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Zoo Halle

Klaus Schueling :   Gibt es unter Euch jemanden, der die Mitteilungen aus dem Zoologischen Garten Halle von 1920 im Bestand hat und uns beim L√∂sen einer Frage helfen kann?
√úber eine E-Mail w√ľrden wir uns freuen.

(18.01.2018, 16:28)
Adrian Langer :   https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/bilanz-zoos-sachsen-anhalt-100.html

Halle verzeichnet ein Besucherplus! Wenn ich den Artikel richtig deute beginnt in diesem Jahr auch die Umgestaltung der alten Bärenanlage zum Nachttierhaus!
(08.01.2018, 09:42)
Gudrun Bardowicks :   Sehr interessante Pl√§ne. Hoffen wir, dass genug Mittel f√ľr die Umsetzung zur Verf√ľgung gestellt werden.
(07.01.2018, 21:22)
Adrian Langer :   Noch ein Nachtrag! Mir fallen n√§mlich gerade die Projekte der ferneren Zukunft ein! :D
Die Umr√ľstung des Krokodilhauses soll bis 2025 erfolgen! Zeitgleich soll die Themenwelt Patagonien mit Pumas, Pinguinen und Seeb√§ren entstehen! Beginnen soll dann die Umgestaltung der Bergtieranlagen speziell der Alpenbereich! Im dritten Schritt soll der Rest der Bergtieranlagen und das Faultierhaus (ehemaliges Aquarium neben dem Krokodilhaus) entstehen! Es wird dabei √ľberlegt, ob der Bereich der Blauschafe und der Schneeleoparden "zusammengelegt" werden, damit zumindest die Blauschafe zeitweise beide Anlagen nutzen k√∂nnen! Im Faultierhaus wird auch √ľberlegt, welche Begleittierarten hier mit einziehen! Im Gespr√§ch sind unter anderem Waldhunde, Tayras und diverse Vogelarten!
(07.01.2018, 11:40)
Oskar Schwitters :   Toll, dass sich wenigstens ein deutscher Zoo um unterartenreine M√§hnenspringer bem√ľht!
(07.01.2018, 10:24)
Patrick Marburger :   Danke f√ľr den Bericht!
(07.01.2018, 08:36)
Adrian Langer :   So wie versprochen eine knappe Zusammenfassung zu den Ver√§nderungen, die in der heutigen F√∂rderersitzung angesprochen wurden! Hauptthema war die "Schweinebucht". Ehemals ein vierseitiger Hof (heute einseitig begrenzt durch das Binturonggehege) soll in einen "Alpenhof" umgewandelt werden! Hierf√ľr soll die Mauer zu Binturonggehege zur√ľck gebaut werden und anschlie√üend Haustiergehege dort entstehen! Letztendlich soll der historische Vierseitenhof wieder hergestellt werden! Geplant sind dabei Steinschafe, Minischweine (hier auch eine andere Art denkbar), die jetzigen Haubenh√ľhner eventuell mit Cr√∂llwitzer Puten und eine alte "Riesenkaninchenrasse"! Bei dem Besatz kann sich, au√üer die Schafe, alles noch √§ndern! In diesem Jahr soll noch mit dem Bau der Berberaffen und M√§hnenspringeranlage (zweitere sollen aber Libyer werden) sowie der Brillenb√§ranlage begonnen werden! Das Phillipinenhaus ist nicht mehr in der Planung! Daf√ľr sollen jetzt hier Risesenotter und eine passende Krokodilart (mit gro√üer Wahrscheinlichkeit eine Kaimanart) einziehen! Die Liztaffen sind vom Schimpansenhaus ins Nilpferdhaus gezogen und haben so den Platz mit den Springtamarinen getauscht! Es gab wohl Probleme, da sie die Balistare nicht haben fressen lassen! Dann eine noch nicht spruchreife Neuerung! Die Sakis sollen in die innere Affenanlage im Nilpferdhaus mit den Liztaffen zusammenziehen! Das frei werdende Gehege soll dann mit Silbergibbons besetzt werden! Hier k√∂nnte zumindest ein Tier sogar aus den USA oder Australien stammen! Aber wie gesagt es ist bis jetzt nichts offizielles! Zum Schluss noch die Info, dass Abu definitiv auf Reisen gehen wird! Wohin ist aber nicht bekannt!
Alles in allem zeigt sch aber, dass die Pl√§ne nicht als fest betrachtet werden d√ľrfen! Ich bin sehr gespannt, was der neue Direktor noch alles umsetzen wird!
(06.01.2018, 17:13)
Adrian Langer :   As Nachtrag: Ich rechne mit einem Umbau fr√ľhestens 2025! Bis 2021 sollen ja erst einmal das neue Terassencafe und ab 2019 der neue Eingangsbereich, Erweiterung Elefantenanlage und Errichtung von Brillenb√§r- und Berberaffenanlage sowie ein Nachttierhaus bei den alten B√§renk√§figen errichtet werden! Das Krokodilhaus ist ja auch noch relativ jung! Andere Anlagen sind da bei weitem Sanierungsbed√ľrftiger!
(17.12.2017, 18:17)
Patrick Marburger :   Danke!
(17.12.2017, 15:23)
Adrian Langer :   Bis auf die Brillenv√∂gel ist noch alles beim alten! Einen Termin zwecks Umbau gibt es aber noch nicht!
(17.12.2017, 08:50)
Patrick Marburger :   Ist der Besatz der Krokodilhalle eigentlich noch der altbekannte? Bzw. wei√ü man schon wann der Umbau in Richtung Philippinen erfolgt?
(16.12.2017, 20:02)
Adrian Langer :   Vor geraumer Zeit kam die Vereinspost der Zoofreunde von Halle! Ank√ľndigungen waren unter anderem, dass der F√∂rderverein sich an der Umgestaltung der Saubucht beteiligen will (hier gibt es am 6. Januar ein Treffen, bei dem ich bestimmt anschlie√üend mehr beisteuern kann!). Im Vordergrund standen aber besonders die Ver√§nderungen im Vogelbestand! Ich versuche mal diese gemachten/geplanten Ver√§nderungen zusammen zu fassen!
Ein junger Tarantapapagei wurde gegen gegen ein junges Paar eingetauscht! Noch hinter den Kulissen leben ein Paar Kronenkibitze und Regenpfeifer! Starweber, Fischerturako, Rotfl√ľgelstar und Von-Der-Decken-Toko wurden in die Fasanerie umgesiedelt (soll ja nach Masterplan an die Fauna Afrikas angepasst werden)! Vollkommen abgegeben wurden Gr√ľnfl√ľgel- und Gelbbrustara sowie die Helmhokkos! Noch einziehen sollen Geierperlh√ľhner (leben zur Zeit mit den S√ľdafrikanischen Kronenkranichen im alten Lamahaus)! Die Gr√ľnfl√ľgelarasaris sollen mit zu den Trometerv√∂geln und Totenkopfaffen ziehen! Die Edwardfasane leben gerade bei den Lachenden H√§nsen in der Fasanerie, sollen aber bald wieder in das Gehege neben (hier satnd zusammenlebend mit den Nasenb√§ren, was ich aber f√ľr einen Schriftfehler halte) den Wei√ür√ľsseln ziehen! Die Balistare leben ab jetzt im Schimpansenhaus! 5 Blaukr√∂nchen, die gerade noch in der Fasanerie leben sollen demn√§chst in das Krokodilhaus umziehen, um dort die Brillenv√∂gel zu ersetzen! Weiterhin sind auch zwei Strau√üwachteln in die Fasanerie mit eingezogen! Weiterhin sind die Wei√ühaubenh√§herlinge erw√§hnt, die mit gro√üer Wahrscheinlichkeit mit den Edwardfasanen zusammenleben werden!
(16.12.2017, 11:42)
Adrian Langer :   https://www.mz-web.de/halle-saale/umbauarbeiten-im-zoo-abriss-fuer-modernere-gaststaette--29264780

Halle beginnt mit dem Umbau zum Zoo der Zukunft! Nebenbei sind auch zwei S√ľdafrikanische Kronenkraniche eingezogen!
(10.12.2017, 15:30)
Adrian Langer :   Auf der Facebookseite hat der Zoo ver√∂ffentlicht, dass Abu nun wieder mit den jungen K√ľhen zusammen lebt! Ich glaube nun kann (trotz, dass nach meiner Nachfrage ein Auszug dementiert wurde) man wieder spekulieren, dass Abu n√§chstes Jahr doch umzieht! Ich fand die vorzeitige Abgabe von Bibi doch etwas auff√§llig!
(25.11.2017, 11:35)
Adrian Langer :   https://mobil.mz-web.de/halle-saale/umzug-in-serengeti-park-kommt-elefantenkuh-bibi-traechtig-in-neues-zuhause--28864678?originalReferrer=https://www.google.de/search?q=zoo&prmd=ivnsma&source=lnms&tbm=nws

Noch einmal ein anderer Artikel zum Thema Bibi!
(18.11.2017, 10:49)
Adrian Langer :   http://www.bild.de/regional/bremen/elefant/baby-exil-fuer-bibi-53878862.bild.html

Bibi ist bereits umgezogen!
(17.11.2017, 10:00)
Adrian Langer :   Ich glaube hier ist eher der noch schlechte Sanierungsstand gemeint! Das wird sich ja in den n√§chsten Jahren √§ndern! Nur denke ich, dass hoer auch viel vom urspr√ľnglichen Zoo verloren gehen kann! Als Zusatz sei auch gesagt, dass Betonbauten aber auch heute wieder In sind! :D
(02.11.2017, 12:30)
Holger Wientjes :   Mich √ľberrascht Dein Eindruck ehrlich gesagt auch etwas @Hannes Lueke. Auch, wenn man einzelne Gehege vielleicht nicht so attraktiv findet (wobei ich pers√∂nlich nie den Gesamteindruck von √ľberm√§ssig viel Stahl oder Beton hatte, lediglich bei einzelnen Anlagen. Aber auch hier ohne es als st√∂rend zu empfinden), hat doch gerade Halle als Bergzoo unter¬īm Strich f√ľr mich eine tolle Atmosph√§re und viel Flair.
(02.11.2017, 12:15)
Michael Mettler :   @Hannes: Richtig geraten, Ursprungsbesatz waren Braun- und Kragenb√§ren. Und f√ľr die war das damals immerhin eine Haltungsverbesserung, denn vorher gab es im Zoo nur eine klassische B√§renburg mit Zwingern...

Interessant, dass dein prägendster Eindruck die Betonbauten waren und nicht das viele Historische - zeigt mal wieder, wie unterschiedlich gewichtet man Zoos wahrnehmen kann.
(01.11.2017, 22:04)
Hannes Lueke :   Heute zum ersten Mal den Zoo Halle besucht und naja, wenn man sich gestern Braunschweig und Magdeburg und auf dem Weg nach Halle Sch√∂nebeck angesehen hat, dann erschl√§gt einem der Stahl, der Beton und die vielen Stahlnetze schon. Es ist auch kein Schlechter Zoo aber es fehlt das gewisse etwas,einfach der richtige Charme. Irgendwie kam mir immer wieder der Allwetterzoo in den Sinn. Alles massiv, alles gut aber nichts was einen wirklich umhaut.

Was ich mich gefragt habe, was hat in der jetzigen Nutria bzw Berberaffen Anlage am Nebeneingang gelebt? Es wirkt wie eine vor nicht all zu langer Zeit aber viel zu klein gebaute Bärenanlage
(01.11.2017, 21:45)
Michael Mettler :   @Hannes: Halle ist einer der Zoos, in denen dich die Historie un√ľbersehbar fast auf Schritt und Tritt anspringt, da musst du nicht viel suchen. Nicht durch spektakul√§re Gro√übauten √° la Berlin oder Antwerpen, aber durch diverse altert√ľmliche Kleinanlagen wie die Alpinum-K√§fige, rustikale Stallgeb√§ude und alte hohe Eisenstangengitter an Huftiergehegen. Manches stammt noch aus dem Er√∂ffnungsjahr 1901, wie z.B. der Steinbockfelsen (der allerdings urspr√ľnglich in mehrere schmale Gehege unterteilt war). Und freu dich schon mal auf den historischen Grottenk√§fig, in dem heute Angorakaninchen gehalten werden: Der war urspr√ľnglich mit Malaienb√§ren besetzt, auch ein Kragenb√§r lebte mal drin...

Historische √úberreste gibt es allerdings auch an Stellen, die beim Normalbesuch nicht auffallen. Das Gro√ükatzenhaus z.B. ist ein modernes Geb√§ude, das auf den Grundmauern des historischen Raubtierhauses steht, das zweietagige Affen-Zwergflusspferd-Haus ist eine eine "Wiederkonstruktion" des √ľber hundert Jahre alten Originals in mehrfach modernisierter Form (es war mal bis auf den Kellerbereich und das Flusspferdbecken abgerissen und wurde darauf wieder aufgebaut) - statt Sakis waren es fr√ľher Schimpansen und statt Zwergflusspferden Nilpferde.

Wenn du sie noch rechtzeitig auftreiben kannst (und willst), kann ich dir nur die Anschaffung der Halle-Chronik von Ludwig Baumgarten, Band 1 (behandelt die Vor-DDR-Zeit) noch vor dem Besuch empfehlen. Mit den Informationen und Bildern daraus im Gedächtnis siehst du die vielen bis heute erhaltenen historischen Elemente im Zoo mit ganz anderen Augen.

Zur Gastronomie: Die von Adrian Langer erwähnte Terrassengaststätte neben der Großvoliere solltest du dir lieber als durchschnittliche Imbissbude mit entsprechendem Speisenangebot vorstellen, das trifft es besser...
(19.10.2017, 18:09)
Adrian Langer :   Hmm fragt sich jetzt nt√ľrlich was dabei unter Rarit√§ten gez√§hlt wird! :D Also empfehlen w√ľrde ich einen Besuch bei den Erdw√∂lfen (ich habe sie bisher immer nur um die Mittagszeit und den fr√ľhen Nachmittag herum gesehen)! Die findet man zwischen S√ľdamerikaanlage, Blessb√∂cken und Blauschafen! Versteckt sind jetzt auch die S√ľdpudus hinter den Kanadag√§nsen (einfach in die Sackgasse hinter den Seeb√§ren rein!)! Hier d√ľrften die Meerespelikane auch wieder ihr Winterquartier bezogen haben! Zeit wird bei dem Philippinen- und Blauwaran im Raubtierhaus gebraucht! Ich w√ľrde auch empfehlen im Flusspferdhaus in den unteren und den oberen Bereich zu gehen, da hier einige kleinere Arten versteckt sind! Im Schimpansenhaus braucht man einige Geduld zur Sichtung der "frei" lebenden Tiere und teilweise der Braunr√ľckentamarine!
Gastronomisch d√ľrfte gerade nicht viel los sein, da der Bereich ja gerade umgebaut wird und nur eine Gastst√§tte auf der Terrasse neben der Freiflugvoliere existiert!
Bei den anderen Fragen kann ich leider nicht weiter helfen!
(18.10.2017, 14:38)
Hannes Lueke :   Hallo Freunde,

Anfang November besuche ich zum ersten mal den Zoo Halle.
Gibt es heiße Tips zu Raritäten die sich verstecken und zur Gastronomie?

Ich habe schon versucht mich durch den Thread zu arbeiten aber es ist wirklich zu reichhaltig.
Welche "historischen" Überreste existieren noch? Ich lese immer etwas von Bärengrotten und Schweinebuchten.
Welche Zusammenhänge sollte man kennen?

Danke und Gruß
(18.10.2017, 14:13)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/zoo-halle-ist-elefantendame-bibi-wieder-traechtig--28560430

Wie schon angemerkt ist Bibis Trächtigkeit noch nicht bestätigt!
(11.10.2017, 12:23)
zollifreund :   im Schimpansenhaus leben ( jedenfalls war es so vor zwei Wochen) zwei Livingston-Turakos
(28.09.2017, 21:43)
Michael Mettler :   @Adrian Langer: Ich habe nicht auf die Beschilderung geachtet und im Schimpansenhaus auch nur kurz einen Turako durch die Bepflanzung huschen sehen, aber m.E. war es ein Fischerturako.
(28.09.2017, 09:25)
Adrian Langer :   http://mobil.mz-web.de/halle-saale/trauer-im-zoo-halle-jaguar-muppet-ist-tot-28457314?originalReferrer=

Der männliche Jaguar in Halle ist verstorben!
(22.09.2017, 14:51)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/vergebliche-suche-im-bergzoo-halle-esel-fuer-immer-verschwunden---tierpaten-ueberrascht-28431380

Die Esel sind jetzt weg! Daf√ľr sollen die Vikunjas in ihren Bereich! Was passiert aber mit deren Gehege?
(19.09.2017, 14:01)
Adrian Langer :   Danke f√ľr die Infos! Dementsprechend scheinen die Abrissaktionen erst k√ľrzlich begonnen zu haben! Die Turakos im Schimpansenhaus leben dort schon seit meinem ersten Besuch 2015! Laut Zootierliste handelt/handelte es sich bei den Tieren im Schimpansenhaus und denen in der Fasanerie um zwei unterschiedliche Arten!
(17.09.2017, 21:34)
Michael Mettler :   Zu Beitr√§gen aus dem August: Die Turakos sind aus der Fasanerie ins Schimpansenhaus umgezogen, dort jetzt also Freiflieger wie die Balistare. Die neue Gastst√§tte wird tats√§chlich am Platz der jetzigen neben der Gro√üvoliere entstehen und somit die alte an gleicher Stelle ersetzen. Und den deutschen Namen "Philippinen-Bindenwaran" finde auch ich angesichts diverser Formen des Bindenwaran-Komplexes auf der Inselgruppe zu ungenau. Anhand des Verbreitungsgebietes, das ich im Net f√ľr Varanus nuchalis angegeben fand, w√§re "West-Visayas-Bindenwaran" eine geografisch genauere Bezeichnung. Ich fand allerdings auch einen deutschen Namen "Stachelnacken-Bindenwaran" - unter einem stacheligen Nacken w√ľrde ich mir allerdings mehr vorstellen, als es der Waran in Halle zeigt.
(17.09.2017, 10:40)
Jan Jakobi :   Ja, das mit Sabah stimmt.

Der erwähnte Online-Artikel ist bis jetzt der einzige der berichtet das Bibi wieder trächtig ist.
In den Online-Artikeln zu Bibi von gestern stand das nicht drin.
(16.09.2017, 15:45)
Adrian Langer :   Laut dem Artikel im Magdeburger Threat ist Bibi wieder von Abu gedeckt worden und tr√§chtig!
(16.09.2017, 07:45)
Adrian Langer :   War Sabah nicht allgemein Opfer von Aggressionen anderer Tiere? Diese endeten ja erst (zumindest vorl√§ufig) mit dem Einzug Lilaks! Auch wenn sie 2010 den Konflikt mit Pori nicht √ľberlebte! Wom√∂glich wurde dieser, dadurch das Tutume nicht von Lilak angenommen wurde, weiter fortgef√ľhrt wurde! Gleichzeitig scheint Bibi allerdings allgemein Probleme bei der sozialen Interaktion mit anderen Elefanten zu haben! Daher sehe ich auch die Abgabe in eine Gruppe in der sie niemanden kennt und keinen Bezug zu den dort lebenden Tieren hat zumindest als kritisch! Hoffentlich klappt das Experiment!
(15.09.2017, 19:31)
Jan Jakobi :   Aus den Jahresberichten vom Tierpark Berlin:

Quelle Jahresbericht 1999, Seite 14:

"Mehrere Versuche scheiterten an der Aggression anderer Herdenmitglieder, so dass wir uns entschlie√üen mussten, Sabah mit Tutume auf der zweiten Anlage zwar im st√§ndigen Sicht- und Geruchskontakt mit den anderen Tieren, aber doch letzlich getrennt zu halten. Auch ein Versuch, nur die M√ľtter mit den Jungtieren zu vergesellschaften, musste aufgrund von aggressivem Verhalten seitens Bibi abgebrochen werden."

Quelle Jahresbericht 2001, Seite 15:

"Eine Eingew√∂hnung in die Gesamtherde wurde bisher noch nicht unternommen, jedoch sind alle drei Jungtiere zeitweise mit ihren drei M√ľttern gemeinsam auf einer der beiden Freianlagen. Hierbei erweist es sich als hilfreich, dass Pori die rangh√∂chste der drei M√ľtter ist und so etwaigen Zurechtweisungen, die Bibi nicht ungerne Tutume gegen√ľber durchf√ľhrt, zuvorkommen kann."

Angesichts der Infos aus den TP-JBs frage ich mich ob die anf√§ngliche Trennung (Aufbau der Mutter-Kind-Bindung, warten bis er ohne Palette trinken kann) von Sabah mit Tutume nicht eher genau DAS bewirkt hat, also das negative Verhalten von Bibi gegen√ľber Tutume.

Wobei meiner Erinnerung nach ausgerechnet Sabahs Bezugs-Elefantin Lilak Tutume nicht in der Herde aufnahm.

Vermutlich war die Trennung zu lang (wobei: was heißt zu lang?) damals, vermute ich.
Andere Erkl√§rungen f√ľr das Verhalten von Lilak und/bzw. Bibi habe ich nicht.

F√ľr 2007 (Geburten von Kando und Panya) findet sich im TP-Jb 2007 keine erneute Beschreibung √ľber Bibis Verh√§ltnis gegen√ľber K√§lbern.

Bibi hatte schon in Berlin keine Beziehung zu Tana, wie auch zu den anderen Afrikaner-K√§lbern der anderen K√ľhe.

Am 15.01.1999 brachte Bibi ihr erstes Kalb Matibi in einer der Boxen im Dickhäuterhaus zur Welt.
Das Kalb kam grade als einer der Elefantenpfleger eintraf und das Kalb wurde erstmal geborgen.

Ihr zweites Kalb brachte sie am 22.08.2007 auf der Au√üenanlage zur Welt in Anwesenheit der anderen K√ľhe.

Bibi und Panya haben eine feste Bindung.
Als ich 2 mal den Zoo Halle besucht hatte habe ich kein aggressives Verhalten zwischen Bibi und Panya beobachtet.

In Halle hatte sie auch auf die Geburten der anderen beiden Kälber negativ reagiert.
Sie attackierte laut einem Online-Artikel die Zwischenwände im Elefantenhaus während bzw. kurz nach den Geburten.

Bibis Adoptivmutter Dashi starb am 18.09.2016.
Gegen√ľber Lilak war Bibi nicht ganz abgeneigt.
Es gibt Fotos wo Bibi sich in der Nähe von Lilak bzw. direkt neben Lilak aufhält, siehe TP-Wegweiser und Elefanten-Fotolexikon.

Lilak ist seit Herbst letzten Jahres nicht mehr die Leitkuh.
(15.09.2017, 18:13)
Adrian Langer :   Was hei√üt aggressiv reagieren? In Berlin hat es ja mit ihren und den K√§lbern der anderen K√ľhe auch geklappt! Vielleicht ist man sich auch einfach unsicher und will sich eines l√§stigen Tieres entledigen! Ich hoffe nur, dass sie die Gruppe in Hodenhagen nicht destabilisiert und sich dort gut einfindet! Ihr scheint das ja allgemein schwer zu fallen und sie hat ja schon diverse Unvertr√§glichkeiten gegen√ľber anderen K√ľhen gezeigt!
(15.09.2017, 15:39)
Jan Jakobi :   In Toulouse leben der Bulle Pembe, die beiden erwachsenen K√ľhe Sabi und Matibi sowie Matibis Tochter Makeba.
Makeba wurde am 24.03.2017 geboren.

Es könnte sein das Bibi auf Makeba genauso reagiert wie auf Ayo.

Warum Bibi so aggressiv auf Kälber reagiert weiß nur sie selbst.
(15.09.2017, 14:47)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/zweimal-den-nachwuchs-getoetet-wo-halles-problemelefantin-bibi-nun-hinwechselt-28411642

Bibi wird nach Hodenhagen ziehen! Anf√§nglich dachte ich ja, sie geht zu ihrer Tochter Makeba! Ich hoffe Magdeburg f√ľhlt sich dabei nicht √ľbergangen!
(15.09.2017, 10:05)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/suesser-nachwuchs-im-zoo--halles-faultier-baby-noch-ohne-namen-28403034

Es gab wieder Nachwuchs bei den Faultieren!
(13.09.2017, 13:21)
Adrian Langer :   Foto klappt nicht aber es ist ein Wei√ühaubenh√§herling!
(24.08.2017, 20:09)
Adrian Langer :   Ein letztes mal!
(24.08.2017, 20:03)
Adrian Langer :   So nochmal Wei√ühaupt....
(24.08.2017, 20:01)
Adrian Langer :   Und fand ich seltsam fand aber auch keinen der es mir erkl√§ren konnte! Eine Ente mit Halsband und einer kleinen R√∂hre dran! Kennt das einer von euch?
(24.08.2017, 20:00)
Adrian Langer :   Kapuzenzeisig hoffentlich sichtbar!
(24.08.2017, 19:59)
Adrian Langer :   Mein heutiger Besuch in Halle. Die Balistare sind jetzt im Schimpansenhaus! Die Geierperlh√ľhner waren heute zu sehen! Daf√ľr immernoch nicht der Fischerturako! Bei den Edwardfasanen leben jetzt Wei√ühaupth√§her?! Ich h√§nge noch ein Bild an dann wird es bestimmt klarer! Die Reisfinken wurden durch Kapuzenzeisige ersetzt! Zu sehen war auch der Philippinenwaran! Er sa√ü aber so bl√∂d, dass ich kein Bild gemacht habe!
Anbei Weißhaupt.......
(24.08.2017, 19:57)
Gudrun Bardowicks :   Im Text wird eindeutig gesagt, dass die Almh√ľtte in unmittelbarer N√§he der Gro√üvoliere entstehen soll. Die Gro√üvoliere bleibt auf jeden Fall erhalten.Sie ist auch auf der Zeichnung zu erkennen.
(18.08.2017, 10:33)
Michael Mettler :   "Abriss der vorhandenen Anlagen" ist vermutlich die missverst√§ndliche Formulierung, aber damit d√ľrfte dann wohl die bisherige Gastst√§tte gemeint sein. Denn wenn ich die Lage der neuen anhand des abgebildeten Entwurfes richtig deute, kann sie doch eigentlich nur genau dort gedacht sein. Dann allerdings w√§re der nette Talblick rechts im Bild blanke Illusion, denn dort befinden sich Spielplatz, Kleintierhaus und (ehemaliges) Antilopenhaus...
(17.08.2017, 18:20)
Michael Gradowski :   Also ich lese da nichts raus, da√ü die Voliere weichen soll. Die Gro√üvoliere ist ein echtes Wahrzeichen des Zoos, die wird so schnell sicher nicht verschwinden...
(17.08.2017, 15:41)
Tom Schroeder :   In dem Artikel ist klar zu ersehen, dass die Voliere erhalten wird! H√§tte ich auch gelinde gesagt eine Katastrophe gefunden, die abzureissen...
(17.08.2017, 12:03)
Adrian Langer :   http://mobil.mz-web.de/halle-saale/eine-almhuette-fuer-den-bergzoo-auf-dem-reilsberg-wird-eine-moderne-gaststaette-gebaut-28173574?originalReferrer=

In Halle soll eine neue Gastst√§tte er√∂ffnen! Daf√ľr soll auch eine Voliere (ich glaube die der Seev√∂gel) gehen! Ich hoffe die wird dann ersetzt!
(17.08.2017, 10:08)
Adrian Langer :   Ich habe noch einmal recherchiert! Laut Wikipedia (ich wei√ü Wikipedia!) wird diese Unterart schon nicht mehr gef√ľhrt und der kleine Kerl geh√∂rt eher zu V.s. macromaculatus oder einer noch nicht benannten Form des Bindenwarans in Sulawesi! Aber mal sehen!
(13.08.2017, 15:53)
Sacha :   Der deutsche Name "Philippinen-Bindenwaran" ist nicht gerade gl√ľcklich gew√§hlt. Ich jedenfalls bin erst dar√ľber gestolpert, da es ja auch einen Mindanao-Bindenwaran gibt. Und wenn mich meine Geografie-Kenntnisse nicht v√∂llige im Stich gelassen haben, dann geh√∂rt Mindanao zu den Philippinen.
(13.08.2017, 13:30)
Adrian Langer :   In Halle ist laut Facebook (und Zootierliste) ein Phillipinen Bindenwaran eingezogen! Laut Angeben des zoos ist es eine Beschlagnahmung vo Flughafen Halle-Leipzig! Das besondere daran, es ist der einzige seiner Art in Europa! Anbei ein Bild des Zoos (hoffe es ist klein genug!).
(12.08.2017, 11:23)
Adrian Langer :   Mein heutiger Besuch in Halle! Viel neues gab es nicht! Bei den Bartk√§uzen lebt jetzt ein Paar Temincktragopane! Es gab Nachwuchs bei den Alpakas! F√ľr die Helmhokkos sind laut Beschilderung Geierperlh√ľhner eingezogen! (nicht gesehen) Es scheint keine Aras mehr zu geben! Die Beschilderung war weg und ich habe trotz weit offener Stallt√ľr auch keine gesehen! Es waren ja immerhin schon zwei alte V√∂gel! Und zwar nicht neu aber ungew√∂hnlich! Einer der Erdw√∂lfe wechselte st√§ndig zwischen den beiden Stalleing√§ngen zum Innen und Au√üenbereich!
(01.08.2017, 18:22)
Adrian Langer :   Mein heutiger Besuch! Viel getan hat sich seitdem nicht! √úber die Ferien ist eine Urwaldkulisse im ganzen Zoo aufgebaut worden! Die Helmhokkos gibt es noch sie sind aber nicht beschildert (habe aber auch nur einen Jungvogel gesehen, der von diesem Jahr sein d√ľrfte!). Die Fasane die bei den Lachenden H√§nsen waren sind nicht mehr im Gehege! Die J√§gerliste leben jetzt allein! Die Brillenv√∂gel im Krokodilhaus sind nicht mehr ausgeschildert! Nehme an, dass sie nicht mehr existent sind! Da ich sie aber nie gesehen habe (ist bei einem kleinen gr√ľnen Vogel in einer Tropenhalle aber auch echt schwer!) bin ich mir da nicht ganz sicher!
(13.07.2017, 20:29)
Sacha :   Emotional kann ich die Vorgehensweise des Vizedirektors nachvollziehen. Rein sachlich (und wohl auch juristisch) war sie leider falsch.
(04.07.2017, 14:53)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/zoo-feuert-ornithologen-vize-direktor-muss-gehen--weil-er-tote-voegel-versteckt-hatte-27909138

Der Vizedirektor wurde entlassen, da er tote Vögel zur Vogelgrippezeit versteckt hat!
(04.07.2017, 12:37)
Adrian Langer :   Roter Panda und Muntjaks!
(30.06.2017, 20:30)
Adrian Langer :   Heute waren f√ľr mich die Erdw√∂lfe erstmals gut und "lange" zu sehen!
(30.06.2017, 20:29)
Adrian Langer :   Die Schneeeulen haben wieder Nachwuchs! Wer kann erraten wie viele? :D Nebenbei gab es auch NAchwuchs bei den Steinb√∂cken, Yaks, Zwergzebus und Zwergziegen!
(30.06.2017, 20:28)
Adrian Langer :   Dominican Anoli
(30.06.2017, 20:26)
Adrian Langer :   Mein heutiger Besuch im Zoo. Nach dem Bericht von W.Dreier dachte ich eigentlich es gebe nicht viel neues! Denkste! Es gibt keine Helmhokos mehr im Zoo! Die Tiere wurden durch Fischerturakos ersetzt! Auch im Gehege nebenan gab es eine Ver√§nderung! Die Tarantapapageien sind offenbar nach kurzem Gastspiel nicht mehr! Hier leben jetzt Gr√ľnarassaris! Einerder weiblichen Wei√ükopfsakis ist zu den Braunr√ľckentamarinen gezogen! Die Koskorobaschw√§ne schwimmen mit in der Anlage der Meerespelikane! Die Schwarhalskraniche sind jetzt in dem winzigen Raum hinter den Roten Pandas und Muntjaks! Denke die werden dann bald zusammen gehalten! Die Pudus sind in dem Bereich der direkt hinter ihrer neuen Anlage liegt! Aber wie W.Dreier schon angedeutet hat muss hier noch einiges getan werden! Ebenfalls nicht mehr im Zoo sind die K√∂nigsfasane!
Heute konnte ich auch endlich die zwei Faultiere im Affenhaus herumturnen sehen! Anbei ein Bild davon!
(30.06.2017, 20:25)
Adrian Langer :   Wirklich? Ein Vielfra√ü in der kleinen Bucht? Sagenhaft! Obwohl wenn ich h√∂re, dass im jetzigen Kanadagansgehege fr√ľher Flusspferde waren und das Sreichelgehege der Giraffenstall passt das ja!

Das mit dem Wassergefl√ľgel ist mir auch schon aufgefallen! Aber deren Teil soll ja sowieso den Seeb√§ren zugeschlagen werden! Die Bereiche von Blessb√∂cken und Zebras sollen noch zusammen gelegt werden! Dann wird das ganze schon etwas gr√∂√üer! Im Raubtierhaus gibt es zus√§tzlich noch einen L√∂wenkater aber ansonsten stimmt die Einsch√§tzung! Die L√∂wen werden ja sowieso durch Pumas (denke das werden Chilepumas) ersetzt!
(19.06.2017, 19:39)
W. Dreier :   Heute selten zu sehen: Korsak (Steppenfuchs)
(19.06.2017, 17:58)
W. Dreier :   westkaukasischer Steinbock
(19.06.2017, 17:57)
W. Dreier :   Blauer Baumwaran im Raubtierhaus
(19.06.2017, 17:56)
W. Dreier :   R√ľsseleien
(19.06.2017, 17:55)
W. Dreier :   Fast nicht m√∂glich. Aber mein letzter Besuch in Halle war vor fast 4 Jahren - und es war, als w√§re ich gerade erst dort gewesen! Auch ein Erfolg, den Stand zu halten.
Nun, es war ein Sonntag, mittags wirklich gegen 28¬įC, die Innenstadt kochte (nat√ľrlich noch Besuch von Giebichenstein, Moritzburgmuseum und der Altstadt) - und dann noch 1 Stunde Zeitverlust durch mehrere Autobahnbaustunden.
An Baustellen sah ich nichts - die Pudus mu√üten den Erdw√∂lfen weichen, sind daf√ľr in einem Allerweltsbereich hinter den Pinguinen. Man will (mu√ü) das aufh√ľbschen, wenn sie in das ehemalige Nutriagehege sollen (die Kanadag√§nse werden abgegeben). Die sehr gro√üe Anlage f√ľr die kleinen Pandas gef√§llt. Meine Bef√ľrchtungen , dass es f√ľr die Schwarzhalskraniche eng sein k√∂nnte, war gl√ľcklicherweise nicht begr√ľndet. Hinter dem Reilturm haben sie gen√ľgend R√ľckraum. Im Raubtierhaus soll eine Reptilienanlage zu einem Urwald werden. Ansonsten ist der Katzenbereich d√ľnn besetzt: 2 mal. Tiger, 1 L√∂win, 2 Jaguare waren sichtbar.
Sehr klein sind nun die Anlagen f√ľr die Hartmannzebras und die Blessb√∂cke - den Elefanten sei es geschuldet. Neu - und immer mehr verbreitet - sind nun Gundis in der ``Alpenanlage`` - dortselbst lie√üen sich Kaukasush√∂rnchen und Chinchillas nicht sehen - bei der Sonneneinstrahlung das Vern√ľnftigste. In den etwas d√ľnn besetzten Vogelvolieren an der Westseite war der Nachwuchs bei den Pauxis f√ľr mich am Interessantesten - wenn man will, eine Familienerstsichtung. Nachwuchs: m√ľ√üte ich nachdenken - bei den Westkaukasiern sah ich trotz etwa 2,7 kein B√∂ckchen, 1 Kalb bei den Zwergzebus - nat√ľrlich: die Haustiere im Kinderbereich. Relativ erwachsener Nachwuchs bei den Kookaburras. Der kleine Entenweiher ist artenm√§√üig ausged√ľnnt, wenn auch die Tafeln einen gro√üen Bestand vorgaukeln.
Immer wieder erstaunlich, in welchen kleinen Gehegen vor 40 Jahren Tiere lebten: im Frettchenteil ein Bla√üfuchs; ein Vielfra√ü dort , wo heute 2 Kaninchen sind, in der Saubucht Kaninchen und Zierh√ľhner.
Es gab einen guten Besucherstand - wenn sie den Kommentierungsplan bei den F√ľtterungen durchhalten, ist das bemerkenswert!
Anbei : Pauxihahn (Helmhocko)

(19.06.2017, 17:54)
Adrian Langer :   Panzerkrokodil! Finde es wirklich schade, dass sie im Zuge der Umgestaltung Siamkrokodilen weichen werden!
(06.06.2017, 21:06)
Adrian Langer :   Ayo und Panya! Ach ja Abu und Bibi waren heute im Haus zu sehen! Allerdings getrennt (Bibi war im Kuhtrakt)!
(06.06.2017, 21:04)
Adrian Langer :   Heutiger Besuch im Zoo! Nicht viel neues! Die Temincktragopane bei den Balistaren wurden durch Edwardfasane ersetzt! Die Kanadag√§nse sind jetzt im ehemaligen Nutriagehege! Im leeren Terrarium im Raubtierhaus ist jetzt eine gro√üe Wurzel!
Anbei Tana und Tamika!
(06.06.2017, 21:01)
Sacha :   Dann viel Spass, tolle Fotos und sch√∂nes Wetter. Freue mich schon jetzt auf die Berichte.
(23.05.2017, 10:17)
Adrian Langer :   Diese Woche w√ľrde fast behaupten am Sonntag! Dann geht es weiter in den Zoo Bratislava und anschlie√üend nach Wien Sch√∂nbrunn! Nat√ľrlich nicht ohne Berichterstattung!
(22.05.2017, 19:46)
Sacha :   Adrian Langer: Wann gehst Du denn nach Prag? Frage nur, weil ich im Sommer eine Zoo-Tour in Tschechien unternehme.
(22.05.2017, 13:15)
Adrian Langer :   Noch ein kurzer Nachtrag was mir einf√§llt, da ich an einen √§lteren Herren mit seinem Enkel denken musste der √ľber die Livingston Turakos sagte: "Die Tauben da oben machen aber ganz sch√∂n krach!". Die Buffonturakos aus der Fasanerie gibt es auch nicht mehr! Laut Zootierliste wurden diese an einen Privathalter abgegeben!
(21.05.2017, 16:46)
Adrian Langer :   Bevor ich es noch vergesse! Wer sich daf√ľr interessiert und gerade in der N√§he ist kann sich im botanischen Garten eine Reptilienausstellung ansehen! Ich pers√∂nlich fand sie sehr gut! Hier gab es u.a. Zwergarmmolche, Molukkensegelechsen, Tokehs, W√ľstenkr√∂tenk√∂pfe, G√ľnthers Plattschwanzgecko, etc. Zu sehen! Viele der Tiere habe ich erst dort zu sehen bekommen!
(21.05.2017, 15:17)
Adrian Langer :   Nach meinem heutigen Besuch habe ich festgestellt, dass es einige Zu- und Abg√§nge im Zoo gab. Ebenso einige Umgestaltungen zum Konzept bis 2031!

Zunächst ist mir aufgefallen, dass die Kaiserschnurrbarttamarine nicht mehr im Bestand sind (hatte sie schon seit letztem Jahr nicht mehr gesehen und jetzt fehlt auch das Schild!).
Die Bergmeerschweine gibt es auch nicht mehr! Deren Gehege wird nun von den Chinchillas mit in Beschlag genommen!
Das Gehege in denen die Überreste der Simpsons (die alte Erdmännchengruppe des Zoos) ist nun leer und damit der letzte Vertreter verstorben!
Die alte Yakkuh hat es auch dahingerafft! Somit sind nur noch eine junge Kuh und der Bulle im Gehege! So nebenbei konnte ich heute feststellen, dass so ein großer Yakbulle sich sogar in einem solch vergleichsweise kleinen Gehege super verstecken kann! Ich habe tatsächlich 10 Minuten gebraucht um ihn endlich zu entdecken!
Bei den Blessböcken sind nun alle drei Tiere zusammen. Aber noch getrennt von den Zebras!
Bei den Helmhokkos gab es Nachwuchs der auch schon relativ weit entwickelt ist! Die Balistare haben ihre Voliere mit dem Tokeh getauscht! Daf√ľr wurde die Voliere mit den J√§gerlisten mit der am √§u√üeren Rand zusammengelegt! Ich glaube hier waren die Rotfl√ľgelstare drin die nun mit den Steinh√ľhnern zusammen leben!
Und endlich auch einmal Erdw√∂lfe gesehen (auch wenn er mich nur mit gef√ľhlten 2,5 Sekunden beehrt hat! Damit fehlt mir nur noch der Strandwolf und ich habe zumindest einmal alle Hy√§nenarten (bis auf Unterarten) gesehen! D√ľrfte ja noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, da ich ja Prag besuchen werde!
Die Pudus leben jetzt in dem winzigen Gehege neben Muntjaks und Pandas (letztere haben sich heute patu nicht gezeigt!). Ich denke sie werden da aber nicht lange verweilen, da ja bereits der f√ľr sie vorgesehene Nutriateich leer ist!
Im Gehege der Hängebauchschweine leben jetzt Zwergkaninchen!
Ins Gehege der Koskorobaschw√§ne sind jetzt Kanadag√§nse eingezogen! Was ist denn mit denen passiert? Ich hatte allgemein das Gef√ľhl, dass einiges an Wassergefl√ľgel nicht mehr da war!
Bei den Elefanten standen heute Bibi und Abu allein auf der Au√üenanlage! Panya und Tana waren mit Nachwuchs im Innenstall! Ich denke, dass sich Bibi und Abu schnell fortpflanzen sollen, damit man sie "endlich" und ohne Probleme abgeben kann! Ich glaube ich sehe das schon seit einiger Zeit kritisch aber wei√ü jemand wie sich das negative Verhalten von Bibi gegen√ľber den K√§lbern ge√§u√üert haben soll? Ich wei√ü, dass sie w√§hrend der Geburt stark gegen die Stahlstreben ihrer Box geschlagen hat. Aber nach der Geburt? Schlie√ülich hat sie ja w√§hrend der Geburt auch immer negativ auf ihre Jungen reagiert. gleichzeitig hat sie ja ihre √ľberlebenden T√∂chter angenommen und gro√ü gezogen! Ist der Zoo hier vielleicht etwas zu vorsichtig?
Im alten B√§rengehege leben jetzt im Bereich der Braunb√§ren die Berberaffen. Deren Gehegegestaltung fand ich jetzt nicht so sch√∂n aber es ist ja nur eine √úbergangsl√∂sung, bis die begehbare Anlage fertiggestellt ist! Im alten Kragenb√§rbereich leben jetzt die Nutrias! F√ľr die finde ich das Gehege tats√§chlich sehr passend! Konnte sogar einige beim tauchen beobachten! Es waren jetzt auch wieder alle Tiere vom letzten Jahr plus Zuchtformen zu sehen (ich fand sogar es waren etwas mehr! Kann aber auch daran liegen, dass sie jetzt besser zu sehen sind!)!
Das Terrarium im Raubtierhaus ist immer noch leer und es steht auch keine weitere Information dazu, was dort nun einziehen soll!
(21.05.2017, 15:13)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/vier-neuankoemmlinge-im-bergzoo-sind-die-affen-los-26930592

In Halle sind jetzt die Berberaffen eingezogen!
(19.05.2017, 20:16)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/problemelefantin-am-reilsberg-darum-ist-bibi-immer-noch-im-zoo-halle-26876636

Es wird wohl sehr bald √ľber den Verbleib von Bibi entschieden werden!

Die Erdwölfe sind jetzt im freien und erkunden ihr neues Reich!
(11.05.2017, 10:10)
zollifreund :   ok, danke. Habe mich schon gewundert, dass man den Artikel so missverstehen k√∂nnte - @Adrian Langer: ich wollte Ihre Textverst√§ndnisf√§higkeit nicht anzweifeln...
(04.05.2017, 23:12)
Michael Mettler :   Der Artikel ist offenbar zwischenzeitlich korrigiert worden. Vorher stand darin n√§mlich tats√§chlich etwas von "haben das Licht der Welt erblickt".
(04.05.2017, 22:53)
zollifreund :   wieso Zuchterfolg in Halle? davon steht kein Wort in dem Zeitungsbericht - es wird nur von "sind angekommen" geschrieben....?
(04.05.2017, 22:49)
Adrian Langer :   https://www.tag24.de/nachrichten/halle-saal-bergzoo-zuwachs-bei-den-erd-woelfen-zwei-babys-hyaene-ed-christel-246129

In echt? Kaum eingetroffen und schon ein Zuchterfolg? Oder sollen die in Halle etwa Nachzuchten sein?
(03.05.2017, 17:07)
Adrian Langer :   Die Erdw√∂lfe sind jetzt angekommen! Wann sie zu sehen sein werden ist aber unklar!
(28.04.2017, 09:48)
Michael Gradowski :   @Adrian Langer: Nein, die Pudus sollen innerhalb des Zoos umziehen und zwar in die jetzige Nutriaanlage.
(18.04.2017, 15:41)
Adrian Langer :   Dann muss ich doch nicht nach Berlin fahren!

Besonders erstaunlich finde ich, dass die alte Bärenanlage ja anscheinend noch kräftig genutzt wird! Aber ich finde die Meldungen gut (auch wenn mich Berberaffen nicht so vom Hocker hauen!). Sollen demnach die Pudus abgegeben werden?
(18.04.2017, 09:53)
Oliver Muller :   Halle bekommt Erdw√∂lfe!

http://www.mz-web.de/halle-saale/zwei-neue-tierarten-diese-neuzugaenge-bekommt-halles-bergzoo--26702930
(17.04.2017, 12:09)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Faultiere, die herumtollen w√ľrde ich auch mal gerne sehen;-)))
(01.04.2017, 21:30)
Adrian Langer :   Ach eins h√§tte ich jetzt fast vergessen! Bibi war heute nicht zu sehen! Weder im Au√üenbereich des Bullen noch im kleinen Trakt neben dem Bullen! Ist sie etwa doch schon weg?
(01.04.2017, 20:25)
Adrian Langer :   Habe es jetzt umgewandelt! Mal sehen ob es klappt!
(01.04.2017, 20:18)
Adrian Langer :   Schade klappt nicht, dann kann ich die Bilder leider nicht hoch stellen!
(01.04.2017, 20:07)
Adrian Langer :   Nicht geklappt nochmal!
(01.04.2017, 20:04)
Adrian Langer :   Mein erster Besuch in Halle in diesem Jahr!
Der Tag war schön und sonnig und daher waren viele Tiere gut zu sehen! Einige sind noch in ihren Winterquartieren. So waren Bergmeerschweinchen und Meerespelikane noch nicht auf ihren Anlagen. Nachwuchs gab es bei den Girgentanaziegen sowie den Zwergziegen,Königsfasanen und Minischweinen.

Im Schimpansenhaus viel mir sofort auf, dass nun bei den Braunr√ľckentamarinen Springaffen mit eingezogen sind. Ein Wei√ükopfsaki soll auch dort leben (ausgeschildert aber nicht gesehen). f√ľr mich ebenfalls neu, dass ein Faultier zusammen mit dem Liztaffen frei im Haus herumtollt (ebenfalls nicht gesehen).
Weiter oben habe ich die neue Anlage f√ľr Bergzebras und Blessb√∂cke betrachtet. Den Teil f√ľr die Blessb√∂cke finde ich pers√∂nlich etwas klein aber doch gelungen!
In der Fasanerie ist der Unter der Decken Tokko eingezogen. Daf√ľr zogen die Balistare zu den Hokos. Ebenfalls f√ľr mich neu die Tarantapapageien (oder waren die schon immer da und sind mir blo√ü nicht aufgefallen?).
Bei den Nutrias sieht es schon ziemlich leer aus! Konnte ich letztes Jahr noch sechs Tiere zählen so waren es dieses Jahr nur noch drei (zwei schwarze und ein rotbrauner).
Im Raubtierhaus eine weitere √úberraschung. Hier wird eines der W√ľstenterrarien in ein Dschungelterrarium umgestaltet. Vorher waren hier die Bartagamen.
Anbei der Schweinnenachwuchs!
(01.04.2017, 20:03)
Michael Gradowski :   Es sind Brillenb√§ren gemeint. In diesem Artikel werden sie richtig genannt:

http://www.mz-web.de/halle-saale/umbau-bergzoo-halle-das-sind-die-plaene-bis-2031-26232638
(23.03.2017, 15:27)
Adrian Langer :   Mal davon abgesehen wird sich der Zoo Erfurt eine Wiederbeschaffung von Niligiri-Languren nicht leisten k√∂nnen. Mal davon abgesehen, dass nur noch vier indische Zoos diese Affen halten und selber nicht besonders gut mit Tieren best√ľckt sind, liegen hier ja auch massive beh√∂rdliche H√ľrden im Weg (auf indischer Seite die sind n√§mlich noch schlimmer als deutsche Beh√∂rden)! Dementsprechend ist eine Abgabe der Brillenlanguren nach Halle eher unwahrscheinlich.
(22.03.2017, 21:58)
Oliver Muller :   @Adrian Langer: Yap, denke ich auch.
@W. Dreier: Brillenlanguren sind im Masterplan nicht vorgesehen, Brillenbären und Berberaffen schon.
(22.03.2017, 21:51)
Adrian Langer :   Das ist mir beim ersten mal lesen gar nicht aufgefallen! Ich denke, da es ja in Verbindung mit der alten B√§renanlage steht, dass es Brillenb√§ren sein sollen.
(22.03.2017, 21:08)
Patrick Marburger :   Und wenn man sich auf Historie besinnt kann man die Tiere aus Erfurt nehmen, und die k√ľmmern sich um ein Comeback des Nilgiri-Langurs. (; Ob die Brillenaffen dem gleichen Genie wie die Himalaya-Takine in Erfurt entsprungen sind?
(22.03.2017, 20:31)
W. Dreier :   Warum nicht Brillenlanguren? Ich besitze noch Dias aus Halle (um 1970) mit 2 Brillenlanguren. Etwas Besinnung auf die Historie?
(22.03.2017, 20:23)
Oliver Muller :   Laut Text "Brillenaffen". Ich vermute darin die Fusion von Berberaffen und Brillenb√§ren im Kopf eines ahnungslosen Journalisten...
(22.03.2017, 19:50)
Michael Gradowski :   Ich gehe von einem Druckfehler aus und denke, es sind Brillenb√§ren gemeint.
(22.03.2017, 19:04)
Oskar Schwitters :   ...oder BrillenB√ĄREN?
(22.03.2017, 18:53)
Sacha :   @Oliver Muller: BrillenLANGUREN oder BR√úLLaffen?
(22.03.2017, 16:11)
Oliver Muller :   ... sogar Brillenaffen sind vorgesehen...
(22.03.2017, 15:39)
Adrian Langer :   http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/bergzoo-halle-stellt-umgestaltungskonzept-vor-100.html

Es gibt jetzt eine konkretere Planung f√ľr die erste Phase! So soll auf dem Platz der ehemaligen B√§renanlage ein neues Nachttierhaus entstehen und im Elefantenhaus diverse Kleins√§uger einziehen.
(22.03.2017, 14:58)
Adrian Langer :   http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/45717/Ein-graues-Leben

Noch einmal der selbe Artikel ohne Bezahlaufforderung! In ihm wird auch best√§tigt, dass Bibi endg√ľltig nach Magdeburg zieht! Der Artikel klingt zwar ziemlich negativ allerdings werden ja vergangene Fehler thematisiert. Ich denke seitdem sind einige Fortschritte gemacht worden.
(13.03.2017, 21:43)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/elefant-im-zoo-halle-sueddeutsche-zeitung-berichtet-ueber-bibis-trauriges-schicksal-26175404

Ein Beitrag √ľber das Leben von Bibi im Zoo Halle.
(12.03.2017, 10:27)
Adrian Langer :   Die beiden L√∂wen sind jetzt dauerhaft zusammen zu sehen. Lediglich zum fressen werden sie noch abgesperrt. Z√ľchten will man in Halle aber definitiv nicht da Akinda und Nyla die selbe Gro√ümutter haben. Deswegen erh√§lt die Katze ein Verh√ľtungspreparat.
(25.02.2017, 15:10)
Adrian Langer :   Zwei Nachrichten aus dem Zoo Halle. Neben dem Blessbockmann, der ja bereits Ende 2016 mit den Bergzebras auf die neue Afrikaanlage gezogen ist, hat der Zoo jetzt auch eine junge Kuh erhalten mit der sp√§ter auch gez√ľchtet werden sollen.

Zum anderen habe ich einmal das Zooteam im Zoo Halle √ľber die L√∂wen kontaktiert. Sie sollen wie geplant zwischenzeitlich ausziehen. Langfristig gesehen sollen sie aber wieder auf den Reilsberg zur√ľck kommen. Wann und wo wird dabei offen gehalten. Ich denke ja mal, dass sie erst nach Beendigung des Masterplans 2031 einziehen werden.
(16.02.2017, 10:08)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/bergzoo-halle-deshalb-soll-problem-elefant-nach-magdeburg-25543406

Wie ich schon im Magdeburger Threat geschrieben habe zieht die Kuh Bibi noch dieses Jahr nach Magdeburg. Mal sehen wie sie sich dann dort entwickelt.
(16.01.2017, 10:08)
Jan Jakobi :   Zu Bibi ist neues bekannt.
Eine Mailanfrage meinerseits brachte keine Neuigkeiten dazu.
(31.12.2016, 13:46)
Justus Bauer :   Wei√ü jemand, was mit Bibi passiert?
(31.12.2016, 13:27)
Adrian Langer :   http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Dresdens-Zoo-Chef-Ukena-freut-sich-auf-Dickhaeuternachwuchs

Der Zoo Dresden m√∂chte gern Abu als Zuchtbullen einstellen. Ich glaube hier wird es zu einem gro√üen Dualismus zwischen Erfurt und Dresden kommen. Dabei ist der Bestand auf das Alter der K√ľhe in Dresden nicht ausschlaggebend, da Elefantenkuh Csami wohl wieder in Erfurt einziehen soll und Mogli und Sawu zwei bzw. ein Jahr j√ľnger sind als Csami.
(30.12.2016, 19:05)
Michael Mettler :   "Savanne" sagt ja nichts √ľber die Gr√∂√üe der Bewohner aus - laut dem im letzten Jahr ver√∂ffentlichten Masterplan wird zum Themenbereich Savanne eine Erdm√§nnchenanlage gegen√ľber dem Elefantenhaus geh√∂ren... Au√üerdem sollen ja die Gehege des Antilopenhauses gegen√ľber der Gro√üvoliere zusammengefasst zu einer S√ľdamerika-Savanne umgestaltet werden.

Von L√∂wen im Bereich der Bergtieranlagen ist in der 2015er Grafik allerdings nichts zu sehen, und die Pumas waren darin dem Thema Patagonien zugerechnet und f√ľr den √§u√üeren linken Part des Raubtierhauskomplexes eingezeichnet.

Vielleicht gilt eine (Afrika-)Savannenplanung ja auch nur als Alternative, nicht als Erg√§nzung zu den Elefanten. Immerhin wird es schwer, auf der zur Verf√ľgung stehenden Fl√§che die aktuellen Mindestforderungen f√ľr die Haltung einer Zuchtgruppe Elefanten zu erf√ľllen. Bei der damaligen Planung des Elefantenhauses war bereits einkalkuliert worden, dass man eines Tages m√∂glicherweise auf die Haltung der R√ľsseltiere verzichten muss; deshalb wurde der Bauk√∂rper so gestaltet, dass er z.B. auch f√ľr die Haltung von Giraffen nutzbar gemacht werden kann. Und dann w√§re eine Afrika-Savanne STATT der Elefanten nat√ľrlich umsetzbar.
(23.12.2016, 22:02)
Adrian Langer :   Das mit der Savannenanlage ist mir auch schleierhaft! Ich denke n√§mlich trotz Erweiterung w√§re gerade einmal genug Platz f√ľr die Elefanten (wenn es nicht doch noch etwas klein w√§re).

Kann man das mit den Berberlöwen irgendwo nachlesen? Ich suche schon die ganze Zeit finde aber nichts dazu!
(23.12.2016, 19:04)
Nikolas Groeneveld :   Mir ist bisher auch vollkommen unklar wie man auf dieser Fl√§che eine Savannenanlage bauen will (kann aber auch sein dass ich mir das von den Platzverh√§ltnissen her falsch vorstelle ich war bisher noch nicht in Halle)
(23.12.2016, 15:02)
Gudrun Bardowicks :   Es wird eigentlich mit Berberl√∂wen geplant, die wohl eine neue Anlage im Bereich der Bergtiere bekommen sollen. Die Pumas sollen ebenfalls in den Bergteil ziehen. Vermutlich ist der neue L√∂we ein Platzhalter f√ľr die zuk√ľnftigen Berberl√∂wen, Von einer Vergesellschaftung von L√∂wenmit Elefanten habe ich nichts gerlesen. Allerdings soll die Elefantenanlage laut Masterplan vergr√∂√üert werden und sp√§ter eine Savannenanlage angegliedert werden. Ob das von den Platzverh√§ltnissen her m√∂glich ist wei√ü ich allerdings nicht.
(23.12.2016, 13:25)
Oliver Muller :   Habe den Artikel leider nicht mehr wieder gefunden. Wo L√∂wen hin sollten, w√ľsste ich auch nicht. Vergesellschaftung mit Elefanten w√§re ja zumindest mal spannend. Ich sch√§tze mal, dass die Haltung mittelfristig schon auslaufen wird.
(22.12.2016, 15:04)
Adrian Langer :   Also leben sie dann mit den Elefanten zusammen! ^^ Naja dann w√ľ√üte ich aber nicht wo sie hin sollten. Bzw. wieso Dschungelhaus? Ich denke die Pumas sollen zum Lebensraum Patagonien z√§hlen? Als Grundlage h√§tte ich die Bebilderung aus einem fr√ľheren Artikel:
http://www.mz-web.de/halle-saale/versammlung-im-zoo-halle-buerger-diskutieren-mit-ob-ueber-die-zoo-umgestaltung--22573424
Bei den Bildern m√ľsste man etwas weiter klicken um auf die Tafel mit den jeweiligen Tieren und Erkl√§rungen zu kommen. Aber vielleicht erkl√§rt ja der neue Artikel mehr. Gibt es den noch?
(21.12.2016, 21:50)
Oliver Muller :   Laut Masterplan war das so gedacht. In einem Zeitungsinterview vor einigen Tagen klang es aber eher so, als ob die L√∂wen nur aus dem Raubtierhaus ausziehen sollen, weil das dann dem Lebensraum Dschungel gewidmet sein soll. Ich gucke gleich mal, ob ich das Interview noch finde und poste es dann. Die Pumas sind aber wohl trotzdem gesetzt.
(21.12.2016, 09:20)
Adrian Langer :   Halle hat seit neuestem einen neuen L√∂wenmann. Hierf√ľr ist L√∂win Baari nach Athen gegangen.
http://www.mz-web.de/halle-saale/zuwachs-im-bergzoo-halle-loewe-akinda-kommt-aus-athen-25340674

Eigentlich dachte ich ja, dass nach den Tot des alten Löwen die Anschaffung der Pumas vorgezogen wird. Man hätte ja z.B. eine Löwin nach Chemnitz zu Malik abgeben können da seine alte Partnerin (ebenfalls aus dem Zoo Halle) verstorben ist. Ich hoffe der Zoo will trotzdem noch die Pumas mit den Löwen austauschen.
(20.12.2016, 17:35)
Adrian Langer :   Ich glaube Halle m√∂chte einfach eine neue begehbare Wildtieranlage haben. Dabei finde ich aber die Wahl von Berberaffen nicht zielf√ľhrend, da diese Art ja relativ h√§ufig gehalten wird und sehr gute begehbare Anlagen bereits in Erfurt und Strau√überg (quasi in der N√§he) existieren. War mir nicht auch mal so, dass bei der Anlage Gemsen einziehen sollten? Ist der Plan dann gestorben?
(27.11.2016, 13:08)
Oliver Muller :   Ich wusste bisher gar nicht, dass in den Anden auch Berberaffen leben.
(26.11.2016, 18:21)
Adrian Langer :   http://www.mz-web.de/halle-saale/umbauplaene-bergzoo-halle-das-soll-sich-bis-2031-am-reilsberg-veraendern-25166452
Es Gibt jetzt genauere Informationen √ľber die erste Bauphase. Es sollen nun h√∂here Kosten f√ľr die Sanierung anfallen. Gleichzeitig werden aber auch h√∂here Kosten von der Stadt √ľbernommen. Dementsprechend kann der Bau der Brillenb√§renanlage vorgezogen werden.
(26.11.2016, 12:50)
Jan Jakobi :   Seit dem 1. September sind die M√ľtter mit ihren K√§lbern auf der Au√üenanlage vergesellschaftet.
https://www.facebook.com/pages/Elefantenhaus-Zoo-Halle/121581147996706?fref=photo&ref=stream

M√ľtter mit ihren K√§lbern bezieht sich auf Tana mit Tamika und Panya mit Ayo.
(05.09.2016, 15:10)
Nikolas Groeneveld :   Der kleine Elefantenbulle hat am Samstag zum ersten mal bei seiner Mutter Panya getrunken.
Zuvor wurde er von den Pflegern per Sonde ern√§hrt, Panya k√ľmmert sich wohl gut um ihr Jungtier.
Tamika durfte zwischenzeitlich auch bei Panya trinken um den fortwährenden Milchfluss zu gewähren.
(08.08.2016, 12:38)
Jan Jakobi :   Ob man Bibi √ľberhaupt noch decken lassen will ist noch unbekannt.
Ein Bullen-Tausch ist noch nicht nötig.

(07.08.2016, 18:50)
R√ľdiger Krichel :   Sehr erfreulich gute und gesunde Aufzucht w√ľnsche ich dabei.
Wenn Bibi wieder aufgenommen hat, sollte ein Bullentausch vollzogen werden.
(07.08.2016, 16:20)
Gudrun Bardowicks :   Sehr sch√∂ne Nachricht. Nun hoffe ich mal, dass beide Jungtiere gesund heranwachsen und die Zusammenf√ľhrung der M√ľtter und sp√§ter auch mit Bibi gelingt.
(03.08.2016, 18:07)
Jan Jakobi :   Panya hat heute Morgen ihr Baby zur Welt gebracht!
Das Baby ist ein Bulle mit einem Gewicht von 105 kg und einer Höhe von 94 cm.

Facebook-Seite Zoo Halle

In beiden F√§llen haben die jungen Erstgeb√§renden das Fehlverhalten der eigenen M√ľtter zum Gl√ľck nicht √ľbernommen.

Ich bin gespannt wann und wie die Zusammenf√ľhrung der M√ľtter mit den K√§lbern verl√§uft, au√üerdem wann Bibi dazugelassen wird und wie sie auf die K√§lber reagiert. Das k√∂nnte vielleicht noch einige Wochen/Monate dauern.
(03.08.2016, 13:34)
Jan Jakobi :   Aufgrund der Vegetation konnte ich da auch nicht so viel entdecken.
Das einzig auffällige war eine Treppe die im "Nichts" verschwand (siehe mein Foto).
Alexander postete am 12.01.2008 ein Foto einer Treppe, welches er vom Alpinum-Weg aus aufgenommen hatte.
Der Zooplan von heute zeigt im Vergleich mit dem von 1973/74 einen kleinen Unterschied: Die Treppe ist auf dem heutigen Plan nicht eingezeichnet!
Die Treppe war demnach f√ľr Besucher zug√§nglich.

Von daher lässt sich eine Frage von mir mit "ja" beantworten: Es ist dieselbe Treppe.

Anbei der Planausschnitt vom Zooplan von 1973/74 aus der Zoo - Chronik Teil 2.
Die Wombat-Anlage war rechts von der Treppe.

Alexanders Rätsel-Anlage könnte vielleicht doch einen kleinen und nur im Winter erkennbaren Rest der Wombat-Anlage zeigen.

Hier ist der aktuelle Zooplan zu sehen und keine Treppe an jener Stelle, auch der Zooplan von 2007 zeigt keine Treppe mehr:
http://www.zoo-halle.de/cms/index.php?zoo-plan
(02.08.2016, 00:10)
Michael Mettler :   @Jan: Oliver hat mir damals mal die √úberreste der alten Wombatanlage gezeigt. Die waren aber so unspektakul√§r und von Vegetation √ľberwachsen, dass ich offenbar nicht mal ein Foto gemacht (oder es genau deshalb wieder gel√∂scht) habe. Nach meiner Erinnerung endete ein von oben herab f√ľhrender Rest einer Treppe nach kurzer Strecke im "Nichts" (sprich Geb√ľsch), vielleicht war das nur der Pflegerzugang zu der am Fu√ü der Aussichtskanzel gelegenen Anlage, deren Fl√§che man mehr ahnen als sehen konnte. Aber um mich an Details zu erinnern, ist das schon wieder zu lange her. Fertig gebaut und in Betrieb war die Anlage jedenfalls einige Zeit, nach den Wombats wurden m.W. noch Hauskaninchen darin gehalten, bevor sie irgendwann stillgelegt wurde.
(01.08.2016, 23:04)
Jan Jakobi :   Tanas Tochter hei√üt Tamika.

Michael, hast du zufällig Kontakt zu dem Hallenser Zoo-Insider den du in deinem letzten Beitrag erwähnst?
Kannst du ihm bitte meine Frage bzw. die von Oliver und Alexander weiterleiten?
Die beiden genannten sind leider nicht mehr "im" Forum, sonst hätte sich vermutlich einer der beiden innerhalb der letzten fast 3 Monate gemeldet.

Ich wei√ü wirklich nicht was Alexander 2007 f√ľr eine Anlage gesehen hat bzw. von was f√ľr einer die Reste sind.
Ist das eventuell so ähnlich wie mit der Tapir-Anlage im TP von der es nur das Fundament gibt, also eine nie fertig gebaute Anlage?

Im Zoo Halle bin ich nicht "betriebsblind".
(01.08.2016, 01:04)
Jan Jakobi :   Tanas Baby ist da!
Das Baby ist ein Mädchen: 88 cm hoch und 91,7 kg schwer.

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/elefantenbaby-bergzoo-100.html

Meine Frage zur Wombat- bzw. R√§tsel-Anlage ist √ľbrigens immer noch unbeantwortet.
Von einem anderem Zoo wurde ich wegen einer Frage zur Historie auf Zoo-Literatur (Chronik, ...) verwiesen.
In der Zoo-Chronik steht nichts drin dazu, weder hat Oliver damals (2007/2008) noch ich dieses Jahr da drinnen was dazu gefunden.
(27.06.2016, 19:34)
Michael Mettler :   @Jan, zu deinem Beitrag vom 5.5.: Meine verwunderte Nachfrage bei einem anderen k√ľrzlichen Halle-Besucher und einem dort heimischen Zoo-Insider ergab die √ľbereinstimmende Antwort, dass Saubucht und Antilopenhaus nach wie vor existieren und auch zuk√ľnftig im Masterplan eine Rolle spielen werden. Nur eben nicht mehr mit ihren urspr√ľnglichen Zwecken.
(18.05.2016, 23:23)
Jan Jakobi :   Oliver Jahn, gibt es eine etwas ausf√ľhrlichere Beschreibung Ihrer Enteckung im Sommer 2007 (Wombat-Anlage)?
Am 20.12.2007 schrieben Sie das Sie die genannte Anlage im Sommer 2007 endeckt haben, einen "Bericht" fand ich nicht.
Haben Sie Fotos von Ihrer Entdeckung gemacht?

Ich habe mir mal ein eigenes Bild gemacht und bin daher den genannten Weg (G√§nsegeier-Voliere bis Schimpansen-Au√üenanlage) abgelaufen, ebenso den Alpinum-Weg. Der dritte im Zooplan eingezeichnete Weg ist der Wirtschaftsweg, der f√ľr Besucher nicht zug√§nglich ist.

Ich bin den mittleren Weg runtergelaufen und kam an der Voliere (hier Nr. 27, Gänsegeier) an, mehrere Meter
davor sah ich Stufen (offensichtlich eine Treppe, Foto im vorherigen Beitrag) die in den Hang hinauf f√ľhrten.

Ich habe mir auch die Zoo-Chronik besorgt und mir die Zoopläne angeschaut, Chronik Zoo Halle Teil 1:

Plan Nr. 3 (ca. 1917) => Nr. 29 Wombat-Anlage
Plan Nr. 4 (1925) => Nr. 24 Wombat-Gehege

Der nächste Plan ist von 1938, dort ist der Alpinum-Weg mit Nr. 6 eingezeichnet, die Wombat-Anlage ist mehr dabei.
Haltung und Zucht endeten laut Chronik im 1. WK.

Nach den alten Plänen und dem aktuellen Plan zu urteilen war die Wombat-Anlage ein paar Meter weiter rechts neben der Treppe.
Im Plan Nr. 13 von 1973/74 ist eine Treppe eingezeichnet. Handelt es sich bei den von mir entdeckten Stufen/Treppe um jene Treppe?




(10.05.2016, 19:17)
Jan Jakobi :   Ich war am 23. April und heute (5. Mai) den Zoo Halle besuchen.

In 2 der Alpinum-Anlagen leben Degus.
Antilopenhaus und Saubucht gibt es scheinbar nicht mehr.

Ich habe mich auf die Suche nach der Rätsel-Anlage begeben.
Von der Schimpansen-Außenanlage lief ich den Weg runter bis zur Voliere mit den Gänsegeiern.
Mehrere Meter davor sah ich Stufen (Bild anbei) die in den Hang hinauf f√ľhrten.

Hat jemand Bilder von der Wombat-Anlage (wo mehr zu sehen ist als auf dem Foto von dem Weibchen mit Jungtier und Pfleger im Hintergrund) bzw. was davon noch √ľbrig ist?

(05.05.2016, 22:09)
R√ľdiger Krichel :   Sehr schade, besonders f√ľr die Alterstruktur der Afrikaner Herde .
hoffentlich kommen die nächsten baies gesund auf die Welt und werden angenommen.
Meineserachtens sollte Abu nach dem erneuten Decken von Bibi zur Zucht an einen anderen Zoo eingetauscht werden.
(14.11.2015, 16:51)
Jan Jakobi :   Elefantenkuh Mafuta, die beste Freundin von Pori, ist √ľberraschend nach kurzer, schwerer Krankheit am 11. November in Halle verstorben.

https://www.facebook.com/Elefantenhaus-Zoo-Halle-121581147996706/timeline/?ref=stream

Jetzt hat Tana in Halle keinen "Bezugselefanten" mehr, sie ist die Tochter von der im TP Berlin lebenden Pori.
(13.11.2015, 21:13)
Michael Mettler :   Ist √ľbrigens ein merkw√ľrdiger Widerspruch, wenn es einerseits hei√üt, am Nebeneingang w√ľrden Zoo-Attraktionen fehlen (Elefanten sind anscheinend keine??), man aber die dem Eingang am n√§chsten liegende Tieranlage (bisherige B√§renanlage) zu einem Spielplatz umbauen will statt sie nach Verf√ľllung des Wassergrabens mit kleineren Tieren zu besetzen, die ONB-attraktiv sind und zum Savannenthema passen - z.B. die an anderer Stelle eingeplanten Erdm√§nnchen.
(29.09.2015, 14:33)
Michael Mettler :   Ich freue mich, dass es jetzt eine Zielplanung gibt, nachdem es ja zuletzt recht still um den Bergzoo war. Die Entw√ľrfe f√ľr den Bereich um den Aussichtsturm herum (Blauschafe/Irbisse) und f√ľr den Seeb√§r-Pinguin-Bereich sehen wirklich klasse aus. Aber bei genauem Hinsehen und unter den Ma√üst√§ben, die wir hier im Forum bei den Zukunftspl√§nen anderer Zoos anlegen, finde ich im Masterplan doch ein paar Fragezeichen.

Zwar kommt mit dem Puma das Wappentier des Zoos wieder, aber daf√ľr m√ľsste offenbar der L√∂we weichen - ein attraktiver Tausch f√ľr den Normalbesucher? Mit K√§nguru und Nasenb√§r verlieren offenbar weitere ONB-Tiere ihren Platz, √ľber kurz oder lang auch die Menschenaffen - denn das Konzept sieht keine Neuanlage gem√§√ü der aktuellen Haltungsrichtlinien vor (egal, f√ľr welche Art). Eine daf√ľr m√∂gliche Fl√§che soll stattdessen mit der √Ąthiopien-Anlage bebaut werden.

Der Schwerpunkt Gebirgstiere gewinnt nicht nur neue Arten, sondern verliert im Gegenzug auch welche, darunter die traditionelle Spezialit√§t Westkaukasische Steinb√∂cke, aber auch M√§hnenschaf und Alpaka (deren Gehege offenbar den Blauschafen zugeschlagen wird). Da das Alpinum seinem Namen wieder Ehre machen und dem Themenbereich Alpen zugeschlagen werden soll, m√ľsste eigentlich auch f√ľr die jetzigen Kleins√§uger die Stunde schlagen - auf die Nachnutzung bin ich gespannt.

Dem Besucher die unterschiedlichen Geo-/Lebensraumzonen deutlich zu machen, d√ľrfte einigen Aufwand mehr als in anderen Zoos bedeuten, da die Themenbereiche nicht unbedingt en bloc zusammenh√§ngen. Die "Alpen" z.B. ziehen sich durch den ganzen Zoo und zerschneiden dabei "Afrikas Gebirge", auch die "Savannen" h√§ngen m.E. nicht so zusammen, dass man von einem in sich geschlossenen Parkteil sprechen kann. Die Unterzeile "Endlose Weiten" f√ľr dieses Thema am√ľsiert mich ein bisschen, wenn ich mir anschaue, welche Gehege unter dieses Pr√§dikat fallen werden - u.a. die √ľberwiegend von hohen Mauern umgebene Elefantenanlage (zuk√ľnftig "dank" H√§ngebr√ľcke" mit zus√§tzlichem Tiergrubenfaktor...).

√úberhaupt w√§re interessant, wie das zuk√ľnftige Elefantenkonzept aussieht. Nach dem aktuellen S√§ugetiergutachten ist die Freilaufhalle ebenso zu klein wie die Bullenanlage, und sobald mehr als eine Kuh der jetzigen Gruppe Nachwuchs h√§tte, w√§re selbst die gro√üe Au√üenanlage nicht mehr ausreichend. Die im Masterplan zu sehende Erweiterung ist nur ein Gel√§ndezipfel in Richtung Nebeneingang und alte B√§renanlage; da habe ich meine Zweifel, ob diese Fl√§che dazu ausreicht, gleichzeitig alle drei Kriterien auszugleichen. Und dann wom√∂glich noch zus√§tzlich Nash√∂rner aufzunehmen!
(29.09.2015, 11:09)
Gudrun Bardowicks :   Die Pl√§ne klingen wirklicch toll, besonders die Bergwelten, Patagonien und das Philippinenhaus. Die Erweiterung der Elefantenanlage finde ich auch toll, ich w√ľrde aber schon aus Platzgr√ľnden lieber eine Vergesellschaftung der Elefanten mit Zebras und/oder Antilopen als eine Vergesellschaftung mit Nash√∂rnern sehen.
(28.09.2015, 20:50)
Oliver M√ľller :   Hier steht noch Genaueres:
http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/versammlung-im-zoo-halle-buerger-diskutieren-mit-ob-ueber-die-zoo-umgestaltung-,20640778,31999642.html
(28.09.2015, 18:26)
Michael Gradowski :   Auch in Halle hat man gro√üe Pl√§ne:

http://hallespektrum.de/nachrichten/vermischtes/bergzoo-halle-soll-zur-erlebniswelt-werden/177061/

Mir gef√§llt besonders, da√ü man sich wieder st√§rker auf den Fokus Gebirgstiere konzentrieren will. Die geplanten Bereiche wie Anden, Himalaya etc. klingen spannend, das l√§√üt auf interessante Arten hoffen. Vor allem das Phillippinenhaus k√∂nnte etwas ganz besonderes werden, ebenso wie Patagonien. Die Grafiken sehen schon mal gut aus. Nicht so begeistert bin ich vom Hochweg √ľber die Savannenanlage. Ich bin generell kein Fan solcher Versuche. Der Blick √ľber die Anlage und seine Bewohner ist sicher toll, ich kriege nur immer Magenschmerzen, wenn ich daran denke wieviele Unvern√ľnftige es gibt, denen immer wieder "etwas runterf√§llt" - nat√ľrlich nur aus Versehen :-(. Ansonsten bin ich aber von den Planungen wirklich begeistert, d√ľrfte ein gro√üer Gewinn f√ľr den Zoo Halle sein.
(28.09.2015, 18:02)
Gudrun Bardowicks :   Sehr schade. Ich hoffe, dass die n√§chsten anstehenden Geburten erfolgreich verlaufen. Gewisse m√ľtterliche Gef√ľhle scheint ja auch Bibi zu haben, aber leider kamen diese zu sp√§t zum Tragen. Vielleicht m√ľsste man diese Kuh doch bei der n√§chsten Geburt anketten oder sie zuk√ľnftig von der Zucht ausschlie√üen, wenn man weitere Todesf√§lle durch sie vermeiden will. Ein Zuchtausschlu√ü w√§re hinsichtlich der geringen Zahl zuchtf√§higer Afrikanerk√ľhe allerdings auch sehr schade.
(22.09.2015, 20:28)
Michael Mettler :   Schon wieder.... Gerade deshalb umso trauriger f√ľr alle Beteiligten.

Es hei√üt doch immer, dass junge Elefantinnen durch Beobachten der Geburt ihrer j√ľngeren Geschwister lernen, wie man mit Neugeborenen umgeht. Bei beiden Geburten, die Panya bei ihrer Mutter Bibi beobachten konnte, hat Bibi ihr Kalb umgehend attackiert und letztlich get√∂tet. Panya ist inzwischen selbst erstmals tr√§chtig - ebenso wie ihre Herdengenossin Tana, die ebenfalls schon (in Berlin) miterlebt hat, wie ihre eigene Mutter Pori ein neugeborenes Geschwisterkalb umbrachte (das folgende Kalb allerdings wieder annahm). Gab es eigentlich schon F√§lle, in denen junge K√ľhe solches Fehlverhalten des m√ľtterlichen Vorbilds √ľbernommen haben?

Am Rande: Die Haltungsform in Halle gilt doch als "Protected Contact". Dazu dieses Foto in einem der aktuellen Berichte:
http://www.bild.de/regional/leipzig/elefant/bergzoo-halle-elefantenkuh-toetet-baby-mit-kopfstoss-42674674.bild.html
Was bitte ist denn da "gesch√ľtzt"? Die Gitterst√§be haben so weite Abst√§nde, dass der halbe Elefantenkopf hindurch passt und die Pflegerin steht in bequemer R√ľsselreichweite. Die Elefantin k√∂nnte ihre Pflegerin im Ernstfall problemlos greifen oder niederschlagen und ggfs. sogar zwischen den Gitterst√§ben oder unter dem Gitter hindurch zu sich ziehen.
(22.09.2015, 19:37)
Hannes L√ľke :   In Halle kam es zur Elefantengeburt, leider mit t√∂dlichem Ausgang f√ľr das Jungtier
Positiv bemerkenswert finde ich, dass man die Tiere auf der Außenanlage gelassen hat.

In der Nacht von Montag auf Dienstag brachte Elefantenkuh
Bibi ihr langersehntes Kalb auf der Außenanlage inmitten
ihrer Herde zur Welt. Trotz der Versuche von Elefanten-
leitkuh Mafuta, Bibi unmittelbar nach der Geburt von ihrem
Kalb abzudrängen, hat diese unter dem Eindruck des
Geburtsschmerzes das Neugeborene sofort attackiert und
wahrscheinlich dabei die t√∂dlichen Verletzungen zugef√ľgt.

Ein Einschreiten der Tierpfleger war unter den gegebenen
Umständen nicht möglich.Bereits seit Wochen hat das Team
um Zoodirektor Dr. Dennis M√ľller unter gro√üer Anteilnahme
der √Ėffentlichkeit die Geburt des Nachwuchses von
Elefantenkuh Bibi erwartet.

Am fr√ľhen Abend des gestrigen Tages traten dann bei Bibi
die ersten Stellwehen auf, die die nahende Geburt ank√ľn-
digten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Herde ein-
schließlich Bibi auf der Außenanlage. Gegen 23:30 Uhr
platzte dann die Fruchtblase und kurz nach Mitternacht
wurde ein lebendiges Kalb geboren.

Wider Erwarten zeigte die Herde dabei ein sehr nat√ľrliches
Verhalten und Leitkuh Mafuta versuchte unmittelbar nach der
Geburt, die sichtlich vom Geburtsschmerz beeinflusste
Mutterkuh Bibi von Ihrem Neugeborenen abzudrängen.
Trotzdem erfolgte die erste Reaktion von Bibi derart schnell,
dass auch Mafuta nicht in der Lage war, Bibi von massiven
Kopfstößen gegen das Jungtier abzuhalten.

Aufgrund des gewählten Szenarios einer Gruppengeburt
war es dem anwesenden Geburtsteam leider nicht möglich,
unmittelbar in den Geburtsablauf einzugreifen. Selbst die
größere und stärkere Leitkuh Mafuta vermochte anfangs
nicht, Bibi von der ersten Attacke auf ihr Jungtier abzuhalten.

Diese Angriffe haben vermutlich die tödlichen Verletzungen
herbeigef√ľhrt. Die Herde stand dabei sch√ľtzend um Bibi
herum und kurz nach dem Angriff beruhigte sich Bibi auch
zunehmend, ließ sich sogar von Mafuta von ihrem Kalb
abdrängen. Nach Abklingen des Geburtsschmerzes kamen
dann eindeutig ihre Mutterinstinkte zum Tragen und sie ver-
suchte, das reglose Jungtier wieder aufzurichten. Auch die
Herde nahm nach einem ersten Erschrecken rege Anteil-
nahme und beschn√ľffelte unter Obacht der Leitkuh vor-
sichtig das am Boden liegende Jungtier.

Erst nach mehreren Stunden ließ sich Bibi dann von den
Tierpflegern dazu bewegen, von der Seite ihres verstor-
benen Jungtiers zu weichen und in die Stallung zur√ľck-
zukehren. Daraufhin wurde der Körper des Kalbes gebor-
gen und umgehend in die tiermedizinische Pathologie
nach Leipzig gebracht.
(22.09.2015, 14:23)
Michael Mettler :   Ich habe gelesen, dass im Mai der letzte B√§r abgegeben wurde (die Braunb√§rin kam in den B√§renpark Worbis). Wird die B√§ren-Doppelanlage schon mit anderen Tieren nachgenutzt bzw. wie sieht die zuk√ľnftige Planung dort aus?
(21.09.2015, 14:32)
Jonas Haass :   In Halle ist ja Bulle Abu de meiste Zeit nicht nur auf der Bullenanlage allein, sondern bei der Herde. Das w√§re vl ein Argument
(25.08.2015, 07:05)
WolfDrei :   Zumindest aber noch 2 positive Meldungen: Geburt eines Gro√üen Ameisenb√§ren und - schon etwas zur√ľckliegend - eines Faultieres
(25.07.2015, 16:37)
WolfDrei :   Nach einer "Vorinformation" in der "Berliner Zeitung" habe ich nachgeschaut: Leider ein herber Verlust in Halle - es handelt sich doch offensichtlich um die blutsfremde Katze aus Sandwich.

Bericht aus Halle:

"Im Rahmen seiner Nachzuchtaufgabe zur Erhaltung bedrohter Tierarten hat der Zoo Halle
gestern einen Verpaarungsversuch zwischen der neuzugegangenen malaysischen Tiger-
katze Momoe sowie seinem bereits vielfach bewährten malaysischen Zuchttigerkater Som-
pon gestartet. Leider kam es dabei trotz größtmöglicher Sicherheitsvorkehrungen sowie
wochenlangen Vorbereitungen zu einem unerwarteten aggressivem Angriff von Sompon
auf Momoe, wobei er die Tigerin schwer verletzte. Trotz der veterinärmedizinischen Not-
fallversorgung und einer anfänglichen Verbesserung des Zustands der Tigerkatze im Ver-
laufe des Tages und während der Nacht nach dem Angriff, erlag diese nun doch ihren Verletzungen. "

(25.07.2015, 12:25)
WolfDrei :   Und ein neuer Chef?
(25.01.2015, 00:15)
Ulli :   Ideen-Wettbewerb zur Neuausrichtung des halleschen Bergzoos

Die Neuausrichtung des halleschen Bergzoos geh√∂rt zu den strategischen Zielen der Stadt Halle (Saale) f√ľr das Jahr 2015. Um die Attraktivit√§t des Zoos als Aush√§ngeschild der Stadt Halle (Saale) zu steigern, soll in den kommenden Monaten ein Konzept erarbeitet werden, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Zoologischer Garten Halle GmbH und dem Verein der F√∂rderer und Freunde.

Das Konzept f√ľr das neun Hektar gro√üe Gel√§nde soll unter anderem M√∂glichkeiten zur Nutzung der Reilschen Villa, zur k√ľnftigen Ausrichtung der Gastronomie und zur intensiveren Vermarktung des Reilsbergs als Alleinstellungsmerkmal des Zoos umfassen. Aber auch die Untersuchung von Besucherstr√∂men und Einnahmen ist Teil des Strategie-Papieres. K√ľnftige Marketing- und Investitionsstrategien sollen sich danach ausrichten.

Mit Hilfe eines Ideen-Wettbewerbs will die Stadt Vorschl√§ge aus der B√ľrgerschaft in das Konzept einflie√üen lassen.

Ob Gestaltungsideen f√ľr Freifl√§chen, Projekte im Bereich des Tierschutzes oder Veranstaltungsformate:
Bis zum 28. Februar 2015 k√∂nnen interessierte Einwohnerinnen und Einwohner ihre Vorschl√§ge an das Dienstleistungszentrum B√ľrgerengagement senden. Die zehn spannendsten Ideen will der Oberb√ľrgermeister den Mitgliedern des Aufsichtsrates und dem F√∂rderverein vorstellen.

Vorschl√§ge zur k√ľnftigen Ausrichtung des Bergzoos k√∂nnen bis zum 28. Februar 2015 eingereicht werden.

per Post an:
Stadt Halle (Saale)
Dienstleistungszentrum B√ľrgerengagement
06100 Halle (Saale)
Kennwort: Bergzoo Halle

oder per E-Mail an:
dlz-buergerengagement@halle.de.

Bei den zehn kreativsten Ideengebern bedankt sich die Stadt mit jeweils einer Familien-Karte mit vier Tickets f√ľr eine Kultur- oder Sportveranstaltung in Halle (Saale).
siehe auch auf FB
https://www.facebook.com/stadt.hallesaal...22/?type=1

(24.01.2015, 18:18)
WolfDrei :   Mein Bericht vom 2.6.: die Pudu-Gruppe ist zusammengebrochen - nur noch ein M√§nnchen.
(09.09.2014, 23:44)
Holger Wientjes :   Nachtrag zu den Zebras und Pudus: Es sind wohl noch vier Zebras im Zoo. Der Pudu ist aber in der Tat (momentan ??) allein.
(09.09.2014, 11:48)
Holger Wientjes :   Auch in Halle war ich letzte Woche endlich einmal wieder und auch hier konnte ich den achtst√ľndigen Besuch geniessen. Zum einen aufgrund der einmaligen Berglage und zum anderen nicht zuletzt wegen der zahlreichen kleinen, gem√ľtlichen Sitzecken und -nischen, die man in dieser Anzahl in anderen Zoos leider (denn auch der Erholungsfaktor ist ja nicht zuletzt einer der Aufgaben eines Zoos) vergeblich sucht.
Auch wenn Halle hier und dort ob seines "haustierlastigen" Tierbestands kritisiert wird, bietet der Zoo meiner Ansicht nach einen attraktiven Bestand. Neu in dem Zusammenhang waren im Bergzoo f√ľr mich hier der Schopfhirsch (der interessiert an der mit einem Sichtschutz verkleideten Geheger√ľckseite auf und ab lief; gibt es etwa schon ein Weibchen ??) sowie die ebenfalls sehr lebendigen Weissr√ľsselnasenb√§ren. Weiterhin die Kleinen Maras in ihrem liebevoll eingerichteten Gehege und die Gundis im Alpinum.

Ausserdem beeindrucken mich immer wieder die in den nat√ľrlichen Berghang intergrierten Anlagen f√ľr die Steinb√∂cke und M√§hnenschafe sowie die alten restaurierten Tierh√§user. Fragen muss man sich aber nat√ľrlich auch, inwieweit der Zoo, aufgrund seiner Topographie und mangels ausreichender Finanzen, auf Dauer Platz f√ľr Grosstiere bieten kann. Die aktuellen Anlagen etwa f√ľr Schimpansen, B√§ren oder Grosskatzen lassen sich nicht ohne weiteres erweitern, so dass man auf die Menschenaffen, Grossb√§ren und sicherlich auch auf eine der Panthera-Arten, und somit auf popul√§re, nicht leicht zu ersetzende Zootiere, √ľber kurz oder lang wohl wird verzichten m√ľssen.

Die Blauschaf-Gruppe besteht mittlerweile aus f√ľnf Tieren, inklusive eines Lamms. Zebras anscheinend momentan nur noch zwei Tiere im Zoo. Gibt es nur noch einen Pudu ? Korsaks diesmal erfreulicherweise gut sichtbar und recht aktiv, daf√ľr keine Spur von den Binturongs. Ist die Beschilderung am kleinen Ententeich noch hunterprozentig aktuell ? Die Kaninchen im ehemaligen alten Malaienb√§r-K√§fig finde ich etwas deplaziert. Ich w√ľrde dort eher ein "Mini-Museum" zur Zoogeschichte bzw. zur Geschichte des K√§figs und Tierhaltung im Wandel der Zeit, am besten mit einer im K√§fig befindlichen Malaienb√§r-Statue in Originalgr√∂sse, einrichten. Die neugestaltete Anlage f√ľr Bennett-K√§nguruhs und Emus gefiel mir gut.

Insgesamt auch hier ein erholsamer Besuch im angenehmen Hallenser Bergzoo-Flair !
(09.09.2014, 11:34)
Michael Mettler :   P.S. Als Faktor f√ľr die Nachnutzung m√ľsste man wahrscheinlich noch in Betracht ziehen, dass bedingt durch die benachbarte Gastronomie vermutlich immer mal irgendwelche "Snacks" ins Gehege geworfen werden... Empfindliche Tierarten machen an dieser Stelle wohl keinen Sinn, wenn die Absperrungen unver√§ndert blieben (was die kosteng√ľnstigste L√∂sung w√§re).
(08.06.2014, 09:03)
Michael Mettler :   @Oliver M√ľller: Die Puma-Idee ist reizvoll. Andererseits: Wenn man ohnehin in ein Gitternetz und neue Scheiben investieren m√ľsste, k√∂nnte man daraus auch an anderer, bisher ungenutzter Stelle in Hanglage eine attraktive Pumaanlage errichten und die Grundstruktur der B√§renanlage lieber f√ľr Tiere nutzen, die mit der vorhandenen Umfriedung auskommen.
(08.06.2014, 08:33)
Oliver M√ľller :   Erg√§nzung noch: Die Elefanten-Anlage w√ľrde ich dann nat√ľrlich nicht frei geben ;-)
(07.06.2014, 13:42)
Oliver M√ľller :   Meine Puma-Idee geht in eine √§hnliche Richtung wie die von Michael Mettler: Gr√§ben auff√ľllen, Anlagen etwas naturn√§her herrichten, mit Netz √ľberspannen, ggf, noch h√∂here Sichtscheiben einbauen und √ľber dem Dach des Stalles die Gehege verbinden. Dann k√∂nnten die Bergl√∂wen des Bergzoos auch einen Berg zum "r√ľbermachen" nutzen ;-)
(07.06.2014, 13:39)
WolfDrei :   Von einem Pfleger h√∂rte ich , dass die Amtszeit von Herrn Jacob bald ausl√§uft. Bis zur Erstellung eines Masterplanes d√ľrfte es wohl dann noch etwas dauern.
(07.06.2014, 11:34)
Jan Jakobi :   Noch mal zu den Elefanten in Halle:
Auf Facebook "Elefantenhaus Zoo-Halle" habe ich heute gelesen das die Elefanten im Sommer die Au√üenanlage auch √ľber Nacht nutzen k√∂nnen.
(06.06.2014, 20:06)
Michael Gradowski :   @Oliver M√ľller: Eine ordentliche Erdm√§nnchenanlage hat Halle doch schon und Nasenb√§ren auch. Das mit den Stachelschweinen war auch nur ein Schnellschu√ü meinerseits. Ich wollte eigentlich damit sagen, da√ü es verh√§ltnism√§√üig g√ľnstig sein wird, die B√§renanlagen umzubauen bzw. zusammenzulegen f√ľr welche Art auch immer. Zumindest g√ľnstiger als Abriss und kompletter Neubau. Ich hatte wegen der Gehegegr√∂√üe eher an kleinere Arten gedacht und da fielen mir halt Stachelschweine ein. Die gabs ja fr√ľher schon neben der alten L√∂wenfreianlage. Eigentlich ist mir so ziemlich jede Art(en?) willkommen. Wahrscheinlich wird's aber ne Haustierrasse :-)
Von einem Masterplan o.ä. hab ich bis jetzt noch nix gehört.
(06.06.2014, 18:42)
Michael Mettler :   Die eine oder andere alte Menschenaffenanlage k√∂nnte - soweit das Au√üengehege gro√ü genug ist - bei nahezu gleicher Einrichtung und Technik mit Malaienb√§ren nachgenutzt werden. F√ľr die ist zwar die gleiche Au√üengehegefl√§che vorgegeben, aber f√ľr innen nicht nochmal dasselbe, sondern "nur" Boxen mit minimal 16 qm/Tier.

F√ľr die B√§renanlage in Halle hole ich meinen alten Vorschlag wieder aus der Kiste: Graben trocken legen und als Tunnel unter dem Besucherweg hindurch in Richtung Elefantenanlage weiterf√ľhren. Besatz Streifenhy√§nen (k√§ltefest!) auf der Doppelanlage (= Abtrennm√∂glichkeit), welche die Elefantenanlage mitnutzen k√∂nnen - zumindest dann, wenn die R√ľsseltiere im Haus sind. Falls eines Tages keine Elefanten mehr gehalten werden k√∂nnen, sondern dort Nash√∂rner oder Giraffen stehen, w√§re zumindest Schichtnutzung der gro√üen Anlage immer noch m√∂glich und gleichzeitig ein prima geruchliches Enrichment f√ľr beide Nutzergruppen.

Allerdings wei√ü ich die Fl√§chenma√üe der B√§renanlage nicht, aber f√ľr ein Paar Streifenhy√§nen sind 200 qm Au√üengehege als Minimum vorgegeben, und das sollten die beiden Anlagen zusammen (Durchlaufm√∂glichkeit durch das Haus) doch locker schaffen.

Wobei ich bei auch eigenem Bedauern √ľber die zunehmende Nasenb√§risierung der Zootierbest√§nde zugeben muss, dass Nasenb√§ren - vor allem auch angesichts der Gastronomiefl√§che vor der Anlage - in punkto Action sicher der schauattraktivere Besatz w√§ren. Im Bestand sind sie ja eh schon, also m√ľsste ihnen auch nichts weichen, sondern es w√ľrde ganz im Gegenteil ihre jetzige Anlage f√ľr eine neue Art frei...
(06.06.2014, 15:40)
Oliver M√ľller :   @Michael Mettler:
Skunke? Polarf√ľchse? Ursons? Oder beide zusammen legen f√ľr ein P√§rchen Pumas? Das w√§re zumindest mal ein bisschen ungew√∂hnlicher...

Aber tats√§chlich glaube ich, dass uns das Gutachten langfristig ein erhebliches Dowgrading der Tierbest√§nde bescheren wird. Wir werden noch einige Anlagen erleben, die f√ľr Nasenb√§ren, Erdm√§nnchen, Stachelschweine und Co. umger√ľstet werden. Zumindest besteht die Chance auf ein Comeback der Meerkatzen, wenn in einigen Zoos die Menschenaffen abgegeben werden sollten.
(06.06.2014, 14:52)
Michael Mettler :   Da Wasser in Halle einen gravierenden Kostenfaktor darstellt, w√§re zumindest eine Nachnutzung der B√§renanlage mit solchen Arten sinnvoll, die mit einem Trockengraben auskommen oder f√ľr die man den Graben schlichtweg verf√ľllen kann. Ich wei√ü nicht, wie gut das Haus heizbar ist bzw. ob Beheizung dort energetisch/kostentechnisch sinnvoll ist, und bei Lage an einem Nordhang bekommt die Anlage auch nicht viel Sonne ab - das d√ľrfte das Spektrum der Nachnutzer schon mal um diverse tropische Arten reduzieren.
(06.06.2014, 14:45)
Oliver M√ľller :   @Michael Mettler:
Das sehe ich auch so... Wobei die Menschenaffen-Vorgaben f√ľr mich zu den vielen Ungereimtheiten des Gutachtens geh√∂ren, aber das ist aj ein anderes Thema.

@Michael Gradowski:
Bitte nicht noch eine B√§renanlage, die f√ľr Stachelschweine, Erdm√§nnchen oder Nasenb√§ren umger√ľstet wird...

@alle:
Gibt es eigentlich f√ľr Halleinen Masterplan oder irgendwelche Aussagen in diese Richtung?
(06.06.2014, 14:27)
Michael Mettler :   H√§ngt das nicht alles erst mal davon ab, ob die jeweiligen "Auffangstationen" die neuen Mindestanforderungen f√ľr die Schimpansenhaltung erf√ľllen? Schlie√ülich unterscheidet das S√§ugetier-Gutachten nicht zwischen Altersklassen, sondern gibt in der neuen Version als Mindest-Gehegema√üe jeweils 200 qm innen wie au√üen mit jeweils mind. 4 m H√∂he f√ľr eine "sozial intakte Grupppe bis zu vier Erwachsenen" vor. Das d√ľrfte die jetzige Anlage in Halle vermutlich nicht erf√ľllen. F√ľr Altbestand wird ja oft Bestandsschutz einger√§umt, aber das schlie√üt dann ja das Hinzuholen anderer Artgenossen in die vorhandenen Haltungsbedingungen normalerweise aus. Und von einer "sozial intakten Gruppe" kann man ja beim Zusammensetzen einander fremder Menschenaffen auch nicht gleich sprechen...

Da g√§be es dann doch eigentlich nur die L√∂sung, dass mindestens ein Halter eine entsprechend gro√üe Anlage errichtet (bzw. eine bestehende vergr√∂√üert) und dann als Alterssitz f√ľr alle anderen fungiert. Aber: Wer gleich nach den neuen Richtlinien baut, schielt der dann nicht eher nach einer Menschenaffen-Zuchtgruppe...? Denn bei gleichen Raumma√üen d√ľrfte der betreffende Zoo dann z.B. auch eine Familie Gorillas halten.
(06.06.2014, 13:26)
Oliver M√ľller :   @Bj√∂rnN:
Das hoffe ich auch. Ich wei√ü, dass Landau √§hnliches plant, aber auch in Karlsruhe und Nordhorn gibt es glaube ich solche Altenheime (wobei mir hier die Zukunftspl√§ne nicht bekannt sind), Delbr√ľck ist im Prinzip auch so was (obwohl der Begriff Mast-Station besser passen w√ľrde), bei Augsburg und Stralsund bin ich mir nicht sicher, wie alt die Tiere sind und wie es hier weiter gehen soll.
(06.06.2014, 12:07)
Bj√∂rnN :   Es k√§me wohl kaum jemand auf die Idee, alte Tiere aus einer Gruppe herauszurei√üen. Bedauerlicherweise gibt es immer noch genug Kleingruppen- bzw. Paarhaltungen in Deutschland. Wenn ein Tier stirbt, st√§nde Halle ggf. als Abnehmer bereit - gute Sache wie ich finde.
(06.06.2014, 11:42)
Oliver M√ľller :   Das werden dann aber bald ziemliche viele Rentnergruppen mit Schimpansen in Deutschland, oder? Besteht da nicht bald Rentnermangel? ;-)

Aber mal ernsthaft: Ist das f√ľr die Tiere so toll, aus ihren Gruppen gerissen und in Altenheime abgeschoben zu werden, nur weil sie zu alt (f√ľr was eigentlich) sind?
(06.06.2014, 09:23)
WolfDrei :   und der Yak_Bulle (leider wegen der Gr√∂√üe des Fotos halbiert)
(05.06.2014, 22:42)
WolfDrei :   Da ich einige Tiere gelobt habe: Springtamarin
√úbrigens: zumindest ein Schimpanse war in der Innenanlage
(05.06.2014, 22:39)
Michael Mettler :   Den Flughunden w√ľrde ich da keinen Vorwurf machen, die k√∂nnen unabh√§ngig vom Intelligenzgrad schon ihre Gr√ľnde gehabt haben, in Boden- bzw. Wasserspiegeln√§he zu kommen (Durst?).
(05.06.2014, 19:31)
Michael Gradowski :   @Marcel Poos: Danke f√ľr die Infos. Schade um die Flughunde, aber wenn sie auch so dumm sind :-)
Ich hab immer gedacht, daß nach diesen beiden Schimpansen die Haltung beendet wird, aber die Lösung mit den Rentnern ist ja auch nicht die Schlechteste. Aber daß die jetzigen beiden (sorry, hab ihre Namen nicht mehr auf dem Schirm) nicht zu sehen waren, hat nicht nur mich sondern auch andere Besucher gewundert. Der Schieber zur Außenanlage war offen und obwohl wir 3x bei ihnen vorbeischauten, war kein Tier zu entdecken. Leider war auch kein Pfleger zum Fragen greifbar.
(05.06.2014, 17:40)
Marcel Poos :   @Michael Gradowski: die Flughunde waren zu bl√∂d und wurden von den Nilkrokos geressen! Schimpansen so wurde es letztes jahr auf einer F√ľhrung gesagt, bleiben im Zoo man will immer eine kleine Rentnergruppe halten die sonst in anderen Zoos einzel sitzen m√ľssten. Ansonsten guck doch mal in die ZTL.
(05.06.2014, 17:15)
Michael Gradowski :   Gestern hab ich mal wieder den Zoo in Halle besucht und ich kann WolfDrei nur beipflichten: Auch ich werde Halle treu bleiben. Ich bin jedesmal wieder von den H√§usern beeindruckt; was man aus Raubtier- oder Affenhaus gemacht hat, ist wirklich toll (vor allem wenn man noch die alten DDR-Geb√§ude kennt). Ich h√§tte mir die Krokodilabteilung im TP Berlin √§hnlich wie in Halle gew√ľnscht. Das Krokohaus in Halle gef√§llt mir n√§mlich ziemlich gut. Vermisst habe ich allerdings die Flughunde. Ist der Bestand erloschen oder wurden die abgegeben? Wei√ü das jemand? Ebenso hab ich zum ersten Mal keine Schimpansen gesehen. Gleiche Frage, wei√ü jemand, was da los ist? Ich hoffe, wenn die Schimpansenhaltung mal beendet ist, da√ü man dann vielleicht wieder Mandrills o.√§. holt. Nicht zu sehen waren auch Aras, Binturongs, Ameisenb√§r und Pudu (Schade um die sch√∂ne Art. Bem√ľht man sich um eine neue Gruppe oder wars das mit der Haltung? Welche deutschen Halter gibt es eigentlich noch? Viele k√∂nnen es ja nicht mehr sein. Wenigstens kommen Schopfhirsche, auch wenn mir der Standort der Anlage auch nicht so richtig gef√§llt. Warum setzt man sie nicht einfach ins Pudugehege?). Ansonsten waren alle Arten mehr oder weniger aktiv bei tollem Wetter. Neu f√ľr mich war die Bennet/Emuanlage. Eine wirklich sehr sch√∂ne Anlage, nur der Besatz ist halt ziemlich gew√∂hnlich. F√ľr einen Bergzoo h√§tten es ruhig Berg- oder Felsenk√§nguruhs sein k√∂nnen. Aber was nicht ist... Ebenso neu ist das Bienenhaus. Sehr gut gestaltet und √§u√üerst informativ mit tollem Blick √ľber die Stadt oder auf die ehemalige Wisentanlage. Reizvoll wie immer die Gro√üvoliere, auch wenn wirklich gef√ľhlte 100 Lachm√∂wen den Hauptbesatz ausmachen. Naja, wenigstens hat man noch die blinde Pinguindame Hedwig. Ansonsten auch hier eher gew√∂hnlicher Besatz, w√ľnschenswert w√§re die ein oder andere Besonderheit. Die kritisierte Haustierschwemme kann ich so nicht wirklich unterstreichen, da sich die Rassen gut im Park verteilen. Sicher k√∂nnte man die ein oder andere Rasse durch interessante Wildarten ersetzen (was auch gut w√§re), aber ganz so dramatisch sehe ich die Sache noch nicht. Au√üerdem hat man z.B. mit Girgentanaziege und Rotbuntem Schwein auch Seltenheiten neben den √ľblichen Verd√§chtigen. Der Yakbulle ist wirklich sehr beeindruckend, ein wundersch√∂nes Tier. Besonders gef√§llt mir der Blick von den Seeb√§ren auf den Pelikanteich. Die angegebenen M√§ngel (Ententeich, Saubucht, B√§renanlage) kann ich ebenfalls nur unterstreichen. Zumindest die B√§renanlage l√§√üt sich nach deren Ableben sicher g√ľnstig f√ľr andere, kleinere Bewohner wie z.B. Stachelschweine o.√§. umr√ľsten. Alles in allem ist Halle aber immer wieder eine Reise wert und ich dr√ľcke die Daumen, da√ü der Zoo ansprechend weiter entwickelt wird.
(05.06.2014, 16:31)
Michael Mettler :   P.S. Bei Zusammenlegung der gro√üen Anlage mit dem Bullenkral w√§ren sogar f√ľnf Individuen "erlaubt". Und ansonsten g√§be es bei meinen Gedanken auch eine "Hybridversion": W√ľrde man den Bullenkral zu einem Huftier-Stalltrakt (evtl. inklusive Vorgehege) umbauen, lie√üe sich auch eine Gemeinschaftshaltung der Elefanten mit Nebenbesatz ausprobieren.
(03.06.2014, 10:18)
Michael Mettler :   Ich f√§nde Giraffen unter diesen Umst√§nden ebenfalls schauattraktiver als Nash√∂rner. Zumal man mit der Besuchergalerie auf dem Elefantenhaus eine gute Basis h√§tte, eine Auge-in-Auge-Situation zu errichten (meiner Erinnerung nach ist die vorhandene Perspektive daf√ľr etwas zu hoch, aber da lie√üe sich wohl eine L√∂sung finden. Per Vergesellschaftung lie√üe sich die Szenerie noch etwas bunter gestalten; ggfs. lie√üe sich vielleicht der schlauchf√∂rmige, mauerumfriedete Bullenkral durch √úberdachung zu einem zus√§tzlichen Huftier-Stalltrakt f√ľr Antilopen und/oder Zebras umbauen. Ohne Bullenkral gerechnet ist die Anlage rund 2.350 qm gro√ü, das g√§be schon eine ganz nette "Savanne".

Aber selbst wenn eine Zuchtgruppenhaltung nicht mehr durchf√ľhrbar w√§re, g√§be es erst mal noch M√∂glichkeiten der Nachnutzung mit anderen Elefanten. Die Mindestvorgabe von 2.000 qm au√üen und 330 qm Lauffl√§che innen wird durch die Anlage erf√ľllt, so w√§re nach den neuen Vorgaben die Haltung von vier Jungbullen oder vier nicht (mehr) z√ľchtenden K√ľhen umsetzbar.
(03.06.2014, 09:36)
Ulli :   Das gro√üe Plus von Halle - seine Lage und Topographie.
Wenn man dies in Richtung Schwerpunktsetzung Bergtiere und geschickten Sichtachsen ausnutzt, hebt es deutlich von Leipzig und Magdeburg ab und hat einen Alleinvertretungsmerkmal. Mit etwas planerischer Phantasie kann man einen sehr tollen Park entwickeln, da bin ich mir ganz sicher.

Im Zweifelsfall w√ľrde ich lieber Giraffen als Nash√∂rner nehmen - sie wirken charismatischer, und dies ist in Anbetracht der r√§umlichen M√∂glichkeiten konkret an dieser Stelle im Zoo wichtiger. Irgendeine Hingucker-Tierart ben√∂tigt auch Halle.

Ich w√ľrde auch die M√∂glichkeiten pr√ľfen, ob man die B√§renanlagen nicht f√ľr Pinguine mit Unterwassersicht umgestalten kann und mich um den Hang als Erweiterungsgel√§nde (eventuell f√ľr Braunb√§r zusammen mit Wolf - "Alpen")bem√ľhen.

Das Krokodilhaus, die Affeninsel und der Bereich mit den Affen (zum einen s√ľdamerikanische (Krallen-)Affen - zum anderen statt der Schimpansen langfristig Mandrills und/oder Meerkatzen) bleiben.
Der √ľbrige Zoo wird konsequent f√ľr Bergtiere (z.B. die "Vier Alpen" oder auch "Hochgebirgsregionen der Welt" mit jeweils einer Gebirgshuftierart als Leittierart) umgestaltet.
(03.06.2014, 09:02)
Michael Mettler :   Wie es mit der Elefantenhaltung weitergehen wird, das wird noch spannend - nach dem neuen S√§ugetiergutachten ist ja f√ľr eine Bullenanlage eine Mindestfl√§che von 1.000 qm vorgegeben, der Kral in Halle misst mit 350 qm gerade mal ein Drittel davon, Erweiterungsm√∂glichkeiten gibt es nicht. Falls die zust√§ndige Stelle nicht Bestandsschutz auf Lebenszeit einr√§umt (wobei dann aber auch kein Bullentausch mehr m√∂glich w√§re), hie√üe es also wohl mittelfristig, sich auf eine eingeschlechtliche Gruppe beschr√§nken oder auf Elefanten verzichten zu m√ľssen. Vorbereitet war man ja schon bei Planung des Hauses auf eine solche Eventualit√§t, weswegen es so konzipiert wurde, dass man dort alternativ Nash√∂rner oder Giraffen unterbringen kann.
(02.06.2014, 21:40)
Holger Wientjes :   Wird bei den Seeb√§ren nicht nach wie vor eine M√§nner-WG gehalten ?
(02.06.2014, 19:54)
Holger Wientjes :   Wird bei den Seeb√§ren nicht nach wie vor eine M√§nner-WG gehalten ?
(02.06.2014, 19:54)
WolfDrei :   Nun also Halle, bewusst ans Ende gesetzt wegen der schon seit Jahren unter uns laufenden Diskussion , ob der Bergzoo (Betonung Berg) nun konkurrieren kann - Magdeburg als Ma√üstab. Ich habe mich bem√ľht, die Beitr√§ge von 2009 an zu lesen. Halle geh√∂rte f√ľr mich etwa seit 1968 zum Standardbesuchsprogramm: mit dem Fr√ľhzug nach Halle (war ja schon um 7 auf), gegen 12 Uhr dann Leipzig, gegen Mitternacht mit dem letzten Zug nach Erfurt, dort zu Fu√ü zum Roten Berg. Ich kenne noch Grau-Goral und Dschiggetai, Sibirischen Steinbock, Vielfra√ü, Brillenlangur, Przewalski, immer mal wieder Markhor, Sikkimgoral, Gemse, Streifenhy√§ne, Hy√§nenhund, Gepard, Hasenmaus, Elbebiber, Maral, Himalayathar, R√ľppelfuchs, Ameisenb√§r, Giraffe, Breitmaulnashorn, Flu√üpferd, Sitatunga ( auf dem Steilhang !!!! hinter dem ¬ďAntilopenhaus¬ď), mein erster Vucunabock - und den Mandrillmann mit den nach au√üen stehenden Rieseneckz√§hnen. Die Gelbstei√ühirsche (oder den) sah ich leider nicht mehr. Fast alle genannten Tiere waren meine ¬ďErstsichtungen¬Ē.

Letzter Besuch war von mir 2011 - und dies wegen des Opossums. Wieder erschien er mir wie schon vor ca 45 Jahren - die Elefanten- und Schimpansenanlage plus Krokohaus ausgenommen (und ich lasse die vorgenommenen Verschönerungen mal weg). Welche Historie!
Elefantenanlage: warum mu√üte das so eine Anlage sein? Weil alle pl√∂tzlich Elefanten haben wollen? Weil Hans Petzsch (der verdienstvolle Ersteller der DDR-Uraniaausgabe ¬ďS√§ugetiere¬Ē) nach dem Kriege Elefanten holte, dann (wie denn nur organisiert) die Sumatraner aus Bogor kamen und dann der TP deren Weggang kompensieren mu√üte? Immer Elefanten? Und dann ist sp√§ter weder Platz noch Geld da?

Zum 75. Geburtstag (also 1976) wurde etwas geschönt, der Rundweg mit Asphalt ausgelegt (war das vorher ein Rumpelweg!). Die beiden Großflugvolieren sind noch zu nennen.
Und nun in den 3 Jahren nur kleine Verbesserungen. Fertigstellung der K√§nguruhanlage, Besatz mit Bennets, Nandus, auf der S√ľdseite Neubeginn f√ľr die Erstellung des Alpinums.

Was lockt mich immer noch - die Historie, immer noch erlebbar! Die Faultiere - eins muß uralt sein, die Kaukasier (an die 8 Tiere ), klar, die Malaientiger (die Tochter Sahaja ist nun fast ein Jahr alt), die hervorragende Springtamarin-Gruppe mit 2 Jungtieren, die Sakis, erneut mit Jungtier, der Pelikanweiher mit den Merespelikanen und diversem Nachwuchs (wir zählten 14 Vögel). Der Ameisenbärennachwuchs vom November, der nunmehr gute Blauschafbock.

