bis zu den Hinterbeinen aus dem Wasser. Tongs drei Mitbewohnerinnen in der Krokodilhalle lassen es bequemer angehen: Sie strecken lediglich den Kopf heraus, rei√üen das zahnstarrende Maul auf und verschlingen das hineingeworfene Huhn quasi am St√ľck. Das war¬ís dann f√ľr diese Woche. Auch in ihrer Heimat in S√ľdostasien, Indien und Australien sind die Echsen nicht gefr√§√üiger. Im Gegenteil: Bis zu einem Jahr kommen Leistenkrokodile notfalls ohne Nahrung aus. Bei guter Versorgungslage wachsen sie zu den gr√∂√üten lebenden Reptilien der Erde heran: Weibchen werden fast vier, M√§nnchen bis zu sechs Meter lang und eine Tonne schwer. ¬ĄSalzwasserkrokodil¬ď wird die Echse auch genannt, da sie in k√ľstennahen Fl√ľssen und S√ľmpfen ebenso wie im Meer vorkommt. Auf der Reise in neue Jagdgr√ľnde wurden einige Exemplare schon 1000 Kilometer vom Land entfernt gesichtet. Aber egal wo ein Leistenkrokodil auftaucht: Kaum ein Beutetier ist vor ihm sicher, gro√üe B√ľffel ebenso wenig wie unvorsichtige Menschen. Trotzdem ist der Mensch f√ľr Tongs wilde Verwandte gef√§hrlicher als umgekehrt: Die Art gilt als bedroht ¬Ė zu begehrt war und ist ihre sch√∂n gemusterte Haut.
In der Wilhelma hat die Haltung von Leistenkrokodilen Tradition: Ein gro√ües wei√ües Exemplar lebte hier von 1967 bis 2000, ma√ü zuletzt viereinhalb Meter, wog 500 Kilogramm und war weit √ľber Stuttgart hinaus als ¬ĄDer Wei√üe¬ď bekannt. In der Wildnis kommt die wei√üe oder gelbliche Farbe kaum vor ¬Ė so auff√§llige Tiere fallen fr√ľhzeitig Fressfeinden zum Opfer. In Farmen dagegen √ľberleben sie: Von Millionen dort geborenen Krokodilen ist angeblich jedes 20.000ste wei√ü. Auch die Wilhelma-Tiere stammen von thail√§ndischen Farmen und hei√üen entsprechend Deng, ¬Ądie Rote¬ď, Sue, ¬Ądie H√ľbsche¬ď, Nunu, ¬Ądie Kleine¬ď und Tong, ¬Ądie Goldene¬ď. Alle vier wurden 2000 geboren, sind heute zwischen 60 und 130 Kilo schwer und zwischen 2,40 und 3,20 Meter lang, die gr√∂√üte ¬Ė und damit meist Chefin im Ring ¬Ė ist Deng. Vom sicheren Steg in der Krokodilhalle aus k√∂nnen die Besucher das Quartett t√§glich beim Schwimmen, D√ľmpeln, Sonnenbaden erleben ¬Ė und nat√ľrlich montags bei Harry Aberles Krokodil-Show, nach der die Besucher ihn zudem pers√∂nlich befragen k√∂nnen.
Regelm√§√üige F√ľtterungen vor Publikum mit und ohne solche Tierpflegersprechstunden gibt es auch im Winter bei weiteren Tieren, etwa bei Seel√∂wen, Pinguinen, Raubkatzen und Piranhas. Und wer die Wilhelma bei der F√ľtterung, Unterbringung und Haltung ihrer Tiere unterst√ľtzen m√∂chte, kann die meisten auch ¬Ąpaten¬ď. Alle F√ľtterungstermine sowie Infos zu den Patenschaften gibt es unter www.wihelma.de!

Foto: Harald Löffler
Das weiße Leistenkrokodil Tong auf dem Sprung nach dem Huhn in Tierpfleger Harald Aberles Händen.
(13.12.2012, 11:17)
Wilhelma :   Die neue Menschenaffenanlage der Wilhelma:
Positive Resonanz der Tierschutzbeauftragten und des Fördervereins
Genauer Eröffnungstermin ist noch ungewiss

Der Bau der neuen Anlage f√ľr Afrikanische Menschenaffen der Wilhelma strebt seiner Vollendung entgegen, auch die Gestaltung der Au√üenanlagen ist weit gediehen. Allerdings liegen die Ma√ünahmen laut einer Baubesprechung am Montag, dem 4.12., derzeit zwei Monate hinter dem bisherigen Zeitplan zur√ľck. Eine Er√∂ffnung im Fr√ľhjahr wird trotzdem weiterhin angestrebt, ob sich der urspr√ľngliche Wunschtermin vor Ende des ersten Quartals 2013 einhalten l√§sst, ist jedoch ungewiss. Derweil hat die Anlage bei gef√ľhrten Besichtigungsrundg√§ngen sowohl von der Baden-W√ľrttembergischen Landesbeauftragten f√ľr Tierschutz als auch von den Mitgliedern des Wilhelma-F√∂rdervereins viel Lob geerntet.
¬ĄGut Ding will Weile haben ¬Ė dieser Spruch best√§tigt sich auch bei unserer Menschenaffenanlage¬ď, so Prof. Dr. Dieter Jauch. ¬ĄAber wir haben von Anfang an gesagt, dass wir im Hinblick auf die Funktionalit√§t ¬Ė zum Wohl der Tiere, aber auch der Pfleger und Besucher ¬Ė in keiner Bauphase Kompromisse eingehen werden, auch am Ende der Bauzeit nicht.¬ď Die Priorit√§ten-Reihenfolge der Wilhelma, bei der ¬Ądas Tier in punkto Gehegegestaltung an erster Stelle steht¬ď, begr√ľ√üte auch die Tier√§rztin und Landesbeauftragte f√ľr Tierschutz Dr. Cornelie J√§ger, als sie sich bei einem Besuch selbst ein Bild von der Anlage machte. Zudem seien ¬Ąin die Anlage enorm viele Detail√ľberlegungen eingeflossen, die ein Au√üenstehender so leider gar nicht alle sehen und nachvollziehen kann¬ď. Ihr Fazit: ¬ĄMit dieser Anlage kommt die Wilhelma ihrer Vorbildfunktion nach.¬ď
Wie Dr. J√§ger, so erhielt auch der Verein der Freunde und F√∂rderer der Wilhelma, der immerhin die H√§lfte der Kosten f√ľr die Anlage tr√§gt, vorab die Gelegenheit zu einer exklusiven Besichtigung der Anlage. √úber 3300 Mitglieder nahmen das Angebot wahr und zeigten sich von der Komplexit√§t des Geb√§udes und ihrer Infrastruktur beeindruckt, wie die zahlreichen positiven Eintragungen im G√§stebuch des F√∂rdervereins belegen: ¬ĄSch√∂n zu sehen, wo das viele Geld hinflie√üt ¬Ė es ist jeden Euro wert¬ď, lautete ein Kommentar, ¬Ądie langen Planungen und die bisherige bauliche Umsetzung wirken sehr, sehr wohl√ľberlegt zum Wohle der Affen und Menschen¬ď, besagte ein anderer. Zwei weitere F√∂rdermitglieder brachten es auf ihre Weise auf den Punkt: ¬ĄEs wird so sch√∂n. Im n√§chsten Leben will ich Affe in der Wilhelma werden.¬ď Und: ¬ĄHaltet mir ein Zimmer frei!¬ď
Die Aussichten, dass die Anlage am Ende auch bei allen anderen Besuchern und insbesondere bei den Tieren gro√üen Anklang finden wird, stehen also gut. Umso mehr fiebert die Wilhelma der Fertigstellung entgegen. Dass sich diese nochmals verz√∂gern k√∂nnte, ist ein kleiner Wehrmutstropfen ¬Ė noch ist nicht absehbar, ob sich die aktuell zwei Monate Verzug noch hereinholen lassen. Sicher dagegen ist, dass die Gorillas und Bonobos erst dann einziehen werden, wenn alles funktionsf√§hig und wohnlich eingerichtet ist. Sobald es soweit ist, will die Wilhelma zeitnah dar√ľber informieren, ebenso, sobald ein Termin f√ľr die feierliche Er√∂ffnung genannt werden kann.

Das k√ľnftige Gorilla-Innengehege (Foto: K. Molthagen)
(04.12.2012, 15:35)
Wilhelma :   Es weihnachtet in der Wilhelma:
Von Nikol√§usen, Weihnachtsgew√ľrzen und anderen Advents-Aktionen

Am bevorstehenden Nikolaustag und an den Adventssonntagen will die Wilhelma ihre Besucher mit vorweihnachtlichen Angeboten und Aktionen auf die Festtage einstimmen. Das Programm reicht von Besuchen des Weihnachtsmanns √ľber Infost√§nde rund um Weihnachtsgew√ľrze bis hin zur Advents-Tombola zugunsten der bedrohten Berggorillas. Und wer mit Vor- oder Nachnamen ¬ĄNikolaus¬ď oder ¬ĄNikola¬ď hei√üt, genie√üt am 6. Dezember sogar freien Eintritt in die Wilhelma. Der Wintertarif macht einen Besuch jedoch derzeit f√ľr alle preiswert: Von November bis Ende Februar gibt es Tagestickets rund 35 Prozent g√ľnstiger als im Sommer, etwa im Online-Ticketshop auf der Wilhelma-Internetseite.
Alle Adventssonntage wieder kommt dieses Jahr der Weihnachtsmann in die Wilhelma, wo er jeweils von 12.30 Uhr bis 15 Uhr im Schuler-Restaurant gastiert. Hier begl√ľckt er Kinder mit Geschichten und kleinen Geschenken, w√§hrend die Erwachsenen Weihnachtsspezialit√§ten wie Gl√ľhwein und Geb√§ck genie√üen k√∂nnen. Am 6. Dezember ab 11 Uhr kann es zudem passieren, dass die Besucher dem Nikolaus ganz unvermittelt irgendwo im Wilhelma-Park begegnen ¬Ė was sich lohnen k√∂nnte, denn nat√ľrlich tr√§gt er einen gut gef√ľlltem Sack √ľber der Schulter.
Wer schon immer wissen wollte, welche Gew√ľrze unsere Weihnachtspl√§tzchen so lecker machen, wo diese Gew√ľrze wachsen, wie sie aussehen, riechen und schmecken, kommt √ľberdies am Advents-Infomobil im Nutzpflanzenhaus auf seine Kosten. Betreut wird das Mobil an den Adventssonntagen von 11 bis 15 Uhr von freiwilligen Helfern des Vereins der Freunde und F√∂rderer, den Wilhelma-Begleitern. Jeweils um die gleiche Zeit ist im Menschenaffenhaus eine Advents-Tombola aufgebaut. Zu gewinnen gibt es neben Sachpreisen eine Tierbegegnung mit Flusspferd oder Faultier sowie Wilhelma-Eintrittskarten. Der Erl√∂s kommt den letzten Berggorillas im Virunga-Nationalpark zugute ¬Ė und den Menschen, welche die Tiere dort unter Einsatz ihres Lebens sch√ľtzen.
Wer es in der Adventszeit trotz allem nicht schafft, die Wilhelma zu besuchen, kann sich ein St√ľck von ihr nach Hause holen: in Form eines Adventskalenders zum selbst Basteln, hinter dessen 24 T√ľrchen sich nat√ľrlich Tiere und Pflanzen aus der Wilhelma verstecken. Den von der Wilhelmaschule gestalteten Kalender gibt¬ís samt Bastel-Anleitung unter www.wihelma.de. Falls zudem noch jemand ein Weihnachtsgeschenk sucht: Im Online-Ticketshop auf der Wilhelma-Internetseite kann man neben Tagestickets auch Wertgutscheine f√ľr Jahreskarten komfortabel bestellen und ausdrucken. Und am Stand von ¬ĄWeihnachtsmann & Co.¬ď auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt verkauft der Direktor der Wilhelma, Prof. Dieter Jauch, am 12. Dezember von 11 Uhr bis 14 Uhr auch dieses Jahr wieder eigenh√§ndig Bl√ľhpflanzen zugunsten von Hilfsprojekten.

Foto (Wilhelma):
Am 6. Dezember und an den Adventssonntagen gastiert der Weihnachtsmann in der Wilhelma ¬Ė den Pinguinen hat er bereits vorab einen H√∂flichkeitsbesuch abgestattet.
(04.12.2012, 07:55)
Jana M√ľller :   Schade, das andere wohl auch, denn es h√§ngt auch kein Schildchen mehr √ľber die Jungtiere vom Juni am Gehege, nur noch das vom letzten Dezember und der jetzige Wurf.
(29.11.2012, 17:13)
Ottmar M√ľller :   Eines der Jungtiere vom Juni ist auf jeden Fall verstorben :(
(28.11.2012, 18:46)
Jana M√ľller :   Was ist denn mit den Jungtieren vom Juni??

(28.11.2012, 18:26)
Wilhelma :   Affennachwuchs im Miniformat:

Zwillinge bei den Zwergseidenäffchen

Wie fast jedes Jahr haben die Zwergseidenäffchen der Wilhelma rechtzeitig vor Weihnachten
wieder zwei kleine Geschenke beschert: Am 8. November kamen Zwillinge zur Welt. Da bereits
die Eltern Chico und Ica echte Zwerge sind ¬Ė schlie√ülich gilt die Art als die kleinste unter den
echten Affen ¬Ė muss man die anfangs daumengro√üen Zwergenkinder beinahe mit der Lupe
suchen. Zu finden sind die tagaktiven Krallen√§ffchen aus S√ľdamerika im Jungtieraufzuchthaus
zwischen Amazonien- und Menschenaffenhaus.
Vier Tiere zählt der unbedarfte Betrachter auf den ersten Blick im Zwergseidenäffchen-Gehege. Aber
was ist das? Eines der √Ąffchen sieht etwas unf√∂rmig aus, irgendwie ¬Ė ausgebeult. Doch pl√∂tzlich
bewegt sich eine der kleinen ¬ĄBeulen¬ď, bekommt Beine und einen Schwanz und schlie√ülich taucht aus
dem beige-gelb-gr√ľnlichen Fell ein winziges, zerknautschtes Gesicht auf. Jetzt erkennt man auch den
zweiten kleinen Wicht im seidigen Fellkragen von Papa Chico. Denn er ist es, der seine beiden
J√ľngsten huckepack ¬Ė eins vorn rechts, eins hinten links ¬Ė spazieren tr√§gt. Bei Zwergseiden√§ffchen
ist Babysitting nämlich keinesfalls reine Frauensache. Immer nur das ranghöchste Weibchen pro
Gruppe bekommt Nachwuchs, meist zweieiige Zwillinge, und bis auf das S√§ugen k√ľmmert sich
anschlie√üend die ganze Familie um die Nesth√§kchen. Oft reichen die M√ľtter die kleinen ¬ĄB√§lger¬ď
sogar unmittelbar nach der Geburt an Papa und Co. weiter. Nicht so Ica, die seit 2011 die neue Frau
an Chicos Seite ist: Sie zaudert immer ein wenig, bevor sie ihre Babys anderen anvertraut. Doch
inzwischen scheint sie sich auf ihren erfahrenen Partner Chico voll und ganz zu verlassen. Der lebt
seit 2001 in der Wilhelma und hat hier immerhin schon 22 √Ąffchen gezeugt, die letzten vier mit Ica.
Ihre beiden Erstgeborenen, Emma und Emilia, sind inzwischen fast ein Jahr alt und es ist nur eine
Frage der Zeit, bis auch sie als Babysitter einspringen. Bislang haben die beiden damit aber noch
wenig am Hut. Lieber turnen sie kopf√ľber und kopfunter durchs Ge√§st, naschen Mehlw√ľrmer und
geben sich der gegenseitigen Fellpflege, dem ¬ĄGrooming¬ď, hin.
Dass sich bei Zwergseiden√§ffchen immer mehrere Verwandte um den Nachwuchs k√ľmmern, das hat
Mutter Natur schlau eingefädelt, denn dadurch steigen die Überlebenschancen der Kleinen. Gut
beh√ľtet wachsen sie heran, bis sie ein Gewicht von etwa 140 Gramm und eine K√∂rperl√§nge von rund
15 Zentimeter erreicht haben, der Schwanz misst bis zu 23 Zentimeter. Nach drei Monaten sind die
Jungtiere entwöhnt, weitere drei Monate später kommen oft schon die nächsten Geschwister. Nach
wenigen Wochen futtern die Kleinen bereits dasselbe wie die Eltern: In der Natur sind es Bl√ľten,
Fr√ľchte, Insekten und Spinnen, vor allem aber Baums√§fte. Um an diese heranzukommen, bohren die
√Ąffchen mithilfe ihrer spitzen unteren Eckz√§hne Zapfl√∂cher in die Rinde. In der Wilhelma ist ihr Men√ľ
ebenfalls abwechslungsreich: S√ľ√üer Akaziensaft, Heuschrecken und Mehlw√ľrmer, S√ľ√üobst, Paprika,
Tomaten und Sellerie stehen auf der Speisekarte. Serviert wird mehrmals täglich: Denn je kleiner das
Tier, desto höher ist in der Regel der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht.

Bild: Zwergseidenäffchen-Papa Chico trägt seine zwei Kinder huckepack durchs Geäst. Dank
gleicher Fellfarbe sind die beiden Affenbabys gut getarnt. (Quelle: Wilhelma)
(28.11.2012, 08:18)
Jana M√ľller :   3. Versuch
(24.11.2012, 21:58)
Jana M√ľller :   Huch, mal sehen ob das Foto jetzt kommt
(24.11.2012, 21:57)
Jana M√ľller :   Die Erdm√§nnchen-Baustelle heute
(24.11.2012, 21:55)
Oliver M√ľller :   Ich wusste gar nicht, dass es fuchsgro√üe Riesen-Erdm√§nnchen gibt. Oder dann doch eher Erdm√§nner? ;-))
(24.11.2012, 15:21)
Wilhelma :   Neuer Bulle bei den seltenen Bongo-Antilopen:
Tambo ¬Ė der neue starke Typ auf der Afrika-Anlage

Die kleine Herde Bongo-Antilopen der Wilhelma hat nach dreij√§hriger Pause endlich wieder ein m√§nnliches Mitglied bekommen: Der neue Bulle im Ring hei√üt ¬ĄTambo¬ď, was auf Suaheli ¬ĄSt√§rke¬ď bedeutet, ist keine zwei Jahre alt und kam Ende Oktober aus Duisburg an den Neckar. Mittlerweile ist er auf der Anlage f√ľr afrikanische Huftiere auch f√ľr die Besucher zu sehen und dank seinem dunkleren Fell von den helleren, rotbraunen K√ľhen gut zu unterscheiden.
Noch haben die Bongo-Damen Asante, Cindy, Britta und deren Tochter Wilma mit dem ¬ĄNeuen¬ď nicht viel am Hut. N√§hert er sich ihnen, weichen sie aus oder rennen gar davon. Das ist jedoch kein Wunder, denn seit dem Tod des letzten Zuchtbullen vor drei Jahren sind die K√ľhe keine m√§nnliche Gesellschaft mehr gew√∂hnt ¬Ė und in der Wildbahn bleiben K√ľhe samt Nachwuchs ohnehin meist unter sich. Dabei will der junge Bulle bislang gar nicht viel von den Damen, sondern eigentlich nur spielen, wie Revierleiter Daniel Wenning erkl√§rt. Genau genommen ist der im Februar 2011 geborene Tambo n√§mlich noch ein Teenager, erst mit zwei Jahren gelten Bongos als geschlechtsreif. Es kann also ein paar Monate dauern, bis es zwischen Tambo und den K√ľhen ¬Ąfunkt¬ď ¬Ė und endlich wieder mit Nachwuchs zu rechnen ist. Rund 50 K√§lber wurden bereits in Stuttgart geboren, seit die Wilhelma 1980 mit der Haltung und Zucht der √∂stlichen Unterart der Waldantilopen begonnen hat.
In ihrer urspr√ľnglichen Heimat Kenia kommt die Bongo-Antilope nur noch in vier voneinander isolierten Gebieten vor, ein genetischer Austausch zwischen den Populationen ist daher nicht m√∂glich. Aufgrund von Wilderei und wachsendem Druck auf den verbliebenen Lebensraum schrumpfte der Bestand stetig, 2008 ging man von nur noch 60 bis 130 Tieren in allen vier Gebieten aus. Allerdings sind Bongos auch schwer zu finden und damit zu z√§hlen, denn sie sind sehr scheu und durch die wei√üe Streifen- und Fleckenzeichnung auf ihrem braunen Fell im Spiel von Licht und Schatten des Waldes gut getarnt. Die Population in den Zoos dagegen ist in einer internationalen Datenbank erfasst: Rund 370 Vertreter der √∂stlichen Bongo-Art leben hier weltweit, also vermutlich deutlich mehr als in der Wildbahn.
Dem nat√ľrlichen Bed√ľrfnis nach R√ľckzugsorten und Sichtschutz der schreckhaften Tiere kommt die Wilhelma mit Holzpalisaden im Gehege entgegen ¬Ė ein Kompromiss, um die Antilopen den Augen der Betrachter nicht v√∂llig zu entziehen. Diesen w√ľrde in der Tat etwas entgehen, denn Bongos sind ausgesprochen sch√∂ne Tiere. Im Gegensatz zu ihren n√§chsten Verwandten, den Kudu- und Nyala-Antilopen, tragen bei ihnen auch die K√ľhe H√∂rner. Sie sind aber schmaler als die der Bullen und liegen enger beieinander, teils gabeln sich die Spitzen sogar wie bei der Kuh Cindy. Bis zu einem Meter lang werden die leicht gewundenen H√∂rner, die von Tambo k√∂nnen somit noch ein gutes St√ľck wachsen. Immerhin durchw√ľhlt er damit schon t√ľchtig den Boden des Au√üengeheges, um sein Revier zu markieren. Es ist also sicher nur eine Frage der Zeit, bis der junge Bulle es schafft, dass ihm die K√ľhe nicht mehr nur die kalte Schulter zeigen ¬Ė und Tambo seine wahren St√§rken ausspielen kann.

Foto: Wilhelma
N√§her als ein bis zwei Meter sind sich die K√ľhe ¬Ė wie hier im Vordergrund Cindy ¬Ė und der neue Bulle Tambo bislang nicht gekommen.
(23.11.2012, 08:01)
Michael Mettler :   Die zoologisch-systematische Zuordnung des Erdm√§nnchens scheint allerdings bei der Modernisierung nicht Schritt zu halten ;-)
(21.11.2012, 08:25)
Wilhelma :   Die Erdm√§nnchen √ľberwintern unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit:
Mission ¬ĄSch√∂ner Wohnen¬ď f√ľr afrikanische Sonnenanbeter

Die Erdm√§nnchen geh√∂ren zu den beliebtesten Bewohnern jedes Tierparks, auch in der Wilhelma. Wer sie hier derzeit besuchen m√∂chte, wird sie allerdings nicht am bekannten Ort hinter dem Giraffengehege vorfinden. Sie √ľberwintern n√§mlich dieses Jahr hinter den Kulissen. Der Grund: Die Anlage der kleinen W√ľstenbewohner wird ab sofort vergr√∂√üert, runderneuert und umgestaltet. Bis sp√§testens zum Fr√ľhjahr 2013 sollen die Schleichkatzen aus S√ľdafrika jedoch in ihr Gehege zur√ľckgekehrt sein.
Erdm√§nnchen sind als typische Bewohner der Kalahari sehr w√§rmeliebend. Die umgebaute Anlage wird nach ihrer Fertigstellung mit 120 Quadratmetern daher nicht nur etwa 40 Prozent gr√∂√üer sein als bisher, sondern den kleinen Sonnenanbetern noch mehr Freiluftsolarien bieten als bisher: Drei W√§rmestrahler und eine ¬ĄHeizplatte¬ď sind als W√§rmequellen geplant. Diese sind in halboffenen H√∂hlen, unter Felsvorspr√ľngen und √ľber offenen Liegefl√§chen angebracht, damit die Besucher die Tiere auch bei v√∂llig unafrikanischer, mitteleurop√§ischer Witterung sehen k√∂nnen. Au√üerdem wird das Gehege dem nat√ľrlichen Lebensraum der W√ľstentiere noch sichtbarer nachempfunden, sehr offen gestaltet sein und w√ľstentypisch nur sp√§rliche Vegetation aufweisen. Selbstverst√§ndlich wird es darin f√ľr die vorsichtigen Tiere gen√ľgend Versteckm√∂glichkeiten geben ¬Ė sowie Aussichtspl√§tze, damit die jeweiligen W√§chter der Gruppe von einer erh√∂hten Warte aus die Umgebung gut im Argusauge behalten und nach potenziellen Beutegreifern absuchen k√∂nnen. Den Hintergrund werden Kunstfelsen im gleichen Design bilden, wie sie auch in der umgestalteten Zebraanlage direkt nebenan, im runderneuerten Elefanten-Au√üengehege und in der k√ľnftigen Gorilla-Au√üenanlage zu finden sind. Auf einem Teil ihrer Anlage d√ľrfen die Tiere nach ihrem Einzug sogar selbst Architekt und Baumeister spielen und sich mit eigenen Pfoten einen Bau nach ihrem Geschmack anlegen.
Einziehen werden nach dem Umbau zwei in Stuttgart geborene M√§nnchen und zwei neue Weibchen aus Warschau. Denn als das dominante Weibchen des vorherigen Clans aufh√∂rte, Nachwuchs zu bekommen, verlor die Gruppe ihren Zusammenhalt, einzelne Tiere vertrugen sich pl√∂tzlich nicht mehr. Das ist bei den sozialen Strukturen von Erdm√§nnchen jedoch normal: In jedem Trupp sorgt n√§mlich nur ein Paar f√ľr Nachkommen, alle anderen Gruppenmitglieder spielen Babysitter und erh√∂hen so gemeinsam die √úberlebenschancen der Kleinen. Bricht das ¬ĄAlpha-Paar¬ď auseinander, etwa weil das Weibchen nicht mehr fruchtbar ist oder stirbt, zerf√§llt oft die gesamte Gemeinschaft. In der Natur wandern Tiere dann ab, andere zu, die Gruppen formieren sich neu ¬Ė in Zoos geht das nat√ľrlich nur mit menschlicher Hilfe. In der Wilhelma warten die beiden Weibchen und M√§nnchen nun hinter den Kulissen darauf, das neue Heim gemeinsam beziehen zu k√∂nnen. Und dann ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis sich bei den beliebten Schleichkatzen auch wieder Nachwuchs einstellt.

Abbildung:
Planungsentwurf f√ľr die neue Erdm√§nnchenanlage, die von den Freien Landschaftsarchitekten M√∂hrle und Partner, Stuttgart, gestaltet wird. (Foto: M√∂hrle und Partner Stuttgart)
(21.11.2012, 07:58)
Ottmar M√ľller :   Hier mal alle Ma√üe f√ľr die Anlage. Das Bonobogehege ist also doch recht hoch (oder wenigstens die h√∂chste Stelle davon).
(14.11.2012, 18:37)
Gudrun Bardowicks :   So gro√ü wirken die Bonobo-Anlagen auf mich nicht. Ich h√§tte mir eine Innenanlage √§hnlich wie in K√∂ln oder Leipzig gew√ľnscht und keine Anlage, die doch sehr an die hier im Forum h√§ufig kritisierte Bonoboanlage in Wuppertal erinnert. Ich vermisse eine vern√ľnftige H√∂he von mind. 6 -7 m. Zumindest wirkt die Anlage auf den Bildern recht niedrig.
(14.11.2012, 18:14)
Joshua F√∂rg :   Bez√ľglich der Drills und Geparden konnte mir keiner der Tierpfleger genaue Auskunft geben, aber die Drills k√∂nnten theoretisch hinter den Kulissen des neuen Menschenaffenhauses untergebracht werden; die Au√üenanlage k√∂nnten sie dann mit den Gorillas teilen.
Anbei versuche ich hochmal, das Bild hochzuladen.
(14.11.2012, 14:08)
Sacha :   Bez. Geparde: Der von Ottmar M√ľller erw√§hnte Grund (mangelnde Zuchtm√∂glichkeit) f√ľr das Auslaufen der Haltung ist f√ľr mich nicht wirklich zufriedenstellend. Schliesslich MUESSEN nicht alle Zoos z√ľchten. Manche sind froh, wenn sie nicht mehr zuchtf√§hige Tiere gut unterbringen k√∂nnen. Und daf√ľr ist m. E. die Anlage in der Wilhelme immer noch gut geeignet.
(14.11.2012, 11:18)
Ottmar M√ľller :   Kannst du bitte nochmal versuchen die Fotos hochzuladen?
Und hast du etwas Neues √ľber die Zukunft der Geparden- und Drillhaltung in Erfahrung gebracht?
(13.11.2012, 20:44)
Joshua F√∂rg :   Hier noch ein Bild der drei Bonobo-Anlagen.
(13.11.2012, 18:00)
Joshua F√∂rg :   Wie bereits angek√ľndigt war am 10. und 11. November Baustellenbesichtigung der Menschenaffenanlage f√ľr Vereinsmitglieder der Freunde und F√∂rderer.
Das Haus hat mir gefallen, ein wenig dominant sind die Decken- und Wandkonstruktionen.
Die Bonobos bekommen drei Anlagen von 120, 80 und 60 Quadratmetern, den Gorillas hat man deutlich mehr Platz zugesprochen: Die kleine Innenanlage ist 200 Quadratmeter groß, am anderen Gehege waren leider keine Informationsschilder angebracht. Es zieht sich jedoch sehr in die Länge, geschätzt 300 Quadratmeter.
Was mich sehr gewundert hat - bei der F√ľhrung erkl√§rten Pfleger, man wolle versuchen, den Handaufzuchten Zugang zur Zuchtgruppe zu gew√§hren. Diese k√∂nnen sich aber auch jederzeit zur√ľckziehen und Blickkontakt mit der Zuchtgruppe durch eine gro√üe Scheibe aufnehmen. Bez√ľglich des Zugangs zur Zuchtgruppe bin ich mir jedoch selbst nicht sicher, eine solche Aktion w√§re mit sehr vielen Risiken verbunden. Neben der f√ľr Besucher sichtbaren Innenanlage gibt es hinter den Kulissen noch Unterbringungsm√∂glichkeiten f√ľr weitere jungen Gorillas.
Im Haus intigriert ist ein Notstrom-Generator, der die komplette Wilhelma im Notfall versorgen kann.
Des Weiteren gibt es im Haus auch ein Besucherkino.
(13.11.2012, 17:55)
Wilhelma :   G√§nse in der Wilhelma:
Die schöne, seltene Verwandtschaft der Martinsgans

Eines sei vorweg klargestellt: Anders als viele ihrer Verwandten unter den Hausg√§nsen √ľberstehen die Wilhelma-G√§nse den Martinstag am 11. November jedes Jahr unbeschadet. Doch bietet vielleicht gerade dieser traditionelle Gedenktag eine gute Gelegenheit, um zwei in der Wilhelma gezeigte Arten, die Rothals- und die Hawaiigans, einmal n√§her vorzustellen. Denn erstens wird diesen Tieren im Vergleich zu Eisb√§r, Affe und Co. ohnehin zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Und zweitens ist ihr √úberleben durch ganz andere Umst√§nde als Martinstage stark bedroht, die Hawaiigans gilt sogar als eine der seltensten G√§nse der Welt.
Schon rein √§u√üerlich haben Rothals- und Hawaiig√§nse nicht viel mit den grauen oder wei√üen Haus- und ¬ĄMartinsg√§nsen¬ď gemeinsam. Rothalsg√§nse geh√∂ren mit ihrem charakteristischen rotbraunen Brust- und Halsgefieder zweifelsfrei zu den sch√∂nsten G√§nsen. Daneben sind ihre br√§unlich und grau gef√§rbten Verwandten aus Hawaii zwar viel unauff√§lligere, aber trotzdem nicht weniger elegante Erscheinungen. Beide Arten teilen sich in der Wilhelma derzeit mit den Kranichen ein Gehege, zeitweise sind sie auch in der begehbaren Freifluganlage zu finden. Rothals- wie Hawaiigans geh√∂ren zu den so genannten Meerg√§nsen und sind etwa gleich gro√ü ¬Ė mit einem Gewicht von eineinhalb bis zwei Kilogramm z√§hlen sie zu den kleineren G√§nsearten. Eine weitere Gemeinsamkeit: M√§nnchen und Weibchen sehen fast gleich aus, und haben sie sich gefunden, bleiben sie sich ein Leben lang treu. Was jedoch den Lebensraum angeht, k√∂nnten die zwei G√§nsearten unterschiedlicher nicht sein.
W√§hrend Rothalsg√§nse im arktischen Sibirien br√ľten und weite Strecken zwischen Brut- und √úberwinterungsgebiet zur√ľcklegen, leben Hawaiig√§nse ganzj√§hrig im tropischen Klima Hawaiis, vor allem in Bergregionen von 1500 bis 2500 Metern √ľber dem Meeresspiegel. Ganz g√§nseuntypisch sind sie nicht an Wasser gebunden. In ihren Lebensr√§umen regnet es zwar recht viel, aber stehende oder flie√üende Gew√§sser sind Mangelware. Ihren Wasserbedarf decken sie √ľber ihre Nahrung, die wie bei allen Meerg√§nsen rein vegetarisch ist und aus Gr√§sern und Gr√ľnpflanzen besteht. Leider steht die Hawaiigans selbst auf der Speisekarte der vielen Hunde, Katzen und Ratten, die von den Menschen auf den Inseln eingeschleppt wurden. Weil √ľberdies ihr Lebensraum schrumpft, war die Hawaiigans Mitte des 20. Jahrhunderts so gut wie ausgestorben. Nur 30 Tiere √ľberlebten. Durch Nachzucht, unter anderem in Zoos, und Auswilderung stieg ihr Bestand auf heute wieder rund 2000 Tiere an.
Von der Rothalsgans gibt es zwar immerhin noch etwa 40.000 Vertreter, aber auch sie geh√∂rt zu den bedrohten Arten. Diese G√§nse √ľberwintern vorwiegend in einem sehr kleinen Gebiet an der Westk√ľste des Schwarzen Meeres. Tags√ľber durchstreifen sie Wiesen und Felder nach Nahrung. Sobald es dunkel wird, suchen sie zum Schlafen sichere Gew√§sser auf. Dann f√§rben Tausende G√§nse den Himmel dunkel. Vor allem die Zerst√∂rung ihrer Lebensr√§ume, aber auch die illegale Jagd in den begrenzten √úberwinterungsgebieten sind schuld, dass auch die Zahl der Rothalsg√§nse seit Jahren stetig sinkt.

Foto (Wilhelma): Rothalsgänse fallen durch ihre markante, schöne Zeichnung sofort ins Auge.
(09.11.2012, 08:25)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

Thementag mit Dia-Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Alles √ľber Orang-Utans, ihr Leben ¬Ė und ihren Kampf ums √úberleben

Am Sonntag, dem 11. November, dreht sich bei einem Thementag im Wilhelmaschulgeb√§ude gegen√ľber der Geiervoliere von 11 Uhr bis 16 Uhr alles um Orang-Utans. Eine Dia-Show zeigt die ¬ĄRoten Waldmenschen¬ď in ihrer Heimat Borneo ¬Ė teils in der Wildnis, teils in Auffangstationen, die f√ľr viele Orang-Utans zur letzten Zufluchtst√§tte werden. Denn um immer neue Plantagen anzulegen, etwa f√ľr Palm√∂l, wird der Urwald und damit der Lebensraum der Menschenaffen und vieler anderer Arten zunehmend zerst√∂rt. Beim Thementag erfahren die Besucher daher nicht nur, wie Orangs leben, sondern auch, wie sehr ihr √úberleben als Art auf der Kippe steht. Und wie jeder ein wenig zu ihrem Schutz beitragen kann ¬Ė zum Beispiel indem man beim Einkauf Produkte meidet, die Palm√∂l enthalten. Mehr dar√ľber verraten auch die Info-Materialien von Schutzorganisationen wie der ¬ĄBorneo Orangutan Survival (BOS)¬ď oder ¬ĄOrangs in Not e.V.¬ď, die am Thementag ausliegen. Au√üerdem k√∂nnen die Besucher an diesem Tag den Lauten der Orangs lauschen, Orang-Haare ber√ľhren und an einem gro√üen ¬ĄOrang-Utan-Buffet¬ď gegen eine Spende ab drei Euro sogar von den Lieblingsspeisen der ¬ĄWaldmenschen¬ď kosten. Diese bestehen vor allem aus tropischen Fr√ľchten, wobei die absolute Lieblingsfrucht der Orangs die Durian ist, die aus gutem Grund auch ¬ĄStinkfrucht¬ď genannt wird. Wer mutig genug ist, von dieser Durian zu probieren, nimmt an einer Verlosung von f√ľnf Orang-Utans aus Pl√ľsch teil. Der Besuch des Thementags ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, jede Spende f√ľr die Orang-Utans ist jedoch herzlich willkommen.

Foto: Orang-Utans in einer Auffangstation auf Borneo ¬Ė solche Stationen sind oft die letzten Zufluchtsst√§tten f√ľr die Menschenaffen in einem schrumpfenden Lebensraum. (Foto: Martin D√∂lling)
(06.11.2012, 16:24)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

Thementag mit Filmvortrag in der Wilhelmaschule:
Die Congohounds ¬Ė Wie Hunde helfen, die Berggorillas zu retten

Am Sonntag, dem 28. Oktober 2012, widmet sich die Veranstaltungsreihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď der Wilhelmaschule einem Schutzprojekt f√ľr die bedrohten Berggorillas im Virunga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo. Eine wichtige Rolle dabei spielen die ¬ĄCongohounds¬ď. Das sind Bluthunde, die eigens ausgebildet werden, um die Virunga-Ranger als Begleiter, Besch√ľtzer und Spurensucher im Kampf gegen die Wilderei zu unterst√ľtzen. Der Thementag beginnt um 10 Uhr, Veranstaltungsort ist das Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere. Ab 11 Uhr vermittelt hier jede Stunde ein rund 30-min√ľtiger Film den Besuchern einen Eindruck von der Ausbildung und der schwierigen Arbeit der Ranger und ihrer Hunde. Zwei dieser Virunga-Ranger sowie die Projektleiterin des Congohoundprojekts, Marlene Z√§hner, sind pers√∂nlich vor Ort und beantworten im Anschluss an die Filmvortr√§ge die Fragen der Besucher.
Die Teilnahme am Thementag ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden sind aber wie immer willkommen. Denn Spenden wie sie erm√∂glichen der Wilhelma, die Gorillaschutzprojekte des Virunga Parks unmittelbar zu unterst√ľtzen. Allein in den letzten zw√∂lf Monaten kamen dank verschiedenster Spendensammelaktionen und des seit Herbst 2009 laufenden Handyrecycling-Projekts rund 8000 Euro zusammen und konnten direkt an die Helfer im Kongo √ľberwiesen werden. Weitere Infos zum Congohoundprojekt gibt es im Internet unter ¬Ąwww.congohounds.gorillacd.org ¬ď.

Foto (gorilla.cd/Zähner): Die Bluthunde sind treue Gefährten der Virunga-Ranger (hier mit Projektleiterin Marlene Zähner) beim Kampf gegen Wilderer und beim Schutz der letzten Berggorillas.
(23.10.2012, 08:58)
Wilhelma :   Der Persische Leopard Aman aus K√∂ln:
Ein neuer Partner f√ľr Mesched

¬ĄAman¬ď hei√üt der neue Persische Leopard der Wilhelma ¬Ė was in seinen vorderasiatischen Herkunftsl√§ndern unter anderem ¬Ąvertrauensw√ľrdig¬ď bedeutet. Und gro√ües Vertrauen setzt die Wilhelma nun in die Talente von Aman als k√ľnftigem Zuchtkater: In Abstimmung mit dem Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm soll er mit der seit 2002 in Stuttgart lebenden Leopardenkatze Mesched f√ľr Nachwuchs sorgen. Dieser ist dringend notwendig. Denn Persische Leoparden sind in der Wildbahn fast ausgestorben, in Zoos leben weltweit gerade einmal 112 Tiere dieser Unterart des Leoparden.
Mit Aman hat die Wilhelma nicht nur einen hoffnungsvollen Nachfolger f√ľr den im Januar 2012 verstorbenen Zuchtkater Saracen bekommen, der 2006 in K√∂ln geborene Leopard hat sogar famili√§re Wurzeln im Schwabenl√§ndle: Aman ist n√§mlich der Sohn von Chadang, der in der Wilhelma 1994 zusammen mit zwei Geschwistern als Drilling das Licht der Welt erblickte. Im September traf Aman in der alten Heimat seines Vaters ein, wo er sich seither in Ruhe einleben konnte. Inzwischen ist er f√ľr die Besucher im mittleren der Raubtiergehege zu sehen. Mit seiner zuk√ľnftigen Partnerin Mesched wird er aber wohl erst im Fr√ľhjahr direkt und hautnah zusammentreffen. Zumindest durchs Gitter d√ľrfen sich die beiden aber schon vorher sehen und beschnuppern ¬Ė wobei sie hoffentlich feststellen, dass sie sich gut riechen k√∂nnen.
In der Wildbahn leben Leoparden als strikte Einzelg√§nger und nur wenn sie ¬Ąrollig¬ď, also paarungsbereit ist, duldet die Katze hier einen Kater in ihrer N√§he. Bei Leoparden dauert die ¬Ąhei√üe Phase¬ď etwa sieben Tage, w√§hrend derer sich die Tiere mehrmals t√§glich paaren. Bei erfolgreicher Zeugung tr√§gt die Katze rund drei Monate lang ein bis drei Jungtiere aus, die sie nach der Geburt alleine aufzieht ¬Ė der Vater w√§re dabei auch wenig hilfreich, h√§tte er doch seinen eigenen Nachwuchs eher ¬Ązum Fressen gern¬ď. Die Jungen bleiben im Schnitt 13 bis 18 Monate bei ihrer Mutter.
Leoparden geh√∂ren zu den Gro√ükatzen mit dem gr√∂√üten Verbreitungsgebiet. Dieses reicht vom s√ľdlichen Afrika bis ins √∂stliche Asien und umfasst hei√üe Steppen ebenso wie dichte W√§lder und k√ľhle Bergregionen. Der Persische Leopard ist dabei die gr√∂√üte Unterart und urspr√ľnglich im n√∂rdlichen Iran, Afghanistan und dem Kaukasus zu Hause. An das Leben in deren Hochlagen bis √ľber 3000 Meter H√∂he ist er gut angepasst. So ist etwa sein Fell dichter und l√§nger als das seiner Artgenossen aus warmen Regionen, strenge K√§lte kann ihm nichts anhaben. Auf dem Speiseplan der bis zu 80 Kilogramm schweren Raubkatzen stehen in ihrer vorderasiatischen Heimat vor allem Bezoarziegen, Wildschweine, Rehe ¬Ė und zur Not auch Nutztiere des Menschen. Nicht nur wegen ihres sch√∂nen Fells wurden und werden sie daher gejagt. Au√üerdem schrumpft und ver√§ndert sich ihr Lebensraum. Der Restbestand dieser sch√∂nen Tierart ist daher sowohl sehr klein, als auch sehr zersplittert ¬Ė was ihre √úberlebenschancen leider weiter vermindert.

Foto: Wilhelma
(19.10.2012, 07:55)
Michael Mettler :   @Jana M√ľller: Ja, dann meinte ich diesen Tunnel. Da ich das nur ganz oberfl√§chlich und aus der Ferne verfolgt hatte, hatte ich es offenbar missverstanden und gedacht, das ALTE Elefantenhaus solle untertunnelt werden.

Tja, was die vielen Baustellen betrifft: Das ist eben der Nachteil, wenn gro√üe Teile eines Zoos baulich aus der selben √Ąra stammen. Dann altern eben die Baumaterialien ebenso gleichzeitig auf gro√üer Fl√§che wie die Ansichten dar√ľber, wie man Tiere halten und pr√§sentieren sollte.
(15.10.2012, 22:09)
Jana M√ľller :   Ja, es gibt √ľberall viele kleine Baustellen, es sieht fast so aus als w√ľsste man nicht, wo man anfangen soll.

@Michael: Meinst du jetzt den Rosensteintunnel? Der soll mal dort gebaut werden, wo die neue Elefantenanlage mal hin soll.. bevor der Tunnel nicht gebaut ist können sie mit dem Neubau der Anlage nicht beginnen.

Bin ja echt mal gespannt, was so als nächstes (um)gebaut wird.

Dass das Klippspringergehege noch steht - so ein Abriss wäre doch sicher recht schnell gemacht, und das Gehege steht schon soo lange leer...
(15.10.2012, 17:54)
Michael Mettler :   Wenn man alle in den letzten Beitr√§gen genannten Bauma√ünahmen zusammennimmt, ist das doch nicht mehr und nicht weniger als ein Umbau der halben Wilhelma, oder? Da sollte man wohl eher in Jahrzehnten rechnen.

Ich bin in der Materie nicht ganz drin, aber war da nicht noch was mit einer Untertunnelung der Randbereiche (Dickh√§uter, Raubtiere etc.) wegen der benachbarten Verkehrsf√ľhrung? Gibt es das inzwischen, oder steht es noch bevor? Denn wenn das Plateau schon durch das neue Menschaffenhauses unerwarteterweise in Bewegung ger√§t, dann k√∂nnten doch bei einem solchen Bauprojekt auch noch unangenehme √úberraschungen lauern.
(15.10.2012, 10:35)
Matthias Schramm :   Bei den Geparden gibt es ein kleineres zweites Gehege. Wenn man am Gehege vorbei zum alten Belvedere Pavillon geht, kann man es zwischen B√ľschen und Hecken erahnen. Es ist aber f√ľr die Besucher nicht weiter einsehbar. Ansonsten klingen die Wilhelmapl√§ne alle ein bisschen vage, einen "Masterplan" scheint es nicht wirklich zu geben. Vielleicht (und das soll nicht b√∂se gemeint sein) wartet man ja auch den in der F√ľhrungsebene anstehende Wechsel ab.
(15.10.2012, 09:59)
Jana M√ľller :   Ja genau, war da nicht davon die Rede, dass man die Meerkatzen dann zusammen mit den Gorillas vergesellschaftet? Allerdings war das wohl ein Gedanke, bevor die 4 Gorillawaisen einzogen. Man plante ja mit Claudia in der Familiengruppe und einer evtl. "leeren" Aufzuchtstation.

Wurde Tana nicht mal bei "Eisb√§r, Affe & Co" in einem seperaten Gehege gef√ľttert (wegen ihrer Krankheit?)

Petra ist schon uralt (wird in 10 Tagen 22 Jahre alt), theoretisch könnte da jeder Tag der letzte sein...
Zwischen den Gitterau√üenk√§figen wurden √ľberall Gitterelemente angebracht, sodass die Tiere auch au√üen von K√§fig zu K√§fig wechseln k√∂nnen. Hoffe, dass das nicht der ganze Umbau war. In den Gitterk√§figen lebt ja nun nur das Leopardenp√§rchen und Petra. H√§tte man nun keinen Leopardenkater geholt, h√§tte man darin nur 2 Tiere gehalten - nach Petras ableben nur noch die Lopardin. Mit so wenigen Tieren h√§tte man perfekt umbauen k√∂nnen, aber nun holte man sich ja den Kater (ich nehme ja mal stark an zur baldigen Zucht). Dann kanns auch wieder voller werden...

Ja, die Bären sind auch alle schon alt (zw. 22 und 27 Jahren) und die beiden Bärenanlagen sollen zusammengelegt werden sobald eine der Arten "in der Wilhelma ausgestorben" ist.

Soll die Flusspferdanlage nicht auch mal dem Bau des neuen Elefantenhauses zum Opfer fallen? Die Flusspferdhaltung soll soweit ich wei√ü ja auch auslaufen, das Zwergflusspferd und die Flusspferdkuh sind schon sehr alt. Dann w√§re noch der Flusspferdbulle √ľbrig sowie die Babirusas. Was mit denen dann wohl geschieht?
(14.10.2012, 21:09)
Ottmar M√ľller :   Es hie√ü, dass die Gorilla-Aufzuchtstation im neuen Haus f√ľr eine Meerkatzenart genutzt werden kann, wenn mal keine Gorillababies aufgep√§ppelt werden m√ľssen. Wie das genau organisiert werden soll kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen, da die Wilhelma ja nicht voraussagen kann, ob und wann Affenbabies versto√üen weden.

Die Geparden k√∂nnen in ihrem derzeitigen Gehege nicht z√ľchten (kein Absperrbereich), deshalb soll ihre Haltung auslaufen.

Ich vermute, dass am Raubtierhaus erst etwas verändert wird, wenn der letzte Jaguar "Petra" verstorben ist. Genauso wird man es vermutlich beim Zwergflusspferd und den Bären handhaben.
(14.10.2012, 20:47)
Joshua F√∂rg :   Herr Jauch hat am Patentag einen Vortrag im Wilhelma-Restaurant gehalten. Da ich ein Totenkopfaffe als Patentier habe, war ich geladen.

Am 10. und 11. November können alle Mitglieder der Freunde und Förderer zur Baustellenbesichtigung in die Menschenaffenanlage, da werde ich mich mal erkundigen, wie es mit Drills, Geparden und Makaken weitergeht. Vielleicht erscheint dort noch jemand aus dem Forum :)
(14.10.2012, 11:18)
Jana M√ľller :   @Joshua F√∂rg: Gibts denn irgendwo einen Link zu Jauchs √Ąu√üerungen oder woher stammen die Infos?
(14.10.2012, 10:54)
Jana M√ľller :   Bei den Subtropenterassen soll nicht nur die Wand gerichtet werden, man will wohl auch neue, vor allem gr√∂√üere Volieren f√ľr die V√∂gel haben. Dazu m√ľssen sie aber dann auch die Arten reduzieren.

Soweit ich weiß war irgendwann mal auch nich die Rede von einer Meerkatzenart im neuen Menschenaffenhauskomplex...?
Und ganz ehrlich.. f√ľr mich sieht es nicht so aus, als w√§re die Anlage im Dezember schon nutzbar/fertig.

Wann soll denn nun eigentlich wieder der Weg bei den Somali-Wildeseln frei werden? Eigentlich hieß es ja mal, Dezeber 2011.

Das Jungtieraufzuchthaus soll s√ľdamerikanisch werden - da w√ľrden ja die Totenkopfaffen dann schon gut reinpassen.

Zum jetzigen (alten) Menschenaffenhaus - das woll wohl schon nach und nach umgebaut werden bzw modernisiert werden und ein Haus f√ľr asiatische Affen werden. Evtl. kommen die Haubenlanguren dann mal in dieses Haus mit herein?

Das mit den Drills hab ich auch mal schon irgendwo gelesen, w√§re wirklich sehr w√ľbschenswert!
Die Japanmakaken w√ľrden dann nat√ľrlich auch gut ins alte Menschenaffenhaus passen (asiatische Affen).. aber was passiert mit den Geparden??

Auf der Giraffenanlage soll das Gehege der Klippspringer abgerissen werden, sodass der Platz auch von den Giraffen genutzt werden kann.

Die Erdmännchenanlage soll wie zuvor erwähnt auch neu gestaltet werden, derzelit leben dort nur noch 2 (ich glaube männliche?) Tiere.

Was passiert denn nun mit den Raubkatzenk√§figen? Wollte man die nicht auch mal vergr√∂√üern? Innen wurden sie ja mit neuen √Ąsten usw. gestaltet, aber vergr√∂√üert wurde nix - anstatt man erstmal umbaut, holt man sich nen neuen Leopardenkater...
Und Löwen will man ja glaube ich auch wieder anschaffen - weiß gar nicht wo sie die dann noch reinquetschen wollen.

(14.10.2012, 10:07)
Ottmar M√ľller :   Die Drills sollen anscheinend ein Freigehege auf der Fl√§che der jetzigen Geparden- und Makakenanlagen erhalten, zuvor aber ins ehemalige Bonobogehege ziehen. Das JAZ soll dann nur noch s√ľdamerikanische Arten beherbergen.

Wieso legt man nicht die Zebra- und die Giraffenanlage zu einer großen Afrikasavanne zusammen? Außerdem gibt es meiner Meinung nach wichtigere Projekte (Raubkatzen, asiatische Affen, Kleinsäuger...)
(13.10.2012, 17:01)
Michael Mettler :   @Joshua F√∂rg: Ich kann mir nicht vorstellen, wie man den Wilhelma-Besuchern nach Er√∂ffnung der neuen Anlagen f√ľr afrikanische Menschenaffen klar machen will, dass das alte Haus ohne weitere Ver√§nderungen noch ein ganz tolles Heim f√ľr die Orangs sein soll. Mit den Neuanlagen werden doch auch neue Ma√üst√§be f√ľr die Besucher gesetzt und im direkten Vergleich zu den Altanlagen neue Anspr√ľche geweckt.
(13.10.2012, 16:21)
Joshua F√∂rg :   Die Drills d√ľrfen entweder die alten Anlagen f√ľr die Gorilla-Handaufzuchten nutzen, oder sie kommen ins neue Menschenaffenhaus. Dort ist wohl noch Platz vorhanden.
Ich denke eher nicht, dass man am alten Menschenaffenhaus viel umbauen wird, die Orangs bekommen lediglich mehr Platz.

Die Erdmännchen bekommen wie die Zebras eine Anlage mit Kunstfels.
Was ich vergessen habe: F√ľr die nahe Zukunft ist auch noch die Umgestaltung der Giraffen-Anlage geplant.
(13.10.2012, 15:47)
Matthias Schramm :   Was geschieht √ľberhaupt in der Wilhelma nach dem Umzug der Gorilas und Bonobos? Die Orangs sollen ja im alten Haus bleiben, aber ein Umbau m√ľsste doch trotzdem stattfinden? Auch die weitere Nutzung des Jungtierhauses ist mir unklar. Gro√üe Anw√§rter auf eine neue Unterkunft w√§ren hier ja dringend die Drills! In der Wilhelma selber gibt es nur Infos zum neuen Haus aber √ľber die Entwicklung der alten H√§user ist nichts zu finden.
(13.10.2012, 15:16)
Matthias Schramm :   Doch die Erdm√§nnchen neben der Giraffenanlage gibt es noch (am Mittwoch gesehen). Aber der Trend zu gr√∂√üeren, teureren und aufw√§ndigeren Erdm√§nnchenanlagen scheint wohl ungebrochen.
Man kann nur hoffen, dass nicht wirklich zig Millionen f√ľr den Erhalt der Terrassen ben√∂tigt werden sollten. Mit Sicherheit fehlt das Geld dann f√ľr den weiteren Umbau der Wilhelma und es werden noch mehr Bauvorhaben auf ungewisse Zeit verschoben!
(13.10.2012, 14:48)
Michael Mettler :   Nicht, dass das neue Menschenaffenhaus noch hangabw√§rts wandert... Eine Stabilisierung der Subtropenterrassen d√ľrfte keine leichte Aufgabe (und damit teuer) werden.

Gibt es die Erdmännchenanlage neben den Giraffen gar nicht mehr? Warum muss eine neue gebaut werden?
(13.10.2012, 11:34)
Joshua F√∂rg :   Die Schildkr√∂tenanlage wird wohl dieses Jahr nicht mehr entstehen, da ein Termin beim Denkmalschutz erst noch ansteht.

Was die Volieren betrifft, so dr√ľcken die W√§nde an den Terrassen so stark gegen die Massen, die vom Menschenaffenhaus dr√ľcken an, dass sie mittlerweile 18 cm verschoben wurden. Daran hat beim bau der Anlage wohl niemand gedacht. Noch ist nicht klar, ob √ľberhaupt neu gebaut werden soll. Die Totenkopfaffen sollen wahrscheinlich ins Jungtieraufzuchtshaus kommen.
(13.10.2012, 11:23)
Ottmar M√ľller :   Ich denke auch, dass man das Geld lieber zur Verbesserung (nicht zur Versch√∂nerung) der Tierhaltung nutzen sollte. Allerdings sch√∂n, dass ein Zoo auch mal in Erdm√§nnchengehege investiert, diese Tiere sind bis jetzt in deutschen Zoos viel zu kurz gekommen...

Wo soll denn die Schildkrötenanlage entstehen? Und ist schon Näheres zum Neubau der Volieren bekannt?
(13.10.2012, 11:15)
Matthias Schramm :   Warum soll denn die Zebraanlage mit zus√§tzlichem Kunstfeld ausgestattet werden? Eine Seite ist bereits mit "mittelsch√∂nem" Fels eingefasst und der Zaun um die Baumgruppe ist eher unauff√§llig. Die anderen Gehege in diesem Bereich sind auch nur mit Zaun umgeben! Das Geld k√∂nnte mit Sicherheit auch sinnvoller investiert werden!
(13.10.2012, 10:05)
Joshua F√∂rg :   Nat√ľrlich kostet die Anlage 22/23 Millionen Euro :)
(13.10.2012, 09:38)
Joshua F√∂rg :   Gestern hat sich Dieter Jauch zu den zuk√ľnftigen Projekten ge√§u√üert.
Die Anlage f√ľr afrikanische Menschenaffen soll voraussichtlich im Dezember fertig gestellt sein, die Bonobos sollen als erste Affenart im Januar einziehen. Offizielle Er√∂ffnung soll im M√§rz sein. Insgesamt kostet die Anlage nicht, wie geplant, 13 Millionen, sondern ca. 23/23 Millionen Euro.
Das Gehege f√ľr Zebras und Dorcas-Gazellen soll weiter mit Kunstfels verkleidet werden, der Zaun im Vordergrund und um die Baumgruppe sollen verschwinden. Daneben wird eine neue Anlage f√ľr Erdm√§nnchen entstehen.
Vom F√∂rderverein wird eine Anlage f√ľr mediterrane Landschildkr√∂ten spendiert, quasi als Gegenleistung, da er keine neuen Gelder in die Menschenaffenanlage stecken will.
Der geplante Abriss und Neubau der Volieren auf den Subtropen-Terrassen erfolgt 2012 nicht mehr und wurde auf ungewisse Zeit verschoben.
(13.10.2012, 09:37)
Jana M√ľller :   Naja, sie sind schon seit mind. 2 Monaten zu sehen.
(12.10.2012, 07:00)
Moritz Jochum :   Sie sind f√ľr die Besucher neu weil sie jetzt erst zu sehen sind.
(11.10.2012, 21:07)
Jana M√ľller :   Ich frage mich, was jetzt noch an den Tieren "neu" ist, immerhin sind sie nun schon ein halbes Jahr im Zoo!
(11.10.2012, 08:28)
Wilhelma :   Neue Waldhunde in der Wilhelma:
Ein ungleiches Paar

Wenn es Futter gibt, dann hat Kesara meistens die Nase vorn. Obwohl deutlich kleiner als ihr neuer Partner Pero, ist sie beim Finden der t√§glichen Fleischration klar schneller. Die beiden neuen Waldhunde der Wilhelma bringen Leben in das √ľber den Sommer verwaiste Gehege zwischen Elefantenhaus und Tigeranlage. Bereits im April kamen die im d√§nischen Jesperhus geborene Kesara und der aus dem englischen Port Lympne stammende Pero nach Stuttgart. Nach ihrer Quarant√§ne- und Eingew√∂hnungszeit, die Kesara und Pero hinter den Kulissen verbrachten, setzen sie in der Wilhelma eine kleine Tradition fort. Bereits seit 1986 werden hier Waldhunde gehalten.
Damit geh√∂rt die Wilhelma zu den wenigen Zoos in Europa, die diese kleinen, s√ľdamerikanischen Wildhunde zeigen. Nachdem 2010 das alte Weibchen Sabana starb, lebten zuletzt nur drei m√§nnliche Waldhunde in der Wilhelma. Sie wurden im M√§rz nach Leeuwarden in den Niederlangen abgegeben. Die Zusammenf√ľhrung der beiden neuen Waldhunde, die auf Empfehlung des Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Stuttgart kamen, klappte problemlos. Nun sollen Kesara, was die Junggebliebene bedeutet, und Pero die Zucht fortf√ľhren.
Bemerkenswert bei Waldhunden ist ihr Sozialverhalten. Sie leben in einem engen Familienverband zusammen; meist ein Paar mit seinem Nachwuchs. An der Aufzucht der Jungen beteiligen sich die M√§nnchen st√§rker, als dies bei anderen Hundeverwandten der Fall ist. Nicht nur, dass der R√ľde bei der Geburt hilft und die Nabelschnur durchtrennt, er s√§ubert die Kleinen auch. Zudem versorgt er die Mutter und nach ein paar Wochen ebenfalls die Jungen mit Nahrung. Auch auf den von seinem Verhalten her eher z√∂gerlichen Pero werden diese Vaterpflichten hoffentlich bald zukommen. √úbrigens brachte ihm seine vorsichtige Wesensart ¬Ė die sich gut mit ¬ĄIch w√ľrde ja so gerne, aber...¬ď beschreiben l√§sst ¬Ė seinen Namen ein. Dieser bedeutet auf Spanisch ¬Ąaber¬ď.
Die Mitglieder der bis zu zehn Tiere umfassenden Waldhundrudel suchen immer wieder K√∂rperkontakt. Mit Lauten, die an das Fiepen junger Hundewelpen erinnern, halten sie au√üerdem st√§ndig akustischen Kontakt. In den dicht bewachsenen Lebensr√§umen der Waldhunde ¬Ė Waldr√§nder und Uferbereiche von Gew√§ssern ¬Ė ist dies sehr wichtig f√ľr den Zusammenhalt der Familiengruppe. Sehr auff√§llig ist ihr K√∂rperbau, der eher an einen Marder oder B√§ren erinnert als an einen Hund. Mit ihrem gedrungenen und kr√§ftigen K√∂rper geh√∂ren Waldhunde zu den kleineren Vertretern ihrer Familie. Ihr kurzes, rotbraunes Fell und der rundliche Kopf mit den kleinen, runden Ohren sind charakteristisch f√ľr sie. Die s√ľdamerikanischen Wildhunde sind au√üerdem hervorragende Schwimmer.