Leider: die Pudugruppe ist zusammengebrochen - nur noch ein Bock existiert.
Und die weniger sch√∂nen Ecken: der Entenpool (wie schon Sacha bemerkte, zwangsl√§ufig mit Hybriden). Dort sucht der Entenpfleger aus seinem Privatbestand Abnehmer f√ľr seine Hawai-Stockenten-Nachzucht), die Saubucht, die B√§renanlage, der Besatz der Ibisgro√üflugvoliere ( das waren fast nur Lachm√∂wen - wir z√§hlten ca 10 br√ľtende Paare).

Die Robbenanlage beherbergt nun eine ( gut dressierte) s√ľdliche Seeb√§rengruppe, nachdem vorher nur M√§nnchen dort waren. Wie in den Mitteilungen beschrieben, viele Haustiere inklusive Zwergzebus, Minischweine, aber ein kapitaler Yakbulle, aber auch viele Vicunahengste an drei Stellen au√üerhalb der eigentlichen Gruppe. Leider war der Flieder, das besondere botanische Kennzeichen des Reilsberges, schon verbl√ľht.

Weiterhin u.a.: Zwergflu√üpferd, Korsaks, Binturong, Angolal√∂wen, Jaguare, Saimiris, Braunr√ľckentamarine, Kaiserschnurrb√§rte, Gundi, Moko, M√§hnenspringer, Kaukasuseichhorn (nicht gesehen), Kugelg√ľrteltier, Baumstachler, Seriema, Kea, Humboldtpinguine mit Nachwuchs, Nutrias, B√∂hmzebras (1,1), Helmhockos, Balistare, Sonnerathuhn, Hamiltonfasan.

Geplant ist am S√ľdteil des Aussichtsturms die Ausstellung von Schopfhirschen - leider ist mir die Anlage etwas zu besonnt.
Hoffen wir auf weitere Verbesserungen, ich bleibe dem Bergzoo treu.


(02.06.2014, 19:46)
R√ľdiger :   Andereseits ein Zeichen , dass viele Trennungen von wichigten Lebensgef√§hrten, siehe ihr beste Freundin Dashi. Diese hat Ihr als beruhigende Freundin bei der Geburt sicher gefehlt. Warum sonst hatte sie vorher in Berlin zwei Jungtiere aufgezogen!
(01.10.2013, 17:40)
Jolantha Belik :   Ich w√ľ√üte nichts, was dagegen spricht. Das geh√∂rt zum Leben dazu.

Das Video mit Bibi ist zudem ein gutes Beispiel daf√ľr, welch Energie und Kraft in einem Elefanten stecken und meiner Meinung nach ein gutes und f√ľr alle mit etwas Hausverstand nachvollziehbares Argument gegen Elefantenhaltung in einem Zirkus.
(20.09.2013, 11:38)
Michael Mettler :   Zum MDR-Video: Ob der Zoo Halle oder irgendein anderer Zoo wohl auch die Ver√∂ffentlichung von Kameramaterial zulassen oder eigenes Material bereitstellen w√ľrde, auf dem z.B. eine blutbeschmierte Gro√ükatze oder √Ąffin zu sehen w√§re, die gerade ihren nicht angenommenen Nachwuchs get√∂tet hat und sich nun mit den √úberresten der Geburt besch√§ftigt?
(20.09.2013, 09:34)
Jolantha Belik :   @R√ľdiger: Panya war bei der Geburt dabei. Auf dem MDR-Video sieht man sie auch kurz neben Bibi.
(18.09.2013, 09:22)
Niedersachse :   Mit Panya kam Bibi am Anfang auch nicht wirklich zurecht ...
(17.09.2013, 22:06)
Bj√∂rnN :   TANA ist lt. Zoofreundeforum nicht tragend, man wird also in den kommenden 2-3 Jahren nicht mit Nachwuchs der grauen Riesen in Halle rechnen k√∂nnen.
(17.09.2013, 21:26)
R√ľdiger :   Zuerst erwartet man viel zu fr√ľh die Geburt und dann diese Attacke von Bibi.
Das ist sehr schade und kommt √ľberraschend f√ľr mich ! In Berlin Friedrichsfelde hatte sie 2 Geburten ohne Babyattacken. Schwer einzusch√§tzen warum ?
War ihr Tochter Panya oder Tana bei der Geburt dabei oder hat Bibi alleine im Innenstall zugebracht?
Hoffentlich wird Tana bei der Erstgeburt nicht genauso reagieren !
Viel Kraft und Beistand f√ľr sie Elefantenpflegerin Halle .
(17.09.2013, 21:17)
Jolantha Belik :   http://www.mdr.de/hier-ab-vier/video148970.html
Drama bei Elefantengeburt in Halle | MDR.DE
(17.09.2013, 20:02)
Jan Jakobi :   Quelle Facebook:
"Große Trauer im Bergzoo.
Heute morgen gegen 9:00 Uhr gebar Elefantenkuh Bibi ihr lang erwartetes Jungtier, welches sie jedoch leider aus bisher ungekl√§rten Gr√ľnden unmittelbar nach der Geburt angriff. Dabei wurde das Jungtier so schwer verletzt, dass es wenig sp√§ter seinen Wunden erlag. Der K√∂rper des Kalbes ist zurzeit in der pathologischen Abteilung der Tierklinik Leipzig zur Ermittlung der Ursachen. Das gesamte Team des Bergzoos und insbesondere unsere Elefantenpfleger sind zutiefst ersch√ľttert √ľber diesen tragischen Ausgang."

Kurz gesagt, ich bin geschockt.
Ich kenne "Bibi" aus ihrer Berliner Zeit.
Auch "Pori" und "Hoa" kenne ich.

Ich weiß nicht ob man Afrikanische und Asiatische Elefanten miteinander vergleichen kann/darf.
(17.09.2013, 13:18)
Ralf Seidel :   Wenngleich auch Elefantenkuh Bibi noch immer auf Nachwuchs warten l√§sst, k√∂nnen sich die Besucher des halleschen Bergzoos derzeit nicht √ľber mangelnden Kindersegen auf dem Reilsberg beschweren. Neben Wei√ügesichtsakis, Springtamarinen, Meerespelikanen und Westkaukasischen Steinb√∂cken freut man sich hier auch u.a. √ľber weitere Jungtiere bei den Blauschafen und den S√ľdpudus. F√ľr den Terrarienfreund gibt es auch wieder Nachwuchs bei den Schokoladenbaumsteigern (prominenter Tierpate ist √ľbrigens die Halloren-Schokoladenfabrik) sowie erstmalig bei den seltenen McCords oder Roti-Schlangenhalsschildkr√∂ten. Besonders erfreut nach l√§ngerer Pause ist man im Zoo auch √ľber
einen Drillingswurf bei den Malaysischen Tigern.
Na ja, allzu lange kann es ja mit Halles erstem Elefantenbaby nun auch nicht mehr dauern...


(16.07.2013, 17:16)
Alexander Raksi :   @R√ľdiger: Man hat sich nicht ¬Ądeutlich verkalkuliert¬ď, man hat den ersten m√∂glichen Termin genommen, um sicher zu gehen. Und ja, es gab sp√§tere Deckversuche und von denen wei√ü man sehr wohl. Zudem hatte man die Elefanten nicht jede Sekunde im Blick, da kann schon mal ein Decktermin unbemerkt bleiben.

@zollifreund: was soll die Marketingabteilung anders machen? Man h√∂rt nichts davon? Jede Woche gab es irgendwo einen Medienbeitrag, doch da es noch keinen Nachwuchs gibt, was soll man st√§ndig berichten? Fr√ľhzeitig neugierig machen? Das sind alle schon, mit bekommen haben es die meisten. Aber vorab ein Gro√üereignis zu zelebrieren, zeigt nicht viel Weitsicht, wie es gerade mit der Situation in Leipzig gezeigt hat.
Mitfiebern und dann geht etwas schief, das sollte nicht Stil eines Zoos sein. Und der Zoo wird dann so und so ¬Ąproppen voll¬ď, auch ohne anheizen, was die Medien m.M. nach doch sehr intensiv mach(t)en

@Elisabeth Hiendl: Die Tr√§chtigkeitsdauer liegt im Mittel(!) bei 630 ¬Ė 720 Tagen, sprich 90 Tage Spielraum sind v√∂llig √ľblich. Da werden die Tierpfleger des Elefantenhauses kaum konkrete Daten heraus geben k√∂nnen und wollen.

Der Elefantenkuh Bibi geht es gut, sie hat schon zwei Kinder, wird regelmäßig mit Ultraschall untersucht, und im Endeffekt weiß nur sie genau, wann der Nachwuchs da sein wird. Und erst dann macht ein intensives Bewerben durch die Marketingabteilung Sinn…

(29.04.2013, 09:40)
Elisabeth Hiendl :   Ich habe auf facebook beim elefantenhaus halle schon mehrmals nach dem letzten beobachteten Deckakt gefragt aber nie eine Antwort bekommen. Der urspr√ľngliche Geburtstermin im Herbst 2012 wurd nach dortiger aussage nach dem ersten Deckakt berechnet
(28.04.2013, 22:59)
zollifreund :   das hei√üt, Bibi ist noch schwanger?
verstehe dann die Marketingabteilung des Zoos nicht ganz - das ist doch ein riesen Ereignis f√ľr Halle ( und eine Elefantengeburt lie√üe dann sogar den gro√üen Nachbar in Leipzig mal im Schatten stehen ) - und man h√∂rt nichts davon. Das m√ľsste man doch mehr ausn√ľtzen. Wenn die Leute schon fr√ľhzeitig neugierig gemacht werden ( sozusagen mitfiebern), dann ist nachher doch auch der Zoos proppen voll!
(28.04.2013, 17:35)
R√ľdiger :   Da hat man sich deutlich verkalkuliert, scheinbar gab es noch sp√§tere Deckversuche und man wusste nicht ganau wann ......
(28.04.2013, 17:13)
zollifreund :   gibt es eigentlich etwas Neues von der Schwangerschaft der Elefantin Bibi? Ich habe hierzu schon Monate nichts mehr geh√∂rt. Am Anfang hie√ü es mal, dass die Geburt noch 2012 stattfinden soll...
(28.04.2013, 16:27)
Michael Merker :   Erstmals d√ľrfen die Meerespelikane einen Jungvogel nat√ľrlich aufziehen und es klappt super. Der Kleine ist schon 2 Wochen alt und wird prima versorgt. Nun warten wir aufs Zebra und noch ein Eselfohlen und nat√ľrlich auf den Eletanten.
(14.02.2013, 19:00)
Bj√∂rnN :   Es hie√ü schon vor 2 Monaten, dass aus dem Ges√§uge bereits Kolostrum austritt.
(09.01.2013, 19:09)
R√ľdiger :   Mir ist ja bewusst, dass sich Elefantengeburten um 20 - 30 Tage verz√∂gern, aber bibi l√§sst schon lange auf ihren Spross warten!!!!Sieht amn wenigstens langsam die Brustschwellung bei Ihr?
(09.01.2013, 19:03)
Liz Thieme :   Also in den 1920ern war das Gel√§nde dem Zoo zugeh√∂rig.
Dann wurde es verkauft/abgetreten.
Nun hat die Stadt alles verkauft.
Allerdings hatte die Stadt im Fr√ľhjahr noch eine √úberlegung angestellt, wie das Wittekind dem Zoo zug√§nglich gemacht werden kann.

Dann d√ľrfte der Zoo ja seit Ewigkeiten nichts mehr mit dem Wittekind zu tun zu haben.
ABER warum taucht es denn in der Bilanz des Zoos auf?
(15.12.2012, 21:26)
Michael Merker :   Hi Alexander Fuchs, nein es hat sich dahingehend nichts ge√§ndert. Der alte Plan war es, dieses Giftschlangenhaus an der Seebener Stra√üe zu bauen.
(15.12.2012, 05:41)
Alexander Fuchs :   Zitat von (vom 15/11/12) Alexander Raksi: Da das Solebad nicht dem Zoo geh√∂rt ¬Ė weil kein Geld ¬Ė kann dort auch kein Giftschlangenzentrum entstehen, wie angedacht.

Meine Info war immer, dass es an der Seebener Straße entstehen soll. Hätte sich denn da schon wieder etwas geändert?
(14.12.2012, 22:13)
Alexander Fuchs :   @Liz Das Solbad wurde 1906 von der Zoo Aktiengesellschafft gekauft und man schaffte ein Durchgang zum Wittkindpark und Gesellschaftshaus. Das baden o.√Ą. musste separat bezahlt werden. Mit dem Ende der AG 1913 ging alles an die Stadt Halle. Wann genau das Ende kam, weis ich nicht, da kann ich nur spekulieren und werfe zwei Jahreszahlen rein 1921 (Schlie√üung der Badeanstalt) oder 1923-1925 (Neubau des Wittekindbades).

Der gesamte Komplex war mindestens 15 Jahre Eigentum des Zoos (AG und Stadt)!
(14.12.2012, 21:04)
Michael Merker :   Am4.12. ist ein kleiner Eselhengst von Mutter Lena geb. Er war mitknapp 8 kg viel zu leicht und zu klein, au√üerdem stark unterk√ľhlt. Nach gut 2 Tagen 24 Stundenbetreuung und sehr lieber F√ľhrsorge von Mama hat er es geschafft. Nun wiegt er schon 11 kg darf aber noch nicht ins Freigehege. Der letzte Marabu ist zu Zuchtzwecken abgegeben wurden und das Paar Guana lebt nun in Heidelberg.
(13.12.2012, 05:52)
Liz Thieme :   @Alex F. du schreibst am 7.12, dass das Gel√§nde schon einmal in Zoobesitz war. Kannst du den genauen Zeitraum benennen?
(11.12.2012, 22:54)
Oliver Jahn :   Es wurde alles komplett verkauft, Grundst√ľck incl. aller Geb√§ude. Die Ausschreibung fand bereits im M√§rz 2011 statt. Da waren die Auflagen noch so hoch (besonders im Bereich des Denkmalschutzes) dass sich kein Bieter fand. In weiteren Schritten wurden dann die Auflagen nach und nach gelockert, so dass sich dann ein Privatk√§ufer fand, der im letzten Monat den Zuschlag f√ľr besagte 100.000 Euro erhielt. Die Auflagen sind jetzt so gering, dass einige Fraktionen im Stadtrat bereits Beschwerde eingereicht haben, da von der √∂ffentlichen Ausschreibung und deren Auflagen deutlich abgewichen wurde. Diese Abweichungen aber wurden nicht, wie eigentlich vorgesehen, im Stadtrat verhandelt, und selbst der Verkauf wurde nach diesen √Ąnderungen nicht dem Stadtrat zur Entscheidung gegeben, sondern lediglich von 11 Mitgliedern des Finanzausschusses entschieden. Jetzt hat man nur noch die M√∂glichkeit, einen Appell an den neuen Investor zu richten, er m√∂ge das Denkmal erhalten und auch weiterhin der √Ėffentlichkeit zug√§nglich lassen. Mit ein wenig M√ľhe kann man alles dazu finden unter www.halle.de, unter den Amtsbl√§ttern der Stadt und den B√ľrgerinfos √ľber die √∂ffentlichen Sitzungen der jeweiligen Aussch√ľsse der Stadt, in diesem Fall des Ausschusses f√ľr Wirtschaftsf√∂rderung, Besch√§ftigung und Liegenschaften.
(09.12.2012, 15:56)
Michael Mettler :   Das ist angesichts der Fl√§che allerdings ein l√§ppischer Preis. Waren daran irgendwelche Auflagen f√ľr den heutigen Eigent√ľmer gekn√ľpft, z.B. wie er mit der historischen Bausubstanz zu verfahren hat? Oder sind die Bad-Geb√§ude/Ruinen im Besitz der Stadt verblieben und es wurden nur die Freifl√§chen verkauft?
(09.12.2012, 08:35)
Oliver Jahn :   Eigent√ľmerin war die Stadt und das komplette Areal wurde f√ľr 100.000 Euro verkauft.
(09.12.2012, 00:36)
Michael Mettler :   @Ronny: Dazu h√§tte aber auch ein Gel√§ndeeigent√ľmer geh√∂rt, der bereit gewesen w√§re, es √ľberhaupt zu verpachten (und sich damit lukrativere Alternativen oder eigene Pl√§ne langfristig zu verbauen). Gab es denn eine solche Bereitschaft?
(08.12.2012, 20:53)
Ronny :   Man h√§tte das Gel√§nde vor allem erstmal sichern k√∂nnen, zum Beispiel durch eine langfristige Pacht. √Ąhnliches wie es im Grunde der Magdeburger Zoo mit dem Vogelsangpark gemacht hat.
(08.12.2012, 12:00)
Alexander Raksi :   Sicherlich schade, aber was gibt es f√ľr eine Chance ohne Geld...?
(07.12.2012, 23:30)
Alexander Fuchs :   Das ist traurig und mir ahnt schlimmes f√ľr den Wittekindhang, dass eine Bebauung der Zooseite unm√∂glich machen wird.
Große Pläne gemacht und nun kommt nichts dabi rum und genau das meinte ich im November, dass ich mir Sorgen mache. Schade, wieder eine Chance vertan und vorallem die einzigste Chance auf eine Geländeerweiterung.
(07.12.2012, 20:06)
Alexander Raksi :   Leider ist das Solebad eben nicht mehr im st√§dtischen Besitz, sondern seit Sommer privat. Und n√§chstes Jahr sollen Wohnung entstehen.
(07.12.2012, 19:42)
Alexander Fuchs :   Das Solebad ist im Besitz der Stadt Halle und war vorher im Besitz vom Solbad Wittekind e.V. Der Verein ist pleite gegangen durch irgendwelche internen Machenschaften. Dieses Gel√§nde geh√∂rte schon mal dem Zoo, f√ľr eine kurze Zeit im 20. Jh.
Sehr schön kann man das Hauptbad sehen, von 1846! Im Jahr 2008 stellte der jetzige Zoodirektor seinen Masterplan vor und da sollte es eine Kindertagesstätte werden. Die Gebäude sollen wohl noch in einem guten Zustand sein, so das man es rekonstruieren könnte. Auch befindet sich dort eine Salzsole, einer der letzten in Halle! Dieses Bad ist tatsächlich sehr Geschichtsträchtig und sehenswert. Dort kann ich mir auch ein Aquarium vorstellen. Die komplette Herstellung soll sich um die 40 Mio. Euro bewegen.
Auch kann man auf dem Foto das alte Wisentgehege sehen.
(07.12.2012, 17:53)
Alexander Raksi :   Und hier noch das Foto ;)
(07.12.2012, 10:29)
Alexander Raksi :   Hier mal ein Luftbild mit der Grenze (ungef√§hr!!) - n√∂rdlich ist Zoo, s√ľdlich zum Wittekind, also Privat mit geplanter Wohnnutzung
(07.12.2012, 10:29)
Sacha :   Jein. Ich meinte das ganze Gel√§nde, das sich links vom Solbad Wittekind (und unterhalb des Besucherwegs) bis H√∂he Steinb√∂cke und vor allem rechts des Bades bis H√∂he Zwergflusspferde/Schimpansen hinzieht (immer aus der Vogelperspektive betrachtet). Ausserdem geht aus dem Beitrag von Alexander nicht hervor WEM dieses Areal geh√∂rt (Stadt?, Privatbesitz?), nur dass es nicht dem Zoo geh√∂rt und er gegenw√§rtig kein Geld hat, es zu kaufen.

Also konkret: K√∂nnte der Zoo Halle besagtes Areal erwerben (sofern das n√∂tige Geld vorhanden ist) oder ist es weitgehend auf private Besitzer "zerst√ľckelt", so dass ein Kauf keinen Sinn macht bzw. mangels Interesse der Besitzer von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist? Und wer ist der Besitzer des Solbad-Geb√§udes?
(07.12.2012, 09:53)
Michael Mettler :   @Sacha: Du meinst offenbar das Gel√§nde des ehemaligen Solebades Wittekind - dazu siehe unten die Beitr√§ge der beiden Alexanders vom 15.11....
(06.12.2012, 19:32)
Sacha :   Frage an die Halle-Kenner:

Auf der S√ľdseite des Zoos (Seite mit den Kleinnager-K√§figen) befindet sich unterhalb des untersten Gehweges eine unbebaute (Gr√ľn?-)Fl√§che (ausserhalb des eingez√§unten Zoobereichs!). W√§re dies ein POTENZIELLES Erweiterungsgel√§nde oder ist die Fl√§che in Privatbesitz und wir sogar in irgendeiner Form genutzt?
(06.12.2012, 09:43)
Michael Merker :   Mit 0,4 Balistaren erweitert der Zoo nun seinen Weichfresserbestand.
(06.12.2012, 05:55)
Michael Merker :   Unsere Liszt√§ffchen haben Nachwuchs:-)
Das junge Bergmeerschweinchen ist schon so groß, dass man es garnicht mehr von den Eltern unterscheiden kann :-)
Auch das junge Faultier wächst und gedeiht.

(30.11.2012, 10:44)
Ronny :   Unser Vogel-Verantwortlicher hat dieses Tier als Zosterops poliogastrus eurycricotus bestimmt. Ich werde demn√§chst noch eine Zusammenfassung des Artikels √ľber die Haltung dieser beiden Brillenvogel-Arten (Unterarten) aus der Gefiederten Welt einstellen.
(19.11.2012, 08:57)
Jolantha Belik :   Allen Elis geht's gut, Bibi wird immer runder, sie ist schon ein ziemliches Wutzi, aber von Mini-Eli ist nach wie vor keine Spur.
(18.11.2012, 22:25)
Elisabeth Hiendl :   Heute Nachmittag war laut facebook des Elefantenhauses im zoo Halle noch nichts da

(18.11.2012, 22:14)
R√ľdiger :   Was macht die Elefantenkuh Bibi ?
Noch keine Gebrutswehen oder Milcheinschuss ?
Bin gespannt wann Halle den ersten Elefantennachwuchs erblickt ?
(18.11.2012, 14:07)
Alexander Raksi :   Ihr wolltet ein Foto vom Zosterops poliogastrus? Heute grad im Bergzoo fotografiert
(17.11.2012, 20:26)
Holger Wientjes :   @Ronny: Gibt es f√ľr die falsche Ausschilderung √ľberall einen Grund ?
(17.11.2012, 19:30)
Ronny :   Sind alles Kilimandscharo-Bergbrillenv√∂gel. Kikuyus gibt es in Europa nicht mehr. Alle Kilimandscharos werden in Deutschland als Kikuyus ausgeschildert.

@Michael Merker: Könntest du bitte ein Foto an mail@zootierliste.de schicken. Die Vögel kann man Phänotypisch auseinander halten.
(17.11.2012, 18:39)
Michael Merker :   Am besten mal direkt im Zoo nachfragen. LG
(17.11.2012, 05:42)
Holger Wientjes :   Welche dann die einzigen in einem deutschen Zoo w√§ren. Oftmals sind sie in Zoos als kikuyuensis ausgeschildert ohne wirklich welche zu sein (vgl.ZTL). Wurde da in letzter Zeit etwas an der Sytematik ge√§ndert ? Kenne mich in dem Fall da nicht so aus ?
(16.11.2012, 21:05)
Michael Merker :   Nein es sind Kikuyu, also kikuyuensis
(16.11.2012, 18:04)
Holger Wientjes :   O.k., danke Dir ! Bergbrillenvogel = Zosterops poliogastrus eurycricotus
(Kilimandscharo-Bergbrillenvogel) ?

(16.11.2012, 17:26)
Michael Merker :   Ja sie sind alle im Bestand, Perlstei√ü 1,1; Livingstonturakos 1,1; Bergbrillenv√∂gel 7 St√ľck; Chuckarsteinh√ľhner 4 St√ľck; Gelbkehlfrankoline 1,1; Sonnerath√ľhner 1,1
(16.11.2012, 17:15)
Holger Wientjes :   @M. Merker: Sind die von Dir aufgelisteten Vogelarten aktuell wirklich alle im Bestand ? Dann w√ľrde ich die n√§mlich in der ZTL erg√§nzen, denn dort sind eine ganze Reihe nicht eingetragen !
(16.11.2012, 13:09)
Michael Merker :   So dazu m√∂chte ich sagen, dass man sich erst mal richtig informieren sollte bevor man sowas leichtfertig schreibt.
Die Kittas und Wei√ühaubenfasane( nicht Nepal) sind in der Fasanerie, da sie keinen beheizten Innenraum ben√∂tigen, die Tokos und die dazu passenden Gelbkehlfrankoline aber schon und deshalb sind diese Arten oben zu den Binturongs gekommen, da dort ein sehr gro√üer Innenraum zur Verf√ľgung steht.
Zu den Haustieren: Sicher ist es nciht erstrebenswert zu viele Hasutiere zu zeigen, aber was spricht dagegen Perlh√ľhner mit den Elafanten laufen zu lassen. Au√üerdem sind die meisten der geziegten Haustiere auch bedrohte Rassen zB Zackelschafe, Angoraziege, Angorakaninchen, Girgentanaziege oder auch Hausyaks( welche man immer seltener sieht).
Die Anlagen der Emus und K√§nguruhs m√ľssen unbedingt gemacht werden deshalb ziehen diese beiden Arten in die neue Anlage ein, doch das hei√üt nicht dass es f√ľr immer so sein wird.
Au√üerdem hat sich in der letzten Zeit schon etwas getan zB am Vogelbestand. Neue sind unter anderem Perlstei√üh√ľhner, Livingstonturakos, Gelbkehlfrankoline, Chuckarsteinh√ľhner und Bergbrillenv√∂gel und Sonnerath√ľhner.
Einige Tiere sind schon selten in Zoos zu sehen wie zB Blauschafe, Gundis, Felsenmeerschweinchen, Westkaukasische Steinböcke, Pudus.....um nur einige zu nennen...und nur wenn Geld da ist kann auch was gemacht werden.
(16.11.2012, 12:17)
Ronny :   Die Von-der-Deckens-Toko, sind nach meiner Meinung auch v√∂llig fehl am Platze. Da hat man im letzten Jahr eine sehr sch√∂ne asatische Ecke gestalten und schon l√∂st man sie wieder auf, obwahl die Nepalfasan und Rotschweifkittas noch im Bestand sind. Die Tokos h√§tten genauso gut auch in die Fasanerie ausgestellt werden k√∂nnen.

Ich sehe die derzeitige Entwicklung des Zoos ebenfalls sehr kritisch und Schade.
(15.11.2012, 20:46)
Alexander Fuchs :   P.S. Ich habe meine Bef√ľrchtung schon im Jahre 2009 kund getan, genauer im Oktober (hier nach zu lesen)


(15.11.2012, 19:19)
Alexander Raksi :   Das tut mir leid, wenn ich das in den letzten drei Beitr√§gen von dir so herausgelesen haben...
(15.11.2012, 19:13)
Alexander Fuchs :   @Alexander Raksi: Mir zu unterstellen das ich den Bergzoo nicht sonderlich mag ist absoluter Schwachsinn, dass ganze Gegenteil ist der Fall. Gegenteil.

(15.11.2012, 19:03)
Alexander Raksi :   @Alexander Fuchs: Dass deine Meinung zum Zoo Halle nicht gut ist, hast du nun bereits mehrfach gezeigt, aber schade, dass du das in deinen Beschreibungen zu subjektiv mit einflie√üen lassen musst.

Das kein Geld da ist, ist nun mal Fakt. Sich dar√ľber lustig machen oder so theatralisch zu echauffieren, ist nicht n√∂tig. Und dass da ein Paar Perlh√ľhner √ľber die Elefantenanlage rennen, st√∂rt dich weil? Nicht aufregen, da sind auch Amseln und Spatzen, nein die werden die Elefanten nicht ersetzen. Warum erw√§hnst du nicht die Von-der Decken-Tokos, zugegeben sind die auch nicht existentiell bedroht, aber nur wenige Zoos zeigen diese possierlichen V√∂gel.
Um Elefanten mit Zuchtoptionen zu halten, musste Geld investiert werden, Raubtierhaus ist ordentlich saniert, wie fast alle Häuser auch. Leider musste das Totenkopfaffenhaus noch mal saniert werden, weil der Zoo damals den billigsten Anbieter nehmen musste!, wieder fast eine Million Euro weg. Das Geld ist einfach nicht da.

Und welche Tiere wurden denn abgegeben und durch andere ersetzt? Pony, Esel und Lama waren schon immer da. Und Kamele sind nun nicht gerade ein Exot und die Abgabe sicher kein Wunsch und eine Weile her.
Da das Solebad nicht dem Zoo geh√∂rt ¬Ė weil kein Geld ¬Ė kann dort auch kein Giftschlangenzentrum entstehen, wie angedacht. Es ist nun mal weniger Platz, und Neubauten durch das Gel√§nde auch teuer ¬Ė und das bei keinem Geld.
Und was ist das Problem an der Modernisierung der alten M√§hnenwolfanlage? Das Geld kommt vom F√∂rderverein ¬Ė der Zoo h√§tte sich das nicht leisten k√∂nnen ¬Ė und die Umsetzung ist sehr ansehnlich geworden. Der Bau ist neutral, der Besatz nicht auf Dauer bindend. Und wieso geht der Platz verloren? Die Tiere ziehen einfach nur um, die Bennets leben bisher auf einer Anlage, die seit 60 Jahren unver√§ndert so besteht.
Sicherlich sind nicht alle Entscheidungen zu Tierarten immer im Interesse aller, aber die Exoten-Enthusiasten sind nun mal nicht die Besuchermasse. Doch wo sieht man schon mal Blauschafe oder Gundis? Doch die 08/15-Familie erfreut sich nun mal mehr an 08/15-Kängurus…
Und nur weil die M√∂nchsittiche nicht mehr in der ehemaligen Anlage sind, hei√üt es nicht, dass diese weg sind. Erstmal hinter den Kulissen. Und die sind √ľbrigens genauso ¬Ąselten¬ď wie deine gehassten Haus-Perlh√ľhner¬Ö
(15.11.2012, 18:17)
Alexander Fuchs :   Die letzten Tage waren sehr aufregend f√ľr mich, denn ich habe mich f√ľr eine Sachsen-Anhalt Tour entschieden. So besuchte ich die drei Gro√üzoos und andere diverse Einrichtungen in Sachsen-Anhalt.
Die kleineren lasse ich einfach mal weg. So komme ich zu den Großzoos in SA. Ich werde auf zwei genauer eingehen.

Mein pers√∂nliches Ranking f√ľr die drei:

Platz 1 Zoo Magdeburg
Platz 2 Zoo Aschersleben
Platz 3 Zoo Halle!

Der Magdeburger Zoo entwickelt sich rasant zu einem modernen Zoo, mit einem sehr sch√∂nem und seltenen Tierbestand. Man merkt eine Aufbruchstimmung und die geht rasant vorw√§rts. So rasant, dass der √§lteste Zoo in SA nur noch ein Schatten seiner fr√ľheren Glanzjahre ist.
Durch die Parkerweiterung hat Magdeburg gleich mal 30 bis 40 Jahre aufgeholt, mit den alten Baumbestand und man merkt nicht das er erst 60 Jahre alt ist, nein man k√∂nnte fast denken, er stammt aus Gr√ľnderzeiten.
Der Tierbestand hat sich sehr gewandelt zum positiven, nur als Beispiele Neuguinea Filander. Weitl√§ufige Anlagen mit toller Vergesellschaftungen. Ich kann mich nicht daran erinnern so nah an einem Nashorn gewesen zu sein wie in MD oder das Gef√ľhl zu haben mitten in der Anlage zu stehen. Das war f√ľr mich ein tolles Erlebnis und klasse umgesetzt. Auch das man die Giraffenanlage an Africambo I angliederte. So bin ich auf weitere Arten und Anlagen in MD sehr gespannt.


Fr√ľher bin ich (Im Jahr 2000) immer nach Magdeburg gefahren um gro√üe und moderne Anlagen zu sehen (Schneeleoparden, Tiger). Da war ja noch gar nicht an Leipzig oder an Halle zu denken .


Auch der Zoo Aschersleben, mit seinen wenig finanziellen Mitteln, ist eine Reise wert gewesen. Darauf gehe ich nicht weiter ein.

Den Besuch in Halle h√§tte ich mir sparen k√∂nnen! Es hat mich so schockiert und ich bin echt entt√§uscht was aus dem Zoo geworden ist. Meine Bef√ľrchtungen haben sich leider best√§tigt und es ist ein Haustierzoo geworden mit ein paar exotischen Tieren.
Die M√∂nchsittichvoliere gibt es nicht mehr und somit auch die Sittiche nicht mehr. Lama und Schafe, Esel und Ponys. Wow was f√ľr Hingucker und Publikumslieblinge. Nur st√∂ren dort noch die Zebras. Kann man gut ersetzen mit Zwergziegen oder Kaninchen.
Die Anlage f√ľr Tapire bzw. Zwerghippos wurde nicht von einem Nutria mehr bewohnt, nein jetzt sogar schon von vier Tieren. Vielleicht sollte man ein EEP daf√ľr einrichten und noch daf√ľr die Humboldtpinguine abgeben und die Anlage den Nutrias geben. Bin ich voll daf√ľr! Aber man denkt schon weiter im Zoo und so ist es nicht verwunderlich, dass auf der Elefantenanlage eine n√§chste Haustierart ist, dass seltene Haus-Perlhuhn. Wenn sich die Richtlinien mal √§ndern sollten , hat man schon Ersatz gefunden.
Von einem Tradiotionszoo zu einem Haustierzoo in historischer Umgebung sollte der Masterplan hei√üen. Sorry, aber das geht nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Sinn und Zweck eines Zoos ist, Tiere abzugeben und mit Haustieren oder 08/15 Tieren, Anlagen zu besetzen. Wo sind die Neubauten f√ľr Menschenaffen, das Giftschlangenzentrum oder das Solebad? Jetzt bitte nicht mit Geldnot o.√§. Kommen. Andere Einrichtungen in SA schaffen das auch. Warum nicht in Halle? Seit 2006 ist nichts mehr passiert an Neuerungen und das sind fast 8 Jahre! Auch verstehe ich nicht das man eine Anlage f√ľr Emus und Bennetk√§nguruhs neu bauen muss. H√§tte man das wirklich machen m√ľssen oder h√§tte die alte M√§hnenwolfanlage nicht erst mal ausgereicht? Der sch√∂ne Platz der verloren geht mit einem 08/15 Besatz. Man man man, kann man da nicht vorher √ľberlegen und was anders machen? Evtl. das historische Alpinum, dort wo schon meine Uhrurgro√üeltern, Urgro√üeltern, Gro√üeltern und Eltern entlang schlenderten!

Ich werde diesen Zoo auf weiteres nicht mehr besuchen um meine schönen Erinnerungen nicht kaputt zu machen.

Danke f√ľr nichts!!!!!!!!!!!!


(15.11.2012, 16:21)
Sacha :   @MM: Vielen Dank f√ľr Infos und Plan.

@Peter Lohse: Da hast Du recht. Ich habe allerdings versucht, dem Rechnung zu tragen und darum nur von "Anzeichen" von Federrupfen geschrieben. Zugleich hatte ich den Eindruck, dass es in Halle durchaus Volieren hat, in denen man die Aras bei voller Flugfähigkeit halten könnte.
Ich betone: KOENNTE! Denn einerseits h√§lt man (leider?) auch hier in Z√ľrich Aras mit "beschnittenen" Federn und andererseits wird ja oft diskutiert, ob diese Massnahme die "Kletterv√∂gel" wirklich derart physisch und psychisch beeintr√§chtigt. Jedenfalls sehen die Hallenser Aras nicht wirklich gesund aus.
(14.09.2012, 12:58)
Peter Lohse :   Sacha:
Den Entent√ľmpel fand ich allerdings auch zu √úppig besetzt. Was die Aras anbelangt m√ľsste man erstmal herausfinden woran der Federverlusst liegt, da gibt es viele Ursachen, nach Rupfern sahen mir die V√∂gel eigentlich nicht aus, aber so lange habe ich dort nun auch nicht verweilt. Interessant w√§re auch zu wissen wo die V√∂gel herkommen. Sind Sie schon lange im Zoo ?
Sind Sie vielleicht aus Privathand gekommen ? Es gibt in Deutschland einige Tierärzte die sich auf Papageien spezialisiert haben, die man kosultieren könnte, ansonsten sollte da sicher der Zootierarzt von Halle Auskunft geben können.
(13.09.2012, 17:30)
Michael Mettler :   @Sacha: Da helfe ich doch gern mal aus, da ich die alten Zoopl√§ne von Halle eh auf dem Rechner habe und deshalb ganz bewusst den beiliegenden von 1938 ausgeguckt habe. Der zeigt n√§mlich nicht nur die Lage des Aquariums, sondern auch die diskutierte, schon damals weitgehend seit Jahrzehnten an den gleichen Stellen vorhandene bauliche Konzentration der ONB-Favoriten samt daf√ľr notwendiger Warm-/Schauh√§user.

Dass du das geschlossene Aquarium √ľbersehen hast, ist verzeihlich, denn es ist ja quasi ein "unterirdisches" Haus und der Eingang nicht mehr als der Zutritt zum daf√ľr notwendigen Treppenhaus. √úbrigens vis-a-vis zum diskutierten Zierententeich, der urspr√ľnglich als Pinguinanlage errichtet wurde.
(13.09.2012, 17:07)
Sacha :   @Ralf: Ja, das wundert mich auch. Ich hab zwar schon Leute gesehen, die mir bekannt vorkamen, aber nicht DICH... und Du mich ja offensichtlich auch nicht (dabei habe ich bei Zootouren immer ann√§hernd das selbe an und bin mit grossem Fotorucksack ausger√ľstet). Also sicher nicht incognito, aber mit Bruder unterwegs.

"Im Schatten des √ľberm√§chtigen Zoo Leipzig" ist nat√ľrlich f√ľr einen Anhalter sehr provokativ.;) Im Ernst: Damit wollte bzw. will ich die Leistungen des Hallenser Zoos in keinster Weise schm√§lern. Ich glaube auch gern, dass die G√§ste Deiner F√ľhrungen die Verschiedenheit anerkennen. Ich vermute mal, dass die meisten davon ohnehin Zoointeressierte sind, die etwas von der Materie verstehen. Aber wenn ich mir Marketing sowie Bekanntheitsgrad bei ONB anschaue, dann zieht Halle gegen√ľber Leipzig den K√ľrzeren. F√ľr Gondwana wird schon auf der Autobahn geworben u.a. mit einem offiziellen Kultur-Hinweis-Schild...

Den Hinweis mit der Geschichte des Zoos nehme ich gerne auf und st√ľrze mich wieder auf die Chronik des Zoos. Mal schauen, was ich mir selber alles beantworten kann (die "gerupften" Aras und den √ľberf√ľllten Entent√ľmpel d√ľrfte dieser aber kaum erkl√§ren). Ausserdem habe ich ja geschrieben, dass die Eindr√ľcke/Bewertungen ohne Kenntnis des "Alt-Zustandes" entstanden sind.

Noch eine Frage zum Aquarium: WO befindet resp. befand sich dieses?
(13.09.2012, 15:50)
Ralf Seidel :   @Sacha, es waren am Sonntag, um es ganz genau zu beziffern, 40 Zoofreunde aus Hannover im Bergzoo unterwegs. Was mich jetzt eigentlich verwundert, du h√§ttest mich eigentlich auch mitbekommen m√ľssen - ich hatte die Gruppe durch den Zoo gef√ľhrt...
Nun mag der eine oder andere auch lieber nicht in der Gruppe unterwegs sein, aber irgendwie...??
Warst du incognito oder warum habe ich dich nicht mitgekriegt ? Von 09:15 Uhr bis 13:00 Uhr war ich mit der Gruppe unterwegs, anschließend ging es zum Mittag auf die Bergterrassen...
Der Zoo in Halle steht nun aber keineswegs im Schatten des "√ľberm√§chtigen" Leipziger Zoos, auch wenn alles ein bisschen kleiner ausf√§llt, die Zoos in sich sind v√∂llig verschieden - und genau DAS stelle ich bei meinen F√ľhrungen heraus - und die G√§ste best√§tigen mir das immer wieder...
Was einige deiner Hinweise betrifft, da kann ich dem Michael nur zustimmen und weiterf√ľhrend anregen, dich einmal mit der Geschichte des Zoos zu befassen - Vieles erkl√§rt sich darin...
Einige deiner Kritiken kann ich nachvollziehen, statt B√∂hmzebras h√§tte ich hier beispielsweise lieber die wesentlich selteneren Bergzebras, Schneeleoparden und Pumas w√ľrde ich nat√ľrlich auch gern (wieder) hier sehen..
Das Aquarium wurde gegen Ende der Neunziger Jahre geschlossen, nachdem bereits in den Achtzigern das Terrarienabteil schlie√üen musste - alles stark sanierungsbed√ľrftig, wovon sich ja einige der hier teilnehmenden Zoofreunde vor einigen Jahren vor Ort √ľberzeugen konnten.
Die Fische wurden entweder abgegeben oder erhielten neue, schönere Aquarien in den sanierten Tierhäusern (Schimpansenhaus oder auch als ""Freischwimmer" in den Becken des Krokodilhauses.
(13.09.2012, 14:07)
Sacha :   Mir ist da noch eine Frage eingefallen:

Auf einem Bild in zoochat war der Eingang zum "alten Aquarium" abgebildet. Seit wann ist dieses nicht mehr in Betrieb und warum?
(12.09.2012, 17:03)
Michael Mettler :   @Peter Lohse: Die B√§renhaltung unter den vorhandenen Bedingungen ist doch l√§ngst auf Auslauf gestellt. Angesichts der Abgabechancen bei Gro√üb√§ren (zumal bei "Rentern" wie der Braunb√§rin) hat es aber der Zoo wahrscheinlich gar nicht selbst in der Hand, einen Endzeitpunkt festzulegen, sondern der h√§ngt eher vom Dahinscheiden der B√§ren ab (oder von einem unerwarteten Geldsegen f√ľr neue B√§renanlagen)... Und wer wei√ü, vielleicht haben sich bis dahin auch die Fl√§chenvorstellungen f√ľr Schneeleopardenanlagen schon wieder ge√§ndert ;-)

Zebras geh√∂ren m.E. zum Standardbesatz eines Zoos, den der Normalbesucher erwartet. Ich k√∂nnte mir zwar auch einen anderen Platz f√ľr sie innerhalb des Zoos vorstellen (am alten Antilopenhaus, heute Ameisenb√§ren/Zackelschafe/Lamas), aber andererseits stellen sie an der jetzigen Hangseite eigentlich die einzige Tierart mit ONB-Priorit√§t dar und somit einen Anreiz, diesen Bereich beim Besuch nicht links liegen zu lassen. Das k√∂nnen Wildesel wahrscheinlich nicht bieten.
(12.09.2012, 13:29)
Peter Lohse :   Sacha:
Ist ja Lustig ich war auch am Samstag in Halle.
Im Gro√üen und Ganzen stimme ich deinen Ausf√ľhrungen zu. Die Zebrahaltung ist meiner Meinung nach √ľberfl√ľssig, das Gehege k√∂nnte man besser z.B. mit einer Wildeselart besetzen. Kiangs w√ľrden denke ich Thematisch gut passen. Die B√§renhaltung sollte man in den vorhandenen Gehegen schnellst m√∂glich beenden, denn die entsprechen in keinster Weise noch einer artgerechten Haltung. Die Idee dort Schneeleoparden zu halten w√§re wohl m√∂glich, aber dazu m√ľsste man wohl die ganze Anlage abreissen und neu aufbauen, was wohl die finanziellen Mittel des Zoo zur Zeit √ľberschreitet. F√ľr Kragenb√§ren w√ľrde ich eine komplett neue Anlage an einem anderen Standort bauen, wo wei√ü ich allerdings auch nicht. Dazu kenne ich die Gegebenheiten zu wenig.
(12.09.2012, 10:50)
Michael Mettler :   @Sacha: Dass sich die ONB-Favoriten in einem Teil des Zoos "h√§ufen", h√§ngt auch damit zusammen, dass dort in der gesamten Zoohistorie die einzigen einigerma√üen ebenen Fl√§chen f√ľr Gro√übauten bzw. Warmh√§user verf√ľgbar waren und die Robbenhaltung ebenfalls schon an gleicher Stelle einen historischen Vorg√§nger hatte.
(11.09.2012, 18:28)
Sacha :   Ich war letztes Wochenende, genauer am Sonntag, das erste Mal im Zoo Halle. Und mit mir √ľbrigens auch etwa zwei Dutzend Personen der Zoofreunde Hannover (sollte ich jemanden nicht gegr√ľsst haben, der mich hier vom Forum kennt, dann bitte ich um Entschuldigung).

Nun zu meinem Eindruck der Institution:

Grunds√§tzlich finde ich es bewundernswert, wie der Zoo Halle sich mit vermutlich wenig finanziellen Mitteln und im Schatten des √ľberm√§chtigen Leipziger Zoos pr√§sentiert. Ich bitte bei meiner Bewertung zu ber√ľcksichtigen, dass ich die Bauten aus vorangegangener Zeit nicht kenne. Im allgemeinen scheint es mir, als habe man bei einem Minimum an Platz und Geld das Optimum herausgeholt.
Dies trifft m.E. vor allem auf das Raubkatzenhaus zu. Malay. Tiger und Jaguare haben gut strukturierte Aussengehege. Statt Platzfressender Wassergr√§ben arbeitet man hier mit Glasabschrankungen. Sehr gut. Die Innenanlagen sind jedoch bestenfalls ausreichend in der Gr√∂sse und d√ľrften bei den Tigern auch etwas besser "m√∂bliert" sein. Die Anlage der L√∂wen ist f√ľr mehr als ein Paar zu klein. Zudem m√ľssten sie m.E. nicht zwingend in einem f√ľr Besucher BEGEHBAREN Haus leben.
Aehnliches gilt f√ľr die Elefantenanlage. Anhand der M√∂glichkeiten hat man hier das Beste rausgeholt. Bravo.
Geschickte Raumnutzung auch bei der Voliere f√ľr australische Sittiche, wohingegen man bei den Totenkopf√§ffchen Platz verschwendet hat.
Das Krokodilhaus ist genial, mit Beobachtungsm√∂glichkeiten von oben und unten (durch Glasscheiben) f√ľr alle drei Arten. Pers. Highlight: S√ľdafrikanische Nilkrokodile. Schade sind die Buntbarsch-Arten nicht ausgeschildert (zumindest habe ich kein entsprechendes Schild gesehen).
Geografisch unpassend, aber effizient in der Raumnutzung ist die Gemeinschaftshaltung von Zwergflusspferden und Blasskopfsakis, wobei ich anhand der Bilder, die ich gesehen habe, sagen muss, dass die alte Zwergflusspferdanlage nicht schlechter war.

Weitere POSITIVE Aspekte:
Sehr freundliches, auskunftsfreudiges und hilfsbereites Personal, bei dem man das Gef√ľhl hat, mit Engagement bei der Sache zu sein.
Faultierhaltung mit Aussengehege.
Schön gestaltete Landschaftsaquarien und -terrarien im Raubkatzen- und Schimpansenhaus.
Konzentration auf Bergtiere (wobei: Wo sind die Schneeleoparden?)
Grosse Voliere f√ľr Wasserv√∂gel mit einem einzelnen, blinden Humboldtpinguin ("Hedwig"?), der gem√§ss Schild von seinen Artgenossen gemoppt wurde (gute L√∂sung gefunden).

Weitere NEGATIVE Aspekte:
Kleiner, v√∂llig √ľberf√ľllter Ententeich (mehr Pf√ľtze), bei dessen Artenzusammenstellungen sich Hybriden geradezu aufdr√§ngen.
Ungen√ľgendes Gastronomie-Angebot.
Zebrahaltung an falscher Stelle.
Geografisch bunt gemixte Volieren.
Jeweils einzelner Gelbbrust- und Gr√ľnfl√ľgelara mit geschnittenen Fl√ľgeln, die Anzeichen von Federrupfen zeigen.
Zoologische Schwerpunkte f√ľr ONB alle in der gleichen Ecke/im gleichen "Viertel" des Zoos (B√§ren/Elefanten √ľber Robben/Pinguine bis Schimpansen/Zwergflusspferd)
Zu wenig Toiletten.

Alles in allem ein Zoo, der wirklich Anerkennung verdient, bei dem man sich aber noch mehr Abstimmung mit Magdeburg und Leipzig w√ľnscht, was den Tierbestand angeht (also z.B. Ausbau der Kragenb√§rhaltung und neu Schneeleoparden, daf√ľr Magdeburg mit Braunb√§ren im Tausch gegen die Schneeleos. Das wie geschrieben nur EIN Beispiel bzw. EIN Vorschlag).
(11.09.2012, 17:51)
R√ľdiger :   Da kommt Freude auf!
Erstaunlich das Bibi mit 26 jährig, den Jungbullen ABU als 11 jährigen Bullen zum Decken akzeptierte. Bin gespannt ob ABU die andere Kuh Tana , falls sie einen Zyklus hat, Mutter werden lässt
(01.09.2012, 18:53)
Jolantha Belik :   Jetzt ist es bei Bibi nimmer zu √ɬľbersehen, da hat der Zoo wohl oder √ɬľbel ihre Tr√ɬ§chtigkeit best√ɬ§tigen m√ɬľssen:

http://www.halleon.de/news.php?id=5029
(01.09.2012, 17:44)
WolfDrei :   @MM: eher eine "stabile" F√§rbung der TP-Tiere
(30.07.2012, 23:37)
Michael Mettler :   @WolfDrei: In der Google-Bildersuche finden sich unter dem Stichwort "Bharal" ganz √ľberwiegend br√§unlich wirkende Individuen, oft mit recht wolligem Fell. Die wenigen wirklich blauen Blauschafe dort haben kurzes, glattes Fell... Gibt Ihr Fotoarchiv aus dem TP Berlin einen Farbwechsel im Jahresverlauf oder eine "stabile" F√§rbung wieder?
(30.07.2012, 20:46)
WolfDrei :   @MM: Das mag angehen. Ich h√∂rte allerdigs auch vom Revierleiter bez√ľglich der m√∂glichen Anschaffung eines neuen Bockes (irgendwann in der Zukunft), da√ü er davon sprach, "keinen braunen Boch haben zu wollen". Die Aufnahme wurde Ende September gemacht.
(30.07.2012, 19:58)
Holger Wientjes :   Danke Ralf !
(30.07.2012, 19:18)
Michael Mettler :   @WolfDrei: Bei den abgebildeten B√∂cken scheint mir der Braun-Touch eher von absterbendem Haar zur Fellwechselzeit herzur√ľhren (was f√ľr schwarz pigmentierte Haare nicht ungew√∂hnlich w√§re, und Blaugrau ist lediglich eine "Verd√ľnnung" von Schwarz), einige der br√§unlichen Partien heben sich ja plastisch vom blaugrauen Untergrund ab - nachwachsendes Fell ist zwangsl√§ufig erst mal k√ľrzer. Wenn die Tiere stark der Sonne ausgesetzt sind, kann dieser Effekt schon bei lebendem Haar auftreten, soll hei√üen, das selbe Individuum kann bei sonniger Haltung brauner sein als bei schattiger. Ausstellungsz√ľchter von z.B. schwarzen Kaninchen oder Katzen sch√ľtzen deshalb ihre Tiere vor Sonneneinstrahlung, damit das schwarze Fell nicht die zu Punktabzug f√ľhrenden "Rostflecken" bekommt...
(30.07.2012, 19:16)
WolfDrei :   Bockgruppe in Tallinn mit unterschiedlicher "Grundf√§rbung"
(30.07.2012, 18:37)
WolfDrei :   Die TP-Tiere sind letztlich Nachkommen jener Tiere, die 1980 und besonders 1986 aus China in die Qurant√§ne des TP f√ľr San Diego kamen. Aus SD kamen sie dann wieder nach Berlin. Die Letztimportieren auch anderer Einrichtungen sind offensichtlich alle szechuanensis. Anders k√∂nnte es bei den franz√∂sischen Tieren sein, die dort schon seit den Siebzigern (?) leben. Zwischenzeitlich war die Haltung in Mulhouse und Paris (um 1990-95) fast zusammengebrochen, doch nach Zusammenf√ľhrung der letzten Tiere nach Mulhouse ging es dann wieder bergauf. √úbrigens sah ich in Tallinn Tiere , die eine eher braune F√§rbung hatten.
(30.07.2012, 18:31)
Ralf Seidel :   @Holger, inwiefern die weiblichen Tiere aus Berlin der UA "szechuanensis" zuzuordnen sind, kann ich dir leider auch nicht sagen, aber da die in Berlin eh alle in einer Gruppe gehalten werden, glaube ich nicht an unterartdefinierte Tiere. Der Zuchtbock aus Montpellier sowie das k√ľrzlich hinzugekommene Weibchen aus Paris werden ja auch lediglich im Artstatus aufgef√ľhrt. Das neue Weibchen hat wohl schnell Kontakt gesucht und sich in der Gruppe eingelebt.
(30.07.2012, 18:04)
Holger Wientjes :   @Ralf: Ist Dir auch etwas √ľber den UA-Status der Tiere bekannt, die aus dem TP kamen. Dort wird ja auch die Sichuan-UA gehalten.
Hat sich das Weibchen, das k√ľrzlich noch hinzu kam, eigentlich gut in die Gruppe intergriert ?
(30.07.2012, 16:07)
Ralf Seidel :   @Holger, Korrekt!
(30.07.2012, 16:01)
Holger Wientjes :   Tolle Neuigkeiten !! Sind dann jetzt mittlerweile 2,3 Tiere dort, richtig ?
(30.07.2012, 15:22)
Alexander Raksi :   Und hier noch ein Foto von Merlin, der Bharal-Nachwuchs
(30.07.2012, 13:46)
Ralf Seidel :   Erfreulichen Nachwuchs gab es Anfang Juli im Bergzoo in der kleinen Gruppe der Blauschafe. Dies ist der erste Nachzucht dieser Art im Zoo Halle. Bharale werden nur in wenigen Tierg√§rten Europas gehalten, in Deutschland ist die Art neben Halle nur noch in Berlin-Friedrichsfelde zu sehen.
(30.07.2012, 13:15)
Alexander Raksi :   Rein rechnerisch dauert es noch bis Anfang n√§chsten Jahres, vielleicht will man noch abwarten...
(09.07.2012, 10:51)
Jan Jakobi :   @Jolantha:
Das wäre dann der erste Elefantennachwuchs in Halle.
Kann man das Bild irgendwo sehen?

(09.07.2012, 10:49)
Jolantha Belik :   Danke, Alexander. Ich f√§nde es ehrlicher, wenn der Zoo klipp und klar sagt, dass sie tr√§chtig ist. Die Besucher sind ja nicht doof, man sieht ja, dass Bibi rundlcher wird. Sie haben ja auch davon berichtet, dass Abu sie gedeckt hat.
(09.07.2012, 10:30)
Alexander Raksi :   @Jolantha: Offiziell wird nichts best√§tigt, viel mehr wird weiterhin davon ausgegangen und entsprechend √úberlegungen zur Anpassung der Anlage durchgespielt. Auch wichtige √úbungen daf√ľr mit ihr werden wohl durchgef√ľhrt (Urinabnahmen f√ľr die Kontrollen).
Aber man vermeidet hier bewusst vorzeitige Euphorie, sicher ein guter Weg.
(09.07.2012, 08:28)
Jolantha Belik :   Auf einem aktuellen Foto schaut Bibi ziemlich rundlich aus. Wurde offiziell best√§tigt, dass sie tr√§chtig ist?
(09.07.2012, 01:04)
Michael Mettler :   @Ralf, wenn wir die n√§chste Kaffeefahrt nach Halle machen, sag ich vorher rechtzeitig Bescheid ;-)
(28.06.2012, 16:33)
Ralf Seidel :   @Peter Lohse, Elefanten und Menschenaffen sind aber eben wichtig f√ľr die Besucher,
was die letzte Bemerkung betrifft ¬Ė da werden Sie in Halle durchaus auf Ihre Kosten kommen.

@Oliver, joooo ¬Ė jetzt macht das alles auch f√ľr mich einen Sinn. Allerdings ist das Sammelsurium an Zutaten in der Endkonsequenz doch ein ziemlich schwer verdaulicher,
nach pers√∂nlichem Geschmack zusammen ger√ľhrter und unappetitlicher Einheitsbrei ¬Ė Schade drum...

@Michael, na endlich bekennst du dich auch zu deinem Alter, schick mir bei Gelegenheit mal den Veranstaltungskalender deiner Seniorengruppe...)))



(28.06.2012, 14:28)
Michael Mettler :   Diesem Bedauern schlie√üe ich mich als einer der alten M√§nner an.
(28.06.2012, 08:27)
Bj√∂rnN :   Die Diskussion bekommt langsam den Charakter eines "Alte-M√§nner-Kindergartens" - bedauerlich.
(27.06.2012, 22:44)
Oliver Jahn :   @Michael, Ralf stellte die Frage:
¬ĄWor√ľber reden wir hier eigentlich, nur weil Oliver Jahn ¬Ąsich Sorgen macht¬ď ? Wor√ľber denn eigentlich ¬Ė das habe ich bis jetzt noch immer nicht verstanden!¬ď

Und darum will ich es nun auflösen, ich bin ja eh scheinbar entlarvt.
Es gibt nat√ľrlich keinerlei Anlass zur Sorge.
All das, was nicht nur ich hier schrieb, ist eigentlich ganz anders.
Die Reilvilla ist als Erlebnisgastronomie der gehobenen Klasse bereits eröffnet, es hat nur keiner mitbekommen.
Das Neue Menschenaffenhaus, f√ľr das eh nur wenige Euro in die Vorplanung flossen, ist ebenfalls er√∂ffnet, durch die Hanglage sieht man es nur nicht so gut, genau wie die Vielfra√ü-Anlage.
Genau so ist es mit dem Bad Wittekind, welches bereits mit etlichen Tieren besetzt ist, ebenso, wie das Froschzentrum unterhalb der Reilsburg.
Der hier selbst von Ralf Seidel benannte zurzeit ziemlich haustierlastige Bestand täuscht, das sind Wildtiere, die man als Haustiere getarnt hat.
All die in der letzten Zeit in die anderen Zoos geholten Arte sind eigentlich gar nicht zu bekommen und die Nutrias sind tatsächlich Elbe-Biber.
Die Mähnenwölfe sind gar nicht weg, sie leben jetzt nur im Berg, genau wie die Hasenmaus, die Coruros, die Markhore, die Bezoarziege, das Opossum, das Pekari, die Mufflons…
Die Baum√§ngel an zwei der zu Letzt entstanden H√§usern, die mir ein Jahrzehnte im Zoo besch√§ftigter Mitarbeiter gezeigt hat, waren nat√ľrlich nur gefakt.
Und deshalb gefällt mir das schon immer und auch heute noch.
Das man bestimmte Dinge positiv sieht, sehr lange sogar, vor allem auch, weil man von gro√üartigen Pl√§nen h√∂rt, die einen manches verschmerzen lassen, und dass diese Meinung dann mal kippt, weil irgendwann √ľber die Jahre eben ein Punkt kommt, an dem dann eine Art zu viel abgegeben wurde und aus gro√üartigen Planungen letztendlich eine Anlage f√ľr bereits vorhandene Emus und Bennetts wird, all so etwas gibt es gar nicht.
Warum dann trotzdem so plötzlich der Sinneswandel kam…na ja, wie soll ich das erklären?
Da kamen zwei Typen mit Hut und Sonnenbrille aus der Hauptstadt eines mitteldeutschen Bundeslandes. Und die sagten mir, es g√§be bei ihnen auch einen Zoo. Und sie schoben mir einen dicken Umschlag r√ľber, der meiner werden w√ľrde, wenn ich trotz besseren Wissens das alles hier schreiben w√ľrde.
Und ja, ich habe es getan.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass sie mich jetzt kontaktiert haben, und ich muss nun dir Michael einen Anteil abgeben, weil du den Artenvergleich der Wildsäuger hier eingestellt hast.
Und wer weiß, vielleicht hat ja auch Liz so einen Umschlag erhalten, oder war sie eventuell verkleidet einer der beiden Typen mit Brille und Hut??
Und ich hörte munkeln, dass auch ein namhafter Autor eines Buches so einen Umschlag bekommen haben soll, da er eigentlich nur die Bärenanlage in Halle kritisiert hat, aber dann trotzdem Halle unter den deutschen Zoos auf den letzten Platz setzte.
mea culpa

(27.06.2012, 21:29)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich denke, mit deinem letzten Beitrag hast du meine Frage einleuchtender beantwortet als mit denen zuvor. Allerdings schiebe ich dann gleich eine Frage hinterher: H√§tte Halle in einem solchen Ranking mit einem anderen/gr√∂√üeren Tierbestand unter den √∂rtlichen Gegebenheiten wirklich besser abgeschnitten? Und auf welchem Platz w√§re der Zoo gelandet, wenn es solche Rankings schon zu dessen Tierbestands-Glanzzeiten gegeben h√§tte?

Dein Originalsatz lautete: ¬ĄWas mir aber zunehmend Sorgen macht, das ist tats√§chlich der Tierbestand.¬ď Wir haben uns √ľber lange Zeit hinweg oft und intensiv √ľber dieses Thema ausgetauscht, auch √ľber die Zukunft der B√§renhaltung usw. Trotzdem und trotz aller wehm√ľtigem R√ľckblicke stand f√ľr mich unter dem Strich immer der Eindruck, dass du vom Tierbestand in Halle begeistert warst, und diesen Eindruck finde ich durch deine Forumbeitr√§ge bis vor kurzem best√§tigt. Da horche ich nat√ľrlich auf, wenn es jetzt mehr ins Negative ausschl√§gt, zumal wenn gleich zwei Forumteilnehmer in die gleiche Kerbe hauen - mit dem Unterschied, dass Liz im Gegensatz zu dir nicht mal den jahrzehntelangen pers√∂nlichen Hintergrund zur Entwicklung in Halle hat.

Ich habe mir die von dir erw√§hnte Magdeburg-Diskussion (ich gehe davon aus, du meinst die von Anfang 2009) noch einmal durchgelesen. Darin finde ich u.a. auch eine Bemerkung von dir zu Halle: ¬ĄIch erinnere daran, dass Halle eigentlich keine Elefanten wieder haben wollte. Und trotz eines sehr guten Tierbestandes neben den Elefanten MUSSTEN wieder Elefanten her.¬ď Das vorl√§ufige Ende der Elefantenhaltung in Halle war 2003, fortgesetzt wurde sie 2006. Schon 2003 waren die unten angesprochenen drastischen Artenreduzierungen durch die Umbauten von Raubtier- und Affenhaus l√§ngst einige Jahre her, und dennoch hast du den quasi √ľbrig gebliebenen Tierbestand als "sehr gut" gewertet. Ich kann nicht aus eigener Anschauung sagen, wie er von 2003 bis 2005 aussah (das w√§re eine Flei√üarbeit mittels Zootierliste), aber 2006 war ich noch vor dem Einzug der neuen Elefanten dort. Und wenn ich mir meine Besuchsliste ansehe, dann sind seitdem zwar ein paar Wilds√§ugerarten (um die soll es ja hier haupts√§chlich gehen) gegen andere ausgetauscht worden, aber die zoologische Qualit√§t des Bestandes (sorry, ein fieser Ausdruck) hat f√ľr meinen Geschmack nicht unbedingt gelitten. Die Artenzahl auch nicht sonderlich: F√ľr 2006 habe ich 45 in der Liste stehen (ohne allerdings zu wissen, ob noch irgendwelche Kleintiere hinter den Kulissen sa√üen), aktuell sind es 43. Arten wie den Mandrill hat Halle dabei bestimmt nicht leichten Herzens abgegeben, aber was soll der Zoo machen, wenn eine geplante Gemeinschaftshaltung nicht funktioniert?

Da waren jetzt wieder Zahlenvergleiche dabei, ich wei√ü. Aber ich muss ja f√ľr den Meinungsaustausch auch MEINEN Eindruck begr√ľnden, und da schaue ich eben auf solche Dinge, um zu sehen, ob er mich tr√ľgt. Den Vergleich mit den gef√ľhlten und den tats√§chlichen Temperaturen habe ich nicht ohne Grund gemacht.
(27.06.2012, 20:20)
Peter Lohse :   @Ralf Seidel
Na dann ist ja alles Klar und ich kann heute Nacht ruhig schlafen. Ein kleiner Nachsatz noch, mein Vorschlag ist zum Teil sicher auch der Tatsache geschuldet das mich Elefanten und Menschenaffen langsam ein wenig langweilen, da Sie in fast jedem Zoo vertreten sind. Ich bin mehr so der Fan der im Zoo die versteckten Ecken sucht wo nur wenige hinkommen und man oft die kleinen Besonderheiten entdeckt.
(27.06.2012, 18:52)
Ralf Seidel :   @Peter Lohse, ich habe Sie sehr wohl verstanden, die Bemerkung mit der "Au√üenstelle" ganz bewusst etwas √ľberzogen. Aber wie Sie selbst bemerkt haben waren Sie ja noch nie im Bergzoo - und aus diesem Grunde ist es eben ratsam, sich selbst erst einmal ein Bild von den Gegebenheiten zu machen. Nat√ľrlich ist es reizvoll, einen "Bergzoo" mit dem dem thematischen Schwerpunkt "Gebirge" in Zusammenhang zu bringen, das Thema durchaus auch noch ausbaubar. Aber auf Elefanten, Tiger und Menschenaffen m√∂chte hier keiner verzichten. Es ist gerade diese unterschiedliche Pr√§sentation, was die beiden benachbarten Zoos eben auch so v√∂llig unterschiedlich macht. Beide Zoos haben ihren eigenen unverwechselbaren Charme. Als Kritik habe ich Ihre Bemerkung auch gar nicht verstanden.

(27.06.2012, 17:22)
Peter Lohse :   @Ralf Seidel
Ich glaube wir reden hier an einander vorbei. Ich habe Halle nicht kritisiert, kann ich auch gar nicht da ich noch nicht dort war, ich habe nur versucht auf zu zeigen wie man es eventuell machen könnte. Von einer Außenstelle des Leipziger Zoos hab ich auch nichts geschrieben, ich habe nur angedacht das Leipzig sich z.B. von Tieren aus Bergregionen zu Gunsten Halles trennt. Noch einmal ich kann mir das Konzept eines reinen Bergzoos unter Einbeziehung von Himalaya, Anden und Rockys durchaus als Erfolgversprechen vorstellen. Ich will hier nicht die ganze Palette der interessanten Tiere auflisten, aber da sind genug Zuschauermagneten dabei. Im Übrigen sehe ich, da solche Tiere meist ja aus kälteren Regionen stammen, ein großes Potential an Einsparungen bei den Innergiekosten, was in der heutigen Zeit nicht außer Acht zu lassen ist. Also noch einmal es sollte keine Kritik sein sondern nur eine Idee.

(27.06.2012, 15:02)
Ralf Seidel :   @Peter Lohse, der Zoo Halle steht nicht vor der Pleite oder der Schlie√üung, es sind lediglich im Moment keine finanziellen Mittel f√ľr neue gro√üe Investitionen vorhanden ¬Ė das ist alles...
Halle kann nach wie vor seine Tiere f√ľttern, der Gesamttierbestand ist wohl immer noch h√∂her als in Magdeburg, die Besucherzahlen liegen auch noch immer deutlich √ľber MD.
Wor√ľber reden wir hier eigentlich, nur weil Oliver Jahn ¬Ąsich Sorgen macht¬ď ? Wor√ľber denn eigentlich ¬Ė das habe ich bis jetzt noch immer nicht verstanden!
Warum Elefanten f√ľr Halle so wichtig sind, dar√ľber wurde hier schon vor Jahren diskutiert, das ist auch alles nachzulesen und zu verfolgen.
Halle als Außenstelle des Leipziger Zoos etablieren zu wollen - ????
2 historisch gewachsene Zoos bestehen seit Jahren im Mit- und Nebeneinander und sind dabei so v√∂llig unterschiedlich ¬Ė und genau das lieben die Besucher....
Das meine ich jetzt wirklich nicht böse, aber verschaffen Sie sich bitte erste mal ein unvoreingenommenes persönlichen Bild.

Nochmals zur Ausgangslage: Halle und Magdeburg gingen urspr√ľnglich von v√∂llig verschiedenen Voraussetzungen aus. Ein alter Zoo mit marodem Baubestand, aber vom Tierbestand her v√∂llig √ľberbesetzt. Die sehr hohe Individuenzahl (√ľber 4000 Tiere zeitweise auf 8 ha!) damals, das waren eben nicht nur die Guppys und Zebrab√§rblinge im inzwischen geschlossenen Aquarium/ Terrarium, das waren auch v√∂llig √ľberv√∂lkerte Tierh√§user und so ziemlich das komplette g√§ngige Zootierrepertoire, inkl. Nash√∂rner, Giraffen, Eisb√§ren, Antilopen, Gro√ühirsche und Rinder und und und. Alles -zig mal erl√§utert und ausdiskutiert. Da war Arten- und Bestandsreduzierung sicherlich schmerzlich, aber mehr als notwendig.
Der, ich betone noch einmal, wesentlich j√ľngere Magdeburger Zoo hatte neben einigen Exoten einen seiner Schwerpunkte auf die heimische Tierwelt gelegt. Um sich als ¬Ąvollwertiger Zoo¬ď zu etablieren, war ein enormer Nachholebedarf vorhanden. Erfolgreiche Nachzuchten bei den ,damals ja sehr seltenen, Elbebibern, Luchsen oder Wildkatzen waren zwar erfreulich und aus tierg√§rtnerischer Sicht hoch gelobt ¬Ė aber eben nicht gerade massentauglich. Bis zum heutigen Tag arbeitet man sukzessive am Aus- und Umbau des Zoos. Das ist erfreulich, die Entwicklung verlief aber auch nicht immer geradlinig.

@Oliver, den Begriff eines ¬Ągr√∂√üeren Heimattiergartens¬ď in MD gab es schon zu Zeiten von Manfred B√ľrger, den hast du definitiv nicht ¬Ąkreiert,¬ď den kannte man schon in den 70`ern. Und wenn du selbst Herrn Sheridan heranziehst: ein sehr netter √§lterer Herr, zweimal habe ich seinen Vortrag schon geh√∂rt, am Rande einer Tagung in Leipzig haben wir uns sehr intensiv unterhalten, bei der Tagung in Wien waren wir beim Mittagessen Tischnachbarn. Um den halleschen Zoo jedenfalls hat der sich keine Sorgen gemacht, sein einzig wirklicher Kritikpunkt war die B√§renanlage ¬Ė und auch diese Geschichte ist mittlerweile hier im Forum bekannt.


(27.06.2012, 14:26)
Oliver Jahn :   @Michael, lies doch einfach bitte noch mal meinen Beitrag, dort habe ich sehr genau erkl√§rt, was die zunehmende Sorge ausgel√∂st hat und dass sie eben nicht erst seit jetzt besteht. Ich finde in den letzten Beitr√§gen unz√§hlige Erkl√§rungen daf√ľr, warum es so ist, wie es ist. Und genau das zeigt doch aber, dass es so ist, und nicht nur eine Einbildung von mir. Selbst du bem√ľhst die immer wieder gleichen Begr√ľndungen, kein Geld, historischer Zoo, Denkmalschutz, kleine Fl√§che, bergiges Gel√§nde, dem Normalbesucher eh egal, all das sind Erkl√§rungen daf√ľr, dass es eben in einigen Bereichen nicht so geht, wie auch hier sich scheinbar einige w√ľnschen w√ľrden. √Ąu√üere ich die Sorge dar√ľber, dann sind all diese Dinge pl√∂tzlich nicht mehr relevant, sondern meine Sorge ist unbegr√ľndet, nicht nachvollziehbar? Allein Ralf hat in seinem letzten Absatz mindestens 5 Erkl√§rungen geliefert, f√ľr etwas, wor√ľber meine Sorge, wenn ich sie √§u√üere, nicht nachvollziehbar ist?
Ich habe mir im M√§rz ¬ĄDas A und O im Zoo¬ď von Sheridan gekauft. Er hat in seinem Buch nur gute Zoos verglichen, Halle geh√∂rt dazu. Das freut mich. Das aber im Gesamtranking Halle unter den deutschen Zoos auf dem letzten Platz (Platz 43 von 50) und in den drei Unterkategorien ebenfalls zweimal auf dem letzten Platz der deutschen Zoos (45 und 42 von 50) und einmal auf dem drittletzten Platz (31 von 50 vor Erfurt und Kronberg) landete, das mag daran liegen, dass Sheridan sicher ebenfalls nur einen subjektiven Eindruck in seinem Buch beschrieben hat. Und nat√ľrlich h√∂re ich schon die Stimmen, die sagen, man darf solche Ranglisten eh nicht √ľberbewerten, wobei sehr gern dieser Einwurf von denen kommt, die hintere Pl√§tze belegen. Aber sollte das ein Grund f√ľr mich zur Freude sein? Oder ist es nicht viel mehr verst√§ndlich, wenn so etwas Anlass zur Sorge gibt?
Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich vor einiger Zeit genau die gleiche Sorge bezgl. des Zoos Magdeburg ge√§u√üert habe. Ralf hat es sogar zitiert. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, damit auch nur eine ansatzweise so angeregte Diskussion hervorgerufen zu haben und ich wurde damals nicht ein einziges Mal gefragt, warum das so sei und wie ich darauf k√§me, und seit wann, geschweige denn, es h√§tte jemand versucht, mich davon zu √ľberzeugen, dass es alles so nicht w√§re.
Der Begriff ¬Ąetwas zu gro√ü geratener Heimattiergarten¬ď f√ľr Magdeburg wurde von mir kreiert. Keiner hat mir damals widersprochen.
Bereits vor √ľber 10 Jahren aber lag Magdeburg mit dem Bestand an Wilds√§ugern schon vor Halle. Meine Sorge, die ich mehrfach auch bei unseren Treffen √§u√üerte, war damals also unbegr√ľndet. Nur hat mir das damals keiner gesagt, erfahren habe ich das jetzt, als ich meiner Sorge um Halle Ausdruck verliehen habe.
So etwas verwundert dann mich immer mal wieder.

(26.06.2012, 22:28)
Oliver Jahn :   @Alexander Raksi, ich freue mich, wenn das Alpinum weiterhin kleine Wilds√§uger zeigen wird. Ich mag es besonders und kenne es selber nur von ganz wenigen Besuchen mit Haustierbesatz. Gerade hier wird die besondere Atmosph√§re des Zoos deutlich und bei den Arten, die jetzt kommen, nimmt mir diese Aussicht wenigstens die Sorge um das Alpinum ein wenig, denn einige der dortigen Anlagen (vor allem im unteren Bereich) gibt es ja schon gar nicht mehr, und ich f√§nde es schade wenn es hier nur noch Insektenhotels g√§be. Wer wei√ü, vielleicht kommen ja doch auch Peruanische Hasenm√§use mal wieder in den Bestand.
(26.06.2012, 22:04)
Michael Mettler :   @Peter Lohse: Das mit dem Abgrenzen oder der Leipzig-Koordination ist ja nun auch nicht so einfach. Einer der traditionellen Schwerpunkte in Halle ist die s√ľdamerikanische Fauna. Nun hat Leipzig eben erst in Gondwanaland diverse S√ľdamerikaner untergebracht und wird in den n√§chsten Jahren einen ganzen S√ľdamerika-Zooteil im Erlebnis-Stil aus dem Boden stampfen. Soll jetzt also Halle zwecks Abgrenzung seinen gewachsenen Schwerpunkt aufgeben...? Da k√∂nnte man sich genauso fragen, warum Leipzig nicht Nord- statt S√ľdamerika thematisiert, um sich von Halle abzugrenzen.

Guter Wille und ein innovatives Konzept sind immer n√ľtzlich, aber leider noch lange keine Lizenz zum Geld-Drucken...
(26.06.2012, 20:26)
Peter Lohse :   @Michael Mettler
Naja wenn das Geld knapp ist wirds nat√ľrlich Schwierig. Wobei die Elefantenhaltung ja sehr Kostspielig ist und ich mich frage ob das wirklich seinen mu√ü. Mann m√ľ√üte wie schon gesagt ein v√∂llig neues Konzept auch Werbem√§ssig erstellen, um sich von andren Zoos der Umgebung ins besondere Leipzig abzugrenzen. Ich k√∂nnte mir auch eine Koperation mit Leipzig vorstellen, die dann z.B. Ihre Dallschafe und die Schneeleoparden in den Bergzoo geben, ich denke Leipzig hat genug Atraktionen und geht wohl auch einen anderen Weg.Auch sind bei sollchen Tieren die Kosten f√ľr Energie bei weitem nicht so Hoch, also ich sehe da durchaus M√∂glichkeiten. Ich weiss allerdings nicht in wie weit das Realisierbar ist, da ich die √∂rtlichen Begebenheiten in Politik und Wirtschaft in der Region nicht kenne.Aber mit ein wenig guten Willen allerseits und einem Innovativen Konzept w√ľrde sich sicher einiges bewegen lassen, man mu√ü es nur anpacken.
(26.06.2012, 18:49)
Michael Mettler :   @Peter Lohse: Afrikanische Elefanten gehen z.B. in den Aberdare Mountains ganz sch√∂n weit rauf und dringen mancherorts auf Mineraliensuche sogar tief in Gebirgsh√∂hlen ein, also passt das schon ;-)

Spa√ü beiseite (obwohl inhaltlich nicht mal √ľbertrieben): Das Konzept mit der Spezialisierung auf Tiere der Bergwelt ist in Halle schon so alt wie der Bergzoo selbst, es sind doch auch jetzt etliche Gebirgstierarten vertreten bzw. solche werden auch hie und da gezielt (wieder) hinzu geholt (da w√§ren wir z.B. wieder bei Gundi, Felsenmeerschweinchen und Blauschaf). Die unten geschilderten Umst√§nde bedingen aber nun mal auch, dass das Spektrum gro√üer, publikumswirksamer Bergtierarten zumindest in der jetzigen √Ąra eingeschr√§nkt bleiben muss.
(26.06.2012, 17:09)
Peter Lohse :   Ich wede mich im September wenn der ganze Ferienrummel langsam nachl√§st nach Halle und Leipzig begeben (Jewalls einen Tag)und dann kann ich mir slbst ein Urteil bilden. Was ich mich jetzt aber schon frage ist warum Halle das nur eine Grundfl√§che von 9 Ha. hat und das auch noch Berglastig unbedingt Elefanten halten mu√ü. Da gibt es doch sicher bessere M√∂glichkeiten.Da w√§re doch ein Konzept mit Spezialisierung auf Tiere der Bergwelt angebracht, unter Einbeziehung von Himalaya, Anden und Rockys.
(26.06.2012, 16:34)
Ralf Seidel :   Letzten Sonntag, p√ľnktlich 10:00 Uhr, standen sie vor den Toren des halleschen Zoos - die Zoofreunde aus Neuwied. Wie sonst auch, wenn F√∂rdervereine anderer Tierg√§rten uns besuchen, f√ľhrte ich die G√§ste √ľber den Reilsberg, freilich mit der Mission, die nicht mehr zu √ľbersehenden Missst√§nde durch reichlich Geschwafel nicht allzu offensichtlich werden zu lassen.
Nach dem wir uns durch den viel zu engen Eingangsbereich gezw√§ngt hatten nahm das unabwendbare Dilemma seinen Lauf: Vorbei an maroden Geb√§uden, fehl geplanten Anlagen und einem 08/15-Tierbestand, wo es Sinn machen w√ľrde, die Tiere blieben besser im Stall damit der gewogene Zoofreund all dies Elend gar nicht erst zu sehen bekommt, ging es hinauf auf den Berg. Nat√ľrlich hatte ich mich vorher kundig gemacht, dass w√§hrend unseres Aufenthaltes auf dem Plateau nicht pl√∂tzlich der Aussichtsturm zusammenbricht.
2 Wochen vorher waren die Wuppertaler Zoofreunde hier, da hat es die ganze Zeit √ľber geschifft (ich meine damit geregnet) ¬Ė Gl√ľck gehabt, da wird dann nicht so genau hingeschaut, kann man schon mal grassierenden Verfall und Missmanagement √ľbert√ľnchen. Aber diesmal war ein herrlicher Sommertag ....und die G√§ste, oh je ¬Ė aber nein ¬Ė die waren am Schluss unseres Rundganges restlos begeistert. Da wurde weder √ľber Gehege gemeckert noch √ľber zu viele Haustiere gest√∂hnt...
Von einem wundersch√∂nen Zoo war da die Rede, von gepflegten Anlagen, gar von einem Zoo mit ¬ĄAtmosph√§re¬ď. Eine Dame aus Wuppertal (das waren die mit dem Sch...Wetter 2 Wochen vorher) verabschiedete sich bei mir mit der Bemerkung : ¬ĄUm wie vieles sch√∂ner muss dieser Zoo bei Sonnenschein sein...¬ď

Offenkundig scheint doch die √ľberwiegende Mehrheit der halleschen Zoobesucher immer noch angetan zu sein von ¬Ąihrem Bergzoo¬ď, der in Vielem eben so einzigartig ist...

Was das derzeitige Ausbleiben von Gro√üprojekten betrifft, daf√ľr habe ich die Gr√ľnde bereits genannt. In Halle sind vor einigen Jahren gewaltige Investitionen geflossen, der Zoo ist alt und Bedarf an der einen oder anderen Sanierung besteht nat√ľrlich auf Grund dessen auch. Dass die eine oder andere Anlage dann mal mit Zicklein oder Sch√§fchen besetzt wird, um schlie√ülich TIERE zu zeigen (und genau das will der zahlende Besucher sehen) ist doch nichts Ungew√∂hnliches. Das hat nichts mit inaktiven Kuratoren zu tun oder mangelndem Willen ¬Ė sondern schlichtweg mit Geld, welches derzeit f√ľr Investitionen nicht zur Verf√ľgung steht. Nat√ľrlich, Oliver, h√§tte man an die Saubucht, eines der wenigen noch erhaltenen Schweineh√§user in Deutschland, einen Gitterverschlag ranklatschen k√∂nnen mit kleinen Feliden oder Caniden oder womit auch immer. Aber auch das sind Investitionen und mittelfristig vielleicht auch zu kurz gesprungen. Was spricht denn gegen ein neues gro√üz√ľgiges Gehege f√ľr exotische Schweineartige, Visayas oder Babirusas mit neuen Einsichtm√∂glichkeiten f√ľr die Besucher und unter Einbeziehung der Fl√§che des jetzigen Besucher- bzw Hangbereiches
das wäre jetzt meine Vorstellung...
Der Orpington - Hahn ist mittlerweile √ľbrigens Maskottchen und Werbetr√§ger einer halleschen Wohnungsgesellschaft, da flie√üt sogar richtig Geld daf√ľr zum F√∂rderverein.

Ja Gott, die Sache mit den Meinungsumschw√ľngen ¬Ė ist halt so..., erscheint aber mitunter eben auch nicht sehr glaubw√ľrdig

Vor kurzem hatte ich noch eine Bemerkung (besser ein diskreter Seitenhieb) auf die mittlerweile abgerissene B√§renburg gelesen ¬Ė es musste Platz geschaffen werden f√ľr eine neue Elefantenanlage. Da wird neu gebaut (was ja derzeit vermisst wird), gleichzeitig muss Altes weichen ¬Ė das wollen wir nat√ľrlich auch nicht....- bei 9 ha unebener Fl√§che wirds da bald sehr eng. Bauen im Zoo Halle wird wohl immer eine Gratwanderung bleiben.

Michael Mettler hat`s schön zusammengefasst, dem schließe ich mich gern an...



@Michael Gradowski, da auch ich ein sehr nettes Menschenkind bin ¬Ė das ¬ĄDU¬ď ist nat√ľrlich in Ordnung...








(26.06.2012, 15:38)
Tom Schr√∂der :   In Duisburg ist die Lori-Anlage eigentlich seit Entstehen nicht zug√§nglich, denn auch dort hat es nicht funktioniert...
(26.06.2012, 13:14)
Michael Mettler :   @Oliver: Bevor ich jetzt zu einigen deiner Punkte etwas schreiben k√∂nnte (gerade auch zu "meinen Theorien"), folge ich der Anregung und frage einfach nach. Was hat denn deine zunehmenden (!) Sorgen um den Tierbestand ausgel√∂st?

Ich sehe da nicht unbedingt neue Entwicklungen im Bestand, die nicht auch schon bei unseren damaligen Besuchen und Gespr√§chen bestanden h√§tten oder sich abzeichneten, deshalb wunderte mich deine Aussage. Die Tiere, die heute auf Auslauf stehen, standen es damals auch schon. F√ľr das neue Elefantenhaus war schon in der Planung eine Alternative ber√ľcksichtigt worden, falls die Anlage nicht auf Dauer f√ľr Elefanten haltbar sein w√ľrde. Dass die Nachnutzer f√ľr ein einzelnes, sein Gnadenbrot erhaltendes Zwergflusspferd Nutrias sein w√ľrden, war zwar nicht absehbar, aber erstens sind nach wie vor Zwergflusspferde im Bestand und zweitens passen Nutrias in das Spezialgebiet S√ľdamerika. Sogar als anspruchslose "Springer" innerhalb des Zoogel√§ndes sind sie einsetzbar, soweit Wasser in frei werdenden Anlagen verf√ľgbar ist. Auch das w√§re aber beileibe keine wirkliche Neuentwicklung, denn solche Springer gibt es in Halle schon sehr lange; du selbst hast auf den Vikunjahengst hingewiesen und mir mal erz√§hlt, dass Angoraziegen und Magellang√§nse schon √∂fter Nach- und Zwischennutzer gespielt haben. Angesichts eines Zoos, der an diversen Ecken Renovierungsbedarf hat, sind solche Springer doch eigentlich ganz n√ľtzlich.

Selbst das Opossum w√ľrde ich posthum als vor√ľbergehenden L√ľckenf√ľller werten - ich vermute, dass viele Zoobesucher nicht mal von seiner Existenz wussten. Der Import eines Einzeltieres einer kurzlebigen Art ergibt ansonsten unter mittel- bis langfristig ausgelegten konzeptionellen Aspekten keinen Sinn. Trotzdem war das Tier nat√ľrlich ein zoologisches Schmankerl, wie auch einige andere in den letzten Jahren neu geholten Arten, und beweist, dass der Zoo auch SO kann. Ich erinnere mich, dass auch bei der Anschaffung der Nasenb√§ren eigentlich eine besondere Art/Unterart ins Auge gefasst war, was sich aber dann nicht realisieren lie√ü. (Und ich m√∂chte √ľbrigens wetten, dass die jetzigen Nasenb√§ren schon als Nachnutzer f√ľr die Gro√üb√§ren auf Abruf stehen.)

Dass der Zoo in Zahl und Vielgestalt wohl nie wieder das Artenspektrum erreichen wird, was er in Zeiten hatte, wo du ihn zu schätzen gelernt hast, liegt auf der Hand. Aber das ist auch bei anderen, zumal bei den flächenmäßig kleinen Zoos so, und Halle hat zudem mit (Ur-)Altbauten, Felsuntergrund und Hanglage ganz andere Aufgaben zu wuppen als mancher Branchenkollege. Da spielen dann eben auch die Haltungsrichtlinien und ihre mögliche Verschärfung irgendwann eine große Rolle - aber auch das betrifft andere Zoos genauso.

Wie also ist die Sorge gelagert? Dass der Besucher, der z.B. nicht unbedingt zwischen Wild- und Haustier unterscheidet, zuk√ľnftig gelangweilt wegbleibt? Oder dass der Zoo immer weniger mit dem gemein hat, was du fr√ľher dort gesehen hast?
(26.06.2012, 12:36)
Holger Wientjes :   Mmh, jetzt weiss ich nicht wie das andernorts geregelt wird. Ich meine in M√ľnster ist auch nicht stets eine Aufsichtsperson dabei, scheint aber doch trotzdem dort zu funktionieren. Wie das in Duisburg aussieht weis ich jetzt gar nicht. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Loris in Halle "cleverer" sind. Wobei MS und DU ihre Anlagen ja in Tierh√§usern haben und bei einem eventuellen Entweichen die V√∂gel nicht wenigstens nicht gleich ins Freie gelangen w√ľrden.
(26.06.2012, 10:25)
Alexander Raksi :   Doch, aber wenn die Besucher nicht konsequent drauf achten, wie gesagt, wenn die am Rucksack h√§ngen, muss man das nicht mal gleich bemerken...
(26.06.2012, 09:42)
Holger Wientjes :   Ja ist denn bei den Loris keine Schleuse eingebaut wie in anderen Zoos auch ?
(26.06.2012, 09:33)
Alexander Raksi :   @Oliver Jahn: Ist nicht ganz richtig, dass f√ľr das Oppossum eine zweite Anlage f√ľr Baumstachler eingerichtet wurde. In der Zwischenzeit war da auch das Winterquartier der Meerespelikane ¬Ė sch√∂n, dass so diese auch im Winter gezeigt werden konnten, vor allem mit Nachwuchs ¬Ė und auch der jetzige Besatz mit den Baumstachlern ist nur tempor√§r zur Eingew√∂hnung der drei kleinen. Und ich finde das gut, dass nach der Reduzierung auf ein Tier im Hauptgehege diese Haltung nicht aufgegeben wird.
Sicherlich ist der Besatz der ehemaligen Zwergflusspferd-Anlage suboptimal besetzt. Nutrias sind sicherlich nicht n√∂tig, da man sie auch an der Saale findet. Aber auch hier sehe ich Sanierungsbedarf, bevor man sich f√ľr ¬Ąinteressantere¬ď Tiere entscheiden kann.

Die Lori-Anlage wird wohl weiterhin nur ab und an unter Aufsicht des Zoovereins betretbar sein, weil die Loris zu klug sind. Wie will man verhindern, dass die mit raus können? Zum Teil hingen die an z.B. Rucksäcken…
Außer mit einem Tausch der Besetzung sehe ich da keine Alternative.

Was ist mit dem Binturong-Paar? Da gehen 95% der Besucher vorbei, ohne eines Blickes zu w√ľrdigen. Klar, dass der Zoo da einen Kompromiss gehen muss zwischen Besuchermagneten Tiger, Elefant, Erdm√§nnchen und Ententeich (der dennoch gut besetzt ist) und seltenerem Besatz. Die Masse sch√§tzt leider die Besonderheit der Blauschafe kaum richtig ein.

Schade finde ich, dass hier manchmal das Alpinium nur in Momentaufnahme gesehen wird. Frettchen und Kanninchen waren hier nur kurz drin, um √ľber den Winter keine leeren K√§fige zu haben. Sicher war es schade, dass die Coururos-Haltung ungewollt endete. Aber Gundis und Felsenmeerschweine zeigen keinen Trend von einer Zunahme von Haustieren in dem Bereich. Viel mehr kam es hier bereits Wildmeerschweinchen. Aber ich denke, das wurde f√ľr den Bereich schon thematisiert.

Viele Ecken auf dem Reilsberg bieten selbstverst√§ndlich ungeheueres Potenzial, aber m.W. ist das Geld nicht nur knapp, sondern sehr knapp. Gerade die Sanierung des Totenkopfaffenhaus hat ordentlich gekostet, und nur, weil Mitte der Neunziger der g√ľnstigste Anbieter den Zuschlag bekommen musste. Wer billig baut (bauen muss!), baut manchmal zweimal.

(26.06.2012, 09:21)
Oliver Jahn :   @Michael, wenn du die ganze m√ľhevolle Kleinarbeit auf dich genommen hast, nur um die Meinungsumschw√ľnge zu verstehen, die dich verwundern, dann h√§ttest du es viel leichter haben k√∂nnen, indem du einfach mal nachgefragt h√§ttest. ;-)

Ich habe geschrieben, dass Magdeburg momentan die Nase bei den Wildsäugern vorn hat. Das hast du selber unter Beweis gestellt.

Der Ringtausch. Du hast diese Theorie aufgestellt, noch bevor √ľberhaupt ein Zeitrahmen gesetzt wurde. Ohne Zeitangabe hast du gefragt, ob es wirklich mehr Haustieranlagen geworden sind, oder ob es nur einen Ringtausch gab. Letzteres habe ich verneint, denn auch ich habe keinen 10 Jahreszeitraum festgelegt, sondern all die von mir genannten Umnutzungen nun einmal selber erlebt. Daher sind sie f√ľr mich unbestritten in der Zeit, in der ich die Entwicklung des Zoos mit Interesse verfolge, insbesondere im prozentualen Verh√§ltnis der Haustieranlagen zur Gesamtzahl der Anlagen, denn nur dieses gibt den realistischen Eindruck beim Besucher wieder.

Der Meinungsumschwung. Dort, wo es denn √ľberhaupt einen gab, da habe ich ihn in Teilen bereits selber schon erkl√§rt, in dem ich schrieb, dass ich mir selber gestatte, eine einmal gefasste Meinung nicht auf Gedeih und Verderb beizubehalten, sondern diese auch √§ndern zu d√ľrfen. So etwas passiert bei mir nicht √ľber Nacht, und auch nicht aus einer pl√∂tzlichen Eingebung, sondern es ist ein Prozess, der in letzter Zeit aber insbesondere dadurch verst√§rkt wurde, dass ich sehen konnte, dass das, was lange Zeit als "Zoo-Tr√§umerei" abgetan wurde, pl√∂tzlich in vielen Zoos geht. Genau das habe ich geschrieben.
Das war mein Satz:
"Etwas, was ich irgendwann einmal gut fand (und damit meinte ich keinesfalls den Zoo Halle in G√§nze), muss ich nicht zwangsl√§ufig auch heute noch gut finden, vor allem dann nicht, wenn ich durch andere Beispiele aufgezeigt bekomme, dass es f√ľr die ein oder andere Sache auch Wege gibt, die dann auch mir besser gefallen."
Und diese anderen Beispiele gab es gerade in letzter Zeit mehr als genug. Wenn ich sehe, was gerade bei den kleinere Raubtiere, die mir in Halle besonders fehlen, andere Zoos in letzter Zeit in den Bestand geholt haben (Honigdachs, Erdwolf, Goldschakal, L√∂ffelhund, Dunkelkusimanse, Fischkatze, Rotluchs usw.), und wenn ich dann sehe, mit wie wenig Mitteln teilweise sogar kleine Zoos tolle Anlagen bauen (etliche Beispiele habe ich genannt) dann ist das f√ľr mich v√∂llig legitim, wenn ich mir die Frage stelle, warum das nicht auch in Halle passiert.
Und bereits bei der Umnutzung der Saubucht kannst du nachlesen, was ich dar√ľber geschrieben habe:
"Mir persönlich hat die Saubucht mit Gittern und vor allem mit Schweinen drin einfach besser gefallen."
Das schrieb ich am 14.04.2011, einen Umschwung zu jetzt vermag ich darin nicht zu erkennen.
Dass ich sp√§ter die G√∂ttinger Minis dort gut fand, weil sie immer noch besser sind, als nur H√ľhner, das ist in diesem Zusammenhang sicher jedem genau so verst√§ndlich, wie die Freude dar√ľber, dass die Zwergzebus die Esel im Rinderdreieck ersetzt haben. √úber Anoas h√§tte ich mich mehr gefreut.
Und auch √ľber die Girgentanas habe ich mich gefreut. Zum einen stand deren Gehege n√§mlich immer wieder ungenutzt (ich kann mich als letztes an den Vikunjahengst erinnern, der auch schon so manches Gehege besetzt hat) zum anderen schrieb ich auch bereits am 21.06. dass ich einige Haustierrassen toll finde, aber eben nicht alle und nicht in jedem Zoo.
Und der Anlass zur Sorge¬Ömuss ich den wirklich erkl√§ren? Haben nicht gerade wir mehr als einmal dar√ľber gesprochen?
Auch du kennst sehr genau die Pl√§ne f√ľr Halle, die Vielfra√ü-Anlage hast du selber genannt, die Tapir-Ameisenb√§r-Anlage ist dir ebenfalls bekannt, das Modell vom Menschenaffenhaus haben wir beide sogar selber gesehen. Wenn aus zwei Dingen dann nichts wird, trotz enormer Vorkosten und aus der Dritten eine Anlage, deren Besatz ich pers√∂nlich eher schade finde, da auch dadurch keine neue Arten in den Zoo kommen, mit den M√§hnenw√∂lfen aber eine Traditionsart verschwand, dann ist das f√ľr mich ein Grund zur Sorge. Wenn ich dann auch noch an deine Theorien denke, nach denen das Schimpansenhaus der n√§chste Sanierungsfall sein k√∂nnte und dass man wegen Krankheitserregern in alle unsanierten Gehege in Zukunft nur noch Haustiere setzt, da diese beim Ableben leichter zu ersetzen sind, dann beruhigt mich das auch nicht unbedingt.
Die Gro√üb√§ren stehen auf Auslauf, wissend, dass in ihren Anlagen keine Gro√üb√§ren mehr gehalten werden. Die Schimpansen sind ebenfalls keine Dauerl√∂sung. Bei den Zwergflusspferden zogen Nutrias ein und f√ľr das Opossum wurde eine zweite Anlage f√ľr die bereits vorhandenen Baumstachler eingerichtet.
Wie lange baut man schon an der Reilsvilla?
Die von dir benannte begehbare Lori-Voliere kenne ich von all meinen Besuchen nur mit einem Schild, welches sie nicht begehbar macht. Ist sie mittlerweile offen?
Und da bist du wirklich erstaunt, dass ich mir Sorgen mache? Ich sehe darin weder einen Meinungsumschwung, noch etwas, was man mir mit Vergleichen oder Statistiken nehmen kann. Bei einem Zoo, den ich mag, da mache ich mir eben Sorgen. Ob ich das auch nach jedem Besuch hier im Forum der breiten √Ėffentlichkeit kundtue, nur damit es nach au√üen hin den Eindruck erweckt, ich w√ľrde irgendeiner bestimmten Linie immer treu, oder jeder Zeit in allen meinen Meinungen zitierbar bleiben, das ist vielleicht auch eine Frage des pers√∂nlichen Geschmacks.

(25.06.2012, 20:47)
Michael Gradowski :   @Michael Mettler: Dann ist ja alles Kl√§rchen. :-)
Bin hier noch nicht so lang dabei und wollte nur nicht, da√ü der Eindruck entsteht, da√ü ich ein Unruhestifter bin oder Zwietracht zwischen den Leuten s√§en will. Nix liegt mir ferner. Nur kommt es mir so vor, als ob man sich genau √ľberlegen mu√ü, was man wie schreibt, weil manche, ob gewollt oder ungewollt, jeden Buchstaben auf die Goldwaage legen. Aber das ist hier sicher nicht anders als in anderen Foren auch. Zum Abschlu√ü noch an alle die es nicht glauben wollen: Doch, ich bin ein sehr nettes Menschenkind! :-)
(25.06.2012, 19:38)
Michael Mettler :   @Michael Gradowski: Entschuldigen musst du dich wirklich nicht, Diskussionsthemen entwickeln sich nun mal.

Wie man einen Zoo, dessen Entwicklung oder die Besonderheit einer Tierart wahrnimmt, ist ja ein bisschen so wie mit den gef√ľhlten und den tats√§chlichen Temperaturen: Mal deckt sich Beides, mal gibt es √ľberraschend gro√üe Diskrepanzen dazwischen - und eigentlich bietet die letztere Variante die viel interessanteren Diskussionspunkte und Aha-Effekte.
(25.06.2012, 17:49)
Michael Gradowski :   Ich mu√ü mich jetzt auch noch mal zu Wort melden. Ja ich war derjenige, der die 10 Jahre in den Raum geworfen hat, mea culpa! Ich konnte ja nicht ahnen, wohin diese Diskussion f√ľhren w√ľrde. Nochmal zum besseren Verst√§ndnis:
Ich hab das nur als allgemeine und ungef√§hre Angabe gemeint. Was ich damit sagen wollte, war nur, da√ü sich eben in letzter Zeit (CA. 10 Jahre viel im Zoo (baulich gesehen; ob sch√∂n und gelungen oder nicht, mu√ü jeder f√ľr sich entscheiden) getan hat. Und dem kann ja nun niemand widersprechen. Das war alles! Mit den Themen Wechsel zwischen Wild- und Haustieren, dem Vergleich zwischen Halle und Magdeburg hatte ich nix zu tun, nur zur Klarstellung. Wollte nur mal meine Ansicht vom Zoo Halle widergeben.

Das mit den Haustieren hat mich bei meinen letzten Besuchen auch anfangs gewundert, daß es so viel geworden sind. Nach längerem Spazieren und Nachdenken ist mir wie Michael Mettler aufgefallen, daß die meisten nur im Park hin und her getauscht wurden. An manchen Bereichen konnte tatsächlich der Eindruck entstehen, daß Wildtiere gegen Haustiere getauscht wurden. Was auch stimmt, nur waren eben diese Haustiere vorher an anderer Stelle im Zoo untergebracht. Die Gruppe ist also umgezogen oder wurde geteilt. Soviel dazu und jetzt beruhigen wir uns alle wieder, obwohl es interessant ist, diese Diskussion mitzuverfolgen.

Was mich wirklich befremdet, ist der (wie soll ich das sagen, ohne zu beleidigen, was wahrlich nicht meine Absicht ist) "seltsame" Meinungsumschwung mancher Forumler. Wie MM schon feststellte ist die Ankunft eines Opossums erst eine Sensation, nur um kurz darauf als ausgelutscht zu gelten. Das war jetzt sehr √ľberspitzt formuliert, mag sein. Ich kann sowas √ľberhaupt nicht nachvollziehen. Sicher ist es toll, wenn man zum 1.Mal einen sagen wir einfach M√§hnenwolf sieht. Geht man ein Jahr lang jeden Tag zu dem M√§hnenwolf, ist er dann vielleicht nicht mehr ganz so spektakul√§r und man widmet sich vielleicht mehr einer anderen Tierart. Das leuchtet mir ein. Deswegen den M√§hnenwolf als ausgelutscht oder langweilig zu bezeichnen ist schon irgendwie merkw√ľrdig. Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich meine. Nat√ľrlich √§ndern sich Ansichten oder Meinungen √ľber bestimmmte Dinge im Laufe der Zeit. In diesem Falle Tiere oder Anlagen. Nur liegt das eben nicht an dem Tier oder der Anlage, sondern an dem Menschen. Der M√§hnenwolf bleibt nunmal so (un-)spektakul√§r wie zuvor, genauso wie ne "simple" Zwergziege auch, das liegt alles im Auge des Betrachters.
Wenn es nach mir ginge, w√ľrde ich auch jede Menge "spektakul√§re" Arten in Zoos zeigen, das betrifft nicht nur Halle sondern allgemein "DER" Zoo an sich (auch auf die Gefahr hin als Phantast zu gelten, schmei√ü ich nochmal meinen hei√ü geliebten Hoatzin als Beispiel in den Raum). Aber bei aller Liebe zu au√üergew√∂hnlichen Tieren sollte man auch hier realistisch bleiben und auch die sogenannten ausgelutschten Tiere zu sch√§tzen wissen. Und man wei√ü ja nie, vielleicht ist ja so ne langweilige Tierart in 10 Jahren aus den Zoos verschwunden und dann wird pl√∂tzlich danach geschrieen.
(25.06.2012, 16:44)
Michael Mettler :   @Oliver: Kaninchen (seinerzeit Englische Schecken) und Frettchen habe ich selbst schon im Alpinum gesehen, mein letzter Besuch ist aber schon zwei Jahre her und das mit den Frettchen sehr viel l√§nger. Auch Hausmeerschweinchen sa√üen schon zeitweise in einem Alpinumk√§fig (fiel mir damals auf, weil es dadurch sowohl Haus- als auch Wildmeerschweinchen in der K√§figreihe gab). Das sind m.E. Tierarten, die hie und da als vor√ľbergehende L√ľckenf√ľller genutzt wurden und werden, nicht gerade konzeptionelle (im Sinne von l√§nger eingeplanten) Nachfolger. Sicher ist das wieder eine Frage der pers√∂nlichen Definition, aber solche F√§lle sehe ich anders gelagert als z.B. eine dauerhafte Umstellung von Wild- auf Haustiere oder umgekehrt.

Die Umnutzung der Saubucht ist auch schon wieder ein paar Jahre her, wenn man das Ende der dortigen Wildtierhaltung betrachtet. Schon bei meinem Besuch im Mai 2006 waren Wildschwein und Pekari nicht mehr vertreten (laut ZTL Pekari noch bis in dieses Jahr hinein gehalten, beim Wildschwein fehlt das Haltungsende), nur noch der alte Silberfuchs (laut ZTL bis 2007, und bei dem ist es ja Ansichtssache, ob man ihn als Wildtier oder Haustier rechnet). Danach waren kurzzeitig Angler Sattelschwein und Fuchsmanguste in der Saubucht (kann man nach den gleichen √úberlegungen wie oben als vor√ľbergehende L√ľckenf√ľller betrachten), und dann folgte m.W. Leerstand bis zur Anschaffung der G√∂ttinger Minischweine (2009). Die neu gestaltete Anlage inklusive ihres Besatzes hat dich vor gerade mal etwas √ľber einem Jahr noch begeistert (siehe weiter unten in diesem Thread) statt Sorgen zu bereiten...

Und wann war die letzte "richtige" (also dauerhaftere) Umnutzung von Wildtier auf Haustier davor? Wenn ich auf die Zoopl√§ne schaue, k√∂nnte das eigentlich nur das Kleintierhaus (2001) gewesen sein, falls auf der Fl√§che unmittelbar zuvor √ľberhaupt noch Wildtiere gehalten worden waren - Giraffen waren da jedenfalls schon l√§ngst Geschichte. F√ľr die Zeit nach 2001 habe ich ansonsten nur den K√§fig in Verdacht, in dem fr√ľher die Marderhunde sa√üen, aber auch die waren im Mai 2006 schon weg. Eine gravierende (!) Umnutzung von Wildtier- auf Haustierbesatz kann ich also f√ľr den Zeitraum der letzten ca. 10 Jahre (Und ich erinnere daran: Den habe nicht ich urspr√ľnglich in die Diskussion geworfen) beim besten Willen nicht feststellen. Lediglich einen bemerkenswerten Haustier-Ringtausch kreuz und quer durch den Zoo, wie ich ihn bereits erw√§hnt habe und jetzt auch mal konkret benennen will, weil es eben nicht nur ein Eindruck ist, sondern Fakt: Die Trampeltierhaltung wurde beendet, die Lamas zogen aus dem Lamahaus ins Trampeltiergehege, die Alpakas aus dem Einhuferrevier ins Lamagehege, die Esel daf√ľr ins Einhuferrevier, die neu angeschafften Zwergzebus und Minischweine ins vorherige Eselgehege im Rinderdreieck. Unter dem Strich wurde also nur eine Haustierart gegen zwei neue (diese allerdings im selben Gehege) ausgetauscht, und so ganz nebenbei gab es damit wieder Schweine im Zoo und das Rinderdreieck verdiente seinen Namen wieder besser. Das alte Lamagehege wurde zwar mit dem Nachbargehege zusammengefasst, aber auch aus diesem kannte ich aus den ganzen letzten Jahren davor immer nur Haustiere (Zwergziegen, meiner Erinnerung nach vorher auch mal Angoraziegen). Wann da zuletzt Guanakos und Vikunjas gestanden haben, kann ich mangels Besuchen zwischen 1989 und 1999 und Angaben in der ZTL nicht sagen, aber erstere waren 1999 nicht mehr im Bestand (und schon 1998 nicht mehr im Zooplan), und die Vikunjas haben seit 2001 die heutige Anlage (schon 1989 und 1998 lebten sie in dortigen Gehegen).

Ob ich bei der Addition Arten oder Anlagen zähle, macht angesichts weniger Gemeinschaftshaltungen keinen großen Unterschied, "Anlagen" ist ohnehin relativ. In sechs Karnickelboxen im Kleintierhaus könnte man theoretisch auch sechs verschiedene Kleinsäuger-Wildarten halten, wenn man denn wollte.

Die Sache mit dem Zeitungsreporter ist zwar witzig, aber dem - nicht von mir in die Diskussion geworfenen Zeitraum - von ca. 10 Jahren komme ich mit meinem Vergleich (von vor 10 Jahren und neun Monaten) eben doch ein wenig n√§her als dein Reporter mit 13 oder 8 Jahren. Mit dem Vergleichsjahr 1998 h√§tte besagter Reporter √ľbrigens auch schreiben k√∂nnen: "Zum Gl√ľck wird mit dem Umbau des Raubtierhauses die dort gehaltene Artenzahl reduziert werden, damit die √ľbrig bleibenden Arten endlich mehr Platz bekommen. Zur Beruhigung der besorgten Besucher: Es werden dort keine Haustiere untergebracht werden..." ;-)

Dass sich Ansichten √§ndern k√∂nnen, ist mir klar. Aber ein wenig verwundert bin ich doch schon √ľber extrem unterschiedliche Wertungen gleicher Besucher in einem relativ kurzen Zeitraum. Liz hatte vor zwei Jahren noch an dieser Stelle in Zusammenhang mit dem Opossum-Import dem Zoo gratuliert und geschrieben, dass er damit ¬Ąnoch ein St√ľck besonderer¬ď werde (also offenbar schon vorher besonders war). Heute lese ich im selben Thread etwas von ¬Ąausgelutschten¬ď Tierarten, ¬Ąuninteressantem Zeugs¬ď, Neuplanungen f√ľr ¬Ą08/15-Arten¬ď und die Frage ¬ĄWas ist tierisch gesehen denn das Besondere an Halle, jetzt?!¬ď Seit damals sind das Opossum und ein alter M√§hnenwolf gestorben, mit Wei√üb√ľschel√§ffchen, Wildmeerschweinchen und Mufflon wurden Haltungen von Arten beendet, die schon damals keine Rarit√§ten waren - Cururo und Markhor schon eher. Daf√ľr kamen seitdem neben den eher ¬Ągew√∂hnlichen¬ď Nutrias und Ouessantschafen immerhin Epaulettenflughunde, Felsenmeerschweinchen, Gundis und Blauschafe sowie mit der Girgentana-Ziege eine sehr seltene Haustierrasse in den Bestand. Die √ľbrigen S√§uger (wilde wie domestizierte) waren in diesem Zeitraum m.W. konstant (von Wechseln innerhalb der Kaninchenrassen vielleicht abgesehen).

Du selbst als langj√§hriger Halle-Kenner und regelm√§√üiger Besucher hast die Ma√ünahmen in Saubucht, Rinderdreieck und Einhuferrevier im vorliegenden Thread begr√ľ√üt, teilweise sogar als Gewinne bezeichnet und dich noch vor anderthalb Jahren begeistert dar√ľber ge√§u√üert, dass der Zoo Halle doch immer wieder f√ľr √úberraschungen gut sei. Heute schreibst du von immer mehr Haustiergehegen (die allerdings schon damals welche gewesen sein d√ľrften) und zunehmenden Sorgen um den Tierbestand. Ist es nicht nachvollziehbar, wenn ich dadurch zum verwunderten Nachschauen angeregt werde, was denn zu diesen Meinungsumschw√ľngen gef√ľhrt haben k√∂nnte? Zumal ich selbst zuletzt 2010 in Halle war und die nachlesbaren Fakten aus diesem Zeitraum bez√ľglich Baugeschehen und Tierbestand auf mich bei weitem nicht so negativ wirken (sieht man von notwendigen Sanierungen ab, aber das ist nun mal nicht zu √§ndern).
(25.06.2012, 11:09)
Oliver Jahn :   @Michael, die letzte Umnutzung, die ich pers√∂nlich gesehen habe, war die Saubucht. Das ist noch nicht so lange her. Ronny berichtete mir noch von Kaninchen und Frettchen im Alpinum aus diesem Jahr, die habe ich aber selber nicht gesehen.
Meine Addition bezog sich auf Anlagen, nicht auf Arten, die du dann aber zum Vergleich herangezogen hast.
Wenn ich meinen Beitrag aber noch mal lese, dann finde ich darin nichts, womit ich dir Vorw√ľrfe mache, ebenfalls habe ich dein Vergleichsjahr nicht kritisiert. Ich habe lediglich aufgezeigt, wie wenig repr√§sentativ es ist und wie manchmal 3 Jahre ein komplett anderes Bild zeichnen k√∂nnen, und dass somit solche Vergleiche oft zwar sehr viel Flei√üarbeit sind, ihre Aussagekraft aber eher gering ist.
Hättest du also allein bei den Raubtieren statt 10 eben 13 Jahre genommen, wäre das Bild ein völlig anderes.
24:10 liest sich doch ganz anders, als 12:10.
H√§ttest du statt 10 nur 8 Jahre genommen, w√§re das Raubtierhaus schon wieder er√∂ffnet gewesen, und der Bestand an Raubtieren wieder um drei Arten h√∂her, was wiederum einen st√§rkeren R√ľckgang gegen√ľber heute zeigen w√ľrde. Also ebenso auch wieder ein anderes Bild.
Ein findiger Reporter einer Zeitung macht aus 3 Jahren mehr oder weniger einen komplett anderen Artikel.
W√§re ich Reporter, der dem Zoo gewogen ist, und der einen positiven Artikel schreiben will, ich w√ľrde auch das Jahr 2001 f√ľr einen Vergleich w√§hlen und eindrucksvoll dem Besucher klar machen, dass das alles gar nicht so wild ist.
¬ĄVergleichen wir nur einmal die Best√§nde an Raubtieren von 2001 und heute, so werden Sie feststellen, dass sich diese trotz des kompletten Umbaus des Raubtierhauses f√ľr nur noch 4 Arten gar nicht so gravierend ge√§ndert hat. Gab es 2001 noch 12 Arten, so sind es heute 10. Schaut man sich dann noch an, dass bei den L√∂wen und Tigern auf sehr seltene Unterarten umgestellt wurde, die kaum in einem anderen Zoo gehalten werden, so ist dieser R√ľckgang kaum wirklich als ein solcher zu bezeichnen.¬ď
W√§re ich ein Reporter, der sich Schlagzeilen verschaffen will, in dem er den Zoo heftig kritisiert, weil er sich deutlich verschlechtert hat, dann w√ľrde ich das Jahr 1998 w√§hlen.
¬ĄIn weniger als 15 Jahren, um genau zu sein, in eigentlich nur 13 Jahren, hat sich der Bestand an Raubtieren in unserem Zoo mehr als halbiert. Waren es 1998 noch 24 Arten, so finden Sie heute gerade mal noch 10. Und das ist nicht allein dem Umbau des Raubtierhauses geschuldet. Viele unsere Kleinkatzen, die es heute √ľberhaupt nicht mehr im Zoo gibt, wurden gar nicht im Raubtierhaus untergebracht, ebenso wie unsere M√§hnenw√∂lfe, deren Haltung man einfach hat auslaufen lassen.¬ď
Das, und nichts anderes wollte ich damit sagen, einen Vorwurf kann ich darin nicht lesen, nur meine persönliche Meinung zum Vertrauen in solche Vergleiche und ihren tatsächliche Nährwert.
Nicht du, sondern man kann damit zeigen, was man will.

Dass die Markhore f√ľr die Blauschafe gehen mussten ist doch unbestritten und genau das habe ich geschrieben, trotzdem wurden sie nicht gegen sie getauscht, das sehe ich nach wie vor anders, der Austausch erfolgte gegen die Mufflons (ggf. mit Bezoarziege).
Und was meine Sorge angeht, ich habe all die von mir genannten Umnutzungen selber erlebt. Dass ich dabei den Zoo aus Zeiten kenne, in denen andere nicht mal geboren waren, √§ndert doch daran nichts, dass es trotzdem passiert ist. Ich habe ihn deutlich artenreicher erlebt und in den genannten Anlagen Wildtiere. Wenn dann immer mal wieder weitere Anlagen, so wie die zuletzt genannten hinzu kommen, dann finde ich es legitim, mir da Sorgen zu machen. Wenn sie unbegr√ľndet sind, umso besser. Ich geh√∂re garantiert zu den Leuten, die das freut.

(24.06.2012, 23:47)
Michael Mettler :   @Oliver, habe ich eben vergessen: Ich stimme zu, dass ein prozentualer Vergleich der Haustier- und Wildtiergehegezahl oder besser sogar -gehegefl√§chen mehr aussagt als die nackte Zahl vorher/nachher. Allerdings hast du den ebensowenig geliefert wie ich, denn "Kleintierhaus plus 12 Anlagen" oder "immer mehr Gehege sind mit Haustieren besetzt" sind auch nur nackte Additionen.

Gerade zum letztgenannten Zitat (stammt aus deinem letzten Beitrag) hätte ich dann noch eine Frage im Umkehrschluss, da du ja den Zoo sehr viel regelmäßiger besuchst als ich und damit einen besseren Überblick hast: Wann war denn zuletzt die Zahl der mit Haustieren besetzten Gehege geringer als heute, wenn es doch "immer mehr" werden?
(24.06.2012, 20:37)
Michael Mettler :   @Oliver, ich verstehe deine Kritik an meinen Vergleichsjahren nicht und erst recht nicht den Vorwurf, mir den Vergleich passend zurechtgebastelt zu haben. Im zweiten Beitrag der aktuellen Diskussion schrieb Michael Gradowski: ¬ĄIch finde, da√ü der Zoo in den letzten ca. 10 Jahren einen tollen Sprung nach vorn in der Entwicklung gemacht hat.¬ď Dein erster Beitrag in der Diskussion enthielt die Aussage, dass du dir zunehmend Sorgen um den Tierbestand machst. Also habe ich mir erlaubt, diese beiden Dinge zusammenzuf√ľhren und einen Blick auf die Tierbest√§nde heute und vor ¬Ąca. 10 Jahren¬ď in Form von Momentaufnahmen zu werfen, in denen ich dokumentierte Tierbest√§nde aufaddiert und im √úbrigen schon selbst auf den Umstand des Raubtierhaus-Umbaues hingewiesen habe. Da frage ich mich nun, was daran ¬Ąsubjektiv¬ď und ¬Ąeinseitig¬ď sein soll.
Erz√§hl doch bitte mal, welchen Startzeitpunkt du f√ľr deine zunehmenden Sorgen um den Tierbestand im Hinterkopf hast, denn nur dann w√§re ja ein Konsens zum Vergleichen m√∂glich. In besagtem Beitrag vom 21.6., in dem du die heute nur noch mit Haustieren besetzten Anlagen auflistest, reichen deine Vornutzer-Beispiele immerhin bis zu Wildrindern im Jahr 1985 zur√ľck (die √ľbrigens schon zu DDR-Zeiten durch Haustierformen ersetzt wurden), und auch dein Bedauern ¬ĄTapire sind nicht mehr da¬ď in einem anderen Beitrag bezieht sich auf einen vorherigen Zustand, den es zuletzt 1987 gab. Diese ¬ĄVerluste¬ď geschahen also zu einer Zeit, in der mancher Forum-Mitleser noch gar nicht geboren war oder noch nicht mit Blick auf Artenvielfalt durch Zoos streifte, so dass er sie als heutiger Besucher in Halle wohl nicht unbedingt empfinden d√ľrfte.
Den Blauschaf/Markhor-Vergleich hast du vorher selbst schon benutzt, deshalb habe ich ihn lediglich aufgegriffen ¬Ė ich zitiere: ¬ĄDer letzte wirklich spektakul√§re Neuzugang waren die Blauschafe, daf√ľr mussten aber die Markhore, die es mittlerweile auch nur noch in 4 deutschen Haltungen gibt, gehen.¬ď Die Blauschafe bezogen im Zuge einer Gehegezusammenlegung AUCH als unmittelbare Nachfolger das Markhor-Gehege, der direkte Zusammenhang ist also gegeben.
Ja, M√§hnenw√∂lfe werte ich als Gro√üraubtiere. H√§tte ich √ľbrigens mit W√∂lfen, Afrikanischen Wildhunden oder Hy√§nen, wenn es sie noch gegeben h√§tte, genauso gemacht. Mit den √ľbrigen 4 Arten stimmen wir √ľberein. Auch wenn wir anscheinend beide bei unseren Besuchen Phantome gesehen haben, denn laut ZTL endete die fr√ľhere L√∂wenhaltung schon 1999 und wurde erst 2003 mit den Angolanern fortgesetzt.
(24.06.2012, 20:00)
Oliver Jahn :   @Michael Mettler, warum hinken f√ľr mich pers√∂nlich solche Vergleiche gegen√ľber Momentaufnahmen immer wieder sehr stark, und haben deshalb kaum Aussagekraft?
Ich will es mal aus meiner Sicht versuchen, darzulegen. Aber erst noch mal eine Anmerkung zum Austausch auf Augenh√∂he. F√ľr die Blauschafe wurden die Mufflons abgegeben, bei der letzten Bezoarziege wei√ü ich nicht, ob man sie abgab, oder die Haltung einfach auslaufen lies. Dann erst wurden die Markhore zus√§tzlich abgeschafft, um auch deren Gehege noch f√ľr die Blauschafe zu nutzen. Austausch Markhor/Blauschaf ist also bei n√§herer Betrachtung √ľberhaupt nicht richtig.
Nun zum Vergleich an sich.
Ich habe wieder einmal deutlich feststellen k√∂nnen, wie subjektiv solche Vergleiche doch immer sind. Allein durch die ganz pers√∂nliche und einseitige Festlegung eines Vergleichszeitraumes kann ich so einen Vergleich immer zu der Aussage bringen, die ich pers√∂nlich f√ľr die richtige halte.
Bleiben wir also mal bei dem von dir gewählten Jahr 2001.
Aus meiner Sicht gibt es kein ungeeigneteres Jahr.
Auch ich besuchte 2001 Halle. Da gab es zum Beispiel noch zwei Arten an Einhufern, nämlich die Zebras und ein Przewalski-Pferd. Schon bei deinem Besuch hatte sich der Bestand an Einhufern dann eben mal halbiert und enstpricht damit dem heutigen Bestand.
Ich f√ľhre keine Artenliste bei Besuchen, schreibe mir aber auch so das ein oder andere auf, ohne Anspruch auf Vollst√§ndigkeit. Und da habe ich mal deinen Zeitraum nur ganz minimal um drei Jahre (und was sind schon 3 Jahre, bei einem √ľber hundertj√§hrigen Zoo) nach hinten verschoben. Und pl√∂tzlich entsteht ein komplett anderes Bild. Noch mal, ich habe zwar keine Feststellung zur Entwicklung √ľber einen Zeitraum x zur Diskussion gestellt gehabt, aber wenn man denn diesen Vergleich anstellen m√∂chte, dann kann ein jeder ihn sich so zurechtbasteln, bis er passt. In solchen F√§llen verstehe ich den Spruch von Churchill bzgl. seines Glaubens an Statistiken immer noch mal viel besser. :-)
Gerade bei den Raubtieren wird das besonders deutlich. Dein Vergleich von 2001 zu heute sagt f√ľr Halle 12:10. Und das klingt wirklich erst einmal gar nicht so gravierend.
Nun habe ich mir meine Aufzeichnungen einmal angesehen. 1998 (nur drei Jahre fr√ľher) habe ich (ohne Vollst√§ndigkeit) 24 Raubtierarten/-unterarten notiert, heute sind es 10, f√ľr Magdeburg habe ich 15 Arten/Unterarten, heute sind es 18. Und schon ergibt sich ein komplett anderes Bild. Halle mehr als halbiert, Magdeburg sogar eine Steigerung, und das nur, weil ich jetzt mal einen Vergleichszeitraum festgelegt habe.
Und dann habe ich mal geschaut. Mit dem Jahr 2001 hast du f√ľr Halle ein Jahr gew√§hlt, in dem das alte Raubtierhaus v√∂llig leer, das restaurierte Haus aber noch gar nicht wieder er√∂ffnet war. F√ľr 2001 habe ich nicht mal 5 Arten an Gro√üraubtieren notiert, da aus dem Raubtierhaus nur noch die L√∂wen an der alten Afrikasteppe im Notk√§fig untergebracht waren, neben ihnen es aber nur noch zwei Gro√üb√§renarten und den letzten Puma gab. Nach meinen Notizen sind es also sogar nur 4 Arten, oder hast du die M√§hnenw√∂lfe als Gro√üraubtier eingestuft?
Schon bei den Przewalskis haben wir festgestellt, dass je nach Besuchsdatum sie entweder noch da waren, oder schon nicht mehr. Im Bezug auf Raubtiere aber war 2001 wohl eines der schlechtesten Jahre √ľberhaupt. Weiterhin konnte man je nach Besuchstag in 2001 Seeb√§ren sehen, oder aber nicht, da auch diese erst 2001 kamen.
Man sieht also, wenn man Vergleiche heran zieht, und nicht die momentane Aufnahme, kann man eigentlich alles zeigen, was man will, jeder so, wie er mag.
Sehr schön zeigt das auch eine Spezialität in Halle, die Nebengelenktiere.
Nehme ich das Jahr 1991, dann finde ich 4 Arten/Unterarten. 10 Jahre sp√§ter, ist es noch eine. Heute sind es wieder drei, immer noch eine Art weniger, als 1991. Auch hier sieht man also deutlich, wie willk√ľrlich ich bei einem Vergleich diesen legen kann und so zu v√∂llig unterschiedlichen Aussagen komme.

Und ganz genau so ist es mit der Anzahl der Gehege, die heute mit Haustieren besetzt sind.
In dem heutigen Gehege der Zebras standen schon immer auch Hauspferde. Aber eben mindestens 30 Jahre lang Przewalskis, Zebras, Halbesel, und das nicht nur nacheinander, sondern auch lange Zeit nebeneinander. Von daher sehe ich es nach wie vor nicht als eine reine Umnutzung einer Haustieranlage f√ľr Wildtiere.
Ich habe auch nicht gesagt, dass es immer mehr Haustiere gibt, sondern dass immer mehr Gehege mit Haustieren besetzt sind. Welche das sind, das habe ich bereits mit meinem Beitrag vom 21.06.2012 geschrieben und ich erspare mir die Wiederholung, aber auch hier kann ich nat√ľrlich den Vergleich mit dem Gr√ľnderjahr des Zoos anstellen, oder zur Bauzeit der einzelnen Gehege und komme dann eventuell zu einem v√∂llig anderen Ergebnis.
Bei deinem Vergleich springst du von Anlagen, die heute stärker mit Haustieren besetzt sind, erst auf Haustierarten nach ZTL und dann noch von diesen auf Haushuftiere. Sieht zwar erst mal recht plausibel aus, stellt aber keinerlei Gegenargument dar, im Bezug auf die von mir dargestellten umgenutzten Gehege, die ja nun mal so sind, wie von mir aufgezählt, da hier zwei Dinge verglichen werden, die nicht zwangsläufig auch immer einander bedingen.
Selbst die alleinige Zahl der Gehege im Vergleich zu welchem Jahr auch immer hat hier f√ľr mich nur bedingt eine Aussagekraft.
Viel aussagekräftiger, als der rein nominelle Vergleich ist hier doch viel mehr der prozentuale Vergleich der Haustieranlagen im Verhältnis zu allen Anlagen. Wenn ich aus drei Anlagen mit Wildtieren eine Anlage mache, und diese dann mit Haustieren besetze, dann steht das Verhältnis 3:1. Vor allem aber sinkt damit dann die Zahl der Gesamtanlagen und es steigt der prozentuale Anteil der Haustieranlagen merklich.
Der Grundsatz der Diskussion hier war ja lediglich meine Aussage, dass Magdeburg im Vergleich zu Halle, bei den Wildsäugern die Nase vorn hat.
Ich habe dieses wertfrei und ohne H√§me angebracht, da jeder hier wei√ü, dass es mir wie Ralf Seidel geht, und ich beide Zoos sehr mag. Nach meiner Einsch√§tzung war das f√ľr mich auch etwas, was ich lange so nicht empfunden habe, da war Halle f√ľr mich immer der deutlich artenreichere Zoo, auch im Bezug auf die Wilds√§uger. Beim Gesamtbestand war das generell klar, denn Halle hatte ein Aquarium, Magdeburg nicht, und jeder wei√ü, wie schnell man schon mit einem einzigen Fischbecken seinen Bestand deutlich heben kann.
Die größten Einschnitte bei den Säugern gab es da sicher bei den Umbauten vom Affen/Flusspferdhaus und vom Raubtierhaus. Aber auch im Kleinraubtierhaus am Turm und im Alpinum verschwanden etliche Arten samt ihren Anlagen.
Dass es auch f√ľr Magdeburg ein Auf und Ab gab, und dass auch hier etliche Arten verschwanden, andere daf√ľr kamen, das ist auch f√ľr mich unbestritten.

(24.06.2012, 16:21)
Michael Mettler :   Und zum Abschluss meiner Vergleichsreihe, da es ja auch darum ging, dass immer mehr Gehege in Halle mit Haustieren besetzt seien: F√ľr 1989 habe ich dem Jahresbericht 17 Formen domestizierter S√§ugetiere entnommen (eingerechnet der Vikunja-Lama-Bastard, weil ihn wohl niemand als Wildtierform z√§hlen w√ľrde). F√ľr 2001 habe ich weder eine "offizielle" Bestandsliste noch eigene Notizen zu den Haustieren vorliegen; um wenigstens einen zeitlichen Zwischenschritt in der Nach-Wende-Zeit nehmen zu k√∂nnen, habe ich auf die letzte ver√∂ffentlichte Tierbestandsliste zur√ľckgegriffen, also auf den Jahrgang 1996 - da waren es 16 Haus-S√§ugerformen (immer noch inklusive Lamabastard). In beiden Listen tauchen keine Kaninchen auf, an Kleintieren nur Goldhamster, Meerschweinchen, Frettchen (1989) bzw. nur Frettchen (1996), 1996 dazu noch Hunde, die restlichen Formen sind s√§mtlich Huftiere (also in beiden Jahrg√§ngen jeweils 14 Formen).

Nach Zootierliste - wenn sie denn in dieser Hinsicht vollst√§ndig ist - h√§tte Halle derzeit 22 Formen domestizierter S√§ugetiere, davon allerdings allein 10 Nager und Kaninchen, die sich √ľberwiegend im Kleintierhaus befinden. An Huftieren w√§ren es 12 - es wurde also nicht nur bei Wildhuftieren Formenreichtum abgebaut, sondern auch bei domestizierten. Innerhalb dieser 12 gibt es sogar noch Vergesellschaftungen j√ľngeren Datums, also k√∂nnen es doch eigentlich in letzter Zeit nicht mehr Haushuftiergehege geworden sein, als es z.B. 1989 und 1996 waren...?

Aufgefallen ist mir dabei noch, dass der Zoo bei den domestizierten Huftieren zunehmend auf Kleinformen umgestellt hat (zuletzt stießen Minischweine, Zwergzebus und Ouessantschafe zum Sortiment, während mit den Trampeltieren die größte Haustierform des Zoos abgegeben wurde).
(23.06.2012, 23:09)
Michael Mettler :   Um noch einen Vergleichswert des Gelegenheitsbesuchers anzuf√ľhren: 1989, als ich beide Zoos erstmals besuchte, geben meine Notizen f√ľr Magdeburg 54 und f√ľr Halle 76 Formen Wilds√§uger her. Allerdings muss man sich dazu auch vor Augen halten, unter welchen r√§umlichen Bedingungen 1989 viele Arten in Halle gehalten wurden. H√§tte man die damaligen Gehege- und K√§figgr√∂√üen beibehalten, um nicht durch Zusammenlegungen einen Artenschwund zu bekommen, w√ľrden in Halle heute ebenfalls eher kleinere Tierarten (als Nachnutzer von gro√üen)das Bild pr√§gen.
(23.06.2012, 08:58)
Michael Mettler :   @Oliver: Die Augenh√∂he war auf den "zoologischen Wert" - oder wie man das auch immer nennen will - bezogen. Da wurde "selten" gegen "selten" ausgetauscht, nicht etwa Wildtier gegen Haustier oder so.

Wie gesagt, ein Teil des Artenschwundes in Halle ist auf den Umbau des Raubtierhauses zur√ľckzuf√ľhren. Aber das war eben schon vor September 2001 und ist nicht erst eine Entwicklung der letzten Jahre.

√úbrigens: Bei meinem Besuch 2001 war das, was heute Zebragehege ist, auf voller Fl√§che Ponygehege; der Zooplan belegt das. Und somit diente der gr√∂√üte Teil der damaligen und heutigen Gehegefl√§che - n√§mlich der obere Part mit der Aussichtskanzel - genau dem, wof√ľr man ihn 1965 urspr√ľnglich gestaltet hatte: als Haustiergehege f√ľr Shetlandponys.
(23.06.2012, 08:34)
Oliver Jahn :   43 zu 63. Also ist mein Empfinden zur momentanen Situation genau richtig gewesen. Na wenn das eine Stupsnase ist, dann habe ich auch eine.
Dass das aber bereits vor 10 Jahren schon so ein deutlicher Unterschied war, das erstaunt mich.
Allerdings ist mir schon beim ersten Lesen mindestens ein Fehler aufgefallen. Der Tausch Markhor/Blauschaf war keiner auf Augenhöhe, denn dort, wo heute die Blauschafe stehen, da waren zuletzt drei Arten, nämlich Markhor, Mufflon und Bezoarziege.
(23.06.2012, 00:56)
Michael Mettler :   Um mal an den Ausgangspunkt der Vergleichsdiskussion zur√ľckzukehren, habe ich mal in alten Bestands- und Besuchslisten nachgesehen. Da ich nicht j√§hrlich beide Zoos besucht habe, bot sich der Jahrgang 2001 ein, denn da war ich in beiden und er kommt dem Zeitraum "letzte 10 Jahre" wenigstens noch sehr nah. F√ľr Magdeburg habe ich auf die FELIS zur√ľckgegriffen, die genauer als meine Besuchsliste ist (ich habe z.B. meiner Erinnerung nach nie alle fr√ľher in MD gehaltenen Krallen√§ffchenformen gleichzeitig im Schaubereich gesehen), f√ľr Halle konnte ich mangels ver√∂ffentlichter Tierbestandsliste nur meine eigenen Notizen zu Hilfe nehmen, so dass m√∂glicherweise noch irgendwas √úbersehenes oder hinter den Kulissen Befindliches fehlen k√∂nnte (z.B. habe ich keine Totenkopf√§ffchen notiert, die m√ľsste es aber doch eigentlich gegeben haben?). Als Gegenst√ľck zu Beiden diente die aktuelle Zootierliste. Erw√§hnt werden muss nat√ľrlich, dass wegen des Umbaues des Raubtierhauses in Halle der Carnivorenbestand sehr niedrig geworden war - aber auch Magdeburg hatte ja zwischenzeitlich mal Reduzierungen.

F√ľr Halle verzeichnete ich im September 2001 44 Formen Wilds√§ugetiere - wobei bei manchen davon die Einstufung als Wild- oder Haustier eine Definitionsfrage ist (Silberfuchs, Chinchilla, Kreta-Bezoarziege, Mufflon - heute auch die Nutria). Aber z√§hlen wir sie ruhig als Wildtiere. Aktuell sind es 43 Formen, also gerade mal eine einzige weniger.

Insektenfresser und Fledertiere gab es damals nicht, bei den Zahnarmen nur eine Art (heute 3). Primaten damals 7 plus wahrscheinlich die Totenkopf√§ffchen, heute 7 inklusive. Wildnager damals 8, heute 11. Raubtiere damals 12, heute 10 (darunter jeweils 5 gro√üe Arten); zwar gab es damals mit dem Mauswiesel noch einen Marderartigen, aber daf√ľr fehlten Kleinb√§ren im Sortiment. Beuteltiere, Robben, Elefanten, Unpaarhufer damals wie heute je 1 Art, wobei die Fortf√ľhrung bzw. der zwischenzeitliche Neubeginn mit Elefanten ja gar nicht so selbstverst√§ndlich war. Eine wirklich deutliche Reduzierung erlebten innerhalb des Zeitraums nur die Paarhufer (von 12 auf 6). Aber beleuchten wir dabei mal die Arten: Wildschwein und Halsbandpekari standen meiner Erinnerung nach schon damals auf Auslauf, die Bergriedb√∂cke gaben nur ein kurzes Gastspiel (in das zuf√§llig mein Besuch fiel) und waren nicht etwa vorher langj√§hrige Pfleglinge, ebenso wie Mufflons und Bezoarziegen wurden sie √ľbrigens nicht von Haustieren abgel√∂st. Nummer 6 der Reduzierungsliste waren die Tahre, w√§hrend zuletzt Markhor/Blauschaf quasi ein Tausch "auf Augenh√∂he" war. √úber m√∂gliche Gr√ľnde der Reduzierung der Gebirgswiederk√§uer haben wir schon vor einiger Zeit diskutiert und spekuliert, ich w√ľrde da nach wie vor gesundheitliche Gr√ľnde nicht ausschlie√üen (weil Entsprechendes auch in anderen Zoos vorkam).

Seit meinem Besuch 2001 kamen u.a. neu in den Bestand: Igeltanreks, Epaulettenflughunde, Kugelg√ľrteltiere, Gro√üe Ameisenb√§ren, Kaukasische Eichh√∂rnchen, Felsenmeerschweinchen, Gundis (√ľbrigens eine Tierart, die noch vor 20, 30 Jahren als nahezu unhaltbar galt!), Malaiische Tiger, Jaguare, Blauschafe. L√∂wen, Seeb√§ren, Elefanten und zwei Krallen√§ffchenarten wurden gegen neue Formen ausgetauscht. Und es gab ja noch mehr oder weniger kurze Intermezzi weiterer Arten wie Rotscheitelmangabe, Cururo oder Opossum. Ich finde, das kann sich selbst im bundesweiten Vergleich durchaus sehen lassen, auch wenn z.B. der TP Berlin oder Leipzig im gleichen Zeitraum in einer h√∂heren Liga spielten. Von den 44 (bis 45) 2001 vorgefundenen Formen sind heute 22 nicht mehr im Bestand, obwohl sich die Gesamtzahl kaum ver√§ndert hat.

Magdeburg hatte laut FELIS per 31.12.2001 68 Wilds√§ugerformen im Bestand (nach ZTL-Definition w√§ren es 69, da hier die beiden immer noch selben Schimpansen formenm√§√üig gesplittet werden), heute sind es laut ZTL 63 (also ebenfalls ein R√ľckgang). 29 Formen aus der damaligen Liste z√§hlen heute nicht mehr zum Bestand, und zwar durchaus nicht nur "Laufkundschaft": die Spezialgebiete Krallen√§ffchen (von 13 auf 7) und Katzen (von 9 auf 6 - in gewissem Sinne nur 5, wegen des Tigerpaares) wurden heruntergefahren, selten zu sehende Arten wie Bergpaka, Schabrackenschakal, Bartschwein, Gro√üer Kudu oder Leierhisch sind Geschichte, Flusspferde ebenfalls, und bei gesundheitsbedingten Haltungsbeendungen m√ľssen wir hier zumindest in zwei F√§llen nicht mal spekulieren, sondern sie sind m.W. Fakt (Vielfra√üe und Orangs). Auch hier gab es zudem Intermezzi wie Bongos oder Kaninchenk√§ngurus, und auch hier gab es den einen oder anderen "Veredelungsaustausch" (z.B. bei L√∂wen und Luchsen). Die Liste der interessanteren Neuzug√§nge muss ich hier nicht wiederholen, die hatten wir schon.

Fazit: Was die Wildsäuger betrifft, sind die Entwicklungen im Gesamten seit 2001 gar nicht so unterschiedlich zwischen beiden Zoos.
(23.06.2012, 00:07)
Michael Gradowski :   @Oliver Jahn: Danke f√ľr den Tip!
(21.06.2012, 23:42)
Oliver Jahn :   @Michael, schau mal auf www.zootierliste.de. Die Datenbank ist gut und wir alle versuchen, sie so aktuell wie m√∂glich zu halten.
(21.06.2012, 23:01)
Michael Gradowski :   @Oliver Jahn: Jagdrevier ist gut. Das lag und liegt aber vor allem in Friedrichsfelde. Schon m√∂glich, da√ü man sich schon mal begegnet ist, nur 1. achte ich "bei der Jagd" weniger auf die Menschen und 2. wei√ü ich nicht wie man dich erkennen kann. Gr√ľne Schuhe, roter Bart, Bl√ľmchen im Knopfloch und solche Sachen? :-)

Bei WolfDreis Liste wird mir auch ganz warm ums Herz. Womit ich gleich mal die Frage einwerfe: Werden Dschiggetai und Nilgirilangur momentan irgendwo gehalten? Vor allem bei diesen beiden bin ich froh, da√ü ich die Gelegenheit hatte sie zu sehen. Obwohl mir damals bei Ersterem gar nicht bewu√üt war, was f√ľr eine Rarit√§t da vor mir steht.
(21.06.2012, 22:48)
Oliver Jahn :   @WolfDrei, wenn ich dann deine Liste allerdings lese...dann werde ich doch etwas wehm√ľtig... :-)
(21.06.2012, 20:23)
Oliver Jahn :   @Michael, ob die unterschiedliche Wertung Sinn macht, oder nicht, kann eben jeder nur individuell f√ľr sich beantworten. Ich pers√∂nlich finde etliche Haustierrassen toll, das habe ich mehrfach geschrieben. Dass ich das aber l√§ngst nicht f√ľr alle Rassen und auch l√§ngst nicht f√ľr alle zoologischen Einrichtungen so sehe, das wiederum ist meinem pers√∂nlichen Empfinden geschuldet.
Und ich stelle den momentanen Eindruck nicht in den Vordergrund, sondern ich habe ihn lediglich geschildert.
(21.06.2012, 19:56)
Michael Mettler :   @Oliver, um das richtig zu stellen: Du hast zwar von Tiergruppen gesprochen, aber sie im selben Satz nach ihrem jeweiligen Artenspektrum bewertet und dabei Magdeburg vorn gesehen. Wenn das kein Artenvergleich war, was dann? Dass ganze Tiergruppen in Halle fehlen, stelle ich doch gar nicht in Abrede. Aber das ist in Magdeburg auch so. Und wenn wir den momentanen Eindruck in den Vordergrund stellen wollen, w√ľrde es daf√ľr nicht mal eine Rolle spielen, ob es besagte Gruppen vorher √ľberhaupt schon mal im jeweiligen Zoo gab oder nicht (wie z.B. Robben in Magdeburg).

Wie gesagt, wo 1989 in Halle die Schafe untergebracht waren, wei√ü ich nicht mehr. Aber es ist schwarz auf wei√ü belegt, dass es sie gab. Wobei mir allerdings gerade auff√§llt, dass Zackelschafe f√ľr Halle in der Zootierliste komplett fehlen.

Ob eine unterschiedliche Wertung von Wild- und Haustieren im Sortiment eines Zoos Sinn macht, stelle ich in Frage. Wir waren beide schon an Diskussionen z.B. √ľber Yaks beteiligt und haben diesen Tieren allein dadurch einen gewissen "Wert" bis hin zur Traditionsart f√ľr Halle zugebilligt, ohne dass dabei z.B. mal der Gedanke ge√§u√üert wurde, dass man sie als Haustiere gut h√§tte abschaffen k√∂nnen, um die Wisente als Wildform im Rinderdreieck unterzubringen (statt diese abzugeben).
(21.06.2012, 19:36)
Oliver Jahn :   @Ralf, damit hast du meine Frage genau so beantwortet, wie ich es erhofft habe. Manchmal sind es die baulichen Gegebenheiten, manchmal das liebe Geld, aber manchmal ist es eben auch ein r√ľhriger Kurator. :-)
Und um beim "Wie" zu bleiben, mit etwas Maschendraht und ein wenig guter Einrichtung h√§tte man z.B. aus der Saubucht eine tolle Anlage f√ľr L√∂ffelhunde oder Fenneks machen k√∂nnen. H√§tte man bei der alten Zwergflusspferdanlage einfach die Becken mit Sand gef√ľllt, w√§re auch hier eine Haltung z.B. von Pekaris m√∂glich gewesen. Wenn ich mir in Aschersleben die nach der Zerst√∂rung neu errichtete Anlage der Ozelots ansehe, dann zeigt mir das, dass man auch ohne tausende oder gar Millionen von Euro richtig tolle Anlagen bauen kann und dass W√ľnsche auch realisierbar sind. √úber den Neubesatz im Alpinum freue ich mich ebenfalls.
@Michael Gradowski, bei deinem Alter und deinem "Jagdrevier" ist es nicht mal ausgeschlossen, dass wir uns fr√ľher mal √ľber den Weg gelaufen sind. :-)

(21.06.2012, 19:33)
WolfDrei :   @an alle Diskutierenden: meine Besuche in den genannten Zoos waren in den Siebzigern eher einseitig zugunsten des Hallenser Zoos - doch gab es da auch gewisse ¬ďgeografische¬Ē Abh√§ngigkeiten - will sagen: fr√ľh um 6 Uhr Zug nach Halle, gegen 12 nach Leipzig, gegen Mitternacht Abfahrt nach Erfurt, in der Dunkelheit zu Fu√ü zum Roten Berg. Und die andere Strecke: Dresden, Prag, Dvur Kralove. Magdeburg lag da so abseits. Als Artensammler habe ich mich zur Gen√ľge geoutet - und da waren es : Halle: Tahre, sibirische und kaukasische Steinb√∂cke, Markhore, Brillenlangur, Mandrill, Himalayagoral, Dschiggetai, auch Marale ( als es im TP keine mehr gab), Vielfra√ü, Manul. Und Magdeburg in der ¬ďVor-Puschmannzeit¬Ē? Dann der Paukenschlag: Nashorngeburt, sp√§ter dann die Krallenaffen - wo sind die in ihrer Vielfalt eigentlich geblieben ? (ja, ich wei√ü - Herr Schr√∂pel). Leipzig: Okapi, Anoa, Bergtapir, Waldbison, Damagazelle, Grevys, Schwarzfu√ükatze, persischer Leopard, Irbis. Erfurt: Nasenaffe, Nilgirilangur und Kleideraffe, auch die Haustierrassen.
Auch sollte nicht vergessen werden, dass es in der DDR hinsichtlich der Lage des Zoos, des politischen ¬ďEingebundenseins¬Ē sowie des internationalen Ansehens des jeweiligen Direktors und den daraus resultierenden M√∂glichkeiten f√ľr das Baugeschehen, f√ľr den Tierhandel etc. deutliche Differenzierungen gab - das d√ľrfte heute nicht anders sein. Fazit: ich bin froh √ľber die Entwicklung aller genannten Zoos (TP nat√ľrlich eingeschlossen), auch jener in Tschechien, Polen, Frankreich etc. - also √ľber die Landesgrenzen hinaus, w√ľrde aber einen Vergleich nur unter Ber√ľcksichtigung aller Faktoren wagen.
ps: Manulzucht - die gab es in jenen Jahren weder in Halle noch (oftmals mitgeteilt) in Prag - Moskau (1990 hatten sie dort an die 10 Tiere) muß genannt werden, auch wenn die meistens nicht aufkamen.

(21.06.2012, 19:17)
Michael Gradowski :   @Ralf Seidel: Zun√§chst mal: Alle k√∂nnen mich duzen, beim Sie f√ľhle ich mich so alt :-). Ich bleibe auch beim du, ist mir lieber so, falls es jemand nicht mag, dann stelle ich das selbstverst√§ndlich ab.

Das mit den Gundis+Bergmeerschweinchen ist toll und schon wieder ein (wenn auch kleiner, aber immerhin) Schritt nach vorn.

Mit Leipzig hast du nat√ľrlich recht, der lag vor der Wende ja in den letzten Z√ľgen. Deshalb war ich dann auch nicht mehr da, umso mehr Hut ab vor dem was da bis heut passiert ist. H√§tt auch anders ausgehen k√∂nnen, war ja sogar von Schlie√üung die Rede.
Bei Dresden kann ich nicht so mitreden, als ich damals dort war, war ich noch sehr jung, glaube mich aber zu erinnern, da√ü ich es gar nicht so schlecht fand. Naja, Kind halt. Wenn man das im nachhinein betrachtet, tr√ľgt die Wahrnehmung nat√ľrlich.

Deine letzten beiden S√§tze treffen den Nagel auf den Kopf. Besser h√§tte man es nicht ausdr√ľcken k√∂nnen.
(21.06.2012, 19:00)
Ralf Seidel :   Na ja, scheinbar liegen wir uns in der Mehrzahl der Meinung ja nicht sooo weit auseinander...
Kritik ist immer und √ľberall angebracht, nur eben wenn man Vorschl√§ge einbringt was besser geht, sollte man vielleicht auch sagen "wie".
@Oliver, in Vielem gebe ich dir recht was die M√∂glichkeit betrifft , die eine oder andere kleinere Art in Halle (wieder) zu halten - nur m√ľssen diese Anlagen eben gebaut oder umgebaut werden, nach aktuellen Haltungsrichtlinien und nat√ľrlich auch attraktiv f√ľr den Besucher. Da erz√§hle ich auch dir nichts Neues. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als in Magdeburg das gro√üe Tierabschaffen losging und keiner wusste wohin es geht. Da haben wir damals oft dr√ľber gesprochen, ich h√∂re noch heute dein "Du Ralf, das ist nicht mehr mein Zoo !!" Mittlerweile tut sich was in MD - und ich freue mich dr√ľber. Ein guter Freund ist dort mittlerweile Kurator und engagiert sich f√ľr neue, interessante Arten f√ľr die neugebauten Gehege - das ist doch sch√∂n, dar√ľber sollten wir uns alle freuen, anstatt mit erhebenem Zeigefinger √ľber den Dingen zu stehen und anderen zu erkl√§ren, wie es wo gerade langgeht.
Irgendwann wird sicherlich der Komplex Erdm√§nnchen/ Pinguine/ Nutria umgebaut..., mit dem Nutria-Besatz bin ich derzeit auch nicht gl√ľcklich - aber das Gehege ist erst mal besetzt und die Besucher freuts.
Im Alpinum wurden j√ľngst 2 der K√§fige umgebaut und neu hergerichtet - f√ľr Bergmeerschweinchen und Gundis, das ersetzt keine Antilopenherde, f√ľr den Zoofreund eben aber durchaus ein Schmankerl. Und Pl√§ne und Visionen hat man auch noch in Halle, nur mal gerade hat die Stadt eben auch andere Probleme
@Michael Gradowski, ich nehme Ihnen das durchaus nicht √ľbel wenn Sie meinen, der Zustand des Magdeburger Zoos war in den 80er Jahren besser als in Halle - ganz im Gegenteil, das stimmt: Direktor Puschmann stellte den Zoo auf den Kopf und machte ihn zum "vollwertigen" Zoo. Als Beispiel m√∂chte ich nur den "Katzengarten" erw√§hnen - das war eine ganz tolle Entwicklung. Der hallesche Bergzoo war zu diesem Zeitpunkt in der Tat total runtergekommen - aber haben Sie in dieser Zeit mal die Zoos in Leipzig oder Dresden besucht ??? Die sahen n√§mlich auch nicht besser aus mit ihrer maroden Bausubstanz, das Schicksal alter ehrw√ľrdiger Zoos in der damaligen DDR.

Wir sollten vor allem lernen, auch mal mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, Wunschdenken ist das eine - die Möglichkeit die Dinge zu realisieren was ganz anderes. Es geht nicht um Stagnation - bestenfalls um eine Verschnaufpause...
(21.06.2012, 18:12)
Michael Gradowski :   Eben noch ein Lahmarsch, bin ich jetzt mal ganz schnell.
@Oliver Jahn: Genauso sehe ich es auch. Gerade wenn man Fan von einem bestimmten Zoo ist, sollte man sich mit Kritik (so sie angebracht ist) auch nicht zur√ľckhalten. Denn nur so kann man auf Negatives hinweisen und Verbesserungen voran treiben. Und was die Meinungsbildung angeht; man wird √§lter und (hoffentlich) weiser und wie ich schon sagte, lernt man immer dazu.
Kurz und gut; 1+ f√ľr diesen Beitrag :-)
(21.06.2012, 16:59)
Oliver Jahn :   Und auch ich m√∂chte eines noch mal nachschieben. Eine Zoo sehr zu m√∂gen, und bestimmte Dinge in seiner Entwicklung trotzdem oder genau deshalb nicht unkritisch zu betrachten, steht f√ľr mich in keinerlei Widerspruch. Au√üerdem gestatte ich mir auch selber, mich in meiner Meinungsbildung zu entwickeln. Etwas, was ich irgendwann einmal gut fand, muss ich nicht zwangsl√§ufig auch heute noch gut finden, vor allem dann nicht, wenn ich durch andere Beispiele aufgezeigt bekomme, dass es f√ľr die ein oder andere Sache auch Wege gibt, die dann auch mir besser gefallen.
(21.06.2012, 16:35)
Michael Gradowski :   Hm, was soll ich jetzt noch sagen, ohne da√ü es wie nachplappern wirkt. Hab mich scheinbar zu sp√§t zu Wort gemeldet. Seis drum.

Also nochmal von vorn: Ich meinte, da√ü sich insofern viel getan hat was das Baugeschehen allgemein betrifft. Ob das nun in machen F√§llen Fehlplanungen waren und ob das Ergebnis attraktiv ist oder nicht, spielte erst mal keine Rolle, sondern DAS etwas passiert ist, war f√ľr mich entscheidend. Und das kann ja nun niemand in Zweifel ziehen.

Wie gesagt, finde ich das Elefantenhaus auch nicht besonders gelungen, hingegen Kroko-, Raubtier-, Affen- und Kleintierhaus gefallen mir sehr. Auch an Vikugnaanlage und Zebraanlage kann ich nichts aussetzen. Und auf nem Berg bauen ist nunmal ungleich schwerer als in der Ebene. Das zum Baugeschehen.

Was die Tierarten angeht, teile ich die meisten Meinungen hier, vor allem was die Haustiere betrifft. Dies ist glaube ich auch ein √úberbleibsel aus DDR-Tagen. Damals war es doch normal, da√ü in jedem Zoo verschiedene (auch seltene) Haustierrassen pr√§sentiert wurden. Kann es mir nur so erkl√§ren, da√ü man bei frei werdenden Gehegen gleich auf Schafe, Ziegen u.√§. zur√ľckgreift. Sind halt einfacher zu beschaffen als Wildhufer.
Halle legt seinen Schwerpunkt auf Gebirgstiere (was Sinn macht) und S√ľdamerikaner. In der Beziehung sehe ich da auch noch deutlichen Handlungsbedarf wie die von Oliver Jahn erw√§hnten Pekaris, Wasserschweine usw. Nat√ľrlich w√ľrde ich mich auch √ľber spektakul√§re Neuzug√§nge freuen (werf gleich nochmal meinen Hoatzin in den Raum, h√ľstel), warum sich da so wenig tut entzieht sich meiner Kenntnis. Brauchbare Arten gibt es zur Gen√ľge, sie aufzuz√§hlen spare ich mir, um nicht als Echo zu gelten, hier sind ja schon viele Namen gefallen. Man macht es sich da auch zu leicht, es einfach mal auf den ungeliebten Direktor zu schieben. Sicher spielen da viele Faktoren eine Rolle.
Das mit den "ausgelutschten" Arten sehe ich auch befremdlich. In dem Sinne sind ja dann auch Eisb√§ren, Elefanten, Bisons, ja sogar Menschenaffen "ausgelutscht", denn die sieht man auch in den meisten gro√üen Zoos. Und es soll Leute geben, die die eben genannten und L√∂we, Tiger, Zebra, Ente, Schwan f√ľr langwelig halten. W√§hrend ich das Okapi absolut toll finde, brauchts das f√ľr andere √ľberhaupt nicht. Diese Diskussion ist also sinnlos.

Zum Abschaffen des Logotiers: siehe Michael Mettler

@ Ralf Seidel: Mag sein, da√ü ich mit der Meinung allein dastehe. Mein Empfinden ist, da√ü in den 80er Jahren Magdeburgs Zoo einen besseren Eindruck machte. Er war ja vor allem wegen der Kleinkatzenzucht bekannt, was in unserem Land schon was besonderes war. Heut sieht man ja die verschiedensten Formen √ľberall, aber war nicht Magdeburg DDRweit der einzige, der Manule hielt und z√ľchtete? Und als gr√∂√üeren Heimattiergarten hab ich die Anlage glaub ich auch nie gesehen. Vielleicht l√§√üt mich aber auch mein Ged√§chtnis im Stich, soll in dem Alter ja schon mal vorkommen :-)
Sollte ich irgendwelchen Halle- oder Magdeburgfans zu nahegetreten sein, war keine Absicht.
P.S. Ich bin jemand ohne Detailwissen, sehe alles nur aus der Fansicht. Deshalb ma√üe ich mir auch keine Kommentare zu Direktor oder anderen Mitarbeitern, Planern oder Architekten an, da die sicher besser bescheid wissen, was geht und was nicht, und warum nicht und √ľberhaupt. Ich kann nur sagen, was mir gef√§llt und was nicht und vielleicht Vorschl√§ge machen. Ob die dann umsetzbar sind m√ľssen andere entscheiden. Hei√üt ja nicht, da√ü wenn ich jeden 2. Tag in irgendeinem Zoo unterwegs bin, ich auch automatisch der Zooexperte f√ľr alle Fragen bin. Das bin ich nun absolut nicht, man lernt schlie√ülich immer dazu.
Und zum Schlu√ü noch was ganz Hochtrabendes: Ein Zoo kann nie perfekt sein, da er sich st√§ndig weiterentwickelt. Eine Anlage, die heute wahnsinnig toll und modern ist, kann in ein paar Jahren √ľberholt sein. Genug der Weisheiten.

@Sven P.Peter: Dein Fazit kann ich nur unterstreichen.
(21.06.2012, 16:28)
Oliver Jahn :   @Michael, du schriebst, mit den Zebras h√§tte eine Wildform eine Haustierstelle besetzt. Das bleibt falsch, denn dort standen mit den Przewalskis eben bereits vorher Wildtiere. Bei den Schafen, insbesondere bei den Zackelschafen, f√§llt mir kein einziger Platz ein, an dem sie gewesen sein k√∂nnten. Aber selbst wenn es sie gab, dann ist von einem Ringtausch keinesfalls auszugehen, wie meine Beispiele deutlich zeigen konnten.
Und was den Artenvergleich angeht, genau den habe ich nicht angesprochen, sondern ich habe von Tiergruppen gesprochen, dem Bereich, nach dem Zoos oft die S√§uger zusammenfassen und mit denen auch der Besucher etwas anfangen kann, der kein Taxonom ist. Ich habe hier auch nicht von der Entwicklung gesprochen, da hat Ralf bereits das wiederholt, was ich selber gesagt habe, Magdeburg lag lange hinter Halle zur√ľck. Aber jetzt ging es um den momentanen Eindruck, und wie man meiner Kritik da sicher entnehmen kann, auf die Nicht-Haustiere bezogen. Alles andere w√ľrde ja keinerlei Sinn machen, denn ich habe ja nicht den Artenstand als solchen kritisiert, sondern auf das Fehlen ganzer Tiergruppen hingewiesen, welche aber leider zunehmend mit deutlich st√§rkerem Besatz der Zooanlagen durch Haustieren kompensiert wird. Und genau da hinein passt dann auch MEIN Jubel, als das Opossum kam.

Ich nenne hier mal Halle immer zuerst
Affen
6:15
Großkatzen
3:3
Kleinkatzen
0:2
Großbären
2:0 (wie lange noch?)
Kleinbären
1:1
Hundeartige
1:3
Robben
1:0
Schleichkatzen, Hyänen
3:5
Marderartige
0:1
Großnager
2:4
Nebengelenktiere
3:2
Dickhäuter
2:4
Ziegen und Schafe
3:1
Einhufer
1:2
Antilopen, Giraffen, Lamartige
1:4
Hirsche, Wildrinder
1:5
Schweine
0:2
Kängurus
1:1

Zusammenrechnen kann jeder selber, und jeder hat ja auch sein ganz eigenes Empfinden, beim Besuch der Zoos, das ihm keine Statistik und kein Vergleich nehmen k√∂nnen. F√ľr mich pers√∂nlich und subjektiv sieht so zumindest keine Stupsnase aus.

(21.06.2012, 16:16)
Oliver Jahn :   @ Ralf Seidel, da ich in deinem ausf√ľhrlichen Beitrag nur einen Satz finde, der sich auf meinen Beitr√§ge bezieht, m√∂chte ich auf diesen Satz trotzdem mit einer Frage antworten.
Kusimansen, Löffelhunde, Goldschakale und Guerezas erfreuen durchaus nicht nur nur den Zoofreund, sondern auch den "normalen" Zoobesucher, vor allem, wenn er sie zusätzlich zu den Erdmännchen sieht.
Und gerade bei diesen Arten handelt es sich eben nicht um Gro√ütiere, deren Anlagen f√ľr Halle als Berzoo mit Denkmalschutz baulich nicht m√∂glich oder auf Grund der gegen√ľber Magdeburg hier schlechter dargestellten finaziellen Situation zu teuer w√§ren. Alle diese Arten wurden bereits in Halle gehalten. Anlagen f√ľr sie w√§ren in Halle sogar stellenweise vorhanden. Finanziell hohe Aufwendungen f√ľr die Beschaffung der Tiere gibt es ebenfalls nicht. Woran liegt es also, dass Halle da kaum Interesse zeigt und im abgelaufenen Jahr 2011 seinen Artenbestand und auch die Individuenzahl weiterhin reduziert hat?
(21.06.2012, 15:25)
Michael Mettler :   @Oliver: Mit den (Haus)Schweinen habe ich offenbar etwas Falsches in Erinnerung, aber die Anwesenheit von Schafen (Zackel- und Kamerunschafen) 1989 belegt der Jahresbericht - auch wenn ich mich nicht erinnern kann, an welcher Stelle im Zoo sie untergebracht waren. Und auch wenn im Einhuferrevier Urwildpferde standen, so war doch laut damaligem Zooplan ein Teil des heutigen Zebrageheges noch Ponygehege und meine Aussage somit nicht falsch. Insgesamt w√§re zum fairen Vergleich der Entwicklung beider Zoos aber die Festlegung eines "Ausgangszeitpunktes" n√∂tig.

Den helfenden Blick in die Zootierliste habe ich geworfen. Da stehen f√ľr Magdeburg 73 S√§ugetierformen, f√ľr Halle 66. Die Nase, die MD vorn hat, ist also in dieser Beziehung nur eine Stupsnase. Auf Artniveau w√ľrde die Zahl bei beiden Zoos noch schrumpfen, denn wo z.B. Halle mehrere Rassen der selben Haustierart aufzuweisen hat, hat Magdeburg Tierpaare, die sich aus zwei verschiedenen Taxa in der Zootierliste zusammensetzen (Tiger, Hy√§nen, Schimpansen) und damit die Zahl erh√∂hen, oder mit den Tigeriltissen zwei Formen, die der Besucher nicht mal vergleichen k√∂nnte (wenn er denn einen Unterschied s√§he), weil eine davon immer hinter den Kulissen sitzt.

Gehe ich nach der "klassischen" Einteilung der S√§ugetierordnungen, wie sie noch weit verbreitet benutzt wird, sind in Magdeburg 10 vertreten, in Halle 12 - Insektenfresser und Robben fehlen in Magdeburg. Halle hat laut ZTL 16 Formen Paarhufer, Magdeburg 17 - "gef√ľhlt" ist der Unterschied sicherlich gr√∂√üer, fehlen da wom√∂glich noch ein paar Haustiere aus der Magdeburger Showarena? Halle hat zwar keine Marder, aber Magdeburg keine Gro√üb√§ren - und so lie√üen sich beim Vergleich noch mehr Beispiele feststellen.

Und ich kann mich gut erinnern, dass noch vor gar nicht allzu langer Zeit der Zoo Halle Applaus erhielt, weil er sich auch mal um "besondere" Tierformen f√ľr das Sortiment bem√ľhte (und wenn es nur ein Opossum-Einzeltier war), und selbst √ľber neue Ziegen und Schafe positiv im Forum geschrieben wurde...
(21.06.2012, 14:55)
Ralf Seidel :   Eins m√∂chte ich noch nachschieben, bevor unter Umst√§nden √ľber den Begriff "Laie" diskutiert wird:
Wie die meisten Teilnehmer an diesem Forum bin auch ich jemand ohne zoologisch-tierg√§rtnerische Ausbildung - also eben ein Laie. Seit fr√ľhester Kindheit befasse ich mich mit Tieren und Zoos, durfte viele Fachleute und auch bodenst√§ndige Zoofreunde kennenlernen. Da wird auch mal sachlich gestritten und eine Meinung vertreten - aber man wird in der Regel ernst genommen - weil man sich selber nicht zu ernst nimmt...
(21.06.2012, 14:37)
Sven P. Peter :   @Bj√∂rnN:
Wahrscheinlich "noch Elefanten", weil das Haus doch so konzipiert wurde, dass wenn mal die Richtlinien f√ľr Elefanten noch strenger werden (gerade vom Platzbedarf her), dass dort dann Giraffen gehalten werden sollen.

Ich muss sagen, dass mir der Zoo Halle gut gef√§llt, auch wenn es einige Anlagen (auch aus der Neuzeit) gibt, die mir nicht zusagen. Gerade das Raubtierhaus halte ich nur sehr bedingt f√ľr einen gro√üen Wurf. Es sieht gut aus, aber von Absperrm√∂glichkeiten, Gehegegr√∂√üe u.√§. ist es eher schwach dabei.
Andere Anlagen gefallen mir hingehen sehr gut, eben wie bei jedem Zoo.
Ich denke hierbei geht man oft auch kritischer an fremde Zoos heran als an den eigenen Heimatzoo.

Fazit: Der Bergzoo ist auf einem guten Weg und ich denke da wird noch einiges kommen!
(21.06.2012, 13:59)
Ralf Seidel :   Es ist schon seltsam, wie gewisse "Sachverst√§ndige" Dinge beurteilen - ohne jegliches Detailwissen...
Dass es Zoos gibt oder Anlagen, welche einem anderswo besser gefallen ist normal und in Ordnung. Auch ich bin nicht √ľber jede Gehegebesetzung gl√ľcklich, hege gerade auch f√ľr Halle noch so manchen Wunsch in der Weiterentwicklung des Zoos. Doch auch auf dem Reilsberg geht nicht alles von heute auf morgen - das Geld liegt auch hier nicht unbedingt auf der Stra√üe.
In der Tat macht Magdeburg derzeit einen gro√üe Sprung - nachdem sich die Stadt nun endlich auch mal zu ihrem Zoo (auch in finanzieller Hinsicht) bekannt hat. Das hei√üt derzeit viel Neues und Sch√∂nes, aber nicht f√ľr die n√§chsten 20 Jahre, irgendwann wird auch dort nach dem Boom erst mal wieder eine gewisse "Ruhe" eintreten - das ist der normale Verlauf. Dass ein mehr als hundertj√§hriger Zoo baulich ganz andere Probleme zu l√∂sen hat wie der wesentlich j√ľngere Garten in Magdeburg ist logisch, die Berglage mit den wenigen ebenen Fl√§chen sind da in der Bew√§ltigung von Aufgaben auch nicht gerade ohne, wer schon allein den Aufwand bei der Ger√ľstaufstellung f√ľr die Sanierung der Geiervoliere miterlebt hat wei√ü, wovon ich rede...
Was nicht hei√üt, dass ich mir auch wieder Antilopen, Pumas und dergleichen f√ľr Halle w√ľnsche - da mache ich auch keinen Hehl draus. Nur m√ľssen Anlagen auch entsprechend zeitgm√§√ü und den Haltungsanforderungen gebaut/ umgebaut werden - die in der Tat momentan doch sehr haustierlastige Besetzung einiger Gehege ist genau diesem Umstand geschuldet.
Giraffen, Elefanten, wiklich sehr sch√∂ne Anlagen und Gemeinschaftshaltungen afrikanischer Gro√ütiere oder s√ľdamerikanischer Graslandschaften - das alles gef√§llt auch mir sehr gut - ist in Halle aber so nicht zu realisieren. Halle punktet mit einer sch√∂nen alten Parklandschaft, eimem Zoo auf dem Berg mitten in der Stadt, eizigartigen Felsanlagen und interessanter Architektur alt und neu - das muss ja auch nicht jedem gefallen.
Trotzdem hat Halle, wie Michael bereits erw√§hnte, deutlich mehr Besucher und auch der Individuenbestand d√ľrfte immer noch deutlich √ľber Magdeburg liegen - da klammere ich schon mal die Anzahl der Hausm√§use und -kaninchen aus...)). Nur ist die Anzahl der gehaltenen Gro√ütiere geringer - aus verst√§ndlichen Gr√ľnden. Wenn Herr Gradowski der Meinung ist, der Zoo in Magdeburg h√§tte schon immer einen Vorsprung gegen√ľber Halle gehabt, d√ľrfte er mit dieser Meinung wohl sehr einsam in der Landschaft stehen - √úber Jahrzehnte war dies ein gr√∂√üeer Heimattiergarten mit einem in der Tat tollen Dickh√§uterhaus. Die Entwicklung zum wirklichen Zoo begann erst in der √Ąra Puschmann, und das war auch immer ein Auf und ab - bis heute und wie eigentlich √ľberall zu beobachten. Kusimansen, L√∂ffelhunde, Goldschakale und Guerezas erfeuen in der Tat den Zoofreund - aber sind sie f√ľr den "normalen Zoobesucher" interessanter als etwa die vielgeschm√§hten Erdm√§nnchen ? Meine ersten Erdm√§nnchen sah ich Mitte der 80`Jahre in Halle, da kannte die noch kein Mensch...
Dass das Geld im Bergzoo vielleicht derzeit nicht so zur Verf√ľgung steht wie gew√ľnscht - Magdeburg ist das politische Zentrum des Landes, Kultur und Wissenschaft sind in Halle zu Hause. Dass die Stadt ungleich mehr Geld daf√ľr zur Verf√ľgung stellen muss als die n√∂rdlich Gro√ükommune liegt da auf der Hand - da ist der Zoo eine von vielen Verpflichtungen.
Ich mag beide Zoos und freue mich √ľber Weiterentwicklungen, √§rgere mich genauso wenn`s irgendwo mal gerade nicht weitergeht.
Wenn aber Laien sich anma√üen √ľber "Fehlplanungen" zu urteilen, gar von "abgelutschten Tierarten" (was f√ľr ein Vokabular)sprechen so ist dies f√ľr mich einfach nur unqualifiziert, weil keine Zusammenh√§nge kennend aber eben mitteilungsbed√ľrftig.
Dem Direktor einen "p√ľnktlichen Abgang" zu w√ľnschen (ohne ihn √ľberhaupt zu kennen zeugt von reichlicher Takt-und Instinktlosigkeit.
(21.06.2012, 13:26)
Regina Nieke :   Auch wenn es nicht 100%ig zum Thema passt: Ich muss den Zoo Halle mal bzgl. eines ganz anderen Punktes hochloben: Es ist der einzige Zoo, den ich kenne, der zumindst bei gr√∂√üeren Tieren (z.B. Raubtierhaus, Ameisenb√§ren) immer einen kleinen Aufkleber an die Schilder anbringt, wo die Nachwuchstiere hingekommen sind bzw. wer "verstorben" ist. Ich finde das echt super! Ich bin sehr selten im Zoo Halle, denke aber, dass diese Art der Information f√ľr Dauerbesucher SEHR interessant ist, f√ľr ab-und-an Zoobesucher nicht st√∂rend und f√ľr mich auch recht interessant.
(21.06.2012, 09:35)
Sven Brandt :   Klar, die Lage des Hallenser Zoos (Bergzoo) ist sicher nicht in jeder Hinsicht von Vorteil. Aber k√∂nnte man sich diese Lage nicht gerade zum Vorteil f√ľr bestimmte Tierarten machen. K√∂nnte man neben den Kaukasischen Steinb√∂cken nicht andere Tiere, vor allem kleinere Arten, halten und hierf√ľr ggf. auch neue Gehege anlegen und die Hanglage dabei nutzen? Gerade bei (Hoch-)Gebirgstieren d√ľrften doch die Kosten f√ľr eine Tierunterkunft im vertr√§glichen Rahmen liegen.
(21.06.2012, 08:02)
Oliver Jahn :   @Michael, dein Eindruck mit dem Ringtausch t√§uscht da erheblich. Das Beispiel mit der Zwergflusspferdanlage habe ich bereits genannt, das mit den Kulanen ebenfalls. Die Saubucht allein hatte Wildschwein, Pekari und Eisfuchs. Das Beispiel mit den Zebras stimmt auch nicht, hier standen vorher die Przewalskis. Bis 85 gab es im Rinderdreieck auch noch Bisons und Bantengs. Da wo heute Alpakas stehen, da gab es vorher neben den Vicunjas auch noch Guanakos. Die Nashornanlage wurde ebenfalls schon mehrfach benannt, ebenso die Anlage der Nilgaus, die es bis 92 gab. Auf der Giraffenanlage stehen heute Schafe, Kaninchen und ein Spielplatz. Selbst in der alten Malaienb√§rengrotte, die ich noch bis 89 mit Dachsen kenne, sind heute Kaninchen. Dort, wo die Marderhunde waren, sind heute Frettchen. Wo gab es denn bei deinem Besuch damals Schweine und Schafe?
Ich f√ľr meinen Teil habe auch nicht gesagt, dass Magdeburg den besseren Tierbestand hat. Wonach will man allgemeinverbindlich festlegen, was gut und was besser ist? Ich habe lediglich festgestellt, dass Magdeburg bei den meisten Tiergruppen der S√§uger deutlich die Nase vorn hat, weil sie artenreicher vertreten sind. Und da hilft ein Blick in die Zootierliste.
(21.06.2012, 01:18)
Holger Wientjes :   @Olli: Was die kleinen Arten angeht, kann ich Dich schon gut verstehen. Die h√§tten in Halle auch Platz. Und auch bei Antilopen k√∂nnte man ja auf Ducker oder Dikdiks zur√ľckgreifen. Mir ging¬īs eigentlich nur darum, dass in Halle schon viel in den letzten Jahren gebautb wurde und ich hier keinen Stillstand sehe.
(21.06.2012, 01:13)
Michael Mettler :   @Oliver: Das Rinderdreieck war schon "nur noch mit Haustieren besetzt", als ich den Zoo knapp vor der Wende kennenlernte - Wasserb√ľffel, Yaks, Steppenrinder. Ponys, Esel, Schweine, Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas gab es m.W. damals ebenfalls schon im Zoo, und au√üer zwei der drei genannten Rinderarten wurden z.B. auch die Trampeltiere seitdem abgegeben. Auf ehemalige Haustieranlagen sind z.T. auch Wildtiere gezogen (so Zebras auf die alte Pony-Anlage). Sind es wirklich mehr Anlagen mit Haustieren geworden, oder entsteht der Eindruck nur durch Ringtausch und die Reduzierung der Wildtierarten?
(21.06.2012, 00:15)
Michael Mettler :   Wenn der Tierbestand in Halle so viel Anlass zu Sorgen gibt und der Magdeburger so viel besser sein soll, wieso hatte dann der Zoo Halle in 2011 laut VDZ-Seite 20% mehr Besucher als der Zoo Magdeburg? Haben die alle blo√ü nicht gemerkt, wie "ausgelutscht" die Tierarten in Halle sind?

Mit den Augen des Zoofans sehen wir gewisse Entwicklungen zwangsl√§ufig kritischer (und empfindlicher). Aber auch Magdeburg hat in den letzten Jahrzehnten - um den gleichen Zeitraum zu betrachten, ich als "Ausw√§rtiger" habe beide Zoos erstmals 1989 besucht - viele interessante und selten gezeigte Arten abgegeben/auslaufen lassen (einige nach relativ kurzen Gastspielen) und h√§ufiger gehaltene dazugeholt. Was z.B. aus dem Spezialgebiet Kleinkatzen geworden ist, ist ebenso un√ľbersehbar wie in Halle.

Zum Besatz vieler Anlagen mit Haustieren hatte ich ja schon mal meine Gedanken geäußert. Immerhin kann es bei Tierhaltung limitierende Faktoren geben, die nicht offen sichtbar sind.

Die Entwicklungen der letzten Jahre waren recht offenkundig auf "Publikumstiere" ausgerichtet, bei denen allerdings auch ein besonders gro√üer Modernisierungsbedarf bestand. Was kleine Tierarten betrifft: Erinnere mich richtig, dass der Zoo Vielfra√üe halten wollte, aber die vorgesehene Fl√§che (jetzige M√§hnenspringeranlage) die Vorgaben daf√ľr nicht erf√ľllte? So kann sich die Abwesenheit einer (gew√ľnschten!) Marderart dann eben auch erkl√§ren.
(20.06.2012, 23:50)
Oliver Jahn :   @Holger, keine Frage, ich sehe es in vielen Bereichen wie du. Es ist nur eben gef√ľhlter Stillstand. Die Arten, die du nennst, sind toll. Aber sie sind eben schon l√§nger dort, was ja auch sch√∂n ist. Aber viele Arten fehlen heute, die es mal gab. Und das sind durchaus Arten, die man auch in Halle halten k√∂nnte. Anlagen, wie in Magdeburg, f√ľr Goldschakal, L√∂ffelhund, Tigeriltis, Streifenhy√§ne oder Kusimanse, die bekommt man doch auch in Halle hin. Man hat sie ja sogar, nur besetzt man sie halt eben mit Haustieren. Wo ist da gerade bei den kleineren Arten der Vorteil von Magdeburg? In der alten Anlage der Zwergflusspferde sind Nutrias. In der Saubucht H√ľhner und G√∂ttinger Minis, die man auch noch mal im Rinderdreieck findet, welches ebenso nur noch mit Haustieren besetzt ist. Auf der Nashornanlage sind Zackelschafe, dort wo Kulane standen, sind heute Ponys und Esel. Die alte M√§hnenwolf-Anlage baut man um. Das sollte mal eine Kombi-Anlage f√ľr die gro√üen Ameisenb√§ren mit Tapiren werden. Wenns daf√ľr nicht reicht, dann eben Wasserschweine. Stattdessen nimmt man eben die schon vorhandenen Emus mit den Bennetts da rein. H√§tte man den alten Plan verfolgt, h√§tte man am Antilopenhaus auf der ehemaligen Ameisenb√§renanlage unter Einbindung der Nashornanlage, auf der seit zig Jahren die Zackelschafe stehen, eine tolle Anlage f√ľr Anoas und Hirscheber machen k√∂nnen. Schon w√§ren Rinder und Schweine wieder im Zoo.
Wenn man kein Geld hat, um neu zu bauen, dann ist das verst√§ndlich. Wenn man keine neuen Tiere bekommt, weil Importe einfach nicht m√∂glich sind, dann ist auch das verst√§ndlich. Genau diese Argumentationen h√∂ren wir ja oft. Baut man aber neu, und etliche andere Zoos zeigen auch, dass man seit einiger Zeit wieder Tiere bekommen kann, dann verstehe wer will, dass man diese Sachen dann nicht in Einklang bringen kann. Aschersleben hat Fischkatzen in den Bestand geholt, eine Partnerin f√ľr den Rotluchs ebenfalls. Etliche Zoos halten wieder L√∂ffelhunde und z√ľchten sie auch. Der Zoo Berlin hat regelm√§√üig Nachwuchs bei seinen Wei√übart-Pekaris. Das sind doch alles Tiere, die man auch in Halle wirklich gut halten k√∂nnte.

(20.06.2012, 23:42)
Bj√∂rnN :   @th.oma.s
"Noch" Afrikanische Elefanten???
(20.06.2012, 22:38)
Holger Wientjes :   O.k., was den Tierbestand angeht, da liegt Magdeburg sicherlich vor Halle. Wobei Magdeburg sicherlich von der Fl√§che und Gel√§ndestruktur vorteilhafter angelegt ist. Dennoch freu ich mich in Halle auf Angola-L√∂wen, Malaiische Tiger, Pudus, Vikunjas, Panzerkrokodile, Korsaks, Blauschafe oder Westkaukasiche Steinb√∂cke. Ist ja schon die ein oder andere Art dabei. Halle ist aber in der Tat recht "haustierlastig" und ich w√ľrde mir auch beispielsweise mindestens eine Antilopenart dort w√ľnschen. In Halle mag ich aber die besondere Bergatmosph√§re, den Ausblick und die Architektur, die zwar modern daher kommt aber dennoch einem das Gef√ľhl gibt einen "klassischen" Zoo zu besuchen

(20.06.2012, 22:11)
th.oma.s :   Tierisch besonders?: (noch) Afikanische Elefanten (mit Bullenhaltung); Malayische Tiger, Blauschafe, Ture. Mehr f√§llt mir nicht ein.
(20.06.2012, 22:03)
Liz Thieme :   Wie bitte? Der Streichelzoobereich ist das Kleintierhaus? Unter dem Namen stell ich mir was anderes vor.
Und da fehlt auch einiges.

Den Westkaukasier w√ľrde ich nicht als ausgelutscht bezeichnen, da es den kaum wo anders gibt.

Was ist tierisch gesehen denn das Besondere an Halle, jetzt?!
(20.06.2012, 21:39)
Oliver Jahn :   Ich kenne den Zoo Halle seit Jahrzehnten und er geh√∂rt nach wie vor zu meinen Lieblingszoos. Die Atmosph√§re ist immer wieder eine ganz besondere und gerade im Hinblick auf die Zeiten vor der Wende ist hier wirklich vieles getan und einige recht gute Anlagen sind dabei rausgekommen. Etliches ist dem Denkmalschutz geschuldet und Fehlplanungen gibt es in fast jedem Zoo.
Was mir aber zunehmend Sorgen macht, das ist tatsächlich der Tierbestand. Das man da nicht mit alten Zeiten vergleichen darf, das ist mir schon klar. Dennoch kann gerade jemand, der den Zoo so lange und so gut kennt wie ich, die Kritik von Liz schon nachvollziehen. Und es geht da gar nicht mal nur um die von uns so geschätzten Raritäten.
Einige Tiergruppen fehlen ganz, andere sind oft nur sp√§rlich besetzt. Dass der Zoo bei seiner Fl√§che und seinem bergigen Gel√§nde auf die Haltung ¬ĄGro√üer Tiere¬ď weitestgehend verzichten muss, das ist verst√§ndlich. Aber es gibt eben auch viele ¬Ąkleinere¬ď Wildtierarten, die heute einfach fehlen.
Kleinkatzen wurden in Halle lange gehalten, Ozelot, Karakal, Manul, Serval, Wildkatze, in fr√ľheren Jahren sogar Fischkatze und Goldkatze und nat√ľrlich das Wappentier, der Puma. Heute fehlt diese Gruppe komplett.
Bei den Tieraffen sind ganze 2 Arten √ľbrig geblieben.
Krallenaffen gibt es in drei Arten.
Bei den Caniden eine.
Wildrinder und Antilopen fehlen ganz, Tapire sind nicht mehr da.
Marderartige fehlen ebenfalls komplett.
Die Großbären sind auf Auslauf gestellt, an Kleinbären gibt es nur Nasenbären.
Schweineartige sind ebenfalls nicht mehr vorhanden.
Der letzte wirklich spektakul√§re Neuzugang waren die Blauschafe, daf√ľr mussten aber die Markhore, die es mittlerweile auch nur noch in 4 deutschen Haltungen gibt, gehen.
Das Kleintierhaus mit den Kamerunschafen, M√§usen und Kaninchen finde ich ebenfalls toll. Der gesamte Komplex gef√§llt mir und er geh√∂rt zu den Bereichen, die ich als absolut gelungen empfinde. Warum dann aber in einem fl√§chenm√§√üig so eingeschr√§nkten Zoo weitere 12 Anlagen (ohne Anspruch auf Vollst√§ndigkeit) ebenfalls mit Haustieren besetzt werden m√ľssen, das kann ich nicht ganz nachvollziehen.
@Holger, und wenn ich dann schaue, dass in einer relativ kurzen Zeit von nur wenigen Jahren in Magdeburg Onager, Waldrentiere, Schopfhirsche, L√∂ffelhunde, Goldschakale, Monameerkatzen, Angola-Guerezas, Dunkelkusimansen, Streifehy√§nen und neue Rothunde, Warzenschweine und Tigeriltisse in den Zoo geholt wurden, dann ist da schon ein sehr deutlicher Unterschied in der Entwicklung des Tierbestandes, den man dann, wenn man es ehrlich betrachtet, einfach nicht leugnen kann. Das war viele Jahre anders, da konnte Magdeburg sich deutlich hinter Halle verstecken. Der Vergleich von Liz spricht aber von heute. Und da sieht das ganz anders aus. Bei den meisten ¬ĄTiergruppen¬ď der S√§uger hat Magdeburg deutlich die Nase vorn.
Und gerade weil ich den Zoo Halle sehr mag, w√ľnsche ich mir wirklich, dass einige der guten Ideen, die es gerade im Bereich S√ľdamerika ja schon gab, vielleicht doch noch umgesetzt werden. Mit Pekari, Ozelot, Waldhund oder Wasserschwein gibt es ¬ĄKleine¬ď Arten, um nur mal einige zu nennen, die auch in Halle Platz finden w√ľrden.

(20.06.2012, 21:29)
Michael Mettler :   Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde hier im Forum eine R√ľckentwicklung in Magdeburg mit zunehmendem Artenschwund beklagt. Auch diese Siebenmeilenstiefel standen also mal eine ganze Weile nur im Schuhschrank.

Ich gebe gern zu, dass ich kein gro√üer Fan der in Halle gew√§hlten Architektur f√ľr einige der Neuanlagen bin, und die Halbwertzeit mancher Bausubstanzen finde auch ich ganz sch√∂n fragw√ľrdig. Aber mal ganz n√ľchtern betrachtet hat der Zoo mit Elefanten(zucht)anlage, begehbaren Sittich- und Lorivolieren, Erdm√§nnchenanlage und Nasenb√§r-Nachnutzung eines vorherigen Gro√üraubtiergeheges genau das gemacht, was viele andere Zoos im gleichen Zeitraum gemacht haben oder sogar erst tun werden. Insofern hat man tats√§chlich "mit moderner Zooentwicklung" Schritt gehalten...

Die Modernisierungen der Robbenanlage, des Raubtierhauses und der Affenh√§user und der Neubau des Krokodilhauses betrafen s√§mtlich besonders publikumswirksame Arten, da ist 08/15 aus neutraler Sicht doch sehr relativ. Ob der Normalbesucher angesichts von Spezialit√§ten wie Blauschafen oder einem Opossum, dem NICHT putzige Fettw√ľlste hinter den Aug√§pfeln hervorquollen wie seinem ber√ľhmten Gegenst√ľck wenige Kilometer weiter, wirklich begeisterter war als von z.B. Nasenb√§ren im Pumak√§fig und Ziegen im Antilopengehege...? Und ob f√ľr den nicht auch z.B. die Westkaukasischen Steinb√∂cke wegen langj√§hriger Pr√§senz "ausgelutscht" sind, bei denen der zoologisch Begeisterte noch immer mit der Zunge schnalzt?

√úber neue Pumas im Bergzoo w√ľrde ich mich freuen. Aber Halle ist keineswegs der einzige Zoo, der sein/ein Logo-Tier abgeschafft bzw. nicht mehr ersetzt hat. Das haben Zoos wie z.B. K√∂ln, M√ľnchen, Hannover oder Frankfurt auch schon mal getan.
(20.06.2012, 20:42)
Liz Thieme :   Aber da du anderer Meinung bist, w√§re ja mal deine genauere Interpretation der letzten 10 Jahre interessant.
(20.06.2012, 20:29)
Liz Thieme :   Zoo-Mathematisch ist es trippeln.
Haus bauen(+) + Schaden(-) = Sanieren = 0 das mehrfach und es wird so weiter gehen....
Fehlplanungen in Xfacher Euro-H√∂he (d√ľrfte hier weiter unten abgehandelt sein) --> extreme Geldverlust ohne Ergebnis
Da bleibt die Frage, war die Elefantenanlage Gl√ľck oder warum sind in letzter Zeit so viele Bauprojekte schlecht ausgegangen? Kenne keinen anderen Zoo mit solchem Ausma√ü an Geb√§ude neueren Datums (bzw ihre Ver√§nderungen) mit Sch√§den.

Na√ľrlich ist das meine Meinung und damit subjektiv und Geschmackssache. Andere sagen "Yipiieh" endlich Wallabys und Emus zusammen und endlich Erdm√§nnchen etc

Ich sehe bei den Arten keine gro√üe positive Entwicklung. Das ist auch vor und zur√ľck. Das geh√∂rt auch zum Trippeln dazu.
(20.06.2012, 20:05)
Michael Gradowski :   @Liz Thieme: Damit hast du ja glatt deinen eigenen Eintrag widerlegt, von wegen auf der Stelle trippeln und so. Es hat sich eben doch Einiges getan. Manches ist nunmal Geschmackssache, ich finde das Kleintierhaus gar nicht schlecht. Ist ja auch mehr f√ľr Kinder, die beim Anblick von M√§usen und Meerschweinchen aufjuchzen. Was man aus dem Raubtierhaus gemacht hat ist auch toll, schlie√ülich hatte man sich an den Denkmalschutz zu halten. Und wie soll man es dem Besucher recht machen, wenn jeder so seine eigenen Vorstellungen hat.
Das mit den Bau- und Geb√§udem√§ngeln ist nat√ľrlich nicht nur √§rgerlich, sondern wirft so eine Einrichtung nat√ľrlich auch wieder zur√ľck. Wird ja wohl kaum so geplant gewesen sein.
Das Elefantenhaus finde ich aber auch eher unschön.
(20.06.2012, 19:36)
Liz Thieme :   1998-2001 alte Affenhaus & ehemalige Flusspferdhaus --> Schimpansenhaus und Affenhaus --> jetzt schon Geb√§udeprobleme
2001 neue Seeb√§renanlage, die Vikunjaanlage und das Kleintierhaus --> 1. gut, 2. naja, 3. was f√ľr ein Ding?
2003 Raubtierhaus wiedereröffnet --> gut, aber nicht meine Vorstellung, schon einige Probleme
2005 Krokodilhaus --> gut, teils doofe Einsichten, aber Besonders
2006 Elefantenanlage --> ich finde es nur mäßig und nicht schön
2006 Haupteingang --> erscheint mir eng
2007 Nasenbären in Ex-Puma --> nicht besonders und toll ist es auch nicht
2007 Erdm√§nnchenanlage --> die ist vern√ľnftig, Besatz ok halt Besucherwirksam
2007 begehbare Australienvolieren --> nicht begehbar, Vogelproblem
2008 Sanierung der Geiervoliere --> naja muss halt mal sein
2011 sanierte Totenkopfaffenhaus wiedereröffnet --> in der Hoffnung, dass es diesmal heil bleibt, es war ja auch recht jung

Zitat des Zoos:
>Seit Ende der 80er Jahre wurde unser Tierbestand reduziert und auf die weitere Haltung größerer Arten, wie z. B. Giraffen, Nashörner, großer Antilopen und Rinder, verzichtet. Das ermöglicht uns, auch auf einer relativ kleinen Zoofläche mit moderner Zooentwicklung Schritt halten zu können.<
Sehe ich als nicht unbedingt eingehalten....
Und was bringt mir eine Reduzierung der Arten, wenn dann so viel uninteressantes Zeugs da ist und sogar bei NEUPLANUNGEN!!! 0815-Haltungen geplant werden und nicht mal wieder ein Hingucker.
Dann ein Zoo der sein Logotier abschafft..... stellt euch mal den 1. FC Köln ohne Hennes vor.
Ich verlange keine weiteren der Big 5 oder so. Aber man könnte einige langweilige und "ausgelutschte" Arten durch interessantere, besondere Arten ersetzen ohne da großen Aufwand zu haben.

(20.06.2012, 17:54)
Michael Gradowski :   @Liz Thieme: Mit Magdeburg hast du nat√ľrlich recht, aber mE hatte dieser Zoo auch zu DDR/Wendezeiten schon einen Vorsprung vor Halle. Und Halle war zur Wende meiner Meinung nach (mu√ü man ja dazuschreiben, um nicht gleich wieder die Leute gegen sich aufzubringen) schon ziemlich runtergekommen. Deshalb war f√ľr Magdeburg der Quantensprung leichter, um es mal so auszudr√ľcken.
Wenn man Halle vor 20 Jahren kennt und heute, erkennt man den Zoo kaum wieder. Und ja ich weiß, das kann man von den meisten Zoos behaupten, vor allem die Ex-DDR-Gärten. Ich meinte Elefanten-, Raubtier-, Affen-, Krokodilhaus u.a., die erst in den letzten 10 Jahren entstanden sind und zum größten Teil auch sehr schön geworden sind. Das meinte ich mit Sprung nach vorn. Das man noch längst nicht da angekommen ist, wo man sein könnte, steht außer Frage.
(20.06.2012, 13:49)
Holger Wientjes :   Also ich war erst zweimal in Halle und einmal in Magdeburg. Aber die Entwicklung der G√§rten kann man ja auch so recht gut verfolgen. Und hier finde ich, dass beide Zoos sich in den letzten Jahren deutlich zum Positiven entwickelt haben. In Halle ist viel um- und neugebaut worden in den letzten Jahren. Ob einem das immer zusagt, muss jeder selbst entscheiden. Aber das ist ja mit diversen Baumassnahmen in anderen Zoos nicht anders. Auf der anderen Seite musste auch Magdeburg R√ľckschl√§ge hinnehmen (Affenhaus). Meiner Meinung nach kann man also nicht behaupten, dass Halle auf der Stelle tippelt und Magdeburg um "L√§ngen" weiter ist.
(20.06.2012, 13:48)
Liz Thieme :   Huch, keine 50 Jahre sondern 10 Jahre.
(19.06.2012, 20:13)
Liz Thieme :   Naja, also 50 Jahre kann ich den Zoo nicht beurteilen, aber in der Zeit in der ich nun den Hallenser Zoo kenne, habe ich auch andere Zoos kennengelernt, wie zB Magdeburg.
Ich wei√ü, den Vergleich m√∂gen die St√§dte nicht. Aber in der Zeit ist Magdeburg in sieben Meilen Schuhen unterwegs gewesen und Halle trippelt h√∂chstens, wenn nicht sogar auf der Stelle und teils zur√ľck.
In meinen Augen ist da einiges fehlgelaufen und tut es noch immer.
Viele Anlagen könnten besser/interessanter genutzt werden ohne viel Aufwand.
Ich hoffe einfach, dass der Direktor p√ľnktlich geht und dann ein Aufschwung kommt.
(19.06.2012, 17:31)
Michael Gradowski :   @Liz Thieme: Freut mich f√ľr dich, da√ü du einen sch√∂nen Tag in Halle hattest. Da es von mir nur ca. 50 km nach Halle sind, bin ich auch √∂fter dort. Ich finde, da√ü der Zoo in den letzten ca. 10 Jahren einen tollen Sprung nach vorn in der Entwicklung gemacht hat. Nat√ľrlich gibt es noch genug Altlasten (z.B. die von dir erw√§hnte Schweineanlage), ich bin aber zuversichtlich, da√ü das nach und nach ge√§ndert wird. F√ľr mich ist auf jeden Fall der Zoo Halle immer eine Reise wert. Und was den Aussichtsturm angeht, kann ich dir auch nur voll und ganz zustimmen.
(19.06.2012, 10:14)
Liz Thieme :   Halle

Nun ist das lange Warten zu Ende gewesen und Halle stand wieder im Kalender. Und eins habe ich wieder gelernt ¬Ė Wetterberichten sollte man nicht glauben.

Klar wurde als erstes den Jaguaren ein Besuch abgestattet, die den frischen Morgen drau√üen genossen. Bei den Tigern wollte Somphon unbedingt zu einer seiner Damen, die das aber nicht f√ľr allzu wichtig nahm.

Weiter zu den drei Faultieren, die ihrem Namen alle Ehre machten und neben leben nun ja die Weißhaubenfasane in der Voliere.
Pinguine und Erdm√§nnchen wurden im Vorbeigehen mitgenommen, um dann in die ehemalige Opossum-Anlage zu gucken, die derzeit noch mit Greifstachlern besetzt ist. Deren neues Gehege ist zum Einzug (fast) bereit. F√ľr mich h√§tten sie schon einziehen k√∂nnen.
Schade finde ich, dass die alte Zwergflusspferdanlage von Nutrias besetzt ist, da könnte man wirklich mehr draus machen.

Bei den Seebären sah ich diesmal nur noch zwei Tiere. Bei den Schimpansen hoffe ich irgendwie darauf, dass das alte Weibchen das Zeitliche recht bald segnet und das Männchen abgegeben wird und daraufhin dann andere Affen die Anlage nutzen können, wie zB Meerkatzen oder Guerezas, gerne auch Halbaffen.
Die Zwergflusspferde waren bei den beiden Besuchen am Tag beide Male drinnen und der Bulle zeigte am Körper frische Verletzungen, die ich dem Weibchen zuschreibe, die drinnen von ihm aber abgetrennt war.
Schön war es die seidenen Springtamarine so nah zu haben. Die Sakis mit Baby Pauli blieben trotz offenem Schieber und gutem Wetter lieber drinnen.

Die Steinböcke haben mehrfachen Nachwuchs, der das Gelände zum Spielplatz nutzt. Bei den Mähnenspringer sahen die drei Tiere alle sehr männlich aus...
Die Zebus hatten ein mir neues Tier ¬Ė schwarz mit wei√üer Maske und Kehle ¬Ė interessantes Aussehen.

Die Schweinebucht war entt√§uschend mit H√ľhnern und einem Schwein ausgestattet.
Und ein Ameisenb√§r zeigte kaum ein Interesse sich drau√üen aufzuhalten. Wobei mich das bei so l√§rmenden Mitbewohnern ¬Ė Tschajas ¬Ė nicht so wundert.
Habe mir dann auch mal mehr Zeit f√ľr die V√∂gel in der Gro√üflugvoliere genommen. Die Schwarzst√∂rche sind extrem zutraulich, man k√∂nnte sie schon kraulen.
Der Kanickelbesatz etc ziemlich langweilig.

Die Binturongs m√ľssen die ganze Zeit (auch als ich davor stand) so inaktiv gewesen sein, dass ihr (√úber-)Nachbar, der Korsak, alles √ľberstank. So hab ich keine Duftwolke der Binturongs abbekommen, leider. Direkt nebenan leben nun Von-der-Decken-Tokos aus dem Vogelpark Heligenkirchen, ebenfalls f√ľr mich ein Fehlbesatz.

Dann ging es hoch zum H√∂hepunkt, auf den Turm. Es war herrlich. Der Turmbesuch ist jedes Mal f√ľr mich ein einmaliger Moment.

Nach der Besteigung beobachtete ich auch die vier Blauschafe in den zwei verbundenen Gehegen. Zu der Herde ist ein '09er Weibchen aus der Ménagerie dazu gekommen. Der Bock sieht inzwischen richtig gut aus.

Die neue ¬ĄSuper¬ď-Anlage f√ľr Bennetts und Emus sieht aus wie eine brachliegende Baustelle. Einzig erkennt man einen Aushub (Bach + Teich?). Ich w√ľrde mir hier so sehr andere Tiere w√ľnschen!
Genauso könnte man sich besondere Rassen an Pferden und Esel holen, wenn man diese Tiere schon zeigen möchte.

Die Zebras sind nur noch zu dritt. Hingegen die Anlage f√ľr Alpakas und Ouessantschafe ziemlich quirlig erscheint.

Die Fuchsmangusten waren sehr aktiv und trotzdem fotogen, eine schöne Haltung und mit das schönste tierische Erlebnis bei dem Besuch.

Das Alpinum war ganz anders als im letzten Jahr. Die Chinchillas scheinen getauscht zu haben. Die Gundis aus Cottbus sind noch nicht eingezogen. Daf√ľr aber die Felsenmeerschweinchen aus Cottbus und sch√∂n aktiv waren auch die Kaukasischen Eichh√∂rnchen.

Danach folgte der Abstieg zu den Bären. Es ist immer wieder schön einen Kragenbären sehen zu können. Er war gerade beim Fischessen und schien die Fischhaut nicht zu mögen, im Gegensatz zur Braunbärin, die den Fisch ganz verschlang.

Die Elefanten waren alle in ihren Boxen zum Fressen, während ihre Mitbewohner im Zoo umherspazierten.

Das neue alte Totenkopf√§ffchenhaus ist ja bekannt und die √Ąffchen sind so aktiv und spielerisch, so dass man mit ihnen toll interaktiv agieren kann.

Das Krokodilhaus war ausgesprochen schw√ľl mal wieder und action war nicht angesagt.

Der schöne Zootag in Halle endete so wie er begann, bei den Jaguaren.
(17.06.2012, 20:37)
Alexander Raksi :   Nachdem lange Zeit nur noch ein Nordamerikanischer Baumstachler im Bergzoo zu sehen war, haben drei kleinere jetzt ein weiteres Gehege bezogen, im Pinguin/Erdm√§nnchenhaus.
Diese sind jedoch hinter Glas, was gut ist, weil die angeblich Probleme mit der hiesigen Luftfeuchtigkeit haben.
Somit sind jetzt vier Stachler in zwei Gehegen f√ľr den Besucher zu sehen.
(01.05.2012, 20:01)
Ulli :   Laut Homepage des Zoo Osnabr√ľck wurden am 26.01.2012 drei Coururos im dortigen Zoo geboren.
(27.04.2012, 08:53)
Sven Brandt :   Sieht ja wirklich nicht gut aus, mal wieder Courorus zu sehen, weder in Halle noch andernorts.
(07.04.2012, 07:13)
Oliver Jahn :   Vielen Dank, jetzt bin ich im Bild. Die Beschreibung des Alpinums klingt ja ein wenig traurig. Trotzdem merke ich, ich muss mal wieder nach Halle, mein letzter Besuch ist nun doch schon etwas her.
(04.04.2012, 19:17)
Alexander Raksi :   Hatte jetzt noch grade Lust, eine Grafik zu machen ;)
(04.04.2012, 08:51)
Ronny :   @Alexander: Danke, habe nichts mehr hinzuzuf√ľgen. Der Vikunja-Hengst lebt im Mufflonabsperrgehege^^, wenn man dies so bezeichnen kann.
(04.04.2012, 08:48)
Alexander Raksi :   @Oliver: letzten Sonntag haben wir zwei Kaukasische H√∂rnchen gesehen.
Steht man oben am Turm, dann ist aktuell ganz links das Emu-Gehege, dann folgt in Richtung rechts der Vikunja-Hengst, dann die Doppelanlage der Blauschafe und dann die Pudus
(04.04.2012, 08:45)
Oliver Jahn :   @Ronny, hast du die Kaukasischen Eichh√∂rnchen gesehen? Ich habe sie bei den drei letzten Besuchen nicht zu Gesicht bekommen. Und noch mal eine Frage zum Vikunja-Hengst. Steht er auf der alten Markhor-Anlage? Diese wurde doch von den Blauschafen mitgenutzt. Schlie√ülich wurden ja daf√ľr die Markhore abgegeben. Links neben der Doppelanlage der Blauschafe hingegen sind aber doch die Pudus. Oder meinst du links von oben aus gesehen? Quasi das alte Vorgehege der Mufflons? Bei dem dachte ich auch, es w√§re nach der Sanierung der Gesamtanlage der Blauschafe zugeschlagen worden.
(03.04.2012, 20:55)
Ronny :   @Michael: Genau die Gaense meinte ich.

Zu den Courorus sieht es wohl sehr schlecht. Plzen und Schoenebeck haben nur noch Alttiere bzw Tiere einfach nicht zuechten wollen. Beide Zoo arbeiten in der BAG Kleinsaeuger mit. Weder Schoenebeck noch Plzen koennen daraus Tiere beziehen. Poznan hat auch keine Zuchtfaehige Gruppe mehr. Wie es Osnabrueck und noch einem anderen Park steht, kann ich leider nicht sagen.
(03.04.2012, 08:49)
Michael Mettler :   Anbei zum Vergleich ein 2010 aufgenommenes Foto der G√§nsebastarde (meiner Erinnerung nach waren es drei).
(02.04.2012, 10:08)
Holger Wientjes :   Aber gibt es denn keine Courorus mehr in Privathand ?
(02.04.2012, 09:37)
Ronny :   atHolger> Okay, es sind B.h.minma sorry. Die Nominatform wurde zu schnell gepostet.. Die Zwergwachteln sind zumindest wildfarben.

at Mettler: Ich schicke dir die Fotrras am Mittwoch.

at Sven: keine Ahnung im November waren sie mit Sichtung noch vorhanden. Am 30.12.2012 waren dort Frettchen. Damit ist wohl der gesamte Bestand in Europa Geschichte, weil weder Poznan, Plzen und Schoenebeck keine zuchtfaehigen Gruppen mehr haben. Wie die Zucht in Osnabrueck gelingt vermag ich nicht zu sagen..

at Oli: Keine Bauarbeiten auf dieser Seite. Benetts sind noch im angestammten Gehege. Im Genesatz yu Dessau und Bernburg wurden keine Jungtiere vermeldet. Auch dieses Ersatzgehege neben den Kaengs war nicht belebt.

Weitere Fragen beantworte ich am Mittwoch.
(01.04.2012, 23:50)
Oliver Jahn :   @Ronny, vielen Dank! Wie sieht es auf der R√ľckseite des Antilopenhauses aus, auf der alten Anlage der Bennetts? Leerstand, Bauarbeiten, irgendwas erkennbares oder etwas ausgeschildert?
(01.04.2012, 18:41)
Sven Brandt :   Was wurde aus den Courorus?

Ich konnte sie zwar nur selten sehen und es war immer wieder spannend, ob man sie beim x-ten Vorbeilaufen mal entdeckt, aber vermissen werde ich sie schon. Gibt es Hoffnung, dass sie an anderer Stelle im Zoo wieder auftauchen?
(01.04.2012, 17:46)
Holger Wientjes :   @Ronny: Zwergwachtel = Wildform ??
(01.04.2012, 14:29)
Michael Mettler :   @Ronny: Du hast die neuen Schneeg√§nse einmal als Zwerg-, dann als Kleine Schneeg√§nse bezeichnet - das w√§ren aber unterschiedliche Arten. Halle hatte zudem mindestens in 2010 Mischlinge aus Kanadagans und (wei√üer) Schneegans im Bestand, die eine gewisse √Ąhnlichkeit mit der blauen Farbmorphe der Schneegans hatten. L√§sst sich da noch was aufkl√§ren...?
(01.04.2012, 14:17)
Holger Wientjes :   @Ronny: Danke f√ľr die Updates ! Habe die Tafelente in der ZTL von ehemalig in aktuell verschoben. Die Zwergkanadagans ist aber (noch) nicht als Nominatform sondern als B. hutchinsii minima dort gelistet.
(01.04.2012, 14:07)
Ronny :   Nachdem ich 3 Stunden Fotos von Enten verglichen habe, bin ich zum Ergebnis gekommen, dass die Beschilderung am kleinen Ententeich sehr aktuell ist.

Deshalb sind nun neue Arten:
Zimtenten (aus Bernburg), Kleine Amazonasenten, Tafelenten und Schwarzkopfruderenten.

Auf dem Pelikanteich leben Zwergkanadagans (Nominatform) und Kleine Schneegans als neue Arten.
(01.04.2012, 11:10)
Ronny :   So ich war heute mal wieder in Halle...alles mal ohne Wertung.

Raubtierhaus:
Ich habe nur noch 1 Kuba-Schlankboa gesehen. Es sind keine G√ľrtelschweife mehr im Bestand (aber scheinbar schon l√§nger, da sie mir bei den letzten beiden male nicht aufgefallen sind). Au√üerdem sind keine Siedleragamen mehr im Bestand.

Um die B√§renanlage und der Elefantenanlage lebt ein Trupp Helmperlh√ľhner. Alle Perlh√ľhner sind Wildfarben.

Krokodilhaus:
Ein Pamzerkrokodil war abgesperrt.

Pelikanteich:
Neu im Bestand sind Zwergschneegänse in der blauen Farbvariante. Leider nicht mehr im Bestand sind die Nördlichen Eiderenten.

Bergkarakaras waren am Nestbau.

Besetzung Alpinumkäfige von den Karakaras aus komment.

Leer (Wildmeerschweine)--> Insektenhotel --> Doppelk√§fig f√ľr Zwergkaninchen (russischfarben) --> Degus--> Frettchen (ehemalig Courorus)--> Chinchillas --> Kaukasus Eichh√∂rnchen

Tierkindergarten:
Die ehemalige Jap. Legewachtel Anlage wurde f√ľr Zwergwachteln und Reisfinken umgebaut. Die ehemalige Anlage der Mongolischen Rennm√§use f√ľr Euro. Zwergm√§use.

Bei den Kaninchen gab es auch ein paar Ver√§nderungen. Die Englischen Schecken leben Malaienb√§rk√§fig, statt dessen leben dort Zwerg-Schecken. Holl√§nder sind aus dem Bestand, daf√ľr Castor Rex. Des Weiteren gint es nun Zwergwidder Wei√ügrannen und Th√ľringer.

Bei den Weißhaubenfasane leben die Rotschnabel-Schweifkittas.

Der Vikunja-Hengst lebt auf der linken Seite neben der Doppelanlage der Blauschafe.

Fasanerie:
1. Käfig:
China-Ringfasan (mit Nachzucht), Eruo. Ringeltaube, Amsel, China-Graubauchhäherling

2. Käfig:
Lachender Hans, Himalaya-Glanzfasan
es fehlte der Waldhäherling

3. Käfig:
Blaukehl-Guan

4. Käfig
Buffon-Turako, China-Graubauchhäherling, Schopftaube, Mittelbeo.
Damit fehlen auch die Goldbug-Papageien und die Grauen Pfaufasane.

5. Käfig
Langschwanzhäher und die Nördlichen Helmhokkos.

Jungtiere bei Maras, Zwerziegen, Kamerunschafen.

Und weil ich Oli nun solange auf die Folter gespannt habe...die Stachelschweine lebten im Absperrkäfig der Mähnenwölfe (neben die Pudus). Sie wurden wieder abgegeben, weil sie sich fast aus der Anlage rausgebuddelt haben.


Anbei Fotos der neuen Känguru-Anlage
(31.03.2012, 18:05)
Alexander Raksi :   @ASH: Genau deshalb habe ich ja die Erkundigung einholen wollen, ob jemand in der Lage ist, mir dazu Auskunft zu geben.
Mir sind nur sechs Zoos in Deutschland bekannt, die den sogenannten Maranon-Baumsteiger halten.
@ASH: Sind Zeitpunkt der Abgabe und Ziel bekannt? Und vor allem w√§re f√ľr mich der ungef√§hre Umfang interessant und nicht allgemeine Gepflogenheiten mit Nachwuchs
(20.01.2012, 10:21)
ASH :   @Alexander Raksi: Nat√ľrlich werden nicht alle NZen, wie auch bei anderen Tierarten, behalten, sondern abgegeben; so auch bei den Schokoladenfr√∂schen und anderen Terrarienbewohnern.
(20.01.2012, 08:21)
Alexander Raksi :   Wenn ich hier und da lese, gab es ja reichlich nachgezogene Schokoladenfr√∂sche im Sommer, im Schaukasten findet man aber in der Regel nur ein gutes Duzend. Was ist aus dem Nachwuchs geworden oder verstecken die sich jedes mal so gut? Wei√ü da wer etwas?
(19.01.2012, 18:57)
Ralf Seidel :   @Alexander Raksi, zun√§chst erst einmal geht es darum, die alte M√§hnenwolfanlage zu einer modernen und attraktiven Schauanlage umzugestalten, dass der k√ľnftige Besatz "dem einen oder anderen nicht spektakul√§r genug" erscheint - geschenkt...
In diesem Zuge soll die derzeit noch von den Benetts genutzte Anlage saniert werden.
Dass die Wiederer√∂ffnung des sanierten Hauses der Totenkopf√§ffchen im Fr√ľhjahr dank der gro√üz√ľgigen Unterst√ľtzung durch die Stadt nicht weiter wahrgenommen wird, muss dann schon ein wenig verwundern...

(13.12.2011, 13:08)
Oliver Jahn :   Ich habe nicht geschrieben, dass es ein negatives Jahr war, sondern nicht unbedingt eines der besten Jahre. Baulich und tierbestandsm√§√üig gab es nicht wirklich viel. Au√üergew√∂hnliche Neuzug√§nge waren auch nicht zu verzeichnen. Mit dem Opossum fiel ein Alleinstellungsmerkmal weg. Radio-Nacht und Erdm√§nnchennachwuchs sind nett, aber sie nehmen sich neben dem, was in 2011 so in der deutschen Zoolandschaft passiert ist, gerade auch in der Nachbarschaft von Halle, dann doch eher bescheiden aus. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass wir hier in diesem Forum eher etwas anderes als Erdm√§nnchennachwuchs favorisieren, vielleicht aber auch der ein der andere eine etwas spektakul√§rere Nachnutzung der Anlagen der M√§hhenw√∂lfe erhofft hat, mit deren Ableben √ľbrigens ebenfalls noch eine f√ľr Halle recht traditionelle Art, die man nicht √ľberall sieht, den Zoo verlassen hat.
(11.12.2011, 23:59)
Alexander Raksi :   @ Oliver Jahn
Viele negative Einträge? Wegen Ranga? Sonst war es doch eher ein schönes Jahr, viel Nachwuchs - seit 2008 wieder Erdmännchenbabys - und Verluste gibt es immer. Flusspferd Bibi ist auch alt gewesen... Oder was war negativ? 110 Jahre Zoo, ARD-Radio-Zoonacht, Kunst im Zoo. Es war ein tolles Jahr, sicher mit Verlusten. Oder hab ich etwas verdrängt?
(11.12.2011, 21:49)
Oliver Jahn :   Wenn man sich auch mal hier die Eintr√§ge so anschaut, dann scheint es so, als w√§re das Jahr 2011 f√ľr den Zoo Halle nicht so das allerbeste Jahr gewesen. Hoffen wir, dass sich das in 2012 wieder ein wenig positiver gestaltet.
(11.12.2011, 19:44)
Alexander Raksi :   @ Ralf Seidel
Gibt es eigentlich schon konkrete Pläne oder eventuell Überlegungen, was aus den aktuellen Gehegen von Emus und Kängurus werden soll, wenn die neue, ehem. Mähnenwolfanlage bezugsfertig wird?

(10.12.2011, 19:44)
Ralf Seidel :   Neu im Tierbestand des Bergzoo Halle sind Helmhokkos. Abgegeben wurden daf√ɬľr die Gelbschnabel- oder Nackaugenhockos wegen Unvertr√ɬ§glichkeit. Die neuen Bewohner leben in einer Voliere in der Fasanerie, die Art gilt als bedroht.
Im Oktober verstarb das alte Zuchtweibchen der Zwergflu√ɬüpferde, die f√ɬľr Besucher einsehbare Innenunterkunft (hinter den Pinguinen) sowie der mittlere Teil (vorher Opossum) wurden zusammengefasst und dienen als Winterquartier f√ɬľr die Meerespelikane. Diese honorieren den Umzug flei√ɬüig mit dem Nestbau, 2 Eier wurden bereits gelegt.
Der Umbau der alten M√ɬ§hnenwolfanlage zu einem Gehege f√ɬľr K√ɬ§ngurus und Emus soll im Fr√ɬľhjahr n√ɬ§chsten Jahres beginnen, die Finanzierung durch den F√ɬ∂rderverein ist beschlossene Sache.
(08.12.2011, 14:34)
Liz Thieme :   Ranga ist nun eingeschl√§fert worden.
(02.09.2011, 21:36)
Alexander Fuchs :   Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder im Bergzoo, bei sehr sch√∂nem Wetter. Es hat mich sehr gefreut das sich alle Tiere sehr aktiv zeigten. Ich m√∂chte die Tamarinau√üenanlage hevorheben, denn so viel Interaktion habe ich dort nie gesehen. Der Elefantenbulle Abu ist ein stattlicher Bulle geworden. Er d√ľrfte fast Mafuta eingeholt haben. Im Krokodilhaus gibt es noch einen Epauletten-Flughund, somit gibt es noch die Art im halleschen Zoo. Auch l√§uft dort ein Mad. Taggecko frei in dem Haus herum, vllt. sind es mehrer? Es gab viel Nachwuchs zu bestaunen bei den Vikunjas, Steinb√∂cken und Alpakas um nur einige zu nennen. Ein lachender Hans ist in die Faultieranlage gezogen, er ist sch√∂n zu h√∂ren.
Auch gibt es nicht so erfreuliche Nachichten aus dem Zoo. Am 20.07 ist das Mittelamerikanische Opossum verstorben. Leider war diese At nur sehr kuz in einem europ. Zoo zu sehen. Auch dem Mal. Tigerbaby geht es wohl nicht sehr gut. Es befindet sich hinter den Kulissen. Das Tier hat sich an der linken H√ľfte Wund gelegen haben und ihr Zustand ist kritisch. Vielleicht bereitet man die Besucher daruf vor das es evtl. eingeschl√§fert werden soll.
(18.08.2011, 09:15)
R√ľdiger :   @ Bj√∂rn
Dann hanndelt es sich um das ehemalige Berliner Zuchtweibchen BIBI, wenn ich mich nicht irre.
Auch wenn nicht erfolgreich, so weiss er doch, wie es geht! Zum Gl√ľck hat er noch ein paar Jahre Zeit zum erfolgreichen Probieren:
(10.08.2011, 17:48)
Bj√∂rnN :   Der Bulle hat die √§ltere Berliner Kuh gedeckt, ob mit Erfolg wird sich zeigen...
(09.08.2011, 23:51)
R√ľdiger :   Entschuldigung Abu und Tana sind keine Halbgeschwister. Freud mich um so mehr wenn es einen gesunden Nachwuchs geben w√ľrde. Viel Gl√ľck
(09.08.2011, 17:48)
R√ľdiger :   Stimmt es, dass der junge Elefantenbulle schon einen erfolgreiche Paarung vollzogen hat ? wer war denn die Gl√ľckliche, etwa seine Halbschwester ?
Gibt es schon Hormonanalysen und gibt es Grund zur Hoffnung.
(09.08.2011, 17:41)
Liz Thieme :   Ameisenb√§rin Stella hat letzten Montag ein Jungtier bekommen. Somit ist es das vierte des Paares.
(26.06.2011, 22:06)
Ralf Seidel :   Anl√§sslich des 110. Geburtstages des halleschen Bergzoo wurde das sanierte Haus der Totenkopf√§ffchen wieder den Besuchern zug√§nglich gemacht. Am letzten Mai-Wochenende wurde das Jubil√§um bei sonnigem Wetter geb√ľhrend auf dem Reilsberg gefeiert - bis sp√§t in die Nacht hinein.
Und wie das an Gebutstagen so ist, gibt`s in der Regel nat√ľrlich auch Geschenke. Ein gro√üer Scheck von der Saalesparkasse wurde von Zoodirektor Andreas Jacob dankbar entgegen genommen, vom F√∂rderverein gab es neben einem √§lteren Zooplakat des bekannten halleschen Karikaturisten Epperlein (Epper)auch `nen Scheck. Der fiel zwar nicht ganz so gro√ü aus, war aber immerhin mit der Zusage der Finanzierung des Umbaus der alten M√§hnenwolf-Anlage verbunden. Der Zoo plant die Errichtung einer Anlage f√ľr die gemeinsame Haltung der Benett-K√§nguruhs und Emus.
Neu im Tierbestand sind Opalracken, sie sind in der Voliere am Faultierhaus untergebracht (ehemals Stella-Papua-Lori).
Nachwuchs gab es beispielsweise bei den Gänsegeiern, erwähnenswert vor allen Dingen die Nachzucht bei den selten in Zoos gezeigten Langschwanzhähern.
(09.06.2011, 14:04)
Liz Thieme :   Der Zoo hat eine "Geburtstagskarte" ins Leben gerufen. Diese gilt f√ľr vier Monate. Allerdings ist das Angebot limiert - also zugreifen so lange der Vorrat reicht.
Preise: Kinder k√∂nnen f√ľr 8,00 ¬Ä, Erwachsene f√ľr 20,00 ¬Ä und Erm√§√üigte f√ľr 17,00 ¬Ä

Weiter ist am 3.5. Pudu Nr 24 geboren worden. Laut HP sind im Zuchtbuch weniger als 100 Tiere weltweit gelistet.

Und der männliche Tschaja hat aus Berlin eine Partnerin bekommen. Die Beiden verstehen sich sehr gut und sind zusammen auf der Ameisenbären-Anlage zu sehen.
(16.05.2011, 17:04)
Ronny :   @Oli: Dann wird es wohl keine Flughunde mehr geben.
(28.04.2011, 09:07)
Oliver Jahn :   @Ronny, ich habe seit Juni 2010 auch keines der Tiere mehr gesehen. Letzter Versuch war im M√§rz, ohne Erfolg.
(27.04.2011, 18:11)
Ronny :   Hat jemand die Epaulette-Flughunde nach Sommer 2010 im Krokodilhaus gesehen? Im Sommer 2010 konnte ich noch 1 Tier sehen und seit November/Dezember 2010 bis gestern habe ich kein Tier mehr gesehen?
(27.04.2011, 07:54)
Ronny :   @Oli: Mit den Minischweinen habe ich √ľberlesen, sorry.

@Jan: Mit dem Paarungsverhalten von Ameisenbären kenne ich micht nicht aus. Das Männchen hat das Weibchen erst durch die Anlagen getrieben und anschließend wurde auch mit einander gekämpft. Nach 5min ging jeder seine Wege, bis das nach kurzer Zeit das Spielchen von vorne losging.
(27.04.2011, 07:04)
Oliver Jahn :   Hier mal die neu gestaltete Saubucht mit den Minischweinen und dem niedrigen Zaun.
(26.04.2011, 19:56)
Oliver Jahn :   @Ronny, die Schweine waren bereits im M√§rz in der Saubucht (siehe meinen Beitrag vom 09.03.) und ich kann mich erinnern, dass es auch im M√§rz bereits keinen Tukan mehr gab.
Aber sind es jetzt schon wieder zwei Binturongs? Wann ist denn das zweite Tier gekommen und woher?
(26.04.2011, 19:40)
Jan Jakobi :   @Ronny: K√∂nnte sein das es sich dabei um Paarungsverhalten handelt.

Hat das Ameisenbärmännchen versucht zu decken?

(26.04.2011, 19:39)
Ronny :   Einige News von heute:

- Neu im Bestand 1,1 Königsfasen, die aktuell noch im Außenkäfig der Faultiere untergebracht sind
- der letzte Dottertukan wurde scheinbar abgegeben, ist verstorben oder Hinter den Kulissen

- ab 13:30 werden t√§glich die Erdm√§nnchen gef√ľttert und auch das Oppussum, wobei das Oppussum aus der Anlage heraus geholt wird

- die juventilen Meerespelikane vom diesen Jahr leben mit den anderen auf dem Teich

- 0,1 Kaiserschnurrbarttamrin ist im März verstorben
- 0,0,1 Graur√ľcken-Trompetervogel lebt in der Innenanlage der Kaiserschnurbarttamarine

- der Alpinumkäfig zwischen Degus ist Coururos ist mit Zwergkaninchen "Russisch" besetzt

- die G√§nsegeier br√ľten

- der männliche Ameisenbär hat das Weibchen durch die Anlage getrieben (Paarungsverhalten?)

- die Binturongs leben im linken Käfig und der Weißhaubenfasan im rechten Käfig

- sehr viel sehr junge Minischwein

- drei Minischweine des letzten Jahres leben in der hinteren Anlage der Schweinebucht

- die Langschwanzh√§her (seit 2010 im Bestand) br√ľten, wenn es klappt ist dies die Zooerstzucht dieser Art
(26.04.2011, 19:29)
Liz Thieme :   Zwergflusspferd Malia: Sie ist gut in Istanbul angekommen. Dort wurde gerade eine neue Anlage fertiggestellt. Der Zoo wird mehrere Tiere dieser Art halten.

Tigerjungtier Ragna: Die Reflexe an den Hinterl√§ufen sind wieder ausl√∂sb√§r. F√ľr die Besucher sind derzeit keine Fortschritte erkennbar, da die Spannung der Muskeln bei den wenigen Muskeln nicht wirklich sichtbar ist. Durch die L√§hmung haben sich die Muskeln zur√ľckgebildet und konnten bisher noch nicht entprechend wieder aufgebaut werden.
(31.03.2011, 14:33)
Jennifer Weilguni :   @Liz
Danke f√ľr die Info!
(29.03.2011, 13:23)
Liz Thieme :   Um mal Jennys Frage zu beantworten. Die Binturongs sind in den ZOOM gegangen.
Das heißt ihr Lebenslauf hat die Stationen: Dresden, Halle, Gelsenkirchen
Im ZOOM leben sie im ehemaligen Gehege von den Kleinen Pandas.
(28.03.2011, 19:08)
Liz Thieme :   Dann freut es mich um so mehr, dass ich jetzt deinen Abend und deinen Besuch in Halle mit gestalten konnte.
(09.03.2011, 23:25)
Oliver Jahn :   @Liz, das sind wirklich noch einige neue Informationen, die ich nicht kannte. Danke!
Und ja, der Tag war super und wir hatten wirklich viel Spa√ü...nur eines, das konnten wir, im Gegensatz zum B√§ren auch nicht, n√§mlich die F√ľ√üe hochlegen...denn das kann man in diesem Bergzoo wirklich nur extrem selten! :-)
Hier noch ein Blick auf die, denen es doch noch zu kalt war. Wer betrachtet hier nun wen?

(09.03.2011, 22:01)
Liz Thieme :   Wenn ich das so lese, da ist es noch schader (muss ich jetzt mal falsch schreiben, weil es nun mal so ist), dass ich absagen musste, auch wenn ich zeitgleich ebenfalls Sonne hatte. Aber so wie der Braunb√§r, konnte ich mich nicht zur√ľcklehnen und die F√ľ√üe vorstrecken. Aber soweit ich bisher erfahren habe, hattest du ja durch die anderen Begleiter einen fr√∂hlichen und sch√∂nen Tag.

Oli, ich gehe davon aus, dass du eigentlich alles zur Reilschen Villa wei√üt, trotzdem hab ich mal bisschen gesucht und komprimier mal paar Punkte dazu. Allerdings schein ich auch auf neue Sachen gesto√üen zu sein, die hier noch nicht angef√ľhrt wurden.