Foto: Wilhelma
(11.10.2012, 08:17)
Joshua F√∂rg :   Seit dem 18. September lebt auch wieder ein m√§nnlicher Leopard in der Wilhelma: Kater Aman kam aus dem Zoo K√∂ln nach Stuttgart.
(07.10.2012, 08:49)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Jemencham√§leons der Wilhelma:
Kleine Meister der Entschleunigung

Sie sind zwar erst wenige Tage alt, aber die jungen Jemencham√§leons im Wilhelma-Terrarium beherrschen bereits perfekt, was hektische B√∂rsianer und gestresste Manager ihr ganzes Berufsleben lang nicht schaffen: Sie eilen mit Weile durch die Welt, bed√§chtig im Wiegeschritt einen Klammerfu√ü vor den anderen setzend, dabei zu jeder Zeit gesichert gegen Abst√ľrze aller Art durch ihren beweglichen Greifschwanz. Aber der Schein tr√ľgt ¬Ė ihre unabh√§ngig voneinander beweglichen Teleskopaugen sind hellwach. Ihnen entgeht keine noch so kleine Bewegung, und wenn die klebrige, fast k√∂rperlange Schleuderzunge zum Einsatz kommt, geht alles blitzschnell.
Dabei zeichnen sich die Winzlinge schon jetzt durch eine erstaunlich hohe Trefferquote aus. Aber wer innerhalb weniger Monate vom kleinfingerlangen Babycham√§leon zu einer halbmeterlangen Echse heranwachsen will, ben√∂tigt t√§glich eine ordentliche Portion Insekten und kann sich nicht allzu viele Fehlsch√ľsse leisten!
Cham√§leons bewohnen die Tropen- und Subtropengebiete Afrikas, S√ľdeuropas und Vorderasiens. Bisher sind rund 160 Arten beschrieben, aber angesichts ihrer perfekten Tarnung und ihrer unauff√§lligen Bewegungsweise ist damit zu rechnen, dass noch eine ganze Reihe Arten darauf warten, von der Wissenschaft entdeckt zu werden. Eines der gr√∂√üten und bekanntesten Cham√§leons ist das im S√ľden der arabischen Halbinsel lebende Jemencham√§leon, Chamaeleo calyptratus. Die Artbezeichnung leitet sich ab vom lateinischen Wort `calyptra¬ī (= M√ľtze, Haube, Schutzhelm) und nimmt Bezug auf den bei ausgewachsenen M√§nnchen bis zu 6 cm hohen, helmartigen Kopfaufsatz.
Jemencham√§leons werden im m√§nnlichen Geschlecht bis zu 60 cm lang, die Weibchen erreichen etwa 40 cm Gesamtl√§nge. Im Terrarium bleiben die Tiere in der Regel etwas kleiner. Wie alle Cham√§leons sind Jemencham√§leons ausgesprochene Individualisten, die auf den Anblick von Artgenossen mit intensiven Farbwechseln, drohendem Fauchen und Pr√§sentieren des seitlich abgeflachten K√∂rpers reagieren. Lediglich zur Paarung kommt es zu einer Art ¬Ąbefristetem Waffenstillstand¬ď zwischen den Geschlechtern.
Bis dahin ist es f√ľr unsere Jungcham√§leons noch ein weiter Weg. Zwar beherrschen auch sie schon die hohe Kunst des stimmungsabh√§ngigen Farbwechsels. Aber auf dem Kopf tragen sie noch keinen Helm, sondern bestenfalls ein H√§ubchen, und auch von innerartlicher Aggression ist noch nichts zu bemerken. Vorerst klettern sie friedlich durchs Ge√§st ihres kleinen Terrariums gegen√ľber dem Eingang zur Krokodilhalle und konzentrieren sich auf die gemeinsame Jagd nach Fliegen, kleinen Heuschrecken und anderen Insekten, immer sch√∂n nach dem Motto: ¬ĄN√ī net hudle .....¬ď.
(05.10.2012, 08:33)
Joshua F√∂rg :   Gestern wurde in der Wilhelma in einem Kiosk eingebrochen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.blaulicht-aus-stuttgart-26-september-in-wilhelma-kiosk-eingebrochen.af602598-89f0-418f-99d4-4eab0a394885.html
(27.09.2012, 18:22)
Wilhelma :   Gundis ¬Ė nach schwieriger Familienzusammenf√ľhrung zur√ľck in der Schau:
Das Comeback der Kammfinger

Bei den Besuchern sind sie nicht zuletzt wegen der possierlichen ¬ĄStapel¬ď, die sie beim gemeinsamen Kuscheln unter der W√§rmelampe bilden, beliebt: die ¬ĄGundis¬ď, auch ¬ĄKamm-finger¬ď genannt. Mehrere Wochen waren die nordafrikanischen Nager nicht zu sehen, jetzt sind sie ins Kleins√§ugerhaus beim Wintergarten zur√ľckgekehrt. Der Grund f√ľr ihre Abwesenheit: die nicht ganz einfache Zusammenf√ľhrung zweier Grundigruppen hinter den Kulissen.
Im Gegensatz zur Wildnis, wo es zwischen Tierherden und -gruppen einen nat√ľrlichen Austausch von Geschlechtspartnern und somit von Genen gibt, muss im Zoo nachgeholfen werden. So eine genetische Auffrischung stand vor Kurzem auch bei den Gundis an. Doch die Zusammenf√ľhrung von zwei fremden Gruppen ist bei diesen Tierchen gar nicht so leicht. In der eigenen Familiengruppe, die in Afrika bis zu 20 Tiere umfassen kann, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel, fremde Artgenossen aber sind in der Regel nicht willkommen, werden gerne attackiert und fortgejagt. Daher waren bei dem Plan, aus zwei kleinen Gruppen eine neue, gr√∂√üere Zuchtgruppe zu machen, viel Fingerspitzengef√ľhl und eine gute Strategie gefragt. Schritt eins der Familienzusammenf√ľhrung: die wechselseitige Gew√∂hnung an die Ger√ľche der jeweils anderen Gruppenmitglieder ¬Ė denn diese spielen f√ľr das Zusammengeh√∂rigkeitsgef√ľhl innerhalb einer sozialen Gundi-Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Dazu mussten die beiden Gruppen immer wieder die Boxen tauschen und in diejenige umziehen, in der vorher die ¬ĄFremden¬ď ihre Duftspuren hinterlassen hatten. Schritt zwei: Das Zusammenbringen beider Gruppen in einem ¬Ągeruchsneutralen¬ď Gehege, damit keine einen Heimvorteil hatte. Den Durchbruch brachte aber erst eine Idee der Tierpfleger: Sie verteilten Kn√§uel aus Zeitungspapier im ganzen Gehege, die somit als Sichtschutz und raschelnde Puffer √ľberall im Weg lagen. Das lenkte die Tiere ab und erschwerte es ihnen, sich gegen rangniedere Artgenossen zu verb√ľnden, sie anzugreifen oder in die Ecke zu dr√§ngen. Es klappte: Inzwischen sind f√ľnf Tiere ¬Ė drei M√§nnchen und zwei Weibchen ¬Ė gl√ľcklich vereint, r√§keln und stapeln sich nach Gundi-Art gemeinsam unter der W√§rmelampe. Denn die Nager lieben Sonne und Trockenheit. Daher faulenzen sie auch in ihrer Heimat, den W√ľsten Nordafrikas, den Gro√üteil des Tages, ziehen sich vor der gr√∂√üten Hitze in Felsspalten und H√∂hlen zur√ľck und gehen nur in den k√ľhleren Abend- und Morgenstunden auf die Suche nach Essbarem: alle Arten von Pflanzen, Samen und Wurzeln. Selbst stehen die gen√ľgsamen Vegetarier auf der Speisekarte von Greifv√∂geln, Schakalen oder Schlangen. Wie bei den Erdm√§nnchen schiebt daher auch bei den Gundis immer ein Tier Wache und warnt die anderen mit schrillen Alarmpfiffen vor nahender Gefahr. Dieser Eigenheit verdankt die Tierart den Namen ¬ĄGundi¬ď, der auf Arabisch ¬ĄW√§chter¬ď bedeutet. Bei uns hei√üt das Gundi auch ¬ĄKammfinger¬ď ¬Ė wegen der kleinen Borstenk√§mme, die √ľber den Zehen der Hinterf√ľ√üe sitzen. Diese nutzen die kleinen W√ľstennager, um sich hingebungsvoll Sand und Schmutz aus dem seidigen Fell zu b√ľrsten.

Foto: Wilhelma
Typisch Gundi: Haufenweise zusammenkuscheln, gerne auch gestapelt, und zusammen gen√ľsslich ein Sonnenbad nehmen. In europ√§ischen Zoos sind Gundis √ľbrigens erst seit 1996 zu sehen, die Wilhelma h√§lt die Nager seit dem Jahr 2000.
(20.09.2012, 15:19)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

Aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď der Wilhelma-Schule:
Ein kulinarischer Rundgang zu essbaren Wildpflanzen

In unseren heimischen Wiesen und Wäldern wachsen erstaunlich viele Wildpflanzen, die man
essen kann. Welche zu den genie√übaren Arten geh√∂ren und wie sie auf gesunde, leckere Art den Speiseplan bereichern k√∂nnen, das erfahren die Wilhelma-Besucher am Sonntag, dem 23. September 2012, von dem Experten und Buchautor Dr. Markus Strau√ü. Er l√§dt an diesem Tag jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem kleinen ¬Ąkulinarischen¬ď Rundgang durch die Wilhelma ein. Aufgesucht werden gezielt diejenigen Wildpflanzen, die jetzt, im Fr√ľhherbst, wachsen und f√ľr den Verzehr geeignet sind. Der Rundgang wird in der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď von der Wilhelmaschule angeboten, Treffpunkt f√ľr den Rundgang ist das Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervolieren. Die Teilnahme kostet nur den √ľblichen Wilhelma-Eintritt, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind willkommen.
(19.09.2012, 14:44)
Wilhelma :   Der ¬ĄWilhelma-Tag¬ď als gro√ües Fest im Jubil√§umsjahr des Landes Baden-W√ľrttemberg:
Minister Nils Schmid eröffnet Wilhelma-Tag mit erweitertem Besucher-Programm

Am 16. September 2012 ist wieder gro√üer ¬ĄWilhelma-Tag¬ď. An diesem erhalten die Besucher traditionell Einblicke in Bereiche hinter den Kulissen, die ihnen sonst verborgen bleiben. Diesmal gibt es √ľberdies etwas zu feiern: das 60-j√§hrige Jubil√§um Baden-W√ľrttembergs, dessen Dienstleistungseinrichtung die Wilhelma ist. Daher erwarten die Besucher zus√§tzliche H√∂hepunkte ¬Ė darunter eine B√ľhnenshow der bekannten SWR-Kindersendungen ¬ĄOLI¬ís Wilde Welt¬ď und ¬ĄTigerenten Club¬ď. Um 10.30 Uhr wird auf der SWR-B√ľhne zudem der Minister f√ľr Finanzen und Wirtschaft Dr. Nils Schmid als oberster Dienstherr der Wilhelma die Besucher pers√∂nlich willkommen hei√üen. Das volle Programm gibt es unter ¬Ąwww.wilhelma.de¬ď.

Zu verdanken ist der Wilhelma-Tag dem Verband der Zoo-Tierpfleger in Deutschland, die vor 19 Jahren einen ¬ĄZoo-Tag¬ď anregten. In der Wilhelma wurde daraus die einzige zoologisch-botanische Spielart, gestaltet wird der Tag von Tierpflegern, G√§rtnern und Parkpflegern, Azubis und Wilhelma-P√§dagogen: An fast 30 Stationen im Park bieten sie den Besuchern anschauliche Einblicke und Informationen. Nur am Wilhelma-Tag k√∂nnen die Besucher beispielsweise die botanischen Anzuchth√§user hinter den Kulissen besichtigen und Blicke in die Futterk√ľche oder den Behandlungsraum des Tierarztes werfen. Au√üerdem k√∂nnen sie die Pfleger und G√§rtner nach Herzenslust befragen und diesen teils sogar bei ihrer Arbeit helfen ¬Ė ob beim Basteln von Besch√§ftigungs-materialien f√ľr die Affen oder beim Pflanzentopfen. Am Ende des Tages verstehen die Besucher dann viel besser, wie ein zoologisch-botanischer Garten funktioniert ¬Ė und wie aufw√§ndig sein Betrieb ist.
Anl√§sslich des Landesjubil√§ums wurde das Programm dieses Jahr um einige Attraktionen erweitert, die Bedeutung des Tags wird durch den Besuch des Ministers zus√§tzlich unterstrichen. Mit dabei sind √ľberdies die bekannten Stars aus den SWR-Kindersendungen ¬ĄOLI¬ís Wilde Welt¬ď und ¬ĄTigerenten Club¬ď, die auch in der Wilhelma schon oft Fernseh-Folgen gedreht haben. Anl√§sslich des Jubil√§ums wird es zudem ein gemeinsames Gewinnspiel von SWR und Wilhelma geben.
Im Park treffen die Besucher auf Zauberer und Magier, auf wandelnde ¬ĄB√§ume¬ď, ¬ĄBlumen¬ď und ¬ĄTiere¬ď und sogar auf ¬ĄZeitzeugen¬ď, K√∂nigin Olga und Wilhelma-Architekt Karl Ludwig von Zanth, die aus ihrem Leben erz√§hlen. Im Insektarium d√ľrfen die Besucher Spinnen und auf dem Schaubauernhof Schafe, Ziegen und Kaninchen streicheln ¬Ė unter anderem kompetent unterst√ľtzt von Kaninchenz√ľchter Holger Kimmerle, der von SWR und ¬ĄTourismus Marketing Baden-W√ľrttemberg¬ď zum ¬ĄGesicht Baden-W√ľrttembergs¬ď gew√§hlt wurde. Es gibt Kinderschminken und Baumklettern und einige √ľberz√§hlige Pflanzen aus eigenem Wilhelma-Anbau k√∂nnen die Besucher im Betriebshof sogar kaufen ¬Ė praktische Tipps f√ľr die Pflanzenpflege geben die freundlichen G√§rtnerinnen und G√§rtner umsonst dazu. Der Eintritt kostet trotz des zus√§tzlichen Programms nicht mehr als an einem ganz ¬Ąnormalen¬ď Wilhelma-Tag: Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder die H√§lfte.

Foto: Nat√ľrlich darf auch die beliebte Seel√∂wen-Show im anl√§sslich des Landesjubil√§ums besonders bunten Programm nicht fehlen. (Bildnachweis: Marco Cini)

(12.09.2012, 13:02)
Wilhelma :   Spannende Kurzvortr√§ge in der Wilhelma-Schule:
Tiere als unsere Freunde und Helfer

Am Sonntag, dem 9. September 2012, k√∂nnen die Besucher im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere viel Wissenswertes und Erstaunliches √ľber Tiere erfahren, die uns Menschen auf besondere Weise im Alltag unterst√ľtzen oder helfen. Jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr berichtet die Diplombiologin Nicola Hoffmann in einem rund halbst√ľndigen Vortrag √ľber Assistenzhunde f√ľr Diabetiker sowie Delfine, die brasilianischen Fischern beim Fischfang helfen, √ľber Minensp√ľrratten, die Landminen aufsp√ľren k√∂nnen, oder auch √ľber Fische, die √Ąrzte bei der Behandlung von Hautkrankheiten unterst√ľtzen. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Eine Minensp√ľrratte in Tansania, die von der dort ans√§ssigen gemeinn√ľtzigen Organisation ¬ĄApopo¬ď f√ľr humanit√§re Einsatzzwecke ausgebildet wurde. (Bildnachweis: Apopo /Tansania)
(04.09.2012, 14:15)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Roten Riesenk√§ngurus:
K√§ngurumann ¬ĄPepe¬ď macht das Dutzend voll

Bei den Roten Riesenk√§ngurus gibt es dieses Jahr bereits den zweiten Nachwuchs, ein Weibchen, und K√§ngurumann Pepes insgesamt zw√∂lfter ¬ĄStreich¬ď. Anfang August verlie√ü das Kleine erstmals den Beutel seiner Mutter: Erst dann wird ein K√§nguru offiziell als geboren ins Geburtenregister der Wilhelma eingetragen.
Jedes K√§nguru wird genau genommen zwei Mal geboren. Den Mutterleib verl√§sst der Nachwuchs schon 33 Tage nach der Befruchtung der Eizelle ¬Ė als unfertiger ¬ĄEmbryo¬ď und nicht gr√∂√üer als ein Fingernagel. Trotz seiner Winzigkeit krabbelt das Wesen aus eigener Kraft und instinktiv direkt in Mutters Beutel, dockt dort an der Milchquelle an und trinkt sich fortan stetig gr√∂√üer und kr√§ftiger. Nach etwa vier Monaten riskiert das Jungtier den ersten vorsichtigen Blick aus dem Beutel, aber einen Ausflug wagt es fr√ľhestens nach rund einem halben Jahr: Durch den damit einhergehenden Erstkontakt zu Mutter Erde ist dann auch der zweite Teil der K√§ngurugeburt vollzogen. So auch beim j√ľngsten Nachwuchs im Wilhelma-Gehege nahe der Brillenpinguine. Er hat die Zahl der Gruppe auf derzeit acht K√§ngurus erh√∂ht und ist in den letzten Wochen m√§chtig gewachsen: Damit wachsen aber auch die Probleme, den K√∂rper samt langen ¬ĄHaxen¬ď wieder ordentlich in der m√ľtterlichen Tragetasche zu verstauen. Doch auf die zeitweilige R√ľckkehr in diesen kuscheligen Teil von Hotel Mama, zumal mit eingebauter Milchbar, will das kleine K√§nguru nicht so schnell verzichten. Wie gut, dass die Tasche √§u√üerst dehnbar ist ¬Ė allerdings sieht Mutter K√§nguru mit dem stark ausgebeulten Beutel allm√§hlich doch recht unf√∂rmig aus.
Dabei ist es nicht unwahrscheinlich, dass bereits der n√§chste Winzling an einer ihrer Zitzen h√§ngt. Denn Babypausen gibt es bei K√§ngurus meist nicht: Oft s√§ugt die Mutter eine ganze Zeitlang zwei Jungtiere parallel: einen unfertigen, winzigen Embryo und ein gr√∂√üeres Jungtier. Bis zu 15 Jahre leben K√§ngurus, ein ausgewachsener Roter Riesenk√§nguru-Mann kann anderthalb Meter gro√ü und 90 Kilo schwer werden. Anlegen solle man sich mit ihm auch als Mensch nicht, denn bei einem Boxkampf w√ľrde das Tier gleich vier F√§uste in den Ring werfen k√∂nnen ¬Ė besonders die kr√§ftigen Hinterbeine sind gef√§hrliche Schlag- und Sto√üwaffen. Zum Gl√ľck gilt der K√§ngurumann der Wilhelma, Pepe, als friedlich. Er wurde 2007 in Stuttgart geboren, sorgt seit 2009 selbst regelm√§√üig f√ľr Nachwuchs ¬Ė und hat mit dem j√ľngsten Spr√∂ssling innerhalb von nur drei Jahren jetzt sein pers√∂nliches Dutzend voll gemacht.

Foto: Wilhelma
Ganz sch√∂n ausgebeult: Fast schon zu gro√ü f√ľr Mutters Tragetasche wirkt der j√ľngste Nachwuchs bei den Roten Riesenk√§ngurus der Wilhelma.
(30.08.2012, 07:47)
Wilhelma :   Thementag ¬ĄInsekten und Co.¬ď in der Wilhelmaschule:
Begegnungen mit K√§fern, Spinnen und anderen Gliederf√ľ√üern

Am Sonntag, dem 2. September 2012, widmet sich ein Wilhelma-Thementag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď den Insekten und anderen Gliederf√ľ√üern. Denn nicht alles, was auf vielen Beinen daherkrabbelt, ist ein Insekt! Zwar sind die Insekten bzw. Kerbtiere die gr√∂√üte und artenreichste Klasse im Stamm der Gliederf√ľ√üer, die insgesamt sage und schreibe rund 80 Prozent aller beschriebenen Tierarten stellen. Aber zu den Gliederf√ľ√üern geh√∂ren auch die achtbeinigen Spinnentiere sowie Tausendf√ľ√üer und Krebstiere. Von 11 Uhr bis 17 Uhr bringen die Biologen der Wilhelmaschule gro√üen und kleinen Besuchern diese riesige, vielf√§ltige Welt der Gliederf√ľ√üer nahe ¬Ė hautnahe Begegnungen mit wandelnden Bl√§ttern, dicken K√§fern, fauchenden Schaben und sanften Vogelspinnen inklusive. Ort des Geschehens ist die Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Der Besuch des Thementags ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch willkommen.

Foto: Schmetterlinge, wie dieser Mormone oder Scharlachrote Schwalbenschwanz, geh√∂ren zu den Insekten, die bei uns Menschen schon wegen ihrer Sch√∂nheit einen Beliebtheitsbonus erhalten ¬Ė doch faszinierende Eigenschaften haben auch andere Gliederf√ľ√üer, wie der Thementag der Wilhelma zeigen wird. (Foto: Wilhelma)
(29.08.2012, 11:55)
Wilhelma :   Winzige Landschildkr√∂ten im Wilhelma-Terrarium:
Kleine Rarit√§ten aus √Ągypten
Die Erwachsenen haben auf einer Handfl√§che Platz, die Jungen in einem Pralinenf√∂rmchen: √Ągyptische Landschildkr√∂ten geh√∂ren mit einer Panzerl√§nge von bis zu 14 Zentimetern zu den kleinsten Landschildkr√∂ten der Welt. Im Terrarium der Wilhelma ist eine kleine Gruppe aus erwachsenen Schildkr√∂ten und ihrem Nachwuchs zu sehen.
Wie alle Schildkr√∂ten legen auch die √Ągyptischen Landschildkr√∂ten Eier, und zwar meist zwei bis drei Gelege pro Jahr mit ¬Ė je nach Gr√∂√üe des Weibchens ¬Ė ein bis vier Eiern. Bei Bruttemperaturen von 31 bis 32 Grad Celsius schl√ľpfen die Jungen nach etwa 90 bis 100 Tagen. Eine frisch geschl√ľpfte ¬ĄTestudo kleinmanni¬ď wiegt nur etwa sechs Gramm. Die Jungschildkr√∂ten in der Wilhelma sind zwischen Februar und April geschl√ľpft und seither schon kr√§ftig gewachsen. Doch erst vor Kurzem konnten sie ihre Kinderstube hinter den Kulissen verlassen und zu den Verwandten ins Schauterrarium ziehen, wo die Besucher die Winzlinge nun bewundern k√∂nnen.
In der Natur erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der √Ągyptischen Landschildkr√∂te (Testudo kleinmanni) nur √ľber einen etwa 50 Kilometer breiten mediterranen K√ľstenstreifen von Libyen bis S√ľdisrael. Die Art ist hochgradig gef√§hrdet, da es in ihrem urspr√ľnglichen Verbreitungsgebiet nur noch inselartige Vorkommen gibt, und immer noch Tiere illegal der Natur entnommen werden. Die Aufnahme in den Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens ist ein deutliches Alarmsignal, und ohne Schutzma√ünahmen ist die √Ągyptische Landschildkr√∂te unmittelbar vom Aussterben bedroht.
Die Schildkr√∂ten sind zwar an das Leben in der w√ľstenartigen Landschaft gut angepasst, aber im Sommer wird es selbst ihnen zu hei√ü ¬Ė sie verbringen diese Zeit eingegraben in der Sommerruhe. Ansonsten sind die Tiere ganzj√§hrig aktiv, auch im Winter und in den k√ľhlen W√ľstenn√§chten wird es ihnen nicht zu kalt. Ein Minimum an Feuchtigkeit ist aber auch f√ľr diese Schildkr√∂ten wichtig: Wo nicht wenigstens 50 Millimeter Niederschlag im Jahr fallen, k√∂nnen sie nicht existieren.

Foto (Wilhelma/A. Mendoza):
Eine rund eine Woche alte √Ągyptische Landschildkr√∂ten im direkten Gr√∂√üenvergleich mit einer Original-M√ľnze aus ihrer Heimat.
(22.08.2012, 15:35)
Wilhelma :   ¬ĄWilde Wochenenden¬ď und Sommerferienprogramm der Wilhelmaschule:
Vortrag ¬ĄRettet den Tiger!¬ď

Am Sonntag, dem 26. August 2012, l√§dt die Wilhelmaschule die Besucher wieder zu einem Kurzvortrag ein. Diesmal zeigt der Fotograf und Natursch√ľtzer J√∂rg Edelmann beeindruckende Bilder aus den nat√ľrlichen Lebensr√§umen der Tiger in Indien. Zudem berichtet er √ľber die zahlreichen Gefahren, die das √úberleben der letzten Tiger auf unserer Erde bedrohen. Der Vortrag findet um 15 Uhr und um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Foto (Wilhelma): Ein Sumatratiger in der Wilhelma. Auch diese Art ist wie mittlerweile alle Tigerarten sehr bedroht.
(21.08.2012, 09:44)
Wilhelma :   Umzug von Stuttgart nach Dublin:
Das dreijährige Gorillamädchen Claudia lebt jetzt in Irland

Das Gorillam√§dchen Claudia, das seit 2010 in der Wilhelma-Aufzuchtstation f√ľr verwaiste oder von ihren M√ľtter nicht angenommene Gorillakinder lebte, ist vergangenen Montag in den Zoo von Dublin umgezogen, um in die dortige Gorillafamilie integriert zu werden. Da Claudia seit Anfang 2011 im Stuttgarter Menschenaffenhaus nahe der Gorillafamilie untergebracht war, wo sie von dieser lernen konnte, ist sie auf den Schritt gut vorbereitet.
Der bisherige Lebensweg von Claudia war nicht ganz leicht: Geboren wurde sie am 2. August 2009 im Allwetterzoo in M√ľnster. Leider starb ihre Mutter nur f√ľnf Monate sp√§ter und so kam Claudia nach Stuttgart in die offizielle Aufzuchtstation des Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) f√ľr Gorillas. Dort gab es allerdings bald darauf keine geeigneten Spielgef√§hrten mehr. Nach einem erfolglosen Versuch, Claudia im Affenpark von Romagne in Frankreich von einer Gorillafrau adoptieren zu lassen, zog das Gorillam√§dchen ins Menschenaffenhaus der Wilhelma. Hier wurde sie weiterhin von Tierpflegern betreut, konnte aber gleichzeitig in unmittelbarer N√§he zur Gorillafamilie leben, von dieser lernen und Kontakt halten ¬Ė ein Konzept, das sich k√ľnftig, in der neuen Menschenaffenanlage, noch besser umsetzen lassen wird.
Dabei hat Claudia vieles gelernt, was f√ľr das Zusammenleben in einer Gorillafamilie wichtig ist: Sie hatte st√§ndigen Blick-, Geruchs- und seit einem Jahr auch direkten Kontakt zu den Gorillafrauen und -kindern. Sie wei√ü nun, wie man als Gorilla spielt, streitet und sich vers√∂hnt, wie man ausweicht oder sich wehrt und dass es mitunter auch etwas rauer zugehen kann, ohne dass sie sich gleich √§ngstigen muss. Dabei hat sich Claudia sehr gut entwickelt, die Gorillafrauen haben sie zunehmend akzeptiert und vor allem in Kolos zweij√§hrigem Sohn Kimbali hatte Claudia zuletzt einen guten Spielgef√§hrten gefunden. H√§tte auch Silberr√ľcken Kibo das Gorillam√§dchen toleriert, h√§tte dieses die n√§chsten Jahre in der Wilhelma bleiben k√∂nnen. Doch leider ging dieser Teil des Plans nicht auf: Zwar war Kibo anfangs sanft und freundlich zu ihr, attackierte Claudia aber bei weiteren Kontaktversuchen im Familiengehege mehrfach heftig. Eine einfache Erkl√§rung f√ľr dieses Verhalten gibt es nicht, √§hnliche F√§lle sind jedoch aus andern Zoos bekannt. Um das Gorillam√§dchen keinem zu gro√üen Risiko auszusetzen, wurde gemeinsam mit dem EEP daher eine andere Gruppe f√ľr sie gesucht und im Dubliner Zoo gefunden. Am Montag ist Claudia mit Revierleiterin Bea Jarczewski nun via Auto und Flugzeug nach Irland gereist, wo sie Schritt f√ľr Schritt in ihre neue Familie integriert wird. Diese besteht aus dem als sehr tolerant bekannten Silberr√ľcken Harry, seinen Frauen Lena und Mayani und deren Kindern. Vielleicht ein gutes Zeichen: Mayani stammt ebenfalls aus Stuttgarter Handaufzucht, wurde 2005 erfolgreich in Dublin eingegliedert und zieht derzeit ihr erstes Kind, Kambiri, selbstst√§ndig auf. Auch die ersten Berichte von Bea Jarczewski aus Dublin stimmen optimistisch: ¬ĄClaudia f√ľhlt sich offensichtlich wohl hier, isst, trinkt und wirkt ganz entspannt¬ď, erz√§hlt sie. ¬ĄUnd bei den ersten Kontakten durchs Gitter reagierten die anderen Gorillas sehr freundlich und gelassen ¬Ė vor allem auch Harry.¬ď

Foto: Hermann Vollmer
(17.08.2012, 08:16)
Wilhelma :   Spannende Kurzvortr√§ge in der Wilhelma-Schule
Tierisch schlau ¬Ė verbl√ľffende Geistesleistungen im Tierreich

Am Sonntag, dem 19. August 2012, k√∂nnen die Besucher im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere Erstaunliches und Wissenswertes √ľber die Geistesleistungen von Tieren lernen ¬Ė ob von Affen, Kraken oder sogar von Bienen. In einem kurzweiligen Vortrag erz√§hlt die Diplombiologin Sabine Ratzel gro√üen wie kleinen Wilhelma-Besuchern unter anderem von t√ľftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die Geb√§rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď findet um 15 Uhr und um 16 Uhr statt. Die Teilnahme ist im Wilhelma-Eintritt enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.
(14.08.2012, 14:22)
Wilhelma :   Neues, komfortables Ticket-System f√ľr Besucher:
Keine Wartezeiten an der Kasse dank Online-Tickets

K√ľnftig k√∂nnen die Besucher der Wilhelma ihre Tageseintrittskarten vorab komfortabel im Internet erwerben, ausdrucken und damit ¬Ė ohne Umweg √ľber die Kassenh√§uschen ¬Ė direkt zum Eingang gehen. Besonders jetzt, an den besucherstarken Tagen in den Sommerferien, kann dies unn√∂tige Wartezeiten an der Kasse ersparen.
Ob f√ľr Erwachsene, Kinder oder ganze Familien, ob zum Sommer- oder erm√§√üigten Wintertarif ¬Ėim neuen Online-Ticketshop auf der Internetseite der Wilhelma ¬Ąwww.wilhelma.de¬ď kann das komplette Angebot an Tageseintrittskarten bestellt werden. Zum Ticketshop gelangt man √ľber einen sogenannten ¬ĄQuicklink¬ď direkt auf der Startseite oder √ľber den Men√ľpunkt ¬ĄBesuch & Tickets¬ď. Die Kartenbestellung erfolgt √ľber das bekannte Warenkorbsystem, bezahlt wird per Giropay oder mit Kreditkarten der Marken VISA, Master und Maestro. Das ausgedruckte Online-Ticket kann beim Wilhelma-Besuch dann direkt am Eingang dem Aufsichtspersonal √ľbergeben werden, der Gang zur Kasse er√ľbrigt sich.
Neben Tageseintrittskarten lassen sich auch Wertgutscheine f√ľr Jahreskarten aller verf√ľgbaren Kategorien ¬Ė ob einzeln, mit Partnerkarte, als Sch√ľler- oder Familienkarte ¬Ė online erwerben und sogar selbst ¬Ągestalten¬ď: f√ľnf verschiedene Tier- und Pflanzenmotive stehen zur Wahl. Die Ticketk√§ufer k√∂nnen die ausgedruckten Gutscheine entweder selbst nutzen oder verschenken, an den Wilhelma-Kassen (au√üer an der Kasse Pragstra√üe) erh√§lt man gegen Vorlage eines Gutscheins dann eine personalisierte g√ľltige Jahreskarte. Nicht zuletzt sind auch Wertgutscheine f√ľr den √ľber 150-seitigen Wilhelmaf√ľhrer, der die Tiere und Pflanzen des Zoologisch-Botanischen Gartens in Text und Bild ausf√ľhrlich vorstellt, online erh√§ltlich.
Mehrere Monate lang wurde das neue Online-Ticketsystem ausf√ľhrlich getestet und optimiert, bevor es offiziell in Betrieb ging. Mit Erfolg, wie bereits die ersten drei Wochen seit der Inbetriebnahme zeigen. Denn obwohl weder im Internet noch in der Presse bislang auf den Ticketshop hingewiesen wurde, wird das System schon sehr gut angenommen: Derzeit werden t√§glich Karten im Wert von 300 bis 500 Euro √ľber den Ticket-Shop erworben.
(08.08.2012, 16:12)
Wilhelma :   Thementag ¬ĄRaubtiere¬ď aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď der Wilhelmaschule:
Eisb√§r, Tiger & Co. ¬Ė Spannende Einblicke ins Reich der Raubtiere

Am Sonntag, dem 5. August 2012, dreht sich beim Thementag der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď alles um Raubtiere ¬Ė vom Mauswiesel bis zum Sibirischen Tiger. Von 11 Uhr bis 17 Uhr werden die P√§dagoginnen der Wilhelmaschule die Besucher ins Reich der Landraubtiere entf√ľhren und ihnen die Anatomie und Lebensweise von L√∂we und Co. nahe bringen. Der Besuch des Thementags im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch sehr willkommen.
Wer wei√ü, dass auch Erdm√§nnchen Raubtiere sind ¬Ė oder sogar der bambusfressende Gro√üe Panda? Und welche Tierarten au√üerdem in die Ordnung ¬ĄCarnivora¬ď geh√∂ren und was sie von Pflanzenfressern unterscheidet? Wer es genau wissen m√∂chte und √ľberdies herausfinden will, wie weit ein Tiger springen kann, was ein Marderhund ist und wie ein Wieselgebiss aussieht ¬Ė der ist beim Thementag ¬ĄRaubtiere¬ď am 5. August goldrichtig. Hier erfahren die Besucher an den Info-St√§nden der Wilhelmaschule und mithilfe von reichlich Anschauungsmaterial von der Klaue bis zum Sch√§del alles Wissenswerte √ľber Stammbaum, Systematik, Verbreitung und Artenvielfalt der Karnivoren ¬Ė und leider auch so manches √ľber die weltweite Bedrohung vieler Raubtierarten.
(01.08.2012, 08:19)
Wilhelma :   Jungtiere bei den Alpakas:
Zuwachs in der S√ľdamerika-WG

Die Wohngemeinschaft auf der S√ľdamerika-Anlage der Wilhelma ist gr√∂√üer geworden. Richard, Sandro und Manu sorgen mit den anderen Alpakas immer f√ľr kurzen Rasen auf der Anlage. Die beiden gleichaltrigen Richard und Manu erblickten am 6. Juni 2012 das Licht der Welt. Aber auch Nachz√ľgler Sandro, geboren am 26. Juni, bringt viel Leben in die S√ľdamerika-WG, die sich die Alpakas mit Maras, Ameisenb√§ren, Nandus und zeitweise Halsbandpekaris teilen.
Die Zucht von Alpakas hat in der Wilhelma eine lange Tradition. Ziel ist es, m√∂glichst viele, verschiedene Farbvarianten dieser Haustiere zu zeigen. Von wei√ü, beige und grau, √ľber alle Braunt√∂ne bis hin zu schwarz gibt es die verschiedensten Kombinationen. Der j√ľngste Nachwuchs passt sich farblich bestens in die Herde der Neuweltkamele ein. In dieser Saison sind Braun, Schwarz und Wei√ü, gerne auch gemischt, die Trendfarben. W√§hrend das weibliche Fohlen Manu langfristig die derzeit insgesamt 17 Tiere umfassende Alpakaherde verst√§rken wird, m√ľssen die beiden Hengstfohlen Richard und Sandro mit zehn bis zw√∂lf Monaten abgegeben werden. Die Herde der Wilhelma besteht, von den Fohlen einmal abgesehen, ausschlie√ülich aus Weibchen.
Um Inzucht zu vermeiden, sorgt jedes Jahr ein anderer Hengst f√ľr Nachwuchs. Dieser wird von anderen Z√ľchtern ausgeliehen und bereichert zumeist einen Monat lang die Herde der Wilhelma. Im Juni des vergangenen Jahres war C√§sar von einer Alpakazucht aus dem Eisbachtal bei der Wilhelma-Herde. Das Ergebnis dieses Besuches sind Richard, Sandro und Manu.
Alpakas sind im Grunde die Schafe S√ľdamerikas. Denn schon seit mehreren Jahrtausenden werden sie in den Anden zur Wollgewinnung gez√ľchtet. Die Fasern sind sehr weich und halten besonders gut warm. Es gibt zwei Alpakatypen, die sich in Form und L√§nge ihrer Haare unterscheiden. In der Wilhelma wird nur das so genannte Huacaya gehalten, welches sich durch ein feine, gleichm√§√üig gekr√§uselte Faser auszeichnet. Lange, ungekr√§uselte Haare hingegen haben die so genannten Suri-Alpaka. Diese sind sehr selten. Nur etwa 4 Prozent der Weltpopulation weisen diese Haarform auf.
Wie Schafe, werden auch Alpakas ein Mal im Jahr geschoren. Bis zu sechs Kilo Wolle tr√§gt ein Alpaka mit sich herum. In der Wilhelma entstehen daraus keine Pullover oder M√ľtzen. Vielmehr wird sie betriebsintern verwertet - als Nistmaterial in den Vogelrevieren, zur Besch√§ftigung bei den Raubkatzen oder auch als Bastelmaterial in der Wilhelmaschule.

Foto: Wilhelma
Viel Bewegung bringt der Nachwuchs in die Alpakaherde.
(19.07.2012, 10:10)
Jana M√ľller :   Seel√∂wen:
Jea *14.06.12 von Evi
Nele *20.06.12 von Lucy
Rija *23.06.12 von Mercedes
Vater aller Jungtiere ist "Unesco"

Okapi Kabinda war erst 9, sie wurde am 04.09.2002 in Rotterdam geboren.
Kabinda war wohl nie wirklich gesund und immer das "Sorgenkind" im Giraffenhaus.
Epena und Vitu waren letzten Monat √ľbrigens wieder zusammen auf der mittleren Anlage...
(17.07.2012, 19:57)
Wilhelma :   Weiblicher Nachwuchs bei den Robben:
Das Trio vom Seelöwensee

Aller guten Dinge sind drei: Wie bereits im letzten Jahr, so kamen auch im Juni 2012 wieder drei Seel√∂wen zur Welt ¬Ė innerhalb von nur zehn Tagen. Die drei Kleinen sind diesmal durchweg weiblich und wurden von den Pflegern Jea, Nele und Rija getauft. F√ľr den Nachwuchs gesorgt haben Seel√∂wenbulle Unesco und seine drei Gef√§hrtinnen Lucy, Evi und Mercedes in mittlerweile bestens bew√§hrter ¬ĄTeamarbeit¬ď.
Kaum 14 Tage nachdem der Bulle Siku als letzter der drei 2011 geborenen Jung-Seel√∂wen nach Hamburg abgereist war, um dort sp√§ter selbst f√ľr Nachwuchs zu sorgen, brachte Seel√∂win Evi die kleine Jea zur Welt. Wenige Tage sp√§ter folgten Nele und Rija, die T√∂chter von Lucy und Mercedes ¬Ė schon war die diesj√§hrige Kindergartengruppe komplett. Bei Seel√∂wen genie√üen die Jungtiere etwa eine Woche lang ein m√ľtterliches Rundumsorglospaket, um die Mutter-Kind-Bindung zu festigen. Danach bilden die Jungtiere Cliquen und sind meist unter sich ¬Ė die M√ľtter schauen nur noch hin und wieder zum S√§ugen vorbei. Das ist nun aber nicht etwa als Verhalten √† la ¬ĄRabenmutter¬ď zu verstehen, sondern bei Robben √ľblich. Mit gutem Grund: Die M√ľtter m√ľssen jede Menge nahrhafte, fette Milch produzieren ¬Ė und daf√ľr darf das eigene leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Um genug Fisch zu erbeuten, sind im Meer lange, anstrengende Jagdausfl√ľge n√∂tig. In der Wilhelma ist es einfacher: Hier m√ľssen die Damen samt Unesco nur zweimal eine Viertelstunde bei den Schauf√ľtterungen ¬Ąarbeiten¬ď, um sich ihren t√§glichen Fisch zu verdienen: Springen, Singen, Hering Stibitzen und aus dem Wasser Schnellen stehen unter anderem auf dem Show-Programm. Dabei baut der Seel√∂wentrainer nur Verhaltensweisen spielerisch ein, die ohnehin zum Repertoire der cleveren, aufgeweckten Robben geh√∂ren.
Derweil liegt der Nachwuchs auf der faulen Haut, aalt sich beim Sonnenbad auf dem Aussichtsfelsen, planscht ein wenig im stets 15 Grad k√ľhlen Cannstatter Mineralwasser oder kabbelt ein wenig miteinander. Sollen sie doch nebenan spritzen, springen und singen, soviel sie wollen. Hauptsache die M√ľtter vergessen nicht, nach der eigenen Schlemmerei die n√§chste Milchmahlzeit abzuliefern. Die ist schlie√ülich die beste Garantie, dass die Seel√∂wenkinder ihr Geburtsgewicht von sechs bis acht Kilogramm in nur einem Monat verdoppeln k√∂nnen, rund und mollig werden. Bei Robben ist ein guter Speckg√ľrtel √ľberlebenswichtig: als Schutz vor kaltem Wasser und als Fettpolster f√ľr Fastenzeiten. In der Natur m√ľssen die Jungtiere nach sechs bis acht Monaten ganz ohne Lehrmeister die Kunst des Fischfangs erlernen. In der Wilhelma dagegen bringen die Pfleger den kleinen Robben bei, statt Muttermilch Hering und Makrele anzunehmen. Ein knappes Jahr bleiben die Kleinen hier, dann ziehen sie in andere Zoos um. Ein ¬ĄM√§del√ľberschuss¬ď entpuppt sich dabei als Vorteil: Da bei Seel√∂wen immer ein Bulle und mehrere Damen in einer Haremsgruppe leben, sind Weibchen naturgem√§√ü gefragter.

Foto: Die drei jungen Seelöwen bilden schon kurz nach der Geburt eine Kindergartengruppe.
(11.07.2012, 14:20)
Matthias Schramm :   @J√∂rn Hegner: die Klippspringeranlage ist nicht mehr besetzt. Die sonst genannten Anlagen existieren nicht mehr. Dieser Bereich wird gerade durch das neue Meschenaffenhaus √ľberbaut. Die Wasserb√∂cke waren vor√ľbergehend neben den Bongos untergebracht, die Tiere sind inzwischen verstorben.
(10.07.2012, 21:56)
J√∂rn Hegner :   demn√§chst habe ich mal wieder geplant die wilhelma zu besuchen . einige tiere sind dort auch nicht mehr . wie diese klippspringer in der giraffen-anlage mit drin . was ist denn darin jetzt untergebracht . ansonsten sind auch bei der afrika-anlage die blessb√∂cke , mendesantilopen , defassa-wasserb√∂cke und warzenschweine nicht mehr . ist stattdessen jetzt etwas anderes . in den alten gehege von den warzenschweinen waren ja zuletzt stachelschweine habe ich gesehen vor drei bis vier jahren .
(10.07.2012, 19:40)
Wilhelma :   Kurzvortr√§ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Schatten der Nacht ¬Ė Flederm√§use

Am Sonntag, dem 15. Juli 2012, bietet die Wilhelmaschule wieder spannende Kurzvortr√§ge f√ľr die Wilhelma-Besucher an ¬Ė einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Diesmal geht es um die ¬ĄSchatten der Nacht¬ď, die Flederm√§use. In Bild und Wort stellt die Fledermausexpertin und Zoop√§dagogin Ewa Paliocha bei ihrem Vortrag verschiedene Fledertier-Arten vor und erz√§hlt von den erstaunlichen F√§higkeiten und besonderen Bed√ľrfnissen der d√§mmerungs- und nachtaktiven Insektenj√§ger. Der Vortrag ist frei, jeder Besucher mit Eintrittskarte kann teilnehmen, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Eine Zweifarbfledermaus: Wie alle heimische Arten steht sie aufgrund von Wohnungsnot, Insektiziden und Veränderungen ihres Lebensraums unter Naturschutz. (Foto: Martin Paliocha)
(10.07.2012, 14:44)
Gudrun Bardowicks :   Ich hoffe, dass das Okapikalb bei der Adoptivmutter weiterhin gut aufw√§chst.
(05.07.2012, 23:15)
Wilhelma :   Thementag ¬ĄReptilien¬ď aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Von einzigartigen Echsen und schuppigen Schönheiten

Wie sieht wohl eine Schildkr√∂te von innen aus? Welche Art Eier legen eigentlich Krokodile? Und warum h√§uten sich Schlangen? Antworten darauf erhalten gro√üe und kleine Wilhelma-Besucher beim Thementag ¬ĄReptilien¬ď am Sonntag, dem 8. Juli 2012 zwischen 11 und 17 Uhr in der Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Dort warten die p√§dagogischen Mitarbeiter mit Infos und jeder Menge Anschauungsmaterial ¬Ė wie etwa Skeletten, Sch√§del und Schlangenhaut ¬Ė auf, das betrachtet, erforscht oder auch angefasst werden kann. Wer von Reptilien bereits fasziniert ist, wird voll auf seine Kosten kommen. Wer sie bislang eher unheimlich findet, wird anschlie√üend mit mehr Verst√§ndnis f√ľr ihre Lebens- und Verhaltensweisen nach Hause gehen. Und fest steht: Wer die schuppigen Sch√∂nheiten erst einmal n√§her kennen gelernt hat, kann sich ihrer Faszination nicht entziehen. Die Teilnahme am Thementag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď ist wie immer im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Bild: Schuppige Sch√∂nheiten wie diese K√∂nigsnatter ¬Ė die beim Thementag auch ¬Ąpers√∂nlich¬ď anwesend sein wird ¬Ė faszinieren eigentlich jeden Menschen, wenn dieser sie n√§her kennen lernt. Foto: Glenn Bartoletti/Wikimedia
(05.07.2012, 13:03)
Bj√∂rnN :   "Kabinda" war gerade 11 Jahre alt.
(05.07.2012, 11:30)
Holger Wientjes :   Ich hoffe, dass das Kalb aufw√§chst !! Wie alt war das Zuchtweibchen ? War sie schon l√§nger krank ?
(05.07.2012, 10:52)
Wilhelma :   Gl√ľck im Ungl√ľck bei den seltenen Waldgiraffen:
Okapi-Kuh Ibina adoptiert das verwaiste Kalb von Kabinda

Nur 16 Tage nach der Geburt eines weiblichen Okapi-Kalbs ist in der Wilhelma dessen Mutter Kabinda √ľberraschend gestorben ¬Ė ein gro√üer Verlust, der obendrein zum denkbar ung√ľnstigsten Zeitpunkt kam: Auch das Leben des Nachwuchses war nun bedroht. Doch das Kalb und die Wilhelma hatten Gl√ľck im Ungl√ľck: Eine der beiden anderen Okapi-K√ľhe der Wilhelma, Ibina, hat das verwaiste Okapi-M√§dchen anstandslos adoptiert.
Zun√§chst war die Freude gro√ü √ľber den Nachwuchs in der florierenden Okapi-Zuchtgruppe ¬Ė zumal bei so seltenen Arten wie den Waldgiraffen weibliche Tiere f√ľr die Arterhaltung besonders wertvoll sind. Und so wurde das am 7. Juni geborene Kalb ¬ĄNyota¬ď getauft ¬Ė afrikanisch f√ľr ¬ďStern¬ď. Doch die Freude w√§hrte nur 16 Tage, dann fanden die Pfleger Okapi-Mutter Kabinda tot in ihrer Box: Sie war einem chronischen Nierenleiden erlegen. Erste Versuche, das neue Sternchen am Okapi-Himmel mit der Flasche aufzup√§ppeln, scheiterten ¬Ė schlie√ülich wusste dieses schon genau, wie ein m√ľtterliches Euter auszusehen hat. Als letzte Hoffnung blieben nur die Kuh Ibina und ihr halbj√§hriger Sohn Obasi, der bereits gro√ü und kr√§ftig genug war, um eine vorzeitige Entw√∂hnung von der Muttermilch zu verkraften. Aber w√ľrde Ibina die Rolle als Leihmutter und Amme spielen? Sie tat es: Ohne Umschweife nahm sie das fremde Kalb an, s√§ugte es und leckt und pflegt es seither wie ihr eigenes. ¬ĄIn der Natur kommt dies bei Okapis h√∂chstwahrscheinlich nie vor, denn dort f√ľhren Waldgiraffen ein Dasein als Einzelg√§nger und begegnen sich kaum¬ď, erkl√§rt Zoologin Dr. Ulrike Rademacher. ¬ĄAuch in Zoos gab es so eine Adoption bei Okapis bislang nicht. Bei Steppengiraffen im Zoo dagegen l√§sst sich √∂fter beobachten, dass manche K√ľhe fremde, manchmal auch mehrere K√§lber trinken lassen.¬ď
¬ĄOhne Ibina w√§ren wir aufgeschmissen gewesen¬ď, lobt Pfleger Matthias Bernd die elfj√§hrige Okapi-Kuh. Das Pflegerteam im Giraffenhaus ist heilfroh, dass Ibinas Milchfluss bislang ausreicht, um Nyota satt zu kriegen ¬Ė und zwar mit bester Original-Okapimilch. Als Entlastung f√ľr die Amme und als Training f√ľr den Notfall, dass die Quelle doch noch vorzeitig versiegt, f√ľttern die Pfleger inzwischen vier Mal am Tag 200 Milliliter Kuhmilch aus der Flasche zu. Dank sanfter √úberredungskunst akzeptiert Nyota mittlerweile auch den k√ľnstlichen Sauger aus Menschenhand ¬Ė was ihre √úberlebenschancen zus√§tzlich steigert. Und Obasi, der ersatzweise noch etwas Milchpulver unters Obstfutter erh√§lt, hat sich bereits recht gut damit abgefunden, dass er fr√ľher selbstst√§ndig werden musste.
Bei den Okapis z√§hlt jedes Tier, die Zukunft der Art steht in ihrer Heimat Zentralafrika auf der Kippe. Den Gesamtbestand von max. 20.000 bis 30.000 Tieren und ihren Lebensraum zu erhalten, ist daher Ziel eines Okapi-Projekts, das von vielen Zoos inklusive der Wilhelma unterst√ľtzt wird. Doch die politische Wirren sorgen f√ľr schwere R√ľckschl√§ge: K√ľrzlich wurde die kongolesische Okapistation Epulu √ľberfallen und zerst√∂rt, sechs Menschen und 13 Okapis starben. In Tierparks sind Waldgiraffen selten zu finden: In Europa leben derzeit 56 Okapis, davon sieben in Stuttgart: Epena und Ibina, ihre S√∂hne Kivu und Obasi, Nyota und die Bullen Xano und Vitu. Seit 1998 kamen hier zehn Okapis zur Welt, darunter vier Weibchen. F√ľr die Besucher zu sehen ist das j√ľngste Kalb, Nyota, bisher kaum ¬Ė wie alle Okapi-K√§lber verbringt es die ersten Lebenswochen meist zur√ľckgezogen in einem Versteck.

Foto:
Adoptivmama Ibina k√ľmmert sich r√ľhrend um die Waise, s√§ugt Nyota und leckt sie sauber. Bei guter Versorgung durch Muttermilch legen Okapi-K√§lber ca. 2,5 Kilo pro Woche zu.
(05.07.2012, 08:20)
Wilhelma :   Sommerferienprogramm 2012 der Wilhelmaschule:
Au√üergew√∂hnliche Ferienerlebnisse f√ľr Kinder

Spielzeuge f√ľr die Wilhelma-Gorillas basteln, einen eigenen kleinen Kr√§utergarten anlegen, Malen wie die australischen Ureinwohner oder nachtaktive Tiere besuchen und anschlie√üend in der Wilhelmaschule √ľbernachten: Von Juli bis September bietet die Wilhelma zum 5. Mal ein spannendes und vielseitiges Sommerferienprogramm f√ľr Kinder von sechs bis vierzehn Jahren an. Und das Beste: Es sind noch Pl√§tze frei, die bei Martina Russ von der Wilhelmaschule jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0711/5402-136 gebucht werden k√∂nnen. Das gesamte Angebot 2012 mit insgesamt neun verschiedenen Programmen gibt es zum Herunterladen auch unter www.wilhelma.de in der Rubrik der ¬ĄWilhelmaschule¬ď. Weitere Infos zu Terminen, Anmeldung und Kosten erteilt ebenfalls Frau Russ. Die Anmeldung ist unbedingt erforderlich und Voraussetzung f√ľr die Teilnahme.

Bild: Ebenfalls ein Angebot im Sommerferienprogramm der Wilhelma: Das Basteln von Besch√§ftigungsspielzeug f√ľr Tiere. Auf dem Bild bef√∂rdern die Kinder gerade gemeinsam mit einer Tierpflegerin Popcorn in B√§lle mit L√∂chern. Um ans Popcorn heranzukommen, nutzen die Menschenaffen oft St√∂ckchen als Werkzeuge - was K√∂pfchen und Geschick erfordert und sie besch√§ftigt. Foto: Wilhelma
(03.07.2012, 08:13)
Holger Wientjes :   Da w√§re ich mir gerade bei Menschenaffen gar nicht so sicher, ob ihnen das egal ist. W√§re mal interessant herauszufinden, welche Materialien sie bevorzugen, wenn sie eine Wahlm√∂glichkeit bekommen. Vielleicht w√§re auch gerade diese Abwechslung nicht verkehrt. Ich kann verstehen, dass man nicht alles was sich bew√§hrt hat aufgeben m√∂chte. Aber fortschrittlich oder innovativ sieht ja dann auch anders aus. Und andere Zoos, die in letzter Zeit f√ľr Menschenaffen neu gebaut haben, sind ja auch neue Wege gegangen. Warum hat man dann in Stuttgart solche Bedenken ?
(29.06.2012, 10:14)
Moritz Jochum :   Als ich eine F√ľhrung mit dem Tierarzt der Wilhelma gemacht habe sagte er dass alles was sich im alten Menschenaffenhaus bew√§hrt hat √ľbernommen wird und ich denke dass es einem Gorilla oder Bonobo egal ist ob seine Kletterm√∂glichkeiten im Naturlook sind oder aus Metall
(29.06.2012, 09:55)
Bj√∂rnN :   Die K√∂lner Anlage ist inzwischen auch schon 27 Jahre in betrieb und dort gibt es einen linoleumartigen Fu√üboden, der aber stark strukturiert ist, sodass die Tiere Zeit aufwenden m√ľssen, um in den Wellen und Nieschen Leckereien zu finden.

Mit persönlich gefallen weder das Plantschbecken noch die Metallelemente in Stuttgart, schon gar nicht die wuchtige Betonarchitektur, die man sich wohl von der alten Anlage abschaut, aber das ist Ansichtssache.

Ich sehe darin keinen Unterschied zu vielfach bescholtenen Kunstfels.

Andere Zoos lösen die Beschäftigungsmöglichkeiten mit hohen Anlagen, Seilen, Netzen etc. weitaus besser.
(28.06.2012, 18:42)
Matthias Schramm :   "Nicht alles wird anders in der neuen Anlage ¬Ė was sich im alten Haus bew√§hrt hat, wird √ľbernommen. Die Innengehege werden auch k√ľnftig hygienisch und sicher durch Glasw√§nde zum Besucherbereich hin abgetrennt sein und mit altbew√§hrten Einrichtungen wie Karussells, Planschbecken, festen und flexiblen Kletterstrukturen sowie H√§ngematten ausgestattet. Neu ist, dass die Tiere im neuen Haus in den Genuss eines Bodens mit Tiefstreu aus Rindenschrot (¬Ąbiofloor¬ď) kommen werden. Und neben vielf√§ltigen Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten, die ihnen weiterhin angeboten werden, sollen den Tieren zeitweise sogar Filmvorf√ľhrungen an der Gehegewand Abwechslung bieten!" Homepage Wilhelma

Die "Karussells" sind tatsächlich die drehbaren Metalstangen, die auch bereits in den alten Käfigen montiert sind.

In anderen Zoos, auch mit neuen Menschenaffenanlagen fällt mir auf, dass dort die Fußböden sehr häufig auch nicht aus Naturmaterialien beschaffen sind z.B. Köln oder irre ich mich da!?
(28.06.2012, 15:42)
Jana M√ľller :   Gorilla Au√üenanlage
(27.06.2012, 20:37)
Jana M√ľller :   Netz bei der Gorillakindergartenanlage
(27.06.2012, 20:36)
Jana M√ľller :   Blick zur Bonobo-Anlage
(27.06.2012, 20:30)
Jana M√ľller :   @Holger:
wie gesagt, im Innenraum soll Rindenschrot als Untergrund dienen, nicht Beton.

Das mit dem TV f√ľr die Tiere soll laut einem Bericht von swr.de "auch Impulse f√ľr die Verhaltensforschung bringen." In Twycross wurde laut diesem Bericht die Filmvorf√ľhrungen getestet und die Tieren hatten wohl Spass dabei. Dort wurde der Fernseher auch bei Tieren in Quarant√§ne eingesetzt, die somit ohne Sozialkontakt lebten.
Im √ľbrigen soll der TV auch nur zeitweise "freigeschaltet" sein.

Heute wurde auf der Bonobo-Au√üenanlage begonnen, das Netz √ľber die Au√üenanlage zu legen. Auch √ľber einem Teil des Gorilla-Kindergartens ist ein solches Netz angebracht worden.
(27.06.2012, 20:04)
Ottmar M√ľller :   @Michael Mettler: Ich bin daf√ľr, die Scheiben anzustreichen und die Tiere nur nachts auf die Au√üenanlagen zu lassen.

Nein, im Ernst: Besucher sind f√ľr einen Zoo nunmal unvermeidlich, "Bonobo-TV" schon.
(27.06.2012, 19:48)
Michael Mettler :   @Ottmar M√ľller: Und was ist mit der stundenlangen Reality-Soap, welche die die Bonobos Tag f√ľr Tag durch die Scheiben ihrer Anlage ansehen k√∂nnen? Wieviel √Ąhnlichkeit hat die denn mit ihrem Leben im Kongo...? ;-)
(27.06.2012, 17:01)
Wilhelma :   VERANSTALTUNGSHINWEIS

Kurzvortr√§ge aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď in der Wilhelma:
¬ĄTierisch Schlau¬ď ¬Ė die √ľberraschenden Geistesleistungen der Tiere

Am Sonntag, dem 1. Juli 2012, k√∂nnen die Besucher im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere viel Erstaunliches und Wissenswertes √ľber die Geistesleistungen von Tieren erfahren.
In einem kurzweiligen Dia-Vortrag erz√§hlt die Diplombiologin Sabine Ratzel gro√üen wie kleinen Wilhelma-Besuchern beispielsweise von t√ľftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die Geb√§rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď wird am 1. Juli zwei Mal gehalten ¬Ė um 15 Uhr und um 16 Uhr. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen.

Bild: Der zahme Gr√ľnz√ľgelpapagei Lilly aus der Wilhelmaschule ist beim ¬ĄPuzzlespielen¬ď mit Spa√ü und K√∂pfchen dabei. Foto: Wilhelma / L. Cadd
(27.06.2012, 16:08)
Ottmar M√ľller :   In Twycross wird das mit den Filmvorf√ľhrungen anscheinend schon l√§nger praktiziert. Ich halte die Idee, den Bonobos zus√§tliche visuelle Reize zu bieten an sich nicht f√ľr schlecht. Jedoch nur, wenn das zeitlich sehr begrenzt geschieht und wenn die Tiere Landschaften und andere Arten aus ihrem nat√ľrlichen Lebensraum zu sehen bekommen (ich glaube nicht, dass im Kongo M√§use mit Hosen herumlaufen).
(27.06.2012, 15:54)
Holger Wientjes :   Sehe ich auch so. Die Aussenanlagen scheinen ja wirklich gut zu werden. Innen wird¬īs wohl zumindest kein Kunstfelspalast, was ich aber auch nicht gerade schlimm finde. Solange die Tiere nicht auf blankem Beton laufen m√ľssen, wovon ich nicht ausgehe, soll¬īs wohl was werden. Nur das "Karussell" und das "Affen-TV" macht mir nach wie vor etwas Kopfschmerzen
(27.06.2012, 14:42)
Ulli :   Zweifelsohne eine sehr sehr gro√üe Verbesserung ... aber irgendwo auch Architekten-Selbstverwirklichung.
(27.06.2012, 14:33)
Ottmar M√ľller :   Noch mehr Bilderhttp://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bauarbeiten-in-der-wilhelma-am-see-begegnen-besucher-den-gorillas.4274d70e-31f8-414d-a6b0-6f9c1fa39ae2.html
(27.06.2012, 13:39)
Jana M√ľller :   In den Innengehegen gibt es dann "biofloor" als Untergrund, das ist ein Tiefstreu aus Rindenschrot.
Bildmaterial gibt es immer auf der Wilhelma-HP unter "Ereignis-Tageb√ľcher" --> "Menschenaffenanlage".
Bin heute wieder in der Wilhelma, kann dann ein paar aktuelle Fotos vom Baufortschritt machen (wobei man von innen allerdings nichts sehen wird).
(27.06.2012, 06:58)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: Naturboden kann auch aus Felsen bestehen...
http://www.hascherjehle.de/de-projekte/anlage-fuer-afrikanische-menschenaffen-wilhelma-stuttgart.html

Ich bin gespannt.
(26.06.2012, 22:29)
Jan Beensen :   Gibt es schon Bildmaterial?
Ich kann es nämlich kaum fassen...
(26.06.2012, 21:55)
Ottmar M√ľller :   Wenn die ganzen Betonw√§nde in ihrem jetzigen Zustand belassen werden (Fotos SZ) wird das weder f√ľr Menschen noch f√ľr Tiere ein sch√∂ner Ort. Ich denke doch, dass so hoch entwickelte Tiere wie Menschenaffen sehr wohl zwischen grauem Beton und h√ľbsch bemalten W√§nden unterscheiden k√∂nnen.

Mit den "Karussells" sind möglicherweise auch die drehbaren Metallstangen gemeint, die es schon im alten Haus gibt.
(26.06.2012, 21:36)
Bj√∂rnN :   Innen werden die Anlagen gestalterisch sich wohl kaum von den jetzigen abheben. Das Konzept maximaler Hygiene scheint Programm in Stuttgart zu sein, man ist damit bislang auch nicht so schlecht gefahren.

Ich teile aber die Empfindungen meiner Vorredner, das ist weder fortschrittlich noch zeitgemäß. Den Sinn von Zeichentrickserien soll mal einer verstehen.