April 2009, mz-web.de
Baustopp f√ľr Reilsche Villa
Die Arbeiten zur Sanierung der Reilschen Villa, unweit des Zoo-Haupteingangs sind zum Erliegen gekommen. Es wurde ein Baustopp verh√§ngt. Dabei sollte das denkmalgesch√ľtzte Haus, das sich einst der hallesche Mediziner Johann Christian Reil (1759-1813) bauen lie√ü, l√§ngst fertig saniert sein. Nach dem Willen des Zoos h√§tte hier schon letztes Jahr eine Gastst√§tte mit Biergarten und die Verwaltung einziehen sollen - doch das Haus steht v√∂llig leer. ,"Die Arbeiten wurden abgebrochen, es fehlt Geld. Wir brauchen zus√§tzlich zwei Millionen Euro", sagte Zoodirektor Andreas Jacob. [...] Der Zoodirektor macht f√ľr die Kostenexplosion Sch√§den verantwortlich, die im Gutachten nicht auftauchten und einkalkuliert waren. Als man 2006 mit der Sanierung begonnen habe, h√§tten die Sch√§tzungen bei 1,5 Millionen Euro gelegen. Nach der Erneuerung der Fassade, des Daches und des Kellers folgte die b√∂se √úberraschung bei den Treppenarbeiten. "Dazu mussten die Fu√üb√∂den ge√∂ffnet werden. Schnell war klar: Die Decken in den Geschossen waren nicht mehr zu gebrauchen, mussten erneuert werden. Das hat alles verteuert", so Jacob. Zwar sei die Reilsche Villa von au√üen fertig saniert, der Innenausbau aber unvollendet. [...] Trotz Baustopps ist die Villa vor Witterungseinfl√ľssen gesch√ľtzt. Jacob dr√§ngt dennoch auf eine z√ľgige L√∂sung, m√∂glichst noch Mitte dieses Jahres. Der Zoo m√∂chte seine Gastronomie, sowohl die auf den Bergterrassen als auch die in der k√ľnftigen Villa, in einer Hand wissen. Nur das mache wirtschaftlich Sinn. Der Vertrag mit dem jetzigen Bergterrassen-Wirt laufe im Oktober 2010 aus. Jacob hofft, dass die Villa bis dahin bezugsfertig ist, um beide Gastst√§tten an einen Betreiber verpachten zu k√∂nnen.


vermutlich Mitte/Ende 2010, Zoo Halle
*Gebäude im Stil eines französischen Sommerschlosses mit ca. 740 m2 Nutzfläche auf 4 Ebenen und begehbarem
Turm sowie 400 m2 Freifläche.
*Die urspr√ľngliche Nutzungsabsicht war durch die Entwicklung einer hochwertigen
Gastronomie geprägt. Daher sind erste Raumzuschnitte auf diese Nutzung abzielend geändert.
*Am Fuße des Reilsberges unmittelbar am Haupteingang des Zoos in der Reilstraße gelegen, durch Parkhaus und
Busparkplatz gesäumt.
*Das Objekt ist teilsaniert. Im Innenbereich ist Rohbaustatus.
Insofern sind hier breite Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.
*Repräsentatives Gebäude mit hervorragender Verkehrs- und Tourismusanbindung in der unmittelbaren Nähe einer
familienfreundlichen Kultureinrichtung mit hohem Alleinstellungswert. Der derzeitige Bauzustand gestattet die
Umsetzung konzeptioneller und inhaltlicher Neuorientierungen hinsichtlich der Nutzungsvarianten. Hier ist die
Kreativit√§t potenzieller Nutzer ausdr√ľcklich gew√ľnscht.
*Die Zoo Halle GmbH ist gegen√ľber dem potenziellen Nutzer in ihren Vorstellungen √ľber eine vertragliche Bindung nicht
festgelegt. Insofern ist neben Pacht oder Miete auch die Möglichkeit eines Verkaufs gegeben.
Die Frist zur Abgabe einer Interessenbekundung endet am 28.02.2011.

*Johann Christian Reil (1759 - 1815) war in Halle/Saale als Anatom, Chirurg, Gyn√§kologe und Augenarzt t√§tig. Reil gilt als Begr√ľnder der modernen Psychiatrie. Seit 1787 bekleidete er eine au√üerordentliche Professur an der Universit√§t Halle und war Mitglied in der Leopoldina und der Freimaurerloge ¬ĄDrei Degen¬ď. Reil erhielt verschiedene Rufe auf andere Professuren, so 1802 nach G√∂ttingen und 1809 nach Freiburg. Zum Dank f√ľr seine Verdienste und die Ablehnung des Rufes nach G√∂ttingen schenkte ihm der preu√üische K√∂nig Friedrich Wilhelm III. 1803 einen als Weinberg und Schafweide genutzten Berg auf dem Giebichenstein (heute ¬ĄReilsberg¬ď). Reil baute hier eine Villa (heute ¬ĄReilsche Villa¬ď), lie√ü den Berg zu einem Park umgestalten.
* Die wundersch√∂ne Villa am Fu√üe des Reilberges, auf welchem der hallesche Zoo beheimatet ist, sucht einen Nutzer. Diese Villa bietet viel Raum und mit diesem ein gro√ües Gestaltungspotential f√ľr das zuk√ľnftige Gewerk. Ein Haus, offen f√ľr alles ¬Ė ob Bildungseinrichtung, Gastronomie, Kindergarten, Hotel, Seniorenresidenz ¬Ė dieses und vieles mehr ist denkbar.
*Die bauliche Entwicklung ist gegenw√§rtig auf dem Niveau eines Rohbaus ruhend. Dem potentiellen P√§chter / K√§ufer ist somit die M√∂glichkeit gegeben, in seinem Umfang Ideen umzusetzen. Eine Kapitaleinbringung ist ausdr√ľcklich erw√ľnscht.
*GESAMTNUTZFL√ĄCHE ca. 740 m2 ¬Ľ Kellergeschoss ca. 225 m2 ¬Ľ Erdgeschoss ca. 295 m2 ¬Ľ 1. Obergeschoss ca. 150 m2 ¬Ľ Dachgeschoss ca. 70 m2 ¬Ľ AUSSENBEREICH ca. 400 m2

(09.03.2011, 21:52)
Oliver Jahn :   Dieses Bild zeigt
"Genuss pur!"
oder
"Probiers mal mit Gem√ľtlichkeit"
Die Sonne hat schon richtig Kraft und auch die Tiere scheinen sie zu nutzen, wo sie nur k√∂nnen. Also F√ľ√üe hochlegen, genie√üen und einfach mal fallen lassen... :-)
(09.03.2011, 21:27)
Oliver Jahn :   Gestern habe ich mir bei herrlichstem Wetter mal wieder einen Tag im Zoo Halle geg√∂nnt.
Im Zoo wird viel gewerkelt und repariert, an allen Ecken. Noch fehlt das Gr√ľn dieses Zoos und auch wenn man dadurch manchen genialen Blick hat, der einem im Sommer verborgen bleibt, so sind doch die sch√∂nsten Stellen des Zoos, an denen man sonst die Ruhe und den Zoo genie√üen kann, einfach noch zu kahl und somit laden sie noch nicht zum l√§ngeren Verweilen ein. Dennoch sah man √ľberall schon dicke Knospen, vor allem am S√ľdhang des Berges, entlang des Alpinums, auf dem alten "Wisentweg" und unterhalb der Steinbockfelsen.
Die alte Anlage der Mähnenwölfe ist jetzt im Umbau, viel Bewuchs und sämtliche Zäune sind weg, die Anlage ist größer, als sie bisher erschien.
Die Blauschafe sind sehr schöne Tiere, und jetzt habe ich es mir selber angesehen, sie nutzen die sanierte Anlage, ein Gittersegment zur alten, nichtsanierten Anlage der Markhore ist offen und auch hier sind die Tiere zu sehen.
Entgegen einiger Angaben, auch hier im Forum, sind weder Rentiere, noch Markhore oder Mufflons zu sehen, oder ausgeschildert. Reichlich Nachwuchs gibt es bei den Kaukasiern, das Jungtier bei den Zwergflusspferden war noch da, die kleine Tigerin war ebenfalls zu sehen, obwohl sie am Tag etliche Stunden zur Behandlung außerhalb des Raubtierhauses ist.
Zur Gastronomie möchte ich mich eigentlich nicht schon wieder auslassen, nur so viel, das Projekt "Reilsvilla" hat sich nach außen sichtbar keinen Millimeter in den 10 Monaten seit meinem letzten Besuch bewegt. Ach ja, und die Gastro an der Bärenanlage hatte gar nicht erst geöffnet.
Die alte Saubucht hat wieder Gitter bekommen, wenn auch nur ganz niedrige, und sie ist im hinteren Teil auch wieder eine richtige Saubucht, denn hier leben die Ferkel der Göttinger Minis, ein wirklich schönes und passendes Bild.
Das Totenkopfaffenhaus nimmt auch Formen an, die neuen Glasfronten stehen schon und sie scheinen eine ganz andere Form von Einzelscheiben zu bilden.
Zum Abschluss noch ein Bild vom Bock der Blauschafe.

(09.03.2011, 21:08)
Ronny :   Um die Reiseliste zu vervollst√§ndigen:

In den letzten Tagen hat 1,0 Nachzucht der Wei√ükopfsakis den Zoo in Richtung Kiryat Motzkin (Hai Park) in Israel verlassen. Das Tier ist gut angekommen und muss nun noch eine kurze Quarantainezeit √ľberstehen.

In Kiryat Motzkin soll eine Zuchtgruppe gegr√ľndet werden. Die Weibchen kommen in ein paar Wochen nach. Woher habe ich wieder vergessen.

Quelle: Gespräch mit dem Kurator des Zoos
(03.03.2011, 21:39)
Liz Thieme :   Ja es ist das Jungtier, genauso wie bei den AB√§ren. Gr√ľnde stehen da nicht speziell. Allgemein wurde bei den Tieren (der Liste) gesagt, dass es der Platz ist.

Im Puschmann steht zu den Zwergflusspferden: >S√§ugezeit etwa 6 monate, manche M√ľtter dulden l√§ngeres Saugen, im Extremfal bis 24 Monaten. Jungtiere werden meist nach dem 6. Monat abgesetzt, bei Unvertr√§glichkeit der Mutter, zB. im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Einsetzen des √Ėstrus, auch fr√ľher. Etwa 12-16 Tage nach dem Absetzen des Jungen sollen die Weibchen wieder br√ľnstig werden.< F√ľr Geschlechtsreife ist sie noch zu jung.
(03.03.2011, 20:42)
Oliver Jahn :   Da d√ľrfte es sich bei dem Zwergflusspferd um das Jungtier handeln. Das Tier ist nur etwas √ľber ein Jahr alt, ist das nicht noch recht fr√ľh? Oder ist die Abgabe den Platzverh√§ltnissen geschuldet?
(03.03.2011, 19:54)
Liz Thieme :   Reisezeit beginnt, in den kommenden Wochen werden einige Tiere den Zoo verlassen. Darunter diese folgenden:
1 Schnee-Eule --> Skopje
0,2 Steinböcke --> Decin
0,2 Steinböcke --> Chemnitz
0,2 Liztaffen --> Boras & Longleat
1 Esel --> Straubing
1 Bennett --> Straubing
0,1 Zwergflusspferd --> Istanbul
0,1 Großer Ameisenbär --> Broxbourne
(03.03.2011, 19:37)
Oliver Jahn :   Na dann wollen wir mal hoffen, dass bald ein zweiter Binturong nach Halle kommt und dann endlich die Zucht auch wieder gelingt. Sch√∂n ist es aber auf jeden Fall, dass der Zoo an der Tierart festh√§lt.
(10.02.2011, 20:40)
Michael Mettler :   Also, entweder zieht der Bock richtig gro√üe Kreise im Gel√§nde, oder der Autor der Zeilen hat noch nicht bemerkt, dass die Lamas l√§ngst gegen Alpakas ausgetauscht wurden ;-)
(10.02.2011, 14:16)
Ronny :   Dies stand nicht auf Webseite.

"Besonders das Männchen Bator verließ schon 4 mal das Gehege, um sich in der Nachbarschaft umzusehen. Er sprang ins und aus dem Zebragehege und war zeitweise bei den benachbarten Lamas zu Gast."
(10.02.2011, 14:07)
Michael Mettler :   Ist "gesichtet worden" so zu interpretieren, dass der Blauschafbock danach immer wieder von selbst in sein Gehege zur√ľckkehrte?
(10.02.2011, 13:57)
Ronny :   Auf der Webseite www.zoo-halle.de habe ich heute gelesen, dass seit Ende Januar wieder ein Binturong im Bestand. Dabei handelt es sich um eine Nachzucht (geboren im Juli 2010) aus dem Berliner Tierpark.

Desweiteren kann man dort erlesen, dass einer der beiden Blauschafb√∂cke sich mehrfach als Ausbruchsk√ľnstler erwies und schon auf der Zebraanlage und Lamaanlage gesichtet worden ist.

Das heißt wohl, die kleinere Steinbockanlage abgrenzen und dort die Blauschafe halten und eine neue Gebirgswiederkäuer zieht in die ehemalige Mufflonanlage ein :D.
(10.02.2011, 13:05)
Michael Mettler :   @Alex: Den erzielten Preis finde ich nicht so ungew√∂hnlich. Ebenfalls via eBay ging vor einiger Zeit ein nur wenige Jahre √§lterer Zoof√ľhrer aus Hannover f√ľr fast zweihundert Euro weg.
(28.01.2011, 10:17)
Alexander Fuchs :   Als Erg√§nzung w√ľrde ich noch erw√§hnen das es die erste Operation dieser Art war, denn sonst wurde es nur an Hauskatzen oder Hunden gemacht. Im leipziger Radio machte man gestern einen riesen hype um diese Operation, die am Sonntag verlief.

P.S. Gestern ging ein Zoof√ľhrer Halle von 1907 f√ľr sage und schreibe 77,77 Euro √ľber den Tisch auf eBay.
(28.01.2011, 08:46)
Liz Thieme :   Tigerin Girl wurde in Leipzig operiert. Sie bekam eine H√ľftgelenk-Endoprothese aufgrund einer Athrose-Erkrankung. Sie ist derzeit noch in einem hinteren Gehege abgesperrt und kann nicht von den Besuchern gesehen werden.
(27.01.2011, 19:18)
Jolantha Belik :   @Ralf: danke sch√∂n! Freu mich, dass es dem Racker gut geht. Als erstes Elefantenkind, das man aufwachsen sieht, ist er in Wien nat√ľrlich nicht vergessen worden. Ich w√ľrde gerne f√ľr seine Fans einen kurzen Bericht √ľber ihn schreiben, k√∂nnte mir ev. jemand aus Halle einige aktuelle Abu-Fotos schicken? Ich sag schon mal herzlichen Dank, das w√§re echt leiwand. :-)
(10.01.2011, 20:45)
Ralf Seidel :   @Jolantha Belik, dem Abu geht es sichtlich gut auf dem Reilsberg, aus ihm ist bereits ein stattlicher Kerl geworden...
Tags√ľber ist er weitestgehend mit der restlichen Herde zusammen, nur abends bezieht er nat√ľrlich seinen eigenen Bereich im Elefantenhaus. Von Beginn an wurde er durch die Pfleger mit dem Target trainiert und scheint recht umg√§nglich zu sein (nat√ľrlich im gesch√ľtzten Kontakt).
Dass er in Wien immer noch nicht vergessen ist, wei√ü ich aus eigener Erfahrung. Herr Dr. Schwammer, stellv. Zoodirektor und Obmann des F√∂rdervereins, √§u√üerte sich schon vor 2 Jahren mir gegen√ľber sehr erfreut √ľber Abus Entwicklung und die gesamte Gruppe. Im September letzten Jahres tagten ja die Europ. Zoof√∂rderer in Wien und immer wieder gab es am Rande die Frage: "Wie geht`s denn unserem Abu..."
Am Sonntag nach der Tagung war ich den ganzen Tag noch mit den Hannoveranern im Tiergarten unterwegs und als wir an einem Stand uns umschauten, wo die Besucher Buttons kaufen konnten, schaute der ältere nette Herr, der diesen betreute, auf unsere Teilnehmerschilder und sprach mich in feinstem Wiener Schmäh an: ja schaun`s,
aus Halle komm`s - da ist doch unser Abu...."
(10.01.2011, 13:43)
Oliver Jahn :   Michael, warum die Markhore hinter den Kulissen sind, das wei√ü ich auch nicht. Es √§ndert nur nichts daran, dass die neuen und seltenen und sicher auch sehr wertvollen Blauschafe trotzdem deren nicht sanierte Anlage nutzen. Das hielte ich beim Zutreffen der Theorie √ľber die Krankheit schon f√ľr sehr fahrl√§ssig.
Und nat√ľrlich gibt es in sehr vielen Zoos Planungsfehler, welche oft sehr viel Geld kosten und einiges wieder kaputt machen. Aber ein falsches Holz oder eine Mangelhafte Bel√ľftung sind f√ľr mich etwas ganz anderes, als wenn ich eine Krankheit im Zoo habe, die mich
a) dazu zwingt, immer mehr attraktive Wildtiere durch Haustiere zu ersetzen
b) mir den Tiertausch mit anderen Zoos unmöglich macht.
Wenn ich dann saniere, und das aber so, dass durch Beginn an der falschen Stelle, ich das Problem √ľberhaupt nicht beseitige, sondern das Geld quasi verbrenne, weil jede neue Anlage in kurzer Zeit den gleichen Erreger wieder in sich tr√§gt, dann ist das f√ľr mich kein Planungsfehler mehr, sondern es ist schon grobe Fahrl√§ssigkeit. Vor allem dann, wenn ich mir vorstelle, wie viele Vinkunjas, Pudus, Ture und noch etliche andere Tiere in den letzten Jahren von Halle aus an andere Zoos abgegeben wurden.
Und genau das traue ich dem Zoo eben einfach nicht zu.
(09.01.2011, 15:04)
Michael Mettler :   @Oliver: Welchen Grund s√§hest du denn f√ľr das Verbringen der Markhore hinter die Kulissen? Die h√§tten doch dann genausogut in ihrem Gehege bleiben k√∂nnen?

Warum taugen die Au√üenanlagen am Antilopenhaus nicht f√ľr Herdentiere (Schafe und Vikunjas sind √ľbrigens auch welche)? F√ľr mindestens 1,2 gr√∂√üere Huftiere sollte die Fl√§che eigentlich ausreichen. Das ist zwar keine Herde, aber eine in Zoos nun wirklich nicht ungew√∂hnliche Konstellation f√ľr entsprechende Arten in eigenen Gehegen.

Was den Austausch mit dem Haustierzoo betrifft: Wenn erst mal was im Bestand "drin" w√§re, k√§me es darauf auch nicht mehr an. Und das muss ja auch nichts f√ľr Menschen Gef√§hrliches sein. Abgesehen davon kann sich ein Besucher im Zoo z.B. auch eine Salmonellose einfangen, wenn er nur versehentlich ein mit Vogelkot "verziertes" Gel√§nder anfasst.

Die Terrassierung der sanierten Gehege k√∂nnte √ľbrigens ebenfalls dazu beitragen, Regenwasserabl√§ufe zu bremsen und besser zu kanalisieren.

Stimmt schon, eine Sanierung von oben herab h√§tte dann den meisten Sinn gemacht. Aber es h√§tte z.B. auch mehr Sinn gemacht, wenn der Zoo in Tropenh√§usern tropentaugliches Holz verwendet h√§tte, und es ist trotzdem nicht geschehen (siehe Totenkopf√§ffchen- und Schimpansenhaus), und auch aus anderen Zoos haben wir doch schon mehrfach von Planungsfehlern geh√∂rt, bei denen man nur den Kopf sch√ľttelt (wenn z.B. Wasserabl√§ufe h√∂her liegen als das Fu√übodenniveau usw.). In all den Jahren nach der Wende genoss nun mal der untere Zooteil Priorit√§t. Selbst bei der Renovierung des Antilopenhauses und Errichtung der Bergriedbock-/heute Ameisenb√§renanlage wurde genau genommen nur das erneuert, was man von der Gastro-Terasse aus sehen kann - sonst h√§tte man ja schon damals auch die √ľbrigens Au√üenanlagen des Hauses aufpeppen k√∂nnen. Danach musste dann erstmal eine neue Zebra-Anlage vorgezogen werden, weil die Zebras den Elefanten weichen mussten. Wer sagt denn, dass der Zoo sich die Reihenfolge der Um- und Neubauten aus tierhalterischen Gr√ľnden nicht vielleicht ganz anders vorgestellt haben k√∂nnte, als er es letztlich umsetzen durfte?
(09.01.2011, 00:07)
Jolantha Belik :   Wie geht es Abu? Ist er schon geschlechtsreif? Ist er bei der Herde oder wird er alleine gehalten?
(09.01.2011, 00:03)
Alexander Fuchs :   Die Girgentana-Ziegen nutzen auch das Tortenst√ľck, a√∂so keine Kaninchen mehr.
(08.01.2011, 23:19)
Oliver Jahn :   Zur Erg√§nzung meiner Aufz√§hlung, w√§re es denn dann nicht unbedingt notwendig gewesen, den Boden des Zoos von ganz oben beginnend zu sanieren? Was nutzt denn sonst ein neues Gehege, welches teuer saniert wurde (wie z.B. bei den Vikunjas, Zebras und den Pudus) wenn dann die ganze alte Br√ľhe von oben dort wieder hinein l√§uft?
(08.01.2011, 21:54)
Oliver Jahn :   Die Markhore sind hinter den Kulissen und die Blauschafe nutzen beide Gehege, ob jetzt, bei Tauwetter immer noch, das mag ich noch nicht zu beurteilen. W√§re es aber so, dann w√§re es tats√§chlich fahrl√§ssig. Zu den Nashornst√§llen, ja klar ist da genug Platz, aber die Au√üenanlagen taugen doch nun wirklich nicht f√ľr Herdentiere. Weiterhin w√§re dann auch er rege Austausch mit dem Haustierzoo in Halle mit Tieren aus genau diesen Gehegen eine weitere gro√üe Fahrl√§ssigkeit, denn die schleppen dann diese Krankheiten weiter. Und dann haben wir in genau diesem Bereich auch noch den Streichelzoo, in dem auch kleine Kinder mit diesen Tieren knuddeln und auch mal auf dem Boden sitzen und dann sicher auch mal die Hand in den Mund nehmen ect. Das hielte ich noch mehr f√ľr fahrl√§ssig, dieses weiterhin zu dulden.
Weiterhin m√ľsste durch Regen die ganze Br√ľhe ja auch in andere Gehege laufen, gerade zu den Zebras, den Pudus und den Vikunjas, denn deren Gehege liegen in "Flussrichtung". Das hie√üe wiederum, dass auch dort die M√∂glichkeit best√ľnde, dass Tiere infiziert sind. Und wurden von dort noch keine Nachwuchstiere an andere Zoos abgeben?
(08.01.2011, 21:43)
Michael Mettler :   @Liz: Es gibt neben den schon genannten gen√ľgend Beispiele in anderen Zoos, wo seit -zig Jahren "Krankheiten im Bestand sind", was aber so lange nicht sonderlich ins Gewicht f√§llt, wie sich der betroffene Tierbestand einigerma√üen erh√§lt und seinem Schauzweck nachkommt. In manchen F√§llen ist das auch durchaus aus den Jahresberichten zu ersehen. Trotzdem laufen da die Pfleger nicht im Schutzanzug herum, und kein Zoo verzichtet auf Hausziegen und -schafe, obwohl diese ein "wunderbares" Reservoir f√ľr alles M√∂gliche bilden.

Es geht mir hier √ľbrigens kein bisschen darum, dem Zoo Halle irgendwas am Zeug flicken zu wollen. Ganz im Gegenteil, mir ist lediglich aufgrund meines speziellen Interesses f√ľr Paarhufer gel√§ufig, dass es leider in Zoos sehr verbreitet ist, bei diesen Tieren mit gesundheitlichen Problemen zu k√§mpfen. Und wenn ich das quasi als allt√§glich im Hinterkopf habe, sehe ich eben gewisse Gehegebesetzungen und -nachnutzungen auch mal aus einem anderen Blickwinkel. Da ist Halle nun mal wegen seiner diversen Komplettabgaben, Gehegewechsel usw. innerhalb der letzten Jahrzehnte "sehr ergiebig", und falls meine Gedankeng√§nge zutreffen sollten, bewiese der Zoo doch GERADE, mit einer solchen Problematik verantwortungsvoll umzugehen.

Gegen Haustiere in Zoos habe ich √ľbrigens absolut √ľberhaupt nichts einzuwenden, wie man aus meinen Beitr√§gen in diversen Threads unschwer ersehen kann, deswegen sind meine √Ąu√üerungen hier auch nicht als Kritik an deren Haltung in Halle zu verstehen.
(08.01.2011, 21:39)
Michael Mettler :   Sind denn die Markhore noch in ihrem alten Gehege, laut Ronny waren sie nicht mal mehr ausgeschildert - und warum lie√ü man sie dann nicht raus...? Die ehemaligen Lamahaus-Lamas sind √ľbrigens auch nicht ganz weg, sondern nur umgezogen. Aber eben auch nicht wieder zur√ľck in ihr altes Gehege. FALLS dessen Boden sanierungsbed√ľrftig sein sollte, w√§ren die Blauschafe bei Ronnys Besuch allerdings auch durch eine Schnee- und Eisschicht von ihm isoliert gewesen, wie man auf dem Foto sieht ;-)

"Immer gleich Krankheiten": Bei Bergwiederk√§uern ist das in Zoos ein Dauerthema. Nicht ohne Grund hat man sie ja in diversen Zoos auf m√∂glichst komplett versiegelten Untergr√ľnden gehalten, um Parasitosen zumindest einigerma√üen Herr zu werden. Ich kenne aus den 80ern noch die alten M√ľnchener Anlagen vor deren Sanierung, da waren das nahezu reine Betonhaufen mit ein paar hineindekorierten Steinbrocken. In anderen Zoos wie Kronberg oder Darmstadt waren Bergwiederk√§uergehege fr√ľher fl√§chendeckend mit Beton-Fu√üwegplatten ausgestattet - und das alles aus veterin√§rmedizischen Gr√ľnden. Trotzdem hat sich M√ľnchen im Zuge der Sanierung von alten Zuchtgruppen getrennt oder sie an anderer Stelle untergebracht und auslaufen lassen (die Nubischen Steinb√∂cke) und die neuen Anlagen mit komplett neuen Best√§nden besetzt.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Naturboden am schlechtesten "steril" zu halten ist, ob das nun Mutterboden ist oder rissiger Porphyr wie in Halle. W√§hrend aber manche Bodensanierungen mit einem Radlader relativ schnell zu machen sind und deshalb auch kaum auffallen (siehe Rentiergehege in Hannover), haben Zoos mit alten Betongebirgen wie seinerzeit M√ľnchen oder mit gewachsenem Fels wie Halle schon erheblich mehr Aufwand zu betreiben, was der Grund daf√ľr sein k√∂nnte, eine solche Ma√ünahme m√∂glichst lange vor sich her zu schieben, weil andere Ma√ünahmen ohnehin dringlicher sind.

Oliver, noch zu deinem vorletzten Beitrag: Dass Halle in manchen Gehegen "dank" neuer Richtlinien auf Gro√ütiere verzichten musste, ist mir bewusst. Aber wenn im Antilopenhaus damals Boxen vorhanden waren, in die Nash√∂rner reinpassten, dann h√§tte man diese Haltungsm√∂glichkeit doch durchaus mit anderen Tieren als Schafen und Ziegen nachnutzen k√∂nnen, die zudem diese Boxen gar nicht brauchen. Warum z.B. wurden bei der Gel√§ndevorbereitung f√ľr das Elefantenhaus nicht die Zebras oder Elenantilopen in das ehemalige Nashorngehege geholt? Gro√üe Boxen in einem Warmhaus w√§ren auch z.B. f√ľr Bantengs oder tropische Hirsche nutzbar. Da denke ich dann eben schon mal dar√ľber nach, warum das nicht gemacht wurde. Genauso wie bei dem "Tortenst√ľck" unterhalb des Antilopenhauses, denn da w√ľrde ich zwar auch keine Nilgaus reinstellen, aber f√ľr z.B. Ducker, Dikdiks oder Muntjaks w√ľrde es durchaus reichen. Stattdessen sitzen aber Kaninchen drin. (Finde ich als Kaninchenfan zwar klasse f√ľr die Langohren, aber f√ľr einen Zoo trotzdem merkw√ľrdig.) √úbrigens w√ľrde ich behaupten, dass ich bei meinem ersten Halle-Besuch 1989 die K√§ngurus im obersten Hanggehege gesehen habe (also altes Nilgau-/jetziges Girgentana-Gehege), und k√∂nnten im jetzigen Kaninchengehege Emus gestanden haben...?
(08.01.2011, 21:11)
Liz Thieme :   Danke, Ronny. Sehr interessant...

Ich wei√ü das B√∂den erneuert werden m√ľssen, nur war die Art und Weise der √úberlegung hier √ľber die m√∂glichen Gr√ľnde einer Entscheidung f√ľr oder gegen eine Tierart markant.
Wenn eine Anlage verseucht sein w√ľrde, egal mit was und f√ľr welche Tierordnung diese Mikroorganismen gef√§hrlich werden w√ľrden. Solch eine Anlage weiterhin zu nutzen, grenzt an Verantwortungslosigkeit, denn wie du selber sagst Errosion ist ein gro√üer Unterst√ľtzer der Verbreitung von Bodenorganismen. Und auch die Pfleger wechseln die Anlagen und kommen in andere Reviere und keiner tauscht seine Schuhe oder watet durch Desinfektionsb√§der. Ich kann mir solch eine fahrl√§ssige Handhabung seitens des Zoos nicht vorstellen.
(08.01.2011, 21:06)
Oliver Jahn :   @Michael, wir hatten das Thema ja auch schon mal, und nat√ľrlich braucht ein Boden, der 100 Jahre intensiv genutzt wurde, irgendwann mal eine Sanierung. Aber ob da immer gleich Krankheiten dahinter stecken, das bezweifele ich weiterhin. Denn zum einen sind die Markhore noch gar nicht weg, zum anderen aber stellt der Zoo die neuen und √ľberaus seltenen Blauschafe gerade auf die noch NICHT sanierte Anlage der Markhore, denn nach Ronnys Aussagen k√∂nnen die Schafe beide Anlagen nutzen und auf dem Foto von ihm erkennt man, dass der Zaun zwischen den Anlagen ge√∂ffnet ist. Und das nun aber w√§re dann doch extrem leichtsinnig und das traue ich dem Zoo nicht zu.
(08.01.2011, 19:30)
Michael Mettler :   @Liz: In Sachen Sanierung siehe auch mein Beitrag im Thread "Zoo M√ľnchen". Im √úbrigen werden auch in anderen Zoos hin und wieder Huftiergehege durch Bodenaustausch und -auflockerung saniert, wie z.B. in j√ľngerer Zeit die ehemalige Waldbisonanlage im TP Berlin vor dem Einzug der Kaukasuszebus oder die alte Rentieranlage in Hannover f√ľr die Karibus (und das, obwohl sie nur vor√ľbergehend dort untergebracht werden sollten!).

Sehr viele Huftiergehege in Zoos sind seit Jahrzehnten ununterbrochen mit Tieren besetzt. Durch das Eigengewicht der Tiere verdichtet sich dadurch der Boden immer mehr, was nicht selten am Absterben von B√§umen innerhalb der Gehege zu erkennen ist, weil deren Feinwurzelwerk dann quasi einbetoniert ist. Durch die Verdichtung wird die Wasseraufnahmef√§higkeit des Bodens verschlechtert, so dass Regenwasser und Urin (und von letzterem f√§llt ja bei Gro√ütieren nicht gerade wenig an) immer schlechter versickern k√∂nnen. Damit steigert sich auch allm√§hlich die Gefahr einer Anreicherung von Keimen und Parasiteneiern, in deren Folge Gesundheitsprobleme drohen. Zwar hilft die Veterin√§rmedizin, aber es sollte eigentlich nicht Sinn einer Tierhaltung sein, die "√úberalterung" eines Bodens auf Dauer durch steigende Medikamentenverabreichung auszugleichen. √úbrigens ist es bei privaten Vogelz√ľchtern aus den gleichen Gr√ľnden eine g√§ngige Praxis, den Bodengrund ihrer Volieren in Abst√§nden auszutauschen und empfindliche Neuzug√§nge nicht auf "gebrauchten" Boden zu setzen.

Wenn eine Tiergruppe lange Zeit - teils √ľber Generationen hinweg - das selbe Haltungssystem bewohnt, kann es sein, dass sie sich mit gewissen Gesundheitsproblemen quasi "arrangiert" hat und kr√§ftige Tiere diese durchschleppen, ohne selbst gr√∂√üeren Schaden zu nehmen (bei Jungtieren oder geschw√§chten Artgenossen kann das dann schon wieder anders aussehen). Kommt z.B. nicht selten bei Bergwiederk√§uern vor, siehe die Ture in Augsburg oder die fr√ľheren Markhore in M√ľnchen (in Hellabrunn wurden √ľbrigens s√§mtliche Bergwiederk√§ueranlagen deshalb einst saniert). Neue Tiere in eine solche Anlage zu bringen stellt dann ein gro√ües Risiko dar, Altbest√§nde in eine sanierte Anlage zur√ľck zu setzen, w√ľrde keinen Sinn machen. Deshalb bedeuten Bodensanierungen bei Paarhufern in der Regel auch, dass danach v√∂llig neue Tiere (neue Art oder neue Individuen der alten Art) einziehen.

Meine Gedanken bez√ľglich Halle d√ľrften sich damit schon ziemlich weit erkl√§rt haben. Ansonsten ein paar erg√§nzende Fakten:
a) Gehege in Hanglage haben den Nachteil, dass Regeng√ľsse eventuelle Keime/Parasiten bergab und damit auch in andere Gehege sp√ľlen k√∂nnen.
b) Haustiere sind zwar nicht weniger empf√§nglich f√ľr solche Probleme, lassen sich aber - da einfacher im Handling - besser tiermedizinisch √ľberwachen und deshalb auch ggfs. als Indikatoren einsetzen. Au√üerdem lassen sich bei ihnen Verluste oft leichter ausgleichen.
c) Schauen wir uns das Lamahaus an: Vor der Sanierung waren die Huftiergehege besetzt mit Lamas, Zwergziegen, Mufflons, einer Bezoarziege und Markhoren. Keine der vier erstgenannten Arten kehrte in die sanierten Anlagen zur√ľck, wobei man Alpakas und Ouessantschafe im Gegensatz zu den Blauschafen auch nicht unbedingt als Veredelung des Besatzes betrachten kann. Nun sind offenbar auch die Markhore weg, und da w√ľrde ich schlussfolgern, dass sie - bzw. zumindest nicht genau diese Individuen - auch nicht zur√ľckkommen werden.
d) Auch am Antilopenhaus wurde die f√ľr Antilopen neu gestaltete (und damit gleichzeitig sanierte) Anlage nach dem kurzen Zwischenspiel der Bergriedb√∂cke nicht wieder mit Antilopen (oder auch nur anderen Paarhufern) besetzt, sondern mit Ameisenb√§ren. Die unmittelbar angrenzende Nachbaranlage mit Stallungen im selben Haus war nicht im gleichen Zuge saniert worden, ein Infektionsweg w√§re also sehr kurz.

Bevor jetzt wieder irgendwas von Verschw√∂rungstheorie erz√§hlt wird: Mit Problemen solcher Art (wenn es sie denn in Halle geben sollte) st√ľnde der Zoo ja keineswegs allein da, das ist verbreiteter, als man gemeinhin annimmt. Da ich nun mal auch beim Lesen von Jahresberichten besonders auf mein Lieblingsgebiet Huftiere achte, ist es mir von diesen her relativ gel√§ufig, aber es kommt auch in ganz anderen Tiergruppen vor (siehe z.B. V√∂gel), und jeder Hobbyaquarianer kennt das gleiche Prinzip: Man hat optisch gesunde Fische im Becken, setzt optisch gesunde Fische hinzu, und urpl√∂tzlich grassiert die Wei√üp√ľnktchenkrankheit. Und die muss dann keineswegs durch die Neuen eingeschleppt worden sein, sondern war "verdeckt" schon immer da, und ihr Ausbruch wurde nur durch eine Stresssituation beg√ľnstigt.
(08.01.2011, 19:10)
Ronny :   @Liz: Das Restaurant bei den Bergteressen ist offen. Man kann sich aber nur reinsetzen. Man muss aber drau√üen bestellen, mit Gl√ľck kommt auch eine Mitarbeiterin des Kiosk und nimmt eine Bestellung auf.
(08.01.2011, 19:00)
Liz Thieme :   Es w√§re doch mal interessant was die Not ist. 19 Jahre eine Geldnot zu haben f√ľr andere Tiere, das glaub ich nicht. Wenn man sich die Tiertauschlisten anguckt, da kann man sehr viele andere Tiere haben. Klar sind viele Haustiere einfacher zu kriegen. Aber Michael du erw√§hntest schon Bedenken in der Auswahl des Besatzes, bevor Oli mit dem Geld kam und jetzt ziehst du es u.a. in Betracht. Das sieht f√ľr mich so aus, als ob du an was anderes gedacht hast. Va wenn du darauf auch noch eine Wette abschlie√üen willst. Was ist denn der Wetteinsatz?

Komischerweise fallen die Worte Sanierung bez√ľglich Anlagen haupts√§chlich hier im Halle Thread. Warum sollte Halle alle seine Anlagen sanieren und andere Zoos nicht? Ist in Halle irgendwas anders?

Abgesehen davon w√§re es gut, wenn sich mehr Zoos um Haustiere bem√ľhen, dass k√∂nnen nicht drei vier Einrichtungen st√§mmen, um alte und gef√§hrdete Arten zu erhalten. Zum Gl√ľck stellen viele Landwirte wieder auf alte Rassen um, aber leider ist auch hier die Nachfrage noch zu gering.

Bei den Rentieren handelt es sich √ľbrigends um ein P√§rchen mit Nachwuchs (wobei das nicht stimmen kann, Tochter "Lumi" ist mit vier Monaten im letzten Oktober verstorben. "Finni" und "Rudolf" sind 2008 Geschenke aus Halles finnischer Partnerstadt Oulu gewesen. Daher werden die beiden wohl eher von "Sternchen" und "Fl√∂ckchen" begleitet, sie stammen von der finnischen Insel Hailuoto und kamen 2009 nach Halle.

Außerdem rechnet man "sicher" mit Nachwuchs bei den Blauschafen.

@Ronny und Alex: Sind die Gastronomien offen gewesen?
(08.01.2011, 17:36)
WolfDrei :   Um das betreffende Haus "herum", so um 1966-72 erinnere ich mich an Gelbstei√ühirsch, Elenantilope, Giraffe, auf der abfallenden Seite sah ich Sitatungas!
(08.01.2011, 16:17)
Oliver Jahn :   Da stellt sich ja nun aber die Frage, was ist wertvoll? Angoraziegen gibt es in deutschen Zoos so oft wie Mishmitakine. Auch die Zackelschafe sind eine hoch bedrohte Haustierart. Und der Vicunjahengst ist kein Haustier, steht dort aber auch schon l√§nger. Sicher, alles kein Ersatz f√ľr Nash√∂rner, nur haben sich nat√ľrlich auch Haltungsrichtlinien ver√§ndert und so sehr mir auch die Nash√∂rner fehlen, in dieser Anlage w√ľrde selbst ich sie heute nicht mehr unterbringen wollen.
Au√üerdem m√∂chte ich noch mal das Kaninchengehege n√§her betrachten. Das ist ein "Tortenst√ľck", auf welches man fr√ľher vielleicht mal Antilopen stellte, je l√§nger ich allerdings nachdenke, um so weniger komme ich darauf, was in diesem Zwischengehege fr√ľher mal war. Die Nilgaus waren es auf jeden Fall nicht, fast w√ľrde ich meinen, dass hier zuerst die K√§ngurus waren, in dieses "Handtuch" stellt heute keiner mehr gr√∂√üere Tiere.
Welcher Zoo allerdings ohne Not in f√ľr Huftiere gedachte Gehege Haustiere setzt, das kann ich sofort beantworten. Neben vielen Zoos die mir da einfallen, denke ich zu allererst an Halle. Denn was war denn vor den Nash√∂rnern in diesen Gehegen? Da waren auch mal Antilopen und Zebras, aber auch Nellore-Zebus, Zwergzebus, Zwergesel, Ponys und schon immer auch Kamele.
(08.01.2011, 14:43)
Michael Mettler :   @Oliver: Umgekehrt wird ein Schuh draus - vielleicht konnte man auf den genannten Fl√§chen schlichtweg keine "wertvolleren" Tiere mehr halten und hat sie deswegen "nur" mit Haustieren besetzt (Mal ehrlich: Welcher Zoo h√§lt ohne Not in einem f√ľr Huftiere gedachten Gehege √ľber Jahre hinweg Hauskaninchen...?).

Wie wir alle wissen, halten Provisorien am l√§ngsten, und wie du schon sagtest, brauchte der Zoo innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums viel Geld f√ľr andere Projekte, die schlichtweg h√∂here Priorit√§t genossen (u.a. weil es um "Publikumsarten" wie Elefanten, Robben, Affen, Gro√üraubtiere ging). Vielleicht ist eben jetzt die Zeit gekommen, auch die Huftierhaltung zu sanieren. Falls es energietechnische Gr√ľnde g√§be, das Antilopenhaus zuk√ľnftig nur noch als Kalthaus zu benutzen, lie√üe das immerhin trotzdem einigen Spielraum f√ľr interessante Arten - irgendwohin wird ja z.B. der TP Berlin eines Tages eventuelle Nachzuchten seiner Atlashirsche und Marco-Polo-Schafe abgeben wollen ;-)
(08.01.2011, 11:13)
Oliver Jahn :   Nun ja, dieser Argumantation folgend hat man dann die alte Nashornanlage 19 Jahre NUR mit Haustieren besetzt, als vorbereitende Ma√ünahme f√ľr eine Sanierung der Au√üenanlage. Das nenne ich mal vorausschauend. ;-)
(08.01.2011, 00:40)
Michael Mettler :   @Oliver: Schon m√∂glich. Aber es wurden z.B. noch in j√ľngerer Zeit die Kamele (und damit einen echten "Hingucker" an dieser Stelle) abgegeben, obwohl die nun wirklich keine allzu hohen Anspr√ľche an ihre Unterkunft stellten. Selbst wenn ihr Stall nicht mehr das Gelbe vom Ei f√ľr sie gewesen sein sollte, h√§tten man ihnen f√ľr relativ wenig Geld einfach einen offenen Unterstand ins Gehege bauen k√∂nnen - denk mal an Bad Pyrmont und andere Kleinparks, wie simpel so etwas umsetzbar ist. Deshalb denke ich eher, dass das schon eine vorbereitende Ma√ünahme f√ľr eine Sanierung war.

Aber wie sagst du immer so schön? Kann sein, kann aber auch ganz anders sein ;-)
(07.01.2011, 21:48)
Oliver Jahn :   @Michael, vielleicht hat damals einfach auch nur das Geld nicht gereicht, um mehr zu machen. Schlie√ülich hat der Zoo in der Zeit etliche Projekte aus dem Boden gestampft, die alle bezahlt werden mussten.
(07.01.2011, 21:13)
Alexander Fuchs :   P.S. Die Ameisenb√§ren bleiben dort wo sie jetzt sind. Es war ja mal angedacht die M√§hnenwolfanlage zu nutzen, aber laut Ronny soll ja eine neue Tierart einziehen.
(07.01.2011, 08:40)
Alexander Fuchs :   @Ronny: Es wird im Zoof√ľhrer von 1929 von einem "Zoologischen Rarit√§ten-Kabinett gesprochen". Der Schwerpunkt liegt bei den Affen, aber auch andere exotische Tierformen, die miteinander vergesellschaftet sind (junger Tapier, Wasserschwein und Cayenneralle). Auch wurde dort ein Ameisenb√§r gehalten.
Es d√ľrfte nur der Orang-Utan f√ľr eine kurze Zeit da gewesen sein (eine Familie?). Der Rest d√ľrfte tats√§chlich im Haus gelebt haben.

@Michael Es gibt einen festen Unterstand f√ľr die Zackelschafe, so dass sie gar nicht ins Haus m√ľssen/ m√ľssten. Ich gehe mal davon aus, dass der Gro√üteil im Haus von den Ameisenb√§ren genutzt wird.

Kleine News von gestern:

- Mähnenwolfgehege leer => Abbau des Zaunes
- Yakjungtier (von einem neuen Yak?) => schwarzer Yak mit weißen Aalstrich
- neue Beschilderung f√ľr B√§ume
- Stammbaumbeschilderung im Raubtierhaus (sehr schöne Idee)
- Totenkopfaffenhaus entkernt
- Tigerbaby in Schau => rechter kleiner Absperrkäfig
- neue Jahreskarten in Chipkartenformat und sind nach Erwerb dann ein Jahr g√ľltig
- Faultierjungtier entwickelt sich prächtig
- 1 Dottertukan ist verstorben
(07.01.2011, 08:35)
Michael Mettler :   P.S. K√∂nnte aber noch passieren. Sonst w√ľrde man ja nicht einen Umzug der Ameisenb√§ren (der derzeit einzigen wirklich heizungsabh√§ngigen Bewohner des Hauses bzw. Komplexes) ins Auge fassen.
(06.01.2011, 22:42)
Michael Mettler :   @Oliver: Ach so. Ich denke in Sachen Sanierung auch eher an die alte Nashorn-, die alte Kamel- und die alte Nilgauanlage. Denn es ist schon kurios: Da steht ein heizbares Haus, in dem f√ľr l√§ngere Zeit sogar Nash√∂rner aufgestallt wurden (auch wenn der Bulle seine eigenen Vorstellungen von Inneneinrichtung durchsetzen wollte), und es ist mit Ausnahme der Ameisenb√§ren nur mit Tierarten besetzt, f√ľr die im Grunde ganzj√§hrig Offenst√§lle als Regen- und Windschutz reichen w√ľrden. Das macht der Zoo doch nicht aus Jux und Dollerei, der w√ľrde da bestimmt lieber andere Arten halten. Und falls das Haus ein Energiefresser sein sollte, k√∂nnte man statt der Haustierformen immerhin auch k√§ltefeste Wildtiere einquartieren, aber genau das passiert ja auch nicht.
(06.01.2011, 21:24)
Oliver Jahn :   @Michael, ich meine den neuen Haustierbereich an der Hinterseite incl. zus√§tzlichem Haus und den daran anschlie√üenden Au√üenanlagen.
(06.01.2011, 21:09)
Ronny :   Ich habe mal eine historische Frage zu den Halle-Kennern.

Zur Eröffnung des Affenhauses 1928 wird in der entsprechenden "Mitteilung aus dem Zoologischen Garten" von einer Sonderschau der Exoten geschrieben, die entweder nur im Juli oder im kompletten Sommerhalbjahr statt fand. Folgende Arten wurden dabei gehalten:

Orang Utan
Schimpanse
Dianameerkatze
Brazza-Meerkatze
Weißnasenmeerkatze
Blaumaulmeerkatze
Monameerkatze
Weißkehlmeerkatze
Wei√ügr√ľne-Meerkatze
Zwergmeerkatze
Zweifingerfaultier
Greifstachler
Totenkopfaffe
Löwenaffe
Fennek
Zebramanguste
Zwerggalago
Riesengalago
Opossum
Nachtaffe
Wickelbär
Riesengflughund
Springmaus
nordamerikanische Kängururatte
Ceylon-Schlanklori
Kurzkopfgleitbeutler
Schwarzpinseläffchen
Weißpinseläffchen
Mohrenmakak
Drill
Dschelada
Madrill
Gelber Pavian
Ameisenbär
Kapuziner
Schweinsaffe
Halsbandmangabe
Weißscheitelmangabe
Kronentaube
Mähnentaube
Seychellen-Riesenschildkröte
Wasserschwein
Flachlandtapir
Mitu
Kahnschnabel
Ypacha-Ralle
Schwarze Landschildkröte von Sumatra
Waldschildkröte
Pantherschildkröte

Wurden diese Arten auch sp√§ter √ľbernommen oder waren sie nur f√ľr die besagte Schau im Zoo?

Die Orangs werden in einer späteren Ausgabe wieder genannt, aber ohne sie als Neuzungang aufzu zählen.

Im selben Jahr wurden au√üerdem ein Dschelada, Wei√ügr√ľne-Meerkatze, Wei√ünasenmeerkatze und 12 Wei√üpinsel√§ffchen gekauft.

Im Zoo selber gab es noch eine junge Zebramanguste und min 1,1 Wickelbären im Raubtierhaus, sowie ein Opossum.
(06.01.2011, 13:16)
Michael Mettler :   Nochmal @Oliver: Ich gr√ľbele gerade, wie das besagte ehemalige Nilgaugehege derzeit besetzt ist - sind da nicht die Girgentana-Ziegen drin? Da es meiner Erinnerung nach einige recht steile Partien enth√§lt, w√ľrde es sich eigentlich nach Zusammenfassung mit dem derzeit mit Kaninchen besetzten Nebengehege (in Richtung K√§ngurus) f√ľr die M√§hnenschafe eignen - wenn es denn mehr Fl√§che als deren derzeitiges Gehege bietet.

Welches zweite Gehege ist denn au√üer dem der Ameisenb√§ren noch "so neu" (wobei letzteres doch auch schon wieder gute zehn Jahre alte ist)? Das Zackelschafgehege? Wird doch aber Gr√ľnde haben, dass man mit Ausnahme der Ameisenb√§ren (die eventuell dort wieder ausziehen) und der K√§ngurus (Gehege soll saniert werden) rings um ein seinerzeit aufw√§ndig renoviertes Antilopenhaus seit Jahren nur noch Haustiere unterbringt, die im Grunde nicht mal die Stallungen des Hauses ben√∂tigen. Schlie√ülich h√§tte der Zoo nach dem kurzen Intermezzo mit den Bergriedb√∂cken einfach eine andere Antilopenart f√ľr die damals neue Anlage holen k√∂nnen. W√§re z.B. ein sch√∂nes Gehege f√ľr Sitatungas, und die w√§ren bestimmt nicht schwer zu bekommen.
(04.01.2011, 23:46)
Michael Mettler :   @Oliver: Schaun mer mal ;-)
(04.01.2011, 21:04)
Oliver Jahn :   Also kommen die Rentiere zu Zackelschafen und Angoraziegen und steht dort nicht auch noch der einzelne Vicunja-Hengst?
@Michael, bei deinen Wetten halte ich dagegen, denn zwei Anlagen sind noch so neu, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass man sie jetzt schon wieder saniert. Viel mehr w√ľrde mich eine Nutzung der hinteren Anlage freuen, auf der mal die Nilgaus standen, denn diese ist zusammen mit der Anlage, in der zeitweise die Hasenkaninchen waren noch recht potentialtr√§chtig.
(04.01.2011, 19:36)
Ronny :   Laut einer PM (http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1289550900601)

"Neuigkeiten hat Spretke dann am großen Ziegengehege an den Bergterrassen zu berichten: "Wir sind von der Stadt gebeten worden, die Rentiere bei uns aufzunehmen." "

Also so wie Alex geschrieben hat, werden Rentiere in die ehemalige Nashornanlage untergebracht werden.
(04.01.2011, 19:30)
Alexander Fuchs :   Eine M√∂glichkeit w√§re auch die Anlage am Antilopenhaus mit seinen Haustieren (ehem. Nashornanlage).
(04.01.2011, 11:42)
Michael Mettler :   Welches Gehege w√§re denn f√ľr die Rentiere frei bzw. soll frei gemacht werden?

Im Grunde l√§ge ja die L√∂sung auf der Hand, die Blauschafe ins bisherige Markhorgehege zu stellen und die ehemalige Mufflonanlage f√ľr die Rentiere zu nehmen. Durch die Terrassierung nach der Sanierung w√§re sie ja auch f√ľr weniger klettergewandte Huftiere ohne Warmstallbedarf nutzbar.
(04.01.2011, 10:29)
Alexander Fuchs :   Ja das ist wahr, wollte dies nur als Erg√§nzung einf√ľgen, nach den vielen Neuigkeiten.
Eine persönliche Meinung nehme ich nicht vor. Die Rentiere sind in Halle bekannt durch den Weihnachtsmarkt.
(04.01.2011, 10:16)
Michael Mettler :   Ich nehme Wetten an, dass nach dem K√§ngurugehege auch die anderen Au√üenbereiche des Antilopenhauses eine Sanierung erfahren werden...

@Alex: Die Rentiere wären allerdings auch "nur Haustiere" ;-)

@Jenny: Angesichts dessen, dass Binturongs gerade im Begriff sind, als Nachnutzer und Vergesellschaftungspartner eine Modetierart in unseren Zoos zu werden, ist vielleicht nicht mal die Abgabe alter Tiere sonderlich schwierig... So reichlich sind ja die Zuchterfolge m.W. (noch) nicht, dass sie den wachsenden Bedarf decken d√ľrften.
(04.01.2011, 09:30)
Alexander Fuchs :   Auch ich bin immer √ľberrascht was sich neues im Bergzoo tut. Gerade jetzt bin ich gl√ľcklich √ľber diese Entwicklung (Blauschafe, neue Binturongs und eineneue Tierart). In der Vergangenheit war ich doch eher skeptisch, da man viele Haustierformen anschaffte. Die jetzige Entwicklung ist ein richtiger Weg.
In der MZ stand auch das die zwei Rentiere samt Jungtiere auf den Reilsberg ziehen sollen. Momentan sind sie noch in der Franzigkmark untergestellt.

(04.01.2011, 08:19)
Oliver Jahn :   Liz, du hast da so ziemlich genau meine Gef√ľhle beschrieben, die ich auch und gerade in Halle so oft hatte. Ich habe es hier glaub ich auch schon mal geschrieben, immer, wenn man um eine Kurve geht oder um eine Ecke kommt, dann erwartet einen etwas Neues, immer wieder eine √úberraschung. Und das selbst dann, wenn man den Zoo wirklich meint, gut zu kennen. Da gibt es immer wieder Dinge, die man sich gew√ľnscht hat, und irgendwann werden sie pl√∂tzlich Realit√§t. Ja, das macht einen Zoobesuch aus und daf√ľr ist eben gerade Halle bekannt. Da hofft man auf Gorale oder Takine, und was bekommt man, Blauschafe. Und ich freue mich sehr, dass es auch in Zukunft so bleibt, sogar noch besser wird. Und auch bei den Binturongs wird es so sein. Und bis es soweit ist, kannst du ja mit dem hier erst mal Vorlieb nehmen. :-)
(03.01.2011, 20:59)
Liz Thieme :   Ich kann mir das auch schwer vorstellen, dass man da den Berg hochkommt und es nicht mehr duftet.
Ich hoffe die Binturongs sind wieder da, wenn ich das nächste Mal in Halle sein werde.
Ist es nicht viel sch√∂ner manchmal in Zoos zu gehen, die man meint zu kennen und man wird immer wieder √ľberrascht? Am besten nat√ľrlich positiv. Aber ich finde davon leben auch Zoobesuche - von der Entdeckung von Neuem.
(03.01.2011, 19:51)
Oliver Jahn :   Es gab ja mal die √úberlegung, die Ameisenb√§ren auf die Anlage der M√§hnenw√∂lfe zu bringen und ihnen dort ein f√ľr Besucher begehbares Haus zu bauen. Also hei√üt es wieder mal, √ľberraschen lassen, das ist ja bei den Blauschafen auch sehr gut gelungen. Und wer wei√ü, vielleicht klappt es ja doch noch mal mit Tapiren.
Bei den Binturongs bin ich auf jeden Fall erleichtert, dass die Haltung nicht ausl√§uft, sondern nur umgestellt wird. Es wird also auch in 2011 wieder lohnenswert, √∂fter mal nach Halle zu schauen. Das freut mich sehr, auch wenn ich die m√∂gliche Abgabe der Markhore sehr bedauern w√ľrde.
(03.01.2011, 19:24)
Ronny :   @Jennifer: Dies habe ich nicht gefragt. Ich wollte den Tierpfleger auch nicht allzulange von seiner Arbeit abhalten.
(03.01.2011, 14:44)
Jennifer Weilguni :   @Ronny
Weisst du denn wohin die Binturongs abgegeben wurden? Zumindest f√ľr das alte Weibchen wird es ja schwer gewesen sein einen neuen Halter zu finden, oder?
(03.01.2011, 14:24)
Ronny :   Markohre waren nicht ausgeschildert. Um das Lamahaus, wo auch schon √∂fters diverse Ziegen untergebracht waren, konnte ich sie auch nicht sehen. Auf die Anlagen bei den K√§ngurus, wo auch die Angoraziegen mal waren, habe ich nicht darauf geachtet.

Ja, es waren 3 Binturongs. In der linken Anlage lebte das alte Weibchen, was wohl noch aus dem Raubtierhaus stammt und der linken das Pärchen, wo ich eigentlich dachte, dass es noch recht jung war.

Ich habe den Tierpfleger (von ihm stammen auch die Informationen zur Mähnenwolfanlage und Binturongs) gefragt, aber er meinte, dass dies noch ein Geheimnis sei.
(02.01.2011, 21:23)
Oliver Jahn :   Das sind ja spannende Neuigkeiten. Waren denn die Markhore noch ausgeschildert? Und waren es nicht 3 Binturongs? Sind die alle weg? Und war schon zu erfahren, was nach den K√§ngurus auf die alte M√§hnenwolf-Anlage soll?
(02.01.2011, 21:08)
Ronny :   Neujahrsgr√ľ√üe aus Halle.

Einige News:
Die bisherigen Binturongs wurden abgegeben und im Laufe des Jahres trifft ein neues junges Paar in den Bergzoo ein. Die rechte Anlage wird derzeit vom Weißhaubenfasan bewohnt.

Im November des letzten Jahres verstarb der letzte M√§hnenwolf. Die gro√üe Anlage gegen√ľber den Yaks wird der Zeit umgebaut. Dazu wurden bereits die Z√§une entfernt. Nach dem Umbau werden vorerst die Bennett-K√§ngurus einziehen, da auch in der K√§nguruanlage der Boden erneuert werden muss. Die K√§ngurus kommen wieder zur√ľck in ihre Anlage und die ehemalige M√§hnenwolfanlage wird anschlie√üend von einer komplett neuen Art bewohnt.

Neu im Bestand sind Langschwanzhäher (Calocitta formosa), sowie ein verletzter Star und eine Amsel. Der Langschwanzhäher lebt im letzten Käfig der Fasanerie. Amsel und Star zusammen mit dem Chinesischen Ringfasan.

Nicht gesehen habe ich die Schraubenziegen. Ihr Gehege wird zusätzlich von den Blauschafen bewohnt. Ob die noch im Bestand sind, kann ich nicht sagen.

Kleinere News:

Die Schopftauben sind von der Australienvoliere am Eingang in die Fasanerie gezogen.

Die Halsbandwehrvögel bewohnen leben zusammen mit den Ameisenbären. Die Marabus sind nun auf der Zebraanlage.
(02.01.2011, 20:59)
Liz Thieme :   Schlechte Nachrichten aus dem Raubtierhaus. Ranga ist aus ungekl√§rter Ursache querschnittsgel√§hmt. Es wird angenommen das Mutter Cindy sie am R√ľckenmark verletzt hat. Derzeit bekommt sie Physio, doch wenn dies nicht den gew√ľnschten Erfolg bringt, muss die Kleine leider eingeschl√§fert werden.
(28.12.2010, 19:21)
Holger Wientjes :   Alles klar ! Danke !
(16.12.2010, 08:51)
Frithjof Spangenberg :   @Holger Wientjes: Die fehlenden Halter findest Du in der Zootierliste bei den unterartreinen "szechuanensis".
(16.12.2010, 08:13)
Holger Wientjes :   Das Halle jetzt auch Blauschafe zeigt, finde ich klasse ! In der PM auf der Homepage des Zoos ist von 12 Zoos in Europa die Rede, die die Tiere halten. In der Zootierliste sind aber bur 6 aufgef√ľhrt. Sind da wohl noch einige osteurop√§ische/russische Parks dabei, die die Art halten... ?
(16.12.2010, 05:11)
Oliver Jahn :   Ich bin sehr gespannt auf die neue Anlage und ihre Bewohner. Somit wird diese wirklich sehr sch√∂ne Ecke im Zoo noch deutlich aufgewertet.
(15.12.2010, 20:14)
Liz Thieme :   Die Blauschafe sind inzwischen im Zoo angekommen. Es handelt sich hierbei um 2,2 Tiere. Die adulten B√∂cke kommen aus dem Zoo de Lunaret in Montpellier, und die beiden Weibchen aus dem Tierpark Berlin.

Die junge Tigerin wurde auf den Namen Ranga getauft.
(15.12.2010, 19:57)
Liz Thieme :   Das Tigerjungtier muss inzwischen zugef√ľttert werden, was die Mutter gut tolleriert. Zum Gl√ľck kann die Kleine so bei der Mutter bleiben.
(12.12.2010, 14:20)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Mir w√ľrde sich jedenfalls ansonsten nicht recht erschlie√üen, was an den Nebengehegen sanierungsbed√ľrftiger gewesen sein sollte als am Markhorgehege; schlie√ülich handelt es sich doch um den selben Felshang, der nur durch Trennz√§une unterteilt und in allen Teilen seit ewigen Zeiten mit Paarhufern besetzt ist. Ich nehme jedenfalls Wetten an, dass auch das Markhorgehege demn√§chst saniert und terrassiert werden wird (auch wenn ich es vom Optischen her schade f√§nde). Frage ist, ob sich dann nicht auch die jetzigen Markhore aus dem Tierbestand verabschieden werden. Die bisher sanierten Gehege nebenan haben schlie√ülich auch einen komplett neuen Huftierbesatz bekommen bzw. werden ihn demn√§chst bekommen.
(24.11.2010, 16:54)
Ralf Seidel :   @Michael Mettler, Tschuldigung, da war doch noch was...
Ob die Anlage auch noch umgestaltet wird, kann ich auch nicht sagen, aber mal nachfragen. Im Moment sehen die Gehege schon sehr unterschiedlich aus, einerseits die terrassierten "Neuanlagen", gegen√ľber dem Gehege im "Urzustand" (sch√∂n zu sehen auf dem von Oliver am 24.05. eingestellten nachkolorierten Foto).
(24.11.2010, 14:01)
Liz Thieme :   Heute kam nun die Pressemitteilung des Zoos bez√ľglich der Jungtigerin. Cindy hatte die Zuchterlaubnis wieder erhalten, nach dem das Rare Species Conservation Centre in Sandwich Interesse an Nachzuchten anmeldete. Daraufhin wurde Cindy das Hormonimplantat entfernt und am 20.10. kam dann das Weibchen zur Welt.
(23.11.2010, 19:42)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Ich dachte auch mehr an ein Projekt f√ľr das kommende Jahr, nicht unbedingt noch jetzt, kurz vor Winterbeginn.
(12.11.2010, 19:16)
Ralf Seidel :   @Michael, so wie es derzeit ausschaut, wird da im Moment nichts dran gemacht. Von Baustelle ist nichts zu sehen, lediglich die Hinweisschilder auf die kommenden Bewohner
(12.11.2010, 18:03)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Soll denn das Markhorgehege als letztes in der Gehegereihe auch noch saniert werden, wie wir ja weiter unten schon mal andiskutiert hatten?
(12.11.2010, 17:41)
Ralf Seidel :   @Holger, Blauschafe SIND auf jeden Fall klasse !
F√ľr eine Besetzung w√§re ja so ziemlich alles an Gebirgswiederk√§uern in Frage gekommen - Wildschafe oder -Ziegen, Takins, Tahre usw. Da hei√üt es dann abw√§gen in Sachen Attraktivit√§t, Verf√ľgbarkeit, sicherheitsrelevanten Fragen. F√ľr eine Takinhaltung beispielsweise h√§tte man die Anlage mit einigem finanziellen Aufwand sicherlich noch umbauen m√ľssen.
Blauschafe sind in jedem Fall eine gute Wahl.
(12.11.2010, 16:39)
Holger Wientjes :   D√ľrft ihr denn verraten was zuvor geplant war ? Blauschafe finde ich auf jeden Fall klasse !
(12.11.2010, 14:06)
Ralf Seidel :   @Ronny, die Liste der europ. Halter ist ja recht √ľbersichtlich und da der Zoo gute Verbindungen nach Friedrichsfelde hegt vermute ich mal...
@Alexander, bei der Neubesetzung derartiger Anlagen wird es in der Entscheidungsfindung immer ein Pro und Contra einer jeweiligen Art geben, der Zoo hat sich f√ľr die Blauschafe entschieden. Die k√ľnftigen Bewohner werden den Besuchern auf den Gehegeschildern bereits angek√ľndigt.
(12.11.2010, 13:36)
Alexander Fuchs :   Blauschafe??? Sch√∂n, dass freut mich.
Im Gespräch war ja etwas anderes...

Der Besucherr√ľckgang d√ľrfte wohl auch am fehlen von Jungtieren im Raubtierhaus sein (jetziges Tigerjungtier ausgenommen)!
(12.11.2010, 05:57)
Ronny :   Toll..sch√∂n, dass es Blauschafe in Halle geben wird.
Woher kommen die Tiere?
(11.11.2010, 19:06)
Ralf Seidel :   Abgerechnet wird ja immer zum Schluss, sprich am Jahresende - die Besucherzahlen der vergangenen 2 Jahre werden aber wohl nicht erreicht. Neben dem lausigen Wetter in diesem Jahr d√ľrfte besonders auch die Schlie√üung des Hauses der Totenkopf√§ffchen negativ zu Buche schlagen, die sind und bleiben nun mal Besucherlieblinge.
(11.11.2010, 17:27)
Bj√∂rnN :   Sch√∂n zu sehen, dass Halle seinen Paahuferbestand aufstockt und weiter veredelt.

Gibt es schon Prognosen bez√ľglich der Besucherzahlen im Jahr 2010?
(11.11.2010, 17:02)
Ralf Seidel :   In die sanierten Berggehege am Lamahaus werden nun demn√§chst Blauschafe (Pseudois nayaur) einziehen.
(11.11.2010, 13:14)
Niedersachse :   Im Zoo gibt es wieder ein Tiger-Jungtier. Erst wenige Tage alt, aber es gibt schon einen Abnehmer.
(07.11.2010, 12:39)
Liz Thieme :   Sehr sch√∂n. Wieder eine Stufe weiter. :)
(29.10.2010, 16:27)
WolfDrei :   Aus Halle erhielt ich gerade die Nachricht, da√ü nunmehr der Malayische Tigerkater "sauber" ist, also wirklich P.t. jacksoni ist. Die Unsicherheit lag in der Gro√ümutter. Der Zoo Melakka hat den Nachweis der Echtheit erbracht.
(29.10.2010, 15:10)
Ralf Seidel :   Die Zucht der S√ľdpudus im Bergzoo hat sich in der Tat hervorragend entwickelt und d√ľrfte neben der Zucht im "Stammhaus Wuppertal" zu den erfolgreichsten z√§hlen.
Seit Mitte der 90er Jahre wird diese Tierart auf dem Reilsberg gehalten, angefangen hatte alles mit eingestellten Männchen aus Wuppertal und Köln.
Ebenfalls erfreulich, dass schon seit einiger Zeit an der Sanierung des Hauses der Totenkopf√§ffchen gearbeitet wird. Trotz angespannter Haushaltlage hat die Stadt entsprechende Mittel freigegeben, um das Haus m√∂glichst schnell wieder in Betrieb nehmen zu k√∂nnen. Vorgesehen ist eine Glas-Stahl-Aluminium-Konstruktion, auch in der Pr√§sentation soll sich einiges √§ndern. Die Gruppe ist derzeit im alten Elefantenhaus untergebracht und damit f√ľr die Besucher nicht zu sehen.
(26.10.2010, 13:13)
Holger Wientjes :   Super Neuigkeiten ! Gl√ľckwunsch nach Halle !!! Geschlecht ist, denke ich mal, noch nicht bekannt ?!
(26.10.2010, 10:05)
Oliver Jahn :   Es gab wieder Nachwuchs bei den Pudus. Jungtier Nr. 23 wurde am 04.10.2010 geboren.
(24.10.2010, 19:49)
Liz Thieme :   Also am 27.8.2010 wurde der Nachwuchs geboren. Vor zwei Jahren (2008) hat die Studie angefangen. Als Tragzeit sind je nach Quelle 6-9 Monate angegeben.

Ich finde das toll, dass es diese Studie gibt und dass der Zoo dies durchf√ľhrt bzw. die Uni die Untersuchungen √ľbernimmt.
Nur nach meiner Erfahrung, sollte man die Ergebnisse aus den Untersuchungen, schon recht zeitnah in seine Datenbanken einpflegen.
Mich w√ľrde das Vorgehen der Uni interessieren.
Nat√ľrlich ist erst einmal zu kl√§ren, ob man solch eine Ver√§nderung feststellen kann, denn bei manchen Tieren kann man dies am besten kurz nach der Befruchtung oder kurz vor der Niederkunft erst feststellen.
Allerdings wenn man aus dem Kot das Hormon extrahieren kann und es eine messbare Veränderung zu entsprechenden Zeiten (unbefruchtet, befruchtet (Stadien), Eireifung/-sprung) gäbe, sollte sich doch im Grunde eine physiologische Veränderung des Körpers abgezeichnet haben durch irgendeine Veränderung im Hormonhaushalt.
.
Da kriege ich doch wieder Lust eine praktische Zeit im Labor zu verbringen :)
(12.10.2010, 22:30)
Oliver Jahn :   Endlich hat es geklappt!
Im Zoo Halle ist das erste Faultier geboren.
Hier der Artikel aus der MZ:
Halle (Saale)/MZ. Tr√§gheit ist ihr Markenzeichen. Kaum ein Zoo-Besucher k√§me wohl auf die Idee, ein schlafendes Faultier l√§nger als f√ľnf Minuten zu studieren. Doch jetzt kann sich das im Zoo Halle lohnen. Wenn sich Faultierdame Charlotte nach ihren Tiefschlaf-Attacken gen√ľsslich rekelt, schaut hin und wieder was aus ihrem Fell: ein √Ąrmchen, ein Beinchen; mit Gl√ľck eine gesamte Mini-Ausgabe.
Erstmals ist dem halleschen Zoo die Nachzucht eines Zweifinger-Faultiers gegl√ľckt. Und Zoo-Biologin Jutta Heuer ist voller Freude. Denn nur etwa zwanzig Geburten pro Jahr werden aus allen europ√§ischen Zoos vermeldet, wovon wiederum nur zwei Drittel der Tiere √ľberleben, sagt sie.

Wie schwierig solch eine Nachzucht ist, hat sich bei Charlottes Gehege-Kollegin Paula gezeigt. Das mit 41 Jahren √§lteste Zweifinger-Faultier Europas hatte zeitlebens nur zwei Geburten. Ihre Babys √ľberlebten nicht. L√§ngst √ľber den Berg ist jedoch Charlottes Z√∂gling, der am 27. August mit rund 500 Gramm zur Welt kam und zum Faulenzen verdonnert ist. T√§glich schlafen die Tiere, die im s√ľdamerikanischen Regenwald beheimatet sind, rund 15 Stunden. Am Freitag wurde nun auch der s√ľ√üe Fratz geweckt und von Tierarzt Jens Thielebein gewogen. Er brachte schon fast einen Kilo auf die Waage.

An Charlottes Muttergl√ľck sind gleich zwei wissenschaftliche Gl√ľcksmomente gekn√ľpft. Ohne zu wissen, dass das 25 Jahre alte Faultier √ľberhaupt schwanger werden w√ľrde, hatte die Veterin√§rmedizinerin Susanne Troll vor zwei Jahren mit einer Langzeitstudie begonnen. Im Rahmen ihrer Promotion bestimmte die 29-J√§hrige anhand von Charlottes Kot-Proben vor und in der Zeit der Schwangerschaft den Sexualhormon-Haushalt des Weibchens. Aus diesen Messreihen, so Troll, werden sich erstmals √ľberhaupt Voraussagen zur Schwangerschaft und Tr√§chtigkeitsdauer von Faultieren treffen lassen. Uni-Veterin√§r Jens Thielebein, der die Studie anschob, erhofft sich eine wissenschaftliche Sensation. Denn die Auswertung von Daten beginnend vor der Befruchtung √ľber den gesamten Schwangerschaftszeitraum bis zur Geburt sei weltweit erstmals gelungen.

Der zweite wissenschaftliche Gl√ľcksmoment geh√∂rt Thielebein ganz allein. Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat die Paarung zwischen Charlotte und dem Faultier-Mann Toni miterlebt. "Es dauerte nur 30 Sekunden", meint der Tierarzt. Und es sah - na, ja - wohl mehr nach Kuscheln als nach wildem Sex aus. Rund ein Jahr wird es dauern, bis das Jungtier eigene Wege geht - oder besser gesagt: selbst√§ndig faulenzt.

(10.10.2010, 18:32)
Michael Mettler :   Statt gleichzeitig mit zwei nahe verwandten und f√ľr Normalbesucher nicht recht unterscheidbaren Arten den Grundstein f√ľr eine durchgehende Opossumhaltung zu legen, w√§re es wohl sinnvoller, nur eine davon und dann auf breiterer Gr√ľnderbasis zu etablieren. Sechs europ√§ische Halter mit Nordopossums bieten daf√ľr dann aber bessere Voraussetzungen als ein "europ√§isches Einzeltier" in Halle. Auch wenn wohl zumindest die Tiere der drei d√§nischen Haltungen verwandt sein d√ľrften, machen Importbem√ľhungen um blutsfremde Nordopossums m.E. eher Sinn als um weitere S√ľdopossums, die dann mit ihren n√∂rdlichen Verwandten um eine nahezu identische Planstelle bei zuk√ľnftigen Haltern in Konkurrenz treten w√ľrden.
(27.07.2010, 08:26)
Alexander Fuchs :   Wenn man die Geschichte kennt, des Opossums, dann braucht es kein Partner. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal und gut ist. Warum mehr??? Man hatte die per. Hasenmaus und nun das Opossum und wer weis was in Zukunft kommt...
(26.07.2010, 23:34)
Bj√∂rnN :   Gibt es denn eine Option auf einen Partner f√ľr das S√ľdopossum??

Immerhin sind die Tiere nicht gerade mit langem Leben gesegnet.
(26.07.2010, 22:09)
Oliver Jahn :   Aber gern doch...
(26.07.2010, 22:06)
WolfDrei :   Nix anbei - Herr Jahn wird helfen
(26.07.2010, 09:39)
WolfDrei :   Den Gegebenheiten geschuldet nur ein schnelles Durchlaufen des Zoos - erfreulich wie immer. Dem Ameisenb√§rennachwuchs geht es gut, auch dem Sakibaby - die Faultiere geben sich aber noch ihrer Faulheit hin. Noch kein Nachwuchs. Anbei meine Begehrlichkeit:Didelphis marsupialis
(26.07.2010, 09:22)
Alexander Fuchs :   P.S. Sollte eigentlich "erster Halter in Deutschland" hei√üen.
(24.07.2010, 13:51)
Alexander Fuchs :   Da ich mich ein wenig mit dem Thema V√∂gel auseinander setze, habe ich im Buch Papageikunde von von Werner Lantermann etwas endeckt. Der Zoo Halle war der erste Halter von einem Borstenkopf. Er soll 1925 in den Zoo gekommen sein. Vermutlich mit dem Import von 2 Flughunden am 27.03 aus Neuguinea (Chronik 1, S. 97). Anscheinend hat er auch nicht lange √ľberlebt, da in der Chronik nichts zu finden ist.
(24.07.2010, 13:15)
Alexander Fuchs :   Nicht nur ein Ameisenb√§r wurde geboren, erw√§hnenswert sind auch ein Kugelg√ľrteltier (Elterntiere Import), ein Yak, sechs Westkaukasische Steinb√∂cke, ein Weisgesichtssaki. Weiter Jungtiere werden bei den G√∂ttinger Minischweinen, Yaks und das ist auch schon offiziell bei, den Faultieren erwartet


(04.07.2010, 07:55)
Ralf Seidel :   Erfreulichen Nachwuchs gab es am 20.05. wieder bei den Gro√üen Ameisenb√§ren. Das Jungtier ist weiblich und mittlerweile das 3. Baby von Stella und Pedro. Das erste Jungtier, ebenfalls ein Weibchen, wurde abgegeben an den Zoo Dortmund, der zweitgeborene Bonito lebt seit Dezember 2009 im s√ľdenglischen Warminster. Dort soll er im Rahmen des EEP seinen Beitrag f√ľr eine neue Ameisenb√§rzucht leisten, die halleschen Elterntiere stammen direkt aus S√ľdamerika und sind somit f√ľr das Erhaltungszuchtprogramm sehr wertvoll.
(14.06.2010, 12:57)
Liz Thieme :   Wenn ich durch Glas gehen k√∂nnte, dann w√§re es hier ein Zoo wo ich es gerne tun w√ľrde. Aber die Jaguare wurden dann doch vom Glas vor meinem Kuschelwunsch gesch√ľtzt. "Lady Bird" und "Muppet" sind sehr h√ľbsche Tiere, wobei sie sehr zierlich ist. Und vielleicht gerade deswegen ganz besonders wirkt - noch eleganter und katzenhafter als "Norm"-Jaguare. Von ihrer Wirkung w√ľrde ich sie mit "Malea" der Frankfurter Sumatratigerin vergleichen. Meinetwegen k√∂nnte man ihre Nachbarn durch andere Katzen [ich glaub es g√§be da den Puma als Wunschkandidaten ;-)] austauschen, wobei die dritte Gro√ükatzenart dann wieder mein Herz erfreuen l√§sst. "Girl" w√ľrde ich als typischen Vertreter der Malayischen Tiger ansehen. Wobei mir "Cindy" durch ihre markante Streifung mehr zusagt. Schade, dass "Sompon" mit seinen Frauen, genauso wie die Jaguare derzeit nicht mehr z√ľchten d√ľrfen. Insgesamt tolle Tiere.
Nach weiteren Umbauideen die im Kopf rumspuken habe ich dann die aktuelle Baustelle bei den Bergtieren begutachtet. Sie ist noch nicht ganz vollendet, aber ich denke die Tiere werden ihre Anlage gut annehmen. Klar ist diese Treppenstrukturierung so ganz anders als die eher typischen Naturgesteinanlagen Halles, aber schrecklich finde ich sie auch nicht. Und sie hat weiterhin eine gute Struktur f√ľr Hang-Tiere. Ich erinner da mal an die Bergtieranlagen in Berlin, wo eine flache Ebene vorherrscht und ab und an paar Steine liegen, am besten so viele Felsbrocken wie Tieranzahl... Aber trotz dieser Treppenumstrukturierung empfinde ich es nicht als st√∂rend, dass dort die Anlage anders gestaltet wird. Ich denke, dass nach Beendigung der Arbeiten und Einwuchszeit (ich gehe noch etwas von Begr√ľnung aus) und Einlebzeit der Tiere sich die Anlage ins Bild von Halle als nat√ľrlicher Zoo eingliedert. Ich finde nicht, dass Halle durch solche Arbeiten zum Kunstzoo verkommt.
Dies ist auch was ich am ganzen Zoo mag, diese Natur, sch√∂n viel gr√ľn und kaum Kunstfels. Einzig st√∂rend finde ich die Elefantenanlage und das Elefantenhaus von innen, da ich diese Betonplatten nicht mag. Und sie eher wie ein Klotz wirken. Trotzdem ist es als Mehrzweckhaus gut durchdacht (soweit ich das vom Besucherraum aus sagen kann), wobei ich mir andere Tiere w√ľnschen w√ľrde, welches aber leider dort nicht geplant ist. Leid tun mir nur die Pfleger bei den Putzarbeiten, die haben es dort wesentlich schwerer als in den anderen H√§usern Deutschlands.
Ein weiterer absoluter Freupunkt waren die sehr aktiven Binturongs, die sehr neugierig sind und man so wieder in die Versuchung ger√§t. Aber bei solchen Tieren ist das nun mal auch kein Wunder. Ist euch mal aufgefallen das Binturongs wirken wie Kragenb√§ren gemixt mit Beutelteufeln und Panther sowie Ayays?! √Ąhnlich √ľberrascht in der Friedfertigkeit hat mich der Kea, die ich aus Stuttgart als sehr hackfreudig kenne. Doch hier lies er sich seelenruhig kraulen ohne mit dem Schnabel auch nur irgendeine Aktivit√§t anzudeuten.
Eine Aufgabe wartete dann noch im Krokodilhaus auf mich und ich habe das Beweisfoto - es gibt sie noch!
Insgesamt finde ich den Zoo schön und kann mir gut vorstellen ihn öfters zu besuchen, um weitere schöne Momente dort zu erleben. Es ist auf jeden Fall ein Zoo den man genießen muss, und das kann man sehr gut, und bei dem man nicht die Gehege abhaken darf. Denn sonst verpasst man sehr viel.

(13.06.2010, 21:30)
Ralf Seidel :   @Michael, nun mal nicht so pessimistisch...
Die Fragen nach der "Haltbarkeit" des Schimpansenhauses wurden auch in der hiesigen Tagespresse bereits erörtert, ist ja auch nicht sooo abwegig.
Nach Zooangaben wurde allerdings anderes Holz verwendet als bei den Totenkopf√§ffchen (der Bau wurde ca. 8 Jahre sp√§ter in Betrieb genommen), die Hauskonstruktion ist auch eine durchweg andere. So ist im Schimpansenhaus auch eine L√ľftung √ľber den Dachfirst m√∂glich, an hei√üen Tagen kann zus√§tzlich die gro√üe Glasscheibe, welche Au√üen- und Innenanlage r√§umlich trennt, aufgefahren werden. Damit ist in jedem Fall eine bessere Luftzirkulation schon mal gegeben. Ganz von der Hand zu weisen sind deine Bedenken nat√ľrlich nicht.
Und ansonsten hast du wahrscheinlich noch nie erlebt, wenn sich ein ausgewachsener Totenkofaffenmann voller Inbrunst gegen die Besucherscheibe schmei√üt.Das d√ľrfte eine bleibendes Erlebnis darstellen - zumindest f√ľr den Affen...))
(01.06.2010, 13:22)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Hoffen wir vor allem, dass die Innenanlage so lange durchh√§lt... Die Luftfeuchte im Haus ist wahrscheinlich nicht wesentlich geringer als bei den Totenkopf√§ffchen, es wurde viel Holz verarbeitet (z.B. als Pfeiler zwischen den gro√üen Glasscheiben), und auf dem Boden des Besucherraumes liegt teilweise Rindenmulch. Bei mir im Garten brachte der unmittelbare Kontakt mit Feuchtigkeit speicherndem Mulch auch ohne Gew√§chshausklima druckimpr√§gniertes Holz (darunter dicke Pfosten einer Terrassenpalisade) innerhalb weniger Jahre zum Durchfaulen - fiel mir erst auf, als ich zuf√§llig etwas Mulch zur Seite kratzen wollte und dabei mit dem Spaten bis zur H√§lfte in den Pfosten hineinrutschte...

Nicht, dass da nach dem Totenkopfäffchenhaus schon der nächste Sanierungsfall eines relativ neuen Gebäudes droht. Immerhin sitzen hier keine leichten Kleinaffen hinter dem Glas, sondern enorm kräftige Menschenaffen.
(31.05.2010, 22:09)
Ralf Seidel :   Seit knapp einer Woche hat Schimpansendame Bangi wieder Gesellschaft. Schimpansenmann Sebastian kam aus dem Tiergarten Straubing an die Saale und soll k√ľnftig mit ihr das Gehege teilen. Die Aneinandergew√∂hnung verlief bisher harmonisch, die 36j√§hrige Schimpsansin und ihr 2 Jahre j√ľngerer neuer Partner verstehen sich offenbar recht gut miteinander. Nach dem pl√∂tzlichen Tod von Schimpansenmann Satcho war der Zoo auf der Suche nach einem passenden Partner f√ľr Bangi. Mit dem Sachsenr√ľpel Unyoro aus dem benachbarten Leipziger Zoo klappte das leider nicht, nach anf√§nglicher Harmonie war hier bald Schluss mit lustig. Er attackierte die √§ltere Dame, das Paar musste wieder getrennt werden. Hoffen wir, dass diesmal alles klappt und die beiden reiferen Schimpansen in Eintracht noch viele Jahre in ihrer sch√∂nen Anlage verbringen k√∂nnen.
(31.05.2010, 13:04)
Oliver Jahn :   Nun, dann warten wir mal ab, was da noch kommt. Immerhin wird die Anlage durch die neuen B√§ume etwas begr√ľnt und dadurch in ein paar Jahren auch f√ľr die Tiere etwas mehr Schatten haben.
(25.05.2010, 19:03)
Michael Mettler :   @Oliver: Aus optischen Gr√ľnden stimme ich dir voll und ganz zu. Aber man darf eben dabei nicht vergessen, dass dort seit fast hundert Jahren ununterbrochen Intensivhaltung von Gebirgswiederk√§uern betrieben wird, was f√ľr den Naturboden (und damit auch f√ľr die Tiere) vielleicht nicht ohne Folgen blieb.

Noch ist das Mufflongehege ja nicht fertig, vielleicht kommen noch Felshaufen hinein...?
(25.05.2010, 09:07)
Oliver Jahn :   Einen Anlass zur Bodensanierung wird es fr√ľher oder sp√§ter vielleicht √ľberall einmal geben. Die Frage ist, wie man das dann macht. Und da h√§tte ich mir eine Variante gew√ľnscht, die dem Originalgehege in seiner Bergstruktur etwas n√§her kommt. Schlie√ülich sind es genau diese nat√ľrlichen Berggehege, die den Zoo Halle ber√ľhmt gemacht haben.
(24.05.2010, 23:31)
Michael Mettler :   @Oliver: Vielleicht gibt es dort keinen Anlass f√ľr eine Bodensanierung und am Lamahaus schon...?
(24.05.2010, 22:16)
Oliver Jahn :   @Michael, das w√ľrde ich noch mehr bedauern. Was kommt dann als n√§chstes, die Steinbockanlage?
(24.05.2010, 22:13)
Michael Mettler :   Ich sch√§tze, eine entsprechende Umgestaltung des Markhor-Geheges wird noch folgen, dann h√§tte sich das mit dem Kontrast ohnehin erledigt...
(24.05.2010, 22:05)
Mel :   Ah ok,das macht dann Sinn, danke f√ľr die Aufl√∂sung ich hatte mich echt eben gewundert.
(24.05.2010, 21:38)
Oliver Jahn :   @Mel, jetzt hast du es echt geschafft, mich ein paar Sekunden zweifeln zu lassen! ;-)
Aber im Original konnte ich es erkennen. Rings um den Aussichtsturm sind Strahler, die den Turm wohl Nachts anleuchten. Das ist einer davon. :-)
(24.05.2010, 21:29)
Mel :   Seh ich das eigentlich richtig??? Wer von den Hausbewohnern hat den einen Fernseher oder wozu die Satellitensch√ľssel ;-)
(24.05.2010, 21:10)
Oliver Jahn :   Die Renovierung der Mufflon-Anlage geht voran. Allerdings erschlie√üt sich der Sinn dieses Umbaus nicht so ganz. Die Anlage wird stark terrassiert, etwas, was praktisch f√ľr die Tierpfleger ist, den Mufflons allerdings nicht viel bringt. Au√üerdem empfinde ich pers√∂nlich den Umbau etwas schade, denn der f√ľr Halle charakteristische Stil der Natursteingehege f√ľr seine Bergwiederk√§uer geht hier schon etwas verloren. Gerade mit der Markhor-Anlage daneben empfinde ich den Kontrast als etwas sehr stark. Und ob die Mufflons nun auf den Terrassen besser leben, als auf dem nat√ľrlichen Porphyrboden, das ist eher fraglich.
Zur besseren Ansicht das ganze mal in Farbe.
(24.05.2010, 21:06)
Michael Mettler :   @Ronald Masell, zu deiner Frage nach den Orpingtons: Am Stall bzw. durch dessen T√ľrchen innen habe ich zwei St√ľck gesehen, eine sehr bunte Henne und den Kopf eines Tieres, das wahrscheinlich dem von Ronny unten dokumentierten Farbschlag entspricht (habe mir die genauen Bezeichnungen noch nicht rausgesucht). Der nebenstehende Hahn stand auf der gro√üen Wasservogelanlage, aber den h√§tte ich eher f√ľr ein Sussex gehalten. WENN der eigentlich zum Saubucht-Besatz geh√∂rte, hat er diese jedenfalls nicht sonderlich belebt :-)

√úbrigens ist das S√ľdopossum am Haus als Zentralamerikanisches Opossum ausgeschildert, was ich aufgrund seiner Herkunft recht konsequent finde, denn die Art ist ja nicht das s√ľdlichste aller Opossums.
(24.05.2010, 20:50)
Oliver Jahn :   @Alex, die Mufflons sind auf der R√ľckseite des Lamahauses untergebracht! Da muss ich dem Hallenser erkl√§ren, wo seine Tiere stehen! ;-)
@Ralf, du nun wieder...Gorale...ich war ja bescheiden und hatte lediglich auf die Wiederkehr der Tahre gehofft.
(16.04.2010, 18:00)
Ralf Seidel :   @Alexander, soweit ich mich entsinnen kann, warst du am Tag der Zoof√ľhrung f√ľr die Tierpaten ja mit dabei - und da hatte ich an Frau Heuer ja schon die Frage gestellt...
Sei`s drum, warten wir einfach mal ab. Fraglos w√ľrde ich mich auch mehr dr√ľber freuen, wenn beispielsweise Gorale wieder auf den Reilsberg ziehen w√ľrden - na und den Oliver erst...)
(16.04.2010, 16:38)
Alexander Fuchs :   W√§re wohl dann die modernste Anlage f√ľr Mufflons... und so viel M√ľhe :)
Ein Schelm und so weiter!

Ich habe eine komische Vorahnung, dass dort kein Mufflon einzieht. Die Mufflons d√ľrften auch gar nicht mehr im Zoo sein oder sind die momentan woanders untergebracht?
(16.04.2010, 15:51)
Ralf Seidel :   @Oliver, schon - aber wir bleiben doch Optimisten...)
(16.04.2010, 13:39)
Oliver Jahn :   @Ralf, schade eigentlich, denn die Arbeiten dort sehen nach deutlich mehr, als nach einer Sanierung aus. Da werden Mauern eingezogen und tiefe L√∂cher gegraben, aber schauen wir halt mal, wie die Mufflons dann untergebracht werden. Man h√§tte ja auch mal auf eine andere Art umstellen k√∂nnen. ;-)
(16.04.2010, 13:32)
Ralf Seidel :   Um noch einmal auf die von Oliver Jahn angesprochenen Arbeiten am mittleren Gehege des Lamahauses (Mufflons) zur√ľckzukommen: Die Anlage wird im Moment einfach nur saniert und hergerichtet. Das gleiche geschah ja schon mit der jetzigen Alpaka/Quessantschafanlage, auch hier wurden letztes Jahr schon einige Ausbesserungen vorgenommen. Im Anschluss sollen wohl erst mal die Mufflons wieder hier einziehen...
@Oliver, im Moment erst mal also nichts wirklich Aufregendes - hättest du die Frage am 1. April gestellt, ja dann...
(16.04.2010, 13:18)
Alexander Fuchs :   @Ralf & Oli Dann darf der J√ľngling auch noch was sagen, dass nennt man dann wohl jugendlicher Leichtsinn ... oder das letzte Wort haben :)
An der Saubucht hat man die Vegetation nicht ausgelichtet ;) Es w√§re w√ľnschenswert, denn dann kann man das tolle Panorama auch im Sommer betrachten :P

Was in Zukunft mit der Saubucht passiert muss man abwarten, vllt. gibt es ja eine Nachnutzung mit Schweinen, als Haustierform.

@Ralf "Ja Alex, da haben" hähhh? Habe ja schon viel gehört, dass man im Alter einiges vergisst, aber gleich ganze Sätze ;)



(15.04.2010, 16:51)
Ralf Seidel :   @Oliver, ja
(15.04.2010, 14:38)
Oliver Jahn :   @Ralf, wei√üt du, was da gerade im Mufflongehege gebaut wird?
(15.04.2010, 14:18)
Ralf Seidel :   @Oliver Jahn & Alexander Fuchs (klingt wie`n Volksmusikduo), inwieweit die jetzige L√∂sung "Saubucht" Bestand haben wird wird sich zeigen, im Moment sicher nicht die schlechteste L√∂sung. Die fehlenden Einz√§unungen vermisse ich derzeit auch nicht, perspektivisch w√ľrde ich mir aber auch eine Wiedernutzung mit trop. Schweinen vorstellen, die Au√üenanlage bis links vom Ententeich vorgezogen. Dar√ľber hatten wir ja auch schon diskutiert. Die Wei√üb√§rte oder Babirusas f√§nde ich auch spannend, Visayas w√§ren auch ne Option. F√ľr Pumas UND Schneeleoparden sollte sich da noch woanders ein Pl√§tzchen am Hang finden, man darf ja mal tr√§umen...Die derzeit gute Sicht auf die Saubucht ist √ľbrigens wirklich nur der noch fehlenden oder ausgelichteten Vegetation zuzuschreiben, im Sommer sieht man da kaum was davon - ob mit oder ohne Gitter. So Alex, du siehst, die gesetzteren Herren w√§ren sich mal wieder einig, was ja so selten nicht vorkommt. Ich nenne das dann immer die Reife und Gelassenheit des √Ąlteren, mein Chef nennt das bei mir dann Altersstarrsinn...))




Ja Alex, da haben
(15.04.2010, 13:28)
Oliver Jahn :   @Alex, die Gedankenspielchen hatten wir schon mal, und da fallen mir einige Ecken ein, die man f√ľr Pumas nutzen k√∂nnte, die Saubucht hingegen h√§tte ich gern in ihrer alten Bestimmung gesehen. Wo z.B. bleiben die unz√§hligen Nachwuchstiere der Wei√übartpekaris aus dem Zoo Berlin? Und wenn ich mir dort die Haltung der Hirscheber ansehe, dann k√∂nnte das Halle auch.
Die Sicht vom Ententeich noch oben, die war allerdings noch nie von den Gittern der Saubucht behindert, denn diese standen ja hinter der Mauer, die den Teich von hinten begrenzt. Dass man jetzt dort so weit nach oben schauen kann, liegt m.E. eher daran, dass zum einen die B√ľsche noch nicht gr√ľn sind, zum anderen aber wohl im Zoo sehr gr√ľndlich ausgeholzt wurde. Denn auch an anderen Stellen sieht man sehr deutlich, dass man dem "Heiligen" Flieder ganz sch√∂n zu Leibe ger√ľckt ist. Allein um das Reilsgrab herum hat man jetzt in Richtung Turm einen komplett neuen Blick.
Gibt es eigentlich schon Infos, was mit der Mufflonanlage passiert? Das sieht ja dort nach richtig großen Arbeiten aus.
(14.04.2010, 21:29)
Alexander Fuchs :   @ Oli Es ist richtig, das die Gitter, das Haus versperrt haben. Deshalb finde ich es ja jetzt so sch√∂n, ohne diese "St√∂rbarikaden". Ich pers√∂nlich emfinde es als Aufwertung der Parklandschaft. Gerade die Sicht vom Ententeich nach oben. Dieser ist so klasse und wirklich toll anzuschauen.
Mit der Nutzung/ Nachnutzung bin ich auch nicht ganz zufrieden und kann mir da was anderes vorstellen, au√üer Haush√ľhner. Mein Traum ist ja immer noch eine Pumaanlage, mit eingeschlossen der Gepardenk√§fig (evtl. als Mutter-/Kindstube), oben eine Aussichtplattform, Pr√§riehundanlage (jetziger Kr√§utergarten). Das w√§re f√ľr ein sch√∂ne Nutzung der Saubucht.

@ Micha :D :D :D


(14.04.2010, 21:20)
Oliver Jahn :   @Alex, ohne die Gitter sieht man das Haus besser, das stimmt wohl, von einer Aufwertung der Parklandschaft zu sprechen, finde ich allerdings schon etwas gewagt. Mir pers√∂nlich hat die Saubucht mit Gittern und vor allem mit Schweinen drin einfach besser gefallen. Wenn man alle Anlagen verbunden h√§tte, dann w√§re die Haltung einer kleineren Schweineart sicher noch m√∂glich gewesen. Ich h√§tte mir Pekaris gew√ľnscht. Unter dem 21.12.2007 ist ein Foto von mir, auf dem man die Saubucht mit Gittern sehen kann. So nun sieht sie heute ohne diese aus.
(14.04.2010, 19:59)
Ronny :   @Ronald Masell: Kann ich dir leider nicht sagen.
(14.04.2010, 10:52)
Ronald Masell :   @ronny,zu welchem Farbschlag geh√∂ren die Hallenser H√ľhner?
(14.04.2010, 10:25)
Ronny :   Damit jeder weiss wie die Halles neue Pummelchen aussehen.

Hier Orpington-H√ľhner aus dem Haustierpark Liebenthal bei Berlin.
(14.04.2010, 08:06)
Michael Mettler :   Na, wie es mit H√ľhnern eben so aussieht, wenn der Fuchs kommt ;-)
(13.04.2010, 22:25)
Alexander Fuchs :   Im Moment finde ich die Saubucht ohne Gittern ganz sch√∂n. Ein tolles Panorama, wenn man vom Ententeich hinaufschaut. Ich empfinde es sogar als Aufwertung der Parklandschaft.

Mal schauen wie es dann mit den "Pummelchen" aussieht, beim nächsten Besuch.
(12.04.2010, 17:38)
Ralf Seidel :   Im Moment wird an dieser Stelle erst mal nichts weiter geschehen. Deswegen ja auch die zweibeinigen Pummelchen, damit soll der Bereich etwas belebt werden...
(12.04.2010, 12:43)
Oliver Jahn :   Man hat die fetten H√ľhner am Karfreitag bereits hinter der T√ľr der alten Innenanlage der Wildschweine gesehen. Bleiben die Au√üenanlagen der alten Saubucht jetzt so ganz ohne Vergitterung?
(11.04.2010, 19:19)
Ralf Seidel :   Neu im Tierbestand des Bergzoos sind seit kurzem 1,1 Malaienenten. Die Tiere haben ihr Domizil in der Gro√üen Flugvoliere auf dem Bergplateau. Die V√∂gel stammen aus der Nachzucht des Cottbuser Zoos, die Art gilt als stark bedroht.
Ein weiterer neuer Vertreter aus der Avifauna sind Orpington - H√ľhner. Diese alte Haushuhnrasse aus England bewohnt das Gel√§nde der alten Saubucht. Da die Tiere doch recht massig sind und eher ungern fliegen, d√ľrften sie den angestammten Bereich kaum verlassen.
(09.04.2010, 13:08)
Ralf Seidel :   @Michael Mettler, das Tier ist klar als S√ľdopossum bestimmt.
@Oliver Jahn, wie "Freundlichkeit ist immer eine Frage der Begleitung..", soll das ne Anspielung sein - mit mir zum Beispiel kommt jeder klar..))
@Alexander Fuchs, interessant an der Geschichte ist ja die Tatsache, dass Herr Jahn erfahrungsgem√§√ü schon weit vor √Ėffnung des Gartens pr√§sent ist. Dann bis 17:30 Uhr auszuharren um auf den Ausl√∂ser klicken zu k√∂nnen f√ľr das begehrte Motiv - der Mann hat Ausdauer...))
(07.04.2010, 20:58)
Oliver Jahn :   Ach Alex, herzlich willkommen zur√ľck...und sch√∂n, dass du wieder schreibst. Ich habe das Tier nach einem super sch√∂nen Tag im Zoo um 17.30 Uhr gesehen...also nix mit vom Eingang und so...und Alex...das Tier ist ein Opossum! :-)))
(07.04.2010, 20:02)
Alexander Fuchs :   Auch ich kann mir Herrn Jahn vorstellen. Ganz hibbelig am Zooeingang und erstmal ab zum Opposuum, dabei noch drei Besucher mit der Fototasche mitgenommen und kein Opposum... :D und dann kann ih mir die Freundlichkeit vorstellen, vorher nicht ;)

(07.04.2010, 19:32)
Oliver Jahn :   Tja Ralf, das ist eben immer eine Frage der Begleitung, Freundlichkeit, wem Freundlichkeit geb√ľhrt! ;-)
@Michael, die Aussage des Zoos dazu ist ein klares Ja.
(07.04.2010, 17:33)
Michael Mettler :   Ist die Artbestimmung des Opossums eigentlich sicher? In Mexiko kommen sowohl Nord- als auch S√ľdopossum vor.
(07.04.2010, 15:21)
Ralf Seidel :   @Oliver, dass man in Halle niemanden bestechen muss, um auch mal das eine oder andere zu Gesicht zu bekommen, wei√ü ich nat√ľrlich gut genug. Stutzig werde ich nat√ľrlich bei deiner letzten Aussage. Oliver Jahn und Freundlichkeit - warum bin ich immer noch in der Lage, mich permanent √ľberraschen zu lassen...)))
(07.04.2010, 13:13)
Mel :   Okay also demn√§chst alle mit Angelina Jolie im Schleptau nach Halle ;-)
(06.04.2010, 21:25)
Oliver Jahn :   Na Herr Seidel, da w√§ren wir uns ja fast noch begegnet, dann h√§ttest du sogar gesehen, dass es in einem Zoo wie Halle auch ganz ohne Bestechung geht!! ;-) Manchmal reichen einfach auch Freundlichkeit und eine nette Begleitung! :-)
(06.04.2010, 21:19)
Ralf Seidel :   Na Herr Jahn wen haben wir denn da wieder bestochen um ein paar Opossum-Aufnahmen hinzubekommen...)))
Das Tier befindet sich seit dem letzten Jahr in Halle. Es stammt aus Mexiko, wo es neben seiner √ľberfahrenen Mutter aufgegriffen wurde. Aus Privathand kam dann das Tier nach Halle, wo es hinter den Kulissen des Zoos aufgezogen wurde. Ansonsten kann ich Olivers Schilderungen in allen Punkten unterstreichen, Stefan Waldheim und ich waren am Karfreitag Nachmittag ebenfalls im Bergzoo unterwegs. Das gastronomische Problem ist zweifelsfrei auch eines der dringendsten. Die Fertigstellung der Villa ist nun f√ľr das Jahresende vorgesehen, Problem sind nach wie vor bauliche Probleme im Inneren. Das Ganze nicht gerade billig und unter dem Aspekt des Denkmalschutzes. Dennoch wird die Fertigstellung eine entscheidende Verbesserung in der Versorgung der Zoobesucher darstellen, auch wenn dann hier schon etwas anspruchsvoller gegessen werden kann.
(06.04.2010, 13:10)
Oliver Jahn :   Und die Zwergzebus, inclusive Minischwein.
(04.04.2010, 14:42)
Oliver Jahn :   Und hier noch einmal die neuen Girgentanas. Insgesamt sind es 4 Tiere.
(04.04.2010, 14:36)
Oliver Jahn :   @Holger, wie Ralf bereits beschrieben hat, ist das Tier theoretisch im Mittelk√§fig des alten S√ľdamerikahauses zu sehen. Allerdings ist das Tier nachtaktiv, von daher ist eine Sichtung eher schwierig, bzw. man muss Menschen im Zoo treffen, die einfach so nett sind, dass sie Verst√§ndnis f√ľr so Zooverr√ľckte wie uns haben, und daf√ľr, dass wir viele Kilometer fahren, f√ľr eine Erstsichtung, und uns dann das Tier zeigen!
Ansonsten kann ich zu Halle noch sagen, dass die Girgentana-Ziegen sich sehr gut machen auf der Hinterseite des Antilopenhauses. Diese Art sticht schon ein wenig hervor. Auch die Ouessantschafe bei den Alpakas machen sich gut (nebst Jungtier). Das Mufflongehege unterhalb des Turms wird komplett umgebaut. Hier entstehen kleine Mauern im Gehege, L√∂cher werden ausgehoben, mal sehen, was das dort wird. Eine absolute Freude f√ľr mich waren die Zwergzebus im Rinderdreieck. Endlich tr√§gt dieses seinen Namen wieder zu Recht. Es sind sehr sch√∂ne Tiere, vor allem die "blaue" Kuh ist f√ľr mich eine v√∂llig neue Farbvariante bei Zwergzebus gewesen. Die beiden neuen B√∂cke bei den Kaukasiern haben noch viel Entwicklungspotential nach oben, allerdings gibt es schon einige Jungtiere. Das junge Zwergflusspferd ist ein purer Genuss! Mutter und Kind zu beobachten, das war einfach nur toll. Die Yakherde besteht jetzt aus 4 Tieren. Der Zoo war gestern sehr gut besucht, ich habe ihn selten so voll erlebt. Das allerdings zeigte um so deutlicher, wie v√∂llig unzureichend die Gastronomie ausgebaut ist. Schlangen von bis zu 50 Menschen von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr durchg√§ngig. Wartezeiten von bis zu 30 Minuten waren normal. Und das sowohl an der Gastronomie bei den Ameisenb√§ren, als auch beim Biergarten bei den B√§ren. Viele Besucher sind einfach ohne etwas zu essen oder zu trinken wieder gegangen, weil sie sich das nicht antun wollten. Also hier muss Halle dringend t√§tig werden. Mit der Reilsvilla scheint es keinerlei Fortschritte zu geben, genau so sah sie im Oktober letzten Jahres auch aus. Au√üerdem bin ich mir auch nicht sicher, ob diese Form der Gastronomie wirklich das Problem des Zoos im Bezug auf die Masse seiner Besucher l√∂st.
Ansonsten muss man aber sagen, dass der Zoobesuch sich (wie immer) wirklich wieder gelohnt hat. Auch wenn noch viele B√ľsche kahl sind, so sp√ľrte man auch gestern in Halle den Fr√ľhling im Zoo!

(03.04.2010, 11:22)
Holger Wientjes :   @Olli: Prima Fotos ! Ist das Tier denn jetzt f√ľr die Besucher zu sehen und weisst Du ob man einen Partner f√ľr das Opossum beschaffen kann/wird ?
(03.04.2010, 10:06)
Oliver Jahn :   Na gut, wegen der rosa Nase ausnahmsweise noch eines in Farbe.
(03.04.2010, 00:54)
Liz Thieme :   also die S/W-F√§rbung steht ihm irgendwie besser...wobei sein rosa N√§schen...
Trotzdem Gratulation an dich, f√ľr diese Aufnahme und ein noch bisschen gr√∂√üere an den Zoo der mit diesem Tier noch ein St√ľck besonderer wird.
(02.04.2010, 21:48)
Oliver Jahn :   Ich war heute in Halle. Hier ist es, das einzige in Europa gehaltene S√ľdopossum! Mehr zum Zoo dann morgen.
(02.04.2010, 21:44)
Ralf Seidel :   @Holger Wientjes, das Haus d√ľrften die wenigsten Besucher wirklich wahrnehmen, da musst du jetzt nicht in Verzweiflung geraten...))
Von den Besucherwegen her wird eigentlich nur die Front hinter der Pinguinanlage wahrgenommen. Das von Oliver eingestellte Foto zeigt sehr sch√∂n die Glasfront zum Einsehen der 3 Innenanlagen. 1976 zum 75j√§hrigen Bestehen des Zoos wurde dieser Komplex √ľbergeben. Die heutige Erdm√§nnchenanlage war damals das Revier der Gro√üen Ameisenb√§ren.
Auch wenn sich kaum Zoobesucher die M√ľhe machen an dieser Stelle mal zu schauen - lohnen tut sich das allemal, oft werden gerade auch neuerworbene w√§rmeliebende Tiere hier gezeigt...
(18.03.2010, 13:09)
Holger Wientjes :   @Olli: Jau danke f√ľr die Hilfe ! Habe das Haus bei unserem Besuch irgendwie nicht wahrgenommen glaube ich ! Das Foto ist auf jeden Fall hilfreich.
(18.03.2010, 10:51)
Oliver Jahn :   @Holger, das Haus ist nicht zug√§nglich,aber √ľber eine gro√üe Glasfront kann man auf der R√ľckseite des Hauses in die Innenbereiche hinein schauen. Siehr dir mal meinen Beitrag vom 16.11.2009 an, da siehst du das Haus und seine R√ľckseite.
(17.03.2010, 18:57)
Holger Wientjes :   Und da soll sich nochmal jemand √ľber den Artenschwund in unseren Zoos beschweren... ;-) Prima !

Ist das Haus f√ľr Besucher zug√§nglich ? Sagt mir gar nichts. Aber ich bin ja auch kein Halle-Kenner.
(17.03.2010, 17:27)
Ralf Seidel :   Jetzt auch f√ľr die Zoobesucher (hoffentlich)zu sehen ist ein S√ľdoppossum, ein in Zoos sehr selten gehaltener Pflegling. Dies liegt vor allem an der versteckten Lebensweise, wirkliche "Schautiere" pr√§sentieren sich da anders...
Untergebracht ist der kleine Kerl im Warmhaus hinter der Pinguinanlage im mittleren Bereich, das Ganze geschickt flankiert von der alten Zwerghippo- und der Erdmännchen-Innenanlage.
Sichtungsgarantie aber auf jeden Fall f√ľr die neue Homepage unseres hiesigen F√∂rdervereins, welche ab heute online ist.
(17.03.2010, 14:38)
Oliver Jahn :   @Ronny, Kuh und Kalb befinden sich auf der gr√Į¬Ņ¬Ĺ√Į¬Ņ¬Ĺeren der beiden Anlagen, zumindest was den Landbereich angeht, was daran liegt, dass die andere Anlage vom Pflegerbereich nicht komplett einzusehen ist. Allerdings hat dieser Bereich einen kleineren Wasserbereich. Meine Bezeichnung von Kuh- und Bullenstall ist aber nicht korrekt, denn ich habe den Bullen zwar bei all meinen Besuchen immer auf der kleineren Anlage gesehen, aus Gr√Į¬Ņ¬Ĺnden der "Gleichberechtigung" tauschen Kuh und Bulle aber normalerweise die Anlagen regelm√Į¬Ņ¬Ĺ√Į¬Ņ¬Ĺig.
(09.03.2010, 20:00)
Michael Mettler :   Und ich bin mir ziemlich sicher, zumindest den Hahn bei meinem letzten Besuch (Mai 2009, am Sonntag nach dem ASL-Forumtreffen) in einer Voliere des "Kleinraubtier"-Komplexes gesehen zu haben - und zwar in jener zwischen der Eckvoliere (Binturongs) und dem Korsak-Gehege. Ob er ausgeschildert war, wei√ü ich allerdings nicht.
(08.03.2010, 18:53)
Ronny :   Die letzte Sichtugn des Wei√ühaubenfasans war im Sommer 2007 an der Lorivoliere. Wenn ich mich nicht irre hatte ich das Gehegeschild 2008 gesehen.
(08.03.2010, 17:38)
Ralf Seidel :   @Michael Mettler, muss noch mal nachlegen - ich glaube auch, dass die Wei√ühaubenfasane in diesem Bereich schon mal ein Gastspiel hatten...
(08.03.2010, 13:56)
Ralf Seidel :   Basagten K√§fig mit den ausgeschilderten Wei√ühaubenfasanen gab es schon immer, der ist lediglich, wie Oliver richtig vermutet, im Sommer durch die Vegetation schlecht einsehbar. In diesem Komplex wurden ja fr√ľher schwerpunkm√§√üig trop. Kleinkatzen (Serval, Karakal) gehalten, heute die Binturongs nach ihrem Auszug aus dem Raubtierhaus.
@Michael, Fasane waren meiner Meinung nach nie in diesem Bereich untergebracht, √ľber einen l√§ngeren Zeitraum lebten dort in einer der Volieren Goldbugpapageien. Die z√ľchten regelm√§√üig und sind inzwischen in die Fasanerie umgezogen.
Wei√ühaubenfasane lebten fr√ľher in den Volierenkomplex, der mittlerweile der Elefantenanlage weichen musste. Danach zog das Paar zu den Papualoris auf die Stirnseite des Faultierhauses. Das schien den Loris wiederum nicht so zu behagen, da sie mit der Nachzucht aussetzten - also mussten die Wei√ühauben da wieder wech...
@Ronny, h√ľbsches Foto...
die Phelsumen bei den Sakis sind aber nicht neu, die gibt es da schon l√§ngere Zeit. Einen Freig√§nger davon gab (gibt ?) es √ľbrigens noch im Krokodilhaus, Insider wussten auch, wo der zu finden war...√úbrigens die Vorbewohner der jetzigen Baumpythonanlage im Affenhaus waren Stirnlappenbasilisken, keine Taggeckos.
(08.03.2010, 12:55)
Oliver Jahn :   Michael, meine Bemerkungen bezogen sich auch auf die Wei√ühaubenfasane. Das Schild dort ist aber garantiert neu. Zwischen Emus und Binturongs mag es den kleinen K√§fig schon immer gegeben haben, aber ausgeschildert war er garantiert nicht, denn ich bin den Weg so oft gegangen, dass mir da eine Beschilderung garantiert aufgefallen w√§re.
(07.03.2010, 18:35)
Michael Mettler :   Ich bin mir sicher, den Fasan schon mal in einer Voliere in diesem Bereich gesehen zu haben (bei den Loris aber auch). Muss mal in mein Dia-Archiv schauen, zumindest versucht hatte ich es seinerzeit mit einem Foto.

@Ronny: Ist und war aber kein Vietnam-, sondern ein Wei√ühaubenfasan (wie auch das Schild auf deinem Foto beweist. Und die "blauen Schneeg√§nse", k√∂nnten das nicht die in Halle erbr√ľteten Schneegans x Kanadagans-Bastarde sein...? Die sehen n√§mlich in etwa so aus.
(07.03.2010, 14:12)
Ronny :   Nachdem Auszug hatte ich sie auch nirgends im Zoo gesehen. Ich weiss halt nie was Halle alles Hinter den Kulissen zu bieten hat, ob es gr√∂√üere Unterbringungsm√∂glichkeiten gibt.

Es gab ja auch das Schild direkt am Wegrand. Ich √ľberlege mir schon die ganze Zeit, dass es mir eigentlich vorher aufgefallen sein m√ľsste.

Beim Bilder vergleich habe ich festgestellt, dass auf dem großen Teich 4-5 neue Schneegänse der Blauen Farbmutation leben.


(07.03.2010, 11:13)
Oliver Jahn :   Ich muss gestehen, diesen K√§fig habe ich noch nie bewusst wahrgenommen. Ich gehe auch einmal fest davon aus, dass man ihn nur im Winter sieht, denn wenn die B√ľsche gr√ľn sind, dann d√ľrfte er dahinter verborgen sein. Au√üerdem kommt man an diesen K√§fig gar nicht heran, so dass man von den Tieren auch nicht sehr viel sehen d√ľrfte. Dennoch finde ich es sch√∂n, dass die Fasane wieder (noch?) im Bestand sind, denn ich meine mich zu erinnern, dass sie damals, nach Auszug aus der Lori-Voliere nirgends mehr im Zoo zu sehen waren. Zumindest sind sie nicht in die Fasanerie umgezogen.
(07.03.2010, 10:35)
Ronny :   Das Fasank√§fig befindet sich zwischen Emu und Binturongk√§fig und Emuanlage. Ist auch sehr klein...2 Meter breit und 4 Meter tief.
(07.03.2010, 10:28)
Oliver Jahn :   Das ist ja ein tolles Bild. Es ist sch√∂n zu sehen, dass die Aufzucht problemlos zu funktionieren scheint. Warum Kuh und Kalb aber im Bullenbereich sind, erschlie√üt sich mir nicht so.
@Ronny, kannst du die Stelle f√ľr den Fasanenk√§fig mal etwas genauer beschreiben. Dort oben ist mir gar kein Zusatzk√§fig gel√§ufig und mir f√§llt auch keine Stelle ein, an der er sein k√∂nnte. Meinst du mit Kopfende die Seite vom Korsakgehege oder die Seite, an der die Emus sind?
(07.03.2010, 10:01)
Ronny :   Heute mal wieder im verschneiten Bergzoo gewesen.

Ich weiss nun nicht was hier schon erwähnt wurden ist oder nicht, daher...

- im Dezember 2009 ist die alte Dottertukan-Dame verstorben

- zwei Tiger sind wieder auf der großen Anlage zusammen
- der Tiger in der ehemaligen Leopardenanlage hinkt sehr stark

- Große Madagaskar-Taggeckos leben mit den Sakis zusammen. Ich weiß allerdings nicht ob sie neu im Bestand sind oder die selben Tiere aus dem aktuellen Baumpythonterraium sind

- Am Kopfende des Binturonghauses ist ein K√§fig mit min 1,0 Vietnamfasan. Auch hier kann ich nicht sagen, ob es der selbige Fasan, der fr√ľher bei den Papua-Loris am S√ľdamerikahaus lebte. Den K√§fig hatte ich bisher noch nie gesehen.

- Das junge Zwergflusspferd mit seiner Mutter befindet sich auf der kleines Anlage des Hauses.
(06.03.2010, 20:15)
Jennifer Weilguni :   Ich DACHTE schon bei jedem Besuch sie sei bereits tot.. denn viel bewegt hat sich das Hasenm√§uschen ja zum Schluss wirklich nicht mehr, Wirklich sehr schade um dieses Tier, wieder einmal geht eines der "Letzten seiner Art" dahin.
(13.02.2010, 18:16)
Oliver Jahn :   Bei jedem Besuch bin ich immer wieder stehen geblieben, um sie noch mal zu sehen. Aber das Tier d√ľrfte ein "gesegnetes" Alter gehabt haben.
Hier mein letztes Bild vom Oktober 2009.
(13.02.2010, 17:07)
Liz Thieme :   Die letzte Peruanische Hasenmaus in Halle ist gestorben.
(12.02.2010, 21:13)
Mel :   Na dann auch mal von mir, wenn auch etwas versp√§tet herzlichste Gl√ľckw√ľnsche nach Halle, sch√∂n das eine alte Zuchst√§tte wieder einen Erfolg zu verzeichnen hat, und ich hoffe das der von Oli erw√§hnte "Bann" nun gebrochen. ist.
(25.01.2010, 19:24)
Holger Wientjes :   So isset! Weisste bescheid ! Nee, im Ernst jetzt, das wusste ich gar nicht. Aber immer sch√∂n zu erfahren, was aus den Tieren wird und das sie nun ihrerseits erfolgreich z√ľchten. :-)
(25.01.2010, 15:37)
Ralf Seidel :   @Oliver, ob es in diesem Fall nur an der neuen Anlage lag..??? Ihren Namen als Einzelg√§nger machen die beiden Elterntiere alle Ehre, w√§hrend man die Zwerge anderswo hier und da durchaus auch gesellig begegnet. In Halle hegte man ja erst seit einiger Zeit die Hoffnung , dass es doch noch klappen k√∂nnte mit den Beiden...
Das M√§nnchen Pit stammt √ľbrigens aus der Duisburger Zucht, deswegen freut sich ja auch der Holger so dar√ľber (Stichwort: Landsmann)...))
(25.01.2010, 14:29)
Oliver Jahn :   Das ist wieder mal so ein Fall gewesen, in dem Tiere in einer alten Anlage ganz hervorragend gez√ľchtet haben, und dann bekamen sie eine neue Anlage, viel besser, den Bed√ľrfnissen viel deutlicher angepasst, und pl√∂tzlich ist nichts mehr mit Zucht zu machen. Genau so war es in Halle ja auch mit den Binturongs. Die haben im alten Raubtierhaus regelm√§√üig gez√ľchtet, aber nachdem sie eine neue Anlage erhielten, mit Absperrm√∂glichkeiten, ruhigen Innenbereichen usw., da war an Zucht pl√∂tzlich nicht mehr zu denken.
Bei den Zwerghippos glaube ich aber, dass f√ľr Samantha auch ein neuer Bulle geholt wurde, mit ihm zog sie um in das neue Haus. Um so sch√∂ner ist es aber jetzt, dass der "Bann" gebrochen scheint! Hoffen wir, dass auch die Aufzucht gut l√§uft und Mutter und Kind im Sommer dann auf der Au√üenanlage zu sehen sind.



(24.01.2010, 12:22)
Holger Wientjes :   Immer wieder zum Dahinschmelzen so ein kleines Zwerghippo ! Gl√ľckwunsch nach Halle ! :-)
(24.01.2010, 10:32)
Oliver Jahn :   Ich habe sie in meinen Bildern gefunden:-) Die jetzige Mutter Samantha als Jungtier, mit ihrer Mutter Fanny.
(23.01.2010, 15:36)
Oliver Jahn :   HALLE/MZ. Samantha und Pit, die beiden Zwergflusspferde aus dem Zoo Halle, leben seit Jahren getrennt. Zwei Gehege, zwei Becken, zwei Dickk√∂pfe. Und doch haben die pummeligen Dickh√§uter in einer liebestollen Minute etwas hinbekommen, das die Tierpfleger- und Besucherherzen h√∂her schlagen l√§sst: Zwergflusspferd-Nachwuchs mit niedlichen Kulleraugen.

So gro√ü wie eine Katze, f√ľnf Kilo schwer, kam der kleine Hippo am 15. Januar im Bergzoo zur Welt. "Die Geburt lag mitten in der Nacht", berichtet Zoobiologin Jutta Heuer. Obwohl keiner der Pfleger unmittelbar zur Entbindung dabei war, kann doch jeder mitreden. Dank versteckter Videokamera sei es gelungen, die Geburt des weiblichen Jungtiers zu beobachten und aufzuzeichnen.

Erstmals hat dabei die elfj√§hrige Zwergflusspferd-Kuh Samantha Nachwuchs bekommen. "Erstaunlich ist, wie r√ľhrend sich die unerfahrene Mutter um das Junge sorgt", stellt Heuer fest, w√§hrend die gewichtige Mama mit 200 Kilogramm Lebendgewicht lautstark ihren Unmut demonstriert. Immer wieder schl√§gt sie ans Gitter, weil Pflegerin Steffi Gehre sich ihren Nachwuchs zum t√§glichen Wiegen und Baden ausgeborgt hat. "Wir haben das Tier auf den Namen Malia getauft", sagt die 43-J√§hrige, die das Pferdchen in eine Baby-Badewanne setzt und dann seine glitschige Haut massiert. Hippo schweigt und genie√üt.

Steffi Gehre, die vor Jahren schon Malias Mutter in dieser Wanne gebadet hat, erkl√§rt die Besonderheit. Weil die Tiere nicht gleich auf Anhieb schwimmen k√∂nnen, m√ľsse ge√ľbt werden. F√ľr Malia sei deshalb ein flaches Schwimmbecken gebaut worden. "Hier kann sie sich langsam ans nasse Element gew√∂hnen", sagt Heuer, w√§hrend sich Hippo mit seinen super kurzen Beinen schon wieder aus der Badewanne schleppt und es sich wie ein Saunagast unter dem warmen Heizk√∂rper gem√ľtlich macht.

Mit der Nachzucht von Zwergflusspferden hat der Bergzoo Halle großen Erfolg. Die 34-jährige Zwergflusspferd-Kuh Fanny brachte von 1985 bis 1998 sieben Jungtiere zur Welt, darunter auch Samantha. "Dennoch sind Geburten immer selten und die Tiere vom Aussterben bedroht", unterstreicht Heuer. Deshalb beteilige sich der Bergzoo am europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Zwergflusspferde, welches vom Baseler Zoo in der Schweiz koordiniert werde.

Dort sorgte die Nachricht von der Geburt des halleschen Zwergflusspferdes f√ľr regelrechten Jubel. "Das ist wirklich toll", freute sich die internationale Zuchtbuchtf√ľhrerin Beatrice Steck am Telefon. "Im letzten Jahr wurden in ganz Europa nur neun Tiere geboren, von denen sechs √ľberlebten", schildert die 44-J√§hrige die Situation und betont: "Halle leistet einen wichtigen Beitrag, um die Art zu erhalten".

Beheimatet sind der Zwergflusspferde in den westafrikanischen Regenwäldern von Liberia, Sierra Leone und Guinea. Die Tiere wurden spät entdeckt. Nachdem der Anthropologe Samuel Morton 1844 das Zwergflusspferd anhand von Schädelfunden beschreiben konnte, gelang es erst 1913 dem deutschen Afrikareisenden Hans Schomburgk Exemplare aus dem Urwald von Liberia einzufangen.

Besucher können das Jungtier bei seiner Mutter ab sofort im Affenhaus sehen. Der Zoo hat täglich von 9 bis 16 Uhr, am Wochenende von 9 bis bis 17 Uhr geöffnet.
(23.01.2010, 15:20)
Ralf Seidel :   @ Oliver, zumal das letzte Kalb ja auch die Mutter der Kleinen ist. Lange genug hat es ja gedauert, die Zucht von Zwergflusspferden hat in Halle Tradition.
(23.01.2010, 10:30)
Oliver Jahn :   Endlich! Ach wie ich mich freue! Nun wird die tolle neue Anlage endlich mal belohnt! Ich kenne das letzte Kalb in Halle noch auf der alten Anlage!
Gl√ľckwunsch nach Halle!!!
(22.01.2010, 23:31)
Ronny :   Ich mache es mal so: Juhu.

Endlich ist mal wieder ein Zwergflusspferd in Halle geboren.

Laut http://www.mz-web.de kam es am 22.01. zur Welt.
(22.01.2010, 23:10)
Zoolog. Garten Halle :   Bundesliga R√ľckrunden Tippspiel auf MDR SPUTNIK
Raimund Fichte gegen die hallesche Elefantendame Tana
Die Afrikanische Elefantendame Tana aus dem Bergzoo Halle wird sich jeden Freitag
der Bundesliga-R√ľckrunde ein Tippduell mit SPUTNIK-Moderator Raimund Fichte
liefern.
Hierzu werden stilecht 3 Fu√üb√§lle benutzt auf denen eine Null (f√ľr Heimniederlage),
eine Eins (f√ľr Unentschieden) oder eine Zwei (f√ľr Heimsieg) aufgemalt sind.
Es werden drei spannende Paarungen des aktuellen Spieltages ausgewählt und getippt.
Raimund tippt zuerst und Tana bekommt dann die Spielpaarung von Ihrem Pfleger
genannt. Daraufhin wird sie einen der 3 Bälle auswählen und zu Ihrem Pfleger
bringen, der dann Tanas Tipp verliest.
Stattfinden wird dies jeden Freitag p√ľnktlich 12 Uhr im Elefantenhaus. Sendetermin
der Aufzeichnung ist 15:40 Uhr auf MDR SPUTNIK
Ein aktueller Zwischenstand des Tippduells ist jeweils vor dem Elefantengehege auf
einer Tafel und auf den Webseiten des Zoo Halle unter www.zoo-halle.de und MDR
SPUTNIK unter www.sputnik.de zu ersehen.

(14.01.2010, 13:31)
Alexander Fuchs :   Der Schabrackentapir war ein Importtier aus Sumatra und der Kasusar war noch jugendlich (in dieser Ausgabe).
(19.12.2009, 11:00)
Michael Mettler :   Vielleicht war der 1905er Schabrackentapir sogar im Anthropoidenhaus untergebracht worden? Die drei 1904 angeschafften Schimpansen haben laut Chronik nicht lange gelebt, und die n√§chste Schimpansin kam erst 1907 - Platz w√§re also gewesen, wie ja auch der Kasuar von 1906 beweist, der vielleicht der "Nachfolger" des Tapirs war. Immerhin war das Haus klimatisch f√ľr Regenwaldbewohner konzipiert und sowohl Tapir wie Kasuar d√ľrften Frischimporte gewesen sein.
(18.12.2009, 18:36)
Oliver Jahn :   Die Tiere waren nur 1927 √ľber eine Saison da. Man √ľberlegte, sie zu kaufen, aber das konnte der Zoo sich nicht leisten.
(17.12.2009, 23:28)
Alexander Fuchs :   In der Chronik fand ich nichts von einem Schabrackentapir oder habs vergessen, deshalb auch die Formulierung. klar meinte das Brandes so, dass es ihn gab und er auch verstorben ist.
Wie lange waren denn die Leihgaben von 1927 da? Denn wenn sie länger da gewesen sein sollen, dann hatte man ja zwei Arten Tapir gezeigt. Im Nilpferdhaus die Schabracken und im Affenhaus den Flachländer (1928). Da muss es ja richtig gewimmelt haben von Raritäten und damals, skurrilen Tieren.



(17.12.2009, 22:27)
Oliver Jahn :   Noch eine Erg√§nzung, 1968 war das Elefantenhaus wegen Umbaus geschlossen. Es sollte umgestaltet werden, f√ľr die beiden Elefantinnen Bupari und Frieda, aber auch f√ľr Tapire. Ebenfalls eine geplante Tapirhaltung, die nicht realisiert wurde. Welche Art es werden sollte, ist leider nicht erw√§hnt.
(17.12.2009, 21:18)
Oliver Jahn :   Der Chronist Baumgarten erw√§hnt den Schabrackentapir in Halle f√ľr die Zeit um 1905.
1927 kamen dann die beiden Leihtiere von Ruhe, die im Nilpferdhaus gezeigt wurden.
Und Witstruk plante dann noch einmal Schabrackentapire f√ľr 1974. Leider blieb es beim Plan.
(17.12.2009, 21:04)
Oliver Jahn :   Brandes war von Anfang an f√ľr den Zoo t√§tig und bereits seit 1902 Direktor im Zoo. Wieso schreibt er da, dass es einen Tapir gegeben haben SOLL? Er m√ľsste es doch gewusst haben!
(16.12.2009, 23:41)
Alexander Fuchs :   Habe heute die Mitteilungen von 1906 (August) durchgeforstet und dort schreibt Prof. Brandes, dass es einen jungen Schabrackentapir gegeben haben soll (aus Sumatra importiert) und er an einer chronischen Darmentz√ľndung starb. Wo er untergebracht war, stand leider nicht drin. Weiter wird berichtet, dass der Helmkasuar im Garten des Anthropoidenhaus, provisorisch, untergebracht war. Das Titelbild zeigt diesen Vogel.
Auch wird die Wasserversorgung des Reilsberg angedeutet und die Beschwerde von Prof. Brandes √ľber die Stadt Halle, die die Kosten damals komplett dem Zoo in Rechnung stellten. So schreibt Brandes, dass man das Wasser vom Berg herunterrieseln gelassen hat, um die Teiche zu bef√ľllen und das die Stadt eine vorhandene Anlage der Wasserwerke, bereits vorhanden war.

(15.12.2009, 23:26)
Ronny :   @Ralf, ich meinte doch die LPG. Wobei ich nicht s√§chsle... . Ich bin eher von der Landwirtschaftlchen Betriebgenossenschaft aus gegangen ;).

PS: Bin Anhaltiner.
(05.12.2009, 18:56)
Ralf Seidel :   @Ronny, der Zoo Halle verf√ľgt √ľber keine Au√üenstelle. LBG - ich gehe mal davon aus, das soll f√ľr LPG (ehemals "Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft") stehen, s√§chsische Aussprache oder einfach nur`n Tippfehler..)))?
(04.12.2009, 13:41)
Alexander Fuchs :   Da der Artenschwund in kleineren Zoos mehr auff√§llt, als bei den Gro√üen. Wenn ich einen Gro√üzoo betrete lasse ich mich darauf ein, zu suchen und verlange nicht immer Tiere anzutreffen. Desweiteren ist es schwierig , wenn man ein Konzept verfolgt und umsetzt. Was bei den gro√üen Zoos da ist (Hannover, Leipzig)
Die größeren Zoos leiden nicht zwingend unter dem Artenschwund oder wird nicht so wahrgenommen, durch den Besucher.
Ich sehe es eher als Chance, f√ľr die kleineren, den Artenschwund zu stoppen.
(04.12.2009, 13:26)
Michael Mettler :   @Alex: Wieso nur kleinere Zoos? Gerade die gro√üen sind es doch, die f√ľr gro√üe Tropentiere immer mehr Platz einr√§umen, der dann f√ľr die Haltung anderer Tierarten fehlt - Stichwort Elefantenparks.

@Ronny: Den tropischen Bewohnern der Anlage soll der kurze Winter-Au√üenaufenthalt doch auch gar nicht verloren gehen, in dieser Zeit w√§ren die Nebennutzer eben auf ihre eigene Anlage beschr√§nkt. Eine weitere M√∂glichkeit f√ľr Halle w√§re z.B., als Nebennutzer halfterf√ľhrige Gro√ükamele zu nehmen, die seit kurzem im Zoosortiment fehlen, und diesen ein eigenes Gehege mit schlichtem Stall auf die Fl√§che der fr√ľheren Wisentanlage zu setzen. Im Sommer w√ľrden sie vielleicht den einen oder anderen Besucher auf den wenig begangenen Weg locken, im Winter k√∂nnten sie tags√ľber die Elefantenanlage beleben, zu der es in dieser Saison sicherlich mehr Besucher zieht als an den Nebenweg am Wittekindhang. Die "Karawane" zwischen den beiden Standorten w√§re im Nebeneffekt auch etwas f√ľrs Publikum und w√ľrde den Kamelen zus√§tzliche Bewegung und zus√§tzliche Reize schaffen. Im Prinzip k√∂nnten die Kamele doch im Winter auch √ľber Nacht auf der Elefantenanlage bleiben und m√ľssten somit nur f√ľr die Zeit, in welcher die R√ľsseltiere nach drau√üen d√ľrfen, in ihr eigenes Gehege gef√ľhrt werden - leider ist ja nichts Passenderes dichter dran an der Elefantenanlage. Im Prinzip w√§re sowas nat√ľrlich auch mit Pferden, Eseln, Lamas oder sogar Yaks denkbar, aber Dromedare oder Trampeltiere w√ľrden die Dimensionen der Anlage schon erheblich besser "f√ľllen".
(04.12.2009, 13:14)
Alexander Fuchs :   Ob es eine direkte Au√üenstelle des Zoos gibt wage ich zu bezweifeln. Es gab ja Au√üenstellen des Zoos (Eisenach), damals. Wie es nun nach der Wiedervereinigung aussieht ...??? M√∂glich ist eine freundschaftliche Beziehung, um das ein oder andere Tier unterstellt. Denkbar ist auch eine kurze Unterbringung im st√§dtischen Tierheim, da der Zoo es Verwaltet oder auch der Nutztiergarten ist da eine Option.

Kleinere Zoos sollten sich bei Platzmangel Gedanken machen und auch evtl. eine Nutzung f√ľr mehrere Arten bieten. Es ist richtig, wenn man sagt: Was n√ľtzt die gr√∂√üte Anlage, wenn sie nicht besetzt ist oder nur teilweise. F√ľr kleinere Zoos, ohne Geoprinzip, kann es Chance sein, doch mehr Arten zu zeigen und haltungstechnisch, alle Voraussetzungen zu erf√ľllen.

Die Außenanlage der Sakis/Zwergflußpferde finde ich mit einer der schönsten und gelungensten Anlagen des Zoos und bin immer wieder aufs neue begeistert wenn ich sie sehe. Auch bei Zoonächten ist es ein ein ganz tolles Erlebniss vor dieser beleuchteten Anlage zu stehen.
In dieser Anlage könnte ich mir auch sehr gut Sekretäre vorstellen, als zusätzlichen Besatz.
(04.12.2009, 12:37)
Ronny :   Die Idee mit Gro√üs√§ugern auf der Elefantenanlage, find eich prinzipielle nicht schlecht. Besitzt der Zoo Halle ein ehemaliges LBG Gel√§nde √§hnlich wie Leipzig, wo √ľberfl√ľssige Hengste untergestellt werden?

Wobei es die Elefanten auch im Winter verdient h√§tten mal an die frische Luft zu kommen. Als Vorschlag h√§tte ich da Vietnam-Sikas, aber leider besitzt die Anlage eine recht enge Sackgasse und bei streiteren, gerade durch den Jungbullen, k√∂nnte es doch fatale Folgen f√ľr die Hirsche haben.
(04.12.2009, 11:11)
Michael Mettler :   @Alex: Blauducker folgen im Freiland Affenhorden, um die von ihnen fallengelassenen Fr√ľchte zu fressen. Da werden sie sich auch an Affen des falschen Kontinents gew√∂hnen lassen. Winterhart sind sie allerdings nicht.
(03.12.2009, 23:50)
Michael Mettler :   @Oliver: Bei richtiger Planung W√ĄRE der Nachtbesatz auch am Tage zu sehen, n√§mlich im Sommer in seinem separaten, kleineren Nebengehege und im Winter sowieso im gro√üen. Soll ja erstens ein zus√§tzlicher Anreiz f√ľr den Besucher sein, auch im Winter zu kommen, und zweitens mehr Bewegungsm√∂glichkeiten und Enrichment f√ľr Tiere schaffen - und drittens einen artenreicheren Bestand, um dem Artenschwund bei Schaffung von Gro√ügehegen etwas entgegenzuwirken. Mitten im Winter liegt ein Tropentiergehege z.B. je nach Witterung von den 24 Stunden eines Tages mindestens 16 brach, oft erheblich l√§nger, und das ist ohne Nebennutzung im Grunde Platzverschwendung - w√§hrend f√ľr manche robustere Tierart h√§ufig Platzmangel beklagt wird. Wir haben im Forum schon oft √ľber die Artenreduzierungen bei Hirschen oder Rindern diskutiert, und auch die w√§ren z.B. als Saison- und Nachtnutzer von Dickh√§uteranlagen oder - im Falle kleinerer Hirsche, welche die Grasnarbe nicht √ľberstrapazieren - von gro√üfl√§chigen Menschenaffenanlagen denkbar. Ein Winterbesucher in Halle w√ľrde wahrscheinlich lieber Bisons auf der Elefantenanlage sehen als gar nichts, weil die grauen Riesen drinnen sind.
(03.12.2009, 23:47)
Alexander Fuchs :   @Oli Warum nicht Dankbar??? Glaube mir, wenn du erst einmal einen Lappen in der Hand h√§lst, wirst du merken, was das f√ľr einen inneren Frieden bringt. Nur muss man sich auch darauf einstellen und Gegner manipulieren, damit man sein Ziel erreicht... Ob das nun bei jedem klappt, sei mal dahin gestellt :P

Mich erinnert der Hang (Umgebung) sehr stark an Reichartds Garten, da er ähnlich im gesamtem Aufbau (Botanik) ist und ich ihn sehr angenehem empfinde, da es auch sehr ruhig ist und man sich sehr schön entspannen kann. Auch das landschaftliche gehört zum Kulturgut des halleschen Zoos und man kann auch gerne dort mal ein Auge darauf werfen.
In Arnheim kam mir auch schon der Gedanke mit den Blauduckern als Nebenbesatz, finde diese Art sehr reizvoll. Nur weis ich nicht ob sie da nicht schreckhafter und unter Stress leiden w√ľrden, wenn √ľber ihnen Sakis umherschwirren w√ľrden.

(03.12.2009, 23:40)
Oliver Jahn :   Na ja, mit Nachtbesatz hab ich so ein wenig das Problem, dass ja davon der Besucher nicht so richtig viel hat. Von daher f√§nde ich es schon wichtig, dass die Tiere eben auch am Tage zu sehen sind.
@Alex, meine Dankbarkeit d√ľrfte sich in Grenzen halten, denn ich habe den Zoo schon an hei√üen Tagen besucht, da d√ľrfte es dich noch gar nicht gegeben haben...;-) Und glaub mir, selbst da fand ich sowohl den Wittekind- als auch den feuchten A.Fuchshang eher unspektakul√§r. :-)
(03.12.2009, 22:45)
Michael Mettler :   @Alex: Ja, und sogar noch in der Nachkriegszeit wurden im Nilpferd-Au√üenbecken in der Vorweihnachtszeit Karpfen "zwischengelagert"... :-)

Um mal eine einigerma√üen realistische Idee in Zusammenhang mit einem Menschenaffen-Neubau zu nehmen: Wir ben√∂tigen ohnehin eine Au√üenanlage f√ľr kr√§ftige und geschickte Tiere, die eine Anzahl sehr stabiler Kletterelemente und als Sichtschutz fungierende Strukturen enthalten muss. Gegen Unterw√ľhlen muss sie nicht gesichert sein, im Idealfall vermittelt sie Waldcharakter und l√§sst eine zumindest teilweise Begr√ľnung zu. Bewegliche Elemente sorgen f√ľr die Besch√§ftigung der Bewohner. So, und nun suche ich mir eine Tierart, die diese Anlage w√§hrend der Abwesenheit der Menschenaffen m√∂glichst optimal nutzt, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Die schon angesprochenen Makaken h√§tten von einer n√§chtlichen Nutzungsm√∂glichkeit nicht viel, also l√§ge das Gel√§nde wiederum die H√§lfte des Jahres brach (auch wenn das zu dieser Zeit kein Besucher mitbekommt). Die Struktur der Anlage gleicht aber prinzipiell einer solchen f√ľr gro√üe Katzen, und deren winterharte Formen h√§tte ich dann im Auge. Luchs, "nordischer" Leopard oder - da w√§ren wir wieder beim Wappentier - Puma sind derzeit im Bergzoo nicht vertreten und k√∂nnten auf diese Weise untergebracht werden. N√∂tig w√§re ein zus√§tzlicher Boxentrakt (vielleicht am entgegengesetzten Ende der schichtweise genutzten Au√üenanlage) und ein zus√§tzliches, nicht mal besonders aufw√§ndiges eigenes Gehege, in dem die Katzen im Sommerhalbjahr tags√ľber f√ľr den Besucher zu sehen w√§ren. Allein durch die von der "Gegenschicht" hinterlassenen Spuren (Ger√ľche, Kratzmarken, benutztes "Spielzeug") entst√ľnde schon ein nettes Enrichment.

Der gesamte Komplex m√ľsste nicht mal auf einen Sitz gebaut werden, man k√∂nnte je nach Finanzlage mit der gro√üen Au√üenanlage und dem Haus einer der Tierarten anfangen und f√ľr die zweite Art die angrenzende Fl√§che vorhalten.

√úbrigens schreit z.B. auch die Zwergflusspferd-Saki-Au√üenanlage nach k√§ltfestem Wechselbesatz. Meiner Erinnerung nach gibt es im Parterre zwischen Zwerghippo-St√§llen und Au√üenanlagen noch einen Stall, der derzeit ungenutzt (?) ist. Auf Geo-Anspr√ľche muss angesichts des aktuellen Besatzes keine R√ľcksicht genommen werden. Von √ľberz√§hligen Pudu-B√∂cken bis zu Buntmardern fielen mir da einige potenzielle Nacht- und Winternutzer ein. Manche k√∂nnten vielleicht sogar sommertags in die bestehende Vergesellschaftung integriert werden; Zwerghippos mit Zwerghuftieren klappt schlie√ülich schon in anderen Zoos (Arnhem, mit Blauduckern), und die Sakis d√ľrften bei Bodenbewohnern kein Problem darstellen.
(03.12.2009, 09:54)
Alexander Fuchs :   Ja der Flieder ist Klasse und auch mein Hang ;) Im Hochsommer wirst du mir dankbar sein und ist besser als ein "Lappen" :D
(03.12.2009, 00:52)
Oliver Jahn :   Ein Zoo, in dem Gehege st√∂ren...na Klasse! ;-) Auf der einen Seite der Goethe-Flieder, den man NIE anfassen darf, auf der anderen Seite die feuchten H√§nge des Herrn Fuchs...also vielleicht sollte man genrell einen botanischen Garten aus dem Zoo machen! :-)
Meine letzten Erfahrungen bei zahlreichen Besuchen zu allen Jahreszeiten waren deutlich eher die, dass diesen Weg dort kaum jemand geht, weil er einfach nichts zu bieten hat.
Ich finde diesen Bereich quasi von unten gesehen rechts neben den Mähnenspringern gerade deshalb so passend, weil hier eine Anlage entstehen könnte, die eben auch von oben und von unten einzusehen wäre. Das macht bis heute bei Tieranlagen noch immer einen besonderen Reiz aus.
(02.12.2009, 11:33)
Alexander Fuchs :   Ein "Schichtdienst" einer Anlage d√ľrfte in Halle kein Fremdwort, auch wen es schon sehr lange her ist (20er). So konnten doch W√∂lfe die Au√üenanlage nutzen, wenn die L√∂wen im Raubtierhaus waren oder man hat im Winter Eisb√§ren ausgestellt. Praktisch eine Nachnutzung einer w√§rmeliebenden Art.
Auch fällt mir der Schichtdienst im Affenhaus, in Leipzig, ein. Auch wenn es eher ein umsperren in den Innenkäfigen ist.
Die Stelle zwischen M√§hnenspringern und Gebirgstieranlagen sollte man lieber mal so lassen, denn sie ist einzigartig, gerade im Sommer. Bei den Steinb√∂cken ist es eher trocken (Gr√§√üer), aber geht man weiter und kommt zu dem gro√üen "Findling" wird es feucht und sehr angenehm im Sommer. Das finde ich sehr reizvoll an diesem Berg und dieser kleine G√ľrtel zieht sich bis zur Seebener Stra√üe. Landschaftlich halte ich diesen Abschnitt f√ľr sehr sch√∂n und dort w√ľrde ein Gehege nur st√∂ren.
(02.12.2009, 10:50)
Mel :   Jetzt w√§re ich aber mal auch diesen L√∂sungsvorschlad bez√ľglich des Hanges gespannt ;-)

(01.12.2009, 22:55)
Oliver Jahn :   Stimmt, aber das "fehlender" Hy√§nen. ;-)
F√ľr die B√§ren schwebt mir ja noch immer der Hang zwischen Steinbockfelsen und M√§hnenspringeranlage vor.
(01.12.2009, 20:49)
Michael Mettler :   @Oliver: Damit w√§re aber leider nicht das Problem "fehlender" B√§ren in Halle gel√∂st ;-)
(01.12.2009, 20:38)
Oliver Jahn :   Generell sind ja "Schichtdienste" in einigen Zoos absolut nichts neues. Und die Hy√§nen, welche die L√∂wenanlage in Berlin mit diesen im Schichtdienst nutzten, waren ja damals legend√§r. Und wollte man genau diese Kombi nicht auch in Duisburg testen oder hat es kurzzeitig sogar getan? Von daher kann ich mir auch immer noch Hy√§nen dort sehr gut vorstellen, die sogar ins Geo-Konzept passen w√ľrden. In Anbetracht der Gr√∂√üe der alten B√§renanlage stelle ich mir da am ehesten Braune Hy√§nen vor. Der jetzige Braunb√§renbereich k√∂nnte im Graben mit Erde verf√ľllt werden, um dort die Anlage von nat√ľrlichen Zuchth√∂hlen zu erm√∂glichen. Somit w√§re bei Nachwuchs das M√§nnchen kurzfristig auch auf der jetzigen Kragenb√§renanlage gut zu separieren. Und wenn so ein Paar (evtl. dann sogar noch mit Jungtieren) die Elefantenanlage mitnutzen w√ľrde, dann w√ľsste ich aber genau, dass ich es kaum erwarten k√∂nnte, dass die Elefanten endlich ins Haus gehen! ;-)
(01.12.2009, 19:08)
Michael Mettler :   In Sachen Kleiner Pandas f√§llt mir gerade ein, dass doch Schwerin daf√ľr eine ganz neue Anlage gebaut hatte und dann keine Pandas bekommen konnte. Also zog erst mal - na was wohl? - ein Nasenb√§r ein.

Und was das Unkonventionelle der B√§ren-Elefanten-Idee betrifft: Die meisten Zoos haben wenig Erweiterungsm√∂glichkeiten und m√ľssen sich deshalb bei steigenden Anforderungen an die Fl√§chengr√∂√üen von Gehegen immer mehr Gedanken machen, wie die zur Verf√ľgung stehende Fl√§che bestm√∂glich ausgenutzt werden kann. Da es nun einige ebenso besucherwirksame wie "Fl√§che fressende" tropische Tierarten in Zoos gibt, finde ich es schon einen Gedanken wert, deren summa summarum die meiste Zeit des Jahres (nachts, kalte Jahreszeit) NICHT genutzte Au√üenfl√§chen zus√§tzlich zur Haltung k√§ltefester Arten zu nutzen und damit zus√§tzliche Passagiere auf der "Arche" unterzubringen - mit dem angenehmen Nebeneffekt, einen Zoo attraktiver f√ľr einen Winterbesuch zu machen. Der Ursprung dieser Idee liegt √ľbrigens schon √ľber zwei Jahrzehnte zur√ľck, da stand ich im Winter vor dem hannoverschen Menschenaffenhaus und fragte mich, ob man die zu dieser Zeit allenfalls stundenweise genutzten Au√üenanlagen nicht f√ľr B√§renmakaken o.√Ą. nutzen k√∂nnte, die dann im Sommer eben nur ihr eigenes, irgendwo r√ľckw√§rtig gelegenes Gehege bewohnen w√ľrden. Die modernen Geokonzepte ziehen da nat√ľrlich manche Grenze, aber Halle hat kein solches. Sollte tats√§chlich ein neues Menschenaffenhaus mit gro√ür√§umigen Au√üenanlagen gebaut werden, f√§nde ich es angesichts des Platzmangels im Bergzoo schade, letztere √ľberwiegend leer stehen zu lassen. Da w√§re nicht nur die Makakenversion einen Gedanken wert, es gibt sicher eine ganze Reihe von Tierarten, die eine Menschenaffenanlage in Schicht nutzen k√∂nnen, wenn man deren Bed√ľrfnisse beim Neubau gleich mit ber√ľcksichtigt. Die neueren Vergesellschaftungen von Menschenaffen mit anderen Tierarten gehen ja schon ein St√ľck weit in diese Richtung, und ich sch√§tze, dass die N√ľrnberger Kombi Gorilla/Magot, die ich bisher nur vom H√∂rensagen kenne, auch vor dem Hintergrund geschah, dass die Magots im Winter das Besucherinteresse an der Anlage wach halten sollen.
(01.12.2009, 15:21)
Ralf Seidel :   @Michael Mettler, nun h√∂re ich ja nicht zum ersten Mal von deiner Idee in Richtung Gro√üb√§ren (zeitweilig) auf die Elefantenanlage - aber wenn ich es dann wieder lese schaue ich genauso, wie das erste mal, als du mir das mal vor Ort geschildert hast...))Zwar etwas unkonventionell, finde ich das aber auch ganz spannend - w√ľrde aber dennoch eine neue Anlagen Kragen- oder Brillenb√§ren pers√∂nlich favorisieren - wohl wissend, dass das nicht heute oder morgen geschehen kann.
Meine pers√∂nlichen Favoriten f√ľr eine Nachnutzung sind schon seit Jahren entweder Malaienb√§ren oder kleinere Caniden (Waldhunde)bzw. Kleinkatzen, entsprechende Umgestaltungen und Begr√ľnung nat√ľrlich vorausgesetzt. Das dazugeh√∂rige Stallgeb√§ude w√ľrde begehbar und entsprechend besucherattraktiv hergemacht. Heizung liegt, glaube ich, bislang nicht an. Wenn ich das aber richtig in Erinnerung habe sind entsprechende Versorgungsleitungen zumindest optional vorhanden.
@Bj√∂rnN, Gro√üinvestitionen haben nicht zwangsl√§ufig was mit "solventer Finanzlage" zu tun, nat√ľrlich ist auch der Reilsberg auf √∂ffentliche Zusch√ľsse angewiesen - so wie jeder Zoo in kommunaler oder regionaler Tr√§gerschaft.
Und Ihre Meinung, an Kleine Pandas ranzukommen sei nicht soooo schwierig: Die Reproduktionsrate ist nach wie vor eher unbefriedigend - sprechen Sie mal mit Leuten, welche damit in der Praxis zu tun haben.
@Jennifer Weilguni, also bei unserer Veranstaltung am Samstag gab es GL√úHWEIN, die wenigen anwesenden Kiddys wurden mit S√ľ√üigkeiten abgespeist -was in Masse vernascht freilich auch dazu f√ľhren kann, dass die kleinen Racker abends in ihr Bettchen...-na, du wei√üt schon...
(01.12.2009, 13:54)
Alexander Fuchs :   Ein Foto vom Besucherweg habe ich nicht, aber ein Foto vom Bau der Elefantananlage. Wenn ich mir dieses rote Gestein anschaue sieht es doch nach Porphyr aus.
(29.11.2009, 23:39)
Michael Mettler :   √úbrigens: Wenn ich mir in ISIS die Zahlen der innerhalb der letzten 12 Monate gez√ľchteten B√§ren der k√§ltefesten Arten (Schwarz-, Braun-, Eis- und Kragenb√§r) anschaue, dann sind das alles zusammengerechnet gerade mal 23 Jungtiere weltweit! Offenbar steht der didaktische Wert dieser Arten weit √ľber dem erhaltungsz√ľchterischen (vom Eisb√§ren vielleicht abgesehen), und wenn eh kein Nachwuchs n√∂tig ist, k√∂nnte man auch um einen zeugungsunf√§higen Kragenb√§rmann in Halle eine Gruppe aufbauen bzw. wenigstens ein Paar zusammenstellen.
(29.11.2009, 23:22)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: "Eine Verbindung der Anlage w√ľrde eine Br√ľcken- oder Tunnelkonstruktion n√∂tig machen..." Genau deshalb schrieb ich ja in meinem die Diskussion ausl√∂senden Beitrag "B√§renlaufgang als Tunnel unter dem trennenden Besucherweg". Ist mir also zwangsl√§ufig nicht neu ;-)

Eine Br√ľckenl√∂sung als Laufgang √§hnlich den Menschenaffen-Laufg√§ngen im K√∂lner Urwaldhaus w√§re zwar nicht schlecht (weil der B√§r darin auch sichtbar w√§re), aber ich f√ľrchte, dass das eventuellen Wirtschaftsverkehr auf dem Weg behindern w√ľrde.

Leider habe ich mir die angedachte Verbindungsstelle zwar schon in natura auf diese Idee hin angesehen, aber vergessen, sie zu fotografieren (Oliver, Alex, habt ihr da zuf√§√§lig was?). Der Gang w√ľrde nach meinen Vorstellungen rechts vom Badebecken in die Elefantenanlage und an der linken Schmalseite in die B√§renanlage m√ľnden. Was den Untergrund betrifft: Das Elefantenbad k√∂nnte in nicht-felsigem Untergrund liegen (irgendwie meine ich aus der Chronik I in Erinnerung zu haben, dass diese Fl√§che neben den Kolonnaden einst aufgesch√ľttet wurde, um einen Veranstaltungsplatz zu bekommen), aber auch die Wassergr√§ben der B√§ren m√ľssen ja irgendwie in den Untergrund getrieben worden sein.

Die Wertigkeit von Zootieren f√ľr das Publikum ist ja auch eine subjektive Sache, aber ich habe im Laufe der Jahre nicht wenige Menschen - Zoofans wie ONB - kennen gelernt, die bei Zoobesuchen gezielt die Menschenaffen oder sogar alle Affen ignorieren, weil sie sie "nicht besonders m√∂gen". Das hat mich immer gewundert, denn ich mache es oft genauso und dachte fr√ľher, damit die absolute Ausnahme zu sein. Trotzdem erkenne ich die Wichtigkeit von Menschenaffen f√ľr die breite Masse des Publikums an, aber: Ich habe noch NIE aus den gleichen Kreisen geh√∂rt, dass jemand B√§ren nichts abgewinnen kann. Da scheint es mir doch noch einen Beliebtheitsunterschied zu geben - nicht ohne Grund hat fast jedes Kind irgendwann mal einen Teddy, und ob es auch einen Hype gegeben h√§tte, wenn Knut z.B. ein Orang gewesen w√§re...?

Aber es gibt noch einen ganz anderen Aspekt: Das Bauen f√ľr Tropentiere ist teurer, wenn man sie auch bei kaltem Wetter den Besuchern pr√§sentieren will, und Halle hat nicht allzuviele M√∂glichkeiten, ohne Spezialkonstruktion gro√üe Schauh√§user an den Berg zu setzen. K√§ltefeste B√§renformen sind aber auch ohne Schauhaus Ganzjahres-Publikumsmagnete.
(29.11.2009, 22:59)
Oliver Jahn :   Keine Ahnung, ob in den n√§chsten 2-3 Jahren die Zucht in Berlin zusammenbricht oder die Frankfurter tats√§chlich eine neue B√§renanlage bauen.
(29.11.2009, 22:55)
Bj√∂rnN :   Wir reden hier nicht in einem Zeitraum von 2-3 Jahren oder t√§usche ich mich da??

Ein Neubesatz der Hallenser Anlage d√ľrfte, legt man die enormen Schwierigkeiten, die mit der Abgabe eines zeugungsunf√§higen Kragenb√§renm√§nnchens verbunden w√§ren, erst in einigen Jahren zur Debatte stehen, eine solvente Finanzlage des Zoos und eine Erf√ľllung der Anforderungen des ESB vorausgesetzt.
(29.11.2009, 22:15)
Oliver Jahn :   @Bj√∂rnN, unter "Berlin" haben Sie gerade dargestellt, dass es etliche Tropenb√§ren (insbesondere Malaienb√§ren) gibt, die in n√§chster Zeit eine "Planstelle" suchen werden.
Also d√ľrfte es nach Ihren Aussagen schon erheblich leichter sein, an Malaienb√§ren z.B. zu kommen.
(29.11.2009, 22:09)
Alexander Fuchs :   Wenn man von der Geschwister-Scholl-Stra√üe, Ecke Seebener Stra√üe rauf blickt, denk ich schon das dort Porphyr ist. Ein abtragen des Porpyrs halte ich nicht f√ľr kompliziert, aber ein Tunnel ist da schon etwas anderes.

@BjörnN
Mit dem Erdwolf war mal eine Spielerei und nat√ľrlich Wunschgedanke. Und auf der anderen Seite Streifenhy√§nen. So h√§tte man bei den Kolonnaden ein Geoprinzip ala Afrika. Von Lippenb√§ren war bei mir nie die Rede, wo habe ich das denn bitte geschrieben?
(29.11.2009, 22:09)
Oliver Jahn :   Der Boden zwischen den beiden Anlagen d√ľrfte kein Steinboden aus Porphyr sein, ansonsten h√§tte man auch das Elefantenbad nicht ohne weiteres gebaut. Gro√üb√§ren sind immer absolute Besuchermagnete und gerade im benachbarten Magdeburg leidet man unter deren Fehlen. Ich w√ľrde Gro√üb√§ren schon mit Menschenaffen gleich setzen wollen. Und da Halle etliche Gro√ütiere abgeben musste, w√ľrde ich schon hoffen, man macht bei den B√§ren nicht weiter.
(29.11.2009, 21:58)
Bj√∂rnN :   @Alexander Fuchs
Die Beschaffung von Kleinen Pandas d√ľrfte nicht schwieriger sein als die Beschaffung von Malaien- Lippen- oder gar Kragenb√§ren und sicher realistisch im Gegensatz zu Erdw√∂lfen.
(29.11.2009, 21:55)
Alexander Fuchs :   Die Idee finde ich gar nicht mal so √ľbel, aber was ist mit dem Gestein? Ich weis nicht, was schwieriger oder teurer ist, ein Tunnel durch Porphyr oder eine Abtragung. Man k√∂nnte daf√ľr LEONIE aus Leipzig holen f√ľr solch eine Bauma√ünahme :)
Wenn man auf die zur√ľck kommen sollte m√ľsste ja erstmal gekl√§rt werden welchen Boden man hat, denn durch Porphyr steigen dann schon die Kosten und man kann dann nicht mehr vom Low-Budget sprechen.

Ob die Stallungen beheizbar sind weis ich nicht, man hat aber 1992 noch einmal das Haus geplant und da gehe ich davon aus, dass man doch schon soweit dachte. Es sind √ľbrigens 5 Innenboxen, inkl. Wurfbox (siehe Bild links).

Malaienb√§ren w√§ren eine sch√∂ne Nachnutzung, aber ich pers√∂nlich w√ľrde Kragenb√§ren bevorzugen, da es in den Zoos, mit dieser Art, doch recht selten geworden sin.

@BjörnN
Vielen Dank f√ľr die Anmerkungen, dass ist uns allen schon bewusst, deshalb ja auch Michas Vorschlag. Kleine Pandas f√§nde ich auch nicht √ľbel, aber ersteinmal bekommen und das ist ja ziemlich langwierig und schwierig.
Kleine Fakten zur Bärenanlage, Baubeginn war Pfingsten 1975 (Grundsteinlegung) und Eröffnung war Ostern, den 09. April 1993. 18 Jahre baute man an dieser Anlage!

(29.11.2009, 21:47)
Bj√∂rnN :   @Oliver Jahn
Dass eine kombinierte B√§ren-Gro√ütier-Anlage keine 5-10 Mio Euro verschlingt, was man f√ľr ein Menschenaffenhaus unter Umst√§nden investieren m√ľsste, darin sind wir uns, glaube ich, einig.

Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass B√§ren auf den Besucher eine nur ansatzweise √§hnliche Anziehungskraft aus√ľben w√ľrden wie Menschenaffen.

Ich stimme zu, dass ein Verzicht auf Bären der Attraktivität des Zoo wenig zuträglich wäre, doch erscheinen mir die hier genannten Vorschläge eher wenig praktikabel zu sein.

Herr Mettler, wie stellen Sie sich im Rahmen Ihres Vorschlages die L√∂sung der Wegf√ľhrung in diesem Bereich vor? √úber der Anlage verl√§uft, wenn ich mich recht erinnere, ein Weg, der in der N√§he des Faultierhauses rauskommt und direkt vor der Anlage und zwischen der Elefantenau√üenanlage kann der Besucher rasten und am Imbiss etwas zu sich nehmen. Eine Verbindung der Anlage w√ľrde eine Br√ľcken- oder Tunnelkonstruktion n√∂tig machen, um diesen Bereich des Zoos nicht vom Elefantenhaus abzuschlie√üen.
(29.11.2009, 21:38)
Oliver Jahn :   Hinzu kommt, dass man etwas finden muss, was den Besucher auch weiterhin reizt, die Sackgasse hinunter zum jetzigen B√§rengehege zu gehen.
Au√üerdem glaube ich, dass eine Idee, wie die von Michael deutlich weniger kostenintensiv sein d√ľrfte, als der Neubau eines Menschenaffenhauses z.B.!
(29.11.2009, 21:05)
Michael Mettler :   Ist mir schon klar, dass eine Fortf√ľhrung der Gro√üb√§renhaltung unter zeitgem√§√üeren Bedingungen nicht als Low-Budget-L√∂sung m√∂glich w√§re. Dem gegen√ľber steht aber auch die Frage, ob sich der Zoo den Verzicht auf B√§ren leisten kann, zumal mit den schon diskutierten Schimpansen noch ein zweiter Publikumsmagnet mittelfristig entfallen wird, falls keine Neubauma√ünahme m√∂glich sein sollte. Da selbst der Elefantenbereich so geplant wurde, dass er - falls Haltungsrichtlinien in der Zukunft gr√∂√üere Fl√§chen verlangen - mit weniger platzintensiven Gro√ütieren nachgenutzt werden k√∂nnte, bietet sich das Nachdenken √ľber eine variable und zukunftstr√§chtige L√∂sung f√ľr B√§ren zumindest an.
(29.11.2009, 20:55)
Mel :   Also ich finde die Idee mit den Malaienb√§ren gar nicht mal so abwegig, wenn das Haus beheizbar ist. Die Aussenanlagen sind eigentlich gro√ü genug daf√ľr.
(29.11.2009, 20:17)
Bj√∂rnN :   Dies nur als Anmerkung, mehr nicht....

Die Quintessenz meiner Argumentation geht dahin, dass ich eine Umsetzung ihrer Idee f√ľr wenig praktikabel bzw. finanzierbar halte und mir eher eine Nachnutzung der bestehenden Anlage mit kleineren S√§ugern vorstellen k√∂nnte. Immerhin sollte die Umsetzung m√∂glich preisg√ľnstig sein.
(29.11.2009, 19:21)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: Ach so. Aber wozu dann die Anmerkung, wo doch in den vorangegangenen Beitr√§gen niemand gefordert oder angeregt hat, die Anlagen in ihrer jetzigen Ausdehnung mit neuen Gro√üb√§ren nachzunutzen...?
(29.11.2009, 19:07)
Bj√∂rnN :   Ich habe die Pl√§ne von Michael Mettler nicht ber√ľcksichtigt, scheinen sie mir doch zu utopisch, um eine Umsetzung zu erfahren.

Ich bezog meine Ausf√ľhrungen ausschlie√ülich auf die vorhandenen B√§renanlagen.
(29.11.2009, 18:48)
Michael Mettler :   Ist das B√§renhaus eigentlich heizbar bzw. w√§re es √ľberhaupt unter finanziell und energietechnisch annehmbaren Aufwand entsprechend nachr√ľstbar?

Mein Gedankenspiel w√§re √ľbrigens nicht auf Tropenb√§ren festgelegt. Ich k√∂nnte mir da genausogut eine Fortf√ľhrung der Kragenb√§renhaltung mit einer "nordischen" Unterart oder auch Baribals vorstellen. Wenn Lippen- und Malaienb√§r selbst im Collection Plan der EAZA nur Nebenrollen spielen sollen, br√§uchten sie doch auch bei der Artenzusammenstellung in Halle nicht unbedingt Prorit√§t genie√üen.
(29.11.2009, 14:03)
Oliver Jahn :   Die Nasenb√§ren sind ja in Halle bereits recht gut untergebracht. Kleine Pandas w√§ren da durchaus denkbar, sicher aber auch eine Schleichkatzenart oder (wie auch schon mehrfach angesprochen) Erdw√∂lfe.
Denkt man aber den Gedanken von Michael Mettler mit, dann w√§re dieser Anlagenkomplex absolut nicht zu klein, sondern w√ľrde einige Tropenb√§renanlagen in deutschen Zoos in den Schatten stellen.
(29.11.2009, 13:53)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: Ist die Aussage so gemeint, dass selbst die Fl√§che der Elefantenanlage f√ľr Gro√üb√§ren zu klein sein soll? Dann d√ľrfte es wohl nur wenige realistische M√∂glichkeiten geben, auf dem Gel√§nde des Zoos irgendwo die gew√ľnschten Dimensionen zu bieten.

Prinzipiell spricht sicher nichts gegen eine Nachnutzung durch Kleinb√§ren, nur nutzen z.B. Nasenb√§ren bereits den Pumak√§fig nach (und finden an dessen gro√üen Gitterfronten reichhaltige Kletterm√∂glichkeiten). Ein Fehlen von Gro√üb√§ren w√ľrde aber vom Besucher wahrscheinlich nicht gerade honoriert, siehe das zwischenzeitliche Fehlen von Elefanten.
(29.11.2009, 13:50)
Bj√∂rnN :   Ich halte diesen Anlagenkomplex allegemein f√ľr s√§mtliche Gro√üb√§ren zu klein.

Was spr√§che denn, nach dem Ableben bzw. Abgabe der B√§ren, gegen einen Umbau hin zu deutlich mehr Kletterb√§umen und die Pr√§sentation von Kleinb√§ren wie Kleinen Pandas oder Nasenb√§ren, es m√ľssen ja nicht immer die Gew√∂hnlichen Nasenb√§ren sein??
(29.11.2009, 13:31)
Oliver Jahn :   Dieser Gedanke gef√§llt mir auch nach wie vor sehr gut. Und vor allem k√∂nnte er dauerhaft die B√§renhaltung in Halle sichern. Ein sp√§terer Umstieg auf Malaienb√§ren oder Lippenb√§ren w√§re da auch gut m√∂glich. Und k√§me dann noch mal (wie anf√§nglich ja geplant) ein Umstieg auf asiatische Elefanten, dann w√§ren sogar die Geo-Fans wieder zufrieden. Und bis dahin ist dann halt ein Raumschiff mit asiatischen B√§ren in der afrikanischen Savanne gelandet. ;-)
(29.11.2009, 13:15)
Michael Mettler :   Gedanklich schiele ich dabei immer wieder auf eine riesige "Erweiterungsfl√§che", die der letzte Kragenb√§r direkt vor den Augen hat: Die Elefantenanlage ist im Winter nur stundenweise und nachts vermutlich gar nicht in Nutzung. Statt des Riesenaufwandes, irgendwo eine v√∂llig neue B√§renanlage aus dem Boden zu stampfen, lie√üe sich wom√∂glich mit weniger baulichem und finanziellem Aufwand eine Vernetzung erzeugen: B√§renlaufgang als Tunnel unter dem trennenden Besucherweg, Ausbruchsicherung der Elefantenanlage (die ohnehin schon gr√∂√ütenteils mit hohen Mauern umgeben ist). Die Strukturen der Elefantenanlagen (unterschiedliche Bodenqualit√§ten, Baumstammhaufen, Wasserbecken usw.) d√ľrften auch B√§ren begeistern, Kletterm√∂glichkeiten blieben dann eben auf die eigentliche B√§renanlage beschr√§nkt. Die hinterlassenen Ger√ľche der beiden so unterschiedlichen Tierarten w√ľrden f√ľr deren Enrichment sorgen, und wahrscheinlich w√ľrde ein B√§r auch mit Interesse ein paar extra liegengelassene Elefanten"bollen" untersuchen.

W√§re zwar keine L√∂sung f√ľr Geo-Fans, aber eine enorme Bereicherung f√ľr B√§ren und Zoobesucher.
(28.11.2009, 09:20)
Alexander Fuchs :   Das ist nat√ľrlich eine schlechte Nachricht. Ich denke schon das die Gro√üb√§ren auf der Strecke bleiben werden. Eine Nachnutzung w√§re spannend, wenn auch die beiden letzten Tiere verstorben sind. Aber da ist ja noch ein wenig Zeit.
(28.11.2009, 08:06)
Oliver Jahn :   In Halle musste das alte Kragenb√§renweibchen eingeschl√§fert werden. Nun sind auf beiden Anlagen Einzeltiere und man will erneut probieren, Braun- und Kragenb√§r zusammen zu lassen.
Ersatz wird nicht beschafft, da die Anlage zu klein ist, also ist ein Auslaufen der Bärenhaltung in Halle leider nur noch eine Frage der Zeit.
Bei den vielen Planungen der letzten Jahre (Wittekind, Menschenaffenhaus usw.) ist mir nie eine Planung f√ľr Gro√üb√§ren untergekommen. Will man auf diese komplett verzichten?
(27.11.2009, 23:16)
Zoolog. Garten Halle :   Gro√ües Weihnachtssuchspiel im Zoo Halle

F√ľr die Adventszeit haben wir uns eine Weihnachts√ľberraschung der besonderen Art f√ľr unsere Besucher ausgedacht: Jedes Advents-Wochenende wird von uns im Zoogel√§nde ein beleuchteter Adventskranz versteckt. In dessen N√§he gibt es ein modifiziertes Tiergehege-Schild mit unserem Weihnachtsb√§ren. Darauf befindet sich ein Code-Satz der auf einem Gewinnzettel eingetragen werden muss. Die ausgef√ľllten Gewinnzettel k√∂nnen in die Gewinnbox im Zooladen (Haupteingang) eingeworfen werden. Gewinnzettel gibt es zusammen mit den Eintrittskarten an den Kassen.
Die Ziehung der Gewinner und die Preisverleihung durch den Weihnachtsmann erfolgt vor unserer Weihnachtsaktion ¬ĄTierische Bescherung¬ď am 24.12.2009. Treffpunkt ist 10.15 Uhr /Kasse Reilstra√üe.

Folgende Preise gibt es zu gewinnen:
1. Preis: eine Digi-Cam Coolpix J 225 von Nikon
2. Preis: ein Samsung L210 SW Camcorder
3. Preis: ein XXL-Familien Brunch im Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle
4. Preis: eine Zoochronik Teil 1
5. Preis: Jahreskarten f√ľr den Gewinner und seine Familie f√ľr den Zoo Halle
6. - 10. Preis: je eine 4er Tageskarte f√ľr den Zoo Halle
(wir danken dem Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle und der Firma Fegro-Selgros Teutschenthal f√ľr die freundliche Unterst√ľtzung!)
Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.zoo-halle.de/cms/index.php?weihnachtssuchspiel

(27.11.2009, 08:06)
Alexander Fuchs :   Ja Ralf, den Gl√ľhwein meinte ich und wenn das so kommt, dann wird mal schnell aus dem Reilsberg wieder der Kr√§henberg und aus einem Bergzoo, ein Erdzoo :D
(25.11.2009, 23:40)
Jennifer Weilguni :   @Ralf Seidel
Aber aber.. in Kinderpunsch gehört doch kein Alkohol :-)
Ansonsten rennen bei euch sicher gaaaaanz viele seelige Kinderchen herum die nachts verdammt gut schlafen können und das Bettchen vollk..... :-)
(25.11.2009, 08:50)
Michael Mettler :   @Karsten Vick: Wenn die Angabe "bis ca. 1979" f√ľr die aus Kronberg erhaltenen Markhore in der Zootierliste stimmt, k√∂nnte das Paar in Magdeburg gestorben sein - der dortige Zoo erhielt n√§mlich laut Jahresbericht 1979 je 1,1 Markhore und Ture, leider ohne Herkunftsangabe.
(25.11.2009, 00:15)
Karsten Vick :   Aaah ja. Danke Ralf, f√ľr die Antwort auf Frage 1.
Hier kommt Frage 1(a): WO sind die Markhore gestorben?
(24.11.2009, 23:41)
Ralf Seidel :   @Alexander Fuchs, ich geh mal davon aus, dass du mit dem "Kinderpunsch" den Gl√ľhwein meinst, der enth√§lt aber Alkohol - und selbiger f√∂rdert ja bekanntlich wieder Fantasien...)
Na so schlimm wird`s schon nicht kommen, ich kennne das diesjährige Programm unserer "Kulturverantwortlichen", da werden wir eh nicht zum Trinken kommen...))
@Karsten, die erste Frage kann ich dir sicher gleich beantworten: Wenn die `76
kamen sind die ja auch nicht mehr so ganz taufrisch - gehe mal davon aus, dass die inzwischen verstorben sind...))
Die 2. Frage d√ľrfte schon komplizierter in der Antwort sein, da kann man ja mal nachhaken...
(24.11.2009, 14:48)
Karsten Vick :   Hmm Kinderpunsch! Trinkt nicht so viel auf einmal...
Falls ihr dabei oder demnächst mal einen Zeitzeugen trefft, könnt ihr ihn von mir zwei Dinge fragen.
Erstens, was aus dem Markhorpaar wurde, das 1976 angeschafft wurde.
Und zweitens, ob der in der Chronik Teil 2, S. 258 links oben abgebildete Muntjak nicht eher der Vietnamesische als der Indische ist. Mit seinem stumpfbraunen Fell, dem goldgelben Scheitel und den schwarzen Augenbrauen sieht er verdammt nach rooseveltorum oder gar truongsonensis aus. Es gab diese Form ja auch im Berlner Tierpark, aber von dort habe ich noch nie ein Foto gesehen.
(23.11.2009, 21:54)
Alexander Fuchs :   @Ralf, so Meiner, wo w√§ren wir denn ohne W√ľnsche, Tr√§ume oder Fantasien?
Ein Forum muss nicht nur mit der Realit√§t konfirm gehen, dass w√§re ja schade. Tr√§ume d√ľrfen erlaubt sei.
Mir ist schon die Realit√§t bewusst und das es immer ganz anders ist als man denkt. Nur d√ľrfen wir nicht vergessen, das dies hier eine fiktive Onlinewelt ist und nicht die Realit√§t widerspiegelt.
Nun weis ich nicht welche Laus Dir √ľber die Leber gelaufen ist, aber das k√∂nnen wir gerne bei einem ¬ĄKinderpunsch¬ď am Samstag besprechen ;o)

P.S. Hier ist das Thema durch.
(23.11.2009, 20:59)
Ralf Seidel :   @Alexander Fuchs, es liegt mir in der Tat fern, mit dir √ľber Auto, Haus oder dergleichen zu plaudern, das ist auch garn nicht mein Ansinnen. Nur m√ľssen Ideen, W√ľnsche oder Tr√§umereien auch zu finanzieren sein. Dies gilt f√ľr den privaten genauso wie f√ľr den √∂ffentlichen Bereich. Das ist die Aussage - nicht mehr und nicht weniger.
Ich könnte mir auch Vieles vorstellen - nur real und eben finanzierbar muss es sein, gerade auch im Hier und Heute...
@Michael Mettler, was das von dir kritisierte Unterschreiten des Forum-Niveaus durch meinen Beitrag betrifft -da blättere ruhig mal ein wenig durch, da wird immer mal beim einen oder anderen Thema gezofft und ausgeteilt, auch mal eine harsche Bemerkung und Sarkasmus sind da zu finden. Hin und wieder mal ein klares Wort - das ist nichts Verwerfliches...
(20.11.2009, 13:42)
Michael Mettler :   @Oliver & Holger: Zur Versachlichung w√ľrde ich gern noch anf√ľgen, dass doch niemand behauptet hat, die UNTERBRINGUNG in Halle sei Folter. Ich lese da nur eine Aussage, dass ein einsamer Lebensabend f√ľr einen Schimpansen Folter sei - egal, wo.

Der von Oliver erw√§hnte Innenk√§fig d√ľrfte von den Abmessungen her h√∂chstens (!) so "gro√ü" gewesen sein wie die heutige Anlage f√ľr Krallen√§ffchen und Kugelg√ľrteltiere im Parterre des Hauses - und sehr viel dunkler. Der Umzug brachte f√ľr die beiden Schimpansen also objektiv betrachtet eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualit√§t. Ob sie mit Hinblick auf ihre Lebensgeschichte und ihr individuelles Naturell alternativ in einer gr√∂√üeren Anlage und Horde anderswo gl√ľcklicher geworden w√§ren, kann ich nat√ľrlich nicht beurteilen.
(20.11.2009, 00:30)
Holger Wientjes :   Sehe ich auch so ! Ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber eine deutliche (!!!) Verbesserung.

(19.11.2009, 20:36)
Oliver Jahn :   In dem Versuch, das ganz mal wieder ein wenig zu versachlichen m√∂chte ich einfach mal ein Bild einstellen. Das war der alte Schimpansen-Au√üenk√§fig. Der dazu geh√∂rende Innenk√§fig hatte nicht mal ein Drittel dieser Fl√§che.
Vielleicht kann man ja mit ein wenig gutem Willen zumindest anerkennen, dass f√ľr die alten Tiere dieser Tausch sicher nicht unbedingt eine Folter war, sondern gerade mit der nat√ľrlichen Gestaltung der Au√üenanlage die erstmalige M√∂glichkeit, einmal Erde unter den F√ľ√üen zu haben und echtes Gr√ľn in den H√§nden.
(19.11.2009, 20:28)
Alexander Fuchs :   @Ralf Seidel Nun weis ICH nicht ob ICH lachen oder weinen soll, √ľber DEINEN Beitrag.

Über meine privaten Angelegenheiten, wie Wohnung, Auto oder Arbeit, werde ich mit Sicherheit hier nicht mit dir Diskutieren. Nur so viel, ich denke täglich nach, im positiven , wie auch im negativen Sinne. So nun so viel dazu!

Ich weis nicht was man bezweckt mit der Zusammenf√ľhrung einer alten Schimpansin und einen J√ľngling, wenn es doch immer hies nur f√ľr das alte Paar. Was passiert, wenn Bangi sterben w√ľrde eines Tages? Das M√§nnchen w√§re alleine, w√ľrde man es wieder abgeben , doch wieder eine neue Partnerin holen oder w√ľrde sich daraus evtl. doch eine ganz andere und neue Situation ergeben - denken wir mal dar√ľber nach! Ich schrieb nicht von heute oder morgen...


@Bj√∂rnN Das du die Sozialstruktur und jeden einzelnen Schimpansen kennst ist toll. Nur wusste ich nicht, dass du auch die psyche der halleschen Dame kennst! Als Folter w√ľrde ich Ihre Situation, als sie alleine lebte, nicht bezeichnen.

(19.11.2009, 19:18)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Ich habe deinen Beitrag nun dreimal hintereinander gelesen und suche darin immer noch vergeblich nach dem aus diesem Forum gewohnten Niveau...
(19.11.2009, 16:28)
Ralf Seidel :   @Oliver, wer des Lesens kundig und guten Willens ist, Zusammenh√§nge zu begreifen, m√ľsste nun langsam aber sicher verstanden haben, warum das Schimpansenhaus entstand und welchen Zweck man damit verfolgte. Dies wurde nun bereits mehrmals und ausf√ľhrlich hier er√∂rtert. Dass Besserwisser Bj√∂rnN mit permanentem Phrasengedresche, immerhin wissen wir jetzt alle √ľber die Sozialstruktur bei Schimpansen Bescheid - Danke Bj√∂rnN !, und √ľberfl√ľssigen, weil immer wiederkehrenden Kommentaren mal wieder nervt - geschenkt. Nur wird Gr√ľtze vom st√§ndigen Aufw√§rmen und Breittreten nicht zwangsl√§ufig besser, aus ner quengeligen Labertante nicht zwangsl√§ufig ein seri√∂ser oder doch zumindest objektiver Berichterstatter...
Unyoros Verhalten scheint durchaus nicht selbstverst√§ndlich f√ľr einen jungerwachsensen Schimpansen zu sein, aber da hat unser Schlaumeier ganz bestimmt ein gaaaanz wichtiges Buch gelesen und nen tollen superwichtigen Film gesehen. Ja, hier erkl√§ren uns gerade Benjamin Bl√ľmchen und Peter Lustig die Welt - und man wei√ü nicht, ob man dar√ľber lachen oder weinen soll...
@Alexander Fuchs, "indirekten Druck aus√ľben f√ľr ein neues Menschenaffenhaus" - wie, bittesch√∂n soll das ablaufen ?? Der Zoo stemmt mal so eben non-chalon 2 neue gro√üe Affenh√§user (da steht n√§mlich so ganz nebenbei noch der Wiederaufbau des Hauses der Totenkopfaffen auf der Liste), das bisschen Kleingeld...
Warum f√§hrst Du eigentlich nicht jeden Tag mit dem Porsche auf Arbeit, warum wohnst DU immer noch zur Miete und nicht in ner 20-Zimmer-Villa. Und warum gehst DU jeden Tag zur Arbeit - denk mal dr√ľber nach !
(19.11.2009, 13:29)
Oliver Jahn :   Das Hallenser Haus ist als √úbergangsl√∂sung konzipiert, um zwei alten Tieren einen erheblich besseren Lebensabend zu erm√∂glichen, als sie ihn in ihrem alten K√§fig im ehemaligen Flusspferdhaus gehabt h√§tten.
F√ľr drei Tiere ist diese Anlage auch nach meinem Empfinden nicht geeignet und auch nie angedacht gewesen.
(19.11.2009, 10:18)
Bj√∂rnN :   @Michael Mettler
Im Hallenser Haus sollten gar keine Menschenaffen gehalten werden.

Stuttgart hat bessere Verhältnisse zu bieten als Halle, ausgiebigere Absperrräume, demnach wäre eine Umsiedlung nach Stuttgart sicher sinnvoller als ein Dreiergespann alter Schimpansen in Halle.
(19.11.2009, 09:44)
Michael Mettler :   Stichwort Stuttgart: Aus der Wilhelma war doch zu lesen, dass die Zukunft des dortigen letzten Schimpansenpaares, das wohl √ľber 40 Jahre alt ist, noch nicht ganz klar bzw. von der Entscheidung des EEP-Koordinators abh√§ngig sei. W√§re es theoretisch (!) m√∂glich, ein solches √§lteres und wenig Platz gewohntes Paar mit Bangi in deren gewohnter Umgebung in Halle zusammenzugew√∂hnen? So weit ich wei√ü, geh√∂rt es doch zum nat√ľrlichen Sozialverhalten von Schimpansen, dass Weibchen die Gruppe wechseln, so dass ihnen auch dort eine √úberzahlsituation begegnet. Und w√§re die Haltung von drei alten Schimpansen in Halle √ľberhaupt machbar?
(19.11.2009, 08:52)
Bj√∂rnN :   "Unyoro" ist, legt man sein Alter und Veralten, welches f√ľr einen jungerwachsenen Schimpansenmann normal ist, das Alter und die Beh√§bigkeit des Weibchens und die unzureichenden Verh√§ltnisse der Hallenser "Altersresidenz" zu Grunde, kein wirklich geeigneter Kandidat f√ľr Halle, aber wer w√§re das schon.

Jungerwachsene Schimpansenm√§nner bleiben in der Natur lebenslang in ihrer Geburtsgruppe und etablieren sich, ausreichend Ausweichraum vorausgesetzt, neben ihren Erzeugern und l√∂sen diese in teils brutalen K√§mpfen oft nach Jahren in der Rangfolge ab - das ist nat√ľrliches Verhalten und kein "Rappel". Die Abgabe von Basel nach Leipzig war unumg√§nglich, weil der enge Raum im vollkommen veralteten Menschenaffenhaus in Basel bei zwei erwachsenen M√§nnern zu Spannungen f√ľhrte.

Da "Unyoro" ein Descendant im Besitz des Baseler Zoos ist, steht seine Sterilisation/Kastration, welche ihn im Verhalten sicher ruhiger machen w√ľrde, nicht zur Debatte, deswegen kann er auch nicht in der B-Gruppe gehalten werden, was die Kontrazeption von 5 jungen Weibchen notwendig machen w√ľrde.

Als Schimpanse mit ruhigerem Gem√ľt, weil deutlich j√ľnger und eine Handaufzucht, k√∂nnte sich "Alexander" erweisen, welcher bereits sterilisiert und ein Hybride ist, womit das Problem "Unyoro" aber nicht gel√∂st w√§re.

Tatsache ist, ein einsamer Lebensabend w√§re f√ľr einen Schimpansen wie "Bangi", ein Gro√ügruppentier, Folter und in keiner Weise ethisch vertretbar - ein Problem, welches sich Halle leider selbst gemacht hat und welches Zoos wie Stuttgart und Wuppertal in den kommenden Jahren noch ins Haus steht.
(19.11.2009, 07:33)
Alexander Fuchs :   Um Bangi tut es mir gerade ein wenig Leid, da ich es skeptisch be√§uge. Ich glaube nicht daran das es etwas auf Dauer werden kann, denn wenn das M√§nnchen wieder seinen Rappel bekommt, steht es schlecht um Bangi.
Das Gehege sollte ja eine Altersressidenz sein und das M√§nnchen ist ja nicht so alt, da kommt mir in den Sinn, dass man evtl. versucht indirekten Druck aus√ľbt f√ľr ein neues Menschenaffenhaus?
(19.11.2009, 06:18)
Michael Mettler :   Dann k√∂nnen wir wohl Diskussionen um Vorkriegssachverhalte zuk√ľnftig knicken ;-)
(18.11.2009, 20:22)
kr√ľmmel :   Merke:
Zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Informationen hier im Forum, ist die Kenntnis des genauen Jahrgangs des Verfassers dienlich!
(18.11.2009, 20:14)
Oliver Jahn :   Schimpansin Bangi ist in Leipzig, ein erneuter Versuch der Zusammengew√∂hnung mit dem Leipziger M√§nnchen.
Gibt es schon nähere Informationen, wie es bei diesem Versuch läuft?
(18.11.2009, 19:20)
Alexander Fuchs :   @Bj√∂rnN Auch wenn der Javaleopard erst 1994 geboren worden w√§re, dann h√§ttest du Ihn mit Sicherheit nicht als diesen wahr genommen, denn wenn mich nicht alles t√§uscht m√ľsste du ungef√§hr 8 Jahre alt gewesen sein.
Ich war auch immer regelmäßig im Zoo Halle und habe ihn erst ab den Jahren 2000/2001 richtig wahr genommen und alles was davor war sind nur lose Teile und Vermutungen.
(18.11.2009, 19:12)
Oliver Jahn :   @Bj√∂rnN, Michael Mettler hat es ja nun gekl√§rt. Und ich war ja nur √ľber das von Ihnen zwei mal festgelegte Jahr 1993 gestolpert, weil mir dort die Tierbestandsliste vorliegt und somit diese Aussage nicht stimmen konnte.
Letzter Satz zu diesem Thema hier unter Halle:
Meines Wissens gibt es die Tierbestandslisten auch erst seit dem Berichtsjahr 1993, davor gab es nur die von MM genannten Ausz√ľge "UNTER ANDEREN" in den Mitteilungen.
(18.11.2009, 14:55)
Bj√∂rnN :   @Oliver Jahn
Seit 1994 habe ich Leipzig recht regelmäßig besucht und bin auf kein frisches Jungtier bei den Javaleoparden gestoßen.

Da mir sämtliche Tierbestandslisten der letzten Jahrzehnte außer 1992-1994 vorliegen, liegt der Schluss nahe, dass die Geburt 1992 oder 1993 stattfand.

@Michael Mettler
Vielen Dank f√ľr die Kl√§rung.
(18.11.2009, 13:32)
Michael Mettler :   Vielleicht kann ich die Frage zum Leipziger Javaleopardennachwuchs abschlie√üend kl√§ren, ohne zu diesem Zweck noch in einen eigentlich passenderen Thread ausweichen zu m√ľssen: Laut International Zoo Yearbook hatte der Zoo 1992 0,1 Nachzucht und 1993 keine. Im Jahresbericht ist das Jungtier nicht erw√§hnt, was aber m√∂glicherweise schlichtweg daran liegt, dass die Nachzuchtliste √ľberschrieben ist mit "Nachgezogen wurden UNTER ANDEREN:", so dass man also keine akribische Vollst√§ndigkeit erwarten darf.
(17.11.2009, 14:13)
Oliver Jahn :   Und wie erschlie√üt sich Ihnen ohne die Tierbestandslisten dann das hier mehrfach genannte Jahr 1993 f√ľr den Nachwuchs? Ist das eine Angabe aus einem Zuchtbuch oder einer √§hnlichen Quelle?
Und um den Bogen zum eigentlichen Thema hier wieder zu bekommen, auch in der Chronik des Zoo Halle liest man gerade f√ľr die fr√ľhen Leopardenhaltungen nach dem Krieg oft nur die Vermutung des Autor, bzgl. der Unterart. Au√üerdem wurde lustig drauf los gepaart, ohne hier auf Unterarten zu achten. Dieses war sicher auch der Zeit geschuldet, als man nach Verlust vieler Tiere einfach nur wieder die H√§user f√ľllen wollte und mit Jungtieren Besucher in einen recht maroden Zoo locken wollte.
(17.11.2009, 12:46)
Bj√∂rnN :   Die Tierbest√§nde von 1992, 1993 und 1994 liegen mir leider nicht vor, nur die Jahresberichte.

Der Zoo erhielt einige Jahre zuvor 1,2 Tiere, 1993 waren es 1,3 und der Zoo Karlsruhe hielt einen in Leipzig nachzogenen weiblichen Javaleoparden, der irgendwann in diesem Zeitraum geboren sein muss.
(17.11.2009, 11:52)
Oliver Jahn :   Hier der Auszug aus dem Panthera Heft Jahresbericht 1993:
Javaleopard (Panthera pardus melas)

Bestand 01.01.1993 1,3
Geburten leer
andere Zugänge leer
Todesfälle leer
Abgaben leer
Bestand 31.12.1993 1,3

Ich muss nat√ľrlich dazu sagen, der Jahresbericht ist f√ľr mich immer die erste Quelle. Sollte diese falsch sein, dann nehme ich alles zur√ľck und behaupte das Gegenteil. :-)
(17.11.2009, 11:43)
Bj√∂rnN :   @Ralf Wagner
Die 1,2 Ursprungstiere, welche 1987 und 1988 in den Zoo kamen, hatten 1993 eine Geburt, welche sp√§ter nach Karlruhe umzog, dort verstarb und wohl nie gez√ľchtet hat...
(17.11.2009, 11:26)
Ralf Wagner :   @Oliver: Du hast Recht, nach 1945 :-)...meine Aussage war mehr auf die 1980-2000er Jahre bezogen.
BG
(16.11.2009, 23:09)
Oliver Jahn :   @Ralf Wagner, NIE kann ich nicht best√§tigen, daf√ľr fehlen mir einfach zu viele Daten aus der Zeit vor 1945. Aber nach 45 gebe ich dir recht.
@Michael, gerade an die alten Haltungen habe gedacht. Da gab es "fr√ľher" ja √ľberwiegend Einzeltiere in Dresden, Leipzig, Berlin und Breslau. Sp√§ter, als man dann Paare bekam, da kenne ich sie in Breslau z.B. oder Leipzig meist durchg√§ngig getrennt.
(16.11.2009, 22:54)
Michael Mettler :   @Oliver: "Aus dem Bauch heraus" w√ľrde ich behaupten, dass die gemeinsame Unterbringung von Zwergflusspferden fr√ľher gar nicht so selten war und sie - √§hnlich wie Spitzmaulnash√∂rner - erst in neuerer Zeit √ľberwiegend einzeln untergebracht werden. Z.B. frage ich mich, wie Duisburg seine damalige Vierergruppe bei deutlich weniger Platzangebot als heute √ľberhaupt h√§tte trennen k√∂nnen. Aber leider habe ich auf solche Details auf meinen fr√ľheren Touren nicht gezielt geachtet.

Jedenfalls w√ľrde ich mich nach dem, was uns aus Halle inzwischen von der Haltung der gro√üen Hippos bekannt ist, auch bei den Zwergen √ľber nichts wundern...
(16.11.2009, 22:46)
Ralf Wagner :   @Bj√∂rnN: kann Oliver bez√ľglich der Java-Leos nur beipflichten & m.W. hatten die nie Nachwuchs in Leipzig.
BG
(16.11.2009, 22:39)
Oliver Jahn :   @Bj√∂rnN, Leipzig hatte 1993 keinen Nachwuchs bei den Javaleoparden.
(16.11.2009, 21:36)
Alexander Fuchs :   Super Oli, dass ist wie der Ein√§ugige und der Blinde ;-)
Nee, Spa√ü beiseite, ich kann mir auch was anderes vorstellen und zwar, dass man einen nicht einsehbaren Raum f√ľr Tapir oder Ameisenb√§r hatte (Humbuldtpinguininnenbereich? Oder man lies denTapir drauen im "Allzweckk√§fig", daran glaube ich aber nicht oder wie unten von mir geschrieben die Ameisenb√§ren drau√üen.
(16.11.2009, 20:58)
Oliver Jahn :   @Alex, ich bin der "Saubucht-Augenzeuge", daher kann ich deine Frage nicht beantworten, im Gegenteil, ich habe sie ja auch gestellt. Es kann eigentlich nur so gewesen sein, dass man die Zwerghippos zusammengehalten hat. Die meisten Zwergflusspferdhalter, die ich kenne, halten diese Tiere zwar getrennt, aber in Th√ľle z.B. habe ich sie auch schon als Paar zusammen gesehen.
Ich kenne in Halle die Zwerge bis heute nur getrennt. Das kann aber tatsächlich auch erst dann notwendig geworden sein, nach dem die Kuh das erste Kalb bekommen hatte.
(16.11.2009, 20:32)
Alexander Fuchs :   Tja, Demenz ist nicht nur den √§lteren vorbehalten:P
Aber wo war dann der Tapir untergebracht? Hat man denn die Zweghippos, tatsächlich, paarweise in der Stallung untergebracht oder die Ameisenbären auch nachts draußen gelassen?
(16.11.2009, 20:24)
Oliver Jahn :   Mein junger Freund :-) im alten Haus der Zwergflusspferde gibt es nur DREI einsehbare Stallungen. Und wenn eines f√ľr den Zoo Halle doch recht typisch war, dann die Tatsache, dass dort NIE etwas frei war! ;-)
(16.11.2009, 20:01)
Alexander Fuchs :   Jaja ich gebs ja zu, bin halt noch jung ;)
Wenn das Tier nur f√ľr kurze Zeit dort stand, dann tippe ich auf eine k√§ltere Jahreszeit, da das S√ľdamerikahaus beheizbar ist und nicht wie die Saubucht. Gibt auch Sinn, da es vier einsehbare Stallungen gibt und eine frei war.
Zum Kamel-/ Elefantenhaus finde ich es auch sehr schade das es nicht genutzt wird. Es steht ja doch ziemlich "im Schatte" des Krokodilhauses. Aber seis drum, vielleicht wird ja das Haus auch wieder begehbar.
Zum Totenkopfaffenhaus nur so viel, dass ich auch das sehr sehr schade finde, denn eins darf man nicht vergessen. Es war der erste Neubau nach der Wende und war schon imposant und zukunftsweisend f√ľr eine kleinere Affenart, die auch heute noch ihr gleiches sucht!

(16.11.2009, 19:16)
Oliver Jahn :   Siehst du Ralf, Augenzeugen sind eben doch die besseren Quellen! ;-)
Ich bin gespannt, wie man das Haus der Totenkopf√§ffchen umbauen wird. Sicher wird man ja auf eine ganz andere Konstruktion umschwenken, um nicht in absehbarer Zeit wieder vor dem gleichen Problem zu stehen. Schade finde ich, dass man jetzt f√ľr die √Ąffchen das √§lteste Tierhaus des Zoos nutzt, der Besucher aber davon nichts hat. Dieses Haus ist einfach zu schade, um es dauerhaft leer stehen zu lassen oder es nur als "Notnagel" zu nutzen.
(16.11.2009, 18:54)
Ralf Seidel :   Seit Mitte letzter Woche ist das Haus der Totenkopf√§ffchen im Eingangsbereich des Bergzoos gesperrt. Die Bewohner sind inzwischen umgezogen ins ehemalige Elefantenhaus, f√ľr die Zoobesucher sind sie dort allerdings nicht zu beobachten. Der Zustand des Hauses wird derzeit gepr√ľft, im schlimmsten Fall muss die Holz-Glas-Konstruktion abgerissen und neu aufgebaut werden.

@Bj√∂rnN, mit meinen Ausf√ľhrungen bez√ľglich der Leoparden in Leipzig ging es mir nicht ja darum, eine Chronologie der dortigen Leopardenzucht zu erstellen...
Gerade in den 80ern wurde verst√§rkt auf die Bedrohung verschiedener Unterarten hingewiesen und der Zoo Leipzig r√ľckte dies in den Focus k√ľnftiger Zuchtbem√ľhungen. Dass die Nachzuchten insgesamt bei Gro√ükatzen r√ľckl√§ufig waren lag zum einen an mangelnden Abnehmern, andererseits an teilweise unzureichenden Haltungsbedingungen. Gerade die alten Leipziger Leoparden-Au√üenk√§fige links des Eingangs am Neuen Raubtierhaus waren absolut grenzwertig.

Zur fr√ľheren Tapirhaltung im Bergzoo hat mir L. Baumgarten inzwischen m√ľndlich best√§tigt, dass Tapir "Pirat" zeitweise auf der alten Anlage der Zwergflusspferde untergebracht war.
(16.11.2009, 13:23)
Oliver Jahn :   @Thomas, nat√ľrlich gibt es auch jede Menge Bilder von ehemaligen Tierbest√§nden aus Halle in den Chroniken des Zoo Halle Teil I und II. (beide auch hier bestellbar). Gerade Giraffenbilder gibt es dort reichlich.
Zu den Nashörnern empfehle ich die Mitteilungen aus dem Zoo Halle Hefte 16 und 17. Hier lohnt es sich ebenfalls mal beim Hausherrn des Forums nachzufragen.
(15.11.2009, 21:16)
Oliver Jahn :   Von den Flusspferden sind hier im Thread einige Bilder drin.
(14.11.2009, 23:13)
Thomas Wachenhausen :   Diesbez√ľglich und der gew√ľnschten
Tierarten wären auch die dazugehörigen
Anlagen und Gebäude passend.
(14.11.2009, 23:00)
Thomas Wachenhausen :   H√§tte Jemand Bilder vom ehemaligen Tierbestand Halle ? Besondere W√ľsche
wären Giraffen, Flußpferde und Nashörner.
(14.11.2009, 22:56)
Bj√∂rnN :   @Ralf Seidel
Der Zoo Leipzig hat nur ein einziges Mal Javaleoparden gez√ľchtet und das 1993.

Die Leopardenzucht war in den 80er Jahren bereits weitestgehend eingeschlafen, in den 70er Jahren z√ľchteten Persische- Amur- und Nordchinesische Leoparden j√§hrlich, die Chinesischen Leoparden sogar bereits seit Anfang der 60er Jahre.
(14.11.2009, 11:57)
Ralf Seidel :   @Olli, neben den Isubras kann man da auch beispielsweise noch die Altai-Marale erw√§hnen, aber das war denn eben doch eher die Ausnahme.
@IP66, Leoparden geh√∂ren wohl, √§hnlich den Tigern, zu den Katzen, welche man schon seit l√§ngerer Zeit gern in der jeweiligen Unterart zeigt. Der Zoo Leipzig hielt und z√ľchtete in den 80er Jahren gleichzeitig 3 bedrohte Unterarten (Amur-,Nordpersische- sowie Javaleoparden) und stellte dies seinerzeit als einen neuen gro√üen Zuchtschwerpunkt in Sachen Gro√ükatzentradition heraus. Die ber√ľhmte L√∂wenzucht wurde ja ab den 70ern durch den Schwerpunkt (Amur-)Tiger abgel√∂st ("Von der L√∂wenfabrik zur Tigerfarm"). Nachdem sich die Tigerzucht etabliert hatte, wandte man sich ein Jahrzehnt sp√§ter den Leoparden verst√§rkt zu...
Hervorzuheben nach wie vor in Sachen Unterartenpr√§sentation war und ist der Tierpark Berlin. Dathe legte gro√üen Wert darauf, seinen Besuchern die Variabilit√§t einer Art wo immer es ging aufzuzeigen. Nicht nur im riesigen Alfred-Brehm-Haus bei den Gro√ükatzen, auch beispielsweise in den Huftierbereichen war er bestrebt, m√∂glichst verschiedene Unterarten zu zeigen, f√ľr ihn war das immer praktizierter Biologie-Unterricht. Fairerweise muss man nat√ľrlich erg√§nzen, dass er √ľber den daf√ľr auch notwendigen Platz verf√ľgte...
(13.11.2009, 13:20)
Oliver Jahn :   @Ralf, das stimmt nat√ľrlich. Ich hatte das Thema mit Michael gerade erst vor ganz kurzem. Ich w√ľrde sogar sagen, dass dieser Trend bis in die 80er hinein ging. Wenn ich da so in meine alten Zoolisten schaue, dann stehen da oft nur die Arten, bis auf Tiger aber kaum Unterarten. Nur bei echten Besonderheiten wurde darauf hingewiesen. In Halle fallen mir da die Isubrahirsche ein, die ich zwar auch nicht mehr selber kenne, auf die aber auch in den fr√ľhen Zoof√ľhrern schon besonders hingewiesen wird.
(11.11.2009, 20:35)
IP66 :   F√ľr den sehr westlichen Westen (sc. M√ľnster) k√∂nnte man erg√§nzen, da√ü dort sehr fr√ľh die persischen Leoparden als eigene Form gehalten und ausgeschildert wurden - auch der Tierhandel sah es damals als gewinnsteigernd an, wenn man ein Exemplar dieses Unterartenstatus liefern konnte.
(11.11.2009, 19:21)
Ralf Seidel :   Nur deswegen sind wir ja jedes Jahr nach Halle gefahren...)))
Nee Oli, soweit war ich damals definitiv noch nicht, auf Unterarten zu achten - sofern die √ľberhaupt ausgeschildert waren. Es gab in den sp√§ten 60er/70er Jahren eigentlich auch nicht so viele Arten, wo da explizit drauf hingewiesen wurde. Eine der wenigen Arten war beispielsweise der Tiger, da legte man damals schon recht gro√üen Wert, die Unterarten auszuschildern: der K√∂nigs-(Bengal-)Tiger war Standart, die Sibirier noch recht selten und die kleinen tropischen Formen a la Sumatra wurden oft als Inseltiger bezeichnet. Aber ansonsten war das noch nicht so verbreitet (und vielleicht auch teilweise √ľberzogen) wie heute.
(11.11.2009, 13:20)
Oliver Jahn :   Ralf, dann m√ľsstest du als Steppke ja sogar noch die Massai-Giraffe in Halle gesehen haben?
(09.11.2009, 20:25)
Zoolog. Garten Halle :   Schimpansin Bangi wieder in Leipzig

Am heutigen Vormittag wurde unsere Schimpansin Bangi erneut in den Zoo Leipzig gebracht. Hier soll in den n√§chsten Tagen eine nochmalige Vergesellschaftung mit dem Leipziger Schimpansenmann Unyoro versucht werden. Bangi und Unyoro waren im M√§rz diesen Jahres getrennt worden, da Unyoro Bangi bei Streitereien ernsthaft verletzt hatte. Bangi hat den Transport nach Leipzig gut √ľberstanden und die kommenden Tage werden zeigen, ob die Tiere sich wieder vertragen oder nicht.
(09.11.2009, 15:43)
Ralf Seidel :   Erstaunlich ist das schon - da kennt man den Bergzoo seit Jahrzehnten, aber bestimmte Bereiche... Mir geht es da √§hnlich dem Oliver, den hinteren Bereich kann ich mich nur an Weniges erinnern, sicher eben auch der Tatsache geschuldet, dass man da seltener langgelaufen ist. An die Nilgaus in der jetzigen Anlage der Benetts kann ich mich noch gut erinnern. Nach dem Auszug der Nash√∂rner wurde das Haus ja erst mal wieder zusammengeschraubt, da wurden dammals auch die Nilgaus vor√ľbergehend ausgelagert, wenn ich mich recht erinnere gingen die vor√ľbergehend (1 Paar) nach Salzburg. Die Benetts k√∂nnten in dem Bereich daneben untergebracht gewesen sein, da will ich mich aber nicht festlegen...
Die von WolfDrei erwähnten Elenantilopen auf der Plateau-Seite meine ich auch noch zu kennen, aber in diesem Bereich hat man sich als Steppke ehe eher auf die Giraffen konzentriert.
(09.11.2009, 13:07)
Oliver Jahn :   Und Teile dieser Gehege wurden dann ja auch weitergenutzt f√ľr das schmale Gehege der Nash√∂rner und das Tapirgehege. Die Mauern z.B. blieben in vielen Bereichen stehen, sowohl die zum Publikum hin, als auch die zwischen den Gehegen.
(08.11.2009, 19:05)
Michael Mettler :   P.S. Das Foto d√ľrfte Anfang bis Mitte der 60er Jahre entstanden sein.
(08.11.2009, 18:54)
Michael Mettler :   Weit unten in diesem Thread (5.1.08) Hatte ich ein Halle-Foto aus Dittrichs "Safari in Europa" eingestellt, auf dem ein Teil der Gehege gegen√ľber der Gro√üvoliere inklusive Elenantilopen zu sehen ist.
(08.11.2009, 18:49)
Oliver Jahn :   Die Pl√§ne t√§uschen hier ja √∂fter mal, was das Antilopnehaus angeht. Am "Steilhang" gab es drei Gehege, an den beiden Schmalseiten jeweils eines (das Giraffengehege davon mit eigenem Haus) und auf der sp√§teren "Tapirseite" gab es vor dem Umbau f√ľr die Nash√∂rner auch nur drei (vormals vier) schmale Handtuchgehege. Das davon linke wurde nur erheblich erweitert um eine bis dahin gar nicht genutzte Fl√§che f√ľr die gro√üe Anlage f√ľr die Nash√∂rner, in der heute die Zackelschafe stehen.
(08.11.2009, 17:36)
WolfDrei :   und noch fr√ľher (1968) gab es dort Elenantilopen, noch fr√ľher einen Gelbstei√ühirsch. Und auf der anderen Seite des Hauses am "Steilhang" Sitatungas.
(07.11.2009, 18:02)
Oliver Jahn :   ...und gleich nach dem Umbau zogen dann die Zackelschafe in die gro√üe Nashornanlage. Die Trampeltiere waren im heutigen Lamagehege und die Streichelanlage ist ja auch schon √§lter. Aber die R√ľckseite des Hauses, die bekomme ich nun gar nicht mehr hin. Das waren ja noch mal mindestens 3 Gehege. Ich kann mich dort lediglich an die Nilgaus genau erinnern. Alles andere ist echt wie verhext. Ich war so oft im Zoo, aber da herum bin ich sehr selten gegangen und auch fotografisch war und ist diese Ecke absolut nicht ergiebig.
(06.11.2009, 20:43)
Ralf Seidel :   Die Marabus d√ľrften dann noch die alten Tiere gewesen sein (vormals Afrikasavanne). Bei den Pudus gehe ich davon aus, dass der Bereich ja damals noch dreigeteilt war. Letzte Anlage k√∂nnte aber stimmen, da die Seriemas ja wohl den mittleren Bereich bewohnten - sofern sie nicht gerade mal wieder die Anlage verlassen hatten...
(06.11.2009, 17:11)
Oliver Jahn :   Also nach dem letzten Tapir dann erst mal Umbau, dann die Wasserschweine mit Marabus (es waren √ľbrigens zwei) und dann habe ich in dieser Anlage die ersten Pudus gesehen, nicht in der mittleren. Und am Ende dann das Tier, welches in Halle IMMER der Nachnutzer schlecht hin ist, die Magellangans.
Dann kam der Umbau zur heutigen Ameisenbärenanlage.
(06.11.2009, 16:48)
Ralf Seidel :   Na Oliver, "mit unseren Pfunden wuchern" - zu den wirklichen Schwergewichten z√§hlen wir beide ja nun wahrlich nicht und das mit dem "alten Sack" sieht unsere Generation ja wohl auch nicht so eng. Ohne verallgemeinern zu wollen, aber ich erlebe regelm√§√üig Typen in den Zwanzigern, vor sich hin schlurfende, wankende Gestalten, welche in sich selbst zusammenrutschen, wenn man sie mal im sch√§rferen Ton anspricht.
Ansonsten ist aber alles "Supi, Feini, Zauberhaft". Da steht man dann fassungslos daneben und sagt sich nur noch: "Oh Gott"...
Und dass wir generations√ľbergreifend aktiv und tolerant sind haben wir doch schon oft genug bewiesen, auf diversen Zoofreundtreffen vertragen wir uns (meistens) mit den J√ľngeren - und ich bin mir ziemlich sicher, dass du immer noch einen sehr regen Briefkontakt mit deiner (hundertj√§hrigen?)Vermieterin aus dem Appartementhaus unterh√§ltst - solche Connections l√§sst man nicht schleifen und als Aufmerksamkeit kriegst du zu Weihnachten ein Paket mit Handt√ľchern aus der reichhaltigen Sammlung zugesandt...)))
Michael, nicht verzagen mit dem Gedächtnis - das wird schlimmer, manches kommt dann aber auch irgendwann wieder...)))
Ich kann mich eben immer noch gut an den letzten Leipziger Bergtapir erinnern und auch an die Schabracken in Leipzig und Dresden...
Nach der Abgabe der Breitmaulnashörner wurde das Antilopenhaus erst mal wieder hergerichtet, innerlich soll es recht
ramponiert gewesen sein. Und dann d√ľrfte schon die Zeit der Capybaras gewesesen sein, in der kleinen mittleren Anlage die Seriemas, sp√§ter die ersten Pudus. Das waren anfangs
noch 2 Männchen aus Köln, später kam dann das erste Weibchen dazu...
Wenn dann noch ein Marabu da war, könnte es sich eigentlich nur um ein älteres Tier von der Afrikasavanne gehandelt haben, die jetzigen Marabus kamen als Jungvögel zum 100. Zoogeburtstag aus der Cottbuser Zucht. Vergesellschaftet waren die ja anfangs mit den beiden Bergriedböcken, ein Geschenk des Tierpark Berlin.
@Ralf Wagner, auch von meiner Seite noch mal ein Dankesch√∂n f√ľr das alte Bild, dass das alles mal so aussah, hat man schon l√§ngst wieder verdr√§ngt - und dass dein Bild Olivers Beifall findet liegt nahe: alles etwas nostalgisch -mystisch und vor allem: in Schwarz-Wei√ü...)))
(06.11.2009, 14:26)
Oliver Jahn :   Also da geht es mir doch tats√§chlich noch anders. Das hat sicher ganz unterschiedliche Gr√ľnden. In meiner Kindheit und Jugend gab es nur wenige Tapire, und an die wenigen kann ich mich noch recht gut erinnern. Sp√§ter dann geh√∂rten Tapire immer zu meinen Favoriten, also habe ich sie alle fotografiert. Na ja, und dann kommt sicher auch noch hinzu, dass ich einige Zoos noch gar nicht gesehen habe, die du kennst. So, und wie bekomme ich jetzt wieder die Kurve...ach ja, also daher kann ich mich an den Tapir in Halle also recht gut erinnern. Was mich dennnoch erstaunt, dass ich ihn nie am Antilopenhaus gesehen habe. Was war denn direkt nach dem Tapir dort im Gehege. Waren das dann gleich schon die Wasserschweine zusammen mit den Marabus?
(05.11.2009, 20:31)
Michael Mettler :   @Oliver: Daf√ľr brauche ich nicht mal das pensionsf√§hige Alters zu erreichen, das kann ich schon jetzt nicht mehr. Schon gar nicht mit Vor- und Zunamen des Tieres ;-)
(05.11.2009, 18:40)
Oliver Jahn :   Tja Ralf, das sind dann mal die Momente, da k√∂nnen wir "alten S√§cke" mit unseren Pfunden wuchern! ;-)
Und es ist gut, dass wir hier unsere Erinnerungen zusammenstellen, quasi f√ľr die Nachwelt! :-) Denn wenn wir erst in Ludwig Baumgartens Alter sind, k√∂nnen wir uns vielleicht auch nicht mehr sofort an jeden Tapir erinnern, den wir mal gesehen haben.
(05.11.2009, 18:34)
Ralf Seidel :   @Oliver, da bin in puncto Lekt√ľre erst mal auf das gleiche Ergebnis gekommen wie du, in der 1983 herausgegebenen Auflage der Mitteilungen (M√§hnenwolf), erw√§hnenswert vielleicht noch ein Foto der 2 Zwergflusspferde auf der Au√üenanlage. Nach wie vor bin ich mir ,egal in welcher zeitlichen Reihenfolge, doch ziemlich sicher zumindest einen Tapir auf der Anlage gesehen zu haben, der Sommer `81 scheint mir da auch ziemlich real. Dass dar√ľber nichts geschrieben steht, muss auch nicht verwundern: Als wir bei unserer ersten gemeinsamen "Halle-Tour" Ludwig Baumgarten auf die Tapir-Haltung in der "Saubucht" ansprachen, konnte er sich auch nicht auf Anhieb daran erinnern.
Das ist eben der Vorteil von Zeitzeugen: man verdr√§ngt mal das eine oder andere oder irrt sich auch schon mal - aber man wei√ü wor√ľber man spricht...
(05.11.2009, 13:59)
Oliver Jahn :   Ich vermute es anders herum. Er kam und wurde in alter Erinnerung an Vorkriegszeiten in der Saubucht eingestellt. Das ging nicht lange gut, also brachte man ihn (oder beide) kurzfristig im Tapirhaus unter, weil da schon der Umbau des Antilopenhauses geplan war. Dort richtete man dann den Tapirstall ein, weil man die Zwerghippos nicht dauerhaft zusammen halten wollte/konnte.
@Alex, ich kann es nicht mehr ganz genau sagen ob es 80 oder 81 war. Ich weiß nur, dass ich leider noch keine Kamera hatte und dass wir noch mit dem Zug nach Halle reisten. ;-)
(05.11.2009, 09:56)
Alexander Fuchs :   Der Tapir kam 1980, da k√∂nnte er dort gestanden haben. Denn wenn du Ihn mit 14 Jahren (1981?) in der Saubucht gesehen hast, war es nur ein kurzes Gastspiel bei den Zwergflu√üpferden und dann sp√§ter im Antilopenhaus. So k√∂nnte es gewesen sein.
Denke aber auch das es mal f√ľr Tapire geplant war und die Zwerghippos den Zuschlag erhalten hatten.
(05.11.2009, 07:52)
Oliver Jahn :   @IP66,ich muss noch mal was zum Tapir-Bild von Ralf Wagner sagen. Als wir mit dem Forum in Halle waren, das hast du vor dem Antilopenhaus einen Ausdruck verwendet, an den ich mich nicht mehr genau erinnern kann. Du sagtest, das Haus w√§re "√ľberrestauriert" oder so √§hnlich? Jetzt, wenn ich mir das Bild von Ralf ansehe, dann verstehe ich in etwa, was du damit wohl gemeint hast. Und ich merke, wie schnell man doch Ansichten vergisst, wenn man sie nicht bildlich festh√§lt.
(04.11.2009, 21:10)
Oliver Jahn :   @Alex, die Nummer 13 ist eine Zusammenfassung der Jahre von 79 bis 82. Hier ist auch der 1,0 Tapirzugang f√ľr 1980 erw√§hnt. Unter Baugeschehen hei√üt es aber lediglich "Fertigstellung der Au√üenanlagen f√ľr die Zwergflusspferde". Die Anlagen werden also in der Mehrzahl benannt. Allerdings begann 82 auch schon die Umgestaltung des Antilopenhauses zum Warmhaus.
Es ist zweifelsfrei, dass das Haus der Zwergflusspferde urspr√ľnglich f√ľr Tapire geplant war. Auch erwiesen ist, dass die Zwergflusspferde der Erstbesatz waren. Und auch wenn beide Anlagen nur f√ľr die Zwerge beschrieben werden und diese ja auch eher selten als Paar zusammen gehalten werden, so gehe ich trotzdem davon aus, dass ein Tapir zumindest kurzfristig in diesem Haus gestanden hat. Denn einem Augenzeugen wie Ralf glaube ich da nun mal erheblich eher, als irgendwelchen Schriften!!! ;-) Papier ist geduldig!!!
(04.11.2009, 21:03)
Alexander Fuchs :   M√∂glich w√§re es, glaube aber nicht daran. Man schreibt weiter (1978): "Die Zwergflu√üpferdau√üenanlage wurde rohbaum√§√üig fertiggestellt, dazu geh√∂rte auch die Einbringung von zwei miteinander verbundenen, aus Sicherheitsgr√ľnden aber auch voneinander zu trennenden Wasserbecken." Im November hat man die Bauma√ünahmen unterbrochen werden, hier wird vom Frost geschrieben. Leider fehlt mir die 13 aus den Mitteilungen, um weiter zu schauen. Oli kannst du was rausfinden?
Ich gehe mal davon aus, dass man z√ľchten wollte und auch viel sp√§ter auch hat und deshalb die Trennung. Obwohl ich aber auch glaube, dass es f√ľr Tapire gebaut wurde, aber nie einer drin gewesen war.
(04.11.2009, 00:31)
Oliver Jahn :   Ich muss nochmal nachschlagen, aber ich meine auchgelesen zu haben, so wie Alex es schreibt, dass die Zwergflusspferde getrennt gehalten wurden und nur gelegentlich zu einander durften, quasi so wie heute. Und das innen und au√üen.
(04.11.2009, 00:20)
Michael Mettler :   Laut Jahresberichten hatten die Zwergflusspferde erst im Dezember 1985 ihr erstes Kalb. Falls es vorher keinen Anlass gegeben haben sollte, das Paar getrennt zu halten, w√§re doch durchaus Platz f√ľr Tapire gewesen?
(04.11.2009, 00:04)
Alexander Fuchs :   P.S. Laut Zootierliste, h√§lt der Zoo Halle, seit 1977 Zwergflu√üpferde.
(03.11.2009, 22:55)
Alexander Fuchs :   Ich bin jetzt hier kein Zeitzeuge mehr, da ich noch knackig und jung bin :), aber ich vermute das der Tapir in der zweiten Box, der Saubucht, untergebracht war. Die Stallung im Inneren m√ľsste sogar trennbar (durch eine Holzplatte?) gwesen sein. Auch der innere Stall war/ ist gr√∂√üer, wom√∂glich auch ein kleines Badebecken k√∂nnte vorhanden gewesen sein. Das ist alles nur eine Vermutung.

Ich m√∂chte auch mal behaupten, dass die Au√üenanlage f√ľr die Zwergflu√üpferde nie einen Tapir gesehen hat. Man schreibt in den Mitteilungen von 1977 und 1978, dass man dabei ist die Au√üenanlage f√ľr die Zwergflu√üpferde zu gestalten. Das bedeutet doch, dass der Erstbesatz schon Zwerghippos hatte und ich meine mich zu erinner das es ohne Pause Zwerghippos gab und das kann ja dann nur dort gewesen sein.
(03.11.2009, 22:43)
Ralf Seidel :   Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein/zwei Flachlandtapire, zumindest vor√ľbergehend, die Anlage der Zwergflusspferde bewohnt haben. Nicht nur, weil dass ja beispielsweise auch in einigen Zoofaltpl√§nen so eingezeichnet war, sondern ich auch meine, davon noch ein Farbdia zu haben... Als Jahr w√ľrde ich 1981 vermuten, da machte ich in Halle mein Praktikum und wohnte unweit des Zoos - sollte vielleicht doch mal nachschauen...
(03.11.2009, 13:12)
Michael Mettler :   @Oliver: Also war es zumindest nicht das vorderste, am tiefsten gelegene Abteil. Interessierte mich deshalb, weil die dortige Treppe ja auch als M√∂glichkeit f√ľr die Unf√§lle beider Tapire in Frage gekommen w√§re.
(03.11.2009, 09:11)
Oliver Jahn :   Also den Zoof√ľhrern kann man da nicht immer Glauben schenken, etliche Tiere sind dort aufgef√ľhrt, die es noch nicht oder nicht mehr gab. Das ist ja noch heute so und nicht nur in Halle.
An die Box, in der der Tapir in der Saubucht stand, kann ich mich leider nicht mehr genau erinnern. Ich meine, es war ganz hinten die letzte, aber ich war 14 und hatte leider noch keine Kamera.
Der eingezeichnete Tapir im 73/74er Plan lag sicher daran, dass das Haus ja urspr√ľnglich als S√ľdamerikahaus f√ľr Ameisenb√§ren, Pinguine und Tapire geplant war. Von diesem Gedanken verabschiedete man sich erst dann, als man pl√∂tzlich ein Paar der viel seltener gehaltenen Zwergflusspferde bekam. Zu diesem Zeitpunkt war ja die Anlage noch nicht mal ganz fertig.
(02.11.2009, 23:57)
Michael Mettler :   @Ralf Wagner: Na, wer wei√ü, bei welcher Aktion es 1984 beim weibliche Tapir zu einem Sturz mit Todesfolge und beim M√§nnchen zum Unterkieferbruch kam. Da l√§gen Zaunspr√ľnge doch durchaus im Bereich des M√∂glichen.

Im Faltplan von 1973/74 ist √ľbrigens auch schon ein Tapir f√ľr den Bereich des sp√§teren Zwergflusspferdgeheges eingezeichnet, ohne dass es damals einen im Zoo gab - das zum Thema Wunschdenken!
(02.11.2009, 22:27)
Ralf Wagner :   ...w√§rend im darauf folgenden 1986/87er(Breitmaulnashorn) das gleiche Bild ohne Tapir abgebildet ist & diese dann beim "Nashornhaus" beschrieben sind. Ich weis, dies ist kein Beweis, aber es m√ľ√üte doch etwas dran sein, wenn man es im ZF so abbildet & schreibt. Oder war es mehr ein Wunschgedanke(?), glaub ich nicht. Vielleicht funktionierte die Haltung der Tapire dort nicht, da diese doch etwas springen & sicher auch klettern k√∂nnen & so die relativ niedrige Berenzung zu den Zwergflu√üpferden √ľberwinden konnten?
BG
(02.11.2009, 22:10)
Ralf Wagner :   Leider kann ich nicht selbst als Augenzeuge dienen, weder einer Sichtung in der Saubucht noch im Zwergflu√üpferdhaus, da ich zu der Zeit nur ca. ein bis zwei mal im Jahr im Zoo Halle war & erst 10/12 Jahre alt war.
Was mich aber etwas stutzig gemacht hat beim durchsehen der Zoof√ľhrer sind diese gr√ľnwei√ü "√ľbergezeichneten Fotobilder"(???), im 1983/84er(Kattas) Zoof√ľhrer ist das Bild der Zwergflu√üpferdanlage mit einem Tapir abgedruckt & auch im Text dort erw√§hnt,...
(02.11.2009, 22:02)
Michael Mettler :   @Oliver: In welchem Abteil der Saubucht hast du den Tapir damals gesehen?
(02.11.2009, 21:19)
Oliver Jahn :   @Ralf Wagner, herzlichen Dank f√ľr das Tapirbild. Da werden Erinnerungen wach! Ich habe aus dieser Zeit leider gar keine Fotos mehr und freue mich immer total, wenn ich dann diese Bilder sehe. Du hast v√∂llig Recht mit deinen Angaben, allerdings ziehe ich eine Angabe aus dem Zoof√ľhrer in Zweifel. Und zwar die Unterbringung des Tapirs im Haus der Zwergflusspferde. Nun war ich zu dieser Zeit zwar schon regelm√§√üig in Halle, aber nicht monatlich. Dennoch meine ich mich zu erinnern, dass der Tapir von der Saubucht relativ zeitnah ins Antilopenhaus umzog. Ich habe ihn im Zwergflusspferdhaus nie gesehen, aber vielleicht war er ja kurz dort, und ich habe es nur nicht mitbekommen.
Also mal die Frage an die regelmäßigeren Hallebesucher aus dieser Zeit, gibt es Fotos vom Tapir in der Saubucht oder im Zwergflusspferdhaus?
(02.11.2009, 20:25)
Ralf Wagner :   Und hinzu k√§men dann noch laut Zoof√ľhrern der 1980er Wasserschweine, Maras & Agutis, wenn ich¬īs richtig verstanden hab, allerdings wird da der Tapir nicht mehr erw√§hnt. Dieser ist erst bei den Zwergflu√üpferd-/Ameisenb√§rhaus aufgef√ľhrt & sp√§ter im besagten "Nashornhaus"(Antilopenhaus).
BG
(02.11.2009, 17:22)
Michael Mettler :   Das muss ab 1980 mit dem Einzug des Tapirs ein ganz sch√∂nes Gedr√§nge in der Saubucht gegeben haben. Wenn die Aufteilung damals genauso aussah wie heute, hat(te) das Haus vier kleinere Ausl√§ufe und einen gr√∂√üeren, wobei letzterer aber zumindest zuletzt keinen Stallzugang hatte (daf√ľr eine Schutzh√ľtte). Und unter diesen Platzverh√§ltnissen waren dann gleichzeitig (laut Zoof√ľhrer) f√ľnf verschiedene Wild- und Hausschweinformen und mindestens ein Tapir untergebracht...
(02.11.2009, 13:05)
IP66 :   Da mu√ü ich meine These revidieren: Weil es kein Dickh√§uterhaus gab und ohnedies dessen potentielle Bewohner √ľber das Zoogel√§nde verteilt waren, hat man auch f√ľr die Nash√∂rner ein eigenes Quartier gesucht. Mit dem Einzug der Tapire entstand schlie√ülich doch noch eine klassische Dickh√§uternachbarschaft.
(02.11.2009, 11:04)
Ralf Wagner :   In der Saubucht sah ich im November 2007 noch zwei dieser gescheckten ("Panda";-)Hausschweine, die auch Schleich im Programm hat...Schw√§bisch-H√§llisches oder so. Ich hoffe, man kann¬īs erkennen.
BG
(02.11.2009, 00:15)
Ralf Wagner :   Hier ein Foto, wenn auch nicht sonderlich gut, des m√§nnlichen Tapirs im Gehege am Antilopen-/"Nashornhaus" von 1986.
BG
(02.11.2009, 00:05)
Mel :   Danke Oli ;-) jetzt bin ich beruhigt, dachte ebend, da√ü ich das sonst damals total mi√üverstanden h√§tte.
(01.11.2009, 20:33)
Oliver Jahn :   Genau Mel, es ist das historische Antilopenhaus. In der ehemaligen Nashornanlage sind heute die Zackelschafe auf der einen Seite (gro√üer Nashornbereich) und ein Teil der Anlage f√ľr die Gro√üen Ameisenb√§ren (kleiner Nashornbereich). Daneben lag dann ein schmales Gehege f√ľr den Tapir und sp√§ter die Wasserschweine. Danach wurden dort dann Pudus gehalten.
(01.11.2009, 20:21)
Mel :   Korregiere mich aber hatten wir die Nash√∂rner nicht auch angesprochen bei unserem winterlichen Besuch anfang des Jahres (A-Hausuntersuchung), das" Nashornhaus" lag doch "oben" gegen √ľber der Gastro oder?
(01.11.2009, 20:01)
Oliver Jahn :   @Michael und IP66, im Zuge des Umbaus des Antilopenhauses zum Warmhaus f√ľr Nash√∂rner, asiatische Tiere und Wasserschweine zogen der Tapir dann auch dort ein. Das Haus wurde 1983/84 umgebaut, in erster Linie um die wohl eher unerwartet erhaltenen Nash√∂rner unterzubringen.
(01.11.2009, 18:32)
Michael Mettler :   @IP66: Es gab Nash√∂rner in Halle!
(01.11.2009, 17:09)
IP66 :   Ich denke, da√ü die haller Tapirunterbringung stark von dem Nichtvorhandensein eines Dickh√§uterhauses gepr√§gt war. In Berlin, K√∂ln, in Wuppertal, wohl auch in M√ľnster brachte man die Tiere in diesem Kontext unter. Da√ü man in Halle nie ein solches Geb√§ude errichtet hat, mag einerseits mit den Reformideen der Zoogr√ľndergeneration, andererseits mit fehlendem Kapital zusammengehangen haben. Jedenfalls hat es nicht nur bei der Unterbringung der Tapire die Zoogeschichte gepr√§gt, sondern auch bei der Umnutzung des Flu√üpferdhauses, der Unterbringung der Zwergflu√üpferde und der Abwesenheit von Nash√∂rnern.
(01.11.2009, 14:12)
Michael Mettler :   Ein lebender Augenzeuge toppt nat√ľrlich alles ;-) Und stimmt, den bewussten ZF habe ich gar nicht in der Hand gehabt. Sechs verschiedene Huftierformen in der Saubucht (Tapir + 5 Schweine), unter den Platzverh√§ltnissen kaum noch vorstellbar... Aber zeitgleich sah es auch am Berliner Schweinehaus noch nicht viel anders aus (wenn auch ohne Tapir).
(01.11.2009, 13:44)
Oliver Jahn :   @Michael, schlecht recherchiert! ;-)
Im Zoof√ľhrer 1980/81 Mandrill finden wir den Flachlandtapir in der Saubucht (Seite 22/23). Au√üerdem habe ich ihn selber dort gesehen, immer noch besser als jede Literatur! :-)
(01.11.2009, 11:49)
Alexander Fuchs :   Hier der Link: Zoof√ľhrer 1929 Zoo Halle http://www.zoo-videos.de/document/32/Zoof%C3%BChrer+Zoo+Halle+1929

Dort ist das Tapirjungtier erwähnt.
(01.11.2009, 10:51)
Michael Mettler :   @Oliver, ich habe ein bisschen Tapir-Recherche betrieben. F√ľr eine Unterbringung in der Saubucht gibt es nur einen einzigen Nachweis, und zwar im "Rundgang" von 1909. Nur war die damalige Saubucht ein ganz anderes, heute nicht mehr bestehendes Geb√§ude, und zu dieser Zeit war es durchaus √ľblich, Tropentiere f√ľr die kalte Jahreszeit in anderweitige Winterh√§user zu bringen. (Ich meine mich aus einem der Hellabrunn-B√ľcher zu erinnern, dass man in M√ľnchen sogar noch in der Nachkriegszeit Tapire in Kistenverschl√§gen in der Besucherhalle des gro√üen Warmhauses √ľberwinterte!) Kann also sogar sein, dass dieser erste Tapir den Winter im Anthropoidenhaus verbrachte.