Zumindest au√üen wird es Naturboden geben, den manche Stuttgarter Menschenaffen noch nie oder √ľber 40 Jahre nicht sp√ľren durften.
(26.06.2012, 20:49)
Silke Kollrich :   Heute ist doch nicht der 1. April! Soll das wirklich ernst gemeint sein?
(26.06.2012, 20:43)
Holger Wientjes :   Wirkt in der Tat etwas befremdlich ! Da bin ich ja mal gespannt.
(26.06.2012, 20:39)
Liz Thieme :   Habe gerade in der Stuttgarter Zeitung Infos zur Menschenaffenanlage gelesen. Bisher dachte ich (aufgrund von Bildern), dass die recht naturnah gebaut werden soll.
Nun lese ich solche Sachen wie: >Jehle unterstrich, dass die Anlage vor allem den hygienischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an die Tierhaltung gerecht werde. ¬ĄDas ist ein sehr funktionales Geb√§ude ¬Ė wir wollten kein Disneyland schaffen mit Fototapete von einer Regenwaldlandschaft.¬ď<
Und >In den Innengehegen k√∂nnen die Tiere k√ľnftig in Becken planschen, auf einem Karussell herumtoben und sich anschlie√üend in H√§ngematten ausruhen. Eine zus√§tzliche Bereicherung f√ľr die Affen soll au√üerdem das Bonobo-TV werden. Dabei k√∂nnen die Tiere k√ľnftig selbst aussuchen, was sie im Gehege anschauen wollen ¬Ė Tierdokumentationen oder bunte Zeichentrickfilme.<

Ich bin etwas geschockt von der Idee mit dem Fernsehen. Da wird √ľber Eltern geschimpft, die ihre Kinder zur Besch√§ftigung vor den Fernseher hocken und bei den Affen wirds gemacht.
Und auch das mit dem Karussel kommt mir etwas fremdartig vor.
(26.06.2012, 20:34)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Markhoren:
Die Ziegen mit den ¬ĄSchlangenh√∂rnern¬ď

W√§hrend Harry, der Markhor-Bock der Wilhelma, in der Sonne d√∂st und gen√ľsslich wiederk√§ut, springt sein j√ľngster Nachwuchs munter √ľber die Kletterfelsen unterhalb der B√§renanlage. Vor rund einem Monat erblickten die drei kleinen Markhore, auf deutsch ¬ĄSchraubenziegen¬ď genannt, das Licht der Welt. Seither gehen sie am liebsten gemeinsam, als Kindergartentrupp, auf Entdeckungsreise. Dabei bewegen sie sich schon fast so elegant und trittsicher √ľber Stock und Stein wie die erwachsenen Herdenmitglieder.
Um so imposante H√∂rner zu tragen wie sein Vater Harry, muss das B√∂ckchen unter den drei jungen Markhoren wohl noch eine ganze Weile warten beziehungsweise wachsen. Bis zu beachtliche 1,6 Meter L√§nge k√∂nnen die schraubenf√∂rmigen H√∂rner der B√∂cke im Laufe ihres Lebens erreichen. Bei Markhoren tragen die Weibchen in der Regel ebenfalls H√∂rner, die allerdings kleiner bleiben. Ihrem markanten Kopfschmuck verdanken die aus Zentralasien stammenden Markhore auch ihren deutschen Namen ¬ĄSchraubenziege¬ď, der zudem ihre nahe Verwandtschaft zu unseren Hausziegen anzeigt. Die Bezeichnung ¬ĄMarkhor¬ď dagegen leitet sich von zwei persischen W√∂rtern ab: von mar f√ľr ¬ĄSchlange¬ď und khor f√ľr ¬ĄEsser¬ď ¬Ė Markhor bedeutet also ¬ĄSchlangenesser¬ď. Da sich Schraubenziegen nicht von Schlangen, sondern rein pflanzlich ern√§hren, muss es eine andere Erkl√§rung f√ľr den Namen geben. Auf der Suche danach st√∂√üt man auf eine Sage, in der ein Markhor eine Schlange t√∂tet und verspeist. Und es gibt den Aberglauben, dass der Schaum, der den Tieren beim Wiederk√§uen aus dem Mund tropft, in getrockneter Form als Gegengift bei Schlangenbissen helfen soll. Eine einfachere Erkl√§rung liefern vielleicht die H√∂rner selbst, die an sich windende Schlangen erinnern.
Wie alle Ziegenartigen sind auch Markhore an das Leben im Hochgebirge ihrer Heimat, die von Afghanistan bis Indien reicht, hervorragend angepasst. Mit Leichtigkeit erklimmen sie die steilsten Felsen, und das bis in H√∂hen von 3600 Metern. Anders als ihre Verwandten ¬Ė etwa die Steinb√∂cke ¬Ė scharren Markhore ihre Pflanzennahrung nicht mit den Hufen unter dem Schnee hervor. Sie bevorzugen andere Methoden, um auf ihre Kosten zu kommen: Sie suchen zun√§chst die tiefer gelegenen, immergr√ľnen Laubw√§lder auf, wo vor allem die Jungtiere und leichteren Gei√üen geschickt im Ge√§st von Str√§uchern und niederen B√§umen umherklettern und das Laub abknabbern. Da sich unter ihrem Gewicht die √Ąste zu Boden biegen, kommen unten aber auch die B√∂cke und schwereren Gei√üen zu ihrem t√§glich Brot. Zerren die am Boden gebliebenen Herdenmitglieder jedoch zu stark an den √Ąsten, kommt es schon mal vor, dass ihre oben balancierenden Artgenossen wie reife √Ąpfel vom Baum fallen ¬Ė dabei aber nat√ľrlich geschickt und unverletzt landen.
In ihren nat√ľrlichen Verbreitungsgebieten sind Markhore heute leider eine seltene Erscheinung. Jagd und Lebensraumzerst√∂rung haben sie an den Rand des Aussterbens gebracht. In Zoos findet man Schraubenziegen ebenfalls nur selten. Die zwei weiblichen und das m√§nnliche Zicklein, welche nun die Wilhelma-Herde verst√§rken, sind also nicht nur niedlich, sondern auch seltene Kostbarkeiten.
(21.06.2012, 07:51)
Ottmar M√ľller :   Zu den Waldhunden: Die neuen Tiere sind zur Zeit hinter den Kulissen in der Quarant√§ne, wohin die alten sind wei√ü ich nicht.
(11.06.2012, 17:35)
Wilhelma :   WICHTIGER VERANSTALTUNGSHINWEIS

Geschlossene Veranstaltung ¬ĄDreamnight¬ď am 15. Juni:
Ein abendlicher Wilhelma-Besuch exklusiv f√ľr kranke Kinder

Am 15. Juni wird die Wilhelma ihre Pforten f√ľr die breite √Ėffentlichkeit ausnahmsweise schon um 17.30 Uhr anstatt wie √ľblich um 20 Uhr schlie√üen. Denn an diesem Abend findet ab 18 Uhr eine geschlossene Abendveranstaltung exklusiv f√ľr kranke und behinderte Kinder statt: die ¬ĄDreamnight¬ď. Rund 500 Kinder sowie ihre Familien erhielten eine Einladung daf√ľr, rund 2000 G√§ste werden erwartet. F√ľr ein paar Stunden haben dann die kranken Kinder und ihre Begleiter die Wilhelma ganz f√ľr sich.
Ins Leben gerufen wurde die ¬ĄDreamnight¬ď 1996 vom Zoo Rotterdam, mittlerweile wurde eine globale Bewegung daraus: 248 Zoos weltweit f√ľhren sie inzwischen durch, 85.000 Familien besuchten allein 2011 die ¬ĄTraumnacht im Zoo¬ď, also rund 350.000 Besucher. Ziel der Veranstaltung ist es, behinderten und chronisch kranken Kindern einen Zoo-Besuch zu erm√∂glichen, bei dem sie Tiere und Pflanzen in gesch√ľtzter Atmosph√§re ungest√∂rt und bed√ľrfnisgerecht erleben k√∂nnen. In der Wilhelma findet am 15. Juni die mittlerweile vierte Dreamnight statt; sie beginnt um 18 Uhr und dauert bis etwa 22 Uhr ¬Ė die √ľbrigen Besucher werden daher gebeten, die Wilhelma ausnahmsweise bereits um 17.30 Uhr zu verlassen.
Eingeladen wurden die Kinder gemeinsam von der Wilhelma, dem Olga-Kinderhospital sowie verschiedenen F√∂rderkreisen, die sich jeweils um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern wie Herz- und Nierenkrankheiten, Krebs oder Down-Syndrom k√ľmmern. F√ľr sie alle haben sich die Wilhelma-Mitarbeiter wieder ein buntes Programm ausgedacht ¬Ė mit F√ľhrungen, F√ľtterungen und Tierbegegnungen, Malen, Basteln und Spielen. M√∂glich macht die Veranstaltung vor allem der ehrenamtliche Einsatz der Wilhelma-Mitarbeiter, unterst√ľtzt von Mitgliedern des Wilhelma-F√∂rdervereins sowie von zahlreichen Unternehmen, Institutionen und K√ľnstlern, die ihre Leistungen oder Produkte der guten Sache kostenfrei zur Verf√ľgung stellen.
(11.06.2012, 15:32)
Jana M√ľller :   Der Wasserbock starb im April.
Sch√∂n, dass die Bongos nun auch in das Gehege d√ľrfen. Hoffentlich zieht bald ein neuer Zuchtbock ein.
(08.06.2012, 07:19)
Ottmar M√ľller :   Der letzte Wasserbock ist wohl weg. Er ist nicht mehr ausgeschildert und die Bongos k√∂nnen diesen Gehegeteil nun auch nutzen.
(07.06.2012, 14:54)
Joshua F√∂rg :   Bei den Schwarzst√∂rchen schl√ľpfte auch mindestens ein Jungvogel, man kann das Nest jedoch aufgrund einer Absperrung leider nur aus einiger Entfernung betrachten.
(06.06.2012, 22:01)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Mandschurenkranichen:
Elterngl√ľck bei den Gl√ľcksbringern

Bereits im dritten Jahr nacheinander hat das junge Mandschurenkranich-Paar der Wilhelma Nachwuchs bekommen: Das K√ľken schl√ľpfte Ende Mai auf der Stelzvogelwiese und folgt seitdem den wachsamen Eltern auf Schritt und Tritt. F√ľr die Wilhelma ist dies sehr erfreulich ¬Ė zumal die seltene asiatische Vogelart erst seit 2008 in Stuttgart gehalten wird.
In ihrer fern√∂stlichen Heimat gelten Mandschurenkraniche als die Gl√ľcksbringer schlechthin und stehen f√ľr ein gesundes, langes Leben. Trotzdem ¬Ė oder gerade deshalb ¬Ė wurden sie noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark bejagt. In Japan galt ein Kranich als besondere Delikatesse, die vor allem zum Neujahrsfest auf den Tisch kam. Erst nachdem die Best√§nde fast vollst√§ndig erloschen waren, wurde die Jagd strikt verboten, so dass es heute zumindest auf der japanischen Insel Hokkaido wieder eine stabile Population der Mandschurenkraniche gibt. Auf dem Festland, in China, der Mongolei und auf der koreanischen Halbinsel hingegen ist es um die Art nicht so gut bestellt: Hier macht den V√∂geln vor allem der Verlust ihres Lebensraums zu schaffen. Sie sind auf gro√üe Sumpfgebiete angewiesen, in denen sie ungest√∂rt ihre Jungen gro√ü ziehen k√∂nnen. Zudem werden ihre √úberwinterungsgebiete immer h√§ufiger trocken gelegt, um Nutzfl√§chen f√ľr die Landwirtschaft zu gewinnen. So wurde der Mandschurenkranich zu einem der seltensten Kraniche weltweit.
Umso erfreulicher ist, dass die Zucht dieser imposanten V√∂gel in Gehegen, unter anderem in der Wilhelma, gut funktioniert. Dabei legen Mandschurenkraniche in der Regel zwei Eier, die von Henne zu Henne ganz anders gef√§rbt sein k√∂nnen: von bl√§ulich, √ľber braun gesprenkelt ¬Ė wie beim Wilhelma-Weibchen ¬Ė bis hin zu schneewei√ü. Dies ist einzigartig: Normalerweise haben innerhalb einer Kranichart alle Eier die gleiche F√§rbung. Keine Farbunterschiede gibt es bei den geschl√ľpften K√ľken ¬Ė sie tragen alle ein braunes Dunenkleid, mit dem sie hervorragend getarnt sind. Zus√§tzlich werden sie von den Eltern mit Argusaugen bewacht und vor Feinden mutig verteidigt. Bereits mit drei Monaten sind die jungen Mandschurenkraniche so gro√ü wie ihre Eltern und haben ihre Dunen gegen ¬Ąrichtige¬ď Federn getauscht. W√§hrend der ersten zwei Lebensjahre verr√§t jedoch ihr br√§unliches Federkleid ihr Alter, erst danach tragen sie rein wei√üe und schwarze Federn. F√ľr eigenen Nachwuchs sorgen sie ab drei bis vier Jahren, wenn sie den passenden Partner gefunden haben. Diesem bleiben sie ¬Ė wie alle Kraniche ¬Ė ein Leben lang treu. Um die Paarbindung zu st√§rken, veranstalten Mandschurenkraniche jedes Jahr aufs Neue atemberaubend sch√∂ne T√§nze mit ausgefeilter, besonders figurenreicher Choreografie. Und klangvoll geht es beim Balzen ebenfalls zu: Ihre trompetenden Rufe schallen dank der gebogenen Form ihrer Luftr√∂hre dann kilometerweit.
Sobald das in der Wilhelma geborene Kranichk√ľken gro√ü genug ist, wird es in einem anderen Zoo ein neues Zuhause finden und dort mit einem passenden Partner eines Tages selbst Junge aufziehen. Damit diese bedrohte Vogelart auch in Zukunft √ľberleben kann.
(06.06.2012, 10:16)
Wilhelma :   Aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď der Wilhelma-Schule:
Ein kulinarischer Rundgang zu essbaren Wildpflanzen

In unseren heimischen Wiesen und W√§ldern wachsen erstaunlich viele Wildpflanzen, die man essen kann. Welche zu den genie√übaren Arten geh√∂ren und wie sie auf gesunde, leckere Art den Speiseplan bereichern k√∂nnen, das erfahren die Wilhelma-Besucher am Sonntag, dem 10. Juni 2012, von dem Experten und Buchautor Dr. Markus Strau√ü. Er l√§dt an diesem Tag jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr zu einem kleinen ¬Ąkulinarischen¬ď Rundgang durch die Wilhelma ein. Aufgesucht werden gezielt diejenigen Wildpflanzen, die jetzt, im Fr√ľhsommer, wachsen und f√ľr den Verzehr geeignet sind. Der Rundgang wird in der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď von der Wilhelmaschule angeboten, Treffpunkt f√ľr den Rundgang ist das Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervolieren. Die Teilnahme kostet nur den √ľblichen Wilhelma-Eintritt, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind willkommen.
(05.06.2012, 07:58)
Jana M√ľller :   Die Waldhunde (3,0) sind schon seit Ende Februar weg, wohin sie kamen wei√ü ich nicht. Seitdem steht das Gehege leer.
Scheinbar soll ein neues Zuchtpaar kommen... aber wann, keine Ahnung.

Giraffenjungulle Leon (*2009) hat den Zoo Mitte Mai Richtung N√ľrnberg verlassen.
(01.06.2012, 12:35)
Joshua F√∂rg :   @Ottmar M√ľller: Was mit den Waldhunden geschehen ist, wei√ü ich nicht, aber der Zoo in Landau plant derzeit die Haltung von Waldhunden im ehemaligen Luchsgehege. Eventuell wurden die Waldhunde der Wilhelma schon nach Landau gebracht bzw. sind noch in der Wilhelma hinter den Kulissen, um in absehbarer Zeit nach Landau abgegeben zu werden.
(31.05.2012, 14:22)
Wilhelma :   Zweifingerfaultiere:
Nachwuchs bei den fleißigsten Faulpelzen der Wilhelma

Die Zweifingerfaultiere gehören, man glaubt es kaum, zu den fleißigsten tierischen Mitarbeitern der Wilhelma: Denn jedes Jahr seit ihrem ersten Rendezvous 2004 schenkt das Zuchtpaar Marlies und Mike dem zoologisch-botanischen Garten zuverlässig ein kleines Faultierchen. Ihr achter Nachwuchs, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 14. Mai direkt vor den Augen einiger begeisterter Besucher zur Welt.
Geduldig und gem√§chlich tr√§gt Faultiermutter Marlies ihr Jungtier durchs Gehege im Kleins√§uger- und Vogelhaus: Wie alle erwachsenen Tiere ihrer Art bewegt sie sich dabei kopf√ľber vorw√§rts, Bauch an Bauch mit ihrem Kleinen, dessen R√ľcken in den ersten Lebensmonaten somit noch nach oben zeigt. Bei ihrem langsamen Gehangel machen die Faultiere ihrem Namen alle Ehre. Alles funktioniert bei ihnen in Zeitlupe: von der Fortbewegung bis zur Verdauung. Doch mit ¬ĄFaulheit¬ď hat dies ebenso wenig zu tun wie der Umstand, dass die Tiere bis zu 16 Stunden des Tages verschlafen. Vielmehr sind sie als Wunderwerke der Evolution bestens an ihren Lebensraum, die Baumkronen des mittel- und s√ľdamerikanischen Regenwaldes, angepasst. So begn√ľgen sich Faultiere in Sachen Nahrung mit schwer verdaulichen Bl√§ttern, Knospen und Bl√ľten. Um diese m√∂glichst effektiv verwerten zu k√∂nnen, verdauen die Tiere extrem langsam und brauchen entsprechend viel Ruhe und Schlaf. Nur etwa einmal pro Woche suchen sie den Boden auf, um ihr Gesch√§ft zu verrichten. Warum sie dieses Risiko eingehen, ist bis heute nicht endg√ľltig beantwortet. Eine Vermutung: Die Faultiere d√ľngen mit ihrem Kot gezielt ¬Ąihren¬ď Futter- und Schlafbaum mit wertvollen N√§hrstoffen, die im Regenwald ansonsten Mangelware sind.
Ein weiterer Vorteil des Faultierlebens in ¬ĄSlow motion¬ď: Die langsamen Bewegungen machen die Tiere f√ľr ihre Fressfeinde, wie Harpyien ¬Ė eine Greifvogelart ¬Ė und Jaguare, fast unsichtbar. Unterst√ľtzt wird die perfekte Tarnung im Bl√§tterwald durch die Algen, die im Faultierpelz siedeln und ihn gr√ľn f√§rben. M√ľssen sie sich dennoch einmal verteidigen, setzen die Faultiere ihre kr√§ftigen, bis sieben Zentimeter langen Krallen ein, die ihnen aber vor allem beim Hangeln durch die B√§ume beste Dienste leisten. Die Zahl der Krallen an den Vorderbeinen ist dabei namensgebend: So besitzt das Zweifingerfaultier ¬Ė im Gegensatz zum Dreifingerfaultier ¬Ė vorne nur zwei Krallen.
Und noch eine eigenartige Anpassung an die Lebensweise im feuchten Regenwald f√§llt bei Faultieren ins Auge: Ihren ¬ĄScheitel¬ď tragen sie auf dem Bauch. Der Vorteil: Das Regenwasser kann problemlos abflie√üen. Marlies und Mikes J√ľngstes allerdings wird seinen Scheitel wie alle kleinen Faultiere noch ein Weilchen auf dem R√ľcken tragen. Erst wenn es selbstst√§ndig durchs Ge√§st hangelt, wird er auch bei ihm auf den Bauch wandern.

Foto: Wilhelma
Kleine Klette: Bequem auf den Bauch gebettet, trägt Faultiermama Marlies ihr Jungtier durchs Geäst.
(31.05.2012, 10:20)
Ottmar M√ľller :   Laut der Zootierliste leben in der Wilhelma keine Waldhunde mehr. Wei√ü jemand, was mit denen geschehen ist?
(26.05.2012, 14:53)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Bezoarziegen:
Seltene Kletterk√ľnstler aus Griechenland

Seit Kurzem erobern zwei Zicklein das Gehege der Bezoarziegen. Trittsicherheit ist bei den wilden Stammeltern unser Hausziegen angeboren ¬Ė und so tollen auch die beiden J√ľngsten bereits √ľberm√ľtig √ľber Stock und Stein. Und wenn die Elterntiere einmal im Weg liegen, werden auch sie als willkommenes Hindernis gesehen, das es zu √ľberwinden gilt.
Die beiden Zicklein sind echte Seltenheiten. Waren Bezoarziegen fr√ľher im westlichen Asien weit verbreitet, gibt es heute nur noch kleine Restbest√§nde von ihnen. Einer davon hat sich gl√ľcklicherweise auf Kreta erhalten. Von dort stammen auch die Bezoarziegen der Wilhelma. Das Besondere an diesen Tieren ist, dass sie heute vermutlich die einzigen Wildziegen sind, die sich noch nicht mit verwilderten Hausziegen vermischt haben.
Noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Bezoarziegen auf Kreta weit verbreitet. Doch vor allem wegen ihres begehrten Fleisches und der attraktiven H√∂rner wurden die Tiere stark verfolgt. Daneben ist aber auch ein Aberglaube schuld daran, dass die Bezoarziegen in ihrem urspr√ľnglichen Verbreitungsgebiet so selten geworden sind. In den M√§gen der Wildziegen bilden sich n√§mlich mit der Zeit unverdauliche Ballen aus verfilzten Haaren, die durch Abschlecken aufgenommen und mit der Zeit steinhart werden. Diese so genannten Bezoare ¬Ė denen die Wildziegen nicht nur ihre Seltenheit sondern auch ihren Namen verdanken ¬Ė galten schon im Mittelalter als Wunderheilmittel, vor allem gegen Vergiftungen.
Die scheuen, kretischen Bezoarziegen, deren Bestand auf ungef√§hr 1000 Tiere gesch√§tzt wird, bekommt heute kaum noch jemand zu Gesicht. Sie haben sich in die unzug√§nglichen H√∂henlagen der Gebirge zur√ľckgezogen, wo sie mit schwindelerregender Leichtigkeit auch die steilsten H√§nge erklimmen. In den Bergw√§ldern suchen die bergt√ľchtigen Paarhufer Schutz und Nahrung, die vor allem aus Gr√§sern, Kr√§utern und frischen Trieben besteht. Zur Paarungszeit messen die bis zu 70 Kilogramm schweren M√§nnchen mit ihren m√§chtigen H√∂rnern, √§hnlich wie Steinb√∂cke, in Rivalenk√§mpfen ihre St√§rke. Denn nur die st√§rksten B√∂cke d√ľrfen sich mit den Weibchen paaren. Sonst streifen M√§nner- und Mutter-Kindgruppen von bis zu 25 Tieren meist getrennt durchs Gebirge. Im Mai kommen die Jungen zur Welt. Drei Tage liegen sie in versteckten Felsnischen, dann folgen sie den M√ľttern √ľber Stock und Stein. Rund sechs Monate werden sie ges√§ugt, bis zu zw√∂lf Monate bleiben sie bei den M√ľttern.
Die beiden in der Wilhelma geborenen Zicklein werden später in anderen Zoos zum Arterhalt beitragen, denn die Bestände der Bezoarziegen schrumpfen weiter: wegen des Holzeinschlags in ihren Lebensräumen und der mittlerweile riesigen Konkurrenz durch ihre eigenen Nachfahren, die Hausziegen.

Foto: Wilhelma
Eine Bezoarziege mit ihrem Zicklein.
(24.05.2012, 08:03)
Wilhelma :   Veranstaltungshinweis

Kurzvortr√§ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Vom guten Bienenhonig, der aus der Stadt kommt

Am Sonntag, dem 27. Mai 2012, bietet die Wilhelmaschule zwei Kurzvortr√§ge rund um Bienenzucht und Honigproduktion in der Stadt an ¬Ė einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Gehalten werden die Vortr√§ge von Richard Odemer: Er ist Imker aus Leib und Seele und betreut auch in der Wilhelma vier Bienenv√∂lker, deren St√∂cke rund um das Natur-Info-Center der Umweltakademie nahe des Schaubauernhofs zu finden sind. In Bild und Text erz√§hlt der Bienenexperte den Wilhelma-Besuchern, warum Bienenzucht gerade in der Stadt erstaunlich erfolgreich ist und wie Honig entsteht ¬Ė kleine Kostproben inklusive. Die Vortr√§ge sind wie immer frei, jeder Besucher mit Eintrittskarte kann teilnehmen, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind aber jederzeit willkommen. (Weitere Infos zum Bienenexperten und seiner Arbeit: www.filderhonig.de)

Foto: Richard Odemer
"Honigbienen im Anflug an den Bienenstock"
(23.05.2012, 12:21)
Jana M√ľller :   Die Betontreppe auf der Anlage wird man sp√§ter wohl nicht sehen, da genau an dieser Stelle der Pool der Elefanten sein wird. Hier ist nur noch kein Wasser drin. Die Elefanten k√∂nnen dann entscheiden, ob sie die Treppen oder die "Rampen" nutzen, um in den Pool zu kommen.
(18.05.2012, 15:23)
Jonas Homburg :   Irgendwie kann ich der Elefantenanlage auch nix abgewinnen. Eine naturnahe Landschaft mit Betontreppe? Das h√§tte man sicher geschickter l√∂sen k√∂nnen.
(18.05.2012, 12:58)
Wilhelma :   Kurzvortr√§ge in der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď:
Alles √ľber Flederm√§use, die Schatten der Nacht

Am Sonntag, dem 20. Mai 2012, bietet die Wilhelmaschule wieder spannende Kurzvortr√§ge f√ľr die Wilhelma-Besucher an ¬Ė einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr. Diesmal geht es um die "Schatten der Nacht", die Flederm√§use. In Bild und Wort stellt die Fledermausexpertin und Zoop√§dagogin Ewa Paliocha bei ihrem Vortrag verschiedene Fledertier-Arten vor und erz√§hlt von den erstaunlichen F√§higkeiten und besonderen Bed√ľrfnissen der d√§mmerungs- und nachtaktiven Insektenj√§ger. Der Vortrag ist frei, jeder Besucher mit Eintrittskarte kann teilnehmen, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Martin Paliocha
Eine Zweifarbfledermaus: Wie alle heimische Arten steht sie aufgrund von Wohnungsnot, Insektiziden und Veränderungen ihres Lebensraums unter Naturschutz.
(16.05.2012, 15:45)
Holger Wientjes :   Dann warte ¬īmal ab, bis das Beet im Vordergrund gr√ľn geworden ist... ;-)
(16.05.2012, 12:29)
Michael Mettler :   Das angebliche "Bild einer naturnahen Landschaft" will bei mir bei diesem Anblick nicht so recht entstehen... Trotzdem nat√ľrlich eine haltungstechnische Optimierung.
(16.05.2012, 10:23)
Wilhelma :   Das umgestaltete Au√üengehege der Elefantenanlage:
Mehr ¬ĄWellness¬ď f√ľr Elefanten, sch√∂nere Einblicke f√ľr Besucher

Die Elefantenanlage der Wilhelma ist √ľber 40 Jahre alt und besa√ü einen Absperrgraben, der f√ľr die betagten Elefantendamen zu gef√§hrlich geworden war. Dieser Graben ist nun verschwunden, denn das Au√üengehege wurde umgebaut, ist seit Ende April bezugsfertig ¬Ė und die beiden Elefantendamen Pama und Zella k√∂nnen darin k√ľnftig deutlich mehr Komfort genie√üen. Finanziert wurde der Umbau vom f√ľr die Wilhelma zust√§ndigen Ministerium f√ľr Finanzen und Wirtschaft, die Bauleitung lag beim Stuttgarter Amt von ¬íVerm√∂gen und Bau Baden-W√ľrttemberg¬í, beteiligt am Umbau waren √ľberdies Landschaftsarchitekten, Ingenieure und Gartengestalter.
Von November 2011 bis Ende April 2012 dauerte der Umbau, dann konnten die Elefanten einziehen ¬Ė und sie nahmen ihre neue Au√üenanlage sichtlich begeistert in Besitz. Auch f√ľr den Besucher sind die Ver√§nderungen auf den ersten Blick sichtbar: Die neue Form und die verwendeten Materialien lassen nun das Bild einer naturnahen Landschaft entstehen. Die Einfassungsmauern bestehen aus regionalem Travertin und Betonstein, weitere Travertin-Findlinge sowie eine der asiatischen Heimat der Tiere nachempfundene Bepflanzung mit Bambus und Gr√§sern unterst√ľtzen den nat√ľrlichen Eindruck. Die Gehegegrenzen wurden fast rundherum neu festgelegt und durch den Wegfall des Grabens hat sich die nutzbare Fl√§che von vorher 620 auf 830 Quadratmeter vergr√∂√üert. Die Anlage besitzt jetzt gro√üteils einen f√ľr die Schwergewichte angenehmen Sandboden, zur K√ľhlung im Sommer und ganzj√§hrigen Hautpflege dient eine Lehmsuhle von rund 50 Quadratmetern. Au√üerdem enthalten sind zwei Becken mit austauschbarem Substrat und acht Schubberb√§ume, die das Gehege gleichzeitig r√§umlich unterteilen. Zwei in Travertin-Felsen eingelassene Futterk√§sten dienen auch der Besch√§ftigung: Sie fordern das Geschick der Elefantenr√ľssel heraus und bieten sich ebenfalls als Schubberfl√§che an. Ein weiteres Highlight: das neue und fast doppelt so gro√üe Elefantenbad mit ca. 85 Quadratmetern Wasserfl√§che und 65 Kubikmetern Fassungsverm√∂gen. Ins Bad steigen k√∂nnen die Elefantendamen wahlweise √ľber Rampen oder Stufen. Das Badewasser wird durch eine moderne, nachhaltige Wiederaufbereitungsanlage gereinigt, die den Wasser- und Energieverbrauch optimiert. Auch die Besucherbereiche rund um die Elefantenanlage wurden aufgewertet. Auf der Ostseite gibt es nun einen gr√∂√üeren Zuschauerbereich sowie ein ¬ĄFenster¬ď und an der S√ľdgrenze sogar eine richtige Besuchertrib√ľne: Sie bietet den Besuchern einerseits Sitzgelegenheiten und andererseits den direkten Blick auf den Elefantenpool.
Wenn die Elefanten, wie geplant, dann eines Tages in eine ganz neue Anlage umziehen, sollen die Indischen Panzernash√∂rner das Gehege erben, das deshalb beim Umbau bereits die Haltungsanforderungen beider Tierarten ber√ľcksichtigte. Die rund eine Million Euro, die das Ministerium f√ľr Finanzen und Wirtschaft Baden-W√ľrttemberg f√ľr die Ma√ünahme bereitstellte, wurde somit √∂konomisch sinnvoll und zukunftsorientiert investiert.
(Unter www.wilhelma.de finden Sie auch die ¬ĄLangfassung¬ď der Meldung, die z.B. weitere Details zum Komfort f√ľr die Elefanten enth√§lt.)

Foto (Wilhelma): Die umgestaltete Elefanten-Au√üengehege, von der neuen Besuchertrib√ľne aus betrachtet.
(16.05.2012, 10:14)
Liz Thieme :   Wei√ü jemand wie viele Kanadische Biber die Wilhelma hat?
Die wollen ein männliches Tier abgeben.
(15.05.2012, 13:09)
Wilhelma :   Neues Leben in der Kleinb√§ren-Anlage:
Die Nasenbärinnen sind los!

Im Nasenb√§ren-Gehege neben dem Amazonienhauses geht es rund: Denn vor Kurzem sind vier junge, weibliche Nasenb√§ren aus Belgien und D√§nemark eingetroffen. Und die sorgen nun mit allerhand Kapriolen und sportlichen Einlagen daf√ľr, dass wieder Leben in die kleine Felslandschaft kommt.
Seit von der alten Nasenb√§ren-Generation der Wilhelma nur noch der alte Dag √ľbrig ist, war es auf der Anlage der Nasenb√§ren recht ruhig geworden. Dabei sind die Kleinb√§ren aus S√ľd- und Mittelamerika bei den Besuchern gerade wegen ihrer munteren, verspielten Art sehr beliebt. Die quirlige Samba, die dunkle Salsa und die freche B√§rtha tun nun ihr Bestes, um diesem Ruf ihrer Gattung gerecht zu werden und machen bereits die Au√üenanlage unsicher. Derweil leistet die vierte Neue namens Rumba dem alten Dag in einem Innengehege Gesellschaft ¬Ė denn sie vertr√§gt sich mit dem kastrierten M√§nnchen am besten, w√§hrend die anderen drei M√§dels ihn bislang eher triezten.
Tats√§chlich hat das temperamentvolle ¬ĄTrio Infernale¬ď nichts als Bl√∂dsinn im Kopf und treibt im Au√üengehege einen Schabernack nach dem anderen ¬Ė zur Freude der Besucher. Die aktuelle Lieblingsbesch√§ftigung der Nasenb√§rinnen: B√§ume zerlegen und die Rindenst√ľcke im Verbindungsgang zu ihrem Innengehege verteilen, wo die menschlichen ¬ĄReinigungskr√§fte¬ď kaum hingelangen. Offenbar sehen Nasenb√§ren in unseren Augen nicht nur wie kleine, verwegene Gauner aus, sie haben es wirklich faustdick hinter den Ohren. Ziemlich sportlich sind sie obendrein: Zu den t√§glichen Trainingseinheiten der Nasenb√§rinnen geh√∂ren beispielsweise so anspruchsvolle Disziplinen wie Weitsprung, Felsenklettern, Gipfelst√ľrmen, auf Schwebebalken balancieren oder exzessives Bodenumgraben.
In der Natur kommen Nasenb√§ren vom S√ľden der USA bis nach Argentinien vor, und hier im tropischen Dschungel ebenso wie in W√ľstenrandgebieten. Am liebsten sind sie aber im Wald unterwegs, und das im Gegensatz zu den anderen nachtaktiven Kleinb√§ren-Arten vor allem am Tage. Ihren Namen verdanken die Allesfresser nat√ľrlich ihren langen und √§u√üerst beweglichen R√ľsseln, die sie auch gerne √ľberall hineinstecken ¬Ė es k√∂nnte ja sein, dass eine leckere Mahlzeit oder wenigstens etwas zum Spielen f√ľr sie drin ist. Ihren Schwanz tragen sie gern steil aufgerichtet, wenn sie oft in ganzen Tr√ľppchen spazieren gehen. Meist leben aber nur Weibchen und Jungtiere zusammen, M√§nnchen f√ľhren ein Singledasein. Lediglich zur Paarungszeit d√ľrfen sie sich n√§hern und versuchen dann, die Weibchen mit Fellpflege und anderen Liebesdiensten zu umgarnen. Aber kaum haben sie ihre Aufgabe erf√ľllt, ist Schluss mit lustig und die M√§nner werden wieder vertrieben. Im Zoo werden daher oft reine Frauengruppen oder kastrierte M√§nnchen mit Weibchen zusammen gehalten.

Immer auf dem Sprung: Impressionen aus dem bewegten Leben der jung-dynamischen Nasenbärinnen, die vor Kurzem in ihr neues Heim neben dem Amazonienhaus eingezogen sind. Foto: Wilhelma
(10.05.2012, 15:24)
Michael Mettler :   Die Wilhelma hat diesmal den Parkscout-Award "Bester Zoo 2011/12" gewonnen, Platz 2 ging an ZOOM Gelsenkirchen, Platz 3 an Hannover. Scheint aber der Gewinnerin - wenn ich es nicht √ľbersehen habe - noch nicht mal eine Meldung auf der eigenen HP wert zu sein...?
(10.05.2012, 09:57)
Wilhelma :   Veranstaltungshinweis

Spannende Kurzvorträge in der Wilhelma-Schule
Tierisch schlau ¬Ė verbl√ľffende Geistesleistungen im Tierreich

Am Sonntag, dem 13. Mai 2012, k√∂nnen die Besucher im Wilhelmaschulgeb√§ude unterhalb der Geiervoliere Erstaunliches und Wissenswertes √ľber die Geistesleistungen von Tieren erfahren. In einem kurzweiligen Dia-Vortrag erz√§hlt die Diplombiologin Sabine Ratzel gro√üen wie kleinen Wilhelma-Besuchern beispielsweise von t√ľftelnden Kraken, von Schweinen, die sich im Spiegel erkennen, und von Menschenaffen, welche die Geb√§rdensprache beherrschen. Der Vortrag aus der neuen Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď findet am 13. Mai zweimal statt ¬Ė um 15 Uhr und um 16 Uhr. Die Veranstaltung selbst ist kostenlos: Wer dabei sein m√∂chte, zahlt nur den normalen Wilhelma-Eintritt, kleine Spenden f√ľr den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Foto: Wilhelma / L. Siermann
Auch Kraken sind zu manchen verbl√ľffenden Leistungen f√§hig: Orakeln und Fu√üballergebnisse vorhersagen k√∂nnen sie zwar nicht wirklich ¬Ė mit viel Geschick einen Dosendeckel aufschrauben dagegen schon.
(08.05.2012, 15:57)
Matthias Schramm :   Die umgebaute Elefantenaussenanlage ist er√∂ffnet und die neue Schlammkuhle wird von den beiden Damen gut angenommen. Da der Weg um die Aussenanlage herum aufgrund des Neubaues f√ľr die Menschenaffen gesperrt ist, ist leider der Blick auf die Elefanten zur Zeit nicht optimal.

Wo sind die Gundis geblieben? Die Anlage war heute mit ein paar Kaninchen besetzt!

Die roten Varis, die fr√ľher einmal Kaninchen zum Spielen hatten, haben jetzt ein paar Haush√ľhner in der Anlage.
(08.05.2012, 15:24)
WolfDrei :   @ O. M√ľller: Nach dem Bild werden es wohl Chim√§ren/"Seeratten" (Knorpelfische) werden
(06.05.2012, 14:31)
Ottmar M√ľller :   Als ich neulich in der Wilhelma war, wurde gerade das ehemalige K√∂nigspinguin-Innengehege umgebaut. Wei√ü jemand, welche Tiefseeetiere dort einziehen werden bzw. wann das Aquarium fertig ist?
(05.05.2012, 14:26)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den G√§nsegeiern:
Vom Neckar auf den Balkan ¬Ė der Geschichte 2. Teil

Eigentlich sollten die beiden 2011 in Stuttgart geborenen G√§nsegeier schon in Bulgarien sein, wo auf sie ein wildes Leben in den Bergen des Balkan wartet. So zumindest war es geplant und so wurde es letztes Jahr verk√ľndet. Doch Wintereinbruch und Schneemassen hatten die Reise vereitelt: ¬ĄBuli¬ď und ¬ĄGari¬ď, wie die Pfleger sie tauften, sind daher noch in der Wilhelma ¬Ė und haben jetzt zwei Geschwister bekommen: ¬ĄRila¬ď und ¬ĄPirin¬ď. Somit k√∂nnen im Herbst, beim zweiten Anlauf in Richtung Balkan, nun gleich vier Junggeier teilnehmen.
¬ĄGeierk√ľken-Watching¬ď in der Wilhelma ist nicht leicht: Gut versteckt und anfangs oft bewegungslos, liegen die K√ľken in ihrem Horst. Zumindest in eine der beiden Geierkinderstuben k√∂nnen die Besucher jedoch vom Weg oberhalb der Voliere aus hinein sp√§hen. Wie verschieden die Geschm√§cker in Sachen Wohnraumgestaltung doch sein k√∂nnen! Unsereiner jedenfalls findet die chaotischen H√§ufen aus Federn und √Ąsten, kurz Geierhorst genannt, wohl ziemlich ungepflegt. Mag sein. Daf√ľr sind die G√§nsegeier Profis in Sachen Landschaftspflege: Wie alle Geierarten ern√§hren sie sich von toten Tieren, reinigen Berg und Tal von Aas und √ľbernehmen im √Ėkosystem somit die wichtige Rolle einer Gesundheitspolizei ¬Ė Seuchenhygiene auf nat√ľrliche Art, sozusagen. Doch die Menschen dankten den Geiern ihre Dienste schlecht. Mangels besserem Wissen stellten sie ihnen als mutma√ülichen Nahrungskonkurrenten nach oder hungerten sie aus, indem sie totes Vieh ¬Ė sp√§ter dem Seuchenschutzgesetz gehorchend ¬Ė selbst beseitigten, etwa auf der Schw√§bischen Alb. Zwar hat der IUCN (International Union for Conservation of Nature) den G√§nsegeier weltweit noch nicht als gef√§hrdet eingestuft. Zumindest in Europa aber geht es dem gro√üen Vogel mehr schlecht als recht. Selbst in Spanien, wo die meisten Geierpaare br√ľten, schrumpfen die Best√§nde enorm, seit eine EU-Verordnung europaweit verbietet, Kadaver f√ľr die Geier liegen zu lassen. Oft irren die V√∂gel auf der Suche nach Nahrungsgr√ľnden dann umher ¬Ė und landen mitunter sogar einen Treffer: So hat es einige G√§nsegeier auf die Insel Mallorca verschlagen, wo auch die noch gr√∂√üeren M√∂nchsgeier zu Hause sind, und br√ľten hier nun im Tramuntana-Gebirge.
Auf dem Balkan waren die G√§nsegeier bis vor 50 Jahren heimisch. Als man hier jedoch vergiftete K√∂der f√ľr W√∂lfe auslegte, ging es auch den Geiern an den Kragen. Mittlerweile ist die Organisation ¬ĄBalkan Vulture Action Plan¬ď dabei, das Balkanmassiv als Heimat f√ľr die Geier wiederzubeleben. 2010 lie√ü sie die ersten 26 V√∂gel frei, weitere folgten. Dieses Fr√ľhjahr kommen 25 G√§nsegeier aus Frankreich dazu und, wenn alles klappt, im Herbst auch vier ¬Ąjunge Wilde¬ď aus Stuttgart.
Bis dahin hat das Elternpaar aber noch alle Schn√§bel voll zu tun, um den gemeinsam ausgebr√ľteten Nachwuchs im Teamwork aufzup√§ppeln: anfangs mit vorverdautem Speisebrei aus eigenem Kropf, sp√§ter mit ganzen Fleischbrocken. Ab etwa August verlassen die Jungen den Horst, im Herbst sind sie v√∂llig selbstst√§ndig ¬Ė und bereit f√ľr ihren gro√üen Ausflug auf den Balkan.

Foto: Wilhelma
(03.05.2012, 13:22)
Wilhelma :   Thementag ¬ĄEinheimische Amphibien¬ď in der Wilhelmaschule:
Hautnahe Begegnungen mit Froschkönig und Co.

Am Sonntag, dem 6. Mai 2012, dreht sich beim Thementag der Wilhelmaschule aus der Reihe ¬ĄWilde Wochenenden¬ď alles um Fr√∂sche, Salamander und Co. ¬Ė kurz um unsere heimische Amphibienwelt. Von 11 Uhr bis 17 Uhr als Amphibienexperte vor Ort ist an diesem Tag Ernst Frey, der viele Jahre lang das √Ėkomobil der Bezirksstelle f√ľr Naturschutz und Landschaftspflege in Karlsruhe betreute. Ort des Geschehens ist wieder die Wilhelmaschule unterhalb der Geiervoliere. Der Besuch des Thementags ist wie immer kostenlos; jeder Wilhelma-Besucher mit g√ľltiger Eintrittskarte kann daran teilhaben.
Ob Gras- oder Moorfrosch, Feuersalamander oder Erdkr√∂te: Unter fachkundiger Anleitung von Ernst Frey k√∂nnen Kinder wie Erwachsene den verschiedensten Amphibienarten n√§her kommen, die der Experte f√ľr die Vorf√ľhrung selbst mitgebracht hat. Dabei wird so mancher wohl auch Arten begegnen, die ihm bislang unbekannt waren, und au√üerdem erfahren, was Amphibien so besonders macht. Denn diese f√ľhren von Natur aus eine Art ¬ĄDoppelleben¬ď: Sie starten als Wasserwesen ins Leben, erobern sp√§ter das Land und k√∂nnen dann dort und im Wasser gleicherma√üen existieren. Mit viel Hintergrundwissen und Einf√ľhlungsverm√∂gen pr√§sentiert der Experte Ernst Frey seinem Publikum die verschiedenen Vertreter aus dem Reich der Lurche und beantwortet gerne alle Fragen zu Froschk√∂nig und Co.
(02.05.2012, 15:08)
Tom Schr√∂der :   @O. M√ľller: Nein.
(01.05.2012, 23:01)
Ottmar M√ľller :   Wurde das Elefantengehege jetzt fertiggestellt?
(01.05.2012, 21:47)
Wilhelma :   Nachwuchs bei urw√ľchsigen Wildschafen:
Die kleinen ¬ĄMuffel¬ď vom Schaubauernhof

Zwei m√§nnliche und ein weibliches L√§mmlein kamen dieses Jahr bei den Mufflons auf dem Schaubauernhof zur Welt. Damit leben derzeit sieben Vertreter dieser Wildschafe in der Wilhelma ¬Ė darunter auch ein Widder, der an seinen sch√∂n geschwungenen H√∂rnern sofort zu erkennen ist.
Mufflon ¬Ė dieser Name bezeichnet gleich mehrere Unterarten dieses Wildschafs. In der Wilhelma zu Hause ist die kleinste und westlichste Unterart, das Europ√§ische Mufflon, in der J√§gersprache auch Muffelwild oder kurz ¬ĄMuffel¬ď genannt. Gehalten wird die Art seit der Er√∂ffnung des Schaubauernhofs zur IGA 1993. Da dort Haustierarten und verwandte Wildformen gleicherma√üen zu sehen sein sollen, durfte auch das Mufflon als einer der mutma√ülichen Vorfahren unserer Hausschafe nicht fehlen. Uneinig ist sich die Fachwelt allerdings, ob es nicht m√∂glicherweise umgekehrt ¬Ė also das Mufflon der verwilderte Nachfahr einer alten Hausschafrasse ¬Ė ist. Ebenso r√§tseln die Experten, ob Korsika und Sardinien die urspr√ľngliche Heimat des Europ√§ischen Mufflons sind oder nur seine letzten Refugien waren, als es im √ľbrigen Europa ausgerottet wurde. Fest steht, dass die Art nur auf diesen Inseln (noch) wild vorkam, bevor man vor rund 200 Jahren begann, sie vor allem als Jagdwild in weiten Teilen Europas anzusiedeln, auch in Deutschland und √Ėsterreich. Die √∂stlichen Unterarten sind vom Kaukasus bis zu den Karpaten verbreitet ¬Ė und auf Zypern, wo das Mufflon besonders gew√ľrdigt wird: Hier findet man es auf Cent-M√ľnzen ebenso wie als gefl√ľgeltes Mufflon im Logo der Cyprus Airways.
M√§nnlein und Weiblein unterscheiden sich beim Mufflon deutlich. W√§hrend die Schafe in ein unscheinbares, kaum gezeichnetes Braun gekleidet sind, tragen die Widder ein dunkleres, fuchsbraunes Fell mit hellem Sattelfleck, einen fast schwarzen Brustbehang und imposante, schneckenf√∂rmig gedrehte H√∂rner. Was nicht hei√üt, dass die Weibchen grunds√§tzlich hornlos durchs Leben gehen. Die Mufflonschafe auf Korsika etwa besitzen kleine, nach hinten gebogene H√∂rner, w√§hrend sie bei ihren Nachbarinnen in Sardinien fehlen. F√ľr die Widder sind die H√∂rner nicht nur ein sch√∂ner Kopfschmuck, sondern auch Waffen, die sie bei ihren Rivalenk√§mpfen donnernd aufeinander krachen lassen. Dieses vor allem in der Brunftzeit h√§ufig vernehmbare Ger√§usch ist aber nicht der einzige Laut, der von Mufflons zu h√∂ren ist, denn die Tiere sind keinesfalls ¬Ąmaulfaul¬ď: Schafe und L√§mmer rufen sich gegenseitig mit lautem Meckern, ein durch die N√ľstern ausgesto√üener Zischlaut dient bei Gefahr als Alarmruf ¬Ė untermalt von kr√§ftigem Hufescharren ¬Ė und die Widder versuchen die Schafe durch r√∂chelnde und schnarrende Laute zu bet√∂ren.
In der Natur bilden die reviertreuen Tiere meist Mutterfamilien mit einem Leitschaf, die Widder sto√üen nur zur Paarungszeit dazu. In der Wilhelma lebt der Mufflonmann jedoch dauerhaft bei seinen Damen und senkt jedes Mal drohend die H√∂rner, wenn sich diesen ein Unbefugter zu n√§hern wagt. Der ¬Ė wie alle Wilhelma-Mufflons ¬Ė namenlose dreij√§hrige Widder kam erst 2010 aus dem Wildpark Potzberg nach Stuttgart, wo er nun bereits das zweite Jahr erfolgreich f√ľr Nachwuchs gesorgt hat.

Die kleine Mufflon-Herde der Wilhelma besteht derzeit aus drei Schafen, drei Lämmern und dem Widder. Foto: Wilhelma
(26.04.2012, 08:36)
Wilhelma :   Viertes Gorillababy in der Aufzuchtstation eingetroffen:
Vanas Halbbruder Tebogo ist ihr nach Stuttgart gefolgt

Er kam nur sechs Tage nach dem Gorillam√§dchen Vana im Zoo Wuppertal zur Welt und wie bei Vana so nahm auch seine Mutter, die 29-j√§hrige Ukiwa, ihn nicht an: Der Gorillajunge Tebogo (s√ľdafrikanisch f√ľr ¬ĄGeschenk¬ď) ist daher ebenfalls in der offiziellen Aufzuchtstation des Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) f√ľr Gorillas in der Wilhelma eingezogen.
Ungef√§hr eine Woche nach ihrer letzten rund vierst√ľndigen Autofahrt nach Stuttgart trafen die Wuppertaler Tierpfleger erneut mit einem Gorilla-S√§ugling in der Wilhelma ein. Auch der kleine Tebogo kam warm eingepackt und wohlbehalten an und kann nun die Quarant√§nezeit zusammen mit seiner Halbschwester Vana hinter den Kulissen verbringen ¬Ė und sp√§ter auch gemeinsam mit ihr im Wilhelma-Gorillakindergarten heranwachsen.
In Wuppertal waren Grace und Ukiwa vor rund zehn Monaten offenbar fast gleichzeitig schwanger geworden, Vater beider Kinder ist das Oberhaupt von derzeit vier Gorillafrauen, der 17-j√§hrige Silberr√ľcken Vimoto. Wie bereits Vanas Mutter Grace so hatte auch Ukiwa bislang keine Gelegenheit, von einer erfahrenen Gorillafrau das Einmaleins der S√§uglingspflege zu erlernen, wusste daher mit ihrem Neugeborenen nichts anzufangen und lie√ü es links liegen. Weil S√§uglinge jedoch schnell unterk√ľhlen und auch Ukiwa trotz Nachhilfeversuchen der Pfleger ihr Kind nicht beachtete, nahm Revierleiter Thomas Hammes nach Vana nun auch deren 2,2 Kilogramm schweren Halbbruder unter seine Fittiche und f√ľtterte ihn w√§hrend dessen erster Lebenswoche selbst mit der Flasche.
Diese Aufgabe hat nach Tebogos Ankunft in Stuttgart nun das Pflegerteam der Wilhelma √ľbernommen, das k√ľnftig somit zwei fast gleichaltrige Gorillababys und Halbgeschwister parallel aufziehen wird ¬Ė ein Fulltime-Job, Nachtschichten inklusive. Zwei Pflegerinnen sind in n√§chster Zeit ausschlie√ülich f√ľr Vana und Tebogo da und d√ľrfen w√§hrend deren Quarant√§ne auch keinen Kontakt zu den zwei √§lteren Gorillajungs Tano und Okanda haben. Diese werden von zwei weiteren Ersatzm√ľttern bzw. -v√§tern betreut, brauchen aber gl√ľcklicherweise beide nur noch tags√ľber das Fl√§schchen, denn auch Tano schlummert mittlerweile nachts durch.
Der Zoo Wuppertal sucht nun zusammen mit dem Gorilla-EEP eine L√∂sung, um die Chancen f√ľr Aufzuchten durch die eigenen M√ľtter innerhalb der Wuppertaler Gruppe zu verbessern. Solch eine L√∂sung kann etwa die Integration eines erfahrenen Gorillaweibchens sein, das den √ľbrigen Frauen als Vorbild in Sachen Babysitting dient.

Foto: Wilhelma, Th. Bauer
Tierpfleger Thomas Hammes (li.) hat Gorillajunge Tebogo heil nach Stuttgart gebracht, wo sie von Tebogos neuer Ersatzmutter Margot Federer (re.) und Halbschwester Vana begr√ľ√üt werden.
(02.04.2012, 15:14)
Wilhelma :   Weiteres Gorillababy in der Aufzuchtstation:
Vier Tage altes Gorillamädchen Vana aus Wuppertal eingetroffen

In der Aufzuchtstation der Wilhelma ist erneut ein kleiner Sch√ľtzling eingezogen: das vier Tage alte M√§dchen ¬ĄVana¬ď aus dem Zoologischen Garten Wuppertal. Es kam am Freitag, dem 16.3.2012, zur Welt ¬Ė als erstes Baby der 20-j√§hrigen Gorillafrau ¬ĄGrace¬ď, der Vater ist der 17-j√§hrige Gorillamann ¬ĄVimoto¬ď. Leider ist Grace in Sachen Geburt und S√§uglingspflege unerfahren, zeigte sich von der neuen Aufgabe √ľberfordert und nahm ihr Neugeborenes nicht an. Es blieb somit nur der Weg nach Stuttgart.
Nach Tano aus Prag und Okanda aus England nun also die kleine Vana aus Wuppertal: Sie kam am Dienstag Vormittag nach viereinhalb Stunden Autofahrt, die sie fast komplett verschlief, zusammen mit zwei Pflegern heil in der Wilhelma an. Hier wird sie nun die n√§chsten Wochen in Quarant√§ne und unsichtbar f√ľr die Besucher hinter den Kulissen verbringen, von den Pflegerinnen und Pflegern in Wechselschicht rund um die Uhr betreut, gew√§rmt und gef√ľttert.
Die Wuppertaler Gorillagruppe besteht aus f√ľnf Tieren: Zu Vimotos Harem geh√∂ren neben Grace, die 1993 in Dublin geboren und danach selbst in Stuttgart handaufgezogen worden war, noch die 40-j√§hrige Lomela, die 37-j√§hrige Roseli und die 29-j√§hrige Ukiwa, eine Tochter der fr√ľheren Stuttgarterin Dina und ebenfalls Handaufzucht. Leider hatte Grace bislang keine Gelegenheit, bei einer √§lteren Gorillafrau eine Geburt und Aufzucht mitzuerleben und daraus zu lernen. F√ľr Gorillas ist dieser Anschauungsunterricht jedoch sehr wichtig, damit sie sp√§ter ihre eigenen Kinder annehmen und sich richtig um sie k√ľmmern ¬Ė ein aktuelles Beispiel daf√ľr findet sich in der Gorillagruppe der Wilhelma, wo die dreij√§hrige Mawenzi derzeit von ihrer Mutter Mutasi und ihrer kleinen Schwester Milele das Einmaleins des Babysittens lernt. Gorillafrau Grace fehlte diese Erfahrung. Da sie sich somit nicht um ihr Baby k√ľmmerte, es weder trug, w√§rmte noch s√§ugte, nahm sich der Wuppertaler Reviertierpfleger Thomas Hammes des rund zwei Kilogramm schweren, gesunden M√§dchens an und gab ihm den Namen ¬ĄVana¬ď, was in Afrika ¬ĄErf√ľllung¬ď bedeutet. Zum Gl√ľck f√ľhlte sich Vana bei ihm sofort wohl und nahm alle eineinhalb bis zwei Stunden ein Fl√§schchen mit Ersatzmilch f√ľr Neugeborene von ihm an.
Einen Zweistunden-Rhythmus werden auch ihre neuen Ziehm√ľtter und -v√§ter in der Wilhelma zun√§chst beibehalten ¬Ė was neuerliche Nachtschichten f√ľr das Pflegerteam bedeutet. Dabei war der kleine Tano aus Prag gerade soweit, dass er durchschlief und nachts keine Fl√§schchen mehr ben√∂tigte. Nun hie√ü es, die Dienstpl√§ne neu zu schreiben, bereits eingeplanten Urlaub zu verschieben, um den nunmehr dritten Pflegling der Gorillakinderstube ebenso gut versorgen zu k√∂nnen wie bereits Tano und Okanda. Aber f√ľr solche Notf√§lle wurde die Aufzuchtstation der Wilhelma vor fast 30 Jahren schlie√ülich eingerichtet, ihre Dienste k√∂nnen seither alle Zoos, die am Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) f√ľr Gorillas teilnehmen, nutzen. Der Vorteil einer gemeinsamen Kinderstube statt einzelner Handaufzuchten in den Herkunftzoos: Die Gorillakinder, die von ihren M√ľttern und Familien getrennt aufwachsen m√ľssen, k√∂nnen so trotzdem von Anfang an mit Artgenossen zusammensein, eine ausschlie√üliche Pr√§gung auf Menschen wird verhindert.

Fotos: Zoo Wuppertal
(21.03.2012, 08:19)
Jana M√ľller :   Das Gorillababy "Vana", welches am Freitag (16.03.12) in Wuppertal geboren wurde, kommt heute nach Stuttgart. Mutter "Grace" wollte es weder tragen noch s√§ugen.
(20.03.2012, 11:50)
Jana M√ľller :   Die beiden Elefanten sind im Haus und mittags d√ľrfen sie wohl auch mal auf die Nashornanlage (nat√ľrlich nicht gemeinsam mit den Nash√∂rnern).
(18.03.2012, 21:02)
Jan Beensen :   Wo sind die Elefanten eigentlich w√§hrend der Bauarbeiten?
Die/diese Aussenanlage d√ľrfte ja wohl kaum von den Tieren betreten werden.
(18.03.2012, 20:48)
Jana M√ľller :   Hier ein Foto vom 15.03.12
(hoffe es klappt mit dem Hochladen)
(18.03.2012, 19:25)
Jana M√ľller :   Nein so wie es dort zur Zet aussieht denke ich nicht, dass das klappt. Es wurden nun neue Baumst√§mme aufgestellt.. aber der Boden fehlt noch, Au√üenmauer und vom Pool hab ich auch noch nichts gesehen.
(18.03.2012, 19:16)
Ottmar M√ľller :   Wie sieht's denn zur Zeit beim Elefantengehege aus? Wird der Umbau wohl bis Ostern abgeschlossen sein?
(18.03.2012, 14:48)
Jana M√ľller :   Weiterer Nachwuchs:
Wildschweine
6 Zwergziegen
1 Kamerunschaf
1 Vikunja

Im Tupaiagehege sind nun auch große Tanreks zu sehen.

Neue Art: Bindenlaufh√ľhnchen jetzt im ehemaligen Chin. Zwergwachtelgehege im Aufzuchthaus zu sehen.
(15.03.2012, 16:51)
Wilhelma :   Poitoueselfohlen auf dem Schaubauernhof geboren:
Kleiner Prinz von altem französischem Esel-Adel

Er hei√üt Chiron, ist der 20. in der Wilhelma geborene Poitouesel und Vertreter einer alten gef√§hrdeten Nutztierrasse aus der westfranz√∂sischen Grafschaft Poitou. Sein Vater ist der elfj√§hrige Zuchthengst Nepomuk, seine Mutter die 13-j√§hrige Stute Laika. Rund eine Woche nach seiner Geburt hat das h√ľbsche Hengstfohlen nun den Stall verlassen und stakst und springt f√ľr die Besucher sichtbar durchs Gehege auf dem Schaubauernhof.
Auf die Welt kam Chiron am 3. M√§rz ¬Ė vielleicht ein wenig zu fr√ľh, wie die Tierpfleger aufgrund seiner zierlichen Statur vermuten. Wie alle Poitou-Fohlen ist er anfangs in schwarzes Pl√ľsch gekleidet, erst mit ungef√§hr einem halben Jahr wird er den charakteristischen braunlockigen Zottellook der erwachsenen Poitouesel annehmen. Als Hengst hat er zudem gute Chancen, einmal das Stockma√ü (Schulterh√∂he) von rund 1,50 Meter zu erreichen, das den Poitouesel zu einer der gr√∂√üten Eselrassen der Erde macht. Nur der Katalanische Riesenesel und der Mammoth Jack Stock aus den USA √ľberragen ihn noch. Mit bis zu 450 Kilogramm gilt der Poitou jedoch als der schwerste Esel der Welt.
Eigentlich lautet der korrekte, standesgem√§√üe Name der Rasse ja ¬ĄBaudet du Poitou¬ď, kurz ¬ĄBDP¬ď. Zwar ist ¬ĄBaudet¬ď einfach das franz√∂sische Wort f√ľr ¬ĄEsel¬ď, doch nur die einzig wahren Vertreter des alten Esel-Adels d√ľrfen sich mit diesem Namen schm√ľcken. Einen √ľber sieben Generationen l√ľckenlosen Stammbaum m√ľssen sie vorweisen, damit sie in die B√ľcher des franz√∂sischen Zuchtverbands Einlass finden, einen Nummernchip und ihre Identifikationspapiere erhalten. Der Vater muss eine Zuchtzulassung der franz√∂sischen Zuchtkommission besitzen und bei den Fohlen sind genetischer Abgleich und Bluttest vorgeschrieben ¬Ė nur ein einziges Labor in Frankreich darf die Blutprobe untersuchen. Trotz alledem sind wirklich reinrassige Nachfahren der Tiere kaum noch zu finden. Ihre Zucht begann im 10. Jahrhundert in der Grafschaft Poitou, vom 13. bis ins 18. Jahrhundert waren sie im ganzen S√ľdwesten Frankreichs beliebt, da sie mit Kaltblutpferden gekreuzt gro√üe leistungsf√§hige Maultiere hervorbrachten. Als eines Tages anstatt Esel- und Muli-St√§rken aber nur noch die PS unter der Motorhaube z√§hlten, gerieten die Poitous aufs Abstellgleis. 1977 waren lediglich 44 Esel √ľbrig ¬Ė die Stammeltern aller heutigen Nachzuchten durch Eselliebhaber, Tierparks und Zoos. Heute kann der 1988 gegr√ľndete Zuchtverband immerhin wieder rund 450 registrierte ¬ĄBaudet de Poitou¬ď vorweisen. Dabei geh√∂rt die Wilhelma zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die sich an der stark reglementierten Reinzucht beteiligen, um die bedrohte Nutztierrasse und ihre besonderen Eigenarten zu erhalten.
Von alldem wissen die echten ¬ĄBDPs¬ď auf dem Schaubauernhof nat√ľrlich nichts. Sie leben hier wie ¬ĄGott in Frankreich¬ď und trugen seit der Er√∂ffnung des Hofs mit 20 Nachkommen zur Erhaltung ihrer Rasse bei. Neben Chiron und seiner 13-j√§hrigen Mutter Laika geh√∂ren derzeit Chirons 17-j√§hrige Oma Hamrah und deren einj√§hriger Sohn Benito sowie die 18-j√§hrige Stute Garie zur Wilhelma-Herde ¬Ė und nat√ľrlich Chirons Vater Nepomuk, der allerdings meist ein eigenes Gehege bewohnt.