Der n√§chste Flachlandtapir ist f√ľr die Er√∂ffnung des Affenhauses verbucht und zog dort als Jungtier ein - kein Hinweis in der Chronik, was aus ihm danach wurde, Zoof√ľhrer aus dieser Zeit habe ich allerdings nicht, worin ich nachschlagen k√∂nnte. Die saisonal ausgeliehenen Schabrackentapire standen laut Quellenlage im Nilpferdhaus.

Danach scheint es erst ab 1980 bzw. 1982 wieder ein Paar Flachl√§nder in Halle gegeben zu haben, aber eben nicht in der Saubucht: In den Zoof√ľhrern dieser Zeit werden sie zuerst f√ľr das Ameisenb√§r-Zwergflusspferdhaus, dann f√ľr das Antilopenhaus erw√§hnt. Laut Jahresbericht 1984 starb das Weibchen 1984 "vermutlich in Folge eines Sturzes" - das klingt nicht gerade nach Unterbringung in der beengten Saubucht. Im selben Jahr brach sich das M√§nnchen den Unterkiefer (etwa auch gest√ľrzt?), konnte aber geheilt werden und lebte noch bis zu seinem Tod 1988 im Zoo. Und das war's auch schon mit Tapiren in Halle.

Halsbandpekaris wurden/werden meiner Meinung nach durchaus in unbeheizten oder vielleicht nur notd√ľrftig erw√§rmten Stallungen (also nach heutiger Sicht unter eheblicher Energieverschwendung) gehalten. Ich denke da an den ehemaligen Barasingha-Stall in Hannover, die H√ľtte im Tierpark Berlin "mitten im Wald" oder auch die Unterbringung in Leipzig neben der heutigen Tiger-Taiga. In Magdeburg standen sie zeitweise am Kinderzoo, bevor sie auf die heutige Vari-Anlage umzogen, und ich glaube nicht, dass dessen Stall heizbar i.e.S. war/ist.
(01.11.2009, 10:01)
Alexander Fuchs :   Das "Ding" ist keine Steckdose, es ist ein gro√ües Loch. Dort gehen irgendwelche Verl√§ngerungsschnuren durch und oben an der Decke ist der Draht d√ľr den Schieber angebracht. Die linke Verl√§ngerungsschnur, da k√∂nnte eine K√ľkenlampe dran gewesen sein.
Die zwei hinteren Stallungen sind beengt, aber die dritte, m√ľsste ger√§umiger und separierbar gewesen sein. Es gibt nur drei Schieber dort.
(01.11.2009, 08:10)
Michael Mettler :   Falls das "Ding" links neben der T√ľr im Hintergrund eine Steckdose ist, hing da vielleicht die K√ľkenlampe dran...
(01.11.2009, 00:11)
Oliver Jahn :   Ich w√ľsste nicht, wo sonst. Immerhin kamen die Tapire erst nach den Zwergflusspferden, also war deren Haus voll.
(01.11.2009, 00:00)
Michael Mettler :   @Oliver: Falls der Tapir damals in DIESEM Raum untergebracht war, wurde dem bestimmt nicht kalt. Reibung erzeugt bekanntlich W√§rme, und bei gleichzeitig beidseitiger Wandber√ľhrung h√§tte der sich da drin NUR gerieben ;-) Mal im Ernst: Ist es denn √ľberhaupt sicher, dass der Tapir auch das Winterhalbjahr in der Saubucht verbracht hat?
(31.10.2009, 23:45)
Oliver Jahn :   Ich wei√ü, aber beim Tapir kann ich mir das wirklich nicht vorstellen.
(31.10.2009, 23:41)
Michael Mettler :   Na, das ist ja mal ein ansprechender Innenraum f√ľr die Tierhaltung. Und so sch√∂n ger√§umig.

@Oliver: Du weist doch selbst immer wieder gern darauf hin, was schon alles in Halle "kalt gehalten" wurde - warum nicht auch die!
(31.10.2009, 23:22)
Alexander Fuchs :   Ja der letzte Besatz war eine Hausterform.
Ich glaube nicht das Pekaris beheitzte Räumlichkeiten brauchen. Habe mal ein Foto vom letzten Käfig, die Innenstallung. Dort lebte ehemals der Silberfuchs und zuletzt Fuchsmangusten.
(31.10.2009, 21:50)
Oliver Jahn :   Ich kenne die Stallungen zwar nicht, aber immerhin wurden in ihnen Warzenschweine und Flachlandtapir gehalten. Bei beiden Arten gehe ich davon aus, dass sie beheizte St√§lle ben√∂tigen. Und selbst bei Pekaris, die ja bis fast zum Ende dort lebten, w√ľrde ich beheizbare St√§lle erwarten.
(31.10.2009, 21:13)
Michael Mettler :   @Alex: In der Saubucht wurden doch aber auch vor dem Leerstand zuletzt Hausschweine gehalten...?

Hat denn mal jemand die Stallungen der Saubucht von der Innenseite aus gesehen und kann etwas √ľber Stallgr√∂√üen, Erweiterungsm√∂glichkeiten und Heizbarkeit sagen?
(31.10.2009, 21:09)
Alexander Fuchs :   Warum man die Alpakherde dorthin versetzt hat weis ich nicht. Der Boden soll ja konterminiert sein, was ich aber nicht recht glauben m√∂chte. Wenn es Spuren oder Anzeichen von Pilzen, Bakterien oder Viren gibt, gehe ich davon aus, dass es eine Quelle gibt, die gefunden werden muss. Vielleicht hat man deshalb eine Art gew√§hlt, die leichter zu ers√§tzen ist.
Meine Vermutung ist die, dass irgendwas ¬Ąin der Luft liegt¬ď und dies von der alten M√∂nchssittichvoliere kommt, Asbest vielleicht???

Noch mal in eigener Sache: Ich wollte keine Grundsatzdebatte √ľber Zebus im Zoo Halle und deren Rasseangeh√∂rigkeit. Da ich sie sehr sch√∂n finde.
Nur mache ich mir Sorgen f√ľr die Zukunft und das es noch mehr Haustiere werden, denn mit einer Umgestaltung der Saubucht und weiteren Haustieren, w√§re ich nicht einverstanden.

(31.10.2009, 20:23)
Michael Mettler :   Laut deutscher Mindestanforderungen m√ľsste das Gehege f√ľr eine f√ľnfk√∂pfige Gruppe mindestens 250 qm gro√ü sein, je weiterem Tier zuz√ľglich 20 qm.
(31.10.2009, 18:17)
Oliver Jahn :   @Michael, nein, es gibt j√§hrlich Nachwuchs und dieser hat ganz unterschiedliche Verweildauer im Zoo. Ich habe etliche Fotos mit mehreren Tieren auf der Anlage und die Jungtiere sind da schon mehr als halbw√ľchsig.
(31.10.2009, 17:59)
Michael Mettler :   @Oliver: Reduzierung der Gruppe? Waren da nicht ohnehin nur noch drei oder vier Tiere drin?
(31.10.2009, 17:54)
Oliver Jahn :   @Michael, das war eigentlich der "Grund", den wir im Nachgang zu dieser Aktion festgestellt haben, so nach dem Motto, so kann das Haus wenigstens seinem Namen weiterhin gerecht werden. Offiziell kann ich mir aber nicht denken, dass dieses der eigentliche Grund war. Wie sieht es denn mit der Besetzung des Mufflongeheges aus? H√§lt man an denen fest, oder er√∂ffnet man sich dort die M√∂glichkeit f√ľr die M√§hnenspringer? Denn ich habe es irgendwie noch so im Hinterkopf, dass es mit der Genehmigung f√ľr die Haltung der M√§hnenspringer in ihrer jetzigen Anlage wohl Probleme gab. Hat man diese durch Reduzierung der Gruppe gel√∂st oder ist hier die Haltung (√§hnlich den Magdeburger Nash√∂rnern) nur noch auf die vorhandenen Tiere beschr√§nkt?
(31.10.2009, 17:24)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich dachte, weil das Lamahaus nicht ohne Lamaverwandte bleiben sollte und deshalb die Alpakas in das beabsichtigte Gehege gestellt wurden...?
(31.10.2009, 17:14)
Oliver Jahn :   Gibt es denn eigentlich Informationen, warum die geplante Umsetzung der M√§hnespringer ins Lamahaus nicht stattgefunden hat und somit auch die m√∂gliche Nachbesetzung von deren Anlage?
(31.10.2009, 16:49)
Oliver Jahn :   Bevor jetzt hier ein nicht enden wollende Grundsatzdiskussion entbrennt m√∂chte ich darauf hinweisen, dass diese bereits in einem anderen Forum gelaufen ist und ich w√ľnsche diese nicht hier im Sch√ľlingforum weiter gef√ľhrt.
Weiterhin bitte ich auch eine sachliche Diskussion √ľber Haustierzucht und deren Namen dann nicht mehr unter dem Thread "Zoo Halle" zu f√ľhren.
(31.10.2009, 12:06)
Markus R. :   Ich finde, man sollte da durchaus zwischen Haus- und Wildtieren unterscheiden. Denn bei Haustieren ist die Z√ľchtung neuer Rassen ein g√§ngiger und oft sogar beabsichtigter Vorgang. Bei Wildtieren w√ľrde ich das keinesfalls so sehen...
Und aus der Namensgebung "Deutsches Zwergzebu" auf eine politische Gesinnung zu schlie√üen halte ich ebenfalls f√ľr gewagt. Es ist bei Haustieren einfach eine √ľbliche vorgehensweise, diese nach ihrem Zuchtort zu benennen unabh√§ngig davon, woher die Ursprungstiere stammen.
Au√üerdem erhielten viele Haustierrassen den Namenszusatz deutsch, obwohl sie in einem Umfeld gez√ľchtet in welchem der Nationalismus nicht unbedingt die ma√ügebliche politische Richtung war. So entstanden z.B. das Deutsche Sattelschwein und die Deutsche Legegans in der DDR!
(31.10.2009, 11:56)
IP66 :   Wie schildert man eigentlich Orang-Utan-Hybriden aus? Das Problem stellt sich wohl auch bei Zool√∂wen, in denen Blut der indischen Unterart flie√üen k√∂nnte. Nach Meinung des hallenser Zoomitarbeiters sollte man die fraglichen Zebus als "deutsche" Zucht verstehen und sogar einen Rassestandard angeben. Das erinnert mich ein wenig zu sehr an "deutsche" Elefanten oder Zebras, wie sie Herr Heck seinerzeit als "Kolonialprodukte" in Berlin ausstellte und scheint mir politisch wie vom Rasseverst√§ndnis her einigerma√üen √ľberholt, wom√∂glich gar in die falsche Richtung weisend. Ich denke, da√ü man vielleicht einfach "Zwergzebu" schreiben und von der Verkreuzung berichten und sich, sobald es geht, an Projekten mit Zebus aus herkunftsgesicherten Linien, wie sie die Tierparks in Stralsund oder Friedrichsfelde betreiben, beteiligen sollte.
(31.10.2009, 11:26)
Niedersachse :   Geht das jetzt hier auch noch weiter...
(30.10.2009, 11:07)
IP66 :   Ein - allerdings nicht f√ľr die Zebus zust√§ndiger - Mitarbeiter des hallenser Zoos sieht im Deutschsein dieser Zebus sogar eine besondere Qualit√§t - ich bin da eher skeptisch.
Auf der anderen Seite beeinflu√üt die Zoohaltung, wenn sie nachzieht und die Tiere nicht, wie manche Korallenfische, samt und sonders importiert, immer die Zuchtwahl, ob dies nun im Rahmen eines Zuchtprogramms, eines Rassestandards oder der Vorstellung vom Aussehen einer Form angeht. Und gerade bei der Ausstellungen von Haustierformen bietet es sich ja an, mit Privatz√ľchtern zusammenzuarbeiten.
(30.10.2009, 11:02)
Michael Mettler :   "Heimat: Kaukasus und Ceylon" finde ich als Angabe allerdings ebenfalls fragw√ľrdig. Sind die Tiere reinbl√ľtig, d√ľrfte nur eines der L√§nder angegeben werden, sind sie es nicht, m√ľsste unter Heimat eigentlich "Deutschland" stehen, wenn der Mix hierzulande entstand. Beim G√∂ttinger Minischwein wird ja wahrscheinlich auch nichts von "Vietnam" als Heimat stehen, auch wenn eine der Ausgangsrassen das H√§ngebauchschwein war. Darauf hinzuweisen, dass auch eine Haustierrasse nichts Statisches ist und sich durch Einkreuzung und Weiterzucht der Hybriden ein neuer Typ bilden kann, w√§re immerhin ein St√ľck biologischer Wissensvermittlung.

Nebenbei, obwohl es nicht Halle betrifft, aber zum Thema Rasse passt: Ein entsprechender Z√ľchterverband nennt seine Tiere "Deutsche Dahomey-Zwergrinder", da die aus mitteleurop√§ischen Zootieren abgeleitete Liebhaberpopulation sich auch ohne Fremdeinkreuzung bereits deutlich von der eigentlichen Rasse in Benin (fr√ľher Dahomey) unterscheiden soll, u.a. in deutlich einheitlicherem Exterieur - vielleicht wegen der schmalen genetischen Basis. Eine Rassebezeichnung "Deutsches Zwergzebu" wird vielleicht nur noch eine Frage der Zeit sein. Letztlich ist sind viele Haustierrassen nichts weiter als Produkte gezielt weitergez√ľchteter Mischlinge, und "Weiterentwicklungen" von Ursprungsrassen in anderen L√§ndern sind keine Seltenheit, was sich oft in geografisch widerspr√ľchlichen Namen niederschl√§gt (z.B. Deutsche Pekingente, Danish Jersey, American Shetty).
(29.10.2009, 21:29)
IP66 :   So ganz gl√ľcklich bin ich mit der Beschilderung nicht, weil es sich ja um zwei Rassen handelt, von denen man nicht wei√ü wie eng sie zusammen h√§ngen ...
Man sollte mir in Halle allerdings nicht zu b√∂se sein, habe ich den neuen Besatz doch seit einigen Wochen bei jeder passenden (und wohl auch unpassenden) Gelegenheit angef√ľhrt, wenn auf eine vorbildliche Nutzung denkmalwerter und zum Teil leer stehender Anlagen hingewiesen werden konnte. Meist auch mit dem Hinweis, da√ü nach den Fl√§chenabrissen in Stellingen man im Zoo von Halle neue Ideen in der Tierhaltung im Rahmen der Reformbewegung um 1900 am besten nachvollziehen kann ...
(29.10.2009, 14:02)
Ralf Seidel :   Der IP ist aber manchmal auch was von pingelig...)) Ausgeschildert sind sie als "Zwergzebus", Haustierform, Heimat: Kaukasus und Ceylon; Die Schweinchen als "G√∂ttinger Minischweine". Hatte gestern Nachmittag im Zoo zu tun, 16:00 Uhr waren die neuen Bewohner aber schon im Stall. Trotdem glaube ich, dass das Ganze in der sch√∂nen alten Anlage mit der Skulptur des knieenden Bogensch√ľtzen am Rande ein sch√∂nes Bild abgibt - das wird dann auch ganz sich den IP wieder milde stimmen...
(29.10.2009, 13:41)
Michael Mettler :   "Zwergzebu" s√§he ich da als Bezeichnung nicht problematischer als "Zwergesel", denn auch diese haben teilweise eine sehr bunte Ahnenreihe von Sri Lanka √ľber Sardinien bis Irland.

Bei den Kaukasen d√ľrfte "flei√üiges Z√ľchten" eine Weile dauern: Vor einem Jahr sah ich in Stralsund (damals einziger Halter laut Zootierliste) gerade mal vier Exemplare (1,2 Zuchttiere und ein Kalb), mit allzu schnellem Bestandswachstum ist da wohl nicht zu rechnen.
(29.10.2009, 13:13)
IP66 :   Die Problematik scheint auch mir vertrackt. Ich w√ľrde allerdings bei den Zebus eine etwas andere Zielrechtung sehen als bei Dromedaren oder Alpakas: Dort wird ja eher ein allgemeiner Typus ausgestellt, weniger eine besondere Form. Wenn allerdings am Gehege eine durch besondere Eigenschaften ausgezeichnete Form ausgeschildert ist, so sollte diese meines Erachtens auch halbwegs reinerbig im Gehege stehen. Bei den Zebus hat man nun ein Problem: Wenn man nur "Zebu" auf das Gehegeschild schreibt, wird die geringe Gr√∂√üe nicht erkl√§rt und allerlei Fragen von Besuchern Raum gegeben, "Zwergzebu" k√∂nnte passen, man m√ľ√üte dann aber zwei auf verschiedenen Enden des Erdballs verteilte Herkunftsgebiete verweisen.
Das Problem stellt sich allerdings, wenn auch die Ceylonesen nicht reinerbig sind, keineswegs nur in Halle - und vielleicht arbeitet man ja in Berlin und Stralsund schon daran, durch das flei√üige Z√ľchten von reinerbigen Tieren eine L√∂sung vorzubereiten.
(29.10.2009, 11:10)
Michael Mettler :   Die Rassereinheit von Haustierformen wie Alpaka, Dromedar oder H√§ngebauchschwein ist ebenfalls h√§ufig fraglich, auch hier sind h√§ufig Zoo- oder Liebhaberhybriden vertreten. Andererseits ist es gerade bei Nutztierrassen in allen Teilen der Welt nicht un√ľblich, hie und da eine Fremdrasse einzukreuzen, um neue Eigenschaften einzubringen. Wer wei√ü, ob die Ausgangsrassen der Zoo-Zwergzebus wirklich reinbl√ľtig waren...?
(29.10.2009, 09:36)
Oliver Jahn :   @IP66, es d√ľrfte eher schwierig sein, reinrassige Zwergzebus zu bekommen. Bei den Ceylonesen f√§llt mir kaum ein Halter ein, der wirklich nachweislich reinrassige Tiere hat und die Zahl der Kaukasier ist so gering, dass auch da eher schwierig dran zu kommen sein d√ľrfte.
(28.10.2009, 23:12)
IP66 :   Wenn meine Informationen stimmen, handelt es sich bei den ausgestellten allerdings um so etwas wie Rassenhybriden, Mischlinge zwischen der ceylonesischen und der kaukasischen Form. Da bin ich nun nicht mehr ganz so gl√ľcklich, denn mir scheint, da√ü, wenn man schon Haustierrassen ausstellt, man doch wenigstens ein Gehegeschild anbringen k√∂nnen sollte, auf dem guten Gewissens eine Rassezugeh√∂rigkeit verzeichnet ist.
Ansonsten scheint mir das Ausweichen auf auf Haustierformen, inebsodnere exotische und f√ľr den Besucher fremdartige, ein guter Weg, Baudenkm√§ler zu nutzen und zu besetzen, keinesfalls nur in Halle.
(28.10.2009, 10:44)
Michael Mettler :   Entscheidungen, ob eine Anlage mit Wild- oder Haustieren besetzt wird, h√§ngen ja nicht nur von Zookonzepten und Mindestfl√§chen nach Haltungsrichtlinien ab, da spielen doch auch sicherheitstechnische und praktische √úberlegungen eine Rolle. Der Stall, den jetzt die Zwergzebus bewohnen, hat z.B. nur eine einzige T√ľr, der Pfleger muss also zum √Ėffnen und Schlie√üen der T√ľr wie auch zum F√ľttern und Ausmisten durch das Gehege gehen, und es gibt kein Vorgehege und keine anderweitige Absperrm√∂glichkeit f√ľr dessen Bewohner. Folglich kommen ohne unverh√§ltnism√§√üig teure Umbauma√ünahmen nur sehr friedliche Gehegebewohner in Betracht, und die m√ľssen auch noch winterhart sein, da der Stall meiner Erinnerung nach nicht heizbar ist. Wenn die Verh√§ltnisse - wie anzunehmen - in der Saubucht √§hnlich sind, fallen auch dort viele Tierarten durchs Raster, solange der Zoo keinen Dukatenesel im Bestand hat. Und bei manch anderem alten Baubestand des Zoos wird es nicht anders sein.
(28.10.2009, 10:27)
Alexander Fuchs :   Mache mir nur Sorgen, da es doch eine gewisse Tendenz zu Haustieren gibt und mal sehen was aus der Saubucht werden soll. Bin ganz ehrlich, hoffe das in der sp√§teren Saubucht keine Haustiere ausgestellt werden.
(28.10.2009, 06:37)
Oliver Jahn :   Also das sind doch wundersch√∂ne Tiere! Der Bulle braucht noch etwas, aber wenn der erst mal ausgewachsen ist, dann wird er ein richtig H√ľbscher. Ich finde die Schecken sehr attraktiv. Klar, wie schon geschrieben, ich h√§tte mich auch √ľber ein paar Nelores gefreut, aber mit dieser Wahl jetzt bin ich sehr zufrieden. Sowohl der Einhuferbereich als auch das Rinderdreieck haben gewonnen.
(27.10.2009, 20:11)
Ralf Seidel :   Dass der hallesche Bergzoo zum "Haustierzoo" umgestaltet wird, halte ich f√ľr √ľbertrieben. Bei den aktuellen Gehegeumbesetzungen wurde weder eine einzige Wiltierart "geopfert", noch fand eine Dezimierung des Individuenbestandes statt. Die Haltungsbedingungen der Trampeltiere wurden schon seit Jahren als eher schlecht angesehen, zu klein und die Hanglage war f√ľr die Tiere auch nicht optimal, dass passt f√ľr Lamas allemal besser. Die Alpakas zogen aus ihrer kleineren Anlage in das erweiterte ehemalige Lamagehege, mit der Option, eine kopfst√§rkere Gruppe dort zu halten, als das in der alten Unterkunft m√∂glich war. Die Esel zogen ins Gehege neben den Shetlands, was auch nicht die schlechteste L√∂sung darstellt. Das historische Rinderdreieck wird seinem Namen wieder gerecht und Zebus, auch die doch "ach so gew√∂hnlichen Zwergzebus", sind in der Tiergartenlandschaft nicht gerade √ľberrepr√§sentiert. Mit den geplanten Minischweinen h√§lt sogar wieder eine weitere Tierform Einzug - auch wenn es "nur" Haustiere sind...
Einen zu starken quantitativen √úberhang von Haustierformen gegen√ľber den gezeigten Wildarten sehe ich nicht. Die Tatsache, dass in einigen Anlagen mal noch das eine oder andere Karnickel, Zackel- und sonstige Sch√§fchen zu finden sind, d√ľrfte teilweise auch der Tatsache geschuldet sein, dass sie ihrer Umgestaltung/ Umbau harren, den Vorgaben f√ľr Wildtierhaltung nicht immer gen√ľgen.
Weitere Zuchtgruppen von seltenen Gebirgshuftieren und -raubtieren (Puma, Irbis, Vielfra√ü) w√ľnsche ich mir auch, die von Holger Wientjes angeregte Wildschweinart (Visayas) und nat√ľrlich ein, zwei mittelgro√üe Antilopenformen -da habe ich die Hoffnung noch l√§ngst nicht aufgegeben...
Nur sollten eben Anspruchserwartungen nicht √ľberzogen und real sein, nicht alles ist immer gleich umsetzbar. Und wer sagt denn, dass der "Zoobesucher" die gleiche Erwartungshaltung aufbringt wie die hier Diskutierenden, dass wird wohl immer ein Spaghat bleiben.
(27.10.2009, 14:05)
Holger Wientjes :   Die Rinderrassen im daf√ľr vorgesehenen Rinderwinkel finde ich gar nicht so verkehrt.
Allerdings w√ľrden eine wilde Schweineart und ein, zwei Antilopenformen den Bergzoo sicherlich attraktiver, weil abwechslungsreicher werden lassen.
(27.10.2009, 09:37)
Alexander Fuchs :   http://www.zoo-videos.de/video/154/Zwerg-Zebus+im+Zoo+Halle

Hier ist das Video von der Ankunft der Zebus. Sehen gut aus die vier.
Muss mir trotzdem Luft machen, da ich mit der Situation nicht zufrieden bin und die sollte auch nochmal diskutiert werden.
(26.10.2009, 20:13)
Oliver Jahn :   Was sind es denn f√ľr Zwergzebus? Und ist ein ansehnlicher Bulle dabei? Ich finde diese Wahl sehr gut f√ľr ein Rinderdreieck, obwohl es da gern auch h√§tte eine gro√üe Zebu-Art sein d√ľrfen!Aber das hatten wir ja schon am Samstag, oder Alex? ;-)
(26.10.2009, 19:45)
Alexander Fuchs :   An der Saubucht wurde nichts gemacht. Ich √§rgere mich mehr √ľber die Nachnutzung der Trampeltieranlage und andere Anlagen, nicht der des Rinderdreiecks.
(26.10.2009, 19:38)
Michael Mettler :   Ist denn an der Saubucht seit Mai schon irgendetwas gemacht worden?
(26.10.2009, 19:17)
IP66 :   Was die Zwergzebus angeht, so halte ich es f√ľr nachvollziehbar, in einem Rinderdreieck wieder Rinder ausstellen zu wollen - zumal die Haltungsrichtlinien in Sachen Haustieren erheblich denkmalfreundlicher formuliert sind. Die Abgabe der Trampeltiere dagegen halte ich in Hinblick auf den Publikumsgeschmack f√ľr problematisch, und ich f√§nde es kl√ľger, die einmalige Lage des Zoos f√ľr Bergtieranlagen zu nutzen, auch wenn das nicht so weit entfernt liegende Berlin so gut wie alles ausstellt, was der diesbez√ľgliche Markt derzeit hergibt.
(26.10.2009, 19:13)
Alexander Fuchs :   Seit letzter Woche leben in der ehemaligen Eselanlage vier Zwergzebus und die Esel sind in die Alpakaanlage gezogen. Wiederum die Alpakas, in das Lamahaus. Wobei die Lamas ja schon seit einiger Zeit auf der Anlage f√ľr Trampeltiere gehalten werden. Ein wenig Sorgen mache ich mir schon, da man ja noch Minischweine auf die Anlage der Zebus lassen m√∂chte und der Zoo zu einem Haustierzoo wird. Das verstehe ich deshalb nicht, da in Dortmund 11,12 Tahre leben und man nicht den Mut findet wieder eine attraktive Huftierart in den Zoo zu holen.
Daf√ľr habe ich z.Zt. gar kein Verst√§ndi√ü und mal schauen was noch in Zukunft kommt, ganz besonders was aus der Saubucht wird.

(26.10.2009, 18:19)
Zoolog. Garten Halle :   Aktionstag im Zoo:
¬ĄProbier mal: √Ėkologische, regionale und fair gehandelte Produkte¬ď

Er√∂ffnung ¬ĄSolarsegel¬ď an der Robbenanlage

Ein Tag im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen ¬ĄFaire Woche¬ď, ¬ĄBildung f√ľr nachhaltige Entwicklung¬ď sowie des ¬ĄTag der Regionen¬ď. In Kooperation mit dem Eine-Welt-Haus Halle e.V.

Am 27. September 2009 von 10 bis 17 Uhr findet im Zoo Halle ein ganz besonderer Tag statt.
Unter dem Motto ¬ĄProbier mal: √Ėkologische, regionale und fair gehandelte Produkte¬ď
präsentieren sich Erzeuger und Händler von ökologischen, regionalen und fair gehandelten Produkten,
entlang der Tiergehege. Au√üerdem wird um 11 Uhr die Photovoltaikanlage, das ¬ĄSolarsegel¬ď an der
Robbenanlage offiziell in Betrieb genommen!
So haben regionale Bioanbieter nicht nur Obst und Gem√ľse dabei, sondern auch knackige Salate mit
verschiedenen Dressings, hausgemachte Kekse, selbst gebackenes Brot oder Käse zum Verkosten. Ein
Biofleischer bietet herzhafte W√ľrstchen und Fleischspie√üe frisch vom Grill an. Auch Gegrilltes vom
Strau√ü kann man probieren. Dar√ľber hinaus bringen Kr√§uterbauern selbst kreierte Teemischungen,
Marmeladen und Liköre mit. Ein Biocaterer bietet als Kostprobe aus seinem umfangreichen Sortiment
eine schmackhafte K√ľrbissuppe an und informiert √ľber seine Ern√§hrungsseminare. Am
Gemeinschaftsstand von Eine-Welt-Haus Halle e.V., Transfair e.V. und Weltladen Halle kann man fair
gehandelten Kaffee und Orangensaft verkosten.
Die Vorstellung des Imkerhandwerks sowie die breite Palette der Bienenprodukte runden das Angebot
ab. Außerdem lädt eine Rallye mit Fragen der einzelnen Anbieter zum Mitmachen ein. Als Preise warten
kleine Köstlichkeiten oder regionale und fair gehandelte Überraschungen auf die Ralley-Teilnehmer.
Neben den St√§nden, die Leckereien f√ľr Gourmets bereit halten, gibt es auch allerhand
Informationsmöglichkeiten. So stellt die Verbraucherzentrale ihr Klimaschutzprojekt vor. Der regstrom
e.V. wirbt f√ľr ¬Ągr√ľnen¬ď Strom und sucht Sponsoren f√ľr das Solarsegel im Zoo. Zum Thema Fairer Handel
kann man sich am Stand des Eine-Welt-Haus Halle e.V. und Transfair informieren. Mit einem
Orangenquiz und einem Kaffeequiz können die Besucher hier ihr Wissen testen.
Dar√ľber hinaus k√∂nnen sich die Besucher bei einer Ausstellung im Raubtierhaus zu den Themen Fairer
Handel, nachhaltige Landwirtschaft, Biodiversität und Gentechnik informieren. Wer dazu noch mehr
wissen möchte, dem bietet der Stand zur Gentechnik weitere Informationen.
Zwischen den Verkostungen haben die Zoobesucher die Möglichkeit, sich zusammen mit einem
Gaukler auf ¬ĄEine artistische Weltreise¬ď zu begeben oder sich unter fachm√§nnischer Anleitung selbst im
Trommeln zu versuchen. Der Weltladen Halle macht mit einer bunten Modenschau auf Kleidung aus fairem Handel aufmerksam. Des weiteren k√∂nnen die Besucher kleine Papageien f√ľttern und Kr√§uterm√§rchen im Hexenzelt lauschen.
(21.09.2009, 15:46)
Alexander Fuchs :   @Micha Bei bleibe bei meinem Bad Wittekind und der Theorie.
Habe gestern nur mal so gedacht und habe auch schon die Reilsburg ganz woanders gesehen :)

"Wassertheoretiker" konnte ich mir nicht verkneifen und passt ja irgendwo.


(04.09.2009, 18:49)
Michael Mettler :   @Alex: Laut Chronik 1 war die Steinbockseite bei Bau des Zoos noch gar nicht kahl, sondern man entfernte erst die Erdschicht und den Bewuchs, um Gebirgstiere auf nacktem Fels halten zu k√∂nnen.

"Wassertheoretiker" klingt √ľbrigens gut, wir sollten einen Club gr√ľnden - "Schneeforscher" gibt's ja auch schon :-)
(03.09.2009, 23:45)
Alexander Fuchs :   Ja Micha, eine neue Idee, hat aber nichts mit dem Speichersee vom Wittekind zu tun. Ich meine tats√§chlich die Steinbockanlage, da die von der Lithographie (1898) ziemlich kahl aussieht und da kam mir der Gedanke, steiles Gef√§lle => Wasser sammeln und nicht steiles Gef√§lle => Wasserlieferant. Ist nur eine Idee.

(03.09.2009, 22:16)
Michael Mettler :   @Alex: Moment mal, welchen Platz meinst du denn jetzt mit dem Speichersee? Doch nicht die Steinbockanlage? Ich habe ja schon von umkippenden Gew√§ssern geh√∂rt, aber so... :-)
(03.09.2009, 22:08)
Alexander Fuchs :   F√ľr alle Wassertheoretiker: Kann es nicht sein, dass dort ein kleiner Speichersee war und das Wasser zur Reilsburg hin abgegeben hat? Es kann ja sein, dass man das kleine nat√ľrliche Gef√§lle, hin zur Reilsburg, nutzte und das steile, vom Reilsberg, zum bef√ľllen.
(03.09.2009, 21:50)
Alexander Fuchs :   Mir f√§llt gerade etwas auf. Auf dem Bild ist eine helle, unbewachsene Stelle auf dem "Kr√§henberg". Genau dort, wo drei Jahre sp√§ter (Karte von 1898) und die jetzige Berganlage, f√ľr die Steinb√∂cke ist.
(03.09.2009, 21:30)
Alexander Fuchs :   Die Perspektive macht/ machte mich stutzig, da ich mir gerade vorstelle; von der Bergschenke aus , zum Zoo zu schauen und da m√ľsste ich √ľber die Burg hinwegsehen. Das sieht so gro√ü und gewaltig aus.
(03.09.2009, 21:15)
Oliver Jahn :   Alex, wieso neee, du hast doch nur gefragt, wo die Reilsburg liegt, und das passt sehr gut! ;-)
(03.09.2009, 21:09)
Alexander Fuchs :   P.S. Deine rote Linie zeigt auf Kr√∂llwitz und dem "Krug zum gr√ľnen Kranze".
(03.09.2009, 21:05)
Alexander Fuchs :   Nee, da die Bergschenke weiterlinks von deinem Bild ist. Das kann aber an der Phantasie des K√ľnstlers liegen.
(03.09.2009, 21:04)
Oliver Jahn :   guckst du hier
(03.09.2009, 20:56)
Oliver Jahn :   @Alex, passt doch. Sie liegt an der Seebener Str. Und w√ľrde man den Block auf der gegen√ľberliegenden Stra√üenseite wegnehmen und ein wenig Gr√ľn ausholzen, dann w√ľrde man direkt auf die Saale schauen, welche in unmittelbarer N√§he liegt.
(03.09.2009, 20:45)
Alexander Fuchs :   Ich bin ein wenig Planlos, gerade. Wo stand bittesch√∂n die Reilsburg, in Halle? Ich frage deshalb, weil ich gerade nichts habe um nachzuschauen und weil ich das hier gefunden habe.
(03.09.2009, 20:33)
Alexander Fuchs :   Hier ist ein Foto vom Solarsegel, was gerade am Seeb√§renbecken installiert wird.
(28.08.2009, 22:57)
Zoolog. Garten Halle :   Elefantengeburtstag im Zoo Halle

Am 22. August 2009 feiert unser Afrikanisches Elefantenkind Panya ihren 2. Geburtstag. Hierzu haben sich der Verein der F√∂rderer und Freunde des halleschen Bergzoo e.V und der Zoo Halle etwas besonderes einfallen lassen. Zwischen 11:30 und 12 Uhr findet die √úbergabe einer Geburtstagstorte verbunden mit einer kurzen Trainingseinheit im Elefantenhaus statt. Gegen 14:00 Uhr √ľberreichen die Bergl√∂wen auf der Aussenanlage ihre Geburtstags√ľberraschung: einen gro√üen mit Obst und Gem√ľse gef√ľllten Pappeball. Die Bergl√∂wen sind die im Jugendclub ¬ĄBergl√∂wen¬ď des F√∂rdervereins organisierten Kinder und Jugendlichen.

Im Jugendclub Bergl√∂wen k√∂nnen Kinder und Jugendliche im Schulalter einmal im Monat auf Entdeckungstour durch den Bergzoo gehen. Unter der fachkundigen Leitung von Mitgliedern des Vereins und Mitarbeitern des Zoos erfahren die jungen Zoofreunde viele interessante Dinge √ľber die verschiedenen Tiere und erkunden Bereiche des Zoos, die den Besuchern normalerweise verborgen bleiben. Die Anzahl der Mitglieder im Jugendclub ist allerdings begrenzt um die Qualit√§t der Veranstaltungen gew√§hrleisten zu k√∂nnen.


(19.08.2009, 16:18)
Alexander Fuchs :   Aber nicht nur das ist passiert, gestern wurde ein Segel am Seeb√§renbecken installiert und soll als Solarsegel dienen und Strom erzeugen.
an kann auch eine Patenschaft eines Moduls √ľbernehmen.
Desweiteren gibt es jetzt Schokoladen-Baumsteiger (Excidbates mysteriousus) im Affenhaus.
(13.08.2009, 13:58)
Zoolog. Garten Halle :   Im vergangenen Jahr haben 2.000 Seniorinnen und Senioren den Sommer-Seniorentag als einen besonderen Tag auf dem Reilsberg erleben k√∂nnen.
In diesem Jahr findet er zum 2. Mal am 20. August, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr statt.
Die Zooleitung lädt zu dieser Veranstaltung herzlich ein.

Der Eintritt f√ľr alle Besucherinnen und Besucher ab 60 Jahre ist frei.

F√ľr eine abwechslungsreiche kulturelle Unterhaltung u.a. mit den "Th√ľringer Jungs", "Bergmann & Bergmann", einem ¬ĄRoger Wittaker-Double¬ď, hautnahen Begegnungen mit Streicheltieren und das leibliche Wohl unserer Besucher f√ľhlen wir uns an diesem Tag verantwortlich.
Zu den Highlights an diesem Tag geh√∂ren kommentierte Tierf√ľtterungen bei den
Pinguinen und Seebären.

Liebe Seniorinnen und Senioren,
genießen Sie die Natur in unserem landschaftlich reizvollen Zoo und begegnen Sie einer interessanten Tierwelt mit 1.700 Tieren in 250 Arten.
Wir hoffen, Sie sind gespannt und besuchen uns!
(13.08.2009, 09:50)
Zoolog. Garten Halle :   2. Zoonacht 2009 im Halleschen Bergzoo und Zoo-Serenade

Am Samstag, den 01.08.2009 k√∂nnen unsere Zoobesucher zur 2. Zoonacht den Zoo bis Mitternacht erleben. Ab 18 Uhr ist erlaubt, den Tieren in ihre Schlafzimmer zu schauen deshalb bleiben die Tierh√§user an diesem Tag bis 0:00 Uhr ge√∂ffnet. Die nachtaktiven Tiere im Bergzoo Halle, zu denen u.a. die Binturongs, die Baumstachler, die M√§hnenw√∂lfe und die G√ľrteltiere z√§hlen, werden putzmunter und in den erleuchteten Tierh√§usern auch gut zu beobachten sein.

Um 19:00 Uhr findet eine Extraf√ľtterung bei den Erdm√§nnchen statt, 19:30 bekommen die Keas Gelegenheit, ihre Spiellust und Geschicklichkeit beim Knacken einer ¬ĄEisbombe¬ď zu demonstrieren. Die Totenkopfaffen erhalten 20:00 Uhr eine Nachtmahlzeit. 20:30 Uhr und 22:30 Uhr k√∂nnen sich die Robben einen Zusatzsnack aus einer ¬ĄExtraportion Fisch in Eis¬ď ergattern. Gegen 21:00 Uhr bekommen die Kragen- und Braunb√§ren eine ¬ĄB√§reneisbombe¬ď. F√ľr mutige und wissbegierige Nachtschw√§rmer stellt sich ein Mitarbeiter ab 21:30 Uhr im Raubtierhaus mit einer K√∂nigspython, die auch angefasst werden darf, den Fragen der Besucher. Auch unsere Elefanten erhalten 22:00 Uhr noch eine Nachtmahlzeit. Besonders f√ľr die j√ľngeren Zoobesucher ist in dieser Nacht auf den Bergterrassen am Kleintierhaus von 19:00-23:00 Uhr ¬ĄKaninchen- und Meerschweinchenstreicheln¬ď angesagt. Seltsame Ger√§usche und funkelnde Tieraugen lassen den Zoobesucher geheimnisvolle Nachtstunden in der faszinierenden Kulisse des Reislberges erleben.
Der Aussichtsturm bietet einen Fernblick auf die beleuchtete Stadt und ihre Umgebung. F√ľr das leibliche Wohl sorgen in dieser Nacht die Gastronomen auf den Bergterrassen und im Biergarten bei den B√§ren. Die Zookassen haben bis 23 Uhr ge√∂ffnet.

Am 02.08.2009 ert√∂nen zur ¬ĄZoo-Serenade f√ľr Joseph Haydn¬ď Kompositionen von Haydn, Hofmeister, H√§ndel, Bach und Boismortier dargeboten vom ¬ĄConsortium musica viva Halle¬ď mit Christiane Rost (Blockfl√∂te), Ludwig Baumgarten (Querfl√∂te), Jana Wilms (Violine) und Manfred Klaua (Violonchello).
Beginn: 16:00Uhr im Zoo Halle; Zookolonaden bei den Bären

(30.07.2009, 07:53)
Zoolog. Garten Halle :   Elefantenkuh Sabi verl√§sst den Zoo Halle

Einer Empfehlung des Europ√§ischen Erhaltungsprogrammes (EEP) folgend verliess Elefantenkuh Sabi am fr√ľhen Morgen per LKW den Zoo Halle. Sie wird in die Zuchtgruppe des Safaripark Beekse-Bergen (Niederlande) integriert um dort in Zukunft f√ľr Nachwuchs zu sorgen. Die Abgabe der Elefantenkuh wurde notwendig, da ihr Sohn Abu bald die Geschlechtsreife erlangen wird und somit die M√∂glichkeit einer Verpaarung von Mutter und Sohn bestehen w√ľrde.

(22.07.2009, 08:03)
Alexander Fuchs :   Finde ich eine runde und feine Sache. Genau das w√ľnsche ich mir weiterj¬īhin f√ľr den Zoo, mehr Werbung und sich in Sachsen-Anhalt pr√§sentieren. Klasse!
Nun weis ich nicht wie groß die Artikel in der regionalen Zeitungen sind, hoffe nicht klein.
Aber eins ist mir auch in Leipzig aufgefallen, in den S-Bahnen lag Werbung des Zoos aus. Hat mich ein wenig √ľberrascht, aber sehr sehr gefreut.
Nun m√ľsste nur noch der HEX-Zug an der Haltestelle Zoo halten ;)
(16.07.2009, 18:03)
Zoolog. Garten Halle :   Kinder taufen HEX-Zug auf "Zoo Halle"
und feiern anschließend ein buntes Fest

Zum Sommerfest in den Bergzoo nach Halle (Saale) l√§dt der HarzElbeExpress (HEX) am Donnerstag, den 23. Juli 2009, ein. An diesem Tag ist der Zoobesuch f√ľr alle Kinder kostenfrei. Am Vormittag taufen zudem Ascherslebener Grundsch√ľler gemeinsam mit der Oberb√ľrgermeisterin der Stadt Halle und dem Zoodirektor einen HEX-Zug auf den Namen "Zoo Halle".

Eine tierisch gute Verbindung besteht zwischen dem Zoologischen Garten in Halle (Saale) und der Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH, die den HarzElbeExpress betreibt. Die beiden Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, mehr Besucher mit dem Zug in den Zoo zu bringen. Besonders die umsteigefreien Bahnverbindungen aus den Richtungen Bernburg–K√∂nnern–Halle und Vienenburg–Halberstadt–Aschersleben–Halle sind bestens daf√ľr geeignet. Au√üerdem k√∂nnen Zugreisende Geld sparen, wenn sie ihren HEX-Fahrschein an der Kasse des Bergzoos vorlegen. Bis zu zwei Euro gibt es dann Nachlass auf die Eintrittskarte.

Mit dem Aktionstag am 23. Juli wollen die beiden Partner die gute Kooperation feiern. "Wir laden alle Kinder ein, mit unserem Zug nach Halle zu fahren und den Zoo zu entdecken. Eine Menge Attraktionen und √úberraschungen warten auf die Kleinen" freut sich HEX-Gesch√§ftsf√ľhrer Andreas Putzer. Ab 11 Uhr beginnt ein buntes Programm, unter anderem mit Clownerie, Spiel und Spa√ü, Eselreiten, Streicheltierkarawane und kommentierten F√ľtterungen. Vom HEX gibt es f√ľr alle Kinder eine „tierisch bunte“ √úberraschungst√ľte.

Die Ferienhortkinder der "Freie Montessori Grundschule" in Aschersleben haben ihren Platz im Zug bereits gebucht. Rund 30 Kids fahren mit dem HEX nach Halle und sind Taufpaten des Zuges, der um 9.45 Uhr am Bahnsteig 7 des Hallenser Hauptbahnhofes gemeinsam mit der Oberb√ľrgermeisterin Dagmar Szabados und dem Zoodirektor Andreas Jacob auf den Namen "Zoo Halle" getauft wird.

Am Aktionstag haben nicht nur alle Kinder freien Eintritt in den Zoo. Erwachsene zahlen nur den halben Eintrittspreis bei Vorlage ihrer HEX-Fahrkarte. Die Einnahmen aus dem Eintritt des Sommerfestes und der HEX-Tombola spenden der Zoo Halle und der HEX dem Verein "Projekt Regenzeit e.V.". Dieser k√ľmmert sich um eine Wildtierstation zur Auswilderung von Jaguaren in Bolivien (S√ľdamerika). Der HEX √ľbernimmt die Patenschaft f√ľr eines der Tiere. Gegen 13.00 Uhr erfolgt im LUX Kino die √úbergabe der Patenschaftsurkunde. Im Anschluss daran h√§lt Ilka Sohr vom Verein ¬ĄProjekt Regenzeit e.V.¬ď im Lux.Kino einen Vortrag √ľber das Projekt Wildtierstation. Au√üerdem k√∂nnen sich Interessierte am Stand vor dem Jaguargehege √ľber die Arbeit des Vereins informieren.

(16.07.2009, 14:57)
ASH :   @Jennifer: Lt. Homepage des Zoos sind es zehn Cururos.
(08.07.2009, 09:09)
Jennifer Weilguni :   Sch√∂n finde ich es, dass Halle sich entschlossen hat Cururos zu halten. W√§hrend sich diese Tierchen immer mehr als Heimtiere durchsetzen, sind sie in Zoos ja bisher noch absolut unterpr√§sentiert. Weiss jemand wie viele dieser Tiere aktuell in Halle leben ?
Dass die Peruanische Hasenmaus noch lebt ist wirklich erstaunlich. Jedesmal wenn ich dieses Tier sehe k√∂nnte ich schw√∂ren, es liegt in den letzten Atemz√ľgen. Und dann ist es bei meinem n√§chsten Besuch eben doch noch da...
(08.07.2009, 08:22)
Ronny :   Ich habe noch einige Erg√§nzungen zum letzten Hallenser Besuch zu machen:
Nicht mehr gehalten werden Westafrikanischer Kronenkranich, Blaufl√ľgelente und Baikalente (hat der Fuchs geholt) und Rothandtamarin (Vergesellschaftung mit Springtamarine und Braunr√ľckentamarine hat nicht mehr funktioniert)
(07.07.2009, 23:20)
Michael Mettler :   @Alex: Ich kenne den damaligen Schimpansenk√§fig aus eigener Anschauung nicht, aber auf den beiden Fotos, die Oliver und ich bekommen haben, w√ľrde ich die Farbe seiner Gitterkonstruktion als tief dunkelgr√ľn oder (da die Fotos etwas farbstichig sein k√∂nnten) anthrazitfarbig bezeichnen. Auch der Mandrill-Au√üenk√§fig hat noch auf einem w√§hrend des Abrisses entstandenen Foto diese Farbe. Die einzelnen Gitterfelder waren ungef√§hr so hoch wie die jeweilige Etage (rund 2,40 m).
(07.07.2009, 13:24)
Ralf Seidel :   @Sven, ich gehe auch mal davon aus, dass vorerst die Tigerin noch in der Anlage bleibt. Pumas w√§ren nat√ľrlich toll, wenngleich ich mir da auch eine sch√∂ne gro√üe Anlage in Hanglage im Gel√§nde vorstellen k√∂nnte.
Tropische Leoparden wären auch interessant, die Sri Lankinesen oder ein neuer Import Javaner - man darf ja mal träumen...
In dem K√§fig an der Leichtbauhalle wurden neben den von Alex schon erw√§hnten L√∂wen (die kamen gerade aus Lissabon und warteten auf die Fertigstellung des Raubtierhauses) auch die damalige neue Mandrill-Gruppe vor√ľbergehend aufgenommen. Die Tiere kamen aus Hamburg und Antwerpen und warteten ebenfalls auf den Umzug ins umgebaute Affenhaus. Der Leopard war der letzte Mieter in diesem K√§fig, das war der Kater aus dem Trio, dass zur Neuer√∂ffnung des Raubtierhauses aus Gotha nach Halle kam. Da der kleine Chinese mit zunehmendem Alter seine beiden Schwestern √§rgerte, kam er in Einzelhaft - selber schuld. Er ging dann √ľbrigens nach Veszprem/ Ungarn.
(07.07.2009, 09:33)
Alexander Fuchs :   P.S. In dem (Allzweck)K√§fig war ein Leopard und die Angolal√∂wen auch mal untergebracht.
(07.07.2009, 00:24)
Alexander Fuchs :   @MM Das ist Satcho das M√§nnchen, dass gestorben ist. Ich bin mir sicher, dass es vom eigentlichen Schimpansenk√§fig ist. Die Farbbeschaffenheit gab es nur dort. In natura sieht es ganz genauso aus, wie in meinen Erinnerungen.

Hat evtl .jemand ein Foto vom Außenkäfig?
(07.07.2009, 00:21)
Michael Mettler :   Da ich das Bild eh schon eingestellt habe: Welcher von den beiden damaligen Schimpansen ist das eigentlich?
(06.07.2009, 23:58)
Michael Mettler :   @Alex: Wenn du mit dem K√§fig an der Leichtbauhalle das zwischenzeitliche Schimpansen-Ausweichquartier meinst, dann habe ich davon zuf√§llig ein Foto "mit viel Gitter". Ist zwar von √§hnlicher Art, sieht aber verzinkt aus, und die Winkel zum Anschrauben an eurem Fundst√ľck passen dazu nicht so recht. Abgesehen davon k√∂nnen Menschenaffen Schrauben und Muttern l√∂sen, die Halterungen w√§ren aber f√ľr ihre Finger leicht erreichbar - das spr√§che eigentlich gegen eine Verwendung eures Gitterst√ľckes bei den Schimpansen (aber nat√ľrlich auch gegen meine Idee mit der Fenstervergitterung im Haus).

K√∂nnte das Gitter nicht aus dem Innenraum des Hy√§nenhund-/Pumak√§figs stammen, wo man es f√ľr die heute dort gehaltenen Nasenb√§ren nicht mehr brauchte?
(06.07.2009, 23:56)
Alexander Fuchs :   @Sven Nein, es soll f√ľr die Tiger sein...
(06.07.2009, 22:43)
Sven P. Peter :   @Ralf:
Sind denn schon konkrete Nachmieter angedacht? Vielleicht endlich wieder Pumas? W√ľrde mich ja freuen!
(06.07.2009, 22:26)
Alexander Fuchs :   @Ralf Oben, wie auch unten, konnten wir keinen Bock ausfindig machen.

@MM Einer w√ľrde mir jetzt noch einfallen, der K√§fig an der ehemaligen Leichbauhalle, aber so sieht es nicht aus.
(06.07.2009, 20:24)
Alexander Fuchs :   Ich kann mich aber an kein Gitter erinnern, nur an das des Schimpansenk√§figs, dass genau so aussah. Gut, ob es nun von innen oder au√üen ist spielt hier denk ich mal keine Rolle. Man hatte das selbe Material verwendet.
Ronny und ich sind jetzt nicht die Riesen, ich schätze mal 120 in der Höhe.
(06.07.2009, 20:18)
Michael Mettler :   @Alex & Ronny: Nach einer K√§figt√ľr sieht mir das aber nicht aus, denn man kann ja auf beiden Seiten Halterungen zum Festschrauben erkennen. Als Gitterfront-Element eines der beiden Au√üenk√§fige (alter K√§fig am Fuchsweg, letzter K√§fig an der Hausr√ľckseite) ist das St√ľck zu klein. Was aber m√∂glich w√§re: Von der hinteren Galerie (also innen vor der Hausr√ľckwand stehend) blickte man urspr√ľnglich durch zwei etwa quadratische "Fenster" in das Flusspferdbecken herab. Diese hintere Galerie diente ab 1958 als zus√§tzlicher Schimpansen-Innenk√§fig, also mussten die "Fenster" zwangsl√§ufig vergittert werden. Vielleicht stammt das Gitter von dort. Wie gro√ü ist es denn etwa?

Andererseits könnten Gittersegmente solcher Art auch bei diversen anderen Tieren Verwendung gefunden haben.
(06.07.2009, 19:34)
Alexander Fuchs :   Der Kaiman soll ja sowieso schnellstm√∂glich wieder abgeben werden, da es ja ein Fundtier ist und noch ziemlich klein. W√ľrde aber im Grund sehr gut in das S√ľdamerikaprinziep reinpassen. Nat√ľrlich hat man mit drei gro√üen Vertretern der Krokodile einen tollen Besatz. Nil-, Panzerkrokodil und Alligatoren ist schon spitze.

Wie auf dem Foto von Ronny zu sehen, muss das ein Überbleibsel des Schimpansenkäfigs sein.
(06.07.2009, 18:26)
Ronny :   Noch ein Foto
(06.07.2009, 17:14)
Ronny :   Und nun zur ergatterten K√§figt√ľr.
(06.07.2009, 17:14)
Ronny :   @Sven: Ein Foto der "3. Ebene" der Tigeranlage.
(06.07.2009, 17:12)
Ralf Seidel :   "Dritte Ebene" ist jetzt vielleicht nicht ganz gl√ľcklich formuliert, vor einigen Wochen wurden in das Gehege einige W√ľrgefeigenst√§mme als zus√§tzliche Kletterm√∂glichkeiten eingebracht, wie bereits vor einiger Zeit bei den Jaguaren. Die erscheinen mir f√ľr Tiger auch als klettertechnisch starke Herausforderung. Andererseits klettern die Tiger durchaus auch auf der eigentlichen Anlage recht gern auf den gebotenen M√∂glichkeiten, das sollte man nicht untersch√§tzen...
Ein bisschen sieht es schon danach aus, als könnten hier demnächst andere "Nachmieter" einziehen, die dann die "3. Dimension" der Anlage auch optimal nutzen könnten...
@Alex, das sch√∂ne Aquaterrarium im Raubtierhaus lassen wir aber besser so wie es ist, zum einen hat der Zoo ja eine attraktive Krokodilhaltung (immerhin 3 gro√üe Arten)und andererseits w√§re eine erfolgreiche Zucht bei den Sch√ľtzenfischen ja auch mal ne aquaristische Sensation...
Bei den Steinb√∂cken halten sich einige Tiere auch ganz gern im Stall auf, die gleiche Unart weist √ľbrigens auch der Markhor-Bock gerne auf, der liegt oft direkt hinter dem Stall und ist dann bestenfalls von H√∂he Aussichtsturm zu entdecken.
(06.07.2009, 14:03)
Sven P. Peter :   Wie kann man sich die Ebene bei den Tigern vorstellen? Holzplattform, H√ľgel oder wie?
(06.07.2009, 12:41)
IP66 :   Streng genommen d√ľrfte zu Brandes Zeiten die Mehrheitskonfession wohl die unierte gewesen sein - ich f√ľhlte mich allerdings bei meinen Besuchen in Halle ein wenig an unser bergisches Land erinnert, in dem es, √§hnlich wie in Halle eine lange pietistische Tradition gibt, die sich auch in den landeskirchlichen Gemeinden wiederfindet. Man darf zudem nicht vergessen, da√ü zu diesem Zeitpunkt der Kaiser als Summus Expiscopus amtierte, und da√ü gerade Wilhelm II. die reformierte Tradition seines Hauses hochielt, so da√ü ich mir eine Einflu√ünahme auf die fraglichen Gemeinden durchaus vorstellen kann. Der andere, vielleicht wichtigere Punkt scheint mir in der Frage zu liegen, inwiefern etwa eine Generation nach der Ver√∂ffentlichung des entscheidenden Werkes Darwins dessen √úberlegeungen volkst√ľmlich geworden waren und ob sie nicht doch, gerade in den nicht so einkommensstarken Schichten, Ansto√ü erregten. Ich kenne da leider √ľberhaupt keine Untersuchungen, w√§hrend eine Verbindung des Aktion√§rspublikums in Zoos mit liberalen Ideen und eben auch der Evolutionslehre in vieler Hinsicht greifbar wird. Frau Baratay hat ziemlich ausgedehnt dargelegt, da√ü mit dem Aufkommen des Massenbesuchs der Bildungsstand der Zoobesucher zur√ľckging, und wenn man den Besuchertypus schon f√ľr das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts voraussetzt, ist die Bezeichnung Anthropoidenhaus interessant, vor allem in einer Stadt wie Halle, wo es sowohl eine universit√§res wie ein Arbeiterpublikum gab. Allerdings, und da√ü pa√üt gut zu dem Beitrag von Oliver Jahn, kenne ich kein als solches bezeichnetes Menschenaffenhaus im Kaiserreich. Insofern mu√ü ich allen danken, die mich auf die hallenser Bezeichnung hingewiesen haben und in Sachen H√§user- wie Tierbezeichnungen die Augen offen halten.
(06.07.2009, 11:39)
Michael Mettler :   Die "Sammlung" meerschweinchenverwandter Nager in Halle kann sich wirklich sehen lassen: Das ist jetzt die sechste Art am Fuchs-/Alpinumweg. Wenn man die historische Wombatanlage restaurieren w√ľrde, lie√üe sich das Sortiment noch um etwas Gr√∂√üeres (Bergpakas?) erweitern, und in der gro√üen Innenanlage der Sakis w√§ren Agutis nicht schlecht untergebracht. Sieht man mal von der √Ąhnlichkeit zwischen Chinchilla und Hasenmaus ab, sehen auch alle Arten recht unterschiedlich aus, so dass f√ľr den Besucher keine Langeweile aufkommt und die Vielgestalt einer Verwandtschaftsgruppe didaktisch gut dargestellt werden kann.
(06.07.2009, 09:05)
Alexander Fuchs :   Heute war im halleschen Zooo das 46. Zoofest. Auf das Rahmenprogramm
möchte ich nicht weiter eingehen, denn hat nicht meinen Geschmack
getroffn. Blasmusik bei den Bären und Volksmusik auf den Bergterassen.

Der Böhmzebrahengs ist am 14.06.2009 in den Tierpark Nadermann in
Delbr√ľck gegangen und man erwartet Nachwuchs bei den Zebras. Im Herbst
soll ein neuer Hengst aus den Nierderlanden kommen. Auch wurde eine
dritte ebene bei der kleinen Tigerfreianlage eingerichtet. Sie sieht
ziemlich steil f√ľr Tiger aus. Auch wird hinter den Kulissen ein kleiner
Brillenkaiman gehalten, der aber wieder abgegeben werden soll, da f√ľr
ihn kein Platz ist. Er ist ein Fundtier bzw. wurde im Zoo abgegeben. Er
w√ľrde gut in das S√ľdamerikaprinziep hineinpassen und w√§re kein
schlechter Besatz f√ľr das Aqaterrarium im Raubtierhau, dort wo z.Zt. die
Wasseragamen leben.

Anscheinend ist der männliche Steinbock weg, leider konnten wir Ihn
nicht zu Gesicht bekommen, oben wie unten nicht.

Der Baumwaran soll nächste Woche in die Schau zu den
Schlangenhalsschildkr√∂ten. Auch interessant ist, dass die G√ľrteltiere
direkt importiert wurden sind. Auch die Sakis hatten am 14.06.2009
männlichen Nachwuchs.

Auch im historischen Alpinum hat sich einiges getan, die letzte
europäische perunaische Hasenmaus lebt immer noch und ixh hoffe auf
Importtiere. Im Alpinum sind Coruro eingezogen, die sich sehr schön dem
Besucher präsentieren.

Auch f√ľr unsere Anthropoidenhausforscher haben Ronny und ich etwas, denn
es scheint als ob wir die letzten Gehegereste des Schimpansenaußenkäfigs
entdeckt haben.
(06.07.2009, 00:35)
Alexander Fuchs :   @IP66 Wir reden vor der Zeit des Sozialismus und Nationalismus.
Eins ist Sicher, Hallenser sind keine Pietisten und das sage ich nicht als Hallenser!

(02.07.2009, 21:07)
Oliver Jahn :   Brandes hat das Haus benannt, und unter all seinen Schriften, vor allem aber im ersten von ihm beschriebenen Rundgang wird f√ľr keinen der Affenk√§fige der Begriff Affenhaus verwendet. Und wenn wir da schon beim Mutma√üen sind, dann kann ich mir eben gar nicht vorstellen, dass die Besucher zu dieser Zeit einen alten, f√ľr sie nicht begehbaren Ger√§teschuppen als Haus bezeichneten. So findet sich der Begriff auch nur ein einziges mal auf einem Plan, auf dem lediglich die Bauten und K√§fige des Gr√ľndungsjahres zu sehen sind und somit man evtl. erst einmal alles was Mauern hatte als Haus bezeichnete. Hingegen war bereits sehr fr√ľh von Brandes ein Affenhaus geplant, dieses sollte seinen Platz zwischen Raubtierhaus und Kamelhaus finden, wurde aber nicht gebaut. Das n√§chste mal, dass dieser Begriff verwendet wird, ist dann erst beim Bau des Hauses von 1927/28.
(02.07.2009, 21:03)
IP66 :   Das ist gut m√∂glich - man k√∂nnte es sogar als besonders trickreich ansehen: Das liberale Aktion√§rs- und Dauerkarteninhaberpublikum sah im Zoo seine Weltanschauung zelebriert, ohne da√ü die entgegen manchen Geschichtsdarstellungen mit ostberliner Druckgenehmigung doch meist h√∂chst konservartive, in Halle durchaus pietistisch gepr√§gte Masse dadurch verst√∂rt und wom√∂glich vom Zoobesuch abgehalten wurde.
(02.07.2009, 18:02)
Michael Mettler :   @IP66: Ich wei√ü nicht, ob zu dieser Zeit der Begriff "Menschenaffe" wirklich volkst√ľmlicher war; selbst heute noch h√∂re ich ihn selten aus den Publikum, entweder werden die Artnamen genannt (nicht immer richtig) oder es sind eben schlichtweg "Affen". Mensch und Affe im selben Wort zu nennen, k√∂nnte um 1900 noch von vielen Menschen als Affront aufgefasst worden sein - der "Anthropoide" lie√ü sich auch mit geringer Bildung genausogut auswendig lernen, ohne dass man seine Bedeutung verstehen musste... Schlie√ülich hat Otto Normalbesucher auch das Wort "Aquarium" geschluckt, ohne dass es f√ľr ihn extra eingedeutscht wurde.
(02.07.2009, 13:19)
IP66 :   Es gab doch von Anfang an kleinere Affenvolieren und auch einen diesbez√ľglichen Raum am alten Raubtierhaus? Ich k√∂nnte mir vorstellen, da√ü diese Gebilde schon als Affenh√§user bekannt waren, so da√ü man sich 1904 etwas neues ausdenken mu√üte. Die Fremdwortvermeidungsbewegung hatte ihre Wurzeln schon in der Germanistik des 19. Jahrhunderts, wurde allerdings bis 1945 immer popul√§rer, gerade in den Wissenschaften, wo es regelrechte Vokabellisten f√ľr zu vermeidende Begriffe gab - selbst bei Brehm findet man f√ľr so gut wie alles einen fremdwortfreien Tiernamen. Da√ü Herr Brandes sich dem entzogen hat, finde ich sehr sympathisch, doch anscheinend hat das Publikum das akzeptiert. In Frankfurt jedenfalls hie√ü das Menschenaffenhaus Menschenaffenhaus. Vielleicht taucht ja noch einmal irgendwo eine Erkl√§rung f√ľr den hallenser Benennungsvorgang auf. Politologen, die auch so nannten gab es meines Wissens in der Zwischenkriegszeit noch nicht. Interessanterweise findet sich in dem Lebensabri√ü f√ľr Herrn Brandes in Herrn Baumgartens Buch kein Hinweis auf Kontakte zur Reformbewegung, obgleich das Zookonzept, wie es der Autor f√ľr den Direktor umrei√üt, starke Verbindungen dorthin erkennen l√§√üt. Generell w√ľrde ich der Menschenaffenhaltung eine gewisse liberale, vor allem antiklerikale Note unterstellen wollen, wei√ü aber nicht, ob in diesem Kontext die Vokabel "Anthropoide" anders wirkt als "Menschenaffe". Allerdings wirkt sie weniger volkst√ľmlich oder massenzootauglich, da sie eine gewisse Bildung voraussetzt, die man in Halle wohl bei den Besuchern voraussetzte.
(02.07.2009, 11:49)
Oliver Jahn :   @IP66, das Anthropoidenhaus war kein Zweitbau. Es wurde 1904 gebaut, das Affenhaus erst 1927/28. Und Brandes war Wissenschaftler, kein Politologe oder Nationalist.
(01.07.2009, 22:16)
IP66 :   Das macht die Suche nach Vorbilder schwieriger, da Reformarchitektur wie die beschriebene nicht so h√§ufig in Zoos auftauchte. Allerdings bot sich dergleichen in Verbindung mit der Menschenaffenhaltung in besonderer Weise an, da hier die gr√∂√üten Fortschritte erzielt wurden - immerhin gab es in Frankfurt ein Bauhaus-Menschenaffengeb√§ude - nicht als Vor- oder Nachbild f√ľr Halle, aber als Beispiel daf√ľr, da√ü man anderenorts in Deutschland durchaus Menschenaffenhaltung mit avantgarditischer Architektur vereinbaren konnte. Anthropoidenhaus scheint mir als Begriff ebenfalls bedenkenswert - da es in Halle ein Affenhaus gab, mu√üte man den Zweitbau anders benennen, doch stellt sich die Frage, warum man in eigentlich sehr national denkenden Zeiten einen wissenschaftlichen Fachbegriff verwendet hat.
(01.07.2009, 17:14)
Michael Mettler :   Nach den zwischenzeitlich gefundenen Hinweisen (Hintergr√ľnde auf alten Tierfotos usw.) hatte das hallesche Anthropoidenhaus keinerlei Fachwerk, nicht mal als Dekoration. Die untere Etage wie auch das eventuell zur R√ľckseite hin frei liegende Kellergeschoss zeigten unverputzten Backstein, die obere Etage hellen Rauputz, und innen fanden Eisentr√§ger statt Holzbalken Verwendung. All dies kam √ľbrigens beim zwischenzeitlichen Abriss des Hauses 1998 wieder zum Vorschein - nur war der Rauputz schmutzbedingt nicht mehr hell...
(01.07.2009, 16:29)
IP66 :   Bei der Diskussion im Zoorestaurant kam der Gedanke auf, ob nicht eine Art Schweizerhaus oder Kunstfachwerkbau als Menschenaffenunterkunft gedient haben k√∂nnte. Auch wenn sp√§testens mit der derzeit entv√∂lkerten Geb√§ude in K√∂ln um die Jahrhundertwende eine andere Form gefunden wurde, Menschenaffen auszustellen, so gibt es doch eine vergleichbare Nutzung eines sehr √§hnlichen Geb√§udes, n√§mlich des linken Fl√ľgel des Bodinus'schen Vogelhauses in Berlin. Hierbei handelte es sich um ein gar nicht so kleines, heirbares Geb√§ude, da√ü man sich als eine massiv vergr√∂√üerte Version des heute noch erhaltenen wuppertaler Hirschhauses vorstellen darf. K√∂nnte das zu den √ľberlieferten Aussageb passen?
(29.06.2009, 18:29)
Oliver Jahn :   @Alex, vor dem n√§chsten Termin sollten wir uns noch mal kurzschlie√üen.
Konnte der Zeitzeuge denn sagen, von wann etwa seine Erinnerungen waren? Das w√ľrde schon sehr weiterhelfen, denn das Haus wurde ja auch vor 74 mehrfach umgebaut.
(26.06.2009, 23:04)
Michael Mettler :   @Alex: Mich irritiert der sehr breite Besucherraum - von den Proportionen her h√§tte der doch gerade mal halb so breit gewesen sein d√ľrfen, w√§hrend sich in der anderen H√§lfte - also gegen√ľber den Flusspferd-Fenstern - der Schimpansen-Innenk√§fig befand?
(26.06.2009, 22:55)
Alexander Fuchs :   P.S. Habe auch bald noch ein zweites Treffen, mit einem Zeitzeugen, der zur damaligen Zeit sehr oft im Zoo war. Hoffe nur das sein Langzeitged√§chtniss noch funktioniert...


Auch soll es ein Schild gegeben haben, dass auf das Haus hingewiesen haben soll. Wenn alle Tiere drau√üen waren, soll es nicht begehbar gewesen sein. Nur wenn sie drin waren. Kann nat√ľrlich erkl√§ren warum man so wenig Erinnerung hat zum Haus, da ich vermute, dass die Besucher im Sommer da waren und das Haus nicht begehbar war.
(26.06.2009, 22:39)
Alexander Fuchs :   Ja die 1000 steht! Gl√ľckwunsch.
(26.06.2009, 22:21)
Oliver Jahn :   @Alex, da m√ľssen wir mal in Ruhe dr√ľber reden! Habe ich die 1000 geschafft? ;-)

(26.06.2009, 22:19)
Alexander Fuchs :   Hier mal seine Skizze von seinen Erinnerungen.

@Oli sehr alt, f√ľr mich zumindest ;)
(26.06.2009, 22:15)
Oliver Jahn :   Aber an genau dieser (linken) Wand fanden sich beim Abriss des Hauses noch die Fliesen, die Jost in den 30er Jahren dort hat anbringen lassen. Wie alt ist denn dann dein Zeitzeuge?
(26.06.2009, 22:10)
Alexander Fuchs :   Wenn man runtergeschaut hat, links. Dort soll der Felsen direkt am Haus gewesen sein. Als Landteil = nein. Was man oben gesehen hat, soll noch Porphyr als Hausfundament verarbeitet sein. Aber da war man sich nicht sicher. Sicher ist eins, dass man reingeschaut hat und links auf jedenfall Porphyr war.
(26.06.2009, 22:03)
Oliver Jahn :   Das Becken bestand bereits seit seiner Enstehung aus Beton. Und die R√§nder bis zum Schluss, quasi also bis heute. Da w√ľsste ich auch gern, wo da Porphyr zu sehen war.
(26.06.2009, 22:02)
Michael Mettler :   @Alexander Fuchs: Porphyrerhebung = Landteil f√ľr die Flusspferde? Oder nur eine Art Sims? Das mit dem von oben sichtbaren Porphyr-Fundament um das Becken herum wundert mich allerdings. Auf einer der wenigen ver√∂ffentlichten Innenaufnahmen, zu sehen in Chronik II, hockt der damalige Direktor Petzsch in den 50er Jahren am Beckenrand, und der sieht eher nach Beton aus (der Rand, nicht der Direktor...).
(26.06.2009, 21:47)
Alexander Fuchs :  
Ich habe heute mit einem Zeitzeugen gesprochen und wollte wissen wie das Flusspferdhaus vor ¬ī74 aussah.

Man hat es wie folgt beschrieben: Ein dunkler Eingang (Balkon) und auf der linken Seite eine starke Mauer mit 4 Labungen. Die breite der Labungen sollen ca. 80-90 cm gewesen sein, H√∂he unbekannt und die Dicke ca. 50 cm. Ein Sicherheitsnetz war gespannt, wie an der L√∂wenaussenlage und unten links, eine Porphyrerhebung (nat√ľrlich), also direkt am Felsen. Auch soll das Fundament ringsum aus Porphyr bestanden haben. So zumindest wenn man von oben in das Becken hineingeschaut hat.
(26.06.2009, 20:59)
Zoolog. Garten Halle :   1. Zoonacht 2009 und
Tiger-Kinderfest im Halleschen Bergzoo

Am Samstag, den 27.06.2009 können die Zoobesucher zur Zoonacht den Zoo bis
Mitternacht erleben. Dann ist erlaubt, den Tieren in ihre Schlafzimmer zu schauen, deshalb bleiben die Tierhäuser bis 0:00 Uhr geöffnet. Alle Tierhäuser sind erleuchtet und es werden
zus√§tzlich Nachtf√ľtterungen durchgef√ľhrt. Die nachtaktiven Tiere im Bergzoo Halle, zu denen u.a. die Binturongs, die Baumstachler, die M√§hnenw√∂lfe und die G√ľrteltiere z√§hlen,
werden putzmunter sein. Im Laufe der Nacht bekommen die Kragen- und Braunb√§ren eine ¬ĄB√§reneisbombe¬ď, auch die s√ľdamerikanischen Seeb√§ren erhalten eine ¬ĄExtraportion in Eis¬ď.
Besonders f√ľr die j√ľngeren Besucher ist in dieser Nacht auf den Bergterrassen am
Kleintierhaus ¬ĄKaninchenstreicheln¬ď angesagt.
Interessant ist es auch die verschiedenen Eulenvögel so hautnah bei Nacht zu beobachten.
Seltsame Geräusche und funkelnde Tieraugen lassen den Zoobesucher geheimnisvolle Nachtstunden erleben.
Der Aussichtsturm bietet einen Fernblick auf die beleuchtete Stadt und ihre Umgebung. F√ľr das leibliche Wohl sorgen in dieser Nacht die Gastronomen auf den Bergterrassen und im Biergarten bei den B√§ren.
Die Zookassen haben bis 23 Uhr geöffnet.
Von 11 bis 17 Uhr findet am selben Tag das 2. Tiger-Kinderfest der Universitätsklinik und
Poliklinik f√ľr Kinder- und Jugendmedizin im Zoo Halle statt. N√§here Infos finden Sie unter
http://www.medizin.uni-halle.de/

Die 2. Zoonacht findet am 01.08.2009 statt.
(25.06.2009, 16:17)
Alexander Fuchs :   Mir war neu, dass man auch andere S√§uger dort ausstellte, ausser Affen.
Mir wurde immer berichtet das dort sp√§ter auch Aras lebten, aber doch so eine Vielzahl an S√§ugern zu der Zeit im Haus ist schon beeindruckend. Das mit dem Rarit√§ten-Kabinett pr√§gte der ehem. Zoodirektor Hauchecorne. Ob das nun nur in diesem Zoof√ľhrer war oder evtl. immer, weis ich nicht.
Das man dor Karantäne betrieb wusste ich, aber wie gesagt auch andere Tiere ausstellt, war mir neu.
(15.06.2009, 21:43)
IP66 :   Es gab hier im Forum vor l√§ngerer Zeit eine Diskusion √ľber den Begriff Rarit√§tenkabinett und sein erstes Auftauchen. Dein hallenser Zoof√ľhrer steht f√ľr eine recht fr√ľhe Erw√§hnung dieses Begriffs, der aber vermutlich schon um die Jahrhundertwende f√ľr die Umnutzung des ersten berliner Affenhauses gepr√§gt wurde. Allerdings ist die hallenser Bezeichnung f√ľr die duisburger Zoogeschichte von einiger Bedeutung, da dort das erste Affenhaus, nicht lange nach dem hallenser Beispiel errichtet, nach dem Auszug der Affen ins √Ąquatorium nur noch als Rarit√§tenkabinett diente und auch so genannt wurde. Gewisserma√üen zogen die Affen aus, die Martertiere blieben und man bediente sich eines altbekannten Namens f√ľr das Geb√§ude.
(15.06.2009, 11:52)
Alexander Fuchs :   @Andreas: Ja lang hats gedauert, habe mich auch sehr artig bedankt bei Ihr.

@IP66 Im Zoof√ľhrer steht "Haus f√ľr Affen und Kleintiere" und wird als "Zoologische Rarit√§ten-Kabinett" bezeichnet.

@MM Mir war nur bekannt das die Anlage auch W√∂lfe nutzten, aber Eisb√§ren war mir neu. Im F√ľhrer steht etws von einem Paar Eisb√§ren. Habe nur spekuliert, da ein kleinerer Eisb√§r im Wassergraben schwimmt.

@MM & OJ Leider wird gar nichts vom Nilpferdhaus erwähnt.

P.S. Wer den Zoof√ľhrer per PDF Datei m√∂chte, schreibt mir einfach eine Mail. Ich werde ihn dann heute Abend verschicken.


(13.06.2009, 11:42)
Michael Mettler :   @Alexander Fuchs: Die Chimangos haben in besagtem Gesellschaftsk√§fig sogar mehrmals erfolgreich gebr√ľtet... Steht man heute vor diesem K√§fig, in dem nun "nur" ein Paar Kaukasische Eichh√∂rnchen lebt, erscheint einem die fr√ľhere Besetzung geradezu surreal.

Saisonale Besetzung von Raubtierfreianlagen mit Eisb√§ren verschiedener Gr√∂√üe gab es auch in anderen Zoos (vor allem in Hannover zu Ruhes Tierhandelzeiten), das muss kein Beleg f√ľr Zuchterfolge sein - man gew√∂hnte unterschiedlich alte Tiere zu Gruppen zusammen. Wenn mich die Erinnerung nicht tr√ľgt, wurde im Ruhrzoo sogar noch in den 80er Jahren eine Gruppe junger Eisb√§ren mit einer eingesessenen Altb√§rin auf der dortigen Anlage zusammengebracht, bis die Jungtiere nach und nach verkauft waren.
(13.06.2009, 10:36)
IP66 :   Ich w√ľrde das Affenhaus in Halle ohnedies eher als einen Mehrzweckbau ansehen - die K√§fige waren tweilweise ebenso gro√ü die in dem fast gleichzeitigen Affenpalmenhaus in Berlin, wo man immerhin erwachsene Gorillas unterbringen konnte, und √ľber so viele Warhmh√§user verf√ľgte man in Halle nicht. Zudem dienten die gr√∂√üeren Warmh√§user, auch das Dickh√§uterhaus in M√ľnchen oder das Antilopenhaus in Berlin, als Winterquartiere f√ľr alles und jedes, das nicht √ľber einen warmen Stall verf√ľgte.
Kalifornische Seelöwen stellten in dieser Hinsicht ein besonderes Problem, da sie Kälte, zumindest als Importtiere, schlecht vertrugen, ihre Becken vereisten und es an den klassischen Seehundbecken keine Boxen oder dergleichen gab. In Berlin sperrte man sie in solchen Fällen in die Flußpferdabteile der Elefantenpagode.
Ameisenb√§ren und G√ľrteltiere in Affenh√§usern habe ich auch noch erlebt, in Duisburg und Wuppertal etwa, doch scheint dergleichen Unterbesatz, als "Martertier" und Spielzeg f√ľr die Hauptbewohner der K√§fige, noch mehr Formen umfa√üt zu haben, etwa Dachse oder Schildkr√∂ten.
(13.06.2009, 10:36)
Andreas :   @Alexander Fuchs: Freut mich, da√ü es geklappt hat. Gru√ü an Frau Trauerklo√ü, vielleicht hat sie noch mehr Sch√§tze verborgen :-)))
(13.06.2009, 07:33)
Oliver Jahn :   Im Affenhaus wurde auch ein Seehund untergebracht. Unvorstellbar, aber tats√§chlich erw√§hnt! Der Tapir hingegen war noch ein Jungtier.
(12.06.2009, 23:54)
Alexander Fuchs :   Heute habe ich den Zoof√ľhrer aus dem Jahre 1929 bekommen  Sehr sch√∂n und informativ zugleich.

In der L√∂wenschlucht wurden nicht nur L√∂wen und W√∂lfe gehalten. In den Wintermonaten wurden Seel√∂wen gehalten und Eisb√§ren! Ich habe auf dem Foto 4 St√ľck gesehen und l√§sst vermuten das evtl. auch gez√ľchtet wurde, da zwei von Ihnen eher kleiner waren bzw. auf dem Foto sind.
Auch sehr √ľppig ist der Bestand des ¬Ąneuen Affenhauses¬ď, man hielt nicht nur Affen dort, auch andere S√§uger und V√∂gel. So z.B. die Gemeinschaftshaltung Tapir, Wasserschwein und Cayenneralle.
Desweiteren wird berichtet das G√ľrteltiere ,Ameisenb√§r und gr√∂√üere V√∂gel in dem Haus untergebracht waren.

Auch das Aquarium, mit 700 Arten!!! Auf so engem Raum ist mehr als beachtlich. Auch hat man damals freifliegende Mönchsittiche im Zoo angesiedelt, nähe der Waldschenke.

Ganz besonders gelobt und betont wird die gärtnerische Vielfalt bzw. die Einzigartigkeit des Berges.

Vom Alpinum wird berichtet, dass im letzten K√§fig Pr√§riehunde, Pr√§rieeulen und Chimangos gemeinsam lebten. 1924 wurde ist ein Bastard geschl√ľpft, aus der Paarung G√§nsegeier und M√∂nchsgeier. Wird im Zoof√ľhrer ganz besonders betont.

(12.06.2009, 22:49)
Zoolog. Garten Halle :   Riesenpinguine suchen neuen Besitzer

Zoo Halle sucht nach weiteren F√∂rderern, um den Schutz des Humboldtpinguins zu unterst√ľtzen

Im Zoo Halle gibt es wieder junge Humboldtpinguine. Die ersten Jungtiere schl√ľpften bereits am 4. April 2009 und befinden sich noch in der Aufzuchtanlage hinter den Kulissen. Dort werden die neuen drolligen Zoomitbewohner an die Handf√ľtterung gew√∂hnt.
Um auf die Gef√§hrdung ihrer Artgenossen in Chile und Peru aufmerksam zu machen, fand am 10. Mai 2009 ein Aktionstag "Faszination Pinguin: Bedrohte Fracktr√§ger im Mittelpunkt" statt. An diesem Tag wurden etwa 1,50 m gro√üe zweidimensionale Pinguine von Kindern fantasievoll bemalt. Diese Riesenpinguine sollen gegen eine gro√üz√ľgige Spende f√ľr die Arbeit des Sphenisco ¬Ė Schutz des Humboldtpinguins e.V. an F√∂rderer abgegeben werden. Das Dorinthotel hat dabei den ersten Schritt getan. Der Direktor des Dorinthotels, Dr. Bertram Thieme √ľberreichte am 11.5.2009 dem stellvertretenden Zoodirektor Timm Spretke einen Scheck in H√∂he von 350 ¬Ä f√ľr die Unterst√ľtzung des Vereins. Im Gegenzug erhielt der Hoteldirektor einen der Riesenpinguine. Noch f√ľnf weitere farbenfrohe Riesenpinguine warten darauf, gegen eine gro√üz√ľgige Spende f√ľr den Schutz der Humboldtpinguine den Besitzer zu wechseln. Interessenten melden sich bitte im Zoo Halle, Bereich Umweltbildung, Tel. 5203-437.

Zum Hintergrund:
Humboldtpinguine sind besonders durch den Guanoabbau, intensiven Fischfang und Jagd vom Aussterben bedroht. Durch die Zucht von Humboldtpinguinen sowie durch Bildung und √Ėffentlichkeitsarbeit unterst√ľtzt der Zoo Halle den Verein Sphenisco e.V., der sich in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen f√ľr den Schutz dieser stark bedrohten Pinguinart in Peru und Chile einsetzt.

Weitere Informationen √ľber Sphenisco e.V. und die Gef√§hrdung und den Schutz der Humboldtpinguine
www.sphenisco.org.

(12.06.2009, 10:38)
Zoolog. Garten Halle :   F√§llung abgestorbener B√§ume am Zoo-Haupteingang

Die aus 3 Stämmlingen bestehende Rotbuchengruppe am Haupteingang des Zoologischen Gartens Halle ist vollständig abgestorben.

An den St√§mmen l√∂sen sich gro√üfl√§chig Rindenteile. Da schon mehrerer gro√üe √Ąste heruntergest√ľrtzt sind muss diese Buchengruppe aus Gr√ľnden der Verkehrssicherheit gef√§llt werden. Um die Beeintr√§chtigungen f√ľr Zoobesucher m√∂glichst gering zu halten, soll die F√§llung noch vor Beginn der Sommerferien vorgenommen werden. Es wurde von einem Fachmann √ľberpr√ľft, dass auf den B√§umen weder V√∂gel br√ľten noch gesch√ľtzten Arten vorkommen. Die F√§llung darf somit wie geplant unverz√ľglich durchgef√ľhrt werden.

Der Wuchsstandort wird durch den Zoologischen Garten wieder neu mit einer Baumgruppe bepflanzt. Unter R√ľcksichtnahme auf einen g√§rtnerisch g√ľnstigen Pflanzzeitpunkt und auf die in diesem Bereich erh√∂hte Besucherfrequenz in den Sommermonaten erfolgt die Pflanzung erst im Herbst 2009.

(12.06.2009, 10:30)
IP66 :   Man kann auch wandzeitungsartige Tafeln aufstellen - entsprechende Versuche wurden hier am Rhein schon unternommen, mindern allerdings die Lesefreudigkeit des ansonsten geneigten Publikums ...
(04.05.2009, 14:37)
Michael Mettler :   @Oliver: F√ľr deren Ergebnisse m√ľsste die Tafel aber ziemlich gro√ü sein :-)
(30.04.2009, 22:45)
Oliver Jahn :   @Michael, ganz im Gegenteil. Ich dachte da eher an ein paar ganz verr√ľckte Zoofreaks, die dieses Haus vielleicht f√ľr eine solche Tafel rekonstruieren k√∂nnten! ;-)
(30.04.2009, 22:02)
Michael Mettler :   @Oliver: H√§ltst du irgendwelche Bilder des Menschenaffenhauses vor mir geheim, oder womit m√∂chtest du die Besonderheit des Geb√§udes auf einer solchen Schautafel illustrieren? :-)
(29.04.2009, 22:31)
Alexander Fuchs :   So entstehen √ɬľbrigens Geschichten bzw. festigen sich noch mal oder sogar √ɬľberliefert werden. Gerade f√ɬľr Zoofreaks, die z.T. auf m√ɬľndliche Infos angewiesen sind ;)
(29.04.2009, 21:11)
Oliver Jahn :   @Michael, warum die Tafeln funktionieren, ist eigentlich nebens√§chlich, Hauptsache sie funktionieren √ľberhaupt. Und das tun sie z.B. in Berlin, Frankfurt, aber auch in kleineren Einrichtungen wie Sta√üfurt. Dieser Tierpark hat eine Geschichte, die nur gerade halb so alt sein d√ľrfte, wie die des Zoo Halle. Und dennoch stehen die Leute vor den Tafeln genau so, wie Alex es beschreibt: "Wei√ü du noch, mit Oma und Opa haben wir genau hier mal gestanden, als Vati das Foto gemacht hat.." Wenn ich dann diese Dinge gerade in Halle noch ein wenig damit anreichere, um was f√ľr teilweise einmalige Bauten es sich handelte und wie weit sie oft zum Zeitpunkt ihrer Entstehung ihrer Zeit voraus waren, dann wirft das ein ganz anderes Licht. Und pl√∂tzlich wird aus dem Satz: "Es war halt immer schon da, man kannte es und sah es nicht als besonders an." der Satz: "Hast du gewusst, dass unser altes Flusspferdhaus mal als Menschenaffenhaus gebaut wurde und zu seiner Zeit etwas ganz besonderes war weil...?" So stelle ich mir das vor.
(29.04.2009, 19:52)
Michael Mettler :   @Alexander Fuchs: Eine R√ľckversetzung in den Zustand eines wirklichen Alpinums w√§re dabei aber mehr als hilfreich. Von der ehemaligen Steingartenanlage ist n√§mlich kaum noch was zu sehen, da sich √ľberall Kriechwacholder usw. ausgebreitet hat; die alpine Flora ist l√§ngst Geschichte. Nur w√§re die Restaurierung der g√§rtnerischen Anlage nicht mit einer einmaligen Abholzungs- und Neupflanzungsaktion getan, sondern w√ľrde st√§ndigen g√§rtnerischen Pflegeaufwand und damit Personalkosten nach sich ziehen. Wenn man das irgendwie finanzieren k√∂nnte, h√§tte man sicher eine Attraktion f√ľr Besucher, die nicht nur wegen Tieren einen Zoo besuchen. Dann k√∂nnte man auch gleich die alte Wombatanlage am Alpinumweg wieder aufbauen, wenn auch mangels Beschaffbarkeit wohl nicht gerade f√ľr Wombats - in ihrer Geschichte hatte sie offenbar ohnehin h√§ufig "nur" Kaninchen und Meerschweinchen beherbergt, das w√§re auch heute noch ein Anziehungspunkt f√ľr viele Besucher (und Hausmeerschweinchen w√ľrden zudem gut zu den Wildnagern auf der anderen Wegseite passen).

Was mich nach wie vor wundert, ist die √úbertitelung der Nasenb√§ren im aktuellen Zoof√ľhrer mit "Schweineanlage". Dass dieser K√§fig, in dem m.W. nie auch nur provisorisch Schweine gehalten wurden, in baulichem Zusammenhang mit der "eigentlichen" Saubucht hangabw√§rts steht, d√ľrften die wenigsten Besucher ahnen, wenn sie davorstehen.
(29.04.2009, 18:40)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich denke aber, dass solche Tafeln eher deshalb funktionieren, weil sie "alte Atmosph√§re" √ľbermitteln und nicht unbedingt, weil dem durschnittlichen Betrachter der "Wert" eines alten Geb√§udes oder einer Anlage klar wird. Historische Fotos von Raubtieren hinter dicken Eisenstangen oder von Huftieren in winzigen Ausl√§ufen wirken im Vorher-nachher-Vergleich eben auch, wenn der bauliche Zusammenhang darauf gar nicht zu sehen ist.

Eine wirklich effektive, weil die breite Masse erreichende Beschilderung von Bauwerken ist wahrscheinlich genauso schwierig zu erzielen wie eine didaktische Beschilderung der Tiere, mit der ja auch noch nach Jahrzehnten in der Zoowelt ständig experimentiert wird. Vielleicht sollte man versuchsweise einigermaßen maßstabsgetreue Lego-Modelle der Häuser in Vitrinen neben die Originale stellen, das könnte vielleicht einen Aha-Effekt erzielen...
(29.04.2009, 18:25)
Alexander Fuchs :   Genau das ist es, die Hallenser identifizieren sich kaum mit der Stadt und schon haben wir auch Olis Spruch: "Es war halt immer schon da, man kannte es und sah es nicht als besonders an." Und gerade da besteht, die Kunst, dass besondere herauszukitzeln. Da ist Marketing Voraussetzung.
Mit ein wenig Hilfsmitteln, kann man so eine Meinung ändern, in Dinge an die man sich gerne erinnert.
Da fällt mir sponatan ein Beispiel ein, was mich persönlich ärgert.
Das Alpinum wird im aktuellen Zooplan als Nagerk√ɬ§fige bezeichnet. Na klar weckt soetwas kaum Besucher und man geht achtlos daran vorbei. Warum kann man es nicht als Alpinum weiterhin bezeichnen oder sogar als √ʬĬěhistorisches Alpinum√ʬĬú? Schon k√ɬ∂nnte sich der ONB damit identifizieren und jeder verbindet damit eine ganz individuelle Geschichte. Wenn man sich nur denkt, dass die Gro√ɬüeltern oder sogar schon die Urgro√ɬüeltern diesen Weg gegangen sind. Auch h√ɬ§tte man Verst√ɬ§ndi√ɬü f√ɬľr das Alpinum, mit seinen Kleinanlagen und der Ruf nach etwas neuen w√ɬľrde verstummen. Alleine das Wort √ʬĬěhistorisch√ʬĬú regt zum nachdenken an und l√ɬ§sst der Phantasie freien Lauf. Eine kurze Beschreibung, an einer Tafel, mit alten Fotos w√ɬľrde den Rest ergeben und schwubbs, h√ɬ§tte man eine Identifikation geschaffen.

(29.04.2009, 18:20)
Oliver Jahn :   Was ich in anderen Zoos immer sehr sch√∂n finde, das sind Tafeln, die zeigen, wie manche Bauten und Gehege fr√ľher einmal ausgesehen haben. An solchen Tafeln stehen die Besucher oft und versuchen, √Ąhnlichkeiten zu entdecken. Im Raubtierhaus gibt es so etwas in einem der Bildcomputer auf der Galerie. Das w√ľnschte ich mir beim Antilopenhaus, beim Affenhaus, beim Flusspferdhaus und selbst beim alten Kamel(Elefanten)haus w√ľrde sich das lohnen, auch wenn es ein wenig sehr verbaut wurde, so dass es kaum noch jemand wahrnimmt, obwohl es der √§lteste Bau des Zoos ist.
(29.04.2009, 16:48)
IP66 :   Ich denke, da√ü es beim Verstehen des Besonderen im Altbekannten oft darum geht, zu erl√§utern, worin der eigentliche Wert beteht - dabei kann man im hannoveraner Giraffenhaus auf gestalterische Detailarbeit, bei der hallenser Saubucht auf die Einzigartigkeit hinweisen. Das braucht die Familiarit√§t mit diesen Bauten oder auch Tierarten ja nicht einzuschr√§nken, kann aber die Wertsch√§tzung steigern ...
(29.04.2009, 14:31)
Ralf Seidel :   Zu DDR-Zeiten hatte die Stadt Halle ein Negativ-Image: Graue Fassaden, eine zusehends verfallende Stadt und ringherum Chemie-Industrie. Halle war im Krieg kaum zerst√∂rt, die herrlichen Stra√üenzeilen verfielen aber zusehends und wurden abgerissen, auch in den 80ern noch habe ich erlebt, wie Fachwerkbauten mit dem Bagger zusammengeschoben wurden. W√§hrend die meisten anderen gro√üen St√§dte ja teils zerst√∂rt waren und in den darauffolgenden Jahren mehr oder weniger sch√∂n wieder aufgebaut wurden, verfiel die hallesche Altstadt zusehends. Halle hatte auch fr√ľher schon noch viele sch√∂ne Ecken, die wirkliche Wiedererstehung alter Sch√∂nheit kann man aber erst seit den Wendejahren wiederentdecken. Halle hat nicht die barocke Pracht Dresdens, nicht die mond√§ne Eleganz der Einkaufsstra√üen und Passagen von Leipzig.
F√ľr Viele offenbart sich die Stadt erst auf den 2. Blick, blieben doch die St√§rken der Stadt √ľber Jahrzehnte verborgen.
Halle hat mittlerweile auch den Tourismus f√ľr sich entdeckt, das war fr√ľher anders - wer wollte schon vor sich hin br√∂ckelnde Stra√üenz√ľge sehen...
Der Bergzoo war aber eben immer was Besonderes, ein artenreicher Tierbestand in einer einzigartigen landschaftlichen Lage - mitten in der Stadt. Die Hallenser und ihre Gäste liebten ihren Zoo, weil er eben was Besonderes war. Und das tun sie bis heute...
@Alexander Fuchs, ich habe hin und wieder mit der Stadtmarketing Halle zu tun - und sch√ľttele oft den Kopf. Personelle Ver√§nderungen und interne Umstrukturierungen machen die Situation auch nicht einfacher. Dennoch meine ich, dass sich schon Einiges tut - was ja nicht hei√üt, dass es nicht noch besser werden kann und muss.
Trotzdem sehe ich immer noch erhebliche Defizite in puncto Identifikation der Bewohner, Zugezogene und Touristen haben oftmals ein wesentlich besseres Bild vom Image der Stadt als die Hallenser selbst. Da hat sich aber in den letzten Jahren durchaus schon was bewegt...
(29.04.2009, 14:00)
Michael Mettler :   Ich habe meinen vorangegangenen Beitrag nochmal Revue passieren lassen - der Gedanke mit der DDR-Verkn√ľpfung war eigentlich √ľberfl√ľssig. Ich versetzte mich als Hannoveraner einfach mal ich die gleiche Situation, dass ich "meinen" Zoo von Kindsbeinen an kannte und er sich damals √ľber Jahrzehnte hinweg kaum ver√§nderte. Wenn ich dann heute pl√∂tzlich ein Schild am altgewohnten Giraffenhaus vorfinden w√ľrde, dass dieser Bau architektonisch ungew√∂hnlich und wom√∂glich denkmalw√ľrdig ist, dann w√ľrde das Haus dadurch f√ľr mich auch nicht in dem Ma√üe beachtenswerter, wie sich das ein Kenner der Materie w√ľnschen w√ľrde - und ich bin ja noch deutlich interessierter an der Materie Zoo als der ONB. Wie schwierig es ist, sich von der altgewohnten Sichtweise des "Normalen" zu l√∂sen, stelle ich immer wieder fest, wenn ich in anderen Zoos bestimmte Tierarten kaum w√ľrdige, die f√ľr mich in Hannover seit Jahrzehnten zum Standardprogramm z√§hl(t)en, f√ľr sich betrachtet aber durchaus Besonderheiten sind (z.B. Dikdiks). Der (unbewusste) Reiz des Andersartigen (in diesem Fall also der von Arten, die ich aus Hannover nicht kenne) kann also durchaus st√§rker sein als der (bewusste) Stolz auf das Vertraute, Traditionelle.
(29.04.2009, 11:02)
IP66 :   Ich habe Halle f√ľr Sonntag jetzt fest eingeplant - vielleicht finden sich noch andere, die die Besuche kombinieren.
Was Tafeln und Schildern bzw. das Bewu√ütwerden der eigenen Geschichte und deren Denkm√§lern angeht, so meine ich, da√ü sich im Ruhrgebiet in den letzten zwei Jahrzehnten ein √§hnlicher Proze√ü vollzogen hat, wie er vielleicht im hallenser Zoo ansteht. Hier ging es ja uach darum, nicht nur die wenigen mittelalterlichen Gro√übauten, sondern Stadtwerdungsprozesse, Wiederaufbauarchitektur und Industriedenkm√§ler zu entdecken, zu verstehen und in das Leben der Bev√∂lkerung zu inetrgieren. Die Probleme sahen √§hnlich aus wie im hallenser Zoo: Die Nachbarst√§dte hatten ein neueres und h√ľbscheres Rathaus, bekanntere Parks und besser besuchte Schl√∂sser, und die Einwohner der Ruhr-St√§dte hielten nicht viel von den eigenen Dingen. Drei Dinge scheinen mir in dem Proze√ü, dessen Ergebnisse jetzt vielenorts zu finden sind, wichtig: Zum einen Sanierungen - ein verfallenes Tierhaus gilt ebenso wenig wie eine verfallene Zeche, und es ist schwierig, einen einsturzgef√§hrdeten und unzug√§nglichen Bau anzuschauen. Der zweite Punkt betrifft Aneignung, die Tatsache, da√ü in diesen Geb√§uden jemand lebt, etwas ausgestellt wird oder ab und zu etwas stattfindet. In Sachen Tierh√§usern braucht es also Begehbarkeit, Besatz, das Bewu√ütsein, den Zoo nicht gesehen zu haben, wenn man die alte Schweinebucht oder das historische Vogelhaus besucht zu haben. Den dritten Bereich w√ľrde ich mit Bildung beschreiben, der Vermittlung des Wissens, weshalb das Denkmal nun ein solches darstellt und warum es so wichtig ist. Das kann man durch F√ľhrungen vermitteln, durch Zeitungsartikel, aber eben auch durch Schilder, und wenn Zoos via Gro√ütafel Belehrungen √ľber den Umgang mit Althandys oder Naturparks am anderen Ende der Welt aufwarten, scheint es mir nicht ganz falsch, sich auch den naheliegenden und in der eigenen Verantwortung stehenden Kulturg√ľtern via Erkl√§rung zu widmen.
(29.04.2009, 10:47)
Michael Mettler :   Ich wei√ü nicht so recht, ob blo√üe Informationstafeln an den historischen Zoogeb√§uden so sehr viel bewirken w√ľrden. Vielleicht hat der Zoo bei der Bev√∂lkerung seines Einzugsgebietes ein √§hnliches Problem wie der Vogelpark Walsrode (auch wenn der deutlich j√ľnger ist): Viele Besucher haben die alten Geb√§ude und Anlagen, das Wegesystem usw. schon x-mal gesehen bzw. sind mit ihnen aufgewachsen, da ist diese Historie eben "normal" und in vielen Augen nicht mehr interessant genug. Ob man das wirklich durch Infoschilder beheben kann...? Die w√§ren vermutlich eher f√ľr Touristen auf der Suche nach Sehensw√ľrdigkeiten interessant, und nach allem, was ich hier so rauslese, scheint Halle als Stadt nicht gerade ein ausgepr√§gtes Tourismusziel zu sein. Wom√∂glich wird so manches historische Bauwerk oder Gehege des Zoos von hemischen Besuchern unbewusst mit der DDR-Zeit verkn√ľpft und sch√ľrt deshalb eher den Hunger nach Neuem, Andersartigem? Sowas k√∂nnte auch zu den Gr√ľnden des Leipziger Publikumserfolges geh√∂ren...

Oliver Jahn und ich sind ja noch immer auf Spurensuche bez√ľglich des halleschen Schimpansen-Flusspferd-Hauses, das in seiner Urversion immerhin schon von 1904 stammt. Selbst aus der Nachkriegszeit gibt es kaum Fotos von diesem Haus (die meisten bezeichnenderweise von seinem zwischenzeitlichen Abriss 1999/2000), und selbst im Zoo t√§tige Zeitzeugen k√∂nnen sich kaum an dessen fr√ľheres Inneres und √Ąu√üeres erinnern (die wenigen Erinnerungen widersprechen sich dann auch noch zum Teil...). Oliver pr√§gte dann den Satz: "Es war halt immer schon da, man kannte es und sah es nicht als besonders an." So werden es wohl viele Zoobesucher empfunden haben, und das gilt vielleicht auch f√ľr die restlichen historischen Anlagen. Diese Wertung aus den K√∂pfen zu bekommen, d√ľrfte allerdings eine schwierige Aufgabe sein.
(28.04.2009, 21:46)
Alexander Fuchs :   Ich wei√ɬü was die Stadt zu bieten hat, weil ich mich damit besch√ɬ§ftige und als Hallenser auseinander setze. Aber muss man manchmal einen Tritt in die richtige Richtung bekommen, um gewisse Sachen zu sehen und kennen zu lernen. Genau das fehlt der Stadt. Es liegt nicht an dem Hallenser, dass er es nicht kennen lernen m√ɬ∂chte. Nur muss man, dass was man hat, auch gut vermarkten k√ɬ∂nnen. Das kann die Stadt nicht und das zieht sich bis zur zooligischen Einrichtung hin.
Nat√ɬľrlich hat sich vieles getan, gerade auch im Bereich Museum. Nur darf man nicht nachlassen und immer weiter machen.
Ich sehe tagtäglich irgendwelchen "Mist" in Leipzig, der top vermarktet wird. Und da denk ich mir immer, dass gibts doch auch in Halle.

Ich w√ɬľnsche mir eine bessere Vermarktung der historischen H√ɬ§user im Zoo. Wenn es nur eine kleine Tafel ist.


Ich habe beim Selbstbewusstsein etwas ganz anderes kennengelernt, dass der bei Hallenser doch ganz schön ausprägt ist.

(28.04.2009, 18:13)
Ralf Seidel :   Dass sich Dresden besser vermarktet als Halle steht au√üer Frage, da ist mit Sicherheit noch was zu tun. Es ist aber leider tats√§chlich so, dass die Leipziger und Dresdner ein ganz anderes Selbstbewusstsein aufbringen als die Hallenser. Ich selber bin ja als Zugezogener nur ein Hallunke, da darf ich das sagen.
In Aschersleben kann ich aus Termingr√ľnden nicht dabei sein, aber vielleicht kommen am Sonntag ja doch Einige nach Halle - und nicht nur, weil es in Leipzig gerade √ľberlaufen sein k√∂nnte...
(28.04.2009, 14:52)
IP66 :   Ich w√ľrde Alexander Fuchs insofern zustimmen, als da√ü die F√ľlle der Baudenkm√§ler und die Attraktivit√§t von Stadt und Zoo nicht so bekannt zu sein scheinen, als sie es verdient h√§tten. Allerdings liegt gerade in der F√ľlle auch das Problem - w√§hrend Dresden, was die Dichte an Surrogaten und die √úberschaubarkeit des kulturellen Angebots angeht, fast schon dem Vermarkungskonzept eines Spa√üzoos wie Gelsenkirchen entspricht, mu√ü man sich in Halle selbst zurechtfinden und akzeptieren, da√ü ab und an alte Dinge auch alt aussehen, manches gefunden werden will und gewisse Rezeptionsanstrengungen verlangt. Auf der anderen Seite d√ľrften Ansehen und Bedeutung der H√§ndel-Festspiele entsprechende dresdner Bem√ľhungen in Hellerau oder an der Staatsoper √ľbertreffen, und wenn ich mir die H√§ufigkeit anschaue, mit der hier im Forum √ľber den hallenser Zoo diskutiert wird, so scheint der mir unter Kennern auch hinreichend bekannt zu sein. Und wenn wir jetzt dar√ľber nachdenken, da√ü man der Publukumsmassen wegen am Sonntag nach Ascherleben besser nach Halle f√§hrt, weil der leipziger Zoo zu √ľberlaufen sein d√ľrfte, so zeigt sich, da√ü eine verbesserungsf√§hige Vermarkung durchaus ihre Vorteile haben kann ...
(28.04.2009, 14:15)
Ralf Seidel :   Lasst 5 Leute miteinander diskutieren - es kommen 7 Meinungen dabei raus...
Alle Interessen, Ideen, Meinungen und Vorschl√§ge unter einen Hut zu bringen ist ein Ding der Unm√∂glichkeit, letztendlich sieht jeder erst mal seinen Stanspunkt als das einzig Wahre an - entscheiden aber m√ľssen nun mal die Verantwortlichen. Die von Michael Mettler eingebrachten Ideen kommen meinen Vorstellungen sehr nah, auch wenn ich den historischen Namen der Anlage beibehalten w√ľrde. Alexander Fuchs Variante klingt auch gut, d√ľrfte aber schon wieder einiges mehr an Aufwand und Geld kosten - und jetzt bitte nicht den Einwand, daf√ľr darf nichts teuer genug sein. Wir leben im Hier und Heute, daran werden wir alle t√§glich im Alltag erinnert und m√ľssen Kompromisse eingehen...
Die derzeitigen Planungen gefallen mir allemal besser als die bisherige Nutzung oder gar der Umbau zu einem Kinderspielplatz. Sie enthält immerhin die Chance, den Bereich aufzuwerten, historische Bausubstanz zu erhalten -und das mit finanziell vertretbaren Aufwand.
@IP66, ich kann viele Ihrer Argumente nachvollziehen, auch ich erfreue mich an historischen Gehegen. Bin aber auch ein Verfechter von gewissen Modifizierungen - auch an historischer Bausubstanz. Historisches bewahren und mit Zeitgemäßem ergänzen, das Nebeneinander von Alt und Neu - macht nicht gerade dies den Reiz aus, unabhängig davon, ob uns das gerade persönlich gefällt oder nicht. Auch da fallen die Meinungen dann wieder verschieden aus...
@Alexander Fuchs, die von dir erwähnten "gesamthalleschen Probleme" sehe ich so nicht. Ich glaube eher das ist ein Problem der Hallenser selbst. Zu DDR-Zeiten war die Stadt grau und verfallen - aber sahen Leipzig oder Dresden wirklich anders aus ?
Das Image der Stadt hat sich grundlegend ge√§ndert, aus der ehemaligen Hochburg der Chemie-Industrie ist eine v√∂llig neue alte Stadt wiedererstanden. Keine andere deutsche Gro√üstadt bietet ein solch geschlossenes historisches Stadtbild (gr√∂√ütes Architektur-Fl√§chendenkmal Deutschlands), eine der √§ltesten Universit√§ten, die international renommierten H√§ndelfestspiele, die umgebaute Moritzburg mit dem Landeskunst-Museum, einem der f√ľhrenden H√§user mit Sammlungen der Klassischen Moderne, die Himmelsscheibe, Beatles- Museum und H√§ndelhaus, die Franckeschen Stiftungen und die Leopoldina - Deutschlands Nationale Akademie der Wissenschaften. Die Liste lie√üe sich fortsetzen, die Stadt hat viel zu bieten - man muss es nur wahrnehmen...
(28.04.2009, 14:02)
Michael Mettler :   @IP66: Die Fremdheit des Historischen nutze ich bei meinem Vorschlag allerdings nur in Hinblick auf die historische Bezeichnung "Saubucht", mit dem wahrscheinlich die wenigsten Besucher etwas anfangen k√∂nnen und der deshalb neugierig machen k√∂nnte. Das Geb√§ude als solches und die √úbermittlung von Zoogeschichte hatte ich dabei gar nicht vorrangig im Auge.

Letztlich w√§re eine Aktualisierung des Namens in "Schweinestall" vielleicht sogar noch publikumswirksamer. Schlie√ülich bezeichnet heute auch niemand mehr ein Menschenaffenhaus als Anthropoidenhaus, und unter einem Hirsch- oder Antilopenpark verstehen wir heute etwas ganz Anderes als die historischen Tortenst√ľck-Gittergehege. Und nichts spricht dagegen, wenn nur speziell Interessierte an den alten Namen festhalten.
(28.04.2009, 13:00)
IP66 :   Ich m√∂chte Oliver Jahn ausd√ľrcklich zustimmen, was die vielen erhaltenen Altbauten sowie des Wegenetzes und vieler Parkelemente angeht. Wenn man sich allerdings die Einpassung von Krokodil- und Elefantenhaus in den Altbestand anschaut, so ergeben sich erhebliche Probleme, und zwar sowohl f√ľr die Wirkung der Neu- wie f√ľr jene der Altbauten. Das liegt einerseits an der Gel√§ndetopographie, scheint mir aber andererseits auch ein wenig daf√ľr zu sprechen, da√ü, √§hnlich wie beim Schweinehaus, in Sachen Verst√§ndnis und Wertsch√§tzung der √ľberlieferten Strukturen noch Verbesserungen m√∂glich sind. Ich w√ľrde es f√ľr einen Fehler halten, wenn man die Altbauten als Denkm√§ler stehen l√§√üt und ansonsten baut, wie es einem in den Sinn kommt. Wichtiger ist es, organisch fortzuentwickeln, was vorhanden ist, und sich die neuen Pl√§ne f√ľr die in Halle ja nun auch zur Verf√ľgung stehenden unbebauten Fl√§chen vorzubehalten, die in keiner Verbindung zum alten Park stehen. Ich w√ľrde sagen, da√ü dies beim Raubtierhaus recht √ľberzeugend gelungen ist, beim Elefantenhaus ein interessantes, wenn auch denkmalpfegerisch problematisches Ergebnis erzielt wude, beim Krokodilhaus jedoch die Aufgabe nicht bew√§ltigt wurde. Gerade deshalb w√ľrde ich f√ľr Saubucht und das alte Elefantenhaus, kleinfl√§chigen und etwas isolierten Denkm√§lern, f√ľr L√∂sungen gem√§√ü den √úberlegungen Michael Mettlers pl√§dieren, die die Fremdheit des Historischen nutzen, um den Besucher zu interessieren und Zoogeschichte erleben zu lassen.
(28.04.2009, 10:58)
Alexander Fuchs :   Was man dem Zoo gut hei√ɬüen mu√ɬü, ist die Zusammenf√ɬľhrung der moderne und geschichte. Ich kann IP√ā¬īs Einwand verstehen, mit der √ʬĬěVermarktung√ʬĬú der H√ɬ§user. Nur leider ist es kein Problem des Zoos. Es ist viel mehr ein gesamtes Problem der Stadt und der Zoo ist nat√ɬľrlich auch mit davon betroffen.
Auch mir fällt es sehr schwer es zu akteptieren, dass man sich nicht besser vermarktet (meine die Stadt Halle). Aber wie gesagt, es ist ein gesamthallesches Problem.

Ich kann mir auch eine ganz andere Nutzung der Saubucht vorstellen. Wie wäre es denn mit einer neuen Pumaanlage?
Somit k√ɬ∂nnte auch wieder das hallesche Zoowappentier einzug einhalten. Ich kann mir gut, die alten Anlagen als Absperrgehege vorstellen und in den Baumbestand ein Zaun ziehen, als Au√ɬüenanlage und dort wo jetz die Nasenb√ɬ§ren sind, das Gehege/Haus verglasen. F√ɬľr Besucher einsehbar. Im inneren der Saubucht k√ɬ∂nnte man eine Galerie oder einen kleinen Besucherhof machen, zum verweilen.

Aus dem Haus, nun mit den alten Anlagen oder nicht, kann man sehr viel rausholen.

(27.04.2009, 20:49)
Oliver Jahn :   Tut mir leid, aber diese Argumentation kann ich hier nicht nachvollziehen. Ganz im Gegenteil zu manch anderem Zoo rei√üt ja der in Halle seine alten Geb√§uder eben nicht ab, sondern erh√§lt sie. Mit Ausnahme der B√§renburg hat man alle anderen Bauten stehen lassen und versucht, sie der modernen Tierhaltung anzupassen, mal mit etwas mehr und mal mit etwas weniger Erfolg. Aber in kaum einen anderem Zoo findet mal so viel Erhaltenes aus allen Epochen des Zoos.
Und was lese ich da √ľber drei B√§nde einer Chronik??? Der Dritte d√ľrfte ja h√∂chst versteckt sein! ;-)
(27.04.2009, 20:32)
IP66 :   Mir scheint das Beispiel Saubucht ein wenig daf√ľr zu stehen, wie mancher - nicht jeder! - Zoo mit seinen Denkm√§lern umgeht: Es ist ja nicht so, da√ü dem Zoo Halle so wenig Fl√§chen zur Verf√ľgung st√ľnden, da√ü er ein solches Kulturgut unbedingt abrei√üen m√ľ√üte, um attraktiver zu werden, zumal es ja nur um wenige Qudratmeter Geb√§ude und Gehege geht. Und ob die g√∂ttinger Mini- oder vietnamesischen H√§ngebauchschweine anderenorts wirklich mehr Raum nutzen k√∂nnen als in diesem √ľberkommenden Geb√§ude, frage ich mich auch. Unattraktiv ist das Ganze auch nicht als solches, sondern aufgrund seiner abgelegenen Lage und einer gewissen Vernachl√§ssigung, was einen eventuellen Schnitt der Schatten werfenden B√§ume, einen neuen Anstrich oder eine M√∂blierung der Gehege angeht. Und schlie√ülich w√ľrde mancher Besucher sich f√ľr die reformerischen Ans√§tze des Zoos sicher interessieren, wenn man diese nicht ein drei B√§nden einer - h√∂chst verdienstvollen - Chronik verstecken, sondern auch an entsprechenden Baudenkm√§lern erl√§utern w√ľrde. Doch stattdessen m√∂chte man lieber umdesignen, abrei√üen, verkleiden und dekorieren ...
(27.04.2009, 19:15)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Nein, will ich nicht. Wenn man die alten Schweinebuchten rechts wie beschrieben um die Ecke, d.h. in Richtung Krokdilhaus und Robbenanlage, und links auf den Hang oberhalb des Schimpansenhauses erweiterte, w√ľrden sie den Zierententeich und das verbleibende St√ľck des Besucherweges oberhalb des Teiches gewisserma√üen einfassen. Den Teich mag ich √ľbrigens auch ganz gern. Wo kommt man schon mal so dicht an die kleineren Schwimmvogelarten heran?
(27.04.2009, 17:39)
Ralf Seidel :   Sp√§testens jetzt d√ľrfte der emp√∂rte Aufschrei s√§mtlicher Wassergefl√ľgelliebhaber nicht mehr zu √ľberh√∂ren sein - du willst im Ernst den Ententeich opfern ???? Nun, meinen Segen f√ľr deine weiterf√ľhrende Planung hast du, das wollte ich ja auch schon.
Verachtende Blicke und geringschätzendes Gemurmel waren stets die Antworten der Entenliebhaber - ich weiß nicht warum, aber diesen Bereich lieben die abgöttisch...
(27.04.2009, 16:59)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Mir w√ľrde neben der schon erw√§hnten Erweiterung neben die Entenanlage (und damit gleichzeitig automatisch K√ľrzung der Sackgasse) vorschweben, die rechte Anlage um die Hausecke herum bis zum Pflegerzugang des Hauses und an den Besucherweg zu erweitern - mit welchem Schweinebesatz auch immer. Und dann w√ľrde ich noch an das Geb√§ude ein weithin sichtbares Schild in rustikalem Stil mit der Aufschrift "Saubucht" und einer Schweineabbildung stellen oder h√§ngen - das w√ľrde vermutlich so manchem Besucher neugierig machen, der jetzt m√∂glicherweise gar nicht realisiert, dass es dort oben Tiere zu sehen gibt. ONB wird nicht wissen, was eine Saubucht ist, aber vielleicht will er/sie/es das ja herausbekommen.
(27.04.2009, 16:22)
Ralf Seidel :   @Michael Mettler, heute nennt doch jeder Kleing√§rtner seinen popeligen mit 3 B√ľscheln versehenen, mit Ger√∂ll aufgesch√ľtteten Hang "ALPINUM", da ist das auf dem Reilsberg mehr als gerechtfertigt...))
Ist aber auf jeden Fall auch wieder ein gutes Beispiel einer Anlage, die einerseits historisch-mediteranes
Flair ausstrahlt, andererseits aber auch m√ľsste sich hier auch was tun...
Was die Saubucht betrifft, stimme ich dir zu, da hatten wir ja auch schon √ľberlegt, das Gel√§nde links von der Entenanlage mit einzubeziehen f√ľr eine sch√∂ne Anlage. Als ich letzte Woche die Visayas in Leipzig sah - hmmm, die w√ľrden hier auch gut hinpassen. Und die Saubucht k√∂nnte ihrem Namen alle Ehre machen...
(27.04.2009, 14:49)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: ...und ein Alpinum, in dem eigentlich nichts mehr au√üer der Hanglage an Alpines erinnert :-)

Dass die Saubucht f√ľr den Besucher unattraktiv ist, schiebe ich eher auf die Wegf√ľhrung als auf die Anlage selbst. Der Besucher l√§uft ausgerechnet auf jene Seite des Geb√§udes zu, an der es keine Tieranlagen (mehr) gibt, und der Weg zu den alten Schweineausl√§ufen f√ľhrt in eine Sackgasse, die zudem bei voller Belaubung der nebenstehenden B√§ume ein ziemlich "dunkles Loch" ist. Da lie√üe sich bestimmt eine Menge mehr draus machen, selbst wenn man die alten Gehege stehen lie√üe.
(27.04.2009, 13:47)
Ralf Seidel :   @IP66, stellenweise m√∂chte ich ja gern mit Ihrer Meinung mitgehen, nur n√ľtzen auf Dauer REINE DENKM√ĄLER, auch wenn sie noch so einzigartig sind, wohl wenig. Die alte Saubucht ist da eben wieder ein hervorragendes Beispiel. Eine moderne Tierhaltung war hier nicht mehr m√∂glich, der gesamte Bereich doch eher unattraktiv f√ľr den zahlenden Besucher. An alten historischen Anlagen mangelt es ja auch gerade in Halle nicht, f√ľr mich hat der Zoo aber sein besonderes Flair durch die Kombination alt und neu. Auch unter der Pr√§misse, dass Fl√§che hier nur sehr begrenzt zur Verf√ľgung steht, der Besucher aber berechtigterweise moderne Anlagen erwartet. Diesen Spaghat hinzubekommen unter Einbeziehung landschaftlicher und historischer Eckpunkte - das ist, meiner Meinung nach, die Herausforderung unserer Zeit...
@Oliver Jahn, ich habe da noch gar nicht hingeschaut, ob die angedachten Tiere schon auf der Anlage am Lamahaus sind. Bin kommenden Samstag mit dem Förderverein aus Leipzig im Zoo unterwegs, da schau ich mal nach...
@Michael Mettler, daran hatte ich auch schon gedacht, w√ľrde aber wohl zu Irritationen bei den "Traditionalisten" f√ľhren, denn H√§user ohne urspr√ľnglich-namensgebende Bewohner gibt es hier noch mehrere:
Neben dem Lamahaus ohne Lamas wären da noch beispielsweise ein Antilopenhaus ohne Antilopen, eine Saubucht ohne Schweine, das alte Kamelhaus (Elefantenhaus)...))
(27.04.2009, 13:35)
Michael Mettler :   Das Haus k√∂nnte dann eigentlich einen neuen Namen bekommen, wenn nun gar keine Neuweltkamele mehr darin gehalten werden :-)
(26.04.2009, 20:57)
Oliver Jahn :   Und was ist nach der Umsetzung der Lamas jetzt in deren Gehege am Lamahaus?
(26.04.2009, 20:36)
IP66 :   Ich denke, da√ü Haus und Anlagen in ihrer alten Gr√∂√üe das Denkmal bilden, nicht nur das Geb√§ude selbst. Das macht die Erhaltung nicht leichter, doch w√§re in mit Au√üenanlagen in der alten Gr√∂√üe erhaltenes Schweinehaus in Halle tats√§chlich ein einzigartiges Denkmal. Auch f√ľr die Gestaltung des berliner Antilopenhauses spielte die Wirkung der Ai√üenanlagen eine gro√üe Rolle, weshalb ich immer daf√ľr pl√§diert habe, zumindest eine der alten "Logen" zu erhalten und sie als Absperrgehege zu verwenden.
(25.04.2009, 10:12)
Ralf Seidel :   Ich gehe mal davon aus, dass das Haus selber eigentlich nicht weiter betroffen sein wird von der Umgestaltung in diesem Bereich, verschwunden sind bisher nur die h√§sslichen Rahmengitter der alten Anlagen. Das alte Stallgeb√§ude an sich ist ja wirklich sehr h√ľbsch, k√∂nnte nach der Umgestaltung sogar ein richtiges Schmuckk√§stchen werden, ohne dass es seinen historischen Charme verliert. Die Zeiten, in denen in solchen Anlagen aber Wildschweine, Tapire, Pekaris oder auch Warzenschweine gehalten wurden, sollten aber wirklich vorbei sein.
Die Präsentation der Schildkröten ist wirklich sehr schön geworden.
(24.04.2009, 14:38)
IP66 :   Um den Erhalt der √ľberlieferten deutschen Schweineh√§user scheint es nicht gut zu stehen ...
Doch √ľber die Schlangenhalsschildkr√∂ten freue ich mich und k√∂nnte mir vorstellen, da√ü sie mit einer entsprechenden Beschilderung auch Liebhaber beim restlichen Publikum finden k√∂nnten - es m√ľssen ja nicht immer Rotwangenschuckschildkr√∂ten oder Kornnattern sein, und man mu√ü die Art auch nicht so lieblos ausstellen, wie M√ľnster das tut.
(24.04.2009, 14:20)
Ralf Seidel :   Schweren Herzens hat man sich im Bergzoo von der Haltung von Trampeltieren getrennt. Bis in die 80er Jahre hinein war man auf dem Reilsberg stolz, alle Vertreter der Tylopoden zeigen zu k√∂nnen. W√§hrend man sich von den Dromedaren und Guanakos schon vor Jahren trennte, war man mit den Haltungsbedingungen bei den Trampeltieren auch nicht gl√ľcklich. Das Gehege bewohnen jetzt die Lamas - na ja, sind ja auch Kamele, bleibt also alles in der Familie...
Seit einiger Zeit hat das große Aqua-Terrarium im Schimpansenhaus neue Bewohner: 10 Jungtiere der seltenen McCords- oder auch Roti-Schlangenhalsschildkröten tummeln sich in der geräumigen Anlage. Die Pacus waren mittlerweile etwas groß geworden, sie sind jetzt in Leipzig zu sehen.
Als neue Mitbewohner wurden den Schildkröten diverse Fische aus der Heimatregion der Reptilien beigesellt.
An der alten Saubucht tut sich was, hier soll in den kommenden Wochen mit vertretbaren finanziellen Aufwand etwas H√ľbsches f√ľr kleinere Tiere in Form eines Mini-Bauernhofs entstehen, etwa mit H√ľhnern u.√§. Die alten kleinen Au√üenanlagen sind bereits verschwunden.
(24.04.2009, 13:33)
Zoolog. Garten Halle :   "Naturfotografien zu Ehren Georg Wilhelm Steller (1709-1746)"

Im Rahmen der anlässlich des 300. Geburtstages von Georg Wilhelm
Steller (1709-1746) stattfindenden Foto-Ausstellung im Zoo Halle stellt
sich am Samstag, den 25.4.2009 von 14:00-15 Uhr die Gesch√§ftsf√ľhrerin
der Internationalen Georg-Willhelm-Steller-Gesellschaft, Frau Dr. Anna-
Elisabeth Hintzsche, den Fragen der Besucher.

Ziel des Gesprächsangebotes ist es, dem Besucher die Interpretationen
des K√ľnstlers Ullrich Wannhoffs n√§herzubringen und die gro√üen
wissenschaftlichen Leistungen Stellers im Licht der damaligen Zeit
darzustellen und zu w√ľrdigen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17.06.2009 in der alten Zoogaststätte
bei den Bären zu sehen.

Weitere Informationen finden sie auch unter
http://www.steller-gesellschaft.de/


"Naturfotografien zu Ehren Georg Wilhelm Steller (1709-1746)"

Ausstellung vom 17.03. - 17.06.2009 im Zoo Halle - Veranstaltungsraum
(Biergarten bei den Bären)
(23.04.2009, 09:16)
Oliver Jahn :   @Bj√∂rnN, noch ein paar Fakten zum Raubtierhaus in Halle, welche hier schon mehrfach genannt wurden, welche Sie aber immer wieder schlicht weg ignorieren.
Das Haus steht unter Denkmalschutz.
Wo bitte sehen Sie 4 Zuchtgruppen in diesem Haus?
Die Tiger haben einen sehr ruhigen und gesch√ľtzetn Bereich als Mutterstube. Den sieht man als Besucher allerdings nur von au√üen und er ist gar nicht Bestandteil des Hauses.
Es gibt an diesem Haus garantiert Kritikpunkte, da finden Sie auch bei einem Halle-Fan gar keinen Widerspruch. Aber diese Kritik sollte doch sachlich bleiben, und dazu liefern Sie leider, genau wie bei den Faultieren, eben keinerlei Fakten, oder aber sogar einfach falsche Aussagen, wie z.B. bei den 4 Zuchtgruppen. Das ist Ihr Satz:
"4 Raubtierzuchtgruppen in einem derart kleinen Haus, eine davon mit 2 Zuchtkatzen, das war vor 20 Jahren vielleicht noch vertretbar, heute allerdings kaum - diese Kritik ist absolut berechtigt."
Tatsächlich aber befindet sich im Raubtierhaus ganz genau noch eine!!! Zuchtgruppe mit zwei Katzen, und zwar bei den Tigern. Also sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich eine solche plakative Beurteilung dann als eher unseriös empfinde.

(19.03.2009, 23:49)
Ralf Seidel :   @Bj√∂rN, es ist mir nun wirklich egal, ob die eine oder andere Anlage in Halle Ihnen gef√§llt oder nicht, hier geht es nicht um Ihre √§sthetischen Anspr√ľche, sondern darum, moderne Zootierhaltung unter den gegebenen Bedingungen zu realisieren. Mir muss auch nicht alles gefallen, aber st√§ndig nur rumzun√∂rgeln und aller Welt seinen pers√∂nlichen Stempel aufzudr√ľcken ¬Ė damit machen Sie es sich ein bisschen zu einfach.
Wenn Sie ¬ĄSpektakul√§res¬ď sehen m√∂chten, m√ľssen Sie auf den Rummel gehen, Krokodile die durch Feuerreifen springen gibt es hier nicht...
Ich verdrehe durchaus nicht die Tatsachen und lege Ihnen schon gleich gar nichts in den Mund. Aber die Aussage √ľber die gute B√§renhaltung in Leipzig im Gegensatz zur schlechten Haltung in Halle haben Sie verallgemeinernd getroffen. Dabei die B√§renburg zwar nicht ausdr√ľcklich erw√§hnt, aber auch nicht explizit ausgeklammert. Das habe mir nicht eingebildet.
Ihre Aussage √ľber die ¬ĄM√∂blierung¬ď der Faultieranlage mit 3 Seilen wurde nicht nur durch mich zurechtger√ľckt, das dunkle Loch, welches Sie noch immer in der Anlage erkennen wollen, haben bisher nur Sie wahrgenommen...
Das Innere des Elefantenhauses k√∂nnte ich mir auch etwas peppiger vorstellen, daraus habe ich nie einen Hehl gemacht ¬Ė aber deswegen ist es keine schlechte Tierhaltung.
Mit Ironie können Sie nichts anfangen, sachlich argumentieren ist nicht Ihr Ding und mit Humor fange ich bei Ihnen gar nicht erst an...
Ihre Leipzig-Lastigkeit ist nun wirklich nicht zu √ľbersehen, damit habe ich kein Problem. Ich kenne und sch√§tze beide Zoos (Halle und Leipzig) seit Jahrzehnten und damit vermute ich mal viel l√§nger und intensiver als Sie. Ich freue mich √ľber neue Anlagen und kritisiere auch mal Dinge, die mir nicht gefallen.
Aber Ihre st√§ndige oberfl√§chliche N√∂rgelei und Besserwisserei ist destruktiv, woher nehmen Sie das Recht, uns Staublingen Ihre geistigen Erg√ľsse st√§ndig zu doktrieren.
Welche Qualifikationen bringen Sie auf, welche Erfahrungen um sich anzuma√üen, gestandenen Zooleuten zu erkl√§ren wie es geht ??? Dabei ist mir durchaus bewusst, dass die Verantwortlichen in Halle oder auch anderswo nicht vollkommen und perfekt sind ¬Ė das behaupten die auch gar nicht. Aber sich von Ihnen abb√ľrsten lassen, nee wirklich...
Wenn IP 66 mal gerade irgendwo die jeweilige Architektur nicht zusagt, so muss das bei anderen nicht zwangsl√§ufig auf Gegenliebe sto√üen ¬Ė und umgekehrt. Aber sachlich und konstruktiv und nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Besserwisser rauskehren wollen. Oliver Jahn als ¬Ąuneingeschr√§nkten¬ď Halle-Fan zu bezeichnen ist unsachlich und obendrein auch falsch, wir haben schon hier und da vor Ort gemeinsam gelobt und getadelt,
ja da wird auch schon mal in der Sache gestritten....

P.S.: Es geht mir nicht darum, Sie hier runterzumachen. Es geht mir um ehrlichen und sachlichen Dialog. Nennen Sie die Dinge, die Ihrer Meinung nach falsch laufen,
machen Sie Vorschläge was man wie verbessern und verändern kann. Das ist konstruktiv,
da kann jeder was mitnehmen.
Ich f√ľr meinen Teil engagiere mich im Rahmen meiner begrenzten zeitlichen M√∂glichkeiten im F√∂rderverein des hiesigen Bergzoos. N√§chste Woche sitzen wieder Mitglieder der deutschsprachigen Zoof√∂rdervereine zur GEZ ¬Ė Tagung in Berlin ¬Ė und abends wird bei Bier und Wein diskutiert und auch schon mal gestritten in der Sache ¬Ė und diese Leute reden nicht nur ¬Ė die bewegen wirklich was in Ihren Zoos...

(19.03.2009, 17:49)
Bj√∂rnN :   @Michael Mettler
Sie sagen es....


@IP66
Welche Priorit√§ten Sie in der Betrachtung von Tierhaltung setzen, d√ľrfte weitreichend bekannt sein und bedarf keinem weiteren Kommentar.
(18.03.2009, 10:57)
Bj√∂rnN :   @Oliver Jahn
Dass Halle durch seine geringe Größe im Baueifer gehemmt ist, ist schon klar.
Mir ist auch klar, dass offenbar der strikte Wille zur Elefantenhaltung in Halle bestand, obwohl man hier sehr viel wertvollen Platz f√ľr eine Tierart geopfert hat (ca. 1/20 des gesamten Zoogel√§ndes, 1/5 der ebenen und damit leichter bebaubaren Fl√§che), die weder gef√§hrdet ist noch in der Region selten gehalten wird (Berlin, Dresden, Erfurt, Magdeburg).

Trotz aller Erkl√§rungsversuche und Rechtfertigungen f√ľr die Taten in Halle, ist das Raubtierhaus mit 3 Zuchtgruppen ("Bono" ist zwar sterilisiert, es bleiben aber 3 L√∂wen auf einer B√ľhne von 250m¬≤), die 4. hat man ja "leider" abgeben m√ľssen, und den viel zu kleinen Anlagen deutlich √ľberbesetzt. Die kahlen, vollkommen ungesch√ľtzten Innenanlagen h√§tte man auch anders konzipieren k√∂nnen, eine wahre Fehlplanung.

Auch Sie als uneingeschr√§nkter Halle-Fan m√ľssen zugeben, dass man sich bei dem Raubtierhaus absolut verrant hat und offensichtlich zahlreiche aktuelle Haltungstendenz, die den Tieren entgegenkommen, au√üer Acht gelassen hat. 4 Raubtierzuchtgruppen in einem derart kleinen Haus, eine davon mit 2 Zuchtkatzen, das war vor 20 Jahren vielleicht noch vertretbar, heute allerdings kaum - diese Kritik ist absolut berechtigt.
(18.03.2009, 10:55)
IP66 :   Mir scheint, da√ü man schon ein arg lipsiozentrisches Weltbild vertreten und einer chronischen Abh√§ngigkeit von der Betrachtung von Tieren in geographiserenden Kunstfelszoos leiden mu√ü, wenn einem der qualitative Unterschied zwischen der architektonisch wie tierhalterisch anspruchsvollen Umgestaltung des hallenser Raubtierhauses und der Umnutzung des leipziger Geb√§udes zur Unterbringung einer tempor√§ren Ausstellung nicht erkennt. Es mag sein, da√ü letzteres Geb√§ude an den Architekten gr√∂√üere Herausforderungen an den Architekten gestellt h√§tte, doch dieser wurde in Leipzig ja noch nicht einmal bem√ľht, sondern die Ausstattung des Inennraums einem Ausstellungsteam √ľberlassen. Und w√§hrend das hallenser Elefantenhauses im architektonischen Diskurs der Republik eine Rolle spielt, gedenkt man des entsprechenden leipziger Umbaus eher im Rahmen verfehlter Ma√ünahmen zur Denkmalerhaltung, und ob den Tieren dort wirklich so viel mehr Platz zur Verf√ľgung steht, scheint mir auch fraglich.
(18.03.2009, 10:44)
Oliver Jahn :   @Bj√∂rnN, auch hier wieder der gleiche missverst√§ndliche Kontext. Man baute in Halle kein Raubtierhaus, sondern man war gezwungen, einen denkmalgesch√ľtzten Bau zu sanieren. Dass ein Zoo von der Fl√§che wie der Hallenser dann nicht die M√∂glichkeiten hat, sein Raubtierhaus in eine Entdeckerarche umzuwandeln, d√ľrfte da wenig verwundern.
(17.03.2009, 23:30)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: OK, dann entspricht "zu funktionell" nach dieser Definition wohl dem h√§ufiger verwendeten Begriff "reiner Zweckbau"?
(17.03.2009, 23:15)
Bj√∂rnN :   @Oliver Jahn
Die Formulierung hinsichtlich "R√ľckschritt" habe ich in der Tat in einen etwas missverst√§ndlichen Kontext gesetzt.
Ich wollte damit audr√ľcken, dass weder das Raubtierhaus noch die Innenanlage des Elefantenhauses Spr√ľnge in der Haltung von Tieren nach vorne darstellen, also auf die derzeitige Tendenz in der Tierhaltung betrachtet eher R√ľckschritte sind.

Während man in Halle ein Raubtierhaus mit kleinen kahlen Innenanlagen und viel zu kleine Außenanlage ohne Deckung baut, konzipieren und verwirklichen andere Zoos zur gleichen Zeit tiergerechte Neuanlage mit ähnlichem finanziellen Budget.
Gleiches gilt f√ľr die Elefanteninnenanlage, kein Naturboden, steril, unfreundlich, absolut betonlastig, kleine Lauffl√§che - ein Bau wie ein Ufo auf Erden.

@Michael Mettler
Ein Bau, der leicht zu reinigen, leicht √ľberschaubar und bei reiner Zweckdiemlichkeit dem Besucher keine wirklichen Reize bietet, ist f√ľr mich zu funktionell.
Das Hallenser Elefantenhaus hat f√ľr mich keinen √§sthetischen Reiz, weder innen noch au√üen, es ist innen kalt, leer und steril, erf√ľllt aber seine angedachten Funktionen - aus meiner Sicht zu funktional.
(17.03.2009, 22:59)
Oliver Jahn :   @Bj√∂rnN, das kann ja jeder so sehen, wie er mag und dabei ist sicher auch immer eine geh√∂rige Portion Subjektivit√§t. Allerdings erlauben Sie mir schon einmal festzustellen, dass es ein wenig eigenartig anmutet, wenn Sie von neueren Bauten schreiben, die eher einen R√ľckschritt darstellen, obwohl Sie bei den zitierten Bauten keinen seiner Vorg√§nger wohl kennen d√ľrften. Denn w√ľrden Sie das doch tun, und somit die Neubauten f√ľr Elefanten, Raubtiere und B√§ren als R√ľckschritt (also Verschlechterung)gegen√ľber deren vorheriger Unterk√ľnften bezeichnen, dann w√§re Ihre Aussage wirklich l√§cherlich. Sicher gibt es auch an diesen Anlagen Dinge, die nicht so gut gelungen sind und Gr√ľnde f√ľr (insbesondere bei der B√§renanlage) sind hier wirklich schon mehr als einmal genannt worden. Dennoch bleibt festzustellen, dass die alten Anlagen √ľberhaupt keinen Vergleich zulassen. Scrollen sie einfach mal runter, dann werden sie genug Bilder finden, die das alte Elefantenhaus, das alte Raubtierhaus und auch die alte B√§renburg zeigen. Da schreiben Sie von R√ľckschritt?
(17.03.2009, 22:31)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: Mal davon abgesehen, welche Meinungen ich teile - was darf man denn unter "zu funktionell" verstehen? M.E. kann doch eine Anlage gar nicht funktionell genug sein, um m√∂glichst vielen Bed√ľrfnissen von Tier und Pfleger zu gen√ľgen.

Selbst als Nicht-Lokalpatriot wundere ich mich allerdings √ľber die angebliche Dunkelheit des Faultierhauses "innen und au√üen". Klar, die Au√üenvoliere wird von B√§umen beschattet, aber das sollte f√ľr eine Wald bewohnende Tierart kein sonderliches Problem sein. Und das Haus selbst war vorher ein Schauhaus f√ľr Pelikane - die pflegt man f√ľr gew√∂hnlich nicht in Dunkelhaft zu stecken, wenn man sie durch gro√üe Scheiben ZEIGEN will... Die Einsch√§tzung als "v√∂llig unspektakul√§r" kann ich noch einigerma√üen nachvollziehen, aber Gehege mit solcher Wertung gibt es in fast jedem Zoo (noch).
(17.03.2009, 21:47)
Bj√∂rnN :   @Ralf Seidel
Um dieses leidige Thema zu einem Abschluss zu bringen.

Sie verdrehen die Tatsachen und legen mir Aussagen in den Mund, die ich nie ausgesprochen haben. Ich habe mit keinem Wort in diesem Forum oder sonst wo die B√§renhaltung auf der Leipziger B√§renburg gelobt - das m√ľssen Sie sich eingebildet haben.

Dass Sie sich daran aufgehangen und eingeschossen haben, Aussagen auf die Goldwaage zu legen, ob ein Gehege nun mit Seilen oder √Ąsten ausgestattet ist, das ist Ihre Sache.
Meine Meinung, dass der Faultierkäfig innen und außen ein dunkles, langweiliges und völlig unspektakuläres Tiergehege ist, haben Sie mit Ihren Argumenten nicht geändert.

Der Hallenser Zoo mag einige sch√∂ne Gehege haben, die Niederaffenhaltung, die Krokodile, Bergtiere, Elefantenau√üenanlage und einige Volieren z√§hle ich dazu, andere neuere Bauten wiederum sind eher R√ľckschritte, unansehnlich, nicht tiergecht oder zu funktionell.

Dazu zählen zweifelsohne die Bärenanlage, das Raubtierhaus, das Elefantenhaus und die Faultieranlage.
(17.03.2009, 20:54)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: √úber einen Rundgang mit W√ľnschelrute und Geologenhammer haben Oliver und ich tats√§chlich schon gewitzelt - und dar√ľber, dass wir bei weiterer Recherche auf dem Gel√§nde vielleicht auch noch das Bernsteinzimmer finden :-)
(17.03.2009, 19:55)
Ralf Seidel :   @Michael, wir sind aber auch FREUNDE des Bergzoos - und wollen das nach M√∂glichkeit
auch bleiben...K√§me wohl nicht so gut r√ľber, wenn der sch√∂ne alte Berg durch uns noch durchl√∂chert w√ľrde...
Ich kenne da √ľbrigens 2 Leute, die telefonieren permanent zu nachtschlafener Zeit und tauschen sich √ľber alle m√∂glichen und unm√∂glichen Gegebenheiten aus, selbst der Warnruf der schon im Halbschlaf befindlichen Ehefrau "...,Vadder jetzt gib endlich Ruhe..."verhallt da nur wirkungslos...))
Der gute alte Goethe war ja so nebenbei auch Naturforscher, da Reil ja nicht nur sein Leibarzt sonder auch guter Freund war, und Goethe desöfteren auch mal von Weimar hierher kam, ist ja vielleicht doch noch das eine oder andere Detail verborgen geblieben...
Bringt doch das n√§chste mal einfach eure W√ľnschelruten mit...
(17.03.2009, 17:01)
Sven P. Peter :   Selbes Problem (altes Paar in toller, neuer Anlage) gibt es auch in Gr√∂mitz, welches auch eine alternative f√ľr Bangi.
(17.03.2009, 14:37)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: Ja, das mit dem Wasser w√§re wirklich ein Problem - ein Reilsches Geheimreservoir kann ich leider nicht bieten, und mit den Schwei√üperlen allein lie√üe sich das Becken auch nicht f√ľllen :-) Mit moderner Wasseraufbereitungstechnik a la Hannover lie√üe sich Wasserverbrauch zwar drastisch reduzieren, aber daf√ľr kostet auch die Technik dementsprechend... Vielleicht solltet ihr eure Mitglieder mal zum Brunnenbohren einsetzen, ihr seid doch schlie√ülich ein F√ĖRDERverein :-D
(17.03.2009, 14:09)
Ralf Seidel :   @Bj√∂rN, Jaa- meine letzter Beitrag hatte durchaus einen zynischen Unterton, jaa- Ihre Schilderungen und daraus resultierende subjektive Schlussfogerungen betreff der halleschen Faultierhaltung habe ich Ihnen √ľbel genommen - weil sie schlicht weg falsch waren. Nun haben wir ja alle nicht die Weisheit mit L√∂ffeln gefressen, wir irren alle auch mal. Aber weiter wie bisher, ohne zu hinterfragen, ohne sich ein wirklich objektives Bild zu machen...??
Die Gro√üb√§renhaltung in Leipzig loben Sie, die in Halle freilich ist grottenschlecht. F√ľr die Lippenb√§ren lass ich das gerne gelten - aber haben die Brillenb√§ren auf der alten B√§renburg bessere Bedingungen ?? Beide Anlagen haben ihre eigene Geschichte, auf beiden Anlagen wird die Haltung dieser Tiere auslaufen - warum also dies fundamentierten Aussagen...
Es ist richtig, dass der Zoo Leipzig in seinem gro√üartigen Menschenaffenhaus weit bessere Bedingungen f√ľr die Gruppenhaltung verschiedener Arten bietet, auch Separationsm√∂glichkeiten f√ľr Einzeltiere. Diese M√∂glichkeit ist in Halle nicht gegeben, es galt nur, den beiden alten Tieren ein sch√∂nes Heim zu bieten - und das war es allemal. Mittelfristig gehe ich davon aus, dass die Haltung von Schimpansen vor√ľbergehend auslaufen wird, die vor√ľbergehende Haltung von Unyoro in Halle war wohl beide Zoos eine Chance, einen unbefriedigenden Zustand zu √§ndern - der Versuch war es allemal wert.
Inwiefern Halle im Lauf der nächsten Jahre sein geplantes Menschenaffenhaus bauen kann, wird man sehen, die aktuelle Wirtschaftslage machts freilich nicht einfacher...
Der Zoo Halle h√§lt nicht krampfhaft an der Halttung dieser Tiere um jeden Preis fest. Es galt einzig und allein, eine Alternative f√ľr Banghi zu suchen, dass eine paarweise Haltung von Schimpansen keine Dauerl√∂sung ist, wei√ü man hier durchaus - genau deswegen plant ja man f√ľr die Zukunft. Ihr Vorschlag, das hallesche Weibchen eventuell nach Magdeburg abzugeben ist nachvollziehbar: ein (saniertes)modernes Haus, konzipiert auch f√ľr eine gr√∂√üere Schimpansengruppe. Aber auch hier haben wir das gleiche Problem, wie wir es in Halle vorfanden: ein altes Paar zog von seinem kleinen engen K√§fig in eine gro√üz√ľgige Anlage, allerdings bislang ohne Au√üengehege. Auch in Magdeburg schreckt man bis heute davor zur√ľck, das Paar mit j√ľngeren Tieren zu vergesellschaften...Die von IP66 unterschwellig erw√§hnten Probleme bei den Orangs lasse ich da mal au√üen vor, da hat man ja inzwischen verbessert - und Au√üenanlagen sind zumindest geplant. Den Unsinn mit fehlenden Quadratzentimetern an gewissen Haltungsnormativen teile ich absolut mit Ihnen.
@Michael Mettler, h√∂rt sich nat√ľrlich wieder mal sehr interessant an, deine Planung - nur f√ľrchte ich, dass man im Zoo schon vom blo√üen H√∂ren betreff einer k√ľnftigen Flusspferdhaltung Schwei√üperlen auf der Stirn kriegt: da sage ich mal nur Wasserrechnung - oder hast du mittlerweile ne neue Quelle auf dem Berg ausfindig machen k√∂nnen...))
(17.03.2009, 13:26)
Bj√∂rnN :   @IP66
Der Leipziger Zoo hat durchaus die Möglichkeiten, herausgebissene Tiere unterzubringen.

Zum einen verf√ľgt man √ľber eine Menschenaffenquarant√§ne, die es an Fl√§che der Innen- und Au√üenk√§fige mit mancher deutsche Menschenaffenhaltung als Schaugehege aufnehmen k√∂nnte.

Auf der anderen Seite ist eine Unterbringung in der B-Gruppe, die extra daf√ľr geschaffen wurde, Waisenkinder und "herausgebissene" Jungerwachsene aufzunehmen, immer m√∂glich.

Das w√ľrde bei einem erwachsenen M√§nnchen wie "Unyoro" aber eine Sterilisation oder zumindest eine Kontrazeption der erwachsenen Weibchen, immerhin 5 an der Zahl, voraussetzen.

Soweit ich weiß, hat man "Unyoro" hinter den Kulissen ein Weibchen zur Seite gestellt, "Fifi", da Paarhaltung bei Schimpansen aber kein Zustand ist, war man selbstverständlich auf eine Abgabe aus.

Nun wird man ihn wohl mit den genannten Konsequenzen wieder in die B-Gruppe einf√ľhren m√ľssen oder schnell einen Abnehmer finden, was angesichts schwindender Schimpansenhalter und der Einbindung ins EEP Westafrikanischer Schimpansen nicht leicht werden wird.

F√ľr eine dritte Schimpansengruppe in der Schau ist der Zoo in der Tat auf Dauer nicht ausgelegt, aber welcher Zoo ist das schon.
(16.03.2009, 21:33)
IP66 :   Ich sehe ein gewisses Problem, dem hallenser Publikum den Verzicht auf Menschenaffen verkaufen zu k√∂nnen, vor allem jenen Besuchern, die sich dazu noch ein riesiges und entsprechend kostspieliges Tierhaus w√ľnschen. Zwei √úberlegungen scheinen mir in diesem Zusammenhang bemerkenswert: Zum einen sah man sich in Leipzig, trotz eines √§u√üerst kostspieligen Neubaus und der Definition der Haltung als Schwerpunkt der Zooarbeit, nicht im Stande, einen herausgebissenen Schimpansenmann unterzubringen und war wohl froh, da√ü es in Halle das fragliche Gehege gab, das man durch den eigenen Neubau so schwungvoll deklassiert - diese Schwierigkeiten stellen sich ja immer wieder und ich habe nicht den Eindruck, da√ü die Gro√ügruppenhalter f√ľr derartige Zwischenf√§lle im eigenen Zoo hinreichend vorbauen. Der zweite Punkt betrifft die Mindestanforderungen im Hinblick auf die Orang-Utan-Haltung: Das Haus in Magdeburg entspricht s√§mtlichen Haltungsvorschriften, hatte allerdings bei der Unterbringung dieser Menschenaffenart Verluste zu verzeichnen, die sich nur mit jenen des vorvergangenen Jahrhunderts vergleichen lassen. Vor diesem Hintergrund finde ich es regelm√§√üig ziemlich merkw√ľrdig, wenn andere Haltungen, in denen die Tiere z√ľchten und alt werden, sich wegen fehlender Zentimeter Haltungsfl√§che - wer mi√üt das eigentlich nach? - f√ľr ungeeignet erkl√§rt werden. Und w√§hrend man Klettertieren Raumh√∂hen und Seilmeter vorschreibt, scheint sich bei einzelg√§ngerisch lebenden Affen wie dem Orang-Utan niemand daran zu st√∂ren, da√ü er vielenorts in Gruppen gehalten wird, in denen nicht einmal die M√∂glichkeit besteht, mehrere Tiere dauerhaft zu trennen. Darin liegt nicht nur ein grundlegendes Dilemma, mir scheint sich hier auch spezfische Grundhaltung zu spiegeln, die auch in Fragen der Haltungsvorschrift mehr die Bed√ľrfnisse der Besucher als jene der Tiere zu erf√ľllen bestrebt ist.
(16.03.2009, 19:31)
Michael Mettler :   Ein vor√ľbergehender Verzicht auf Menschenaffen h√§tte den Vorteil, Nachfrage in der Besucherschaft zu erzeugen und einen Neubau zu provozieren - siehe Elefanten... :-)

Statt dann aber f√ľr zwei Arten Menschenaffen zu bauen, f√§nde ich es reizvoller, das alte Prinzip des Schimpansen-Flusspferd-Hauses in einer modernen und ger√§umigeren Version (und mit kleineren Tierarten zu einem Afrika-Haus erg√§nzt) wieder aufzugreifen. Soll hei√üen: Auf der Fl√§che der alten Wisentanlage am Wittekindhang k√∂nnte eine Flusspferdanlage entstehen (Alleinstellungsmerkmal gegen√ľber Leipzig als n√§chstem Konkurrenten um Besucher), dar√ľber am Hang eine Schimpansenanlage, verbunden durch ein zweietagig nutzbares Haus - das h√§tte doch Charme...
(16.03.2009, 18:05)
Bj√∂rnN :   @Ralf Seidel
Ich habe die Niederaffenhaltung im Bergzoo Halle nie kritisiert, habe sie stets gew√ľrdigt, wohl aber andere Haltung kritisiert (Elefanten, B√§ren, Raubkatzen, Faultiere), die aber damit nichts zu tun haben - ihr Zynismus ist also unangebracht.
Interessant ist aber, dass Sie mir die Sache mit den Faultieren immer noch √ľbel zu nehmen scheinen und diese Diskussion nutzen, um meine Argumentation herabzuw√ľrdigen - aber sei es drum.

Ich habe die Planungen bzw. Vorstellungen zum Neubau, mehr ist es ja noch nicht, durchaus verfolgt, ganz und gar nicht verdrängt, rechne aber nicht damit, dass ein Menschenaffenhaus in Halle in den kommenden 5 Jahren Realität werden wird.
Aus diesem Grund ist es legitim, die Möglichkeiten der Haltung in diesem Haus zu diskutieren.
Trotz Ihrer Ausf√ľhrungen glaube ich nicht - der Audruck krampfhaftes Festhalten sollte dies zum Ausdruck bringen - dass sich der Bergzoo so einfach von seiner Schimpansenhaltung verabschieden wird und damit eine menschenaffenlose Zeit einl√§utet.
(16.03.2009, 16:08)
Ralf Seidel :   @Bj√∂rN, habe ich mich jetzt verlesen oder keimt da gar ein St√ľck reale Sichtweise auf: Halle hat einen guten Ruf in der Niederaffenhaltung...Boah, sogar aus Ihrer Sicht: Nochmal Boah - das adelt ja geradezu die hiesigen Verantwortlichen...
Ansonsten hat sich das mit Ihrer eingehenden Argumentation in betreff auf zeitgem√§√üe Menschenaffenhaltung allerdings durchaus bis nach Halle rumgesprochen, wie schon zigmal erw√§hnt, sollte das Schimpansenhaus lediglich eine "Altersresidenz" f√ľr die beiden betagten Schimpansen darstellen. Mit dem pl√∂tzlichen Tod von Satcho mussten freilich die Karten neu gemischt werden. Ein altes Weibchen in eine fremde Gruppe zu integrieren ist schwierig, warum also nicht der Versuch, eine Partnervermittlung mit dem Zoo in Leipzig zu initiieren. Von Anfang an stand dabei das Wohl der alten Dame im Vordergrund, die Attacke von Unyono ist ein herber R√ľckschlag...
Nun mal keine Sorge, man wird sich nicht "krampfhaft an der Schimpansenhaltung festbei√üen". Es war von Anfang an vorgesehen, nach dem Tod beider alten Schimpansen die Anlage f√ľr Tieraffen zu nutzen - und das man die Haltung von Menschenaffen gleich welcher Art und Konstellation nicht in diesem Haus fortf√ľhren will, zeigt die Tatsache, dass man ein modernes und ger√§umiges Menschenaffenhaus plant. Auch dies wurde ja schon mehrfach erw√§hnt - haben Sie bestimmt nur verdr√§ngt...
(16.03.2009, 13:14)
Bj√∂rnN :   @IP66
Das Haus ist f√ľr Schimpansen als zumindest tempor√§re Bodenbewohner ungeeignet und f√ľr Orang-Utans noch um so mehr.

Das EEP schreibt f√ľr die Menschenaffenhaltung mindestens eine nutzbare H√∂he von 4 Metern vor. Selbst wenn man die Kletterm√∂glichkeiten im Hallenser Haus optimal aufstocken und f√ľr die Tiere nutzbar machen w√ľrde, w√§re es mit 3,5m maximaler Nutzh√∂he bei 4 Metern Raumh√∂he immer noch absolut inad√§quat f√ľr die Orang-Utan-Haltung.

Das Haus w√§re nach ensprechender Umgestaltung der Anlage f√ľr Niedere Affen deutlich besser geeignet, w√ľrde sogar die viel zu niedrig angesetzten Minimalanforderungen f√ľr Meerkatzen, Stummelaffen und Mangaben erf√ľllen (nur dadurch ist eine z.B. Haltung in Wuppertal √ľberhaupt noch m√∂glich, in der Schweiz oder Schweden w√§re das Wuppertaler Niederaffenhaus l√§ngst zum Wohle der Tiere mit der Pistole auf die Brust der Zoodirektion eingestampft) und zweifelsohne die Attraktivit√§t des Hauses bewahren, wenn nicht sogar steigern.

Ich hoffe sehr, dass sich der Bergzoo nicht krampfhaft an der Schimpansenhaltung festbei√üen wird und zum Wohle des Tieres die Haltung aufgibt. Halle hat, aus meiner Sicht zurecht, einen sehr guten Ruf f√ľr die Haltung Niederer Affen (Krallenaffen und Sakis sind sehr gut untergebracht) und k√∂nnte diesen Status wirkungsvoll ausbauen.

Was spräche denn dagegen, "Bangi" nach Magdeburg abzugeben (ich kenne die dortigen Gegebenheiten leider nicht) und dort eine Vergesellschaftung mit dem älteren Paar zu wagen?
(16.03.2009, 11:01)
IP66 :   Das Problem der alten Menschenaffen, die sich schwer in Gruppen eingliedern lassen, stellt sich ja bei allen Arten. Vermutlich w√§re Halle geholfen, wenn sich irgendwo ein √§hnlich altes Tier, vielleicht auch weiblichen Geschlechts findet, mit dem man einen Vergesellschaftungsversuch wagen k√∂nnte - in Wuppertal hat eine vergleichbare L√∂sung ja gut funktioniert, wobei dort allerdings ein ziemlich greiser Schimpansenmann seine Partnerin verloren hatte. Wenn so etwas m√∂glich ist, k√∂nnte man die hallenser Anlage weiter nutzen.
Interessant k√∂nnte ich mir auch die √úberlegung vorstellen, das Haus in Zukunft f√ľr ein Paar Orang-Utans zu nutzen - auch hier gibt es einen √úberschu√ü an m√§nnlichen Tieren, und die Art k√§me wohl auch mit dem nicht sehr hohen Innenk√§fig zurecht.
(16.03.2009, 10:41)
Michael Mettler :   @Bj√∂rnN: In letztere Richtung gingen auch meine Gedanken. Selbst wenn man erneut einen Artgenossen hinzuholte, st√ľnde man m√∂glicherweise eines Tages wieder nur mit einem Schimpansen da, wenn der zweite aus Altersgr√ľnden das Zeitliche segnete. Da w√§re es doch m.E. eine bessere L√∂sung, die Eingew√∂hnung von Bangi in einer anderen Haltung zu versuchen.
(15.03.2009, 12:54)
Bj√∂rnN :   @Michael Mettler
Das halte ich f√ľr sehr riskant.
Die Vergesellschaftung mit einem Mann in ähnlichem Alter oder eine Integration in eine Seniorengruppe wären wohl die beste Optionen.
Bei jungen Schimpansenweibchen stellt eine Integration in eine neue Gruppe meistens kein großes Problem dar. Bissverletzungen und Hiebe gibt es immer, die steckt ein junges Tier aber weg.

Das Hallenser Haus ist, da gerade einmal f√ľr 2 Tiere ausgerichtet, ohne eine M√∂glichkeit zur Absperrung bzw. getrennten Haltung, f√ľr die Schimpansenhaltung absolut ungeeignet. Schimpansen leben in gro√üen Sozialverb√§nden, nicht in Paaren - daran h√§tte man denken m√ľssen als man das Haus f√ľr Schimpansen ausgebaut bzw. es renoviert hat.

Die Tiere k√∂nnen sich leider weder innen noch au√üen effektiv aus dem Weg gehen. Dem gro√üen Bewegungsdrang junger Schimpansenm√§nner ist in diesem Haus kaum Rechnung getragen, was Aggressionen gegen das Weibchen beg√ľnstigt, die ansonsten in entsprechend gro√üen Anlagen durch Bewegung abreagiert werden k√∂nnten. Das Weibchen hat dort keine M√∂glichkeit, sich dem M√§nnchen zu entziehen, dazu kommt, dass Bangi, angesichts ihres Alters, auch nicht mehr so vital und fluchtgewand ist.

Wenn man Menschenaffen nicht ad√§quat halten kann, was in Halle der Fall ist, sollte man die Haltung beenden und das Haus f√ľr Niedere Affen nutzen.
(15.03.2009, 11:53)
Michael Mettler :   Best√ľnde eigentlich eine Chance, eine Schimpansin fortgeschrittenen Alters wie Bangi andernorts - und bei dort vorhandenen Separierungsm√∂glichkeiten - in eine bestehende Horde einzugliedern?
(15.03.2009, 10:03)
Holger Wientjes :   @Ralf Seidel:Habe nochmal auf Zootierliste.de nachgeschaut. Also dort steht E. gambianus. Die Haltung in Krefeld wurde beendet. Dann sind die Tiere wohl komplett nach Halle abgegeben worden wie`s scheint.
(15.03.2009, 09:30)
Sven P. Peter :   "Scheidung nach Pr√ľgelattacke
Der Schimpanse Unyoro f√§llt √ľber sein Weibchen Bangi her und bei√üt ihr einen Finger ab

Halle/MZ. So ein Affentheater im Zoo! Das gro√üe Liebes-Lausen im Schimpansenhaus hat ein pl√∂tzliches Ende genommen. Affenmann Unyoro, eine Leihgabe aus dem Leipziger Zoo, rastete am Montag aus und f√ľgte seinem Weibchen Bangi schwere Bisswunden zu. "Wir waren v√∂llig √ľberrascht und k√∂nnen uns dieses Verhalten nicht erkl√§ren", sagte Zoo-Sprecher Gunter Bigl. Der Schimpansenmann, der aus heiterem Himmel v√∂llig durchgedreht sei, habe sich im K√∂rper des Weibchens verbissen.
"Sie hat mehrere L√∂cher im R√ľcken und an den F√ľ√üen davongetragen", erz√§hlt der Biologe. Besonders traurig: "Bei der Rangelei b√ľ√üte unsere Bangi auch ein St√ľck Finger ein." Trotz schwerer Verletzung sei sie aber au√üer Lebensgefahr und werde derzeit mit Antibiotika behandelt, so der Affenkurator. Da man sich √ľberhaupt keinen Reim auf das aggressive Verhalten des Affenmannes machen k√∂nne, wurde der Schimpanse am Donnerstag unter Narkose an die Universit√§tsklinik nach Leipzig gebracht. "Hier wurde eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns durchgef√ľhrt, um m√∂gliche organische Ursachen abzukl√§ren." Was Bigl nicht verschwieg: Nach der Untersuchung ging es f√ľr Unyoro nicht nach Halle, sondern in seine alte Heimat - den Leipziger Zoo. Dies sei erforderlich, da man beide Tiere nicht separat halten k√∂nne. "Wir m√ľssen Bangi sch√ľtzen und ihr den Stress nehmen", erkl√§rte Bigl.

"Unyoro steht bei uns unter Quarant√§ne, bis die Untersuchungsergebnisse feststehen", sagte gestern Leipzigs-Zoodirektor J√∂rg Junhold. Diese w√ľrden in rund einer Woche erwartet. "Es ist schwierig, Schimpansen aus bestehenden Gruppen zu trennen und an neue Partner und Umgebungen zu gew√∂hnen", so der Direktor. Er habe gestaunt, dass sich das Eheleben der Affen in Halle so vertr√§glich gestalte. Sein Leipziger Affe sei schlie√ülich kein Mauerbl√ľmchen. "Unyoro war auch schon bei uns verhaltensauff√§llig", so Junhold, der nicht ausschlie√üt, das Tier wieder in seinem Zoo aufzunehmen.

Der s√§chsische Rabauke war vor rund einem halben Jahr als Ersatz f√ľr Schimpansen Satcho gekommen, der 2008 im Alter von 35 Jahren in Halle verstarb und Weibchen Bangi zur√ľcklie√ü. Da Schimpansen h√∂chst sozial sind und in Partnerschaften leben, hatte man damals einen Ersatzmann gesucht. Bangi zog zur Brautschau f√ľr kurze Zeit in den Leipziger Zoo und lernte Onyoro kennen. Der sicherte sich als Kavalier rasch einen Platz im Herzen der halleschen Witwe. Dennoch kam es sp√§ter in Halle anf√§nglich schon zu Rangeleien.

Haben beide Affen noch eine gemeinsame Zukunft? Oder heißt es wirklich: Klappe zu, Affe tot? "Entschieden ist noch nichts", sagte Gunter Bigl. An erster Stelle steht aber das Wohl der Tiere, in diesem Fall das von Bangi."

http://www.mz-web.de/servlet
/ContentServer?pagename=ksta/page&
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openMenu=1012569559775&calledPageId=
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(14.03.2009, 19:57)
Ralf Seidel :   @Holger Wientjes, es handelt sich auf jeden Fall um eine afrikanische Art, ob die nun gerade Gambianer sind - da schau ich noch mal nach...
Auf jeden Fall stammen die Tiere aus Krefeld.
(14.03.2009, 15:27)
IP66 :   Die Nachzucht bei den Meerespelikanen freut mich sehr - da k√∂nnte sich ein Mittel gegen die Rosa-Pelikan-Monokulturen in unseren Zoos entwickeln. Was die Flughunde im Krokodilhaus anbetrifft, bin ich ein wenig skeptisch, weil ich die gri√üen Wasserfl√§chen nebst den sie bewohnenden Beutegreifern f√ľr gef√§hrlich halte - doch bei hinreichender Vemehrungsfreudigkeit k√∂nnten diese auch als eine besondere Form der Bestandskontrolle dienen ...

(13.03.2009, 10:44)
Jennifer Weilguni :   @IP66
Die allersch√∂nste L√∂sung w√§re es nat√ľrlich, wenn man entsprechend "√ľberz√§hlige" Tiere in ihrem nat√ľrlichen Lebensraum wieder ansiedeln k√∂nnte, anstatt in den Zoos einfach mal so alles totzuspritzen was keinen Platz mehr hat. Leider ist das mit dem Auswildern ja immer so eine Sache, funktioniert ja bei den meisten Zootieren schlecht bis gar nicht.
Dann doch lieber die L√∂sung mit der Sterilisation. Also ein klares Pro von mir f√ľr die Zuchteinschr√§nkung.

Es ist schon ein Kuriosum.. fr√ľher hatten viele Zoos Probleme bestimmte Tiere nachzuziehen, heute haben fast alle Zoos Probleme ihren Nachwuchs irgendwo unterzubringen.
(12.03.2009, 20:32)
Holger Wientjes :   Handelt es sich um Gambia-Epaulettenflughunde (Epomophorus gambianus) ?
(12.03.2009, 19:24)
Ralf Seidel :   Nachtrag: das erste Jungtier (ein Weibchen) bei den Ameisenb√§ren ging nach Dortmund, da die Eltern Wildf√§nge sind, wirds die Verantwortlichen freuen. Das jetzige Jungtier ist ein M√§nnchen.
(12.03.2009, 10:59)
Ralf Seidel :   Neben dem erfreulichen Nachwuchs bei den Ameisenb√§ren kann der Zoo auch Jungtiere bei den Meerespelikanen vermelden. Im Winterquartier schl√ľpften erstmals 4 K√ľken, nachdem es in den vergangenen Jahren √ľber die Eiablage nie hinausging. Neu eingezogen auf den Reilsberg sind Epuletten-Flughunde, sie d√ľrfen k√ľnftig im Krokodilhaus ihre Kreise ziehen.
(12.03.2009, 10:53)
IP66 :   Mir scheint die Diskussion ein Beispiel daf√ľr vorzustellen, da√ü selbst bei beliebten gut z√ľchtenden Arten recht bald die Aufnahmepotentiale ersch√∂pft sind - denn L√∂wen stellen ja dank ihrer relativ kurzen Lebensspanne, leichter Haltbarkeit und Popularit√§t sicher ein besonders einfach zu verbreitendes Schautier. Ich verweise in diesem Zusammenhang ja gerne auf das Verschwinden der alten Raubtierh√§user und ihrer vielen kleinen Anlage, in denen man auch nicht mehr zur Zucht gebrauchte Einzeltiere gut unterbringen konnte. F√ľr Halle trifft das aber nur bedingt zu, und ich denke, da√ü dergleichen √úberschu√üprobleme bei vielen Arten grunds√§tzliche Fragen aufwerfen, gegen die wohl keine Neubauten von Raubtierh√§usern des √ľberlieferten Typs, sondern nur planvolle Zuchteinschr√§nkungen und die T√∂tung √ľberz√§hliger Exemplare helfen kann.
(12.03.2009, 10:43)
Michael Mettler :   Es ist schon kurios. Fr√ľher blockierten Mischlingsl√∂wen in den Zoos den Platz f√ľr reinbl√ľtige; heute blockieren reinbl√ľtige, aus der Zucht genommene L√∂wen den Platz f√ľr - ja, was kommt eigentlich als N√§chstes...?
(11.03.2009, 23:03)
Oliver Jahn :   Stimmt, aber dennoch beachtlich, dass der Zoo auf besucherwirksamen Nachwuchs verzichtet.
(11.03.2009, 21:55)
Michael Mettler :   @Oliver: Bono wurde "nur" sterilisiert, nicht kastriert.
(11.03.2009, 21:21)
Oliver Jahn :   In Halle hat es bereits wieder geklappt mit dem Nachwuchs bei den Ameisenb√§ren. Endlich scheint der Bann gebrochen! Das freut mich sehr. Leider war aber auch zu erfahren, dass der L√∂wenkater kastriert wurde. Er hat wohl seine (Zucht)Schuldigkeit getan.
(11.03.2009, 21:04)
Ralf Seidel :   Gemach, gemach: das einzig wirklich Aktuelle ist die Nachricht, dass das Wittekind nun wieder in st√§dtischem Besitz ist - das war lediglich eine Frage des Zeit...
Ideen f√ľr Insektarium und Nachttierhaus gibt es schon seit Jahren, u.a. auch unter der Pr√§misse k√ľftige Nutzung des alten Aqariums. Medien schmei√üen ja auch gern mal alles durcheinander, inwiefern der Bereich Wittekind da mit ins Spiel kommt wird sich zeigen. Das geplante Frosch-Artenschutzzentrum ist auch nicht zwangsl√§ufig mit der EAZA-Kampagne gekoppelt - eine Realisierung war schon bei der Ver√∂ffentlichung in den Medien fr√ľhestens erst in 4-5 Jahren angedacht, sofern entsprechende finanzielle Mittel zur Verf√ľgung stehen...
(09.03.2009, 13:33)
Michael Mettler :   Die Pl√§ne mit Insektarium und Nachttierhaus sind f√ľr mich neu. Ist mit Ende der EAZA-Amphibienkampagne auch das angedachte Froschzentrum "gestorben"...?
(06.03.2009, 09:17)
Alexander Fuchs :   So bin wieder da, aus 1000 und einer Nacht :D und habe heute gleich etwas endeckt...

http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten/Staedtisches-Leben-Stadt-hat-Wittekindbad-wieder/19634

Muss mich erstmal hier durchforsten und den zweiten Teil der Chronik bestellen :)

Jaja, reisen kann anstrengend sein.
(06.03.2009, 00:19)
Ralf Seidel :   Gern geschehen, auf Grund der Tatsache, dass bei vielen Opuntien die Fr√ľchte essbar sind, werden sie auch Feigenkakteen genannt. Die Euphorbien geh√∂ren tats√§chlich zum Gro√üteil zu den Sukkulenten und sind sehr vielgestaltig in weiten Teilen Afrikas zu finden. Da gibt es dann aber auch wieder Ausnahmen,
etwa den allseits bekannten Weihnachtsstern (E. pulcherima) aus Mexiko - der ist wieder keine Sukkulente. Ist also schon ne nicht ganz einfache Geschichte...
Und um den Kreis wieder zu schließen: in Halle gibt es ja auch einen der ältesten Botanischen Gärten mit einer sehr umfangreichen Kakteen - und Sukkulentensammlung...
(05.03.2009, 07:44)
IP66 :   Vielen Dank! Ich hatte sie immer f√ľr Euphoribien gehalten, doch jetzt bin ich kl√ľger ...
(04.03.2009, 19:13)
Ralf Seidel :   @IP66, kurzer Tripp ins Botanische -
Opuntien sind den Kakteen nicht nur ähnlich - es sind auch welche..))
(04.03.2009, 14:41)
IP66 :   Zumindestens in den 50er und 60er Jahren sind die kakteen√§hnlich aussehenden Opuntien beliebte Bestandteile von Alpinum-Bepflanzungen, auch und gerade in dem kurz nach der Jahrhundertwende errichteten Alpinum der k√∂lner Flora. Auch hier findet sich die Trockenflora zuseiten eines Wasserfalls und grenzt an einen gro√üen Weiher - offensichtlich nahm man dies nicht als Widerspruch war und gab sich damit zufrieden, da√ü das jeweilige Beet einen geschlossenen Eindruck vermittelte.
Ganz verstanden habe ich allerdings immer noch nicht, weshalb ein Park, der bis in die 1880er Jahre weit vor den Stadtgrenzen lag, einen derartigen Wasserfall und Kakskadenaufwand erforderte. Allerdings gab es in einem passenden Vergleichsbeispiel, dem Hardtpark in Elberfeld, schon in im letzten Drittel des 19. Jahrhundert eine Schlucht mit Wasserfall, Bergh√ľtte und dramatisch angelegter Br√ľcke. Da√ü dergleichen in Halle fehlt, w√ľrde ich aber auch eher dahingehend interpretieren, da√ü die entsprechenden Brunnenanlagen weniger anspruchsvollen Gestaltungsideen entsprachen.
(04.03.2009, 14:25)
Michael Mettler :   Und so s√§he das Ganze dann auf dem heutigen Luftbild aus. Meine wei√üe Linie l√§uft in beiden F√§llen au√üerhalb der angedachten Struktur, um ihren Rand nicht zu verdecken. Das erg√§be schon einen ganz netten Wasservorrat. Steht/stand eine Pumpe wom√∂glich im Sockel des Turmes...?
(20.02.2009, 10:24)
Michael Mettler :   Sollte die Form der ehemaligen Waldsch√§nkenterrasse bzw. ihrer "R√ľckwand" gar auf einen sehr gro√üen "Wasserkeller" auf dem Gipfel des Reilsberges hinweisen? Siehe Planausschnitt von 1917.
(20.02.2009, 10:20)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich wei√ü. Aber wird er m√∂glicherweise via Volierenbecken gespeist und konnte √ľberhaupt nur deswegen an dieser Stelle neu angelegt werden?
(19.02.2009, 21:49)
Oliver Jahn :   Darum habe ich den breiteren Bildauschnitt gew√§hlt. Allerdings ist der Ameisenb√§rengraben neu.
(19.02.2009, 20:55)
Michael Mettler :   Prima, danke. Das Bild verdeutlicht auch sehr sch√∂n, was ich mit dem evntuellen Zusammenhang von Volierenbecken und Ameisenb√§rengraben meine.
(19.02.2009, 20:38)
Oliver Jahn :   Dann mal hier eine kleine Hilfe f√ľr deinen alten PC ;-)
(19.02.2009, 20:24)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich meinte das so, dass der Turm demnach nicht bis unters Dach voll Wasser gewesen sein kann - so habe ich mir aus Laiensicht n√§mlich bisher einen Wasserturm vorgestellt und mir nie weiter Gedanken darum gemacht. Ist ja ganz neue Materie f√ľr mich... Aber das mit Sockel und Keller passt schon sehr gut mit meinen Gedanken zusammen.
(19.02.2009, 20:03)
Oliver Jahn :   @Michael, wieso passt da noch weniger Wasser rein? Ich nehme an, dass der Sockel die Zisterne ist und man dar√ľber dann den Aufgang f√ľr Besucher baute. Und wenn ich dann den Sockel mit einem evtl. Keller zusammen rechne, dann d√ľrfte das schon ein ganz beachtliches Volumen liefern.
(19.02.2009, 19:52)
Michael Mettler :   @Andreas: Mein alter PC packt leider Google Earth nicht, da h√§tte ich zu gern schon selbst nach Beweisen gesucht... F√ľr das Alpinum musst du aber gar nicht ketzerisch denken, denn genau so war es gedacht: "... die alpinen Anlagen mit Hunderten seltener Alpenpflanzen, wie Edelwei√ü, Steinbrech, Phlox, Fingerhut, Opuntien, Salvei u.s.w...." (Zitat aus dem "Rundgang" von 1907). Gut, einen Katus als Alpenpflanze zu bezeichnen, ist etwas gew√∂hnungsbed√ľrftig; heute w√ľrde man schlichtweg von Steingartenpflanzen sprechen. Ich halte es f√ľr wahrscheinlich, dass auch das Alpinum schon vor Bau des Zoos vorhanden war. Vielleicht waren die Nischen, in die man dann die Grottenk√§fige einbaute, vorher ganz einfach mit Sitzb√§nken best√ľckt - oder auch da gab es noch das eine oder andere Wasserspiel. Die Stauden verschwanden zu Zoo-Zeiten m√∂glicherweise nach und nach, weil derlei Anlagen sehr pflegeintensiv (weil schnell von Wildkr√§utern und Gras √ľberwuchert) sind und sich andererseits auch die anfangs noch kleinen Koniferen immer mehr ausbreiteten.

Was mir noch auffiel: Zwischen den beiden säulenförmigen Basteien an Flusspferd- und alter Lama-Anlage könnte ich mir eine eindrucksvolle Freitreppe in Richtung des Wittekindparks (laut Chronik I ab 1846 in großen Stil ausgebaut) vorstellen - entweder nie verwirklicht oder weggerissen. Immerhin bildete der Wegrand ja anfangs noch die Grenze vom Zoo zum Park, so dass man die bauliche Gestaltung des Hanges vielleicht in engem Zusammenhang mit letzterem sehen muss.
(19.02.2009, 19:16)
Andreas :   Das Bild von der Voliere ist m.E. sehr aussagekr√§ftig.(Bild Renissancegarten) Dazu noch √ľber Google Earth ein Blick von oben, Eine sch√∂ne, ovale Zisterne :-) Erst sprudeln kleine B√§chlein aus Wand, dann in Wasserbecken, und dann weiter wie von Michal Mettler beschrieben. Vermutlich wurde der Wasserturm erst erbaut, als eine Versorgung mit TRINKWASSER zwingend notwendig war. Zitat ;¬ď Ein 1881 erbauter Turm an der Magdeburger Stra√üe wurde ab 1899 durch den Wasserturm Nord ersetzt¬ď Und vermutlich wurde der Zoo beauflagt, eine eigene Trinkwasserreserve anzulegen. Es k√∂nnten einige Zeit Zisterne f√ľr Brauchwasser und der Turm nebeneinander existiert haben. Dann wurde die eigene F√∂rderung evtl. zu teuer (Sanierungsbedarf ?)
Die Ruine an den Robbenbecken, die Grotten erinnern doch sehr stark an das Zeitalter der Romantik( ist es ja auch :-)) und erinnert mich an einige Elemente des Wörlitzer Parks. Auch der Begriff Alpinum
ist ja eine botanische Bezeichnung und man könnte sich, ketzerisch gedacht, den damaligen Bewuchs vorstellen

(19.02.2009, 18:07)
Michael Mettler :   Besonders toll ist mein Foto nicht, aber es sieht so aus, als sei die Volierenr√ľckwand tats√§chlich in gro√üen Teilen gemauert, und nur ganz links und rechts gibt es Kuppen aus gewachsenem Fels, die - √§hnlich wie beim Gitterfundament der Greifvogelvoliere - mit Natursteinquadern √ľberbr√ľckt wurden. Das k√∂nnte demnach bedeuten, dass sich hinter der R√ľckmauer tats√§chlich das Wasserreservoir befindet und der Turm dieses lediglich kr√∂nt. Dabei spr√§che nicht mal was dagegen, dass der Mufflonhang aus gewachsenem Fels besteht; nur bildete dieser fr√ľher wom√∂glich einen schmalen Grat, gegen den man die Zisterne baute - und oben auf diese drauf eine Plattform mit Turm (der erste Turm vor 1913 war ja noch eine offene Konstruktion). Leider gibt das Foto der Waldsch√§nke, deren Terrasse sich auf der Fl√§che der heutigen Gro√üvoliere befand, auf S. 43 der Chronik I nicht viele Details zu dieser Frage her, zumal es nachkoloriert ist; es wirkt aber schon ein wenig, als laufe da im Hintergrund ein hellblaues Rinnsal fast senkrecht die gr√ľnlich kolorierte Kulisse hinab - und auch dieses Wasser muss ja auf der Spitze eines trockenen Berges irgendwoher kommen.
(18.02.2009, 22:46)
Michael Mettler :   Dann passte ja NOCH weniger Wasser in den Turm... Und wohin f√ľhrt die Kellertreppe des Turms, deren Schacht mit abnehmbaren Gittern √ľberdeckt ist?

√úbrigens bilden heute auch der Wasserturm, das Becken der Gro√üvoliere und der Wassergraben der Ameisenb√§ren einen m√∂glichen "Wasserlauf", der dann den Besucherweg unterqueren w√ľrde.
(18.02.2009, 22:26)
Oliver Jahn :   Tja, da muss ich passen, ich meine, es ist eine Natursteinmauer.
Aber der Turm hat in sich die Treppe, doch diese beginnt erst weiter oben, durch eine Außentreppe erreichbar. Der Fuß ist ein Natursteinsockel, in dem keine Treppe innen ist.
(18.02.2009, 21:47)
Michael Mettler :   @Oliver: Wenn diese Treppe innen spiralf√∂rmig nach oben verl√§uft, dann ist doch aber in der Mitte des Turms nicht sonderlich viel Platz bzw. die gespeicherte Wassermenge w√§re nicht gerade riesig gewesen..? Wie sieht denn die Felsr√ľckwand der gro√üen Voliere aus, die ja auf der anderen Turmseite die Gegenseite zum Mufflonhang bildet? Ist das gewachsener oder hochgemauerter Fels?
(18.02.2009, 21:27)
Oliver Jahn :   @Michael, der Turm d√ľrfte schon an der h√∂chsten Stelle stehen, denn wenn man sich die Gehege der Mufflons und der Schraubenziegen ansieht, dann sind diese aus Naturgestein und sie gehen bis an die Plattform, auf der der Turm steht.
Innen ist heute nur eine Treppe.
(18.02.2009, 20:06)
Michael Mettler :   @IP66: Das ergibt sich doch alles schon aus den vorangegangenen Beitr√§gen...?
(18.02.2009, 14:06)
IP66 :   Von einem G√∂belwerk oder einer M√ľhle zur Bef√ľllung der Wasserbeh√§lter in Halle wissen wir ja leider nichts. Ich frage mich allerdings, wof√ľr der Park die vielen Brunnen ben√∂tigte. Wissen wir eigentlich, wie die Anlage zwischen dem Tod Herrn Reils und dem Aufbau des zoologischen Gartens genutzt wurde und weshalb man dort so viele Brunnen gebraucht haben k√∂nnte.
(18.02.2009, 10:11)
Michael Mettler :   @Andreas: So weit musst du f√ľr den Turm gar nicht zur√ľckgehen, der ist erst 1913 gebaut. Und vielleicht wurde er erst dadurch n√∂tig, dass man ab Zoogr√ľndung 1901 eine st√§ndig wachsende Zahl gro√üer Tiere hielt, die getr√§nkt werden mussten, w√§hrend man vor Zoogr√ľndung "nur" Wasser zum Gie√üen und f√ľr die k√ľnstlichen Bachl√§ufe brauchte. Die gr√∂√üte Zahl der Einhufer und Paarhufer war ja tats√§chlich im unmittelbaren Umkreis des Turmes (und somit OBERHALB meines vermuteten Zisternensystems) untergebracht, was deren Wasserversorgung deutlich erleichtert h√§tte.

Ist der Standort des Turmes in Halle eigentlich wirklich die nat√ľrliche Bergspitze, oder sitzt er wom√∂glich auf dem Niveau der heutigen Gastst√§tte auf, und man hat um ihn herum eine k√ľnstliche B√∂schung nachmodelliert? Auf der Aussichtsfl√§che am Fu√ü des Turmes (in Richtung Bergtiergehege/Zebragehege) gibt es jedenfalls an der Turmwand auch einen Treppenabstieg - wenn man so will, hat der Turm einen Keller. Ich habe den Turm noch nie betreten - befindet/befand sich das Wasserreservoir also m√∂glicherweise gar nicht im eigentlichen Turm, sondern unter diesem? Dann k√∂nnte es ja sogar auf einer schon vorher dort befindlichen Zisterne basieren, deren W√§nde man einfach nur erh√∂ht und dann einen Aussichtsturm draufgestellt hat.

Wenn mir √ľbrigens vor einem Jahr jemand vorausgesagt h√§tte, dass mich mal Bew√§sserungssysteme in einem Zoo interessieren w√ľrden, dann h√§tte ich den wohl f√ľr verr√ľckt erkl√§rt :-)
(17.02.2009, 23:18)
Andreas :   Der Wasserturm mu√ü nicht zwangsl√§ufig unmittelbar an der F√∂rderquelle- sprich Brunnen liegen. Und eine leistungsstarke Pumpe dazu mu√ü nicht vorhanden sein. Es ist ja nur ein nach oben verlegter Wasserspeicher. Es reicht eine leistungsschwache, aber kontinuierliche Bef√ľllung . Hauptsache, da Ding wird voll :-) Na, ja, je nach Verbrauch. Die Pumpe mu√ü "nur" den H√∂henunterschied und die gew√ľnschte F√∂rdermenge erreichen. Der Druckaufbau in der (Ab)Leitung ergiebt sich aus der Fallh√∂he/-menge des Wassers. So ein Wasserturm ist eigentlich eine k√ľnstliche Erh√∂hung des Berges. Zb. vorrausgesetzt, wir h√§tten Modell Agricola, w√ľrde ich ein ebenerdiges (auf dem Berg)Auffangbechen anlegen, und dann mit Exenterschnecke hoch in den Wasserturm. Nur"Agricola" w√ľrde die Verlagerung des Antriebes AUF den Turm bedeuten.Ich versuche, mich gerade um 150 Jahre zur√ľck zu versetzen :-)
(17.02.2009, 22:13)
Michael Mettler :   Wo bef√ľllte man √ľberhaupt einen Wasserturm? Mit leistungsstarker Pumpe - wegen des n√∂tigen Drucks - von seiner Basis her?
(17.02.2009, 21:25)
Andreas :   Und hier ein Kuriosum. Das Ochsentretscheiben-Pumpwerk im alten Brunnenhaus von Schillingsf√ľrst
Technische Daten : Leistung 500 W (0,7 PS)Drehzahlen Tretscheibe 4 U/min Kurbelwelle 20 U/min
Wasserförderung 40 l/min (30 m3 in 12 h)
Das Pumpwerk wurde 1702 √ľber dem Heiligen Brunnen erbaut, um das 1,5 km entfernte Schlo√ü Schillingsf√ľrst mit Wasser zu versorgen. Bei Stra√üenbauarbeiten usw. tauchen immer wieder Teile der alten, h√∂lzernen Wasserleitung auf. Einige St√ľcke davon und ein Bohrer f√ľr die Baumst√§mme sind im Pumpenhaus zu sehen.Erbaut wurde das Pumpwerk vom N√ľrnberger Brunnenmeister Martin L√∂hner (1636-1707). 1729 wurde das Brunnenhaus um einen Wasserturm erweitert, damit auch nach der bis zu zw√∂lfst√ľndigen Arbeitsschicht im Schlo√ü noch Wasser flo√ü. Dieser Wasserturm wurde 1887 aufgestockt, um den Druck zu erh√∂hen.

(17.02.2009, 20:19)
Andreas :   Habe mal ein wenig in meinen Unterlagen gekramt. Und dann nach Entzifferung :-) der Stichworte gegoogelt. Von Interesse war ja die Leistungf√§higkeit und Dimension damaliger Pumpwerke. Georgius Agricola hat ja schon 1530 ein Pumpwerk(allerdings f√ľr den Bergbau) beschrieben. Nicht mit dem Tretrad, sondern mit einem G√∂pelwerk angetrieben, braucht man den G√∂pel (Durchmesser ca. 10m Durchmesser, Kraftabnahme unter Flur) und den Platz f√ľr den Brunnenschacht (gro√üz√ľgig gerechnet 12 m¬≤), Getriebe und Sammelbeh√§lter. Es reichen gepflasterter Untergrund, St√§nderwerk, Dach, da nicht von Winterbetrieb auszugehen ist.
Ein sch√∂nes Beispiel f√ľr √úberwindung von H√∂henunterschieden ist Bad Arolsen : Die Wasserkunst ist eine historisch au√üergew√∂hnliche Trinkwasserf√∂rderanlage, die schon im ausgehenden Mittelalter die 65 Meter h√∂her gelegene Bergstadt versorgte. Auch heute noch wird Quellwasser mit Hilfe eines M√ľhlrades zu einem Kump auf dem Marktplatz gepumpt. Von 1535 bis 1981 war sie als Wassergewinnungsanlage f√ľr das nahezu grundwasserlose Landau in Betrieb.
(17.02.2009, 20:16)
Oliver Jahn :   @Michael, so sehr mich auch dein Wasserkreislauf fasziniert, mit dem Bad Wittekind d√ľrfte er weniger, wenn nicht sogar gar nichts zu tun gehabt haben, denn dieses bezog sein kostbares Nass aus einer Solequelle, welche in einem eigenen Brunnen sprudelte und auch die Becken des Bades speiste.
(17.02.2009, 19:16)
Michael Mettler :   F√ľr einige Bereiche w√§re seit der Nutzung des Berges als Zoogel√§nde gar kein Zur√ľckpumpen mehr n√∂tig gewesen. Wasser, das durch die Becken von Robben, Schwimmv√∂geln, Elefanten, Flusspferden oder Pinguinen gelaufen war, hat man wegen der Verdreckung bestimmt nicht wieder auf den Berg hochgepumpt. Selbst f√ľr meine vermutete Alpinum-Kaskade gibt der Plan von 1912 eine Weiterf√ľhrung her: Der Wasserlauf in der Greifvogelvoliere biegt verd√§chtigerweise in Richtung Steinbockfelsen ab, und deren Wasserl√§ufe wiederum in Richtung Reilsburg. Wer wei√ü, ob nicht das aus dem Wasserspeier am Weinlaubengang stammende Wasser am Ende seiner "Talfahrt" als Toilettensp√ľlwasser in der Reilsburg diente...?

F√ľr 1913 fand ich in Chronik I den Hinweis "Bau des Aussichtsturmes mit Wasserbeh√§lter und der Pumpenanlage im Brunnenh√§uschen" - nur wo steht letzteres?

Noch eine weitere Frage entstand dabei: Bis 1906 war der heutige Alpinumweg der Grenzweg des Zoos. Der darunter liegende Hang geh√∂rte zu Bad Wittekind, das 1906 von der Aktiengesellschaft des Zoos gekauft wurde. Nun standen ausgerechnet an der Bad-Seite des Alpinumweges auffallend viele Aussichtsbasteien - sollte das Bad von dort sein Wasser bezogen haben? Interessant ist in diesem Zusammenhang auch Folgendes: Innen- und Au√üenbecken f√ľr die Flusspferdhaltung wurden 1920/21 gebaut, und daf√ľr mutma√üte ich ja unten schon, dass diese aus den benachbarten Basteien gespeist worden sein k√∂nnten. Im Oktober 1921 wurde der Badebetrieb in Bad Wittekind mangels Rentabilit√§t eingestellt und erst 1924 nach Bau eines neuen Badehauses wieder aufgenommen. Nur Zufall? Oder konnte man sich wom√∂glich die Haltung eines Flusspferdes an dieser Stelle nur erlauben, weil die benachbarten Wasservorr√§te nicht mehr f√ľr das Bad ben√∂tigt wurden...?

Nebenstehend noch ein Bild zur vermuteten historischen Wassersituation: Der heute f√ľr Frettchen genutzte K√§fig am Hauptweg; der Betonsockel d√ľrfte deutlich j√ľnger sein als der Felsaufbau. 1912 war dies laut Plan ein Fischotterbecken, und auf dem Plan von 1901 diente es noch gar nicht der Tierhaltung, sondern sieht schlichtweg nach Brunnen aus!
(17.02.2009, 18:38)
IP66 :   Im 18. Jahrhundert verwendete man einfach hoch gelegene Wasserreservoire beachtlichen Ausma√ües, wie das heute noch im Schlo√üpark Wilhelmsh√∂he bei Kassel praktiziert wird. Mit dem aufkommen der Dampfmaschiene konnte sich dann auch Falchlandbewohner wie die preu√üischen K√∂nigs Font√§nen leisten, wobei das potsdamer Pumpwerk ein gar nicht so kleines, als Moschee verkleidetes Geb√§ude f√ľllt. Irgend eine Form von Pumpwerk mu√ü es gegeben haben, das man das Wasser nicht mit Eimern in den Turm getragen haben wird. F√ľr eine dauernd laufende Maschiene w√§re aber ein Pumph√§uschen erforderlich gewesen, da√ü ich mir √§hnlich gro√ü wie den kleinen Leda-Tempel im Zoo Berlin vorstellen w√ľrde.
(17.02.2009, 16:56)
Michael Mettler :   @IP66: Wie gro√ü muss man sich eigentlich historische Pumpwerke f√ľr derlei Wasserspiele vorstellen? Der Innenraum der Malaienb√§rgrotte enth√§lt immerhin von au√üen zug√§ngliche Nebenr√§ume, die bei der Zweckentfremdung als (winzige) Absperrk√§fige genutzt wurden. Neben der H√∂rnchenvoliere, auf meinem Foto gut erkennbar, f√ľhrt eine T√ľr eher in den Berg als in die Voliere hinein, denn deren R√ľckwand liegt mit der T√ľr in einer Flucht. Denkbar w√§re zudem noch, dass einige meiner vermuteten Zisternen Pumpenkammern waren. Last but not least w√§ren f√ľr die Vor-Zoo-Zeit auch simple Wasserhebeanlagen denkbar, die mit einem im Kreis laufenden Arbeitstier angetrieben wurden. Passende mehr oder weniger runde Plattformen lassen sich durchaus in das historische Wegesystem hineininterpretieren.

M√∂glicherweise war sogar die Konzertmuschel vor dem Bau des Zoos ein Wasserfall o.√Ą. - sie stand am Hang unterhalb zweier Aussichtsplattformen und der Malaienb√§rgrotte....
(17.02.2009, 13:42)
Michael Mettler :   Ich denke schon, dass die Wasserspiele nicht pausenlos liefen, sondern vielleicht sogar nur an stark besuchten Tagen. √Ąhnliches gibt es ja bis in j√ľngere Zeit, so laufen/liefen z.B. selbst die geschlossenen Wassersysteme in der hannoverschen Geiervoliere (Bachlauf) und Limikolenanlage (Ebbe/Flut) nur an Sonn- und Feiertagen.
(17.02.2009, 13:09)
IP66 :   Ich werde mir bei meinem n√§chsten Besuch die Malaienb√§rengrotte noch einmal gr√ľndlich ansehen - vielleicht gelingt es mir ja dann, Alt- und Neubstand zu trennen. Auf dem Bild scheint mir das au√üerordentlich schwierig, aber √ľbersehe ich ja auch da etwas.
Das System der Wasserf√§lle klingt interessant und ich denke, da√ü zumindest die Brunnenanlagen als Altbest√§nde verstanden werden k√∂nnen. F√ľr gr√∂√üere Wasserf√§lle und Font√§nen ben√∂tige man zwei Dinge: Wasser und Pumpanlagen. Gerade im Fall von Wassermangel kann man seine sch√∂nen Wasserf√§lle und Kaskaden ja nicht pausenlos beschicken, ohne da√ü man das Wasser am Ende wieder hinaufpumpt. Selbst dann ist der Verlust durch Verdunstung und Versickern recht gro√ü. Insofern m√ľ√üte man die Chronik noch einmal auf die Anschaffung einer Pumpanlage pr√ľfen, die es erlaubte, die Reservoire auch bei Trockenheit wieder zu beschicken.
(17.02.2009, 11:54)
Michael Mettler :   Was man doch alles √ľberliest, wenn man vorrangig auf die Tierarten fixiert ist... Mitteilungen aus dem Zoologischen Garten Halle, Heft 3/1907, "Ein Rundgang durch unseren Garten": "Aber auch von den Bastionen hat man einen guten Einblick in die von kleinen Wasserl√§ufen berieselten nat√ľrlichen Felsh√§nge, in denen Sibirische und Sinai-Steinb√∂cke, M√§hnenmuflons vom Atlas, Tahrs vom Himalaya und die Gemsen unserer Alpen umherklettern." Mehr Hinweise auf Wasserl√§ufe finden sich allerdings nicht, auch nicht f√ľr die Greifvogelvoliere. Zu erw√§hnen vergessen oder erst nach 1907 eingerichtet...? Auf dem Plan von ca. 1912 ist jedenfalls ein Wasserlauf dort eingezeichnet.
(17.02.2009, 11:07)
Michael Mettler :   Fortsetzung der Beweisf√ľhrung: die Steinbockanlage. Denken wir uns den Baum weg (der auf jeden Fall keine √ľber hundert Jahre alt ist...), dann wurde die Rinne zwischen seinem "Becken" und dem Stalleingang bestimmt nicht von den Steinb√∂cken in den Fels getreten :-)
(17.02.2009, 10:42)
Michael Mettler :   Man darf ja nicht vergessen, dass Reil den Berg schon 1803 bekam und bepflanzen lie√ü - und dazu war gar nicht viel Zeit, denn er starb 1813. Seine Nachfolger setzten die Parkgestaltung fort, der Zoo entstand ja erst 1901 - und zwar in einer Bauzeit von sage und schreibe nur zwei Monaten! Da hatte man bestimmt wenig Zeit und Geld f√ľr das Anlegen von Zisternen und Wasserspielen, also w√ľrde ich vermuten, dass die zumindest gr√∂√ütenteils schon vorher vorhanden waren und "nur" eingebunden wurden - aber das bestimmt sehr reizvoll. Eigentlich schade, dass man das nur mit einem Wahnsinnsaufwand wiederherstellen k√∂nnte. Ich stelle mir gerade die heutige H√∂rnchenvoliere wieder als Teil eines solchen Wasserlaufes vor, nur statt der H√∂rnchen dann Wasseramseln und Gebirgsstelzen drin... (Um Protesten vorzubeugen: Die H√∂rnchen blieben dann trotzdem im Zoo, aber eben woanders.)

@Oliver: Es wäre auch möglich, dass der Wasserlauf nach Durchqueren des heutigen Hörnchenkäfigs in Richtung Greifvogelvoliere abbog und diese eine Etage tiefer durchfloss. Somit könnten die Beckenrudimente durchaus aus NAW- und Kinderzoo-Planungszeiten stammen. (und dass sie nie in Plänen auftauchten, liegt auf der Hand, weil es wahrscheinlich keine Tieranlage war). Aber wir haben uns diese Ecke des Zoo doch angesehen: Auf der anderen Wegseite gibt es ein so starkes Gefälle, dass man da zwar prima eine Riesenrutsche an den Hang, aber nur schlecht einen Kinderzoo bauen könnte. Sollte der womöglich auf die Fläche der späteren Wisentanlage...?
(16.02.2009, 20:31)
Andreas :   Der geplante Kinderspielplatz w√§re in der Tat eine Erkl√§rung. Und wie das so √ľblich war, nach Baubeginn stellte sich raus, da√ü die √Ėrtlichkeit doch nicht so geeignet war :-) Kaum erweiterungsf√§hig und durch die relative N√§he zum Hang m√ľ√üte vielleicht noch ein (optisch st√∂render) Sicherungszaun gebaut werden.
Sich die Wasserspiele und Grotten vorzustellen, ist echt faszinierend. Entsprachen sie doch dem Zeitgeist und waren echt parktisch angelegt, falls Michael recht hat.
(16.02.2009, 19:52)
Oliver Jahn :   Das klingt sehr ven√ľnftig und im Zusammnenhang gesehen, macht es auch Sinn. Lediglich bei den von Alex entdeckten Resten eines Geheges oder was auch immer kann ich mich nicht so ganz davon l√∂sen, hier den klassischen NAW-Stil erkennen zu glauben mit dem f√ľr diese Zeit so typischen Kieselsteckputz.
Weiterhin ist in der Chronik II auch mehrfach zu lesen, dass Dr.Voß Ende der 40er dort einen Kinderzoo plante und mehrfach ist von dessen Baubeginn dort zu lesen. Leider findet man diesen auch auf keinem Plan.
(16.02.2009, 19:31)
Michael Mettler :   Die Greifvogelvoliere. Auch da bin ich aus Laiensicht nunmehr geneigt, die Grotte und einen Teil der Gel√§ndestruktur (zwischen der Felskuppe hinter dem Volierengitter und der Grottenwand befindet sich ein "Tal" - wahrscheinlich der wasserlauf vom Zooplan von 1912) als Altbestand zu betrachten. Wie man an den Natursteinmauern unschwer erkennen kann, wurde um den urspr√ľnglichen, am dunkelsten gef√§rbten Felsaufbau mit der Grotte darin mehrfach "angeflickt", zumal die Vorg√§ngervoliere am selben Standort anscheinend von der Besucherseite aus betrachtet weniger tief war. Um f√ľr das Gitter einen geraden Sockel zu schaffen, wurde die Felskuppe im Vordergrund, die quasi aus der Voliere "herausflie√üt", einfach mit einer aufgesetzten Steinmauer √ľberbr√ľckt.
(16.02.2009, 19:03)
Michael Mettler :   Die Malaienb√§rgrotte, heute mit Kaninchen besetzt. Rechts vor ihr, hinter dem Besuchergel√§nder, der Ablaufschacht. Denkt man sich die Gitterkonstruktion weg, braucht es nicht viel Fantasie, im gemauerten Rest ein rechteckiges Becken mit Grottenbogen dahinter zu sehen.
(16.02.2009, 18:55)
Michael Mettler :   Die H√∂rnchenvoliere im Alpinum, ehemals Brunnen. Hinter dem etwas heller grauen, m.E. nachtr√§glich (auf die Kante des Wasserfalles?) eingesetzten rechteckigen Bereich der R√ľckwand ganz oben befindet sich die externe Nestbox. Oben rechts am Hang hinter der Voliere k√∂nnte sogar die Stelle des besagten Wasserspeiers am Weinlaubenweg zu sehen sein, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.
(16.02.2009, 18:51)
Michael Mettler :   Zur Verdeutlichung meiner Gedanken anbei der Zooplan von ca. 1912. Ganz rechts ist Nr. 50 der ehemalige Brunnen, heute H√∂rnchenvoliere im Alpinum. Nr. 21 ist die (inzwischen in der Form ver√§nderte) Greifvogelvoliere, √ľber deren grauen Trennstrich ich mir schon mal Gedanken gemacht hatte - aber wie man an den Steinbock-Anlagen (Nr. 22-25, rechts unten) sieht, soll das wohl einen Wasserlauf darstellen. Die Malaienb√§rgrotte ist Nr. 55, darunter Nr. 27 als Schnee-Eulen-Voliere. Wenn ich mich recht erinnere, erz√§hlte mir Oliver Jahn von der Plattform gegen√ľber der Malaienb√§rgrotte, dass deren Boden beim Begehen etwas schwingt.... Zudem gibt es dort meiner Erinnerung nach irgendwelche Reste, die darauf hindeuten, dass auf dieser Plattform mal etwas halbrundes stand (anderes Gel√§nder?), und ich meine mich an einen Gully dort zu erinnern (Wof√ľr, wenn das Wasser doch auch √ľber die Plattformkante ablaufen k√∂nnte?). Und wie gesagt: Unmittelbar vor dem Grottenk√§fig gibt es rechts einen Ablaufschacht.

Nr. 38 ist das sp√§tere Flusspferdhaus, Nr. 39 wurde 1921 dessen Au√üengehege, und man setzte daran hangabw√§rts (auf dem Plan also oberhalb) das Au√üenbecken an. Wenn die beiden Aussichtsplattformen zwischen Nr. 39 und Nr. 19 tats√§chlich Zisternen gewesen w√§ren, h√§tte man daraus wunderbar das Becken bef√ľllen k√∂nnen - welches vielleicht sogar selbst auf Basis einer alten Zisterne errichtet worden sein k√∂nnte, immerhin geschah der komplette Umbau vom Anthropoiden- zum Flusspferdhaus mit bemerkenswert geringen Geldmitteln.

Wie erw√§hnt muss schon Reil Anfangs des 19. Jh. Unmengen von Gie√üwasser f√ľr seine Parkanpflanzungen ben√∂tigt haben, denn als er den Berg erhielt, war dieser praktisch kahl und wurde als Schafweide benutzt. Kaum denkbar, dass er Wasser in solchen Mengen per Fuhrwerk heranschaffen lassen konnte.

√úbrigens k√∂nnte auch der Offenstall auf der heutigen Yak-Anlage zum Originalbestand des Zoos geh√∂ren - oder wom√∂glich sogar √§lter sein als dieser. Schon auf Fotos von 1909 sieht man im Hintergrund der dort untergebrachten Rentiere etwas, was dem heutigen Geb√§ude zumindest auffallend √§hnlich ist, und an dessen Stelle steht im Plan von 1901 (Er√∂ffnungsjahr des Zoos) ebenfalls schon ein quadratischer Stall (f√ľr Nilgaus). Sollte das etwa ein historischer Schaf-Winterstall sein, den man da zweckentfremdet hatte...?
(16.02.2009, 18:36)
Michael Mettler :   @IP66: Chronik I, S. 13, √ľber den Bau des Zoos 1901 - "Vielf√§ltige Gelegenheiten nutzte man aus Kostengr√ľnden: ein Wasserbecken wurde zur Seel√∂wenanlage, ein Ger√§teschuppen aus Reils Zeit zur Affenunterkunft, eine Grotte zum Bierausschank und eine andere zur Malaienb√§ranlage."
(16.02.2009, 18:03)
Michael Mettler :   @Andreas: Welchen Stein meinst du mit "Prallstein"? Die auffallend helle Steinplatte, die vor der kleineren Mauer√∂ffnung zu liegen scheint, geh√∂rt als "Deckplatte" bzw. Stand-/Liegefl√§che zu der aufgemauerten Felsnadel, auf welcher der Tahrbock steht. Aber mir f√§llt da rechts neben dem "Stalltor" eine anscheinend zugemauerte, halbrunde √Ėffnung auf...

Ich stelle mir das Wassersystem des Reilsbergs angesichts der alten Zoopl√§ne so vor: Auf halber Hangh√∂he waren rings um den Berg Zisternen angeordnet, ein weiterer Ring solcher Beh√§lter verlief eine Etage tiefer. Unten am Hang wurden die meisten Anlagen/Gehege platziert, die den gr√∂√üten Wasserbedarf hatten. Entlang der Wege f√ľhrten im Originalzustand eventuell Entw√§sserungsrinnen, die das vom Hang allseits abflie√üende Regenwasser aufnahmen und in die entlang des Weges verteilten Zisternen leiteten, deren D√§cher man als Aussichtspunkte bzw. Sitzpl√§tze nutzte. Wasserspiele wurden so angelegt, dass sie aus einer h√∂her gelegenen Zisterne gespeist wurden, ihr Wasser aber "danach" wieder in einer tiefer gelegenen aufgefangen werden konnte. So gibt es z.B. hinter der Malaienb√§rgrotte eine erh√∂hte Plattform (auf der jetzt besagte Wildschweinstatue steht) und der Grotte gegen√ľber eine Aussichtskanzel, unterhalb dieser die Schnee-Eulen-Voliere (deren Felsstruktur vielleicht schon vorher vorhanden war und ein flaches Becken darstellte?) und davor WIEDER auf der gegen√ľberliegenden Wegseite eine Ausbuchtung, die mir in natura nicht aufgefallen, aber im Wegeplan eingezeichnet ist und vielleicht ein weiteres Auffangbecken verdeckt. √Ąhnliche Anordnungen finden sich bei genauerem Hinsehen √ľberall auf den alten Wegepl√§nen, z.B. eine Wegbucht oberhalb des Robbenbeckens, das wiederum oberhalb des gro√üen Teiches platziert ist. Die eine oder andere der vermuteten Zisternen mag sp√§ter mit Erde verf√ľllt und bepflanzt worden sein; so war die Plattform am Anthropoiden-/Flusspferdhaus im Original "leer", aber in j√ľngerer Zeit stand dort ein Baum. √Ąhnliche "Baumbuchten" gibt es wiederum auch andernorts im Zoo, spontan f√§llt mir eine oberhalb der R√ľckwand des Zierententeiches (ehemalige Pinguinanlage) ein - und auch da h√§tten wir wieder ein vorgelagertes Wassergehege, sogar (zumindest im Ursprungszustand) mit einem Wasserlauf aus der R√ľckwand, der genau unterhalb des heutigen Baumes entsprungen sein m√ľsste....

Möglich, dass nicht alle Zisternen als Felsbasteien verkleidet wurden, sondern man diesen Aufwand nur an besonders eindrucksvollen Plätzen trieb. Darauf muss ich bei einem nächsten Besuch mal achten.

Laut Chronik II musste bei einer gro√üen Hitzewelle 1957 ein Kesselwagen des Wasserwerks mit einem Fassungsverm√∂gen von 6 Kubikmetern den Zoo versorgen. Das k√∂nnte man so interpretieren, dass der Zoo noch zu dieser Zeit weitgehend von Regenwasser als Brauchwasser abh√§ngig war, das in der D√ľrreperiode fehlte!
(16.02.2009, 17:59)
IP66 :   Ich f√§nde es zwar ein wenig gewagt, gleich alle Plattformen am hallenser Zooberg zu Wasserspeicherdecken erkl√§ren zu wollen, kann aber die Gedanken Michael Mettlers f√ľr den Bereich an Alpinum- und Weinlaubenweg gut nachvollziehen, zumal neben der Luft in den Reformparks auch das Wasser eine zentrale Rolle spielte und kleinere Brunnenanlagen gerade um die Jahrhundertwende auch in kleineren ST√§dten geradezu inflation√§r aufgestellt wurden.
Ob die Malaienb√§rengrotte tats√§chlich als Altbestand gewertet werden kann, scheint mir - auch nach der gemeinsamen Betrachtung im Januar in Halle - eher fraglich, da man das Grottenwerk und den K√§fig nicht recht auseinanderdividieren kann. F√ľr m√∂glich halte ich es allerdings, da√ü besagte Grotte mit Abdeckung, vielleicht aber ohne Gitter schon Bestandteil des Parks war. Als Gartenlaube konnte sie allerdings aufgrund ihrer geringen H√∂he kaum dienen, und ich kenne Staffagen oder Tierk√§fige in vergleichbarer Form nicht. Allerdings d√ľrfte manche dieser kleineren Gartenarchitekturen, die man schnell f√ľr unmodern erkl√§ren oder beseitigen kann, auch verschwunden sein, ohne Spuren zu hinterlassen.
(16.02.2009, 17:42)
Andreas :   @Michael Mettler: Einfache und eigentlich logische Erkl√§rung. Hatte schon gegr√ľbelt, welche Funktion die rechte, kleinere √Ėffnung mit dem "Prallstein" hat. Die Postkarte ist ist 1928 gelaufen.
(16.02.2009, 16:41)
Michael Mettler :   @Alexander Fuchs: Ich glaube, ich habe eine L√∂sung f√ľr die von dir entdeckten Fundamentreste am Wittekindhang - es k√∂nnte sich um zwei kaskadenf√∂rmig angeordnete, gemauerte und auszementierte Wasserbecken gehandelt haben. Das, was wie die Anschlagkante f√ľr eine K√§figt√ľr aussieht, k√∂nnte ein Wasser√ľberlauf zwischen den beiden Becken gewesen sein.

Dazu der Gedankengang: Laut Chronik I, S. 111 wurde 1926 ein Brunnen im Alpinum zu einem "K√§fig f√ľr amerikanische Kleintiere" umgebaut. Besagter Brunnen ist auf den Zoopl√§nen von 1912, 1917 und 1925 eingezeichnet (im letzteren aber nicht mehr beschriftet), und nach Form und Standort kann es sich dabei eigentlich nur um den heutigen K√§fig der Kaukasischen Eichh√∂rnchen handeln, also den von unten aus kommend letzten Alpinumk√§fig. Der vorletzte war √ľbrigens urspr√ľnglich ein Freilandterrarium und wurde ebenfalls erst 1926 zu einer Vogelvoliere umgestaltet (heute Chinchillas). Oben an der R√ľckseite des H√∂rnchenk√§figs steht eine gro√üe, h√∂lzerne Nestbox neueren Datums. Am fr√ľheren Weinlaubenweg, dem Parallelweg oberhalb des Alpinums, steht in einer Mauernische ein (nicht in Betrieb befindlicher) Wasserspeier, desen genaue Position ich mir allerdings nicht gemerkt habe, und noch eine Etage h√∂her befindet sich eine Aussichtskanzel. Alle vier genannten Elemente (einschlie√ülich der Fundamentreste) befinden sich also auf verschiedenen H√∂henstufen verd√§chtigerweise mehr oder weniger direkt √ľbereinander am Hang. Daraus folgende Theorie, die man aber wohl nur vor Ort kl√§ren k√∂nnte: Die Aussichtsplattform ist das Dach eines alten Wasserspeichers. Aus diesem wurde ein Brunnen gespeist, wobei das Wasser eine Gel√§ndestufe tiefer aus dem Wasserspeier str√∂mte, den Weinlaubengang querte (in offener, leicht zu √ľberschreitender Rinne oder unterhalb der Wegdecke), in ein Auffangbecken floss (in dem heute die H√∂rnchen-Nestbox steht), als kleiner Wasserfall innerhalb der alten Brunnengrotte (heute H√∂rnchenk√§fig) herabst√ľrzte, den Alpinumweg querte (wie oben) und schlie√ülich als "Bergbach" √ľber den unteren Fliederhang in die besagten Becken m√ľndete - wobei offen bleibt, ob es von dort aus noch weiter ging.

Verd√§chtigerweise sieht auch die wohl schon seit Reils Zeiten bestehende Grotte des Greifvogelk√§figs und dessen flacher Teich danach aus, als sei dort urspr√ľnglich ein Wasserlauf angelegt gewesen, und dieser k√∂nnte damals durchaus in den gleichen Ablauf gem√ľndet sein wie der "Bergbach". Und: Auch am Greifvogelk√§fig gab es eine Aussichtplattform...

Den Faden spinne ich gleich noch weiter. Aus Chronik I wissen wir, dass es dem Reilsberg bei Anlage des Zoos an Wasser mangelte, weshalb man ja 1913 einen Wasserturm (den noch heute bestehenden Aussichtsturm) baute. Rings um den Berg findet man eine gro√üe Zahl von Aussichtsplattformen und -kanzeln - streng genommen mehr, als man f√ľr ein paar interessante Ausblicke √ľber die Stadt gebraucht h√§tte, und manche dicht paarweise nebeneinander. Sollten das wom√∂glich alles mal unter den Plattformen Wasserspeicher gewesen sein...? Eine Zisterne seitlich zu √∂ffnen und ihren leeren Innenraum z.B. als Steinbockstall zu nutzen, w√§re mit wenig Aufwand machbar. Warum wurde die Steinbockanlage ausgerechnet in jener abgelegenen Ecke des alten Reil-Parks errichtet? Auch am Hang oberhalb der Anlage befindet sich verd√§chtigerweise eine Aussichtplattform, und auf dem Plan von 1912 sieht es ganz danach aus, als habe es in der damals in vier Gehege unterteilten Felsenanlage pro Abteil einen Wasserlauf talw√§rts gegeben. Unten sammelte sich das Wasser im Graben entlang des Gitters und floss dann in Richtung Reilsburg ab. Ebenfalls auf diesem Plan sieht es danach aus, als h√§tten die Gebirgstiere noch nicht in der r√ľckw√§rtigen Felswand ihre Unterst√§nde gehabt, denn da sind noch rechteckige H√ľtten (?) vor der Felswand eingezeichnet. Also g√§be es hier tats√§chlich die M√∂glichkeit, dass die heutigen Steinbockst√§lle urspr√ľnglich die Wasserspeicher f√ľr die vier Bergb√§che waren bzw. als Zwischenauffang- und Verteilerbecken des Wassers dienten, das aus einem Reservoir unter der bergaufw√§rts befindlichen Aussichtsplattform str√∂mte. √úbrigens k√∂nnte auch die heute mit Kaninchen besetzte historische Malaienb√§rengrotte, die definitiv aus der Reil-Zeit stammt, urspr√ľnglich eine Wasserfallgrotte gewesen sein; direkt vor ihr gibt es einen abgedeckten Schacht (Wasserabfluss), und dreimal d√ľrft ihr raten, was sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet - heute steht eine Wildschweinstatue darauf...

Eine breite Verteilung von Wasserspeichern im Gel√§nde schon zu Reils Zeiten macht durchaus Sinn. Reil wandelte den Berg in eine Parkanlage um; frisch gepflanzte B√§ume und Str√§ucher ben√∂tigen aber - gerade wenn sie auf einer Bergkuppe besonders stark Sonne und Wind ausgesetzt sind und der Hang das Regenwasser ableitet - Unmengen von Gie√üwasser zum Anwachsen. Mag aber auch sein, dass manche solcher Zisternen erst beim Bau des Zoos oder sogar erst danach entstanden, so dass man Reils Konzept aufgegriffen und weiterentwickelt hatte. Aufgegebene Zisternen wurden einfach verf√ľllt oder zu Stallungen umgewandelt.

Wie gesagt, alles nur Theorie - w√ľrde aber sch√∂n passen!
(16.02.2009, 09:57)
cajun :   Nun ja, ob sie die Sumatraner verdr√§ngen sei dahin gestellt und das wird die Zeit zeigen. Immerhin gibt es nun f√ľr die Malaien eine "Lizenz" unterartrein zu sein und nach dem ganzen Wirbel um die Amurtiger und deren genetische Abstammung in menschlicher Obhut, frage ich mich, was vielleicht noch bei den derzeitigen Sumatranern an genetischen Beimischungen "entdeckt" wird. Immerhin hielt schon der damalige Rotterdamer Zoodirektor anl√§sslich des Symposiums zur Gr√ľndung des Tigerzuchtbuches 1972 einen Vortrag in dem er rechtfertigte, dass seine Tiger durchaus ins Zuchtbuch aufgenommen werden k√∂nnten, obwohl sie einen Bengalen in der Ahnenreihe hatten. Er begr√ľndete das damit, dass ein Tiger schwimmend vom Festland her durchaus Sumatra erreichen k√∂nnte. Wer wei√ü also welche "Gene" noch im EEP schlummern?!?
(05.02.2009, 23:46)
Michael Mettler :   Und ich hoffe, dass die Malaien nicht die Sumatratiger verdr√§ngen werden, in deren "√∂kologische Nische" (w√§rmebed√ľrftige Tigerunterart) in den Zoos sie nunmehr vorsto√üen...
(05.02.2009, 21:12)
Oliver Jahn :   Ich hoffe sehr, dass auch die USA sich jetzt am Austausch beteiligen. Das w√§re doch nun f√ľr beide Seiten nur zum Nutzen!
(05.02.2009, 21:03)
Ralf Seidel :   Bleibt in Sachen Malaysische Tiger in jedem Fall zu hoffen, dass es neben Abnehmern f√ľr diese sch√∂ne Gro√ükatze auch noch einige Importe gibt, um die genetische Breite zu erhalten. Die Prager sind ja schon mit im Boot...
(05.02.2009, 13:07)
Klaus Sch√ľling :  
Tiger ziehen nach Frankreich
Bergzoo Halle: Die Raubkatzen Sirius und Johann m√ľssen ihre Heimat verlassen

HALLE/MZ. Vorbei ist jede Pose, wirkt erstmal die Narkose. Auch der majestätische Tiger Sirius macht schlapp. Schielend kippt der Hundert-Kilo-Kater um, nachdem ihn Zoo-Tierarzt Jens Thielebein mit seinem Narkotika-Pfeil trifft. Und Sirius ist nicht der einzige. Auch sein Bruder Johann wird ins Land der Träume geschickt.

F√ľr die Pfleger ist es ein trauriger Moment an diesem Montagnachmittag, ein Abschied bahnt sich an. Denn die beiden Jungtiere, die im Oktober 2007 in Halle zur Welt kamen, m√ľssen den Bergzoo Halle verlassen. F√ľr die Verladung in Transportkisten wurden sie narkotisiert. "Wir haben keinen Platz. Im Gehege der Eltern k√∂nnen sie nicht bleiben", erkl√§rt Jutta Heuer als wissenschaftliche Mitarbeiterin. "Die Kater sind fr√ľhreif. Sie versuchen bereits, ihre Mutter zu decken, was wir verhindern wollen", so Heuer.

Nachdem der Zoo im Oktober letzten Jahres bereits Bruder Tarek an den Berliner Tierpark abgab, geht es f√ľr Sirius und Johann nun nach Frankreich. Im "Park de Felines" in Nesles nahe Calais, einem Zoo, der sich nur auf Katzen spezialisiert hat, werde es f√ľr die M√§nner bald passende Weibchen geben. Der Grund: "Die Franzosen wollen ins Zuchtprogramm mit den Malaysischen Tigern einsteigen", sagt Heuer und verr√§t, dass endlich der Beweis erbracht sei, dass es Halle als einzigem Zoo in Europa gelungen ist, die seltenen Malaysia-Tiger nachzuz√ľchten. Bislang hatten immer wieder die einflussreichen amerikanischen Zuchtbuchf√ľhrer die Reinrassigkeit des halleschen Zuchtkaters Sompon in Frage gestellt (MZ berichtete).

Nachdem letztes Jahr das Max-Planck-Institut f√ľr evolution√§re Anthropologie in Leipzig beauftragt wurde, ein genetisches Gutachten anzufertigen, hat sich dieser Nachweis nun erledigt: "Der Zoo von Melakka in Malaysia hat die Originalpapiere von Sompons Mutter und Gro√ümutter auftreiben k√∂nnen. Der Stammbaum des Katers ist eindeutig dokumentiert, und der internationale Zuchtbuchf√ľhrer Peter M√ľller hat die Reinrassigkeit schon beglaubigt", sagt Heuer, die sich mit dem stellvertretenden Zoodirektor Timm Spretke und den Raubtierhaus-Tierpflegern in ungewohnter N√§he von beiden Katzen verabschieden kann.

Auch Tierarzt Jens Thielebein nutzt die Gunst der Bet√§ubungsstunde. Er macht bei den Katzen noch einen Gesundheitscheck und entdeckt bei der Maulschau kleinere √úberraschungen: Was anf√§nglich nach einer Zahnfleischentz√ľndung bei Sirius ausschaut, entpuppt sich als Geschwulst und wird per Skalpell entfernt. Auch Tiger Johann, der bundesweit bekannt wurde, weil er als Baby von einer Medizinstudentin durch Mund-zu-Maul-Beatmung vor dem Ersticken gerettet wurde, hat Zahnprobleme. Weil ein neuer Eckzahn durchst√∂√üt, muss ihm der Tierarzt seinen Milchzahn ziehen.

Dann entnimmt dieser noch ein paar R√∂hrchen Katerblut f√ľr Forschungszwecke. "Es gibt keine Impfstoffe f√ľr Gro√ükatzen", erkl√§rt der 46-J√§hrige. Egal ob gegen Katzenschnupfen oder Katzenseuche - er k√∂nne nur Impfstoffe aus der Hauskatzenapotheke verordnen. "Doch k√∂nnen erkrankte Gro√ükatzen oft trotz Impfung keine Antik√∂rper aufbauen", sagt der Tierarzt. Mit der Uni Leipzig wolle man jetzt die Ursachen erforschen.

Auch Sirius und Johann werden zu Forschern - erst mal beschnuppern sie ihre neue Umgebung, zwei Kisten, in denen sie mit etwas Katerstimmung aufgewacht sind. Marlies Slotta, vom "International Zoo-Services" ist eingetroffen und verlädt die Kisten zum Abtransport. Sie will die Nacht durchfahren und in rund zwölf Stunden den Zoo in Nesles erreichen.

[Dies ist die Meldung der Mitteldeutschen Zeitung, auf die Oliver Jahn in seinem Beitrag am 2. Februar verwies - Hier sei der Text hinterlegt - wer weiß, wie lange der Link zur mz funktioniert...]
(05.02.2009, 12:28)
Klaus Sch√ľling :   K√∂nnen wir bitte diese Mutma√üungen zum N√ľrnberger Wasserv√∂gelbestand in einem anderen Thread weiterf√ľhren?