Foto: Wilhelma
Ein Bild von einem Esel ist Chiron ¬Ė sprich: bildh√ľbsch. Den Namen teilt der Poitou-Prinz √ľbrigens mit einem Helden der griechischen Mythologie, dem Zentauren Chiron, und einem nach diesem benannten Asteroiden.
(15.03.2012, 10:26)
Wilhelma :   32. Gorillababy in der Wilhelma geboren:
Milele ¬Ė f√ľr immer eine waschechte Stuttgarterin

Am Sonntagmorgen des 26. Februar hat in der Wilhelma das 32. Stuttgarter Gorillababy das Licht der Welt erblickt ¬Ė ein M√§dchen. Die Tierpfleger tauften es ¬ĄMilele¬ď, was auf Suaheli soviel hei√üt wie ¬Ąf√ľr immer¬ď. Seine frisch gebackene Mutter ist die 18-j√§hrige Gorillafrau Mutasi. Und die scheint eine Vorliebe f√ľr Sonntagskinder zu haben: Auch Mileles dreij√§hrige Schwester Mawenzi kam vor drei Jahren an einem Sonntag zur Welt.
Kaum mehr als eine Woche ist es alt und sieht schon perfekt frisiert aus, mit seinem Mittelscheitel im auff√§llig langen Kopfhaar: das Gorillam√§dchen Milele. Vor allem aber wirkt es putzmunter und gesund, trinkt viel und schaut auch sonst sehr zufrieden aus seinen gro√üen, dunklen Augen. Mit Recht, denn Mutasi ¬Ė mit nunmehr drei Kindern eine erfahrene Mutter ¬Ė k√ľmmert sich vorbildlich um ihre J√ľngste. Dabei klappte das Zusammenspiel zwischen den beiden von Beginn an wie am Schn√ľrchen: Nach der Geburt und einem kleinen Vollwaschgang mithilfe der Zunge nahm Mutasi sich ihr Baby zur Brust, dieses begann brav zu nuckeln ¬Ė und l√§sst sich seither von der Mama herumtragen, den K√∂rper pflegen und nach Strich und Faden verw√∂hnen. Obwohl Mutasi nicht zu den M√ľttern geh√∂rt, die ihre Kinder √ľberm√§√üig lange und intensiv ¬Ąpampern¬ď, so ist es f√ľr ihre dreij√§hrige Tochter Mawenzi derzeit trotzdem nicht ganz leicht, zur√ľckstecken und zuschauen zu m√ľssen, wie das neue Nesth√§kchen das Alleinrecht auf Mutters Milchvorr√§te und Arme genie√üt. Andererseits findet Mawenzi die kleine Konkurrentin ja selbst durchaus spannend. Und das ist gut so, denn f√ľr die Dreij√§hrige ist die neue Situation ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden: Von Mutasi und Milele lernt sie vieles, was sie sp√§ter selbst als Mutter √ľber Geburt, Pflege und Erziehung wissen sollte.
Wie Milele und Mawenzi sowie deren achtj√§hrige Schwester Shira, die mittlerweile in Frankfurt lebt und dort schon erfolgreich den Silberr√ľcken Viatu erobert hat, so ist auch Mutter Mutasi eine waschechte Stuttgarterin: Sie wurde 1994 geboren, als Tochter des fr√ľheren Silberr√ľckens Banjo und der heute etwa 50-j√§hrigen Mimi ¬Ė die Stammes√§lteste ist elffache Mutter, 17-fache Gro√ü- und 15-fache Urgro√ümutter und hat auch bereits einen Ururenkel! Ebenfalls zum Clan geh√∂ren die Frauen Kolo und Undi sowie Kolos dreij√§hriger Sohn Kimbali; unangefochtenes Oberhaupt der Familie ist Silberr√ľcken Kibo. Somit leben ¬Ė und das ist das Sch√∂ne an der Gorillafamilie der Wilhelma ¬Ė drei Generationen unter einem Dach. Au√üerdem versuchen die Zoologen und Pfleger derzeit, die rund zweieinhalbj√§hrige Waise Claudia vorsichtig in die Familie zu integrieren. Ein Geduldspiel, denn alles h√§ngt davon ab, ob Kibo das Gorillam√§dchen tolerieren wird. Bei ersten Kontakten durchs Gitter und im separaten Gehege schien er sie zwar zu m√∂gen. Aber das hei√üt noch lange nicht, dass er den kleinen Fremdling als vollwertiges Mitglied in seinem Clan haben will. Damit die Eingew√∂hnung unter sorgf√§ltiger Beobachtung und mit der n√∂tigen Ruhe erfolgen kann, ist der Bereich direkt vor dem Gorillagehege unter der Woche derzeit vormittags f√ľr Besucher gesperrt. Doch t√§glich ab 13.30 Uhr ¬Ė F√ľtterungszeit! ¬Ė und am Wochenende gibt es gen√ľgend Gelegenheiten, die Familie, das neue Baby sowie die verschiedenen Facetten des Zusammenlebens im Gorillaclan live zu erleben.

Schwester Mawenzi schaut neugierig zu, wenn Milele bei Mutasi trinkt. Foto: Wilhelma
(08.03.2012, 08:22)
Jana M√ľller :   Spitzh√∂rnchen werden ja auch Tupaia genannt.
Mich wundert es eben, dass sie das Schild am Gehege wieder weg gemacht haben. Denn die Schilder sind ja auch vor wenigen Monaten erst neu gemacht worden.

(06.03.2012, 14:56)
Ottmar M√ľller :   Laut Zootierliste gibt es auch noch Spitzh√∂rnchen.
(06.03.2012, 13:32)
Jana M√ľller :   @Ottmar M√ľller:
War heute in der Wilhelma, im Tupaiagehege stand ein Futternapf, allerdings habe ich kein Tier gesehen und es ist kein Tier am Gehege ausgeschildert.

Das Gorillababy von Mutasi ist jetzt da.
3 Mähnenschafe wurden geboren und ein Poitouesel.
(05.03.2012, 19:52)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Roten Riesenk√§ngurus:
Wenn Sprungweltmeister ihre ersten H√ľpfer tun

Es erinnert schon etwas an Yoga, wenn der j√ľngste Nachwuchs bei den Roten Riesenk√§ngurus versucht, in den sch√ľtzenden Beutel seiner Mutter zur√ľck zu klettern. Besonders die langen Beine st√∂ren dabei und es braucht seine Zeit, bis eine bequeme Position gefunden ist. Gut nur, dass der Beutel von Crimson, so hei√üt die frisch gebackene K√§ngurumutter, sehr elastisch ist und auch ihrem √ľber einen halben Meter gro√üen Jungtier noch gen√ľgend Platz bietet.
Ganz so frisch ist das Muttergl√ľck von K√§nguruweibchen Crimson eigentlich gar nicht. Zwar wagt sich ihr Nachwuchs erst seit einigen Tagen f√ľr kleine H√ľpfausfl√ľge aus dem m√ľtterlichen Beutel. Aber ungef√§hr sieben Monate ist es her, dass das junge K√§nguru noch unbekannten Geschlechts tats√§chlich das Licht der Welt erblickte ¬Ė nach nur 33 Tagen Schwangerschaft und gerade mal so gro√ü wie ein menschlicher Daumennagel. Mit Hilfe ihres Geruchssinns und den bereits entwickelten Vorderbeinen finden die K√§nguru-Embryos eigenst√§ndig den Weg in den Beutel der Mutter. Hier saugen sich die rosigen Winzlinge an einer der zwei Milchzitzen fest und lassen diese knapp zwei Monate nicht mehr los. Mit f√ľnf Monaten strecken sie das erste Mal ihren Kopf aus dem Beutel.
In der Wilhelma wird ein K√§ngurubaby jedoch erst dann als Neuzugang gez√§hlt, wenn es das erste Mal den Beutel seiner Mutter verl√§sst. Danach dauert es nochmals knapp einen Monat, bis es ihm dort zu eng wird und es fortan selbstst√§ndig herumh√ľpfen muss. Doch zum Trinken kann es auch noch bis zu einem Alter von einem Jahr immer wieder den Kopf in die Bauchtasche seiner Mutter stecken, selbst wenn dort mittlerweile schon das n√§chste Jungtier heranw√§chst. Denn in der Regel geb√§ren K√§ngurus erneut, kurz nachdem der letzte Nachwuchs den Beutel verlassen hat.
Rote Riesenk√§ngurus machen ihrem Namen alle Ehre. Sie sind die gr√∂√üten Beuteltiere, die derzeit auf der Erde leben. M√§nnchen k√∂nnen, auf den Hinterbeinen stehend, bis zu 1,80 Meter aufragen und bis zu 90 Kilogramm schwer werden. Weibchen sind in der Regel nur halb so gro√ü. Da K√§ngurum√§nner untereinander ritualisierte Boxk√§mpfe um die Gunst der Weibchen austragen, wird in Zoos normalerweise immer nur ein K√§ngurumann gehalten. Manchmal kommt es allerdings vor, dass dieser dann seine Tierpfleger als Rivalen betrachtet und versucht, mit ihnen zu boxen. Leider ist der Mensch aber kein geeigneter Sparringspartner f√ľr ein K√§nguru, dessen starke Hinterbeine k√∂nnten ihn sogar schwer verletzen. Zum Gl√ľck ist ¬ĄKlein Pepe¬ď, der K√§ngurumann der Wilhelma, ein sanftm√ľtiger Geselle, der in seinen Pflegern keine Konkurrenz sieht, sondern sich ganz entspannt seinen sechs Weibchen und der Arterhaltung widmet. Und so wird auch der j√ľngste Nachwuchs in der Gruppe wohl nicht mehr lange allein seine H√ľpfrunden durchs Gehege drehen: Zwei weitere Jungtiere strecken seit wenigen Tagen bereits vorsichtig das K√∂pfchen aus den Beuteln der K√§ngurufrauen Sonja und Jennifer.

Gar nicht so einfach, die langen Beine nach dem Ausflug wieder komplett in Mamas Tragebeutel zu verstauen. Und so lugen meist neben dem K√∂pfchen auch noch ein oder zwei F√ľ√üe heraus. Dennoch ist das Kleine stets sicher verstaut. Foto: Wilhelma
(29.02.2012, 16:02)
Ottmar M√ľller :   Ist das Tupaia-Gehege im Kleins√§ugerhaus wieder besetzt?
(24.02.2012, 15:59)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Dscheladas:
Muttergl√ľck in der Felsen-WG

Auf der Felsenanlage in der Wilhelma rast die 44-k√∂pfige Affenbande jeden Tag ¬Ė nicht durch den Wald, aber √ľber Stock und Stein und M√§hnenschaf! Distanzierte Beobachter der munteren Tollerei sind die Klippschliefer ¬Ė sie k√∂nnten zwar auch √ľber Stock und Stein, wollen aber nicht. Sie suchen sich meist ein Sonnenpl√§tzchen, das nicht direkt auf der Rallyestrecke der Affen und Schafe liegt.
Ihren Lebensraum im Hochgebirge √Ąthiopiens teilen die Dscheladas mit den vom Aussterben bedrohten Walia-Steinb√∂cken. Die gibt es in der Wilhelma nicht ¬Ė ihren Platz nehmen hier die M√§hnenschafe aus dem Atlasgebirge ein. Eine sportliche Wohngemeinschaft, denn die M√§hnenschafe sind auf den Felsen ebenso gewandt unterwegs wie die Dscheladas. Den Jungtieren dienen sie gelegentlich als Reittier oder Aussichtsplattform, und ganz geschickten √Ąffchen manchmal sogar als Milchbar.
Das Sozialleben der Dscheladas ist sehr interessant: Nicht die imposanten M√§nnchen mit der langen M√§hne und dem auff√§lligen unbehaarten Dreieck auf der Brust haben das Sagen, sondern die Weibchen. Sie suchen sich das M√§nnchen aus, in dessen Gruppe sie leben m√∂chten. In der Wilhelma gibt es derzeit zwei Dscheladagruppen, wobei der Harem von ¬ĄFrancois¬ď deutlich gr√∂√üer ist als der seines Nebenbuhlers ¬ĄJ√ľrgen¬ď. Die beiden j√ľngsten Mitglieder im Affenclan sind im Januar und Februar geboren. Sie sind noch ganz von ihren M√ľttern abh√§ngig, werden von ihnen gew√§rmt, ges√§ugt und herumgetragen. Bis jetzt ist noch nicht einmal das Geschlecht der beiden J√ľngsten bekannt, so gut verstecken die M√ľtter den Nachwuchs in ihrem dichten Fell. Die Vaterschaft ist allerdings gekl√§rt ¬Ė beide sind Kinder von ¬ĄFrancois¬ď.
In freier Wildbahn geh√∂ren Dscheladas bisher nicht zu den bedrohten Arten, doch der Klimawandel am Horn von Afrika und das dadurch bedingte Vordringen der Menschen in ihre Lebensr√§ume macht den Dscheladas zu schaffen. Stabile Populationen in Zoos sind daher w√ľnschenswert ¬Ė und so freut sich die Wilhelma √ľber jeden Zuwachs in der ¬ĄAffenbande¬ď.
(24.02.2012, 09:09)
Wilhelma :   Sonderausstellung √ľber Zitrusfr√ľchte:
Mediterraner Augen- und Nasenschmaus

Mit der langweiligen und sauren ¬ĄEinheitszitrone¬ď aus dem Supermarkt hat die Vielfalt der Zitrusfr√ľchte in der Wilhelma nur wenig zu tun. Was sich hinter ¬ĄBuddhas Hand¬ď, der R√∂mischen Limette oder Sorten wie Chinotto und Bizzaria verbirgt, zeigt eine kleine Sonderausstellung der Wilhelma-G√§rtner, die dieses Jahr zum dritten Mal im Wintergarten zu sehen ist. Die teils sehr seltenen Zitrusfruchtpflanzen verstecken sich normalerweise hinter den Kulissen und werden nur zur Hauptbl√ľtezeit, im Februar und M√§rz, herausgeholt.
Ihrem Namen alle Ehre macht die wohl auff√§lligste Frucht in der kleinen Sonderschau: Buddhas Hand. Die aus Ostasien stammende Zitrusfrucht √§hnelt mit etwas Fantasie tats√§chlich einer Hand ¬Ė oder auch an einen gelben, am Baum h√§ngenden Oktopus. In ihrer asiatischen Heimat wird Buddhas Hand schon seit Jahrhunderten kultiviert und ihre kuriosen Fr√ľchte werden traditionell Buddha als Gabe dargeboten. Sie schmecken sehr s√ľ√ü und k√∂nnen roh verzehrt werden, eignen sich aber auch hervorragend zur Herstellung von Marmeladen und erf√ľllen mit ihrem frischen Zitrusduft das ganze Haus. Buddhas Hand geh√∂rt zu den fast fruchtfleischlosen ¬ĄZitronatzitronen¬ď, aus deren intensiv schmeckender Schale fr√ľher das in jeder Backstube bekannte Zitronat gewonnen wurde. Sie waren wohl auch die ersten Zitrusfr√ľchte, die aus Asien nach Europa kamen und die schon Alexander der Gro√üe kannte und sch√§tzte.
Ebenfalls bemerkenswerte Fr√ľchte tr√§gt die Bizzaria, eine wahre Kostbarkeit. Sie galt lange Zeit als ausgestorben und wurde erst vor etwa 30 Jahren in der N√§he von Florenz wiederentdeckt. Ihre mit H√∂ckern √ľbers√§ten gelben, orangefarbenen und gr√ľnen Fr√ľchte vereinen die Eigenschaften der Bitterorange und der s√ľ√üen, stark duftenden Zedrat-Zitrone. Bis heute ist nicht gekl√§rt, wie dieses ¬ĄFr√ľchtchen¬ď genau entstanden ist.
Besonders in Italien als Zutat f√ľr Magenbitter wie Campari oder Limonaden hei√ü begehrt ist der Saft der Bitterorangen. In der Wilhelma-Ausstellung wird diese Gruppe durch die Chinotto vertreten, aus der auch die gleichnamige, dunkel-rote und bitter-s√ľ√üe Limonade hergestellt wird. Ihren Namen verdankt die Chinotto √ľbrigens ihrer chinesischen Herkunft.
Dass Limetten nicht immer sauer sein m√ľssen, beweist die R√∂mische Limette. Sie z√§hlt daher auch zu den so genannten S√ľ√ülimetten und besitzt ein hellgr√ľnes, aromatisches Fruchtfleisch, das sich ¬Ė wen wundert¬ís ¬Ė durch seinen s√ľ√üen Geschmack auszeichnet. Die R√∂mische Limette wurde schon im 17. Jahrhundert in Italien kultiviert und ihre gelben, kugeligen, an den Enden abgeflachten Fr√ľchte reifen das ganze Jahr hindurch an dem kleinen Strauch.
Noch bis Ende M√§rz sind diese und viele andere Zitrusb√§ume und -b√ľsche im Wintergarten zu bestaunen. Und da sie gleichzeitig Fr√ľchte tragen und bl√ľhen k√∂nnen, vers√ľ√üt auch der Duft ihrer Bl√ľten hier jeden kalten Wintertag.

Foto (Wilhelma): Die ostasiatische Zitrusfrucht ¬ĄBuddhas Hand¬ď.
(09.02.2012, 08:33)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Wei√ühandgibbons:
Kindersegen im Klettergarten

Auch wenn Kedua schon das neunte Jungtier der Wei√ühandgibbondame Domino ist, k√∂nnte sein indonesischer Name, welcher ¬ĄZweitgeborene/r¬ď bedeutet, nicht passender sein. Denn das Zweitgeborene ist Kedua derzeit tats√§chlich. Seit dem 13. Dezember 2011 muss sich n√§mlich Narumol, Dominos 2010 geborener Sohn, die m√ľtterliche Brust mit seinem kleinen Geschwisterchen Kedua teilen.
Welches Geschlecht Kedua hat, bleibt vorerst noch sein Geheimnis ¬Ė zu eng krallt sich das Gibbonbaby die ganze Zeit an den w√§rmenden Bauch von Mama Domino. Mit dem Nachwuchs hat diese jetzt alle H√§nde voll zu tun, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auch der 2010 geborene Narumol bekommt noch Muttermilch zu trinken und sucht ebenfalls immer wieder den sch√ľtzenden Bauch von Domino auf. Kleiner, positiver Nebeneffekt: Bei den derzeitigen Minusgraden wird Kedua doppelt gew√§rmt. F√ľr Narumol bedeutet diese Situation aber, dass er schneller selbstst√§ndig werden muss. Normalerweise werden Jungtiere bis zu einem Alter von zwei Jahren von der Mutter ges√§ugt, bleiben aber meist noch bis zur Geschlechtsreife im Alter von rund acht Jahren im Familienverband. Dieser besteht aus einem monogam lebenden Gibbonpaar und seinen Nachkommen. In der Wilhelma sind dies die Eltern Domino und Porgy, ihre J√ľngsten Kedua und Narumol sowie die bereits halbstarken S√∂hne Manis und Jambie. Diese beiden sind auch das beste Beispiel daf√ľr, dass f√ľr die erfahrene Domino die gleichzeitige Betreuung von zwei Jungtieren kein Problem ist. Denn auch der 2007 geborene Manis ist nur knapp zehn Monate √§lter als Bruder Jambie.
Neben der rasanten Fortbewegungsweise der Gibbons ¬Ė sie bewegen sich mit Hilfe ihrer langen Arme meist hangelnd und schwingend durch den k√ľnstlichen Kletterwald ¬Ė ist vor allem ihre Fellfarbe interessant. Denn diese kann stark variieren: von schwarz √ľber braun bis hin zu sandfarben. W√§hrend Gibbonmutter Domino und Narumol ¬Ąblond¬ď sind, tr√§gt Kedua, genau wie sein Vater und die beiden √§lteren Br√ľder, ein schwarzes Fell. Nur die H√§nde sind bei allen Wei√ühandgibbons hell, wie der Name schon sagt, auch bei schwarzen Tieren. √úber das Geschlecht verr√§t die Fellfarbe also nichts.
Was die wenigsten Menschen wissen: Gibbons werden gemeinhin zu den Menschenaffen gez√§hlt. Mit ihren gro√üen Verwandten ¬Ė Gorilla, Orang-Utan und Co. ¬Ė verbindet sie der K√∂rperbau und vor allem das Fehlen eines Schwanzes. Neben dem Schwinghangeln durch die Baumwipfel k√∂nnen sich Gibbons auch auf zwei Beinen laufend fortbewegen. Nur meiden sie den Boden in der Regel und springen lieber, in bis zu zw√∂lf Meter weiten S√§tzen, von Ast zu Ast.
Wei√ühandgibbons sind in ihren nat√ľrlichen, ostasiatischen Lebensr√§umen bislang noch nicht selten. Ihre Best√§nde nehmen aber st√§ndig ab, vor allem durch Jagd und Lebensraumzerst√∂rung. Zumindest aus dem s√ľdlichen China ist die Art daher bereits verschwunden.

Foto (Wilhelma):
Unzertrennlich: Gibbonfrau Domino und ihr j√ľngster Nachwuchs noch unbekannten Geschlechts, Kedua.
(02.02.2012, 10:07)
Frithjof Spangenberg :   Tierk√∂rperbeseitigung ist selten w√ľrdevoll (alllein schon das Wort ...). Ein guter Pr√§parator besch√§ftigt sich wenigstens noch einmal ernsthaft mit dem Tier - im Idealfall sogar mit dessen Pers√∂nlichkeit.
(29.01.2012, 15:45)
Jana M√ľller :   Trotzdem, irgendwie finde ich das nicht w√ľrdig.
(29.01.2012, 15:27)
Liz Thieme :   Warum bist du kein "Fan" von pr√§parierten Tieren? Sie sind f√ľr die Wissenschaft extrem wichtig und daher oft auch sehr sinnvoll.
(29.01.2012, 15:11)
Jana M√ľller :   Hat jemand von euch folgende Wilhelma-Magazine und k√∂nnte mal ein Foto vom Cover reinstellen?
- 2/93
- 1/94
- 2/94
- 2/95
- 3/01
(29.01.2012, 12:33)
Jana M√ľller :   Ja, nun steht das ja auch auf der HP.

Bin ja kein Fan von präparierten Tieren :-(
(28.01.2012, 11:25)
Liz Thieme :   Er hatte Polyserositis. Also

Was interessant ist, was hier ja schon der Grund f√ľr eine Diskussion √ľber ihn war:
>Da Saracen eine f√ľr Leoparden untypische, besondere Fellzeichnung besa√ü, hat sein Besitzerzoo in Bristol gew√ľnscht, dass er nach dem Tod zur√ľck nach England kommt, um dort voraussichtlich pr√§pariert zu werden.<
(27.01.2012, 19:52)
Jana M√ľller :   Auf dem Schild am Gehege steht, dass sich sein Gesundheitszustand trotz intensiver √§rztlicher Behandlung immer verschlechterte, er wurde 17,5 Jahre alt.
(23.01.2012, 13:39)
Ottmar M√ľller :   Woran ist er gestorben und wie alt war er? :(
(23.01.2012, 13:29)
Jana M√ľller :   Leopardenkater Saracen ist tot.
(19.01.2012, 16:05)
Wilhelma :   Neuzugang im Jungtieraufzuchthaus:
Gesellschaft f√ľr Gorillababy Tano

In der europ√§ischen Aufzuchtstation f√ľr verwaiste oder von ihren M√ľttern nicht ausreichend versorgte Gorillababys in der Wilhelma ist ein weiterer Bewohner eingezogen: der neun Monate alte Okanda aus dem Twycross Zoo in Gro√übritannien. Er ist bereits das 60ste hier aufwachsende Gorillakind. Die Wilhelma begr√ľ√üte den kleinen Neuling gestern mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Denn einerseits ist es immer bedauerlich, wenn ein Menschenaffenkind nicht bei seiner leiblichen Mutter aufwachsen kann. Andererseits bekommt nun der bereits in der Station betreute Gorillajunge Tano aus Prag Gesellschaft.
Sechs Monate lang war alles gut gegangen: Okandas Mutter Ozala versorgte und s√§ugte ihr am 17. April 2011 geborenes Baby vorbildlich. Doch pl√∂tzlich wurde Okanda zusehends schw√§cher. Die Pfleger nahmen Ozala den Kleinen vorsorglich ab, p√§ppelten ihn auf und gaben ihn einen Tag sp√§ter zur√ľck. Erneut verschlechterte sich Okandas Zustand. Eine Untersuchung ergab, dass Ozalas Milch nicht mehr genug N√§hrstoffe enthielt. Somit blieb nur die Handaufzucht, wollte man das Leben des Gorillakindes nicht riskieren. Zun√§chst √ľbernahmen dies die Pfleger in Twycross und versuchten dabei, den Kontakt zwischen Okanda und seiner Mutter durch t√§gliche Besuche aufrechtzuerhalten. Doch die recht neue, noch instabile Kleingruppe aus Silberr√ľcken Oumbie und den Weibchen Ozala und Asante reagierte darauf zunehmend nerv√∂s, eine Wiedereingliederung schien somit aussichtslos. Das Europ√§ische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) f√ľr Gorillas empfahl deshalb den Umzug in die Aufzuchtstation der Wilhelma ¬Ė zumal hier mittlerweile Gorillababy Tano eingezogen war, Okanda also gemeinsam mit einem Artgenossen aufwachsen kann.
Nach fast 24-st√ľndiger Autofahrt trafen Okanda und sein Pfleger John Buchan am Dienstag wohlbehalten in Stuttgart ein. √úberraschend schnell wurde der Kleine mit seinen neuen Ersatzm√ľttern im Aufzuchthaus warm, lachte, turnte umher und erkundete fr√∂hlich sein neues Heim. Da Okanda zudem noch in seinem Heimatzoo gr√ľndlich untersucht wurde, darf er mit Erlaubnis des Tierarztes auch von Anfang an auf Tano treffen. Die ersten Ann√§herungen zwischen den Gorillakindern k√∂nnen die Besucher ebenfalls in K√ľrze ¬Ąlive¬ď im Schaugehege erleben. Zumal auch Tano hier √ľber die t√§gliche ¬ĄShowtime¬ď von 11.30 bis 12 Uhr hinaus nun h√§ufiger zu sehen ist, ob bei F√ľtterungen oder beim Spielen ¬Ė allerdings weiterhin zu unregelm√§√üigen Zeiten und je nach Tanos Rhythmus.
Damit die beiden Jungs das Einmaleins des sozialen Gorillalebens fr√ľhzeitig kennen lernen, werden sie √ľberdies bald die Familiengruppe regelm√§√üig besuchen. Tano hat seine ersten Visiten schon hinter sich und kam bei Silberr√ľcken Kibo gleich gut an: In einer Art spontaner Sympathiekundgebung schleckte ihm der Gorillamann √ľbers ganze Gesicht. Dass die Aufzuchtstation im neuen Menschenaffenhaus direkt neben dem Gehege der Gorillafamilie liegen wird, erleichtert sp√§ter solche Kontaktanbahnungen; zudem werden die Besucher sie besser beobachten k√∂nnen. Weitere Infos zu den Gorillakindern gibt es auch unter ¬Ąwww.wilhelma.de¬ď, etwa in den ¬ĄEreignistageb√ľchern¬ď.

Foto (Wilhelma/Siermann): Okanda bei der Ankunft in Stuttgart auf dem Arm seines englischen Pflegers John Buchan
(19.01.2012, 10:56)
Jana M√ľller :   Es gibt keine Acouchis mehr, und wohl auch keine Tupaias mehr. Ins Acouchigehege zogen ja die R√ľsselspringer, die beiden Tupaiagehege sehen noch unver√§ndert aus, allerdings sind keine Tiere mehr drin. (Das eine Gehege war ja schon l√§nger leer). Bei meinen letzten beiden Besuchen wurde auch kein Futter mehr ins Tupaiagehge gestellt - deshalb denke ich, das letzte Tier ist nun auch verstorben.
(18.01.2012, 21:18)
Ottmar M√ľller :   @Jana M√ľller: Welche Ver√§nderungen gab es noch bei den Kleins√§ugern?
(18.01.2012, 21:01)
Jana M√ľller :   Gestern zog ein weiteres Gorillababy ("Okanda", 9 Monate) aus Twycross in die Wilhelma - somit hat Tano nun Verst√§rkung.

(18.01.2012, 20:52)
Jana M√ľller :   Gab auch noch weitere √Ąnderungen im Tierbestand die letzten Wochen/Monate, vor allem im Vogel- Kleins√§ugerhaus.

Die neuen Schneeleoparden wurden nun zusammengef√ľhrt.
(18.01.2012, 11:19)
Jana M√ľller :   Neu im Kleins√§ugerhaus:
Mattheys Knirpsmaus
(im ehemaligen R√ľsselspringergehege)
(17.01.2012, 20:42)
Niedersachse :   Keine Ahnung. Ich bin da nur nicht unbedingt ein Freund von.
(16.01.2012, 23:23)
Oliver Jahn :   Ja, nach diesem Plan sind Bulle und K√ľhe in einem Haus. War denn was anderes geplant?
(16.01.2012, 20:34)
Niedersachse :   Bulle und K√ľhe in einem Haus?
(16.01.2012, 20:11)
Michael Mettler :   Optisch nett filigran, aber das Konzept √ľberzeugt mich nicht. Es scheint noch immer nicht bei allen Architekten angekommen zu sein, dass spitze Winkel in Au√üen- wie in Innenanlagen f√ľr eine Tierhaltung alles andere als optimal sind, weil sich dort Artgenossen bei einer Auseinandersetzung wunderbar in die Ecke treiben lassen. Und die Abgrenzung durch den "Elefanten-Stop" (wenn ich die kleine Schrift richtig entziffere, sollen das wohl parallel verlaufende, oben spitze Betonkanten sein) halte ich f√ľr in jeder Hinsicht unfalltr√§chtig (und f√ľr einen R√ľckfall in die Zeit, als man in √§hnlicher Form Eisenkanten oder Nagelreihen einsetzte). Falls z.B. ein Elefant von einem Artgenossen auf diese Dinger gerempelt wird, k√∂nnte er sich nicht nur selbst verletzen, sondern auch stolpern, hinfallen und dann zur anscheinend nicht zus√§tzlich gesicherten Besucherseite hin aussteigen.

Falls DAS gebaut werden sollte, bin ich wirklich auf die Folgen gespannt.
(16.01.2012, 19:40)
Ottmar M√ľller :   Hier sind ein paar Entw√ľrfe f√ľr das Elefantenhaus, das dann vielleicht in 7 Jahren gebaut werden kann:

http://www.archikubus.de/cms/website.php?id=/de/index/referenzen/national.htm&sid=605bcb4cc1380455610dd548d46fa330
(16.01.2012, 18:52)
Wilhelma :   Schneeleoparden in der Wilhelma:
Bedrohte Samtpfoten aus dem Hochgebirge

Seit Ende Dezember ist die Anlage der Schneeleoparden in der Wilhelma nicht mehr verwaist. Denn eingezogen ist ein junges, neues Zuchtpaar: der Kater Ladakh und die Katze Kailash. Und obwohl das Wetter derzeit nicht wirklich zu ihrem Namen passt, haben sich die beiden mittlerweile gut eingelebt. In die Wilhelma kamen sie auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Bevor jedoch mit erstem gemeinsamem Nachwuchs zu rechnen ist, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen.
Nachdem 2011 der alte Kater Bob gestorben und Lola als zuletzt in Stuttgart geborene Schneeleopardin im belgischen Tierpark Planckendael ein neues Zuhause und einen neuen Partner gefunden hatte, stand das Gehege nahe der Eisb√§renanlage ein paar Monate leer. Doch seit einigen Tagen k√∂nnen der Kater Ladakh und die Katze Kailash nicht nur ihr Domizil, sondern auch sich gegenseitig inspizieren. Bislang allerdings h√§lt sich das Interesse f√ľreinander stark in Grenzen: ¬ĄDas ist normal, denn Kailash und Ladakh sind sozusagen noch Teenager und erst in etwa einem Jahr geschlechtsreif¬ď, erkl√§rt Revierleiter J√ľrgen Deisenhofer. Zurzeit gibt jedenfalls die 2010 in Z√ľrich geborene Kailash klar den Ton an, denn sie ist deutlich neugieriger, verspielter und lebhafter als der fast gleichaltrige Ladakh aus dem franz√∂sischen Amn√©ville. ¬ĄLadakh ist ein echter Stubenhocker und versteckt sich oft im Innengehege vor den Blicken der Besucher¬ď, berichtet Deisenhofer. ¬ĄAber das w√§chst sich mit der Zeit aus.¬ď Da Schneeleopardenm√§nnchen im Schnitt gr√∂√üer werden als die Weibchen, werden zudem die Kr√§fteverh√§ltnisse sp√§ter neu verteilt.
In ihrem nat√ľrlichen Lebensraum, den Hochgebirgen Zentralasiens, leben Schneeleoparden, auch Irbisse genannt, die meiste Zeit des Jahres als Einzelg√§nger. An das Leben in diesem extremen Lebensraum sind sie bestens angepasst. Die gro√üen Pfoten verhindern, √§hnlich wie Schneeschuhe, dass sie im Schnee versinken, in der extremen K√§lte w√§rmt sie ein dichtes, langes Fell. Zus√§tzlichen Schutz vor Wind, Schnee und Frost bietet, um K√∂rper und Kopf geschlungen, der lange, buschige Schwanz. Er dient obendrein bei den bis zu 15 Meter weiten Spr√ľngen der Irbisse von Fels zu Fels als praktisches Steuerruder.
Schneeleoparden geh√∂ren zu den seltensten Arten unserer Erde. Ihr Bestand wird auf etwa 4000 bis 6000 Tiere gesch√§tzt. Obwohl sie in allen ihren Heimatl√§ndern streng gesch√ľtzt sind, fallen sie weiterhin Wilderern zum Opfer. Zudem macht ihnen der Verlust ihres Lebensraumes zu schaffen. Die sch√∂nen Gro√ükatzen sind somit auch als Zoo-Bewohner besonders wertvoll: Im Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm erfasst sind derzeit rund 220 Schneeleoparden. Auch die Wilhelma h√§lt und z√ľchtet seit 20 Jahren Irbisse, f√ľnf Jungtiere sind in Stuttgart bislang aufgewachsen. Und wenn die Zeit daf√ľr reif ist, werden sich bestimmt auch bei Kailash und Ladakh noch Fr√ľhlingsgef√ľhle einstellen ¬Ė auf dass es mit weiterem Nachwuchs f√ľr diese hochbedrohte Art klappt.

Foto (Wilhelma/Sillack): Kailashs Mitbewohner, der Irbiskater Ladakh, erblickte im Juli 2010 in Amnéville in Frankreich das Licht der Welt.
(12.01.2012, 16:27)
Wilhelma :   Bilanz 2011 ¬Ė Ausblick 2012:
Mit 2,28 Millionen Besuchern ein gutes Wilhelma-Jahr

Auch ohne neuen ¬ĄTierstar¬ď wie Eisb√§r Wilb√§r im Jahr 2008 und trotz zahlreicher Baustellen kann die Wilhelma auf ein gutes, besucherstarkes Jahr 2011 zur√ľckblicken: Rund 2,28 Millionen Menschen kamen 2011, um die einmalige Kombination aus Zoo, botanischem Garten und historischem Park zu sehen, das sind rund 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr (2,17 Millionen). Neben der ungebrochenen Beliebtheit der Wilhelma, insbesondere bei ihren Stammg√§sten, d√ľrften dazu auch die g√ľnstigen Wetterverh√§ltnisse vor allem im Fr√ľhjahr und Herbst 2011 einen Gutteil beigetragen haben.

¬ĄMit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden¬ď, so Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch. ¬ĄZumal wir mit h√∂heren Besucherzahlen eigentlich erst f√ľr die Zeit nach der Er√∂ffnung der neuen Menschenaffenanlage gerechnet hatten, also etwa ab der zweiten Jahresh√§lfte 2012.¬ď Doch nun besuchten die Wilhelma bereits 2011 rund 5,4 Prozent mehr Menschen als 2010 ¬Ė und sogar 3 Prozent mehr als im besuchstarken Jahr 2009 (ca. 2,22 Mio.). Lediglich der Rekord von 2,42 Millionen Besuchern im Ausnahmejahr 2008, der wohl vor allem Wilb√§r zu verdanken war, bleibt weiter unerreicht. Einen hohen Beitrag zur Besucherbilanz leisteten dabei erneut die Stammbesucher der Wilhelma: Die Zahl der verkauften Jahreskarten (Preis: 52 Euro) stieg 2011 gegen√ľber 2010 um 7,6 Prozent, in den letzten zehn Jahren hat sich die Verkaufszahl mehr als verdoppelt. Auch der Verein der Freunde und F√∂rderer der Wilhelma, dessen Mitglieder f√ľr 57 Euro ein Jahr lang die Wilhelma besuchen k√∂nnen, ist stetig angewachsen ¬Ė Ende 2011 z√§hlte er nunmehr 27.075 Mitglieder. Wie zu erwarten, gingen parallel dazu in den vergangenen Jahren die Verkaufszahlen bei Tageskarten eher zur√ľck. Positiv zu bewerten ist deshalb, dass 2011 auch fast 8 Prozent mehr Tageskarten verkauft wurden als im Vorjahr.

2011 gab es im Wilhelma-Park so viele Baustellen wie selten zuvor. Zumindest das neue Wilhelmaschulgeb√§ude am Rand des Maurischen Gartens konnte dabei noch Ende 2011 fertiggestellt und er√∂ffnet werden. In seinen R√§umen sollen etwa ab Ostern 2012 neue Angebote und Veranstaltungen auch f√ľr breitere Besuchergruppen stattfinden. Dagegen werden vor allem im ersten Halbjahr 2012 zwei Baustellen weiterhin das Bild im oberen Park mit pr√§gen: Der Bau der Menschenaffenanlage soll bis Mitte des Jahres, der Umbau der Elefantenanlage mit neuem Dickh√§uter-Pool und Besuchertrib√ľne bis etwa Ostern abgeschlossen sein. Auch in die Instandhaltung der teils denkmalgesch√ľtzten Geb√§ude und die Gehegeoptimierung, etwa von Zebra- und Erdm√§nnchenanlage, soll 2012 wieder investiert werden, insgesamt sind rund 3,8 Millionen Euro daf√ľr veranschlagt.
(12.01.2012, 16:16)
Wilhelma :   Orchideenbl√ľte in der Wilhelma:
Wo Pflanzen mitten im Winter wundersame Bl√ľten treiben

Eine gr√ľndliche Inventur und Artenbestimmung bei der gr√∂√üten Pflanzensammlung der Wilhelma, den Orchideen, ist erfolgreich abgeschlossen. Die Bilanz: Derzeit umfasst die Sammlung rund 8000 Pflanzen in 1261 Arten und Sorten. Und das Beste: Auch mitten in der kalten Jahreszeit bl√ľhen viele Orchideenarten, bewundert werden k√∂nnen die rund hundert Pflanzen im Warmhaus, Wintergarten und Kakteenschauhaus. Ein farbenfroher Balsam f√ľr jede vom Wintergrau geplagte Seele ...
Regen, K√§lte und Schmuddelwetter m√ľssen leider drau√üen bleiben aus den Schaugew√§chsh√§usern der Wilhelma. Denn hier herrschen selbst im Winter mollige Temperaturen und es gr√ľnt und bl√ľht an allen Ecken und Enden. Gerade auch die Orchideen treiben derzeit vielgestaltige bis bizarre Bl√ľten in allen Farben: von Schneewei√ü und Zitronengelb √ľber Bonbonrosa bis Lilablassblau. Auf 1261 Arten und Sorten bringt es die Orchideensammlung laut aktueller Z√§hlung, bei der jede einzelne Wild- und Zuchtform unter die Lupe genommen, bestimmt und erfasst wurde. F√ľr die Besucher zu sehen sind allerdings immer nur diejenigen Pflanzen, die gerade bl√ľhen. Die meisten Vertreter der Sammlung verbringen die langen bl√ľtenfreien Ruhepausen als unscheinbare Blattpflanzen hinter den Kulissen.
Doch selbst die gro√üe Sammlung der Wilhelma ist nichts im Vergleich zum Reichtum von Mutter Natur: Mit rund 20.000 Wildformen geh√∂ren Orchideen zu den gr√∂√üten Familien im Pflanzenreich und sie sind auf allen Kontinenten ¬Ė au√üer der Antarktis ¬Ė sowie bis in H√∂hen von 4000 Metern zu Hause. Und jede Orchideenart bringt andere wundersame Phantasiegebilde als Bl√ľten hervor. Doch die Pracht ist nicht verschwendet, denn sie dient einem klaren Lebenszweck, der Fortpflanzung. Dabei versucht jede Art, durch die besondere Architektur ihrer R√∂hren-, Schl√ľsselloch- oder Fallenbl√ľten bestimmte Spezialisten als Best√§uber anzulocken: von Bienen, Fliegen, Ameisen, K√§fern und Schmetterlingen bis zu Kolibris. Auch bei der Entwicklung vom Samen zur Pflanze sind Orchideen auf Hilfe angewiesen: Sie ben√∂tigen die Ammendienste eines Bodenpilzes, damit die Samen √ľberhaupt keimen und mit N√§hrstoffen versorgt werden. Ohne diese Einschr√§nkung w√§re die Welt wom√∂glich mit Orchideen ¬Ą√ľbers√§t¬ď. Denn tropische Arten bergen satte vier bis f√ľnf Millionen winziger Samen, hiesige Arten immerhin bis zu 7000 Samen in jeder Kapsel ¬Ė ein enormes Verbreitungspotenzial.
In der Wilhelma sorgen weder Bienen noch Pilze f√ľr die Vermehrung der Orchideen, sondern die G√§rtner hegen und pflegen sie in vier unterschiedlich klimatisierten Gew√§chsh√§usern. Weitere Pflanzen in neuen Arten und Sorten kommen durch den Austausch mit anderen botanischen G√§rten dazu. Denn G√§rtner weltweit haben aus den Wildformen l√§ngst zus√§tzlich Hunderttausende von Zuchtformen hervorgebracht. Kein Wunder, denn Orchideen faszinieren die Menschen seit langer Zeit, dienen ihnen als Dekoration und Heilmittel. Und zu ihrem Namen haben die Botaniker wohl die beiden Wurzelknollen des Knabenkrauts inspiriert, denn ¬ĄOrchis¬ď ist das griechische Wort f√ľr Hoden.

Foto (Wilhelma)
(04.01.2012, 15:48)
Wilhelma :   Quiekende Gl√ľcksbringer in der Wilhelma:
Jede Menge Schwein zum Jahreswechsel

Schweine ¬Ė normalerweise die Ausf√ľhrung in rosa Marzipan, in der Wilhelma jedoch die schwarz-rosa ¬ĄSchw√§bisch-H√§llischen¬ď ¬Ė gelten traditionell als Gl√ľcksbringer zum Jahreswechsel. Diese ehrenvolle Aufgabe teilen sie sich unter anderem mit vierbl√§ttrigen Kleebl√§ttern und Schornsteinfegern. Die beiden letztgenannten sind in der Wilhelma kaum anzutreffen, Schweine hingegen reichlich: Zwei W√ľrfe Ferkel quieken auf dem Schaubauernhof um die Wette!

Auf dem Schaubauernhof der Wilhelma sind zum Jahreswechsel bei den h√ľbschen schwarzwei√üen Schw√§bisch-H√§llischen Schweinen 20 Ferkel in zwei Alterstufen zusammen mit ihren M√ľttern zu beobachten: Das grunzende, quiekende Familienleben zeigt gl√ľckliche Schweine der alten w√ľrttembergischen Rasse in allen Gr√∂√üen- und Gewichtsklassen. Selbst bei diesen k√ľhlen Temperaturen suhlen sie sich drau√üen in ihrem geliebten Matsch, st√∂bern mit ihren gro√üen und kleinen R√ľsseln in allen Ecken nach Fressbarem, jagen sich laut schreiend √ľber den Hof und holen sich ab und an eine Streicheleinheit bei den Besuchern ab ... eine herrliche Sauerei eben!

Diese Rasse ist f√ľr die Rolle als Gl√ľcksschwein nahezu pr√§destiniert, hat sie doch selbst buchst√§blich ¬ĄSchwein gehabt¬ď: Entstanden vor √ľber 100 Jahren zur Zeit Wilhelms I. und bis in die 50-ger Jahre die h√§ufigste Rasse in Baden-W√ľrttemberg, war sie um 1970 von den modernen mageren Schweinerassen vollst√§ndig verdr√§ngt worden und galt als ausgestorben. Liebhaber alter Haustierrassen bauten mit wenigen Tieren ein Zuchtprogramm wieder auf und retteten diese robusten und friedlichen, auch ¬ĄMohrenk√∂pfle¬ď genannten Schweine sozusagen in letzter Minute. Auch die Zuchtgruppe in der Wilhelma ist der b√§uerlichen Erzeugergemeinschaft angeschlossen und tr√§gt zur Erhaltung der alten Haustierrasse bei. Ohne die Feinschmecker w√§re das Experiment aber wohl nicht gegl√ľckt ¬Ė nur dank der R√ľckkehr in die K√ľche sind die fetten, aber schmackhaften Tiere wieder sehr beliebt und ihre Zucht wirtschaftlich interessant.

Mit dieser quiekenden Meute Gl√ľckbringer w√ľnscht die Wilhelma allen ihren Freunden nah und fern Gl√ľck, Gesundheit und einen guten Start in ein friedliches, erfolgreiches Neues Jahr 2012!
(28.12.2011, 14:59)
Jana M√ľller :   Es sind Blaukr√∂nchen, keine Blauk√∂pfchen. Es kamen die selben V√∂gel wieder in die Volieren, die auch vorher in den Vitrinen waren.
Auf der anderen Seite standen ja auch Volieren, die aber schon seit ca. einem Jahr nicht mehr da sind. So wie es aussieht, kommen da auch keine mehr hin. Weiß jemand, was aus den Allfarbloris geworden ist, die drt untergebracht waren?

Im Vogelhaus wurden endlich neue Schilder angebracht. Im Kleinsäugerhaus daneben sind ja schon seit einiger Zeit neue Schilder.
Das Zwergaguti gibts nicht mehr (gestorben?), vor kurzem war die Vitrine leer, nun ist sie neu gestaltet und die Kurzohrr√ľsselspringer sind eingezogen. Sie haben nun also mehr als doppelt so viel Platz als vorher. Das ehemalige R√ľsselspringerheim steht nun leer.

Es gab Nachwuchs bei den Weißhandgibbons :-)
(27.12.2011, 18:38)
Michael Mettler :   @Gudrun: Du meinst demnach das Blauk√§ppchen alias Blaukappenlori. Wenn es diese Art ist, w√§re sie neu f√ľr die Wilhelma. Blaukr√∂nchen sind hingegen laut Zootierliste schon im Bestand.
(27.12.2011, 17:11)
Gudrun Bardowicks :   Bei den "Blauk√∂pfchen" d√ľrfte es sich um eine farbenpr√§chtige Zwergloriform mit dem Namen Blauk√∂pfchen handeln, die es auch im Loropark auf Teneriffa und im Vogelpark Walsrode zu sehen gibt, nicht um Blaukr√∂nchen.
(27.12.2011, 13:38)
Joshua F√∂rg :   Sorry, vorher waren es Vitrinen.
(26.12.2011, 18:14)
Michael Mettler :   Das sind doch aber keine Vitrinen, sondern Volieren aus einem handels√ľblichen Modulsystem...?

Interessant konzipierter Besatz: Vier "Zwergpapageien" ("Blauköpfchen" = Blaukrönchen?) aus vier verschiedenen zoogeografischen Bereichen.
(26.12.2011, 14:55)
Joshua F√∂rg :   Okay, wie versprochen das Bild.
(25.12.2011, 21:54)
Ottmar M√ľller :   Mich interessiert es! ;)
(25.12.2011, 21:31)
Joshua F√∂rg :   Im Maurischen Landhaus sind wieder einige Vogelvitrinen aufgestellt; sie wirken aber weit ansprechender als die vorherigen.
Der Besatz: Schönlori, Blauköpfchen, Augenringsperlingspapagei und Pfirsichköpfchen.

Falls es jemanden interessiert, kann ich auch ein Foto der Vitrinen reinstellen.
(25.12.2011, 07:53)
Niedersachse :   Der Kater soll aus Z√ľrich sein und somit genetisch wertvoll.
(21.12.2011, 19:43)
Ottmar M√ľller :   In der Wilhelma leben wieder mindestens 2 Schneeleoparden. Wei√ü jemand, woher sie kommen und warum das Gehege nicht vorher umgebaut wurde?
(21.12.2011, 19:01)
Wilhelma :   Bereits zweiter Okapi-Nachwuchs des Jahres 2011:
Willkommene Bescherung am Nikolaus-Tag

Von so seltenen Tieren wie den Okapis kann ein Zoo gar nicht genug Nachwuchs bekommen: Umso gr√∂√üer die Freude in der Wilhelma, dass dieses Jahr schon das zweite Okapi-Kalb das Licht Stuttgarts erblickt hat. Mutter Ibina brachte es am 6. Dezember, also am Nikolaustag, auf die Welt. Bereits Ende Mai hatte die Okapi-Kuh Epena ein Bullenkalb geboren, das ¬ĄKivu¬ď getauft wurde. Bei Ibinas j√ľngstem Nachwuchs stehen bislang weder Geschlecht noch Name fest, denn es f√ľhrt derzeit noch ein recht heimliches, zur√ľckgezogenes Leben. Bis auf Weiteres k√∂nnen die Besucher es daher nur mit Gl√ľck in den Stallboxen des Giraffenhauses entdecken. Kivu dagegen folgt seiner Mutter auch ins Au√üengehege l√§ngst auf Schritt und Tritt ¬Ė zumindest an frostfreien Tagen.
Der mitteleurop√§ische Winter ist f√ľr die aus den tropisch-hei√üen Urw√§ldern des Kongo stammenden Waldgiraffen nicht gerade die liebste Jahreszeit ¬Ė im Gegenteil, sie geh√∂ren wohl zu den k√§lteempfindlichsten Pfleglingen der Wilhelma. Kein Winterfell und keine Unterwolle sch√ľtzt sie, ihr Fell ist immer gleich d√ľnn und samtig. Daher verbringen sie in der kalten Jahreszeit nur wenige Stunden am Vormittag an der frischen Luft, den Rest des Tages bleiben sie lieber in ihren warmen Stallboxen im Giraffenhaus. Ausschlie√ülich hier wird sich auch Ibinas mittlerweile viertes Kalb in den n√§chsten Wochen aufhalten und seinen Bewegungsradius immer nur gerade so sehr erweitern, wie es das Erreichen von Mutters Milchquelle erfordert. Die √ľbrige Zeit rollt es sich im Stroh einer Box zusammen und wartet geduldig auf die n√§chste Mahlzeit. In der Heimat im Kongo ist dieses fr√ľhkindliche Dasein als ¬ĄAblieger¬ď Teil der √úberlebensstrategie. Die Mutter entfernt sich dort bei ihrer t√§glichen Futtersuche sogar absichtlich weit von ihrem Kalb, damit es keine Raubtiere auf das Kleine aufmerksam macht. Selbst in der feindfreien Zone der Wilhelma harrt ein Okapi-Kalb jedoch instinktiv in seinem Versteck aus. Hier lassen es selbst die Pfleger so weit als m√∂glich in Ruhe ¬Ė weshalb bislang noch nicht einmal das Geschlecht sicher bestimmt ist. Und die Besucher bekommen kleine Waldgiraffen aus diesem Grund oft erst mehrere Wochen nach der Geburt erstmals richtig zu Gesicht.
Allerdings ist es nicht selbstverst√§ndlich, dass man Okapis √ľberhaupt in einem Zoo zu Gesicht bekommt. In Deutschland halten neben der Wilhelma nur vier weitere Zoos die seltenen Waldgiraffen, in den Tierparks weltweit leben insgesamt gerade mal knapp 150 Okapis. Davon sind derzeit allein sieben in Stuttgart zu Hause: die K√ľhe Epena und Ibina samt ihrem Nachwuchs, die Kuh Kabinda, der Bulle Vitu sowie der Vater von Ibinas j√ľngstem Kalb, der Bulle Xano.
Doch jedes Okapi z√§hlt, denn f√ľr die Zukunft dieser Tierart sieht es in ihrer zentralafrikanischen Heimat d√ľster aus. Der vor zehn Jahren noch auf etwa 10.000 Tiere gesch√§tzte Bestand im Ituri-Wald beispielsweise d√ľrfte mittlerweile auf die H√§lfte geschrumpft sein. Die Restpopulation zu erhalten, ist nun Ziel eines Okapi-Projekts, das auch die Wilhelma im Zuge des internationalen Artenschutzprogramms unterst√ľtzt.

Fotoquelle: Wilhelma
(21.12.2011, 12:31)
Wilhelma :   Der kleinste Affennachwuchs der Welt:
Zwillinge bei den Zwergseidenäffchen geboren

Vermutlich kamen die beiden Zwergseiden√§ffchen am 4. Dezember zur Welt, denn entdeckt haben die Tierpfleger die neu geborenen Zwillinge am Morgen des 5. Dezember ¬Ė was angesichts der Winzigkeit dieser Tiere gar nicht so leicht ist. Schlie√ülich sind sie die kleinsten echten Affen der Welt und nach der Geburt gerade mal daumengro√ü und 15 Gramm leicht. Auch f√ľr die Besucher ist es daher eine kleine Herausforderung, die dank ihres gelb-braunen Fells obendrein gut getarnten Zwerge in ihrem nachgebildeten Urwald im Jungtieraufzuchthaus zu ersp√§hen.
Zwillinge sind bei Zwergseiden√§ffchen die Regel, ein einziges Kind eher die Ausnahme. So auch bei dem M√§nnchen Chico und Ica, der neuen Frau an Chicos Seite nach dem Tod seiner Gef√§hrtin Jasper, mit der er sechs Jahre zusammengelebt und 18 Junge aufgezogen hat. F√ľr die zweij√§hrige Ica aus dem Zoo in Krefeld dagegen ist es der erste Nachwuchs und entsprechend √ľber√§ngstlich ist sie um den Schutz ihrer Kinder bem√ľht. Ja, nicht einmal den erfahrenen Vater Chico, der sich als emanzipierter Zwergseidenaffenmann sogleich in gewohnter Manier um seine Kinder k√ľmmern wollte, lie√ü Ica anfangs an ihre Kleinen heran. Inzwischen hat sie jedoch gemerkt, dass die Zwillinge auch bei Papa in den besten H√§nden sind, und √ľberl√§sst ihm das Babysitten gerne. Bei Zwergseiden√§ffchen ist es normal, dass sich der Vater und √§ltere Geschwister von Beginn an mit um den Nachwuchs k√ľmmern und ihn abwechselnd auf ihren R√ľcken spazieren tragen. Das kommt nicht von ungef√§hr: In der Natur steigert die gemeinsame √úbernahme von Verantwortung die √úberlebenschancen der Jungtiere. Allerdings funktioniert das harmonische Familienleben inklusive Arbeitsteilung nur bei Paaren und ihrem gemeinsamen Nachwuchs, nicht mit ¬ĄStiefkindern¬ď. Daher mussten Chicos und Jaspers Kinder nach der Ankunft von Ica auch bereits aus dem Gehege aus- oder in andere Zoos umziehen, wo sie nun selbst Nachwuchs bekommen k√∂nnen.
So klein Zwergseiden√§ffchen nach der Geburt auch anfangen, so schnell entwickeln sie sich weiter: Schon nach wenigen Wochen beginnen sie, neben der Muttermilch auch neugierig vom Futter der Eltern zu naschen. In der Natur geh√∂ren dazu Bl√ľten, Fr√ľchte, Insekten und Spinnen, vor allem aber Baums√§fte. In der Wilhelma gibt es ersatzweise Gummi-Arabicum, also den s√ľ√üen Saft von Akazien, dazu werden Heuschrecken und Mehlw√ľrmer, S√ľ√üobst, Sellerie, Paprika und Tomaten gereicht. Kein Wunder, dass bei diesem abwechslungsreichen Speiseplan die Jungen rasch zu vollwertigen Mitgliedern ihrer Familie heranreifen ¬Ė um hier beim n√§chsten Nachwuchs, der schon wenige Monate nach ihrer eigenen Geburt kommen kann, dann selbst zum Babysitter zu werden.

Foto (Wilhelma): Vater Chico tr√§gt die Zwillinge huckepack. Auf dem Bild zu sehen ist das Gesicht des einen und die R√ľckenansicht des zweiten Jungtiers, das zur anderen Seite schaut.
(14.12.2011, 15:41)
Ottmar M√ľller :   Komisch, dass das Schneeleopardengehege genau dann umgebaut wird, wenn Karlsruhe ein neues Gehege fertigstellt...
(13.12.2011, 15:55)
Jana M√ľller :   Na, wurde ja auch Zeit, dass das Okapi endlich kommt. Hoffe man bekommt es in ein paar Monaten h√§ufiger zu Gesicht als den kleinen Kivu.

Das Schneeleogehege ist schon seit Wochen leer und es hängt ein Zettel am Gehege, dass das Gehege umgebaut wird. Es wird dann mit neuen Schneeleos besetzt.
(12.12.2011, 08:36)
Joshua F√∂rg :   Der Nachwuchs ist vom 6 Dezember und die Mutter ist Ibina.
(12.12.2011, 06:23)
Bj√∂rnN :   Wer ist denn die Mutter des aktuellen Nachwuchses??
(11.12.2011, 21:00)
Joshua F√∂rg :   Bei den Okapis im Giraffenhaus gibt es auch wieder Nachwuchs...

Die Anlage der Schneeleoparden war heute nicht besetzt, laut Zootierliste wurde das letzte Exemplar nach Belgien abgegeben. Hat jemand Infos, was mit den beiden Käfigen passiert?
(11.12.2011, 20:15)
Wilhelma :   Gorillababy zeitweise im Aufzuchthaus zu sehen:
Tano zeigt sich erstmals den Besuchern

Seit 14. November ist der Gorillajunge Tano aus Prag in der Aufzuchtstation der Wilhelma, jetzt hat er seine Quarant√§nezeit erfolgreich beendet. Daher wird er nun auch f√ľr die Besucher zeitweilig zu sehen sein. Gelegenheiten dazu bieten sich ab 8.12. t√§glich zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr sowie w√§hrend der F√ľtterungen, f√ľr die es allerdings keinen festen Zeitplan gibt.
Immer wenn Tano hungrig ist und sein Fl√§schchen bekommt, k√∂nnen die Besucher k√ľnftig daran teilhaben. Dies kann zwei bis drei Mal w√§hrend der √Ėffnungszeit des Aufzuchthauses (9 Uhr bis 16.45 Uhr) der Fall sein, findet in einem der Schaugehege statt und dauert rund eine Viertelstunde. Feste Zeiten lassen sich daf√ľr nicht angeben, alles richtet sich nach Tanos Rhythmus. Daher wurde zus√§tzlich ein fester Termin eingerichtet, an dem sich eine Pflegerin mit dem Gorillababy auf jeden Fall im Schaugehege aufhalten wird: t√§glich zwischen 11.30 und 12 Uhr. Allerdings kann es passieren, dass die Besucher Tano das eine oder andere Mal dann nur schlafend antreffen.
Seit rund drei Wochen wird Tano von mittlerweile drei Ersatzm√ľttern, den Pflegerinnen Bea Jarczewski, Margot Federer und Thali Bauer, rund um die Uhr in Wechselschicht umsorgt. Das derzeit Wichtigste im Leben des Affens√§uglings: viel Schlaf, W√§rme, K√∂rperkontakt, Kuscheln und Ansprache sowie nat√ľrlich das Milchfl√§schchen, wann immer der Hunger plagt. Seit seiner Ankunft hat Tano rund 800 Gramm zugelegt, etwa 3300 Gramm bringt er mittlerweile auf die Waage. √úberhaupt sei Tano sehr fit und kr√§ftig f√ľr sein Alter, finden seine Pflegem√ľtter. ¬ĄDen Kopf kann er bereits seit √ľber zwei Wochen allein halten, auch das Sitzen geht mit ein wenig Hilfe schon recht gut und inzwischen zieht er sich sogar f√ľr kurze Momente auf die F√ľ√üe¬ď, berichtet Margot Federer. ¬ĄEin Menschenbaby w√§re in dem Alter dazu l√§ngst nicht in der Lage.¬ď Daf√ľr plagt Tano auch bereits das, was bei Menschens√§uglingen ¬ĄDreimonatskoliken¬ď genannt wird. Treten sie auf, tragen die Pflegerinnen den Kleinen beruhigend umher und helfen mit kleinen Massagen, die Milchnahrung leichter zu verdauen.
Tano ist das 59. Menschenaffenkind, das in der Aufzuchtstation aufw√§chst ¬Ė und momentan hier der einzige Z√∂gling. Doch sollten von Hand aufgezogene Menschenaffen so fr√ľh wie m√∂glich den Kontakt zu Artgenossen bekommen. Sofern also kein weiteres Gorillakind in die Station kommt, wird Tano baldm√∂glichst in die N√§he seiner Verwandten im Menschenaffenhaus umziehen. Dort kann er Sicht- und Schnupperkontakt zu Mitgliedern der Gorillafamilie aufnehmen und wird au√üerdem auf die zweij√§hrige Claudia treffen, die in die Familie integriert wird, sofern Kibo sie als neues Mitglied akzeptiert. Die Bedingungen f√ľr solche Zusammenk√ľnfte werden in der neuen Menschenaffenanlage deutlich besser sein: Da die Aufzuchtstation dort direkt neben dem Gehege der Gorillagruppe liegen wird, k√∂nnen die Handaufzuchten von Anfang ihre Verwandten beobachten und arttypische Verhaltensweisen lernen. Abgesehen davon, dass das neue Haus auch den Besuchern bessere Einblicke in diese Vorg√§nge erm√∂glichen wird.
Neues zu Tano gibt es bereits seit seiner Ankunft regelm√§√üig unter www.wilhelma.de in den ¬ĄEreignistageb√ľchern¬ď zur Gorillakinderstube. Hier wird die Wilhelma auch zeitnah informieren, falls die Orte und Zeitpunkte, an denen Tano zu sehen ist, ge√§ndert oder erweitert werden.
(08.12.2011, 11:03)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Wickelschwanzskinken:
Echsen mit Familiensinn

Sie sind die gr√∂√üten Vertreter aller Skink-Arten der Welt, stammen von den Salomonen-Inseln und haben in der Wilhelma erneut Nachwuchs bekommen: die Wickelschwanzskinke. Sehr au√üergew√∂hnliche Reptilien sind diese unter anderem wegen ihrer intensiven Brutpflege: Skinke bilden n√§mlich eine richtige kleine Familie, in der Mutter, Vater und Nachwuchs lange Zeit eintr√§chtig zusammen leben. Und ziemlich gem√ľtlich hat es das Jungtier in Hotel Mama obendrein: Nicht selten tr√§gt es die Mutter auf ihrem R√ľcken huckepack durchs Ge√§st. Trotz ihrer Gr√∂√üe sind die d√§mmerungsaktiven Echsen im naturnah gestalteten Terrarium allerdings nicht leicht zu entdecken, denn mit ihrer grau-gr√ľn gefleckten Haut sind sie stets gut getarnt.
Bereits seit 1975, also schon seit √ľber 35 Jahren, h√§lt die Wilhelma die Kletterk√ľnstler aus den K√ľsten- und Bergregenw√§ldern der Salomonen. Ihre Urahnen kamen einst aus den Zoos von Z√ľrich und Berlin nach Stuttgart, wo sie seither regelm√§√üig f√ľr Nachwuchs sorgen. F√ľr die Weibchen der Wickelschwanzskinke hei√üt das, einmal im Jahr nach sechs Monaten Tragzeit ein Junges, seltener auch zwei, lebend zu geb√§ren. Und das ist kein Pappenstiel, denn schon bei der Geburt sind Skinke 20 Zentimeter lang ¬Ė immerhin ein Drittel ihrer sp√§teren K√∂rpergr√∂√üe von bis zu 75 Zentimetern ¬Ė und bringen 100 Gramm auf die Waage. Meist in der D√§mmerung kommen sie zur Welt, was bedeutet, dass der Nachwuchs im Wilhelma-Terrarium in der Regel fr√ľhestens am Tag danach entdeckt wird. Bei anderen Echsen k√∂nnte es dann schon zu sp√§t und um den Nachwuchs geschehen sein, denn einige Arten haben ihre eigenen Jungen zum Fressen gern. Nicht so die Wickelschwanzskinke, die als Vegetarier ohnehin nur Bl√§tter und Fr√ľchte verzehren. Daf√ľr scheinen die Skinke an ihren Jungen einen ausgesprochenen Narren gefressen zu haben: Obwohl diese vom ersten Moment an selbstst√§ndig sind, bleiben sie ganze sechs Monate lang nah bei der Mutter, werden von ihr gehegt, gepflegt und manchmal auch auf dem R√ľcken spazieren getragen ¬Ė eine intensive, lange und damit au√üergew√∂hnliche Brutpflege f√ľr eine Reptilienart. So verwundert es vielleicht nicht, dass diese Tiere auch erst mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif sind und im sicheren Terrarium durchaus 20 Jahre alt werden k√∂nnen. Allerdings sind auch im Regenwald lebende, erwachsene Wickelschwanzskinke nicht ganz wehrlos: Sie kratzen, fauchen und bei√üen notfalls kr√§ftig zu, wenn Feinde und unliebsame Artgenossen ihnen in die Quere kommen. Daf√ľr k√∂nnen sie anschlie√üend auch wieder entspannt relaxen: Denn neben den Schlangen und Cham√§leons sind sie die einzigen Reptilien, die gem√ľtlich abh√§ngen k√∂nnen ¬Ė dank ihres praktischen Greifschwanzes, dem sie ihren Namen verdanken. Dieser dient ihnen bei den Klettertouren durchs Ge√§st als f√ľnfte Hand, als Ankerhaken und Zugseil und sorgt somit in jeder Lage f√ľr sicheren Halt.

Foto (Wilhelma): Auf Mutters R√ľcken durchs Ge√§st. So l√§sst es sich leben.
(01.12.2011, 15:25)
Wilhelma :   Nachwuchs im Doppelpack bei den Grevyzebras:
Gestreifte Hoffnungsträger einer bedrohten Art

Die Grevyzebra-Stuten Lady und Leonie haben der Wilhelma ein sch√∂nes vorweihnachtliches Pr√§sent beschert ¬Ė und brachten am 1. und 7. November zwei h√ľbsche, gesunde Hengstfohlen zur Welt ¬Ė Hakon und Harry. Ein Geschenk ist jedes Grevyzebrafohlen auch deshalb, weil die Art in ihrer ostafrikanischen Heimat hoch bedroht ist. Ab sofort kann die Wilhelma nun die Besucher an den zwei gestreiften ¬ĄGeschenken¬ď teilhaben lassen: Wann immer es die Witterung zul√§sst, werden M√ľtter und S√∂hne k√ľnftig im gro√üen Au√üengehege zu sehen sein.

Dass auch Zebras vom Aussterben bedroht sein k√∂nnen, wei√ü vermutlich nicht jeder. Und doch ist es so: Weniger als 2500 Grevyzebras gibt es laut Z√§hlungen noch in Kenia, in √Ąthiopien leben vielleicht weitere 100. Dazu kommen unter 500 Tiere in 114 Zoos weltweit. Immerhin ist der Freilandbestand in letzter Zeit weitgehend stabil geblieben, doch gebannt ist die Gefahr l√§ngst nicht: Wilderei, D√ľrre und von Weidevieh √ľbertragene Krankheiten machen den Tieren weiterhin zu schaffen, nur in streng gesch√ľtzten Reservaten besteht somit eine √úberlebenschance.

Zur Erhaltung dieser seltenen Art haben die Grevyzebras der Wilhelma seit 1958 und inklusive der beiden J√ľngsten, den Hengstfohlen Hakon und Harry, mit immerhin bereits 67 Fohlen beigetragen. Vor allem Lady gilt als eine der genetisch wichtigsten Zuchtstuten im europ√§ischen Zoobestand. Im Jahr 2009 hatten sie und Leonie jeweils ein Stutfohlen geboren: Sissi und Nele, die ebenfalls noch in der Wilhelma leben und zu ihren M√ľttern und j√ľngeren Geschwistern sto√üen d√ľrfen, sobald die Kleinen sich mit dem Au√üengehege vertraut gemacht haben. Doch diesmal waren offenbar nur m√§nnliche Nachkommen ¬Ąim Angebot¬ď. Mit daf√ľr verantwortlich ist nat√ľrlich der Vater: Er hei√üt Menelik ¬Ė wie der erste √§thiopische Kaiser ¬Ė, kam nach Grevyhengst Lutz¬í Tod im August 2010 als neuer Zuchthengst aus dem franz√∂sischen Le Pal in die Wilhelma, f√ľhrt aber meist ein Single-Dasein hinter den Kulissen. In der Natur w√§re das ebenso, denn Grevyzebras leben nicht wie andere Zebraarten in ¬ĄHaremsgruppen¬ď mit einem Hengst und mehreren Stuten, sondern sie halten es eher wie die Wildesel: Die Hengste besetzen feste Reviere und bandeln mit den durchziehenden Stuten an. Diese wiederum bilden oft lose Verb√§nde, wirklich enge Bande existieren nur zwischen M√ľttern und ihrem Nachwuchs. Grevyzebras sind zudem die gr√∂√üte der drei Zebraarten und ihr Streifenmuster ist besonders fein ¬Ė aber wie bei jedem Zebra von Geburt an so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Dieser individuelle ¬ĄBarcode¬ď der Zebras ist daher auch bei Bestandsz√§hlungen im Freiland sehr hilfreich, um einzelne Tiere auseinander halten zu k√∂nnen.

Auch wenn gerade die Fohlen mit ihren schlanken langen Beinen und den riesigen T√ľtenohren ein reizender Anblick sind: √úber die Wintermonate werden die Grevyzebras nicht immer von morgens bis abends im Au√üengehege zu sehen sein, denn als Tiere der Tropen sch√ľtzt sie keine Unterwolle vor Frost. Bei Glatteis besteht obendrein Beinbruchgefahr. Daher bleiben die Grevys an manchen Tagen vorsichtshalber im Stall oder werden t√§glich nur f√ľr wenige Stunden an die frische Luft entlassen.

Foto (Wilhelma): Grevyzebra-Mutter Lady und Sohn Hakon im Vorgehege, wo sie f√ľr die Besucher seither noch nicht zu sehen waren. Je nach Wetterlage wird sich das jetzt √§ndern.
(25.11.2011, 10:12)
Jana M√ľller :   ach und... die Elefantenanlage ist nur noch ein Tr√ľmmerhaufen
(22.11.2011, 19:02)
Jana M√ľller :   Ja, nur noch ein Wasserbock...

Es gab doppelten Nachwuchs bei den Grevy-Zebras...
(22.11.2011, 19:01)
Joshua F√∂rg :   Lebt in der Wilhelma eigentlich nur noch ein Wasserbock?
(20.11.2011, 17:35)
Wilhelma :   Das neue Wilhelmaschulgeb√§ude:
Mehr Raum f√ľr p√§dagogische Angebote und Naturbildung

Nach rund einj√§hriger Bauzeit ist das neue Wilhelmaschulgeb√§ude bezugsfertig, die Wilhelma-P√§dagogen k√∂nnen es gemeinsam mit den Schulen und Kinderg√§rten der Region in Betrieb nehmen. Mit der Er√∂ffnung des Geb√§udes er√∂ffnen sich auch neue M√∂glichkeiten, das Bildungsangebot der Wilhelmaschule weiter auszubauen: mit neuen Programmen f√ľr den au√üerschulischen Biologieunterricht ebenso wie mit Veranstaltungen zu Naturschutzthemen.
Rund 1200 F√ľhrungen f√ľr Schulklassen und Kinderg√§rten f√ľhrt das zw√∂lfk√∂pfige Team der Wilhelmaschule pro Jahr durch, bis zu 16 an einem Tag, dazu kommen seit 2009 Fortbildungen f√ľr Lehrer und Erzieher. Alle diese Programme finden im Park, in den Tier- und Pflanzenh√§usern statt. Ein Geb√§ude f√ľr ihre Vor- und Nachbereitung fehlte jedoch, geschweige denn f√ľr wetterunabh√§ngige, erg√§nzende Veranstaltungen unter einem Dach: Das fr√ľhere Wilhelmaschulgeb√§ude, eine √§ltere Holzbaracke, war daf√ľr nicht mehr geeignet. ¬ĄMit dem neuen Geb√§ude wird sich dies nun √§ndern¬ď, freut sich Wilhelma-Direktor Prof. Dr. Dieter Jauch. ¬ĄGeplant sind beispielsweise neue Kurse, bei denen die Sch√ľler Tieren und Pflanzen n√§her kommen und dabei konzentriert arbeiten k√∂nnen ¬Ė Erleben und Lernen lassen sich optimal verbinden.¬ď F√ľr den Unterricht stehen im neuen Geb√§ude moderne Medien und Beamertechnik ebenso zur Verf√ľgung wie schnell greifbare zoologische Anschauungsmaterialien von Fell und Krallen bis zu Tiermodellen. Sogar lebende Vertreter der Tierwelt sind bei Bedarf mit von der Partie: In den Tierraum des Geb√§udes ziehen daf√ľr zwei Papageien, Ratten, Fische, Fr√∂sche sowie Insekten und Gliedertiere ein. Doch auch zus√§tzliche Stippvisiten zu Pflanzen und Tieren im angrenzenden Park sind von der Schule aus jederzeit m√∂glich.

Ein weiterer Vorteil: Im neuen Geb√§ude lassen sich k√ľnftig auch Veranstaltungen und Vortr√§ge durchf√ľhren, insbesondere zu Natur- und Artenschutzthemen und fallweise mit Beteiligung von Naturschutzorganisationen und Artenschutzexperten. ¬ĄNaturkundliche Bildung muss heute immer auch Naturschutz einschlie√üen¬ď, sagt die Leiterin der Wilhelmaschule Stefanie Reska. ¬ĄUnser Ziel ist es daher nicht nur, biologische Fakten zu pr√§sentieren, sondern wir m√∂chten Kinder wie Erwachsene f√ľr die Natur insgesamt begeistern und sie als Mitstreiter beim Einsatz f√ľr deren Erhaltung gewinnen.¬ď

Das neue pavillonartige Schulgeb√§ude liegt in n√§chster Nachbarschaft zum denkmalgesch√ľtzten Maurischen Garten und Landhaus und f√ľgt sich dank seiner niederen Bauh√∂he und vielen Glasfronten harmonisch in den Park ein. Herzst√ľck des Geb√§udes ist ein Vortragsraum f√ľr bis zu 100 Personen, der dank flexibler Trennwand in zwei ¬ĄKlassenzimmer¬ď unterteilt werden kann. Au√üerdem gibt es Vorbereitungsr√§ume f√ľr das Lehrpersonal, eine Teek√ľche und nat√ľrlich WCs. Das Geb√§ude ist ebenerdig zug√§nglich, behindertengerecht gebaut und nicht unterkellert. Der Au√üenbereich enth√§lt einen kleinen Hof, auf dem im Sommer ebenfalls einzelne Klassen betreut werden k√∂nnen. Die Planung des Au√üenbereichs der Wilhelmaschule und seine Bepflanzung, also die gesamte Landschaftsarchitektur rund ums Geb√§ude, √ľbernahm der Fachbereich Parkpflege der Wilhelma.
(17.11.2011, 15:12)
Wilhelma :   Gorillababy Tano aus Prag:
Urenkel der ersten Wilhelma-Gorillas in Stuttgarter Aufzuchtstation eingetroffen

Die Aufzuchtstation der Wilhelma hat einen neuen Sch√ľtzling aufgenommen: den erst vor einer Woche, am 8. November, im Prager Zoo geborenen Gorillajungen Tano (Suaheli f√ľr ¬Ąder F√ľnfte¬ď). Weil seine unerfahrene Mutter Bikira sich um ihren Erstgeborenen nicht richtig k√ľmmerte, brachte ihn der Prager Zoo in Abstimmung mit dem Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in die Wilhelma, wo sich die offizielle Aufzuchtstation f√ľr Gorillas befindet. Zumindest der Herkunft nach ist Stuttgart f√ľr den kleinen Tano dabei keine absolute Fremde: Denn er ist ein Urenkel der fr√ľheren Stuttgarter Gorillas Dina und Banjo ¬Ė und seine Mutter Bikira wurde 1995 bis 1998 ebenfalls in Stuttgart von Hand aufgezogen. Seine erste Nacht hat Tano im Schwabenland bereits gut √ľberstanden ¬Ė trinkend und schlafend.
Einige Monate lang war die Aufzuchtstation der Wilhelma verwaist: Die dreij√§hrigen Gorillajungs Monza und Upala zogen nach Romagne in eine M√§nner-WG, die zweij√§hrige Claudia lebt im Menschenaffenhaus bei der Gorillafamilie, in die sie behutsam integriert wird. Doch nun ist wieder ein Neugeborenes in die Aufzuchtstation eingezogen ¬Ė das 59ste, das hier aufw√§chst. ¬ĄLeider k√∂nnen wir es noch nicht im neuen Haus unterbringen, wo die Aufzuchtstation direkt neben dem Gehege der Gorillafamilie liegen wird und auch die Besucher alles beobachten k√∂nnen¬ď, sagt Marianne Holtk√∂tter, die Menschenaffenkuratorin der Wilhelma. ¬ĄAm besten w√§re es nat√ľrlich, wenn Babys wie Tano bei ihren M√ľttern aufwachsen k√∂nnen. Aber mitunter bleibt keine Wahl.¬ď Weil es diese bei Tano nicht mehr gab, brachten ihn sein Tierpfleger, Tierarzt und Direktor nach Stuttgart. Hier ist er nun zun√§chst in Quarant√§ne hinter den Kulissen, f√ľr die Besucher also nicht zu sehen. Daf√ľr wird er seine zwei Ersatzm√ľtter Margot Federer und Bea Jarczewski in der n√§chsten Zeit gut auf Trab halten: Diese betreuen ihn in Wechselschicht rund um die Uhr, geben ihm alle zwei bis drei Stunden das Fl√§schchen. 2500 Gramm wog der Kleine bei der Ankunft, ein normales Gewicht f√ľr sein zartes Alter. Da er √ľberdies einen altersgem√§√üen Appetit besitzt und von der Pflegerin schon kurz nach der Ankunft problemlos das Fl√§schchen annahm, sind alle zuversichtlich, dass er schnell w√§chst und gedeiht.
Doch ein Gorilla braucht nicht nur Muttermilch, sondern vor allem anfangs auch die K√∂rperw√§rme seiner Mutter. Da Bikira ihren Sohn jedoch nach der Geburt liegen lie√ü, drohte Tano zu unterk√ľhlen und wurde vorsichtshalber in den Brutkasten gelegt. Versuche, Tano danach der Mutter zur√ľckzugeben, scheiterten. Es blieb nur noch der Weg in die Handaufzucht, wollte man nicht den Tod des Kleinen riskieren. In der Aufzuchtstation erh√§lt er von den erfahrenen Pflegerinnen nun neben Milch auch so viel K√∂rperkontakt wie m√∂glich, zwischendurch sorgt eine W√§rmflasche f√ľr mollige Temperaturen, ein Klammertuch dient als Ersatz f√ľrs Mutterfell und ein ¬ĄHerzsimulator¬ď ahmt Mamas Herzschlag beruhigend nach. Warum Bikira sich nicht selbst um ihr Kind k√ľmmerte, kann mehrere Gr√ľnde haben: Zum einen hat sie in ihrer vorigen Heimat Belfast offenbar von anderen Gorillam√ľttern bislang nichts √ľbers Mutterdasein lernen k√∂nnen ¬Ė ein Anschauungsunterricht, der f√ľr junge Gorillafrauen wichtig ist. Zum anderen kam sie erst im Dezember 2010 nach Prag und ihre Stellung in der Gruppe war noch nicht gefestigt. Als sich nach der Geburt andere Gruppenmitglieder neugierig n√§herten, war sie daher wohl nicht selbstbewusst genug, um sich unger√ľhrt weiter ihrem Kind zu widmen, sondern lie√ü es liegen.
Einer der gro√üen Vorteile der europaweiten Aufzuchtstation f√ľr Menschenaffenkinder in der Wilhelma ist, dass die Kleinen von Anfang an mit Artgenossen zusammen sein k√∂nnen ¬Ė was in der neuen Menschenaffenanlage auch im Hinblick auf die erwachsenen Tiere noch besser umgesetzt werden kann. Noch ist es aber nicht soweit: Sofern Tano daher weiterhin der einzige Sch√ľtzling im Aufzuchthaus bleibt, was nie vorhersehbar ist, wird er jedoch baldm√∂glichst ins alte Menschenaffenhaus und in die N√§he von Claudia und der Gorillafamilie umziehen. Wann und wie oft die Besucher ihn also in Zukunft sehen k√∂nnen, ist noch offen. Die Wilhelma wird die Besucher dazu per Internet und Aush√§nge jedoch weiter auf dem Laufenden halten.

Foto: Wilhelma/T. Bauer
(v.l.n.r.: Prager Zoodirektor Miroslav Bobek, Wilhelma-Pflegerin Margot Federer, Prager Pfleger Mirek, Revierleiterin Bea Jarczewski)
(16.11.2011, 09:20)
Liz Thieme :   @Anna, noch ist er hinter den Kulissen in Quarant√§ne. Soll aber so bald es geht vom Aufzuchtshaus ins Menschenaffenhaus umziehen, um dann in der N√§he von Claudia und den anderen zu sein.
(15.11.2011, 19:34)
Wilhelma :   Der Umbau der Elefantenanlage hat begonnen:
Mehr Wohnkomfort f√ľr die Elefantendamen

Der Umbau der Elefantenanlage hat begonnen: Obwohl gleich nebenan noch an der neuen Menschenaffenanlage gebaut wird, wollte die Wilhelma mit der Umgestaltung des Elefanten-Au√üengeheges, inklusive Beseitigung des gef√§hrlichen Absperrgrabens, nicht l√§nger warten und den besucher√§rmeren Winter daf√ľr nutzen. Die Bauleitung liegt bei der Staatlichen Verm√∂gens- und Hochbauverwaltung Baden-W√ľrttemberg. Bis Ostern 2012 soll der Umbau abgeschlossen sein; voraussichtliche Baukosten: eine Million Euro.
Die Elefantenanlage ist mittlerweile √ľber 40 Jahre alt, nicht mehr zeitgem√§√ü und besitzt zudem einen Absperrgraben, der durch den zweimaligen Grabensturz der Elefantenseniorin Vilja und deren Tod den Verantwortlichen wie den Besuchern zum Dorn im Auge wurde. Daher wird das Au√üengehege derzeit so umgebaut, dass der Graben verschwindet und ihre Bewohner, die beiden rund 46-j√§hrigen Elefantendamen Pama und Zella, k√ľnftig mehr Komfort genie√üen k√∂nnen.
Dazu wird das komplette Au√üengehege abgerissen, die Betonplattform entfernt und dann der Gehegeboden so angelegt, dass m√∂glichst wenige Steigungen entstehen ¬Ė angesichts der Hanglage eine echte technische Herausforderung. Das verbleibende geringe Gef√§lle erlaubt es den beiden betagten Elefanten, sich √ľberall gut bewegen zu k√∂nnen. Einfassungsmauern aus Travertin und Betonstein sowie eine neue ¬Ąasiatische¬ď Bepflanzung sorgen f√ľr eine naturnahe Gestaltung des Geheges. F√ľr ¬ĄWellness¬ď werden ein weicher Sandboden, eine Lehmsuhle, zwei Becken mit austauschbarem Substrat, wie z.B. Rindenmulch, Torf und Kiesel, sowie ein gr√∂√üerer, mit nachhaltig sparsamer Wassertechnik ausgestatteter ¬ĄBadepool¬ď sorgen. Dieser liegt dann direkt vor einer neuen Trib√ľne mit Sitzstufen, die den Besuchern nach dem Umbau sch√∂ne Einblicke ins Elefantendomizil bieten wird. Bis es soweit ist, m√ľssen die Wilhelma-G√§ste allerdings ein paar Einschr√§nkungen in der Wegef√ľhrung in Kauf nehmen. Informations- und Umleitungsschilder werden vor Ort aufgestellt, zum Schaubauernhof f√ľhrt w√§hrend der Bauarbeiten nur der Weg entlang des Rosensteinparks.
Rund eine Million Euro hat das Land Baden-W√ľrttemberg f√ľr den Umbau eingeplant und bereitgestellt, die Projekt- und Bauleitung liegt beim Stuttgarter Amt von Verm√∂gen und Bau Baden-W√ľrttemberg, die Planung erfolgte gemeinsam mit Gl√ľck Landschaftsarchitektur.
Beim Umbau des alten Elefantengeheges soll es jedoch nicht bleiben: Nach wie vor ist geplant, eine komplett neue, gro√üz√ľgigere Anlage zu errichten, die auch eine Herdenhaltung erm√∂glicht. Wann gebaut werden kann, h√§ngt jedoch weiterhin von den Entwicklungen in Sachen Rosensteintunnel ab ¬Ė vor dessen Fertigstellung kann die Elefantenanlage nicht entstehen. Sobald diese jedoch Wirklichkeit ist, profitieren auch die langj√§hrigen Nachbarn der Elefanten, die indischen Panzernash√∂rner, vom aktuellen Umbau: Dann werden sie das umgestaltete Gehege erben ¬Ė und damit Wohn- und Lebensraum hinzugewinnen.

Foto (Wilhelma): Entwurf zum Umbau der Elefantenanlage
(15.11.2011, 08:40)
Jana M√ľller :   Die Wilhelma hat einen neuen Gorilla zur Handaufzucht: Tano wurde vor einer Woche in Prag geboren und von seiner Mutter versto√üen.

Bin gespannt, wie die Wilhelma das nun handhabt, Claudia lebt ja bereits hinter den Kulissen des Menschenaffenhauses und wird auf die Zusammenf√ľhrung mit der Familiengruppe vorbereitet.
Das ehemalige Aufzuchtgehege im Aufzuchthaus steht leer.. da wäre der Kleine sonst ja auch der einzigeste Gorilla...

(14.11.2011, 20:33)
Jana M√ľller :   War heute wieder im Zoo, der Umbau der Elefantenanlage hat nun begonnen.


(11.11.2011, 16:37)
Wilhelma :   Nachwuchs auf dem Schaubauernhof der Wilhelma:
Eine Kuh macht muh, viele K√ľhe machen M√ľhe

In der Wilhelma findet allerlei mehr oder minder bedrohtes Getier eine Heimat, darunter auch heimische Nutztierrassen, die heutzutage ebenso exotisch anmuten wie Nash√∂rner oder Tiger und ebenso stark vom Aussterben bedroht sind. Die fr√ľher zahlreichen regionalen Rinderrassen werden auf dem Schaubauernhof repr√§sentiert durch das Limpurger Rind aus dem Welzheimer Wald und das Hinterw√§lder Rind aus dem Schwarzwald. Und bei beiden Rassen gibt es derzeit Nachwuchs.
Das Hinterw√§lder Rind ist eine kleine leichtgewichtige Rasse, die fr√ľher als einzige mit den Steillagen im L√§ndle zurecht kam. Gel√§ndeg√§ngig und wenig bodenzerst√∂rend ¬Ė so muss ein Rind f√ľr Schwarzwaldwiesen gebaut sein. Bei den Hinterw√§ldern in der Wilhelma wird Mutterkuhhaltung betrieben. Das bedeutet, die K√§lber bleiben die ersten sechs Monate bei den M√ľttern in der Herde ¬Ė und die insgesamt sechs Mutterk√ľhe passen gut auf den Nachwuchs auf. Eins k√∂nnen aber weder wehrhafte M√ľtter noch Pfleger verhindern: die wenig kleidsamen, riesigen, gelben Ohrmarken! Dieser Personalausweis der Rinderunion Baden-W√ľrttemberg bleibt keinem Rindvieh erspart ¬Ė ob es nun beim Bauern im Stall lebt, auf der Wiese oder im Zoo. Zur Zeit schauen gleich zwei entz√ľckend gefleckte Kuhk√§lbchen neugierig in die herbstlich nebelige Welt.
Vom einfarbig braunen Limpurger Dreinutzungsrind stehen f√ľnf Mutterk√ľhe im Schaubauernhof der Wilhelma. Limpurger dienten fr√ľher der Produktion von Fleisch und Milch und zogen auch noch den Wagen ¬Ė solche Multitalente sind gegen√ľber modernen Turbok√ľhen und reinen Fleischrindern nicht mehr konkurrenzf√§hig. Der Wert der alten Genreserven ist aber gar nicht hoch genug einzusch√§tzen. Daher ist auch das Kuhk√§lbchen bei dieser Rasse ein h√∂chst erfreuliches Ereignis. Bei den als Milchvieh gehaltenen Limpurgern wachsen die K√§lber getrennt von ihren M√ľttern auf ¬Ė somit sind auf dem Schaubauernhof beide g√§ngigen Haltungsformen repr√§sentiert. Die V√§ter der K√§lber leben √ľbrigens nicht auf dem Schaubauernhof: Wie in der Rinderzucht √ľblich, schickt der Zuchtverband tiefgefrorene Samenportionen zum Tierarzt, der die k√ľnstliche Besamung √ľbernimmt. Nach einem halben Jahr wechseln die K√§lber dann zum Bauern und bereiten sich auf die Karriere als Milchkuh vor. Wagen ziehen ist heute in der Landwirtschaft nicht mehr gefragt, aber die Limpurger K√ľhe der Wilhelma halten die Tradition aufrecht: beim allj√§hrlichen Umzug zum Cannstatter Volksfest.

(09.11.2011, 16:07)
Jana M√ľller :   Genau, der Graben soll weg, das hie√ü es aber auch schon letztes Jahr.
Der Umbau hat noch nicht begonnen (es sei denn, die fingen in den letzten Tagen damit an).

Zur Zeit wird das Schneeleopardengehege umgebaut/saniert (wie auch immer).

Ach ja und der Jägerliest auf den Vogelterassen hat nun endlich sein Weibchen bekommen.

(07.11.2011, 14:59)
Michael Mettler :   @Carsten Horn: An der jetzigen Anlage soll m.W. der Graben "entsch√§rft" werden, was gleichzeitig f√ľr die sp√§tere Nachnutzung als Nashornanlage n√ľtzlich ist.
(07.11.2011, 08:22)
Carsten Horn :   Wird f√ľr die R√ľsselmulle nicht neu gebaut oder hab ich da was falsches im Kopf?
(06.11.2011, 21:03)
Ottmar M√ľller :   Hat der Umbau der Elefantenanlage schon begonnen?
(06.11.2011, 14:22)
Wilhelma :   Vikunja-Hengst in der Wilhelma geboren:
Casimir, das kleine Andenkamel

Vikunja-Fohlen sind stets echte ¬ĄHingucker¬ď mit ihren gro√üen, dicht bewimperten Augen, den langen, zierlichen Beinen und dem kuschelweichen, hellbraunen ¬ĄWollpullover¬ď. Auch das am 19. Oktober geborene, j√ľngste Mitglied der kleinen Andenkamel-Herde der Wilhelma tr√§gt dieses entz√ľckende Outfit ¬Ė und gleichzeitig die passende Kleidung f√ľr die kommenden kalten Herbst- und Wintertage. In Anlehnung an den Namen seines Papas ¬ĄCasper¬ď wurde der kleine Neuank√∂mmling ¬ĄCasimir¬ď getauft .
Zur Welt kam Klein Casimir an einem schmuddeligen Mittwoch Fr√ľhnachmittag im Vikunja-Stall der S√ľdamerikaanlage oberhalb des Felsenreviers der B√§ren und Klettertiere ¬Ė eine ruhige, unauff√§llige Geburt. Und so fanden die Tierpflegerinnen die Vikunjastute Lara samt ihrem kleinen Sohn eher unverhofft, aber wohlauf in der Stallbox. Als sie den Kleinen f√ľr einen ersten, kurzen Gesundheitscheck an sich nahmen, sah Mama Lara dies jedoch gar nicht gern und wurde sehr nerv√∂s ¬Ė offenbar bef√ľrchtete sie hinterlistigenen Kindsraub. Doch kaum eine Minute sp√§ter war Casimir schon wieder bei ihr, nach einer weiteren Stunde stand er auf seinen d√ľnnen Beinchen und genoss erstmals Muttermilch.
Mittlerweile ist das Vikunja-Hengstfohlen der Sonnenschein der kleinen Herde, zu der noch die ¬ĄTanten¬ď Lima und Xenia sowie Papa Casper geh√∂ren. Morgens l√§uft Klein Casimir brav hinter den anderen her ins Au√üengehege, w√§lzt sich oder tobt erstmal eine Runde und l√§sst sich ansonsten von Mama und seinen anderen weiblichen Fans verw√∂hnen. Nur Papa Casper, der nach Casimirs Geburt vorsichtshalber vier Tage getrennt von seinen M√§dels verbrachte, interessiert sich nicht besonders f√ľr seinen Stammhalter. Der Harmonie tut das keinen Abbruch: Immerhin wird der Leithengst seinen Spr√∂ssling nun rund ein Jahr lang dulden, bevor er ihn als potenziellen Rivalen aus der Herde zu dr√§ngen versucht. Bei Xenias Nachwuchs von 2010, Xano, ist dies bereits geschehen. Dieser wartet deshalb momentan hinter den Kulissen, bis die Wilhelma eine neue Zoo-Heimat f√ľr ihn gefunden hat.
Die urspr√ľngliche Heimat der Vikunjas, die mit Guanakos, Lamas und Alpakas zu den vier Neuweltkamelen geh√∂ren, ist das s√ľdamerikanische Andenhochland. F√ľr das Leben in H√∂henlagen bis 5500 Meter sind sie perfekt ger√ľstet: Ein extrem gro√ües Herz und besonders viele rote Blutk√∂rperchen f√ľr den Sauerstofftransport (√ľber 14 Mio. pro Kubikmillimeter, der Mensch hat rund 5 Mio.) sorgen daf√ľr, dass Vikunjas trotz der d√ľnnen H√∂henluft nicht aus der Puste kommen. Das kurze, st√∂rrische Hochlandgras kriegen sie dank ihres starken Gebisses klein, zumal ihre unteren Schneidez√§hne wie bei Nagetieren st√§ndig nachwachsen ¬Ė unter Paarhufern eine einzigartige Sache. Und vor Wind und der kalten H√∂henluft sch√ľtzt die Kleinkamele ihr dichtes, weiches Fell, das schon zu Zeiten der Inkas bei den Menschen Begehrlichkeiten weckte. Ohne die strengen Schutzma√ünahmen Perus w√§ren auch die letzten Vikunjas daher wohl l√§ngst ausgerottet. Heute gilt ihr feines Haarkleid als die seltenste und teuerste Wolle der Welt.
(26.10.2011, 15:20)
Jana M√ľller :   Tarika ist im M√§rz 2010 gestorben.
(19.10.2011, 19:54)
Niedersachse :   Was ist denn aus der dritten erwachsenen Kuh Tarika geworden?
(19.10.2011, 19:00)
Wilhelma :   Es ist wieder ein Junge:
Zweite kleine ¬ĄHoheit¬ď im Giraffenhaus geboren

Am Mittwoch, den 12. Oktober, kam im Giraffenhaus der Wilhelma endlich der l√§ngst erwartete zweite Nachwuchs des Jahres 2011 zur Welt: Und es ist erneut ein kleiner Bulle! Bereits im Juli war mit ¬ĄKasper¬ď ebenfalls ein Giraffenjunge geboren worden, mit der Frauenquote sieht es dieses Jahr also schlecht aus. Seit heute hat Kaspers kleiner Halbbruder auch einen Namen: ¬ĄMalik¬ď ¬Ė in der afrikanischen Sprache Swahili bedeutet das ¬ĄK√∂nig¬ď. Ein passender Name f√ľr die j√ľngste kleine ¬ĄHoheit¬ď, die ab sofort zusammen mit ihrer siebenj√§hrigen Mutter Kiburi im Giraffenhaus, im Vorgehege und bald sicher auch in der Au√üenanlage bewundert werden kann.
Sch√∂ne gro√üe Augen mit langen Wimpern, ein weiches M√§ulchen mit vorwitzig langen Lippen und ein leicht verwundert wirkender Gesichtsausdruck ¬Ė auch Kiburis zweiter Nachwuchs mit Herdenchef Hanck ist wieder ein Bild von einer Netzgiraffe geworden. Nur die H√∂rnchen stehen noch leicht schr√§g vom Kopf des kleinen Malik ab: Damit sie w√§hrend der Geburt nicht st√∂rend im Weg herumstehen, liegen sie n√§mlich zun√§chst vollst√§ndig an, um sich dann Tag f√ľr Tag ein St√ľckchen weiter aufzurichten. Bei Malik ist dieser Vorgang fast abgeschlossen, sprich in wenigen Tagen werden die H√∂rnchen vollends aufgerichtet sein, wie es sich geh√∂rt. Es l√§uft also bislang alles ganz normal und giraffentypisch ab: von der Geburt am Morgen des 12. Oktober, die nach rund zwei Stunden und einem gebremsten freien Fall aus zwei Metern H√∂he erfolgreich beendet war, √ľber das schnelle Aufrappeln des Kleinen und seine ersten wackligen Balanceakten auf den langen Stelzen bis hin zum ersten kr√§ftigen Schluck aus Mutters Milchquelle. Damit diese reichlich flie√üt, bekommt Mutter Kiburi von den Tierpflegern derzeit besonders gro√üe Portionen Luzerne, Heu, Laub und Gem√ľse serviert.
Nun muss der Kleine also nur noch wachsen und gedeihen, was bei Giraffen jedoch unwahrscheinlich schnell gehen kann: Bei der Geburt sind sie rund 60 Kilogramm schwer und etwa 1,70 Meter gro√ü ¬Ė und gleich im ersten Jahr legen sie einen weiteren Meter an H√∂he zu. In der Wildnis ist dies ein wichtiger √úberlebensfaktor: Denn mit jedem Zentimeter wachsen dort auch die Chancen, nicht im Rachen eines hungrigen Raubtieres zu enden. Trotzdem erreichen ¬Ądank¬ď Beutegreifer, Krankheiten und Co. in den afrikanischen Savannen bis zu 75 Prozent der Junggiraffen nicht einmal das erste Lebensjahr. Zwar drohen in der Wilhelma keine Gefahren durch Raubtiere, dennoch bleibt nach einer Geburt das Giraffenhaus in der Regel zun√§chst einige Tage geschlossen ¬Ė damit Mutter und Kind unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit erst einmal in Ruhe ihre Bindung festigen k√∂nnen. Erst dann sto√üen auch Malik und Kiburi zum Rest der Herde in der gro√üen Anlage: zu Maliks √§lterer Schwester, der 2009 geborenen Leonie, zu der zweiten Giraffenkuh Kitale, ihrem Sohn Kasper und dessen √§lterem Bruder Leon sowie zu Vater Hanck.
(19.10.2011, 14:40)
Wilhelma :   Buschkrokodile in der Wilhelma:
Panzerechsen im Miniformat

Die Marketingstrategen eines gro√üen Industriekonzerns h√§tten es nicht besser machen k√∂nnen: Weil der ¬Ąoffizielle¬ď deutsche Name `Orangeaugen-Helmskink¬ī eher etwas holprig daher kommt, wird das kleine Reptil in Terrarianerkreisen meist als `Buschkrokodil¬ī bezeichnet. Das klingt ungleich spannender, und jeder denkt sofort an outback, Dschungelcamp und Lebensgefahr f√ľr unvorsichtige Schwimmer!
Inspiriert wurde dieses Pseudonym durch vier Reihen gro√üer, gezackter R√ľckenschuppen, die an die R√ľckenpanzerung eines Krokodils erinnern. Damit sind die Gemeinsamkeiten aber auch ersch√∂pft. Ein ausgewachsenes Buschkrokodil wird nicht mehrere Meter, sondern mit viel Wohlwollen vielleicht 20 cm lang! Es kann weder fauchen noch br√ľllen, sondern gibt nur eigenartige Quaklaute von sich. Sein Schwanz, der gut die H√§lfte der Gesamtl√§nge einnimmt, dient auch nicht dazu, mit peitschenden Schl√§gen gro√üe Beutetiere von den Beinen zu bringen. Er wird als letzter Rettungsanker in akuten Notsituationen einfach abgeworfen.
Wer seinen Fressfeinden so wenig entgegenzusetzen hat, tut gut daran, ihnen m√∂glichst ganz aus dem Weg zu gehen. Buschkrokodile f√ľhren ein heimliches Leben im Unterwuchs der feuchten Regenw√§lder der Tropeninsel Neuguinea. In aller Regel verlassen sie ihr Versteck erst bei Einbruch der D√§mmerung. Dann entgeht den gro√üen, von einem breiten orangefarbenen Ring umgebenen Augen selbst bei v√∂lliger Dunkelheit keine noch so kleine Bewegung. Ein jagendes Buschkrokodil bringt Tod und Verderben √ľber Regenw√ľrmer, Nacktschnecken, Insektenlarven und andere kleine Bewohner des Urwaldbodens...
Offensichtlich ist diese Lebensweise recht erfolgreich, denn Buschkrokodile zeichnen sich durch eine recht geringe Fortpflanzungsrate aus. Nur alle 9 bis 10 Wochen wird ein einziges Ei gelegt, aus welchem nach etwa 55 bis 70 Tagen ein etwa 2 bis 3 Gramm schweres ¬ĄBabykrokodil¬ď schl√ľpft. Ihren Nachwuchs behelligen die Eltern in der Regel nicht, erwachsene Buschkrokodile k√∂nnen untereinander aber recht aggressiv sein.
Die Wilhelma-Buschkrokodile leben in einem kleinen Glasterrarium gegen√ľber dem Eingang zur Krokodilhalle ¬Ė also ganz in der N√§he ihrer gro√üen Namensvettern. Als Besucher muss man schon sehr genau hinschauen, um eines der Tiere in seinem Versteck zu entdecken. Leichter zu finden sind die wei√üen Eier, die immer wieder einmal im feuchten Bodensubstrat abgelegt werden. Sie werden entweder im Terrarium belassen oder in einem Brutapparat hinter den Kulissen erbr√ľtet. Als Ergebnis dieser Bem√ľhungen w√§chst derzeit eine neue Generation der Miniatur-Panzerechsen im Wilhelma-Terrarium heran.
(12.10.2011, 15:46)
Joshua F√∂rg :   Lebt das Stachelschwein (oder die Stachelschweine?), das vor dem Neubau der Anlage f√ľr Menschenaffen das ehemalige Warzenschweingehege bewohnte, noch in der Wilhelma hinter den Kulissen??
(09.10.2011, 13:18)
Jana M√ľller :   Ja, Petra kann nun beide Anlagen nutzen.

Im √ľbrigen sind noch ein paar Tiere umgezogen:
Tibor (Somali-Wildesel)
Xano (Vikunja)
Shira (Gorilla)
(07.10.2011, 14:30)
Joshua F√∂rg :   Kann dann Petra beide Anlagen gleichzeitig bewohnen?
(07.10.2011, 13:32)
Jana M√ľller :   War vorhin im Zoo und haben ein paar News:
- Die Wilhelma hat (mind.3) neue Nandus.
- Die Servalkatze Joke ist im September eingeschläfert worden.
- Neue Beschildererung im Kleinsäugerhaus.
- Im ehemaligen Tukangehege sind die Seidenturakos eingezogen. Die Ypecaharallen, die auch in dem Gehege waren sind nun bei den Roten Sichlern untergebracht.

(06.10.2011, 17:10)
Wilhelma :   Nachwuchs beim Hartlaub-Turako:
Gro√üe Freude √ľber zwei noch ¬Ąh√§ssliche Entlein¬ď:
Der afrikanische Hartlaub-Turako geh√∂rt zur Ordnung der Kuckucksv√∂gel, ist also mit unserem einheimischen Kuckuck entfernt verwandt. Im Gegensatz zu ihm baut er aber ein Nest, wenn auch ein schlampiges, legt zwei Eier dort hinein und br√ľtet sie gut zweieinhalb Wochen lang selbst aus. In der Freiflugvoliere der Wilhelma hat jetzt ein Paar sein Brutgesch√§ft so unauff√§llig gestaltet, dass alle angesichts der ausgeflogenen Jungv√∂gel angenehm √ľberrascht waren.
Die Jungv√∂gel verlassen das Nest bereits nach etwa 17 Tagen, sind dann wenig entwickelt und k√∂nnen zwar recht und schlecht im Ge√§st herum klettern, aber nicht fliegen. Vom pr√§chtigen Gefieder der Altv√∂gel ist da noch nicht viel zu erkennen ¬Ė die Jugend kommt gro√üteils in schlichtem Braun daher. Die roten Handschwingen sind allerdings bereits ein Hinweis auf sp√§tere Farbenpracht. Das Rot entsteht durch einen speziellen Farbstoff, das Turacin, √§hnlich unserem roten Blutfarbstoff. Auch das h√ľbsche Gr√ľn der Erwachsenen ist kein ¬Ąnormales¬ď Vogelfarbengr√ľn, sondern wiederum ein spezieller Farbstoff, genannt Turacoverdin, der mit unserem Gallenfarbstoff verwandt ist. Jung- und Altv√∂gel lassen sich an der Gefiederfarbe unterscheiden, M√§nnchen und Weibchen hingegen nicht ¬Ė bei den Turakos sind beide Geschlechter gleich h√ľbsch gef√§rbt.
Die Waldv√∂gel mit der seidigen Federtolle auf dem Kopf k√∂nnen haupts√§chlich mit ihren Farben punkten. Der Gesang verdient seinen Namen definitiv nicht: Wegen ihrer unmelodischen Laut√§u√üerungen werden einige Turakoarten auch ¬ĄL√§rmv√∂gel¬ď genannt! Der alte, aus dem Niederl√§ndischen √ľbernommene Name ¬ĄPisangfresser¬ď (Bananenfresser) umschreibt etwas ungenau die Ern√§hrungsgewohnheiten: Die V√∂gel ern√§hren sich zwar von Fr√ľchten, allerdings nicht ausschlie√ülich von Bananen!
(06.10.2011, 12:18)
Wilhelma :   Gro√ü, gr√ľn & gelassen:
Riesen - Makifrösche im Amazonienhaus in der Wilhelma

Eigentlich sind Fr√∂sche nachtaktive, bisweilen sehr scheue Wesen, die dem tagaktiven Zoobesucher oft nur wenig Freude machen. Nicht so die Riesen-Makifr√∂sche: Ihre Gr√∂√üe macht es nahezu unm√∂glich, die gr√ľnen Riesen zu √ľbersehen. Ihre sprichw√∂rtliche Gelassenheit l√§sst sie auch bei gro√üem Get√ľmmel ruhig auf ihrem Sitzplatz verharren. Hektisches Wegspringen ist nicht ihr Ding ¬Ė wenn ein Makifrosch den Platz wechseln m√∂chte, tut er das mit majest√§tischer Ruhe. Kurzum: Der ideale Frosch f√ľr den √∂ffentlichen Dienst!
Der Riesen-Makifrosch ist der gr√∂√üte Vertreter der zu den Laubfr√∂schen geh√∂renden Makifr√∂sche. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich nahezu √ľber das gesamte Amazonienbecken ¬Ė dort tummelt er sich in den B√§umen des Regenwaldes, meist in H√∂hen deutlich oberhalb von 8 m. In Bodenn√§he findet man die gr√ľnen Riesen nur w√§hrend der Fortpflanzungszeit: Dann paaren sich die Fr√∂sche auf Bl√§ttern knapp 1 m √ľber der Wasseroberfl√§che und legen auf diesen Bl√§ttern auch die bis zu 250 Eier ab. Die bis zu 5 cm gro√üen Kaulquappen k√∂nnen sich dann nach dem Schl√ľpfen direkt ins Wasser fallen lassen und entwickeln sich dort langsam zu Fr√∂schen. Wir hoffen nat√ľrlich sehr, dass die beeindruckenden Fr√∂sche auch in der Wilhelma Lust auf Nachwuchs bekommen ¬Ė selbstverst√§ndlich ist es auf jeden Fall nicht, denn Makifr√∂sche sind da etwas heikel.
Fr√∂sche interessieren sich nur f√ľr lebende Beute ¬Ė im Regenwald wie auch im Terrarium sind dies allerlei Insekten und Spinnentiere. Im Gegensatz zu den kleinen Pfeilgiftfr√∂schlein l√§sst sich ein solch stattlicher Makifrosch nat√ľrlich nur ungern mit einer kleinen Fruchtfliege abspeisen l√§sst ¬Ė es sollte dann schon eine ordentliche Heuschrecke, Grille oder Schabe sein!
Froschfreunde finden die Riesen-Makifrösche im Schlangenterrarium im Amazonienhaus in Gesellschaft mit den Regenbogenboas und den Stirnlappenbasilisken.
(04.10.2011, 08:18)
Jana M√ľller :   Ich habe es seitdem nicht mehr gesehen.
(25.09.2011, 12:35)
Joshua F√∂rg :   Daf√ľr ist das Jungtier aber sehr klein... Oder t√§usche ich mich da?
(25.09.2011, 12:02)
Jana M√ľller :   Woher kommt diese Info? Finde das gar nicht auf der HP...

Nochmal zum Takin-Jungtier: Habe gestern meine Fotos angeschaut und ein Foto vom 21.03. gefunden, da war das Jungtier schon da... ist also nun schon mind. ein halbes Jahr alt.
(25.09.2011, 08:59)
Wilhelma :   H√∂llisch scharfe Fr√ľchtchen:
Chilis im Wintergarten der Wilhelma

Die Liebhaber scharfer K√ľche haben eine spezielle Einteilung der feurigen Fr√ľchtchen in unterschiedliche Sch√§rfe- bzw Schmerzgrade (Scoville-Einheiten). Verantwortlich f√ľr die extreme geschmackliche Vielfalt der Chilis ist das Capsaicin, ein weder durch Kochen, Einfrieren oder Trocknen zerst√∂rbarer sekund√§rer Pflanzenstoff. Den produzieren die zu den Paprikapflanzen geh√∂renden scharfen Schoten eigentlich zur Feindabwehr. Wem das alles zu hei√ü ist, muss Chilis aber nicht unbedingt essen - man kann die Pflanzen mit den vielen bunten Fr√ľchten auch einfach sch√∂n finden.

Aus diesem Grund haben die G√§rtner der Wilhelma im Wintergarten eine kleine Auswahl der verschiedenen Sorten ausgestellt: Sonnengelb, feuerrot, saftorange oder schokoladenbraun gl√§nzen die verf√ľhrerischen Fr√ľchte der Nachtschattengew√§chse in den leuchtenden Farben des Herbstes. Die weltweit verbreitete gro√üe Familie der Nachtschattengew√§chse enth√§lt vorwiegend giftige Pflanzen, darunter viele Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Tabak und Paprika sowie auch Rausch- und Medizinalpflanzen wie etwa Tollkirsche, Alraune, Bilsenkraut und Stechapfel. Das Gift Solanin kann in allen Pflanzenteilen enthalten sein, es wird durch Hitze aber zerst√∂rt. Die Fr√ľchte der Paprikapflanzen enthalten kein Solanin und k√∂nnen daher problemlos auch roh gegessen werden. Gem√ľsepaprika ist noch dazu nicht einmal scharf, aber Chili wehrt sich gegen Verzehr. Paprika ist √ľbrigens eine sehr alte Nutzpflanze, die offenbar schon um 2500 v. Chr. in Bolivien und Peru kultiviert wurde.

Die Naschkatzen unter den Besuchern der Wilhelma seien gewarnt ¬Ė die meisten gezeigten Sorten im Wintergarten sind tats√§chlich h√∂llisch scharf und f√ľr normale Gaumen eine ausgesprochen schmerzhafte Erfahrung. Allerdings nur f√ľr S√§ugetiere ¬Ė V√∂gel sind gegen die Sch√§rfe des Capsaicins unempfindlich. Sie fressen die Fr√ľchte mit den Samen, scheiden die Samen mit dem Kot wieder aus und sorgen so f√ľr die Verbreitung der Chilis.
(23.09.2011, 16:00)
Jana M√ľller :   Von der Wilhelma-HP:

Diese Woche (ab 19.9.) werden im Seel√∂wensee Bau- und Sanierungs- ma√ünahmen durchgef√ľhrt. Die Robben sind daher derzeit nicht zu sehen, auch die Schauf√ľtterungen m√ľssen leider w√§hrend der Sanierung ausfallen. Danke f√ľr Ihr Verst√§ndnis.

(19.09.2011, 16:34)
Joshua F√∂rg :   Nun habe ich gestern beim Wilhelma-Tag nachgefragt: Die Wilhelma h√§lt tats√§chlich noch hinter den Kulissen des Nachttierhauses den Plumplori "Elsbeth". Diese hat aber nur noch einen Zahn (!) und bewegt sich anscheinend kaum noch. Soviel dazu.
(19.09.2011, 16:00)
Wilhelma :   Was Sie schon immer √ľber die Wilhelma wissen wollten ...
Blicke hinter die Kulissen am Wilhelma-Tag der ¬Ąoffenen T√ľr¬ď

Am 18. September ist ¬Ė wie jedes Jahr eine Woche nach Ende der Sommerferien ¬Ė wieder gro√üer ¬ĄWilhelma-Tag¬ď. Dann erhalten die Wilhelma-Besucher Einblicke in Bereiche hinter den Kulissen des zoologisch-botanischen Gartens, die ihnen sonst verborgen bleiben: ob in Futterk√ľche, Krankenstation oder Pflanzen-Anzuchth√§user.

Jedes Jahr am Wilhelma-Tag erscheint der Park wie verwandelt: An vielen Stellen sind dann Info-St√§nde aufgebaut ¬Ė mit reichlich Anschauungsmaterial rund um Pflanzen, Tiere, Futter und Co. Im Terrarium k√∂nnen Schlangen, im Jungtieraufzuchthaus K√ľken und Kaninchen gestreichelt werden. Und an einigen Stationen laden die Tierpfleger und G√§rtner die Besucher auch zum Helfen und Mitmachen ein, was vor allem bei den Kindern immer gro√üen Anklang findet: ob es darum geht, Besch√§ftigungsmaterial f√ľr die Affen zu basteln, den ¬ĄEignungstest¬ď als k√ľnftiger Tierpfleger zu bestehen, beim Pinguin-Quiz zu punkten oder den G√§rtnern beim Pflanzentopfen zu helfen. Zudem kann das Publikum den Wilhelma-Mitarbeitern an den Info-St√§nden, bei den F√ľtterungen und Aktionen nach Herzenslust L√∂cher in den Bauch fragen: Was frisst ein Flamingo, was ein Flusspferd? M√ľssen Elefanten auch zum Zahnarzt? Wie bringt man Oleander heil √ľber den Winter und Kakteen zur Bl√ľte? Am Ende des Tages verstehen die Besucher dann viel besser, wie ein zoologisch-botanischer Garten funktioniert ¬Ė von der Aquarientechnik, √ľber die Futterk√ľche und die Krankenstation bis hin zur Anzucht Tausender von Pflanzen pro Jahr. Einige √ľberz√§hlige Gew√§chse Marke Eigenanbau k√∂nnen die Besucher am Wilhelma-Tag im Betriebshof sogar kaufen ¬Ė praktische Tipps f√ľr die Pflanzenpflege durch die freundlichen G√§rtnerinnen und G√§rtner nicht selten inklusive.

Der Wilhelma-Tag ist bundesweit die einzige zoologisch-botanische Spielart des so genannten ¬ĄZootags¬ď, den der Verband der Berufstierpfleger vor √ľber 18 Jahren aus der Taufe gehoben hat. Tierpfleger, G√§rtner und Parkpfleger gestalten ihn stets in Eigenregie und auch Wilhelmaschule und F√∂rderverein tragen einen Teil zum Programm bei. Die ausf√ľhrlichen Programme sind im Internet unter www.wilhelma.de/wilhelmatag zu finden und werden zudem am Wilhelma-Tag an Eing√§ngen, Gew√§chs- und Tierh√§usern ausgeh√§ngt. Der Eintritt kostet trotz der zus√§tzlichen Einblicke, Attraktionen und Aktionen nicht mehr als an einem ganz ¬Ąnormalen¬ď Wilhelma-Tag: Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder die H√§lfte.

Foto (Wilhelma): Auch die Erdm√§nnchen finden den Wilhelma-Tag spannend ¬Ė schon deshalb, weil ihr Einsatz als Fotomodels mit einer Extra-Portion Mehlw√ľrmer honoriert wurde.
(13.09.2011, 16:00)
Michael Mettler :   @Bernhard Brehmer: Zu den Antilopen der 80er z√§hlten auch noch die als Schwarzr√ľckenducker ausgeschilderten Tiere bei den Nyalas und neben den Riesenk√§ngurus/Kasuaren, die aber wahrscheinlich Blaur√ľckenducker waren.
(13.09.2011, 14:28)
Jana M√ľller :   Das Gehege der Klippspringer steht leer.
(13.09.2011, 08:11)
Bernhard Brehmer :   Laut Zootierliste hat die Wilhelma keine Klippspringer mehr. Weiß jemand, was nun den stilisierten Mini-Tafelberg inmitten der Giraffen-Anlage bewohnt?

Damit ist die Wilhelma nun um eine weitere (Klein-)Antilopenart ärmer. Zu meiner Wilhelma-Phase in den 1980ern (nach Einweihung der Afrika-Anlage) gab es immerhin noch Südafrikanische Spießböcke, Addax-Antilope, Bleßbock, Rappenantilope, Elenantilope, Impala und Tiefland-Nyala, zudem noch die Weißschwanz-Gnus in den provisorischen Huftieranlagen...
(13.09.2011, 01:24)
Bernhard Brehmer :   @ Joshua Förg: Zum ehemaligen Gehege der Plumploris: Das war nicht dort, wo heute (zumindest bei meinem letzten Besuch) die Mausmakis sind, sondern in dem einzigen hohen Gehege an der rechten Wand (gegenüber dem Flugkäfig der Fledertiere, gleich nachdem man beim Riesensalamander um die Ecke biegt). Bei meinem letzten Besuch (ist schon ein paar Jahre her) lebten dort die Wüstenschläfer. Die Gehegefront bei den Mausmakis war Mitte der 1980er Jahre wie folgt besetzt: Senegal-Galagos, Wickelbären, Katzenfrett und Nachtaffe (letzterer dann später abgelöst durch einen einzelnen Fuchskusu und dann noch später durch den Makibären)
(13.09.2011, 01:15)
Ottmar M√ľller :   @Michael Mettler: Ich denke, wenn nochmal Menschenaffenjungtiere kommen, ziehen diese ins alte Menschenaffenhaus.
(11.09.2011, 20:55)
Jana M√ľller :   Habe heute die drei Greifstachler sehen k√∂nnen. Zwar nicht wirklich gut, aber immerhin.
Das JAH zum S√ľdamerikahaus?
Ach ja, bei den Goldagutis leben jetzt nachdem die Goldkopflöwenäffchen ausgezogen sind 2 Kaiserschnurrbarttamarine drin, die aus der Gruppe verdrängt wurden. Allerdings ist die Gruppe von Malou&Ant noch komplett, also mit den beiden Jungtieren vom letzten Jahr und die diesjährigen. D scheint es dann wohl noch ne 2. Zuchtgruppe hinter den Kulissen zu geben.

Also - ein ehemaliger Gorillaaufzuchtkäfig ist ja noch leer.
Allerdings denke ich nicht, dass da wieder ein Tier aufgezogen wird, es wäre ja dann ganz alleine ohne Sichtkontakt zu Artgenossen. Claudia wurde aus diesem Grund ja ins Menschenaffenhaus geholt.
(11.09.2011, 19:10)
Michael Mettler :   Ist es denn so ausgeschlossen, dass die R√§ume noch mal zur Menschenaffenaufzucht genutzt werden? Wenn irgendwo in Europa pl√∂tzlich eine entsprechende Notsituation entst√ľnde, bevor das neue Haus in Stuttgart fertig wird? Dann k√∂nnten doch die Greifstachler schnell wieder hinter den Kulissen landen.
(11.09.2011, 16:06)
Ottmar M√ľller :   H√§tte nicht gedacht, dass die Wilhelma so schnell mit der Umstrukturierung des JAH zum S√ľdamerikahaus anf√§ngt. Was glaubt ihr welche Tierarten noch einziehen werden?
(11.09.2011, 14:57)
Joshua F√∂rg :   Hier das Greifstachlergehege...
(11.09.2011, 11:19)
Ottmar M√ľller :   K√∂nnte vielleicht jemand ein Foto vom Greifstachlergehege hier reinstellen? Ich komme in n√§chster Zeit wohl nicht in die Wilhelma.
(11.09.2011, 10:47)
Jana M√ľller :   Ja, das denke ich ja auch, denn sonst h√§tte man ja gleich eine gro√üe Vitrine draus machen k√∂nnen. Ist ja quasi so wie bei den Raubtierk√§figen ;-)

Und nochmal zu den Bongos:
Im Wilhelmamagazin 2/99 steht von einem Kalb namens Butterfly. Im Bongozuchtbuch ist aber nichts √ľber ein Bongo namens Butterfly bekannt, es steht nicht drin. Hm, jemand ne Erkl√§rung daf√ľr?
(10.09.2011, 09:56)
Michael Mettler :   Da es offenbar um das Nachttierhaus geht: Alle Vitrinen waren urspr√ľnglich einzeln mit unterschiedlichen Tierarten besetzt, so habe ich es bei meinen ersten Besuchen in den 80er Jahren noch erlebt.
(10.09.2011, 09:21)
Jana M√ľller :   Hier die beiden Youtube-Links zu Elsbeth, von Eisb√§r, Affe & Co.
http://www.youtube.com/watch?v=ZaHOr6k6RVU
http://www.youtube.com/watch?v=5RC2y9uJkjE

Ob die beiden Vitrinen mal getrennt waren weiß ich nicht, könnte es mir aber gut vorstellen.

Was ist eigentlich aus den Allfarbloris geworden? Ihre Vitrine ist ja schon seit längerem weg. Die Papualoris sind umgezogen auf die Terrassen, in den Käfig, in dem mal die Australischen Königssittiche waren. Diese sind in den Käfig des Gelbwangenkakadus gezogen. Dieser ist wohl nicht mehr da...
Die Vitrine von den Blaukr√∂nchen war ja auch schon l√§nger unbesetzt. Was ist aber mit den Vitrinen auf der andern Seite? Die sehen seit dem Umbau dort auch leer aus und viel Gr√ľnzeug ist da nun drin. Oder verstecken sich die ganzen V√∂gel da drin immer wenn ich da bin? ^^


Ach ja, die Goldkopflöwenäffchen leben nun wohl wieder im Amazonienhaus bei den Weißkopfsakis.
(10.09.2011, 09:10)
Joshua F√∂rg :   Jetzt habe ich mich mal schlau gemacht: Der Plumplori hie√ü Elsbeth (B√§rbel ist wohl aus meiner Fantasie entsprungen :D)und lebte mit Otto bei den Mausmakis. Otto starb und Elsbeth lebte als Einzeltier in der Wilhelma. Nach einer Krankheit wurde sie in die Futterk√ľche "verlagert" und wieder aufgep√§ppelt. Als Elsbeth wieder gesund war scheiterte die Wiedereingew√∂hnung, sie war aggressiv und biss die Mitbewohner. So wurde Elsbeth wieder zur√ľck in die Futterk√ľche versetzt.

Ich hoffe, die "Geschichte" stimmt größtenteils, die Infos habe ich einer privaten Homepage entnommen.

Lebten vor dem Tod Ottos die beiden Plumploris in einem der beiden Gehege, in denen heute die Mausmakis alleine lebten? Oder waren die beiden Vitrinen schon immer zusammen?
(09.09.2011, 22:18)
Jana M√ľller :   Hm... kann mich echt an keine B√§rbel erinnern. Bei youtube gibts aber n Video von Eisb√§r, Affe & Co von nem Plumplori. Da wird auch der Name genannt. Kann das ja morgen mal raussuchen.

Ja, das ists eben. Bei den Bongos ist man sie sicher, obs alle sind oder ob noch irgendwo versteckt eins liegt. Habe auch schon 4 auf einmal gesehen (vor ca. 2 Wochen), aber weiß eben nicht ob da n Zuchtbock dabei ist. Xento starb ja schon 2009. Ob nun wieder ein Nachfolger da ist, weiß ich eben nicht.

Die Takine hatten im Fr√ľhjahr dieses Jahr Nachwuchs. Das Kleine d√ľrfte nun schon ein halbes Jahr alt sein.
(09.09.2011, 22:05)
Joshua F√∂rg :   Ich meine, der Lori hie√ü B√§rbel...
Zu den Bongos: Die Wilhelma hält meines Wissens einen Zuchtbock, den Namen von ihm kenne ich nicht. Bei meinem letzten Besuch sah ich drei Weibchen (es könnten auch mehr sein). Ich glaube, in der Gruppe ist auch ein älteres Jungtier.

Gestern sah ich hinter dem Baustellenzaun auch noch zwei Takins mit einem Jungtier.
(09.09.2011, 20:06)
Jana M√ľller :   B√§rbel? B√§rbel sagt mir gar nix, wei√ü nur dass es mal nen Plumplori namens Elsbeth gab. Aber die Wilhelma h√§lt wohl seit 2007 keine Plumploris mehr.

Ne andere Frage: Weiß wer, ob die Wilhelma gerade einen Bongo-Zuchtbock hat und dessen Name? Auch die Weibchen, wie heißen die uns wie viele ham die eigentlich gerade?
(09.09.2011, 09:47)
Joshua F√∂rg :   H√§lt Stuttgart eigentlich noch den Plumplori "B√§rbel"?
(08.09.2011, 21:27)
Michael Mettler :   Im - √ľbrigens sehr lesenswerten - Buch "Der Fisch, der aus der Urzeit kam" von Hans Fricke ist zu lesen, dass sich die Wilhelma Mitte der 80er Jahre kurzzeitig erhoffte, zwei Quastenflosser zu bekommen. Fricke hatte eine Fang- und Ausfuhrgenehmigung der Komoren erhalten, und die Wilhelma hatte ihm bereits Transportbeh√§lter zur Verf√ľgung gestellt. Das Vorhaben wurde dann aber fallengelassen, weil man √Ąrger aus Naturschutzkreisen bef√ľrchtete, falls die Fische nicht √ľberleben w√ľrden.

Fricke machte dann √ľbrigens von seiner Fanggenehmigung auch anderweitig keinen Gebrauch und k√§mpfte sp√§ter gegen die Vorhaben amerikanischer und vor allem japanischer Gro√üaquarien, Quastenflosser f√ľr Schauzwecke zu fangen.
(08.09.2011, 10:05)
Wilhelma :   Greifstachler in der Wilhelma:
Stachlige Schlafm√ľtzen mit Knubbelnasen

Sie sehen aus wie wundersame Fabelwesen und tragen dicke, wie von Loriot pers√∂nlich gemalte Knollennasen: die Greifstachler. Nur zwei Zoos in Deutschland halten sie, einer davon ist die Wilhelma. Zu sehen sind die d√§mmerungs- und nachtaktiven S√ľdamerikaner aber auch deshalb so selten, weil sie ihre h√ľbschen N√§schen tags√ľber nur selten publikumswirksam aus ihren Schlafkisten strecken. Zudem lebte das Stuttgarter Greifstachler-Trio die letzten Jahre hinter den Kulissen. Doch jetzt sind Esperanza, Margerite und Herbie in einem der frei gewordenen Gehege im Jungtieraufzuchthaus eingezogen ¬Ė wo zumindest der fr√ľhe und der sp√§te Besucher nun mit etwas Gl√ľck eines der drolligen Tiere ersp√§hen kann.