(05.02.2009, 12:22)
IP66 :   Ich habe nicht alle Schwimmv√∂gel aufgescheucht, konnte aber die Kanadag√§nse fliegen sehen - geh√∂ren die dann noch zum Zoobestand?
Es gibt ja kaum eine preiswertere M√∂glichkeit f√ľr einen Zoo, seinen Vogelbestand aufzustocken, als den Ankauf von Teichgefl√ľgel. Auch der Pflegeaufwand ist geringer als bei in Volieren untergebrachten Arten. Insofern w√ľrde ich eher von Desinteresse denn von finanziellen Gr√ľnden ausgehen, wenn ein Schwimmvogelbestand ergestalt zur√ľckgeht wie in N√ľrnberg.
(05.02.2009, 10:48)
Mirko Schmidkunz :   Zu N√ľrnberg: derzeitiger Bestand besteht aus G√§nses√§gern, Kolbenenten (beide bei den Bibern), Kanada- und Streifeng√§nsen;
man kann also an jedem Stadtparkteich mehr sehen. Ich vermute, dass aber vor allem finanzielle Gr√ľnde hinter dem Niedergang stecken.
(04.02.2009, 10:43)
IP66 :   Auch daf√ľr kam der n√ľrnberger Entenschwund ein wenig fr√ľh, und es m√ľ√üte dann auch noch einen Restbestand an langlebigen G√§nsen geben. Ich denke, da√ü es sich um eine Kombination von Desinteresse, Fuchsproblemen und Nichtmehreinsammeln der Eier gehandelt hat. Die Zoos, in denen gr√∂√üere Teiche dicht besetzt sind, ziehen zum einen viele K√ľken k√ľnstlich auf und kaufen zum anderen immer wieder Exemplare nach. Das ist nat√ľrlich arbeitsaufwendig und erfordert ein Interesse bei Pflegern, Kuratoren und Zooleitung.
(03.02.2009, 17:33)
Michael Mettler :   Zweite M√∂glichkeit f√ľr "Desinteresse": Kupierverbot? Auch zum Beschneiden der Fl√ľgel m√ľssen Enten eingefangen werden, da hatte man es fr√ľher leichter... Unter Flamingos gibt es in der Regel viel kupierten Altbestand.
(03.02.2009, 12:51)
IP66 :   @Michael Mettler: Ich k√∂nnte mir vorstellen, da√ü die Haltung kleinerer Entenarten auf einer ehemaligen Affenanlage am Delphinarium solchen √úberlegungen geschuldet war - allerdings entv√∂lkerten sich die n√ľrnberger Weiher lange vor der Vogelgrippeverordnungswelle, so da√ü ich deshalb eher Desinteresse vermute, zumal die verordnungsbetroffenen Flamingos ja nach wie vor gehalten werden.
(03.02.2009, 11:55)
Oliver Jahn :   Und auch in den USA wird man hoffentlich endlich die Tiere aus Halle anerkennen! Von dort aus wurden ja die ganzen Zweifel ges√§ht.
(02.02.2009, 21:29)
Sven P. Peter :   Sch√∂n zu h√∂ren, dass man nun wei√ü dass sie reinrassig sind.
Nun könnte sogar Berlin endlich es anerkennen.
(02.02.2009, 21:24)
Oliver Jahn :   Neben all der Historie auch mal was aktuelles:
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=
ksArtikel&aid=1229852995559&open
Menu=1012902958704&calledPageId=0&listid=0
Nun ist endlich auch die Frage der Reinrassigkeit der Hallenser Tiger geklärt.
(02.02.2009, 21:03)
Michael Mettler :   @IP66: Folgen der Vogelgrippe-Bestimmungen? Rostock hat ja genau aus diesem Grund den Schwimmvogelbestand am Eingang durch problemlos aufzustallende Pelikane ersetzt. Eine Anlage wie der hallesche Zierententeich l√§sst sich nat√ľrlich viel einfacher "evakuieren" als z.B. der Gro√üe Weiher in Frankfurt.
(02.02.2009, 18:15)
IP66 :   N√ľrnberg - um den Zoo zu nennen, auf den ich anspielen wollte - pr√§sentiert auf manchem seiner Teiche einfach gar keinen Schwimmvogel mehr, zumindest keinen, den man zum Zoobestand rechnen m√ľ√üte ...
(02.02.2009, 18:09)
Michael Mettler :   Dabei spielt sicherlich eine Rolle, dass mancher Zoo seine Schwimmv√∂gel als vermeintlich nat√ľrliche Bewohner eines vermeintlich nat√ľrlichen Gew√§ssers (in der Regel eines gro√üen Weihers) pr√§sentieren m√∂chte. Die Zierenten in Halle schwimmen eben nicht nur in einer fr√ľheren Pinguinanlage, sondern werden im Grunde auch wie Pinguine pr√§sentiert: Als Kolonie auf relativ engem Raum und mit Bassin statt Teich. √Ąhnliches gilt f√ľr die G√§nse und Pfeifg√§nse bei den Pelikanen.
(02.02.2009, 13:40)
IP66 :   Die Zisternentheorie halte ich f√ľr sehr interessant. Wenn man bedenkt, welch' gro√üe Rolle noch bei der Gestaltung des Erweiterungsgel√§ndes in K√∂ln eine Wasserfl√§che spielte, kann man den Mut der Hallenser, ihren Zoo auf den Berg zu bauen, nur bewundern. Ich fand die vorhandenen Teiche bei meinem letzten Besuchen auch derart reich besetzt vor, da√ü mancher Zoo mit gro√üen Wasserfl√§chen weniger Vgelarten zeigt als Halle Teichgefl√ľgelformen. Zumindest insofern k√∂nnte man behaupten, da√ü eine interessante Wassergefl√ľgelhaltung nicht unbedingt riesige Teichanlagen erfordert.
(02.02.2009, 11:35)
Michael Mettler :   Dazu w√§re noch zu erg√§nzen, dass das erw√§hnte Becken schon vor dem Bau des Zoos vorhanden war und somit urspr√ľnglich andere Zwecke hatte, als Robben zu beherbergen (was es dann ab 1901 tat). Da in der Chronik in Zusammenhang mit der Planung des Zoos die Wasserknappheit des Gel√§ndes als Nachteil erw√§hnt wird, w√ľrde ich vermuten, dass es sich bei dem Becken urspr√ľnglich um eine Zisterne handelte und die Teichanlagen f√ľr Wassergefl√ľgel auch aus diesem Grund hangabw√§rts genau unterhalb des Robbenbeckens eingerichtet wurden. Erst 1913 wurde n√§mlich ein Wasserturm im Zoo errichtet, der gleichzeitig als Aussichtsturm diente (und noch heute dient).
(31.01.2009, 17:12)
Oliver Jahn :   @IP66, diese Kontinuit√§t ist sicher der genrellen Lage des Zoos auf dem Reilsberg geschuldet. Hier baut es sich eben nicht so leicht, wie in manchem Flachlandzoo, und wenn man einmal hier ein Becken baute, und dazu wom√∂glich noch Arbeiten verrichten musste, die Stein und Fels bewegten, dann hat man einmal diese Stelle auserkoren, und dann bleibt sie auch dort bestehen. Dem Grunde nach ist das im ganzen Zoo so, mit Ausnahme der wenigen ebenen Fl√§chen, welche schon eher mal einen Wandel erfuhren. Und selbst auf diesen Fl√§chen hat man das Raubtierhaus saniert und das Affenhaus z.B. wieder aufgebaut.
(31.01.2009, 15:00)
IP66 :   Es gibt bekanntlich Zoos mit √§lteren und weniger stark ver√§nderten Robbenanlagen, aber ich finde die Kontinuit√§t in Halle schon beeindruckend - zumal der Zoo besagte Anlage mehr oder weniger zum Grundbestand z√§hlte, und das auf einem Gel√§nde, das eben nicht durch gro√üe Wasserlandschaften gepr√§gt war.
(31.01.2009, 11:43)
Michael Mettler :   @Oliver: Auch nach Erscheinen kann man noch etwas einstampfen :-) Will ich aber nicht hoffen. Lieber eines Tages Chronik III als Update.
(30.01.2009, 23:19)
Andreas :   Danke f√ľr die prompte Aufkl√§rung :-))

(30.01.2009, 22:06)
Oliver Jahn :   und zwar genau hier.
(30.01.2009, 21:33)
Oliver Jahn :   Also ihr beiden Angsthasen, genug der dezenten Formulierungen, die Chronik ist erschienen!! :-)
@Andreas, die Robbenanlage von 1903 war schon an der Stelle, an der sie noch heute ist. Die Pinguinanlage hingegen entstand ja erst 1930/31 unter Schmidt an Stelle des Reilschen Gartenhauses, in dem die Affen untergebracht waren, und heute sind die Enten darin.
(30.01.2009, 21:15)
Andreas :   Also, 1903 hatten die Robben ein eigenes, aus Klinkern gemauertes, zweigeteiltes Becken, da√ü der sp√§teren Pinguinanlage nicht un√§hnlich sieht :-)
(30.01.2009, 17:42)
Ralf Seidel :   @Oliver, die Kalifornischen Sel√∂wen aus den 60ern kenne ich noch von unseren Schulwandertagen, Ende der 70er /Anfang 80er wurden die dann durch 1,2 M√§hnenrobben ersetzt, das letzte Weibchen verstarb dann etwa 1 Jahr vor dem Umbau der alten Robbenanlage.
Und was das "schwierig" mit dir betrifft gibt es ja noch die Einschränkung "Zeitweise" - immerhin...)))
@Michael, in der √Ągide Prof. Petzsch in den 50er Jahren gab es wohl diese "Zwischenh√§lterungen" f√ľr Importtiere aus der damaligen SU. Das d√ľrften aber dann vorrangig Huftiere gewesen sein, ich glaube in den alten F√ľhrern aus dieser Zeit wird das auch erw√§hnt (Dagestanischer Tur ?). Robben w√§re zwar naheliegender als Friedrichsfelde gewesen, von den 3 nach dem Krieg noch verbliebenen gro√üen Zoos im Osten Deutschlands war ja Halle am wenigsten betroffen, halte dies aber eher auch f√ľr unwarscheinlich. Die von Karsten angef√ľhrte Variante ist mir dagegen noch in Erinnerung, auch wenn ich nicht wusste, um welche Arten es sich im Einzelnen genau handelte. Aber immer wieder las man mal was von Robbenartigen im Tierpark - nur gesehen hat die nie einer...Ich glaube in den 70ern gab es da auch mal ein Spiel mit Bildern aus dem Tierpark - und da waren auch Robben im Angebot. Die ersten Robben in der Schau dort waren ja bekanntlich die BAIKALROBBEN (hier schlie√üt sich wieder unser Kreis ) in der Anlage neben den 2 Kuppelvolieren, in den 80er Jahren er√∂ffnet.
Ja und Karsten dein letzter Satz - besser und dezenter hätte ich das auch nicht formulieren können...))
(27.01.2009, 13:27)
IP66 :   Immerhin bestand ja √ľber den zweiten Weltkrieg hinweg und deshalb auch danach in Halle ein benutzbares Robbengehege. Was die Unterbringung von Ringelrobben in Kleinstbecken angeht, so habe ich dergleichen selbst noch bald zwei Jahrzehnte nach den von Karsten Vick erw√§hnten Importen erlebt. Ich wei√ü nicht, wer sich noch an das kleine Gehege zwischen Pinguinanlage und Seel√∂wenbecken in Duisburg erinnert - wobei es aufgrund seiner geringen Gr√∂√üe auch leicht zu √ľebrsehen war. Dort hat Herr Gewalt √ľber l√§ngere Zeit ein solches Tier ausgestellt.
(27.01.2009, 11:12)
Karsten Vick :   TP Berlin hatte 1959 die ersten Baikalrobben im Transit, au√üerdem um die Zeit noch Seehunde, Sattelrobben und Ladoga-Ringelrobben. Ich wei√ü weder, in welchen Badewannen die aufbewahrt wurden noch in welche Zoos sie gingen. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie in diesen Zoos ein so kurzes Leben hatten, dass sie in keinem Zoof√ľhrer erw√§hnt wurden und so auch der Aufmerksamkeit des Chronisten entgingen. Wenn man im MILU liest, dass der TP Gangesgaviale f√ľr die Zoos Dresden und Cottbus (!) im Transit hatte, dann wundert einen gar nichts mehr.
Nebenbei wär ich ja ein bisschen vorsichtig mit solchen Andeutungen sonst stampft der Herr B. noch die ganze Auflage der Chronik ein und fängt von vorn an, weil die Baikalrobbe fehlt.
(26.01.2009, 22:55)
Michael Mettler :   Hat Halle jemals Transitfunktion im Ost-West-Tierhandel gehabt? Eigentlich lief das doch √ľber den TP Berlin, aber wo h√§tte der Robben zwischenlagern sollen? Vielleicht nutzte man die robbenleere Anlage in Halle kurzzeitig als Ausweichm√∂glichkeit.
(26.01.2009, 21:57)
Oliver Jahn :   Mein lieber Ralf, nix plumper Versuch, sondern einfach eine wundersch√∂ne Bilderserie von Walter Danz, die wieder einmal Fragen aufwirft, auf die ich leider gar keine Antwort aus der Chronik erwarte!!! Das Foto von Danz ist von 1961. Dieses Jahr halte ich f√ľr recht wahrscheinlich, denn in den Zoof√ľhrern bis 1960 gibt es keine Robben im Zoo,in deren Anlage werden in allen Zoof√ľhrern bis dahin (4 St√ľck) nur Pelikane erw√§hnt. Im Jahresbericht von 1963-67 (erschienen 2004) findet sich dann f√ľr 1963 1,0 Kegelrobbe. 1966 kommen dann 1,2 Kalifornische Seel√∂wen. Von diesen Tieren gibt es dann ein Foto und was steht daneben? "Kalifornische Seel√∂wen- die ersten Robben seit √ľber 20 Jahren" Und diese Mitteilungen sind vom hochgesch√§tzten Chronisten!!!! So, und jetzt kommst du! ;-) Von wegen schwierig!!!! :-)))
(26.01.2009, 21:05)
Ralf Seidel :   Diese M√∂glichkeit hatte ich auch schon erw√§gt - hielt die erstere aber f√ľr die Naheliegendste...)))
(26.01.2009, 16:26)
Michael Mettler :   @Ralf: Doch, und wie! Nur hatten wir DIESE "Nachtgedanken" schon l√§ngst VOR deinem Beitrag er√∂rtert :-)
(26.01.2009, 16:03)
Ralf Seidel :   @Michael, wie "Realit√§t l√§ngst √ľberholt" - redet ihr nicht mehr miteinander ??? (Ich hab dir immer gesagt, der Oliver kann zeitweise schwierig sein...))))
Werde mir das mal heute Abend anschauen, allerdings fiel mir das mit den alten Abbildungen irgendwie auch schon mal auf.
(26.01.2009, 14:44)
Michael Mettler :   @Ralf, da hat dich die Realit√§t l√§ngst √ľberholt :-) Und dann schaut man, da Baikalrobben andernorts (z.B. in Wuppertal) einfach als Untermieter in Pinguinanlagen gesteckt wurden, nur mal spa√üeshalber in Chronik I nach, wann eigentlich die alte hallesche Pinguinanlage (der heutige Zierententeich) gebaut wurde, und schon entdeckt man auf deren Foto (S. 139) nicht nur im Wasser neben den Pinguinen einen Seehundkopf, den man bisher nie wahrgenommen hat, sondern auch noch, dass die Form der abgebildeten Anlage √ľberhaupt nicht mit ihrer heutigen und f√ľr original gehaltenen Form √ľbereinstimmt und auch der Hintergrund nicht dazu passt.... Und schon hat man nicht nur wieder ein weiteres Halle-R√§tsel, sondern Futter f√ľr weitere "Gedanken zur Nacht"...
(26.01.2009, 14:08)
Ralf Seidel :   @Oliver, auch dieser plumpe Versuch, dass Erscheinen der Chronik nun nochmals anzumahnen, wird zu keinem Erfolg f√ľhren, du musst dich schon noch etwas gedulden... Kannst dich ja mit Michael schon telefonisch in euren legend√§ren "Gedanken zur Nacht" drauf einstimmen...))))
(26.01.2009, 12:53)
Oliver Jahn :   Ich habe heute ein sehr sch√∂ne Bilderserie von Walter Danz erhalten. Wieder mal hat der Zoo Halle mich erstaunt, denn mir war bis heute v√∂llig neu, dass es im Zoo sogar mal eine Baikalrobbe gegeben hat. Das muss so um 1961 gewesen sein. Wei√ü jemand n√§heres?
(23.01.2009, 21:41)
Ralf Seidel :   Also ob es den Gourmet dann erfreuen wird, sein Essen neben Ratten, M√§usen und sonstigen wuseligen Tierchen einzunehmen, wage ich zu bezweifeln...)))So riesig sind die R√§umlichkeiten eigentlich auch gar nicht, f√ľr die Gastst√§tte stehen 3 R√§ume zur Verf√ľgung, dann noch der Wirtschaftsbereich...An Tierhaltung ist meines Wissens in der Villa jedenfalls nicht gedacht.
Das alte Wittekindbad soll zu einem Kinder-Zoomuseum sowie Frosch-Artenzentrum ausgebaut werden, ansonsten soll auf dem Territorium u.a. noch eine Kindertagesst√§tte entstehen. F√ľr die Projekte Menschenaffenhaus und Schlangen wurden die potentiellen Standorte schon beschrieben.
(03.01.2009, 12:16)
Martin Nebelung :   Gibt es f√ľr den Wittekind nun schon genauere Vorstellungen,oder soll eines der beiden Projekte dort Platz finden?
Soll es in der Reilschen Villa neben der Gastronomie auch nebenbei Tierhaltung geben z.B. Nager?
die ist ja ziemlich groß
(03.01.2009, 11:52)
Ralf Seidel :   Priorit√§t hat die Fertigstellung der Reilschen Villa am Haupteingang, hier soll ja dann eine gehobenere Zoogastronomie einziehen.
Der Zeitplan f√ľr die Realisierung der Bereiche Wittekind, Giftschlangenzentrum und Menschenaffenhaus ist f√ľr die etwa n√§chsten 5 Jahre abgesteckt - sofern die erforderlichen Mittel flie√üen k√∂nnen...
(03.01.2009, 11:42)
Martin Nebelung :   ab es in letzter Zeit Neuzug√§nge im Zoo?
(02.01.2009, 18:55)
Martin Nebelung :   Welche Umbaumasnahmen sollen in diesem Jahr stattfinden?
Wann sollen eigentlich die Pläne Giftschlangenzentrum und Menschenaffenhaus realisiert werden?
(02.01.2009, 18:26)
Alexander Fuchs :   Die zwei Rentiere stehen in der Franzigmark und steht unter der Tr√§gerschaft BUND Halle-Saal(e)kreis und √Ėkologie-Schule-Halle-Franzigmark.
Die Franzigmark ist ein Naturrefugium in/ bei Halle f√ľr seltene Pflanzen und Tieren.
Es ist keine Außenstelle des Zoos, aber ein sehr schöner Ausflugsort den kaum jemand kennt. Einen Besuch kann man nur empfehlen und es ist auch nicht mehr weit zum Tierpark Petersberg.



Gebietsbeschreibung:
Die Franzigmark als ehemaliges Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 300 ha, gehört zum Naturpark "Unteres Saaletal".
Ein Gro√üteil dieser Fl√§che diente bis zum Jahr 2005 der Bundeswehr als Truppen√ľbungsplatz.
Teile sind gleichzeitig Landschaftsschutzgebiete bzw. Flächennaturdenkmal.
Das Gebiet liegt zwischen dem Trompeterfelsen gegen√ľber Lettin (n√∂rdlich davon) und dem Kirschberg bei Brachwitz (s√ľdlich davon) und umfasst die Landschaftsteile Franzigmark, Saaleberge und Eulenberg (h√∂chste Erhebung mit 106,3m).
Das im Durchbruchstal der Saale gelegene Gebiet beinhaltet geologisch, bodenkundlich und hydrologisch interessante Bereiche.
Quelle: www.franzigmark.de (Foto und Gebietsbeschreibung)
(29.12.2008, 17:26)
Ralf Seidel :   √úber die Art und Weise der Sanierung des Hauses f√ľr Totenkopfaffen ist mir bislang auch noch nichts bekannt...
Die beiden jungen Rentiere, die zeitweise auf dem Weihnachtsmarkt standen, sind ein Geschenk der finnischen Partnerstadt Oulu. F√ľr sie wurde eigens ein Gehege am halleschen Stadtrand (am Goldberg) angelegt. Dort k√∂nnen Spazierg√§nger die Tiere kostenlos in Augenschein nehmen. Wer der tr√§ger dieser Anlage ist, wei√ü ich aus dem Stehgreif jetzt auch nicht - mit dem Zoo hat das aber nichts zu tun.
(29.12.2008, 14:03)
Martin Nebelung :   will noch mal an meine frage erinnern
Kann mie jemand sagen ob die anlage wo die beiden Rentiere vom weihnachtsmarkt gehalten werden sollen eine außenstelle des zoos ist?
(29.12.2008, 13:46)
Martin Nebelung :   Wie soll eigentlih die Renovierung der Anlage f√ľr die Totenkopf√§ffchen aussehen?
Soll der Besatz gleichbleiben und welche Materialen sind vorgesehen um es diesmal "länger haltbar" zu mahen?
oder ist eine komplette Neunuzung ein Thema?
(16.12.2008, 15:31)
Oliver Jahn :   @Gudrun Bardowicks, ebenere Fl√§chen am Rundweg gibt es aber keine mehr. Diese w√ľrden sich erst erschlie√üen, wenn endlich tats√§chlich das Bad Wittekind dem Zoo zugeschlagen werden w√ľrde, wobei hier nat√ľrlich auch wieder der historische Parkcharakter des Bades erhalten bleiben muss.
Ich habe einen Entwurf des Hauses im Hang gesehen, und es machte einen wirklich guten Eindruck. Klassischer Zwei-Etagen-Bau, wie f√ľr Halle typisch, sehr sch√∂n in den Hang intergriert, etwa unterhalb des vorderen Alpinums. Es sah nach einem Flachdachbau aus, dessen Dach sicher wieder begr√ľnt werden wird. Hoffen wir, dass das Geld daf√ľr zusammen kommen wird.
(14.12.2008, 18:52)
Gudrun Bardowicks :   @Michael Mettler: Ich hatte auch eher daran gedacht, das Menschenaffenhaus inklusive Besucherraum auf der ebeneren Fl√§che am Rundweg zu bauen, nicht in den Hang hinein. Man k√∂nnte ja das obere Stockwerk auf den Hang hinausgehen lassen, die Haupthalle stelle ich mir aber auf ebener Fl√§che vor. Zumindest die in Hanglage liegenden und am meisten durch Erosion gef√§hrdete Fl√§chen sollten ausschlie√ülich f√ľr die Freianlage genutzt werden. Auch kann ich mir vorstellen, da√ü man auch ohne riesige Grundfl√§che ein gro√üz√ľgiges und modernes Menschenaffenhaus mit Glasscheiben zum Besucher hin bauen kann, wenn man sich lediglich auf eine Art beschr√§nkt.Ein Haus f√ľr mehrere Arten w√ľrde nat√ľrlich sehr viel mehr Grundfl√§che ben√∂tigen.
(14.12.2008, 13:24)
Michael Mettler :   @Gudrun Bardowicks: Die ehemalige Wisentanlage besteht nur teilweise aus Hang, und da d√ľrften die vorherigen Bewohner schon ausreichend f√ľr Erosion gesorgt haben... Was die baulichen Probleme betrifft (also nicht das Eigengewicht der Tiere), ist doch aber ein begehbares Menschenaffenhaus in Hang(rand)lage auch nicht unproblematischer als ein Flusspferdstall?
(13.12.2008, 23:51)
Gudrun Bardowicks :   Aber w√§re es nicht vom Baulichen her etwas problematisch, ein Flu√üpferdhaus mit Au√üenanlage an einen erosionsgef√§hrdeten Hang zu bauen, auch wenn man keinen Unterwassereinblick einbauen w√ľrde. Ich k√∂nnte mir eine Flu√üpferdanlage auch besser auf der ebenen Fl√§che des Totenkopfaffenhauses vorstellen und w√ľrde die Hangfl√§che eher mit einer Gemeinschaftsanlage f√ľr gebirgsbewohnende Affen und Huftiere bebauen, die mit einem kleinen Haus in den ebeneren Bereichen zufrieden sind. Ich k√∂nnte mir gut eine attraktive Kombi aus M√§hnenschafen und Berberaffen, m√∂glicherweise sogar begehbar, oder aus Dscheladas und M√§hnenschafen bzw. Nubischen Steinb√∂cken vorstellen. Man k√∂nnte vielleicht auch eine Gemeinschaftsanlage f√ľr Blauschafe oder Markhore und Bergrhesusaffen oder B√§renmakaken bauen. Ich denke, der Hang w√ľrde sich auch f√ľr einen begehbaren Affenwald mit Totenkopf√§ffchen oder Kattas bzw. Varis eignen, oder f√ľr eine Anlage f√ľr Javaneraffen, Wanderus, Meerkatzen, Drills oder Mandrills eignen. Eine gro√üz√ľgige Menschenaffenanlage mit begehbaren Haus k√∂nnte ich mir dort auch vorstellen, ich w√ľrde mich aber auf nur eine Art am besten Schimpansen oder Gorillas,beschr√§nken. Vielleicht k√∂nnte man hier sogar eine Junggesellengruppe f√ľr Gorillas etablieren. Weitl√§ufige naturnahe Berganlagen f√ľr Pumas und/oder Schneeleoparden k√∂nnte ich mir dort ebenfalls gut vorstellen. Solche Anlagen gibt es im Umfeld von Halle bisher nicht.
(13.12.2008, 23:18)
Oliver Jahn :   @Michael, ich kann deinen Beitrag dick und fett unterstreichen. Mit allen deinen Argumenten rennst du bei Leuten wir mir absolut offene T√ľren ein. Aber eben nur leider in den meisten Zoos nicht bei den Verantwortlichen, denn hier vermittelt sich bei mir schon eher der Eindruck des "Gr√∂√üer Schneller Weiter". Hier setzen ein paar Zoos eben Ma√üst√§be, hinter die andere nicht zur√ľcktreten wollen, vielleicht weil man Angst hat, altbacken oder unmodern zu erscheinen. Und da eben in den letzten Jahren nur drei Anlagen entstanden sind, w√§re es total klasse, wenn Halle hier den Mut zu einer klassischen Flusspferdanlage mit viel N√§he h√§tte. Leider hatte das aber bisher kein anderer Zoo in Deutschland und so glaube ich nicht so recht daran. Aber Halle war ja schon √∂fter mal f√ľr eine √úberraschung gut!
(13.12.2008, 21:20)
Michael Mettler :   @Sven: Na gut, ich wollte den L√∂wen ein gr√∂√üeres Gehege verschaffen und damit gleichzeitig Besucher auf die andere Seite des Berges locken, aber dann bleiben sie eben dir zuliebe an ihrem Pool :-)
(13.12.2008, 19:49)
Sven P. Peter :   Zitat MM: "Das alte Zwergflusspferdgehege passt auch dazu und k√∂nnte zuk√ľnftig Tapire beherbergen, und selbst das Raubtierhaus bietet mit Tiger und Jaguar zwei Wasser liebende Katzenarten und Aquaterrarien. √úber eine L√∂wenauslagerung habe ich mich ja schon ausgelassen :-)"

Von wegen. In einigen Zoos (u.a. TP Berlin und Duisburg) sieht man die Löwen regelmäßig schwimmen.

Das Foto mal ausnahmsweise nicht von mir, sondern von meinem lieben Foto-Kumpanen Siegmar Angerstein. Aufgenommen im TP.
(13.12.2008, 19:27)
Michael Mettler :   P.S. Das sollte nat√ľrlich kein Pl√§doyer daf√ľr sein, Hippos in Halle in Dreckbr√ľhe zu halten :-) Ich meine nur: Es muss nicht immer gleich ein Unterwassereinblick oder auch nur ein begehbares Haus sein, deshalb halte ich - gerade auch wegen fehlender Vergleichsm√∂glichkeiten im Einzugsgebiet - eine kleine bzw. "normale" L√∂sung in Halle f√ľr durchaus besucherattraktiv.
(13.12.2008, 15:45)
Michael Mettler :   @Oliver: Und warum? Wieviele tats√§chliche und potenzielle Zoobesucher aus dem Einzugsgebiet Halles kennen denn die drei genannten Anlagen und ziehen den Vergleich? Dein Argument h√§tte f√ľr die Elefantenanlage genauso gegolten und w√ľrde auch f√ľr ein Menschenaffenhaus gelten. Selbst du als jemand, der schon viele Zoos gesehen hat, bist doch immer wieder begeistert davon, in kleineren Haltungen mal die eine oder andere Tierart statt in Riesenanlagen mal auf kurze Distanz zu sehen - das wird vielen Normalzoobesuchern nichts anders gehen.

Es w√§re - unabh√§ngig von Halle - mal wirklich interessant, eine bundesweite Umfrage unter den Kindern von Zoobesuchern zu machen, und zwar sowohl in Gro√üzoos als auch in kleinen Haltungen, Wildparks, Aquarien usw. Denn in dieser Lebensphase erlebt man m.E. einen Zoo doch sehr viel emotionaler und ehrlicher als als Erwachsener, als der man in vielen Dingen viel zu verkopft denkt und Manches nicht mehr an sich heranl√§sst. Aber ich behaupte, dass die Erwartungshaltung eigentlich zeitlebens die Gleiche bleibt und man als Erwachsener und vor allem als Zoofan schlichtweg nur dazu neigt, das eigene Erleben unter langatmigen Erkl√§rungen, warum einem Dies und Jenes gef√§llt oder nicht gef√§llt, zu versch√ľtten.

Um den Bogen zur√ľck zu schlagen: Auf die Reaktionen von Kindern vor der Berliner und Gelsenkirchener Hippo-Anlage habe ich noch nicht geachtet, aber in Hannover scheint es mir da keinen gro√üen Unterschied zu machen, ob sie das Tier per Unterwassereinblick oder von oben herab im Au√üenbecken sehen. Entscheidend scheinen mir drei Faktoren zu sein - da w√§ren wir nat√ľrlich wieder beim Verkopften, bin ja auch keineswegs frei davon: 1. Die Gr√∂√üe des Flusspferds muss ihre Wirkung entfalten k√∂nnen (daf√ľr ist die Distanz wichtiger als die Perspektive), 2. das Tier muss Aktion zeigen (wie das von fast jedem Zootier erwartet wird, Faultiere vielleicht mal ausgenommen), 3. man muss das Spielchen "ja wo isses denn" spielen k√∂nnen. Wenn sich im Au√üenbecken die Wasseroberfl√§che teilt und das Hippo mit lautem Schnaufen Luft holt, h√∂rt man immer wieder begeistertes Kinderlachen - bei den modischen und s√ľndhaft teuren Unterwassereinblicken h√∂rt man nicht mal das Schnaufen... Mal ehrlich: WIR haben uns doch fr√ľher auch schon f√ľr Hippos begeistert (oder tun es noch), obwohl die objektiv betrachtet viel zu eng untergebracht waren und statt aus gefiltertem Wasser aus Dreckbr√ľhe auftauchten.
(13.12.2008, 15:41)
Oliver Jahn :   Michael, der Platz der Wisente war recht gro√üz√ľgig, allerdings nat√ľrlich auch mit teilweiser Hanglage und Baumbestand. Das Problem sehe ich hier auch nicht im Platz, sondern in der Zeit. Zu Zeiten, in denen bei allen tats√§chlichen M√§ngeln aber Berlin , Hannover und Gelsenkirchen (kenne ich selber noch nicht) die Ma√üst√§be f√ľr moderne Flusspferdhaltung setzen kann man heute eine kleinere Anlage ala Halle vielleicht den Besuchern schwieriger anbieten, als noch vor ein paar Jahren, in denen Besucher noch die Anlagen von Magedeburg und Leipzig kannten.
(13.12.2008, 12:56)
Michael Mettler :   @Oliver: Ich habe den alten Wisentbereich als recht weitl√§ufig in Erinnerung, passt da wirklich keine Nilpferdanlage hin? Ansonsten g√§be es noch eine andere L√∂sung: Das Totenkopf√§ffchenhaus ist doch marode, und f√ľr diese Affen lie√üe sich mit wenig Aufwand anderorts im Zoo eine Anlage schaffen (vielleicht sogar begehbar). Dann k√∂nnte man die Fl√§che des jetzigen Hauses f√ľr einen Hippostall nutzen und die Au√üenanlage in einen Hippo-Pool umwandeln - z.B. f√ľr den Versuch einer dreik√∂pfigen Bullengruppe... Unmittelbar am Wirtschaftshof gelegen, w√§re die Ver- und Entsorgung bestens l√∂sbar. W√§re eine attraktive Abrundung des umliegenden Anlagen-Ensembles, das fast ausschlie√ülich Wasser bewohnende Tierarten zeigt (Flamingos, Pinguine, gro√üe Schwimmv√∂gel, Robben, Krokodile - bis hin zu Aquarium und Zierententeich). Das alte Zwergflusspferdgehege passt auch dazu und k√∂nnte zuk√ľnftig Tapire beherbergen, und selbst das Raubtierhaus bietet mit Tiger und Jaguar zwei Wasser liebende Katzenarten und Aquaterrarien. √úber eine L√∂wenauslagerung habe ich mich ja schon ausgelassen :-)
(13.12.2008, 12:38)
Oliver Jahn :   Also allein mit der Wisentanlage war ja ein erster Versuch unternommen, diese Seite etwas gro√üz√ľgiger zu nutzen, ihre Reste stehen noch und liessen sich ohne gr√∂√üere M√ľhe sicher wieder einem Gehege zuschlagen. Die Greifvogelvoliere ist nach ihrer Restaurierung auch absolut sch√∂n geworden und setzt eigentlich eine optimalen Ausgangspunkt, um den Besucher auf diese Seite des Berges zu "locken"! Und daf√ľr muss eben noch zwingend etwas passieren, denn im Moment geht so gut wie kein Besucher zu dieser Voliere, da der weitere Weg dort eben gar nichts bringt.
@Michael, die Idee mit dem Antilopenhaus habe ich nach unserem Telefonat auch noch mal durchdacht. Da w√§ren einige reizvolle M√∂glichkeiten, hoffen wir aber erst mal darauf, dass das momentane Zackelschafgehege √ľberhaupt mal wieder in Nutzung genommen und unabh√§ngig vom Tierbesatz der Ameisenb√§ren-Anlage zugeschlagen wird.
Bei den Nilpferden hingegen sehe ich die Chance als echt vertan, die letzte realistische Möglichkeit wäre das Kamel- und spätere Elefantenhaus gewesen. Und da hat das Krokodilhaus eine Erweiterung unmöglich gemacht.
Und dabei muss man mal wirklich festhalten, dass es mit den Nilpferden genau so wie dem Puma w√§re, es gibt sie kaum noch in der n√§heren Umgebung. Und bei den Flusspferden kommt hinzu, dass man sie ja kannte, aus Halle, Magdeburg und Leipzig. Wenn jetzt also einer der drei Zoos, die nach heutigen Ma√üst√§ben ja doch recht eng bei einander liegen, wieder mit Hippos anfangen w√ľrde, dann w√§re das sicher ein Alleinstellungsmerkmal, welches dem Zoo doch einiges an Besuchern zus√§tzlich bringen w√ľrde.

(13.12.2008, 12:14)
Michael Mettler :   Auch der schon genannte Alpenzoo Innsbruck hat es trotz steilen Gel√§ndes geschafft, Gro√ütieranlagen zu integrieren...
(13.12.2008, 11:15)
IP66 :   Das Argument, die Bergh√§ngt wegen Erosionsproblemen nicht in Gehege zu verwandeln, kenne ich auch aus Karlsruhe - und in K√∂ln senken sich die wohl nicht hinreichend gest√ľtzten Besucherplattformen am neuen Elefantenpark auch bedenklich. Doch selbst wenn man von Huftiergehegen Abstand nimmt, so bleibt doch immer noch die M√∂glichkeit, die entsprechenden Hangabschnitte f√ľr Stelzv√∂gel oder anderes Gefl√ľgel einzuhegen.
(13.12.2008, 10:24)
Michael Mettler :   OK, das ist ein gewichtiges Argument, und da ist Flieder mit seinem weitstreichenden Netz aus Ausl√§ufern sicher auch ein sehr effektiver Hangschutz. Allerdings dachte ich auch eher an Gehege wie das der Westkaukasischen Steinb√∂cke, die als eines der wenigen in diesem Bereich liegen. F√ľr felsbewohnende Affen z.B. d√ľrfte die Steilheit des Gel√§ndes kein Problem darstellen, f√ľr w√§rmeresistente Bergwiederk√§uer wie M√§hnenschafe ebenfalls nicht. Eine begehbare Gro√üvoliere f√ľr Waldrappen plus Nebenbesatz oder Freilandterrarien k√∂nnte ich mir hier ebenfalls vorstellen (ich denke dabei an entsprechende, sehr attraktive Anlagen in Innsbruck). Lie√üe sich jedenfalls alles einfacher in einen Steilhang integrieren als ein mehrst√∂ckiges Menschenaffenhaus...

Aufbauend auf den Gedanken an die sonnenexponierten H√§nge und meinen schon genannten Vorschlag einer gro√üen Anlage f√ľr afrikanische W√ľstenhuftiere werfe ich einen weiteren Gedanken in den Ring: Wie w√§re es mit einem neuen, zus√§tzlichen Spezialgebiet "Nordafrika/Vorderasien"? Diese Faunengebiete sind in den umliegenden Zoos kaum vertreten, es gibt eine gewisse √úberschneidung mit dem traditionellen Spezialgebiet "Gebirgstiere", diverse Arten vom Wildesel bis zur Sandkatze werden in Zuchtprogrammen gemanagt und bieten weitere M√∂glichkeiten f√ľr Artenschutz-PR, viele besucherattraktive Tierarten lie√üen sich einbinden (z.B. Mantelpaviane, Magots, Syrische Braunb√§ren, Persische Leoparden, Streifenhy√§nen, Nil(!)pferde, Vipern), aufw√§ndige H√§user w√§ren f√ľr viele Arten nicht notwendig, in einer kleinen Ausstellungshalle (Im Wittekind machbar?) k√∂nnte man mit wechselnden Sonderausstellungen √ľber Geografisches und Kulturelles (z.B. W√ľstenausdehnung, Altes √Ągypten, Zweistromland) Publikum anlocken.

Dabei denke ich noch nicht mal daran, den Zoo in einen Geozoo umzuwandeln. Wegen der bestehenden Geb√§udesituation und der Topografie w√§re dies ein recht qualvolles Unterfangen. Stattdessen k√∂nnte man die Zugeh√∂rigkeit der Gehege zu den Spezialgebieten - falls das √ľberhaupt einen Besucher interessiert - durch entsprechende Beschilderung kennzeichnen. Dar√ľber hinaus f√§nde ich es f√ľr die Profilierung reizvoll, mehr Tierarten zu halten, die schon durch die Namensgebung dem Besucher das Spezialgebiet und den Bezug zum Bergzoo liefern (wie schon jetzt z.B. die Bergkarakaras: Bergzebras statt Steppenzebras, Bergk√§ngurus (OK, schwer zu bekommen) statt Bennettk√§ngurus, Bergriedb√∂cke (zweiter Versuch an ruhigerer Stelle), Felsenpythons, Felsenmeerschweinchen, Felsensittiche, Felsenpinguine...
(13.12.2008, 10:19)
Andreas :   @Michael Mettler:Soweit mich mein Ged√§chtnis nicht(wiedermal :-)) in Stich l√§√üt, ist der S√ľdhang der steilste Teil des Zoo`s. Kann mir vorstellen, da√ü aus Gr√ľnden des Erosionsschutzes von einer Einhegung Abstand genommen wurde. Das Wurzelwerk der B√§ume h√§lt doch am Besten das Erdreich fest. F√ľr eine terraasierte Bebauung k√§men nur lange, schmale, quer zum Hang verlaufende (Wechsel-)Gehege in Frage.
Aus Gr√ľnden der Erosiom hat z. B. Burg Stargard etliche Gehege zur√ľck gebaut, plant, das Damwild abzuschaffen.


(13.12.2008, 08:46)
Michael Mettler :   Da ich das Wegesystem des Bergzoos weniger gut vor dem geistigen Auge habe als das anderer Zoos, habe ich eben wegen der Lage bestimmter Gehege einen Blick auf den Zooplan geworfen. Dabei fiel mir auf, dass ausgerechnet der West- und der S√ľdhang des Berges - also die sonnigsten Bereiche - nur minimal f√ľr Gehege genutzt werden. Warum eigentlich? Gerade in fr√ľheren Zeiten versuchte man in anderen Zoos jedes bisschen Sonne f√ľr seine Tiere zu nutzen, aber es ist ja nicht so, dass dort in Halle fr√ľher mal Anlagen standen und nur heute weitgehend gehegefreie Fl√§chen bestehen. Ist das alles "Fliederschutzgebiet"?
(12.12.2008, 21:57)
IP66 :   Immerhin hat es der Museumsneubau auf der Moritzburg auf die Titelseiten fast aller deutschen Feuilletons geschafft, und auch sonst ist Halle ja schon pr√§sent, auch als Stadt, von der aus man die diversen kulturellen Sehensw√ľdirgkeiten in der Umgebung gut erreichen kann. Hingegen beklagte man sich j√ľngst in Leipzig, da√ü man f√ľr eine recht gut plazierte Rienzi-Staffel kaum ausw√§rtig Karten verkauft habe, und auch das Publikum der von mir besuchten Auff√ľhrung klang sehr s√§chsisch, wobei auch diese Sachsen nicht sehr zahlreich erschienen waren. Bezeichnenderweise fand ich den Zoo an jenem etwas tr√ľben Oktobertag sehr gut besucht, die Museen an anderen Tagen hoffnungslos leer. Mein Fazit l√§uft darauf hinaus, da√ü man tats√§chlich ohne Beachtung der Stadt um eines Zoobesuchs willen nach Leipzig f√§hrt, w√§hrend der Zoo in Halle eher bei Stadtaufenthalten gleichsam "mitbesucht" wird.
(12.12.2008, 11:20)
Michael Mettler :   @Alexander Fuchs: Zu deinem letzten Satz f√§llt mir spontan das Beispiel Rheine ein. Dort hat man sich mit unkonventionellen Ideen und kosteng√ľnstigen, aber publikumswirksamen Tieranlagen nicht nur ein Profil mit vielen Alleinstellungsmerkmalen, sondern auch einen sehr guten Ruf in Fachkreisen und den Respekt "klassischer", gro√üer Zoos erarbeitet. Und das in einer Kleinstadt in "Randlage" und auf einer Basis, die damals einem durchschnittlichen DDR-Heimattiergarten ge√§hnelt haben d√ľrfte. Was man dort NICHT gemacht hat, ist, den gr√∂√üeren Nachbarn etwas in abgespeckter Version nachzubauen und sich dadurch seinen Anteil am Kuchen = Besucherzuspruch zu sichern.

Und genau solche Chancen w√ľrde ich auch in Halle sehen, denn damit entst√ľnde ein Gegenpol zum gro√üen Nachbarn und Konkurrenten um die Besuchergunst. Statt von einer auf zwei Menschenaffenarten aufzustocken und trotzdem im Schatten von Pongoland zu bleiben, w√§re es wie schon erw√§hnt zu √ľberlegen, ob man nicht z.B. gro√ür√§umige Anlagen f√ľr Niedere Affen schafft und damit etwas, was Leipzig (noch) nicht vorweisen kann (denn ich denke dabei an Gr√∂√üeres als den dortigen Pavianfelsen). Eine Marktl√ľcke w√§re auch der Wiederbeginn mit Nilpferden (die Idee mit einem Themenbereich Nil hatte ich ja schon mal zur Diskussion gestellt). Und selbst f√ľr eine gro√ür√§umige Afrika-Steppe oder -Halbw√ľste g√§be es M√∂glichkeiten, der Bereich um das antilopenlose Antilopenhaus bietet sich unter Zusammenlegung von Gehegefl√§chen daf√ľr an. Als Kontrast zur Leipziger Kiwara-Savanne denke ich dabei z.B. an eine Nordafrika-Kombi √° la Hannover (Wildesel, Addax, Gazellen, eventuell erg√§nzt durch ein paar Dromedarstuten und die M√§hnenschafe) oder eine "Kalahari" mit Chapmanzebras, Springb√∂cken, Strau√üen und Oryx oder Kaamas - beides wohlgemerkt kombiniert mit irgendwelchen neuen Pr√§sentations- oder Gestaltungsideen, um nicht nur eine x-beliebige Afrika-Anlage zu haben. Und nochmal zum Puma, der im Leipziger Konzept m.W. keine Rolle spielt (auch wenn ein S√ľdamerikabereich kommt) und in Halle als dortiges Wappentier (!) nicht mehr vertreten ist: Der Slogan "Bergl√∂wen auf dem L√∂wenberg" bietet sich doch f√ľr eine gro√üe, naturnahe Puma-Anlage von selbst an - vielleicht w√§re ja sogar ein gewisser Sportartikelhersteller als Sponsor zu begeistern....
(12.12.2008, 09:42)
Alexander Fuchs :   Jetzt muss auch ich mich mal wieder einschalten. Habe es seit Tagen mitverfolgt was hier so geschrieben wurde und ich freue mich pers√∂nlich dar√ľber, dass der Zoo so viel Anklang unter den Forumsteilnehmern findet.
Mir f√§llt spontan dazu eine Geschichte/ Tierpers√∂nlichkeit ein. Gino der Seeb√§r!!! Leider ist er an einer Lungenentz√ľndung gestorben. Bei jedem Besuch im Zoo ist er mir und anderen, immer aufgefallen. Auch weil er die N√§he zum Pfleger gesucht hatte und sich, als kleinster in der Gruppe, mit √§lteren und st√§rkeren Tieren angelegt hatte.

Eine Menschenaffenanlage kann ich mir sehr gut vorstellen, mit einer Gruppe Berggorillas ;) Nee war ein Scherz von mir.
Das Haus am alten Bisongehege zu bauen halte ich f√ľr eine L√∂sung, aber dann m√ľsste schon das Wittekind mit einbezogen werden. Sonst macht es kaum einen Sinn f√ľr die Freianlage.
Selbst vorstellbar ist ein Affenhaus auf den Klausbergen, mit mehreren Arten.
Man hat auch eine sehr sch√∂ne Sicht √ľber das Saaletal und Eichendorffs Denkmal steht gleich daneben. Das Grab von Reil und das Denkmal von Eichendorff, welche Publikumseinrichtung (hab ich extra Allgemein geschrieben) kann schon so etwas zeigen?

Ich freue mich auch schon sehr √ľber das Schlangenzentrum an der Seebener Stra√üe. W√ľnschen w√ľrde ich mir eine Zusammenarbeit mit der MLU oder einer anderen Forschungseinrichtung. Evtl. ein einsehbares Labor, in dem Forscher mit dem Gift der Schlangen arbeiten. Nat√ľrlich muss es sich mit dem Tierschutz vereinbaren lassen.

Das die Stadt Halle hinter dem Zoo steht finde ich Klasse, aber wer Halle kennt, weiß auch, dass sich Halle schlecht oder kaum vermarkten kann. Wie soll es dann der Zoo schaffen?
(11.12.2008, 23:55)
Oliver Jahn :   Michael, das neue Menschenaffenhaus soll an den Hang zum Wittekind kommen, also nicht in die Ebene, sondern in etwa an die Stelle, an der fr√ľher mal das alte Wisentgehege stand und es soll typisch f√ľr Halle ein mehrst√∂ckiger Bau werden. Aber so weit ich erfahren habe, ist die Finanzierung wohl noch nicht sicher. Also bleibt zu hoffen, dass es nicht zu den Akten kommt.
Ralf, dann könnte es ja doch noch zu Weihnachten klappen!!! Das wäre ja wirklich super!
Martin Nebelung, in der Saubucht sind zur Zeit Angler Sattelschweine, der obere Bereich, in dem zwischenzeitlich mal Fuchsmangusten waren, steht leer. Aber auch die Saubucht steht als letzter Jost-Bau des Zoos unter Denkmalschutz, dennoch sind andere Projekte wohl erst mal vorrangig.
(11.12.2008, 20:20)
Michael Mettler :   Und dieses Menschenaffenhaus steht doch dann garantiert auch wieder im "flachen" Teil des Zoos, oder?

In Sachen Besucherattraktivit√§t w√§re es doch eigentlich wesentlich kosteng√ľnstiger, einen Affenfelsen f√ľr Paviane oder Makaken zu bauen (und das dann in den h√∂heren Lagen des Zoos, um ein Ziel f√ľr bisherige Steigungsmuffel zu bieten), auf dem immer reger Betrieb zum Zuschauen einl√§dt. Ich denke schon, dass Publikumsbedarf nach "Bilderbuchaffen" besteht, die es seit dem Abgang der Mandrills und der nachfolgenden Rotkopfmangaben in Halle nicht mehr gibt; ein Wei√ükopfsaki f√§llt doch mehr in die Kategorie "h√ľpfender Wischmop" :-) Scherz beiseite: Selbst ein Zoo wie Basel, der schon die ausgefallendsten zoologischen Rarit√§ten beherbergt hat, h√§lt ja nicht ohne Grund an seiner Javaneraffenhorde fest. Sind eben "Tiere f√ľr's Volk".
(11.12.2008, 19:28)
Martin Nebelung :   Wo genau soll dieses Mednschenaffenhaus dann stehen?
Was ist ist eigentdlich mit der Saubucht geplant?Im Zoof√ľhrer von vor 4 Jahren steht ja bereits das diese nicht mehr zeitgem√§√ü w√§r,es waren zulezt glaub ich ja auch keine Schweine mehr da,wei√ü aber nicht genau.
Hat sich der neue Schimpansenmann eigentlich gut aklimatisiert?Es soll ja am Anfang Probleme gegeben haben.
(11.12.2008, 18:25)
Ralf Seidel :   @Martin Nebelung, die Projekte Giftschlangenzentrum, Menschenaffenhaus oder beispielsweise Wittekind geh√∂ren zu den Pl√§nen, die eben den Zoo f√ľr weitere Besucher aus dem Umfeld attraktiver machen sollen. Das Schlangenzentrum w√§re auch mit wesentlich weniger Arten als der genannten Zahl einzigartig f√ľr die ganze Region - eben besagtes Alleinstellungsmerkmal.
Das geplante Menschenaffenhaus resultiert aus der Tatsache, dass die derzeitige Haltung der Schimpansen als Paar nicht mehr zeitgem√§√ü ist. Die ansonsten ja wundersch√∂ne Anlage wurde gebaut, um den beiden alten Schimpansen ein sch√∂nes Heim zu geben, reicht aber f√ľr eine "artgechte" Haltung in der Gruppe fl√§chenm√§√üig
nicht aus...Gedacht ist an ein großes Haus mit 2 geräumigen Anlagen, Gorillas glaube ich mal nicht - Schimpansen/Bonobos sowie Orangs wären denkbar.
(11.12.2008, 18:10)
Martin Nebelung :   @Ralf Seidel,danke
Ich hab im Internet und auch hier im Forum von dem geplanten Giftschlangenzentrum und dem Menschenaffenhaus gelesen,das Giftschlangenzentrum wurde hier ja schon diskutiert,aber wie sollte den ein neues Menschenafffenhaus aussehen,gr√∂√üere Schimpansengruppe oder mehere Arten? Menschenaffenhaus l√§sst halt Raum f√ľr viele Spekulationen,auch wenn ichs mir so recht nicht vorstellen kann.
(11.12.2008, 17:30)
Ralf Seidel :   @Martin Nebelung, soo gro√üe Bewegungen im Tierbestand bei Neuzug√§ngen oder Geburten gab es ja nicht - ja, die Elefanten, die werden gerade noch eingew√∂hnt (sind aber zu sehen)und wurden auch in der hiesigen Tagespresse mit einem gro√üen Artikel vorgestellt.Wird aber sicher bald aktualisiert...
@Sven P. Peter, die Anlage ist f√ľr etwa 5 Tiere ausgelegt, in der Regel sind auch soviele Tiere auf der Anlage. Da es sich ja um den europ√§ischen Junggesellen - Pool bei dieser Art handelt, wechseln Anzahl und Tiere immer mal - noch gar nicht so lange her, da ging einer nach Hamburg - als neuer Zuchtmann...
(11.12.2008, 16:22)
Sven P. Peter :   Hm, dann wurden doch auch wieder welche abgegeben, oder? Ich meine mich an mehr Tiere bei meinem letzten Besuch zu erinnern.
(11.12.2008, 15:39)
Martin Nebelung :   Wissen Sie warum auf der Website des Zoos kaum neue News in letzter Zeit ver√∂ffentlicht wurden?
(11.12.2008, 15:38)
Ralf Seidel :   5
(11.12.2008, 13:32)
Sven P. Peter :   Wie viele Seeb√§ren hat Halle damit nun?
(11.12.2008, 13:24)
IP66 :   @Herr Rossi: Ich wollte den Begriff "Spa√üzoo" eigentlich nicht pejorativ verstanden wissen und bin ein wenig traurig, da√ü er so verstanden worden ist. Zun√§chst wollte ich "Zoo neuen Typs" schreiben, fand aber, da√ü diese Bezeichnung bei Konzepten, die zum Teil schon zwei Jahrzehnte alt sind, nicht wirklich trifft. Ich denke, da√ü die Zoototalumbauten der letzten zwei Jahrzehnte als genauso gerechtfertigt, gut oder schlecht verstanden werden m√ľssen wie seinerzeit die Zooneubauten in M√ľnster oder Vincennes - da verstehen wir "Betonzoo" ja eher negativ, w√§hrend der Begriff 1970 noch den Ingebriff des zeitgem√§√üen und modeorientierten, aber auch wissenschaftlich gebotenen erfa√üt h√§tte. Mir scheint sogar, da√ü dergleichen Zoototalneubauten f√ľr den Kulturhistoriker eine willkomene Ideenfundgrube darstellen - allerdings auch, da√ü sie allerdings f√ľr Zeitgenossen und Nachgeborene mehr Probleme als L√∂sungen bieten.
Schon die obigen Ausf√ľhrungen passen nur bedingt in diesen Thread, die Zebrahengstfrage jedoch geh√∂rt nun wirklich nicht nach Halle - dennoch w√ľrde ich sagen, da√ü im berliner Zoo im Jahr 1900 ein solches Tier problemlos in ein kleines Tortenst√ľckgehege h√§tte gestellt werden k√∂nnen - ob das einen Vorteil oder Nachteil bedeutet, mu√ü wohl jeder f√ľr sich entscheiden.
(11.12.2008, 10:52)
Ralf Seidel :   @Michael, DESWEGEN wolte ich ja auch nicht erst bis Mittag warten...
(11.12.2008, 09:36)
Michael Mettler :   @Ralf: Wow, da f√§ngt doch mein heutiger Tag gleich viel besser an :-)
(11.12.2008, 09:03)
Ralf Seidel :   Die Info mit den 2 jungen S√ľdamerikanischen Seeb√§ren aus der Stellinger Zucht liegt ja bereits vor, die beiden neuen Elefanten werden noch eingew√∂hnt, sind aber aus dem Bullenbereich bereits umgezogen in die ger√§umigste der 4 Kuhboxen. 16:00 Uhr war ich gestern im Haus, die jugendliche Tana war auf der Lauffl√§che und hatte so durch die Gitter direkten Kontakt zu den Neuen. Aber um die Zeit haben sich alle nur ums Fressen gek√ľmmert...
Uuuuuuund noch eine Neuigkeit - lasst Fanfaren erschallen und Schalmeien erklingen: die Chronik kommt !
Während einer Veranstaltung hat Ludwig Baumgarten gestern den Termin offiziell bekannt gegeben, soll am 19.Dezember ausgeliefert werden. Das wird nicht nur den Oliver freuen...
Im Anschluss hatte ich mich noch mal kurz mit ihm unterhalten, dabei lobte er noch mal ausdr√ľcklich die Recherchen des Herrn Mettler aus Hannover...
(11.12.2008, 08:23)
Ingo Rossi :   @IP66: Ich finde den Begriff ¬ĄSpa√üzoo¬ď im Gegensatz zum klassischen Zoo (darf der keinen Spass machen?) sehr schwierig. Auch kann ich keinen Zusammenhang mit der Euthanasie und einem Spasszoo erkennen. In z.B. N√ľrnberg oder Kopenhagen ist das an der Tagesordnung.
In K√∂ln leistet man sich den Luxus und h√§lt eine Jungesellengruppe dieser seltenen Huftierart. Zucht auch Erhaltungszucht bedeutet ja nicht, dass jedes Tier gleichwichtig f√ľr die Zucht ist.
Die Diskussion um die ¬ĄSpasszoos¬ď erinnert mich sehr an das emp√∂rte Aufschreihen aller Zoodirektoren, als Hagenbeck seinen Stellinger Tierpark er√∂ffnete.
Neuerungen, die Gewohntes nehmen und ver√§ndern k√∂nnen, sind immer auch unangenehm f√ľr den Menschen und es braucht eine Zeit, bis man sich daran gew√∂hnt hat.
Die neue Sicht und Art der Darstellung und Ausstellung der Tiere in den Spasszoos sehe ich durchweg auch im g√§ngigen Diskurs mit unserer jetzigen Sicht und Darstellung der Tier- und Naturwelt. Das halte ich f√ľr genau so bedeutend und kulturhistorisch wichtig, wie postmoderne Architektur.

(10.12.2008, 21:33)
Sven P. Peter :   Halle hat gestern 2,0 Seeb√§ren aus Hamburg bekommen.
(10.12.2008, 20:56)
Oliver Jahn :   Ralf, auf die Gastronomie w√§re ich auch noch eingegangen. Denn nach dem Artikel von Herrn Jacob, den ich hier zitiert habe, haben doch etliche Besucher reagiert und die meisten schrieben als Reaktion auf Herrn Jacobs Aussage, dass es vor allem an einer vern√ľnftigen Gastronomie mangeln w√ľrde. Zum anderen hat eben der Direktor selber sich auf die Fahnen geschrieben, mehr Besucher aus dem Umland zu ziehen und an den Zoo Halle zu binden.
http://www.halleforum.de/article.php?sid=11836
Das Parkhaus ist ein wichtiger Punkt gewesen, allerdings wird es von vielen Besuchern als zu teuer erachtet. Auf die Reilsvilla freue ich mich und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass hier eine Gastronomie der besonderen Art ihren Platz finden wird.
Ansonsten ist auch das wirklich sehr besucherfreundliche Personal im Zoo ein Pfund, mit dem der Zoo wuchern kann. Letztlich hoffe ich auch, dass das Elefantenjungtier, welches ja auch ein erstmaliges Erlebnis f√ľr Halle ist, seinen Teil zu erh√∂hten Besucherzahlen beitragen wird. F√ľr die Diskussion um die Zebraeuthanasie bitte ich einen Leipzig-Thread zu nutzen.
(10.12.2008, 20:10)
th.oma.s :   Eine Gefahr f√ľr die Population besteht in diesem Fall also nicht.

r√ľscht√ľsch- nur in die heile zoowelt passt es eben auch nicht...
(10.12.2008, 17:47)
Matthias :   Ihre falsche Darstellung des Grevy-Zebra-Sachverhaltes kann ich so nicht stehen lassen.
Am Mangel an Absperrgehegen kann die Euthanasie nicht liegen. Die gibt es genug am neuen Huftierstall der Kiwara-Savanne und ob es am alten Zebrastall mehrere Gehege gab, wage ich zu bezweifeln.
Vielmehr w√§re eine dauerhafte Einzelhaltung in H√∂r- und Riechweite der Stuten Tierqu√§lerei. Deswegen ist eine Euthanasie legitiem. Ausserdem ist dieser Hengst bereits genug genetisch repr√§sentiert, so dass er eh nicht mehr z√ľchten darf.
Ich kann keinen Unterschied sehen, ob ich nun ein Rind aus Massentierhaltung an L√∂wen verf√ľttere oder einen √ľberz√§hligen Zebrahengst der Zeit seines Lebens unter optimalen Bedingungen leben konnte. Wobei man Letzteres sogar aus Tierschutzgr√ľnden bevorzugen k√∂nnte.
Ob das Grevy-Zebra hoch bedroht ist oder nicht, spielt in diesem Fall keine Rolle. Schliesslich wird nicht ein Tier der hoch bedrohten Wildpopulation euthanasiert, sondern ein Tier der Zoopopulation die einem intensiven Management unterliegt. Eine Gefahr f√ľr die Population besteht in diesem Fall also nicht.
(10.12.2008, 16:09)
IP66 :   Die Ansicht, da√ü Leipzig und in gewissen Grenzen Hannover den Spa√üzoo mit einem interessanten und artenreichen Tierbestand verbinden, w√ľrde ich teilen. Allerdings hat Leipzig derzeit das Problem, einen Gr√©vy-Zebra-Hengst, immerhin eines der seltensten Huftiere auf dieser Erde, euthanasieren zu m√ľssen, weil nicht hinreichend Absperr- und Alternativgehege zur Verf√ľgung stehen - das w√§re im alten Zoo kein Problem gewesen. Ich kann aber nicht erkennen, da√ü die Kunstfelszoos den Naturschutzgedanken sinnf√§lliger oder publikumswirksamer vermitteln k√∂nnten als etwa die berliner oder der duisburger Zoo, die auf ein solches Konzept weitestgehend verzichten.
Wenn ich ein Beispiel aus meiner Gegend w√§hlen sollte, das die Chancen Halles illustriert, so w√ľrde ich auf die Entwicklung in M√ľnster und Dortmund verweisen. Der Zoo in Dortmund ist zwar deutlich j√ľnger als jener in Halle und zeigt auch einen etwas anderen Tierbestand, aber er zeichnete sich in den 70er und 80er Jahren durch recht einfache, ephem√§re Gehege, eine sehr parkorientierte Atmosph√§re und bescheidene Besucherzahlen aus. In M√ľnster dagegen entstand Anfang der 1970er Jahre ein arhitektinisch aufwendiger, zeitgem√§√üer und sorgsam durchstrukturierter Betonzoo nach den neuesten Richtlinien und Moden. Bis 1980 verhielten sich die Besucherzahlen M√ľnster-Dortmund in etwa so wie derzeit jene von Leipzig und Halle. Dann allerdings wendete sich das Blatt, der ganze m√ľnsteraner Zoo kam auf einen Schlag aus der Mode, in Dortmund entstanden in gro√üen Abst√§nden Neubauten, und am Ende gab es sogar Jahre, in denen mehr Menschen in den Rombergpark kamen als in den Zoo der westf√§lischen Metropole. Durch Herrn Adler ist es dem m√ľnsteraner Zoo gelungen, seine Ressourcen erneut zu aktivieren, wenn auch auf vielenorts provisorische und etwas oberfl√§chliche Weise, und es zeigt sich, da√ü die Infragstruktur der 70er Jahre durchaus noch f√§hig ist, einen Gro√üzoo zu tragen Doch man darf nicht vergessen: Es gibt in M√ľnster kein f√ľr die Besucher begehbares vollst√§ndig neu gebautes Tierhaus, da√ü nicht aus der Erbauungszeit des Zoos stammt. Insofern scheinen mir die Neubauten in Halle tats√§chlich zukunftstr√§chtger zu sein als jene in Leipzig, auch wenn dort der Altbaubestand ein wenig gr√∂√üer ist, und als Entscheidungstr√§ger h√§tte ich tats√§chlich lieber den neuen Eingang in Halle als das Urwaldhaus in Leipzig finanziert, weil ich ersteres Beispiel f√ľr besser geeignet halte, auf l√§ngere Sicht Ansehen, Struktur und √∂konomische Potenz der Region zu erh√∂hen.
(10.12.2008, 15:06)
Ralf Seidel :   @Oliver, die von dir angesprochene Problematik, dass der Besucheranteil ausw√§rtiger G√§ste relativ gering ist stimmt soweit. Gerade deswegen hat man in den vergangenen Jahren investiert: in Parkhaus, neuen Eingangsbereich, attraktive neue Anlagen, auch wieder f√ľr gr√∂√üere Tiere (Gro√ükrokodile, Elefanten. Die Infrastruktur war √ľberaltert - erste Erfolge sind durchaus sichtbar. Stetig zunehmende Besucherzahlen sind daf√ľr ein Beleg, dass zunehmend auch G√§ste aus dem Umland kommen. Momentaner Schwachpunkt ist die Gastronomie - zu teuer, schlechter Service wird oft bem√§ngelt, scheint in vielen, nicht allen Zoos, ein Problem zu sein. Abhilfe schaffen soll da die Er√∂ffnung der Reilschen Villa, hier soll durchaus gehobenere Gastronomie dargeboten werden. Leider verz√∂gert sich derzeit noch die Fertigstellung. Nicht umsonst wurde ein Busparkplatz gebaut, damit soll der Zoo auch f√ľr gr√∂√üere Reisegruppen attraktiver werden: fr√ľh in den Zoo -Mittagessen - am Nachmittag F√ľhrung durch die histor. Altstadt, Saline,
Schokoladen - oder Beatlesmuseum, H√§ndelhaus...Es gibt viele M√∂glichkeiten und Ideen, l√§uft gerade zaghaft an. Unabh√§ngig von den Besuchern von au√üerhalb - wichtig sind die absoluten Besucherzahlen. Ich lasse jetzt mal die Zoos mit gro√üer √ľberregionaler Ausstrahlung (Berlin, Leipzig, Hannover, Stuttgart, N√ľrnberg etc)au√üen vor, in der Regel gilt ja heute die Erreichung der Einwohnerzahl einer Stadt als weitestgehend ordentlicher Indikator, dass der Park auch angenommen wird. Seit einigen Jahren steigen in Halle die Zahlen wieder, erst √ľber 300T, in 2007 340Tausend Besucher - bei 240000 Einwohnern ein akzeptables Ergebnis. Halle hat, wie alle gro√üen Kommunen im Osten viele Einwohner verloren, hier alleine waren es fast 100Tausend !!!
W√§hrend die gro√üen St√§dte in Sachsen ihr Umland flei√üig eingemeinden (Leipzig und Dresden z√§hlen wieder weit √ľber 500000 Einwohner), geht das nach der Gemeindereform in Sachsen-Anhalt nicht, hier sind die gro√üen St√§dte geschrumpft. Vor 4 Wochen hatten wir Besuch von Mitgliedern des Chemnitzer F√∂rdervereins zum Erfahrungsaustausch. Die drittgr√∂√üte Stadt Sachsens weist derzeit bei fast gleicher Gr√∂√üe der St√§dte nur etwa 200000 Besucher auf. Das man dort eher noch nicht zufrieden ist, liegt auf der Hand. Dabei hat gerade auch der Chemnitzer Tierpark enorm zugelegt...
Halle konnte seine Zahlen steigern, die 500Tausend sind realistisch - und das bei einem sehr dichten Tiergartenbestand im eigenen Umfeld.
Mehr Au√üenwerbung noch w√§re sicher durchaus noch w√ľnschenswert, die eine oder andere Ver√§nderung sicher auch.
Michael, bis auf die Löwenumsiedlung habe ich auch schon in die gleiche Richtung wie du gedacht...

(10.12.2008, 13:22)
Oliver Jahn :   @Ronny, das mag am Wochenende wohl stimmen, unter der Woche aber ist es auch bei sch√∂nem Sommerwetter eher leichter, einen, oder auch mehrere Pl√§tze zu bekommen.
@Michael, da kann ich nicht zustimmen. Im direkten Vergleich mag es so sein, aber wenn ein Zoo keine Wölfe hat, dann besetzen die Hyänenhunde gerade mit ihrer bunten Farbe diese Planstelle der großen Hunde recht gut, so auch in Halle, wo immer recht viele Leute an dieser Anlage standen.
Und auch bei den Rindern kann ich dir absolut nicht zustimmen. Eben weil gro√üe Tiere mit gro√üen H√∂rnern immer wieder auch auf den "Normalbesucher" eine gro√üe Faszination aus√ľben, sind ja noch heute die Yaks in Halle. Auch Watussi und Bison sehe ich sehr wohl noch als Besuchermagneten in kleineren Einrichtungen. Und f√ľr Halle hat der Yakbulle in der Zeit der Elefantenabstinenz immerhin den Platz des gr√∂√üten und schwersten Tieres im ganzen Zoo besetzt.

(10.12.2008, 10:08)
Michael Mettler :   @Oliver: Rinder und Hy√§nenhunde sind zwar f√ľr uns Zoofans "lecker", zumal erstere immer seltener in den Zoos werden, aber im Gegensatz zu Giraffen und Nash√∂rnern nicht gerade etwas, was die Massen schwer begeistert... Im direkten Vergleich Hy√§nenhund/Wolf sehe ich letzteren in der Publikumsattraktivit√§t im Vorteil, da er schlichtweg volkst√ľmlicher ist. Wobei schwarze Timberw√∂lfe oder wei√üe "Polarw√∂lfe" nach meinem Empfinden mehr Publikum anziehen als graue Europ√§er; das jedenfalls habe ich in Hannover beobachtet, wo das Europ√§erpaar oft nur zur F√ľtterungszeit "Zuschauer" hatte, w√§hrend vor allem der schwarze R√ľde des in der gleichen Anlage nachfolgenden Timberwolfpaares (also vor Umbau und Nachzucht) deutlich mehr Interesse weckte.
(10.12.2008, 09:28)
Ronny :   Wo bei ic die Gastst√§ttte auf dem Berg eiegtnlich immer als gut besucht empfinde, gerade im Sommer ist teilweise schwer einen Platz dort zu bekommen.
(10.12.2008, 07:43)
Oliver Jahn :   Nun, das war ja mal das Programm in Halle. Genau dem Schmidtschen Prinzip folgend waren ja Hy√§nenhunde, Nash√∂rner, Giraffen und Rinder auf dem Weg nach oben und auf dem Berg direkt untergebracht. Das Antilopnhaus mit seinen Anlagen bietet da auch heute noch einige M√∂glichkeiten, ebenso wie die Anlage der M√§hnenw√∂lfe.
(09.12.2008, 22:44)
Michael Mettler :   @Oliver: Na gut, ich war 1989 in Halle und habe Schimpansen und Flusspferde nicht gesehen, daf√ľr aber jedes Berggehege :-)

Schon Max Schmidt hat bei seinen Beschreibungen des "neuen" Frankfurter Zoos 1875 darauf hingewiesen, man solle die f√ľr den Besucher wichtigsten Tiere gleichm√§√üig √ľber das Gel√§nde verteilen und die Wege zwischen ihnen mit den weniger interessanten Arten s√§umen. Genau nach diesem Konzept wurde der Frankfurter Zoo an seinem zweiten Standort strukturiert, und genau dieses Prinzip greifen heute wieder die Erlebniszoos bei ihren Totalumbauten auf. Demzufolge haben sich zwar vielleicht die Beliebtheiten mancher Tierarten im Laufe von √ľber 130 Jahren ge√§ndert, aber nicht das Grundprinzip dahinter.

Nun hat Halle ja nicht ohne Grund seine Publikumslieblinge im unteren Bereich - da gab es nun mal die meisten ebenen Fl√§chen f√ľr die erforderlichen Gro√übauten. Die Zukunftsprojekte wie das Giftschlangenzentrum vergr√∂√üern das Ungleichgewicht zwischen den Zoobereichen m.E. noch mehr. Vielleicht sollte der Zoo lieber dar√ľber nachdenken, sein landschaftliches Alleinstellungsmerkmal ausgiebiger zu nutzen und Anlagen f√ľr Publikumslieblinge in die Bergbereiche einzugliedern - sowas kann n√§mlich der unmittelbare Konkurrent Leipzig nicht bieten. Es gibt ausreichend Arten, f√ľr die keine aufw√§ndigen H√§user notwendig w√§ren, die in die Spezialgebiete passen (Bergtiere & S√ľdamerika) und derzeit im Zoo nicht vertreten oder diskussionsw√ľrdig untergebracht sind. Ich denke da an gro√üe Hanganlagen z.B. f√ľr B√§ren (Kragen- oder Brillenb√§r), Pumas ("Bergl√∂we"!), Leoparden, W√∂lfe oder Affen (Dscheladas, Mantelpaviane oder Makaken - selbst wenn es "nur" die x-te begehbare Berberaffenanlage w√§re, so w√§re sie doch in der Region ein Novum...). Gerade eine gro√üe Horde "richtiger Affen" - Krallen√§ffchen und Sakis werden in dieser Hinsicht von vielen Besuchern bestimmt nicht f√ľr voll genommen - w√§re doch ein enormer Anziehungspunkt. Man k√∂nnte sogar die L√∂wen aus dem Raubtierhaus ins Berggel√§nde verlagern, von den drei gehaltenen Gro√ükatzenarten sind sie wohl am wenigsten w√§rmebed√ľrftig.
(09.12.2008, 22:28)
Oliver Jahn :   @Michael, da ist schon etwas dran! Es gibt Stellen im Zoo Halle, in denen ist man fast immer allein. Und es stimmt genau, diese Stellen werden h√§ufiger, je h√∂her man kommt. Haben wir nicht selbst hier schon gelesen, dass Besucher in Halle waren und die Pudus nicht gesehen haben?
(09.12.2008, 21:22)
Michael Mettler :   Ich f√ľrchte, das bereits vorhandene Alleinstellungsmerkmal tr√§gt sogar seinen Teil dazu bei, dass der Zoo relativ wenige Besucher "aus der Fremde" anzieht: "Bergzoo" klingt eben mehr nach anstrengender Kraxelei als nach entspannendem Spaziergang... :-)

Wie ist denn das eigentlich mit der Besucherverteilung im Zoo? Nahezu alle f√ľr Otto Normalbesucher besonders attraktiven Tiere sind ja im "unteren" Teil des Zoos relativ dicht beieinander platziert: Elefanten, B√§ren, Gro√ükatzen, Krokodile, Robben, Affen, Zwergflusspferde. Kann es sein, dass Besucher den Zoo deshalb in gro√üen Teilen seines Gel√§ndes wenig interessant finden, weil dort "nur" Huftiere, V√∂gel und Kleingetier zu sehen, aber gerade dort die Wege am anstrengendsten sind? Ich denke dabei gerade an Springe, wo genau dieser Umstand anscheinend viele Besucher davon abh√§lt, den GANZEN Park abzulaufen. Den Spruch "das lohnt sich nicht, dahinten sind nur Hirsche" habe ich jedenfalls bei fast jedem meiner Springe-Besuche mehrfach an Wegekreuzungen geh√∂rt, und in den betreffenden Bereichen verloren sich dann nur wenige (und tats√§chlich auch vor allem EINZELNE) Besucher. Gerade Familien scheinen sich von solchen Parkbereichen abschrecken zu lassen, und irgendwo bleibt sowas dann doch bestimmt als vermeintlicher Makel f√ľr den n√§chsten Ausflug im Hinterkopf h√§ngen. Springe h√§tte √ľbrigens auch gern deutlich mehr Besucher...
(09.12.2008, 21:09)
Oliver Jahn :   Keineswegs w√ľnsche ich Halle 1,8 Millionen Besucher, da hat man mich wohl doch etwas falsch verstanden. Nur lesen sich IP66 Zeilen ein wenig so, dass alle die Besucher, die zur Zeit nach Leipzig str√∂men, genau dann, wenn sie die Kunstfelsen und den Spa√üzoo satt haben, dann in Halle auf Altbewehrtes zur√ľckgreifen. Und das halte ich eben f√ľr sehr utopisch. Schon bei der angestrebten 500.000 muss noch viel mehr √Ėffentlichkeitsarbeit erfolgen. Direktor Jacob hat vor nicht sehr langer Zeit das Ph√§nomen beschrieben, dass Halle zu den Zoos geh√∂rt, denen es am schwierigsten f√§llt, Besucher zu gewinnen, die NICHT aus Halle sind. Der Prozentsatz der Besucher aus dem Umland ist erheblich geringer als in fast allen anderen Zoos. Liegt der Anteil der Besucher aus anderen St√§dten bei einem Zoo meistens so bei 50%, in Leipzig sogar bei 65%, so liegt er in Halle gerade mal bei 25 bis 30%. Das ist einfach zu wenig und da muss der Zoo noch ordentlich aufholen.
Denn nur mit dem Reilsberg und dem bl√ľhenden Flieder k√∂nne man niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Der Zoo brauche deshalb ein Alleinstellungsmerkmal.
Und was nutz schon Fiederbl√ľte, wenn sie auf s/w Fotos nicht mal r√ľber kommt! :-)

(09.12.2008, 20:45)
Ralf Seidel :   Ich meine, Vergleiche zwischen Nachbarzoos dr√§ngen sich zwar immer wieder auf - und meist hinken sie auch irgendwie. Leipzig und Halle werden immer gern miteinander verglichen, aber wer beispielsweise stellt schon die Zoos in Gelsenkirchen, Duisburg, Dortmund, K√∂ln oder Wuppertal nebeneinander. Zoom kann ich nicht einsch√§tzen, da war ich noch nicht, die anderen G√§rten hingegen kenne ich gut -
und finde sie auch gut, mit all ihren Stärken und Schwächen...
Und genau das ist es eben, was unsere reichhaltige Tiergartenlandschaft ausmacht, ein gut gef√ľhrter Zoo ist immer ein guter Zoo.
Ich finde eben auch gerade die Entwicklung in Leipzig sehr spannend, kenne ich doch diesen Garten schon viele Jahre - und es tut sich ne Menge dort. Meine fr√ľheren Bef√ľrchtungen, neben massenwirksamen Gro√üanlagen w√ľrde der Tierbestand qualitativ abbauen, haben sich als ungerechtfertigt erwiesen - der Zoo bleibt, trotz Ver√§nderungen, ein Zoo der Rarit√§ten. √Ąhnlich skeptisch war ich anfangs auch in puncto Hannover, auch dort haben sich viele Vorbehalte l√§ngst aufgel√∂st, was ja nicht hei√üen muss, dass mir alles gef√§llt - das tut es im "klassischen" Zoo ja auch nicht...
Also IP66, gehen Sie bitte nicht zu hart mit den "Spasszoos" ind Gericht, so lange der Auftrag moderner zoologischer G√§rten erf√ľllt wird, haben diese Parks genau so eine Zukunft wie der Tiergarten von nebenan - und sie bereichern unsere Zoolandschaft !
Ihre Meinung zum halleschen Elefantenhaus kann ich nachvollziehen. Finde ich die L√∂sung von au√üen noch ganz gut gel√∂st durch die Intgrierung in den Hang hinein sowie die gro√üz√ľgige Dachbegr√ľnung, erscheint mir das Innere doch etwas spartanisch. F√ľr moderne (und auch sichere)Elefantenhaltung fraglos in Ordnung, wirkt es auf den Betrachter eben vielleicht doch etwas, na sagen wir mal n√ľchtern. Ist aber auch wieder Geschmackssache...
Noch mal zu den Besucherzahlen: die Marketing-Strategie des Leipziger Zoos ist nat√ľrlich gigantisch, neben ETC gibt es allj√§hrlich gro√üfl√§chige Werbeplakate - und die h√§ngen in Halle und Magdeburg genau so wie in Chemnitz oder Dresden. Leipzigs Zoo hatte in der Region Mitteldeutschland immer schon eine herausragende Bedeutung, auch zu DDR-Zeiten war er nach dem st√§ndig in den Medien pr√§senten Friedrichsfelder Park des sehr popul√§ren Prof. Dathe, sehr gut besucht und in aller Munde.
An diesen Gegebenheiten kann und will sich der Zoo in Halle gar nicht messen -mittelfristig will man, auch in Hinblick auf die neueren Planungen, die 500Tausend Besucher erreichen. Das ist durchaus realistisch, hat es ja in fr√ľheren Zeiten auch schon gegeben...
Ich greife jetzt mal Michael Mettlers Bemerkung gegen√ľber dem Oliver auf, Michael ich glaube, da ginge ihm nicht nur die Zooatmosph√§re fl√∂ten. Der Oliver w√ľrde gar nicht mal mehr zum Zuge kommen, wenn er mit gewohnt und gekonnt dargebotenen akrobatischen Kletter-√ľber die Gehegebrenzung schauen-und sonstigen Verrenkungsk√ľnsten Fotos machen wollte - auch wenn die "nur" in Schwarz-Wei√ü sind (oder ist das vielleicht doch sepia ?)...)))
(09.12.2008, 13:14)
IP66 :   Was die architektonische Qualit√§t der Neu- und Umbauten angeht, w√ľrde ich das Verh√§ltnis genau umgekehrt sehen: Halle beteiligt sich am architektonischen Diskurs der Gegenwart, Leipzig unterl√§uft ihn. Und ob die Besucherzahlen des Zoos an der Plei√üe wirklich dem Zooumbau und nicht der Fernsehserie geschuldet sind, wei√ü ich auch nicht.
(09.12.2008, 11:02)
Michael Mettler :   @Oliver: Dein Wunsch in allen Ehren, aber wenn Halle tats√§chlich die Leipziger Besucherzahl h√§tte, w√§re das Gedr√§nge im Bergzoo so gro√ü, dass du wohl nicht mehr von "echter Zoo-Atmosph√§re" sprechen w√ľrdest :-)
(09.12.2008, 09:13)
Oliver Jahn :   @IP66, ich glaube kaum, dass in naher Zukunft in Leipzig diese Erkl√§rungen notwendig werden. Der Zuspruch, den Leipzig hat, den w√ľnsche ich Halle von ganzem Herzen. Allerdings lassen die Besucherzahlen von 2007 hier eine eindeutige Wertung zu. 340.000 in Halle stehen hier 1,76 Millionen in Leipzig gegen√ľber. Als Halle-Fan sage ich das wirklich nicht gern, aber da spielt Leipzig schon in einer anderen Liga.
(08.12.2008, 19:29)
IP66 :   Ich denke, da√ü die Kunstfelszoos leipziger oder gelsenkirchner Machart bald den ungeliebten Teil der Vergangenheit darstellen werden (und ich vermutlich damit besch√§ftigt sein werde, den Menschen zu erkl√§ren, was man mit der Tigertaiga in Leipzig oder dem Baumstachlerkletterzweig in Gelsenkirchen so wollte ...). Mir scheint vor diesem Hintergrund der Raubtierhausum- und der Eingangsneubau eher dem zu √§hneln, was uns im n√§chsten Jahrzehnt als Neubau pr√§sentiert wird. Allerdings sind dergleichen Voraussagen, wenn auch mit viel √úberlegung getroffen, immer ein St√ľck weit Spekulation, und wir m√ľssen abwarten, ob sich die Entwicklung so vollzieht. Wenn das aber der Fall ist, sieht es f√ľr den hallenser Zoo sehr gut aus - eben weil er √ľber wenig klassische Spa√üzooelemente verf√ľgt. In Leipzig hingegen wird mit der Er√∂ffnung des Urwaldhauses der Zoo zugebaut sein und nur noch aus Elementen der "guten" Geschichte und Spa√üzoobauten bestehen. Das hallenser Elefantenhaus gef√§llt mir weniger, wohl nicht nur, weil ich ihm nicht verzeihe, da√ü ihm die B√§renburg zum Opfer gefallen ist. Ich finde den Bau spannend, einzigartig und vern√ľnftig konzipiert, aber er wirkt wie ein versp√§tetes Beispiel der fr√ľhen Postmoderne, in den fr√ľhen 80ern produziert, dann in der Schublade versenkt, vor drei Jahren ausgegraben gen Ostren transveriert und viel zu zur√ľckhaltend √ľberarbeitet. Die hektische Verteilung der Fenster, die Unm√∂glichkeit, die gro√üe Geste des Innenraumes zu erfassen, vor allem aber die v√∂llig verschenkte M√∂glichkeit, den Raum durch das Treppenhaus zu erschlie√üen wollen mir nicht gefallen. Auf der anderen Seite und ganz jenseits von meiner Einstellung d√ľrfte der Bau aufgrund dieses Konzeptes einzigartig bleiben und damit immer ein Alleinstellungsmerkmal des Zoos bilden.
(08.12.2008, 18:57)
Ralf Seidel :   @IP66, den zweiten Teil Ihrer Ausf√ľhrung w√ľrde ich sooo nicht stehen lassen wollen. Dass er sich vom Konzept des Leipziger "Zoo der Zukunft" unterscheidet, ist gut und richtig - f√ľr mich immer wieder wichtig, dass sich gerade benachbarte G√§rten voneinander deutlich unterscheiden - wobei sie sich ja gerade dadurch irgendwie erg√§nzen.
Was die Anziehungskraft des Zoos betrifft - die konnte in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden. Nur Leipzig und Dresden haben im mitteldeutschen Raum mehr Besucher zu verzeichnen. Und die finanziellen Mittel, welche in den letzten Jahren eingesetzt wurden, sind alles andere als wenig. Mit erheblichem Aufwand wurde in den letzten Jahren investiert,
Zielsetzung ist auch in Halle, mehr Besucher aus dem Umland in den Zoo zu locken. Wie auch im benachbarten Leipzig haben sich die Verantwortlichen der Kommune trotz aller Probleme immer wieder zum Zoo bekannt, das ist nicht √ľberall so selbstverst√§ndlich. Die Stadt
Halle, größte Stadt und gleichzeitig
wirtschaftliches und kulturelles
Zentrum des Landes Sachsen-Anhalt,
bekennt sich zu ihrer Kulturtradition, eine Vielzahl von Theatern, Museen, die Oper und die Philharmonie wollen auch augestattet sein, vor 2 Wochen die Entscheidung, das Stadion umzubauen - da hält jeder erst mal die Hand auf - der finanzielle Spielraum ist aber nicht wirklich besser geworden...
Auch f√ľr mich ist der Bergzoo eine organische Einheit mit der Stadt, historisch gewachsen und weiter entwickelt. Nicht der perfekte Zoo, auch ich h√§tte noch 100 W√ľnsche, - aber die Synthese aus landschaftlicher Sch√∂nheit, dem Nebeneinander alter und moderner Bauten und Gehege machen ihn unverwechselbar und einfach nur zu dem, was er ist - ein sch√∂ner Zoo.
(08.12.2008, 13:25)
IP66 :   Mir scheint, da√ü diese spezifische hallenser Zooatmosph√§re stark dadurch gepr√§gt ist, da√ü man bei vielen Bau- und Gestaltungsentscheidungen das Konzept der Zoogr√ľnder zu erg√§nzen und nicht ersetzen versucht hat. Wenn man sich den Zoo in Karlsruhe anschaut, der ein √§hnliches Gel√§nde aufweist, sich jedoch einem Totalneubau unterwrofen hat und neuerdings auch lieber alte Gehege ersetzt als neue erg√§nzt, werden die Vorteile das hallenser Konzeptes deutlich. Sicherlich wird dieser Zoo nie ein Spa√üzoo nach leipziger Muster werden, und auch wenn er die Ideen der zweiten Moderne weiterverfolgt, wird man den Berg nicht diesbez√ľglich umdekorieren k√∂nnen. Aber gerade dadurch scheinen mir immer Zooteile zeit- und modeenthoben zu existieren, mit dem Ergebnis, da√ü die Anlage nie die Anziehungskraft soeben neu gebauter Nachbarzoos erreicht, aber mit viel weniger Mitteln √ľber viel l√§ngere Zeit das Publikum anzieht, erfreut und belehrt.
(08.12.2008, 11:10)
Oliver Jahn :   @IP66, die Atmosph√§re in Halle ist eben noch echte Zoo-Atmosph√§re, das findet man nicht mehr so h√§ufig, das ist schon etwas besonderes.
Ansonsten habe ich ja schon öfter mal beschrieben, dass es mir wie vielen anderen Besuchern des Zoos so ging, dass es etwas besonderes war und noch heute ist, dass einen um den ganzen Berg herum hinter jeder Wegbiegung eine neue Überraschung erwartet. Und in der Zeitung "Der Morgen" lese ich dann in einem Artikel "Der Zoo auf dem Berg" vom 24.03.1976: "Hier hat der Besucher die Tiere relativ nah vor sich, jede Wegbiegung hält eine neue Abwechslung parat."
Ich habe diesen Artikel erst vor wenigen Wochen bekommen und ich musste schon schmunzeln, dass mein Empfinden im Zoo Halle, welches ich auch hier schon beschrieben habe, den Autor bereits 1976 genau so inspiriert hat.
(07.12.2008, 18:44)
IP66 :   Vielleicht liegt es dann dieser Mischung, da√ü mir Halle besser gef√§llt als manche andere Stadt in den neuen Bundesl√§ndern. Auch bei meinem letzten Besuch an einem etwas tr√ľben Novembertag empfand ich es so, da√ü der Zoo nicht nur eine einzigartige Atmosph√§re entfaltet, sondern auch durch die Ausblicke unaufdringlich und recht organisch mit der Stadt verbunden ist. Hagen hat in den letzten Jahren seine Geschichte, die in diesem Bereich ziemlich ausschlie√ülich Herrn Osthaus zu verdanken ist, recht geschickt aktiviert, und vielleicht w√§re das auch eine Chance, f√ľr die ja gar nicht so wenigen Zooaltbauten eben gerade wegen ihres reformorientierten Charakters neue Aufmerksamkeit zu erwecken.
(07.12.2008, 14:18)
Ralf Seidel :   Die Tatsache, dass Halle sich gerade in den 20er Jahren als eines der gro√üen deutschen Arbeiterzentren entwickelte, noch heute spricht man ja vom "roten Halle", widerspricht ja nicht zwangsl√§ufig, dass es hier auch immer schon eine breite Schicht von wohlhabenden B√ľrgern und Intelektuellen gab. Kunst und Kultur haben bis auf den heutigen Tag einen hohen Stellenwert und die von Ihnen erw√§hnten reichhaltig vorhandenen Jungendstilfassaden pr√§gen auch heute noch weite Bereiche der Innenstadt - Halle war kaum durch den Krieg zerst√∂rt - bis auf ganz wenige Stellen. Heute ein Segen f√ľr das Stadtbild - zu DDR-Zeiten fast der Ruin, als man die historische Altstadt zusehends verfallen lie√ü...
(05.12.2008, 14:46)
IP66 :   Ich hatte bei meinem Vergleich eher auf die hallenser Gr√ľndungsbauten - das erste Raubtierhaus, den Rinderstall, die K√§fige am Alpinumweg und das Steinbockgehege gedacht, nicht an jene der Zwischenkriegszeit, an die Sie jedoch mit Recht erinnern. Das Raubtierhaus stellte einen sehr modernen Bau, das Affenhaus im Grunde auch. Aus der Nachkriegsperspektive geraten beide Bauten sogar ein wenig moderner als die leipziger Beispiele, weil man nach 1945 die Bauhausentwicklung als zukunftsweisender verstehen wollte.
Wenn man den St√§dtecharakter um die Jahrhundertwende und in den Jahrzehnten danach betrachtet, finde ich es ein wenig √ľberraschend, da√ü in der Arbeiterstadt Halle schon so fr√ľh Reformstile gepflegt wurden - gerade der Jugendstil gilt ja als Ausdrucksform einer √§sthetisch veranlagten Oberschicht. Allerdings entstanden auch hier im Westen die jeweils modernsten katholischen Kirchenbauten in Arbeiterpfarreien, was in Essen dazu f√ľhrte, da√ü der zust√§ndige Erzbischof nur mit M√ľhe zur Weihe eines solchen Geb√§udes bewegt werden konnte. Leider schreibt Herr Baumgarten wenig √ľber den stilistischen und weltanschaulichen Hintergrund der Entwerfer und Errichter der ersten hallenser Zoobauten. Doch vielleicht sah das in Halle nicht anders aus als bei den Ruhrgebietspastoren oder bei Herrn Osthaus in Hagen: Wenn wohlhabende √Ąstheten f√ľr die zu f√∂rdernden Schichten bauten, fanden sie den neusten und reformorientiertesten Stil gerade gut genug. Gerade Herr Osthaus machte da wenig Unterschiede - Herr van de Velde baute ihm sowohl die Villa wie das Museum, mit dem er volksbildend t√§tig werden wollte.
(05.12.2008, 14:07)
Ralf Seidel :   @Oliver, Entschuldigung z√§hneknirschend angenommen, schlie√ülich lie√ü ich mir ja mit dem Zusatz, dass die Tapire und die Zwerghippos eventuell sich zeitweise √ľberschnitten ja immer noch ne Hintert√ľr auf, die Tatsache, dass da das eine oder andere graue Haar schon mal erscheinen hei√üt ja schlie√ülich nicht, dass ich debil bin...))
@IP66, die prägenden Häuser in Leipzig, wie Affenhaus, Neues Raubtierhaus oder auch später das Aquarium entstanden ja doch noch einige Jahre VOR den prägenden halleschen Warmhäusern. Während das alte Affenhaus ja noch ein
wenig verspielt in meiner Erinnerung daher kam, insbesondere im Inneren, waren beispielsweise das Aquarium/Terrarium und das Raubtierhaus ja wirklich moderne Bauten. Das Raubtierhaus galt zu seiner Zeit als eines größten und modernsten seiner Zeit, sogar Glasscheiben als Begrenzung zum Besucher waren schon angedacht...
Die Leiziger T√ľrmchen und sonstiger Schnickschnack waren hier verp√∂nt und h√§tten den Zoo wohl auch irgenswie √ľberfrachtet - was in Leipzig exzellent passte, h√§tte in Halle wahrscheinlich
Kopfsch√ľtteln ausgel√∂st.
Vielleicht auch der historischen Entwicklung der Städte geschuldet: War Halle als Residenzsitz der Magdeburger Bischöfe, als Mitglied der Hanse und durch seinen Handel mit Salz eine schon recht wohlhabende Stadt, waren die Nachbarn an der Pleiße bis zum Mittelalter ja noch recht wenig bedeutend. Das änderte sich erst, als sich Leipzig zum zentralen Messestandort mauserte. Mit Beginn der Industrialisierung entwickelte sich Leipzig immer mehr zur BÜRGERSTADT, in
Halle dagegen war viel Industrie angesiedelt, es entwickelte sich zur ARBEITERSTADT.
Der Leipziger Zoo bestach immer neben einem erlesenen Tierbestand durch seine
grandiosen Wege-Sicht-Achsen und die schönen, "verschnörkelten" Schauhäuser.
Halle hingegen bestach mit seiner landschaftlichen Schönheit und modernen Tierhäusern.
Oliver, deine Vermutung, dass es sozusagen einen Wettlauf zwischen Halle und Magdeburg gab, wer zuerst einen Zoo aufbieten konnte, w√ľrde ich so nicht teilen. Erst mal liegen beide St√§dte 90 km auseinander. Zum anderen waren die Verantwortlichen in Magdeburg schon immer etwas vertrieft(was nicht hei√üen soll, dass die Hallenser immer die Schnellsten oder Cleversten waren oder sind), andererseits hat es aber die Hallenser auch nie interessiert, was die in Magdeburg gerade so treiben -alles sch√∂ne Traditionen, die bis auf den heutigen Tag anhalten...
@Oliver und Michael, vielleicht kriege ich es dieses Wochenende auf den Weg, zuhause mal wieder Internet und e-mail anliegen zu haben - auf jeden Fall schon mal nen schönen 2.Advent.
Und den Anderen nat√ľrlich auch...
(05.12.2008, 13:27)
IP66 :   Zu den hallenser Bauten: Ich denke, da√ü man in Halle zun√§chst den Vorteil hatte, sich von dem wenig parkartigen und durch die recht schlichten Bauten der Entstehungszeit gepr√§gten leipziger Zoo abzusetzen. Hinzu kam, da√ü man sich in Leipzig auch bei den Neubauten eher historistisch orientierte, wenn auch in einer malerischen Sp√§tform. Da man in Halle eher Reformarchitektur bevorzugte, ein aus sich selbst heraus attraktives Gel√§nde verwandte un dzun√§chst einmal keine Gro√übauten errichtete, gab es an der Saale einen Modernit√§tsvorsprung. Ich denke, da√ü die Bauten in Leipzig genau dieser Situation entsprachen, wobei Herr B√ľhring allerdings nicht versuchte, hallenser Elemente zu imitieren, sondern expressionistische Bauten mit einem durchaus zeitgem√§√üen Axialsystem verand, das dem Gel√§nde √§u√üerst geschickt eingepa√üt wurde.
Zu den Decken: Experimente mit frei tragenden Betonkonstruktionen gibt es seit der Jahrhundertwende - den meisten Forumsteilnehmern d√ľrfte die Kuppel des m√ľnchner Gro√ütierhauses als wichtiges und fr√ľhes Beispiel bekannt sein. Mit den Flachdecken experimentierte man in der Zwischenkriegszeit, allerdings gibt es bei Kontorh√§usern in Hamburg auch andere, recht fr√ľhe Beispiele auf kleiner Fl√§che. Eine Verwendung einer solchen Methode w√§re im fraglichen Kontext recht mutig, weshalb ich mit irgend einer Spur in den Quellen rechnen w√ľrde. Ausschlie√üen m√∂chte ich sie aber nicht.
(05.12.2008, 11:52)
Oliver Jahn :   @Ralf, ich nehme das nat√ľrlich sofort zur√ľck! :-) Ich las nur aus deinen Zeilen den Satz, die Zwergflusspferde zogen hier erst sp√§ter ein! Da sie aber als Erstes einzogen, mutma√üte ich ein leichtes Durcheinanderbringen deinerseits...jetzt aber wei√ü ich, es liegt am vorweihnachtlichen Arbeitsstress!! :-)) Dennoch freue ich mich schon auf die n√§chste Gelegenheit, bei der uns hoffentlich die Chronik Teil II zur Seite liegt!!
Interessant ist vielleicht in dem Zusammenhang der Gr√ľndung von Halle neben Leipzig auch noch die klare Absicht zu dieser zeit, auch einen Zoo in Magdeburg zu etablieren. Dieses gab Halle vielleicht auch noch mal einen zus√§tzlichen Anreiz, hier einfach schneller zu sein.
(05.12.2008, 10:12)
Michael Mettler :   @IP66, Frage an den Architekturfachmann: Ab wann etwa verwendete man bei Zoobauten (oder allgemein?) Grundplatten und Zwischendecken aus Beton? Denn: Man hatte in Halle ein Menschenaffenhaus von 1904, das voll unterkellert war und vielleicht sogar - wie andere H√§user des Zoo in der Anfangszeit auch - teilweise aus Fachwerk bestand. Eventuelle innere W√§nde usw. fu√üten mit gr√∂√üer Wahrscheinlichkeit auf entsprechenden tragenden Mauern im Kellergeschoss, aber der Fu√üboden - woraus auch immer er bestand - hatte inmitten irgendwelcher R√§umlichkeiten nichts Schwereres zu tragen als drei junge Schimpansen und /oder einen Pfleger mit Mistkarre. Und nun nehmen wir die Affen heraus (bzw. ersetzen sie nach Tod nicht mehr) und stellen auf den f√ľr Leichtgewichte gebauten, unterkellerten Fu√üboden ab 1920 ein Flusspferd mit einem zu erwartenden Endgewicht von zwei bis drei Tonnen, und ab 1932 sogar ZWEI Flusspferde PLUS sp√§terem Nachwuchs. Ohne nachtr√§gliche Bauma√ünahmen m√ľsste das doch dem Zoo zum "gro√üen Durchbruch" verholfen haben...?
(05.12.2008, 10:05)
Ralf Seidel :   @Oliver, deine Ausf√ľhrungen gehen ja genau in meine Denkrichtung, im Sommer 1981 war ich zum Praktikum in Halle und wohnte unweit vom Zoo in Trotha. Und daaaa sah ich zumindest einen Tapir in besagter Anlage. Wie schon gesagt, die
Tapire hatten nur ein kurzes Intermezzo in diesem Bereich - aber sie waren mal dort. Die anderen Unterbringungen kann ich einhellig bestätigen...
Dass man den Zwerghippos auf Grund ihrer Kostbarkeit ein modernes Gehege, welches f√ľr die Art ja durchaus optimal gestaltet war, zukommen lie√ü, ist mehr als nachvollziehbar...
Über die freche Bemerkung "...da bringst du jetzt was durcheinander" reden wir bei nächster Gelegenheit...))
@IP66, Kein Geringerer als der hallesche Zoologe Dr. Brandes hatte auf Anhieb sich f√ľr den Standort Reilsberg f√ľr einen k√ľnftigen Zoo ausgesprochen und warb flei√üig daf√ľr. Damals ein Novum, zum einen erstmals einen Bergzoo zu schaffen, andererseits gab es ja nur 30 km entfernt in Leipzig schon einen mittlerweile etablierten Zoo. Auch wenn das Thema Mobilit√§t damals noch nicht eine solche Rolle spielte wie heute - auf so dichtem Raum gleich 2 Zoos, das geb es bestenfalls noch im Raum K√∂ln, D√ľsseldorf und Elberfeld...
Vielleicht schon damals ein Kontrastprogramm zwischen der sächsischen Metropole und ihrer preußischen Nachbarstadt...
Fortsetzung heute Mittag - ich muss jetzt erst mal was tun...
(05.12.2008, 09:01)
Michael Mettler :   @IP66: Alles eine Frage der Perspektive. K√∂nnten nicht genausogut die "Leipziger Monumentalsch√∂pfungen" gegen√ľber den schlichteren Bauten in Halle "fremdartig" gewirkt haben...?
(04.12.2008, 19:50)
Oliver Jahn :   @Ralf Seidel, da bringst du jetzt was durcheinander ;-)
Bereits in den Mitteilungen von 1976 hei√üt es, das Haus f√ľr die Pinguine, die Gro√üen Ameinsenb√§ren und Zwergflusspferde wurde fertiggestellt. Dann hei√üt es weiter 1977 wurde die Au√üenanlage f√ľr die Zwergflusspferde begonnen, welche 1978 im Rohbau fertig war. Die Zwergflusspferde kamen dann mit 1,1 Tieren 1977 in den Zoo. Der erste Flachlandtapir aber kam erst wieder 1980 und der zweite 1982. 1982 aber habe ich selber den Tapir schon in der Saubucht gesehen. Wenn also mal ein Tapir im S√ľdamerikakomplex gestanden hat, dann nur mal zwischenzeitlich von 1980 bis 81, danach wanderten sie n√§mlich in die Saubucht und von dort in das Gehege neben die Breitm√§uler, an dessen Stelle heute das Kletterschiff f√ľr die Kinder steht.
(04.12.2008, 17:27)
IP66 :   Vielleicht pr√§gte den hallenser Zoo auch ein anderer Ansatz, der letztlich den reformerischen Anf√§ngen und der besonderen Struktur des Parks geschuldet war. Zwar hat man diesen um ein recht konventionelles Affen- und Raubtierhaus erg√§nzt, doch auch diese dezent expressionistischen Bauten m√ľssen gegen√ľber den leipziger Monumentalsch√∂pfungen fremdartig gewirkt haben. Ich m√∂chte dadurch weder die hallenser noch die leipziger Bauten abwerten, aber doch auf einen Unterschied hinweisen: Herr B√ľhring pr√§gte durch seine Alleensysteme den gesamten Zoo um, schon die Gr√ľndungsbauten an den Rand und nahm, √§hnlich wie etwa Herr Kreis mit seinem Ehrenhof-Konzept in D√ľsseldorf die Monumentalit√§t des 30er Jahre vorweg, die hallenser Bauten dagegen schieben sich eher an den Rand des Zoos, m√∂gen im Detail auch hier und da modernere Formen und Ans√§tze bieten, vermeiden aber die gro√üe Geste. Wenn man die verschiedenen Gel√§nde in Betracht zieht, so mag an der Plei√üe eine ordnende Hand und ein Wille zur gro√üen Perspektive n√∂tig gewesen sein, w√§hrend der hallenser Berg in seiner einzigartigen Struktur sich selbst genug war, aber Gro√übauten nur schwer zulie√ü.
(03.12.2008, 17:10)
Michael Mettler :   Angesichts dessen, dass man ein Affenhaus laut √§ltestem Zooplan anfangs eigentlich an ganz anderer Stelle projektiert hatte, als es in den 20er Jahren gebaut wurde, h√§tte es immerhin die M√∂glichkeit gegeben, auf der Fl√§che des tats√§chlichen Affenhauses UND des provisorisch f√ľr Flusspferde genutzten Anthropoidenhauses ein Dickh√§uterhaus auf relativ ebener Fl√§che zu errichten. Bei den Dimensionen erinnere ich daran, dass der Vergleich mit Wuppertal oder N√ľrnberg schon dadurch hinkt, dass man zu diesen Zeiten deutlich kleinere Gehege baute. Stelle ich mir z.B. selbst noch die letzten Dickh√§uteranlagen in Hannover vor dem Umbau zum Erlebniszoo vor, in denen jeweils zwei Arten Elefanten, Nash√∂rner und Flusspferde gehalten wurden, dann h√§tte dieser Komplex in "halbiertem Zustand", also auf je eine Art beschr√§nkt, in der besagten Ecke des Bergzoos wohl durchaus Platz gefunden. Wie lange dieses Haus zeitgem√§√ü geblieben w√§re, ist eine ganz andere, aber eben nur in der R√ľckschau wichtige Frage.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass das benachbarte Leipzig mit der Er√∂ffnung des dortigen, f√ľr damalige Verh√§ltnisse gigantischen Dickh√§uterhauses 1926 wom√∂glich die Besuchererwartungen hochschraubte und eine abgespeckte L√∂sung in Halle vielleicht als genau solche bewertet worden w√§re. Die Verteilung der Arten im Gel√§nde verhinderte hier eine Vergleichssituation.
(03.12.2008, 14:32)
Ralf Seidel :   Neben dem Finanzierungsproblem meine ich auch, dass es insbesondere die Frage eines geeigneten Standortes war, die die Errichtung eines Dickh√§uterhauses in Halle verhinderte. Der Vergleich mit anderen Zoos wie Wuppertal oder beispielsweise auch N√ľrnberg, die ja auch √ľber einige Steigungen verf√ľgen, hinkt dann aber doch etwas - im Gegensatz zu diesen ansonsten ja recht gro√üfl√§chigen G√§rten hat der Reilsberg eben doch eine sehr geringe Grundfl√§che...Und irgendwie hatte man ja Elefanten und Flu√üpferde untergebracht, nicht gerade komfortabel - aber immerhin. Wenn ich mit ausw√§rtigen Zoofreunden heute durch den Zoo gehe, dann fragen die: hier gab es mal Giraffen, Gro√ühirsche, verschiedene Einhufer, diverse Horntr√§ger...- wo waren die alle denn mal untergebracht...??
@Oliver, die Tapire waren am Anfang zumindest zeitweise aber durchaus im 1976 √ľbergebenen "S√ľdamerika-Komplex"
Ameisenbären/Humboldtpinguine/Tapire untergebracht, die damals ja noch extrem seltenen Zwergflusspferde zogen hier erst später ein/ oder liefen mit den Tapiren ne Zeitlang parallel...
Mit den sich einstellenden Zuchterfolgen
der Westafrikaner aber hatte sich die Anlage f√ľr diese durchaus bew√§hrt.
(03.12.2008, 13:32)
IP66 :   Wir haben die Dich√§uterhausneubauten im entsprechenden Thread ausf√ľhrlich diskutiert - irgend ein Modell h√§tte sicher auch nach Halle gepa√üt, etwa ein Bau nach wuppertaler Muster. Allerdings ist die Zahl der ebenen Fl√§chen im Zoo an der Saale so gro√ü nicht, und insofern √ľberzeugt die Idee, Affen und Raubtieren eigene Geb√§ude zu bieten, die Dickh√§uter aber auf Provisorien zu verteilen, in gewisser Weise schon. Und wenn das Menschenaffenhaus in der Tat leer stand, so bot sich dessen weitere Verwendung f√ľr die f√ľr w√§rmebed√ľrftig gehaltenen Flu√üpferde wohl an. Vielleicht w√§re das festhalten an der Unterkunft der Elefanten im Kamelhaus sogar ein Beleg f√ľr Herrn Mettlers These, da√ü man f√ľr diese Dickh√§uter nicht unbedingt Gro√übauten f√ľr notwendig hielt.
(03.12.2008, 11:17)
Oliver Jahn :   Es gab mindestens drei Anl√§ufe f√ľr ein Dickh√§uterhaus. Realisiert wurde keiner davon. Elefanten, Flusspferde und sp√§ter auch Nash√∂rner, Tapire und Zwergflusspferde wurden alle an unterschiedlichen Stellen im Zoo untergebracht. Aber wo h√§tte der Zoo auch ein solch gro√ües Haus hinbauen sollen? Und so wie das Flusspferhaus lange Zeit ein Provisorium war (und evtl. bis zum Schluss blieb), so ist die Unterbringung der Elefanten im Kamelhaus auch ein Provisorium gewesen, und das √ľber 70 Jahre, ebenso wie der Tapir in der Saubucht oder die Nash√∂rner im Antilopenhaus. Lediglich die Zwergflusspferde bekamen bereits zum zweiten mal ein eigenes Haus, wobei selbst hier das erste als S√ľdamerikaanlage urspr√ľnglich f√ľr die Tapire gedacht war.
(02.12.2008, 23:39)
Michael Mettler :   Ich vermute, man wusste nicht so recht, was man mit dem alten Anthropoidenhaus anfangen sollte: F√ľr die Haltung von Menschenaffen, ja von Affen insgesamt scheint es sich nicht bew√§hrt zu haben, denn nach dem Tod des letzten Schimpansen vor dem 1. Weltkrieg wurde es anscheinend nicht mal mit robusteren Affen besetzt. In der Chronik ist ja auch erw√§hnt, dass es bis zum Umbau zum Flusspferdhaus nur noch als √úberwinterungshaus genutzt wurde. Gleichzeitig wollte man sich bestimmt die Elefantenanlage nicht mit einem Flusspferd "verbauen", sondern auch wieder Elefanten halten. Leider ist es bisher nicht mehr als eine Idee ohne Beweise, aber m.E. gab es vielleicht eine Infrastruktur im und am Anthropoidenhaus, die sich mit relativ wenig Aufwand zu einer provisorischen Flusspferdhaltung umwandeln lie√ü. Denn DASS das Haus f√ľr diesen Zweck nur ein Provisorium war - immerhin spekulierte man ja auf ein Dickh√§uterhaus - geht aus alten Artikeln hervor; so wird dort auch erw√§hnt, dass die Dimensionen des Hauses (genauer gesagt, wohl seiner Innenr√§ume) f√ľr den zu stattlicher Gr√∂√üe herangewachsenen ersten Hippo-Bullen Jumbo nicht mehr ausreichten. Und zu dieser Zeit gab es in diversen Zoos bereits ausgewachsene Flusspferde zu sehen, unter anderem die Hamburger Eltern von Jumbo, so dass man in Halle wissen musste, wie gro√ü ein solches Tier wird...
(02.12.2008, 20:36)
IP66 :   Bei einem Blick in die Chronik ist mir aufgefallen, da√ü die Entscheidung, in Halle mit der Flu√üpferdhaltung zu beginnen, keinen Zw√§ngen gehorchte: Man stand ohne Elefant und mit nicht besetzter Elefantenanlage da, die man eigentlich auch h√§tte f√ľr Flu√üpferde adaptieren k√∂nnen. Stattdessen entschlo√ü man sich erstens f√ľr eine neue Dickh√§uterart, zweitens aber auch f√ľr die Adaption eines ganz andersartigen Geb√§udes. Wei√ü man, warum das so war?
(02.12.2008, 11:18)
Ralf Seidel :   @Michael, na da rennste bei mir offene T√ľren ein - so ne Fernseheule bin ich n√§mlich auch nicht...
Nur nicke ich mittlerweile schon beim Lesen der Tageszeitung weg, da kriege ich vom Fernsehprogramm eh oft nicht mehr viel mit...)))
Oder wie meine Omma fr√ľher immer zu sagen pflegte:"Zeitig zu Bett und zeitig auf - das macht gesunden Lebenslauf..."
(01.12.2008, 14:32)
Michael Mettler :   @Ralf Seidel: "Nach getanem Tageswerk ersch√∂pft" gilt bei mir durchaus auch (und gerade im Moment ganz besonders), nur betrachte ich die Planspielchen als unterhaltsamen und spannenden Ausgleich dazu. Au√üerdem ist wirklich erstaunlich, wieviel Freizeit √ľbrig bleibt, wenn man weitgehend auf Fernsehen verzichtet :-)
(01.12.2008, 13:39)
Ralf Seidel :   Bei allem Interesse f√ľr Zoohistorie und insbesondere die des halleschen Bergzoos: Ich werde das nie verstehen, wie erwachsene Leute sich ganze Wochenenden und N√§chte mit derartigen Planspielen auseinander setzen. W√§hrend rechtschaffende Menschen nach getanem Tageswerk ersch√∂pft in ihre Betten sinken, werden Herr Jahn und Herr Mettler gegen Mitternacht erst mal richtig munter, irgend was mache ich wohl doch verkehrt...))
Nun, ihr Kobolde der Nacht, um noch mal auf Michael's Theorien des alten Schimpansenau√üenk√§figs zur√ľckzukommen: ich bin fast sicher, dass der eine reine Gitterkonstruktion war, "m√∂bliert" war das ganze mit einer Tisch-Bank-Konstruktion, die da mit eingef√ľgt war - sind aber alles nur Vermutungen, ist ja auch schon ein Weilchen her...Eines wei√ü ich aber hundertprozentig mittlerweile - im alten Haus war ich NIE drin -das war n√§mlich immer abgeschlossen!
(01.12.2008, 13:05)
Michael Mettler :   @Oliver: Irgendwann muss ich aber mal den ganzen Schlaf nachholen, den mir unsere Planspiele klauen :-)
(29.11.2008, 21:30)
Oliver Jahn :   @Alex, kein Problem, nimm dir alle Zeit, die du brauchst, das Haus kann uns ja nicht mehr weglaufen. :-)
Michael und ich, wir haben jetzt noch Mel, den Meister der Pl√§ne nd Aufma√üe mit ins Boot holen k√∂nnen. Und so wir es wirklich immer spannender. Fast haben wir ein wenig Sorge, es k√∂nnte zu fr√ľh ein Plan dieses Hauses irgendwo auftauchen, denn dann w√§re unser Planspiel pl√∂tzlich vorbei. Das w√ľrde uns im Moment manch spannenden Abend rauben. Wor√ľber sollte ich denn sonst nachts um 24.00 Uhr mit meinen Mitstreitern telefonieren?? ;-)
(29.11.2008, 19:41)
Bj√∂rnN :   @Alexander Fuchs
"Bibi" hat im TP Berlin vor kurzem einen Pfleger leicht verletzt (Rippenprellungen etc.), eben den Pfleger, der ihr Kalb einige Monate zuvor mit einem Elefantenhaken gez√ľchtigt hatte - ein Ereignis, welches vor allem von PETA heftig kritisiert und dar√ľber in der BILD in gewohnt seri√∂ser Weise ausgiebig berichtet wurde...

Bei den Elefanten wird einen familiäre Herdenstruktur angestrebt, sodass eine Abgabe von Mutter und Kalb, schon wegen des Alters von "Panya", logisch ist - aber das war sich nicht der Sinn Ihrer Frage.

(29.11.2008, 14:30)
Alexander Fuchs :   Da hat der Zoo zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

1. Das Elefantenhaus ist voll besetzt und das nach so kurzer Zeit!

2. Der Zoo kann mit vermehrten Besucherzahlen rechnen, in den kalten Wintermonaten, durch das junge Elefantenkalb.

Ich finde es spitzte und Klasse, denn nicht jeder Zoo oder TP gibt ein Publikumsmagnet gerne ab, so wie es der TP Berlin getan hat. Mich w√ľrde nur mal intressieren warum hat man die Mutter mit dem Elefantenkalb abgegeben?


Zum Flu√üpferdhaus: Ich war im haleschen Stadtarchiv und habe versucht zu forschen. Es blieb beim Versuch, da ich in den letzten Wochen umgezogen bin nach Leipzig. Nat√ľrlich in die n√§he des Zoos. Auch pers√∂nlicher Schicksalsschlag hat es verhindert das ich weiter nach Bildern