Vermutlich liegt es gerade an den sch√∂nen rosa Knollennasen, dass wir Menschen Greifstachler spontan als √ľberaus sympathisch empfinden. ¬ĄSehr weich sind diese Nasen au√üerdem¬ď, wie Revierleiterin Manuela Kr√∂n-Folkers wei√ü, weil die Tiere ihre ¬ĄRiechk√∂lbchen¬ď gerne von den Pflegern streicheln lassen. ¬ĄWas besonders drollig ist: Mit ihren sehr langen Barthaaren umschlie√üen und betasten die Tiere dabei die ganze Hand.¬ď Auch die bed√§chtige Art, mit der sich die Greifstachler bei der Nahrungssuche durchs Ge√§st bewegen, hat Charme und Stil. Doch warum unn√∂tig Hektik verbreiten: Bl√§tter und Fr√ľchte muss man schlie√ülich nicht jagen, sondern braucht sie nur abzuernten. Dass die Ernte in der luftigen H√∂he von Urwaldb√§umen stattfindet, ist f√ľr die mit den Meerschweinchen verwandten Nagetiere dank kr√§ftiger Krallen und langem Greifschwanz kein Problem.

Stachelig sind Greifstachler √ľbrigens von Geburt an. Allerdings sind die Spie√üchen anfangs weich, biegsam und werden noch von den r√∂tlichen Haaren des Babyfells √ľberragt. Nur vier Wochen sp√§ter aber haben die Stacheln ¬Ąden Spie√ü umgedreht¬ď, sind nun deutlich l√§nger als das Fell und dienen dem Greifstachler fortan als fast unersch√∂pfliches Waffenarsenal. Die Stacheln sitzen dabei recht locker und somit schnell einsatzbereit am K√∂rper. Daf√ľr sitzen sie bei Angreifern, die mit ihnen unliebsame Bekanntschaft schlie√üen, aufgrund ihrer Widerhaken umso hartn√§ckiger fest.

Die Wilhelma h√§lt diese interessante Tierart schon seit 1988, den letzten Nachwuchs gab es 2006. An diesem beteiligt war auch Herbie, der 2003 aus Buffalo, USA, nach Stuttgart kam. Esperanza stie√ü 2007 aus Franz√∂sisch Guayana dazu und Margerite 2009 aus Frankfurt, dem zweiten deutschen Zoo, der die Art h√§lt. Eigentlich sind diese Tiere Eigenbr√∂tler, untereinander gelten sie als streits√ľchtig. Tats√§chlich kommt es auch bei Herbie und Esperanza, die fast wie ein Paar leben, hin und wieder vor, dass der eine oder andere kurzfristig aus der gemeinsamen Schlafkiste auszieht. Dann kann man pl√∂tzlich und unerwartet selbst am helllichten Tag eines der Tiere in ganzer Sch√∂nheit, wenn auch v√∂llig verschlafen, auf dem Dach der Kiste sitzen sehen. Damit die Besucher auch sonst wenigstens Teile der stachligen Schlafm√ľtzen ersp√§hen k√∂nnen, erhalten die drei baldm√∂glichst neue Kisten, die etwas bessere Einblicke bieten. Dar√ľber hinaus gilt: Wer das Jungtieraufzuchthaus gleich nach der √Ėffnung um 9 Uhr oder nicht lange vor seiner Schlie√üung um 18.15 Uhr besucht, hat die besten Karten, die charmanten Knubbelnasen einmal au√üerhalb ihres Bettes anzutreffen.

Foto: Wilhelma
Schlafzimmerblick - Esperanza hält heute auf dem Kistendach ihr Nickerchen.
(07.09.2011, 15:57)
Joshua F√∂rg :   Vielen Dank, ich werde die Wilhelma im Laufe der Woche einmal besuchen :-)
(07.09.2011, 08:57)
Jana M√ľller :   Nein, sie sind nun im Jungtieraufzuchthaus untergebracht, an der Schmalseite wo fr√ľher mal die Gorillas drin waren und nach deren Umzug ins Menschenaffenhaus dann die Schwarzen Br√ľllaffen kurzzeitig eingezogen sind. Diese sind nun aber mittlerweile in einen anderen Zoo gegangen, sodass Platz f√ľr die Greifstachler ist.
Auf der "langen Seite" neben den Goldagutis sind seit einiger Zeit auch schon Mei√üner Widderkaninchen eingezogen. Das Gehege daneben ist noch leer. Darin sitzt ein Pl√ľsch-Gorilla mit dem Hinweis, dass die jungen Gorillas ins Menschenaffenhaus gezogen sind.
(06.09.2011, 16:53)
Joshua F√∂rg :   Wo sind die Greifstachler denn untergebracht? Im Nachttierhaus bei den Fledertieren?
(06.09.2011, 14:20)
Jana M√ľller :   Die Wilhelma hat nun auch Greifstachler.
(03.09.2011, 18:25)
Wilhelma :   Afrikanische Juwelen:
Blaue Zwergtaggeckos im Terrarium

Viele Vertreter der Gecko-Familie sind nachtaktiv und daher wenig attraktiv gef√§rbt. Anders ist es bei den tagaktiven Arten: Die M√§nnchen der Zwergtaggeckos leuchten azurblau auf dem R√ľcken und orange am Bauch ¬Ė jetzt auch in den Froschk√§sten im Terrarium der Wilhelma.

Trotz seiner auffälligen Färbung wurde der Blaue Zwergtaggecko (Lygodactylus williamsi) erst Mitte des letzten Jahrhunderts entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. Das auffällige Prachtkleid tragen dabei nur die dominanten Männchen: Weibchen und nicht dominante Männchen sind unauffällig bräunlich oder oliv gefärbt. Die Tiere verhalten sich untereinander kaum aggressiv, so dass sie in kleinen Gruppen zusammenleben können.

Das Verbreitungsgebiet der nur knapp acht Zentimeter gro√üen Geckos ist besorgniserregend begrenzt: Sie kommen nur im Tieflandregenwald des Naturreservats Kimboza Forest in Tansania vor. Das Klima dort verw√∂hnt die kleinen Insektenj√§ger mit tropischen 25 bis 32 Grad Celsius Tagestemperatur (nachts ist es k√ľhler) und 50 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die geschickten Kletterer leben nahezu ausschlie√ülich auf Schraubenb√§umen der Gattung Pandanus. Haftlamellen an den Zehen und an der Schwanzspitze sorgen f√ľr sicheren Halt auch auf den glatten Bl√§ttern. Auf den B√§umen legen sie auch ihre Eier ¬Ė jeweils im Zweierpack ¬Ė ab, gut zwei Monate sp√§ter schl√ľpfen daraus die Jungen. Auch in der Wilhelma hatten die h√ľbschen Zwerge hinter den Kulissen schon Nachwuchs.

F√ľhlt sich ein Zwergtaggecko bedroht, kann er seinen Schwanz abwerfen und das Weite suchen, w√§hrend sich der Verfolger auf das zappelnde Geckoschw√§nzchen st√ľrzt. Die gr√∂√üte Gefahr droht dem h√ľbschen Gecko in den letzten Jahren aber nicht durch Fressfeinde, sondern durch den Menschen, da in dem Naturreservat unkontrolliert und illegal f√ľr den Handel gesammelt und die Population so stark dezimiert wird. Da man den Blauen Zwergtaggecko regelm√§√üig z√ľchten kann, sollten Liebhaber dieser Art auf Nachzuchten zur√ľckgreifen und Wildf√§nge meiden. Das hilft, die Art in freier Wildbahn zu erhalten.

Foto: Wilhelma / Koch
(01.09.2011, 08:45)
Jana M√ľller :   Habe mir am Wochenende mal die M√ľhe gemacht, diesen Thread komplett durchzulesen.

Die Elefantenanlage hätte eigentlich schon letzten Winter umgebaut werden sollen (Graben weg), keine Ahnung wieso der Graben immernoch da ist. Bin gespannt, wann der nun wirklich weg kommt.

Von dem Bau eines neuen Drillgeheges wusste ich noch gar nix, w√§re schade, wenn die Geparden weg m√ľssten, so lange sind die beiden ja noch gar nicht da.
Dennoch w√ľrde ich mich sehr √ľber ein neues Drillgehege freuen, denn ihr jetziges kann man als Zumutung bezeichnen.

Soweit ich informiert bin, soll wohl auch ein Au√üengehege f√ľr Fenneks entstehen. Kann mir das aber noch gar nicht vorstellen, wo das noch angebaut werden soll.
Außerdem sollen noch die Papageienterassen neu gemacht werden, dass sie Tiere auch mal größere Strecken fliegen können, nicht nur im Kreis. Allerdings erst nach Vollendung des Elefantenhausneubaus ist dies geplant.

Ach ja, da die Frage nach den Okapis aufkam: Zur Zeit leben 2 erwachsene Bullen in der Wilhelma, 3 K√ľhe und ein m√§nnliches Jungtier. Es gibt auch noch Okapist√§lle neben dem Giraffenhaus.

√úbrigens ist die Seel√∂win "Mercedes" nicht tot und auch nicht alt. Sie ist die j√ľngste der Seel√∂wenm√§dels und 9 Jahre alt.
Eine Frage hätte aber auch noch bzgl. der Seelöwen:
Gab es mal einen Bullen Namens "Escalon" aus einem anderen Zoo als Zuchtbulle f√ľr die Wilhelma ODER hie√ü ein Seel√∂wenbaby (*2009?) "Escalon"?
3. Variante: Es gab beides. Den Zuchtbullen Namens Escalon und sein Jungtier, das den gleichen Namen bekam.


(29.08.2011, 16:02)
Wilhelma :   Zwillinge bei den Kaiserschnurrbarttamarinen:
Ein Fall f√ľr die ganze Familie

Die Affenzwerge mit dem langen, umst√§ndlichen Namen ¬ĄKaiserschnurrbarttamarine¬ď haben winzigen Nachwuchs bekommen. Gleich zwei Affenbabys gilt es nun aufzuziehen. F√ľr ¬Ądie Tamarins¬ď kein Problem: Das Babysitten erledigen Mutter Malou, Vater Ant und der Rest der Familie in bew√§hrter Teamarbeit. Denn bei diesen √Ąffchen sind auch V√§ter vollwertige M√ľtter ¬Ė bis aufs S√§ugen nat√ľrlich. Und dem beeindruckenden Damenbart von Malou nach zu urteilen, gilt das irgendwie auch umgekehrt ...

Die knapp drei Wochen alten Zwillinge des Kaiserschnurrbarttamarin-Paars Malou und Ant k√∂nnten f√ľr l√§ngere Zeit der letzte Nachwuchs dieser Art in Stuttgart gewesen sein. Denn die Koordinatorin des Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramms hat der Wilhelma einen Zuchtstopp f√ľr diese Krallen√§ffchen verordnet. Der Grund: Die europ√§ische Zoopopulation dieser Art ist mittlerweile gro√ü genug, alle Zoopl√§tze sind weitgehend belegt, so dass in n√§chster Zeit nur noch die Tiere weiter z√ľchten d√ľrfen, deren Gene im Gesamtbestand bisher selten vertreten und damit f√ľr die Auffrischung wertvoll sind. Gerade das Wilhelma-M√§nnchen hat seine Gene jedoch schon zu gen√ľge weitergegeben ¬Ė f√ľr den mehrfachen Vater ist mit dem diesj√§hrigen Nachwuchs nun das Dutzend voll. Wer die beiden possierlichen Winzlinge mit den imposanten Kaiser-Wilhelm-B√§rten also gerne bei der Jungenaufzucht beobachtet, hat diesmal in Stuttgart vielleicht f√ľr lange Zeit die letzte Chance dazu. Doch Tierbabys nur um deren Attraktivit√§t willen zu produzieren, ist eben nicht das Ziel moderner Zoos. Also wird bei Tierarten mit ausreichendem Bestand notfalls verh√ľtet: indem Einzelg√§nger auch zur Paarungszeit getrennt bleiben, in Gruppen oder Paarbindungen lebende Tiere ein Hormonimplantat erhalten oder in Einzelf√§llen auch sterilisiert werden.

Noch ist es bei den Tamarinen der Wilhelma jedoch nicht soweit. Vielmehr halten die beiden Nesth√§kchen derzeit die ganze Familie ordentlich auf Trab, wobei auch die √§lteren Geschwister schon flei√üig einspringen. Auch zwischen M√§nnlein und Weiblein herrscht in Sachen ¬ĄKindererziehung¬ď absolute Gleichberechtigung ¬Ė ob im brasilianischen Tieflandregenwald oder in der Wilhelma. Bei diesen Krallen√§ffchen pflegen m√§nnliche und weibliche Tiere keine festen Zweierbeziehungen, sondern nur das dominante Weibchen einer Gruppe paart sich, das aber in der Regel mit mehreren M√§nnchen ¬Ė ihrem Nachwuchs zuliebe. Denn so k√ľmmern sich echte wie potenzielle V√§ter um die Kleinen, man wei√ü ja nie, tragen diese huckepack und halten den M√ľttern im wahrsten Wortsinn den R√ľcken frei. Diese k√∂nnen sich dadurch ganz der Nahrungssuche widmen und die Winzlinge mit reichlich Milch versorgen. Was nicht schaden kann, denn direkt nach der Geburt misst so ein kleiner Kaiserschnurrbarttamarin ohne Schw√§nzchen gerade mal f√ľnf Zentimeter und wiegt kaum mehr als eine Ansichtskarte. Daf√ľr ist das besondere Kennzeichen und Alleinstellungsmerkmal dieser Art schon bei den Allerkleinsten zu sehen: der Bartansatz.

Foto: Wilhelma
(25.08.2011, 15:41)
Mirko Schmidkunz :   Sollte ein Eintrag in N√ľrnberg-Thread werden. Sorry.
(19.08.2011, 10:10)
Mirko Schmidkunz :   Kann mir jemand eine m√∂glichst vollst√§ndige Liste √ľber die neu gehaltenen Tierarten geben, um sie dann in die Zootierliste aufzunehmen.
(19.08.2011, 10:07)
Joshua F√∂rg :   Okay, also nach dem N√ľrnberger Prinzip :-)
(18.08.2011, 22:32)
Tom Schr√∂der :   Das Au√üengehege der Elefanten wird so umgebaut, dass es nachher auch f√ľr die Nashornhaltung tauglich ist, denn diese Tierart wird das Haus und die anliegenden Anlagen dann allein nutzen.
(18.08.2011, 22:28)
Joshua F√∂rg :   Warum baut die Wilhelma dann de Au√üenanlage um, wenn doch ein neues Haus entstehen soll? Nur als √úbergangsl√∂sung oder sollen dann k√ľnftig vielleicht andere Tiere einziehen?! Oder ein Bullenbereich f√ľr die sp√§tere Zuchtgruppe?
(18.08.2011, 21:25)
Ottmar M√ľller :   Noch eine Frage: Wie soll eigentlich die Gehegebegrenzung nach dem UMbau des Elefantengeheges aussehen? Wird Panzerglas zum Einsatz kommen?
(18.08.2011, 21:25)
Ottmar M√ľller :   Nein, ich meinte den NEUbau der Elefantenanlage vor dem Schaubauernhof.
(18.08.2011, 21:15)
Joshua F√∂rg :   Die Au√üenanlage f√ľr Elefanten soll ja schon ab Oktober umgebaut werden. Gr√§ben sollen verschwinden, eine gr√∂√üere Fl√§che wird entstehen.
(18.08.2011, 20:17)
Ottmar M√ľller :   Und die H√§user sollen noch vor dem Elefantenhausneubau umgebaut werden?
(18.08.2011, 10:54)
Mirko Schmidkunz :   Der Name wurde von mir selbst gew√§hlt. Gemeint war damit ein neues Urwaldhaus f√ľr Orangs, Languren und Gibbons, das den vollst√§ndigen Abriss der alten Betonaffenh√§user vorsah. Diese Planungen sind gestorben. Jetzt soll das alte Menschenaffenhaus nur umgebaut werden.
(18.08.2011, 09:49)
Joshua F√∂rg :   Kann mir jemand etwas genaueres √ľber das Tropenhaus sagen? Ich h√∂re davon zum ersten Mal.
(17.08.2011, 17:34)
Ottmar M√ľller :   Wieso sollte das Tropenhaus nicht gebaut werden? Die Elefantenanlage kann ja nicht in den n√§chsten 5 Jahren gebaut werden und bis dahin steht ja kein Gro√üprojekt an.
(17.08.2011, 17:12)
Jennifer Weilguni :   Die neuen Geparden sind ja noch gar nicht so lange da. W√ɬ§re ja wirklich schade, wenn man die schon wieder abgegen w√ɬľrde. Allerdings sollten nat√ɬľrlich bei solchen Tieren schon gute Voraussetzungen zur Zucht vorhanden sein. Und den Drills w√ɬľrde ich eine neue Anlage wirklich von ganzem Hezen g√ɬ∂nnen. In ihrer momentanen Anlage kommen sie ja fast gar nicht richtig zur Geltung.
(17.08.2011, 11:47)
Mirko Schmidkunz :   Ich kann es leider nicht sagen. Vielleicht auch aus der Zoosoap. Ich kann mich noch erinnern, wie dort Herr Jauch √ľber den Neubau eines Tropenhauses auch f√ľr die Orangs und dass dann diese alten H√§user abgerissen werden. Aber aus diesen Pl√§nen wird nichts werden.
(17.08.2011, 11:19)
Ottmar M√ľller :   @Mirko Schmidkunz: Woher hast du die Informationen √ľber die Drillanlage? Nicht, dass ich dir nicht glaube, aber ich interessiere mich sehr f√ľr die Zukunftspl√§ne meines Heimatzoos :)
(16.08.2011, 21:01)
Joshua F√∂rg :   Die Wilhelma hat aber 2 Anlagen. Die zweite (wenn auch sehr kleine) Anlage kann auch der Besucher sehen. Wenn man Richtung Belvedere geht und dann links zu der kleinen Baumgruppe geht, kann man duch die B√ľsche die Anlage sehen. Die Geparden k√∂nnen diese Anlage jederzeit nutzen; habe aber die Tiere nur einmal zur Zusammengew√∂hnung gesehen.

Warum die Wilhelma die Tiere nicht zeitweise von einander trennt, ist mir nicht klar. Ich weis, dass die Geparden bei l√§ngerem Zusammenleben ein geschwister√§hnliches Verh√§ltnis zueinander haben und nicht z√ľchten.
(16.08.2011, 19:36)
Mirko Schmidkunz :   Die Geparden werden auch abgegeben. Heute gilt es wohl als Standard, dass Zoos, die Geparden z√ľchten wollen, zwei getrennte Anlagen haben. Fr√ľher war da noch anders. Auch Augsburg hat ausdr√ľcklich betont, dass sie nicht genug Platz haben f√ľr zwei getrennte Anlagen und deswegen haben sie ihre Geparden schon abgegeben.

(16.08.2011, 19:08)
Joshua F√∂rg :   Und die Geparden? Soll f√ľr sie eine neue Anlage gebaut werden? Das sehe ich eigentlich als Verschwendung; Die Anlage ist doch sch√∂n und gen√ľgt den heutigen Anspr√ľchen, oder nicht?!
(16.08.2011, 18:12)
Mirko Schmidkunz :   Die Japanmakaken sollen abgegeben werden. Es wurde ausdr√ľcklich gesagt, dass die Drillanlage auf den Areal der Geparden und Makaken entstehen soll. Ich habe mich auch schon gefragt, ob man dort nicht ,ob vergesellschaftet oder nicht, eine weitere Affenart unterbringen k√∂nnte.
(16.08.2011, 17:15)
Joshua F√∂rg :   Werden dann die Makaken im Betsand bleiben bzw. werden sie anderorts ausgestellt?
(16.08.2011, 16:34)
Ottmar M√ľller :   Soll die Drillanlage wirklich auf dem Gel√§nde beider Gehege entstehen? Werden dann auch noch andere Affen dort einziehen?
(16.08.2011, 12:35)
Liz Thieme :   Nur dass das ein Artikel aus 2009 ist und wir wissen selber, wie viel sich in wenigen Jahren tun kann.
(16.08.2011, 11:39)
Mirko Schmidkunz :   In dem Artikel steht, dass man Nebelparder halten will. Das h√∂rt sich sehr gut an und war einer meiner Favoriten f√ľr die Position der asiatschen Kleinkatze. Auf der Geparden- und Makakenanlage soll doch eine neue Anlage f√ľr Drills entstehen.
(16.08.2011, 10:40)
Ottmar M√ľller :   In diesem Artikel steht einiges zum neuen Raubtierhaus:
http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2115871_0_9223_-die-wilhelma-im-jahr-2020-grosse-haie-kleine-fische.html
Ich denke, dass das bisherige Gelände, auch wenn man die Wiesen davor mit einbezieht, zu klein ist um vier Katzenarten zu halten. Vielleicht wird ja auch das Geparden- und/oder das Makakengehege mit einbezogen.
(16.08.2011, 10:12)
Liz Thieme :   Es scheint was aktuelleres dahinter zu stecken, der Beitrag ist aus dem Mai diesen Jahres.

Bis dahin hieß der Beitrag so: >Bis etwa 2010 soll das Raubtierhaus umgestaltet werden, bis dahin wird es in der Wilhelma keine neuen Löwen mehr geben.<
Nun so: >Bis etwa 2010 wurde das Raubtierhaus f√ľr verbleibende Katzenarten umgestaltet. Bis zu einem Neubau wird es in der Wilhelma keine neuen L√∂wen mehr geben.<

Gehe aber davon aus, dass das langfristige Planungen sind und dies eine Reaktion auf Besucheranfragen bez√ľglich L√∂wen ist.
(15.08.2011, 19:05)
Joshua F√∂rg :   http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelma

Auf Wikipedia steht, es soll einen Neubau geben. Sind dies Fehlinformationen?
(15.08.2011, 18:12)
Liz Thieme :   Steht das mit den L√∂wen inzwischen fest? Mir wurde gesagt, es ist nur der Wunsch der Revierpflegerin, dass wieder L√∂wen kommen.
(15.08.2011, 14:10)
Bj√∂rnN :   Das Raubtierhaus soll f√ľr asiatische Gro√ükatzen umgenutzt werden. Die Persischen Leoparden sind schon da, Asiatische L√∂wen sollen irgendwann folgen.
(15.08.2011, 13:30)
Joshua F√∂rg :   Was passiert eigentlich mit dem Raubtierhaus? In Wikipedia steht, es soll saniert werden. Die Besetzung ist sowieso ser alt (Servalkater Joke, Jaguarkatze Petra)... Werden die Anlagen leerstehen, falls ein es einen Todesfall geben wird? Die beiden Leoparden bewohnen ja beide schon jeweils zwei Anlagen...
(15.08.2011, 13:08)
Wilhelma :   Okapi-Nachwuchs in der Wilhelma:
Ein kleiner ¬ĄHeimlichtuer¬ď zeigt sich endlich

Das Licht der Welt hat das Okapi-Kalb zwar schon Ende Mai erblickt, aber erst seit Kurzem haben die Wilhelma-Besucher die Chance, ihrerseits das kleine Okapi zu erblicken. Denn die ersten Lebenswochen f√ľhren Waldgiraffen ein sehr heimliches Leben ¬Ė in der Natur wie im Zoo. W√§hrend sich also bei der langhalsigen Verwandtschaft nebenan der kleine Giraffenbulle Kasper schon nach wenigen Tagen dem Publikum pr√§sentierte, verbarg sich das Okapi-Kalb geschlagene zehn Wochen in einer Stallbox hinter den Kulissen des Giraffenhauses. Doch ab sofort ist jetzt auch ¬ĄKivu¬ď mit etwas Gl√ľck im Au√üengehege zu sichten.
Ein kr√§ftiger Rumpf auf langen Beinen und riesige Ohren an einem markanten Kopf: Auf den ersten Blick erinnert das Okapi-Kalb fast an einen Elch. Doch Waldgiraffen haben nun mal eine etwas eigenwillig proportionierte Gestalt ¬Ė selbst ohne den langen Hals, der ihre Verwandten in den afrikanischen Savannen auszeichnet. Daf√ľr tragen schon die Kleinsten neben einem samtig-braunen Fell h√ľbsche, schwarz-wei√üe Muster an den Beinen, was einen kindlichen Wilhelma-Besucher zu der phantasievollen Art-Bezeichnung ¬ĄStrumpfhosentiere¬ď inspirierte. Das j√ľngste Okapi im Bund der nunmehr sechsk√∂pfigen Herde ist m√§nnlich, hei√üt nach einem Gebiet im Kongo ¬ĄKivu¬ď und ist der Sohn von Okapi-Kuh Epena und dem Bullen Vitu. Letzterem ist sein eigener Nachwuchs jedoch mehr oder weniger schnuppe: Mit der Zeugung hat er seine Schuldigkeit getan, der Rest ist Frauensache.

Aber auch Okapi-M√ľtter bet√ľtteln ihren Nachwuchs nicht etwa rund um die Uhr, sondern sind im Dschungel oft stundenlang allein auf Nahrungssuche unterwegs, und das m√∂glichst weit weg von ihren K√§lbern. Doch nicht aus Nachl√§ssigkeit oder Gleichg√ľltigkeit, im Gegenteil: Dass Okapis ihre ersten Lebensmonate tief im Urawalddickicht versteckt als so genannte ¬ĄAblieger¬ď verbringen, dient ihrer Sicherheit. Zudem sorgen die M√ľtter daf√ľr, dass Raubtiernasen ihre K√§lber nicht wittern k√∂nnen, indem sie diese bei jedem Besuch mit ihrem langen Zungen-Waschlappen penibel sauber schlecken. Auch Epena lie√ü ihr Kalb von Anfang an √∂fter allein, was dieses stets gelassen hinnahm, sich ablegte und wartete, bis Mama zwei bis dreimal am Tag zur√ľck kam und f√ľr jeweils etwa f√ľnf Minuten die Milchbar √∂ffnete. Dieses Verhalten beh√§lt ein Okapi-Kalb instinktiv auch in der feindfreien Wilhelma bei, wobei das Versteck hier statt aus Gestr√ľpp aus Stroh und Stallw√§nden besteht. Die Folge: Auch die Besucher bekommen kleine Waldgiraffen hier erst lange nach deren Geburt erstmals zu Gesicht.
So gut wie nie zu Gesicht bekommt man die scheuen Okapis dagegen in ihrer Heimat, dem Kongo. Von rund 10.000 Tieren, die noch vor zehn Jahren hier beispielsweise im Ituri-Wald lebten, ist vermutlich nur noch die H√§lfte √ľbrig. Diesen Restbestand zu erhalten, ist Ziel eines Okapi-Projekts, das auch die Wilhelma im Rahmen des internationalen Artenschutzprogramms unterst√ľtzt. Auch die Zoopopulation ist mit weltweit rund 150 Tieren klein, sechs Tiere davon leben derzeit in der Wilhelma: neben Vitu, Epena und ihrem Nachwuchs sind es der Bulle Xano sowie die K√ľhe Kabinda und Ibina. Das letzte in der Wilhelma geborene Kalb, die im M√§rz 2009 geborene Zawadi, ist im April 2011 nach Leipzig umgezogen. Auch Kivu wird noch rund ein Jahr von der Mutter ges√§ugt und fr√ľhestens mit eineinhalb Jahren an einen anderen Zoo abgegeben werden.
(11.08.2011, 09:16)
Joshua F√∂rg :   Oh, ich verga√ü: Die Flusspferde k√∂nnen jetzt auch das Tapirgehege betreten.. Es wird als Gehegeerweiterung ausgeschrieben; betreten k√∂nnen sie die "Erweiterung" durch den Laufgang f√ľr Pfleger. F√ľr mich eine deutliche Aufwertung des alten Geheges!
(08.08.2011, 14:51)
Joshua F√∂rg :   Hatte ein wenig das Gef√ľhl, dass der Pfleger nicht richtig informiert war.. Aber er meinte, dass ideses Projekt direkt anch der Fertigstellung der afrikanischen Menschenaffenanlage aufgegriffen werden soll. Er meinte, dass das Amazonienhaus in seiner urspr√ľnglichen Form bleiben soll.. Vielleicht kennt jemand den Pfleger; Er ist etwas √§lter und arbeitet im Menschenaffenhaus - dort habe ich ihn jedenfalls √∂fter gesehen und sehe ihn heute noch.. Vielleicht kann jemand anders ihn noch fragen.
(07.08.2011, 22:01)
Ottmar M√ľller :   Also irgendjemand in der Wilhelma hat keine Ahnung von den Zukunftspl√§nen...:)
Hat der Pfleger auch gesagt wann das realisiert wird und ob das JAH davor umgebaut wird? F√ľr Menschenaffen ist es ja viel zu niedrig und meiner Meinung nach auch von der Fl√§che zu klein.
(07.08.2011, 21:45)
Joshua F√∂rg :   Also ich habe heute in der Wilhelma einmal nachgefragt.. Der Pfleger antwortete mir, dass nicht das Amazonienhaus, sondern das Menschenaffenhaus mit dem JAH zusammengebaut werden soll; die Orang-Utans werden dann auch im JAH untergebracht sein.. Mit dem Amazonienhaus liegt laut des Pflegers eine Verwechslung vor.
(07.08.2011, 21:20)
Ottmar M√ľller :   Die Klammeraffen k√∂nnte man zwischen das Amazonienhaus und das JAH umquartieren, dieser Bereich soll ja f√ľr s√ľdamerikanische Arten benutzt werden. Oder gab es schon mal eine Vergesellschaftung von Klammeraffen und Brillenb√§ren?
(07.08.2011, 18:29)
Mirko Schmidkunz :   Und was soll dann aus den Klammeraffen werden, die hoch bedroht sind und deren Zoobestand es eigentlich nicht zul√§sst, dass eine Haltung aufgegeben wird.
(07.08.2011, 16:24)
Ottmar M√ľller :   Ich denke mal, dass eine Au√üenanlage auf dem Gel√§nde der Klammeraffen entsteht. Jedoch sollen das alte Menschenaffenhaus und das JAH erstmal saniert werden. Ich wei√ü nicht, ob in diesem Zug auch ein gr√∂√üeres Au√üengehege f√ľr die Orangs entsteht.
(07.08.2011, 15:59)
Mirko Schmidkunz :   Wenn alle drei Affenh√§user erhalten werden, wie kann man dann eine ansprechend gro√üe Au√üenanlage f√ľr die Orangs schaffen. Ich dachte das zumindest durch den Abriss eines Hauses man den Platz daf√ľr bekommt.
(07.08.2011, 12:39)
Joshua F√∂rg :   Daran habe ich nicht gedacht, klingt aber interessant.. Gab es eine solche Vergesellschaftung schon in einem anderen Zoo?
(06.08.2011, 18:04)
Ottmar M√ľller :   Kann man die Languren nicht mitvergesellschaften?
(06.08.2011, 17:37)
Joshua F√∂rg :   Die Br√ľllaffen leben ja schon im Jungtieraufzuchtshaus (Jungtiere der Zuchtgruppe, f√ľr die keine Abnehmer gefunden wurden..)

Wenn ich eine Andeutung eines Beitrages im Zoomagazin richtig verstanden habe, soll ja auch das Haus f√ľr niedere Affen mit dem heutigen Menschenaffenhaus verbunden werden. Ich gehe also davon aus, dass eine Vergesellschaftung von Orang-Utans und Wei√ühandgibons geplant ist - Bleiben im Zuge dieser Ver√§nderungen die Haubenlanguren im Bestand?
(06.08.2011, 17:17)
Mirko Schmidkunz :   Einige Ver√§nderungen im Vogelbestand: Der Dotter- und Fischertukan, die die Voliere im zweiten Pflanzenhaus bewohnt haben, sind verkauft worden. Zwei Hartlaubturakos haben ihr neues Domizil in Besitz genommen. Das Schild beim Motmot ist weg. Ich vermute mal das das Tier nicht mehr da ist. Die drei ersten Kleinvolieren auf dem Weg zum Nachttierhaus waren ganz abgebaut. Die Papualoris waren in eine Voliere auf der Subtropenterrasse umgezogen. In den anderen Volieren waren Allfarbloris und Blaukr√∂nchen untergebracht. Die Zwergtimalien im Vogelhaus wurde durch Brillenv√∂gel mit gr√§ulchen Gefieder ersetzt. Die Paradies- und T√ľrkistangare waren auch nicht mehr da.

(06.08.2011, 12:12)
Gudrun Bardowicks :   Mit Viscachas, Hutiakongas, Goldagutis, Chinchillas und Zweizehenfaultieren fallen mir gleich mehrere Arten aus dem Kleins√§ugerhaus ein, die man sicherlich gut im umgebauten Jungtieraufzuchthaus als Vertreter der s√ľdamerikanischen Fauna zu den dort lebenden Krallenaffen setzen k√∂nnte.
(06.08.2011, 00:46)
Ottmar M√ľller :   Ich habe eine E-Mail an die Wilhelma geschrieben mit der Frage, was aus dem Jungtieraufzuchtshaus wird. Es soll erstmal saniert werden und sp√§ter mit dem Amazonienhaus verbunden und f√ľr s√ľdamerikanische Arten nutzbar gemacht werden. Ich rechne mit den jetzt schon dort lebenden Krallenaffen, vielleicht kommen ja auch einige Tiere aus dem Kleins√§ugerhaus.
(05.08.2011, 22:17)
Wilhelma :   Neues Leben im Giraffenhaus:
Giraffe Kitale und ihr kleiner Kasper
Nach einem wahren Babyboom mit gleich drei Giraffen-Geburten im Jahr 2009 und darauf folgender einjähriger Babypause stakst ab sofort wieder ein Giraffenkind durchs Wilhelma-Gehege: der kleine Kasper, der am 21. Juli das Licht der Wilhelma-Welt erblickte.
Ein h√ľbscher Kerl ist Kasper mit seinen langen Beinen, dem sch√∂nen Fellmuster nach Netzgiraffenart, seinen schwarzen buschigen H√∂rnchen und gro√üen, dunklen Augen mit langen Wimpern. Ganz die Mama eben. Und die hei√üt Kitale, ist zehn Jahre alt und kam erst 2009 aus K√∂ln nach Stuttgart. Da ihre ebenfalls 2009 geborene Tochter Amelie leider mit nur sieben Monaten an einem Darmverschluss gestorben war, ist es umso erfreulicher, dass Kitale nun wieder ein Kalb geboren hat. Zumal sie als vorbildliche Mami gilt: Ihren Nachwuchs bewacht sie mit Argusaugen und m√ľsste sie ihr Junges gegen einen Feind verteidigen, dann t√§te es sie mit fliegenden Hinterhufen und ohne Pardon.
In den afrikanischen Savannen vermag eine Giraffe mit kr√§ftigen Beintritten selbst L√∂wen, Leoparden und Hy√§nen in die Flucht zu schlagen. In der Wilhelma nehmen sich selbst die Tierpfleger vor einer Giraffenmutter in Acht, wenn sie ihr das t√§gliche Brot in Form von Luzerne, Heu, Laub und Gem√ľse in der Mutter-Kind-Box servieren. Doch keine Sorge: Die Besucher, die Kitale und Kasper derzeit zwar noch nicht auf der gro√üen Anlage, aber im Giraffenhaus oder Vorgehege bewundern k√∂nnen, k√∂nnen den Giraffen ohnehin nicht zu nahe kommen. Und wer √ľberdies von sich aus respektvoll ein wenig Abstand h√§lt, hilft mit, dass sie Giraffenmutter gar nicht erst in nerv√∂se Alarmbereitschaft versetzt wird. Kasper ist √ľbrigens bereits das vierte Kind von Kitale, aber das erste, das sie gemeinsam mit dem Wilhelma-Zuchtbullen Hanck zeugte.
Wie alle kleinen Giraffen kam auch Kasper im gebremsten freien Fall aus zwei Metern H√∂he zur Welt, denn Giraffen geb√§ren ihre Jungen nach 14 bis 15 Monaten Tragzeit im Stehen. Kein Problem f√ľr die langbeinigen Afrikaner, die solche extremen F√§lle stets schadlos √ľberstehen ¬Ė zumal die Tierpfleger den Giraffen-Krei√üsaal mit Stroh immer gut auspolstern. Da Kasper beschlossen hatte, p√ľnktlich zum Dienstbeginn der Tierpfleger anzukommen, konnten diese das faszinierende Ereignis live mitverfolgen. Bereits 30 Minuten nach der Geburt stand Klein-Kasper auf seinen noch wackligen Stelzen und dr√§ngte zur Milchquelle. Dieses Tempo behalten die Jungtiere auch beim Wachstum bei: Bei der Geburt sind sie rund 60 Kilogramm schwer und etwa 1,70 Meter gro√ü ¬Ė was auch schon kein Pappenstiel ist ¬Ė und gleich im ersten Jahr legen sie einen weiteren Meter an H√∂he zu. In der Wildnis ein wichtiger √úberlebensfaktor: Denn mit jedem Zentimeter wachsen dort die Chancen, nicht im Rachen eines hungrigen Raubtieres zu enden. Trotzdem erreichen wegen Beutegreifern, Krankheiten und Co rund 50 bis 75 Prozent der Junggiraffen nicht einmal das erste Lebensjahr.
Vor Raubtieren braucht sich Kasper in der Wilhelma nicht zu f√ľrchten. Und falls ihm ohne die Gefahren und Abenteuer einer echten afrikanischen Savanne sogar etwas langweilig werden sollte: Wer wei√ü, vielleicht bekommt er ja bald einen Spielgef√§hrten ...
Bild: Kasper mit seiner f√ľrsorglichen Mutter Kitale. Fotos: Wilhelma

(04.08.2011, 07:48)
Wilhelma :   Ein munteres Trio:
Jetzt geht’s rund im Seelöwen-Kindergarten
Der Juni 2010 war offenbar ein sehr fruchtbarer Monat f√ľr die Seel√∂wen-Truppe der Wilhelma, denn jetzt, zw√∂lf Monate sp√§ter, kamen gleich drei Tiere im Abstand von je einer Woche zur Welt: ein Junge und zwei M√§dels. Damit hat sich Unesco, der seit 2007 Chef im Seel√∂wenring und gerade f√ľnf Jahre jung ist, endg√ľltig als erfolgreicher Zuchtbulle eingef√ľhrt. Schon 2009 hatte er als Dreij√§hriger ¬Ė und damit ganze zwei Jahre vor der √ľblichen Geschlechtsreife ¬Ė mit Seel√∂win Evi den kleinen Eddy gezeugt.
W√§hrend der 2010 geborene Eddy, der mittlerweile in England lebt, sich anfangs am liebsten in den k√ľhlen Keller verkrochen hatte, ist das neue Nachwuchs-Trio im Seel√∂wensee aus anderem Garn gestrickt. Wenn sie gerade nicht von ihren M√ľttern ges√§ugt werden, r√§keln sich ¬ĄSiku¬ď und ¬ĄMaha¬ď entweder gemeinsam auf den sonnenwarmen Steinen am Beckenrand, oder sie planschen und tauchen wie die Gro√üen im erfrischenden, stets 15 Grad k√ľhlen Cannstatter Mineralwasser des Seel√∂wenpools. Lediglich die kleine ¬ĄKitai¬ď zieht sich manchmal mit Mutter ¬ĄLucy¬ď in die verborgenen unterirdischen Gem√§cher zur√ľck. Ansonsten st√∂rt es die Kleinen keinen Deut, wenn es bei den Seel√∂wenf√ľtterungen hoch her geht ¬Ė im Gegenteil. Sie scheinen das ganze Gespritze, Gespringe und Gesinge fast so interessiert zu verfolgen und zu genie√üen wie das menschliche Publikum. Mit den frischen Fischen, die dabei immer in rauen Mengen f√ľr die Seel√∂wentruppe abfallen ¬Ė ob ehrlich verdient oder auch mal heimlich aus den Eimern geklaut ¬Ė schlagen sich derweil ihre M√ľtter Evi, Lucy und Mercedes die B√§uche voll. Schlie√ülich m√ľssen sie f√ľr ihre Jungen jede Menge nahrhafte, fett- und eiwei√ühaltige Milch produzieren, damit ihre Babys m√∂glichst bald sch√∂n rund und mollig werden. Bei der Geburt wiegen die Kleinen etwa sechs bis acht Kilogramm, verdoppeln dieses Gewicht dann aber schon im ersten Lebensmonat.
In der Natur ist das √ľberlebenswichtig, da Jungrobben ausreichend Fettpolster f√ľr Fastenzeiten anlegen m√ľssen. Denn nach sechs bis acht Monaten, wenn Mutters Milchbar endg√ľltig f√ľr sie schlie√üt, m√ľssen sie selbst lernen, wie man Fische erbeutet, Seel√∂wenm√ľtter stehen als Lehrerinnen dabei nicht zur Verf√ľgung. In der Wilhelma √ľbernehmen es allerdings die Pfleger, den Seel√∂wennachwuchs an Hering und Makrele als k√ľnftige Nahrung zu gew√∂hnen. Und hinter den Kulissen werden bereits Pl√§tze in anderen Zoos gesucht, wo die Jungseel√∂wen ab n√§chsten Sommer zuhause sein sollen ¬Ė Reisetermin ist der Mai, bis dahin k√∂nnen sich die Wilhelmabesucher an dem munteren Trio erfreuen.

Fotos: Das Seelöwen-Trio (Wilhelma)

(27.07.2011, 12:50)
Joshua F√∂rg :   Ich habe keine Tiere mehr auf der Au√üenanlage gesehen (nichts besonderes, Otter und Bieber lassen sich oft nicht blicken), aber ich denke, dass nur das Haus sarniert wird..
(21.07.2011, 11:35)
Ottmar M√ľller :   @Joshua F√∂rg: Da das mit dem Bild vom Otterhaus nicht geklappt hat: Werden nur die Innen- oder auch die Au√üengehege saniert?
(20.07.2011, 19:06)
Wilhelma :   Unter Affen und Schafen:
Nachwuchs bei den Klippschliefern

Viele Besucher glauben, dass auf der Felsenanlage nur zwei Tierarten leben: Die Mähnenschafe und die Dscheladas. Aber es gibt es noch heimliche Mitbewohner, die sich einfach nicht so aufdrängen, sondern sich nur dem aufmerksamen Beobachter zeigen: Klippschliefer! Zur Zeit haben die niedlichen Moppel Nachwuchs, und bei schönem Wetter kann man die ganze Familie beim Sonnenbad sehen.

Klippschliefer sind in den felsigen Trockengebieten Afrikas weitverbreitet. Die etwa hasengro√üen Schliefer sind hervorragende Kletterer und sehr gesellig: Eine oder mehrere Familien bilden Kolonien mit bis zu 50 Tieren. Die Familien bestehen aus einem M√§nnchen und mehreren Weibchen mit ihren Jungtieren. Die M√§nnchen sind territorial ¬Ė f√ľr die geruchliche Identit√§t der ganzen Gruppe sorgt ein √∂liges Sekret aus einer Dr√ľse am R√ľcken der Tiere. Die Kolonie leistet sich einen Wachdienst (meist ein erwachsenes M√§nnchen), der mit gellendem Ruf vor Gefahren warnt ¬Ė eine f√ľr wehrlose und schmackhafte Kleintiere durchaus sinnvolle Einrichtung! Der Wachdienst kann auf der Suche nach Greifv√∂geln sogar stundenlang den Himmel absuchen ohne von der Sonne geblendet zu werden ¬Ė eine dunkel pigmentierte Schicht an der Iris kann √ľber die Pupille ausgedehnt werden und fungiert so als nat√ľrliche Sonnenbrille.

Klippschliefer ern√§hren sich von diversen Pflanzen, die ihnen gleichzeitig genug Fl√ľssigkeit liefern: Sie m√ľssen nicht trinken. Die Tiere verbringen am Tag nur etwa 1 Stunde mit Fressen ¬Ė eine f√ľr reine Pflanzenfresser sehr kurze Zeit! Vom √§u√üeren Erscheinungsbild her ist man vielleicht versucht, die kleinen Sympathietr√§ger bei den Nagern oder den Hasenartigen anzusiedeln. Ein genauerer Blick auf die Anatomie und die DNS stellt die Schliefer aber in die Verwandtschaft der Elefanten und Seek√ľhe!

Die Wilhelma-Familie besteht zur Zeit aus einem M√§nnchen, f√ľnf Weibchen und drei Jungtieren vom 23. Juni 2011. Wie ihre wild lebenden Verwandten m√∂gen auch die Wilhelma-Klippschliefer die W√§rme: Bei Sonne aalen sie sich auf der Felsenanlage zwischen M√§hnenschafen und Dscheladas, bei K√§lte und Regen jedoch bleiben sie im Innenstall und lassen sich nicht blicken.
(20.07.2011, 15:22)
Joshua F√∂rg :   Eigentlich sollte ein Bild kommen..
(20.07.2011, 13:44)
Joshua F√∂rg :   Hier noch der Beweis
(20.07.2011, 13:42)
Joshua F√∂rg :   Ich wusste garnichts von der Renovierung des Bieber/Otterhauses... Werden wom√∂glich neue Tiere einziehen?
(20.07.2011, 13:40)
Sacha :   @MM: Wenn ich nichts √ľberlesen, dann h√∂chstens in √§hnlicher Form. Und mit den Jahren k√∂nnen sich ja die einen oder anderen Verh√§ltnisse √§ndern;)
(16.07.2011, 00:25)
Ottmar M√ľller :   @Joshua F√∂rg: Die Wilhelma darf nicht weiter in den Rosensteinpark eindringen, die Wiesen geh√∂ren meines Wissens nach der Stadt und werden nur von der Wilhelma genutzt. Es w√§re m√∂glich, dass die Wilhelma zus√§tzliches (Bau)Land bekommt wenn S21 realisiert wird, denn dann entstehen in anderen Stadtteilen neue Gr√ľnfl√§chen und der Rosensteinpark wird nicht mehr so dringend ben√∂tigt. Aber das ist nur eine Theorie.
(15.07.2011, 21:58)
Michael Mettler :   @Joshua F√∂rg: Habe ich zwar nicht, aber kann nun nach Blick in das Buch "Die Wilhelma" von Neugebauer den Standort der Gro√üraubtiere an der von mir unten beschriebenen Stelle best√§tigen. In diesem Buch ist ein Wegeplan der Wilhelma von 1953 abgedruckt, und schon da sind die Gro√üraubtiere in einem ehemaligen Magazingeb√§ude links von der Wagenremise (= damaliger Elefanten- und Giraffenstall) untergebracht; erw√§hnt werden Tiger und schwarze Panther als "√úberbleibsel" einer Indienschau sowie die schon l√§nger vorhandenen L√∂wen. Im Wandelgang des Maurischen Gartens gab es zwar damals tats√§chlich Tiere, aber nur Kleinv√∂gel, Aquarien- und Terrarientiere (das heutige Aquarium wurde ja erst sp√§ter gebaut).
(15.07.2011, 18:24)
Joshua F√∂rg :   Hat eventuell jemand ein Bild des alten Raubtierhauses oder des fr√ľheren B√§renzwingers?
(15.07.2011, 17:52)
Joshua F√∂rg :   Bez√ľglich der "Frage am Rande":
Die Wilhelma besitzt ja schon Wiesen im Rosensteinpark f√ľr die Futterherstellung. den Besuchern ist es strengstens untersagt, die Wiesen zu betreten. K√∂nnte mir vorstellen, dass auf diesen Wiesen sich ein Erweiterungsgel√§nde gut finden wird.

Einen Teil der Wiesen wird schon seit kurzem genutzt! Der Durchgang bei den Takins Richtung Schaubauernhof ist ja sein längerem gesperrt, seit kurzem auch der Durchgang bei dem Giraffen. Man wird nun vom Mammutbaumwald um das Somalia-Wildeselgehege gelotst.
(15.07.2011, 17:27)
Michael Mettler :   @Sacha: Bin mir ziemlich sicher, dass du deine "Frage am Rande" viel weiter unten im Thread schon mal gestellt hattest, zumindest kommt mir das Thema/die Problematik bekannt vor ;-)

Ich glaube ebenfalls nicht an eine l√§ngere Abwesenheit von Elefanten, eher an eine m√∂glichst kurze Haltungsunterbrechung als √∂ffentliches "Druckmittel". Vielleicht folgt man ja auch dem Heidelberger Modell. Wenn es zwischen den beiden verbliebenen K√ľhen Probleme gibt, k√∂nnte man ja immerhin auch nur eine (falls m√∂glich) umsiedeln und es f√ľr die andere mit einer neuen (alten) Gef√§hrtin versuchen - zumindest so lange, bis eine neue Anlage steht.
(15.07.2011, 15:47)
Sacha :   @Frithjof Spangenberg: Und ich hoffe inst√§ndig, dass Du recht hast.

Mal 'ne Frage am Rande (auch weil eine neue Elefantenanlage Platz braucht): Was m√ľsste geschehen, damit die Wilhelma noch weiter in den Rosensteinpark "reinwachsen" k√∂nnte. Der Schaubauernhof war ja im Zusammenhang mit einer Gartenausstellung ein solcher Gel√§ndegewinn. Kann man da noch mehr "abzwacken"?
(15.07.2011, 15:12)
Frithjof Spangenberg :   Ich glaube nicht an eine lange elefantenfreie Zeit in Stuttgart, zumal ja die Wilhelma das Elef√§ntle als Symboltier nutzt.
(15.07.2011, 14:43)
Michael Mettler :   @Ottmar M√ľller: Eine elefantenlose Phase (oder auch nur die Eventualit√§t einer solchen) lie√üe sich nat√ľrlich vorz√ľglich dazu nutzen, die √Ėffentlichkeit hinter sich zu bringen und zu Spenden zu animieren, um in einem Neubau baldm√∂glichst doch wieder R√ľsseltiere zu zeigen... Warum muss ich nur gerade an M√ľnster denken ;-)
(15.07.2011, 13:40)
Ottmar M√ľller :   Das hei√üt, es wird in den n√§chsten Jahren wohl keine Elefanten in der Wilhelma geben. Dann bekommen die Panzernash√∂rner wie in N√ľrnberg mehr Platz und vielleicht merkt die Wilhelma, dass es auch ohne Elefanten geht und baut lieber f√ľr andere Tiere.
(15.07.2011, 12:09)
Joshua F√∂rg :   Ich vermute, dass die Tiere in andere Zoos abgegeben werden, auch aufgrund der Unvertr√§glichkeit beider Tiere, wie unten schon erw√§hnt. Die zwei alten Weibchen in eine Zuchtgruppe zu intigrieren w√§re sowieso schwierig.
(14.07.2011, 19:13)
Ottmar M√ľller :   Ich wusste gar nicht, dass es Molly so schlecht ging :-(. Glaubt ihr, dass sich bis zum Neubau des Elefantenhauses nur Zella und Pama das Gehege teilen?

Hier die Tiere in der Damaszenerhalle 1965:
Tigerkatze, Schleichkatze, Ichneumon, Weißschwanzmanguste, Marderbär, Sumpfluchs, sibirischer Luchs, Ozelot Serval und Fennek, später auch u.a. Nasenbären, Korsaks und Nebelparder.. Muss furchtbar eng gewesen sein. Das Haus beherbergt seit etwa 1990 keine Raubtiere mehr.
(14.07.2011, 15:23)
Michael Mettler :   Wenn ich die PM richtig interpretiere, scheinen die beiden verbliebenen K√ľhe alles andere als dicke Freundinnen zu sein. Dann w√§re der letzte Satz des Artikels wom√∂glich eine Andeutung darauf, dass sich ihre Wege sogar noch trennen k√∂nnten...?
(14.07.2011, 14:36)
Jan Jakobi :   Oje schon wieder ein Elefant weg...

@Jennifer Weilguni: "Vilja" sieht auf den Bildern im Internet auch d√ľnn aus, war aber ca. 20 Jahre √§lter als "Molly".

Jetzt sind nur noch "Pama" und "Zella" da,
"Vilja" starb letztes Jahr.

Vor genau (gestern) drei Jahren musste ebenfalls ein Elefant wegen unheilbaren Fußleiden eingeschläfert werden: "Rhani" aus dem Zoo Leipzig.




(14.07.2011, 14:19)
Jennifer Weilguni :   So traurig...
Am 12 Juli habe ich die drei Damen noch besucht und auch wenn Molly sehr d√ľnn aussah, h√§tte ich nicht gedacht, dass es jetzt so schnell vorbei sein k√∂nnte. Immer mehr Urgesteine verschwinden aus der Wilhelma.
Im neuen Zoof√ľhrer stehen noch alle vier Elefantendamen, inklusive Vilja.
(14.07.2011, 13:45)
Joshua F√∂rg :   Mein herzliches Beileid an die Tierpfleger und Herrn Jauch. Ich werde Molly nicht vergessen!
(14.07.2011, 13:38)
Wilhelma :   Elefantenkuh Molly ist tot:
Nach langer Krankheit von ihrem Leiden erlöst
Am Abend des 13. Juli musste die Elefantenkuh Molly eingeschl√§fert werden: Seit Jahren litt sie an einer schmerzhaften Entz√ľndung der Vorderf√ľ√üe, die immer schlimmer wurde, diverse tier√§rztliche Behandlungen brachten keine nachhaltige Besserung mehr. In den letzten vier Wochen hatte Molly stark abgebaut. Nach einer weiteren Untersuchung unter Narkose gestern Abend wurde entschieden, ihr weitere Schmerzen zu ersparen. Jetzt trauert die Wilhelma um den Verlust des zweiten Elefanten innerhalb kurzer Zeit ¬Ė fast genau vor einem Jahr war die 61-j√§hrige Elefantengreisin Vilja gestorben. Molly wurde 45 Jahre alt und geh√∂rte mit Pama und Zella ebenfalls schon zu den √§ltesten Zoo-Elefanten Europas.
¬ĄWir sind sehr ungl√ľcklich, dass wir Molly nicht mehr helfen konnten¬ď, so Wilhelma-Direktor Dieter Jauch. ¬ĄAber in letzter Zeit ging es ihr zunehmend schlechter, und wer Molly kannte, sah, wie sehr sie litt.¬ď Seit rund 15 Jahren war die Elefantenkuh wegen ihrer entz√ľndeten Vorderf√ľ√üe Dauerpatientin der Zootier√§rzte gewesen ¬Ė mancher bef√ľrchtete sogar, sie k√∂nne noch vor Vilja sterben. Dank intensiver tier√§rztlicher Betreuung, regelm√§√üiger Fu√üpflege, Fu√üb√§dern und weichen Fu√ümatten konnte das Fortschreiten der Krankheit zwar aufgehalten, aber nie geheilt werden. Seit Jahresbeginn hatten sich die Fu√üprobleme verst√§rkt, in den letzten Wochen hatte Molly deutliche Anzeichen von starken Schmerzen gezeigt und war immer schw√§cher geworden. Die letzte Untersuchung am Mittwoch Abend, an der mehrere tier√§rztliche Experten beteiligt waren, ergab, dass keine erfolgversprechende Behandlung mehr m√∂glich war ¬Ė man h√§tte Mollys Leid nur verst√§rkt und verl√§ngert.
Bekannt und beliebt wurde Molly unter anderem durch ihre Mitwirkung bei Kindergeburtstagen, Blindenf√ľhrungen und dem Elefantenreiten, bei dem sie und ihre ¬ĄKollegin¬ď Zella die Besucher durch den Park trugen. Vor rund drei Jahren, als sich der Zustand ihrer F√ľ√üe trotz eigens f√ľr sie gefertigter, sch√ľtzender Schuhe verschlechterte, wurde das Elefantenreiten eingestellt ¬Ė zum gro√üen Bedauern der Besucher. √úberhaupt hatte nicht nur Vilja als Altersrekordhalterin und schlitzohrige Seniorin viele Fans. Gerade Molly, die als haarigste unter den Elefantenk√ľhen auch liebevoll ¬Ądas Mammut¬ď genannt wurde, war eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen in der √Ėffentlichkeitsarbeit des Dickh√§uterreviers. Geduldig lie√ü sie sich bei den Elefantenbegegnungen streicheln und betasten, und wegen ihrer ruhigen, lieben Art konnte sie bei F√ľhrungen f√ľr Blinde oder behinderte Kinder eingesetzt werden. Wie alle Elefanten hatte sie nat√ľrlich ihren eigenen Charakter und ¬ĄDickkopf¬ď. So galt sie etwa als ziemlich ¬Ąschleckig¬ď: Was sie nicht mochte, fra√ü sie nicht. Au√üerdem war sie von allen Elefanten die technisch Begabteste: Immer mal wieder √ľberpr√ľfte sie mit ihrem R√ľssel ¬Ądie Tauglichkeit¬ď technischer Vorrichtungen ¬Ė von der Aufh√§ngung der Absperrseile im Elefantenhaus bis hin zu den Bremsen der Rollstuhlfahrer bei den Elefantenbegegnungen. In den letzten Jahren hatte sie als Nachfolgerin der altersbedingt geschw√§chten Vilja die Rolle der Leitkuh √ľbernommen. Noch bis vor Kurzem sorgte sie in der Damen-Herde f√ľr Ordnung. Doch seit ihre Kr√§fte nachlie√üen, verst√§rkten sich die Rangeleien um die Vorherrschaft unter den Elefanten wieder.
Als schwergewichtige Zehenspitzeng√§nger haben Elefanten sehr empfindliche F√ľ√üe, eine intensive Fu√üpflege ist daher fester Teil des Haltungsprogramms im Zoo. Warum gerade Molly an einer solch schweren Fu√üentz√ľndung litt, ist unklar, d√ľrfte aber mehrere Ursachen gehabt haben. Beteiligt war vielleicht auch der per R√∂ntgenbild entdeckte Fremdk√∂rper im Fu√ü, wahrscheinlich eine Bleikugel, die sie schon als junge Elefantenkuh aus Indien mitgebracht haben muss und die sich operativ nicht entfernen lie√ü. Zumal verletzte Elefantenf√ľ√üe schlecht heilen: Leider k√∂nnen die schweren Tiere ihre F√ľ√üe nie so schonen, wie es ein erfolgreicher Heilungsprozess erfordern w√ľrde.
Nach Mollys Tod m√ľssen nun zun√§chst alle wieder zur Ruhe kommen: Pama und Zella ebenso wie ihre trauernden Pfleger. Noch im Herbst soll dann der Umbau der alten Au√üenanlage inklusive Beseitigung des Grabens starten. Und gemeinsam mit dem Artkoordinator des Europ√§ischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wird √ľberlegt, wie es mit der Elefantengruppe der Wilhelma insgesamt weitergeht.

Bild v. l. n. r.: Zella, Pama und die deutlich d√ľnnere Molly.
Fotos: Wilhelma

(14.07.2011, 11:16)
Michael Mettler :   @Joshua F√∂rg: Ich habe die Wilhelma erstmals 1982 besucht, und da gab es im Maurischen Garten einschlie√ülich des Wandelganges mit der Fl√ľstergalerie an Tieren lediglich die beiden runden Bassins mit Seehunden und Pinguinen/M√∂wen. Als altes (Gro√ü-)Raubtierhaus habe ich ein (f√ľr Besucher nicht begehbares) altes Geb√§ude links vom heutigen Insektarium in Erinnerung. Laut meinen Notizen von 1982 waren Sibirische Tiger im Bestand, im "neuen" Raubtierhaus lebten jedoch auch damals schon Sumatratiger (allerdings nicht auf der Freianlage, die war mit L√∂wen besetzt).

Nun sind ja in der Historie der Wilhelma viele Tiere im Zuge von Sonderausstellungen in den vorher rein botanischen Garten gekommen und wurden mehr oder weniger provisorisch untergebracht (wobei sich manche der Provisorien √ľber Jahrzehnte hinweg hielten), da w√ľrde ich nicht ausschlie√üen, dass auch im Maurischen Garten mal Raubtierk√§fige standen... Das m√ľsste sich aber durch √§ltere Zoof√ľhrer usw. kl√§ren lassen. In der Damaszenerhalle, die damals als Kleinraubtierhaus diente, waren m.W. immer nur Arten bis Pumagr√∂√üe untergebracht.

@Ottmar M√ľller: Bin mir nicht ganz sicher, aber es k√∂nnte im Kiwi-Nachthaus zu den genannten Arten auch noch Kurzkopf-Gleitbeutler gegeben haben - zusammen mit den Kuskusen und Kurzschnabeligeln untergebracht.

@Sacha/WolfDrei: Habe nachgesehen, meine "Begegnung mit dem Makibären" war im Mai 1992.
(14.07.2011, 09:29)
Joshua F√∂rg :   @ Ottmar Nein, der Tierpfleger versicherte mir, dass die Raubtiere in der heutige Fl√ľstergallerie untergebracht waren...
(13.07.2011, 21:16)
Ottmar M√ľller :   Ich meinte Schwimmratten...
(13.07.2011, 21:05)
Ottmar M√ľller :   @Joshua F√∂rg: Ich glaube du meinst das Kleinraubtierhaus, also die Damaszenerhalle, die heute von einheimischen V√∂geln bewohnt wird.

@Michael Mettler: Im Nachthaus lebten außer den Kiwis Ameisenigel, Wasserratten und (Gleichfarb?)Kuskusse.
(13.07.2011, 20:56)
Michael Mettler :   War das Kiwi-Nachthaus nicht in der historischen Wagenremise untergebracht, in der sich vorher der Stall der Trampeltiere (und ganz fr√ľher der ersten Elefanten) befand? Bilder davon habe ich nicht, meine mich aber zu erinnern, dass es drei Nachttieranlagen beinhaltete, die als Lebensraumillusionen gestaltet waren (im Kontrast zum alten Nachttierhaus, in dem die Anlagen immer sehr funktional wirkten).

@Joshua F√∂rg: Sibirische Tiger kann ich f√ľr das alte Raubtierhaus best√§tigen, in anderen K√§figen des Komplexes sa√üen m.E. zeitweilig Schnee-Eulen, Kleine Pandas und Kattas.

@Sacha: Die Vorgaben der letzten Jahre kenne ich nicht, da ich in j√ľngerer Zeit nur √§u√üerst selten in Stuttgart war und im Nachttierhaus schon lange nicht mehr fotografiert habe, aber fr√ľher bestand ein Blitzverbot meiner Erinnerung nach nur vor dem Aquarium der Laternenfische im vorderen Raum).
(13.07.2011, 18:37)
Joshua F√∂rg :   Das alte raubtierhaus war aber meines Wissens der heutige Garten-Bereich mit dem Magnolien-Bl√ľten, dort waren laut des √§lteren Raubtierpflegers mehr als 8 Raubkatzen untergebracht- anscheinend auch Ozelots uund Nebelparder. Von sibirischen Tigern wei√ü ich nichts, doch ich besitze noch ein "uraltes" Souvenir mit bengalischen Tigern, im Hintergrund eine begr√ľnte Teichlandschaft.
(13.07.2011, 18:19)
Ottmar M√ľller :   Hat jemand Fotos vom alten Kiwi-Haus?
(13.07.2011, 17:24)
Sacha :   @MM: Dann hast Du das Foto sicher mit Blitz gemacht. - Und keiner hat Dich angeschnauzt??? Wenn(!) ich es richtig in Erinnerung habe, besteht dort schon seit langem (= mindestens 15 Jahre) ein Blitzverbot:)

Joshua Förg: Richtig, das Nachttierhaus mit den Streifenkiwis (und auch anderen Australiern wie z.B. Schwimmratten) sowie das alte Raubtierhaus (mit Sibir. Tigern) lagen in der Ecke, in der heute das Amazonienhaus und das Insektarium stehen.
(13.07.2011, 17:02)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Bei mir blieb es ebenfalls eine (im doppelten Sinne) einmalige Begegnung, aber wenigstens konnte ich ihn im Ganzen sehen und sogar fotografieren... In der selben Vitrinenreihe wurden √ľbrigens fr√ľher auch Katzenfretts gehatlten.
(13.07.2011, 16:43)
WolfDrei :   So wars auch schon bei meinem 1. Besuch im Mai 90 √ľberhaupt in Stuttgart nach dem Fall der Mauer: ein Loch mit einem geahnten Tier, Schwanz nach hinten. Der 1. und letzte Makib√§r f√ľr mich.
(13.07.2011, 16:36)
Michael Mettler :   @Joshua F√∂rg: Die Makib√§ren (Oder der Makib√§r? Ich hatte damals jedenfalls nur einen gesehen) waren im noch bestehenden Nachttierhaus untergebracht. Wenn ich mich richtig erinnere, in der letzten Anlage vor dem Ausgang.
(13.07.2011, 16:15)
Joshua F√∂rg :   Noch eine andere Frage: Ich bin 13 Jahre alt und besuche die Wilhelma seit 8 Jahren mit einer Jahreskarte. Ich frage mich immer wieder, an welcher Stelle fr√ľher Makib√§ren und Kiwis ausgestellt wurden. Meine Vermutungen liegen auf dem Gel√§nde des heutigen Amazonien-Hauses, doch diese Vermutung ist vage. K√∂nnte mit da jemand helfen? W√§re sehr nett...
(13.07.2011, 14:35)
Joshua F√∂rg :   Das h√∂rt man gerne :)

@Ottmar bez√ľglich des Au√üengeheges: Bis jetzt habe ich das Zwergflusspferd nur auf der kleinen, alten Anlage gesehen, es k√∂nnte aber sein, dass es auch wahlweise in das andere Gehege darf.
Die Gehege sind aber zur Zeit noch seperat, √ľber einen m√∂glichen Zusammenschluss liegen mir keine Informtionen vor.
(13.07.2011, 14:29)
Wilhelma :   Nachwuchs bei den Poitoueseln:
Ein bildh√ľbscher ¬ĄPl√ľschesel¬ď namens Benito
¬ĄBenito¬ď ¬Ė schon der fr√∂hliche Klang dieses italienischen Namens sorgt f√ľr gute Laune, auch wenn sein tierischer Tr√§ger eigentlich Franzose ist: ein Poitouesel. Noch bessere Laune bekommt, wer das dunkelhaarige, pl√ľschige Hengstfohlen mit seinen langen Ohren und langen, staksigen Beinen ausgelassen durchs Gehege galoppieren oder mit seiner Mutter kuscheln sieht. Zum Dahinschmelzen ...
Selbst wer sp√§ter zur gr√∂√üten Eselrasse der Welt geh√∂ren will, f√§ngt einmal klein an. So auch Benito, der am 16. Juni in der Wilhelma von der Stute Hamrah geboren wurde. Bis er einmal das Stockma√ü (Schulterh√∂he) von √ľber 1,50 Metern eines ausgewachsenen Poitoueselhengstes erreicht hat, wird es wohl noch ein Weilchen dauern. Noch ist Benito ganz in samtiges, dunkelbraunes Pl√ľsch gekleidet; das lockige, lange Fell, das seine Mutter tr√§gt, w√§chst ihm erst als J√§hrling. Gerade die langen Zottelhaare sind neben der Gr√∂√üe das besondere Markenzeichen dieser seltenen Eselrasse. Gez√ľchtet wurde sie vermutlich schon vor dem 11. Jahrhundert, ihre Bl√ľtezeit erreichte sie zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert und benannt wurde sie nach der Grafschaft Poitou im Westen Frankreichs. Im ganzen S√ľdwesten des Landes war die Eselrasse damals verbreitet und beliebt. Denn je gr√∂√üer die Esel, desto gr√∂√üer werden auch die Maultiere, die beim Kreuzen mit Pferden entstehen. Um besonders gro√üe, leistungsf√§hige Maultiere f√ľr Zug- und Tragedienste zu erhalten, wurden Poitouesel und Kaltblutr√∂sser ¬Ąkombiniert¬ď. H√§ufig wurden Poitouesel auch in andere L√§nder und sogar in die USA exportiert, um dortige Eselrassen zu verbessern. Dann jedoch folgten Zeiten, in denen die Motorkraft die Pferde- und Eselst√§rken und somit deren nat√ľrliche Lieferanten allm√§hlich verdr√§ngte. Zum Gl√ľck waren jedoch einige franz√∂sische Bauern selbst stur wie Esel und keinesfalls bereit, ihre zottigen Freunde aufzugeben. Dank ihnen, einem 1988 gegr√ľndeten Zuchtverband, Privatz√ľchtern und Zoos gibt es heute wieder rund 400 Tiere ¬Ė wirklich gesichert ist der Bestand damit nicht.
Die Wilhelma h√§lt die charmanten Zotteltiere seit Er√∂ffnung des Schaubauernhofs 1993; 18 Fohlen wurden seither hier geboren ¬Ė Benito ist somit die Nummer 19. Neben ihm und seiner Mutter Hamrah geh√∂ren zur Herde nat√ľrlich Benitos Vater Nepomuk, die Stute Garie sowie Hamrahs Tochter Laika mit deren letztj√§hriges Fohlen Amy. √úber 30 Jahre alt k√∂nnen diese Esel werden und bis ins hohe Alter Nachwuchs bekommen. Gegen weitere niedliche ¬ĄPl√ľschtiere¬ď wie Benito h√§tte jedoch keiner etwas einzuwenden, auch die ebenfalls in der Herde mitlaufende Maultierstute Viska nicht: Sie ist die Folge des Seitensprungs eines Vorg√§ngers von Nepomuk mit einer Shetlandponystute und als ¬ĄMuli¬ď unfruchtbar. Daf√ľr versucht sie mitunter, eines der h√ľbschen Fohlen ihrer Herdengenossinnen zu adoptieren. Doch diese bleiben lieber bei ihren M√ľttern ¬Ė schon der leckeren Milch wegen.

Bild: Der kleine dunkelhaarige Poitouesel Benito und seine Mutter Hamrah
Fotos: Wilhelma

(13.07.2011, 14:23)
Ottmar M√ľller :   Sind auch die Au√üengehge verbunden?
(13.07.2011, 13:49)
Joshua F√∂rg :   Das ehemalige Innengehege des Tapirs wurde jetzt mit dem Zwergflusspferd-Gehege verbunden; Der Bulle kann jetzt beide Gehege gleichzeitig betreten.
(13.07.2011, 13:18)
Ottmar M√ľller :   Ich schreibe es hier jetzt zum dritten Mal ( ;) ): Das jetzige Flusspferdhaus soll sp√§ter (je nach finanzieller Lage) nur noch f√ľr Schabrackentapire genutzt werden. Ich bezweifle, dass vor dem Umbau neue Tapire einziehen. Da jedoch der Zwergflusspferdbulle schon 46 ist, und damit das √§lteste Tier dieser Art weltweit in einem Zoo, wird sich die Wilhelma schon in B√§lde etwas einfallen lassen m√ľssen, denn zwei leerstehende Gehege nebeneinander sind nat√ľrlich nicht optimal.

Was die Seelöwen angeht, bei denen gibt es ja auch jetzt noch andere, zuchtfähige Tiere.
(12.07.2011, 21:46)
Henry Merker :   Zumindest bei den Elefanten muss man sich wohl bis zum Bau des neuen Hauses gedulden.
(12.07.2011, 18:12)
Joshua F√∂rg :   Hallo; Ich abe eine Frage... In der Wilhelma sterben zur Zeit sehr viele alte Tiere. Thai (Tapir), Vilja(Elefant), Mercedes(Seel√∂we)... Die Liste ist lang und ich nenne nur einige Beispiele - Meine Frage: Wird die Wilhelma die Tiere durch neue, zuchtf√§hige Tiere ersetzen, solange noch die alten Sichtbeton-Gehege vorhanden sind, oder werden erst neue Arten in den Zoo kommen, sobald eine "artgerechte" Haltung wieder m√∂glich ist?
(12.07.2011, 17:45)
Ottmar M√ľller :   Hey, hat einer zuf√§llig Fotos vom alten Kiwi-Nachthaus oder kann dieses wenigstens ein bi√üchen beschreiben? :)
(10.07.2011, 15:00)
Mirko Schmidkunz :   Ich habe in der Zootierliste festgestellt, dass in der Wilhelma vier Tangarenarten verschwunden sind. Die Paradiestangare war vor kurzem noch im Vogelhaus. Die anderen Arten werden wohl im Amazonienhaus gelebt haben. Die Anzahl der freilebenden V√∂gel nimmt dort weiter ab und ich finde, dass man als Besucher nicht mehr von einer bunten, vielgestaltigen Vogelfauna dort fasziniert wird. Sind die Zuchtanlagen hinter den Kulissen eigentlich schon fertig? Wer ist f√ľr die gro√üen Verluste verantwortlich? K√∂nnte man nicht Kassiken dort halten, die hoch attraktiv w√§ren und mehr Leben in das Haus br√§chten?
(05.07.2011, 12:15)
Wilhelma :   Die Mandschurenkraniche haben Nachwuchs:
Zwei K√ľken bei Familie ¬ĄRotk√§ppchen¬ď

Letztes Jahr sorgte das Mandschurenkranich-Paar der Wilhelma deutlich fr√ľher als erwartet erstmals f√ľr Nachwuchs, dieses Jahr legte es nach: Erneut sind zwei K√ľken geschl√ľpft, die auf ihren langen Stelzen nun gemeinsam mit den Eltern √ľber die Stelzvogelwiese stolzieren.

Noch gleichen die beiden Ende Mai geschl√ľpften K√ľken ihren Eltern nicht gerade aufs Haar beziehungsweise die Feder: Flauschig sind sie und hellbraun ¬Ė wohl der besseren Tarnung wegen ¬Ė und ihre Beine und F√ľ√üe wirken mindestens noch drei Nummern zu gro√ü. In den n√§chsten Wochen und Monaten werden sich die K√ľken jedoch zu ebenso sch√∂nen, anmutigen V√∂geln mausern, wie es ihre Eltern bereits sind. Auch diese fingen schlie√ülich mal klein und braun an, und zwar 2007 im Zoo der lettischen Hauptstadt Riga, von wo sie 2008 nach Stuttgart kamen. Die eigentliche Heimat der Vogelart liegt jedoch viel ferner: in Japan und China. Dort gelten sie als Symbol f√ľr ein gesundes, langes Leben und landauf und landab ziert kein Tiermotiv h√§ufiger Kimonos, Wandschirme oder Holzschnitte. Auch beim traditionellen japanischen Papierfalten, dem ¬ĄOrigami¬ď, sind die Kraniche als Models sehr begehrt. Oft werden sie als gefaltete Papier-V√∂gel Kranken geschenkt, um diesen gute Besserung zu w√ľnschen. Die V√∂gel bewachen au√üerdem den Kaiserthron in der Verbotenen Stadt und tragen angeblich sogar die Seelen Verstorbener auf ihren R√ľcken in den Himmel. Damit nicht genug der m√§rchenhaften Beschreibungen, nennen die Japaner sie wegen des roten Stirnflecks auch ¬ĄTancho¬ď ¬Ė Rotk√§ppchen. Allerdings w√ľrde ¬ĄSchneewittchen¬ď ebenso gut passen, ist ihr Federkleid doch wei√ü wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz.

Besonders eindrucksvoll stellen die Kraniche ihre Sch√∂nheit bei der Balz zur Schau: Wie Ballettt√§nzer erheben sie sich auf die Zehenspitzen, umkreisen sich, spreizen Federn und Fl√ľgel und biegen Hals und Kopf bis auf den R√ľcken. Klangvoll untermalt wird das Schauspiel mit fanfarenartigen Rufen. Damit wollen die Kraniche nicht etwa einen neuen Partner erobern, vielmehr machen sie sich die ganze M√ľhe f√ľr den bestehenden Gef√§hrten ¬Ė die V√∂gel leben in Dauerehe, die Balz dient dazu, die Paarbindung zu festigen. Auch bei der Brutpflege halten sie zusammen: Die Henne br√ľtet, bis das erste K√ľken schl√ľpft, dieses wird dann schon mal von Papa babygesittet, bis ein oder zwei Tage sp√§ter Nummer zwei kommt. Kaum aus dem Ei schl√ľpft, folgen die Nestfl√ľchter ihren Eltern bereits auf Schritt und Tritt und teilen auch rasch deren kulinarische Vorlieben. Anfangs lassen sie sich die Happen noch schnabelgerecht servieren: ob saftige Heuschrecke oder sich windender Wurm. Doch nach wenigen Tagen picken sie auch selbst eifrig nach Insekten und Co. Au√üerhalb der Brutzeit wird weniger geschlemmt: Dann ziehen die V√∂gel vegetarische Kost wie K√∂rner, Gr√§ser und Knollen vor.
Dass Mandschurenkraniche als Symbol f√ľr langes Leben gelten, hilft ihnen selbst nur wenig. Sie geh√∂ren zu den am meisten bedrohten Kranicharten, auch wenn sich der Bestand dank strenger Schutzma√ünahmen etwas erholt hat. Schon seit 1987 gibt es f√ľr sie ein Europ√§isches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), in dem derzeit √ľber 400 in Zoos lebende Vertreter erfasst sind.

Foto (Wilhelma): Da Kranichk√ľken Nestfl√ľchter sind, stelzen sie schon kurz nach der Geburt mit ihren Eltern durchs Revier ¬Ė in der Wilhelma ein dank Elektrozaun fuchssicheres Gehege ¬Ė und teilen auch bereits deren Lieblingsspeisen von der Grille bis zum Regenwurm.
(01.07.2011, 08:52)
Wilhelma :   Neue ¬ĄDiva-Show¬ď in der Wilhelma erwartet:
Die Titanenwurz putzt sich heraus ¬Ė f√ľr den n√§chsten Bl√ľten-Rekord?
Jetzt ist es sicher: Die Titanenwurz der Wilhelma ist ¬Ąguter Hoffnung¬ď, sprich, sie bildet einen neuen Bl√ľtenstand aus. Die Pflanzenart aus Sumatra ist f√ľr ihre Riesenbl√ľten ber√ľhmt und die Stuttgarter Titanenwurz hatte gleich bei ihrem Deb√ľt im Jahr 2005 den Weltrekord im Bl√ľtenhochbau geknackt ¬Ė und h√§lt ihn bis heute. Zum zweiten Mal erbl√ľhte sie 2008, der neue Bl√ľtenstand ist somit ihr dritter Streich. Entsprechend gespannt kann man sein, in welche H√∂hen er diesmal emporw√§chst ¬Ė und mit welchen √úberraschungen die launische Titanenwurz ihrem K√ľnstlernamen ¬ĄLa Diva¬ď erneut alle Ehre machen wird.
Derzeit gibt die Diva richtig Gas: Seit der ersten Messung am 22. Juni ist der Bl√ľtenstand der gr√∂√üten Blume der Welt auf 1,67 Meter angewachsen und legt aktuell t√§glich satte 17 Zentimeter zu. Ob sich also ein neuer Rekord ank√ľndigt? Bei einer echten Diva wei√ü man nie! Daf√ľr fit gemacht hat sie sich offenbar schon im letzten Winter: Eine Wiegeaktion ihrer Knolle im Januar 2011 ergab, dass die amtierende Rekordhalterin auf Di√§t war, zw√∂lf Kilo abgenommen und mit 44 Kilo fast wieder ihr ¬ĄKampfgewicht¬ď aus dem Rekordjahr 2005 erreicht hatte. Damals war die Bl√ľte der Amorphophallus titanum, wie die Pflanze mit botanischen Namen hei√üt, mit 2,94 Meter auf Anhieb um ganze 18 Zentimeter h√∂her gewachsen als der vormalige Weltrekordhalter aus dem botanischen Garten in Bonn. Weil sie sich vor ihrem gro√üen Auftritt aber reichlich zierte, erhielt sie den Titel ¬ĄLa Diva¬ď. Ihre zweite ¬ĄDiva-Show¬ď drei Jahre sp√§ter fiel kaum weniger glamour√∂s aus: 2008 wurde die Bl√ľte zwar nur 2,34 Meter hoch, doch daf√ľr √ľberraschte die kaprizi√∂se Pflanze mit einem zweiten kleineren Bl√ľtenstand, genannt ¬ĄWurzele¬ď. Die Vergabe von ¬ĄK√ľnstlernamen¬ď ist √ľbrigens keineswegs eine exklusive Marotte der Wilhelma, sondern in den botanischen G√§rten weltweit Usus. Andernorts erhielten die Riesenblumen beispielsweise so illustre Zweitnamen wie Mr. Stinky, Big Jack, Titan 2 oder auch Baby, Waldo, King Richard und Titania.
Bei allen Titanenwurzen ist es jedoch stets das gleiche Spiel: Ob und wann sie bl√ľhen, ist offen. Und auch wenn die geheimnisvolle Knolle keimt, ist noch lange nicht klar, ob sich da gerade ein Blatt oder eine Bl√ľte herausarbeitet. Denn nur eines von beidem entwickelt sich pro Jahr. Bei der Diva steht seit 22. Juni fest, dass es eine Bl√ľte wird. Ab diesem Moment dauert es meist noch ziemlich genau 14 Tage bis zum eigentlichen Bl√ľh-Akt: Dieser h√§lt dann rund 48 Stunden an, und erst am Ende entfaltet La Diva f√ľr eine einzige Stunde ihre Bl√ľtenbl√§tter ganz ¬Ė sie gleichen dann einem blutroten, umgedrehten Pliss√©rock ¬Ė und zeigt sich in voller stinkender Pracht. Ja, stinkend, denn leider hat die Diva in puncto Parf√ľm merkw√ľrdige Vorlieben: Aasgeruch muss es sein. In der Natur lockt die Titanenwurz damit Fliegen und K√§fer an, auf dass diese ihr als Best√§uber zu Diensten sind.
Diesmal wird der Bl√ľtenh√∂hepunkt zwischen 5. und 7. Juli erwartet, der Count-down l√§uft also. Doch wann immer die Show beginnt, sicher ist: Notfalls wird die Wilhelma die Pforten ausnahmsweise auch abends √∂ffnen. Damit die Diva-Fans das grandiose Schauspiel mit eigenen Augen ¬Ė und Nasen ¬Ė genie√üen k√∂nnen.

Daten und Fakten zu La Diva und zum aktuellen Stand des Bl√ľtenstands:
Die Knolle
Die Titanenwurz besitzt eine unterirdische Knolle, aus der sich abwechselnd entweder ein einziges Blatt oder ein Bl√ľtenstand entwickelt. La Diva befindet sich seit 1994 in der Wilhelma. Damals wog ihre Knolle nur 2,5 Kilogramm. Im Rekordjahr 2005 wog die Knolle 40 Kilogramm, im April 2008 brachte sie 52,5 Kilogramm auf die Waage, beim Umtopfen im Januar 2011 waren es 44 Kilogramm.
La Divas Residenz
Die Titanenwurz steht im Maurischen Landhaus der Wilhelma. Zugang zur Titanenwurz √ľber das Kakteenkuppelhaus (nicht barrierefrei).
Erwartete Bl√ľtezeit
Wahrscheinlich zwischen dem 5. und 7. Juli ¬Ė oder fr√ľher oder sp√§ter.
Aktuelle Höhe und Gewicht
Bl√ľtenstandsh√∂he am 27. Juni 2011 morgens: 1,67 Meter, am 28.6. morgens: 1,80 Meter.

√Ėffnungszeiten
Zu besichtigen zu den normalen √Ėffnungszeiten. √úber die verl√§ngerten √Ėffnungszeiten zur Bl√ľtenstands√∂ffnung informiert die Wilhelma kurzfristig vorab via Presseinformation und Internet.
Homepage und Webcam
Die Entwicklung von ¬ĄLa Diva¬ď kann auf der Homepage der Wilhelma tagesaktuell unter ¬Ąwww.wilhelma.de > Ereignistageb√ľcher > Titanenwurz¬ď verfolgt werden. In der Schlussphase auch ¬Ąlive¬ď √ľber eine Webcam!
Bild: Die Titanenwurz Montag, den 27.06.11, bei einer Höhe von rund 1,67 Metern. Am Morgen des 28.06.11 zeigte das Maßband bereits 1,80 Meter an (Wilhelma).

(29.06.2011, 07:55)
Ottmar M√ľller :   Der Tapir hie√ü Thai und ist am 4. Nov. im Alter von 26 Jahren gestorben. Laut einem Arikel der StZ soll das Haus sp√§ter nur noch f√ľr Schabrackentapire genutzt werden.
(27.06.2011, 18:18)
Wilhelma :   Vier Gorilla-Jungs werden fl√ľgge:
Die ¬ĄJunggesellen-WG¬ď zieht nach Frankreich um

Seit M√§rz dieses Jahres teilen die beiden handaufgezogenen Gorilla-Jungs Monza und Upala das ehemalige Schimpansengehege im Menschenaffenhaus mit den ¬ĄHalbstarken¬ď Meru und Lengai, die in der Gorillafamilie der Wilhelma aufwuchsen und S√∂hne von Silberr√ľcken Kibo sind. Nachdem das Quartett mehrere Monate Zeit hatte, sich aneinander zu gew√∂hnen, ist am 28. Juni nun der Moment des Abschieds gekommen. Auf Empfehlung der Europ√§ischen Artkommission f√ľr Gorillas ziehen die vier jungen Gorilla-M√§nner ¬Ė begleitet von vertrauten Wilhelma-Pflegern ¬Ė nach Frankreich in den Affenpark La Vall√©e des Singes in Romagne um. Hier sollen sie mit dem Silberr√ľcken Ya Kwanza zusammengew√∂hnt werden und mit ihm gemeinsam eine neue Junggesellen-WG ¬Ąbegr√ľnden¬ď.
Monza ist bereits fast vier und Upala ist drei Jahre alt: Damit haben die beiden das Alter erreicht, in dem junge Menschenaffen √ľblicherweise die Aufzuchtstation und ihre menschlichen Ersatzeltern verlassen m√ľssen und in die Familie oder Junggesellengruppe eines anderen Zoos integriert werden. Gleichzeitig war f√ľr die Gorilla-J√ľnglinge Meru und Lengai der Tag immer n√§her ger√ľckt, an dem es zu ersten Rivalit√§ten mit Vater Kibo gekommen und eine Trennung von der Familie unvermeidlich geworden w√§re. Es bot sich daher an, die beiden Halbw√ľchsigen mit Monza und Upala in einer ¬ĄJunggesellengruppe¬ď zusammen zu bringen. Solche M√§nnerclubs bilden Gorillas auch in der Wildnis ¬Ė wenn sie als angehende Silberr√ľcken ihre Stammfamilien verlassen m√ľssen, bevor sie einen eigenen ¬ĄHarem¬ď erobern oder aber gerade von einem Rivalen als Haremschef abgel√∂st wurden. Geeigneten Raum f√ľr den Plan bot das leer stehende Schimpansengehege: Hier konnten die vier Gorillas in vertrauter Umgebung und mithilfe vertrauter Pfleger schrittweise und behutsam zusammengew√∂hnt werden, was den mit jeder Neuerung verbundenen Stress in Grenzen hielt.
Eine Dauerl√∂sung stellt die Unterkunft im alten Menschenaffenhaus jedoch nicht dar und auch die neue Anlage ist nicht f√ľr eine zus√§tzliche Junggesellengruppe ausgelegt. Als geeignete sp√§tere Heimat f√ľr Meru, Monza und Co. hat das EEP (Europ√§isches Erhaltungszuchtprogramm) jedoch eine neue Anlage identifiziert, die derzeit im franz√∂sischen Amn√©ville eigens f√ľr Junggesellen gebaut wird und bis zum Fr√ľhjahr 2012 fertig sein soll. Der Affenpark in Romagne, in den die Gorillas nun umziehen, ist also nur eine Zwischenstation. Der Vorteil: Hier kann die junge ¬ĄViererbande¬ď aus Stuttgart durch in puncto Gorillas und Junggesellengruppen erfahrene Pfleger mit ihrem sp√§teren Mitbewohner und Oberhaupt, dem 27-j√§hrigen Silberr√ľcken Ya Kwanza aus Jersey, zusammen-gew√∂hnt werden, bevor dann 2012 alle gemeinsam ihr Domizil in Amn√©ville beziehen. Pfleger von dort werden w√§hrend dessen √ľberdies in Romagne in die Gorillapflege intensiv eingelernt.
Weitere positive Nebeneffekte: Die 14-k√∂pfige Bonobo-Gruppe der Wilhelma kann dank des nun wieder frei werdenden Schimpansengeheges, in das dann die Orang-Utans aufr√ľcken, mehr Platz bekommen ¬Ė und so ihr nat√ľrliches Bed√ľrfnis nach wechselnden sozialen Gruppierungen besser ausleben. Da zudem unsere letzte Handaufzucht, Claudia, derzeit in die Gorillafamilie der Wilhelma integriert wird, k√∂nnen die Gehege im Jungtieraufzuchthaus bis auf Weiteres ebenfalls anderweitig genutzt werden, aktuell beispielsweise als Ausweichquartier f√ľr junge Br√ľllaffen.

Bilder / Steckbriefe (Fotos: Hermann Vollmer) Upala: geb. 27.5.08 in Heidelberg; weil seine Mutter Chuma sich zu wenig um ihn k√ľmmerte, lebt er seit 18.11. in der Stuttgarter Aufzuchtstation

(27.06.2011, 08:30)
Gudrun Bardowicks :   @Liz Thieme: M√∂glicherweise hast du doch recht und es war als Todesdatum auf dem Schild Ende Oktober 2010 angegeben. Ich habe das Schild leider nicht fotografiert. Aber es war um den Dreh herum.
(20.06.2011, 23:51)
Liz Thieme :   Danke, aber auch komisch, wenn der Zoo sich nicht einig ist. Denn die Bestandsliste des Zoos vom 1.11.2010 enth√§lt keinen Tapir mehr. Oder er ist am selbigen gestorben.
(20.06.2011, 20:15)
Gudrun Bardowicks :   Er ist laut Anschlag am Flu√üpferdhaus im November 2010 an Altersschw√§che gestorben. Bei meinem Besuch in der Wilhelma am 18.6.11 lebten somit in diesem Haus noch 1 Zwergflu√üpferd, 2 Flu√üpferde und ein Paar Hirscheber. √úber eine Umgestaltung oder Nachnutzung dieses Hauses war noch nichts zu erfahren. Auch mindestens 1 Mishmi-Takin und die alte Steppenzebrastute zusammen mit einer Somaliwildeselstute konnte ich hinter den Kulissen entdecken. Auch gibt es dort noch Defassa-Wasserb√∂cke, die aber im aktuellen Zoof√ľhrer schon nicht mehr aufgef√ľhrt sind. Als weitere Antilopenarten sind nur noch Bongos, Kleine Kudus (mit 4 Jungtieren)und die neuen Sahara-Dorcasgazellen in der Wilhelma vorhanden.
Frischen Nachwuchs gibt es bei den Kalifornischen Seelöwen (1 Jungtier).
Gorillawaise Claudia ist bisher noch nicht richtig in die Gruppe integriert. Ich sah sie nur mit einer Pflegerin bei der Vorbereitung zur F√ľtterung in der Gorillainnenanlage. Als diese mit den Vorbereitungen fertig war, nahm sie Claudia wieder mit heraus. Die Gorillawaisen Upali und Monza schienen sich in der Junggesellengruppe mit den beiden Stuttgarter Nachzuchtm√§nnchen allerdings mittlerweile recht wohl zu f√ľhlen.
(20.06.2011, 00:27)
Liz Thieme :   Hab ich es hier √ľberlesen oder steht es wirklich noch nicht hier?!

Der Schabrackentapir ist letzten Oktober (?) verstorben.
(17.06.2011, 21:52)
Wilhelma :   Wer kennt schon den Australischen Triel:
Wilhelmas next Top-Vogel

Es hat fast endlos lange Beine, das K√ľken des Australischen Triels, und f√ľr die Kamera posiert es fast schon wie ein professionelles ¬ĄTop-Model¬ď. Dabei sieht es nicht nur aus wie aus dem Ei gepellt, sondern ist tats√§chlich erst vor acht Tagen aus einem solchen geschl√ľpft. Ausgebr√ľtet wurde das V√∂gelchen allerdings nicht von seiner Mutter, sondern von einem Brutapparat hinter den Kulissen der Wilhelma. Jetzt wird es von den Pflegerteam aufgep√§ppelt, damit das Kleine bald zu seinen Regenpfeifer-Verwandten in die Freiflugvoliere ¬Ė oder auch einen anderen Zoo ¬Ė umziehen kann.

Australische Triele sind weder eine seltene, bedrohte Art, noch haben sie ein schillerndes Gefieder oder besonders wohl t√∂nende Rufe vorzuweisen. Im Gegenteil: Aus den kr√§ftigen Schn√§beln kommen nur klagende Fl√∂tent√∂ne und auch das braun-wei√üe Federkleid ist eher unauff√§llig. (Aber schlie√ülich sehen selbst menschliche Topmodels ungeschminkt meist ziemlich unscheinbar aus.) Trotzdem hat der Triel das gewisse Etwas ... nicht nur wegen dieser kr√§ftigen langen Beine und den ausdrucksstarken gro√üen Augen. So tragen die ausgewachsenen und dann von der Zehenspitze bis zum Scheitel rund 60 Zentimeter hohen V√∂gel beispielsweise auch einen sch√∂nen langen Schwanz, weswegen ihr zweiter Name auch ¬ĄLangschwanztriel¬ď lautet.

F√ľr seine Aktivit√§ten bevorzugt der Australische Triel D√§mmerung und Nacht. Dann sucht er nach all den Leckereien, die auf seinem pers√∂nlichen Speiseplan ganz oben stehen: nach Spinnen, Insekten und kleinen Wirbeltieren. In der Wilhelma darf¬ís aber gerne auch die schnabelgerechte Futtermischung mit Hackfleisch, kleinen Fischchen und Mehlw√ľrmern aus dem Kochstudio der Pfleger sein. Obwohl der Triel zu den Regenpfeiferartigen geh√∂rt, lebt er in ¬ĄDown under¬ď nicht etwa in regenreichen Regionen, sondern er bewohnt dort vor allem trockenes Grasland und Buschsavannen. Seine Nester baut der Bodenbr√ľter seinem genetischen Programm entsprechend einfach auf dem Boden, wo die nach 25 Tagen geduldigen Herumsitzens ausgebr√ľteten Eier leider auch schnell mal zur leichten Beute von Eierdieben werden.

Insofern hat unser kleiner Triel doppelt Gl√ľck: Sein Geburts-Ei war die ganze Zeit in einem warmen Safe sicher verstaut. Und als er dann endlich vom Eidotter zum K√ľken herangereift war und die Eierschale zu knacken begann, warteten statt hungriger Feinde nur freundliche Pfleger auf seine Ankunft.

Foto: Wilhelma
Zeigt dieses K√ľken des Australischen Triels nicht echte Model-Qualit√§ten? Man beachte vor allem das possierlich ausgestellte linke Bein. Daf√ľr gibt es heute ein Foto von uns und die Teilnahme als einziger Kandidat im Finale von ¬ĄWilhelmas next Top-Vogel¬ď.
(09.06.2011, 16:08)
Wilhelma :   Wer kennt schon den Australischen Triel:
Wilhelmas next Top-Vogel

Es hat fast endlos lange Beine, das K√ľken des Australischen Triels, und f√ľr die Kamera posiert es fast schon wie ein professionelles ¬ĄTop-Model¬ď. Dabei sieht es nicht nur aus wie aus dem Ei gepellt, sondern ist tats√§chlich erst vor acht Tagen aus einem solchen geschl√ľpft. Ausgebr√ľtet wurde das V√∂gelchen allerdings nicht von seiner Mutter, sondern von einem Brutapparat hinter den Kulissen der Wilhelma. Jetzt wird es von den Pflegerteam aufgep√§ppelt, damit das Kleine bald zu seinen Regenpfeifer-Verwandten in die Freiflugvoliere ¬Ė oder auch einen anderen Zoo ¬Ė umziehen kann.

Australische Triele sind weder eine seltene, bedrohte Art, noch haben sie ein schillerndes Gefieder oder besonders wohl t√∂nende Rufe vorzuweisen. Im Gegenteil: Aus den kr√§ftigen Schn√§beln kommen nur klagende Fl√∂tent√∂ne und auch das braun-wei√üe Federkleid ist eher unauff√§llig. (Aber schlie√ülich sehen selbst menschliche Topmodels ungeschminkt meist ziemlich unscheinbar aus.) Trotzdem hat der Triel das gewisse Etwas ... nicht nur wegen dieser kr√§ftigen langen Beine und den ausdrucksstarken gro√üen Augen. So tragen die ausgewachsenen und dann von der Zehenspitze bis zum Scheitel rund 60 Zentimeter hohen V√∂gel beispielsweise auch einen sch√∂nen langen Schwanz, weswegen ihr zweiter Name auch ¬ĄLangschwanztriel¬ď lautet.

F√ľr seine Aktivit√§ten bevorzugt der Australische Triel D√§mmerung und Nacht. Dann sucht er nach all den Leckereien, die auf seinem pers√∂nlichen Speiseplan ganz oben stehen: nach Spinnen, Insekten und kleinen Wirbeltieren. In der Wilhelma darf¬ís aber gerne auch die schnabelgerechte Futtermischung mit Hackfleisch, kleinen Fischchen und Mehlw√ľrmern aus dem Kochstudio der Pfleger sein. Obwohl der Triel zu den Regenpfeiferartigen geh√∂rt, lebt er in ¬ĄDown under¬ď nicht etwa in regenreichen Regionen, sondern er bewohnt dort vor allem trockenes Grasland und Buschsavannen. Seine Nester baut der Bodenbr√ľter seinem genetischen Programm entsprechend einfach auf dem Boden, wo die nach 25 Tagen geduldigen Herumsitzens ausgebr√ľteten Eier leider auch schnell mal zur leichten Beute von Eierdieben werden.

Insofern hat unser kleiner Triel doppelt Gl√ľck: Sein Geburts-Ei war die ganze Zeit in einem warmen Safe sicher verstaut. Und als er dann endlich vom Eidotter zum K√ľken herangereift war und die Eierschale zu knacken begann, warteten statt hungriger Feinde nur freundliche Pfleger auf seine Ankunft.

Foto: Wilhelma
Zeigt dieses K√ľken des Australischen Triels nicht echte Model-Qualit√§ten? Man beachte vor allem das possierlich ausgestellte linke Bein. Daf√ľr gibt es heute ein Foto von uns und die Teilnahme als einziger Kandidat im Finale von ¬ĄWilhelmas next Top-Vogel¬ď.
(09.06.2011, 16:06)
Wilhelma :   Wer kennt schon den Australischen Triel:
Wilhelmas next Top-Vogel

Es hat fast endlos lange Beine, das K√ľken des Australischen Triels, und f√ľr die Kamera posiert es fast schon wie ein professionelles ¬ĄTop-Model¬ď. Dabei sieht es nicht nur aus wie aus dem Ei gepellt, sondern ist tats√§chlich erst vor acht Tagen aus einem solchen geschl√ľpft. Ausgebr√ľtet wurde das V√∂gelchen allerdings nicht von seiner Mutter, sondern von einem Brutapparat hinter den Kulissen der Wilhelma. Jetzt wird es von den Pflegerteam aufgep√§ppelt, damit das Kleine bald zu seinen Regenpfeifer-Verwandten in die Freiflugvoliere ¬Ė oder auch einen anderen Zoo ¬Ė umziehen kann.

Australische Triele sind weder eine seltene, bedrohte Art, noch haben sie ein schillerndes Gefieder oder besonders wohl t√∂nende Rufe vorzuweisen. Im Gegenteil: Aus den kr√§ftigen Schn√§beln kommen nur klagende Fl√∂tent√∂ne und auch das braun-wei√üe Federkleid ist eher unauff√§llig. (Aber schlie√ülich sehen selbst menschliche Topmodels ungeschminkt meist ziemlich unscheinbar aus.) Trotzdem hat der Triel das gewisse Etwas ... nicht nur wegen dieser kr√§ftigen langen Beine und den ausdrucksstarken gro√üen Augen. So tragen die ausgewachsenen und dann von der Zehenspitze bis zum Scheitel rund 60 Zentimeter hohen V√∂gel beispielsweise auch einen sch√∂nen langen Schwanz, weswegen ihr zweiter Name auch ¬ĄLangschwanztriel¬ď lautet.

F√ľr seine Aktivit√§ten bevorzugt der Australische Triel D√§mmerung und Nacht. Dann sucht er nach all den Leckereien, die auf seinem pers√∂nlichen Speiseplan ganz oben stehen: nach Spinnen, Insekten und kleinen Wirbeltieren. In der Wilhelma darf¬ís aber gerne auch die schnabelgerechte Futtermischung mit Hackfleisch, kleinen Fischchen und Mehlw√ľrmern aus dem Kochstudio der Pfleger sein. Obwohl der Triel zu den Regenpfeiferartigen geh√∂rt, lebt er in ¬ĄDown under¬ď nicht etwa in regenreichen Regionen, sondern er bewohnt dort vor allem trockenes Grasland und Buschsavannen. Seine Nester baut der Bodenbr√ľter seinem genetischen Programm entsprechend einfach auf dem Boden, wo die nach 25 Tagen geduldigen Herumsitzens ausgebr√ľteten Eier leider auch schnell mal zur leichten Beute von Eierdieben werden.

Insofern hat unser kleiner Triel doppelt Gl√ľck: Sein Geburts-Ei war die ganze Zeit in einem warmen Safe sicher verstaut. Und als er dann endlich vom Eidotter zum K√ľken herangereift war und die Eierschale zu knacken begann, warteten statt hungriger Feinde nur freundliche Pfleger auf seine Ankunft.

Foto: Wilhelma
Zeigt dieses K√ľken des Australischen Triels nicht echte Model-Qualit√§ten? Man beachte vor allem das possierlich ausgestellte linke Bein. Daf√ľr gibt es heute ein Foto von uns und die Teilnahme als einziger Kandidat im Finale von ¬ĄWilhelmas next Top-Vogel¬ď.
(09.06.2011, 16:06)
Wilhelma :   Sonderausstellung 2011 der Wilhelma zur ¬ĄBionik¬ď - oder:
Was die Technik von Pflanzen lernen kann

Warum werden Lotos-Bl√§tter niemals schmutzig, wieso √ľberstehen Grashalme selbst Orkane ohne umzuknicken, wie reparieren Lianen sich selbst ¬Ė und vor allem: Was k√∂nnen wir aus alldem f√ľr die menschliche Produkt- und Technikwelt lernen? Antworten auf diese Fragen gibt vom 8. Juni bis 18. September eine Sonderausstellung der Wilhelma, in der sich alles um die Bionik dreht ¬Ė und um die Rolle der Pflanzenwelt als unersch√∂pfliche Inspirationsquelle dieser jungen Wissenschaft.

Gerade die Pflanzenwelt bietet reichlich Anschauungsmaterial f√ľr T√ľftler und Erfinder, Ingenieure und Architekten, die aus der Biologie f√ľr die Technik lernen wollen ¬Ė was botanische G√§rten zu wahren Schatztruhen f√ľr die Bionik macht. In welch vielf√§ltiger Hinsicht, das zeigt die diesj√§hrige Sonderausstellung der Wilhelma. Zu finden ist sie im so genannten ¬ĄWechselschauhaus¬ď, das sich vom Wintergarten kommend links an das historische Fuchsienschauhaus anschlie√üt, f√ľr die Besucher ge√∂ffnet ist sie vom 8. Juni bis 18. September t√§glich von 9 bis 18 Uhr. F√ľr die Sonderschau haben die Botaniker und G√§rtner 18 Schautafeln aus der bundesweiten Ausstellung des Verbands der botanischen G√§rten durch lebende Exponate vom Bambus bis zum stachligen Osagedorn phantasievoll erg√§nzt: So veranschaulichen beispielsweise von der Decke h√§ngende Mobiles die Flugeigenschaften von Pflanzensamen, perlen Wassertropfen in Kaskaden von gr√ľnen Lotosbl√§ttern oder demonstrieren Bananen-Stauden und Kakteen, wie raffiniert Pflanzen es schaffen, stabil und flexibel gleichzeitig zu sein.
Auch die fast gleichzeitig startende ¬ĄWoche der botanischen G√§rten¬ď, die bundesweit vom 11. bis 19. Juni statt findet, steht diesmal ganz im Zeichen der Bionik. Traditionell bietet die Wilhelma in dieser Woche Mitmach-Aktionen f√ľr Jung und Alt an, diesmal konzentrieren sich diese auf Pfingstsonn- und -montag sowie auf das Wochenende des 18. und 19. Juni. Dann k√∂nnen Kinder jeweils zwischen 10 und 18 Uhr spielerisch die Bionik entdecken: beim Klettenwurf, Lotos-Hindernislauf oder Basteln von Flugsamen. Wichtig: Diese Aktionen k√∂nnen nur bei trockener Witterung statt finden. Unabh√§ngig vom Wetter dagegen stehen die G√§rtnerinnen und G√§rtner an diesen vier Tagen von 10 bis 17 Uhr in der Sonderausstellung bereit, um die Besucher auf bionisch besonders interessante Pflanzenmerkmale hinzuweisen, kleine Experimente anzuleiten und Fragen zu beantworten. Bei gro√üem Interesse an diesen Angeboten sollen sie im August wiederholt werden. Dar√ľber hinaus haben die Besucher jedoch bis Mitte September die Gelegenheit, die Sonderausstellung auf eigene Faust zu erkunden, die Pflanzen einmal mit den Augen eines Bionikers zu betrachten und dabei manchem ihrer besonderen Talente und Patente auf die Spur zu kommen. Nicht zuletzt k√∂nnen Lehrer und Sch√ľler, f√ľr die das Thema Bionik ebenfalls l√§ngst auf den Lehrpl√§nen steht, die Ausstellung als au√üerschulischen Lernort und anschauliche Fundgrube f√ľr den Unterricht nutzen.

Foto:
Erste G√§ste in der Sonderausstellung ¬ĄBionik¬ď: Hier k√∂nnen die Besucher unter anderem beobachten, wie Wasser und Schmutz an Lotosbl√§ttern einfach abperlen. Foto: Wilhelma
(08.06.2011, 07:51)
Wilhelma :   Erst eins, dann zwei ... Steinb√∂ckchen in der Wilhelma geboren:
Erstklassige Klettermaxe von Kindesbeinen an

Im Felsenrevier der Alpensteinb√∂cke bahnt sich ein kinderreiches Fr√ľhjahr an. Bereits zwei Jungtiere kamen nach jeweils 170 Tagen Tragzeit auf die Welt ¬Ė das erste am 24. Mai, das zweite just, als diese Zeilen entstanden ¬Ė zwei weitere werden noch erwartet. Derweil demonstriert das Erstgeborene, ein quicklebendiges Weibchen, schon durch halsbrecherische Spr√ľnge √ľber Stock und Stein, wie gel√§ndeg√§ngig selbst die J√ľngsten unter diesen Kletterakrobaten sind.

Die Nabelschnur h√§ngt dem Gei√ülein noch als verschnurzeltes Band am B√§uchlein, aber von hilflosem S√§ugling weit und breit keine Spur. Im Gegenteil: Steinb√∂ckchen trinken zwar ein Jahr lang bei der Mutter, aber laufen k√∂nnen sie bereits vom ersten Tag an. Und nicht nur das: Wie die j√ľngsten Mitglieder der nunmehr zehnk√∂pfigen Wilhelma-Herde zeigen, k√∂nnen es selbst die J√ľngsten schon richtig ¬Ąrocken¬ď lassen! Kein Fels scheint ihnen zu steil, kein Abhang zu tief, kein Vorsprung zu schmal ¬Ė mit Leichtigkeit meistern sie jede Schikane im steinigen Revier. Kein Wunder bei diesen Tieren, die im Freiland schon dabei beobachtet wurden, wie sie fast senkrechte Staumauern so m√ľhelos hinauf- und hinunterlaufen, als w√§ren unsichtbare Treppen darin eingebaut. Ihre grandiose Leichtf√ľ√üigkeit verdanken die Alpenbewohner, die oberhalb der Baumgrenze in kargen H√∂hen zischen 1600 und 3500 Metern vor allem von Gr√§sern und Kr√§utern leben, insbesondere ihren gespaltenen Hufen: Die beiden Hufzehen sind einzeln beweglich und passen sich jeder Unebenheit an, verhornte scharfe Schalenr√§nder sorgen f√ľr Trittsicherheit und die weichen, gummiartigen Innenballen verhindern das Abrutschen fast so gut, als w√§ren sie Saugn√§pfe.

Die Wilhelma hält Steinböcke schon seit 1964 und rund 110 Tiere wurden hier geboren. So manches dieser Böckchen und Geißlein wurde später aber nicht an einen anderen Zoo oder Wildpark abgegeben, sondern in den Alpen ausgewildert. Dort waren die Steinböcke bereits Anfang des 19. Jahrhunderts fast ausgerottet worden. Nur dank eines kleinen Restbestands von 100 Tieren, Nachzuchten in Zoos, strengen Schutzmaßnahmen und einem gezielten Wiederansiedlungsprojekt
konnte das Ruder gerade noch rechtzeitig herumgerissen werden. Heute leben in den Alpen wieder 30.000 bis 40.000 Steinb√∂cke. Interessant ist, dass diese Tiere schon sehr fr√ľh ein √§hnlicher Aberglaube an den Rand des Artentods gebracht hatte, wie er heute noch Nash√∂rnern, Tigern und Co. zu schaffen macht. So wie deren Horn und Krallen, so sagte man einst auch vielen K√∂rperteilen der Steinb√∂cke wundersame Heilkr√§fte gegen alle m√∂glichen Zipperlein bis hin zur schwindenden Manneskraft nach. Vor allem Bezoarsteine waren begehrt, die nichts anderes sind, als im Magen zu Kugeln verklebte Haare. Fast verwunderlich, dass die bis zu einem Meter langen, pr√§chtigen H√∂rner der m√§nnlichen Steinb√∂cke ¬Ė die der Gei√üen erreichen nur 35 Zentimeter ¬Ė nicht das Hauptobjekt der Begierde waren. Als Medizin taugen sie aber ebenso wenig wie Nashorn ¬Ė oder N√§gelkauen.
(01.06.2011, 13:06)
Ottmar M√ľller :   Bisher dachte ich immer, in der Wilhelma w√§hren nur die Kakas einzigartig in Europa. Jetzt habe ich in der Zootierliste im Bereich "Gr√∂√üere Fische" 20 deutschlandweit nur in der Wilhelma gehaltenen Arten gefunden, mit * markierte Fische sind sogar europaweit einmalig:
Weißmaulmuräne
Goldflecken-Schlangenaal*
Segelantennenwels*
Alligator-Knochenhecht
Fähnchenmesserfisch
Dreibartelige Seequappe
Atlantischer Flughahn
Seekuckuck
Kupferrotbarsch
Schlanker Drachenkopf
Gr√ľner Lippfisch
Pfauenlippfisch
Elefantenohrgurami*
Marmorbrasse
Spitzbrasse
Quoys Papageifisch
Gelbsattel-Meerbarbe
Strichpunkt-Meerbarbe*
Großer Kelpfisch*
Doppelr√ľckenflosser
Macht das doch auchmal mit eurem Heimatzoo(v.a. Leipzig und Berlin haben viele Einmaligkeiten)! :)
(29.05.2011, 17:57)
Wilhelma :   Sommerferienprogramm 2011 der Wilhelmaschule:
Spannende Ferienaktionen f√ľr Kinder zum Mitmachen und Staunen

Auch dieses Jahr bietet die Wilhelma w√§hrend der Sommerferien wieder ein spannendes und vielseitiges Ferienprogramm f√ľr Kinder von 6 bis 14 Jahren an. Das Angebot reicht vom abendlichen Besuch bei den Flederm√§usen des Wilhelma-Parks √ľber einen mehrt√§gigen ¬ĄEinf√ľhrungskurs¬ď in die Ern√§hrung der Zootiere bis hin zum gemeinsamen G√§rtnern und Basteln, etwa einer Miniatur-Wilhelma f√ľr die eigene Fensterbank. Das gesamte Ferienprogramm 2011 zum Nachlesen und Herunterladen gibt es ab sofort im Internet auf der www.wilhelma.de in der Rubrik der ¬ĄWilhelmaschule¬ď. Weitere Informationen zu den einzelnen Terminen, zu Anmeldung und Kosten erteilt √ľberdies Martina Russ jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0711/5402-136.

(27.05.2011, 15:34)
Wilhelma :   Nachwuchs beim ¬ĄK√∂nig der Nacht¬ď:
Drei graue Wollknäuel mit orangeroten Augen

Drei Eier hat das Uhu-Paar der Wilhelma dieses Jahr gelegt und erfolgreich ausgebr√ľtet. Anfang Mai schl√ľpfen daraus flauschige, graue Uhu-K√ľken. Mutter und Vater Uhu bewachen sie seither mit Argus-Augen und plustern sich m√§chtig auf, wenn ihrer Brut ein Fremdling zu nahe kommt.
Br√ľten ist bei Familie Uhu reine Frauensache. 34 Tage sa√ü Mutter Uhu auf dem Gelege, bevor sich das erste K√ľken aus dem Ei pellte. Auch das F√ľttern √ľbernimmt anfangs die Mutter, w√§hrend der Vater in geb√ľhrendem Abstand ein wachsames, orangerotes Auge auf seine Familie hat. Erst wenn die Jungen etwas gr√∂√üer sind, serviert auch er ihnen die t√§glichen Happen direkt in den Schlund. In der Wilhelma stammen die M√§use, K√ľken und Fleischstreifen f√ľr das Uhu-Men√ľ in der Regel aus der Futterk√ľche. Doch wehe ein kleines Tier, etwa eine Maus, kommt den Uhus versehentlich ins Gehege: Kurzerhand dient auch dieses als willkommenes Zubrot. Denn den scharfen Augen und Krallen der n√§chtlichen J√§ger entgeht so leicht nichts ¬Ė zumal sie ihren Kopf f√ľr eine perfekte Rundumsicht um bis zu 270 Grad drehen k√∂nnen. Menschliche Eindringlinge im Revier sind weniger willkommen: Wer das traute Familiengl√ľck zu st√∂ren wagt, kann es ebenfalls mit Krallen und Schn√§beln der Uhu-Eltern zu tun bekommen.
Mit einer H√∂he von bis zu 70 Zentimetern und einer Fl√ľgelspannweite von fast zwei Metern ist der Uhu (Bubo bubo) ein imposanter Vogel ¬Ė und die gr√∂√üte europ√§ische Eulenart. Unverwechselbare Kennzeichen sind die Federb√ľschel an den Ohren und die riesigen Augen mit der orangerot leuchtenden Iris. Auch die K√ľken dieser V√∂gel sind von Anfang an recht gro√ü ¬Ė und schauen, so scheint¬ís, stets ein wenig missmutig aus der grau-fusseligen W√§sche. ¬ĄS√ľ√ü¬ď ist irgendwie anders. ¬ĄSo etwas kann wohl nur eine Mutter lieben¬ď, scherzten sogar schon die Tierpflegerinnen des Greifvogel-Reviers. Bis aus den drei Pl√ľschk√ľken ordentliche, gefiederte Uhus werden, dauert es etwa drei bis vier Monate. Dann wird das diesj√§hrige Nachwuchs-Trio wohl an einen anderen Zoo abgegeben.
In der Vergangenheit wurden Jung-Uhus aus der Wilhelma immer wieder ausgewildert, etwa im Schwarzwald oder auf der Schw√§bischen Alb. Denn im Freiland war es lange Zeit gar nicht gut um die Art bestellt, weshalb die Best√§nde durch Wiederansiedlungsprogramme gest√ľtzt werden mussten. Heute soll es immerhin wieder etwa 1200 bis 1500 Brutpaare der riesigen Eule in Deutschland geben ¬Ė die Population gilt derzeit als stabil, aber wegen schwankender Bruterfolge und schrumpfender Lebensr√§ume weiterhin als gef√§hrdet. Vor allem ausger√§umte Landschaften, schwindendes Nahrungsangebot und t√∂dliche Gefahren wie Autoverkehr und Strommasten machen dem ¬ĄK√∂nig der Nacht¬ď das Leben schwer.

Bild: Mama Uhu mit ihrem flaumigen Trio: Noch gleichen die grauen K√ľken ihren Eltern nicht gerade aufs Haar beziehungsweise auf die Feder

(25.05.2011, 14:15)
Wilhelma :   Zwei K√ľken bei den G√§nsegeiern:
Born to be wild ¬Ė von der Wilhelma in die Berge des Balkans
Das Schicksal der zwei jungen G√§nsegeier, die sich im M√§rz und April aus ihren Eiern sch√§lten, ist vorherbestimmt: Sobald sie fl√ľgge sind, werden sie an einem Auswilderungsprojekt teilnehmen und eines Tages frei √ľber den Bergen Bulgariens kreisen. Eine Berufung, die ihnen von den Tierpflegern die Namen ¬ĄBuli¬ď und ¬ĄGari¬ď eingebracht hat. Damit Nomen auch wirklich ein gutes Omen ist ...
Der Einblick in die Geier-Kinderstube in der hohen Voliere unterhalb des Koniferent√§lchens ist f√ľr die Besucher nicht ganz einfach. Immerhin gibt es dieses Jahr zwei K√ľken in den gro√üen Geierhorsten zu sichten. Dabei steigen die Chancen, je gr√∂√üer die K√ľken werden und je h√∂her sie ihre Schn√§bel √ľber den Horstrand hinaus recken, um an den vorverdauten ¬Ė aber aus Geiersicht durchaus leckeren ¬Ė Fleischbrei aus Mamas Kropf zu gelangen. Das Brutgesch√§ft beginnt in der Regel Ende Januar: Dann legen die Geierfrauen je ein Ei, bebr√ľten es im Wechsel mit ihren Geierm√§nnern fast zwei Monate lang und ab Mitte M√§rz schl√ľpft pro Paar ein K√ľken. Das wiegt bei der Geburt rund 200 Gramm und ist anfangs ganz auf die Futterlieferungen aus der elterlichen Kropf-K√ľche angewiesen. Je √§lter das K√ľken, desto weniger nehmen die Eltern ihm die Arbeit durch Vorverdauen ab. Schlie√ülich muss der Jungvogel lernen, sp√§ter selbstst√§ndig gro√üe Fleischbrocken zu verschlingen. Den Speiseplan bestimmen bei Geiers ausschlie√ülich tote Tiere ¬Ė ob im Zoo oder in der Natur. Im Freiland spielten die riesigen V√∂gel mit Fl√ľgelspannweiten bis zu 2,80 Metern dadurch als ¬ĄGesundheitspolizisten¬ď lange Zeit eine bedeutende Rolle. Kein Aas blieb in ihrem Hoheitsgebiet liegen, sondern wurde von den Geiern noch aus 3000 Metern H√∂he geortet, angeflogen und dann ¬Ąweggeputzt¬ď, was die Ausbreitung von Seuchen wirkungsvoll verhinderte. Doch der Mensch dankte den Bestattungsunternehmern aus der Luft ihren Service schlecht und rottete sie vielerorts aus ¬Ė beziehungsweise entzog den Geiern durch die Beseitigung von Viehkadavern ihre Nahrungsgrundlage, wie etwa auf der Schw√§bischen Alb. Die meisten der rund 20.000 Brutpaare Europas br√ľten heute in Spanien, zumal dort bis vor einigen Jahren totes Vieh an bestimmten Pl√§tzen noch f√ľr sie liegen bleiben durfte. Aufgrund der tierseuchenhygienischen EU-Verordnungen ist es damit heute vorbei, so dass f√ľr die Geier der Tisch auch in Spanien nicht mehr reich genug gedeckt ist. Auf der Suche nach Nahrung schw√§rmen sie in andere L√§nder aus ¬Ė doch da es dort nicht anders aussieht, droht ihnen nicht selten der Hungertod.
Auch im Balkan waren die G√§nsegeier bis vor etwa 50 Jahren heimisch, dann machten vor allem vergiftete K√∂der f√ľr W√∂lfe auch ihnen den Garaus. Die Organisation ¬ĄBalkan Vulture Action Plan¬ď m√∂chte das Balkanmassiv nun als Heimat f√ľr die Geier zur√ľckgewinnen. Bereits 2010 hat sie die ersten 26 V√∂gel dort wieder in die L√ľfte entlassen. Weitere werden folgen. Und mit ihnen werden auch Buli und Gari aus der Wilhelma eines Tages √ľber die Berge und T√§ler Bulgariens kreisen ...

Bild: Blick in die Geierkinderstube: Die Horste der G√§nsegeier kann man nicht gerade als sauber und gepflegt bezeichnen. Aber daf√ľr sind die gro√üen V√∂gel Profis in Sachen Landschaftspflege. Denn sie beseitigen Aas und leisten damit wertvolle Dienste als Seuchenschutzbeauftragte. (Fotos: Wilhelma)

(19.05.2011, 08:40)
Wilhelma :   Geschlossene Abendveranstaltung ¬ĄDreamnight¬ď am 20. Mai 2011:
Ein bunter Wilhelma-Abend exklusiv f√ľr kranke Kinder

Am 20. Mai 2011 wird die Wilhelma ihre Pforten f√ľr die breite √Ėffentlichkeit ausnahmsweise zweieinhalb Stunden fr√ľher schlie√üen als √ľblich ¬Ė statt um 20 Uhr schon um 17.30 Uhr. Denn an diesem Abend findet im Wilhelma-Park zum dritten Mal nach 2009 und 2010 eine geschlossene Veranstaltung exklusiv f√ľr kranke und behinderte Kinder statt: die ¬ĄDreamnight¬ď. Eine Veranstaltung, die sich mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung entwickelt hat: Bereits 227 Zoos in 37 L√§ndern auf f√ľnf Kontinenten f√ľhren sie einmal im Jahr durch. Die Wilhelma hat diesmal rund 600 Kinder sowie ihre Familien dazu eingeladen, rund 2200 G√§ste werden erwartet. Diese haben den zoologisch-botanischen Garten dann ein paar Stunden lang ganz f√ľr sich und k√∂nnen hier ein buntes Programm genie√üen, das die Tierpfleger und G√§rtner ehrenamtlich f√ľr sie gestalten.

Ins Leben gerufen wurde die ¬ĄDreamnight¬ď urspr√ľnglich vom Zoo Rotterdam. Den Ansto√ü dazu gab die Erkenntnis, dass behinderten und chronisch kranken Kindern nur ein Zoo-Besuch unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit erm√∂glicht, Tiere und Pflanzen wirklich ungest√∂rt und bed√ľrfnisgerecht zu erleben. 2009 schloss sich auch die Wilhelma der wachsenden Dreamnight-Partnergemeinde an. Dieses Jahr hat sie rund 600 Kinder eingeladen, unterst√ľtzt vom Olga-Kinderhospital sowie mehreren F√∂rderkreisen, die sich jeweils um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern k√ľmmern ¬Ė von Herzkrankheiten √ľber Autismus bis Down-Syndrom. F√ľr diese Kinder haben sich die Wilhelma-Mitarbeiter erneut ein buntes Programm ausgedacht: mit F√ľtterungen und Tierbegegnungen, Malen, Basteln und Spielen, Zauberei und Musik ¬Ė und sogar einer Schatzsuche ist geplant. M√∂glich macht die Veranstaltung vor allem der ehrenamtliche Einsatz der Wilhelma-Mitarbeiter, unterst√ľtzt wird die Dreamnight √ľberdies von lokalen Unternehmen, Institutionen und K√ľnstlern, die ihre Leistungen oder Produkte der guten Sache ebenfalls kostenfrei zur Verf√ľgung stellen.

Weitere Infos zur Dreamnight: www.dreamnightatthezoo.nl

(17.05.2011, 08:58)
Jennifer Weilguni :   Ich k√∂nnte ja jetzt sagen, dass ich alle Daten von jedem Tier der Wilhelma im Kopf habe und auf Abruf aufsagen kann --- aber das ist nat√ľrlich Quatsch (obwohl es Eindruck machen w√ľrde:-)).

Tats√§chlich aber habe ich einfach ganz bequem die Suchfunktion hier im Forum benutzt und bin √ľber die entsprechende Pressemitteilung der Wilhelma gestolpert.
(13.05.2011, 20:02)
Ottmar M√ľller :   Vielen Dank! Woher wei√üt du das eigentlich?
(13.05.2011, 13:08)
Ottmar M√ľller :   Vielen Dank! Woher wei√üt du das eigentlich?
(13.05.2011, 13:08)
Jennifer Weilguni :   Tana kommt √ľbrigens aus M√ľnster, falls das auch interessieren sollte?!?
(13.05.2011, 09:27)
Jennifer Weilguni :   @Ottmar
Kater "Twist" wurde am 22.04.2005 in Warschau geboren, Katze "Tana" am 18.03.2003.
(13.05.2011, 09:25)
Wilhelma :   Fledermaus-Aktionstag in der Wilhelma am 15. Mai 2011

Flederm√§use kennen lernen ¬Ė und sch√ľtzen helfen
Am 15. Mai 2011 erhalten die bedrohten Flederm√§use in der Wilhelma ein eigenes Forum. Denn dann bringt die Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz (AGF) den Wilhelma-Besuchern an einem Info-Stand beim Maurischem Landhaus diese Flugakrobaten der Nacht nahe. Die Experten informieren mithilfe einer kleinen Ausstellung √ľber die heimischen Fledermausarten, ihre Eigenheiten, Bed√ľrfnisse und Lebensweisen, aber auch ihre Gef√§hrdung. Bei zwei kostenlosen Sonderf√ľhrungen durchs Nachttierhaus ¬Ė um 11 Uhr und 13 Uhr, Treffpunkt am Info-Stand ¬Ė werden zudem die hier lebenden exotischen Verwandten unserer n√§chtlichen Insektenj√§ger besucht: Brillenblattnasen, Nilflughunde und Flugf√ľchse. F√ľr die Kinder steht zudem ein Basteltisch bereit, an dem sie unter fachlicher Anleitung selbst Flederm√§use basteln k√∂nnen.

In Deutschland gibt es 23 Fledermausarten, die jedoch leider alle als gef√§hrdet auf der ¬ĄRoten Liste¬ď stehen. Denn Flederm√§use finden bei uns h√§ufig keine Nahrung oder keine ruhigen Schlafpl√§tze und Winterquartiere mehr. Helfen kann man ihnen beispielsweise, indem man Dachluken f√ľr sie offen l√§sst, alte B√§ume nicht f√§llt, Fledermausk√§sten als Ersatzquartiere anbietet kein Insektengift im Garten verspr√ľht, das ihre Nahrung t√∂tet. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.agf-bw.de

(12.05.2011, 17:35)
Ottmar M√ľller :   Kann mir jemand sagen wie viele Geparde zur Zeit in der Wilhelma leben und wie alt die sind?
(12.05.2011, 15:38)
Wilhelma :   ¬ĄFamilie Nilsson¬ď hat Nachwuchs:
Babyboom bei den Totenkopfäffchen
In der Gruppe der Totenkopf√§ffchen der Wilhelma gab es im Laufe des Aprils einen kleinen Babyboom: Vier Jungtiere wurden geboren, das letzte am 21. April. Alle Affenbabys sind nicht nur wohlauf, sondern auch immer ¬Ąoben auf¬ď. Wie kleine Jockeys reiten die vier √Ąffchen auf den R√ľcken ihrer M√ľtter, Tanten oder Schwestern durchs Gehege.
F√ľr Totenkopf√§ffchen liegt das Gl√ľck der Erde in den ersten vier Lebenswochen auf dem R√ľcken ihrer M√ľtter ¬Ė und danach auch auf dem der anderen weiblichen Gruppenmitglieder. Denn bei den Bewohnern der s√ľdamerikanischen Regenw√§lder teilen sich die Affenfrauen das Babysitten. Die Tanten entlasten dadurch die s√§ugenden M√ľtter. Und die √§lteren Schwestern und Kusinen des Nachwuchses k√∂nnen schon mal f√ľr den sp√§teren eigenen ¬ĄErnstfall¬ď proben ¬Ė ab etwa drei Jahren sind die Weibchen geschlechtsreif. Nur die M√§nner sind au√üen vor: Sie k√ľmmern sich in der Regel nicht um den Nachwuchs, sondern nur um dessen Entstehung. Welches M√§nnchen dabei zum Zuge kommt, bestimmen allerdings die Frauen. Wie so eine Damenwahl nach Affenart aussehen und ausgehen kann, zeigte sich 2010, als nach dem Tod des letzten Zuchtmannes Bollie gleich zwei neue Anw√§rter auf die Nachfolge eintrafen: Eubie und Elmo. W√§hrend sich Eubie als echter ¬ĄWomanizer¬ď und Frauentyp entpuppte, hatte Elmo bei den Damen leider gar keine Schnitte und wurde kurzerhand ¬Ąweg gemobbt¬ď. Eubie dagegen kam, sah und siegte ¬Ė auch bei den Tierpflegerinnen: ¬ĄEubie ist ein echter Gl√ľcksgriff,¬ď schw√§rmt Revierleiterin Claudia Hilke. ¬ĄDie M√§dels m√∂gen ihn, er ist lieb zu den Kleinen und auch f√ľr uns Pfleger sehr umg√§nglich.¬ď So gut hat sich Eubie in der Frauengruppe eingef√ľhrt, dass er sogar au√üerhalb der Paarungszeit mit dieser zusammenbleiben darf ¬Ė was nur wenigen M√§nnern dieser Affenart verg√∂nnt ist. Kein Wunder also, dass fast alle der sechs geschlechtsreifen Weibchen Eubie sogleich zum mehrfachen Vater machten: Vier Jungtiere brachten die Totenkopf√§ffinnen Jessi, Clarissa, Clara und Cindy im April gesund zur Welt, ein weiteres wurde leider tot geboren, ein Baby wird noch erwartet. Aber nur das Geschlecht des Erstgeborenen steht schon fest: Es ist ein Junge, den die Pfleger ¬ĄJanosch¬ď tauften.
Dank der j√ľngsten Nachkommenschaft ist die ¬ĄFamilie Nilsson¬ď der Wilhelma ¬Ė in Anlehnung an Pippi Langstrumpfs ¬ĄHerrn Nilsson¬ď, dem diese Affenart ihre gro√üe Bekanntheit verdankt ¬Ė nun auf 14 Tiere angewachsen. In ihrer Heimat S√ľdamerika umfassen die ¬ĄAffenbanden¬ď manchmal sogar √ľber hundert Tiere. Als Erkennungszeichen der Mitglieder untereinander dient ein Duftausweis, f√ľr den sich die Affen Urin in Fell und Schwanz reiben. Ihr Speiseplan ist vielseitig: Darauf stehen Insekten ebenso wie Schnecken, Fr√∂sche, Eier, V√∂gel, Fr√ľchte und S√§mereien. Besonders interessant: Im Verh√§ltnis zu ihrem K√∂rper haben Totenkopf√§ffchen von allen Primaten ¬Ė inklusive Mensch ¬Ė das gr√∂√üte Gehirn. Leider sind heute alle 13 Arten und Unterarten sehr bedroht. Daher gibt es auch f√ľr die in der Wilhelma gehaltenen Schwarzkappen-Totenkopf√§ffchen seit dem Jahr 2000 ein Europ√§isches Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

Bild: Huckepack: Die weiblichen Totenkopf√§ffchen tragen den Nachwuchs wie Rucks√§ckchen auf dem R√ľcken ¬Ė ob als M√ľtter, Tanten oder √§ltere Schwestern. (Fotos: Wilhelma)

(11.05.2011, 12:17)
Michael Mettler :   Kingdon hat in "Arabian Mammals" die Geschichte dieser Entdeckung wiedergegeben: Ein Einheimischer erlegte im Gebirge Jebel Halmeyn einen Bock und √ľbergab die H√∂rner am n√§chsten Tag einem Captain der British Army, der sie nach seiner R√ľckkehr nach Gro√übritannien vom Museumsexperten untersuchen lie√ü. Sie wurden als H√∂rner eines Kleinen Kudus identifiziert, zeigen aber kleine (und nicht weiter geschilderte) Unterschiede zu H√∂rnern dieser Art aus Ostafrika. Kingdon selbst war bis zur Ver√∂ffentlichung des Buches 1990 keine detaillierte Beschreibung, kein Foto und kein komplettes Exemplar eines Kleinen Kudus aus dem Jemen bekannt. Er beschreibt lediglich aufgrund seiner Erfahrungen aus Ostafrika den Lebensraum im Jemen als prinzipiell gut geeignet f√ľr diese Antilopenart.

Laut dem englischen Zootierarzt David Taylor gibt es √ľbrigens auch vor der arabischen K√ľste Inseln, auf denen Scheichs afrikanische Gro√ütiere bis hin zu Giraffen angesiedelt haben.
(04.05.2011, 20:12)
th.oma.s :   Vermutlich wird es so sein. Allerdings kann m.E. auch ein autochtones Vorkommen nicht ganz ausgeschlossen sein. Es gab ja wohl auch am horn von afrika mal eine landverbindung (vor ca. 10000 jahren ?).
(04.05.2011, 20:06)
WolfDrei :   Tierschenkungen der Scheichs untereinander mit Tieren gerade auch des Horns von Afrika sind so ungew√∂hnlich nicht (auch in der Historie)- das d√ľrfte eher die Quelle sein. Dennoch interessant: man denke an die "Zwergelefanten" auf Borneo, m√∂glicherweise an Bawean- und Calamianschweinshirsch. Und auf den Calamianinseln hat Marcos afrikanische Steppentiere "ausgewildert" und Tito l√§√üt auch gr√ľ√üen.
(04.05.2011, 19:55)
th.oma.s :   @WolfDrei: http://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Kudu
(04.05.2011, 18:33)
WolfDrei :   Nanu - kleine Kudus im Jemen?
(04.05.2011, 17:55)
Wilhelma :   Vier Kleine Kudus geboren:
Sch√∂n, scheu ¬Ė und selten zu sehen

Bei den Kleinen Kudus erblickten dieses Fr√ľhjahr gleich vier Jungtiere das Licht der Wilhelma. Da diese h√ľbschen Antilopen aus Ostafrika jedoch von Natur aus sehr scheu sind, bekommen die Besucher sie leider eher selten und nur mit Gl√ľck zu sehen.

Die Kleinen Kudus sind etwas f√ľr echte Wilhelma-Kenner. Denn sie f√ľhren ein recht heimliches, zur√ľckgezogenes Leben in einem Gehege hinter der Giraffenanlage. Diese k√∂nnen sie dank kleiner Durchl√§sse im Zaun zwar mit nutzen, sich aber nach Belieben wieder in ihr eigenes Reich zur√ľckziehen ¬Ė was f√ľr die √§u√üerst scheuen Tiere sehr wichtig ist. Nur der aufmerksame Besucher bekommt die Kleinen Kudus daher mit etwas Geduld zu Gesicht. Am besten stehen die Chancen daf√ľr am Morgen und in den fr√ľhen Abendstunden. Auch in ihrer Heimat Ostafrika halten die eher nacht- und d√§mmerungsaktiven Bewohner von Dornbuschsavannen und Akazienw√§ldern tags√ľber meist Siesta im Schutz des Dickichts, um sich erst abends wieder auf die Pirsch nach Laub, Gras, Kr√§utern und Fr√ľchten zu machen.

Auch wenn sie in der Wilhelma also oft unbemerkt bleiben: Kleine Kudus gibt es hier schon seit 1983 und bereits √ľber 60 Jungtiere wurden in Stuttgart geboren. Genau gesagt, handelt es sich bei den j√ľngsten Spr√∂sslingen um Nummer 61 bis 64. Man kann also durchaus von einer sehr erfolgreichen kleinen Zuchtgruppe sprechen. Die Jungen bleiben in der Natur wie in der Wilhelma als Nestablieger anfangs in ein Versteck geduckt und warten, bis die Mutter zum S√§ugen vorbei kommt. Erst wenn sie sicher genug auf den Beinen sind, sto√üen sie zur Herde. Zu dieser geh√∂ren in der Wilhelma die vier frisch gebackenen M√ľtter Nala, Chiara, Maya und Inka ¬Ė alle selbst in Stuttgart geboren ¬Ė und ihr Nachwuchs sowie der Bock Samurai. Ein weiteres M√§nnchen und das Weibchen Lea leben derzeit in der Wilhelma-Au√üenstation, dem Tennhof.

Kleine Kudus sind im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Gro√üen Kudus, in einem eher begrenzten Verbreitungsgebiet zu finden: in Tansania, Kenia, Somalia, √Ąthiopien und dem Jemen. Nur die deutlich gr√∂√üeren, bis 100 Kilo schweren M√§nnchen tragen lange, geschraubte H√∂rner, die Weibchen sind hornlos und wiegen maximal 80 Kilo. Meist bleiben die M√ľtter und ihr Nachwuchs unter sich, junge M√§nner bilden eigene Junggesellengruppen und erwachsene B√∂cke sto√üen als Einzelg√§nger normalerweise nur in der Paarungszeit zu einer Herde. Auf der Flucht machen die Tiere nicht selten bis zu zwei Meter hohe und acht Meter weite S√§tze, wobei sie die wei√üe Unterseite ihres Schwanzes pr√§sentieren, um den anderen Herdenmitgliedern die Gefahr zu signalisieren. Zu ihren Hauptfeinden geh√∂ren Raubkatzen, Hy√§nen, Paviane und nat√ľrlich der Mensch. Die Art gilt heute als von ¬ĄSchutzma√ünahmen abh√§ngig¬ď.

Bild: Kleine Kudus: Alle neun Tiere ¬Ė f√ľnf Erwachsene und vier Jungtiere ¬Ė der aktuellen Wilhelma-Herde auf ein Bild zu bekommen, ist unm√∂glich. Zumal die eleganten Antilopen aus Ost-Afrika stets auf der Hut

(04.05.2011, 15:00)
Ottmar M√ľller :   Vor ca. einem Jahr stand in der Stuttgarter Zeitung, dass zwar ein neues Elefantenhaus gebaut werden soll, das Flusspferdhaus jedoch erhalten und f√ľr Schabrackentapire genutzt wird.

Wei√ü jemand etwas √ľber Pl√§ne mit asiatischen Affen, Gro√ükatzen oder Drills?
(04.05.2011, 14:12)
Wilhelma :   Flei√üige Faultiereltern:
Mikes und Marlies’ siebter Streich
Er kam an einem helllichten Nachmittag Anfang April und direkt vor den Augen zweier Tierpfleger und eines Besuchers im Kleinsäugerhaus zur Welt: der siebte Nachwuchs von Marlies und Mike. Damit gehört ausgerechnet das Faultierpaar mit zu den fleißigsten Zuchttieren der Wilhelma ...
In aller Gem√ľtsruhe und wie in Zeitlupe Arme und Beine voreinander setzend hangelt sich Marlies, das Zweifingerfaultier, kopfunter durchs Ge√§st im Kleins√§ugerhaus. Aus ihrem Bauchfell lugt ein winziges Gesicht: das ihres mittlerweile siebten Spr√∂sslings. Ob er Junge oder M√§dchen ist, bleibt vorerst ein Geheimnis. Doch das Geschlecht wird ohnehin erst dann wichtig, wenn das Kleine alt genug ist, um an einen anderen Zoo vermittelt zu werden ¬Ė wie die im letzten Jahr geborene Schwester des neuen Faultierchens, die seit Kurzem im Leipziger Zoo lebt. Insgesamt f√ľnf T√∂chter und einen Sohn haben Marlies, die 2001 aus British-Guyana in die Wilhelma kam, und der seit 1994 in Stuttgart lebende Mike bereits bekommen, bevor nun ihr gemeinsamer ¬Ąsiebter Streich¬ď das Licht der Welt erblickte.
Dieser Flei√ü in Sachen Nachwuchs scheint nun gar nicht so recht zu einer Tierart zu passen, die ¬ĄFaultier¬ď hei√üt. In der Tat lassen es Faultiere ansonsten eher ruhig angehen ¬Ė ob in der Wilhelma oder in ihrer urspr√ľnglichen Heimat, den Regenw√§ldern Mittel- und S√ľdamerika. Doch ¬ĄEntschleunigung¬ď ist bei diesen Tieren Programm, Kraft sparen schlicht √ľberlebenswichtig. Da sie sich von n√§hrstoffarmen, schwer verdaulichen Bl√§ttern und Bl√ľten ern√§hren, m√ľssen sie mit ihrer Energie gut haushalten: Nicht selten kommen sie auf 16 Stunden Verdauungsschl√§fchen pro Tag. Ihre K√∂rpertemperatur k√∂nnen sie fast wie Reptilien auf ein Minimum absenken und auch ihr Stoffwechsel ist einer der langsamsten im S√§ugetierreich: Nur etwa alle acht Tage erledigen Faultiere ihr Gesch√§ft, f√ľr das sie eigens vom Baum steigen. Allerdings f√ľhlen sie sich am Boden ganz und gar nicht wie zu Hause. Wer ihre langen Gliedma√üen und hakenartigen Klauen betrachtet, sieht sofort, wieso. Denn diese sind zwar zum Hangeln wie geschaffen. Aber darauf zu laufen, muss sich √§hnlich anf√ľhlen wie auf St√∂ckelschuhen mit verbogenen Abs√§tzen zu balancieren. Zudem m√ľssen die Entdecker der Langsamkeit am Boden kurzzeitig ihre geliebte Kopfunter-Haltung aufgeben. Dieser verdanken erwachsene Faultiere √ľbrigens auch den Umstand, dass der Scheitel bei ihnen auf dem Bauch statt auf dem R√ľcken sitzt.
F√ľr das kleine Faultier in der Wilhelma steht die Welt noch nicht Kopf und auch seinen Scheitel tr√§gt es vorerst auf dem R√ľcken. Erst sp√§ter, wenn es nicht mehr auf Mutters Bauch reitet, sondern selbst kopfunter durchs Ge√§st hangelt, wird der Scheitel dem Gesetz der Schwerkraft folgend auch bei ihm auf den Bauch wandern.

Bild 4: Der siebte Nachwuchs des Faultierpaares Marlies und Mike auf dem Bauch seiner Mutter. (Fotos: Wilhelma)

(27.04.2011, 12:51)
Wilhelma :   Volles Osterprogramm in der Wilhelma:
K√ľken streicheln, Osterhasen kraulen ¬Ė und Menschenaffen retten
Rechtzeitig vor Ostern haben zwei Kea-K√ľken ihre Bruth√∂hle verlassen und die tropischen V√∂gel endlich wieder ihre Sommerresidenz in der Freiflugvoliere bezogen; auf den Rabatten sorgen Hunderte von Narzissen, Tulpen und Stiefm√ľtterchen f√ľr eine bunte Osterkulisse und im Streichelzoo tummeln sich jede Menge Osterl√§mmer und Osterzicklein. Kurzum: Die Wilhelma ist bereit, Ostern kann kommen! Und die Besucher erwartet ein volles Programm ¬Ė von √∂sterlichen √úberraschungen f√ľr Klein und Gro√ü bis hin zu Bastel- und Mitmachaktionen, deren Erl√∂s dem Schutz der Menschenaffen zugute kommen.
Wer hat schon einmal eigenh√§ndig einen Osterhasen gekrault? An Ostersonntag und -montag haben vor allem die kleinen Wilhelma-Besucher die Gelegenheit dazu ¬Ė jeweils zwischen 11 und 15 Uhr im Wintergarten. Wen k√ľmmert es da schon, dass die Osterhasen eigentlich Kaninchen sind, solange das Fell so sch√∂n weich ist ... Flauschig und streichelzart sind auch die ¬ĄOsterk√ľken¬ď, die am Osterwochenende zwischen 10 bis 16 Uhr im Jungtieraufzuchthaus auf sanfte Kinderh√§nde warten. Von den vielen L√§mmern der Skudden und Kamerunschafe sowie den Zicklein, die p√ľnktlich vor Ostern im Streichelzoo beim Schaubauernhof auf die Welt kamen, ganz zu schweigen.
Doch eigentlich beginnt das Osterprogramm der Wilhelma bereits am Karfreitag: Ab dann k√∂nnen die Kinder an einem Info-Stand unter dem Ginkgobaum vor dem Wintergarten alles √ľber die gro√üen und kleinen Eier aller m√∂glicher Tierarten lernen, wie sie aussehen und wie sie im K√∂rper entstehen. An einem anderen Stand d√ľrfen sie selbst Ostergrast√∂pfchen dekorieren ¬Ė und gegen eine kleine Spende mit nach Hause nehmen. Der Erl√∂s kommt wie alle Osterspenden dieses Jahr dem Schutz der Menschenaffen zugute. Zumal am Karfreitag in der Wilhelma gleichzeitig die ¬ĄApe Week¬ď beginnt, die Auftakt-Woche zur Artenschutzkampagne 2011 der europ√§ischen Zoos (wir berichteten am 5.4.). Ein Zusammentreffen, das den Besuchern diese Ostern umso mehr Aktionen zum Mitmachen und Spa√ühaben beschert ¬Ė vom Futterboxen-Basteln f√ľr die Wilhelma-Affen bis hin zum Kinderschminken. Zudem sind vom Ostersonntag an jeden Sonntag Infomobile vor dem Gorilla-Gehege stationiert, an denen ehrenamtliche Helfer Anschauliches und Wissenswertes rund um die Menschenaffen zeigen. Im Inneren des Menschenaffenhauses finden die Besucher weitere Infos und einen gro√üen Gorilla, der Spenden gerne pers√∂nlich entgegennimmt. An einer Fotowand k√∂nnen die Besucher sich gemeinsam mit Orang-Utans und Co. f√ľrs Familienalbum ablichten lassen und bei Sonderf√ľhrungen ¬Ė w√§hrend der Ape-Week t√§glich, danach jeden 2. und 4. Sonntag im Monat ¬Ė jede Menge √ľber Menschenaffen lernen. Und dar√ľber, was jeder von uns tun kann, um sie und ihre Lebensr√§ume zu sch√ľtzen, beispielsweise allein durch bewusstes Einkaufen. Tipps und Infos dazu erhalten die Besucher am Osterwochenende auch von Greenpeace-Mitarbeitern: Zu finden ist ihr Info-Stand ebenfalls beim Ginkgobaum gleich nach der Flamingowiese.

Bild: Oster-¬ĄK√ľken¬ď made in Neuseeland: Zwei Keas haben just zu Ostern erstmals ¬Ė und fast schon ausgewachsen ¬Ė ihre Bruth√∂hle verlassen

(20.04.2011, 09:13)
Wilhelma :   Klettern, rennen und springen wie die Tiere:
Die neue ¬ĄKinderturn-Welt in der Wilhelma¬ď wird er√∂ffnet

Ab Freitag, den 15. April 2011, gibt es f√ľr die jungen Wilhelma-Besucher eine Menge Neues zu entdecken ¬Ė und vor allem: zu tun. Denn an diesem Tag wird die neue Kinderturn-Welt er√∂ffnet. Sie besteht aus neun Bewegungsparcours, an denen die Kinder nach dem Vorbild von Tieren wie Affen, K√§ngurus, Hasen und Co. klettern, springen, rennen und hangeln ¬Ė und dabei obendrein Wissenswertes √ľber die Tiere lernen k√∂nnen. Sechs dieser Spiel- und Bewegungsparcours, darunter zwei Doppelstationen, wurden eigens f√ľr die Kinderturn-Welt konzipiert und gebaut, zwei Stationen konnten in bestehende Wilhelma-Spielpl√§tze integriert werden. Entstanden ist die Kinderturn-Welt als gemeinsames Projekt der Kinderturnstiftung Baden-W√ľrttemberg ¬Ė als Initiator und Hauptf√∂rderer ¬Ė des Vereins der Freunde und F√∂rderer der Wilhelma e. V. ¬Ė als zweitem gro√üen F√∂rderer ¬Ė sowie der Wilhelma, die den Bau und die Umsetzung vor Ort ma√ügeblich betreut hat und mit der Er√∂ffnung die Spielstationen √ľbernimmt.

Beh√§nde wie Echsen klettern die Kinder √ľber schwingende Netze, hangeln sich durchs Balkenge√§st wie die Affen, h√ľpfen dank Trampolinen fast so hoch wie die K√§ngurus, springen, balancieren, rennen, krabbeln um die Wette: In der neuen Kinderturn-Welt in der Wilhelma sind dem kindlichen Bewegungsdrang keine Grenzen gesetzt. Und welches Kind eher zu den Bewegungsmuffeln geh√∂rt, findet hier jede Menge Anregungen, das zu √§ndern. Motivierend und anregend sollen dabei einerseits die Zootiere selbst wirken, die in den Gehegen neben den Stationen zu sehen sind, und andererseits ihre kleinen ¬ĄStellvertreter¬ď: die Echse Carlos, das Mufflon Mona und sieben weitere tierische Comic-Helden. Diese vermitteln auf je einer Informationstafel direkt an der Spielstation Wissen √ľber jede Tierart, deren besondere k√∂rperliche F√§higkeiten und wie diese ihnen helfen, sich in ihren Lebensr√§umen zu behaupten. Zudem fordern die Comic-Tiere die Kinder auf, es ihnen gleichzutun und ihre typischen Bewegungen an der Station nachzuahmen.

Dar√ľber hinaus begleitet ein so genanntes ¬ĄReiseheft¬ď die Kinder auf ihrer Reise durch die Kinderturn-Welt ¬Ė erh√§ltlich sind diese am Startpunkt beim Brillenpinguin-Gehege, wo sie in Selbstbedienungs-Boxen zum Mitnehmen bereit liegen. Neben kindgerechten Informationen zu den Tieren und ihrer Bewegungsformen enth√§lt das Reiseheft auch zahlreiche Spiele, R√§tsel und Ausmalbilder sowie jeweils eine praktische Testaufgabe pro Station. F√ľr jeden bew√§ltigten Test kann sich das Kind mit einem Stempel ins Reiseheft belohnen; wer alle Stempel beisammen hat, darf sich als stolzer Inhaber des Kinderturn-Diploms f√ľhlen. Den Erwachsenen erm√∂glicht die Testaufgabe √ľberdies, die individuellen motorischen F√§higkeiten ihrer Kinder zu √ľberpr√ľfen und Fortschritte direkt vor Ort zu messen. Und nicht zuletzt gibt das Reiseheft den Eltern Tipps, wie sie generell mehr Bewegung in den Alltag ihrer Kinder bringen k√∂nnen, zum Beispiel indem sie Kinderturn-Angebote in ihrer N√§he nutzen.

Die Urspr√ľnge des Konzepts zur Kinderturn-Welt in der Wilhelma
Die grundlegende Idee zu dem neuen Bewegungsangebot inmitten des zoologisch-botanischen Gartens Stuttgart geht insbesondere auf das Projekt ¬ĄKinderturnen on Tour¬ď zur√ľck, der seit 2008 aktiven mobilen Kinderturn-Welt der Kinderturnstiftung. Auch hier werden Tiere von allen sieben Kontinenten zum Vorbild genommen. Deshalb lag es nahe, mit dem Konzept nun auch dort hin zu gehen, wo Kinder und Tiere sich direkt begegnen. Die Idee passte zudem ideal zu den Spielkonzepten, welche auch die Mitarbeiter der Wilhelma in den Jahren davor f√ľr ihren Park erarbeitet hatten. Einer Verwirklichung des Projekts stand dank des Einsatzes der Kinderturnstiftung als Initiator und Projektleiter sowie der Unterst√ľtzung des F√∂rdervereins der Wilhelma somit nichts mehr im Weg, im Jahr 2010 begannen die ersten Planungen und Vorbereitungen. Eine weitere Besonderheit des Konzepts: Es ist mit dem Bildungsplan f√ľr Grundschulen und dem Orientierungsplan der Kinderg√§rten eng verkn√ľpft und wird in Abstimmung mit dem Ministerium f√ľr Kultus, Jugend und Sport und dem Landesinstitut f√ľr Schulsport, Schulkunst und Schulmusik umgesetzt. Der ganzheitliche p√§dagogische Ansatz schlie√üt demzufolge auch die Lehrer und Erzieher in den Schulen, Vorschulen und Kinderg√§rten ein. Diese k√∂nnen sich zus√§tzliche Informationen und Anregungen f√ľr ihren Sport- und ¬ĄMeNuK¬ď-Unterricht (MeNuK = Mensch, Natur und Kultur) in Form von Handreichungen auf der Homepage der Kinderturnstiftung herunterladen unter www.kinderturnstiftung-bw.de.

Und die Wilhelma? Diese kann sich √ľber eine neue Attraktion freuen. Und ihren jungen Besuchern neben einem anschaulichen Biologie- und Naturkundeunterricht nun auch ein bewegungsorientiertes Lernprogramm und viele zus√§tzliche Gelegenheiten zum Spielen und Austoben bieten.

Die Philosophie der Kinderturnstiftung: Neue Wege beschreiten
Die Kinderturn-Welt ist ein deutschlandweit einzigartiges Spielplatzkonzept, in dessen Mittelpunkt das √úben und Erproben motorischer F√§higkeiten steht. Teil des Konzepts ist es dar√ľber hinaus, gleichzeitig kindgerechtes Wissen √ľber die Funktionsweise der Motorik und √ľber die Tiere zu vermitteln. Damit beschreitet die Kinderturnstiftung neue Wege in der Bewegungsp√§dagogik und setzt einen nachhaltigen Impuls f√ľr richtige und regelm√§√üige Bewegung im Alltag von Kindern. Weitere Informationen unter: www.kinderturnstiftung-bw.de

Foto: Kinderturn-Welt in der Wilhelma
(14.04.2011, 07:36)
Wilhelma :   Kampagne zur Rettung der Menschenaffen in der Wilhelma:
Unsere nächsten Verwandten brauchen unsere Hilfe
Mit Beginn des Monats April startet in der Wilhelma und in anderen Mitgliederzoos des Europ√§ischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA) eine neue Artenschutz-Kampagne. Sie ist den Menschenaffenarten der Erde, unseren n√§chsten Verwandten, gewidmet. Das Ziel der Kampagne: die Besucher √ľber die brisante Lage dieser Arten aufkl√§ren und Spenden sammeln, um eine Stiftung gr√ľnden und Schutzprojekte dauerhaft unterst√ľtzen zu k√∂nnen. Die Wilhelma wird durch zahlreiche Mitmach- und Spendenaktionen sowie viel Aufkl√§rungsarbeit dazu beitragen, dass dieses Ziel erreicht wird ¬Ė ab 10. April beispielsweise auch durch sonnt√§gliche Sonderf√ľhrungen.
Eine Million Euro wollen die √ľber 300 europ√§ischen Zoos und Teilnehmer an der EAZA-Kampagne bis September zusammenbekommen, die Wilhelma m√∂chte mindestens 6.666 Euro dazu beitragen. Ein Ziel, das sie nur mit Unterst√ľtzung ihrer Besucher erreichen kann. Diese werden nun im Park immer wieder auf Spuren der Kampagne sto√üen. Zum Beispiel auf Infotafeln im Menschenaffenhaus: Diese stellen unter anderem die verschiedenen Menschenaffenarten und die Situation in ihrer Heimat vor, zeigen aber auch auf, wie wir durch unser Verbraucherverhalten ihre Lebensr√§ume bewahren helfen k√∂nnen ¬Ė Stichworte sind hier etwa Palm√∂l und Tropenholz. Zudem k√∂nnen sich jeweils bis zu vier Personen im trauten Familienkreis aller Menschenaffenarten ablichten lassen: mit Schimpansen und Bonobos teilen wir immerhin zwischen 98 und 99 Prozent unserer Erbsubstanz DNS. Auch Sonderf√ľhrungen zu den Menschenaffen, zur Kampagne und den geplanten Schutzprojekten startet die Wilhelma bereits ab Sonntag, den 10. April. Die etwa 90-min√ľtigen F√ľhrungen finden dann fortan jeden 2. und 4. Sonntag im Monat jeweils um 11 Uhr statt und sind kostenlos ¬Ė Spenden f√ľr die Kampagne dagegen sind sehr willkommen, eine Anmeldung unter der Rufnummer 5402-131 (zwischen 10 und 12 Uhr) ist erforderlich.
Richtig Fahrt aufnehmen wird die Kampagne dann ab Karfreitag w√§hrend der so genannten ¬ĄApe Week¬ď (Menschenaffen-Woche) vom 22. bis 29. April mit zahlreichen Aktionen f√ľr Jung und Alt vom gemeinsamen Futterboxen basteln bis zum Kinderschminken. Der Erl√∂s daraus kommt komplett den Menschenaffen zugute. Ab dieser Woche werden au√üerdem jeden Sonntag von ehrenamtlichen Helfern betreute ¬ĄMenschenaffen-Infomobile¬ď vor dem Gorilla-Gehege stationiert sein und eine Menge Wissens-wertes und Anschauliches rund um die Menschenaffen und ihre Bedrohung vermitteln.*
Artenschutz-Kampagnen wie diese f√ľhrt der europ√§ische Zoo- und Aquarienverband EAZA seit 2000 fast jedes Jahr durch. Die erste widmete sich dem ¬ĄBushmeat¬ď (illegaler Handel mit Wildtierfleisch, darunter auch Affen), weitere den Tigern (ab 2002) und den Nash√∂rnern (ab 2005). An allen war und ist die Wilhelma beteiligt und sammelt auch f√ľr diese Schutzprojekte weiterhin Spenden. Weitere Infos zur Kampagne und die Aktionen der Wilhelma gibt es auch unter www.wilhelma.de .

Bild: Junger Orang-Utan: Diese Art ist durch die Abholzung f√ľr Palm√∂l-Plantagen besonders bedroht (Ch. Matzke)

(11.04.2011, 07:46)
Wilhelma :   Erster Nachwuchs bei den blauen Skudden auf dem Schaubauernhof:
Vom schwarzen Lamm zum blauen Schaf
Erst seit Kurzem gibt es in der Wilhelma die alte ostpreu√üische Schafrasse der Skudden nicht nur in Wei√ü, sondern auch in ¬ĄBlau¬ď ¬Ė dank zweier neuer Schafe dieses seltenen, alten Farbschlags. Wie gew√ľnscht hatten die beiden Damen zudem schon bei ihrer Ankunft im November etwas Kleines ¬Ąim Gep√§ck¬ď. Und Anfang M√§rz, nach rund 155 Tagen Tragzeit, haben sie den Nachwuchs bekommen: drei schwarze L√§mmer. Ob auch sie einst blaugrau werden wie ihre M√ľtter, ist allerdings noch offen.
Am Anfang sind blaue Skudden mehr oder weniger schwarz ¬Ė wie die drei wenige Wochen jungen L√§mmer der Wilhelma, von denen zwei auch ein paar wei√üe Flecken auf ihren schwarzen Wollwesten besitzen. Es ist also noch l√§ngst nicht heraus, was aus den drei L√§mmern farblich einmal werden wird. Sicher ist dagegen: Das Trio ¬Ė ein gemischtgeschlechtliches Zwillingsp√§rchen und ein weiteres Weibchen ¬Ė bringt derzeit ordentlich Leben in die kleine Herde. Eine ihrer Lieblingsbesch√§ftigungen: die √§lteren Schafe als Kletterfelsen nutzen und ihnen aufs wollige Dach steigen. Selbst vor dem Widder machen die Kleinen nicht Halt. Zum Gl√ľck sind die Skudden-M√§nner als friedliche Typen und lammfromme V√§ter bekannt, trotz ihrer beeindruckenden schneckenf√∂rmigen H√∂rnerpracht.
Die Wilhelma hofft nun, dass sich in vier bis f√ľnf Monaten, wenn sich die L√§mmer umf√§rben, mindestens eines davon als blau entpuppt. Denn dieser Farbschlag ist im Bestand der ohnehin seltenen Nutztierrasse heute die weitaus seltenste Variante ¬Ė obwohl gerade er bei dem ostpreu√üischen Landschaf einst besonders h√§ufig vorkam. Weil sich die Z√ľchter aber auf die steigende Nachfrage nach leichter zu f√§rbender wei√üer Wolle einstellten, verschwanden die blauen Vertreter nach und nach fast v√∂llig. Und mit ihnen nach dem 2. Weltkrieg beinahe die ganze Rasse, weil den Menschen ihr Schlachtgewicht jetzt offenbar zu gering und die Wolle zu minderwertig war. Nur Hobbysch√§fer und Zoos haben verhindert, dass die Rasse ausstarb. So gehen alle heute lebenden Skudden vermutlich auf einen kleinen Bestand zur√ľck, den der M√ľnchener Tierpark Hellabrunn ab 1941 hielt ¬Ė auch die Herde des Z√ľchters in Nord-W√ľrttemberg, aus der die blauen Skudden der Wilhelma stammen. Heute ist die Rasse weitgehend ¬Ąrehabilitiert¬ď: Die Heideschafe werden nun als Mitarbeiter in der Landschaftspflege und in Streichelgehegen gesch√§tzt, ihr Fleisch als Delikatesse gehandelt. Seit 1984 f√ľhrt sie zudem ein Zuchtverband als eigene Herdbuchrasse und setzt sich f√ľr ihre Erhaltung ein. Damit sieht die Zukunft f√ľr diesen alten preu√üischen Schafadel wieder deutlich rosiger aus ¬Ė und vielleicht ja auch die seiner besonders seltenen blauen Vertreter.

(24.03.2011, 09:30)
Wilhelma :   ¬ĄFeuerwehraktion¬ď der Robert Bosch GmbH in Feuerbach:
Wilhelma sammelt Handys f√ľr Gorillaschutz ¬Ė Bosch steuert 1507 Ger√§te bei
Rund 4800 ausgediente Mobiltelefone hat die Wilhelma seit dem Start der Handy-Recycling-Aktion zum Schutz der letzten Gorillas bereits gesammelt ¬Ė und daf√ľr im Herbst 2010 den Umweltpreis der Stadt Stuttgart erhalten. Letzte Woche stieg die Zahl nun schlagartig auf √ľber 6300 Ger√§te an: dank 1507 Handys, welche die Belegschaft der Robert Bosch GmbH in Stuttgart-Feuerbach gesammelt hat. Dazu ¬Ąangestiftet¬ď hat sie der Werkfeuerwehrmann Udo Geiger. Gemeinsam mit Kollegen hat er letzte Woche ¬Ė unter ¬Ąnotarieller Aufsicht¬ď der Gorillafamilie im Menschenaffenhaus ¬Ė den Handy-Berg der Wilhelma √ľbergeben.
Dass das Recyceln alter Mobiltelefone gleichzeitig den letzten Gorillas hilft, hatte Udo Geiger vor einem dreiviertel Jahr durch den Aushang im Wilhelma-Menschenaffenhaus erfahren: Dieser kl√§rt auf, dass Teile der Handys das Metall Tantal enthalten, welches wiederum aus dem Roherz Coltan gewonnen wird. Coltan aber wird in Zentralafrika abgebaut ¬Ė oft unter Einsatz von Kinderarbeit und teils mitten in der Heimat der letzten Berggorillas. Konsequentes Recycling kann also dazu beitragen, Ressourcen, Lebensraum und Gorillas zu schonen. Ohnehin auf der Suche nach einer L√∂sung f√ľr die alten Handys der Werkfeuerwehr von Bosch, brachte Geiger diese Information auf die Idee, in der gesamten Firma Bosch Mobiltelefone zu sammeln. Unterst√ľtzt von seinem Kollegen Rainer Strietter von der Abteilung Entsorgung und mit Erlaubnis der Werkleitung brachte er an den vier Haupttoren Sammelboxen an. Im Mai 2010 startete die Aktion, seither wuchs der Handy-Berg stetig. Mit dem Ergebnis, dass Geiger und Strietter der Wilhelma jetzt 1507 Ger√§te √ľbergeben konnten. Das bedeutet aber nicht das Ende der Aktion. Vielmehr wollen die beiden Initiatoren sie nun auf weitere Standorte von Bosch ausdehnen.
Die Wilhelma selbst sammelt seit September 2009 ausgediente Mobiltelefone und leitet sie an eine Recyclingfirma weiter. Anstatt √ľbersch√ľssigen Elektroschrott zu produzieren, werden die Handys also entweder wieder flott gemacht ¬Ė die direkteste Form des Recyclings ¬Ė oder die wertvollen Bestandteile inklusive des Metalls Tantal recycelt. Au√üerdem geht der Restwert der gespendeten Ger√§te zu 100 Prozent an die Berggorilla & Regenwalddirekthilfe, die damit Schutzprojekte vor Ort f√∂rdert.
Jede Unterst√ľtzung ¬Ė wie von der Firma Bosch sowie mittlerweile auch von vielen Schulen und der BW-Bank, die in ihren Filialen sammelt ¬Ė ist dabei willkommen. Und nat√ľrlich k√∂nnen die Wilhelma-Besucher, denen bislang √ľber 4000 Handy-Spenden zu verdanken sind, ebenfalls weiterhin ihre alten Ger√§te in der Wilhelma abgeben: entweder durch einen Wurf in die Sammelbox im Menschenaffenhaus oder direkt an der Hauptkasse. Weitere Infos zur Aktion gibt es au√üerdem unter www.wilhelma.de/handys-spenden

Bild: Werkfeuerwehrmann Udo Geiger (3. von links) und sein Kollege Rainer Strietter (2. von links) √ľbergeben der Wilhelma 1507 Handys ¬Ė gesammelt von der Bosch-Belegschaft in Feuerbach. Wilhelma-schulleiterin Stefanie Reska (links) und Revierleiterin Bea Jarczewski (rechts) nehmen den Handy-Berg unter ¬Ąnotarieller Aufsicht¬ď der Gorillafamilie im Menschenaffenhaus entgegen. (Fotos: Wilhelma)

(03.03.2011, 07:57)
Wilhelma :   Kinderturn-Welt in der Wilhelma
Neuer Bewegungsparcours ab 15. April 2011 fest in der Wilhelma verankert

Die Echse Carlos, das Mufflon Mona und Feli, die H√§sin ¬Ė das sind drei von acht tierischen Comic-Helden, welche die kleinen Wilhelma-Besucher ab Mitte April durch die neue "Kinderturn-Welt in der Wilhelma" begleiten werden. Diese besteht aus acht, direkt bei den Gehegen angelegten Bewegungsarealen, an denen die Kinder die Bewegungen der Tiere spielerisch und sportlich nachahmen k√∂nnen. Die Kinderturn-Welt entsteht als gemeinsames Projekt der Kinderturnstiftung Baden-W√ľrttemberg, des zoologisch-botanischen Gartens Wilhelma und des Vereins der Freunde und F√∂rderer der Wilhelma e.V. Mit dem Bau der Stationen wurde vor Kurzem planm√§√üig begonnen, ab dem 15. April 2011 sollen die Kinder die Bewegungsareale der Kinderturn-Welt ¬Ąin Betrieb nehmen¬ď k√∂nnen.


Tiere als Bewegungsvorbilder
Die Grundidee stammt von dem Projekt ¬ĄKinderturnen on Tour¬ď, der bereits seit 2008 aktiven mobilen Kinderturn-Welt der Kinderturnstiftung. Diese nimmt auf sieben Kontinenten Tiere zum Vorbild, und l√§sst Kinder zum Beispiel springen wie ein K√§nguru oder klettern wie ein Affe. Was liegt da n√§her, als mit diesem Konzept genau dorthin zu gehen, wo sich Kinder und Tiere direkt begegnen? Denn im Zoo k√∂nnen die kleinen Besucher die tierischen Vorbilder zun√§chst genau beobachten, und das Gesehene dann sofort in eigene Bewegungen umsetzen. Die vorerst acht Stationen befinden sich aus diesem Grund stets unmittelbar neben den Tiergehegen, an jeder Station wird eine andere motorische F√§higkeit nach tierischem Vorbild geschult. Kindgerecht aufbereitete Informationstafeln liefern eine Bewegungsanleitung dazu und vermitteln Wissenswertes √ľber die jeweiligen Tiere, ihre k√∂rperlichen Eigenschaften und Lebensr√§ume.

Verantwortungsträger erreichen
F√ľr die Kinderturnstiftung ist die Wilhelma mit √ľber zwei Millionen Besuchern j√§hrlich ¬Ė darunter viele Familien, Schulklassen und Kinderg√§rten ¬Ė der ideale Ort, um Kindern spielerisch Spa√ü an der Bewegung zu vermitteln. Gleichzeitig gilt es, den Eltern, Verwandten, Lehrer/innen und Erzieher/innen bewusst zu machen, wie wichtig die richtige Bewegung f√ľr die gesunde, k√∂rperliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern ist.

Mit Bildungsplänen der Schulen und Kindergärten vernetzen
Eine Besonderheit an der Kinderturn-Welt ist, dass ihr Konzept direkt mit dem Bildungsplan f√ľr Grundschulen und dem Orientierungsplan der Kinderg√§rten verkn√ľpft ist und in enger Abstimmung mit dem Ministerium f√ľr Kultus, Jugend und Sport und dem Landesinstitut f√ľr Schulsport, Schulmusik und Schulkunst umgesetzt wird. Die Wilhelma, die bereits einen attraktiven au√üerschulischen Lernort f√ľr den Biologie- und Naturkundeunterricht darstellt, wird mit der Kinderturn-Welt um ein zus√§tzliches, bewegungsorientiertes Lernprogramm bereichert.

Kinder als Entdecker
Ein sogenanntes ¬ĄReiseheft¬ď begleitet die Kinder durch die Kinderturn-Welt in der Wilhelma. In diesem Heft werden die Themen Bewegung und Tiere kindgerecht aufgearbeitet. Gleichzeitig erhalten die Erwachsenen Tipps, wie sie mehr Bewegung im Alltag ihrer Kinder verankern k√∂nnen und wo sie Angebote rund um das Kinderturnen finden. Au√üerdem enth√§lt das Reiseheft eine praktische Testaufgabe f√ľr jede Station. Diese erm√∂glicht, die individuelle motorische F√§higkeit der Kinder zu √ľberpr√ľfen und Fortschritte gleich direkt vor Ort zu messen.

Start zur Saison 2011
Bis zum Fr√ľhjahr 2011 entwickeln und bauen die Kinderturnstiftung und die Wilhelma gemeinsam mit der Agentur spiel & sport team GmbH die Bewegungsareale. Die Er√∂ffnung der Kinderturn-Welt ist f√ľr 15. April 2011 geplant. Dann k√∂nnen die kleinen Wilhelma-Besucher endlich mit K√§nguru, Affe und Co um die Wette turnen!

(28.02.2011, 08:42)
Wilhelma :   ¬ďYara, Myles and more¬Ē:
Br√ľll√§ffchen Nummer Neun ist geboren

Ein freudiges Ereignis gibt es aus der Familie der Schwarzen Br√ľllaffen zu vermelden. Es hei√üt Filipe und ist bereits der neunte Spr√∂ssling von Oberhaupt Myles und seiner Gef√§hrtin Yara. Eine hervorragende ¬ĄQuote¬ď: Seit 2002, seit das Paar zusammenlebt, kam bislang jedes Jahr ein kleines Br√ľll√§ffchen hinzu. Vielleicht liegt es ja am stressfreien Dasein ¬Ė denn anstatt sein Revier im Amazonienhaus gegen Rivalen verteidigen zu m√ľssen, kann Myles entspannt seinen Hobbys fr√∂nen: futtern, Siesta halten und Nachwuchs produzieren.
Mit dem j√ľngsten Ergebnis ihrer fruchtbaren Partnerschaft k√∂nnen Myles und Yara einmal mehr sehr zufrieden sein. Denn Filipe ist ein sehr aufgeweckter Br√ľllaffenjunge. Vor rund einem Monat kam er auf die Welt ¬Ė am Tag mit dem sch√∂nen Datum 11.1.11 ¬Ė und schon zwei Wochen sp√§ter verlie√ü er erstmals Mutters sicheres Bauchfell und erklomm ihren R√ľcken. Von hier hat der neugierige Kerl einfach den besten Ausblick auf seine Heimat, den Amazonaswald im Schwabenland. Au√üer ihm und Yara leben hier noch Vater Myles und drei √§ltere Geschwister von Filipe: die zweieinhalbj√§hrige Dominga, die knapp ein Jahr j√ľngere Montega sowie der im M√§rz 2010 geborene Chepe. Diesen hat Filipe nun als Mamas Liebling Nummer eins abgel√∂st, was auch im Leben eines Br√ľllaffen keinen angenehmen Einschnitt bedeutet. Zum Gl√ľck hat daf√ľr die zierliche Montega Bruder Chepe als liebsten Spielgef√§hrten adoptiert, was diesen sicher ein wenig dar√ľber hinweg tr√∂stet, dass nun ein anderer das Alleinrecht auf Mutters Milchbar genie√üt. Die √§lteste Schwester Dominga hingegen entwickelt selbst bereits erste Muttergef√ľhle und w√ľrde das neue Baby ganz gerne mal zum √úben ausleihen. Doch noch h√§lt Yara ihre Tochter offenbar f√ľr zu ungest√ľm, um ihr Filipe anzuvertrauen. Und Myles findet Yaras kleine Anh√§ngsel ohnehin erst interessant, wenn sie aus dem Gr√∂bsten heraus sind. Dann spielt er jedoch gerne den liebevollen Papa, l√§sst seinen Nachwuchs geduldig auf sich herumh√ľpfen und kuschelt mit ihm. Wer in der Br√ľllaffenfamilie wer ist, k√∂nnen die Besucher leicht erkennen: M√§nner wie Myles tragen ihr Fell grunds√§tzlich schwarz, Frauen sind blond und der Nachwuchs startet ebenfalls blond ins Leben ¬Ė wobei sich das Fell der Jungs im Laufe der drei ersten Lebensjahre allm√§hlich schwarz f√§rbt.
Br√ľllaffen fallen weder im Schwabenland noch in ihrer alten Heimat S√ľdamerika durch √ľbertriebene Hektik auf. Gelassen bewegen sich die Vegetarier durchs Ge√§st und verspeisen Bl√§tter in rauen Mengen. Keine leicht verdauliche Kost, weshalb rund 80 Prozent der Tageszeit effektiven Verdauungsp√§uschen gewidmet wird. Nur Fremde im Revier k√∂nnen die Affen aus der Ruhe bringen. Dann hei√üt es: Auf sie mit Gebr√ľll! Dieses Br√ľllen gen√ľgt aber gl√ľcklicherweise meistens, um Eindringlinge abzuschrecken, denn die Rufe dieser Affenart gelten mit als die lautesten Laute im Tierreich. In der Wilhelma allerdings br√ľllt die Affenbande mangels Rivalen so gut wie nie. Lediglich das Ger√§usch, wenn die Pflegerinnen die Putzeimer ausspritzen, animiert vor allem zwei Tiere, ihre Stimmen zu trainieren: die beiden drei- und vierj√§hrigen S√∂hne Santiago und Rodrigo, die wegen innerfamili√§rer Unvertr√§glichkeiten bereits ein eigenes Gehege bewohnen. Nicht selten stimmen Myles und Yara dann in den Chor ein. Wer ihre Br√ľll-Ges√§nge einmal live erleben will, sollte also rechtzeitig zur t√§glichen ¬ĄPutzete¬ď vor Ort sein: kurz nach 13.30 Uhr im schw√§bischen Urwald.

Foto: Br√ľllaffenfrau Yara mit Filipe, ihrem neunten Kind (Wilhelma)
(16.02.2011, 15:22)
Wilhelma :   Eine Fl√ľstergalerie in der Wilhelma:
Seltenes akustisches Phänomen im Wandelgang entdeckt
F√ľr ihre historischen Bauwerke im maurischen Stil ist die Wilhelma seit langem bekannt. Noch nicht lange bekannt ist dagegen, dass sie eine ¬ĄFl√ľstergalerie¬ď besitzt. Eine kleine Sensation, denn Fl√ľstergalerien sind selten. Entdeckt hat sie der Wilhelma-Besucher und Physiker Uwe Laun im Wandelgang rund um den Maurischen Garten.
Nur sehr wenige Bauwerke der Welt beherbergen eine ¬ĄFl√ľstergalerie¬ď. Zu finden ist eine Spielart davon, ein Fl√ľstergew√∂lbe, zum Beispiel in der St. Paul's Cathedral in London. Ihren Namen verdanken Fl√ľstergalerien ihrer au√üergew√∂hnlichen Akustik: Diese erlaubt, dass sich zwei Personen nahezu im Fl√ľsterton √ľber eine gr√∂√üere Entfernung hinweg unterhalten und trotzdem laut und deutlich verstehen k√∂nnen.
Die neu entdeckte Fl√ľstergalerie der Wilhelma befindet sich in den Wandelg√§ngen des Maurischen Gartens, die rund um den Magnolienhain und Seerosenteich f√ľhren. Genau genommen handelt es sich sogar um vier Fl√ľstergalerien, denn jede der vier √§u√üeren Kurven des Wandelgangs weist die akustische Eigenartigkeit auf. Besonders gut funktioniert die ungew√∂hnlich weite Schall√ľbertragung in der Kurve zwischen dem Durchlass beim Aquarienhaus-Eingang und dem Durchlass in Richtung Menschenaffenhaus sowie in der Kurve genau gegen√ľber. Hier k√∂nnen sich zwei Gespr√§chspartner in normaler Lautst√§rke √ľber eine Distanz von ungef√§hr 30 bis 40 Metern hinweg unterhalten und dennoch jedes Wort verstehen. Am besten klappt die Verst√§ndigung, wenn sich je ein Gespr√§chspartner auf eine Bank direkt bei den Durchg√§ngen setzt, der Sprecher in Richtung Wand spricht und der Zuh√∂rer sein Ohr ebenfalls in der N√§he der Mauer platziert. Neben einer dieser B√§nke, am Durchgang zum Aquarienhaus, weist die Besucher k√ľnftig auch eine Info-Tafel auf die Fl√ľstergalerie hin.
Und wie l√§sst sich das Ph√§nomen physikalisch erkl√§ren? Die fachm√§nnische Antwort darauf gibt der Entdecker der Fl√ľstergalerie und Akustik-Experte Uwe Laun: ¬ĄDurch die gew√∂lbte Form der Galerie k√∂nnen sich die Schallwellen nicht gleichm√§√üig in der Umgebung verteilen und damit abschw√§chen. Der gr√∂√üte Teil des Schalls wird statt dessen an der gew√∂lbten Wand der Galerie entlang geleitet und auch mithilfe von Decke und Boden immer wieder so reflektiert, dass er die Galerie seitlich nicht verlassen kann. So √ľberwindet der Schall mit geringerem Streuverlust als √ľblich eine gr√∂√üere Distanz als √ľblich.¬ď
√úbrigens: Am besten lassen sich die akustischen Eigenheiten der Fl√ľstergalerie testen, wenn es im Wandelgang ruhig ist, ihn also nur wenige Besucher w√§hrend des ¬ĄSound-Checks¬ď bev√∂lkern ¬Ė sprich, jetzt im Winter. Noch bis Ende Februar gilt dabei √ľberdies der g√ľnstige Wintertarif ...

(09.02.2011, 12:03)
Wilhelma :   Nachwuchs im Jungtieraufzuchthaus:
Kleine Springteufel vom Amazonas

Seit neun Jahren gab es bei den Springtamarinen, einer kleinen Affenart aus dem Amazonasgebiet, keinen Nachwuchs mehr in der Wilhelma. Jetzt hat das neue Zuchtpaar Carmen und Diabolo sein erstes Baby bekommen: ein kleines, schwarzhaariges ¬ĄTeufelchen¬ď, das seinen Eltern wie aus dem Gesicht und Fell geschnitten ist.

Wer dieser Tage das Jungtieraufzuchthaus besucht, kann beim Anblick des Springtamarin-Weibchens Carmen durchaus kurz ins Gr√ľbeln geraten: Hat die schwarze √Ąffin etwa zwei K√∂pfe? Nein, das hat sie nat√ľrlich nicht. Aber ein rund zwei Wochen altes Baby. Und das tr√§gt sie derzeit fast rund um die Uhr huckepack. Da beide pechschwarz sind, ist das kleine Rucks√§ckchen in Mutters Fell im ersten Moment leicht zu √ľbersehen. Bis es das schwarze Wuschelk√∂pfchen hebt und aus gro√üen Mandelaugen neugierig her√ľber schaut ...

Bei seinen Eltern Diabolo und Carmen war es Liebe auf den ersten Blick, als sie Anfang 2010 in der Wilhelma zusammentrafen ¬Ė was bei diesen eigenwilligen √Ąffchen nicht selbstverst√§ndlich ist. Seither leben die beiden eintr√§chtig miteinander, ein echtes Traumpaar. Jetzt, gut ein Jahr sp√§ter, sind sie Eltern geworden ¬Ė f√ľr beide Tiere ist es der erste Nachwuchs, den sie aufziehen. ¬ĄCarmen war als unerfahrene Mutter anfangs ziemlich zickig, wenn wir ihr und dem Kind nahe kamen¬ď erz√§hlt Revierleiterin Manuela Kr√∂n-Folkers. ¬ĄDann hie√ü es, gut auf der Hut zu sein.¬ď Denn die √Ąffchen sehen nicht nur aus wie schwarze Teufelchen, ein wenig von diesen steckt ihnen tats√§chlich im Leib. Notfalls springen sie vermeintliche oder echte Feinde blitzschnell an: Ihre spitzen Z√§hne und scharfen Krallen sind dann nicht zu untersch√§tzen. Mittlerweile hat sich Carmen jedoch beruhigt, s√§ugt und pflegt ihr Kind sehr f√ľrsorglich, so dass dieses sein Geburtsgewicht von rund 60 Gramm mittlerweile sicher schon verdoppelt hat. Kein Wunder, denn Springtamarine haben als Einzelkinder Mutters Milchbar grunds√§tzlich f√ľr sich allein. Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Krallenaffen, spielen die V√§ter beim Kinderh√ľten anfangs keine aktive Rolle, sondern springen erst nach einigen Wochen als Babysitter ein.

In ihrer Heimat, dem Oberlauf des Amazonas samt seinen Nebenfl√ľssen, halten sich die Springtamarine vorwiegend in den unteren Baumwipfeln auf. Ihr gro√ües Sprungtalent beweisen sie hier durch teils bis zu vier Meter weite S√§tze von Ast zu Ast. Sie ern√§hren sich von Insekten und Fr√ľchten, leben in Kleingruppen eng zusammen und verst√§ndigen sich durch Schreie, Pfeifen und schrille Alarmrufe. Die gr√∂√üte Gefahr droht ihnen neben der Jagd durch das Abholzen der W√§lder, die Art gilt als gef√§hrdet. Geht alles gut, werden Springtamarine 15 bis 18 Jahre alt, so hei√üt es. Doch hinter den Kulissen der Wilhelma lebt ¬Ė gemeinsam mit ihrem elfj√§hrigen Sohn Mephisto ¬Ė noch das fr√ľhere Springtamarin-Zuchtweibchen ¬ĄNudel¬ď, das dies ganz anders sieht: Stolze 24 Jahre alt ist es schon ¬Ė der Altersrekord in Europa. Und dabei ist die betagte schwarze Signora so fit und wehrhaft wie eh und je.
(02.02.2011, 15:58)
Wilhelma :   Exklusive Freiflugvoliere f√ľr ¬ĄKooki¬ď:
Ein Kookaburra unter Krokodilen
Die Leistenkrokodile der Wilhelma haben einen neuen Mitbewohner bekommen: allerdings kein weiteres Krokodil, sondern einen australischen Eisvogel der Art ¬ĄLachender Hans¬ď ¬Ė auch ¬ĄKookaburra¬ď genannt. Das Besondere: ¬ĄKooki¬ď darf in der Krokodilhalle wie in einer gro√üen Voliere frei umherfliegen. Wer ihn hier also beim n√§chsten Besuch gem√ľtlich auf einem Gel√§nder sitzend antrifft: Bitte weder wundern, noch zu streicheln versuchen! Denn Kookis Schnabel ist nicht nur gro√ü, sondern auch scharf. Und dauerhaft in der Halle bleiben kann Kooki nur, wenn auch die Besucher mit der ungew√∂hnlichen N√§he respektvoll umgehen.
Eigentlich sollte ja alles ganz anders kommen: Denn geplant war, dass Kooki als neue Partnerin des seit 2010 in der Wilhelma lebenden Artgenossen ¬ĄHansi¬ď auf den Subtropenterrassen einzieht. Auf dass sie fortan im Duett lachend den singenden Gibbons Konkurrenz machen und viele kleine ¬ĄLachenden H√§nse¬ď aufziehen w√ľrden. Kooki war daf√ľr letztes Jahr als passende Kandidatin in Krakau gefunden worden. Doch als das Paar vereint werden sollte, leistete es heftigen Widerstand. Eine √úberraschung, denn Kookaburras gelten in Partnerfragen nicht eben als w√§hlerisch. Warum gab es in diesem Fall dann aber nur Zoff statt Balz? Ein DNA-Test brachte es an den Tag: Kooki war ebenfalls ein M√§nnchen!
Nun ist es so, dass sich bei vielen V√∂geln das Geschlecht nur per DNA-Test sicher bestimmen l√§sst. Allerdings nicht immer, Irrt√ľmer kommen vor. Wie bei Kooki, bei dem das R√§tsel nun zwar gel√∂st war, aber nicht das Problem, wo er fortan bleiben sollte. Der Zoo in Krakau versprach zwar, eine j√ľngere Schwester bald als ¬ĄErsatz¬ď zu schicken, konnte Kooki aber nicht zur√ľcknehmen. Und so kam eines Tages die Idee auf, den Vogel, wenn schon nicht bei einem Artgenossen, so wenigstens bei Landsleuten aus Australien unterzubringen: in der Krokodilhalle. Hier konnte zudem ein wenig Leben in der Bude nicht schaden, denn die gepanzerten Mitbewohner sind eher statisch veranlagt. Ein Rest Besorgnis blieb, denn die Echsen m√∂gen Gefl√ľgel und k√∂nnten angesichts des kleinen gefiederten Imbisses pl√∂tzlich sehr lebendig werden ¬Ė zumal Kooki, kaum in seiner neuen Luxusvoliere eingetroffen, ganz ungeniert Planschb√§der im Kroko-Pool nahm. Doch alles ging gut. Die n√§chste Herausforderung war daher die Glast√ľr zum Terrarium, die per Lichtschranke gesteuert automatisch √∂ffnet und schlie√üt. Bald hatte Kooki kapiert, wie er den Mechanismus ausl√∂st, und wurde im Terrarium nebenan bei einem Schaufensterbummel gesichtet ¬Ė vermutlich auf der Suche nach geeigneten Snacks. Dank fester F√ľtterungszeiten in der Krokohalle mit M√§usen, einer der Lieblingsspeisen auch seiner Verwandten in Australien, und weil die Glast√ľr per Schattiervorhang weitgehend ¬ĄKooki-dicht¬ď gemacht wurde, lie√üen sich weitere Ausfl√ľge verhindern. Damit der schlaue Vogel aber aus Sehnsucht nach einer Braut nicht erneut in die Ferne zu schweifen versucht, soll er nun eine Gef√§hrtin bekommen: Eine Lachende H√§nsin aus Herborn sitzt schon in den Startl√∂chern und wird, wenn alles klappt, n√§chste Woche eintreffen. Bleiben die beiden dann trotzdem nicht in der sicheren Krokohalle, sondern b√ľxen k√ľnftig eben gemeinsam aus, m√ľssen sie am Ende wohl doch in eine Voliere, oder notfalls in einen anderen Zoo, umziehen. Es bleibt also spannend ¬Ė und Fortsetzung folgt, etwa auf der Internetseite der Wilhelma.

Foto: Geschickt schleudert Kooki die Maus in seinen Rachen, um sie am St√ľck zu verschlucken
(24.01.2011, 11:12)
Wilhelma :   Orang-Utan ¬ĄBuschi¬ď ist tot

Die Wilhelma hat eine beliebte Tierpers√∂nlichkeit und gleichzeitig ihren dienst√§ltesten tierischen ¬ĄMitarbeiter¬ď verloren: den Orang-Utan-Mann ¬ĄBuschi¬ď. Er lebte bereits seit 1962 in der Wilhelma ¬Ė also √ľber 48 Jahre! ¬Ė und wurde hier Vater von sieben Kindern. Wegen eines inoperablen, b√∂sartigen Tumors im Oberkiefer musste er heute eingeschl√§fert werden, um ihm weiteres Leid zu ersparen.
Ungef√§hr drei Jahre alt war Buschi, als er vor 48 ¬Ĺ Jahren, am 1. Juli 1962, in die Wilhelma kam. Damals war der Handel mit Menschenaffen noch erlaubt (seit dem ab 1973 eingef√ľhrten Washingtoner Artenschutzabkommen ist er das zum Gl√ľck nicht mehr), und auch Buschi wurde als Jungtier in Sumatra gefangen. Als er jetzt im Alter von √ľber 51 Jahren starb, war er einer der vier letzten m√§nnlichen Sumatra-Wildf√§nge Europas (Europ√§isches Erhaltungszuchtprogramm EEP), alle anderen 150 heute im EEP erfassten Vertreter dieser Art wurden bereits in Zoos geboren. Mit Buschis Tod sind nur noch drei der einst wild gefangenen Orangs √ľbrig, darunter der etwa ein Jahr √§ltere ¬ĄCharly¬ď in Frankfurt, der bis 1978 ebenfalls in der Wilhelma zu Hause war. Charly und Buschi hielten auch den Altersrekord im EEP, nur ein Weibchen wurde √§lter: Es starb 2007 53-j√§hrig im Zoo Osnabr√ľck.
Heute musste Buschi nun eingeschl√§fert werden, da gegen den wuchernden, b√∂sartigen Tumor im Oberkiefer auch eine Operation nichts mehr ausrichten konnte. Die gesamte Belegschaft der Wilhelma wird den langj√§hrigen ¬ĄKollegen¬ď im Menschenaffenhaus jedenfalls sehr vermissen, ebenso viele Besucher. Gleichzeitig ist die Wilhelma froh, dass Buschi so lange ¬Ė und bis auf altersbedingte Zahnprobleme auch stets gesund ¬Ė im Menschenaffenhaus gelebt hat. ¬ĄEr war ein lieber Typ¬ď, versucht einer der trauernden Tierpfleger ihn kurz zu beschreiben. ¬ĄBuschi war einfach Buschi, mehr braucht man √ľber ihn nicht zu sagen.¬ď
Sieben Kinder hat Buschi im Laufe seines Lebens in der Wilhelma gezeugt, sechs davon mit Suma, die bis zu ihrem Tod 1994 Buschis Gefährtin war. Insgesamt sind aus seiner direkten Nachkommenschaft heute noch zwei Töchter, vier Enkel und zwei Urenkel in Zoos weltweit zu finden. Seine beiden Töchter Moni und Carolin sowie die Enkelin Conny leben nach wie vor in Stuttgart. In ihnen wird Buschi also in gewisser Weise weiterleben. Und vielleicht klappt es ja, dass der 15-jährige zweite Orang-Mann der Wilhelma, Moritz, bald gemei